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**Case Identifier:** 6670fb1c-7dd2-5b04-a924-73564dd008fa
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-12-10
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 10.12.2018 B 2018/84, B 2018/85
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2018-84--B-2018-85_2018-12-10.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2018/84, B 2018/85

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 05.02.2020

Entscheiddatum: 10.12.2018

Entscheid Verwaltungsgericht, 10.12.2018
Steuerrecht, Art. 84 Abs. 1 StG, Art. 58 Abs. 1 lit. b DBG. Diverse 
verfahrensrechtliche Rügen – fehlende Anhörung der Hauptaktionäre vor der 
Vorinstanz, Beizug von Akten eines früheren Beschwerdeverfahrens, 
selektive Akteneinsicht, Berücksichtigung eines Berichts der Abteilung 
Strafsachen und Untersuchungen der Eidgenössischen Steuerverwaltung 
(ASU), unzureichende Begründung des vorinstanzlichen Entscheides – 
erweisen sich als unbegründet. Da es sich bei den verbuchten WIR-
Verlusten um steuermindernde Tatsachen handelt, wäre es an der 
Beschwerdeführerin gewesen, die geschäftsmässige Begründetheit der 
generellen 40-prozentigen Wertberichtigung WIR nachvollziehbar 
darzulegen. Die ASU legt überzeugend dar, dass ein Einschlag von 35% über 
die gesamte Untersuchungsperiode den tatsächlichen Verhältnissen 
entspricht. Verbuchungen, Verträge/Quittungen, ja sogar Bezahlung reichen 
nicht aus, um die geschäftsmässige Begründetheit nachzuweisen. Die 
Folgen der ungenügenden Beweise beziehungsweise Beweislosigkeit hat die 
Beschwerdeführerin zu tragen (Verwaltungsgericht, B 2018/84 und B 
2018/85).

Entscheid vom 10. Dezember 2018

Besetzung

Abteilungspräsident Zürn; Verwaltungsrichterin Bietenharder, Verwaltungsrichter 

Engeler; Gerichtsschreiber Scherrer

Verfahrensbeteiligte

X.__ AG,

Beschwerdeführerin,

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vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Roger Vago, Sihlfeldstrasse 10, Postfach 9708, 

8036 Zürich,

gegen

Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen, Unterstrasse 28, 

9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

und

Kantonales Steueramt, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen,

Beschwerdegegner,

sowie

Eidgenössische Steuerverwaltung, Hauptabteilung Direkte Bundessteuer, 

Eigerstrasse 65, 3003 Bern,

Beschwerdebeteiligte,

Gegenstand

Kantonssteuern sowie direkte Bundessteuer (Veranlagungen aufgrund der 

Rechnungsabschlüsse per 31. Dezember 2005, 2006 und 2009)

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A. Die X.__ AG mit Sitz in E.__/SG wurde am 14. Januar 2000 ins Handelsregister des 

Kantons St. Gallen eingetragen. Sie bezweckt im Wesentlichen das Telefonmarketing, 

die Akquisition und Inserateverwaltung sowie den Betrieb eines Verlages für 

Zeitschriften, Magazine und sonstige Medien. A.__ war bis 9. August 2007 Präsident 

des Verwaltungsrats und Geschäftsführer; er ist auch VerwaItungsratspräsident bei der 

Y.__ AG, ebenfalls mit Sitz in E.__. Im Verwaltungsrat der X.__ AG nahmen zudem B.__ 

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– der in der Y.__ AG ebenfalls zeichnungsberechtigt ist – und C.__, Einsitz. Letzterer ist 

zudem einziges VerwaItungsratsmitglied der Q.__ AG mit Sitz in K.__/SZ.

B. Die X.__ AG wurde am 14. Dezember 2016 aufgrund der Rechnungsabschlüsse per 

31. Dezember 2005, 2006 und 2009 wie folgt veranlagt:

                                                              31.12.2005    31.12.2006       31.12.2009

Kantonssteuer

Reingewinn                                           CHF 54'200      CHF      0      CHF 54'800

Eigenkapital                                          CHF          0      CHF      0      CHF         0

dir. Bundessteuer

Reingewinn                                           CHF 54'200      CHF      0      CHF 54'800

Dabei rechnete die Veranlagungsbehörde den deklarierten Jahresgewinnen geldwerte 

Leistungen an A.__ in der Höhe von CHF 55'737 (2005), CHF 31'833 (2006) und 

CHF 31'108 (2009) auf. Hinzu kamen CHF 42'500 ("Aufwand N.__-Seminare") im Jahr 

2006. Die dagegen erhobenen Einsprachen wies das kantonale Steueramt mit 

Entscheiden vom 25. April 2017 ab (2005 und 2009) beziehungsweise trat nicht darauf 

ein (2006).

C. Am 26. Mai 2017 erhob die X.__ AG Rekurs und Beschwerde bei der 

Verwaltungsrekurskommission. Sie beantragte sinngemäss die kostenfällige Aufhebung 

der Einspracheentscheide des kantonalen Steueramts vom 25. April 2017 hinsichtlich 

der Kantonssteuer und der direkten Bundessteuer 2005, 2006 und 2009. In 

prozessualer Hinsicht beantragte sie, "es seien sämtliche gegen die Y.__ AG, die 

X.__ AG und gegen A.__, gegen die Q.__ AG und D.__ als auch gegen C.__ betreffend 

die Steuerjahre 2001 bis 2009 bestehenden Steuerakten des Kantons St. Gallen 

beizuziehen." Mit Entscheid vom 20. Februar 2018 wies die 

Verwaltungsrekurskommission den Rekurs (Kantonsteuer) und die Beschwerde 

(Bundessteuer) ab. Auf die Steuerveranlagung 2006 sei nicht einzutreten und die in den 

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Jahren 2005 und 2009 vorgenommenen Aufrechnungen in der Höhe von CHF 55'737 

beziehungsweise CHF 31'108 seien zu Recht erfolgt.

D. Die X.__ AG (Beschwerdeführerin) erhob gegen den am 22. Februar 2018 

versandten und am 1. März 2018 entgegengenommenen Entscheid der 

Verwaltungsrekurskommission (Vorinstanz) durch ihren Rechtsvertreter mit Eingabe 

vom 2. April 2018 Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Rechtsbegehren, 

unter Kosten- und Entschädigungsfolge sei der angefochtene Entscheid aufzuheben 

und das Steuerverfahren einzustellen, eventualiter sei der angefochtene Entscheid 

zurückzuweisen zur Vervollständigung des Rekursverfahrens, insbesondere seien die 

entsprechenden Verfahrensakten gegen die Y.__ AG, die X.__ AG, A.__, Q.__ AG, D.__ 

und C.__ betreffend die Steuerjahre 2001 bis 2009 beizuziehen und in Anhörung der 

Hauptaktionäre D.__ und A.__ erneut zu entscheiden.

In prozessualer Hinsicht stellt die Beschwerdeführerin folgende Anträge: Es seien die 

Verfahren B 2017/222, 223, 224 und 225 als auch das Beschwerdeverfahren der 

Y.__ AG vom 5. März 2018 sowie der Q.__ AG 2007-2009 mit der vorliegenden 

Beschwerde zu vereinigen sowie die Verfahrensakten gegen die Y.__ AG, die X.__ AG, 

A.__, Q.__ AG, D.__ und C.__ betreffend die Steuerjahre 2001 bis 2009 beizuziehen und 

für das vorliegende Verfahren zu berücksichtigen.

Mit Vernehmlassung vom 9. April 2018 verwies die Vorinstanz auf die Erwägungen im 

angefochtenen Entscheid und beantragte die Abweisung der Beschwerde. Das 

kantonale Steueramt (Beschwerdegegner) beantragte am 26. April 2018 mit Verweis 

auf den Teilbericht Layoutkosten sowie den Untersuchungsbericht ASU, beide vom 

10. Dezember 2013, sowie den Einspracheentscheid vom 25. April 2017, die 

Abweisung der Beschwerde. Die Eidgenössische Steuerverwaltung 

(Beschwerdegegnerin) hat stillschweigend auf eine Vernehmlassung verzichtet.

Auf die Erwägungen im angefochtenen Entscheid und die Ausführungen der 

Beschwerdeführerin und der Beschwerdegegnerin zur Begründung ihrer Anträge sowie 

die Akten wird, soweit wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

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1. Da die steuerrechtlichen Vorschriften des Bundes und der Kantone zur Veranlagung 

des Reingewinns juristischer Personen vereinheitlicht sind, erledigte die Vorinstanz den 

Rekurs betreffend die Kantonssteuern einerseits und die Beschwerde betreffend die 

direkte Bundessteuer anderseits zu Recht im gleichen Entscheid, aber mit getrennten 

Dispositivziffern; unter diesen Umständen durfte auch die Beschwerdeführerin die 

Beschwerden in einer gemeinsamen Rechtsschrift erheben (BGE 135 II 260 E. 1.3). 

Ebenso ist es zulässig, dass das Verwaltungsgericht über die Beschwerden im gleichen 

Urteil entscheidet (vgl. BGer 2C_440 und 441/2014 vom 10. Oktober 2014 E. 1.2).

2. Das Verwaltungsgericht ist zum Entscheid in der Sache zuständig (Art. 196 Abs. 1 

StG; Art. 145 des Gesetzes über die direkte Bundessteuer, SR 642.11, DBG, in 

Verbindung mit Art. 1 Abs. 3 und Art. 7 Abs. 2 der Verordnung zum Bundesgesetz über 

die direkte Bundessteuer, sGS 815.1). Als Steuerpflichtige, deren Begehren mit dem 

angefochtenen Entscheid abgewiesen wurde, ist die Beschwerdeführerin zur 

Beschwerdeerhebung befugt (Art. 196 Abs. 1 StG; Art. 145 Abs. 2 in Verbindung mit 

Art. 140 Abs. 1 DBG). Die Beschwerden gegen den am 1. März 2018 zugestellten 

vorinstanzlichen Entscheid wurden mit Eingabe vom 2. April 2018 unter 

Berücksichtigung des Fristenlaufs am (Oster-)Wochenende rechtzeitig erhoben und 

erfüllen formell und inhaltlich die gesetzlichen Anforderungen (Art. 161 StG in 

Verbindung mit Art. 64 und Art. 30 Abs. 1 des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP, und Art. 142 Abs. 3 der Schweizerischen 

Zivilprozessordnung, SR 272, ZPO, sowie Art. 48 Abs. 1 VRP; Art. 145 sowie Art. 144 

Abs. 4 und Art. 142 DBG in Verbindung mit Art. 133 Abs. 1 Satz 2 DBG und Art. 48 

Abs. 1 VRP; vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 3. Aufl. 

2016, N 1 zu Art. 142 DBG). Auf die Beschwerden ist daher einzutreten.

3.

3.1. Die Beschwerdeführerin beantragt die Aufhebung des angefochtenen Entscheides 

und die Rückweisung der Angelegenheit an die Vorinstanz zur Durchführung einer 

Anhörung ihrer beiden Hauptaktionäre D.__ und A.__ sowie Beizug der Verfahrensakten 

gegen die Y.__ AG, X.__ AG, A.__, Q.__ AG, D.__ und C.__ und anschliessender 

Neubeurteilung.

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Die Beschwerdeführerin verlangte eine mündliche Einsprachebegründung (act. 6/7-III/

00). Sie liess aber die Aufforderungen des Beschwerdegegners vom 29. März 2017 und 

vom 6. April 2017, Termine vorzuschlagen, unbeantwortet, sodass kein Termin für eine 

mündliche Einsprachebegründung zustande kam (act. 6/7-III/05). Die 

Beschwerdeführerin macht deshalb – zu Recht – nicht geltend, es sei ihren 

Hauptaktionären verwehrt gewesen, vor der Veranlagungsbehörde mündlich bei der 

Feststellung des Sachverhalts mitzuwirken (vgl. Art. 176 Abs. 1 StG, Art. 130 Abs. 1 

DBG; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 18 zu Art. 130 DBG). Vor Vorinstanz hat 

sie zudem keinen entsprechenden Verfahrensantrag gestellt. Sie macht deshalb – zu 

Recht – nicht geltend, die Vorinstanz habe diesbezüglich ihren Anspruch auf 

rechtliches Gehör verletzt. Da das Verwaltungsgericht in der Vornahme eigener 

Untersuchungen grosse Zurückhaltung übt (vgl. Zigerlig/Oertli/Hofmann, Das st. 

gallische Steuerrecht, 7. Aufl. 2014, Rz. VII/101), ist der Rückweisungsantrag der 

Beschwerdeführerin verfahrensrechtlich an sich nachvollziehbar. Allfällige mündliche 

Auskünfte der Hauptaktionäre sind indessen auch der schriftlichen Darlegung in der 

Beschwerde zugänglich. Zudem ist – umso mehr als die Beschwerdeführerin erst im 

Verfahren vor Verwaltungsgericht einen solchen Antrag stellt – nicht ersichtlich, 

inwieweit die anlässlich einer mündlichen Befragung vorgetragenen 

Tatsachenbehauptungen anders als die entsprechenden schriftlichen Vorbringen 

geeignet sein sollten, an der auf die Akten abgestützten Feststellung der Tatsachen 

durch Beschwerdegegner und Vorinstanz etwas zu ändern. Dies gilt umso mehr, als die 

beiden Aktionäre der Beschwerdeführerin in dieser Angelegenheit bereits durch die 

Abteilung Strafsachen und Untersuchungen der Beschwerdebeteiligten je zweimal 

einvernommen, ihre Aussagen protokolliert und deren Inhalt in den entsprechenden 

Berichten festgehalten wurden (vgl. insbesondere act. 6/7-I/00 Seiten 15/16).

3.2. Im weiteren beantragt die Beschwerdeführerin die Vereinigung der Beschwerden 

mit den Verfahren B 2017/222, 223, 224 und 225 sowie den Beschwerdeverfahren der 

Y.__ AG vom 5. März 2018 (B 2018/66 und 67) und der Beschwerdeverfahren 

betreffend die Veranlagung der Q.__ AG 2007, 2008 und 2009 (B 2018/61 und 62) samt 

Beizug der entsprechenden Akten. Es würden sich alle laufenden Verfahren auf einen 

Untersuchungsbericht, Teilbericht Layoutkosten sowie die Untersuchungsakten ASU 

stützen.

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Rechtsmittelverfahren, die sich auf denselben Streitgegenstand beziehen und die 

nämlichen Tatbestands- und Rechtsfragen aufwerfen, sind verfahrensrechtlich zu 

vereinigen und durch einen einzigen Entscheid zu erledigen (vgl. GVP 1972 Nr. 30, BGE 

128 V 124 E. 1). Die Vereinigung eines Verfahrens kommt in allen Verfahrensstadien 

und -abschnitten in Frage. Sie gelangt allerdings nur dann zur Anwendung, wenn sie 

der Vereinfachung des Verfahrens dient (Bertschi/Plüss, in: A. Griffel, [Hrsg.], 

Kommentar VRG, 3. Aufl. 2014, N 50 ff. der Vorbemerkungen §§ 4-31 VRG/ZH). Einer 

Vereinigung der vorliegenden Beschwerdeverfahren mit den Verfahren B 2017/222-226 

steht deren – mittlerweile rechtskräftig – Erledigung entgegen. Mit den Verfahren B 

2018/61 und 62 sowie B 2018/66 und 67 können die vorliegenden 

Beschwerdeverfahren vorab deshalb nicht vereinigt werden, weil sich jene Verfahren 

auf andere Steuerpflichtige beziehen, denen gegenüber das Steuergeheimnis zu 

wahren ist (Art. 110 DBG, Art. 39 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Harmonisierung 

der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden, SR 642.14, StHG, Art. 162 SG). Im 

Übrigen sind auch unterschiedliche Sachverhalte zu beurteilen. So ergibt sich aus den 

Berichten der ASU, dass unter anderem der verbuchte Aufwand (Geschäftsjahr 2004) 

und Ertrag (Geschäftsjahr 2006) N.__ Seminare in der Höhe von CHF 42'500 untersucht 

wurde. Bei den anderen beiden Firmen stellt sich diese Frage nicht, dafür aber z.B. 

jene nach den Aufrechnungen von Debitorenverlusten und privater Fahrzeugnutzung.

Aus dem Akteneinsichtsrecht des Steuerpflichtigen (vgl. Art. 114 Abs. 1 DBG, Art. 165 

Abs. 1 StG) ergibt sich die Aktenführungspflicht der Steuerbehörde (vgl. BGE 141 I 60 

E. 4.3 mit Hinweis, Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 44 zu Art. 114 DBG). Der 

Umfang der Aktenführungspflicht ist wesentlich von den konkreten Umständen 

abhängig (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 48 zu Art. 114 DBG). Die 

Beschwerdeverfahren B 2017/226 und 227 wurden mit unangefochten rechtskräftig 

gewordenem Entscheid vom 27. Juni 2018 erledigt. Soweit sich die Beurteilung der 

vorliegenden Angelegenheit auch auf Akten jenes Verfahrens, insbesondere auf die 

Akten der Untersuchung der Abteilung Strafsachen und Untersuchungen stützen, 

können sie als dem Gericht, welches die vorliegenden Beschwerdesachen in der 

gleichen Besetzung behandelt, bekannt vorausgesetzt werden. Der Beizug erübrigt 

sich dementsprechend. Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass die 

Beschwerdeführerin genauso wie alle Verfahrensbeteiligten über den USB-Stick 

verfügt. Somit haben alle Verfahrensbeteiligten den gleichen Informationsstand. Die 

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Beschwerdeführerin legt nicht weiter dar, weshalb die Vereinigung der Akten 

notwendig ist und es ist auch kein Grund ersichtlich, da, wie oben erwähnt, allen 

Verfahrensbeteiligten (auch ohne Vereinigung der Akten) die gleichen Unterlagen zur 

Verfügung stehen. Demnach sind die Anträge auf Verfahrensvereinigung und 

entsprechenden Aktenbeizug, soweit sei ausreichend begründet sind, abzuweisen.

3.3. Die Beschwerdeführerin rügt die Verletzung von Verfahrensrechten durch die 

Vorinstanz. Weil die prozessualen Anträge nicht im allein in Rechtskraft erwachsenden 

Dispositiv, sondern nur in den Erwägungen des angefochtenen Entscheides 

abgewiesen worden seien, sei der Aktenbeizug vorzunehmen und vor Vorinstanz neu 

zu verhandeln.

Soweit die Beschwerde nicht gutgeheissen und das Rechtsverhältnis neu geregelt 

wird, gilt diese als abgewiesen. Dies trifft insbesondere auch auf die prozessualen 

Anträge zu, soweit ihnen im Verfahren nicht Rechnung getragen wurde. Im Übrigen 

macht die Beschwerdeführerin nicht geltend, die Vorinstanz hätte den 

verfahrensrechtlichen Anträgen zu Unrecht nicht entsprochen. Insoweit erweist sich die 

Beschwerde als unbegründet.

3.4. Die Beschwerdeführerin stellt fest, der vom Beschwerdegegner zugestellte USB-

Stick enthalte offensichtlich nicht sämtliche Unterlagen. So fehle die Pag.Nr. 110 

vollumfänglich. Es sei nicht davon auszugehen, dass alle Verfahrensparteien über den 

gleichen Aktenstand verfügen würden resp. es werde vermutet, dass der 

Beschwerdeführerin nur selektiv Akteneinsicht gewährt worden sei. Das sei nicht zu 

tolerieren, das rechtliche Gehör sei verletzt.

Gemäss Art. 165 Abs. 1 StG und Art. 114 Abs. 1 DBG kann der Steuerpflichtige 

Einsicht in die Akten nehmen. Die Wahrnehmung des Akteneinsichts- und 

Beweisführungsrechts durch den von einer Verfügung Betroffenen setzt eine 

Aktenführungspflicht der Verwaltung voraus. Die Behörden haben alles in den Akten 

festzuhalten, was zur Sache gehört und entscheidwesentlich sein kann (BGE 130 II 473 

E. 4.1). Dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin wurde am 21. April 2015 ein 

USB-Stick mit sämtlichen Verfahrensakten durch den Beschwerdegegner zugestellt 

(act. 123/101.242). Die Beschwerdeführerin macht nicht geltend, die umstrittenen 

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Veranlagungsverfügungen und Rechtsmittelentscheide stützten sich auf einen 

Sachverhalt, der auf ihr nicht bekannten Akten beruht. Sie stützt ihre von derjenigen 

der Steuerbehörde abweichenden Auffassung auch nicht auf Tatsachen, die sie nicht 

belegen kann, weil sie über die entsprechenden Beweismittel selbst nicht verfügt und 

sie in den – angeblich – fehlenden Aktenstücken vermutet. Soweit der Inhalt des USB-

Stick unvollständig sein sollte, ist deshalb nicht davon auszugehen, dass es sich bei 

allfälligen Lücken um für den Entscheid wesentliche Inhalte handelt. Dass die weiteren 

aufgrund derselben Akten ins Recht gefassten Steuerpflichtigen bis anhin keine 

Unvollständigkeit des USB-Stick gerügt haben, somit auch die Pag.Nr. 110 vorhanden 

zu sein scheint, deutet im Übrigen ebenfalls auf dessen Vollständigkeit hin.Im Weiteren 

erstaunt, dass die Beschwerdeführerin nicht schon im Einspracheverfahren und 

insbesondere aber im anschliessenden Rekurs- und Beschwerdeverfahren vor 

Vorinstanz diese Rüge geltend gemacht hat, zumal doch davon ausgegangen werden 

darf, dass sie sich schon in diesen Verfahren mit den Akten auseinandergesetzt hat. 

Die Rüge der Verletzung des Akteneinsichtsrechts erweist sich deshalb als 

unbegründet.

3.5. Weiter macht die Beschwerdeführerin geltend, die Beschwerdeführerin (richtig: 

Vorinstanz) habe stereotyp aus den Berichten der ASU abgeschrieben, es seien keine 

eigenen Erkenntnisse daraus ersichtlich. Die Untersuchungsergebnisse seien aber im 

Einzelnen kritisch zu prüfen und abzuwägen, ob sich diese so verwirklicht haben, wie 

dies die (parteiische) ASU anführe. Innert 5,5 Monaten sei es schlicht unmöglich, 

22'000 Seiten zu sichten, zu bewerten und zu diskutieren. Die Untersuchung der ASU 

habe mehrere Jahre gedauert. Es liege somit eine Gehörsverletzung vor.

Abgesehen davon, dass eine Rechtsmittelinstanz in ihrer Begründung nicht auf 

sämtliche Vorbringen der Rekurrentin und Beschwerdeführerin eingehen muss, legt die 

mitwirkungspflichtige Beschwerdeführerin nicht dar, aus welchen – ihr als 

Steuerpflichtige selbst am besten bekannten – Akten sich ergibt, dass die Vorinstanz 

den massgebenden Sachverhalt falsch oder unvollständig festgestellt hätte. Insoweit 

erweist sich die pauschale Begründung der Beschwerdeführerin, die Vorinstanz habe 

sich nicht ausreichend mit den 22'000 Seiten Vorakten befasst, als unzureichend. Der 

Vorwurf der Verletzung des rechtlichen Gehörs mangels ausreichender Begründung 

erweist sich deshalb als unbegründet.

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3.6. Weiter moniert die Beschwerdeführerin, dass die Grundsätze der 

Strafprozessordnung einzuhalten seien.

Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin muss sie sich im vorliegenden 

Verfahren nicht im Anschluss an ein Strafverfahren exkulpieren. Insbesondere ist nicht 

nachvollziehbar – und die Beschwerdeführerin begründet es auch nicht – weshalb ihre 

Mitwirkungspflicht im ordentlichen Veranlagungsverfahren eingeschränkt sein und die 

Geltendmachung der "geschäftsmässigen Begründetheit" die Umkehr der Beweislast 

nach sich ziehen sollte. Die Beschwerdeführerin hat – auch im ordentlichen 

Veranlagungsverfahren – geltend gemachte Aufwendungen angesichts ihrer 

steuermindernden Wirkung nachzuweisen. Umso mehr als handelsrechtswidrige 

Verbuchungen bereits aufgrund der einschlägigen Rechnungslegungsvorschriften zu 

korrigieren sind (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 75 zu Art. 58 DBG), 

müssen Verbuchungen fiktiver Zahlungen und Belege steuerrechtlich als 

geschäftsmässig nicht begründeter Aufwand entsprechend Art. 82 Abs. 1 Ingress und 

lit. b Ingress StG und Art. 58 Abs. 1 DBG aufgerechnet werden. Die 

Beschwerdeführerin hatte denn auch im vorliegenden ordentlichen 

Steuerveranlagungsverfahren mehrmals die Gelegenheit, sich namentlich zu 

Layoutkosten, Abschreibungen, N.__-Seminar, WIR-Verlusten etc. zu äussern. Das hat 

sie weder im Einspracheverfahren und im vorinstanzlichen Rechtsmittelverfahren noch 

in der Beschwerde vom 2. April 2018 getan.Auch diese Rüge erweist sich als 

unbegründet.

4. Vorab ist zu prüfen, ob der Beschwerdegegner zu Recht nicht auf die Einsprache 

vom 23. Januar 2017 gegen die Veranlagungsverfügung 2006 eintrat.

Der Beschwerdegegner vertritt die Meinung, dass die Steuerfaktoren auf CHF 0 lauten 

und deshalb selbst bei materieller Gutheissung der Einsprache sich diese unverändert 

zeigen würden (act. 6/7-III/06). Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass die 

Steuerfaktoren zwar CHF 0 betragen würden, da die Nulleinschätzung u.a. aber 

dadurch resultieren würde, dass die im Steuerjahr 2004 aufgerechneten N.__ Seminare 

in der Höhe von CHF 42'500 nun wieder zum Abzug zugelassen würden. Dadurch 

werde der ASU Bericht bestätigt resp. als korrekt bewertet und als rechtsgenüglicher 

Nachweis erachtet, was eben nicht zutreffe.

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Der Entscheid der Veranlagungsbehörde im Einspracheverfahren lautet auf 

Nichteintreten, wenn eine Prozessvoraussetzung nicht erfüllt ist (Richner/Frei/

Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 1 zu Art. 135 DBG). Das liegt u.a. vor, wenn kein 

schutzwürdiges Interesse dargetan wird (Art. 45 Abs. 1 VRP). Verlangt wird die 

(formelle) Beschwer und ein (materielles) Rechtsschutzinteresse (vgl. dazu Cavelti/

Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, 2. Aufl. 2003, Rz 921). Kein 

Rechtsschutzinteresse ist gegeben, wenn lediglich die Begründung der Verfügung als 

solche angefochten wird, weil die Motive nicht in Rechtskraft erwachsen können und 

daher für die späteren Steuerperioden grundsätzlich unverbindlich sind (Zweifel/

Casanova, Schweizerisches Steuerverfahrensrecht, Zürich 2008, N 20/7; M. Duss, 

Verfahrensrecht in Steuersachen, Winterthur 1987, S. 101). Im Steuerecht bedeutet 

dies, dass nur die Steuerfaktoren an der Rechtskraft teilhaben. Die Erwägungen, die 

zum Dispositiv führen, haben lediglich die Bedeutung von Motiven. Wird somit eine 

juristische Person mit einem Reingewinn von CHF 0 veranlagt, ist damit nur 

entschieden, dass sie keinen steuerbaren Gewinn erzielt und für das entsprechende 

Jahr keine Gewinnsteuern zu bezahlen hat. Die Höhe des einer solchen 

Veranlagungsverfügung zugrundeliegenden Verlustes ist hingegen nicht rechtskräftig 

festgesetzt worden. Die Steuerbehörden sind daher befugt, die Höhe der in den 

Vorjahren geltend gemachten Verluste trotz der Rechtskraft der entsprechenden 

Veranlagungsverfügung zu überprüfen, wenn sie im Rahmen von Art. 86 StG und Art. 

67 DBG über den Abzug von solchen Verlusten zu befinden haben (BGer 2C_514/2017 

vom 13. Dezember 2017 E. 2.3.1, BGE 140 I 114 E. 2.4).

Das Verwaltungsgericht hat mit Entscheid vom 23. Mai 2018 (B 2017/224 und 225 E. 7, 

Seite 13), der inzwischen rechtskräftig ist, u.a. auch über die geschäftsmässige 

Begründetheit der N.__ Seminare entschieden. Zusammenfassend hat es festgestellt, 

wenn nicht einmal die Teilnehmer, noch der Ort, noch der Zeitpunkt der angeblichen 

Seminare bekannt seien und darüber hinaus die Adresse des Rechnungsstellers, eine 

nichtexistente Adresse im Ausland, nicht stimme, sei die geschäftsmässige 

Begründetheit der behaupteten Leistung keineswegs nachgewiesen worden. Mit 

anderen Worten hat auch das Verwaltungsgericht (rechtskräftig) festgestellt, dass, hier 

bezogen auf die N.__ Seminare, der Bericht der Abteilung Strafsachen und 

Untersuchungen (ASU) nicht falsch beurteilt worden und der Nachweis rechtsgenügend 

ist. Sollte der hier kritisierte Bericht der ASU Grundlage auch für weitere Veranlagungen 

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sein, können allfällig darin enthaltene Fehler wiederum in den entsprechenden 

(Rechtsmittel-)Verfahren geltend gemacht werden. Führt die allfällige Gutheissung des 

Rechtsmittels zu keinem anderen Ergebnis, was vorliegend der Fall wäre, kann kein 

rechtserhebliches Rechtsschutzinteresse vorliegen (BGer 2C_514/2017 vom 

13. Dezember 2017 E. 1.2). Über den "Nullgewinn" hinaus ist damit zum Verlust in 

betraglicher Hinsicht noch nichts gesagt. Hinsichtlich der Veranlagung 2006 erwuchsen 

der Beschwerdeführerin jedenfalls keine Nachteile, weil, wie oben erwähnt, die Motive 

der Veranlagung und damit auch der Verlust nicht rechtskräftig festgesetzt wurden. Ein 

Verlustvortrag ist in betraglicher Hinsicht erst zu prüfen, wenn er überhaupt verrechnet 

werden kann. Mit der Vorinstanz ist daher festzustellen, dass der Beschwerdegegner 

zu Recht nicht auf die Einsprache gegen die Veranlagungsverfügung 2006 vom 

23. Januar 2017 (mangels Beschwer) eingetreten ist.

5. Die Beschwerdeführerin vertritt die Meinung, dass keine Steuerverkürzungen 

eingetreten seien. Die beteiligten Personen hätten in ihren Verfahren ausdrücklich 

dargelegt, wie die tatsächlichen Abläufe einzuordnen seien. C.__ habe A.__ und D.__ in 

das Verlagswesen gebracht und diese hätten ihn entsprechend für das Know-how und 

die Layoutkosten entschädigt. Unter Auflistung der Verfahrensabläufe resp. 

tatsächlichen Vorgänge und der daraus ebenfalls aufgeführten Buchungssätze in der 

Beschwerde sei für die Beschwerdeführerin nicht nachvollziehbar, was fiktiv vorliegen 

resp. geschäftsmässig nicht begründet sein soll. Auch wenn die Beschwerdeführerin 

nur kurzfristig Eigentümerin der mittels WIR gekauften Fahrzeuge (und anderer 

Anschaffungen) gewesen sei, hätte sie diese aktivieren müssen, bevor sie dann 

erfüllungshalber ihre Schuld gegenüber C.__ getilgt habe. Im Übrigen sei per se der 

WIR-Handel nicht illegal. Auch ein 40-prozentiger Einschlag könne marktkonform sein. 

Wenn die Beschwerdeführerin erfolgsneutrale Geschäfte mit WIR tätige (Aktivtausch), 

könne das zwar ein Verstoss gegen die WIR-Bestimmungen sein, was aber steuerlich 

unerheblich sei. Erst die Abschreibung des WIR-Verlustes sei erfolgswirksam. Diese 

Vorgänge seien zwingend in der Buchhaltung zu erfassen. Wie aufgezeigt, würden 

diesen Vorgängen Verträge und Quittungen zu Grunde liegen. Falls Zweifel bestehen 

würden, hätten diese nicht die Steuerpflichtigen auszuräumen, sondern detailliert die 

einschätzende Behörde. Nur dadurch, dass sie die Person C.__ als Strohmann und die 

Geschäfte als fiktiv bezeichnen würden, sei das bei weitem nicht ausreichend. 

Steuerbegründende Tatsachen seien von der Steuerbehörde beziehungsweise ASU 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/18

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nicht durch genügend Anhaltspunkte ausreichend bewiesen, sondern der Beweis sei 

schlichtweg nicht erbracht.

Der Beschwerdegegner nahm im Zusammenhang mit den verbuchten WIR-

Transaktionen und den Schulungskosten, gestützt auf den Untersuchungsbericht und 

den Teilbericht Layoutkosten, folgende Aufrechnungen und Abzüge vor (act. 1-13, II/04 

und II/05 und II/14; act. 181.150.018, 181.160.014, 181.190.022; Bericht in der 

besonderen Untersuchung gemäss Artikel 190 ff. des Bundesgesetzes über die direkte 

Bundessteuer Seite 19 ff.):

Jahresabschluss per       31.12.2005           31.12.2006           31.12.2009

Gewinn Steuererkl.                   9'126               -258'141                126'747

Abschreibung 4713                     779                       545                       187

Abschreibung 4720                  4'000                          0                           0

Abschreibung 4730                  1'992                    1'195                       258

WIR-Verluste                        623'834                465'734                456'852

Akzept. WIR-Verluste          -544'868               -405'641               -396'189

Akzept. Layoutkosten            -30'000                 -30'000                 -30'000

N.__-Seminar                                 0                 -42'500                           0

Erhöhung Steuerrückst.        -10'625                           0                 -11'146

Steuerbarer Gewinn               54'200               -268'800                  54'800

Somit stellt sich hier noch die Frage der steuerlichen Aufrechnung der erfolgswirksam 

verbuchten WIR-Verluste und der Abschreibungen auf dem Anlagevermögen.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/18

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Nach Art. 84 Abs. 1 StG und Art. 58 Abs. 1 lit. b DBG werden Aufwendungen bei der 

Berechnung des Reingewinns berücksichtigt, sofern sie geschäftsmässig begründet 

sind. Beweisbelastet für die steuermindernden Tatsachen ist gemäss der allgemeinen 

Beweislastregel die steuerpflichtige Person (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 

77 zu Art. 123 DBG). Bei einem buchführenden Steuerpflichtigen gilt das 

Massgeblichkeitsprinzip. Der Steuerpflichtige erbringt den Beweis für grundsätzlich 

steuermindernde Aufwendungen (geschäftsmässige Begründetheit von Ausgaben 

usw.) durch die Vorlage einer Erfolgsrechnung, die auf einer ordnungsgemässen 

Buchhaltung beruht (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 85 zu Art. 123 DBG). 

Nach dem Belegsprinzip müssen unter anderem nachprüfbare Belegnachweise für die 

einzelnen Buchungsvorgänge vorhanden sein (vgl. Art. 957a Abs. 2 Ziff. 2 und 5 des 

Schweizerischen Obligationenrechts; SR 220, OR). Als Buchungsbelege gelten 

schriftliche Aufzeichnungen auf Papier oder in elektronischer Form, die notwendig sind, 

um den einer Buchung zugrundeliegenden Geschäftsvorfall oder Sachverhalt 

nachvollziehen zu können (Abs. 3). Kann die Steuerbehörde den Hauptbeweis der 

buchführenden steuerpflichtigen Person erschüttern (indem sie z.B. Umstände 

darzutun vermag, die Zweifel an der geschäftsmässigen Begründetheit von gewissen 

Aufwendungen aufkommen lassen), ist es wiederum an der steuerpflichtigen Person, 

diese Zweifel auszuräumen (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 85 zu Art. 

123 DBG).

Im Teilbericht Layoutkosten (Seite 13 f.) stellte die ASU den Sachverhalt 

zusammengefasst wie folgt dar: Die Kunden der beteiligten Gesellschaften hätten ihre 

Rechnungen teilweise mit WIR-Geld bezahlt. Die Gesellschaften seien daher vor dem 

Problem gestanden, ihre WIR-Guthaben aus Liquiditätsgründen in Bargeld 

umzuwandeln. Nach den Statuten der WIR-Bank sei aber ein WIR-Verkauf gegen 

Bargeld verboten. Die Gesellschaften hätten deshalb jedem WIR-Verkauf ein 

Grundgeschäft nachzuweisen. Ein solcher WIR-Verkauf sei in der Buchhaltung jedoch 

aufgrund der dazu erstellten Belege wie Rechnungen, Quittungen etc. nicht als solcher 

ersichtlich, sondern werde als Anschaffung oder Aufwand ausgewiesen. Im Jahr 2005 

seien die WIR-Verkäufe an die Garagen nicht mehr als Fahrzeugverkäufe aktiviert, 

sondern über ein sogen. "Verrechnungskonto" verbucht worden. Ende Jahr seien dann 

rund 60 % als Lohn von A.__ und die Differenz als WIR-Verlust bzw. Rückzahlung 

Darlehen verbucht worden. In den Akten seien aber nach wie vor Garagenrechnungen 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/18

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vorhanden, nur seien diese nicht mehr als Fahrzeugverkäufe gebucht worden. In den 

Jahren 2006 bis 2009 seien diese WIR-Verkäufe an Garagen auch als WIR-Verkäufe 

verbucht worden. Dazu seien diese WIR-Verkäufe zunächst über das 

Verrechnungskonto als Bankeingang und 40 % WIR-Verlust verbucht worden.

6. Im Jahr 2005 verbuchte die Beschwerdeführerin (act. 181.150.001 ff.) ihre Käufe/

Verkäufe bei diversen Garagen auf ein Verrechnungskonto (1055), dann Ende Jahr über 

Lohn A.__ (Konto 4006, Lohn RD), über WIR-Verlust (Konto 6650) sowie über 

Rückzahlung Darlehen RD (Konto 2076). Der Beschwerdegegner rechnete das Konto 

6650 (WIR-Verlust) auf und akzeptierte vom verbuchten WIR-Verlust anstelle der von 

der Beschwerdeführerin geltend gemachten CHF 623'834 nur CHF 544'868.10. Davon 

zog sie noch CHF 30'000 Kosten Layout ab.

Im Jahr 2006 verbuchte die Beschwerdeführerin (act. 181.160.001 ff.) ihre Käufe/

Verkäufe bei diversen Garagen als 100 % Bankeingang/Bareinzahlung, schrieb aber 

immer direkt 40 % als WIR-Verlust (Konto 6650) ab. Der Beschwerdegegner rechnete 

das Konto 6650 (WIR-Verlust) auf und akzeptierte vom verbuchten WIR-Verlust anstelle 

der von der Beschwerdeführerin geltend gemachten CHF 465'734 nur CHF 405'640.90. 

Davon zog sie noch CHF 30'000 Kosten Layout ab.

Im Jahr 2009 verbuchte die Beschwerdeführerin (act. 181.190.001 ff.) ihre Käufe/

Verkäufe bei diversen Garagen vorwiegend auf ein Verrechnungskonto, dann buchte 

sie es mit 60 % Bankeingang/Bareinzahlung und 40 % als WIR-Verlust (Konto 6650) 

um. Der Beschwerdegegner rechnete das Konto 6650 (WIR-Verlust) auf und akzeptierte 

vom verbuchten WIR-Verlust anstelle der von der Beschwerdeführerin geltend 

gemachten CHF 456'852.40 nur CHF 396'189.15. Davon zog sie noch CHF 30'000 

Kosten Layout ab.

Die Beschwerdeführerin vertritt die Meinung, dass auch ein vierzigprozentiger WIR-

Einschlag marktgerecht sein kann. Im Teilbericht Layoutkosten Seite 51 ff. werden 

umfangreiche und detaillierte Abklärungen bezgl. der in den vorliegenden Fällen 

gewährten WIR-Einschläge getätigt. So gibt es WIR Einschläge auf den WIR-

Transaktionen zwischen 15 % (Immobiliengeschäfte) bis 40 %. Das im ASU-Bericht 

(Teilbericht Layoutkosten, Untersuchungsbericht FVLAG S. 51 ff.) dokumentierte 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/18

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Beweisverfahren ergibt genügend Anhaltspunkte für steuerbegründende resp. 

steuererhöhende Sachverhalte. Die Beschwerdeführerin äussert sich dazu nicht 

substantiiert, sondern bestreitet die Aufrechnungen lediglich pauschal. Da es sich aber 

bei den verbuchten WIR-Verlusten um steuermindernde Tatsachen handelt, wäre es an 

der Beschwerdeführerin gewesen, die geschäftsmässige Begründetheit der generellen 

40-prozentigen Wertberichtigung WIR nachvollziehbar darzulegen. Das hat sie jedoch 

nicht getan, weshalb sie die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen hat (Zigerlig/Oertli/

Hofmann, a.a.O., Rz. VII/23). Zusammenfassend legt die ASU überzeugend dar, dass 

ein Einschlag von 35 % über die gesamte Untersuchungsperiode den tatsächlichen 

Verhältnissen entspricht.

7. Nebst der Aufrechnung von WIR-Verlusten rechnete der Beschwerdegegner noch 

die Abschreibungen auf dem Anlagevermögen, total CHF 8'956 in den Jahren 2005, 

2006 und 2009 auf (act. 181.150.019-022, 181.160.015-016, 181.190.023-024). Diese 

Zahlen werden von der Beschwerdeführerin nicht bestritten. Wie das 

Verwaltungsgericht in seinem Entscheid vom 23. Mai 2018 (B 2017/224 und 225 E. 7) 

betreffend die Geschäftsjahre 2003 und 2004 festgestellt hat, ist nicht klar, wie sich 

das Anlagevermögen der Beschwerdeführerin effektiv zusammensetzt und ob dieses 

geschäftsmässig wirklich begründet ist. Daher wurden auch in diesen Geschäftsjahren 

2003 und 2004 keine Abschreibungen zugelassen. Es ist daher nur logisch, dass der 

Beschwerdegegner nun auch in den zukünftigen Jahren, mithin 2005, 2006 und 2009, 

keine Abschreibungen auf den alten Beständen des Anlagevermögens zulässt.

Die ASU führte für jede Kategorie Anlagevermögen eine eigene Abschreibungstabelle, 

und zwar ab Beginn des entsprechenden Kontos bis zum Jahr 2009 (act. 181.150.019 

und 022; 181.160.015; 181.190.023 und 024). In diesen Tabellen berechnet sie die 

jährlich steuerlich zulässigen Abschreibungen auf dem Anlagevermögen, rechnet 

diesen Betrag vom Endbestand ab und überträgt diesen Endbestandbetrag auf den 

Anfangsbestand des neuen Jahres. Den abgeschriebenen jährlichen Betrag rechnet sie 

zum Gewinn dazu, da - wie oben erwähnt - zum einen das Anlagevermögen u.a. aus 

aktivierten WIR-Checks besteht, die geschäftlich nicht begründet sind und zum 

anderen nicht klar ist, wieviel vom Anlagevermögen überhaupt existiert. Auf diese 

Weise ist es der Beschwerdeführerin möglich, das (geschäftsmässig nicht anerkannte) 

Anlagevermögen kontinuierlich zu reduzieren.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/18

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8. Zusammenfassend ergibt sich, dass der Beschwerdegegner zu Recht nicht auf die 

Einsprache gegen die Steuerveranlagung 2006 eingetreten ist und die in den Jahren 

2005 und 2009 vorgenommenen Aufrechnungen ebenfalls zu Recht erfolgt sind. Die 

Beschwerde ist demnach unbegründet und abzuweisen.

9. Bei diesem Verfahrensausgang sind die amtlichen Kosten der Beschwerdeverfahren 

von der Beschwerdeführerin zu tragen (Art. 95 Abs. 1 VRP; Art. 144 Abs. 1 und Art. 145 

Abs. 2 DBG). Entscheidgebühren für die Beschwerdeverfahren von CHF 3'000 für die 

Kantonssteuern und von CHF 2'000 für die direkten Bundessteuern erscheinen 

angemessen (Art. 7 Ziff. 222 der Gerichtskostenverordnung; sGS 941.12). Sie sind mit 

den von der Beschwerdeführerin in den Beschwerdeverfahren geleisteten 

Kostenvorschüssen von CHF 3'000 und CHF 2'000 zu verrechnen.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind mangels Anspruchs des Beschwerdegegners 

–er hat denn auch keinen solchen Antrag gestellt– für die Beschwerdeverfahren keine 

ausseramtlichen Kosten zu entschädigen (Art. 98 Abs. 1 und Art. 98  VRP; Art. 145 

Abs. 2 und Art. 144 Abs. 4 DBG sowie Art. 64 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das 

Verwaltungsverfahren, SR 172.021, VwVG; Cavelti/ Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit 

im Kanton St. Gallen, 2. Aufl. 2003, Rz. 829; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 

44 zu Art. 144 DBG).

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht auf dem Zirkulationsweg zu Recht:

1. Die Beschwerdeverfahren B 2018/84 und B 2018/85 werden vereinigt.

2. Die Beschwerde betreffend Kantonssteuern 2005, 2006 und 2009 wird abgewiesen.

3. Die Beschwerde betreffend direkte Bundessteuern 2005, 2006 und 2009 wird 

abgewiesen.

4. Die Beschwerdeführerin bezahlt die amtlichen Kosten der Beschwerdeverfahren von 

CHF 3'000 (Kantonssteuern) und CHF 2'000 (direkte Bundessteuern) unter 

Verrechnung mit den von ihr geleisteten Kostenvorschüssen von insgesamt CHF 5'000.

5. Ausseramtliche Kosten werden für die Beschwerdeverfahren nicht entschädigt.

bis

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/18

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Der Abteilungspräsident                        Der Gerichtsschreiber

Zürn                                                       Scherrer

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	Entscheid Verwaltungsgericht, 10.12.2018
	Steuerrecht, Art. 84 Abs. 1 StG, Art. 58 Abs. 1 lit. b DBG. Diverse verfahrensrechtliche Rügen – fehlende Anhörung der Hauptaktionäre vor der Vorinstanz, Beizug von Akten eines früheren Beschwerdeverfahrens, selektive Akteneinsicht, Berücksichtigung eines Berichts der Abteilung Strafsachen und Untersuchungen der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ASU), unzureichende Begründung des vorinstanzlichen Entscheides – erweisen sich als unbegründet. Da es sich bei den verbuchten WIR-Verlusten um steuermindernde Tatsachen handelt, wäre es an der Beschwerdeführerin gewesen, die geschäftsmässige Begründetheit der generellen 40-prozentigen Wertberichtigung WIR nachvollziehbar darzulegen. Die ASU legt überzeugend dar, dass ein Einschlag von 35% über die gesamte Untersuchungsperiode den tatsächlichen Verhältnissen entspricht. Verbuchungen, Verträge/Quittungen, ja sogar Bezahlung reichen nicht aus, um die geschäftsmässige Begründetheit nachzuweisen. Die Folgen der ungenügenden Beweise beziehungsweise Beweislosigkeit hat die Beschwerdeführerin zu tragen (Verwaltungsgericht, B 2018/84 und B 2018/85).

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