# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 14d2cfb2-e188-5b5f-b32c-3bbb1c65bd04
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-09-30
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 30.09.2021 ZK1 2018 146
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2018-146_2021-09-30.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Entscheid vom 30. September 2021

Referenz ZK1 18 146

Instanz I. Zivilkammer 

Besetzung Cavegn, Vorsitzender
Michael Dürst und Moses
Casutt, Aktuarin

Parteien A._____
Gesuchsteller
vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Martina Schmid
Obere Strasse 19, Postfach 546, 7270 Davos Platz 

gegen

C._____
Gesuchsgegnerin
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Wilfried Caviezel
Kornplatz 2, Postfach 21, 7001 Chur 

Gegenstand Revision (Eheschutz)

Anfechtungsobj. Urteil I. Zivilkammer vom 04.09.2015, mitgeteilt am 17.09.2015 
(Proz. Nr. ZK1 2015 25/28)

Mitteilung 01. Oktober 2021

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Sachverhalt

A. A._____, geboren am _____ 1960, und C._____, geboren am _____ 1965, 
heirateten am 3. September 1993 vor dem Zivilstandsamt B._____. Aus der Ehe 
gingen die Kinder D._____, geboren am _____ 1995, E._____, geboren am _____ 
1997, und F._____, geboren am _____ 2003 hervor.

B. Am 25. April 2013 liess C._____ beim Einzelrichter des Bezirksgerichts Inn 
ein Gesuch um Erlass eheschutzrichterlicher Massnahmen einreichen. Mit Ehe-
schutzentscheid vom 22. Januar 2014 legte das Bezirksgericht Inn die Trennungs-
folgen fest. Unter anderem verpflichtete es A._____ zur Bezahlung eines monatli-
chen Unterhaltsbeitrags von netto CHF 7'513.00 an C._____ und an die Tochter 
F._____. Das Kantonsgericht von Graubünden (fortan: Kantonsgericht) änderte 
den von A._____ monatlich geschuldeten Unterhaltsbeitrag mit Entscheid vom 22. 
Mai 2014 auf insgesamt monatlich CHF 10'000.00, wovon CHF 8'000.00 auf 
C._____ und CHF 2'000.00 zuzüglich allfällige Kinderzulagen auf die Tochter 
F._____ entfielen.

C. Mit Entscheid des Bezirksgerichts Inn vom 23. Januar 2015 wurde der mo-
natliche Unterhalt rückwirkend ab 15. Juli 2014 für die Tochter F._____ auf netto 
CHF 1'500.00 und für C._____ auf netto CHF 4'435.00 festgesetzt. Das Kantons-
gericht hiess die dagegen erhobenen Berufungen von A._____ und C._____ mit 
Urteil vom 4. September 2015 (ZK1 15 25 und 28) teilweise gut und verpflichtete 
A._____ rückwirkend ab 15. Juli 2014 zu einem im Voraus zu zahlenden monatli-
chen Unterhaltsbeitrag von netto CHF 1'500.00 für die Tochter F._____ und netto 
CHF 5'526.00 für C._____ zuzüglich allfälliger gesetzlicher und/oder vertraglicher 
Kinderzulagen. Die Kosten des Berufungsverfahrens von CHF 5'000.00 wurde den 
Parteien je hälftig auferlegt. Die aussergerichtlichen Kosten wurden wettgeschla-
gen. 

D. A._____ (nachfolgend: Gesuchsteller) reichte am 10. Oktober 2018 ein Re-
visionsgesuch gegen das Urteil des Kantonsgerichts vom 4. September 2015 ein. 
Darin beantragte er was folgt:

1. Die Ziffern 2 und 4 des Urteils des Kantonsgerichts von Graubünden 
vom 4. September 2015 (Prozess.-Nr. ZK1 15 25 und ZK1 15 28) sei-
en aufzuheben und wie folgt zu ersetzen:

Ziff. 2:

a) A._____ wird verpflichtet, an C._____ für die Tochter F._____ vom 
15. Juli 2014 bis Ende Juni 2015 einen monatlichen Unterhaltsbei-
trag von CHF 1'500 zuzüglich allfällige gesetzliche und/oder ver-
tragliche Kinderzulagen zu bezahlen, zahlbar monatlich im Voraus. 

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b) A._____ wird verpflichtet, C._____ ab 15. Juli 2014 für die Dauer 
der Trennung einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von CHF 581 
zu bezahlen, zahlbar monatlich im Voraus. 

Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass seit dem 21. September 
2016 bei der Einzelrichterin des Bezirksgerichtes Meilen ein Ver-
fahren betreffend vorsorgliche Massnahmen im Scheidungsverfah-
ren mit dem Antrag auf Reduktion des Ehegattenunterhaltes ab 
September 2016 pendent ist. Weiter sei davon Vormerk zu neh-
men, dass die Parteien am 28. März 2017 eine Vereinbarung be-
treffend die Reduktion des Ehegattenunterhaltes ab 1. März 2017 
abgeschlossen haben. 

Sollte das Gericht den Kindesunterhaltsbeitrag höher festlegen wie 
vorliegend in lit. a) beantragt, sei der in lit. b) beantragte Ehegat-
tenunterhaltsbeitrag um die Differenz zwischen dem vom Ehemann 
beantragten und tatsächlich zugesprochenen Kindesunterhaltsbei-
trag zu reduzieren. 

Ziff. 4:

Die Kosten des Berufungsverfahrens von CHF 5'000 gehen zu 1/3 zu 
Lasten von A._____ und zu 2/3 zu Lasten von C._____. In demselben 
Schlüssel wird die Parteientschädigung zugunsten des Ehemannes 
festgelegt. 

2. Unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge für das Revisionsverfah-
ren zu Lasten der Ehefrau. 

E. In ihrer Stellungnahme vom 5. Dezember 2018 beantragte C._____ (nach-
folgend: Gesuchsgegnerin) das Folgende:

1. Auf das Revisionsgesuch vom 10.10.2018 sei nicht einzutreten.

2. Eventualiter sei das Revisionsgesuch vollumfassend abzuweisen.

3. Unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Revisions-
gesuchstellers.

F. Beide Parteien hielten mit Replik vom 6. Februar 2019 bzw. Duplik vom 25. 
März 2019 an ihren im Revisionsgesuch bzw. in der Stellungnahme gestellten 
Rechtsbegehren fest. 

G. Das Verfahren erweist sich als spruchreif und der einverlangte Kostenvor-
schuss wurde geleistet. Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften und 
im angefochtenen Entscheid sowie auf die Verfahrensakten wird, soweit erforder-
lich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1.1. Anfechtungsobjekt im vorliegenden Revisionsverfahren bildet das Urteil des 
Kantonsgerichts von Graubünden vom 4. September 2015, mit welchem es die 
Berufungen des Gesuchstellers (ZK1 15 25) und der Gesuchsgegnerin (ZK1 15 

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28) teilweise guthiess und den Gesuchsteller verpflichtete, rückwirkend ab 15. Juli 
2014 einen im Voraus zu zahlenden monatlichen Unterhaltsbeitrag von netto CHF 
1'500.00 für die Tochter F._____ und netto CHF 5'526.00 für die Gesuchsgegne-
rin, zuzüglich allfälliger gesetzlicher und/oder vertraglicher Kinderzulagen zu be-
zahlen. Die Kosten dieses Berufungsverfahrens wurden den Parteien je hälftig 
auferlegt, wobei die aussergerichtlichen Kosten wettgeschlagen wurden (vgl. act. 
B.2, Dispositiv-Ziff. 2 und 4). 

1.2. Gegen diesen Entscheid reichte der Gesuchsteller ein Revisionsgesuch ein, 
in welchem er einerseits die Aufhebung der Ziffern 2 und 4 des Urteils des Kan-
tonsgerichts von Graubünden vom 4. September 2015 verlangte und einerseits 
deren Ersetzung durch wesentlich tiefere Unterhaltsbeiträge sowie andererseits 
eine Aufteilung der gerichtlichen und aussergerichtlichen Kosten von zwei Dritteln 
zu Lasten der Gesuchsgegnerin und einem Drittel zu seinen Lasten beantragte 
(act. A.1, I. 1., Ziff. 4). 

2.1. Die Zuständigkeit des Kantonsgerichts von Graubünden zur Beurteilung 
einer zivilrechtlichen Revision ergibt sich aus Art. 328 Abs. 1 ZPO, wonach eine 
Partei beim Gericht, welches als letzte Instanz – vorliegend das Kantonsgericht – 
in der Sache entschieden hat, die Revision eines rechtskräftigen Entscheids ver-
langen kann. Innerhalb des Kantonsgerichts liegt die Zuständigkeit für die Revisi-
on bei der I. Zivilkammer, welche unter anderem zivilrechtliche Berufungen, Be-
schwerden und Revisionen aus dem Rechtsgebiet des Familienrechts beurteilt 
(Art. 6 Abs. 1 lit. a KGV [BR 173.100]). 

2.2. Eine Partei kann beim Gericht, welches als letzte Instanz in der Sache ent-
schieden hat, die Revision des rechtskräftigen Entscheids verlangen, wenn sie 
nachträglich erhebliche Tatsachen erfährt oder entscheidende Beweismittel findet, 
die sie im früheren Verfahren nicht beibringen konnte; ausgeschlossen sind Tat-
sachen und Beweismittel, die erst nach dem Entscheid entstanden sind (Art. 328 
Abs. 1 lit. a ZPO). Das Revisionsgesuch ist innert 90 Tagen seit Entdeckung des 
Revisionsgrundes schriftlich und begründet einzureichen (Art. 329 Abs. 1 ZPO). 
Eine blosse Vermutung oder ein Gerücht setzt die Revisionsfrist nicht in Gang. 
Dazu ist vielmehr die sichere Kenntnis des Revisionsgrunds nötig (Alexander 
Brunner/Martin Tanner, in: Oberhammer/Domej/Haas [Hrsg.], Kurzkommentar 
ZPO, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. Aufl., Basel 2021, N 1 zu Art. 329 
ZPO m.H.a. BGer 4A_277/2014 v. 26.8.2014 E. 3). Die sichere Kenntnis des Re-
visionsgrunds ist nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht erst dann 
gegeben, wenn der Revisionskläger die neue erhebliche Tatsache sicher bewei-
sen kann, sondern es genügt ein auf sicheren Grundlagen basierendes Wissen 

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darüber (BGE 95 II 283 E. 2.b; BGer 4A_277/2014 v. 26.8.2014 E. 3.3). Nach Ein-
gang des Rechtsmittels hat das Gericht von Amtes wegen zu prüfen, ob die 
Rechtsmittelvoraussetzungen erfüllt sind (Art. 60 ZPO). Darunter fällt auch die 
Wahrung der Revisionsfrist. 

2.3. Der Gesuchsteller machte in seinem Revisionsgesuch vom 10. Oktober 
2018 als Revisionsgrund einzig geltend, infolge einer Mehrwertsteuerrevision für 
die Jahre 2011 bis 2013 seien hohe Mehrwertsteuernachforderungen entstanden. 
Entsprechend den Steuerveranlagungen vom 12. und 16. Juli 2018 für die Jahre 
2011/2012/2013, welche er am 17. Juli 2018 zugestellt erhalten habe, habe er ein 
massiv tieferes Einkommen aufgewiesen, als im Urteil des Kantonsgerichts vom 4. 
September 2014 (recte 2015) für die Bemessung des Unterhalts festgestellt wor-
den sei. Nachdem die im Urteil des Kantonsgerichts festgestellten Einkommens-
verhältnisse die Basis für den Unterhalt gewesen seien, liege somit eine erhebli-
che neue Tatsache vor. Erst mit Zustellung der Steuerveranlagungen vom 12. und 
16. Juli 2018 sei es ihm überhaupt möglich gewesen, ein Revisionsgesuch zu stel-
len. Denn erst damit habe er Kenntnis über seine tatsächlichen Einkommensver-
hältnisse der Jahre 2011 bis 2013 erlangt. Weil die Mehrwertsteuernachforderun-
gen von diversen Faktoren abhängig gewesen seien, sei es ihm nach der Zustel-
lung der Einschätzungsmitteilung durch die Eidgenössische Steuerverwaltung 
(ESTV) noch nicht möglich gewesen, sein tatsächliches Einkommen der besagten 
Jahre zu beziffern. Erst die revidierten Steuerveranlagungen hätten gezeigt, dass 
sein tatsächliches Einkommen nicht einfach durch blosse Subtraktion der nachzu-
bezahlenden Mehrwertsteuern von den im Kantonsgerichtsurteil festgehaltenen 
Reingewinnen habe berechnet werden können. Erst mit Erhalt der revidierten 
Steuerveranlagungen hätten folglich die neuen Unterhaltsbeiträge berechnet und 
habe die Erheblichkeit der neuen Tatsache abgeschätzt sowie ein konkretes 
Rechtsbegehren gestellt werden können (act. A.1, Rz. 3).

2.4. Die Gesuchsgegnerin wendete dagegen ein, dass die Revision im vorlie-
genden Fall nicht zur Verfügung stehe, da es dem Gesuchsteller mit Zustellung 
der Mehrwertsteuernachforderungsverfügung vom 28. September 2017 möglich 
gewesen sei, sein hier massgebendes Einkommen der Jahre 2011 bis 2013 exakt 
zu beziffern. Folglich sei die Revisionsfrist nicht eingehalten worden (act. A.2, Rz. 
3). Dem Gesuchsteller hätten vor dem Erlass des zur Revision beantragten Ur-
teils, aber auch bereits im September 2017, als er die Nachsteuerverfügung erhal-
ten habe, alle Einkommensveranlagungsverfügungen der Jahre 2011 bis 2013 
vorgelegen. Damit habe er durch einfache Subtraktion der verfügten Nachsteuern 
leicht sein revidiertes Einkommen der Jahre 2011 bis 2013 auf den Franken genau 

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ermitteln können. Die 90-tägige Frist habe damit bereits am 29. September 2017 
zu laufen begonnen und sei am 29. Dezember 2017 abgelaufen. Das Revisions-
gesuch sei damit zu spät eingereicht worden, weshalb darauf nicht einzutreten sei 
(act. A.2, Rz. 35). 

2.5. Der Gesuchsteller verwies in seiner Replik vom 6. Februar 2019 auf seine 
Ausführungen im Gesuch und führte weiter aus, dass die Mehrwertsteuernachfor-
derungen auch Auswirkungen auf die AHV-Beiträge und damit auf sein Einkom-
men gehabt habe. Gestützt auf die revidierten Steuerveranlagungen seien nämlich 
in der Folge die AHV-Beiträge des Gesuchstellers mit separaten Verfügungen 
festgelegt worden. Mit der Anpassung der AHV-Beiträge habe sich das Einkom-
men des Gesuchstellers in der relevanten Zeit von 2011 bis 2013 abermals verän-
dert. Die genaue Höhe der AHV-Beiträge sei zum Zeitpunkt der Zustellung der 
Mehrwertsteuernachforderung vom 28. September 2017 noch nicht bekannt ge-
wesen. Aus den angepassten AHV-Beitragsverfügungen ergebe sich des Weite-
ren, dass dem Gesuchsteller ein zweites Mal Verwaltungskosten in unterschiedli-
cher Höhe in Rechnung gestellt worden seien, Kinderzulagen teilweise berück-
sichtigt worden seien und auch die zu viel bezahlten Beiträge teilweise verzinst 
worden seien. Damit könne festgehalten werden, dass die Revisionsfrist mit der 
Eingabe vom 10. Oktober 2018, insbesondere durch die Kenntnisnahme der AHV-
Beiträge der relevanten Jahre mit den obgenannten Verfügungen, längstens ein-
gehalten worden sei (act. A.3, Rz. 6 ff.). 

2.6. Die Gesuchsgegnerin brachte in ihrer Duplik vom 25. März 2019 schliess-
lich vor, sowohl die Mehrwertsteuerrevision als auch die gestützt darauf ergange-
ne Verfügung vom 28. September 2017 stellten eindeutig echte Noven dar, welche 
erst nach dem Urteil des Kantonsgerichts vom 4. September 2015 entstanden sei-
en. Daher seien diese Tatsachen nicht zu beachten. Auch wenn die AHV-
Neuveranlagungen als unechte Tatsachen gewertet würden, komme hinzu, dass 
der Gesuchsteller diese ebenfalls nicht innert der 90-Tagesfrist seit ihrer Entde-
ckung im Revisionsverfahren eingebracht habe (act. A.4, Rz. 19-21).

3. Somit ist vorab zu prüfen, ob der Gesuchsteller mit seiner Eingabe vom 10. 
Oktober 2018 die Frist von 90 Tagen nach Kenntnisnahme des von ihm geltend 
gemachten Revisionsgrundes eingehalten hat. War dies der Fall, ist sodann zu 
prüfen, ob ein zulässiger Revisionsgrund im Sinne von Art. 328 Abs. 1 lit. a ZPO 
geltend gemacht wird und die vorgebrachten Tatsachen erhebliche Noven darstel-
len. 

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3.1. Vorliegend macht der Gesuchsteller eine Veränderung seiner Einkom-
mensverhältnisse in den Jahren 2011 bis 2013 gegenüber den im Urteil des Kan-
tonsgerichts vom 4. September 2015 festgestellten Einkommensverhältnissen gel-
tend. Er beruft sich dabei auf eine ihm zugestellte Einschätzungsmitteilung der 
Eidgenössischen Steuerverwaltung vom 28. September 2017, zugestellt am 29. 
September 2017, sowie auf die gestützt darauf ergangenen Steuerveranlagungen 
vom 12. und 16. Juli 2018. 

3.2. Aus E. 4.c des angefochtenen Urteils ZK1 15 25 und 28 des Kantonsge-
richts vom 4. September 2015 geht hervor, dass die Leistungsfähigkeit des Ge-
suchstellers unter anderem aufgrund der Einkommen aus seinen Unternehmun-
gen festgestellt worden ist. Unbestritten ist nun, dass beim Gesuchsteller eine 
Mehrwertsteuerrevision durchgeführt wurde, welche in Nachforderungen der 
Mehrwertsteuer mündeten. Die Höhe dieser Nachforderung wiederum wurde dem 
Gesuchsteller in einer Einschätzungsmitteilung vom 28. September 2017 bekannt 
gegeben. Darin wurden dem Gesuchsteller die einzelnen Veränderungen detail-
liert unterbreitet (act. B.6). Im Wesentlichen wurden in der Einschätzungsmittei-
lung Differenzen zwischen der vom Gesuchsteller deklarierten Mehrwertsteuer 
und der effektiv geschuldeten Mehrwertsteuer festgestellt, welche für den Ge-
suchsteller folgende nachzuzahlende Beträge zur Folge hatten: 

CHF 71'503.00 für das Jahr 2011 

CHF 80'083.00 für das Jahr 2012 

CHF 76'908.00 für das Jahr 2013 

CHF 32'007.00 für das Jahr 2014. 

3.3. Die Korrektur der zu entrichtenden Mehrwertsteuer wurde dem Gesuchstel-
ler wie erwähnt in der Einschätzungsmitteilung vom 28. September 2017 eröffnet. 
Wie dem auf der Einschätzungsmitteilung enthaltenen Hinweis zur Rechtskraft zu 
entnehmen ist, wurde die Steuernachforderung mit der schriftlichen Anerkennung 
oder der vorbehaltlosen Zahlung des Betrags der Einschätzungsmitteilung rechts-
kräftig (act. B.6, S. 1). Ob der Gesuchsteller eine schriftliche Anerkennung abge-
geben und eine vorbehaltlose Zahlung vorgenommen hat, ist aus den Akten nicht 
ersichtlich. Nachdem sich der Gesuchsteller im vorliegenden Revisionsverfahren 
aber just auf die Mehrwertsteuernachforderung beruft, ist davon auszugehen, dass 
er diese nicht in Frage gestellt hat. Somit ist auch davon auszugehen, dass der 
Gesuchsteller mit der Zustellung der Einschätzungsmitteilung durch die Eidgenös-
sische Steuerverwaltung sichere Kenntnis von der Steuerkorrektur und von den 

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von ihm für die Jahre 2011 bis 2013 nachzuzahlenden Mehrwertsteuern erlangt 
hat. Folglich musste dem Gesuchsteller zu diesem Zeitpunkt bekannt sein, dass er 
die entsprechenden Nachzahlungen zu leisten hatte und sein Einkommen in den 
Jahren 2011 bis 2013 entsprechend geringer war.

3.4. Die Pflicht zur Nachzahlung der Mehrwertsteuer stand in keinem Zusam-
menhang und in keiner Abhängigkeit zu allfälligen neuen Steuerveranlagungen 
der Gemeinde-, Kantons- und Bundessteuer für die Jahre 2011 bis 2013. Sie wur-
de unabhängig davon fällig, ob die kantonale Steuerverwaltung ihrerseits für die 
Jahre 2011 bis 2013 neue Steuerveranlagungen erlassen würde oder nicht. Somit 
war der Zeitpunkt der Zustellung der Steuerveranlagungen irrelevant für den Be-
stand sowie für die sichere Kenntnis der Mehrwertsteuernachforderungen und 
somit grundsätzlich nicht fristauslösend für die Stellung eines Revisionsbegeh-
rens, dessen Revisionsgrund alleine in der fraglichen Mehrwertsteuernachforde-
rung bestand. Inwiefern sich daran mit der Zustellung der Steuerveranlagungen im 
Juli 2018 etwas geändert hätte, vermag der Gesuchsteller in seiner Eingabe vom 
10. Oktober 2018 nicht darzulegen. Es ist entgegen den Ausführungen des Ge-
suchstellers (act. A.1, Rz. 19) auch nicht ersichtlich, dass die Mehrwertsteuer-
nachforderung bei zumutbarer Sorgfalt nicht innert 90 Tagen seit Zustellung der 
Einschätzungsverfügung als Tatsache hätte vorgebracht werden können. Dies gilt 
umso mehr, als sich der Gesuchsteller hinsichtlich der Einkommensveränderun-
gen in seiner Eingabe vom 10. Oktober 2018 ausschliesslich auf eine Einkom-
mensverminderung aus der Mehrwertsteuernachforderung, nicht aber auf etwaige 
andere Auswirkungen der korrigierten Steuerveranlagungen auf sein Einkommen 
beruft (act. A.1, Rz. 13 - 16).

3.5. Es ist im Übrigen festzuhalten, dass – wie die Gesuchsgegnerin zu Recht 
vorbringt – der nachzuzahlende Betrag für die Jahre 2011 bis 2013 genau der Dif-
ferenz der Einkommen des Gesuchstellers zwischen den alten und neuen Steuer-
veranlagungen entspricht (act. A.4, Rz. 12). Aus der definitiven Veranlagungsver-
fügung der Kantons- und Gemeindesteuer 2011 vom 31. Januar 2013 geht näm-
lich hervor, dass das Total der Einkünfte CHF 208'446.00 beträgt (act. C.4). In der 
Ersatzsteuerveranlagung für die Kantons- und Gemeindesteuer 2011 vom 12. Juli 
2018 beträgt das Total der Einkünfte demgegenüber CHF 136'943.00 (act. B.3). 
Dies ergibt einen Differenzbetrag von CHF 71'503.00. Dieser Betrag ist identisch 
mit dem für das Jahr 2011 nachzuzahlenden Betrag in der Einschätzungsmittei-
lung vom 28. September 2017 (act. B.6, S.1). Gemäss der definitiven Veranla-
gungsverfügung für die Kantons- und Gemeindesteuer 2012 vom 3. Oktober 2014 
lagen die damaligen Einkünfte bei CHF 179'458.00 (act. C.13, S. 1). Das Total der 

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Einkünfte gemäss der Ersatzsteuerveranlagung für die Kantons- und Gemeinde-
steuer für das Jahr 2012 lag demgegenüber lediglich bei CHF 99'375.00 (act. B.4). 
Der Differenzbetrag von CHF 80'083.00 entspricht dem für das Jahr 2012 nachge-
forderten Betrag in der Einschätzungsmitteilung der ESTV (act. B.6, S. 1). Für das 
Jahr 2013 sind der definitiven Veranlagungsverfügung für die Kantons- und Ge-
meindesteuer 2013 vom 7. September 2015 Einkünfte in der Höhe von CHF 
204'288.00 zu entnehmen (act. C.18). Gemäss Ersatzveranlagung der Kantons- 
und Gemeindesteuer 2013 vom 12. Juli 2017 verfügte der Gesuchsteller im Jahr 
2013 über Einkünfte in der Höhe von CHF 127'380.00 (act. B.5). Auch der Diffe-
renzbetrag von CHF 76'908.00 entspricht dem Betrag, den der Gesuchsteller 
gemäss Einschätzungsmitteilung der ESTV für das Jahr 2013 nachbezahlen muss 
(act. B.6, S.1). 

Die korrigierten Steuerveranlagungen gaben nichts Anderes wieder, als was der 
Gesuchsteller schon seit der Eröffnung der Einschätzungsmitteilung wusste. Somit 
konnte der Gesuchsteller zwar erst mit der Zustellung der Steuerveranlagungen 
Kenntnis darüber erlangen, dass die Mehrwertsteuernachzahlungen auch in den 
Steuerveranlagungen Berücksichtigung fanden. Dies änderte indessen nichts an 
der längst feststehenden Nachzahlungspflicht. Der Gesuchsteller beruft sich in 
seiner Eingabe ausschliesslich auf die Mehrwertsteuernachzahlung als einkom-
mensmindernde neue Tatsache. Er besass jedoch bereits mit der Zustellung der 
Einschätzungsmitteilung der ESTV vom 28. September 2017 ein auf sicheren 
Grundlagen basierendes Wissen über die Höhe der nachzuzahlenden Beträge 
sowie über die entsprechende Reduktion seiner Einkünfte. Somit begann die Frist 
von 90 Tagen für diesen geltend gemachten Revisionsgrund mit der Zustellung 
der Einschätzungsmitteilung zu laufen. Sie war zum Zeitpunkt des Revisionsgesu-
ches vom 10. Oktober 2018 längstens abgelaufen. Das Revisionsgesuch vom 10. 
Oktober 2018 ist somit verspätet erfolgt, weshalb darauf nicht einzutreten ist.

4.1. Wie erwähnt hatten die Steuerveranlagungen vom 12. und 16. Juli 2018 für 
die Gemeinde-, Kantons- und Bundessteuern der Jahre 2011 bis 2013 keinerlei 
Auswirkungen auf den Zeitpunkt und die Höhe der vom Gesuchsteller zu leisten-
den Mehrwertsteuernachforderungen und auf die entsprechende sichere Kennt-
nisnahme dieser Nachforderung. Die Steuerveranlagungen gaben dem Gesuch-
steller demgegenüber Aufschluss über seine konkrete Steuerbelastung in den 
Jahren 2011 bis 2013 bzw. über die vom Gesuchsteller zu entrichtenden Steuern. 
Aufgrund der Berücksichtigung der Mehrwertsteuernachforderungen beim steuer-
baren Einkommen ergaben sich diesbezüglich infolge der wesentlich tieferen 
Steuerbelastung Auswirkungen zu Gunsten des Gesuchstellers. Des Weiteren 

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führte die Korrektur des Einkommens aus selbständiger Erwerbstätigkeit zu korri-
gierten AHV-Beitragsverfügungen der Sozialversicherungsanstalt bzw. der Gas-
trosocial für die Jahre 2011 bis 2013 (act. B.13 – 15). Diese führten ebenfalls zu 
Gutschriften zu Gunsten des Gesuchstellers. Diese wurden am 4. September 
2018 für das Jahr 2013 (act. B.15), am 11. September 2018 für das Jahr 2012 
(act. B.14) sowie am 3. Oktober 2018 für das Jahr 2011 (act. B.13) festgelegt. 
Sowohl die geringere Steuerbelastung wie auch die AHV-Gutschriften waren dem 
Gesuchsteller zur Zeit des Revisionsgesuchs vom 10. Oktober 2018 bekannt. Die-
se Tatsachen machte der Gesuchsteller indessen in seiner Eingabe vom 10. Ok-
tober 2018 gerade nicht als Revisionsgrund gemäss Art. 328 Abs. 1 lit. a ZPO im 
Sinne einer nachträglich erheblichen Tatsache oder eines entscheidenden Be-
weismittels geltend. Vielmehr unterliess er es in seinem Revisionsgesuch, die sich 
aus den Steuerveranlagungen ergebenden Auswirkungen als neue Tatsachen 
vorzubringen. Insbesondere finden sich in den Rz. 12 ff. des Revisionsgesuches 
vom 10. Oktober 2018 weder Ausführungen zur geringeren Steuerbelastung noch 
zu den Gutschriften der AHV-Beitragsverfügungen. Die korrigierten AHV-
Verfügungen legte er ebenfalls nicht ins Recht, sondern führte als Revisionsgrund 
einzig die ihm längstens bekannten Mehrwertsteuernachforderungen auf. Diese 
wiederum hätte er ohne Weiteres innert 90 Tagen seit der Kenntnisnahme der 
Einschätzungsmitteilung vom 28. September 2017 vorbringen können.

4.2. Wenn sich der Gesuchsteller in seiner Replik vom 6. Februar 2019 erstmals 
– und offensichtlich erst nach Vorhalt der Gesuchsgegnerin in deren Stellungnah-
me – auf die Gutschriften aus den revidierten AHV-Beitragsverfügungen berief und 
diese als Beweismittel einreichte, hat er diese Tatsachen wiederum nicht innert 90 
Tagen seit deren Bekanntwerden geltend gemacht. Der Gesuchsteller liess seine 
Rechtsbegehren in der Replik vom 6. Februar 2019 dementsprechend unverän-
dert und nahm keinerlei Anpassungen an seinen dargelegten Einkommensver-
hältnissen der Jahre 2011 bis 2013 vor. Vielmehr berief sich der Gesuchsteller im 
Ergebnis auch in seiner Replik ausschliesslich auf den Revisionsgrund der Mehr-
wertsteuernachforderungen, weshalb die veränderte Steuerbelastung und die kor-
rigierten AHV-Verfügungen nicht als Revisionsgründe verfangen können. Wenn 
sich nun der Gesuchsteller auf einen Revisionsgrund der ihm längstens bekannten 
Mehrwertsteuernachforderung beruft, zur Einhaltung der Revisionsfrist dagegen 
nachträglich das Bekanntwerden einkommenserhöhender Tatsachen ins Feld 
führt, welche er in seinen Revisionsbegehren wiederum nicht berücksichtigt haben 
will, erscheint sein Vorgehen in einer Gesamtbetrachtung als rechtsmissbräuch-
lich. 

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4.3. Nur am Rande sei daher erwähnt, dass nach der Rechtskraft der Einschät-
zungsmitteilung vom 28. September 2017 der Gesuchsteller ohne Weiteres sein 
neues Einkommen hätte bestimmen können. Es wäre ihm insbesondere auch 
möglich gewesen, die geringere und sich für ihn positiv auswirkende Steuerbelas-
tung bzw. die ihm gutgeschriebenen AHV-Beiträge approximativ auszurechnen.

5.1. Nachdem das Revisionsgesuch sich ausschliesslich auf die Mehrwertsteu-
ernachforderung als Revisionsgrund stützt und daher verspätet erfolgt ist, kann 
offenbleiben, ob es sich bei den vom Gesuchsteller geltend gemachten Tatsachen 
überhaupt um unechte Noven handelt, also um Tatsachen und Beweismittel, wel-
che zur Zeit des angefochtenen Entscheids des Kantonsgerichts vom 4. Septem-
ber 2015 schon vorhanden waren, oder ob von echten Noven ausgegangen wer-
den müsste, also von Beweismitteln, welche erst nach der Urteilsfällung des Kan-
tonsgerichts entstanden sind. Im Grundsatz berechtigen nur unechte Noven zu 
einer Revision. Die Zulässigkeit echter Noven wird von einem Teil der Lehre zwar 
befürwortet, indessen nur für den Fall, wenn sie Tatsachen beweisen, die im 
früheren Verfahren rechtzeitig behauptet wurden (Dieter Freiburghaus/Susanne 
Afheldt, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur 
Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Aufl., Zürich 2016, N 13 zu Art. 
328 ZPO).

5.2. Es kann des Weiteren offenbleiben, ob in der Folge ein Abänderungsver-
fahren nach Art. 179 ZGB anstatt eine Revision anzustreben gewesen wäre. 
Nachdem der Gesuchsteller eine Revision der ab 15. Juli 2014 zu leistenden Un-
terhaltsbeiträge geltend macht, kann ebenfalls offenbleiben, ob der Gesuchsteller 
nicht weitere Beweismittel hätte einreichen müssen, welche darlegen, dass seine 
tatsächliche Leistungsfähigkeit im Zeitraum ab Juli 2014 von der im kantonsge-
richtlichen Urteil festgestellten Leistungsfähigkeit abweicht. Ferner kann offenblei-
ben, ob es trotz der rückwirkend bekannten Einkommensverhältnisse auch in ei-
nem Revisionsverfahren ausreicht, wenn als Grundlage für die Bemessung der 
Leistungsfähigkeit des Jahres 2014 weiterhin das durchschnittliche Einkommen 
der Jahre 2011 bis 2013 anstatt das heute beweisbare effektive Einkommen her-
angezogen wird. 

5.3. Der vom Gesuchsteller geltend gemachte Umstand, wonach die Tochter 
(bereits) im Jahr 2015 zu ihm gezogen sei, berechtigt ebenfalls nicht zur Revision.

6.1. Wird auf das Revisionsgesuch nicht eingetreten, sind die Gerichtskosten 
des Revisionsverfahrens dem Gesuchsteller aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). 
Gestützt auf den geltenden Gebührenrahmen, wonach im Revisionsverfahren Ent-

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scheidgebühren innerhalb jenes Rahmens erhoben werden, welcher für den zu 
revidierenden Entscheid gelten (ZK1 15 25/28), kann das Kantonsgericht eine 
Entscheidgebühr von CHF 1'000.00 bis CHF 30'000.00 erheben (Art. 105 Abs. 1 
ZPO i.V.m. Art. 14 Abs. 1 VGZ [BR 320.210] und Art. 9 Abs. 1 VGZ). Im vorlie-
genden Fall rechtfertigt sich eine Entscheidgebühr in der Höhe von CHF 3'000.00 
zu Lasten des Gesuchstellers.  

6.2. Die Gesuchsgegnerin ist für ihre ausseramtlichen Aufwendungen ange-
messen zu entschädigen. Der Rechtsvertreter der Gesuchsgegnerin hat eine Ho-
norarnote eingereicht (act. G.3). Darin macht er einen Aufwand von 28.25 Stunden 
à CHF 250.00, gesamthaft CHF 8'282.25 (inkl. Barauslagen und MwSt.), geltend. 
Da keine Honorarvereinbarung im Recht liegt, ist der Honoraransatz praxisgemäss 
auf den durchschnittlichen Stundenansatz von CHF 240.00 zu kürzen (Art. 3 Abs. 
1 HV [BR.310.250]). Demgemäss ist von einem Zeitaufwand von 28.25 Stunden à 
CHF 240.00 auszugehen. Dies ergibt einen Gesamtaufwand von CHF 7'521.00 
(inkl. 3% Barauslagen und 7,7 % MwSt.). Dieser Aufwand erscheint aufgrund der 
ausführlichen Rechtsschriften und der sich stellenden Rechtsfragen als angemes-
sen. Der unterliegende Gesuchsteller hat die Gesuchsgegnerin folglich mit CHF 
7'521.00 zu entschädigen. 

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Demnach wird erkannt:

1. Auf das Revisionsgesuch gegen das Urteil des Kantonsgerichts ZK1 15 25/ 
ZK1 15 28 vom 4. September 2015 wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtskosten des Revisionsverfahrens in der Höhe von CHF 3'000.00 
gehen zu Lasten von A._____ und werden mit dem Kostenvorschuss von 
CHF 3'000.00 verrechnet. 

3. A._____ hat C._____ für das Revisionsverfahren mit CHF 7'521.00 zu ent-
schädigen.

4. Gegen diese, einen Streitwert von mindestens 30'000 Franken betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 1 lit. b des Bundesgeset-
zes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, 
BGG; SR 173.110) Beschwerde in Zivilsachen an das Schweizerische Bun-
desgericht, 1000 Lausanne 14, geführt werden. Die Beschwerde ist dem 
Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen 
Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschrie-
benen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimati-
on, die weiteren Voraussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gel-
ten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 ff. BGG.

5. Mitteilung an: