# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5cf2159c-d8c7-5bad-b5fa-70b976598ee6
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-11-09
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 09.11.2010 C-4482/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-4482-2008_2010-11-09.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-4482/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  9 .  N o v e m b e r  2 0 1 0

Richterin Franziska Schneider (Vorsitz), 
Richter Beat Weber, Richter Francesco Parrino, 
Gerichtsschreiberin Sabine Uhlmann.

X._______, 
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Vorinstanz.

Invalidenrente, Verfügung vom 9. Juni 2008.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-4482/2008

Sachverhalt:

A.
Der  am  _______  1955  geborene  X._______  (nachfolgend: 
Beschwerdeführer), griechischer Staatsangehöriger, war von 1977 bis 
2001 in der Schweiz bei der B._______ AG, Z.______, als Maschinen-
führer  erwerbstätig  und  entrichtete  von  1977  bis  anfangs  2003  (mit 
einem Unterbruch im Jahr 2002) Beiträge an die obligatorische Alters-,  
Hinterlassenen-  und  Invalidenversicherung  (act.  6).  Mit  Anmelde-
formular vom 17. April 2002 reichte er ein Gesuch zum Bezug von IV-
Leistungen  ein  und  beantragte  namentlich  Berufsberatung  und  eine 
Rente. Als  Behinderung gab er an,  an Schmerzen an Hals,  Rücken, 
Hüften und Schultern sowie Kribblen und Einschlafen der Extremitäten 
zu leiden (act. 7). 

Zur Prüfung des Leistungsgesuchs nahm die IV-Stelle Aargau folgende 
Unterlagen zu den Akten:
- Arztbericht,  neurologische Klinik,  Kantonsspital  A._______, unterzeichnet 

von Dr. med. R._______ und PD Dr. med. U._______, vom 29. November 

2001 (act. 1);

- Arztbericht, orthopädische Klinik, Kantonsspital A._______, unterzeichnet 

von Dr. med. G._______, vom 1. Februar 2002 (act. 2);

- Arztberichte,  Rheumaklinik  und  Institut  für  physikalische  Medizin  und 

Rehabilitation,  Kantonsspital  A._______,  unterzeichnet  von  Dr.  med. 

S._______, Dr. med. W._______, PD Dr. T._______, vom 17. Februar 2002 

und 6. März 2002 (act. 3/4);

- Arztbericht, orthopädische Klinik, Kantonsspital A._______, unterzeichnet 

von Dr. K._______, vom 15. April 2002 (act. 5);

- Formular Arztbericht für Erwachsene, ausgefüllt von Dr. med. V.________, 

datiert vom 15. Mai 2002 (nicht paginiert);

- Arztbericht,  Rheumaklinik  und  Institut  für  physikalische  Medizin  und 

Rehabilitation,  Kantonsspital  A._______ und Formular  Arztbericht  für  Er-

wachsene, unterzeichnet  von Dr. W._______, vom 26. August 2002 (act.  

11/10).

Mit Beschluss vom 30. Oktober 2002 setzte die IV-Stelle Aargau den 
Invaliditätsgrad  des  Beschwerdeführers  auf  100%  mit  Anspruchs-
beginn ab 1. Juni 2002 fest (act. 14). 

Gemäss Aktenlage wurde dem Beschwerdeführer gestützt auf diesen 
Beschluss mit Verfügungen vom 13. März 2003 bzw. 31. Januar 2003 

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eine  ganze  Invalidenrente  und  2  Kinderrenten  vom 1. Juni  2002 bis 
31. August  2002  und  ab  1. Februar  2003  eine  ganze  Rente,  nebst 
einer  Kinderrente  zugesprochen  (act.  18/15).  Für  die  Zeit  vom 
1. September  2002  bis  31.  Januar  2003  wurde  eine  separate 
Verfügung  in  Aussicht  gestellt  (diese  befindet  sich  nicht  bei  den 
Akten). 

Im Rahmen einer von Amtes wegen eingeleiteten Rentenrevision for-
derte die IV-Stelle Aargau den Beschwerdeführer mit  Schreiben vom 
12.  September  2003  auf,  das  Formular  Revision  der  Invalidenren-
te/Hilflosenentschädigung auszufüllen (act. 19). 

Mit Brief vom 11. November 2003 teilte die IV-Stelle Aargau dem Be-
schwerdeführer mit, dass er weiterhin Anspruch auf eine ganze Rente 
habe (act. 20).

Infolge  Wohnsitzwechsels  nach  Griechenland  wurden  die  Akten  am 
4. Mai 2004 der IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: IV-
Stelle) übermittelt (act. 22/23). 

B.
Im  Rahmen  der  durch  die  IV-Stelle  im  Jahre  2006  eingeleiteten 
Rentenrevision  empfahl  Dr.  H._______  des  regionalen  ärztlichen 
Dienstes  Rhone  (RAD)  mit  Bericht  vom  19. Dezember  2006  eine 
klinische Untersuchung in der Klinik L.________ (act. 25/26). Zudem 
forderte  die  IV-Stelle  vom  Beschwerdeführer  weitere  medizinische 
Akten  an  (act.  31).  Diesbezüglich  nahm  die  IV-Stelle  folgende 
Unterlagen zu den Akten:
- radiologische  Befundberichte  von  Dr.  N.________,  Radiologe,  vom 

9. Februar 2007 (act. 45, übersetzt in act. 46, und act. 47, übersetzt in act. 

48);

- Medikamentenverordnung  von  Dr.  M.________  (vgl.  BVGer  act.  4), 

chirurgischer Orthopäde, vom 12. Februar 2007 (act. 49, übersetzt in act. 

50).

Vom  31. Juli  bis  2. August  2007  fand  die  interdisziplinäre  Begut-
achtung  in  der  Klinik  L._______  statt,  basierend  auf  einer  rheuma-
tologisch-orthopädischen,  neurologischen,  internistischen  und  psy-
chiatrischen  Untersuchung  sowie  einer  Evaluation  des  arbeits-
bezogenen funktionellen Leistungskalküls. 

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Im von Dr. med. O._______, Chefarzt Rheumatologie, unterzeichneten 
interdisziplinären  Gutachten  vom  28.  August  2007  sind  folgende 
Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit aufgeführt:
- Enger Spinalkanal mit/bei fortgeschrittenen degenerativen Veränderungen 

der mittleren und unteren Lendenwirbelsäule, intermit tierender Claudicatio 

spinalis (ICD-10 M48.0)

- fortgeschrittene  Coxarthrose  beidseits  mit/bei  Offsetstörung,  vorgängig 

Dysplasie des Femurkopfes (ICD-10 M16.9)

- Impingementsyndrom  des  rechten  Schultergelenkes  mit/bei  AC-

Gelenkarthrose (ICD-10 M 75.4).

Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ist diagnostiziert:
- Entwicklung  körperlicher  Symptome  aus  psychischen  Gründen 

(Rentenneurose) (ICD-10 F68.0).

Die Gutachter  befanden,  dass dem Beschwerdeführer  eine wechsel-
belastende  leichte  Tätigkeit  halbtags  zumutbar  sei.  Aufgrund  der 
komplexen  rheumatologischen,  orthopädischen  Multimorbidität,  die 
sich  laufend verschlechtere,  könne jedoch nicht  von einer  eigentlich 
verwertbaren Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden (act. 54-56). 

Dr.  H.______  RAD  stellte  in  ihrem  Schlussbericht  vom  18. Oktober 
2007 eine Verbesserung des Gesundheitszustandes fest und kam zum 
Schluss, dass der Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit zu 
30% ab 1. August 2007 arbeitsfähig sei (act. 58).

Der  von  der  IV-Stelle  am  30. November  2007  durchgeführte  Ein-
kommensvergleich ergab einen Invaliditätsgrad von 55% ab 1. August 
2007 (act. 59).

Mit Vorbescheid vom 17. Dezember 2007 teilte die IV-Stelle dem Be-
schwerdeführer mit, dass er ab  1. August 2007  wieder eine dem Ge-
sundheitszustand angepasste Tätigkeit ausüben könne. Dabei könnte 
mehr  als  40% des Erwerbseinkommens erzielt  werden,  weshalb  die 
bisher ganze durch eine halbe Rente ersetzt würde (act. 60).

Mit  Eingabe  vom  10. Januar  2008  teilte  der  Beschwerdeführer  mit, 
dass sich sein Gesundheitszustand verschlechtert habe (act. 61). Der 
Eingabe  legte  er  verschiedene  medizinische  Berichte  bei  (radio-
logischer Kurzbericht vom 8. Januar 2008 [act. 64/65] und Arztbericht 
von  Dr.  M.________  vom  9. Januar  2008  [act.  68-70]  sowie  radio-
logischer Befundbericht von Dr. N.________ vom 8. Januar 2008 [act. 
66/67]).

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Dr. H._______,  RAD,  erklärte  in  ihrer  Stellungnahme  vom 21.  April  
2008, der Arztbericht von Dr. M.________ vom 9. Januar 2008 belege 
keine erhebliche Veränderung des Gesundheitszustandes, weshalb sie 
an ihrer Beurteilung vom 18. Oktober 2007 festhalte (act.72).

C.
Mit Verfügung vom 9. Juni 2008 wurde mit Wirkung ab 1. August 2008 
die  bisher  gewährte  ganze  Invalidenrente  durch  eine  halbe  ersetzt 
(act. 74).

D.
Mit  Eingabe  vom  26.  Juni  2008  reichte  der  Beschwerdeführer  Be-
schwerde beim Bundesverwaltungsgericht  ein. Er erklärte,  er  sei  mit 
der  Verfügung,  mit  welcher  ihm mitgeteilt  worden  sei,  wieder  teiler-
werbsfähig zu sein, nicht einverstanden (BVGer act. 1).

E.
Auf  Aufforderung  der  Instruktionsrichterin  reichte  der  Beschwerde-
führer  am  7. August  2008  eine  Beschwerdeverbesserung  mit  dem 
Antrag ein, ihm sei weiterhin eine ganze Rente zu gewähren, gegebe-
nenfalls  sei  eine  Begutachtung  durchzuführen.  Er  machte  insbe-
sondere geltend, aufgrund einer Wirbelkanalstenose im Bereich L4-L5 
und  L5-S1  an  chronischem intermittierendem Hinken  zu  leiden.  Die 
Beschwerden würden sich auch aufgrund der osteoarthritischen Ver-
änderungen in den Hüftgelenken – vor allem rechts – verschlimmern. 
Zum  Beweis  reichte  er  verschiedene  ärztliche  Unterlagen  ein 
(ärztliches Attest von Dr. M.________ vom 7. August 2008, Arztbericht 
[inkl.  Röntgenbefunde]  von  Dr.  N._______  vom  9. Februar  2007 
(BVGer act. 4).

F.
Die  Vorinstanz  beantragte  in  ihrer  Vernehmlassung  vom  16. Januar 
2009  die  Abweisung  der  Beschwerde  und  Bestätigung  der  ange-
fochtenen  Verfügung.  Zur  Begründung  führte  sie  an,  die  zur 
Stellungnahme  aufgeforderte  RAD-Ärztin  sei  am  18. Oktober  2007 
zum  Schluss  gekommen,  dass  anhand  des  Gutachtens  des 
Rehabilitationszentrums  L._______  vom  3. September  2007  (recte: 
28. August 2007) im Vergleich zu 2001 keine neurologischen Ausfall-
syndrome mehr vorlägen, weshalb neu eine 70%-ige Arbeitsfähigkeit 
in  leichten  Verweisungstätigkeiten  bestehe.  An  dieser  Einschätzung 
änderten auch die neu eingereichten medizinischen Unterlagen nichts. 

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Der  anschliessend  neu  durchgeführte  Einkommensvergleich  habe 
einen Invaliditätsgrad von 55% ergeben (BVGer act. 10). 

G.
Mit  Zwischenverfügung  vom  22. Januar  2009  wurde  der  Beschwer-
deführer aufgefordert,  einen Kostenvorschuss von Fr. 400.--  bis zum 
25. Februar 2009 zu leisten. Der Kostenvorschuss ging am 18. Februar 
2009 ein (BVGer act. 11/13).

H.
Mit  Eingabe  vom  23.  Februar  2009  gab  der  Beschwerdeführer  be-
kannt, dass er demnächst medizinisch untersucht werde. Gleichzeitig 
ersuchte er um Fristerstreckung zur Einreichung der Untersuchungs-
ergebnisse (BVGer act. 12). 

I.
Am  18. März  2009  reichte  der  Beschwerdeführer  eine  ärztliche 
Bescheinigung  von  Dr. J._______,  Spital  D._______,  vom 13.  März 
2009 ein (BVGer act. 16, übersetzt in BVGer act. 17).

J.
Die  Vorinstanz  stellte  in  ihrer  Duplik  vom 8.  April  2009  fest,  in  der 
ärztlichen  Bescheinigung  vom  13. März  2009  würden  lediglich  be-
kannte und von der RAD-Ärztin bereits gewürdigte Leiden aufgeführt, 
weshalb  mangels  neuer  Sachverhaltselemente  weiterhin  die  Ab-
weisung  der  Beschwerde  und  Bestätigung  der  angefochtenen  Ver-
fügung beantragt werde (BVGer act. 19).

K.
Mit  Verfügung vom 17. April  2009 wurde der Schriftenwechsel abge-
schlossen.

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten 
wird,  soweit  für  die  Entscheidfindung  erforderlich,  im  Rahmen  der 
nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Anfechtungsobjekt ist vorliegend die Verfügung vom 9. Juni 2008, mit 
welcher die Vorinstanz mit  Wirkung ab 1. August  2008 die bis anhin 
ganze durch eine halbe Invalidenrente ersetzt hat. 

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1.1 Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  für  die  Beurteilung  von  Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 
20.  Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 
172.021) zuständig, sofern kein Ausnahmetatbestand erfüllt ist (Art. 31 
und Art. 32 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundes-
verwaltungsgericht  [Verwaltungsgerichtsgesetz,  VGG,  SR  173.32]). 
Letzteres  ist  vorliegend  nicht  der  Fall.  Zulässig  sind  Beschwerden 
gegen  Verfügungen  von  Vorinstanzen  gemäss  Art.  33  VGG. Die  IV-
Stelle  für  Versicherte  im  Ausland  ist  eine  Vorinstanz  im  Sinn  von 
Art. 33 Bst. d VGG (vgl. auch Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes 
vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG, SR 831.20]). 
Das Bundesverwaltungsgericht  ist  somit  für  die Behandlung der  vor-
liegenden Beschwerde zuständig. 

1.2 Der Beschwerdeführer ist  durch die angefochtene Verfügung be-
sonders  berührt  und  hat  an  deren  Aufhebung  oder  Änderung  ein 
schutzwürdiges Interesse (Art. 48 Abs. 1 VwVG; vgl. auch Art.  59 des 
Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts  [ATSG,  SR  830.1]).  Er  ist  daher  zur  Be-
schwerde legitimiert.

1.3 Die  Beschwerde  wurde  frist-  und  in  Berücksichtigung  der  nach-
gereichten Beschwerdeverbesserung formgerecht eingereicht (Art. 60 
Abs. 1 ATSG, vgl. Art. 52 VwVG). Da der Beschwerdeführer im Übrigen 
den einverlangten Kostenvorschuss innert der gesetzten Frist bezahlt 
hat, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

2.
Streitig und im vorliegenden Verfahren zu prüfen ist die revisionsweise 
Herabsetzung  der  Invalidenrente  von  einer  ganzen  auf  eine  halbe 
Rente. 

2.1 Mit  der  Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht  kann ge-
rügt  werden, die angefochtene Verfügung verletze Bundesrecht  (ein-
schliesslich  Über-  bzw.  Unterschreitung  oder  Missbrauch  des  Er-
messens),  beruhe  auf  einer  unrichtigen  oder  unvollständigen  Fest-
stellung des rechtserheblichen Sachverhalts oder sei unangemessen 
(Art. 49 VwVG). 

2.2 Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  gemäss  dem  Grundsatz  der 
Rechtsanwendung  von  Amtes  wegen  nicht  an  die  Begründung  der 
Begehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die 

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Beschwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen 
gutheissen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit  einer 
Begründung  bestätigen,  die  von  jener  der  Vorinstanz  abweicht  (vgl. 
FRITZ GYGI,  Bundesverwaltungsrechtspflege,  2.  Auflage,  Bern  1983, 
S. 212, vgl. BGE 128 II 145 E. 1.2.2, BGE 127 II 264 E. 1b). 

3.
Vorab ist zu prüfen, welche Rechtsnormen im vorliegenden Verfahren 
anwendbar sind.

3.1 Nach  den  allgemeinen  intertemporalrechtlichen  Regeln  sind  in 
verfahrensrechtlicher  Hinsicht  diejenigen  Rechtssätze  massgebend, 
welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 
130 V 1 E. 3.2),  unter  Vorbehalt  der spezialgesetzlichen Übergangs-
bestimmungen.

Gemäss  Art.  37  VGG  richtet  sich  das  Verfahren  vor  dem  Bundes-
verwaltungsgericht nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes 
bestimmt. Das VwVG findet aufgrund von Art. 3 Bst. dbis VwVG jedoch 
keine  Anwendung  in  Sozialversicherungssachen,  soweit  das  ATSG 
anwendbar  ist.  Nach  Art.  2  des  ATSG sind  die  Bestimmungen  des 
ATSG  anwendbar,  soweit  die  einzelnen  Sozialversicherungsgesetze 
des  Bundes  dies  vorsehen.  Nach  Art.  1  Abs.  1  IVG  sind  die  Be-
stimmungen des ATSG auf die Invalidenversicherung (Art. 1a-26bis und 
28-70) anwendbar, soweit das IVG nicht ausdrücklich eine Abweichung 
vom ATSG vorsieht.

3.2 In  materiellrechtlicher  Hinsicht  sind  grundsätzlich  diejenigen 
Rechtssätze anwendbar, die bei Erlass der angefochtenen Verfügung 
vom 9. Juni  2008 in  Kraft  standen,  weiter  aber  auch  solche,  die  zu 
jenem  Zeitpunkt  bereits  ausser  Kraft  waren,  die  aber  für  die  Be-
urteilung eines allenfalls früher entstandenen Leistungsanspruchs von 
Belang sind (BGE 130 V 329 E. 2.3, BGE 134 V 315 E. 1.2).

3.3 Der Beschwerdeführer ist Staatsangehöriger eines Mitgliedstaates 
der  Europäischen  Union,  so  dass  vorliegend  die  folgenden  Erlasse 
anwendbar  sind: das am 1. Juni  2002 in Kraft  getretene Abkommen 
zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der 
Europäischen  Gemeinschaft  und  ihren  Mitgliedstaaten  andererseits 
über  die  Freizügigkeit  vom 21.  Juni  1999  (Freizügigkeitsabkommen, 
nachfolgend FZA, SR 0.142.112.681), sein Anhang II, die Verordnung 
(EWG) Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 zur Anwendung der 

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Systeme der sozialen Sicherheit  auf  Arbeitnehmer und Selbständige 
sowie deren Familienangehörige, die innerhalb der Gemeinschaft zu- 
und  abwandern  (nachfolgend:  Verordnung  Nr.  1408/71;  SR 
0.831.109.268.1) sowie die Verordnung (EWG) Nr. 574/72 des Rates 
vom 21. März 1972 über die Durchführung der Verordnung (EWG) Nr. 
1408/71 (nachfolgend: Verordnung Nr. 574/72; SR 0.831.109.268.11) 
(vgl.  Art.  80a IVG).  Das  Freizügigkeitsabkommen  setzt  die  ver-
schiedenen bis dahin geltenden bilateralen Abkommen zwischen der 
Schweizerischen  Eidgenossenschaft  und  den  einzelnen  Mitglied-
staaten  der  Europäischen  Union  insoweit  aus,  als  darin  derselbe 
Sachbereich geregelt wird (Art. 20 FZA).

Soweit  dieses  Abkommen,  insbesondere  dessen  Anhang  II,  der  die 
Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit regelt (Art. 8 FZA), 
und dessen Ausführungserlasse keine abweichenden Bestimmungen 
vorsehen,  ist  mangels  einer  einschlägigen  gemeinschaftsrechtlichen 
bzw.  abkommensrechtlichen  Regelung  die  Ausgestaltung  des  Ver-
fahrens  sowie  die  Prüfung  der  Anspruchsvoraussetzungen  einer 
schweizerischen  Invalidenrente  grundsätzlich  Sache  der  innerstaat-
lichen Rechtsordnung (BGE 130 V 253 E. 2.4). Daraus folgt, dass die 
Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht den Leistungsanspruch 
des  Beschwerdeführers  gemäss  Art. 3  Abs. 1  der  Verordnung 
Nr. 1408/71  grundsätzlich  nach  den  für  schweizerische  Staats-
angehörige geltenden Regeln zu beurteilen haben.

3.4 Nach der  ständigen  Rechtsprechung  des  Schweizerischen  Bun-
desgerichts sind für die richterliche Beurteilung grundsätzlich die tat-
sächlichen Verhältnisse zur Zeit des Erlasses der angefochtenen Ver-
fügung  massgebend (BGE 132 V  368  E. 6.1  mit  Hinweisen,  THOMAS 
LOCHER, Grundriss  des  Sozialversicherungsrechts,  3. Auflage,  Bern 
2003, § 74 Rz. 20). 

Im Rentenrevisionsverfahren ist  nach der bundesgerichtlichen Recht-
sprechung  als  zeitlicher  Referenzpunkt  für  die  Prüfung  einer  an-
spruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades die letzte rechts-
kräftige Verfügung massgeblich, welche auf einer materiellen Prüfung 
des  Rentenanspruchs  mit  rechtskonformer  Sachverhaltsabklärung, 
Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei 
Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen 
des  Gesundheitszustands)  beruht  (BGE  133  V  108 E.  5.4).  Der 
rechtserhebliche  Sachverhalt  wird  somit  im  vorliegenden  Revisions-

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verfahren durch die Verfügung vom 13. März 2003 (act. 18) einerseits 
und die Verfügung vom 9. Juni 2008 (act. 74) andererseits bestimmt. 
Es wird daher zu prüfen sein,  ob zwischen dem 13. März 2003 und 
dem 9. Juni  2008  eine  anspruchsbeeinflussende  Änderung  des  Ge-
sundheitszustands eingetreten ist. 

Sachverhaltsänderungen, die nach dem massgebenden Zeitpunkt des 
Erlasses des angefochtenen Entscheides eingetreten sind, können im 
vorliegenden  Beschwerdeverfahren  grundsätzlich  nicht  berücksichtigt 
werden.  Allerdings  können  Tatsachen,  die  den  Sachverhalt  seither 
verändert  haben,  unter  Umständen  Gegenstand  einer  neuen  Ver-
waltungsverfügung  bilden  (BGE  121  V  362  E.  1b  mit  weiteren  Hin-
weisen). 

3.5 Demnach sind im vorliegenden Verfahren die Bestimmungen des 
ATSG in  der  Fassung  vom 6. Oktober  2006  sowie  der  zugehörigen 
Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSV, SR 830.11) in der Fassung vom 28. September 2007 (5. IVG-
Revision,  AS 2007 5129 bzw. AS 2007 5155, in Kraft  seit  1. Januar 
2008)  anwendbar. Für die Prüfung des Leistungsanspruchs vor dem 
31. Dezember  2007  sind  das  ATSG in  der  Fassung  vom 6. Oktober 
2000 sowie die Verordnung in der Fassung vom 11. September 2002 
anwendbar (vgl. auch UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Auflage, Zürich 
Basel Genf 2009, Art. 82 Rz. 5).

3.6 Das IVG ist grundsätzlich in der Fassung vom 6. Oktober 2006, in 
Kraft  seit  dem  1. Januar  2008  anwendbar  (5. IV-Revision,  AS  2007 
5129), bzw. pro rata temporis vom 1. Januar 2004 bis 31. Dezember 
2007 in der Fassung vom 21. März 2003 (4. IVG-Revision,  AS 2003 
3837); ferner seit  dem 1. Januar 2008 die zugehörige Verordnung in 
der Fassung vom 28. September 2007 (5. IV-Revision, AS 2007 5155) 
bzw. vom 1. Januar 2004 bis 31. Dezember 2007 in der Fassung vom 
21. Mai 2003 (4. IV-Revision, AS 2003 3859). 

Bezüglich der vorliegend auf Grund von Art. 2 ATSG in Verbindung mit 
Art. 1 Abs. 1 IVG zu berücksichtigenden ATSG-Normen zur Arbeitsun-
fähigkeit (Art. 6), Erwerbsunfähigkeit (Art. 7), Invalidität (Art. 8) und zur 
Bestimmung  des  Invaliditätsgrades  (Art.  16)  sowie  zur  Revision  der 
Invalidenrente und anderer Dauerleistungen (Art.17) hat das Schwei-
zerische  Bundesgericht  (vormals:  Eidgenössisches  Versicherungsge-
richt)  erkannt,  dass  es  sich  bei  den  in  Art.  3-13  ATSG enthaltenen 
Legaldefinitionen  in  aller  Regel  um eine  formellgesetzliche  Fassung 

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der  höchstrichterlichen Rechtsprechung zu den entsprechenden Be-
griffen  vor  Inkrafttreten  des  ATSG handelt  und  sich  inhaltlich  damit 
keine Änderung ergibt, weshalb die hierzu entwickelte Rechtsprechung 
übernommen und weitergeführt werden kann (vgl. BGE 130 V 343 E. 
3). 

4.
Nach dem ATSG in Verbindung mit dem IVG ist der Begriff "Invalidität" 
demnach nicht  nach medizinischen Kriterien  definiert,  sondern nach 
der Unfähigkeit, Erwerbseinkommen zu erzielen (BGE 132 V 93 E. 4, 
BGE 110 V 273  E. 4a, BGE 102 V 165) oder sich im bisherigen Auf-
gabenbereich zu betätigen. Dabei sind die Erwerbs- bzw. Arbeitsmög-
lichkeiten  nicht  nur  im  angestammten  Beruf  bzw.  in  der  bisherigen 
Tätigkeit,  sondern  auch  in  zumutbaren  Verweisungstätigkeiten  zu 
prüfen. 

Nach Art. 8 Abs. 1 ATSG (sowohl in der Fassung vom 6. Oktober 2000, 
in  Kraft  vom 1. Januar 2003 bis 31. Dezember 2007 als auch in  der 
Fassung vom 6. Oktober 2006, in Kraft seit 1. Januar 2008) ist die In-
validität die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde gan-
ze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Art. 4 IVG führt dazu aus, dass 
die Invalidität Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein 
kann;  nach  Abs.  2  dieser  Norm  gilt  die  Invalidität  als  eingetreten, 
sobald  sie  die  für  die  Begründung  des  Anspruchs  auf  die  jeweilige 
Leistung erforderliche Art und Schwere erreicht hat.

Erwerbsunfähigkeit  ist  der  durch  Beeinträchtigung  der  körperlichen 
oder  geistigen  Gesundheit  verursachte  und  nach  zumutbarer  Be-
handlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der  Erwerbsmöglichkeiten  auf  dem  in  Betracht  kommenden  aus-
geglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG, Fassung vom 6. Oktober 2000, 
in Kraft vom 1. Januar 2003 bis 31. Dezember 2007). Mit der 5. IV-Re-
vision hält Art. 7 Abs. 2 ATSG neu fest, dass für die Beurteilung des 
Vorliegens  einer  Erwerbsunfähigkeit  ausschliesslich  die  Folgen  der 
gesundheitlichen  Beeinträchtigung  zu  berücksichtigen  sind.  Eine  Er-
werbsunfähigkeit  liegt  zudem nur  vor,  wenn sie  aus  objektiver  Sicht 
nicht  überwindbar  ist.  Mit  dieser  neuen  Regelung  beabsichtigte  der 
Gesetzgeber, dass eine Rente erst dann gesprochen wird, wenn die 
versicherte Person alle zumutbaren Schritte zur Vermeidung oder Ver-
ringerung der Invalidität vorgenommen hat (BBl 2005 4531).

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Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen 
und geistigen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im 
bisherigen Beruf  oder  Aufgabenbereich  zumutbare  Arbeit  zu  leisten. 
Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen 
Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG).

4.1 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG (in der von 2004 bis Ende 2007 gültig  
gewesenen Fassung) besteht der Anspruch auf eine ganze Rente bei 
einem  Grad  der  Invalidität  von  mindestens  70%,  auf  eine 
Dreiviertelsrente  bei  einem  solchen  von  mindestens  60%,  auf  eine 
halbe  Rente  bei  einem  solchen  von  mindestens  50% und  auf  eine 
Viertelsrente bei einem solchen von mindestens 40%. Hieran hat die 
5. IV-Revision nichts geändert (Art. 28 Abs. 2 IVG in der ab 1.  Januar 
2008 geltenden Fassung). 

4.2 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte  Person nach Eintritt  der Invalidität  und 
nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein-
gliederungsmassnahmen durch eine ihr  zumutbare Tätigkeit  bei aus-
geglichener  Arbeitsmarktlage  erzielen  könnte  (sog.  Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 
könnte,  wenn  sie  nicht  invalid  geworden  wäre  (sog.  Validenein-
kommen, Art. 16 ATSG). 

4.3 Zu  bemerken  ist,  dass  aufgrund  des  im  gesamten  Sozialver-
sicherungsrechts  geltenden  Grundsatzes  der  Schadenminderungs-
pflicht  ein in  seinem bisherigen Tätigkeitsbereich dauernd arbeitsun-
fähiger Versicherter gehalten ist, innert nützlicher Frist Arbeit in einem 
anderen  Berufs-  oder  Erwerbszweig  zu  suchen  und  anzunehmen, 
soweit  sie möglich und zumutbar erscheint (BGE 133 V 508 ff. E. 4, 
113 V 28 E. 4a, 111 V 239 E. 2a). Deshalb ist  es am behandelnden 
Arzt  bzw.  am  Vertrauensarzt  einer  IV-Stelle  zu  entscheiden,  in 
welchem Ausmass ein Versicherter seine verbliebene Arbeitsfähigkeit 
bei  zumutbarer  Tätigkeit  und  zumutbarem  Einsatz  auf  dem  aus-
geglichenen  Arbeitsmarkt  verwerten  kann.  Diese  sogenannte  Ver-
weisungstätigkeit  hat  sich  der  Versicherte  anrechnen  zu  lassen 
(leidensangepasste Verweisungstätigkeit; ZAK 1986 S. 204 f.),  wobei 
es  unerheblich  ist,  ob  er  seine  Restarbeitsfähigkeit  tatsächlich  ver-
wertet oder nicht. 

4.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und  im  Beschwerdeverfahren  das  Gericht)  auf  Unterlagen  an-

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gewiesen, die der Arzt und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur 
Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes ist es, den Gesund-
heitsschaden zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem 
Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten der Versicherte arbeitsun-
fähig  ist.  Im  Weiteren  sind  die  ärztlichen  Auskünfte  eine  wichtige 
Grundlage  für  die  Beurteilung  der  Frage,  welche  Arbeitsleistungen 
dem Versicherten noch zugemutet werden können. Es sind demnach 
nicht nur die Erwerbsmöglichkeiten im angestammten Beruf, sondern 
auch  in  zumutbaren  Verweisungstätigkeiten  zu  prüfen.  Bei  der  Be-
messung der Invalidität  ist  auf  die objektiven wirtschaftlichen Folgen 
der funktionellen Behinderung abzustellen, welche nicht zwingend mit 
dem  vom  Arzt  festgelegten  Grad  der  funktionellen  Einschränkung 
übereinstimmen müssen (BGE 125 V 256 E. 4, BGE 115 V 133 E. 2, 
BGE 110 V 275 E. 4a [= ZAK 1985 S. 462 E. 4A]).

4.5 Eine Invalidenrente wird von Amtes wegen oder auf  Gesuch hin 
für  die Zukunft  entsprechend erhöht,  herabgesetzt  oder aufgehoben, 
wenn sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich ändert 
(Art. 17 Abs. 1 ATSG). Die Invalidenrente ist deshalb nicht nur bei einer 
wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, sondern auch 
dann  revidierbar,  wenn  sich  die  erwerblichen  Auswirkungen  des  an 
sich  gleich  gebliebenen  Gesundheitszustandes  erheblich  verändert 
haben. Ein Revisionsgrund ist ferner unter Umständen auch dann ge-
geben, wenn eine andere Art  der Bemessung der Invalidität zur An-
wendung  gelangt  oder  eine  Wandlung  des  Aufgabenbereichs  ein-
getreten  ist  (BGE 130  V  343  E. 3.5  mit  Hinweisen).  Unerheblich  ist 
unter  revisionsrechtlichen  Aspekten  die  unterschiedliche  Beurteilung 
eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts  (BGE 112 V 
371 E. 2 b mit Hinweisen).

4.6 Bei  einer  Verbesserung der  Erwerbsfähigkeit  oder  der  Fähigkeit, 
sich im Aufgabenbereich zu betätigen ist die anspruchsbeeinflussende 
Änderung für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem 
Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, 
dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall 
zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei 
Monate  angedauert  hat  und voraussichtlich  weiterhin  andauern  wird 
(Art. 88a Abs. 1 IVV).

4.7 Die  Herabsetzung  oder  Aufhebung  der  Renten  und  Hilflosen-
entschädigungen erfolgt  frühestens vom ersten Tag des zweiten der 

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Zustellung der Verfügung folgenden Monats an (Art. 88bis Abs. 2 Bst. a 
IVV).

5.
Nachfolgend ist zu prüfen, ob zwischen der rentenzuprechenden Ver-
fügung vom 13. März  2003  und  der  herabsetzenden  Verfügung  vom 
9. Juni 2008 eine anspruchsbeeinflussende Änderung eingetreten ist. 

5.1 Der IV-Stelle Aargau lagen im Zeitpunkt der ursprünglichen Ren-
tengewährung folgende medizinische Unterlagen zur Verfügung:

Im  von  Dr.  med.  R._______  und  PD  Dr.  med.  U._______  unter-
zeichneten  Arztbericht  der  neurologischen  Klinik,  Kantonsspital 
A._______, vom 29. November 2001 sind die Diagnosen ausgeprägtes 
lumbovertebrales  Schmerzsyndrom,  Schulterschmerzen  rechts  (DD: 
Penarthropathia  humeroscapulans)  und  Hüftschmerzen  rechts  (DD. 
Coxarthrose rechts) aufgeführt (act. 1).

Dr. med. G._______ diagnostizierte im Arztbericht der orthopädischen 
Klinik,  Kantonsspital  A._______,  vom  1. Februar  2002  eine  stark 
schmerzhafte  Coxarthrose  rechts,  degenerative  Veränderungen  der 
Lendenwirbelsäule  und  Schulter-/Armbeschwerden  rechts.  Dr. 
G._______  kam zum Schluss,  dass  der  Beschwerdeführer  aufgrund 
seiner Schmerzen arbeitsunfähig sei und im Allgemeinen einen eher 
kränklichen oder depressiven Eindruck mache (act. 2).

Im  von  Dr.  med.  S._______,  Dr.  med.  W._______  und  PD  Dr. 
T._______,  unterzeichneten  Austrittsbericht  vom  17. Februar  2002, 
Rheumaklinik und Institut für physikalische Medizin und Rehabilitation,  
Kantonsspital  A._______, sind  folgende  Diagnosen  zu  entnehmen: 
1. lumbospondylogenes  Schmerzsyndrom  bei  breiter  medianer 
Diskushernie L4/L5 mit  Kompression des Duralsackes und massiger 
Einengung  beider  Neuroforama  (CT  LWS  vom  6. Februar  2002), 
2. chronisches zervikospondylogenes Schmerzsyndrom bei massigen 
degenerativen  Veränderungen  im  Sinne  einer  Spondylarthrose  und 
Unkovertebralspondylose der unteren Segmente (HWS vom 5. Februar 
2002), 3. deutliche Coxarthrose rechts sowie leichte Coxarthrose links 
(Röntgen  des  Beckens  am 31. Januar  2002)  und  4.  soziale  Proble-
matik.  Bis  zur  nächsten  Kontrolle  Ende  Februar  2002  wurde  eine 
100%-ige  Arbeitsunfähigkeit  bescheinigt  (act.  3).  Im  Verlaufsbericht 
vom 6. März 2002 bemerkten die Ärzte, seit der Hospitalisation habe 

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keine  deutliche  Besserung  stattgefunden.  Bis  zur  Durchführung  der 
EDA bestehe eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit (act. 4).

Dr.  med.  K._______  der  orthopädischen  Klinik,  Kantonsspital 
A._______, stellte in seinem Arztbericht vom 15. April 2002 fest, auf-
grund des Röntgenbefundes sei eine Totalprothesenimplantation noch 
nicht  indiziert.  Eine  Hüftgelenksluxation  mit  Débridement  erscheine 
aufgrund  einer  sicher  bestehenden  funktionellen  Überlagerung  nicht 
erfolgversprechend.  Die  Beschwerden  seien  klinisch  nicht  eindeutig 
vom bekannten lumboradikulären Syndrom zu differenzieren, weshalb 
vorerst eine Hüftgelenksinfiltration vorzunehmen und der weitere Ver-
lauf abzuwarten sei (act. 5). 

Dr. med. V._______  führte  im vom 15. Mai  2002  datierten  Formular 
Arztbericht für Erwachsene mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit 
die Diagnosen lumboradikuläres Syndrom bei medianer Diskushernie 
L4/L5;  Coxarthrose  bds.,  rechts  ausgeprägter  als  links;  zervico-
spondylogener Schmerzzustand bei degenerativen Veränderungen der 
HWS bzw. spondyl-  sowie unkovertebrogene Arthrose auf. Als  Diag-
nose  ohne  Auswirkung  auf  die  Arbeitsfähigkeit  notierte  er  soziale 
Problematik.  Dr.  V._______  bezifferte  die  medizinisch  begründete 
Arbeitsunfähigkeit für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit vom 28. Septem-
ber  bis  10. Oktober  1981,  14. Dezember  bis  19. Dezember  1981, 
27. Mai bis 17. August 1997, 24. Januar bis 27. Juni 1999 und 26. Juni 
bis  16. Juli  2001  auf  100%. Aufgrund  der  genannten  Beschwerden, 
insbesondere  der  starken  Schmerzen  sei  der  Beschwerdeführer  in 
seiner  bisherigen  Tätigkeit  ab  22.  August  2001  bis  auf  Weiteres  zu 
100% arbeitsunfähig. Die Ausübung von anderen Tätigkeiten sei nicht 
mehr zumutbar (act. 8). 

Auf Anfrage, ob die Voraussetzungen für eine volle Berentung bereits 
vorlägen oder ob die Hüftgelenksinfiltration abgewartet und/oder das 
Kantonsspital  zur  Erwerbsunfähigkeit  befragte  werden  werden  solle, 
erklärte Dr. med. C._______ am 28. Mai  2002, möglicherweise gebe 
es rückenschonende Tätigkeiten, die zumindest teilzeitlich ausgeführt  
werden  könnten.  Dr.  C._______  empfahl,  die  Rheumaklinik  zur 
Stellungnahme  zur  Arbeitsfähigkeit  betreffend  adaptierte  Tätigkeiten 
aufzufordern (act. 9). 

Dr. W._______ nannte in seiner Stellungnahme vom 26. August 2002 
die  bereits  im  Austrittsbericht  vom  17. Februar  2002  aufgeführten 
Diagnosen. Er bezifferte die Arbeitsunfähigkeit als Maschinenführer ab 

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August 2001 auf 100% (attestiert durch Dr. V._______) und wiederum 
ab 5. Februar  2002 auf  100%. Ungewiss sei,  ob die  Arbeitsfähigkeit 
durch  medizinische  Massnahmen  verbessert  werden  könne,  eine 
neurochirurgische  Sanierung  und  epidurale  Steroidinjektion  werde 
abgelehnt.  Da  der  Krankheitsverlauf  noch  nicht  abgeschlossen  sei,  
könne die  Eingliederungsfähigkeit  noch nicht  abschliessend beurteilt 
werden. Bezüglich des weiteren Verlaufs werde empfohlen, sich an Dr. 
V._______ zu wenden (act. 11).

5.2 Im  Rahmen  des  Rentenrevisionsverfahrens  holte  die  IV-Stelle 
unter anderem folgende medizinischen Unterlagen ein:

Dr.  N._______,  Radiologe,  führte  in  seinem  radiologischen  Befund-
bericht  der  LWS aus,  es seien kleine anteriore Osteophyten an den 
Wirbelkörpern L4 und L5 zu sehen. Im Bereich Intervertebralraum L4-
L5 bestehe eine Stenose. Des Weiteren werde eine geringfügige Ver-
kalkung an der Wand der unteren Abdomenaorta beobachtet (act. 45, 
übersetzt in act. 46).

Dem  Magnetresonanztomografiebefundbericht  der  LWS vom 9. Feb-
ruar 2007 von Dr. N._______ ist zu entnehmen: Im Bereich L4-L5 liege 
eine  Stenose  des  Intervertebralraumes  vor.  Es  zeige  sich  eine  Ab-
flachung und ein kleiner posteriorer zentraler Bandscheibenprolaps, in 
dem  ein  hyperdenses  Signal  bei  T2-gewichteten  Sequenzen  be-
obachtet werde. Zudem seien leichte degenerative Veränderungen an 
den  Gelenk-Fortsätzen  und  im  Bereich  Intervertebralraum,  ins-
besondere eine Stenose feststellbar. Im Bereich L5-S1 zeige sich ein 
posteriorer  Bandscheibenprolaps  rechts,  der  einen  Druck  auf  die 
Menix sowie auf  die rechte Radix descendens innerhalb des Wirbel-
kanals hervorrufe. Der Conus medullaris ende normal. An den Weich-
teilen seien keine besonderen Befunde feststellbar (act. 47, übersetzt  
in act. 48). 

Auf Empfehlung der RAD-Ärztin Dr. H._______ liess die IV-Stelle den 
Beschwerdeführer in der Klinik Valens begutachten (act. 26). 

Das interdisziplinäre Gutachten vom 28. August 2007 wurde in Berück-
sichtigung der erhobenen Anamnese, der vorhandenen medizinischen 
Aktenlage und einer rheumatologisch-orthopädischen, neurologischen, 
internistischen sowie psychiatrischen Untersuchung erstellt. Zusätzlich 
erfolgte eine Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit.

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Dem  von  Dr.  med.  O._______,  Chefarzt  Rheumatologie,  und 
E._______,  Physiotherapeut  Ergonomie,  unterzeichneten 
Evaluationsbericht der funktionellen Leistungsfähigkeit vom 1. August 
2007 ist  Folgendes zu entnehmen: Infolge erheblicher  Symptomaus-
weitung,  Selbstlimitierung  und  Inkonsistenz  seien  die  Resultate  der 
ergonomischen Tests für die Beurteilung der zumutbaren Belastbarkeit  
nur  teilweise  verwertbar.  Es  sei  davon  auszugehen,  dass  der  Ex-
plorand mehr hätte leisten können, als was er gezeigt habe. Die Be-
urteilung  der  Zumutbarkeit  sei  primär  medizinisch-theoretisch  erfolgt 
und  durch  die  Beobachtungen  bei  den  Tests  ergänzt  worden.  Die 
Ausübung  von  mindestens  leichten  bis  mittelschweren  wechsel-
belastenden Arbeiten sei ganztägig zumutbar (act. 54). 

Dr. F._______ erklärte im psychiatrischen Teilgutachten vom 7. August 
2007 im Wesentlichen,  der  Beschwerdeführer  leide aus psychischen 
Gründen  an  einer  Entwicklung  körperlicher  Symptome,  sogenannte 
Rentenneurose. Der Beschwerdeführer glaube an seine Invalidität und 
sei überzeugt, dass ihm die erhaltenen Leistungen zustehen würden. 
Weder  sei  er  an  medizinischen  Möglichkeiten  interessiert,  die  ihm 
eventuell  helfen  könnten,  seine  Arbeitsfähigkeit  wiederzuerlangen, 
noch  bestehe  ein  Interesse  an  der  vorhandenen  Möglichkeit,  in  die 
Schweiz zurückzukehren. Aus psychiatrischer Sicht bestehe keine Ein-
schränkung  der  Arbeitsfähigkeit  für  eine  rheumatologisch  adaptierte 
Tätigkeit.  Jedoch  scheine  die  Eingliederungsfähigkeit  aufgrund  des 
konsolidierten  Krankheitskonzeptes  hoffnungslos. Der  Explorand  sei, 
wenn man seinen Gedanken zu folgen versuche, berechtigterweise der 
Ansicht, dass er im selben Rahmen invalid sei wie vor 5 Jahren und 
nicht  einsehe,  weshalb  er  eine  Berufstätigkeit  ausüben  sollte. 
Abschliessend bemerkte Dr. F._______, aus psychiatrischer Sicht sei 
der Explorand bereits vor 5 Jahren nicht berentungsbedürftig gewesen 
(act. 55). 

Dr.  O._______  führte  im  interdisziplinären  Gesamtgutachten  vom 
28. August  2007  folgende  Diagnosen  mit  Auswirkungen  auf  die  Ar-
beitsfähigkeit  auf:  1. enger  Spinalkanal  mit/bei  degenerativen Verän-
derungen  der  mittleren  und  unteren  Lendenwirbelsäule  und  inter-
mittierender  Claudicatio  spinalis  (ICD-10  M48.0);  2.  fortgeschrittene 
Coxarthrose beidseits  mit/bei  Offsetstörung und vorgängig Dysplasie 
des  Femurkopfes  (ICD-10  M16.9);  3.  Impingementsyndrom  des 
rechten Schultergelenkes mit/bei AC-Gelenksarthrose (ICD-10 M75.4). 
Als  Diagnose  ohne  Auswirkungen  auf  die  Arbeitsfähigkeit  nannte  er 

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Entwicklung körperlicher  Symptome aus psychischen Gründen (ICD-
10 F68.0). Die Arbeitsfähigkeit beurteilte Dr. O._______ wie folgt: Die 
bis  2001  ausgeführte  Tätigkeit  als  Maschinenbediener  sei  dem Be-
schwerdeführer glaubhaft nicht mehr zumutbar. Die Arbeitsunfähigkeit 
werde sich aufgrund der Multimorbidität im Bereich des Bewegungs-
apparates  weiter  verstärken.  Da  der  Beschwerdeführer  auf  seine 
Arbeitsunfähigkeit  fixiert  sei,  wirkten  sich  gezielte  therapeutische 
Massnahmen  nicht  günstig  auf  die  Arbeitsfähigkeit  aus.  Zudem  sei 
wahrscheinlich,  dass  er  innerhalb  weniger  Jahre  sowohl  eine  endo-
prothetische  Versorgung  beider  Hüftgelenke  als  auch  eine  Dekom-
pression  der  unteren  Lendenwirbelsäule  bei  Claudicatio  spinalis  um 
den Spinalkanal benötige. Primär sei der Erfolg dieser Eingriffe abzu-
warten,  bevor  zur  eigentlichen  Arbeitsfähigkeit  Stellung  genommen 
werden  könne.  Aktuell  sei  dem  Beschwerdeführer  eine  wechselbe-
lastende leichte Tätigkeit halbtags zumutbar. Aufgrund der erwähnten 
orthopädischen Multimorbidität, die sich ständig verschlechtere, könne 
nicht  von  einer  eigentlichen  verwertbaren  Arbeitsfähigkeit  ausge-
gangen  werden. Dr. O._______  bemerkte  abschliessend,  es  sei  un-
verständlich,  weshalb  dem  Beschwerdeführer  vor  fünf  Jahren  eine 
ganze  Rente  zugesprochen  worden  sei,  ohne  dass  die  vorhandene 
Zumutbarkeit mittels orthopädisch-neurochirurgischer Eingriffe explizit 
beurteilt worden sei. In der Zwischenzeit hätten sich die degenerativen 
Veränderungen  wesentlich  verschlechtert,  weshalb  davon  ausge-
gangen werden müsse, dass sich die Gesamtsituation im Vergleich zur 
Entscheidungsfindung  im  Jahre  2003  verschlechtert  habe.  Diese 
Überlegungen müssten bei der aktuellen Rentenrevision berücksichtigt 
werden (act. 56).

Die zur Stellungnahme aufgeforderte Dr. med. H.______, RAD, führte 
am 18. Oktober  2007 die gleichen Diagnosen mit  Auswirkungen auf 
die  Arbeitsfähigkeit  auf  wie  im  Gutachten.  Sie  stellte  fest,  dass  im 
Vergleich zu Mitte August  2001 keine Anhaltspunkte für  ein neurolo-
gisches Ausfallsyndrom zu finden seien,  weshalb eine Verbesserung 
des  Gesundheitszustandes  eingetreten  sei.  In  Anbetracht  der  Ge-
samtsituation  sei  der  Beschwerdeführer  mit  Wirkung  ab  1. August 
2007  für  eine  leichte  bis  mittelschwere  wechselbelastende  Tätigkeit 
ohne Heben und Tragen von Gewichten über 10 bis max. 20kg, ohne 
Arbeiten  über  Kopfhöhe,  ohne  längere  Körperzwangshaltung,  ohne 
repetitives Treppengehen und ohne Exposition in der Feuchtigkeit und 
in der Kälte zu 70% arbeitsfähig (act. 58).

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5.2.1 Den im Rahmen des Vorbescheidsverfahrens eingereichten Arzt-
berichten ist Folgendes zu entnehmen:

Dr. N._______,  Radiologe,  erklärte  am 8. Januar 2008: Im Vergleich 
zu früheren Untersuchungen sei neu eine leichte intravertebrale Ste-
nose sichtbar. Es zeigten sich degenerative Veränderungen im Bereich 
O4 und O5 und eine Asbestose (act. 66, übersetzt in act. 67). 

Dr.  M._______,  chirurgischer  Orthopäde,  führte  am  9. Januar  2008 
aus, der Beschwerdeführer leide häufig an Rückenschmerzen, Ischial -
gien,  Claudicatio  intermittens  und  Osteoarthitis  an  beiden  Hüften, 
rechts mehr. Im Rahmen einer Röntgenkontrolle (vgl. act. 64/65) und 
klinischen  Untersuchung  sei  eine  Verschlechterung  festgestellt  wor-
den, insbesondere eine Zunahme der Ankylose im Bereich der Hüften, 
was eine Verminderung der Mobilität  zur Folge habe. Dr. M._______ 
empfahl einen chirurgischen Eingriff (act. 69, übersetzt in act. 70).

Dr.  H._______,  erneut  zur  Stellungnahme  aufgefordert,  stellte  am 
21. April  2008  fest,  aus  dem  Arztbericht  von  Dr.  M._______  seien 
keine erheblichen Veränderungen des Gesundheitszustandes ersicht-
lich, weshalb sie an ihrer Beurteilung vom 18. Oktober 2007 festhalte 
(act. 72). 

5.2.2 Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens reichte der Beschwerde-
führer weitere medizinische Unterlagen ein. 

Dem Röntgenbefundbericht des Beckens und der Hüften vom 9. Feb-
ruar 2007 von Dr. N._______ ist zu entnehmen, dass kleine osteophy-
tische Anbauten am Caput  des rechten Femurs und subperiostische 
mikrozystische Veränderungen an beiden Capita der Femurknochen zu 
sehen  seien.  Der  interartikuläre  Zwischenraum  habe  eine  befrie-
digende Weite. Doch seien Mikroverkalkungen an der Decke der Fossa 
acetabuli beidseits feststellbar (BVGer act. 4).

Dr.  M._______  erklärte  in  seinem  Arztbericht  vom  7. August  2008, 
aufgrund einer Wirbelkanalstenose im Bereich L4-L5 und L5-S1 leide 
der  Beschwerdeführer  an  chronischem  intermittierendem  Hinken 
rechts.  Dieses  Leiden  werde  auch  aufgrund  der  osteoarthritischen 
Veränderungen in den Hüftgelenken verschlimmert. Der Beschwerde-
führer  könne  nicht  mehr  als  100  bis  150  Meter  gehen,  ohne  an 
Schmerzen zu leiden,  weshalb er auch nicht  in der Lage sei,  zu ar -

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beiten. Zudem klage er über tägliche Gelenkschmerzen, insbesondere 
an den Hüften (BVGer act. 4). 

Dr. H._______, RAD, hielt in ihrer Stellungnahme vom 13. Januar 2009 
an ihrer Beurteilung vom 18. Oktober 2007 fest, wonach eine 30%-ige 
Arbeitsfähigkeit für angepasste Tätigkeiten bestehe (act. 77). 

Der  im  Beschwerdeverfahren  eingereichte  Arztbericht  vom  13. Sep-
tember 2009 wird berücksichtigt,  soweit  er sich auf die Zeit  vor dem 
Erlass der angefochtenen Verfügung vom 9. Juni 2008 bezieht.

5.3 Die Verwaltung und das Gericht  haben die medizinischen Unter-
lagen – wie auch alle anderen Beweismittel – nach dem Grundsatz der 
freien  Beweiswürdigung,  d.  h.  ohne  Bindung  an  förmliche  Beweis-
regeln,  sowie  umfassend  und  pflichtgemäss  zu  würdigen.  Dies  be-
deutet,  dass  alle  Beweismittel  objektiv  zu  prüfen sind –  unabhängig 
davon, von wem sie stammen – und danach zu entscheiden ist, ob die 
verfügbaren  Unterlagen  eine  zuverlässige  Beurteilung  des  streitigen 
Rechtsanspruchs  gestatten.  Insbesondere  darf  das  Gericht  bei  ein-
ander  widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht 
erledigen,  ohne  das  gesamte  Beweismaterial  zu  würdigen  und  die 
Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere 
medizinische  These  abstellt.  Hinsichtlich  des  Beweiswertes  eines 
Arztberichtes  ist  entscheidend,  ob  der  Bericht  für  die  streitigen  Be-
lange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 
geklagten  Beschwerden  berücksichtigt,  in  Kenntnis  der  Vorakten 
(Anamnese)  abgegeben  worden  ist,  in  der  Darlegung  der  medizini-
schen Zusammenhänge und in der Beurteilung der  medizinischen Si-
tuation einleuchtet  und ob die Schlussfolgerungen der Expertin  oder 
des Experten begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, BGE 122 V 157 
E. 1c mit Hinweisen; AHI-Praxis 2001 S. 113 E. 3a).

5.4 Wie  den  nachfolgenden  Erwägungen  entnommen  werden  kann, 
kann  ein  Vergleich  der  gesundheitlichen  Situation  anlässlich  der 
rentenzusprechenden  Verfügung  vom 13.  März  2003  mit  derjenigen 
der  angefochtenen  Verfügung  nicht  vorgenommen  werden,  da  im 
damaligen Zeitpunkt die Sachverhaltsabklärung ungenügend gewesen 
war. 

Dr. W._______ stellte mit Bericht vom 26. August 2002 die Diagnosen 
lumboradiculäres  Syndrom L5  rechts  bei  Diskushernie,  Coxarthrose, 
chronisches  cervicospondylogenes  Syndrom  bei  degenerativen  Ver-

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änderungen  sowie  soziale  Problematik  und  bezifferte  die  Arbeitsun-
fähigkeit  auf  100%.  Er  machte  keine  Angaben  dazu,  ob  sich  die 
Arbeitsunfähigkeit  nur auf  die bisherige Tätigkeit  oder  auch auf  Ver-
weisungstätigkeiten  bezieht.  Abschliessend  bemerkte  er,  der  Krank-
heitsverlauf  sei  noch  nicht  abgeschlossen,  weshalb  die  Ein-
gliederungsfähigkeit noch nicht beurteilt werden könne. Bezüglich des 
weiteren Verlaufs empfahl er, den Hausarzt zu konsultieren (act. 11). 

Ohne weitere medizinische Abklärungen verfügte die IV-Stelle Aargau 
eine  ganze  Invalidenrente.  Weder  prüfte  sie,  ob  dem  Beschwerde-
führer  die  Ausübung  einer  Verweisungstätigkeit  möglich  wäre,  noch 
führte sie einen gemäss Gesetz zur Ermittlung des Invaliditätsgrades 
vorgesehenen  Einkommensvergleich  durch.  In  der  Begründung  zur 
Verfügung vom 13. März 2003 hielt sie nach Nennung der gesetzlichen 
Grundlagen lediglich  fest,  der  Beschwerdeführer  habe bei  einem In-
validitätsgrad  von  100%  ab  1. Juni  2002  Anspruch  auf  eine  ganze 
Rente (act. 14). 

5.4.1 Zusammenfassend  kann  festgestellt  werden,  dass  die  Zu-
sprechung einer ganzen Rente auf keiner nachvollziehbaren fachärzt -
lichen  Einschätzung  der  Arbeitsfähigkeit  erfolgte.  Die  darauf  be-
ruhende  Invaliditätsbemessung  war  somit  von  vornherein  nicht 
rechtskonform  und  die  ursprünglich  rentenzusprechende  Verfügung 
vom 13. März 2003 zweifellos unrichtig. Die zweifellose Unrichtigkeit 
bestand darin, dass der Sachverhalt ungenügend abgeklärt  war. Ver-
wertbare Erkenntnisse für den Zeitraum der ursprünglichen Verfügung 
können  im  jetzigen  Zeitpunkt  nicht  erhoben  werden.  Fehlen  die 
Voraussetzungen für  eine Rentenrevision,  kann die Rentenverfügung 
allenfalls  nach  den  für  die  Wiedererwägung  rechtskräftiger  Ver-
waltungsverfügungen geltenden Regeln abgeändert werden.

5.4.2 Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann auf formell  rechtskräftige Ver-
fügungen  zurückgekommen  werden,  wenn  diese  zweifellos  unrichtig 
sind und wenn ihre  Berichtigung von erheblicher  Bedeutung ist.  Die 
Wiedererwägung  ist  jederzeit  möglich,  insbesondere  auch  wenn  die 
Voraussetzungen einer Revision nicht erfüllt sind. Wird die zweifellose 
Unrichtigkeit  der  ursprünglichen  Rentenverfügung  erst  vom  Gericht 
festgestellt, so kann es die im Revisionsverfahren verfügte Aufhebung 
der  Rente  mit  dieser  substituierten  Begründung  schützen.  Wenn 
spezifisch  invalidenversicherungsrechtliche  Aspekte  im  Vordergrund 
stehen,  ist  der  rechtskonforme Zustand  mit  Wirkung  ex nunc  et  pro 

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futuro  herzustellen  (Urteil  des  Bundesgerichts  9C_960/2008  vom 
6. März 2009 E. 1.2). Die Voraussetzung der zweifellosen Unrichtigkeit 
der  ursprünglichen  Verfügung  muss  festgestellt  sein,  um  die  Frage 
nach  dem  zukünftigen  Rentenanspruch  prüfen  zu  können.  Wie  bei 
einer  materiellen  Revision  nach  Art.  17  Abs.  1  ATSG  ist  auf  der 
Grundlage eines richtig und vollständig festgestellten Sachverhalts der 
Invaliditätsgrad im Zeitpunkt der Verfügung zu ermitteln, woraus sich 
ein allfälliger Anspruch ergibt. 

Wie ausgeführt, ist vorliegend die Voraussetzung der zweifellosen Un-
richtigkeit  gegeben,  da  die  ursprüngliche  Sachverhaltsabklärung  un-
genügend  erfolgte.  Ebenfalls  ist  die  Wiedererwägungsvoraussetzung 
der erheblichen Bedeutung erfüllt,  da eine periodische Dauerleistung 
Prozessgegenstand  bildet.  Zusammen  mit  der  wiedererwägungs-
weisen Aufhebung der Verfügung vom 13. März 2003 sind nachfolgend 
die Anspruchsberechtigung und allenfalls der Umfang des Anspruchs 
pro futuro zu prüfen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_960/2008 vom 
6. März 2009).

5.4.3 Im interdisziplinären Gutachten vom 28. August  2007 wurde in 
somatischer  Hinsicht  seit  2003  eine  markante  Verschlechterung  des 
Gesundheitszustandes  festgestellt,  insbesondere  eine  Zunahme  der 
degenerativen  Veränderungen.  In  psychischer  Hinsicht  konnten  die 
begutachtenden  Ärzte  anhand  des  Anamnesenmaterials  nicht  mehr 
rekonstruieren,  welche psychischen Beeinträchtigungen im Zeitpunkt 
der rentenzusprechenden Verfügung vorgelegen haben. Die Gutachter 
bezweifeln allerdings, ob vor fünf Jahren die Voraussetzungen für eine 
ganze Rente überhaupt gegeben waren. 

Demgegenüber  stellte  Dr.  H._______  aufgrund  der  Tatsache,  dass 
keine  Anhaltspunkte  mehr  für  ein  neurologisches  Ausfallsyndrom zu 
finden seien, eine Verbesserung des Gesundheitszustandes fest.

5.4.4 In  Berücksichtigung  der  gestellten  Diagnosen  bezifferten  die 
Gutachter die Arbeitsfähigkeit  in der bisherigen Tätigkeit  als Maschi-
nenbediener auf 0%, in einer Verweisungstätigkeit neu auf 50%. Auf-
grund  der  komplexen  rheumatologischen,  orthopädischen  Multimor-
bidität,  die  sich  laufend  verschlechtere,  sei  jedoch  keine  eigentliche 
Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit gegeben. 

Die RAD-Ärztin wiederum erachtete den Beschwerdeführer in der bis-
herigen Tätigkeit in Übereinstimmung mit den Gutachtern ebenfalls zu 

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100% als arbeitsunfähig. In einer Verweisungstätigkeit nennt sie eine 
70%-ige Arbeitsfähigkeit.

Dr.  H._______  setzt  sich  jedoch  weder  mit  der  abweichenden  Be-
urteilung  der  Arbeitsfähigkeit  in  Verweisungstätigkeiten  im  inter-
disziplinären Gutachten auseinander, noch begründet sie, weshalb sie 
diesem nicht folgt. Aufgrund der Aktenlage lässt sich nicht feststellen, 
ob  der  RAD-Ärztin  das  Gutachten  überhaupt  zur  Stellungnahme 
unterbreitet worden ist. Auf ihre Stellungnahme kann nicht  abgestellt 
werden. 

Das interdisziplinäre  Gutachten mit  dem integrierten  psychiatrischen 
Teilgutachten,  und  dem  Evaluationsbericht  der  arbeitsbezogenen 
funktionellen  Leistungsfähigkeit  hingegen  entspricht  den  allgemein 
beweisrechtlichen  Anforderungen  an  objektiv  erstellte  ärztliche  Gut-
achten  (BGE  125  V  351).  Es  wurde  aufgrund  einer  ausführlichen 
Anamnese, der Akten sowie einer persönlichen Untersuchung erstellt. 
Es  ist  in  der  Darlegung  der  Zusammenhänge  einleuchtend  und  in 
seinen  Schlussfolgerungen  schlüssig.  Ebenfalls  wurde  in  Berück-
sichtigung der  geklagten Leiden detailliert  die  Leistungsfähigkeit  be-
urteilt, weshalb darauf abzustellen ist.

5.4.5 Zusammenfassend  ist  festzustellen,  dass  gemäss  dem  im 
Sozialversicherungsrecht  massgeblichen  Beweisgrad  der  über-
wiegenden Wahrscheinlichkeit  (BGE 126 V 360 E. 5b) davon auszu-
gehen ist, dass der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der angefochtenen 
Verfügung  vom  9. Juni  2008  in  der  bisherigen  Tätigkeit  zu  100% 
arbeitsunfähig und in Verweisungstätigkeiten zu 50% arbeitsfähig ist. 

6.
Nachfolgend  ist  der  Einkommensvergleich  gemäss  der  allgemeinen 
Methode vorzunehmen. 

6.1 Der  Einkommensvergleich  hat  in  der  Regel  in  der  Weise  zu 
erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffern-
mässig möglichst genau zu ermittelt und einander gegenüber gestellt 
werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad 
bestimmen  lässt  (allgemeine  Methode  des  Einkommensvergleichs; 
BGE 130 V 343 E. 3.4.2). Für den Einkommensvergleich sind die Ver-
hältnisse  im  Zeitpunkt  des  (hypothetischen)  Beginns  des  Rentenan-
spruchs  massgebend,  wobei  Validen-  und  Invalideneinkommen  auf 
zeitidentischer  Grundlage  zu  erheben  und  allfällige  rentenwirksame 

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Änderungen  der  Vergleichseinkommen  bis  zum Verfügungserlass  zu 
berücksichtigen sind (BGE 129 V 222 E.4).

6.2 Hinsichtlich des Validenlohnes ist auf den zuletzt verdienten Lohn 
des  Beschwerdeführers  von  jährlich  Fr. 71'950.--  abzustellen,  aus-
machend einen Monatslohn von Fr. 5'995.83,  indexiert  auf  das  Jahr 
2008 ausmachend einen Monatslohn von Fr. 6'758.23 (Nominalindex 
im Jahr 2000 1856, im Jahr 2008 2092).

Für  die  Ermittlung  des  Invalideneinkommens  ist  auf  das  interdis-
ziplinäre  Gutachten  abzustellen,  wonach  der  Beschwerdeführer  in 
leichten  wechselbelastenden Verweisungstätigkeiten  zu  50% arbeits-
fähig  ist.  Der  Monatslohn  von  Verweisungstätigkeiten  gemäss  LSE-
Tabelle 2008, TA1, Total Männer, Anforderungsniveau 4 (einfache und 
repetitive Tätigkeiten) beträgt bei einer wöchentlichen Arbeitszeit  von 
41,7 Stunden Fr. 5'010.25,  bzw- bei einem 50%-igen Arbeitspensum 
Fr. 2'505.125.

Wird  das  Invalideneinkommen  auf  der  Grundlage  von  statistischen 
Durchschnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert zu 
kürzen,  wenn  im  Einzelfall  Anhaltspunkte  dafür  bestehen,  dass  die 
versicherte Person wegen eines oder mehrerer Merkmale (namentlich 
Alter,  Dauer  der  Betriebszugehörigkeit,  Nationalität  oder  Aufenthalts-
kategorie  sowie  Beschäftigungsgrad)  ihre  gesundheitlich  bedingte 
(Rest-)Arbeitsfähigkeit  auf  dem  allgemeinen  Arbeitsmarkt  nur  mit 
unterdurchschnittlichem  Einkommen  verwerten  kann.  Bei  der  Be-
stimmung  der  Höhe  des  Abzuges  ist  der  Einfluss  aller  in  Betracht 
fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der 
Umstände  im  Einzelfall  gesamthaft  zu  schätzen  und  insgesamt  auf 
höchstens 25% des Tabellenlohnes zu begrenzen (BGE 134 V 322).

Der Beschwerdeführer ist griechischer Staatsangehöriger, im Zeitpunkt 
der angefochtenen Verfügung war er 55 Jahre alt, seit ca. 9 Jahren ist 
er nicht mehr erwerbstätig und bezieht seit 8 Jahren eine ganze Rente. 
Dazu  kommen  die  leidensbedingten  Einschränkungen.  In  der  bis-
herigen Tätigkeit ist er nicht mehr und in leichten wechselbelastenden 
Verweisungstätigkeiten  nur  noch  zu  50% arbeitsfähig. Weiter  ist  be-
rücksichtigen,  dass  sich  der  Gesundheitszustand  des  Beschwerde-
führers  gemäss  interdisziplinärem  Gutachten  zusehends  ver-
schlechtert;  aufgrund  der  komplexen  rheumatologischen  ortho-
pädischen Multimorbidität zweifeln die Gutachter an der Verwertbarkeit 
der  Arbeitsfähigkeit.  Unter  diesen  Umstände  rechtfertigt  sich  ein 

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leidensbedingter  Abzug  von  20%,  was  ein  Invalideneinkommen  von 
Fr. 2'004.1 ergibt. 

Der  Einkommensvergleich  stellt  sich  somit  wie  folgt  dar:  Dem 
Valideneinkommen von Fr. 6'758.23 steht ein Invalideneinkommen von 
Fr. 2'004.1 gegenüber. Der Invaliditätsgrad ergibt somit 70% ([6'758.23 
– 2'004.1] x 100 : 6'758.23  = 70,34%). Daraus ergibt  sich,  dass der 
Beschwerdeführer Anspruch auf eine ganze Rente hat. 

6.3 Zusammenfassend  ist  festzuhalten,  dass  der  Beschwerdeführer 
weiterhin  Anspruch  auf  eine  ganze  Rente  hat,  weshalb  die  Be-
schwerde gutzuheissen und die angefochtene Verfügung aufzuheben 
ist.

7.
Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige 
Parteientschädigung. 

7.1 Bei  diesem  Verfahrensausgang  werden  dem  obsiegenden  Be-
schwerdeführer  und  der  Vorinstanz  keine  Verfahrenskosten  auferlegt 
(Art. 63 Abs. 1 e contrario und Art. 63 Abs. 2 VwVG). Der bereits ge-
leistete  Kostenvorschuss  von  Fr.  400.--  ist  dem  Beschwerdeführer 
zurückzuerstatten.

7.2 Dem  im  Beschwerdeverfahren  nicht  anwaltlich  vertretenen  Be-
schwerdeführer, dem keine verhältnismässig hohen Kosten entstanden 
sind,  ist  keine  Parteientschädigung  zuzusprechen  (Art.  64  Abs.  1 
VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 4 des Reglements vom 21. Februar 2008 über 
die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 
[VGKE, SR 173.320.2]). 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen, und die angefochtene Verfügung 
vom 9. Juni 2008 wird aufgehoben.

2.
Der Beschwerdeführer hat weiterhin Anspruch auf eine ganze Rente.

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3.
Es werden  keine  Verfahrenskosten  erhoben. Dem Beschwerdeführer 
wird  der  geleistete  Kostenvorschuss  von  Fr. 400.--  nach  Eintritt  der 
Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 

4.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

5.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein)
- die Vorinstanz (Ref-Nr._______; Einschreiben)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben)

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Franziska Schneider Sabine Uhlmann

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit  
Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die 
beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

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