# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 947ba947-b4d9-5dc8-926d-d04d48c3060b
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-07-10
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 10.07.2009 C-2801/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2801-2006_2009-07-10.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-2801/2006
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 0 .  J u l i  2 0 0 9

Richter Michael Peterli (Vorsitz),
Richterin Elena Avenati-Carpani,
Richterin Franziska Schneider,
Gerichtsschreiberin Lucie Schafroth.

A._______, 
vertreten durch Rechtsanwalt Mehmeti N. Resat,
R. Sadiku Nr. 154, RS-17523 Presevo,
Zustelladresse: B._______,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, 
Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz,

Invalidenrente.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-2801/2006

Sachverhalt:

A.
Der  1954  geborene  serbische  Staatsbürger  A._______,  wohnhaft  in 
Serbien, arbeitete in den Jahren 1986 bis 1991 als Bauarbeiter in der 
Schweiz.  In  dieser  Zeit  leistete  er  Beiträge  an  die  schweizerische 
Alters-,  Hinterlassenen-  und  Invalidenversicherung  (AHV/IV;  vgl. 
act. 52).  Danach  kehrte  er  in  sein  Heimatland  zurück.  Am  18. April 
1992 erlitt er dort einen Verkehrsunfall, wobei er sich eine Femurtrüm-
merfraktur links, eine Ulnafraktur links, eine Fraktur Os metatarsale I 
links, eine Fraktur Os metatarsale II-IV links, eine Rippenserienfraktur 
sowie eine Fibulafraktur links zuzog (act. 19). Nach erfolgter Primärbe-
handlung im Heimatland kam A._______ von 1993 bis 1995 zur medi-
zinischen Behandlung in die Schweiz (act. 17, 19, 20, 22, 25 bis 27, 
29, 38, 39 sowie 47). Zwischenzeitlich stellte er ein Gesuch um Ge-
währung  einer  Rente  der  schweizerischen  Invalidenversicherung.  Im 
Jahre 1996 erlitt A._______ eine spontane Refraktur des linken Ober-
schenkelknochens  und  musste  am  18. September  1996  und  am 
23. Oktober 1997 erneut  operiert  werden (act. 171). Die Behandlung 
erfolgte in seinem Heimatland.

B.
Der IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: IV-Stelle) lagen 
bei der Prüfung des Leistungsbegehrens diverse Berichte und medizi-
nische  Dokumente  aus  der  Zeit  der  Behandlung  in  der  Schweiz 
(mehrere Austrittsberichte der Rehabilitationsklinik X._______ [act. 19, 
22, 26, 29, 38, 47], mehrere Berichte der ärztlichen Leitung der Chirur-
gischen  Klinik  Y._______  [act. 17,  20,  27,  39],  ein  Bericht  des 
Kantonsspitals Z._______ [act. 25] sowie ein Bericht betreffend SUVA-
ärztlicher  Abschlussuntersuchung  [act. 49]),  ein  Bericht  betreffend 
SUVA-kreisärztlicher  Untersuchung  (act. 171),  diverse  medizinische 
Berichte  von  heimatlichen  Fachärzten  (act. 15,  134,  150,  171,  176) 
sowie Stellungnahmen des IV-ärztlichen Dienstes (act. 37,  108,  135, 
151) vor.

Mit Stellungnahme vom 17. Juni 2000 erklärte Dr. med. C._______ des 
IV-ärztlichen Dienstes A._______ – im Wesentlichen gestützt auf das 
Gutachten  eines  serbischen  Facharztes  vom  23. November  1999 
(act. 150) – seit dem 18. April 1992 in der bisherigen Tätigkeit als Bau-
arbeiter  zu  100%  arbeitsunfähig,  in  zumutbaren  Verweisungstätig-

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keiten ab dem 18. April 1992 zu 100%, ab dem 1. August 1995 zu 0% 
und ab dem 18. September 1996 zu 20% arbeitsunfähig (act. 151).

Gestützt  darauf  erfolgte  am  14. September  2000  der  Einkommens-
vergleich und es wurde ein Invaliditätsgrad von 100% ab dem 18. April 
1992, von 21% ab dem 1. August 1995 und von 37% ab dem 18. Sep-
tember 1996 errechnet (act. 154).

C.
Mit Verfügung vom 15. Juni 2001 sprach die IV-Stelle – entsprechend 
ihrem Vorbescheid vom 16. Oktober 2000 (act. 158) – A._______ für 
die Zeit  vom 1. November 1993 bis 31. Oktober 1995 eine befristete 
Invalidenrente  zu  und  verneinte  einen  weiterdauernden  Rentenan-
spruch (act. 163). Zur Begründung führte sie im Vorbescheid aus, bei 
A._______  liege  seit  dem 1. August  1995  keine  rentenbegründende 
Invalidität mehr vor. Diese Verfügung blieb unangefochten und erwuchs 
in Rechtskraft.

D.
Mit  Datum vom 19. September  2002 (Poststempel)  beziehungsweise 
24. September  2002  (Eingangsdatum  bei  der  IV-Stelle)  stellte 
A._______  erneut  ein  Gesuch  um  Gewährung  von  IV-Leistungen 
(act. 165 und 166). In der Folge reichte er als Beleg für seine gesund-
heitlichen  Probleme  weitere  medizinische  Kurzberichte  und  Atteste 
neueren Datums von behandelnden Fachärzten aus seinem Heimat-
land ein, welche ihm die geltend gemachte Arbeitunfähigkeit attestier-
ten (act. 177).

E.
In seinem Bericht vom 4. September 2003 schlug Dr. med. D._______ 
des  IV-ärztlichen  Dienstes  aufgrund  von Beurteilungsschwierigkeiten 
des aktuellen Gesundheitszustandes von A._______ die Durchführung 
einer  medizinischen  Untersuchung  in  der  Schweiz  vor  (act. 181). 
Dr. E._______ des IV-ärztlichen Dienstes hingegen erachtete eine me-
dizinischen Untersuchung von A._______ im Heimatland als genügend 
(vgl. Stellungnahme vom 13. Oktober 2003 [act. 182]).

Mit  Schreiben  vom  12. November  2003  forderte  die  IV-Stelle  ihren 
ärztlichen Dienst auf, die notwendigen medizinischen Untersuchungen 
zu bezeichnen (act. 183).

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In  der  Folge  attestierte  Dr. med.  D._______  A._______  mit  Bericht 
vom 22. November  2003 gestützt  auf  die  SUVA-kreisärztliche Unter-
suchung aus dem Jahre 1998 in Verweisungstätigkeiten eine Arbeits-
unfähigkeit von 100% ab dem 18. April 1993, von 30% ab dem 1. No-
vember  1995  und  von  100% ab  dem 23. August  1996. Die  Arbeits-
unfähigkeit ab dem 1. August 1998 würde sich aus dem zu erstellen-
den Einkommensvergleich ergeben (act. 183). 

Mit  Schreiben  vom  15. Dezember  2003  wies  die  IV-Stelle  Dr. med. 
D._______  darauf  hin,  dass  die  Durchführung  einer  medizinischen 
Begutachtung von A._______ im Heimatland als  notwendig  erachtet 
wurde und bat  ihn daher erneut um die detaillierte  Bezeichnung der 
erforderlichen medizinischen Untersuchungen (act. 184).

Darauf  stellte  Dr. med.  D._______  in  seiner  Stellungnahme  vom 
19. Dezember 2003 die Beurteilung von Dr. med. C._______ in Frage 
und attestierte A._______ – wiederum in Bezug auf die kreisärztliche 
Untersuchung der SUVA aus dem Jahre 1998 – in Verweisungstätig-
keiten eine Arbeitsunfähigkeit  von 100% ab dem 18. April  1992,  von 
30% ab dem 1. November 1995, von 100% ab dem 23. August 1996 
und von 37% ab dem 1. August 1998 (act. 184).

Mit  Schreiben vom 16. Januar 2004 bat  die IV-Stelle  den serbischen 
Versicherungsträger  um  Zustellung  neuer  ärztlicher  Unterlagen,  na-
mentlich:  Orthopädische  Untersuchung  (in  Maschinenschrift),  Anam-
nese,  Krankheitsverlauf,  heutiger  Gesundheitszustand,  Diagnose, 
Prognose,  Therapie,  Arbeitsunfähigkeit  (in  %).  Zudem  wies  sie  in 
ihrem Schreiben  darauf  hin,  dass  die  Kosten  für  die  Konsultationen 
gemäss  dem  Tarif  der  Sozialversicherung  des  Wohnsitzstaates  ver-
gütet würden (act. 186).

Mit  Eingabe vom 12. November  2004  reichte  A._______  zusätzliche 
medizinische  Dokumente  beziehungsweise  Kurzberichte  und  Atteste 
von  behandelnden  Fachärzten  aus  seinem Heimatland  ein  (act. 187 
und 188).

In  seiner  Stellungnahme  vom  12. April  2005  verwies  Dr. med. 
D._______ erneut auf die kreisärztliche Untersuchung der SUVA aus 
dem Jahre 1998 und kam zum Schluss,  dass die neu eingereichten 
Unterlagen keine neue Beurteilung rechtfertigen würden (act. 189).

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F.
Mit  Verfügung  vom  26. Mai  2005  wies  die  IV-Stelle  das  Leistungs-
begehren  ab,  da  keine  rentenbegründende  Invalidität  vorliege 
(act. 190). Zwar habe sie festgestellt,  dass bei A._______ zusätzlich 
vom 23. August 1996 bis 31. Juli  1998 eine vorübergehende Arbeits-
unfähigkeit von mindestens 50% vorgelegen habe, was einen Renten-
anspruch vom 1. August 1996 bis 31. Oktober 1998 zu begründen ver-
möge. Somit erweise sich die Verfügung vom 15. Juni 2001 als zweifel-
los  unrichtig,  was  eine  Wiedererwägung  derselben  bewirke.  Da  die 
Rente gemäss Art. 88bis Abs. 1 lit. c IVV jedoch frühestens ab Entde-
ckung  des  Fehlers  (Datum  der  Antragstellung)  ausgerichtet  werden 
könne und seit dem 1. August 1998 eine dem Gesundheitszustand an-
gepasste gewinnbringende Tätigkeit wieder in rentenausschliessender 
Weise zumutbar sei, hätte die Rente frühestens ab dem 1. September 
2001 ausgerichtet werden können. Zu diesem Zeitpunkt habe jedoch 
kein Anspruch mehr auf Rente bestanden.

G.
In seiner Einsprache vom 27. Juni 2005 beantragte A._______ sinnge-
mäss die Aufhebung der Verfügung vom 26. Mai 2005 und die Gewäh-
rung einer Invalidenrente eventualiter die Durchführung einer medizini-
schen Untersuchung in der Schweiz (act. 194). Zur Begründung dieser 
Anträge verwies er auf die ihm im Heimatland mit Urteil vom 30. Janu-
ar 2002 gewährte Invalidenrente bei einer anerkannten Arbeitsunfähig-
keit von 50%, die medizinischen Unterlagen der serbischen Fachärzte 
sowie seine im Jahre 1999 erfolgte Pensionierung. 

H.
Mit Entscheid vom 28. April 2006 wies die IV-Stelle die Einsprache ab 
und bestätigte ihre Verfügung vom 26. Mai 2005 im Wesentlichen mit 
derselben Begründung, wie bereits in der Verfügung vom 26. Mai 2005 
vorgebracht (act. 195). Zudem sei ein möglicher Rentenanspruch un-
abhängig  von  Entscheidungen  und  Beurteilungen  anderer  ausländi-
scher Versicherungsträger nach Schweizer Recht zu beurteilen. Weiter 
verwies sie auf die Stellungnahmen des IV-ärztlichen Dienstes und be-
stätigte  folgenden  Verlauf  der  Arbeitsunfähigkeit:  100%  ab  dem 
18. April 1992, 30% ab dem 1. November 1995, 100% ab dem 23. Au-
gust 1996 und 37% seit dem 1. August 1998. Von einer Begutachtung 
in der Schweiz sei abzusehen, da gemäss der sorgfältigen Beurteilung 
des IV-ärztlichen Dienstes von einer solchen keine wesentlichen neu-
en Erkenntnisse mehr zu erwarten seien.

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I.
Gegen diesen Entscheid erhob A._______ (nachfolgend: Beschwerde-
führer) mit Eingabe vom 12. Juni 2006 Beschwerde bei der Eidgenös-
sischen  AHV/IV-Rekurskommission  für  die  im  Ausland  wohnenden 
Personen (nachfolgend: Rekurskommission AHV/IV) und beantragte – 
im Wesentlichen mit der bereits in der Einsprache vom 27. Juni 2005 
vorgebrachten Begründung – sinngemäss die Ausrichtung einer Invali-
denrente  eventualiter  die  Durchführung  einer  medizinischen  Unter-
suchung in der Schweiz. Weiter machte er auf die Schwierigkeiten mit 
dem Versicherungsträger im langwierigen heimatlichen Verfahren und 
die  damit  einhergehende  Unmöglichkeit  der  Koordination  mit  dem 
schweizerischen  Verwaltungsverfahren  aufmerksam. Die  mit  der  Be-
schwerde erneut eingereichten medizinischen Kurzberichte und Attes-
te  von  behandelnden  Fachärzten  aus  seinem  Heimatland  befanden 
sich bereits in den Vorakten.

J.
Mit Vernehmlassung vom 28. November 2006 beantragte die IV-Stelle 
die Abweisung der Beschwerde, da sich gegenüber dem Einsprache-
verfahren keine neuen medizinischen Sachverhaltselemente ergeben 
hätten. Die vorgebrachten Leiden würden weder unter dem Gesichts-
punkt der Wiedererwägung noch unter jenem der Neuanmeldung eine 
rentenbegründende Invalidität  begründen,  da dem Beschwerdeführer 
ab dem 1. November 1998 leidensangepasste Verweisungstätigkeiten 
in rentenausschliessender Weise wieder zumutbar seien.

K.
Mit Schreiben vom 19. März 2007 teilte das Bundesverwaltungsgericht 
dem Beschwerdeführer mit, dass es das Verfahren am 1. Januar 2007 
übernommen habe und er ein Zustelldomizil  in der Schweiz bekannt 
zu geben habe. 

L.
Mit Eingabe vom 25. April 2007 gab der Beschwerdeführer ein Zustell-
domizil in der Schweiz bekannt und wiederholte sinngemäss seine bis-
her gestellten Anträge.

M.
Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unter-
lagen wird – soweit erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen 
eingegangen.

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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Das  Bundesverwaltungsgericht  übernimmt,  sofern  es  zuständig 
ist,  die Beurteilung der am 1. Januar 2007 bei den Eidgenössischen 
Rekurs- oder Schiedskommissionen oder bei den Beschwerdediensten 
der Departemente hängigen Rechtsmittel. Die Beurteilung erfolgt nach 
neuem  Verfahrensrecht  (Art. 53  Abs. 2  des  Verwaltungsgerichts-
gesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]).

1.2 Gemäss  Art. 31  VGG in  Verbindung  mit  Art. 33  Bst. d  VGG und 
Art. 69  Abs. 1  Bst. b  des  Bundesgesetzes  über  die  Invaliden-
versicherung  vom  19. Juni  1959  (IVG,  SR 831.20)  beurteilt  das 
Bundesverwaltungsgericht  Beschwerden  von  Personen  im  Ausland 
gegen  Verfügungen  der  IV-Stelle  für  Versicherte  im  Ausland.  Eine 
Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor.

1.3 Im Streit liegt der Einspracheentscheid der IV-Stelle vom 28. April 
2006.  Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  somit  zur  Beurteilung  der 
vorliegenden Beschwerde zuständig.

1.4 Aufgrund  von Art. 3  Bst. dbis des  Bundesgesetzes  über  das  Ver-
waltungsverfahren  vom  20. Dezember  1968  (VwVG,  SR 172.021) 
findet  das  VwVG  keine  Anwendung  in  Sozialversicherungssachen, 
soweit  das  Bundesgesetz  über  den  Allgemeinen  Teil  des  Sozialver-
sicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 (ATSG, SR 830.1) anwendbar 
ist. Gemäss Art. 1 Abs. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG auf 
die  Invalidenversicherung  (Art. 1a-26bis und  28-70  IVG)  anwendbar, 
soweit  das  IVG nicht  ausdrücklich  eine Abweichung vom ATSG vor-
sieht.

1.5 Der Beschwerdeführer ist  durch die angefochtene Verfügung be-
rührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder 
Änderung,  so  dass  er  im  Sinne  von  Art. 59  ATSG  beschwerde-
legitimiert ist.

1.6 Gemäss Art. 60 Abs. 1 ATSG ist die Beschwerde innert 30 Tagen 
nach  Eröffnung  des  Einspracheentscheides  einzureichen. Vorliegend 
datiert der angefochtene Einspracheentscheid vom 28. April 2006, und 

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die  Beschwerde  wurde  am  12. Juni  2006  bei  der  serbischen  Post 
aufgegeben.  Gemäss  der  bei  der  Post  eingeleiteten  Nachforschung 
über  das  Zustellungsdatum des  Einspracheentscheides  konnte  nicht 
mehr  eruiert  werden,  wann  dem  Beschwerdeführer  die  Sendung 
zugestellt  beziehungsweise eröffnet  worden ist. Aus diesen Gründen 
ist  zu Gunsten des Beschwerdeführers davon auszugehen, dass die 
Beschwerde rechtzeitig erhoben worden ist.

1.7 Da die Beschwerde im Übrigen formgerecht (Art. 52 VwVG) einge-
reicht und der Kostenvorschuss fristgerecht geleistet wurde, ist darauf 
einzutreten.

2.
Vorab ist zu prüfen, welche Rechtsnormen im vorliegenden Verfahren 
zur Anwendung gelangen.

2.1 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich im 
Wesentlichen  nach  den  Vorschriften  des  VGG,  des  VwVG  (Art. 37 
VGG)  sowie  des  ATSG.  Dabei  finden  nach  den  allgemeinen  inter-
temporalrechtlichen  Regeln  diejenigen  Rechtssätze  Anwendung, 
welche  im  Zeitpunkt  der  Beschwerdebeurteilung  Geltung  haben 
(BGE 130 V 1 E. 3.2), unter Vorbehalt spezialgesetzlicher Übergangs-
bestimmungen. 

In  materiellrechtlicher  Hinsicht  sind  grundsätzlich  diejenigen Rechts-
sätze  massgebend,  die  bei  der  Erfüllung  des  zu  Rechtsfolgen 
führenden Sachverhalts  Geltung haben (BGE 130 V 329 E. 2.3). Ein 
allfälliger Leistungsanspruch ist für die Zeit vor einem Rechtswechsel 
aufgrund  der  bisherigen  und  ab  diesem  Zeitpunkt  nach  den  neuen 
Normen zu prüfen (pro rata temporis; BGE 130 V 445). 

Nach  der  Rechtssprechung  stellt  das  Sozialversicherungsgericht  bei 
der  Beurteilung  einer  Streitsache  in  der  Regel  auf  den  bis  zum 
Zeitpunkt  des  Erlasses  des  angefochtenen  Verwaltungsaktes  (hier: 
28. April 2006) eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 129 V 1 E. 1.2 mit 
Hinweisen). Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, 
sollen  im  Normalfall  Gegenstand  einer  neuen  Verwaltungsverfügung 
sein (BGE 121 V 362 E. 1b).

2.2 Nach  dem  Zerfall  der  Föderativen  Volksrepublik  Jugoslawien 
blieben  zunächst  die  Bestimmungen  des  Abkommens  zwischen  der 
Schweizerischen  Eidgenossenschaft  und  der  Föderativen  Volks-

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republik  Jugoslawien  über  Sozialversicherung  vom  8. Juni  1962 
(SR 0.831.109.818.1)  für  alle  Staatsangehörigen  des  ehemaligen 
Jugoslawiens anwendbar (BGE 126 V 203 E. 2b, 122 V 382 E. 1, 119 
V  101  E. 3).  Zwischenzeitlich  hat  die  Schweiz  mit  Nachfolgestaaten 
des ehemaligen Jugoslawiens (Kroatien, Slowenien und Mazedonien), 
nicht  aber  mit  Serbien  oder  mit  dem  jüngst  als  Staat  anerkannten 
Kosovo, neue Abkommen über Soziale Sicherheit abgeschlossen. Für 
den Beschwerdeführer als Bürger von Serbien findet demnach weiter-
hin  das  schweizerisch-jugoslawische  Sozialversicherungsabkommen 
vom 8. Juni 1962 Anwendung. Nach Art. 2 dieses Abkommens stehen 
die  Staatsangehörigen  der  Vertragsstaaten  in  ihren  Rechten  und 
Pflichten aus den in Art. 1 genannten Rechtsvorschriften, zu welchen 
die  schweizerische  Bundesgesetzgebung  über  die  Invalidenver-
sicherung gehört, einander gleich, soweit nichts anderes bestimmt ist. 
Die Frage ob, und gegebenenfalls ab wann Anspruch auf Leistungen 
der  IV besteht,  bestimmt sich daher  vorliegend alleine aufgrund der 
schweizerischen Rechtsvorschriften.

Für die Beurteilung des Rentenanspruchs sind daher  – entgegen der 
Auffassung  des  Beschwerdeführers  – Feststellungen  ausländischer 
Versicherungsträger,  Krankenkassen,  Behörden  und  Ärzte  bezüglich 
Invaliditätsgrad  und  Anspruchsbeginn  für  die  rechtsanwendenden 
Behörden  in  der  Schweiz  nicht  verbindlich  (BGE 130  V  253  E.  2.4, 
AHI-Praxis  1996,  S. 179; vgl. auch ZAK 1989 S. 320 E.2). Vielmehr 
unterstehen  auch  aus  dem  Ausland  stammende  Beweismittel  der 
freien  Beweiswürdigung  des  Gerichts  (vgl.  Urteil  des  EVG  vom 
11. Dezember 1981 i.S. D).

2.3 Für das vorliegende Verfahren ist deshalb das per 1. Januar 2003 
in Kraft  getretene ATSG anwendbar. Die darin enthaltenen Formulie-
rungen der  Arbeitsunfähigkeit,  der Erwerbsunfähigkeit,  der Invalidität 
und der Einkommensvergleichsmethode entsprechen ohnehin den bis-
herigen, von der Rechtssprechung dazu entwickelten Begriffen in der 
IV.  Demzufolge  beanspruchen  die  diesbezüglich  schon  herausge-
bildeten  Grundsätze  auch  unter  der  Herrschaft  des  ATSG weiterhin 
Geltung (BGE 130 V 343). Bei den materiellen Bestimmungen des IVG 
und  der  Verordnung  über  die  Invalidenversicherung  vom  17. Januar 
1961 (IVV, SR 831.201) ist vor dem 1. Juni 2002 auf die bis Ende Mai 
2002 gültige Fassung (AS 2000 2685), nachher auf die bis Ende 2002 
gültige  Fassung  (AS  2002  685  und  701),  danach  auf  die  bis  Ende 
2003 gültige Fassung (AS 2002 3371 und 3453), und schliesslich auf 

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die  Fassung  gemäss  den  am  1. Januar  2004  in  Kraft  getretenen 
Änderungen  (4. IV-Revision;  AS 2003  3837)  abzustellen.  Nicht  zu 
berücksichtigen  sind  die  durch  die  5. IV-Revision  eingeführten 
Änderungen,  welche  am  1. Januar  2008  in  Kraft  getreten  sind  (AS 
2007 5129).

3.

3.1 Gemäss  Art. 4  Abs. 1  IVG  in  der  bis  zum  31. Dezember  2002 
gültig  gewesenen  Fassung  beziehungsweise  Art. 8  ATSG  in  Ver-
bindung  mit  Art. 4  Abs. 1  IVG  in  der  seit  1. Januar  2003  gültigen 
Fassung ist Invalidität die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit 
dauernde  ganze  oder  teilweise  Erwerbsunfähigkeit  als  Folge  von 
Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall.

Art. 7  ATSG  definiert  die  Erwerbsunfähigkeit  als  durch  Beein-
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 
verursachten  und  nach  zumutbarer  Behandlung  und  Eingliederung 
verbleibenden  ganzen  oder  teilweisen  Verlust  der  Erwerbsmöglich-
keiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt.

Arbeitsunfähigkeit  ist  die  durch  Beeinträchtigung  der  körperlichen, 
geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise 
Unfähigkeit,  im  bisherigen  Beruf  oder  Aufgabenbereich  zumutbare 
Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit 
in  einem anderen  Beruf  oder  Aufgabenbereich  berücksichtigt  (Art. 6 
ATSG).

3.2 Ein  Anspruch  auf  eine  ganze  Invalidenrente  bestand  gemäss 
Art. 28  Abs. 1  IVG  in  der  bis  zum  31. Dezember  2003  gültig  ge-
wesenen Fassung,  wenn die versicherte Person mindestens zu zwei 
Dritteln,  derjenige  auf  eine  halbe  Rente,  wenn  sie  mindestens  zur 
Hälfte und derjenige auf  eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 
40% invalid war. Seit dem 1. Januar 2004 besteht Anspruch auf eine 
ganze Invalidenrente bei einem IV-Grad von mindestens 70%, auf eine 
Dreiviertelsrente  bei  mindestens  60%,  auf  eine  halbe  Rente  bei 
mindestens  50%  sowie  auf  eine  Viertelsrente  bei  mindestens  40% 
(Art. 28 Abs. 1 IVG [4. IV-Revision]). 

Gemäss  Art. 28  Abs. 1ter IVG  (in  den  bis  zum  31. Dezember  2007 
gültig gewesenen Fassungen) werden Renten, die einem Invaliditäts-
grad  von  weniger  als  50%  entsprechen,  nur  an  Versicherte  ausge-

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richtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) 
in der Schweiz haben. Nach der bundesgerichtlichen Rechtssprechung 
stellt  Art. 28  Abs. 1ter IVG  nicht  eine  blosse  Auszahlungsvorschrift, 
sondern  eine  besondere  Anspruchsvoraussetzung  dar  (BGE  121  V 
264 E. 6c). Eine Ausnahme von diesem Prinzip gilt  seit  dem 1. Juni 
2002  für  Schweizer  Bürger  und  Staatsangehörige  der  Europäischen 
Gemeinschaft.  Diesen  Personen  wird  bei  einem  Invaliditätsgrad  ab 
40%  eine  Rente  ausgerichtet,  wenn  sie  in  einem  Mitgliedstaat  der 
Europäischen Gemeinschaft Wohnsitz haben (BGE 130 V 253 E. 2.3 
und 3.1). 

3.3 Für  die  Bestimmung  des  Invaliditätsgrades  wird  das  Erwerbs-
einkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und 
nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein-
gliederungsmassnahmen durch eine ihr  zumutbare Tätigkeit  bei  aus-
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (so genanntes Invaliden-
einkommen),  in  Beziehung gesetzt  zum Erwerbseinkommen, das sie 
erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (so genanntes 
Valideneinkommen; Art. 16 ATSG).

Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und 
im Beschwerdeverfahren das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die 
der Arzt und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben.

Aufgabe des Arztes ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und 
dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher 
Tätigkeiten  der  Versicherte  arbeitsunfähig  ist.  Im  Weiteren  sind  die 
ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen dem Versicherten konkret noch zuge-
mutet werden können. Es sind demnach nicht nur die Erwerbsmöglich-
keiten  im  angestammten  Beruf,  sondern  auch  in  zumutbaren  Ver-
weisungstätigkeiten zu prüfen (BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c 
mit Hinweisen; ZAK 1991 S. 319 E. 1c).

Nicht als Folgen eines Gesundheitsschadens und damit invalidenver-
sicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkungen der Er-
werbsfähigkeit,  welche  die  versicherte  Person  bei  Aufbietung  allen 
guten Willens,  die  verbleibende Leistungsfähigkeit  zu  verwerten,  ab-
wenden könnte (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen). Aufgrund des im 
gesamten  Sozialversicherungsrecht  geltenden  Grundsatzes  der 
Schadenminderungspflicht  ist  ein  in  seinem  bisherigen  Tätigkeits-

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bereich  dauernd  arbeitsunfähiger  Versicherter  gehalten,  innert 
nützlicher Frist Arbeit in einem anderen Berufs- oder Erwerbszweig zu 
suchen und anzunehmen, soweit sie möglich und zumutbar erscheint 
(BGE 113 V 28 E. 4a, 111 V 239 E. 2a). 

Deshalb ist es am behandelnden Arzt bzw. am Vertrauensarzt einer IV-
Stelle zu entscheiden, in welchem Ausmass ein Versicherter seine ver-
bliebene  Arbeitsfähigkeit  bei  zumutbarer  Tätigkeit  und  zumutbarem 
Einsatz auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt verwerten kann. Diese 
so genannte Verweisungstätigkeit hat sich der Versicherte anrechnen 
zu  lassen  (leidensangepasste  Verweisungstätigkeit;  ZAK 1986 
S. 204 f.).

3.4 Die  Verwaltung  und  im  Beschwerdefall  das  Gericht  haben  die 
medizinischen  Unterlagen  nach  dem  Grundsatz  der  freien  Beweis-
würdigung – wie alle anderen Beweismittel  – frei,  d.h. ohne Bindung 
an  förmliche  Beweisregeln,  sowie  umfassend  und  pflichtgemäss  zu 
würdigen. Dies  bedeutet  für  das  Gericht,  dass  es  alle  Beweismittel, 
unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu 
entscheiden  hat,  ob  die  verfügbaren  Unterlagen  eine  zuverlässige 
Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere 
darf  es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess  nicht  erledigen,  ohne  das  gesamte  Beweismaterial  zu  wür-
digen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf 
die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes 
eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 
Belange umfassend ist,  auf  allseitigen Untersuchungen beruht,  auch 
die  geklagten Beschwerden berücksichtigt,  in  Kenntnis  der  Vorakten 
(Anamnese)  abgegeben  worden  ist,  in  der  Darlegung  der  medizini-
schen  Zusammenhänge  und  in  der  Beurteilung  der  medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder 
des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist 
grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die 
Bezeichnung der  eingereichten oder  in  Auftrag gegebenen Stellung-
nahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a, BGE 122 V 
157 E. 1c).

3.5 Anspruch auf eine ordentliche Rente haben gemäss Art. 36 Abs. 1 
IVG (in  der  bis  31. Dezember  2007  gültig  gewesenen  Fassung)  die 
rentenberechtigten Versicherten, die bei Eintritt der Invalidität während 
mindestens  eines  vollen  Jahres  Beiträge  an  die  schweizerische 

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Sozialversicherung geleistet haben. Meldet sich ein Versicherter mehr 
als  zwölf  Monate nach Entstehen des Anspruchs an,  so werden die 
Leistungen in Abweichung von Artikel 24 Absatz 1 ATSG lediglich für 
die zwölf der Anmeldung vorangehenden Monate ausgerichtet (Art. 48 
Abs. 2 IVG [in der bis 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Fassung]).

3.6 Wurde  eine  Rente  wegen  eines  zu  geringen  Invaliditätsgrades 
verweigert, so wird nach Art. 87 Abs. 4 der Verordnung vom 17. Januar 
1961  über  die  Invalidenversicherung  (IVV,  SR  831.201)  eine  neue 
Anmeldung  nur  geprüft,  wenn  die  Voraussetzungen  gemäss  Abs. 3 
dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaub-
haft  zu  machen,  dass  sich  der  Grad der  Invalidität  der  versicherten 
Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt 
die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache mate-
riell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten 
Person glaubhaft  gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch 
tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei 
einem Revisionsfall  nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (vgl. dazu 
BGE 130 V 71; AHI 1999 S. 83 E. 1b mit  Hinweisen). Stellt  sie fest, 
dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Ver-
fügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch 
ab. Andernfalls hat sie zunächst  noch zu prüfen, ob die festgestellte 
Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invali-
dität  zu  bejahen,  und  hernach  zu  beschliessen.  Im  Beschwerdefall 
obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 
130 V 71 E. 3.2.2 f.).

3.7 Wird vom Zeitpunkt des Verfügungserlasses an rückwirkend eine 
Rente  zugesprochen  und  diese  für  eine  weitere  Zeitspanne  gleich-
zeitig  herabgesetzt  oder  aufgehoben,  so  sind  nach  der  Rechtspre-
chung des Eidgenössischen Versicherungsgerichtes die für  die  Ren-
tenrevision geltenden Bestimmungen analog anwendbar (BGE 121 V 
264 E. 6b/dd mit Hinweis; AHI 2002 S. 64 E. 1; vgl. auch BGE 131 V 
164  E. 2.2).  Demnach  wird  die  Rente  von  Amtes  wegen  oder  auf 
Gesuch hin  für  die  Zukunft  entsprechend  erhöht,  herabgesetzt  oder 
aufgehoben  sofern  sich  der  Invaliditätsgrad  einer  Rentenbezügerin 
oder  eines  Rentenbezügers  erheblich  ändert  (Art. 17  Abs. 1  ATSG). 
Gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV ist bei einer Verbesserung der Erwerbs-
fähigkeit die anspruchsbeeinflussende Änderung für die Herabsetzung 
oder  Aufhebung  der  Leistung  von  dem  Zeitpunkt  an  zu  berücksich-
tigen,  in  dem  angenommen  werden  kann,  dass  sie  voraussichtlich 

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längere  Zeit  dauern  wird.  Sie  ist  in  jedem  Fall  zu  berücksichtigen, 
nachdem  sie  ohne  wesentliche  Unterbrechung  drei  Monate  ange-
dauert  hat  und  voraussichtlich  weiterhin  andauern  wird.  Antizipierte 
Invaliditätsschätzungen  mit  in  die  Zukunft  gerichteten  Rentenherab-
setzungen und/oder -befristungen sind im Bereiche der Invalidenver-
sicherung unzulässig (BGE 131 V 164 E. 2.3.3).

3.8 Gemäss  Art. 53  Abs. 2  ATSG kann  der  Versicherungsträger  auf 
formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurück-
kommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichti-
gung von erheblicher Bedeutung ist. Eine zweifellose Unrichtigkeit liegt 
nicht nur vor, wenn die in Wiedererwägung zu ziehende Verfügung auf 
Grund  falscher  oder  unzutreffender  Rechtsregeln  erlassen  wurde, 
sondern auch, wenn massgebliche Bestimmungen nicht oder unrichtig 
angewandt wurden (BGE 126 V 399 E. 2a/bb). Die Unrichtigkeit kann 
sich  sowohl  auf  die  Rechtsanwendung  als  auch  auf  die  Sachver-
haltsfeststellung beziehen (BGE 127 V 10 E. 4b), nicht aber auf eine 
unzutreffende  Ermessensbetätigung  (THOMAS LOCHER,  Grundriss  des 
Sozialversicherungsrechts,  3. A.  Bern  2003,  S. 470  Rz. 16).  Ein 
gerichtlich  durchsetzbarer  Anspruch  auf  Wiedererwägung  besteht 
gemäss  Art. 53  Abs. 2  ATSG  nicht;  das  Zurückkommen  auf  formell 
rechtskräftige  Verfügungen  oder  Einspracheentscheide  beim  Fehlen 
eigentlicher  Revisionsgründe  liegt  im  Ermessen  des  Versicherungs-
trägers (BGE 133 V 50 E. 4.1).

4.
Nach  Feststellung  der  IV-Stelle  hätte  der  Beschwerdeführer  vom 
23. August 1996 bis 31. Juli 1998 Anspruch auf eine befristete Rente 
gehabt. Die Parteien stimmen darin überein, dass die Verfügung vom 
15. Juni  2001  diesbezüglich  zweifellos  unrichtig  war.  Streitig  und  in 
einem  ersten  Schritt  zu  prüfen  ist,  ob  unter  dem  Titel  der  Wieder-
erwägung  eine  befristete  Rente  für  diese  Zeit  nachträglich  zuzu-
sprechen ist.

4.1 Art. 85 Abs. 1 Satz 1 IVV verweist für die Nachzahlung von Tag-
geldern, Renten und von Hilflosenentschädigungen auf Art. 77 AHVV. 
Nach  dieser  sinngemäss  anwendbaren  Bestimmung  kann,  wer  eine 
ihm  zustehende  Rente  nicht  bezogen  oder  eine  niedrigere  Rente 
erhalten hat, als er zu beziehen berechtigt war, den ihm zustehenden 
Betrag von der Ausgleichskasse nachfordern. Vorbehalten bleiben die 
Verjährungsbestimmungen. Demgegenüber  bestimmt Art. 88bis Abs. 1 

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Bst. c  IVV,  dass  die  Erhöhung  der  Renten  und  Hilflosenentschädi-
gungen bei einem zweifellos unrichtigen Beschluss der IV-Stelle zum 
Nachteil  des  Versicherten  frühestens  von  dem  Monat  an  erfolgt,  in 
dem  der  Mangel  entdeckt  wurde.  Sofern  der  zur  Wiedererwägung 
führende  Fehler  einen  spezifisch  invalidenversicherungsrechtlichen 
Gesichtspunkt betrifft, geht Art. 88bis Abs. 1 Bst. c IVV als Sonderregel 
der Grundregel  von Art. 85 Abs. 1 IVV vor (BGE 129 V 433 E. 5.2). 
Obwohl  sich  Art. 88bis Abs. 1  Bst. c  IVV  dem Wortlaut  nach  nur  auf 
laufende  Renten  oder  Hilflosenentschädigungen  bezieht,  ist  diese 
Bestimmung  nach  der  Rechtsprechung  auch  anwendbar,  wenn  sich 
die  Abweisung eines  Leistungsbegehrens nachträglich  als  zweifellos 
unrichtig  erweist  (BGE 110 V 291  E. 3d; vgl.  auch BGE 129 V 433 
E. 5).

4.2 Entscheidend  für  eine  wiedererwägungsweise  nachträgliche 
Zusprechung einer befristeten Rente ist  somit,  wann der Mangel der 
formell rechtskräftigen Verfügung entdeckt wurde bzw. als entdeckt zu 
gelten hat. Nach der mit BGE 110 V 291 begründeten Rechtsprechung 
ist der Zeitpunkt massgebend, in welchem die Verwaltung vom Mangel 
Kenntnis erhalten hat, was nicht voraussetzt, dass die Unrichtigkeit der 
Verfügung – allenfalls nach Vornahme ergänzender Abklärungen – mit 
Sicherheit  feststeht.  Vielmehr  genügt  es,  dass  die  Verwaltung  – 
aufgrund eines Wiedererwägungsgesuches oder von Amtes wegen – 
Feststellungen  getroffen  hat,  die  das  Vorliegen  eines  relevanten 
Mangels  als  glaubhaft  oder  wahrscheinlich  erscheinen  lassen.  Mit 
BGE 129 V 433 hat  das  Eidgenössische Versicherungsgericht  diese 
Rechtsprechung  insoweit  präzisiert,  als  der  Mangel  bereits  in  dem 
Zeitpunkt als entdeckt zu gelten hat, in welchem das Vorliegen eines 
relevanten  Mangels  als  wahrscheinlich  erschien  und  die  Verwaltung 
damit ausreichend Anlass gehabt hätte, von Amtes wegen Abklärun-
gen zu treffen  oder  der  Versicherte  ein  Revisionsgesuch eingereicht 
hat,  das die Verwaltung zum Tätigwerden und weiteren Abklärungen 
verpflichtet hätte (BGE 129 V 433 E. 6.4). 

4.3 Da der zur Wiedererwägung führende Fehler im vorliegenden Fall 
bei der Beurteilung eines spezifisch invalidenversicherungsrechtlichen 
Gesichtspunktes,  namentlich  bei  der  fehlerhaften  Bemessung  des 
Invaliditätsgrades, unterlaufen ist, findet die Bestimmung des Art. 88bis 

Abs. 1 Bst. c IVV Anwendung.

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4.4 Die  IV-Stelle  macht  geltend,  der  Zeitpunkt  der  Entdeckung  des 
Mangels im Sinne von Art. 88bis Abs. 1 Bst. c IVV sei vorliegend der 
Zeitpunkt  der  Einreichung  des  neuen  Leistungsgesuches.  Da  zu 
diesem Zeitpunkt,  dem 24. September 2002, die invaliditätsmässigen 
Voraussetzungen  jedoch  nicht  mehr  vorgelegen  hätten,  sei  die  Be-
schwerde abzuweisen. 

4.5 Die  wiedererwägungsweise  festgestellte  rentenbegründende 
Invalidität betrifft den Zeitraum vom 23. August 1996 bis 31. Juli 1998. 
Daher kann vorliegend offen bleiben, ob die zweifellose Unrichtigkeit 
der  Verfügung  vom 15. Juni  2001  erst  im  Zeitpunkt  der  Einreichung 
des neuen Leistungsgesuches durch den Beschwerdeführer (somit am 
24. September  2002)  oder  bereits  zu  einem  früheren  Zeitpunkt 
(namentlich  zwischen  dem  16. Juni  2001  und  dem  23. September 
2002) als entdeckt gelten konnte, da der theoretisch frühestmögliche 
Zeitpunkt der Ausrichtung der Invalidenrente gemäss Art. 88bis Abs. 1 
Bst. c IVV (Wirkung ex nunc ab Entdeckung des Rechtsanwendungs-
fehlers) der 16. Juni 2001 darstellt.

4.6 Somit besteht vorliegend kein Anspruch auf Nachzahlung der zu 
Unrecht  nicht  zugesprochenen  befristeten  Rente  für  die  Zeit  vom 
23. August 1996 bis 31. Juli 1998. In diesem Punkt ist die Beschwerde 
abzuweisen (BGE 135 V 141 E. 1.4).

5.
Streitig  und  in  einem  zweiten  Schritt  zu  beurteilen  ist,  ob  und  ge-
gebenenfalls  seit  wann  (frühestens  ab  dem  24. September  2001 
[12 Monate vor Eingang des Leistungsbegehrens; vgl. E. 3.5 hiervor]) 
und  in  welchem Umfang  der  Beschwerdeführer  unter  dem  Titel  der 
Neuanmeldung Anspruch auf eine Invalidenrente hat.

5.1 Der angefochtene Einspracheentscheid der IV-Stelle vom 28. April 
2006 stützt sich im Wesentlichen auf die Stellungnahmen von Dr. med. 
D._______  des  IV-ärztlichen  Dienstes  (act.  183,  184  und  189).  Die 
Arbeitsunfähigkeit  des  Beschwerdeführers  in  Verweisungstätigkeiten 
wurde ab dem 18. April 1992 auf 100%, ab dem 1. November 1995 auf 
30%, ab dem 23. August 1996 auf 100% und seit dem 1. August 1998 
auf 37% festgesetzt (act. 184 und 195).

Anlässlich  seiner  Beurteilung  lagen  Dr. med. D._______ diverse  Be-
richte und medizinische Dokumente aus der Zeit  vom 18. April  1992 
bis 10. November 2004 vor. Der zeitlich jüngste umfassende medizini-

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sche Bericht stammt aus dem Heimatland des Beschwerdeführers und 
datiert  vom  23. November  1999  (act. 150).  Dem  Beschwerdeführer 
wurde eine Arbeitsunfähigkeit von 80% in seiner bisherigen in Serbien 
ausgeübten  Tätigkeit  als  Landwirt  attestiert.  Zur  Arbeitsfähigkeit  in 
einer leidensangepassten Tätigkeit äussert sich dieser Bericht hinge-
gen nicht. Bei den übrigen medizinischen Unterlagen neueren Datums 
handelt  es  sich  um  Kurzatteste  von  behandelnden  Fachärzten  aus 
dem Heimatland  des Beschwerdeführers,  welche sich  nur  stichwort-
artig zu den Diagnosen und zu den Auswirkungen auf die Arbeitsfähig-
keit des Beschwerdeführers äussern (act. 177 und 187): 

- Dr. F._______, Urologe, stellte in seinem Bericht vom 10. November 
2004  die  Diagnosen  "Prostatis  chr."  sowie  "Pseudoneurasthenia" 
und hielt fest, dass A._______ "inapte au travail durablement" sei.

- Dr. G._______,  Orthopäde,  stellte  in  seinem Bericht  vom 10. No-
vember 2004 fest, dass A._______ "inapte au travail" sei.

Zu  seinen  Schlussfolgerungen  gelangte  Dr. med. D._______  im We-
sentlichen gestützt auf die kreisärztliche Untersuchung der SUVA vom 
10. Juli  1998 (act. 171). Dieser  Bericht,  welcher  der  IV-Stelle  bereits 
vor Erlass der ersten und als zweifellos unrichtig erkannten Verfügung 
vom 15. Juni  2001 vorgelegen hatte,  wurde  rund 8 Jahre  vor  Erlass 
des Einspracheentscheides erstellt. Da die tatsächlichen Verhältnisse 
im Zeitpunkt  des angefochtenen Einspracheentscheides massgeblich 
sind (vgl. E. 2.1 hiervor),  erlaubt die kreisärztliche Untersuchung der 
SUVA  vom  10. Juli  1998  keine  Aussagen  über  den  Gesundheits-
zustand und eine allfällige Einschränkung der Arbeits-  und Erwerbs-
fähigkeit  während  der  relevanten  Zeitspanne.  Überdies  erlaubt  die 
kreisärztliche  Untersuchung  der  SUVA  auch  keine  abschliessende 
Prüfung der Arbeitsunfähigkeit unter IV-rechtlichen Gesichtspunkten.

5.2 Hinzu kommt, dass die IV-Stelle aufgrund von Beurteilungsschwie-
rigkeiten des aktuellen Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers 
bereits  im  Jahre  2003  gestützt  auf  Stellungnahmen  ihres  ärztlichen 
Dienstes die erneute Durchführung einer medizinischen Begutachtung 
als  notwendig  erachtet  hat  (act. 184).  Gemäss  Dr. med.  D._______ 
sollte  diese  Untersuchung  in  der  Schweiz  stattfinden,  während 
Dr. E._______  eine  medizinischen  Untersuchung  des  Beschwerde-
führers  in  seinem Heimatland als  genügend erachtete  (act. 181 und 
182). 

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Aktenkundig ist das Schreiben vom 16. Januar 2004 der IV-Stelle, mit 
welchem sie den heimatlichen Versicherungsträger des Beschwerde-
führers um Zustellung neuer ärztlicher Unterlagen betreffend orthopä-
dische  Untersuchung,  Anamnese,  Krankheitsverlauf,  aktueller  Ge-
sundheitszustand, Diagnose, Prognose, Therapie und Arbeitsunfähig-
keit (in %) bat und darauf hinwies, dass die Kosten für die Konsulta-
tionen gemäss dem Tarif der Sozialversicherung des Wohnsitzstaates 
vergütet  würden (act. 186). Solche medizinischen Unterlagen hat  die 
IV-Stelle in der Folge jedoch nie erhalten. Der Beschwerdeführer hat 
zwar noch ärztliche Berichte neueren Datums eingereicht. Diese Kurz-
atteste  von  behandelnden  Fachärzten  aus  dem Heimatland  äussern 
sich  jedoch nur stichwortartig  zu den Diagnosen und attestieren die 
vom Beschwerdeführer vorgebrachte Arbeitsunfähigkeit  (act. 177 und 
187). Sie genügen den Anforderungen an einen beweiskräftigen Arzt-
bericht zweifellos nicht (vgl. E. 3.4 hiervor). Trotz mehrfacher Anfrage 
durch die IV-Stelle hat Dr. med. D._______ die erforderlichen medizini-
schen  Untersuchungen  nicht  bezeichnet  (act. 183  und  184).  Dieses 
Versäumnis sowie die Frage, weshalb die IV-Stelle in der Folge auf die 
als notwendig erachtete Durchführung einer medizinischen Begutach-
tung  des  Beschwerdeführers  verzichtet  hat,  ist  aufgrund  der  Akten 
nicht nachvollziehbar. 

5.3 Aufgrund der dem Gericht vorliegenden medizinischen Unterlagen 
lässt  sich  somit  nicht  beurteilen,  ob,  seit  wann  (frühestens  ab  dem 
24. September  2001)  und  in  welchem  Umfang  Anspruch  auf  eine 
Invalidenrente besteht. Die IV-Stelle ist ihrer Verpflichtung, den Sach-
verhalt  von Amtes wegen zu ermitteln, nicht nachgekommen (Art. 43 
Abs. 1 ATSG). Der medizinische Sachverhalt erweist sich demnach als 
ungenügend  abgeklärt.  Der  angefochtene  Einspracheentscheid  ist 
deshalb aufzuheben und die Sache an die IV-Stelle für Versicherte im 
Ausland zurückzuweisen, damit sie den rechtserheblichen Sachverhalt 
vollständig  abkläre  (Durchführung  einer  umfassenden  medizinischen 
Untersuchung  des  Beschwerdeführers)  und  anschliessend  über  den 
Rentenanspruch neu verfüge (Art 61 Abs. 1 VwVG).

6.
Hinzuweisen bleibt im Übrigen auf die Unstimmigkeit zwischen der im 
angefochtenen  Einspracheentscheid  festgestellten  Arbeitsunfähigkeit 
in Verweisungstätigkeiten (37% seit 1. August 1998; vgl. act. 195), der 
Bemessung der Invalidität (act. 154) und der Schlussfolgerung im Ein-
spracheentscheid,  dass  seit  dem  1. August  1998  keine  rentenbe-

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gründende Invalidität  mehr  vorliegen würde ([3'241  –  1'620 x 100]  : 
3'241  =  50.01%). Die  Beurteilung der  Fragen,  ob es  sich  dabei  um 
einen Redaktions- oder Rechnungsfehler der IV-Stelle handelt und der 
von  der  IV-Stelle  vorgenommene  Einkommensvergleich  (effektiver 
Validenlohn  verglichen  mit  Invalidenlohn  gemäss  Tabelle  13  der 
statistischen Angaben der  Lohn-  und Gehaltserhebung vom Oktober 
1991 des BIGA) sowie der auf 10% festgesetzte so genannt leidens-
bedingte  Abzug zutreffend sind,  kann bei  diesem Ausgang des Ver-
fahrens (vgl. E. 5.5 hiervor) jedoch offen bleiben.

7.
Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige 
Parteientschädigung.

7.1 Das  Bundesverwaltungsgericht  auferlegt  gemäss  Art. 63  Abs. 1 
VwVG die  Verfahrenskosten in  der  Regel  der  unterliegenden  Partei. 
Eine Rückweisung gilt  praxisgemäss als  Obsiegen des Beschwerde-
führers  (BGE 132 V 215 E. 6). Den Vorinstanzen werden keine Ver-
fahrenskosten auferlegt (Art. 63 Abs. 2 VwVG). Im Übrigen geht es im 
vorliegenden  Verfahren  um  die  Bewilligung  bzw.  Verweigerung  von 
Versicherungsleistungen, weshalb gemäss den bis zum 30. Juni 2006 
geltenden und nach der Praxis des Bundesverwaltungsgerichts für die 
hängigen  Beschwerden gegen IV-Einspracheentscheide auch weiter-
hin  anwendbaren  Bestimmungen  keine  Verfahrenskosten  erhoben 
werden (Art. 69 Abs. 2 IVG in Verbindung mit Art. 85bis Abs. 2 AHVG).

7.2 Dem teilweise obsiegenden Beschwerdeführer, der sich in Serbien 
anwaltlich vertreten liess, ist für die notwendigen und verhältnismässig 
hohen  Kosten,  eine  Parteientschädigung  zuzusprechen.  Die  Ent-
schädigung  seines  Rechtsvertreters  wird  mangels  Einreichung  einer 
Kostennote unter Berücksichtigung des gebotenen und aktenkundigen 
Anwaltsaufwandes (inklusive pauschalem Auslagenersatz und allfälli-
ger  Abgaben)  auf  Fr. 1'000.-  festgesetzt  (Art. 64  Abs. 1  VwVG  und 
Art. 7  bis  10 sowie  Art. 14  Abs. 2  des  Reglements  vom 21. Februar 
2008  über  die  Kosten  und  Entschädigung  vor  dem  Bundesver-
waltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

Seite 19

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die  Beschwerde  wird  betreffend  Anspruch  auf  Nachzahlung  der 
befristeten Rente für die Zeit  vom 23. August 1996 bis 31. Juli  1998 
abgewiesen (E. 4.6).

2.
Die  Beschwerde  wird  insoweit  gutgeheissen,  als  der  angefochtene 
Einspracheentscheid  vom  28. April  2006 aufgehoben und die  Sache 
mit der Weisung an die Vorinstanz zurückgewiesen wird, die erforderli-
che  medizinische  Begutachtung  im  Sinne  der  Erwägungen  durch-
führen  zu  lassen  und  anschliessend  in  der  Sache  neu  zu  verfügen 
(E. 5.3).

3.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

4.
Die  Vorinstanz  wird  verpflichtet,  dem Beschwerdeführer  eine  Partei-
kostenentschädigung von Fr. 1'000.- zu bezahlen.

5.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Michael Peterli Lucie Schafroth

Seite 20

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit 
Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten. Der  an-
gefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die 
beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

Versand: 

Seite 21