# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** de8a193d-a002-5be1-b5d9-cfd26b31ab24
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-12-16
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 16.12.2014 S 2014 78
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2014-78_2014-12-16.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT
DES KANTONS GRAUBÜNDEN

S 14 78

3. Kammer als Versicherungsgericht

bestehend aus

Verwaltungsrichter Stecher als Vorsitzender, 

Verwaltungsrichterin Moser und Verwaltungsrichter Audétat, 

Aktuarin ad hoc Lazzarini

URTEIL
vom 16. Dezember 2014

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Thomas Hess, 

Beschwerdeführerin

gegen 

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden, 

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach IVG

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1. Am 10. Februar 2012 stürzte A._____, Jahrgang 1950, beim Aussteigen 

aus einem Sessellift. Aufgrund der auf diesen Unfall zurückführenden Rü-

ckenschmerzen wurde sie ab dem 16. Februar 2012 arbeitsunfähig. Die 

unfallbedingten Beschwerden klangen zwar bis Ende Mai 2012 ab, zurück 

blieben jedoch belastungsabhängige Schmerzen wegen schwerer dege-

nerativer Veränderungen. Das langjährige Arbeitsverhältnis bei B._____ 

wurde infolge der andauernden Arbeitsunfähigkeit am 27. November 2012 

per 28. Februar 2013 aufgelöst.

2. Am 28. Oktober 2012 meldete sich A._____ bei der IV-Stelle des Kantons 

Graubünden (nachfolgend IV-Stelle) zwecks Abklärung eines Rentenan-

spruchs bzw. zwecks Einleitung beruflicher Integrationsmassnahmen an. 

Die durch Dr. med. C._____ vom Regionalen Ärztlichen Dienst (nachfol-

gend RAD) vorgenommenen Abklärungen ergaben dabei, dass bei 

A._____ wegen ihrem erheblichen Rückenleiden und der damit verbun-

denen reduzierten Belastbarkeit auf Dauer eine Arbeitsunfähigkeit über 

100 % in ihrem angestammten Beruf als Pflegefachfrau bestehe. Mit Vor-

bescheid vom 16. Januar 2014 verfügte die IV-Stelle für A._____ bei ei-

nen Invaliditätsgrad von 63 % eine Dreiviertelsrente ab 1. Mai 2013.

3. In der Folge nahm A._____ mehrmals telefonischen Kontakt mit der IV-

Stelle auf und meldete, dass sie in einer adaptierten Tätigkeit voll arbeits-

fähig sei. Die IV-Stelle hielt hingegen an ihrem Entscheid fest, da A._____ 

bald 64-jährig sei und ihr deswegen eine adaptierte Tätigkeit nicht mehr 

zugemutet werden könne. Daraufhin wendete sich A._____ am 13. Fe-

bruar 2014 schriftlich an die IV-Stelle und hielt fest, sie glaube nicht, dass 

sie ein Anrecht auf eine Rente habe. Gemäss Arztzeugnis von PD Dr. 

med. D._____ vom 15. Juli 2013 sei sie seit dem 19. August 2013 in einer 

Tätigkeit mit wechselseitiger Belastung zu 100 % arbeitsfähig. Dies 

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bestätige auch ihr Hausarzt Dr. med. E._____. Vor diesem Hintergrund 

sei eine Neubeurteilung ihres Falles sinnvoll.

4. Mit Verfügung vom 28. April 2014 hielt die IV-Stelle an ihrem Vorbescheid 

fest und sprach A._____ bei einem Invaliditätsgrad von 63 % rückwirkend 

ab 1. Mai 2013 eine monatliche Invalidenrente über Fr. 1'481.-- zu. Zur 

Begründung führte die IV-Stelle an, sie sei seit dem Unfall vom 10. Fe-

bruar 2012 in ihrer Arbeitsfähigkeit erheblich eingeschränkt. Gemäss Ab-

klärungsergebnis würde sie ohne Gesundheitsschaden weiterhin ihrer 

Tätigkeit als dipl. Pflegefachfrau HF zu einem Pensum von 60 % nachge-

hen, wobei die restlichen 40 % in den Aufgabenbereich Haushalt entfallen 

würden. Aus ärztlicher Sicht könne A._____ die Ausübung einer Erwerbs-

tätigkeit jedoch nicht zugemutet werden, weshalb eine vollständige Ar-

beitsunfähigkeit für diesen Bereich bestehe. Die IV-Stelle nahm darüber 

hinaus zum Einwand vom 13. Februar 2014 Stellung und hielt fest, ihr sei 

bekannt, dass die Ärzte eine volle Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten 

Tätigkeit attestieren würden. Die Ausübung einer anderen Arbeit könne 

ihr jedoch nicht mehr zugemutet werden, weil sie kurz vor dem AHV-Alter 

stehe und ihre erlernte Tätigkeit bereits über Jahre hinweg ausgeübt ha-

be. Deswegen halte die IV-Stelle am getroffenen Vorbescheid fest und die 

bereits erbrachten Leistungen seien zu verrechnen.

5. Weil die IV-Stelle A._____ in der Verfügung vom 28. April 2014 eine Drei-

viertelsrente über monatlich Fr. 1'481.-- zusprach, verfügte die Arbeitslo-

senkasse am 30. April 2014, dass die durch sie entrichteten Leistungen 

für die Monate Juli 2013 bis März 2014 im Umfang von Total Fr. 

23'914.20 zurückgefordert würden. Ein Teil der zuviel ausbezahlten Leis-

tungen der Arbeitslosenkasse im Betrag von Fr. 13'069.75 würde im 

Rahmen der Rückforderung direkt mit den Leistungen der IV-Stelle ver-

rechnet. Maximal Fr. 10'844.45 würden mit allfälligen Leistungen des Ver-

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sicherers der beruflichen Vorsorge verrechnet, wobei der definitive Betrag 

dann eruiert würde, wenn der Rentenbeginn und die Rentenhöhe der 

Pensionskasse bekannt seien. Die Arbeitslosenkasse begründete ihren 

Anspruch damit, dass keine Arbeitslosenentschädigung ausbezahlt wer-

den könne, weil A._____ zu 100 % in ihrer Erwerbsfähigkeit einge-

schränkt sei. Die rückwirkende Zusprache der Invalidenrente ab 1. Mai 

2013 an A._____ führe ferner dazu, dass die IV-Stelle am 28. April 2014 

eine Neuberechnung der monatlichen Altersrente für ihren Ehemann ver-

füge. Die beiden Renten seien im Verhältnis ihrer Anteile an der Summe 

der Grundrenten zu kürzen, da nun beide Ehegatten rentenberechtigt sei-

en und die Summe beider Renten des Ehepaares maximal 150 % des 

Höchstbetrages der Altersrente betragen dürfe.

6. Gegen die sie betreffende Verfügung erhob A._____ (nachfolgend Be-

schwerdeführerin) mit Eingabe vom 27. Mai 2014 Beschwerde beim Ver-

waltungsgericht und beantragte, die Verfügung vom 28. April 2014 sei 

aufzuheben. Darüber hinaus verlangte sie, die IV-Stelle sei anzuweisen, 

den Austritt aus der  Arbeitslosenkasse rückgängig zu machen. Die An-

träge begründete sie im Wesentlichen damit, dass die IV-Stelle mit Verfü-

gung vom 28. April 2014 rückwirkend ab dem 1. Mai 2013 gegen ihren 

Willen und aufgrund ihres Alters eine Rente verfügt habe. Sie sei in einer 

adaptierten Tätigkeit trotz ihres Alters voll arbeitsfähig und vermittlungs-

fähig, weshalb die Verwertbarkeit ihrer Arbeitsfähigkeit invalidenversiche-

rungsrechtlich gegeben sei. Die sie behandelnden Ärzte PD Dr. med. 

D._____ und Dr. med. E._____ würden bestätigen, dass sie spätestens 

ab 19. August 2013 für eine ihrer Behinderung angepasste Tätigkeit voll 

arbeitsfähig sei. Vor diesem Hintergrund seien sowohl die von der Ar-

beitslosenkasse verfügte Rückforderung und Verrechnung der bisher er-

brachten Leistungen per Datum der Rentenzusprache als auch die von 

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der IV-Stelle vorgenommene Kürzung der Grundrente ihres Ehemannes 

nicht rechtens.

7. In der Vernehmlassung vom 26. Juni 2014 beantragte die IV-Stelle (nach-

folgend Beschwerdegegnerin), auf das zweite Rechtsbegehren der Be-

schwerdeführerin sei nicht einzutreten, weil das Rechtsverhältnis zwi-

schen der  Arbeitslosenkasse und der Beschwerdeführerin nicht Gegen-

stand der angefochtenen Verfügung bilde. Zudem sei die Sache nicht zu 

ergänzender oder weiterer Abklärung und neuer Entscheidung an die Be-

schwerdegegnerin zurückzuweisen. Zur Begründung führte die Be-

schwerdegegnerin im Wesentlichen aus, im vorliegenden Fall sei einzig 

zu prüfen, ob der Beschwerdeführerin ab 1. Mai 2013 rückwirkend eine 

Dreiviertelsrente zustehe. Dabei sei die Einschränkung der Beschwerde-

führerin im Erwerbsbereich v.a. mit Blick auf ihr Alter zu beurteilen, denn 

im vorliegenden Fall sei fraglich, ob sie ihre medizinisch-theoretische Ar-

beitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt verwerten könne. Da 

eine Gutheissung der Beschwerde für die Beschwerdegegnerin keine 

nachteiligen Folgen habe, verzichte sie in Bezug auf den zu beurteilenden 

Rentenanspruch auf die Stellung eines Rechtsbegehrens.

8. In der Replik vom 10. Juli 2014 hielt die Beschwerdeführerin fest, dass 

Rechtsbegehren in Ziff. 2 der Beschwerde sei unglücklich formuliert. Die 

Beschwerdeführerin habe sowohl gegen die Verfügung der Beschwerde-

gegnerin als auch gegen diejenige der  Arbeitslosenkasse Einsprache er-

hoben, um sich je nach Entscheid des Versicherungsgerichts die Mög-

lichkeiten offen zu halten. Indem die Beschwerdegegnerin in ihrer Ver-

nehmlassung auf die Stellung eines Rechtsbegehrens zum Rentenan-

spruch verzichte, akzeptiere diese nach Ansicht der Beschwerdeführerin 

die Beschwerde, weshalb sie gutzuheissen sei.

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9. Die Beschwerdegegnerin verzichtete mit Eingabe vom 17. Juli 2014 auf 

eine Duplik und wiederholte, dass die Gutheissung der Beschwerde für 

sie keine nachteiligen Folgen habe.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften wird, 

soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen die Verfügung der Be-

schwerdegegnerin vom 28. April 2014. Nach Art. 56 Abs. 1 i.V.m. 

Art. 58 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozia-

lversicherungsrechtes (ATSG; SR 830.1) kann die versicherte Person ge-

gen Verfügungen, gegen welche eine Einsprache ausgeschlossen ist, 

Beschwerde beim zuständigen Versicherungsgericht desjenigen Kantons 

erheben, in welchem sie zur Zeit der Beschwerdeerhebung Wohnsitz hat 

(vgl. Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversiche-

rung [IVG; SR 831.20]). Die Beschwerdeführerin hat Wohnsitz in 

Graubünden. Damit ist das Gericht zur Beurteilung der vorliegenden Be-

schwerde örtlich zuständig.

2. Die sachliche und funktionelle Zuständigkeit ergibt sich aus Art. 57 ATSG 

i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 

(VRG; BR 370.100), wonach das Verwaltungsgericht als kantonales Ver-

sicherungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen in Sozialversiche-

rungssachen beurteilt, die gemäss Bundesrecht der Beschwerde unterlie-

gen. Als formelle und materielle Adressatin der angefochtenen Verfügung 

ist die Beschwerdeführerin von dieser überdies berührt und weist ein 

schutzwürdiges Interesse an deren gerichtlichen Überprüfung auf 

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(vgl. Art. 59 ATSG). Auf die frist- und formgerecht eingereichte Be-

schwerde ist somit einzutreten.

3. Streitig und zu prüfen ist vorliegend, ob die Beschwerdegegnerin der Be-

schwerdeführerin mit Verfügung vom 28. April 2014 zu Recht eine Drei-

viertelsrente von Fr. 1'481.-- mit Wirkung ab 1. Mai 2013 zugesprochen 

und damit einhergehend die Verwertbarkeit ihrer Arbeitsfähigkeit verneint 

hat. Auf den Beschwerdeantrag betreffend den Austritt der Beschwerde-

führerin aus der Arbeitslosenkasse ist vorliegend nicht einzutreten, weil 

das Rechtsverhältnis zwischen der  Arbeitslosenkasse und der Be-

schwerdeführerin nicht Gegenstand des Verfahrens vor dem Versiche-

rungsgericht bildet. Ebenso verhält es sich mit der an den Ehemann der 

Beschwerdeführerin gerichteten Verfügung.

4. a) Das Gesetz bestimmt, dass eine Person invalid ist, wenn bei ihr eine 

durch einen körperlichen oder geistigen Gesundheitsschaden verursach-

te, voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbsunfähig-

keit vorliegt (vgl. Art. 8 ATSG und Art. 4 des Bundesgesetzes über die In-

validenversicherung [IVG; SR 831.20]). Das Vorhandensein eines Ge-

sundheitsschadens mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ist das medi-

zinische Element des Invaliditätsbegriffes. Das wirtschaftliche Element 

des Invaliditätsbegriffs bedingt, dass der Gesundheitsschaden zu einer 

bleibenden oder dauerhaften Erwerbsunfähigkeit führen muss (vgl. LO-

CHER, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, Bern 2003, S. 126 ff.). 

Die Beurteilung einer allfälligen Erwerbsunfähigkeit setzt voraus, dass die 

Arbeitsfähigkeit der betroffenen Person von ärztlicher Seite her zuverläs-

sig bestimmt wird. Die medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit bildet 

m.a.W. die Grundlage für die Bemessung der Erwerbsunfähigkeit und des 

daraus allfällig resultierenden behinderungs- bzw. rentenrelevanten Inva-

liditätsgrades. Nach Art. 28 Abs. 1 lit. a-c IVG haben Versicherte An-

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spruch auf eine Rente, wenn sie die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, 

sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliede-

rungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können, 

sowie wenn sie während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch 

durchschnittlich zu mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind und 

nach Ablauf dieses Jahres eine Erwerbsunfähigkeit resp. eine Invalidität 

von mindestens 40 % und mehr besteht (vgl. Art. 6 ATSG und 

Art. 8 ATSG). Sodann wird eine Dreiviertels-Invalidenrente bei einem In-

validitätsgrad von mindestens 60 % zugesprochen (Art. 28 Abs. 2 IVG). 

Die Ermittlung des Invaliditätsgrades erfolgt bei Versicherten, die teilweise 

erwerbstätig und teilweise im Haushalt tätig sind, nach der sog. gemisch-

ten Methode (Art. 28a Abs. 3 IVG und Art. 27bis der Verordnung über die 

Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]).

b) Die Beschwerdeführerin begründet ihren Verzicht auf den Rentenan-

spruch im Wesentlichen damit, dass sie trotz der vollen Arbeitsunfähigkeit 

in ihrer angestammten Tätigkeit in einer adaptierten Tätigkeit zu 100 % 

arbeitsfähig sei. Denn einerseits stelle bereits ihre Kranken- und Unfall-

versicherung mit Schreiben vom 15. Februar 2013 fest, dass sie für eine 

sitzende, wechselbelastende Tätigkeit ab Frühjahr 2013 zu 100 % arbeits- 

und vermittlungsfähig sei (beschwerdeführerische Akten [Bf-act.] 6). An-

dererseits halte der Arztbericht von PD Dr. med. D._____ vom 15. Juli 

2013 fest, dass die Beschwerdeführerin für eine Tätigkeit mit wechselsei-

tiger Belastung zu 100 % arbeitsfähig sei (Bf-act. 7). Zum selben Ergebnis 

komme auch der Hausarzt der Beschwerdeführerin, Dr. med. E._____. Er 

bestätige mit Schreiben vom 17. September 2013 eine volle Arbeitsfähig-

keit ab 19. August 2013 für eine leidensadaptierte Tätigkeit in sitzenden 

Positionen und für wechselbelastende Tätigkeiten ohne das Tragen und 

Heben von Lasten über 5 kg (Bf-act. 8). Mit Arztzeugnis vom 16. Mai 

2014 bestätige Dr. med. E._____ erneut die Arbeitsfähigkeit der Be-

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schwerdeführerin und umschreibe den ihr zumutbaren Tätigkeitsbereich 

wie folgt: Administrationstätigkeiten, Pflegefachfrau im Blutspendezen-

trum oder Lungenliga, Beratungen und Betreuungen im Rahmen von 

psychiatrischen Diensten, Tätigkeiten im Empfangsbereich, Loge, Telefon 

etc. (Bf-act. 9). Mit der Beschwerde wehrt sich die Beschwerdeführerin 

auch dagegen, dass die bereits durch die Arbeitslosenversicherung  im 

Zeitraum von Juli 2013 bis März 2014 erbrachten Leistungen im Umfang 

von Total Fr. 23'914.20 zurückgefordert und mit Leistungen der IV-Stelle 

sowie mit allfälligen Leistungen des Versicherers der beruflichen Vorsorge 

verrechnet würden (Bf-act. 4). Darüber hinaus sei auch die Kürzung der 

Grundrente ihres Ehemannes nicht zu Recht erfolgt (Bf-act. 3).

Die Beschwerdegegnerin ging bei der Verfügung der Rentenleistung an 

die Beschwerdeführerin trotz Kenntnis der ärztlich attestierten Arbeits-

fähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit davon aus, dass ihr invalidenversi-

cherungsrechtlich nicht mehr zugemutet werden könne, ihre verbliebene 

medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit aufgrund ihres Alters und der 

langjährigen Tätigkeit als Pflegefachperson wirtschaftlich zu verwerten. 

Die Abklärungen von Dr. med. C._____ des RAD am 25. Januar 2013 er-

gaben, dass der Beschwerdeführerin die Ausübung ihrer angestammten 

Tätigkeit nicht mehr zugemutet werden könne. In einer angepassten, 

leicht wechselbelastenden und hauptsächlich sitzenden Tätigkeit sei sie 

ab Frühjahr 2013 wieder voll arbeitsfähig (Beschwerdegegnerische Akten 

[Bg-act.] 62, S. 7). Dies hielt Dr. med. C._____ auch in seiner Abschluss-

untersuchung vom 14. März 2013 fest (Bg-act. 62, S. 9). Insgesamt kam 

die Beschwerdegegnerin jedoch zum Ergebnis, dass die medizinisch-

theoretische Eingliederungsfähigkeit der Beschwerdeführerin nicht gege-

ben sei, und dass ihre Leistungsfähigkeit nicht optimal ausgenützt werden 

könne. Demzufolge seien in ihrem Fall eine Umschulung und eine Ar-

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beitsvermittlung nicht notwendig, womit sich auch die Prüfung von berufli-

chen Eingliederungsmassnahmen erübrige.

Unbestritten ist, dass die Beschwerdeführerin in ihrer angestammten 

Tätigkeit als Pflegefachfrau zu 100 % arbeitsunfähig ist und die Anforde-

rungen des Berufes aufgrund des auf den Unfall zurückzuführenden Rü-

ckenleidens nicht mehr erfüllen könnte, zumal die Ausübung dieses Beru-

fes bedingt, dass der Rücken belastet werden kann. Demgegenüber ist im 

vorliegenden Fall zu berücksichtigen, dass die Beschwerdeführerin arbei-

ten will und sich deswegen gegen die Zusprechung einer Rente wehrt. 

Gemäss den Bestätigungen der Ärzte PD Dr. med. D._____ und Dr. med. 

E._____ bestehe die Möglichkeit der Aufnahme einer leidensadaptierten 

Tätigkeit spätestens ab August 2013 (Bf-act. 7; Bf-act. 8). Dr. med. 

C._____ vom RAD nahm indessen zur Aufnahme einer leidensadaptier-

ten Tätigkeit durch die Beschwerdeführerin keine Stellung. Für die Be-

schwerdegegnerin war relevant, dass bei der Beschwerdeführerin die 

Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit wegen des zeitnahen Erreichens des 

AHV-Alters ausgeschlossen würde. Dabei sind die Auswirkungen des 

Gesundheitsschadens auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin im 

vorliegenden Fall nicht nur in Bezug auf ihre Tätigkeit als Krankenschwes-

ter zu beurteilen. Denn aufgrund der durch die Beschwerdeführerin absol-

vierten Ausbildungen ist z.B. ihr Einsatz als Büroangestellte denkbar, was 

im Übrigen Dr. med. E._____ mit Schreiben vom 16. Mai 2014 ausdrück-

lich festhielt (Bf-act. 9).

5. Im Folgenden gilt es zu prüfen, ob die Beschwerdeführerin angesichts ih-

res fortgeschrittenen Alters nach allgemeiner Lebenserfahrung in einem 

als ausgeglichen unterstellten Arbeitsmarkt noch als vermittelbar gelten 

kann und die ihr verbliebene Leistungsfähigkeit in einer adaptierten Tätig-

keit verwerten kann (vgl. Art. 7 Abs. 1 und Art. 16 ATSG).

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6. a) Das fortgeschrittene Alter wird, obgleich an sich ein invaliditätsfremder 

Faktor, in der Rechtsprechung als Kriterium anerkannt, welches zusam-

men mit weiteren persönlichen und beruflichen Gegebenheiten dazu 

führen kann, dass die einer versicherten Person verbliebene Rester-

werbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt realistischerweise 

nicht mehr nachgefragt wird, und dass ihr deren Verwertung auch gestützt 

auf die Selbsteingliederungspflicht nicht mehr zumutbar ist (Urteil des 

Bundesgerichts 9C_954/2012 vom 10. Mai 2013 E.2 m.w.H.). Nach bun-

desgerichtlicher Rechtsprechung schliesst das fortgeschrittene Alter für 

sich allein genommen die Verwertbarkeit der verbliebenen medizinisch-

theoretischen Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt jedoch 

noch nicht aus. Der Einfluss des Lebensalters auf die Möglichkeit, das 

noch vorhandene Leistungsvermögen auf dem ausgeglichenen Arbeits-

markt zu verwerten, lässt sich nicht nach allgemeinen Regeln bemessen, 

sondern hängt von den konkreten Umständen des Einzelfalls ab. Mass-

gebend sind beispielsweise die Art und Beschaffenheit des Gesundheits-

schadens und seiner Folgen, der absehbare Umstellungs- und Einarbei-

tungsaufwand und in diesem Zusammenhang auch die Persönlichkeitss-

truktur einer teilinvaliden Person, die vorhandenen Begabungen und Fer-

tigkeiten, die Ausbildung, der beruflicher Werdegang oder die Anwend-

barkeit von Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich 

(BGE 9C_1033/2012 vom 8. November 2013 E.5.3; BGE 9C_954/2012 

vom 10. Mai 2013 E.2; MEYER/REICHMUTH, in: STAUFFER/CARDINAUX 

(Hrsg.), Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungs-

recht, 3. Aufl., Zürich 2014, Art. 28 Rz. 12 ff.). Für den Zeitpunkt, in wel-

chem die Frage der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit bei vorgerück-

tem Alter beantwortet wird, ist auf das Feststehen der medizinischen Zu-

mutbarkeit der (Teil-) Erwerbsfähigkeit abzustellen (BGE 

138 V 457 E.3.3).

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b) Die Beschwerdeführerin begründete die Verwertbarkeit ihrer verbliebenen 

Arbeitsfähigkeit damit, dass sie aufgrund ihrer absolvierten Aus- und Wei-

terbildungen eine breite Ausbildung vorweisen könne, welche neben dem 

Krankenpflegeberuf auch eine Tätigkeit als Büroangestellte im medizini-

schen Bereich umfasse. Trotz ihres Alters könne und wolle sie für den Ar-

beitsmarkt interessant bleiben. Dass sie in einem anderen als ihrem an-

gestammten Beruf arbeitsfähig sei, betonte sie bereits anlässlich des am 

19. November 2012 durchgeführten Evaluationsgesprächs zur Eingliede-

rung (Bg-act. 24, S. 2). Dort gab sie zu Protokoll, dass sie einerseits noch 

bis zum 13. März 2012 zwischenzeitlich gearbeitet habe und andererseits 

sei sie offen und bereit für neue Herausforderungen (Bg-act. 24, S. 1). Sie 

sei gewillt, ihre Erfahrung und das Fachwissen im medizinischen Bereich 

weiterhin zu nutzen (Bg-act. 24, S. 2). In Zukunft könne sie sich eine 

Tätigkeit als Arztsekretärin, eine Arbeitsstelle in der Psychiatrie oder im 

Ambulatorium vorstellen (Bg-act. 24, S. 2). Die anhaltenden Rückenbe-

schwerden würden ihr bloss Tätigkeiten verunmöglichen, die das Heben 

von Gewichten und schnelle Bewegungen erfordern (Bg-act. 24, S. 2). 

Am 13. Mai 2014 bewarb sie sich sodann für die Psychiatrischen Dienste 

Graubünden (Bf-act. 5). Obwohl diese Stelle intern besetzt wurde, sei die 

Beschwerdeführerin zuversichtlich, in der Arbeitswelt wieder Fuss zu fas-

sen. Aus den genannten Gründen sei die Verwertbarkeit ihrer Arbeits-

fähigkeit in einer leidensadaptierten Tätigkeit gegeben.

Die Beschwerdegegnerin begründete den Rentenanspruch im Wesentli-

chen damit, dass die Beschwerdeführerin ihre erlernte Tätigkeit über Jah-

re ausübte und nun kurz vor der Pensionierung stehe, weswegen ihr nicht 

mehr zugemutet werden könne, ihre medizinisch-theoretische Arbeits-

fähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten. Aufgrund 

der medizinischen Aktenlage sei nicht streitig, dass die Beschwerdeführe-

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rin ab dem 1. Mai 2013 in einer behinderungsgeeigneten Tätigkeit min-

destens 60 % arbeitsfähig sei. Fraglich sei in Berücksichtigung des Alters 

der Versicherten (Jahrgang 1950) lediglich, ob die medizinisch-

theoretische Arbeitsfähigkeit der Versicherten auf dem ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt verwertbar sei. Würde die Verwertbarkeit der medizinisch-

theoretischen Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin auf dem ausgegli-

chenen Arbeitsmarkt verneint, erweise sich die angefochtene Verfügung 

vom 28. April 2014 als rechtmässig. Andernfalls sei die genannte Verfü-

gung zu beanstanden. In ihrer Vernehmlassung berechnete die Be-

schwerdegegnerin den entsprechenden Invaliditätsgrad. Ausgehend da-

von, dass A._____ einem 60 %-Pensum nachgehen würde, errechnete 

die IV-Stelle unter Beizug der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung ein 

Invalideneinkommen von Fr. 29'336.--. Das Valideneinkommen berechne-

te die IV-Stelle gestützt auf die Angaben im Arbeitgeberbericht vom 14. 

November 2012 und ermittelte so einen Betrag über Fr. 53'019.--. Aus der 

Gegenüberstellung des im Jahr 2013 durch die Beschwerdeführerin hypo-

thetisch erzielbaren Invalideneinkommens von Fr. 29'336.-- und des Vali-

deneinkommens von Fr. 53'019.-- resultiere eine Erwerbseinbusse von 

44.7 %. Folglich komme der Invaliditätsgrad nach der gemischten Metho-

de bei einem 60 % Pensum im Erwerbsbereich und einer dort vorhande-

nen Einschränkung von 44.7 %, sowie bei einem 40 %-Pensum im Haus-

haltsbereich und einer dort vorhandenen Einschränkung von 6.55 % im 

hier relevanten Zeitraum ab 1. Mai 2013 auf 29.44 % zu liegen. Nach die-

ser Bemessung des Invaliditätsgrades stehe der Beschwerdeführerin kein 

Rentenanspruch zu. Würde hingegen im Erwerbsbereich eine Einschrän-

kung von 100 % angenommen, so betrage der IV-Grad 62.6 %, weshalb 

eine Rente ausgerichtet werden müsse.

c) Grundsätzlich ist der IV-Stelle gemäss ständiger Praxis beizupflichten, 

dass der Beschwerdeführerin aufgrund ihres Alters die Aufnahme einer 

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anderen Erwerbstätigkeit nicht mehr zugemutet und demzufolge auch 

nicht mehr angerechnet werden kann. Die Beschwerdeführerin ist im kon-

kreten Fall jedoch lediglich insoweit behindert, als sie wegen des Rücken-

leidens und der damit verbundenen Spätfolgen nur noch vorwiegend sit-

zende oder wechselbelastende Tätigkeiten ausführen kann und solche 

Tätigkeiten vermeiden muss, welche das Heben und Tragen von Lasten 

über 5 kg erfordern (Bf-act. 7; Bf-act. 8). Die Beschwerdeführerin betonte 

ausserdem mehrfach, sie sei gewillt einer  leidensadaptierten Tätigkeit 

nachzugehen und sie mute sich dies auch zu. Mit anderen Worten mutet 

sich die Beschwerdeführerin trotz des vorangeschrittenen Alters aus-

drücklich die Verwertbarkeit der verbliebenen Restarbeitsfähigkei zu und 

zeigt sich zuversichtlich, dass diese aufgrund ihres Tätigkeitsprofils auf 

dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt noch nachgefragt werde. Für den Zeit-

punkt, in dem die Frage zu beantworten ist, ob die Beschwerdeführerin ih-

re Restarbeitsfähigkeit noch verwerten könne, stellt das Gericht auf das 

Datum des Feststehens der medizinischen Zumutbarkeit der (Teil-) Er-

werbsfähigkeit ab (BGE 138 V 457 E.3.3). Diese medizinische Zumutbar-

keit einer (Teil-)Erwerbstätigkeit steht fest, sobald die medizinischen Un-

terlagen diesbezüglich eine zuverlässige Sachverhaltsfeststellung erlau-

ben (BGE 138 V 457 E.3.4). Im vorliegenden Fall bestimmten die ärztli-

chen Berichte von PD Dr. med. D._____ sowie von Dr. med. E._____ 

vom 15. Juli 2013 bzw. vom 17. September 2013, dass die Beschwerde-

führerin spätestens ab August 2013 in einer leidensadaptierten Tätigkeit 

voll arbeitsfähig ist (Bf-act. 7; Bf-act. 8). Zu berücksichtigen gilt, dass die 
Beschwerdeführerin trotz des zeitnahen Erreichens des Pensionsalters ih-

re Arbeitsfähigkeit auf dem hypothetisch ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

wirtschaftlich verwerten möchte, und dass ihr Verhalten konkret auf den 

Einsatz ihrer Arbeitskraft abzielt. Letzteres ergibt sich auch daraus, dass 

die Beschwerdeführerin im Rahmen der Betreuung durch das zuständige 

RAV im Oktober 2013 noch einen Computerkurs absolvierte (Bf-act. 10). 

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Abgesehen vom Alter der Beschwerdeführerin, liegen weiter keine Grün-

de vor, weshalb die Beschwerdeführerin ihre Arbeitsfähigkeit in einem 

anderen als dem angestammten Beruf nicht verwerten könnte. Dabei ist 

auch ein Einsatz als Büroangestellte denkbar, weil die Beschwerdeführe-

rin in der Vergangenheit u.a. bereits Erfahrungen als Sekretärin sammelte 

(Bf-act. 14; Bf-act. 15). Dem Einwand der Beschwerdegegnerin betreffend 

des Erreichens des Pensionsalters ist demzufolge die Tatsache entge-

genzuhalten, dass die Beschwerdeführerin auch nach Erreichen des 

AHV-Alters am Erwerbsleben teilnehmen möchte. Im konkreten Fall 

scheint es deshalb nicht angebracht, der Beschwerdeführerin eine Rente 

zuzusprechen, obwohl sie sich dagegen wehrt. Daneben betonte die IV-

Stelle mehrfach, dass eine Gutheissung der Beschwerde für sie keine 

nachteiligen Folgen habe. Aus den genannten Gründen kommt das Ge-

richt im konkreten Fall zum Schluss, dass dem Willen der Beschwerde-

führerin, ihre verbliebene Arbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten 

Tätigkeit trotz ihres vorgerückten Alters zu verwerten, zu folgen ist.

7. Die Beschwerde erweist sich nach dem Gesagten als begründet und 

rechtens, was zur Folge hat, dass die angefochtene Verfügung der Be-

schwerdegegnerin vom 28. April 2014 aufgehoben wird. Die Rückforde-

rung und Verrechnung der bereits erbrachten Leistungen der Arbeitslo-

senkasse bildet nicht Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens, 

weshalb auf dieses Begehren nicht eingetreten werden kann. Diesbezüg-

lich wird die Beschwerdeführerin an die zuständigen Behörden verwiesen.

8. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren – in Abwei-

chung von Art. 61 lit. a ATSG – bei Streitigkeiten um die Bewilligung von 

IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. 

Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom 

Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Die obsie-

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gende Beschwerde führende Partei hat Anspruch auf Ersatz der Partei-

kosten (Art. 61 lit. g ATSG). Im vorliegenden Verfahren werden die Ver-

fahrenskosten ermessensweise auf Fr. 500.-- festgelegt und entspre-

chend dem Verfahrensausgang der Beschwerdegegnerin als unterliegen-

der Partei zur Bezahlung auferlegt. Zudem hat die Beschwerdegegnerin 

den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin gemäss eingereichter Hono-

rarnote mit Fr. 900.-- (inkl. MWST) zu entschädigen.

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, soweit darauf eingetreten werden 

kann, und die angefochtene Verfügung vom 28. April 2014 wird aufgeho-

ben.

2. Die Gerichtskosten in der Höhe von Fr. 500.-- gehen zu Lasten der IV-

Stelle und sind innert 30 Tagen seit Zustellung dieses Entscheides an die 

Finanzverwaltung des Kantons Graubünden, Chur, zu bezahlen.

3. Die IV-Stelle hat A._____ aussergerichtlich mit Fr. 900.-- (inkl. MWST) zu 

entschädigen.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]