# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cb0c6034-f3e3-5f0e-b293-91ea38d05ef3
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2007-12-14
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 14.12.2007 BB.2007.70
**Docket/Reference:** BB.2007.70
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_BB-2007-70_2007-12-14

## Full Text

Editionsaufforderung (Art. 105bis Abs. 2 BStP) und aufschiebende Wirkung (Art. 218 BStP)
 ;;Editionsaufforderung (Art. 105bis Abs. 2 BStP) und aufschiebende Wirkung (Art. 218 BStP)
 ;;Editionsaufforderung (Art. 105bis Abs. 2 BStP) und aufschiebende Wirkung (Art. 218 BStP)
 ;;Editionsaufforderung (Art. 105bis Abs. 2 BStP) und aufschiebende Wirkung (Art. 218 BStP)

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

 

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

Geschäftsnummer: BB.2007.70 
 
 
 

 
 

  Entscheid vom 14. Dezember 2007  
I. Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Emanuel Hochstrasser, Vorsitz, 
Tito Ponti und Alex Staub, 
Gerichtsschreiber Stefan Graf 

 
Parteien 

  
A. AG, vertreten durch Rechtsanwältin 
Regula Dettling-Ott, 

Beschwerdeführerin
 

 gegen 
   

BUNDESANWALTSCHAFT, 

Beschwerdegegnerin
 

Gegenstand  Editionsaufforderung (Art. 105PbisP Abs. 2 BStP) und 
aufschiebende Wirkung (Art. 218 BStP) 

 

- 2 - 

 

 

 
Die I. Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 

 
- die Bundesanwaltschaft (nachfolgend „Beschwerdegegnerin“) ein gerichtspo-

lizeiliches Ermittlungsverfahren gegen B. und C. wegen des Verdachts der 
Störung des öffentlichen Verkehrs gemäss Art. 237 StGB führt; 

 
- die Beschwerdegegnerin im Rahmen dieses Ermittlungsverfahrens der A. AG 

(nachfolgend „Beschwerdeführerin“) am 30. November 2007 eine Editionsauf-
forderung zukommen liess, mit welcher sie die Herausgabe des internen Er-
mittlungsberichts der A. AG bezüglich des Flugunfalls auf dem Flughafen Z. 
sowie sämtliche Unterlagen, auf welche sich der Ermittlungsbericht stützt, 
verlangte (act. 1.2); 

 
- die entsprechende Verfügung mit einer Rechtsmittelbelehrung versehen war, 

wonach gegen die Edition bzw. Durchsuchung von Papieren anstelle der Be-
schwerde unverzüglich nach der Kenntnisnahme der Durchsuchung Einspra-
che erhoben und die Siegelung der Papiere verlangt werden könne und in 
diesem Fall die I. Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts über die Zu-
lässigkeit der Durchsuchung entscheide; 

 
- die Beschwerdeführerin gegen diese Editionsaufforderung am 10. Dezember 

2007 Beschwerde erhob und u.a. die Aufhebung der angefochtenen Verfü-
gung verlangte (act. 1); 

 
- die Edition als Surrogat der zwangsweisen Behändigung nur der Sicherstel-

lung von Unterlagen dient, indem die physische Kontrolle über die zu edie-
renden Unterlagen vom Inhaber der Dokumente auf die Untersuchungsbe-
hörde übergeht; 

 
- lediglich dem Papierinhaber das Recht zukommt, gegen die Durchsuchung 

derselben Einsprache zu erheben (Art. 69 Abs. 3 BStP), was zwar den physi-
schen Übergang der Unterlagen an die Untersuchungsbehörde nicht hindert, 
aber zur Versiegelung der edierten Papiere führt (TPF BB.2006.1 vom 
13. Januar 2006 m.w.H.); 

 
- diesfalls von der Bundesanwaltschaft ein Entsiegelungsverfahren einzuleiten 

ist (Art. 69 Abs. 3 BStP), wobei der einsprechende vormalige Inhaber der Un-
terlagen das entsprechende Kostenrisiko trägt; 

 
- die Versiegelung und Aufbewahrung der Papiere an einem sicheren Ort dabei 

noch keine beschwerdefähige Zwangsmassnahme darstellt (TPF BB.2006.52 
vom 20. Februar 2007 E. 2.2 m.w.H.); 

- 3 - 

 

 

 
- die Beschwerdeführerin in Berücksichtigung der genannten Rechtsprechung 

durch die Editionsaufforderung allein noch nicht im rechtlichen Sinne be-
schwert ist, weshalb auf die Beschwerde nicht eingetreten werden kann 
(TPF BB.2007.48 vom 30. Juli 2007, BB.2006.52 vom 20. Februar 2007 
E. 2.2); 

 
- sich die Beschwerde nach dem Gesagten sofort als unzulässig erweist, wes-

wegen auf die Einholung von Stellungnahmen verzichtet wurde (Art. 219 
Abs. 1 BStP); 

 
- das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung damit hinfällig wird; 

 
- bei diesem Ausgang des Verfahrens die Beschwerdeführerin die Gerichtsge-

bühr von Fr. 500.--  zu tragen hat (Art. 245 Abs. 1 i.V.m. Art. 66 Abs. 1 BGG 
sowie Art. 3 des Reglements über die Gerichtsgebühren vor dem Bundes-
strafgericht vom 11. Februar 2004); 

 
 
 

- 4 - 

 

 

Demnach erkennt die I. Beschwerdekammer: 
 
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 
 
2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.-- wird der Beschwerdeführerin auferlegt. 

 
 

Bellinzona, 14. Dezember 2007 
 
Im Namen der I. Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Der Präsident:    Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zustellung an 
 
- Rechtsanwältin Regula Dettling-Ott 
- Bundesanwaltschaft 
 
 
 
 
- 1 Einzahlungsschein 

 
 
Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.