# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9eeae665-4e0a-570d-8de9-baa7294bdcc1
**Source:** Zürich Steuerrekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-06-03
**Language:** de
**Title:** Einschätzungen für die Steuerperioden 1.1. - 31.12.2002, 1.1. - 31.12.2003, 1.1. - 31.12.2004 und 1.1. - 31.12.2005 sowie Direkte Bundessteuer für die Steuerperio-den 1.1. - 31.12.2002, 1.1. - 31.12.2003, 1.1. - 31.12.2004 und 1.1. - 31.12.2005
**Docket/Reference:** ST.2010.18
**URL:** https://www.strgzh.ch/assets/entscheide/StRG_ST_2010_18_-_21_ri.pdf

## Full Text

STEUERREKURSKOMMISSION I 
DES KANTONS ZÜRICH 

1 ST.2010.18 - 21 
1 DB.2010.14 - 17 

Entscheid 

3. Juni 2010 

Mitwirkend: 

Präsident Anton Tobler, Mitglied Michael Ochsner, Ersatzmitglied Walter Balsigerund 
Sekretär Hans Heinrich Knüsli 

In Sachen 

A ,    

vertreten durch RA lic.iur. Felix Stieger,  
Steuer- & Anwaltskanzlei Stieger,  
Archstrasse 2, Postfach 2416, 8401 Winterthur,  

gegen 

Rekurrentin/ 
Beschwerdeführerin,  

1.  S t a a t   Z ü r i c h ,    

2.  S c h w e i z e r i s c h e   E i d g e n o s s e n s c h a f t ,    

Rekursgegner,  

Beschwerdegegnerin,  

vertreten durch das kant. Steueramt,  
Division Konsum,  
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

betreffend 

Einschätzungen für die Steuerperioden 1.1. - 31.12.2002, 1.1. - 31.12.2003, 1.1. - 
31.12.2004 und 1.1. - 31.12.2005 sowie Direkte Bundessteuer für die Steuerperio-
den 1.1. - 31.12.2002, 1.1. - 31.12.2003, 1.1. - 31.12.2004 und 1.1. - 31.12.2005 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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hat sich ergeben: 

A. Die A (nachfolgend die Pflichtige) wird von B (99% Stammkapital) und des-

sen Ehefrau C (1% Stammkapital) beherrscht und betreibt im Hauptgeschäft den Han-

del mit Möbeln. Zur Umwandlung der hierbei vereinnahmten WIR-Gelder in Schweizer 

Franken  handelt  sie  nebenbei  auch  mit  Fahrzeugen  und  Liegenschaften,  indem  sie 

entsprechende  Objekte  mit  WIR-Geld  ankauft  und  gegen  Schweizer  Franken  wieder 

verkauft.  Gemäss  den  Erkenntnissen  einer  steueramtlichen  Bücherrevision  betreffend 

die Geschäftsjahre 2002 - 2005 erfahren die Liegenschaften unmittelbar nach der Auf-

nahme in die Buchhaltung zum verurkundeten Kaufpreis Wertberichtigungen von 20%.  

Auf  das  Ergebnis  der  Bücherrevision  abstellend  nahm  der  Steuerkommissär 

mit Entscheiden bzw. Hinweisen vom 31. März 2009 die folgenden Veranlagungen vor: 

         Staats- und Gemeindesteuer 

(Fr.) 

 Direkte Bundessteuer 
(Fr.) 

Steuerperiode 1.1 .- 31.12.2002 

Steuerbarer Reingewinn 
Satzbestimmender Reingewinn 
Gewinnsteuersatz 

Steuerbares Eigenkapital 
Satzbestimmendes Kapital 
bzw. Eigenkapital per 31.12.2002 
Kapitalsteuersatz 

Steuerperiode 1.1. - 31.12.2003 

Steuerbarer Reingewinn 
Satzbestimmender Reingewinn 
Gewinnsteuersatz 

Steuerbares Eigenkapital 
Satzbestimmendes Kapital 
bzw. Eigenkapital per 31.12.2003 
Kapitalsteuersatz 

Steuerperiode 1.1. - 31.12.2004 

Steuerbarer Reingewinn 
Satzbestimmender Reingewinn 
Gewinnsteuersatz 

Steuerbares Eigenkapital 
Satzbestimmendes Kapital 

717'000.- 
778'400.- 
10% 

1'064'000.- 

1'566'000.- 
1.5 ‰   

411'200.- 
425'900.- 
10% 

1'015'000.- 

1'923'000.- 
1.5 ‰   

0.- 
0.- 

4% 

871'000.- 

778'400.- 

8.5% 

1'566'000.- 

425'900.- 

8.5% 

1'923'000.- 

0.- 

8.5% 

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bzw. Eigenkapital per 31.12.2004 
Kapitalsteuersatz 

1'569'000.- 
1.5 ‰   

1'569'000.- 

Steuerperiode 1.1. - 31.12.2005 

Steuerbarer Reingewinn 
Satzbestimmender Reingewinn 
Gewinnsteuersatz 

Steuerbares Eigenkapital 
Satzbestimmendes Kapital 
bzw. Eigenkapital per 31.12.2005 
Kapitalsteuersatz 

0.- 
0.- 

8% 

737'000.- 

1'580'000.- 

0.75 ‰.   

0.- 

8.5% 

1'580'000.- 

In  Abweichung  von  den  Selbstdeklarationen  rechnete  er  dabei  insbesondere 

verschiedene  "Wertberichtigungen  WIR  auf  Liegenschaftenbeständen"  sowie  "Privat-

anteile Autospesen" auf.  

Die  formelle Eröffnung  der Bundessteuerveranlagungen erfolgte mit Schluss-

rechnungen vom 14. April 2009. 

B.  Die  hiergegen  am  4. Mai  2009  erhobenen  Einsprachen,  mit  welchen  sich 

die  Pflichtige  vorab  gegen  die  Aufrechnung  der  Wertberichtigungen  auf  den  mit  WIR-

Geld erworbenen Liegenschaften wandte, wies das kantonale Steueramt mit Entschei-

den vom 8. Dezember 2009 ab. Es erwog, dass die Pflichtige in keiner Weise nachge-

wiesen habe, inwiefern die Liegenschaften in kürzester Zeit Wertminderungen von 20% 

erfahren  hätten,  zumal  jeweils  zusätzlich  noch  Abschreibungen  von  1-2%  verbucht 

worden  seien.  Auch  fehle  der  Nachweis,  dass  der  beim  Liegenschaftenkauf  beurkun-

dete Kaufpreis bewusst zu hoch angesetzt worden sei, weil die für die Kaufpreistilgung 

akzeptierten WIR-Gelder als minderwertige, nicht dem nominellen Wert entsprechende 

Zahlungsmittel betrachtet worden seien.   

C. Mit Rekurs vom 11. Januar 2010 liess die Pflichtige beantragen, den satz-

bestimmenden  Reingewinn  auf  Fr. 104'400.-  (2002)  bzw.  Fr. 37'900.-  (2003)  und  das 

satzbestimmende  Kapital  auf  Fr. 892'000.-  (2002),  Fr. 861'000.-  (2003),  Fr. 295'000.- 

(2004) bzw. Fr. 306'000.- (2005) festzusetzen; darauf fussend seien gemäss nicht be-

anstandeter  Steuerausscheidung  alsdann  die  steuerbaren  Faktoren  festzulegen.  Mit 

Beschwerde vom gleichen Datum wurden die vorerwähnten gewinnseitigen Steuerfak-

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toren  auch für die Festsetzung  des steuerbaren Reingewinns im Bereich der direkten 

Bundessteuer  2002  und  2003  gefordert.  Inhaltlich  wandte  sich  die  Pflichtige  aus-

schliesslich gegen die Aufrechnung der liegenschaftenbezogenen Wertberichtigungen. 

In beiden Rechtsmitteln wurde zudem die Zusprechung einer Parteientschädigung ver-

langt.  

Das  kantonale  Steueramt  schloss  mit  Rekurs-  bzw.  Beschwerdeantwort  vom 

29. Januar  2010  auf  Abweisung  der  Rechtsmittel.  Die  Eidgenössische  Steuerverwal-

tung liess sich nicht vernehmen.  

Die Rekurskommission zieht in Erwägung: 

1. a) Der steuerbare Reingewinn berechnet sich nach Art. 58 Abs. 1 des Bun-

desgesetzes über die direkte Bundessteuer vom 14. Dezember 1990 (DBG) bzw. § 64 

Abs. 1  des  Steuergesetzes  vom  8. Juni  1997  (StG)  aufgrund  des  Saldos  der  Erfolgs-

rechnung (Ziff. 1 bzw. lit. a), erhöht um die der Rechnung belasteten, geschäftsmässig 

nicht  begründeten  Aufwendungen,  wie  u.a.  geschäftsmässig  nicht  begründete  Ab-

schreibungen und Rückstellungen (Ziff. 2 lit. b bzw. lit. b). 

b)  Die  streitbetroffenen  Wertberichtigungen  auf  mit  WIR-Geld  erworbenen 

Liegenschaften setzen sich wie folgt zusammen (vgl. Aufstellung in lit. a Ziff. 1 der Er-

wägungen der angefochtenen Einsprachentscheide):  

2002 

 2003 

     Kaufpreis 
        Fr. 

     Wertberichtigung         Wertberichtigung 

    Fr. 

      Fr. 

Käufe vor 2002 

D weg 43 

D weg 25 

D Autoabstellplatz 

E (Verkauf 2003) 

Käufe 2002 

125'000.- 

125'000.- 

6'000.- 

154'000.- 

410'000.- 

- 154'000.- 

- 154'000.- 

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F 

G 

H 

I 

840'000.- 

20'000.- 

460'000.- 

Total gem. ER 2002 

Entsteuerung Verkauf F 

Käufe 2003 

J 

K 

50'000.- 

D weg 27 

E weg 9 

E weg 31 

- 5 - 

495'000.- 

168'000.- 

4'000.- 

   92'000.- 

445'000.- 

749'000.- 

732'000.- 

740'000.- 

99'000.- 

363'000.- 

- 99'000.- 

264'000.- 

10'000.- 

89'000.- 

149'000.- 

146'000.- 

148'000.- 

Total Aufrechnungen 

674'000.- 

388'000.-. 

_____________________ 

Zu  prüfen  ist,  ob  die  Steuerbehörde  diese  "Wertberichtungen"  zu  Recht  als 

geschäftsmässig nicht begründet qualifiziert und entsprechend aufgerechnet hat.  

2. a) Wer verpflichtet ist, seine Firma in das Handelsregister eintragen zu las-

sen, ist gehalten, diejenigen Bücher ordnungsgemäss zu führen, die nach Art und Um-

fang seines Geschäftes nötig sind, um die Vermögenslage des Geschäftes und die mit 

dem  Geschäftsbetrieb  zusammenhängenden  Schuld-  und  Forderungsverhältnisse  so-

wie  die  Betriebsergebnisse  der  einzelnen  Geschäftsjahre  festzustellen  (Art. 957  OR). 

Die zu beachtenden Vorschriften ergeben sich insbesondere aus Art. 957 ff. OR sowie 

allfälligen  Sonderbestimmungen  des  Aktienrechts  (vgl.  Art. 662  ff.  OR).  Auf  Schluss 

des Geschäftsjahres ist ein Inventar, eine Betriebsrechnung und eine Bilanz zu erstel-

len (Art. 958 Abs. 1 OR; für die Aktiengesellschaft: siehe Art. 662 a OR). Die handels-

rechtlich erforderlichen Bücher bilden  die Grundlage für die steuerliche Gewinnermitt-

lung. Die schweizerische Steuerpraxis knüpft dabei an die handelsrechtliche Bilanz an, 

welche auch steuerrechtlich verbindlich ist (Prinzip der Massgeblichkeit der Handelsbi-

lanz  für  die  Steuerbilanz),  wenn  bei  deren  Errichtung  nicht  gegen  zwingende  Bestim-

mungen des Handelsrechts verstossen wurde und sofern nicht spezielle steuerrechtli-

che  Vorschriften  der  Gewinnermittlung  zu  beachten  sind.  Während  die 

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handelsrechtlichen  Buchungs-  und  Bewertungsgrundsätze  Höchstwerte  festlegen  und 

die Betriebswirtschaftslehre nach den richtigen Werten sucht, zielt das Steuerrecht auf 

die  Erfassung  des  periodengerechten  Gewinns  und  fixiert  dementsprechend  Bewer-

tungsuntergrenzen.  Daraus  ergibt  sich,  dass  die  zur  Steuerveranlagung  eingereichte 

Handelsbilanz von der Steuerbehörde unter zwei Gesichtspunkten überprüft und gege-

benenfalls  korrigiert  werden  muss:  Sie  ist  zu  berichtigen,  wenn  einzelne  Wertansätze 

die  nach  Handelsrecht  zulässigen  Höchstwerte  (offenkundig)  übersteigen,  aber  auch, 

wenn  die  bilanzierten  Werte  die  steuerrechtlich  zulässige  Wertgrenze  unterschreiten 

(BGr in StE 2002 B 72.13.1 Nr. 3 Erw. 2 b und d; VGr in ZStP 2002, 331 Erw. 3a sowie 

die dort zitierten Urteile und Autoren).  

b) Schon das allgemeine Buchführungsrecht hält fest, dass in der Bilanz alle 

Aktiven  höchstens  nach  dem  Wert  anzusetzen  sind,  der  ihnen  im  Zeitpunkt,  auf  wel-

chen die Bilanz errichtet wird, für das Geschäft zukommt (Art. 960 Abs. 2 OR). Im Akti-

enrecht wird das allgemeine in Art. 662a Abs. 2 Ziff. 3 OR ausdrücklich erwähnte Vor-

sichtsprinzip  durch  das  Imparitätsprinzip  ergänzt  und  präzisiert.  Danach  dürfen 

Gewinne nur dann ausgewiesen werden, wenn sie effektiv realisiert worden sind (Rea-

lisationsprinzip),  während  umgekehrt  Verluste  bilanzmässig  zu  berücksichtigen  sind, 

sobald sie befürchtet werden müssen, auch vor ihrer Realisierung.  

Unter dem Gesichtspunkt des Kapitalschutzes ist diese einseitige Ausrichtung 

unproblematisch,  ja  erwünscht,  stellt  sie  doch  sicher,  dass  im  Zweifel  keine  Gewinne 

ausgewiesen (und allenfalls ausgeschüttet) werden, die in Wirklichkeit gar nicht erzielt 

worden  sind.  Demzufolge  steht  den Gläubigern niemals  weniger,  allenfalls  aber  mehr 

als  das  ausgewiesene  Haftungssubstrat  zur  Verfügung.  Mit  diesen  Grundsätzen  ver-

bunden ist das so genannte Anschaffungs- oder Kostenwertprinzip, das insbesondere 

auch hinsichtlich der Bilanzierung von Anlagevermögen im Allgemeinen (Art. 665 OR) 

sowie  Beteiligungen  (Art. 665a  OR)  und  Wertschriften  (Art. 667  OR)  Geltung  bean-

sprucht:  Die  Bewertung  hat  nach  den  historischen  Kosten  zu  erfolgen.  Während  rein 

buchmässige  Verminderungen  des  Wertes  (Abschreibungen  und  Wertberichtigungen) 

erlaubt und notwendig sind, sind rein buchmässige Zuschreibungen mit ganz wenigen 

Ausnahmen  (insbesondere  Art. 670  OR)  verboten  (BGr  in  StE 2002  B 72.13.1  Nr. 3 

Erw.  2c  mit  zahlreichen  Hinweisen).  Der  von  der  allgemeinen  Regel  von  Art. 960 

Abs. 2 OR (subjektiver Geschäftswert) abweichende Art. 665 OR schreibt ausdrücklich 

vor,  dass  das  Anlagevermögen  höchstens  zu  den  Anschaffungs-  oder  den  Herstel-

lungskosten, unter Abzug der notwendigen Abschreibungen (vgl. dazu Art. 669 OR) zu 

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bewerten ist. Diese Präzisierung ist mit dem Niederstwertprinzip in Verbindung zu brin-

gen, welches sich seinerseits aus dem Imparitätsprinzip ergibt. Das Niederstwertprinzip 

besagt, dass der tiefere Betrag aus Anschaffungswert und aktuellem Wert anzusetzen 

ist  (Rolf  Benz,  Handelsrechtliche  und  steuerrechtliche  Grundsätze  ordnungsmässiger 

Bilanzierung, 2000, S. 115). Das bedeutet, dass die Anschaffungs- oder Herstellungs-

kosten  mittels  Abschreibungen  dann  entsprechend  herabzusetzen  sind,  wenn  der 

Marktwert  unter  diesen  Kosten  liegt  (Markus  R.  Neuhaus,  in:  Honsell/Vogt/Watter, 

Kommentar  zum  Schweizerischen  Privatrecht,  Obligationenrecht  II,  1994,  N 10  ff.  zu 

Art. 665).  

c)  Der  Wert  eines  Aktivpostens  in  der  Bilanz  kann  mittels  Abschreibungen 

oder  Wertberichtigungen  herabgesetzt  werden.  In  beiden  Fällen  wird  die  Verbuchung 

erfolgswirksam  über  die  Gewinn-  und  Verlustrechnung  vorgenommen,  wodurch  der 

ausgewiesene Gewinn entsprechend herabgesetzt wird. Mit der Abschreibung wird der 

massgebende  Buchwert  eines  Vermögensobjekts  herabgesetzt,  um  eingetretenen 

Wertverminderungen  Rechnung  zu  tragen.  Es  wird  angenommen,  die  Entwertung  sei 

bis zum Bilanzstichtag tatsächlich eingetreten. Dementsprechend hat die Abschreibung 

definitiven Charakter. Demgegenüber wird mit der Wertberichtigung vorübergehenden 

Wertveränderungen  auf  Anlage-  oder  Umlaufvermögen  Rechnung  getragen.  Insofern 

wird  in  den  Passiven  ein  Korrekturposten  vorübergehender  Natur  gebildet,  welcher 

wieder  aufgelöst  werden  kann  bzw.  muss,  wenn  er  nicht  mehr  gerechtfertigt  ist.  Die 

Terminologie  ist  allerdings  uneinheitlich.  So  werden  Wertberichtigungen  oft  auch  als 

Rückstellungen bezeichnet, nicht zuletzt durch den Gesetzgeber selber, wenn etwa die 

mit  Aktiven  des  Umlaufvermögens  verbundenen  Verlustrisiken  erfasst  werden 

(vgl. Art. 29 Abs. 1 lit. b und 63 Abs. 1 lit. b DBG). Die echte Rückstellung bezieht sich 

jedoch nicht auf ein Aktivum. Sie besteht vielmehr in der Bildung eines Passivpostens 

(zu  Lasten  der  Erfolgsrechnung),  mit  dem  im  Rechnungsjahr  entstandenen  Verbind-

lichkeiten  oder  unmittelbar  drohenden  Verlustrisiken,  die  in  ihrem  Bestand  oder  ihrer 

Höhe nach noch nicht genau feststehen, Rechnung getragen wird. Wie die Wertberich-

tigung  ist  die  Rückstellung  im  engeren  Sinn  provisorischer  Natur  (vgl.  zum  Ganzen: 

Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,  Handkommentar  zum  DBG,  2. A.,  2009,  Art. 28  N 3 

und  4  sowie  Art. 29  N 2  und  22  DBG  und  Kommentar  zum  harmonisierten  Zürcher 

Steuergesetz,  2. A.,  2006,  §   64  N 75  und  87  StG;  Blumenstein/Locher,  System  des 

Steuerrechts, 6. A., 2002, S. 254 ff.; Peter Locher, Kommentar zum DBG, I. Teil, 2001, 

N 2 f. zu Art. 28, N 12 und 25 zu Art. 29). 

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d)  Steuerrechtlich  werden  Abschreibungen  als zulässig  anerkannt,  sofern  sie 

geschäftsmässig begründet und buchmässig oder, wenn eine kaufmännische Buchhal-

tung fehlt, in besonderen Abschreibungstabellen ausgewiesen sind. In der Regel wer-

den  die  Abschreibungen  nach  dem  tatsächlichen  Wert  der  einzelnen  Vermögensteile 

oder  nach  ihrer  voraussichtlichen  Gebrauchsdauer  angemessen  verteilt  (vgl.  Art. 28 

Abs. 1 und 2 sowie 62 Abs. 1 und 2 DBG).  

aa)  Zu  unterscheiden  ist  zwischen  ordentlichen  und  ausserordentlichen  Ab-

schreibungen. Erstere betreffen Vermögensgegenstände, die ihrer Beschaffenheit oder 

Zweckbestimmung  nach  einer  fortschreitenden  Abnutzung  oder  Entwertung  unterlie-

gen.  Ausgangspunkt  der  ordentlichen  Abschreibung  ist  der  Anschaffungs-  oder  Her-

stellungskostenwert  der  Vermögensgegenstände,  Endwert  ist  grundsätzlich  der  Rest-

wert  des  Materials.  Die  ordentlichen  Abschreibungen  werden  durch  Festsetzung 

bestimmter Quoten regelmässig auf die Nutzungsdauer des Vermögensstücks verteilt. 

Gegenstand der ausserordentlichen Abschreibungen  ist in erster Linie das keiner Ab-

nutzung  unterliegende,  ausnahmsweise  aber  auch  das  übrige  Geschäftsvermögen. 

Wertverminderungen,  die  ausserordentliche  Abschreibungen  bedingen,  sind  ausser-

gewöhnliche,  geschäftsplanwidrige  Erscheinungen.  Sie  bestehen  vor  allem  in  einem 

Sinken  der  Marktpreise,  in  nicht  voraussehbaren  Schadenereignissen,  in  einer  uner-

wartet  hohen  Abnutzung  von  Betriebsanlagen,  in  Verlusten  auf  Beteiligungen,  Darle-

hen  und  Guthaben,  in  einem  ausserordentlichen  Rückgang  der  Rentabilität  von  Be-

triebsanlagen oder des ganzen Betriebes. Die (in der Steuerpraxis mit einer gewissen 

Zurückhaltung  gehandhabte)  ausserordentliche  Abschreibung  bemisst  sich  nach  dem 

Unterschiedsbetrag zwischen dem bisherigen steuerlich massgebenden Buchwert und 

dem  niedrigeren  wirklichen  Wert  der  Vermögensgegenstände.  Weitergehende  Ab-

schreibungen dürfen auf dem nicht der Abnutzung unterliegenden Geschäftsvermögen 

nicht  anerkannt  werden.  Geschäftsmässig  nicht  begründet  und  daher  steuerlich  nicht 

zulässig  sind  beispielsweise  ausserordentliche  Abschreibungen  für  Wertverminderun-

gen,  die  infolge  verdeckter  Gewinnentnahmen  eingetreten  sind.  Im  Übrigen  ist  eine 

ausserordentliche Abschreibung grundsätzlich jederzeit und damit auch noch nachträg-

lich  möglich,  wenn  sich  ergibt,  dass  der  tatsächliche  Wert  eines  Gutes  unter  dem 

Buchwert liegt (Blumenstein/Locher, S. 254 ff. mit zahlreichen Hinweisen).  

bb) Bezüglich der Abschreibungen auf Liegenschaften stellt sich die Situation 

verschieden dar, je nachdem ob diese überbaut sind oder nicht. Unüberbauter Grund 

und  Boden  unterliegt  normalerweise  keiner  Wertverminderung  durch  Abnutzung,  so 

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dass  kein Raum für ordentliche Abschreibungen besteht. Hingegen können ausseror-

dentliche  Wertverminderungen  eintreten.  Sinkt  der  Verkehrswert  eines  Grundstücks 

unter  den  Buchwert  (z.  B.  wegen  einer  Aus-  oder  Abzonung,  eines  Naturereignisses 

oder  eines  unerwarteten  Konjunkturrückgangs),  so  darf  und  soll  diesem  Umstand 

durch  eine  ausserordentliche  Abschreibung  Rechnung  getragen  werden.  Das  kann 

auch der Fall sein, wenn der Steuerpflichtige das Grundstück erst vor kurzem erworben 

hat. Gebäude unterliegen demgegenüber einer altersbedingten Wertverminderung, die 

grundsätzlich  über  ordentliche  Abschreibungen  in  der  Erfolgsrechnung  berücksichtigt 

werden darf, und zwar unabhängig davon, ob die Liegenschaft zum Anlage- oder zum 

Umlaufvermögen gehört. Nach der Steuerpraxis werden bei überbauten Grundstücken 

das Land und das Gebäude separat behandelt. Daraus folgt insbesondere, dass eine 

allfällige  Wertsteigerung  des  Bodens,  auf  dem  die  Baute  steht,  nicht  mit  der  Wertab-

nahme  bzw.  Entwertung  des  Gebäudes  verrechnet  werden  darf  (BGr  in  StE 2000 

B 23.43.2 Nr. 8; VGr AG in StE 1992 B 23.43.2 Nr. 6).  

e) Wertberichtigungen können sowohl das Umlaufvermögen als auch das An-

lagevermögen betreffen (vgl. Art. 29 Abs. 1 lit. b und 63 Abs. 1 lit. b DBG) und müssen 

(wie die Abschreibungen) ebenfalls geschäftsmässig begründet sein. Diese Vorausset-

zung  ist  erfüllt,  wenn  der  Vermögensgegenstand  am  Bilanzstichtag  eine  tatsächliche, 

aber  voraussichtlich  bloss  temporäre  Wertverminderung  erlitten  hat.  In  Frage  kommt 

jedoch  auch  eine  Rückstellung  i.  e.  S. für  eine  unmittelbar  drohende  Verlustgefahr. 

Fällt  die  geschäftsmässige  Begründetheit  einer  Wertberichtigung  oder  Rückstellung 

dahin, ist diese über die Erfolgsrechnung wiederum aufzulösen. Ein blosser, allgemei-

ner Hinweis auf den Preiszerfall, der auf dem Liegenschaftsmarkt eingetreten ist, ver-

mag eine Wertberichtigung noch nicht zu rechtfertigen. Wertberichtigungen, die ledig-

lich  der  allgemeinen  Sicherung  des  Geschäftsvermögens  dienen,  sind  wirtschaftlich 

und  steuerrechtlich  Reservestellungen  und  mithin  nicht  geschäftsmässig  begründet 

(Blumenstein/Locher, S. 257; Locher, N 25 und 31 ff. zu Art. 29 DBG). 

f)  Nach  Art. 123 ff.  DBG  bzw.  § 132  ff.  StG  haben  die  Steuerbehörden  zu-

sammen mit dem Steuerpflichtigen die für eine vollständige und gerechte Besteuerung 

massgebenden  tatsächlichen  und  rechtlichen  Verhältnisse  festzustellen.  Dabei  haben 

sie  in  sinngemässer  Anwendung  von  Art. 8  ZGB die  steuerbegründenden  Tatsachen 

nachzuweisen, der Steuerpflichtige dagegen jene Tatsachen, welche die Steuerschuld 

mindern oder aufheben (statt vieler: RB 1994 Nr. 33). 

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Tatsachen, die Abschreibungen und Rückstellungen bzw. Wertberichtigungen 

als  geschäftsmässig  begründet  erscheinen  lassen,  sind  steuermindernd  und  deshalb 

von der steuerpflichtigen Person nachzuweisen. Zu diesen Tatsachen gehören insbe-

sondere  die  Umstände,  welche  zur  (vorübergehenden)  Entwertung  des  betroffenen 

Aktivums  beigetragen  haben.  Um  die  Beurteilung  der  geschäftsmässigen  Begründet-

heit von geltend gemachten Wertberichtigungen zu ermöglichen, sind die Steuerpflich-

tigen kraft der sie treffenden gesetzlichen Obliegenheit gehalten, an der Abklärung der 

solchen Aufwendungen zugrunde liegenden Tatsachen mitzuwirken, wobei sie für de-

ren  Verwirklichung  beweisbelastet  sind.  Insbesondere  haben  sie  spätestens  vor  Re-

kurskommission  binnen  der  Rekurs-/Beschwerdefrist  eine  substanziierte  Sachdarstel-

lung  vorzutragen  und  die  Beweismittel  für  deren  Richtigkeit  beizubringen  oder 

zumindest unter genauer Bezeichnung anzubieten. Substanziiert ist eine Sachdarstel-

lung dann, wenn aus ihr im Einzelnen Art, Motiv und Rechtsgrund der geltend gemach-

ten  Entwertung  in  der  Weise  hervorgehen,  dass  bereits  gestützt  darauf – aber  unter 

Vorbehalt  der  Beweiserhebung – die  rechtliche  Beurteilung  der  geschäftsmässigen 

Begründetheit möglich ist. Fehlt es an einer in diesem Sinn genügenden Substanziie-

rung, hat die Rekurskommission von sich aus keine Untersuchung zu führen, um sich 

die  erforderlichen  Grundlagen  zu  beschaffen.  Diesfalls  hat  eine  Beweisabnahme  zu 

unterbleiben  mit  der  Wirkung,  dass  der  Nachweis  der  geschäftsmässigen  Begründet-

heit von Wertberechtigungen zu Ungunsten der hierfür beweisbelasteten Steuerpflich-

tigen  als  misslungen zu  betrachten ist.  Nur  ausnahmsweise  können  sich  diese,  wenn 

ihnen die Substanziierung und/oder Beweisleistung aus Gründen, die sie nicht zu ver-

treten  haben,  unmöglich oder unzumutbar  sind, auf Schätzungen berufen, sofern ihre 

Sachdarstellung  wenigstens  hinreichende  Schätzungsgrundlagen  enthält  (zum  Gan-

zen: RB 2002 Nr. 110, mit Hinweisen). 

3. a)  Die  Pflichtige  verbuchte  bei  den  streitbetroffenen  Liegenschaften  einer-

seits jahresbezogene Abschreibungen in Höhe der bei überbauten Liegenschaften üb-

lichen Sätze von 1 - 2% (vgl. Revisionsbericht Ziff. 8; Infomappe). Diese mit der alters-

bedingten Wertverminderung zusammenhängenden Abschreibungen sind unbestritten. 

Darüber  hinaus  erfuhren  die  Liegenschaften  "Wertberichtigungen"  im  Umfang 

von 20% des eingebuchten Anschaffungswerts (Kaufpreis). Erklärt wird die geschäfts-

mässige Begründetheit dieser Wertberichtigung letztlich allein mit der Minderwertigkeit 

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des  aus  dem  Möbelverkauf  stammenden  WIR-Gelds,  welches  für  den  Immobilienan-

kauf eingesetzt worden ist.  

b) WIR-Geld ist nicht Geld im Rechtssinn, sondern stellt eine Forderung beson-

derer Art dar. Es ist nämlich ein Zahlungsmittel, zu dessen Annahme nur die Mitglieder 

des  WIR-Wirtschaftsrings  für  einen  Teil  ihrer  Forderungen  verpflichtet  sind.  Die  dem 

WIR-Geld anhaftenden Nachteile haben zur Folge, dass sein Verkehrswert regelmäs-

sig  unter  dem  Nominalwert  liegt.  Zwar  besitzt  WIR-Geld  nach  den  WIR-Geschäfts-

bedingungen  die  volle  Kaufkraft.  Tatsächlich  sind  jedoch  WIR-Guthaben  nur  be-

schränkt  verwendbar  und  zudem  zinslos,  bei  Bezahlung  mit  WIR-Checks  müssen 

sodann  oft  schlechtere  Vertragsbedingungen  (keine  Rabatte,  Skonti  etc.)  hingenom-

men  werden.  Bei  WIR-Geld  wird  deshalb  in  der  Praxis  häufig  ein  Einschlag  von  

20-30% gewährt, wobei offiziellen WIR-Teilnehmern ein grösserer Einschlag zugebilligt 

wird  als  so  genannte  stillen  Teilnehmern,  welche  nicht  offiziell  WIR-Teilnehmer  sind 

(vgl.  Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,  Art. 16  N 61  f.  DBG,  § 16  N 75  f.  StG;  Locher, 

Art. 16 N 37).  

Der wirkliche Einschlag bei WIR-Geld ist in jedem Einzelfall unter Würdigung 

der Umstände festzulegen, wobei – wie bereits erwähnt – der für steuermindernde Tat-

sachen  substanziierungs-  und  beweispflichtige  Steuerpflichtige  die  entsprechenden 

Umstände  darzulegen  hat.  Ein  Einschlag  von  weniger  als  20%  spricht  freilich  zumin-

dest  bei  offiziellen  WIR-Teilnehmern  eher  gegen  die  Erfahrung.  Veräussert  aber  z.B. 

eine  Gesellschaft  WIR-Geld  mit  einem  Einschlag  an  einen  an  ihr  Beteiligten,  der  das 

WIR-Geld  unmittelbar  darauf  zum  Nominalwert  einsetzen  kann,  liegt  darin  gemäss 

Entscheid  des  Bundesgerichts  vom  23. Juli  2003  (2A.602/2002)  eine  verdeckte  Ge-

winnausschüttung,  wenn  die  Gesellschaft  die  Begründetheit  der  Differenz  nicht  bele-

gen  kann  (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,  Art. 16  N 63  DBG,  § 16  N 77  StG,  jeweils 

mit weiteren Hinweisen). In diesem Entscheid ging es um private WIR-Geldentnahmen 

eines  Anteilsinhabers  einer  GmbH  mit  einem  Einschlag  von  30%,  wobei  der  Letztere 

danach das bezogene WIR-Geld mit dem vollen Nennwert für den Kauf von Immobilien 

verwendet hatte.  

Die  Zürcher  Steuerbehörden  akzeptieren  angesichts  der  dargelegten  Beson-

derheit von WIR-Geld in der Regel Wertberichtigungen auf WIR-Guthaben im Umfang 

von 20% des Bestands. Wie die Vorinstanz zu Recht festgestellt hat, ist jedoch von der 

Frage der Anerkennung einer geschäftsmässig begründeten  (vorläufigen) Wertberich-

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tigung auf WIR-Geldern das Problem der tatsächlichen Realisierung einer (definitiven) 

Werteinbusse bei der Weitergabe bzw. Veräusserung von WIR-Geldern zu unterschei-

den (vgl. dazu ausführlich StRK II, 13. November 2001 = StE 2002 B 72.14.1 Nr. 21). 

In letzterem Zusammenhang ergibt sich nach dem Gesagten der Umfang der tatsächli-

chen Minderwertigkeit von WIR-Geld gegenüber CHF aus den Umständen des konkre-

ten Geschäfts. 

4. a) Im vorliegenden Fall steht nicht die  steuerliche Anerkennung einer (vor-

läufigen)  Wertberichtigung  auf  WIR-Geldbeständen  zur  Diskussion,  sondern  geht  es 

um  die  anhand  der  konkreten  Umstände  zu  beantwortende  Frage,  ob  es  steuerlich 

hinzunehmen ist, dass die Pflichtige mit WIR-Geld angekaufte Liegenschaften im Um-

fang von 20% des zunächst aktivierten CHF-Kaufpreises im Wert berichtigt hat. 

b) Auszugehen ist zunächst davon, dass die Kaufpreise der fraglichen Liegen-

schaften jeweils in CHF beurkundet worden sind; bezahlen konnte die Pflichtige jedoch 

vollumfänglich mit WIR-Geld. Dies ist unbestritten und auch bereits aus dem das Steu-

erjahr  2001  betreffenden  Rechtsstreit  bekannt  (vgl.  VGr,  20. Dezember  2006, 

SB.2006.00066). Von der Richtigkeit der in CHF verurkundeten Kaufpreise ist im Hin-

blick auf die für öffentliche Urkunden geltenden bundesrechtlichen Beweisvorschriften 

(vgl.  Art. 9  Abs. 1  ZGB)  ohne  weiteres  auszugehen.  Bei  den  verurkundeten  Kaufprei-

sen handelt es sich damit um die Anschaffungswerte, mit welchen die erworbenen Lie-

genschaften dementsprechend in die Bilanz aufzunehmen waren.  

Nach dem bereits Gesagten ist es nicht unmöglich, dass eine gerade erst er-

worbene  Liegenschaft  eine  rasche  Werteinbusse  erfährt,  beispielsweise  im  Zusam-

menhang mit einer Abzonung oder einer Unterschutzstellung. In einem solchen Fall ist 

die  Vornahme  einer  ausserordentlichen  Abschreibung  handelsrechtlich  geboten  und 

auch steuerlich hinzunehmen. Die Wertkorrektur hat dabei definitiven Charakter und ist 

folglich nicht im Rahmen einer provisorischen Wertberichtigung bzw. Rückstellung vor-

zunehmen.  

Wenn die Pflichtige rekurs- bzw. beschwerdeweise dafür hält, nach dem han-

delsrechtlichen  Vorsichts-  und  Niederstwertprinzip  sei  bei  den  zum  verurkundeten 

Kaufpreis aktivierten Liegenschaften am auf den Kauf folgenden Bilanzstichtag jeweils 

eine  Wertberichtigung  von  20%  zu  verbuchen,  so  obliegt  es  ihr,  die  diesbezügliche 

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geschäftsmässige  Begründetheit  darzutun  und  nachzuweisen.  Mit  der  blossen  Tatsa-

che,  dass  der  Kaufpreis  vollumfänglich  mit  WIR-Geld  beglichen  worden  ist,  lässt  

sich  ein  solcher  Korrekturbedarf  indes  nicht  begründen.  Wohl  liegt  nach  dem  bereits 

Gesagten der Verkehrswert von WIR-Geld ungeachtet der in den Geschäftsbedingun-

gen  der  WIR-Bank  vorgegebenen  Gleichstellung  von  WIR-  und  Bargeldkunden  (vgl.  

R-act. 3/2c) allgemein unter dem Nominalwert, doch kann im Einzelfall WIR-Geld gera-

de bei Geschäftsbeziehungen unter WIR-Teilnehmern eben auch ohne Werteinbussen 

verwendet  werden.  Vor  diesem  Hintergrund  hat  die  Pflichtige  die  tatsächlichen  Wert-

einbussen im Zusammenhang mit den erworbenen Liegenschaften in jedem Einzelfall 

detailliert darzulegen und nachzuweisen. Dies hat sie nicht getan:  

c)  Rekurs-  bzw.  beschwerdeweise  wird  darauf  hingewiesen,  mit  100%igem 

WIR-Anteil  könnten  nur  schlecht  marktgängige  Liegenschaften  und  Restwohnungen 

von Überbauungen erworben werden. Dies habe zur Folge, dass die Pflichtige Objekte, 

welche auf dem freien Markt mit Rabatt verkauft würden, zum vollen Listenpreis erwer-

ben müsse. In diesem Sinn werde jeweils ein Kaufpreis verurkundet, welcher über dem 

effektiven Verkehrswert bei einer Bezahlung mit CHF liege.  

Beweise oder Beweisangebote für diese letztere pauschale Behauptung blieb 

die  Pflichtige  schuldig.  Dabei  ist  davon  auszugehen,  dass  entsprechende  Unterlagen 

rund um die getätigten Liegenschaftenankäufe (Verträge ausserhalb der öffentlich be-

urkundeten  Kaufverträge,  Verkaufsdokumentationen,  Verkehrswertschätzungen  der 

Verkäuferschaft,  Korrespondenzen  zu  den  Preisverhandlungen  etc.)  existieren  und 

diesbezüglich Aufschluss hätten geben können. Damit fehlen aber konkrete Indizien für 

die  Annahme,  dass  bei  der  Kaufpreisbestimmung  die  WIR-Anteile  in  allen  Fällen  als 

minderwertige,  nicht  dem  nominellen  Wert  entsprechende  Zahlungsmittel  betrachtet 

worden sind. Dass solches aus den öffentlich beurkundeten Kaufverträgen hervorgehe, 

behauptet  die  Pflichtige  zu  Recht  nicht,  denn  in  diesen  wurde  nicht  die  Zahlung  mit 

WIR-Checks  von  einem  bestimmten  Nennwert  vereinbart,  sondern  die  Zahlung  eines 

bestimmten CHF-Geldwerts "in WIR" mit unbestimmtem Nennwert. Auch in den Hand-

änderungsanzeigen  und  in  den  Grundstückgewinnsteuerveranlagungen  wird  dement-

sprechend  auf  den 

in  CHF  verurkundeten  Kaufpreis  abgestellt  (so  z.B.  von 

Fr. 495'000.-  bei  der  per  2002  gekauften  und  wieder  veräusserten  Liegenschaft  in  F; 

vgl.  die  diesbezüglichen  Unterlagen,  Infomappe).  War  mithin  die  Hingabe  von 

WIR-Checks im bestimmten effektiven Geldwert verabredet, so taugt die blosse Beru-

fung auf den Umstand, dass auf WIR-Checks gewöhnlich Einschläge gewährt würden, 

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von  vornherein  nicht  zum  Beweis  der  behaupteten  Unrichtigkeit  des  verurkundeten 

Kaufpreises  (so  auch  BGr,  18. Januar  2000,  2P.138/1998,  www.bger.ch  =  StE 2002 

B 44.11 Nr. 11).  

Wenn  im  Übrigen  der  Kaufpreis  (im  Hinblick  auf  die  Begleichung  mit  100% 

WIR-Geld)  tatsächlich  zu  hoch  und  damit  falsch  verurkundet  worden  wäre,  so  wäre 

auch  nur  ein  entsprechend  tieferer  Anschaffungspreis  (gewissermassen  der  CHF-

Gegenwert  des  eingesetzten  WIR-Gelds)  zu  aktivieren  gewesen;  damit  verbliebe  von 

vornherein  kein  Raum  für  Wertberichtigungen  bzw.  Abschreibungen  von  20%  (VGr, 

25. Juni 2008, SB.2007.118).  

d) Die Pflichtige macht  weiter geltend, dass in der  Geschäftspraxis  Rückstel-

lungen  anhand  von  Warnzeichen  und  Indizien  vorgenommen  würden.  Für  sie  seien 

folgende Faktoren relevant gewesen: Der allgemein anerkannte Minderwert von WIR-

Geld,  der  allgemeine  Wertanstieg  bei  Liegenschaften  in  den  letzten Jahren  sowie  die 

ungenügenden Renditen und Ertragswerte der gekauften Liegenschaften.  

aa)  Dass  der  Minderwert  von  WIR-Geld  im  freien  Geschäftsverkehr  kein 

Grund für (20%ige) pauschale Abschreibungen bzw. Wertberichtigungen auf mit WIR-

Geld  angeschafften  Aktiven  im  Einzelfall  sein  kann,  wurde  vorstehend  bereits  ausge-

führt.  

bb)  Was  den  allgemeinen  Wertanstieg  bei  Immobilien  anbelangt,  weist  die 

Pflichtige  darauf  hin,  dass  Liegenschaften  in  den  vergangenen  Jahren,  zumindest  ab 

2001, regelmässige Wertsteigerungen erfahren hätten. Auch der Zürcher Regierungs-

rat habe dementsprechend mit Weisung vom 12. August 2009 (gemeint ist diejenige an 

die Steuerbehörden über die Bewertung von Liegenschaften und die Festsetzung der 

Eigenmietwerte ab Steuerperiode 2009; ZStB I Nr. 15/502) eine Liegenschaftenhöher-

bewertung  um  durchschnittlich  16%  vorgenommen.  Die  Pflichtige  habe  die  mit  WIR-

Geld  angekauften  Liegenschaften  demgegenüber  oft  zum  Erwerbspreis  oder  mit  Ver-

lusten  weiterverkauft;  nur  selten  sei  ein  Gewinn  realisiert  worden.  Daraus  könne  der 

Umkehrschluss  gezogen  werden,  dass  am  ersten  Bilanzstichtag  eine  Bewertungskor-

rektur angezeigt gewesen sei; dies weil der Wert, der in WIR-Geld angegeben worden 

sei, eben nicht dem effektiven Gebäudewert in CHF entsprochen habe.  

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Allgemeine  Wertsteigerungen  im  Immobilienbereich  treffen  regelmässig  nicht 

sämtliche Objekte in gleicher Weise; an attraktiven Lagen können sie überproportional 

hoch sein, während an schlechteren Lagen die Preise nur moderat ansteigen oder sta-

bil bleiben. Bei Liegenschaften an begehrten Lagen führt der allgemeine Preisanstieg 

zu  stillen  Reserven  und  damit  zu  potentiellem  Gewinn  im  Fall  einer  Veräusserung. 

Daraus  folgt  selbstredend  nicht,  dass  bei  Liegenschaften,  welche  am  allgemeinen 

Preisanstieg  z.B.  aufgrund  einer  schlechten  Lage  nicht  teilhaben,  Abschreibungen  im 

Umfang  des  durchschnittlichen  Preisanstiegs  im  Immobilienbereich  vorzunehmen  wä-

ren.  Solche Liegenschaften  verlieren  nicht  an Wert;  sie  erfahren  lediglich  keine  Wert-

steigerung. Mit dem allgemeinen Anstieg der Immobilienpreise lässt sich folglich nicht 

begründen, dass bei den in Frage stehenden Liegenschaften (bei welchen der Wert im 

Kaufvertrag  gerade  nicht  in  WIR-Geld  angegeben  worden  ist)  ein  20%iger  Abschrei-

bungsbedarf bestanden hat.   

cc)  Der  Hinweis  auf  ungenügende  Renditen  und  Ertragswerte  ist  ebenfalls 

unbehelflich.  Die  Pflichtige  hat  die  fraglichen  Liegenschaften  nicht  für  die  Anlage  von 

Geschäftsvermögen  bzw.  für  die  Renditeerzielung  erworben,  sondern – mit  dem  Ziel, 

WIR-Geld in CHF umzuwandeln – für den (schnellen) Handel. Dementsprechend wur-

den  vorab  Eigentumswohnungen  oder  Eigenheime  und  nicht  etwa  vermietbare  Mehr-

familienhäuser  oder  Geschäftsliegenschaften  erworben.  Die  aktuellen  Renditen,  wel-

che im Rahmen der Vermietung der angekauften Objekte erzielt worden sind, erlauben 

daher von vornherein keine verlässlichen Rückschlüsse auf den Verkehrswert.  

dd)  Im  Einspracheverfahren  hat  die  Pflichtige  die  Einholung  von  unabhängi-

gen Verkehrswertschätzungen über die betroffenen Liegenschaften beantragt. Rekurs- 

und  beschwerdeweise  hat  sie  diesen  Antrag  nicht  mehr  erneuert.  Für  die  Einholung 

entsprechender Expertisen bestünde denn auch kein Grund:  

Die Pflichtige hat eine Übersicht über den von ihr in den vergangenen Jahren 

getätigten  Liegenschaftenhandel  vorgelegt.  Auf  dieser  ist  beispielsweise  ersichtlich, 

dass die eine Liegenschaft in F im Jahr 2002 für Fr. 495'000.- gekauft (Bezahlung mit 

100% WIR-Geld) und noch im gleichen Jahr für Fr. 495'000.- (CHF) wieder veräussert 

worden ist. Mit Bezug auf diese Liegenschaft ist aufgrund der beiden Handänderungen 

der  Verkehrswert  von  Fr. 495'000.-  pro  2002  mithin  gesichert,  womit  kein  Grund  für 

eine  diesbezügliche  20%ige  Wertkorrektur  zwischen  Ankauf  und  Verkauf  bestanden 

hat. Bei den beiden anderen Liegenschaften, welche gemäss Übersicht jeweils noch im 

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Ankaufsjahr  gleich  wieder  abgestossen  worden  sind,  resultierten  ebenfalls  keine  Ver-

luste,  sondern  in  einem  Fall  sogar  ein  Gewinn  (Liegenschaft  in  H  per  2004  für 

Fr. 485'000.- [in WIR] erworben und für Fr. 500'000.- wieder verkauft; Liegenschaft in L 

per 2006 für Fr. 560'000.- [in WIR] gekauft und für Fr. 560'000.- wieder veräussert). Ein 

Verlust  in  der  Grössenordnung  von  20%  gab  es  lediglich  bei  einer  per  2001  in  M  für 

Fr. 560'000.-  gekauften  Liegenschaft,  welche  per  2002  für  Fr. 449'000.-  veräussert 

worden  ist,  was  freilich  auch  Gründe  ausserhalb  der  WIR-Geld-Argumentation  der 

Pflichtigen  haben  kann.  Bei  allen  anderen  Objekten  entsprechen  die  Verkaufspreise 

den Ankaufspreisen oder resultieren (über wenige Jahre) Verluste zwischen 1 und (in 

einem Fall) maximal 6%. Bei diesen Handelszahlen ist ohne weiteres davon auszuge-

hen, dass die in CHF verurkundeten  Ankaufspreise verlässliche Verkehrswerte reprä-

sentieren und damit kein Grund besteht, mit Bezug auf die streitbetroffenen wertberich-

tigten Liegenschaften Verkehrswertgutachten einzuholen; ebenso zeigt sich, dass von 

einem  pauschalen  20%-Abschreibungsbedarf  wegen  WIR-Geld-bedingten  zu  hohen 

Ankaufpreisen keine Rede sein kann. Objektbezogene konkrete Gründe, welche nahe-

legten, dass bei einzelnen der hier betroffenen Liegenschaften entgegen den vorgeleg-

ten Zahlen ein zu hoher Ankaufspreis bezahlt worden ist, hat die Pflichtige nicht vorge-

bracht.  

e) Als Zwischenergebnis ist damit festzuhalten, dass den in den hier betroffe-

nen  Steuerjahren  2002  bis  2005  verbuchten  "Wertberichtigungen  WIR  auf  Liegen-

schaftenbeständen" die steuerliche Anerkennung zu versagen ist, was entsprechende 

ertrags- und kapitalseitige Aufrechnungen zur Folge hat.  

5. a)  Die  Steuerbehörde  hat  im  Geschäftsjahr  2002  die  früher  gebildeten 

Wertberichtigungen  und 2003  die verbuchte Auflösung einer solchen aus den Vorjah-

ren  korrigiert.  Sie  hält  dies  für  zulässig,  weil  die  in  Frage  stehenden  Wertberichtigun-

gen  eindeutig  den  vorübergehenden  Rückstellungen  und  nicht  den  endgültigen  Ab-

schreibungen zuzuweisen seien.  

Die  Pflichtige  weist  rekurs-  und  beschwerdeweise  darauf  hin,  dass  die  vor 

2002  verbuchten  Wertberichtigungen  im  Rahmen  der  das  Steuerjahr  2001  betreffen-

den  steueramtlichen  Revision  detailliert  geprüft  und  nicht  beanstandet  worden  seien. 

Letzteres wird von der Vorinstanz in der Rekurs- und Beschwerdeantwort nicht in Ab-

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rede gestellt; diese hält aber dafür, an die stillschweigende Akzeptanz der Wertberich-

tigungen per Ende 2001 nicht gebunden zu sein.  

b)  Wie  bereits  erwähnt,  sind  Abschreibungen  definitiv,  während  Rückstellun-

gen nur provisorischen Charakter haben. Nur die Letzteren können deshalb bei späte-

ren  Veranlagungen  von  der  Steuerbehörde  erneut  auf  die  geschäftsmässige  Begrün-

detheit  hin  überprüft  werden  (vgl.  Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,  Art. 30  N 22  DBG 

und § 64 N 87 StG ).  

Bei  den  hier  in  Frage  stehenden  20%-Wertberichtigungen  handelt  es  sich 

nicht um Rückstellungen mit provisorischem Charakter, sondern um ausserordentliche 

Abschreibungen.  Die  WIR-Geld-bezogene  Argumentation  der Pflichtigen  läuft  nämlich 

darauf hinaus, dass der effektive Verkehrswert der in Frage stehenden Liegenschaften 

jeweils 20% unter dem aktivierten Ankaufspreis liegt; wäre dem so (was nach dem Ge-

sagten  nicht  zutrifft  bzw.  nicht  nachgewiesen  ist),  so  müsste  die  handelsrechtliche 

Konsequenz  die  Vornahme  einer  entsprechenden  definitiven  Abschreibung  sein.  Hat 

die Steuerbehörde trotz Bücherrevision solche Abschreibungen  pro 2001 zugelassen, 

können  diese  folglich  in  den  vorliegend  betroffenen  Steuerperioden  nicht  mehr  korri-

giert werden; eine indirekte Korrektur (in Form der Besteuerung von wiedereingebrach-

ten Abschreibungen) erfolgt indes beim Verkauf dieser Liegenschaften.  

c) Unter Verzicht auf die Korrekturen der vor 2002 vorgenommenen Abschrei-

bungen  (vgl.  Übersicht  in  Ziff. 1  b)  ergibt  sich  pro  2003  ein  Aufrechnungsbedarf  von 

Fr. 264'000.- (Fr. 674'000.- ./. Abschreibungen auf Käufen vor 2002 von Fr. 410'000.-) 

und  pro  2003  ein  solcher  von  Fr. 542'000.-  (Fr. 388'000.-  +  wiedereingebrachte  Ab-

schreibungen von Fr. 154'000.-).  

Damit ergeben sich unter Berücksichtigung der unbestrittenen interkantonalen 

Steuerausscheidung (vgl. Neuberechnung die folgenden Einschätzungen:  

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Staats- und Gemeindesteuer 

 Direkte Bundessteuer 

Fr. 

Fr. 

Steuerperiode 1.1. - 31.12.2002 

Steuerbarer Reingewinn 
Steuerbarer Reingewinn 
Gewinnsteuersatz 

Steuerbares Eigenkapital 
Satzbestimmendes Kapital 
bzw. Eigenkapital per 31.12.2002 
Kapitalsteuersatz 

Steuerperiode 1.1. - 31.12.2003 

Steuerbarer Reingewinn 
Satzbestimmender Reingewinn 
Gewinnsteuersatz 

Steuerbares Eigenkapital 
Satzbestimmendes Kapital 
bzw. Eigenkapital per 31.12.2003 
Kapitalsteuersatz 

Steuerperiode 1.1. - 31.12.2004 

Steuerbarer Reingewinn 
Satzbestimmender Reingewinn 
Gewinnsteuersatz 

Steuerbares Eigenkapital 
Satzbestimmendes Kapital 
bzw. Eigenkapital per 31.12.2004 
Kapitalsteuersatz 

Steuerperiode 1.1. - 31.12.2005 

Steuerbarer Reingewinn 
Satzbestimmender Reingewinn 
Gewinnsteuersatz 

Steuerbares Eigenkapital 
Satzbestimmendes Kapital 
bzw. Eigenkapital per 31.12.2005 
Kapitalsteuersatz 

309'600.- 
368'400.- 
10% 

756'000.- 

1'156'000.- 
1.5 ‰   

567'200.- 
579'900.- 
10% 

853'000.- 

1'667'000.- 
1.5 ‰   

0.- 
0.- 

4% 

712'000.- 

1'313'000.- 
1.5 ‰   

0.- 
0.- 

4% 

601'000.- 

1'324'000.- 

0.75 ‰.   

368'400.- 

8.5% 

1'156'000.- 

579'900.- 

8.5% 

1'667'000.- 

0.- 

8.5% 

1'313'000.- 

0.- 

8.5% 

1'324'000.- 

6. a) Nach alledem sind sowohl der Rekurs als auch die Beschwerde teilweise 

gutzuheissen.  

b) Bei diesem Ausgang sind die Kosten des Verfahrens den Parteien anteils-

mässig aufzuerlegen (Art. 144 Abs. 1 DBG; § 151 Abs. 1 StG). Da die Pflichtige über-

wiegend  unterliegt,  kommt  die  Zusprechung  der  beantragten  Parteientschädigungen 

1 ST.2010.18 - 21 
1 DB.2010.14 - 17 

 
 
 
 
    
 
 
 
 
 
 
 
 
 
  
 
 
 
 
 
 
 
  
 
 
 
 
  
 
 
 
 
  
 
 
 
 
 
 
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nicht in Betracht (bzw. Art. 144 Abs. 4 DBG i.V.m. Art. 64 Abs. 1 des Bundesgesetzes 

über das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 1968 bzw. § 152 StG i. V. m. § 17 

Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 ). 

Demgemäss erkennt die Rekurskommission: 

1.  Der  Rekurs  wird  teilweise  gutgeheissen.  Die  Rekurrentin  wird  für  die  Staats-  und 

Gemeindesteuer wie folgt eingeschätzt: 

Steuerperiode 

Reingewinn  Satz  Eigenkapital  Satz 

1.1. - 31.12.2002  steuerbar 

satzbestimmend 

1.1. - 31.12.2003  steuerbar 

satzbestimmend 

1.1. - 31.12.2004  steuerbar 

satzbestimmend 

1.1. - 31.12.2005  steuerbar 

satzbestimmend 

Fr. 

309'600.- 
368'400.- 

567'200.- 
579'900.- 

% 

10 

10 

0.- 
0.- 

0.- 
0.- 

Fr. 

756'000.- 
1'156'000.- 

853'000.- 
1'667'000.-. 

712'000.- 
1'313'000.- 

‰ 

1,5 

1,5 

1,5 

601'000.-         0,75 

1'324'000.-. 

2.  Die  Beschwerde wird  teilweise gutgeheissen.  Die Beschwerdeführerin wird für die 

direkte Bundessteuer wie folgt veranlagt: 

Steuerperiode 

steuerbarer 
Reingewinn 

Satz 

massgebendes 
Eigenkapital 

  1.1. - 31.12.2001  

  1.1. - 31.12.2002 

  1.1. - 31.12.2001  

  1.1. - 31.12.2002 

[…] 

Fr. 

368'400.- 

579'900.- 

0.- 

0.- 

% 

8,5 

8,5 

8,5 

8,5 

Fr. 

1'156'000.- 

1'667'000.- 

1'313'000.- 

1'324'000.- 

1 ST.2010.18 - 21 
1 DB.2010.14 - 17