# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 09ca1267-1c27-5c0f-a361-bfce55f767f8
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-02-21
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 21.02.2012 E-5664/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-5664-2011_2012-02-21.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung V
E­5664/2011

U r t e i l   v om   2 1 .   F e b r u a r   2 0 1 2

Besetzung Einzelrichter Kurt Gysi,
mit Zustimmung von Richter François Badoud;  
Gerichtsschreiber Christoph Berger.

Parteien A._______, geboren am (…),
Irak,  
vertreten durch lic. iur. Michael Steiner, Rechtsanwalt, 
(…),
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Asyl und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 12. September 2011 / N (…).

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer,  kurdischer  Volkszugehörigkeit,  seinen 
Heimatstaat  eigenen  Angaben  zufolge  am  10.  Oktober  2008  auf  dem 
Landweg  verliess,  über  die  Türkei  und  ihm  unbekannte  Länder  am  3. 
November 2008 in die Schweiz gelangte und gleichentags im Empfangs­ 
und Verfahrenszentrum (EVZ) Basel um Asyl nachsuchte,

dass  er  am 5. November  2008  im EVZ und  am 8. Oktober  2009  durch 
das BFM zu seinem Asylgesuch angehört wurde,

dass  er  im Wesentlichen  vorbrachte,  er  sei  im  Raume  Zakho  (Provinz 
Dohuk)  geboren  worden  und  habe  seit  seiner  frühen  Kindheit  bis  zu 
seiner Ausreise aus dem Heimatland ausschliesslich in Mosul gelebt,

dass  er  in Mosul  vier  bis  fünf  Jahre  die Schule  besucht  und  später  als 
Chauffeur bei einer (…) gearbeitet habe,

dass  er  dabei  beruflich  öfters  auch  Waren  von  Mosul  in  den  Nordirak 
transportiert habe,

dass er  im September 2008 von drei Männern über seine Arbeit befragt 
worden  sei  und  er  sie  über  seine  Transporte  in  den Nordirak  informiert 
habe,

dass  er  am  3.  Oktober  2008  auf  einer  Fahrt  in  den  Nordirak  ein  Lokal 
aufgesucht  habe,  das  sich  auf  der  gegenüberliegenden  Strassenseite 
befunden habe, 

dass  er  von  dort  aus  beobachtet  habe,  wie  sich  die  Polizei  um  sein 
Fahrzeug  versammelt,  das  Fenster  seines  Wagens  eingeschlagen  und 
eine Tasche an sich genommen habe,

dass er  seinen Firmenchef  telefonisch über die Situation orientiert  habe 
und dieser ihm geraten habe, zu fliehen,

dass er sich umgehend zu seiner Schwester begeben und sich bis zum 
10. Oktober 2008 dort aufgehalten habe,

dass  in  dieser  Zeit  die  Polizei  mehrmals  bei  seinen  Eltern  zu  Hause 
vorgesprochen und nach ihm gefragt habe,

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dass  er  von  seinem  Vater  und  seinem  Onkel,  die  sich  bei  der  Polizei 
gemeldet hätten, vernommen habe, dass sich in der Tasche Sprengstoff 
befunden habe und nach ihm gesucht werde,

dass er sich nicht  in den Nordirak habe absetzen können, da sein Vater 
als  ehemaliges  Baath­Mitglied  und  Rafik  der  ehemaligen  irakischen 
Regierung mit der nordirakischen Regierung Probleme gehabt habe und 
mit einem dort ansässigen Stamm in einer Blutrache­Fehde stehe,

dass  sein  Vater  und  sein  Onkel  beim  Firmenbesitzer  ein  Darlehen 
aufgenommen  hätten  und  mit  deren  Hilfe  die  Ausreise  aus  seinem 
Heimatland finanziert worden sei,

dass  er  im  Verlaufe  des  erstinstanzlichen  Verfahrens  als  Beweismittel 
unter  anderem  eine  irakische  Identitätskarte  und  einen  irakischen 
Führerausweis zu den Akten gab,

dass  das  BFM  in  einer  amtsinternen  Analyse  darauf  erkannte,  der 
Identitätskarte hafte zahlreiche objektive Fälschungsmerkmale an,

dass  das  BFM  über  die  Fachstelle  "LINGUA"  einen  Experten  damit 
beauftragte, mittels  einer Sprach­  und Herkunfts­Analyse  abzuklären,  in 
welchem Gebiet  die  Sozialisation  des Beschwerdeführers  stattgefunden 
habe,

dass zu diesem Zweck am 17. April 2011 ein telefonisches Gespräch mit 
dem Beschwerdeführer geführt wurde,

dass mit dem Expertenbericht vom 18. April 2011 im Resultat festgestellt 
wurde,  die  vorherrschende  Sozialisation  des  Beschwerdeführers  habe 
"definitely  not"  in  Mosul  und  "most  likely"  in  Zakho,  Nordirak, 
stattgefunden,

dass  dem  Beschwerdeführer  mit  Schreiben  vom  21.  April  2011 
Gelegenheit  gegeben  wurde,  zu  den  Resultaten  der  Prüfung  der 
Identitätskarte  sowie  der  Herkunfts­Analyse  schriftlich  Stellung  zu 
nehmen, 

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  seiner  damaligen 
Rechtsvertreterin vom 10. Mai 2011 festhielt, er habe seit seiner Kindheit 
in  der  Provinz  Mosul  gelebt  und  dort  die  Schule  besucht  und  stellte 
Dokumente in Aussicht, die dies bestätigen könnten,

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dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  seiner  Rechtsvertreterin  vom  
20. Juli 2011 eine Wohnsitzbescheinigung datiert vom 15. Mai 2011 und 
ein  Zeugnis  des  Schuljahres  1994/1995,  das  die  Eltern  des 
Beschwerdeführers  von der Schule mit Datum vom 7.  Juni  2011 hätten 
bestätigen lassen, zu den Akten reichte,

dass  das  BFM  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  mit  Verfügung 
vom  12.  September  2011  ablehnte  und  dessen  Wegweisung  aus  der 
Schweiz sowie den Vollzug der Wegweisung anordnete,

dass das BFM die als gefälscht erkannte Identitätskarte einzog,

dass  das  BFM  zur  Begründung  der  angefochtenen  Verfügung  im 
Wesentlichen  anführte,  die  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  würden 
den  Anforderungen  von  Art.  7  des  Asylgesetzes  vom  26.  Juni  1998 
(AsylG,       SR  142.31)  an  die  Glaubhaftmachung  eines 
asylbegründenden  Sachverhalts  nicht  genügen,  weshalb  er  die 
Flüchtlingseigenschaft nicht erfülle und das Asylgesuch abzulehnen sei, 

dass der Ablehnung des Asylgesuches in der Regel die Wegweisung aus 
der  Schweiz  folge  und  keine  Gründe  ersichtlich  seien,  die  auf 
Unzulässigkeit,  Unzumutbarkeit  oder  Unmöglichkeit  eines 
Wegweisungsvollzuges schliessen lassen könnten,

dass  insbesondere  Art.  5  Abs.  1  AsylG  (Grundsatz  der 
Nichtrückschiebung) nicht anwendbar  sei und sich aus den Akten keine 
Anhaltspunkte  dafür  ergeben  würden,  dass  dem  Beschwerdeführer  im 
Falle  einer  Rückkehr  in  den  Heimatstatt  mit  beachtlicher 
Wahrscheinlichkeit  eine  durch  Art.  3  der  Konvention  vom 
4. November 1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und 
Grundfreiheiten  (EMRK,  SR 0.101)  verbotene  Strafe  oder  Behandlung 
drohe,

dass  davon  auszugehen  sei,  dass  der  Beschwerdeführer  aus  dem  von 
der  kurdischen  Regionalregierung  kontrollierten  nordirakischen  Zakho 
stamme und dort  längere Zeit gelebt habe, wo aufgrund der Sicherheits­ 
und  Menschenrechtslage  keine  Situation  allgemeiner  Gewalt  herrsche, 
weshalb der Wegweisungsvollzug dorthin grundsätzlich zumutbar sei,

dass vorliegend auch keine individuellen Gründe gegen die Zumutbarkeit 
des  Wegweisungsvollzuges  sprechen  würden,  da  es  sich  beim 

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Beschwerdeführer  um  einen  jungen,  gesunden  und  alleinstehenden 
Mann handle,

dass,  nachdem  er  versucht  habe,  die  Asylbehörden  über  seine  wahre 
Herkunftsregion zu täuschen, davon auszugehen sei, dass er im Nordirak 
über  ein  soziales Netz  verfüge,  das  ihm bei  der Reintegration  behilflich 
sein könne,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  ausserdem  technisch  möglich  und 
praktisch durchführbar sei,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  13.  Oktober  2011  gegen 
diesen Entscheid Beschwerde erhob und beantragt, es sei ihm Einsicht in 
die  Akten  A6/3,  A7/1,  A14/2,  A16/1,  A18/7,  A24/1,  in  die  eingereichten 
Fotos  sowie  das  Zustellcouvert  betreffend  Wohnsitzbestätigung  und 
Schulzeugnis und die Identitätskarte im Original zu gewähren,

dass  ihm  eventualiter  das  rechtliche  Gehör  zu  den  Akten  A6/3,  A7/1, 
A14/2,  A16/1,  A18/7,  A24/1,  zu  den  eingereichten  Fotos  sowie  dem 
Zustellcouvert betreffend Wohnsitzbestätigung und Schulzeugnis und die 
Identitätskarte im Original zu gewähren und eventualiter das Abhören der 
Lingua­CD zu ermöglichen sei,

dass  ihm nach der Gewährung der Akteneinsicht beziehungsweise nach 
der  Anhörung  der  Lingua­CD  eine  angemessene  Frist  zur  Einreichung 
einer Beschwerdeergänzung anzusetzen sei,

dass  er  weiter  beantragt,  die  Verfügung  des  BFM  vom  12.  September 
2011  sei  aufzuheben  und  die  Sache  dem  BFM  zur  vollständigen  und 
richtigen  Abklärung  und  Feststellung  des  rechtserheblichen 
Sachverhaltes und zur Neubeurteilung zurückzuweisen,

dass  eventualiter  die  Verfügung  des  BFM  vom  12.  September  2011 
aufzuheben und dem Beschwerdeführer Asyl zu gewähren sei,

dass  eventualiter  die  Verfügung  des  BFM  vom  12.  September  2011 
aufzuheben  und  die  Unzulässigkeit  des  Wegweisungsvollzuges  des 
Beschwerdeführers festzustellen sei,

dass  dem  unterzeichneten  Anwalt  vor  Gutheissung  der  vorliegenden 
Verwaltungsbeschwerde  eine  angemessene  Frist  zur  Einreichung  einer 
detaillierten  Kostennote  zur  Bestimmung  der  Parteientschädigung 
einzuräumen sei, 

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dass das Bundesverwaltungsgericht mit Verfügung vom 17. Oktober 2011 
den Eingang der Beschwerde bestätigte,

und zieht in Erwägung,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  auf  dem  Gebiet  des  Asyls  im 
Regelfall  ­  so  auch  vorliegend  ­  endgültig  über  Beschwerden  gegen 
Verfügungen  (Art. 5  des Bundesgesetzes  vom 20. Dezember 1968 über 
das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR  172.021])  des  BFM  entscheidet 
(Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 31­33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32]  sowie  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  sich  das  Verfahren  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem  BGG 
richtet, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 6 AsylG),

dass der Beschwerdeführer am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen 
hat,  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  ist,  ein 
schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise 
Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist 
(Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 VwVG),

dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  entschieden  wird 
(Art. 111  Bst. e  AsylG),  und  es  sich  vorliegend,  wie  nachfolgend 
aufgezeigt, um eine solche handelt,

dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass  mit  vorliegender  Beschwerde  ausdrücklich  auch  die  nicht 
selbständig  anfechtbare  Verfügung  des  BFM  vom  21.  April  2011 
(rechtliches  Gehör  zur  amtsinternen  Überprüfung  der  eingereichten 
Identitätskarte  und  zum  wesentlichen  Inhalt  sowie  zum  Resultat  der 
Lingua­Analyse) sowie die Verfügung vom 5. Oktober 2011 (Gewährung 
Akteneinsicht) angefochten werden,

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dass  die  in  der  Rechtsmitteleingabe  erhobenen  Rügen  der  Verletzung 
des Anspruchs  auf Akteneinsicht,  der  schwerwiegenden Verletzung des 
Anspruchs  auf  Gewährung  des  rechtlichen  Gehörs  sowie  der  nicht 
vollständigen  und  nicht  richtigen  Abklärung  des  rechtserheblichen 
Sachverhaltes offenkundig ins Leere stossen,

dass  entgegen  der  Rüge  in  der  Rechtsmitteleingabe  in  die  Akten  A6/3 
(Formular  Lingua­Auftrag  vom  5.  November  2008  und  entsprechende 
Faxkopie)  und  A16/1  (Formular  Lingua­Auftrag  vom  3.  Juni  2010)  die 
Einsicht nicht zu Unrecht verweigert wurde, da es sich dabei um interne 
Nebenakten  handelt  (vgl.  etwa  bereits  Zwischenverfügung  des 
Bundesverwaltungsgerichts  vom 11. März 2008  in Sachen E­1402/2008 
mit gleichem Rechtsvertreter),

dass  zwar  dem  Beschwerdeführer  von  der  Vorinstanz  die  Formulare 
durchaus  hätten  ediert  werden  dürfen,  indessen  diese  entsprechende 
Unterlassung  der  Vorinstanz  keine  Verletzung  des  rechtlichen 
Gehörsanspruchs darstellt, da darin ohnehin lediglich Eckdaten enthalten 
sind, die vom Beschwerdeführer selbst vorgebracht wurden,

dass  ebenso  die  Akte  A7/1  als  solche  nicht  edierungspflichtig  ist,  wird 
darin doch lediglich festgehalten, dass zum damaligen Zeitpunkt "Badini­
Analysen" aus organisatorischen Gründen nicht möglich seien und dieser 
Umstand  für  das  vorliegende  Verfahren  irrelevant  ist  und  die 
Nichtedierung  dieser  Akte  offenkundig  keine Verletzung  des  rechtlichen 
Gehörs darstellen kann,

dass  demnach  entgegen  der  in  der  Rechtsmitteleingabe  angestellten 
Mutmassungen der  Inhalt der Akte A7/1 keine wichtigen Fragen  für das 
vorliegende Verfahren aufwirft  und  zur Erstellung des  rechtserheblichen 
Sachverhaltes nicht auch nur ansatzweise von Bedeutung ist,

dass im Weiteren die Rüge, die Einsicht in das Lingua­Gutachten an sich 
gemäss der Akte A18/7 sei rechtswidrig verweigert worden, unbegründet 
ist,

dass  die  Lingua­Analysen  betreffend  den  Beschwerdeführer,  ­  welche 
entgegen  der  Bezeichnung  durch  das  BFM  keine  Gutachten  im 
Rechtssinn,  sondern  Auskünfte  von Drittpersonen  im Sinne  von Art.  12 
Bst.  c  VwVG  darstellen  (vgl.  Entscheide  und  Mitteilungen  der 
Schweizerischen  Asylrekurskommission  (EMARK)  2003  Nr.  14  E.  7)  ­ 
grundsätzlich  der  Akteneinsicht  unterstehen,  da  sie  geeignet  sind,  den 

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Entscheid der Behörde  in diese oder  jene Richtung hin zu beeinflussen, 
wobei  die  Fragen  und  Antworten  unter  Umständen  in 
zusammenfassender Weise offen zu legen sind (a.a.O, E. 9),

dass  der  Inhalt  und  die Ergebnisse  der  Lingua­Herkunftsanalyse  in  Art, 
Form  und  Umfang  dem  Beschwerdeführer  unter  dem  zutreffenden 
Hinweis  auf  die  Einschränkung  überwiegender  öffentlicher 
Geheimhaltungsinteressen gemäss Art. 27 VwVG mit der Gewährung des 
rechtlichen Gehörs vom 21. April 2011 rechtsgenüglich, das heisst soweit 
dies  gesetzlich  geboten  und  zulässig  ist,  zur Kenntnis  gebracht wurden 
(A20/3)  und  darüber  hinaus  in  der  angefochtenen  Verfügung  vom  12. 
September 2011 die wesentlichen Resultate der Analyse angeführt sind,

dass  anlässlich  der  Gewährung  des  rechtlichen  Gehörs  vom  21.  April 
2011 dem Beschwerdeführer auch der Werdegang und die Qualifikation 
der sachverständigen Person der Herkunftsanalyse offengelegt wurde,

dass  dem  Beschwerdeführer  darüber  hinaus  mit  der  Gewährung  des 
rechtlichen Gehörs vom 21. April 2011 die Möglichkeit eröffnet wurde, die 
Gesprächsaufzeichnungen  nach  vorheriger  Terminabsprache  beim BFM 
anzuhören,

dass der Beschwerdeführer mit Eingaben vom 10. Mai 2011 und 20. Juli 
2011  unter Mitwirkung  seiner  damaligen  rechtskundigen Vertreterin  das 
ihm gewährte rechtliche Gehörs in dem von ihm als notwendig erachteten 
Umfang vollumfänglich wahrnahm,

dass  demnach  dem  in  der  Rechtsmitteleingabe  gestellten  Antrag,  dem 
Beschwerdeführer  sei  zwingend  die  Gelegenheit  zu  geben,  die  CD 
betreffend das Gespräch anzuhören, mit  dem durch das BFM gewährte 
rechtliche Gehör  vom 21. April  2011 bereits  vollumfänglich  entsprochen 
wurde,

dass  demnach  der  Antrag,  dem  Beschwerdeführer  sei  durch  das 
Bundesverwaltungsgericht,  eventualiter  durch  das  BFM,  die Möglichkeit 
zu gewähren, die entsprechende CD ­ in Begleitung des Rechtsvertreters 
und eines selbst gewählten Dolmetschers ­ anzuhören, abzuweisen ist,

dass  ebenso  die  Ergebnisse  der  Dokumentenanalyse  betreffend  die 
eingereichte  Identitätskarte  in  Art,  Form  und  Umfang  dem 
Beschwerdeführer unter dem zutreffenden Hinweis auf die Einschränkung 
überwiegender  öffentlicher  Geheimhaltungsinteressen  gemäss  Art.  27 

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VwVG mit  der  Gewährung  des  rechtlichen  Gehörs  vom  21.  April  2011 
rechtsgenüglich  zur  Kenntnis  gebracht  wurden  (A20/3)  und  die  Akte 
A14/2  als  solche  in  Beachtung  der  gesetzlichen  Vorgaben  und  der 
gefestigten Rechtsprechung nicht zur Einsicht zu geben  ist, weshalb die 
diesbezügliche Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs unbegründet 
ist,

dass  bei  einer  vollständigen  Offenlegung  aller  Einzelheiten  von 
behördlichen  Fälschungserkenntnissen  gewisser  Dokumente  deren 
missbräuchliche  Verwendung  durch  den  Gesuchsteller  oder  Dritte  zu 
befürchten  ist und dieser Umstand es  rechtfertigen kann, die Einsicht  in 
ein  Aktenstück  ganz  oder  teilweise  zu  verweigern  (vgl.  EMARK  1994 
Nr. 1 E. 4c),

dass  das  BFM  in  seiner  Verfügung  vom  21.  April  2011  den 
Beschwerdeführer  über  die  festgestellten  Fälschungsmerkmale  zwar  in 
kurzer Form, jedoch in einer Art und Weise in Kenntnis setzte, welche es 
ihm  sehr  wohl  ermöglicht  hätte,  vor  Erlass  der  Verfügung  konkret 
Einwände gegen die vom BFM in Bezug auf die Identitätskarte gewonnen 
Erkenntnisse  und  die  daraus  gezogenen  Schlussfolgerungen 
anzubringen, zumal er den Ausweis persönlich erlangt habe (A2/10 S. 4) 
und  persönlich  zu  den  Akten  gereicht  hat,  weshalb  das  BFM  den 
Anspruch des Beschwerdeführers auf  rechtliches Gehör gemäss Art. 30 
Abs. 1 und Art. 28 VwVG nicht verletzt hat, 

dass  das  BFM  die  als  gefälscht  erkannte  Identitätskarte  zu  Recht 
eingezogen  hat  und  entgegen  dem  Antrag  in  der  Rechtsmitteleingabe 
eine  Aushändigung  des  Originals  an  den  Beschwerdeführer  nicht  in 
Betracht  kommt,  zumal  es  ihm  auch  auf  Beschwerdeebene  offen 
gestanden hätte, konkret Einwände gegen die vom BFM in Bezug auf die 
Identitätskarte  gewonnen  Erkenntnisse  und  die  daraus  gezogenen 
Schlussfolgerungen anzubringen,

dass  dem  Beschwerdeführer  insoweit  beizupflichten  ist,  ohne 
entsprechende  Bezeichnung  der  als  interne  Aktennotiz  geführte  Akte 
A24/1 sei es  ihm unmöglich, sich über deren  Inhalt ein Bild zu machen, 
dass  es  sich  dabei  jedoch  bloss  um  den  BFM­internen  Kopienverteiler 
bezüglich der Verfügung vom 12. September 2011 handelt und somit den 
Anspruch des rechtlichen Gehörs bezüglich des vorliegenden Verfahrens 
nicht tangiert,

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dass  in der Rechtsmitteleingabe zutreffend  festgestellt wird, wonach die 
vom  Beschwerdeführer  eingereichten  Fotos  und  das  in  der 
angefochtenen  Verfügung  erwähnte  Zustellcouvert  weder  in  der  Akte  1 
(Beweismittelumschlag)  noch  im  Aktenverzeichnis  aufgeführt  sind, 
diesem  Umstand  im  vorliegenden  Verfahren  jedoch  keine 
rechtsverletzende Bedeutung zukommt und die Nichtedierung der Fotos 
und des Zustellcouverts offenkundig keine Verletzung des Anspruchs auf 
rechtliches Gehör  darstellt,  da  diese  Aktenstücke  für  die  Erhebung  des 
rechtserheblichen  Sachverhaltes  irrelevant  sind  und  sie  zudem  in  der 
angefochtenen  Verfügung  zur  Entscheidfindung  auch  nicht  ansatzweise 
herangezogen wurden,

dass  dasselbe  für  das  eingereichte  Formular  des  UNHCR  Damaskus 
betreffend Aufforderung zur Registrierung vom 19. November 2007 gilt,

dass  im Weiteren vom Beschwerdeführer selbst eingereichte Unterlagen 
und  Beweismittel  diesem  selbstredend  bekannt  sind  und  ihm  die 
Wahrnehmung des rechtlichen Gehörs hierzu ohne Weiteres offenstünde,

dass  die  weiteren  Ausführungen  in  der  Rechtsmitteleingabe  (vgl.  dort   
Art.  15)  im  Zusammenhang  mit  der  Lingua­Analyse  offenkundig  nicht 
stichhaltig  erscheinen,  zumal  die Bezeichnung  des Dialektes  "Badinani" 
nicht falsch ist, sondern gleichbedeutend mit "Badini", 

dass zudem entgegen dem Vorbringen in der Rechtsmitteleingabe in der 
Verfügung vom 12. September 2011 im Vergleich mit der Verfügung vom 
21.  April  2011  keine  widersprüchliche  Wiedergabe  bezüglich  der 
Schlussfolgerung  der  Lingua­Analyse  zu  erkennen  ist,  sondern  in  der 
Rechtsmitteleingabe  vielmehr  die  Verfügung  vom  21.  April  2011  falsch 
oder zumindest beabsichtigt oder unbeabsichtigt verkürzt zitiert wird,

dass  in  beiden  Verfügungen  mit  hinreichender  Deutlichkeit  festgestellt 
wird,  die  Schlussfolgerung  der  Lingua­Analyse  habe  ergeben,  dass  der 
Beschwerdeführer  einerseits  mit  überwiegender  Wahrscheinlichkeit  aus 
Zakho  oder  der  Region  Zakho  stamme  und  andererseits  nicht  wie  von 
ihm geltend gemacht in Mosul sozialisiert worden sei,

dass demnach auch in diesem Zusammenhang kein Grund ersichtlich ist, 
inwiefern bezüglich der Lingua­Analyse erweiterte Einsicht  zu gewähren 
wäre,

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dass  zudem  die  Rüge  in  der  Rechtsmitteleingabe,  wonach  durch  die 
Nennung der Stadt Kirkuk  unter  dem Sachverhalt  in  der  angefochtenen 
Verfügung  völlig  unterschiedliche  Fazits  betreffend  der  Lingua­Anlyse 
bestehen  würden  und  auch  deshalb  zwingend  Einsicht  in  die  Analyse 
gewährt  werden  müsse,  nicht  haltbar  ist,  handelt  es  sich  doch  bei  der 
Nennung  von  Kirkuk  offenkundig  um  ein  redaktionelles  Versehen,  was 
dem  Beschwerdeführer  beziehungsweise  seinem  Rechtsvertreter  bei 
objektiver Betrachtungsweise nicht verschlossen geblieben sein sollte,

dass  unter  dem  Gesichtspunkt  des  rechtlichen  Gehörs  nicht  zu 
beanstanden  ist,  wenn  das  BFM  den  vom  Beschwerdeführer  selbst 
eingereichten  Führerschein  keiner  weiteren  Dokumentenprüfung 
unterzieht  und  der  entsprechende  Vorhalt  in  der  Rechtsmitteleingabe 
unbegründet ist,

dass  das  BFM  in  Berücksichtigung  der  gesamten  Aktenlage  ohne 
Verletzung  der  Begründungspflicht  auf  die  Fälschungsanfälligkeit  der 
eingereichten Wohnsitzbestätigung  und  des Schulzeugnisses  verweisen 
durfte,

dass Art. 32 Abs. 1 VwVG der Behörde eine Würdigung aller erheblichen 
und rechtzeitigen Vorbringen der Parteien gebietet, bevor sie verfügt, und 
sich die Pflicht zur Begründung einer Verfügung sich aus Art. 35 VwVG 
ergibt,  wobei  gemäss  der  Praxis  des  Bundesgerichts  eine  Begründung 
grundsätzlich  so  abzufassen  ist,  dass  der  Betroffene  diese 
gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann (BGE 122 II 363),

dass  sich  die  Behörde  nicht  mit  jeder  tatbeständlichen  Behauptung, 
jedem  rechtlichen  Einwand  und  jedem  Beweismittel  auseinandersetzen 
muss,  sondern  sich  vielmehr  auf  die  für  den  Entscheid  wesentlichen 
Gesichtspunkte beschränken kann (EMARK 1993, Nr. 3, E. 4b, S. 16 ff., 
mit Hinweisen; BGE 117 Ib 492),

dass  auch  die  Rüge  in  der  Rechtsmitteleingabe,  das  BFM  habe  die 
Begründungspflicht  und  damit  den  Anspruch  auf  rechtliches  Gehör 
verletzt,  da  es  unterlassen  habe  zu  erwähnen,  dass  der  Vater  des 
Beschwerdeführers  ein  "Rafik"  beziehungsweise  Baath­Mitglied  der 
damaligen  irakischen  Regierung  gewesen  sei  und  ihm  im  Nordirak  die 
Blutrache gedroht hätte, in Berücksichtigung der Gesamtbegründung der 
angefochtenen Verfügung nicht durchzudringen vermag, 

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dass das BFM in der angefochtenen Verfügung einerseits das Vorbringen 
der  drohenden Blutrache  im Nordirak  im Sachverhalt  aufgenommen hat 
und  in Würdigung  der  gesamten  Aktenlage  zur  Einschätzung  gelangte, 
der Beschwerdeführer stamme aus dem nordirakischen Zakho und habe 
dort  längere  Zeit  gelebt  und  somit  zumindest  implizit  eine  ihm  konkret 
drohende Blutrache im Nordirak ausgeschlossen hat,

dass  im Weiteren  das  entsprechende  Vorbringen  derart  unsubstanziiert 
und unglaubhaft ausgefallen  ist, dass es auch nicht nur ansatzweise als 
entscheidwesentliches  Element  des  vorliegenden  Verfahrens  zu 
betrachten  und  zu  würdigen  gewesen  wäre,  hat  der  Beschwerdeführer 
doch  die  Frage  nach  dem  Grund  der  angeblichen  Blutrache  mit 
Nichtwissen quittiert und er demnach auch in Unkenntnis geblieben wäre, 
wovor er sich im Nordirak überhaupt hätte in Acht nehmen sollen (A15/11 
F66),

dass zudem die Rüge in der Rechtsmitteleingabe, es handle sich um eine 
schwere  Verletzung  der  Begründungspflicht,  dass  das  BFM  in  der 
angefochtenen  Verfügung  im  Sachverhalt  die  regelmässigen 
Erkundigungen  von  Leuten  der  irakischen  Regierung  beziehungsweise 
der Polizei nach dem Beschwerdeführer nicht erwähnt habe, nicht gehört 
werden  kann,  hat  das  BFM  doch  ausdrücklich  erwogen,  auch  "die 
Ausführungen zu der anschliessenden Suche nach ihm bleiben dünn und 
oberflächlich" und er vermöge in keiner Art und Weise darzutun, dass er 
das Geschilderte tatsächlich erlebt habe,

dass  zusammenfassend  festzustellen  ist,  dass  das  BFM  den  Anspruch 
des  rechtlichen  Gehörs  weder  unter  dem  Aspekt  des 
Akteneinsichtsrechts noch der Begründungspflicht verletzt hat,

dass  aufgrund  obiger  Erwägungen  auch  keine  Veranlassung  besteht, 
seitens  des  Bundesverwaltungsgerichts  erweiterte  Akteneinsicht  zu 
gewähren  und  demnach  der  Antrag  auf  Fristansetzung  zur  Einreichung 
einer  Beschwerdeergänzung  als  offensichtlich  unbegründet  abzuweisen 
ist,

dass mit der Beschwerde im Weiteren zu Unrecht gerügt wird, das BFM 
habe  den  rechtserheblichen  Sachverhalt  weder  vollständig  noch  richtig 
abgeklärt  und  demnach  der  Antrag  auf  Rückweisung  der  Sache  zur 
Feststellung  des  vollständigen  und  richtigen  rechtserheblichen 
Sachverhaltes,  zur  Durchführung  einer  weiteren  Anhörung  des 
Beschwerdeführers und zur Neubeurteilung an das BFM abzuweisen ist,

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Seite 13

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl  gewährt  (Art. 2 Abs. 1 
AsylG), wobei als Flüchtlinge Personen gelten, die  in  ihrem Heimatstaat 
oder  im Land,  in dem sie zuletzt wohnten, wegen  ihrer Rasse, Religion, 
Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder 
wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt 
sind  oder  begründete  Furcht  haben,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu 
werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 
gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde 
ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender  Wahrscheinlichkeit  für  gegeben 
hält,

dass  Vorbringen  insbesondere  dann  unglaubhaft  sind,  wenn  sie  in 
wesentlichen  Punkten  zu  wenig  begründet  oder  in  sich  widersprüchlich 
sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte 
oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden,

dass  die Vorinstanz  gesetzes­  und  praxiskonform erkannt  hat,  dass  die 
Vorbringen des Beschwerdeführers den Anforderungen von Art. 7 AsylG 
an  die  Glaubhaftmachung  eines  asylbegründenden  Sachverhalts  nicht 
genügen,

dass nach Prüfung der vorliegenden Aktenlage die Erwägungen des BFM 
in  der  angefochtenen  Verfügung  den  vom  Beschwerdeführer 
vorgebrachten  Sachverhalt  in  den  rechtserheblichen  Aspekten  in 
ausgewogener  und  überzeugender  Form  beurteilen  und  zu  bestätigen 
sind,

dass  die  Entgegnungen  in  der  Rechtsmitteleingabe  in 
entscheidwesentlicher  Hinsicht  offenkundig  keine  andere  Beurteilung 
zulassen,

dass entgegen des Einwandes in der Rechtsmitteleingabe nicht willkürlich 
und  rechtswidrig  erscheint,  das  Protokoll  der  Erstbefragung  vom  5. 
November  2008  zur  Würdigung  der  Glaubhaftigkeit  der  Angaben  des 
Beschwerdeführers  heranzuziehen,  auch  wenn  anlässlich  dieser 
Anhörung  ausdrücklich  aus  Kapazitätsgründen  auf  eine  vertiefte 
Abklärung der Asylgesuchsgründe verzichtet wurde und nicht ersichtlich 

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ist,  weshalb  den  anlässlich  dieser  Anhörung  tatsächlich  gemachten 
Aussagen an sich weniger Relevanz beigemessen werden sollten,

dass  nicht  nachvollziehbar  erscheint,  wenn  der  Beschwerdeführer  im 
Rahmen  des  geltend  gemachten  Vorfalls  der  polizeilichen 
Fahrzeugkontrolle  einerseits  unmissverständlich  aussagte,  er  sei  in  ein 
Restaurant  gegangen,  um  zu  essen  (A2/10  S.  5),  und  es  sich 
andererseits um einen normalen Laden gehandelt haben soll, wo er einen 
Tee und etwas anders habe kaufen wollen (A15/11 F49),

dass der Erklärungsversuch in der Rechtsmitteleingabe,  in diesem Lokal 
sei der Kauf von offenem heissen Tee ebenso möglich gewesen wie von 
anderen Lebensmitteln, nicht zu überzeugen vermag,

dass weiter die Rüge  in der Rechtsmitteleingabe,  das BFM habe  in der 
angefochtenen Verfügung in unverhältnismässiger Weise eine willkürliche 
Würdigung  der  Lingua­Analyse  vorgenommen  und  habe  es  faktisch 
unterlassen, weitere Elemente der Vorbringen des Beschwerdeführers zu 
würdigen, offenkundig unbegründet ist,

dass  die  vorliegende  Lingua­Analyse  fundiert,  sehr  differenziert  und  in 
allen Teilen der Begründung überzeugend ausgefallen ist, weshalb sie zu 
keinen Beanstandungen Anlass gibt,

dass mit dem Expertenbericht vom 18. April 2011 im Resultat festgestellt 
wurde,  die  vorherrschende  Sozialisation  des  Beschwerdeführers  habe 
"definitely not"  in der Stadt Mosul und  "most  likely"  in Zakho, Nord­Irak, 
stattgefunden,

dass die Lingua­Analyse mit hinreichender Aussagekraft erkennen  lässt, 
dass  der  Beschwerdeführer  aus  einer  der  nordirakischen  Provinzen 
stammt und dort aufgewachsen und sozialisiert wurde,

dass  das  Ergebnis  der  Herkunfts­Analyse  durch  die  eingereichten 
Dokumente auch nicht nur ansatzweise  in Zweifel  gezogen wird, da die 
zu  den  Akten  gereichte  Identitätskarte  zu  Recht  als  Fälschung  erkannt 
wurde und dieser kein Beweiswert zuerkannt werden kann,

dass  in  Bezug  auf  die  weiteren  Dokumente  (Wohnsitz­  und 
Schulbestätigung)  zu  berücksichtigen  ist,  dass  nach  Erkenntnissen  der 
schweizerischen Asylbehörden im Irak derartige Dokumenten einfach auf 
illegale  Weise  zu  beschaffen  sind,  weshalb  ihnen  generell  nur  ein 
reduzierter Beweiswert beizumessen ist und diese Dokumente daher die 

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dargelegten  erheblichen  Anhaltspunkte  für  die  Unglaubhaftigkeit  der 
Angaben  des  Beschwerdeführers  zu  seiner  angeblichen  rund 
achtzehnjährigen Sozialisation in Mosul nicht auszuräumen vermögen,

dass  auch  die  Ausführungen  in  der  Rechtsmitteleingabe  im 
Zusammenhang  mit  der  vorherrschenden  Sozialisation  des 
Beschwerdeführers in entscheidwesentlicher Hinsicht nichts Stichhaltiges 
entgegenzusetzen vermögen,

dass  zwar  insofern  der  Feststellung  in  der  Rechtsmitteleingabe 
zuzustimmen  ist,  als  anlässlich  der  Bundesanhörung  dem 
Beschwerdeführer  keine  spezifisch­konkreten  städtekundlichen  Fragen 
zu  Mosul  gestellt  wurden,  diese  Feststellung  für  den  Ausgang  des 
Verfahrens jedoch nicht relevant ist,

dass  andererseits  das  Aussageverhalten  des  Beschwerdeführers  vom 
BFM zu Recht als ausweichend und oberflächlich gewertet wurde, wenn 
er  in  diesem  Zusammenhang  ausführte,  er  habe  in  Mosul  kein  freies 
Leben  gehabt  und  sei  nur  von  der  Arbeit  nach  Hause  gegangen  und 
umgekehrt (A15/11 F29), und dies umso unverständlicher anmutet, als er 
in Mosul beruflich als Chauffeur tätig gewesen sein soll, 

dass,  wie  bereits  oben  ausgeführt,  das  Vorbringen,  der  Vater  des 
Beschwerdeführers  sei  ein  "Rafik"  beziehungsweise  Mitglied  der 
Baathpartei  gewesen  und  im  Nordirak  mit  Blutrache  bedroht,  derart 
unsubstanziiert  und  unglaubhaft  ausgefallen  ist,  dass  es  auch  nicht  nur 
ansatzweise  als  entscheidwesentliches  Element  des  vorliegenden 
Verfahrens zu betrachten ist,

dass  demnach  entgegen  dem  Vorbringen  in  der  Rechtsmitteleingabe 
nicht davon auszugehen  ist,  der Beschwerdeführer wäre wegen seinem 
Vater  einer  gezielten  und  politisch  und  ethnisch  motivierten  Verfolgung 
ausgesetzt  gewesen  oder  müsste  begründeterweise  befürchten,  künftig 
einer solchen ausgesetzt zu werden,

dass  die  gesamten  Akten  und  Umstände  das  klar  überwiegend 
wahrscheinliche Bild eines eigentlichen Sachverhaltskonstrukts zeichnen,

dass  der  Beschwerdeführer  demnach  die  Flüchtlingseigenschaft  nicht 
nachzuweisen  oder  zumindest  glaubhaft  zu  machen  vermag,  weshalb 
das Bundesamt das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat,

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dass  die  Ablehnung  eines  Asylgesuchs  oder  das Nichteintreten  auf  ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 
(Art. 44  Abs. 1  AsylG),  vorliegend  der  Kanton  keine 
Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung 
einer  solchen  besteht  (Entscheide  des  Schweizerischen 
Bundesverwaltungsgerichts  [BVGE]  2009/50  E.  9  S.  733),  weshalb  die 
verfügte Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen 
steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen 
Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  regelt, 
wenn  der  Vollzug  der Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar  oder 
nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG;  Art. 83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass  bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen 
gemäss  ständiger  Praxis  des  Bundesverwaltungsgerichts  der  gleiche 
Beweisstandard  wie  bei  der  Flüchtlingseigenschaft  gilt,  das  heisst,  sie 
sind  zu  beweisen, wenn  der  strikte  Beweis möglich  ist,  und  andernfalls 
wenigstens  glaubhaft  zu  machen  (vgl.  WALTER  STÖCKLI,  Asyl,  in: 
Uebersax/Rudin/Hugi  Yar/Geiser,  Ausländerrecht,  2. Auflage,  Basel 
2009, Rz. 11.148),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig  ist,  wenn 
völkerrechtliche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der 
Ausländerin oder des Ausländers  in den Heimat­, Herkunfts­ oder einen 
Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land 
gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem  Grund  nach  Art. 3  Abs. 1  AsylG  gefährdet  ist  oder  in  dem  sie 
Gefahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu  werden 
(Art. 5  Abs. 1  AsylG;  vgl.  ebenso  Art. 33  Abs. 1  des  Abkommens  vom 
28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker­ und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, 
da  es  dem  Beschwerdeführer  nicht  gelungen  ist,  eine  asylrechtlich 
erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen, 
weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non­Refoulements  im  vorliegenden  Verfahren  keine  Anwendung  findet 

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und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung im 
Sinne  von  Art.  3  EMRK  ersichtlich  sind,  die  im  Heimat­  oder 
Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 
erweist,  wenn  sie  im  Heimat­  oder  Herkunftsstaat  auf  Grund  von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer 
Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Nordirak noch individuelle Gründe auf 
eine  konkrete  Gefährdung  im  Falle  einer  Rückkehr  schliessen  lassen, 
weshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  gemäss  seiner  aktuellen  Praxis 
davon  ausgeht,  dass  in  den  drei  kurdischen  Provinzen  keine  Situation 
allgemeiner  Gewalt  herrscht  und  die  politische  Lage  nicht  dermassen 
angespannt  ist,  dass  eine Rückführung  dorthin  als  generell  unzumutbar 
betrachtet werden müsste (BVGE 2008/5 E. 7.5.8 S. 72),

dass  die  Anordnung  des  Wegweisungsvollzugs  hingegen  voraussetzt, 
dass  die  betroffene  Person  ursprünglich  aus  der  Region  stammt  oder  
längere  Zeit  dort  gelebt  hat  und  über  ein  soziales  Netz  (Familie, 
Verwandtschaft  oder  Bekanntenkreis)  oder  Beziehungen  zu  den 
herrschenden Parteien verfügt (a.a.O.),

dass  das  BFM  aufgrund  der  Akten  zu  Recht  von  der  vorherrschenden 
Sozialisierung des Beschwerdeführers in einer nordirakischen kurdischen 
Provinz  ausgeht  und  die Wegweisungsanordnung  und  den  Vollzug  der 
Wegweisung gesetzes­ und praxiskonform erwogen hat,

dass, nachdem erstellt ist, dass der Beschwerdeführer unwahre Angaben 
zu seinem Sozialisierungsort gemacht hat, und seine Identität angesichts 
der  gefälschten  beziehungsweise  nicht  beweiskräftigen  eingereichten 
Identitätsdokumente  nicht  erstellt  ist,  auch  Zweifel  an  seinen  Aussagen 
zu seinem Familiennetz berechtigt sind und davon auszugehen ist, dass 
er  in  der  nordirakischen  Herkunftsregion  auf  ein  Beziehungsnetz  von 
Verwandten und Bekannten zurückgreifen kann,

dass  unter  diesen  Umständen  entgegen  der  Angaben  des 
Beschwerdeführers  davon  auszugehen  ist,  dass  er  in  seiner 
Herkunftsland über ein tragfähiges soziales Netz verfügt und im Übrigen 
darauf hinzuweisen ist, dass wirtschaftliche Schwierigkeiten, von welchen 

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die  vor  Ort  ansässige  Bevölkerung  generell  betroffen  ist,  wie 
beispielsweise Wohnungsnot oder ein  schwieriger Arbeitsmarkt,  für  sich 
allein praxisgemäss keine konkrete Gefährdung im Sinne von Art. 83 Abs. 
4  AuG  darstellen  (vgl.  EMARK  2003  Nr.  24  E.  5e  S.  159 mit  weiteren 
Hinweisen),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  in  den 
Heimatstaat  schliesslich  möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse 
bestehen  (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es  ihm obliegt, bei der Beschaffung 
der erforderlichen Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass  es  dem  Beschwerdeführer  demnach  nicht  gelungen  ist  darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder 
unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen 
ist,

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr.  600.− 
(Art. 1­3  des  Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Die Verfahrenskosten von Fr. 600.−  werden dem Beschwerdeführer auf­
erlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils 
zugunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3. 
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Kurt Gysi Christoph Berger

Versand: