# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f3cd15bf-632e-5528-bd54-8d1f8082329c
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2020-06-26
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 26.06.2020 BG.2020.15
**Docket/Reference:** BG.2020.15
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_BG-2020-15_2020-06-26

## Full Text

Anfechtung des Gerichtsstands (Art. 41 Abs. 2 StPO). Nichtanhandnahmeverfügung (Art. 310 i.V.m. Art. 322 Abs. 2 StPO).
;;Anfechtung des Gerichtsstands (Art. 41 Abs. 2 StPO). Nichtanhandnahmeverfügung (Art. 310 i.V.m. Art. 322 Abs. 2 StPO).
;;Anfechtung des Gerichtsstands (Art. 41 Abs. 2 StPO). Nichtanhandnahmeverfügung (Art. 310 i.V.m. Art. 322 Abs. 2 StPO).
;;Anfechtung des Gerichtsstands (Art. 41 Abs. 2 StPO). Nichtanhandnahmeverfügung (Art. 310 i.V.m. Art. 322 Abs. 2 StPO).

Beschluss vom 26. Juni 2020 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter 
Cornelia Cova, Vorsitz, 
Giorgio Bomio-Giovanascini und Stephan Blättler,  
Gerichtsschreiber Martin Eckner  

   
 
Parteien 

  
1. A.B.,  

2. B. AG, 

beide vertreten durch Rechtsanwalt Beat Rieder,  

Beschwerdeführer 
 

 gegen 
   

BUNDESANWALTSCHAFT,  

Beschwerdegegnerin 
 
 

Gegenstand  Anfechtung des Gerichtsstands 
(Art. 41 Abs. 2 StPO); 
Nichtanhandnahmeverfügung  
(Art. 310 i.V.m. Art. 322 Abs. 2 StPO) 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummern: BG.2020.15–16; BB.2020.96–97 
 
 
 

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Sachverhalt: 
 

A. A.B. sowie die B. AG erstatteten am 12. November 2019 «Strafklage» bei 
der Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis, Amt der Region Oberwallis, ge-
gen Mitglieder der Wettbewerbskommission (WEKO). Sie richtete sich ge-
gen den Direktor, den Präsidenten sowie gegen Unbekannt bzw. weitere Mit-
glieder der WEKO. Sie seien wegen übler Nachrede (Art. 173 StGB), allen-
falls wegen Verleumdung (Art. 174 StGB), allenfalls wegen Amtsmiss-
brauchs (Art. 312 StGB) zu bestrafen. Verlangt wurde zudem die Ausrich-
tung einer Parteientschädigung sowie einer Genugtuung.  

 
B. Die WEKO führte ein Wettbewerbsverfahren zu unzulässigen Wettbewerbs-

abreden betreffend Badezimmer gemäss Art. 5 Abs. 2 des Bundesgesetzes 
vom 6. Oktober 1995 über Kartelle und andere Wettbewerbsbeschränkun-
gen (Kartellgesetz, KG; SR 251) gegen verschiedene schweizerische Unter-
nehmen im Bereich des Sanitärgrosshandels.  

Die Anzeigeerstatter wenden sich gegen die Verfügung der WEKO vom 
29. Juni 2015. Sie reichten davon vier Seiten ein, darunter das weitgehend 
leere Titelblatt sowie die wohl letzte Seite mit der Liste der Zustellungsemp-
fänger. Der genaue Inhalt der Verfügung ergibt sich daraus nicht. Die Straf-
anzeige richtet sich gegen eine Formulierung, welche sich in Absatz 2073 
auf Seite 488 von insgesamt 647 Seiten der Verfügung befindet. Die Formu-
lierung steht unter dem fettgedruckten Untertitel «c. B.», welcher in voller 
Länge (S. 487–488) die folgenden Absätze 2072 und 2073 enthält:  

«2072. B. betont, dass die verkauften Produkte den Normen und Vorschriften der Schweiz 
und der EU entsprechen müssten. Aus Sicht der B. seien Produkte stets in die Stammda-
tenverwaltung des Verbands C. aufgenommen worden, auch wenn dies nur ein einziges 
Mitglied gewünscht habe. Die B. sei stets frei gewesen, welche Produkte sie in ihre eigene 
Stammdatenverwaltung übernehmen wollte. Sobald B. technisch, wirtschaftlich und admi-
nistrativ in der Lage gewesen sei, habe sie diese Möglichkeit, die ihr der Verband C. ge-
boten habe ausgeschöpft. Die B. habe es nie erlebt, dass ein Produkt nicht in die Kataloge 
aufgenommen worden sei. Es habe lediglich manchmal Probleme bei der Nummerierung 
der neuen Artikel gegeben [Fussnote 1450 mit Verweis auf ein act. 891 Rz 94 ff.]. 
 
2073. Auch B. geht nicht auf die Beweise der Wettbewerbsbehörden ein. Insbesondere 
äussert sie sich nicht zum Pflichtenheft und den „Anhang 1 zum Pflichtenheft 2001 der 
Sortimentskommission des Verbands C., Aufnahmekriterien in die Stammdaten in die Ka-
taloge überarbeitete Version, gültig ab 2009." Ihr Vorbringen, dass sie nicht in der Lage 
gewesen sei, eigenständig eine Stammdatenverwaltung zu führen, belegt sie nicht. Zu-
dem ist es irrelevant. Denn eine gemeinsame Stammdatenverwaltung bedingt weder, 
dass Bruttopreise und Stammdaten gemeinsam festgelegt werden müssen. Jedes Unter-
nehmen könnte dem Datenverwalter mitteilen, welche Produkte es in die Stammdaten 
aufzunehmen möchte. Soweit B. behauptet, nie erlebt zu haben, dass ein Produkt nicht in 

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die Stammdaten aufgenommen worden sei, ist dies unwahr. B. war zuerst durch [D.] – 
dem späteren Datenverantwortlichen des Verbands C. – und dann durch [E.] in der Sorti-
mentskommission vertreten, welche in der Zeit der oben in Rz 2059 genannten Entscheide 
Einsitz in der Kommission hielten (vgl. Anhang G.3).» 

 
Den Anzeigeerstattern ging es in der Strafanzeige um den oben vom Gericht 
kursiv gesetzten Satz «Soweit B. behauptet, nie erlebt zu haben, dass ein 
Produkt nicht in die Stammdaten aufgenommen worden sei, ist dies un-
wahr.» 

 
C. Aus den Beilagen zur Strafanzeige ergibt sich: Nach Erlass der Verfügung 

der WEKO vom 29. Juni 2015 teilten die Anzeigeerstatter der WEKO am 
9. Juni 2016 mit, es handle sich beim besagten Satz um ein falsches Zitat. 
Der Originalsatz in der Stellungnahme laute stattdessen korrekt: «Die B. AG 
erlebte nie, dass ein von ihr gewünschtes Produkt nicht in den Katalog auf-
genommen wurde.». Am 4. Juli 2016 teilte die WEKO dem Rechtsvertreter 
der B. AG mit, dass sie beabsichtige, die Verfügung zu veröffentlichen, wie 
in Art. 48 Abs. 1 KG vorgesehen («Die Wettbewerbsbehörden können ihre 
Entscheide veröffentlichen»). Die WEKO gewährte der B. AG dazu das 
rechtliche Gehör. Die B. AG stellte sich am 22. August 2016 mit verschiede-
nen Punkten gegen die Publikation. Sie verlangte eine anfechtbare Verfü-
gung. Die WEKO verfügte die Publikation am 21. November 2016. Die B. AG 
sah ihre Persönlichkeitsrechte verletzt und erhob Beschwerde gegen die 
Publikationsverfügung. Das Bundesverwaltungsgericht wies sie ab, auf den 
Weiterzug ans Bundesgericht trat dieses am 13. August 2019 nicht ein. Die 
Beschwerde der B. AG ans Bundesverwaltungsgericht ist in Beilage 7 zur 
Strafanzeige enthalten; hingegen fehlen die angefochtene Publikationsver-
fügung sowie die erwähnten gerichtlichen Entscheide.  

A.B. persönlich appellierte mit E-Mail vom 14. August 2019 an den Direktor 
der WEKO, die fragliche Passage vor der Publikation der Verfügung zu kor-
rigieren, zu entfernen oder zu schwärzen. Dieser antwortete gleichentags 
per E-Mail, dass sich die besagte Textstelle unter dem Abschnitt «Stellung-
nahmen der Parteien und ihre Würdigung» befinde. Zudem sei das Wort «so-
weit» in diesem Zusammenhang ein Synonym des Wortes «sofern». Anders 
ausgedrückt werde in der Textstelle auf eine Eventualität Bezug genommen. 
Dieser Verfügungsabschnitt habe die Stellungnahmen der Parteien zur 
Frage beurteilt, ob die Aufnahme von Produkten in die Stammdaten jemals 
verhindert worden sei. Die Formulierung sei nicht zu beanstanden (Beilage 9 
zur Strafanzeige). Am 15. August 2019 veröffentlichte die WEKO ihre Verfü-
gung vom 29. Juni 2015.  

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Das Verfahren der WEKO (und damit die Verfügung vom 29. Juni 2015) sei 
gemäss den Anzeigeerstattern zurzeit zur Überprüfung beim Bundesverwal-
tungsgericht hängig. 

 
D. Am 5. Dezember 2019 habe der Kanton Wallis die Bundesanwaltschaft 

(nachfolgend: «BA») kontaktiert und um Übernahme des Verfahrens ersucht. 
Dieses Schreiben findet sich nicht in den eingereichten Akten.  

Die BA bejahte mit ihrer Verfügung vom 7. Mai 2020 zuständig zu sein, die 
Strafanzeige vom 12. November 2019 zu beurteilen. Zugleich nahm sie das 
Strafverfahren nicht an die Hand. Die Rechtsmittelbelehrung unterschied 
zwischen der Zuständigkeitsfrage und der Nichtanhandnahme, wobei in bei-
den Fällen das Bundesstrafgericht zuständig sei.  

 
E. Die Anzeigeerstatter riefen gegen die Verfügung der BA vom 7. Mai 2020 die 

Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts an (act. 1 Beschwerde vom 
22. Mai 2020), mit den Anträgen: 

1. Die Vereinigungs- und Nichtanhandnahmeverfügung der Bundesanwaltschaft vom 
07. Mai 2020 sei vollumfänglich aufzuheben. 

 
2. Primärbegehren:  

Die Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis sei anzuweisen, das Strafverfahren ge-
gen die Mitglieder der WEKO F. und G. sowie gegen Unbekannt an Hand zunehmen 
und fortzusetzen.  

 
3. Sekundärbegehren:  

Die Bundesanwaltschaft sei anzuweisen, das Strafverfahren gegen die Mitglieder der 
WEKO F. und G. sowie gegen Unbekannt an Hand zunehmen und fortzusetzen. 

 
4. Die Kosten von Verfahren und Entscheid gehen zu Lasten des Fiskus. 
 
5. Der Fiskus sei zu verpflichten, A.B. sowie der B. AG eine Parteientschädigung zu 

bezahlen. 
  
Auf Aufforderung des Gerichts vom 26. Mai 2020 (act. 3) reichte die BA am 
5. Juni 2020 die Verfahrensakten ein (act. 5).  

Es wurde kein Schriftenwechsel durchgeführt (vgl. Art. 390 Abs. 2 StPO im 
Umkehrschluss).  
 
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit 
erforderlich, in den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen Bezug genom-
men.  
 
 
 

- 5 - 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 
 

1. Nach dem Grundsatz der Prozessökonomie sind Verfahren möglichst ein-
fach, rasch und zweckmässig zum Abschluss zu bringen (BGE 126 V 283 
E. 1 S. 285). Die Beschwerdeverfahren BB.2020.96–97 und BG.2020.15–16 
betreffen den gleichen Sachverhalt, das gleiche Verfahren der Beschwerde-
gegnerin SV.19.1423, das gleiche Anfechtungsobjekt, dieselbe Beschwer-
deschrift. Beide Verfahren sind spruchreif. Gleichwohl die Verfahren nicht 
dieselben Rechtsfragen betreffen, so stehen sie doch in engem Zusammen-
hang. Aus Gründen der Prozessökonomie sind sie in Anwendung von Art. 30 
StPO zu vereinigen. 

 
2.  
2.1 Mit der Beschwerde können Rechtsverletzungen gerügt werden, einschliess-

lich Überschreitung und Missbrauchs des Ermessens, Rechtsverweigerung 
und Rechtverzögerung (Art. 393 Abs. 2 lit. a StPO), sowie die unvollständige 
oder unrichtige Feststellung des Sachverhalts (Art. 393 Abs. 2 lit. b StPO) 
und die Unangemessenheit (Art. 393 Abs. 2 lit. c StPO).  

2.2  
2.2.1 Eine Nichtanhandnahme-Verfügung können die Parteien innert 10 Tagen bei 

der Beschwerdeinstanz anfechten (Art. 310 Abs. 2 i.V.m. Art. 322 Abs. 2 
StPO; Art. 396 Abs. 1 StPO). Zur Beschwerdeführung berechtigt ist die Par-
tei, die ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung 
des angefochtenen Entscheides hat (Art. 382 Abs. 1 i.V.m. Art. 104 und 105 
Abs. 2 StPO). Partei ist namentlich die Privatklägerschaft (Art. 104 Abs. 1 
lit. b StPO). Als Privatklägerschaft gilt die geschädigte Person, die ausdrück-
lich erklärt, sich am Strafverfahren als Straf- oder Zivilklägerin zu beteiligen 
(Art. 118 Abs. 1 StPO). Geschädigte Person ist, wer durch die Straftat in ih-
ren Rechten unmittelbar verletzt worden ist (Art. 115 Abs. 1 StPO; BGE 138 
IV 258 E. 2.1). An die Konstituierung der Privatklägerschaft sind in einem 
frühen Stadium des Verfahrens keine hohen Anforderungen zu stellen 
(BGE 137 IV 246 E. 1.3.1).  

2.2.2 Die Beschwerdeführer haben sich mit der Strafanzeige als Privatkläger kon-
stituiert. Sie sind zur vorliegenden Beschwerde auch legitimiert: 
Art. 312 StGB (Amtsmissbrauch) schützt (auch) den einzelnen Bürger vor 
dem missbräuchlichen Einsatz der Staatsgewalt durch Amtsträger (HEIM-
GARTNER, Basler Kommentar zum StGB, 4. Aufl., Basel 2019, Art. 312 N. 4). 
Auch ist nicht a priori ausgeschlossen, dass die Verfügung der WEKO vom 
29. Juni 2015 das persönliche Ansehen der Beschwerdeführer beeinträchti-
gen könnte.  

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Auch die weiteren Voraussetzungen für einen Sachentscheid sind erfüllt 
(vgl. Entscheid des Bundesstrafgerichts BB.2011.120 vom 20. April 2012 
E. 1). Die Beschwerdeführer haben am vorinstanzlichen Verfahren teilge-
nommen und ihre Beschwerde frist- und formgerecht erhoben. Auf die Be-
schwerde gegen Ziffer 2 der Verfügung der BA vom 7. Mai 2020 (Nichtan-
handnahme) ist damit einzutreten. 

2.3 Verfügt eine Staatsanwaltschaft, dass sie zuständig sei, so kann diejenige 
Partei sich innert zehn Tagen bei der Beschwerdekammer des Bundesstraf-
gerichts beschweren (Art. 41 Abs. 2 Satz 1 StPO i.V.m. Art. 40 Abs. 2 StPO 
und Art. 37 Abs. 1 StBOG), die vorbringt, ihr ordentlicher Gerichtsstand 
(Art. 31–37 StPO i.V.m. Art. 38 Abs. 1 und Art. 41 Abs. 1 StPO) werde miss-
achtet (Art. 41 Abs. 2 Satz 2 StPO).  

Die Beschwerdeführer haben Strafantrag gestellt, sind somit Privatkläger 
und als solche Partei des Strafverfahrens (vgl. Art. 104 Abs. 1 lit. b StPO). 
Sie sind damit zur Einreichung einer Beschwerde gegen eine Gerichts-
standsverfügung legitimiert (vgl. Art. 41 Abs. 2 StPO). Die Beschwerde ist 
auch insoweit frist- und formgerecht erhoben. Auf die Beschwerde gegen 
Ziffer 1 der Verfügung der BA vom 7. Mai 2020 (sachliche Zuständigkeit) ist 
ebenfalls einzutreten. 

 
3.   
3.1 Zunächst ist zu prüfen, ob die Bundesanwaltschaft zum Erlass einer Nicht-

anhandnahmeverfügung in vorliegender Strafsache zuständig ist (Ziffer 1 der 
Verfügung der BA vom 7. Mai 2020, sachliche Zuständigkeit). 

Die Anzeigeerstatter bringen vor, sie strebten eine Verurteilung der Mitglie-
der der WEKO wegen Ehrverletzungsdelikten an. Der Tatbestand des Amts-
missbrauchs sei nur erfüllt, wenn sie zusätzlich ihre Amtsgewalt missbraucht 
hätten. Aus den Akten sei klar ersichtlich, dass das primär geschützte 
Rechtsgut die Ehre der Anzeigeerstatter darstelle. Damit sei klar, dass aus-
schliesslich kantonale Gerichtsbarkeit gegeben sei. Die Zuständigkeit der BA 
sei von den Anzeigeerstattern nicht beantragt worden. Sie masse sich damit 
Kompetenzen an, welche sie gar nicht habe. Damit würde der verfassungs-
mässig geschützte Richter der Anzeigeerstatter verletzt, seien diese doch 
wesentlich und hauptsächlich an ihrem Sitz bzw. Wohnsitz geschädigt. Sie 
hätten einen Anspruch auf ein verfassungskonformes Verfahren vor den zu-
ständigen kantonalen Instanzen. Auch die StPO enthalte keine gesetzliche 
Grundlage für ein Abweichen von der kantonalen Zuständigkeit. Sähen die 
Behörden des Kantons Wallis einen Amtsmissbrauch, könnten sie noch stets 
die Akten der BA zur Prüfung einzig dieses Tatbestandes unterbreiten. 

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Würde bei jeder Ehrverletzungsstrafanzeige, welche sich gegen einen Bun-
desbeamten richtet, die BA zuständig, entspräche dies nicht Sinn und Zweck 
der strafprozessualen Regeln. Es würde die Zuständigkeiten der kantonalen 
Behörden aushöhlen. Gerade deshalb sei auch Art. 25 StPO entstanden, um 
einfache Fälle den Kantonen abzugeben (act. 1 S. 6–9).  

Die BA erklärte, es liege vorliegend sowohl eine kantonale Gerichtsbarkeit 
(Art. 22 StPO; bezüglich der Ehrverletzungsdelikte, Art. 173 und Art. 174 
StGB) als bezüglich des angezeigten Amtsmissbrauchs (Art. 312 StGB) 
auch Bundesgerichtsbarkeit vor. Diese habe ihre Grundlage in Art. 23 Abs. 1 
lit. j StPO. Sie stützt sich alsdann auf Art. 26 Abs. 2 StPO, um aufgrund der 
mehrfachen Zuständigkeit die einheitliche Untersuchung und Beurteilung 
des Sachverhalts durch die Bundesbehörden anzuordnen.  

3.2 Die Abgrenzung der Zuständigkeit zwischen Bund und Kantonen wird in 
Art. 22–28 StPO geregelt. Demnach sind die kantonalen Strafbehörden zur 
Verfolgung und Beurteilung von Straftaten zuständig, soweit keine gesetzli-
che Ausnahme vorliegt (Art. 22 StPO; siehe auch Art. 123 Abs. 2 BV). Eine 
zwingende Bundeszuständigkeit ergibt sich für die Straftaten gemäss Auflis-
tung in Art. 23 und Art. 24 Abs. 1 StPO, wobei auch dort, zumindest für die 
Verfahren nach Art. 24 StPO, die Bundesanwaltschaft in einfachen Fällen 
die Strafsache zur Untersuchung und Beurteilung den kantonalen Behörden 
übertragen kann (Art. 25 Abs. 2 StPO). 

Der Bundesgerichtsbarkeit unterstehen nach Art. 23 Abs. 1 lit. j StPO fol-
gende Straftaten des StGB: die Straftaten des achtzehnten (Strafbare Hand-
lungen gegen die Amts- und Berufspflicht, darunter Art. 312 StGB Amtsmiss-
brauch) und neunzehnten Titels (Bestechung), sofern sie von einem Behör-
denmitglied oder Angestellten des Bundes oder gegen den Bund verübt wur-
den. Ist in einer Strafsache sowohl Bundesgerichtsbarkeit als auch kantonale 
Gerichtsbarkeit gegeben, so kann die Staatsanwaltschaft des Bundes die 
Vereinigung der Verfahren in der Hand der Bundesbehörden oder der kan-
tonalen Behörden anordnen (Art. 26 Abs. 2 StPO). 

3.3 Die Beurteilung der Gerichtsstandsfrage richtet sich nach der aktuellen Ver-
dachtslage. Massgeblich ist nicht, was dem Beschuldigten letztlich nachge-
wiesen werden kann, sondern der Tatbestand, der Gegenstand der Unter-
suchung bildet, es sei denn, dieser erweise sich von vornherein als haltlos 
oder sei sicher ausgeschlossen (BGE 138 IV 186 E. 4.1). Der Gerichtsstand 
bestimmt sich also nicht nach dem, was der Täter begangen hat, sondern 
nach dem, was ihm vorgeworfen wird, das heisst, was aufgrund der Akten-
lage überhaupt in Frage kommt. Dabei stützt sich die Beschwerdekammer 

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auf Fakten, nicht auf Hypothesen (statt vieler Beschluss des Bundesstrafge-
richts BG.2016.29 vom 5. Dezember 2016, E. 2.2 m.w.H.). 

3.4 Die Strafanzeige ist unterschrieben vom Rechtsvertreter der Anzeigeerstat-
ter, der im ersten Rechtsbegehren der Anzeige ausdrücklich die Eröffnung 
eines Strafverfahrens «allenfalls wegen Amtsmissbrauch (Art. 312 StGB)» 
verlangt. Die Anzeige begründet auch (S. 9), weshalb Amtsmissbrauch vor-
liege. Namentlich wird folgendes geltend gemacht: «Allenfalls wurde auch 
der Tatbestand von Art. 312 StGB (Amtsmissbrauch) erfüllt, da die verant-
wortlichen Mitglieder der WEKO ihre Amtsgewalt missbraucht haben, um 
A.B. und der B. AG einen Nachteil zuzufügen und dass im Hauptverfahren 
alle von der Klägerin gemachten Aussagen von den Richtern angezweifelt 
werden könnten. […] Durch die Publikation der offensichtlich wahrheitswid-
rigen Passagen hat der fragliche Beamte der WEKO seine Amtsgewalt miss-
braucht und A.B. klar in seiner Ehre verletzt, indem er ihn als Lügner dar-
stellt.»  

Im Gerichtsstandsverfahren gilt der Grundsatz in dubio pro duriore (vgl. vor-
stehende Erwägung) und ein möglicher Amtsmissbrauch bildet zweifellos 
Gegenstand der Strafanzeige. Damit ist dieser Vorwurf für die Zuständig-
keitsfrage relevant.  

Strafbehörden prüfen ihre Zuständigkeit von Amtes wegen und leiten einen 
Fall wenn nötig der zuständigen Stelle weiter (Art. 39 Abs. 1 StPO). Der an-
gezeigte Amtsmissbrauch betrifft Funktionäre des Bundes und fällt damit in 
die Zuständigkeit der BA (vgl. Art. 23 Abs. 1 lit. j StPO). Es besteht nach 
Art. 25 StPO («kann») kein Anspruch, dass die BA eine Strafsache an Kan-
tone delegiere. Die BA kann ebenso eine Strafsache bei mehrfacher Zustän-
digkeit (Bund und Kanton) in ihrer Hand vereinigen (Art. 26 Abs. 2 StPO). 
Der Entscheid sei wohl pragmatischer Natur, wobei der Grundsatz der Ver-
fahrenseinheit die Vereinigung gebieten kann (KIPFER, Basler Kommentar 
zum StGB, 4. Aufl., Basel 2019, Art. 26 N. 3). Die gleiche Strafsache soll 
nach diesem Grundsatz vereinigt von der gleichen Behörde verfolgt werden, 
wenn eine Person verschiedene Straftaten verübt haben soll (Art. 29 Abs. 1 
lit. a StPO) oder eine Teilnahme verschiedener Personen vorliege (vgl. 
Art. 33 Abs. 1 StPO; BGE 138 IV 214 E. 3.2 und 3.6, gerade bei sachlichen 
Zuständigkeiten; 138 IV 29 E. 3.2 und 5.5). Dies ist vorliegend beides der 
Fall. Eine Trennung, wie von den Anzeigeerstattern skizziert, könnte Teil-
nahmerechte beeinträchtigen (vgl. Beschluss des Bundesstrafgerichts 
BB.2017.51 vom 29. August 2017 E. 5.3). Die BA hat ihre Zuständigkeit zu-
recht bejaht. Damit entfällt eine Prüfung der örtlichen Zuständigkeit, da die 
Bundesanwaltschaft für das gesamte Gebiet der Schweiz zuständig ist.  

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3.5 Der Vollständigkeit halber sei angefügt, dass im Falle einer kantonalen Kom-
petenz, sich prima facie nicht aufdrängen würde, den Kanton Wallis als zu-
ständig zu erachten. In erster Linie richtet sich der Gerichtsstand in Strafsa-
chen des Erwachsenenstrafrechtes nach dem Ort, an dem die Tat verübt 
worden ist (Art. 31 Abs. 1 Satz 1 StPO). Der Ausführungsort oder Tatort geht 
als primärer Gerichtsstand allen anderen Gerichtsständen vor und befindet 
sich dort, wo der Täter gehandelt hat (BGE 144 IV 265 E. 2.7.2; 86 IV 222 
E. 1; BAUMGARTNER, Die Zuständigkeit im Strafverfahren, 2014, S. 58 f., 85; 
SCHWERI/BÄNZIGER, Interkantonale Gerichtsstandsbestimmung in Strafsa-
chen, 2. Aufl. 2004, N. 59 f.). Der Oberstaatsanwalt des Amtes der Region 
Oberwallis sandte denn auch die Strafklage zur Gerichtsstandsprüfung an 
das Zentrale Amt, wobei er den Kanton Bern für zuständig erachtete 
(act. 1.4). Die Generalstaatsanwalt-Stellvertreterin bestätigte aus ihrer Sicht 
demgegenüber die von der BA bejahte Bundeszuständigkeit (act. 1.5). 

 
4.  
4.1 Die Anzeigeerstatter wenden sich sodann gegen die Nichtanhandnahme 

durch die BA. Sie verletze das Legalitätsprinzip, wende die Ehrverlet-
zungstatbestände falsch an, verkenne Umfang und Tragweite dieser Straf-
bestimmungen und falle betreffend Feststellung des Sachverhaltes in Will-
kür. Die BA habe aus Unachtsamkeit gar nicht geprüft, ob eine Tatbegehung 
gegen die B. AG vorliege. Die ehrverletzende Textpassage in der Verfügung 
der WEKO spreche nur von «B.». Die WEKO sei es darum gegangen, eine 
Hauptperson ihres Verfahrens als Lügner darzustellen.  

4.2 Wer jemanden bei einem andern eines unehrenhaften Verhaltens oder an-
derer Tatsachen, die geeignet sind, seinen Ruf zu schädigen, beschuldigt 
oder verdächtigt, wer eine solche Beschuldigung oder Verdächtigung weiter-
verbreitet, wird, auf Antrag, mit Geldstrafe bestraft (Art. 173 Ziff. 1 StGB Üble 
Nachrede).  

Wer jemanden wider besseres Wissen bei einem andern eines unehrenhaf-
ten Verhaltens oder anderer Tatsachen, die geeignet sind, seinen Ruf zu 
schädigen, beschuldigt oder verdächtigt, wer eine solche Beschuldigung  
oder Verdächtigung wider besseres Wissen verbreitet, wird, auf Antrag, mit 
Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft (Art. 174 Ziff. 1 
StGB Verleumdung).  

Mitglieder einer Behörde oder Beamte, die ihre Amtsgewalt missbrauchen, 
um sich oder einem andern einen unrechtmässigen Vorteil zu verschaffen 
oder einem andern einen Nachteil zuzufügen, werden mit Freiheitsstrafe bis 
zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft (Art. 312 StGB Amtsmissbrauch).  

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4.3 Die Staatsanwaltschaft eröffnet eine Untersuchung, wenn sich aus den In-
formationen und Berichten der Polizei, aus der Strafanzeige oder aus ihren 
eigenen Feststellungen ein hinreichender Tatverdacht ergibt (Art. 309 Abs. 1 
lit. a StPO). Die Staatsanwaltschaft verzichtet auf die Eröffnung, wenn sie 
sofort eine Nichtanhandnahmeverfügung oder einen Strafbefehl erlässt 
(Art. 309 Abs. 4 StPO). Die Nichtanhandnahme wird verfügt, sobald auf-
grund der Strafanzeige oder des Polizeirapports feststeht, dass die fragli-
chen Straftatbestände oder die Prozessvoraussetzungen eindeutig nicht er-
füllt sind (Art. 310 Abs. 1 lit. a StPO; BGE 137 IV 285 E. 2.2).  

Das Dienstverhältnis bei der Wettbewerbskommission (WEKO) richtet sich 
nach der Personalgesetzgebung des Bundes (Art. 24 Abs. 2 KG). Die Wett-
bewerbskommission ist administrativ dem Eidgenössischen Departement für 
Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) zugeordnet (Art. 19 Abs. 2 KG). 
Die Strafverfolgung von Beamten wegen strafbarer Handlungen, die sich auf 
ihre amtliche Tätigkeit oder Stellung beziehen, ausgenommen wegen Wider-
handlungen im Strassenverkehr, bedarf einer Ermächtigung des Eidgenös-
sischen Justiz- und Polizeidepartements (Art. 15 Abs. 1 des Bundesgesetzes 
vom 14. März 1958 über die Verantwortlichkeit des Bundes sowie seiner Be-
hördemitglieder und Beamten (Verantwortlichkeitsgesetz, VG; SR 170.32). 
Erscheinen ein Straftatbestand und die gesetzlichen Voraussetzungen der 
Strafverfolgung als erfüllt, so darf die Ermächtigung nur in leichten Fällen 
verweigert werden und sofern die Tat nach allen Umständen durch eine dis-
ziplinarische Massnahme des Fehlbaren als genügend geahndet erscheint 
(Art. 15 Abs. 3 VG). Das Ermächtigungsverfahren bezweckt den Schutz des 
Beamten vor Belästigung durch ungerechtfertigte Strafanzeigen und gleich-
zeitig einen reibungslosen Gang der Verwaltung (BGE 139 IV 161 E. 2.3; 
112 Ib 350 E. 2c S. 352; 110 IV 46 E. 3b S. 48). 

4.4 Die anstössige Passage nimmt den Raum von knapp zwei Zeilen ein. Sie 
steht einerseits im Absatz 2072: «Die B. habe es nie erlebt, dass ein Produkt 
nicht in die Kataloge aufgenommen wurde.» Der Satz wird im folgenden Ab-
satz 2073 wieder aufgenommen: «Soweit B. behauptet, nie erlebt zu haben, 
dass ein Produkt nicht in die Stammdaten aufgenommen worden sei, ist dies 
unwahr.» Gemäss den Anzeigeerstattern müsste die Passage lauten: «Die 
B. AG erlebte nie, dass ein von ihr gewünschtes Produkt nicht in den Katalog 
aufgenommen wurde» (kursiv hinzugefügt).  

Absatz 2072 der Verfügung der WEKO gibt offensichtlich die Stellungnahme 
der B. AG wieder, während der folgende Absatz 2073 sie würdigt. Nach der 
Formulierung der Anzeigeerstatter bezieht sich die Aussage der B. AG nur 
auf eigene Produkte. In ihrer Wiedergabe erwähnt die WEKO keine Ein-
schränkung auf Produkte der B. AG. Nach Ansicht der WEKO werde mit der 

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Formulierung in Absatz 2073 nur ausgedrückt, dass die Aussage unwahr 
wäre, wenn sie sich auf die Produkte anderer Unternehmen bezöge. Nach 
Ansicht der Anzeigeerstatter drückt die Würdigung in Absatz 2073 positiv 
aus, die B. AG habe wahrheitswidrig behauptet, nie erlebt zu haben, dass 
ein Produkt (auch anderer Unternehmen) nicht in den Katalog aufgenommen 
worden sei. Sollte die B. AG diese Einschränkung in ihrer Stellungnahme 
gemacht haben, wäre die Wiedergabe durch die WEKO in Absatz 2072 un-
korrekt. Damit spricht einiges für die Interpretation der Anzeigeerstatter, die 
WEKO werfe der B. AG mit der inkriminierten Würdigung in Absatz 2073 
positiv vor, eine unwahre Aussage gemacht zu haben. Dafür sprechen auch 
das eingereichte Privatgutachten sowie der in diesem Verfahrensstadium 
geltende Grundsatz «in dubio pro duriore». 

4.5 Daraus ergibt sich indessen noch keine Strafbarkeit der WEKO. Es besteht 
für keine der angezeigten Tatbestände ein genügender Anfangstatverdacht, 
weder in objektiver noch in subjektiver Hinsicht: 

4.5.1 Kein Problem besteht in der Verkürzung von «Die B. AG» auf «Die B.». Of-
fensichtlich ist mit dieser Abkürzung die B. AG als Partei der Untersuchung 
gemeint und nicht A.B. persönlich. Entsprechend wird «B.» auch feminin ge-
braucht. In Absatz 2072, in der die angebliche Stellungnahme wiedergege-
ben wird, heisst es: «Die B. habe es nie erlebt, dass ein Produkt nicht in die 
Kataloge aufgenommen wurde.» Mit Bezug auf die natürliche Person A.B. 
entfällt schon aus diesem Grund ein Anfangstatverdacht. Die Anzeigeerstat-
ter weisen zurecht darauf hin, dass sich die BA in ihrer Verfügung vom 7. Mai 
2020 korrekterweise damit explizit hätte auseinandersetzen müssen, wobei 
die Verfügung der WEKO wohl bereits zu Beginn definiert, wen sie mit «B.» 
bezeichnet.  

4.5.2 Ein Anfangstatverdacht fehlt auch bezüglich der B. AG und zwar aus zwei 
Gründen, die mit der Einheit der Rechtsordnung zu tun haben. 

Zum einen stehen die fraglichen Passagen in den Absätzen 2072 und 2073 
auf Seite 488 von insgesamt 647 Seiten der Verfügung der WEKO vom 
29. Juni 2015, unter dem Obertitel «Stellungnahmen der Parteien und ihre 
Würdigung» und dem Untertitel «B.». Es ist Aufgabe der WEKO zu untersu-
chen, ob der freie Wettbewerb in gewissen Märkten eingeschränkt worden 
sein könnte. Dafür muss sie den Sachverhalt zusammenstellen, würdigen 
und unter das anwendbare Recht subsumieren. Mit dem Satz in Absatz 2073 
würdigt die WEKO in sachlicher Sprache ein (zuvor eventuell unkorrekt wie-
dergegebenes) Sachverhaltselement in ihrem Tätigkeitsgebiet. Ihre gesamte 
Würdigung ist in Ton und Thema eingebettet in diejenige bei anderen von 

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der Untersuchung der WEKO Betroffenen. Dies ist zulässiges Verwaltungs-
handeln – würdigt die WEKO so den Sachverhalt, erfüllt sie gerade ihre Auf-
gabe und Amtspflicht und zwar selbst dann, wenn ihre Würdigung unzutref-
fend wäre. Die Anzeigeerstatter mögen mit der Würdigung und dem Sach-
verhalt, auf welchem sie beruht, nicht einverstanden sein. Es steht dafür der 
gesetzliche Rechtsmittelweg offen, den sie offenbar auch eingeschlagen ha-
ben. In jenen Verfahren wird die Rechtmässigkeit der Verfügung der WEKO 
von unabhängigen Gerichten beurteilt. Dort können die Anzeigeerstatter ein-
bringen, die Würdigungen der WEKO seien fehlgeleitet. Im vorliegenden Zu-
sammenhang kein zulässiges Ziel sind jedoch die für den Bund handelnden 
Funktionäre. Das Ermächtigungsverfahren wurde gerade geschaffen, um 
den rechtmässigen Verwaltungs- und Rechtsmittelgang vor Beeinträchtigun-
gen durch (parallele) Strafanzeigen gegen Funktionäre persönlich zu schüt-
zen. Fehlt so vorliegend ein Anfangstatverdacht, wäre auch keine Ermächti-
gung möglich.  

Zum anderen kommt dazu, dass die B. AG zur Publikation eine anfechtbare 
Verfügung verlangte, welche die WEKO am 21. November 2016 erliess. Die 
B. AG rief dagegen ohne Erfolg Bundesverwaltungsgericht und Bundesge-
richt an (vgl. obige Erwägung C). Die Publikation durch die WEKO vom 
15. August 2019 folgte damit auf eine Überprüfung, der sie standhielt, in 
Rechtsmittelverfahren. Damit kann sie aber schwerlich zugleich eine mit 
Wissen und Willen begangene strafbare Handlung enthalten. Das Strafver-
fahren wäre denn auch kein Weg, um rechtskräftige Entscheide gerichtlicher 
Instanzen nochmals von Strafbehörden überprüfen zu lassen.  

4.6 Mit dem Gesagten gehen die Rügen der Anzeigeerstatter gegen die Nicht-
anhandnahme-Verfügung der BA vom 7. Mai 2020 klar fehl. Die zutreffend 
begründete Auferlegung der vorinstanzlichen Verfahrenskosten von 
Fr. 500.--, worauf verwiesen werden kann (act. 1.1 S. 5 f.), ist nach dem Ge-
sagten nicht zu beanstanden.  

 
5. Insgesamt waren die Rügen der Anzeigeerstatter unbegründet, sowohl die-

jenigen gegen die Zuständigkeit der BA als auch diejenigen gegen die Nicht-
anhandnahme ihrer Strafanzeige durch die BA. Die Beschwerden sind damit 
abzuweisen.  

 
6. Bei diesem Ausgang des Verfahrens haben die Beschwerdeführer die Ge-

richtskosten zu tragen (vgl. Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Gerichtsgebühr ist auf 
Fr. 3'000.-- festzusetzen (vgl. Art. 73 StBOG i.V.m. Art. 5 und 8 Abs. 1 des 
Reglements des Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 über die Kosten, 

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Gebühren und Entschädigungen in Bundesstrafverfahren [BStKR; 
SR 173.713.162]) und den Beschwerdeführern solidarisch aufzuerlegen, un-
ter Anrechnung des geleisteten Kostenvorschusses im gleichen Betrag.  

 
 
 

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Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 
 
1. Die Verfahren BG.2020.15–16 sowie BB.2020.96–97 werden vereinigt.  

2. Die Beschwerden werden abgewiesen.  
 

3. Die Gerichtsgebühr von Fr. 3'000.-- wird den Beschwerdeführern solidarisch 
auferlegt, unter Anrechnung des geleisteten Kostenvorschusses im gleichen 
Betrag. 

 
 

Bellinzona, 26. Juni 2020 
 
Im Namen der Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Die Vizepräsidentin: Der Gerichtsschreiber:  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zustellung an 
 
- Rechtsanwalt Beat Rieder 
- Bundesanwaltschaft (unter Beilage einer Kopie der Beschwerde) 
- Zentrale Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis (in Kopie) 
 
 
Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Beschluss ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben (Art. 79 BGG; SR 173.110).