# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** abbf7f85-dd3a-54a2-b8b2-a4b86cd892d4
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-10-12
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 12.10.2018 200 2018 245
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-245_2018-10-12.pdf

## Full Text

200 18 245 UV
GRD/COC/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 12. Oktober 2018

Verwaltungsrichter Grütter, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Knapp, Verwaltungsrichter Scheidegger
Gerichtsschreiberin Collatz

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Suva
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 28. Februar 2018

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Okt. 2018, UV/18/245, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1965 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
über seine Arbeitgeberin bei der Schweizerischen Unfallversicherungsan-
stalt (Suva bzw. Beschwerdegegnerin) gegen die Folgen von Berufs- und 
Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankheiten versichert, als er am 18. Sep-
tember 2006 beim Abladen von ... ausglitt und rücklings vom Anhänger 
eines Lastwagens auf das Gesäss fiel (Akten der Suva, Antwortbeilage 
[AB] 1, 5, 16). Die Suva erbrachte bezüglich dieses Ereignisses die gesetz-
lichen Leistungen. Mit Verfügung vom 27. Mai 2011 (AB 198) schloss sie 
den Fall ab und sprach dem Versicherten eine Invalidenrente bei einer Er-
werbsunfähigkeit von 23% und eine Integritätsentschädigung basierend auf 
einer Integritätseinbusse von 20% zu. Diese Verfügung blieb unangefoch-
ten. 

Ferner sprach die IV-Stelle Bern (IVB) dem Versicherten mit Verfügung 
vom 29. Juni 2011 (AB 202 f.) bei einem ermittelten Invaliditätsgrad von 
100% eine vom 1. September 2007 bis am 31. Januar 2010 befristete gan-
ze Invalidenrente zu. 

Nachdem der Suva am 5. August 2011 ein Rückfall gemeldet worden war 
(AB 205), führte diese weitere medizinische Erhebungen durch. Dabei holte 
sie insbesondere zwei Stellungnahmen ihres Kreisarztes Dr. med. 
B.________, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates, ein (AB 237, 241). Gestützt darauf verneinte die 
Suva mit Verfügung vom 4. Mai 2012 (AB 242) eine Leistungspflicht im 
Zusammenhang mit dem geltend gemachten Rückfall, da kein Kausalzu-
sammenhang zwischen dem Unfall vom 18. September 2006 und den ge-
meldeten Rückenbeschwerden bestehe. Ferner seien die geltend gemach-
ten Hüftbeschwerden bereits mit der Verfügung vom 27. Mai 2011 abge-
lehnt worden. Die hiergegen erhobene Einsprache (AB 245) wies die Suva 
mit Entscheid vom 26. Juni 2012 (AB 249) ab. Dieser Entscheid blieb un-
angefochten. Im weiteren Verlauf wurde die Ausrichtung der bisherigen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Okt. 2018, UV/18/245, Seite 3

Invalidenrente durch die Suva revisionsweise bestätigt (Mitteilungen vom 
30. Juli 2013 und vom 2. September 2016; AB 259, 308). 

Mit Verfügung vom 17. Dezember 2013 (AB 271) verneinte die IVB bei ei-
nem ermittelten Invaliditätsgrad von 26% einen Anspruch auf eine Invali-
denrente, was vom Verwaltungsgericht mit Urteil vom 23. Juni 2014, 
IV/2014/83, bestätigt wurde. 

B.

Am 13. März 2017 wurde erneut ein Rückfall gemeldet (AB 313), woraufhin 
die Suva weitere medizinische Abklärungen vornahm und dabei insbeson-
dere eine Beurteilung ihres Kreisarztes Dr. med. C.________, Facharzt für 
orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 
einholte (AB 353). Am 2. November 2017 verfügte die Suva (AB 354), es 
bestehe bezüglich der gemeldeten Beschwerden an der Lendenwirbelsäule 
(LWS) keine Leistungspflicht, da diese nicht in überwiegender Wahrschein-
lichkeit in einem Zusammenhang zum Unfall vom 18. September 2006 
stünden. Die dagegen erhobene Einsprache (AB 357) wies sie nach Einho-
lung einer weiteren kreisärztlichen Beurteilung vom 1. Februar 2018 
(AB 367) mit Entscheid vom 28. Februar 2018 (AB 373) ab.

Zuvor hatte die IVB dem Versicherten mit Verfügung vom 6. Oktober 2017 
(AB 349) bei einem ermittelten Invaliditätsgrad von nunmehr 45% ab dem 
1. Juli 2017 eine Viertelsrente zugesprochen.

C.

Gegen den Einspracheentscheid vom 28. Februar 2018 (AB 373) erhebt 
der Versicherte am 29. März 2018 Beschwerde mit dem sinngemässen 
Antrag auf Zusprechung von Leistungen der Unfallversicherung.

Mit Beschwerdeantwort vom 18. Juni 2018 schliesst die Beschwerdegegne-
rin auf Abweisung der Beschwerde. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Okt. 2018, UV/18/245, Seite 4

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 28. Februar 
2018 (AB 373). Streitig und zu prüfen ist die Leistungspflicht der Be-
schwerdegegnerin im Zusammenhang mit den am 13. März 2017 als Rück-
fall gemeldeten Beschwerden an der LWS (AB 313).

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Am 1. Januar 2017 sind die Änderung vom 25. September 2015 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung (UVG; 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Okt. 2018, UV/18/245, Seite 5

SR 832.20) und die Änderung vom 9. November 2016 der Verordnung vom 
20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) in 
Kraft getreten. Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem In-
krafttreten der Änderung vom 25. September 2015 des UVG ereignet ha-
ben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen 
sind, werden nach bisherigem Recht gewährt (Abs. 1 der Übergangsbe-
stimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG).

Es wird ein Ereignis vom 18. September 2006 geltend gemacht (AB 1, 5, 
16), womit auf den vorliegenden Fall die bis 31. Dezember 2016 gültig ge-
wesene Rechtslage zur Anwendung gelangt.

2.2 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 UVG). 
Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines 
ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine 
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 
oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.3 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 
129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2017 UV Nr. 8 S. 28 E. 3.3, 2012 UV 
Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.3.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Okt. 2018, UV/18/245, Seite 6

("conditio sine qua non"; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 
S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.3.2 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursa-
che eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV Nr. 
30 S. 122 E. 5.2). 

2.3.3 Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert 
oder überhaupt erst manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversi-
cherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache 
des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und aus-
schliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn 
entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem 
Unfall bestanden hat (status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er 
sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustan-
des auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine) 
erreicht ist (SVR 2016 UV Nr. 18 S. 56 E. 2.1.1, 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2; 
RKUV 1994 U 206 S. 328 E. 3b).

2.4 Die Versicherungsleistungen werden grundsätzlich auch für Rück-
fälle und Spätfolgen gewährt (Art. 11 UVV). Bei einem Rückfall handelt es 
sich um das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit, so 
dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu (weiterer) Ar-
beitsunfähigkeit kommt. Von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Okt. 2018, UV/18/245, Seite 7

geheiltes Leiden im Verlaufe längerer Zeit organische oder psychische 
Veränderungen bewirkt, die zu einem völlig anders gearteten Krankheits-
bild führen können (BGE 118 V 293 E. 2c S. 296; SVR 2016 UV Nr. 15 
S. 47 E. 3.2 und Nr. 18 S. 56 E. 2.1.2; Entscheid des Bundesgerichts 
[BGer] vom 19. Dezember 2016, 8C_61/2016, E. 3.2).

Liegt ein Rückfall oder eine Spätfolge vor, so besteht eine Leistungspflicht 
des Unfallversicherers nur dann, wenn zwischen den erneut geltend ge-
machten Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlitte-
nen Gesundheitsschädigung ein natürlicher und adäquater Kausalzusam-
menhang besteht. Dabei kann der Unfallversicherer nicht auf der Anerken-
nung des Kausalzusammenhangs beim Grundfall oder einem früheren 
Rückfall behaftet werden (BGE 118 V 293 E. 2c S. 296; RKUV 1994 U 206 
S. 327 E. 2 und S. 328 E. 3b; SVR 2016 UV Nr. 15 S. 47 E. 3.2 und Nr. 18 
S. 56 E. 2.1.2). Bei Rückfällen und Spätfolgen obliegt es der versicherten 
Person, das Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen 
dem neuen Beschwerdebild und dem Unfall mit dem im Sozialversiche-
rungsrecht geltenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
nachzuweisen. Je grösser der zeitliche Abstand zwischen dem Unfall und 
dem Auftreten der gesundheitlichen Beeinträchtigung ist, desto strengere 
Anforderungen sind an den Wahrscheinlichkeitsbeweis des natürlichen 
Kausalzusammenhangs zu stellen. Bei Beweislosigkeit fällt der Entscheid 
zu Lasten der versicherten Person aus (SVR 2016 UV Nr. 18 S. 57 
E. 2.2.2; Entscheid des BGer vom 19. Dezember 2016, 8C_61/2016, 
E. 3.2).

3.

3.1 Nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens und im Übrigen 
– entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers – unbestritten ist, dass 
das Ereignis vom 18. September 2006, anlässlich welchem der Beschwer-
deführer ausgeglitten und von einem Anhänger eines Lastwagen auf das 
Gesäss gefallen ist (AB 5, 16), einen Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG dar-
stellt. Die Beschwerdegegnerin hat denn auch entsprechende Versiche-
rungsleistungen erbracht und ihm mit unangefochten in Rechtkraft erwach-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Okt. 2018, UV/18/245, Seite 8

sener Verfügung vom 27. Mai 2011 (AB 198) eine Invalidenrente bei einer 
Erwerbsunfähigkeit von 23% und eine Integritätsentschädigung basierend 
auf einer Integritätseinbusse von 20% zugesprochen. 

Streitig ist, ob es sich bei den vom Beschwerdeführer geltend gemachten 
Beschwerden an der LWS um einen Rückfall bezüglich des Unfalls vom 
18. September 2006 im Sinne von Art. 11 UVV handelt. Dabei obliegt es 
ihm, das Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen 
dem Unfall und dem als Rückfall postulierten Beschwerdebild nachzuwei-
sen bzw. trägt er die Folgen einer entsprechenden Beweislosigkeit (vgl. 
E. 2.4 hiervor). 

3.2

3.2.1 Am 27. März 2017 wurden beim Beschwerdeführer eine Schmerz-
pumpe und eine Schraube L4 rechts operativ entfernt (AB 329). Im Aus-
trittsbericht des Spitals D.________ vom 31. März 2017 (AB 330) wurde 
namentlich eine chronische lumbosakrale Schmerzstörung mit somatischen 
und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41) diagnostiziert mit/bei tiefem 
Wundinfekt und Schraubenlockerung S1 beidseits, Status nach Dekom-
pression L3/4 – L5/S1 beidseits (Dezember 2008), Sturz von einem LKW 
am 18. September 2006, lumbosakraler Übergangsanomalie mit transitori-
schem Wirbel S1 sowie Status nach lumbaler Schmerzpumpenimplantation 
(S. 1). Der intra- und postoperative Verlauf sei problemlos verlaufen. Der 
Beschwerdeführer sei in gutem Allgemeinzustand und reizlosen Wundver-
hältnissen nach Hause entlassen worden (S. 2).

3.2.2 Am 3. Juli 2017 fand beim Beschwerdeführer eine Dekompression 
L2/3 beidseits statt (AB 335). Im Austrittsbericht des Spitals D.________ 
vom 10. Juli 2017 (AB 336) wurde eine hochgradige Spinalkanalstenose 
L2/3 diagnostiziert. Der Beschwerdeführer berichte über dumpf pulsierende 
und stechende Rückenschmerzen am ISG beidseits, über Sensibilitätss-
törungen am Unterschenkel links lateral und über Kraftminderungen auf-
grund zitternden Muskeln bei Belastung. Diese Schmerzen kenne er ca. 
seit 2006, als er von einem LKW gestützt sei. Mehrere Therapieversuche 
mit Operationen und Infiltrationen hätten keine bleibende Besserung ge-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Okt. 2018, UV/18/245, Seite 9

bracht (S. 1). Der intra- und postoperative Verlauf sei problemlos verlaufen 
(S. 2).

3.2.3 Der Kreisarzt Dr. med. C.________ führte in seiner Beurteilung vom 
30. Oktober 2017 (AB 353) aus, in den Jahren 2006 bis 2010 seien beim 
Beschwerdeführer Beschwerden behandelt worden, welche auf den Unfall 
vom 18. September 2006 zurückgeführt worden seien (S. 1). Am 27. März 
2012 habe der Kreisarzt Dr. med. B.________ (AB 237) konstatiert, dass 
anlässlich des besagten Unfalls kein unfallkausaler struktureller Schaden 
entstanden sei. Die Beschwerden, die anlässlich dieses Ereignisses ent-
standen seien, habe er als vorübergehende Verschlimmerung eingestuft 
und das Erreichen des Vorzustandes auf sechs Monate nach dem Ereignis 
festgelegt. Somit könnten die erfolgte Schraubenentfernung und die Entfer-
nung der Schmerzpumpe nicht als Rückfall anerkannt werden (S. 2). 

3.2.4 Nachdem der Beschwerdeführer gegen die Verfügung vom 2. No-
vember 2017 (AB 354) Einsprache (AB 357) erhoben hatte, nahm der 
Kreisarzt Dr. med. C.________ am 1. Februar 2018 zum geltend gemach-
ten Rückfall nochmals Stellung (AB 367). Als unfallkausale Diagnose führte 
er eine Hüftgelenksprellung und eine LWS-Kontusion, beides nach Sturz 
aus eineinhalb Metern Höhe am 18. September 2006, an. Als unfallfremd 
diagnostizierte er einen Status nach Hüftgelenksinfiltration und nach Band-
scheibenoperation mit Teilspondylodese am 10. Dezember 2008 (S. 2). 
Nach Beurteilung der Bildgebung und der ärztlichen Behandlungsprotokolle 
kam der Kreisarzt zum Schluss, dass nie unfallbedingte strukturelle Läsio-
nen hätten festgestellt werden können. Alle insbesondere die durch die 
Bildgebung erfassten Befunde seien rein degenerativen Ursprungs. Eine 
richtunggebende strukturelle Läsion habe durch den Sturz aus eineinhalb 
Metern Höhe denn auch nicht hervorgerufen werden können. Zur Entste-
hung eines traumatischen Bandscheibenschadens seien erheblich höhere 
Kräfte notwendig, als sie bei einem solchen Sturz entstünden. Nach der 
medizinischen Fachliteratur würde es dabei eher zu Wirbelkörperfrakturen 
oder einer Zerreissung der Längsbänder der Wirbelsäule kommen. Ebenso 
könne ein Sturz auf die Hüfte nicht zu einer Labrumläsion führen, es sei 
denn, es käme zu einer Hüftluxation oder einer Acetabulumfraktur. Eine 
solche sei jedoch nicht festgestellt worden, unfallbedingte knöcherne Läsi-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Okt. 2018, UV/18/245, Seite 10

onen seien ausgeschlossen worden (S. 3). Es sei davon auszugehen, dass 
die Unfallfolgen im Sinne einer Kontusion der Hüfte und der LWS spätes-
tens zwölf Monate nach dem Ereignis vollständig abgeklungen seien. Der 
Vorzustand sei in diesem Zeitpunkt erreicht worden. Organisch nachweis-
bare Beschwerden aus dem Unfall vom 18. September 2006 lägen mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht mehr vor. Die beklagten Be-
schwerden nach dem Zeitpunkt des Eintritts des Vorzustandes ca. 2007 
seien auf die Vorschäden zurückzuführen und nicht auf unfallbedingte Lä-
sionen. Die Operation vom 10. Dezember 2008 sei damit ebenfalls als nicht 
unfallkausal zu betrachten. Die als Rückfall geltend gemachten Beschwer-
den ständen nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in kausalem Zu-
sammenhang mit den Unfallfolgen (S. 4).

3.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Okt. 2018, UV/18/245, Seite 11

3.4 Die Beschwerdegegnerin hat sich im angefochtenen Einspra-
cheentscheid massgeblich auf die Beurteilung des Kreisarztes Dr. med. 
C.________ vom 1. Februar 2018 (AB 367) gestützt. 

Dieser Aktenbericht erfüllt die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung 
an den Beweiswert eines medizinischen Berichts gestellten Anforderungen 
(vgl. E. 3.3 hiervor) und überzeugt. Dass der Facharzt keine eigene Unter-
suchung durchgeführt hat, schadet nicht. Denn die Voraussetzungen für 
einen rechtsgenüglichen Aktenbericht (RKUV 2006 U 578 S. 175 E. 3.4, 
1988 U 56 S. 371 E. 5b) sind vorliegend erfüllt. Insbesondere sind Ana-
mnese und Verlauf ausführlich in den Akten dokumentiert. Dr. med. 
C.________ hat sich in seiner ärztlichen Beurteilung in Kenntnis der medi-
zinischen Vorakten sorgfältig mit den gesundheitlichen Einschränkungen 
des Beschwerdeführers auseinandergesetzt und seine Schlussfolgerungen 
insbesondere gestützt auf die kurz nach dem Unfall erstellten bildgebenden 
Untersuchungen vom 20. und 26. Oktober 2006 (AB 6 S. 5 f.) und die ärzt-
lichen Behandlungsprotokolle getroffen. Dabei hat er einleuchtend und 
nachvollziehbar begründet, weshalb die geltend gemachten LWS-
Beschwerden, und dabei insbesondere die operative Entfernung der 
Schmerzpumpe und der Schraube L4 rechts vom 27. März 2017 (AB 329), 
nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in einem Kausalzusammen-
hang zum Sturz vom 18. September 2006 stehen, sondern degenerativer 
Natur sind. In diesem Zusammenhang wies er darauf hin, dass nach dem 
besagten Unfall keine strukturelle Läsionen bestanden haben. Zudem sei 
der geschilderte Unfallhergang mit Sturz aus eineinhalb Metern mit Aufprall 
auf Hüfte und Gesäss nicht geeignet, eine richtungsgebende strukturelle 
Läsion hervorzurufen (AB 367 S. 3). Ferner hat der Kreiszart schlüssig dar-
gelegt, dass es beim besagten Sturz (überwiegend wahrscheinlich) zu ei-
ner Kontusion der Hüfte und der LWS gekommen ist und der status quo 
sine vel ante (vgl. E. 2.3.3 hiervor) spätestens nach zwölf Monaten (d.h. ab 
September 2007) postuliert werden kann (AB 367 S. 4). Darauf ist abzu-
stellen.

Ärztliche Beurteilungen, die die Einschätzung des Kreisarztes in Zweifel 
ziehen könnten, finden sich in den Akten nicht und wurden vom Beschwer-
deführer auch im vorliegenden Beschwerdeverfahren nicht ins Recht ge-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Okt. 2018, UV/18/245, Seite 12

legt. Im Gegenteil, die Beurteilung von Dr. med. C.________ steht im Ein-
klang mit derjenigen des Kreisarztes Dr. med. B.________, der in seinen 
Stellungnahmen vom 27. März und 1. Mai 2012 (AB 237, 241) ebenfalls 
zum Schluss kam, dass beim Unfall vom 18. September 2006 kein unfall-
kausaler struktureller Schaden entstanden ist, sondern allein ein degenera-
tiver Vorzustand traumatisiert worden ist. Gestützt auf diese Einschätzung 
verneinte die Beschwerdegegnerin bereits im unangefochten in Rechtskraft 
erwachsenen Einspracheentscheid vom 26. Juni 2012 (AB 249) einen An-
spruch auf Versicherungsleistungen im Zusammenhang mit den als Rück-
fall geltend gemachten LWS-Beschwerden, da diese in keinem Kausalzu-
sammenhang zum Unfall vom 18. September 2006 stünden. 

Soweit der Beschwerdeführer gegenüber seinen behandelnden Ärzten gel-
tend gemacht hat, dass die LWS-Beschwerden seit seinem Unfall vom 
18. September 2006 bestünden (AB 336 S. 1), und damit einen Kausalzu-
sammen zwischen diesen und dem besagten Unfall zumindest implizit da-
mit begründet, dass er vor dem Sturz beschwerdefrei gewesen sei, ist dar-
auf hinzuweisen, dass gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung für den 
Nachweis einer unfallkausalen gesundheitlichen Schädigung die Formel 
"post hoc, ergo propter hoc" nicht massgebend ist, nach dessen Bedeutung 
eine gesundheitliche Schädigung schon dann als durch einen Unfall verur-
sacht gilt, wenn sie nach diesem aufgetreten ist (BGE 119 V 335 E. 2b bb 
S. 341; SVR 2008 UV Nr. 11 S. 36 E. 4.2.3).

Letztlich ändert vorliegend nichts, dass die Beschwerdegegnerin die Unfall-
kausalität der (damals bestandenen) LWS-Beschwerden in der rechtskräf-
tigen Verfügung vom 27. Mai 2011 (AB 198) bejaht hat, denn die Be-
schwerdegegnerin kann nicht auf der Anerkennung des natürlichen Kausal-
zusammenhangs beim Grundfall behaftet werden (vgl. E. 2.4 hiervor). 

3.5 Nach dem Dargelegten ist ein natürlicher Kausalzusammenhang 
zwischen dem Unfall vom 18. September 2006 und den als Rückfall gel-
tend gemachten LWS-Beschwerden nicht überwiegend wahrscheinlich er-
stellt. Ein Anspruch auf Leistungen aus der Unfallversicherung besteht 
deshalb (im Zusammenhang mit dem geltend gemachten Rückfall) nicht. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Okt. 2018, UV/18/245, Seite 13

Der angefochtene Einspracheentscheid erweist sich damit als rechtens, 
weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.

4.

4.1 Verfahrenskosten sind keine zu erheben (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. a ATSG).

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Be-
schwerdeführer keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehr-
schluss aus Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- Suva 
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Okt. 2018, UV/18/245, Seite 14

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.