# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ac6d8daa-430e-51c4-a1db-e034e7e4a466
**Source:** Basel-Landschaft (entscheidsuche) (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-23
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 23.10.2025 725 2025 33 (725 25 33)
**Docket/Reference:** 725 2025 33
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-2025-33_2025-10-23.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 

vom 23. Oktober 2025 (725 25 33) 

 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Die Unfallversicherung ist zu Recht nicht auf die verspätet erhobene Einsprache des 

Versicherten eingetreten. 

 

 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Jürg Pulver, Kantons-

richter Christof Enderle, Gerichtsschreiberin Felicia Käslin 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  

Betreff Leistungen 

 

 

 

A. Der 1979 geborene A.____ war bei der Arbeitslosenkasse angemeldet und dadurch 

obligatorisch bei der Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen Unfälle versi-

chert, als er am 29. Januar 2023 einen Unfall erlitt. Nachdem die Suva die gesetzlichen Versi-

cherungsleistungen ausgerichtet hatte, stellte sie diese mit Verfügung vom 17. Mai 2023 per 

sofort ein. Die dagegen erhobene Einsprache wurde mit Entscheid vom 30. August 2023 abge-

wiesen. Eine gegen den Einspracheentscheid vom 30. August 2023 erhobene Beschwerde an 

 

 
 
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das Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), wurde mit Urteil vom 

18. April 2024 in dem Sinne gutgeheissen, als die Angelegenheit zur weiteren Abklärung im 

Sinne der Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die Suva zurückgewiesen 

wurde. 

 

B. In Nachachtung des vorgenannten Urteils des Kantonsgerichts vom 18. April 2024 und 

nach Vornahme medizinischer Abklärungen stellte die Suva die Versicherungsleistungen mit 

Verfügung vom 7. Oktober 2024 erneut per 17. Mai 2023 ein. Dagegen erhob A.____ mit E-Mail 

vom 15. November 2024 wiederum Einsprache. Mit Einspracheentscheid vom 2. Januar 2025 

trat die Suva auf diese Einsprache nicht ein. Zur Begründung machte sie geltend, die Ein-

sprachefrist sei nicht eingehalten. 

 

C. Gegen den genannten Einspracheentscheid vom 2. Januar 2025 erhob A.____ am 

24. Januar 2025 Beschwerde beim Kantonsgericht. Darin beantragte er sinngemäss, es sei der 

angefochtene Entscheid aufzuheben und es seien ihm die gesetzlichen Versicherungsleistun-

gen über den 17. Mai 2023 hinaus auszurichten. 

 

D. In ihrer Beschwerdeantwort vom 3. Februar 2025 beantragte die Suva die Abweisung 

der Beschwerde. 

 

 

Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  

 

1.1 Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 

ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 

vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-

scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 

erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kan-

tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor-

liegend befindet sich der Wohnsitz des Beschwerdeführers im Kanton Basel-Landschaft, wes-

halb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 

Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 

16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtli-

che Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger 

gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwer-

de zuständig. 

 

1.2 Der Beschwerdeführer beantragt in erster Linie die Ausrichtung von Versicherungsleis-

tungen durch die Beschwerdegegnerin für die Folgen des Unfallereignisses. Des Weiteren be-

antragt er die Rückvergütung von Leistungen der Krankenkasse und die Übernahme einer Phy-

siotherapierechnung, die weder von der Krankenkasse noch von der Beschwerdegegnerin 

übernommen worden sei. Zusätzlich fordert der Beschwerdeführer Schadenersatz in Höhe von 

 

 
 
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15 % auf die gesamte Summe, die von der Beschwerdegegnerin noch ausbezahlt werden solle, 

um seinen zusätzlichen Aufwand zu begleichen. Soweit der Beschwerdeführer in seinen Begeh-

ren die Ausrichtung von Versicherungsleistungen, die Rückvergütung von Leistungen der Kran-

kenkasse, die Übernahme von Physiotherapiekosten und Schadenersatz beantragt, kann da-

rauf im Rahmen des vorliegenden Verfahrens nicht eingetreten werden. Denn Gegenstand des 

vorliegend angefochtenen Einspracheentscheids und damit der richterlichen Überprüfung bildet 

einzig die Frage, ob die Suva zu Recht nicht auf die Einsprache des Versicherten eingetreten 

ist. Das Gericht darf daher keine materielle Prüfung des Leistungsbegehrens vornehmen. Auf 

die weiteren vorgenannten Begehren des Beschwerdeführers kann daher nicht eingetreten 

werden. Somit ist auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzutre-

ten, soweit damit das vorinstanzliche Nichteintreten auf die Einsprache gerügt wird. 

 

2.1 Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet die Frage, ob die Suva im ange-

fochtenen Einspracheentscheid vom 2. Januar 2025 auf die Einsprache des Beschwerdeführers 

vom 15. November 2024 (E-Mail) gegen die Verfügung vom 7. Oktober 2024 zu Recht nicht 

eingetreten ist. 

 

2.2 Ist die Vorinstanz auf ein Rechtsmittel nicht eingetreten, so hat das Gericht lediglich zu 

prüfen, ob dieser Nichteintretensentscheid zu Recht erfolgt ist. Kommt das Gericht zum 

Schluss, dass die Vorinstanz auf das Rechtsmittel hätte eintreten müssen, so ist die Beschwer-

de gutzuheissen und der Fall zur materiellen Beurteilung zurückzuweisen. Anderenfalls muss 

die Beschwerde abgewiesen und der vorinstanzliche Entscheid bestätigt werden (vgl. ALFRED 

KÖLZ/ISABELLE HÄNER/MARTIN BERTSCHI/LIVIO BUNDI, Verwaltungsverfahren und Verwaltungs-

rechtspflege des Bundes, 4. Aufl., Zürich/Genf 2025, S. 287, Rz. 695 mit weiteren Hinweisen). 

 

3.1 Nach Art. 49 Abs. 1 ATSG hat der Versicherungsträger über Leistungen, Forderungen 

und Anordnungen, die erheblich sind oder mit denen die betroffene Person nicht einverstanden 

ist, schriftlich Verfügungen zu erlassen. Gegen eine solche Verfügung kann gemäss Art. 52 

Abs. 1 Satz 1 ATSG innerhalb von 30 Tagen bei der verfügenden Stelle Einsprache erhoben 

werden. In Bezug auf die Fragen der Berechnung und des Stillstandes, der Einhaltung und der 

Wiederherstellung der 30-tägigen Einsprachefrist sind die Art. 38 - 41 ATSG anwendbar. Nach 

Art. 38 Abs. 1 ATSG beginnt die 30-tägige Einsprachefrist am Tag nach der Mitteilung der Ver-

fügung zu laufen und sie gilt gemäss Art. 39 Abs. 1 ATSG als eingehalten, wenn die schriftlich 

erhobene Einsprache spätestens am letzten Tag der Frist dem Gericht eingereicht oder zu des-

sen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsu-

larischen Vertretung übergeben worden ist. Handelt es sich beim letzten Tag der Frist um einen 

Samstag, einen Sonntag oder einen vom Bundesrecht anerkannten Feiertag, so endet sie am 

nächstfolgenden Werktag (Art. 38 Abs. 3 ATSG). Als gesetzliche Frist kann die Einsprachefrist 

nicht erstreckt werden (Art. 40 Abs. 1 ATSG). Ist die Einsprachefrist nicht eingehalten, wird das 

Einspracheverfahren mit einem Nichteintretensentscheid abgeschlossen (BGE 142 V 152 E. 2.2 

mit Hinweisen). 

 

3.2 Ist die gesuchstellende Person oder ihre Vertretung unverschuldeterweise abgehalten 

worden, binnen Frist zu handeln, so wird diese Frist wiederhergestellt, sofern sie unter Angabe 

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des Grundes innert 30 Tagen nach Wegfall des Hindernisses darum ersucht und die versäumte 

Rechtshandlung nachholt (Art. 41 ATSG). 

 

4.1 Die Verfügung der Suva vom 7. Oktober 2024 wurde dem Beschwerdeführer gemäss 

Sendungsverfolgung der Schweizerischen Post (act. 76) am 9. Oktober 2024 zugestellt. Somit 

begann die 30-tägige Einsprachefrist am 10. Oktober 2024 – dem Tag nach der Zustellung – zu 

laufen und endete am 8. November 2024. Daraus folgt, dass die mit E-Mail vom 15. Novem-

ber 2024 erhobene Einsprache nach Ablauf der 30-tägigen Einsprachefrist und somit verspätet 

erhoben wurde. 

 

4.2 Der Beschwerdeführer bestreitet weder den Erhalt der Verfügung am 9. Oktober 2024 

noch die von ihm verspätet eingereichte Einsprache. Hingegen macht er geltend, seine Kran-

kenkasse habe ihm zugesichert, Einsprache zu erheben. Das Vorbringen des Beschwerdefüh-

rers ändert am hiervor in Erwägung 4.1 genannten Ergebnis nichts. Es obliegt einzig dem Be-

schwerdeführer, fristgerecht Einsprache zu erheben. Mithin kann sich der Beschwerdeführer 

nicht darauf verlassen, dass Dritte ohne entsprechende rechtsverbindliche Beauftragung Ein-

sprache für ihn erheben. Zudem darf vorliegend vorausgesetzt werden, dass dem Beschwerde-

führer der Verfahrensablauf und die entsprechenden Fristen im unfallversicherungsrechtlichen 

Einspracheverfahren bereits aus dem ersten Verfahren (vgl. Urteil des Kantonsgerichts vom 

18. April 2024) bekannt waren. Diese Kenntnisse hätten es ihm ohne Weiteres erlaubt, fristge-

recht Einsprache zu erheben. Schliesslich bleibt auch kein Raum für eine Wiederherstellung der 

Frist (vgl. E. 3.2 hiervor), was vom Beschwerdeführer im Übrigen auch nicht geltend gemacht 

wird. 

 

5. Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen ist der Einspracheentscheid vom 

2. Januar 2025 nicht zu beanstanden. Die dagegen erhobene Beschwerde ist daher abzuwei-

sen, soweit darauf eingetreten werden kann. 

 

6. Gemäss Art. 61 lit. fbis ATSG ist das Verfahren bei Streitigkeiten über Leistungen kos-

tenpflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen ist. Sieht das Einzelgesetz keine 

Kostenpflicht vor, kann das Gericht einer Partei, die sich mutwillig oder leichtsinnig verhält, Ge-

richtskosten auferlegen. Da das UVG keine Kostenpflicht vorsieht und sich die Parteien weder 

mutwillig noch leichtsinnig verhalten haben, sind für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu 

erheben. Der anwaltlich nicht vertretene Beschwerdeführer hat keinen Anspruch auf eine Par-

teientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG e contrario). 

  

 

 
 
Seite 5   

Demgemäss wird  e r k a n n t :  

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden 

kann. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.