# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1283e1ec-0c7d-5d68-a9cb-d8f25f9fa656
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-08-18
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 18.08.2008 UV 2007/97
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2007-97_2008-08-18.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2007/97

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 05.05.2020

Entscheiddatum: 18.08.2008

Entscheid Versicherungsgericht, 18.08.2008
Art. 44 ATSG. Art. 6 UVG. Mitwirkung der versicherten Person bei Einholung 
eines unfallanalytischen und biomechanischen Gutachtens im 
Verwaltungsverfahren. Beweiswert dieses Gutachtens. Adäquanz von 
gesundheitlichen Beschwerden im Nachgang zu einem Verkehrsunfall 
(Entscheid des Versicherungsgerichts vom 18. August 2008, UV 2007/97).

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus und 

Lisbeth Mattle Frei; Gerichtsschreiber Walter Schmid

Entscheid vom 18. August 2008

in Sachen

B.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Benno Lindegger, Marktgasse 20, 9000 St. 

Gallen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

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Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.         

Die 1956 geborene B.___ war aufgrund ihres ALV-Taggeldbezuges bei der Suva 

versichert, als sie am 25. November 2005 mit ihrem Personenwagen auf der Autobahn 

in einen Verkehrsunfall verwickelt und dabei verletzt wurde (UV-act. 1, 13). Die 

Versicherte war vom 25. bis 27. November 2005 im Spital Wetzikon hospitalisiert. Im 

entsprechenden Austrittsbericht vom 28. November 2005 diagnostizierten die Ärzte 

eine HWS-Distorsion und Kontusionen des cerviko-thorakalen Übergangs, des BWK 

8/9 und der distalen LWS, eine Thoraxkontusion frontal basal beidseits, eine 

Sternumkontusion und "formal Contusio cordis" sowie eine Latexallergie (Status nach 

anaphylaktischem Schock) (UV-act. 9). Nachdem die Suva ihre Leistungspflicht 

anerkannt hatte und weitere Behandlungen und Abklärungen durchgeführt worden 

waren, eröffnete sie dem Rechtsvertreter der Versicherten mit Verfügung vom 3. Januar 

2007, die jetzt noch geklagten Beschwerden seien organisch als Folge des erlittenen 

Unfalls nicht mehr erklärbar. Für die weiter bestehende Arbeitsunfähigkeit und die 

allfällige Behandlungsbedürftigkeit seien unfallfremde Faktoren wie z.B. die psychische 

Verfassung der Versicherten verantwortlich. Eine Leistungspflicht für allfällige 

psychische Beschwerden sei nicht gegeben, da diese zum Unfall nicht in einem 

rechtserheblichen Zusammenhang stehen würden. Auch bestehe kein Anspruch auf 

eine Rente oder eine Integritätsentschädigung. Die Leistungen würden per 3. Januar 

2007 eingestellt (UV-act. 64). Eine vom Krankenversicherer der Versicherten gegen 

diese Verfügung vorsorglich erhobene Einsprache wurde zurückgezogen (UV-act. 68, 

69). Die vom Rechtsvertreter der Versicherten erhobene Einsprache (UV-act. 70) wies 

die Suva mit Einspracheentscheid vom 2. Juli 2007 ab.

B.        

B.a   Gegen diesen Entscheid erhob Rechtsanwalt lic. iur. Benno Lindegger, St. Gallen, 

miit Eingabe vom 3. September 2007 Beschwerde mit den Anträgen, die Verfügung 

vom 3. Januar 2007 und der Einspracheentscheid seien vollumfänglich aufzuheben. 

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Der Versicherten seien ab 25. November 2005 auf der Basis einer Arbeitsunfähigkeit 

von 100% Leistungen aus UVG auszurichten, insbesondere Heilungskosten, 

Taggeldleistungen, eine IV-Rente mit Zusatzrenten sowie eine 

Integritätsentschädigung. Zur Begründung legte der Rechtsvertreter unter anderem 

dar, es sei nicht abschliessend dargetan, dass der Lastwagen nicht mit dem Fahrzeug 

der Beschwerdeführerin kollidiert sei (Zweitkollision im Nachgang zum Heckaufprall). 

Der Gesundheitszustand habe sich nach deren Austritt aus dem Spital Wetzikon 

verschlechtert. Die Beschwerden im Gehörbereich seien eine Woche nach dem Unfall 

aufgetreten. Die Hörprobleme würden eine organische Unfallfolge darstellen. Die 

Hörprobleme seien fachärztlich zu diagnostizieren, und der Zusammenhang zu einem 

HWS-Distorsionstrauma sei zu prüfen. Der Beschwerdeführerin sei die Durchführung 

der technischen und biomechanischen Unfallanalyse von der Beschwerdegegnerin 

nicht angezeigt worden. Diese habe damit das rechtliche Gehör verletzt. Die technische 

und biomechanische Unfallanalyse seien weder im Grundsatz noch in Bezug auf die 

konkreten Ergebnisse massgebend. Es seien zu deren Verifizierung neutrale Gutachten, 

d.h. ein eigentliches unfallanalytisches und ein biomechanisches Gutachten, 

einzuholen. Im weiteren seien die psychischen Beschwerden der Beschwerdeführerin 

unfallkausal. Sie habe ein HWS-Distorsionstrauma bzw. ein Schädel-Hirntrauma erlitten 

und weise das typische Beschwerdebild hiefür auf. Es seien zunächst die 

medizinischen Untersuchungen zu vervollständigen, welche zweckmässigerweise in 

einem interdiziplinären Gutachten unter Einbezug der Neuropsychologie vorgenommen 

würden. Das Unfallereignis sei (wenigstens) als mittelschwer zu beurteilen, und die 

erforderlichen unfallbezogenen Umstände zur Bejahung der Adäquanz lägen vor.

B.b In der Beschwerdeantwort vom 29. Oktober 2007 beantragte die 

Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde und Bestätigung des angefochtenen 

Entscheids. Zur Begründung verwies sie auf die Ausführungen im angefochtenen 

Entscheid und legte dar, alle nach dem Unfall vom 25. November 2005 erstellten 

Röntgenbilder hätten kein unfallkausales organisches Substrat zu Tage gefördert. Die 

Hörstörungen hätten nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf eine handfeste 

unfallkausale Organschädigung zurückgeführt werden können. Die Beschwerdeführerin 

habe sich diesbezüglich auch keinen weiteren Untersuchungen mehr unterzogen. Im 

weiteren liege das typische Beschwerdebild eines Schleudertraumas mit einer Häufung 

von Beschwerden nicht in rechtsgenüglicher Weise vor. Das aktenkundige 

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Beschwerdebild sei mit einem medizinisch nicht fassbaren, syndromalen Zustand 

vergleichbar. Nachdem die geklagten Beschwerden auf keinem unfallkausalen 

organischen Substrat beruhen würden und auch kein typisches Beschwerdebild eines 

Schleudertraumas vorliege, sei die Adäquanz nach den Regeln für psychische 

Gesundheitsschäden zu prüfen. Der Unfall sei als leicht zu qualifizieren, womit die 

Adäquanz zum vornherein zu verneinen sei. Dies gälte im Übrigen auch bei (falscher) 

Annahme eines Schleudertraumas. Die adäquate Unfallkausalität würde selbst dann 

fehlen, wenn die Kollision vom 25. November 2005 fälschlicherweise als 

mittelschweres Ereignis im Grenzbereich zu den leichten Fällen qualifiziert würde. 

Nachdem die Adäquanz in jedem Fall fehle, könne die Frage der natürlichen 

Unfallkausalität offen gelassen werden. Die Kritik an der biomechanischen 

unfallanalytischen Beurteilung vermöge deren Stichhaltigkeit nicht zu trüben. Der 

Vorwurf, die Suva habe bei der Einholung der biomechanischen und unfallanalytischen 

Expertise das rechtliche Gehör verletzt, sei unzutreffend. Die Hörprobleme seien nicht 

überwiegend wahrscheinlich organisch bedingt und hätten auf die Arbeitsfähigkeit 

keinen Einfluss. Die Beschwerdegegnerin sei hiefür mangels Adäquanz nicht 

leistungspflichtig.

B.c   Mit Replik vom 7. März 2008 bestätigte der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin seine Anträge und Ausführungen.

B.d Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung einer Duplik (act. G 17).

Erwägungen:

1.         

1.1    Streitig ist, ob auch für die Zeit nach dem 3. Januar 2007 Folgen des Unfalls vom 

25. November 2005 vorliegen. Die Beschwerdegegnerin legte im angefochtenen 

Entscheid (Erwägungen 1, 2, 4, 5) die rechtlichen Voraussetzungen des Bestehens 

eines natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen physischen und 

psychischen Gesundheitsschädigungen (einschliesslich Schleudertrauma der 

Halswirbelsäule und diesem äquivalenten Verletzungen) und einem Unfall sowie die 

Beweisanforderungen grundsätzlich zutreffend dar. Zwischenzeitlich ergab sich nun 

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allerdings eine Rechtsprechungs-Anpassung insofern, als das Bundesgericht unter 

anderem den Katalog der bisherigen adäquanzrelevanten Kriterien bei 

Schleudertrauma-Verletzungen (BGE 117 V 359 Erw. 6a, 369 Erw. 4b) wie folgt neu 

umschrieb: Besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit 

des Unfalls; Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen; fortgesetzt 

spezifische, belastende ärztliche Behandlung; erhebliche Beschwerden; ärztliche 

Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; schwieriger 

Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz 

ausgewiesener Anstrengungen (BGE 134 V 109 E. 10.3). Diese Präzisierung der 

Rechtsprechung ist auch auf die hier streitige Angelegenheit anwendbar. Nicht 

Gegenstand des angefochtenen Entscheids bildet der mit Beschwerde geltend 

gemachte Anspruch auf Rente und Integritätsentschädigung. Diese Leistungsarten 

können daher auch im vorliegenden Verfahren nicht geprüft werden, weshalb 

diesbezüglich auf die Beschwerde nicht einzutreten ist.

1.2     Im Gutachten vom 4. Dezember 2001 bestätigte Dr. med. C.___, Spezialärztin 

FMH für innere Medizin, bei der Beschwerdeführerin die Diagnosen eines Asthma 

bronchiale, einer Allergie auf Latex sowie einer einmonatlich auftretenden Migräne (IV-

act. 12). Dr. med. D.___, Facharzt für Allgemeinmedizin FMH, bescheinigte am 22. 

Dezember 2004 zuhanden der IV eine volle Arbeitsfähigkeit, wobei er eine laufende 

psychiatrische Behandlung der Beschwerdeführerin erwähnte (IV-act. 73). Der 

Psychiater Dr. med. E.___ kam im Gutachten vom 8. November 2005 gestützt auf die 

Akten der IV und eine Untersuchung der Beschwerdeführerin vom 12. September 2005 

zum Schluss, anamnestisch ergebe sich eine depressive Symptomatik in der ersten 

Jahreshälfte 2004, die sich aber durch mehrere Belastungen erklären lasse. Der 

psychopathologische Befund sei völlig unauffällig und gebe keinerlei Hinweise auf eine 

depressive oder gar grenzwertige psychotische Symptomatik. Aus psychiatrischer 

Sicht bestehe keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (IV-act. 92). Von dieser 

gesundheitlichen und erwerblichen Situation vor dem Unfall ist nachstehend 

auszugehen.

Dr. med. F.___, Spezialarzt FMH für Hals-, Nasen-, Ohrenkrankheiten, Hals- und 

Gesichtschirugie, bescheinigte im Bericht vom 28. März 2006 unter anderem einen 

deutlichen Hörverlust und einen Tinnitus bei der Beschwerdeführerin, welche 

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angegeben habe, vor dem Unfall normal gehört zu haben. Die Asymmetrie und der 

Hochtonschrägabfall spreche doch für eine Ursache durch eine Contusio labyrinthi bei 

diesem Schädelhirntrauma (UV-act. 32). Am 4. April 2006 legte Dr. F.___ dar, die Pa­

tientin habe sich am 31. März 2006 notfallmässig gemeldet. Obwohl er sich in relativ 

normaler Sprache mit der Patientin habe unterhalten können, habe sie im Hörtest nur 

noch einen minimen Hörrest gezeigt. Dieser Befund könne nicht stimmen und es liege 

eine Aggravation vor. Hinzu komme, dass die Patientin psychisch deutlich 

mitgenommen sei (UV-act. 46). Am 10. April 2006 berichtete Dr. med. G.___, Facharzt 

für Allgemeine Medizin FMH, über den bisherigen Verlauf und die Therapien (UV-act. 

44). Im Bericht vom 19. April 2006 kam Frau Dr. med. H.___, Fachärztin für Neurologie 

FMH, hinsichtlich der geklagten Sensibilitätsstörungen im Bereich von Armen und 

Händen zum Schluss, nicht alle der sehr diffus geschilderten Symptome würden sich 

auf die postulierte Irritation des Nervus ulnaris beziehen lassen, und die Patientin habe 

einen ängstlichen und sich selbst beobachtenden Eindruck gemacht. Es sei gut 

vorstellbar, dass psychische Faktoren einen nicht unerheblichen Einfluss auf die 

Beschwerdeentwicklung hätten (UV-act. 47). Im Bericht vom 3. Mai 2006 gelangte 

Kreisarzt Dr. med. I.___ unter anderem zum Schluss, ein Schädelhirntrauma oder eine 

mild traumatic brain injury habe die Beschwerdeführerin nicht erlitten; es fehlten die 

Kardinalsymptome Bewusstseinsverlust und/oder Amnesie. Die Hörstörungen 

verbunden mit Tinnitus seien wahrscheinlich keine organische Unfallfolge; Zweifel seien 

auch angebracht an der Diagnose einer Labyrinth-Kontusion. Es bestünden keine 

neurologischen Ausfälle infolge des Unfalls; das von Dr. H.___ diagnostizierte Sulcus 

ulnaris-Syndrom sei unfallfremd und harmlos. Die ausgedehnte bildgebende Abklärung 

sowohl cervical wie auch lumbal habe keine Unfallfolgen zur Darstellung gebracht. 

Gemäss Krankenkassenauszug liege ein eindeutig krankhafter Vorzustand an der LWS 

vor. Die ebenfalls vorbestehende psychosoziale Problematik mit Berufskrankheit, 

Langzeitarbeitslosigkeit etc. dürfte eine wesentliche Rolle spielen (UV-act. 50).

Eine biomechanische Kurzbeurteilung (Triage) der Arbeitsgruppe für Unfallmechanik 

ergab gemäss Bericht vom 26. Juli 2006 unter anderem, durch den Heckaufprall eines 

anderen Fahrzeugs habe das Fahrzeug der Beschwerdeführerin eine 

Geschwindigkeitsänderung in Vorwärtsrichtung unterhalb oder innerhalb eines 

Bereiches von 10-15 km/h erfahren. Aus biomechanischer Sicht ergebe sich aufgrund 

der technischen Triage und der medizinischen Unterlagen, dass es schwierig zu 

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entscheiden sei, ob die anschliessend an das Ereignis festgestellten, von der HWS 

ausgehenden Beschwerden und Befunde isoliert durch die Kollisionseinwirkung 

erklärbar seien. Eine technische Unfallanalyse könnte die Grundlage für eine 

biomechanische Beurteilung verbessern. Weil die Lendenwirbelsäule bei einer 

Heckkollision durch die eng anliegende Sitzlehne wesentlich besser abgestützt werde 

als dies bei der HWS durch die Kopfstütze der Fall sei, seien direkt nach einer 

Heckkollision in der LWS, aber nicht in der HWS auftretende Beschwerden aus 

biomechanischer Sicht ohne das Vorliegen von seltenen technischen Besonderheiten 

durch die Kollisionseinwirkung nicht erklärbar (UV-act. 61.1). Im Nachgang zu einer 

technischen Unfallanalyse (Bericht vom 31. Oktober 2006; UV-act. 61) ergab eine 

erneute biomechanische Beurteilung, dass die gegenüber der Triage neue 

Einschätzung der Kollisionsart (vorwiegend Seitenkollision, während die Triage von 

einer vorwiegenden Heckkollision ausgegangen war) eine biomechanische 

Neubeurteilung zur Folge habe. Der im Dokumentationsbogen zur Erstbehandlung 

erwähnte Thoraxanprall ("Thoraxkontusion") könne im Hinblick auf die geringe 

Kollisionsintensität nicht von Bedeutung gewesen sein. Im Suva-Fragebogen werde 

erwähnt, dass der Kopfanprall "nicht mehr beurteilbar" sei. Im Bericht zur 

Erstuntersuchung würden Angaben zu einem Kopfanprall fehlen, und es seien keine 

Befunde ausgeführt, aus denen sich Hinweise für einen Kopfanprall ableiten lassen 

würden. Insgesamt sei davon auszugehen, dass keine Abweichungen vom Normalfall 

aufgetreten seien. Die anschliessend an das Ereignis bei der Beschwerdeführerin 

festgestellten Beschwerden und Befunde seien isoliert durch die Kollisionseinwirkung 

in einem Normalfall nicht erklärbar. Falls tatsächlich ein Kopfanprall aufgetreten sei - 

Hinweise dazu bestünden nicht - sei er in geringer Intensität erfolgt. Beschwerden in 

der LWS seien unmöglich kollisionsbedingt erklärbar. Die Gründe für die Beschwerden 

könnten somit nicht aus den Kollisionsumständen abgeleitet werden (Bericht vom 20. 

November 2006; UV-act. 62).

2.         

2.1    Eine lumbale-vertebrospinale und eine cervikovertebrale Kernspintomographie 

vom 3. April 2006 erbrachten keine Hinweise auf das Vorliegen einer unfallbedingten 

organischen Schädigung bzw. strukturellen Veränderung an der Wirbelsäule (UV-act. 

34, 35). Vorweg stellt sich die Frage, ob die von der Beschwerdeführerin angegebenen 

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Hörbeschwerden sich auf eine objektivierbare organische Schädigung zurückführen 

lassen, die mit dem Unfall vom 25. November 2005 in Zusammenhang zu bringen ist. 

Gegen eine solche Unfallkausalität spricht der Umstand, dass Dr. F.___ nach einer 

erneuten Abklärung im zweiten Bericht vom 4. April 2006 eine Aggravation bzw. die 

Unvereinbarkeit der Befunde mit den tatsächlichen Hörverhältnissen bescheinigte (UV-

act. 46). In seinem ersten Bericht hatte Dr. F.___ noch eine unfallbedingte Ursache in 

Betracht gezogen, wobei er allerdings von der Diagnose eines Schädelhirntraumas 

ausgegangen war (UV-act. 32). Eine solche Diagnose kann jedoch aus den übrigen 

Akten und echtzeitlichen Angaben nach dem Unfall nicht abgeleitet werden (vgl. UV-

act. 50 S. 3). Sodann wurde in der biomechanischen Kurzbeurteilung vom 26. Juli 2006 

bezüglich der Hörbeschwerden darauf hingewiesen, dass eine Kontusion des 

Labyrinths ohne Kopfanprall gegen eine harte Struktur kaum erklärbar werde (UV-act. 

61.1). Von einem Kopfanprall kann denn auch nach Lage der Akten nicht mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgegangen werden, zumal die 

Beschwerdeführerin beim Unfall angegurtet war (vgl. UV-act. 36 S. 2; UV-act. 62 S. 4 

unten). Eine nachträgliche Überprüfung eines möglichen Kopfanpralls, wie sie von der 

Beschwerdeführerin sinngemäss verlangt wird (act. G 1 S. 6 oben), wäre aller 

Voraussicht nach nicht mit der Aussicht auf ein zuverlässiges Resultat durchführbar 

und mit Blick auf die echtzeitlichen Akten auch nicht gerechtfertigt. Eine 

Unfallkausalität der Hörprobleme kann bei diesem Sachverhalt nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit angenommen werden. Die Durchführung einer Hörmessung (vgl. 

UV-act. 46 und 84) vermöchte unter diesen Umständen zu keinem anderen Ergebnis zu 

führen. Eine Unfallkausalität kann sodann auch für das vom Neurochirugen Dr. med. 

J.___ im Bericht vom 5. April 2006 erwähnte lumbosakrale Facettengelenkssyndrom 

L5/S1 (UV-act. 43) nicht als nachgewiesen gelten, zumal die Beschwerden in der LWS 

sich auch aus biomechanischer Sicht nicht mit einer entsprechenden Unfalleinwirkung 

erklären liessen (UV-act. 62). Die von der Beschwerdeführerin angegebenen 

Sensibilitätsstörungen an den oberen Extremitäten (UV-act. 43) liessen sich weder 

durch eine neurologische Schädigung objektivieren noch auf ein Carpaltunnelsyndrom 

zurückführen (UV-act. 47 S. 2).

2.2    Was die vom Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin geäusserte Kritik an der 

biomechanischen Beurteilung betrifft, ist mit der Beschwerdegegnerin festzuhalten, 

dass die Arbeitsgruppe für Unfallmechanik als Institution im Bereich Unfallanalyse und 

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Biomechanik allgemein anerkannt ist. Die konkret in Frage stehende biomechanische 

Beurteilung wurde - unter anderem gestützt auf eine technische Unfallanalyse - 

umfassend und überzeugend begründet. Der Einwand der Beschwerdeführerin, der 

EES-Wert in der technischen Unfallanalyse (UV-act. 61 S. 9) sei nicht nachvollziehbar, 

weil keine Vergleichswerte vorhanden seien (act. G 1 S. 5), ist insofern unzutreffend, als 

die Berechnungen in der technischen Unfallanalyse mit dem Computerprogramm für 

Minimalwerte, Maximalwerte und Mittelwerte durchgeführt wurden. Die so erhaltenen 

Toleranzbereiche wurden noch ausgeweitet, um Unsicherheiten unter anderem in 

Bezug auf den genauen Beladungszustand der Fahrzeuge und den Einfluss allfälliger 

Bremsverzögerungen während der Kollisionsphasen zu berücksichtigen (vgl. UV-act. 

61 S. 8).

Muss der Versicherungsträger zur Abklärung des Sachverhalts ein Gutachten eines 

unabhängigen Sachverständigen einholen, so gibt er der Partei dessen Namen 

bekannt. Diese kann den Gutachter aus triftigen Gründen ablehnen oder kann 

Gegenvorschläge machen (Art. 44 ATSG). Zum Vorwurf des Rechtsvertreters der 

Beschwerdeführerin, die Beschwerdegegnerin habe bei der Einholung der 

biomechanischen Expertise das rechtliche Gehör verletzt, indem die 

Beschwerdeführerin sich nicht zu den begutachtenden Personen habe äussern können, 

ist festzuhalten, dass dies zwar zutrifft und es ihr damit auch verwehrt blieb, allfällige 

Zusatzfragen an die Gutachter zu stellen. Indessen sind auch im vorliegenden 

Verfahren keine triftigen Gründe für die Ablehnung der unfallanalytischen bzw. 

biomechanischen Gutachter vorgebracht worden (vgl. Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 

Zürich 2003, Rz 11 zu Art. 44 ATSG), und es wurde nicht rechtsgenüglich dargetan, 

inwiefern weitere Fragen hätten beantwortet werden müssen, weil sonst die Expertise 

nicht als schlüssig im Sinn der Rechtsprechung gelten könnte. Die Gehörsverletzung ist 

deshalb als nicht besonders gravierend und mithin als heilbar zu bezeichnen. Da sich 

die Beschwerdeführerin sowohl im Einsprache- als auch im Beschwerdeverfahren zum 

Ergebnis der biomechanischen bzw. unfalltechnischen Analyse äussern konnte, wurde 

der Gehörsmangel vorliegend geheilt (Urteil des Bundesgerichts vom 20. Juli 2007 i/S 

[8C_240/2007], E. 3.3; BGE 132 V 390 E. 5.1 mit Hinweis).

2.3    Unmittelbar im Nachgang zum streitigen Unfall gab die Beschwerdeführerin 

Schmerzen im HWS-Bereich mit Bewegungseinschränkung an. Im 

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Dokumentationsbogen für Erstkonsultation nach kranio-zervikalem 

Beschleunigungstrauma vermerkte der erstbehandelnde Spitalarzt am 5. Januar 2006, 

es habe sich um eine Seitenkollision gehandelt, in deren Folge Nacken- und 

Kopfschmerzen aufgetreten seien. Das Vorliegen von Schwindel, Übelkeit und 

Erbrechen verneinte er (UV-act. 7). Solche Beschwerden waren auch im Bericht des 

Spitals Wetzikon vom 28. November 2005 nicht angeführt worden (UV-act. 9). 

Demgegenüber machte die Beschwerdeführerin im Januar 2006 psychische Probleme 

geltend (UV-act. 14), welche grundsätzlich Teil des typischen Beschwerdebildes nach 

HWS-Trauma bilden können. Hieran vermag die aus den Akten ersichtliche psychische 

Vorbelastung der Beschwerdeführerin (UV-act. 49; IV-act. 47) nichts zu ändern. Dr. 

D.___ bestätigte sodann am 16. Januar 2006 eine langsame Steigerung der 

Konzentrationsfähigkeit (UV-act. 16), woraus sich ableiten lässt, dass diesbezüglich im 

Nachgang zum Unfall eine Einschränkung bestanden haben musste. Dr. F.___ 

berichtete am 28. März 2006, eine Woche nach dem Autounfall habe die Patientin 

einen beidseitigen Tinnitus, eine erhöhte Lärmempfindlichkeit und zu Beginn auch ein 

"trümmeliges" Gefühl bemerkt, wobei die Schwindelbeschwerden jedoch deutlich 

schwächer geworden seien und im Alltag kaum mehr stören würden. Zum Hörverlust 

hinzu komme eine deutliche Hyperakusis, Lichtempfindlichkeit und Diskrimina­

tionsschwäche im Umgebungslärm, wobei die Patientin wegen erhöhten Konzentra­

tionsansprüchen rasch ermüde (UV-act. 32). In dem von ihr selbst am 12. April 2006 

ausgefüllten Erhebungsblatt für die Abklärung von HWS-Fällen erklärte die 

Beschwerdeführerin, es habe eine Heckkollision hinten links stattgefunden. Die 

Fahrertüre und der Kotflügel vorne links seien anlässlich der Bergung beschädigt 

worden. Ob ein Kopfanprall oder ein Anprall anderer Körperteile stattgefunden habe, 

könne nicht mehr objektiv beurteilt werden. Kopfschmerzen, Schwindel und 

Rückenschmerzen seien innert Stunden nach dem Unfall, Schlafstörungen innerhalb 

von drei Tagen aufgetreten. Im weiteren seien Konzentrationsschwierigkeiten, ein 

Tinnitus und Hörprobleme ca. ein bis zwei Wochen nach dem Unfall festgestellt worden 

(UV-act. 36; vgl. auch Angaben der Beschwerdeführerin in UV-act. 37). Bei dieser 

Aktenlage lässt sich, auch wenn die Angaben - aus welchen Gründen auch immer - 

nicht durchwegs miteinander in Einklang stehen, ein für Schleudertrauma-Verletzungen 

typisches Beschwerdebild nicht in Abrede stellen, zumal der Zeitraum von 24 bis 72 

Stunden nach dem Unfall ausschliesslich für die Nacken- und 

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Halswirbelsäulenbeschwerden gilt und nicht auch für jene, die typischerweise im 

Rahmen eines Schleudertraumas auftreten können (Urteil des Bundesgerichts vom 30. 

Januar 2007 i/S T. [U 215/05], E. 5.3). Auch die Beschwerdegegnerin ging vom 

Vorliegen eines typischen Beschwerdebildes aus, indem sie ihre Leistungspflicht 

während gut eines Jahres anerkannte.

2.4    Es gibt Fälle, in denen bei sonst unauffälligen Untersuchungsbefunden 

neuropsychologische Abklärungen Hirnleistungsstörungen aufzeigen können und der 

neuropsychologische Befund der einzig verlässliche Parameter ist (BGE 117 V 378 

Erw. 3d). Jedenfalls bei eindeutigem, nicht diffusem Befund kann der 

neuropsychologischen Diagnostik - im Rahmen einer neurologischen 

Gesamtwürdigung - nach der Rechtsprechung auch bei der Kausalitätsbeurteilung ein 

Aussagewert zukommen (BGE 119 V 343 Erw. 3c). Hingegen vermag es die 

Neuropsychologie nach derzeitigem Wissensstand nicht, selbständig die Beurteilung 

der Genese abschliessend vorzunehmen (RKUV 2000, 316 Erw. 3). Nach B.P. Radanov 

(Über den Stellenwert der neuropsychologischen Diagnostik bei Patienten nach HWS-

Distorsion, SZS 1996, S. 471 ff) sind psychologische Probleme (und die 

eingenommenen Medikamente) geeignet, die kognitiven Leistungen negativ zu 

beeinflussen (S. 477). Psychologische Probleme bzw. die Interrelation psychologischer 

und kognitiver Funktionen könnten die reduzierte Leistungsfähigkeit miterklären (S. 

475). - Aufgrund des Berichts der Neurologin Dr. H.___ (UV-act. 47) und der 

Feststellung von Dr. I.___, wonach das beidseitige Sulcus ulnaris-Syndrom unfallfremd 

sei (UV-act. 50 S. 3), können unfallbedingte neurologische Ausfälle nicht mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit als erstellt gelten. Hingegen empfahl Dr. I.___ die 

Durchführung einer neuropsychologischen Untersuchung (UV-act. 50 S. 3), welche in 

der Folge jedoch nicht stattgefunden hat. Für die Zeit vor dem Unfall wurde ein 

psychischer Gesundheitsschaden von Seiten des Psychiaters Dr. E.___ zwar verneint 

(IV-act. 92). Inwiefern sich eine - in den Akten verschiedentlich vermutete (vgl. Dr. F.___ 

in UV-act. 46 und Dr. H.___ in UV-act. 47) - psychisch bedingte Einschränkung nach 

dem Unfall einstellte, lässt sich den Akten nicht schlüssig entnehmen. Daher könnte 

auch nicht festgelegt werden, ob kognitive Funktionen bei der Beschwerdeführerin 

allenfalls durch einen psychischen Befund mit beeinflusst wurden. Als Folge davon 

liesse sich die Frage, ob (eigenständige) neuropsychologische Unfall-Restfolgen 

vorliegen, nicht schlüssig beantworten. Nachdem jedoch ein Kopfanprall und eine 

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leichte traumatische Hirnverletzung (MTBI) wie dargelegt überwiegend wahrscheinlich 

auszuschliessen sind (vgl. UV-act. 62 S. 4 unten), müssen auch neuropsychologische 

Störungen, welche auf einem hirnorganischen Schaden beruhen, überwiegend 

wahrscheinlich verneint werden (vgl. dazu Ruben Echemendia, Medizinische 

Mitteilungen der Suva Nr. 78, S. 82 ff). Neuropsychologische Einschränkungen können 

hingegen - ohne organisch messbar sein zu sein - Teil des typischen 

Beschwerdebildes nach HWS-Verletzung bilden. Ob dies konkret tatsächlich der Fall 

ist, kann offenbleiben, nachdem das typische Beschwerdebild unabhängig davon wie 

dargelegt zu bejahen ist. Zu prüfen bleibt damit die Adäquanz-Frage.

3.         

Beim Ereignis vom 25. November 2005 ist - mit der Beschwerdegegnerin im 

angefochtenen Entscheid - von einem mittelschweren Unfall auszugehen. Ein leichtes 

Ereignis, wie es die Beschwerdegegnerin nunmehr mit Hinweis auf die 

kollisionsbedingte Geschwindigkeitsänderung als gegeben erachtet (act. G 5 S. 4), 

lässt sich angesichts der Unfallumstände nicht zureichend begründen. Hingegen kann 

der Standpunkt der Beschwerdeführerin, dass der Unfall zwei aufeinander folgende 

Kollisionen beinhaltet habe (act. G 1 S. 2 unten), aufgrund der Akten nicht als belegt 

gelten (vgl. UV-act. 48 mit Vorbericht S. 3 und Rapport S. 7). Selbst wenn der 

Standpunkt zuträfe, vermöchte er eine besondere Eindrücklichkeit oder dramatische 

Begleitumstände nicht zu belegen (vgl. die Kasuistik zu diesem Kriterium in Rumo-

Jungo, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 

Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 3. A., S. 58-64, sowie Urteile des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: sozialrechtliche 

Abteilungen des Bundesgerichts] vom 23. November 2004 i/S B., Erw. 2.3 [U 109/04] 

und vom 2. März 2005 i/S S., Erw. 5.1 [U 309/03]). Bei der erlittenen HWS-Distorsion 

als solche handelt es sich nicht um eine Verletzung, die durch ihre Schwere oder 

besondere Art charakterisiert wäre (vgl. Urteil des EVG vom 9. August 2004 i/S J. [U 

116/04]), zumal nach der biomechanischen Beurteilung die anschliessend an das 

Ereignis bei der Beschwerdeführerin festgestellten Beschwerden und Befunde isoliert 

durch die Kollisionseinwirkung in einem Normalfall als nicht erklärbar erachtet wurden 

(UV-act. 62).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/15

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Die Beschwerdeführerin stand seit dem Unfall vom 25. November 2005 soweit 

ersichtlich in mehr oder weniger regelmässiger ärztlicher bzw. therapeutischer 

Behandlung (vgl. UV-act. 44, 78, 79). Eine Besserung des Beschwerdebildes ergab sich 

nach ihren eigenen Angaben - bei weiterhin andauernder Behandlung - nicht (act. G 1 

S. 7). Die ärztliche bzw. therapeutische Behandlung im Zusammenhang mit dem HWS-

Distorsionstrauma dauerte somit im streitigen Einstellungszeitpunkt offenbar an. Nach 

der bisherigen Rechtsprechung wurde eine ärztliche Behandlung von zwei bis drei 

Jahren bei einem Schleudertrauma nicht als ungewöhnlich erachtet (Urteil des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 8. Februar 2005 i/S [U 314/04] Erw. 2.3). 

Die versicherte Person hat Anspruch auf die zweckmässige Behandlung (Art. 10 Abs. 1 

UVG) der Unfallfolgen für solange, als von ihrer Fortsetzung eine namhafte Besserung 

des Gesundheitszustandes erwartet werden kann (Art. 19 Abs. 1 UVG e contrario). 

Vorliegend bestätigte kein Arzt den Behandlungsabschluss. Die in Betracht 

kommenden Ärzte (insbesondere Dr. D.___ und Dr. G.___) wurden vor Verfügung der 

Leistungseinstellung von der Beschwerdegegnerin diesbezüglich auch nicht angefragt. 

Im Einstellungszeitpunkt (3. Januar 2007) stand somit nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit fest bzw. war nicht abgeklärt, ob von der Fortsetzung einer für die 

Beschwerdeführerin geeigneten Heilbehandlung eine namhafte Besserung erwartet 

werden konnte, weshalb die Ablehnung weiterer Heilbehandlung auf jenen Zeitpunkt 

nicht gerechtfertigt war. Als Folge davon war im Einstellungszeitpunkt eine 

Stellungnahme zur Frage, ob nach wie vor eine fortgesetzt spezifische, belastende 

ärztliche Behandlung vorliegt (vgl. dazu vorstehende E. 1.1), nicht möglich. Dieses 

Kriterium kann daher nicht ohne weitere Abklärungen bejaht oder verneint werden. 

Dabei ist zu beachten, dass das erwähnte Ergebnis der unfallanalytischen bzw. 

biomechanischen Begutachtung lediglich einen Aspekt unter mehreren darstellt und die 

Klärung der weiteren Aspekte nicht überflüssig macht. Eine abschliessende Aussage ist 

erst nach Vorliegen aller erforderlichen Informationen, d.h. auch der medizinischen, 

möglich. Demgegenüber lassen sich für das Vorliegen eines schwierigen Heilverlaufs 

und von erheblichen Komplikationen den Akten keine Anhaltspunkte entnehmen. Auch 

von einer ärztlichen Fehlbehandlung kann nicht ausgegangen werden.

Dr. G.___ empfahl im Bericht vom 10. April 2006 die Abklärung der Arbeitsfähigkeit in 

der Rehaklinik Bellikon (UV-act. 44). Eine solche Abklärung - in Betracht gezogen 

wurde dafür auch die Klinik Valens (vg. UV-act. 37 unten, 49) - erfolgte nicht. Dr. D.___ 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/15

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bescheinigte am 19. Juni 2006 weiterhin eine volle Arbeitsunfähigkeit (Unfallschein in 

der Beilage zu UV-act. 57). Eine solche bestätigte auch der RAD-Arzt im Bericht vom 

9. Mai 2006. Dieser schlug dann jedoch nicht weitere medizinische Abklärungen, 

sondern das Abwarten des UV-Entscheids vor (vgl. IV-Akten, nicht nummeriert). Die IV-

Verfügung vom 7. Februar 2006, mit welcher IV-Leistungen (berufliche Massnahmen) 

abgelehnt worden waren (IV-act. 101), widerrief die IV mit Blick auf den 

zwischenzeitlich eingetretenen Unfall mit Verfügung vom 5. Mai 2006 (IV-Akten, nicht 

nummeriert). Dass die Arbeitsunfähigkeit zwischenzeitlich dahingefallen wäre, lässt sich 

den Akten nicht entnehmen. Jedenfalls bestätigte keiner der beteiligten Ärzte bezogen 

auf den streitigen Einstellungszeitpunkt das Vorliegen einer vollen Arbeitsfähigkeit bzw. 

die gänzliche Unfallfremdheit der Arbeitsunfähigkeit. Die Ärzte wurden diesbezüglich 

auch nicht befragt. Auch ein abschliessender ärztlicher Bericht eines Suva-Arztes liegt 

nicht vor. Angesichts dieser Umstände kann nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit als erstellt gelten, dass eine unfallbedingte (teilweise) 

Arbeitsunfähigkeit im streitigen Einstellungszeitpunkt (3. Januar 2007) nicht mehr 

bestand. In diesem Zeitpunkt liess sich demzufolge nicht bestimmen, ob eine 

erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen zu bejahen war. 

Dass sich die Beschwerdeführerin um ihre Wiedereingliederung ins Berufsleben 

bemühte, lässt sich aufgrund der Akten nicht ohne weiteres in Abrede stellen; eine 

definitive Aussage kann aufgrund der Akten jedoch auch hiezu nicht erfolgen. Was das 

Vorliegen von erheblichen Beschwerden betrifft, so können solche nach Lage der 

Akten ebenfalls nicht verneint werden (vgl. Angaben in der IV-Anmeldung vom 13. Mai 

2007). Da somit bezüglich des streitigen Einstellungszeitpunktes zu mehreren 

Adäquanzkriterien keine abschliessende Stellungnahme möglich ist, kann - bei der 

aktuell gegebenen Aktenlage - auch die adäquate Unfallkausalität der HWS-

Beschwerden für die Zeit ab 3. Januar 2007 nicht verneint oder bejaht werden. Allein 

die Tatsache, dass aus biomechanischer Sicht die Beschwerden durch den Unfall nicht 

als erklärbar bezeichnet wurden, reicht als Einstellungsgrund nicht aus, zumal die 

biomechanischen Werte wie erwähnt nur eines unter vielen Kriterien darstellen. Ein 

Einstellungsgrund kann somit nicht als nachgewiesen gelten, zumal ein solcher auf 

dieses Datum auch durch die dem Gericht eingereichten medizinischen Akten in keiner 

Weise untermauert ist. Der angefochtene Entscheid lässt sich dementsprechend nicht 

aufrecht erhalten. Die Beschwerdegegnerin wird den allfälligen Wegfall der natürlichen 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/15

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und adäquaten Kausalität erneut zu prüfen und insbesondere abzuklären haben, ob 

bzw. inwiefern in dem von ihr geltend gemachten Einstellungszeitpunkt noch 

medizinische Behandlungsmassnahmen liefen, welche mit dem streitigen Unfall in 

natürlichkausalem Zusammenhang standen. Sodann wird abzuklären sein, ob im 

Einstellungszeitpunkt noch eine auf den streitigen Unfall zurückzuführende erhebliche 

Arbeitsunfähigkeit vorlag.

4.         

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde, soweit darauf einzutreten 

ist, unter Aufhebung des Einspracheentscheids vom 2. Juli 2007 teilweise gutzuheissen 

und die Angelegenheit zur weiteren Abklärung und zu allfälliger neuer Verfügung an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 

lit. a ATSG). Bei diesem Verfahrensausgang hat die Beschwerdeführerin Anspruch auf 

Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG). Es rechtfertigt sich, diese auf pauschal 

Fr. 4'000.-- festzulegen (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.        In teilweiser Gutheissung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten ist, wird 

der Einspracheentscheid vom 2. Juli 2007 aufgehoben und die Angelegenheit zur 

Durchführung von weiteren Abklärung und zu allfälliger neuer Verfügung an die 

Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2.        Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.        Die Beschwerdegegnerin hat die Beschwerdeführerin mit Fr. 4'000.-- zu 

entschädigen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 18.08.2008
	Art. 44 ATSG. Art. 6 UVG. Mitwirkung der versicherten Person bei Einholung eines unfallanalytischen und biomechanischen Gutachtens im Verwaltungsverfahren. Beweiswert dieses Gutachtens. Adäquanz von gesundheitlichen Beschwerden im Nachgang zu einem Verkehrsunfall (Entscheid des Versicherungsgerichts vom 18. August 2008, UV 2007/97).

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