# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 06d7c398-6483-5f69-81d3-50edb4b5ef9d
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-06-13
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 13.06.2019 720 19 60/146
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-19-60-146_2019-06-13.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 13. Juni 2019 (720 19 60 / 146) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Wird neben psychiatrischen und rheumatologischen Diagnosen auch ein Cancer-related 
Fatigue Syndrom (CRF) diagnostiziert, reicht ein bidisziplinäres psychiatrisch-rheumato-

logisches Gutachten nicht aus, um den medizinischen Sachverhalt verlässlich abzuklä-

ren; stattdessen ist dieser mit Hilfe eines polydisziplinären Gutachtens festzustellen 

 

 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichterin Elisabeth Berger 

Götz, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiberin Barbara 
Vögtli 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Carole Held, Rechtsan-
wältin, Rechtsdienst Behindertenforum, Bachlettenstrasse 12, 
4054 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 

 
 
 
A. A.____, geboren 1972, arbeitete vom 9. März 1998 bis zur Kündigung des Arbeitsver-
hältnisses per 31. Oktober 2012 in einem Pensum von 80 % als Quality Controll-Assistant bei der 

 

 
 
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B.____ GmbH. Am 13. Juli 2011 meldete sie sich unter Hinweis auf eine Brustkrebserkrankung 
zum Bezug von Leistungen bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) an (IV act. 8). 
Nach gutachterlicher Abklärung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit sprach die IV-
Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) A.____ mit Verfügungen vom 19. September 2014 und vom 
6. Oktober 2014 rückwirkend ab dem 1. Januar 2012 eine ganze Invalidenrente zu bei einem 
Invaliditätsgrad von 100 % ab dem 1. Januar 2012 und einem Invaliditätsgrad von 79 % ab dem 
1. Juni 2013 (IV act. 100 und 102). Am 1. Juni 2016 leitete die IV-Stelle ein Revisionsverfahren 
ein (IV act. 108). Nach medizinischen Abklärungen, insbesondere nach Einholung einer psychi-
atrisch-rheumatologischen Begutachtung der Versicherten durch Dr. med. C.____, Psychiatrie 
und Psychotherapie FMH, und Dr. med. D.____, Rheumatologie FMH, sowie nach Durchführung 
des Vorbescheidverfahrens setzte die IV-Stelle die ganze Invalidenrente bei einem Invaliditäts-
grad von 41 % auf eine Viertelsrente herab (Verfügung vom 21. Januar 2019, IV act. 166).  
 
B. Dagegen erhob A.____, vertreten durch Advokatin Carole Held, Behindertenforum, am 
20. Februar 2019 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht (Kantonsgericht), und beantragte, es sei die angefochtene Verfügung vom 21. Januar 
2019 aufzuheben und es sei ihr aufgrund ihrer 100 %-igen Arbeitsunfähigkeit weiterhin eine 
ganze Invalidenrente auszurichten. Eventualiter sei zur abschliessenden Klärung der Arbeitsfä-
higkeit ein bidisziplinäres Obergutachten in den Fachrichtungen Psychiatrie und Onkologie ein-
zuholen. In der Begründung liess die Beschwerdeführerin zusammenfassend rügen, dass die 
Beschwerdegegnerin den Untersuchungsgrundsatz verletzt habe, indem sie sich trotz anderslau-
tenden Einschätzungen der behandelnden Fachärzte auf die von ihr eingeholten Gutachten sowie 
auf die Stellungnahmen ihres Regionalen ärztlichen Dienstes (RAD) abgestützt habe. 
 
C. Mit Vernehmlassung vom 10. April 2019 beantragte die Beschwerdegegnerin die Abwei-
sung der Beschwerde. Sie hielt an ihrer Auffassung fest, wonach sich gestützt auf die aussage-
kräftigen medizinischen Unterlagen eine Verbesserung des Gesundheitszustands zeige, weshalb 
weitere Abklärungen nicht notwendig seien. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Auf die frist- und formgerecht beim zuständigen Gericht eingereichte Beschwerde vom 
20. Februar 2019 ist einzutreten. 
 
2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Inva-
lidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 versicherte Personen, die ihre Erwerbsfähigkeit oder 
ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungs-
massnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres 
ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind 
(lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). Nach Art. 28 Abs. 
2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person zu mindestens 70 
%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu 

 

 
 
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mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. Als Invali-
dität gilt nach Art. 8 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 
ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchti-
gung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer 
Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglich-
keiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 
ATSG). Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). 
 
2.2 Nach Art. 17 Abs. 1 ATSG sind laufende IV-Renten für die Zukunft zu erhöhen, herab-
zusetzen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch erheblichen 
Weise ändert. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen 
Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflus-
sen. Zu denken ist dabei in erster Linie an eine wesentliche Änderung des Gesundheitszustandes 
der versicherten Person. Darüber hinaus ist die Rente unter anderem revidierbar, wenn sich die 
erwerblichen Auswirkungen (oder die Auswirkungen in Bezug auf die Betätigung im üblichen Auf-
gabenbereich) des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben 
(BGE 130 V 349 E. 3.5 mit Hinweisen). Nach der Rechtsprechung bildet zeitliche Vergleichsbasis 
für die Beurteilung einer Änderung des Invaliditätsgrades im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG die 
letzte anspruchsändernde oder auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechts-
konformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruhende 
rechtskräftige Verfügung (BGE 133 V 108). 
 
2.3 Die Verwaltung als verfügende Instanz und im Beschwerdefall das Gericht dürfen eine 
Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im 
Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Ab-
weichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die 
blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das 
Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Gesche-
hensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 360 E. 5b, 121 V 47 E. 2a, 115 V 
142 E. 8b, je mit Hinweisen). 
 
2.4.1 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle ande-
ren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie 
stammen, objektiv zu prüfen sind und danach zu entscheiden ist, ob die Unterlagen eine zuver-
lässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten der Prozess nicht erledigt werden, ohne dass das 
gesamte Beweismaterial gewürdigt wird und die Gründe angegeben werden, warum auf die eine 
und nicht auf die andere medizinische These abgestellt wird. 
 

 

 
 
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2.4.2 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die 
streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Be-
schwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der 
Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). Dennoch erachtet es die Rechtspre-
chung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte 
Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen. 
Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen 
und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Ein-
sicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnis-
sen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht kon-
krete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit 
weiteren Hinweisen). 
 
2.4.3 Der Beweiswert eines zwecks Rentenrevision erstellten Gutachtens hängt wesentlich 
davon ab, ob es sich ausreichend auf das Beweisthema – erhebliche Änderung(en) des Sach-
verhalts – bezieht. Einer für sich allein betrachtet vollständigen, nachvollziehbaren und schlüssi-
gen medizinischen Beurteilung, die im Hinblick auf eine erstmalige Beurteilung der Rentenbe-
rechtigung beweisend wäre (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a), mangelt es in der Regel 
am rechtlich erforderlichen Beweiswert, wenn sich die (von einer früheren abweichende) ärztliche 
Einschätzung nicht hinreichend darüber ausspricht, inwiefern eine effektive Veränderung des Ge-
sundheitszustandes stattgefunden hat. Vorbehalten bleiben Sachlagen, in denen es evident ist, 
dass die gesundheitlichen Verhältnisse sich verändert haben (Urteile des Bundesgerichts vom 
29. August 2011, 9C_418/2010, E. 4.2, und vom 26. März 2015, 9C_710/2014, E. 2). 
 
2.5 Schliesslich bleibt darauf hinzuweisen, dass das Administrativverfahren und der kanto-
nale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht sind (Art. 43 
Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die Verwaltung und das Sozialversiche-
rungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen 
Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die Beur-
teilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Urteil 
des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007, E. 3.2). 
 
3.1 Strittig und zu prüfen ist, ob sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin und 
die für die Invaliditätsbemessung massgebende Arbeitsfähigkeit erheblich verändert haben. Für 
die Beurteilung der Frage, ob eine anspruchserhebliche Änderung eingetreten ist, wird der Sach-
verhalt zur Zeit der strittigen Verfügung (Januar 2019) verglichen mit dem Sachverhalt, wie er im 
Zeitpunkt der Rentenzusprache (September bzw. Oktober 2014) bestand. 
 
3.2 Die Beschwerdegegnerin hielt in der angefochtenen Verfügung fest, dass die medizini-
schen Abklärungen eine erhebliche Verbesserung des psychischen Gesundheitszustands ge-
zeigt hätten. Aus onkologischer Sicht befinde sich die Versicherte in Remission und aus rheuma-
tologischer Sicht bestehe keine Diagnose mehr mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. Es 

 

 
 
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seien der Versicherten aus rheumatologischer Sicht alle leichten bis selten intermittierend mittel-
schweren Tätigkeiten zumutbar, die bezüglich des rechten Arms unterhalb der Schulterhorizon-
talen ausgeführt werden könnten. Von psychiatrischer Seite her bestehe seit ca. einem Jahr so-
wohl in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als auch in einer anderen körperlichen Tätigkeit eine 
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 30 %. 
 
3.3 Die Beschwerdeführerin machte in der Beschwerde geltend, dass sich die Beschwerde-
gegnerin auf das psychiatrische Gutachten von Dr. C.____ abgestützt habe, obwohl widerspre-
chende medizinische Einschätzungen des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit durch 
die behandelnden Fachärzte aus Psychiatrie und Onkologie vorliegen würden. Hinzu komme, 
dass die Beschwerdegegnerin keine qualifizierten medizinischen Berichte eingeholt habe, welche 
die Wechselwirkung der psychiatrischen und onkologischen Diagnosen berücksichtigen bzw. das 
Cancer-related Fatigue Syndrom (CRF) überhaupt nachvollziehbar beurteilen würden. Daher sei 
auf die Beurteilung der behandelnden Ärzte abzustellen oder ein Obergutachten einzuholen. 
 
4. In den ursprünglichen Verfügungen stützte sich die Beschwerdegegnerin bei der Beur-
teilung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit insbesondere auf das bidisziplinäre 
psychiatrisch/plastisch-chirurgische Gutachten von Dr. med. E.____, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie FMH, Oberarzt des Spitals F.____, vom 12. Dezember 2013 (IV act. 83), und von 
Prof. Dr. med. G.____, Direktor der Klinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie des Spitals 
F.____, vom 5. November 2013 (IV act. 84). Dr. E.____ diagnostizierte im psychiatrischen Teil-
gutachten eine schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 F32.2). So-
wohl in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als auch in einer Verweistätigkeit bestehe aufgrund der 
derzeitigen Beeinträchtigungen, die durch die Psychopathologie bedingt seien, eine 70-80 %-ige 
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit seit März 2013. Prof. G.____ diagnostizierte mit Auswirkun-
gen auf die Arbeitsfähigkeit eine depressive Verstimmung mit starker Müdigkeit und einge-
schränkter Belastbarkeit bei Zustand nach Mammakarzinom pT3, pN3a (15/36), G2 rechts, ein 
sekundäres Lymphödem am Arm rechts nach Lymphadenektomie rechts axillar und postoperati-
ver Strahlentherapie sowie eine eingeschränkte Schulterbeweglichkeit rechts. In Bezug auf die 
Leistungsfähigkeit hielt er fest, dass die starke Ermüdbarkeit und die psychische Belastungssitu-
ation aufgrund der Grunderkrankung wesentliche Faktoren für die eingeschränkte Belastbarkeit 
bildeten. Hinzu kämen die Lymphödemproblematik des rechten Armes und die eingeschränkte 
Belastbarkeit desselben unter stärkerer Belastung als Tragen. Berücksichtige man die vermin-
derte körperliche Belastbarkeit und den funktionellen Einsatz des rechten Armes für schwerere 
Arbeiten bzw. Überkopfarbeiten, könne bei einer Verbesserung der Antriebsschwäche bzw. der 
depressiven Verstimmung eine nahezu volle Arbeitsfähigkeit in einem kaufmännischen Beruf, 
gegebenenfalls auch in der Pharmaindustrie, erreicht werden. Den limitierenden Faktor sehe er 
in der psychischen Situation und nicht in der Grunderkrankung bzw. den Operationsfolgen. Dabei 
verwies Prof. G.____ auf die psychiatrische Beurteilung durch Dr. E.____. 
 
5.1 Im Rahmen der Rentenrevision holte die Beschwerdegegnerin zuerst von den behan-
delnden Ärzten die entsprechenden Berichte ein. Dr. med. H.____, Psychiatrie und Psychothera-
pie FMH, behandelnde Psychiaterin der Beschwerdeführerin, hielt mit IV-Bericht vom 19. August 

 

 
 
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2018 (IV act. 121) fest, dass sich weiterhin die Diagnose einer Anpassungsstörung, längerdau-
ernd (F 43.21), mit wechselnd stark ausgeprägter depressiver Symptomatik bei multizentrischem 
Mammakarzinom und Status nach Ablatio Mammae, Bestrahlung und Chemotherapie (ab April 
2011), Brustrekonstruktion 2012 und Hysterektomie und Adnexektomie beidseits 2012 auf die 
Arbeitsfähigkeit auswirke. Es bestehe eine unveränderte Situation. Durch die starke Erschöpfbar-
keit und psychische Labilität sei die Arbeitsfähigkeit aus körperlicher und psychischer Sicht wei-
terhin nicht gegeben. 
 
5.2 Der behandelnde Onkologe der Beschwerdeführerin, Dr. med. I.____, Medizinische On-
kologie und Innere Medizin FMH, Apotheker, hielt mit Stellungnahme vom 23. November 2016 
als Diagnosen ein multizentrisches Mammakarzinom rechts T3 N1 fest (IV act. 124). Zur Zeit 
gebe es keine Hinweise für ein Rezidiv oder Zweitkarzinom, es bestehe aber ein ausgeprägtes 
CRF. Die Patientin leide aktuell immer noch an einer deutlich eingeschränkten Leistungsfähigkeit 
im Alltag mit vermehrter Tagesmüdigkeit und Konzentrationsschwäche, Atemnot beim Treppen-
steigen sowie Schlaflosigkeit. Dies lasse sich im Rahmen der stattgehabten anstrengenden Tu-
mortherapie sowie einem Therapie-assoziierten CRF erklären. Zusätzlich beklage die Patientin 
starke, für sie im Alltag belastende Schmerzen im Bereich des rechten Oberarmes und des Schul-
tergürtels, welche zu einer Einschränkung der Beweglichkeit der rechten oberen Extremität füh-
ren würden. Dies lasse sich ebenfalls im Rahmen der stattgehabten Tumorchirurgie im ehemali-
gen Operationssitus durch die Verletzung peripherer Hautnerven erklären. Die Prognose der Tu-
morerkrankung sei grundsätzlich als günstig zu interpretieren. Ein CRF könne sich im Verlauf 
deutlich bessern, führe jedoch zu einem hohen Leidensdruck der betroffenen Personen. In Bezug 
auf die Arbeitsfähigkeit gelangte Dr. I.____ zum Schluss, dass aufgrund des CRF und der persis-
tierenden Therapie-assoziierten Schmerzen im rechten Schultergürtel und im Oberarm eine Ar-
beitsunfähigkeit von 75 % seit Ende Januar 2012 bis auf weiteres gegeben sei. Es bestehe eine 
deutlich eingeschränkte Belastbarkeit. Aufgrund der eingeschränkten Beweglichkeit des rechten 
Armes und des deutlichen Fatigues mit vermehrter Tagesmüdigkeit und Attacken-artig auftreten-
der Panik und Angstzuständen sei die Patientin maximal 25 % arbeitsfähig, entsprechend einer 
maximalen Gesamtarbeitszeit pro Woche von 10,5 Stunden. 
 
5.3.1 In der Folge liess die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin durch Dr. C.____ 
und Dr. D.____ psychiatrisch-rheumatologisch gutachterlich abklären. 
 
5.3.2 Dr. D.____ gelangte in seinem Teilgutachten vom 11. Oktober 2017 (IV act. 142) – rein 
bezogen auf Beschwerden am Bewegungsapparat – zu keinen Diagnosen, die sich auf die Ar-
beitsfähigkeit auswirken. Die von der Explorandin beschriebene Müdigkeit und Erschöpfbarkeit 
als limitierender Faktor der Arbeitsfähigkeit habe er im Rahmen der rheumatologischen Begut-
achtung nicht beurteilt. Er verweise diesbezüglich auf die aktuelle psychiatrische Stellungnahme 
sowie auf die onkologische Beurteilung durch Dr. I.____. In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit hielt 
Dr. D.____ fest, dass sowohl qualitative als auch quantitative Beeinträchtigungen attestiert wer-
den könnten. Aufgrund der Bewegungseinschränkung und der Schwellungsneigung am rechten 
dominanten Arm seien der Explorandin seit der Operation vom 11. April 2011 nur noch körperlich 
leichte bis selten intermittierend mittelschwere Gewichtsbelastungen zumutbar, wobei das aktu-

 

 
 
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elle Bewegungsausmass des rechten Schultergelenks respektiert werden müsse. Diese Tätigkei-
ten sollten unterhalb der Schulterhorizontalen durchführbar sein. Bezüglich des linken Armes be-
stünden keine Einschränkungen. Auch die muskulären Dysbalancen am Schultergürtel und das 
Cervikalsyndrom würden aufgrund der aktuellen klinischen Ausprägung keine zusätzlichen Be-
einträchtigungen begründen. Rein bezogen auf die rheumatologischen Beschwerden am Bewe-
gungsapparat könne auch unter Berücksichtigung der Angaben im IV-Fragebogen für Arbeitge-
bende weder aktuell noch retrospektiv eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit attestiert werden. 
Im Sinne einer Anmerkung führte Dr. D.____ aus, dass er bezüglich der Einschränkung der Ar-
beitsfähigkeit im angestammten Beruf auf die Angaben des behandelnden Onkologen Dr. I.____ 
vom 23. November 2016 verweise, der der Exploradin eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % ab Ok-
tober 2010 bis Ende 2011 und von 75 % ab Januar 2012, vorerst andauernd, attestiert habe. 
 
5.3.3 Dr. C.____ diagnostizierte in seinem Teilgutachten vom 7. November 2017 (IV act. 141) 
mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Störung mit chroni-
schem Verlauf und gegenwärtig leicht- bis mittelgradiger Episode (ICD-10 F33.0/1). Aufgrund der 
Beschwerden von Seiten der rezidivierenden depressiven Störung mit chronischem Verlauf und 
gegenwärtig leicht- bis mittelgradiger depressiver Episode ohne somatischem Syndrom lasse 
sich eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit als Assistentin Qualitätskontrolle – wie auch in einer 
alternativen Tätigkeit – von 30 % begründen, dabei mitberücksichtigt sei eine gleichzeitige ge-
wisse Verminderung der Leistungsfähigkeit. Verlässliche Aussagen über den Zeitpunkt der Ver-
besserung der depressiven Beschwerden und dadurch auch der Arbeitsfähigkeit würden sich 
nicht machen lassen, approximativ könne dieser auf ein Jahr zurück festgelegt werden. Im Ver-
gleich zu den Befunden im Gutachten von Dr. E.____ lasse sich bis heute eine deutliche Verbes-
serung feststellen. Die Diagnose einer schweren depressiven Episode könne aufgrund der aktu-
ellen Untersuchung nicht weiter bestätigt werden. Aufgrund der heute festzustellenden Verbes-
serung der depressiven Beschwerden im Vergleich zum Jahr 2013 habe sich auch die Arbeitsfä-
higkeit verbessert.  
 
5.3.4 Anlässlich des Telefongesprächs vom 10. Oktober 2017 zwecks gemeinsamer interdis-
ziplinärer Beurteilung kamen die Gutachter zum Schluss, dass sich aus rein rheumatologischer 
Sicht unter Mitberücksichtigung des rheumatologischen Belastungsprofils keine Krankheit mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizieren lasse. Als gemeinsame interdisziplinäre Be-
urteilung könne daher diejenige des psychiatrischen Gutachtens uneingeschränkt übernommen 
werden. Im Übrigen werde auf die onkologische Beurteilung von Dr. I.____ vom 23. November 
2016 verwiesen.  
 
5.4 Dr. med. J.____, Fachärztin für Physikalische und Rehabilitative Medizin, RAD, hielt mit 
Stellungnahme vom 20. November 2017 (IV act. 144) fest, dass das bidisziplinäre Gutachten 
schlüssig und nachvollziehbar sei. Gesamtmedizinisch sei – wie bisher – das psychiatrische 
Fachgebiet relevant. Aus somatischer Sicht sei lediglich die qualitative Belastungseinschränkung 
zu berücksichtigen. Im Vergleich zur letzten Begutachtung vom Dezember 2013 habe sich die 
psychische Situation derart verbessert, dass die damalige psychisch bedingte Arbeitsunfähigkeit 
von 70-80 % seit ca. einem Jahr auf eine Arbeitsunfähigkeit von 30 % habe reduziert werden 
können. Die von Dr. I.____ in der Stellungnahme von 23. November 2016 aus onkologischer 

 

 
 
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Sicht attestierte 75 %-ige Arbeitsunfähigkeit aufgrund eines CRF könne nicht nachvollzogen wer-
den. Die Versicherte befinde sich wegen des Status nach Mammakarzinom rechts weiterhin in 
Remission ohne Anhalt für ein Zweitkarzinom. Zudem zeige das aktuelle psychiatrische Gutach-
ten, dass die Versicherte ihren Alltag aktiv gestalte, was gegen eine derart hohe Arbeitsunfähig-
keit spreche. In der klinischen Begutachtung seien von Dr. C.____ keine Störungen der Konzent-
ration, der Aufmerksamkeit, der Auffassung und auch keine Ermüdungszeichen festgestellt wor-
den. In Bezug auf die Standardindikatoren hob Dr. J.____ hervor, dass die Kooperation der Ver-
sicherten bei den durchgeführten Therapien mangelhaft gewesen sei, da sie von sich aus die 
verordnete Cipralex-Dosis reduziert habe. Eine stationäre psychiatrische Behandlung bei im Gut-
achten vom Dezember 2013 diagnostizierter schwerer depressiver Episode habe weder damals 
noch im weiteren Verlauf stattgefunden. Zudem gebe die Versicherte an, nicht psychisch krank 
zu sein. Hinweise für eine Aggravation oder Simulation hätten sich nicht ergeben, allerdings sei 
in der psychiatrischen Begutachtung aufgefallen, dass die Versicherte zeitweise vage und wenig 
fassbare und ausweichende Antworten auf gestellte Fragen gegeben habe, dies vor allem bei der 
Anamneseerhebung des Tagesablaufs. In ihrer Stellungnahme vom 29. Dezember 2017 (IV act. 
146) äusserte sich Dr. J.____ zu den Einschränkungen aufgrund des CRF sowie zur Therapiere-
sistenz bei rezidivierenden depressiven Störungen. 
 
5.5 Im Rahmen des Einwandverfahrens reichte die Beschwerdeführerin die Stellungnahme 
von Dr. H.____ vom 16. März 2018 zu den Akten (IV act. 151). Darin führte die behandelnde 
Psychiaterin aus, dass sie die chronisch rezidivierende depressive Störung ebenfalls als Haupt-
diagnose betrachte, allerdings nicht in leicht bis mittelgradiger, sondern in mittelgradiger Ausprä-
gung (ICD-10 F33.1). Die Patientin leide an chronischer starker Müdigkeit und häufiger schwerer 
Schlafstörung. Nach kleinster Anstrengung sei sie erschöpft und kraftlos, die Konzentrationsfä-
higkeit sei reduziert, die Freude auf wenige Dinge reduziert (Sohn, Hund). Die Patientin lebe re-
lativ zurückgezogen, die verbliebenen Freundinnen kämen zu ihr nach Hause. Dr. C.____ habe 
die Angaben der Patientin zu wenig und die Reduktion des Antidepressivums zu stark und zu 
einseitig gewichtet. Der psychische Zustand der Patientin sei nicht stabil. Ein Ereignis, das die 
Patientin emotional beschäftige, ängstige oder belaste, könne sie in einen schweren depressiven 
Zustand zurückwerfen. Im Moment befinde sie sich in einer eher ruhigen Zeit, denn es seien 
momentan keine sehr grossen belastenden Ereignisse vorhanden. Sie schätze die Arbeitsfähig-
keit ihrer Patientin auf maximal 40 %. Es gehe ihr insgesamt besser als im Jahr 2010/2011, aber 
nicht so gut, wie von Dr. C.____ beurteilt. Es bestehe eine mittelschwere rezidivierende depres-
sive Störung mit chronischem Verlauf. Eine vorübergehende bessere Phase habe die Patientin 
als Versuch benutzt, die Medikamente und Sitzungsfrequenz zu reduzieren. Dieser Versuch sei 
gescheitert. Es seien mehr Schlafmittel gebraucht worden. Dr. C.____ überschätze diese Phase. 
Die akzentuierten Persönlichkeitszüge würden es der Patientin erschweren, die psychischen Kri-
sen zu bewältigen und würden die Symptome verstärken. Das ausgeprägte CRF, kombiniert mit 
der sonstigen depressiven Symptomatik, den akzentuierten Persönlichkeitszügen und der 
Schmerzsymptomatik, sei bei der Beurteilung der Leistungs- und Arbeitsfähigkeit zu wenig hin-
zugezogen worden. Eine Beurteilung des Onkologen sei unbedingt einzuholen. 
 

 

 
 
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5.6 In der Folge äusserten sich Dr. J.____ und Dr. med. K.____, Facharzt für Psychiatrie 
und Psychotherapie, RAD, zum Einwand der Beschwerdeführerin sowie zum Bericht von Dr. 
H.____ (Stellungnahmen vom 24. Mai 2018, IV act. 153f.). 
 
5.7 Dr. I.____ nahm mit Schreiben vom 25. Januar 2019 nochmals ausführlich aus onkolo-
gischer Sicht Stellung (IV act. 170). Darin diagnostizierte er erneut ein multizentrisches 
Mammakarzinom rechts pT3 (m)pN2cMx, ein ausgeprägtes CRF im Rahmen der ersten Diag-
nose sowie chronische Unterbauchschmerzen. Es sei momentan wohl nicht davon auszugehen, 
dass sich das Arbeitspensum im Verlauf der nächsten Monate wieder steigern lasse. Aus medi-
zinischer Sicht liege im Rahmen der stattgehabten Tumortherapien und der nun residualen Be-
schwerden im Sinne eines wahrscheinlich therapieassoziierten CRF und des ebenfalls vorhan-
denen chronischen unklaren Schmerzsyndroms im Bauchbereich eine erhebliche Invalidisierung 
der jungen Patientin vor, weshalb bis auf weiteres eine 100 %-ige Arbeitsunfähigkeit zu attestie-
ren sei. 
 
6.1 Zwischen den Parteien ist umstritten, ob sich der Entscheid der Beschwerdegegnerin 
auf einen genügend abgeklärten Sachverhalt abstützte. 
 
6.2 Die Würdigung der medizinischen Akten zeigt, dass die schwere Brustkrebserkrankung 
der Beschwerdeführerin, die im Oktober 2010 manifest wurde und die eine körperlich und see-
lisch stark belastende mehrjährige Therapie erforderlich machte, Auslöser für die Arbeitsunfähig-
keit war. Die Grunderkrankung bewirkte zudem eine depressive Störung, infolge derer die Be-
schwerdeführerin seit 2011 bei Dr. H.____ in regelmässiger psychotherapeutischer Behandlung 
steht und ein Antidepressivum einnimmt. Dr. E.____ und Prof. G._____ führten die erheblichen 
Einschränkungen der Funktionsfähigkeit der Beschwerdeführerin im Dezember 2013 auf die da-
mals bestehende schwere depressive Episode zurück. Die Diagnose eines CRF wurde erst im 
Jahr 2016 von Dr. I.____ gestellt. Damit ist zunächst festzustellen, dass seit der erstmaligen Ren-
tenzusprache ein neues Leiden hinzugekommen ist. 
 
6.3 Beim CRF handelt es sich nicht um ein psychiatrisches, sondern um ein organisches 
Leiden, das invalidisierend sein kann (vgl. zum Ganzen BGE 139 V 346 E. 3.2-3.4). Die Müdig-
keits- und Erschöpfungssymptome können durch den Tumor bedingt oder aber auch die Folge 
der Therapie sein. Die genauen Ursachen des CRF sind nicht bekannt. Vermutet wird eine Inter-
aktion von somatischen Faktoren (z.B. Tumorart, Art der Behandlung, Cytokine etc.), psychischen 
(z.B. Depression) und sozialen Faktoren (vgl. zum Ganzen PROF. DR. MED. ALEXANDER KISS, Wie 
soll man begutachten? in: Schweizerische Ärztezeitung, 2017, 966 ff.). In der medizinischen Li-
teratur wird zudem vermerkt, dass je intensiver die Tumorbehandlung war, desto ausgeprägter 
das CRF sein kann (ALEXANDER KISS, a.a.O., S, 968). Diesbezüglich kann dem Schreiben von 
Dr. I.____ vom 25. Januar 2019 entnommen werden, dass eine neoadjuvante und anstrengende 
Chemotherapie bis März 2011 erfolgt sei. Diese habe der Zerstörung sämtlicher Tumorzellen im 
Körper gedient. Anschliessend sei dann nach kurzer Pause von einigen Wochen die Mastektomie 
und Axilladisektion rechts erfolgt. Hierbei habe sich ein deutlich residualer Tumor im Sinne eines 
multizentrischen mässig differenzierten invasiven duktalen Mammakarzinoms mit einer Tumor-
ausdehnung von bis zu 5.2cm und 14/34 befallenen axilliären Lymphknoten gezeigt. Aufgrund 

 

 
 
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des suboptimalen Ansprechens auf die neoadjuvante Chemotherapie und der hohen Expression 
der Hormonrezeptoren sei bereits von April 2011 bis Februar 2013 eine adjuvante antihormonelle 
Therapie mit dem selektiven Östrogenrezeptormodulator Tamoxifen durchgeführt worden. Zuvor 
sei vom 16. Mai bis 29. Juni 2011 eine adjuvante Bestrahlung der rechten Brustwand und der 
rechten Axilla erfolgt. Seit März 2013 erhalte die Patientin eine adjuvante antihormonelle Therapie 
mit dem Aromatasehemmer Letrozol sowie eine antiresorptive Therapie mit dem monoklonalen 
Antikörper Denosumab, die beide noch installiert seien.  
 
6.4.1 Im Zeitpunkt des Rentenrevisionsverfahrens bestand somit ein multiples Beschwerde-
bild, welches zu mehr als zwei fachärztlichen Disziplinen Bezüge aufwies. Bei der Diagnose CRF 
handelt es sich um eine Diagnose, die nicht ausschliesslich dem psychiatrischen Fachbereich 
zuzuordnen ist; stattdessen spielen verschiedenste Faktoren eine Rolle. Es ist damit fraglich, ob 
ein bidisziplinäres psychiatrisches-rheumatologisches Gutachten ausreicht, um den medizini-
schen Sachverhalt in seiner Gänze zu erfassen. In BGE 139 V 349 E. 3.2 hielt das Bundesgericht 
bezüglich der Abgrenzung der Anwendungsfelder polydisziplinärer Gutachten und mono- oder 
bidisziplinärer Expertisen u.a. fest, dass nur in begründeten Fällen von einer polydisziplinären 
Begutachtung abgesehen und eine mono- oder bidisziplinäre durchgeführt werden könne. Dies 
sei der Fall, wenn die medizinische Situation offenkundig ausschliesslich ein oder zwei Fachge-
biete beschlage. Weder dürften aber weitere interdisziplinäre Bezüge (z.B. internistischer Art) 
notwendig sein noch dürfe ein besonderer arbeitsmedizinischer bzw. eingliederungsbezogener 
Klärungsbedarf bestehen. Vorliegend verzichtete die Beschwerdegegnerin darauf, bei der Ver-
laufsbegutachtung eine onkologische Beurteilung einzuholen, obwohl der behandelnde Onkologe 
mehrere Berichte einreichte bzw. einreichen liess und er aus onkologischer Sicht eine Einschrän-
kung der Arbeitsfähigkeit attestierte. In Anbetracht der vorstehend zitierten bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung ist die Vorgehensweise der Beschwerdegegnerin, lediglich ein bidisziplinäres 
Gutachten in Auftrag zu geben, daher bereits aus formeller Sicht ungenügend. 
 
6.4.2 Der Entscheid der Beschwerdegegnerin vermag aber auch inhaltlich nicht zu überzeu-
gen. Dr. C.____ und Dr. D.____ verwiesen im Rahmen der Konsensbeurteilung ausdrücklich auf 
die onkologische Beurteilung von Dr. I.____. Sie unterliessen es aber, konkret zu dessen Ein-
schätzung Bezug zu nehmen und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit zu würdigen. Dr. C.____ 
äusserte sich in seinem Teilgutachten lediglich dahingehend, dass sich die Beschwerdeführerin 
über eine häufige Müdigkeit und schnellere Ermüdbarkeit sowie eine verminderte Energie be-
klage. Dabei dürfte es zu einer Überschneidung mit dem aus somatischer Sicht beschriebenen 
ausgeprägten CRF, das von Dr. I.____ im Bericht vom 23. November 2016 diagnostiziert worden 
sei, kommen (S. 15). Dr. D.____ verwies im rheumatologischen Teil sowohl bei den Diagnosen 
mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit als auch bei der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit auf 
die Beurteilung von Dr. I.____ (S. 13 bzw. 15). 
 
Die Diagnose des CRF wurde weder von Dr. C.____ noch von Dr. D.____ in Zweifel gezogen. 
Ihr Hinweis auf die Beurteilung von Dr. I.____ im Rahmen der Konsensbesprechung ist damit so 
zu verstehen, dass sie dem CRF eine Relevanz bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit zuspra-
chen. Sie verzichteten aber darauf, sich konkret mit den Auswirkungen des CRF auf die Arbeits-
fähigkeit auseinander zu setzen. Inwiefern die Funktionsfähigkeiten der Beschwerdeführerin, die 

 

 
 
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letztlich für den Umfang der Arbeitsfähigkeit massgebend sind, aus gesamtmedizinischer Sicht 
eingeschränkt sind, ist unter diesen Umständen ungeklärt geblieben. Dabei geht es vorliegend 
nicht in erster Linie um die Diagnose, sondern um den Nachweis bzw. die Überprüfung der Be-
hinderung und der Einschätzung der funktionellen Einschränkungen mit Auswirkungen auf Akti-
vität und Partizipation. Indem die Beschwerdegegnerin bei dieser Sachlage auf weitere Abklärun-
gen verzichtete, erweist sich der Sachverhalt als ungenügend abgeklärt. 
 
6.4.3 Daran vermögen auch die verschiedenen Stellungnahmen von Dr. J.____ nichts zu än-
dern. Diese hielt in der RAD-Stellungnahme vom 29. Dezember 2017 fest, dass Dr. C.____ keine 
Symptome des CRF erhoben habe. Er habe im klinischen Status eine nur leichtgradig einge-
schränkte Vitalität, aber keine Konzentrations-, Aufmerksamkeits- oder Auffassungsstörung und 
insbesondere keine Ermüdungszeichen feststellen können. Dieses Argument von  
Dr. J.____ gegen das Vorliegen eines CRF vermag nicht zu überzeugen. Es ist äusserst fraglich, 
ob gestützt auf ein weniger als zwei Stunden dauerndes Explorationsgespräch verlässliche Aus-
sagen in Bezug auf die Konzentration, die Erschöpfung und die hohe Ermüdbarkeit gemacht wer-
den können. Jedenfalls reicht dies nicht aus, um Symptome eines CRF verlässlich ausschliessen 
zu können. Der Einschätzung von Dr. J.____ steht sodann die nachvollziehbare Beurteilung des 
behandelnden onkologischen Facharztes entgegen, dessen Auffassung weder von Dr. C.____ 
noch von Dr. D.____ in Zweifel gezogen wurde. Dr. I.____ hielt im Bericht vom 25. Januar 2019 
fest, dass bei der Patientin seit Abschluss der intensiven und anstrengenden Tumor-Therapie im 
Jahre 2011 bis zum heutigen Tag ein persistierendes Schmerzsyndrom sowie auch ein ausge-
prägtes CRF mit beträchtlicher Einschränkung der Leistungsfähigkeit bestehe. Diese Spätfolge 
der stattgehabten Chemotherapie sei sehr häufig nach entsprechenden onkologischen Behand-
lungen und führe bei den betroffenen Personen noch Jahre nach abgeschlossener Therapie zu 
deutlicher Fatigue, überdurchschnittlicher Müdigkeit und Abgeschlagenheit trotz ausreichenden 
Schlafphasen, aber auch zu Schlafstörungen und Angstzuständen, Konzentrationsstörungen so-
wie Einschränkungen in der intellektuellen und kognitiven Leistungsfähigkeit. Besonders erwäh-
nenswert erschien Dr. I.____ die noch installierte antihormonelle Therapie, die bei der Patientin 
für sicherlich zehn Jahre geplant sein werde und doch erhebliche Nebenwirkungen, insbesondere 
Einschränkungen der Lebensqualität im Alltag, bewirke. 
 
Dr. J.____ ging in der Stellungnahme vom 24. Mai 2018 sodann davon aus, dass die Symptome 
eines CRF mit denjenigen Symptomen identisch seien, die im Rahmen einer depressiven Störung 
vorkommen würden. Daher sei bei gleichzeitigem Vorliegen einer Krebserkrankung und einer 
depressiven Störung eine klare Zuordnung/Differenzierung der Symptome nicht möglich, viel-
mehr sei von einer Wechselwirkung auszugehen. Worin die Wechselwirkung besteht und wie sich 
eine solche auswirkt, liess Dr. J.____ indessen unbeantwortet. Mehr noch, sie stellte – entgegen 
der Auffassung von Dr. C.____, Dr. D.____ und Dr. I.____ – die Vermutung auf, dass heute nicht 
mehr von einer IV-relevanten CRF gesprochen werden könne. Diese Schlussfolgerung vermag 
nicht zu überzeugen. Entgegen der Auffassung von Dr. J.____ finden auch weiterhin halbjährliche 
Kontrollen bei Dr. I.____ statt. Damit kann auf das Fazit von Dr. J.____ in der Stellungnahme vom 
24. Mai 2018, wonach in der aktuellen Begutachtung weder das Vorliegen eines IV-relevanten 
CRF noch der Schweregrad einer mittelgradigen depressiven Episode habe objektiviert werden 
können, nicht abgestellt werden. 

 

 
 
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6.5 Darüber hinaus vermag auch die Beurteilung von Dr. C.____ nicht in jedem Punkt zu 
überzeugen. Er geht mit der behandelnden Psychiaterin davon aus, dass der Schweregrad der 
Depression im Verlauf bis heute wechselhaft sei. In der Folge setzte er sich, obwohl es sich um 
ein Revisionsgutachten handelt, aber zu wenig mit dem von Dr. E.____ erhobenen Befund und 
den Funktionseinschränkungen auseinander bzw. zeigte nicht auf, inwiefern sich hier eine deut-
liche Steigerung feststellen lässt. Damit bestehen gewisse Zweifel an seiner Beurteilung. Offen-
sichtlich und zwischen den Parteien unbestritten ist, dass sich der psychische Gesundheitszu-
stand der Beschwerdeführerin verbessert hat, allerdings ist nicht klar, in welchem Ausmass. So-
weit Dr. C.____ im Rahmen der Indikatoren ausführte, die Beschwerdeführerin sei zu wenig ko-
operativ, da sie von sich aus die Medikamentendosis reduziert habe, kann ihm nicht gefolgt wer-
den. Hierzu führte Dr. H.____ in nachvollziehbarer Weise aus, dass es sich um einen Versuch 
gehandelt habe. Dieser sei aber nicht erfolgreich gewesen, weshalb die Medikamentendosis und 
die Sitzungsfrequenz wieder erhöht worden seien (Bericht vom 16. März 2018). Auch soweit Dr. 
C.____ eine fehlende Behandlungskooperation der Beschwerdeführerin sieht, indem sie sich 
noch nie habe stationär psychiatrisch behandeln lassen, überzeugt dies nicht. In Anbetracht des 
Umstands, dass die Beschwerdeführerin bis zum Abschluss der Bestrahlung und nach dem Wie-
deraufbau der rechten Brust über eine lange Zeitdauer krankheitsbedingt erheblich eingeschränkt 
war, und sie psychisch darunter litt, dass sie ihren kleinen Sohn ihrer Auffassung nach in dieser 
Zeitspanne nicht genügend unterstützen konnte, ist es nachvollziehbar, dass sie keine zusätzli-
che stationäre Therapie machte. Dies als Indikator heranzuziehen, um den Schweregrad der Di-
agnose oder die Konsistenz in Frage zu stellen, erscheint nicht als adäquat. Dr. D.____ schilderte 
die Beschwerdeführerin als sachlich und konsistent zur Aktenlage. Sie habe sich in der klinischen 
Untersuchung uneingeschränkt kooperativ gezeigt. Es hätten sich keinerlei Zeichen einer Ver-
deutlichung oder sogar Aggravation gefunden. Es würden auch keine Inkonsistenzen vorliegen 
(S. 15). Eine Dramatisierungstendenz konnte er nicht ausfindig machen. 
 
7.1 Zusammenfassend ist zum Schluss zu kommen, dass konkrete Indizien Zweifel an der 
Zuverlässigkeit der Abklärungen durch die Beschwerdegegnerin wecken. Eine rezidivierende de-
pressive Störung ist nicht dasselbe wie ein CRF. Den medizinischen Unterlagen ist nicht schlüs-
sig zu entnehmen, ob sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin und ihre Arbeitsfä-
higkeit aus gesamtmedizinischer Sicht wesentlich verbessert haben. Vorliegend handelt es sich 
um einen Revisionsfall, weshalb sich das Revisionsgutachten aus einer gesamthaften Optik ex-
plizit mit der Frage einer erheblichen Veränderung des Gesundheitszustands auseinander zu 
setzen hat. Indem sich die Beschwerdegegnerin abschliessend auf die Beurteilung ihrer RAD-
Ärzte abstützte, stellte sie den Sachverhalt unvollständig fest und verletzte den Untersuchungs-
grundsatz (Art. 69 Abs. 2 IVV, Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c ATSG; BGE 130 V 6 E. 5.2.5). Die 
angefochtene Verfügung vom 21. Januar 2019 ist daher aufzuheben und die Angelegenheit ist 
zur weiteren Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 
 
7.2 Die Beschwerdegegnerin hat den aktuellen Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit 
der Beschwerdeführerin sowie die Frage, ob sich diese seit der Rentenzusprache im Herbst 2014 
erheblich verbessert haben, im Rahmen einer neuen polydisziplinären internistischen, onkologi-
schen, rheumatologischen und psychiatrischen Begutachtung abklären zu lassen. Gestützt auf 

 

 
 
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die Ergebnisse ihrer medizinischen Abklärungen wird die Beschwerdegegnerin anschliessend 
über eine allfällige Revision der ganzen Invalidenrente neu zu befinden haben. Die vorliegende 
Beschwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen. 
 
8.1 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Beim Entscheid über die Verlegung der Verfah-
rens- und der Parteikosten ist grundsätzlich auf den Prozessausgang abzustellen. Hebt das Kan-
tonsgericht eine bei ihm angefochtene Verfügung auf und weist es die Angelegenheit zum weite-
ren Vorgehen im Sinne der Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle 
zurück, so gilt in prozessualer Hinsicht die Beschwerde führende Partei als (vollständig) obsie-
gende und die IV-Stelle als unterliegende Partei (BGE 137 V 61 f. E. 2.1 und 2.2, BGE 132 V 235 
E. 6.2, je mit Hinweisen). 
 
8.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be-
willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen 
ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten 
in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach § 
20 Abs. 3 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 
16. Dezember 1993 werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in an-
gemessenem Ausmass auferlegt. Beim vorliegenden Prozessausgang sind deshalb die Verfah-
renskosten der Beschwerdegegnerin zu auferlegen. Der Beschwerdeführerin ist der geleistete 
Kostenvorschuss zurückzuerstatten. 
 
8.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG und § 21 Abs. 1 VPO hat die obsiegende Beschwerde füh-
rende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend 
ist der Beschwerdeführerin deshalb eine Parteientschädigung zu Lasten der Beschwerdegegne-
rin zuzusprechen. Die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin hat in ihrer Honorarnote vom 7. 
Mai 2019 für das vorliegende Beschwerdeverfahren einen Zeitaufwand von 14 Stunden geltend 
gemacht, was sich umfangmässig in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechts-
fragen als angemessen erweist. Nicht zu beanstanden sind sodann die in der Honorarnote aus-
gewiesenen pauschalen Spesen von Fr. 100.--. Der Beschwerdeführerin ist deshalb für die Be-
mühungen ihrer Rechtsvertreterin eine Entschädigung in der Höhe von Fr. 2‘900.-- (14 Stunden 
à Fr. 200.-- + Auslagen von Fr. 100.--) zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. 
 
9.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 
ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig ge-
gen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenentscheide sind 
– mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbegehren 
(vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten anfechtbar, 
wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) 
oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit 
einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen 
würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handelt es sich 

 

 
 
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bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und an-
schliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenent-
scheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückweisungsentscheid, mit 
dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen Anspruchsvorausset-
zungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2).  
 
9.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen-
entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraus-
setzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende 
Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als die angefochtene 
Verfügung vom 21. Januar 2019 aufgehoben und die Angelegenheit zu 
weiteren Abklärungen im Sinne der Erwägungen und zum Erlass einer 
neuen Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der Beschwer-
degegnerin auferlegt. 

Der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 800.-- wird der Be-
schwerdeführerin zurückerstattet. 

 3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteient-
schädigung in der Höhe von Fr. 2‘900.-- (inkl. Auslagen) zu bezahlen. 

 

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