# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 26a6dfe4-b587-5dcd-bf46-29e6d3df0e56
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2005-06-22
**Language:** de
**Title:** Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Personalrekurskommission 22.06.2005 JAAC 69.123
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_VB/CH_VB_012_JAAC-69-123--_2005-06-22.pdf

## Full Text

JAAC 69.123

Auszug aus dem Entscheid PRK 2005-010 der
Eidgenössischen Personalrekurskommission vom 22.

Juni 2005 in Sachen X.

Résiliation de rapports de travail prolongés à plusieurs reprises à
l’Ecole polytechnique fédérale de Zurich (EPFZ).

- Droit applicable. La loi sur le personnel de la Confédération et ses
dispositions d’exécution sont applicables, la décision de l’autorité
inférieure ayant été rendue après l’entrée en vigueur de la loi sur
le personnel de la Confédération et les contrats de travail en cause
conclus avec le recourant s’appuyant sur le nouveau droit (consid. 1d).

- Interprétation. Il ne résulte pas du texte de l’ordonnance sur le
personnel scientifique de l’EPFZ, en conformité avec sa systématique et
d’après son sens et son but, que les assistants‑auxiliaires tombent sous
la notion d’assistants (consid. 2b/aa).

- Une violation du droit fédéral doit être examinée au regard du
cas d’application concret, la juridiction administrative fédérale ne
connaissant pas le contrôle abstrait des normes. L’art. 4 al. 3 de
l’ordonnance adoptée par la Direction de l’EPFZ sur le personnel
scientifique, aux termes duquel la durée maximale de l’engagement
peut être dépassée pendant la phase de préparation à la retraite des
professeurs exerçant des fonctions de supérieurs des assistants, ne
viole dans le cas présent ni l’ordonnance sur le personnel du domaine
des EPF, ni l’ordonnance antérieure applicable aux assistants des EPF
(consid. 2c).

Auflösung eines mehrmals verlängerten Arbeitsverhältnisses an der
Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETHZ).

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- Anwendbares Recht. Das Bundespersonalgesetz und seine
Ausführungserlasse sind anwendbar, da die Verfügung der Vorinstanz
nach Inkrafttreten des Bundespersonalgesetzes ergangen ist und sich
die betreffenden Arbeitsverträge des Beschwerdeführers auf das neue
Recht abstützen (E. 1d).

- Auslegung. Aus demWortlaut der Verordnung über das
wissenschaftliche Personal der ETHZ, in Übereinstimmung mit deren
Systematik und gemäss deren Sinn und Zweck lässt sich nicht ableiten,
dass Hilfsassistierende unter den Begriff Assistierende fallen (E. 2b/aa).

- Eine Verletzung von Bundesrecht ist anhand des konkreten
Anwendungsfalles zu prüfen, da die Bundesverwaltungsrechtspflege
die abstrakte Normenkontrolle nicht kennt. Art. 4 Abs. 3 der
von der Schulleitung der ETHZ erlassenen Verordnung über das
wissenschaftliche Personal, wonach die Maximaldauer der Anstellung
während der Emeritierungsphase der vorgesetzten Professorinnen
und Professoren überschritten werden kann, verletzt im vorliegenden
Fall weder die Personalverordnung ETH-Bereich noch die zuvor gültige
ETH-Assistenten-Verordnung (E. 2c).

Scioglimento di un rapporto di lavoro prolungato più volte presso il
Politecnico federale di Zurigo (PFZ).

- Diritto applicabile. La legge sul personale federale e le sue ordinanze
d’esecuzione sono applicabili, poiché la decisione dell’autorità inferiore
è stata presa dopo l’entrata in vigore della legge sul personale federale
ed i contratti di lavoro in questione conclusi con il ricorrente si basano
sul nuovo diritto (consid. 1d).

- Interpretazione. Dal testo dell’ordinanza sul personale scientifico
del PFZ, e tenuto conto della sistematica, del senso e dello scopo
dell’ordinanza, non risulta che gli assistenti ausiliari rientrano nella
nozione di assistenti (consid. 2b/aa).

- Una violazione del diritto federale deve essere esaminata sulla
base del caso d’applicazione concreto, poiché la giurisdizione
amministrativa federale non prevede il controlloastratto delle norme.
Nella fattispecie, l’art. 4 cpv. 3 dell’ordinanza sul personale scientifico
emanata dalla direzione del PFZ, secondo cui la durata massima
dell’impiego può essere superata durante la fase di preparazione
alla pensione di professoresse e professori che esercitano funzioni
di superiori degli assistenti, non viola né l’ordinanza sul personale
dell’ambito dei PF né la precedente ordinanza applicabile agli assistenti
dei PF (consid. 2c).

Zusammenfassung des Sachverhalts:

A. X. war vom 1. Juli 1991 bis zum 31. Oktober 1991 als Hilfsassistent und
vom 1. November 1991 bis zum 30. Juni 1999 als Assistent am Institut B. der
Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich (im Folgenden: ETHZ)

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angestellt. Per 1. Juli 1999 wurde er zum Oberassistenten befördert. Mit
Arbeitsvertrag vom 29. September 2001 wurde sein Dienstverhältnis per
1. Januar 2002 in ein Anstellungsverhältnis gemäss Bundespersonalgesetz
und Personalverordnung des ETH-Bereiches umgewandelt. Es war
bis zum 31. Juli 2002 befristet. Nachdem die Anstellung bis zum 31.
Oktober 2003 verlängert worden war, diskutierten X., dessen Vorgesetzter,
Prof. D., und die Personalabteilung des Departementes E. der ETHZ die
ausnahmsweise Verlängerung der Anstellung bis zur Emeritierung von
Prof. D. am 30. September 2004. In einem Schreiben vom 11. Juli 2003 an
die Personalabteilung des Departementes E. legte X. die Gründe für diese
Verlängerung dar und erklärte, er habe keinerlei Absicht, eine weitere
Verlängerung der Anstellung oder eine unbefristete Anstellung zu beantragen.
Am 20. August 2003 unterzeichneten die ETHZ und X. eine Vertragsänderung,
wonach die Anstellung auf Wunsch des Mitarbeiters vom 1. November
2003 bis zum 30. September 2004 verlängert werde. Mit Verfügung vom 17.
September 2004 stellte die ETHZ fest, das Arbeitsverhältnis mit X. werde am 30.
September 2004 enden.

B. Am 18. Oktober 2004 erhob X. gegen die Verfügung vom 17.
September 2004 bei der ETH-Beschwerdekommission Beschwerde. Mit
Präsidialverfügung vom 29. Dezember 2004 wies der Präsident der
ETH-Beschwerdekommission den in der Beschwerde enthaltenen Antrag auf
Erlass einer vorsorglichen Massnahme ab. Nach zweifachem Schriftenwechsel
wies die ETH-Beschwerdekommission die Beschwerde von X. mit Urteil vom
8. Februar 2005 ab und stellte fest, das Arbeitsverhältnis von X. bei der ETHZ
gelte auf den 30. September 2004 als beendet.

C. Gegen das Urteil der ETH-Beschwerdekommission erhebt X. am 23. März
2005 bei der Eidgenössischen Personalrekurskommission (PRK) Beschwerde.
Er beantragt, das Urteil der ETH-Beschwerdekommission vom 8. Februar
2005 vollumfänglich aufzuheben und festzustellen, dass zwischen den
Parteien ein unbefristeter und ungekündigter Arbeitsvertrag bestehe.
Zudem sei die Beschwerdegegnerin anzuweisen, dem Beschwerdeführer
wieder eine seinen Fähigkeiten und seiner Ausbildung entsprechende Arbeit
zuzuweisen sowie den vertragsgemässen Lohn seit dem 1. Oktober 2004
nachzuzahlen. Eventualiter sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem
Beschwerdeführer den Lohn bis zum 31. März 2005 sowie eine Entschädigung
von einem Jahreslohn zu bezahlen.

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Die ETHZ und die ETH-Beschwerdekommission beantragen in ihren
Vernehmlassungen vom 5. April 2005 bzw. 19. April 2005 die vollumfängliche
Abweisung der Beschwerde.

D. Am 22. Juni 2005 findet am Sitz der PRK in Lausanne eine öffentliche und
mündliche Verhandlung im Sinne von Art. 6 Abs. 1 der Konvention vom
4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten
(EMRK, SR 0.101) statt, wobei der Beschwerdeführer und ein Vertreter der
ETHZ zur Sache befragt werden.

Aus den Erwägungen:

1.a. (Zuständigkeit)

b. (Form und Frist)

c. Die Arbeitsverhältnisse des Personals der ETH richten sich nach dem
Bundespersonalgesetz vom 24. März 2000 (BPG, SR 172.220.1), soweit das
ETH-Gesetz nichts Abweichendes bestimmt (Art. 17 Abs. 2 Bundesgesetz vom 4.
Oktober 1991 über die Eidgenössischen Technischen Hochschulen, ETH-Gesetz,
SR 414.110). Das Personalrecht des Bundes hat sich in den letzten Jahren
erheblich geändert. Es stellt sich daher zunächst die Frage, welches Recht auf
den vorliegenden Fall anwendbar ist.

d. Das Bundespersonalgesetz ist für die Bundesverwaltung, die dezentralen
Verwaltungseinheiten, die eidgenössischen Rekurs- und Schiedskommissionen,
das Bundesgericht und die Parlamentsdienste am 1. Januar 2002 in
Kraft getreten (Art. 1 Abs. 1 der Verordnung vom 3. Juli 2001 über die
Inkraftsetzung des Bundespersonalgesetzes für die Bundesverwaltung, das
Bundesgericht und die Parlamentsdienste sowie über die Weitergeltung
und Aufhebung von Bundesrecht Inkraftsetzungsverordnung BPG für die
Bundesverwaltung, SR 172.220.111.2). Nach Art. 41 Abs. 3 BPG richtet sich das
Beschwerdeverfahren nach dem alten Recht, wenn zu einer Streitigkeit über
Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis vor dem Inkrafttreten dieses Gesetzes
eine Verfügung erlassen wurde. Unter Verfügung ist die ursprüngliche
Verfügung zu verstehen, die der Streitigkeit zugrunde liegt (Entscheid der
PRK vom 17. Juni 2002, veröffentlicht in VPB 67.8 E. 1a; s. auch Pierre Moor,
Droit administratif, Band I, Bern 1994, S. 175 f.).

Die vom Beschwerdeführer angefochtene Feststellungsverfügung
der ETHZ erging am 17. September 2004, also nach Inkrafttreten des
Bundespersonalgesetzes. Somit ist auf den vorliegenden Fall das neue Recht,
konkret das Bundespersonalgesetz sowie die Verordnung des ETH-Rates vom
15. März 2001 über das Personal im Bereich der Eidgenössischen Technischen
Hochschulen (Personalverordnung ETH-Bereich, PVO-ETH, SR 172.220.113),
anwendbar. Letztere stützt sich auf die Delegationsnormen in Art. 37 Abs.
3 BPG und Art. 2 Abs. 2 der Rahmenverordnung vom 20. Dezember 2000
zum Bundespersonalgesetz (Rahmenverordnung BPG, SR 172.220.11). Da
sich die Arbeitsverträge des Beschwerdeführers seit 1. Januar 2002 auf das
Bundespersonalgesetz und dessen Ausführungserlasse abstützen, ist das neue
Recht auch aus diesem Grund anzuwenden.

2. Assistenten werden gemäss Art. 15 ETH-Gesetz für eine zeitlich begrenzte
Tätigkeit in Lehre und Forschung angestellt. Art. 9 Abs. 2 BPG sieht für das
befristete Arbeitsverhältnis Folgendes vor: es darf für eine Vertragsdauer

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https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150006155.pdf?ID=150006155

von längstens fünf Jahren geschlossen werden; dauert es länger, gilt
es als unbefristet; ohne Unterbruch aneinander gereihte befristete
Arbeitsverhältnisse gelten ebenfalls nach fünf Jahren als unbefristet; der
Bundesrat kann für bestimmte Berufskategorien Ausnahmen vorsehen. In
Art. 6 Abs. 1 Bst. a Rahmenverordnung BPG hat der Bundesrat festgehalten,
dass Art. 9 Abs. 2 BPG über die Befristung des Arbeitsverhältnisses
für die Assistentinnen und Assistenten sowie die Oberassistentinnen
und Oberassistenten der ETH und für weitere Angestellte der ETH mit
gleichartiger Funktion nicht gilt. Nach Art. 19 Abs. 2 PVO-ETH gelten befristete
Arbeitsverhältnisse für Assistentinnen und Assistenten (a), Oberassistentinnen
und Oberassistenten (b), Hilfsassistentinnen und Hilfsassistenten (c),
wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in der Lehre
und in Forschungsprojekten eingesetzt werden (d), und Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter, die für befristete Infrastrukturaufgaben eingesetzt
werden (e). Befristete Arbeitsverhältnisse dürfen nicht zur Umgehung des
Kündigungsschutzes nach Art. 14 BPG abgeschlossen werden (Art. 19 Abs. 3
PVO-ETH). Gemäss Praxis der PRK ist es bei Assistentinnen und Assistenten
grundsätzlich zulässig, nacheinander mehrere befristete Arbeitsverträge
abzuschliessen, ohne das Arbeitsverhältnis in ein unbefristetes überzuführen
(nicht veröffentlichter Entscheid der PRK vom 22. Juli 2004 PRK 2004-14, E. 2b;
nicht veröffentlichter Entscheid der PRK vom 27. Oktober 2004 PRK 2004-022,
E. 3b; zum alten Recht: VPB 67.8 E. 2b).

Nach Art. 20 Abs. 1 PVO-ETH werden befristete Arbeitsverhältnisse nach
den Bestimmungen von Art. 9 Abs. 2 BPG in unbefristete Arbeitsverhältnisse
umgewandelt. Assistentinnen und Assistenten sowie Oberassistentinnen
und Oberassistenten werden gemäss Abs. 2 und 3 dieser Bestimmung
je für höchstens sechs Jahre befristet angestellt; wissenschaftliche
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Lehre, in Forschungsprojekten sowie
in wissenschaftlichen Grossprojekten werden insgesamt höchstens neun Jahre
befristet angestellt (Art. 20 Abs. 4 PVO-ETH).

Der Beschwerdeführer rügt, die angefochtene Verfügung verletze Art. 9
Abs. 2 BPG in Verbindung mit Art. 20 PVO-ETH, da die ETHZ sein befristetes
Arbeitsverhältnis über mehr als zwölf Jahre verlängerte, ohne es in ein
unbefristetes Arbeitsverhältnis umzuwandeln. Die ETHZ und die Vorinstanz
berufen sich auf Art. 4 Abs. 3 der Verordnung vom 4. Dezember 2001 über
das wissenschaftliche Personal der Eidgenössischen Technischen Hochschule
Zürich (SR 172.220.113.11, im Folgenden: Verordnung WP-ETHZ).

a. Nach Art. 4 Abs. 1 Verordnung WP-ETHZ werden Assistentinnen und
Assistenten sowie Oberassistentinnen und Oberassistenten für höchstens
sechs Jahre befristet angestellt. Abs. 2 von Art. 4 dieser Verordnung hält unter
Verweis auf Art. 20 PVO-ETH fest, dass die Maximaldauer der Anstellung
zwölf Jahre beträgt. Gemäss Art. 4 Abs. 3 Verordnung WP-ETHZ kann
die Maximaldauer der Anstellung während der Emeritierungsphase der
vorgesetzten Professorinnen und Professoren überschritten werden.

Der Beschwerdeführer war vom 1. Juli 1991 bis zum 31. Oktober 1991 als
Hilfsassistent, vom 1. November 1991 bis zum 30. Juni 1999 als Assistent und
vom 1. Juli 1999 bis zum 30. September 2004 als Oberassistent angestellt. Der
letzte befristete Arbeitsvertrag dauerte vom 1. November 2003 bis zum 30.
September 2004 und stützte sich auf das Schreiben des Beschwerdeführers

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vom 11. Juli 2003, worin dieser um ausnahmsweise Verlängerung bis zur
Emeritierung von Prof. D. am 30. September 2004 ersuchte. Die Anstellung
als Hilfsassistent dauerte vier Monate, jene als Assistent sieben Jahre und
acht Monate und jene als Oberassistent insgesamt fünf Jahre und drei Monate.
Wird die Zeit als Assistent und jene als Oberassistent vor der ausnahmsweisen
Verlängerung des Arbeitsverhältnisses zusammengezählt, ergeben sich genau
zwölf Jahre (1. November 1991 bis 31. Oktober 2003). Die Verlängerung des
Arbeitsverhältnisses vom 1. November 2003 bis zum 30. September 2004 war
unbestrittenermassen mit der Emeritierungsphase von Prof. D. begründet.
Das Vorgehen der ETHZ steht demnach mit Art. 4 Verordnung WP-ETHZ in
Einklang, sofern die Hilfsassistenzzeit nicht zu berücksichtigen ist.

b. Der Beschwerdeführer macht geltend, die Dauer der Anstellung als
Hilfsassistent sei zu jener als Assistent hinzuzuzählen; er sei vor der
ausnahmsweisen Verlängerung des Arbeitsvertrags bereits über zwölf Jahre
angestellt gewesen, die Auffassung der Vorinstanz lasse sich deshalb nicht auf
Art. 4 Abs. 3 Verordnung WP-ETHZ abstützen.

aa. Der zweite Abschnitt der Verordnung WP-ETHZ (Art. 2 bis 9)
regelt die Arbeitsverhältnisse der Assistierenden, der dritte Abschnitt
(Art. 10 und 11) jene der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter. Art. 2 Verordnung WP-ETHZ nennt die Kategorien der
Assistierenden. Er unterscheidet zwischen Hilfsassistentinnen und
Hilfsassistenten (Abs. 1), Assistentinnen und Assistenten (Abs. 2) und
Oberassistentinnen und Oberassistenten (Abs. 3) und regelt deren jeweilige
Anstellungsvoraussetzungen. Art. 3 Verordnung WP-ETHZ hält fest, dass
Hilfsassistentinnen und Hilfsassistenten im Stundenlohn angestellt und die
übrigen Assistierenden in den Lohnklassen 15 bis 24 eingereiht werden. Art.
4 Verordnung WP-ETHZ, welcher die Dauer der Anstellung regelt, erwähnt
die Hilfsassistentinnen und Hilfsassistenten nicht. Auch Art. 20 PVO-ETH
sieht lediglich eine maximale Anstellungsdauer für die Assistentinnen
und Assistenten einerseits (Abs. 2) sowie die Oberassistentinnen und
Oberassistenten andererseits (Abs. 3) vor, lässt die Hilfsassistentinnen und
Hilfsassistenten aber unerwähnt. Art. 19 Abs. 2 PVO-ETH unterscheidet
demgegenüber klar und in dieser Reihenfolge zwischen Assistentinnen und
Assistenten, Oberassistentinnen und Oberassistenten sowie Hilfsassistentinnen
und Hilfsassistenten. Aus demWortlaut lässt sich daher nicht ableiten,
unter Assistentinnen und Assistenten seien auch Hilfsassistentinnen und
Hilfsassistenten zu verstehen. Wird der Charakter der Anstellung und deren
unterschiedlicher Zweck in Rechnung gezogen, erscheint eine Auslegung,
wonach die Hilfsassistenz- und die Assistenzzeit zusammen sechs Jahre
nicht übersteigen dürfen, auch nicht sinnvoll. Als Hilfsassistentinnen oder
Hilfsassistenten können Personen angestellt werden, die nicht über einen
Hochschulabschluss verfügen (Art. 2 Abs. 1 Verordnung WP-ETHZ). Sie werden
für unterstützende Arbeiten im Lehr- oder Forschungsbetrieb eingesetzt (Art.
7 Abs. 1 Verordnung WP-ETHZ) und im Stundenlohn entschädigt (Art. 3 Abs.
1 Verordnung WP-ETHZ). Eine Hilfsassistenz ermöglicht es Studierenden,
einen Einblick in die Lehr- und Forschungstätigkeit der Hochschule zu
gewinnen und neben dem Studium ein Erwerbseinkommen zu erzielen.
Als Assistentinnen und Assistenten können Hochschulabsolventinnen
und ‑absolventen angestellt werden, insbesondere Doktorandinnen und
Doktoranden (Art. 2 Abs. 2 Verordnung WP-ETHZ). Die Anstellung setzt einen

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universitären, von der ETHZ anerkannten Hochschulabschluss voraus (Art.
2 Abs. 4 Verordnung WP-ETHZ). Assistentinnen und Assistenten wirken in
der Lehre bei Forschungsprojekten oder bei allgemeinen Dienstleistungen
mit (Art. 7 Abs. 2 Verordnung WP-ETHZ). Sie werden in die Lohnklassen 15
und 18 eingereiht (Art. 3 Abs. 2 Verordnung WP-ETHZ) und im Monatslohn
entschädigt. Eine Assistenz ermöglicht es Personen mit Hochschulabschluss,
eine wissenschaftliche Tätigkeit mit wissenschaftlicher Weiterbildung, zum
Beispiel einer Dissertation, zu verbinden. Charakter und Zweck der Anstellung
als Hilfsassistentin oder Hilfsassistent sind also von jenen als Assistentin
oder Assistent sehr verschieden. Die Hilfsassistenz kann unter Umständen
wenige Stunden pro Woche betragen. Würde die Dauer der Anstellung
als Hilfsassistentin oder Hilfsassistent an jene der Assistenz angerechnet,
entstünde das stossende Ergebnis, dass frühere Hilfsassistentinnen und
Hilfsassistenten deutlich weniger lange als Assistent oder Assistentin tätig
sein könnten als Personen, die nicht als Hilfsassistentin oder Hilfsassistent
tätig waren. Für das Erstellen einer Dissertation bliebe unter Umständen
kaum noch Zeit, so dass manche gezwungen wären, für das Doktorat an eine
andere Hochschule oder Universität zu wechseln. Dies kann nicht der Sinn
der zeitlichen Beschränkung in Art. 20 Abs. 2 PVO-ETH und Art. 4 Abs. 1
Verordnung WP-ETHZ sein. Mit der ETHZ und der Vorinstanz ist deshalb
davon auszugehen, die Dauer der Hilfsassistenz sei an jene der Assistenz nicht
anzurechnen bzw. die Assistenzzeit dürfe höchstens sechs Jahre betragen,
unabhängig davon, ob und wie lange die fragliche Person als Hilfsassistentin
oder Hilfsassistent angestellt war.

bb. Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, er habe einen
ausscheidenden Assistenten ersetzt und während seiner Anstellung als
Hilfsassistent effektiv Aufgaben eines Assistenten wahrgenommen. Zur
Zeit der Hilfsassistenz des Beschwerdeführers war für die Anstellung
der Assistentinnen und Assistenten die Verordnung vom 23. Januar
1991 über das Dienstverhältnis der Assistenten der Eidgenössischen
Technischen Hochschulen (ETH-Assistenten-Verordnung, AS 1991 806)
massgebend. Diese regelte das Dienstverhältnis der Oberassistentinnen und
Oberassistenten sowie der Assistentinnen und Assistenten der Eidgenössischen
Technischen Hochschulen, die in Lehre und Forschung auf befristeten
Stellen eingesetzt werden (Art. 1 Abs. 1). Die Anstellung von Hilfs- und
Fachassistenten war in besonderen Reglementen geregelt (Art. 1 Abs. 2
ETH-Assistenten-Verordnung). Art. 2 der ETH-Assistenten-Verordnung
unterschied zwischen Oberassistenten, Assistenten der 18. und Assistenten
der 15. Gehaltsklasse. Zu den Assistenten der 15. Gehaltsklasse konnten
Hochschulabsolventen ohne Doktorat und ohne Berufserfahrung ernannt
werden (Art. 2 Abs. 3 ETH-Assistenten-Verordnung). Ausnahmsweise konnten
auch Personen ohne Hochschulbildung zu Oberassistenten oder Assistenten
ernannt werden, sofern sie über entsprechende Berufserfahrung und
besonders vertieftes Fachwissen verfügten und für die gleichen Aufgaben
eingesetzt werden konnten wie Hochschulabsolventen (Art. 2 Abs. 4
ETH-Assistenten-Verordnung). Die Anstellung der Hilfsassistenten regelte
zu dieser Zeit das Reglement vom 14. November 1969 über die Anstellung von
Hilfsassistenten an den Eidgenössischen Technischen Hochschulen. Gemäss
dessen Art. 3 Abs. 1 wurden als Hilfsassistenten angestellt: Studierende einer
Eidgenössischen Technischen Hochschule oder einer anderen Hochschule (a),
Hochschulabsolventen ohne Diplom, die das Studium gemäss normalem

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Studienplan ihrer Hochschule ganz oder teilweise absolviert haben (b),
ausnahmsweise nicht akademisch gebildete Personen (c). Die Anstellung
als Assistent setzte also entweder ein abgeschlossenes Hochschulstudium oder
(im Sinne einer Ausnahme) entsprechende Berufserfahrung und besonders
vertieftes Fachwissen voraus.

Das Hochschulstudium des Beschwerdeführers dauerte unbestrittenermassen
bis im November 1991. Gemäss dessen Ausführungen an der öffentlichen
Verhandlung vom 22. Juni 2005 hat er die letzten schriftlichen
Diplomprüfungen im November 1991 abgelegt. Dass er im Sommer 1991
über entsprechende Berufserfahrung und besonders vertieftes Fachwissen
im Sinne der genannten Bestimmung verfügt hätte, geht aus den Akten
nicht hervor. Nach seinen Angaben in der öffentlichen Sitzung hatte der
Beschwerdeführer im Frühjahr 1991 nach Abschluss seiner Diplomarbeit
beim Architekturbüro M. gearbeitet. Seine Berufserfahrung beschränkte sich
deshalb bei Stellenantritt am 1. Juli 1991 auf einige Monate. Die Anstellung des
Beschwerdeführers als Assistent war also vor November 1991 nicht möglich,
selbst wenn der Beschwerdeführer - wie er geltend macht - die Aufgaben eines
Assistenten wahrgenommen hat.

Der Beschwerdeführer beantragt in diesem Zusammenhang den Beizug der
Akten seines Vorgänger-Assistenten, dessen Befragung sowie die Befragung
von Prof. D. als Zeugen. Da die Anstellung des Beschwerdeführers als
Assistent nach den damals geltenden Bestimmungen vor November 1991
nicht möglich war, erübrigen sich diese Beweismassnahmen. Sie vermöchten
an der rechtlichen Überzeugung der PRK nichts zu ändern. In antizipierter
Beweiswürdigung ist deshalb davon abzusehen (BGE 122 II 469 E. 4a, BGE
122 V 162 E. 1d und BGE 120 Ib 229 E. 2b; Entscheid der PRK vom 24. Februar
1997, VPB 61.80 E. 3b; André Moser, in Moser/Uebersax, Prozessieren vor
Eidgenössischen Rekurskommissionen, Basel und Frankfurt a. M. 1998, Rz.
3.72).

Somit ist vorliegend von einer gesamten Anstellungsdauer als Assistent und
Oberassistent von zwölf Jahren und elf Monaten auszugehen, wovon die
letzten elf Monate als Ausnahme während der Emeritierungsphase von Prof. D.
Dies steht mit Art. 4 Verordnung WP-ETHZ in Einklang.

c. Der Beschwerdeführer rügt, Art. 4 Abs. 3 Verordnung WP-ETHZ
widerspreche Art. 9 Abs. 2 BPG in Verbindung mit Art. 20 PVO-ETH, die
Vorinstanzen verletzten durch die Anwendung der Verordnung WP-ETHZ
Bundesrecht. Wie in E. 1.d ausgeführt, stützt sich die Personalverordnung
ETH-Bereich auf die Delegationsnormen von Art. 37 Abs. 3 BPG und Art. 2 Abs.
2 Rahmenverordnung BPG. Sie wurde vom Bundesrat gemäss Art. 2 Abs. 3
Rahmenverordnung BPG am 25. April 2001 genehmigt. Die Arbeitsverhältnisse
der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ETH-Bereiches werden in der
Personalverordnung ETH-Bereich geregelt (vgl. deren Art. 1 Abs. 1). Nach
Art. 3 Abs. 1 PVO-ETH regeln die beiden ETH und die Forschungsanstalten
soweit erforderlich die Einzelheiten für ihr Personal, wenn nicht eine andere
Stelle mit deren Regelung beauftragt ist. Die Verordnung WP-ETHZ stützt
sich auf diese Delegationsnorm. Die ETHZ ist zur Regelung von Einzelheiten
der bei ihr angestellten Assistierenden also grundsätzlich befugt. Ob Art. 4
Abs. 3 Verordnung WP-ETHZ die Bestimmungen des BPG und der PVO-ETH

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http://jumpcgi.bger.ch/cgi-bin/JumpCGI?resolve=1&id=BGE_122%20II%20469
http://jumpcgi.bger.ch/cgi-bin/JumpCGI?resolve=1&id=BGE_122%20V%20162
http://jumpcgi.bger.ch/cgi-bin/JumpCGI?resolve=1&id=BGE_122%20V%20162
http://jumpcgi.bger.ch/cgi-bin/JumpCGI?resolve=1&id=BGE_120%20Ib%20229
https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150003611.pdf?ID=150003611

verletzt, ist anhand des konkreten Anwendungsfalles zu prüfen, da die
Bundesverwaltungsrechtspflege die abstrakte Normenkontrolle nicht kennt
(Moser, a.a.O., Rz. 2.3 und 2.69).

Nach Art. 20 Abs. 3 PVO-ETH werden Oberassistentinnen und Oberassistenten
für höchstens sechs Jahre befristet angestellt. Der Beschwerdeführer
war insgesamt während fünf Jahren und drei Monaten als Oberassistent
angestellt. Eine Verletzung von Art. 20 Abs. 3 PVO-ETH liegt somit nicht
vor. Was die Assistenzzeit anbetrifft, so endete diese am 30. Juni 1999, also
vor Inkrafttreten der Personalverordnung ETH-Bereich am 1. Januar 2002
(vgl. deren Art. 66). Auf die Assistenzzeit des Beschwerdeführers findet Art.
20 Abs. 2 PVO-ETH deshalb keine Anwendung. Die Personalverordnung
ETH-Bereich enthält keine Übergangsbestimmungen. Insbesondere findet
sich darin keine Bestimmung, wonach die Dauer der Assistenz und der
Oberassistenz ab Inkrafttreten total maximal zwölf Jahre betragen dürfte.
Die Personalverordnung ETH-Bereich löste die ETH-Assistenten-Verordnung
vom 23. Januar 1991 ab (Art. 64 Ziff. 2 PVO-ETH). Nach Art. 6 Abs. 3
ETH-Assistenten-Verordnung dauerten die Dienstverhältnisse der Assistenten
insgesamt in der Regel höchstens sechs Jahre und konnten ausnahmsweise
um höchstens zwei Jahre verlängert werden; die Dienstverhältnisse der
Oberassistenten durften sechs Jahre nicht übersteigen.

Der Beschwerdeführer war während sieben Jahren und acht Monaten
als Assistent angestellt. Die Dauer seiner Assistenzzeit entsprach
damit dem damals geltenden Recht. Die Anwendung von Art. 4 Abs.
3 Verordnung WP-ETHZ im vorliegenden Fall verletzt demzufolge
weder die Personalverordnung ETH-Bereich noch die zuvor gültige
ETH-Assistenten-Verordnung. Da keine Überschreitung der massgebenden
maximalen Anstellungsdauer vorliegt, kann das Anstellungsverhältnis des
Beschwerdeführers nicht gestützt auf Art. 20 Abs. 1 PVO-ETH in Verbindung
mit Art. 9 Abs. 2 BPG in ein unbefristetes umgewandelt bzw. als solches
betrachtet werden.

d. Wie die Sache zu entscheiden wäre, wenn die Assistenzzeit nach dem
Inkrafttreten des neuen Rechts, d. h. nach dem 1. Januar 2002, geendet
hätte, kann offen bleiben; ebenso die Frage, ob die Assistenz- oder die
Oberassistenzzeit unter Berufung auf Art. 4 Abs. 3 Verordnung WP-ETHZ über
sechs Jahre hinaus verlängert werden darf. Auch die Abklärung der Frage, ob
- wie der Beschwerdeführer geltend macht - Art. 341 OR einer Vereinbarung
entgegen steht, womit das befristete Anstellungsverhältnis auf Wunsch der
Mitarbeiterin oder des Mitarbeiters über die in der Personalverordnung
ETH-Bereich festgesetzte Maximaldauer hinaus verlängert wird, erübrigt sich,
da die darin enthaltene Maximaldauer nicht überschritten wird bzw. nicht
anwendbar ist. Das Anstellungsverhältnis des Beschwerdeführers endete
somit am 30. September 2004.

3.a. Da kein unbefristetes Anstellungsverhältnis vorliegt, stehen dem
Beschwerdeführer die in Art. 19 BPG enthaltenen Ansprüche bei Auflösung
eines unbefristeten Anstellungsverhältnisses (auf Zuweisung einer
anderen Arbeit respektive auf Ausrichtung einer Entschädigung) nicht

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zu. Die Feststellungsverfügung der ETHZ und der vorinstanzliche
Beschwerdeentscheid sind somit nicht zu beanstanden. Die Beschwerde ist
demzufolge vollumfänglich abzuweisen.

b. (Auferlegung der Kosten und Parteientschädigung)

(...)

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Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

JAAC 69.123 - Auszug aus dem Entscheid PRK 2005-010 der Eidgenössischen

Personalrekurskommission vom 22. Juni 2005 in Sachen X.

In Verwaltungspraxis der Bundesbehörden
Dans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération
In Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione

Jahr 2005
Année

Anno

Band 69
Volume

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Ref. No 150 006 797

Das Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv und die Bundeskanzlei konvertiert.

Le document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale.

Il documento è stato convertito dall'Archivio federale svizzero e della Cancelleria federale.

	Auszug aus dem Entscheid PRK 2005-010 der Eidgenössischen Personalrekurskommission vom 22. Juni 2005 in Sachen X.