# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2cb83b1e-7f91-5d33-97c9-5ed3853631bc
**Source:** Zürich Baurekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-03-12
**Language:** de
**Title:** Festsetzung einer Waldabstandslinie. Abweichen vom Regelabstand zur Erhaltung der Überbaubarkeit.
**Docket/Reference:** BRGE II Nr. 0034/2013
**URL:** https://www.baurekursgericht-zh.ch/media/entscheidauszug_aus_brge_ii_nr._0034-2013.pdf

## Full Text

Baurekursgericht 
des Kantons Zürich 
2. Abteilung 

G.-Nr. 
BRGE II Nr. 

R2.2012.00147 
0034/2013 

Entscheid vom 12. März 2013 

Mitwirkende 

Abteilungspräsident Peter Rütimann, Baurichter Emil Seliner, Ersatzrichter 
Jürg Trachsel, Gerichtsschreiber Andreas Mahler 

in Sachen 

Rekurrierende 

V. und U. Z., [….]  

gegen 

Rekursgegnerin 

1.  Politische Gemeinde X, [….] 

Beigeladene 

2. 
3. 
4. 

[….] 
[….]  
[….] 

betreffend 

Gemeindeversammlungsbeschluss vom 20. September 2012; Festsetzung 
fehlender Waldabstandslinien 
_______________________________________________________ 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
hat sich ergeben: 

A. 

Mit Beschluss vom 20. September 2012 setzte die Gemeindeversammlung 

X auf dem Grundstück Kat.-Nr. 4620 an der S.-Strasse eine Waldabstands-

linie auf 30 Meter fest.  

B. 

Gegen diesen Beschluss erhoben V. und U. Z. mit Eingabe vom 12. Okto-

ber  2012  fristgerecht  Rekurs  beim  Baurekursgericht  des  Kantons  Zürich 

und beantragten in teilweiser Aufhebung des Beschlusses die Festsetzung 

der Waldabstandslinie  in  einem  Abstand  von  10  m  zur Waldgrenze, unter 

Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Gemeinde X. 

C. 

Mit  Präsidialverfügung  vom  17.  Oktober  2012  wurde  der  Rekurseingang 

vorgemerkt und das Vernehmlassungsverfahren eröffnet.  

D. 

Mit Eingabe vom 12. November 2012 verzichtete der Gemeinderat auf eine 

Stellungnahme und verwies auf die eingereichten Akten. 

E. 

Mit Präsidialverfügung vom 16. November 2012 wurde S. N. auf sein Ersu-

chen  hin  in  das  Rekursverfahren  beigeladen  und  es  wurde  ihm  Frist  zur 

Vernehmlassung angesetzt. 

F. 

Mit  Präsidialverfügung  vom  26.  November  2012  wurde  den  weiteren,  von 

der  angefochtenen  Festsetzung  potentiell  betroffenen  Grundeigentümern 

Gelegenheit gegeben, ein Beiladungsgesuch zu stellen. Mit Präsidialverfü-
gung vom 10. Dezember 2012 wurden  L. Z.und M. H.auf ihr Ersuchen hin 

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in das Rekursverfahren beigeladen und es wurde ihnen Frist zur Vernehm-

lassung angesetzt. Auf das Beiladungsgesuch von T. O. wurde mit Präsidi-

alverfügung vom 23. Januar 2013 nicht eingetreten. 

G. 

Mit Eingaben vom 6. Dezember 2012, 7. Januar 2013 und 8. Januar 2013 

reichten  die  Beigeladenen  ihre  Stellungnahmen  ein  und  beantragten  die 

Abweisung  des  Rekurses  unter  Kosten-  und  Entschädigungsfolgen  zulas-

ten der Rekurrierenden.  

H. 

Am  22.  Januar  2013  führte  eine  Delegation  der  2.  Abteilung  des  Baure-

kursgerichtes im Beisein der Parteien und der Beigeladenen 2 und 3 einen 

Augenschein auf dem Lokal durch. 

I. 

Auf  die  Vorbringen  der  Parteien  und  die  anlässlich  des  Lokaltermins  ge-

machten Feststellungen wird, soweit für den Entscheid erforderlich, in den 

nachfolgenden Erwägungen Bezug genommen. 

Es kommt in Betracht: 

1. 

Die Rekurrierenden sind Eigentümer des Grundstücks Kat.-Nr. 4620 an der 

S.-Strasse  in  X  und  als  solche  aufgrund  der  mit  dem  angefochtenen  Be-

schluss  auf  ihrem  Grundstück  festgesetzten  Waldabstandslinie  ohne Wei-

teres im Sinne von § 338a Abs. 1  des Planungs- und Baugesetzes (PBG) 

zur  Rekurserhebung 

legitimiert.  Da  auch  die  übrigen  Prozessvor-

aussetzungen erfüllt sind, ist auf den Rekurs einzutreten. 

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2. 

Der  nördliche  Teil  des  unüberbauten  Grundstücks  Kat.-Nr.  4620  besteht 
aus  einer  530 m2  grossen,  im  Zonenplan  entsprechend  ausgeschiedenen 
Waldfläche,  die  im  Norden  an  die  dem  M.-bach  entlang  verlaufende  Ge-

meindegrenze  von  Y  angrenzt.  Der  südliche  Grundstücksteil  liegt  in  der 

Wohnzone  W1  gemäss  Bau-  und  Zonenordnung  der  Gemeinde  X  (BZO). 
Dieser Teil umfasst eine Fläche von 620 m2 und wird im Norden durch das 
besagte  Waldstück  und  im  Übrigen  durch  die  S.-Strasse  begrenzt,  die  an 

dieser  Hanglage  in  einer  Kurve  um  das  Grundstück  herum  führt.  Das 

schmale  Waldstück  auf  der  rekurrentischen  Parzelle  setzt  sich  bergwärts 

beidseits  des  M.-bachs  auf  einer  Länge  von  ca.  60 m  fort.  Das  gesamte 
überbaute  Gebiet  um  das  1'431  m2  grosse  Wäldchen  herum  gehört  der 
Bauzone der Gemeinden  X bzw. Y an. Die Bebauung rund um das Wäld-

chen reicht bis auf 10 bis 12 m an die Waldgrenze heran. 

3. 

Der  angefochtenen  Festsetzung  liegt  folgende  Vorgeschichte  zugrunde: 

Anders als auf dem Gemeindegebiet von Y (s. act. 6.2) war auf dem Gebiet 

der Gemeinde X bislang keine Waldabstandslinie festgelegt. Im Jahre 2011 

arbeitete  der  Gemeinderat  im  Rahmen  der  Überarbeitung  der  BZO  eine 

Vorlage  zur  Festsetzung  der  fehlenden  Waldabstandslinien  aus.  Der  er-

gänzte  Waldabstandslinienplan  sah  auf  dem  streitbetroffenen  Grundstück 

eine Waldabstandslinie in einem Abstand von 10 m zur Waldgrenze vor, er 

wurde  jedoch  am  18.  Januar  2012  mit  der  Gesamtvorlage  (BZO-

Teilrevision) von der Gemeindeversammlung zurückgewiesen. In der Folge 

stellte das "Überparteiliche Komitee zur Erhaltung des Aussichts- und Ru-

hebänkli A" ein Initiativbegehren an den Gemeinderat (act. 10.10). Die Ini-

tianten verlangten, es sei "im Teilbereich A hinsichtlich des bisher unüber-

bauten  und  einzigen  direkt  an  den  Wald  angrenzenden  Grundstücks 

Kat.-Nr.  4620  die  Waldabstandslinie  auf  30  Meter  (gesetzlicher  Waldab-

stand)  festzusetzen.  Hinsichtlich  der  übrigen,  auf  der  südlichen  Seite  der 

S.-Strasse  liegenden  Grundstücke,  sei  die  Waldabstandslinie  entlang  der 

südlichen Verkehrsbaulinie der S.-Strasse festzusetzen (Bestandesschutz)" 

(s. Weisung für die Gemeindeversammlung vom 20. September 2012, S. 2, 

act. 10.3). Im Übrigen sei die BZO um die gesetzlich verlangten und bisher 

fehlenden Waldabstandslinien zu ergänzen. Die Initianten begründeten ihr 
Begehren wie folgt: Das heute unüberbaute und angesichts der fehlenden 

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Waldabstandslinie nicht baureife Grundstück Kat.-Nr. 4620 liege am Wald-

rand  an  einer  der  schönsten  Aussichtslagen  von  X.  Die  heutige  Nutzung 

als  Ruhe-  und  Aussichtspunkt  und  wertvoller  Erholungsraum  in  der  Nähe 

und  auf  dem  Weg  zum  Park  V  soll  den  künftigen  Generationen  erhalten 

bleiben. Die Festsetzung der Waldabstandslinie auf dem gesetzlich vorge-

sehenen  Mass  erlaube  zudem  die  spätere  Eintragung  eines  geschützten 

Aussichtspunkts. 

Der  Gemeinderat  beantragte  der  Gemeindeversammlung  im  Sinne  eines 

Gegenvorschlags,  dass  die  Waldabstandslinie  durchgehend,  auch  im  Be-

reich  des  Grundstücks  Kat.-Nr.  4620,  in  einem  Abstand  von  10  m  zur 

Waldgrenze  festgesetzt  werde  (s.  Ergänzung  Waldabstandslinienplan, 

act. 10.6). Die Gemeindeversammlung folgte diesem Gegenvorschlag nicht 

und setzte die Waldabstandslinie entsprechend der Initiative bei 30 m fest 

(s. Ergänzung  Waldabstandslinienplan,  act.  10.5).  Damit  kommt  bis  auf 

wenige Quadratmeter der gesamte in der Bauzone gelegene Grundstücks-

teil in den Waldabstandsbereich zu liegen. 

4.1. 

Die  Rekurrierenden  machen  zunächst  geltend,  nur  mit  einem  reduzierten 

Waldabstand  von  10  m  sei  eine  angemessene  Überbauung  möglich.  Die 

nun bei 30 m festgelegte Waldabstandslinie verhindere jede Form der Be-

bauung und sei deshalb unverhältnismässig. Es würden besondere örtliche 

Verhältnisse im Sinne von § 66 Abs. 2 Halbsatz 2 PBG vorliegen, bei dem 

eine Abweichung vom Regelmass von 30 m gerechtfertigt sei. Beim betrof-

fenen  Wald  handle  es  sich  um  eine  kleine  Waldparzelle  im  Sinne  der ge-

nannten  Bestimmung.  Das  Grundstück  Kat.-Nr.  4620  sei  das  einzige  zwi-

schen S.-Strasse und Wald. Dessen Anstossbereich an den Wald betrage 

lediglich  rund  40  m.  Die  Bebaubarkeit  sei bereits  wegen  seiner speziellen 

Form und der Topographie erheblich erschwert und werde ohne verminder-

ten  Waldabstand  gänzlich  verunmöglicht.  Das  Grundstück  grenze  mit  sei-

ner Nordseite an den Wald an, weshalb ein reduzierter Waldabstand nicht 

mit  wohnhygienischen  Nachteilen  verbunden  sei.  Aufgrund  der  Gelände-

ausrichtung  müsse  auch  nicht  mit  einer  Gefährdung  der  Bauten  durch 

Windwurf  gerechnet  werden.  Ebenso  wenig  würden  die  mit  dem  Waldab-
stand  verfolgten  Ziele,  insbesondere  die  Erhaltung,  Pflege  und  Nutzung 
des Waldes, in einer nicht vertretbaren Weise beeinträchtigt. Die Rekurrie-

renden halten fest, dass auf ihrem Grundstück kein in der BZO festgeleg-

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ter,  kommunaler  Aussichtspunkt  bestehe  und  die  Öffentlichkeit  keine  Nut-

zungsansprüche habe, obgleich sie die Nutzung des Grundstücks als Aus-

sichts-  und  Verweilort  geduldet  hätten.  Die  Initianten  würden  ausschliess-

lich  subjektive  und  eigennützige  Interessen  verfolgen,  indem  sie  eine 

Überbauung  verhindern  wollen,  um  sich  ihre  Seesicht  oder  eine  unüber-

baute Nachbarschaft zu sichern. Es entbehre der planerischen Notwendig-

keit  und  sei  sachlich  nicht  gerechtfertigt,  einzig  auf  dem  rekurrentischen 

Grundstück einen Waldabstand von 30 m festzusetzen, während auf allen 

übrigen  Grundstücken,  einschliesslich  denjenigen  auf  der  Seite  der  Ge-

meinde  Y,  die  Waldabstandslinie  in  einem  Abstand  von  nur  10 m  zur 

Waldgrenze  verlaufe.  Die  gemeinderätlichen  Argumente  in  der  Weisung 

zuhanden  der  Gemeindeversammlung  vom  20.  September  2012  würden 

klar für einen reduzierten Waldabstand von 10 m sprechen. 

4.2. 

Der  Gemeinderat  verzichtete  auf  eine  Stellungnahme.  Wie  erwähnt,  hatte 

er  das  Initiativbegehren  zur  Ablehnung  empfohlen.  In  der  Weisung  zur 

Gemeindeversammlung vom 20. September 2012 führte er aus, das kleine 

Wäldchen  diene  insbesondere  dem  Erosionsschutz  an  der  Böschung  des 

M.-bachs. Ferner komme ihm eine gewisse Umwelt- und Erholungsfunktion 

im Sinne einer kleinen ökologischen Oase im Siedlungsgebiet zu. Innerhalb 

des  Regelabstands  von  30  m  würden  sich  verschiedene  Wohngebäude 

entlang  der  S.-Strassemit  einem  Waldabstand  von  11 m befinden. Betref-

fend Wohnhygiene respektive Schattenwurf und der damit einhergehenden 

Feuchtigkeit sei der Wald für Bauten auf der Xer Seite wegen der Südlage 

als  unproblematisch  anzusehen.  Mit  einer  Gefährdung  der  Bauten  durch 

Windwurf müsse nicht gerechnet werden. Die Nutzung des privaten, öffent-

lich  nicht  frei  zugänglichen  Grundstücks  als  Aussichts-  und  Verweilort  mit 

Sitzbank sei von den Eigentümern lediglich geduldet worden. Die Waldab-

standslinie bei 30 m verunmögliche zwar die Bebauung, nicht aber die Er-

richtung  eines  Sichtschutzes  in  Form  von  Einfriedungen,  Hecken  und  Bü-

schen.  Die  Festsetzung  von  Waldabstandslinien  habe  sachlich  nichts  mit 

den Anliegen des Aussichtschutzes zu tun. Auf die von der Initiative ange-

strebte  öffentliche  Nutzung  des  Grundstücks  habe  die  Waldabstandslinie 

keinen  Einfluss.  Damit  ziele  die  Massnahme  am  eigentlichen  Sinn  und 

Zweck  der  Initiative  vorbei  und  es  sei  kein  gesicherter  öffentlicher  Nutzen 

erkennbar.  

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Seinen Gegenantrag zur Initiative (Waldabstandslinie bei 10 m) begründete 

der Gemeinderat damit, dass das Grundstück Kat.-Nr. 4620 überbaut wer-

den könne, die bestehenden Gebäude nicht rechtswidrig würden und dabei 

insbesondere  die  Funktion  und  der  Schutz  des  Waldes  in  zweckmässiger 

Weise  erhalten  blieben.  Das  Interesse  der  Überbaubarkeit  der  Grundstü-

cke sei gegenüber den Funktionen des Waldes abzuwägen. Mit der Über-

baubarkeit  würden  die  Funktionen  des  Wäldchens  nicht  wesentlich  einge-

schränkt  und  der  Schutz  von  Menschen  und  Sachwerten  gewährleistet. 

Durch den verringerten Waldabstand verliere das Grundstück Kat.-Nr. 4620 

wegen  des  schrofferen  Überganges  vom  Baugebiet  zum  Wald  jedoch  et-

was von seinem ökologischen Potenzial. Ein durchgehender Waldabstand 

bei 10 m werde den verschiedenen Interessen am besten gerecht und sei 

auch  im  Sinne  einer  rechtsgleichen  Behandlung  der  verschiedenen 

Grundstücke zweckmässig. 

4.3. 

Der  Beigeladene  2  beantragt  die  Abweisung  des  Rekurses  und  führt aus, 

die  Bevölkerung  habe  sich  in  einer  breiten,  öffentlichen  Diskussion  einge-

hend mit der Festsetzung der Waldabstandslinie und den rechtlich relevan-

ten Kriterien auseinandergesetzt und sich mit eindeutigem Mehr gegen ei-

ne  Abweichung  vom  Regelabstand  ausgesprochen.  Es  würden  keine  be-

sonderen Verhältnisse im Sinne von § 66 Abs. 2 PBG vorliegen. Vielmehr 

bestehe  ein  erhebliches  öffentliches  Interesse  an  der  Erhaltung  des  Wal-

des und des Waldabstandbereiches als Ruhe-, Erholungs- und Aussichts-

punkt. Es habe seit längerer Zeit ein mündliches Übereinkommen zwischen 

der  Gemeinde  und  dem  vormaligen  Grundeigentümer bestanden,  wonach 

die Gemeinde eine öffentliche Sitzbank auf dem Grundstück aufstellen dür-

fe  (s.  act.  23.3,  S.  1).  Das  A.-wäldchen  sei  massiv  gerodet  worden.  Eine 

Überbauung würde den Wald zusätzlich zerstören und schliesslich obsolet 

machen.  Die  Waldabstandslinie  im  Regelabstand  ermögliche  den  Erhalt 

der  für  das  Zürichseeufer  typischen  Unterteilung  von  Siedlungsgebieten 

und Seitentobel. Zu diesem Landschaftselement gehöre das M.-bachtobel 

als  natürliche  Gemeindegrenze.  Aufgrund  seiner  Grösse,  Form,  Neigung, 

Lage  und  Strassenbaulinien  habe  das  streitbetroffene  Grundstück  bislang 

als  unüberbaubar  gegolten.  Die  Rekurrierenden  hätten  es  im  Wissen  um 

die  fehlende  Baureife  und  den  fehlenden  Anspruch  auf  einen  reduzierten 

Waldabstand erworben. Die Ermöglichung der Überbaubarkeit würde zwar 
für eine Reduktion des Waldabstandes sprechen, doch seien die anderen 

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Gesichtspunkte  wie  Wald-,  Landschafts-,  Natur-  und  Aussichtsschutz  hö-

her  zu  gewichten.  Zur  Waldabstandslinie  auf  dem  Gemeindegebiet  von  Y 

führt der Beigeladene 2 aus, diese sei nach der 1996/98 erteilten Baubewil-

ligung  für  10  Einfamilienhäuser  und  unter  Umfahrung  der  bestehenden 

Gebäude festgesetzt worden. Auf der Seite der Gemeinde X seien die Par-

zellen  südlich  der  S.-Strasse  bereits  in  den  1930er  und  1940er  Jahren 

erstmals überbaut worden. Der Umstand, dass das streitbetroffene Grund-

stück als einziges noch nicht überbaut sei, rechtfertige es nicht, dort eben-

falls  vom  Regelabstand  abzuweichen,  zumal  dieses  direkt  an  den  Wald 

angrenze und von diesem nicht durch die Strasse getrennt sei. 

Die Beigeladenen 3 und 4 beantragen ebenfalls die Abweisung des Rekur-

ses und verweisen zunächst auf die Eingabe des Beigeladenen 2. Die Bei-

geladene  3  bringt  vor,  durch  die  Verringerung  des  gesetzlichen  Waldab-

standes würde die Aussicht von ihrem Grundstück auf den A.-wald und die 

natürliche  Waldrandzone  verstellt  und  der  Erholungswert  ihres  Grundstü-

ckes  beeinträchtigt.  Die  Beigeladene  4  erklärt,  das streitbetroffene Grund-

stück  verfüge  über  einen  hohen  Erholungswert  aufgrund  der sehr ruhigen 

Lage  und  seiner  einmaligen  Aussicht.  Überdies  würde  die  Bebauung  im 

Waldabstandsbereich die Besonnung ihrer Liegenschaft einschränken. 

4.4.1. 

Gemäss  Art.  17  des  Bundesgesetzes  über  den  Wald  (WaG)  sind  Bauten 

und  Anlagen  in  Waldesnähe  nur  zulässig,  wenn  sie  die  Erhaltung,  Pflege 

und  Nutzung  des  Waldes  nicht  beeinträchtigen  (Abs.  1).  Die  Kantone  ha-

ben  einen  angemessenen  Mindestabstand  der  Bauten  und  Anlagen  vom 

Waldrand vorzuschreiben; dabei sind die Lage und die zu erwartende Hö-

he  des  Bestandes  zu  berücksichtigen  (Abs. 2).  Die  Bestimmung  von  § 66 

PBG schreibt vor, dass der Zonenplan im Bauzonengebiet Waldabstands-

linien festsetzt (Abs. 1). Die Linien sind in einem Abstand von 30 m von der 

Waldgrenze  festzusetzen;  bei kleinen  Waldparzellen  oder bei besonderen 

örtlichen  Verhältnissen  können  sie  aber  auch  näher  an  der  Waldgrenze 

oder weiter davon entfernt gezogen werden (Abs. 2). Was unter "besonde-

ren  örtlichen  Verhältnissen"  zu  verstehen  ist,  bestimmt  das  kantonale 

Recht.  Die  Rechtswirkungen  der  Waldabstandslinien  ergeben  sich  aus 

§ 262  PBG;  danach  ist  im  Waldabstandsbereich  die  Erstellung  oberirdi-

scher  Gebäude  verboten.  Mithin  werden  mit  der  Festlegung  von  Waldab-
standslinien  die  Nutzungsrechte  der  Grundeigentümer  erheblich  einge-

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schränkt.  Der  Eingriff  bedarf  daher  nicht  nur  einer  klaren  gesetzlichen 

Grundlage,  sondern  muss  überdies  zweckmässig  und  angemessen  sein. 

Besondere örtliche Verhältnisse im Sinne von § 66 Abs. 2 PBG, die bei der 

Festsetzung  von  Waldabstandslinien  eine  Abweichung  vom  Regelabstand 

rechtfertigen,  können  bei  aussergewöhnlichen  topographischen  Gegeben-

heiten  vorliegen,  insbesondere  bei  steilem  Gelände.  Eine  Abweichung 

kann sodann gerechtfertigt sein, wenn bereits bestehende Bauten in mehr 

als  nur  geringfügiger Zahl den  Waldabstand  von  30 m  unterschreiten,  fer-

ner  allenfalls  auch  dann,  wenn  die  Einhaltung  des  Regelabstandes  die 

Überbaubarkeit  der  betroffenen  Grundstücke  verunmöglichen  oder  über-

mässig erschweren würde. Dabei ist jedoch zu beachten, dass an der Ein-

haltung  angemessener  Waldabstände  gewichtige  öffentliche  Interessen 

forstwirtschaftlicher,  forstpolizeilicher,  raumplanerischer  sowie  gesund-

heitspolizeilicher  Natur  bestehen.  Eine  Abweichung  vom  Regelabstand 

setzt somit eine umfassende Interessenabwägung voraus. 

4.4.2. 

Den  Gemeinden  kommt  bei  ihren  Planungsentscheiden  ein  erhebliches 

prospektiv-technisches  Ermessen  zu.  Jedoch  müssen  sie  das  Ermessen 

nach sachlichen Kriterien ausüben und insbesondere die verschiedenen öf-

fentlichen und privaten Interessen sachgerecht gewichten (VB.2011.00083 

vom  25.  August  2011,  E.  2.2,  mit  Hinweisen).  Nach  §  20  Abs.  1  des  Ver-

waltungsrechtspflegegesetzes  (VRG)  können  mit  Rekurs  gerügt  werden: 

Rechtsverletzungen  einschliesslich  Ermessensmissbrauch,  Ermessens-

überschreitung  oder Ermessensunterschreitung  (lit.  a),  unrichtige  oder un-

genügende  Feststellung  des  Sachverhaltes  (lit.  b)  sowie  Unangemessen-

heit  der  angefochtenen  Anordnung  (lit.  c).  Dem  Baurekursgericht  kommt 

damit  grundsätzlich  volle  Kognition  in  der  Rechts-,  der  Sachverhalts-  und 

der  Ermessenskontrolle  zu.  Im  Gegensatz  zum  Verwaltungsgericht  kann 

das Baurekursgericht somit auch die Ermessensausübung durch die unte-

ren  Instanzen  in  vollem  Umfange  überprüfen.  Indes  bestehen  Einschrän-

kungen  auf  Grund  der  Gemeindeautonomie.  Diese  gelten  unter  anderem 

bei der Überprüfung von kommunalen Nutzungsplänen samt den zugehöri-

gen Bauvorschriften sowie von Quartierplänen. Bei der Beurteilung solcher 

Entscheide  darf  das  Baurekursgericht  nur  dann  korrigierend  eingreifen, 

wenn  die  kommunale  Planfestsetzung übergeordnetem Recht einschliess-

lich der Grundsätze und Ziele der Raumplanung widerspricht oder die Un-
zweckmässigkeit  oder  Unangemessenheit  der  Planfestsetzung  offensicht-

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lich ist. Hingegen sieht das Baurekursgericht regelmässig davon ab, an die 

Stelle  von  nachvollziehbaren  Planungsentscheiden,  die  mit  dem  überge-

ordneten  Recht  in  Einklang  stehen,  eigene  planerische  Vorstellungen  zu 

setzen  (vgl.  Alfred  Kölz/Jürg  Bosshart/Martin  Röhl,  Kommentar  zum  Ver-

waltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 2. Aufl., Zürich 1999, § 20 

Rz. 17 ff.). Die Festlegung von Waldabstandslinien richtet sich nach kanto-

nalem  Recht.  Bei  der  Überprüfung  der  Ermessensausübung  hat  sich  das 

Baurekursgericht  höchstens  insofern  Zurückhaltung  aufzuerlegen,  als  es 

um  die  Beurteilung  der  örtlichen  Verhältnisse  durch  die  kommunalen  Be-

hörden geht. 

4.4.3. 

Ganz  offensichtlich  liess  sich  eine  Mehrheit  der  Gemeindeversammlung 

von  den  Überlegungen  der  Initianten  leiten,  die  die  Erhaltung  des  Aus-

sichts-  und  Ruhebänkli  "A"  anstreben.  Die  Festlegung  der  umstrittenen 

Waldabstandslinie ist zu diesem Zweck aber in doppelter Hinsicht verfehlt. 

Zunächst ist festzuhalten, dass sich der besagte Aussichtspunkt auf priva-

tem  Grund befindet. Ein öffentliches Interesse eines wie auch immer aus-

gestalteten Aussichtsschutzes besteht hier nicht, denn es liegt ganz im Be-

lieben  der  Grundeigentümer,  ob  und  inwieweit  sie  das  Betreten  ihres 

Grundstücks  durch  die  Allgemeinheit  zulassen wollen. Bereits aus diesem 

Grund  erweist  sich  die  Festlegung  als  unverhältnismässig,  da  der  mit  ihr 

beabsichtigte Zweck nicht erreicht wird.  

Sodann  liegt  der  Zweck  von  Waldabstandslinien  nicht  darin,  Aussichtsla-

gen  vor  der  Verbauung  zu  bewahren.  Der  Waldabstand  soll  sicherstellen, 

dass  die  Erhaltung,  Pflege  und  Nutzung  des  Waldes  nicht  durch  Bauten 

und Anlagen in Waldesnähe beeinträchtigt wird (Art. 17 Abs. 1 WaG). Der 

Wald  soll  vor  natürlicher  oder  menschlicher  Zerstörung  bewahrt  werden. 

Zudem  soll  der Waldabstand  eine  zweckmässige  Bewirtschaftung und Er-

schliessung des Waldes ermöglichen, den Wald vor Feuer schützen sowie 

dem hohen ökologischen Wert des Waldrands Rechnung tragen. Waldrän-

der  sind  sowohl  wegen  ihres  landschaftlichen,  biologischen  und  ästheti-

schen Wertes als auch angesichts ihrer vermehrten Gefährdung besonders 

zu  schützen.  Zu  erhalten  ist  nicht  allein  die  Quantität,  sondern  auch  die 

Qualität  des  Waldes,  wofür  der  Waldrand  wesentlich  ist.  Angemessen  ist 
der Mindestabstand der Bauten und Anlagen vom Waldrand, wenn er den 
Schutz  dieser  im  öffentlichen  Interesse  liegenden  Zwecke  gewährleistet, 

welche  durch  eine  zu  enge  Nachbarschaft  von  Bauten  und  Anlagen  zum 

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Seite 10 

 
 
Wald  beeinträchtigt  wären  (BGr  1C_476/2008  vom  6. Juli  2009,  E. 5.4.1., 

mit Hinweisen). Weiter dient der Waldabstand dem Schutz waldnaher Bau-

ten  und  ihrer  Bewohner  gegen  Schädigung  durch  Windwurf  sowie  vor 

Schatten  und  Feuchtigkeit  (vgl.  BGE  119  Ia  113,  E.  5,  mit  Hinweis).  Die 

Festlegung  des  Waldabstandes  hat  sich  einzig  an  diesen  Zielen  zu  orien-

tieren.  Die  von  einem  Standort  am  Waldrand  aus  gegebene  Aussicht  ist 

hingegen  für keine  der mit  Waldabstandslinien  bezweckten  Schutzfunktio-

nen massgeblich und daher kein sachgerechtes Kriterium. 

4.4.4. 

Wie nachfolgend zu zeigen ist, besteht vorliegend kein überwiegendes öf-

fentliches  Interesse  an  einem  Waldabstand  von  30  m.  Vielmehr  fällt  das 

private  wie  auch  das  öffentliche  Interesse  an  der  Überbaubarkeit  des 

Grundstückes weitaus stärker ins Gewicht. Das Vorliegen besonderer örtli-

cher Verhältnisse im Sinne von § 66 Abs.  2 PBG, welches ein Abweichen 

vom Regelmass von 30 m rechtfertigt, kann zweifellos bejaht werden. Vor-

ab fällt ins Gewicht, dass das betroffene Grundstück mit der festgesetzten 

Waldabstandslinie  im  Abstand  von  30  m  nicht  überbaut  werden  kann  und 

eine  zonengemässe  Wohnnutzung  dieser  Parzelle  verhindert  wird.  Eine 

konkrete  Möglichkeit  zur  Nutzungsübertragung  besteht  nicht.  Demgegen-

über  liesse  ein  reduzierter  Waldabstand  eine  angemessene  Überbauung 

noch zu und bedeutete für die betroffenen Grundeigentümer eine ungleich 

geringere  Beeinträchtigung  als das Beharren auf dem Regelmass. Zudem 

dient  die  Herstellung  der  Überbaubarkeit  einem  zentralen  Anliegen  der 

Raumplanung,  nämlich  der  haushälterischen  Bodennutzung  (Art.  1  Abs. 1 

des Raumplanungsgesetzes [RPG]). 

Im Weiteren handelt es sich um einen sehr kleinen Waldbestand im Sinne 

von  §  66  Abs. 2  PBG,  dessen  Waldrand  zu  einem  grossen  Teil  durch  die 

S.-Strasse gebildet wird und an den die bestehende Überbauung rundher-

um  bis  auf  10  bis  12  m  heranreicht.  Mit  der  angefochtenen  Festsetzung 

würde  eine  Waldabstandsfläche  geschaffen,  die  die  Fläche  des  zu  scho-

nenden Waldes im betreffenden Abschnitt deutlich übersteigt und die nebst 

dem  rekurrentischen  Grundstück  im  Wesentlichen  aus  befestigter  Stras-

senfläche und einer Grundstückszufahrt besteht, die ungeachtet der Wald-

abstandslinie weiterhin befahren werden. Unter diesen Umständen ist nicht 
nachvollziehbar, weshalb ausgerechnet auf dem noch unüberbauten rekur-
rentischen  Grundstück,  mithin  in einem ca. 35 m langen Teilabschnitt des 

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Waldes, ein Waldabstandsbereich von 30 m notwendig sein soll, jedenfalls 

soweit mit der Waldabstandslinie sachgerechte Ziele verfolgt werden.  

Die Zugänglichkeit und die Bewirtschaftung des Wäldchens sind unabhän-

gig  vom  Waldabstand  auf  dem  rekurrentischen  Grundstück  über  die  S.-

Strasse  und  den  durch  das  M.-bachtobel  führenden  Weg  sichergestellt. 

Dass von einem auf dem rekurrentischen Grundstück denkbaren, ohnehin 

eher  kleinvolumigen  Wohnhaus  nebst  den  bestehenden  umliegenden  Ge-

bäuden eine massgebliche, zusätzliche Beeinträchtigung des Waldes aus-

gehen könnte, ist nicht erkennbar, zumal der Wald gegen Norden steil ab-

fällt, während der nicht bewaldete Grundstücksteil gegen Süden geneigt ist. 

Jedenfalls  hält  sich  die  mit  der  Verkürzung  des  Waldabstands  grundsätz-

lich  verbundene  Beeinträchtigung  von  Anliegen  des  Natur-  und  Heimat-

schutzes in vertretbaren Grenzen. Dies gilt insbesondere für den Erosions-

schutz entlang des M.-bachs. Umgekehrt wird ein künftiges Gebäude durch 

den  nördlich  davon  gelegenen  Wald  nicht  verschattet.  Die  mit  stürzenden 

Bäumen  verbundenen  Gefahren  bestehen  überall  dort,  wo  Wohnhäuser 

von  Bäumen  umgeben  sind,  namentlich  auch  in  Gartenanlagen.  Dieser 

Umstand  spricht  somit  ebenfalls  nicht  gegen  einen  reduzierten  Waldab-

stand (vgl. VB.2010.00147, E. 3.3.). Sodann gilt eine grössere Anzahl vor-
bestandener  Gebäude  im  Abstandsbereich  –  wie  sie  vorliegend  besteht  – 
ebenfalls  als  Grund  für  eine  Herabsetzung  des  Regelmasses  (vgl. 

VB.2010.00147 vom 15.07.2010, E. 2.2). 

Damit  erweist  sich  die  angefochtene  Festsetzung  als  offensichtlich  unan-

gemessen, was in Gutheissung des Rekurses zu deren Aufhebung führt. 

5. 

Die Rekurrierenden verlangen über die teilweise Aufhebung des angefoch-

tenen  Beschlusses  hinaus,  dass  die  Rekursinstanz  die  Waldabstandslinie 

selbst  festsetze.  Indes  kommt  die  Festsetzung  von  Waldabstandslinien 

grundsätzlich  den  Gemeinden  zu  und  es  fällt  nicht  in  die  Kompetenz  des 

Baurekursgerichts,  derartige  planerische  Festsetzungen  selbst  vorzuneh-

men (§ 88 PBG). Der Gemeinderat hatte nach öffentlicher Auflage der Plä-

ne (§ 7 PBG) an den Gemeindeversammlungen vom 18. Januar 2012 und 

vom 20. September 2012 die von den Rekurrierenden anbegehrte Waldab-

standslinie im Abstand von 10 m zur Annahme empfohlen. Die Baudirekti-
on  Kanton  Zürich  stimmte  dieser  Festsetzung  im  Rahmen  der Vorprüfung 

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explizit  zu  (s.  Weisung  zur  Gemeindeversammlung  vom  18.  Januar 2012, 

S. 58, act. 10.2). Der bis auf 10 m reduzierte Waldabstand ist nicht zu be-

anstanden.  Gemäss  verwaltungsgerichtlicher  Rechtsprechung  hält  ein 

Waldabstand  von  nicht  weniger  als  10  m  bei  zureichenden  Gründen  im 

Einzelfall vor § 66 Abs. 2 PBG stand und es wird damit auch dem Bundes-

recht Genüge getan (vgl. VB.2010.00147 vom 15. Juli 2010, E. 3.2). Mit der 

vom  Gemeinderat  vorgeschlagenen  Lösung  wird  den  gegeneinander  ab-

zuwägenden privaten und öffentlichen Interessen in angemessener Weise 

Rechnung getragen. Ein Ermessensspielraum seitens der Gemeinde, nach 

Aufhebung  der  festgesetzten  Waldabstandlinie  aus  den  vorstehend  ge-

nannten Gründen den Abstand anders als auf 10 m festzusetzen, ist nicht 

zu erkennen. Die Gemeinde X ist somit einzuladen, die Waldabstandslinie 

im Abstand von 10 m festzusetzen.  

6. 

Zusammengefasst  ist  der  Rekurs  gutzuheissen.  Demzufolge  ist  der ange-

fochtene  Beschluss  insoweit  aufzuheben,  als  damit  auf  dem  Grundstück 

Kat.-Nr.  4620  eine  Waldabstandslinie  festgesetzt  wurde.  Die  Gemeinde  X 

ist einzuladen, die Waldabstandslinie auf dem Grundstück Kat.-Nr. 4620 im 

Abstand  von  10  m  festzusetzen,  wie  vom  Gemeinderat  in  der  Gemeinde-

versammlung  vom  20.  September  2012  beantragt  (vgl.  Ergänzungen 

Waldabstandslinienplan,  Teilbereich  A,  öffentliche  Auflage  vom  25. März 

2011 bis 23. Mai 2011, act. 10.6). 

Bemerkungsweise  ist  festzuhalten,  dass  die  Baudirektion  als  Aufsichtsbe-

hörde (vgl. § 2 lit. b PBG) bei Nichtbefolgung dieses Entscheids durch die 

Gemeindeversammlung  aufsichtsrechtliche  Massnahmen  zu  prüfen  hätte, 

namentlich die ersatzvornahmeweise Festlegung der Waldabstandslinie.  

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