# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 719c7534-207c-52ee-bc21-476787f82ee0
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-01-17
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 17.01.2018 100 2017 118
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2017-118_2018-01-17.pdf

## Full Text

100.2017.118U
DAM/BDE/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 17. Januar 2018

Verwaltungsrichter Daum
Gerichtsschreiberin Baerfuss Klossner

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Universität Bern
handelnd durch den Rektor, Hochschulstrasse 6, 3012 Bern
Beschwerdegegnerin

und

Erziehungsdirektion des Kantons Bern
Sulgeneckstrasse 70, 3005 Bern

betreffend Studiengebühren für das Herbstsemester 2015 und das 
Frühjahrssemester 2017 (Entscheid der Erziehungsdirektion des Kantons 
Bern vom 20. März 2017; 4800.600.400.03/16,480.600.400.01/17)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17.01.2018, Nr. 100.2017.118U, 
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Sachverhalt:

A.

A.________ studiert seit Herbst 1984 im Diplomstudiengang Biologie an 
der Universität Bern und absolvierte im Jahr 1991 sein zweites Vordiplom. 
Nach einem schweren Verkehrsunfall konnte er während 15 Jahren sein 
Studium nicht fortsetzen und die ausstehenden Leistungsnachweise für 
den Abschluss des Studiums nicht erbringen (Diplomarbeit, schriftliche und 
mündliche Diplomprüfung), blieb aber immatrikuliert. Ab Herbstsemester 
2010 besuchte er wieder Lehrveranstaltungen an der Universität Bern.

Am 29. Juni 2015 ersuchte A.________ um «Erlass» der Studiengebühren 
für das Herbstsemester 2015. Am 8. August 2016 und am 27. Dezember 
2016 gelangte er mit gleichlautenden Begehren betreffend das Herbst-
semester 2016 und das Frühjahrssemester 2017 an die Universität Bern. 
Diese lehnte die Gesuche ab mit Verfügungen vom 24. Mai 2016 (Herbst-
semester 2015), 21. September 2016 (Herbstsemester 2016) und 10. Ja-
nuar 2017 (Frühjahrssemester 2017).

B.

Gegen diese drei Verfügungen erhob A.________ am 15. Juni 2016, 
29. September 2016 und 8. Februar 2017 je Beschwerde bei der Erzie-
hungsdirektion des Kantons Bern (ERZ) mit dem Antrag auf Rückerstattung 
der entsprechenden Studiengebühren. Der instruierende Rechtsdienst der 
ERZ vereinigte die Verfahren mit Verfügung vom 10. Februar 2017. Mit 
Entscheid vom 20. März 2017 wies die ERZ die Rechtsmittel ab.

C.

Dagegen hat A.________ am 18. April 2017 Verwaltungsgerichts-
beschwerde erhoben mit den Rechtsbegehren, der angefochtene Ent-
scheid sei in Bezug auf die Studiengebühren für das Herbstsemester 2015 

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aufzuheben; der entsprechende Betrag sei ihm zurückzuerstatten. Weiter 
verlangt er, das verwaltungsgerichtliche Verfahren sei in Bezug auf die Ge-
bühren für das Frühjahrssemester 2016 (richtig: 2017) zu sistieren. Die 
ERZ beantragt mit Vernehmlassung vom 26. Mai 2017 die Abweisung der 
Beschwerde und des Sistierungsantrags. Die Universität Bern schliesst mit 
Beschwerdeantwort vom 9. Juni 2017 auf Abweisung der Beschwerde, so-
weit darauf eingetreten werden könne, und auf Abweisung des Sistierungs-
begehrens.

Mit Verfügung vom 31. August 2017 hat der Instruktionsrichter den Antrag 
von A.________ vom 27. August 2017 abgewiesen, das vorliegende 
Verfahren (Studiengebühren) sei mit dem ebenfalls vor dem Verwaltungs-
gericht hängigen Verfahren 100.2017.219 (disziplinarischer Verweis) zu 
vereinigen. Von der Gelegenheit, abschliessende Bemerkungen einzu-
reichen, hat A.________ mit Eingabe vom 13. September 2017 Gebrauch 
gemacht.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des 
Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig. Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen 
Verfahren teilgenommen, ist durch den angefochtenen Entscheid beson-
ders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung 
oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Dass der Beschwerdeführer die 
noch strittigen Gebühren (hinten E. 2.2) bezahlt hat (Beschwerde S. 3 mit 
Zahlungsbelegen, vgl. Beschwerdebeilage 6), schadet ihm unter dem Ge-
sichtspunkt des aktuellen Rechtsschutzinteresses nicht, hat er sich gegen 
die Abgaben doch zur Wehr gesetzt und sein Gesuch bzw. Rechtsmittel 
auch nach Begleichen der Rechnungen weder ganz noch teilweise zurück-

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gezogen (vgl. BVR 2007 S. 70, nicht publ. E. 1.1 mit Hinweis). Auf die form- 
und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten (vgl. auch E. 1.2 
hiernach).

1.2 Nicht gefolgt werden kann der Universität, soweit sie in Zweifel 
zieht, ob die Beschwerde genügend begründet sei (Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 Abs. 2 VRPG; Beschwerdeantwort S. 3). Der Rechtsschrift lässt 
sich mit hinreichender Klarheit entnehmen, weshalb der Beschwerdeführer 
mit dem angefochtenen Entscheid nicht einverstanden ist. Namentlich rügt 
er eine unvollständige bzw. willkürliche Sachverhaltsfeststellung; mit den 
vorinstanzlichen Erwägungen setzt er sich zwar knapp, aber ausreichend 
auseinander. Die minimalen Begründungserfordernisse sind damit erfüllt, 
zumal es sich um eine Laieneingabe handelt (vgl. BVR 2006 S. 470 E. 2.4).

1.3 Beschwerden, deren Streitwert Fr. 20ʹ000.-- nicht erreicht, behan-
deln die Mitglieder des Verwaltungsgerichts als Einzelrichterinnen und Ein-
zelrichter (Art. 57 Abs. 1 des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organi-
sation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; 
BSG 161.1]). Umstritten sind im vorliegenden Fall Gebühren in der Höhe 
von mindestens Fr. 1'500.-- und höchstens Fr. 1ʹ568.-- (vgl. hinten E. 2.2 
und 3.3). Der Entscheid fällt damit in die einzelrichterliche Zuständigkeit.

1.4 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG).

2.

2.1 Der Beschwerdeführer hatte die Universität ursprünglich um «Er-
lass» der Studiengebühren für die Herbstsemester 2015 und 2016 sowie 
das Frühjahrssemester 2017 ersucht (vorne Bst. A). Er macht allerdings 
keinen Härtefall geltend, der typischerweise erforderlich ist, damit Gebüh-
ren ganz oder teilweise erlassen werden können (vgl. für Studiengebühren 
nach Überschreiten der Regeldauer Art. 39 Abs. 3 der Verordnung vom 
12. September 2012 über die Universität [Universitätsverordnung, UniV; 
BSG 436.111.1]). Vielmehr vertritt er die Auffassung, die Voraussetzungen 
zur Erhebung der strittigen Abgaben seien von vornherein nicht erfüllt, da 

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die Universität ihm gegenüber keine Leistungen erbracht habe. Diese 
Frage ist im verwaltungsgerichtlichen Verfahren zu klären (hinten E. 4). Die 
Rückerstattung der bezahlten Gebühren, wie sie der Beschwerdeführer vor 
der ERZ verlangt hat und vor dem Verwaltungsgericht beantragt (vorne 
Bst. B und C), würde erst dann zum Thema, wenn zu Unrecht Gebühren 
erhoben worden wären.

2.2 Gegenstand des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens sind einer-
seits die Studiengebühren für das Herbstsemester 2015 und andererseits 
diejenigen für das Frühjahrssemester 2017. Letzteres ergibt sich indirekt 
aus dem Sistierungsbegehren in Verbindung mit der Begründung, die zum 
Verständnis des Antrags beizuziehen ist (vorne Bst. C; vgl. statt vieler 
BVR 2016 S. 560 E. 2; Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum berni-
schen VRPG, 1997, Art. 32 N. 13). Nicht ganz klar ist, ob der Beschwerde-
führer neben den Studien- auch die Semestergebühren beanstanden will. 
Wie es sich damit verhält, kann offenbleiben. Im Vordergrund stehen jeden-
falls die Studiengebühren; für die Semestergebühren ergäbe sich keine 
andere Beurteilung. Was die Gebühren für das Herbstsemester 2016 
betrifft, hat der Beschwerdeführer ausdrücklich auf eine Beschwerde ver-
zichtet (Beschwerde S. 3). Insoweit ist der angefochtene Entscheid in 
Rechtskraft erwachsen.

2.3 Hinsichtlich der Studiengebühren für das Frühjahrssemester 2017 
beantragt der Beschwerdeführer, das verwaltungsgerichtliche Verfahren sei 
zu sistieren. Das Semester dauere noch bis Ende August 2017 und es sei 
möglich, dass «die Uni ihren Pflichten nachkommt und die erforderlichen 
Ausbildungsleistungen erbringt» (Beschwerde S. 3). Nachdem dieses 
Semester inzwischen abgelaufen ist, ist die beantragte Sistierung hinfällig 
geworden. Der Antrag ist daher abzuweisen.

3.

3.1 Die Universität Bern ist eine öffentlich-rechtliche Anstalt, die Auf-
gaben im Dienst der Allgemeinheit erfüllt (Art. 44 der Verfassung des Kan-
tons Bern [KV; BSG 101.1] und Art. 1 des Gesetzes vom 5. September 

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1996 über die Universität [Universitätsgesetz, UniG; BSG 436.11]). Für ihre 
Leistungen in der Ausbildung erhebt sie Gebühren (Art. 65 Abs. 1 UniG). 
Sie kann weiter Gebühren für soziale und kulturelle Einrichtungen sowie 
den Sport erheben (Art. 67 Abs. 1 UniG). Das Studium und die Gebühren 
an der Universität Bern werden in der Universitätsverordnung geregelt 
(Art. 1 Abs. 2 Bst. a UniV). Ergänzt werden diese Vorschriften unter ande-
rem durch das Statut der Universität Bern vom 7. Juni 2011 (Universitäts-
statut, UniSt; BSG 436.111.2; vgl. Art. 3 Abs. 1 UniG) und das Reglement 
der Universitätsleitung vom 6. Januar 2015 zu Abläufen und Terminen der 
Zulassung und Immatrikulation (nachfolgend Reglement; vgl. Art. 3 Abs. 3 
UniG).

3.2 Wer an der Universität Bern studieren will, hat sich zu immatrikulie-
ren (Art. 6 Abs. 1 UniV) und die durch Gesetz und Verordnung vorgese-
henen Gebühren zu bezahlen. Andernfalls dürfen keine Leistungen der 
Universität beansprucht, namentlich weder Lehrveranstaltungen besucht 
noch Leistungskontrollen abgelegt werden (Art. 6 Abs. 3 UniV; vgl. auch 
Art. 71 Abs. 1 UniSt und Art. 2 Abs. 1 Reglement). Immatrikulation und 
Verlängerung der Immatrikulation erfolgen jeweils für das Herbst- und für 
das Frühjahrssemester (Semesterimmatrikulation; Art. 75 Abs. 2 UniSt; vgl. 
auch Art. 6 Abs. 1 Reglement). Studierende, die aus wichtigen Gründen, 
namentlich wegen Krankheit, Mutterschaft, studienbezogener Praktika 
ausserhalb der Studienpläne, Militärdienst oder Zivildienst während länge-
rer Zeit am Besuch der Lehrveranstaltungen vollständig verhindert sind, 
können beurlaubt werden, wobei die Anzahl an Beurlaubungssemestern 
begrenzt ist; beurlaubte Studierende dürfen keine Lehrveranstaltungen be-
suchen, sind jedoch bei Vorliegen aller weiteren Voraussetzungen zum 
Ablegen von Zwischenprüfungen und zur Einreichung von schriftlichen 
Arbeiten berechtigt (Art. 73 UniSt). Weiter ist auf eigenes Begehren die 
Exmatrikulation möglich (Art. 74 Abs. 1 UniSt), beispielsweise wegen eines 
Wechsels an eine andere Universität oder Unterbruchs des Studiums (vgl. 
Art. 9 Reglement).

3.3 Die Studiengebühr beträgt Fr. 750.-- pro Semester (Art. 39 Abs. 1 
UniV). Die Studierenden bezahlen zudem eine Semestergebühr von 
Fr. 34.--, die sich aus finanziellen Leistungen an die Betriebsunfallversiche-

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rung, an den Universitätssport sowie an soziale und kulturelle Einrichtun-
gen der Universität zusammensetzt (Art. 40 Abs. 1 und 2 UniV; Art. 82 
UniSt). Wer die Studiengebühren nicht innerhalb der von der Universitäts-
leitung festgesetzten Frist einbezahlt hat, wird von Amtes wegen exmatri-
kuliert (Art. 74 Abs. 2 Bst. c UniSt; Art. 9 Abs. 5 Reglement).

3.4 Mit Schreiben vom 16. September 2015 teilte die Universität dem 
Beschwerdeführer mit, welche Leistungskontrollen für den Abschluss im 
Diplomstudiengang Biologie noch erforderlich sind. Danach hat der Be-
schwerdeführer drei mündliche Prüfungen à je 20 Minuten abzulegen. 
Innerhalb von 30 Monaten nach Abschluss der letzten mündlichen Prüfung 
ist die Diplomarbeit abzugeben. Anschliessend hat er noch eine mündliche 
Prüfung im Umfang von 60 Minuten zu absolvieren. Weiter wies die Univer-
sität darauf hin, dass die drei mündlichen Prüfungen à 20 Minuten voraus-
sichtlich von den Prof. B.________ und C.________ sowie einem 
Beisitzenden abgenommen werden (act. 5A Beilage 7). Der 
Beschwerdeführer lehnte in der Folge die beiden genannten Examinatoren 
ab, da er sie auf den Gebieten … und … als zu wenig sachkundig erachtet. 
Die Universität wies das Begehren mit Verfügung vom 21. Dezember 2015 
ab (act. 1C Beilage 5) und setzte die erste mündliche Prüfung mit 
Schreiben vom gleichen Tag auf den 9. Februar 2016 fest; als Prüfungs-
experten benannte sie die Prof. B.________ und C.________ (act. 5A 
Beilage 8). Die Prüfung wurde indes ebenso wie die weiteren Examen 
bislang nicht durchgeführt, weil der Beschwerdeführer gegen die 
abschlägige Verfügung der Universität ein Beschwerdeverfahren bei der 
Rekurskommission der Universität Bern angehoben hat. Dieses Verfahren 
wurde mehrmals sistiert, zuletzt aktenkundig bis Ende September 2017, 
weil sich der Beschwerdeführer um Zulassung an die … bemühe (vgl. 
Beschwerdeantwort S. 5 ff. sowie act. 5A Beilage 4).

4.

4.1 Der Beschwerdeführer stellt sich auf den Standpunkt, er schulde für 
das Herbstsemester 2015 und das Frühjahrssemester 2017 keine Studien-
gebühren. Die Universität benenne die fachkundigen und unbefangenen 

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Experten nicht, um seine Prüfungen abzunehmen. Zwischen ihm und der 
Universität bestehe ein öffentlich-rechtlicher Ausbildungsvertrag. Als Ge-
genleistung zu den bezahlten Studiengebühren sei die Universität Bern 
verpflichtet, die für seinen Diplomabschluss notwendigen Ausbildungsleis-
tungen zu erbringen. Daran fehle es bis heute (Beschwerde S. 2 f.). Die 
ERZ hat die strittigen Abgaben hingegen als Benutzungsgebühren qualifi-
ziert und zusammenfassend erwogen, die Universität habe dem Beschwer-
deführer das erforderliche Ausbildungsangebot bereitgestellt. Die bezahlten 
Gebühren könnten daher nicht zurückerstattet bzw. «erlassen» werden 
(angefochtener Entscheid E. 2.2).

4.2 Das Rechtsverhältnis zwischen der Universität Bern und dem Be-
schwerdeführer ist als öffentlich-rechtliches Benutzungsverhältnis zu quali-
fizieren; es handelt sich um ein sog. Anstalts- oder Sonderstatusverhältnis, 
welches hoheitlich geregelt ist und sich nach Massgabe der kantonalen 
Gesetzgebung gestaltet (vgl. VGE 2014/24 vom 17.12.2014 E. 5.1; ferner 
allgemein Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 7. Aufl. 
2016, N. 1671 ff.). Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers be-
steht zwischen ihm und der Universität damit kein «öffentlich-rechtlicher 
Ausbildungsvertrag». Studien- und Semestergebühren stellen folglich sog. 
Benutzungsgebühren dar, die den Kausalabgaben zugerechnet werden; sie 
bilden das (nicht kostendeckende) Entgelt für die Inanspruchnahme der 
universitären Einrichtungen (vgl. für Studiengebühren etwa BGE 139 I 138 
E. 3.5, 130 I 113 E. 2.4; Tschannen/Zimmerli/Müller, Allgemeines Verwal-
tungsrecht, 4. Aufl. 2014, § 57 N. 25; Häfelin/Müller/Uhlmann, a.a.O., 
N. 2769; Martin Aubert, Bildungsrecht, in Müller/Feller [Hrsg.], Bernisches 
Verwaltungsrecht, 2. Aufl. 2013, S. 633 ff., 667 N. 76).

4.3 Benutzungsgebühren dürfen grundsätzlich nur erhoben werden, 
wenn effektiv Leistungen in Anspruch genommen bzw. erbracht werden 
(BGE 139 I 138 E. 3.5; BGer 2C_586/2016 vom 8.5.2017 E. 2.1, auch zu 
Ausnahmen für Einrichtungen, deren Inanspruchnahme obligatorisch ist). 
Sie setzen mithin voraus, dass die betreffende Einrichtung benutzt werden 
kann (Adrian Hungerbühler, Grundsätze des Kausalabgabenrechts, in 
ZBl 2003 S. 505 ff., 525). Die Möglichkeit der Angebotsnutzung stellt dabei 
bereits eine Gegenleistung für die Studiengebühren dar; diese Abgaben 

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sind demnach ungeachtet der tatsächlichen Inanspruchnahme der Ange-
bote im Einzelfall geschuldet, die mit der Immatrikulation zur Verfügung 
stehen (vgl. VGer ZH VB.2010.00644 vom 2.2.2011 E. 4.3; ferner auch 
BVR 2001 S. 539 E. 4f; zum deutschen Recht etwa Urteil 2 S 1855/07 des 
Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg vom 16.2.2009 N. 24 mit 
Hinweis auf das Urteil 1 BvR 1750/01 des Bundesverfassungsgerichts vom 
31.3.2006 N. 43). Die pauschalisierten Studiengebühren berücksichtigen 
mit anderen Worten nicht, wie intensiv das universitäre Leistungsangebot 
beansprucht wird. Da eine Gesamtbetrachtung über das gesamte Studium 
vorgenommen werden darf, kann die Gebühr namentlich auch für Semester 
erhoben werden, in denen Studierende mehrheitlich abwesend sind und 
keine Lehrveranstaltungen besuchen (vgl. BGE 139 I 138 E. 3.5 für das 
sog. Wahlstudienjahr; dazu auch René Wiederkehr, Kausalabgaben, 2015, 
S. 55 Anm. 112).

4.4 Der Beschwerdeführer war unbestrittenermassen während des 
Herbstsemesters 2015 und des Frühjahrssemesters 2017 immatrikuliert, 
weshalb er die Studiengebühren grundsätzlich zu entrichten hat. Mit der 
Immatrikulation hat er sich verpflichtet, die Studiengebühren (ebenso wie 
die Semestergebühren) zu bezahlen. Im Gegenzug war er berechtigt, das 
von der Universität zur Verfügung gestellte Ausbildungsangebot zu nutzen 
und insbesondere auch Leistungskontrollen abzulegen (vorne E. 3.2). Ob 
und in welchem Umfang er von diesem Angebot effektiv Gebrauch ge-
macht hat, ist gebührenrechtlich nicht entscheidend und steht in seinem 
Belieben. Ausschlaggebend ist vielmehr, dass die Universität ihrerseits die 
dem Beschwerdeführer (und den anderen immatrikulierten Studierenden) 
zustehenden Leistungen erbracht bzw. angeboten hat. Die Universität 
zeigte ihm am 16. September 2015 auf, welche Leistungskontrollen er für 
seinen Studienabschluss abzulegen hat (mündliche Prüfungen, Diplom-
arbeit). Am 21. Dezember 2015 lud sie ihn zur ersten mündlichen Prüfung 
ein und gab ihm damit die Möglichkeit, weiter auf seinen Diplomabschluss 
hinzuwirken (vorne E. 3.4).

4.5 Nun trifft zwar zu, dass der Beschwerdeführer die für den Studien-
abschluss erforderlichen mündlichen Prüfungen bislang noch nicht abge-
legt hat. Dies ist jedoch auf die von ihm beantragte Ablehnung der beiden 

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Examinatoren und das damit zusammenhängende Beschwerdeverfahren 
bei der Rekurskommission der Universität zurückzuführen; das Verfahren 
war während dem hier interessierenden Herbst- und Frühjahrssemester 
noch hängig bzw. auf seinen Wunsch sistiert (vorne E. 3.4). Sowohl für die 
Ablehnung als auch für die Sistierung trägt der Beschwerdeführer die Ver-
antwortung. Es liegt mithin nicht an der Universität, dass das Ablegen der 
Prüfungen für den Abschluss des Studiums gegenwärtig nicht möglich ist. 
Ob die geltend gemachten Gründe die Ablehnung der Examinatoren 
rechtfertigen, ist Gegenstand des Beschwerdeverfahrens vor der Rekurs-
kommission und nicht der Verwaltungs(justiz)verfahren betreffend die strit-
tigen Gebühren. Dazu ist hier nur festzuhalten, dass die abgelehnten 
Experten jedenfalls nicht offensichtlich ausserstande sind, die Prüfungen 
abzunehmen, handelt es sich doch um Professoren am Departement für 
Biologie der philosophisch-naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität 
Bern, deren Lehrbefugnis das Prüfungsthema offenbar abdeckt (vgl. Ver-
fügung der Universität vom 21.12.2015; act. 1C Beilage 5). Wie es sich 
damit im Einzelnen verhält, haben die Rekurskommission der Universität 
und gegebenenfalls die übergeordneten Rechtsmittelinstanzen im Ableh-
nungsverfahren zu entscheiden.

4.6 Der Beschwerdeführer würde die strittigen Gebühren nicht schul-
den, wenn er während der fraglichen Semester beurlaubt oder exmatriku-
liert gewesen wäre (vgl. vorne E. 3.2). Beides ist hier indes nicht der Fall: 
Wie die ERZ bei anderer Gelegenheit festgehalten hat, kam eine (weitere) 
Beurlaubung wegen Überschreitens der entsprechenden maximalen 
Semesterzahl nicht mehr in Betracht (Entscheid vom 18.9.2015 E. 2.3; 
act. 5A Beilage 5). Hingegen hat die Universität dem Beschwerdeführer für 
das Herbstsemester 2015 unbestrittenermassen angeboten, sich zu ex-
matrikulieren mit der Möglichkeit, sich später zu denselben Bedingungen 
wieder immatrikulieren zu lassen; dieses Angebot lehnte er jedoch ab (vgl. 
Beschwerdeantwort S. 3 f.; Akten ERZ 4A act. 3 S. 2 f.). Für das Frühjahrs-
semsester 2017 hätte der Beschwerdeführer allenfalls auch um (vorüber-
gehende) Exmatrikulation ersuchen können, was er allerdings unterlassen 
hat. Dabei musste ihm aufgrund seiner Ablehnungs- und Sistierungsbegeh-
ren klar sein, dass die mündlichen Prüfungen vorerst nicht durchgeführt 

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werden könnten. Für die Universität gibt es daher auch insoweit keinen 
Grund, auf Benutzungsgebühren zu verzichten.

4.7 Der Beschwerdeführer schuldet somit die Studiengebühren (sowie 
die Semestergebühren) für das Herbstsemester 2015 und das Frühjahrs-
semester 2017. Weitere Beweismassnahmen würden zu keinem anderen 
Ergebnis führen und können unterbleiben. Die Beweisanträge, die der Be-
schwerdeführer stellt (Edition der amtlichen Akten der Verfahren betreffend 
disziplinarischer Verweis und Ablehnung der Examinatoren), werden ab-
gewiesen (zur antizipierten Beweiswürdigung statt vieler BVR 2017 S. 255 
E. 5.1; Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 18 N. 9 f.). Der ange-
fochtene Entscheid hält der Rechtskontrolle stand. Die Beschwerde erweist 
sich als unbegründet und ist abzuweisen.

5.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdeführer kosten-
pflichtig (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Ersatzfähige Parteikosten sind keine an-
gefallen (Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 VRPG).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Der Antrag auf Sistierung des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens in 
Bezug auf die Studiengebühren für das Frühjahrssemester 2017 wird 
abgewiesen.

2. Die Beschwerde wird abgewiesen.

3. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 800.--, werden dem Beschwerdeführer auf-
erlegt.

4. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

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5. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer
- der Beschwerdegegnerin
- der Erziehungsdirektion des Kantons Bern

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.