# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fe52ce9f-4421-512a-97bc-ebbd601a433b
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-24
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 24.11.2025 ZR1 2025 147
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZR1-2025-147_2025-11-24.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Entscheid vom 24. November 2025
mitgeteilt am 2. Dezember 2025

Referenz ZR1 25 147

Instanz Erste zivilrechtliche Kammer

Besetzung Cavegn, Vorsitz
Brun und Moses
Wöll, Aktuarin ad hoc

Parteien A._____, 
Beschwerdeführer

Gegenstand Ablehnung Entlassung aus fürsorgerischer Unterbringung

Anfechtungsobj. Verfügung Psychiatrische Dienste Graubünden (PDGR) vom 
7. November 2025

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Sachverhalt

A. Mit ärztlicher Einweisung vom 20. Mai 2025 wurde A._____ für sechs 
Wochen in der Klinik C._____ zur Behandlung fürsorgerisch untergebracht. Die 
dagegen erhobene Beschwerde wies das Obergericht des Kantons Graubünden mit 
Entscheid vom 12. Juni 2025 ab.

B. Am 16. Juni 2025 ordnete die Klinik C._____ eine Behandlung ohne 
Zustimmung an. Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Obergericht mit 
Entscheid vom 3. Juli 2025 ab.

C. Die Kindes-  und Erwachsenenschutzbehörde Graubünden, Zweigstelle 
Nordbünden (nachfolgend: KESB Nordbünden), brachte A._____ mit Entscheid 
vom 26. Juni 2025 behördlich fürsorgerisch in der Klinik C._____ unter und übertrug 
die Entlassungszuständigkeit der Klinik. Die dagegen erhobene Beschwerde wies 
das Obergericht mit Entscheid vom 14. Juli 2025 ab.

D. A._____ stellte am 7. August 2025 bei der Klinik C._____ ein 
Entlassungsgesuch, welches von der Klinik C._____ gleichentags abgelehnt wurde. 
Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Obergericht mit Entscheid vom 19. 
August 2025 ab. 

E. A._____ stellte am 4. November 2025 bei der Klinik C._____ erneut ein 
Gesuch um Entlassung. Mit Entscheid vom 7. November 2025 lehnte die Klinik 
C._____ das Entlassungsgesuch ab.

F. Dagegen erhob A._____ (nachfolgend Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 
9. November 2025 (Poststempel 10. November 2025) Beschwerde beim 
Obergericht.

G. Am 11. November 2025 ersuchte der Vorsitzende der Ersten zivilrechtlichen 
Kammer des Obergerichts die Klinik C._____ um einen kurzen Bericht zum 
Gesundheitszustand des Beschwerdeführers, zur Art der Behandlung und 
insbesondere darüber, inwiefern die Voraussetzungen für eine fürsorgerische 
Unterbringung aus ärztlicher Sicht gegeben seien. Die Klinik reichte den 
angeforderten Bericht mitsamt den wesentlichen Klinikakten über den 
Beschwerdeführer am 12. November 2025 beim Obergericht ein.

H. Mit prozessleitender Verfügung vom 13. November 2025 beauftragte der 
Vorsitzende der Ersten zivilrechtlichen Kammer Dr. med. B._____ mit der Erstellung 
eines Gutachtens über den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers sowie 

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über die Notwendigkeit der fürsorgerischen Unterbringung. Das Gutachten ging 
innert Frist am 17. November 2025 beim Obergericht ein.

I. Mit Verfügung vom 21. November 2025 wurde der Beschwerdeführer zu der 
für den 24. November 2025 anberaumten Hauptverhandlung vorgeladen. 

J. Der Beschwerdeführer blieb der Hauptverhandlung fern, was die Klinik dem 
Obergericht unmittelbar vor der Hauptverhandlung mitteilte.

Erwägungen

1.1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen die Ablehnung der 
Entlassung aus der fürsorgerischen Unterbringung vom 7. November 2025 (Art. 426 
ff. i.V.m. Art 439 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB). Das Obergericht ist hierfür einzige kantonale 
Beschwerdeinstanz (Art. 450 Abs. 1 ZGB i.V.m. Art. 60 Abs. 1 EGzZGB [BR 
210.100]) und folglich zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig.

1.2. Gemäss Art. 439 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB kann die betroffene Person oder eine ihr 
nahestehende Person bei Abweisung eines Entlassungsgesuchs durch die 
Einrichtung innert zehn Tagen schriftlich beim zuständigen Gericht Beschwerde 
erheben (Art. 439 Abs. 3 i.V.m. Art. 450 und Art. 450b Abs. 2 ZGB). Eine 
Begründung ist nicht notwendig (Art. 450e Abs. 1 ZGB). Vorliegend erfolgte die 
Beschwerde frist- und formgerecht.

2.1. Das Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz richtet sich nach 
Art. 450a ff. ZGB. Ebenfalls zu beachten sind die in den Art. 443 ff. ZGB statuierten 
allgemeinen Verfahrensgrundsätze des erstinstanzlichen Verfahrens, die auch im 
Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz anwendbar sind, soweit das 
Gesetz in den Art. 450 ff. ZGB keine abweichenden Vorschriften aufstellt (DROESE, 
in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl. 2022, 
Art. 450 N. 13). Dies gilt namentlich für die in Art. 446 ZGB verankerte 
uneingeschränkte Untersuchungs- und Offizialmaxime (Abs. 1 und 3) und das an 
gleicher Stelle festgeschriebene Prinzip der Rechtsanwendung von Amtes wegen 
(Abs. 4). Diese Verfahrensgrundsätze sind auch auf die Verfahren vor der 
gerichtlichen Beschwerdeinstanz anwendbar, wobei es im kantonalen 
Rechtsmittelverfahren zu punktuellen Einschränkungen kommt. So kommt etwa die 
Offizialmaxime nur im Rahmen des Anfechtungsobjektes zum Tragen (Urteil des 
Bundesgerichts 5A_532/2020 vom 22. Juli 2020 E. 2; MARANTA, in: 
Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl. 2022, Art. 
446 N. 40 ff.). Aus Art. 450a ZGB ergibt sich schliesslich, dass das Gericht Tat- und 
Rechtsfragen wie auch die Angemessenheit frei überprüft.

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2.2. Das Gesetz schreibt ausdrücklich vor, dass das Gericht aufgrund eines 
Gutachtens entscheiden muss, wenn die betroffene Person an einer psychischen 
Störung leidet (Art. 439 Abs. 3 ZGB i.V.m. Art. 450e Abs. 3 ZGB). Das Gutachten 
muss von einer unabhängigen, im laufenden Verfahren noch nicht involvierten 
sachverständigen Person erstellt werden. Es muss in dem Sinne aktuell sein, dass 
es sich zu den sich im gerichtlichen Verfahren stellenden Fragen äussert (BGE 148 
III 1 E. 2.3.1; 143 III 189 E. 3.2 f.; GEISER/ETZENSBERGER, in: Geiser/Fountoulakis 
[Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl. 2022, Art. 439 N. 50a.; 
GEISER, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. 
Aufl. 2022, Art. 450e N. 19). Die Beschwerdeinstanz muss jedoch nicht zwingend 
ein neues Gutachten in Auftrag geben, wenn bereits im Verfahren vor der KESB ein 
solches erstellt worden ist (vgl. GEISER a.a.O., Art. 450e N. 19 f.). Vorliegend wurde 
ein neues Kurzgutachten über den Beschwerdeführer in Auftrag gegeben. Dr. med. 
B._____ erstattete das am 17. November 2025 erstellte Gutachten gleichentags 
dem Obergericht. Dieses basiert auf einer persönlichen Untersuchung des 
Beschwerdeführers vom 14. November 2025 (siehe act. 05). Das Gutachten ist 
aktuell und ermöglicht es dem Gericht, die sich aus Art. 426 Abs. 1 ZGB ergebenden 
Rechtsfragen zu beantworten. Es kann darauf abgestützt werden.

2.3. Gemäss Art. 450e Abs. 4 Satz 1 ZGB muss die gerichtliche 
Beschwerdeinstanz die betroffene Person in der Regel als Kollegium anhören, was 
faktisch zur Durchführung einer mündlichen Hauptverhandlung führt (BERNHART, 
Handbuch der fürsorgerischen Unterbringung, 2011, N. 848 f.). Das Gericht hat sich 
durch eigene Wahrnehmung davon zu überzeugen, dass die Voraussetzungen für 
eine fürsorgerische Unterbringung gegeben sind (GEISER, a.a.O., Art. 450e N. 22). 
Eine Anhörung ist jedoch nicht immer möglich und sinnvoll. Aus diesem Grund 
schreibt das Gesetz dies nur «in der Regel» vor (GEISER, a.a.O., Art. 450e N. 24). 
Wenn eine Anhörung unmöglich ist, etwa weil die betroffene Person jede Aussage 
verweigert oder aus gesundheitlichen Gründen, die vielleicht gerade in der 
Krankheit liegen, um derentwegen der Betroffene in die Anstalt eingewiesen worden 
ist, kann und muss aufgrund der Akten entschieden werden (BGE 116 II 406 E. 2; 
FASSBIND, in: Kren Kostkiewicz et al. [Hrsg.], Kommentar ZGB, 3. Aufl. 2016, Art. 
450e ZGB N. 4; vgl. ausserdem Botschaft zur Änderung des Schweizerischen 
Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kindesrecht] vom 28. 
Juni 2006, BBI 2007 7001 [zit.: Botschaft], S. 7080).

Mit der Anordnung der mündlichen Verhandlung vom 24. November 2024 (act. 06) 
wurden die Anforderungen in Art. 450e Abs. 4 Satz 1 ZGB umgesetzt. 23 Minuten 
vor der Hauptverhandlung wurde das Obergericht von der Klinik C._____ per E-Mail 

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darüber in Kenntnis gesetzt, dass der Beschwerdeführer es ablehne, den 
Gerichtstermin wahrzunehmen, da sein Anwalt ihn am Termin nicht begleiten wolle 
(act. 07). Daraufhin erschien der Beschwerdeführer nicht zur Verhandlung. 
Aufgrund der Weigerungshaltung des Beschwerdeführers ist eine persönliche 
Anhörung weder möglich noch sinnvoll. Ein Gesuch um Verschiebung der 
Verhandlung im Sinne von Art. 135 lit. b ZPO wurde zudem nicht gestellt. Ebenso 
wenig liess sich der Beschwerdeführer im Verfahren von einem Rechtsanwalt 
vertreten. Ungeachtet dessen hat sich das Obergericht als einzige 
Beschwerdeinstanz mit der Beschwerde zu befassen. Wenn der Beschwerdeführer 
seine Mitwirkung verweigert, kann dies nur zur Folge haben, dass aufgrund der 
Akten entschieden werden muss (BGE 116 II 406 E. 2). Folglich wird im 
vorliegenden Fall Art. 450e Abs. 4 Satz 1 ZGB ausnahmsweise damit Genüge 
getan, dass aufgrund der Akten entschieden wird. 

3.1. Gemäss Art. 426 Abs. 1 ZGB darf eine Person, welche an einer psychischen 
Störung oder an einer geistigen Behinderung leidet oder schwer verwahrlost ist, in 
einer geeigneten Einrichtung untergebracht werden, wenn die nötige Behandlung 
oder Betreuung nicht anders erfolgen kann. Die Belastung und der Schutz von 
Angehörigen und Dritten sind zu berücksichtigen (Abs. 2). Die betroffene Person 
wird entlassen, sobald die Voraussetzungen der Unterbringung nicht mehr erfüllt 
sind (Abs. 3). Die Massnahme gelangt zur Anwendung, wenn eine Person der 
persönlichen Fürsorge oder Pflege bedarf (vgl. GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 
426 – 439 N. 6). Die fürsorgerische Unterbringung dient dem Schutz der betroffenen 
Person und nicht der Umgebung (BGE 140 III 101 E. 6.2.3; vgl. dazu auch Botschaft, 
S. 7062). Für die Anordnung einer fürsorgerischen Unterbringung allein wegen 
Fremdgefährdung bildet Art. 426 ZGB grundsätzlich keine genügende gesetzliche 
Grundlage. Mit anderen Worten darf eine Fremdgefährdung für sich alleine nie 
ausschlaggebend für eine fürsorgerische Unterbringung sein (BGE 145 III 441 E. 
8.3 f. m.w.H.).

3.2. Erste gesetzliche Voraussetzung für eine Anordnung der Massnahme ist eine 
der drei abschliessend genannten Schwächezustände: psychische Störung, 
geistige Behinderung oder schwere Verwahrlosung. Erforderlich ist sodann eine 
sich aus dem Schwächezustand ergebende Notwendigkeit der Behandlung oder 
Betreuung. Weitere Voraussetzung ist, dass der Person die nötige Behandlung oder 
Betreuung nicht auf andere Weise als durch eine Einweisung beziehungsweise 
Zurückbehaltung in einer Einrichtung gewährt werden kann. Gesetzlich verlangt ist 
schliesslich eine geeignete Einrichtung (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
5A_228/2016 vom 11. Juli 2016 E. 3.1). Die genannten Voraussetzungen bedingen 

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sich gegenseitig und sind nur in ihrem Zusammenhang verständlich. Der 
Schwächezustand allein vermag eine fürsorgerische Unterbringung nie zu 
rechtfertigen, sondern immer nur zusammen mit der Notwendigkeit einer 
Behandlung oder Betreuung. Selbst bei Vorliegen einer solchen ist die 
freiheitsbeschränkende Unterbringung aber nur gesetzeskonform, wenn der Zweck 
der Unterbringung nicht mit einer milderen Massnahme erreicht werden kann 
(Verhältnismässigkeitsprinzip) und die Unterbringung für den angestrebten Zweck 
auch tauglich ist (vgl. GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 426 N. 7).

3.3.1. Zu klären ist also zunächst, ob der Beschwerdeführer an einem der in 
Art. 426 Abs. 1 ZGB genannten Schwächezustände leidet, welcher überdies eine 
Behandlung oder Betreuung notwendig werden lässt. Die psychische Störung 
umfasst die anerkannten Krankheitsbilder der Psychiatrie, das heisst Psychosen 
oder Psychopathien, seien sie körperlich begründbar oder nicht (vgl. Botschaft, 
a.a.O., S. 7062). Psychische Störung ist ein Begriff des Rechts, der sich auf die 
medizinische Terminologie abstützt. Der Begriff ist aus der modernen Medizin 
entnommen und entspricht der Klassifikation der WHO (ICD [International 
Classification of Disturbances]; vgl. GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 426 
N. 15 f.).

3.3.2. Im Bericht der Klinik C._____ vom 12. November 2025 wird als 
Hauptdiagnose eine bipolare affektive Störung, gegenwärtig manische Episode mit 
psychotischen Symptomen (F31.2) aufgeführt (act. 03). Im Gutachten vom 17. 
November 2025 wird dieselbe Diagnose gestellt, wobei der Gutachter keine 
eindeutigen psychotischen Symptome feststellen konnte (act. 05). Beim 
Beschwerdeführer wird eine psychische Erkrankung im medizinischen Sinne 
diagnostiziert. Diese Diagnosen sind für das Obergericht nachvollziehbar und es 
kann daraus geschlossen werden, dass beim Beschwerdeführer ein 
Schwächezustand im Sinne von Art. 426 Abs. 1 ZGB vorliegt. Daran ändert auch 
nichts, dass der Beschwerdeführer die Diagnose in seiner Beschwerdeschrift in 
Abrede gestellt hat.

3.4.1. Ein Schwächezustand vermag eine fürsorgerische Unterbringung nur zu 
rechtfertigen, wenn er eine Behandlung oder Betreuung in einer Einrichtung 
notwendig macht. Die Unterbringung in einer Einrichtung muss geeignet sein, den 
Zweck der beabsichtigten Behandlung zu erfüllen, ohne dass eine weniger 
einschneidende Massnahme genügen würde (vgl. dazu GEISER/ETZENSBERGER, 
a.a.O., Art. 426 N. 22 ff.). Eine Unterbringung fällt gemäss der Botschaft zum neuen 
Erwachsenenschutzrecht deshalb nur als ultima ratio in Betracht (Botschaft, a.a.O., 
S. 7062). Als mildere Massnahmen kommt den ambulanten Massnahmen und der 

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Nachbetreuung nach kantonalem Recht sowie der freiwilligen Sozialhilfe 
entscheidende Bedeutung zu (GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 426 N. 24). Der 
Grundsatz der Verhältnismässigkeit verlangt, dass eine fürsorgerische 
Unterbringung nur verfügt beziehungsweise nur solange aufrechterhalten werden 
darf, als mit einer konkreten Selbst- oder Fremdgefährdung von einem gewissen 
Ausmass zu rechnen ist. So hat das Bundesgericht festgehalten, dass es für die 
Beurteilung des Behandlungs- beziehungsweise Betreuungsbedarfs wesentlich sei, 
mit welcher konkreten Gefahr für die Gesundheit oder das Leben der betroffenen 
Person bzw. von Dritten zu rechnen sei, wenn die Behandlung der gutachterlich 
festgestellten Krankheit beziehungsweise die Betreuung unterbleibe (BGE 140 III 
105 E. 2.4, 140 III 101 E. 6.2.2).

3.4.2. Im Bericht der Klinik C._____ vom 12. November 2025 wird ausgeführt, die 
stationäre Unterbringung des Patienten sei aufgrund seiner anhaltenden bipolaren 
affektiven Störung, gegenwärtiger manischen Episode mit psychotischen 
Symptomen dringlichst kontinuierlich medikamentös zu behandeln. Der 
Beschwerdeführer sei in seiner gegenwärtigen psychischen Verfassung nicht in der 
Lage, die Konsequenzen und die Tragweite seiner Entscheidungen und 
Handlungen einzusehen oder persönliche Fürsorge zu tragen. Es seien auch 
Bereiche wie Selbstfürsorge, Abschluss der Lehre und Wohnen betroffen, die 
Themen seien weiterhin offen und könnten aufgrund der psychischen Verfassung 
noch nicht ausreichend bearbeitet werden. Das Thema Finanzen sei aber 
unterdessen an den Beistand abgetreten worden (act. 03). Der Gutachter führt aus, 
eine Behandlung und Betreuung des Beschwerdeführers auf der gegenwärtigen 
Station sei aufgrund der deutlich manischen Symptomatik aktuell indiziert. Aufgrund 
fehlender Krankheitseinsicht und fehlender Einsicht in die Notwendigkeit der 
Behandlung sei eine weniger einschneidende Behandlung momentan nicht 
durchführbar, womit die fürsorgerische Unterbringung notwendig sei, da sonst damit 
zu rechnen wäre, dass der Beschwerdeführer die Behandlung sofort absetzen 
würde, was mit grosser Wahrscheinlichkeit eine Verschlechterung des Zustands zur 
Folge hätte (act. 05, Antwort zu Fragen 2 und 3).

Die Beurteilungen der Klinik C._____ und der Gutachterin sind für das Obergericht 
nachvollziehbar, weshalb grundsätzlich von einer notwendigen Behandlung der 
festgestellten psychischen Störungen, idealerweise im Rahmen eines stationären 
Aufenthalts, ausgegangen werden muss. 

3.5.1 Erforderlich ist des Weiteren eine konkrete Selbst- oder Fremdgefährdung 
von einem gewissen Ausmass. Dabei hat die Beschwerdeinstanz bei ihrer 
Entscheidfindung wiederum auf die ihr vorliegenden Akten abzustellen.

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3.5.2 Die Klinik C._____ hielt in ihrem Bericht vom 12. November 2025 fest, dass 
sich der Zustand des Beschwerdeführers seit Ende August verschlechtert habe, 
wobei der Patient mit grob verbal und physisch distanzgemindertem Verhalten 
sowie teilweise Grössenideen imponiere. Im Gespräch zeige er sich 
formalgedanklich teilweise stark eingeengt, perseverierend um sexuelle Themen 
und er berichte intermittierend über Vergiftungsängste. Letzteres beziehe sich auf 
die verordnete Medikation. Im Kontakt zeige er sich misstrauisch, affektlabil, 
parathym lachend sowie verbal herabwürdigend und intermittierend drohend. Es 
bestehe eine stark ausgeprägte Konzentrationsstörung sowie subjektiv 
empfundene Zukunftsängste. Die Medikation sei im Rahmen der Behandlung ohne 
Zustimmung eingenommen worden, wobei der Wirkspiegel bezüglich Inverga nicht 
im therapeutischen Range gelegen habe, was an einem Ausspucken nach 
Einnahme liegen könne. Im Rahmen der manischen Episode sei es mehrfach zu 
bedrohlichem Verhalten gegenüber Mitpatientinnen und Mitpatienten gekommen. 
Die Compliance betreffend die psychopharmakologische Behandlung und die 
Einsicht in die gegenwärtige Krankheitsphase seien weiterhin deutlich 
eingeschränkt, was durch Aussagen hinsichtlich Einnahme von ausschliesslich 
pflanzlichen Mitteln unterstrichen worden sei. Zusammengefasst bestehe weiterhin 
ein manisch-psychotischer Zustand, der dringlich eine kontinuierliche Behandlung 
erfordere. Der Behandlungsplan sei bei unzureichender Wirkung von Valproat 
ergänzt bzw. um Lithium/Quilonorm und Risperidon erweitert worden. In den 
folgenden Wochen habe sich eine minimale Besserung der Symptomatik gezeigt, 
wobei die beschriebenen Symptombereiche weiterhin bestanden hätten. Am 10. 
November 2025 habe der Beschwerdeführer auf die offen geführte Notfallstation 
verlegt werden können. Auch hier imponiere der Beschwerdeführer logorrhoisch 
deutlich distanzgemindert und enthemmt (act. 03).

Der Gutachter Dr. med. B._____ führt aus, der Beschwerdeführer trete logorrhoisch, 
etwas sprunghaft, deutlich distanzgemindert und enthemmt auf. Es bestehe 
keinerlei Krankheitseinsicht und keine Einsicht in die Notwendigkeit einer 
Behandlung (act. 05, Medizinische Beurteilung). Er sei nur sehr bedingt in der Lage, 
sein Verhalten und seine Aggressivität zu steuern. Dadurch bestehe eine grosse 
Gefahr, dass sich der Beschwerdeführer im Falle einer Aufhebung der 
fürsorgerischen Unterbringung gefährlichen Situationen aussetzen oder zumindest 
die Selbstfürsorge deutlich vernachlässigen würde (act. 05, Antwort auf Frage 4).

3.5.3 Die Ausführungen der Klinik C._____ und insbesondere jene des Gutachters, 
wonach es dem Beschwerdeführer nur sehr bedingt gelinge, seine Aggressivität zu 
steuern, und bei Unterbleiben der Behandlung damit zu rechnen wäre, dass er sich 

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gefährlichen Situationen aussetzen oder zumindest die Selbstfürsorge deutlich 
vernachlässigen würde, was eine konkrete Selbstgefährdung des 
Beschwerdeführers darstelle, sind für das Obergericht ohne Weiteres 
nachvollziehbar (act. 05, Antwort auf Fragen 4 und 5).

4. Schliesslich ist eine mildere Massnahme als die fürsorgerische 
Unterbringung für das Gericht zum Zeitpunkt des Entscheids nicht ersichtlich. Das 
Obergericht stützt sich auf die Auffassung der Klinik C._____ und des Gutachters, 
wonach aufgrund der offensichtlich fehlenden Krankheits- und 
Behandlungseinsicht, der mangelnden Kooperationsfähigkeit, welche nur im 
Rahmen der stationären Behandlung ein Stück weit gegeben sei, der 
fortbestehenden manischen Episode sowie der anhaltenden Eigen- und 
Fremdgefährdung derzeit weder eine freiwillige stationäre Weiterbehandlung noch 
eine ambulante Massnahme oder eine Betreuung im sozialen Umfeld derzeit 
realistisch umsetzbar erscheint. Vielmehr erweist sich die Compliance des 
Beschwerdeführers weiterhin äusserst fragil und deutlich eingeschränkt. Die 
fürsorgerische Unterbringung erscheint daher weiterhin als verhältnismässig. 

5. Die Rechtmässigkeit der fürsorgerischen Unterbringung bedingt schliesslich 
gemäss Art. 426 Abs. 1 ZGB das Vorhandensein einer für die notwendige 
Behandlung und Betreuung geeigneten Einrichtung. Der Begriff der Einrichtung ist 
weit auszulegen. Gemeint ist jede organisatorische Einheit, in der einer Person 
ohne oder gegen ihren Willen persönliche Fürsorge unter spürbarer Einschränkung 
der Bewegungsfreiheit erbracht werden kann (GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 
426 N. 35). Sie muss die wesentlichen Schutzbedürfnisse der eingewiesenen 
Person abdecken. Es kann nicht verlangt werden, dass eine geradezu ideale Anstalt 
zur Verfügung steht. Das Obergericht teilt die Meinung des Gutachters, dass der 
offene Bereich in einer psychiatrischen Einrichtung im jetzigen Zeitpunkt im 
Verhältnis zum psychischen Zustand des Beschwerdeführers die bestmögliche 
Unterbringungsform ist. Die Klinik C._____ stellt grundsätzlich eine geeignete 
Einrichtung dar. Das Obergericht stellt allerdings fest, dass der Beschwerdeführer 
seit Einweisung in die Klinik im Mai 2025 kaum Fortschritte erzielt und sich sein 
Zustand – soweit es sich aus den Akten ergibt – kaum verändert hat. Welche 
Umstände dieser Entwicklung zugrunde liegen, kann vom Obergericht nicht beurteilt 
werden. Es obliegt der KESB zu prüfen, ob sich beim Beschwerdeführer allenfalls 
eine Verlegung in eine andere, für diesen besser geeignete Einrichtung aufdrängt.

6. Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass die Voraussetzungen für 
eine fürsorgerische Unterbringung vorliegend nach wie vor erfüllt sind. Die 

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Beschwerde gegen die Ablehnung des Entlassungsgesuchs durch die Klinik 
C._____ ist daher abzuweisen.

7. Die Kostenverlegung richtet sich gemäss dem in Art. 60 Abs. 5 und Art. 63 
Abs. 5 EGzZGB enthaltenen Verweis subsidiär nach den Bestimmungen der ZPO. 
Art. 106 Abs. 1 ZPO bestimmt, dass die Prozesskosten grundsätzlich der 
unterliegenden Partei auferlegt werden. Aus der definitiven Steuerveranlagung 
2024 geht hervor, dass der Beschwerdeführer bisher über ein regelmässiges 
Einkommen sowie über Vermögen verfügt. Weil die Beschwerde gegen die 
Ablehnung des Entlassungsgesuchs vom 7. November 2025 abgewiesen wird und 
keine besonderen Umstände vorliegen, welche einen Verzicht auf die 
Kostenerhebung rechtfertigen würden (Art. 63 Abs. 3 EGzZGB), gehen die Kosten 
des Beschwerdeverfahrens von insgesamt CHF 2'450.00 (CHF 1'500.00 
Gerichtsgebühr und CHF 950.00 Gutachterkosten) vollumfänglich zu Lasten des 
Beschwerdeführers.

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Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von insgesamt CHF 2'450.00 
(CHF 1'500.00 Gerichtsgebühr und CHF 950.00 Gutachterkosten) gehen zu 
Lasten des Beschwerdeführers.

3. [Rechtsmittelbelehrung] 

4. [Mitteilung an:]