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**Case Identifier:** 14471f33-27bd-5430-a5c0-5e0822df6ba6
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-10-08
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 08.10.2020 720 19 17/234
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-19-17-234_2020-10-08.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 8. Oktober 2020 (720 19 17 / 234) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

IV-Rente / Würdigung des medizinischen Sachverhalts / Einholung eines Ergänzungsbe-

richts der Administrativgutachterin  

 

 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kan-

tonsrichter Christof Enderle, Gerichtsschreiber Markus Schäfer 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Raffaella Biaggi, Advo-
katin, Advokatur Biaggi, St. Jakobs-Strasse 11, Postfach, 4002 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  
 
 
 
A. Die 1964 geborene A.____, gelernte Coiffeuse, meldete sich am 12. Juli 2011 unter 
Hinweis auf eine Allergie an den Händen bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) 
zum Bezug von Leistungen an. Die IV-Stelle Basel-Landschaft klärte die gesundheitlichen und 
die erwerblichen Verhältnisse ab, wobei sie bei der Versicherten ab 1. Juli 2012 (Ablauf des 
Wartejahres) einen Invaliditätsgrad von 8 % und ab 28. Januar 2013 einen solchen von 54 % 
ermittelte. Gestützt auf diese Ergebnisse sprach die IV-Stelle A.____ nach durchgeführtem 

 

 
 
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Vorbescheidverfahren rückwirkend ab 1. Januar 2013 eine halbe Rente zu. Die Rentenzuspra-
che erfolgte dabei in Form von zwei Verfügungen, die beide vom 21. Dezember 2018 datieren: 
In der einen Verfügung setzte die IV-Stelle die laufende Rente ab 1. Januar 2019 fest und in der 
anderen Verfügung entschied sie über den Anspruch für den Zeitraum vom 1. Januar 2013 bis 
31. Dezember 2018. 
 
B. Gegen diese beiden Verfügungen vom 21. Dezember 2018 erhob A.____, vertreten 
durch Advokatin Raffaella Biaggi, am 14. Januar 2019 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abtei-
lung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte sie, es seien die angefochte-
nen Verfügungen aufzuheben und es sei die IV-Stelle zu verurteilen, ihr eine ganze Invaliden-
rente spätestens ab Februar 2015 auszurichten. Eventualiter sei ein Obergutachten durch das 
Gericht einzuholen; unter o/e-Kostenfolge. Am 16. Januar 2019 liess die Beschwerdeführerin 
dem Kantonsgericht im Nachgang zur Beschwerde einen Bericht des behandelnden Psychia-
ters Dr. med. B.____, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 7. Januar 2019 zukommen.  
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 4. März 2019 beantragte die IV-Stelle die Abweisung der 
Beschwerde. Zudem legte sie ihren Ausführungen eine Beurteilung von pract. med. C.____, 
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD) beider Basel, 
vom 6. Februar 2019 bei.  
 
D. Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels hielten die Beschwerdeführerin mit Replik 
vom 10. März 2019 und die IV-Stelle mit Duplik vom 12. April 2019 an ihren bisherigen Anträ-
gen und wesentlichen Vorbringen fest.  
 
E. Anlässlich der Urteilsberatung vom 6. Juni 2019 gelangte das Kantonsgericht zur Auf-
fassung, dass eine abschliessende Beurteilung der Angelegenheit gestützt auf die vorhandene 
Aktenlage nicht möglich sei. Es erwog, dass sich die IV-Stelle bei der Beurteilung des Gesund-
heitszustands und der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin wesentlich auf das psychiatri-
sche Gutachten von Prof. Dr. med. D.____, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 
29. September 2017 stütze. Dieses Gutachten werfe jedoch inhaltlich in einem massgebenden 
Punkt Fragen auf. So verweise die Expertin ausdrücklich auf "erhebliche Inkonsistenzen“, die 
sich bei der Versicherten im Rahmen der Begutachtung gezeigt hätten. Die Expertin unterlasse 
es jedoch, diese Feststellung näher zu begründen. Diesem Mangel komme insofern besondere 
Bedeutung zu, als die IV-Stelle in ihrer Beweiswürdigung diesen von der Gutachterin festgehal-
tenen “erheblichen Inkonsistenzen“ ein grosses Gewicht beigemessen habe. Bei dieser Sachla-
ge sei es, so das Fazit des Kantonsgerichts, angezeigt, den Fall auszustellen und die Gutachte-
rin Prof. Dr. D.____ zu bitten, ihre Feststellung, wonach sich bei der Explorandin anlässlich der 
Begutachtung “erhebliche Inkonsistenzen“ gezeigt hätten, einlässlicher zu begründen. Mit sepa-
ratem Schreiben vom 11. Juli 2019 erging die entsprechende Anfrage an Prof. Dr. D.____. 
 
F. Nachdem sie seitens des Kantonsgerichts mehrfach auf die ausstehende Stellung-
nahme hingewiesen worden war, liess Prof. Dr. D.____ dem Kantonsgericht am 29. April 2020 
ihr Antwortschreiben zukommen. Die Parteien äusserten sich mit Eingaben vom 5. Mai 2020 
(Beschwerdeführerin) bzw. vom 8. Mai 2020 (IV-Stelle) zu diesen ergänzenden Ausführungen 

 

 
 
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von Prof. Dr. D.____. Anschliessend wurde die Angelegenheit mit Verfügung vom 12. Mai 2020 
erneut dem Gericht zur Beurteilung überwiesen.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versiche-
rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden 
Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig-
keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes 
über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beur-
teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons 
Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die Beschwerde der Versicherten vom 
14. Januar 2019 ist demnach einzutreten. 
 
2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig 
gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c).  
 
2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfä-
higkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei 
langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich 
berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder 
längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge 
von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit 
ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur-
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt 
zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit 
sind nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung 
zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objekti-
ver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2).  
 
2.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt ab-
gestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 
70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie 
zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist.  
 

 

 
 
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2.4 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG 
anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das 
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh-
rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 
invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Dies ist die allgemeine Methode des Einkom-
mensvergleichs (BGE 141 V 15 E. 3.2) mit den Untervarianten des Schätzungs- oder Prozent-
vergleichs (BGE 114 V 310 E. 3a) und der ausserordentlichen Methode (BGE 128 V 29). 
 
3.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Un-
terlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung 
zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beur-
teilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 
versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige 
Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person 
noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
3.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle an-
deren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).  
 
3.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens einge-
holten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobach-
tungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Er-
örterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle 
Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Ex-

 

 
 
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pertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 
vom 6. März 2019, 9C_609/2018, E. 3.2.2).  
 
4. Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchti-
gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich an-
erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 49 E. 1.2, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Zu 
betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltenden psychischen Leiden belastenden 
psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen kein Krankheitswert zukommt. Ein 
invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 
IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und Erwerbsfähig-
keit wesentlich beeinträchtigt. Ist eine psychische Störung von Krankheitswert schlüssig erstellt, 
kommt der weiteren Frage zentrale Bedeutung zu, ob und inwiefern, allenfalls bei geeigneter 
therapeutischer Behandlung, von der versicherten Person trotz des Leidens willensmässig er-
wartet werden kann, zu arbeiten und einem Erwerb nachzugehen (BGE 127 V 294 E. 5a mit 
Hinweisen). Zur Annahme einer durch eine psychische Gesundheitsbeeinträchtigung verur-
sachten Erwerbsunfähigkeit genügt es also nicht, dass die versicherte Person nicht hinreichend 
erwerbstätig ist; entscheidend ist vielmehr, ob anzunehmen ist, die Verwertung der Arbeitsfä-
higkeit sei ihr sozial-praktisch nicht mehr zumutbar oder - als alternative Voraussetzung - sogar 
für die Gesellschaft untragbar (BGE 102 V 165; vgl. auch BGE 127 V 294 E. 4c in fine). 
 
5.1 Die IV-Stelle holte zur Abklärung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit 
der Versicherten bei den Dres. med. E.____, Innere Medizin und Rheumatologie FMH, und 
F.____, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, das bidisziplinäre (rheumatologi-
sche/psychiatrische) Gutachten vom 12. Dezember 2013 ein. Darin erhoben die beiden Fach-
ärzte als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches lumbospondylo-
genes Schmerzsyndrom (ICD-10 M54.5), ein chronisches Schmerzsyndrom Schulter rechts bei 
Status nach Schulterkontusion am 16. Juli 2012 und eine reaktive depressive Störung mittel-
gradigen Ausmasses (ICD-10 F32.1). Zur Frage der Arbeitsfähigkeit führten die Dres. E.____ 
und F.____ im Rahmen ihrer Konsensbeurteilung aus, aus rheumatologischer Sicht bestehe für 
sämtliche leichte leidensadaptierte Tätigkeiten, die in Wechselbelastung sowie ohne Benutzen 
des rechten Arms über der Horizontalen durchgeführt würden, eine 100 %-ige Arbeitsfähigkeit 
ohne Leistungseinbusse. In der angestammten Tätigkeit als Verkäuferin, welche die Exploran-
din in den letzten Jahren in verschiedenen Anstellungen ausgeübt habe, lasse sich eine Ein-
schränkung von 20 % ausweisen, dies bedingt durch das längere Stehen an Ort sowie im Rah-
men der dabei teils notwendigen Überkopfarbeiten. Aus psychiatrischer Sicht benötige die Ex-
plorandin einen erhöhten Pausenbedarf, ebenso seien Tätigkeiten unter Zeitdruck nicht mög-
lich. Eine adaptierte, eher gleichförmige Tätigkeit sollte der Explorandin jedoch halbtags mög-
lich sein. Zusammenfassend bestehe somit aus rheumatologischer und psychiatrischer Sicht 
leidensadaptiert eine 50 %-ige Arbeitsfähigkeit.  
 
5.2 Im rheumatologischen Verlaufsgutachten vom 5. Februar 2015 erhob Dr. E.____ die 
gleichen und insgesamt unveränderten Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit 
wie in seinem vorerwähnten Gutachten vom Dezember 2013 und auch in Bezug auf die Arbeits-
fähigkeit der Explorandin hielt er fest, dass im Rahmen der aktuellen Verlaufsbegutachtung im 

 

 
 
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Vergleich zur letztmaligen Exploration aus rheumatologischer Sicht keine Änderung der Arbeits-
fähigkeit ausgewiesen werden könne.  
 
5.3 Dr. F.____ erhob in seinem psychiatrischen Verlaufsgutachten vom 20. Juli 2016 neu 
als Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit einen hochgradigen Verdacht auf eine 
Erkrankung aus dem schizophrenen Formenkreis (ICD-10 F20). Zudem diagnostizierte er eine 
rezidivierende depressive Störung mit möglicher wahnhafter Symptomatik, aktuell vorwiegend 
eine labile Affektivität (ICD-10 F33.3) und differenzialdiagnostisch eine Persönlichkeitsände-
rung, isolierte wahnhafte Störung. Er empfehle, nochmals eine eingehende diagnostische Ab-
klärung im stationären oder halbstationären Rahmen durchzuführen und eine medikamentöse 
Behandlung einzuleiten. Im jetzigen Zustand sei die Explorandin nicht in der Lage, eine Tätig-
keit in der freien Wirtschaft zu verrichten, da sie unter sehr starken Stimmungsschwankungen 
leide, kognitiv beeinträchtigt sei und im Verhalten inadäquat und unangepasst wirke. Es sei mit 
Exazerbationen zu rechnen, sodass sie einem potentiellen Arbeitgeber nicht zugemutet werden 
könne.  
 
5.4 In seiner Beurteilung des Verlaufsgutachtens von Dr. F.____ wies der RAD-Arzt pract. 
med. C.____ am 15. Februar 2017 darauf hin, dass eine schizophrene Erkrankung bisher noch 
von keinem involvierten Psychiater diagnostiziert worden sei. Eine solche sei auch untypisch, 
weil bei der Versicherten bis ins Jahr 2014 eine unauffällige Entwicklung vorliege. Er erachte 
deshalb eine nochmalige psychiatrische Begutachtung als notwendig.  
 
5.5 Gestützt auf diese Empfehlung des RAD-Arztes pract. med. C.____ beauftragte die IV-
Stelle Prof. Dr. D.____ mit einer psychiatrischen Begutachtung der Versicherten.  
 
5.5.1 In ihrem Gutachten vom 29. September 2017 hielt die Expertin bei der Versicherten als 
psychiatrische Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depres-
sive Störung, gegenwärtig mittelgradig (ICD-10 F33.1), und eine chronische Schmerzstörung 
mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41) fest. Als Leiden ohne Auswirkun-
gen auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizierte sie eine akzentuierte Persönlichkeit mit selbstunsi-
cheren und histrionischen Persönlichkeitszügen (ICD-10 Z73) und eine Tabakabhängigkeit 
(ICD-10 F17.25).  
 
5.5.2 In ihrer Beurteilung führte die Gutachterin aus, die Explorandin wirke affektiv bedrückt, 
beklage Ängste und eine psychomotorische Unruhe, weise deutliche Störungen von Konzentra-
tion und Aufmerksamkeit auf und zeige Ein- und Durchschlafstörungen. Die Beschwerden wür-
den sich auch in der neuropsychologischen Diagnostik zeigen, wo ein Schwerpunkt auf Störun-
gen der Aufmerksamkeit und der exekutiven Funktionen liege. Auch in der Selbstauskunft gebe 
sie eine schlechte Lebensqualität an und erreiche erhöhte Werte im Screening-Test für Angst 
und Depression und auffällige Werte im Schlafinventar. Sie erfülle damit die Kriterien einer ak-
tuell mittelschweren depressiven Episode. Diese sei einzuordnen im Rahmen einer rezidivie-
renden depressiven Störung, wozu auch der Erkrankungsbeginn im mittleren Lebensalter pas-
se. Diese Diagnose hänge eng zusammen mit der subjektiven Hauptsymptomatik, einer 
Schmerzsymptomatik. Es sei zu berücksichtigen, dass sich die Explorandin nicht als psychisch, 

 

 
 
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sondern ausschliesslich als körperlich krank erlebe. Auch wenn sich verschiedentlich somati-
sche Faktoren und auch Unfallereignisse als Auslöser einer jeweiligen Verschlechterung finden 
liessen, sei die Schmerzverarbeitung jedoch im Sine einer somatoformen Störung beeinträch-
tigt. Dies sei auch durch die rheumatologischen Gutachten von Dr. E.____ belegt. Ähnlich wie 
beim Vorgutachter Dr. F.____ gehe die Beschwerdeschilderung jetzt mit einem sehr auffälligen 
Verhalten einher. Es lasse sich ein kindlich-naives bis -trotziges, zum Teil manieriertes und the-
atralisches Verhalten beobachten. Bei der strukturierten Persönlichkeitsdiagnostik im "Big Five 
Inventory" (BFI) und im "Persönlichkeits-Stil-und Störungsinventar" (PSSI) habe sich kein ein-
deutiges Muster gefunden. Dennoch hätten sich in beiden Instrumenten Hinweise gezeigt auf 
eine eher zurückhaltende, unsichere, depressive Struktur, die sich um Verträglichkeit bemühe. 
Einen Anhaltspunkt für eine Persönlichkeitsstörung finde sich gleichwohl nicht. Die Entwicklung 
in Kindheit, Schulzeit und Jugend sei unauffällig. Die Explorandin sei in der Lage gewesen, eine 
Familie zu gründen, sei 16 Jahre verheiratet gewesen und habe auch zwei Kinder grossgezo-
gen. Es würden jedoch sicher akzentuierte Persönlichkeitszüge vorliegen, die am ehesten einen 
selbstunsicheren und histrionischen Charakter hätten. Zudem könne angenommen werden, 
dass die Explorandin über eine eher niedrige Intelligenz verfüge. Bei der jetzigen neuropsycho-
logischen Untersuchung habe sie sogar Ergebnisse gezeigt, die auf eine leichte Intelligenzmin-
derung hindeuten würden. Bei der neuropsychologischen Untersuchung hätten sich allerdings 
mehrere Hinweise auf Inkonsistenzen gezeigt, die darauf schliessen liessen, dass das gezeigte 
Leistungsniveau nicht dem tatsächlichen entspreche. Auf die Diagnose einer Intelligenzminde-
rung sei deshalb verzichtet worden. Was die vom Vorgutachter Dr. F.____ für möglich gehalte-
ne Erkrankung aus dem schizophrenen Formenkreis angehe, sei festzuhalten, dass sich keine 
wesentlichen schizophrenen Kernsymptome finden würden. Zudem wäre das Erkrankungsalter 
mit weit über 40 Jahren untypisch. Sicherlich könne das bizarr-manieriert anmutende Verhalten 
zusammen mit den von ihr geschilderten Halluzinationen den Verdacht auf eine psychotische 
Störung lenken, dennoch seien die von ihr angegebenen Halluzinationen am ehesten synthym 
im Rahmen ihrer affektiven Störung. 
 
5.5.3 In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit gelangte die Gutachterin zum Schluss, dass diese in 
Anbetracht der trotz aller Inkonsistenzen sicher bestehenden mittelschweren depressiven 
Symptomatik in Bezug auf sämtliche Tätigkeiten mit 50 % einzuschätzen sei. Dabei würden 
insbesondere Störungen der Konzentration, der Aufmerksamkeit und der Durchhaltefähigkeit 
auftreten. Sicher beeinträchtigt seien auch das Planen und Strukturieren von Aufgaben oder die 
Flexibilität und Umstellfähigkeit. Die Explorandin weise jedoch keine Störungen der Selbstfür-
sorge, der Kontaktfähigkeit oder der Gruppenfähigkeit auf.  
 
6.1 In ihrer Beschwerde vom 14. Januar 2019 beanstandete die Versicherte, dass es sich 
beim Gutachten von Prof. Dr. D.____ um eine unzulässige second opinion handle. Die IV-Stelle 
hätte diese nicht einholen dürfen, da der medizinische Sachverhalt aufgrund des psychiatri-
schen Gutachtens von Dr. F.____ vom 20. Juli 2016 bereits umfassend abgeklärt gewesen sei. 
Bereits anlässlich der Urteilsberatung vom 6. Juni 2019 gelangte das Kantonsgericht zur Auf-
fassung, dass dieser Betrachtungsweise der Beschwerdeführerin nicht beigepflichtet werden 
könne. Es hielt der Versicherten in seinem Beschluss vom genannten Tag vorab entgegen, 
dass sie Einwendungen gegen eine neuerliche Begutachtung (gemäss der “Ankündigung psy-

 

 
 
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chiatrische Begutachtung“ vom 15. Februar 2017) mittels Beschwerde hätte geltend machen 
können, wovon sie indessen abgesehen hat (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 21. Januar 
2019, 9C_382/2018, E. 4.1). Sodann erachtete das Kantonsgericht die Anordnung eines zwei-
ten Gutachtens aber auch deshalb als gerechtfertigt, weil Dr. F.____ in seinem Verlaufsgutach-
ten vom 20. Juli 2016 im Vergleich zu seiner im Jahr 2013 erfolgten Erstbegutachtung zwar 
eine neue (Verdachts-) Diagnose - einen hochgradigen Verdacht auf Erkrankung aus dem schi-
zophrenen Formenkreis, ICD-10 F20) - gestellt, hierzu aber selber eingehendere weitere Abklä-
rungen empfohlen hatte (vgl. E. 2.2 des Beschlusses vom 6. Juni 2019).  
 
6.2.1 Das Kantonsgericht gelangte anlässlich der Urteilsberatung vom 6. Juni 2019 aller-
dings auch zum Ergebnis, dass das psychiatrische Gutachten von Prof. Dr. D.____ vom 
29. September 2017 inhaltlich in einem massgebenden Punkt Fragen aufwerfe. So verweise die 
Expertin ausdrücklich auf "erhebliche Inkonsistenzen“, die sich bei der Versicherten im Rahmen 
der Begutachtung gezeigt hätten. Die Expertin unterlasse es jedoch, diese Feststellung näher 
zu begründen. Dem Mangel, dass das Gutachten in diesem Punkt unzureichend begründet sei, 
komme nun aber insofern besondere Bedeutung zu, als die IV-Stelle in ihrer Beweiswürdigung 
diesen von der Gutachterin festgehaltenen “erheblichen Inkonsistenzen“ ein grosses Gewicht 
beigemessen habe. Das Kantonsgericht beschloss deshalb, den Fall auszustellen und die Gut-
achterin Prof. Dr. D.____ zu bitten, ihre Feststellung, wonach sich bei der Explorandin anläss-
lich der Begutachtung “erhebliche Inkonsistenzen“ gezeigt hätten, einlässlicher zu begründen 
(vgl. E. 3 des Beschlusses vom 6. Juni 2019).  
 
6.2.2 Diesem Ersuchen kam Prof. Dr. D.____ mit Antwortschreiben vom 29. April 2020 nach. 
Darin wies sie vorab darauf hin, dass die Versicherte in den medizinischen Unterlagen - so etwa 
in den beiden Gutachten von Dr. F.____ - immer wieder als auffällig beschrieben werde. Einer-
seits sei die Explorandin verwirrt, anderseits aber in der Lage, ein- bis dreimal in der Woche mit 
einer Kollegin abzumachen sowie den Haushalt zu führen. Sie habe allgemeine Interessen, lese 
jeden Tag die Zeitung, weil sie wissen müsse, was in der Welt passiere. Auch sei sie in der La-
ge gewesen, eine Berufsbildung zu machen und sogar selbständig zu arbeiten. Dies sei im All-
gemeinen nicht mit einer unterdurchschnittlichen Intelligenz zu leisten. In der neuropsychologi-
schen Untersuchung habe sie in vielen Tests ausgeprägt schlechte Ergebnisse gezeigt, was 
sich in der Übersicht mit einer Abweichung von -3 Standartabweichungen dargestellt habe. 
Solch schwere Defizite sehe man sonst bei mittelschweren bis schweren Demenzen, wobei das 
Muster dann ein wenig anders sei: Bei der Explorandin sei das Gedächtnis weniger, bei De-
menzkranken wäre es stärker betroffen. Insofern liege bei der Explorandin ein "pseudodemen-
tes" Verhalten vor. In mehreren der durchgeführten Tests liessen sich orientierende Rück-
schlüsse auf die Intelligenz ziehen. So habe sich im einen Test ein IQ von etwa 70, in einem 
andern ein solcher von 40 ergeben. Ihr Mitarbeiter, der die Tests durchgeführt habe, habe des-
halb zu Recht formuliert, dass das präsentierte Bild schlechter ausfalle, als die tatsächliche 
Leistungsfähigkeit wohl sei. Dies zeige sich auch, wen man die Ergebnisse der Testung mitei-
nander vergleiche. Eine hirnorganische Ursache habe wiederholt durch MRT-Untersuchungen 
ausgeschlossen werden können. Zur Konsistenz habe sie, so Prof. Dr. D.____ weiter, im Gut-
achten ausgeführt, dass die Versicherte einerseits über eine fast nicht vorhandene Belastbar-
keit geklagt habe, anderseits aber mit relativ einfachen Aufforderungen, weiter zu machen, zu 

 

 
 
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einer insgesamt fünfstündigen Untersuchung habe bewegt werden können. Sie habe sogar 
vermittelt, dass sie sich bei der Untersuchung wohl gefühlt habe. Zusammen mit den Ergebnis-
sen der neuropsychologischen Untersuchungen, die ein inkonsistentes Bild ergeben hätten, den 
klinischen Befunden und den Angaben im Dossier habe sie dann von "erheblichen Inkonsisten-
zen" gesprochen. Sie habe auch auf die Ausgestaltung der Beschwerden hingewiesen, die ei-
nen theatralischen Charakter gehabt habe. Letztendlich liege eine Beschwerdeverdeutlichung 
und Aggravation vor. Trotz all dieser Inkonsistenzen habe sie im Gutachten psychiatrische Di-
agnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit gestellt, auch weil die Versicherte immerhin 
in zwei Kliniken stationär beobachtet worden sei und man dort jedes Mal eine psychische 
Krankheit diagnostiziert und behandelt habe.  
 
6.3 In ihrer Stellungnahme vom 5. Mai 2020 zum Ergänzungsbericht der Gutachterin vom 
29. April 2020 monierte die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin, dass Prof. Dr. D.____ 
die behaupteten Inkonsistenzen nach wie vor nicht beschreibe. Vielmehr sei das Verhalten der 
Versicherten - wie von den behandelnden Ärzten beschrieben - bizarr und sie könne deshalb 
keinem Arbeitgeber zugemutet werden. Zudem sei Prof. Dr. D.____ auf Demenzerkrankungen 
spezialisiert, weshalb sie in der vorliegenden Angelegenheit nicht qualifiziert sei. Demgegen-
über vertrat die IV-Stelle in ihrer Eingabe vom 8. Mai 2020 zum gutachterlichen Ergänzungsbe-
richt die Auffassung, Prof. Dr. D.____ habe ihre Einschätzung, wonach erhebliche Inkonsisten-
zen bestehen würden, mit ihren zusätzlichen Ausführungen schlüssig begründet. Dementspre-
chend erweise sich ihr Gutachten im Ergebnis als überzeugend, weshalb darauf abgestellt wer-
den könne.  
 
6.4 Der letztgenannten Auffassung der IV-Stelle, wonach in Berücksichtigung der ergän-
zenden Ausführungen von Prof. Dr. D.____ vom 29. April 2020 letztendlich ein schlüssiges 
Gutachten vorliegt, ist beizupflichten. Die Expertin erklärt nunmehr in nachvollziehbarer Weise 
die von ihr festgestellten "erheblichen Inkonsistenzen". So verweist sie darauf, dass sich in der 
neuropsychologischen Untersuchung - bei fehlenden hirnorganischen Beeinträchtigungen - in 
etlichen Tests ausgeprägt schlechte Ergebnisse mit Defiziten zeigten, die sonst nur bei mittel-
schweren und schweren Demenzen angetroffen werden. Einzelne Tests liessen zudem auf eine 
deutlich verminderte Intelligenz schliessen, was aber kaum mit dem Umstand zu vereinbaren 
ist, dass die Versicherte erfolgreich eine Berufsbildung abschliessen und eine gewisse Zeit eine 
selbständige Erwerbstätigkeit ausüben konnte. In diesem Lichte ist denn auch durchaus ver-
ständlich und nachvollziehbar, dass der Fachpsychologe, der die Testungen durchgeführt hatte, 
zum Schluss gelangt war, dass das von der Explorandin präsentierte Bild schlechter ausfalle, 
als deren tatsächliche Leistungsfähigkeit wohl sei. Zudem weist Prof. Dr. D.____ in diesem Zu-
sammenhang auf den Umstand hin, dass die Versicherte trotz der geltend gemachten deutli-
chen Einschränkungen und der behaupteten, fast nicht vorhandenen Belastbarkeit durchaus in 
der Lage gewesen sei, mit relativ einfachen Aufforderungen die insgesamt fünfstündige Unter-
suchung zu absolvieren. Als auffällig zu bezeichnen ist schliesslich auch das von Prof. 
Dr. D.____ geschilderte, von der Versicherten während der Exploration verschiedentlich gezeig-
te theatralische Verhalten (bei der Beschwerdeausgestaltung, in Form von nicht handlungsbe-
zogenen Gesten etc.).  
 

 

 
 
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6.5 Somit kann, wie auch die IV-Stelle zu Recht geltend macht, bei der Beurteilung des 
medizinischen Sachverhalts auf das Gutachten von Prof. Dr. D.____ vom 29. September 2017 
und deren Ergänzungsbericht vom 29. April 2020 abgestellt werden. Wie oben ausgeführt (vgl. 
E. 3.3 hiervor), ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer 
Spezialärztinnen und -ärzte, die aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen 
sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu 
schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, 
solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. Solche Indi-
zien liegen hier keine mehr vor. Der anlässlich der ersten Urteilsberatung vom 6. Juni 2019 
noch beanstandete Mangel des Gutachtens vom 29. September 2017 - die unzureichende Be-
gründung der festgestellten "erheblichen Inkonsistenzen" - ist mit dem Ergänzungsbericht vom 
29. April 2020 beseitigt worden. Das mit dem genannten Bericht ergänzte und insoweit vervoll-
ständigte Gutachten von Prof. Dr. D.____ ist nunmehr - wie dies vom Bundesgericht verlangt 
wird (vgl. E. 3.2 hiervor) - für die streitigen Belange umfassend, es beruht auf allseitigen Unter-
suchungen, es berücksichtigt die geklagten Beschwerden, es ist in Kenntnis der Vorakten ab-
gegeben worden, es leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge bzw. der 
Beurteilung der aktuellen medizinischen Situation ein, es setzt sich ausreichend mit den vor-
handenen abweichenden ärztlichen Einschätzungen auseinander und es enthält nachvollzieh-
bare Schlussfolgerungen.  
 
6.6 Was die Beschwerdeführerin vorbringt, ist nicht geeignet, die ausschlaggebende Be-
weiskraft des Gutachtens von Prof. Dr. D.____ vom 29. September 2017 - samt Ergänzungsbe-
richt vom 29. April 2020 - in Frage zu stellen. Soweit sie in ihrer Stellungnahme vom 5. Mai 
2020 zum Ergänzungsbericht der Gutachterin in pauschaler Weise, d.h. ohne eine einlässliche-
re Auseinandersetzung mit den Ausführungen der Gutachterin, vorbringt, dass Prof. Dr. D.____ 
die behaupteten Inkonsistenzen nach wie vor nicht beschreibe, kann ihr nicht gefolgt werden. 
Bezüglich dieses Einwands kann vollumfänglich auf das vorstehend Gesagte (vgl. E. 6.4 hier-
vor) verwiesen werden. Ins Leere geht sodann auch der weitere Einwand, dass Prof. 
Dr. D.____ auf Demenzerkrankungen spezialisiert und deshalb in der vorliegenden Angelegen-
heit nicht qualifiziert sei. Aus dieser Spezialisierung kann im Hinblick auf die vorliegende Begut-
achtung zweifellos nicht auf eine fehlende Kompetenz der Gutachterin geschlossen werden. 
Prof. Dr. D.____ verfügt über den Facharzttitel für Psychiatrie und Psychotherapie FMH und sie 
ist zertifizierte medizinische Gutachterin SIM. Sie ist dadurch zweifellos befähigt, im Rahmen 
eines psychiatrischen Gutachtens aus fachärztlicher Sicht allfällige psychische Gesundheitsbe-
einträchtigungen und daraus resultierende Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit einer versi-
cherten Person zu beurteilen.  
 
7. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 2.4 hiervor), ist der Invaliditätsgrad bei erwerbstätigen 
Versicherten aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. In den angefochtenen Ver-
fügungen vom 21. Dezember 2018 nahm die IV-Stelle den erforderlichen Einkommensvergleich 
vor. Da die Beschwerdeführerin seit Eintritt der gesundheitlichen Beeinträchtigungen keiner 
Erwerbstätigkeit mehr nachging, setzte die IV-Stelle das Invalideneinkommen zu Recht unter 
Beizug der Tabellenlöhne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes 
für Statistik fest (vgl. dazu BGE 126 V 75 E. 3b/bb mit Hinweisen und 124 V 321 E. 3b/aa). Auf 

 

 
 
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diese Weise errechnete sie ab 28. Januar 2013 - auf der Basis der gutachterlich attestierten 
50 %-igen Arbeitsfähigkeit - ein zumutbares Invalideneinkommen in der Höhe von Fr. 27'031.--. 
Diesen Betrag stellte sie dem ebenfalls anhand der Tabellenlöhne der LSE ermittelten Validen-
einkommen von Fr. 58‘692.-- gegenüber und gelangte so zu einem Invaliditätsgrad von 54 %. 
Diese Berechnung der IV-Stelle ist nicht zu beanstanden, sie wurde denn auch von der Versi-
cherten in ihrer Beschwerde nicht in Frage gestellt. Unter diesen Umständen kann hier von wei-
teren Erörterungen zum vorinstanzlichen Einkommensvergleich abgesehen und stattdessen auf 
die entsprechenden Ausführungen der IV-Stelle in den angefochtenen Verfügungen vom 
21. Dezember 2018 verwiesen werden.  
 
8. Aus dem Gesagten folgt zusammenfassend, dass die IV-Stelle der Versicherten in den 
angefochtenen Verfügungen vom 21. Dezember 2018 zu Recht mit Wirkung ab 1. Januar 2013 
eine halbe Rente zugesprochen hat. Die gegen die beiden Verfügungen erhobene Beschwerde 
erweist sich als unbegründet, weshalb sie abgewiesen werden muss.  
 
9. Abschliessend bleibt über die Kosten des Verfahrens zu befinden. 
 
9.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die 
Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit-
wert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in 
denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfah-
renskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- 
fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Par-
tei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist die Beschwerdeführerin unterliegende 
Partei, weshalb die Verfahrenskosten ihr zu auferlegen sind. 
 
9.2 Nach Art. 45 Abs. 1 ATSG hat der Versicherungsträger die Kosten der Abklärung zu 
übernehmen, soweit er die Massnahmen angeordnet hat. Hat er keine Massnahmen angeord-
net, so übernimmt er deren Kosten dennoch, wenn die Massnahmen für die Beurteilung des 
Anspruchs unerlässlich waren oder Bestandteil nachträglich zugesprochener Leistungen bilden. 
Vorliegend war das Gericht anlässlich seiner ersten Urteilsberatung vom 6. Juni 2019 zum Er-
gebnis gelangt, dass ein Entscheid in der Angelegenheit gestützt auf die damals vorhandene 
Aktenlage nicht möglich war. Es entschied deshalb, den Fall auszustellen und die Administra-
tivgutachterin Prof. Dr. D.____ zu bitten, ihre Feststellung, wonach sich bei der Explorandin 
anlässlich der Begutachtung “erhebliche Inkonsistenzen“ gezeigt hätten, einlässlicher zu be-
gründen. Die Expertin ergänzte in der Folge mit Bericht vom 29. April 2020 ihr Administrativgut-
achten vom 29.September 2017. Wie sich anlässlich der heutigen Urteilsberatung gezeigt hat, 
waren diese zusätzliche Ausführungen für eine abschliessende Beurteilung des medizinischen 
Sachverhalts unerlässlich. Es rechtfertigt sich deshalb, die Kosten dieses Ergänzungsberichts 
vom 29. April 2020, die sich gemäss Honorarrechnung von Prof. Dr. D.____ vom selben Tag 
auf Fr. 761.75 belaufen, der IV-Stelle aufzuerlegen.  
 

 

 
 
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9.3 Dem Prozessausgang entsprechend hat die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf 
eine Parteientschädigung zu Lasten der IV-Stelle.  
 

 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der Be-
schwerdeführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss 
in der Höhe von Fr. 800.-- verrechnet. 

 3. Die Kosten des Berichts von Prof. Dr. med. D.____ vom 29. April 2020 
in der Höhe von Fr. 761.75 werden der IV-Stelle Basel-Landschaft 
auferlegt. 

 4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 
 

 

 
 
 
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