# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7c89c5f4-a974-5cf9-b16f-855640453198
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2007-05-22
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 22.05.2007 ZF 2006 88
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZF-2006-88_2007-05-22.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 22. Mai 2007 Schriftlich mitgeteilt am: 
ZF 06 88

Urteil
Zivilkammer

Vorsitz Vizepräsident Schlenker
RichterInnen Riesen-Bienz, Möhr, Hubert und Zinsli
Aktuar ad hoc Walder

——————

In der zivilrechtlichen Berufung

des X., Kläger, Widerbeklagter und Berufungskläger, vertreten durch Rechtsanwalt 
lic. iur. et oec. Pius Fryberg, Vazerolgasse 2, Chur,

gegen

das Urteil des Bezirksgerichts Landquart vom 13. September 2006, mitgeteilt am 
13. November 2006, in Sachen des Klägers gegen die Y .  A G , Beklagte, Widerklä-
gerin und Berufungsbeklagte, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Hans-Jürg Tar-
nutzer, Hartbertstrasse 1, Chur,

betreffend Forderung,

hat sich ergeben:

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A. 1. X. betreibt die Einzelfirma A., die sich mit der Entsorgung und Verwer-
tung von Bauabfällen, mit Transporten, der Lieferung von Materialien für den allge-
meinen Tiefbau sowie mit der Vermittlung von Maschinen und Geräten für den 
Rückbau und für Erdbewegungen befasst. Auf den 1. Januar 2002 übernahm seine 
Firma als Untermieterin von der B.AG den Sammel- und Sortierplatz C. in D.; Ei-
gentümer der fraglichen Liegenschaft war E.. Da X. Mühe hatte, die Miete für den 
Deponieplatz zu zahlen, suchte er nach einem Partner, mit dem er diesen gemein-
sam betreiben zu können hoffte. Die ganz in der Nähe domizilierte Transportunter-
nehmung Y. AG zeigte sich an einer Zusammenarbeit interessiert, so dass es zu 
Gesprächen über die Gründung einer einfachen Gesellschaft, der F.C., D., kam, 
welche den Mietvertrag für das Areal von der B.AG übernehmen und den Deponie-
platz auf eigene Rechnung betreiben sollte. Nach einer allerdings nie unterzeichne-
ten Vereinbarung zwischen der Y. AG und der A. sollte die Letztere in Absprache 
mit Y. im Wesentlichen für die Entgegennahme und den Verkauf von Materialien, 
die Festsetzung der entsprechenden Preise sowie für die Aufbereitung und die Qua-
litätskontrolle der entgegengenommenen Materialen verantwortlich sein, während 
die Y. AG die Maschinen und Geräte für die Materialbewirtschaftung zur Verfügung 
stellen und die Fakturierung besorgen sollte.

2. Offenbar kam es nicht zu einer den ursprünglichen Vorstellungen der 
Beteiligten entsprechenden Zusammenarbeit zwischen der Einzelfirma von X. und 
der Y. AG. Während sich X. in der Folge auf den Standpunkt stellte, es sei tatsäch-
lich zur Gründung der F.C. gekommen, bestritt Y. das Zustandekommen einer ein-
fachen Gesellschaft und machte geltend, er habe die Deponie seit dem 1. Septem-
ber 2002 auf eigene Rechnung betrieben. Angesichts dieser Sachlage reichte X. 
am 25. Juni 2003 beim Kreispräsidenten Fünf Dörfer als Vermittler eine Klage gegen 
die Y. AG ein, mit welcher er beantragte, es sei die einfache Gesellschaft F.C. aus 
wichtigen Gründen aufzulösen (die Beklagte hatte unterdessen die Liegenschaft er-
worben), die Gesellschaft sei zu liquidieren und die Beklagte zu verpflichten, ihm 
als Schadenersatz 200'000 Franken, allenfalls einen Betrag nach richterlichem Er-
messen, zu bezahlen. Die Y. AG widersetzte sich der Klage.

Mit Urteil vom 21. April 2004 hiess das Bezirksgericht Landquart die Klage 
teilweise gut. Es stellte fest, die Parteien hätten eine einfache Gesellschaft gegrün-
det und während kurzer Zeit auch gemeinsam betrieben. Es lägen aber wichtige 
Gründe für die Auflösung der Gesellschaft vor, so dass der entsprechende Antrag 
des Klägers gutzuheissen und die Gesellschaft aufzulösen sei. Die Liquidation der 
einfachen Gesellschaft sei nach der richterlichen Auflösung hingegen von den Ge-

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sellschaftern selbst vorzunehmen, was mit einigen Schwierigkeiten verbunden sein 
dürfte. Es sei insbesondere an die umfang- und wertmässige Feststellung des am 
1. September 2002 auf dem Deponieplatz C. lagernden Materials sowie an die Be-
stimmung des zu diesem Zeitpunkt dem Kläger gehörenden Anteils zu denken. Die 
vom Kläger geltend gemachte Schadenersatzforderung wurde abgewiesen. Das am 
10. Mai 2004 den Parteien mitgeteilte Urteil erwuchs in Rechtskraft.

B. Da sich die Parteien über die Liquidation der F.C. nicht einigen konn-
ten, meldete X. am 23. August 2004 beim Vermittleramt Fünf Dörfer eine neue Klage 
an. Nach erfolglos verlaufener Sühneverhandlung vom 21. September 2004 bezog 
er den Leitschein und prosequierte die Klage durch Prozesseingabe vom 13. Okto-
ber 2004 an das Bezirksgericht Landquart, wobei er das folgende Rechtsbegehren 
stellte:

„1. Die einfache Gesellschaft F.C., D., bestehend aus X. und Y. AG, in Li-
quidation, sei zu liquidieren.

 2. Die Beklagte sei zu verpflichten, die Eröffnungsbilanz der einfachen Ge-
sellschaft per 1. September 2002, die Bilanz per 31. Mai 2003 sowie die 
Bilanz per 30. April 2004 dem Gerichte einzureichen. Allenfalls sei die 
Beklagte zu verpflichten, sämtliche Buchhaltungsunterlagen der F.C. 
vom 1. September 2002 bis und mit 30. April 2004 dem Gerichte einzu-
reichen, und es sei, auf Kosten der Beklagten, die Bilanz per 1. Septem-
ber 2002, 31. Mai 2003 sowie 30. April 2004 zu erstellen. Gestützt dar-
auf sei der Wert des Materials, des Know-hows, etc. zu ermitteln, welche 
der Kläger in die Gesellschaft eingebracht hat; des Weiteren sei der Li-
quidationsanteil des Klägers zu ermitteln. Die Beklagte sei zu verpflich-
ten, den so errechneten Betrag dem Kläger nebst 5 % Zins seit 1. Juni 
2004 auszubezahlen.

 3.  Eventualiter sei die Beklagte zu verpflichten, dem Kläger Fr. 
400'000.00, nebst 5 % Zins seit 1. Juni 2004, allenfalls einen Betrag 
nach richterlichem Ermessen, zu bezahlen, unter ausdrücklichem Vor-
behalt, eines allfälligen Nachklagerechts.

 4.  Unter Kosten- und Entschädigungsfolge.“

Die Beklagte stellte in ihrer Prozessantwort vom 31. Januar 2005 folgende 
Rechtsbegehren:

„1. Die Klage von X. sei vollumfänglich abzuweisen.

 2. Der Kläger sei widerklageweise zu verpflichten, der Beklagten einen Be-
trag von CHF 38'612.10 zuzüglich 5 % Zins seit dem 28. Februar 2003 
zu zahlen.

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 3. Der von ihm in der Betreibung Nr. 04/6112 des Betreibungsamtes Chur 
am 6. September 2004 erhobene Rechtsvorschlag sei im obenerwähn-
ten Umfang aufzuheben.

 4. Unter kreisamtlicher, gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und 
Entschädigungsfolge zuzüglich die gesetzliche Mehrwertsteuer zulas-
ten des Klägers und Widerbeklagten.“

C. 1. Anlässlich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung vom 15. Juni 2005 
erklärte der klägerische Rechtsvertreter, das Eventualbegehren gemäss Ziffer 3 des 
Leitscheinbegehrens werde einschliesslich des Nachklagerechts zum Hauptbegeh-
ren erhoben und Ziffer 1 des Rechtsbegehrens zum Eventualbegehren reduziert. 
Die Parteien einigten sich sodann darauf, dass die einfache Gesellschaft vom 1. 
September 2002 bis zum 31. März 2003 bestanden habe und dass durch einen 
Experten das Material per 1. September 2002 bewertet werden müsse. Das Be-
zirksgericht erliess darauf folgendes Beiurteil:

„1. Es wird ein Experte eingesetzt, welcher sich unter anderem zu folgen-
den Fragen zu äussern hat:

- Umfang des am 1. September 2002 auf der Deponie C. vorhandenen 
Materials

- Wert dieses am 1. September 2002 vorhandenen Materials in ver-
edeltem und unveredeltem Zustand

- Aufwand für die allenfalls notwendige Veredelung des Materials mit 
den Maschinen der Beklagten

- Aufwand für die allenfalls notwendige Veredelung des Materials 
durch eine externe Firma

- Zu erwartender Ertrag aus dem Verkauf des aufbereiteten Materials.

2. Die Beklagte hat die Belege zu der von ihr eingereichten Bilanz (1. Sep-
tember 2002 bis 31. März 2003) einzulegen, so dass einerseits Rück-
schlüsse über das am 1. September 2002 vorhandene Material möglich 
sind und andererseits die konkreten Geschäftsabläufe bezüglich des Ma-
terials (Ankauf, Verkauf, Aufbereitungen, etc.) während des Bestandes 
der F.C. ersichtlich werden.

3. Den Parteien wird eine Frist von 20 Tagen angesetzt, um sich bezüglich 
Expertennomination und –instruktion zu äussern.

4. Die Kosten verbleiben einstweilen bei der Prozedur.

5. Mitteilung“

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Die Parteien schlugen dem Gericht übereinstimmend G., c/o G. Bau AG, in 
I., als Experten vor. Der Bezirksgerichtspräsident erteilte diesem darauf den Exper-
tenauftrag. Der Experte reichte sein Gutachten am 25. März 2006 ein; aufgrund der 
von ihm errechneten Werte schlug er vor, die Parteien sollten unter Berücksichti-
gung aller Umstände auf gegenseitige Forderungen verzichten. Nachdem die Par-
teivertreter vom Gutachten Kenntnis genommen hatten, schloss sich der Anwalt der 
Beklagten dem Vorschlag des Experten an, während der klägerische Rechtsvertre-
ter die Durchführung einer zweiten Hauptverhandlung verlangte. Diesem Antrag 
wurde entsprochen.

2. Am 13. September 2006 fand vor dem Bezirksgericht Landquart die 
zweite Hauptverhandlung statt. Bei dieser Gelegenheit informierte der Gerichtsprä-
sident die Parteien, dass ihn der Gutachter seinerzeit angefragt habe, ob er einen 
Vergleichsvorschlag machen könne. Zudem habe der Experte schriftlich bestätigt, 
dass er anlässlich eines Augenscheins weder Kontakt zur einen noch zur anderen 
Partei gehabt habe. Im Rahmen seines Plädoyers formulierte der klägerische 
Rechtsvertreter darauf das Rechtsbegehren, die Beklagte sei zu verpflichten, dem 
Kläger Fr. 496'953.--  nebst 5 % Zins seit dem 1. September 2002 zu bezahlen. Der 
Anwalt der Beklagten beantragte hingegen, die Klage sei abzuweisen und es sei 
die Widerklage nach Abzug des vom Experten errechneten Gewinns von Fr. 6'295.--  
im Umfange von Fr. 32'317.10 zuzüglich 5% Zins seit dem 28. Februar 2003 gutzu-
heissen.

3. In seinem den Parteien am 13. November 2006 mitgeteilten Urteil er-
kannte das Bezirksgericht:

„1. Die Klage wird vollumfänglich abgewiesen.

 2. In teilweiser Gutheissung der Widerklage wird der Kläger gerichtlich ver-
pflichtet, der Beklagten Fr. 32'317.10 zuzüglich 5 % Zins seit dem 28. 
Februar 2003 zu bezahlen.

 3. Der vom Kläger in der Betreibung Nr. 04/6112 des Betreibungsamtes 
Chur (Zahlungsbefehl vom 3. September 2004) am 6. September 2004 
erhobene Rechtsvorschlag wird im Umfang des unter vorstehender Zif-
fer III/2 erwähnten Betrages aufgehoben und es wird der Beklagten für 
diesen Betrag die definitive Rechtsöffnung erteilt.

 4. Die Kosten des Kreispräsidenten Fünf Dörfer als Vermittler im Betrage 
von Fr. 180.--  sowie die Kosten des Verfahrens vor Bezirksgericht Lan-
dquart, bestehend aus:

 - einer Gerichtsgebühr von  Fr.  4'966.— 

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- einer Schreibgebühr von  Fr.  1'467.—

- den Barauslagen (inkl. Gutachten Fr. 5'600.--) von Fr.  5'767.—

total somit Fr. 12'200.—

werden dem Kläger auferlegt. Da X. über eine Bewilligung zur unentgelt-
lichen Prozessführung mit Wirkung ab 5. Oktober 2004 verfügt, werden 
die Kosten der Stadt Chur in Rechnung gestellt unter Hinweis auf deren 
Rückforderungsrecht im Sinne von Art. 45 Abs. 2 ZPO.

Der Kläger wird zudem gerichtlich verpflichtet, der Beklagten eine aus-
seramtliche Entschädigung in Höhe von Fr. 22'136.45 zu bezahlen 
(Mehrwertsteuer darin enthalten).

 5.  Mitteilung an ….“

D. Gegen dieses Urteil liess X. am 20. November 2006 die Berufung an 
das Kantonsgericht von Graubünden erklären mit dem Rechtsbegehren:

„1. Das angefochtene Urteil sei aufzuheben.

 2. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 496'953.--  nebst 5 % 
Zins seit 1. September 2002 zu bezahlen.

 3. Die Kosten des Kreispräsidenten fünf Dörfer sowie die Kosten des 
Verfahrens vor Bezirksgericht Landquart seien der Beklagten aufzuer-
legen, welche zudem zu verpflichten sei, dem Kläger für das Verfahren 
vor Bezirksgericht Landquart eine ausseramtliche Entschädigung in 
Höhe von Fr. 22’000.--  zuzüglich Mehrwertsteuer zu bezahlen.

 4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Berufungsbe-
klagten.“

E. Mit Verfügung vom 15. Dezember 2006 ordnete das Kantonsgerichts-
präsidium das schriftliche Verfahren gemäss Art. 224 Abs. 2 ZPO an, und es wurde 
dem  Berufungskläger Frist bis zum 24. Januar 2007 zur Einreichung der schriftli-
chen Berufungsbegründung sowie zur Leistung eines Kostenvorschusses von 
10'000 Franken angesetzt. In der in der Folge erstreckten Frist begründete Rechts-
anwalt Fryberg darauf am 14. Februar 2007 sein Berufungsbegehren, wobei er in 
Anerkennung der Widerklage noch eine Forderung von Fr. 458'340.90 geltend 
machte. Der Rechtsvertreter der Berufungsbeklagten reichte am 28. März 2007 
seine Berufungsantwort ein, in welcher er die kostenfällige Abweisung der Berufung 
beantragte. – Auf die Ausführungen in den Rechtsschriften zur Begründung der ge-
stellten Anträge wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.

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Die Zivilkammer zieht in Erwägung:

I. Als die einfache Gesellschaft F.C. am 1. September 2002 gegründet 
wurde, waren auf dem Deponieplatz in D. unterschiedliche Materialien gelagert, wel-
che X. eingebracht hatte. Nachdem die Zusammenarbeit zwischen den beiden Part-
nern sich offenbar nicht nach deren Vorstellungen entwickelt hatte, wurde die Ge-
sellschaft auf Begehren von X. durch Urteil des  Bezirksgerichts Landquart vom 21. 
April 2004 wieder aufgelöst. Da die Liquidation nicht Thema jenes Verfahrens war, 
sondern deren Vornahme vom Bezirksgericht ausdrücklich den Parteien überlassen 
wurde, strengte X. den vorliegenden neuen Prozess an, nachdem eine Einigung mit 
der Y. AG nicht zustande gekommen war. Ausgangspunkt bildete dabei die unbe-
strittene Tatsache, dass die Beklagte den Betrieb des Deponieplatzes C. nach dem 
Ausscheiden von X. allein weiterführte, die einfache Gesellschaft also mit anderen 
Worten mit Aktiven und Passiven übernommen hat. Damit stand schon im erstin-
stanzlichen Verfahren nicht mehr die Liquidation der Gesellschaft zur Diskussion, 
sondern es war über die dem ausgeschiedenen Gesellschafter zustehenden An-
sprüche gemäss Art. 548 OR zu befinden. Nach dieser Bestimmung fällt das vom 
Kläger eingebrachte Material nicht an diesen zurück, sondern es ist ihm der Wert 
zu vergüten, für den die Sachen übernommen worden sind beziehungsweise der 
Wert, den das Material zur Zeit der Einbringung hatte. Als die F.C. anfangs Septem-
ber 2002 ihre Tätigkeit aufnahm, wurde kein Inventar über das vorhandene Material 
erstellt. In der Prozesseingabe errechnete der Kläger gestützt auf eine Aufnahme 
der Kubaturen der verschiedenen Materialqualitäten durch die N. AG vom 20. De-
zember 2002 und von ihm selbst angenommenen durchschnittlichen Einheitsprei-
sen einen Warenwert von insgesamt Fr. 320'275.--, bestehend aus Rohmaterial 
(Bauschutt, Altbelag und Beton) im Werte von Fr. 176'340.-- und aufbereitetem Ma-
terial (Mischabbruchgranulat, Betongranulat, Asphaltgranulat, Kiessand, Absiebung 
und Humus) im Werte von Fr. 143'935.--. Die Beklagte anerkannte diese Zahlen 
nicht. Die Parteien erstellten darauf eine Liste über das nach ihrer Auffassung am 
1. September 2002 auf dem Deponieplatz gelagerte Material, die sie am 25./26. 
Januar 2005 unterzeichneten. Sie fanden dabei mit Bezug auf fast alle Positionen 
eine Einigung; der Kläger anerkannte lediglich die für Betongranulat (1'800 m3) und 
für das Asphaltgranulat (840 m3) angenommene Menge nicht. Da die Beklagte auch 
die von X. bei seiner Berechnung angenommenen Einheitspreise als Phantasiezah-
len bezeichnete, kamen die Parteien schliesslich überein, den Wert des Materials 
per 1. September 2002 durch einen Sachverständigen feststellen zu lassen, und sie 
einigten sich darauf, dem Bezirksgericht G., I., als Experten vorzuschlagen. Dieser 
erstellte darauf das Gegenstand des vorinstanzlichen Urteils bildende Gutachten.

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II. 1. Gutachter G. übernahm in seiner Expertise die in der Zusammenstel-
lung vom 25./26. Januar 2005 aufgeführten Mengen an am 1. September 2002 vor-
handenem Material, soweit die Kubaturen von den Parteien anerkannt wurden, was 
nur bezüglich der Positionen Betongranulat und Asphaltgranulat nicht der Fall war. 
Weil die Ermittlung der vom Kläger in die neu gegründete einfache Gesellschaft  
eingebrachten Quantitäten nicht mehr möglich war, ging der Sachverständige mit 
Bezug auf diese aufbereiteten Materialien bei seinen Berechnungen vom Mittelwert 
der von den Parteien behaupteten Mengen aus; die Vorinstanz hat die entsprechen-
den Durchschnittszahlen übernommen. Der Berufungskläger anerkennt das erstin-
stanzliche Urteil in diesem Punkt, indem er in seiner Berufungsbegründung ausführt, 
die Expertise G. sei schlüssig, soweit sie feststelle, welches Material am 1. Septem-
ber 2002 auf der Deponie gelagert gewesen sei und welchen Wert dieses Material 
aufgewiesen habe; die entsprechenden Werte könnten somit übernommen werden. 
Damit können die Expertise und das sich darauf stützende Urteil des Bezirksge-
richts bezüglich der Menge der am Stichtag vorhanden gewesenen Materialien als 
unbestritten gelten.

2. Der Berufungskläger stützt seine Forderung von Fr. 496'953.--bezie-
hungsweise nach Abzug der anerkannten Widerklage von Fr. 38'612.10 gemäss 
Berufungsbegehren von Fr. 458'340.90 auf zwei in der Expertise G. enthaltene Po-
sitionen, nämlich einen Betrag von Fr. 345'008.-- für am 1. September 2002 auf der 
Deponie gelagertes Rohmaterial und von Fr. 151'945.-- für bei Gründung der einfa-
chen Gesellschaft vorhandenes aufbereitetes Material. Die letztgenannten Materi-
alien, nämlich Mischgranulat, Betongranulat, Asphaltgranulat, Kies ab Wand, Ab-
siebmaterial 8-30 mm und Humus, können an sich sofort und ohne weitere aufwen-
dige Bearbeitung verkauft werden und stellen demnach aus der Sicht des Klägers 
ein Aktivum dar. Der Experte bestätigt dies, indem er ausführt, es lagerten auf dem 
Platz auch Fertigprodukte, welche ohne weitere Veredelung verkauft werden könn-
ten. Er weist allerdings überzeugend darauf hin, dass durch den möglichen Ver-
kaufserlös auch Betriebskosten abgedeckt werden müssten, welche er umgerech-
net auf den Kubikmeter Material auf Fr. 7.-- pro m3 Output Recyclingprodukt veran-
schlagt. Diese Kosten reduzieren also nach seiner Rechnung den Reinertrag des 
7'898 m3 umfassenden verarbeiteten Materials um Fr. 55'286.-- (nicht Fr. 55'283.-- 
wie in der Berechnung  2 zu lesen ist); den gesamten Aufwand für den Betrieb ab 
1. September 2002 beziffert der Experte demnach auf Fr. 551'834.--. In der Beru-
fung wird nun aber geltend gemacht, die Betriebskosten seien um Fr. 1.20 pro m3 
zu hoch angesetzt worden, weil die F.C. zum relevanten Zeitpunkt über keinen Bag-
ger verfügt habe, so dass die für einen solchen eingesetzten 90 Rappen pro Kubik-

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meter wegfielen; ferner sei auf der Deponie auch weder Strom noch Wasser vor-
handen gewesen, was eine weitere Reduktion um 30 Rappen bewirke.

Der erste Einwand überzeugt nicht. Der Experte nahm in die Berechnung der 
Betriebskosten den Aufwand für einen für das Sortieren und Zerkleinern des depo-
nierten Materials benötigten Bagger auf. Dass für diese Arbeiten ein geeignetes Mit-
tel zur Verfügung stehen muss, erscheint auch dem Kantonsgericht nahe liegend, 
ist es doch nicht vorstellbar, dass viele tausend Kubikmeter Material von Hand ver-
arbeitet werden können. Wenn der Gutachter also von der Annahme ausgeht, dass 
für die von ihm erwähnten notwendigen Arbeiten erfahrungsgemäss ein Teileinsatz 
von jährlich 300 Baggerstunden erforderlich ist, so erscheint dies dem Kantonsge-
richt überzeugend; jedenfalls legt der Kläger nicht dar, auf welche andere Weise die 
vom Experten erwähnten Arbeiten ausgeführt werden konnten. Wenn die F.C. nicht 
über einen eigenen Bagger verfügte, blieb ihr wohl nichts anderes übrig, als für die 
fraglichen Verrichtungen einen solchen zu mieten. Der nach dem Gutachten für den 
Einsatz eines solchen Mittels erfahrungsgemäss anfallende Aufwand erscheint da-
her tatsächlich unabdingbar, so dass er zu Recht bei der Berechnung der Betriebs-
kosten berücksichtigt wurde.

Anders verhält es sich bezüglich der Strom und Wasser betreffenden Posi-
tion. Der Kläger machte schon im erstinstanzlichen Verfahren geltend, auf der De-
ponie sei zur relevanten Zeit weder das eine noch das andere vorhanden gewesen. 
Im Gegensatz zu einem Arbeitsinstrument wie dem oben behandelten Bagger, ohne 
dessen mindestens zeitweisen Einsatz auch nach Auffassung des Kantonsgerichts 
der Betrieb einer Deponie nicht möglich ist, kann man sich die Führung einer sol-
chen ohne das Vorhandensein von Wasser und Strom durchaus vorstellen. Die Vor-
instanz hat sich mit dem leicht überprüfbaren, seitens der Beklagten unwiderspro-
chen gebliebenen Einwand nicht auseinandergesetzt, sondern hat auch die vom 
Experten für diese Infrastrukturen in seine Berechnung aufgenommenen 30 Rappen 
und folglich die gesamten Betriebskosten von sieben Franken pro Kubikmeter über-
nommen. Das Kantonsgericht ist demgegenüber der Meinung, dass dieser Kosten-
anteil nicht auf zwingend notwendige Einrichtungen zurückzuführen ist und somit 
mangels Nachweises nicht in die Betriebskostenberechnung einbezogen werden 
kann. Das hat zur Folge, dass die Betriebskosten pro Kubikmeter auf Fr. 6.70 zu 
reduzieren sind, was für die 7'898 m3 aufbereiteter Materialien einem Aufwand von 
Fr. 52'917.-- entspricht und für die gesamte Menge von 29'876 m3 auf der Deponie 
gelagerten Materials Betriebskosten von Fr. 200'170.-- ergibt. Der gesamte Auf-
wand für den Betrieb ab 1. September 2002 beläuft sich damit auf Fr. 542'875.--, so 

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dass angesichts des vom Experten errechneten Ertrages von Fr. 406'851.-- für den 
Betrieb ab 1. September 2002 ein Verlust von Fr. 136'024.-- resultiert.

Die Korrektur um 30 Rappen pro Kubikmeter beeinflusst auch den Aufwand, 
den der Experte für den Betrieb der Deponie bis zum 1. September 2002 berechnet 
hat. An Rohmaterial aus Abbruch, Belagsaufbruch und Betonabbruch lagerten am 
Stichtag total 17'407,7 m3 auf der Deponie. Ausgehend von Betriebskosten von Fr. 
7.--/ m3 setzte der Gutachter in der Berechnung 2 für die drei Qualitäten von Roh-
material einen Betrag von Fr. 121'860.-- ein. Geht man entsprechend den obigen 
Ausführungen von Betriebskosten von lediglich Fr. 6.70 pro Kubikmeter aus, redu-
ziert sich der Aufwand für das Rohmaterial auf Fr. 116'632.--, womit sich der dem 
Gesamtertrag von Fr. 345'008.-- gegenübergestellte Gesamtaufwand auf Fr. 
188'502.-- verringert und sich der Betriebserfolg vor dem 1. September 2002 um die 
Differenz von Fr. 5'228.-- auf Fr. 156'506.-- erhöht. Folgt man grundsätzlich der Be-
rechnungsweise des Gutachters – was noch zu überprüfen sein wird -, so ergibt 
sich per Stichtag 1. September 2002 damit nach Abzug des Verlustes aus dem Be-
trieb ab diesem Datum von Fr. 136'024.-- ein Ertrag von gesamthaft Fr. 20'482.--.

3. Von den beiden Positionen, welche die klägerische Forderung ausma-
chen, nämlich dem aufbereiteten Material im Werte von Fr. 151'945.-- und dem Roh-
material, für das ein Betrag von Fr. 345'008.-- gefordert wird, ist der erste Betrag 
grundsätzlich unbestritten, nachdem beide Parteien die vom Experten angenomme-
nen, dem Durchschnitt der von ihnen behaupteten Mengen entsprechenden Quan-
titäten an Beton- und Asphaltgranulat anerkannt haben, wobei allerdings nach den 
oben gemachten Ausführungen Betriebskosten von Fr. 52'917.-- in Abzug zu brin-
gen sind. Diametral entgegen gesetzte Standpunkte liegen hingegen bezüglich des 
aus drei Kategorien (Mischabbruch, Belagsaufbruch und Betonabbruch) bestehen-
den Rohmaterials vor. Während der Kläger der Auffassung ist, es stünde ihm der 
ganze vom Gutachter errechnete Betrag zu, kam das Bezirksgericht in Übereinstim-
mung mit der Beklagten zum Schluss, der Kläger beziehungsweise die A. und al-
lenfalls die frühere Betreiberin der Deponie hätten für das entgegengenommene 
und gelagerte Material von den Lieferanten Gebühren kassiert, so dass das Roh-
material im Zustand, in welchem es sich am 1. September 2002 befunden habe, 
ohne Verarbeitung keinen Wert mehr gehabt habe, sondern im Gegenteil nur gegen 
die Entrichtung von Gebühren hätte weitergegeben werden können. Der Berufungs-
kläger bestreitet diese Argumentation. Er macht geltend, auch wenn es zutreffe, 
dass das Material bearbeitet werden müsse, bevor es verkauft werden könne, so 
stelle es doch auch im Rohzustand einen Wert dar; auch Rohdiamanten müssten 

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zuerst bearbeitet werden, bevor sie verkauft werden könnten, und trotzdem wiesen 
auch sie einen Wert auf. Dieser Vergleich hinkt. Ein Rohdiamant ist eine Handels-
ware, die ohne die Verpflichtung, sie auf die eine oder andere Art zu entsorgen, 
gekauft werden kann und durchaus auch zu Anlagezwecken erworben wird. Die 
Lagerung als solche kostet nichts und der Diamant kann jahrlang irgendwo depo-
niert bleiben, ohne dass sich der Eigentümer darum sorgen muss, auf welche Weise 
er sich seiner auf die günstigste Weise wieder entledigen kann. Ein grosser Unter-
schied zum Abbruchmaterial besteht aber vor allem darin, dass nicht der Erwerber 
neben dem Material, das er entgegennimmt, auch noch eine Deponiegebühr kas-
sieren kann, sondern dass der Käufer für den Rohdiamanten dem Verkäufer einen 
Preis zu entrichten hat. Das in der Berufung angeführte Beispiel ist also denkbar 
ungeeignet, um den Standpunkt des Klägers zu stützen. Dieser kann sich aber zur 
Begründung seiner Argumentation auch nicht auf die Berechnung 1 des Experten 
berufen. In der entsprechenden Tabelle legte der Gutachter die Einheitspreise und 
die Kubaturen fest, und er errechnete aufgrund der entsprechenden Grundlagen 
den für die Entgegennahme der auf der Deponie gelagerten Materialien erzielbaren 
Preis. In der Berechnung 2 ermittelte er den Ertrag, den ein Deponiebetreiber durch 
Entgegennahme, Verarbeitung und Weiterverkauf der Materialien sollte erwirtschaf-
ten können. Er gelangte dabei (unter Einschluss des bereits aufbereiteten Materials) 
auf einen Gewinn von Fr. 151'278.--, welcher Betrag sich nach den oben gemachten 
Korrekturen bezüglich der Betriebskosten auf Fr. 156'506.-- erhöht. Bei den an die-
ser Stelle zur Diskussion stehenden Positionen Mischabbruch, Belagsaufbruch und 
Betonabbruch hat der Gutachter festgehalten, X. habe diese Materialen entgegen-
genommen und dafür das Geld kassiert. Dass er beziehungsweise seine A. oder 
die B.die von den Materiallieferanten zu bezahlenden Gebühren vereinnahmt ha-
ben, bestreitet der Kläger nicht. Er hat damit den im unverarbeiteten Deponiemate-
rial enthaltenen Wert bereits realisiert. Wenn er dessen ungeachtet im heutigen Ver-
fahren von der Beklagten die Bezahlung des vom Experten eruierten Wertes von 
Fr. 345'008.-- fordert, so würde offensichtlich der im entgegengenommenen Mate-
rial inhärent gewesene Wert ein zweites Mal kassiert. Nachdem die Deponiege-
bühren bei Entgegennahme des Materials bezahlt wurden, wurde der ursprüngliche 
Wert des Materials nicht nur konsumiert, es verwandelte sich das Rohmaterial viel-
mehr sogar in ein Passivum. Das Bezirksgericht führte sinngemäss zutreffend aus, 
dass das Material mit der Hypothek belastet war, entweder auf eine andere Deponie 
gebracht werden zu müssen, wobei vom Lieferanten Gebühren zu entrichten waren, 
oder aber – wenn es in veredeltem Zustand verkauft werden sollte – vorgängig zu 
verarbeiten war, was wiederum erhebliche Kosten verursachen musste. Angesichts 
dieser völlig klaren Sachlage ist es für das Kantonsgericht nicht verständlich, wie 

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der Kläger sich auf den Standpunkt stellen kann, die Beklagte habe ihm für das am 
1. September 2002 auf der Deponie gelagerte Rohmaterial noch den Betrag zu be-
zahlen, der von einem Anlieferer des Bauschutts zu entrichten war, also den Wert, 
den der Deponiebetreiber für die Entgegennahme dieses Materials verlangen 
konnte.

4. Während der Gutachter in der Berechnung 1 unter den Ziffern 1 und 3 
angibt, was das am 1. September 2002 auf dem Lagerplatz C. vorhandene Material 
ohne Berücksichtigung der schon einkassierten Deponiegebühren und der für die 
Weiterverarbeitung anfallenden Kosten wert war, legt er in der Berechnung 2 ver-
ständlich und überzeugend dar, welcher Gewinn aus dem gesamten Rohmaterial 
und dem aufbereiteten Material erwirtschaftet werden kann, wenn von den in der 
Berechnung 1 angenommenen Bruttowerten ausgegangen wird und die  Verarbei-
tungs- und Betriebskosten in Abzug gebracht werden. Der Experte gelangte dabei 
aus der Gegenüberstellung des nach Abzug der für den Betrieb und die bereits in 
Auftrag gegebene Aufbereitung anfallenden Kosten aus dem Betrieb bis 1. Septem-
ber 2002 realisierbaren Gewinnes mit dem Ergebnis der möglichen Veräusserung 
des aufbereiteten Materials und der notwendigen Entsorgung der Abfallprodukte auf 
einen Ertrag von Fr. 6'295.--. Dieser Betrag erhöht sich infolge der oben vorgenom-
menen Korrektur der Betriebskosten von Fr. 7.-- auf Fr. 6.70 pro Kubikmeter auf Fr. 
20'482.--, ergab sich doch damit ein auf Fr. 156'506.-- erhöhter Erfolg aus dem Be-
trieb bis 1. September 2002 und ein auf  Fr. 136'024.-- verminderter Verlust aus der 
Bewirtschaftung des Materials nach diesem Tage. Die Vorinstanz hat in ihrem Urteil 
(S. 18 f.) anschaulich umschrieben, weshalb das am Stichtag auf der Deponie vor-
handen gewesene Material dem Kläger nicht zu den auf der ersten Seite der Exper-
tise unter den Positionen 1 und 3 aufgeführten Werten gutgeschrieben werden 
kann, sondern dass die vom Gutachter in der Berechnung 2 vorgenommenen Kor-
rekturen anzubringen sind. Der Berufungskläger stellt sich auf den Standpunkt, die 
Expertise G. – und damit das sich auf diese stützende erstinstanzliche Urteil - sei 
schlüssig, soweit festgestellt werde, welches Material am 1. September 2002 auf 
der Deponie gelagert gewesen sei und welchen Wert dieses Material aufgewiesen 
habe. Nicht nachvollziehbar seien hingegen die übrigen Ausführungen des Gutach-
ters und die darauf beruhenden Erwägungen des Bezirksgerichts. So habe die Vor-
instanz Kosten für Absiebung berücksichtigt, die der Experte auf Fr. 132'286.-- be-
ziffert habe, obwohl die Beklagte nicht nachgewiesen habe, welche Entsorgungs-
kosten ihr effektiv entstanden seien, und es hätten Kosten der M. in die Expertise 
Eingang gefunden, obwohl diese Spesen vom Kläger zu übernehmen seien und 
Brecharbeiten beträfen, welche vor dem Stichdatum ausgeführt worden seien.

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Wie erwähnt setzte der Gutachter in den Positionen 1 und 3 der Berechnung 
1 das am Stichtag vorhanden gewesene Rohmaterial und das aufbereitete Material 
zum Wert dar, den das erstere bei Entgegennahme des Rohmaterials beziehungs-
weise das zweite nach der bereits erfolgten Aufbereitung zu diesem Zeitpunkt hatte. 
Neben diesen Materialien lagerten auf der Deponie auch Absiebungen, welche der 
Entsorgung harrten. Es scheint nun offenkundig, dass der Kläger nicht den Bruttow-
ert des für den Verkauf vorgesehenen Materials für sich beanspruchen, den Nega-
tivposten der Absiebung aber ohne Anrechnung dem Nachfolger überlassen 
konnte. Entgegen der vom Kläger schon in seiner Eingabe vom 29. Mai 2006 ver-
tretenen und auch in der schriftlichen Berufung bekundeten Auffassung war der Ex-
perte durchaus befugt, die auf den Übernehmer der Anlage zukommenden Entsor-
gungskosten zu schätzen. Es trifft also nicht zu, dass solche Spesen nur hätten 
berücksichtigt werden dürfen, wenn die Beklagte die effektiv entstandenen Kosten 
nachgewiesen hätte. Am massgeblichen 1. September 2002 konnte dieser Aufwand 
noch gar nicht entstanden sein, da das Absiebmaterial ja noch immer auf dem Areal 
lagerte. Der Vorwurf des Berufungsklägers, die Beklagte habe nicht bewiesen, wel-
che Kosten ihr für die Beseitigung des Abfallmaterials effektiv entstanden seien, trifft 
daher ins Leere, und es hatte der Gutachter gar keine Wahl, als die Kosten für die 
zukünftige Entsorgung selbst zu schätzen. Er tat dies, indem er auf Rechnungen 
zurückgriff, aus denen ersichtlich ist, wo und zu welchen Preisen Absiebungen von 
der Art, wie sie beim Übergang der Deponie auf die F.C. vorhanden waren, entsorgt 
werden konnten. Zu den von der Abnehmerin des Materials, der K. AG N. in L., 
verrechneten Kosten zählte er die von der Y. AG erhobenen Transportspesen sowie 
die Betriebskosten hinzu und kam damit gesamthaft auf Entsorgungskosten von Fr. 
22.50 pro Kubikmeter. Der Experte bezeichnete diesen Entsorgungsweg als recht 
günstig, doch sei es eher zweifelhaft, ob er dem Sinn der Buwal-Richtlinien entspre-
che. X. äussert sich nicht zu dieser Feststellung des Experten und macht nicht etwa 
geltend, dieser habe die Entsorgungskosten zu hoch angesetzt. Das Kantonsgericht 
sieht bei dieser Sachlage keinen Grund, von den in der Expertise angenommenen 
Werten abzuweichen. Dabei ist allerdings zu bemerken, dass beim Total der Absie-
bungen in der Position 2.5 der Berechnung 1 ein Multiplikationsfehler vorliegt, erge-
ben die 4'570 m3 zu Fr. 22.50 doch eine Summe von Fr. 102'825.-- (in der Berech-
nung 2 erscheint diese richtige Zahl, so dass der Fehler in Berechnung 1 das 
Schlussresultat nicht beeinflusst), und nicht von Fr. 66'488.--, so dass sich die ganze 
Position 2 gesamthaft auf Fr. 168'623.-- beläuft. Diese Summe hat der Experte in 
der Berechnung 2 als Aufwand bei der Bestimmung des Warenwerts per 1. Sep-
tember 2002 berücksichtigt. Zu den in dieser Tabelle aufgrund der Berechnung 3 
ebenfalls als Aufwand eingesetzten zehn Franken pro Kubikmeter für die Aufberei-

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tung des Rohmaterials wendet der Berufungskläger lediglich ein, die Berechnung 
enthalte die Kosten der M., obwohl diese Kosten von ihm zu übernehmen seien und 
Brecharbeiten beträfen, welche vor dem fraglichen Stichdatum ausgeführt worden 
seien. Bei dieser Argumentation wird übersehen, dass die Berechnung 3 dem Ex-
perten lediglich dazu diente, die durchschnittlichen Aufbereitungskosten für einen 
Kubikmeter Rohmaterial zu ermitteln, wobei er unter Berücksichtigung der Kosten 
für die Deponierung des Endprodukts auf ein Total an Materialaufbereitungskosten 
von zehn Franken pro Kubikmeter kam. Der Tatsache, dass der Kläger die Aufbe-
reitung von 7'898 m3 verschiedener Materialien in Auftrag gegeben und die dadurch 
entstandenen Kosten folglich auch zu bezahlen hat und dem Umstand, dass diese 
Arbeiten schon vor dem Stichtag ausgeführt wurden, hat der Experte durchaus 
Rechnung getragen, indem er den entsprechenden Aufwand von gesamthaft Fr. 
71'870.-- in der Berechnung 2 der Betriebsrechnung für die Zeit vor dem 1. Septem-
ber 2002 und nur die Betriebskosten gemäss Berechnung 4 der Rechnung für die 
Zeit nach diesem Datum belastete. Dieses Vorgehen des Gutachters erscheint lo-
gisch und überzeugend, so dass kein Grund besteht, diesbezüglich von der Exper-
tise abzuweichen, zumal der Berufungskläger in quantitativer Hinsicht mit keinem 
Wort geltend macht, die fraglichen Kosten seien nicht realistisch und nicht korrekt 
berechnet worden. 

5. Aus dem Gesagten ergibt sich, dass der gesamte vom Experten so-
wohl für die Zeit vor als auch für die Zeit nach dem Stichtag angenommene Aufwand 
in überzeugender Weise errechnet wurde, und dass das Gutachten eine anschauli-
che Darstellung über die komplexen Verhältnisse beim Betrieb eines Deponieplat-
zes vermittelt. Das Kantonsgericht sieht angesichts dieser Situation keinen Grund, 
eine Oberexpertise einzuholen. Der Berufungskläger legt denn auch nicht konkret 
dar, inwiefern die Berechnungen von Gutachter G. falsch sein sollen. Dem einen 
Einwand, wonach der Experte Strom- und Wasserspesen in seine Betriebskosten-
rechnung einbeziehe, obwohl auf dem Deponieplatz weder das eine noch das an-
dere vorhanden gewesen sei, wurde in diesem Verfahren Rechnung getragen und 
eine entsprechende Reduktion der Betriebskosten vorgenommen. Abgesehen da-
von liegen nach Auffassung des Kantonsgerichts keine Unklarheiten oder Zweifel 
vor, die es durch eine Oberexpertise zu beseitigen gälte. Es besteht daher sicher 
kein Anlass, von Amtes wegen eine Beweisergänzung vorzunehmen, und seitens 
des Berufungsklägers liegt kein entsprechender formeller Antrag vor, ja es wird in 
der Berufungsbegründung ausdrücklich gesagt, eine Oberexpertise werde als nicht 
notwendig erachtet, vielmehr könne auf die Berechnung 1 abgestellt werden.

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In seiner Stellungnahme vom 29. Mai 2006 hatte sich der klägerische Rechts-
vertreter auf den Standpunkt gestellt, mit der Bewertung gemäss Berechnung 1 des 
Experten könne sich der Kläger grundsätzlich einverstanden erklären. Der Gutach-
ter habe sich indessen in der Folge zu Fragen geäussert, welche ihm nicht gestellt 
worden seien und die nicht Gegenstand des gerichtlichen Verfahrens bildeten. Dem 
kann nicht zugestimmt werden, stellen doch die Ausführungen des Experten durch-
aus Antworten auf die Fragen dar, welche ihm vom Bezirksgericht Landquart gestellt 
wurden und die der Kläger selbst in seiner Berufungsschrift wiedergibt, ohne zu 
rügen, dass der fragliche Fragenkatalog über das Thema des Verfahrens hinaus-
gehe. Offenbar ist der Berufungskläger der Auffassung, der Gutachter hätte es bei 
der Berechnung 1 bewenden lassen können, begründet er seine Forderung doch 
lediglich mit den vom Experten für das am 1. September 2002 auf der Deponie vor-
handen gewesene Rohmaterial und die gelagerten aufbereiteten Materialien einge-
setzten Werten von Fr. 345'008.-- beziehungsweise Fr. 151'945.--. Völlig ausser 
Acht lässt er die Tatsache, dass der Experte in der Berechnung 1 auch eine dritte 
Position erwähnt, nämlich Absiebungen, die zu entsorgen waren. Selbst wenn un-
besehen nur auf die in der Berechnung 1 erscheinenden Zahlen abzustellen wäre, 
ginge es nicht an, nur die Aktivposten zu berücksichtigen, sondern es müssten 
selbstverständlich auch die am Stichtag vorhandenen Lasten in die Rechnung mit-
einbezogen werden, das heisst, dass die Kosten für die Entsorgung des Absiebma-
terials, also die dafür nach der Expertise aufzuwendenden Fr. 168'623.--, vom Wert 
der vom Kläger eingebrachten Materialien abzuziehen wären; schon allein dadurch 
würde der unbestrittene Wert des aufbereiteten Materials mehr als kompensiert. 
Zieht man sodann in Betracht, dass der vom Experten festgestellte Wert des Roh-
materials den Preis darstellt, den ein Kunde dem Deponiebetreiber bei Anlieferung 
der Ware als Gebühr zu entrichten hat, im konkreten Fall vom Kläger aber bereits 
kassiert worden ist, und folglich der Wert dieses Rohmaterials bereits konsumiert 
wurde und nicht ein zweites Mal abgeschöpft werden kann, ergäbe sich – wenn 
entsprechend der Auffassung des Berufungsklägers allein auf die Berechnung 1 
abgestellt würde – per 1. September 2002 ein bedeutender negativer Wert. Wenn 
der Gutachter also in der Berechnung 2 einen Schritt weitergeht und einen Gesam-
tüberblick darüber vermittelt, was mit dem Deponiematerial von seiner Entgegen-
nahme bis zu seinem Verkauf beziehungsweise seiner Entsorgung geschieht und 
welcher wirtschaftliche Erfolg damit auf den Stichtag  bezogen erzielt werden 
konnte, so wirkte sich diese Betrachtungsweise sehr zu Gunsten des Klägers aus, 
konnte doch nur nach dieser Berechnung ein positives Ergebnis resultieren. Aus 
der Darstellung des Experten wird auch ersichtlich, dass der für das verarbeitete 
Material erzielbare Verkaufspreis die Aufbereitungskosten nicht zu decken vermag, 

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sondern dass eine Deponie nur finanziell erfolgreich betrieben werden kann, wenn 
der Anlieferer eine namhafte Deponiegebühr entrichtet. Damit bestätigt sich die 
schon von der Vorinstanz dargestellte und auch an dieser Stelle vertretene Auffas-
sung, dass Rohmaterial, für dessen Entgegennahme bereits Geld kassiert wurde, 
keinen Wert mehr haben kann, sondern ein Passivum darstellt. Nur aufgrund der 
Berechnung 2 konnte also dem Kläger ein gewisser Ertrag gutgeschrieben werden. 
Nachdem die Beklagte die Berechnungsweise des Gutachters akzeptiert hat und 
die vom Kläger eventualiter dagegen erhobenen Einwände im Berufungsverfahren 
berücksichtigt wurden, soweit diese als berechtigt betrachtet werden konnten, bleibt 
es bei der sich aufgrund der oben unter Ziffer 4 angestellten Rechnung ergebenden 
Korrektur, wonach wegen der geringfügig tieferen Betriebskosten sich der Ertrag 
per 1. September 2002 von Fr. 6'295.-- auf Fr. 20'482.-- erhöht. Das führt dazu, 
dass die vom Kläger anerkannte Widerklage von Fr. 38'612.10 um diesen Betrag 
gekürzt in teilweiser Gutheissung der Berufung lediglich im Umfange von Fr. 
18'130.10 nebst 5 % Zins seit dem 28. Februar 2003 gutzuheissen ist.

III. Da sie die Klage von X. abgewiesen und die Widerklage teilweise gut-
geheissen hat, verpflichtete die Vorinstanz den Kläger zur Bezahlung der Gerichts-
kosten und zur Zahlung einer aussergerichtlichen Entschädigung an die Beklagte. 
An dieser Kostenregelung ist auch nach dem Berufungsverfahren nichts zu ändern, 
auch wenn sich für den Berufungskläger ein leicht verbessertes Resultat ergab. 
Zählt man die klage- und widerklageweise geltend gemachten Beträge zusammen, 
ist der Kläger im Umfange von mehr als 96 % unterlegen, was keine Aufteilung der 
Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens zu rechtfertigen vermag. Auch der mini-
male Erfolg des Klägers im Berufungsverfahren gibt nicht Anlass, den Berufungs-
beklagten an den Kosten des Kantonsgerichts zu beteiligen. X. ist hingegen zu ver-
pflichten, der Berufungsbeklagten eine angemessene aussergerichtliche Entschä-
digung auszurichten.

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Demnach erkennt die Zivilkammer:

1. Die  Berufung wird teilweise gutgeheissen und die Ziffer 2 des angefochtenen 
Urteils dahin abgeändert, dass der Kläger verpflichtet wird, der Beklagten Fr. 
18'130.10 nebst 5 % Zins seit dem 28. Februar 2003 zu bezahlen. Im Übrigen 
wird die Berufung abgewiesen.

2. Die Kosten des Berufungsverfahrens, bestehend aus einer Gerichtsgebühr 
von Fr. 8'000.-- und einer Schreibgebühr von Fr. 304.--, total somit Fr. 8'304.-
-, gehen zu Lasten des Berufungsklägers, welcher die Berufungsbeklagte 
aussergerichtlich mit 1'500 Franken (inkl. MWSt) zu entschädigen hat.

3. a) Die X. auferlegten Kosten des Berufungsverfahrens sowie die  Kosten seiner 
Rechtsvertretung in diesem Verfahrensabschnitt werden der Stadt Chur in 
Rechnung gestellt.

b) Rechtsanwalt lic. iur. et oec. Pius Fryberg hat eine detaillierte und tarif-
gemässe Honorarnote einzureichen. Dabei dürfen 75 % des empfohlenen 
Normalansatzes gemäss geltender Honorarordnung des Bündnerischen An-
waltsverbandes nicht überschritten werden; Streitwertzuschläge fallen aus-
ser Betracht. Kommt der klägerische Anwalt dieser Aufforderung nicht nach, 
wird das Honorar vom Kantonsgericht nach Ermessen bestimmt.

c) Die Rückforderung der geleisteten Kostenhilfe durch das kostenbelastete 
Gemeinwesen im Sinne von Art. 45 Abs. 2 ZPO bleibt vorbehalten.

4. Gegen vorliegende, einen Streitwert von mindestens 30'000 Franken betref-
fende Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 1 lit. b des Bundesge-
richtsgesetzes (BGG) Beschwerde an das Schweizerische Bundesgericht 
geführt werden. Diese ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit 
Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss 
Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, 
die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen und das Verfah-
ren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 ff. BGG.

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5. Mitteilung an:

__________

Für die Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden 
Der Vizepräsident: Der Aktuar ad hoc: