# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c3d1c27e-1376-56bd-863e-177bc91bcfae
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-02-20
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 20.02.2025 100 2023 319
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2023-319_2025-02-20.pdf

## Full Text

100.2023.319U
SEH/SRE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 20. Februar 2025

Verwaltungsrichter Daum, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichterin Herzog, a.o. Verwaltungsrichter Seiler
Gerichtsschreiber Grossrieder

1. A.________
2. B.________
3. C.________ und D.________
alle vertreten durch Rechtsanwältin …
Beschwerdeführende

gegen

E.________ und F.________
beide vertreten durch Rechtsanwalt Dr. …
Beschwerdegegnerschaft

und

Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern
Rechtsamt, Reiterstrasse 11, 3013 Bern

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20.02.2025, Nr. 100.2023.319U, 
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sowie

Einwohnergemeinde Langenthal
Bauinspektorat, Jurastrasse 22, 4901 Langenthal

betreffend Baubewilligung; Neubau Einfamilienhaus mit Autounterstand 
und Abstellplatz (Entscheid der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons 
Bern vom 1. November 2023; BVD 110/2023/5)

Prozessgeschichte:

A.

E.________ und F.________ reichten am 3. Dezember 2021 bei der Ein-
wohnergemeinde (EG) Langenthal ein Baugesuch ein für den Neubau eines 
Einfamilienhauses mit Autounterstand und Autoabstellplatz auf ihrer Parzelle 
Langenthal Gbbl. Nr. 1________ (Schützenstrasse 1________a), Wohn-
zone W2/B. Gegen das Vorhaben erhoben unter anderen A.________, 
B.________ sowie C.________ und D.________ Einsprache. Mit Gesam-
tentscheid vom 28. November 2022 erteilte die EG Langenthal die Baube-
willigung sowie die Ausnahmebewilligungen für das Unterschreiten des 
Strassenabstands für den Besucherparkplatz und für das Erstellen von 
Wohnraum unter dem fertigen Terrain.

B.

Dagegen erhoben A.________ und B.________ am 11. Januar 2023 Be-
schwerde an die Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD). 
C.________ und D.________ erhoben am 12. Januar 2023 ebenfalls Be-
schwerde an die BVD. Das Rechtsamt der BVD holte einen Fachbericht der 
kantonalen Kommission zur Pflege der Orts- und Landschaftsbilder (OLK) 
ein. Die Bauherrschaft reichte am 10. August 2023 die Zustimmung der 

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Grundeigentümerschaft der Parzelle Langenthal Gbbl. Nr. 3________ zum 
Näherbaurecht sowie eine Projektänderung ein (Verzicht auf den 
ursprünglich geplanten Besucherparkplatz). Die BVD bewilligte mit 
Entscheid vom 1. November 2023 die Projektänderung, hob Dispositiv Ziff. 
IV.1.2 des Gesamtentscheids der EG Langenthal (Ausnahmebewilligung für 
das Unterschreiten des Strassenabstands) von Amtes wegen auf, ergänzte 
den Gesamtentscheid dahin, dass die Strassenanschlussbewilligung mit 
einer Auflage erteilt wird, bestätigte im Übrigen den Gesamtentscheid und 
wies die Beschwerden ab, soweit sie darauf eintrat.

C.

A.________, B.________ sowie C.________ und D.________ haben am 1. 
Dezember 2023 gemeinsam Beschwerde an das Verwaltungsgericht erho-
ben mit dem Antrag, der Entscheid der BVD sei aufzuheben und die Baube-
willigung für das (geänderte) Vorhaben sei zu verweigern (Bauabschlag). 
Eventuell sei die Angelegenheit zur Neubeurteilung an die BVD zurückzu-
weisen. E.________ und F.________ beantragen mit Beschwerdeantwort 
vom 27. Dezember 2023 Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzu-
treten ist. Die BVD beantragt am 21. Dezember 2023 unter Hinweis auf den 
angefochtenen Entscheid Abweisung der Beschwerde. Die EG Langenthal 
verzichtet mit Eingabe vom 28. Dezember 2023 auf einen Antrag, verweist 
aber auf ihre Stellungnahmen im vorinstanzlichen Verfahren und den ange-
fochtenen Entscheid. 

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte 
kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes 
vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 

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zuständig. Die Beschwerdeführenden haben am vorinstanzlichen Verfahren 
teilgenommen, sind als Eigentümerinnen und Eigentümer der der Baupar-
zelle benachbarten Liegenschaften Langenthal Gbbl. Nrn. 4________ bzw. 
12________ durch den angefochtenen Entscheid besonders berührt und ha-
ben ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung 
(Art. 79 Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 40 Abs. 5 i.V.m. Abs. 2 des Baugeset-
zes vom 9. Juni 1985 [BauG; BSG 721.0]). Die Bestimmungen über Form 
und Frist sind eingehalten (Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG). Auf die Be-
schwerde ist einzutreten. Fehlende Sachurteils- bzw. Prozessvoraussetzun-
gen sind nicht erkennbar (vgl. vorne Bst. C).

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG). Trotz Rechtsanwen-
dung von Amtes wegen (Art. 20a VRPG; vgl. auch Art. 110 des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht 
[Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 173.110]) ist das Verwaltungsgericht nicht 
verpflichtet, wie die Baubewilligungsbehörden alle möglicherweise relevan-
ten Rechtsfragen von Amtes wegen aufzugreifen; es kann sich grundsätzlich 
darauf beschränken, sich mit den Argumentationen der Parteien auseinan-
derzusetzen (BGE 141 II 307 E. 6.5; Ruth Herzog, in Herzog/Daum [Hrsg.], 
Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 84 N. 5, Art. 80 N. 2, 
Art. 66 N. 2). In der Einsprache und der Beschwerde an die BVD haben die 
Beschwerdeführenden mehrere Punkte thematisiert (mangelhafte Baupubli-
kation, Strassen-, Grenz- und Gebäudeabstände, Erdwärmesonden, feh-
lende Strassenanschlussbewilligung, Orts- und Landschaftsbild, Erschei-
nungsbild, Ästhetik), mit denen sich die Vorinstanzen auseinandergesetzt 
haben. In der Beschwerde an das Verwaltungsgericht wird nur eine Verlet-
zung der Ästhetik- und Ortsbildschutzvorschriften sowie des Bundesinven-
tars der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz von nationaler Bedeutung 
(ISOS) gerügt. Die Grenz- und Gebäudeabstände werden nur in diesem Zu-
sammenhang thematisiert. Die Beurteilung beschränkt sich auf diese As-
pekte. Auf die übrigen Punkte wird nicht mehr eingegangen.

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2.

2.1 Das Baugrundstück Nr. 1________ befindet sich in der Wohnzone 
W2/B, in welcher gemäss Art. 34 des Baureglements der EG Langenthal vom 
30. November 2003 (GBR) Wohnnutzungen (pro Gebäude höchstens zwei 
Wohnungen) sowie nicht störende Kleingewerbe und Dienstleistungen bis zu 
einem Drittel der zulässigen Bruttogeschossfläche und – mit Einschränkun-
gen – Verkaufsgeschäfte zulässig sind. Zudem liegt die Parzelle in einem 
Schutzgebiet (Zone für Quartiererhaltung gemäss Art. 53 i.V.m. Anhang IV 
Nr. 14 GBR, Gebiet «Hinterberg / Schützenstrasse, Hinterbergweg»). Die 
Parzelle Nr. 1________ hat eine Fläche von ca. 1’550 m2. Auf ihrem nördli-
chen Teil steht eine Villa (Schützenstrasse 2________) aus dem Jahr 1921 
(Bauinventar des Kantons Bern, Gemeinde Langenthal, Beschwerdebei-
lage 8), welche als erhaltenswert eingestuft ist (Art. 10b Abs. 3 BauG) und 
eine Fläche von ca. 200 m2 umfasst. Der Rest des Grundstücks, d.h. ca. 
1'350 m2, ist Gartenanlage. Auf dem südlichen Teil dieser Gartenanlage ist 
das hier strittige Gebäude projektiert, welches eine Grundfläche von ca. 
125 m2 aufweist. Südlich an das Baugrundstück anschliessend befindet sich 
das Grundstück Nr. 3________, auf welchem ebenfalls eine erhaltenswerte 
Villa (Schützenstrasse 5________) aus dem Jahr 1922 (Bauinventar des 
Kantons Bern, Gemeinde Langenthal, Beschwerdebeilage 9) steht. 

2.2 Die Stadt Langenthal ist im ISOS (Anhang 1 der Verordnung vom 
13. November 2019 über das Bundesinventar der schützenswerten Ortsbil-
der der Schweiz [VISOS; SR 451.12]) unter Nr. 850 als «Kleinstadt/Flecken» 
aufgeführt. Im Inventar (vgl. Beschwerdebeilage 6) wird das Quartier an der 
Schützenstrasse als Gebiet Nr. 4 umschrieben mit «Villenquartier am Hang, 
1. D. 20. Jh., durchmischt mit Villen und Einfamilienhäusern, 2. H. 20. Jh.», 
Aufnahmekategorie B und Erhaltungsziel B («Erhalten der Struktur»: Struk-
turerhaltung bedeutet, die Anordnung und die Gestalt der Bauten und Frei-
räume zu bewahren und die für die Struktur wesentlichen Elemente und 
Merkmale integral zu erhalten; vgl. Erläuterungen zum ISOS, einsehbar un-
ter: <www.bak.admin.ch>, Rubriken «Themen/ISOS/ISOS und 
Ortsbildschutz/ISOS-Geoportal»).

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3.

3.1 Nach Art. 9 Abs. 1 BauG dürfen Bauten, Anlagen, Reklamen, An-
schriften und Bemalungen Landschaften, Orts- und Strassenbilder nicht be-
einträchtigen. Zur Verhinderung einer störenden Baugestaltung (störende 
Farb- oder Materialwahl, ortsfremde Bau- oder Dachform und dergleichen) 
können im Baubewilligungsverfahren Bedingungen und Auflagen verfügt 
oder Projektänderungen verlangt werden. Nach Art. 9 Abs. 3 BauG können 
die Gemeinden nähere Vorschriften erlassen. Die kommunalen Vorschriften 
können über diejenigen des kantonalen Rechts hinausgehen, d.h. strenger 
sein. Das kantonale Recht regelt sodann abschliessend den Schutz von 
Baudenkmälern (Art. 10a und 10b BauG). Die Gemeinden haben 
diesbezüglich keine Regelungskompetenz (zum Ganzen Zaugg/Ludwig, 
Kommentar zum bernischen BauG, Band I, 5. Aufl. 2020, Art. 9-10 N. 4 mit 
Hinweisen). Baudenkmäler sind gemäss Art. 10a Abs. 1 BauG herausra-
gende Objekte und Ensembles von kulturellem, historischem oder ästheti-
schem Wert. Dazu gehören namentlich Ortsbilder, Baugruppen, Bauten, 
Gärten, Anlagen, innere Bauteile, Raumstrukturen und feste Ausstattungen. 
Sie sind schützenswert, wenn sie wegen ihrer bedeutenden architektoni-
schen Qualität oder ihrer ausgeprägten Eigenschaften ungeschmälert be-
wahrt werden sollen (Art. 10a Abs. 2 BauG). Sie sind erhaltenswert, wenn 
sie wegen ihrer ansprechenden architektonischen Qualität oder ihrer charak-
teristischen Eigenschaften geschont werden sollen (Art. 10a Abs. 3 BauG). 
Baudenkmäler können nach den Bedürfnissen des heutigen Lebens und 
Wohnens für bisherige oder passende neue Zwecke genutzt und unter 
Berücksichtigung ihres Wertes verändert werden. Sie dürfen durch Verände-
rungen in ihrer Umgebung nicht beeinträchtigt werden (Art. 10b 
Abs. 1 BauG). Das Beeinträchtigungsverbot bzw. der Umgebungsschutz 
gemäss Art. 10b Abs. 1 BauG ist nicht absolut zu verstehen und bedeutet 
nicht, dass die Umgebung überhaupt nicht verändert werden darf, soweit sie 
nicht selber schützens- oder erhaltenswert ist. Eine Veränderung soll aber 
auf das Baudenkmal grösstmögliche Rücksicht nehmen und dieses nicht we-
sentlich beeinträchtigen. Was das im konkreten Fall heisst, hängt vom 
Schutzbedarf des Baudenkmals und seiner Stellung in der Umgebung einer-
seits sowie vom Interesse an der Veränderung dieser Umgebung anderer-
seits ab (BVR 2023 S. 25 [VGE 2021/161/162 vom 11.10.2022] nicht publ. 

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E. 10.1.2, 2020 S. 380 E. 6.3). Im Baubewilligungsverfahren sind Bedingun-
gen und Auflagen festzusetzen, Projektänderungen zu verlangen, Baube-
schränkungen (auch solche betreffend Art und Mass der Nutzung) oder der 
Bauabschlag zu verfügen, wenn dies zum Schutz des schützens- oder er-
haltenswerten Objekts notwendig ist (vgl. Art. 10b Abs. 4 BauG). Ein 
vollständiges Verbot baulicher Nutzung wird jedoch kaum je in Frage kom-
men (VGE 2023/127 vom 23.10.2024 E. 7.2 [noch nicht rechtskräftig], 
2020/82 vom 15.12.2021 E. 3.3; Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 10a-10f N. 7).

3.2 Gestützt auf Art. 9 Abs. 3 BauG hat die EG Langenthal in Art. 10 
Abs. 1 GBR festgelegt:

1 Alle Bauten und Anlagen sind so zu gestalten, dass zusammen mit den 
bestehenden oder vorauszusehenden Bauten eine gute Gesamtwirkung 
entsteht. Sie sollen sich gut in das Orts- und Landschaftsbild und in den 
Strassenraum einordnen und auf erhaltenswerte Eigenarten Rücksicht 
nehmen.

Diese Vorschrift stellt nach der Rechtsprechung kommunales Recht mit 
selbständiger Bedeutung dar (positive ästhetische Generalklausel; vgl. 
VGE 2012/56 vom 28.11.2012 E. 4.5; ferner Hinweise bei Zaugg/
Ludwig, a.a.O., Art. 9-10 N. 4a). Sodann lauten die Art. 53 und 54 GBR be-
treffend Schutzgebiete (Zone für Quartiererhaltung) wie folgt:

Art. 53

Die Quartiererhaltung ist eine die Bauzone überlagernde Festlegung und 
umfasst Gruppen von Einzelbauten mit speziellen Qualitäten, deren Ei-
genart wesentlich zum Wohnwert der Quartiere beiträgt und die deshalb 
in ihrem Charakter erhalten werden sollen.  

Art. 54
1 Alle baulichen Vorkehren innerhalb dieser Gebiete müssen sich best-

möglich in die bestehende Bau- und Quartierstruktur einordnen. Die in 
den einzelnen Quartieren massgeblichen und zu beachtenden Struktur-
merkmale sind im Anhang IV beschrieben.

2 Gestaltungsfreiheit gemäss Art. 75 BauG ist nicht zulässig.

Die im Anhang IV GBR beschriebenen Merkmale für das Gebiet 
Nr. 14  (Hinterberg / Schützenstrasse, Hinterbergweg) lauten:

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3.3 Zu berücksichtigten sind sodann die Rechtswirkungen, die mit der 
Aufnahme der Stadt Langenthal im ISOS verbunden sind.

3.3.1 Nach Art. 5 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 1. Juli 1966 über den 
Natur- und Heimatschutz (NHG; SR 451) erlässt der Bundesrat nach 
Anhören der Kantone Inventare von nationaler Bedeutung. Gestützt darauf 
hat der Bundesrat die Verordnung vom 13. November 2019 über das 
Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (VISOS; 
SR 451.12) erlassen. Das vom Bundesamt für Kultur (BAK) erarbeitete und 
geführte ISOS enthält die in Anhang 1 aufgezählten Objekte (Art. 1 Abs. 1 
und 2 VISOS). Die genaue Umschreibung der Objekte, die Gründe für ihre 
nationale Bedeutung sowie die übrigen nach Art. 5 Abs. 1 NHG geforderten 
Angaben sind Bestandteil dieser Verordnung, jedoch Gegenstand einer 
separaten Veröffentlichung (Art. 1 Abs. 3 VISOS). Durch die Aufnahme 
eines Objekts von nationaler Bedeutung in ein Inventar des Bundes wird 

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dargetan, dass es in besonderem Mass die ungeschmälerte Erhaltung, 
jedenfalls aber unter Einbezug von Wiederherstellungs- oder angemessenen 
Ersatzmassnahmen die grösstmögliche Schonung verdient (Art. 6 
Abs. 1 NHG). Ein Abweichen von der ungeschmälerten Erhaltung im Sinn 
der Inventare darf bei Erfüllung einer Bundesaufgabe nur in Erwägung 
gezogen werden, wenn ihr bestimmte gleich- oder höherwertige Interessen 
von ebenfalls nationaler Bedeutung entgegenstehen (Art. 6 Abs. 2 NHG). 
Diese Schutzbestimmung gilt indes lediglich bei der Erfüllung von 
Bundesaufgaben (Art. 2 und 3 NHG) in unmittelbarer Weise. Die Erteilung 
von Baubewilligungen in der Bauzone ist grundsätzlich keine Bundesauf-
gabe (BGE 139 II 271 E. 10.1; BGer 1C_283/2021 vom 21.7.2022 E. 3.1.3). 
Das ist namentlich auch dann nicht der Fall, wenn für das Bauvorhaben wie 
hier eine kantonale Gewässerschutzbewilligung erforderlich ist zur Wärme-
nutzung mittels Erdsonden im übrigen Bereich (Ziff. 1.4 des Gesamtent-
scheids der Gemeinde i.V.m. dem Amtsbericht Wasser und Abfall vom 
2.8.2022, Akten Gemeinde Reg. 7; vgl. dazu BGer 1C_265/2022 vom 
24.4.2023 E. 4.6 und 5). Bei der Erfüllung von kantonalen (und kommunalen) 
Aufgaben wird der Schutz von Ortsbildern durch kantonales (und kommuna-
les) Recht gewährleistet (Art. 78 Abs. 1 der Bundesverfassung [BV; SR 101]; 
BGE 135 II 209 E. 2.1). Die Kantone berücksichtigen das ISOS bei ihren 
Planungen, insbesondere in der Richtplanung nach den Art. 6-12 des Raum-
planungsgesetzes vom 22. Juni 1979 (Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700; 
Art. 11 Abs. 1 VISOS). Sie sorgen dafür, dass das ISOS auf der Grundlage 
der kantonalen Richtpläne berücksichtigt wird, insbesondere bei der Nut-
zungsplanung nach den Art. 14-20 RPG (Art. 11 Abs. 2 VISOS; vgl. 
BGE 147 I 308 E. 7.2, 147 II 351 E. 4.3), die im Kanton Bern grundsätzlich 
Aufgabe der Gemeinden ist (Art. 55 Abs. 1, Art. 57 Abs. 2 und 
Art. 64 ff. BauG). Die Schutzziele des ISOS sind somit im Baubewilligungs-
verfahren nicht unmittelbar anwendbar, sondern nur insoweit, als sie in der 
Nutzungsplanung grundeigentümerverbindlich umgesetzt worden sind 
(BGer 1C_572/2022 vom 2.11.2023 E. 3.1.2, 1C_265/2022 vom 24.4.2023 
E. 5, 1C_488/2015 vom 24.8.2016 E. 4.5.3-4.5.5). Die Pflicht zur Beachtung 
findet zum einen ihren Niederschlag in der Anwendung der die Schutzanlie-
gen umsetzenden (Nutzungs-)Planung, zum andern darin, dass die im ISOS 
verkörperten Interessen bei der Auslegung unbestimmter Begriffe des Bau-
rechts (namentlich bei der Anwendung baurechtlicher Ästhetikklauseln) so-

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wie bei im Einzelfall erforderlichen Interessenabwägungen zu berücksichti-
gen sind (BGE 135 II 209 E. 2.1; BGer 1C_84/2023 vom 6.5.2024 E. 4.3.1, 
1C_265/2022 vom 24.4.2023 E. 2.2; VGE 2012/145 vom 5.7.2013 E. 3.2.1, 
2012/332 vom 11.9.2013 E. 4.4). Dabei ist vom Schutzziel gemäss dem 
ISOS auszugehen (BGE 135 II 209 E. 5.6).

3.3.2 Die EG Langenthal hat im Gesamtentscheid (Akten BVD pag. 44) so-
wie in ihrer Stellungnahme vom 13. Februar 2023 im Beschwerdeverfahren 
vor der BVD (Akten BVD pag. 67 f.) ausgeführt, die Heimatschutzanliegen 
des ISOS seien bisher nicht in der baurechtlichen Grundordnung festgehal-
ten. Im Baubewilligungsverfahren sei daher eine umfassende Interessenab-
wägung erfolgt unter Einbezug der Fachexperten und -expertinnen der Bau- 
und Planungskommission. Eine kantonale oder kommunale Regelung, wel-
che den Ortsbildschutz regelt, kann jedoch als Umsetzung des ISOS ver-
standen werden, auch wenn sie nicht ausdrücklich oder förmlich darauf Be-
zug nimmt (BGE 147 II 351 E. 4.2 und 4.3, 135 II 209 E. 2.3.3, 3 und 5.1). 
Die Umschreibungen der Gebäudevolumen und der besonderen Merkmale 
für das Gebiet «Hinterberg/Schützenstrasse, Hinterbergweg» im Anhang IV 
Nr. 14 GBR (vorne E. 3.2) können ohne weiteres als Konkretisierungen der 
Merkmalumschreibung im ISOS-Inventar (vorne E. 2.2) betrachtet werden 
und bilden zusammen mit den Art. 53 und 54 GBR materiell die Aus-
führungsbestimmungen zum ISOS. Die Beurteilung kann somit für das kom-
munale Recht und das ISOS (soweit dieses hier zu berücksichtigen ist; vgl. 
dazu E. 3.3.1 hiervor) gleichzeitig erfolgen.

3.4 Das Verwaltungsgericht prüft die unrichtige oder unvollständige Fest-
stellung des Sachverhalts und andere Rechtsverletzungen einschliesslich 
Rechtsfehler bei der Ausübung des Ermessens, nicht aber die Unangemes-
senheit, abgesehen von hier nicht in Betracht fallenden Ausnahmen (Art. 80 
VRPG; vorne E. 2.1). Die Auslegung unbestimmter Rechtsbegriffe ist 
Rechtsfrage (Ruth Herzog, a.a.O., Art. 80 N. 37). Wo eine Gemeinde eigene, 
selbständige Bauvorschriften erlassen hat, steht ihr aber aufgrund der Ge-
meindeautonomie (Art. 109 der Verfassung des Kantons Bern [KV; 
BSG 101.1]) auch bei der Auslegung und Anwendung der Norm ein gewisser 
Beurteilungsspielraum zu, den auch die Rechtsmittelbehörden zu respektie-
ren haben (Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 9-10 N. 5; Ruth Herzog, a.a.O., Art. 66 

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N. 19). Auch das Verwaltungsgericht auferlegt sich in solchen Fällen eine 
gewisse Zurückhaltung (Ruth Herzog, a.a.O., Art. 80 N. 23 f.). Ein Grund zur 
zurückhaltenden Überprüfung liegt auch dort vor, wo sich der angefochtene 
Entscheid auf die Beurteilung durch Fachleute stützt (Ruth Herzog, a.a.O., 
Art. 66 N. 18, Art. 80 N. 20). Namentlich räumt das Verwaltungsgericht den 
Stellungnahmen der OLK regelmässig einen erheblichen Stellenwert ein und 
auferlegt sich bei deren Überprüfung eine gewisse Zurückhaltung 
(BVR 2009 S. 328 E. 5.7; VGE 2022/152 vom 28.11.2024 E. 5.2; Michel 
Daum, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 
2020, Art. 19 N. 58; Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 9-10 N. 9b).

4.

4.1 Die BVD hat erwogen, aus dem Wortlaut von Art. 54 GBR folge, dass 
Neubauten in zeitgemässer Architektursprache in der Zone für Quartierer-
haltung nicht verboten seien. Voraussetzung sei, dass sie sich bestmöglich 
in die bestehende Bau- und Quartierstruktur einordnen (angefochtener Ent-
scheid E. 5a). Aus dem Baureglement folge aber nicht, dass bestehende 
Gärten nicht verkleinert werden dürften. Auch aus den Empfehlungen des 
ISOS ergebe sich, dass Neubauten nicht «per se» unzulässig seien, soweit 
der Struktur der Zwischenbereiche bzw. der Gartenanlagen Rechnung ge-
tragen werde (E. 5b). Auch Art. 10b Abs. 1 BauG bedeute nicht, dass die 
Umgebung von Baudenkmälern überhaupt nicht verändert werden dürfe, 
doch soll eine Veränderung auf das Baudenkmal grösstmögliche Rücksicht 
nehmen (E. 5c). Anschliessend gibt die BVD die Beurteilung durch die OLK 
(Gruppe Emmental-Oberaargau) wieder (E. 6) und würdigt diese als nach-
vollziehbar und schlüssig. Strassenbild und Strukturmerkmale der bestehen-
den Bauten seien heterogen (E. 7a). Das Neubauprojekt sei gleich positio-
niert wie die bestehenden Häuser auf der westlichen Seite der Schützen-
strasse und ordne sich in Bezug auf Strassen- und Gebäudeabstand sowie 
Höhe und Dimensionierung gut in die Umgebung ein. Namentlich das ge-
plante Flachdach ordne sich mit Blick auf die heterogene Dachgestaltung 
entlang der Schützenstrasse gut in die Umgebung ein (E. 7b). Auch die Um-
gebung des Bauvorhabens ordne sich gut in das Orts- und Strassenbild so-
wie in die Landschaft ein (E. 7c). Das Bauvorhaben ordne sich bestmöglich 

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in die bestehende Bau- und Quartierstruktur ein, berücksichtige die massge-
blichen Strukturmerkmale des Gebiets Nr. 14, und die Materialisierung sei 
positiv. Das Bauvorhaben erscheine nicht als Fremdkörper und berücksich-
tige die umliegenden villenartigen Solitärbauten angemessen. Für Neubau-
ten seien nicht zwingend Putzfassaden, Kunststeingliederungen, Walm-
dächer und Lukarnen vorausgesetzt, sofern die weiteren Strukturmerkmale 
berücksichtigt seien. Der Garten werde zwar verkleinert, bleibe aber als in-
tegraler Teil der Anlage erhalten. Die Gartengestaltung übernehme die we-
sentlichen Merkmale der Bauparzelle und der Nachbarliegenschaften 
(E. 7d). Schliesslich würden die erhaltenswerten Baudenkmäler Schützen-
strasse 2________ und 5________ durch das Bauvorhaben nicht beein-
trächtigt; dieses schaffe einen Dialog zwischen den bestehenden Bauten. 
Indem es sich hinsichtlich Fassadengestaltung und Dachform nicht an die-
sen Gebäuden orientiere, sondern einen modernen Baustil mit Flachdach 
verfolge, stelle es keine Konkurrenz zu den beiden Baudenkmälern dar, son-
dern unterstreiche deren Bedeutung und Wertigkeit (E. 7e). Insgesamt 
nehme das Bauvorhaben Rücksicht auf das Orts- und Landschaftsbild sowie 
die Merkmale der Baudenkmäler in der Umgebung, erziele eine gute Ge-
samtwirkung und ordne sich bestmöglich in die bestehende Bau- und Quar-
tierstruktur ein (E. 7f). Das Bauvorhaben verletze auch nicht das nach ISOS 
geschützte Ortsbild; es folge den Empfehlungen des ISOS, indem es zu den 
Baudenkmälern in der Umgebung untergeordnet in Erscheinung trete und 
die Gartenanlage als wichtigen Zwischenbereich wahre (E. 7g).

4.2 Die Beschwerdeführenden rügen, aus dem Bericht der OLK gehe 
nicht hervor, wie sich das Neubauprojekt in das Quartier der villenartigen 
Solitärbauten bzw. Putzbauten mit Kunststeingliederung unter Walmdächern 
mit Lukarnen einfügen und mit der geforderten individuellen Gebäudestel-
lung vereinbar sein soll. Die Baute halte nur die minimalen Gebäude- und 
Grenzabstände ein oder unterschreite diese, wodurch das Quartierbild ver-
letzt werde. Es handle sich um einen viereckigen Kubus mit Flachdach im 
Garten der herrschaftlichen Villa. Dadurch würden die Vorgaben der Gebäu-
destellung, der bestehende villenartige Bau und der schützenswerte Garten 
missachtet. Das Bauprojekt erscheine als Fremdkörper im Quartier. Durch 
das Bauvorhaben werde die grosszügige Gartenanlage verbaut und der Frei-
raum zwischen den erhaltenswerten Gebäuden Schützen-

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strasse 2________ und 5________ aufgehoben, wodurch der Anschein von 
«Reihenhäusern» ohne Gartenanlage entstehe. Die Bebauung habe auch 
Auswirkungen auf das angrenzende Naherholungsgebiet. Das Bauvorhaben 
weise einen modernen Baustil auf. Die Argumentation der BVD, wonach es 
infolgedessen keine Konkurrenz zu den benachbarten erhaltenswerten Bau-
ten darstelle, würde dazu führen, dass ein Bauvorhaben möglichst anders 
aussehen müsse, damit es bewilligt werden könne. Das habe mit einer Quar-
tier- und Ortsverträglichkeit nichts zu tun. Die Anlehnung an die architektoni-
schen Elemente in einzelnen Punkten reiche nicht aus, um dem Quartiercha-
rakter und dem schützenswerten Ortsbild gerecht zu werden. Das Baupro-
jekt lasse die dominierenden Merkmale der übrigen Bauten gänzlich ausser 
Acht. Auch in Bezug auf das Verhältnis zum Strassenraum werde die Vor-
gabe der Zone für Quartiererhaltung im Gebiet Nr. 14 nicht eingehalten, da 
anstelle einer klaren Begrenzung durch Einfriedung ein offener Vorplatz mit 
Autounterstand, Parkplatz und Fahrradabstellplatz vorgesehen sei. Das 
Bauprojekt füge sich in Gestalt, Dimensionierung und Anordnung nicht in die 
bestehende und erhaltenswerte Villengruppe ein, sondern stelle eine erheb-
liche, nicht zu rechtfertigende Beeinträchtigung des Ortsbildes dar. Durch die 
Bewilligung des Vorhabens würden die Bestimmungen über das Orts- und 
Quartierbild vollständig ausgehöhlt. Die EG Langenthal verletze neben Be-
stimmungen zum Ortsbild- und Denkmalschutz sodann Art. 8 BV (Rechts-
gleichheit), indem sie die Gestaltungsvorschriften nicht immer gleich aus-
lege. So sei auf dem in der Nähe liegenden Grundstück Langenthal Gbbl. 
Nr. 13________ ein Neubau mit Flachdach geplant, das von den Fachexper-
ten der Gemeinde als nicht vereinbar mit dem Orts- und Quartierbild beurteilt 
worden sei. Im Rahmen des Baubewilligungsverfahrens seien auch die Ziele 
und Empfehlungen des ISOS nicht umgesetzt worden. Die Heimatschutzan-
liegen des ISOS seien bisher nicht in die baurechtliche Grundordnung der 
Stadt Langenthal festgehalten worden. Das ISOS müsse im Baubewilli-
gungsverfahren berücksichtigt werden und es müsse eine umfassende In-
teressenabwägung zwischen Eingriffs- und Schutzinteressen erfolgen, was 
bisher nicht geschehen sei. Die Feststellung der BVD, wonach das Bauvor-
haben den Empfehlungen des ISOS folge, sei falsch. Der Neubau ordne sich 
den Baudenkmälern nicht unter und erhalte die Gartenanlage nicht. Gemäss 
ISOS müsse die Struktur der Baugruppe erhalten bleiben, namentlich auch 
die Zwischenbereiche, was mit dem vorliegenden Projekt nicht geschehe. 

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Das Interesse am Ortsbildschutz überwiege im hier betroffenen Quartierer-
haltungsgebiet das private Interesse an einer maximalen Ausnützung des 
Grundstücks und das öffentliche Interesse an einer verdichteten Bauweise.

4.3 Diese Einwände sind wie folgt zu würdigen:

4.3.1 Die Merkmale der Bau- und Quartierstruktur, in die sich die Baute 
gemäss Art. 54 GBR einordnen muss, sind in dessen Anhang IV Nr. 14 fest-
gehalten. Diese stellen eine Konkretisierung der allgemeinen Ästhetikklausel 
von Art. 10 GBR dar, welche ihrerseits strenger ist als die kantonalrechtliche 
Bestimmung von Art. 9 BauG. Sind die Strukturmerkmale gemäss Art. 54 
und Anhang IV Nr. 14 GBR respektiert, sind deshalb auch Art. 10 GBR und 
Art. 9 BauG eingehalten. 

4.3.2 Vorab ist mit der Vorinstanz festzuhalten, dass auch in der Zone für 
Quartiererhaltung Neubauten zulässig sind (angefochtener Entscheid E. 4c). 
Dass als «besondere Merkmale» für das Gebiet Nr. 14 aufgeführt wird: «An-
lagen für gehobenes Wohnen vor, während und unmittelbar nach dem Ersten 
Weltkrieg», ändert daran nichts (vgl. VGE 2012/56 vom 28.11.2012 E. 4.7 in 
Bezug auf das Langenthaler Quartiererhaltungsgebiet Nr. 13 [Moos-
rain/Melchnaustrasse], welches als besondere Merkmale «Schlichte, bau-
meisterlich geprägte Heimatstilbauten aus der Zwischen- und Nachkriegs-
zeit» nennt). Analog kann auch die ISOS-Benennung («Villenquartier am 
Hang, 1. D. 20. Jh., durchmischt mit Villen und Einfamilienhäusern, 2. H. 
20. Jh.»; vorne E. 2.2) nicht bedeuten, dass seither keine Neubauten mehr 
zulässig wären. Eine derart einschneidende Anordnung bedürfte einer        
entsprechenden formellgesetzlichen Grundlage (Art. 36 Abs. 1 und 
Art. 164 BV), welche im NHG nicht zu finden ist. Es ist daher auch nicht 
grundsätzlich zu beanstanden, dass heutige architektonische Vorstellungen 
realisiert werden, solange sie sich in die bestehende Bau- und Quartierstruk-
tur einordnen. 

4.3.3 In Bezug auf die Merkmale «Gebäudevolumen» und «Gebäudestel-
lung» ist der Neubau wie die bestehenden Bauten ein villenartiger Solitärbau 
mit individueller Gebäudestellung parallel zum Hangverlauf. Wie die OLK 
festgestellt hat (Bericht der OLK vom 22.5.2023 Ziff. 5.3, Akten BVD 
pag. 101 ff.) und sich mit Blick auf die Pläne (Akten Gemeinde Reg. 15) 

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bestätigt, nimmt das Projekt die bestehende Situation und die Abstände des 
Bestandes und der Nachbargebäude auf und setzt diese fort. Zwar wird 
durch den Neubau der bisherige grosszügige Abstand zwischen den be-
nachbarten Gebäuden Schützenstrasse 2________ und 5________ redu-
ziert, aber der verbleibende Gebäudeabstand ist vergleichbar mit anderen 
Gebäudeabständen im Quartier, abgesehen vom Abstand von bloss vier Me-
tern zum Gebäude auf der Nachbarparzelle Nr. 3________. Dabei handelt 
es sich jedoch um ein Garagengebäude, welches für das Quartierbild nicht 
prägend ist und dem Hautgebäude untergeordnet ist (vgl. Bericht der OLK 
vom 22.5.2023 Ziff. 5.1 sowie Fotodokumentation OLK Nrn. 6 und 8, Akten 
BVD pag. 101 ff., 105 ff.). Auch die Dimension des Gebäudes entspricht 
etwa derjenigen der bestehenden Bauten. Ebenso bleibt der Garten als inte-
graler Teil der Anlage erhalten, wie die OLK festgestellt hat (Bericht der OLK 
vom 22.5.2023 Ziff. 5.6, Akten BVD pag. 101 ff.). Wohl wird die bestehende 
Gartenfläche verkleinert, aber die verbleibende Gartenfläche ist immer noch 
grosszügig und wahrt damit das Schutzziel.

4.3.4 Betreffend Gebäudevolumen und Materialisierung ist in Anhang IV 
Nr. 14 als Merkmal aufgeführt: «In der Regel handelt es sich [bei den ville-
nartigen Solitärbauten] um Putzbauten mit Kunststeingliederungen unter 
Walmdächern mit Lukarnen». Das Bauprojekt hat annähernd die Form eines 
Kubus und weist ein Flachdach auf (vgl. auch die Visualisierungen, Akten 
Gemeinde Reg. 6). Als Fassadengestaltung ist ein geschlemmtes Sichtmau-
erwerk vorgesehen. Allerdings ist das Merkmal «Putzbauten mit Kunststein-
gliederungen» nur als «in der Regel» bezeichnet. Die OLK hat festgestellt, 
dass auch das erhaltenswerte Gebäude Schützenstrasse 2________ keine 
Putzfassade aufweist (Bericht der OLK vom 22.5.2023 Ziff. 5.6 und Fotos 
Nrn. 4, 5, 7 und 8, Akten BVD pag. 101 ff., 105 ff.). Ihre Folgerung, eine Putz-
fassade sei nicht zwingend, entspricht sowohl der Merkmalumschreibung als 
auch der bestehenden Situation. Sodann hat die OLK die Materialisierung 
als positiv beurteilt (Ziff. 5.7). Angesichts der Zurückhaltung, welche das Ver-
waltungsgericht gegenüber den Beurteilungen der OLK pflegt (vorne E. 3.4), 
ist diese Beurteilung nicht zu beanstanden. Analog hat das Verwaltungsge-
richt im zitierten VGE 2012/56 vom 28. November 2012 E. 4.7 in Bezug auf 
das Quartiererhaltungsgebiet Nr. 13 erwogen, das dort genannte Merkmal 
«Einfamilienhäuser mit massivem Sockelgeschoss und hölzernem Ober-

file://a2ya-cfs-data1.jgk.be.ch/data1/TRIBUNA-APPL-JUS/KVG-APPL/Dokumente/100/2012/56/12_56U.doc

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bau» verlange nicht zwingend ein Sockelgeschoss oder einen erkennbaren 
Sockelbereich.

4.3.5 Auch das Regelmerkmal «Walmdächer mit Lukarnen» ist beim vor-
gesehenen Neubau nicht eingehalten. Die Beschwerdeführenden kritisieren 
die Aussage im angefochtenen Entscheid (E. 7e), indem das Bauvorhaben 
einen modernen Baustil mit Flachdach verfolge, stelle es keine Konkurrenz 
zu den beiden Baudenkmälern dar und lasse diese für sich sprechen. Die 
Beschwerdeführenden machen geltend, eine solche Rechtsprechung würde 
dazu führen, dass ein Bauvorhaben möglichst anders aussehen müsste, da-
mit es bewilligt werden könne. Die beanstandete Aussage steht jedoch nicht 
im Zusammenhang mit der Einordnung in die Bau- und Quartierstruktur, son-
dern mit dem Umgebungsschutz für die zwei benachbarten Baudenkmäler. 
In dieser Beziehung ist die Auffassung vertretbar, dass eine in angemesse-
nem Abstand stehende moderne Baute keine Beeinträchtigung eines Bau-
denkmals im Sinn von Art. 10b Abs. 1 BauG darstellt (vgl. etwa 
VGE 2023/127 vom 23.10.2024 E. 7 [noch nicht rechtskräftig], 2017/351 vom 
14.11.2018 E. 12.4). Davon zu unterscheiden ist die Einordnung in die be-
stehende Bau- und Quartierstruktur gemäss Art. 54 GBR. Vergleicht man 
das Projekt mit den beiden benachbarten Gebäuden Schützenstrasse 
2________ und 5________ (vgl. Bericht OLK, Fotodokumentation OLK Nrn. 
4-8, Akten BVD pag. 101 ff., 105 ff.), erscheint es verständlich, wenn die Be-
schwerdeführenden das Projekt mit seinem Flachdach als Fremdkörper be-
zeichnen. Anders sieht es aber aus, wenn man das ganze Quartier betrach-
tet. Die Vorinstanz führt aus, das Flachdach ordne sich mit Blick auf die he-
terogene Dachgestaltung gut in die Umgebung ein; es sei nicht ungewöhn-
lich für das Quartier (angefochtener Entscheid E. 7b). Dies wird durch die in 
den Akten befindlichen Fotos bestätigt: Es kommen unterschiedliche Dach-
formen vor. So hat das Gebäude Schützenstrasse 10________ eine mo-
derne Dachform, die in keiner Weise dem Baustil der erhaltenswerten Ge-
bäude Schützenstrasse 2________ oder 5________ entspricht (Fotodoku-
mentation OLK Nrn. 13, 19 und 22, Akten BVD pag. 105 ff.). Die Häuser der 
Beschwerdeführenden (Schützenstrasse 8________ und 9________) ha-
ben ebenfalls nicht ein Walmdach mit Lukarnen; beide haben sodann mar-
kante Vor- oder Anbauten mit Flachdach (Fotodokumentation OLK Nrn. 9, 
10, 12, 20, 21, Akten BVD pag. 105 ff.; vgl. auch Fotodokumentation Be-

file://a2ya-cfs-data1.jgk.be.ch/data1/TRIBUNA-APPL-JUS/KVG-Appl/Dokumente/100/2023/127/23_127U.docx
file://a2ya-cfs-data1.jgk.be.ch/data1/TRIBUNA-APPL-JUS/KVG-Appl/Dokumente/100/2017/351/17_351U.docx
file://a2ya-cfs-data1.jgk.be.ch/data1/TRIBUNA-APPL-JUS/KVG-Appl/Dokumente/100/2017/351/17_351U.docx

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schwerdegegnerschaft, Akten BVD pag. 87.7-87.11). Angesichts dessen 
kann das beim Neubau vorgesehene Flachdach nicht als Fremdkörper im 
Quartier betrachtet werden. Dass bei einem benachbarten konkreten Bau-
projekt die kommunalen Behörden offenbar ein Flachdach als unzulässig be-
urteilt haben, wie die Beschwerdeführenden vorbringen, ändert daran nichts. 
Auf eine rechtsungleiche Behandlung könnten sich wenn schon die Gesuch-
steller bei jenem Projekt berufen. Die Edition der entsprechenden Bauge-
suchsunterlagen einschliesslich eines Fachberichts der kommunalen Bau- 
und Planungskommission sowie ein Parteiverhör sind daher mangels 
Rechtserheblichkeit entbehrlich (Beschwerde S. 15, 18). Die Beweisanträge 
werden abgewiesen.

4.3.6 Analog wie in Bezug auf die Dachform verhält es sich in Bezug auf 
das Merkmal «klare Begrenzung des Strassenraumes durch Einfriedungen 
im Bereich der Schützenstrasse». Wie die OLK in ihrem Bericht (Ziff. 5.4) 
ausgeführt hat, sind die Übergänge der Liegenschaften zum Strassenraum 
durch die unterschiedlichen Zugangssituationen und Abschlüsse zum Stras-
senraum heterogen ausgebildet. Das bestätigt sich durch die in den Akten 
liegenden Fotos (vgl. auch Kartenauszug RegioGIS, Akten BVD pag. 105): 
Zwar sind die südlichen Teile der Grundstücke Nrn. 1________ (der Bereich, 
in dem das Bauprojekt zu stehen kommt) und 3________ durch eine Hecke 
zur Strasse abgegrenzt (Fotodokumentation OLK Nrn. 6, 7, 18, 19, Akten 
BVD pag. 105 ff.). Hingegen befinden sich vor den beiden erhaltenswerten 
Baudenkmälern Schützenstrasse 2________ und 5________ breite Vor-
plätze und Garagenzufahrten (Fotodokumentation OLK Nrn. 5 und 8, Akten 
BVD pag. 105 ff.). Auf der östlichen Seite der Schützenstrasse ist einzig das 
Grundstück Nr. 11________ (Schützenstrasse 7________) gegenüber der 
Strasse eingefriedet. Hingegen befinden sich vor den Häusern der Be-
schwerdeführenden (Schützenstrasse 8________ und 9________) breite 
Garagen mit Garagenzufahrten bzw. Vorplätzen, aber keine Einfriedungen 
(Fotodokumentation OLK Nrn. 10, 11, 12, 20, 21, Akten BVD pag. 105 ff.; 
Fotodokumentation Beschwerdegegnerschaft, Akten BVD pag. 87.7), 
ebenso beim südlich anschliessenden Gebäude Schützenstrasse 
10________ (Fotodokumentation OLK Nrn. 13, 14, 19; Fotodokumentation 
Beschwerdegegnerschaft, Akten BVD pag. 87.9) und beim nördlich an das 
Baugrundstück Nr. 1________ angrenzenden Grundstück Nr. 14________ 

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mit dem Gebäude Schützenstrasse 6________ (Fotodokumentation Be-
schwerdegegnerschaft, Akten BVD pag. 87.10). Es mutet seltsam an, dass 
die Beschwerdeführenden der Beschwerdegegnerschaft verwehren wollen, 
was sie selber haben. 

4.4 Insgesamt erscheint – auch im Hinblick auf die Zurückhaltung, wel-
che sich das Verwaltungsgericht bei der Auslegung kommunaler Vorschrif-
ten und der Überprüfung von OLK-Stellungnahme auferlegt (vorne 
E. 3.4) – das Bauprojekt als mit den massgebenden Ortsbildschutz- und 
Denkmalvorschriften vereinbar. Damit ist auch den Anliegen des ISOS, so-
weit sie hier relevant sind, Rechnung getragen (vorne E. 3.3). Schliesslich 
ist auch nicht ersichtlich, inwiefern das Bauprojekt das Naherholungsgebiet 
in der Umgebung in rechtswidriger Weise beeinträchtigen sollte.

5.

Die Beschwerde erweist sich damit als unbegründet und ist abzuweisen. Bei 
diesem Ausgang tragen die Beschwerdeführenden unter solidarischer Haf-
tung für das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht die Verfahrenskosten 
und haben der Beschwerdegegnerschaft ihre Parteikosten zu ersetzen 
(Art. 106, Art. 108 Abs. 1 und 3 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 VRPG). Die einge-
reichte Kostennote gibt zu keinen Bemerkungen Anlass (act. 8A).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 3'500.--, werden den Beschwerdeführenden 
auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe entnom-
men.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20.02.2025, Nr. 100.2023.319U, 
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3. Die Beschwerdeführenden haben der Beschwerdegegnerschaft für das 
Verfahren vor dem Verwaltungsgericht die Parteikosten, festgesetzt auf 
Fr. 6'803.75 (inkl. Auslagen und MWSt), zu ersetzen.

4. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführende
- Beschwerdegegnerschaft
- Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern 
- Einwohnergemeinde Langenthal 

und mitzuteilen:
- Kantonale Kommission zur Pflege der Orts- und Landschaftsbilder

Der Abteilungspräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 
Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun-
desgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.