# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ba315362-ed36-5307-83e1-4b69849aab53
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-12-23
**Language:** de
**Title:** Keine Verbesserung des Gesundheitszustandes; aber Verbesserung betr. Restarbeitsfähigkeit. Solange Eingliederungsmassnahmen nicht abgeschlossen sind, besteht Anspruch auf die bisherige ganze Rente.
**Docket/Reference:** IV.2012.00441
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2012.00441.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2012.00441
I. Kammer
Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende
Sozialversicherungsrichter Spitz
Ersatzrichter Wilhelm
Gerichtsschreiberin Häny
Urteil
vom
23. Dezember 2013
in Sachen
X.___
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt
Dr.
Markus Krapf
Sintzel
Hüsler
Krapf Herzog, Rechtsanwälte
Löwenstrasse 54, Postfach 2028, 8021 Zürich
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
1.1
X.___
, geboren 1957, war
am 20. September 1978 mit
dem
Mofa
verunfallt
und
hatte
dabei
eine
subtrochantäre
Femurfraktur
und eine
Femoralisparese
links
erlitten, worauf
d
ie Schweizerische
Unfallversicherungsanstalt (Suva
)
als Unfallversicherer
die gesetzlichen
Leistungen erbrachte (Urk. 5/2
)
. Durch die Invalidenversicherung wurde der Versicherte, der im Zeitpunkt des Unfalls bei der Firma
Y.___
AG
in einer
Anlehre
als Dreher ge
standen hatte (Urk. 5/3/3), zum
kaufmännischen Angestellten
umgeschult (Urk. 5/
7-8, 5/10-5/12/4).
Die Suva richtete
dem Versicherten
seit dem 28. Februar 1982 eine
Viertelsrente
aus (Urk. 5/38/5).
Mit Verfügung vom
9. Oktober 1980
hatte
die Invalidenversicherung
X.
___
vom 1.
September
1979 bis
zum
31. März 1980
zunächst eine ganze Rente
(
Urk.
5/12/7-8) und
hernach
vom 1. April bis
zum
31. Mai 1980
eine halbe Invalidenrente nebst Ehegattenrente
zu
gesprochen
(
Urk. 5/12/5-6)
.
1.2
A
m 15. März 1988
trat
der Versicherte
eine Stelle
als Büroangest
ellter bei der Firma
Y.___
AG an, wo er bis gegen Ende 1989 arbeitete. Am 1. Dezember 1989 wechselte er zur
Firma Z.___
, wo er als Kundenberater angestellt war (Urk. 5/38/4 und 5/112/1).
Am 14. Dezember 1989 meldete er der Unfallversicherung einen Rückfall (Urk. 5/34/13)
.
1.3
A
m 28. Febru
ar 2001
meldete
sich
X.___
bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug (Berufsberatung, Umschulung, Arbeitsvermittlung, Rente) an (Urk. 5/38/1-7).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und berufliche Situation ab (Urk. 5/41/1-3, 5/43/1-2 und 5/44/1-3) und zog die Unfallakten bei (Urk. 5/53/1-115).
Mi
t
Verfügung vom 14. März 2002 wies sie das Begehren betreffend berufliche Massnahmen ab (Urk. 5/58/1). Mit S
chreiben vom 23.
Juli 2002
informierte
die Suva die IV-Stelle (Urk. 5/60), dass der Versicherte seit dem 23. März 2000
zu 100
respek
tive zu 50 % arbeitsunfähig sei
(Urk. 5/74/3)
,
Taggelder beziehe
und der
gemel
dete Rückf
all noch nicht abgeschlossen sei
(
vgl. auch Urk. 5/70
).
Mit Verfügung vom 1. April 2003 (Urk. 5/71/1-2) wies die IV-Stelle das Begeh
ren
um Gewährung von
berufliche
n
Massnahmen
ab, sprach dem Versi
cherten jedoch m
it
Verfügungen vom 26. Mai 2004 (
Urk. 5/94/1-4 und 5/95/1-6
; Urk. 5/88/1-2
)
mit Wirkung ab dem
1. März 2001
eine
ganze Invalidenr
ente
nebst
einer
Ehegatten- und Kinderrenten
z
u.
1.
4
Im Rahmen des
von Amtes wegen
eingeleiteten
ersten
Revisionsverfahren
s
teilte
die IV-Stelle dem Versicherten
am 2
0.
April 2005
mit, dass er weiterhin An
spruch auf eine ganze Invalidenrente habe (Urk. 5/108/1-2
; vgl. auch das Feststellungsblatt für den Beschluss, Urk. 5/107
)
.
Die Suva
richtete dem Versicher
ten ab dem 1. Dezember 2005 eine auf einem Invaliditätsgrad von 68
%
basie
rende Rente aus
(Schreiben vom 18. November 2005,
Urk.
5/117/1-2
;
Urk.
5/118/1-4).
Auf Einsprache hin
bemass
sie den
Invaliditätsgrad
mit Verfügung vo
m 27.
März 2006
neu
auf 70 % (
Urk.
5/
12
4
/
1-3
)
.
1.5
Im Rahmen eines weiteren Revisionsverfahrens
(vgl. Fragebogen vom 18. Mai 2006;
Urk.
5/125/1-2) klärte die IV-Stelle wiederum die medizinische Situation ab (
Urk.
5/126 und 5/127/1-3) und holte erneut die Unfallakten ein (
Urk.
5/129/1-113). Mit Schreiben vom 10. August 2006
(
Urk.
5/131/1-2) bestä
tigte sie die bisherige ganze Invalidenrente und sah die nächste Revision per August 2009 vor (
Urk.
5/130).
Im Rahmen
dieses zweiten
Revi
si
onsverfahrens (Frage
bogen vom 4. September 2009;
Urk.
5/142/1-4) holte die IV-Stelle einen Ausz
u
g aus dem individuellen Konto
(IK)
ein (
Urk.
5/145), klärte die medizini
sche Situ
ation ab (5/146/1-5
, 5/147 und
5/148/1-5) und ordnet
e
am 17. Dezember 2009
eine
ambulante
orthopädische Abklärung bei Dr. med.
A.___
an (5/150/1-2).
Gestützt auf de
ssen Gutachten vom 1. März 2011
(
Urk.
5/159/1-8) und die Ergänzung vom
24. März 2011 (
Urk.
5/161/1-2)
stellte die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 26. Juli 2011 (
Urk.
5/175/1-3) angesichts eines Invaliditätsgrades von 14 % die Aufhebung der Invalidenrente in Aussicht und stellte die Rente
demgemäss nach Durchführung des
Vorbescheidverfahrens
mit Ver
fügung vom 6. Oktober 2011 (
Urk.
5/176/1-3) ein
.
Das von
X.___
gestellte Wiedererwägungsgesuch (
Urk.
5/177/1-2) hiess sie mit Verfügung vom 20. Oktober 2011 gut, stellte neue Abklärungen in Aus
sicht (
Urk.
5/185/1-2) und holte einen Bericht bei der Klinik
B.___
ein.
Ge
stützt auf diesen Bericht vo
m 1. November 2011 (
Urk.
5/192)
stellte die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 1
6
.
Januar
2012 (
Urk.
5/19
8/1-2
) erneut die Ein
stellung der Invalidenrente in Aussicht
und hob diese
gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 36 %
mit Verfügung vom 13.
April 2012 auf (
Urk.
2).
2.
Mit Eingabe vom 24. April 2012 liess
X.___
Beschwerde erheben und
beantragen, es sei ihm auch nach dem 31. März 2012 weiterhin eine ganze Rente auszurichten.
Eventuell
verlangte er die Ausrichtung der Rente bis nach der Durchführung von Eingliederungsmassnahmen beziehungsweise die Rückweisung der Sache zwecks erneuter medizinischer
Abklärung
und neuem Ent
scheid (
Urk.
1 S. 2). In der Beschwerdeantwort schloss die IV-Stelle auf Abwei
sung der Beschwerde (
Urk.
4). Davon wurde der Versicherte am 23. Mai 2012 in Kenntnis gesetzt (
Urk.
6).
A
m 9. August 2012 (
Urk.
7 und 8) und am 16. Juni 2013 (
Urk.
11 und 12)
reichte er
B
erichte über die berufliche Integration und am 22.
August 2013 ei
nen Bericht der Klinik
C.___
ein (
Urk.
15 und 16). Die Unterlagen wurden der IV-Stelle zur Kenntnis gebracht. Ihre Stellungnahme zum Bericht vom 8. August 2012 (
Urk.
7) datiert vom 27. August 2012 (
Urk.
10). Auf weitere Stellungnahmen verzichtete die IV-Stelle (
Urk.
14 und 18).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allg
emeinen Teil des Sozialversiche
rungsrechts; ATSG).
Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 13
0 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen).
Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigun
g und Durchführung eines Einkom
mensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht (BGE 133 V 108 und 114 E. 5.4). Einer Verfügung gleichgestellt sind blosse Mitteilungen im Sinne von Art. 74
ter
lit
. f IVV, sofern ihnen eine materielle Prüfung im vorstehend darge
legten Sinne zugrunde liegt (Urteil des Bundesge
richts 9C_586/2010 vom 15. Oktober 2010 E. 2.2 mit Hinwei
sen, insbesondere auf SVR 2010 IV Nr. 4 S. 8 E. 3.1). Rechtsprechungsgemäss wird nicht verlangt, dass bei jeder Revision sämtliche, also auch offensichtlich unveränderte, Elemente und Voraussetzun
gen der Invalidität erneut abgeklärt und im
betreffenden Verwaltungsakt expli
zit abgehandelt werden, damit dieser Verwaltungsakt als Vergleichsbasis heran
gezogen werden kann (Urteil des Bun
desgerichts 9C_771/2009 vom 10. September 2010 E. 2.2).
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.
2
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist ent
scheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderli
chen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berück
sichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person aus
einander setzt
was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist
, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
ab
gegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Ex
per
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räu
mende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer
Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutachten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
N
ebst
der Verfügung vom 26. Mai 2004, mit welcher dem Beschwerdeführer
aufgrund seiner Neuanmeldung vom 28. Februar 2001
eine ganze Rente zuge
sprochen worden war (
Urk.
5/94/1-4 und 5/95/1-6),
kommen
auch die
Mittei
lungen vom 20.
April 2005 (
Urk.
5/108/1-2) und vom 10.
August 2006 (
Urk.
5/13
1/1-2
), mit welchen die bisherige ganze Rente jeweils bestätigt wurde, als Ausgangsbasis
für den Zeitvergleich in Frage.
Die Beschwerdegegnerin hat im Vorfeld beider Mitteilungen medizinische Berichte eingeholt
, sich damit aus
ei
nander gesetzt
und
jeweils
auch
die Akten der Unfallversicherung beigezogen
(
Urk.
5/104-106
,
5/103/1-92
,
5/107 [Feststellungsblatt Rentenrevision vom
20. April 2005],
5/109/1-3,
5/126, 5/127/1-3
,
5/129/1-113
und 5/130 [Feststellungsblatt für den Beschluss vom 10. August 2006]
).
Für die Beurteilung der
Frage, ob eine anspruchs
erhebliche Änderung eingetre
ten ist, ist
daher
der Sachver
halt zur Zeit der strittigen Verfügung vom 13. April 2012 (Urk. 2) zu vergleichen mit dem Sachverhalt, wie er im Zeitpunkt der
letztmaligen
Bestätigung der
ganzen Rente
gemäss
Mitteilung vom 10. August 2006
(
Urk.
5/131
/1-2
)
bestand.
3.
3.1
Die Beschwerdegegnerin ging
gestützt auf das Gutachten von
Dr.
A.___
vom 1. März 2011 davon aus (
Urk.
2 und 4), der Gesundheitszustand des Beschwer
deführers habe
s
ich seit der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung vom 16. August 2005 deutlich verbessert.
Er sei deshalb in der Lage
,
in vorwiegend sitzender Position behinderungsanpasste Tätigkeiten wie administrative Arbei
ten, Überwachungs- und Kontrollaufgaben in einem vollzeitlichen Pensum aus
zuüben
. Der Beschwerdeführer verfüge über kaufmännische Berufserfahrung, weshalb für die Bemessung des Invalideneinkommens auf die Tabellenlöhne im kaufmännisch-administrativen Bereich abzustellen sei. Angesichts eines Invaliditätsgrades von 36 % bestehe kein Rentenanspruch mehr.
3
.2
Demgegenüber lässt
der Beschwerdeführer einwenden, auf das Gutachten von
Dr.
A.___
könne nicht abgestellt werden, da
dieses nicht nur oberflächlich,
sondern auch widersprüchlich
sei und
der komplexen Leidensgeschichte nicht gerecht
werde. Die Beschwerdegegnerin habe sich hierzu nicht geäussert, was
eine
Verletzung des rechtlichen Gehörs darstelle
(
Urk.
1 S. 4).
Beispielsweise sei die
Flexio
n
s
fähigkeit der Hüfte im
Jahr
2011
nicht wesentlich besser als im
Jahr
2004
gewesen
. Eine
Verbesserung
der
gesundheitlichen
Situation sei
daher
nicht ausgewiesen.
Er könne nur ungefähr
15
bis
20 Minuten sitzen oder stehen. Mittlerweile
seien
Rückenbeschwerden hinzugekommen
, doch
habe
sich
Dr.
A.___
hierzu nicht
geäussert. So habe
er auch die
vorhandenen Arztberichte
des
Kreisarzt
es
und
der Klinik
B.___
nicht
gewürdigt
.
4
.
4
.1
Anlässlich der letzten amtlichen Revision hat die Beschwerdegegnerin die bishe
rige ganze Invalidenrente gestützt auf den in der Unfallversicherung auf 70 % erhöhten Invaliditätsgrad
(
Urk.
5/130)
mit Mitteilung vom 10. August 2006 be
stätigt (
Urk.
5/131).
Der Beschwerdeführer litt zu
jen
em Zeitpunkt, nach einer
nur
vorübergehenden Besserung seines Gesundheitszustandes, immer noch an den
Folgen des Motorradunfalles, weshalb er der Unfallversicherung einen Rückfall
gemeldet
hatte
. Nach Klärung der medizinischen Situation und nachdem Rehabilitationsaufenthalte stattgefunden,
diese
aber nicht mehr zu einer weiteren Verbesserung der gesundheitlichen Situation geführt hatte
n
, erhöhte die Unfallversicherung die Invalidenrente von 25 auf 70 % (
Urk.
5/129/9-14, 5/124/1-
2
)
.
Gemäss dem Abschlussbericht des Kreisarztes vom 16. August 2005
(
Urk.
5/129/59-61)
l
itt der Beschwerdeführer an de
n Folgen der
subtrochantären
Fe
mu
r
fraktur
links mit multiplen Folgeeingriffen, wobei im Jahr 2002
wegen therapieresistenter
coxogener
Schmerzen zunächst eine Hüftluxation
(vgl. den Austrittsbericht der
K
linik
D.___
vom 25. Juni
2002
(
Urk.
5/73/43-45) durchgeführt,
das Einsetzen eines prothetischen Oberflächen
-
ersatzes links auf das Frühjahr 2004 verschoben
(
Urk.
5/85/
9-
10
)
und schliesslich
a
m
24. August
2004
eine Totalprothese am linken Hüftgelenk eingesetzt wurde
(
Urk.
5/105
und 5/129/62
).
Ausserdem hatte sich
im Laufe der Zeit
eine
Gonarthrose
entwickelt
(
Urk.
5/129/
60
).
Dem Abschlussbericht vom 16. August 2005 ist
weiter
zu entnehmen, dass
der Beschwerdeführer immer noch über persistierende Ruhe- und Belastungsschmerzen in der linken Leistengegend klagte. Er hatte weiter angegeben, dass er nachts ungefähr zehnmal aufwache
, am Morgen Socken und Schuhe nur mit Mühe anziehen könne und deswegen Hilfsmittel benötige
. Weiter hatte er an
ge
geben, sich beim Gehen in der Woh
nung abstützen
und im
Freien einen Stock benützen
zu müssen
. Ruhig sitzen könne er nur ungefähr eine Viertelstunde. Beim Gehen träten die Schmerzen nach 300 Meter auf
,
und nach 800 Meter müsse er eine Pause von mindestens fünf Minuten einlegen. Obwohl er nun ein Fahrzeug mit einem automatischen Getriebe angeschafft habe, bereite ihm das Fahren nach maximal einer Stunde Mühe. Um die Schmerzen erträglicher zu machen, habe er die Sitzlehne stark nach hinten gekippt. Damit sei es ihm möglich
,
ungefähr eineinhalb Stunden Auto zu fahren. Aus dem Bericht ergibt sich, dass der Beschwerdeführer auf die Einnahme von Medikamenten verzichtete, nicht mehr in ärztlicher Behandlung stand und auch keine Physiotherapie mehr
in Anspruch nahm (
Urk.
5/129/59).
Der Kreisarzt berichtete weiter, dem Versicherten sei der
Einbeinstand
links ohne Abstützen nicht möglich gewesen. Beim Barfussgang habe er bei ihm ohne Stockbenützung ein sehr massives Schonhinken beobachtet; der Gang sei ver
langsamt und
arrhythmisch
gewesen. Habe der Versicherte den Stock benützt, so sei ihm der Zehengang problemlos und der Fersengang mit leichten Schmer
zen möglich gewesen. Bis 90° habe er in die Hocke gehen können. Weiter seien eine herabgesetzte Sensibilität am ganzen linken Unterschenkel
und medial zusätzlich
Parästhesien
aufgefallen. Bei passivem Bewegen
sowie
axillärer
Stau
chung von der Ferse her
habe der Beschwerdeführer einen verstärkten
Leisten
schmerz
angegeben.
Hingegen habe weder die vertikale noch
die
horizontale
Kompression am Becken einen Schmerz auslösen können; die gleiche Manipu
lation habe jedoch zu einem mittelstarken Schmerz in der mittleren Leiste und sogar zu einem starken am Trochanter geführt.
4
.2
Die Unfallversicherung ging
angesichts
des
sich zwischenzeitlich verschlechter
ten Gesundheitszustandes und
unter Berücksichtigung der Notw
endigkeit ver
mehrter Pausen
noch
von einer Re
starbeitsfähigkeit von
3
0 % aus
und setzte den Invaliditätsgrad auf 70 % fest
(
Urk.
5/
124/1-3).
5
.
5
.1
Im Fragebogen für das Revisionsverfahren vom 4. September 2009 (
Urk.
5/142/1-4)
hatte der Beschwerdeführer auf eine seit 2007
zunehmende
Ver
schlechterung seines Gesundheitszustandes hingewiesen.
Wegen
Refluxoesophagitis
und
Schwan
k
schwindel
hatte er sich zu Dr. med. E.___
, Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie in Behandlung bege
ben. Angaben zu einer allfälligen Auswirkung dieser Beschwerden auf die Ar
beitsfäh
igkeit sind dem Attest vom 29.
September 2009 nicht zu entnehmen (
Urk.
5/146/5).
Da seit dem 29. Mai 2006 keine Konsultationen in der Klinik
B.___
mehr stattgefunden hatten, konnte der
Orthopäde Dr. med. F.___
zum Verlauf des Gesundheitszustandes keine konkreten Angaben machen (
Schreiben vom 2. November 2011;
Urk.
5/147).
Auch der Rheumatologe Dr. med.
G.___
, der den Versicherten auf Zuweisung von
Dr.
E.___
am 28. Februar 2005 untersucht
und eine
Periathropathia
humeroscapularis
tendopathica
links mehr als rechts bei rezidivierender Überbelastung wegen des
rechtsseitigen
Gebrauchs eines Gehstocks zur Entlas
t
ung
sowie ein ch
r
o
nisches Schmerzsyndrom an der linke Hüfte diagnostiziert
hatte (
Urk.
5/148/7-8), konnte zum Verlauf des Gesundheitszustandes
nichts
berichten
, da er den Ver
sicherten seither nicht mehr in seiner Praxis gesehen hatte
(
Urk.
5/148/6).
5
.2
Auf Veranlassung der Beschwerdegegner
in untersuchte Dr. med. A.___
, Facharzt für orthopädische
Chirurgie,
den Beschwerdeführer am 15. Dezember 2010 und am
10.
Januar 201
1.
Im Bericht vom 1. März 2011
(
Urk.
5/159/1-8)
diagnostizierte der Orthopäde nebst dem bekannten Status nach mehreren Hüftoperationen eine erhebliche
Pangonarthrose
links mit deut
licher Bewegungseinschränkung und
femoropatellärer
Problematik sowie leichte degenerative Veränderungen an beiden Schultergelenken (
Urk.
5/159/7).
Der Versicherte hatte über Schmerzen im Bereich der linken Hüfte und im lin
ken Knie geklagt und auch Schmerzen in der Leistengegend mit Ausstrahlung in den Oberschenkel bis zum Knie angegeben, weswegen er
morgens und abends
Schmerzmittel nehmen müsse (
Urk.
5/159/3).
In der Untersuchung stellte
Dr.
A.___
beim
Gangbild
ein starkes Schonentlastungshüfthinken links fest. Aufgrund der bisherigen Eingriffe am Hüftgelenk habe aber ein gutes Resultat erreicht werden können
.
E
r berichtete von einer
praktisch
symmetrischen Mus
kulatur und einer guten Beweglichkeit
der Hüfte
. Die Szintigraphie habe kei
ne
rlei
Anzeichen
für eine Lockerung ergeben. Die
Pangonarthrose
weise zwar
wenig
Symptome auf; weder lägen eine Reizung noch eine Schwellung oder Überwärmung vor.
Es
bestehe
allerdings
eine deutlich eingeschränkte Beweg
lichkeit des linken Kniegelenkes (
Urk.
5/159/6)
.
Die Röntgenbefunde
vom 15. Dezember 2010
ergaben mit Bezug auf den Trochanter
major
auf der linken Seite eine etwas höhere Stellung als auf der rechten Seite. Hinsichtlich des lin
ken Kniegelenkes wurde bezüglich der
Pangonarthrose
die Beteiligung aller drei Kompartimente
deutlich sichtbar
.
I
n einer erneuten Rönt
g
enuntersuchung vom 10. Januar 2011
war
zusätzlich
am rechten Knie eine minime Knorpelabnü
t
zung im lateralen Kompartiment festgestellt worden
(
Urk.
5/159/5).
Aufgrund der gesundheitlichen Situation
erachtete
Dr.
A.___
eine 50%ige Restarbeitsfähigkeit bei einer Versicherung mit ganztägiger Belastung als zu
mutbar
, wobei
eine Steigerung
bei einem angepassten Arbeitsplatz, das heisst bei einer rein
oder doch vorwiegend
sitzenden Tätigkeit, denkbar sei
(
Urk.
5/159/7
-8
).
Dr.
A.___
riet mit Bezug auf die
Pangonarthrose
zu einer Knieprothese, da bei einem guten Resultat sogar eine 100%ige Arbeitsfähigkeit als Versicherungsfachmann im Aussendienst möglich wäre (
Urk.
5/159/8).
Ergänzend führte er im Bericht vom 24. März 2011 aus (
Urk.
5/161)
l
imitieren
d
sei zu beachten, dass das linke Kniegelenk möglichst wenig Belastung erfahre, das heisst auch Autofahrten einzuschränken
seien
und die Arbeit möglichst im Büro zu verrichten
sei
.
Erneut empfahl der Gutachter eine Behandlung mit einer Knieprothese, welche
Massnahme
der
Versicherte
offenbar aber
eher nicht wünsche.
5
.3
Aufgrund
der medizinischen Akten ist erwiesen, dass der Beschwerdeführer immer noch unter Spätfolgen des im Jahr 1978 erlittenen Motorradunfalles lei
det. So
war
bereits bis zur letzten Revision im Jahr 2005 eine Verschlechterung des Gesundheit
s
zustandes
eingetreten,
und gemäss dem Gutachten von
Dr.
A.___
liegt nun zusätzlich noch eine die Beweglichkeit stark beeinträch
tigen
de
Pangonarthrose
am linken Knie vor.
Zwar können die
Untersuchungen vom 15. Dezember 2010 und vom 10. Januar 2011
deshalb
unterschiedlich aus
gefallene Ergebnisse punkto Hüftflexion
erbracht haben
(
Urk.
1 S. 4),
weil
bei einer klinischen Untersuchung auch die Tagesform unterschiedlich sein kann, beispielsweise bei feuchter und/oder kalter Witterung vermehrt Schmerzen auf
treten und die Beweglichkeit eines Gelenks einschränken können. Beizupflichten
ist
dem Beschwerdeführer aber
darin, dass die Werte der Flexion bei verschie
denen in den Jahren 2004, 2005 und im jetzigen Revi
si
onsverfahren stattgefun
denen Untersuchungen nicht wesentlich voneinander abwichen (
Urk.
1 S. 4-5). Entscheidend fällt
indessen
bei der Beurteilung der gesundheitlichen Entwick
lung die zwischenzeitlich aufgetretene Knie- und Schulterproblematik ins Ge
wicht. Dass allein bezogen auf das Hüftgelenk zwischenzeitlich keine Verbes
serung eingetreten ist, bestätigte auch die Klinik
B.___
im Bericht vom 1. November 2011 (
Urk.
5/192).
Zur zumutbaren Restarbeitsfähigkeit äussert
e
sich
Dr.
A.___
dahingehend, dass nur eine rein
sitzende Tätigkeit zumutbar sei.
In einer solchen erachtete der Orthopäde den Versicherten als zu 50 % arbeitsfähig, wobei angesichts der Umschulung in den kaufmännischen Bereich auch die angestammte Tätigkeit bei einer Versicherung in Frage komme (
Urk.
5/159/7). Die
Prognose
von
Dr.
A.___
,
dass der Versicherte
eine vollständige Arbeitsfähigkeit erlangen
könne
, knüpft
e
er
hingegen
an das Einsetzen einer Knieprothese (
Urk.
5/159/
7-
8).
Die
Aussagen
von
Dr.
A.___
beziehen sich
zwar
auf die ange
stammte Tätig
keit im Versicherungssektor, in welchem der Beschwerdeführer seit der Kündi
gung der Stelle per
30. September 2004 nicht mehr tätig ist (
Urk.
5/112/1)
, ha
ben aber
grundsätzlich
G
ültigkeit
für jede kaufmännische Tätigkeit.
D
as Gutachten von
Dr.
A.___
lässt zwar
- wie der Beschwerdeführer zu Recht rügen lässt (
Urk.
1 S. 4) - insbesondere bezüglich der Anamnese
an Zuverlässig
keit zu wünschen übrig
, denn der Beschwerdeführer stand nicht
schon
seit dem Jahr 2000
ausserhalb des
Erwerbsleben
s
(
Urk.
5/159/2-3), sondern war am 28. Februar 2001 in den Innendienst versetzt und mit einfachen Büroarbeiten beschäftigt
und
das Arbeitsverhältnis
war erst
per 30.
September 2004 gekün
digt
worden
(
Urk.
5/112/1)
.
Dennoch ist das Gutachten nicht einfach unbeacht
lich.
Zusammenfassend steht fest, dass sich die medizinische Situation jedenfalls nicht verbessert,
sondern eher noch verschlechtert hat, da
nun Kniegelenksprobleme und aufgrund der benützten Gehhilfe auch Probleme hauptsächlich an der rechten Schulter
aufgetreten
sind
. Zudem ist
im Bericht der Klinik
C.___
vom 7. August 2013
- wenn auch erst nach Erlass der angefochtenen Ver
fügung -
im Rahmen einer 3-Phasen-Skelett-Szintigraphie am
femoralen
Im
plantat ein Befund erhoben
worden
, der auf eine beginnende Lockerung der Prothese hindeutet (
Urk.
15).
Entscheidend ist jedoch
unter revisionsrechtlichen Gesichtspunkten
die Auswirkung des Gesundheitszustandes auf die Arbeitsfä
higkeit.
5
.4
D
er Beschwerdeführer
hat
nach Erlass der angefochtenen Verfügung
an einem von der Beschwerdegegnerin angebotenen Integrationsprogramm teilgenommen (
Urk.
8). Von der
H.___
GmbH
wurde eine vom 16. Juli bis zum 10.
August 2012 dauernde Potentialabklärung durchgeführt. Aus dem Schlussbericht
vom 7. August 2012 geht hervor, dass der Beschwerdeführer mit Bezug auf die kog
nitiven Fähigkeiten nach anfänglichen Schwierigkeiten Normwerte erreichte, ja diese sogar übertraf und seine Leistungen als gut bezeichnet werden konnten (
Urk.
7 S. 1).
Eher unterdurchschnittlich seien emotionale Stabilität, Belastbar
keit und Selbst
be
wusstsein einzustufen (
Urk.
7 S. 2).
Zusammenfassend wurde dem
selbständigen und pflichtbewussten
Beschwerdeführer nach der Potentialabklärung punkto Leistungsmotivation und -fähigkeit
ein gutes Zeugnis ausge
stellt. Nach seinen eigenen Angaben stiess er aber mit einer Arbeitszeit von vier Stunden im Tag an seine
körperlichen
Grenze
n
, weshalb er nachher völlig er
schöpft gewesen sei.
In der Potentialabklärung war auch klar geworden, dass handwerkliche Arbeiten in der Werkstatt für den Beschwerdeführer nicht geeig
net waren und dieses Programm wegen körperlicher Beschwerden abgebrochen werden musste (
Urk.
7 S. 3).
Gemäss dem Zwischenbericht der
H.___
GmbH vom 7. August 2012 lag in jenem Zeitpunkt noch keine stabile 50%ige Restarbeitsfähigkeit vor
, weshalb von ihrer Seite aus keine Arbeitsvermittlung mög
lich war
(
Urk.
7 S. 4).
Anschliessend an die Potentialabklärung fand zunächst das Belastbarkeits
-
und hernach das Aufbautraining statt. Dem Abschlussbericht
vom 12.
Juni 2013
(
Urk.
13)
über diese bis zum 31. Mai 2013
durchgeführte Massnahme
ist zu ent
nehmen, dass die Ziele des Bel
astbarkeitstr
a
i
nings
mit Bezug auf die Steigerung der Arbeitsstunden von anfänglich zwei auf drei bis vier Stunden und im Auf
bautraining auf fünf Stunden
planmässig hätt
e
n
umgesetzt werden können (
Urk.
11 S. 4)
.
Gemäss dem Bericht hatte der Beschwerdeführer mit zunehmen
der Präsenz mit körperlichen Beschwerden reagiert, wobei bei starken Schmer
zen die Konzentration nachgelassen habe (
Urk.
11 S. 3
).
Der Beschwerdeführer selber habe eine
noch
verwertbare Arbeitsfähigkeit im Ausmass von 50 % als realistisch angesehen, habe aber Zweifel geäussert, ob eine solche im ersten Ar
beitsmarkt
überhaupt
realisierbar sei
.
Im Bericht wird schliesslich festgehalten, der Versicherte sei stets darauf bedacht gewesen, am Training teilzunehmen und keine Fehltage aufzuweisen, was sein stark ausgeprägtes Pflichtbewusstsein so
wie seine gute
Selbstbeherrschung wiederspieg
e
lt habe
.
Grosses Engagement habe er auch im Bewerbungsprozess gezeigt (
Urk.
11 S. 3).
Wegen der langen A
bwesenheit
des Beschwerdeführers vom
Berufsleben,
enthält der
Bericht
vom 12. Juni
den Hinweis, ein
an die bisherigen Massnahmen a
nschliessendes Arbeitstraining wäre sinnvoll und notwendig
, um die im Rahmen eines
geschütz
ten Arbeitsplatzes erreichte Arbeitsfähigkeit von 50 % weiter zu stabilisieren (
Urk.
11 S. 4).
5.5
Gest
ützt auf die Aktenlage findet d
e
r
von der Beschwerdegegnerin
dargelegte Standpunkt, der Beschwerdeführer sei vollzeitlich arbeitsfähig, keine Grundlage. Denn auch
Dr.
A.___
ging in seinem Gutachten nur prognostisch,
sofern
eine Knieprothese eingesetzt würde, von einem vollzeitlich möglichen Arbeitspensum aus, stufte die zumutbare Restarbeitsfähigkeit jedoch bei aktuellem Ge
sundheitszustand bei 50 % ein, verteilt auf einen ganzen Tag
(
Urk.
5/159/7-8). Diese Einschätzung ist auch dem Bericht betreffend den Verlauf des Integrationsprogramms zu entnehmen, aus welchem deutlich wird, dass eine gefestigte 50%ige Arbeitsfähigkeit noch nicht gesichert sei und bislang nur im geschütz
ten Rahmen habe erbracht werden können
. Schliesslich geht aus diesem B
ericht
vom 12. Juni 2013
auch hervor, dass der Beschwerdeführer direkt im Anschluss an das Integrationsprogramm
- mithin im Sommer 2013 -
ein Aufbautraining bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich im administrativen Bereich habe aufnehmen können (
Urk.
11 S. 5). Die Beschwerdegegnerin hat sich
dazu
mit Ausnahme des Hinweises, dass
der Beschwerdeführer am 25. April 2012 ein Gesuch um Arbeitsvermittlung gestellt habe (
Urk.
5/209) und man entsprechende Bemühungen einleiten werden (
Urk.
4 S. 1)
,
nicht weiter geäus
sert
, sondern ausdrücklich auf eine Stellungnahme verzichtet (
Urk.
14)
, weshalb über den Verlauf dieses Trainings bei der Sozialversicherungsanstalt nichts be
kannt ist.
Zwar vermochte
der Beschwerdeführer bei einem im Grossen und Ganzen unver
ändert
gebliebenen
, teilweise sogar etwas schlechteren Gesundheitszu
stand seine
R
estarbeitsfähigkeit zu steigern
und
ein Eingliederungswille
ist bei ihm
klar gegeben
.
D
iesbezüglich
ist er
aber auf
die Unterstützung der Beschwerdegegnerin angewiesen
,
welche
offensichtlich
auch
Eingliederungs
massnahmen an die Hand genommen
hat.
Dies ergibt sich
insbesondere
aus der
vom Beschwerdeführer a
m 1
6.
Dezember 2013
eingereichten
Mitteilung
der IV-Stelle
vom
5.
Dezember 2013, mit welcher die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer mitgeteilt hat, die beruflichen Massnahmen seien
nun
abge
schlossen (
Urk.
19 und 20).
Je nach dem Ausgang dieser Massnahmen wird die Beschwerdegegnerin über eine allfällige Herabsetzung oder Aufhebung der Rente neu zu entscheiden haben.
Die angefochtene Verfügung vom 13. April 2012
ist
somit
mit der Feststellung, dass der Beschwerdeführer auch nach dem 31. Mai 2012 An
spruch auf eine ganze Rente hat, aufzuheben.
6.
6.1
Gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
ist das Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert innerhalb des gesetzlichen Rahmens (
Fr.
200.-- bis
Fr.
1'000.--) auf Fr. 800.-- festzusetzen und der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzu
erlegen.
6.2
Nach
Art.
61
lit
. g ATSG hat die obsiegende
beschwerdeführende
Person An
spruch auf den vom Gericht festzusetzenden Ersatz der Parteikosten, die ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit
des Prozesses zu bemessen sind.
A
ls weitere Bemessungskriterien
fallen
der Zeitaufwand und die Barauslagen in Betracht.
In Anwendung dieser Kriterien rechtfertigt es sich, dem Beschwerdeführer eine Prozessentschädigung von Fr.
2‘400.--
(inklusive Barauslagen und Mehrwert
steuer)
zu Lasten der Beschwerdegegnerin
zuzusprechen.
Das Gericht erkennt:
1.
In Gutheissung der Beschwerde wird d
ie
Verfügung
der Sozial
versicherungsanstalt des Kantons Zürich,
IV-Stelle, vom 13. April 2012
aufgehoben und es wird festgestellt
, dass der Beschwerdeführer
weiterhin
Anspruch auf eine ganze In
validenrente hat.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
800
.-- werden
der Beschwerdegegnerin
auferlegt.
Rech
nung und Einzahlungsschein werden
der
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts
kraft zugestellt.
3.
Die Beschwerdegegnerin wird
verpflichtet,
dem Beschwerdeführer
eine Prozessentschädigung von
Fr.
2400
.-- (inkl. Barauslagen und
MWSt
) zu bezahlen.
4.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt
Dr.
Markus Krapf unter Beilage je einer Kopie von
Urk.
10 und 18
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
,
unter Beilage je einer Ko
pie von
Urk.
19 und 20
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
5.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur
kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
GrünigHäny