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**Case Identifier:** 11107b58-3518-539a-93c3-f70f7d0ec4d4
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-04-24
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 24.04.2014 200 2013 911
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-911_2014-04-24.pdf

## Full Text

200 13 911 IV
KOJ/SCM/KRK

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 24. April 2014

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Knapp, Verwaltungsrichter Scheidegger
Gerichtsschreiberin Schädeli

A.________
vertreten durch B.________, Fürsprecher C.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 13. September 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. April 2014, IV/13/911, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1966 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich am 12. August 2008 unter Hinweis auf Phasen von überwerti-
gen Ideen bis Wahnvorstellungen sowie anschliessender Phase von de-
pressivem Befinden erstmals bei der Invalidenversicherung (IV) zum Ren-
tenbezug an (Akten der IV [act. II] 1). Nach Abklärungen in medizinischer 
und erwerblicher Hinsicht, insbesondere der Einholung eines Abklärungs-
berichts Haushalt (Bericht vom 5. Februar bzw. 24. März 2009; act. II 9 
bzw. 14), stellte die IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) der 
Versicherten mit Vorbescheid vom 7. April 2009 (act. II 15) bei einem Inva-
liditätsgrad (IV-Grad) von 6 % (45 % Erwerbsanteil mit einer gewichteten 
Invalidität von 0 % sowie 55 % Haushaltsanteil mit einer gewichteten Inva-
lidität von 6.33 %) die Abweisung des Rentenbegehrens in Aussicht. Auf 
Einwand der Versicherten (act. II 16) holte die IVB eine Stellungnahme des 
Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD; act. II 20) ein und veranlasste eine 
psychiatrische Begutachtung (Expertise vom 9. September 2009; 
act. II 24). In der Folge hielt sie vorbescheidweise am vorgesehenen Ent-
scheid fest (act. II 25) und verfügte am 10. November 2009 (act. II 26) wie 
angekündigt. Diese Verfügung blieb unangefochten.

B.

Am 27. September 2011 meldete sich die Versicherte unter Hinweis auf 
eine psychische Erkrankung (Psychosen/Depressionen) erneut bei der IV 
zum Leistungsbezug an (act. II 27). Nach Abklärungen der gesundheitli-
chen und erwerblichen Verhältnisse, insbesondere der Einholung eines 
psychiatrischen Verlaufsgutachtens (Expertise vom 6. November 2012; 
act. II 56.1) und eines Abklärungsberichts Haushalt (Bericht vom 23. Mai 
2013; act. II 58) sowie nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens mit 
Einholung einer Stellungnahme des Abklärungsdienstes (act. II 59, 64, 67), 
verfügte die IVB am 13. September 2013 (act. II 69) bei einem IV-Grad von 
47 % (Erwerbsanteil von 70 % mit einer gewichteten Invalidität von 46 % 

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sowie Haushaltsanteil von 30 % mit einer gewichteten Invalidität von 
1.13 %) die Zusprechung einer Viertelsrente ab dem 1. Mai 2012.

C.

Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch Fürsprecher C.________ 
von B.________ am 16. Oktober 2013 Beschwerde und beantragte – unter 
Kosten- und Entschädigungsfolge – die Aufhebung der angefochtenen Ver-
fügung sowie die Zusprechung mindestens einer halben IV-Rente.

In der Folge reichte Fürsprecher C.________ die Vollmacht, einen Anstel-
lungsvertrag zwischen der Beschwerdeführerin und der D.________ sowie 
die Kündigung der Arbeitgeberin ein.

Mit Beschwerdeantwort vom 14. November 2013 beantragte die Be-
schwerdegegnerin unter Verweis auf die Stellungnahme des Abklärungs-
dienstes (Stellungnahme AKD) vom 8. November 2013 die Abweisung der 
Beschwerde.

Mit Replik vom 17. Dezember 2013 und Duplik vom 3. Februar 2014 hielten 
die Parteien an ihren gestellten Anträgen fest.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 

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Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Angefochten ist die Verfügung vom 13. September 2013 (act. II 69). 
Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine 
Invalidenrente. Nicht streitig ist hingegen, dass die Beschwerdegegnerin 
auf die Neuanmeldung vom 27. September 2011 (act. II 27) eingetreten ist. 
Diese Frage ist vom Gericht nicht zu überprüfen (vgl. BGE 109 V 108 E. 2b 
S. 114).

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

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Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können auch 
solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und 
damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschrän-
kungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung 
allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-
wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 
bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; 
SVR 2007 IV Nr. 47 S. 154 E. 2.4).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG). Bei nicht erwerbstätigen Versicherten, die im Aufgabenbe-
reich tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht zuge-
mutet werden kann (Art. 5 Abs. 1 IVG und Art. 8 Abs. 3 ATSG), wird für die 
Bemessung der Invalidität darauf abgestellt, in welchem Mass sie unfähig 
sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen (Art. 28a Abs. 2 IVG; spezifi-
sche Methode; BGE 125 V 146 E. 2a S. 149). Als Aufgabenbereich der im 
Haushalt tätigen, nicht erwerbstätigen Personen gelten insbesondere die 
übliche Tätigkeit im Haushalt, die Erziehung der Kinder sowie gemeinnützi-
ge und künstlerische Tätigkeiten (Art. 27 der Verordnung über die Invali-
denversicherung vom 17. Januar 1961 [IVV; SR 831.201]).

Nach Art. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbs-
tätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegat-
tin mitarbeiten, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. 

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Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität 
für diese Tätigkeit gestützt auf einen Betätigungsvergleich ermittelt 
(Art. 28a Abs. 2 IVG). In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätigkeit 
beziehungsweise der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten 
oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzu-
legen und der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen (sog. ge-
mischte Methode; BGE 125 V 146 E. 2a S. 150).

2.4 Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache 
materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten 
Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch 
tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei ei-
nem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (SVR 2011 IV 
Nr. 2 S. 8 E. 3.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der 
früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so 
weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zusätzlich noch zu prü-
fen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine rentenbe-
gründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Be-
schwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Ge-
richt (BGE 117 V 198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invaliditätsgrad 
erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuanmeldungsver-
fahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – durch Ver-
gleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten materiellen Beur-
teilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit demjenigen zur 
Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 S. 112; 
130 V 71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

2.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 

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Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

2.6 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin hat sich in der hier angefochtenen Verfü-
gung vom 13. September 2013 (act. II 69) massgeblich auf das psychiatri-
sche Gutachten von Dr. med. E.________, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie FMH, vom 6. November 2012 (act. II 56.1) gestützt.

Es steht zu Recht ausser Frage, dass sich der Gesundheitszustand der 
Beschwerdeführerin gemäss dem schlüssigen und umfassenden, mithin 

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beweiskräftigen Gutachten (vgl. E. 2.5 hiervor) von Dr. med. E.________ in 
psychiatrischer Hinsicht seit der Verfügung vom 10. November 2009 
(act. II 26) bzw. dem Gutachten desselben Facharztes vom 9. September 
2009 (act. II 24) insofern verändert hat, als nunmehr eine schizoaffektive 
Störung, derzeitig mittelgradig depressiv, oder allenfalls eine paranoide 
Schizophrenie (ICD-10 F25.1, DD 20.0) diagnostiziert wurde (act. II 56.1 
S. 8, 9 Ziff. 1), was eine verminderte Funktionsfähigkeit und Belastbarkeit 
sowie eine Einschränkung im sozialen und privaten Bereich nach sich zieht 
(S. 9 Ziff. 2 f.). Insbesondere hat sich die Arbeitsfähigkeit der Beschwerde-
führerin dahingehend verändert, als ihr anlässlich der ersten Begutachtung 
in der bisherigen Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von zwei Mal vier Stunden 
bei einer Leistungsverminderung von 20 % bzw. in einer intellektuell weni-
ger fordernden Verweistätigkeit eine volle Arbeitsfähigkeit (zwei Mal vier 
Stunden) attestiert wurde (act. II 24 S. 13 f. Ziff. 4 f., 10, 13), während ihr 
gemäss dem neuerlichen Gutachten sowohl die bisherige als auch jede 
Verweistätigkeit lediglich noch im Rahmen von zwei Stunden täglich zu-
mutbar ist (act. II 56.1 S. 10 f. Ziff. 4, 10, 13). Daraus ergibt sich, dass im 
massgebenden Vergleichszeitraum (10. November 2009 bis 13. September 
2013; vgl. E. 2.4 hiervor) eine Veränderung bzw. Verschlechterung der ge-
sundheitlichen Situation eingetreten ist. Damit ist das Vorliegen eines Revi-
sions- resp. Neuanmeldungsgrundes zu bejahen und der Rentenanspruch 
ist in der Folge umfassend zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 4b S. 200).

3.2 Die psychiatrische Beurteilung des Gutachters Dr. med. 
E.________ lässt sich ohne weiteres in das von den übrigen Fachärzten 
gezeichnete Gesamtbild einfügen (vgl. Bericht der Psychiatrischen Dienste 
F.________ [act. II 39]; Bericht von Dr. med. G.________, Fachärztin für 
Psychiatrie und Psychotherapie FMH [act. II 50]) und wird von der Be-
schwerdeführerin denn auch nicht bestritten (vgl. Beschwerde, S. 8 Ziff. 7). 

4.

4.1 Umstritten ist einzig der Status der Beschwerdeführerin. Während 
die Beschwerdegegnerin bei Anwendung der gemischten Methode den 
Anteil der Erwerbstätigkeit auf 70 % beziffert (act. II 58 S. 9, act. II 69 S. 6), 

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stellt sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt, im Gesundheitsfall 
wäre sie heute zu 80 % bis 100 % ausserhäuslich erwerbstätig und hätte 
hierzu aufgrund ihrer international ausgerichteten beruflichen Erfahrung 
auch gute Chancen auf eine qualifizierte Arbeitsstelle (vgl. Beschwerde 
S. 7 Ziff. 6). 

4.2 Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig Erwerbs-
tätige oder als Nichterwerbstätige einzustufen ist – was je zur Anwendung 
einer anderen Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, 
Betätigungsvergleich, gemischte Methode) führt –, ergibt sich aus der Prü-
fung, was sie bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine 
gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde (BGE 125 V 146 E. 2c S. 150). 
Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versi-
cherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in 
welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre (BGE 133 V 504 
E. 3.3 S. 508). Bei einer im Haushalt tätigen versicherten Person im Be-
sonderen entscheidet sich die Frage, ob sie als ganztägig oder zeitweilig 
Erwerbstätige zu betrachten ist, nicht danach, ob sie vor ihrer Heirat er-
werbstätig war oder nicht. Es ist vielmehr zu prüfen, ob sie im Gesundheits-
fall mit Rücksicht auf die gesamten Umstände vorwiegend erwerbstätig 
oder im Haushalt beschäftigt wäre. Nebst den finanziellen Verhältnissen 
sind sämtliche weiteren Gegebenheiten des Einzelfalles zu berücksichti-
gen, wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kin-
dern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die 
persönlichen Neigungen und Begabungen der versicherten Person (BGE 
125 V 146 E. 2c S. 150; AHI 1997 S. 289 E. 2b). Dabei sind die konkrete 
Situation und die Vorbringen der versicherten Person nach Massgabe der 
allgemeinen Lebenserfahrung zu würdigen (BGE 117 V 194 E. 3b S. 195).

Die Frage nach der anwendbaren Methode beurteilt sich praxisgemäss 
nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfü-
gung (vgl. BGE 129 V 167 E. 1 S. 169) entwickelt haben, wobei für die hy-
pothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Erwerbs-
tätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwie-
genden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 125 V 146 E. 2c S. 150, 
117 V 194 E. 3b S. 195).

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4.3 Aufgrund der Akten ist erstellt, dass die Beschwerdeführerin nach 
ihrer Ausbildung zur … (1982 - 1985; act. II 1 S. 4 Ziff. 6.2) ab Mai 1985 
beinahe fortlaufend einer erwerblichen Tätigkeit nachging (act. II 72 S. 17 -
 20, 23 - 26). Insbesondere in den zwei Jahren vor der Geburt des ersten 
Kindes im Juni 1994 war sie zu 100 % bzw. 90 % erwerbstätig (act. II 72 
S. 17 f.). Auch für die vorhergehende Zeit von Januar 1990 bis September 
1991 ist eine Vollzeittätigkeit ausgewiesen (act. II 72 S. 19 i.V.m. S. 20). 
Die zwischenzeitlich fehlende Erwerbstätigkeit (Oktober 1991 - Mai 1992) 
wird in der Beschwerde durch eine mehrmonatige Auslandreise und die 
anschliessende Stellensuche nachvollziehbar begründet (S. 5). Dass die 
Beschwerdeführerin in den jeweiligen Vollzeittätigkeiten teilweise nur ein 
geringes Einkommen erzielte, ist für die Statusfestsetzung unerheblich. 
Unter anderem die karitative Tätigkeit im Jahre 1990/1991 (act. II 72 
S. 19 f.) mit einem Beschäftigungsgrad von 100 % und einem gleichzeitig 
geringen Einkommen (vgl. act. II 67 S. 2) zeigt ein starkes berufliches En-
gagement der Beschwerdeführerin. Die Erwerbstätigkeit in den Jahren vor 
der Familiengründung spricht demnach klar für die Annahme eines hohen 
Beschäftigungsgrades im Gesundheitsfall. Dass sich die Beschwerdeführe-
rin nach der Geburt der beiden Kinder (1994 und 1996) der Familie widme-
te, ist unbestritten. Die familiären Verpflichtungen, insbesondere die Be-
treuungspflichten gegenüber den Kindern, stellen sich zum heutigen Zeit-
punkt anders dar, als anlässlich der ersten Haushaltsabklärung im Jahr 
2009 (act. II 9). Heute sind die beiden Töchter volljährig (vgl. act. II 27 S. 2 
Ziff. 3.1), demgegenüber waren sie anlässlich der ersten Abklärung noch 
schulpflichtig (7. und 8. Klasse; act. II 9 S. 3 Ziff. 2.1) und der Betreuungs-
bedarf war dementsprechend grösser. Die damalige Statusfestsetzung ist 
daher für den vorliegenden Fall nicht präjudizierend, so dass die familiären 
Verpflichtungen einer Erwerbstätigkeit mit hohem Beschäftigungsgrad heu-
te nicht mehr entgegenstehen. Hinzu kommt, dass die Beschwerdeführerin 
anlässlich des Abklärungsgesprächs vom 14. Mai 2013 angab, sie würde in 
der heutigen Situation, wo beide Kinder in der Lehre seien, ohne Behinde-
rung sicher wieder zu 100 % arbeiten (act. II 58 S. 4 Ziff. 3.5). Sie habe 
immer sehr gerne gearbeitet und brauche das auch. Auch auf nochmalige 
Nachfrage hin wiederholte die Beschwerdeführerin, dass sie trotz der Ver-
sorgung des Haushalts, des Ehemannes und der beiden Kinder in der heu-
tigen Situation zu 100 % arbeiten würde. Diese Aussagen lassen sich naht-

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los in die berufliche Laufbahn bis zur Geburt des ersten Kindes einfügen 
und entsprechen auch dem Wunsch, am liebsten wieder in ihrem erlernten 
Beruf tätig zu sein, den die Beschwerdeführerin bereits anlässlich der 
psychiatrischen Begutachtung vom 9. September 2009 äusserte (vgl. 
act. II 24 S. 12). Sie sind entsprechend der Beweismaxime, wonach die 
sogenannten spontanen "Aussagen der ersten Stunde" in der Regel unbe-
fangener und zuverlässiger sind als spätere Darstellungen, die bewusst 
oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher 
oder anderer Art beeinflusst sein können (BGE 121 V 45 E. 2a S. 47, 
115 V 133 E. 8c S. 143; RKUV 2004 U 515 S. 420 E. 1.2) praxisgemäss 
stark zu gewichten. Zwar hat die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer im 
Jahr 2008 erfolgten ersten Anmeldung zum Leistungsbezug (act. II 1) ein 
gewisses Hintergrundwissen, was den Ablauf eines invalidenversiche-
rungsrechtlichen Abklärungsverfahrens anbelangt, jedoch kann ihr deswe-
gen die Anwendbarkeit der soeben erwähnten Beweisregel nicht abgespro-
chen werden, andernfalls der Beweiswert der Angaben von Versicherten in 
Revisions- bzw. Neuanmeldungsverfahren von vornherein herabgesetzt 
wäre, was jedoch nicht der Fall ist. Im Rahmen der hier vorliegenden Neu-
anmeldung vom 27. September 2011 (act. II 27) sind die Aussagen vom 
14. Mai 2013 die „Aussagen der ersten Stunde“, an welchen die Beschwer-
deführerin im weiteren Verfahren im Wesentlichen festgehalten hat 
(act. II 64), wobei in der Beschwerde nicht mehr absolut eine vollzeitliche, 
sondern eine 80 - 100 %-ige Erwerbstätigkeit geltend gemacht wird. Dieses 
Szenario mit einer gewissen zeitlichen Flexibilität erscheint denn auch rea-
listischer. Entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin (vgl. Stel-
lungnahme AKD vom 8. November 2013 [im Gerichtsdossier], S. 3) kann 
daher nicht ohne weiteres davon ausgegangen werden, die Aussagen sei-
en im Wissen um deren versicherungsrechtliche Relevanz bewusst (falsch) 
gemacht worden. Weiter ist zu beachten, dass die gesundheitlichen Be-
schwerden im Jahre 2001 begonnen haben und in der Folge regelmässig 
aufgetreten sind (vgl. act. II 7 S. 5, 10 - 15; act. II 24 S. 12; act. II 33 S. 1 -
 12, 17; act. II 39; act. II 50). Ab diesem Zeitpunkt kann somit nicht mehr 
von einer uneingeschränkten Gesundheit der Beschwerdeführerin gespro-
chen werden und Rückschlüsse auf die für die Statusfrage massgebende 
Tätigkeit im Gesundheitsfall sind nicht mehr zulässig. Der diesbezügliche 
Einwand der Beschwerdegegnerin, dass in den Jahren 2009/2010 eine 

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gesundheitliche Verbesserung und eine Restarbeitsfähigkeit vorhanden 
gewesen sei, welche die Beschwerdeführerin jedoch nicht verwertet habe 
(vgl. Stellungnahme AKD vom 8. November 2013 [im Gerichtsdossier], 
S. 4), ist somit unbehelflich.

4.4 Insgesamt ist demnach in Würdigung aller Umstände und unter 
Berücksichtigung des Beweisgrades der überwiegenden Wahrscheinlich-
keit (vgl. E. 4.2. hiervor) erstellt, dass die Beschwerdeführerin ohne Ge-
sundheitsschaden, entsprechend dem vor der Geburt des ersten Kindes 
zuletzt ausgeübten Pensum (act. II 72 S. 17) wie auch dem Mittelwert eines 
realistischen Pensums von 80 - 100 % (vgl. E. 4.3 hiervor), zu 90 % er-
werbstätig wäre. Ein Eingriff in das der Verwaltung zustehende Ermessen 
bei der Festsetzung des Status rechtfertigt sich insofern, als der Ab-
klärungsdienst in Ziff. 3.5 des Abklärungsberichts Haushalt vom 23. Mai 
2013 noch davon ausgegangen ist, die Beschwerdeführerin habe einen 
Vollzeiterwerb vor der Geburt der ersten Tochter „nur kurze Zeit“ ausgeübt 
(act. II 58 S. 4), welche Annahme sich angesichts der im Beschwerdever-
fahren eingereichten Unterlagen (act. II 72 S. 17 ff.) als nicht zutreffend 
erweist. Es ist somit von einem Status von 90 % Erwerbstätigkeit und 10 % 
Haushalt auszugehen. Dies erlaubt der Beschwerdeführerin auch ohne 
weiteres die Ausübung einer ehrenamtlichen Tätigkeit (Mithilfe in Gruppen 
der …, 3x pro Jahr Organisation des …, vgl. act. II 58 S. 8 „Verschiede-
nes“).

5.

5.1 Ausgehend von der vorliegend bei einem Status von 90 % Erwerb 
und 10 % Aufgabenbereich Haushalt (vgl. E. 4.4 hiervor) anwendbaren 
gemischten Methode (vgl. E. 2.3 hiervor) ist nachfolgend der Invaliditäts-
grad zu ermitteln.

5.2 Zunächst ist die Einschränkung im Erwerbsbereich mittels Einkom-
mensvergleichs zu bestimmen.

5.2.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. April 2014, IV/13/911, Seite 13

nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 
E. 4.1 S. 325).

5.2.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2011 IV Nr. 37 
S. 110 E. 4.1). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöh-
ne gemäss den vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstruk-
turerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; 
SVR 2010 IV Nr. 52 S. 162 E. 4.3.1).

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 135 V 
297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2011 IV Nr. 31 S. 91 E. 
4.1.1).

5.2.3 Die medizinisch begründete Arbeitsunfähigkeit von mehr als 20 % 
ist spätestens seit Mai 2011 ausgewiesen (act. II 56.1 S. 10 Ziff. 6). Die 
Anmeldung zum Leistungsbezug bei der IV erfolgte am 27. September 
2011 (act. II 27). Unter Berücksichtigung des Wartejahres gemäss Art. 28 
Abs. 1 lit. b IVG und in Anwendung von Art. 29 Abs. 1 IVG, wonach der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. April 2014, IV/13/911, Seite 14

Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Gel-
tendmachung des Leistungsanspruchs entsteht, besteht frühestens ab Mai 
2012 Anspruch auf eine Rente der IV. Der Einkommensvergleich ist dem-
nach für das Jahr 2012 vorzunehmen (vgl. BGE 129 V 222). 

5.2.4 Die Beschwerdeführerin verfügt über eine abgeschlossene Berufs-
ausbildung als … sowie über mehrjährige Berufserfahrung (vgl. E. 4.3 hier-
vor). Sie arbeitete zuletzt im Jahr 1994 als … (act. II 72 S. 17). Danach 
ging sie keiner ausserhäuslichen Erwerbstätigkeit mehr nach. Die noch 
bestehende Arbeitsfähigkeit von zwei Stunden täglich bezieht sich sowohl 
auf die bisherige Tätigkeit als … als auch auf Verweistätigkeiten (vgl. E. 3.1 
hiervor). 

Bei der Bestimmung des Valideneinkommens ist zu berücksichtigen, dass 
die Beschwerdeführerin ihre letzte Stelle nicht aus gesundheitlichen, son-
dern aus familiären und demnach invaliditätsfremden Gründen verlassen 
hat (vgl. act. II 72 S. 18). Sie wäre somit auch ohne Gesundheitsschaden 
nicht mehr an diesem Arbeitsplatz tätig, weshalb für die Bestimmung des 
Valideneinkommens nicht vom zuletzt bei der ehemaligen Arbeitgeberin 
erzielten Einkommen ausgegangen werden kann, sondern die Tabellenlöh-
ne gemäss LSE heranzuziehen sind (SVR 2009 IV Nr. 58 S. 182 E. 2.3; 
Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 10. Juni 2011, 9C_234/2011, 
E. 3.3). Auch das Invalideneinkommen ist anhand statistischer Daten zu 
ermitteln, da die Beschwerdeführerin nach Eintritt des Gesundheitsscha-
dens keine bzw. nur vorübergehend eine Erwerbstätigkeit ausgeübt hat 
(vgl. E. 5.2.2 hiervor; Beschwerdebeilage [act. I] 4 - 6). Die beiden Ver-
gleichseinkommen sind damit ausgehend vom selben Tabellenlohn ent-
sprechend der Tabelle TA7 (Monatlicher Bruttolohn nach Tätigkeit, Anfor-
derungsniveau und Geschlecht, Privater und öffentlicher Sektor) 2010 des 
Bundesamtes für Statistik, Frauen, Anforderungsniveau 3 (Berufs- und 
Fachkenntnisse vorausgesetzt), Position … (…), zu bestimmen. Sind Vali-
den- und Invalideneinkommen aufgrund des gleichen Tabellenlohnes fest-
zusetzen, erübrigt sich deren genaue Ermittlung und der Invaliditätsgrad 
entspricht dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung eines 
allfälligen Abzuges vom Tabellenlohn (vgl. Entscheid des Eidgenössischen 
Versicherungsgerichts [heute BGer] vom 15. April 2003, I 1/03, E. 5.2). Da 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. April 2014, IV/13/911, Seite 15

die behinderungsbedingten Einschränkungen bereits mit der Einschrän-
kung der Arbeitsfähigkeit auf zwei Stunden pro Tag bzw. 24 % (10h [Ar-
beitsfähigkeit pro Woche] / 41.7h [wöchentliche betriebsübliche Arbeitszeit] 
x 100 = 23.98 %; vgl. E. 3.1 hiervor) berücksichtigt wurden, rechtfertigt sich 
vorliegend – entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin (vgl. 
Beschwerde S. 8 Ziff. 7) – kein leidensbedingter Abzug vom Tabellenlohn 
(vgl. E. 5.2.2 hiervor). Bei einem Status von 90 % Erwerb resultiert im er-
werblichen Bereich ein Invaliditätsgrad von 73.33 % ([{90 % - 24 %} x 100] / 
90 %) bzw. ein solcher von gewichtet 66 % (73.33 % x 0.9). 

5.3 Im Weiteren ist die Einschränkung im Aufgabenbereich Haushalt 
aufgrund eines Betätigungsvergleichs zu bestimmen.

5.3.1 Für den Beweiswert eines Abklärungsberichts sind verschiedene 
Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer 
qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis der örtlichen und räumli-
chen Verhältnisse sowie der aus den medizinischen Diagnosen sich erge-
benden Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Anga-
ben der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Mei-
nungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext 
schliesslich muss plausibel begründet und bezüglich der einzelnen Ein-
schränkungen angemessen detailliert sein und in Übereinstimmung mit den 
an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Ab-
klärungsbericht voll beweiskräftig. Das Gericht greift in das Ermessen der 
die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehlein-
schätzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die 
fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist 
als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 130 V 61 E. 6.2 S. 63; 
SVR 2012 IV Nr. 54 S. 196 E. 3.2).

5.3.2 Im Abklärungsbericht Haushalt vom 23. Mai 2013 (act. II 58) wurde 
mittels Betätigungsvergleichs eine Einschränkung im Aufgabenbereich 
Haushalt von 3.75 % ermittelt. Der Bericht wurde vom spezialisierten Ab-
klärungsdienst der Beschwerdegegnerin aufgrund einer Erhebung vor Ort 
am 14. Mai 2013 verfasst. Das Ergebnis stützt sich auf die Angaben der 
Beschwerdeführerin zu den sozialen und erwerblichen Verhältnissen und 
zum Haushalt (Ziff. 1-6).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. April 2014, IV/13/911, Seite 16

Die im Abklärungsbericht enthaltene Umschreibung der Haushaltsaufgaben 
entspricht den Vorgaben des Kreisschreibens über Invalidität und Hilflosig-
keit in der Invalidenversicherung des Bundesamtes für Sozialversicherung 
(KSIH, Rz. 3086). Die Gewichtung der einzelnen Aufgabenbereiche hält 
sich sodann innerhalb der dort angegebenen Bandbreiten und ist in Anbe-
tracht der konkreten Umstände nicht zu beanstanden. Was die Gewichtung 
der einzelnen Einschränkungen anbelangt, ist der Betätigungsvergleich 
nachvollziehbar begründet und hinreichend detailliert. Die Mithilfe von Fa-
milienangehörigen ist im Rahmen der Schadenminderungspflicht zu 
berücksichtigen und geht weiter als die ohne Gesundheitsschädigung übli-
cherweise zu erwartende Unterstützung (BGE 133 V 504 E. 4.2 S. 509). 
Dies wurde vorliegend umgesetzt und die Unterstützung der beiden volljäh-
rigen Töchter und des Ehemannes bei der Haushaltführung wurde berück-
sichtigt (act. II 58 S. 6 Ziff. 5.5). Klare Fehleinschätzungen der Abklärungs-
person, welche einen Eingriff des Gerichts in deren Ermessen rechtfertigen 
würden (vgl. E. 5.3.1 hiervor), sind nicht ersichtlich.

Der Abklärungsbericht Haushalt vom 23. Mai 2013 (act. II 58) ist demnach 
voll beweiskräftig. Entsprechend der darin enthaltenen Aufstellung ist von 
einer leidensbedingten Einschränkung bzw. von einem Teilinvaliditätsgrad 
im Aufgabenbereich Haushalt von 3.75 % bzw. gewichtet 0.375 % (3.75 % 
x 0.1 [Status]) auszugehen.

5.4 Bei einer gewichteten Einschränkung von 0.375 % im Haushalt und 
66 % im Erwerbsbereich resultiert ein IV-Grad von gerundet 66 % (vgl. zur 
Rundung: BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123). Damit hat die Beschwer-
deführerin Anspruch auf eine Dreiviertelsrente (vgl. E. 2.2 hiervor).

6.

Nach dem Dargelegten ist in Gutheissung der Beschwerde die angefochte-
ne Verfügung vom 13. September 2013 (act. II 69) aufzuheben und der 
Beschwerdeführerin ab dem 1. Mai 2012 (vgl. E. 5.2.3 hiervor) eine Drei-
viertelsrente zuzusprechen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. April 2014, IV/13/911, Seite 17

7.

7.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4). Der geleistete Kostenvor-
schuss von Fr. 700.-- ist der Beschwerdeführerin nach Eintritt der Rechts-
kraft des Urteils zurückzuerstatten.

7.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Versicherungsgericht festge-
setzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streit-
sache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g 
ATSG). Gemäss der Praxis des Verwaltungsgerichts wird der Parteikos-
tenersatz bei gemeinnützig tätigen Rechtsberatungsstellen sowie Rechts-
schutzversicherungen, Gewerkschaften und Berufsverbänden aufgrund 
eines allgemeingültigen pauschalisierten Stundenansatzes festgesetzt, 
welcher im konkreten Fall mit dem gebotenen Aufwand multipliziert wird. 
Der Stundenansatz wird je nach fachlicher Qualifikation der Vertretung 
festgelegt, wobei als fachlich qualifizierte Vertretung diejenige durch Juris-
tinnen und Juristen sowie durch eidgenössisch diplomierte Sozialversiche-
rungsexpertinnen und -experten gilt. Als fachlich nicht qualifizierte Vertre-
tung gelten alle übrigen Parteivertreterinnen und -vertreter (vgl. Rund-
schreiben der Sozialversicherungsrechtlichen Abteilung und der Abteilung 
für französischsprachige Geschäfte des Verwaltungsgerichts des Kantons 
Bern vom 16. Dezember 2009, abrufbar unter www.justice.be.ch). Im Falle 
der Vertretung durch eine gemeinnützig tätige Rechtsberatungsstelle im 
Sinne der Rechtsprechung (BGE 135 I 1 E. 7.4.1 S. 4) wird der Stundenan-
satz bei einer fachlich qualifizierten Vertretung auf Fr. 130.-- und bei einer 
fachlich nicht qualifizierten Vertretung auf Fr. 80.-- festgelegt.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. April 2014, IV/13/911, Seite 18

Im vorliegenden Fall wird die Beschwerdeführerin durch Fürsprecher 
C.________ von B.________ vertreten. Dessen Kostennote vom 10. Fe-
bruar 2014 ist nicht zu beanstanden. Entsprechend wird die Parteientschä-
digung auf Fr. 1’521.-- (11.7 Stunden x Fr. 130.--) zuzüglich Auslagen von 
Fr. 108.-- (Fr. 83.-- Fotokopien und Fr. 25.-- Portokosten) und 8 % Mehr-
wertsteuer im Betrag von Fr. 130.30, somit auf total Fr. 1‘759.30, festge-
setzt. Diesen Betrag hat die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin 
zu ersetzen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Bern vom 13. September 2013 aufgehoben und der Be-
schwerdeführerin ab dem 1. Mai 2012 eine Dreiviertelsrente zugespro-
chen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. Der von der Beschwerdeführerin geleistete 
Kostenvorschuss von Fr. 700.-- wird nach Rechtskraft des Urteils 
zurückerstattet.

3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 1‘759.30 (inkl. Auslagen und MWSt.), zu 
ersetzen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. April 2014, IV/13/911, Seite 19

4. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.