# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 99587e03-b05b-554d-9b92-c04f579f96af
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-01-13
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 13.01.2012 C-494/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-494-2010_2012-01-13.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung III
C­494/2010

U r t e i l   v om   1 3 .   J a nua r   2 0 1 2

Besetzung Richter Philippe Weissenberger (Vorsitz),
Richter Daniel Stufetti, Richter Beat Weber,   
Gerichtsschreiber Michael Müller.

Parteien A._______,Z._______ (Kroatien),
Beschwerdeführer, 

gegen

IV­Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, 
Y._______,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Invalidenrente.

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Sachverhalt:

A. 
Der am (…) 1950 geborene A._______ (im Folgenden: Versicherter oder 
Beschwerdeführer), Staatsangehöriger  von Kroatien,  arbeitete  von 1973 
bis  im April 1996  in der Schweiz, zuletzt als angestellter Chauffeur, und 
leistete  in dieser Zeit gemäss dem Auszug aus dem  individuellen Konto 
der Schweizerischen Ausgleichskasse  (IV­Akten, act. 8) Beiträge an die 
Alters­,  Hinterlassenen­  und  Invalidenversicherung  (AHV/IV).  Zwischen 
Mai 1996 und Mai 1998 bezog er Arbeitslosenentschädigungen (IV­Akten 
act.  8).  Im  Mai  1998  verlegte  der  Beschwerdeführer  seinen  Wohnsitz 
nach  Kroatien.  Seit  dem  7.  November  2007  bezieht  der 
Beschwerdeführer  eine  kroatische  Invalidenrente.  Am  12.  Juni  2007 
reichte  der Beschwerdeführer  beim  kroatischen Versicherungsträger  ein 
Gesuch  um  Gewährung  von  Leistungen  der  schweizerischen 
Invalidenversicherung (IV) ein (IV­Akten, act. 3). Zur Art der Behinderung 
machte  er  sinngemäss  starke  Rückenschmerzen  aufgrund  einer 
chronischen  Wirbelsäulendeformierung  und  Polyarthrose  geltend  (IV­
Akten, act. 3 S. 6). Das Gesuch ging bei der IV­Stelle für Versicherte im 
Ausland  (im  Folgenden:  IVSTA  oder  Vorinstanz)  gemäss 
Eingangsstempel am 30. April 2008 ein (IV­Akten, act. 3).

B. 
Gestützt  auf  die  vom  Beschwerdeführer  eingereichten  umfangreichen 
medizinischen  Akten  (IV­Akten,  act.  25­48)  legte  Dr.  B._______  vom 
Regionalen  Ärztlichen  Dienst  X._______  (im  Folgenden:  RAD 
X._______)  im  Auftrag  der  IVSTA  ihren  Schlussbericht  vom  11. 
November  2008  vor  (IV­Akten,  act.  50).  Darin  stellte  sie  folgende 
Hauptdiagnose  auf:  chronisches  Lumbosacralsyndrom,  M54.5,  und 
chronische  Radikulopathie  der  racines  Spinalwurzeln  L5­S1,  M51.1. 
Ferner stellte sie folgende Krankheitsdiagnose mit Auswirkungen auf die 
Arbeitsfähigkeit:  "Lombosciatalgie  droite  en  2003,  Lombosciatalgie 
gauche  en  avril  2007,  Ostéochondrose  L4­L5,  L5­S1,  Spondylose  et 
spondylarthrose vertébrale, Status après opération de foraminotomie L5­
S1  gauche  et  HD  L5­S1  du  24  avril  2007,  arthrite  goutteuse,  Epilepsie 
depuis semptembre 2007". Sie nahm an, dass der Beschwerdeführer seit 
Jahren  an  lumbalen  Schmerzen  leide,  die  in  die  unteren  Gliedmassen 
ausstrahlen  und  Kribbeln  verursachen  würden.  Das  EMG  von  Februar 
2008 habe eine chronische Radikulopathie der Spinalwurzeln L5­S1 links 
mittleren  Schweregrades  gezeigt.  Der  Beschwerdeführer  leide 
zusammengefasst  an  einer  invalidisierenden  chronischen 

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Lumboischialgie, die auf eine ausgeprägte degenerative Entwicklung der 
Wirbelsäule  zurückzuführen  sei.  Er  leide  zudem  an  einer  gichtigen 
Polyarthritis  der  unteren Gliedmassen.  Die  im  April  2007  durchgeführte 
Foraminotomie  habe  keine  merkliche  Verbesserung  gebracht.  Die 
auftretenden Schmerzen seien bleibend und  invalidisierend. Daraus zog 
die Ärztin den Schluss, dass der Beschwerdeführer in der angestammten 
Arbeit  als  Chauffeur  vollständig  und  dauernd  arbeitsunfähig  sei. 
Demgegenüber bejahte die Ärztin eine vollständige Arbeitsfähigkeit in der 
ursprünglichen  Berufstätigkeit  als  Schuster  und  in  anderen  leichten 
Tätigkeiten,  sofern  die  funktionellen  Einschränkungen  –  Alternieren 
zwischen  sitzender  und  stehender  Stellung  bei  der  Arbeit,  Tragen  von 
maximal  10  kg  Gewicht,  Ausschluss  schwerer  Arbeiten,  keine 
Witterungseinflüsse,  keine  Feuchtigkeit  oder  Kälte,  keine 
Torsionsbewegungen  der Wirbelsäule  sowie  keine  nach  vorne  geneigte 
Haltung des Rumpfes – beachtet werden.

C. 
Mit  Vorbescheid  vom  1.  Dezember  2008  (IV­Akten,  act.  53)  stellte  die 
Vorinstanz die Abweisung des Leistungsbegehrens  in Aussicht. Sie hielt 
fest, der Einkommensvergleich zwischen dem Einkommen aus der zuletzt 
ausgeübten  Tätigkeit  als  Fahrer  und  einer  zumutbaren 
Verweisungstätigkeit, z.B. als Museumswächter, Archivar oder Verkäufer, 
ergebe eine Erwerbseinbusse von 25%, was kein Recht auf eine Rente 
ergebe.

D. 
Der Beschwerdeführer erhob dagegen am 10. Januar 2009 Einsprache, 
mit  welcher  er  weitere  ärztliche  Unterlagen  einreichte.  Am  10.  Februar 
2009 reichte er eine weitere Eingabe ein. Er verlangte darin, es sei seine 
totale  Arbeitsunfähigkeit  und  ein  Invaliditätsgrad  von  mindestens  50  % 
festzustellen. 

E. 
Die  Vorinstanz  wies  das  Leistungsgesuch  des  Beschwerdeführers  am 
10. Februar  2009  ab  (IV­Akten,  act.  62).  Sie  wiederholte  die  bereits  im 
Vorbescheid angeführten Abweisungsgründe und  führte  ergänzend aus, 
sie habe von seinen Bemerkungen und Unterlagen vom 10. Januar 2009 
und  10.  Februar  2009  Kenntnis  genommen  und  sei  zum  Schluss 
gekommen,  dass  diese  die  bekannten  Gesundheitsbeeinträchtigungen 
bestätigten. Da sie keine neuen Elemente enthalten würden, vermöchten 
sie an der Richtigkeit des Vorbescheides nichts zu ändern. 

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In  der  Folge  machte  der  Beschwerdeführer  im  Rahmen  einer 
Nachforschung  geltend,  die  Verfügung  vom  10.  Februar  2009  nicht 
erhalten  zu  haben.  Da  die  Nachforschungen  der  Vorinstanz  über  den 
Verbleib  ihres  Schreibens  ergebnislos  verliefen,  stellte  die  Vorinstanz 
fest,  dass  die  Verfügung  als  dem  Versicherten  nicht  zugestellt  gelten 
müsse und deshalb nicht in Kraft erwachsen sei (IV­Akten, act. 70).

F. 
Mit  Schreiben  vom  12.  Oktober  2009  beauftragte  die  IVSTA  Dr. 
B._______  vom  RAD  X_______,  gestützt  auf  die  seit  ihrem 
Schlussbericht  vom  11. November  2008  vom  Beschwerdeführer 
eingereichten  medizinischen  Akten  zu  beurteilen,  ob  diese  Unterlagen 
glaubhaft  machten,  dass  sich  der  Invaliditätsgrad  in  einer  für  den 
Anspruch erheblichen Weise  geändert  habe  (IV­Akten,  act.  81).  In  ihrer 
Stellungnahme vom 2. Oktober 2009 wiederholte Dr. B._______ den  im 
Schlussbericht vom 11. November 2008 gefassten Befund (IV­Akten, act. 
82). Sie führte zudem aus, der Versicherte leide unbestreitbar an "lésions 
chroniques  dégéneratives  de  la  colonne  lombaire",  weshalb  bezüglich 
Tätigkeiten,  welche  längeres  Stehen  oder  Sitzen  erforderten,  eine 
vollständige  Arbeitsunfähigkeit  vorliege.  Laut  dem  Befund  von  Dr. 
C._______ sei der Versicherte unfähig, Gegenstände aufzuheben und zu 
tragen,  welche  mehr  als  5  kg  wögen,  längere  Zeit  zu  Sitzen  oder  zu 
Stehen sowie Arbeiten auszuüben, welche die Lendenwirbel anstrengten. 
Die  Feststellungen  von  Dr.  C._______  stimmten  mit  den  ihren  im 
Schlussbericht  vom  11.  November  2008  überein.  Sie  schliesst  mit  der 
Feststellung,  dass  bei  Tätigkeiten,  welche  die  funktionellen 
Einschränkungen des Versicherten berücksichtigten, dessen vollständige 
Arbeitsfähigkeit gegeben sei.

G. 
Die  Vorinstanz  wies  das  Leistungsgesuch  des  Beschwerdeführers  am 
19. November 2009 ab (IV­Akten, act. 83). Sie wiederholte die bereits im 
Vorbescheid  und  in  der  mangels  Zustellung  nicht  in  Rechtskraft 
erwachsenen  Verfügung  vom  10.  Februar  2009  angeführten 
Abweisungsgründe  und  führte  ergänzend  aus,  sie  habe  die  neuen,  der 
Antwort  des  Beschwerdeführers  auf  ihren  Vorbescheid  beigelegten 
Unterlagen  (medizinische Berichte vom 17. März 2009 und 5. Mai 2009 
von Dr. C_______, vom 27. April 2009 von Dr. D._______, vom 3. April 
2009  von  Dr.  E._______  sowie  vom  5.  September  2007  von  Dr. 
F._______)  ihrem  ärztlichen  Dienst  unterbreitet,  welcher  seine 

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vorgängige Stellungnahme bestätigt habe. Die Zustellung der Verfügung 
erfolgte am 11. Dezember 2009 (IV­Akten, act. 84).

H. 
Gegen diese Verfügung reichte der Beschwerdeführer am 21. Dezember 
2009  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  ein,  mit  welcher  er 
sinngemäss deren Aufhebung beantragt. Mit  der Beschwerde  reichte er 
weitere ärztliche Unterlagen ein. Zur Begründung führt er aus, es sei das 
Vorliegen eines  Invaliditätsgrades vom mindestens 50 % aufgrund einer 
irreparabel verminderten funktionellen Leistungsfähigkeit der Wirbelsäule 
in  einem  solchen  Masse,  dass  eine  absolute  Erwerbsunfähigkeit  und 
keine verbliebene Arbeitsfähigkeit bestehe, festzustellen. Der Sachverhalt 
sei  durch  die  Vorinstanz  hinsichtlich  der  verbliebenen  Arbeitsfähigkeit 
(Sitzen,  Stehen,  Gehen  und  Liegen)  unzureichend  und  unvollständig 
festgestellt  worden.  Er  macht  weiter  geltend,  die  verbliebene 
Arbeitsfähigkeit  und  der  Grad  der  Invalidität  seien  von  der  Vorinstanz 
aufgrund  falsch  gewürdigter  Beweise  völlig  falsch  und  verfehlt  beurteilt 
worden. Es  sei  nicht  nachvollziehbar,  dass  der medizinische Dienst  zur 
Einschätzung  gelange,  er  sei  in  einer  angepassten  Tätigkeit  zu  100 % 
arbeitsfähig.  Die  Arbeits(un)fähigkeit  sei  umfassend  medizinisch  zu 
beurteilen und zu begründen.

I. 
Die Vorinstanz  beantragt  in  ihrer  innert mittels Verfügung  vom 14. April 
2010 erstreckter Frist eingegangenen Vernehmlassung vom 31. Mai 2010 
die  Abweisung  der  Beschwerde.  Einleitend  weist  sie  darauf  hin,  dass 
keine  Bindung  der  schweizerischen  Invalidenversicherung  an  die 
Beurteilung ausländischer Versicherungsträger, Krankenkassen, anderer 
Behörden  und  Ärzte  bestehe.  Rentenbescheide, 
Krankenstandsbescheinigungen,  ärztliche  Beurteilungen  etc.  unterlägen 
folglich  der  freien  Würdigung  durch  die  Organe  der  schweizerischen 
Invalidenversicherung.  Zur  Begründung  der  Abweisung  verweist  sie  auf 
die Stellungnahmen  des medizinischen Dienstes  (IV­Akten  act.  50,  82), 
worin  die  beurteilende  RAD­Ärztin  wiederholt  und  zweifelsfrei  zur 
Schlussfolgerung  gelangt  sei,  dass  aufgrund  des  geltend  gemachten 
Wirbelsäulenleidens  seit  dem  7.  November  2007  die  bisherigen 
Tätigkeiten  als  Chauffeur  oder  Schuster  nicht  mehr  ausübbar  seien.  In 
leichteren,  leidensangepassten Verweistätigkeiten  lägen  hingegen  keine 
Einschränkungen vor, wie dies exemplarisch im Annex zum RAD­Bericht 
vom 11. November 2008 erwähnt werde. Gestützt auf diese Einschätzung 
habe die wirtschaftliche Bemessung der Erwerbseinbusse einen Wert von 

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lediglich  25  %  seit  dem  7.  November  2007  ergeben,  weshalb  keine 
rentenbegründende Invalidität vorliege.

J. 
In  seiner  Replik  vom  7.  Juli  2010,  welcher  u.a.  ein  auf  einer  CD 
enthaltener  Röntgenbefund  vom  7.  November  2009  beigelegt  war,  hält 
der Beschwerdeführer an den gestellten Beschwerdebegehren fest.

K. 
In der  innert mittels Verfügung vom 1. September 2010 erstreckter Frist 
eingegangenen Duplik  vom 13.  September  2010  hält  die Vorinstanz  an 
den  gestellten  Anträgen  fest.  Sie  verweist  auf  den  aufgrund  der  neu 
vorgelegten  medizinischen  Akten  erneut  eingeholten  Bericht  des  RAD 
vom 31. August 2010, in welchem die beurteilende RAD­Ärztin wiederholt 
zur  Schlussfolgerung  gelange,  der  Beschwerdeführer  sei  trotz  der 
vorliegenden  degenerativen  Rückenleiden  in  der  Lage, 
leidensangepasste  Verweisungstätigkeiten  auszuüben.  Daher  bleibe  es 
beim mit Vernehmlassung vom 31. Mai 2010 Gesagten, wonach bei einer 
errechneten  wirtschaftlichen  Erwerbseinbusse  von  25  %  seit  dem  7. 
November 2007 keine rentenbegründende Invalidität vorliege.

L. 
Mit Zwischenverfügung vom 23. September 2010 forderte der zuständige 
Instruktionsrichter den Beschwerdeführer auf, einen Kostenvorschuss von 
Fr. 400.­ in der Höhe der mutmasslichen Verfahrenskosten zu leisten. Der 
Kostenvorschuss ging innerhalb der gesetzten Frist bei der Gerichtskasse 
ein.

M. 
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird ­ 
soweit  für  die  Entscheidfindung  notwendig  ­  im  Rahmen  der 
nachfolgenden Erwägungen näher eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 

1.1.  Nach  Art.  37  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni  2005 
(VGG,  SR  173.32)  richtet  sich  das  Verfahren  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  nach  dem Bundesgesetz  vom  20.  Dezember 

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1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021),  soweit  das 
VGG nichts anderes bestimmt. Indes findet das VwVG aufgrund von Art. 
3 Bst. dbis VwVG keine Anwendung in Sozialversicherungssachen, soweit 
das  Bundesgesetz  über  den  Allgemeinen  Teil  des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) anwendbar ist. Nach Art. 1 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung (IVG, 
SR  831.20)  sind  die  Bestimmungen  des  ATSG  auf  die 
Invalidenversicherung (Art. 1a ­ 26bis und 28 ­ 70) anwendbar, soweit das 
IVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht.

1.2.  Gemäss  Art.  31  VGG  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht 
Beschwerden  gegen  Verfügungen  nach  Art.  5  VwVG,  sofern  keine 
Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 
33  VGG  genannten  Behörden.  Die  IVSTA  ist  eine  Vorinstanz  im  Sinne 
von  Art.  33  Bst.  d  VGG.  Die  Zuständigkeit  des 
Bundesverwaltungsgerichts  zur  Beurteilung  von  Beschwerden  gegen 
Verfügungen  dieser  IV­Stelle  ist  zudem  in  Art.  69  Abs.  1  Bst.  b  IVG 
ausdrücklich vorgesehen.

Die angefochtene Verfügung der IVSTA vom 19. November 2009 ist eine 
Verfügung  nach  Art.  5  VwVG.  Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  somit 
zur Beurteilung der Beschwerde zuständig.

1.3. Der Beschwerdeführer ist durch die angefochtene Verfügung berührt 
und  hat  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  oder 
Änderung,  so  dass  er  im  Sinne  von  Art.  59  ATSG  (vgl.  auch  Art.  48 
VwVG) beschwerdelegitimiert ist.

1.4. Da die Beschwerde im Übrigen frist­ und formgerecht (Art. 60 Abs. 1 
ATSG  und  Art.  52  Abs.  1  VwVG)  eingereicht  wurde,  ist  darauf 
einzutreten.

2. 
Das  Bundesverwaltungsgericht  prüft  die  Verletzung  von  Bundesrecht 
einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, 
die  unrichtige  oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen 
Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG).

3. 
Der  Beschwerdeführer  ist  kroatischer  Staatsangehöriger  und  dort 
ansässig, so dass vorliegend das Abkommen vom 9. April 1996 zwischen 
der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Republik Kroatien über 

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soziale  Sicherheit  (SR  0.831.109.291.1;  im  Folgenden:  Abkommen)  zur 
Anwendung  kommt.  Nach  Art.  4  des  Abkommens  stehen  die 
Staatsangehörigen  der  Vertragsstaaten  in  ihren  Rechten  und  Pflichten 
aus  den  in  Art.  2  des  Abkommens  genannten  Rechtsvorschriften,  zu 
welchen  die  schweizerische  Bundesgesetzgebung  über  die 
Invalidenversicherung  gehört,  einander  gleich,  soweit  das  Abkommen 
keine  Ausnahme  vorsieht.  Hinsichtlich  der  Voraussetzungen  des 
Anspruchs  auf  eine  schweizerische  Invalidenrente  finden  sich weder  im 
Abkommen  selbst  noch  in  sonstigen  schweizerisch­kroatischen 
Vereinbarungen irgendwelche Bestimmungen, die eine Abweichung vom 
Grundsatz der Gleichstellung der jeweiligen Staatsangehörigen erlaubten. 
Die Frage, ob und gegebenenfalls ab wann ein Anspruch auf Leistungen 
der  IV  besteht,  bestimmt  sich  demnach  allein  aufgrund  der 
schweizerischen Rechtsvorschriften, insbesondere nach dem ATSG, dem 
IVG  sowie  der  Verordnung  über  die  Invalidenversicherung  vom  17. 
Januar 1961 (IVV, SR 831.210).

4. 
Anfechtungsobjekt  bildet  vorliegend  die  Verfügung  der  Vorinstanz  vom 
19.  November  2009,  mit  welcher  das  Leistungsbegehren  des 
Beschwerdeführers  mangels  Vorliegen  einer  rentenbegründenden 
Invalidität verneint wurde. Streitig und zu prüfen ist, ob der Anspruch des 
Versicherten  auf  eine  schweizerische  Invalidenrente  von  der Vorinstanz 
zu Recht verneint wurde.

4.1.  Nach  der Rechtsprechung  stellt  das  Sozialversicherungsgericht  bei 
der Beurteilung einer Streitsache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt 
des  Erlasses  des  streitigen  Entscheides  eingetretenen  Sachverhalt  ab 
(BGE  129  V  1  E.  1.2  mit  Hinweis).  Tatsachen,  die  jenen  Sachverhalt 
seither  verändert  haben,  sollen  im  Normalfall  Gegenstand  einer  neuen 
Verwaltungsverfügung sein (BGE 121 V 362 E. 1b).

4.2. Am 1. Januar 2008 sind  im Rahmen der 5. IV­Revision Änderungen 
des  IVG  und  anderer  Erlasse  wie  des  ATSG  in  Kraft  getreten. Weil  in 
zeitlicher  Hinsicht  –  vorbehältlich  besonderer  übergangsrechtlicher 
Regelungen  –  grundsätzlich  diejenigen  Rechtssätze  massgeblich  sind, 
die  bei  der  Erfüllung  des  rechtlich  zu  ordnenden  oder  zu  Rechtsfolgen 
führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 132 V 220 E. 3.1.1, Urteil 
des Bundesgerichts [BGer] 8C_419/2009 vom 3. November 2009), ist der 
Leistungsanspruch für die Zeit bis zum 31. Dezember 2007 aufgrund der 

http://links.weblaw.ch/BGE-129-V-1
http://links.weblaw.ch/BGE-129-V-1
http://links.weblaw.ch/BGE-129-V-1
http://links.weblaw.ch/BGE-129-V-1
http://links.weblaw.ch/BGE-129-V-1
http://links.weblaw.ch/BGE-121-V-362
http://links.weblaw.ch/BGE-121-V-362
http://links.weblaw.ch/BGE-121-V-362
http://links.weblaw.ch/BGE-121-V-362
http://links.weblaw.ch/BGE-121-V-362

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bisherigen und ab diesem Zeitpunkt nach den neuen Normen zu prüfen 
(BGE 130 V 445).

Die  5. IV­Revision  brachte  für  die  Invaliditätsbemessung  keine 
substanziellen  Änderungen  gegenüber  der  bis  zum  31. Dezember  2007 
gültig  gewesenen  Rechtslage,  so  dass  die  zur  altrechtlichen  Regelung 
ergangene  Rechtsprechung  weiterhin  massgebend  ist  (vgl.  Urteil  BGer 
8C_373/2008 vom 28. August 2008 E. 2.1). Neu normiert wurde dagegen 
der  Zeitpunkt  des  Rentenbeginns,  der  –  sofern  die  entsprechenden 
Anspruchsvoraussetzungen  gegeben  sind  –  gemäss  Art. 29  Abs. 1  IVG 
(in  der  Fassung  der  5. IV­Revision)  frühestens  sechs  Monate  nach 
Geltendmachung  des  Leistungsanspruchs  nach  Art. 29  Abs. 1  ATSG 
entsteht. Trat der Versicherungsfall allerdings vor dem 1. Januar 2008 ein 
und  wurde  die  Anmeldung  bis  spätestens  am  31. Dezember  2008 
eingereicht,  so  gilt  das  alte  Recht  (vgl.  Urteil  BGer  8C_419/2009  vom 
3. November 2009 E. 3.2  f., Urteil BGer 8C_312/2009 vom 1. Dezember 
2009  E. 5;  Rundschreiben  Nr. 253  des  Bundesamtes  für 
Sozialversicherungen  vom  12. Dezember  2007  [5. IV­Revision  und 
Intertemporalrecht]).

Im  vorliegenden  Verfahren  finden  demnach  grundsätzlich  jene 
Vorschriften  Anwendung,  die  bei  Eintritt  des  (allfälligen) 
Versicherungsfalles,  spätestens  jedoch  bei  Erlass  der  Verfügung  vom 
19. November  2009  in  Kraft  standen;  weiter  aber  auch  solche 
Vorschriften, die zu jenem Zeitpunkt bereits ausser Kraft getreten waren, 
die  aber  für  die  Beurteilung  eines  allenfalls  früher  entstandenen 
Rentenanspruchs  von  Belang  sind  (das  IVG  ab  dem  1. Januar  2004  in 
der Fassung vom 21. März 2003  [AS 2003 3837; 4. IV­Revision] und ab 
dem 1. Januar 2008 in der Fassung vom 6. Oktober 2006 [AS 2007 5129; 
5. IV­Revision]; die  IVV  in den entsprechenden Fassungen der 4. und 5. 
IV­Revision [AS 2003 3859 und 2007 5155]). Hinsichtlich des Zeitpunkts 
des  Rentenbeginns  gilt  das  alte  Recht,  da  vorliegend  der  (allfällige) 
Versicherungsfall  vor  dem  1. Januar  2008  eingetreten  ist  und  sich  der 
Beschwerdeführer vor dem 31. Dezember 2008 angemeldet hat. 

4.3. Bezüglich der vorliegend auf Grund von Art. 2 ATSG in Verbindung 
mit  Art.  1  Abs.  1  IVG  zu  berücksichtigenden  ATSG­Normen  zur 
Arbeitsunfähigkeit  (Art. 6), Erwerbsunfähigkeit  (Art. 7),  Invalidität  (Art. 8) 
und  zur  Bestimmung  des  Invaliditätsgrades  (Art.  16)  hat  das 
Schweizerische  Bundesgericht  (vormals  Eidgenössisches 
Versicherungsgericht  [EVG])  erkannt,  dass  es  sich  bei  den  in  Art.  3­13 

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ATSG  enthaltenen  Legaldefinitionen  in  aller  Regel  um  eine 
formellgesetzliche  Fassung  der  höchstrichterlichen  Rechtsprechung  zu 
den entsprechenden Begriffen vor In­Kraft­Treten des ATSG handelt und 
sich  inhaltlich  damit  keine  Änderung  ergibt,  weshalb  die  hierzu 
entwickelte Rechtsprechung übernommen und weitergeführt werden kann 
(vgl. BGE 130 V 343 E. 3.1, 3.2 und 3.3). Auch die Normierung des Art. 
16 ATSG  führt nicht  zu einer Modifizierung der bisherigen Judikatur  zur 
Invaliditätsbemessung bei erwerbstätigen Versicherten, welche weiterhin 
nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs vorzunehmen 
ist  (zu  Art.  28  Abs.  2  IVG  in  der  bis  zum  31.  Dezember  2002  in  Kraft 
gestandenen Fassung vgl. BGE 128 V 29 E. 1, BGE 104 V 135 E. 2a und 
b).

5. 

5.1. Anspruch auf eine ganze Invalidenrente besteht gemäss Art. 28 Abs. 
1 IVG (in der bis Ende 2007 geltenden Fassung) bzw. Art. 28 Abs. 2 IVG 
(in  der  ab  2008  geltenden  Fassung)  bei  einem  Invaliditätsgrad  von 
mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente bei einem solchen 
von mindestens 60 %, derjenige auf eine halbe Rente ab einem Grad der 
Invalidität  von  50  %  und  derjenige  auf  eine  Viertelsrente  ab  einem 
solchen von 40 %. Gemäss Art. 28 Abs. 1ter  IVG  (in der bis Ende 2007 
geltenden Fassung) bzw. Art.  29 Abs. 4  IVG  (in der ab 2008 geltenden 
Fassung) werden Renten, die einem Invaliditätsgrad von weniger als 50 
%  entsprechen,  jedoch  nur  an  Versicherte  ausgerichtet,  die  ihren 
Wohnsitz  und  gewöhnlichen  Aufenthalt  (Art.  13  ATSG)  in  der  Schweiz 
haben.  Völkerrechtliche  Vereinbarungen  mit  Kroatien,  welche  eine 
abweichende Regelung vorsähen, bestehen keine. 

5.2.  Für  die  Bestimmung  des  Invaliditätsgrades  wird  das 
Erwerbseinkommen,  das  die  versicherte  Person  nach  Eintritt  der 
Invalidität  und  nach  Durchführung  der  medizinischen  Behandlung  und 
allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit 
bei  ausgeglichener  Arbeitsmarktlage  erzielen  könnte  (sog. 
Invalideneinkommen),  in  Beziehung  gesetzt  zum  Erwerbseinkommen, 
das  sie  erzielen  könnte,  wenn  sie  nicht  invalid  geworden  wäre  (sog. 
Valideneinkommen; Art. 16 ATSG). Der Einkommensvergleich hat  in der 
Regel  in  der  Weise  zu  erfolgen,  dass  die  beiden  hypothetischen 
Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander 
gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der 
Invaliditätsgrad  bestimmen  lässt.  Insoweit  die  fraglichen 

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Erwerbseinkommen nicht  genau ermittelt werden  können,  sind  sie  nach 
Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so 
gewonnenen Annäherungswerte miteinander  zu vergleichen  (allgemeine 
Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 30 E. 1, 104 V 136 E. 
2a und b; ZAK 1990 S. 518 E. 2). 

5.3. Wird  das  Invalideneinkommen  auf  der  Grundlage  von  statistischen 
Durchschnittswerten  ermittelt,  ist  der  entsprechende  Ausgangswert 
allenfalls  zu  kürzen.  Mit  diesem  sogenannten  Leidensabzug  wurde 
ursprünglich  berücksichtigt,  dass  versicherte  Personen,  welche  in  ihrer 
letzten  Tätigkeit  körperliche  Schwerarbeit  verrichteten  und  nach  Eintritt 
des  Gesundheitsschadens  auch  für  leichtere  Arbeiten  nurmehr 
beschränkt  einsatzfähig  sind,  in  der  Regel  das  durchschnittliche 
Lohnniveau  gesunder Hilfsarbeiter  nicht  erreichen. Der  ursprünglich  nur 
bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu 
einem  allgemeinen  behinderungsbedingten  Abzug,  wobei  die 
Rechtsprechung  dem  Umstand  Rechnung  trug,  dass  auch  weitere 
persönliche und berufliche Merkmale der  versicherten Person wie Alter, 
Dauer  der  Betriebszugehörigkeit,  Nationalität  oder  Aufenthaltskategorie 
sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben 
können.  Ein  Abzug  soll  aber  nicht  automatisch,  sondern  nur  dann 
erfolgen,  wenn  im  Einzelfall  Anhaltspunkte  dafür  bestehen,  dass  die 
versicherte  Person  wegen  eines  oder  mehrerer  dieser  Merkmale  ihre 
gesundheitlich  bedingte  (Rest­)Arbeitsfähigkeit  auf  dem  allgemeinen 
Arbeitsmarkt  nur  mit  unterdurchschnittlichem  Einkommen  verwerten 
kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in 
Betracht  fallenden  Merkmale  auf  das  Invalideneinkommen  unter 
Würdigung  der  Umstände  im  Einzelfall  gesamthaft  zu  schätzen  und 
insgesamt  auf  höchstens  25 %  des  Tabellenlohnes  zu  begrenzen  (vgl. 
BGE 134 V 322, E. 5.2 sowie BGE 126 V 75).  

5.4. Der Begriff der Invalidität  ist demnach nicht nach dem Ausmass der 
gesundheitlichen  Beeinträchtigung  definiert,  sondern  nach  der  daraus 
folgenden Unfähigkeit, Erwerbseinkommen zu erzielen  (BGE 110 V 275 
E. 4a, 102 V 166) oder sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen. 
Dabei  sind  die  Erwerbs­  bzw.  Arbeitsmöglichkeiten  nicht  nur  im 
angestammten  Beruf  bzw.  der  bisherigen  Tätigkeit,  sondern  – wenn 
erforderlich –  auch  in  zumutbaren  anderen  beruflichen  Tätigkeiten 
(Verweistätigkeiten) zu prüfen. Der  Invaliditätsgrad  ist also grundsätzlich 
nach  wirtschaftlichen  und  nicht  nach  medizinischen  Grundsätzen  zu 
ermitteln.  Das  heisst,  dass  es  bei  der  Bemessung  der  Invalidität  einzig 

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und  allein  auf  die  objektiven  wirtschaftlichen  Folgen  der  funktionellen 
Behinderung  ankommt,  welche  nicht  unbedingt  mit  dem  vom  Arzt 
festgelegten  Grad  der  funktionellen  Einschränkung  übereinstimmen 
müssen (BGE 110 V 275; ZAK 1985 S. 459). Trotzdem ist die Verwaltung 
und im Beschwerdefall auch das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die 
der  Arzt  und  gegebenenfalls  auch  andere  Fachleute  zur  Verfügung 
gestellt haben.

5.5.  Aufgabe  des  Arztes  ist  es,  den  Gesundheitszustand  zu  beurteilen 
und  dazu  Stellung  zu  nehmen,  in  welchem  Umfang  und  bezüglich 
welcher  Tätigkeiten  der Versicherte  arbeitsunfähig  ist.  Im Weiteren  sind 
die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage  für die Beurteilung der 
Frage,  welche  Arbeitsleistungen  dem  Versicherten  noch  zugemutet 
werden können  (BGE 115 V 134 E. 2,  114 V 314 E. 3c mit Hinweisen; 
ZAK 1991 S. 319 E. 1c). Dabei obliegt die Beurteilung der sich aus einem 
Gesundheitsschaden  ergebenden  funktionellen  Leistungsfähigkeit  (z.B. 
nur  sitzende oder  stehende Arbeiten, nur beschränktes Heben  / Tragen 
von Lasten, Arbeit im Freien oder in geheizten Räumen u.a.) den Ärzten, 
wogegen  die  von  der  IV­Stelle  gegebenenfalls  heranzuziehenden 
Fachleute  der  Berufsberatung  bestimmen  können,  welche  ganz 
konkreten beruflichen Tätigkeiten auf Grund der ärztlichen Angaben und 
unter Berücksichtigung der übrigen Fähigkeiten der versicherten Person 
in  Frage  kommen  (Urteil  des  Bundesgerichts  vom  4.  Juli  2008, 
9C_833/2007 E. 3.3.2 mit Hinweisen, SVR 2001 IV Nr. 10, E. 1). Die rein 
wirtschaftlichen  und  rechtlichen  Beurteilungen,  insbesondere  im 
Zusammenhang  mit  der  Bestimmung  der  Erwerbsfähigkeit,  obliegt 
dagegen der Verwaltung und im Beschwerdefall dem Gericht.

5.6.  Hinsichtlich  der  Entstehung  des  Anspruchs  auf  eine  Invalidenrente 
schreibt  Art.  29  Abs.  1  IVG  (in  der  bis  zum  31.  Dezember  2007  gültig 
gewesenen  Fassung)  vor,  dass  der  Rentenanspruch  nach  Art.  28  IVG 
frühestens  in  dem  Zeitpunkt  entsteht,  in  dem  die  versicherte  Person 
mindestens zu 40 % bleibend erwerbsunfähig bzw. bleibend  invalid (vgl. 
THOMAS  LOCHER,  Grundriss  des  Sozialversicherungsrechts,  Bern  2003, 
§52  N13)  geworden  ist  (Bst.  a:  Dauerinvalidität)  oder  während  eines 
Jahres ohne wesentlichen Unterbruch zu mindestens 40 % arbeitsunfähig 
gewesen war (Bst. b: langdauernde Krankheit). Gemäss der ab 1. Januar 
2008 geltenden Fassung von Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten 
Anspruch  auf  eine  Rente,  die  ihre  Erwerbsfähigkeit  oder  die  Fähigkeit, 
sich  im  Aufgabenbereich  zu  betätigen,  nicht  durch  zumutbare 
Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern 

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können  (lit.  a),  und  die  zusätzlich  während  eines  Jahres  ohne 
wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig 
(Art.  6  ATSG)  gewesen  sind  und  auch  nach  Ablauf  dieses  Jahres  zu 
mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und c).

5.7.  Zu  bemerken  bleibt,  dass  aufgrund  des  im  gesamten 
Sozialversicherungsrecht  geltenden  Grundsatzes  der 
Schadenminderungspflicht  ein  invalider  Versicherter  gehalten  ist,  innert 
nützlicher Frist Arbeit im angestammten oder einem anderen Berufs­ oder 
Erwerbszweig  zu  suchen  und  anzunehmen,  soweit  sie  möglich  und 
zumutbar erscheint (BGE 113 V 28 E. 4a, 111 V 239 E. 2a). Deshalb ist 
es  am  behandelnden  Arzt  bzw.  am  Vertrauensarzt  einer  IV­Stelle  aus 
medizinischer Sicht zu bestimmen, in welchem Ausmass ein Versicherter 
seine  verbliebene  Arbeitsfähigkeit  bei  zumutbarer  Tätigkeit  und 
zumutbarem  Einsatz  auf  dem  ausgeglichenen  Arbeitsmarkt  einsetzen 
kann.  Diese  Arbeitsmöglichkeit  hat  sich  der  Versicherte  anrechnen  zu 
lassen.

6. 
Der  Beschwerdeführer  stellt  neben  dem  Antrag  auf  Aufhebung  der 
angefochtenen  Verfügung  sinngemäss  auch  den  Antrag,  es  sei  ihm 
aufgrund  eines  Invaliditätsgrades  von  mindestens  50  %  eine 
Invalidenrente in gesetzlicher Höhe zu gewähren.

6.1.  Für  die  Beurteilung,  ob  der  Beschwerdeführer  einen 
rentenbegründenden  Invaliditätsgrad  aufweist,  ist  das  Gericht  auf  die 
ärztlichen Gutachten und Berichte angewiesen. 

Das  Bundesrecht  schreibt  nicht  vor,  wie  die  einzelnen  Beweismittel  zu 
würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs­ und Beschwerdeverfahren 
gilt  der  Grundsatz  der  freien  Beweiswürdigung.  Danach  haben 
Versicherungsträger  und  Sozialversicherungsgerichte  die  Beweise  frei, 
das  heisst  ohne  förmliche  Beweisregeln,  sowie  umfassend  und 
pflichtgemäss  zu würdigen. Dies  bedeutet  für  das Gericht,  dass  es  alle 
Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und 
danach  zu  entscheiden  hat,  ob  die  verfügbaren  Unterlagen  eine 
zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten.

Bezüglich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der 
Bericht  für  die  streitigen  Belange  umfassend  ist,  auf  allseitigen 
Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, 

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in  Kenntnis  der  Vorakten  (Anamnese)  abgegeben  worden  ist,  in  der 
Beurteilung  der medizinischen  Zusammenhänge  und  in  der  Beurteilung 
der  medizinischen  Situation  einleuchtet  und  ob  die  Schlussfolgerungen 
der  Experten  begründet  sind.  Ausschlaggebend  für  den  Beweiswert  ist 
somit  grundsätzlich  weder  die  Herkunft  des  Beweismittels  noch  die 
Bezeichnung  der  eingereichten  oder  in  Auftrag  gegebenen 
Stellungnahme  als  Bericht  oder  als  Gutachten  (vgl.  dazu  das  Urteil  I 
268/2005  des  Bundesgerichts  [BGer]  vom  26.  Januar  2006  E.  1.2  mit 
Hinweis auf BGE125 V 352 E. 3a). 

Nach  der  Rechtsprechung  kann  auf  Stellungnahmen  der  regionalen 
ärztlichen  Dienste  (RAD),  welche  die  für  die  Invalidenversicherung 
gemäss  Art. 6  ATSG  massgebende  funktionelle  Leistungsfähigkeit  der 
Versicherten,  eine  zumutbare  Erwerbstätigkeit  oder  Tätigkeit  im 
Aufgabenbereich auszuüben  feststellen,  abgestellt werden,  sofern diese 
den  allgemeinen  beweisrechtlichen  Anforderungen  an  einen  ärztlichen 
Bericht genügen. Die Ärzte und Ärztinnen des RAD müssen sodann über 
die  im  Einzelfall  gefragten  persönlichen  und  fachlichen  Qualifikationen 
verfügen. Bezüglich dieser materiellen und formellen Anforderungen sind 
die  RAD­Berichte  im  Beschwerdefall  gerichtlich  überprüfbar  (zum 
Ganzen: Urteil BGer  9C_323/2009  vom 14.  Juli  2009  [publiziert  in SVR 
2009 IV Nr. 56] E. 4.3.1 mit Hinweisen, Urteil BGer 9C_1059/2009 vom 4. 
August 2010 E. 1.2.).

6.2.  Den  medizinischen  Befunden  aus  Kroatien  und  der  Schweiz  ist 
vorliegend übereinstimmend zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer 
im Wesentlichen an einer  invalidisierenden chronischen Lumboischialgie 
leidet,  die  auf  eine  ausgeprägte  degenerative  Entwicklung  der 
Wirbelsäule  zurückzuführen  ist.  Nicht  bestritten  ist  seine  durch  diese 
Hauptbeschwerden  bedingte,  vollständige  Arbeitsunfähigkeit  in  seiner 
angestammten Tätigkeit als Chauffeur.

6.3.  Im  Auftrag  der  IVSTA  beurteilte  Dr.  B._______  vom  RAD  Rhône, 
erstmals  am  11.  November  2008  die  eingereichten  Berichte.  In  ihrem 
Schlussbericht  gleichen  Datums  hält  sie  dazu  fest,  dass  der 
Beschwerdeführer  seit  Jahren  an  lumbalen  Schmerzen  leide,  die  in  die 
unteren Gliedmassen ausstrahlen und Kribbeln verursachen würden. Das 
EMG  von  Februar  2008  habe  eine  chronische  Radikulopathie  der 
Spinalwurzeln  L5­S1  links  mittleren  Schweregrades  festgestellt.  Der 
Beschwerdeführer  leide  zusammengefasst  an  einer  invalidisierenden 
chronischen  Lumboischialgie,  die  auf  eine  ausgeprägte  degenerative 

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Entwicklung der Wirbelsäule zurückzuführen sei. Er leide zudem an einer 
gichtigen  Polyarthritis  der  unteren  Gliedmassen.  Die  im  April  2007 
durchgeführte  Foraminotomie  habe  keine  merkliche  Verbesserung 
gebracht.  Die  auftretenden  Schmerzen  seien  bleibend  und 
invalidisierend.  In  seiner  angestammten  Arbeit  als  Chauffeur  sei  der 
Beschwerdeführer  daher  vollständig  und  dauernd  arbeitsunfähig. 
Demgegenüber bejaht die Ärztin eine vollständige Arbeitsfähigkeit  in der 
ursprünglichen  Berufstätigkeit  als  Schuster  und  in  anderen  leichten 
Tätigkeiten,  sofern  die  funktionellen  Einschränkungen  –  Alternieren 
zwischen  sitzender  und  stehender  Stellung  bei  der  Arbeit,  Tragen  von 
maximal  10  kg  Gewicht,  Ausschluss  schwerer  Arbeiten,  keine 
Witterungseinflüsse,  keine  Feuchtigkeit  oder  Kälte,  keine 
Torsionsbewegungen  der Wirbelsäule  sowie  keine  nach  vorne  geneigte 
Haltung des Rumpfes – beachtet würden (IV­Akten, act. 50).

Am 2. Oktober 2009 nahm Dr. B._______ erneut Stellung und würdigte 
die  zwischenzeitlich  eingereichten  zusätzlichen  medizinischen 
Unterlagen. In ihrer Stellungnahme (IV­Akten, act. 82) wiederholt sie den 
im Schlussbericht vom 11. November 2008 gefassten Befund und ergänzt 
diesen dahingehend, dass der Versicherte unbestreitbar an chronischen, 
degenerativen Läsionen der Lendenwirbelsäule  leide, weshalb bezüglich 
Tätigkeiten,  welche  längeres  Stehen  oder  Sitzen  erforderten,  eine 
vollständige  Arbeitsunfähigkeit  vorliege.  Laut  dem  Befund  von  Dr. 
C._______, welcher mit  ihren Feststellungen  im Schlussbericht  vom 11. 
November  2008  übereinstimme,  sei  der  Versicherte  unfähig, 
Gegenstände aufzuheben und  zu  tragen, welche mehr  als  5  kg wögen, 
längere Zeit zu Sitzen oder zu Stehen sowie Arbeiten auszuüben, welche 
die Lendenwirbel anstrengten. Sie schliesst mit der Feststellung, dass bei 
Tätigkeiten, welche  die  funktionellen Einschränkungen  des Versicherten 
berücksichtigten,  dessen  vollständige  Arbeitsfähigkeit  gegeben  sei  (IV­
Akten act. 82).

In  Ihrem  aufgrund  der  zwischenzeitlich  neu  vorgelegten  medizinischen 
Unterlagen  erfolgten  Schlussbericht  vom  31.  August  2010,  auf  welchen 
die  Vorinstanz  in  ihrer  Duplik  vom  13.  September  2010  verweist, 
wiederholt Dr. B._______ den in der Stellungnahme vom 2. Oktober 2009 
getroffenen  Befund  und  ergänzt  ihn  dahingehend,  dass  der 
Beschwerdeführer  laut Befund  von Dr. C._______ beim Gehen auf  den 
Fersen  eine Sensibilitätsstörung  der  unteren Extremitäten  aufweise  und 
die Muskelkraft der beiden Füsse symmetrisch und um 1/3 reduziert sei. 
Die  Beweglichkeit  von  Knien  und  Hüften  sei  erhalten  geblieben.  Den 

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Katalog  der  zu  berücksichtigenden  funktionellen  Einschränkungen 
erweitert  Dr.  B._______  im  Schlussbericht  vom  31.  August  2010 
dahingehend,  dass  eine  hockende  sowie  kniende  Körperhaltung 
vermieden werden müsse, macht jedoch in der Folge keinerlei Aussagen 
dazu, ob diese zusätzlichen funktionellen Einschränkungen irgendwelche 
Auswirkungen bezüglich der zumutbaren Verweisungstätigkeiten, welche 
sie  im  Anhang  zu  ihrem  ersten  Schlussbericht  vom  11.  Oktober  2008 
beispielhaft aufgelistet hatte, zeitigen.

6.4.  Bei  näherer  Betrachtung  fällt  auf,  dass  sich Dr.  B._______  in  ihrer 
Stellungnahme  vom  2.  Oktober  2009  entgegen  der  behaupteten 
Übereinstimmung mit dem Befund von Dr. C._______ vom 5. Mai 2009 
bei  der  Auflistung  der  im  Rahmen  einer  Verweisungstätigkeit  zu 
berücksichtigenden  funktionellen  Einschränkungen  insofern  zu  dessen 
Befund in Widerspruch setzt, als dass sie festhält, der Beschwerdeführer 
vermöge Gegenstände  bis  zu  10  kg  zu  tragen, während  dieser  laut Dr. 
C._______s Befund unfähig ist, Gegenstände aufzuheben und zu tragen, 
welche mehr als 5 kg wiegen.

Eine nähere Analyse des Befundes von Dr. C._______ vom 5. Mai 2009, 
auf welchen Dr. B._______ in ihrer Stellungnahme vom 2. Oktober 2009 
wie  auch  in  ihrem  Schlussbericht  vom  31.  August  2010  massgeblich 
abstellt,  ergibt  sodann,  dass  dieser  selbst  bezüglich  der  Frage,  wie 
schwere Gegenstände der Beschwerdeführer aufzuheben und zu  tragen 
vermag,  einen  Widerspruch  aufweist:  während  im  Rahmen  der 
Anamnese  die  Rede  davon  ist,  der  Beschwerdeführer  könne  keine 
Gegenstände aufheben oder tragen, welche mehr als 3 kg wiegen,  führt 
Dr. C._______  im Befund aus, der Beschwerdeführer  sei  ausserstande, 
Gegenstände aufzuheben und zu  tragen, welche mehr als 5 kg wiegen. 
Auf die Diskrepanz zwischen diesen beiden Angaben geht Dr. C._______ 
nicht weiter ein.  

6.5. Im Gegensatz zu Dr. B._______s Schlussbericht vom 11. November 
2008  ist  in  ihrer  Stellungnahme  vom 2. Oktober  2009  ­ wie  im Übrigen 
auch  ihrem  Schlussbericht  vom  31.  August  2010  ­  keine  Rede  mehr 
davon,  dass  der  Beschwerdeführer  in  seiner  ursprünglichen 
Berufstätigkeit als Schuster vollständig arbeitsfähig sein soll. Angesichts 
der  Tatsache,  dass  Dr.  B._______  in  ihrem  Schlussbericht  vom  11. 
November  2008  von  einer  vollständigen  Arbeitsfähigkeit  des 
Beschwerdeführers  als  Schuster  ausgeht,  erweist  sich  die  von  der 
Vorinstanz  in  ihrer  Vernehmlassung  vom  31.  Mai  2010  gemachte 

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Aussage, wonach die beurteilende RAD­Ärztin wiederholt und zweifelsfrei 
zur Schlussfolgerung gelangt sei, dass aufgrund des geltend gemachten 
Wirbelsäulenleidens  seit  dem  7.  November  2007  die  bisherigen 
Tätigkeiten als Chauffeur oder Schuster nicht mehr ausübbar  seien, mit 
Bezug auf die Tätigkeit als Schuster als falsch.

6.6.  In  ihrer  Stellungnahme  vom  2.  Oktober  2009  sowie  wortwörtlich 
übereinstimmend  im  Schlussbericht  vom  31.  August  2010  hält  Dr. 
B._______  fest,  der  Versicherte  leide  unbestreitbar  an  "lésions 
chroniques  dégéneratives  de  la  colonne  lombaire",  weshalb  bezüglich 
Tätigkeiten,  welche  längeres  Stehen  oder  Sitzen  erforderten,  eine 
vollständige  Arbeitsunfähigkeit  vorliege  ([…]"et  de  ce  fait  dans  les 
activités  nécessitant  une  station  debout  débout  prolongé  et  la  position 
assise  la  CT  est  nulle").  Bei  der  Darstellung  der  im  Rahmen  einer 
zumutbaren  Verweisungstätigkeit  zu  berücksichtigenden  funktionellen 
Einschränkungen wird  in beiden Berichten festgehalten, es sei zwischen 
sitzender  und  stehender  Körperhaltung  zu  alternieren.  Ausführungen 
dazu, wie lange der Beschwerdeführer zu Sitzen oder zu stehen vermag 
bzw.,  in welchem Rhythmus  im Rahmen einer Verweistätigkeit zwischen 
diesen  beiden  Körperhaltungen  zu  alternieren  ist,  enthalten  die  beiden 
Berichte  von  Dr.  B._______  keine.  Auch  der  auf  Dr.  B._______s 
Beurteilung  basierenden  Verfügung  der  Vorinstanz  vom  19.  November 
2009  sowie  deren  Vernehmlassung  und Duplik  lässt  sich  diesbezüglich 
nichts  entnehmen.  Auf  dieser  Grundlage  ist  es  dem 
Bundesverwaltungsgericht nicht möglich, die Zumutbarkeit der im Anhang 
zum  ersten  Schlussbericht  von  Dr.  B._______  vom  11.  Oktober  2008 
beispielhaft  aufgelisteten  Verweistätigkeiten  zu  beurteilen.  Ist  der 
Beschwerdeführer  etwa  darauf  angewiesen,  mit  einer  hohen  Kadenz 
zwischen  sitzender  und  stehender  Körperhaltung  zu  alternieren  oder 
erlaubt  ihm eine Verweistätigkeit  nicht,  frei  zwischen Sitzen und Stehen 
zu  alternieren, würde  sich  dies  nämlich  stark  einschränkend  auswirken, 
was  bei  der  Beurteilung  der  Zumutbarkeit  dieser  Verweistätigkeit 
mitberücksichtigt werden müsste.

6.7.  In  ihrem Schlussbericht  vom  11. November  2008 wie  auch  in  ihrer 
Stellungnahme  vom  2.  Oktober  2009  sowie  im  Schlussbericht  vom 
31. August  2010  führt  Dr.  B._______  eine  seit  September  2007 
bestehende  Epilepsie  als  Nebendiagnose  mit  Auswirkungen  auf  die 
Arbeitsfähigkeit  auf.  Dies  gestützt  auf  den  Bericht  von  Dr.  G._______ 
vom  7.  November  2007  (IV­Akten,  act.  41),  welcher  erwähnt,  dass  der 
Beschwerdeführer  seit  September  (2007)  deswegen  in  Behandlung  sei. 

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Dieses Leiden wird auch von anderen kroatischen Ärzten erwähnt: So im 
Gutachten der Neurologin Dr. H._______ vom 7. Februar 2008 (IV­Akten, 
act. 45), welche berichtet, dass der Beschwerdeführer sich wegen einer 
Epilepsie  (ICD G 40) sekundären Grades  in neurologischer Behandlung 
befinde.  Zusammen  mit  der  ebenfalls  diagnostizierten 
Wirbelsäulenproblematik  würden  die  Beeinträchtigungen  zu  einer 
Arbeitsunfähigkeit  von  mindestens  70  %  führen.  Schliesslich  berichtet 
Expertenkommission  zur  Evaluation  der  Invalidität  (Dres.  I._______, 
J._______  und  K._______)  in  ihrem  Bericht  vom  16.  November  2007, 
dass  die  Epilepsie  für  die  bestehende  Arbeitsunfähigkeit  mit 
verursachend  sei  (IV­Akten  act.  42).  Dr.  B._______  geht  in  ihren 
Beurteilungen  mit  keinem  Wort  darauf  ein,  inwiefern  sich  die 
diagnostizierte  Epilepsie  konkret  auf  die  Restarbeitsfähigkeit  des 
Beschwerdeführers,  insbesondere  hinsichtlich  der  diesem  zumutbaren 
Verweisungstätigkeiten,  auswirkt.  Ebenso  wenig  geht  die  Vorinstanz  in 
ihrer Vernehmlassung  vom 31. Mai  2010 auf  die Epilepsie  ein,  erwähnt 
sie doch einzig die Rückenleiden als invaliditätsrelevante Ursache.

6.8.  Auf  einen  Aktenbericht  kann  grundsätzlich  nur  abgestellt  werden, 
wenn die Akten ein  vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf  und den 
gegenwärtigen  Status  ergeben  (vgl.  Urteil  BGer  C_653/2009  vom  28. 
Oktober  2009  E.  5.2,  Urteil  BGer  I  1094/06  vom  14.  November  2007 
E.3.1.1).  Wie  bereits  ausgeführt,  müssen  ärztliche  Stellungnahmen 
insbesondere  in Kenntnis der Vorakten  (Anamnese) abgegeben worden 
sein  und  in  der  Beschreibung  der  medizinischen  Situation  und 
Zusammenhänge  einleuchten.  Die  Schlussfolgerungen  sind  zu 
begründen.  Wie  sich  aus  vorstehenden  Erwägungen  ergibt,  sind  diese 
Voraussetzungen vorliegend nicht erfüllt.

7. 
Bei der Durchführung des Einkommensvergleichs wurde vorliegend unter 
Berücksichtigung  der  persönlichen  und  beruflichen  Umstände  des 
Beschwerdeführers  ("compte  tenu  des  circonstances  personelles  et 
professionelles  du  cas  particulier")  ein  (Leidens­)Abzug  vom 
Invalideneinkommen  in  Höhe  von  20  %  desselben  vorgenommen  (IV­
Akten, act. 52). Welche Umstände dabei  im Einzelnen Berücksichtigung 
fanden und  in welchem Masse, geht aus den Akten,  insbesondere auch 
aus  der  Verfügung  vom  19.  November  2009,  nicht  hervor,  weshalb 
vorliegend  dem  Anspruch  des  Beschwerdeführers  auf  eine  begründete 
Verfügung nicht Genüge getan wurde. 

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Nach  der  höchstrichterlichen Rechtsprechung  hat  das Gericht,  das  den 
Sachverhalt als ungenügend abgeklärt erachtet, die Wahl, die Sache zur 
weiteren Beweiserhebung an die Verwaltung zurückzuweisen oder selber 
die  nötigen  Instruktionen  vorzunehmen  (ZAK  1987  S.  264  E.  2a).  Bei 
festgestellter Abklärungsbedürftigkeit verletzt die Rückweisung der Sache 
an  die Verwaltung  als  solche weder  den Untersuchungsgrundsatz  noch 
das Gebot eines einfachen und raschen Verfahrens. Anders verhielte es 
sich  nur  dann,  wenn  die  Rückweisung  an  die  Verwaltung  einer 
Verweigerung  des  gerichtlichen  Rechtsschutzes  gleichkäme 
(beispielsweise dann, wenn aufgrund besonderer Gegebenheiten nur ein 
Gerichtsgutachten  bzw.  andere  gerichtliche  Beweismassnahmen 
geeignet wären, zur Abklärung des Sachverhalts beizutragen, vgl. BGer 
9C_243/2010  vom  28.  Juni  2011  E.  4.4),  oder  wenn  die  Rückweisung 
nach  den  konkreten  Umständen  als  unverhältnismässig  bezeichnet 
werden müsste  (BGE  122 V  163 E.  1d).  Vorliegend  sind  keine Gründe 
ersichtlich, die der Rückweisung der Sache zur weiteren Abklärung an die 
IV­Stelle entgegenstehen würden.

8. 
Die Beschwerde ist insofern teilweise gutzuheissen, als die angefochtene 
Verfügung  vom  19.  November  2009  aufzuheben  und  die  Sache  zur 
weiteren  Abklärung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts  bzw.  zur 
Beseitigung  der  oben  dargelegten  Widersprüche  an  die  IV­Stelle 
zurückzuweisen  ist.  Die  IV­Stelle  wird  angewiesen,  die  Fähigkeit  des 
Beschwerdeführers, Gegenstände aufzuheben und zu tragen sowie seine 
Fähigkeit,  Tätigkeiten  mit  abwechselnd  sitzender  und  stehender 
Körperhaltung  auszuüben  insbesondere  hinsichtlich  der  Auswirkungen 
auf  dessen  Rest­Arbeitsfähigkeit  von  Fachärzten  prüfen  zu  lassen  und 
den Bericht eines Berufsberaters oder einer Berufsberaterin einzuholen, 
welche/r sich zu den konkreten Möglichkeiten des Beschwerdeführers  in 
den  von  der  RAD­Ärztin  angegebenen  Tätigkeiten  zu  äussern  haben 
wird.  Weiter  wird  die  IV­Stelle  angewiesen,  durch  Fachärzte  prüfen  zu 
lassen,  inwiefern  sich  die  Epilepsie  des  Beschwerdeführers 
einschränkend  auf  ihm  zumutbaren  Verweisungstätigkeiten  auswirkt. 
Schliesslich  wird  die  Frage  des  Leidensabzuges  rechtsgenüglich  zu 
begründen und eine neue Verfügung zu erlassen sein.

9. 
Zu  befinden  bleibt  noch  über  die  Verfahrenskosten  und  eine  allfällige 
Parteientschädigung.

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Seite 20

9.1.  Laut  Art.  63  Abs.  1  VwVG  sind  die  Verfahrenskosten  der 
unterliegenden  Partei  aufzuerlegen,  wobei  der  geleistete 
Kostenvorschuss  zu  berücksichtigen  ist.  Dem  obsiegenden 
Beschwerdeführer  wird  der  geleistete  Kostenvorschuss  von  Fr.  400.­ 
nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. Der 
unterlegenen  Vorinstanz  werden  gemäss  Art.  63  Abs.  2  VwVG  keine 
Kosten auferlegt.

9.2.  Obsiegende  Parteien  haben  gemäss  Art.  64  Abs.  1  VwVG  i.V.m. 
Art. 7 Abs. 1 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  (VGKE,  SR 
173.320.2)  Anspruch  auf  eine  Parteientschädigung  für  die  ihnen 
erwachsenen notwendigen Kosten. Die Parteientschädigung umfasst die 
Kosten der Vertretung sowie allfällige weitere Auslagen der Partei (Art. 8 
VGKE).

Da  der Beschwerdeführer weder  anwaltlich  vertreten war  noch  allfällige 
weitere  Auslagen  geltend  macht,  ist  vorliegend  keine 
Parteientschädigung zuzusprechen.

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird  im Sinne  der Erwägungen  teilweise  gutgeheissen 
und die Sache zur Feststellung des Sachverhalts im Sinne der Erwägung 
8  und  zum  Erlass  einer  neuen  Verfügung  an  die  Vorinstanz 
zurückgewiesen.

2. 
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Dem Beschwerdeführer wird 
der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 400.­ nach Eintritt der Rechtskraft 
des vorliegenden Urteils zurückerstattet.

3. 
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. 
Dieses Urteil geht an:

– den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein)

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Seite 21

– die Vorinstanz (Ref­Nr. […]; Gerichtsurkunde)
– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Gerichtsurkunde)

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Philippe Weissenberger Michael Müller

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen  diesen  Entscheid  kann  innert  30 Tagen  nach  Eröffnung  beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich­rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden,  sofern  die 
Voraussetzungen  gemäss  den  Art.  82  ff.,  90  ff.  und  100  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben 
sind. Die Rechtsschrift  ist  in einer Amtssprache abzufassen und hat die 
Begehren,  deren  Begründung  mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die 
Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Entscheid  und  die 
Beweismittel  sind,  soweit  sie  der  Beschwerdeführer  in  Händen  hat, 
beizulegen (Art. 42 BGG).

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