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**Case Identifier:** a070fdad-c072-5292-9601-0a3d170d22ad
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-10-15
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 15.10.2018 100 2017 283
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2017-283_2018-10-15.pdf

## Full Text

100.2017.283U
DAM/BDE/SRE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 15. Oktober 2018

Verwaltungsrichter Burkhard, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichter Daum, Verwaltungsrichter Häberli
Gerichtsschreiberin Baerfuss Klossner

Dr. med. A.________
Beschwerdeführer

gegen

Ärztlicher Bezirksverein B.________
handelnd durch die statutarischen Organe
Beschwerdegegner

und

Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern
Rathausgasse 1, 3011 Bern

betreffend Ausschluss von der Notfalldienstpflicht (Entscheid der 
Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern vom 18. September 
2017; RA Nr. GEF.2016-1382)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15.10.2018, Nr. 100.2017.283U, 
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Sachverhalt:

A.

Dr. med. A.________ verfügt seit 1991 über eine Berufsausübungsbe-
willigung als Arzt im Kanton Bern und führt eine hausärztliche Praxis in …. 
Mit Schreiben vom 3. Juni 2015 teilte der Ärztliche Bezirksverein 
B.________ (ABV) Dr. A.________ mit, dass er per sofort von der gesetzli-
chen Notfalldienstpflicht ausgeschlossen werde. Nachdem sich auch unter 
Einbezug der Ärztegesellschaft des Kantons Bern (BEKAG) keine Einigung 
ergeben hatte, schloss das Kantonsarztamt (KAZA) Dr. A.________ mit 
Verfügung vom 28. Juni 2016 von der ärztlichen Notfalldienstpflicht aus.

B.

Hiergegen erhob Dr. A.________ am 29. Juli 2016 Beschwerde bei der Ge-
sundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern (GEF). Diese wies das 
Rechtsmittel mit Entscheid vom 18. September 2017 ab. 

C.

Gegen den Entscheid der GEF hat Dr. A.________ am 19. Oktober 2017 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben. Sinngemäss beantragt er die 
Aufhebung des angefochtenen Entscheids. Die GEF leitete am 20. Oktober 
2017 eine als «Einsprache gegen Beschwerdeentscheid 18.09.2017» beti-
telte Eingabe von Dr. A.________ an das Verwaltungsgericht weiter. Am 
30. und 31. Oktober 2017 reichte dieser weitere Eingaben mit Anträgen ein 
(«Nachträge»); für den immateriellen und finanziellen Schaden, der ihm 
durch den Ausschluss von der Notfalldienstpflicht entstanden sei, wird eine 
angemessene Entschädigung verlangt.

Mit Vernehmlassung vom 30. November 2017 beantragt die GEF die Ab-
weisung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten werden könne. Der 
ABV hat keine Beschwerdeantwort eingereicht. Von der Gelegenheit, Be-

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merkungen zur Vernehmlassung der GEF anzubringen, hat 
Dr. A.________ mit Eingabe vom 18. Dezember 2017 Gebrauch gemacht. 
Dabei hat er seine Rechtsbegehren bestätigt und zudem ein Gesuch um 
«vorsorgliche Regelung des Streitgegenstandes mittels Erlass einer 
vorsorglichen Massnahme» gestellt. Mit Zwischenverfügung vom 3. Januar 
2018 hat der Instruktionsrichter das Gesuch abgewiesen.

Am 29. Dezember 2017 (Posteingang: 5.1.2018) hat Dr. A.________ 
ergänzende Bemerkungen eingereicht. Eine weitere Eingabe («Nachtrag») 
vom 18. Dezember 2017 (Posteingang: 5.1.2018) hat der Instruktionsrichter 
mit Verfügung vom 5. Januar 2018 aus den Akten gewiesen. Am 
31. Januar 2018 hat sich Dr. A.________ nochmals zur Sache geäussert. 
Sein Gesuch vom 25. April 2018 um Sistierung des 
verwaltungsgerichtlichen Verfahrens im Hinblick auf eine einvernehmliche 
Erledigung der Streitsache hat der Instruktionsrichter am 31. Mai 2018 
abgewiesen, nachdem sich der ABV ablehnend dazu geäussert hatte.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des 
Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig. Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen 
Verfahren teilgenommen, ist durch den angefochtenen Entscheid beson-
ders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung 
oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Auf die form- und fristgerecht einge-
reichte Beschwerde ist grundsätzlich einzutreten (vgl. aber E. 1.2 hier-
nach).

1.2 Der Entscheid in der Sache ist ebenso wie das Beschwerdeverfah-
ren grundsätzlich auf den Streitgegenstand begrenzt. Dieser kann nicht 
über das hinausgehen, was die Vorinstanz geregelt hat oder hätte regeln 

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sollen, welche wiederum nur das von der verfügenden Behörde Angeord-
nete prüfen darf (BVR 2017 S. 514 E. 1.2 mit zahlreichen Hinweisen). – 
Streitgegenstand des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens bildet einzig der 
Ausschluss des Beschwerdeführers von der Notfalldienstpflicht. Zu den 
damit zusammenhängenden rechtlichen und tatsächlichen Fragen hat sich 
das Gericht zu äussern. Anders verhält es sich mit zahlreichen weiteren 
Aspekten, die der Beschwerdeführer zur Diskussion stellen will. Das gilt 
vorab für die beantragte Entschädigung für angeblich erlittenen Schaden 
(act. 5, 6 und 10; vorne Bst. C), aber auch für Abklärungen zur Frage, ob 
die Weiterleitung seines Schreibens vom 20. März 2017 vom Regionalge-
richt … an die GEF rechtmässig war und ob die Straftatbestände der üblen 
Nachrede und der «Geschäftsschädigung» erfüllt sind (act. 10 und 12). Das 
Gleiche ergibt sich sodann für die verlangte «Richtigstellung» angeblich 
ehrverletzender Behauptungen sowie die Aufhebung des (aus Sicht des 
Beschwerdeführers ehrverletzenden) Hausverbots, das die C.________ 
AG ihm gegenüber ausgesprochen hat (act. 10 und 14). Hinsichtlich all 
dieser Punkte ist auf die Beschwerde nicht einzutreten, da sie nicht den 
Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens betreffen. Abgesehen davon 
ist für die erwähnten Anliegen nicht die Verwaltungs-, sondern die Zivil- 
bzw. Strafjustiz zuständig.

1.3 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

2.

2.1 Gemäss Art. 30a und 30b des Gesundheitsgesetzes vom 
2. Dezember 1984 (GesG; BSG 811.01) sind namentlich Ärztinnen und 
Ärzte mit Berufsausübungsbewilligung verpflichtet, sich an einem Notfall-
dienst zu beteiligen (vgl. auch Art. 40 Bst. g des Bundesgesetzes vom 
23. Juni 2006 über die universitären Medizinalberufe [Medizinalberufege-
setz, MedBG; SR 811.11] betreffend Personen, die einen universitären 
Medizinalberuf selbständig ausüben). Die Ärzteschaft ist für die Organisa-
tion des ambulanten Notfalldiensts selbst besorgt oder kann dessen Orga-
nisation den Berufsverbänden übertragen (Art. 30a Abs. 1 GesG). Das 

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KAZA als zuständige Stelle der GEF (vgl. Art. 11 Abs. 3 Bst. b der Verord-
nung vom 24. Oktober 2001 über die beruflichen Tätigkeiten im Gesund-
heitswesen [Gesundheitsverordnung, GesV; BSG 811.111]) ist über die 
Organisation des ambulanten Notfalldiensts zu orientieren. Es regelt des-
sen Organisation, wenn diese nicht anderweitig sichergestellt ist, und ent-
scheidet bei Streitigkeiten aus der Notfalldienstpflicht (Art. 30a Abs. 3 
GesG). Gemäss Art. 30b GesG können die Organisatoren des Notfall-
diensts bei Vorliegen eines wichtigen Grundes eine Person auf Gesuch hin 
von der Notfalldienstpflicht befreien oder sie von dieser Pflicht ausschlies-
sen (Abs. 1); von der Notfalldienstpflicht befreite oder ausgeschlossene 
Fachpersonen können wieder in die Pflicht genommen werden, wenn der 
Befreiungs- oder Ausschlussgrund weggefallen oder wenn es zur Sicher-
stellung der Versorgung notwendig ist (Abs. 2). Fachpersonen, die keinen 
Notfalldienst leisten, haben eine Ersatzabgabe an die Organisatoren des 
Notfalldiensts zu entrichten (Abs. 3).

2.2 Die Ärztinnen und Ärzte kommen ihrer Notfalldienstpflicht damit ent-
weder durch Realleistung (ambulanter Notfalldienst) oder durch Entrichtung 
einer Ersatzabgabe nach, wobei zwischen den beiden Leistungsformen 
kein Wahlrecht besteht. Die Notfalldienstpflicht ist in erster Linie durch Re-
alleistung zu erfüllen, setzt die Befreiung oder der Ausschluss von der 
Dienstpflicht doch wie dargelegt einen wichtigen Grund voraus (Art. 30b 
Abs. 1 GesG). Alle Fachpersonen, die nach Art. 30a Abs. 1 GesG zur Be-
teiligung am Notfalldienst verpflichtet, aber von der Realleistungspflicht 
befreit oder ausgeschlossen sind, sind unbesehen des Dispensations- bzw. 
Ausschlussgrunds ersatzabgabepflichtig (VGE 2015/246 vom 2.12.2016 
E. 2.1).

2.3 Der ABV ist ein als Verein im Sinn von Art. 60 ff. des Schweizeri-
schen Zivilgesetzbuches (ZGB; SR 210) konstituierter Berufsverband und 
umfasst die Ärzteschaft der Gemeinde … sowie der umliegenden Ge-
meinden. Er entstand aus einer Fusion zwischen dem Medizinischen Be-
zirksverein … und dem Ärzte-Bezirksverein … (Art. 1 der Statuten vom 
25. Oktober 2008 des Ärztlichen Bezirksvereins B.________ [einsehbar 
unter <www….ch>, Rubrik «Statuten», nachfolgend: ABV-Statuten]). Ihm 
obliegt unter der Oberaufsicht der ebenfalls als Verein ausgestalteten 

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BEKAG die Aufgabe, den ambulanten ärztlichen Notfalldienst in seinem 
Versorgungs- bzw. Einzugsgebiet zu organisieren und durchzuführen (vgl. 
Art. 1 und 2 der BEKAG-Statuten vom 23. Oktober 2008 [einsehbar unter 
<www…..ch>, Rubriken «Aerztegesellschaft» «Über uns»]). Dem Verein 
kommen keine hoheitlichen Befugnisse zu. Seine Kompetenzen 
beschränken sich darauf, mit den einzelnen betroffenen Ärztinnen und 
Ärzten eine einvernehmliche Regelung zu finden. Gelingt dies nicht, hat er 
die Angelegenheit zur Durchführung eines entsprechenden 
Verwaltungsverfahrens bzw. zum Erlass einer Verfügung an das KAZA zu 
übermitteln (vorne E. 2.1; vgl. BVR 2005 S. 372 E. 2.5; VGE 2015/246 vom 
2.12.2016 E. 2.2).

2.4 Der ABV ist in seinem Versorgungsgebiet in Notfalldienstkreise ge-
gliedert (Art. 10 Bst. a ABV-Statuten). Dazu gehört der Notfalldienstkreis … 
mit … (Art. 3 i.V.m. Anhang 1 des Reglements und der 
Ausführungsbestimmungen über den ärztlichen Notfalldienst im ABV vom 
12. Dezember 2016 [einsehbar unter <www…..ch>, Rubrik «Notfalldienst», 
nachfolgend: Notfalldienst-Reglement ABV]). Die Notfalldienstkreise 
organisieren den Notfalldienst selbständig (Art. 10 Bst. a ABV-Statuten). 
Die Organisation wird einerseits auf Bezirksvereinsebene näher geregelt. 
Seit dem 1. Januar 2017 ist das Notfalldienst-Reglement ABV in Kraft; 
vorher galten die Richtlinien bzw. Ausführungsbestimmungen der 
Vorgängerorganisationen des ABV (vgl. Art. 21 Notfalldienst-Reglement 
ABV; Akten GEF pag. 89 ff.). Nähere Regelungen finden sich andererseits 
auf Kreisebene des ABV. Für den Notfalldienstkreis Region … gilt das 
Regelwerk zur Notfalldienstplanung vom 16. November 2014. Dabei han-
delt es sich um die «erste schriftliche Version von bisher mündlich überlie-
ferten und anlässlich jeder Dienstkreisplanungssitzung erneuerten und ge-
gebenenfalls angepassten Regeln zur Planung des Notfalldiensts» dieser 
Region (nachfolgend: Regelwerk Notfalldienstplanung …, unpag. Akten 
KAZA). Danach treffen sich die Ärztinnen und Ärzte der Region … zweimal 
jährlich zur Planung des Diensts für die jeweils nächsten sechs bis acht 
Monate (Ziff. 1). Ärztinnen und Ärzte, welche an dieser Sitzung nicht 
teilnehmen, geben die Tage, an denen sie keinen Dienst leisten können, 
vorgängig schriftlich bekannt und bestimmen eine Vertretung für die Pla-
nung. Wer keine Abwesenheiten bekannt gibt, wird entsprechend dem Be-

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darf eingeteilt (Ziff. 2). Ferienabwesenheiten sind in einem gemeinsamen 
elektronischen Ferienkalender einzutragen (Ziff. 7). Zur gerechten Vertei-
lung der Dienstbelastung werden die übernommenen Dienste nach einem 
Punktesystem bewertet (Ziff. 4). Gemäss Weisung des ABV läuft der Not-
falldienst über das medizinische Notfall-Callcenter C.________ (Ziff. 18). 
Wer für den Notfalldienst eingeteilt ist und diesen nicht wahrnehmen kann, 
hat rechtzeitig für Ersatz zu sorgen und C.________ sowie das …spital zu 
informieren (Ziff. 14).

2.5 Die BEKAG ist Hauptaktionärin der C.________ AG, die ein ärzte-
eigenes Call-Center für die medizinische Notfall-Telefontriage betreibt (vgl. 
<www…..ch>, Rubriken «Mitgliederservice», «Dienstleistungen»; ferner 
zum Gesellschaftszweck den Handelsregistereintrag, einsehbar unter 
<www.zefix.ch>). Medizinische Beraterinnen und Berater beurteilen am 
Telefon die Dringlichkeit der Notfallsituationen, leisten medizinische 
Beratungen und vermitteln bei Bedarf die diensthabende Notfallärztin bzw. 
den diensthabenden Notfallarzt (vgl. <www….ch>).

3.

Strittig ist der Ausschluss des Beschwerdeführers von der Notfalldienst-
pflicht.

3.1 Der Ausschluss einer Ärztin oder eines Arztes von der Notfalldienst-
pflicht setzt einen «wichtigen Grund» voraus (Art. 30b Abs. 1 GesG; vorne 
E. 2.2). Dabei handelt es sich um einen unbestimmten Gesetzesbegriff (vgl. 
BVR 2017 S. 418 E. 4.4 mit Hinweis; ferner statt vieler 
Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 7. Aufl. 2016, 
N. 413 f.).

3.2 Die GEF hat in Anwendung der anerkannten Auslegungsmethoden 
(vgl. dazu BVR 2018 S. 341 E. 3.5.2, 2016 S. 167 E. 3.1, je mit Hinweisen) 
zutreffend dargelegt, was einen «wichtigen Grund» im Sinn von Art. 30b 
Abs. 1 GesG darstellen kann (angefochtener Entscheid E. 8.8 ff. S. 24 ff.). 
Dabei ist sie zunächst richtigerweise davon ausgegangen, dass die Notfall-
dienstpflicht der Sicherstellung der flächendeckenden medizinischen Erst-

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versorgung der Bevölkerung in dringenden Fällen ausserhalb der Sprech-
stundenzeiten und an Wochenenden dient (vgl. VGE 2015/246 vom 
2.12.2016 E. 6.3 mit Hinweisen). Die Sicherstellung der flächendeckenden 
medizinischen Notfallversorgung wird heute ohne weiteres als staatliche 
bzw. öffentliche Aufgabe begriffen, und zwar unbesehen davon, dass sich 
zumindest ein Teil der geltenden Strukturen nach wie vor am älteren Modell 
orientiert, wonach die medizinischen Notfallversorgung allein in den Hän-
den der Ärzteschaft lag (einlässlich dazu VGE 2015/246 vom 2.12.2016 
E. 6.4.1). Zur Erfüllung dieser Aufgabe können im Bereich des ambulanten 
Notfalldiensts privatwirtschaftlich tätige medizinische Leistungserbringerin-
nen und -erbringer in die Pflicht genommen werden. Ärztinnen und Ärzte 
mit Berufsausübungsbewilligung bzw. deren Berufsverbände sind gemäss 
Art. 30a Abs. 1 GesG zur Organisation und Durchführung des Notfall-
diensts verpflichtet (vorne E. 2.1; ausführlich dazu VGE 2015/246 vom 
2.12.2016 E. 6.4.1 f.). Sie haben eine Organisationsstruktur zu wählen, 
welche der Bevölkerung den Zugang zur medizinischen Notfallversorgung 
garantiert. Dazu müssen die einzelnen Notfalldienstleistungen aufeinander 
abgestimmt und in ein Gesamtkonzept eingebunden sein. Für die konkrete 
Umsetzung des gesetzlichen Auftrags dürfte es regelmässig verschiedene 
vertretbare Lösungen geben. Den Organisatoren kommt dabei ein grosser 
Spielraum zu. Ein korrigierendes Eingreifen von staatlicher Seite ist erst bei 
Rechtsfehlern geboten, etwa wenn die Versorgungssicherheit gefährdet ist 
(vgl. Art. 30a Abs. 3 GesG) oder die Organisatoren ihren Spielraum willkür-
lich oder rechtsungleich ausüben (VGE 2015/246 vom 2.12.2016 E. 6.5). 
Diese Rechtsprechung hat das Verwaltungsgericht kürzlich bestätigt (VGE 
2015/321 vom 8.8.2018 E. 2.4 [noch nicht rechtskräftig]).

3.3 Vor diesem Hintergrund ist der GEF zuzustimmen, dass die dienst-
pflichtige Person ihre medizinische Leistung im Rahmen der Organisation 
zu erbringen hat, wie sie der verantwortliche Berufsverband (hier der Be-
schwerdegegner) vorgibt. Ebenso müssen sich die Dienstpflichtigen in ein 
koordinierendes Versorgungskonzept einbinden lassen. Das bedingt eine 
aktive Mitwirkung und Kooperationsbereitschaft für Planung, Kommunika-
tion und Umsetzung der Notfalleinsätze. Andernfalls ist die geforderte flä-
chendeckende und durchgehende notfallmedizinische Grundversorgung in 
Frage gestellt (vgl. auch VGE 2015/321 vom 8.8.2018 E. 2.5 [noch nicht 

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rechtskräftig]). Verweigert eine dienstpflichtige Person ihre Teilnahme an 
der Organisation oder erschwert sie diese erheblich, gefährdet sie mittelbar 
die Versorgungssicherheit. Wie die GEF richtig erwogen hat (angefochte-
ner Entscheid E. 8.15 S. 28), kann darin ein wichtiger Grund für den Aus-
schluss von der Notfalldienstpflicht liegen, sofern die Pflichtverletzungen 
von einer gewissen Schwere sind; mehrere geringfügige Beanstandungen 
können gesamthaft gesehen einen wichtigen Grund abgeben. Nach dem 
Gesagten ist ein Ausschluss von der Notfalldienstpflicht demnach dann 
sachlich begründet, wenn die weitere Einbindung der betroffenen Person in 
den Notfalldienst dem öffentlichen Interesse an der Sicherstellung der flä-
chendeckenden medizinischen Notfallversorgung der Bevölkerung wider-
spricht.

3.4 Das KAZA hat den Ausschluss des Beschwerdeführers von der Not-
falldienstpflicht im Wesentlichen mit Differenzen zwischen diesem und dem 
ABV begründet. Im Interesse eines möglichst reibungslos funktionierenden 
ambulanten ärztlichen Notfalldiensts sei es erforderlich, dass der Be-
schwerdeführer (zumindest vorderhand) keinen Notfalldienst mehr leiste 
(vgl. Akten GEF pag. 16). Die GEF führt im angefochtenen Entscheid 
zusammenfassend aus, der Beschwerdeführer habe sich weder in die 
Organisation des Notfalldiensts eingegliedert noch einen Willen zur ver-
trauensvollen Zusammenarbeit gezeigt. Auch biete er nicht Hand, das zer-
rüttete Vertrauensverhältnis längerfristig wieder zu verbessern. In ihrer 
Gesamtheit erschwerten die Vorfälle in der Vergangenheit und die gegen-
wärtige Situation die Sicherstellung der Notfallversorgung in einem solchen 
Ausmass, dass die einzelne Patientin bzw. der einzelne Patient gefährdet 
werde. Eine weitere Dienstpflicht des Beschwerdeführers widerspräche 
dem gewichtigen Interesse der öffentlichen Gesundheit (angefochtener 
Entscheid E. 8.17 S. 29 f.).

4.

Der rechtserhebliche Sachverhalt stellt sich aufgrund der Akten wie folgt 
dar:

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4.1 Der Beschwerdeführer führt eine hausärztliche Praxis in … und 
beteiligt sich seit 1991 am Notfalldienst im Notfalldienstkreis …. Bereits in 
den Jahren 2010 und 2011 wandte er sich mit kritischen Bemerkungen 
insbesondere bezüglich der C.________ AG an deren Verwaltungsrat und 
an das KAZA. Er warf der C.________ AG «eine undurchsichtige und 
willkürliche Vorgehensweise» vor und stellte in Aussicht, erst dann wieder 
Notfalldienst zu leisten, wenn das Unternehmen seine Forderungen erfüllt 
habe (Stellungnahme auf seine Schreiben, Bestätigungsanruf zu Beginn 
seines Notfalldiensts und Bestätigung über die Weiterleitung von einge-
gangenen Anrufen, Anrufliste der Patientinnen und Patienten aus dem 
Kreis …; vgl. Schreiben und E-Mails vom 29.11.2010, 30.11.2010, 
8.12.2010, 11.12.2010, 14.12.2010, 23.12.2010, 2.2.2011, unpag. Akten 
KAZA). Ob der Beschwerdeführer und die C.________ AG in dieser 
Angelegenheit eine einvernehmliche Lösung fanden, geht aus den Akten 
nicht hervor.

4.2 An den Planungssitzungen des Notfalldienstkreises … nahm der 
Beschwerdeführer seit Jahren weder teil noch gab er im Vorfeld Eintei-
lungswünsche bekannt. Allerdings bestand Einvernehmen, dass er Wo-
chenenddienste bevorzugt (vgl. Eingaben des Beschwerdeführers, act. 5 
und 12; Akten GEF pag. 31). Mit Schreiben vom 21. April 2011 kritisierte 
der Beschwerdeführer, er leiste seit einem Jahr deutlich weniger Notfall-
dienst als seine Kolleginnen und Kollegen. Die Diensteinteilung an den 
Wochenenden bemängelte er damals noch nicht (vgl. unpag. Akten KAZA).

4.3 Mit Schreiben vom 17. Oktober 2011 verlangte die Notfalldienst-
kommission des ABV eine Stellungnahme vom Beschwerdeführer zum 
Vorwurf, er sei an seinen Notfalldienst-Tagen vom 27. und 30. September 
2011 sowie 6. Oktober 2011 für die Notfallzentrale der C.________ 
mehrfach nicht erreichbar gewesen. In seinem Antwortschreiben vom 
25. Oktober 2011 nahm der Beschwerdeführer dazu keine Stellung, 
sondern übte vorwiegend Kritik an der C.________ AG. Mit Schreiben vom 
18. Juni 2014 gelangte der ABV über seine Standeskommission erneut mit 
dem Vorwurf an den Beschwerdeführer, er sei während seiner 
Notfalldienste am 11. Mai 2013, 20. Juli 2013, 27. September 2013 und 
27./28. Dezember 2013 nicht erreichbar gewesen. In seiner Stellungnahme 

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vom 27. Juli 2014 führte der Beschwerdeführer aus, dass er sich an die 
genauen Umstände der vorgehaltenen Vorfälle nicht mehr erinnern könne. 
Unterbrüche in der telefonischen Erreichbarkeit seien jedoch nicht völlig 
auszuschliessen; er werde sich bemühen, «das Telefon immer erreichbar 
zu halten» (vgl. zum Ganzen unpag. Akten KAZA).

4.4 Am 13. August 2014 fand die Planungssitzung des Notfalldienstkrei-
ses … für die Dienstperiode vom 1. September 2014 bis 8. März 2015 statt. 
Der Beschwerdeführer nahm weder an der Sitzung teil noch gab er 
vorgängig allfällige Wünsche für die Einteilung bekannt. Der erstellte 
Dienstplan für die erwähnte Periode wurde dem Beschwerdeführer nach 
der Sitzung mit E-Mail vom 18. August 2014 zugestellt mit dem Hinweis, 
den Plan zu prüfen und allfällige Unstimmigkeiten zu melden. Den berei-
nigten Dienstplan erhielt der Beschwerdeführer am 24. August 2014 per E-
Mail; unbestrittenermassen hatte er sich weder zum provisorischen noch 
zum definitiven Dienstplan vernehmen lassen (vgl. Akten GEF pag. 32). 
Der Beschwerdeführer war wie folgt eingeteilt (vgl. unpag. Akten KAZA):

Freitag, 26. September 2014

Samstag, 27. September 2014

Sonntag, 28. September 2014

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Donnerstag, 2. Oktober 2014

Freitag, 3. Oktober 2014

Sonntag, 9. November 2014

Samstag, 27. Dezember 2014

Sonntag, 28. Dezember 2014

Donnerstag, 1. Januar 2015

Samstag, 3. Januar 2015

Samstag, 14. Februar 2015

Sonntag, 15. Februar 2015

Samstag, 7. März 2015

Sonntag, 8. März 2015

Nach Darstellung der Standeskommission des ABV war der Beschwerde-
führer am 27. September 2014 während seines Notfalldiensts telefonisch 
nicht erreichbar, weshalb nach einem Notfall – Sturz einer Bewohnerin in 
einem Wohnheim für Seniorinnen und Senioren – eine andere Lösung ge-

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sucht werden musste (vgl. Schreiben vom 3.11.2014, unpag. Akten KAZA). 
Weitere Anhaltspunkte dafür, dass er seiner Notfalldienstpflicht vom 26. bis 
28. September 2014 sowie vom 1. bis 3. Oktober 2014 ganz oder teilweise 
nicht nachgekommen wäre, sind nicht aktenkundig.

4.5 Mit Schreiben vom 7. November 2014 an den Notfalldienstkreis … 
teilte der Beschwerdeführer bezüglich der Dienstperiode vom 1. September 
2014 bis 8. März 2015 mit, er müsse seine «Einteilung ab dato 
zurückweisen». Sie sei für ihn inakzeptabel, weil er fast ausschliesslich an 
Wochenenden eingeteilt worden sei. Seine Praxis sei vom 24. Dezember 
2014 bis 4. Januar 2015 sowie vom 9. bis 15. Februar 2015 geschlossen. 
Zudem könne er von Mitte November bis Mitte Februar nachts wegen 
schlechter Strassenverhältnisse das Haus mehrheitlich nicht mit dem Auto 
verlassen; Notfalldienst könne er daher nur während der Woche in seiner 
Praxis leisten. Die fast ausschliesslich Wochenenden betreffenden 
Einteilungen seien in seinem Alter nicht tragbar. Er forderte eine 
entsprechende Anpassung seiner Einteilung; bis dahin sei er an die von 
«Fremdpersonen ohne meine Einwilligung getroffenen Einteilungen nicht 
gebunden» (vgl. Akten GEF pag. 30). Der Notfallkreis-Arzt, der für die Nie-
derschrift des Dienstplans verantwortlich ist (vgl. Ziff. 12 des Regelwerks 
Notfalldienstplanung …), nahm in der Folge Stellung und teilte mit, eine 
Überarbeitung des Dienstplans liege nicht in seiner Kompetenz. Bis zur 
nächsten Zusammenkunft des Qualitätszirkels … (Netzwerk von 
Hausärztinnen und Hausärzten) vom 18. November 2014 gelte der beste-
hende Plan, wie er vom Beschwerdeführer «stillschweigend» angenommen 
worden sei (Akten GEF pag. 31 ff.). Mit Schreiben und E-Mails vom 10., 15. 
und 23. November 2014 hielt der Beschwerdeführer an seiner Haltung fest 
(«Diese Einteilung ist für mich inakzeptabel und ich werde mich in dieser 
Form nicht daran halten»; «Ich fordere, dass sämtliche Ärzte im Notfall-
dienst mitarbeiten, andernfalls verweigere ich meine Mitarbeit»; «Sobald 
meine Kollegen gleichviel Wochenenden wie ich geleistet haben, dürft ihr 
mich gerne wieder anfragen und ich arbeite dann gerne mit»; vgl. Akten 
GEF pag. 34 f., 38). Weiter stellte er dem mit dem Dienstplan befassten 
Notfallkreis-Arzt eine «verwaltungsrechtliche Beschwerde wegen Amts-
missbrauch in der Ausübung Ihrer Funktion als lokaler Notfallkoordinator» 
in Aussicht (Akten GEF pag. 35). Die Teilnahme an der Zusammenkunft 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15.10.2018, Nr. 100.2017.283U, 
Seite 13

vom 18. November 2014 lehnte er ab («[…] diesen Leerlauf kenne ich zur 
Genüge»; E-Mail vom 10.11.2014, unpag. Akten KAZA). Seinen Kollegin-
nen und Kollegen warf er vor, seit Jahren seine Erholungszeit «systema-
tisch und vorsätzlich zerstört» zu haben, indem sie ihm ohne seine Zu-
stimmung mehrheitlich die Wochenend- und Feriendienste zugeschoben 
hätten (Akten GEF pag. 37). An den «Notfallbesprechungen» nehme er 
schon seit vielen Jahren nicht mehr teil, weil ihm «das stundenlange Ge-
plapper und das Feilschen […] einfach zu dämlich» sei (Akten GEF 
pag. 37).

4.6 Mit Schreiben vom 23. November 2014 bat der vom Beschwerde-
führer kritisierte Notfallkreis-Arzt den Präsidenten des ABV, sich mediato-
risch um die Angelegenheit zu kümmern. Am 11. Dezember 2014 fand eine 
Mediation stand, an welcher nebst dem Beschwerdeführer zwei Mitglieder 
der Standeskommission des ABV sowie zwei Ärzte aus dem Notfalldienst-
kreis … teilnahmen (Akten GEF pag. 41 f.). Im Nachgang dazu teilte der 
Beschwerdeführer der Standeskommission des ABV mit, die Notfall-
dienstübernahme zwischen 24. Dezember 2014 und 3. Januar 2015 sei für 
ihn unmöglich. Er sei bereit, in der nächsten Dienstperiode (ab 9.3.2015) 
wieder Dienst zu leisten, jedoch ausschliesslich an Wochentagen, nicht 
nachts; Samstage, Sonntage und Feiertage seien «kategorisch ausge-
schlossen». Nach dieser Dienstperiode werde er aufgrund der bis dahin 
gemachten Erfahrungen weitersehen; eine dauerhafte Zusage gebe er 
nicht. Eine langfristige Zusammenarbeit mit C.________ «ohne grundle-
gende Verbesserungen in der Transparenz» sei für ihn ausgeschlossen 
(Schreiben vom 12.12.2014, unpag. Akten KAZA). Am 20. Dezember 2014 
teilte der ABV dem Beschwerdeführer den folgenden «Entscheid» seiner 
Notfalldienstkommission mit (Akten GEF pag. 42):

«1. Sie werden verpflichtet, die obigen Dienste [27.12.2014, 
28.12.2014, 1.1.2015, 3.1.2015] zu leisten und während dieser Zeit 
telefonisch immer erreichbar zu sein.

2. Es steht Ihnen frei, einen oder mehrere der obigen Dienste mit einer 
Kollegin oder einem Kollegen Ihres Notfalldienstkreises nach Rück-
sprache abzutauschen. In diesem Fall erwartet die Notfalldienst-
kommission eine schriftliche Meldung, wer die Dienste übernimmt, 
an Notfalldienstkommission, Kantonsarztamt und C.________.

3. Bei einer Weigerung werden gegen Sie standesrechtliche Sanktio-
nen getroffen.»

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15.10.2018, Nr. 100.2017.283U, 
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Nachdem der Beschwerdeführer dem KAZA am 14. Dezember 2014 mit-
geteilt hatte, er werde seine Weihnachtsferien «wie geplant durchführen», 
erinnerte ihn die stellvertretende Kantonsärztin am 22. Dezember 2014 an 
seine Berufspflichten und wies ihn darauf hin, dass er seine Notfalldienste 
vollumfänglich zu leisten habe; von den Möglichkeiten, die Dienstplanung 
mitzugestalten oder rechtzeitig Änderungswünsche anzubringen, habe er 
nicht Gebrauch gemacht. Der Beschwerdeführer hielt in der Folge gegen-
über dem KAZA daran fest, dass er vom 24. Dezember 2014 bis 3. Januar 
2015 nicht erreichbar sei (vgl. E-Mails und Fax vom 22.12.2014, unpag. 
Akten KAZA). Diese Dienste mussten daher von anderen Kolleginnen und 
Kollegen übernommen werden (vgl. Schreiben eines Kollegen vom 
8.1.2015, upag. Akten KAZA).

4.7 Mit Schreiben vom 3. und 10. Januar 2015 teilte der Beschwerde-
führer der Ärzteschaft seine Ferien für die folgende Dienstperiode mit. Er 
bestätigte zudem seine bisherige Haltung und wiederholte seine Forderun-
gen betreffend das Nichtleisten von Wochenenddiensten und die Reduktion 
seines Notfalldienst-Pensums. Der nächste Dienstplan gelte von ihm erst 
dann als akzeptiert, wenn er dies schriftlich und datiert bestätigt habe (vgl. 
unpag. Akten KAZA). Am 22. Januar 2015 fand eine Besprechung zwi-
schen dem Beschwerdeführer und dem Kantonsarzt statt, an der verschie-
dene Themen zur Diskussion kamen (Zusammenarbeit mit C.________, 
Dienstplanung, Verhältnis zum ABV bzw. Notfalldienstkreis …; vgl. 
Protokoll vom 23.1.2015, unpag. Akten KAZA). Am 12. Februar 2015 teilte 
der Beschwerdeführer dem Kantonsarzt mit, dass er sich dem «Druck beu-
gen» und bis zum Ablauf des Dienstplans am 8. März 2015 den Notfall-
dienst «nach Vorschrift machen» werde (unpag. Akten KAZA).

4.8 Während seines Notfalldiensts vom 14. Februar 2015 verpasste der 
Beschwerdeführer um 8.11 Uhr einen Anruf von C.________ auf sein 
Mobiltelefon. Ab 8.29 Uhr versuchte er wiederholt, C.________ telefonisch 
und per Fax zu erreichen. Er rief dabei nicht die «prioritäre Ärztenummer», 
sondern die an Wochenenden nicht besetzte zentrale Nummer an, was 
nach Feststellung der GEF jedoch auf mangelnde Information durch den 
ABV bzw. C.________ zurückzuführen war (vgl. angefochtener Entscheid 
E. 7.3 und 7.4 S. 19; Akten GEF pag. 43; unpag. Akten KAZA). Seine 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15.10.2018, Nr. 100.2017.283U, 
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Faxnachrichten sandte er an die Nummer …, welche jedoch nicht 
C.________ zugeordnet ist (vgl. <www.local.ch>). Als ihn um 11.48 Uhr 
eine Mitarbeiterin von C.________ zurückrief, beschwerte er sich bei ihr 
über die mangelnde Erreichbarkeit. Er äusserte die Erwartung, dass sie 
das Telefon entgegennehme, wenn er anrufe und fügte an: «Und wenn das 
nicht funktioniert, komme ich persönlich zu Ihnen. Das wird dann 
ungemütlich, das kann ich Ihnen sagen. Das lasse ich mir nicht bieten. […] 
Wenn Sie nicht in der Lage sind, mit mir eine korrekte 
Telefonkommunikation aufrechtzuerhalten, dann werde ich die nötigen 
Schritte unternehmen. Ich weiss nämlich auch, was ich machen kann» (vgl. 
Audiodatei vom 14.2.2015, unpag. Akten KAZA).

4.9 Am 15. Februar 2015 begab sich der Beschwerdeführer an den Ge-
schäftssitz der C.________ AG, um die Kommunikationsschwierigkeiten 
vom Vortag zu besprechen. Er wurde nicht hereingebeten und wartete 
längere Zeit vor dem Eingang. Anschliessend verliess er die Örtlichkeit, 
bevor die von der C.________ AG avisierte Polizei eintraf (vgl. 
angefochtener Entscheid E. 7.4 S. 19 f.). Mit E-Mail vom 24. Februar 2015 
teilte der damalige Geschäftsführer der C.________ AG dem ABV mit, 
dass die weitere Zusammenarbeit mit dem Beschwerdeführer während des 
Notfalldiensts vom 7. und 8. März 2015 verweigert werde; ihren 
Mitarbeiterinnen sei dies nicht mehr zuzumuten. Die C.________ AG 
erteilte dem Beschwerdeführer am 26. Februar 2015 ein Hausverbot (vgl. 
unpag. Akten KAZA). Am 3. Juni 2015 schloss ihn der ABV per sofort von 
der Notfalldienstpflicht aus (Akten GEF pag. 58 ff.; vorne Bst. A).

5.

Zum Vorliegen eines wichtigen Grunds für den Ausschluss des Beschwer-
deführers von der Notfalldienstpflicht ergibt sich Folgendes:

5.1 Zunächst ist der Vorinstanz beizupflichten, dass die Organisation 
des Notfalldiensts im Kreis … im Rahmen der Rechtskontrolle grund-
sätzlich nicht zu beanstanden ist, zumal insoweit ein grosser Spielraum der 
Organisatoren zu respektieren ist (vorne E. 3.2; angefochtener Entscheid 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15.10.2018, Nr. 100.2017.283U, 
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E. 8.16 S. 29). Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdeführer während 
Jahren rechtsungleich oder willkürlich eingeteilt worden wäre, sind nicht 
erkennbar. Er selber hat seine Einteilung denn offenbar auch nie zum An-
lass genommen, bei den Dienstplanungen mitzuwirken; bis November 2014 
hatte er nie eine ungleiche Belastung durch Wochenenddienste gerügt (vgl. 
vorne E. 4.2-4.4). Nicht zu hinterfragen ist sodann die Zusammenarbeit des 
ABV bzw. der einzelnen Notfalldienstkreise mit der C.________ AG, 
welche die Notfallanrufe zentral entgegennimmt, für die Triage besorgt ist 
und bei Bedarf weiterleitet. Sie dient sowohl der Entlastung der 
Notfalldienstpflichtigen als auch einer koordinierten Organisation der 
medizinischen Notfallversorgung. Wie die Vorinstanz zutreffend erwogen 
hat, hat sich der Beschwerdeführer als notfalldienstpflichtiger Arzt daher 
grundsätzlich in diese Organisationsstruktur einzufügen, selbst wenn er sie 
subjektiv als unbefriedigend empfinden mag. Dies erfordert insbesondere 
auch eine aktive Mitwirkung und Kooperationsbereitschaft für Planung, 
Kommunikation und Umsetzung der Einsätze sowie die Zusammenarbeit 
mit C.________ (vgl. vorne E. 3.3).

5.2 Im Jahr 2011 wurden erstmals Beanstandungen aktenkundig, weil 
der Beschwerdeführer wiederholt während seines Notfalldiensts nicht er-
reichbar war. Gleichlautende Vorwürfe folgten bezüglich mehrerer Dienste 
in den Jahren 2013 und im September 2014. Der Beschwerdeführer hat 
diese Vorwürfe weder ausdrücklich bestritten noch Erklärungen abgege-
ben, weshalb er während seiner Notfalldienste mehrfach nicht erreichbar 
war (vgl. vorne E. 4.3 f.). Die Erreichbarkeit der diensthabenden Person, 
namentlich über das Telefon, ist unerlässlich für einen funktionierenden 
Notfalldienst (ausdrücklich in diesem Sinn jetzt Art. 15 Notfalldienst-Regle-
ment ABV). Dass der Beschwerdeführer in diesem Bereich wiederholt An-
lass zu Beanstandungen gab, zeugt von einer gewissen Gleichgültigkeit 
und mangelndem Willen, der Notfalldienstpflicht nachzukommen.

5.3 Die GEF erachtet es sodann als erstellt, dass der Beschwerdeführer 
trotz entsprechender Einteilung am 9. November, 27. und 28. Dezember 
2014 sowie 1. und 3. Januar 2015 keinen Notfalldienst leistete und auch für 
keinen Ersatz sorgte (vgl. angefochtener Entscheid E. 8.17 S. 29 f.).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15.10.2018, Nr. 100.2017.283U, 
Seite 17

5.3.1 Soweit der Beschwerdeführer im verwaltungsgerichtlichen Verfah-
ren den Vorwurf des Nichtleistens von Diensten bestreitet (Beschwerde 
S. 2; act. 10), ist ihm zunächst entgegen zu halten, dass er selber ein-
räumte, die Notfalldienste vom Dezember 2014 und Januar 2015 nicht ge-
leistet zu haben und erst ab dem 14. Februar 2015 wieder im Einsatz 
gewesen zu sein; er anerkannte zudem, «nicht alle Vereinbarungen mit 
dem ABV und dem Kantonsarzt eingehalten» zu haben (Schreiben vom 
26.1.2015 und 10.7.2015; vgl. Akten GEF pag. 62 f.; unpag. Akten KAZA). 
Es steht sodann fest, dass er mit Schreiben vom 7. November 2014 seine 
(weiteren) Diensteinteilungen per sofort zurückwies (vgl. vorne E. 4.5). Der 
Beschwerdeführer hielt auch nach der Mediation sowie den Aufforderungen 
des ABV und der stellvertretenden Kantonsärztin, seine Notfalldienste ge-
mäss Dienstplan zu leisten, klar daran fest, seiner Notfalldienstpflicht am 
27. und 28. Dezember 2014 sowie am 1. und 3. Januar 2015 nicht nach-
kommen zu wollen (vorne E. 4.6). Soweit er nun nachträglich vorbringt, er 
sei an den fraglichen Tagen immer telefonisch erreichbar und in seiner 
Praxis tätig gewesen (vgl. Beschwerde; act. 10 Bst. c und e), steht dies im 
Widerspruch zu seiner noch am 22. Dezember 2014 deutlich signalisierten 
und nie widerrufenen Haltung, seiner Notfalldienstpflicht im Dezember 2014 
und Januar 2015 nicht nachzukommen. Zur Sicherstellung des Notfallbe-
triebs mussten andere Ärztinnen bzw. Ärzte einspringen (vorne E. 4.6). 
Angesichts dieser Sachlage bestand für C.________ auch kein Anlass, an 
den fraglichen Tagen mit Anrufen die Erreichbarkeit des Beschwerdefüh-
rers zu überprüfen (vgl. Beschwerde; act. 10 Bst. e). Selbst wenn der Be-
schwerdeführer damals in seiner Praxis tätig gewesen sein sollte, kann er 
bei dieser Ausgangslage nicht für sich beanspruchen, den Notfalldienst an 
den erwähnten Tagen geleistet zu haben.

5.3.2 Der Beschwerdeführer bringt allerdings vor, er habe das Nichtleis-
ten der Notfalldienste bereits im September (richtig: November) 2014 und 
damit rechtzeitig angekündigt; die nachfolgenden Auseinandersetzungen 
und Konfrontationen seien auf das sture Verhalten seiner Berufskollegin-
nen und -kollegen im ABV zurückzuführen (vgl. act. 5, 10 Bst. i, 12). – An 
der Notfalldienstplanung für die Periode vom 1. September 2014 bis 
8. März 2015 hat sich der Beschwerdeführer nicht beteiligt; von der Mög-
lichkeit, die Dienstplanung mitzugestalten oder zeitnah Änderungswünsche 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15.10.2018, Nr. 100.2017.283U, 
Seite 18

anzubringen, machte er keinen Gebrauch. Anhaltspunkte dafür, dass die 
Einteilung im Vergleich mit seinen Kolleginnen und -kollegen einseitig oder 
ungerecht war, sind im Dienstplan nicht ersichtlich. Wohl war er in der frag-
lichen Dienstperiode häufiger an Wochenenden als an Wochentagen ein-
geteilt, was indes auf seine eigene (frühere) Präferenz zurückzuführen ist, 
die er gegenüber den übrigen Ärztinnen und Ärzten bis im November 2014 
nie in Frage gestellt hatte (vorne E. 4.2 und 4.4). Die Einteilung für die Pe-
riode vom 1. September 2014 bis 8. März 2015 war für ihn somit verbind-
lich, wovon offenbar auch er selber ausgegangen ist, hat er die ersten bei-
den Notfalldienste dieser Dienstperiode (26.-28.9.2014 und 1.-3.10.2014) 
doch geleistet (vorne E. 4.4). Es wäre an ihm gewesen, seine Anliegen 
hinsichtlich der Einteilung, namentlich über die Wochenenden und an 
Feiertagen, rechtzeitig bei der Planung der Dienstperiode im dafür vorge-
sehenen Prozess einzubringen (vgl. vorne E. 2.4). Ein funktionierender 
Notfalldienst bedingt, dass sich die pflichtigen Ärztinnen und Ärzte an den 
Dienstplan halten. Eingeteilte Personen, die ihren Dienst nicht wahrnehmen 
können, haben selber rechtzeitig für Ersatz zu sorgen (Ziff. 14 Regelwerk 
Notfalldienstplanung …; vorne E. 2.4). Diese Pflicht gilt auch bei Ver-
hinderungen, die sich wie hier länger zum voraus abzeichnen. Daran hat 
sich der Beschwerdeführer nicht gehalten, obwohl er für sein Verhalten 
keine zureichenden Gründe namhaft machen kann. Der Ärzteschaft des 
Notfallbezirks … kann dabei nicht mangelnde Kooperationsbereitschaft 
vorgeworfen werden. Vielmehr hat sich der Beschwerdeführer ent-
gegenhalten zu lassen, dass er fordernd auftrat und sich von einer wenig 
konstruktiven Seite zeigte. Seine Äusserungen gegenüber seinen Kollegin-
nen und Kollegen waren teilweise respektlos und deplatziert und damit ei-
nem kollegialen Verhältnis abträglich. So lehnte er auch das Angebot ab, 
die Einteilung im November 2014 zu besprechen, womit er seinen Unwillen 
manifestierte, gemeinsam eine Lösung zu finden (vgl. vorne E. 4.5).

5.3.3 Damit steht fest, dass der Beschwerdeführer am 9. November 2014, 
27. und 28. Dezember 2014 sowie am 1. und 3. Januar 2015 trotz verbind-
licher Einteilung keinen Notfalldienst leistete und auch keinen Ersatz stellte. 
Der GEF ist zuzustimmen, dass er seiner Notfalldienstpflicht insoweit wie-
derholt und trotz Ermahnungen durch den ABV und das KAZA nicht nach-
gekommen ist und damit seine Berufspflichten verletzt hat. Zwar hat sich 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15.10.2018, Nr. 100.2017.283U, 
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der Beschwerdeführer nach dem Gespräch mit dem Kantonsarzt vom 
22. Januar 2015 bereit erklärt, wieder Notfalldienst zu leisten; die Dienste 
vom 14. und 15. Februar 2015 hat er denn auch wie vorgesehen über-
nommen. Ebenso hat er im vorinstanzlichen Verfahren erklärt, «ohne Be-
dingungen beim Notfalldienst im Dienst der Bevölkerung mitzuarbeiten» 
(Akten GEF pag. 75). Angesichts seines bisherigen Verhaltens und seiner 
Forderungen hinsichtlich der Einsatzplanung (vorne E. 4.7) kann jedoch 
nicht davon ausgegangen werden, dass sich der Beschwerdeführer zuver-
lässig in die Organisation des Notfalldiensts einbinden lässt.

5.4 Weiter ist unbestritten, dass das Verhältnis zwischen dem Be-
schwerdeführer und C.________ belastet ist, was insbesondere darauf zu-
rückzuführen ist, dass er die Geschäftspolitik des Unternehmens seit Jah-
ren scharf kritisiert (vorne E. 4.1). Nach den Geschehnissen vom 14. und 
15. Februar 2015 verweigerte C.________ die weitere Zusammenarbeit mit 
ihm. Es mag sein, dass sich auch die Verantwortlichen und Mitarbeitenden 
von C.________ nicht immer adäquat verhalten haben. So fragt sich etwa, 
weshalb der Beschwerdeführer am 14. Februar 2015 nach dem verpassten 
Anruf von 8.11 Uhr nicht mehr kontaktiert und während mehrerer Stunden 
auf seine Rückrufe nicht reagiert wurde. Ungeachtet dessen muss er sich 
vorhalten lassen, sich seinerseits gegenüber einer Mitarbeiterin von 
C.________ grenzwertig geäussert zu haben. Angesichts dieses 
Telefongesprächs und seiner bekannten negativen Haltung gegenüber der 
C.________ AG war sein Erscheinen am Geschäftssitz am folgenden Tag 
durchaus geeignet, bei den Mitarbeitenden des Unternehmens eine ge-
wisse Verunsicherung auszulösen (vorne E. 4.8 f.). Die Kommunikations-
schwierigkeiten zwischen dem Beschwerdeführer und der C.________ AG 
vom 14. Februar 2015 und die daraufhin folgende Eskalation sind somit 
zwar nicht einzig dem Beschwerdeführer anzulasten. Er hat jedoch mass-
geblich dazu beigetragen, dass das Verhältnis bereits seit längerer Zeit 
belastet ist und sich die Zusammenarbeit zunehmend schwieriger gestal-
tete. Mit der Vorinstanz ist einig zu gehen, dass die Sicherstellung des 
Notfalldiensts dadurch gefährdet ist (angefochtener Entscheid E. 8.17 
S. 30). Soweit der Beschwerdeführer beteuert, eine Zusammenarbeit mit 
C.________ sei künftig keineswegs ausgeschlossen (act. 14), bestehen – 
soweit eine solche Äusserung überhaupt als Zusage zu werten ist - er-

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hebliche Vorbehalte. Er wirft dem Unternehmen nicht nur «böswillige Ma-
chenschaften» und einen «gezielten Kommunikationsboykott» vor, sondern 
unterstellt auch, ihn zusammen mit dem ABV als unliebsamen Kritiker 
«ausschalten» zu wollen und ihn in eine Falle gelockt zu haben (vgl. Be-
schwerde; act. 4, 10 Bst. i und k sowie act. 12). Wie bei diesem Vorver-
ständnis eine zuverlässige und konstruktive Zusammenarbeit mit 
C.________ möglich sein soll, ist nicht ersichtlich.

5.5 Zusammenfassend ergibt sich, dass der Beschwerdeführer während 
der Dienstperiode 2014/2015 mehrfach und trotz Aufforderungen und Er-
mahnungen durch den ABV und die stellvertretende Kantonsärztin seinen 
Notfalldienst nicht leistete und für keinen Ersatz sorgte. Für dieses Verhal-
ten vermag er keine überzeugenden Gründe anzuführen. Die Einsatzpla-
nung war für ihn verbindlich; wegen fehlender vorgängiger Mitwirkung kann 
er die Einteilung nicht nachträglich in Frage stellen. Im Konflikt um seinen 
Einsatz zeigte sich der Beschwerdeführer zudem wenig kooperativ und 
lösungsorientiert. Dass die fraglichen Dienste kurzfristig von Kolleginnen 
und Kollegen übernommen werden konnten, ändert daran nichts. Erschwe-
rend kommt hinzu, dass das Verhältnis zwischen ihm und C.________ seit 
längerer Zeit stark belastet ist. Die Spannungen erreichten ihren Höhepunkt 
im Februar 2015, als die C.________ AG eine weitere Zusammenarbeit als 
unzumutbar bezeichnete. Diese Situation ist zwar nicht allein auf den Be-
schwerdeführer zurückzuführen; er ist aber mitverantwortlich, dass es 
soweit gekommen ist. Für die Sicherstellung eines funktionierenden Notfall-
diensts ist die zuverlässige Mitarbeit und Einhaltung der Dienstpläne erfor-
derlich. Hierfür bietet der Beschwerdeführer nicht (mehr) ausreichend Ge-
währ. Wie die Vorinstanz zutreffend geschlossen hat (angefochtener Ent-
scheid E. 8.17 S. 30), bringt seine Einbindung in die Notfalldienstpflicht die 
Gefahr weiterer Störungen im Notfallbetrieb mit sich und stellt damit letzt-
lich die Versorgungssicherheit in Frage. In ihrer Gesamtheit begründen die 
dargestellten Umstände daher einen wichtigen Grund nach Art. 30b Abs. 1 
GesG für den Ausschluss aus der Notfalldienstpflicht.

5.6 Diese Beurteilung kann aufgrund der vorhandenen Unterlagen vor-
genommen werden. Weitere Untersuchungen und Abklärungen, namentlich 
C.________ betreffend, sind entbehrlich. Die zahlreichen Beweisanträge, 

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die der Beschwerdeführer stellt (Zeugeneinvernahmen, Edition von 
Audioaufnahmen, Polizeiprotokollen usw.), werden daher abgewiesen (vgl. 
zur antizipierten Beweiswürdigung statt vieler BGE 141 I 60 E. 3.3; BVR 
2015 S. 159 E. 3.4).

6.

Der Beschwerdeführer erachtet seinen Ausschluss von der Notfalldienst-
pflicht schliesslich als unverhältnismässig.

6.1 Staatliches Handeln muss im öffentlichen Interesse liegen und 
verhältnismässig sein (Art. 5 Abs. 2 der Bundesverfassung [BV; SR 101]). 
Der Verfassungsgrundsatz gebietet allgemein ein angemessenes und 
massvolles Handeln. Demnach muss die behördliche Massnahme für das 
Erreichen des im öffentlichen Interesse liegenden Zieles geeignet und 
erforderlich sein. Sodann muss ein vernünftiges Verhältnis zwischen dem 
angestrebten Ziel und der Belastung, den die Massnahme für die oder den 
Betroffenen bedeutet, eingehalten sein (BGE 140 II 194 E. 5.8.2; BVR 2016 
S. 318 E. 7). Eine Massnahme ist unverhältnismässig, wenn das Ziel mit 
einem weniger schweren Eingriff erreicht werden kann (BGE 142 I 49 
E. 9.1; BVR 2016 S. 318 E. 4.5).

6.2 Der Beschwerdeführer bringt vor, er habe den Notfalldienst seit 
1991 pflichtbewusst geleistet; sein Verhalten sei fachlich stets korrekt ge-
wesen. Durch den Ausschluss erleide er sowohl einen immateriellen 
(Image) als auch materiellen (Umsatzeinbusse) Schaden. Die zeitlich un-
befristete Massnahme sei nicht gerechtfertigt («Maximalstrafe»). Hingegen 
hätte er eine Verwarnung oder eine Beendigung der Zusammenarbeit mit 
C.________ akzeptieren können (vgl. Beschwerde).

6.3 Mit der Vorinstanz ist von einem gewichtigen öffentlichen Interesse 
am Ausschluss des Beschwerdeführers von der Notfalldienstpflicht auszu-
gehen (angefochtener Entscheid E. 9.7 S. 33). Eine mildere Massnahme 
fällt ausser Betracht, nachdem der Beschwerdeführer mehrmals auf die 
mangelhafte Erreichbarkeit während seines Notfalldiensts aufmerksam 
gemacht werden musste und er trotz entsprechender Aufforderungen und 

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Ermahnungen des ABV und des KAZA seine Dienstpflicht an mehreren 
Tagen nicht erfüllt hat. Sein bisheriges Verhalten lässt nicht erwarten, dass 
er die Notfalldienstpflicht zukünftig zuverlässig erfüllen wird. Eine blosse 
Verwarnung wäre unter den gegebenen Umständen nicht zielführend. 
Ebenso wenig kann auf die Zusammenarbeit mit C.________ verzichtet 
werden (vorne E. 2.4). Der Ausschluss erweist sich auch in zeitlicher 
Hinsicht als verhältnismässig, zumal der Beschwerdeführer am Ende seiner 
beruflichen Laufbahn steht und die Dienstpflicht mit Abgabe der Berufsaus-
übungsbewilligung bzw. Aufgabe der eigenverantwortlichen Tätigkeit in 
einer Arztpraxis endet (vgl. Art. 16 Notfalldienst-Reglement ABV). Abgese-
hen davon ist eine Wiederaufnahme des Beschwerdeführers in den Notfall-
dienst nicht ausgeschlossen (Art. 30b Abs. GesG; vgl. auch angefochtener 
Entscheid E. 9.6 S. 32 f.).

6.4 Was die Belastung der Massnahme für den Beschwerdeführer an-
geht, stehen hier finanzielle Interessen im Vordergrund, indem einerseits 
Einkünfte aus dem Notfalldienst wegfallen und der Ausschluss andererseits 
die Leistung einer jährlichen Ersatzabgabe nach sich zieht. Die Vorinstanz 
weist zu Recht darauf hin, dass es dem Beschwerdeführer frei steht, den 
geltend gemachten Verdienstausfall im Rahmen seiner ärztlichen Tätigkeit 
zu kompensieren und damit sogar mehr Einnahmen zu erzielen; unter die-
sen Umständen komme der Ersatzabgabe keine erhebliche Bedeutung zu 
(vgl. angefochtener Entscheid E. 9.7 S. 34). Diese zutreffenden Ausführun-
gen stellt der Beschwerdeführer nicht substanziiert in Frage. Im Übrigen ist 
zweifelhaft, ob die Ersatzabgabe bei der Prüfung der Verhältnismässigkeit 
überhaupt massgeblich ins Gewicht fällt, ist sie doch nach der gesetzlichen 
Konzeption grundsätzlich zwingende Folge des Ausschlusses von der 
Notfalldienstpflicht (vgl. vorne E. 2.2). Inwiefern die strittige Massnahme im 
Übrigen sein Ansehen schädigen soll, legt der Beschwerdeführer nicht nä-
her dar. Das angestrebte Ziel und die getroffene Massnahme stehen damit 
insbesondere mit Blick auf das gewichtige öffentliche Interesse an der Si-
cherstellung der Notfallversorgung in einem vernünftigen Verhältnis. Daran 
vermögen auch die langjährige Beteiligung des Beschwerdeführers am 
Notfalldienst und dessen fachliche Kompetenz nichts zu ändern.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15.10.2018, Nr. 100.2017.283U, 
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6.5 Der angefochtene Entscheid verstösst nach dem Gesagten nicht 
gegen den Grundsatz der Verhältnismässigkeit. Die Beschwerde erweist 
sich somit in allen Teilen als unbegründet und ist abzuweisen, soweit da-
rauf einzutreten ist (vgl. vorne E. 1.2).

7.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdeführer kosten-
pflichtig (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Ersatzfähige Parteikosten sind keine an-
gefallen (vgl. Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 VRPG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 3ʹ000.--, werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

4. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer
- dem Beschwerdegegner
- der Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern

Der Abteilungspräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung

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Seite 24

Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 
Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun-
desgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.