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**Case Identifier:** bc422c28-74d2-59ca-ab24-d9c7eb6cda8d
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-11-04
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 04.11.2021 720 21 140/296
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-21-140-296_2021-11-04.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 4. November 2021 (720 21 140 / 296) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung  

 

 

Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit; Würdigung des Einkommensvergleichs.  

 

 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichterin Elisabeth Berger 

Götz, Kantonsrichter Daniel Noll, Gerichtsschreiberin Katja Wagner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Hanna Byland, Advo-
katin, Rümelinsplatz 14, Postfach, 4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  
 
 
 
A. Die 1965 geborene, seit 1990 als Raumpflegerin tätig gewesene A.____ meldete sich 
am 17. August 2018 unter Hinweis auf eine Hüftoperation bei der Eidgenössischen Invaliden-
versicherung (IV) zum Leistungsbezug an. Nach Abklärung der gesundheitlichen und erwerbli-
chen Verhältnisse verneinte die IV-Stelle des Kantons Basel-Landschaft (IV-Stelle) mit Verfü-
gung vom 24. März 2021 einen Anspruch auf eine Invalidenrente unter Verweis auf einen Inva-
liditätsgrad von 33%.  
 

 

 
 
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B. Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte, vertreten durch Hanna Byland, Advoka-
tin, mit Eingabe vom 5. Mai 2021 Beschwerde beim Kantonsgericht des Kantons Basel-
Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte sie, es sei 
die Verfügung der IV-Stelle vom 24. März 2021 aufzuheben und ihr ab 1. Februar 2018 eine 
halbe Invalidenrente auszurichten. Eventualiter sei die Verfügung aufzuheben und zur Neubeur-
teilung an die Vorinstanz zurückzuweisen; unter o/e-Kostenfolge zzgl. Mehrwertsteuer zu Las-
ten der Vorinstanz. Zur Begründung machte sie im Wesentlichen geltend, dass die gutachterlich 
attestierte Restarbeitsfähigkeit nicht mehr verwertbar sei. Ferner sei das dem Einkommensver-
gleich zugrunde gelegte Valideneinkommen zu tief festgesetzt worden. Hinsichtlich des Invali-
deneinkommens sei die Beschwerdegegnerin sodann von falschen Bemessungsgrundlagen 
ausgegangen. Schliesslich sei ihr ein leidensbedingter Abzug zu gewähren, womit insgesamt 
ein Invaliditätsgrad von mindestens 50% resultieren würde und damit Anspruch auf eine halbe 
Rente bestehe.  
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 3. Juni 2021 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der 
Beschwerde.  
 
Auf die Vorbringen der Parteien ist − soweit notwendig − in den nachfolgenden Erwägungen 
einzugehen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Auf die beim örtlich und sachlich zuständigen Gericht und im Weiteren form- und frist-
gerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.  
 
2.1 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 
Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die 
Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmass-
nahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), die während eines Jahres 
ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) 
gewesen (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid sind (lit. c). Bei ei-
nem Invaliditätsgrad von mindestens 40% besteht Anspruch auf eine Viertelrente, bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 50% auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von min-
destens 60% auf eine Dreiviertelrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70% auf 
eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 
 
2.2 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit 
dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburts-
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu ver-
stehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

 

 
 
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2.3 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchti-
gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich an-
erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 49 E. 1.2, 130 V 396 ff. E. 5.3 und E. 6). 
Zu betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltenden psychischen Leiden belas-
tenden psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen kein Krankheitswert zu-
kommt. Ein invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit 
Art. 4 Abs. 1 IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und 
Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. In BGE 143 V 409 und 143 V 418 hat das Bundes-
gericht entschieden, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen einem strukturier-
ten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind. Dieses für somatoforme Leiden 
entwickelte Vorgehen definiert systematisierte Indikatoren, die – unter Berücksichtigung von 
leistungshindernden äusseren Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentia-
len (Ressourcen) anderseits – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzu-
schätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4 bis 3.6 und 4.1). Entscheidend ist dabei, unabhängig von 
der diagnostischen Einordnung des Leidens, ob es gelingt, auf objektivierter Beurteilungsgrund-
lage den Beweis einer rechtlich relevanten Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit zu erbringen, wobei 
die versicherte Person die materielle Beweislast zu tragen hat (BGE 143 V 409 E. 4.5.2 mit 
Hinweis auf BGE 141 V 281 E. 3.7.2). 
 
3. Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG 
anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das 
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zu-
mutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt 
zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. Dies 
ist die allgemeine Methode des Einkommensvergleichs (BGE 141 V 15 E. 3.2) mit den Unterva-
rianten des Schätzungs- oder Prozentvergleichs (BGE 114 V 310 E. 3a) und der ausseror-
dentlichen Methode (BGE 128 V 29). 
 
4. Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet die Frage, in welchem 
Ausmass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsun-
fähig ist. 
 
4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Un-
terlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung 
zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beur-
teilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 
versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige 
Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person 
noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) − wie alle an-

 

 
 
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deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).  
 
4.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). Gemäss diesen Richtlinien ist den im Rahmen des Ver-
waltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche auf-
grund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Be-
richt erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei 
der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen 
die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen).  
 
5.1 Zur Beurteilung der gesundheitlichen Verhältnisse und der Arbeitsfähigkeit der Be-
schwerdeführerin ist vorliegend das Gutachten von Dr. med. B.____, FMH Psychiatrie und Psy-
chotherapie, und Dr. med. C.____, FMH Allgemeine Innere Medizin und Rheumatologie, vom 
17. November 2019 bzw. 21. April 2020 von zentraler Bedeutung.  
 
In diesem Gutachten diagnostizierten die Fachpersonen aus bidisziplinärer Sicht mit Auswir-
kung auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches, rechtsbetontes lumbospondylogenes 
Schmerzsyndrom (ICD-10 M54.4) sowie einen Verdacht auf ein polymyalgiformes Beschwerde-
bild mit erhöhten humoralen Entzündungsparametern. Aus psychiatrischer Sicht konnten keine 
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit erhoben werden. 
 
Aus Sicht des Bewegungsapparates bestehe seit Dezember 2017 eine Grundproblematik bei 
degenerativ bedingtem lumbospondylogenem Schmerzsyndrom mit objektivierbaren aktivierten 
Spondylarthrosen im Segment L4/L5 und zusätzlich einer Spondylolisthesis Grad I. Ferner liege 
eine Coxarthrose rechts mit begleitendem femoro-acetabulärem Impingement vor, weshalb eine 
Hüft-Totalendoprothese(Hüft-TEP)-Implantation erfolgt sei. Es zeige sich ein protrahierter Hei-
lungsverlauf mit anhaltenden lumbalen Rückenschmerzen und zunehmender Schmerzauswei-
tung in ein multilokuläres Schmerzsyndrom, Typ Fibromyalgie. Zusätzlich bestehe ein Verdacht 
auf ein polymyalgiformes Beschwerdebild mit bisher inadäquater medikamentöser Behandlung 

 

 
 
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aufgrund der seitens der Explorandin abgelehnten notwendigen peroralen Corticosteroidthera-
pie. Infolge der Rückenschmerzproblematik bestehe eine verminderte körperliche Belastbarkeit 
für schwere wie auch repetitiv mittelschwere Tätigkeiten. Die von Seiten der Explorandin gel-
tend gemachte Behinderung auch für eine leidensadaptierte Tätigkeit lasse sich aus rheumato-
logischer Sicht nicht hinreichend plausibel erklären und müsse im Rahmen einer sich abzeich-
nenden chronifizierenden Schmerzkrankheit gesehen werden.  
 
In ihrer Konsensbeurteilung gelangten die Gutachter zur Auffassung, dass aufgrund der rheu-
matologischen Befunde hinsichtlich der angestammten Tätigkeit keine Arbeitsfähigkeit mehr 
vorliege. In Bezug auf eine angepasste Tätigkeit bestehe unter Annahme einer zusätzlich vor-
liegenden entzündlichen rheumatologischen Grundkrankheit eine Leistungseinschränkung von 
20% mit entsprechender Restarbeitsfähigkeit von 80%.  
 
5.2 Nachdem die Versicherte gegen den gestützt auf das vorstehend zitierte Gutachten 
ergangenen Vorbescheid vom 8. Mai 2020 Einwand erhoben hatte, holte die IV-Stelle bei 
Dr. C.____ am 10. Januar 2021 eine weitere Stellungnahme ein. Darin äusserte sich dieser zu 
den Vorbringen im Einwand sowie erneut zur Arbeitsfähigkeit der Versicherten. Dabei gelangte 
Dr. C.____ im Wesentlichen zum Ergebnis, dass weiterhin an der Beurteilung der Arbeitsfähig-
keit gemäss Gutachten festgehalten werden könne. Die angestammte Tätigkeit als Raumpfle-
gerin sei der Versicherten demnach nicht mehr zumutbar. Eine leidensadaptierte, körperlich 
leichte Tätigkeit, insbesondere durchgeführt in Wechselbelastung, sei indessen ganztags mit 
einer Leistungseinschränkung von 20% sechs Monate nach erfolgter Hüft-TEP, mithin ab 1. 
Dezember 2018 möglich. Hierbei bekräftigte er, dass die Leistungseinschränkung von 20% 
nicht durch die Folgen der Hüft-TEP-Operation und auch nicht mit den chronischen lumbospon-
dylogenen Beschwerden zu erklären sei. Diese würde sich durch die zusätzlich vorliegende 
entzündliche rheumatologische Grundkrankheit erklären, für welche bereits im Vorfeld eine per-
orale Corticosteroidtherapie empfohlen, von der Explorandin bis zum Zeitpunkt der Begutach-
tung aber kategorisch abgelehnt worden sei (vgl. hierzu ausführlich Stellungnahme vom 10. 
Januar 2021, IV-act. 91).  
 
6.1 Die IV-Stelle stützte sich bei der Beurteilung des Gesundheitszustands und der Ar-
beitsfähigkeit der Versicherten vollumfänglich auf die Ergebnisse, zu denen die Gutachter 
Dres. B.____ und C.____ ihrem Gutachten vom 17. November 2019 bzw. 21. April 2020 ge-
langt waren. Sie ging demzufolge davon aus, dass im Zeitpunkt des frühestmöglichen Renten-
beginns (Dezember 2018, recte: Februar 2019) in Bezug auf eine leidensadaptierte, leichte bis 
selten mittelschwere Tätigkeit (mit Heben und Ziehen von Lasten bis 10kg, durchgeführt in 
Wechselbelastung, abwechselnd stehend, gehend und sitzend, ohne repetitive Zwangshaltun-
gen) eine Arbeitsfähigkeit von 80% bestehe, womit kein Anspruch auf eine IV-Rente resultiere.  
 
6.2 Wie in Erwägung 4.3 hiervor dargelegt, ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens 
eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Be-
obachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei 
der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung 
volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der 

 

 
 
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Expertise sprechen (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/bb). Solche Indizien liegen keine vor. Das Gut-
achten ist insgesamt umfassend und die darin dargelegten medizinischen Zusammenhänge 
sowie die jeweils vorgenommenen Schlussfolgerungen sind nachvollziehbar und überzeugend. 
Die Gutachter haben die Versicherte persönlich untersucht, eine umfassende Anamnese erho-
ben und gehen einlässlich auf ihre Angaben und Beschwerden ein. Sie setzen sich zudem fun-
diert mit den bei den Akten liegenden medizinischen Berichten auseinander. Insgesamt ist so-
mit nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin dem Gutachten der Dres. B.____ und 
C.____ vollen Beweiswert zuerkannte. Die ausschlaggebende Beweiskraft des Gutachtens wird 
denn auch von der Versicherten – zu Recht – nicht (mehr) in Frage gestellt. Auf das entspre-
chende Gutachten und die darin formulierte Einschätzung der Restarbeitsfähigkeit kann des-
halb ohne Weiteres abgestellt werden. 
 
7.1 Die Beschwerdeführerin macht hingegen geltend, dass die ihr gutachterlich attestierte 
Restarbeitsfähigkeit nicht mehr verwertbar sei. Sie begründet ihr Vorbringen im Wesentlichen 
unter Hinweis darauf, dass das ihr attestierte Zumutbarkeitsprofil sehr einschränkend sei. 
 
7.2.1 Hinsichtlich der attestierten Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit ist 
die Unterscheidung massgebend zwischen der medizinisch attestierten Arbeitsfähigkeit und der 
Frage, ob und inwieweit eine bestimmte Restarbeitsfähigkeit mit dem gegebenen Leistungspro-
fil auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt noch verwertbar ist (Art. 7 Abs. 1 IVG in Verbindung 
mit Art. 16 ATSG). Dabei wird auch das fortgeschrittene Alter, obgleich an sich ein invaliditäts-
fremder Faktor, in der Rechtsprechung als Kriterium anerkannt, welches zusammen mit weite-
ren persönlichen und beruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die einer versicherten 
Person verbliebene Resterwerbsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt realisti-
scherweise nicht mehr nachgefragt wird, und dass ihr deren Verwertung auch gestützt auf die 
Selbsteingliederungspflicht nicht mehr zumutbar ist. Der Einfluss des Lebensalters auf die Mög-
lichkeit, das verbliebene Leistungsvermögen auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwer-
ten, lässt sich nicht nach einer allgemeinen Regel bemessen, sondern hängt von den Umstän-
den ab, die mit Blick auf die Anforderungen der Verweisungstätigkeiten massgebend sind. Zu 
beachten sind dabei beispielsweise die Art und Beschaffenheit des Gesundheitsschadens und 
seiner Folgen, der absehbare Umstellungs- und Einarbeitungsaufwand und in diesem Zusam-
menhang auch die Persönlichkeitsstruktur, die vorhandenen Begabungen und Fertigkeiten, 
Ausbildung, beruflicher Werdegang oder Anwendbarkeit von Berufserfahrung aus dem ange-
stammten Bereich (Urteil des Bundesgerichts vom 21. September 2010, 9C_124/2010, E. 5.1).  
 
7.2.2 Die Möglichkeit, die verbliebene Arbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt 
zu verwerten, hängt nicht zuletzt auch davon ab, welcher Zeitraum der versicherten Person für 
eine berufliche Tätigkeit und vor allem für einen allfälligen Berufswechsel noch zur Verfügung 
steht. Die im gesamten Bereich des Sozialversicherungsrechts geltende Schadenminderungs-
pflicht und die daraus abgeleitete Selbsteingliederungslast (BGE 113 V 22 E. 4a mit Hinweisen; 
Urteil des Bundesgerichts vom 20. Juni 2011, 9C_916/2010, E. 2.2) gebieten grundsätzlich, die 
Frage nach der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit möglichst früh zu beantworten. Das 
Bundesgericht hat in seinem Leitentscheid BGE 138 V 457 entschieden, dass dabei auf das 
Feststehen der medizinischen Zumutbarkeit einer Erwerbstätigkeit abzustellen ist. Als ausge-

 

 
 
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wiesen gilt die medizinische Zumutbarkeit einer (Teil-)Erwerbstätigkeit, sobald die medizini-
schen Unterlagen diesbezüglich eine zuverlässige Sachverhaltsfeststellung erlauben 
(BGE 138 V 57, E. 3.4; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 10. Mai 2013, 9C_954/2012, 
E. 3.1). Dieser Zeitpunkt fällt vorliegend auf das Datum des Gutachtens der Dres. B.____ und 
C.____ vom 17. November 2019 und 21. April 2020. Zu diesem Zeitpunkt war die Beschwerde-
führerin 54 Jahre alt, womit die verbleibende Aktivitätsdauer bis zum Eintritt ins AHV-Alter noch 
rund zehn Jahre betrug.  
 
7.2.3 Die hierzu ergangene Rechtsprechung ist vielfältig (vgl. MARCO WEISS, Verwertbarkeit 
der Restarbeitsfähigkeit aufgrund vorgerückten Alters – Rechtsprechungstendenzen, SZS 2018 
S. 630 ff.). Allerdings zeigt die Analyse der Rechtspraxis, dass die Verneinung der Verwertbar-
keit bei unter 60-jährigen die absolute Ausnahme bildet und nur vorkommt, wenn derart qualifi-
zierende Begleitumstände hinzutreten, die auch für sich alleine betrachtet die Verwertbarkeit als 
höchst zweifelhaft erscheinen lassen (PHILIPP, EGLI/MARTINA, FILIPPO/ THOMAS, 
GÄCHTER/MICHAEL E., MEIER, Grundprobleme der Invaliditätsbemessung in der Invalidenversi-
cherung, Winterthur/Zürich 2021, Rz. 156). So verneinte das Bundesgericht eine Verwertbarkeit 
bei einem 58 Jahre alten Versicherten, der in seiner angestammten Arbeit nicht mehr tätig sein 
konnte und nur limitierte Ressourcen für einen Wechsel zu Arbeiten ohne Einsatz der Hände 
mitbrachte. Das Bundesgericht bemängelte, dass sich der Verweis der Vorinstanz, wonach 
Überwachungsfunktionen eine stetig wachsende Bedeutung zukäme, nicht nur auf reine Über-
wachungsarbeiten, sondern allgemein auf körperlich nicht stark belastendende Bedienungs- 
und Überwachungsfunktionen bezog, also auch auf leichte Maschinenbedienung, leichte Sor-
tier-, Prüf- und Verpackungsarbeiten, welche den Einsatz der Hände voraussetzen. Zudem hät-
te die Vorinstanz nicht dargelegt, inwiefern es auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt Stellen 
gebe, welche dem Versicherten zumutbar seien, könnte er doch unbestrittenermassen seine 
beiden Hände nicht mehr einsetzen. Das Bundesgericht wies auch darauf hin, dass dem vo-
rinstanzlichen Entscheid nicht zu entnehmen war, weshalb dem Versicherten die Verwertbarkeit 
der Restarbeitsfähigkeit trotz der grossen Limitierungen im manuellen Bereich zumutbar sein 
soll, obwohl nach der Rechtsprechung die faktische Einhändigkeit oder eine massgebliche Be-
schränkung der dominanten Hand auf Zudienfunktionen eine erheblich erschwerte Verwertbar-
keit der Restarbeitsfähigkeit bedeuteten (Urteil des Bundesgerichts vom 29. August 2014, 
8C_248/2014, E. 3; EGLI/FILIPPO/GÄCHTER/MEIER, a.a.O., Rz. 150). Ferner erachtete das Bun-
desgericht einen im massgebenden Zeitpunkt 55 Jahre alten Versicherten einem Arbeitgeber 
auf dem ersten Arbeitsmarkt realistischerweise nicht mehr zumutbar, dessen Zumutbarkeitspro-
fil nicht nur hinsichtlich der in Frage kommenden Tätigkeiten (kognitiv einfachste, repetitive, 
manuelle Hilfs- bzw. Routinearbeiten), sondern auch in Bezug auf die zu beachtenden Rah-
menbedingungen (hohe Konstanz der Arbeitsabläufe, kein Zeit- oder Arbeitsdruck, verständnis-
volles Team) sehr einschränkend war. Hinzu kam die Notwendigkeit einer engen Begleitung 
bzw. Führung des Versicherten. Des Weiteren war zu beachten, dass der Versicherte in Über-
forderungssituationen mit inadäquatem oder sogar aggressivem Verhalten reagiere, was die 
potenziellen Einsatzmöglichkeiten weiter reduzierte (Urteil des Bundesgerichts vom 15. März 
2017, 9C_277/2016, E. 4.3; EGLI/FILIPPO/GÄCHTER/MEIER, a.a.O., Rz. 148).  
Sodann gilt eine verbleibende Aktivitätsdauer von rund fünf Jahren rechtsprechungsgemäss 
grundsätzlich als ausreichend, um eine neue einfache Erwerbstätigkeit aufzunehmen, sich ein-

 

 
 
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zuarbeiten und die Arbeit auszuüben (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 7. März 2017, 
9C_677/2016, E. 4.3).  
 
7.3 Der im massgebenden Zeitpunkt 54 Jahre alten Versicherten verbleibt noch eine Aktivi-
tätsdauer von rund 10 Jahren, womit die kritische Schwelle in zweifacher Hinsicht nicht erreicht 
ist (vgl. E. 7.2.3 hiervor). Ferner sind vorliegend keine qualifizierenden Begleitumstände ersicht-
lich, die eine ausnahmsweise Verneinung der Verwertbarkeit begründen würden (vgl. E. 7.2.3 
hiervor). Die Dres. B.____ und C.____ attestierten der Versicherten in ihrem – vorliegend unbe-
stritten gebliebenen – Gutachten in Bezug auf eine leidensadaptierte Tätigkeit eine Arbeitsfä-
higkeit von 80%. Die Restarbeitsfähigkeit der Versicherten ist zwar eingeschränkt, doch ent-
spricht dies durchaus einem üblichen Arbeitspensum (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 
19. Juni 2017, 8C_28/2017, E. 5.2). Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin unter-
liegt das ihr noch zumutbare Tätigkeitsfeld sodann auch nicht derart vielen Einschränkungen, 
dass eine Anstellung künftig nicht mehr als realistisch zu bezeichnen wäre. Die sachlichen Limi-
tierungen (leichte bis selten mittelschwere Tätigkeit mit Heben und Ziehen von Lasten bis 10kg, 
durchgeführt in Wechselbelastung, abwechselnd stehend, gehend und sitzend, ohne repetitive 
Zwangshaltungen) schränken die Chancen der Verwertung der fraglichen Restarbeitsfähigkeit 
im Ergebnis zwar ein, lassen sie aber nicht als völlig unrealistisch erscheinen. Das Belastungs-
profil steht der Ausübung von leichten Kontroll-, Sortier- und Prüfarbeiten sowie einfachen 
Überwachungs- oder Montagearbeiten nicht entgegen. Diese Beschäftigungen sind nicht mit 
einem grossen Einarbeitungsaufwand verbunden, und Hilfsarbeiten werden auf dem hypotheti-
schen ausgeglichenen Arbeitsmarkt grundsätzlich altersunabhängig nachgefragt (vgl. 
BGE 146 V 16 E. 7.2.1). Im Lichte der hohen Hürden, die das Bundesgericht für die Annahme 
einer Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit älterer Menschen im Allgemeinen sowie bei 
unter 60-jährigen im Besonderen entwickelt hat, ist deshalb von der Verwertbarkeit der Restar-
beitsfähigkeit der Beschwerdeführerin auszugehen. 
 
8.1  Streitig und zu prüfen sind weiter die erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlichen 
Beeinträchtigungen. Wie bereits ausgeführt (vgl. E. 3 hiervor), ist gemäss Art. 16 ATSG der 
Invaliditätsgrad bei erwerbstätigen Versicherten aufgrund eines Einkommensvergleichs zu be-
stimmen. Dabei ist in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich auf die Gegebenheiten im Zeitpunkt des 
frühestmöglichen Rentenbeginns abzustellen (BGE 129 V 222, 128 V 174). Wie aus dem Dar-
gelegten erhellt, bestand bei der Beschwerdeführerin zu diesem Zeitpunkt unter Berücksichti-
gung des formulierten Zumutbarkeitsprofils in einer leidensadaptierten Tätigkeit eine Arbeitsfä-
higkeit von 80%.  
 
8.2.1 Bei der Bemessung des für die Bestimmung des Invaliditätsgrades massgebenden 
hypothetischen Einkommens ohne Gesundheitsschaden (Valideneinkommen) ist entscheidend, 
was die versicherte Person im massgebenden Zeitpunkt nach dem Beweisgrad der überwie-
genden Wahrscheinlichkeit als gesunde Person tatsächlich verdienen würde. Die Einkom-
mensermittlung hat so konkret wie möglich zu erfolgen, weshalb in der Regel vom letzten Lohn, 
den die versicherte Person vor Eintritt des Gesundheitsschadens erzielt hat, auszugehen ist 
(Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute: Bundesgericht, sozialrechtli-
che Abteilungen] vom 26. November 2002, I 491/0, E. 2.3.1 mit zahlreichen Hinweisen). 

 

 
 
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8.2.2 Die Beschwerdegegnerin ermittelte das Valideneinkommen der Versicherten anhand 
des tatsächlich erzielten Einkommens in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Raumpflegerin bei 
der Bank X.____. Dabei stellte sie auf die im individuellen Konto (IK, vgl. IV-act. 9) in den Jah-
ren 2012 bis 2016 ausgewiesenen Einkommen (Durchschnittswert) ab und ermittelte unter Be-
rücksichtigung der Nominallohnentwicklung ein Jahreseinkommen von Fr. 65'128.--.  
 
8.2.3 Die Ermittlung des Valideneinkommens anhand der zuletzt ausgeübten Tätigkeit wird 
auch von der Beschwerdeführerin im Grundsatz anerkannt. Die Beschwerdeführerin macht in-
dessen geltend, es sei ausschliesslich das gemäss IK-Auszug für das Jahr 2017 erzielte Ein-
kommen von Fr. 68'075.-- als Valideneinkommen zu veranschlagen.  
 
8.2.4 Zwar kann der Argumentation der Beschwerdegegnerin in ihrer Vernehmlassung inso-
weit nicht gefolgt werden, als sie geltend macht, dass das Einkommen der Versicherten starke 
und kurzfristig in Erscheinung getretene Schwankungen aufweise. Gleichwohl ist die Veran-
schlagung eines Durchschnittswerts entgegen dem Vorbringen der Beschwerdeführerin im Er-
gebnis nicht zu beanstanden, nachdem die Entlöhnung auf Stundenbasis in ihrer zuletzt ausge-
übten Tätigkeit zumindest gewisse Schwankungen der Jahreslöhne zur Folge hatte. Dieses 
Vorgehen entspricht der Regel, wonach das tatsächlich erzielte Einkommen und nicht das ver-
traglich vereinbarte höhere oder tiefere Einkommen massgebend ist, und trägt damit dem 
Grundsatz Rechnung, dass die Vergleichseinkommen so konkret wie möglich zu bestimmen 
sind (vgl. UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, Art. 16 Rz. 45 f. und E. 8.1 hiervor). 
Wie sogleich aufzuzeigen sein wird (vgl. E. 8.2.5 und 8.4 hiernach), würde vorliegend sodann 
selbst unter Heranziehung eines zugunsten der Beschwerdeführerin höheren, als dem von ihr 
geltend gemachten Valideneinkommen kein rentenbegründender Invaliditätsgrad resultieren. 
 
8.2.5 Nachdem die rentenbegründende Arbeitsunfähigkeit erst Ende Dezember 2017 einge-
treten ist, könnte man sich allenfalls fragen, ob in Abweichung zur angefochtenen Verfügung 
nicht auf den Durchschnitt der Jahre 2013-2017 abzustellen wäre. Aus der entsprechenden 
Berechnung resultierte indessen ein nicht rentenrelevantes, nur leicht höheres Valideneinkom-
men von Fr. 65'373.--. Selbst wenn man zugunsten der Beschwerdeführerin zusätzlich die im 
IK-Auszug ausgewiesenen Einkommen aus der Tätigkeit für die D.____ AG (2012: Fr. 6'254.--, 
2013: Fr. 6'105.--, 2014: Fr. 6'153.-- und 2015: Fr. 3'639.--) berücksichtigen und den Durch-
schnitt der Jahre 2012-2017 veranschlagen würde, ergäbe sich ein Invaliditätsgrad unter der 
Erheblichkeitsgrenze von 40%. Unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung errechnete 
sich bei einem Einkommen von Fr. 73'764.-- (Fr. 71'685.-- + 2,9%) aus dem Jahr 2012, Fr. 
71'458.-- (Fr. 69'988.-- + 2,1%) aus dem Jahr 2013, Fr. 69'554.-- (Fr. 68'865.-- + 1,0%) aus dem 
Jahr 2014, Fr. 67’658.-- (Fr. 66'988.-- + 1,0%) aus dem Jahr 2015, Fr. 65'767.-- (65'375.-- + 
0,6%) aus dem Jahr 2016 und Fr. 68'551.-- (Fr. 68'075.--- + 0,7%) aus dem Jahr 2017 ein Vali-
deneinkommen von Fr. 69'459.--.  
 
8.3.1 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-
erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Übt sie 
nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile 
Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfä-

 

 
 
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higkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Ar-
beitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte 
Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, 
namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder je-
denfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können ins-
besondere Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebe-
nen Lohnstrukturerhebungen herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3 mit Hinweis). 
 
8.3.2 Was die Bemessung des Invalideneinkommens anbelangt, so ist der Beschwerdefüh-
rerin insofern beizupflichten, als vorliegend die LSE 2018 heranzuziehen ist. Die LSE 2018 ist 
im April 2020 veröffentlich worden und damit im Verfügungszeitpunkt bereits zugänglich gewe-
sen (vgl. BGE 143 V 295 E. 4; Urteil des Bundesgerichts vom 6. März 2020, 8C_829/2019, 
E. 3.2). Soweit die Beschwerdeführerin indessen geltend macht, es sei für das Invalidenein-
kommen auf den Sektor 96 "sonstige persönliche Dienstleistungen" der Tabelle TA1 der 
LSE 2018 abzustellen, kann ihr nicht gefolgt werden. Die Rechtsprechung wendet für die Be-
stimmung des Invalideneinkommens anhand von Tabellenlöhnen in der Regel die Monatslöhne 
gemäss Tabelle TA1 (Monatlicher Bruttolohn [Zentralwert] nach Wirtschaftsabteilungen, Anfor-
derungsniveau des Arbeitsplatzes und Geschlecht - Privater Sektor), Zeile "Total", an. Bisweilen 
wird aber auch auf Löhne einzelner Sektoren (Sektor 2 "Produktion" oder 3 "Dienstleistungen") 
oder gar einzelner Branchen abgestellt, wenn dies als sachgerecht erscheint, um der im Einzel-
fall zumutbaren erwerblichen Verwertung der verbleibenden Arbeitsfähigkeit Rechnung zu tra-
gen. Dies geschieht namentlich bei Personen, die vor der Gesundheitsschädigung lange Zeit in 
diesem Bereich tätig gewesen sind und bei denen eine Arbeit in anderen Bereichen kaum in 
Frage kommt. Auf den Wert "Total Privater Sektor" abzustellen rechtfertigt sich namentlich dort, 
wo der versicherten Person die angestammte Tätigkeit nicht mehr zumutbar ist und sie darauf 
angewiesen ist, ein neues Betätigungsfeld zu suchen, wobei grundsätzlich der ganze Bereich 
des Arbeitsmarktes zur Verfügung steht. Wie aus den vorstehenden Erwägungen erhellt, ist der 
Beschwerdeführerin den beweiskräftigen gutachterlichen Ausführungen zufolge die ange-
stammte Tätigkeit gerade nicht mehr zumutbar (vgl. E. 5.1 und 5.2 hiervor). Zumutbar sind ihr 
hingegen leichte, gelegentlich auch mittelschwere Arbeiten.  
 
8.3.3 Nach dem Gesagten ist das Invalideneinkommen gestützt auf den Wert "Total Privater 
Sektor" (Frauen) der Tabelle TA1 der LSE 2018 zu ermitteln und damit ein monatliches Ein-
kommen von Fr. 4'371.-- heranzuziehen. Unter Berücksichtigung der betriebsüblichen Arbeits-
zeit von 41,7 Stunden ergibt sich bei einem zumutbaren Arbeitspensum von 80% ein Invaliden-
einkommen von Fr. 43'745.--. 
 
8.4.1 Die Beschwerdeführerin macht schliesslich geltend, es sei ihr ein leidensbedingter Ab-
zug in der Höhe von 10% zu gewähren. Sie beruft sich hierbei auf das Gutachten "Nutzung der 
Tabellenmedianlöhne LSE zur Bestimmung der Vergleichslöhne bei der IV-Rentenbemessung" 
des Büros für Arbeits- und Sozialpoltische Studien (BASS AG) vom 8. Januar 2021 (BASS-
Studie) sowie das Rechtsgutachten "Grundprobleme der Invaliditätsbemessung in der Invali-
denversicherung" von THOMAS GÄCHTER, PHILIPP EGLI, MICHAEL E. MEIER und MARTINA FILIPPO.  
 

 

 
 
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8.4.2 Hintergrund bilden dabei namentlich die aus der BASS-Studie gewonnenen Erkennt-
nisse, wonach sowohl die Durchschnittslöhne (Mittelwert) als auch die Medianlöhne von Er-
werbstätigen mit starken gesundheitlichen Einschränkungen ohne Invalidenrente im Vergleich 
zu den Löhnen von voll leistungsfähigen Erwerbstätigen oft tiefer (rund 10%) ausfallen. Die 
Löhne von erwerbstätigen IV-Rentnerinnen und -Rentner fallen vergleichsweise noch tiefer aus. 
Diesbezüglich gilt es nun aber zu berücksichtigen, dass sich für einen pauschalen Abzug in 
jedem Einzelfall keine Begründung finden lässt. Es müssten wohl eigene Kriterien für einen sol-
chen Abzug geschaffen werden. Sodann fehlt es hinsichtlich der Lohneinbussen von gesund-
heitlich eingeschränkten Personen an verlässlichen statistischen Zahlen. Hinzu kommt, dass 
die Löhne von gesundheitlich eingeschränkten Personen bereits in der LSE enthalten sind. Es 
ist indessen nicht auszuschliessen, dass es infolge der Erkenntnisse aus der BASS-Studie so-
wie angesichts der auf den 1. Januar 2022 in Kraft tretenden IV-Revision zu einer entsprechen-
den Weiterentwicklung der Rechtsprechung kommen wird. Nach der geltenden Rechtsprechung 
werden unter dem Titel leidensbedingter Abzug grundsätzlich nur Umstände berücksichtigt, die 
auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt als ausserordentlich zu bezeichnen sind (vgl. Ur-
teil des Bundesgerichts vom 15. Juli 2020, 8C_151/2020, E. 6.2 mit Hinweis). Solche Umstände 
können vorliegend nicht ausgemacht werden.  
 
8.4.3 Selbst wenn man indessen einen leidensbedingten Abzug auf der Grundlage der Er-
kenntnisse aus der BASS-Studie prüfen würde, wäre ein solcher unter Berücksichtigung der 
vorliegenden Umstände zu verneinen. Dabei fällt ins Gewicht, dass den gesundheitlichen Ein-
schränkungen mit der um 20% reduzierten Leistungseinschränkung in einem Vollzeitpensum 
bereits vollumfänglich Rechnung getragen wurde und damit auch ein behinderungsbedingt 
niedrigerer Lohn berücksichtigt wird. Ferner gilt es zu berücksichtigten, dass die BASS-Studie 
namentlich die Lohnverhältnisse von Personen mit schweren gesundheitlichen Einschränkun-
gen anspricht. Dies erinnert an den Ursprung des leidensbedingten Abzugs. Mit dem sogenann-
ten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer 
letzten Tätigkeit körperliche Schwerarbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsscha-
dens auch für leichtere Arbeiten nunmehr beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das ent-
sprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen (vgl. 
BGE 134 V 322 E. 5.2). Davon kann vorliegend nicht ausgegangen werden. Zwar kann die Be-
schwerdeführerin ihre angestammte Tätigkeit als Raumpflegerin nicht mehr ausüben. Hinsicht-
lich einer leichten bis mittelschweren Tätigkeit ist ihr indessen nach wie vor eine ganztägige 
Präsenz mit einer Leistungsminderung von 20% zumutbar, womit die gesundheitlichen Beein-
trächtigungen und eine damit verbundene Lohneinbusse – wie erwähnt – hinreichend berück-
sichtigt werden. 
 
9. Aus der Gegenüberstellung des der Verfügung zugrunde gelegten Valideneinkommens 
von Fr. 65'128.-- und des Invalideneinkommens von Fr. 43'745.-- (vgl. E. 8.3.3 hiervor) resultiert 
ein Invaliditätsgrad von gerundet 33% (vgl. zur Rundungspraxis: BGE 130 V 121 ff.). Selbst 
unter Berücksichtigung eines Valideneinkommens von Fr. 65'373.-- bzw. Fr. 69'459.-- (vgl. 
E. 8.2.5 hiervor) ergibt sich ein Invaliditätsgrad von gerundet 33% bzw. 37%. Somit hat die Be-
schwerdegegnerin der Versicherten in der angefochtenen Verfügung zu Recht keine Rente zu-
gesprochen. Bei diesem Ergebnis ist die dagegen erhobene Beschwerden abzuweisen.  

 

 
 
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10.  Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung der IV-Stelle vom 24. März 2021 
nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen.  
 
11.  Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die 
Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit-
wert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in 
denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfah-
renskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- 
fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Par-
tei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist die Beschwerdeführerin unterliegende 
Partei, weshalb ihr die Verfahrenskosten aufzuerlegen sind. Diese werden mit dem geleisteten 
Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 800.-- verrechnet. Dem Ausgang des Verfahrens entspre-
chend wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.  

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der Be-
schwerdeführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss 
in der Höhe von Fr. 800.-- verrechnet.  

 3. Eine Parteientschädigung wird nicht ausgerichtet.  
 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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