# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f1917dc9-33ea-5ea7-acb7-a81f3ff31078
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-10-12
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 12.10.2010 C-4782/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-4782-2010_2010-10-12.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-4782/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 2 .  O k t o b e r  2 0 1 0

Richter Michael Peterli (Vorsitz), 
Richter Beat Weber, 
Richterin Madeleine Hirsig, 
Gerichtsschreiberin Sandra Tibis.

X._______, Thailand,
vertreten durch Y._______,
Beschwerdeführer,

gegen

Schweizerische Ausgleichskasse SAK,
Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

AHV (freiwillige Versicherung).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-4782/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass die Schweizerische Ausgleichskasse (nachfolgend: SAK) mit Ent-
scheid vom 10. Februar 2010 (act. 5) die Einsprache von X._______ 
und somit sein Beitrittsgesuch zur freiwilligen Alters-, Hinter lassenen- 
und  Invalidenversicherung  (nachfolgend:  freiwillige  Versicherung) 
abgewiesen hat;

dass  X._______  (nachfolgend:  Beschwerdeführer),  vertreten  durch 
Y._______,  mit  Eingabe  vom  2. Juli  2010  Beschwerde  beim 
Bundesverwaltungsgericht erhoben hat;

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung 
mit  Art. 33 lit. d VGG und Art. 85bis Abs. 1  des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1946 über die Alters-  und Hinterlassenenversicherung 
(AHVG,  SR 831.10)  Beschwerden  gegen  Verfügungen  der  SAK be-
urteilt;

dass vorliegend keine Ausnahme gemäss Art. 32 VGG vorliegt,  wes-
halb  das Bundesverwaltungsgericht  zur  Beurteilung der  Beschwerde 
zuständig ist;

dass der Beschwerdeführer im Sinne von Art. 59 des Bundesgesetzes 
vom  6. Oktober  2000  über  den  Allgemeinen  Teil  des  Sozialver-
sicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) beschwerdelegitimiert ist;

dass die  Beschwerde gemäss Art. 60  ATSG innerhalb  von 30 Tagen 
seit Eröffnung des Einspracheentscheides einzureichen ist;

dass der Beschwerdeführer geltend macht,  er  habe am 4. Juni 2010 
Kenntnis  vom Entscheid  erhalten,  was von  der  SAK nicht  bestritten 
wird;

dass auch aus den Akten nichts Gegenteiliges zu entnehmen ist, zu-
mal kein Rückschein vorhanden ist;

dass somit zu Gunsten des Beschwerdeführers davon auszugehen ist, 
dass die Beschwerde rechtzeitig erhoben worden ist;

dass  die  Beschwerde  im  Übrigen  formgerecht  eingereicht  wurde 
(Art. 52 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das 

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Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR  172.021])  und  somit  auf  die  Be-
schwerde einzutreten ist;

dass die SAK mit Vernehmlassung vom 30. August 2010 beantragt hat, 
die Beschwerde sei gutzuheissen und die Sache an die SAK zurück-
zuweisen, damit sie den Beschwerdeführer per 1. Januar 2009 in die 
freiwillige Versicherung aufnehmen könne;

dass die SAK zur Begründung ausführt,  der Beschwerdeführer habe 
trotz  diverser  An-  und  Abmeldungen  bei  seiner  Gemeinde  in  der 
Schweiz  den  Wohnsitz  beibehalten,  weshalb  alle  Beitrittsvoraus-
setzungen für die freiwillige Versicherung erfüllt seien;

dass  sich  gemäss  Art. 13  Abs. 1  ATSG der  Wohnsitz  einer  Person 
nach  den  Art. 23  bis  26  des  Schweizerischen  Zivilgesetzbuchs  vom 
10. Dezember  1907  (ZGB,  SR 210)  bestimmt  und  sich  an  dem  Ort 
befindet, an welchem sich die Person mit der Absicht des dauernden 
Verbleibens aufhält;

dass  sich  aus  den  Ausführungen  des  Beschwerdeführers  und  den 
eingereichten Akten entnehmen lässt, dass sich der Lebensmittelpunkt 
des Beschwerdeführers bis im Oktober 2009 in der Schweiz befunden 
hat und seine zahlreichen Auslandsaufenthalte keinen ausländischen 
Wohnsitz begründet haben;

dass der Beschwerdeführer somit vor seiner Anmeldung bei der frei-
willigen  Versicherung  in  der  Schweiz  Wohnsitz  hatte  und  ununter-
brochen während fünf Jahren obligatorisch versichert war;

dass somit alle Beitrittsvoraussetzungen gemäss Art. 2 Abs. 1 AHVG 
und Art. 7  Abs. 1  der  Verordnung  über  die  freiwillige  Alters-,  Hinter-
lassenen-  und  Invalidenversicherung  vom  26. Mai  1961  (VFV, 
SR 831.111) erfüllt  sind und die Frist gemäss Art. 8 Abs. 1 VFV ein-
gehalten ist, weshalb der Beschwerdeführer somit antragsgemäss per 
1. Januar 2009 in die freiwillige Versicherung aufzunehmen ist;

dass somit die Beschwerde gutzuheissen, der angefochtene Entscheid 
aufzuheben und die Sache zwecks Durchführung des Beitritts zur frei -
willigen Versicherung an die SAK zu überweisen ist;

dass gemäss Art. 85bis Abs. 2 AHVG das Verfahren kostenlos ist  und 
somit keine Verfahrenskosten zu erheben sind;

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dass der Beschwerdeführer nicht anwaltlich vertreten war und ihm nur 
verhältnismässig  geringe  Kosten  erwachsen  sind,  weshalb  auf  die 
Zusprechung einer Parteientschädigung zu verzichten ist (vgl. Art.  64 
Abs. 1  VwVG  und  Art. 7 ff. des  Reglements  vom  21. Februar  2008 
über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwal-
tungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird  gutgeheissen,  und die  Sache geht  zur  Durch-
führung des Beitritts zur freiwilligen Versicherung zurück an die SAK.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben, und es wird keine Partei-
entschädigung zugesprochen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde; Beilage: Vernehmlassung 
der SAK vom 30. August 2010)

- die Vorinstanz (Ref-Nr. ...)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Michael Peterli Sandra Tibis

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und  100  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG, 
SR 173.110]). Die Rechtsschrift  ist  in einer Amtssprache abzufassen 
und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel 
und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die 
Beweismittel  sind,  soweit  sie  der  Beschwerdeführer  in  Händen  hat,  
beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

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