# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2c0ee79a-936b-5db9-a0a9-12f06b8bc073
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-03-05
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 1. Kammer 05.03.2024 U 2024 10
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_001_U-2024-10_2024-03-05.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

U 24 10

1. Kammer 

Vorsitz Audétat

Richterinnen Parolini und von Salis 

Aktuar Gross

URTEIL

vom 5. März 2024

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

Bundesamt für Justiz BJ,

Beschwerdeführer

gegen

Grundbuchinspektorat und Handelsregister Graubünden,

Beschwerdegegner 

und

A._____ AG,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Georg Mattli, LL.M.,

Beschwerdegegnerin

betreffend Bewilligungspflicht (Kostenentscheid)

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I. Sachverhalt:

A. Mit Urteil 2C_325/2022 vom 21. Dezember 2023 hiess das Bundesgericht 

die Beschwerde des Bundesamtes für Justiz BJ gegen das Urteil des 

Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden U 20 11 vom 24. März 

2022 gut, soweit es darauf eintrat. Es stellte fest, dass der Erwerb des 

Grundstücks Nr. Z.______ in der Gemeinde X.______ durch die 

Beschwerdegegnerin der Bewilligungspflicht nach dem Bundesgesetz 

über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland 

unterstehe (Dispositiv Ziff. 1, S. 11). Die Angelegenheit werde zur 

Neuverlegung der Kosten- und Entschädigungsfolgen des 

vorinstanzlichen Verfahrens an das Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden zurückgewiesen (Ziff. 2). Die Gerichtskosten von Fr. 2'000.-- 

wurden der Beschwerdegegnerin auferlegt (Ziff. 3).   

II. Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Heisst das Bundesgericht eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 

Angelegenheiten ganz oder teilweise gut, kann es reformatorisch 

entscheiden, also in der Sache selbst Anordnungen treffen, oder aber 

kassatorisch, also den angefochtenen Entscheid nur aufheben oder die 

Angelegenheit an die Vorinstanz oder an die erstinstanzlich verfügende 

Behörde zur Neubeurteilung zurückweisen (Art. 107 Abs. 2 des 

Bundesgesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110]; vgl. 

KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, Verwaltungsverfahren und 

Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2013, 

Rz. 1640). Dabei kann das Bundesgericht gemäss Art. 67 BGG auch die 

Kosten des vorangegangenen Verfahrens anders verteilen. Es weist die 

Angelegenheit dabei entweder an die Vorinstanz zurück, damit diese über 

die Kostenverteilung entscheidet, oder entscheidet selbst 

(KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, a.a.O., Rz. 1658). Bei einer Rückweisung sind die 

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Ausführungen und Anweisungen des Bundesgerichts für die Vorinstanz 

verbindlich (KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, a.a.O., Rz. 1158, Rz.1643).

2. Laut der verbindlichen Anordnung des Bundesgerichts sind entsprechend 

dem Ausgang des Verfahrens die "Kosten- und Entschädigungsfolgen" für 

das kantonale Verfahren neu zu verlegen. 

3. Im Urteil U 20 11 hat das Verwaltungsgericht die Gerichtskosten von total 

CHF 2'390.-- (inkl. Kanzleiauslagen) dem Bundesamt für Justiz auferlegt 

(Dispositiv Ziff. 2, S. 17). Das Bundesamt für Justiz wurde verpflichtet, die 

A._____ AG aussergerichtlich mit CHF 5'626.40 zu entschädigen (Ziff. 3).

4. Mit dem bundesgerichtlichen Urteil liegt nun ein Obsiegen anstelle eines 

Unterliegens des Beschwerdeführers (Bundesamt für Justiz BJ) vor, was 

zur Konsequenz hat, dass die Gerichtskosten von total CHF 2'390.-- 

gestützt auf Art. 73 Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 

(VRG; BR 370.100) neu je zur Hälfte zulasten des Beschwerdegegners 

(Grundbuchinspektorat und Handelsregister Graubünden) sowie der 

Beschwerdegegnerin (A._____ AG) gehen, was pro Partei je CHF 1'195.-- 

(inkl. Kanzleiauslagen) ausmacht.  

5. Aussergerichtlich ist nach Art. 78 Abs. 1 VRG keine Parteientschädigung 

an die Beschwerdegegnerin geschuldet. Dasselbe gilt für den materiell 

unterliegenden Beschwerdegegner. Nach Art. 78 Abs. 2 VRG steht dem 

Beschwerdeführer ebenfalls keine Entschädigung zu, da er lediglich im 

Rahmen seines amtlichen Wirkungskreises obsiegt hat. 

III. Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Kosten für das Beschwerdeverfahren U 20 11 von total CHF 2'390.-- 

gehen je hälftig zulasten des Grundbuchinspektorats und 

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Handelsregisters Graubünden (CHF 1'195.--) sowie der A._____ AG (CHF 

1'195.--).

2. Es werden im Verfahren U 20 11 keine Entschädigungen zugesprochen.

3. Für das vorliegende Urteil U 24 10 werden keine Kosten erhoben.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]