# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0fbe613e-eaf7-537b-be59-2f49be7555a2
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-11-16
**Language:** de
**Title:** Gemäss RAD-Untersuchung liegt eine remittierte Depression und eine ZDiagnose vor, es bestehen keine hinreichenden Anhaltspunkte auf eine Persönlichkeitsstörung und einer solchen wiederspricht die jahrzehntelange, unauffällige Lebens- und Erwerbsbiografie. Auch nach Indikatorenprüfung kein invalidisierender Gesundheitsschaden. Abweisung.
**Docket/Reference:** IV.2017.00486
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2017.00486.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2017.00486
IV. Kammer
Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna
Sozialversicherungsrichterin Philipp
Gerichtsschreiberin Meier
Urteil
vom
16. November 2018
in Sachen
X.___
Beschwerdeführerin
vertreten durch Pro
Infirmis
Zürich
Sozialberatung,
Y.___
Hohlstrasse 560, Postfach, 8048 Zürich
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
Die 1958 geborene
X.___
war zuletzt als Buchhalterin in einem 60%
Pen
sum bei der
A.___ AG
tätig (Urk. 7/16/5).
Am 1
3.
August 2015 (Ein
gangs
datum) meldete sie sich bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle unter Hinweis auf Burnout, Lebenskrise und post
traumatische Belastungen zum Leistungsbezug an (Urk. 7/16).
Diese tätigte in der Folge medi
zi
nische (Urk. 7/40, 7/50/, 7/52
) und erwerbliche (Urk. 7/26) Abklä
rungen und zog die Akten des Taggeldversicherers bei (Urk. 7/25, 7/32).
Am 20.
Sep
tember 2016 liess sie die
Versicherte
durch den regionalen ärztlichen Dienst (RAD) untersuchen (Urk. 7/56).
Mit Vorbescheid vom 10.
Oktober 2016 stellte sie die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht, wogegen die Versicherte am 2
5.
Oktober 2016 Einwand erhob (Urk. 7/63).
Am 21.
März 2017 verfügte die IV
Stelle im angekündigten Sinn und wies das Leistungsbegehren ab (Urk. 2 [=Urk. 7/72]).
2
.
Hiergegen erhob die Versicherte am
4.
Mai 2017 Beschwerde (Urk. 1) und liess beantragen, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei ihr eine Rente auszurichten. Die Beschwerdegegnerin schloss in ihrer Beschwerdeantwort vom
9.
Juni 2017 (Urk. 6) auf Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am 1
3.
Juni 2017 (Urk. 8) mitgeteilt wurde.
3.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG). Sie kann Folge von Geburts
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vor
liegens einer
Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Rechtsprechungsgemäss ist bei psychi
schen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein psychischer Gesundheits
schaden mit Krankheitswert besteht, welcher die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenaus
schliessen
des Erwerbs
einkommen zu erzielen (vgl.
BGE 139 V 547
E. 5,
131 V 49
E. 1.2,
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 1
8.
November 2015 E. 5.4).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose vor
aus (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E.
6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Ein
zelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zu
mutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).
Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regel
fall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):
-
Kategorie «
funktioneller Schweregrad
»
(E. 4.3)
-
Komplex «
Gesundheitsschädigung
»
(E. 4.3.1)
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)
-
Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)
-
Komplex «
Persönlichkeit
»
(Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen, E. 4.3.2)
-
Komplex «
Sozialer Kontext
»
(E. 4.3.3)
-
Kategorie «
Konsistenz
»
(Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)
-
gleichmässige Einschränkung des
Aktivitätenniveaus
in allen vergleich
baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)
-
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens
druck (E. 4.4.2)
Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1
5.
März 2018 E. 7.4).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die
Beurteilung der Frage, wel
che Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.5
Die
RAD
stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Voraus
setzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die Invali
den
versicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funktionelle Leistungsfähigkeit
der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Auf
ga
ben
bereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzel
fall unabhängig (Art. 59 Abs. 2
bis
IVG). Nach Art. 49
der Verordnung über die Invalidenversicherung (
IVV
)
beurteilen die RAD die medizinischen Voraus
setzun
gen des Leistungsanspruchs. Die geeigneten Prüfmethoden können sie im Rahmen ihrer medizinischen Fachkompetenz und der allgemeinen fachlichen Weisungen des Bundesamtes frei wählen (Abs. 1). Die RAD können Versicherte bei Bedarf selber ärztlich untersuchen. Sie halten die Untersuchungsergebnisse schriftlich fest (Abs. 2; Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.5).
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts kommt den RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2
IVV, die den allgemeinen beweisrechtlichen Anforderungen an einen ärztlichen Bericht genügen (BGE 134 V 231 E. 5.1;
vgl. E. 1.4
vorstehend), Beweiswert zu (BGE 137 V 210 E. 1.2.1, 135 V 254 E. 3.3.2; Urteile des Bundes
ge
richts 8C_120/2014 vom 8. Juli 2014
E. 4.1 und 9C_28/2015 vom 8. Jun
i 2015 E. 3.2, je mit weiteren Hinweisen).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung
(Urk. 2)
damit, die Beschwerdeführerin sei in ihrer angestammten Tätigkeit vollständig arbeits
fähig. Die medizinischen Abklärungen hätte
n zwar
gezeigt, dass eine gesundheit
liche Situation im Rahmen eines psychischen Leidens bestehe. Die dabei erhobe
nen Befunde würden
aber
keine Einschränkungen in Bezug auf eine dauerhafte und regelmässige Arbeitstätigkeit
in der angestammten Tätigkeit als Buchhalterin
begründen. Zudem könne bei der Weiterführung einer regelmässigen psychothe
rapeutischen Behandlung eine längerfristige Stabili
sierung und eine Verbesse
rung des Gesundheitszustandes erreicht werden, weshalb die Beschwerdeführerin im Rahmen ihrer Schadenminderungspflicht dazu aufgefordert werde.
Am Ergeb
nis der Untersuchung durch den RAD vom 20. September 2016 sei insgesamt festzuhalten. In der Beurteilung des medizi
nischen Sachverhalts seien keine Widersprüche zu erkennen. Die vo
m behandeln
den Arzt der
Beschwerdeführerin angeführte Persönlich
keits
störung könne nicht nachvollzogen werden.
In der Beschwerdeantwort (Urk. 6)
erklärte
die Beschwer
de
gegnerin zudem, das von ihr eingeholte monodisziplinäre Gutachten sei nicht beweiskräftig gewesen, da es entscheidende Angaben habe vermissen lassen und nicht nachvollziehbar gewe
sen sei. Infolgedessen sei die Beschwerdeführerin durch den RAD persönlich untersucht worden. Dabei
sei
eine remittierte Depression und ein Problem in Bezug auf sexuellen Missbrauch in der Kindheit festgestellt w
orden
. Die vom
behandelnden Arzt postulierte Persönlichkeits
störung sei nicht nachvollziehbar. Aufgrund der Lebensgeschichte der Beschwer
de
führerin mit den absolvierten Aus- und Weiterbildungen sowie länger
dauernden Beziehungen und Arbeits
stellen könne keine Persönlichkeits
störung diagnostiziert werden. Es bestünden daher keine für die Invalidenver
sicherung relevanten gesundheitlichen Ein
schränkungen.
2.2
Demgegenüber brachte die Beschwerdeführerin im Wesentlichen vor
(Urk. 1)
, sie leide unter einer Persönlichkeitsstörung, welche durch eine gestörte Nähe-Distanz-Regulierung gekennzeichnet sei und die Beziehungsgestaltung am Arbeitsplatz beeinträchtige. Weiter bestünden eine Impulsivität, Stimmungs
schwankungen und Ängste mit einer reduzierten Leistungsfähigkeit und einem sozialen Rückzug.
Seit einem Zusammenbruch anfangs 2015 sei sie in ihrer Tätigkeit als Buchhalterin zu 100 % arbeitsunfähig, ebenso auch in einer ange
passten Tätigkeit. Ihr behandelnder Psychiater könne sich mit den bisherigen ärztlichen Einschätzungen nicht einverstanden erklären. Seiner Ansicht nach leide sie unter einer kombinierten Persönlichkeitsstörung und ihre Leistungs
fä
higkeit sei nachhaltig eingeschränkt. Für die Persönlichkeitsstörung seien alle sechs Leitkriterien erfüllt. Der RAD habe diese Diagnose in seinem Gutachten nicht erwähnt, wobei anzumerken sei, dass allgemein bekannt sei, dass Persön
lichkeitsstörungen nicht in einem einmaligen Termin erfasst werden könnten. Es könne daher nicht auf die Einschätzung des RAD abgestellt werden. Vielmehr sei auf die
schlüssige
Schlussfolgerung des behandelnden Arztes abzu
stellen
.
3.
3.1
Am 1
1.
November 2015 erstattete
B.___
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie zuhanden de
s
Taggeldversicherers
ein psychiatrisches Gutachten (Urk. 7/32).
Hierin
schloss
er
auf einen psychophysischen Erschöpfungszustand und ein ausgeprägtes depressives Krankheitsgeschehen (aktuell mittelgradig, zuvor phasenweise
schwergradig
), weshalb er die Beschwerdeführerin zum dama
li
gen Zeitpunkt als nicht arbeitsfähig erachtete, eine Steigerung
i
nnert zwei bis drei Monaten
auf eine Arbeitsfähigkeit von 50 %
aber für möglich hielt.
3.2
Dr.
C.___
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
welcher die Beschwerdeführerin seit anfangs 2016 behandelte,
äusserte in seinem Bericht vom 1
7.
Februar 2016 (Urk. 7/40) einen Verdacht auf eine spezifische Persönlich
keitsstörung, differentialdiagnostisch eine ängstlich-vermeidende Persönlich
keitsstörung und eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit emotional-instabi
len, ängstlich-unsicheren und passiv-aggressiven Anteilen.
Er erachtete die Beschwerdeführerin bis auf weiteres als nicht arbeitsfähig.
3.3
Am 1
4.
Juli 2016 erstattete
Dr.
D.___
, Fachärztin für Psychi
atrie und Psychotherapie, ein fachpsychiatrisches Gutachten (Urk. 7/50
;
Ergän
zungen vom 2
5.
Juli 2016 [Urk. 7/52]
).
Als
Diagnosen
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
nannte sie
: posttraumatische Verbitterungsstörung
bei Ver
lust des Arbeitsplatzes (ICD
10 F43.8), Verdacht auf bipolare affektive Störung mit gegenwärtig leichter oder mittelgradiger depressiven Episode ohne soma
tisches Syndrom (ICD-10 F31.3), kombinierte Persönlichkeitsstörung (ängstlich, unsi
cher, vermeidend, passiv-aggressiv, teilweise zwanghaft, ICD
10 F61) und Zu
stand nach dem «
Ausgebranntsein
» Burnout (ICD
10 Z73.0).
Sie führte aus, die angestammte Tätigkeit sei der Beschwerdeführerin nicht mehr zumutbar
und
eine angepasste Tätigkeit
erst
nach Stabilisierung des Gesundheitszustandes
denkbar (
Urk.
7/50/13-14)
.
3.4
Am 2
0.
September 2016 wurde die Beschwerdeführerin durch
Dr.
E.___
, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Vertreterin des
RAD
,
per
sönlich untersucht
(Untersuchungsbericht vom 21. September 2016 [Urk. 7/56])
.
Als Diagnosen mit Auswirkung auf
die Arbeitsfähigkeit führte Dr.
E.___
eine aktuell remittierte depressive Episode sowie Probleme mit Be
zug auf sexuellen Missbrauch eines
Kindes durch eine Person innerhalb des engeren Familienkreises auf (Urk. 7/56/6).
Sie führte aus, i
n der aktuellen Untersuchung hätten keine depressiven Symptome
(
mehr
)
ausgemacht werden können, sodass am ehesten ein Zustand nach
(anamnestisch)
mittelgradiger, zeitweise schwerere, depressiver Episode bei psychophysischem Erschöpfungszustand gestellt werden könne.
Dr.
E.___
notierte
, die Parameter der funktionellen Leistungsfähigkeit würden zei
gen, dass die Fähigkeit zur Anpassung an Regeln und Routine, zur Planung und Strukturierung von Aufgaben, die Kontaktfähigkeit zu Dritten und die Selbstbe
hauptungsfähigkeit, die Fähigkeit zu ausserberuflichen Aktivitäten und die Wegefähigkeit nicht eingeschränkt seien. Die Flexibilität und Umstellungsfähig
keit seien bei grossem Bedürfnis nach selbständiger Arbeitseinteilung mittelgra
dig eingeschränkt. Ebenso sei die Durchhaltefähigkeit aufgrund der Ängste und Anspannungen wie auch der langen Arbeitsabwesenheit mittelgradig einge
schränkt. Es bestünden keine Hinweise auf Aggravation, Bagatellisierung und Selbstlimitierung (Urk. 7/56/6).
Die Beschwerdeführerin sei daher im
angestamm
ten Berufsfeld grundsätzlich arbeitsfähig, sofern die Rahmenbedingungen (grösstmögliche Selbständigkeit wenig Teamarbeit, wenig Druck und Hektik) stimmten. Eine angepasste selbständige Tätigkeit in der Natur ohne Druck und Hektik sei jedoch zu befürworten.
Da bei einer vollschichtigen Tätigkeit die Gefahr eines erneuten depressiven Einbruchs bestehe,
sei die Arbeitsfähigkeit vor
erst zu 50 % eingeschränkt
(Urk. 7/56/8-9).
3.5
Am 3
0.
November 2016 nahm
Dr.
C.___
im Rahmen des
Vorbescheidverfahrens
zum Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin Stellung (Urk. 7/69).
Dabei
erklärte
er
,
bei der Beschwerdeführerin sei
die Diagnose einer kombinierten Per
sönlichkeitsstörung mit emotional-instabilen, ängstlich-unsicheren
und passiv-aggressiven Anteilen
zu stellen
a
ufgrund dere
r
die
Beschwerde
führerin zu 100 % arbeitsunfähig
sei (Urk. 7/69/1)
.
3.6
Am
1
0.
März 2017 unterbreitete
Dr.
E.___
eine Stellungnahme zu
den Vorbringen
im
Einwandverfahren
(Urk. 7/71/2-4). Dabei führte sie aus, entgegen den Aus
führungen von
Dr.
C.___
habe keine Persönlichkeitsstörung festgestellt werden können
, da die hierfür notwendigen Kriterien nicht erfüllt seien. Einer Persön
lichkeitsstörung widerspreche auch
d
ie
Lebensgeschichte der Beschwerdeführerin mit Aus- und Weiterbildungen sowie länger anhaltenden Beziehungen und Arbeitsstellen
.
4.
4.1
Der Bericht von
Dr.
E.___
über d
i
e RAD-Untersuch
ung
vom 2
0.
September 2016 ist für die streitigen Belange umfassend, erging in Kenntnis von und in Ausei
nandersetzung mit den
Vorakten
(Urk. 7/56/7)
, beruht auf allseitigen Untersu
chungen
(Urk. 7/56/4-6)
und berücksichtigt die geklagten Beschwerden
(Urk. 7/56/2)
. Die Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und die Beur
teilung der medizinischen Situation ist nachvollziehbar. Die gezogenen Schlüsse werden hinreichend begründet. Der RAD-Untersuchungsbericht erfüllt damit die Anforderungen an den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens (vgl.
E.
1.3)
. Soweit die Beschwerdeführerin Einwendungen gegen die Einschätzung der RAD
Ärztin vorbrachte (E. 2.2), kann ihr nicht gefolgt werden.
4.2
Dr.
E.___
konnte in
ihrer
Untersuchung keine depressiven Symptome (mehr) aus
machen.
Zum psychopathologischen Befund stellte
Dr.
E.___
fest, die Beschwer
deführerin sei gepflegt und adäquat gekleidet pünktlich zur Untersuchung erschienen. Die
Kontaktaufnahme sei unkompliziert gewesen und die Beschwer
deführerin habe sich im Gespräch ruhig, aufgeschlossen und freundlich gezeigt sowie den Blickkontakt aufrechterhalten können. Sie sei bewusstseinsklar und in allen Modalitäten voll orientiert. Die Aufmerksamkeit habe sie während der gesamten Begutachtung aufrechterhalten können; Konzentration und Gedächt
nisleistungen seien im Gespräch nicht eingeschränkt gewesen. Der affektive Rapport sei gut herstellbar und die Schwingungsfähigkeit nicht eingeschränkt gewesen. Die Beschwerdeführerin sei gut spürbar gewesen. Der Affekt habe sich bei kurzzeitigen Stimmungseinbrüchen in Bezug auf Kindheitsthemen mehrheit
lich
euthym
präsentier
t
. Der Antrieb sei unauffällig und die Psychomotorik bis
auf eine leichte Anspannung ebenfalls. Die Sprache sei deutlich und klar gewesen und es habe eine Krankheitseinsicht bestanden. Es hätten sich keine Hinweise auf formale oder inhaltliche Denkstörungen, Ich-Störungen, Wahrnehmungsstörun
gen oder Sinnestäuschungen, Selbst- oder Fremdgefährdung ergeben (
Urk.
7/56/4-5). Nachdem in den
Vorakten
(E.3.1-3.3) noch Hinweise auf eine depressive Störung dokumentiert
waren, schloss
Dr.
E.___
auf eine
remittierte
depressive Symptomatik (E. 3.4), was
nachvollziehbar ist
.
Anzumerken
bleibt
, dass der Remission einer Erkrankung keine invalidisierende Wirkung zukommen kann und daher als relevante Gesundheitsschädigung ausser Betracht fällt.
Während
Dr.
C.___
bei der Beschwerdeführerin eine Persönlichkeitsstörung diagnostizierte (vgl. E. 3.2 und 3.5),
stellte
Dr.
E.___
fest, dass für eine solche keine Anhaltspunkte bestünden, da bereits die allgemeinen Kriterien
hierzu
nicht erfüllt seien (Urk. 7/56/8).
Sie hielt fest,
Dr.
C.___
lege nicht dar
,
inwiefern die Kriterien einer Persönlichkeitsstörung bei der Beschwerdeführerin erfüllt seien
. Weder würden von
Dr.
C.___
andauernde, auffällige Verhaltensmuster beschrieben, noch seien solche in der Untersuchung feststellbar gewesen (Urk. 7/71/3). D
ie von ihm angeführten Anhaltspunkte (beispielsweise, dass die Beschwerdeführerin das Gymnasium nicht besucht habe, obsch
on sie dazu in der Lage gewesen wäre
)
, würden jedenfalls
nicht ausreichen, um die
Kriterien
als erfüllt zu erachten
.
Im Übrigen war die Beschwerdeführerin gemäss ihrer Erwerbs
biografie in der Lage
,
während Jahrzehnten einer (vollen) Berufstätigkeit nach
zugehen, sich um- und weiterzubilden und auch Tätigkeiten in leitender Position über mehrere Jahre hinweg auszuüben (vgl.
Urk.
7/56/4), was ebenfalls gegen die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung spricht (vgl. E. 3.6).
Es ist daher nicht zu beanstanden, dass
Dr.
E.___
eine Persönlichkeitsstörung ausschloss.
Die
von
Dr.
D.___
genannte
Diagnose einer posttraumatischen Verbitterungs
stö
rung
ist gemäss
Dr.
E.___
im System der ICD-10 nicht bekannt und werde durch
Dr.
D.___
behelfsmässig mit «sonstigen Reaktionen auf schwere Belastung ICD
10 F43.8» kodiert.
Ausserdem sei d
ie Diagnose nicht nachvollziehbar, da die Symptomatik bereits vor der Kündigung aufgetreten sei und damit nicht als Anpassungsstörung auf eine psychosoziale Belastungssituation aufgefasst wer
den könne
und
bei der Beschwerdeführerin
auch
keine Symptome einer chr
oni
schen Verbitterung erkennbar
seien
(Urk. 7/56/7).
Auch
Dr.
C.___
notierte
, dass die «Verbitterungsstörung» keine Diagnose des ICD-10 darstelle (Urk. 7/69/2).
Eine bipolare affektive Störung
-
wie sie von
Dr.
D.___
diagnostiziert wurde -
konnte
Dr.
E.___
nicht verifizieren, da sie keine manische
n
Verhaltensweisen in der Vergangenheit fest
stellen konnte
(Urk. 7/56/7-8).
Auch
Dr.
C.___
sah bei der Beschwerdeführerin keine Depression (oder Manie) als eigenständige Diagnose
für
ausgewiesen und schloss entsprechend eine bipolare Störung aus (Urk. 7/69/2).
Dr.
E.___
stellte
des Weiteren fest
, bei der Beschwerdeführerin
würden
Probleme in Bezug auf den Missbrauch als Kind (ICD
10 Z61.4) vorliegen
. Diesbezüglich ist festzuhalten, dass es si
ch hierbei um eine sogenannte Z
Diagnose handelt.
Die Diagnosen aus der Z-Kategorie (Kapitel XXI) des ICD-10 Systems sind für Fälle vorgese
hen, in denen Sachverhalte als «
Diagnosen
» oder «
Probleme
»
angegeben sind, die nicht als Krankheit, Verletzung oder äussere Ursache unter den Katego
rien A00-Y89 klassifizierbar sind. Diese Belastungen fallen als solche nicht unter den Begriff des rechtserheblichen Gesundheitsschadens (Urteil des Bundes
gerich
tes 9C_894/2015 vom 25. April 2016 E. 5.1 mit Hinweis auf 9C_537/2011 vom 28. Juni 2012 E. 3.1 mit weiteren Hinweisen).
Es ist im weiteren darauf hinzu
weisen, dass
Dr.
E.___
aufgrund dieser Probleme eine (künftige) posttraumatische Belastungsstörung (PTBS, ICD
10 F43.1) nicht aus
schloss
.
Sie führte
dazu
aus, d
ie Kriterien einer PTBS seien aktuell zwar nicht erfüllt, könnten aber bei einem ent
sprechenden therapeutischen Vorgehen und Aufarbeiten der Geschehnisse in Erscheinung treten (Urk. 7/56/8).
Vor diesem Hintergrund erscheinen die von
Dr.
C.___
(Persönlichkeitsstörung)
und
Dr.
D.___
(Verbitterungsstörung, bipolare Störung)
formulierten Diagnosen nicht nachvollziehbar,
während
auf die
Diagnosen
(remittierte Depression und Problemen in Bezug auf den Missbrauch als Kind) und die da
raus
gezogenen Schlüsse
von
Dr.
E.___
abgestellt werden
kann
.
Dabei ist anzumerken, dass grundsätzlich weder einer remittierten Erkrankung noch
einer Z
Diagnose inva
lidisierende Wirkung zukommt.
D
ie
konkrete Leistungsfähigkeit
ist jedoch im strukturierten Beweisverfahren
anhand einer
Indikatorenprüfung
zu beurteilen.
4.3
G
emäss BGE 143 V 418
sind
sämtliche psychischen Erkrankungen einem struk
tu
rierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen (E. 7.2; vgl.
BGE 143 V 409 E. 4.5.1)
.
Die funktionelle Leistungsfähigkeit der Beschwer
de
führerin beurteilt sich daher
–
grundsätzlich
unabhängig davon welche
psychiatrische
Diagnose
zugrunde gelegt wird
- anhand einer
Indika
toren
prüfung
(vgl. E. 1.2).
Obschon der RAD-Untersuchungsbericht
(E. 3.4)
vor der Rechtsprechungs
ände
rung zur Anwendung des strukturierten Beweisver
fahrens bei sämtlichen psychi
schen Erkra
nkungen (E. 1.2) erstellt wurde
, können diesen Angaben zu sämtli
chen Standardindikatoren entnommen werden. Eine
abschliessende
Beur
teilung der ps
ychischen Gesundheitsschädigung
ist daher möglich.
Die
bei der Beschwerdeführerin festgestellten
Befunde präs
entierten sich wenig ausgeprägt.
Dr.
E.___
konnte einzig einen kurzzeitigen Stimmungseinbruch bei
der Diskussion von Kindheitsthemen und eine leichte Anspannung in der Psycho
motorik feststellen,
während sich der übrige
Befund
weitgehend unauffällig zeigte
(Urk. 7/56/4-5). Somit liegt ein lediglich leicht ausgeprägter Schwere
grad der Gesundheitsschädigung vor.
Die bisherige
p
sychotherapeutische Behandlung zei
tigte offensichtlich bereits eine Wirkung, da die Depression zwisc
henze
itlich remittiert ist.
Ein gewisser Behandlungserfolg ist damit aus
gewiesen und eine Therapieresistenz ausgeschlossen.
Komorbide
Erkrankungen, welchen
ressour
cenhemmende Wirkung
zuzurechnen wäre,
erg
eben
sich aus den aufgelegten ärztlichen Berichten nicht.
Die Beschwerdeführerin
geht
i
n ihrer Freizeit diversen sportlichen Aktivitäten (Velofahren, Schwimmen, Spazieren) nach und pflegt ihren Schrebergarten (
Urk. 7/56/3
). Im Laufe ihrer Berufskarriere hat sie sich mehrfach weitergebildet und auch anspruchsvolle Tätigkeiten in leitender Stellung innegehabt (vgl.
Urk. 7/56/4). All dies lässt auf vorhandene persönliche Ressourcen schliessen. Im sozialen Kontext ist von Relevanz, dass sich die Beschwerde
führerin in einer gefestigten, seit mehreren Jahren bestehenden Partnerschaft befindet und über ein intaktes soziales Netz mit einigen guten Freundinnen berichtete (
Urk. 7/56/3
),
was
unterstützende soziale Ressourcen
ausweist
.
Während sich die Beschwerdeführerin ausserstande sieht, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, übt sie in ihrer Freizeit diverse sportliche Hobbies aus,
pflegt
soziale Kontakte und
kümmert sich um
ihren Schrebergarten. Der von ihr geschil
derte Tagesablauf (aufstehen, frühstücken, Zeitung lesen, Sport, Garten, Mahlzei
ten kochen, Freunde treffen, fernsehen, vgl. Urk. 7/56/3) weist auf ein konstant hohes Aktivitätsniveau hin
. Dies lässt sich nicht mit
der
Unmöglichkeit zur Aus
übung einer beruflichen Tätigkeit vereinbar.
Es besteht demnach eine Inkon
sistenz mit Bezug auf die gleichmässige Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen.
Und obschon sich die
Beschwerdeführerin in
psychotherapeutischer
Behandlung befindet,
hatte sie die Pharmakotherapie
abgesetzt (Urk. 7/56/3)
, was zumindest auf einen nicht sonderlich ausgeprägten Leidensdruck hinweist
.
Sofern die Beschwerdeführerin demnach durch die geklagten Leiden in ihrer Leistungsfähigkeit tangiert sein sollte, verfügt sie über genügend Kompensationspotentiale (Ressourcen), um einer funktionellen
Ein
schränkung ihrer Leistungsfähigkeit entgegenzuwirken.
Angesichts dieser
Indi
katorenprüfung
ist daher kein invalidisierender Gesundheitsschaden ausge
wiesen.
4.4
Soweit
Dr.
E.___
anführt
e
,
bei Aufnahme einer vollzeitlichen Erwerbstätigkeit, bestehe das Risiko eines erneuten depressiven Einbruchs (Urk. 7/56/8)
,
vermag dies keine rentenbegründende Invalidität zu be
wirken
. Drohende Invalidität ist
im invalidenversicherungsrechtlichen Kontext lediglich im Zusammenhang mit Eingliederungsmassnahmen beachtlich. Art. 8 IVG gewährt dem Versicherten bereits bei drohender Invalidität (was nach
Art.
1
novies
der Verordnung über die Invalidenversicherung
[
IVV
] dann
vorliegt, wenn der Eintritt der Erwerbsun
fä
higkeit überwiegend wahrscheinlich ist) einen Anspruch auf Eingliederungs
massnahmen.
Eine drohende Invalidität vermag jedoch keinen
Rentenanspruch nach
Art.
28 ff. IVG
zu begründen. Zudem wäre
die drohende Invalidität im vor
liegenden Fall nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgewiesen; Dr.
E.___
formuliert
e
lediglich ein diesbezügliches Risiko.
Auf die von
Dr.
E.___
festgehaltene
50
%-
ige
Arbeitsunfähigkeit
kann daher nicht abgestellt werden
.
4.5
Zusammenfassend liegen keine Gesundheitsschäden vor, welche geeignet wären, die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit
der Beschwerdeführerin
in einem versiche
rungs
rechtlich relevanten Mass zu beeinträchtigen
. Es besteht
demnach
kein Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung.
5.
Mit Blick auf die Erwägungen erweist sich die angefochtene Verfügung daher als rechtens und die
Beschwerde
ist
abzuweisen.
6.
Gemäss
Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von Leistungen der Invalidenver
siche
rung vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Abweichung von Art. 61
lit
. a ATSG kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrens
aufwand und
unab
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festge
legt
.
Die Kosten des Verfahrens sind vorliegend auf Fr.
6
00.-- festzusetzen und ausgangs
gemäss der Beschwerdeführerin aufzu
erlegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).
Das Gericht
erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
6
00
.-- werden
der Beschwerdeführerin
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
der
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Pro
Infirmis
Zürich
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundesge
setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu ent
halten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
HurstMeier