# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 74edb09d-afa5-5459-a7d8-731c63fa2a20
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-07-10
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 10.07.2018 SB180265
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB180265_2018-07-10.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    

 

 

Geschäfts-Nr.: SB180265-O/U/cwo 
 

Mitwirkend: die Oberrichter Dr. iur. F. Bollinger, Präsident, lic. iur. Ch. Prinz und 

lic. iur. B. Gut sowie die Gerichtsschreiberin lic. iur. S. Bussmann 

Beschluss vom 10. Juli 2018 
 

in Sachen 
 
A._____,   

Beschuldigter und I. Berufungskläger 

verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____,  
 

gegen 
 
1. B._____,  
2. C._____,   

Privatkläger und II. Berufungskläger (Rückzug) 

1, 2 vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____,  
 

sowie 
 
Staatsanwaltschaft See/Oberland, Unt. Nr. 2016/10003798,  

Anklägerin 

 
betreffend mehrfache versuchte Nötigung etc.  
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Meilen, Einzelgericht,  

vom 14. März 2018 (GG170026) 

 

 

 

 

- 2 - 

1. Gegen das Urteil des Bezirksgerichts Meilen, Einzelgericht in Strafsachen, 

vom 14. März 2018 liessen sowohl der Beschuldigte am 22. März 2018 als auch 

die Privatkläger 1 und 2 am 28. März 2018 innert Frist Berufung anmelden 

(Urk. 46 und 49). 

2. Der Beschuldigte liess innert der Frist von Art. 399 Abs. 3 StPO keine 

Berufungserklärung einreichen. Deshalb ist auf die Berufung des Beschuldigten 

gestützt auf Art. 403 Abs. 1 und Abs. 3 StPO nicht einzutreten. 

3. Mit Eingabe vom 27. Juni 2018, eingegangen am Obergericht am 28. Juni 

2018, liessen die Privatkläger 1 und 2 ihre Berufungen zurückziehen (Urk. 56). 

Damit ist das Verfahren zufolge des Rückzugs der Berufungen der Privatkläger 1 

und 2 als erledigt abzuschreiben. 

4. Die Kosten im Rechtsmittelverfahren tragen die Parteien nach Massgabe 

ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1). Nachdem auf die Berufung 

des Beschuldigten nicht eingetreten wird und die Privatkläger 1 und 2 ihre 

Berufungen zurückgezogen haben, unterliegen die Parteien gleichermassen. 

Nachdem der Rückzug der Berufungen der Privatkläger 1 und 2 noch innerhalb 

der Frist zur Einreichung der Berufungserklärung eingegangen ist, sind ihnen 

praxisgemäss keine Kosten aufzuerlegen (vgl. ZR 110 Nr. 37). Demzufolge sind 

die Kosten des Berufungsverfahrens zu zwei Dritteln auf die Gerichtskasse zu 

nehmen und zu einem Drittel dem Beschuldigten aufzuerlegen.  

Es wird beschlossen: 

1. Auf die Berufung des Beschuldigten vom 22. März 2018 wird nicht 

eingetreten.  

2. Das Verfahren wird als durch Rückzug der Berufungen der Privatkläger 1 

und 2 erledigt abgeschrieben. 

Demzufolge ist das Urteil des Bezirksgerichts Meilen, Einzelgericht in 

Strafsachen, vom 14. März 2018 rechtskräftig. 

- 3 - 

3. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird auf Fr. 600.– festgesetzt. 

4. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden dem Beschuldigten zu einem 

Drittel auferlegt und im übrigen Umfang auf die Gerichtskasse genommen.  

5. Schriftliche Mitteilung an 

− die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten  
− die Staatsanwaltschaft See/Oberland 

− die Vertretung der Privatklägerin (im Doppel für sich und die 
Privatklägerschaft) 

 sowie nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist resp. Erledigung 

allfälliger Rechtsmittel an die Vorinstanz (mit dem Ersuchen um Vornahme 

der notwendigen Mitteilungen an die Behörden, inkl. Formular A). 

6. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-

sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 

begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Strafkammer 
 

Zürich, 10. Juli 2018 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Dr. iur. F. Bollinger 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. S. Bussmann 
 

	Beschluss vom 10. Juli 2018
	Es wird beschlossen:
	1. Auf die Berufung des Beschuldigten vom 22. März 2018 wird nicht eingetreten.
	2. Das Verfahren wird als durch Rückzug der Berufungen der Privatkläger 1 und 2 erledigt abgeschrieben.
	Demzufolge ist das Urteil des Bezirksgerichts Meilen, Einzelgericht in Strafsachen, vom 14. März 2018 rechtskräftig.
	3. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird auf Fr. 600.– festgesetzt.
	4. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden dem Beschuldigten zu einem Drittel auferlegt und im übrigen Umfang auf die Gerichtskasse genommen.
	5. Schriftliche Mitteilung an
	 die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft See/Oberland
	 die Vertretung der Privatklägerin (im Doppel für sich und die Privatklägerschaft)

	6. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.