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**Case Identifier:** c29f905c-49b0-531d-8cd2-755ca5f00fc5
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-04-22
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 22.04.2016 100 2015 335
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2015-335_2016-04-22.pdf

## Full Text

100.2015.335U   publiziert in BVR 2016 S. 318
HER/SIL/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 22. April 2016

Verwaltungsrichter Burkhard, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichterinnen Arn De Rosa und Herzog 
Gerichtsschreiber Sieber

A.________
geb. ….1999, gesetzlich vertreten durch seinen Vater … 
vertreten durch Rechtsanwältin …
Beschwerdeführer

gegen

Erziehungsdirektion des Kantons Bern
Sulgeneckstrasse 70, 3005 Bern

betreffend Androhung der Wegweisung vom Gymnasium (Entscheid 
der Erziehungsdirektion des Kantons Bern vom 12. Oktober 2015; 
(4800.600.300.25/14 [689825])

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22.04.2016, Nr. 100.2015.335U, 
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Sachverhalt:

A.

A.________ (geb. ….1999) besuchte 2013/2014 am Gymnasium Biel-
Seeland den gymnasialen Unterricht im 9. Schuljahr (Quarta) und 
absolviert seit August 2014 ebendort den gymnasialen Bildungsgang des 
10. bis 12. Schuljahrs (Tertia bis Prima). Mit Verfügung vom 25. November 
2014 drohte die Schulkommission des Gymnasiums A.________ im 
Nachgang zu einem disziplinarischen Vorfall in einem Klassenlager im 
10. Schuljahr die Wegweisung von der Schule an.

B.

Die von A.________, gesetzlich vertreten durch seinen Vater, hiergegen 
am 23. Dezember 2014 erhobene Beschwerde wies die Erzie-
hungsdirektion des Kantons Bern (ERZ) mit Entscheid vom 12. Oktober 
2015 ab, soweit sie darauf eintrat. 

C.

Gegen diesen Entscheid hat A.________, gesetzlich vertreten durch seinen 
Vater, am 12. November 2015 Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben 
und folgende Anträge in der Sache gestellt: 

«1. Der Entscheid der Erziehungsdirektion des Kantons Bern vom 
12. Oktober 2015 sei aufzuheben. 

  2. Die Verfügung vom 25. November 2014 sei aufzuheben und es sei 
festzustellen, dass der Ausschluss aus dem SKS-Projekt für 
4 Wochen als angemessene, die Rechtsgleichheit und Verhältnis-
mässigkeit wahrende Massnahme […] bereits vollzogen worden ist; 
eventualiter sei zusätzlich eine Verwarnung auszusprechen. 

  3. Eventualiter: Die vorliegende Streitsache sei an die Vorinstanz zur 
Neubeurteilung zurückzuweisen.»

Die ERZ schliesst mit Vernehmlassung vom 10. Dezember 2015 auf Ab-
weisung der Beschwerde. Am 29. Dezember 2015 hat die Instruktionsrich-
terin der Beschwerde antragsgemäss aufschiebende Wirkung beigelegt. 

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Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des 
Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig (vgl. auch Art. 68 Abs. 2 des Mittelschulgesetzes 
vom 27.3.2007 [MiSG; BSG 433.12]). Der Beschwerdeführer hat am vor-
instanzlichen Verfahren teilgenommen, ist durch den angefochtenen Ent-
scheid besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen 
Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Auf die form- und fristge-
recht eingereichte Beschwerde ist unter Vorbehalt von E. 1.2 und 1.3 hier-
nach einzutreten. 

1.2 Der Beschwerdeführer beantragt neben der Aufhebung des ange-
fochtenen Entscheids auch die Aufhebung der Verfügung der Schulkom-
mission vom 25. November 2014 (Rechtsbegehren 2). Damit verkennt er, 
dass seiner Beschwerde an die ERZ voller Devolutiveffekt zugekommen 
und der vorinstanzliche Entscheid an die Stelle der ursprünglichen Verfü-
gung getreten ist. Anfechtungsobjekt vor dem Verwaltungsgericht bildet 
deshalb ausschliesslich der Entscheid der ERZ. Soweit die Aufhebung der 
ursprünglichen Verfügung beantragt wird, ist auf die Beschwerde daher 
nicht einzutreten (BVR 2010 S. 411 E. 1.4).

1.3 Weiter ersucht der Beschwerdeführer um Feststellung, dass der 
befristete Ausschluss aus dem sog. Sport-Kultur-Studium (SKS) «als an-
gemessene, die Rechtsgleichheit und Verhältnismässigkeit wahrende 
Massnahme» gemäss Art. 44 Abs. 1 und 2 MiSG «bereits vollzogen» wor-
den sei (Rechtsbegehren 2). – Feststellungsbegehren bedürfen eines aus-
gewiesenen Feststellungsinteresses und sind gegenüber leistungsver-
pflichtenden und rechtsgestaltenden Begehren subsidiär (statt vieler 
BVR 2011 S. 564 E. 3.3, 2010 S. 337 E. 3.2; BGE 141 II 113 E. 1.7; 
Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, 
Art. 49 N. 20). Das SKS ist ein Projekt, mit dem Schülerinnen und Schüler 
mit besonderem Potenzial in den Bereichen Sport, Musik oder Tanz durch 
optimale Abstimmung von Schule und Begabungsbereich – im Fall des 

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Beschwerdeführers Sport – gefördert werden (vgl. <http://www.biel-
bienne.ch>, Rubriken «Freizeit», «Sport», «Sport-Kultur-Studium»; vgl. 
auch hinten E. 3.2). Die Projektverantwortlichen schlossen den Beschwer-
deführer aufgrund desselben Sachverhalts für vier Wochen vom Projekt 
aus, welcher zu der hier strittigen Massnahme der Schulkommission ge-
führt hat (vgl. Akten ERZ, act. 1, Beschwerdebeilage [BB] 14). Mit dem 
Feststellungsantrag ist demnach die Frage aufgeworfen, ob eine weitere 
(Disziplinar-)Massnahme neben dem temporären Ausschluss aus dem SKS 
recht- und verhältnismässig ist. Dieselbe Frage ist im Rahmen des (rechts-
gestaltenden) Hauptbegehrens um Aufhebung der strittigen Androhung der 
Wegweisung von der Schule zu prüfen und zu beantworten. Ein hierüber 
hinausgehendes schutzwürdiges Feststellungsinteresse besteht nicht, 
weshalb auf die Beschwerde auch insoweit nicht einzutreten ist.

1.4 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG).

2.

In formeller Hinsicht rügt der Beschwerdeführer, die Schulkommission habe 
die strittige Massnahme nicht ausreichend begründet und die ERZ habe es 
unterlassen, sich mit seiner entsprechenden Rüge auseinanderzusetzen 
(Beschwerde, S. 4). 

2.1 Jede Person hat in Verfahren vor Gerichts- und Verwaltungsinstan-
zen Anspruch auf gleiche und gerechte Behandlung, auf Beurteilung innert 
angemessener Frist sowie auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 1 und 2 der 
Bundesverfassung [BV; SR 101]; Art. 26 Abs. 2 der Verfassung des Kan-
tons Bern [KV; BSG 101.1]; Art. 21 ff. VRPG). Eine Gehörsverletzung im 
Sinn einer formellen Rechtsverweigerung liegt vor, wenn eine Behörde auf 
eine ihr frist- und formgerecht unterbreitete Sache nicht eintritt oder diese 
nicht an die Hand nimmt, obschon sie darüber entscheiden müsste (statt 
vieler BVR 2015 S. 234 E. 3.2; BGE 134 I 229 E. 2.3). Wesentlicher Be-
standteil des Anspruchs auf rechtliches Gehör ist weiter die Begründungs-
pflicht (vgl. Art. 52 Abs. 1 Bst. b VRPG). Demnach muss eine Begründung 

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im Allgemeinen zumindest so abgefasst werden, dass sich die Betroffenen 
über die Tragweite des Angeordneten ein Bild machen können. Sie müssen 
die Verfügung oder den Entscheid gegebenenfalls sachgerecht anfechten 
können, weshalb wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden müs-
sen, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Ent-
scheid stützt (statt vieler BVR 2015 S. 234 E. 3.2; BGE 141 III 28 E. 3.2.4). 
Eine nicht besonders schwerwiegende Verletzung des rechtlichen Gehörs 
kann jedoch – ebenso wie eine formelle Rechtsverweigerung (vgl. 
BGE 131 II 271 E. 11.7.1) – als geheilt gelten, wenn die betroffene Person 
die Möglichkeit erhält, sich vor einer Rechtsmittelinstanz zu äussern, wel-
che die strittige Frage mit derselben Kognition wie die Vorinstanz überprü-
fen kann. Von einer Rückweisung der Sache an die Vorinstanz ist insbe-
sondere abzusehen, wenn und soweit dies zu einem formalistischen Leer-
lauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem (der 
Anhörung gleichgestellten) Interesse an einer beförderlichen Beurteilung 
der Sache nicht zu vereinbaren wären (BVR 2012 S. 28 E. 2.3.5, 2007 
S. 395 E. 5.3.1; vgl. auch BGE 138 II 77 E. 4). 

2.2 Die ERZ hat die Rüge, die Verfügung vom 25. November 2014 sei 
nicht ausreichend begründet (Beschwerde vom 23.12.2014 [Akten ERZ 
act. 1], S. 3), nicht behandelt, was sie nicht bestreitet (Vernehmlassung, 
S. 1 f.). Nach dem Ausgeführten liegen hierin eine formelle Rechtsverwei-
gerung und eine Gehörsverletzung. Indes konnte sich der Beschwerdefüh-
rer zur Verletzung der Begründungspflicht vor Verwaltungsgericht äussern 
und kann dieses die sich insoweit stellende Rechtsfrage umfassend prüfen 
(Art. 80 Bst. a und b VRPG). Ausserdem hat die ERZ vor Verwaltungs-
gericht dargelegt, weshalb die Verfügung vom 25. November 2014 ihrer 
Ansicht nach ausreichend begründet war und die Beschwerde auch an-
sonsten abzuweisen ist (Vernehmlassung, S. 1 f.), sodass eine Rückwei-
sung der Sache von vornherein einen unnötigen Leerlauf bedeuten würde, 
der mit dem Interesse an einer beförderlichen Behandlung der Sache nicht 
zu vereinbaren wäre. Unter diesen Umständen ist von diesem Vorgehen 
abzusehen und kann der Verfahrensfehler im vorliegenden Verfahren ge-
heilt werden. Der Gehörsverletzung ist aber, auch wenn sie nicht schwer 
wiegt, im Kostenpunkt Rechnung zu tragen (vgl. hinten E. 9).

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2.3 Grundlos ist hingegen der Vorwurf, die Schulkommission habe die 
Wegweisungsandrohung ungenügend begründet: Die Schulkommission 
stellte in der Verfügung vom 25. November 2014 den für die Massnahme 
massgebenden Sachverhalt fest – Vorfälle im Skilager Frühjahr 2014 mit 
Rechtsfolge Verweis sowie Vorfall in der Spezialwoche im Herbst 2014, 
wobei sie betonte, dass der Beschwerdeführer im Herbst 2014 «erneut 
einen mit dem Klassenlehrer abgeschlossenen Vertrag durch sein Verhal-
ten gebrochen» habe. Weiter gab sie die Position der Schulleitung sowie 
jene des Beschwerdeführers und seiner Eltern wieder und ordnete in der 
Folge die strittige Massnahme mit dem Hinweis an, dass sich diese unter 
Berücksichtigung sämtlicher Umstände (d.h. der genannten) in Anwendung 
von Art. 44 Abs. 4 MiSG rechtfertige. Zur Begründung hob sie hervor, dass 
das Verhalten des Beschwerdeführers nicht toleriert werden könne; auf-
grund des bereits ausgesprochenen Verweises habe von ihm erwartet wer-
den können, dass er sich nunmehr korrekt verhält. Schliesslich hat sie auf 
den «Ernst der Situation» verwiesen (vgl. act. 1C/2). Damit hat die Schul-
kommission die Begründungspflicht erfüllt. Mehr ist nicht zu verlangen. 
Namentlich liess sie keine Zweifel daran offen, dass sie den Fall als beson-
ders schwer beurteilt und kein anderes Mittel als die Wegweisungsandro-
hung sieht, um den Beschwerdeführer doch noch zur Einsicht zu bringen, 
dass tadelloses Verhalten nicht verhandelbar ist.

3.

In der Sache ist die Rechtmässigkeit der angeordneten Massnahme strittig.

3.1 Mit dem Randtitel «Regeln des Zusammenlebens und Unterrichts-
besuch ab 10. Schuljahr» verpflichtet Art. 43 Abs. 1 MiSG die Schülerinnen 
und Schüler zur Einhaltung der Regeln der Schule für das Zusammenleben 
und zum Befolgen der Anordnungen der Lehrkräfte und der Schulleitung. 
Art. 44 MiSG regelt «Disziplin und Massnahmen ab 10. Schuljahr». Danach 
ergreifen die Schulleitung und die Lehrkräfte zur Aufrechterhaltung des 
geordneten Schulbetriebs in erster Linie pädagogische Massnahmen 
(Abs. 1). Gegenüber fehlbaren Schülerinnen und Schülern ergreifen sie 
diejenigen Massnahmen, die zur Aufrechterhaltung des geordneten Schul-

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betriebs nötig sind (Abs. 2). Die Schulleitung kann bei wiederholten oder 
schweren Verstössen gegen die Schulordnung einen schriftlichen Verweis 
erteilen (Abs. 3). Die Schulkommission kann in besonders schweren Fällen 
die Wegweisung androhen oder die fehlbaren Schülerinnen und Schüler bis 
zu zwölf Wochen vom Unterricht ausschliessen. Bleibt dies ohne Erfolg, 
kann sie die Wegweisung von der Schule verfügen (Abs. 4). 

3.2 Der angefochtenen Massnahme liegt unbestritten (Beschwerde, 
S. 3) der folgende Sachverhalt zugrunde: 

Während des Skilagers im Frühling 2014 befuhr der Beschwerdeführer – er 
befand sich damals im 9. Schuljahr (Quarta) – zweimal Pisten, deren Be-
nutzung den Schülerinnen und Schülern verboten worden war, weil die 
Lagerleitung die Abfahrt als gefährlich einstufte. Die zweite Fahrt erfolgte, 
obgleich der Beschwerdeführer für sein Verhalten bereits nach dem ersten 
Vorfall getadelt worden war (Akten ERZ, act. 1, BB 5). Ausserdem hielt der 
Beschwerdeführer die Nachtruhe nicht ein und warf das Gepäck eines 
Kollegen aus dem gemeinsamen Zimmer. Die Lagerleitung schickte ihn 
wegen dieser Vorfälle vorzeitig nach Hause (Akten ERZ, act. 1, BB 9). An-
lässlich der nachfolgenden Abklärung der Geschehnisse durch die Schul-
leitung im Gespräch vom 6. Mai 2014 machte der Beschwerdeführer, im 
Bestreben, den Vorfall zu verharmlosen, auch bei mehrmaligem Nach-
fragen wahrheitswidrige Angaben, um welche Piste es sich gehandelt 
hatte. Erst auf Vorlage eindeutiger Beweise gestand er den Sachverhalt ein 
(vgl. Akten ERZ, act. 1, BB 5). Nach Gewährung des rechtlichen Gehörs 
beschloss die Schulleitung an der Sitzung vom 2. Juni 2014, dem Be-
schwerdeführer aufgrund dieser Geschehnisse einen Verweis im Sinn von 
Art. 44 Abs. 3 MiSG zu erteilen. Der Konrektor teilte dem Beschwerdefüh-
rer und dessen Eltern die Massnahme mit Schreiben vom 11. Juni 2014 mit 
(act. 1C/4). 

Im Herbst 2014 befand sich die Klasse des Beschwerdeführers – mittler-
weile im 10. Schuljahr (Tertia) – in einer Spezialwoche in … (D). Am 
Donnerstagabend konsumierten 13 der 17 Schülerinnen und Schüler der 
Klasse starke alkoholische Getränke (Grappa, Bourbon und Whisky), die 
der Beschwerdeführer zuvor über eine Drittperson beschafft hatte. Auf-
grund des Alkoholkonsums mussten der Beschwerdeführer und eine Mit-

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schülerin mit einem Blutalkoholgehalt von ca. 1,6 ‰ ins Spital eingeliefert 
werden, wo sie über Nacht verblieben (E-Mail des Klassenlehrers vom 
19.9.2014 und vom 8.10.2014 [Akten ERZ, act. 3, unpag. Beilagen]; Akten 
ERZ, act. 1, BB 11; angefochtener Entscheid, S. 7). In der Folge schlossen 
die Projektverantwortlichen den Beschwerdeführer für vier Wochen vom 
SKS aus (vgl. vorne E. 1.3). Dies bedeutete, dass der Beschwerdeführer in 
dieser Zeit nicht in den Genuss des Förderprogramms kam (v.a. Frei-
stellung für Training), sondern den normalen Unterricht besuchte (vgl. E-
Mail-Wechsel SKS-Verantwortliche/Konrektor vom 8.10.2014 [Akten ERZ, 
act. 1, BB 14]). 

Aufgrund der Vorfälle im Frühjahr und Herbst 2014 drohte die Schulkom-
mission dem Beschwerdeführer am 25. November 2014 die Wegweisung 
von der Schule an (act. 1C/2; vorne Bst. A). 

4.

Zur tatbestandsmässigen Voraussetzung der Androhung der Wegweisung 
vom Gymnasium ist vorab Folgendes festzuhalten: 

4.1 Die Schulkommission kann eine Wegweisung von der Schule in 
«besonders schweren Fällen» androhen (Art. 44 Abs. 4 Satz 1 MiSG). Das 
Gesetz umschreibt die (einzige) Voraussetzung der strittigen Massnahme 
damit in offener Weise. Es bedarf einer wertenden Konkretisierung dieses 
unbestimmten Gesetzesbegriffs, um zu entscheiden, ob im Einzelfall ein 
besonders schwerer Fall gegeben ist. Diese Konkretisierung erfolgt auf 
dem Weg der Auslegung, wobei es sich um eine Rechtsfrage handelt, wel-
che das Verwaltungsgericht grundsätzlich frei prüft. Sofern der Gesetz-
geber mit der offenen Normierung der Verwaltung eine gerichtlich zu res-
pektierende Entscheidbefugnis einräumen wollte, ist der zuständigen Be-
hörde allerdings ein gewisser Beurteilungsspielraum zu belassen und ein-
zig zu kontrollieren, ob diese bei der Auslegung das massgebende Verfas-
sungs- und Gesetzesrecht beachtet hat und sich von sachlichen Überle-
gungen hat leiten lassen (BVR 2013 S. 105 E. 3.2 mit zahlreichen Hinwei-
sen). Im Rahmen der Auslegung sucht das Verwaltungsgericht ausgehend 

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vom Gesetzestext nach der wahren Tragweite einer Norm. Es bedient sich 
dabei aller Auslegungselemente, ohne einem von ihnen den Vorrang zu-
zuerkennen. Es wägt im Einzelfall ab, welche Methode oder Metho-
denkombination zur Lösung führt, die im normativen Gefüge und mit Blick 
auf die Wertentscheidung des Gesetzgebers am meisten überzeugt. Bei 
der Auslegung unbestimmter Gesetzesbegriffe ist zu beachten, dass der 
Wortlaut aufgrund der besonders offenen Formulierung der Norm nur erste 
Hinweise auf deren Sinngehalt liefern kann, weshalb der Stellung der Norm 
im Gefüge des Gesetzes und der Rechtsordnung grössere Bedeutung zu-
kommt (BVR 2013 S. 105 E. 3.3; vgl. auch BVR 2015 S. 406 E. 3.2 [einlei-
tend], 2015 S. 112 E. 2.1). 

4.2 Dem Wortlaut von Art. 44 Abs. 4 MiSG lässt sich nicht unmittelbar 
entnehmen, inwiefern ein «besonders schwerer Fall» («cas particulière-
ment grave») vorliegen muss. Die Bestimmung ist allerdings im Zusam-
menhang mit den weiteren in Art. 44 MiSG vorgesehenen pädagogischen 
und disziplinarischen Massnahmen zu lesen, welche der «Aufrechterhal-
tung des geordneten Schulbetriebs» (Abs. 1 und 2) bzw. der Ahndung von 
«Verstössen gegen die Schulordnung» (Abs. 3) dienen. Laut den Materia-
lien sollen die Massnahmen nach Art. 44 MiSG eine «flexible Reaktion auf 
Disziplinarfälle» ermöglichen (Vortrag des Regierungsrats zum Mittelschul-
gesetz, in Tagblatt des Grossen Rates 2007, Beilage 4 [nachfolgend: Vor-
trag MiSG], S. 15). Auch nach der französischen Fassung von Art. 44 
Abs. 2 und 3 MiSG sanktionieren sie Verstösse gegen die «règles discip-
linaires». Art. 44 Abs. 4 MiSG dient damit der (disziplinarischen) Ahndung 
von Verstössen gegen die Schulordnung, was auch im Randtitel von Art. 44 
MiSG zum Ausdruck kommt (vorne E. 3.1). Folglich bezweckt die Bestim-
mung die Aufrechterhaltung des geordneten Schulbetriebs, mithin die 
Durchsetzung der «Regeln der Schule für das Zusammenleben» sowie der 
«Anordnungen der Lehrkräfte und der Schulleitung» (Art. 43 Abs. 1 MiSG). 
Ob ein «besonders schwerer Fall» vorliegt, beurteilt sich demgemäss an-
hand der Störung des Schulbetriebs.

4.3 Diese Störung muss gravierender sein als bei den in Art. 44 Abs. 2 
und 3 MiSG vorgesehenen Massnahmen (vgl. zum Begriff des «Falls» 
hinten E. 5.1). So kann ein Verweis nach Art. 44 Abs. 3 MiSG bereits bei 

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«wiederholten» oder «schweren» Verstössen erteilt werden. Gleiches 
ergibt sich aus der Abfolge der einzelnen Absätze und der vorgesehenen 
Massnahmen in Form eines Stufenmodells, welches erst mildere Mass-
nahmen in der Kompetenz der Lehrerschaft und danach die schwerwie-
genderen Massnahmen bis hin zur Wegweisung von der Schule in der 
Kompetenz der Schulkommission vorsieht (vgl. Vortrag des Regierungsrats 
zum Gesetz über die Maturitätsschulen [MaSG], in Tagblatt des Grossen 
Rates 1995, Beilage 45 [nachfolgend: Vortrag MaSG], S. 5; Vortrag MiSG, 
S. 15; vgl. auch BGE 129 I 12 E. 10.4 betreffend den Grundschulunter-
richt). Die in Art. 44 Abs. 4 MiSG vorgesehenen Massnahmen (Weg-
weisungsandrohung und temporärer Unterrichtsausschluss einerseits so-
wie Wegweisung von der Schule andererseits) unterscheiden sich in ihren 
Voraussetzungen nach dem insoweit klaren Wortlaut der Norm nicht. Stets 
ist ein «besonders schwerer Fall» verlangt. Eine Abstufung ergibt sich aber 
daraus, dass die Wegweisung von der Schule als ultima ratio erst angeord-
net werden darf, wenn eine der anderen beiden Massnahmen ohne Erfolg 
geblieben ist, mithin im Wiederholungsfall.

4.4 Disziplinarische Massnahmen zur Aufrechterhaltung des ordentli-
chen Schulbetriebs enthalten auch die Berufsbildungs- und die Volksschul-
gesetzgebung (vgl. Art. 17 des Gesetzes vom 14. Juni 2005 über die Be-
rufsbildung, die Weiterbildung und die Berufsberatung [BerG; BSG 435.11], 
Art. 28 des Volksschulgesetzes vom 19. März 1992 [VSG; BSG 432.210]). 
Die in Art. 44 Abs. 4 MiSG vorgesehene Möglichkeit, eine Schülerin oder 
einen Schüler bis zu zwölf Wochen vom Unterricht auszuschliessen, lehnt 
sich denn auch an diese Regelung an (vgl. Vortrag MiSG, S. 15; Vortrag 
des Regierungsrats zum Gesetz über die Berufsbildung, die Weiterbildung 
und die Berufsberatung, in Tagblatt des Grossen Rates 2005, Beilage 10, 
S. 14). In jenem Zusammenhang hat der Gesetzgeber näher ausgeführt, 
wann er den ordentlichen Schulbetrieb als (erheblich) beeinträchtigt ansieht 
(Vortrag des Regierungsrats zur Änderung des Volksschulgesetzes, in 
Tagblatt des Grossen Rats 2001, Beilage 15, S. 5; vgl. auch BGE 129 I 12 
E. 10.3.4): 

«Ein ordentlicher Unterricht ist dann nicht gewährleistet, wenn wegen 
fortgesetzter Störungen von einzelnen Schülerinnen und Schülern der 
Unterricht wiederholt unterbrochen werden muss und damit die nötige 
Ruhe und Konzentration fehlen, um das Unterrichtsziel zu erreichen. 

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Auch provokative Passivität, Widerstand und beharrliche Leistungs-
verweigerung können zu einem unzumutbaren Störfaktor im Unterricht 
werden. Daneben können Schülerinnen und Schüler aber nicht nur für 
den Unterricht im engeren Sinne untragbar sein, sondern durch ihr 
Verhalten (z.B. durch Gewalt, Provokation, Disziplinlosigkeit) auch den 
übrigen Schulbetrieb (z.B. in der Pause, in Schulverlegungen, auf 
Schulreisen) erheblich belasten.»

Die Mittelschulgesetzgebung knüpft Disziplinarmassnahmen ebenso wie 
die Volksschul- und Berufsbildungsgesetzgebung an die Störung des ge-
ordneten Schulbetriebs (E. 4.2 hiervor), weshalb diese Ausführungen auch 
bei der Konkretisierung von Art. 44 Abs. 4 MiSG beachtlich sind (vgl. Ernst 
A. Kramer, Juristische Methodenlehre, 4. Aufl. 2013, S. 108 f.). Der Begriff 
«Schulbetrieb» ist demnach in einem weiten Sinn zu verstehen, umfassend 
sowohl den Unterricht im engeren Sinn, also das Vermitteln von Wissen 
und Fähigkeiten, als auch andere schulische Aktivitäten wie Schulreisen, 
Lager und dergleichen. Dies widerspiegelt sich in gewissem Mass im Be-
rufsauftrag der Lehrkräfte, die nicht nur unterrichten, sondern auch erzie-
hen, beraten und begleiten (Art. 17 Abs. 2 Bst. a des Gesetzes vom 
20. Januar 1993 über die Anstellung der Lehrkräfte [LAG; BSG 430.250]). 

4.5 Nach dem Wortlaut von Art. 44 Abs. 4 MiSG, der Stellung der Norm 
im Gesetz und ihren Bezügen zur Berufsbildungs- und Volksschulgesetz-
gebung bleibt damit weitgehend offen, worin ein besonders schwerer Fall 
liegt. Auch die Gesetzesmaterialien helfen insoweit nicht weiter (vgl. Vor-
trag MiSG, S. 15; Vortrag MaSG, S. 5). Ausschlaggebende Bedeutung er-
langt damit die Stellung der Norm im Gefüge der Rechtsordnung (vgl. 
E. 4.1 hiervor), wozu namentlich der Grundsatz zählt, dass staatliches 
Handeln im öffentlichen Interesse liegen und verhältnismässig sein muss 
(Art. 5 Abs. 2 BV). Bei der Konkretisierung von Art. 44 Abs. 4 MiSG sind 
allerdings nicht sämtliche Teilgehalte der Verhältnismässigkeit (Eignung, 
Erforderlichkeit und Zumutbarkeit) angesprochen (vgl. 
Tschannen/Zimmerli/Müller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. Aufl. 2014, 
§ 21 N. 2 f.). Da die Bestimmung die Aufrechterhaltung des geordneten 
Schulbetriebs bezweckt (E. 4.2 hiervor), ist entscheidend, ob die 
Massnahme ein geeignetes Mittel zur Problemlösung und in dem Sinn 
erforderlich ist, dass nicht weniger einschneidende Massnahmen ebenfalls 
zum Ziel führen würden (vgl. zu diesen Teilgehalten der 
Verhältnismässigkeit BGE 140 II 194 E. 5.8.2; BVR 2010 S. 157 E. 4.5.1; 

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Benjamin Schindler, in St. Galler BV-Kommentar, 3. Aufl. 2014, Art. 5 
N. 48). Den gegenläufigen Interessen des Beschwerdeführers ist erst bei 
der Prüfung der Zumutbarkeit der Massnahme Rechnung zu tragen (hinten 
E. 7). 

4.6 Im Bereich des obligatorischen Grundschulunterrichts (Art. 27 BV; 
Art. 29 Abs. 2 KV) ist ein gewichtiges öffentliches Interesse an einem ge-
ordneten Schulbetrieb und der regelmässigen Erfüllung der Schulpflicht 
anerkannt, welches gewisse Einschränkungen, insbesondere Disziplinar-
massnahmen, rechtfertigt. Dabei sind aufgrund des Interesses an der 
(Wieder-)Eingliederung schwieriger Schülerinnen und Schüler nicht nur 
Disziplinarmassnahmen zulässig, die zum Ziel haben, einen geordneten 
Schulbetrieb unmittelbar sicherzustellen; sie können auch präventiv-erzie-
herische Zwecke verfolgen. Im Verbund mit den grundrechtlich geschützten 
Interessen aller übrigen Schülerinnen und Schüler kann sich als ultima ratio 
ein (befristeter) Unterrichtsausschluss rechtfertigen, wenn die Erfüllung des 
Ausbildungsauftrags gefährdet ist (vgl. BGE 129 I 35 E. 9.1, 129 I 12 E. 8.3 
und 8.4; BGer 2C_446/2010 vom 16.9.2010, in ZBl 2011 S. 471 E. 5.4, 
2P.27/2006 vom 31.5.2006, in ZBl 2007 S. 146 E. 2.5.1). Auf der Mittel-
schulstufe ist die Interessenlage mit Blick auf die Eingriffsinteressen prinzi-
piell dieselbe (Begrenzung des Unterrichtsanspruchs durch jenen der ande-
ren Schülerinnen und Schüler, Interesse an der Eingliederung schwieriger 
Schülerinnen und Schüler), wenn auch die konkret auf dem Spiel stehen-
den Interessen nach Massgabe der unterschiedlichen Verhältnisse – frei-
williger Schulbesuch, Reife der Schülerinnen und Schüler – regelmässig 
anders zu gewichten sein werden als auf der Volksschulstufe; das zeigt 
sich auch daran, dass im überobligatorischen Bereich die definitive Weg-
weisung von der Schule nicht a priori ausgeschlossen ist (Art. 44 Abs. 4 
Satz 2 MiSG). Allemal muss sich eine im öffentlichen Interesse liegende 
Disziplinarmassnahme aber als verhältnismässig erweisen, d.h. die mit 
dem Eingriff verfolgten Ziele können nicht anders, also nicht durch eine 
mildere Massnahme, erreicht werden (E. 4.5 hiervor; grundlegend zum 
obligatorischen Grundschulunterricht Rahel Rohr, Der disziplinarische 
Schulausschluss, Diss. Bern 2009, S. 150 ff.). Bei der Beurteilung, ob die 
Massnahme in diesem Sinn notwendig ist, kommt den Schulbehörden, wel-
che den tatsächlichen Geschehnissen am nächsten stehen und das Ver-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22.04.2016, Nr. 100.2015.335U, 
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halten des Beschwerdeführers im Schulbetrieb am besten einschätzen 
können, ein durch die Verwaltungsjustizbehörden zu respektierender Be-
urteilungsspielraum zu (vorne E. 4.1; zum obligatorischen Grundschulunter-
richt vgl. Rahel Rohr, a.a.O., S. 175 f.; vgl. auch BVR 2010 S. 147 E. 6.1 
m.w.H.; Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 80 N. 3 und 9). 

4.7 Ein besonders schwerer Fall im Sinn von Art. 44 Abs. 4 Satz 1 
MiSG liegt demnach vor, wenn der geordnete Schulbetrieb nicht anders als 
durch die Wegweisungsandrohung (oder einen temporären Unterrichtsaus-
schluss) sichergestellt werden kann bzw. die Eingliederung Jugendlicher, 
welche sich eine erhebliche Störung des Schulbetriebs vorwerfen lassen 
müssen, auf andere Weise nicht möglich ist (vgl. zum Grundschulunterricht 
RR SZ 22.1.2002 in EGV-SZ 2002 C. 8.1 E. 1.1; Herbert Plotke, Schweize-
risches Schulrecht, 2. Aufl. 2003, S. 412 f.).

5.

Der Beschwerdeführer rügt zunächst, die Vorinstanz hätte in die Beurtei-
lung, ob ein besonders schwerer Fall vorliegt, den Verweis vom 2. Juni 
2014 bzw. sein dieser Massnahme zugrunde liegendes Verhalten nicht 
einbeziehen dürfen. Einerseits sei der Verweis nichtig, andererseits be-
deute dessen Berücksichtigung eine unzulässige Ungleichbehandlung. 

5.1 Vorab ist klarzustellen, dass sich die Frage, ob ein besonders 
schwerer Fall vorliegt, grundsätzlich nach dem gesamten Verhalten einer 
Schülerin oder eines Schülers an der Schule beurteilt, nicht nur anhand 
jener Vorkommnisse, welche unmittelbar zur Disziplinarmassnahme Anlass 
gegeben haben. Nur auf diese Weise kann die tatsächlich vorliegende Stö-
rung des Schulbetriebs umfassend beurteilt werden (ebenso BGE 129 I 35 
E. 9.4). Art. 44 Abs. 4 MiSG verlangt nach seinem Wortlaut denn auch das 
Vorliegen eines besonders schweren «Falls». Die Bestimmung knüpft also 
nicht an ein bestimmtes Ereignis an, sondern verweist vielmehr umfassen-
der auf die gesamten Umstände der betreffenden Angelegenheit (vgl. etwa 
Duden online, abrufbar unter <http://www.duden.de>). Dasselbe folgt aus 
dem in Art. 44 MiSG verankerten Stufenmodell (vorne E. 4.3), dessen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22.04.2016, Nr. 100.2015.335U, 
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Funktionieren in Frage gestellt wäre, könnte beim Entscheid über eine 
Massnahme nicht das gesamte Verhalten einer Schülerin oder eines 
Schülers in den Blick genommen werden, sondern nur das jeweils letzte 
Ereignis.

5.2 Der Beschwerdeführer hält den Verweis für nichtig, weil seine Eltern 
am Termin vom 6. Mai 2014, an dem er zum Sachverhalt befragt worden ist 
(vgl. vorne E. 3.2), nicht hätten teilnehmen können (Beschwerde, S. 5). – 
Fehlerhafte Verwaltungsakte sind in der Regel nicht nichtig, sondern nur 
anfechtbar, und sie werden durch die Nichtanfechtung rechtsgültig. Nichtig-
keit, d.h. absolute Unwirksamkeit, einer Verfügung wird nach der Evidenz-
theorie nur angenommen, wenn sie einen besonders schweren und offen-
sichtlichen oder zumindest leicht erkennbaren Mangel aufweisen und zu-
dem die Annahme der Nichtigkeit die Rechtssicherheit nicht ernsthaft ge-
fährdet (statt vieler BVR 2015 S. 334 E. 2.2, 2014 S. 297 E. 4.3.3; 
BGE 139 II 243 E. 11.2). Als Nichtigkeitsgründe fallen hauptsächlich funkti-
onelle und sachliche Unzuständigkeit einer Behörde, besonders schwer-
wiegende Verstösse gegen Parteirechte sowie schwerwiegende Verfah-
rensfehler in Betracht, so wenn die betroffene Person keine Gelegenheit 
hatte, am Verfahren teilzunehmen (vgl. BVR 2015 S. 193 E. 4; 
BGE 138 II 501 E. 3.1, 137 I 273 E. 3.1). Der Konrektor wollte mit dem Ge-
spräch vom 6. Mai 2014 zusammen mit dem Beschwerdeführer und den 
Sportlehrkräften (Lagerleitung) erhellen, was im Skilager genau vorgefallen 
war. Zwar hat das Gymnasium es abgelehnt, die Eltern des Beschwerde-
führers daran teilnehmen zu lassen. Diese waren über das Vorgehen aber 
informiert und haben sich damit einverstanden erklärt (vgl. Akten ERZ, 
act. 1, BB 4-7). Dass mit diesem Vorgehen Verfahrensrechte verletzt wor-
den sind, liegt nicht auf der Hand; jedenfalls wurde der Beschwerdeführer 
selbst, seiner Urteilsfähigkeit in der fraglichen Angelegenheit entsprechend, 
unmittelbar angehört (vgl. Art. 11 Abs. 2 VRPG und hierzu [für den obliga-
torischen Grundschulunterricht] Rahel Rohr, a.a.O., S. 210 ff. und 216; 
Art. 5 und 12 des Übereinkommens vom 20. November 1989 über die 
Rechte des Kindes [Kinderrechtskonvention, KRK; SR 0.107] und hierzu 
United Nations, Committee on the Rights of the Child, General Comment 
No. 12 [2009], The Right of the Child to be heard, 1 July 2009, Rz. 84 f.). 
Ausserdem konnten der Beschwerdeführer und die Eltern sich am 28. Mai 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22.04.2016, Nr. 100.2015.335U, 
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2014 zu sämtlichen Vorwürfen äussern, wobei sie weder den festgestellten 
Sachverhalt noch das Vorgehen der Schule in Frage stellten (Aktennotiz 
vom 28.5.2014, Akten ERZ, act. 1, BB 8). Damit liegt jedenfalls kein derart 
gravierender Verfahrensfehler vor, dass der Verweis vom 2. Juni 2014 
nichtig wäre. 

5.3 Der Beschwerdeführer meint, er werde gegenüber Schülerinnen 
und Schülern benachteiligt, welche das 9. Schuljahr nicht an einem kanto-
nalen Gymnasium, sondern an einer kommunalen Volksschule besuchen 
(vgl. Art. 10 und 11 MiSG). Denn deren Verhalten im 9. Schuljahr werde 
nach dem Übertritt in das Gymnasium bei Disziplinarfällen in der Tertia 
nicht mehr berücksichtigt, sodass unter den gleichen Umständen wie in 
seinem Fall von einer erstmaligen disziplinarischen Verfehlung ausgegan-
gen würde (Beschwerde, S. 5 f.). – Die Disziplinargewalt der Schule über 
die Schülerinnen und Schüler fliesst aus dem besonderen Rechtsverhältnis 
zwischen diesen und der Schule (einlässlich Markus Müller, Das besondere 
Rechtsverhältnis, 2003, S. 165 ff., insb. 173 f.; Rahel Rohr, a.a.O., S. 28 f. 
und 33 f.; BGE 129 I 12 E. 8.3). Schülerinnen und Schüler, die das 
9. Schuljahr an einem kantonalen Gymnasium besuchen (vgl. Art. 10 
Abs. 2 MiSG), stehen in einem besonderen Rechtsverhältnis zu dieser 
Schule. Entsprechend weist das MiSG die Zuständigkeit zur Anordnung 
disziplinarischer Massnahmen den gymnasialen Behörden (Schulleitung 
und Schulkommission) zu (Art. 42 i.V.m. Art. 11 Abs. 2 und Art. 44 Abs. 3 
und 4 MiSG). Demgemäss durfte das Gymnasium das Verhalten des Be-
schwerdeführers während der gesamten Dauer des Schulverhältnisses 
berücksichtigen, welches bei Eintritt in die Quarta mit allen Rechten und 
Pflichten begründet worden war. Die Situation des Beschwerdeführers un-
terscheidet sich insofern in rechtserheblicher Weise von derjenigen von 
Schülerinnen und Schülern, welche die Quarta an einer kommunalen 
Volksschule besucht haben. Von einer rechtsungleichen Behandlung (Art. 8 
Abs. 1 BV; Art. 10 Abs. 1 KV; vgl. dazu hinten E. 8) kann demnach nicht die 
Rede sein. Im Übrigen erscheint nicht von vornherein ausgeschlossen, 
dass das gymnasiale Disziplinarorgan eine von der Volksschule geahndete 
(zeitnahe) Verfehlung in seine Würdigung einbeziehen könnte. Der Ver-
gleich des Beschwerdeführers entbehrte diesfalls jeder Grundlage. – Die 
Vorinstanz hat auch diesen Einwand nicht behandelt, wiewohl der Be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22.04.2016, Nr. 100.2015.335U, 
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schwerdeführer ihn schon vorinstanzlich erhoben hat (Akten ERZ, act. 1, 
S. 5), sodass auch insoweit eine Gehörsverletzung im Sinn einer formellen 
Rechtsverweigerung vorliegt (vgl. vorne E. 2.1). Auch diese Gehörsver-
letzung kann indes im verwaltungsgerichtlichen Verfahren geheilt werden. 
Das Verwaltungsgericht prüft die Rechtsgleichheitsrüge frei und der Be-
schwerdeführer konnte sich umfassend äussern. Ausserdem hat die 
Vorinstanz mit Vernehmlassung dargelegt, weshalb das Vorbringen ihrer 
Ansicht nach am angefochtenen Entscheid nichts ändert. Eine Rück-
weisung der Sache aus diesem Grund bedeutete daher einen unnötigen 
Leerlauf, den es zu vermeiden gilt (vgl. vorne E. 2.1; zu den Kostenfolgen 
vgl. hinten E. 9).

5.4 Die Vorinstanz hat in ihrer Beurteilung der Situation damit zu Recht 
auch das Verhalten des Beschwerdeführers berücksichtigt, welches zum 
Verweis vom 2. Juni 2014 geführt hatte. 

6.

Weiter fragt sich, ob im massgebenden Verhalten des Beschwerdeführers 
ein besonders schwerer Fall im Sinn von Art. 44 Abs. 4 MiSG liegt.

6.1 Während der Spezialwoche in … im Herbst 2014 beschaffte der 
Beschwerdeführer für einen Grossteil der Klasse starke Alkoholika zum 
gemeinsamen Konsum. Indem er den Alkoholkonsum ermöglichte, gefähr-
dete er sowohl seine eigene Gesundheit als auch die Gesundheit seiner 
Mitschülerinnen und Mitschüler; diese Gefahr hat sich insoweit verwirklicht, 
als er selbst und eine weitere Schülerin ins Spital eingeliefert werden 
mussten (vgl. vorne E. 3.2). Die Gefährlichkeit dieses Verhaltens zeigt sich 
auch daran, dass es, wie die Vorinstanz zu Recht ausführt, sowohl in 
Deutschland als auch im Kanton Bern aus Gründen des Jugendschutzes 
verboten ist, alkoholische Getränke an Kinder und Jugendliche abzugeben 
(vgl. § 9 und § 1 Abs. 1 Ziff. 1 und 2 des Jugendschutzgesetzes vom 
23. Juli 2002 [JuSchG; BBGl. I S. 2730]; Art. 29 Abs. 1 Bst. a und b des 
Gastgewerbegesetzes vom 11. November 1993 [GGG; BSG 935.11]). Der 
Beschwerdeführer hat aber auch gegen ausdrückliche Verhaltensregeln 

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des Gymnasiums verstossen, welche den Konsum von Spirituosen sowie 
die Gefährdung der eigenen Sicherheit und der Sicherheit anderer Perso-
nen untersagen. Diese Regeln hat er zur Kenntnis genommen und sich am 
26. August 2014 unterschriftlich zu ihrer Einhaltung verpflichtet (vgl. «Re-
geln auf externen Schulveranstaltungen, Sonderwochen und Exkursionen 
mit auswärtiger Übernachtung» vom 21.5.2014 [Akten ERZ, act. 3, Bei-
lage 6]). Auch anlässlich des Skilagers im Frühjahr 2014 hat der Be-
schwerdeführer ein (selbst-)gefährdendes Verhalten an den Tag gelegt, 
indem er zweimal – das zweite Mal nach Tadel – eine Piste befuhr, deren 
Benützung den Schülerinnen und Schülern wegen der damit verbundenen 
Gefahr ausdrücklich verboten war. Eine Verletzung von Verhaltensregeln 
ist aber auch im Nichteinhalten der Nachtruhe sowie im unkollegialen Ver-
halten gegenüber einem Klassenkameraden zu sehen (vgl. vorne E. 3.2). 

6.2 Wie auch an der Sitzung der Schulkommission vom 19. November 
2014 festgehalten wurde, ist es für Lehrkräfte «extrem schwierig, mit 
Schülern unterwegs zu sein, welche Anweisungen missachten» (Akten 
ERZ, act. 1, BB 11). Dies gilt in erhöhtem Mass, wenn durch das Miss-
achten von Regeln und Verhaltensweisungen die Gesundheit der eigenen 
Person oder Dritter gefährdet wird. Der Lagerleitung ist es aufgrund der 
Betreuungsverhältnisse nicht möglich, jede Schülerin und jeden Schüler 
während der gesamten Dauer einer Sonderwoche zu überwachen. Derar-
tige Anlässe können folglich nur durchgeführt werden, wenn die Schülerin-
nen und Schüler sich an die Vorschriften der Lagerleitung halten und die 
Schule auf die Selbstverantwortung der Jugendlichen vertrauen kann. In-
dem der Beschwerdeführer Verhaltensregeln missachtete und die eigene 
Gesundheit sowie die Gesundheit seiner Klassenkameradinnen und Klas-
senkameraden gefährdete, untergrub er dieses Vertrauen und stellte 
dadurch die Durchführung von Sonderwochen in Frage. Bezeichnender-
weise verzichtete das Gymnasium als Reaktion auf die Vorkommnisse im 
Herbst 2014 – dafür war allerdings nicht allein das Verhalten des Be-
schwerdeführers ausschlaggebend – aufgrund des «eklatanten Vertrau-
ensmissbrauchs gegenüber der Schule, den Lehrkräften und den Eltern» 
auf die Durchführung einer Klassenreise nach … im darauffolgenden Jahr 
(vgl. Schreiben des Klassenlehrers, abgegeben am 15.10.2014 [Akten 
ERZ, act. 1, BB 12]). Durch sein Verhalten störte der Beschwerdeführer 

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den Schulbetrieb damit in besonders schwerer Weise. Zwar mag sich fra-
gen, ob sein Verhalten im Herbst 2014 isoliert betrachtet einen besonders 
schweren Fall zu begründen vermöchte. Unter Einbezug der Geschehnisse 
im Frühjahr 2014 durfte die Schulbehörde im Rahmen ihres Beurteilungs-
spielraums (und ihr folgend die ERZ) einen solchen aber durchaus beja-
hen, hat der Beschwerdeführer doch in zwei Sonderwochen innerhalb ein 
und desselben Jahres den Schulbetrieb (vgl. dazu vorne E. 4.4) in schwe-
rer Weise beeinträchtigt. 

6.3 Der Beschwerdeführer rügt freilich, er würde «doppelt bestraft», weil 
er im Anschluss an den Vorfall in … (Herbst 2014) bereits für vier Wochen 
vom SKS ausgeschlossen worden sei (Beschwerde, S. 6). Im Dis-
ziplinarrecht beurteilt sich die Frage der Zulässigkeit der Kumulation ver-
schiedener Massnahmen nicht nach dem strafrechtlichen Grundsatz des 
Verbots der Doppelbestrafung, sondern nach dem Grundsatz der Verhält-
nismässigkeit (vgl. BGE 108 Ia 230 E. 2b; Rahel Rohr, a.a.O., S. 52 f., 
Fn. 195; vgl. auch BGE 116 IV 262 E. 3a). Mit seiner Rüge hinterfragt der 
Beschwerdeführer letztlich die Erforderlichkeit der strittigen Massnahme. 
Infrage gestellt ist damit deren Tatbestandsvoraussetzung, weil seiner An-
sicht nach der geordnete Schulbetrieb durch den (milderen) Ausschluss 
vom SKS aufrechterhalten werden kann, womit kein besonders schwerer 
Fall im Sinn von Art. 44 Abs. 4 MiSG vorliege (vgl. vorne E. 4.5). – Der Ar-
gumentation des Beschwerdeführers kann nicht gefolgt werden: Träger des 
SKS sind die Stadt Biel, der Kanton Bern und das Bundesamt für Sport 
(BASPO; vgl. <http://www.biel-bienne.ch>, Rubriken «Freizeit», «Sport», 
«Sport-Kultur-Studium»). Den temporären Ausschluss ordneten die Pro-
jektverantwortlichen an, nicht die Schulleitung oder die Schulkommission. 
Er betraf sodann nicht den Schulunterricht, sondern bloss das Förderpro-
gramm, d.h. die SKS-spezifischen Teile des Unterrichts (vgl. vorne E. 3.2). 
Es fragt sich daher, ob diese Massnahme zur Aufrechterhaltung des gym-
nasialen Schulbetriebs überhaupt geeignet ist. Wie die Vorinstanz zu Recht 
geltend macht (Vernehmlassung, S. 3), trägt der Ausschluss aus dem För-
derprogramm der Aufrechterhaltung des geordneten Schulbetriebs jeden-
falls nicht ausreichend Rechnung. Die zeitlich und namentlich sachlich be-
schränkte Massnahme zielt nicht auf den Schulbetrieb als solchen. Auch 
vermag sie dem Beschwerdeführer nicht vor Augen zu führen, dass er 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22.04.2016, Nr. 100.2015.335U, 
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durch sein Verhalten seine Ausbildung am Gymnasium schlechthin gefähr-
det. Entsprechend ist eine Verhaltensänderung nicht ohne weiteres zu er-
warten. Der temporäre Ausschluss vom SKS taugt daher nicht dazu, den 
geordneten Schulbetrieb sicherzustellen. Weiter ist es nicht rechtsfehler-
haft, wenn das Gymnasium und die Vorinstanz eine Verwarnung als zur 
Herbeiführung einer Verhaltensänderung nicht geeignet angesehen haben, 
nachdem der im Juni 2014 ausgesprochene Verweis offensichtlich keinen 
Eindruck auf den Beschwerdeführer gemacht hat. Die strittige Massnahme 
stellt demnach das mildeste geeignete und zugleich erforderliche Mittel zur 
Aufrechterhaltung des geordneten Schulbetriebs dar.

6.4 Als Zwischenergebnis ist damit nicht zu beanstanden, dass die Vor-
instanz die Einschätzung der zuständigen Schulbehörde bestätigt und 
einen besonders schweren Fall im Sinn von Art. 44 Abs. 4 MiSG ange-
nommen hat. 

7.

Der Grundsatz der Verhältnismässigkeit nach Art. 5 Abs. 2 BV, der als 
Verfassungsgrundsatz für jedes staatliche Handeln gilt, gebietet allgemein 
ein angemessenes und massvolles Handeln. Die angeordnete Massnahme 
muss in diesem Sinn verhältnismässig sein. Dies gilt unbesehen darum, 
dass gewisse Aspekte der Verhältnismässigkeit bereits bei der Beurteilung 
des besonders schweren Falls einfliessen (vgl. vorne E. 4.5). Es bleibt zu 
prüfen, ob ein vernünftiges Verhältnis zwischen dem angestrebten Ziel und 
der Belastung, den die Massnahme für den Beschwerdeführer bedeutet, 
eingehalten ist (BGE 140 II 194 E. 5.8.2; BVR 2015 S. 491 E. 5.4.2; 
Benjamin Schindler, a.a.O., Art. 5 N. 47 f.). – Wie dargelegt ist mit dem 
Verhalten des Beschwerdeführers eine schwere Störung des Schulbetriebs 
verbunden, welche eine Androhung der Wegweisung von der Schule not-
wendig macht (vorne E. 4.5 und 6.3). Die Wegweisungsandrohung ist dem 
Beschwerdeführer auch zumutbar, da die auf dem Spiel stehenden öffentli-
chen und privaten Interessen an der Aufrechterhaltung des geordneten 
Schulbetriebs seine Interessen an einem Verzicht auf die Massnahme 
überwiegen. Dem Beschwerdeführer entstehen dadurch keine unmittel-

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baren Nachteile; er kann seine Ausbildung fortsetzen. Betroffen ist er nur 
insoweit, als er im Fall einer weiteren besonders schweren Störung des 
Schulbetriebs von der Schule weggewiesen werden kann (Art. 44 Abs. 4 
Satz 2 MiSG). Der Beschwerdeführer hat es in der Hand, diese Mass-
nahme zu vermeiden, indem er sich fortan an die Regeln der Schule für 
das Zusammenleben hält und die Anweisungen der Lehrkräfte und der 
Schulleitung befolgt, was an sich – hält er an seinem Ausbildungsziel fest – 
selbstverständlich ist. Auch mit Blick auf den temporären Ausschluss aus 
dem SKS (sofern dieser überhaupt von Bedeutung ist, vgl. vorne E. 6.3) ist 
eine vernünftige Relation zwischen den auf dem Spiel stehenden Interes-
sen gewahrt. Durch diese Massnahme war der Beschwerdeführer zwar 
insoweit betroffen, als er das Förderprogramm im Sport für kurze Zeit aus-
setzen musste. Dessen ungeachtet durften das Gymnasium und ihm fol-
gend die ERZ die Interessen an der Aufrechterhaltung des geordneten 
Schulbetriebs und präventiv-erzieherische Anliegen höher gewichten als 
das Interesse des Beschwerdeführers, von der Wegweisungsandrohung 
verschont zu bleiben. Die angeordnete Massnahme erweist sich folglich als 
dem Beschwerdeführer zumutbar und damit insgesamt als verhältnismäs-
sig. 

8.

Die Massnahme hält entgegen dem Beschwerdeführer (Beschwerde, S. 6) 
schliesslich auch vor dem Rechtsgleichheitsgebot stand (Art. 8 Abs. 1 BV; 
Art. 10 Abs. 1 KV). Dieses beinhaltet den Grundsatz, dass alle Menschen 
vor dem Gesetz gleich sind. Er ist verletzt, wenn rechtliche Unterscheidun-
gen getroffen werden, für die ein vernünftiger Grund in den zu regelnden 
Verhältnissen nicht ersichtlich ist (statt vieler BGE 141 I 78 E. 9.1 
[Pra 104/2015 Nr. 101]; BVR 2014 S. 14 E. 3.2). Zwar trifft zu, dass der 
Beschwerdeführer anlässlich des Klassenlagers im Herbst 2014 nicht als 
Einziger Alkohol konsumierte. Er bestreitet jedoch nicht, dass er es war, 
der die Getränke über eine Drittperson beschafft hatte (vorne E. 3.2). Damit 
hat er durch sein Verhalten die Gefahr für seine Gesundheit sowie die Ge-
sundheit von Mitschülerinnen und Mitschülern geschaffen (vgl. vorne 
E. 6.2). Seine Situation unterscheidet sich folglich in einem rechtswesent-

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Seite 21

lichen Punkt von derjenigen der anderen Schülerinnen und Schüler und 
rechtfertigt eine abweichende Behandlung seines Falles.

9.

Nach dem Erwogenen hält der angefochtene Entscheid, mit dem die An-
drohung der Wegweisung vom Gymnasium bestätigt wurde, der Rechts-
kontrolle stand. Die Beschwerde erweist sich als unbegründet. Sie ist ab-
zuweisen, soweit auf sie einzutreten ist. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der unterliegende Beschwerde-
führer grundsätzlich kostenpflichtig und sind keine Parteikosten zu spre-
chen (Art. 108 Abs. 1 und 3 VRPG). In den der Vorinstanz vorzuwerfenden 
Gehörsverletzungen (vgl. vorne E. 2.2 und 5.3) ist indessen ein besonderer 
Umstand zu erblicken, der eine abweichende Kostenverlegung gebietet 
(vgl. BVR 2004 S. 133 E. 3.1; Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 108 
N. 9). Entsprechend sind dem Beschwerdeführer die Verfahrenskosten nur 
zu vier Fünfteln aufzuerlegen; die restlichen Kosten sind nicht zu erheben 
(Art. 108 Abs. 2 VRPG). Weiter hat der Kanton Bern (ERZ) dem Beschwer-
deführer die Parteikosten zu einem Fünftel zu ersetzen. In der Kostennote 
wird der anwaltliche Aufwand nicht differenziert für das vorinstanzliche und 
das verwaltungsgerichtliche Verfahren ausgeschieden. Mit Blick auf den im 
Verfahren vor dem Verwaltungsgericht entstandenen Aufwand erscheint für 
dieses Verfahren eine Parteikostenentschädigung von insgesamt 
Fr. 2'000.-- (inkl. Auflagen und MWSt) als angemessen. Hiervon hat der 
Kanton Bern dem Beschwerdeführer Fr. 400.-- zu ersetzen. 

Die Kosten des Gesuchsverfahrens um Herstellung der aufschiebenden 
Wirkung wurden noch nicht verlegt (vgl. Verfügung vom 29.12.2015, act. 5). 
Insoweit hat der Beschwerdeführer obsiegt, weshalb keine Verfahrenskos-
ten zu erheben sind (Art. 108 Abs. 2 VRPG) und die ERZ ihm die Partei-
kosten zu ersetzen hat (Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 VRPG). Es 
erscheint eine pauschale Parteikostenentschädigung von Fr. 500.-- (inkl. 
Auslagen und MWSt) als angemessen.

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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. a) Die Kosten des Beschwerdeverfahrens vor dem Verwaltungsgericht, 
bestimmt auf eine Pauschalgebühr von Fr. 2'500.--, werden dem Be-
schwerdeführer zu vier Fünfteln, ausmachend Fr. 2'000.--, auferlegt. 
Die restlichen Kosten werden nicht erhoben.

b) Für das Gesuchsverfahren vor dem Verwaltungsgericht um Herstel-
lung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde werden keine 
Kosten erhoben.

3. a) Der Kanton Bern (Erziehungsdirektion) hat dem Beschwerdeführer für 
das Beschwerdeverfahren vor dem Verwaltungsgericht die Partei-
kosten, festgesetzt auf Fr. 2'000.-- (inkl. Auslagen und MWSt), zu 
einem Fünftel, ausmachend Fr. 400.--, zu ersetzen. 

b) Der Kanton Bern (Erziehungsdirektion) hat dem Beschwerdeführer für 
das Gesuchsverfahren vor dem Verwaltungsgericht auf Herstellung 
der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde eine pauschale Partei-
kostenentschädigung von Fr. 500.-- (inkl. Auslagen und MWSt) zu 
bezahlen. 

4. Zu eröffnen:
- Rechtsanwältin ... z.H. des Beschwerdeführers
- der Erziehungsdirektion des Kantons Bern

und mitzuteilen:
- der Schulkommission des Gymnasiums Biel-Seeland

Der Abteilungspräsident: Der Gerichtsschreiber:

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Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.