# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4a6fba34-9a59-5880-9931-837ce17e57b1
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-07-17
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 17.07.2009 E-4419/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-4419-2009_2009-07-17.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-4419/2009/ame
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 7 .  J u l i  2 0 0 9

Einzelrichterin Gabriela Freihofer, 
mit Zustimmung von Richter Walter Lang;
Gerichtsschreiberin Chantal Schwizer.

A._______,
Guinea,

Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 30. Juni 2009 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-4419/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer  – ein  guineischer  Staatsbürger  aus 
B._______ – sein Heimatland eigenen Angaben zufolge im Jahre 2007 
verlassen habe, zu Fuss sowie mit einem PW nach C._______ gelangt 
und von dort per Schiff illegal nach D._______ gereist sei, wo er sich 
ein Jahr niedergelassen habe,

dass  der  Beschwerdeführer  am 1. Februar  2009 von D._______ via 
E._______ unter Umgehung der Grenzkontrolle am 2. Februar 2009 in 
die Schweiz einreiste, wo er gleichentags um Asyl nachsuchte,

dass er anlässlich der Kurzbefragung im F._______ vom 11. Februar 
2009 sowie der direkten Anhörung vom 23. Juni 2009 zur Begründung 
des  Asylgesuchs  im  Wesentlichen  geltend  macht,  sein  Vater  sei 
Politiker  gewesen  und  habe  im  Dienst  für  den  damaligen 
Staatspräsidenten Lansana Conté gearbeitet, indem er bei den jeweili-
gen Wahlkampagnen Leute für die Partei mobilisiert habe,

dass es im Mai 2006 zu Protesten in Conakry gekommen sei, worauf 
alle Familien im Dorf, welche in Verbindung mit Lansane Conté hätten 
gebracht werden können, bedroht worden seien,

dass er sich zusammen mit seinem Vater auf ihrem Feld aufgehalten 
habe, als sie viele Leute gesehen hätten, welche den Namen seines 
Vaters geschrien hätten,

dass sein Vater aus Angst um seine Familie die (...) und ihn selbst am 
folgenden Tag nach G._______ gebracht habe, worauf sie einen Tag 
später per Auto nach H._______ weitergereist seien,

dass (...) mangels finanzieller Mittel zuerst nach I._______, wo er die 
Schule  besucht  habe  und  sich  seine  Eltern  verheiratet  hätten, 
geflüchtet seien, um zwei Monate später ihm und (...) nach H._______ 
nachzureisen,

dass er sich weniger als zwei Monate in H._______ aufgehalten habe, 
bevor er auf dem Seeweg nach D._______ geflüchtet sei, wo er sich 
während eines Jahres illegal aufgehalten habe,

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dass  ihn  die  Behörden  von  K._______  lediglich  daktyloskopisch 
erfasst,  'irgend  etwas'  aufgeschrieben  und  ihn  ohne  zu  vernehmen 
wieder freigelassen hätten, 

dass bezüglich des weiteren Inhalts der Aussagen des Beschwerde-
führers auf die Protokolle bei den Akten verwiesen werden kann,

dass  das  BFM  den  Beschwerdeführer  anlässlich  der  Einreichung 
seines Asylgesuchs am 2. Februar 2009 und im Rahmen der Kurzbe-
fragung vom 11. Februar 2009 aufforderte, innert 48 Stunden rechts-
genügliche Identitätspapiere einzureichen, und der Beschwerdeführer 
dieser Aufforderung bis dato nicht nachgekommen ist,

dass das BFM mit Verfügung vom 30. Juni 2009  – eröffnet am 1. Juli 
2009  – in  Anwendung  von  Art.  32  Abs.  2  Bst.  a  und  Abs.  3  des 
Asylgesetzes  vom  26. Juni  1998  (AsylG,  SR  142.31)  auf  das  Asyl-
gesuch des Beschwerdeführers vom 2. Februar 2009 nicht eintrat, die 
Wegweisung aus der Schweiz verfügte und den Vollzug anordnete,

dass der Beschwerdeführer am 8. Juli  2009  – Datum Poststempel  – 
gegen den Entscheid  des  BFM Beschwerde erhob und dabei  bean-
tragte, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben, ihm sei die Flücht-
lingseigenschaft zuzuerkennen und Asyl zu gewähren, eventualiter sei 
festzustellen, dass der Vollzug der Wegweisung unzulässig und unzu-
mutbar sei und die vorläufige Aufnahme sei anzuordnen,

dass er in prozessualer Hinsicht beantragte, es sei ihm die unentgelt-
liche Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1  des Bundesgesetzes 
vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 
172.021) zu gewähren und auf die Erhebung eines Kostenvorschusses 
sei zu verzichten,

dass die vorinstanzlichen Akten am 13. Juli 2009 beim Bundesverwal-
tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

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und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m.  Art.  31-34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG, SR 173.32];  Art.  83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders  berührt  ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde – vorbehältlich der nachstehenden Erwägungen – einzutre-
ten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art.  106  Abs. 1 
AsylG),

dass  sich  die  vorliegend  zu  beurteilende  Beschwerde  gegen  eine 
Verfügung richtet, laut deren Dispositiv das BFM auf das Asylgesuch 
des  Beschwerdeführers  nicht  eingetreten  ist  (vgl.  Ziff.  1  des 
Verfügungsdispositivs),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  auf  das  Begehren  um  Gewährung  von  Asyl  somit  nicht 
einzutreten ist,

dass sich die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintretensent-
scheid als unrechtmässig erachtet – einer selbstständigen materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer  Entscheidung  an  die  Vorinstanz  zurückweist  (vgl. 
Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

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dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist  (vgl. 
Entscheide  des  Schweizerischen  Bundesverwaltungsgerichts  [BVGE] 
2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand ist (vgl. BVGE ebenda E. 2.1 S. 73),

dass  die  Beurteilungszuständigkeit  des  Bundesverwaltungsgerichts 
zudem  in  der  Frage  der  Wegweisung  und  des  Vollzugs  nicht  be-
schränkt ist,  weil  das BFM sich diesbezüglich gemäss Art. 44 AsylG 
i.V.m. Art. 83 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die 
Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) materiell zur Sache 
zu äussern hat,

dass  über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel zu verzichten ist,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass die  Bestimmung von Art. 32 Abs. 2  Bst. a  AsylG jedoch keine 
Anwendung findet, wenn Asylsuchende glaubhaft machen können, sie 
seien  dazu  aus  entschuldbaren  Gründen  nicht  in  der  Lage  (Art.  32 
Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 
und 7 AsylG die Flüchtlingseigenschaft festgestellt wird (Art. 32 Abs. 3 
Bst.  b  AsylG)  oder  sich  auf  Grund  der  Anhörung  erweist,  dass  zu-
sätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder 

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eines  Wegweisungsvollzugshindernisses  nötig  sind  (Art.  32  Abs.  3 
Bst. c AsylG),

dass  hinsichtlich  der  zur  Begründung  des  Asylgesuchs  geltend  ge-
machten  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  vorweg  auf  dessen  am 
11.  Februar  2009  im  F._______  protokollierten  Aussagen  sowie  auf 
das  Protokoll  der  direkten  Bundesanhörung  vom  23.  Juni  2009  zu 
verweisen ist, 

dass  das  BFM  zur  Begründung  seiner  Nichteintretensverfügung  zu-
sammenfassend festhielt, es lägen keine entschuldbaren Gründe vor, 
die es dem Beschwerdeführer verunmöglicht hätten, innert 48 Stunden 
nach  Gesuchseinreichung  rechtsgenügliche  Reise-  oder  Identitäts-
papiere  einzureichen,  weshalb  er  in  klarer  Weise  gegen  die  Mitwir-
kungspflicht verstossen habe,

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung ausführlich und – nach 
Prüfung der Akten auch aus Sicht  des Bundesverwaltungsgerichts  – 
überzeugend  und  mit  hinreichender  Begründung  dargelegt  hat, 
weshalb für das Nichteinreichen von echten Reise- oder Identitätspa-
pieren  keine  entschuldbaren  Gründe  vorliegen,  weshalb  auf  diese 
verwiesen werden kann,

dass  die  Aussage  des  Beschwerdeführers  anlässlich  der  Erstbefra-
gung  vom 11.  Februar  2009,  wonach  er  seine  Eltern  habe  anrufen 
wollen, diese jedoch in einem 'Funkloch' leben würden, weshalb er sie 
nicht habe erreichen können (vgl. A1 S. 4 f.), im Vergleich zu seinen 
protokollierten Aussagen der  direkten Anhörung  widersprüchlich ist, 
zumal er anlässlich dieser aussagte, dass er im Mai 2009 mit seinen 
Eltern  telefoniert  und  sie  darum  gebeten  habe,  ihm  seine  Papiere 
zukommen zu lassen (vgl. A16 S. 3, S. 11), 

dass  in  Ergänzung  der  vorinstanzlichen  Erwägungen  weitgehend 
ausgeschlossen  werden  kann,  dass  es  ihm  angesichts  strenger 
Grenzkontrollen  in  den  Schengen-Vertragsstaaten  und  der  für  seine 
Reise  notwendigen  Transitländer  möglich  gewesen  wäre,  ohne 
authentische und rechtsgenügliche Ausweispapiere  – respektive ohne 
in diesen Ländern jemals kontrolliert zu werden (vgl. A1 S. 9 f.; A16 S. 
8)  – von  Guinea  (beziehungsweise  C._______)  in  die  Schweiz  zu 
gelangen,

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dass  schliesslich  die  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  zu  seiner 
Einreise und seinen Lebensumständen in D._______ (vgl. A1 S. 7 ff.), 
äusserst realitätsfremd anmuten, zumal die diesbezüglichen Angaben 
nach  den  Erkenntnissen  des  Bundesverwaltungsgerichts  über  die 
Migrationspolitik in K._______ nicht vereinbar erscheinen, 

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  aufgrund  der  realitätsfremden 
Ausführungen des Beschwerdeführers sowie der gesamten Aktenlage 
davon ausgeht,  er  habe bei  seiner Einreise in die Schweiz authenti-
sche Identitäts- und Reisepapiere besessen, welche er jedoch innert 
48  Stunden  und  bis  heute  in  Verletzung  seiner  gesetzlichen  Mitwir-
kungspflicht  (vgl.  Art.  8  Abs.  1  Bst.  b  AsylG)  den  schweizerischen 
Behörden nicht aushändigte,

dass  daran  seine  Erklärungsversuche  in  seiner  Beschwerdeschrift, 
wonach er seine Eltern darum gebeten habe, ihm seine Identitätskarte 
zukommen zu  lassen  nichts  an  der  Sache  ändern  würde,  zumal  es 
sich bei der Frist von 48 Stunden gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
nicht um die Beschaffung neuer Papiere, sondern um die Abgabe der 
schon existierenden, für die Reise in die Schweiz verwendeten Papiere 
geht,

dass mithin zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Anhörung zu 
Recht die Flüchtlingseigenschaft verneint und zusätzliche Abklärungen 
zu deren Feststellung beziehungsweise derjenigen von Wegweisungs-
vollzugshindernissen als nicht erforderlich erachtet hat,

dass im vorliegenden Verfahren aufgrund der Aktenlage, wie sie sich 
nach  der  Befragung  im  F._______  vom  11.  Februar  2009  und  der 
direkten  Anhörung  vom  23.  Juni  2009  darstellt,  unter  Verzicht  auf 
zusätzliche  tatbeständliche  oder  rechtliche  Abklärungen  im  Rahmen 
einer  bloss  summarischen  Prüfung  der  eindeutige  Schluss  gezogen 
werden  kann,  dass  der  Beschwerdeführer  offensichtlich  die 
Flüchtlingseigenschaft  nicht  erfüllt,  und  einem  Vollzug  seiner 
Wegweisung keine Hindernisse entgegenstehen (Art. 32 Abs. 3 Bst. b 
und c AsylG),

dass  das  BFM  in  der  Entscheidbegründung  nämlich  zu  Recht 
ausführte,  die  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  seien  in  wesentli-
chen Aspekten widersprüchlich respektive unsubstanziiert,  wobei  zur 
Vermeidung  von  Wiederholungen  vorab  auf  die  zutreffenden 
Erwägungen in der angefochtenen Verfügung zu verweisen ist,

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dass  die  Darstellung  der  verfolgungsbegründenden  Kernvorbringen 
vage und substanzarm ausgefallen ist,  im Verlaufe der  Befragungen 
die  Umstände  und  Gegebenheiten  der  angeblichen  Behelligungen 
unterschiedlich  ausfielen  und  der  Beschwerdeführer  zu  keinen 
nachvollziehbaren  Detailschilderungen  betreffend  die  langjährigen 
politischen  Tätigkeiten  seines  Vaters  für  den  Präsidenten  Lansana 
Conté in der Lage war,

dass  vom  Beschwerdeführer  – wie  das  BFM  zu  Recht  ausführte  – 
zumindest hätte erwartet  werden dürfen, dass er, obwohl er eigenen 
Angaben zufolge bloss die Primarschule besucht habe, die Parteizuge-
hörigkeit von Lansana Conté bzw. seines Vaters (Parti de l'Unité et du 
Progrès: UPR) sowie die wichtigsten Oppositionsparteien (bspw. Ras-
semblement du Peuple de Guinée: RPG; Union des Forces Républi-
cains: UFR) kennt,

dass  er  zudem  hätte  wissen  müssen,  dass  "Selou  Dalein"  (recte: 
Cellou Dalein) nicht die Partei der Rivalen (vgl. A1 S. 5) ist, sondern 
eine Person, welche in den Jahren 2004 bis 2006 Premierminister von 
Guinea war,

dass  damit  das  BFM  zu  Recht  ausgeführt  hat,  die  Vorbringen  des 
Beschwerdeführers  hielten  den  Anforderungen  an  die  Glaubhaftma-
chung gemäss Art. 7 AsylG nicht stand,

dass auch in der substanziell äusserst knapp gehaltenen Beschwerde 
offensichtlich  nichts  geltend  gemacht  wird,  das  zu  einer  anderen 
Beurteilung führten könnte, zumal eine konkrete Auseinandersetzung 
mit den dem Beschwerdeführer vorgeworfenen Unglaubhaftigkeitsele-
menten grundsätzlich unterbleibt,

dass sich  mithin die Erkenntnis ergibt,  es bestehe weder Anlass zur 
Vornahme zusätzlicher Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingsei-
genschaft oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses noch gar zur 
direkten Feststellung der Flüchtlingseigenschaft (Art. 32 Abs. 3 Bst. b 
und c AsylG sowie BVGE 2007/8 E. 2.1),

dass das  BFM demnach zu Recht  gestützt  auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
i.V.m. Art. 32 Abs. 3 AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers 
nicht eingetreten ist,

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dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Beschwerdeführer 
weder  eine  Aufenthaltsbewilligung  besitzt  noch  einen  Anspruch  auf 
Erteilung  einer  solchen  hat,  weshalb  die  verfügte  Wegweisung  im 
Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen 
ist (Art. 44 Abs. 1 AsylG, Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 vom 11 
August 1999 über Verfahrensfragen AsylV 1, SR 142.311; vgl EMARK 
2001 Nr. 21),

dass  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den 
gesetzlichen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von 
Ausländern regelt,  wenn der Vollzug der Wegweisung nicht  zulässig, 
nicht  zumutbar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG; Art. 83 
Abs. 1 AuG, 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG bzw. Art. 33 Ziff. 1 FK verankerte Prinzip des 
flüchtlingsrechtlichen  Non-Refoulements  im  vorliegenden  Verfahren 
keine Anwendung findet und keine Anhaltspunkte für eine menschen-
rechtswidrige  Behandlung  im  Sinne  von  Art.  3  der  Konvention  vom 
4. November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und 
Grundfreiheiten  (EMRK,  SR  0.101)  ersichtlich  sind,  die  dem 
Beschwerdeführer in Guinea droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 

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Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass bezüglich der allgemeinen Lage im Heimatstaat des Beschwer-
deführers vollumfänglich auf die eingehenden Ausführungen der Vor-
instanz  verwiesen werden kann,  zumal  in  Guinea weder  Krieg  noch 
eine Situation allgemeiner Gewalt herrscht, sich die politische und wirt-
schaftliche Situation in letzter Zeit stabilisiert und teilweise sogar leicht 
verbessert hat, womit eine Rückführung nicht als generell unzumutbar 
erscheint,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  seiner  Reise  in  die  Schweiz  seine 
Selbstständigkeit und Flexibilität  bewiesen hat und eigenen Angaben 
zufolge in B._______ über ein familiäres Beziehungsnetz verfügt (...), 
weshalb  nicht  davon  auszugehen  ist,  er  gerate  dort  nach  seiner 
Rückkehr  in  eine  existenzbedrohende  Lage,  zumal  er  jung  und 
offenbar gesund ist sowie über berufliche Erfahrungen als (...) verfügt,

dass demnach weder die allgemeine Lage in Guinea noch individuelle 
Gründe  gegen  die  Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzuges  des 
Beschwerdeführers sprechen,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist (Art. 83 Abs. 1-4 AuG),

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist,

dass  das  Gesuch  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvor-
schusses mit vorliegendem Urteil ohne vorgängige Instruktion gegen-
standslos geworden ist,

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dass  der  Beschwerdeführer  die  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG beantragte,

dass das Verfahren aufgrund der vorstehenden Erwägungen als aus-
sichtslos zu bezeichnen ist und das Gesuch um Gewährung der unent-
geltlichen  Rechtspflege  gemäss  Art.  65  Abs.  1  VwVG  somit 
abzuweisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.-- 
(Art. 16  Abs. 1 Bst. a  VGG i.V.m. Art. 2  und 3  des Reglements  vom 
21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-
desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer 
aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird 
abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil  geht an den Beschwerdeführer, das BFM sowie an das 
(...).

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Gabriela Freihofer Chantal Schwizer

Versand: 

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