# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f2251ac5-7b7f-5ae3-b9a0-838fa1b90053
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2018-01-15
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 15.01.2018 D-7131/2017
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-7131-2017_2018-01-15.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-7131/2017 
sbj/auj 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 5 .  J a n u a r  2 0 1 8  

Besetzung 
 Einzelrichterin Jeannine Scherrer-Bänziger, 

mit Zustimmung von Richterin Andrea Berger-Fehr,  

Gerichtsschreiberin Jacqueline Augsburger. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

B._______, geboren am (…),  

und die gemeinsamen Kinder  

C._______, geboren am (…), 

D._______, geboren am (…), 

Russland,   

alle vertreten durch Stephan Nüesch, Rechtsanwalt,  

Beschwerdeführende,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung  

(Beschwerde gegen Wiedererwägungsentscheid);  

Verfügung des SEM vom 15. November 2017 / N (…). 

 

 

 

D-7131/2017 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Mit Verfügung vom 22. September 2017 stellte die Vorinstanz fest, die Be-

schwerdeführenden erfüllten die Flüchtlingseigenschaft nicht, lehnte ihre 

Asylgesuche vom 30. Oktober 2015 ab und ordnete die Wegweisung aus 

der Schweiz sowie den Vollzug der Wegweisung an.  

B.  

Das Bundesverwaltungsgericht trat mit Urteil D-6089/2017 vom 30. Okto-

ber 2017 auf die verspätet eingereichte Beschwerde vom 26. Oktober 2017 

wegen offensichtlicher Unzulässigkeit im einzelrichterlichen Verfahren 

nicht ein, so dass die vorinstanzliche Verfügung vom 22. September 2017 

in Rechtskraft erwuchs.  

C.  

Mit Eingabe ihres Rechtsvertreters vom 3. November 2017 ersuchten die 

Beschwerdeführenden das SEM um Wiedererwägung der Verfügung vom 

22. September 2017. Sie beantragten die vorläufige Aufnahme sowie bis 

auf weiteres die Aussetzung des Vollzugs der Ausweisung aus medizini-

schen, eventuell aus politischen Gründen. Zur Begründung des Gesuchs 

wiederholten sie im Wesentlichen ihre Vorbringen aus der verspäteten Be-

schwerdeeingabe vom 26. Oktober 2017 betreffend medizinische Gründe 

und die politische Situation in Tschetschenien. Dabei verwiesen sie auf 

(nicht näher bezeichnete und nicht beigelegte) ärztliche Verlaufsberichte 

der Psychiatrischen Dienste E._______ zum psychischen Gesundheitszu-

stand von B._______ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) sowie auf einen 

A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführer) betreffenden Untersu-

chungsbericht der Universitätsklinik F._______ vom 2. Mai 2017 und ein 

Aufgebot zu einer Blasendruckmessung in der Klinik F._______ vom  

6. September 2017, ferner auf das Themenpapier der Schweizerischen 

Flüchtlingshilfe (SFH) über das Gesundheitswesen in Tschetschenien und 

die Behandlung psychischer Erkrankungen und Störungen vom 8. Septem-

ber 2015 und die Auskunft der SFH-Länderanalyse vom 4. April 2017 über 

„Tschetschenien: Exilpolitische Aktivitäten, Rückkehrgefährdung“.  

D.  

Mit Eingabe vom 13. November 2017 reichten die Beschwerdeführenden 

mehrere Dokumente zum Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin 

ein (namentlich Verlaufsberichte und ein Schreiben der Psychiatrischen 

Dienste E._______ […], datiert im Zeitraum von 3. bis 7. November 2017).  

D-7131/2017 

Seite 3 

E.  

Mit Verfügung vom 15. November 2017 – eröffnet am 16. November 2017 

– wies das SEM das Wiedererwägungsgesuch ab, soweit es darauf eintrat. 

Gleichzeitig erklärte es die Verfügung vom 22. September 2017 für rechts-

kräftig und vollstreckbar, erhob eine Gebühr von Fr. 600.– und hielt fest, 

einer allfälligen Beschwerde komme keine aufschiebende Wirkung zu.  

F.  

Die Beschwerdeführenden fochten diese Verfügung durch ihren Rechts-

vertreter mit Beschwerde vom 18. Dezember 2017 beim Bundesverwal-

tungsgericht an. Sie beantragen, der Wiedererwägungsentscheid des SEM 

sei aufzuheben und ihnen sei Asyl zu gewähren. Eventualiter sei der Voll-

zug der Ausweisung aus medizinischen Gründen bis auf weiteres auszu-

setzen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht ersuchen sie um Gewährung der 

aufschiebenden Wirkung.  

Der Beschwerde lagen folgende Beweismittel bei: ein Ausdruck einer „ur-

gent action“ der US-amerikanischen Sektion von Amnesty International (AI) 

vom 17. November 2017, zwei den Beschwerdeführer betreffende ambu-

lante Austrittsberichte „Notfall (…) des Kantonsspitals G._______“ vom 

1. und 12. Dezember 2017 sowie ein die Beschwerdeführerin betreffendes 

ärztliches Attest der (…) vom 12. Dezember 2017.  

G.  

Mit superprovisorischer Massnahme vom 20. Dezember 2017 setzte die 

Instruktionsrichterin den Vollzug der Wegweisung einstweilen aus.  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:  

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Da Wiedererwägungsentscheide gemäss 

Lehre und Praxis grundsätzlich wie die ursprüngliche Verfügung auf dem 

ordentlichen Rechtsmittelweg weitergezogen werden können, ist das Bun-

desverwaltungsgericht für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde 

zuständig. Es entscheidet auf dem Gebiet des Asyls – in der Regel und 

D-7131/2017 

Seite 4 

auch vorliegend – endgültig (Art. 105 AsylG [SR 142.31]; Art. 83 Bst. d 

Ziff. 1 BGG).  

1.2 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht (Art. 108 Abs. 1 

AsylG; Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 Abs. 1 VwVG). Die 

Beschwerdeführenden haben am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men, sind durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und haben 

ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung. Sie sind daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 

AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die Beschwerde 

ist – unter dem Vorbehalt der E. 1.3 – einzutreten.  

1.3 Die Beschwerdeführenden beantragen unter anderem, ihnen sei Asyl 

zu gewähren. Umstände, welche nicht Gegenstand des vorinstanzlichen 

Verfahrens waren, können durch das Bundesverwaltungsgericht im Be-

schwerdeverfahren nicht geprüft werden, weil der Streitgegenstand im 

Laufe des Beschwerdeverfahrens weder erweitert noch qualitativ verändert 

werden darf (vgl. BVGE 2010/12 E. 1.2.1 S. 150). Über die geltend ge-

machten Vorfluchtgründe wurde mit der in Rechtskraft erwachsenen Ver-

fügung vom 22. September 2017 bereits entschieden, und das Wiederer-

wägungsverfahren vor dem SEM hat lediglich die Prüfung der vorläufigen 

Aufnahme zufolge des allfälligen Neuauftretens von Wegweisungsvoll-

zugshindernissen zum Gegenstand. Auf den Antrag auf Asylgewährung ist 

demzufolge nicht einzutreten.  

2.  

2.1 Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rü-

gen richten sich im Bereich des Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. 

BVGE 2014/26 E. 5). 

2.2 Über offensichtlich unbegründete Beschwerden entscheidet das Bun-

desverwaltungsgericht in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung 

eines zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin (Art. 111 

Bst. e AsylG). Wie nachstehend aufgezeigt wird, handelt es sich vorliegend 

um eine solche, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu be-

gründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG).  

2.3 Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde vorliegend auf die Durchfüh-

rung eines Schriftenwechsels verzichtet.  

 

D-7131/2017 

Seite 5 

3.  

3.1 Das Wiedererwägungsverfahren ist im Asylrecht spezialgesetzlich ge-

regelt (vgl. Art. 111b ff. AsylG). Ein entsprechendes Gesuch ist dem SEM 

innert 30 Tagen nach Entdeckung des Wiedererwägungsgrundes schrift-

lich und begründet einzureichen; im Übrigen richtet sich das Verfahren 

nach den revisionsrechtlichen Bestimmungen von Art. 66–68 VwVG 

(Art. 111b Abs. 1 AsylG).  

3.2 In seiner praktisch relevantesten Form bezweckt das Wiedererwä-

gungsgesuch die Anpassung einer ursprünglich fehlerfreien Verfügung an 

eine nachträglich eingetretene erhebliche Veränderung der Sachlage (vgl. 

BVGE 2014/39 E. 4.5 m.w.H.). Blieb die abzuändernde Verfügung unange-

fochten oder wurde, wie vorliegend, ein Beschwerdeverfahren mit einem 

Prozessentscheid abgeschlossen, können auch Revisionsgründe einen 

Anspruch auf Wiedererwägung begründen (zum sog. "qualifizierten Wie-

dererwägungsgesuch" vgl. BVGE 2013/22 E. 5.4 m.w.H.). Darüber hinaus 

sind Revisionsgründe, welche sich auf Tatsachen und Beweismittel abstüt-

zen, die erst nach Abschluss eines Beschwerdeverfahrens entstanden 

sind, stets unter dem Titel der Wiedererwägung bei der Vorinstanz einzu-

bringen (vgl. Art. 45 VGG i.V.m. Art. 123 Abs. 2 Bst. a letzter Teilsatz BGG; 

BVGE 2013/22).  

4.  

4.1  

4.1.1 Im Wiedererwägungsgesuch wird gestützt auf das Themenpapier der 

SFH über das Gesundheitswesen in Tschetschenien und die Behandlung 

psychischer Erkrankungen und Störungen vom 8. September 2015 im We-

sentlichen geltend gemacht, der Wegweisungsvollzug nach Tschetsche-

nien sei angesichts gravierender Mängel im dortigen Gesundheitswesen 

aus medizinischen Gründen unzumutbar. Die Beschwerdeführerin weise 

gemäss ärztlichen Verlaufsberichten der (…) akute Suizidimpulse, -hand-

lungen und -absichten auf, weshalb eine engmaschige Betreuung sowie 

Medikation beibehalten werden müssten. Sie könne in Tschetschenien 

nicht mit einer angemessenen psychiatrischen Behandlung rechnen. Der 

Beschwerdeführer leide gemäss dem Untersuchungsbericht der Universi-

tätsklinik F._______ vom 2. Mai 2017 an einer neurogenen (…)-Störung, 

einer kompletten (…) und einem Status nach (…) 12/2015 bei histologisch 

entzündlicher Veränderung. Eine Zweitmeinung zum weiteren Prozedere 

sei unumgänglich, und die Spitex-Versorgung sei aufzustocken. Eine an-

gemessene medizinische Behandlung gemäss den Vorgaben der Klinik 

F._______ sei in Tschetschenien für den Beschwerdeführer nicht erhältlich.  

D-7131/2017 

Seite 6 

4.1.2 Zum anderen wird im Wiedererwägungsgesuch unter Zitierung der 

Auskunft der SFH-Länderanalyse „Tschetschenien: Exilpolitische Aktivitä-

ten, Rückkehrgefährdung“ vom 4. April 2017 vorgebracht, die tschetsche-

nischen Behörden würden umgehend über die Rückkehr von abgewiese-

nen Asylsuchenden informiert, und diese würden nach ihrer Ankunft in der 

Regel vom Inlandgeheimdienst FSB verhört, wobei es auch zu Schlägen 

und Folter sowie zu Entführungen und Tötungen komme. Der Europäische 

Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) habe im Fall I v. Schweden am 

5. September 2013 sowie im Fall M.V. and M.T. v. Frankreich am 4. Sep-

tember 2014 entschieden, dass die Rückführung insbesondere gegen 

Art. 3 EMRK verstossen würde.  

4.2  

4.2.1 Das SEM begründete seinen Entscheid mit Bezug auf die Beschwer-

deführerin im Wesentlichen damit, deren behandelte gesundheitliche und 

vor allem psychische Probleme, welche sie im Asylverfahren vorgebracht 

habe, seien im Asylentscheid vom 22. September 2017 gewürdigt und der 

Wegweisungsvollzug sei, auch aus medizinischer Sicht, als zumutbar ein-

gestuft worden. Die nun geltend gemachten Suizidimpulse, -handlungen 

und -absichten seien gemäss den zwischen 26. September 2017 und 

19. Oktober 2017 datierenden Dokumenten zum ärztlichen Verlaufsbericht 

erst nach und durch den negativen Asylentscheid des SEM infolge einer 

Belastungsreaktion entstanden. Dies stelle nicht per se ein Vollzugshinder-

nis dar. Während die ersten Dokumente des ärztlichen Verlaufsberichts 

vom 26. September 2017 bis 13. Oktober 2017 sowie der Zwischenbericht 

vom 12. Oktober 2017 von akuten Suizidimpulsen, -handlungen und -ab-

sichten ausgegangen seien, hielten die letzten dem Bundesverwaltungs-

gericht eingereichten Dokumente des Verlaufsberichts vom 16. bis 19. Ok-

tober 2017 sowie die am 13. November 2017 beim SEM eingereichten Be-

richte vom 6. und 7. November 2017 fest, dass es der Beschwerdeführerin 

besser gehe, gemäss der Einschätzung der Ärzte Suizidgedanken und -im-

pulse nicht mehr vorhanden seien, sie sich glaubhaft von Suizidhandlun-

gen und -plänen distanziere und auch keine Hinweise auf eine Fremdge-

fährdung gegeben seien. Ihr Sturz während eines Wochenendurlaubs und 

die damit verbundenen Schmerzen, ängstliche Gefühle vor der Ausschaf-

fung, weitere Beschwerden wie Magenschmerzen oder Übelkeit und an-

gebliche Halluzinationen stünden der Zumutbarkeit des Wegweisungsvoll-

zugs nicht entgegen. Der Beschwerdeführerin gehe es besser und gemäss 

den letzten beim Gericht und beim SEM eingereichten ärztlichen Berichten 

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Seite 7 

könne eine Suizidgefahr verneint werden. Ihre Behauptungen über Vor-

kommnisse in Tschetschenien seien, soweit vorgebracht, im Asylentscheid 

gewürdigt worden.  

4.2.2 Im Weiteren stellte das SEM fest, das Themenpapier der SFH über 

das Gesundheitswesen in Tschetschenien und die Behandlung psychi-

scher Erkrankungen und Störungen vom 8. September 2015 sei seit über 

zwei Jahren publiziert und somit weit länger bekannt als die in Art. 111b 

Abs. 1 AsylG vorgesehene Frist von 30 Tagen für die Einreichung eines 

Wiedererwägungsgesuchs nach Entdeckung des Wiedererwägungsgrun-

des. Deshalb sei auf diesen Bericht grundsätzlich nicht weiter einzugehen. 

Der Vollständigkeit halber sei jedoch festzuhalten, dass aus dem SFH-Be-

richt hervorgehe, dass es im Bezirk H._______ in I._______ ein über 330 

Betten verfügendes Spital zur stationären Behandlung von psychischen Er-

krankungen gebe und die öffentliche Krankenkasse in Tschetschenien 

grundsätzlich die Behandlungskosten übernehme. Die Beschwerdeführe-

rin sei in H._______ geboren, habe zuletzt dort gelebt und verfüge in ihrer 

Heimat über ein grosses Beziehungsnetz. Sie habe angegeben, dass es 

ihr und ihrer Familie finanziell relativ gut gegangen sei, und die Beschwer-

deführenden hätten ihre Reise in die Schweiz mit einem Schlepper finan-

zieren können. Sie habe ihre Depression und (…) in Tschetschenien (me-

dikamentös) behandeln lassen können (vgl. Verfügung vom 22. September 

2017 Ziff. III 2 S. 8). Daher sei trotz gewissen im SFH-Bericht aufgezeigten 

Einschränkungen im tschetschenischen Gesundheitswesen davon auszu-

gehen, dass die Beschwerdeführerin allfällige gesundheitliche Probleme in 

ihrer Heimat behandeln lassen könne und der Zugang zu den medizini-

schen Einrichtungen gewährleistet sei.  

4.2.3 Hinsichtlich des Beschwerdeführers hielt das SEM im Wiedererwä-

gungsentscheid fest, gemäss dem Untersuchungsbericht der Klinik 

F._______ vom 2. Mai 2017 seien bei diesem eine neurogene (…)-Störung, 

eine komplette (…) und ein Status nach (…) 12/2015 bei histologisch ent-

zündlicher Veränderung diagnostiziert worden. Weder der Untersuchungs-

bericht noch ein im Wiedererwägungsgesuch erwähntes Aufgebot zu einer 

(…) Untersuchung vom 6. September 2017 seien beim SEM aktenkundig 

gewesen. Die Einsicht in die Beschwerdeakten des Bundesverwaltungsge-

richts habe ergeben, dass der Beschwerdeführer beide Dokumente ins 

Asylverfahren hätte einbringen können und müssen. Da er dies unterlas-

sen habe, sei es dem SEM nicht möglich gewesen, sich in der angefoch-

tenen Verfügung vom 22. September 2017 dazu zu äussern. Sowohl diese 

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Seite 8 

Dokumente als auch der Bericht der SFH vom 4. April 2017 (recte: 8. Sep-

tember 2015) zum Gesundheitssystem in Tschetschenien seien früher als 

30 Tage vor Einreichung des Wiedererwägungsgesuchs bekannt bezie-

hungsweise einsehbar gewesen, weshalb auf diese verspätet vorgebrach-

ten Wiedererwägungsgründe nicht einzutreten sei. Ferner hielt das SEM 

unter Hinweis auf seine Verfügung vom 22. September 2017 fest, der Be-

schwerdeführer habe gesundheitliche Probleme wie (…)leiden und (…) in 

Tschetschenien behandeln lassen können; im Übrigen verwies es auf seine 

Erwägungen zur Beschwerdeführerin (vgl. E. 4.2.2.).  

4.2.4 Sodann hielt das SEM fest, es habe die im Wiedererwägungsgesuch 

im Hinblick auf die allgemeine politische Lage in Tschetschenien geltend 

gemachten Gründe gegen einen Wegweisungsvollzug bereits im Asylent-

scheid vom 22. September 2017 gewürdigt und den Vollzug als grundsätz-

lich zumutbar bezeichnet. Neben einer Rückkehr nach Tschetschenien sei 

es den Beschwerdeführenden gestützt auf die verfassungsmässig garan-

tierte Niederlassungsfreiheit grundsätzlich möglich und zuzumuten, sich in 

einem anderen Teil der riesigen Russischen Föderation legal niederzulas-

sen oder zumindest temporär aufzuhalten. Auf den Bericht der SFH vom 

4. April 2017 ging das SEM wegen der nicht eingehaltenen 30-tägigen Frist 

von Art. 111b Abs. 1 AsylG nicht weiter ein. Schliesslich wies die Vorinstanz 

darauf hin, dass die Beschwerdeführenden eins zu eins die verspätete Be-

schwerde vom 25. Oktober 2017 an das Bundesverwaltungsgericht mit 

derselben Begründung beim SEM als Wiedererwägungsgesuch einge-

reicht hätten.  

4.3 Diesen Erwägungen wird in der Rechtsmittelschrift entgegengehalten, 

formalrechtliche Überlegungen (verspätete Vorbringen) dürften nicht zu ei-

nem negativen Entscheid über die Frage führen, ob ein Vollzug aus huma-

nitären Gründen möglich sei oder nicht. Nach Erscheinen des Berichts der 

SFH vom 4. April 2017 seien eine Vielzahl von relevanten Medien und 

Fachberichten erschienen, wonach Rückkehrer nach Tschetschenien eine 

akute Bedrohung von Leib und Leben zu befürchten hätten, wenn sie – wie 

der Beschwerdeführer – vor der Ausreise aus Tschetschenien Teil eines 

regimekritischen Umfelds gewesen seien. Unter Beilage eines Ausdrucks 

einer „urgent action“ der US-amerikanischen Sektion von AI vom 17. No-

vember 2017 wird geltend gemacht, entgegen der Ansicht der Vorinstanz 

habe sich die Situation abgewiesener Asylsuchender in Tschetschenien 

nicht verbessert, so dass eine Rückkehr für den Beschwerdeführer ange-

sichts der gefährlichen Lage unzumutbar sei. Der Wegweisungsvollzug sei 

überdies aus medizinischen Gründen unzumutbar. Der Beschwerdeführer 

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Seite 9 

sei sehr krank, und die Beschwerdeführerin sei schwer depressiv und akut 

suizidgefährdet. Beide seien nicht reisefähig, und es sei zurzeit nicht ab-

sehbar, wie lange dieser Zustand anhalten werde.  

5.  

5.1 Soweit die Beschwerdeführenden mit Hinweis auf die vorerwähnten 

Berichte der SFH und von AI in pauschaler Weise behaupteten, abgewie-

sene Asylsuchende – so auch sie – hätten bei einer Rückkehr nach Tschet-

schenien eine akute Bedrohung von Leib und Leben zu befürchten, wenn 

sie sich vor der Ausreise aus Tschetschenien in einem regimekritischen 

Umfeld befunden hätten und Teil dessen gewesen seien, bleibt festzuhal-

ten, dass die Beschwerdeführenden diesen Einwand im Rahmen des or-

dentlichen Asylverfahrens hätten erheben müssen. Sie haben es indessen 

versäumt, rechtzeitig Beschwerde zu erheben (vgl. Sachverhalt Bst. B). Es 

entspricht demgegenüber nicht dem Sinn und Zweck des Wiedererwä-

gungsverfahrens, Rügen und Einwände zuzulassen, die im Rahmen des 

ordentlichen Asylverfahrens hätten vorgebracht werden können.  

5.2 Die Beschwerdeführenden vermögen in diesem Zusammenhang auch 

nichts aus der heute noch Geltung beanspruchenden Praxis der ARK (vgl. 

Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommis-

sion [EMARK] 1998 Nr. 3 mit Hinweis auf EMARK 1995 Nr. 9) abzuleiten. 

Danach ist im Wiedererwägungsverfahren der im Revisionsverfahren gel-

tende Grundsatz analog anzuwenden, wonach ein rechtskräftiges Urteil 

auch dann in Revision zu ziehen ist, wenn die Vorbringen zwar verspätet 

sind, aber offensichtlich machen, dass dem Gesuchsteller im Herkunfts- 

oder Heimatstaat Verfolgung oder menschenrechtswidrige Behandlung 

droht und damit ein völkerrechtliches Wegweisungshindernis (Art. 33 des 

Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, 

SR 0.142.30], Art. 3 EMRK) besteht. Es genügt indessen nicht, dass eine 

gesuchstellende Person eine drohende Verletzung von Art. 3 EMRK oder 

anderer Non-Refoulement-Bestimmungen wie Art. 33 FK lediglich behaup-

tet; sie muss vielmehr im Wiedererwägungsverfahren erhebliche Beweis-

mittel beibringen und/oder Tatsachen vorbringen. Erheblich bedeutet in 

diesem Zusammenhang, dass vergangene oder gegenwärtige Tatsachen 

mit überwiegender Wahrscheinlichkeit vorliegen müssen, die aus objekti-

ver Sicht geeignet sind, die Frage ernsthaft aufzuwerfen, ob beim Vollzug 

der Wegweisung das Non-Refoulement-Gebot verletzt würde (vgl. BVGE 

2013/22 E. 5.4, Urteile des BVGer D-533/2016 vom 8. Februar 2016 E. 7.2, 

E-2152/2015 vom 27. August 2015 E. 5.3 und D-4716/2013 vom 8. Sep-

tember 2014 E.3.2, EMARK 1998 Nr. 3 E. 3b).  

D-7131/2017 

Seite 10 

Die Vorinstanz hat in der angefochtenen Verfügung zutreffend begründet, 

weshalb diese Voraussetzungen im vorliegenden Fall nicht erfüllt sind. So 

erschöpfen sich die Vorbringen im Wiedererwägungsgesuch in pauschalen 

Verweisen auf den Bericht der SFH vom 4. April 2017 sowie auf die vorge-

nannten Urteile des EGMR, welche die politische Situation und die Men-

schenrechtslage in Tschetschenien sowie die Lage von dorthin abgescho-

benen abgewiesenen Asylsuchenden darstellen. Die Beschwerdeführen-

den konkretisieren auch nicht ansatzweise, weshalb ihnen selbst eine Ver-

letzung von Art. 3 EMRK oder anderer völkerrechtlicher Non-Refoulement-

Bestimmungen drohe und unterlassen es, diesbezüglich erhebliche Tatsa-

chen vorzubringen oder Beweismittel einzureichen. Schliesslich weist die 

Vorinstanz auch zutreffend darauf hin, dass die Vorfluchtgründe der Be-

schwerdeführenden im rechtskräftigen Asylentscheid vom 22. September 

2017 als unglaubhaft beurteilt wurden. Auch aus diesem Grund handelt es 

sich bei dem – überdies in keiner Weise konkretisierten – Vorbringen in der 

Rechtsmitteleingabe, es sei „aktenkundig“, dass der Beschwerdeführer 

sich in einem regimekritischen Umfeld in Tschetschenien befunden habe, 

um eine substanzlose Behauptung. Eine andere Einschätzung ergibt sich 

auch nicht aus der mit der Beschwerde eingereichten „urgent action“ von 

AI vom 17. November 2017, zumal diese sich auf eine nach Tschetsche-

nien abgeschobene Person ohne jegliche ersichtliche Verbindung zu den 

Beschwerdeführenden bezieht. Es fehlt denn auch jegliche konkrete Be-

gründung, weshalb den Beschwerdeführer ein ähnliches Schicksal ereilen 

sollte. In diesem Zusammenhang ist auch auf die freiwillige und offenbar 

unbehelligte Rückreise der Beschwerdeführenden nach Tschetschenien im 

Jahr 2013 trotz hängigem Asylverfahren in J._______ zu verweisen.  

Den Beschwerdeführenden ist es somit nicht gelungen, eine drohende Ver-

letzung von Art. 33 FK oder Art. 3 EMRK im Fall ihrer Rückkehr nach 

Tschetschenien offensichtlich zu machen, welche nach der Praxis des Ge-

richts ausnahmsweise ein vollständiges Eintreten auf das Wiedererwä-

gungsgesuch rechtfertigen könnte. 

6.  

6.1 Betreffend die Frage der Durchführbarkeit des Wegweisungsvollzugs 

reichte der Beschwerdeführer auf Beschwerdeebene ferner zwei ambu-

lante Austrittsberichte Notfall (…) des Kantonsspitals G._______ vom 

1. und 12. Dezember 2017 ein. Diesen ist zu entnehmen, dass er innert elf 

Tagen zweimal wegen Schmerzen die Notfallabteilung des Spitals auf-

suchte und nach diversen Untersuchungen am gleichen Tag wieder entlas-

sen wurde. Als Hauptdiagnosen nennen beide Berichte eine (…), einen 

D-7131/2017 

Seite 11 

Status nach (…). 10/2017, eine neurogene (…)funktionsstörung und einen 

Status nach (…) 12/2015 bei histologisch entzündlichen Veränderungen 

(keine Malignität) sowie als Nebendiagnosen unter anderem die komplette 

(…). Während der leitende Arzt Dr. med. K._______ im ersten Bericht vom 

1. Dezember 2017 festhält, es sei „aktuell keine weitere Therapie indiziert“, 

stellt er elf Tage später fest, die Beschwerden seien am ehesten bedingt 

durch die (…) Situation des Beschwerdeführers, und dieser habe sich zu-

dem Gedanken über eine mögliche (…) mit Anlage eines (…) gemacht und 

stehe der Möglichkeit offen gegenüber. Am 15. Januar 2018 ist offenbar 

eine Sprechstunde mit Dr. med. K._______ geplant, in der „mögliche the-

rapeutische Strategien“ diskutiert werden sollen.  

6.2 Gemäss dem ärztlichen Bericht vom 12. Dezember 2017 stehen so-

wohl die jüngsten Beschwerden als auch allfällige weitere Eingriffe im Zu-

sammenhang mit der vorbestehenden (…) des Beschwerdeführers. Sie 

stellen daher keine wiedererwägungsrechtlich relevante veränderte Sach-

lage dar. Das SEM hat im Asylentscheid vom 22. September 2017 darauf 

hingewiesen, dass der Beschwerdeführer nach der Rückkehr von einem 

einjährigen Aufenthalt in J._______ in Tschetschenien ohne weiteres wie-

der eine staatliche Invalidenrente erhielt und sein Leben im (…) mit dieser 

Rente und der Unterstützung seiner grossen Familie bestreiten konnte. Al-

lein der Umstand, dass die dortigen Behandlungen qualitativ nicht dem 

schweizerischen Standard entsprechen, spricht nicht gegen die Zumutbar-

keit des Wegweisungsvollzugs in den Heimat- oder Herkunftsstaat des Be-

schwerdeführers (vgl. BVGE 2009/2 E. 9.3.2, mit Hinweis auf EMARK 2003 

Nr. 24 E. 5a und b). Mit Blick auf das Gesagte kann darauf verzichtet wer-

den, allfällige Ergebnisse der medizinischen Sprechstunde vom 15. Januar 

2018 abzuwarten.  

6.3  

6.3.1 Die Beschwerdeführerin reichte auf Beschwerdeebene einen ärztli-

chen Kurzbericht der Psychiatrischen Dienste E._______ vom 12. Dezem-

ber 2017 ein. Gemäss diesem befindet sie sich wegen einer schweren de-

pressiv-suizidalen Krise vor dem Hintergrund einer posttraumatischen Be-

lastungsstörung (ICD-10 F43.1) und mehrerer Suizidversuche in den letz-

ten Wochen seit dem 29. November 2017 in stationärer psychiatrischer Be-

handlung. Die vordiagnostizierte Belastungsstörung habe sich vor zirka 

drei Wochen nach einem Konflikt mit einem Sozialarbeiter im aktuellen 

Wohnheim massiv verschlechtert, und der Ausschaffungsentscheid habe 

zu einer weiteren Verschlechterung der Symptomatik geführt. Mehrere Su-

izidversuche hätten eine sehr engmaschige Überwachung und wiederholt 

D-7131/2017 

Seite 12 

eine 1:1-Betreuung erfordert, und die Patientin stehe immer noch unter 

dem Einfluss einer stark sedierenden Medikation. Die Perspektive, ins 

Land in dem sie schwer traumatisiert worden sei, zurückzukehren, löse bei 

ihr Verzweiflung, Todesängste, aber auch starke Todeswünsche aus. Eine 

weitere stationäre Behandlung sei zum Schutz vor Suizidalität und zur Sta-

bilisierung der Patientin empfehlenswert.  

6.3.2 Die Beschwerdeführerin befindet sich seit der Abweisung ihres Asyl-

gesuches (Verfügung des SEM vom 22. September 2017) zum zweiten Mal 

in engem zeitlichen Zusammenhang mit einem negativen Entscheid der 

Asylbehörden wegen Suizidalität in stationärer Behandlung, was auf eine 

erneute – zumindest temporäre – Verschlechterung ihres Gesundheitszu-

standes hindeutet. Ob darin eine wiedererwägungsrechtlich wesentlich 

veränderte Sachlage zu erblicken ist, kann indessen offengelassen wer-

den, da – wie die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung zutreffend 

festgehalten hat (vgl. zur Vermeidung von Wiederholungen E. 4.2.2) – eine 

medizinische Behandlung psychischer Erkrankungen auch in der Her-

kunftsregion der Beschwerdeführerin möglich und erhältlich ist (vgl. Urteil 

des BVGer D-7955/2016 E. 5.5.2). Wie aus den Akten hervorgeht, wurde 

sie bereits einmal in Tschetschenien wegen einer Depression behandelt. 

Ein unausweichlich bevorstehender Wegweisungsvollzug führt bei vielen 

damit konfrontierten ausländischen Personen zu einer nicht unerheblichen 

psychischen Belastung. Für die Zeit vor und während der Rückreise in den 

Heimatstaat kann einer allfälligen zeitweiligen Verschlechterung des psy-

chischen Zustands der Beschwerdeführerin medikamentös und mit einer 

persönlichen Betreuung begegnet werden. Ohne die damit verbundene 

Beeinträchtigung der Lebensqualität zu verkennen, kann somit von den 

vorliegenden gesundheitlichen Beschwerden insgesamt nicht auf eine kon-

krete Gefährdung in Form einer medizinischen Notlage im Sinne von 

Art. 83 Abs. 4 AuG geschlossen werden. Anzufügen bleibt, dass es den 

Beschwerdeführenden unbenommen ist, beim SEM gestützt auf Art. 93 

AsylG um Ausrichtung einer medizinischen Rückkehrhilfe zu ersuchen.  

6.4 Zusammenfassend ergibt sich, dass vorliegend seit dem Entscheid 

vom 22. September 2017 weder eine wesentliche Veränderung des rechts-

erheblichen Sachverhalts eingetreten ist noch wiedererwägungsrechtlich 

erhebliche Beweismittel beigebracht worden sind, welche eine rechtliche 

Anpassung dieser Verfügung rechtfertigen würden. Das SEM hat das Wie-

dererwägungsgesuch vom 3. November 2017 demzufolge zu Recht abge-

wiesen, soweit es darauf eingetreten ist.  

D-7131/2017 

Seite 13 

7.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 49 VwVG). Die Be-

schwerde ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten war. Der Antrag auf 

Gewährung der aufschiebenden Wirkung erweist sich als gegenstandslos. 

Der am 20. Dezember 2017 angeordnete Vollzugsstopp fällt mit dem vor-

liegenden Urteil dahin.  

8.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten den Beschwerdefüh-

renden aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf Fr. 1500.– festzuset-

zen (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 

Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]).  

(Dispositiv nächste Seite) 

  

D-7131/2017 

Seite 14 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.  

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 1500.– werden den Beschwerdeführenden 

auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zuguns-

ten der Gerichtskasse zu überweisen.  

3.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das SEM und die kanto-

nale Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Jeannine Scherrer-Bänziger Jacqueline Augsburger 

 

 

Versand: