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**Case Identifier:** 38896fae-cd43-5575-966c-28ca47ed7704
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-02-25
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 25.02.2025 100 2024 331
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2024-331_2025-02-25.pdf

## Full Text

100.2024.331U
BUC/FLN/SRE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 25. Februar 2025

Verwaltungsrichter Bürki
Gerichtsschreiberin Flückiger

A.________

Beschwerdeführerin

gegen

Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion des Kantons Bern
Rechtsabteilung, Münsterplatz 3a, Postfach, 3000 Bern 8

betreffend Gebühren für Tierschutzkontrolle (Entscheid der Wirtschafts-, 
Energie- und Umweltdirektion des Kantons Bern vom 23. September 2024; 
T2023-028)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25.02.2025, Nr. 100.2024.331U, 
Seite 2

Prozessgeschichte:

A.

Am 2. Juni 2023 führte das Amt für Veterinärwesen des Kantons Bern 
(AVET) bei A.________ eine unangemeldete tierschutzrechtliche Kontrolle 
durch. Dabei hielt es in seinem Kontrollprotokoll fest, dass bei drei Sauen die 
Klauenpflege fällig sei und sich eine abgesetzte Sau seit rund zehn Tagen in 
Einzelhaltung befinde. In der Folge stellte das AVET A.________ am 9. Au-
gust 2023 eine Gebührenrechnung im Umfang von insgesamt Fr. 210.-- zu.

Nachdem A.________ die vorgenannte Gebührenrechnung trotz Mahnung 
nicht bezahlt hatte, auferlegte das AVET ihr mit Verfügung vom 26. Oktober 
2023 eine Gebühr von Fr. 270.--, bestehend aus einer Grundgebühr von 
Fr. 60.--, einem nach Zeitaufwand berechneten Betrag von Fr. 150.-- (ent-
sprechend 1,25 Stunden à Fr. 120.--) und Fr. 60.-- für das Verfassen der 
Kostenverfügung. 

B.

Gegen diese Verfügung führte A.________ am 22. November 2023 Be-
schwerde bei der Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion des Kantons 
Bern (WEU). Diese wies das Rechtsmittel mit Entscheid vom 23. September 
2024 ab. 

C.

Hiergegen hat A.________ am 23. Oktober 2024 Verwaltungsgerichtsbe-
schwerde erhoben. Sie beantragt, der Entscheid der WEU vom 23. Septem-
ber 2024 und die Verfügung des AVET vom 26. Oktober 2023 seien aufzu-
heben. Zur Begründung in der Sache stellt sie den eventuellen Beweisan-
trag, es sei ein Fachgutachten bezüglich folgender Fragen einzuholen: «Ent-
sprach die Klauengesundheit der im Protokoll aufgeführten Tiere anlässlich 
der Kontrolle den Anforderungen von Art. 5 Abs. 4» der Tierschutzverord-

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nung vom 23. April 2008 (TSchV; SR 455.1); «war die Haltung der Sau OM 
Nr. 1________ in einer Bucht von 5 m2 bis zum 2. Juni 2023 zum Wohl des 
Tieres angezeigt».

Die WEU beantragt mit Vernehmlassung vom 21. November 2024 die Ab-
weisung der Beschwerde. 

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte 
kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes 
vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 
zuständig. Die Beschwerdeführerin hat am vorinstanzlichen Verfahren teilge-
nommen, ist durch den angefochtenen Entscheid besonders berührt und hat 
ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 79 
Abs. 1 VRPG). Die Bestimmungen über Form und Frist sind eingehalten 
(Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG). Auf die Beschwerde ist unter Vorbehalt 
von E. 1.2 hiernach einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt im Verfahren vor dem Verwaltungsgericht bildet 
der Entscheid der WEU vom 23. September 2024; dieser ist prozessual an 
die Stelle der Verfügung des AVET vom 26. Oktober 2023 getreten (sog. De-
volutiveffekt der Beschwerde; vgl. statt vieler BVR 2022 S. 515 E. 1.7). So-
weit die Beschwerdeführerin auch die Aufhebung der erstinstanzlichen Ver-
fügung beantragt, ist daher auf die Beschwerde nicht einzutreten (vgl. zum 
Ganzen Ruth Herzog, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen 
VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 74 N. 26 i.V.m. Art. 72 N. 18, Art. 84 N. 19).

1.3 Da der Streitwert Fr. 20'000.-- nicht erreicht, fällt die vorliegende 
Streitsache in die einzelrichterliche Zuständigkeit (Art. 57 Abs. 1 des Geset-
zes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der 
Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]).

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1.4 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG). Im Rahmen der 
Rechtskontrolle auferlegt sich das Gericht eine gewisse Zurückhaltung, so-
weit für die Beurteilung besondere Sach- oder Fachkenntnisse erforderlich 
sind, über die es nicht gleichermassen verfügt wie die Verwaltungsbehörde 
mit ihren Fachleuten und -stellen (BVR 2016 S. 507 E. 1.4, 2014 S. 451 
E. 1.3; Ruth Herzog, a.a.O., Art. 80 N. 14 und 20).

2.

Streitig ist die tierschutzrechtliche Beanstandung bzw. die der Beschwerde-
führerin deswegen für die Kontrolle auferlegte Gebühr von Fr. 270.--. 

2.1 Gemäss Art. 41 Abs. 2 des Tierschutzgesetzes vom 16. Dezember 
2005 (TSchG; SR 455) sind die Kantone ermächtigt, Gebühren zu erheben 
für Bewilligungen und Verfügungen (Bst. a), Kontrollen, die zu Beanstandun-
gen geführt haben (Bst. b), und besondere Dienstleistungen, die einen Auf-
wand verursacht haben, der über die übliche Amtstätigkeit hinausgeht 
(Bst. c). Die Höhe dieser Gebühren bemisst sich nach dem Zeitaufwand 
(Art. 41 Abs. 3 TSchG i.V.m. Art. 219 Bst. a-c TSchV; im Kanton Bern: Art. 2 
Abs. 1 i.V.m. Anhang 2I [Gebührentarif des Amtes für Veterinärwesen] der 
Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwal-
tung [Gebührenverordnung, GebV; BSG 154.21]), wobei für Bewilligungen 
und Verfügungen ein Rahmen von Fr. 100.-- bis Fr. 5'000.-- vorgegeben ist 
(Art. 219 Bst. a TSchV). Die in Art. 41 Abs. 2 TSchG vorgesehenen Ge-
bühren stellen Verwaltungsgebühren dar (vgl. Isabelle Häner, Kausalabga-
ben – eine Einführung, in Häner/Waldmann [Hrsg.], Kausalabgaben, 2015, 
S. 1 ff., 4 f.; Daniela Wyss, Kausalabgaben, Diss. Basel 2009, S. 11); sie 
sind Ausdruck des Verursacherprinzips, wonach, wer Aufwand verursacht, 
diesen bezahlen bzw. sich angemessen an den Kosten beteiligen soll (vgl. 
Ruth 
Herzog, a.a.O., Art. 107 N. 2; zum Ganzen BVR 2022 S. 416 E. 2.1). 

2.2 Der tierschutzrechtliche Vollzug ist grundsätzlich gebührenfrei 
(Art. 41 Abs. 1 TSchG). Gebühren zur Abgeltung des für eine tierschutz-

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rechtliche Kontrolle erforderlichen Zeitaufwands setzen daher individuelle 
Zurechenbarkeit bzw. Individualäquivalenz voraus (vgl. BVR 2015 S. 3 
E. 3.3, 2009 S. 252 E. 3.1; Daniela Wyss, a.a.O., S. 40; Isabelle Häner, 
a.a.O., S. 4 f.). Sie können mit anderen Worten gestützt auf das Verursa-
cherprinzip nur dann erhoben werden, wenn die Kontrolle zu einer Bean-
standung geführt hat (vgl. Art. 41 Abs. 2 Bst. b TSchG). Eine tierschutzrecht-
liche Beanstandung ist damit als Feststellung eines Gesetzes- bzw. Verord-
nungsverstosses zu verstehen (BVR 2022 S. 416 E. 2.2 mit Hinweisen). Als 
solche bildet sie die Grundlage der Anordnung verwaltungsrechtlicher Mass-
nahmen (Art. 28 ff. des Bundesgesetzes vom 9. Oktober 1992 über Lebens-
mittel und Gebrauchsgegenstände [altes Lebensmittelgesetz, aLMG; 
AS 1995 S. 1469] bzw. Art. 34 ff. des Bundesgesetzes vom 20. Juni 2014 
über Lebensmittel und Gebrauchsgegenstände [Lebensmittelgesetz, LMG; 
SR 817.0]; vgl. auch Art. 23 Abs. 1 und Art. 24 Abs. 1 TSchG) und gibt 
grundsätzlich Anlass zu einer Strafanzeige durch die Verwaltungsbehörden 
(zur sowohl im Lebensmittel- als auch im Tierschutzrecht geltenden Anzei-
gepflicht vgl. Art. 31 aLMG bzw. Art. 37 LMG; Art. 24 Abs. 3 und 4 TSchG; 
Florian C. Roth, Strafbestimmungen und Rechtsschutz, in Donauer/Reeves/
Weber [Hrsg.], Lebensmittel- und Gebrauchsgegenständerecht, 2020, 
S. 199 ff., Kapitel 7 Rz. 81 ff.; zum Ganzen BVR 2022 S. 416 E. 2.2). 

2.3 Die (rechtmässige) Beanstandung gemäss Art. 41 Abs. 2 Bst. b 
TSchG ist materielle Voraussetzung für die Auferlegung von Gebühren für 
tierschutzrechtliche Kontrollen. Sie ist ausreichend, um Privaten Kosten auf-
zuerlegen; nicht erforderlich ist hingegen, dass die Behörde (zusätzlich) Tier-
schutzmassnahmen im Sinn von Art. 23 f. TSchG anordnet oder androht (an-
ders noch VGE 2016/360 vom 28.7.2017 E. 2.2, 2016/281 vom 8.3.2017 
E. 4.2). Wird die Kostenerhebung für die Kontrolle bestritten, so ist auch die 
Rechtmässigkeit der Beanstandung zu prüfen, sofern die von der Gebühr 
betroffene Person wie im vorliegenden Fall keine Möglichkeit hatte, sich in 
einem separaten Verfahren zu den Vorwürfen zu äussern (vgl. Botschaft des 
Bundesrats zum aLMG, in BBl 1989 S. 893 ff., 940; vgl. auch BGer 
2C_1030/2012 vom 17.10.2012 E. 2.2.2; zur Prüfung materiell-rechtlicher 
Gegebenheiten im Rahmen der Gebührenerhebung BVR 1997 S. 172 
E. 2 ff., 1996 S. 127 E. 2 ff. [beide betreffend medizinische Leistungen], 
1984 S. 219 E. 4 [betreffend Trinkwasser]. Dabei hat die Behörde für den 

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Nachweis der Gesetzes- bzw. Verordnungswidrigkeit das volle Beweismass 
anzuwenden (sog. Regelbeweismass), sofern die Beweisanforderungen 
nicht aus anerkannten Gründen herabgesetzt sind (z.B. im Rahmen des 
einstweiligen Rechtsschutzes; weiterführend zum Regelbeweismass Michel 
Daum, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 
2020, Art. 19 N. 19; zum Ganzen BVR 2022 S. 416 E. 2.3 mit weiteren Hin-
weisen). Im Folgenden ist demnach zu prüfen, ob die Beanstandung durch 
das AVET zu Recht erfolgt ist.

3.

Zum massgebenden Sachverhalt ist den Akten Folgendes zu entnehmen: 

3.1 Am 2. Juni 2023 führte das AVET auf dem Betrieb der Beschwerde-
führerin in deren Beisein eine tierschutzrechtliche Kontrolle durch. Im Kon-
trollprotokoll hielt es fest, dass bei drei Sauen die Klauenpflege fällig war. 
Weiter werde eine Sau (Ohrmarken-Nr. 1________) seit rund zehn Tagen 
einzeln gehalten; gemäss Auskunft der Beschwerdeführerin sei die Schlach-
tung für den 5. Juni 2023 geplant (Kontrollprotokoll vom 2.6.2023 [nachfol-
gend: Kontrollprotokoll], Vorakten AVET [act. 4A1] pag. 70). Für die betref-
fenden Beanstandungen stellte das AVET der Beschwerdeführerin eine Ge-
bühr in der Höhe von gesamthaft von Fr. 210.-- in Rechnung, bestehend aus 
einer Grundgebühr von Fr. 60.-- und einem nach Zeitaufwand berechneten 
Betrag von Fr. 150.-- (entsprechend 1,25 Stunden à Fr. 120.--; vgl. Vorakten 
AVET [act. 4A1] pag. 75). Die Beschwerdeführerin beglich die betreffende 
Rechnung trotz Mahnung nicht, worauf das AVET am 26. Oktober 2023 eine 
Kostenverfügung erliess, mit der sie ihr zusätzlich eine Gebühr in der Höhe 
von Fr. 60.-- für den Erlass der Verfügung auferlegte, mithin gesamthaft ei-
nen Betrag von Fr. 270.-- (Vorakten AVET [act. 4A1] pag. 76 f.). Diese Ver-
fügung focht die Beschwerdeführerin erfolglos bei der WEU an (Vorakten 
WEU [act. 4A] pag. 1 ff.).

3.2 Die WEU hat die Beschwerde mit der Begründung abgewiesen, die 
Beanstandung des AVET bezüglich Einzelhaltung eines Schweines sei zu 
Recht erfolgt. Schweine seien gemäss Art. 48 Abs. 1 TSchV grundsätzlich in 

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Gruppen zu halten. Die Beschwerdeführerin habe keine Begründung vorge-
bracht, mit der sie die Einzelhaltung der vom AVET erwähnten Sau habe 
rechtfertigten können (angefochtener Entscheid E. 4.2; vgl. weiterführend 
auch hinten E. 5.1). Da eine einzelne Beanstandung für das Auferlegen von 
Gebühren ausreiche, erübrigten sich weitere Ausführungen zur ebenfalls be-
anstandeten Klauenpflege mehrerer Schweine (angefochtener Entscheid 
E. 4.1). Hinsichtlich der Höhe der Gebühren hielt die WEU fest, dass es sich 
bei der Grundgebühr von Fr. 60.-- um eine Anfahrtspauschale handle (vgl. 
Anhang 2l Ziff. 1.2 GebV). Auch der Zeitaufwand von 1,25 Stunden bzw. die 
so erhobene Gebühr von Fr. 150.-- sei angemessen. Sodann entspreche die 
für die Redaktion der Kostenverfügung gestützt auf Art. 219 Bst. a TSchV 
erhobene Gebühr in der Höhe von Fr. 60.-- gemäss Art. 8 Abs. 1 Bst. c i.V.m. 
Art. 4 Abs. 2 GebV einem Arbeitsaufwand von 30 Minuten, was nicht zu be-
anstanden sei. Die Höhe der Gebühr erweise sich damit als angemessen 
(angefochtener Entscheid E. 4.3). 

3.3 Die Beschwerdeführerin macht demgegenüber geltend, es liege we-
der ein Gesetzes- noch ein Verordnungsverstoss vor, weshalb die materielle 
Voraussetzung für das Auferlegen von Gebühren nicht erfüllt sei (Be-
schwerde S. 2). Bei zwei Tieren, bei denen die Klauenpflege ungenügend 
gewesen sein solle, sei ein von der Beschwerdeführerin beigezogener Tier-
arzt zum Schluss gekommen, es liege kein tierschutzrelevanter Fall vor, was 
er mit Filmaufnahmen belegt habe. Die WEU habe diese Beweismittel gar 
nicht gewürdigt (Beschwerde S. 3, auch zum Folgenden). Das dritte Tier mit 
angeblich überlangen Klauen geniesse den Gnadenhof und müsse keine 
Leistung erbringen; es sei zum Zeitpunkt der Kontrolle in einer Kleingruppe 
gehalten worden. Hinsichtlich der Sau mit der Ohrmarken-Nr. 1________ 
führt die Beschwerdeführerin aus, am 2. Juni 2023 habe sich das Tier «in 
der zulässigen 10-tägigen Einzelhaltung gemäss Art. 48 Abs. 4 TSchV» be-
funden. Dies sei «nicht nur aus gesetzlichen, sondern insbesondere aus 
Gründen des Tierschutzes und des Tierwohles» angezeigt gewesen; aus 
«ethischen Gründen (Milch im Euter)» würden abgesetzte Schweine, die ge-
schlachtet werden sollen, immer mindestens eine Woche einzeln gehalten. 
Ein Tier direkt nach dem Absetzen in eine Gruppe einzugliedern, wäre «fatal 
und tierquälerisch», da es in der Gruppe Rangkämpfe gebe und die Sau in 
der Brunstzeit von anderen Tieren geritten werde.

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4.

Die den Beanstandungen des AVET zugrundeliegenden tierschutzrechtli-
chen Bestimmungen stellen sich wie folgt dar:

4.1 Wer mit Tieren umgeht, hat nach Art. 4 TSchG ihren Bedürfnissen in 
bestmöglicher Weise Rechnung zu tragen und, soweit es der Verwendungs-
zweck zulässt, für ihr Wohlergehen zu sorgen (Abs. 1). Niemand darf unge-
rechtfertigt einem Tier Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen, es in 
Angst versetzen oder in anderer Weise seine Würde missachten. Das Miss-
handeln, Vernachlässigen oder unnötige Überanstrengen von Tieren ist ver-
boten (Abs. 2). Wer Tiere hält oder betreut, muss sie angemessen nähren, 
pflegen, ihnen die für ihr Wohlergehen notwendige Beschäftigung und Be-
wegungsfreiheit sowie soweit nötig Unterkunft gewähren (Art. 6 Abs. 1 
TSchG). Weitere Vorschriften über die Haltung von und den Umgang mit Tie-
ren finden sich auf Verordnungsstufe (Art. 6 Abs. 2 und Art. 4 Abs. 3 TSchG). 
So sind Tiere so zu halten und ist mit ihnen so umzugehen, dass ihre Kör-
perfunktionen und ihr Verhalten nicht gestört werden und ihre Anpassungs-
fähigkeit nicht überfordert wird (Art. 3 Abs. 1 TSchV). Fütterung und Pflege 
sind angemessen, wenn sie nach dem Stand der Erfahrung und den Erkennt-
nissen der Physiologie, Verhaltenskunde und Hygiene den Bedürfnissen der 
Tiere entsprechen (Art. 3 Abs. 3 TSchV). Weiter bestimmt Art. 5 TSchV u.a., 
dass die Tierhalterin oder der Tierhalter das Befinden der Tiere und den Zu-
stand der Einrichtungen so oft wie nötig zu überprüfen hat (Abs. 1). Die 
Pflege soll Krankheiten und Verletzungen vorbeugen. Die Tierhalterin bzw. 
der Tierhalter ist dafür verantwortlich, dass kranke oder verletzte Tiere un-
verzüglich ihrem Zustand entsprechend untergebracht, gepflegt und behan-
delt oder getötet werden, wobei die dafür notwendigen Einrichtungen im Be-
darfsfall innerhalb nützlicher Frist zur Verfügung stehen müssen (Abs. 2). 
Hufe, Klauen, Nägel und Krallen sind soweit nötig regelmässig fachgerecht 
zu pflegen und zu beschneiden; Hufe sind soweit nötig fachgerecht zu be-
schlagen (Abs. 4). Tieren soziallebender Arten sind angemessene Sozial-
kontakte mit Artgenossen zu ermöglichen (Art. 13 TSchV). Abweichungen 
von Vorschriften zur Tierhaltung und zum Umgang mit Tieren sind zulässig, 
soweit sie aus medizinischen Gründen erforderlich sind oder um die Einhal-
tung seuchenpolizeilicher Vorschriften sicherzustellen (Art. 14 TSchV).

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4.2 Neben den allgemeinen tierschutzrechtlichen Bestimmungen enthält 
die TSchV auch spezifische Vorgaben zu einzelnen Tierarten. Soweit hier 
interessierend sieht Art. 48 TSchV namentlich vor, dass Schweine in Grup-
pen gehalten werden müssen. Ausgenommen sind Sauen während der 
Säuge- und Deckzeit sowie Eber ab Geschlechtsreife (Abs. 1). Schweine 
dürfen nicht angebunden (Abs. 2) und Zuchteber und Mastschweine nicht in 
Kastenständen gehalten werden (Abs. 3). Kastenstände für Sauen dürfen 
nur während der Deckzeit und höchstens während zehn Tagen verwendet 
werden (Abs. 4). In Gruppen gehaltene Schweine dürfen nur während der 
Fütterung in Fressständen oder Kastenständen fixiert werden (Art. 49 Abs. 1 
TSchV). Als Gruppenhaltung gilt die Haltung von mehreren Tieren einer oder 
mehrerer Arten in einer Unterkunft oder in einem Gehege, bei der sich jedes 
Tier frei bewegen kann (Art. 9 Abs. 1 TSchV). Die Tierhalterin oder der Tier-
halter muss bei Gruppenhaltung dem Verhalten der einzelnen Arten und der 
Gruppe Rechnung tragen, soweit nötig für Ausweich- und Rückzugsmöglich-
keiten sorgen und für Tiere, die zeitweilig einzeln leben, sowie für unverträg-
liche Tiere separate Unterkünfte oder Absperrgehege bereitstellen (Art. 9 
Abs. 2 TSchV).

5.

Zu prüfen ist zunächst der Vorwurf der verbotenen Einzelhaltung von 
Schweinen. 

5.1 Die Beschwerdeführerin bestreitet nicht, dass sich die Sau mit der 
Ohrmarken-Nr. 1________ am 2. Juni 2023 in Einzelhaltung befunden hat. 
Sie behauptet auch nicht, es hätten medizinische oder seuchenrechtliche 
Gründe bestanden, das Tier zu separieren (vgl. Art. 14 TSchV). Sie macht 
aber geltend, die Einzelhaltung sei aufgrund von Art. 48 Abs. 4 TSchV zuläs-
sig gewesen (vgl. vorne E. 3.3). Die WEU hat dieses Argument mit der Be-
gründung verworfen, die hier interessierende Sau habe sich zum Kontroll-
zeitpunkt nicht in der Deckzeit befunden, habe die Beschwerdeführerin die 
Sau angesichts des unmittelbar bevorstehenden Schlachttermins doch kaum 
noch einmal decken wollen (vgl. angefochtener Entscheid E. 4.2). Dieser 
Auffassung kann nicht gefolgt werden: Schutzzweck von Art. 48 Abs. 1 

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TSchV bildet in erster Linie das Tierwohl. In diesem Sinn schreibt die Be-
stimmung zur Gewährleistung artgemässer Sozialkontakte bei Sauen zwar 
grundsätzlich die Gruppenhaltung vor, erlaubt indessen die Einzelhaltung 
während der Säuge- und Deckzeit. Hintergrund der die Deckzeit betreffen-
den Ausnahme ist, dass die Gruppenhaltung in diesem Zeitraum zu Proble-
men führen kann, da Sauen in der sog. Rausche, d.h. der Brunstzeit, einan-
der aufreiten. Es entsteht Unruhe in der Gruppe und es kann zu Verletzun-
gen der Tiere kommen. Besonders problematisch ist das Aufreiten älterer, 
schwerer Sauen auf jüngere kleinere. Gehäuft treten diese Probleme auf, 
wenn mehrere Sauen einer Gruppe in der Rausche sind (vgl. Weber Roland/
Schiess Claudia, Gruppenhaltung von Sauen während der Deckzeit – Erfah-
rungen aus der Praxis, in ART-Berichte 2006 Nr. 658, S. 2, einsehbar unter: 
<www.agroscope.admin.ch>, Rubriken «Publikationen/Publikationssuche/
Reihen bis 2013/ART-Berichte»). Der in Art. 48 Abs. 1 und 4 TSchV ge-
nannte Begriff der Deckzeit ist daher – entgegen der vorinstanzlichen An-
nahme – nicht subjektiv anhand der Absichten der Tierhalterin bzw. des Tier-
halters zu verstehen, sondern bezeichnet einen physiologischen Zustand der 
Sau, nämlich den Zeitraum, in der diese brünstig bzw. «rauschig» ist. Dieser 
Zustand beginnt wenige Tage nach dem Absetzen der Ferkel und dauert 
rund eine Woche (vgl. Steffen Hoy et al., Gruppenbildung und Gruppenhal-
tung von Sauen vor der Besamung, Merkblatt Nr. 496 der Deutschen 
Landwirtschafts-Gesellschaft [DLG], S. 9 f., einsehbar unter: 
<www.dlg.org>, Rubriken: «MediaCenter/DLG-Merkblätter/Tierhal-
tung/Schwein»). In Konkretisierung von Art. 48 Abs. 1 TSchV sieht Abs. 4 
der genannten Bestimmung vor, dass Kastenstände für Sauen nur während 
der Deckzeit und höchstens während zehn Tagen verwendet werden dürfen. 
In Anbetracht der Zulässigkeit dieser weitergehenden Einschränkung muss 
im fraglichen Zeitraum zugunsten des Tierwohls auch die Einzelhaltung von 
Sauen in grösseren Einzelbuchten (und nicht in Kastenständen) als zulässig 
erachtet werden (zum diesbezüglich massgebenden Grundsatz «e maiore 
minus» vgl. etwa BGE 147 I 478 E. 3.8.1 [bezüglich Grundrechtseinschrän-
kungen durch eine Maskenpflicht]; VGE 2021/39 vom 10.9.2024 E. 3.6.3 [be-
züglich Vertrauensschutz]), sofern sich die Sau noch in der Deckzeit befin-
det.

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5.2 Im vorliegenden Fall hat die von der Beanstandung des AVET betrof-
fene Sau am 7. April 2023 geworfen; abgesetzt wurden die Ferkel 46 Tage 
nach der Geburt (vgl. Abstammungs- und Leistungsausweis vom 
20.11.2023, Vorakten AVET [act. 4A1] pag. 99), ohne Anrechnung des Wurf-
tags mithin am 23. Mai 2023 (vgl. auch angefochtener Entscheid E. 4.2). Da-
mit stellt der 2. Juni 2023 den zehnten Tag der Einzelhaltung dar, was – wie 
dargelegt (vgl. E. 5.1 hiervor) – grundsätzlich zulässig ist, sofern das Tier 
sich in diesem Zeitpunkt noch in der Deckzeit befand bzw. «rauschig» war. 
Dies lässt sich aufgrund der Feststellungen des AVET zumindest nicht aus-
schliessen, hat es auf dem Kontrollprotokoll doch einzig festgehalten, die ab-
gesetzte Sau mit der Ohrmarken-Nr. 1________ werde «seit ~ 10 T.» ein-
zeln gehalten (vgl. Kontrollprotokoll S. 1). Damit fehlt es an einer klaren 
Sachverhaltsfeststellung, wonach die grundsätzlich zulässige zehntägige 
Einzelhaltung überschritten wurde, zumal nichts darauf hindeutet, dass die 
ergänzenden Ausführungen der Beschwerdeführerin, wonach das Tier 
«nach 10 Tagen in die Grossgruppe eingegliedert» wurde (bevor am 
5.6.2023 die Schlachtung erfolgte; vgl. Beschwerde S. 3), nicht glaubhaft 
sind. Soweit das AVET im vorliegenden Fall aufgrund der konkreten Um-
stände eine Einzelhaltung vor Ablauf dieser Frist als rechtswidrig erachtete, 
weil das Tier nicht mehr «rauschig» war, hätte es dies (etwa durch eine Un-
tersuchung der Sau auf entsprechende Anzeichen) prüfen und protokollieren 
müssen. So aber ist aufgrund der Akten nicht hinreichend erstellt, dass sich 
die betreffende Sau am 2. Juni 2023 entgegen den plausiblen Ausführungen 
der Beschwerdeführerin nicht mehr in der Deckzeit befunden hat und die Ein-
zelhaltung nicht gemäss Art. 48 Abs. 1 und 4 TSchV gerechtfertigt war. Der 
Vorinstanz kann damit nicht gefolgt werden, wenn sie festhält, die betref-
fende Beanstandung sei berechtigt gewesen. Die Rüge der Beschwerdefüh-
rerin erweist sich in diesem Punkt als begründet.

6.

Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend, das AVET habe zu Unrecht 
die Klauenpflege bei drei Schweinen beanstandet (vgl. vorne E. 3.3).

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6.1 Die WEU hat diese Frage offengelassen, weil sie die in Bezug auf die 
Einzelhaltung einer Sau ausgesprochene Beanstandung (zu Unrecht, vgl. 
E. 5 hiervor) als gerechtfertigt erachtet hat; eine einzelne Beanstandung rei-
che für das Auferlegen von Gebühren aus (vgl. vorne E. 3.2). Zur Klauen-
pflege hat die Vorinstanz lediglich erwogen, gemäss Kontrollprotokoll sei 
diese bei drei Schweinen «fällig» gewesen; die Beschwerdeführerin habe die 
ihr hierfür angesetzte Frist eingehalten (angefochtener Entscheid E. 4.1). Zur 
hier massgebenden Frage, ob die Beschwerdeführerin ihre Pflichten als Tier-
halterin verletzt und die regelmässige und fachgerechte Klauenpflege bei 
den betreffenden Tieren entgegen Art. 5 Abs. 4 TSchV unterlassen hat, hat 
sich die WEU nicht geäussert. 

6.2 Es ist nicht Sache des Verwaltungsgerichts, die hier noch strittige Be-
anstandung erstinstanzlich zu beurteilen, zumal im vorliegenden Fall spezi-
fische Fachfragen zu prüfen sind, die WEU über eine weitergehende Kogni-
tion verfügt und bei der Beurteilung der Klauenpflege aufgrund der engen 
Verknüpfung von Tat- und Rechtsfragen ein gewisser Beurteilungsspielraum 
besteht (vgl. BGer 6B_811/2018 vom 25.2.2019 E. 5.4 und 13.4). Angezeigt 
wäre damit an sich eine Rückweisung an die Vorinstanz (vgl. allgemein zu 
den Gründen für eine Rückweisung Ruth Herzog, a.a.O., Art. 84 N. 8 ff.). Es 
erscheint indessen fraglich, ob die Sache, so wie sie sich heute darstellt, 
überhaupt beurteilt werden kann. So hat das AVET zwar grundsätzlich über-
zeugend ausgeführt, dass die Klauen im Zeitpunkt der Kontrolle bei drei Mut-
terschweinen zu lang waren, was die im Rahmen der Kontrolle erstellten 
Fotos nach ihrem Dafürhalten bestätigten (vgl. Eingabe AVET vor der WEU 
vom 18.12.2023 [nachfolgend: Eingabe AVET], S. 1 ff., Vorakten WEU 
[act. 4A] pag. 24 ff.). Die Beschwerdeführerin hat diese Feststellung indes-
sen substanziiert bestritten, indem sie nach der Kontrolle offenbar selber ei-
nen Tierarzt beigezogen hatte, der seinerseits Videomaterial erstellt und 
ausgesagt hatte, es liege kein Tierschutzfall vor (vgl. vorne E. 3.3; vgl. auch 
Beschwerde vor der WEU vom 22.11.2023 S. 1, Vorakten WEU [act. 4A] 
pag. 1 ff.). Weiter hat sie anhand des genannten Videomaterials Stellung-
nahmen von drei verschiedenen Personen aus dem Bereich der Schweine-
zucht eingeholt, die angeben, es sei darauf kein Tierschutzverstoss ersicht-
lich (vgl. Vorakten WEU [act. 4A] pag. 11 ff.). Dem ist zwar entgegenzuhal-
ten, dass auf dem betreffenden Videomaterial keine Nahaufnahmen der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25.02.2025, Nr. 100.2024.331U, 
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Klauen zu sehen sind, womit sich gestützt darauf nur (aber immerhin) das 
Gangbild und die Körperhaltung der Schweine beurteilen lassen. Von einem 
Verstoss gegen Art. 5 Abs. 4 TSchV ist dabei nicht erst dann auszugehen, 
wenn die Tiere Lahmheiten aufweisen oder Schmerzen leiden; die regelmäs-
sige Klauenpflege soll vielmehr Krankheiten (wie etwa Klauenentzündungen) 
und das Tierwohl beeinträchtigende Fehlleistungen gerade vermeiden (vgl. 
BGer 6B_811/2018 vom 25.2.2019 E. 13.3; vgl. auch Eingabe AVET S. 2). 
Nichtsdestotrotz liegen im vorliegenden Fall vorab aufgrund der Beurteilung 
des von der Beschwerdeführerin beigezogenen Tierarztes Umstände vor, 
die zumindest weitere Abklärungen erforderlich machen; in diesem Sinn be-
antragt die Beschwerdeführerin vor Verwaltungsgericht denn auch ausdrück-
lich das Einholen eines Fachgutachtens (vgl. vorne Bst. C). Insgesamt wäre 
damit der Aufwand, den die infolge der Rückweisung erneut mit der Sache 
befasste WEU betreiben müsste, erheblich. Dies erscheint für die blosse 
Prüfung einer Vorfrage bzw. angesichts der Tatsache, dass das AVET im 
vorliegenden Fall aufgrund des Bagatellcharakters möglicher Widerhandlun-
gen gegen die Tierschutzgesetzgebung selber von weiteren Massnahmen 
abgesehen hat (insbesondere wohl auch von einer Strafanzeige; vgl. Art. 24 
Abs. 3 und 4 TSchG) und somit ausschliesslich eine Gebühr von Fr. 270.-- 
zu beurteilen ist (vgl. vorne Bst. A und E. 3.1), unverhältnismässig. Hinzu 
kommt, dass unklar ist, ob sich allfällige Sachverhaltslücken eineinhalb 
Jahre später überhaupt noch schliessen liessen. Unter diesen Umständen 
erweist sich eine Rückweisung der Sache zur Weiterführung des Verfahrens 
zwecks (womöglich ohnehin letztlich nicht zielführender) gutachterlicher 
Sachverhaltsklärung prozessökonomisch als unverhältnismässig, steht doch 
der zu erwartende Prozessaufwand in einem offenkundigen Missverhältnis 
zur (fraglichen) Prozesszweckförderung (objektiv richtige Rechtsanwendung 
im Rahmen des Individualrechtsschutzes) und zum grundsätzlichen Inter-
esse der betroffenen Partei an einer beförderlichen Streiterledigung. Ent-
sprechend ist hier ausnahmsweise von einer Rückweisung abzusehen; viel-
mehr hat es – da es im heutigen Zeitpunkt an einer hinreichend nachgewie-
senen Beanstandung (und damit an einer materiellen Voraussetzung für die 
Auferlegung der Kontrollgebühr) fehlt (vgl. vorne E. 2.2 f.) – mit der Ent-
scheidaufhebung sein Bewenden zu haben. Die Beschwerde erweist sich 
(soweit auf sie einzutreten ist; vgl. vorne E. 1.2) mithin als begründet, ohne 

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dass auf die sinngemäss erhobene Rüge der Verletzung des rechtlichen 
Gehörs und die Beweisanträge noch weiter einzugehen ist. 

7.

7.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind für das Verfahren vor dem 
Verwaltungsgericht keine Verfahrenskosten zu erheben, zumal das teilweise 
Nichteintreten (vgl. vorne E. 1.2) keine Kostenausscheidung rechtfertigt 
(Art. 108 Abs. 1 und 2 VRPG). Die nicht anwaltlich vertretene Beschwerde-
führerin hat keinen Anspruch auf Parteikostenersatz (Art. 108 Abs. 3 und 
Art. 104 Abs. 1 VRPG). 

7.2 Die Kosten des Verfahrens vor der WEU sind entsprechend dem Aus-
gang des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens neu zu verlegen. Danach sind 
auch für das Verfahren vor der WEU keine Verfahrenskosten zu erheben 
(Art. 108 Abs. 1 und 2 VRPG); ersatzfähige Parteikosten sind ebenfalls 
keine angefallen (Art. 108 Abs. 3 und Art. 104 Abs. 1 VRPG).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, soweit darauf eingetreten wird. Der 
Entscheid der Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion des Kantons 
Bern vom 23. September 2024 wird aufgehoben.

2. Für das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht werden weder Verfah-
renskosten erhoben noch Parteikosten gesprochen. Der geleistete Kos-
tenvorschuss von Fr. 1'000.-- wird der Beschwerdeführerin nach Eintritt 
der Rechtskraft dieses Urteils zurückerstattet.

3. Für das Verfahren vor der Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion des 
Kantons Bern werden weder Verfahrenskosten erhoben noch Parteikos-
ten gesprochen.

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4. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführerin
- Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion des Kantons Bern
- Eidgenössisches Departement des Innern

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 
Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundes-
gericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.