# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 88f8d928-c972-51b0-8ab0-d4c81b61ceca
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2017-05-18
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 18.05.2017 BVGE 2017 IV/7
**Docket/Reference:** BVGE-2017-IV-7
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGE_001_BVGE-2017-IV-7_2017-05-18

## Full Text

Finanzmarktaufsicht (&Uuml;briges) | Bankenrechtliche Gewährs- und Organisationserfordernisse:
Erforderliche Risikoabklärungen und â¿¿kontrollen mit Bezug auf externe Vermögensverwalter.
			

			

				Art. 3 Abs. 2 Bst. a und c BankG. Art. 9 Abs. 3 aBankV.
			

			

				1.      In zivilrechtlicher
Hinsicht besteht nur in Ausnahmefällen eine vertragliche oder vorvertragliche Aufklärungs-
beziehungsweise Warnpflicht der Depotbank gegenüber sogenannten execution-only-Kunden (E. 4.2).
			

			

				2.      Voraussetzungen
für das Vorliegen einer schweren Verletzung einer aufsichtsrechtlichen Pflicht durch eine Unterlassung
(E. 4.3.1).
			

			

				3.      Eine über die
zivilrechtlichen Pflichten hinausgehende, einzig auf das bankenrechtliche Organisations- und Gewährserfordernis
gestützte aufsichtsrechtliche (Handlungsâ¿¿)Pflicht kommt nur in Betracht, wenn
damit ein öffentlicher Zweck verfolgt wird, beziehungsweise wenn wesentliche öffentliche
Interessen betroffen sind. Soweit Aufsichtsrecht hingegen primär den Schutz der Bankkunden
bezweckt, gilt grundsätzlich die Vermutung, dass eine Kongruenz zwischen zivilrechtlichen Pflichten
und aufsichtsrechtlichen Pflichten der Bank besteht (E. 4.3.2.1).
			

			

2018-09-26T12:18:54Z