# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d22960d9-beef-586a-96dd-ff9c567262fb
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-08-21
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 21.08.2008 E-4113/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-4113-2006_2008-08-21.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-4113/2006/
luc/fea/gsi/ame
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 1 .  A u g u s t  2 0 0 8

Richterin Christa Luterbacher (Vorsitz), Richter Pietro 
Angeli-Busi, Richterin Therese Kojic, 
Gerichtsschreiber Andreas Felder.

A_______, ehemals (...), geboren (...),
B_______, geboren (...),
C_______, ehemals (...), geboren (...),
Togo,
alle vertreten durch lic. iur. Ursina Stgier Kathe, 
(...)
Beschwerdeführende,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
vormals Bundesamt für Flüchtlinge (BFF),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl; Verfügung des BFM vom 28. Februar 2003 / 
N_______ 

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-4113/2006

Sachverhalt:

A.
Die Beschwerdeführerin verliess Togo gemäss eigenen Angaben am 
30. Juli 2001 in Richtung Ghana, von wo sie am 29. September 2001 
zusammen mit ihrem Kind nach Italien weiter geflogen sei. Am 1. Ok-
tober 2001 sei sie danach unter Umgehung der Grenzkontrollen in die 
Schweiz eingereist, wo sie gleichentags ein Asylgesuch gestellt hat.

Zur  Begründung ihres Asylgesuches machte die Beschwerdeführerin 
in  den  Befragungen  bei  der  Empfangsstelle  Vallorbe  am 4. Oktober 
2001 und bei der kantonalen Behörde am 11. Dezember 2001 im We-
sentlichen Folgendes geltend: Sie sei  im Jahre  1992 der  Union des 
Forces de Changement (UFC) beigetreten und habe danach an zahl-
reichen Parteikundgebungen teilgenommen. Im Juli 2001 sei sie nach 
einer  eigens  durchgeführten  Pressekonferenz  bzw.  nach  einer  Ver-
sammlung zusammen mit ihrem Ehemann von Soldaten verhaftet und 
in ein Camp gebracht worden. Dort sei sie gefoltert worden und habe 
die Ermordung ihres Ehemannes mitansehen müssen. Dank der Zah-
lung von Bestechungsgeldern sei sie nach drei Tagen von einem der 
Bewacher  aus  der  Haft  befreit  worden  und  habe  danach  Togo ver-
lassen.

B.
Mit Verfügung vom 28. Februar 2003 lehnte das Bundesamt für Flücht-
linge (BFF, heute: BFM) das Asylgesuch der Beschwerdeführerin vom 
1. Oktober 2001 ab und ordnete ihre Wegweisung aus der Schweiz so-
wie den Wegweisungsvollzug an. Zur Begründung führte das BFF im 
Wesentlichen aus, dass es die Vorbringen der Beschwerdeführerin für 
unglaubhaft und widersprüchlich halte.

C.
Am  4.  April  2003  erhob  die  Beschwerdeführerin  bei  der  damaligen 
Schweizerischen Asylrekurskommission (ARK) Beschwerde gegen die 
vorinstanzliche Verfügung, wobei sie die Anerkennung der Flüchtlings-
eigenschaft  und die Asylgewährung sowie in  prozessrechtlicher  Hin-
sicht die unentgeltliche Rechtspflege beantragte.

D.
Mit  Verfügung  vom 17. April  2003  teilte  die  zuständige  Instruktions-
richterin der Beschwerdeführerin mit, dass sie und ihr Kind den Ent-

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scheid in der Schweiz abwarten könnten, ihrem Gesuch um unentgelt-
liche Prozessführung gemäss Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 
172.021) jedoch nicht entsprochen werde.

E.
Mit Urteil vom 22. Mai 2003 wies die ARK die Beschwerde im verein-
fachten Verfahren ab, indem sie die Begründung des BFF stützte.

F.
Am 10. Januar 2004 gelangte die Beschwerdeführerin mit einem Wie-
dererwägungsgesuch an das BFF, welches sie im Wesentlichen mit ih-
rer Schwangerschaft begründete. Mit Verfügung vom 19. Januar 2004 
taxierte  das  BFF  das  Wiedererwägungsgesuch  der  Beschwerdefüh-
rerin als blossen Rechtsbehelf, auf dessen Behandlung kein Anspruch 
bestehe. Mit Urteil vom 11. März 2004 trat die ARK auf eine entspre-
chende  Beschwerde  gegen  diese  Verfügung  nicht  ein,  da  die  Be-
schwerdeführerin  den  verlangten  Kostenvorschuss  nicht  fristgereicht 
geleistet hatte.

G.
Am 26. Oktober 2004 reichte die Beschwerdeführerin beim BFF ein er-
neutes Wiedererwägungsgesuch ein. Dabei reichte sie folgende Doku-
mente zu den Akten: Eine Bestätigung der UFC vom 4. Oktober 2004 
und einen Parteiausweis der UFC, ausgestellt auf den Namen der Be-
schwerdeführerin. Am 10. Dezember 2004 überwies das BFF die Ein-
gabe der Beschwerdeführerin an die ARK, welche die Eingabe mit Ver-
fügung vom 20. Dezember 2004 als Revisionsgesuch entgegennahm.

H.  
In ihrem Urteil  vom 21. Februar 2005 hiess die ARK das Revisions-
gesuch der Beschwerdeführerin gut, da die eingereichten Beweismittel 
neu und erheblich  im Sinne von Art.  66  Abs. 2  Bst. a  VwVG seien. 
Dementsprechend hob die ARK ihr Urteil  vom 22. Mai 2003 auf und 
nahm das Beschwerdeverfahren wieder auf. Gleichzeitig hiess die ARK 
das  Gesuch  um  unentgeltliche  Prozessführung  für  das 
Beschwerdeverfahren gut.

I.
Am 15. März 2005 bzw. 31. Mai 2005 gingen beim BFM Bestätigungs-
schreiben der UFC vom 3. März 2005 bzw. der Ligue Togolaise des 
Droits de l' Homme (LTDH) vom 28. April 2005 ein.

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J.
Mit Schreiben vom 4. Juli 2005 erklärte die Rechtsvertreterin der Be-
schwerdeführerin  die Mandatsübernahme und reichte zugleich einen 
Bericht von Amnesty International (AI) vom 30. Juni 2005 zu den Ak-
ten, welcher über die Situation in Togo berichtet.

K.
Am 15. August 2005 reichte die Beschwerdeführerin neue Dokumente 
zu  den  Akten: Ihren Mitgliederausweis  der  französischen Exilorgani-
sation der UFC, ihr offizielles Quittungsheft über die Mitgliederbeiträge 
an die UFC, sowie die Kopie eines Bestätigungsschreibens der LTDH.

L.
Mit  Schreiben vom 13. September  2005 reichte  die  Beschwerdefüh-
rerin zwei weitere Beweisdokumente zu den Akten: Einerseits eine Be-
stätigung der UFC, dass die Beschwerdeführerin Mitglied der UFC sei 
und wegen ihrer politischen Tätigkeiten einige Tage verhaftet gewesen 
sei, sowie eine Bestätigung der Actions des Chrétiens pour l' Abolition 
de  la  Torture  (ACAT-Togo),  wo ebenfalls  festgehalten  wird,  dass  die 
Beschwerdeführerin wegen ihrer politischen Tätigkeit von der togolesi-
schen Gendarmerie festgehalten und gefoltert worden sei.

M.
In seiner Vernehmlassung vom 20. Oktober 2005 hielt das BFM an sei-
nem bisherigen Standpunkt fest und beantragte die Abweisung der Be-
schwerde. Das BFM stützte sich im Wesentlichen darauf, dass die im 
Entscheid des BFM vom 28. Februar 2003 sowie im Urteil  der  ARK 
vom  22.  Mai  2003  vorgebrachten  Verfolgungsdarstellungen  als  un-
glaubwürdig angesehen wurden und sich allein durch die Einreichung 
neuer Dokumente an dieser Sichtweise nichts ändere.

N.
Mit Schreiben vom 3. Januar 2006 reichte die Beschwerdeführerin eine 
ärztliche Bestätigung des (...) ein, dass bei ihr ein posttraumatisches 
Stresssyndrom diagnostiziert wurde.

O.
In  seiner  Vernehmlassung  vom  6.  Januar  2006  zur  Prüfung  einer 
schwerwiegenden persönlichen Notlage hielt das BFM erneut an sei-
nem bisherigen Standpunkt  und somit  am angeordneten Vollzug der 
Wegweisung fest.

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P.
Am  2.  Februar  2006  folgte  die  replikweise  Stellungnahme  der  Be-
schwerdeführerin zur Vernehmlassung des BFM vom 6. Januar 2006.

Q.
Mit  Schreiben vom 23. Februar 2006 reichte die Beschwerdeführerin 
einen Bericht der psychiatrischen (...) vom 10. Februar 2006 ein, wo 
sich die Beschwerdeführerin in Behandlung befand. Zudem informierte 
die Beschwerdeführerin darüber, dass sie seit einiger Zeit auch in der 
Schweiz Mitglied der UFC sei, und reichte in diesem Zusammenhang 
zwei  Fotos  einer  Kundgebung  der  UFC  ein,  worauf  die 
Beschwerdeführerin zu sehen ist.

R.
Mit  Schreiben  vom 23.  Mai  2006  teilte  die  Beschwerdeführerin  mit, 
dass ihr jüngeres Kind vom Vater – einem in der Schweiz anerkannten 
Flüchtling - anerkannt worden sei und somit gestützt auf Art. 51 Abs. 3 
des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) ebenfalls An-
spruch auf Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft und Asyl habe.

S.
Mit Schreiben vom 26. Oktober 2006 reichte die Beschwerdeführerin 
eine  Kopie  einer  togolesischen  Tageszeitung  zu  den  Akten  -  später 
wurde noch das Original nachgereicht, - wo ein Artikel über sie publi-
ziert  ist,  der bestätigen soll,  dass sie als Mitglied der UFC im Jahre 
2001 verhaftet worden und anschliessend nach Europa geflohen sei.

T.
Mit  Schreiben vom 28. Februar 2007 reichte die Beschwerdeführerin 
das Original des Arztberichtes vom 10. Februar 2006 ein.

U.
Mit Verfügung vom 24. April 2007 hob das BFM aufgrund der erfolgten 
Heirat der Beschwerdeführerin mit einem in der Schweiz anerkannten 
Flüchtling  wiedererwägungsweise  seine  Verfügung  vom  28.  Februar 
2003 auf,  anerkannte die Flüchtlingseigenschaft  der Beschwerdefüh-
rerin  sowie  ihrer  minderjährigen  Tochter  B_______  gemäss  Art.  51 
Abs.  1  AsylG  und  gewährte  ihnen  Asyl.  Die  Flüchtlingseigenschaft 
nach Art. 3 AsylG verneinte das BFM jedoch weiterhin. Ebenfalls mit 
Verfügung  vom  24.  April  2007  wurde  der  minderjährige  Sohn  der 
Beschwerdeführerin  C_______  in  das  Asyl  seines  Vaters  -  des 

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Ehemanns  der  Beschwerdeführerin  –  einbezogen,  und  erhielt  somit 
die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 51 Abs. 3 AsylG zugesprochen.

V.
Mit Verfügung vom 25. April  2007 wurde die Beschwerdeführerin von 
der  zuständigen  Instruktionsrichterin  aufgefordert,  innert  Frist  mitzu-
teilen, ob sie an ihrer Beschwerde festhalten wolle oder diese gegen-
standslos werden lasse. Zugleich wurde die Rechtsvertreterin ersucht, 
ihre Kostennote einzureichen.

W.
Mit  Schreiben  vom 10. Mai  2007  teilte  die  Beschwerdeführerin  dem 
Gericht mit, das sie an ihrer Beschwerde in Bezug auf die Fesstellung 
der originären Flüchtlingseigenschaft festhalten wolle. Zugleich reichte 
die Rechtsvertreterin ihre Kostennote ein.

X.
Mit Verfügung vom 18. Juni 2008 wurde die Beschwerdeführerin vom 
Gericht  ersucht,  innert  gesetzter  Frist  neue,  aktuelle  ärztliche Zeug-
nisse einzureichen.

Y.
Mit  Schreiben vom 9. Juli  2008 informierte  die Rechtsvertretung der 
Beschwerdeführerin  das  Gericht,  dass  sich  die  Beschwerdeführerin 
nicht gemeldet habe und sie demzufolge auch keine neuen ärztlichen 
Zeugnisse einreichen könne.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1  Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005  (VGG,  SR 173.32)  beurteilt  das  Bundesverwaltungs-
gericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das Bun-
desamt für Migration (BFM) gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG 
und  ist  daher  eine  Vorinstanz  des  Bundesverwaltungsgerichts.  Eine 
das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt 
nicht  vor. Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  daher  zuständig  für  die 
Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet in diesem 
Bereich  endgültig  (Art. 105 AsylG;  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundes-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

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1.2 Das Bundesverwaltungsgericht hat am 1. Januar 2007 die Beurtei-
lung der bei der ARK hängigen Rechtsmittel übernommen. Das neue 
Verfahrensrecht ist anwendbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VGG).

1.3  Die  Beschwerde  ist  form-  und  fristgerecht  eingereicht.  Die  Be-
schwerdeführerin  ist durch  die  angefochtene  Verfügung  berührt  und 
hat  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungs-
weise  Änderung.  Die  Beschwerdeführerin  ist  daher  zur  Einreichung 
der Beschwerde legitimiert (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1, 50 und 
52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.

1.4 Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrich-
tige  oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sach-
verhalts  und die  Unangemessenheit  gerügt  werden (Art. 106 Abs. 1 
AsylG).

2.
Mit Verfügung vom 24. April  2007 wurde der Beschwerdeführerin ge-
mäss Art. 51 Abs. 1 AsylG in der Schweiz Asyl gewährt und sie wurde 
als Ehefrau eines anerkannten Flüchtlings ebenfalls als Flüchtling an-
erkannt (sog. derivative Flüchtlingseigenschaft). Gegenstand des vor-
liegenden Verfahrens bildet  demnach einzig die Prüfung,  ob die Be-
schwerdeführerin  in  eigener  Person  auch  die  originäre  Flüchtlings-
eigenschaft gemäss Art. 3 AsylG erfüllt. Im Übrigen - betreffend Asyl-
gewährung,  Wegweisung  und  Wegweisungsvollzug  -  ist  die  Be-
schwerde gegenstandslos geworden.

3.
3.1 Als Flüchtling gemäss Art. 3 AslyG wird eine ausländische Person 
anerkannt, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zu-
letzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit 
zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen An-
schauungen  ernsthaften  Nachteilen  ausgesetzt  ist  oder  begründete 
Furcht hat,  solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte 
Nachteile  gelten  namentlich  die  Gefährdung  von  Leib,  Leben  oder 
Freiheit  sowie  Massnahmen,  die  einen  unerträglichen  psychischen 
Druck bewirken.

3.2  Die  Flüchtlingseigenschaft  muss  nachgeweisen  oder  zumindest 
glaubhaft  gemacht  werden. Sie ist  glaubhaft  gemacht,  wenn die Be-
hörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-
geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesent-

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lichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, 
den  Tatsachen  nicht  entsprechen  oder  massgeblich  auf  gefälschte 
oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG).

4.

4.1
4.1.1 Das BFM würdigte in seiner Verfügung vom 28. Februar 2003 die 
Vorbringen der  Beschwerdeführerin  zu ihrer  angeblichen Verhaftung, 
der miterlebten Tötung ihres damaligen Ehemannes und der darauf-
folgenden Flucht als unglaubhaft.

Die Zweifel der Vorinstanz an jenen Vorbringen sind zu teilen: Die Be-
schwerdeführerin  vermag nicht  schlüssig  darzulegen,  warum sie  bei 
der Erstbefragung die angeblich erlebte Tötung ihres Ehemannes mit 
keinem Wort erwähnte und zudem aussagte, dass sie im Militärcamp 
von ihrem Ehemann getrennt worden sei  und daher nicht wisse was 
mit ihrem Ehemann passiert sei (vgl. A 1, S. 4). Ebenso wenig nach-
vollziehbar  ist,  warum die  Beschwerdeführerin  die  angebliche  Folter 
auf einem elektrischen Stuhl bei der Erstbefragung ebenfalls nicht er-
wähnt hat  (A 1,  S. 4). Es darf  erwartet  werden,  dass solch zentrale 
Elemente  der  Asylbegründung  auch  bei  einer  summarischen  Erst-
befragung erwähnt werden und sich dabei nicht solch eklatante Wider-
sprüche im Vergleich zu den Aussagen bei der kantonalen Anhörung 
ergeben.  Weiter  vermögen  auch  die  Aussagen  zur  erfolgten  Flucht 
nicht  zu  überzeugen. Es  erscheint  äusserst  fragwürdig,  dass  ihr  ein 
Wärter  –  der  über  Umwege  von  der  UFC  bzw.  von  ihrem  Dienst-
mädchen bestochen worden sei -  zur Flucht verholfen habe, da dieser 
in  der  Folge mit  einer  harten Bestrafung hätte rechnen müssen und 
deshalb  wohl  kaum  ein  solches  Risiko  auf  sich  genommen  hätte. 
Ausserdem erscheint es realitätsfremd, dass die Beschwerdeführerin 
in einem grossen Camp, welches von Mauern umgeben sei (vgl. A 6, 
S. 19), hätte fliehen können, ohne von weiteren Wachen entdeckt und 
aufgehalten zu werden.

4.1.2 Das BFM ging zudem weiter  davon aus, dass der von der Be-
schwerdführerin beschriebene Reiseweg nicht der Realität entspricht. 
Die Vorbringen der Beschwerdeführerin, dass sie nach ihrer Flucht aus 
dem  Gefängnis  ein  Auto  angehalten  habe,  welches  sie  direkt  nach 
Ghana gebracht habe (vgl. A 6, S. 19), und sie dort von einem unbe-
kannten Mann zwei  Monate lang betreut  worden sei,  der ihre ganze 

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Ausreise samt allen wichtigen Reisedokumenten organisiert habe (vgl. 
A  1,  S.  5;  A  6,  S.  8  und  9),  wirken  äusserst  realitätsfremd  und 
konstruiert. Die Zweifel  der  Vorinstanz,  dass die Beschwerdeführerin 
ihren  wahren  letzten  Aufenthaltsort  in  Afrika  und  ihren  richtigen 
Ausreiseweg nicht preisgeben will, sind demnach zu teilen. 

4.1.3 In ihrer Beschwerde vom 4. April 2003 vermag die Beschwerde-
führerin den festgestellten Widersprüchen und Unstimmigkeiten nichts 
Substanzielles entgegenzuhalten. Die Beschwerde erschöpft sich vor-
ab in der Wiederholung des bereits vorgetragenen Sachverhaltes und 
der Bestreitung der vorinstanzlichen Würdigung.  

Zusammenfassend  kann  gesagt  werden,  dass  das  BFF  zum dama-
ligen Zeitpunkt aufgrund der Aktenlage das Asylgesuch der Beschwer-
deführerin zu Recht abgelehnt hat.

4.1.4 Die im späteren Verlauf des Beschwerdeverfahrens vorgebrach-
ten  Erklärungen  (vgl.  insbesondere  Replikeingabe  vom  2.  Februar 
2006)  bleiben  insgesamt  unbehelflich.  Dass  die  Beschwerdeführerin 
angeblich an der Erstbefragung zentrale Vorbringen aufgrund ihres da-
maligen psychischen Erschöpfungszustandes – der dann Jahre später 
erst  zur Diagnostizierung einer posttraumatischen Belastungsstörung 
geführt  habe  –  nicht  habe  vorbringen  können,  findet  im  entspre-
chenden Protokoll der Erstbefragung keinerlei unterstützende Anhalts-
punkte und vermag deshalb nicht zu überzeugen. Ebenso wird die zu-
treffende Erwägung der Vorinstanz, die behauptete Flucht aus der Haft 
dank Bestechung eines Wärters sei unglaubhaft, einzig durch den Hin-
weis auf die im Heimatstaat der Beschwerdeführerin stark verbreitete 
Korruption nicht überzeugend widerlegt.

4.2 
4.2.1 In einem weiteren Schritt gilt es nun zu prüfen, ob die neu einge-
brachten  Beweismittel  der  Beschwerdeführerin,  welche  zur  Gut-
heissung ihres Revisionsgesuches führten und seither zu den Akten 
kamen, an dieser Sachlage etwas zu ändern vermögen.

4.2.2 Durch  das  am  26.  Oktober  2004  eingereichte  Bestätigungs-
schreiben der UFC vom 4. Oktober 2004 und einen auf ihren Namen 
ausgestellten  Parteiausweis,  sowie  mit  den  im  August  2005  nach-
gereichten Dokumenten – einem Mitgliederausweis der französischen 
Exilorganisation der UFC und einem Quittungsheft über die geleisteten 
Mitgliederbeiträge an die UFC - vermag die Beschwerdeführerin glaub-

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haft darzulegen, dass sie als aktives Mitglied in der UFC gewirkt hat. 
Auch die beim BFM eingegangenen Schreiben der UFC vom 3. März 
2005  und  der  LTDH  vom  28.  April  2005  sind  diesbezüglich  zu  er-
wähnen (vgl. oben Sachverhalt  Bst. I). Die Bestätigung einer aktiven 
Teilnahme in  einer  Oppositionspartei  vermag jedoch  für  sich  alleine 
noch keine flüchtlingsrelevante Gefährdung darzustellen.

4.2.3 Soweit  die  eingereichten Bestätigungsschreiben der UFC,  der 
UFC-Exilorganisation in Frankreich sowie der Acat-Togo belegen sol-
len, dass die Beschwerdeführerin einige Tage festgehalten und gefol-
tert worden sei, vermögen sie demgegenüber nicht zu überzeugen. Es 
ist davon auszugehen, dass die Bestätigungen auf Aussagen der Be-
schwerdeführerin selbst beruhen müssen, da es diesen Organisation 
kaum  möglich  wäre,  solche  Informationen  aus  anderen  Quellen  er-
halten zu haben. Die Schreiben nennen denn auch keine Quellen ihrer 
Information. Es erscheint daher offensichtlich, das es sich hierbei um 
zwei Gefälligkeitsschreiben handelt, die einzig die von der Beschwer-
deführerin vorgetragenen Schilderungen wiedergeben, ohne neue, be-
weiskräftige  Elemente  vorbringen zu können. Die  genannten Schrei-
ben sind  daher  nicht  geeignet,  die  angebliche  Inhaftierung und  Fol-
terung der Beschwerdeführerin als glaubhaft zu untermauern. Zudem 
besteht  ein  augenfälliger  Widerspruch  zwischen  den  erwähnten 
Schreiben und den Aussagen der Beschwerdeführerin. Im Schreiben 
der UFC vom 4. Oktober 2004 und im Schrieben der Acat-Togo wird 
bestätigt, dass die Verhaftung der Beschwerdeführerin im Jahre 2001 
anlässlich  einer  Pressekonferenz  stattgefunden  habe.  Zwar  erwähnt 
auch  die  Beschwerdeführerin  bei  den  Befragungen  zuerst,  dass  sie 
während  einer  Pressekonferenz  verhaftet  worden  sei,  korrigiert  ihre 
Aussage  aber  noch  während  der  kantonalen  Anhörung  und  gibt  zu 
Protokoll,  dass  sie  während einer  Versammlung der  Parteimitglieder 
verhaftet worden sei (vgl. A 1, S. 4; A 6 S. 7 und S. 12).

4.2.4 Weiter  reichte  die  Beschwerdeführerin  ein  Schreiben  von Am-
nesty International (AI) vom 30. Juni 2005 ein. AI äussert  sich dabei 
zur aktuell schwierigen Situation in Togo und hält eine allfällige Weg-
weisung  der  Beschwerdeführerin  nach  Togo  für  unzumutbar.  Diese 
Einschätzung ist  jedoch für  die hier in Frage stehende Anerkennung 
der  Flüchtlingseigenschaft  nicht  relevant,  da  eine allfällige  Rückkehr 
nach Togo für die Beschwerdeführerin nicht zur Debatte steht. Mit der 
Feststellung, dass Mitgliedern der UFC in Togo unter Umständen Haft 
und Folter drohen, ist  noch keine eindeutige individuelle Gefährdung 

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der Beschwerdeführerin belegt. Dass alle Mitglieder der UFC generell 
in flüchtlingsrechtlich relevanter Weise verfolgt würden, trifft  nicht zu; 
eine  individuelle  Gefährdung  der  Beschwerdeführerin  im  Sinne  von 
Art.  3  AsylG  ist  mit  den  Hinweisen  auf  die  allgemeine  Situation  im 
Heimatland nicht aufgezeigt.

4.2.5 In ihrem Schreiben vom 23. Februar 2006 teilte die Beschwerde-
führerin der Beschwerdeinstanz weiter mit, dass sie  sich nun auch in 
der Schweiz für die UFC politisch engagiere, und reichte in diesem Zu-
sammenhang  zwei  Fotos  ein,  welche  sie  bei  einer  entsprechenden 
Kundgebung zeigen. In diesem Zusammenhang stellt  sich die Frage, 
ob  die  Beschwerdeführerin  hier  subjektive  Nachfluchtgründe  ge-
schaffen hat. Da die Beschwerdeführerin ihren Darstellungen zufolge 
jedoch lediglich ein einfaches Mitglied in der hiesigen Sektion der UFC 
ist – sie bekleide die Funktion einer (...) (vgl. Eingabe vom 23. Februar 
2006,  S.  1)  -  und  keine  exponierte  Stellung  besitzt,  kann  davon 
ausgegangen  werden,  dass  die  togolesischen  Behörden  von  den 
exilpolitischen  Aktivitäten  der  Beschwerdeführerin  keine  Kenntnis 
haben  und  somit  eine  deswegen  bestehende  Gefährdung  verneint 
werden  kann.  Es  kann  daher  vorliegend  auf  weitere  Erörterungen 
verzichtet  werden,  wie  sich  hypothetisch  die  originäre 
Flüchtlingseigenschaft  aufgrund exilpolitischer  Aktivitäten einerseits  - 
was einen Asylausschluss nach Art. 54 AsylG bedeuten müsste - und 
die derivative Asylgewährung nach Einbezug in die Flüchtlingseigen-
schaft  eines Angehörigen gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG andererseits 
zueinander verhalten müssten.

4.2.6 Im  Weiteren  reichte  die  Beschwerdeführerin  eine  togolesische 
Zeitung  namens  (...),  datiert  vom  (...)  2006,  zu  den  Akten,  wo  ein 
entsprechender  Bericht  über  die  Beschwerdeführerin  und  ihre 
angebliche Inhaftierung und Flucht im Jahr 2001 abgefasst ist. In die-
sem Zusammenhang erscheint  es  sehr  fragwürdig,  warum über  fünf 
Jahre  nach  der  angeblichen  Inhaftierung  vom  Juli  2001  ein  ent-
sprechender  Bericht  in  einer  Zeitung  gedruckt  wird.  Es  ist  nicht 
nachvollziehbar,  aus  welchem  Anlass  die  Publikation  Jahre  später 
hätte  erfolgen  sollen.  Aufgrund  interner  Abklärungen  ist  zudem  be-
kannt,  dass es in  Togo einfach ist,  gegen Bezahlung entsprechende 
Artikel – welche unter Umständen sogar selber geschrieben werden – 
in einer Tageszeitung publizieren zu lassen. Aufgrund dieser Erkennt-
nisse ist  auch dieser  Zeitungsartikel  nicht  geeignet,  eine  flüchtlings-
rechtlich relevante Verfolgung der Beschwerdeführerin  glaubhaft  dar-

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zulegen;  es  vermag  die  zahlreichen  oben  erwähnten  anderweitigen 
Unglaubhaftigkeitsmerkmale  betreffend  die  angebliche  Inhaftierung 
nicht zu überwiegen. Zudem wird im erwähnten Zeitungsbericht auf die 
Familie der Beschwerdeführerin  Bezug genommen, in  deren Kreisen 
man sich um sie Sorgen mache und wo nach ihrem Verbleib gefragt 
werde. In  diesem Zusammenhang gilt  es  festzuhalten,  dass  die  Be-
schwerdeführerin  zu Protokoll  gegeben hat,  sie  habe keine Angehö-
rigen mehr (vgl. A 1, S. 2; A 6, S. 4).

4.2.7 Die Beschwerdeführerin reichte weiter einen Arztbericht vom 10. 
Februar  2006 zu den Akten,  in  welchem eine posttraumatische Stö-
rung diagnostiziert wird, welche gemäss den Aussagen der Beschwer-
deführerin  von ihren Erlebnissen in der  togolesischen Haft  herrühre. 
Das  Gericht  bestreitet  nicht,  dass  die  Beschwerdeführerin  an  den 
diagnostizierten Beschwerden leidet und jedenfalls im Jahr 2006 aus 
diesem  Grund  in  ärztlicher  Behandlung  war;  neuere  Arztzeugnisse 
sind trotz Aufforderung nicht beigebracht  worden. Es ist  aber festzu-
halten, dass kein klarer Befund vorliegt, dass diese Beschwerden im 
Zusammenhang mit einer angeblichen Inhaftierung und Folter stehen. 
Die  entsprechenden  Beschwerden  können  auch  von  anderen  Ereig-
nissen stammen, welche nicht im Zusammenhang mit einer möglichen 
Flüchtlingseigenschaft stehen. Angesicht der zahlreichen gravierenden 
Ungereimtheiten  in  den  Vorbringen  der  Beschwerdeführerin  bleiben 
diese insgesamt unglaubhaft.

4.3. Zusammenfassend kann somit  festgehalten werden,  dass einer-
seits die Vorbringen der Beschwerdeführerin zu ihrer Inhaftierung, Fol-
terung und der Tötung ihres früheren Ehemannes den Anforderungen 
von  Art.  7  AsylG nicht  standhalten,  und  dass  andererseits  ihre  Mit-
gliedschaft bei der UFC zwar glaubhaft gemacht wurde, für sich allein 
aber eine Gefährdung bei einer Rückkehr in den Heimatstaat nicht zu 
begründen vermag und somit  nicht  asylrelevant  im Sinne von Art. 3 
AsylG ist. Das BFM hat in seiner Verfügung vom 28. Februar 2003 da-
her  zu  Recht  die  originäre  Flüchtlingseigenschaft  der  Beschwerde-
führerin verneint.

4.4  Folglich  erübrigt  sich  eine  weitergehende  Prüfung,  ob  allenfalls 
auch die beiden Kinder der Beschwerdeführerin die originäre Flücht-
lingseigenschaft zugesprochen erhalten würden.

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5.
5.1 Die Beschwerdeführerin erfüllt die originäre Flüchtlingseigenschaft 
gemäss Art. 3 AsylG nach dem Gesagten nicht. Diesbezüglich ist die 
Beschwerde abzuweisen. Der Beschwerdeführerin ist durch ihre Heirat 
mit einem in der Schweiz anerkannten Flüchtling jedoch mit Verfügung 
vom 24. April  2007 nachträglich die derivative Flüchtlingseigenschaft 
anerkannt und das Asyl gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG gewährt worden, 
insoweit  ist  die  Beschwerde  gegenstandslos.  Durch  die  jetzige  Ab-
weisung der Feststellung der originären Flüchtlingseigenschaft ändert 
hieran  nichts,  und  die  Beschwerdeführerin  geniesst  auch  weiterhin 
Asyl in der Schweiz.

6.
Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 
Bundesrecht  nicht  verletzt,  den rechtserheblichen Sachverhalt  richtig 
und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die Be-
schwerde ist nach dem Gesagten abzuweisen, soweit sie nicht gegen-
standslos geworden ist.

7.
7.1  Die  Beschwerdeführerin  obsiegt  im  vorliegenden  Verfahren 
teilweise –  betreffend Anerkennung der  derivativen Flüchtlingseigen-
schaft,  Asylgewährung,  kein  Wegweisungsvollzug  –  und  unterliegt 
einzig  bezüglich  der  Feststellung  der  originären 
Flüchtlingseigenschaft.  Bei  diesem  Verfahrensausgang  wären  ihr 
reduzierte  Kosten  aufzuerlegen  (Art.  63  Abs.  1  und  5  VwVG). 
Nachdem jedoch das mit  der Rechtsmitteleingabe vom 4. April  2003 
gestellte  Gesuch  um  unentgeltliche  Rechtspflege  (Art.  65  Abs.  1 
VwVG) gleichzeitig mit der Gutheissung des Revisionsgesuches durch 
Urteil  der ARK vom 21. Februar 2005 gutgeheissen worden ist,  sind 
keine Verfahrenskosten aufzuerlegen.

7.2  Der teilweise obsiegenden Beschwerdeführerin ist  in Anwendung 
von Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 des Reglements vom 21. Februar 
2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundes-
verwaltungsgericht  (VGKE,  SR  173.320.2)  zulasten  der  Vorinstanz 
eine  Parteientschädigung  für  die  ihr  erwachsenen  notwendigen  und 
verhältnismässig  hohen  Kosten  zuzusprechen.  Die  Rechtsvertreterin 
der  Beschwerdeführerin  hat  hierzu  eine  entsprechende  Kostennote 
eingereicht und ihren Aufwand auf insgesamt Fr. 1850.-- beziffert. Die 
Rechtsvertreterin  hat  jedoch  in  ihrer  Kostennote  die  Einreichung  di-

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verser Fristerstreckungsgesuche und die Beschaffung von Arztberich-
ten verrechnet, welche vor dem 4. Juli 2005 und der entsprechenden 
Mandatsübernahme  im  Beschwerdeverfahren  geschehen  sind,  und 
deshalb hier nicht zu vergüten sind. Ab Mandatsübernahme wird ein 
Aufwand  von  Fr.  1100.--  (inkl.  Auslagen)  ausgeweisen,  welcher  als 
angemessen  gelten  kann  und  entsprechend  dem  nur  teilweisen 
Obsiegen  um  einen  Viertel  gekürzt  wird.  Das  BFM  wird  daher 
angewiesen, der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung in der 
Höhe von Fr. 825.-- zu entrichten.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit sie nicht gegenstandslos ge-
worden ist.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt.

3.
Das  BFM  wird  angeweisen,  der  Beschwerdeführerin  eine  Partei-
entschädigung von Fr. 825.-- auszurichten.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin (Einschreiben)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-

ten Ref.-Nr. N_______ (per Kurier)
- (...)

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber:

Christa Luterbacher Andreas Felder

Versand: 

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