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**Case Identifier:** bc461d15-56a8-5f90-b227-b2e179c5dcc9
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-12-02
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 02.12.2025 100 2024 279
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2024-279_2025-12-02.pdf

## Full Text

100.2024.279U
STN/TST/SRE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 2. Dezember 2025

Verwaltungsrichter Daum, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichter Stohner
Gerichtsschreiber Tschumi

A.________ und B.________
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. … und Rechtsanwältin …
Beschwerdeführende

gegen

C.________ AG
handelnd durch die statutarischen Organe
vertreten durch Rechtsanwältin … und Rechtsanwalt …
Beschwerdegegnerin 1

Einwohnergemeinde Safnern
Baubewilligungsbehörde, Hauptstrasse 62, 2553 Safnern
Beschwerdegegnerin 2

und

Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern
Rechtsamt, Reiterstrasse 11, 3013 Bern

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 02.12.2025, Nr. 100.2024.279U, 
Seite 2

betreffend Baubewilligung; Neubau von drei Doppeleinfamilienhäusern und 
drei Dreifamilienhäusern (Entscheid der Bau- und Verkehrsdirektion des 
Kantons Bern vom 20. August 2024; BVD 110/2023/199)

Prozessgeschichte:

A.

Am 1. Juli 2022 stellte die C.________ AG bei der Einwohnergemeinde (EG) 
Safnern ein Baugesuch für den Neubau von drei Doppel- und drei Dreifami-
lienhäusern auf den Parzellen Safnern Gbbl. Nrn. 1________, 2________, 
3________, 4________-8________ und 9________-11________ (damals: 
Nrn. 1________, 12________, 13________, 14________, 15________, 
16________, 17________ und 18________), die sich im Perimeter der 
Überbauungsordnung «Stygräbe Nord» (nachfolgend: ÜO) befinden. Gegen 
das Bauvorhaben erhoben unter anderen A.________ und B.________ Ein-
sprache. Nachdem die C.________ AG am 19. Dezember 2022 und 16. Ja-
nuar 2023 je eine Projektänderung eingereicht hatte, wies die Regierungs-
statthalterin des Verwaltungskreises Biel/Bienne die Einsprachen mit Ge-
samtentscheid vom 24. November 2023 ab und bewilligte das geänderte 
Vorhaben.

B.

Gegen diese Baubewilligung gelangten A.________ und B.________ am 
27. Dezember 2024 mit Beschwerde an die Bau- und Verkehrsdirektion des 
Kantons Bern (BVD). Diese holte beim Amt für Gemeinden und Raumord-
nung des Kantons Bern (AGR) einen Bericht zur Vereinbarkeit des Bauvor-
habens mit den Vorschriften der ÜO ein. Um den in diesem Bericht formu-
lierten Vorbehalten Rechnung zu tragen, reichte die C.________ AG am 
7. Mai 2024 eine weitere Projektänderung ein. Mit Entscheid vom 20. August 
2024 bewilligte die BVD diese Projektänderung, bestätigte im Übrigen die 

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Baubewilligung und wies die Beschwerde von A.________ und B.________ 
ab.

C.

Dagegen haben A.________ und B.________ am 18. September 2024 ge-
meinsam Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben. Sie beantragen, der an-
gefochtene Entscheid sei aufzuheben und die Bewilligung für das Bauvorha-
ben sei zu verweigern (Bauabschlag); eventuell seien die Akten zu neuem 
Entscheid an die Vorinstanz zurückzuweisen. Zudem sei die ÜO zur Übera-
rbeitung an die Gemeinde zurückzuweisen.

Mit Beschwerdeantwort vom 22. Oktober 2024 stellt die C.________ AG den 
Antrag, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Die 
EG Safnern beantragt mit Beschwerdeantwort vom 25. Oktober 2024, dass 
die Beschwerde abzuweisen sei. Die BVD schliesst mit Vernehmlassung 
vom 10. Oktober 2024 ebenfalls auf Beschwerdeabweisung.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte 
kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes 
vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 
zuständig. Die Beschwerdeführenden haben am vorinstanzlichen Verfahren 
teilgenommen, sind durch den angefochtenen Entscheid besonders berührt 
und haben als Anwohnerin und Anwohner in unmittelbarer Umgebung der 
Baugrundstücke ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder 
Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 40 Abs. 5 i.V.m. Abs. 2 des 
Baugesetzes vom 9. Juni 1985 [BauG; BSG 721.0]). Die Bestimmungen 
über Form und Frist sind eingehalten (Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG). 
Auf die Beschwerde ist grundsätzlich einzutreten (vgl. aber E. 1.2 hiernach).

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1.2 Die Beschwerdeführenden verlangen, dass die ÜO zur Überarbei-
tung an die Gemeinde zurückzuweisen sei (vorne Bst. C). Nutzungspläne 
bzw. planerische Festlegungen in einer ÜO werden prozessual wie Verfü-
gungen behandelt und müssen bei ihrem Erlass angefochten werden, an-
sonsten sie grundsätzlich bestandskräftig werden (Prinzip des einmaligen 
Rechtsschutzes; VGE 2023/239 vom 11.2.2025 E. 3.2 mit Hinweisen; 
Zaugg/Ludwig, Kommentar zum bernischen BauG, Band I/II, 5. Aufl. 
2020/2024, Art. 60 N. 9). Im nachfolgenden Baubewilligungsverfahren be-
schränkt sich der Verfahrensgegenstand dagegen auf das konkrete Bauvor-
haben, währenddem eine rechtskräftige planerische Festlegung nicht mehr 
in abstrakter Weise angefochten werden kann (vgl. zur ausnahmsweisen 
vorfrageweisen bzw. akzessorischen Überprüfung im Baubewilligungsver-
fahren allerdings Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 60 N. 9 ff.). Der Antrag der Be-
schwerdeführenden auf Rückweisung der ÜO an die Gemeinde liegt deshalb 
ausserhalb des hier zu beurteilenden Streitgegenstands (zum Begriff vgl. Mi-
chel Daum, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 
2. Aufl. 2020, Art. 20a N. 4 ff.). Auf die Beschwerde ist insofern nicht einzu-
treten.

1.3 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

2.

Streitig ist unter anderem, ob die Erschliessung des Bauvorhabens sicher-
gestellt ist.

2.1 Gemäss den Baugesuchsplänen «Liegenschaftsentwässerung» 
bzw. «Liegenschaftsentwässerung mit Werkleitungen», beide vom 10. Juni 
2022 (Vorakten RSA [act. 3C]), sollen die neu zu erstellenden Schmutzab-
wasser- und Regenwasserleitungen insbesondere über den südlichen Be-
reich der Parzelle Safnern Gbbl. Nr. 19________ führen, welche im Eigen-
tum des Beschwerdeführers steht. Die Beschwerdeführenden machen vor 
Verwaltungsgericht erstmals geltend, dass für diese Abwasserleitungen auf 
ihrer Parzelle ein Durchleitungsrecht fehle, weshalb die Erschliessung recht-

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lich nicht sichergestellt sei (Beschwerde Rz. 33; vgl. auch Vernehmlassung 
der BVD vom 10.10.2024 [act. 3]). Die Beschwerdegegnerin 1 bestreitet 
nicht, dass sie für diese Abwasserleitungen über kein Durchleitungsrecht 
verfügt. Sie stellt sich aber auf den Standpunkt, dass sämtliche privatrechtli-
chen Punkte zwischen den Parteien zu einem späteren Zeitpunkt nötigen-
falls gerichtlich geregelt werden könnten. Zudem bringt sie vor, dass sie die 
gesamte Detailerschliessung für das Bauvorhaben realisieren könne, ohne 
von den Beschwerdeführenden Dienstbarkeiten in Anspruch nehmen zu 
müssen (Beschwerdeantwort [act. 4] S. 13).

2.2 Die Verfahrensbeteiligten stellen richtigerweise nicht in Frage, dass 
die Erschliessung der Baugrundstücke hinsichtlich der Abwasserleitungen 
im verwaltungsgerichtlichen Verfahren zu prüfen ist, auch wenn der Einwand 
der mangelnden rechtlichen Sicherstellung neu ist und vor den Vorinstanzen 
kein Thema war (vgl. zum Streitgegenstand auf dem Gebiet des Bau- und 
Planungsrechts allgemein Michel Daum, a.a.O., Art. 20a N. 8 mit zahlreichen 
Hinweisen).

2.3 Bauvorhaben dürfen nur bewilligt werden, wenn sichergestellt ist, 
dass das Baugrundstück auf den Zeitpunkt der Fertigstellung des Baus oder 
der Anlage, wenn nötig bereits bei Baubeginn, genügend erschlossen sein 
wird (Art. 22 Abs. 2 Bst. b des Bundesgesetzes vom 22. Juni 1979 über die 
Raumplanung [Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700]; Art. 7 Abs. 1 BauG). 
Gemäss Art. 7 Abs. 2 Bst. b BauG setzt eine genügende Erschliessung na-
mentlich voraus, dass vorschriftsgemässe Einrichtungen zur Beseitigung 
des Abwassers bestehen (vgl. auch Art. 19 Abs. 1 RPG; zur Anschlusspflicht 
an die öffentliche Kanalisation in Bauzonen Art. 11 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 24. Januar 1991 über den Schutz der Gewässer 
[Gewässerschutzgesetz, GSchG; SR 814.20]). Die Erschliessungsanlagen 
müssen insbesondere auch rechtlich sichergestellt sein (Art. 3 Abs. 1 der 
Bauverordnung vom 6. März 1985 [BauV; BSG 721.1]). Gemäss Art. 4 Bst. c 
BauV gilt die Erschliessung als sichergestellt, wenn bei Anlagen auf fremdem 
Grund entweder ein für die Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer 
verbindlicher Plan (Überbauungsplan, Strassenplan) besteht oder das Recht 
zur Erstellung und Erhaltung der Anlagen vor dem Bauentscheid vereinbart 
ist (Satz 1). Die benötigten Rechte müssen bei Baubeginn erworben sein 

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(Satz 2). Ist die Erschliessung im Zeitpunkt des Baubewilligungsentscheids 
nicht sichergestellt, ist die Bewilligung grundsätzlich zu verweigern. Unzuläs-
sig wäre es insbesondere, die Baubewilligung dennoch auszustellen, etwa 
mit der Auflage, die Bauherrschaft habe bis zum Baubeginn eine genügende 
Lösung für die Erschliessung beizubringen (VGE 2022/339 vom 11.6.2024 
E. 5.2.2, 2014/139 vom 14.10.2014 E. 2.1, 23339 vom 3.11.2008 E. 4.4.1; 
Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 7/8 N. 9, Art. 38-39 N. 15a Bst. b und N. 16). 

2.4 Unter den Verfahrensbeteiligten ist unbestritten, dass die geplanten 
Abwasserleitungen auf der Parzelle Nr. 19________ in keinem Überbau-
ungs- oder Strassenplan festgelegt sind. Eine genügende Erschliessung 
setzt folglich voraus, dass das Recht zur Erstellung der Leitungen auf frem-
dem Grund im Zeitpunkt der Baubewilligung vereinbart worden ist. Diese 
Voraussetzung ist im vorliegenden Fall aber offensichtlich nicht erfüllt, zumal 
unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer den ihm vorgelegten Dienstbar-
keitsvertrag zur Begründung der fraglichen Durchleitungsrechte über die 
heutige Parzelle Nr. 19________ (Nr. 20________ gemäss dem Vertrag; 
vgl. Beschwerdebeilage 7 [act. 1C]) nicht unterzeichnet hat. Da – wie soeben 
dargelegt – das Recht zur Erstellung und Erhaltung der Abwasserleitungen 
gemäss Art. 4 Bst. c BauV vor dem Bauentscheid vereinbart worden sein 
muss, ist die genügende Erschliessung rechtlich unzureichend sicherge-
stellt. Somit ist eine zentrale Voraussetzung für die Bewilligung des Bauvor-
habens derzeit nicht gegeben. 

2.5 Soweit die Beschwerdegegnerin 1 im Übrigen erwähnt, dass sie die 
gesamte Detailerschliessung auch ohne Inanspruchnahme einer Dienstbar-
keit des Beschwerdeführers realisieren könnte, ist Folgendes festzuhalten: 
Wenn ein Bauvorhaben den gesetzlichen Anforderungen nicht entspricht, 
kann es allenfalls mit einer Projektänderung bewilligt werden (vgl. 
Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 38-39 N. 15a Bst. b). Eine Projektänderung setzt 
voraus, dass das Bauvorhaben in seinen Grundzügen gleich bleibt (Art. 43 
Abs. 1 des Dekrets vom 22. März 1994 über das Baubewilligungsverfahren 
[Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1]). Die Grundzüge sind betroffen, 
wenn ein Hauptmerkmal wie namentlich die Erschliessung wesentlich verän-
dert wird (vgl. Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 32-32d N. 12a). Ob eine alternative 
Erschliessung der hier zur Diskussion stehenden Baugrundstücke mit 

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Abwasserleitungen im Rahmen einer Projektänderung in Betracht käme oder 
ein neues Projekt erfordern würde, muss nicht abschliessend beurteilt 
werden. Projektänderungen sind im Beschwerdeverfahren vor Verwaltungs-
gericht ausgeschlossen (Art. 43 Abs. 4 Satz 1 BewD; vgl. Zaugg/Ludwig, 
a.a.O., Art. 32-32d N. 13b). Das Verwaltungsgericht hat zwar die Befugnis, 
die Sache zur Prüfung einer Projektänderung an die Vorinstanz zurückzu-
weisen (Art. 43 Abs. 4 Satz 2 BewD). Allerdings setzt ein solches Vorgehen 
in der Regel voraus, dass die Bauherrschaft einen Rückweisungsantrag stellt 
oder zumindest erklärt hat, zu einer Änderung des Projekts bereit zu sein. 
Abgesehen davon besteht kein Rechtsanspruch auf Rückweisung, sondern 
liegt der Entscheid im Ermessen des Gerichts (BVR 2023 S. 25 E. 11.1; 
VGE 2016/269 vom 17.5.2018 E. 5.2, 2016/292 vom 4.7.2017 E. 4.1; 
Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 32-32d N. 13b). Im vorliegenden Fall hat die Be-
schwerdegegnerin 1 keinen Antrag auf Rückweisung zur Eingabe einer Pro-
jektänderung gestellt. Ebenso wenig konkretisiert sie, wie eine allfällige Pro-
jektänderung auszugestalten wäre, um die Erschliessung sicherzustellen 
(etwa betreffend die konkrete Linienführung der Abwasserleitung). Schliess-
lich ist auch völlig unklar, ob überhaupt Aussicht auf die Einräumung der für 
eine alternative Erschliessung benötigten Durchleitungsrechte besteht. Da 
die Beschwerdegegnerin 1 weder einen Rückweisungsantrag stellt noch 
nähere Angaben über eine allfällige Projektänderung macht, ist auf eine 
Rückweisung an die Vorinstanz zu verzichten.

2.6 Insgesamt ergibt sich damit, dass der angefochtene Entscheid aufzu-
heben und die Baubewilligung mangels genügender Erschliessung zu ver-
weigern ist. Auf die weiteren Rügen der Beschwerdeführenden braucht bei 
diesem Ergebnis nicht eingegangen zu werden.

3.

3.1 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde offensichtlich begründet und 
deshalb gutzuheissen, soweit darauf einzutreten ist (vorne E. 1.2). Das Ver-
waltungsgericht beurteilt solche Rechtsmittel in Zweierbesetzung (Art. 56 
Abs. 3 des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichts-
behörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]).

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3.2 Bei diesem Prozessausgang hat die unterliegende Beschwerdegeg-
nerin 1 die Kosten für das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht hälftig zu 
tragen; die andere Hälfte der Kosten ist nicht zu erheben, da die Beschwer-
degegnerin 2 (Gemeinde) zwar ebenfalls unterliegt, aber nicht in ihren Ver-
mögensinteressen betroffen ist (Art. 108 Abs. 1, 2 und 2a VRPG; BVR 2025 
S. 14 E. 7.1). Die Beschwerdegegnerinnen haben den Beschwerdeführen-
den zudem die Parteikosten für das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht 
je hälftig zu ersetzen (Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 VRPG).

3.3 Gemäss Art. 41 Abs. 1 des Kantonalen Anwaltsgesetzes vom 
28. März 2006 (KAG; BSG 168.11) i.V.m. Art. 11 Abs. 1 der Verordnung vom 
17. Mai 2006 über die Bemessung des Parteikostenersatzes (Parteikosten-
verordnung, PKV; BSG 168.811) beträgt das Honorar in Beschwerdeverfah-
ren Fr. 400.-- bis 11'800.-- pro Instanz. Innerhalb dieses Rahmentarifs be-
misst sich der Parteikostenersatz nach dem in der Sache gebotenen Zeitauf-
wand, der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses 
(Art. 41 Abs. 3 KAG). Die Rechtsvertretung der Beschwerdeführenden 
macht ein Honorar von Fr. 5'520.00, zuzüglich Auslagen von Fr. 180.60 und 
Mehrwertsteuer (MWSt) von Fr. 461.75, insgesamt Fr. 6'162.35, geltend 
(Kostennote vom 27.10.2025 [act. 8]). Dieses Honorar erscheint nach
Massgabe der soeben genannten Kriterien als übersetzt. So war der Rechts-
vertreter im Verwaltungsgerichtsverfahren mit der Sache bereits vertraut, da 
er die Beschwerdeführenden schon vor der BVD vertreten hatte. Zudem 
standen keine komplexen sachverhaltlichen oder rechtlichen Fragen zur Dis-
kussion. Die Schwierigkeit des Prozesses ist insofern als eher unterdurch-
schnittlich zu beurteilen. Unter Berücksichtigung sämtlicher Umstände er-
scheint für das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht deshalb ein Parteikos-
tenersatz von Fr. 4'500.-- (inkl. Auslagen und MWSt) als angemessen.

3.4 Die Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens sind entsprechend dem 
Ausgang des vorliegenden Verfahrens zu verlegen. Der Rechtsvertreter der 
Beschwerdeführenden hatte im vorinstanzlichen Verfahren ein Honorar von 
Fr. 6'000.--, zuzüglich Auslagen von Fr. 150.-- und MWSt von Fr. 482.15, 
insgesamt Fr. 6'632.15 geltend gemacht (Kostennote vom 18.7.2024, Vor-
akten BVD [act. 3A] pag. 106). Dies ist – wie bereits die Vorinstanz erwogen 
hat (vgl. angefochtener Entscheid E. 13c) – nicht zu beanstanden. 

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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, soweit darauf eingetreten wird, und 
der Entscheid der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern vom 
20. August 2024 wird aufgehoben. Die mit Gesuch vom 1. Juli 2022 be-
antragte Baubewilligung mit Projektänderungen wird verweigert.

2. a) Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 2'000.--, werden der Beschwerdegegne-
rin 1 zur Hälfte, ausmachend Fr. 1'000.--, auferlegt. Die übrigen Kosten 
werden nicht erhoben.

b) Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 5'000.-- wird den Beschwerde-
führenden nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils zurückerstattet.

c) Die Beschwerdegegnerinnen haben den Beschwerdeführenden für 
das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht die Parteikosten, bestimmt 
auf insgesamt Fr. 4'500.-- (inkl. Auslagen und MWSt), je zur Hälfte, 
ausmachend je Fr. 2'250.-- (inkl. Auslagen und MWSt), zu ersetzen.

3. a) Die Kosten des Verfahrens vor der Bau- und Verkehrsdirektion von 
Fr. 3'000.-- werden der Beschwerdegegnerin 1 zur Hälfte, ausma-
chend Fr. 1'500.--, auferlegt. Die übrigen Kosten werden nicht erho-
ben.

b) Die Beschwerdegegnerinnen haben den Beschwerdeführenden für 
das Verfahren vor der Bau- und Verkehrsdirektion die Parteikosten, be-
stimmt auf insgesamt Fr. 6'632.15 (inkl. Auslagen und MWSt), je zur 
Hälfte, ausmachend je Fr. 3'316.05 (inkl. Auslagen und MWSt), zu er-
setzen.

4. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführende 
- Beschwerdegegnerin 1
- Beschwerdegegnerin 2
- Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern 
- Bundesamt für Umwelt

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und mitzuteilen:
- Regierungsstatthalteramt Biel/Bienne
- Amt für Gemeinden und Raumordnung des Kantons Bern

Der Abteilungspräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 
Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundes-
gericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.