# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 145c5a98-c314-52be-be66-7c07f219cc56
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-11-08
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 08.11.2021 UV 2020/89
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2020-89_2021-11-08.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2020/89

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 22.03.2022

Entscheiddatum: 08.11.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 08.11.2021
Art. 18 UVG. 19 Abs. 1 UVG. Im Zeitpunkt der Leistungseinstellung war der 
medizinische Endzustand erreicht. Damals war die Adäquanz der 
psychischen Beschwerden zu verneinen. Der Einspracheentscheid ist nicht 
zu beanstanden und die Beschwerde abzuweisen (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 8. November 2021, UV 
2020/89).

Entscheid vom 8. November 2021

Besetzung

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter 

Joachim Huber und Versicherungsrichterin Karin Huber-Studerus; Gerichtsschreiberin 

Katja Blättler

Geschäftsnr.

UV 2020/89

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Michael Walder, Studer Zahner Anwälte AG, 

Hauptstrasse 11a, Postfach 2125, 8280 Kreuzlingen,

gegen

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B.___,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Reto Bachmann, Lischer, Zemp & Partner, 

Schwanenplatz 4, 6004 Luzern,

Gegenstand

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.  

A.___ war bei der C.___ Physiotherapie als Physiotherapeutin tätig und dadurch 

bei der B.___ obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert, als sie am 13. 

Februar 2017 auf einer Treppe ausrutschte und auf die rechte Schulter stürzte (UV-act. 

2-1; vgl. den leicht abweichend beschriebenen Unfallhergang in UV-act. 4). Die 

gleichentags auf der Zentralen Notfallaufnahme des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG) 

erstbehandelnde Dr. med. D.___, FMH Chirurgie, äusserte den Verdacht auf eine 

frische Rotatorenmanschettenläsion der rechten Schulter und attestierte der 

Versicherten ab 13. Februar 2017 eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % (UV-act. 2-2, 4-1 

ff.). Die B.___ kam für die Folgen des Unfalls auf (UV-act. 3).

A.a. 

Eine MR-Untersuchung vom 14. Februar 2017 ergab eine fragliche geringe 

Teilläsion der Gelenkkapsel bzw. des inferioren glenohumeralen Ligaments sowie eine 

geringgradige interstitielle Delamination der Supraspinatussehne (UV-act. 4-6). Dr. 

med. E.___, Orthopädie F.___, äusserte am 23. März 2017 den Verdacht auf eine 

Pulley-Läsion der Schulter rechts (Differentialdiagnose HAGL-Läsion; UV-act. 6). Dr. 

D.___ attestierte der Versicherten vom 31. März bis 21. April 2017 eine 

Arbeitsunfähigkeit von 75 %, vom 22. April bis 8. Mai 2017 eine solche von 0 % und ab 

9. Mai 2017 wieder eine solche von 50 % (UV-act. 11, 21).

A.b. 

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Aufgrund persistierender Instabilitätsbeschwerden an der rechten Schulter (vgl. 

UV-act. 14) führte Dr. E.___ am 7. Juni 2017 eine Schulterarthroskopie mit mini-offener 

HAGL-Refixation/Schulterstabilisation rechts durch (UV-act. 20). Dr. D.___ attestierte 

der Versicherten ab dem Operationsdatum eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %, welche 

Dr. E.___ am 18. Juli 2017 verlängerte (UV-act. 21, 25). Ab 4. September 2017 ging 

dieser sodann von einer Arbeitsunfähigkeit von 60 % aus (UV-act. 27, 29, 36 f.).

A.c. 

Dr. med. G.___, beratende Ärztin der B.___, beurteilte am 25. Oktober 2017, die 

Läsion des glenohumeralen Ligaments an der Schulter sei überwiegend wahrscheinlich 

unfallkausal. Ein Vorzustand sei nicht ersichtlich (UV-act. 31).

A.d. 

Dr. E.___ hatte am 9. Oktober 2017 berichtet, es sei zwischenzeitlich zu einer 

vermehrten Schmerzausbildung gekommen. Die Versicherte arbeite derzeit zu 40 % als 

Physiotherapeutin (UV-act. 32). Nachdem Dr. E.___ eine MR-Untersuchung veranlasst 

hatte (vgl. UV-act. 30, 33), wies er die Versicherte für eine Zweitmeinung Prof. Dr. med. 

H.___, Chefarzt an der Klinik für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates, KSSG, zu (UV-act. 34). Dieser befand am 15. Dezember 2017, 

die persistierende Schulterinstabilität sei gut objektivierbar. Bis zur geplanten 

Schulteroperation im Januar 2018 sei die Versicherte weiterhin zu 60 % arbeitsunfähig 

(UV-act. 39, vgl. UV-act. 38). Am 5. Januar 2018 führte Prof. H.___ eine offene 

Stabilisation nach Latarjet rechts durch (UV-act. 48). Er attestierte der Versicherten ab 

dem Operationsdatum eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % (UV-act. 42, 50).

A.e. 

Die behandelnden Ärzte des KSSG berichteten am 31. Januar 2018, die 

Versicherte klage über Schmerzen im proximalen Oberarmdrittel anterior nach einer am 

25. Januar 2018 durchgeführten leichten Armbewegung im Sinne einer Abduktion. Die 

Beschwerden seien in Zusammenschau der Anamnese, der Klinik und der Bildgebung 

auf die lokale Weichteilgewebereizung zurückzuführen. Sie hätten der Versicherten eine 

Therapie mit nichtsteroidalen Antiphlogistika (NSAR) rezeptiert (UV-act. 47). Am 15. 

Februar 2018 hielten Prof. H.___ sowie die untersuchende Assistenzärztin des KSSG 

fest, es bestehe ein regelrechter Verlauf. Die von der Versicherten weiterhin 

beschriebenen Beschwerden könnten von der Operation sowie auch der stark 

verspannten Muskulatur herrühren. Sie empfahlen weiterhin eine regelmässige 

Physiotherapie (UV-act. 51, vgl. UV-act. 55). Bis zum 13. Mai 2018 attestierte Prof. 

A.f. 

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H.___ der Versicherten eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % und ab 14. Mai 2018 eine 

solche von 50 % (UV-act. 53).

Im Juni 2018 steigerte die Versicherte ihr Pensum auf 100 % (vgl. UV-act. 55; vgl. 

auch UV-act. 115). Am 5. Juli 2018 berichtete Prof. H.___, es sei seither graduell zu 

einer zunehmenden schmerzhaften Instabilität der rechten Schulter gekommen. Die 

Versicherte klage zudem über rezidivierende Blockadegefühle (UV-act. 115). Nach 

Durchführung einer CT-Untersuchung hielten Prof. H.___ sowie ein Assistenzarzt des 

KSSG am 10. Juli 2018 fest, eine weitere operative Massnahme sei nicht indiziert. Es 

erfolge ein Versuch zur Optimierung der Muskelrekrutierung mittels Elektrostimulation 

(UV-act. 114). Die behandelnden Ärzte des KSSG attestierten der Versicherten ab 10. 

Juli 2018 eine Arbeitsunfähigkeit von 60 %, ab 20. August 2018 eine solche von 100 % 

(UV-act. 106, 112).

A.g. 

Dr. G.___ beurteilte am 11. September 2018 nach einer Untersuchung der 

Versicherten, es liege eine Restinstabilität der Schulter rechts mit rezidivierenden 

Subluxationen und belastungsabhängigen Schmerzen ventral (Differentialdiagnose: 

Kapselreizung, Bicepssehnen-Tendinopathie) vor. In der angestammten Tätigkeit als 

Physiotherapeutin bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 0 %, eine berufliche "Umstellung" 

in eine angepasste Tätigkeit sei angezeigt. Für eine solche bestehe eine 100%ige 

Arbeitsfähigkeit (UV-act. 104).

A.h. 

Prof. H.___ sowie der zuständige Assistenzarzt hielten am 28. September 2018 

fest, die Versicherte klage über progrediente Beschwerden im Sinne eines 

Instabilitätsgefühls sowie Schmerzen bei Kombinationsbewegungen der Schulter. Sie 

habe das Gefühl einer permanenten Subluxation des rechten Schultergelenks. 

Aufgrund der unklaren Situation würden sie das Einholen einer Zweitmeinung bei Prof. 

em. I.___, Schulter-/Ellbogenchirurgie, Universitätsklinik J.___, vorschlagen (UV-act. 

101).

A.i. 

Eine CT-Untersuchung vom 16. Oktober 2018 brachte eine gute Adaption des 

Knochenblocks mit minimaler Stufenbildung sowie kleinere Knorpeldefekte am 

posteroinferioren Humeruskopf zur Darstellung (UV-act. 98). Aufgrund einer 

subjektiven, vorwiegend ventralen Restinstabilität der Schulter rechts führte Prof. I.___ 

A.j. 

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bei der Versicherten am 19. November 2018 eine Schulterarthroskopie, eine anteriore 

Labrumrefixation sowie eine offene Revision/Refixation der HAGL-Läsion und der 

Subscapularissehne rechts durch (UV-act. 92, vgl. UV-act. 88).

Die Arbeitgeberin kündigte das Arbeitsverhältnis mit der Versicherten per 31. 

Dezember 2018 (act. G5.1.96, vgl. UV-act. 85)

A.k. 

Am 29. April 2019 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, sie übernehme die 

Kosten für Berufsberatung und Abklärung der beruflichen Eingliederungsmöglichkeiten 

durch ihre Berufsberatung (UV-act. 84).

A.l. 

Prof. I.___ befand am 10. Juli 2019, eine strukturelle Pathologie könne im Moment 

nicht nachgewiesen werden. Es bestehe keine Alternative zur physikalischen Beübung 

respektive zur Kräftigung der Schulter und Koordinationsschulung. Er verordne der 

Versicherten eine entsprechende Physiotherapie (UV-act. 81 f.).

A.m. 

Dr. med. K.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, hielt in seinem 

Bericht vom 17. Oktober 2019 als Diagnose eine leichte bis mittelgradige depressive 

Episode fest (ICD-10: F32.0). Die Entwicklung dieser Symptomatik hänge massgeblich 

mit der Schulterproblematik, die durch den Unfall ausgelöst worden sei, zusammen. Es 

liege zwar eine Arbeitsunfähigkeit vor, diese sei jedoch nicht durch die psychiatrische 

Symptomatik begründet (UV-act. 80).

A.n. 

Prof. I.___ sowie Dr. med. L.___, Shoulder Fellow, ebenfalls Klinik J.___, befanden 

am 19. November 2019, aus physiotherapeutischer und chirurgischer Sicht könne die 

derzeitige Symptomatik (schmerzhafte Schulter und subjektive Instabilität) nicht 

verbessert werden, weshalb die Behandlung sistiert werde. Sie empfahlen die 

Durchführung eines Gutachtens zur umfassenden Beurteilung der Situation und 

Stellungnahme bezüglich des beruflichen Verlaufs (UV-act. 79).

A.o. 

Dr. G.___ untersuchte die Versicherte am 14. Januar 2020. Sie beurteilte am 10. 

Februar 2020, es liege derzeit noch eine Restinstabilität der Schulter rechts mit 

rezidivierenden Subluxationen mit willkürlicher Komponente, belastungsabhängigen 

Schmerzen, einer Bewegungseinschränkung und konsekutiv verminderter 

Schulterbelastbarkeit rechts vor. Der medizinische Endzustand sei erreicht. Die 

A.p. 

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B.  

Tätigkeit als Physiotherapeutin sei dauerhaft nicht mehr zumutbar. Für eine angepasste 

Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 100 %, sie empfehle eine entsprechende 

berufliche "Umstellung". Den Integritätsschaden schätzte sie auf 5 % (UV-act. 77).

Am 18. Februar 2020 erliess die B.___ folgende Verfügung: "1. In angepasster 

Tätigkeit besteht eine volle Arbeitsfähigkeit. 2. Wir gewähren Ihnen eine 

Anpassungszeit bis am 31. Mai 2020. Während dieser Übergangszeit wird das Taggeld 

auf der Basis einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit vergütet. 3. Es ist keine namhafte 

Besserung des Gesundheitszustandes mehr zu erwarten. Die Heilungskosten werden 

per 18. Februar 2020 eingestellt. 4. Die psychischen Beschwerden stehen in keinem 

rechtserheblichen Kausalzusammenhang zum Unfallereignis. 5. Einer allfälligen 

Einsprache gegen diese Verfügung wird die aufschiebende Wirkung entzogen." (UV-

act. 75).

A.q. 

Dagegen erhob die Versicherte am 20. März 2020 Einsprache (UV-act. 71). Am 15. 

Juli 2020 reichte sie, vertreten durch Rechtsanwalt MLaw M. Walder, St. Gallen, eine 

Einsprachebegründung ein (UV-act. 56-1 ff.). Dieser legte sie unter anderem einen 

Bericht von Dr. med. M.___, Spezialarzt FMH für Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie, Orthopädie N.___, vom 7. Juli 2020 bei, worin festgehalten war, dass 

eine neurologische Untersuchung am Muskelzentrum des KSSG (vgl. UV-act. 56-14 ff.) 

eine neuralgische Schulteramyotrophie nach traumatischer Luxation (Plexusneuritis) 

ergeben habe. Ein MRT vom 6. Juli 2020 habe erhebliche Artefakte im ventralen 

Kompartiment durch das Implantatmaterial in Glenoid und Humerus gezeigt. Die Klinik 

und bildgebende Diagnostik liessen auf eine persistierende pathologische, 

schmerzhafte Translation über der nicht-anatomischen glenoidalen Gelenkfläche 

schliessen. Es wäre zu überlegen, ob durch eine erneute, korrigierende operative 

Intervention nach Latarjet mit Wiederherstellung der anatomischen Gelenkskrümmung 

das Instabilitätsproblem zu beheben sei. Da sich nicht vorhersagen lasse, ob dieser 

Eingriff einen Einfluss auf die Schmerzen hätte, habe sich die Versicherte derzeit 

dagegen entschlossen. Beruflich sei eine Neuorientierung notwendig. Es sei davon 

auszugehen, dass in Zukunft erneut medizinische Behandlungen notwendig seien, 

weshalb sich ein endgültiger Fallabschluss nicht empfehle (UV-act. 56-18 ff.). In einer 

B.a. 

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C.  

gleichentags verfassten, an Rechtsanwalt Walder gerichteten Stellungnahme äusserte 

sich Dr. M.___ zudem zur Beurteilung von Dr. G.___. Er befand, eine Besserung der 

Beschwerden sei noch möglich. Auch eine adaptierte Tätigkeit sei der Versicherten nur 

zu 80 % zumutbar. Der Integritätsschaden sei mit 10 % zu bemessen (UV-act. 56-9 f.).

Mit Entscheid vom 10. November 2020 trat die B.___ auf die Einsprache insofern 

nicht ein, als diese einen Anspruch auf eine Übergangsrente, eine 

Integritätsentschädigung und Heilkostenleistungen nach Festsetzung einer Rente 

betraf. Im Übrigen wies sie die Einsprache ab (act. G1.2).

B.b. 

Dagegen erhob die Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführerin), vertreten 

durch Rechtsanwalt Walder, am 11. Dezember 2020 Beschwerde. Sie beantragte 

damit, der Einspracheentscheid vom 10. November 2020 sei aufzuheben und es seien 

ihr die ihr zustehenden gesetzlichen Leistungen zuzusprechen. Eventualiter sei die 

Angelegenheit zwecks weiterer medizinischer Abklärungen an die B.___ (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) zurückzuweisen; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge 

(act. G1). Sie liess unter anderem eine Mitteilung der IV-Stelle St. Gallen vom 27. 

November 2020 einreichen, in welcher diese festgehalten hatte, die berufliche 

Abklärung im Spital O.___ habe aus gesundheitlichen Gründen abgebrochen werden 

müssen. Die Mitteilung schliesse das Verfahren nicht ab, die berufsberaterischen 

Abklärungen würden weitergeführt (act. G1.4). 

C.a. 

Die Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. R. Bachmann, 

Luzern, beantragte am 21. Januar 2021 die Abweisung der Beschwerde (act. G3).

C.b. 

Mit Replik vom 4. März 2021 liess die Beschwerdeführerin an ihren Anträgen 

festhalten. Sie liess unter anderem ausführen, sie sei am 18. Januar 2021 operiert 

worden (Arthroskopie Schulter rechts, Débridement ventral, dorsale Kapselplicatur, 1 x 

Jugger Knot; vgl. act. G5.3). Die Beschwerdegegnerin habe Kostengutsprache für die 

Operation erteilt und bezahle derzeit Taggelder (act. G5).

C.c. 

Am 15. März 2021 liess die Beschwerdeführerin ein Schreiben von Dr. M.___ vom 

9. März 2021 einreichen (act. G7, G7.1).

C.d. 

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Erwägungen

1.

Dem angefochtenen Einspracheentscheid vom 10. November 2020 liegt die Verfügung 

vom 18. Februar 2020 zugrunde (UV-act. 75, act. G1.2). In dieser entschied die 

Beschwerdegegnerin unter anderem über die Einstellung der Taggelder und der 

Heilkostenleistungen. Diese beiden Ansprüche sind umstritten und vorliegend zu 

prüfen. Soweit die Beschwerdegegnerin verfügte, "in angepasster Tätigkeit besteht 

eine volle Arbeitsfähigkeit" (vgl. UV-act. 75) kann dies, wie von der Beschwerdeführerin 

richtig bemerkt (vgl. UV-act. 56-1 ff.), nicht Verfügungsgegenstand sein. Dies zumal 

eine Arbeitsunfähigkeit an sich keinen Leistungsanspruch begründet. Die vorgenannte 

Dispositivziffer beinhaltet eine Feststellung, deren Verfügung in der Regel nicht zulässig 

ist (Thomas Locher/Thomas Gächter, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. 

2014, § 71 N 7). Dasselbe gilt grundsätzlich auch bezüglich der Feststellung in der 

Verfügung vom 18. Februar 2020, wonach die psychischen Beschwerden in keinem 

rechtserheblichen Zusammenhang zum Unfallereignis stünden (UV-act. 75). Allerdings 

sind diese beiden Aspekte vorliegend insofern trotzdem massgeblich, als sie eine 

Anspruchsvoraussetzung für Leistungen der Unfallversicherung sind. Soweit die 

Beschwerdeführerin in ihrer Einsprache einen Anspruch auf eine 

Integritätsentschädigung, eine (Übergangs-)Rente und Übernahme der 

Heilbehandlungskosten nach Rentenfestsetzung beantragte, trat die 

Beschwerdegegnerin in ihrem Einspracheentscheid zu Recht nicht darauf ein, zumal 

diese Ansprüche nicht Teil des Verfügungsgegenstandes waren (UV-act. 56-1 ff., 76, 

act. G1.2). Dementsprechend können sie auch vorliegend nicht Streitgegenstand 

bilden.

2.  

Mit Duplik vom 1. April 2021 liess die Beschwerdegegnerin an ihrem Antrag auf 

Abweisung der Beschwerde festhalten. Sie liess unter anderem vorbringen, zum 

Zeitpunkt des Einspracheentscheids sei weder eine Operation voraussehbar, noch die 

Arbeitsfähigkeit namhaft steigerbar gewesen. Aus der Tatsache, dass am 18. Januar 

2021 eine weitere Operation erfolgt sei, lasse sich folglich nichts für das vorliegende 

Beschwerdeverfahren ableiten (act. G9).

C.e. 

Die Unfallkausalität bildet Anspruchsvoraussetzung für sämtliche 

Versicherungsleistungen der Unfallversicherung (Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes 

2.1. 

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über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]). Eine Leistungspflicht des 

Unfallversicherers besteht demnach nur für Gesundheitsschäden, die natürlich und 

adäquat-kausal mit einem versicherten Unfallereignis zusammenhängen (vgl. dazu BGE 

129 V 181 f. E. 3.1 f.; André Nabold, N 48 ff. zu Art. 6, in: Marc Hürzeler/Ueli Kieser 

[Hrsg.], Bundesgesetz über die Unfallversicherung, Kommentar zum schweizerischen 

Sozialversicherungsrecht, 2018, [nachfolgend zitiert: KOSS UVG]; Irene Hofer, N 66 zu 

Art. 6, in: Ghislaine Frésard-Fellay/ Susanne Leuzinger/Kurt Pärli [Hrsg.], 

Unfallversicherungsgesetz, Basler Kommentar, 2019, [nachfolgend zitiert: BSK UVG]; 

Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, in: Erwin Murer/Hans-Ulrich Stauffer [Hrsg.], Rechtsprechung zum 

Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl. 2012, S. 53 ff). Für die Beantwortung der Tatfrage 

nach dem Bestehen natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist das 

Gericht in der Regel auf Angaben medizinischer Sachverständiger angewiesen. Die 

Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang ist demgegenüber eine 

Rechtsfrage, die vom Gericht nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu 

beurteilen ist (vgl. Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, in: Erwin Murer/Hans-Ulrich Stauffer [Hrsg.], Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl. 2012, S. 55 und 58).

Die versicherte Person hat Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der 

Unfallfolgen (Art. 10 Abs. 1 UVG). Ist die versicherte Person infolge des Unfalls voll oder 

teilweise arbeitsunfähig (Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]), so hat sie Anspruch auf ein Taggeld (Art. 

16 Abs. 1 UVG). Die vorübergehenden Leistungen (Heilbehandlung, Taggeld) sind 

einzustellen und der Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG) zu prüfen, 

wenn allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) 

abgeschlossen sind und von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine 

namhafte Besserung des Gesundheitszustands der versicherten Person mehr erwartet 

werden kann (Art. 19 Abs. 1 UVG). Das Erreichen des medizinischen Endzustands 

bildet demgemäss in Nachachtung des Eingliederungsgrundsatzes die Voraussetzung 

für die Prüfung der Rentenfrage.

2.2. 

Bei nicht objektivierbaren Beschwerdebildern, deren adäquate Unfallkausalität sich 

nach der sogenannten «Psychopraxis» bestimmt (BGE 115 V 133), stellen die nach 

Abschluss der Behandlung von somatischen Unfallfolgen noch 

behandlungsbedürftigen psychischen Leiden nach der Rechtsprechung des 

Bundesgerichts keinen Grund für einen Aufschub der Einstellung der Heilbehandlungs- 

und Taggeldleistungen dar, da die psychischen Beeinträchtigungen für die Beurteilung 

2.3. 

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der Adäquanz bei der Psychopraxis unberücksichtigt zu bleiben haben (Urteil des 

Bundesgerichts vom 29. April 2016, 8C_892/2015, E. 4.1 mit Hinweisen). Sollte die 

Prüfung der Kriterien nach BGE 115 V 133 im Zeitpunkt des medizinischen 

Endzustands der unfallbedingten somatischen Gesundheitsschäden jedoch zu einer 

Bejahung der Adäquanz natürlicher unfallkausaler psychischer Leiden führen, hat der 

Unfallversicherer in Nachachtung des in Art. 19 Abs. 1 UVG enthaltenen Grundsatzes 

«medizinische Eingliederung vor Rente» bis zum Erreichen des Endzustands des 

unfallbedingten psychischen Schadens Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen zu 

erbringen. Ist dieser Endzustand erreicht, so ist bezüglich der adäquaten Kausalität 

eines allfälligen psychischen Dauerschadens (Erwerbsunfähigkeit und 

Integritätsschaden) eine neuerliche Adäquanzprüfung vorzunehmen (Entscheid des 

Versicherungsgerichts vom 2. März 2020, UV 2018/10, E. 2.1 mit Hinweisen), wobei 

diesfalls die psychischen Beeinträchtigungen bei der Beurteilung der Adäquanz 

miteinzubeziehen wären.

Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Um den Gesundheitszustand und insbesondere das Ausmass der 

Arbeitsfähigkeit beurteilen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das 

Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere 

Fachleute zur Verfügung zu stellen haben (BGE 125 V 261 E. 4). Hinsichtlich des 

Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben 

worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 

Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der 

medizinischen Fachperson begründet und nachvollziehbar sind (BGE 125 V 352 E. 3a 

mit Hinweisen). Den Berichten und Gutachten, welche die Versicherungen während des 

Administrativverfahrens von ihren eigenen oder von beratenden Ärzten und Ärztinnen 

einholen, kann rechtsprechungsgemäss ebenfalls Beweiswert beigemessen werden 

(BGE 135 V 467 ff. E. 4 und BGE 125 V 353 f. E. 3b/ee, je mit Hinweisen). In solchen 

Fällen sind an die Beweiswürdigung jedoch strenge Anforderungen zu stellen. 

Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 

versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen 

2.4. 

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3.

Die Beschwerdegegnerin stellte die Heilkostenleistungen per 18. Februar 2020 und die 

Taggeldleistungen per 31. Mai 2020 ein (UV-act. 75, act. G1.2). Im Folgenden ist 

vorerst zu prüfen, ob diese Leistungseinstellungen im Hinblick auf die unfallkausalen 

somatischen Beschwerden zu Recht erfolgt sind.

vorzunehmen (BGE 135 V 471 E. 4.7; RKUV 1997 Nr. U 281 S. 281 f. E. 1a). 

Rechtsprechungsgemäss bildet das Datum des streitigen Einspracheentscheids die 

zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis (vgl. BGE 129 V 169 E. 1; Ueli 

Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, N 109 zu Art. 61).

Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei ihrem Entscheid in medizinischer Hinsicht 

auf die Beurteilung von Dr. G.___ vom 10. Februar 2020 (UV-act. 77). Diese hatte 

beurteilt, es liege in somatischer Hinsicht noch eine Restinstabilität der Schulter rechts 

(dominante Seite) mit rezidivierenden Subluxationen mit willkürlicher Komponente, 

belastungsabhängigen Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und konsekutiv 

verminderter Schulterbelastbarkeit rechts vor. Die Beschwerdeführerin habe subjektiv 

vom letzten operativen Eingriff nicht profitiert und auch die schulterspezifische 

physiotherapeutische Behandlung in der Klinik J.___ habe keinen wesentlichen Benefit 

gebracht, was die Schulterbelastbarkeit und Stabilität betreffe. Die Behandlung in der 

Klinik J.___ sei sowohl durch den behandelnden Schulterorthopäden Prof. I.___ als 

auch durch den Physiotherapeuten im November 2019 abgeschlossen worden. Prof. 

I.___ habe das Rehabilitationspotential als ausgeschöpft angesehen. Auch aus ihrer 

Sicht bestünden keine zusätzlichen Therapievorschläge. Aus 

versicherungsmedizinischer Sicht beurteile sie die angegebenen Beschwerden an der 

rechten Schulter als überwiegend wahrscheinlich unfallkausal. Wesentliche 

unfallfremde Vorzustände sehe sie keine. Aus versicherungsmedizinischer Sicht sei von 

weiteren medizinischen Massnahmen keine wesentliche Verbesserung der 

Beschwerden mehr zu erwarten. Der medizinische Endzustand sei erreicht und sie 

empfehle der Beschwerdegegnerin, den Fallabschluss zu prüfen (UV-act. 77).

3.1. 

Prof. I.___ und Dr. L.___ hatten in ihrem Bericht vom 19. November 2019 befunden, 

ein Jahr postoperativ zeigten sich weiterhin eine schmerzhafte Schulter und eine 

subjektive Instabilität. Eine intensive schulterspezifische Physiotherapie inklusive 

Pacer-Therapie habe keine wesentliche Besserung der Beschwerden mit sich 

gebracht. Die Beschwerdeführerin leide weiterhin stark unter den Beschwerden und sei 

nicht arbeitsfähig in ihrem ursprünglichen Beruf als Physiotherapeutin. Aus 

physiotherapeutischer und chirurgischer Sicht könne die derzeitige Symptomatik nicht 

3.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/19

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verbessert werden, weshalb die Behandlung sistiert werde. Sie empfahlen die 

Durchführung eines Gutachtens zur umfassenden Beurteilung der Situation und 

Stellungnahme bezüglich des beruflichen Verlaufs. Ansonsten könnte die 

Beschwerdeführerin auch in eine spezifische Schmerztherapie zugewiesen werden, 

wenn die Schmerzen im Vordergrund stünden (UV-act. 79). Den (unter Vorbehalt 

erfolgten) Vorschlag einer Schmerztherapie konkretisierten sie nicht weiter und 

äusserten sich nicht zu allfälligen Erfolgsaussichten. Es ist nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass diese konservative Massnahme den 

Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin in relevanter Weise verbessert hätte.

Dr. med. P.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, führte am 24. April 

2020 aus, er hole für die Beschwerdeführerin eine Zweitmeinung betreffend die Folgen 

des Unfalls vom 13. Februar 2017 ein. Die Begutachtung von Dr. G.___ sei insgesamt 

oberflächlich und nicht geeignet, einen Endzustand festzustellen. Insbesondere stosse 

auf, dass sie sich überwiegend auf die Aussagen von Prof. I.___ stütze, der aber selbst 

Gutachter und Operateur sei. Dies widerspreche jedem Gebot der Neutralität, weshalb 

das Ergebnis der Begutachtung durch Dr. G.___, also der Endzustand, nicht 

hingenommen werden könne (UV-act. 68). Diese Kritik ist nicht nachvollziehbar, zumal 

die Einschätzung des vorliegend als Operateur tätigen Prof. I.___ plausibel ist und keine 

Hinweise auf eine Voreingenommenheit bestehen. Eine allfällige Gutachtertätigkeit von 

Prof. I.___ in anderen Fällen stellt weder seine Beurteilung, noch seine Neutralität in 

Frage. Dementsprechend ist es auch nicht zu beanstanden, dass Dr. G.___ unter 

anderem auf seine Einschätzung verwies. Dr. P.___ führte sodann keine weiteren 

konkreten Gründe an, weshalb die Beurteilungen von Dr. G.___ sowie Prof. I.___ nicht 

beweiskräftig sein sollten.

3.3. 

Der von Dr. P.___ mit einer Zweitmeinung beauftragte Dr. M.___ beurteilte am 7. 

Juli 2020, klinisch liege trotz mehrfacher operativer Interventionen eine persistierende, 

symptomatische Schulterinstabilität vor. Die Klinik und die bildgebende Diagnostik 

liessen auf eine persistierende pathologische, schmerzhafte Translation über der nicht-

anatomischen glenoidalen Gelenkfläche schliessen. Auch durch den letzten 

Weichteileingriff in der Klinik J.___ habe das Problem nicht ausgeschaltet werden 

können. Von medizinischer/orthopädischer Seite wäre zu überlegen, ob durch eine 

erneute, korrigierende operative Intervention nach Latarjet mit Wiederherstellung der 

anatomischen Gelenkskrümmung das Instabilitätsproblem zu beheben sei. Ob dieses 

einen Einfluss auf die Schmerzen habe, lasse sich naturgemäss nicht vorhersagen. 

Aufgrund dessen habe sich die Beschwerdeführerin derzeit gegen weitere operative 

Interventionen entschlossen (UV-act. 56-18 ff.). In seiner gleichentags an Rechtsanwalt 

3.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/19

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Walder gerichteten Stellungnahme führte Dr. M.___ ebenfalls aus, es bestehe die 

Möglichkeit, durch medizinische Massnahmen eine Besserung der Beschwerden 

herbeizuführen. Namentlich käme eine Korrektur der Gelenkinkongruenz als 

Maximalvariante und eine Entfernung des Implantatmaterials (Schrauben im Glenoid) 

infrage. Durch diese operativen Interventionen wäre es möglich, die Schulterstabilität 

zu verbessern. Auch könne durch eine Entfernung eines Teils der Implantate die 

zusätzlich entstehende Knorpelschädigung gemindert werden. Inwieweit beide 

Massnahmen aber bei dem mehrfach operierten Schultergelenk auch eine Minderung 

der subjektiv erheblich störenden Schmerzen mit sich brächten, könne nicht 

vorausgesagt werden (UV-act. 56-9). Sowohl in seinem Bericht als auch in der 

Stellungnahme vom 7. Juli 2020 erwähnte Dr. M.___ zudem, in Zukunft sei damit zu 

rechnen, dass durch die Instabilität und die Schmerzen erneut medizinische 

Behandlungen notwendig würden. Unter Umständen sei bei einer allfälligen 

Früharthrose sogar ein prothetischer Gelenkersatz in Betracht zu ziehen. Somit 

empfehle sich ein endgültiger Fallabschluss nicht (UV-act. 56-9 f., 59-18 ff.). Entgegen 

den Ausführungen von Dr. M.___ spricht allein die Möglichkeit einer späteren, noch 

nicht absehbaren, Behandlungsbedürftigkeit nicht gegen den Fallabschluss. Ein 

allfälliger Behandlungsbedarf könnte im Sinne eines Rückfalls oder Spätfolgen geltend 

gemacht werden (wie vorliegend nach der Operation vom 18. Januar 2021 erfolgt; vgl. 

act. G5, G5.3). Auch die von Dr. M.___ vorgeschlagenen operativen Eingriffe sprachen 

nicht gegen die von der Beschwerdegegnerin verfügte Leistungseinstellung per 10. 

Februar 2020 bzw. 31. Mai 2020, zumal die Beschwerdeführerin damals unbestritten 

eine weitere Operation ablehnte und damit auch nicht mit einer zeitnahen Durchführung 

einer solchen zu rechnen war. Zudem waren auch die Erfolgsaussichten einer weiteren 

Operation von Dr. M.___ als fraglich beurteilt worden. Insofern zielt auch die 

Argumentation von Dr. M.___, Dr. G.___ habe die Ursache der persistierenden 

Instabilität nicht beachtet, ins Leere.

Insgesamt ist damit gestützt auf die überzeugende und mit den Einschätzungen 

von Prof. I.___ und Dr. L.___ übereinstimmende Beurteilung von Dr. G.___ vom 10. 

Februar 2020 davon auszugehen, dass der Zeitpunkt des Fallabschlusses damals 

erreicht war. Von weiteren medizinischen Behandlungen war überwiegend 

wahrscheinlich keine massgebliche Verbesserung des Gesundheitszustandes mehr zu 

erwarten. Die Beschwerdeführerin lehnte eine erneute operative Intervention explizit ab. 

Es ist damit aus somatischer Sicht nicht zu beanstanden, dass die 

Beschwerdegegnerin die Heilkostenleistungen per 10. Februar 2020 und die Taggelder 

nach Gewährung einer gut dreimonatigen Anpassungsfrist per 31. Mai 2020 einstellte. 

Daran ändert auch die Tatsache, dass die Beschwerdeführerin am 18. Januar 2021 

3.5. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/19

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4.

Vorliegend kann offenbleiben, ob die von der Beschwerdeführerin über den 

Einstellungszeitpunkt vom 10. Februar bzw. 31. Mai 2020 hinaus beklagten 

psychischen Beschwerden (vgl. UV-act. 80) in einem natürlichen 

Kausalzusammenhang mit dem Unfallereignis vom 13. Februar 2017 stehen. Denn die 

im Einstellungszeitpunkt vorzunehmende Adäquanzprüfung fällt zu ihren Ungunsten 

aus, wie sich aus nachfolgenden Überlegungen ergibt.

operiert wurde und die Beschwerdegegnerin ab diesem Zeitpunkt wieder Leistungen 

erbrachte (act. G5, G5.3 f.), nichts. Weitere medizinische Abklärungen erübrigen sich.

Bei der Beurteilung des Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall und einer 

anschliessend einsetzenden psychischen Fehlentwicklung mit Einschränkung der 

Arbeits- und Erwerbsfähigkeit ist nach der Rechtsprechung (BGE 115 V 133) vom 

Unfallereignis auszugehen. Bei der Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs 

ist im Hinblick auf die Gebote der Rechtssicherheit und der rechtsgleichen Behandlung 

der Versicherten eine objektivierte Betrachtungsweise angezeigt (BGE 115 V 139 E. 6 

mit Hinweisen). Ein adäquater Kausalzusammenhang zwischen den Beschwerden und 

dem Unfall besteht, wenn dem Unfall eine massgebende Bedeutung für die Entstehung 

der Beschwerden zukommt. In objektivierter Betrachtungsweise werden die Unfälle 

nach ihrer erfahrungsgemässen Eignung, psychische Beschwerden zu bewirken, 

eingeteilt in banale und leichte Unfälle einerseits, schwere Unfälle andererseits und in 

einen dazwischenliegenden Bereich der mittelschweren Unfälle. Bei banalen Unfällen 

kann der adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und psychischen 

Gesundheitsstörungen in der Regel ohne weiteres verneint werden, weil auf Grund der 

allgemeinen Lebenserfahrung davon ausgegangen werden kann, dass ein solcher 

Unfall nicht geeignet ist, einen invalidisierenden psychischen Gesundheitsschaden zu 

verursachen. Bei schweren Unfällen dagegen ist der adäquate Kausalzusammenhang 

in der Regel zu bejahen, denn nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der 

allgemeinen Lebenserfahrung sind solche Unfälle geeignet, invalidisierende psychische 

Gesundheitsschäden zu bewirken.

4.1. 

Bei Unfällen im mittleren Bereich lässt sich die Frage, ob zwischen dem Unfall und 

der psychisch bedingten Erwerbsunfähigkeit ein adäquater Kausalzusammenhang 

besteht, nicht aufgrund des Unfalls allein schlüssig beantworten. Vielmehr sind weitere, 

objektiv fassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall im Zusammenhang 

stehen oder als direkte bzw. indirekte Folge davon erscheinen, in eine 

Gesamtwürdigung einzubeziehen. Die wichtigsten Kriterien sind dabei besonders 

4.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/19

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dramatische Begleitumstände oder eine besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; die 

Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzung, insbesondere ihre 

erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen; eine 

ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung; körperliche Dauerschmerzen; 

eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; ein 

schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen sowie der Grad und die 

Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit (BGE 115 V 139 ff. E. 6a-c). Um die 

adäquate Kausalität bejahen zu können, müssen nicht alle Umstände gegeben sein. 

Vielmehr genügt ein Kriterium, wenn es sich um einen schweren Unfall im mittleren 

Bereich handelt. Kommt keinem Einzelkriterium ein besonderes bzw. 

ausschlaggebendes Gewicht zu, so müssen mehrere unfallbezogene Kriterien 

herangezogen werden. Dies gilt umso mehr, je leichter der Unfall ist. Diese Würdigung 

führt zur Bejahung oder Verneinung des adäquaten Kausalzusammenhangs, ohne dass 

nach weiteren Ursachen geforscht werden muss, die eine psychisch bedingte 

Erwerbsunfähigkeit begünstigt haben könnten (SVR 1999 UV Nr. 10 S. 32).

Gemäss Schadenmeldung vom 20. Februar 2017 rutschte die Beschwerdeführerin 

am 13. Februar 2017 auf einer Treppe aus und stürzte dabei auf die rechte Schulter 

(UV-act. 2-1). Gegenüber der erstbehandelnden Dr. D.___ gab die Beschwerdeführerin 

präzisierend an, sie sei auf einer Treppe gestürzt und habe sich dabei mit dem nach 

hinten überstreckten rechten Arm abgefangen. Sie habe ein "Plopp" in der Schulter 

gespürt und danach Schmerzen gehabt (UV-act. 4). Damit ist vorliegend - mit der 

Beschwerdegegnerin (vgl. act. G9) - höchstens von einem mittelschweren Ereignis im 

Grenzbereich zu den leichten Unfällen auszugehen.

4.3. 

Bei mittelschweren Ereignissen im Grenzbereich zu den leichten Unfällen müssen 

für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs mindestens vier der 

relevanten Kriterien oder ein einzelnes Kriterium in besonders ausgeprägter Weise 

erfüllt sein. Bei der Prüfung dieser Kriterien sind psychische Aspekte ausser Acht zu 

lassen (BGE 115 V 133 E. 6c/aa).

4.4. 

Bei der Beurteilung des Kriteriums der dramatischen Begleitumstände oder der 

besonderen Eindrücklichkeit des Unfalls sind objektive Massstäbe anzuwenden. Nicht 

was in der einzelnen betroffenen Person beim Unfall psychisch vorgeht, soll 

entscheidend sein, sondern die objektive Eignung solcher Begleitumstände, bei ihr 

psychische Vorgänge auszulösen (RKUV 1999 Nr. U 335 S. 209 E. 3b/cc). Vorliegend 

bestehen keine Hinweise auf eine besondere Eindrücklichkeit im Sinne der 

Rechtsprechung.

4.4.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/19

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Die Beschwerdeführerin erlitt eine HAGL-Läsion der Schulter rechts (UV-act. 6, 

20, 77-5). Diese Verletzung kann weder als besonders schwer, noch als Verletzung 

besonderer Art eingestuft werden. Auch ist eine derartige Verletzung in der Regel nicht 

geeignet, psychische Fehlentwicklungen auszulösen.

4.4.2. 

Zur Beantwortung der Frage der Dauer der ärztlichen Behandlung ist nicht allein 

der zeitliche Massstab entscheidend. Ebenfalls in die Prüfung einzubeziehen sind die 

Art und Intensität der Behandlung sowie die Frage, inwieweit davon noch eine 

Besserung des Gesundheitszustands zu erwarten war (Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts [EVG] vom 20. Oktober 2006, U 488/05, E. 3.2.3; BGE 134 V 

128, E. 10.2.3). Die Beschwerdeführerin wurde initial mit NSAR, Physiotherapie und 

einer Ruhigstellung der Schulter behandelt (UV-act. 4-1 f.). Aufgrund persistierender 

Instabilitätsbeschwerden führte Dr. E.___ am 7. Juni 2017 eine Schulterarthroskopie mit 

mini-offener HAGL-Refixation/Schulterstabilisation rechts durch (UV-act. 20). Am 5. 

Januar 2018 erfolgte im KSSG eine offene Stabilisation nach Latarjet rechts (UV-act. 

41, 48) und am 19. November 2018 in der Klinik J.___ eine Schulterarthroskopie, eine 

anteriore Labrumrefixation sowie eine offene Revision/Refixation der HAGL-Läsion und 

der Subscapularissehne rechts (UV-act. 92). Dazwischen sowie nach dem letzten 

operativen Eingriff wurde die Beschwerdeführerin zeitweise physiotherapeutisch sowie 

medikamentös und versuchsweise mit Elektrostimulation behandelt. Ausserdem fanden 

mehrere Kontrolluntersuchungen sowie Abklärungen statt (UV-act. 30, 32 ff., 39, 47, 

51, 79, 81 f., 92, 101, 104, 114 f.). Das Kriterium ist unter Einbezug der vorgenannten 

Tatsachen als erfüllt zu betrachten, allerdings nur in einfacher Form.

4.4.3. 

  Die Beschwerdeführerin klagte bis zur Operation vom 7. Juni 2017 primär über 

Instabilitätsbeschwerden (vgl. UV-act. 14). Am 9. Oktober 2017 berichtete Dr. E.___, es 

sei zwischenzeitlich zu einer vermehrten Schmerzausbildung gekommen (UV-act. 32). 

Im weiteren Verlauf berichteten die behandelnden Ärzte sowie Dr. G.___ wiederholt 

über Schmerzen (UV-act. 47, 77, 79, 101, 104, 115). Die operativen Eingriffe und die 

physiotherapeutische Behandlung erfolgten jedoch insbesondere aufgrund der 

(subjektiv empfundenen) Instabilität der Schulter (vgl. UV-act. 39, 88, 92). Auch das 

Kriterium der Dauerschmerzen ist damit zumindest nicht in ausgeprägter Weise zu 

bejahen.

4.4.4. 

Es bestehen keine Hinweise auf eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die 

Unfallfolgen erheblich verschlimmert hätte.

4.4.5. 

Die Dauer der ärztlichen Behandlung und die geklagten Beschwerden deuten 

alleine nicht schon auf einen schwierigen Heilungsverlauf hin. Das entsprechende 

4.4.6. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/19

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Kriterium erfordert besondere Gründe, welche die Heilung beeinträchtigt und verzögert 

haben (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 7. Februar 2008, U 590/06, E. 4.3.2, und 

vom 10. Juli 2008, 8C_61/2008, E. 7.6). Im konkreten Fall liegen keine solchen 

besonderen Gründe vor.

Die behandelnden Ärzte attestierten der Beschwerdeführerin vom 13. Februar bis 

30. März 2017 eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %, vom 31. März bis 21. April eine 

solche von 75 %, vom 22. April bis 8. Mai 2017 von 0 % und vom 9. Mai bis 6. Juni 

2017 von 50 % (UV-act. 11, 21; vgl. die teils leicht abweichenden Angaben in UV-act. 

111). Nach der Operation vom 7. Juni 2017 wurde der Beschwerdeführerin bis zum 3. 

September 2017 erneut eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % attestiert (21, 25). Ab 4. 

September 2017 bis zur Operation vom 5. Januar 2018 gingen die behandelnden Ärzte 

von einer Arbeitsunfähigkeit von 60 % aus (UV-act. 27, 29, 36 f., 39). Nach einer 

postoperativen Arbeitsunfähigkeit von 100 % (vgl. UV-act. 41, 50, 53) attestierte Prof. 

H.___ der Beschwerdeführerin ab 14. Mai 2018 eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % (UV-

act. 53). Vom 2. Juni bis 9. Juli 2018 war die Beschwerdeführerin sodann zu 100 % als 

Physiotherapeutin tätig (vgl. UV-act. 55, 112). Aufgrund der dabei aufgetretenen 

zunehmenden schmerzhaften Instabilität der rechten Schulter (vgl. UV-act. 115) 

attestierten die behandelnden Ärzte der Beschwerdeführerin vom 10. Juli bis 19. 

August 2018 eine Arbeitsunfähigkeit von 60 % und ab 20. August 2018 eine solche von 

100 % (UV-act. 106, 112). Dr. G.___ erachtete die Beschwerdeführerin in ihrer 

Beurteilung vom 11. September 2018 in der angestammten Tätigkeit als 

Physiotherapeutin als zu 100 % arbeitsunfähig, in einer adaptierten Tätigkeit jedoch als 

zu 100 % arbeitsfähig (UV-act. 104). Am 14. Januar 2020 bestätigten Dr. G.___, dass 

die angestammte Tätigkeit dauerhaft nicht mehr zumutbar, eine adaptierte Tätigkeit 

jedoch zu 100 % möglich sei (UV-act. 77). Die Beschwerdeführerin war damit - 

abgesehen von einer vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit nach dem operativen Eingriff 

vom 19. November 2018 (UV-act. 92) - mindestens seit 11. September 2018, mithin 

rund eineinhalb Jahre nach ihrem Unfall, in einer adaptierten Tätigkeit zu 100 % 

arbeitsfähig. Zuvor war sie zeitweise in ihrer angestammten Tätigkeit (teil-)arbeitsfähig. 

Dr. M.___ beurteilte am 7. Juli 2020 zwar, auch eine angepasste Tätigkeit halte er nur 

zu 80 % für realisierbar (UV-act. 56-10). Er begründete jedoch nicht überzeugend, 

weshalb auch eine schulterschonende Tätigkeit nicht vollschichtig zumutbar sein sollte. 

Das Kriterium der langdauernden Arbeitsunfähigkeit ist damit nicht erfüllt.

4.4.7. 

Da somit höchstens zwei der zu berücksichtigenden Kriterien erfüllt sind, keines 

jedoch in besonders ausgeprägter Weise, ist der adäquate Kausalzusammenhang 

zwischen dem Unfall vom 13. Februar 2017 und den psychischen Beschwerden zu 

4.4.8. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/19

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5.

Wie die Beschwerdeführerin zu Recht vorbringen lässt, waren im Zeitpunkt der 

verfügten Leistungseinstellung die Eingliederungsmassnahmen der IV-Stelle St. Gallen 

noch nicht abgeschlossen (vgl. act. G1, G1.4 f.). Dementsprechend steht die Frage 

nach dem Anspruch auf eine Übergangsrente im Raum (vgl. dazu Art. 19 Abs. 3 UVG 

i.V.m. Art. 30 Abs. 1 der Verordnung über die Unfallversicherung [UVV; SR 832.202]). 

Die Beschwerdegegnerin hat jedoch - soweit aktenkundig - bis anhin noch nicht 

darüber verfügt (vgl. UV-act. 75, act. G1.2, G1.6). Rechtsanwalt Walder hat bereits in 

seiner Einsprachebegründung vom 15. Juli 2020 eventualiter die Zusprache einer 

Übergangsrente beantragt (vgl. UV-act. 56-1 ff.) und mit Schreiben vom 11. Dezember 

2020 (act. G1.6) die Beschwerdegegnerin zu einer entsprechenden Verfügung 

aufgefordert. Nach Kenntnisnahme des vorliegenden Entscheids wird die 

Beschwerdegegnerin einen allfälligen Anspruch auf eine Übergangsrente ab 1. Juni 

2020 prüfen müssen. Sie wird dabei allfällige von ihr im Zusammenhang mit der 

Operation vom 18. Januar 2021 ausgerichtete Taggelder (vgl. act. G5) sowie allfällige 

Leistungen der IV-Stelle zu berücksichtigen haben. Zudem ist darauf hinzuweisen, dass 

die Beschwerdegegnerin nach Ende der beruflichen Eingliederungsmassnahmen über 

einen allfälligen Anspruch auf eine Rente, eine Integritätsentschädigung und Leistungen 

im Sinne von Art. 21 UVG zu entscheiden haben wird.

6.  

Entscheid

verneinen. Die psychischen Beschwerden standen dem Fallabschluss per 10. Februar 

bzw. 31. Mai 2020 damit nicht entgegen. 

Im Sinne der Erwägungen ist der Einspracheentscheid vom 10. November 2020 

nicht zu beanstanden und die Beschwerde abzuweisen.

6.1. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (aArt. 61 lit. a ATSG in der bis 31. Dezember 

2020 gültigen, für das vorliegende Verfahren gemäss Art. 82a ATSG noch 

anwendbaren Fassung).

6.2. 

Ausgangsgemäss hat die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung.

6.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/19

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im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 08.11.2021
	Art. 18 UVG. 19 Abs. 1 UVG. Im Zeitpunkt der Leistungseinstellung war der medizinische Endzustand erreicht. Damals war die Adäquanz der psychischen Beschwerden zu verneinen. Der Einspracheentscheid ist nicht zu beanstanden und die Beschwerde abzuweisen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 8. November 2021, UV 2020/89).

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