# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a49038cc-aeef-5ac3-8fbd-3a9d91a1221b
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-17
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 17.11.2025 I 2025 38
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2025-38_2025-11-17.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2025 38

Entscheid vom 17. November 2025 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Präsident
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
MLaw Mirjam Grbac, a.o. Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwältin B.________,

gegen

C.________ SA,
Vorinstanz,

Gegenstand Krankenversicherung (Krankentaggeldversicherung KVG; 
Rückerstattung geleisteter Taggelder)

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Sachverhalt:

A. A.________ (geb. x.x.1975, ____ Staatsangehörige mit Niederlassungs-
bewilligung; nachstehend: Versicherte oder Beschwerdeführerin) ist seit dem 1. 
November 2012 bei der D.________ Sàrl mit Sitz im Kanton I._______ als Ge-
schäftsführerin ("directrice générale") angestellt (Vi-act. 11, S. 3 ff.). Ihr Arbeits-
pensum liegt bei 50%. Zudem ist sie seit dem 1. Dezember 2021 zu 50% bei der 
E.________ Sàrl, mit Sitz im Kanton I.________, ebenfalls als Geschäftsführerin 
angestellt (Vi-act. 9, S. 9 ff.). A.________ hält 100% der Stammanteile der 
D.________ Sàrl sowie der E.________ Sàrl (vgl. Zefix). 

In der Funktion als Geschäftsführerin der D.________ Sàrl ist sie bei der 
C.________ SA (nachstehend: C.________ oder Vorinstanz) durch den Kollek-
tivvertrag nach KVG der Arbeitgeberin für das Risiko eines vorübergehenden 
Lohnausfalls infolge von Krankheit zu 80% Lohn mit einer Wartefrist von 14 Ta-
gen versichert (Vi-act. 1). In der Funktion als Geschäftsführerin der E.________ 
Sàrl ist sie bei der F.________ (nachstehend: F.________) für Erwerbsausfall bei 
Krankheit versichert (Vi-act. 9).

B. Am 5. Januar 2024 informierte die Arbeitgeberin der Versicherten die 
C.________, dass die Versicherte seit dem 19. Dezember 2023 zu 100% ar-
beitsunfähig sei.

Dr.med. G.________, Gynäkologe, attestierte eine Arbeitsunfähigkeit von 100% 
vom 19. Dezember 2023 - 3. Januar 2024 aufgrund des allgemeinen Zustandes 
der Versicherten sowie der gestellten Diagnose: Endometritis, Salpingitis, Fibrom 
der Gebärmutter, Overialzyste links, Erschöpfung und Status nach gynäkologi-
schen Blutungen (Krankheitsakten Dr.med. G.________, VG-act. 19). Am 
30. Dezember 2023 konsultierte die Versicherte Dr.med. H.________, Facharzt 
für Psychiatrie und Psychotherapie. Dieser attestierte eine Arbeitsunfähigkeit von 
100% aufgrund einer mittelschweren depressiven Episode (F32.1) vom 4. Januar 
2024 bis 3. April 2024 (Vi-act. 4 und 8) sowie eine Arbeitsunfähigkeit von 50% 
vom 4. April 2024 bis 26. Mai 2024 (Vi-act. 4, S. 7-9).

C. Am 2. Februar 2024 wurde die C.________ über eine Lohnanpassung von 
A.________ informiert. Ihr Jahresgehalt beträgt seit dem 1. Januar 2024 
Fr. 260'000.-- (Vi-act. 5). Auf Basis dieses Lohnes entrichtete die C.________ ab 
dem 1. Januar 2024 ein Taggeld in Höhe von Fr. 547.94/Tag (Vi-act. 11, S. 35 
ff.).

D. Am 29. August 2024 fand ein Gespräch zwischen der C.________ und der 
Versicherten in den Räumlichkeiten der C.________ in J.________ statt (Vi-act. 

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19). Am 1. September 2024 wurde Dr.med. K.________, Vertrauensarzt der 
C.________, mit der Beurteilung der Akten beauftragt (Vi-act. 20). 

E. Mit Verfügung vom 17. Oktober 2024 forderte die C.________ die bereits 
geleisteten Taggeldleistungen in Höhe von Fr. 65'478.83 zurück; ihre Arbeitsun-
fähigkeit sei nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgewiesen; die Kran-
kentaggelder habe sie zu Unrecht bezogen (Vi-act. 21). Gegen diese Verfügung 
erhob die Versicherte am 18. November 2024 Einsprache und beantragte sinn-
gemäss die Aufhebung der Verfügung vom 17. Oktober 2024 (Vi-act. 22). Die 
C.________ SA wies die Einsprache mit Einspracheentscheid vom 13. Februar 
2025 ab (Vi-act. 23).

F. Gegen diesen Einspracheentscheid vom 13. Februar 2025 erhebt die Ver-
sicherte am 17. März 2025 fristgerecht Beschwerde beim Sozialversicherungsge-
richt Genf und stellt folgende Anträge:

A. Zur Form 

1. Vorliegende Beschwerde sei zulässig zu erklären.

B. Zur Sache

Zur Hauptsache

2. Vorliegende Beschwerde sei zuzulassen. 

3. Es sei der Entscheid von C.________ SA vom 13. Februar 2025 aufzuheben. 

Nachdem dies erfolgt ist, sei in einem neuen Entscheid: 

4. Die Einsprache von Frau A.________ vom 18. November 2024 gegen die Ent-
scheidung vom 17. Oktober 2024 von C.________ SA, mit welcher diese von 
ihr die Rückzahlung des Betrags von CHF 65'478.83 verlangt, sei zuzulassen. 

5. Es sei somit der Entscheid von C.________ SA vom 17. Oktober 2024 aufzu-
heben. 

6. Jegliche anderslautenden, weiter gehenden oder gegenteiligen Anträge von 
C.________ SA und von jeglichem Dritten seien abzuweisen. 

7. C.________ SA sei dazu zu verurteilen, jegliche Kosten und eine Parteien-
tschädigung zu bezahlen.

Eventualiter

8. Es sei der Entscheid von C.________ SA vom 13. Februar 2025 aufzuheben. 

9. Es sei die Angelegenheit für eine neue Entscheidung im Sinne der Erwägungen 
an die beklagte Behörde zurückzuweisen.

10.Jegliche anderslautenden, weiter gehenden oder gegenteiligen Anträge von 
C.________ SA und von jeglichem Dritten seien abzuweisen. 

11.C.________ SA sei dazu zu verurteilen, jegliche Kosten und eine Parteien-
tschädigung zu bezahlen.

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G. Mit Schreiben vom 1. April 2025 informiert die Beschwerdeführerin das So-
zialversicherungsgericht Genf, dass ihr Wohnsitz seit dem 6. Dezember 2024 in 
L.________, im Kanton Schwyz liegt. Daraufhin erklärt sich das Sozialversiche-
rungsgericht Genf mit Entscheid vom 10. April 2025 als unzuständig und transfe-
riert das Dossier an das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz (VG-act. 1). 
Das Verwaltungsgericht eröffnet daraufhin das Verfahren I 2025 38. 

H. Mit Vernehmlassung vom 7. Juli 2025 beantragt die Vorinstanz die kosten-
pflichtige Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei sowie die 
Bestätigung des Einspracheentscheides vom 13. Februar 2025. Die Beschwer-
deführerin nimmt mit Eingabe vom 18. Juli 2025 Stellung. Sie hält an ihren bishe-
rigen Anträgen fest und beantragt zusätzlich die Anhörung von Dr.med. 
H.________ als Zeugen.

I. Mit Schreiben vom 21. Juli 2025 teilt das Gericht der Beschwerdeführerin 
mit, dass es beabsichtige, die Akten von Dr.med. H.________ beizuziehen. 
Gleichzeitig wird die Beschwerdeführerin aufgefordert, die Akten entweder selber 
direkt beim Arzt zu beschaffen oder dem Gericht eine persönlich unterzeichnete 
Entbindung vom Berufsgeheimnis zuzustellen. Die Beschwerdeführerin reicht am 
12. August 2025 eine unterzeichnete Erklärung zur Aufhebung der ärztlichen 
Schweigepflicht von Dr.med. H.________ und Dr.med. G.________ ein. 

Dr.med. G.________ reicht mit Eingabe vom 28. August 2025 (Postaufgabe: 
29.8.2025) die Krankheitsakten der Beschwerdeführerin ein. Dr.med. 
H.________ reicht die Krankheitsakten am 5. September 2025 elektronisch ein. 

J. Mit Eingabe vom 2. Oktober 2025 nimmt die Vorinstanz und mit Eingabe 
vom 8. Oktober 2025 die Beschwerdeführerin zu den eingereichten Krankheits-
akten Stellung. Mit Eingabe vom 20. Oktober 2025 beantragt die Beschwerdefüh-
rerin sinngemäss erneut die Anhörung von Dr.med. H.________. 

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Der angefochtene Entscheid betrifft die Rückerstattung geleisteter Taggel-
der der Krankentaggeldversicherung nach Art. 67 ff. des Bundesgesetzes über 
die Krankenversicherung (KVG; SR 832.10) vom 18. März 1994. Das Verfahren 
richtet sich nach den Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 
Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) vom 6. Oktober 2000 (vgl. 
Art. 1 Abs. 1 KVG i.V.m. Art. 2 ATSG). Gemäss Art. 56 Abs. 1 ATSG kann gegen 
einen Einspracheentscheid Beschwerde erhoben werden. Jeder Kanton bestellt 

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ein Versicherungsgericht als einzige Instanz zur Beurteilung von Beschwerden 
aus dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 ATSG). Zuständig ist das Versi-
cherungsgericht desjenigen Kantons, in dem die versicherte Person oder der Be-
schwerde führende Dritte zur Zeit der Beschwerdeerhebung Wohnsitz hat 
(Art. 58 Abs. 1 ATSG). Die Beschwerdeführerin hatte ihren Wohnsitz zum Zeit-
punkt der Einreichung der Beschwerde am 17. März 2025 bereits in L.________, 
im Kanton Schwyz (Bf-act. 6, Beilage B, Wohnsitzbestätigung der Gemeinde 
L.________, Zuzug am 6.12.2024). Nach § 24 Abs. 1 des Einführungsgesetzes 
zum Bundesgesetz über die Krankenversicherung (EGzKVG; SRSZ 361.100) 
vom 19. September 2007 ist das Verwaltungsgericht das kantonale Versiche-
rungsgericht. Das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz ist entsprechend ört-
lich zuständig. Die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen geben zu keinen Bemer-
kungen Anlass, weswegen auf die Beschwerde einzutreten ist.

2.1 Das KVG regelt die soziale Krankenversicherung. Diese umfasst die obliga-
torische Krankenpflegeversicherung (OKP) und eine freiwillige Taggeldversiche-
rung (Art. 1a Abs. 1 KVG). Die freiwillige Taggeldversicherung wird in den Art. 67 
bis Art. 77 KVG normiert. Diese freiwillige Taggeldversicherung nach KVG ist ab-
zugrenzen von den Zusatzversicherungen, die dem Bundesgesetz über den Ver-
sicherungsvertrag (Versicherungsvertragsgesetz, VVG; SR 221.229.1) vom 
2. April 1908 unterliegen. Bei diesen Zusatzversicherungen kommt das zivilrecht-
liche Klageverfahren nach der Schweizerischen Zivilprozessordnung (Zivilpro-
zessordnung, ZPO; SR 272) vom 19. Dezember 2008 zur Anwendung (Urteil 
BGer 4A_110/2017 vom 27.7.2017 E. 3), wogegen es sich bei Streitigkeiten über 
die Taggeldversicherung nach KVG um eine Sozialversicherungsstreitigkeit han-
delt.

2.2 Im Gegensatz zur OKP ist die freiwillige Taggeldversicherung durch das 
KVG nicht durchnormiert. Das KVG setzt bei der freiwilligen Taggeldversicherung 
nur die tragenden Eckpfeiler; alles Übrige kann in den kasseneigenen Regelun-
gen vereinbart werden, die jedoch keinen zwingenden Bestimmungen des KVG 
und allgemeinen verfassungs-, verwaltungs- oder sozialversicherungsrechtlichen 
Prinzipien widersprechen dürfen. Insbesondere sind gemäss Art. 1 Abs. 1 KVG 
die Bestimmungen des ATSG auf die Krankenversicherung anwendbar, soweit 
das KVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht. Dies gilt 
ebenso für die freiwillige Taggeldversicherung. Die Versicherungsbedingungen 
können die Versicherten in diesen Grenzen mit Bezug auf das Beitritts-, Leis-
tungs- und Prämienrecht gegenüber dem KVG besserstellen (SBVR Soziale Si-
cherheit-Eugster, 3. Aufl., E. Krankenversicherung, Rz. 1429).

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Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung beruhen freiwillige Taggeldversi-
cherungen nach Art. 67 ff. KVG auf einem öffentlich-rechtlichen Versicherungs-
vertrag (Urteil BGer 9C_325/2009 vom 24.7.2009 E. 3.2.1 m.H.a. BGE 126 V 499 
E. 2a). Die Reglemente als Konkretisierung der taggeldrechtlichen Rechtsbezie-
hungen zwischen Krankenversicherer und versicherter Person sind nach dem 
Vertrauensprinzip auszulegen (Urteil BGer 9C_325/2009 vom 24.7.2009 E. 3.2.1 
m.H.a. BGE 126 V 499 E. 3b).

2.3 Der Versicherer vereinbart mit dem Versicherungsnehmer das versicherte 
Taggeld. Sie können die Deckung auf Krankheit und Mutterschaft beschränken 
(Art. 72 Abs. 1 KVG). Gemäss Art. 72 Abs. 2 KVG entsteht der Taggeldanspruch, 
wenn die versicherte Person mindestens zur Hälfte arbeitsunfähig im Sinne von 
Art. 6 ATSG ist. Ist nichts anderes vereinbart, so entsteht der Anspruch am drit-
ten Tag nach der Erkrankung. Der Leistungsbeginn kann gegen eine entspre-
chende Herabsetzung der Prämie aufgeschoben werden. Wird für den Anspruch 
auf Taggeld eine Wartefrist vereinbart, während welcher der Arbeitgeber zur 
Lohnfortzahlung verpflichtet ist, so kann die Mindestbezugsdauer des Taggeldes 
um diese Frist verkürzt werden. 

Die zwischen der Arbeitgeberin der Beschwerdeführerin und der C.________ 
abgeschlossene Versicherung deckt den Lohnausfall, der durch Arbeitsunfähig-
keit infolge Krankheit, Mutterschaft und - sofern vereinbart - Unfall entstanden ist 
(Art. 1 der Conditions générales ____ [nachstehend zit. als AVB], Vi-act. 2). Ar-
beitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bis-
herigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer 
Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgaben-
bereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). Die Arbeitsunfähigkeit kann auf pathologi-
sche Vorgänge (Krankheit, ggf. Berufskrankheit) oder auf ein Unfallereignis resp. 
eine unfallähnliche Körperschädigung zurückzuführen sein (vgl. BSK ATSG-
Traub, Art. 6 ATSG N 9). Als Krankheit ist jede Beeinträchtigung der körperli-
chen, geistigen oder psychischen Gesundheit, die nicht Folge eines Unfalles ist 
und die eine medizinische Untersuchung oder Behandlung erfordert oder eine 
Arbeitsunfähigkeit zur Folge hat, zu verstehen (Art. 3 Abs. 1 ATSG). Wesentliche 
Begriffsmerkmale einer Krankheit sind demnach die Beeinträchtigung der körper-
lichen oder geistigen Gesundheit, verstanden als ein von der Norm abweichen-
der Körper- oder Geisteszustand, sowie das Erfordernis einer medizinischen Un-
tersuchung oder Behandlung (BGE 137 V 295 E. 4.2.2; 129 V 32 E. 4.2.1). Nicht 
jede Abweichung von einem idealen ("normalen") Körperzustand ist als Krankheit 
zu qualifizieren. Die Beeinträchtigung muss eine gewisse Schwere aufweisen, 

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damit ihr "Krankheitswert" zukommt. Auf übliche und erträgliche Abweichungen 
von Ideal- oder Normvorstellungen trifft dies nicht zu (BGE 137 V 295 E. 4.2.2 
m.H.). Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens bedingt 
grundsätzlich eine lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikations-
systems abgestützte psychiatrische Diagnose (vgl. SK ATSG-Kunz/Pärli, Art. 3 
ATSG N 28 m.H.a. BGE 141 V 281 E. 2.1; 130 V 396 E. 5.3; BSK ATSG-Traub, 
Art. 3 ATSG N 16; Urteil BGer 8C_142/2023 vom 18.9.2023 E. 6.3).

Gemäss AVB Art. 12 wird das Taggeld - in Abweichung von Art. 72 Abs. 2 KVG - 
bei nachgewiesener Arbeitsunfähigkeit von mindestens 25% anteilsmässig ent-
sprechend dem Grad der Arbeitsunfähigkeit ausgerichtet. Jede volle oder teilwei-
se Unfähigkeit muss dem Versicherer innert 15 Tagen nach ihrem Eintritt gemel-
det werden (AVB Art. 12 Ziff. 1). Bei einer Unfähigkeit von mehr als 3 Tagen 
muss ein ärztliches Zeugnis ausgestellt werden. Die Bestätigungen des Arztes 
beruhen dabei auf regelmässigen Konsultationen in seiner Praxis und müssen 
dem Versicherer mindestens einmal pro Monat vorgelegt werden (AVB Art. 12 
Ziff. 3 lit. b). Im Falle von Krankheit beträgt das Taggeld 80% des versicherten 
Lohnes und wird nach einer Wartefrist von 14 Tagen pro Fall für eine oder meh-
rere Krankheiten während 720 Tagen innerhalb von 900 Tagen ausgerichtet 
(Versicherungsvertrag, Vi-act. 1, S. 4). Gemäss AVB Art. 24 Ziff. 1 muss ein ar-
beits- oder erwerbsunfähiger Versicherter während der Unfähigkeit für adminis-
trative und medizinische Kontrollen des Versicherers erreichbar bleiben. Möchte 
der Versicherte während seiner Unfähigkeit die Umgebung seines Wohnsitzes 
(Umkreis von 200 km) verlassen, so hat er den Versicherer vorgängig zu infor-
mieren. Ohne Zustimmung des Versicherers besteht ausserhalb der Umgebung 
des Wohnsitzes kein Leistungsanspruch (AVB Art 16 Ziff. 1 Bst. b).

2.4 Der Untersuchungsgrundsatz (Art. 61 lit. c ATSG) verpflichtet das Sozial-
versicherungsgericht, von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststel-
lung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Die Verwaltung als verfü-
gende Instanz und - im Beschwerdefall - das Gericht dürfen eine Tatsache als 
bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozial-
versicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht 
etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts 
genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachver-
haltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als 
die wahrscheinlichste würdigt (BGE 150 II 321 E. 3.6.3; BGE 144 V 427 E. 3.2; 
Urteil BGer 9C_611/2020 vom 2.2.2021 E. 5.2.1).

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Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne der Beweis-
führungslast begriffsnotwendig aus, da es Sache des Sozialversicherungsge-
richts (oder der verfügenden Verwaltungsstelle) ist, für die Zusammentragung 
des Beweismaterials besorgt zu sein. Im Sozialversicherungsprozess tragen mit-
hin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Be-
weislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem un-
bewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel 
greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des 
Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt 
zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu 
entsprechen (BGE 144 V 427 E. 3.2; Urteil BGer 8C_765/2020 vom 4.3.2021 
E. 3.2.2).

2.5 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 
Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 43 und 61 ATSG). Danach haben 
die beurteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Be-
weismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und da-
nach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurtei-
lung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten.

2.6.1 Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche bedarf 
es verlässlicher medizinischer Entscheidgrundlagen, weshalb die Verwaltung 
bzw. im Beschwerdefall der Richter wesensgemäss auf zuverlässige Angaben 
ärztlicher Fachkräfte angewiesen sind (Urteile BGer 8C_179/2023 vom 
20.10.2023 E. 4.2; 8C_270/2022 vom 12.10.2022 E. 4.2). Hinsichtlich des Be-
weiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklag-
ten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese 
abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge 
und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 
Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1; Ur-
teil BGer 8C_270/2022 vom 12.10.2022 E. 4.3). Ausschlaggebend für den Be-
weiswert eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich weder die Herkunft eines 
Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebe-
nen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a; BGE 122 
V 157 f. E. 1c m.H.; Weber, 'Hürden' und 'Hilfen' bei der richterlichen Würdigung 
von medizinischen Gutachten, JaSo 2020, S. 199).

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2.6.2 Auch den Berichten versicherungsinterner Ärzte kann rechtsprechungs-
gemäss Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als schlüssig erscheinen, 
nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien 
gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (Urteil BGer 8C_587/2020 vom 5.2.2021 
E. 3.2 m.H.a. BGE 145 V 97 E. 8.5 S. 105, 142 V 58 E. 5.1 S. 65). Ein Anstel-
lungsverhältnis dieser Person zum Versicherungsträger alleine lässt nicht schon 
auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen. Zu betonen ist, dass 
beratende Ärzte eines Versicherungsträgers, was den Beweiswert ihrer ärztli-
chen Beurteilung angeht, versicherungsinternen Ärzten gleichzusetzen sind (vgl. 
Urteile BGer 8C_624/2024 vom 24.4.2025 E. 5.3; 8C_774/2020 vom 19.2.2021 
E. 2.2). Es bedarf in beiden Fällen besonderer Umstände, welche das Misstrauen 
in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. 
Soll ein Versicherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens 
entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu 
stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssig-
keit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen bzw. jener der beraten-
den Ärzte, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 145 V 97 E. 8.5; 
BGE 139 V 225 E. 5.2; BGE 135 V 465 E. 4.4 m.H.). 

2.6.3 In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll der Richter 
der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass die Ärzte mitunter im Hinblick auf 
ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer 
Patienten aussagen, weshalb den (unabhängigen) Fachärzten mehr Gewicht zu-
kommt (vgl. BGE 135 V 465 E. 4.5; Urteil BGer 8C_871/2008 vom 24.3.2009 
E. 3.2 m.H.a. BGE 125 V 351 E. 3b/cc S. 353; Rüedi Rudolf, Das medizinische 
Gutachten - Erwartungen des Sozialversicherungsrichters an den Arzt in: Rie-
mer-Kafka Gabriela [Hrsg.], Medizinische Gutachten, LBR Band 7, 
Zürich/Basel/Genf 2005, S. 84). Dies gilt grundsätzlich nicht nur für Hausärzte 
(BGE 135 V 465 E. 4.5), sondern auch für spezialärztlich behandelnde Medizi-
nalpersonen (Urteile BGer 8C_109/2023 vom 5.6.2023 E. 6.3; 8C_401/2022 vom 
31.1.2023 E. 4; 8C_609/2017 vom 27.3.2018 E. 4.3.3; 8C_180/2017 vom 
21.6.2017 E. 4.4.2). Mit Blick auf die Verschiedenheit von Behandlungs- und Be-
gutachtungsauftrag kann daher im Streitfall regelmässig nicht auf die Sicht des 
behandelnden (Fach-)Arztes abgestellt werden (vgl. statt vieler: Urteil BGer I 
701/05 vom 5.1.2007 E. 2 m.H.).

3. Es ist zwischen den Parteien unbestritten, dass die Arbeitgeberin der Be-
schwerdeführerin mit der Vorinstanz eine Kollektiv-Taggeldversicherung nach 
KVG abgeschlossen hat und die Beschwerdeführerin zur versicherten Personen-
gruppe zählt (Vi-act. 1, 2).

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Strittig und nachfolgend zu prüfen ist, ob eine Arbeitsunfähigkeit der Beschwer-
deführerin im Sinne von Art. 6 ATSG im Zeitraum vom 19. Dezember 2023 bis 
3. April 2024 von 100% und im Zeitraum vom 4. April 2024 bis 26. Mai 2024 zu 
50% bestanden hat und ob die Vorinstanz einen Rückforderungsanspruch 
gemäss Art. 25 Abs. 1 ATSG im Umfang von Fr. 65'478.83 aufgrund unrechts-
mässig erbrachter Leistungen hat.

4.1 Die Beschwerdeführerin arbeitet als Geschäftsführerin ihrer eigenen Unter-
nehmen der D.________ Sàrl sowie der E.________ Sàrl (vgl. Ingress Bst. A) mit 
einem jeweiligen Arbeitspensum von 50%. Am 5. Januar 2024 erfolgte die 
Krankheitsmeldung, wonach sie seit dem 19. Dezember 2023 vollständig ar-
beitsunfähig sei (vgl. Vi-act. 3).

4.2 Zur Krankheit und Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin ergibt sich 
aus den Akten folgendes:

4.2.1 Es liegen durchgehende Arztzeugnisse vor mit einer attestierten vollständi-
gen Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit vom 19. Dezember 2023 bis 3. April 
2024 (Vi-act. 3, S. 2; Vi-act. 4) und einer teilweisen (50%) Arbeitsunfähigkeit vom 
4. April 2024 bis 26. Mai 2025 (Vi-act. 4, S. 7-9). Das erste Zeugnis vom 19. De-
zember 2023 bis 3. Januar 2024 wurde von Dr.med. G.________, Gynäkologe, 
ausgestellt. Die nachfolgenden ab dem 4. Januar 2024 wurden von Dr.med. 
H.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, ausgestellt (Vi-act. 4, 
30.12.2023: Arztzeugnis 100% Arbeitsunfähigkeit vom 4.1. - 16.1.2024, 
17.1.2024: Arztzeugnis 100% Arbeitsunfähigkeit vom 17.1. - 31.1.2024, 2.2.2024: 
Arztzeugnis 100% Arbeitsunfähigkeit vom 1.2. - 20.2.2024, 19.2.2024: Arztzeug-
nis 100% Arbeitsunfähigkeit vom 21.2. - 6.3.2024, 8.3.2024: Arztzeugnis 100% 
Arbeitsunfähigkeit vom 7.3. - 24.3.2024, 23.3.2024: Arztzeugnis 100% Arbeitsun-
fähigkeit vom 25.3. - 3.4.2024 und 50% Arbeitsunfähigkeit vom 4.4. - 21.4.2024, 
19.4.2024: Arztzeugnis 50% Arbeitsunfähigkeit vom 22.4. - 30.4.2024, 1.5.2024: 
Arztzeugnis 50 % Arbeitsunfähigkeit vom 1.5. - 26.5.2024).

4.2.2 Die Beschwerdeführerin konsultierte Dr.med. G.________ am 18. Dezem-
ber 2023 aufgrund Erschöpfungs-, Müdigkeitssymptomen, anhaltenden Unter-
leibsschmerzen sowie Episoden starker und schmerzhafter Blutungen vom 14. - 
16. November 2023 und 30. November - 2. Dezember 2023 (VG-act. 19). Nach 
Durchführung einer klinischen und paraklinischen Untersuchung stellte Dr.med. 
G.________ folgende Diagnosen: Endometritis, Salpingitis, Uterusfibrom, Zyste 
im linken Eierstock, Erschöpfung und Status nach gynäkologischen Blutungsepi-
soden (VG-act. 19, S. 2). Aufgrund dieser und des Allgemeinzustands der Be-
schwerdeführerin verordnete er eine Arbeitsunfähigkeit vom 19. Dezember 2023 

11

bis einschliesslich 3. Januar 2024. Zudem verordnete er Schmerzmittel ("antalgi-
ques"), Dafnegyl ovules, Flagyl ovules und Corisol Creme sowie für zehn Tage 
2x pro Tag 1g Co-amoxilline sowie 200mg Doxycyclin pro Tag (VG-act. 19, S. 2).

4.2.3 Am 30. Dezember 2023 hatte die Beschwerdeführerin einen ersten ambu-
lanten Termin bei Dr.med. H.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychothe-
rapie. Er hielt dabei in der Krankenakte ohne Nennung einer Diagnose folgendes 
fest: 

Die Patientin wird von einer gemeinsamen Bekannten zugewiesen. Psychosoziale 
Belastungssituation bei Diagnose von 2 Tumoren (im Moment angeblich gutartig) 
in der Gebärmutter. Hohe Arbeitsbelastung bei Selbständigkeit im Bereich ____ 
mit Zusammenarbeit mit verschiedenen 5-Sternen Hotels in der Schweiz. 
Hauptsymptome Gedankenkreisen, Schlafstörung, Müdigkeit und Erschöpfung. 
Keine akute Selbst- und / oder Fremdgefährdung. 
Medi: keine
AUF: Fortsetzung der 100 % AUF ab dem 4.1.24 bis vorerst 16.01.24

Nach dem zweiten ambulanten Termin am 17. Januar 2024 hielt er im Wesentli-
chen fest, die Hauptsymptome der Beschwerdeführerin seien: Grübeln über die 
Arbeit ("phonecalls / conversations in the head"), Konzentrationsschwäche und 
kurze Aufmerksamkeitsspanne, verbunden mit einem Gefühl erhöhter Aggressi-
vität sowie Schlafmangel. Ausserdem sei sie besorgt wegen ihrer Fibrome in der 
Gebärmutter. Sie habe mit dem Yoga aufgehört, esse weniger, da sie keine Zeit 
zum Essen habe. Sie habe einen niedrigen Eisenwert. Das Einschlafen stelle 
kein Problem dar. Das Problem sei, dass wenn sie einmal aufwache, sie nicht 
wieder einschlafen könne. Sie sei sehr geräuschempfindlich und könne nur ein-
schlafen, wenn es sehr ruhig sei. In diesen Momenten würde sie Wut spüren und 
versuche das Negative zu finden (VG-act. 20, S. 14). Gemäss Unterlagen stellte 
Dr.med. H.________ daraufhin folgende Diagnose: 

Diagnosis: 

moderate depressive episode, ICD - 10 F32.1

Am 3. März 2024 füllte Dr.med. H.________ zudem das Dokument "Arztbericht 
nach KVG" der Vorinstanz aus (Vi-act. 8). Er bestätigt darin die Diagnose "Mittel-
gradige depressive Erkrankung, ICD-10 F32.1" sowie die Durchführung einer in-
tegrierten psychiatrischen/psychotherapeutischen Behandlung. Weiter hielt er 
folgendes fest: 

4. Anamnese (in Bezug auf die Arbeitsunfähigkeit)

Selbständig, hoher Arbeitseinsatz und Leistungsbereitschaft

5.1
Subjektive Beschwerden des Patienten: 

12

Gedankenkreisen, innere Anspannung, Durchschlafstörung, Erschöpfung, Angst 
Arbeitsleistung nicht zu erbringen.

5.2
Klinischer Befund: 

30.12.23: formale Denkstörung Gedankenkreisen, Müdigkeit erschöpft, 
Ein+Durchschlafstörung, Freudlosigkeit, Versagensängste;

5.3
Objektive Einschränkungen in der aktuellen beruflichen Tätigkeit: 

Arbeitsleistung über die Zeit eingeschränkt mit hoher Fehlerquote.

Es bestehe eine 100% Arbeitsunfähigkeit seit dem 4. Januar 2024 bis auf Weite-
res. Eine Wiederaufnahme der Arbeit zu 100% sei im Verlauf der kommenden 
drei bis vier Monaten geplant. Die Prognose sei gut (Vi-act. 8).

Die Beschwerdeführerin hatte nach dem ersten ambulanten Termin vom 30. De-
zember 2023 acht weitere Termine bei Dr.med. H.________ (17.1.2024; 2.2.24: 
Video-Call; 19.2.24: Phone-Call; 7.3.24: Video-Call; 23.3.24: Video-Call; 19.4.24: 
Video-Phone-Call; 1.5.24: Video-Call und 24.5.24: Phone-Video-Call). Gemäss 
den Akten hat Dr.med. H.________ den Fall nach dem letzten telefonischen Kon-
takt am 24. Mai 2025 geschlossen (VG-act. 20 S. 7). Die Termine dauerten meist 
70 Minuten, wobei die letzten drei Termine zweimal 30 und einmal 25 Minuten 
dauerten (zum Ganzen VG-act. 20).

4.3 Die Vorinstanz entrichtete der Beschwerdeführerin nach Meldung der 
Krankheit ein Taggeld in Höhe von Fr. 547.94 (Vi-act. 11 S. 35 ff.). Das Taggeld 
wurde auf Grundlage eines Jahresgehaltes in Höhe von Fr. 260'000.-- berechnet 
(Vi-act. 5; vgl. Ingress Bst. C). 

Am 20. März 2024 hat die F.________, bei welcher die Beschwerdeführerin im 
Rahmen ihrer Anstellung als Geschäftsführerin der E.________ Sàrl versichert 
ist (vgl. Ingress Bst. A), die C.________ darüber informiert, dass die Beschwer-
deführerin auch über eine Taggeldversicherung bei ihr verfüge. Im April fand ein 
erster Austausch der Akten statt (vgl. Einspracheentscheid I. Ziff. 6). Nach Akte-
naustausch forderte die C.________ die Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 
21. März 2024 auf, weitere Unterlagen bis zum 10. April 2024 einzureichen. Im 
gleichen Schreiben teilte sie ihr mit, dass die Leistungen bis zur Klärung der Si-
tuation ausgesetzt seien (Vi-act. 10). Am 21. April 2024 gingen die geforderten 
Unterlagen bei der C.________ ein (Vi-act. 11). Gemäss E-Mail-Auskunft der 
C.________ seien die Taggeldleistungen Mitte Mai 2024 wieder aufgenommen 
worden (Vi-act. 13). Nach einem weiteren Aktenaustausch mit der F.________ 
im Juli 2024 (Einspracheentscheid I. Ziff. 10) informierte die C.________ die Be-

13

schwerdeführerin mit Schreiben vom 18. Juli 2024 über weitere Leistungsprüfung 
und lud sie zu einem Gespräch am 29. August 2024 ein (Vi-act. 14-19).

Das Gespräch zwischen der C.________ und der Beschwerdeführerin teilte sich 
in zwei Teile. Während der erste Teil (von 10.00 Uhr bis 11.20 Uhr; nachfolgend 
zit. als Gesprächsprotokoll 1) sich vornehmlich mit allgemeinen Fragen zu der 
Tätigkeit der Beschwerdeführerin sowie deren Arbeitsunfähigkeit beschäftigte, 
ging es im zweiten Teil (von 11.30 Uhr - 13.05 Uhr; nachfolgend zit. als Ge-
sprächsprotokoll 2) hauptsächlich um verschiedene Postings in den sozialen Me-
dien während der Zeit der attestierten Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin 
(Vi-act. 19). Hierzu ergibt sich aus den Akten Folgendes:

- Am 24. Dezember 2023, zu einem Zeitpunkt der 100% Arbeitsunfähigkeit der 
Beschwerdeführerin, sei ein Reel auf den Instagramprofilen von "@____", 
"@____" und "@____" gepostet worden, welches das berufliche Event "____" 
in M.________ zusammengefasst habe. Die Beschwerdeführerin sei darauf 
lachend und umringt von vielen Personen abgebildet. Die Beschwerdeführerin 
gab an, dass das Bild am 19. Dezember 2023 entstanden sei. Die Veranstal-
tung habe im selben Gebäude stattgefunden, in welchem sie lebe. Sie sei an 
diesem Abend anwesend gewesen, anschliessend aber wieder nach Hause 
gegangen. Zudem habe sie darauf hingewiesen, dass ihr Bauch auf dem ge-
zeigten Foto aufgrund ihrer gesundheitlichen Probleme aufgebläht gewesen 
sei.

- Am 25. Dezember 2023 seien zwei weitere Reels veröffentlicht worden. Auf 
dem ersten Reel gebe die Beschwerdeführerin an, dass es ihr eine Ehre ge-
wesen sei, an dieser Veranstaltung teilgenommen zu haben. Das Reel sei be-
reits am 20. Dezember 2023 entstanden; die Veranstaltung sei seit langer Zeit 
geplant gewesen, wichtige Personen seien anwesend gewesen und es sei ihr 
unmöglich gewesen, nicht daran teilzunehmen. Sie habe jedoch verzichtet die 
vorgesehene Rede zu halten sowie das geplante Interview zu geben. Das 
zweite Reel zeige die Beschwerdeführerin umgeben von ihren Mitarbeiterin-
nen. Dieses Foto sei bereits am 18. Dezember 2023 entstanden, also vor ihrer 
Arbeitsunfähigkeit.

- Am 20. Januar 2024 sei ein Reel gepostet worden, welches die Beschwerde-
führerin bei einem professionellen Event zeige. Nach Verifizierung mit dem 
Hotel habe die Beschwerdeführerin bestätigt, dass die Fotos am 12. Januar 
2024 entstanden seien. Die Weiterbildung sei jedoch von ihren Angestellten 
durchgeführt worden, sie habe nicht aktiv teilgenommen.

- Am 22. Januar 2024 seien weitere Stories gepostet worden, die im Hotel 
"N.________" gedreht wurden. Dabei sei ein Pool präsentiert worden. Die Be-

14

schwerdeführerin gab an, dass das Posieren mit einer Tasche am Rande ei-
nes Pools keine Arbeit sei.

- Am 29. Januar 2024 habe die Beschwerdeführerin mehrere Stories aus ihrer 
Zeit in O.________ auf ihrem privaten Instagram Profil veröffentlicht. Dabei 
habe sie jeweils das Instagram Profil "@____" verlinkt. Gemäss der Be-
schwerdeführerin hätte dies nichts mit ihren beruflichen Tätigkeiten zu tun ge-
habt. Das Hauptziel der Reise nach O.________ sei gewesen, sich vollständig 
von der Arbeit zu lösen. Sie habe sich zufälligerweise in einer Klinik befunden, 
in welcher die Produkte von P.________ angeboten worden seien, weshalb 
sie dies in den sozialen Netzwerken geteilt habe.

- Im Zeitraum vom 4. April bis 26. Mai 2024, in welchem die Beschwerdeführe-
rin zu 50% arbeitsunfähig gewesen sei, habe sie am 6. Mai 2024 wiederum 
auf ihrem persönlichen Instagram Profil die Marke P.________ promotet (Vi-
act. 19, Gesprächsprotokoll 2, S. 5). Die Beschwerdeführerin gab an, dass sie 
mit ihrem Freund in Q.________ gewesen sei und sie sich zufällig an der Sei-
te eines Salons, welcher von "E.________" eröffnet worden sei, wiedergefun-
den hätten. Es habe jedoch nichts mit ihrer beruflichen Aktivität zu tun gehabt. 
Diese beschränke sich auf die Repräsentation der Marke in der Schweiz.

Dem Gesprächsprotokoll 1 ist zudem zu entnehmen, dass die Beschwerdeführe-
rin während ihrer Arbeitsunfähigkeit in den Ferien gewesen sei. Sie sei vom 
27. Januar bis 15. Februar 2024 in O.________ sowie vom 7. März bis 28. März 
2024 in R.________ in einem Ayurveda Zentrum (Vi-act. 19, Gesprächsprotokoll 
1 S. 4 und 6) gewesen. Beide Reisen seien auf Anordnung ihres Arztes, Dr.med. 
H.________, erfolgt und sie habe diese selbst bezahlt (Vi-act. 19, Gesprächspro-
tokoll 1 S. 4 und 6; Vi-act. 19, Gesprächsprotokoll 2 S. 5).

4.4 Anschliessend hat die C.________ die Unterlagen (Gesprächsprotokoll 
vom 29.8.2024, medizinischer Bericht, Arztzeugnisse, Krankheitsmeldung) 
Dr.med. K.________, einem versicherungsinternen Vertrauensarzt, unterbreitet, 
um von diesem eine medizinisch-psychiatrische Drittbeurteilung durchführen zu 
lassen. Dieser kam in seinem Bericht vom 4. September 2024 zum Schluss, dass 
der medizinische Bericht von Dr.med. H.________ vom 3. März 2024 (vgl. oben 
E. 4.2.3) nicht genügend klinische Elemente enthalten würde, um die Diagnose 
einer mittelschweren depressiven Episode F32.1 zu stellen. Die klinische Bewer-
tung enthalte vor allem subjektive Beschwerden im Zusammenhang mit Grübe-
leien, Unruhe, Schlafstörungen und einer hohen Arbeitsbelastung. Hierbei handle 
es sich nicht um klinische psychiatrische Elemente, sondern vielmehr um Um-
weltfaktoren, wie eine hohe Arbeitsbelastung, die dazu führen würden, dass die 

15

Versicherte zum Beispiel auch sonntags arbeiten müsse. Weiter hat der Vertrau-
ensarzt zusammenfassend Folgendes festgehalten (Vi-act. 20): 

- Die Diagnose F32.1 sei nach den Angaben im Arztbericht nicht plausibel. 
- Die Erstellung der Atteste, von denen drei in Abwesenheit der Patientin ver-

fasst worden seien, entspreche nicht den von der FMH in den Rechtsgrundla-
gen des Arztalltags aufgeführten Gepflogenheiten. 

- Die Durchführung von Auslandaufenthalten und die Veröffentlichung verschie-
dener Fotos oder Videos zeige einen klinischen Zustand, der sich deutlich von 
demjenigen unterscheide, der im Falle einer depressiven Episode (Abulie, An-
hedonie, Energieverlust, Niedergeschlagenheit, Verlust der Lebensfreude 
usw.) zu erwarten sei. 

- Die berufliche Tätigkeit der Beschwerdeführerin umfasse eine Tätigkeit mit 
sozialen Interaktionen. Die Unterlagen würden belegen, dass sie diese Fähig-
keiten einsetzen könne, was einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit aus psych-
iatrischen Gründen entgegenstehen würde. 

- Die Arbeitsunfähigkeit sei nicht durch eindeutige Funktionseinschränkungen 
begründet. 

- Es bestehe ein Widerspruch zwischen der Tatsache, dass die Beschwerde-
führerin sich von ihrer Arbeit distanzieren müsse, und den Informationen aus 
den sozialen Medien (die z.B. die Teilnahme an der Weiterbildung vom 
12.1.2024 zeigen würden).

4.5  Auf Grundlage der Einschätzung des Vertrauensarztes hat die 
C.________ mit Verfügung vom 17. Oktober 2024 sämtliche gezahlten Kranken-
taggelder im Zusammenhang mit dem vorliegenden Fall in Höhe von 
Fr. 65'478.83 zurückgefordert (Vi-act. 21).

4.6 Die Beschwerdeführerin erhob Einsprache, woraufhin die Vorinstanz die 
Verfügung vom 17. Oktober 2024 mit Einspracheentscheid vom 13. Februar 
2025 bestätigte. Sie erwog, der Umstand, dass einige der in den sozialen Medien 
veröffentlichten Bilder während der Wartezeit entstanden seien, nichts an der 
Sachlage ändere, dass sie nach Aussage ihres Arztes nicht in der Lage gewesen 
sei, einer beruflichen Tätigkeit nachzugehen. Die Ausführungen betreffend den 
Umstand, die Beschwerdeführerin habe mit der F.________ eine Vereinbarung 
getroffen, hätten keine Bedeutung für das vorliegende Verfahren, sei doch die 
C.________ nicht an die Entscheidung der F.________ gebunden. Die 
C.________ habe ihre Position aus einer Analyse der gesamten Situation und 
unter Berücksichtigung der sehr detaillierten Meinung ihres medizinischen Bera-
ters begründet. Dieser habe in Bezug auf die verschiedenen veröffentlichten Fo-
tos darauf hingewiesen, dass diese im Widerspruch zu den üblichen Symptomen 

16

einer depressiven Episode stehen würden (vgl. oben 4.4). Trotz der Erklärungen 
der Beschwerdeführerin bleibe der Widerspruch zwischen dem auf den Fotos 
dargestellten körperlichen Zustand der Beschwerdeführerin und dem von ihr an-
gegebenen Gesundheitszustand bestehen. Auch hinsichtlich der weiteren Anga-
ben der Beschwerdeführerin würden einige Unstimmigkeiten auftauchen. Gebe 
sie zum Beispiel an, sich in einem Zustand beruflicher Erschöpfung befunden zu 
haben und es für sie wichtig gewesen sei, ihrem Arbeitsumfeld zu entfliehen. Da-
bei sei eindeutig erwiesen, dass sie während der gesamten Dauer ihrer Arbeits-
unfähigkeit mit ihrer beruflichen Tätigkeit verbunden geblieben sei. Im Übrigen 
habe der Vertrauensarzt den medizinischen Bericht von Dr.med. H.________ 
vom 3. März 2024 betreffend den Aspekt der Arbeitsunfähigkeit analysiert und 
sei dabei zum Schluss gekommen, dass aus psychiatrischer Sicht die Arbeitsun-
fähigkeit nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bestätigt werden könne (vgl. 
oben E. 4.4). Die Versicherung verlange daher zu Recht die Rückerstattung der 
zu Unrecht gezahlten Leistungen, da die Beschwerdeführerin die medizinische 
Rechtfertigung ihrer Arbeitsunfähigkeit nicht habe glaubhaft nachweisen können.

4.7 In der von der Beschwerdeführerin gegen den Einspracheentscheid erho-
benen Verwaltungsgerichtsbeschwerde macht diese im Wesentlichen geltend, 
sie habe der Vorinstanz regelmässig Arztzeugnisse, die ihre zunächst 100%ige 
und anschliessend 50%ige Arbeitsunfähigkeit bescheinigten, eingereicht. Die 
Vorinstanz habe die Taggelder nach Ablauf der Wartefrist bezahlt. Die 
C.________ habe erst im Nachhinein beschlossen, die Arbeitsunfähigkeit der 
Beschwerdeführerin zu kontrollieren. Grund dafür sei die "Anzeige" der 
F.________ gewesen. Dafür habe die Vorinstanz jedoch zu keinem Zeitpunkt die 
Kontrolle der von Dr.med. G.________ sowie Dr.med. H.________ gestellten 
Diagnosen durch einen Arzt ihrer Wahl verlangt. Insofern ein Zweifel an der ge-
sundheitlichen Beeinträchtigung der Beschwerdeführerin bestanden haben sollte, 
hätte die C.________ ihren eigenen Vertrauensarzt beauftragen sollen, die Be-
schwerdeführerin zu untersuchen. Gemäss Rechtsprechung sei die Krankenver-
sicherung im Zweifelsfall berechtigt, die Angaben der Versicherten und ihres Arz-
tes zu kontrollieren, dazu müsste sie sich jedoch an einen Vertrauensarzt wen-
den, der den Versicherten sofort untersuchen müsse, da der Ablauf der Zeit den 
Beweiswert der Untersuchung durch den Vertrauensarzt stark verringern würde. 
Die Beschwerdeführerin habe jedoch während ihrer gesamten Arbeitsunfähigkeit 
nie einen Vertrauensarzt der Vorinstanz gesehen. Auch habe der Vertrauensarzt 
den behandelnden Arzt der Beschwerdeführerin nie getroffen, der Vertrauensarzt 
habe sich damit begnügt, die Akten zur Kenntnis zu nehmen und seine Meinung 
zur Plausibilität der gestellten Diagnose zu geben. Es sei nicht ersichtlich, aus 
welchem Grund einem Arzt, der, ohne sich mit der Versicherten oder ihren be-

17

handelnden Ärzten zu unterhalten und sich auf in den sozialen Medien geposte-
ten Fotos stütze, mehr Glauben geschenkt werde, als dem Arzt, der die Be-
schwerdeführerin während ihrer gesamten Arbeitsunfähigkeit behandelt habe. 

In Bezug auf die in den sozialen Medien geposteten Bilder habe sie bereits in der 
Einsprache vom 18. November 2024 erklärt, dass das Weihnachtsbild mit den 
Mitarbeitern aus S.________ am 18. Dezember, folglich vor der Arbeitsunfähig-
keit der Beschwerdeführerin entstanden sei (vgl. Bf-act. 8, Beilage 5). Das Foto 
vom Abend der "____" sei am 21. Dezember 2023 gemacht worden. Dies sei 
während der ersten Woche der Arbeitsunfähigkeit gewesen, welche noch nicht 
durch die Versicherung abgedeckt sei. Die Beschwerdeführerin habe neun Mo-
nate im Voraus für diesen Abend einen Tisch reserviert, sie habe nicht anders 
gekonnt, als trotz Krankheit an diesem Abend kurz zum Dinner zu erscheinen. 
Die Fotos in T.________ vor dem Pool seien am 26. November 2023 und somit 
ebenfalls vor der Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin entstanden (vgl. 
auch Bf-act. 8 dortige Beilage 4). Die restlichen Fotos seien am 17. Januar 2024 
entstanden. Die Beschwerdeführerin habe im November 2023 mit dem Hotel ei-
nen Weiterbildungstag für die Mitarbeiter des Hotels ausgehandelt. Die Weiter-
bildung sei von den Angestellten der Beschwerdeführerin durchgeführt worden. 
Die Beschwerdeführerin selbst sei nur als Hotelgast anwesend gewesen und ha-
be für die Fotos posiert. Die Reisen nach O.________ und R.________ seien 
zudem auf Weisung des Arztes und nur im Hinblick auf die Verbesserung ihres 
Gesundheitszustandes vorgenommen worden. 

Die Vorinstanz sei trotz aller Erklärungen auf ihrer unvertretbaren Position ver-
harrt. Die Beschwerdeführerin habe somit keine andere Wahl gehabt, als Be-
schwerde einzureichen, um ihre Interessen zu wahren. Es sei unbestreitbar, dass 
die Beschwerdeführerin während ihrer Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 3 
ATSG krank gewesen sei. Dr.med. H.________ könne dies bezeugen und sogar 
die F.________ habe diesen Punkt nicht bestritten. Die an die Beschwerdeführe-
rin ausbezahlten Taggelder seien geschuldet gewesen und müssten nicht 
zurückerstattet werde.

4.8 Die Vorinstanz hält vernehmlassend zusammenfassend fest, die Einwen-
dungen der Beschwerdeführerin hinsichtlich der vertrauensärztlichen Beurteilung 
sowie der angeblichen Missachtung ihrer Erklärungen zu den sozialen Medien 
und der Reise nach O.________ würden sich als unbegründet erweisen. Die 
C.________ sei nicht verpflichtet gewesen, eine persönliche Untersuchung durch 
den Vertrauensarzt durchzuführen. Er könne auch eine sogenannte ausschliess-
liche Aktenbeurteilung vornehmen. Die vorliegende Aktenbeurteilung sei nicht zu 
beanstanden und angesichts der Tatsache, dass der Krankheitszustand zum 

18

Zeitpunkt der Beurteilung nicht mehr bestanden hätte, auch das geeignete Mittel 
gewesen, um die Beurteilung vorzunehmen. 

Die Beschwerdeführerin habe nicht darlegen können, inwiefern sie in ihrer Funk-
tion als CEO tatsächlich eingeschränkt gewesen sei. Die eingereichten Arztbe-
richte würden darüber ebenso wenig Aufschluss geben. Ihre dokumentierten Ak-
tivitäten - Teilnahme an Arbeitsanlässen, aktive Präsenz auf sozialen Medien zur 
Unternehmenspromotion usw. - würden dem Bild einer vollständigen Arbeitsun-
fähigkeit widersprechen. Insbesondere die Verknüpfung ihrer Ferienaktivität mit 
beruflicher Werbung stelle eine Verletzung der Schadensminderungspflicht dar, 
da sie nicht auf eine konsequente Distanzierung von der Arbeit zur Genesung 
hindeuten würde.

Auch wenn während der Wartefrist von 14 Tagen noch keine Taggeldleistungen 
ausgerichtet worden seien, sei das Verhalten der versicherten Person während 
der gesamten Dauer der geltend gemachten Arbeitsunfähigkeit für die Beurtei-
lung der Glaubwürdigkeit ihrer Angaben entscheidend. 

Die Tatsache, dass sich die Beschwerdeführerin während sechs Wochen ihrer 
angeblichen Arbeitsunfähigkeit im Ausland aufgehalten habe, beeinträchtige die 
Kontinuität und Qualität der psychiatrischen Betreuung erheblich. Die Ausstellung 
von Arbeitsunfähigkeitszeugnissen ohne persönliche Untersuchung widerspreche 
den FMH-Richtlinien und stelle die medizinische Integrität des behandelnden 
Psychiaters in Frage. Zudem stütze sich die Diagnose einer mittelgradigen de-
pressiven Episode überwiegend auf subjektive Angaben, ohne dass objektivier-
bare klinische Befunde vorliegen würden. Die dokumentierten Aktivitäten der Be-
schwerdeführerin - insbesondere ihre soziale und berufliche Präsenz - wider-
spreche den typischen Symptomen einer solchen Erkrankung und lasse erhebli-
che Zweifel an der Diagnose und der daraus abgeleiteten Arbeitsunfähigkeit auf-
kommen. Öffentlich zugängliche Inhalte, die im Widerspruch zu einer geltend 
gemachten Arbeitsunfähigkeit stehen würden, könnten versicherungsrechtlich re-
levant sein. Die Beschwerdeführerin habe das Risiko in Kauf genommen, dass 
solche Inhalte als objektive Beweismittel gewertet werden würden, welche die 
zunächst angenommene Richtigkeit eines ärztlichen Zeugnisses zu entkräften 
vermögen.

Weder in Bezug auf die Art und den Zeitpunkt der vertrauensärztlichen Beurtei-
lung noch hinsichtlich der Berücksichtigung der Schadenminderungspflicht liege 
ein zu beanstandendes Verhalten der C.________ vor. Die vorliegenden Um-
stände - insbesondere das Verhalten der Beschwerdeführerin während der an-
geblichen Arbeitsunfähigkeit, die unzureichende psychiatrische Betreuung im 
Ausland, die formwidrige Ausstellung von Arztzeugnissen - würden erhebliche 

19

Zweifel an der behaupteten Arbeitsunfähigkeit rechtfertigen. Die C.________ sei 
daher berechtigt gewesen, die Leistungspflicht zu hinterfragen und eine vertiefte 
Prüfung vorzunehmen. Die Voraussetzungen für eine Taggeldleistung seien un-
ter diesen Umständen nicht erfüllt, weshalb die C.________ die bereits geleiste-
ten Taggelder zu Recht zurückgefordert hätte.

4.9 Mit freiwilliger Stellungnahme vom 18. Juli 2025 bestreitet die Beschwerde-
führerin die Ausführungen der Vorinstanz und hält fest, dass sich letztlich die 
zentrale Frage stelle, ob der behandelnde Arzt der Beschwerdeführerin oder der 
Vertrauensarzt der Vorinstanz die Arbeitsfähigkeit bzw. Arbeitsunfähigkeit der 
Beschwerdeführerin zutreffend festgestellt habe. Die Beschwerdeführerin habe 
ihre Arbeitsunfähigkeit durch Vorlage ordnungsgemässer ärztlicher Atteste re-
nommierter Ärzte nachgewiesen. Wie die Versicherung selbst zugegeben habe, 
sei der Vertrauensarzt im Zweifelsfall verpflichtet, den Gesundheitszustand der 
versicherten Person zu untersuchen, dies sei vorliegend unterblieben. Es sei 
darüber hinaus befremdlich zu lesen, dass die Vorinstanz die Integrität ihres be-
handelnden Arztes in Frage stellen würde und sogar vorwerfe, Gefälligkeitsattes-
te ausgestellt zu haben. Beide Ärzte hätten sie regelmässig und mit grosser 
Sorgfalt behandelt.

5.1 Wie unter E. 2.6.1 festgehalten, setzt die Beurteilung eines sozialversiche-
rungsrechtlichen Leistungsanspruches - vorliegend Krankentaggelder - Angaben 
ärztlicher Fachkräfte voraus. Der Sozialversicherungsrichter hat die Beweise frei 
sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen (vgl. oben E. 2.5). Bei sich wi-
dersprechenden medizinischen Berichten ist das gesamte Beweismaterial zu 
würdigen und die Gründe anzugeben, warum auf die eine und nicht auf die ande-
re medizinische These abgestellt wird (vgl. BGE 125 V 351 E. 3a). 

Nach Art. 72 Abs. 2 KVG ist entscheidende Voraussetzung der Taggeldleistun-
gen das Vorliegen einer Arbeitsunfähigkeit nach Art. 6 ATSG. Diese setzt neben 
der Einschränkung des Gesundheitszustandes insbesondere auch die durch die 
Gesundheitsbeeinträchtigung begründete Einschränkung der funktionellen Leis-
tungsfähigkeit voraus (vgl. E. 2.3). Die Einbusse an funktionellem Leistungsver-
mögen wird bezogen auf die bisherige Tätigkeit; es muss geklärt werden, in wel-
chem Mass die versicherte Person aus gesundheitlichen Gründen im bisherigen 
Beruf oder Aufgabenbereich nicht mehr nutzbringend tätig sein kann (vgl. SK 
ATSG-Meier Michael E., Art. 6 N 28).

5.2 Vorliegend liegen neben den ärztlichen Unterlagen der behandelnden Ärzte 
Dr.med. G.________ und Dr.med. H.________ eine Stellungnahme von Dr.med. 
K.________, Vertrauensarzt der C.________, vor. Letzterer kam in seiner Stel-

20

lungnahme - im Gegensatz zu den behandelnden Ärzten der Beschwerdeführerin 
- zum Schluss, die Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin sei nicht mit über-
wiegender Wahrscheinlichkeit gegeben.

Es ist darauf hinzuweisen, dass die eingereichten Arztzeugnisse betreffend den 
interessierenden Zeitraum keine Diagnose enthalten (Vi-act. 3, 4). Sie sind für 
die Beurteilung der strittigen Frage wenig hilfreich (Urteil BGer 4A_12/2020 vom 
2.6.2021 E. 4.1). Die nachfolgenden Ausführungen konzentrieren sich folglich auf 
die sich aus den Akten ergebenden ärztlichen Berichte sowie die dem Gericht 
eingereichten Krankenakten der behandelnden Ärzte.

5.2.1 Der Beschwerdeführerin wurde am 18. Dezember 2023 eine vollständige 
Arbeitsunfähigkeit ab dem 19. Dezember 2023 von Dr.med. G.________ attes-
tiert. Grund dafür waren u.a. ein Uterusfibrom, eine Zyste im linken Eierstock so-
wie Erschöpfung und Status nach gynäkologischen Blutungsepisoden (vgl. oben 
E. 4.2.2). Gemäss eingereichten Krankheitsunterlagen wurde zur Diagnosestel-
lung u.a. eine gynäkologische Untersuchung, ein Vaginalabstrich sowie eine va-
ginale Echographie durchgeführt (VG-act. 19, S. 1). Gemäss medizinischem Be-
richt an die F.________ seien die derzeitigen Limitationen der Beschwerdeführe-
rin "repos au lit" (Bettruhe; vgl. VG-act. 19 Rapport médical initial vom 12.1.2024; 
Vi-act. 9, S. 51). Soweit die Vorinstanz in ihrer Stellungnahme vom 2. Oktober 
2025 zu den Krankheitsgeschichten vorbringt, dass der Vertrauensarzt hervorhe-
ben würde, es würde kein Hämogramm (Blutbild) vorliegen, dies sei aus seiner 
Sicht unerlässlich, um die Schwere der Blutung zu beurteilen, vermag dies für 
sich noch keine erheblichen Zweifel an dem von Dr.med. G.________ ausgestell-
ten Arbeitsunfähigkeitszeugnis hervorzubringen.

Im Rahmen der Würdigung aller Beweismittel steht insbesondere die von 
Dr.med. G.________ verordnete Bettruhe ("repos au lit"; vgl. VG-act. 19 Rapport 
médical initial vom 12.1.2024; Vi-act. 9, S. 51) im Widerspruch zu den in den so-
zialen Medien veröffentlichten Bildern sowie den Ausführungen der Beschwerde-
führerin im Gespräch mit der C.________. Insbesondere hat die Beschwerdefüh-
rerin im Gespräch mit der C.________ in Bezug auf das Reel, in welchem sie 
umringt von Mitarbeiterinnen aus Genf gewesen sei, ausgeführt, dieses sei am 
18. Dezember, am Tag vor ihrer Arbeitsunfähigkeit und auch am Tag vor ihrem 
Termin bei Dr.med. G.________ entstanden. Dass das Event am 18. Dezember 
2023 stattgefunden hat, belegt sie insbesondere mit dem Beleg der Getränkelie-
ferung (Beschwerde, Beilage 8, dortige Beilage 3). Jedoch geht sowohl aus dem 
Arztzeugnis von Dr.med. G.________ sowie auch aus seinen dem Gericht einge-
reichten Krankheitsakten hervor, dass die Beschwerdeführerin bereits am 
18. Dezember 2023 gegen 10.00 Uhr bei ihm gewesen ist (Vi-act. 3; VG-act. 19). 

21

Das Event, von welchem das Foto stammen soll, hat gemäss eigener Angabe 
der Beschwerdeführer erst am Nachmittag des 18. Dezember 2023 stattgefun-
den (Vi-act. 19, Gesprächsprotokoll 2 S. 2). Dies ruft erhebliche Zweifel an der 
funktionellen Einschränkung bei der Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit hervor. 
Den Akten ist zudem zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin bereits am 
Tag darauf, also am 19. Dezember 2023 erneut an einem Geschäftsessen teil-
genommen hat (vgl. oben E. 4.3). Dass das entsprechende Essen im Gebäude 
stattgefunden hat, in welchem sie lebt, ändert nichts daran, dass die Beschwer-
deführerin trotz attestierter Arbeitsunfähigkeit und angeordneter Bettruhe an dem 
Arbeitsanlass teilgenommen hat. Ein weiterer Anlass mit Beteiligung der Be-
schwerdeführerin war auch am 20. Dezember 2023 (vgl. oben E. 4.3). Die ge-
sundheitlichen Beschwerden der Beschwerdeführerin haben sie entsprechend 
nicht (zumindest nicht vollständig) an der Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit 
gehindert, worunter, wie sie selbst mit Eingabe vom 20. Oktober 2025 ausführt, 
insbesondere auch das Wahrnehmen von Geschäftsterminen fällt.

5.2.2 Ab dem 4. Januar 2024 basiert die geltend gemachte Arbeitsunfähigkeit der 
Beschwerdeführerin auf Arztzeugnissen von Dr.med. H.________ (E. 4.2.3).

Im Bericht vom 3. März 2024 hielt Dr.med. H.________ die Diagnose "mittelgra-
dige depressive Erkrankung, ICD-10 F32.1" fest. Dies geht zudem auch aus den 
Berichten vom 8. Januar 2024 sowie 4. März 2024 an die F.________ sowie den 
von Dr.med. H.________ eingereichten Krankheitsakten hervor (Vi-act. 8, 9; VG-
act. 20 S. 14). Die Diagnose ICD-10: F32.1 setzt das Vorliegen von zwei (oder 
mehr) Kernsymptomen plus drei (oder mehr) Zusatzsymptomen voraus (vgl. NVL 
Nationale VersorgungsLeitlinie, Unipolare Depression, Langfassung, Version 3.2, 
2022, S. 32, https://register.awmf.org/assets/guidelindes/nvl-005k_S3_Unipolare-
Depression_2023-07.pdf, eingesehen am 17.11.2025). Der betroffene Patient hat 
meistens grosse Schwierigkeiten, alltägliche Aktivitäten fortzusetzen (htt-
ps://klassifikationen.bfarm.de/icd-10-gm/kode-suche/htmlgm2025/block-f30-
f39.htm, eingesehen am 20.10.2025). Gemäss Bericht von Dr.med. H.________ 
vom 3. März 2024 leidet die Beschwerdeführerin an einer "formalen Denkstörung 
Gedankenkreisen", Müdigkeit, Ein- und Durchschlafstörungen, Freudlosigkeit 
sowie Versagensängsten (vgl. oben E. 4.2.3). Aus dem Bericht von Dr.med. 
H.________ lassen sich die Symptome nicht im geforderten Mass eruieren (ein-
ziges Kernsymptom "Freudelosigkeit"), die Protokolle zu den ambulanten Termi-
nen sind meist sehr kurz, eine eigentliche Befunddokumentation fehlt. Damit ist 
die Diagnose einer mittelschweren depressiven Erkrankung/Episode nicht aus-
reichend dokumentiert, wie auch der Vertrauensarzt der C.________ zurecht 
festhält. Auch wenn nach neuerer Rechtsprechung (vgl. BGE 148 V 49 E. 6.2.2) 

22

die Auswirkungen einer Diagnose, die Folgen bzw. Einschränkungen auf die 
Leistungsfähigkeit entscheidend sind für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit, 
kann auf eine korrekt gestellte Diagnose nicht verzichtet werden. Die im Bericht 
vom 3. März 2024 genannte Freudlosigkeit steht sodann im Widerspruch dazu, 
dass Dr.med. H.________ bereits im Februar 2024 festhielt, dass die Stimmung 
der Beschwerdeführerin besser sei (3. ambulanter Termin [2.2.2024]: "[…] much 
better mood up to euthymic, energy and drive there.") und sie in O.________ ei-
ne gute Zeit gehabt habe (4. ambulanter Termin [19.2.2024]: "[…] the patient re-
ports to have had a good time in O.________ and the psychedelic retreat."). 

Weiter geht weder aus dem Bericht vom 3. März 2024 noch aus den von Dr.med. 
H.________ eingereichten Krankenakten hervor, inwiefern die Beschwerdeführe-
rin in der Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit eingeschränkt sei. Es fehlt, wie 
von der Vorinstanz festgestellt, an einer Beschreibung der funktionellen Ein-
schränkung der Beschwerdeführerin. Im Bericht vom 3. März 2024 führt Dr.med. 
H.________ zwar aus, dass die "Arbeitsleistung über die Zeit eingeschränkt [und] 
mit hoher Fehlerquote" sei. Daraus kann jedoch nicht entnommen werden, dass 
eine vollständige Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumut-
bare Arbeit zu leisten, vorliegt. Insbesondere, da die Aufgaben in der beruflichen 
Tätigkeit der Beschwerdeführerin sehr weit gefächert sind. Im Gespräch mit der 
C.________ führt die Beschwerdeführerin u.a. an, zu ihren Aufgaben gehöre die 
Suche neuer Partner, das Treffen von Klienten, das Knüpfen von neuen Kontak-
ten, Verkaufsinformationen geben, Sitzungen mit der Filiale in U.________ ab-
halten usw. (Vi-act. 19, Gesprächsprotokoll 1 S. 2). Mit Eingabe von 20. Oktober 
2025 führt sie als weitere Aufgabenbereiche das Führen von Geschäftsverhand-
lungen, das Unternehmen von Geschäftsreisen sowie das Wahrnehmen von Ge-
schäftsterminen auf. Die pauschale Angabe, die Arbeitsleistung sei über die Zeit 
eingeschränkt, stellt keine substanzielle Begründung der Arbeitsunfähigkeit dar 
(vgl. BGE 140 V 193 E. 3.2 m.w.H.). Schliesslich lässt sich den Unterlagen im 
Zusammenhang mit der Reduzierung der Arbeitsunfähigkeit von 100% auf 50% 
ebenfalls nicht entnehmen, welche konkreten Arbeitsleistungen der Beschwerde-
führerin in welchem Umfang zumutbar sind. Gemäss Protokoll zum 5. ambulan-
ten Termin vom 23. März 2024 (remote video call) habe sich die Beschwerdefüh-
rerin in R.________ gut erholt und fühle sich nun stark und erholt genug, um 
wieder in die Schweiz zurückzukehren und zu arbeiten (VG-act. 20 S. 12). Den-
noch wurde die vollständige Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin zunächst 
noch bis zum 3. April 2024 verlängert. Erst ab dem 4. April 2024 wurde eine Ar-
beitsunfähigkeit von 50% attestiert. Dies gemäss Protokoll, um einen gleichmäs-
sigen Wiedereinstieg in die Arbeit zu ermöglichen ("smooth way"; VG-act. 20 S. 
12).

23

Im Übrigen haben - wie von der Vorinstanz korrekt festgehalten - alle ausser die 
ersten zwei Gespräche via Video-Call stattgefunden. Dies widerspricht einerseits 
den Allgemeinen Vertragsbedingungen der C.________, welche in Art. 12 Ziff. 3 
Bst. b letzter Satz vorsehen, dass die Bestätigungen des Arztes auf regelmässi-
gen Konsultationen in seiner Praxis beruhen müssen, die vom Versicherer min-
destens einmal pro Monat vorgelegt werden. Anderseits sieht auch der Praxisleit-
faden der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften 
(SAMW) FMH vor, dass die Konsultation in Anwesenheit des Patienten oder der 
Patientin grundsätzlich eine notwendige Voraussetzung für die Ausstellung eines 
ärztlichen Zeugnisses ist. Seltene Ausnahmen sind möglich, wenn die Ärztin oder 
der Arzt ihren Patienten oder ihre Patientin und deren Situation kennen und sie 
kürzlich gesehen haben (Praxisleitfaden SAMW / FMH Kapitel 7.6 S. 3). Vorlie-
gend ist anzunehmen, dass die Beschwerdeführerin die ersten beiden Termine 
(30.12.2023 und 17.1.2024) vor Ort bei Dr.med. H.________ hatte, alle weiteren 
Konsultationen haben hingegen, wie den Krankheitsakten entnommen werden 
kann, via Video-Call stattgefunden. Aus den Akten geht zudem hervor, dass 
Dr.med. H.________ die Beschwerdeführerin vor der ersten Konsultation am 30. 
Dezember 2023 nicht kannte, hält er im Protokoll zum entsprechenden Termin 
fest: "Die Patientin wird von einer gemeinsamen Bekannten zugewiesen" (VG-
act. 20 S. 16). Zudem enthält der erste, relativ kurze Eintrag (abweichend von 
den Übrigen) keine Zeitdauerangabe und die zweite Konsultation diente u.a. der 
Fortsetzung der Anamneseerhebung, was gegen eine ausführliche Erstkonsulta-
tion spricht. Nach lediglich zwei persönlichen Treffen bestehen zumindest erheb-
liche Zweifel, dass Dr.med. H.________ ein genügendes Bild von der Beschwer-
deführerin erlangt hat, um den Gesundheitszustand sowie die Ar-
beits(un)fähigkeit der Beschwerdeführerin auf Grundlage von Video-Calls umfas-
send beurteilen zu können. 

5.2.3 Dr.med. K.________ hat sich in seiner Stellungnahme vom 4. September 
2024 sowohl mit dem Bericht von Dr.med. H.________ vom 3. März 2024, den 
Veröffentlichungen in den Sozialen Medien sowie Auslandsabwesenheiten der 
Beschwerdeführerin auseinandergesetzt. Die Stellungnahme ist folglich auf 
Grundlage sämtlicher zu diesem Zeitpunkt vorliegenden Akten erstellt worden. 
Zudem begründet er seine Schlussfolgerung - die Arbeitsunfähigkeit der Be-
schwerdeführerin sei nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit gegeben - um-
fassend und in sich konsistent. Seine Ausführungen sind insbesondere auch im 
Hinblick auf die weiteren sich aus den Akten ergebenden Umständen nachvoll-
ziehbar. Einzig scheint er davon ausgegangen zu sein, dass aufgrund der Aus-
landsabwesenheiten der Beschwerdeführerin während dieser Zeit keine Behand-
lung durch Dr.med. H.________ durchgeführt wurde. Insoweit er sich dabei auf 

24

eine medikamentöse Behandlung bezieht, ist dem zuzustimmen, ergibt sich doch 
aus den Akten deutlich, dass Dr.med. H.________ der Beschwerdeführerin im 
strittigen Zeitraum zu keinem Zeitpunkt Medikamente verschrieben hat. Hingegen 
ergibt sich aus den vom Gericht eingeholten Krankenakten, dass die Beschwer-
deführerin auch während ihrer Auslandaufenthalte Termine mit Dr.med. 
H.________ vereinbart hatte, diese haben diesfalls als Video-Call stattgefunden 
(Video-Call vom 2.2.2024 während Aufenthalt Bf in O.________; Video-Call vom 
7.3.2024 während Aufenthalt Bf in R.________). Diese Termine haben im Durch-
schnitt alle 15 - 18 Tage (entgegen der Aussage der Beschwerdeführerin, wo-
nach ein 14-tägiger Kontakt bestanden haben solle, vgl. Replik vom 18.7.2025 S. 
2) stattgefunden. 

5.3.1 Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, der Stellungnahme von 
Dr.med. K.________, Vertrauensarzt, sei bereits deswegen kein Beweiswert zu-
zumessen, da dieser sie weder persönlich untersucht noch mit ihren behandeln-
den Ärzten gesprochen habe, vermag dies nicht zu überzeugen. 

5.3.2 Gemäss Art. 57 Abs. 4 KVG beraten Vertrauensärzte die Versicherer in 
medizinischen Fachfragen sowie in Fragen der Vergütung und der Tarifanwen-
dung. Sie überprüfen insbesondere die Voraussetzungen der Leistungspflicht 
des Versicherers. Sie sind dabei in ihrem Urteil unabhängig (Abs. 5). Nach 
Abs. 6 müssen die Leistungserbringer den Vertrauensärzten die zur Erfüllung ih-
rer Aufgaben nach Abs. 4 notwendigen Angaben liefern. Ist es nicht möglich, die-
se Angaben anders zu erlangen, so können Vertrauensärzte Versicherte auch 
persönlich untersuchen. Davor müssen sie den behandelnden Arzt des Versi-
cherten benachrichtigen und nach der Untersuchung über das Ergebnis informie-
ren. Die persönliche Untersuchung eines Patienten durch den Vertrauensarzt ist 
erst zulässig, wenn alle anderen Möglichkeiten der Sachverhaltsermittlung nicht 
zielführend waren oder wenn sich andere Abklärungsmassnahmen mit überwie-
gender Wahrscheinlichkeit als aussichtslos erweisen würden oder mit einem un-
verhältnismässigen Aufwand verbunden wären (vgl. Eugster, Die obligatorische 
Krankenpflegeversicherung nach KVG, Basel 2025, N 2440). Auch wenn Art. 57 
KVG aufgrund ihrer systematischen Stellung nur auf die obligatorische Kranken-
versicherung anwendbar ist, wird sie in der Praxis auch auf die KVG-
Taggeldversicherung angewendet (vgl. Eugster, Die obligatorische Krankenpfle-
geversicherung nach KVG, Basel 2025, N 2416 m.H.a. BGE 127 V 154 E. 4b; 
BGE 129 V 51 E. 4.3 S. 61; Sozialversicherungsgericht ZH KV.2005.00045 vom 
29.6.2006 E. 3.3 m.H.; SVR 1999 KV Nr. 22 S. 51 E. 3b). 

25

5.3.3 Vorliegend hat die C.________ die Taggeldzahlungen im Januar 2024 auf-
genommen. Im März 2024 hat die C.________ ihre Leistungen pausiert und ver-
schiedene Unterlagen bei der Beschwerdeführerin einverlangt (vgl. oben E. 4.43; 
Vi-act. 10). Gemäss E-Mail vom 15. Mai 2024 sei das Dossier geklärt worden, 
weswegen die Krankentaggeldzahlungen wieder aufgenommen wurden (Vi-act. 
13). Seit dem 27. Mai 2024 ist die Beschwerdeführerin unbestrittenermassen 
wieder voll arbeitsfähig. Soweit die Beschwerdeführerin in ihrer Stellungnahme 
vom 8. Oktober 2025 ausführt, dass sie erneut mit dem Reizdarmsyndrom, das 
stressbedingt sei, diagnostiziert worden sei, wird damit keine erneute Arbeitsun-
fähigkeit geltend gemacht. Vielmehr hält sie ausdrücklich fest, dass ihre Arbeits-
unfähigkeit stets mit ihrem arbeitsbedingten Stress und einem Burnout verbun-
den gewesen wäre. 

Daraus folgt, dass die C.________ im März 2024 erstmals Gründe für eine ge-
nauere Prüfung des Leistungsanspruches der Beschwerdeführerin gesehen hat, 
dafür hat sie verschiedene Unterlagen bei der Beschwerdeführerin einverlangt 
(Vi-act. 10). Diese Gründe scheinen sich jedoch bis Mitte Mai nicht erhärtet zu 
haben, geht doch aus den Akten hervor, dass die Taggeldleistungen Mitte Mai 
wieder aufgenommen worden seien. Am 18. Juli 2024 wurde die Beschwerdefüh-
rerin zu einem Gespräch vorgeladen; begründet wurde die Vorladung damit, 
dass für die Bearbeitung des Dossiers der Beschwerdeführerin weitere Informati-
onen gebraucht werden, die es der C.________ ermöglichen, über den Leis-
tungsanspruch der Beschwerdeführerin bezüglich ihrer Arbeitsunfähigkeit zu ent-
scheiden (Vi-act. 14). Der Vorinstanz ist zuzustimmen, dass eine vertrauensärzt-
liche Untersuchung im Juli 2024 den Zweck der Überprüfung der Arbeitsunfähig-
keit der Beschwerdeführerin nicht mehr erfüllt hätte, war die Beschwerdeführerin 
unbestrittenermassen zu diesem Zeitpunkt bereits wieder voll arbeitsfähig. Im 
März 2024 standen zudem noch andere Möglichkeiten der Sachverhaltsermitt-
lung offen, wie das Einverlangen von weiteren Unterlagen bei der Beschwerde-
führerin selbst. Es ist nicht ersichtlich, weswegen diese Möglichkeiten der Sach-
verhaltsermittlung zu diesem Zeitpunkt als nicht zielführend eingeordnet hätten 
werden müssen oder andere Abklärungsmassnahmen sich mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit als aussichtslos erwiesen hätten oder mit einem unverhält-
nismässigen Aufwand verbunden gewesen wären, sodass einzig die Untersu-
chung des Vertrauensarztes geeignet gewesen wäre, die Arbeits(un)fähigkeit der 
Beschwerdeführerin zu beurteilen. Gründe dafür werden von der Beschwerdefüh-
rerin auch nicht vorgebracht. 

5.3.4 Weiter kann die Beschwerdeführerin auch nichts aus dem von ihr vorge-
brachten Bundesgerichtsurteil 4A_42/2017 vom 29. Januar 2018 ableiten. Einer-

26

seits geht es in diesem um eine Krankentaggeldversicherung nach VVG und 
nicht wie vorliegend nach KVG. Andererseits wurde der Stellungnahme des Ver-
trauensarztes des Versicherers im entsprechenden Fall nicht alleinig aufgrund 
des Umstandes, dass diese ausschliesslich auf den Akten basiert keinerlei Be-
weiswert beigemessen, sondern da diese zudem äusserst knapp und unbegrün-
det war. Reine Aktengutachten sind nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung 
hingegen beweiskräftig, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im We-
sentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden me-
dizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der ver-
sicherten Person in den Hintergrund rückt (Urteil BGer 8C_281/2021 vom 
19.1.2022 E. 3.2). 

Vorliegend hat sich der Vertrauensarzt in seiner Stellungnahme vom 4. Septem-
ber 2024 sowohl mit dem Bericht von Dr.med. H.________ vom 3. März 2024, 
den Veröffentlichungen in den Sozialen Medien sowie den Auslandsabwesenhei-
ten der Beschwerdeführerin auseinandergesetzt (vgl. oben E. 5.2.3). Die Stel-
lungnahme ist auf Grundlage sämtlicher zu diesem Zeitpunkt vorliegenden Akten 
erstellt worden. Die Schlussfolgerung - die Arbeitsunfähigkeit der Beschwerde-
führerin sei nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit gegeben - ist zudem um-
fassend begründet. Der Stellungnahme von Dr.med. K.________ ist entspre-
chend ein Beweiswert zuzusprechen.

5.4.1 Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend, dass sie zu allen veröffent-
lichten Bildern in den sozialen Medien eine Erklärung liefern konnte. Dem kann 
nicht gefolgt werden. Wie bereits unter E. 5.2.1 ausgeführt, widersprechen ihre 
Ausführungen im Rahmen des Gesprächs vom 28. August 2024 betreffend Event 
vom 18. Dezember 2023 mit ihren Mitarbeiterinnen in Genf den sich aus den Ak-
ten ergebenen Umständen.

Auch die folgenden weiteren Punkte widerlegen die Ausführungen der Be-
schwerdeführerin: 

- Die Beschwerdeführerin hält in der Beschwerdeschrift fest, dass die Reise 
nach O.________ unter Weisung von Dr.med. H.________ erfolgt sei. Dieses 
Vorbringen steht indes im Widerspruch zu den von Dr.med. H.________ ein-
gereichten Krankheitsakten, aus welchen hervorgeht, dass die Beschwerde-
führerin "short notice" nach V.________ reiste (VG-act. 20 S. 14). Es wurde 
auch erstmals auf dem nach dem Termin vom 2. Februar 2024 ausgestellten 
Arztzeugnis - also nachdem die Beschwerdeführerin sich bereits in 
O.________ befand - erwähnt, dass die Beschwerdeführerin urlaubsfähig sei 
(Vi-act. 4).

27

- Gleiches gilt für den Aufenthalt der Beschwerdeführerin in R.________. Die-
sen scheint sie zwar vorab mit Dr.med. H.________ besprochen zu haben 
und dieser unterstützte ihr Vorhaben gemäss Protokoll zum 4. (telefonischen) 
ambulanten Termin. Er notierte aber auch, sie plane diesen "Aryuvedic retre-
at" wie schon in der Vergangenheit. Dass die Reise auf Weisung oder nur 
schon auf Ratschlag des Arztes erfolgt sei, kann den Unterlagen damit nicht 
entnommen werden (VG-act. 20 S. 13).

- Die Ausführungen der Beschwerdeführerin in ihrer Stellungnahme vom 8. Ok-
tober 2025 zu den Krankheitsakten der behandelnden Ärzte überzeugen 
ebenfalls nicht. Sie macht geltend, sie sei im Dezember 2023 keiner Arbeits-
tätigkeit nachgegangen, sondern habe lediglich an zwei Abendessen teilge-
nommen, obwohl zu diesem Zeitpunkt die Zahlungen der Entschädigungen für 
den Verdienstausfall noch nicht begonnen hätten. Am 17. Januar 2024 sei sie 
für etwa zehn Minuten im N.________ anwesend gewesen, am 2. und 19. Fe-
bruar 2024 habe sie einige Telefonate getätigt und E-Mails weitergeleitet und 
am 23. März 2024 habe sie ein weiteres Telefongespräch geführt. Ab Mai 
2024 sei sie ohnehin wieder zu 50% arbeitsfähig gewesen. Soweit sie angibt, 
sie habe am 2. und 19. Februar einige Telefonate getätigt und E-Mails weiter-
geleitet, gegenüber Dr.med. H.________ am 7. März 2024 jedoch ausgeführt 
hatte, sie habe nun zwei Manager eingestellt, steht dies in einem deutlichen 
Widerspruch zueinander. Es kann nicht angenommen werden, dass die Ein-
stellung von zwei Managern ohne vorgängige Prüfung der Beschwerdeführe-
rin erfolgt sein soll. Insbesondere, da es sich hierbei um Stellen in den Unter-
nehmen der Beschwerdeführer handelt, welchen erfahrungsgemäss eine er-
hebliche Verantwortung zukommt. Dass hierbei eine Anstellung lediglich nach 
einem E-Mail-Austausch stattgefunden haben soll, erscheint nicht wahrschein-
lich. 

- Zudem hat sie gegenüber Dr.med. H.________ am 23. März 2024 ausgeführt, 
dass beide CEO's [recte: wohl Manager] krank seien, weswegen sie bereits 
wieder mehr in der Arbeit involviert sei. Dies steht im Widerspruch zu ihrer 
Angabe, dass sie am 23. März 2024 ein einzelnes Telefongespräch geführt 
haben solle, welches gemäss ihren eigenen Angaben, die Planung eines 
"U.________ CEO trip to Switzerland" (Bf-Stellungnahme, Beilage 1) zum In-
halt hatte. 

- Im Schreiben vom 20. Oktober 2025 hielt die Beschwerdeführerin fest, sie sei 
während der krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit ausserstande gewesen, 
Einkünfte zu generieren. Wie die Vorinstanz in ihrer Stellungnahme vom 2. 
Oktober 2025 zu den Krankheitsberichten festhielt, ergibt sich aus den Ge-
sprächsprotokollen von Dr.med. H.________ indes, dass die Beschwerdefüh-

28

rerin ihr Business erweitert hatte (VG-act. 20 S. 12). Zu diesem Zeitpunkt war 
zwar nur noch eine Arbeitsunfähigkeit von 50% attestiert, dennoch erscheint 
es nicht plausibel, dass sie ihre Unternehmen erweitern konnte, obwohl sie 
gemäss eigenen Angaben während der Zeit der Arbeitsunfähigkeit nicht in der 
Lage gewesen sei, Geschäftsverhandlungen zu führen, Geschäftsreisen zu 
unternehmen, Geschäftstermine wahrzunehmen sowie Einkünfte zu generie-
ren. Zumal die Beschwerdeführerin am 19. April 2024 gerade einmal seit 16 
Tagen nicht mehr vollständig arbeitsunfähig war. Soweit mit dem Ausdruck 
"expanding her buisnes[s]" (VG-act. 20 S. 12) auch gemeint sein könnte, dass 
die Beschwerdeführerin weitere Personen - Manager - eingestellt habe, ändert 
auch dies nichts daran, dass das Einstellen von Mitarbeitern einerseits zu den 
Arbeitsaufgaben der Beschwerdeführerin als CEO gehört sowie andererseits 
eine solche Anstellung meist einige Zeit in Anspruch nimmt, müssen doch 
dafür Bewerbungsunterlagen gesichtet, Vorstellungsgespräche und Vertrags-
verhandlungen geführt werden. 

- Sodann kann der Vorinstanz auch darin beigepflichtet werden, dass sich aus 
den Einträgen von Dr.med. H.________ insgesamt ergibt, dass die Be-
schwerdeführerin durchwegs arbeitstätig war. So notierte er anlässlich des 3. 
Termins (2.2.2024), sie arbeite 6 bis 12 Stunden und sie hätten an einem Sys-
tem gearbeitet, wie man Grenzen für Überstunden festlege (1h/Tag). Zum 4. 
Termin (19.2.2024) ist festgehalten, sie zeige mehr Fähigkeiten in Bezug auf 
ihre Beziehung zur Arbeit, um Grenzen zu setzen, was bestätigt, dass sie 
noch immer arbeitstätig war. Am 7. März 2024 ist vermerkt, sie habe 2 Mana-
ger eingestellt und nun viel weniger zu tun, was bezeugt, dass sie bis dahin 
viel arbeitete und auch weiterarbeitete. Zum 5. Termin (23.3.2024) ist ver-
merkt, sie habe sich in R.________ sehr erholt und fühle sich gut, um zur Ar-
beit zurückzukehren. Notiert ist aber auch, die 2 Manager seien krank gewe-
sen, weshalb sie schon wieder mehr in die Arbeit involviert gewesen sei, mit-
hin nicht wirklich ohne Arbeit war. Zum 6. Termin (19.4.2024) notierte Dr.med. 
H.________, es gehe ihr gut, das Geschäft auszubauen und mehr Unterstüt-
zung von Managern zu erhalten. Am 24. Mai 2024 ist festgehalten, sie arbeite 
wieder 100%. Insgesamt ergibt dies ein dokumentiertes Bild einer Geschäfts-
frau, die ununterbrochen, wenn auch in unterschiedlichen Pensen, gearbeitet 
hat.

5.4.2 In Bezug auf die Auslandsaufenthalte der Beschwerdeführerin ist am Ran-
de darauf hinzuweisen, dass Art. 24 Ziff. 1 AVB vorsieht, dass eine arbeits- oder 
erwerbsunfähige versicherte Person während der Unfähigkeit für administrative 
und medizinische Kontrollen des Versicherers erreichbar bleiben muss. Art. 16 
Ziff. 1 lit. b AVB konkretisiert dies dahingehend, möchte die versicherte Person 

29

während ihrer Unfähigkeit die Umgebung ihres Wohnsitzes (Umkreis von 200 
km) verlassen, sie den Versicherer vorgängig zu informieren hat. Ohne Zustim-
mung des Versicherers besteht ausserhalb der Umgebung des Wohnsitzes kein 
Leistungsanspruch. Die Beschwerdeführerin reiste während ihrer Arbeitsunfähig-
keit einmal nach O.________ und einmal nach R.________ (vgl. oben E. 4.3). 
Eine vorgängige Informierung der C.________ durch die Beschwerdeführerin 
geht weder aus den Akten hervor, noch wird eine solche von der Beschwerdefüh-
rerin geltend gemacht.

5.5 Die Beschwerdeführerin bringt weiter vor, dass einige der veröffentlichten 
Bilder während der Wartezeit, d.h. in einer Zeit, in welcher sie noch keine Tag-
gelder erhalten habe, entstanden seien. Dieses Argument vermag ebenfalls nicht 
zu überzeugen, wird durch die Wartefrist gerade nicht der Taggeldanspruch auf-
geschoben, sondern der Leistungsbeginn. Die Wartefrist setzt mit Entstehung 
des Taggeldanspruchs ein (Gebhard Eugster, Rechtsprechung des Bundesge-
richts zum KVG, 2. Aufl., Art. 72 N 12 m.H.a. BGE 124 V 368 E. 2a). Die Be-
schwerdeführerin war gemäss Arztzeugnis von Dr.med. G.________ seit dem 
19. Dezember 2023 vollständig arbeitsunfähig. Indem sie dennoch an Arbeitsan-
lässen teilgenommen hat, lässt dies erhebliche Zweifel an der vollständigen Ar-
beitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin entstehen. 

5.6 Schliesslich vermag die Beschwerdeführerin aus dem Umstand, dass die 
"Anzeige" der F.________ gegenüber der C.________ Auslöser der weiteren 
Abklärungen der C.________ gewesen sei, nichts für sich abzuleiten. 

Gleiches gilt, soweit die Beschwerdeführerin in ihrer Eingabe vom 20. Oktober 
2025 geltend macht, dass sie die Position als CEO zweier wirtschaftlichen Unter-
nehmen innehat und zu keinem Zeitpunkt eine blosse "Influencerin" gewesen sei. 
Dem ist zwar grundsätzlich zuzustimmen. Die Beschwerdeführerin verkennt je-
doch, dass vorliegend nicht das Posieren für ein Bild das Vorliegen einer Ar-
beitsunfähigkeit im Sinne von Art. 6 ATSG in Frage stellt. Einerseits geht es um 
die Umstände, unter welchen die Bilder entstanden sind, was vorliegend haupt-
sächlich Geschäftsessen oder Schulungen waren. Andererseits ergeben sich aus 
den gesamten Unterlagen Widersprüchlichkeiten, die aufzeigen, dass eben ge-
rade keine Abkoppelung der Beschwerdeführerin von ihrer Arbeitstätigkeit erfolgt 
ist, sondern diese vielmehr Arbeitsleistungen während ihrer attestierten Arbeits-
unfähigkeit erbracht hat. Indem sie vorbringt, dass sie sich als alleinige Ge-
schäftsführerin vereinzelt dazu veranlasst gesehen habe, auf einzelne Nachrich-
ten zu reagieren oder kurze Weisungen zu erteilen, um betriebliche Beeinträchti-
gungen zu verhindern, ist dies nicht massgeblich. Ob die zugestandenermassen 
ausgeführten Arbeiten für das Unternehmen betriebswirtschaftlich erforderlich 

30

waren oder nicht, ist nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung nicht massge-
blich, vielmehr ist entscheidend, dass die Beschwerdeführerin ihre Tätigkeit als 
Geschäftsführerin der D.________ Sàrl ausgeübt hat, obgleich sie Krankentag-
gelder erhalten hat und gegenüber der C.________ mittels Arztzeugnissen eine 
zunächst vollständige und anschliessend 50%ige Arbeitsunfähigkeit deklariert hat 
(vgl. Urteil BGer 4A_382/2014 vom 3.3.2015 E. 6.2.1).

Es ist an dieser Stelle zudem festzuhalten, dass, soweit die Beschwerdeführerin 
in ihrer Stellungnahme vom 8. Oktober 2025 davon spricht, dass ihre Arbeitsun-
fähigkeit stets mit ihrem arbeitsbedingten Stress und einem Burnout verbunden 
gewesen sei, verkennt, dass ein Burnout gemäss bundesgerichtlicher Recht-
sprechung nicht als psychischer Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 6 ATSG 
gewertet wird. Die Arbeitsunfähigkeit nach Art. 6 ATSG setzt im Falle einer psy-
chischen Störung, eine lege artis gestellte Diagnose voraus (vgl. E. 2.3). Beim 
Burnout handelt es sich diagnostisch um "Probleme mit Bezug auf Schwierigkei-
ten bei der Lebensbewältigung" (ICD-10 Z73; vgl. https://www.bfarm.de/
DE/Kodiersysteme/Klassifikationen/ICD/ICD-10-GM/_node.html, eingesehen am 
24.10.2025). Für die Arbeitsunfähigkeit nach Art. 6 ATSG hat das Bundesgericht 
rechtlich entschieden, dass Burnout als "Z-Diagnose" (gemäss ICD-10) keiner 
Erkrankung im Sinne der anerkannten Klassifikationssysteme entspricht und 
deshalb keinen rechtserheblichen Gesundheitsschaden darstellt (Urteile BGer 
9C_542/2019 vom 12.11.2019 E. 3.2; 9C_468/2015 vom 29.1.2016 E. 4.1; 
9C_537/2011 vom 28.6.2012 E. 3.1; 8C_663/2010 vom 15.11.2010 E. 5.3; SK 
ATSG-Meier Michael E., Art. 6 N 24). 

Es ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin, als Geschäftsführerin zweier 
Unternehmen, einer hohen Arbeitsbelastung und Stress ausgesetzt war und sein 
dürfte. Für das Vorliegen einer leistungsbegründenden Arbeitsunfähigkeit nach 
Art. 6 ATSG reicht die Darlegung von Belastungsfaktoren indes nicht aus. 

5.7 Bei umfassender und pflichtgemässer Würdigung aller Akten ist eine Ar-
beitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin im strittigen Zeitraum nicht ausgewie-
sen. Einerseits kann weder den Krankheitsakten von Dr.med. G.________ noch 
jenen von Dr.med. H.________ entnommen werden, inwiefern die Gesundheits-
beeinträchtigung die funktionelle Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin ein-
schränkte. Andererseits ist sowohl den Krankheitsakten als auch den weiteren 
Akten zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin während ihrer 100% attestier-
ten Arbeitsunfähigkeit gearbeitet hat, was deutlich gegen das Vorliegen einer Un-
fähigkeit, die im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leis-
ten, spricht. Dass die Beschwerdeführerin in ihrer Stellungnahme vom 20. Okto-
ber 2025 festhält, die wenigen E-Mails und Telefonate, die sie während dieser 

31

Zeit geführt habe, stellten weder dem Umfang noch dem Inhalt nach eine Ausü-
bung ihrer Tätigkeit als CEO dar, zeigt einerseits, dass sie selbst weiss, dass 
keine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestanden haben kann, benötigen doch das 
Beantworten von E-Mails und das Führen von Telefonaten immer auch entspre-
chende Vor- und Nacharbeit und zählen auch sie zu den Aufgaben, welche ein 
CEO eines Unternehmens zu erledigen hat. Andererseits vermögen die aufge-
zeigten Widersprüche in den Akten aufzuzeigen, dass die Arbeiten, welche die 
Beschwerdeführerin während der attestierten Arbeitsunfähigkeit ausgeführt hat, 
über die von ihr geschilderten wenigen E-Mails und Telefonate hinausgehen. 
Auch mit Blick auf den Zeitraum vom 4. April 2024 bis 26. Mai 2024, in welchem 
die Beschwerdeführerin zu 50% arbeitsunfähig war, fehlt es an der Ausführung 
zur funktionellen Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin, insbesondere ist 
aus den Krankenakten von Dr.med. H.________ weder erkennbar, was die 
Gründe für die Reduktion der Arbeitsunfähigkeit waren, noch welche Gesund-
heitseinschränkungen bei der Beschwerdeführerin weiterhin vorlagen. Unter 
Würdigung der gesamten Umstände, insbesondere der dargelegten Wider-
sprüche in den Ausführungen der Beschwerdeführerin sowie den Krankenakten 
erscheint auch die 50% Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin nicht über-
wiegend wahrscheinlich.

Nach Würdigung aller Umstände ist die Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführe-
rin im strittigen Zeitraum nicht ausgewiesen. 

6. Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwal-
tung oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, 
ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten 
und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis 
nichts mehr ändern, so ist auf die Abnahme weiterer Beweise zu verzichten (an-
tizipierte Beweiswürdigung; Kölz/Häner, Verwaltungsverfahren und Verwaltungs-
rechtspflege des Bundes, 3. A., Rz. 153; Urteil BGer 8C_424/2010 vom 
19.7.2010 E. 3.2.3 mit Verweis auf BGE 134 I 140 E. 5.3). Der Verzicht auf weite-
re Abklärungen oder im Beschwerdefall auf Rückweisung der Sache zu diesem 
Zweck (antizipierte Beweiswürdigung) verletzt etwa dann Bundesrecht, wenn der 
festgestellte Sachverhalt unauflösbare Widersprüche enthält oder wenn eine ent-
scheidwesentliche Tatfrage, wie namentlich Gesundheitszustand und Arbeits-
fähigkeit einer versicherten Person, auf unvollständiger Beweisgrundlage beant-
wortet wird (Urteil BGer 8C_760/2015 vom 18.3.2016 E. 3.1 mit Verweis auf Ur-
teil BGer 9C_37/2015 vom 17.6.2015 E. 3.2). 

Soweit die Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 20. Oktober 2025 die Befra-
gung von Dr.med. H.________ beantragt, ist das Gericht der Auffassung, dass 

32

eine solche zu keiner Erhellung der Sachverhaltselemente führen würde, beruht 
doch die sachverhaltliche Überzeugung des Gerichts insbesondere auf den von 
Dr.med. H.________ eingereichten vollständigen und zeitnahen Krankheitsakten. 
Es ist nicht anzunehmen, dass bei einer Befragung von Dr.med. H.________ 
derart weitere Informationen erhoben werden könnten, welche sich nicht bereits 
aus den eingereichten Unterlagen ergeben, weswegen der Antrag der Anhörung 
von Dr.med. H.________ abzuweisen ist. Vor allem vermöchten seine Aussagen 
seine echtzeitlichen Einträge in der Krankenakte, welche eine Arbeitstätigkeit der 
Beschwerdeführerin dokumentieren, nicht zu widerlegen.

7. Weiter muss geprüft werden, ob die Rückforderung der geleisteten Taggel-
der in Höhe von Fr. 65'478.83 zu Recht erfolgt ist. Die Höhe der ausbezahlten 
Leistungen ist nicht bestritten, und es bestehen auch keine Anhaltspunkte, dass 
die Rückforderung insofern fehlerhaft sein könnte. 

7.1 Gemäss Art. 25 Abs. 1 ATSG sind unrechtmässig bezogene Leistungen 
zurückzuerstatten. Wer Leistungen in gutem Glauben empfangen hat, muss sie 
nicht zurückerstatten, wenn eine grosse Härte vorliegt (Art. 25 Abs. 1 Satz 2 
ATSG). Der Rückforderungsanspruch erlischt drei Jahre, nachdem die Versiche-
rungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat, spätestens aber mit dem Ablauf 
von fünf Jahren nach der Auszahlung der einzelnen Leistung (Art. 25 Abs. 2 
Satz 1 ATSG).

Art. 25 Abs. 1 ATSG knüpft die Rückerstattungspflicht an einen unrechtmässigen 
Bezug der Leistung. Die Unrechtmässigkeit einer bereits bezogenen Leistung 
kann sich beispielsweise aus der Wiedererwägung oder der Revision der leis-
tungszusprechenden Verfügung ergeben, wobei die Korrektur rückwirkend erfol-
gen muss. Bei Leistungen, welche durch formlose Entscheide zugesprochen 
wurden, sind Rückforderungen ebenso möglich wie bei verfügungsweisen fest-
gesetzten Leistungen (vgl. SK ATSG-Reichmuth Marco, Art. 25 ATSG N 28 f. 
m.H.a. Urteil BGer 9C_34/2018 vom 4.12.2018 E. 2.2; BGE 143 V 105 E. 2.1). 
Gemäss der Rechtsprechung zu Art. 25 ATSG können unrechtmässig ausgerich-
tete Leistungen zurückgefordert werden, sofern die Voraussetzungen für ein wie-
dererwägungs- oder revisionsweises Zurückkommen auf die formell rechtskräftig 
verfügten oder formlos erfolgte Leistungszusprechung (Art. 53 ATSG) gegeben 
sind (vgl. BGE 150 V 89 m.H.). Im Verfahren betreffend Rückforderung von be-
zahlten Krankentaggeldern steht somit die Frage im Zentrum, ob die Beschwer-
deführerin Leistungen zu Unrecht erhalten hat und bejahendenfalls, ob auf die 
bisherigen Leistungsabrechnungen aufgrund eines Rückkommenstitels (Revision 
oder Wiedererwägung nach Art. 53 ATSG) zurückgekommen werden kann.

33

7.2 Vorliegend hat die C.________ ab Januar 2024 bis Mai 2024 Taggeldleis-
tungen erbracht. Mit Verfügung vom 17. Oktober 2024 verneinte sie den Tag-
geldanspruch und verlangte die bereits ausbezahlten Taggelder zurück. Aller-
dings geht weder aus der Verfügung vom 17. Oktober 2024 noch aus dem ange-
fochtenen Einspracheentscheid vom 13. Februar 2025 hervor, auf welchen 
Rückkommenstitel sich die Vorinstanz dabei abstützt. Anderseits macht auch die 
Beschwerdeführerin nicht geltend, die Vorinstanz habe die Rückforderung ange-
ordnet, ohne dass sie die (formlos) zugesprochenen Krankentaggeldleistungen 
revisions- oder wiedererwägungsweise aufgehoben hätte.

7.3 Formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide müssen in 
Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungs-
träger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel 
auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war (Art. 53 Abs. 1 ATSG). Der 
Versicherungsträger kann zudem auf formell rechtskräftige Verfügungen oder 
Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und 
wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG).

7.3.1 Gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen in 
Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungs-
träger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel 
auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war. Diese prozessuale Revisi-
on betrifft das nachträgliche Zurückkommen auf eine formell rechtskräftige Verfü-
gung, welche auf von Anfang an fehlerhaften tatsächlichen Grundlagen beruht 
(BGE 115 V 308 E. 4a). Die anfängliche Unrichtigkeit basiert nicht auf einer feh-
lerhaften Rechtsanwendung, sondern darauf, dass bestimmte Tatsachen oder 
Beweismittel nicht bekannt waren und im früheren Verfahren trotz hinreichender 
Sorgfalt auch nicht vorgebracht werden konnten (BSK ATSG-Flückiger, Art. 53 N 
18). Bei Vorliegen eines Revisionsgrundes ist von Amtes wegen ein Revisions-
verfahren einzuleiten, es bedarf keines entsprechenden Gesuches (Kieser, 
a.a.O., Art. 53 Rz. 35). Im Übrigen ist eine relative Revisionsfrist von 90 Tagen zu 
beachten, welche mit der Entdeckung des Revisionsgrundes zu laufen beginnt. 
Die absolute zehnjährige Frist beginnt mit der Eröffnung des Entscheides zu lau-
fen (Art. 67 VwVG i.V.m. Art. 55 Abs. 1 ATSG; BGE 143 V 105 E. 2.1; Kieser, 
a.a.O., Art. 53 Rz. 38; VGE II 2017 113 vom 20.2.2018 E. 1.2.2; VGE I 2020 89 
vom 12.4.2021 E. 1.3.5).

7.3.2 Gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger auf formell 
rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn die 
ursprüngliche Leistungszusprechung nach damaliger Sach- und Rechtslage 

34

zweifellos unrichtig war (vgl. BGE 125 V 383 E. 3) und ihre Berichtigung von er-
heblicher Bedeutung ist. Vorausgesetzt ist, dass kein vernünftiger Zweifel an der 
Unrichtigkeit der Verfügung möglich, also nur dieser einzige Schluss denkbar ist. 
Dieses Erfordernis ist in der Regel erfüllt, wenn eine Leistungszusprache auf-
grund falscher Rechtsregeln erfolgt ist oder wenn massgebliche Bestimmungen 
nicht oder unrichtig angewandt wurden (BGE 138 V 324 E. 3.3). Für die Wieder-
erwägungsmöglichkeit besteht keine zeitliche Befristung (Urteil BGer 
8C_441/2022 vom 1.6.2023 E. 4.2.5.1). 

7.4 Vorliegend sind sowohl die Voraussetzungen der Revision nach Art. 53 
Abs. 1 ATSG als auch jene der Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG als 
erfüllt zu betrachten.

Die Vorinstanz hat erst durch den zweiten Aktenaustausch mit der F.________ 
im Juli 2024 von den Veröffentlichungen in den Sozialen Medien erfahren, wel-
che Grund für vertiefte Abklärungen bildeten. Damit erlangte die Vorinstanz 
Kenntnis von neuen Tatsachen, welche in Widerspruch zur attestierten vollstän-
digen Arbeitsunfähigkeit standen. Sie bildeten Grundlage für das Gespräch mit 
der Beschwerdeführerin am 28. August 2024, welches weitere Informationen für 
die Beurteilung der Leistungspflicht lieferte, sowie die anschliessende Beurtei-
lung der Unterlagen durch den Vertrauensarzt Dr.med. K.________. Die Verfü-
gung vom 17. Oktober 2024, mit welcher die Vorinstanz die geleisteten Kranken-
taggelder zurückforderte, stützt sich folglich auf neue Tatsachen, die der Vor-
instanz im Zeitpunkt der formlosen Zusprache und Leistung der Krankentaggel-
der nicht bekannt waren. Es bestehen keine Anhaltspunkte dafür - und werden 
von der Beschwerdeführerin auch nicht geltend gemacht -, dass die Vorinstanz 
bei Anwendung hinreichender Sorgfalt bereits im Zeitpunkt der Krankentaggeld-
leistungen von der Teilnahme der Beschwerdeführerin an Geschäftsessen und 
ähnlichen Aktivitäten, welche in Widerspruch zur attestierten Arbeitsunfähigkeit 
standen, hätte Kenntnis haben müssen. Eine Untersuchung der Beschwerdefüh-
rerin durch einen versicherungsinternen Vertrauensarzt war zudem zu diesem 
Zeitpunkt, wie unter E. 5.3.2 f. festgestellt, nicht verhältnismässig. Schliesslich 
hat die Vorinstanz nach Kenntnisnahme der neuen Tatsachen umgehend die 
Prüfung eingeleitet, die Beschwerdeführerin zu weiteren Informationen angehal-
ten und die Prüfung der Leistungspflicht offengelegt (Vi-act. 14 - 18). Selbst wenn 
als Zeitpunkt, in welchem die Vorinstanz den Revisionsgrund hätte entdecken 
können, bereits auf den 2. Austausch mit der F.________ vom Juli 2024 festge-
setzt würde, wäre die 90-tägige Revisionsfrist gewahrt worden, nachdem die Vor-
instanz die Leistungsprüfung umgehend anhand nahm, die Beschwerdeführerin 
über die neuerliche Überprüfung informierte und schliesslich am 17. Oktober 

35

2024 neu verfügte (vgl. Urteil BGer 8C_633/2022 vom 20.9.2023 E. 5.1.4; VGE II 
2022 50 vom 18.7.2022 E. 2.3.2).

Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer 
anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung 
im Sinne der Würdigung des Sachverhalts, insbesondere bei einer klaren Verlet-
zung des Untersuchungsgrundsatzes. Zweifellose Unrichtigkeit meint dabei, dass 
kein vernünftiger Zweifel an der (von Beginn weg bestehenden) Unrichtigkeit der 
Verfügung möglich, also einzig dieser Schluss denkbar ist (BGE 138 V 324 E. 
3.3). Vorliegend basierte die Taggeldzahlung offenkundig auf einem unrichtig 
festgestellten Sachverhalt. Wäre der Sachverhalt korrekt abgeklärt worden, hätte 
sich von Anfang an gezeigt, dass keine Arbeitsunfähigkeit vorlag. Dabei geht es 
nicht allein um die abweichende Würdigung der Arbeitsfähigkeit durch den versi-
cherungsinternen Vertrauensarzt, sondern um die gesamte Sachverhaltsfeststel-
lung und dessen Würdigung, welche unvollständig und offenkundig fehlerhaft 
war. In dieser unvollständigen, fehlerhaften Sachverhaltsabklärung ist ein an-
fänglicher Rechtsfehler zu sehen, was die Wiedererwägung zur Folge hat (vgl. 
Urteil BGer 8C_277/2020 vom 17.8.2020 E. 4.1). Da die Berichtigung der zweifel-
los unrichtigen Taggeldzahlungen zum Wegfall des Taggeldanspruches führt, ist 
sie ebenso von erheblicher Bedeutung. Damit aber sind auch die Voraussetzun-
gen der Wiedererwägung erfüllt.

7.5 Nachdem die formlos zugesprochenen Krankentaggeldleistungen sowohl 
revisions- als auch wiedererwägungsweise aufzuheben sind, sind sie zweifellos 
unrechtmässig erfolgt, was die Vorinstanz zur Rückforderung gemäss Art. 25 
ATSG berechtigt. In der Verfügung vom 17. Oktober 2024 wurde die Beschwer-
deführerin auf die Möglichkeit des Erlasses der Rückerstattung hingewiesen. Die 
Frage, ob der Taggeldbezug gutgläubig erfolgt ist und ob die Rückerstattung eine 
grosse Härte darstellen würde, ist im Rahmen eines etwaigen Erlassverfahrens 
zu prüfen und bildet nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens (vgl. Art. 4 
Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSV; 
SR 830.11] vom 11.9.2002; Urteil BGer 8C_195/2022 vom 9.8.2022 E. 7.2).

7.6 Zusammenfassend ist die Rückforderung der geleisteten Taggelder nicht 
zu beanstanden. Von weiteren Abklärungen sind keine neuen Erkenntnisse zu 
erwarten, weshalb von der eventualiter beantragten Rückweisung abzusehen ist 
(antizipierte Beweiswürdigung; vgl. oben E. 6; BGE 144 V 361 E. 6.5). 

8. Die Beschwerde der Beschwerdeführerin ist unbegründet, weswegen die 
Beschwerde abzuweisen ist.

36

9. Es werden keine Kosten erhoben (Art. 61 lit. fbis ATSG). 

37

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Es werden keine Kosten erhoben. 

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

4. Zustellung an:
- die Vertreterin der Beschwerdeführerin (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Gesundheit, BAG, 3003 Bern (A).

Schwyz, 17. November 2025

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Präsident:

Die a.o. Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 5. Dezember 2025