# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fd145149-5dd1-5cf2-bc52-5fd281cb650c
**Source:** Uri (UR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-11-03
**Language:** de
**Title:** Uri Obergericht Verwaltungsrechtliche Abteilung 03.11.2016 2016_OG V 16 37 (Zwischenentscheid)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/UR_Gerichte/UR_OG_004_2016-OG-V-16-37--Zwi_2016-11-03.pdf

## Full Text

Erwachsenenschutz. Art. 450c ZGB. Durch die Vorinstanz vorsorglich verfügte 
Konten- und Grundbuchsperre mit Entzug der Handlungsfähigkeit und Entzug 
der aufschiebenden Wirkung einer allfälligen Beschwerde. 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit Antrag auf Wiedererteilung der 
aufschiebenden Wirkung. Bei der Beurteilung bezüglich aufschiebender 
Wirkung geht es nicht darum, die Streitsache definitiv zu entscheiden und das 
Resultat des Verfahrens vorwegzunehmen. Der Entscheid über die 
aufschiebende Wirkung beruht auf einer einzelfallbezogenen 
Interessenabwägung ohne weitere Beweiserhebungen unter Berücksichtigung 
der Aktenlage. Die Prüfung ist eine summarische. Das öffentliche Interesse am 
Erhalt des beschwerdeführerischen Vermögens ist vergleichsweise als tief zu 
veranschlagen. Das Erwachsenenschutzrecht dient dem Schutz der 
hilfsbedürftigen Person und nicht jenem der Erben oder des Gemeinwesens. 
Der gänzliche Entzug der Handlungsfähigkeit und die Sperrung sämtlicher 
Konten und des Grundbuches stellt einen erheblichen Eingriff in die 
Rechtsstellung des Beschwerdeführers dar. Dieser hat ein gewichtiges 
privates Interesse an der Aufhebung oder Einschränkung der angeordneten 
Massnahmen. In concreto geht zudem aus den Akten hervor, dass sich der 
Beschwerdeführer mittlerweile hinsichtlich seiner psychischen Erkrankung 
grundsätzlich einsichtig und kooperativ verhält. Aufgrund einer summarischen 
Prüfung der Akten- und Interessenlage überwiegen gegenwärtig die privaten 
Interessen an der Erteilung der aufschiebenden Wirkung gegenüber den 
öffentlichen Interessen am sofortigen Vollzug. Erteilung der aufschiebenden 
Wirkung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde bis auf Weiteres. 
 
Obergericht, 3. November 2016, OG V 16 37 (Zwischenentscheid)