# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0a38e893-9476-5833-a3ba-2828090b1e69
**Source:** Zürich Baurekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-08-12
**Language:** de
**Title:** Legitimation Nachbar. Geltendmachung einer fehlerhaften Publikation.
**Docket/Reference:** BRGE II Nr. 0110/2014
**URL:** https://www.baurekursgericht-zh.ch/media/BRGE_II_0110_2014_525.pdf

## Full Text

BRGE II Nr. 0110/2014 vom 12. August 2014 in BEZ 2014 Nr. 48 

Die  Nachbarrekurrentin  rügte  eine  mangelhafte  Bekanntmachung  des 
Bauvorhabens; es habe der Hinweis auf die Inventarisierung der zum Abbruch 
vorgesehenen Altbaute gefehlt.  

Aus den Erwägungen: 

3.2  Die  Rekurrentin  hatte  offensichtlich  Kenntnis  von  der  Baubewilligung 
und reichte dagegen den vorliegenden Rekurs ein. Sie macht denn auch nicht 
geltend,  sie  hätte  keine  Möglichkeit  gehabt,  sich  durch  Einsicht  in  die 
Auflageakten  über  das  Bauvorhaben  zu  informieren  und  ihr  Rekursrecht 
wahrzunehmen.  Insofern  ist  ihr  kein  Nachteil  erwachsen  und  wurde  ihr 
rechtliches Gehör nicht verletzt. Damit ist nicht ersichtlich, welchen praktischen 
Nutzen  sie  aus  einer  erneuten  Bekanntmachung  ziehen  könnte.  Auf  ein 
allfälliges 
rechtsmittel-
legitimierter  Verbände,  im  Zusammenhang  mit  behaupteten  Verfahrensfehlern 
können sich rekurrierende Nachbarn nicht berufen. (…) (vgl. BGr 1C_440/2010 
vom 8. März 2011, E. 3.4, und BGr 1C_478/2008 vom 28. August 2009, E. 2.4). 
Somit ist in diesem Punkt auf den Rekurs nicht einzutreten. 

Interesse  Dritter,  namentlich  dasjenige  allenfalls 

Im Entscheid der Baurekurskommission (heute Baurekursgericht) vom 13. 
Dezember  2007  (publiziert  in  BEZ  2008  Nr.  10),  auf  den  sich  die  Rekurrentin 
beruft,  wurde  ausgeführt,  dass  der  fehlende  Hinweis  auf  die  Inventarisierung 
eines abzubrechenden Altbaus einen wesentlichen Verfahrensmangel darstelle 
und  ebenfalls  einen  Grund  zur  Aufhebung  der 
jenem  Verfahren 
angefochtenen  Baubewilligung  bilde.  Diese  Auffassung  erweist  sich  nach  der 
oben erwähnten neueren bundesgerichtlichen Rechtsprechung als überholt. 

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