# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 87570771-fa49-58c9-ab75-6eb46c29f79a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-01-25
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 25.01.2023 D-438/2021
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-438-2021_2023-01-25.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-438/2021 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 5 .  J a n u a r  2 0 2 3  

Besetzung 
 Richterin Susanne Bolz-Reimann (Vorsitz), 

Richter Lorenz Noli, Richterin Jeannine Scherrer-Bänziger,   

Gerichtsschreiberin Regula Aeschimann. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Somalia,  

vertreten durch Stefanie Courvoisier, (…),  

(…),  

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Datenänderung im Zentralen Migrationsinformationssystem 

(ZEMIS);  

Verfügung des SEM vom 15. Dezember 2020 / N (…). 

 

 

 

D-438/2021 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Der Beschwerdeführer suchte am 9. Juni 2017 in der Schweiz um Asyl 

nach. Auf dem Personalienblatt findet sich beim Geburtsdatum weder ein 

Tag noch ein Monat und es wurde lediglich das Jahr (…) eingetragen.  

A.b Das SEM liess am 14. Juni 2017 eine radiologische Knochenalters-

analyse der linken Hand des Beschwerdeführers durchführen. Dabei 

wurde ein Knochenalter von 19 Jahren festgestellt.  

A.c Anlässlich der Befragung zur Person (BzP) am 22. Juni 2017 erklärte 

der Beschwerdeführer, dass er im Jahr (…) geboren und (…) Jahre alt sei. 

Er sei ein Findelkind und kenne seine leiblichen Eltern nicht. Das genaue 

Geburtsdatum wisse er nicht, da ihm sein Ziehvater lediglich das Geburts-

jahr genannt habe. Aufgrund des Umstands, dass er keine Papiere abge-

geben habe, sein Alter nur vom Hörensagen kenne und die Handwurzel-

knochenanalyse ein Normreife von über 19 Jahren ergeben habe, erach-

tete das SEM die geltend gemachte Minderjährigkeit als nicht glaubhaft 

gemacht. Es erfasste im Zentralen Migrationsinformationssystem (ZEMIS) 

den (…) als Hauptidentität und die Angabe des Beschwerdeführers, dass 

er im Jahr (…) geboren sei, als Nebenidentität.  

B.  

Mit Eingabe vom 4. Dezember 2018 reichte die rubrizierte Rechtsvertrete-

rin beim SEM ein Altersgutachten des Instituts für Rechtsmedizin (IRM) der 

Universität C._______ vom 26. September 2018 ein. Die Staatsanwalt-

schaft B._______ hatte im Rahmen einer gegen den Beschwerdeführer er-

öffneten Strafuntersuchung eine forensische Lebensaltersschätzung in 

Auftrag gegeben. Darin wurde das Fazit gezogen, dass sich die Vollendung 

des 18. Lebensjahres und damit das Erreichen der Volljährigkeit nicht mit 

der notwendigen Sicherheit belegen lasse und von einem Mindestalter von 

(…) Jahren ausgegangen werden müsse. Das angegebene Lebensalter 

(…) liege innerhalb des möglichen Altersbereichs und könne somit nicht 

widerlegt werden. Der Beschwerdeführer machte geltend, gestützt auf die-

ses Gutachten sei davon auszugehen, dass er bei der Einreise in die 

Schweiz zutreffend angegeben habe, er sei im Jahr (…) geboren. Sein Ge-

burtsdatum sei daher auf den (…) festzusetzen.  

C.  

Das SEM lehnte das Gesuch um Berichtigung der Personendaten mit am 

Folgetag eröffneter Verfügung vom 15. Dezember 2020 ab. Es stellte fest, 

D-438/2021 

Seite 3 

dass der Beschwerdeführer im ZEMIS weiterhin mit dem Geburtsdatum 

(…) geführt werde, während das von ihm angegebene Geburtsdatum ([…]) 

als Nebenidentität erfasst bleibe.  

D.  

Mit Eingabe seiner Rechtsvertreterin vom 1. Februar 2021 erhob der Be-

schwerdeführer beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde gegen die-

sen Entscheid. Darin beantragte er, die angefochtene Verfügung sei aufzu-

heben und sein Geburtsdatum sei im ZEMIS auf den (…) anzupassen. Die 

Verfahrenskosten seien dem Staat aufzuerlegen und ihm sei eine Entschä-

digung für die angefallenen Vertretungskosten auszurichten; eventualiter 

sei ihm die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren und die unterzeich-

nende Anwältin als amtliche Rechtsbeiständin beizuordnen. Der Be-

schwerde lagen – neben einer Vollmacht und der angefochtenen Verfü-

gung – ein Auszug eines Abklärungsberichts der Jugendanwaltschaft (…) 

vom 17. Januar 2019 und ein Schreiben derselben vom 11. Januar 2021 

bei.  

E.  

Die damals zuständige Instruktionsrichterin hiess das Gesuch um Gewäh-

rung der unentgeltlichen Rechtspflege mit Verfügung vom 10. Februar 

2021 gut, verzichtete auf die Erhebung eines Kostenvorschusses und 

setzte Rechtsanwältin Stefanie Courvoisier als amtliche Rechtsbeiständin 

des Beschwerdeführers ein.  

F.  

Das SEM liess sich mit Schreiben vom 22. Februar 2021 zur Beschwerde 

vom 1. Februar 2021 vernehmen.  

G.  

Mit Instruktionsverfügung vom 25. Februar 2021 wurde dem Beschwerde-

führer die Gelegenheit eingeräumt, eine Replik einzureichen. Dieser liess 

die angesetzte Frist ungenutzt verstreichen.  

H.  

Das SEM lehnte das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfügung 

vom 9. März 2021 ab, wies ihn aus der Schweiz weg und ordnete den Voll-

zug der Wegweisung an. Mit Eingabe seines neu mandatierten Rechtsver-

treters vom 14. April 2021 erhob er beim Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerde gegen diesen Entscheid. Das betreffende Verfahren wird unter 

der Verfahrensnummer D-1687/2021 geführt.  

D-438/2021 

Seite 4 

I.  

Die rubrizierte Rechtsvertreterin reichte mit Eingabe vom 13. April 2021 

eine Honorarnote zu den Akten.  

J.  

Aus organisatorischen Gründen wurde der Vorsitz des vorliegenden Ver-

fahrens am 4. Januar 2022 auf Richterin Susanne Bolz-Reimann übertra-

gen.  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Beim angefochtenen Entscheid handelt es sich um eine Verfügung im 

Sinne von Art. 5 VwVG, die von einer Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d 

VGG erlassen wurde. Da keine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG vor-

liegt, ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung der Beschwerde 

zuständig (Art. 31 VGG).  

1.2 Der Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men, ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung, weshalb er zur Beschwerde legitimiert ist (Art. 37 VGG i.V.m. Art. 48 

Abs. 1 VwVG). Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist 

einzutreten (Art. 37 VGG i.V.m. Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG). 

2.  

Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet im vorliegenden Verfahren mit 

uneingeschränkter Kognition. Es überprüft die angefochtene Verfügung so-

mit auf Verletzung von Bundesrecht, unrichtige oder unvollständige Fest-

stellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie auf Unangemessenheit 

hin (Art. 49 VwVG). 

3.  

3.1 Die Vorinstanz führt zur Erfüllung ihrer gesetzlichen Aufgaben das 

ZEMIS, welches der Bearbeitung von Personendaten aus dem Ausländer- 

und Asylbereich dient (Art. 1 Abs. 1 i.V.m. Art. 2 des Bundesgesetzes über 

das Informationssystem für den Ausländer- und den Asylbereich vom 

20. Juni 2003 [BGIAA, SR 142.51]) und in der Verordnung über das Zent-

rale Migrationsinformationssystem vom 12. April 2006 (ZEMIS-Verord-

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Seite 5 

nung, SR 142.513) näher geregelt ist. Nach Art. 19 Abs. 1 ZEMIS-Verord-

nung richten sich die Rechte der Betroffenen, insbesondere deren Aus-

kunfts-, Berichtigungs- und Löschungsrecht sowie das Recht auf Informa-

tionen über die Beschaffung besonders schützenswerter Personendaten, 

nach dem Datenschutzgesetz (DSG, SR 235.1) und dem VwVG. 

3.2 Wer Personendaten bearbeitet, hat sich über deren Richtigkeit zu ver-

gewissern (Art. 5 Abs. 1 DSG). Werden Personendaten von Bundesorga-

nen bearbeitet, kann jede betroffene Person insbesondere verlangen, dass 

unrichtige Personendaten berichtigt werden (Art. 5 Abs. 2 i.V.m. Art. 25 

Abs. 3 Bst. a DSG). Ist die Unrichtigkeit erstellt, besteht auf Berichtigung 

ein uneingeschränkter Anspruch (vgl. BVGE 2018 VI/3 E. 3.2 m.w.H). Die 

ZEMIS-Verordnung sieht in Art. 19 Abs. 3 ausdrücklich vor, dass unrichtige 

Daten von Amtes wegen zu berichtigen sind. 

3.3 Grundsätzlich hat die das Berichtigungsbegehren stellende Person die 

Richtigkeit der von ihr verlangten Änderung, die Bundesbehörde im Be-

streitungsfall dagegen die Richtigkeit der von ihr bearbeiteten Personen-

daten zu beweisen (vgl. Urteil des BGer 1C_240/2012 vom 13. August 

2012 E. 3.1; BVGE 2013/30 E. 4.1). Nach den massgeblichen Beweisre-

geln des VwVG gilt eine Tatsache als bewiesen, wenn sie in Würdigung 

sämtlicher Erkenntnisse so wahrscheinlich ist, dass keine vernünftigen 

Zweifel bleiben; unumstössliche Gewissheit ist dagegen nicht erforderlich. 

Die mit dem Berichtigungsbegehren konfrontierte Behörde hat zwar nach 

dem Untersuchungsgrundsatz den Sachverhalt grundsätzlich von Amtes 

wegen abzuklären (Art. 12 VwVG); die gesuchstellende Person ist jedoch 

gemäss Art. 13 Abs. 1 Bst. a VwVG verpflichtet, an dessen Feststellung 

mitzuwirken (vgl. BVGE 2018 VI/3 E. 3.3 m.w.H.). 

3.4 Kann bei einer verlangten oder von Amtes wegen beabsichtigten Be-

richtigung weder die Richtigkeit der bisherigen noch diejenigen der neuen 

Personendaten bewiesen werden, dürfen grundsätzlich weder die einen 

noch die anderen Daten bearbeitet werden (vgl. Art. 5 Abs. 1 DSG). Dies 

ist jedoch nicht immer möglich, müssen doch bestimmte Personendaten 

zur Erfüllung wichtiger öffentlicher Aufgaben notwendigerweise bearbeitet 

werden. Dies gilt namentlich auch für im ZEMIS erfasste Daten. In solchen 

Fällen überwiegt das öffentliche Interesse an der Bearbeitung möglicher-

weise unzutreffender Daten das Interesse an deren Richtigkeit. Unter die-

sen Umständen sieht Art. 25 Abs. 2 DSG deshalb die Anbringung eines 

Vermerks vor, in dem darauf hingewiesen wird, dass die Richtigkeit der be-

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arbeiteten Personendaten bestritten ist. Spricht dabei mehr für die Richtig-

keit der neuen Daten, sind die bisherigen Angaben zunächst zu berichtigen 

und die neuen Daten anschliessend mit einem derartigen Vermerk zu ver-

sehen. Ob die vormals eingetragenen Angaben weiterhin abrufbar bleiben 

sollen oder ganz zu löschen sind, bleibt grundsätzlich der Vorinstanz über-

lassen. Verhält es sich umgekehrt, erscheint also die Richtigkeit der bisher 

eingetragenen Daten als wahrscheinlicher, sind diese zu belassen und mit 

einem Bestreitungsvermerk zu versehen. Über dessen Anbringung ist je-

weils von Amtes wegen und unabhängig davon zu entscheiden, ob ein ent-

sprechender Antrag gestellt worden ist (vgl. BVGE 2018 VI/3 E. 3.4 

m.w.H.). 

3.5 Im vorliegenden Fall obliegt es demnach grundsätzlich der Vorinstanz 

zu beweisen, dass das aktuell im ZEMIS eingetragene Geburtsdatum ([…]) 

korrekt ist. Der Beschwerdeführer hat dagegen nachzuweisen, dass das 

von ihm geltend gemachte Geburtsdatum ([…]) richtig beziehungsweise 

zumindest wahrscheinlicher ist als das im ZEMIS erfasste Datum. Gelingt 

keiner Partei der sichere Nachweis, ist dasjenige Geburtsdatum im ZEMIS 

zu belassen oder einzutragen, dessen Richtigkeit wahrscheinlicher ist. 

Im Asylverfahren genügt die Glaubhaftmachung der Minderjährigkeit, was 

angesichts der möglichen Rechtsfolgen (etwa höhere Anforderungen an 

Unterbringung und Betreuung, erschwerte Rückschaffung oder gar Ver-

zicht darauf im Rahmen des Dublin-Verfahrens) nachvollziehbar ist. Anders 

verhält es sich im datenschutzrechtlichen Verfahren betreffend die Berich-

tigung von Personendaten im ZEMIS. Hier wird verlangt, dass die wahr-

scheinlichsten – also überwiegend wahrscheinlichen – Personendaten ein-

getragen werden. Immerhin ist in diesem Zusammenhang darauf hinzuwei-

sen, dass sich die Frage des Alters einer im ZEMIS erfassten Person ge-

rade auch für das ausländer- und asylrechtliche Verfahren stellt (vgl. Urteil 

des BGer 1C_224/2014 vom 25. September 2014 E. 3.3), weshalb sich ein 

ZEMIS-Eintrag auf dieses auswirken kann. 

4.  

4.1 Das SEM führte zur Begründung der angefochtenen Verfügung aus, 

dass die asylsuchende Person die Beweislast für die geltend gemachte 

Minderjährigkeit trage und diese zumindest glaubhaft machen müsse. Der 

Beschwerdeführer berufe sich auf die Untersuchung des IRM der Univer-

sität C._______ vom 21. September 2018. Die Angaben zu seinem Alter 

anlässlich der Befragungen seien indessen unsubstanziiert ausgefallen. Er 

kenne sein Geburtsjahr nur vom Hörensagen und habe weder Dokumente 

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einreichen noch deren Fehlen begründen können. Eigenen Angaben zu-

folge habe er in Jemen ein Asylgesuch eingereicht und sei in einem Lager 

als Flüchtling registriert worden sowie im Besitz eines Flüchtlingsauswei-

ses gewesen. Er habe sich aber trotz entsprechender Aufforderung nicht 

darum bemüht, Beweismittel als Nachweis für seine Identität einzureichen 

und sich etwa beim UNHCR betreffend seine Registrierung zu erkundigen. 

Zudem hätten sich bei seinen Aussagen Ungereimtheiten hinsichtlich des 

Schulbesuchs ergeben. Ferner habe die Handknochenaltersanalyse ein 

Mindestalter von 19 Jahren ergeben. Dies stelle zwar kein starkes Indiz für 

die Feststellung des Alters dar. Da der Beschwerdeführer aber nur das Ge-

burtsjahr (…), nicht jedoch den Geburtsmonat habe angeben können, sei 

es nicht auszuschliessen, dass die Differenz zwischen dem Analyseergeb-

nis und seinen Angaben mehr als drei Jahre betrage. In diesem Fall läge 

seine Altersangabe nicht mehr innerhalb des Normbereichs, welcher bei 

Handknochenaltersanalysen drei Jahre betrage. Im Rahmen des rechtli-

chen Gehörs zu dieser Analyse habe sich der Beschwerdeführer lediglich 

wiederholt und seine Altersangabe nicht schlüssig zu begründen vermocht. 

Das Gutachten des IRM habe schliesslich bei diversen Untersuchungs-

schritten ein medianes Alter von über 18 Jahren festgestellt und im Ergeb-

nis lediglich ein Mindestalter aufgeführt, womit er im Untersuchungszeit-

punkt genauso gut hätte volljährig sein können. Der Bericht halte ausdrück-

lich fest, das Geburtsdatum vom (…) lasse sich nicht widerlegen. Ange-

sichts der Zweifel an den Altersangaben des Beschwerdeführers, der feh-

lenden Identitätspapiere, des Resultats der Handknochenaltersanalyse so-

wie der Anhaltspunkte im Bericht des IRM der Uni C._______, welche auf 

eine Volljährigkeit hindeuteten, gelinge es ihm nicht, seine Minderjährigkeit 

glaubhaft zu machen. Das SEM gehe deshalb weiterhin davon aus, dass 

er bereits zum Zeitpunkt der Einreichung des Asylgesuchs volljährig gewe-

sen sei.  

4.2 In der Beschwerdeschrift wurde vorgebracht, die Vorinstanz habe ein-

zig gestützt auf die radiologische Handknochenaltersanalyse das Geburts-

datum auf den (…) festgesetzt. Die Altersschätzung mittels Handkno-

chenanalyse sei jedoch stark umstritten und es sei bekannt, dass diese 

sehr ungenau sei. Der Bericht zur Handknochenanalyse vom 14. Juni 2017 

halte fest, dass das angegebene Alter damals (…) betragen habe. Die Dif-

ferenz zum Befund von 19 Jahren liege damit unter drei Jahren, womit sich 

das angegebene Alter – entgegen den Ausführungen des SEM – innerhalb 

des Normbereichs befinde und gerade nicht widerlegt werden könne. Bei 

der Beurteilung der Glaubhaftigkeit einer geltend gemachten Minderjährig-

keit stelle die radiologische Untersuchung der Handknochen zudem nur ein 

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Seite 8 

schwaches Indiz dar, während der Würdigung der Angaben der gesuch-

stellenden Person zu ihrem Alter sowie zu den Gründen für die Nichtab-

gabe von Ausweispapieren eine grössere Bedeutung zukomme. Vor die-

sem Hintergrund vermöge die vorliegend erstellte Handknochenaltersana-

lyse die kohärenten Angaben des Beschwerdeführers nicht in Zweifel zu 

ziehen. Das von ihm genannte Geburtsjahr (…) sei als wahrscheinlichstes 

Datum zu erachten, weshalb praxisgemäss als Geburtsdatum der (…) im 

ZEMIS zu erfassen sei. In der angefochtenen Verfügung werde behauptet, 

in den Aussagen des Beschwerdeführers fänden sich Ungereimtheiten 

zum Schulbesuch. Dies sei nicht näher begründet worden und werde be-

stritten. Es sei der Vorinstanz bekannt, dass in Somalia oftmals kein Ge-

burtsschein ausgestellt werde und es kein zentrales Geburtsregister gebe. 

Daher sei es nicht unüblich, dass somalische Kinder keine Geburtsurkunde 

besässen. Zudem sei es äusserst fraglich, wie eine Person, die ihre leibli-

chen Eltern nie gesehen habe, Beweise für ihr tatsächliches Alter vorlegen 

können sollte. Weiter erweise sich der Vorwurf der Vorinstanz, dass sich 

der Beschwerdeführer nicht beim UNHCR nach seinem Flüchtlingsausweis 

erkundigt habe, als lebensfremd. Es handle sich bei ihm um einen minder-

jährigen Somalier, der damals kein Wort Deutsch gesprochen habe und auf 

sich allein gestellt gewesen sei. Es wäre vielmehr die Aufgabe der Vo-

rinstanz gewesen, seine Identität von Amtes wegen abzuklären. Überdies 

sei der Flüchtlingsausweis gestützt auf die Angaben des Beschwerdefüh-

rers erstellt worden, weshalb nicht ersichtlich sei, inwiefern dieser einen 

höheren Beweiswert als seine Aussagen im Asylverfahren haben sollte. 

Spätestens mit Einreichung des Gutachtens zur forensischen Altersschät-

zung vom 26. September 2018 sei er seiner Mitwirkungspflicht genügend 

nachgekommen. Im Rahmen dieses Gutachtens – welches 14 Monate 

nach der Handknochenanalyse vom 14. Juni 2017 erstellt worden sei – 

habe die radiologische Untersuchung des linken Handskeletts ein media-

nes Alter von (…) Jahren ergeben, was einem Alter von (…) Jahren bei der 

Asylgesuchstellung entspreche. Auch die Untersuchungen der Schlüssel-

beinepiphysen sowie der Zähne stützten die Aussagen des Beschwerde-

führers. Gemäss der Schlussfolgerung des Gutachtens lasse sich die Voll-

endung des 18. Lebensjahres nicht mit der notwendigen Sicherheit bele-

gen und es müsse von einem Mindestalter von (…) Jahren ausgegangen 

werden. Zwar habe auch das Alter von (…) nicht widerlegt werden können, 

was jedoch nichts zu bedeuten habe, da die Abweichungen bei solchen 

Altersschätzungen mehrere Jahre betragen könnten. Sämtliche der im 

Gutachten vom 26. September 2018 durchgeführten Untersuchungen hät-

ten ein Durchschnittsalter ergeben, aus welchem für den Zeitpunkt der 

Asylgesuchstellung eine Minderjährigkeit resultiere. Diese spreche deutlich 

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dafür, dass er wahrheitsgemässe Angaben zu seinem Alter gemacht habe. 

Die Vorinstanz scheine zu verkennen, dass das forensische Altersgutach-

ten mehr als ein Jahr nach der Einreise erstellt worden sei. Das vom Be-

schwerdeführer angegebene Geburtsjahr (…) erscheine deutlich wahr-

scheinlicher als das von den Behörden ohne jegliche Grundlage – mit dem 

einzigen Ziel, ihn als volljährig zu betrachten – angenommene Geburtsjahr 

(…).  

4.3 In seiner Vernehmlassung hielt das SEM vollumfänglich an der ange-

fochtenen Verfügung fest. Weiter führte es aus, dass in der ergänzenden 

Anhörung unter anderem das Alter des Beschwerdeführers thematisiert 

worden sei, wobei er auf entsprechende Fragen mehrere Male ausgewi-

chen sei. Als er noch einmal nach Identitätsdokumenten gefragt worden 

sei, habe er angegeben, dass in Somalia keine solchen verwendet würden. 

Dies entspreche nicht den bekannten Tatsachen und wirke wiederum aus-

weichend.  

5.  

5.1 Gemäss dem einschlägigen Grundsatzurteil des Bundesverwaltungs-

gerichts sind von den in der Schweiz angewandten Methoden der medizi-

nischen Altersabklärung nur die Schlüsselbein- respektive Skelettalters-

analyse und die zahnärztliche Untersuchung (nicht jedoch die Handkno-

chenaltersanalyse und die ärztliche körperliche Untersuchung) zum Be-

weis der Minder- beziehungsweise Volljährigkeit einer Person geeignet. 

Dabei lässt sich anhand der medizinischen Altersabklärung keine Aussage 

zur Minder- beziehungsweise Volljährigkeit einer Person machen, wenn 

das Mindestalter bei der zahnärztlichen Untersuchung und der Schlüssel-

bein- respektive Skelettaltersanalyse unter 18 Jahren liegt (vgl. BVGE 

2018 VI/3 E. 4.2.1 f.). 

5.2 Der Beschwerdeführer reiste im Juni 2017 in die Schweiz ein, wobei er 

geltend machte, er sei im Jahr (…) geboren und damit noch minderjährig. 

Im Rahmen eines laufenden Strafverfahrens wurde im September 2018 

und damit rund 14 Monate später eine forensische Lebensaltersschätzung 

durchgeführt, welche insbesondere radiologische Untersuchungen der 

Zähne, der linken Hand sowie der Schlüsselbein-Brustbein-Gelenke um-

fasste. Bei der Schlüsselbeinanalyse ergab sich dabei ein Stadium (…), 

was einem mittleren Alter von (…) Jahren (+/- 1.1 Jahre; Studie von KELLIN-

GHAUS et al.) entspreche, wobei das minimale Alter, in welchem dieses Sta-

dium noch habe gesehen werden können, bei (…) Jahren liege. Gemäss 

der Studie von WITTSCHIEBER et al. entspreche das Stadium (…) einem 

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mittleren Alter von (…) Jahren (+/- 1.6 Jahre) bei einem minimalen Alter 

von (…) Jahren und einem maximalen Alter von (…) Jahren. Aus der zahn-

ärztlichen Untersuchung ergab sich an den 3. Molaren (Weisheitszähne) 

ein Mineralisationsstadium von "F", für welches ein Durchschnittsalter von 

(…) Jahren (+/- 2.3 Jahre) angegeben werde. Gemäss einer Studie betref-

fend eine Population aus Botswana wurde für das Stadium "F" ein ge-

schätztes Alter von (…) Jahre (+/- 1.3 Jahre; Oberkiefer) respektive (…) 

Jahre (+/- 1.6 Jahre; Unterkiefer) angegeben. Daraus folgt, dass sowohl 

die Schlüsselbein- respektive Skelettaltersanalyse als auch die zahnärztli-

che Untersuchung ein Mindestalter von unter 18 Jahren feststellten. Aus 

der medizinischen Altersabklärung kann somit keine Aussage zur Minder- 

oder Volljährigkeit des Beschwerdeführers gemacht werden. Sowohl das 

vom SEM eingesetzte Datum ([…]) als auch das vom Beschwerdeführer 

angegebene ([…]) sind als möglich zu erachten.  

5.3  

5.3.1 Bei der Einschätzung des Alters eines Asylsuchenden ist jeweils eine 

Gesamtwürdigung vorzunehmen, bei welcher auch die protokollierten Aus-

sagen zu den persönlichen Lebensumständen – etwa zum Alter, zu Identi-

tätspapieren oder den Gründen für deren Nichteinreichen, zu den familiä-

ren Umständen und zum Schulbesuch – zu berücksichtigen sind (vgl. Ur-

teile des BVGer E-3013/2020 vom 8. Juli 2020 E. 4.3.2 und D-1874/2022 

vom 31. August 2022 E. 5.2 je m.H.).  

5.3.2 Die Vorinstanz warf dem Beschwerdeführer vor, dass er sein Alter nur 

vom Hörensagen kenne. Tatsächlich gab er bei sämtlichen Befragungen 

übereinstimmend an, er sei von seinen Zieheltern auf der Strasse aufge-

funden worden und kenne seine leiblichen Eltern nicht (vgl. A9, 3.01; A73, 

F12; A95, F13 ff.). Sein Ziehvater habe ihm lediglich gesagt, dass er im 

Jahr (…) geboren sei (vgl. A9, Ziff. 1.06). Das SEM erachtete diese Anga-

ben als unsubstanziiert. Es ist jedoch nicht ersichtlich, inwiefern der Be-

schwerdeführer hätte in der Lage sein sollen, genauere Angaben zu sei-

nem Alter zu machen. Vielmehr erscheint es nachvollziehbar, dass ihm als 

Findelkind sein genaues Geburtsdatum nicht bekannt ist und er lediglich 

das Geburtsjahr angeben kann, welches ihm von seinem Ziehvater ge-

nannt wurde. Offensichtlich ist ein Findelkind auch nicht im Besitz einer 

Geburtsurkunde. Dies ist im somalischen Kontext generell nicht als aus-

sergewöhnlich zu erachten, da der überwiegende Teil der Geburten zu 

Hause erfolgt und diese nicht registriert werden (vgl. Lifos – Migrationsver-

ket, Swedish Migration Agency, Somalia, National population registration, 

citizenship and identity documents, 09.04.2019, Ziff. 6.1.1). Einem Bericht 

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Seite 11 

von Landinfo zufolge sei vielen Somaliern ihr Geburtsdatum nicht bekannt 

und sie würden ihr Leben ohne Registrierung und Identitätsdokumente be-

streiten (vgl. Landinfo, Somalia: Date of birth, age and calendar, 

17.02.2021). Es kann daher keineswegs ausgeschlossen werden, dass der 

Beschwerdeführer in der Heimat nie über Identitätsdokumente verfügt hat 

und auch nicht mit solchen von anderen Personen in Berührung gekom-

men ist. Hinsichtlich des Flüchtlingsausweises aus dem Jemen wurde in 

der Beschwerdeeingabe zu Recht angemerkt, dass ein allfälliges darin auf-

geführtes Geburtsdatum wohl auf der Aussage des Beschwerdeführers be-

ruhen würde. Diesem käme somit ein vergleichbarer Beweiswert zu wie 

den Angaben im vorliegenden Asylverfahren.  

5.3.3 Zutreffend ist indessen die Feststellung des SEM, dass sich der Be-

schwerdeführer widersprüchlich hinsichtlich seines Schulbesuchs geäus-

sert hat. So gab er bei der BzP an, dass er in den Jahren (…) schulische 

Kurse besucht habe, wobei er im Alter von elf Jahren mit diesen begonnen 

habe (vgl. A9, Ziff. 1.17.04). Demgegenüber gab er anlässlich der einläss-

lichen Anhörungen zu Protokoll, dass er als Neunjähriger von "Dieben" 

missbraucht worden sei. In der Folge hätten ihn seine Zieheltern zu seinem 

Schutz zur Schule geschickt, damit er nicht mehr allein zu Hause gewesen 

sei (vgl. A73, F25; A95, F95 ff.). Diese Ungereimtheit ist zulasten des Be-

schwerdeführers zu berücksichtigen.  

5.3.4 Sodann verwies das SEM auf die Handknochenaltersanalyse vom 

14. Juni 2017 und führte aus, dass sich ein Alter ausserhalb des Normbe-

reichs von drei Jahren nicht ausschliessen lasse, nachdem der Beschwer-

deführer nur ein Geburtsjahr, nicht aber einen Monat angegeben habe. 

Diese Ausführungen erweisen sich jedoch als spekulativ und lassen sich 

dem Bericht zur genannten Untersuchung nicht entnehmen (vgl. A8). Er-

gänzend ist darauf hinzuweisen, dass auch im Rahmen des Gutachtens 

vom September 2018 eine radiologische Untersuchung der linken Hand 

vorgenommen wurde, welche als Befund ein medianes Alter von (…) Jah-

ren und ein minimales Alter von 16.1 Jahren ergab. Dabei wurde ausdrück-

lich festgehalten, dass eine Altersschätzung mittels Röntgenuntersuchung 

der Hand grundsätzlich nur bis zur vollständigen Ossifikation (Verknöche-

rung) des Handskeletts durchgeführt werden könne, welche bei Knaben 

normalerweise ab einem minimalen Alter von 16.1 Jahren vorliege (vgl. 

A34). Die Handknochenanalyse ist somit in keiner Weise geeignet, zu be-

legen, dass der Beschwerdeführer bereits im Zeitpunkt der Einreise voll-

jährig war.  

D-438/2021 

Seite 12 

5.3.5 Weiter hielt das SEM dem Beschwerdeführer vor, er habe sich im 

Rahmen des rechtlichen Gehörs zur Handknochenaltersanalyse und der 

beabsichtigten Anpassung seines Alters im ZEMIS wiederholt und seine 

Altersangabe nicht schlüssig zu begründen vermocht. Die Vorinstanz führt 

dabei nicht aus, welche Angaben sie in diesem Zusammenhang erwartet 

respektive wie eine schlüssige Begründung ihrer Ansicht nach ausgesehen 

hätte. Ausgehend von den Aussagen des Beschwerdeführers, dass er ein 

Findelkind sei, sein Geburtsdatum nicht kenne und von seinem Ziehvater 

nur das Geburtsjahr erfahren habe, ist nicht ersichtlich, wie er seine Alters-

angaben präziser hätte begründen sollen.  

5.4 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer kon-

stant angegeben hat, er kenne nur sein Geburtsjahr, nicht aber das genaue 

Datum. Vor dem Hintergrund, dass er ein Findelkind sei und in Somalia 

zahlreiche Personen weder über Geburtsurkunden noch über Identitätspa-

piere verfügen, ist es – entgegen der Auffassung des SEM – nachvollzieh-

bar, dass er keine Dokumente besitzt. Ein Widerspruch in den Aussagen 

betreffend sein Alter ergibt sich einzig hinsichtlich der Frage, wann er be-

gonnen habe, die Schule zu besuchen. Diese Ungereimtheit erscheint in-

dessen nicht derart gravierend, dass deswegen sämtliche sein Alter betref-

fenden Aussagen bezweifelt werden müssten. Das forensische Altersgut-

achten vermochte schliesslich eine Volljährigkeit nicht mit der notwendigen 

Sicherheit zu belegen. Aus dieser Untersuchung ergeben sich daher keine 

Hinweise darauf, dass er bereits im Zeitpunkt der Einreise, mithin rund 14 

Monate vor der Erstellung des Gutachtens, volljährig gewesen sein könnte. 

Das SEM stützte die Erfassung des (…) als Hauptidentität massgeblich auf 

die Handknochenaltersanalyse vom 14. Juni 2017. Wie sich aus den vor-

stehenden Erwägungen ergibt, ist diese jedoch – gerade auch angesichts 

des ausführlicheren forensischen Gutachtens, welches die Volljährigkeit 

noch mehr als ein Jahr später nicht zu belegen vermochte – nicht geeignet, 

die Vollendung des 18. Altersjahrs eindeutig nachzuweisen. Unter Würdi-

gung der gesamten Umstände des vorliegenden Falles erscheint daher 

das vom Beschwerdeführer bereits auf dem Personalienblatt angegebene 

Geburtsjahr (…) wahrscheinlicher als der vom SEM mit Bestreitungsver-

merk erfasste Eintrag im ZEMIS. Das genaue Datum ist unbekannt, wes-

halb praxisgemäss der (…) als Geburtsdatum einzutragen ist.  

6.  

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde gutzuheissen. Die Verfügung vom 

15. Dezember 2020 ist aufzuheben und die Vorinstanz ist anzuweisen, das 

Geburtsdatum des Beschwerdeführers im ZEMIS auf den (…) abzuändern.  

D-438/2021 

Seite 13 

7.  

7.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Kosten zu erheben 

(Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG).  

7.2 Dem vertretenen Beschwerdeführer ist angesichts seines Obsiegens 

in Anwendung von Art. 64 VwVG und Art. 7 Abs. 1 des Reglements vom 

21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-

verwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) eine Entschädigung für die ihm 

notwendigerweise erwachsenen Parteikosten zuzusprechen. Die Rechts-

vertreterin reichte mit Eingabe vom 13. April 2021 eine Kostennote ein und 

machte einen Aufwand von insgesamt Fr. 2'705.95 geltend, inklusive Aus-

lagen und Mehrwertsteuer. Der geltende gemachte zeitliche Aufwand von 

12.33 Stunden erscheint indessen im Vergleich zu ähnlichen Fällen über-

höht. Insbesondere ist nicht ersichtlich, inwiefern neben einer Besprechung 

mit dem Klienten noch mehr als zwei weitere Stunden für diverse Schrei-

ben und Telefonate mit dem Klienten und Behörden erforderlich gewesen 

sein sollen, zumal nach der Beschwerdeschrift keine weiteren Eingaben 

seitens der Rechtsvertretung zu den Akten gereicht wurden. Folglich ist 

das geltend gemachte Honorar zu kürzen und die dem Beschwerdeführer 

zulasten der Vorinstanz zuzusprechende Parteientschädigung auf insge-

samt 2'200.– (inklusive Auslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen.  

8.  

Entscheide des Bundesverwaltungsgerichts auf dem Gebiet des Daten-

schutzes sind gemäss Art. 35 Abs. 2 der Verordnung vom 14. Juni 1993 

zum Bundesgesetz über den Datenschutz (VDSG, SR 235.11) dem Eidge-

nössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten (EDÖB) bekannt 

zu geben. 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

D-438/2021 

Seite 14 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird gutgeheissen.  

2.  

Das SEM wird angewiesen, im ZEMIS als Geburtsdatum des Beschwerde-

führers den (…) einzutragen.  

3.  

Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt.  

4.  

Das SEM wird angewiesen, dem Beschwerdeführer für das Verfahren vor 

dem Bundesverwaltungsgericht eine Parteientschädigung von insgesamt 

Fr. 2'200.– auszurichten. 

5.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM, das Generalsekre-

tariat EJPD und den EDÖP. 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Susanne Bolz-Reimann Regula Aeschimann 

 

 

Versand:  

D-438/2021 

Seite 15 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichts-

gesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in 

einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung 

mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange-

fochtene Entscheid und die Beweismittel sind beizulegen, soweit sie der 

Beschwerdeführer in Händen hat (Art. 42 BGG).