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**Case Identifier:** a49c216d-bfd4-5193-94bb-e364c92d5521
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-10-12
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 12.10.2020 IV 2018/261
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_IV-2018-261_2020-10-12.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2018/261

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 21.07.2021

Entscheiddatum: 12.10.2020

Entscheid Versicherungsgericht, 12.10.2020
Art. 17 ATSG Revisionsweise Einstellung der Rente, nachdem gemäss zwei 
Gutachten keine rentenbegründende Arbeitsunfähigkeit mehr vorliegt 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 12. 
Oktober 2020, IV 2018/261).

Entscheid vom 12. Oktober 2020

Besetzung

Präsidentin Marie Löhrer, Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus und 

Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner

Geschäftsnr.

IV 2018/261

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Marcel Köppel, Mätzler & Partner, 

Grossfeldstrasse 45, 7320 Sargans,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

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Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rentenrevision (Einstellung)

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter) meldete sich am 12. Januar 2004 wegen 

Rückenschmerzen bei der Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an (IV-act. 1). 

Er war am 10. März 1998 auf einer Treppe bzw. von einer Leiter gestürzt 

(Unfallmeldung UVG vom 12. Mai 1998, Fremdakten, act. 1-1; Arztzeugnis UVG vom 

30. Mai 1998; Fremdakten, act. 1-2) und litt unter einem Lumbovertebralsyndrom mit 

Diskusprolaps LWK5/S1, welches laut dem Versicherten im Zusammenhang mit 

Zügelarbeiten erneut zu Beschwerden und zu einer 100 %-igen Arbeitsunfähigkeit ab 

30. Juni 2003 geführt hatte (Dr. med. B.___, Allgemeine Medizin FMH, Arztzeugnisse 

vom 27. Oktober 2003 und folgende, Fremdakten, act. 2-8 und 2-10 ff., und Arztbericht 

zuhanden des Krankentaggeldversicherers vom 11. November 2003, Fremdakten, 

act. 2-9).

A.a. 

Gestützt auf einen Untersuchungsbericht der RAD-Ärzte Dr. med. C.___, Facharzt 

für Rheumatologie, physikalische Medizin und Rehabilitation sowie Innere Medizin, und 

Dr. med. D.___, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie, vom 26. April 2005, gemäss 

welchem im erlernten und zuletzt ausgeübten Beruf als Automonteur sowohl aus 

somatischer als auch aus psychiatrischer Sicht eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % und 

in einer wirbelsäulenentlastenden Verweistätigkeit aus psychiatrischer Sicht im freien 

Arbeitsmarkt eine Arbeitsfähigkeit von aktuell 30 % vorliege (IV-act. 41), sprach die IV-

Stelle dem Versicherten mit Verfügungen vom 16. Januar 2006 eine ganze Rente ab 

Juni 2004 zu (IV-act. 57 f.).

A.b. 

Im Rahmen des am 15. August 2006 eingeleiteten Revisionsverfahrens (IV-act. 63) 

liess die IV-Stelle den Versicherten durch das Ärztliche Begutachtungsinstitut GmbH 

(ABI) Basel begutachten (Gutachten vom 4. Februar 2008; PD Dr. med. E.___, Innere 

A.c. 

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Medizin; Dr. med. F.___, Psychiatrie; Dr. med. G.___, Neurologie; Untersuche 5. 

Dezember 2007; IV-act. 83). Die Gutachter kamen zum Ergebnis, aufgrund des 

chronischen Lumbovertebralsyndroms mit ischialgiformer Schmerzsymptomatik und 

neurologisch dokumentierten Veränderungen sei dem Versicherten die bisherige 

Tätigkeit als Automonteur seit dem 30. Juni 2003 bleibend nicht mehr zuzumuten. 

Wegen der gleichzeitig bestehenden aktuell mittelgradigen depressiven Störung und 

der anhaltenden somatoformen Schmerzstörung bestehe auch für eine somatisch 

angepasste Tätigkeit eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit; diese betrage seit 

spätestens November 2007 50 %, da sich die depressive Störung zurückgebildet habe 

(IV-act. 83-18). Mit Vorbescheid vom 13. Mai 2008 kündigte die IV-Stelle dem 

Versicherten die Herabsetzung der bisher ganzen auf eine halbe Rente an (IV-act. 90) 

und verfügte am 9. Juli 2008 entsprechend (IV-act. 94).

Am 20. November 2008 erlitt der Versicherte als Folge eines Auffahrunfalls 

(Schadenmeldung UVG vom 1. Dezember 2008, Fremdakten, act. 3-90 f.) ein 

Aufpralltrauma mit HWS-Distorsion, Sternum- und Thoraxkontusion, Schulter- und 

Beckenkontusion links sowie LWS-Kontusion (Arztzeugnis UVG, Fremdakten, 

act. 3-81; Austrittsbericht Rehaklinik Bellikon vom 14. Mai 2009, IV-act. 100-1). 

Während der Rehabilitation in der Rehaklinik Bellikon vom 26. März bis 15. Mai 2009 

wurden sodann unter anderem eine rezidivierende depressive Störung, aktuell mittleren 

Grades (ICD-10: F33.1), eine erhebliche Persönlichkeitsstörung mit wenig gereiften und 

passiv aggressiven Anteilen (ICD-10: F60.8, differenzialdiagnostisch F61) und eine 

anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F45.4) bei bekannter erheblicher 

Somatisierungstendenz diagnostiziert (IV-act. 100-1). Es wurde ausgeführt, aufgrund 

der Adipositas permagna, der depressiven Störung und der anhaltenden 

somatoformen Schmerzstörung seien die psychophysische Belastbarkeit und 

Motivation erheblich eingeschränkt (IV-act. 100-2). Der Versicherte habe keine 

Tagesstruktur und zeige ein allgemeines Schon- und Vermeidungsverhalten (IV-

act. 100-10). Aus psychiatrischer Sicht sei er aktuell zu 100 % arbeitsunfähig (IV-act. 

100-2, 9). Der Versicherte teilte der IV-Stelle am 28. Juli 2009 unter Beilage dieses 

Austrittsberichts mit, er habe einen Autounfall erlitten (IV-act. 98).

A.d. 

Vom 10. August bis 30. November 2009 stand der Versicherte während zunächst 

drei und ab Oktober 2009 während zwei Halbtagen in tagesklinischer Behandlung im 

A.e. 

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Psychiatriezentrum H.___. Es wurde festgehalten, der Versicherte sei durch die 

Schmerzsymptomatik stark beeinträchtigt und vom intensiven tagesklinischen 

Therapieangebot überfordert gewesen, so dass es zum Austritt in die ambulante 

Behandlung gekommen sei (Bericht zuhanden des Krankenversicherers vom 31. März 

2010, IV-act. 118-8 f.; Bericht vom 4. November 2009 zuhanden der SUVA, 

Fremdakten, act. 5-6 f.).

Die SUVA tätigte verschiedene Abklärungen und stellte ihre Leistungen mangels 

Adäquanz per 31. März 2010 ein (Verfügung vom 15. März 2010, Fremdakten, 

act. 7-1 f.; Einspracheentscheid vom 13. Dezember 2010, Fremdakten, act. 8).

A.f. 

RAD-Arzt Dr. med. I.___, Facharzt für Innere Medizin, Rheumatologie, 

Physikalische Medizin und Rehabilitation FMH, nahm am 23. März 2010 Stellung, nach 

dem erlittenen Verkehrsunfall sei bis zur Einstellung der Leistungen der SUVA am 

31. März 2010 eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes glaubhaft. Danach 

habe sich dieser wieder auf Vorniveau stabilisiert (IV-act. 110). Dr. med. J.___, FMH 

Innere Medizin, attestierte dem Versicherten am 24. März 2010 eine Arbeitsunfähigkeit 

von 100 % seit 16. Mai 2009.

A.g. 

Mit Vorbescheid vom 16. April 2010 kündigte die IV-Stelle dem Versicherten an, 

das Erhöhungsgesuch abweisen zu wollen. Der Gesundheitszustand habe sich nach 

erlittenem Verkehrsunfall vom 20. November 2008 wieder auf Vorniveau stabilisiert. Es 

bestehe kein medizinischer Revisionsgrund (IV-act. 114). Mit Einwand vom 21. Mai 

2010 machte der Versicherte geltend, er leide seit dem Unfall an Muskelzuckungen und 

Schwindelzuständen. Die psychischen Beschwerden träten in gesteigertem Masse in 

Erscheinung (IV-act. 118-1 ff.). RAD-Arzt Dr. I.___ nahm am 2. Juni 2010 ausführlich zur 

medizinischen Aktenlage Stellung (IV-act. 119). Der Versicherte legte am 17. August 

2010 einen MRI-Befund der LWS vom 1. Juli 2010 ins Recht (IV-act. 120). In einer 

undatierten Stellungnahme zuhanden des RAD führte der zuständige Radiologe aus, im 

Vergleich zur Voruntersuchung bestehe eine deutliche Zunahme des medialen 

Bandscheibenvorfalls im zweituntersten Fach, welcher in der Voruntersuchung nicht 

erkennbar gewesen sei. Auch die Affektion der im nächsttieferen Fach abgehenden 

Radices sei so in der Voruntersuchung nicht vorhanden gewesen (IV-act. 125).

A.h. 

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Die IV-Stelle beauftragte die ABI mit einer Verlaufsbegutachtung (Gutachten vom 

17. August 2011; Dr. med. K.___, Innere Medizin und Rheumatologie, Dr. med. F.___, 

Psychiatrie; Untersuchungen 8. Juni 2011; IV-act. 136). Die Gutachter erkannten 

gesamtbetrachtend, als objektivierbare schmerzauslösende Befunde hätten eine 

myostatische Insuffizienz, eine ISG-Funktionsstörung links sowie eine Diskushernie L5/

S1 ohne radikuläre Symptomatik oder sensomotorische Defizite festgestellt werden 

können. Hierdurch erkläre sich jedoch nicht das gesamte geklagte Schmerzausmass. 

Ursache für das verstärkte Schmerzerleben sei eine Schmerzverarbeitungsstörung. 

Diese werde durch die gleichzeitig bestehende rezidivierende depressive Störung, 

gegenwärtig leichte Episode, verstärkt und beeinflusst. Aufgrund dieser psychischen 

Komorbidität sei die Arbeitsfähigkeit ab spätestens Juni 2011 für jegliche Tätigkeit 

noch um 20 % vermindert. Aufgrund der objektivierbaren rheumatologischen Befunde 

sei dem Versicherten die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Automonteur seit dem 30. Juni 

2003 nicht mehr zumutbar. Für leichte bis mittelschwere, wechselbelastende 

Tätigkeiten ohne wirbelsäulenbelastende Zwangshaltungen bestehe aus Sicht des 

Bewegungsapparates eine volle Arbeitsfähigkeit. Aus polydisziplinärer Sicht sei der 

Versicherte für adaptierte Tätigkeiten zu 80 % arbeits- und leistungsfähig, vollschichtig 

realisierbar mit leicht reduziertem Rendement. Im Anschluss an den Autounfall vom 

20. November 2008 habe für die Dauer von maximal 8 Wochen eine 100 %-ige 

Arbeitsunfähigkeit bestanden (IV-act. 136-24 f.).

A.i. 

Nachdem RAD-Arzt Dr. med. L.___, Facharzt für Chirurgie FMH, am 6. September 

2011 befunden hatte, auf das Gutachten könne vollumfänglich abgestellt werden (IV-

act. 137), sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit Mitteilung vom 19. Oktober 2011 

Berufsberatung zu (IV-act. 147) und erteilte am 9. März 2012 Kostengutsprache für eine 

berufliche Abklärung an der M.___ vom 30. Januar bis 29. April 2012 (IV-act.  57) und in 

der Folge für die insgesamt (einschliesslich Weiterführung) vom 1. Dezember 2012 bis 

31. Januar 2014 dauernde Umschulung zum CNC-Programmierer/Operator bei der 

N.___ (Mitteilungen vom 13. Dezember 2013, IV-act. 169, vom 11. März 2013, IV-

act. 179, und vom 27. November 2013, IV-act. 192). Diese schloss der Versicherte 

erfolgreich ab (Abschlusszeugnis vom 24. November 2013, IV-act. 188). Am 10. März 

2014 genehmigte die IV-Stelle dem Versicherten einen Arbeitsversuch bei der O.___ 

GmbH vom 10. Februar bis 8. August 2014 (Mitteilung, IV-act. 204). Der den 

A.j. 

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Versicherten behandelnde med. pract. P.___, FMH Psychiatrie/Psychotherapie, teilte 

der IV-Stelle am 23. Mai 2014 mit, der Versicherte habe letzte Woche seinen Vater 

unter belastenden Umständen in den Krebstod begleitet. Er sei seit 7. Mai 2014 bis 

voraussichtlich 2. Juni 2014 nicht arbeitsfähig, es sei von einer Bewältigung in einem 

absehbaren Zeitraum auszugehen. Zuvor habe sich das Arbeitsklima über Wochen 

verschlechtert. Der Versicherte habe das Vertrauen zu seinem Chef verloren und werde 

dort voraussichtlich unabhängig von der momentanen Trauerreaktion nicht 

weitermachen können (IV-act. 208; vgl. auch Telefonat mit dem Versicherten am 

26. Mai 2014, IV-act. 219-2). Mit Mitteilung vom 11. Juni 2014 hob die IV-Stelle 

diejenige vom 10. März 2014 auf, da der Arbeitsversuch aus gesundheitlichen Gründen 

per 26. Mai 2014 habe abgebrochen werden müssen (IV-act. 210). Sie beauftragte am 

12. August 2014 Q.___ mit der Betreuung des Versicherten (IV-act. 213). Da der 

Versicherte ein Stellenangebot wegen eines zu langen Arbeitsweges ablehnte und 

wegen der Eurokrise gelang es nicht, für ihn eine Praktikumsstelle zu finden 

(Schlussbericht Q.___ vom 22. Juli 2015, IV-act. 217; Verlaufsprotokoll Eingliederung 

vom 18. August 2015, IV-act. 219). Mit Mitteilung vom 25. August 2015 wies die IV-

Stelle das Leistungsbegehren um weitere berufliche Massnahmen ab (IV-act. 221). 

Med. pract. P.___ hielt im Verlaufsbericht vom 8. September 2015 fest, der psychische 

Zustand des Versicherten habe sich seit dem Gutachten vom August 2011 eindeutig 

verschlechtert (IV-act. 222). RAD-Arzt Dr. med. R.___, Facharzt für Psychiatrie und 

Psychotherapie, nahm am 14. September 2015 Stellung, seit dem ABI-Gutachten habe 

sich die Situation durch die erfolgreiche Ausbildung stabilisiert. Weitere medizinische 

Abklärungen seien nicht notwendig, da med. pract. P.___ unveränderte Diagnosen 

stelle (IV-act. 226).

Mit Vorbescheid vom 20. November 2015 stellte die IV-Stelle dem Versicherten

in Aussicht, die Rente einzustellen (Ersatz des Vorbescheids vom 16. April 2010, IV-act. 

233), wogegen der Versicherte mit Einwand vom 8. Januar 2016 vorbringen liess, auf 

das ABI-Gutachten aus dem Jahr 2011 könne nicht mehr abgestellt werden, da sich 

sein

Gesundheitszustand verschlechtert habe (IV-act. 234). Gestützt auf Stellungnahmen 

des RAD vom 18. Januar 2016 (IV-act. 235) und des Rechtsdienstes vom 21. Januar 

2016 (IV-act. 236) verfügte die IV-Stelle am 22. Januar 2016 die Einstellung der 

A.k. 

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Invalidenrente auf das Ende des der Zustellung folgenden Monats (IV-act. 237). Am 

selben Tag reichte der Versicherte einen Bericht von med. pract. P.___, datiert vom 

12. Januar 2015 (richtig: 2016; IV-act. 242-2), und einen Aufnahmebericht des 

Psychiatriezentrums

H.___ vom 1. Dezember 2015 (IV-act. 242-3 f.) zu den Akten

(IV-act. 242). Die IV-Stelle widerrief am 4. April 2016 die Verfügung vom 22. Januar 

2016 (IV-act. 256), und das Versicherungsgericht schrieb am 20. April 2016 ein am 

12. Februar 2016 gegen diese anhängig gemachtes Beschwerdeverfahren ab 

(Beschwerde: IV-act. 250-2 ff.; Verfügung Versicherungsgericht IV 2016/51: IV-

act. 260).

Die IV-Stelle veranlasste eine weitere polydisziplinäre Begutachtung durch die 

medexperts AG (Gutachten vom 10. Januar 2017, Dr. med. S.___, Psychiatrie; Dr. med. 

T.___, Rheumatologie; Dr. med. U.___, Dr. med. V.___, Neurologie; Dr. med. W.___, 

Allgemeine Innere Medizin; Untersuchungen 14. und 17. November 2016). Die Experten 

kamen zum Ergebnis, aus polydisziplinärer Sicht bestehe eine volle und dauerhafte 

Arbeitsunfähigkeit in der angestammten und zuletzt ausgeübten Tätigkeit als 

Automonteur. In körperlich leichten bis gelegentlich mittelschweren beruflichen 

Tätigkeiten ohne lang dauernde Arbeiten in Wirbelsäulenzwangshaltungen, ohne 

repetitive Wirbelsäulenflexionen/-extensionen/-torsionen sowie ohne kraftanfordernde 

Arbeiten mit dem linken Arm oder mit beiden Armen über Kopfhöhe bestehe aus 

polydisziplinär massgeblicher psychiatrischer Sicht (vgl. IV-act. 274-60) eine 

Arbeitsunfähigkeit von 30 %. Die umgeschulte Tätigkeit als CNC-Programmierer/CNC-

Operateur sei aus polydisziplinärer Sicht als adaptiert zu bezeichnen (IV-act. 274-87). 

RAD-Arzt Dr. R.___ würdigte am 13. Januar 2017 das Gutachten, die 

Untersuchungsergebnisse in den einzelnen Fachgebieten würden ausführlich 

dokumentiert und zunächst innerhalb jeder Fachdisziplin einzeln zu einer konsistenten 

Einschätzung der Arbeitsfähigkeit geführt. Der psychiatrische Gutachter setze sich 

eingehend mit den von der bundesgerichtlichen Rechtsprechung geforderten 

Indikatoren auseinander. Alle Gutachter nähmen ausführlich zu bisherigen 

Einschätzungen der Arbeitsfähigkeit Stellung (IV-act. 275).

A.l. 

Mit Vorbescheid vom 6. Juli 2017 gewährte die IV-Stelle dem Versicherten erneut 

das rechtliche Gehör zur vorgesehenen Einstellung der Invalidenrente (IV-act. 280). Mit 

A.m. 

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Einwand vom 1. September 2017 machte der Versicherte im Wesentlichen geltend, die 

Gutachter hätten von ihm explizit beklagte Beschwerden (Suizidgedanken, beim Aus- 

und Ankleiden vorhandene Schmerzen) nicht berücksichtigt; der neurologische 

Gutachter verneine eine Diagnose, obwohl er ihm gegenüber explizit geäussert habe, 

er gehe von einer 20 %-igen Arbeitsunfähigkeit aus. Es sei von einem IV-Grad von 

zumindest 50 % auszugehen (IV-act. 282). RAD-Arzt Dr. R.___ liess sich am 

3. November 2017 dazu vernehmen, es würden keine fachärztlich attestierten, neuen 

medizinischen Fakten dargelegt. Aus medizinischer Sicht sei weiterhin auf die durch 

die Sachverständigen erhobenen Befunde abzustellen (IV-act. 283). Der Rechtsdienst 

führte am 16. November 2017 im Wesentlichen aus, der erhobene objektive 

psychiatrische Befund habe keinen Anhalt für Fremd- oder Selbstgefährdung ergeben. 

Dass der neurologische Gutachter dem Versicherten gegenüber geäussert habe, er 

gehe von einer 20 %-igen Arbeitsunfähigkeit aus, finde keine Stütze im Gutachten und 

sei auch nicht plausibel, da keine relevanten funktionellen Einschränkungen erhoben 

worden seien. Der rheumatologische Gutachter habe auf deutliche Diskrepanzen 

zwischen den beklagten Beschwerden und den objektivierbaren pathologischen und 

radiologischen Befunden hingewiesen. Die Vorbringen im Einwand vermöchten die 

Schlüssigkeit des Gutachtens nicht in Frage zu stellen (IV-act. 284).

Mit Verfügung vom 26. Juni 2018 stellte die IV-Stelle die Invalidenrente 

rückwirkend per Ende Februar 2016 ein. Aus dem Gutachten der medexperts vom 

10. Januar 2017 gehe hervor, dass seither keine rentenbegründende 

Erwerbsunfähigkeit (mehr) vorgelegen habe. Die Vorbringen im Einwand vermöchten 

die Schlüssigkeit des Gutachtens nicht in Frage zu stellen. Für das Einkommen ohne 

gesundheitliche Einschränkungen sei auf den Gesamtarbeitsvertrag für das 

Autogewerbe Ostschweiz, Automobilfachmann EFZ nach 10 Jahren Berufserfahrung 

abzustellen. In einer adaptierten Tätigkeit werde eine Arbeitsfähigkeit von 70 % 

bestätigt. Das Invalideneinkommen bemesse sich nach der Lohnstrukturerhebung 

(LSE) des Bundesamtes für Statistik (BFS), privater Sektor, Kompetenzniveau 1, 

Männer. Es resultiere ein Invaliditätsgrad von 27 % (IV-act. 289).

A.n. 

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B.  

Mit Beschwerde vom 17. August 2018 beantragt der Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführer), vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. M. Köppel, die Verfügung 

vom 26. Juni 2018 sei unter Kosten- und Entschädigungsfolgen aufzuheben. Es sei ihm 

rückwirkend ab Februar 2016 zumindest eine halbe Invalidenrente zuzusprechen. Der 

psychiatrisch attestierte Einschränkungsgrad von 30 % sei in Anbetracht der 

Auswirkungen auf die alltägliche Lebensgestaltung deutlich zu tief. Die Einschränkung 

der Planungs- und Handlungsfreiheit lasse eine Belastung von maximal 50 % halbtags 

zu. Es sei diesbezüglich ein Bericht des behandelnden Psychiaters und gegebenenfalls 

eine nochmalige psychiatrische Expertise einzuholen. Es werde die Befragung des 

behandelnden Psychiaters als sachverständiger Zeuge beantragt. Der neurologische 

Gutachter habe ihm gegenüber bestätigt, dass in neurologischer Hinsicht funktionelle 

Einschränkungen bzw. eine 20 %-ige Arbeitsunfähigkeit vorliegen würden. Dieser sei 

damit im Vorbescheidverfahren nicht konfrontiert worden. Es werde bestritten, dass 

dem rheumatologischen Gutachter im Zusammenhang mit dem Aus-/Anziehen kein 

Schmerz- bzw. Schonverhalten aufgefallen sei. Die Beeinträchtigungen in 

rheumatologischer Hinsicht hätten durchaus eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 

zur Folge. Insgesamt sei von einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% auszugehen 

(act. G 1).

B.a. 

Mit Beschwerdeantwort vom 4. Oktober 2018 beantragt die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde. Der psychiatrische Gutachter habe für die nach dem 

Abbruch des Arbeitsversuchs eingetretene Verschlechterung des psychischen 

Zustandsbildes, die sich im Vergleich zum ABI-Gutachten von 2011 in einer um 10 % 

höheren Arbeitsunfähigkeit niedergeschlagen habe, vor allem eine verschärfte 

psychosoziale Belastungssituation (Konfliktsituation mit der Ehefrau, finanzielle 

Probleme) verantwortlich gemacht. Sowohl das ABI-Gutachten vom 8. Juni 2011 als 

auch das medexperts- Gutachten vom 10. Januar 2017 erfüllten die Anforderungen an 

beweiswertige ärztliche Entscheidgrundlagen. Die gutachterliche Einschätzung der 

Arbeitsfähigkeit erscheine insgesamt angemessen, da sie sowohl den verbleibenden 

Ressourcen als auch den vorhandenen Handicaps ausgewogen Rechnung trage. Sie 

überzeuge auch im Lichte der massgeblichen Indikatoren des strukturierten 

Beweisverfahrens. Dass der neurologische Gutachter dem Versicherten gegenüber 

B.b. 

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geäussert habe, er gehe von einer 20 %-igen Arbeitsunfähigkeit aus, finde keine Stütze 

im Gutachten und sei unglaubwürdig, da keine relevanten funktionellen 

Einschränkungen erhoben worden seien. Der rheumatologische Gutachter habe auf 

deutliche Diskrepanzen zwischen den beklagten Beschwerden und den 

objektivierbaren pathologischen und radiologischen Befunden hingewiesen. 

Zusammenfassend habe ab der Verlaufsbegutachtung im ABI am 8. Juni 2011 bis zur 

Beendigung der Umschulung Ende Januar 2014 im Wesentlichen eine lediglich leicht 

ausgeprägte depressive Störung mit Auswirkung einer 20 %-igen Arbeitsunfähigkeit 

vorgelegen und sei im weiteren Verlauf eine vor allem durch psychosoziale 

Belastungsfaktoren geprägte Verschlechterung des depressiven Geschehens 

eingetreten, welche sich nach dem im Mai 2014 erfolgten Abbruch des Arbeitsversuchs 

in der umgeschulten Tätigkeit als CNC-Operator in einer 30 %-igen Arbeitsunfähigkeit 

auswirke. Ein medizinischer Revisionsgrund liege vor. Die Vergleichseinkommen 

würden zu Recht nicht beanstandet. Die Rücknahme der Sache ins 

Verwaltungsverfahren bedeute nicht, dass das Ergebnis der (widerrufenen) Verfügung 

vom 22. Januar 2016 falsch gewesen sei, sondern bloss, dass es beim damaligen 

Abklärungsstand noch nicht hinreichend habe bestätigt werden können. In Anbetracht 

des sechseinhalb Jahre dauernden Revisionsverfahrens mit umfassender 

polydisziplinärer Begutachtung und Durchführung beruflicher Massnahmen sei nicht 

davon auszugehen, dass in missbräuchlicher Weise ein möglichst früher 

Revisionszeitpunkt provoziert worden sei. Deshalb habe der mit der Verfügung vom 22. 

Januar 2016 verbundene Entzug der aufschiebenden Wirkung trotz der Zurücknahme 

der Sache ins Verwaltungsverfahren für die Dauer des Abklärungsverfahrens 

angedauert. Der Beschwerdeführer habe denn auch seither mit diesem Ergebnis 

rechnen müssen (act. G 4).

Mit Replik vom 27. November 2018 bestreitet der Beschwerdeführer, dass das 

Verhältnis der Ehefrau bzw. die finanzielle Lage zu den aktuellen gesundheitlichen 

Problemen geführt haben. Vielmehr habe der schlechte Gesundheitszustand 

nachweislich zuerst bestanden und dazu geführt, dass er arbeitsunfähig geworden sei 

und Probleme habe, sein Leben zu bewältigen. Hierzu wird erneut die Befragung von 

med. pract. P.___ als sachverständiger Zeuge beantragt (act. G 8).

B.c. 

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Erwägungen

1.  

Die Beschwerdegegnerin verzichtet am 7. Dezember 2018 auf eine Duplik 

(act. G 10).

B.d. 

Die Beschwerdegegnerin behandelte die Mitteilung des Beschwerdeführers vom 

28. Juli 2009 (IV-act. 98) zu Recht als Revisions- bzw. Erhöhungsgesuch, nachdem das 

vorherige, am 15. August 2006 eingeleitete amtliche Revisionsverfahren (IV-act. 63) mit 

rechtskräftig gewordener Verfügung vom 9. Juli 2008 (IV-act. 94) abgeschlossen 

worden war. Somit ist eine Rentenanpassung ab Juli 2009 zu prüfen (Art. 88  Abs. 1 

lit. a der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]. 

Streitgegenstand bildet die Renteneinstellung per Ende Februar 2016 (IV-act. 289-1).

1.1. 

bis

Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers 

erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft 

entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 

830.1]). Ein Revisionsgrund in diesem Sinne betrifft Änderungen in den persönlichen 

Verhältnissen der versicherten Person (BGE 133 V 548 E. 7.1). Dazu gehört namentlich 

der Gesundheitszustand (vgl. Urteil 9C_896/2011 vom 31. Januar 2012 E. 3.1, in: SVR 

2012 IV Nr. 36 S. 140; Urteil 9C_410/2015 vom 13. November 2015 E. 2). Zeitlicher 

Ausgangspunkt für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des 

Invaliditätsgrads ist bei der Prüfung eines Gesuchs um Erhöhung der Rente wie auch 

bei der Prüfung einer Rentenanpassung von Amtes wegen die letzte rechtskräftige 

Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit 

rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines 

Einkommensvergleichs beruht (BGE 133 V 108; BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des 

Bundesgerichts vom 26. März 2010, 9C_438/2009, E. 1). Eine Verschlechterung der 

Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, ist zu 

berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat 

(Art. 88a Abs. 2 der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]). Bei 

gegebenem Revisionsgrund ist der Rentenanspruch gemäss bundesgerichtlicher 

Rechtsprechung umfassend neu zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 und E. 6.1; Urteil vom 

5. Dezember 2012, 9C_427/2012, E. 3.4).

1.2. 

Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 

Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

1.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 12/20

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gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen). Hinsichtlich des 

Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 

umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden 

berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der 

Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen Situation 

einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 125 V 

352 E. 3a mit Hinweisen; BGE 141 V 14 E. 6.3.1). Im Sinne einer Richtlinie ist den im 

Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten 

und -ärztinnen, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen 

sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde 

zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht 

konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 227 E. 

1.3.4; BGE 125 V 353 E. 3b/bb).

Im Sozialversicherungsrecht gilt der Untersuchungsgrundsatz. Verwaltung und 

Sozialversicherungsgericht haben von sich aus für die richtige und vollständige 

Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen (BGE 122 V 158 E. 1a). 

Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den 

streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben 

Verwaltungsbehörden und das Sozialversicherungsgericht zusätzliche Abklärungen 

stets dann vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hierzu aufgrund der 

Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte 

hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 E. 4a). Im Sozialversicherungsrecht hat 

das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, 

nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen (vgl. BGE 126 V 

360 E. 5b; BGE 125 V 195 E. 2, je mit Hinweisen).

1.4. 

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2.

Medizinische Grundlage der angefochtenen Einstellungsverfügung ist das Gutachten 

der medexperts AG vom 10. Januar 2017, worin dem Beschwerdeführer im 

Wesentlichen aus psychiatrischer Sicht eine Arbeitsunfähigkeit von 30 % attestiert wird 

(IV-act. 274). Für den Verlauf der Arbeitsfähigkeit seit der Referenzverfügung ist zudem 

das Verlaufsgutachten der ABI vom 17. August 2011 (IV-act. 136) massgeblich.

Während der medexperts-Begutachtung im November 2016 berichtete der 

Beschwerdeführer, aktuell bestünden Schmerzen lumbal mit Ausstrahlungen in das 

Bein bis in die Zehen. Diese seien im Liegen weniger stark als im Stehen und Gehen. 

Die Schmerzintensität betrage 5 bis 8 auf der Schmerzskala von 0 bis 10 (IV-

act. 274-46). Im Nacken-/Schulterbereich verspüre er linksbetonte Verspannungen, 

aber keine eigentlichen Schmerzen. Ausserdem habe er Schmerzen im Sternumbereich 

(IV-act. 274-46). Der Arbeitsversuch bei der O.___ AG sei aus gesundheitlichen 

Gründen abgebrochen worden. Gründe seien die Schmerzen und die hohe psychische 

Belastung durch den Tod seines Vaters gewesen. Ausserdem sei es beinahe zu einer 

Schlägerei mit dem Chef gekommen. Die Tätigkeit als CNC-Programmierer/Operateur 

sei körperlich nicht wesentlich leichter gewesen als die zuletzt ausgeübte als 

Automonteur. Aktuell besuche er zweimal wöchentlich vormittags die Tagesklinik des 

Psychiatrischen Zentrums H.___. Davon müsse er sich jeweils während zwei Stunden 

erholen. Im Übrigen verbringe er den Tag mit Liegen und Spaziergängen, letzteres auch 

alleine, da er "keine Nerven" mehr habe. Er habe Durchschlafstörungen, erwache 

wegen Träumen, einem Einschlafgefühl in den Armen oder Schmerzen (IV-act. 274-41, 

50). Die Herabsetzung der ganzen auf eine halbe Rente 2008 und die Begutachtung 

2010 mit Ergebnis einer 80 %-igen Arbeitsfähigkeit sei für ihn ein grosser Schock 

gewesen. Er sei damals kurz vor einem Suizid gestanden und habe auch aktuell immer 

wieder Suizidgedanken und -impulse. Seit 2011 fühle er sich immer schlechter. Seit 

Februar 2016 erhalte er kein Geld mehr von der IV. Er habe bisher nicht den Mut 

aufbringen können, sich beim Sozialamt zu melden. Um die finanzielle Enge, die Kinder 

und das "Leben allgemein" gebe es täglich Streit. Er habe die Kinder früher teils 

geschlagen, wenn es zu einer Überforderung gekommen sei, und sei so wütend 

gewesen, dass er Angst gehabt habe, ihnen etwas anzutun oder sie umzubringen. Er 

sei besorgt, dass seine Frau sich scheiden lassen könnte, und würde sich dies 

andererseits manchmal auch wünschen (IV-act. 274-50 f., 53 und 58). Er sei seit ca. 

fünf Jahren in Behandlung bei med. pract. P.___ und habe aktuell alle zwei bis vier 

Wochen eine Sitzung. Er sehe kaum eine Zukunft und fühle sich schuldig, weil sein 

Vater im Mai 2014 an Nierenkrebs verstorben sei (IV-act. 274-51 f.).

2.1. 

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 2.2. 

Aufgrund der klinischen Befunde ordnete der neurologische Gutachter der 

medexperts AG die Schmerzen im Ober- und Unterschenkel am ehesten einer 

Reizsymptomatik der Nervenwurzeln L5 und S1 zu, fand weiter aber, wie schon der 

rheumatologische Vorgutachter im Jahr 2011 (IV-act. 136-22), keinen Anhalt für eine 

relevante Radikulopathie oder radikuläre Reizsymptome, insbesondere keine 

motorischen oder anhaltenden sensiblen Ausfälle. Anamnestisch und klinisch seien seit 

Jahren keine neuen Aspekte aufgetreten (vgl. IV-act. 274-71, 85). Der 

rheumatologische Gutachter kam zum Schluss, es bestehe unverändert ein 

chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom bei leichter Skoliose, muskulärer 

Dysbalance und Dekonditionierung, Sakroiliakalgelenksdysfunktion rechts, 

lumbosakraler Übergangsanomalie mit Teillumbalisation von SWK 1 rechts, 

kernspintomographisch breitbasigem Diskusprolaps L5/S1 linksbetont mit 

anamnestisch möglicher intermittierender Irritation der S1-Wurzeln beidseits, mittel- bis 

hochgradiger Osteochondrose L5/S1 und linksbetonter hypertropher Spondylarthrose 

L5/S1 mit Erguss links und geringer Einengung des Recessus lateralis und des 

Foramen intervertebrale ohne Neurokompression (IV-act. 274-85). Bereits im 

Erstgutachten 2008 wurde aus neurologischer Sicht festgehalten, aufgrund des 

chronischen Lumbovertebralsyndroms mit ischialgiformer Schmerzsymptomatik und 

neurologisch dokumentierten Veränderungen sei dem Versicherten die bisherige 

Tätigkeit als Automonteur, welche als mindestens körperlich mittelschwer eingestuft 

werden müsse, seit dem 30. Juni 2003 bleibend nicht mehr zuzumuten. Aus 

somatischer Sicht bestehe für leichte bis intermittierend mittelschwere körperliche 

Arbeiten in wechselhafter Stellung eine volle Arbeitsfähigkeit (IV-act. 83-18). Die SUVA 

verneinte gestützt auf ihre Abklärungen eine strukturelle Verschlimmerung der 

Lendenwirbelsäulenproblematik durch den Unfall vom 20. November 2008 

(Einspracheentscheid vom 13. Dezember 2010, Fremdakten, act. 8-5). Im 

Verlaufsgutachten des ABI vom 2011 wurde diese Beurteilung aus rheumatologischer 

Sicht bestätigt (IV-act. 136-23). Das medexperts-Gutachten kam aus 

rheumatologischer Sicht zum Schluss, aufgrund des Anforderungsprofils als 

Automonteur sei nach wie vor und unverändert gegenüber dem Vorgutachten von einer 

vollen und dauerhaften Arbeitsunfähigkeit in dieser Tätigkeit auszugehen. In einer 

adaptierten Tätigkeit sei der Beschwerdeführer voll arbeitsfähig (mit allerdings 

zusätzlichen Adaptationskriterien, dazu nachfolgend, IV-act. 274-86). Diese 

Einschätzung entspricht den Vorgutachten, insbesondere auch demjenigen vom 

4. Februar 2008 (IV-act. 83-18; IV-act. 136-24). Somit ist hinreichend nachvollziehbar 

2.2.1. 

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dargetan, dass mit Bezug auf die organisch nachweisbaren Beschwerden der 

Lendenwirbelsäule keine Verschlimmerung des Gesundheitszustandes eingetreten ist.

Die HWS-, Schulter-, Arm- und Thoraxbeschwerden wurden hauptsächlich 

beginnend mit dem Unfallereignis vom 20. November 2008 geltend gemacht 

(Austrittsbericht Rehaklinik Bellikon vom 14. Mai 2009, IV-act. 100-6 f.; 

Verlaufsgutachten 2011, IV-act. 136-19 f., wo allerdings schon vor dem Unfall 

vorhandene Nackenschmerzen erwähnt wurden; Gutachten medexperts AG, IV-

act. 274-45 f.; 64). Der Kreisarzt der SUVA berichtete aufgrund seiner Untersuchung 

am 23. Februar 2009, im Rahmen der kurzstationären Aufnahme im Spital X.___ hätten 

keine strukturell fassbaren, unfallkausalen Verletzungen festgestellt werden können. 

Objektiv bestehe aufgrund der Schmerzsymptomatik und der multiplen Beschwerden 

noch eine Belastungseinbusse. Aktuell sei die volle Arbeitsunfähigkeit im 

Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 20. November 2008 ausgewiesen 

(Fremdakten, act. 3-45 ff.). Eine MRI-Untersuchung vom 31. Juli 2009 ergab diskrete 

Protrusionen C5/6 und C6/7 sowie eine diskrete Discusdegeneration C3/4 und C5/6 

ohne Nachweis einer Nervenwurzelalteration sowie eine Streckhaltung der 

Halswirbelsäule (Fremdakten, act. 3-9). Anlässlich einer weiteren kreisärztlichen 

Untersuchung vom 25. November 2009 wurde festgehalten, der Beschwerdeführer 

beschreibe ausgedehnteste Schmerzen im Bereich fast des gesamten Körpers, die er 

auf die Auffahrkollision zurückführe. Klinisch fänden sich kaum relevante Pathologien in 

Bezug auf die HWS-Verletzung bei unauffälligem Muskelstatus, recht guter 

Beweglichkeit der HWS sowie nicht klar pathologischen neurologischen Befunden 

(Fremdakten, act. 5-2 ff.). Prof. Dr. med. Y.___, Facharzt FMH Neurologie, führte in 

seinem Untersuchungsbericht vom 21. Dezember 2009 aus, in der klinischen 

Untersuchung zeige sich lediglich eine Sensibilitätsstörung am linken Arm, die keinem 

Nervenversorgungsgebiet oder Dermatom zuzuordnen sei. Sie lasse sich nicht 

substantiieren. Ansonsten sei der Untersuchungsbefund regelrecht. In der 

Neurographie zeige sich lediglich ein beginnendes Carpaltunnelsyndrom, das 

vermutlich noch asymptomatisch sein dürfte. Somit bestünden auf neurologischem 

Gebiet eine unspezifische Zervikobrachialgie links, ein chronischer Kopfschmerz vom 

Spannungstypus mit okzipitaler Betonung sowie eine unspezifische Lumboischialgie. 

Eindeutige neurologische Defizite seien nicht festzustellen, auch die 

Elektroenzephalographie habe einen regelrechten Befund erbracht (Fremdakten, 

act. 6). Die SUVA stellte die Leistungen per 31. März 2010 ein, da die aktuell noch 

geklagten Beschwerden organisch nicht hinreichend nachweisbar und die Adäquanz 

nicht gegeben sei (Verfügung vom 15. März 2010, Fremdakten, act. 7-1 f.; 

2.2.2. 

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Einspracheentscheid vom 13. Dezember 2010, Fremdakten, act. 8-5, wonach der 

medizinische Sachverhalt umfassend geklärt sei und keine strukturelle Läsion der 

Halswirbelsäule vorliege). Mit Blick auf die medizinischen Vorakten erscheint schlüssig 

und nachvollziehbar, dass der neurologische und der rheumatologische Gutachter der 

medexperts einen Einfluss des chronischen zervikospondylogenen Schmerzsyndroms 

mit kernspintomographisch und radiologisch unauffälligem Befund auf die 

Arbeitsfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten verneinten (IV-act. 274-73, 86). Aus 

rheumatologischer Sicht wurde insbesondere festgehalten, die muskulären 

Verspannungen im Schulter-/Nackenbereich und die Kopfschmerzen hätten sich 

zwischenzeitlich gebessert (IV-act. 274-84). Den Schulterschmerzen wurde ergänzend 

zum Zumutbarkeitsprofil gemäss ABI-Gutachten 2011 mit einer zusätzlichen 

Einschränkung bezüglich kraftanfordernder Arbeiten mit der linken oberen Extremität 

und mit beiden Armen über Kopfhöhe Rechnung getragen (IV-act. 274-86).

Nach dem Gesagten ist schlüssig und nachvollziehbar, dass in somatischer 

(neurologischer / rheumatologischer) Hinsicht für adaptierte Tätigkeiten keine 

quantitative Einbusse der Arbeitsfähigkeit vorliegt. Für eine Einschränkung von 20 % 

aus neurologischer Sicht ergeben sich aus den Ausführungen der Gutachter oder den 

medizinischen Vorakten keine Anhaltspunkte. Möglicherweise bezog sich die vom 

Beschwerdeführer angerufene Aussage des neurologischen Gutachters auf die 20 %-

ige Arbeitsunfähigkeit gemäss ABI-Gutachten 2011. Im Übrigen wäre eine neurologisch 

attestierte Arbeitsunfähigkeit nicht zu einer Arbeitsunfähigkeit aus einem anderen 

Fachgebiet zu addieren.

2.2.3. 

 2.3. 

Dem Beschwerdeführer wurde in sämtlichen psychiatrischen Berichten eine 

depressive Störung diagnostiziert. Diese wurde bereits vor dem Unfall vom 

20. November 2008 im ABI-Gutachten vom 4. Februar 2008 (IV-act. 83-13) und danach 

im Psychiatriezentrum H.___ (Bericht vom 31. März 2010 zuhanden des 

Krankenversicherers, IV-act. 118-8 f.) sowie in der Rehaklinik Bellikon (Austrittsbericht 

vom 14. Mai 2009, IV-act. 100-2, 7) als mittelgradig eingestuft. Im Verlaufsgutachten 

der ABI vom 17. August 2011 wurde aufgeführt, es bestehe eine Diskrepanz zwischen 

aktuell demonstrierten und beklagten Beschwerden einerseits und der realen 

Alltagsgestaltung andererseits. So sei der Beschwerdeführer während der 

Untersuchung in Schluchzen ausgebrochen, habe sich bedrückt, verstimmt und lustlos 

gezeigt und auf verschiedene Schmerzlokalisationen verwiesen. Andrerseits habe er 

eine fünfwöchige Reise nach Z.___ unternehmen können und benütze für die Fahrt 

2.3.1. 

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nach Ba.___ und zum Einkaufen das Auto. Er sei nicht isoliert, habe Kontakte zu 

Familienangehörigen und ehemaligen Arbeitskollegen und seit der Berentung 2003 

zwei Kinder gezeugt, woraus eine zukunftsweisende Lebensgestaltung abgeleitet 

werden könne. Die antidepressive Therapie werde durch ein relativ schwach wirksames 

Phytotherapeutikum durchgeführt (Johanniskraut, IV-act. 136-16). Gegenwärtig seien 

daher lediglich die Kriterien für eine leichtgradige depressive Störung erfüllt. Es fehlten 

eine vitale Traurigkeit, ein zirkadianer Rhythmus, eine erkennbare Antriebsstörung, eine 

nachvollziehbare Suizidalität und ein wesentlicher Interessenverlust an den familiären 

Aktivitäten, um die Kriterien einer mittel- oder schwergradigen depressiven Störung zu 

sichern (IV-act. 136-18). Im psychiatrischen Teilgutachten der medexperts AG wurde 

die depressive Episode wiederum als mittelgradig bezeichnet; für die Ausprägung und 

den Verlauf der depressiven Störung spielten psychosoziale Probleme in Form eines 

massiven Ehekonflikts mit teils gewalttätigem Verhalten, aber auch berufliche 

Perspektivenlosigkeit, eine wesentliche Rolle (IV-act. 274-57 f.). Die unterschiedliche 

Einstufung der Depression beruht demnach mehr auf einer unterschiedlichen Betonung 

der Ressourcen gegenüber den diesen hemmenden psychosozialen 

Belastungsfaktoren und wird nicht durch die Anzahl der erfüllten Diagnosekriterien 

begründet. Dass sich die Auswirkungen der psychosozialen Belastungsfaktoren seit 

der Verlaufsbegutachtung 2011 verschärft haben, erscheint in Anbetracht der 

Ausführungen des Beschwerdeführers und der Gutachter plausibel. Die 

Ehestreitigkeiten werden heftiger beschrieben (IV-act. 274-59), hingegen sind die 

Fähigkeiten gemäss Mini-ICF weitgehend uneingeschränkt (IV-act. 274-61).

Im Verlaufsgutachten der ABI von 2011 wurde anstelle einer somatoformen 

Schmerzstörung eine Schmerzverarbeitungsstörung mit algogener Verstimmung 

(ICD-10: F54.00) diagnostiziert, da eine in der Kindheit stattgefundene Stresssituation 

mit erhöhter Vulnerabilität beim Beschwerdeführer nicht auszumachen sei (IV-

act. 136-19). In Anbetracht der in der Begutachtung durch die medexperts berichteten 

durch einen gewalttätigen Vater geprägten Kindheit (IV-act. 274-57) sowie der übrigen 

Beurteilungen (Berichte Psychiatriezentrum H.___ vom 31. März 2010, IV-act. 118-8 f., 

und vom 1. Dezember 2015, IV-act. 242-3 f.) ist die Herleitung der Diagnose einer 

anhaltenden somatoformen Schmerzstörung durch den psychiatrischen medexperts-

Gutachter nachvollziehbar (IV-act. 274-59). Letztlich ist die diagnostische Einordnung 

vor dem Hintergrund der am 3. Juni 2015 geänderten Rechtsprechung (BGE 141 V 281) 

nicht mehr von vorrangiger Bedeutung (vgl. auch Urteile des Bundesgerichts vom 

27. März 2015, 8C_673/2014, E. 5.1.1 und vom 8. August 2019, 9C_344/2019, E. 4.2). 

Nachvollziehbar verneint der psychiatrische medexperts-Gutachter das Vorliegen einer 

2.3.2. 

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posttraumatischen Belastungsstörung (IV-act. 274-57) und einer 

Persönlichkeitsstörung (IV-act. 274-58).

Die Einschätzung des psychiatrischen Gutachters der medexperts AG erfolgte 

unter Berücksichtigung des ressourcenhemmenden Einflusses psychosozialer - 

insbesondere finanzieller und familiärer - Belastungsfaktoren und der Indikatoren des 

strukturierten Beweisverfahrens. Gesamtbetrachtet werden die Beschwerden stimmig 

in geringerem Ausmass den objektivierbaren somatischen Befunden, einer 

mittelgradigen depressiven Störung und einer somatoformen Schmerzstörung 

zugeschrieben. Nachvollziehbar ist auch, dass sich die depressive Störung im 

Zusammenhang mit den zunehmenden psychosozialen Belastungen stärker auf die 

Arbeitsfähigkeit auswirkt. Diesem Umstand wurde durch eine gegenüber dem ABI-

Gutachten von 2011 um 10 % höheren Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit Rechnung 

getragen. Aus den medizinischen Akten ergeben sich keine Anhaltspunkte, dass 

darüber hinaus eine somatisch begründete quantitative Arbeitsunfähigkeit bestünde, 

die über eine psychiatrisch begründete hinausgehen würde.

2.3.3. 

Der Beschwerdeführer beantragt die Befragung von med. pract. P.___ zum 

Vorliegen einer höheren als vom psychiatrischen medexperts-Gutachter attestierten 

Arbeitsunfähigkeit (act. G 1-4). Der behandelnde Psychiater äusserte sich insbesondere 

im Verlaufsbericht vom 8. September 2015 zur Entwicklung des psychischen 

Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers und hielt mit Blick auf die gesteigerten 

familiären Spannungen eine eindeutige Verschlechterung des Zustandsbildes fest (IV-

act. 222). Der psychiatrische Gutachter legte nachvollziehbar dar, dass hier eine 

gegenseitige systemische Wechselwirkung vorliege, dass aus gutachterlicher Sicht klar 

psychosoziale Probleme eine Rolle spielten und dass das impulsive Verhalten des 

Beschwerdeführers nicht auf einer Persönlichkeitsstörung beruhe (IV-act. 274-56 ff.). 

Diese Auffassung wird mit Hinweis auf die erfolgreich abgeschlossene Umschulung 

auch vom RAD ausführlich begründet geteilt und der Sachverhalt als ausreichend 

abgeklärt bezeichnet (Stellungnahmen vom 14. September 2015, IV-act. 226, und vom 

18. Januar 2018, IV-act. 235). Zu Recht weist der Gutachter auch darauf hin, dass 

med. pract. P.___ in seinen Berichten keine detaillierte Einschätzung der 

Arbeitsfähigkeit abgegeben habe (IV-act. 274-56). Die gutachterliche 

Arbeitsfähigkeitsschätzung erfolgte gestützt auf die Mini-ICF (IV-act. 274-61) und 

berücksichtigt die Zuspitzung der psychosozialen Situation insofern, als eine - durch 

deren ressourcenhemmende Wirkung bedingt - um 10 % höhere Arbeitsunfähigkeit 

attestiert wird als im Vorgutachten. Somit ist nicht davon auszugehen, dass von einer 

Befragung von med. pract. P.___ zusätzliche Erkenntnisse zum medizinischen 

2.3.4. 

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3.  

Sachverhalt zu erwarten wären, welche am Gutachten der medexperts begründete 

Zweifel zu erwecken vermöchten. Es kann daher davon abgesehen werden (sog. 

antizipierte Beweiswürdigung, BGE 134 I 140 E. 5.3 S. 148). Gesamtbetrachtend ist 

mithin gestützt auf das Gutachten der medexperts AG vom 10. Januar 2017 von einer 

Arbeitsunfähigkeit von 30 % spätestens seit dem Scheitern des Praktikums nach dem 

Abschluss der Umschulung 2014 (IV-act. 274-87) auszugehen.

Für die Bemessung des Valideneinkommens stellte die Beschwerdegegnerin auf 

den Lohn gemäss Gesamtarbeitsvertrag für das Autogewerbe Ostschweiz ab und 

setzte dieses mit Fr. 62'400.-- ein (angefochtene Verfügung, IV-act. 289). Der 

Tabellenlohn gemäss Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik (BFS) 

beträgt für das Jahr 2014 im Wirtschaftszweig Handel, Instandhaltung und Reparatur 

von Motorfahrzeugen (T_1, Ziff. 45-47) im zufolge abgeschlossener Lehre als 

Automobilfachmann anwendbaren Kompetenzniveau 2, Männer, Fr. 5'240.--. Bei einer 

durchschnittlichen betriebsüblichen Arbeitszeit von 41,9 Wochenstunden ergibt sich so 

ein Valideneinkommen von Fr. 5'240.-- : 40 x 41,9 x 12 = Fr. 65'867.--.

3.1. 

Das Invalideneinkommen berechnete die Beschwerdegegnerin anhand des 

Durchschnittslohnes Kompetenzniveau 1, Männer. Dieses betrug 2014 Fr. 66'453.-- 

(Informationsstelle AHV/IV, IV 2019, Bern 2019, Anhang 2) und entspricht bei einer 

Arbeitsfähigkeit von 70 % Fr. 46'517.--. Somit ergibt sich ein Invaliditätsgrad von 

29,4 %. Selbst wenn stattdessen auf das Einkommen als CNC-Mechaniker, welches 

aktuell mit Fr. 67'602.-- angegeben wird (https://www.lohnanalyse.ch/ch/loehne/

details/cnc-mechanikerin.html; eingesehen am 14. Juni 2020), abgestellt und ein 

Tabellenlohnabzug von höchstens 10 % berücksichtigt würde, würde ein 

Invaliditätsgrad von lediglich 35 % resultieren ([Fr. 67'602.--x 0,7 x 0,9 - Fr. 65'867.--] : 

Fr. 65'867.--). Der Beschwerdeführer hat somit keinen Rentenanspruch mehr.

3.2. 

Die streitige Renteneinstellung erfolgte per Ende Februar 2016. Bis zu diesem 

Zeitpunkt hatte der Beschwerdeführer gestützt auf die Verfügung vom 9. Juli 2008 

Anspruch auf eine halbe Rente. Dieser beruhte auf einer Arbeitsunfähigkeit von 50 % 

(IV-act. 94). Dass die Arbeitsunfähigkeit nach Einreichung des Revisionsgesuchs vom 

28. Juli 2009 vorübergehend höher gewesen wäre, ergibt sich weder aus dem ABI-

Verlaufsgutachten vom 17. August 2011 (IV-act. 136) noch aus dem Gutachten der 

medexperts vom 10. Januar 2017. Der Beschwerdeführer hat somit auch rückwirkend 

befristet keinen höheren Rentenanspruch.

3.3. 

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4.  

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Der Beschwerdeführer hat eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen; diese ist 

durch den in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss gedeckt.

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.4.1. 

Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem Ausgang des 

Verfahrens entsprechend ist sie vollumfänglich dem Beschwerdeführer aufzuerlegen 

und durch den von ihm geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 600.-- gedeckt. Der 

Beschwerdeführer hat bei diesem Verfahrensausgang keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung (vgl. Art. 61 lit. g ATSG).

4.2. 

bis

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	Entscheid Versicherungsgericht, 12.10.2020
	Art. 17 ATSG Revisionsweise Einstellung der Rente, nachdem gemäss zwei Gutachten keine rentenbegründende Arbeitsunfähigkeit mehr vorliegt (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 12. Oktober 2020, IV 2018/261).

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		2024-05-27T01:21:22+0200
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