# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 172c64d9-7024-5089-a11e-2215eb74e84b
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-08-24
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 24.08.2021 I 2021 7
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2021-7_2021-08-24.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2021 7

Entscheid vom 24. August 2021 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Dr.med. Urs Gössi, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
MLaw Stefanie Zlauwinen, a.o. Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________,

gegen

IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Invalidenversicherung (Leistungen)

2

Sachverhalt:

A. A.________ (geb. _____1970, Niederlassungsbewilligung C; verheiratet 
und Vater dreier Kinder [19__, 19__ und 19__]) arbeitete von 1987 bis Januar 
2004 als Hilfsarbeiter bei der C.________ AG (D.________). Gemäss Arbeitge-
berin war er seit September 2003 arbeitsunfähig. Am 6. Februar 2004 meldete er 
sich bei der IV-Stelle zum Bezug von IV-Leistungen an. Nach einer W.________-
Begutachtung sprach ihm die IV-Stelle am 24. August 2006 mit Wirkung ab 1. 
Februar 2004 
eine halbe IV-Rente zu (IV-act. 112-2/21). 

B. Im Zuge eines Revisionsverfahrens holte die IV-Stelle ein interdisziplinäres 
Gutachten (vom 3.8.2013) ein (IV-act. 94). Gestützt darauf verfügte die IV-Stelle 
am 1. Oktober 2013, dass die halbe IV-Rente per 1. Dezember 2013 eingestellt 
werde (IV-act. 102). Dagegen beschwerte sich A.________ erfolglos beim Ver-
waltungsgericht (siehe VGE I 2013 146 vom 6. März 2014 = IV-act. 112). Eine 
dagegen erhobene Beschwerde hat das Bundesgericht mit Urteil 8C_305/2014 
vom 11. Juni 2014 abgewiesen (IV-act. 114).

C. Am 6. Juni 2018 ging bei der IV-Stelle eine neue IV-Anmeldung ein, welche 
mit einer psychischen Erkrankung begründet wurde (IV-act. 122-6/8). Die IV-
Stelle teilte am 21. August 2018 mit, dass eine polydisziplinäre medizinische Un-
tersuchung nötig sei (vgl. IV-act. 125). Der Begutachtungsauftrag wurde der Gut-
achterstelle E.________ (F.________) zugelost (IV-act. 127). Das interdisziplinä-
re Gutachten ging am 21. Februar 2020 bei der IV-Stelle ein (IV-act. 137). Die 
RAD-Ärztin G.________ (Allgem. Innere Medizin FMH) beurteilte das Gutachten 
am 2. März 2020 als beweiskräftig (IV-act. 139). Mit Vorbescheid vom 10. März 
2020 kündigte die IV-Stelle an, das Leistungsbegehren abzuweisen (IV-act. 141). 
Dagegen liess A.________ am 21. April 2020 sowie am 23. Juni 2020 Einwände 
erheben (IV-act. 142, 150). Eine Rückfrage der IV-Stelle (IV-act. 153) beantwor-
tete die Gutachterstelle am 5. November 2020 (IV-act. 155).

D. Nach einer Stellungnahme der RAD-Ärztin vom 26. November 2020 (IV-
act. 157) verfügte die IV-Stelle am 8. Januar 2021, dass das Leistungsbegehren 
abgewiesen werde (IV-act. 159). 

Dagegen liess A.________ rechtzeitig am 5. Februar 2021 beim Verwaltungsge-
richt Beschwerde erheben mit den folgenden Rechtsbegehren:

1. Die angefochtene Verfügung der IV-Stelle Schwyz vom 8. Januar 2021 sei da-
hingehend abzuändern, dass dem Beschwerdeführer eine Invalidenrente zusteht.

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2. Die angefochtene Verfügung der IV-Stelle Schwyz vom 8. Januar 2021 sei da-
hingehend abzuändern, dass dem Beschwerdeführer Eingliederungsmassnah-
men zustehen (insbesondere berufliche Massnahmen).

3. Eventualiter sei die Sache in Aufhebung der angefochtenen Verfügung der IV-
Stelle Schwyz vom 8. Januar 2021 zu ergänzenden Abklärungen an die Be-
schwerdegegnerin zurückzuweisen oder das Gericht habe selber ergänzende 
Abklärungen anzuordnen.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin.

E. Mit Vernehmlassung vom 4. März 2021 beantragte die Vorinstanz, die Be-
schwerde sei unter Kostenfolge zu Lasten des Beschwerdeführers abzuweisen. 

H. Mit Replik vom 29. April 2021 hielt der Beschwerdeführer an seinen in der 
Beschwerde gestellten Anträgen fest. 
Die Duplik der Vorinstanz (mit dem Antrag auf Abweisung der Beschwerde) folgte 
am 21. Mai 2021.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Im konkreten Fall verhält es sich so, dass das Verwaltungsgericht im Ent-
scheid I 2013 146 vom 6. März 2014 materiell geprüft hat, ob dem Beschwerde-
führer (weiterhin) ein IV-Rentenanspruch zukommt, was verneint (IV-act. 112) 
und vom Bundesgericht bestätigt wurde (IV-act. 114). Am 6. Juni 2018 ging bei 
der IV-Stelle ein weiteres Leistungsbegehren des gleichen Versicherten ein (IV-
act. 122). In einer solchen Konstellation hängt die Beantwortung der Fragestel-
lung, ob und inwiefern ungeachtet der erwähnten Gerichtsentscheide Anspruch 
auf IV-Rentenleistungen besteht, grundsätzlich davon ab, ob eine anspruchsbe-
gründende Veränderung stattgefunden hat (sei es hinsichtlich des Gesundheits-
zustandes, sei es hinsichtlich der erwerblichen Auswirkung), wobei die Grundsät-
ze zur Rentenrevision analog Anwendung finden (vgl. VGE I 2020 73 vom 
19.02.2021, Erw. 1.1 mit Verweis auf BGE 133 V 108, v.a. Erw. 5.2).

1.2 Ändert sich der Grad der Invalidität eines Rentenbezügers erheblich, so 
wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft 
entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 
Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG; 
SR 830.1). Anlass zur Revision von Invalidenrenten gibt jede Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den 
Rentenanspruch zu beeinflussen (vgl. BGE 130 V 343 Erw. 3.5).

1.3 Als Vergleichsbasis für die Beurteilung der Frage, ob bis zum Abschluss 
des aktuellen Verwaltungsverfahrens eine anspruchserhebliche Änderung 

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eingetreten ist, dient die letzte rechtskräftige Verfügung bzw. Entscheidung, 
welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer 
Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines 
Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den 
erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts 9C_382/2018 vom 21.1.2019 Erw. 2 mit Verweis auf BGE 133 V 
108). 

1.4 Hier bildet der Entscheid VGE I 2013 146 vom 6. März 2014 mit der darin 
enthaltenen Ablehnung eines Rentenanspruchs grundsätzlich Ausgangspunkt für 
die Fragestellung, ob zwischenzeitlich eine anspruchserhebliche Änderung 
eingetreten ist (oder nicht).

1.5 Im Übrigen wurden bereits im erwähnten Gerichtsentscheid die 
Bestimmungen und Regelungen, welche für einen Rentenanspruch von 
Bedeutung sind, im Einzelnen dargelegt. Es kann darauf verwiesen werden, 
ohne dass diese Ausführungen hier zu wiederholen wären.

1.6.1  Ergänzend ist festzuhalten, dass in der Rechtsprechung die Aufgaben von 
Rechtsanwender und Arztperson im Rahmen der Invaliditätsbemessung seit je-
her wie folgt verteilt worden sind: Sache des (begutachtenden) Mediziners ist es 
erstens, den Gesundheitszustand zu beurteilen und wenn nötig seine Entwick-
lung im Laufe der Zeit zu beschreiben, d.h. mit den Mitteln fachgerechter ärztli-
cher Untersuchung unter Berücksichtigung der subjektiven Beschwerden die Be-
funde zu erheben und gestützt darauf die Diagnose zu stellen. Hiermit erfüllt der 
Sachverständige seine genuine Aufgabe, wofür die Verwaltung und im Streitfall 
Gerichte nicht kompetent sind (z.B. Urteil des Bundesgerichts 9C_437/2012 vom 
6.11.2012 Erw. 3.2). Bei der Folgenabschätzung der erhobenen gesundheitlichen 
Beeinträchtigungen für die Arbeitsfähigkeit kommt der Arztperson hingegen keine 
abschliessende Beurteilungskompetenz zu. Vielmehr nimmt die Arztperson zur 
Arbeitsunfähigkeit Stellung, d.h. sie gibt eine Schätzung ab, welche sie aus ihrer 
Sicht so substanziell wie möglich begründet. Die ärztlichen Angaben sind eine 
wichtige Grundlage für die juristische Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleis-
tungen der Person noch zugemutet werden können (vgl. BGE 105 V 156 Erw. 1 
und diese seither bestätigte Rechtsprechung, u.a. in BGE 132 V 93 Erw. 4).

1.6.2  Die psychiatrische Exploration kann von der Natur der Sache her nicht er-
messensfrei erfolgen. Sie eröffnet dem begutachtenden Psychiater daher prak-
tisch immer einen gewissen Spielraum, innerhalb dessen verschiedene medizi-
nisch-psychiatrische Interpretationen möglich, zulässig und zu respektieren sind, 
sofern der Experte lege artis vorgegangen ist (siehe Urteil des Bundesgerichts 

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I 676/05 vom 13.3.2006 Erw. 2.4 mit Verweis auf die Leitlinien der Schweizeri-
schen Gesellschaft für Versicherungspsychiatrie für die Begutachtung psychi-
scher Störungen, in: SAeZ 2004 S. 1050 f., zwischenzeitlich 3. Aufl. der Qua-
litätsleitlinien für versicherungspsychiatrische Gutachten von 2016, nachfolgend 
Qualitätsleitlinien bzw. QL abgekürzt). 

1.6.3  Bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit haben sich sowohl die medizini-
schen Sachverständigen als auch die Organe der Rechtsanwendung an den 
normativen Vorgaben zu orientieren, die Gutachter im Idealfall gemäss der ent-
sprechend formulierten Fragestellung (BGE 141 V 281 Erw. 5.2). Die Rechts-
anwender prüfen die medizinischen Angaben frei, insbesondere daraufhin, ob die 
Ärzte sich an die massgebenden normativen Rahmenbedingungen gehalten ha-
ben und ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der 
rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen (BGE 143 
V 418 Erw. 6). Im Rahmen der Beweiswürdigung obliegt es den Rechtsanwen-
dern zu überprüfen, ob in concreto ausschliesslich funktionelle Ausfälle bei der 
medizinischen Einschätzung berücksichtigt wurden und ob die Zumutbarkeitsbe-
urteilung auf einer objektivierten Grundlage erfolgte (BGE 141 V 281 Erw. 5.2.2; 
Art. 7 Abs. 2 ATSG). Eine rentenbegründende Invalidität ist nur dann anzuneh-
men, wenn funktionelle Auswirkungen medizinisch anhand der Indikatoren 
schlüssig und widerspruchsfrei festgestellt sind und somit den versicherungsme-
dizinischen Vorgaben Rechnung getragen wurde (vgl. Urteile des Bundesgerichts 
8C_821/2018 vom 18.6.2019 Erw. 3.2, 8C_260/2017 vom 1.12.2017 Erw. 4.2.4).

1.6.4  Entscheidend bleibt letztlich immer die Frage der funktionellen Auswirkun-
gen einer Störung, welche im Rahmen des Sozialversicherungsrechts abschlies-
send nur aus juristischer Sicht beantwortet werden kann. Nach BGE 141 V 281 
kann somit der Beweis für eine lang andauernde und erhebliche gesundheitsbe-
dingte Arbeitsunfähigkeit nur dann als geleistet betrachtet werden, wenn die Prü-
fung der massgeblichen Beweisthemen im Rahmen einer umfassenden Betrach-
tung ein stimmiges Gesamtbild einer Einschränkung in allen Lebensbereichen 
(Konsistenz) für die Bejahung einer Arbeitsunfähigkeit zeigt. Fehlt es daran, ist 
der Beweis nicht geleistet und nicht zu erbringen, was sich nach den Regeln über 
die (materielle) Beweislast zuungunsten der rentenansprechenden Person aus-
wirkt (vgl. zit. Urteil 8C_821/2018 vom 18.6.2019 Erw. 3.2 mit Hinweisen).

2. Aus den Unterlagen sind u.a. die nachfolgend aufgeführten Angaben zu 
den gesundheitlichen Beeinträchtigungen des Versicherten zu entnehmen.

2.1 Der ursprüngliche Verlauf wurde im Entscheid des Verwaltungsgerichts 
I 2013 146 vom 6. März 2014 u.a. folgendermassen zusammengefasst:

6

Die IV-Stelle stützte sich bei der im August 2006 erfolgten Zusprechung einer 
halben IV-Rente auf ein Gutachten der W.________ Zentralschweiz vom 11. Juli 
2005, welches folgende Diagnosen mit Einschränkung der Arbeitsfähigkeit enthielt:

Chronifiziertes, linksbetontes lumbospondylogenes Syndrom
- Anhaltende radikuläre Reizsystematik links ohne sensomotorische Ausfälle
- Anhaltender myofaszialer Reizzustand lumbo-pelvi-trochantär links,
- Haltungsinsuffizienz und muskuläre Dekonditionierung
- Medio-linkslaterale Diskushernie L4/5 mit Obliteration des Rezessus links 

(MRT 04/2005)
- Gestörte Schmerzverarbeitung bei tiefem Bildungsstand und sozialer 

Problematik
Subsyndromale Depression (ICD-10: F 34.8)

(…) 
Die Gutachter Dres.med. H.________ (Innere Medizin FMH), I.________ 
(Rheumatologie FMH), J.________ (Rheumatologie FMH) und K.________ 
(Psychiatrie und Psychotherapie FMH) schätzen den Beschwerdeführer in einer 
körperlich leichten, wechselbelastenden Tätigkeit ohne repetitives Bücken zu 50% 
arbeitsfähig ein. Bei einer solchen Tätigkeit sei die Einschränkung in diesem 
Ausmass durch die rheumatologischen Befunde und zu einem deutlich kleineren 
Teil auch durch psychiatrische Befunde verursacht (ca. 10%); (…)

3.1 Im Rahmen einer am 17. Dezember 2012 eingeleiteten Rentenrevision (…) 
holte die IV-Stelle einen Verlaufsbericht bei der Hausärztin Dr.med. L.________ 
ein, welcher am 28. Januar 2013 einging. Darin erwähnte die Hausärztin, dass der 
Gesundheitszustand stationär sei und sich die Diagnose nicht verändert hätte 
(lumbospondylogenes Syndrom mit Ausstrahlung in beide Beine, Cervicocephales 
Syndrom, Schmerzverarbeitungsstörung). Neu sei eine depressive Reaktion 
(Schmerzverarbeitungsstörung) dazugekommen. Es bestehen zudem starke 
einschränkende Kopfschmerzen im Nackenbereich. Im Vergleich zur W.________-
Untersuchung 2005 sei es zu keiner Besserung gekommen (IV-act. 82).

3.2 Die RAD-Ärztin M.________ (Allgemeinmedizin) hielt in ihrer handschriftli-
chen Stellungnahme vom 26. Februar 2013 fest, dass das W.________-Gutachten 
2005 – in ihren Augen – eher permissiv beurteilt worden sei. Medizinisch-
theoretisch wäre aufgrund der objektiven Befunde auch eine höhere Arbeitsfähig-
keit möglich. Da eine hohe psychosoziale und damit IV-fremde Überlagerung vor-
liege, würden Eingliederungsmassnahmen kaum zum Erfolg führen. Daher schlug 
sie vor, die halbe Rente zu bestätigen (IV-act. 83-3/3).

3.3 In der Folge beauftragte die Vorinstanz das Zentrum für Interdisziplinäre 
medizinische Begutachtungen AG (V.________), den Beschwerdeführer zu 
begutachten. Am 1. Juni 2013 wurde der Beschwerdeführer von den Dres.med. 
N.________ (Facharzt für Innere Medizin FMH) und O.________ (Facharzt für 
Rheumatologie FMH), am 12. Juni 2013 von Dr.med. P.________ (Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie FMH) sowie am 14. Juni 2013 von Dr.med. 
Q.________ (Fachärztin für Neurologie FMH) untersucht. Die Gutachter führten in 
ihrem Gutachten vom 
3. August 2013 u.a. was folgt aus (IV-act. 94-33/41ff.):

Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
    1. Chronifiziertes lumbospondylogenes Schmerzsyndrom mit/bei:

- geringen degenerativen Veränderungen L4/5 und L5/S1
- medio-linkslateraler Diskushernie L4/5 ohne objektivierbare 

sensomotorische Ausfälle
- Fehlform und Fehlhaltung der Wirbelsäule 
- muskuläre Dysbalance.

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Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
2. Metabolisches Syndrom mit/bei

- Adipositas Grad I nach WHO (BMI von 34.6 kg/m2)
- Dyslipidämie
- arterieller Hypertonie
- diabetischer Stoffwechsellage.

    3. Chronische Spannungskopfschmerzen mit/bei:
- muskuläre Dysbalance und Fehlhaltung der Nacken-/ 

Schultermuskulatur
- medikamentös-induzierter Komponente bei Analgetika-Abusus.

    4. Nikotinabhängigkeit (ICD-10 F17.24)
(…)

Stellungnahme zu den spezifischen Auswirkungen der gesundheitlichen Störung 
auf die Funktionsfähigkeit und Arbeitsfähigkeit (AF) in zeitlicher und/oder 
qualitativer Hinsicht:
Zusammenfassend und unter Berücksichtigung aller Gegebenheiten und Befunde 
ist der Versicherte aus somatischer Sicht vor allem durch seine chronifizierte lum-
bovertebrale Schmerzsymptomatik eingeschränkt. Aufgrund der objektivierbaren 
Befunde kann dem Versicherten zwar weiterhin eine volle Arbeitsunfähigkeit in der 
früheren, körperlich schweren Tätigkeit attestiert werden. Jedoch ist aufgrund der 
aktuellen Befunde nicht nachvollziehbar, weshalb eine körperlich leichte bis 
gelegentlich mittelschwere und wechselbelastende Tätigkeit ohne länger 
dauerndes Stehen vor allem leicht nach vorne geneigt, ohne repetitives Heben von 
Lasten über 7.5 kg, bzw. Einzellasten über 20 kg dem Versicherten nicht 
vollschichtig zu-mutbar sein sollte. In einer solchen Tätigkeit ist der Versicherte 
medizinisch-theoretisch zu 100 % arbeitsfähig. Auch aus internistischer bzw. 
psychiatrischer Sicht besteht für solche Verweistätigkeiten eine 100%ige 
Arbeitsfähigkeit. 

7.5   Festlegung des Beginns und des weiteren Verlaufs der Arbeitsfähigkeit unter 
kritischer Würdigung der vorliegenden Arztberichte:
Anlässlich der letzten W.________-Begutachtung 2005 stellte der 
rheumatologische Teilgutachter Dr. J.________ ebenfalls die Diagnose eines 
lumbospondylogenen Syndroms mit anhaltender radikulärer Reizsymptomatik 
links. In den beschriebenen klinischen Befunden finden sich jedoch keine 
eindeutigen radikulären Reizzeichen. Bei Prüfung des Lasègue-Manövers wurden 
lumbale Schmerzen angegeben, die Inklination ist nicht wesentlich eingeschränkt. 
Der Gutachter beschrieb damals eine ausgedehnte Druck- und Klopfdolenz der 
gesamten LWS und unteren BWS sowie ausgedehnte myofasziale Befunde 
paravertebral und im Beckenbereich. Der Versicherte wurde für eine körperlich 
schwere Tätigkeit als 100 % arbeitsunfähig erachtet. Für eine angepasste, 
körperlich leichte und wechselbelastende Tätigkeit wird eine lediglich 50%ige 
Arbeitsfähigkeit als zumutbar beurteilt, allerdings ohne dies angesichts der 
äusserst spärlichen pathologischen Befunde näher zu begründen. Aktuell finden 
sich in der klinisch- rheumatologischen Untersuchung und den radiologischen 
Abklärungen keine objektiven, strukturellen Befunde, welche das anhaltende, 
therapieresistente und zunehmend ausgeweitete Schmerzsyndrom erklären 
können. Die Diskopathie L4/5 kann als Ursache von intermittierenden, belastungs-
abhängigen lokalen Beschwerden in Frage kommen, jedoch nicht für das vom 
Versicherten geschilderte Beschwerdebild. Aufgrund der objektivierbaren Befunde 
am Bewegungsapparat ist es aus heutiger rheumatologischer Sicht nicht 
nachvollziehbar, weshalb eine körperlich leichte bis gelegentlich mittelschwere und 
wechselbelastende Tätigkeit ohne länger dauerndes Stehen vor allem leicht nach 
vorne geneigt, ohne repetitives Heben von Lasten über 7.5 kg, bzw. Einzellasten 

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über 20 kg dem Versicherten nicht vollschichtig zumutbar sein sollte. Der 
psychiatrische Teilgutachter Dr. K.________ erwähnte damals unter Diagnosen mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine subsyndromale Depression und postuliert 
daraus eine 10%ige Arbeitsunfähigkeit. Das psychische Zustandsbild hat sich 
mittlerweile bezüglich der Depression gebessert, so dass diese Diagnose nicht 
mehr zu stellen ist, so dass auch die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit nicht mehr 
gegeben ist.

3.4 Mit der Beschwerde reichte der Beschwerdeführer weitere ärztliche Berichte 
ein:
3.4.1 Die Hausärztin Dr.med. L.________ hielt im Schreiben an das 
Universitätsspital Zürich vom 13. September 2013 u.a. fest, dass sie den Patienten 
– einige Jahre nach der W.________-Begutachtung 2005, wo die psychische 
Situation nicht im Vordergrund gewesen sei – als zunehmend psychisch depressiv 
erlebe. Er ziehe sich zurück, gehe nicht mehr raus und die Familie mache sich 
Sorgen. Der Patient sei bereit, eine ambulante Therapie zu machen. Das von ihr 
verordnete Surmontil nehme er nur unregelmässig ein (Bf-act. 3).

3.4.2 Dr.med. R.________ (Oberärztin) des S.________, Klinik für Psychiatrie und 
Psychotherapie, hielt im Bericht zum Erstgespräch vom 16. Oktober 2013 folgende 
Diagnose fest: V.a. chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen 
Faktoren sowie ein Verdacht auf eine leichte bis mittel-gradige depressive Episode 
(Bf-act. 5).

3.4.3 Dr.med. L.________ führte im Schreiben an den Rechtsvertreter des 
Beschwerdeführers vom 22. Oktober 2013 u.a. aus, dass in Bezug auf die IV sie 
aus dem Verlauf als Hausärztin überhaupt keine Besserung der 
Schmerzsymptomatik und der anatomischen Veränderungen der lumbalen 
Wirbelsäule erkennen könne. Sie erlebe den Patienten aufgrund der langen 
schmerzgeplagten Jahre in einem konstanten Zustand hinsichtlich der 
Wirbelsäulenproblematik und er sei auf keinen Fall zu mehr als 50% arbeitsfähig in 
einer leichten Tätigkeit. Inwieweit die neuen psychischen Probleme sich auf die 
Arbeitsfähigkeit auswirken würden, könne sie nicht schlüssig beantworten. 
Diesbezüglich verwies sie auf das S.________ (Bf-act. 6).

3.4.4 Die Dres.med. T.________ (Oberarzt, Leiter Schmerzambulatorium IfA) und 
U.________ (Assistenzärztin des S.________, Institut für Anästhesiologie) hielten 
im Bericht vom 27. November 2013 ein chronisches lumboradikuläres 
Schmerzsyndrom links fest sowie als Fremddiagnosen eine arterielle Hypertonie, 
Adipositas und einen Verdacht auf eine leicht- bis mittelgradige depressive 
Episode (Bf-act. 11).

4. In der Folge ist zu prüfen, ob die Vorinstanz aus den vorliegenden 
medizinischen Unterlagen zu Recht eine Verbesserung des Gesundheitszustandes 
und damit eine höhere leidensangepasste Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers 
ab-geleitet hat (…)

5.1 Die nach Art. 17 Abs. 1 ATSG zu überprüfende Invalidenrente wurde nach 
der Aktenlage infolge eines rheumatologischen Leidens (chronifiziertes, 
linksbetontes lumbospondylogenes Syndrom) sowie eines psychischen Leidens 
(sub-syndromale Depression; zu einem deutlich kleineren Teil: ca. 10%, vgl. 
vorstehend Erw. 2 i.V.m IV-act. 53-13/28 ff.) zugesprochen. Konkret basiert die 
damalige Zusprechung einer halben IV-Rente auf einer im W.________-Gutachten 
vom 11. Juli 2005 veranschlagten 50% Arbeitsunfähigkeit (vgl. oben…).

5.2.1 Dr.med. P.________ befasste sich im V.________-Gutachten vom 3. August 
2013 mit dem psychischen Zustand des Beschwerdeführers. Dabei beobachtete 
der Gutachter das Verhalten des Beschwerdeführers und hielt u.a. fest, dass er 

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während des ganzen 50-minütigen Gesprächs keine spontanen 
Schmerzäusserungen von sich gab, keine Positionsveränderungen vornahm und 
mehrmals im Gespräch adäquat lachte. Am Ende des Gesprächs habe er sich 
flüssig aus dem Sessel erhoben und sei wieder mit etwas schwerfälligem Gang 
aus dem Untersuchungszimmer gegangen (IV-act. 91-29/41). Des Weiteren hielt 
Dr.med. P.________ u.a. fest (IV-act. 94-29/41 ff.):

Psychischer Befund:
(…) Der formale Denkablauf ist unauffällig, keine inhaltlichen Denkstörungen, 
insbesondere keine Einengung auf die Schmerzsymptomatik. Keine Hinweise auf 
Halluzinationen, Wahn oder Ich-Störungen. Keine Hinweise für 
Konzentrationsstörungen, der Versicherte kann auch die Aufmerksamkeit während 
des ganzen Ge-sprächs halten. (…) Keine pathologischen Ängste, keine Zwänge. 
Keine circadianen Besonderheiten. (…)

Versicherungspsychiatrische Beurteilung:
(…) An objektivierbaren Befunden zeigt der Versicherte keine Einschränkungen 
der emotionalen Schwingungsfähigkeit. Affektiv ist der Versicherte spürbar, er wirkt 
leicht angespannt, unsicher, es bestehen leichte Insuffizienzgefühle (…). Mimik 
und Gestik sind nicht eingeschränkt, vom ganzen Habitus macht der Versicherte 
keinen deprimierten Eindruck. Er berichtet subjektiv nicht über kognitive oder 
mnestische Defizite, während des 50-minütigen Gesprächs kommt es auch zu 
keinen Konzentrationsstörungen, der Versicherte kann die Aufmerksamkeit halten. 
(…) Klinisch reichen die Symptome nicht aus, um eine depressive Störung von 
Krankheitswert zu diagnostizieren, auch eine Angsterkrankung liegt nicht vor.

Abschliessend hielt der psychiatrische Gutachter fest, dass sich das psychische 
Zustandsbild bezüglich der Depression gebessert habe, so dass diese Diagnose 
nicht mehr zu stellen sei und dass damit auch die Einschränkungen der 
Arbeitsfähigkeit nicht mehr gegeben seien (IV-act. 94-32/41).

5.2.2 Demgegenüber führte Dr.med. K.________ im W.________-Gutachten vom 
11. Juli 2005 zum psychischen Zustand des Beschwerdeführers u.a. aus, dass der 
Beschwerdeführer inhaltlich auf seine Schmerzen eingeengt sei und die Stimmung 
subdepressiv gedrückt sei (IV-act. 53-21/28). Dr.med. P.________ konnte dies im 
V.________-Gutachten nicht mehr bestätigen. So hielt er im Gutachten vom 
3. August 2013 fest, dass das Denken des Beschwerdeführers inhaltlich nicht auf 
die Schmerzen eingeengt sei und er mache keinen deprimierten Eindruck (vgl. 
vorstehende Erw. i.V.m. IV-act. 94-31/41). Auch hielt der Gutachter, Dr.med. 
P.________, fest, dass der Beschwerdeführer während der Untersuchung 
mehrmals adäquat lachte (vgl. vorstehend Erw. 5.2.1). Darüber hinaus nahm der 
Gutachter im V.________-Gutachten zur psychiatrischen Begutachtung durch 
Dr.med. K.________ wie folgt Stellung: Die von Dr.med. K.________ im Rahmen 
der W.________-Begutachtung vom 11. Juli 2005 gestellte psychiatrische 
Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit einer subsyndromalen 
Depression und die daraus postulierte 10%-ige Arbeitsunfähigkeit habe sich 
mittlerweile bezüglich der Depression gebessert. Daher treffe diese Diagnose nicht 
mehr zu und die Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit seien nicht mehr gegeben 
(IV-act. 94-32/41).

5.2.3 Insgesamt gelangte Dr.med. P.________ im V.________-Gutachten vom 3. 
August 2013 zum Ergebnis, dass es dem Versicherten in psychischer Hinsicht 
besser gehe und auch keine Schmerz(verarbeitungs)störung mehr vorliege.

5.3.1 Ein Vergleich der in den Gutachten festgestellten Diagnosen (vgl. vorste-
hend Erw. 2 und 3.3) ergibt, dass zwar jeweils von einem chronifizierten, lumbo-
spondylogenen Syndrom die Rede ist, jedoch gewisse Abweichungen bestehen. 

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Während im W.________-Gutachten vom 11. Juli 2005 u.a. eine anhaltende 
radikuläre Reizsymptomatik links ohne sensomotorische Ausfälle, ein anhaltender 
myofaszialer Reizzustand lumbo-pelvi-trochantär links sowie eine gestörte 
Schmerz-verarbeitung bei tiefem Bildungsstand und sozialer Problematik 
diagnostiziert wurden (IV-act. 53-14/28), werden diese Diagnosen mit V.________-
Gutachten vom 3. August 2013 nicht mehr bestätigt (vgl. IV-act. 94-33/41). 

5.3.2 Der Rheumatologe Dr.med. O.________ hielt im Teilgutachten des 
V.________-Gutachtens vom 3. August 2013 zur rheumatologischen 
Untersuchung fest, dass der Beschwerdeführer bei der aktuellen Untersuchung 
zwar über weitgehend identische Beschwerden wie anlässlich der Begutachtung 
2005 berichte, jedoch (IV-act. 94-23/41 f.):

(…) Klinisch ist die Beweglichkeit der HWS und BWS absolut frei, lumbal findet 
sich ebenfalls nur eine geringe Bewegungseinschränkung in allen Richtungen. 
Die angegebene Druckdolenz beschränkt sich nun auf die lumbalen Segmente 
L3 bis S1, wesentliche Tendomyosen gluteal finden sich nun nicht mehr. 
Hingegen finden sich deutliche Zeichen für nicht-organische, funktionelle 
Schmerzfaktoren. Sowohl die positiven Scheinmanöver (Rotation en bloc, 
axialer Stoss auf den Kopf), wie auch die diffuse, nicht einem Dermatom 
zuzuordnende Hypästhesie zirkulär des linken Beines lässt sich nicht mit einer 
organischen strukturellen Veränderung der Wirbelsäule erklären. Anhaltspunkte 
für ein radikuläres Reizsyndrom finden sich nicht, die endphasig angegebenen 
Schmerzen im Lasègue-Manöver ab 70° beidseits sind durch muskuläre 
Verkürzungen 
ischiocrural verursacht, es findet sich ein federnder, weicher Stopp.
Auch radikuläre Ausfälle können weiterhin nicht nachgewiesen werden.
Radiologisch findet sich unverändert zu den früheren Abklärungen eine nur 
geringe monosegmentale Diskopathie L4/5 mit aktuell leichter dorsaler 
Verschmälerung der Bandscheibe, jedoch ohne begleitende osteophytäre oder 
osteochondrotische Begleitreaktionen. Auch die Spondylarthrosen L4/5 und 
L5/S1 sind analog dem MRI von 2005 nur sehr gering ausgeprägt.
Insgesamt finden sich in der klinisch-rheumatologischen Untersuchung und den 
radiologischen Abklärungen keine objektiven, strukturellen Befunde, welche das 
anhaltende, therapieresistente und zunehmend ausgeweitete Schmerzsyndrom 
erklären können. Die Diskopathie L4/5 kann als Ursache von intermittierenden, 
belastungsabhängigen lokalen Beschwerden in Frage kommen, jedoch nicht für 
das vom Versicherten geschilderte Beschwerdebild
Aus rheumatologischer Sicht muss deshalb eine ganz wesentliche nicht-
organische Komponente im gesamten Schmerzbild postuliert werden. (…)
Therapeutisch wäre prinzipiell ein konsequent und dauerhaft durchgeführtes 
allgemeines Kräftigungs- und Ausdauertraining sinnvoll, um die muskuläre 
Dekonditionierung anzugehen und auch das Körpergewicht allenfalls reduzieren 
zu können. Andere medizinisch wirksame Behandlungen sehe ich auch von 
somatischer Seite her nicht. Die angegebene analgetische Medikation mit 3 
verschiedenen nichtsteroidalen Antirheumatika ist den objektivierbaren 
Befunden nicht adäquat und sollte reduziert werden.

Zudem wurde im V.________-Gutachten vom 3. August 2013 in rheumatologischer 
Hinsicht festgehalten, dass aufgrund der objektivierbaren Befunde dem 
Versicherten zwar weiterhin eine volle Arbeitsunfähigkeit in der früheren, körperlich 
schweren Tätigkeit attestierte würde. Jedoch bestehe aufgrund der aktuellen 
Befunde keine Begründung, weshalb eine körperlich leichte bis gelegentlich 
mittelschwere und wechselbelastende Tätigkeit ohne länger dauerndes Stehen vor 
allem leicht nach vorne geneigt, ohne repetitives Heben von Lasten über 7.5 kg, 

11

bzw. Einzellasten über 20 kg dem Versicherten nicht vollschichtig zumutbar sein 
sollte. Medizinisch-theoretisch sei der Versicherte in einer solchen Tätigkeit zu 
100% arbeitsfähig (IV-act. 94-24/41). Auch im neurologischen Teilgutachten 
attestierte Dr.med. Q.________ beim Beschwerdeführer eine 100%-ige 
Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit (IV-act. 94-26/41 in fine).

5.4 Dass eine Verbesserung nicht nur vom Gutachter Dr.med. P.________ in 
psychischer Hinsicht konstatiert wurde (vgl. oben Erw. 5.2.3), wird durch folgende 
Angaben (des Beschwerdeführers) und Beobachtungen (der Gutachter) 
dokumentiert. So hat der Beschwerdeführer beispielsweise im Rahmen der 
V.________-Begutachtung 2013 gegenüber den Gutachtern ausgeführt, dass er 
bei gutem Wetter nach dem Essen für eine Stunde, meistens alleine, spazieren 
gehe (IV-act. 94-13/41 in fine). Demgegenüber hatte er den W.________-
Gutachtern 2005 zu Protokoll gegeben, dass er nur kurz spazieren gehe (max. 200 
m; IV-act. 53-21/28). Daraus ergibt sich ein tatsächlicher Unterschied auf der 
Seinsebene (im Vergleich zum früheren Zustand). Des Weiteren hielten die 
W.________-Gutachter 2005 u.a. fest, dass der Gang des Beschwerdeführers 
plump, vorsichtig und kleinschrittig sei (IV-act. 53-11). Im V.________-Gutachten 
2013 dagegen wurde u.a. ein hinkfreier, flüssiger Gang mit problemlos 
durchführbarem Fussspitzen- und Fersengang beidseits festgehalten (IV-act.94-
17/41). Ins Gewicht fällt sodann, das im W.________-Gutachten 2005 im Rahmen 
des Waddell-Tests 4 von 5 Waddell-Zeichen positiv ausfielen (als Ausdruck eines 
deutlich gesteigerten Krankheitsgebarens, vgl. IV-act. 53-25/28), derweil im 
Rahmen der V.________-Begutachtung die Waddell-Zeichen nicht mehr im 
gleichen Umfang bestätigt wurden (…).

2.2 Vom 24. März 2016 bis 4. Mai 2016 war der Versicherte in der 
psychiatrischen Klinik X.________ hospitalisiert. Im Austrittsbericht vom 27. Mai 
2016 stellten med.pract. Y.________ (Oberarzt) sowie med.pract. Z.________ 
(Assistenzarzt) folgende Diagnosen (IV-act. 120-7/11):

Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (F45.41)
Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode: Ohne 
somatisches Syndrom (F33.10)
Vd. a. leichte Intelligenzminderung: Keine oder geringfügige Verhaltensstörung 
(wegen Analphabetismus nicht objektivierbar, Psychodiagnostik kann nicht 
durchgeführt werden) (F70.0)

Zum Verlauf führten die Klinikärzte u.a. aus (IV-act. 120-8ff./11):
(…) Wir schliessen uns den Vorbehandlern an und stellen F45.41 Chronische 
Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren als Hauptdiagnose. 
Im Vordergrund stehen bestehende Schmerzen, die schon mehrere Jahre 
andauern. Diese Schmerzen haben anamnestisch und objektiv ihren 
Ausgangspunkt in einer somatischen Störung, siehe hierzu auch den 
Austrittsbericht vom Schmerzambulatorium des S.________. Psychische Faktoren 
spielen ebenfalls eine wichtige Rolle für Schweregrad, Exazerbation und 
Aufrechterhaltung der Schmerzen, sind jedoch nicht die ursächlichen Aspekte für 
deren Beginn. Der Schmerz verursacht zudem in bedeutsamer Weise Leiden und 
Beeinträchtigungen in den wichtigsten Funktionsbereichen des Patienten (sozial, 
familiär und beruflich). Zudem treten die Schmerzen nicht nur in Situationen von 
emotionalen Konflikten oder psychosozialen Belastungen auf und diese waren 
nicht die auslösenden Faktoren für die Schmerzen. All diese Argumente 

12

unterstreichen nochmals die obige Diagnose und kontrastieren hiermit zur F45.40 
Anhaltende somatoforme Schmerzstörung, die man aus unserer Sicht als 
Diagnose ausschliessen kann.
(…). In den psychotherapeutischen Einzel- und Gruppengesprächen wurden 
hauptsächlich Themen angesprochen, die der Bearbeitung des Schmerzerlebens 
helfen sollten. Hierzu haben wir einen genauen Blick auf die Stress- und 
Belastungsreaktionen und deren Beeinflussung des Schmerzerlebens geworfen. 
Ebenfalls konnte bemerkt werden, dass auf der Verhaltensebene, auf der 
Grundlage schmerzbetonter Angst, zunehmende Passivität, Schon- und 
Fehlhaltungen und daraus resultierende körperliche Dekonditionierung entwickelt 
wurden. Aus diesem Grund haben wir uns als einer der Hauptziele die Aktivierung 
des Patienten gesetzt. (…) Ein wichtiges Thema in den Gesprächen war 
ausserdem die maladaptive Kognition, die zur gedanklichen Einengung von Herrn 
… führt mit konstantem Grübeln und Einengung auf die Schmerzen. Als zu 
erwartende Konsequenz berichtete der Patient ebenfalls über familiäre und 
Eheprobleme im Sinne von 
Libidoverlust, Schuld-, Scham- und Insuffizienzgefühlen gegenüber der Ehefrau 
und Kindern bei bekannten sozio-ökonomischen Engpässen.
Aus unserer Sicht besteht ebenfalls der Verdacht auf eine leichte 
Intelligenzminderung, die wegen des Analphabetismus nicht objektivierbar ist. 
Nach Rücksprache mit der Psychodiagnostik sind wir zum Entschluss gekommen, 
dass sprachfreie Tests nur eine beschränkte Aussagekraft hätten und administrativ 
auch einen verhältnismässig grossen Aufwand vorausgesetzt hätte und an sich 
keinen grösseren Therapienutzen mit sich gebracht hätte. Aus diesem Grund 
wurde auf eine Testung verzichtet. Wir beziehen uns jedoch auf die 
anamnestischen Daten und auf das Verhalten auf der Station. (…)
(…). Aufgrund der diagnostischen Kriterien und des Analphabetismus ist für uns 
klar, dass Hr. … auf dem ersten Arbeitsmarkt nicht mehr vermittlungsfähig ist und 
somit ein invalidisierendes Krankheitsbild vorliegt. 

2.3 Dr.med.univ. AA.________ (Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie 
FMH, AB.________), welche den Versicherten seit dem 22. Januar 2017 
ambulant behandelt, führte in ihrem Bericht vom 20. März 2017 an die Hausärztin 
Dr.med. L.________ (Schindellegi) u.a. aus, im Rahmen der erfolgten 
Untersuchungen habe sich ein hoffnungsloser, ausgeliefert wirkender, spürbar 
erheblich besorgter, leicht übergewichtiger erschöpfter Mann gezeigt. Er habe 
über Bedrücktheit, Gefühl von innerer Leere, mangelnde Lebensfreude mit 
Rückzugsverhalten, Antriebs- und Motivationsverlust sowie 
Durchschlafstörungen mit Morgentief berichtet. Im Weiteren seien die 
Konzentration und das Durchhaltevermögen deutlich vermindert. Es bestünden 
übersteigerte Befürchtungen vor unüberwindbaren Beschwerden und 
lebenslangem Leiden mit Schmerzsymptomatik, Befürchtungen, im Rollstuhl oder 
nicht mehr selbständig sein zu können, Schuldgefühle gegenüber der Ehefrau 
und seinen Töchtern im Hinblick auf die Vater- und Ehemannrolle sowie 
Stressintoleranz. Infolge des gefühlten Energiemangels und dysphorischer 

13

Zustände neige er häufig zur emotionalen Abgestumpftheit mit 
Vermeidungsverhalten und passiven Todeswünschen ohne aktive 
Suizidabsichten (IV-act. 120 - 3/11). 

Nach ihrer Einschätzung seien die Kriterien für eine chronifizierte depressive, 
ängstlich agitierte, gegenwärtig mittelschwer ausgeprägte Störung mit 
somatischem Syndrom (ICD-10 F32.11) und auch die Kriterien für eine anhaltend 
somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) gegeben (IV-act. 120-4/11). 

Zur Frage der Arbeitsfähigkeit nahm sie abschliessend wie folgt Stellung (IV-act. 
120-5/11):

Zusammenfassend zeigt sich anhand der Vorgeschichte und der Befunde aufgrund 
der depressiven Symptome eine deutlich herabgesetzte Arbeitsfähigkeit, d.h. die 
aus der psychiatrischen Erkrankung resultierenden Einschränkungen führen zu 
einem Verlust der Arbeitsfähigkeit. Aus rein psychiatrischer Sicht besteht eine 
100%-ige Arbeitsunfähigkeit. Diese ergibt sich durch die vom Patienten 
geschilderten und objektiv nachgewiesenen psychischen Krankheitssymptome. Als 
leistungsmindernde Faktoren sind zu erwähnen: ausgeprägte Antriebsstörung, 
verminderte Stresstoleranz, mangelnde Adaptations- und Umstellungsfähigkeit 
(auch unerwartete Situationen oder Gegebenheiten). Kognitive Beeinträchtigungen 
mit Konzentrationsminderung und Vergesslichkeit. Durch die beschriebene 
Symptomatik resultiert eine rasche Erschöpfbarkeit bei minimaler Belastung und 
fehlendem Durchhaltevermögen und somit Belastungsintoleranz. 

2.4 Gestützt auf die Ausführungen der psychiatrischen Klinik X.________ und 
der behandelnden Psychiaterin stellte die Hausärztin Dr.med. L.________ in 
ihrem Bericht vom 16. April 2018 an die IV-Stelle die Diagnose einer 
chronifizierten mittelschweren depressiven Störung (ICD-10 F32.11; IV-act. 120-
1/11). Des Weiteren führte sie u.a. aus, dass der Versicherte seit Jahren eine 
chronische depressive Störung aufweise, die trotz intensiver, nun seit einem Jahr 
stattfindender, adäquater medikamentöser und psychiatrischer Therapie nicht 
habe verbessert werden können. Sein Zustand habe sich "eher verschlechtert". 
Aus diesem aktuellen Zustand resultiere eine seit mindestens 2016 anhaltende 
100%ige Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 120-2/11).

2.5 In der Folge empfahl die beigezogene RAD-Psychiaterin Dr.med.univ. 
Dr.phil. AC.________ eine interdisziplinäre Begutachtung (IV-act. 124-7/7).

Bei der ausgelosten Gutachterstelle (E.________) wirkten folgende 
Sachverständige mit (IV-act. 137-3/136):

Dr.med. AD.________ (Innere Medizin FMH/ Fallführer)
Dr.med. AE.________ (Facharzt für chirurgische Orthopädie und Traumatologie 
des Bewegungsapparats/ zertif. Gutachter AF.________)
Dr.med. AG.________ (Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie/ Fachärztin 
für Neurologie/ zertif. med. Gutachterin AF.________)

14

Dr.med. AH.________ (Facharzt FMH für Neurologie/ zertif. med. Gutachter 
AF.________)
Dipl. Psych. AI.________ (Fachpsychologin für Neuropsychologie FSP und für 
Psychotherapie FSP/ zertif. neuropsychol. Gutachterin AF.________)

Diese Sachverständige stellten im am 17. Juni 2019 fertiggestellten, indessen 
erst am 21. Februar 2020 bei der IV-Stelle eingegangenen Gutachten folgende 
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (IV-act. 137-9/136):

- Leicht bis mittelgradig schmerzhafte Funktions- und Belastungseinschränkung 
der Lendenwirbelsäule bei verschleissbedingter Wirbelsäulenerkrankung mit 
lumbospondylogenem Schmerzsyndrom, lumbaler Facettenarthrose der 
unteren zwei Bandscheibentagen und radikulär sensiblem 
Nervenwurzelreizsyndrom bei bildgebend nachgewiesener diskoosteogener 
Rezessusstenose L4/5

- Chronische Migräne
- DD: Medikamentenübergebrauchskopfschmerz

Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit listeten die Gutachter 
was folgt auf (IV-act. 137-9f./136):

- Leichte depressive Episode ICD 10 F 32.0
- Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren ICD 

10 F 45.41
- Psychische und Verhaltensstörung: Abhängigkeitssyndrom von Nikotin ICD 10 

F17.25
- Einklemmungsneuropathie des N. cutaneus femoris lateralis, klinisch stumm
- Arterielle Hypertonie
- Diabetes mellitus Typ II
- Adipositas Grad II
- Nikotinabusus.
- Pes plano valgus beidseits ohne statische Auswirkung auf die Belastbarkeit 

der Füsse 

Hinsichtlich der funktionellen Auswirkungen der Befunde/ Diagnosen führten die 
Sachverständigen aus, das lumbovertebrale Beschwerdebild limitiere körperliche 
fordernde Tätigkeiten; die Traglimite betrage 10 kg, repetitives Bücken und 
Heben seien nicht geeignet, Treppensteigen nur ausnahmsweise, unebenes 
Gelände sei ungünstig. Bei einer Migräneattacke könne erfahrungsgemäss eine 
Einschränkung der Leistung bestätigt werden, Eine solche führe zu 
Konzentrationsstörungen und vermöge eine zusätzliche Pause zu begründen.

Bei der Prüfung relevanter Persönlichkeitsaspekte erläuterten die 
Sachverständigen, bei weitgehend fehlender Bildung und Analphabetismus sei 
für den Versicherten die Arbeit und seine Funktion als Oberhaupt der Familie die 
tragende Rolle seines Selbstwertgefühls und seiner Funktion als Oberhaupt der 
Familie. Mit dem Aufkommen der gesundheitlichen Störungen und der damit 
verbundenen Aufgabe der Berufstätigkeit habe er sich sozial weitgehend isoliert. 
Eine Integration habe nicht stattgefunden. Der Versicherte sei stark fixiert auf 

15

(s)ein Beschwerdebild, erwarte die finanzielle Versorgung von aussen und zeige 
kaum Motivation zu eigener Leistungserbringung (IV-act. 137-10/136, Ziff. 4.4).

Ressourcen konnten die Sachverständigen keine benennen. Als 
Belastungsfaktoren wurde die jahrelange Abwesenheit von einer Tätigkeit 
bezeichnet. Die 
äusserst passive Lebensgestaltung ohne jegliche eigene Beteiligung habe 
körperliche und vermutlich auch kognitive Fähigkeiten nicht gefordert und diese 
möglicherweise auch reduziert. Deutsche Sprachkenntnisse seien kaum 
vorhanden. Der Versicherte lege kaum Wert auf ein gepflegtes Erscheinungsbild. 
Die 
finanzielle Lage sei angespannt. Der Versicherte sei stark auf ein 
Beschwerdebild fixiert und zeige kaum Motivation zu eigener 
Leistungserbringung (IV-act. 137-10/136, Ziff. 4.5).

Zur Konsistenzprüfung hielten die Sachverständigen was folgt fest (IV-act. 137-
10f./136, Ziff. 4.6).

Die Tendenz zur Überbewertung und Katastrophisierung der Krankheit war 
bereits von Anfang an gegeben. Ein Zusammenhang mit dieser Haltung könnte 
auch als Modell der Vater, welcher ebenfalls wegen Rückenschmerzen eine IV-
Rente erhielt und Kollegen, von denen offensichtlich zur gleichen Zeit mehrere 
wegen Problemen mit dem Rücken aus dem Betrieb ausschieden mussten, 
gedient haben. Bei durchgängig unbrauchbaren Testbefunden und insbesondere 
vor dem Hintergrund der hohen Zahl an Fehlleistungen muss sogar von 
vorsätzlich inszeniertem Unvermögen und somit Simulation kognitiver Störungen 
ausgegangen werden. Inkonsistenzen zeigten sich auch in verschiedenen 
Schilderungen in den Abklärungssituationen. Beispielsweise wurden in 
neurologischer Abklärung Symptome einer Migräne stimmig beschrieben, in der 
psychiatrischen Schilderung aber gegenteilig. Teilweise wurde vom 
Begutachteten ein zurückhaltender Alkoholkonsum angegeben, teilweise stellte 
sich dieser als übermässig und regelmässig dar. Auch bezüglich Nutzung des 
IPhones gibt er in einer Situation auf explizite Fragestellung an, dieses nur für 
Telefonate zu nützen, im Gespräch mit dem orthopädischen Fachgutachter wird 
"Spielen am Handy" formuliert, was nicht einhergeht mit dem von ihm 
geschilderten stark eingeschränkten kognitiven Leistungsvermögen. Als weitere 
Unstimmigkeit findet sich die Fragestellung nach der Fahreignung, diese wurde 
als Zusatzfrage explizit gestellt. Die Beantwortung gestaltet sich schwierig, die 
Erklärungen sind nicht übereinstimmend. Eine Version besagt, dass er in der 
Schweiz keinen Führerschein erworben hatte, weil er die Prüfung nicht bestand, 
aus einer anderen geht hervor, dass er einen Führerschein besitzt, aber nicht 
Auto fährt. Eine andere Erklärung lautet, er fahre lediglich in seinem Heimatland, 
da aber ohne Fahrerlaubnis. Als weitere Inkonsistenz belegt der aktuelle 
labortechnische Befund, dass das Medikament, Duloxetin (Antidepressiva) nicht 
in konsequenter Weise eingenommen wird. 

Die zuletzt ausgeübte Erwerbstätigkeit in einer Grossmetzgerei beurteilten die 
Sachverständigen als offenkundig nicht mehr zumutbar (IV-act. 137-11/136). Die 

16

Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit [vorwiegend sitzend mit möglicher 
zeitlicher Flexibilität, Traglimiten: 5-10 kg, kein holpriger Grund, ohne repetitives 
Bücken und Heben sowie nur ausnahmsweise Treppensteigen, vgl. IV-act. 137-
54/136 unten bzw. sehr leichte bis leichte körperliche leidensangepasste 
Tätigkeiten unter wechselbelastenden Bedingungen, vgl. IV-act. 137-118/136 
oben; IV-act. 137-10/136 oben] veranschlagten sie auf 90% (seit 1.06.2017). 
Diese Einschränkung begründeten sie mit allfälligen Migräneattacken 
(eingeschränkte Konzentrationsfähigkeit, notwendige Pausen, IV-act. 137-12/136 
oben). 

2.6 Nach einer Prüfung des Gutachtens hielt die RAD-Ärztin G.________ 
(Allgemeine Innere Medizin FMH) in ihrer Stellungnahme vom 2. März 2020 
zusammenfassend fest, dass u.a. das Gutachten für die strittigen Belange 
umfassend sei und dass die Schlussfolgerungen der Sachverständigen 
differenziert begründet sowie nachvollziehbar seien (IV-act. 139).

2.7 Demgegenüber beharrte die behandelnde Psychiaterin (Dr.med. univ. 
AA.________) nach Kenntnisnahme des psychiatrischen Teilgutachtens von 
Dr.med. AG.________ darauf, dass diagnostisch von einer chronifizierten 
rezidivierenden mittelgradig ausgeprägten depressiven Erkrankung auszugehen 
sei. Sie warf der psychiatrischen Gutachterin sinngemäss vor, dass letztere die 
aktuellen Berichte der behandelnden Fachpersonen nicht berücksichtigt habe. 
Die Befunde (der behandelnden Fachpersonen) seien über eine längere 
Zeitspanne und durch unterschiedliche Therapeuten objektivier- und 
nachvollziehbar (fehlende Lebensfreude, Schlafstörungen, fehlender Antrieb und 
Energie, deutliche Konzentrationseinbussen mit Einschränkung der 
Gedächtnisleistungen, verminderte Stressresistenz). Die (zusätzliche) Diagnose 
einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung beeinflusse aufgrund des 
Schmerzerlebens die affektive Störung 
(Depression), d.h. stehe in unmittelbarer Wechselwirkung mit derselben. Die 
Depression werde demnach negativ durch die Schmerzstörung beeinflusst, 
deshalb könnten die Diagnosen nicht isoliert betrachtet, sondern müssten in 
ihrem gemeinsamen Kontext beurteilt werden (IV-act. 150-17/17).

2.8 Eine von der RAD-Ärztin angeregte Rückfrage (IV-act. 152) beantwortete 
die Gutachterstelle (unter Einbezug von Dr.med. AG.________) am 5. November 
2020 u.a. wie folgt (IV-act. 155):

Der Begutachtete machte keine Angaben, die in die Richtung einer rezidivierenden 
depressiven Störung gewiesen hätten. Ich erinnere mich, dass er im Affekt 
überhaupt nicht depressiv war. Die Befragung war aber unglaublich zäh und es 
entstand der Eindruck, dass andere Faktoren einwirkten, wie sekundärer 

17

Krankheitsgewinn, Dekonditionierung, maladaptives Krankheitsverhalten. Auch der 
Übersetzer hatte grosse Anstrengungen unternommen, um den Begutachteten in 
der Gesprächsführung bestmöglich zu unterstützen.

(…) Dr. AA.________ gibt an, unsere diagnostischen Schlüsse aus Anamnese und 
Untersuchung nicht nachvollziehen zu können. Dazu ist grundlegend zu bemerken, 
dass die Diagnostik in der Psychiatrie auf Anamnese und Untersuchungen beruht.
Die diagnostischen Schlüsse beruhen auf dem ICD 10 System und wurden analog 
abgeleitet und begründet.

Anhand der in der Stellungnahme aktuell aufgeführten Symptome und/oder des 
Befundes (Anmerkung: das wird nicht differenziert) könnte die Diagnose auch 
aktuell ebenfalls nicht gestellt werden, da die Kriterien für eine depressive Episode 
nicht erfüllt sind.

Ob eine rezidivierende depressive Störung vorliegt oder "nur" eine einzelne 
depressive Episode hat auf die aktuelle Einschätzung der Arbeitsfähigkeit weniger 
Einfluss als die aktuell vorliegende psychiatrische Symptomatik, der 
psychopathologische Befund und die daraus resultierende Alltagsfunktionalität.

Stellungnahme der Gutachterin zum Bericht der Klinik X.________ vom 3/2016
Als Diagnosen wurden eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und 
psychischen Faktoren, eine rezidivvierende depressive Störung, ggw. mittelgradige 
Episode sowie der Vd. auf eine leichte Intelligenzminderung festgestellt. Wichtig 
erscheint, dass im Bericht als Hauptdiagnose die Schmerzstörung mit somatischen 
und psychischen Faktoren genannt wurde und diese auch im Fokus der 
Behandlung stand. Die Kriterien für eine somatoforme Schmerzstörung waren nicht 
erfüllt. Daraus ist zu schliessen, dass die depressive Symptomatik wahrscheinlich 
nicht vordergründig einschränkend war. Die Tatsache aber, dass der Begutachtete 
von März bis Mai hospitalisiert wurde, spricht dafür, dass der psychische 
Gesundheitszustand in ausgeprägter Form betroffen war. Eine damals bestehende 
mittelgradige depressive Symptomatik ist gemäss Bericht nachvollziehbar, 
schliesst das Vorliegen einer lediglich leichten depressiven Symptomatik zum 
späteren gutachterlichen Untersuchungszeitpunkt aber nicht aus.

Zur Arbeitsfähigkeit steht im Bericht, dass der Patient aufgrund des 
Analphabetismus und der erfüllten Kriterien (welche wird nicht erläutert, aber 
wahrscheinlich sind die Diagnosen gemeint), nicht arbeitsfähig ist. Das ist aus der 
Sicht der Klinik natürlich eine logische Konsequenz während der stationären 
Behandlung. Die Arbeitsunfähigkeit wird aber nur für diesen Zeitraum attestiert.

Nicht nachvollziehbar ist für die Gutachterin, weshalb auf eine 
neuropsychologische Untersuchung verzichtet wurde. (…) Auch für Menschen mit 
Analphabetismus stehen Testverfahren zur Verfügung (…).

Stellungnahme der Gutachterin zum Bericht der behandelnden Psychiaterin 
Dr.med. AA.________ vom 3/2017

Im Bericht mischen sich Anamnese und Befund. Im Befund wird eine depressive 
Symptomatik beschrieben, aber der Affekt nicht als deprimiert definiert, sondern 
als ratlos, gefühllos, etc.

Für das somatische Syndrom werden mindestens 4 Kriterien benötigt, es werden 
deren 3 aufgeführt, davon eines implizit.

18

Ein depressives Syndrom ist dem Bericht aber eindeutig zu entnehmen, auch 
entsprechende Einschränkungen der Alltagsfunktionalität. Die depressive Störung 
wird aber nicht anhand des Befundes gemäss ICD 10 begründet, der Schweregrad 
ist anhand der Kriterien nicht eindeutig abzuleiten.

Die rezidivierende Störung wird nicht anhand des Befundes gemäss ICD 10 
begründet, es werden weder anamnestisch noch klinisch mehrere Episoden 
abgegrenzt.

Eine damals bestehende mittelgradige depressive Symptomatik ist gemäss Bericht 
nachvollziehbar, schliesst das Vorliegen einer lediglich leichten depressiven 
Symptomatik zum späteren gutachterlichen Untersuchungszeitpunkt aber nicht 
aus.
Die Diagnose einer somatoformen Schmerzstörung wird nicht begründet und ist 
nicht nachvollziehbar. Bei einer mittelgradigen depressiven Symptomatik beträgt 
die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit üblicherweise 50%.
(…)

Arbeitsfähigkeit 2016, 2017 und aktuell
Während des stationären Aufenthaltes in der Klinik X.________ im Jahr 2016 
wurde die Arbeitsunfähigkeit für die Zeit der Klinikbehandlung bestätigt, eine 
Besserung bei Austritt wurde berichtet. Eine weitergehende Arbeitsunfähigkeit ist 
nicht zwingend zu attestieren.

Eine mittelgradige depressive Symptomatik, wie im Jahr 2017 festgestellt, ist mit 
einer circa 50%igen Arbeitsunfähigkeit vereinbar. Die offenbar ausgeprägte 
Symptomatik der Jahre 2016 und 2017 ist zum Zeitpunkt der Begutachtung nicht 
mehr vorhanden gewesen.

Die Diagnose einer leichten depressiven Episode in unserem Gutachten wurde 
anhand der ICD 10 Kriterien ausreichend begründet. Eine Arbeitsunfähigkeit ist 
deshalb aber nicht per se abzuleiten, auch wenn, wenn eine fachärztliche 
Behandlung durchgeführt wird. Analphabetismus (wie im Bericht aus X.________ 
2016 aufgeführt) bedingt keine Arbeitsunfähigkeit. Ausserdem handelt es sich um 
einen IV-fremden Faktor, welcher zwar im heutigen Privat- und Arbeitsleben 
zweifelslos ungünstig, aber versicherungsmedizinisch nicht zu berücksichtigen ist. 
(…)

2.9 Gestützt auf die getroffenen Abklärungen und namentlich das erwähnte 
W.________-Gutachten veranschlagte die Vorinstanz in der angefochtenen 
Verfügung vom 8. Januar 2021 eine massgebende Arbeitsfähigkeit von 90% für 
leidensangepasste Tätigkeit (ohne repetitives Bücken/ Heben, ohne Arbeiten auf 
unebenem Gelände etc., siehe oben). 

3. Eine gerichtliche Würdigung der vorliegenden medizinischen Unterlagen 
sowie der Ausführungen der Parteien zeitigt die nachfolgend dargelegten 
Ergebnisse.

3.1.1  Im Vergleich zur letzten gerichtlichen Prüfung eines IV-Rentenanspruchs 
des Versicherten ist eine anspruchserhebliche Änderung zum einen bereits darin 

19

zu erblicken, dass damals gestützt auf ein beweiskräftiges W.________-
Gutachten eine Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten von 100% 
veranschlagt wurde (IV-act. 112-10/21 unten i.V.m. 112-17/21 Ziff. 6.3 und IV-
act. 114-3f./6), derweil hier für angepasste Beschäftigungen gestützt auf ein 
weiteres W.________-Gutachten eine Arbeitsfähigkeit von 90% postuliert wird 
(wobei weiter unten zu prüfen ist, ob einem solchen Arbeitsfähigkeitsgrad 
beizupflichten ist oder nicht).

3.1.2  Zum andern ist zu beachten, dass bei der letzten gerichtlichen Prüfung das 
psychische Zustandsbild des Versicherten sich bezüglich Depression als 
gebessert präsentierte (ohne eine gesicherte psychiatrische Diagnose 
hinsichtlich einer relevanten Depressivität, vgl. IV-act. 112-9f./21 und 112-12/21 
unten). Dabei wurde ein geäusserter Verdacht auf eine leichte bis mittelgradige 
Depression (vgl. IV-act. 112-15/21 unten), welcher nach der damaligen 
Aktenlage nicht erhärtet wurde, als nicht entscheidrelevant beurteilt, was vom 
Bundesgericht bestätigt wurde (IV-act. 114-4/6 unten). 

Demgegenüber wird im neuen W.________-Gutachten das Vorliegen einer 
leichten depressiven Episode (ICD-10 F 32.0) anerkannt (wenn auch ohne 
Auswirkung auf den Arbeitsfähigkeitsgrad, IV-act. 137-9/136). Sodann hat die 
psychiatrische Teilgutachterin in ihrer Antwort auf die vorinstanzliche Rückfrage 
die von der (seit 22.01.2017) behandelnden Psychiaterin im Bericht vom 20. 
März 2017 diagnostizierte mittelgradige depressive Symptomatik als (für den 
damaligen Zeitpunkt) nachvollziehbar beurteilt (auch wenn im zeitlich 
nachfolgenden Explorationszeitpunkt [15.03.2019, vgl. IV-act. 137-2/136] nur 
noch eine leichte depressive Symptomatik evaluierbar war (vgl. IV-act. 155-3/4). 
Auch auf diese Fragestellung (Ausmass und Tragweite der depressiven 
Symptomatik) ist nachfolgend zurückzukommen.

3.2 Was die somatischen gesundheitlichen Einschränkungen des Versicherten 
anbelangt, fällt vorab ins Gewicht, dass bei der erneuten, am 6. Juni 2018 
eingegangenen IV-Anmeldung die gesundheitlichen Einschränkungen einzig mit 
einer psychischen Erkrankung umschrieben wurden (vgl. IV-act. 122-6/8, Ziff. 
6.1). Im Einklang damit steht auch der am 20. April 2018 bei der IV-Stelle 
eingetroffene Verlaufsbericht der Hausärztin Dr.med. L.________, welche als 
Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ausschliesslich eine 
chronifizierte mittelschwere depressive Störung (ICD-10 F 32.11) anführte (vgl. 
IV-act. 120-1/11). Ausserdem ist zu berücksichtigen, dass der beanwaltete 
Beschwerdeführer vor Gericht (im Vergleich zur letzten gerichtlichen Prüfung) 
keine Verschlechterung seines somatischen Gesundheitszustandes substantiiert 
dargelegt hat (vgl. Beschwerde, Ziff. 28). Soweit sich der Versicherte auf 

20

Migräneattacken beruft (vgl. Beschwerde, Ziff. 40), wurde diesem Aspekt in der 
interdisziplinären Arbeitsfähigkeitsbeurteilung der W.________-Gutachter 
nachvollziehbar und überzeugend Rechnung getragen (vgl. IV-act. 137-12/136 
oben). 

3.3 In der Folge ist auf die geltend gemachte Verschlechterung des 
psychischen Gesundheitszustandes des Versicherten näher einzugehen. 

3.3.1  Mit der Vorinstanz ist hier festzuhalten, dass das bei der letzten 
W.________-Begutachtung integrierte psychiatrische Teilgutachten lege artis 
erarbeitet wurde und in sich schlüssig ist. Wie die Vorinstanz in ihrer 
Vernehmlassung zutreffend ausführte, zeigte sich bei der psychiatrischen 
Exploration ein weitgehend unauffälliger Befund. Eine erhobene 
Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion bei angegebener leichter 
bis mittelgradiger Stimmungslabilität, die zwar in der Untersuchung nicht 
beobachtet werden konnte aber als nachvollziehbar geschildert befunden wurde, 
hat die Sachverständige bei über 2-jähriger Dauer und leichter Ausprägung als 
leichte depressive Episode kodiert (IV-act. 137-76/136), was sich als 
nachvollziehbar erweist. Sodann erfolgte die Beurteilung der funktionellen 
Auswirkungen grundsätzlich anhand der Standardindikatoren. Als 
krankheitserhaltende Faktoren wurden eine ausgeprägte Selbstlimitierung ohne 
Übernahme von Selbstverantwortung, ein maladaptives Krankheitsverhalten, 
eine starke Dekonditionierung sowie ein ausgeprägter sekundärer 
Krankheitsgewinn festgehalten (wie in der Vernehmlassung, S. 2 unten, mit 
Verweis auf IV-act. 137-77/136 überzeugend dargelegt wurde).

3.3.2  Daraus, dass der Versicherte bei der psychiatrischen Untersuchung auf 
detaillierte Fragen vage, ausweichend oder mit Schweigen antwortete (vgl. IV-
act. 137-77/136 oben) und damit die Arbeit der Gutachterin offenkundig 
erschwerte, kann er vor Gericht grundsätzlich nichts zu seinen Gunsten ableiten. 
Es fällt in diesem Zusammenhang auf, dass der Versicherte einfache Fragen 
(welche keine besonderen Anforderungen an die Intelligenz stellen) im Verlaufe 
der Begutachtung ausgesprochen unterschiedlich beantwortet hat. So wurde er 
mehrmals dazu befragt, wie er den Tag verbringe und dabei wurde auch der 
Fernsehkonsum thematisiert. Diesbezüglich erklärte der Versicherte gegenüber 
der psychiatrischen Gutachterin sinngemäss, dass er "ca. 1-2 Stunden pro Tag" 
vor dem Fernsehgerät verbringe (IV-act. 137-69/136 Mitte). Demgegenüber 
erklärte der Versicherte im Rahmen der internistischen Untersuchung: "Tagsüber 
schaue er meist fern" (IV-act. 137-91/136 oben). Analog erwähnte er gegenüber 
der Neuropsychologin: "Er liege den ganzen Tag im Bett oder vor dem 

21

Fernseher" (IV-act. 137-126/136 unten) bzw. bei der orthopädischen 
Untersuchung: "Den Tag verbringe er überwiegend mit Fernsehschauen und 
spiele an seinem Handy" (vgl. IV-act. 137-107/136 unten).

Diese zuletzt angeführte Aussage des Versicherten (gegenüber dem 
orthopädischen Gutachter), wonach er sich (u.a.) mit "Spielen auf dem Handy-
Gerät" verweile, widerspricht der Sachdarstellung des Versicherten gegenüber 
der begutachtenden Psychiaterin, welche folgende Angaben des Versicherten 
notierte (IV-act. 137-69/136):

Er habe ein Telefon, ein iPhone. Das habe ihm die Tochter geschenkt. Damit 
könne er Anrufe entgegennehmen oder selbst anrufen. Befragt, ob er auch etwas 
Anderes mit dem Smartphone tun könne, wird es verneint. Die Frage, wieso er ein 
teures iPhone habe und nicht ein anderes, einfaches Telefon, wenn er damit nur 
telefoniere, wird nicht beantwortet. (…)

Ähnliche Widersprüche in der Sachdarstellung des Versicherten sind auch den 
Fragen und Antworten zum Vorhandensein eines Führerausweises bzw. zur 
Thematik des Lenkens eines Personenwagens zu entnehmen. Gegenüber dem 
orthopädischen Gutachter sagte der Versicherte: "Er verfüge über einen 
Führerschein, habe jedoch kein eigenes Auto. Die heutige Anreise habe 50 
Minuten gedauert und sei problemlos möglich gewesen " (IV-act. 137-108/136 
oben). Bei der internistischen Untersuchung erklärte der Versicherte: "Einen 
Führerschein (da er nicht lesen könne) habe er nicht, auch kein Auto. Anreise 
zum Untersuch zusammen mit der Tochter und ihrem Auto. Im Kosovo fahre er 
gelegentlich illegal ohne Ausweis. In die Ferien ginge er 1-2x pro Jahr in den 
Kosovo, meist mit dem Flugzeug" (IV-act. 137-91/136 oben; siehe auch die 
Angaben gegenüber der Neuropsychologin: "Er fahre nur in der Heimat Auto. Er 
habe in der Schweiz keinen Führerausweis, weil er nicht bestanden habe" = IV-
act. 137-126/136). 

Solche vom Versicherten zu verantwortende Widersprüche erwecken erhebliche 
Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Angaben des Beschwerdeführers. Zudem 
sprechen sie für die Annahme, wonach der Versicherte grundsätzlich eine 
durchschnittliche Alltagsfunktionalität aufweist (Umgang mit Handy, erhaltene 
Fähigkeit zur Lenkung eines Personenwagens, Fernsehkonsum etc.). 

3.3.3  Weitere Inkonsistenzen sind zum einen darin zu erblicken, dass der 
Versicherte erklärte, u.a. regelmässig täglich Cymbalta (60 mg, ein Medikament 
zur Behandlung von Depressionen) einzunehmen (vgl. IV-act. 137-91/136, siehe 
auch IV-act. 137-126/136 oben), hingegen der Laborbefund für Duloxetin (bzw. 
Cymbalta) eine Medikamenteneinnahme im therapeutischen Wirkungsbereich 
nicht feststellen konnte (vgl. IV-act. 137-75/136 unten i.V.m. IV-act. 137-83/136 
unten). 

22

Zum andern sind auch den Ergebnissen der neuropsychologischen 
Untersuchung erhebliche Auffälligkeiten und Inkonsistenzen zu entnehmen, 
wobei zu beachten ist, dass "das Gespräch vollständig ins Albanische übersetzt" 
wurde (IV-act. 137-129/136 unten), mithin in diesem Zusammenhang 
Verständigungsprobleme auszuschliessen sind:

Testbefunde

Zahlenverbindungstest: Bei Vorgabe einer einfachen Zahlenverbindungsaufgabe 
bereits Fehlleistungen (es müssen die Zahlen von 1 bis 8 aufsteigend miteinander 
verbunden werden).
Beim eigentlichen Test (es müssen die Zahlen von 1 bis 25 aufsteigend 
miteinander verbunden werden) Abbruch bei Ziffer 13 (Begründung: "keine 
Ahnung"). Trotz des geringen Ausbildungsgrades lässt sich eine Unkenntnis von 
Zahlen im Zehnerraum nicht begründen (vgl. IV-act. 137-128/136);

Visuell-räumliche Leistungen: Abzeichnen einer komplexen geometrischen Figur: 
Die visuokonstruktiven Leistungen sind nicht beurteilbar, da von der gesamten 
Figur lediglich drei Elemente fragmentarisch reproduziert wurden und diese dazu 
am falschen Ort platziert. Die Vorlage kann in der Kopie nicht wiedererkannt 
werden. Ein derartiges Ergebnis wäre vereinbar mit einer schweren 
rechtshemispärischen Hirnverletzung (IV-act. 137-128/136 oben);

Hinsichtlich der klinischen Befunde notierte die Fachperson unter anderem, dass 
der Versicherte im Gespräch durchwegs passiv und inhaltlich auf seine 
Schmerzsymptomatik und Versicherungsfragen ("Rentenbegehren und 
Ungerechtigkeitserleben gegenüber der IV") eingeengt war. Zur 
neuropsychologischen Symptomatik blieben "seine Angaben sehr unscharf" (IV-
act. 137-129/136 unten).

Bei sämtlichen Tests zeigte sich eine massiv reduzierte Anstrengungsbereitschaft 
mit ausgeprägten quantitativen Minderleistungen und vor allem Fehlleistungen. 
Unabhängig vom Schweregrad des Tests zeigten sich häufig mehr Fehlleistungen 
als richtige Lösungen, was selbst vor einem sehr einfachen Bildungshintergrund 
nicht zu erklären ist (IV-act. 137-129/136 unten).

Bei Anwendung des Entscheidungsalgorithmus nach Slick, Sherman und Iverson 
(1999) ergaben sich klare Hinweise auf eine schwer reduzierte 
Anstrengungsbereitschaft. Bei durchgängig unbrauchbaren Testbefunden und 
insbesondere vor dem Hintergrund der hohen Zahl an Fehlleistungen muss sogar 
von vorsätzlich inszeniertem Unvermögen und somit Simulation kognitiver 
Störungen ausgegangen werden (IV-act. 137-130/136 Mitte).

In zwei Performanzvalidierungstests waren die Ergebnisse in allen Testabschnitten 
grob auffällig und widersprachen den zugrundeliegenden theoretischen Modellen 
und Antwortwahrscheinlichkeiten (IV-act. 137-130/136, unterhalb der Mitte).

Somit entsprechen die aktuellen Befunde mit Sicherheit nicht der tatsächlichen 
Leistungsfähigkeit (…; IV-act. 137-130/136 unten).

4.1 Im Lichte dieser Ausführungen ist es zusammenfassend nicht zu 
beanstanden, dass die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung den 
Beweiswert des erwähnten W.________-Gutachtens uneingeschränkt bejaht und 

23

hinsichtlich des massgebenden Arbeitsfähigkeitsgrades auf die Einschätzung der 
Gutachter abgestellt hat.

4.2 An diesem Ergebnis vermögen die Vorbringen des Beschwerdeführers vor 
Gericht nichts zu ändern. Soweit sich der Versicherte sinngemäss darauf beruft, 
dass die ihn behandelnde Psychiaterin anders beurteilt und diesbezüglich eine 
massgebliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht 
bejaht (siehe die Stellungnahmen dieser Fachärztin vom 23. Juni 2020 = IV-act. 
150-16f./17 und vom 27. April 2020 = Bf-act. 3), drängen sich folgende 
Bemerkungen auf. Die behandelnde Psychiaterin hat sich nach der Aktenlage mit 
den oben angeführten Inkonsistenzen auch nicht ansatzweise 
auseinandergesetzt, namentlich auch nicht mit einem von ihr veranlassten 
Medikamentenspiegel überprüft, ob und inwiefern der Versicherte die 
verschriebenen Medikamente in einem therapeutischen Wirkungsbereich 
einnimmt (was gemäss dem erwähnten Gutachten nicht der Fall ist). Wenn die 
behandelnde Psychiaterin in ihrer Stellungnahme vom 27. April 2020 u.a. geltend 
macht, die Durchhaltefähigkeit des Versicherten sei sehr eingeschränkt (vgl. Bf-
act. 3), ist ihr entgegenzuhalten, dass die neuropsychologische Untersuchung bei 
sämtlichen Tests eine massiv reduzierte Anstrengungsbereitschaft ergab, welche 
einem vorsätzlich inszenierten Unvermögen zugeordnet wurde. Dieser Aspekt 
wird von der behandelnden Psychiaterin zu Unrecht ausgeblendet und deckt sich 
letztlich mit der besonderen Stellung der therapeutisch behandelnden 
Fachperson, welche in einem Vertrauensverhältnis zum Patienten steht und von 
dessen Angaben auszugehen (und sie nicht in Frage zu stellen) hat. In diesem 
Zusammenhang ist auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz in der 
Duplik (S. 2f., Ziff. 4) hinzuweisen, wonach im Rahmen der Beweiswürdigung der 
Verschiedenheit von Behandlungsauftrag einerseits und Begutachtungsauftrag 
andererseits hinreichend Rechnung zu tragen ist. Es kann darauf verwiesen 
werden, ohne dass diese Rechtsprechung hier zu wiederholen wäre. 

Im Übrigen fällt auf, dass die behandelnde Psychiaterin in ihrer Stellungnahme 
vom 23. Juni 2020 (in fine) die aus den Symptomen "resultierenden 
Funktionseinschränkungen unter Beachtung der angestammten Tätigkeit" 
beurteilt hat (vgl. IV-act. 150-17/17 unten in fine, Hervorhebung in Fettdruck nicht 
im Original). Als angestammte Tätigkeit gilt die frühere (körperlich anstrengende) 
Erwerbsarbeit des Versicherten in einer Grossmetzgerei, welche auch nach 
Ansicht der angeführten W.________-Gutachter nicht mehr länger zumutbar ist 
(siehe act. 137-11/136, Ziff. 4.7). Wie hoch aber die Arbeitsfähigkeit in einer 
körperlich leichten, adaptierten Tätigkeit bei zumutbarer hinreichender 
Anstrengungsbereitschaft zu veranschlagen wäre, wurde von der behandelnden 

24

Psychiaterin (im Gegensatz zu den Sachverständigen der erwähnten 
Gutachterstelle) nicht beantwortet. Darin ist ferner kein Grund zu erblicken, um 
noch eine zusätzliche Begutachtung zu veranlassen. Im Rahmen einer 
zulässigen antizipierten Beweiswürdigung wäre diesbezüglich nicht mit 
relevanten neuen Erkenntnissen zu rechnen.

5.1 Was den in der angefochtenen Verfügung enthaltenen 
Einkommensvergleich anbelangt, bringt der Beschwerdeführer gegen das von 
der Vorinstanz ermittelte Valideneinkommen von Fr. 60'173.20 (per 2018) nichts 
vor, weshalb sich weitere Ausführungen dazu erübrigen. Hinsichtlich der 
Berechnung des Invalideneinkommens berücksichtigte die Vorinstanz auf der 
Lohnstrukturerhebungstabelle TA1 (Kompetenzniveau 1) ein 
Durchschnittseinkommen von Fr. 67'430.--, welches als Ausgangspunkt vom 
beanwalteten Beschwerdeführer ebenfalls nicht in Frage gestellt wird. 

5.2 Allerdings ist im konkreten Fall - nachdem das unbestrittene 
Valideneinkommen von Fr. 60'173.20 um Fr. 7'256.80 (bzw. 10.76%) und damit 
um mehr als 5% unter dem branchenüblichen LSE-Tabellenlohn (Fr. 67'430.--) 
liegt - eine Parallelisierung der Vergleichseinkommen im Sinne von BGE 135 V 
297ff. vorzunehmen. Dies hat nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung zur 
Folge, dass der trotz gesundheitlicher Beeinträchtigung zumutbare, als 
Ausgangspunkt zu berücksichtigende Jahresverdienst um den 5% 
übersteigenden Prozentsatz der Unterdurchschnittlichkeit von 10.76%, mithin um 
5.76%, auf Fr. 63'546.03 (67'430 : 100 x 94.24) herabzusetzen ist (vgl. 
Bundesgerichtsurteil 8C_2/2017 vom 16.8.2017 Erw. 2.2.2). Von diesem 
Zwischenergebnis sind bei einer massgebenden Arbeitsfähigkeit von 90% (siehe 
oben) Fr. 57'191.42 (Fr. 63'546.03 x 0.90) anzurechnen. Davon wäre noch 
gegebenenfalls ein leidensbedingter Abzug vorzunehmen. Wie hoch ein solcher 
Abzug gerechtfertigt wäre, kann hier offen bleiben, denn selbst dann, wenn der 
Argumentation in der Replik (Rz. 17) gefolgt und ein Abzug von insgesamt 20% 
gewährt würde (womit ein Invalideneinkommen von Fr. 45'753.13 [Fr. 57'191.42 x 
0.80] resultieren würde), bliebe es dabei, dass kein rentenbegründender IV-Grad 
von mindestens 40% erreicht würde (60'173.20 minus 45'753.13 = 14'420.07; 
14'420.07 : 60'173.20 x 100 = 23.96 bzw. aufgerundet 24%). 

5.3 Nach dem Gesagten gelangte die Vorinstanz in der angefochtenen 
Verfügung zu Recht zum (sinngemässen) Ergebnis, dass der Beschwerdeführer 
keinen rentenbegründenden Invaliditätsgrad von mindestens 40% erreicht.

6. Nachdem der Versicherte anlässlich der W.________-Begutachtung 
unmissverständlich erklärte, "er könne wegen der Schmerzen nicht mehr 

25

arbeiten" (vgl. IV-act. 137-126/136 unterhalb der Mitte, siehe auch IV-act. 137-
40/136 oben, IV-act. 137-67/136 Mitte, IV-act. 137-90/136 oben), machen 
berufliche Eingliederungsmassnahmen derzeit keinen Sinn, weshalb das 
entsprechende Begehren hier abzuweisen ist. Sollte es sich in der Folge so 
verhalten, dass der Beschwerdeführer seine Haltung (wonach er sich bislang 
auch für adaptierte, körperlich leichte Tätigkeiten vollständig arbeitsunfähig 
erachtete) aufgeben sollte und sich ernsthaft um eine angepasste Beschäftigung 
bemühen würde (mit Nachweis entsprechender Bemühungen), wird es seine 
Sache sein, gegebenenfalls bei der Vorinstanz um entsprechende 
Eingliederungsmassnahmen nachzusuchen.

7. Dem vorliegenden Ergebnis entsprechend werden die Verfahrenskosten 
dem Beschwerdeführer auferlegt. Eine Parteientschädigung fällt ausser Betracht.

26

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten werden auf Fr. 500.-- festgelegt und dem Beschwer-
deführer auferlegt. Er hat einen Kostenvorschuss von Fr. 500.-- bezahlt, so 
dass die Rechnung ausgeglichen ist.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungs-
beschwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rech-
ten gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

4. Zustellung an:
- den Vertreter des Beschwerdeführers (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen (A).

Schwyz, 24. August 2021

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die a.o. Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 3. September 2021