# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 32823733-db01-5579-92d4-c51dc3c3a1a2
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-11-10
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 10.11.2023 S 2022 125
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2022-125_2023-11-10.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und lic. iur. Sarah Schneider
Gerichtsschreiberin: MLaw Andrea Henggeler

U R T E I L  vom 10. November 2023 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA), vertreten durch den Rechtsdienst der 
Arbeitslosenkasse des Kantons Zug, Industriestrasse 24, 6301 Zug
Beschwerdegegner 

betreffend

Arbeitslosenversicherung 
(Vermittlungsfähigkeit)

S 2022 125

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Urteil S 2022 125

A. Die 1970 geborene A.________ meldete sich am 27. Juli 2021 zur Arbeitsvermitt-
lung (AWA-act. 40) und am 1. September 2021 zum Bezug von Arbeitslosenentschädi-
gung im Rahmen von 50 % per 1. Oktober 2021 an (AWA-act. 36). Per 1. Mai 2022 be-
gann sie mit einer 2-jährigen Ausbildung zur Hundephysiotherapeutin (vgl. AWA-act. 15 
S. 4 und AWA-act. 23). Mit Verfügung vom 12. Juli 2022 erklärte das Amt für Wirtschaft 
und Arbeit (AWA) die Versicherte ab 1. Mai 2022 als vermittlungsunfähig, weil sie nach 
Beginn der Ausbildung zur Hundephysiotherapeutin dem Arbeitsmarkt nicht mehr zur Ver-
fügung gestanden habe (AWA-act. 12). Die dagegen erhobene Einsprache (AWA-act. 9) 
wies das AWA mit Einspracheentscheid vom 12. September 2022 ab (AWA-act. 4). 

B. Mit Schreiben vom 23. September 2022 gelangte A.________ an das AWA und 
beantragte sinngemäss die Aufhebung des Einspracheentscheids vom 12. September 
2022 (act. 1). 

C. Das AWA überwies die Eingabe der Versicherten mit Schreiben vom 6. Oktober 
2022 im Sinne von § 7 VRG zuständigkeitshalber an das Verwaltungsgericht des Kantons 
Zug (act. 2).

D. Mit Vernehmlassung vom 8. November 2022 beantragte das AWA die Abweisung 
der Beschwerde (act. 6). 

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozia-
lversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann gegen Einspracheentscheide oder Verfü-
gungen, gegen welche eine Einsprache ausgeschlossen ist, Beschwerde erhoben werden, 
wobei in der Regel das Versicherungsgericht desjenigen Kantons zuständig ist, in dem die 
versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung Wohnsitz hat (Art. 58 Abs. 1 ATSG). 
Im Bereich der Arbeitslosenversicherung ist für die Beurteilung von Beschwerden gegen 
Verfügungen einer kantonalen Amtsstelle in Abweichung von Art. 58 Abs. 1 ATSG das 
Versicherungsgericht desselben Kantons zuständig (Art. 100 Abs. 3 des Bundesgesetzes 
über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung [AVIG; 
SR 837.0], i.V.m. Art. 128 Abs. 2 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosen-

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versicherung und die Insolvenzentschädigung [AVIV; SR 837.02]). Die Beschwerdefrist 
beträgt 30 Tage (Art. 60 Abs. 1 ATSG). Im Kanton Zug beurteilt das Verwaltungsgericht 
als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus dem Gebiet der eidgenössischen Sozial-
versicherung, für die das Bundesrecht eine kantonale Rechtsmittelinstanz vorsieht (§ 77 
Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1]). Der angefochtene Ein-
spracheentscheid wurde vom Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Zug erlassen, 
weshalb das Verwaltungsgericht des Kantons Zug zur Beurteilung der vorliegenden Be-
schwerde örtlich und sachlich zuständig ist. Die Beschwerde gegen den Einspracheent-
scheid vom 12. September 2022 datiert vom 23. September 2022, wurde am 4. Oktober 
2022 der Post übergeben und gilt somit im Sinne von Art. 60 Abs. 1 ATSG – 30-tägige 
Frist – i.V.m. Art. 39 Abs. 2 ATSG als rechtzeitig eingereicht. Die Beschwerdeführerin ist in 
der Sache persönlich betroffen und die Beschwerdeschrift entspricht schliesslich den for-
mellen Anforderungen, weshalb sie zu prüfen ist. Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulati-
onsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 
162.11). 

2. Gemäss Art. 8 Abs. 1 AVIG hat die versicherte Person Anspruch auf Arbeitslosen-
entschädigung, wenn sie ganz oder teilweise arbeitslos ist (lit. a), einen anrechenbaren 
Arbeitsausfall erlitten hat (lit. b), in der Schweiz wohnt (lit. c), die obligatorische Schulzeit 
zurückgelegt und weder das Rentenalter der AHV erreicht hat noch eine Altersrente der 
AHV bezieht (lit. d), die Beitragszeit erfüllt hat oder von der Erfüllung der Beitragszeit be-
freit ist (lit. e), vermittlungsfähig ist (lit. f) und die Kontrollvorschriften erfüllt (lit. g).

Nach Art. 15 AVIG gilt als vermittlungsfähig, wer bereit, in der Lage und berechtigt ist, eine 
zumutbare Arbeit anzunehmen und an Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen 
(Abs. 1). Zur Vermittlungsfähigkeit gehört mithin nicht nur die Arbeitsfähigkeit im objektiven 
Sinne, sondern subjektiv auch die Bereitschaft, die Arbeitskraft den persönlichen Verhält-
nissen entsprechend einzusetzen. Hierzu genügt die Willenshaltung oder die bloss verbal 
erklärte Vermittlungsbereitschaft nicht. Die versicherte Person ist vielmehr gehalten, sich 
der öffentlichen Arbeitsvermittlung zur Verfügung zu stellen, angebotene zumutbare Arbeit 
anzunehmen und sich selbst intensiv nach einer zumutbaren Stelle umzusehen (BGer 
8C_99/2012 vom 2. April 2012 E. 2 mit Hinweis).

Elemente der Vermittlungsfähigkeit nach Art. 15 Abs. 1 AVIG sind somit die Vermittlungs-
bereitschaft, die Arbeitsfähigkeit sowie die Arbeitsberechtigung. Diese Voraussetzungen 
müssen kumulativ gegeben sein, damit eine versicherte Person als vermittlungsfähig gilt. 

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Eine arbeitslose Person muss also arbeiten wollen, arbeiten können und arbeiten dürfen, 
bezogen auf eine zumutbare Arbeit (Barbara Kupfer Bucher, Fokus Arbeitslosenversiche-
rung, 2016, S. 130). Die Frage der Vermittlungsfähigkeit ist unter Würdigung aller im Ein-
zelfall wesentlichen, objektiven und subjektiven Faktoren zu beurteilen. Die Art der ge-
suchten zumutbaren Arbeit sowie der Umfang des für die versicherte Person in Betracht 
fallenden Arbeitsmarktes sind von Bedeutung (Barbara Kupfer Bucher, Rechtsprechung 
des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die obligatorische 
Arbeitslosenversicherung und Insolvenzentschädigung, 5. Aufl. 2019, S. 89 f.; BGer 
8C_382/2010 vom 1. Juli 2010 E. 2.2).

3. Fakt ist, dass die Beschwerdeführerin am 1. Mai 2022 mit einer Ausbildung zur 
Hundephysiotherapeutin begonnen hat. Streitig ist, ob gleichwohl von Vermittlungsfähig-
keit ausgegangen werden kann. 

3.1 Aus den Akten ergibt sich dazu, was folgt:

3.1.1 Nachdem die B.________ AG das Arbeitsverhältnis auf den 30. September 2021 
gekündigt hatte, meldete sich die Versicherte am 1. September 2021 per 1. Oktober 2021 
zum Bezug von Arbeitslosenentschädigung im Rahmen von 50 % an (AWA-act. 36).

3.1.2 Anlässlich des Beratungsgesprächs vom 21. Oktober 2021 wurde protokolliert, 
dass die Versicherte 40 bis 60 % Stellen (Tage frei wählbar, nur halbtags) im Bereich 
Kauffrau, Buchhaltung, Empfang, Sachbearbeiterin suche (AWA-act. 32).

3.1.3 Mit E-Mail vom 7. April 2022 teilte die Versicherte ihrer RAV-Beraterin mit, dass 
sie eine Ausbildung zur Hundephysiotherapeutin machen werde. Die Ausbildung starte 
Ende April 2022 und dauere 2 1/2 Jahre. Für die Zeit nach der Ausbildung habe sie auch 
schon eine mündliche Zusage für eine Anstellung (AWA-act. 23). 

3.1.4 Im Gesprächsprotokoll vom 12. April 2022 wurde festgehalten, dass die berufsbe-
gleitende Ausbildung vor allem Samstag und Sonntag stattfinde (AWA-act. 22).

3.1.5 Mit E-Mail vom 20. April 2022 teilte die Versicherte ihrer RAV-Beraterin mit, dass – 
da von Seiten des RAV betreffend Ausbildung kein Entgegenkommen zu erwarten sei – 
sie sich aus finanziellen Gründen dazu entschieden habe, die Ausbildung doch nicht zu 
machen (AWA-act. 20). 

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3.1.6 Betreffend das Beratungsgespräch vom 1. Juni 2022 wurde protokolliert, dass als 
arbeitsmarktliche Massnahme die C.________ angedacht sei (AWA-act. 18). 

3.1.7 Mit E-Mail vom 1. Juni 2022 bezog sich die Versicherte auf das gleichentags 
durchgeführte Beratungsgespräch und führte aus, dass sie sich die Homepage der 
C.________ angeschaut habe, dies aber nicht das Richtige für sie sei. Sie möchte nicht 
am Empfang arbeiten, sondern im Backoffice. Weiter fragte sie die RAV-Beraterin an, ob 
es nicht eine Möglichkeit gebe, dass sie irgendwie einen Kurs besuchen könne, 50 % oder 
dann halt 100 %. Zudem habe sie sich jetzt entschieden, nun doch eine Ausbildung zur 
Physiotherapeutin für Tiere zu machen (AWA-act. 15 S. 16 f.).

3.1.8 Am 3. Juni 2022 antwortete die RAV-Beraterin der Versicherten, dass auf einen 
ganztägigen Kurs verzichtet worden sei, da sie damals gesagt habe, es sei nur halbtags 
möglich. Die C.________ sei bei einem Pensum von 50 % die einzige Möglichkeit, um ei-
ne Arbeitsmarktmassnahme durchzuführen. Sie sei überzeugt, dass es ihr gefallen werde. 
Weiter wies die RAV-Beraterin darauf hin, dass es zu den Pflichten von Stellensuchenden 
gehöre, an Massnahmen teilzunehmen. Was die Ausbildung zur Physiotherapeutin für Tie-
re anbelangte, merkte die RAV-Beraterin an, dass diese vom RAV nicht übernommen 
werde. Sie könne diese berufsbegleitende Weiterbildung absolvieren, sofern es die Stel-
lensuche nicht behindere. Erste Priorität sei es, wieder eine Stelle zu finden und wirt-
schaftlich unabhängig zu sein (AWA-act. 15 S. 15 f.). Gleichentags antwortete die Versi-
cherte, dass es ihr jetzt möglich sei, einen ganztägigen Wochenkurs zu besuchen. Es sei 
zwar schwierig, aber sie werde es organisieren. Dies wäre ihr viel lieber, als in der 
C.________ zu arbeiten. Zudem merkte sie an, dass es sich um eine sehr zeitintensive 
Ausbildung handle (AWA-act. 15 S. 14 f.). Ebenfalls am 3. Juni 2022 erging die Einladung 
zum Eintritts-/Vorstellungsgespräch in der C.________ für den 9. Juni 2022. Auf der Ein-
ladung wurde darauf hingewiesen, dass die Teilnahme obligatorisch sei und unentschul-
digtes Fernbleiben eine Taggeldkürzung zur Folge haben könne (AWA-act. 15 S. 18). 

3.1.9 Mit E-Mail vom 7. Juni 2022 antwortete die RAV-Beraterin der Versicherten, dass 
sie den Termin in der C.________ – wie brieflich mitgeteilt – wahrnehmen solle. Zudem 
bat sie die Versicherte um Zustellung der Unterlagen betreffend die Ausbildung zur Hun-
dephysiotherapeutin (AWA-act. 15 S. 14).

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3.1.10 Am 8. Juni 2022 schrieb die Versicherte der C.________ per E-Mail, dass sie den 
morgigen Termin für den Informationsanlass absagen möchte. Sie habe ihrer RAV-
Beraterin bereits mehrmals mitgeteilt, dass dies kein "Job" für sie sei (AWA-act. 15 S. 13). 
Nachdem die stellvertretende Leiterin der C.________ die Versicherte darauf hingewiesen 
hatte, dass dies kein "Job", sondern ein Programm zur Unterstützung der Stellensuche sei 
(AWA-act. 15 S. 13), die Versicherte aber daran festgehalten hatte, dass sie viel lieber ei-
nen Weiterbildungskurs machen würde, wurde die Nichtteilnahme am Termin zur Kenntnis 
genommen (AWA-act. 15 S. 12). 

3.1.11 Mit E-Mail vom 15. Juni 2022 fragte die RAV-Beraterin die Versicherte an, wie 
hoch der Zeitaufwand für die Ausbildung zur Hundephysiotherapeutin sei. Es gehe um die 
Vermittlungsfähigkeit, d.h. ob sie dem Arbeitsmarkt bzw. arbeitsmarktlichen Massnahmen 
zu 50 % zur Verfügung stehe. Zudem teilte die RAV-Beraterin der Versicherten mit, dass 
sich kurzfristig die Möglichkeit ergeben habe, sie beim Kurs "Job-Atelier" anzumelden. Sie 
könne am Montag damit starten (AWA-act. 15 S. 11). Gleichentags antwortete die Versi-
cherte, dass sie im Moment fast den ganzen Tag am Lernen sei, da sie gerade mit der 
Weiterbildung begonnen habe. Im Moment sei es ihr wirklich nicht möglich, an so einem 
Seminar oder Beschäftigungsprogramm teilzunehmen. Sie müsse am ersten Juli-Wochen-
ende das erste Mal an einem Präsenzseminar teilnehmen und bis dahin müsse sie so viel 
wie möglich vorlernen. Sie wäre sehr froh, wenn dies akzeptiert werde. Natürlich sei ihr 
bewusst, dass es dann leider evtl. Kürzungen geben könnte, aber im Moment sei es für sie 
nicht anders machbar (AWA-act. 15 S. 11). Gleichentags erging die Kursverfügung betref-
fend "Job-Atelier" mit Kursdauer vom 20. bis 28. Juni 2022. In der Beilage "Wichtige Infor-
mationen zum Kursbesuch" wurde die Versicherte darauf hingewiesen, dass eine Einstel-
lung in der Anspruchsberechtigung erfolge, wenn der Kurs ohne entschuldbaren Grund 
abgebrochen oder nicht angetreten werde (AWA-act. 14 S. 6 ff.). 

3.1.12 Im Rahmen des rechtlichen Gehörs betreffend Nichtteilnahme am Erstgespräch in 
der C.________ (AWA-act. 15 S. 10) führte die Versicherte mit E-Mail vom 20. Juni 2022 
aus, dass sie am 1. Mai 2022 mit der Ausbildung zur Hundephysiotherapeutin angefangen 
habe. Sie habe Unterlagen bekommen, die sie im Selbststudium zusammen mit Online-
Unterricht jeweils innert vier Wochen aufarbeiten müsse. Das laufe jetzt jeden Monat für 
zwei Jahre so ab. Zusätzlich seien Präsenzseminare zu besuchen. Da dies sicher ein 
50 %-Pensum sei, sei es ihr im Moment leider nicht möglich, an Job Ateliers und Präsenz-
unterrichten teilzunehmen. Zudem habe sie für nach der Ausbildung bereits ein Jobange-

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bot. Deshalb verstehe sie nicht, weshalb sie das RAV nicht unterstütze (AWA-act. 15 
S. 4). 

3.1.13  Auf das rechtliche Gehör vom 21. Juni 2022 betreffend Nichtantritt des Kurses 
"Job-Atelier" (AWA-act. 14 S. 4) reichte die Versicherte mit E-Mail vom 23. Juni 2022 noch 
einmal die gleiche Stellungnahme wie bereits im Zusammenhang mit der Nichtteilnahme 
am Erstgespräch in der C.________ ein (AWA-act. 14 S. 3). 

3.1.14 Mit Verfügungen vom 7. Juli 2022 wurde die Nichtteilnahme am Erstgespräch in 
der C.________ mit sechs Einstelltagen (AWA-act. 15 S. 1 f.) und der Nichtantritt des Kur-
ses "Job-Atelier" mit fünf Einstelltagen (AWA-act. 14 S. 1 f.) sanktioniert. 

3.1.15 Am 8. Juli 2022 wurde das Dossier dem AWA zur Prüfung überwiesen, ob die 
Versicherte unter diesen Umständen ab 1. Mai 2022 (Beginn der Ausbildung zur Hunde-
physiotherapeutin) noch vermittlungsfähig sei (AWA-act. 13), was das AWA mit Verfügung 
vom 12. Juli 2022 verneinte (AWA-act. 12). 

3.1.16 Nachdem die Versicherte für Herbst 2022 eine Jobzusage in einem 20 %-Pensum 
erhalten hatte (vgl. AWA-act. 11), entschloss sie sich anlässlich des Beratungsgesprächs 
vom 25. Juli 2022 auf Leistungen der Arbeitslosenversicherung zu verzichten (AWA-
act. 8). Gleichentags wurde die Versicherte von der Arbeitsvermittlung abgemeldet (AWA-
act. 7). 

3.2. Unter Bezugnahme auf die soeben dargelegte Aktenlage ist festzustellen, dass die 
Beschwerdeführerin per 1. Mai 2022 mit ihrer Ausbildung zur Hundephysiotherapeutin be-
gonnen hat. Aus den eingereichten Unterlagen (AWA-act. 15 S. 6) ergibt sich, dass die 
Ausbildung in Teilzeit erfolgt und mindestens zwei Jahre dauert. Die Ausbildung findet in 
Form von Online-Seminaren mit Präsenzphasen statt. Die Präsenzphasen finden jeweils 
an den Wochenenden mit jeweils mindestens 21 Unterrichtsstunden pro Präsenzwochen-
ende statt. Zusätzlich zum fachpraktischen Unterricht mit Anwesenheitspflicht kommt eine 
wöchentliche Lernzeit von mindestens 13 Unterrichtsstunden. Daraus folgt, dass die Aus-
bildung zwar mehrheitlich am Wochenende stattfindet, sodass diese die Teilnahme an ar-
beitsmarktlichen Massnahmen und die Annahme einer erwerblichen Tätigkeit im Pensum 
von 50 % auf den ersten Blick nicht ausschliesst. Der unter Erwägung 3.1 dargestellte 
Sachverhalt zeigt jedoch, dass die Beschwerdeführerin mit ihrer Ausbildung zur Hunde-
physiotherapeutin effektiv derart ausgelastet ist, dass sie an arbeitsmarktlichen Massnah-

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men nicht teilnehmen kann bzw. will. So hat die Beschwerdeführerin sowohl am Eintritts-
gespräch in der C.________ vom 9. Juni 2022 als auch am Kurs "Job-Atelier" vom 20. bis 
28. Juni 2022 nicht teilgenommen. Zur Begründung führte sie in ihren E-Mails vom 15., 20. 
und 23. Juni 2022 (AWA-act. 14 S. 3 und AWA-act. 15 S. 4 und 11) aus, dass sie gerade 
mit der Weiterbildung zur Hundephysiotherapeutin begonnen habe und sie daher fast den 
ganzen Tag am Lernen sei. Im Moment sei es ihr nicht möglich, an arbeitsmarktlichen 
Massnahmen teilzunehmen. Sie wäre sehr froh, wenn dies akzeptiert werde. Natürlich sei 
ihr bewusst, dass es dann leider evtl. Kürzungen geben könnte, aber im Moment sei es für 
sie nicht anders machbar. Bereits mit E-Mail vom 3. Juni 2022 (AWA-act. 15 S. 14 f.) 
merkte sie an, dass es sich um eine sehr zeitintensive Ausbildung handle. Wenn sich die 
Beschwerdeführerin im Rahmen der Einsprache sinngemäss auf den Standpunkt stellt, sie 
sei immer bereit gewesen, eine zumutbare Stelle in einem Pensum von 50 % anzunehmen 
(vgl. AWA-act. 9), wird dies durch die soeben dargelegten Angaben der Beschwerdeführe-
rin gegenüber ihrer RAV-Beraterin widerlegt. Zwar relativierte die Beschwerdeführerin in 
der Beschwerdeschrift ihre Angaben zum Lernaufwand und verwies auf die Möglichkeit 
der freien Zeiteinteilung (vgl. act. 1 S. 1). Da diese Ausführungen jedoch erst nach der Mit-
teilung des Beschwerdegegners betreffend Verneinung der Vermittlungsfähigkeit erfolgten 
und sie zuvor mehrfach auf ihre zeitintensive Ausbildung verwies, kommt man nicht um 
den Eindruck herum, die Angaben in der Beschwerdeschrift könnten von sozialversiche-
rungsrechtlichen Überlegungen beeinflusst worden sein. Darauf braucht vorliegend jedoch 
nicht weiter eingegangen zu werden. Denn selbst wenn es – wie von der Beschwerdefüh-
rerin geltend gemacht – zutreffen sollte, dass sie sich nach einer gewissenermassen tur-
bulenten Anfangsphase inzwischen besser organisiert hat, sodass die Ausbildung nun 
doch nicht so zeitintensiv ist, wie noch zunächst angenommen und gegenüber ihrer RAV-
Beraterin geäussert, ändert dies nichts an der Rechtmässigkeit des angefochtenen Ein-
spracheentscheids. Zu berücksichtigen ist nämlich, dass sich die Beurteilung der Vermitt-
lungsfähigkeit aufgrund der Abmeldung von der Arbeitsvermittlung vorliegend ohnehin nur 
auf den Zeitraum vom 1. Mai bis 25. Juli 2022 bezieht. Auf diesen Umstand wurde die Be-
schwerdeführerin mit Schreiben vom 26. Juli 2022 (AWA-act. 6) explizit hingewiesen. Be-
treffend diesen Zeitraum erhellen jedoch die echtzeitlichen Angaben der Beschwerdefüh-
rerin gegenüber ihrer RAV-Beraterin, dass sie mit ihrer Ausbildung voll ausgelastet und 
angesichts dessen offensichtlich nicht bereit war, daneben an arbeitsmarktlichen Mass-
nahmen teilzunehmen. Die Vermittlungsfähigkeit ist daher zu verneinen. 

Daran ändert auch der Einwand der Beschwerdeführerin, sie sei davon ausgegangen, 
dass sie aufgrund der Jobzusage an den arbeitsmarktlichen Massnahmen nicht teilneh-

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men müsse, nichts. Zunächst ist mit der Verwaltung darauf hinzuweisen, dass der Be-
schwerdeführerin eine Arbeitsstelle erst für die Zeit nach der Beendigung ihrer Ausbildung 
zur Hundephysiotherapeutin zugesichert wurde (vgl. AWA-act. 15 S. 5). Da die Ausbildung 
in Teilzeit mindestens zwei Jahre dauert, steht die Beschwerdeführerin dem Arbeitsmarkt 
bis dann noch zur Verfügung. Des Weiteren ist anzumerken, dass die Anordnung von ar-
beitsmarktlichen Massnahmen prinzipiell in das Ermessen der zuständigen Beraterin des 
RAV fällt, weshalb auch ein Absehen davon von diesen auszugehen hat; es steht keines-
wegs im Belieben der versicherten Person, selbst über die Zweckmässigkeit einer vorge-
sehenen Massnahme zu befinden (vgl. BGer 8C_833/2007 vom 14. Mai 2008 E. 3.2 und 
EVG C 249/02 vom 1. Oktober 2003 E. 2.2). Mit E-Mail vom 7. April 2022 (AWA-act. 23) 
teilte die Beschwerdeführerin ihrer RAV-Beraterin mit, dass sie für die Zeit nach der Aus-
bildung eine mündliche Zusage für eine Anstellung habe. Trotz dessen wurde anlässlich 
des Beratungsgesprächs vom 1. Juni 2022 als arbeitsmarktliche Massnahme ein Einsatz 
in der C.________ angedacht (vgl. AWA-act. 18) und die Beschwerdeführerin zum Erstge-
spräch eingeladen (vgl. AWA-act. 15 S. 18) sowie in der Folge angewiesen, den Kurs 
"Job-Atelier" zu besuchen (vgl. AWA-act. 14 S. 6 ff.). Die mögliche Vertragsunterzeich-
nung vermochte somit für die RAV-Beraterin keine Änderung der Zuweisung in das Pro-
gramm zu begründen, was angesichts dessen, dass die Zusicherung der Arbeitsstelle erst 
für die Zeit nach der 2-jährigen Ausbildung erfolgte, absolut nachvollziehbar ist. Mit E-Mail 
vom 3. Juni 2022 (AWA-act. 15 S. 15) wies die RAV-Beraterin die Beschwerdeführerin so-
dann explizit darauf hin, dass eine Teilnahme an arbeitsmarktlichen Massnahmen Pflicht 
sei. Dass die Teilnahme obligatorisch ist und ein unentschuldigtes Fernbleiben eine Leis-
tungskürzung zur Folge haben kann, geht sodann auch aus der Einladung zum Eintritts-
/Vorstellungsgespräch in der C.________ vom 3. Juni 2022 (AWA-act. 15 S. 18) und den 
der Kursverfügung vom 15. Juni 2022 (AWA-act. 14 S. 6 ff.) beigelegten wichtigen Infor-
mationen hervor. Demenentsprechend wurde das Verhalten der Beschwerdeführerin in 
der Folge mit zwei Einstellungsverfügungen sanktioniert (AWA-act. 14 S. 1 f. und AWA-
act. 15 S. 1 f.), wobei beide unangefochten in Rechtskraft erwachsen sind. Die Beschwer-
deführerin kann mit ihrem Einwand somit nicht gehört werden. Für die von der Beschwer-
deführerin behauptete ungenügende Betreuung durch ihre RAV-Beraterin lassen sich den 
Akten im Übrigen keine Anhaltspunkte entnehmen. 

Zu guter Letzt ist zu betonen, dass das Gebot der Rechtsgleichheit, d.h. das Gebot für die 
Verwaltung und die Gerichte, alle Rechtssuchenden vor dem Gesetz gleich zu behandeln, 
für besondere Milde bzw. Kulanz keinen Spielraum offenlässt. 

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4. Zusammenfassend ist festzustellen, dass das AWA die Vermittlungsfähigkeit der 
Beschwerdeführerin ab 1. Mai 2022 zu Recht verneint hat. Damit erweist sich die Be-
schwerde als unbegründet und sie ist vollumfänglich abzuweisen. 

5. Mangels einer entsprechenden Bestimmung im AVIG ist das Verfahren vor dem 
Versicherungsgericht kostenlos (Art. 61 lit. fbis ATSG). Eine Parteientschädigung ist bei 
diesem Ausgang des Verfahrens nicht zuzusprechen (Art. 61 lit. g ATSG).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
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1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an die Beschwerdeführerin (mit ausführlicher Rechtsmittelbelehrung), 
an den Rechtsdienst der Arbeitslosenkasse des Kantons Zug, an das Amt für 
Wirtschaft und Arbeit des Kantons Zug sowie an das Staatssekretariat für Wirt-
schaft (Seco), Bern. 

Zug, 10. November 2023

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am