# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e803314b-f325-5064-a8cf-1a67b824e3cf
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-07-16
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Strafrecht 16.07.2019 470 19 70
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_004_470-19-70_2019-07-16.pdf

## Full Text

Seite 1 
 

 

 

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, vom  

16. Juli 2019 (470 19 70) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Strafprozessrecht 

 

Begründungspflicht hinsichtlich der Kosten- und Entschädigungsfolgen bei einer Verfah-

renseinstellung  

 

Die Staatsanwaltschaft muss in der Einstellungsverfügung wenigstens kurz ihre Überlegungen 
nennen, von denen sie sich hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt (E. 3). 
 
 

 

Besetzung Vizepräsident Stephan Gass, Richterin Helena Hess (Ref.), Richter 

Dominique Steiner; Gerichtsschreiber Stefan Steinemann 

 

 

Parteien A._____,  

vertreten durch Advokatin Patricia Jenny-Elmer, Gerbergasse 48, 

Postfach, 4001 Basel,  

Beschwerdeführerin 

 

B._____,  

Geschädigter 

  

 

gegen 

 

 

 Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft,  

Allgemeine Hauptabteilung, Grenzacherstrasse 8,  

Postfach, 4132 Muttenz,  

Beschwerdegegnerin 

  

 

Gegenstand Verfahrenseinstellung 

Beschwerde gegen die Einstellungsverfügung der  

Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft vom 21. Februar 2019 

 
 

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A. Am 2. Juni 2014 stellte B._____ wegen eines Vorfalls vom 29. Mai 2014 in C._____, 

D._____strasse 1, für alle in Frage kommenden Delikte gegen Unbekannt Strafantrag und er-

klärte, sich am Strafverfahren als Privatkläger zu beteiligen. In der Folge eröffnete die Staatsan-

waltschaft am 3. Juni 2014 gegen A._____ eine Strafuntersuchung wegen einfacher Körperver-

letzung, eventuell schwerer Körperverletzung, mutmasslich begangen am 29. Mai 2014 zirka zwi-

schen 20:45 Uhr und 20:50 Uhr im Mehrfamilienhaus an der D._____strasse 1 in C._____ zum 

Nachteil von B._____. Mit Eingabe vom 5. April 2017 zog B._____ seinen Strafantrag sowie seine 

Straf- und Zivilklage zurück. Daraufhin entschied die Staatsanwaltschaft mit Einstellungsverfü-

gung vom 21. Februar 2019 Folgendes: 

 1. Das Strafverfahren wird in Anwendung von Art. 319 Abs. 1 lit. d StPO eingestellt.  

 

  (…) 

 

 4. Die Kosten des eingestellten Verfahrensteils, bestehend aus 

  - Kosten der Staatsanwaltschaft  Fr. 6‘122.65 

  - Gebühren für die Entscheide des ZMG BL Fr.    500.00 

  - Gebühr der Einstellungsverfügung (inkl. Porto)  Fr.     200.00 

  Total    Fr. 6‘822.65 

  gehen gemäss Art. 426 Abs. 2 StPO zulasten von A._____. 

 

 5. A._____ wird gemäss Art. 430 Abs. 1 lit. a StPO keine Entschädigung und keine Genug-

tuung zugesprochen. 

 

 6. Der amtlichen Verteidigung wird gemäss Art. 135 StPO eine Entschädigung von 

Fr. 9‘339.85 abzüglich der gemäss Verfügung vom 14. Dezember 2018 bereits geleisteten 

Akontozahlung von Fr. 8‘533.50 zugesprochen. 

 

 7. A._____ wird gestützt auf Art. 135 Abs. 4 StPO verpflichtet, sobald es ihre wirtschaftliche 

Situation erlaubt, dem Kanton Basel-Landschaft die für die amtliche Verteidigung geleis-

tete Entschädigung zurückzuzahlen. 

 

B. Gegen diese Verfügung erhob A._____ (fortan: Beschwerdeführerin) am 8. März 2019 

beim Kantonsgericht, Abteilung Strafrecht, Beschwerde mit den Anträgen, es seien die Dispositiv-

Ziffern 1 und 4–7 der angefochtenen Verfügung vollumfänglich aufzuheben, eventualiter sei die 

Sache gemäss den Dispositiv-Ziffern 1 und 4–7 der angefochtenen Verfügung zur Neubeurteilung 

an die Vorinstanz zurückzuweisen; das Strafverfahren sei in Anwendung von Art. 319 Abs. 1 lit. 

a StPO einzustellen; es sei ihr eine Entschädigung von Fr. 9‘339.85 für die ihr entstandenen 

Anwaltskosten zuzusprechen; die Verfahrenskosten von total Fr. 6‘822.65 seien vollumfänglich 

dem Staat aufzuerlegen; es sei ihr die amtliche Verteidigung mit Advokatin Patricia Elmer für das 

Beschwerdeverfahren zu gewähren; unter o/e-Kostenfolge zulasten des Staats. 

 

C. Die Staatsanwaltschaft begehrte mit Stellungnahme vom 14. März 2019 die Abweisung 

der Beschwerde, unter Kostenfolge zulasten der Beschwerdeführerin. 

 
 

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Erwägungen 

 

1. Eine Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft kann innert 10 Tagen seit deren Eröff-

nung bei der Dreierkammer des Kantonsgerichts, Abteilung Strafrecht, schriftlich und begründet 

angefochten werden (Art. 322 Abs. 2 StPO, Art. 396 Abs. 1 StPO und § 15 Abs. 2 EG StPO). 

Verlangt das Gesetz – wie vorliegend – die Begründung des Rechtsmittels, so hat gemäss Art. 

385 Abs. 1 StPO die Person oder die Behörde, welche das Rechtsmittel ergreift, genau anzuge-

ben, welche Punkte des Entscheides sie anficht (lit. a), welche Gründe einen anderen Entscheid 

nahelegen (lit. b) und welche Beweismittel sie anruft (lit. c). In der schriftlichen Beschwerdebe-

gründung hat die beschwerdeführende Partei mittels eindeutiger Verweisungen auf die vo-

rinstanzlichen Erwägungen schlüssig darzulegen, weshalb sie den angefochtenen Entscheid als 

fehlerhaft erachtet und die tatsächlichen bzw. rechtlichen Gründe zu nennen, die einen anderen 

Entscheid nahelegen (GUIDON, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schwei-

zerische Strafprozessordnung, 2. Aufl. 2014, Art. 396 N 9c; CALAME, in: Kuhn/Jeanneret [Hrsg.], 

Commentaire Romand, Code de procédure pénale, 2011, Art. 385 N 21; BGer 6B_721/2018 vom 

19. November 2018 E. 2.1, 6B_448/2017 vom 22. Februar 2018 E. 2.2, 6B_1404/2016 vom 13. 

Juni 2017 E. 1.2.3, 6B_1162/2016 vom 27. April 2017 E. 2.3). Laut Art. 382 Abs. 1 StPO kann 

jede Partei, die ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung eines Ent-

scheids hat, ein Rechtsmittel ergreifen. Die Beschwerdevoraussetzungen geben keinen Anlass 

zu Bemerkungen und sind erfüllt. Auf die Beschwerde ist somit einzutreten. 

 

 

2. Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Staatsanwaltschaft hätte das Strafverfahren 

in Anwendung von Art. 319 Abs. 1 lit. a StPO einstellen müssen. Dem kann nicht gefolgt werden. 

Laut Art. 319 Abs. 1 lit. d StPO verfügt die Staatsanwaltschaft die vollständige oder teilweise 

Einstellung des Verfahrens, wenn Prozessvoraussetzungen definitiv nicht erfüllt werden können 

oder Prozesshindernisse aufgetreten sind. Eine Bestrafung der Beschwerdeführerin wegen der 

vorliegend in Frage stehenden Anstiftung zu einfacher Körperverletzung setzt einen Strafantrag 

voraus. Der Strafantrag bildet eine Prozessvoraussetzung (BGE 128 IV 81 E. 2a). Mit Eingabe 

vom 5. April 2017 hat B._____ seinen Strafantrag zurückgezogen. Mit dem Rückzug des Straf-

antrags ist eine zwingende Prozessvoraussetzung dahingefallen. Aus diesem Grund hat die 

Staatsanwaltschaft das Strafverfahren zu Recht ohne Weiterungen in Anwendung von Art. 319 

Abs. 1 lit. d StPO eingestellt. Insoweit die Beschwerdeführerin verlangt, es sei die Dispositiv-

Ziffer 1 der angefochtenen Einstellungsverfügung aufzuheben und das Strafverfahren in Anwen-

dung von Art. 319 Abs. 1 lit. a StPO einzustellen, erweist sich die Beschwerde somit als unbe-

gründet und ist deshalb in dieser Hinsicht abzuweisen. 

 

 

3. Art. 81 Abs. 3 lit. b StPO statuiert eine Begründungspflicht für Einstellungsverfügungen. 

Die Begründungspflicht folgt aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV.  

 

3.1 Die Begründungspflicht stellt nicht nur ein bedeutsames Element transparenter Entscheid-

findung dar, sondern dient zugleich auch der wirksamen Selbstkontrolle der verfügenden Behörde 

 
 

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(BGE 118 V 56 E. 5b, 112 Ia 109 E. 2b). Die Begründung soll der Staatsanwaltschaft ihre Über-

legungen vor Augen führen und so eine Prüfung der Plausibilität des eigenen Entscheids bewir-

ken, um zu verhindern, dass sie sich von unsachlichen Motiven leiten lässt. Überdies soll die 

Begründung die betroffene Person in die Lage versetzen, sachgerecht über einen Weiterzug des 

Entscheids zu befinden und diesen gegebenenfalls in voller Kenntnis der Sache an die höhere 

Instanz weiterzuziehen (vgl. GRÄDEL/HEINIGER, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger, a.a.O., Art. 320 N 5). 

Zudem soll sie der Beschwerdeinstanz die Prüfung des angefochtenen Entscheids ermöglichen. 

Dementsprechend muss die Staatsanwaltschaft wenigstens kurz ihre Überlegungen nennen, von 

denen sie sich hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt (BGE 142 III 433 E. 4.3.2; 

MOREILLON/PAREIN-REYMOND, Petit Commentaire, Code de procédure pénale, 2. Aufl. 2016, Art. 

320 N 2). 

 

3.2 In der angefochtenen Verfügung begnügt sich die Staatsanwaltschaft mit der pauschalen 

Feststellung, die Beschwerdeführerin habe nachweislich E._____ dazu angestiftet, B._____ eine 

Abreibung zu verpassen, und dabei zumindest in Kauf genommen, dass B._____ Verletzungen 

im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 StGB zugefügt werden könnten. Die Staatsanwaltschaft legt jedoch 

überhaupt nicht dar, aus welchen Gründen sie den besagten Nachweis als erbracht ansieht. 

Überdies macht die Staatsanwaltschaft in der angefochtenen Verfügung pauschal geltend, die 

Beschwerdeführerin habe die Einleitung des Strafverfahrens rechtswidrig und schuldhaft bewirkt, 

weshalb ihr gestützt auf Art. 426 Abs. 2 StPO die mit dem vorliegenden Verfahrensteil angefalle-

nen Verfahrenskosten anteilmässig aufzuerlegen seien und ihr entsprechend Art. 430 Abs. 1 lit. 

a StPO keine Entschädigung und keine Genugtuung auszurichten sei. Damit stellt die Staatsan-

waltschaft lediglich fest, dass eine rechtswidrige und schuldhafte Einleitung des Strafverfahrens 

durch die Beschwerdeführerin vorliege und damit Art. 426 Abs. 2 StPO und Art. 430 Abs. 1 lit. a 

StPO angewendet werden könnten; sie unterlässt es jedoch darzulegen, wie sie zu dieser 

Schlussfolgerung gelangt ist. Nach alledem steht fest, dass in der angefochtenen Verfügung eine 

konkrete Begründung für die Verlegung der Verfahrenskosten sowie die Verweigerung einer Ent-

schädigung und einer Genugtuung fehlt. Die angefochtene Verfügung verletzt somit die Begrün-

dungspflicht. 

 

3.3 

3.3.1 Laut Art. 397 Abs. 2 StPO entscheidet die Beschwerdeinstanz in der Sache selbst oder 

weist diese zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zurück. Nach der Rechtsprechung kann 

eine nicht besonders schwerwiegende Verletzung des rechtlichen Gehörs ausnahmsweise ge-

heilt werden, wenn die betroffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer Rechtsmittelinstanz 

zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie auch die Rechtslage frei überprüfen kann. Unter 

dieser Voraussetzung ist darüber hinaus selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des An-

spruchs auf rechtliches Gehör von einer Rückweisung der Sache an die Vorinstanz abzusehen, 

wenn und soweit die Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen 

Verzögerungen führen würde, die mit dem Interesse der betroffenen Partei an einer beförderli-

chen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären (BGE 137 I 195 E. 2.3.2, 136 V 117 E. 

4.2.2.2). Die Heilung soll jedoch, insbesondere in Fällen schwerer Verletzung, die Ausnahme 

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bleiben. Sie kommt zudem nur in Betracht, wenn der betroffenen Person aus der erst nachträgli-

chen Gehörsgewährung bzw. der Heilung kein Nachteil erwächst (BGE 135 I 279 E. 2.6.1, 133 I 

201 E. 2.2). 

 

3.3.2 Im vorliegenden Fall drängt sich eine Rückweisung der Sache an die Vorinstanz auf, da 

die Beschwerdeinstanz vom Gesetzgeber nicht dazu geschaffen worden ist, erstmals anstelle der 

Staatsanwaltschaft einen konkret begründeten Entscheid zur Verlegung der Kosten im Vorver-

fahren sowie zur Entschädigungs- und Genugtuungsfrage zu erlassen. Zudem soll der Beschwer-

deführerin der Instanzenzug gewahrt bleiben, urteilt die Beschwerdeinstanz doch als einzige 

Rechtsmittelinstanz mit voller Kognition. Eine Rückweisung erscheint vorliegend umso mehr als 

angezeigt, als die Gründe für die vorinstanzliche Entscheidung nicht offenkundig sind. Mit der 

Rückweisung soll sichergestellt werden, dass die Beschwerdeführerin, wie vom Gesetz vorgese-

hen, die Möglichkeit erhält, die vorinstanzliche Verfügung sachgerecht in Kenntnis aller massge-

blichen Gründe der Staatsanwaltschaft bei der Beschwerdeinstanz anzufechten. Im Weiteren soll 

der Beschwerdeinstanz ermöglicht werden, die Sache unter Berücksichtigung der Überlegungen 

der Staatsanwaltschaft gehörig überprüfen zu können. Dem Gesagten zufolge ist die angefoch-

tene Verfügung aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuwei-

sen. 

 

3.3.3 An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass die Staatsanwaltschaft der nicht verurteilten 

Beschwerdeführerin die Kosten nach Art. 426 Abs. 2 StPO nur überbinden darf, wenn sie in zivil-

rechtlich vorwerfbarer Weise gegen eine geschriebene oder ungeschriebene Verhaltensnorm klar 

verstossen und dadurch die Einleitung des Strafverfahrens veranlasst oder dessen Durchführung 

erschwert hat. Ein widerrechtliches Verhalten reicht nicht aus. Erforderlich ist überdies, dass es 

die adäquate Ursache für die Einleitung oder Erschwerung des Strafverfahrens dargestellt hat 

(BGE 144 IV 202 E. 2.2; BGer 6B_925/2018 vom 7. März 2019 E. 1.3.1). In tatsächlicher Hinsicht 

darf sich die Kostenauflage nur auf unbestrittene oder bereits klar nachgewiesene Umstände 

stützen (BGer 6B_398/2018 vom 21. August 2018 E. 2.1). Der Kostenentscheid präjudiziert so-

dann die Entschädigungs- und Genugtuungsfrage. Es gilt der Grundsatz, dass bei Auferlegung 

der Kosten nach Art. 430 Abs. 1 lit. a StPO keine Entschädigung oder Genugtuung auszurichten 

ist, während bei Übernahme der Kosten durch die Staatskasse die beschuldigte Person Anspruch 

auf Entschädigung hat (BGE 137 IV 352 E. 2.4.2). 

 

 

4. Dem Gesagten zufolge ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen. Die Dispositiv-Ziffern 

4–7 der Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft vom 21. Februar 2019 

sind aufzuheben und die Sache ist zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Im 

Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen. 

 

 

5. Abschliessend bleibt über die Kosten- und Entschädigungsfolgen zu befinden. 

 

Die Beschwerdeführerin unterliegt mit ihrer Beschwerde zwar insoweit, als sie verlangt, es sei die 

Dispositiv-Ziffer 1 der angefochtenen Einstellungsverfügung aufzuheben und das Strafverfahren 

 
 

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in Anwendung von Art. 319 Abs. 1 lit. a StPO einzustellen. Dies betrifft allerdings nur einen un-

tergeordneten Nebenpunkt. Die Beschwerdeführerin ist dagegen mit ihrer Beschwerde insoweit 

erfolgreich, als sie damit eine Aufhebung der Dispositiv-Ziffern 4–7 der angefochtenen Einstel-

lungsverfügung und eine Rückweisung der Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz erreicht. 

Vor dem dargestellten Hintergrund erscheint es als angezeigt, die Kosten des Beschwerdever-

fahrens von total Fr. 1‘050.– (bestehend aus einer Spruchgebühr von Fr. 1‘000.– und Auslagen 

von pauschal Fr. 50.–) auf die Staatskasse zu nehmen (Art. 428 Abs. 4 StPO) und der Beschwer-

deführerin für das Beschwerdeverfahren eine angemessene Entschädigung aus der Staatskasse 

auszurichten (Art. 436 Abs. 3 StPO). Die Verteidigerin der Beschwerdeführerin, Advokatin Patri-

cia Elmer, macht ein Honorar von Fr. 1‘418.95 (inkl. Auslagen und MWSt.) geltend. Dieses er-

scheint als angemessen. Ihr ist somit eine Entschädigung in dieser Höhe aus der Staatskasse 

auszurichten. 

 

 

 

Demnach wird erkannt: 

 

://: 1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. 

 

Die Dispositiv-Ziffern 4–7 der Einstellungsverfügung der Staatsanwalt-

schaft Basel-Landschaft vom 21. Februar 2019 werden aufgehoben 

und die Sache wird zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückgewie-

sen. 

 

Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen. 

 

 2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von total Fr. 1‘050.– (beste-

hend aus einer Beschlussgebühr von Fr. 1‘000.– und Auslagen von 

pauschal Fr. 50.–) werden auf die Staatskasse genommen. 

 

Advokatin Patricia Jenny-Elmer wird für das Beschwerdeverfahren eine 

Entschädigung von Fr. 1‘418.95 (inkl. Auslagen und MWSt.) aus der 

Staatskasse ausgerichtet. 

 

 

Vizepräsident 

 

 

 

 

Stephan Gass 

Gerichtsschreiber 

 

 

 

 

Stefan Steinemann