# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a8ad0d1b-987c-5892-8043-b0c37ab59d72
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-01-31
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 31.01.2024 E-7064/2023
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-7064-2023_2024-01-31.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-7064/2023 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  3 1 .  J a n u a r  2 0 2 4  

Besetzung 
 Einzelrichterin Gabriela Freihofer, 

mit Zustimmung von Richterin Esther Marti;   

Gerichtsschreiber Stefan Trottmann. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Beschwerdeführerin, 

B._______, geboren am (…), 

C._______, geboren am (…), 

alle Albanien,  

alle (…),   

Beschwerdeführende,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung (Art. 40 i.V.m. Art. 6a Abs. 2 AsylG); 

Verfügung des SEM vom 13. Dezember 2023 / N (…). 

 

 

 

E-7064/2023 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass die Beschwerdeführerin gemeinsam mit ihren zwei Kindern am 4. Juni 

2022 in der Schweiz um Asyl nachsuchte,  

dass die Beschwerdeführerin am 29. Juli 2022 im Beisein ihrer Rechtsver-

tretung zu ihren Gesuchsgründen und derjenigen ihrer minderjährigen Kin-

der angehört wurde,  

dass ihr Asylgesuch am 5. August 2022 in das erweiterte Verfahren zuge-

teilt wurde, 

dass sie am 9. August 2023 ergänzend angehört wurde, 

dass sie anlässlich ihrer Anhörungen im Wesentlichen geltend machte, sie 

sei mit 16 Jahren durch ihren Vater mit D._______ verheiratet worden und 

habe anschliessend mit ihm zusammen in E._______ gelebt, 

dass D._______ als Manager in einem Geschäft mit Minibussen gearbeitet 

habe, am (…) 2022 die Polizei zu ihnen nach Hause gekommen sei und 

D._______ gesucht habe, letzterer aber bereits seit zwei Wochen nicht 

mehr nach Hause gekommen sei, 

dass sie über die Medien erfahren habe, dass ihr Ehemann und dessen 

Bruder mit einer mafiösen Gruppierung zusammenarbeiten würden und 

der Beihilfe zum Mord von F._______ beschuldigt worden seien, 

dass G._______, der mit D._______ und dessen Vorgesetzten H._______ 

zusammengearbeitet habe, von den Behörden festgenommen worden sei 

und diesen alles über die Tätigkeiten von D._______ und dessen Bruder 

erzählt habe,  

dass sich ihr Schwager seit einem Jahr im Gefängnis befinde, weil er den 

Bruder von I._______, einer der mächtigsten Mafiabosse in Albanien, um-

gebracht habe, 

dass sich D._______ auf der Flucht vor den Behörden und vor Racheakten 

der Mafia befinde und er sie – die Beschwerdeführerin – telefonisch zum 

Verlassen von Albanien aufgefordert habe, da sie dort nicht mehr sicher 

sei, 

dass sie sich in einer Blutfehde befinde und sich vor der Rache der von 

ihrem Mann geschädigten Familie fürchte, 

E-7064/2023 

Seite 3 

dass sie daraufhin gemeinsam mit ihren Kindern in die Schweiz eingereist 

sei und der Mann ihrer Schwägerin, der in der Schweiz lebe, die Reise 

finanziert habe,  

dass es in Albanien täglich Morde und Anschläge gebe und die Behörden 

nicht in der Lage seien, ihre Kinder zu schützen,  

dass sie befürchte, ihnen würde in Albanien etwas zustossen, 

dass sich die Beziehung zu ihrem Ehemann seit der Ausreise verschlech-

tert habe und sie beabsichtige, sich von ihm scheiden zu lassen, 

dass sie ihren eigenen und die Reisepässe ihrer Kinder, die Anklageschrift 

gegen ihren Ehemann vom (…) 2022, ein Protokoll einer Hausdurchsu-

chung vom (…) 2022, diverse Nachrichtenartikel, eine Interpolliste der 

meistgesuchten Personen Albaniens, darunter ihr Ehemann, eine Voll-

macht betreffend Ausreise mit ihren Kindern vom (…) 2022 und eine Kopie 

eines C-Ausweises des Mannes ihrer Schwägerin zu den vorinstanzlichen 

Akten reichte,  

dass das SEM mit Verfügung vom 13. Dezember 2023 – eröffnet am Fol-

getag – feststellte, die Beschwerdeführenden erfüllten die Flüchtlingsei-

genschaft nicht, ihre Asylgesuche ablehnte, die Wegweisung aus der 

Schweiz verfügte, den Wegweisungsvollzug anordnete und die editions-

pflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis aushändigte, 

dass die Beschwerdeführenden mit Eingabe vom 20. Dezember 2023 ge-

gen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erho-

ben und beantragten, die angefochtene Verfügung sei vollumfänglich auf-

zuheben, die Flüchtlingseigenschaft sei anzuerkennen und es sei Asyl zu 

gewähren, 

dass weiter festzustellen sei, dass der Vollzug der Wegweisung unzulässig, 

unzumutbar oder unmöglich und die vorläufige Aufnahme anzuordnen sei, 

dass die Sache eventualiter an die Vorinstanz zurückzuweisen sei, 

dass sie in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Gewährung der unentgeltli-

chen Prozessführung inklusive Kostenvorschussverzicht und amtliche 

Rechtsverbeiständung ersuchten, 

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Seite 4 

dass der Beschwerde die angefochtene Verfügung vom 13. Dezember 

2023 in Kopie, drei Fotografien von fremdsprachigen Dokumenten, ein Do-

kument «Personalblatt» vom 11. Dezember 2023 sowie eine Kopie einer 

Visitenkarte «J._______» beilagen, 

dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 21. Dezember 2023 ein 

weiteres fremdsprachiges Dokument einreichte, 

dass sie mit Eingabe vom 22. Dezember 2023 sechs Presseberichte nach-

reichte, 

dass die Instruktionsrichterin die Gesuche um Gewährung der unentgeltli-

chen Prozessführung und Rechtsverbeiständung mit Zwischenverfügung 

vom 29. Dezember 2023 abwies und die Beschwerdeführenden zur Be-

zahlung eines Kostenvorschusses aufforderte,  

dass die Beschwerdeführenden den Kostenvorschuss am 5. Januar 2024 

innert Frist leisteten, 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. 

Art. 31–33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass die Beschwerdeführenden am Verfahren vor der Vorinstanz teilge-

nommen haben, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 

sind, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise 

Änderung haben und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert 

sind (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),  

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde – nach 

fristgerechter Leistung des Kostenvorschusses – einzutreten ist (Art. 108 

Abs. 2 AsylG, Art. 52 Abs. 1 VwVG),  

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5),  

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Seite 5 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich 

– wie nachfolgend aufgezeigt – um ein solches Rechtsmittel handelt, wes-

halb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),  

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde,  

dass in der Beschwerde zwar ein Kassationsbegehren gestellt, dieses aber 

mit keinem Wort begründet wird, 

dass aufgrund der Aktenlage nicht auf eine Verletzung von Verfahrensvor-

schriften geschlossen werden kann, weshalb das Kassationsbegehren ab-

zuweisen ist, 

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG),  

dass als ernsthafte Nachteile die Gefährdung des Leibes, des Lebens oder 

der Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen 

Druck bewirken, gelten (Art. 3 Abs. 2 AsylG), 

dass das SEM seinen Asylentscheid im Wesentlichen damit begründet, die 

Vorbringen der Beschwerdeführenden hielten den Anforderungen an die 

Flüchtlingseigenschaft nicht stand, wobei auf die zutreffenden Ausführun-

gen der Vorinstanz zu verweisen ist,  

dass die Beschwerdeführenden in ihrer Beschwerde im Wesentlichen wie-

derholen, was sie bereits an den Anhörungen ausgeführt haben, und weiter 

darauf hinweisen, in Albanien gebe es täglich Morde, die auf Blutrache zu-

rückzuführen seien, 

dass die Polizei ihre Kinder niemals rund um die Uhr bewachen könne und 

alles andere kein realistischer Schutz für sie sei, mithin die Vermutung, der 

Albanische Staat könne sie schützen, nicht zutreffe, 

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Seite 6 

dass das Bundesverwaltungsgericht in einem ähnlichen Fall (E-3283/2019 

vom 15. Juli 2019) auch schon einmal eine Beschwerde gutgeheissen 

habe,  

dass es sich bei Albanien um einen verfolgungssicheren Staat im Sinne 

von Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG (vgl. dazu Anhang 2 der Asylverordnung 1 

vom 11. August 1999 [AsylV 1, SR 142.311]) handelt und die Bezeichnung 

dieses Landes als sogenanntes «Safe Country» die Regelvermutung bein-

haltet, dass eine flüchtlingsrechtlich bedeutsame staatliche Verfolgung 

nicht stattfindet und der behördliche Schutz vor nichtstaatlicher Verfolgung 

gewährleistet ist (vgl. Urteil des BVGer D-6090/2023 vom 14. November 

2023 E. 8.1 m.w.H.), 

dass diese Regelvermutung im Einzelfall aufgrund konkreter und substan-

ziierter Hinweise umgestossen werden kann (a.a.O.), 

dass es sich bei den Befürchtungen der Beschwerdeführenden, kriminelle 

Clans könnten ihnen nach dem Leben trachten, offensichtlich um reine Ver-

mutungen handelt, gestand die Beschwerdeführerin auf Nachfrage doch 

ein, nie persönlich bedroht worden zu (vgl. SEM-act. A42/16 F97),  

dass sich in diesem Zusammenhang in den Akten denn auch keine Hin-

weise darauf finden, die Beschwerdeführenden hätten die albanischen Be-

hörden je um Schutz ersucht, respektive ihnen sei dieser verweigert wor-

den oder die Behörden hätten keine effektive Handlungsfähigkeit beses-

sen, zumal die Beschwerdeführerin anlässlich ihrer ersten Anhörung zur 

Frage, ob sie bei den Behörden um Schutz ersucht habe, ausführte, sie 

persönlich sei, als die Polizei gekommen sei, sehr schnell abgereist (vgl. 

SEM-act. A24/16 F81), 

dass – auch unter Berücksichtigung der angeführten Berichte – der Be-

schwerde nichts zu entnehmen ist, was geeignet wäre, die Vermutung, 

dass Albanien als verfolgungssicherer Staat gemäss Art. 6a Abs. 2 AsylG 

auch im Falle der Beschwerdeführenden schutzwillig und -fähig sei, umzu-

stossen, 

dass sich die Beschwerdeführenden bei allfälligen zukünftigen Problemen 

mit Drittpersonen an die albanischen Behörden wenden können, 

dass im Übrigen auch kein flüchtlingsrechtlich relevantes Motiv vorliegt, 

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Seite 7 

dass die in der Beschwerdeschrift und den weiteren Eingaben zitierten Be-

richte, unter anderem zur Situation des Justizsystems in Albanien, an die-

ser Einschätzung nichts zu ändern vermögen, zumal sie offensichtlich kei-

nen persönlichen Bezug zu den Beschwerdeführenden aufweisen, 

dass darauf verzichtet werden kann, die auf Beschwerdeebene eingereich-

ten fremdsprachigen Dokumente (Beilage 1 und 2 zur Beschwerde respek-

tive Beilage zur Eingabe vom 21. Dezember 2023) zu übersetzen, da die 

Situation der Beschwerdeführerin sowie diejenige von H._______ anläss-

lich der beiden Anhörungen genügend zum Ausdruck gekommen ist und in 

antizipierter Beweiswürdigung zu schliessen ist, dass aus den Dokumen-

ten keine wesentlichen Erkenntnisse, welche nicht schon bekannt sind, er-

langt werden könnten, zumal an der Glaubhaftigkeit der Vorbringen der Be-

schwerdeführerin ohnehin nicht gezweifelt wird,  

dass der Verweis auf das Urteil E-3283/2019 fehlt geht, da es sich dabei 

nicht um eine Gutheissung in der Sache, sondern um ein Kassationsurteil 

aufgrund verfahrensrechtlicher Mängel handelt, mithin die Beschwerdefüh-

renden daraus nichts zu ihren Gunsten ableiten können, 

dass es den Beschwerdeführenden somit nicht gelungen ist, eine im Sinne 

von Art. 3 AsylG relevante Verfolgungsgefahr nachzuweisen oder zumin-

dest glaubhaft zu machen sowie die Regelvermutung umzustossen, dass 

(auch) im vorliegenden Einzelfall der Schutzwille der heimatlichen Behör-

den gewährleistet sei, weshalb die Vorinstanz die Asylgesuche zu Recht 

abgelehnt hat,  

dass die Anordnung der Wegweisung aus der Schweiz im Einklang mit den 

gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist, da die Beschwer-

deführenden insbesondere weder über einen Aufenthaltstitel für die 

Schweiz noch über eine Anspruchsgrundlage auf Erteilung eines solchen 

verfügen (Art. 44 [erster Satz] AsylG und Art. 32 Abs 1 Asylverordnung 1 

über Verfahrensfragen [SR 142.311]),  

dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-

mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg-

weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1–4 AIG [SR 142.20]), 

dass bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungsvollzugshindernis-

sen gemäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweis-

standard wie bei der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, allfällige 

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Seite 8 

Wegweisungsvollzugshindernisse sind zu beweisen, wenn der strikte Be-

weis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen 

(vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.),  

dass sich der Vollzug der Wegweisung in Beachtung der massgeblichen 

völker- und landesrechtlichen Bestimmungen als zulässig erweist (Art. 83 

Abs. 3 AIG), da nach vorstehenden Erwägungen keine Hinweise auf eine 

flüchtlingsrechtlich relevante Verfolgung bestehen (Art. 5 Abs. 1 AsylG; 

Art. 33 Abs. 1 FK [SR 0.142.30]) und auch keine konkreten Anhaltspunkte 

für eine in der Heimat drohende menschenrechtswidrige Behandlung (im 

Sinne von Art. 3 EMRK) ersichtlich sind,  

dass eine Rückkehr abgewiesener Asylsuchender nach Albanien – ein 

«Safe Country» im Sinne von Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG – grundsätzlich 

als zumutbar gilt (Art. 83 Abs. 5 AIG) und in konstanter Praxis von der ge-

nerellen Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs nach Albanien ausge-

gangen wird (vgl. statt vieler Urteil des BVGer D-6090/2023 vom 14. No-

vember 2023 E. 10.4.2), wobei auch diese Regelvermutung gegebenen-

falls mit substanziierten Gegenargumenten umgestossen werden kann, 

dass die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde vorbringt, sie könne 

nicht auf ein soziales Netz zählen, da sich insbesondere ihre Familie von 

ihr abgewendet habe, ihr Vater das Telefon aufgelegt habe, als sie vom 

negativen Asylentscheid berichtet habe, und sie mit ihren Brüdern keinen 

Kontakt habe, 

dass diese Ausführungen als nachgeschoben qualifiziert werden, zumal 

die Beschwerdeführerin anlässlich ihrer Anhörung ausführte, sie spreche 

jeden Tag oder alle zwei Tage mit ihren Eltern (vgl. SEM-act. A24/16 F36 f.), 

und es wenig nachvollziehbar erscheint und auch in der Beschwerde nicht 

weiter ausgeführt wird, weshalb ihr Vater aufgrund des negativen Asylent-

scheids sich nun plötzlich von ihr abgewendet haben soll, 

dass es der erwachsenen Beschwerdeführerin durchaus zuzumuten ist, 

bei Bedarf den Kontakt mit ihren Brüdern (wieder-)aufzunehmen,  

dass im Weiteren auf die zutreffende Würdigung in der angefochtenen Ver-

fügung verwiesen wird, 

dass die Beschwerdeführenden die Regelvermutung der grundsätzlichen 

Zumutbarkeit eines Wegweisungsvollzugs nach Albanien nicht umzustos-

sen vermögen, 

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Seite 9 

dass es den Beschwerdeführenden obliegt, die für ihre Rückkehr allenfalls 

benötigten Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG; vgl. BVGE 

2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu 

bezeichnen ist,  

dass die Anordnung der vorläufigen Aufnahme somit ausser Betracht fällt 

(Art. 83 Abs. 1-4 AIG),  

dass die Beschwerde nach dem Gesagten abzuweisen und die Verfügung 

der Vorinstanz zu bestätigen ist,  

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten den Beschwerdefüh-

renden aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 750.– 

festzusetzen sind (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über 

die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]), wobei sie durch den in gleicher Höhe geleisteten 

Kostenvorschuss gedeckt sind. 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

 

  

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden den Beschwerdeführenden 

auferlegt. Der in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss wird zur Bezah-

lung der Verfahrenskosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das SEM und die zustän-

dige kantonale Behörde. 

 

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Gabriela Freihofer Stefan Trottmann 

 

 

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