# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e218188c-1605-5ce0-afa4-f4ad496d4071
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2007-05-23
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 23.05.2007 ZB 2007 19
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_ZB-2007-19_2007-05-23.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 23. Mai 2007 Schriftlich mitgeteilt am: 
ZB 07 19/20

Beiurteil
Kantonsgerichtsausschuss

Vorsitz Vizepräsident Bochsler
RichterInnen Rehli und Hubert
Aktuarin ad hoc Bäder Federspiel

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In den zivilrechtlichen Beschwerden

der Y .  und der Z . , Beklagte, Gesuchsteller und Beschwerdeführer, beide vertreten 
durch Rechtsanwalt Dr. iur. Franz Hoffet, Homburger Rechtsanwälte, Wein-
bergstrasse 56/58, Postfach 338, 8006 Zürich, wiedervertreten durch Rechtsanwalt 
Dr. iur. Gieri Caviezel, Vazerolgasse 2, Postfach 731, 7002 Chur, (ZB 07 19), sowie

der X . , Klägerin, Gesuchsgegnerin und Beschwerdeführerin, vertreten durch 
Rechtsanwalt Prof. Dr. iur. Hans Casper von der Crone, Samariterstrasse 5, 8032 
Zürich, wiedervertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Barbara Janom Steiner, Hin-
term Bach 40, Postfach 203, 7002 Chur, gegen die Beklagten, Gesuchsteller und 
Beschwerdeführer, (ZB 07 20),

gegen

die Verfügung des Kantonsgerichtspräsidiums Graubünden vom 14. März 2007, 
mitgeteilt am 16. März 2007, in Sachen der X .  gegen die Y .  und die Z . ,

betreffend unzulässige Wettbewerbsbeschränkung/ Wiedererwägung,

hat der Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden nach Prüfung der im vorliegen-
den Zusammenhang massgeblichen Rechtsschriften und Akten sowie

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in Erwägung :

- dass die X. am 29. Januar 2005 beim Kantonsgericht von Graubünden gegen 
die Y. und die Z. Klage wegen unzulässiger Wettbewerbsbeschränkung (Ge-
schäftsgeheimnisse) erhob,

- dass der Kantonsgerichtspräsident als instruierender Richter nach abge-
schlossenem Schriftenwechsel und - unter Vorbehalt von Art. 108 ZPO - ab-
geschlossenem Beweisverfahren am 31. Oktober 2006 unter anderem ver-
fügte, die Verfahrensakten würden gemäss Art. 15 Abs. 1 KG der Wettbe-
werbskommission zur Erstellung eines Gutachtens über die in den Er-
wägungen aufgeführten Fragen zugestellt,

- dass er in dieser Verfügung den Parteien Gelegenheit einräumte, dem Kan-
tonsgerichtspräsidium bis zum 20. November 2006 die Begutachtung wei-
terer Rechtsfragen durch die Wettbewerbskommission zu beantragen,

- dass die Parteien von dieser Möglichkeit mit Eingabe vom 17. bzw. 20. No-
vember 2006 Gebrauch machten,

- dass die Beklagten zugleich die Verfahrensanträge stellten, es sei vor der 
Einholung eines Gutachtens bei der Wettbewerbskommission das Beweis-
verfahren abzuschliessen und durch das Gericht eine bereinigte Sachver-
haltsdarstellung zu erstellen, die den Parteien zur Stellungnahme zu unter-
breiten sei, verbunden mit der Möglichkeit, Ergänzungsfragen zu Handen der 
Wettbewerbskommission einzureichen,

- dass der Kantonsgerichtspräsident mit Verfügung vom 14. März 2007 die 
Verfahrensakten der Wettbewerbskommission zur Erstellung eines Gutach-
tens zu den in dieser Verfügung und den Rechtsschriften gestellten 
Rechtsfragen überwies,

- dass der Kantonsgerichtspräsident dieser Verfügung als Anhang eine von 
ihm redigierte zusammenfassende Sachverhaltsdarstellung beilegte,

- dass er unter Ziffer 3 der Verfügung festhielt, das Gutachten sei aufgrund die-
ses zusammengestellten Sachverhalts und der zugestellten Verfahrensakten 
zu erstatten,

- dass er in den Erwägungen unter Ziffer 4 auf den Verfahrensablauf im 
Zusammenhang mit der Bereinigung der Beweise und Festlegung des Sach-
verhalts nach der bündnerischen ZPO hinwies und vermerkte, es könne im 
jetzigen Verfahrensstadium nicht darum gehen, der Hauptverhandlung vor-

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zugreifen und den Sachverhalt abschliessend bis zur letzten Einzelheit fest-
zulegen,

- dass die Beklagten hierauf mit Eingabe vom 26. März 2007 dem Kan-
tonsgericht von Graubünden ein Gesuch um Wiedererwägung der Verfügung 
des Kantonsgerichtspräsidiums vom 14. März 2007 unterbreiteten,

- dass sie darin mehrere von ihr ausformulierte Ergänzungen des im Anhang 
der Verfügung vom 14. März 2007 zusammengestellten Sachverhalts bean-
tragten,

- dass sie in der Begründung unter Ziffer 3 vermerkten, dem Wiedererwä-
gungsgesuch sei aus ihrer Sicht genüge getan, wenn das Gerichtspräsidium 
dieses der Wettbewerbskommission im Sinne einer Ergänzung zu den be-
reits überwiesenen Akten nachreiche,

- dass die Beklagten für den Fall, dass das Gerichtspräsidium dem Gesuch um 
Wiedererwägung nicht entsprechen sollte, die Weiterleitung dieses Gesuchs 
an den Kantonsgerichtsausschuss zur Behandlung als Beschwerde im Sinne 
von Art. 237 ZPO beantragten,

- dass die Klägerin in ihrer Stellungnahme vom 24. April 2007 beantragte, das 
Wiedererwägungsgesuch der Beklagten sei vollumfänglich abzuweisen, so-
weit darauf überhaupt eingetreten werden könne,

- dass sie eventualiter den Antrag stellte, der Gutachtensauftrag an die 
Wettbewerbskommission sei auf die Fragen im Zusammenhang mit der Ab-
grenzung des relevanten Marktes und die Feststellung der 
marktbeherrschenden Stellung der Beklagten zu beschränken,

- dass sie subeventualiter eine Ergänzung des Sachverhalts um mehrere von 
ihr angeführte Aspekte anbegehrte,

- dass der Kantonsgerichtspräsident am 26. April 2007 verfügte, das Wieder-
erwägungsgesuch vom 26. März 2007 werde dahin entschieden, dass dieses 
und die Stellungnahme der Gegenpartei vom 24. April 2007 der Wettbe-
werbskommission zur Kenntnisnahme und allfälligen Berücksichtigung bei 
der rechtlichen Beurteilung im Sinne von Art. 15 KG zugestellt werde, 

- dass in dieser Präsidialverfügung zudem den Parteien Frist bis zum 10. Mai 
2007 zur Mitteilung angesetzt wurde, ob das Wiedererwägungsgesuch samt 
Stellungnahme der Gegenpartei dem Kantonsgerichtsausschuss zur 
Behandlung als Beschwerde gemäss Art. 237 ZPO zu überweisen sei,

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- dass die Klägerin und Gesuchsgegnerin (nachfolgend kurz: Gesuchsgegne-
rin) am 9. Mai 2007 dem Kantonsgericht beantragte, das Wiedererwägungs-
gesuch der Beklagten und Gesuchsteller (nachfolgend kurz: Gesuchsteller) 
vom 26. März 2007 sei samt ihrer eigenen Stellungnahme vom 24. April 2007 
dem Kantonsgerichtsausschuss zur Behandlung als Beschwerde gemäss 
Art. 237 ZPO zu überweisen, wobei sie an den Anträgen in ihrer Stellung-
nahme vom 24. April 2007 zum Wiedererwägungsgesuch vollumfänglich 
festhalte,

- dass die Gesuchsteller am 10. Mai 2007 mitteilten, sie würden auf eine Be-
handlung ihrer Eingabe (gemeint das Wiedererwägungsgesuch vom 26. 
März 2007) als Beschwerde verzichten. Ihrem Eventualantrag in der Eingabe 
vom 26. März 2007 sei aus ihrer Sicht Genüge getan, wenn das Gerichtsprä-
sidium diese zusammen mit dem vorliegenden Schreiben (gemeint das vorer-
wähnte vom 10. Mai 2007) der Wettbewerbskommission im Sinne einer Er-
gänzung zu den bereits überwiesenen Akten nachreiche,

- dass sie zudem vorbrachten, sie würden sich für den Fall, dass die Gesuchs-
gegnerin an ihren Haupt- und Eventualanträgen festhalte und deren Stellung-
nahme als Beschwerde gemäss Art. 237 ZPO dem Kantonsgerichtsaus-
schuss zu überweisen beantrage, vorbehalten, ihren Anspruch auf rechtli-
ches Gehör wahrzunehmen und sich im Sinne von Art. 237 ZPO vernehmen 
zu lassen,

- dass schliesslich für den Fall, dass der Kantonsgerichtsausschuss wider Er-
warten in einem Beschwerdeverfahren nur die Anträge der Stellungnahme 
der Gesuchsgegnerin behandeln sollte, sie eventualiter beantragen würden, 
dass auch ihr Gesuch als Beschwerde zu behandeln sei,

- dass der Kantonsgerichtspräsident hierauf die Sache an den Kantonsge-
richtsausschuss zur Behandlung und Entscheidung weiterleitete,

- dass es sich bei der Verfügung des Kantonsgerichtspräsidenten vom 14. 
März 2007 betreffend Gutachterauftrag an die Wettbewerbskommission frag-
los um eine prozessleitende Verfügung handelt, gegen die gemäss Art. 237 
Abs. 1 ZPO innert 20 Tagen beim Kantonsgerichtsausschuss Beschwerde 
geführt werden kann,

- dass die Beklagten innert dieser Frist ein Wiedererwägungsgesuch stellten 
und diese Eingabe nur dann als Beschwerde verstanden wissen wollten, 
wenn das Gerichtspräsidium diesem Gesuch nicht entsprechen sollte,

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- dass die bündnerische ZPO das Institut der Wiedererwägung nicht regelt, 
dieser formlose Rechtsbehelf jedoch insbesondere bei prozessleitenden 
Verfügungen ohne Anspruch auf Neubeurteilung der Sache zulässig ist (vgl. 
dazu PETER GUYAN, Beweisverfahren im ordentlichen Verfahren vor Be-
zirksgerichtsausschuss und Bezirksgericht, Diss. Zürich 2000, S. 177; 
FRANK/STRÄULI/MESSMER, Kommentar zur zürcherischen Zivilprozessord-
nung, N. 4 zu § 190),

- dass die Behandlung eines Wiedererwägungsgesuch in die Zuständigkeit 
desjenigen Richters fällt, der den diesem Gesuch zugrunde liegenden Ent-
scheid gefällt hat, vorliegend also der Kantonsgerichtspräsident,

- dass der Kantonsgerichtspräsident auf das Wiedererwägungsgesuch einge-
treten ist und mit Verfügung vom 26. April 2007 entschieden hat, das Wie-
dererwägungsgesuch vom 26. März 2007 wie auch die Stellungnahme der 
Gegenpartei vom 24. April 2007 würden der Wettbewerbskommission zur 
Kenntnisnahme und allfälligen Berücksichtigung bei der rechtlichen Beurtei-
lung im Sinne von Art. 15 KG zugestellt,

- dass der Kantonsgerichtspräsident damit dem Wiedererwägungsgesuch ent-
sprochen hat, war in diesem doch ausdrücklich vermerkt worden, mit dessen 
Nachreichung an die Wettbewerbskommission sei dem Gesuch Genüge ge-
tan,

- dass die betreffende Dispositivziffer 1 in der Verfügung vom 26. April 2007 
allerdings nach den zutreffenden Einwänden der Gesuchsgegnerin insofern 
in Widerspruch zu den zuvor angestellten Erwägungen steht, als der 
Kantonsgerichtspräsident dort ausführte, es werde an der Erwägung in der 
Verfügung vom 14. März 2007 festgehalten und es bestehe kein Grund, dar-
auf zurückzukommen,

- dass der Kantonsgerichtspräsident wohl den der Verfügung vom 14. März 
2007 beigelegten Sachverhalt selbst nicht ergänzte und er demnach insofern 
auf seine Verfügung nicht zurückkam,

- dass dies jedoch nichts daran zu ändern vermag, dass Dispositivziffer 1 der 
Verfügung vom 26. April 2007 ihrem Inhalt nach eine Ergänzung der Verfü-
gung vom 14. März 2007 darstellt und insoweit der Kantonsgerichtspräsident 
auf diese „zurückgekommen“ ist,

- dass die Verfügung vom 26. April 2007 offensichtlich Unklarheiten geschaf-
fen hat, 

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- dass aus dieser Verfügung entgegen der Auffassung der Gesuchsteller nicht 
geschlossen werden kann, damit sei (auch) der Gesuchsgegnerin die Mög-
lichkeit zur „Umwandlung“ ihrer Stellungnahme zum Wiedererwägungsge-
such als Beschwerde eröffnet worden,

- dass sich aus dieser Verfügung vielmehr ergibt, dass das Wiedererwä-
gungsgesuch auf Antrag als Beschwerde an den Kantonsgerichtsausschuss 
überwiesen wird und dass damit auch die Stellungnahme der Gegenpartei 
weitergeleitet wird,

- dass demzufolge bei einer Behandlung des Wiedererwägungsgesuchs als 
Beschwerde die zum Wiedererwägungsgesuch eingereichte Stellungnahme 
einer Beschwerdeantwort gleichkommt,

- dass es somit entgegen der Auffassung der Gesuchsteller in ihrer Mitteilung 
vom 10. Mai 2007 vorliegend nicht um eine Beschwerde der Gegenpartei 
geht und daher ihre dazu gemachten Ausführungen sowie ihr geltend ge-
machter Anspruch auf rechtliches Gehör unbehelflich sind,

- dass im Übrigen eine Umwandlung der Stellungnahme der Gesuchsgegnerin 
in eine Beschwerde auch unzulässig wäre, da sich diese nicht gegen die pro-
zessleitende Präsidialverfügung vom 14. März 2007 richtet, sondern gegen 
das dazu eingereichte Wiedererwägungsgesuch,

- dass die Stellungnahme zudem auch nicht innert der peremptorischen Frist 
von 20 Tagen gemäss Art. 237 Abs. 1 ZPO eingereicht wurde und deren Be-
handlung als Beschwerde somit auch aus diesem weiteren Grund ausser Be-
tracht fällt,

- dass für die Zulassung als Beschwerde somit einzig das innert der 
vorerwähnten peremptorischen Beschwerdefrist eingereichte Wiedererwä-
gungsgesuch zur Diskussion stehen kann,

- dass die Gesuchsteller die Behandlung ihrer Eingabe vom 26. März 2007 als 
Beschwerde anstatt als Wiedererwägungsgesuch von bestimmten 
Voraussetzungen abhängig machten,

- dass der Entscheid darüber, ob diese Eingabe als Beschwerde zu behandeln 
ist, allein den Gesuchstellern zusteht,

- dass mit anderen Worten die Gesuchsgegnerin nicht darüber befinden kann, 
ob sie das Wiedererwägungsgesuch der Gegenpartei als Beschwerde 
behandelt wissen will,

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- dass demnach die in der Präsidialverfügung vom 26. April 2006 diesbezüg-
lich auch der Gesuchsgegnerin eröffnete Möglichkeit nicht haltbar ist,

- dass als Zwischenergebnis festzuhalten ist, dass es vorliegend einzig um die 
Frage geht, ob aufgrund der Mitteilung der Gesuchsteller vom 10. Mai 2007 
ihr Wiedererwägungsgesuch als Beschwerde zu behandeln ist, wobei 
Anfechtungsgegenstand dieser Beschwerde allein die (erste) Präsidialverfü-
gung vom 14. März 2007 sein kann,

- dass demzufolge für den Fall, dass diese Frage bejaht wird, das Wiedererwä-
gungsgesuch hinfällig wird mit der Wirkung, dass damit auch die einem Wie-
dererwägungsentscheid gleichkommende Präsidialverfügung vom 26. April 
2007 nachträglich dahinfällt,

- dass die Gesuchsteller gemäss ihrer Mitteilung vom 10. Mai 2007 wohl be-
kannt gaben, sie würden auf eine Behandlung ihrer Eingabe als Beschwerde 
verzichten, 

- dass sie anschliessend jedoch ausführten, ihrem Eventualantrag in der Ein-
gabe vom 26. März 2007 (Behandlung des Wiedererwägungsgesuchs als 
Beschwerde) sei genüge getan, wenn das Gerichtspräsidium die Eingabe 
vom 26. März 2007 zusammen mit diesem Schreiben (gemeint die Mitteilung 
vom 10. Mai 2007) der Wettbewerbskommission im Sinne einer Ergänzung 
zu den bereits überwiesenen Akten nachreiche,

- dass die Gesuchsteller demnach ihren Verzicht auf Behandlung des Wie-
dererwägungsgesuchs als Beschwerde von zwei Voraussetzungen abhängig 
machten, wobei die zweite Voraussetzung betreffend Überweisung der 
Mitteilung vom 10. Mai 2007 auch Ausführungen zur Zulässigkeit des von der 
Gegenpartei subeventualiter gestellten Antrags beinhaltet,

- dass der Kantonsgerichtspräsident die Mitteilung vom 10. Mai 2007 nicht der 
Wettbewerbskommission überwiesen hat, sondern – wie eingangs erwähnt - 
die Verfahrensakten dem Kantonsgerichtsausschuss als Beschwerdeinstanz 
weitergeleitet hat, 

- dass er somit der von den Gesuchstellern genannten zweiten Voraussetzung 
für die Nichtbehandlung des Wiedererwägungsgesuchs als Beschwerde 
nicht entsprochen hat,

- dass demzufolge das Wiedererwägungsgesuch als Beschwerde im Sinne 
von Art. 237 ZPO entgegenzunehmen ist, 

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- dass dem Kantonsgerichtsausschuss bei Beschwerden im Sinne von Art. 237 
ZPO volle Kognition zukommt (ZB 05 61, E. 2; GIUSEP NAY, Zivilprozessord-
nung und Gerichtsverfassungsgesetz für den Kanton Graubünden, Chur 
1986, Anmerkung 1 zu Art. 237 ZPO),

- dass das Gesuch an die Wettbewerbskommission zur Erstellung eines Gut-
achtens (Art. 15 Abs. 1 KG) gemäss den in RPW 1997 S. 593 ff. genannten 
Richtlinien unter anderem eine bereinigte Darstellung des Sachverhalts zu 
enthalten hat, wobei der Sachverhalt vom Richter zu präsentieren ist und die 
Wettbewerbskommission bei ungenügender Sachverhaltsdarstellung ein ent-
sprechender Vorbehalt im Gutachten anbringt (Entscheid der Wettbewerbs-
kommission vom 12. Oktober 1998, publ. in: RPW 1998 S. 621),

- dass es mithin Sache der Richters ist, den Sachverhalt darzustellen,

- dass die Gesuchsteller und Beschwerdeführer (fortan kurz: Beschwerdefüh-
rer) geltend machen, der in der Verfügung vom 14. März 2007 zusammen-
gestellte Sachverhalt sei unvollständig, er lasse vier bedeutende Elemente 
des Sachverhalts dieses Rechtsstreits unbeachtet,

- dass sich die Sachverhaltsdarstellung zu Handen der Wettbewerbskommis-
sion auf feststehende objektive Sachumstände zu beschränken hat,

- dass die Beschwerdeführer nicht behaupten, die Sachverhaltsdarstellung in 
der Präsidialverfügung vom 14. März 2007 genüge diesen Anforderungen 
nicht,

- dass es ihnen vielmehr darum geht, die unbestrittenermassen objektive 
Sachverhaltsdarstellung in der genannten Präsidialverfügung durch weitere 
Sachverhaltselemente zu ergänzen,

- dass der Kantonsgerichtspräsident in seiner Verfügung vom 14. März 2007 
dargelegt hat, weshalb in diesem Verfahrensstadium der Sachverhalt nicht 
abschliessend bis zur letzten Einzelheit festgelegt werden kann,

- dass er damit implizite zum Ausdruck gebracht hat, in diesem Verfahrenssta-
dium sei nicht mittels Beweiswürdigung über umstrittene Parteibehauptun-
gen zu befinden und demzufolge seien solche Behauptungen auch nicht in 
die von ihm zu redigierende Sachverhaltsdarstellung aufzunehmen, 

- dass die Beschwerdeführer nicht dartun und auch nicht ersichtlich ist, inwie-
fern diese Auffassung unhaltbar sein soll,

- dass die von den Beschwerdeführern ausformulierten Ergänzungen gemäss 
den Anträgen Ziffer 1-4 durchwegs Parteibehauptungen beinhalten, deren 

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Richtigkeit die Beschwerdegegnerin in ihrer hier als Beschwerdeantwort ent-
gegenzunehmenden Stellungnahme vom 24. April 2007 ausdrücklich bestrei-
tet,

- dass sich die Divergenzen in den Parteibehauptungen fraglos bereits aus 
dem im Zeitpunkt der Präsidialverfügung vom 14. März 2007 abgeschlosse-
nen Schriftenwechsel und dem grundsätzlich abgeschlossenen Beweisver-
fahren ergaben,

- dass sich der Kantonsgerichtspräsident in seiner Sachverhaltsdarstellung so-
mit zu Recht auf die zu diesem Zeitpunkt objektiv feststehenden Tatsachen 
beschränkt hat,

- dass er insbesondere den Verfahrensanträgen der Beschwerdeführer in ihrer 
Eingabe vom 20. November 2006 zu Recht nicht entsprochen hat,

- dass die von den Beschwerdeführern gestellten Anträge in ihrer als Be-
schwerde zu behandelnden Eingabe vom 26. März 2007 zeigen, dass es ih-
nen damit offensichtlich nicht darum ging, weitere Ergänzungsfragen einzu-
bringen, sondern um die Aufnahme der von ihr aufgestellten und bestrittenen 
Behauptungen in die richterliche Sachverhaltsdarstellung,

- dass solche Behauptungen, wie erwähnt, nicht in die an die 
Wettbewerbskommission zu übermittelnde Sachverhaltsdarstellung des 
Richters gehören,

- dass mithin nicht ersichtlich ist, inwiefern die Sachverhaltsdarstellung des 
Kantonsgerichtspräsidenten gesetzeswidrig oder unangemessen sein soll, 

- dass die Beschwerde somit als unbegründet abzuweisen ist,

- dass die Kosten des Beschwerdeverfahrens ZB 07 19 von Fr. 1'500.-- den 
Beschwerdeführern zu überbinden sind, die zudem die Beschwerdegegnerin 
ausseramtlich angemessen mit Fr. 2'500.-- zu entschädigen haben,

- dass für das Beschwerdeverfahren ZB 07 20 von der Erhebung amtlicher 
Kosten abgesehen wird, da die X. zu Unrecht auf die Möglichkeit hingewie-
sen wurde, Beschwerde zu erheben,

- dass es sich auch rechtfertigt, im Verfahren ZB 07 20 die ausseramtlichen 
Kosten wettzuschlagen,

- dass darauf hinzuweisen ist, dass aufgrund des vorliegenden Beschwerde-
verfahrens gegen die Präsidialverfügung vom 14. März 2007 und dem hiermit 
ergangenen Beschwerdeentscheid die im Rahmen des Wiedererwägungs-

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verfahrens erlassene Präsidialverfügung vom 26. April 2007 infolge 
nachträglicher Gegenstandslosigkeit von Amtes wegen aufzuheben ist mit 
der Folge, dass das Wiedererwägungsgesuch vom 26. März 2007 und die 
Stellungnahme der Gegenpartei vom 24. April 2007, welche hier als Be-
schwerde bzw. als Beschwerdeantwort entgegengenommen wurden, nicht 
der Wettbewerbskommission zur Kenntnisnahme und allfälligen Berücksich-
tigung bei der rechtlichen Beurteilung im Sinne von Art. 15 KG zuzustellen 
sind,

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entschieden :

1. Auf die Beschwerde der X. (ZB 07 20) wird nicht eingetreten.

2. Die Beschwerde der Y. und der Z. (ZB 07 19) wird abgewiesen.

3. Die Verfügung des Kantonsgerichtspräsidiums vom 26. April 2007 wird in-
folge nachträglicher Gegenstandslosigkeit aufgehoben.

4. Für das Beschwerdeverfahren ZB 07 20 werden keine Kosten erhoben.

Die ausseramtlichen Kosten werden wettgeschlagen.

5. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens ZB 07 19 von Fr. 1'500.-- gehen unter 
solidarischer Haftung zu Lasten der Y. und der Z., die zudem die X. ausser-
amtlich unter solidarischer Haftung mit Fr. 2'500.-- inkl. MwSt. zu entschädi-
gen haben.

6. Gegen diese Entscheidung kann unter den Voraussetzungen von Art. 72, Art. 
74 Abs. 2 lit. b und Art. 93 Abs. 1 des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Be-
schwerde in Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht geführt wer-
den. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit 
Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss 
Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, 
die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen und das Verfah-
ren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und 90 ff. BGG.

7. Mitteilung an:

__________

Für den Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden 
Der Vizepräsident: Die Aktuarin ad hoc: