# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 530eb286-8213-545d-a0db-1e38987705a8
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-02-11
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 11.02.2025 SV2 2024 34
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SV2-2024-34_2025-02-11.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Urteil vom 11. Februar 2025

Referenz SV2 24 34

Instanz Zweite sozialversicherungsrechtliche Kammer

Besetzung von Salis, Vorsitz
Bäder Federspiel und Pedretti
Jauch, Aktuarin ad hoc

Parteien A._____
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. et oec. Christian Thöny

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva)
Beschwerdegegnerin
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Reto Bachmann

Gegenstand Versicherungsleistungen nach UVG

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Sachverhalt

A. A._____, Jahrgang 1981, war im Unfallzeitpunkt als Betriebsleiter Produktion 
bei der Firma B._____ AG, C._____, tätig und dadurch bei der 
Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) obligatorisch gegen die 
Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Am 10. Oktober 2020 
erlitt er einen Arbeitsunfall, als er beim Befüllen der Maischepumpe mit 
seinem rechten Bein in die drehende Transportschnecke im Inneren der 
Pumpe rutschte, wodurch der Unterschenkel eingeklemmt und schwer 
verletzt wurde. Die Suva erbrachte die gesetzlichen 
Versicherungsleistungen. Als Betriebsleiter Produktion wurde A._____ eine 
Arbeitsunfähigkeit von 100 % bis zum 30. April 2023 attestiert.

B. Noch am Unfalltag erfolgte eine Notoperation im D._____ (D._____). Bei 
diagnostiziertem Quetschtrauma Unterschenkel mit Teilamputation des 
Vorfusses rechts wurde eine primäre Amputation subgenual auf Höhe der 
proximalen Tibiafraktur durchgeführt.

C. Vom 22. Oktober 2020 bis 19. Dezember 2020 war A._____ zur stationären 
Behandlung in den E._____.

D. Mit Verfügung vom 2. September 2021 wurde A._____ eine 
Integritätsentschädigung von CHF 51'870.00, basierend auf einer 
Integritätseinbusse von 35 % zugesprochen. Diese Verfügung blieb 
unangefochten.

E. Mit Schreiben vom 18. Januar 2023 kündigte die Firma B._____ AG das 
Arbeitsverhältnis mit A._____ per 30. April 2023.

F. Am 20. Juli 2023 stellte der Versicherungsmediziner Dr. med. F._____, 
Spezialarzt FMH für Chirurgie, speziell Allgemeinchirurgie und 
Traumatologie, fest, dass die Voraussetzungen für den Fallabschluss 
gegeben seien und eine 100%ige Arbeitsfähigkeit für eine adaptierte 
Tätigkeit angenommen werden könne. In der Beurteilung vom 29. August 
2023 hielt er fest, dass knapp drei Jahre nach dem Ereignis von einem 
stabilen Zustand ausgegangen werden könne. Er erwähnte in seiner 
Beurteilung Phantomschmerzen sowie Schmerzen durch Anschwellen des 
Stumpfes in der Prothese. Er legte ein Zumutbarkeitsprofil fest und führte 
aus, dass Prothesenversorgungen und -anpassungen lebenslänglich 
respektive je nach Bedarf erfolgten. Zudem sah er die Indikation für 

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Physiotherapie vorderhand noch für ein halbes Jahr, anschliessend sei diese 
zu überprüfen. 

G. Gestützt darauf teilte die Suva A._____ mit Schreiben vom 30. August 2023 
den Fallabschluss und die Einstellung der Versicherungsleistungen per 
30. September 2023 mit.

H. Am 5. Oktober 2023 verwies der Versicherungsmediziner Dr. med. F._____ 
unter relevantem Sachverhalt nach Aktenlage auf den Bericht der 
Schmerzklinik des D._____ vom 31. August 2023. Demnach würden die 
einschiessenden Schmerzen im unteren Rücken und die Schmerzen im 
Bereich der linken Wade als Folge der funktionellen Einschränkung der 
rechten unteren Extremität eingeschätzt. Daneben gäbe es Probleme seitens 
der Prothesenanpassung. Zur Kräftigung des Rumpfes und zwecks 
Gleichgewichtsübungen wurde eine Weiterführung der Physiotherapie 
empfohlen. Der Versicherungsmediziner Dr. med. F._____ hielt bezüglich 
Diagnosen und Beurteilung an seiner letzten Beurteilung vom 29. August 
2023 fest und ergänzte diese lediglich insofern, als dass auch von einer 
mentalen Belastung durch den Entscheid der Suva, die Physiotherapie zu 
sistieren, gesprochen werde. Die Physiotherapie sei aber, wie bereits am 
29. August 2023 beurteilt, vorderhand für ein halbes Jahr weiterzuführen und 
anschliessend sei die Indikation neu zu überprüfen. Von einer Sistierung 
könne keine Rede sein. 

I. Mit Verfügung vom 12. Oktober 2023 sprach die Suva A._____ eine 
Invalidenrente von 12 % ab dem 1. Oktober 2023 zu. Zudem hielt die Suva 
fest, dass eine Integritätsentschädigung bereits zugesprochen worden sei.

J. Gegen diese Verfügung erhob A._____ am 24. Oktober 2023 Einsprache mit 
dem Antrag auf Aufhebung der Verfügung, Abklärung seiner 
Leistungsfähigkeit im Rahmen eines multidisziplinären Gutachtens und 
hernach neuer Rentenverfügung. Eventualiter beantragte er, es sei ihm eine 
IV-Rente aufgrund eines Invaliditätsgrades von 40 % auszurichten. Zudem 
seien ihm die medizinischen Leistungen gemäss UVG zur Erhaltung seiner 
bestehenden Arbeitsfähigkeit weiter zu gewähren. In seiner Einsprache 
machte A._____ geltend, in zahlreichen ärztlichen Stellungnahmen werde 
seit dem Unfall über einen chronischen posttraumatischen Schmerz, über 
einen Phantomschmerz, d.h. neuropathische Schmerzen am Stumpf, 
nozizeptive Schmerzen durch Schwellung des Stumpfes bei ungünstiger 
Position und myofasziale Schmerzen aufgrund der Fehlhaltungen berichtet. 

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Mit Schreiben vom 25. Januar 2024 reichte A._____ einen Arztbericht von 
Dr. med. G._____, Oberärztin Psychosomatik D._____, vom 24. Januar 2024 
nach. Mit Einspracheentscheid vom 2. April 2024 wies die Suva die 
Einsprache ab, soweit darauf eingetreten wurde.

K. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A._____ (nachfolgend: 
Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 29. April 2024 Beschwerde an das 
ehemalige Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden mit folgenden 
Rechtsbegehren:

1. Der angefochtene Einspracheentscheid sei aufzuheben und die 
Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers sei im Rahmen eines externen 
multidisziplinären Gutachtens abzuklären und hierauf sei erneut zu verfügen.

2. Eventuell sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem 
Beschwerdeführer ab 1. Oktober 2023 anstelle der Rente weiterhin 
Taggeldleistungen auszurichten.

3. Subeventuell sei dem Beschwerdeführer eine Rente aufgrund eines 
Invaliditätsgrades von mindestens 40 % auszurichten.

4. Unter Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegegnerin.

Der Beschwerdeführer rügte in erster Linie eine unzureichende Abklärung 
des medizinischen Sachverhalts und eventuell einen vorschnellen 
Fallabschluss, da die Heilbehandlung möglicherweise im Zeitpunkt des 
Rentenbeginns am 1. Oktober 2023 noch nicht abgeschlossen gewesen und 
möglicherweise auch heute noch nicht abgeschlossen sei. Falls die 
Arbeitsfähigkeit tatsächlich bedeutend geringer als 100 % sei, entfalle die 
Begründung für einen Wechsel von den Kurzfrist- zu den Langfristleistungen. 
Der Beschwerdeführer brachte zudem im Wesentlichen vor, die Stumpf- und 
Phantomschmerzen seien keine psychischen Beschwerden, sondern eine 
neurologische Erkrankung, womit die Adäquanz zu Unrecht nach der 
Psychopraxis beurteilt worden sei. Sodann bestünden Hinweise auf eine 
posttraumatische Belastungsstörung. Im Weiteren wäre die fehlende 
Berücksichtigung des Einflusses der Schmerzen auf die Arbeitsfähigkeit des 
Beschwerdeführers auch dann falsch, wenn die Unfalladäquanz der 
Beschwerden rein hypothetisch nach der Psychopraxis zu beurteilen wäre. 
Der Grad der Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit auf dem allgemeinen 
Arbeitsmarkt lasse sich aufgrund der kontroversen medizinischen Aktenlage 
nicht ausreichend beurteilen. Aus diesem Grund beantragte der 
Beschwerdeführer die Einholung eines externen medizinischen 
polydisziplinären Gutachtens und seine richterliche Befragung sowie die 

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Einholung einer schriftlichen Auskunft bei H._____, I._____ AG, J._____, und 
bei Dr. med. K._____, Facharzt für orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, J._____. Das 
Subeventualbegehren, wonach dem Beschwerdeführer eine Rente aufgrund 
eines Invaliditätsgrades von mindestens 40 % auszurichten sei, sei nur dann 
zu beurteilen, wenn das Gericht zum Schluss käme, die medizinische 
Aktenlage lasse eine Beurteilung des hypothetischen Invalideneinkommens 
zu. Im Weiteren hielt der Beschwerdeführer fest, das Valideneinkommen sei 
nicht korrekt ermittelt worden. Die Suva hätte betreffend nicht gewährter 
Lohnerhöhung nicht nur bei der ehemaligen Arbeitgeberin nachfragen 
müssen, sondern auch den Beschwerdeführer mit der arbeitgeberlichen 
Begründung betreffend nicht gewährter Lohnerhöhung konfrontieren 
müssen, um seinen Anspruch auf rechtliches Gehör zu wahren. Beim 
Valideneinkommen gehöre auch das Naturaleinkommen von CHF 8'803.00 
(Kelterungskosten) dazu, womit ein Valideneinkommen in der Höhe von 
CHF 92'653.00 resultiere. Sodann wäre auch das hypothetische 
Invalideneinkommen zu korrigieren. Die Arbeitsfähigkeit betrage höchstens 
90 %, da der Beschwerdeführer viele Termine für Behandlungen und 
Prothesenanpassungen, mindestens ½ Tag pro Woche, wahrnehmen 
müsse. Zudem sei ein Leidensabzug von 20 % zu berücksichtigen. Das 
Invalideneinkommen sei auf die LSE 2020, TA1, Kompetenzniveau 1 und 
nicht 2, da der Beschwerdeführer Legastheniker sei, zu basieren und 
entsprechend zu indexieren, was CHF 66'663.00 ergebe. Hiervon 70 % 
ergebe ein hypothetisches Invalideneinkommen von CHF 46'664.00. 
Verglichen mit dem Valideneinkommen von CHF 92'663.00 errechne sich ein 
Invaliditätsgrad von 50 %. Sofern von einer Arbeitsfähigkeit von 80 % 
ausgegangen würde, ergäbe sich ein Invaliditätsgrad von 42 %. 

L. In ihrer Vernehmlassung vom 15. Mai 2024 beantragte die Suva 
(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde und die 
Bestätigung des Einspracheentscheids vom 2. April 2024. Im Wesentlichen 
brachte die Beschwerdegegnerin vor, den beschwerdeführerischen 
Ausführungen könne nicht gefolgt werden, da auf ältere Berichte verwiesen 
werde. Nach dem Bericht von Dr. med. L._____, Chefärztin Schmerzzentrum 
D._____, und Dr. med. G._____ vom 18. August 2023 zu schliessen, sei der 
Heilverlauf nicht als komplex, langwierig und schwierig zu bezeichnen. 
Gemäss aktuellem Bericht vom 24. Januar 2024 habe sich die Situation 
deutlich verbessert. Die Tätigkeit als Betriebsleiter sei dem 
Beschwerdeführer aufgrund der Unfallfolgen nicht mehr zumutbar. Gemäss 

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Beurteilung des Versicherungsmediziners Dr. med. F._____ vom 5. Oktober 
2023 sei knapp drei Jahre nach dem Unfall von einem stabilen Zustand 
auszugehen. In verschiedenen ärztlichen Berichten würden die geklagten 
Schmerzen als Phantomschmerzen bezeichnet. Am 17. April 2023 empfehle 
Dr. med. G._____ nur bedingt ein neurologisches Gutachten. 
Übereinstimmende, auf konkreten Befunden und Untersuchungsergebnissen 
fallbezogen begründete Beurteilungen seien stärker zu gewichten und 
vermöchten mehr zu überzeugen als allgemeine medizinische Fachartikel, 
auf welche der Beschwerdeführer verweise. Die vom Beschwerdeführer 
geklagten Schmerzen stünden zumindest in keinem adäquat-kausalen 
Zusammenhang mit dem Unfallereignis. Entsprechend entfalle diesbezüglich 
eine Leistungspflicht. Entscheidend sei, dass der Gesundheitszustand stabil 
sei. Eine namhafte Besserung der Arbeitsfähigkeit werde in keiner 
medizinischen Beurteilung propagiert. Die Adäquanz sei nicht gegeben. 
Zudem liege auch keine kontroverse medizinische Aktenlage vor. Es bestehe 
kein Anspruch auf eine höhere Invalidenrente als 12 %. Dem 
Beschwerdeführer seien vor dem Unfall einige Aufgaben und damit 
Verantwortungen entzogen worden, welche zu Lohneinbussen geführt 
hätten. Bei der Zurverfügungstellung der Kelterungseinrichtungen handle es 
sich nicht um einen Naturallohn. Eine Aufrechnung zum mutmasslichen 
Valideneinkommen sei deshalb nicht angezeigt. Der Beschwerdeführer habe 
berufliches Fachwissen, das er trotz Unfallfolgen im Rahmen einer 
erwerblichen Tätigkeit einsetzen könne. Ein Leidensabzug sei vorliegend 
auch mit Bezug auf das Zumutbarkeitsprofil nicht sachgerecht. 

M. Mit Replik vom 23. Mai 2024 annullierte der Beschwerdeführer Ziffer 2 des 
Rechtsbegehrens der Beschwerde – das Eventualbegehren um weitere 
Taggeldleistungen – bzw. zog dieses zurück. An den Rechtsbegehren 
gemäss Ziffern 1, 3 und 4 wurde festgehalten. Unter Hinweis auf die mit der 
Replik eingereichte E-Mail vom 3. Mai 2024 von Dr. med. K._____ hielt der 
Beschwerdeführer fest, dass der Wechsel von Kurz- zu Langfristleistungen 
und die Fällung des Rentenentscheids rechtens gewesen seien.

N. Mit Duplik vom 29. Mai 2024 hielt die Beschwerdegegnerin an ihren 
bisherigen Anträgen fest und führte aus, mit dem Rückzug des 
Rechtsbegehrens Ziffer 2 bestätige der Beschwerdeführer, dass die 
Beschwerdegegnerin zu Recht über Dauerleistungen entschieden habe. 

O. Mit Schreiben vom 23. Mai 2024 reichte der Rechtsvertreter des 
Beschwerdeführers seine Honorarnote ein. 

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P. Am 10. Januar 2025 liess die Instruktionsrichterin die IV-Akten bei der IV-
Stelle des Kantons Graubünden edieren. Die Parteien reichten zu den 
editierten IV-Akten keine Stellungnahmen ein.

Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften, auf den 
angefochtenen Einspracheentscheid sowie die übrigen Akten wird, soweit 
erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid der 
Beschwerdegegnerin vom 2. April 2024 (act. B.13 = Suva-act. 320), mit 
welchem dem Beschwerdeführer in Bestätigung der Verfügung vom 
12. Oktober 2023 (Suva-act. 268) eine Invalidenrente von 12 % 
zugesprochen wurde. Gemäss Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 56 Abs. 1 und 
Art. 58 Abs. 1 ATSG (SR 830.1) kann gegen einen Einspracheentscheid 
innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung Beschwerde an das 
Versicherungsgericht desjenigen Kantons erhoben werden, in welchem die 
versicherte Person im Zeitpunkt der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz 
hat. Der Beschwerdeführer wohnt im Kanton Graubünden, womit die örtliche 
Zuständigkeit des damaligen Verwaltungsgerichts und heutigen Obergerichts 
des Kantons Graubünden gegeben ist. Das Obergericht des Kantons 
Graubünden ist per 1. Januar 2025 aus der Zusammenführung des 
Kantonsgerichts und des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden 
hervorgegangen. Verfahren, die am 1. Januar 2025 beim Verwaltungsgericht 
des Kantons Graubünden hängig waren, wurden gemäss Art. 122 Abs. 
5 GOG (BR 173.00) dem Obergericht des Kantons Graubünden übertragen. 
Die vorliegende Beschwerde wurde am 29. April 2024 beim damaligen 
Verwaltungsgericht hängig gemacht und am 1. Januar 2025 gestützt auf 
Art. 122 Abs. 5 GOG dem Obergericht des Kantons Graubünden übertragen. 
Das Obergericht ist somit für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde 
örtlich und sachlich zuständig (Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a VRG 
[BR 370.100]). Als formeller und materieller Adressat des angefochtenen 
Einspracheentscheids ist der Beschwerdeführer davon überdies berührt und 
er weist ein schutzwürdiges Interesse an dessen Überprüfung auf (vgl. 
Art. 59 ATSG). Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte 
Beschwerde ist somit einzutreten (vgl. Art. 60 und 61 ATSG).

2. Zwischen den Parteien umstritten und vorliegend zu prüfen ist der Anspruch 
des Beschwerdeführers auf eine höhere Rente gemäss UVG als die bereits 

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zugesprochene von 12 %. Uneinig sind sich die Parteien betreffend die 
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer adaptierten Tätigkeit, das 
Valideneinkommen, das Invalideneinkommen sowie den Leidensabzug. 
Ebenfalls ist die Prüfung bzw. Verneinung der Adäquanz von psychischen 
Beschwerden streitig. 

3.1. Ist der Versicherte infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid (Art. 8 
ATSG), so hat er Anspruch auf eine Invalidenrente, sofern sich der Unfall vor 
Erreichen des ordentlichen Rentenalters ereignet hat (Art. 18 Abs. 1 UVG). 
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze 
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit 
ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 
Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und 
Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der 
Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen 
Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem 
nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 
ATSG; BGE 141 V 574 E. 5.2 m.H.a. 139 V 547 E. 5.7). Der Rentenanspruch 
entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine 
namhafte Besserung des Gesundheitszustandes des Versicherten mehr 
erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der 
Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die 
Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (vgl. Art. 19 Abs. 1 UVG). 
Nach konstanter Rechtsprechung heisst dies, der Versicherer hat – sofern 
allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung 
abgeschlossen sind – die Heilbehandlung (und das Taggeld) nur solange zu 
gewähren, als von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung der 
unfallbedingten Beschwerden noch eine namhafte Besserung des 
Gesundheitszustandes erwartet werden kann, mithin der medizinisch-
therapeutische Endzustand noch nicht erreicht ist. Trifft dies nicht mehr zu, 
ist der Fall unter Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit 
gleichzeitiger Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und auf eine 
Integritätsentschädigung abzuschliessen (vgl. BGE 140 V 130 E. 2.2, 134 V 
109 E. 4.1; Urteile des Bundesgerichts 8C_620/2022 vom 21. September 
2023 E. 3.3.1, 8C_371/2020 vom 7. September 2020 E. 2.2, 8C_834/2018 
vom 19. März 2019 E. 3.4).

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3.2. Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das 
die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch 
eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen 
könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum 
Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte (sog. Valideneinkommen), 
wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG; allgemeine Methode 
des Einkommensvergleichs; vgl. BGE 148 V 195 E. 2.2, 143 V 295 E 2 und 
139 V 592 E. 2.2 f.).

4. Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz 
beherrscht (vgl. Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c ATSG). Das Gericht hat den 
rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen, aus eigener Initiative und 
ohne Bindung an die Vorbringen oder Beweisanträge der Parteien 
abzuklären und festzustellen. Aus der Untersuchungsmaxime folgt auch das 
Prinzip der freien Beweiswürdigung, wonach das Gericht an keine förmlichen 
Beweisregeln gebunden ist (Art. 61 lit. c ATSG). Das gesamte 
Beweismaterial ist unvoreingenommen und sorgfältig auf dessen 
Stichhaltigkeit zu prüfen. Die Verwaltung als verfügende Instanz und im 
Beschwerdefall das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen 
annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im 
Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das 
Gesetz nichts Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines 
bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das 
Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen 
möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste erachtet (BGE 
144 V 427 E. 3.2, 138 V 218 E. 6; Urteile des Bundesgerichts 9C_702/2023 
vom 15. Februar 2024 E. 4.4, 9C_58/2022 vom 7. Juni 2022 E. 4.1.2).

5.1. Bei der Feststellung des Gesundheitszustands und bei der Beurteilung der 
Arbeitsfähigkeit der versicherten Person und folglich des Invaliditätsgrades 
ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen 
angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachpersonen 
zur Verfügung stellen. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den 
Gesundheitszustand zu beurteilen und wenn nötig seine Entwicklung im 
Laufe der Zeit zu beschreiben. Dies bedeutet in erster Linie, mit den Mitteln 
fachgerechter ärztlicher Untersuchungen unter Berücksichtigung der 
subjektiven Beschwerden die Befunde zu erheben und gestützt darauf die 

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Diagnose zu stellen. Bei der Folgenabschätzung der erhobenen 
gesundheitlichen Beeinträchtigungen für die Arbeitsfähigkeit kommt der 
Arztperson hingegen keine abschliessende Beurteilungskompetenz zu. 
Vielmehr nimmt die Arztperson zur Arbeitsunfähigkeit Stellung, das heisst sie 
gibt eine Schätzung ab, welche sie aus ihrer Sicht so substanziell wie möglich 
begründet, bzw. sie nimmt dazu Stellung, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Insoweit sind 
die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet 
werden können (vgl. BGE 145 V 361 E. 3.2.1 f., 140 V 193 E. 3.1 f. und 132 
V 93 E. 4; Urteile des Bundesgerichts 8C_569/2021 vom 2. Februar 2022 
E. 3.2.2, 8C_225/2021 vom 10. Juni 2021 E. 3.2, 8C_144/2021 vom 27. Mai 
2021 E. 2.4).

5.2. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 
Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 
Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben worden ist, in der 
Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der 
medizinischen Fachperson begründet und nachvollziehbar sind (vgl. BGE 
134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a; Urteile des Bundesgerichts 9C_626/2023 
vom 1. Mai 2024 E. 5.2, 9C_587/2023 vom 8. April 2024 E. 4.2, 
8C_704/2022 vom 27. September 2023 E. 3.3, 8C_98/2023 vom 10. August 
2023 E. 2.4 und 8C_634/2022 vom 23. Dezember 2022 E. 3.1). 

5.3. Gemäss Rechtsprechung kommt den Berichten und Gutachten 
versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als 
schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich 
widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit 
bestehen. Die Tatsache allein, dass die befragte Arztperson in einem 
Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 
mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr 
besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der 
Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die 
erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im 
Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des 
Gutachters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 
E. 3b/ee). Beratende Ärztinnen und Ärzte eines Versicherungsträgers sind 

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hinsichtlich der Beweiseignung ihrer ärztlichen Beurteilungen mit 
versicherungsinternen Ärzten gleichzusetzen (Urteile des Bundesgerichts 
8C_434/2023, 8C_436/2023 vom 10. April 2024 E. 4.3, 8C_322/2021 vom 
19. Oktober 2022 E. 4.3, 8C_446/2021 vom 25. Januar 2022 E. 2.3 und 
8C_143/2021 vom 7. Juni 2021 E. 2.4). Soll ein Versicherungsfall ohne 
Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die 
Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur 
geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 
versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende 
Abklärungen vorzunehmen (BGE 145 V 97 E. 8.5, 142 V 58 E. 5.1, 139 V 
225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.6 f. und 125 V 351 E. 3b/ee; Urteile 
des Bundesgerichts 8C_562/2023 vom 29. Mai 2024 E. 2.3, 8C_434/2023, 
8C_436/2023  vom 10. April 2024 E. 4.3, 8C_62/2023 vom 16. August 2023 
E. 4, 8C_511/2022 vom 8. Februar 2023 E. 5.1.2 und 8C_316/2022 vom 
31. Januar 2023 E. 6.1.3.2).

5.4. Auch ein reines Aktengutachten ist gemäss Rechtsprechung beweiskräftig, 
wenn die Akten ein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und 
gegenwärtigen Status ergeben und diese Daten unbestritten sind; der 
Untersuchungsbefund muss lückenlos vorliegen, damit der Berichterstatter 
imstande ist, sich aufgrund der vorhandenen Unterlagen ein vollständiges 
Bild zu verschaffen (Urteil des Bundesgerichts 8C_397/2019 vom 6. August 
2019 E. 4.3 m.w.H.). Dabei geht es im Wesentlichen nur um die fachärztliche 
Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts, mithin 
rückt die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den 
Hintergrund (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_439/2023 vom 10. Juni 
2024 E. 3, 8C_281/2021 vom 19. Januar 2022 E. 3.2, 8C_527/2020 vom 
2. November 2020 E. 3.2, 8C_322/2020 vom 9. Juli 2020 E. 3, 8C_780/2016 
vom 24. März 2017 E. 6.1, je m.w.H.).

6.1. Im Rahmen des vorliegenden Verfahrens zu Recht nicht mehr strittig ist der 
Zeitpunkt des Fallabschlusses per 30. September 2023 und damit das 
Vorliegen der Voraussetzungen zur Prüfung des Rentenanspruchs. Die 
Beschwerdegegnerin stellte gestützt auf die Beurteilung ihres 
Versicherungsmediziners Dr. med. F._____ vom 29. August 2023 (Suva-
act. 239) die Heilkosten- und Taggeldleistungen mit Schreiben vom 
30. August 2023 per 30. September 2023 ein (Suva-act. 244). Der 
Versicherungsmediziner Dr. med. F._____ führte in seiner Beurteilung aus, 
dass ein Quetschtrauma zu einer offenen Unterschenkelfraktur rechts geführt 

12 / 32

habe, die mit einer Unterschenkelamputation habe behandelt werden 
müssen. Sekundär habe der eher kurze Unterschenkelstumpf revidiert und 
zusätzlich die Fibula exzidiert werden müssen (vgl. dazu OP-Bericht vom 
12. Oktober 2020 [Suva-act. 25]), so dass die Prothesenversorgung 
entsprechend anspruchsvoll geworden sei. Nun bestünden 
Phantomschmerzen sowie Schmerzen durch Anschwellung des Stumpfes an 
der Prothese. Diese würden zurzeit weiter physiotherapeutisch und in der 
Schmerzklinik behandelt, wobei letztere keine Angaben über die Einnahme 
von Medikamenten mache. Knapp drei Jahre nach dem Ereignis könne von 
einem stabilen Zustand ausgegangen werden (Suva-act. 239). 

6.2. Hinsichtlich des Fallabschlusses rügte der Beschwerdeführer noch in der 
Beschwerde, dass die Beschwerdegegnerin von einer bereits bestehenden 
100%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit ausgehe, woraus 
logisch folge, dass von einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine 
Steigerung der Arbeitsfähigkeit mehr erwartet werden könne. Falls aber die 
Arbeitsfähigkeit bedeutend geringer sei, entfalle diese Begründung für einen 
Wechsel von den Kurz- zu den Langfristleistungen. Es sei bis heute nicht 
möglich gewesen, dem Beschwerdeführer eine funktionierende Prothese 
anzupassen. Fraglich sei, ob es sich dabei um ein rein prothesentechnisches, 
also ein Hilfsmittelproblem, oder zumindest teilweise auch um ein 
medizinisches Problem handle. Im letzteren Fall könnte wahrscheinlich durch 
eine weitere Behandlung eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit erreicht 
werden, womit der Fallabschluss mit dem Rentenentscheid verfrüht und die 
Taggeldleistungen weiterhin zu gewähren wären. Auch diese Frage sei nicht 
ausreichend abgeklärt und dies wäre durch eine gerichtliche Befragung des 
Orthopäden H._____ und des Chirurgen Dr. med. K._____, allenfalls durch 
ein medizinisches Gutachten nachzuholen (vgl. Beschwerde vom 29. April 
2024 [act. A.1] Ziff. B/7.3 S. 8 f., sowie Rechtsbegehren Ziff. 2).

Mit der Replik zog der Beschwerdeführer sein Rechtsbegehren Ziff. 2 
indessen zurück und begründete dies mit den Ausführungen von Dr. med. 
K._____ vom 3. Mai 2024, welcher in seiner E-Mail ausführte, dass eine 
strikte Trennung zwischen prothesetechnischen und medizinischen Gründen 
schwierig sei, bedingten die medizinischen Aspekte doch die 
Prothesenversorgung. Aus medizinischer Sicht sei der heutige Zustand 
jedoch durch operative Interventionen nicht mehr verbesserungsfähig und 
demzufolge handle es sich wohl um ein rein technisches Problem. Eine 
medizinisch – zumindest theoretisch – denkbare Massnahme wäre eine 

13 / 32

Nachamputation auf einem hüftnäheren Niveau (vgl. act. B.29). Zu dieser 
Massnahme hielt der Beschwerdeführer in seiner Replik selber fest, dass 
eine Entfernung des Kniegelenks abgelehnt werde. Sie wäre ihm aber auch 
angesichts der Risiken und der Ungewissheit, ob damit tatsächlich eine 
Verbesserung der Arbeitsfähigkeit erzielt werden könnte, nicht zumutbar. 
Zudem sei nicht auszuschliessen, dass dadurch die Phantomschmerzen 
nochmals zunehmen könnten (vgl. Replik vom 23. Mai 2024 [A.3] Ziff. II.1 
S. 2). Gestützt auf diese Ausführungen kam der Beschwerdeführer zum 
Schluss, dass die Beschwerdegegnerin von den Kurz- zu den 
Langfristleistungen habe wechseln und damit den Rentenentscheid habe 
fällen dürfen.

6.3. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass sich der Fallabschluss 
per 30. September 2023 aufgrund der medizinischen Aktenlage als rechtens 
erweist und auch vom Beschwerdeführer in seiner Replik nicht mehr 
beanstandet wurde. Demzufolge hat die Beschwerdegegnerin zu Recht den 
Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente geprüft und am 
12. Oktober 2023 darüber verfügt (Suva-act. 268). 

7.1. Der Beschwerdeführer rügt eine unzureichende Abklärung des 
medizinischen Sachverhalts. Zur Beurteilung des Gesundheitszustandes 
betreffend die somatischen Beschwerden sind im Wesentlichen folgende 
Unterlagen zu berücksichtigen:

7.2.1. Dr. med. K._____ hielt im Bericht vom 9. Februar 2022 fest, seit der 
Unterschenkelamputation hätten 22 Prothesenanpassungen mit jeweils 
individueller Schaftzurichtung angefertigt werden müssen. Die 
Hauptproblematik bestehe im äusserst kurzen Unterschenkelstumpf von 
etwa 5 cm distal zur Gelenklinie und der damit verbundenen Instabilität durch 
das zusätzliche Fehlen der kompletten Fibula und damit der mediolateralen 
Stabilisation. Zudem habe die Resektion der Fibula zu einer Vorverlagerung 
des N. peroneus geführt, der die Prothesenanpassung äusserst erschwere. 
Ebenfalls erschwerend für die Prothesenanpassung sei der äusserst 
ungewöhnliche Weichteilmantel nach der Amputation in kniegelenksnaher 
Höhe (Suva-act. 126; vgl. zu den zahlreichen Prothesenanpassungen auch 
Suva-act. 137, 140 und 143); am 23. Mai 2022 bereits Prothese Nummer 26 
[Suva-act. 157]). Der Beschwerdeführer gab anlässlich des 
Standortgesprächs vom 30. Mai 2023 an, die Prothesenversorgung bzw. 
deren Anpassung sei weiterhin schwierig. Erst kürzlich habe er eine neue 

14 / 32

Prothese erhalten, welche er jedoch infolge starkem Schmerzauftritt nur für 
24 Stunden habe tragen können (Suva-act. 219 S. 1). 

7.2.2. Der Telefonnotiz vom 4. November 2022 betreffend das Gespräch zwischen 
der Beschwerdegegnerin und dem Beschwerdeführer ist zu entnehmen, 
dass eine schwierige Situation infolge einer Entzündung an der Kontaktstelle 
bestehe, welche grosse Schmerzen und eine Behandlung der Entzündung 
mit sich brachte (Suva-act. 181). 

7.2.3. Dr. med. K._____ hielt über die Konsultation vom 12. Juli 2023 im Bericht 
vom 13. Juli 2023 u.a. persistierende Phantomschmerzen und 
Schwellungszustände fest. Die Prothesenversorgung werde weiter von 
Orthopädietechnik H._____ betreut und im regelmässigen Turnus 
angepasst. Die grösste Einschränkung bestehe gegenwärtig beim Sitzen. 
Hier komme es nach knapp einer Stunde zu Schwellungszuständen im 
kurzen Unterschenkelstumpf rechts. Die Schwellungszustände korrelierten 
mit verstärkten Phantomschmerzen. Der Beschwerdeführer benötige dann 
etwa 20 bis 30 Minuten, in denen er durch Gehen mit unterschiedlichen 
Belastungen die Schwellung sowie die Schmerzen wieder zum Abklingen 
bringe. Diese Problematik sei äusserst einschränkend und auch für die 
weitere Beurteilung der Leistungsfähigkeit entscheidend (Suva-act. 226). 
Hinsichtlich der Belastungsfähigkeit sah Dr. med. K._____ langfristig eine 
eher wechselbelastete Tätigkeit mit Einschränkungen für das Heben von 
Lasten. Dauerhaftes Sitzen sei durch das Auftreten der Schmerzen nicht oder 
höchstens mit einer erheblichen Einschränkung der Leistungsfähigkeit, 
aufgrund der erforderlichen Pausen, möglich. Das kontinuierliche Besteigen 
von Leitern sowie eine kauernde Position seien ebenfalls nicht denkbar. Eine 
Tätigkeit als Weinproduzent/Önologe, ohne die Arbeiten im Weinbau und viel 
mehr durch die Anwesenheit in der Kellerei, sei aus fachärztlich-
orthopädischer Sicht durchaus langfristig geeignet und darin volle 
Leistungsfähigkeit über viele Jahre anzunehmen (Suva-act. 226).

7.2.4. Am 20. Juli 2023 stellte der Versicherungsmediziner Dr. med. F._____ unter 
Hinweis auf die Beurteilung von Dr. med. K._____ vom 13. Juli 2023 (Suva-
act. 226) fest, dass die Voraussetzungen für den Fallabschluss gegeben 
seien und eine 100%ige Arbeitsfähigkeit für eine adaptierte Tätigkeit 
angenommen werden könne. Eine abschliessende 
versicherungsmedizinische Untersuchung sei nicht nötig (Suva-act. 228).

15 / 32

7.2.5. Gemäss Bericht über die Erstkonsultation vom 16. August 2023 der Dres. 
med. L._____ und G._____ vom 18. August 2023 gebe es keine Hinweise 
auf eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS), jedoch berichte der 
Beschwerdeführer, dass er seit dem Unfall allgemein empfindlicher 
geworden sei. Oft verspüre er eine innere Anspannung und 
Lärmempfindlichkeit, er sei schneller erschöpft. Als Diagnose stellten Dres. 
med. L._____ und G._____ einen chronischen posttraumatischen Schmerz 
(ICD-11: MG30.1; recte wohl MG30.2) (act. B.28; Suva-act. 233). Betreffend 
Schmerzanamnese hielten sie fest, seit dem Unfall 2020 mit Notwendigkeit 
einer Amputation hätten sich chronische Schmerzen am Beinstumpf und in 
anderen Lokalitäten des Körpers entwickelt. Schmerzen seien 
unterschiedlich, je nach körperlicher Belastung. Teilweise träten 
Verspannungen am Oberkörper aufgrund von Fehlbelastung auf. Der 
Beschwerdeführer leide an mehreren unterschiedlichen Arten von 
Schmerzen: Phantomschmerz, d.h. neuropathische Schmerzen am Stumpf, 
nozizeptive Schmerzen durch die Schwellung des Stumpfes bei ungünstiger 
Position und myofasziale Schmerzen aufgrund der Fehlhaltungen, die sich 
nach dem Unfall entwickelt hätten. Hinsichtlich Belastbarkeit empfahlen 
Dres. med. L._____ und G._____ eine Arbeit mit abwechselnden Positionen. 
Langes Stehen oder langes Sitzen seien ungünstig und verstärkten die 
Schmerzen. Eine Tätigkeit in der Weinproduktion sei aus medizinischer Sicht 
durchaus denkbar, natürlich mit entsprechenden Anpassungen. Weiter sei 
ein ausführliches physiotherapeutisches Assessment geplant und die 
Weiterführung der ambulanten Physiotherapie (Suva-act. 233). 

7.2.6. In der Aktenbeurteilung vom 29. August 2023 hielt der 
Versicherungsmediziner Dr. med. F._____ fest, dass ein Quetschtrauma zu 
einer offenen Unterschenkelfraktur rechts geführt habe, die mit einer 
Unterschenkelamputation habe behandelt werden müssen. Sekundär habe 
der eher kurze Unterschenkelstumpf revidiert und zusätzlich die Fibula 
exzidiert werden müssen, so dass die Prothesenversorgung entsprechend 
anspruchsvoll geworden sei. Nun bestünden Phantomschmerzen sowie 
Schmerzen durch Anschwellung des Stumpfes an der Prothese. Diese 
würden zurzeit weiter physiotherapeutisch und in der Schmerzklinik 
behandelt, wobei letztere keine Angaben über die Einnahme von 
Medikamenten mache. Knapp drei Jahre nach dem Ereignis könne von 
einem stabilen Zustand ausgegangen werden. Sodann legte der 
Versicherungsmediziner Dr. med. F._____ folgendes Zumutbarkeitsprofil 
fest: "Vollschichtige Tätigkeit. Einschränkungen ergeben sich durch die 

16 / 32

Unterschenkelamputation links trotz Prothesenversorgung. Dauerhaftes 
Sitzen ist aufgrund der Schwellneigung nicht zumutbar. Entsprechend 
wechselbelastende Tätigkeiten sitzend, stehend, gehend zu etwa zu gleichen 
Teilen, wobei das Gehen auf unebenem Gelände, auf Leitern und Gerüsten 
nicht zumutbar ist. Ebenso keine Arbeiten in der Hocke, in kauernder oder 
kniender Position. Tragen und Heben von Lasten eingeschränkt auf leicht bis 
mittelschwer (15 kg)." Zudem führte er aus, dass Prothesenversorgungen 
und -anpassungen lebenslänglich respektive je nach Bedarf erfolgten. Ferner 
sah er die Indikation für eine Physiotherapie vorderhand noch ein halbes 
Jahr, anschliessend sei diese zu überprüfen. Schmerzmittel würden gemäss 
Angaben der Schmerzklinik respektive des Hausarztes abgegeben (Suva-
act. 239).

7.2.7. Im Bericht vom 13. September 2023 von Dr. med. L._____ und der 
Physiotherapeutin M._____ über das physiotherapeutische Assessment im 
Rahmen der Schmerzsprechstunde des D._____ am 31. August 2023 geht 
aus der anamnestischen Ergänzung zur Erstkonsultation vom 16. August 
2023 (vgl. Suva-act. 233) hervor, dass der Beschwerdeführer aktuell von 
stärksten, z.T. einschiessenden Schmerzen im unteren Rücken, welche von 
caudal nach cranial der rechten Körperhälfte wandern, berichtete. Neu seien 
seit zwei Wochen auch Schmerzen in der linken Wade vorhanden und ihn 
belaste der aktuelle Entscheid der Beschwerdegegnerin zur geplanten 
Sistierung der Physiotherapie zusätzlich auch mental. Zurzeit sei der 
Beschwerdeführer in der Physiotherapie, wobei v.a. schmerzlindernde 
Massnahmen angewendet würden, damit der Beschwerdeführer den Alltag 
möglichst schmerzfrei bewältigen könne. Betreffend Arbeitshypothese 
hielten Dr. med. L._____ und die Physiotherapeutin M._____ fest, aufgrund 
der subjektiven Beschwerden und der klinischen Untersuchung entstehe die 
vorliegende Schmerzproblematik des Rumpfes aufgrund der funktionellen 
Einschränkung der rechten unteren Extremität. Durch das veränderte Gang- 
und Standbild komme es zu kompensatorischen Anpassungen der 
Haltemuskulatur, welche besonders bei statischen Belastungen zu einer 
Zunahme der Schmerzen führe. Dies führe zu einer sekundär bedingten 
nozizeptiv-ischämischen Schmerzproblematik. Zusätzlich werde dies durch 
die verminderte Stabilität der Prothese (welche sich als sehr schwierig 
anzupassen herausgestellt habe) weiter untermauert, was durch die 
Druckschmerzen und dem Gefühl von Instabilität das Gangbild weiter 
beeinträchtige. Es wurde u.a. das Weiterführen der Physiotherapie 

17 / 32

dringlichst empfohlen, um die Schmerzsituation in Schach zu halten (Suva-
act. 251).     

7.2.8. Am 5. Oktober 2023 verwies der Versicherungsmediziner Dr. med. F._____ 
unter relevantem Sachverhalt nach Aktenlage auf den Bericht der 
Schmerzklinik des D._____ vom 13. September 2023 über das Assessment 
vom 31. August 2023. Er hielt bezüglich Diagnosen und Beurteilung an seiner 
letzten Beurteilung vom 29. August 2023 fest und ergänzte die Beurteilung 
lediglich insofern, als dass auch von einer mentalen Belastung durch den 
Entscheid der Beschwerdegegnerin, die Physiotherapie zu sistieren, 
gesprochen werde. Die Physiotherapie sei aber, wie bereits am 29. August 
2023 beurteilt, vorderhand für ein halbes Jahr weiterzuführen und 
anschliessend sei die Indikation neu zu überprüfen. Von einer Sistierung 
könne keine Rede sein (Suva-act. 260).

7.2.9. Die Physiotherapeutin N._____, O._____ ag, J._____, hielt in ihrem Bericht 
vom 10. Januar 2024 fest, dass die jetzige Prothese keine Stabilität mehr 
gewähre, was sich sehr negativ auf die Haltung und den Gang des 
Beschwerdeführers auswirke. Der Beschwerdeführer beanspruche so 
deutlich vermehrt seine linke Seite, was für die Therapie v.a. 
schmerzlindernde Massnahmen bedeute, damit der Beschwerdeführer den 
Alltag einigermassen erträglich meistern könne (act. B.26; Suva-act. 289). 

7.2.10.Dr. med. G._____ stellte in ihrem Bericht vom 24. Januar 2024 beim 
Beschwerdeführer eine erhöhte Anspannung, Hyperalgesie, negative 
Gedankenkreise und Erschöpfung fest. Der Beschwerdeführer leide unter 
Hypersensibilisierung mit Lärmempfindlichkeit, Schlaflosigkeit und allgemein 
niedriger Belastbarkeit. Sie empfahl dringlich zweimal pro Woche 
Physiotherapie aufgrund unterschiedlicher Beschwerden (Rücken, Bein) und 
zahlreicher Verspannungen, sowie auch für die Rekonditionierungsübungen 
bei mehrfachen Fehlhaltungen durch Verlust der Extremität. Die 
Arbeitsfähigkeit sah Dr. med. G._____ weiterhin reduziert auf maximal 50 % 
in einer angepassten Tätigkeit, die abwechselnde Positionen und Pausen 
ermögliche (act. B.17; Suva-act. 290). 

7.2.11.Der Hausarzt Dr. med. P._____, FMH Innere Medizin, schrieb am 11. April 
2024, der Beschwerdeführer leide somatisch an den Folgen der 
traumatischen Amputation im Sinne von Schmerzen und einer verminderten 
Belastbarkeit durch die nicht passende Prothese mit Folgeproblemen mit 
Rückenschmerzen und rascher Ermüdung. Wahrscheinlich werde der kurze 

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Stumpf nie eine einwandfrei passende Prothese zulassen. Eine Tätigkeit im 
ersten Arbeitsmarkt mit den üblichen Anforderungen sei nur in 
eingeschränktem Masse möglich, ein Wert müsste geschätzt werden. Die 
Tätigkeit müsste streng wechselnd belastet sein und müsste die notwendigen 
Therapien ermöglichen, was kaum zu organisieren wäre. Die chronischen 
Schmerzen und die hohe psychische Belastung durch fehlende 
Unterstützung hätten zu einem Zusammenbruch geführt und aktuell sei gar 
keine Tätigkeit möglich. Die sinnvollste aber auch risikoreichste Lösung sei 
eine Selbständigkeit. Der Beschwerdeführer könnte sich so in seinem 
erlernten Bereich betätigen, die Belastungen selber einteilen und wäre in 
einem Pensum von ca. 50 % arbeitsfähig (act. B.19).

7.2.12.Am 17. April 2024 hielt Dr. med. G._____ erneut fest, der Beschwerdeführer 
leide an mehreren Arten von Schmerzen: Phantomschmerz – 
neuropathische Schmerzen am Stumpf, nozizeptive Schmerzen durch die 
Schwellung des Stumpfes bei schwieriger Anpassung der Prothese und 
myofasziale Schmerzen aufgrund der Fehl/Schonhaltungen, die sich nach 
dem Unfall entwickelt hätten. Neuropathische Schmerzen seien keine 
psychischen Schmerzen, sondern durch eine 
Nervenverletzung/Durchtrennung entstandene Schmerzen, die typische 
Charakteristika aufwiesen. Die psychische Komponente könne jedoch zur 
Chronifizierung, verstärkten Schmerzwahrnehmung und den myofaszialen 
Schmerzen beitragen. Nicht einfacher sei die Situation, weil der 
Beschwerdeführer fast alle Medikamente ablehne, die für sein Leiden 
empfohlen seien (Schlaffördernde Medikamente, Antidepressiva, 
Antikonvulsiva), wie auch eine hilfreiche Psychotherapie. Im Vordergrund 
stünden die myofaszialen (nozizeptiven) Schmerzen aufgrund der 
Fehlhaltungen (act. B.18; Suva-act. 329 S. 14).

8.1. In Würdigung der medizinischen Aktenlage überzeugen die reinen 
Aktenbeurteilungen des Versicherungsmediziners Dr. med. F._____ vom 
20. Juli 2023 (Suva-act. 228), vom 29. August 2023 (Suva-act. 239) und vom 
5. Oktober 2023 (Suva-act. 260) nicht, zumal sie allesamt kurz und 
einzelfallbezogen oberflächlich abgefasst sind. Am 20. Juli 2023 stellte der 
Versicherungsmediziner Dr. med. F._____ unter Hinweis auf die Beurteilung 
von Dr. med. K._____ vom 13. Juli 2023 (Suva-act. 226) fest, dass die 
Voraussetzungen für den Fallabschluss gegeben seien und eine 100%ige 
Arbeitsfähigkeit für eine adaptierte Tätigkeit angenommen werden könne 
(Suva-act. 228). Dabei blieb jedoch unerwähnt, dass Dr. med. K._____ mit 

19 / 32

Dr. med. L._____ Rücksprache bezüglich der Phantomschmerzen 
genommen hatte und der Beschwerdeführer diesbezüglich ein gesondertes 
Aufgebot zur Beurteilung und allfälliger Optimierung der Schmerzen erhalten 
sollte (Suva-act. 226). Die Schmerzthematik war damit noch nicht 
abschliessend von Dr. med. K._____ beurteilt, sondern sollte von der 
Schmerzklinik D._____ beurteilt werden. In der nächsten Aktenbeurteilung 
rund einen Monat später am 29. August 2023 hielt der 
Versicherungsmediziner Dr. med. F._____ fest, dass knapp drei Jahre nach 
dem Ereignis von einem stabilen Zustand ausgegangen werden könne. Er 
erwähnte in seiner Beurteilung zwar Phantomschmerzen sowie Schmerzen 
durch Anschwellen des Stumpfes in der Prothese, nicht aber die 
myofaszialen (nozizeptiven) Schmerzen aufgrund von Fehlhaltungen, welche 
seit Anfang 2022 zunehmend im Vordergrund standen (vgl. Physiotherapie-
Verlaufsberichte vom 15. Februar 2021 [Suva-act. 63], vom 15. Juni 2021 
[Suva-act. 80], vom 27. September 2021 [Suva-act. 98] und vom 20. Januar 
2022 [Suva-act. 116]). Mit diesen myofaszialen (nozizeptiven) Schmerzen 
aufgrund von Fehlhaltungen setzte sich der Versicherungsmediziner Dr. 
med. F._____ in keiner Weise auseinander. Die beiden Aktenbeurteilungen 
geben folglich kein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und 
gegenwärtigen Status der Schmerzsituation des Beschwerdeführers. Der 
Versicherungsmediziner Dr. med. F._____ beurteilte keinen lückenlosen 
Befund, zu welchem auch anamnestische sowie umfassende (schmerz-
)therapeutische Angaben gehört hätten, womit der medizinische Sachverhalt 
und die (Rest-)Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers nicht mittels reiner 
Aktenbeurteilung, ohne direkte ärztliche Befassung mit dem 
Beschwerdeführer, hätte beurteilt werden dürfen. Hinzu kommt, dass sich der 
Versicherungsmediziner Dr. med. F._____ in seiner letzten Beurteilung vom 
5. Oktober 2023 mit dem physiotherapeutischen Assessment von Dr. med. 
L._____ und der Physiotherapeutin M._____ am 31. August 2023 gemäss 
Bericht vom 13. September 2023 (Suva-act. 251) nur marginal 
auseinandersetzte, indem er es im Sachverhalt nach Aktenlage erwähnte 
und daraus lediglich den Schluss zog, dass die Physiotherapie vorderhand 
für ein halbes Jahr weitergeführt und anschliessend die Indikation dazu 
überprüft werden solle (Suva-act. 260). Vorgenanntes Assessment 
beschreibt nun aber erstmals stärkste, z.T. einschiessende Schmerzen im 
unteren Rücken, welche von caudal nach cranial der rechten Körperhälfte 
wandern. Ebenso wird neu von Schmerzen in der linken Wade berichtet. Dr. 
med. L._____ und die Physiotherapeutin M._____ sahen die vorliegende 
Schmerzproblematik des Rumpfes in der funktionellen Einschränkung der 

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rechten unteren Extremität begründet, da es durch das veränderte Gang- und 
Standbild zu kompensatorischen Anpassungen der Haltemuskulatur komme. 
Diese führe wiederum zu einer Zunahme der Schmerzen und zu einer 
sekundär bedingten nozizeptiv-ischämischen Schmerzproblematik (Suva-
act. 251). Diese medizinische Beurteilung von Dr. med. L._____ und 
Physiotherapeutin M._____ über die Schmerzsituation des 
Beschwerdeführers weckt mindestens geringe Zweifel an der Schlüssigkeit 
und Zuverlässigkeit der Beurteilung des Versicherungsmediziners Dr. med. 
F._____ vom 5. Oktober 2023 (Suva-act. 260) hinsichtlich vollschichtiger, 
leidensangepasster Tätigkeit. 

8.2. Hinzu kommen weitere Beurteilungen, die versicherungsmedizinisch nicht 
mehr beurteilt wurden und die die geringen Zweifel an der Schlüssigkeit der 
Beurteilungen des Versicherungsmediziners Dr. med. F._____ 
unterstreichen, da bei allen die Schmerzen aufgrund der Fehlhaltungen 
thematisiert wurden. So berichtete auch die Physiotherapeutin N._____ am 
10. Januar 2024, dass die jetzige Prothese keine Stabilität mehr gewähre, 
was zu einer deutlich vermehrten Beanspruchung der linken Seite führe und 
schmerzlindernde Massnahmen in der Therapie erfordere (act. B.26; Suva-
act. 289). Auch Dr. med. G._____ sprach in ihrem Bericht vom 24. Januar 
2024 von unterschiedlichen Beschwerden (Rücken, Bein) und zahlreichen 
Verspannungen sowie Rekonditionierungsübungen bei mehrfachen 
Fehlhaltungen durch Verlust der Extremität, weshalb sie zweimal pro Woche 
Physiotherapie empfahl (act. B.17; Suva-act. 290). Sodann erwähnte auch 
der Hausarzt Dr. med. P._____ in seinem Bericht vom 11. April 2024 
Folgeprobleme mit Rückenschmerzen und rascher Ermüdung. Er sah eine 
Tätigkeit im ersten Arbeitsmarkt nur in eingeschränktem Masse als möglich 
an bzw. sogar als fraglich, wenn er ausführt, dass die Tätigkeit (streng 
wechselnd belastet und unter Ermöglichung der notwendigen Therapien) 
kaum zu organisieren wäre. Die chronischen Schmerzen und die hohe 
psychische Belastung durch fehlende Unterstützung hätten zu einem 
Zusammenbruch geführt und aktuell sei gar keine Tätigkeit möglich 
(act. B.19). Auch Dr. med. G._____ hielt am 17. April 2024 fest, im 
Vordergrund stünden die myofaszialen (nozizeptiven) Schmerzen aufgrund 
der Fehlhaltungen. Zudem betonte sie, neuropathische Schmerzen seien 
keine psychischen Schmerzen, sondern durch 
Nervenverletzung/Durchtrennung entstandene Schmerzen, die typische 
Charakteristika aufwiesen. Die psychische Komponente könne jedoch zu der 
Chronifizierung, verstärkten Schmerzwahrnehmung und den myofaszialen 

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Schmerzen beitragen (act. B.18; Suva-act. 329). Diese letzteren zwei 
Einschätzungen datieren nach dem angefochtenen Einspracheentscheid 
vom 2. April 2024. Der gerichtliche Überprüfungszeitraum beschränkt sich 
grundsätzlich auf den Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass der 
angefochtenen Verfügung bzw. des angefochtenen Einspracheentscheids – 
vorliegend also bis zum 2. April 2024 – verwirklicht hat. Spätere Berichte und 
Dokumente sind jedoch in die Beurteilung miteinzubeziehen, soweit sie 
Rückschlüsse auf die im Zeitpunkt des Abschlusses des 
Verwaltungsverfahrens gegebene Situation erlauben (vgl. Urteile des 
Bundesgerichts 8C_37/2023 vom 12. Oktober 2023 E. 4.2.2, 9C_529/2021 
vom 26. Juli 2022 E. 3.2.1, 8C_503/2021 vom 18. November 2021 E. 4.1 
m.w.H.). Dies trifft vorliegend auf die Berichte von Dr. med. P._____ vom 
11. April 2024 (act. B.19) und Dr. med. G._____ vom 17. April 2024 (act. 
B.18; Suva-act. 329) zu, weshalb diese Dokumente zu berücksichtigen sind.

8.3. Die Versicherungsmediziner wurden vorliegend seit der letzten Beurteilung 
des Versicherungsmediziners Dr. med. F._____ am 5. Oktober 2023 nicht 
mehr involviert, so dass keine aktualisierten Beurteilungen zu den 
physiotherapeutischen und ärztlichen Einschätzungen der Physiotherapeutin 
N._____ und Dres. med. G._____ sowie P._____ im Jahr 2024 bezüglich 
Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers mehr vorliegen. Zwar handelt es 
sich um behandelnde Medizinalpersonen, was aber der Aussagekraft, 
geringe Zweifel an den versicherungsmedizinischen Beurteilungen zu 
wecken, keinen Abbruch tut.

8.4. Im Lichte einer gewissen Oberflächlichkeit in der Bearbeitung dieses 
Schadenfalls mögen auch die wiederholten Verwechslungen bezüglich des 
beeinträchtigten, amputierten Beins (rechtes, nicht linkes) zu sehen sein (vgl. 
Beurteilung Versicherungsmediziner Dr. med. F._____ vom 29. August 2023 
[Suva-act. 239]; Verfügung vom 12. Oktober 2023 [Suva-act. 268]). 

8.5. Zusammenfassend liegen zumindest geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit 
und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen vor, 
weshalb rechtsprechungsgemäss ergänzende Abklärungen vorzunehmen 
sind (vgl. Erwägung 5.3 vorstehend). Insbesondere die Situation der 
Schmerzen (Diagnose: Chronischer posttraumatischer Schmerz [ICD-11: 
MG30.1; recte wohl MG30.2], Phantomschmerz d.h. neuropathische 
Schmerzen am Stumpf, nozizeptive Schmerzen durch Schwellung des 
Stumpfes bei ungünstiger Position und myofasziale Schmerzen aufgrund 
Fehlhaltungen) und ihrer Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit unter 

22 / 32

Einbezug der Prothesenversorgung, -anpassung, Physiotherapie sowie 
Schmerztherapie des Beschwerdeführers bedürfen vertiefter Abklärung.  

9.1. In Bezug auf allfällige psychischen Beschwerden ist den Akten Folgendes zu 
entnehmen: 

9.2.1. Im Bericht der E._____ vom 29. Oktober 2020 wird über starke 
Phantomschmerzen berichtet, weswegen der Beschwerdeführer einen 
Termin beim psychosomatischen Dienst gewünscht habe (Suva-act. 18).

9.2.2. Dr. med. Q._____, leitender Arzt Psychosomatik E._____, hielt in seinem 
Austrittsbericht vom 24. Dezember 2020 betreffend den stationären 
Aufenthalt des Beschwerdeführers vom 22. Oktober 2020 bis 19. Dezember 
2020 als psychiatrische Austrittsdiagnose fest: Ärztliche Beobachtung von 
Verdachtsfällen, ohne manifeste psychische Störung, ICD-10: Z03.2 (Suva-
act. 52). Aus seinem Bericht geht hervor, dass der Beschwerdeführer 
gewünscht habe, sich zwecks Optimierung der Pharmakotherapie mit dem 
Psychiater abzusprechen, zumal die Phantomschmerzen nach der Operation 
noch äusserst ausgeprägt und schlafraubend gewesen seien (Suva-act. 52).

9.2.3. Gemäss Telefonnotiz vom 15. Juni 2021 betreffend das Gespräch zwischen 
dem Beschwerdeführer und der Beschwerdegegnerin war der 
Beschwerdeführer psychisch stabil (Suva-act. 77 S. 2). Aus der E-Mail des 
Rechtsvertreters des Beschwerdeführers an diesen vom 7. Oktober 2021 
geht hervor, dass die jetzige Situation (faktisches Kellerverbot) den 
Beschwerdeführer psychisch stark belaste (Suva-act. 100). Im Dezember 
2021 ging es dem Beschwerdeführer wieder etwas besser (vgl. Telefonnotiz 
vom 1. Dezember 2021 [Suva-act. 105]). Anlässlich des Standortgesprächs 
vom 31. August 2022 äusserte der Beschwerdeführer, dass die 
Unsicherheiten bezüglich Versicherungen und Arbeitsverhältnis belastend 
seien und Zeit und Energie kosten würden (Suva-act. 164). Am 4. Januar 
2023 kontaktierte der Vater des Beschwerdeführers dessen Rechtsvertreter, 
weil es dem Beschwerdeführer aktuell psychisch gar nicht gut gehe. Ein 
Hauptgrund sei die nicht geklärte arbeitsrechtliche Situation mit dem 
Arbeitgeber. Es wurde der dringende Rat ausgesprochen, psychiatrische 
Hilfe in Anspruch zu nehmen (vgl. Suva-act. 192, 193 und 200). Am 5. April 
2023 informierten die Eltern des Beschwerdeführers dessen Rechtsvertreter 
darüber, dass sich die Situation wieder etwas verbessert habe und der 
Beschwerdeführer die psychotherapeutische Behandlung bei Frau R._____ 
aufgenommen habe (Suva-act. 209). Die Therapie wurden in der Folge 

23 / 32

jedoch sistiert (Suva-act. 210) bzw. abgebrochen (Suva-act. 219), da der 
Beschwerdeführer von der Sinnhaftigkeit der Therapie nicht überzeugt 
gewesen sei bzw. infolge gegenseitigen Vertrauensverlustes. 

9.2.4. Am 24. Januar 2024 beschrieb Dr. med. G._____ eine erhöhte Anspannung, 
Hyperalgesie, negative Gedankenkreise und Erschöpfung beim 
Beschwerdeführer, der zudem unter Hypersensibilisierung mit 
Lärmempfindlichkeit, Schlaflosigkeit und allgemein niedriger Belastbarkeit 
leide (act. B.17; Suva-act. 290). 

9.2.5. Weiter beschrieb Dr. med. P._____ am 11. April 2024 eine verminderte 
Belastbarkeit durch die nicht passende Prothese mit Folgeproblemen mit 
Rückenschmerzen und rascher Ermüdung. Die chronischen Schmerzen und 
die hohe psychische Belastung durch fehlende Unterstützung hätten zu 
einem Zusammenbruch geführt und aktuell sei gar keine Tätigkeit möglich 
(act. B.19). 

9.2.6. Dr. med. G._____ verwies am 17. April 2024 auf die psychische 
Komponente, die zur Chronifizierung, verstärkter Schmerzwahrnehmung und 
myofaszialen Schmerzen beitragen könne (act. B.18).

10.1. Die Unfallkausalität bildet Anspruchsvoraussetzung für sämtliche 
Versicherungsleistungen der Unfallversicherung (Art. 6 Abs. 1 UVG). Eine 
Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht demnach nur für 
Gesundheitsschäden, die natürlich und adäquat kausal mit einem 
versicherten Unfallereignis zusammenhängen. Nach der Rechtsprechung 
kann die Frage, ob ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen den 
medizinisch nicht hinreichend nachweisbaren Beschwerden (z.B. psychische 
Beschwerden) und dem Unfall besteht, bei Verneinung der adäquaten 
Kausalität offengelassen werden (BGE 135 V 465 E. 5.1 m.H.; Urteile des 
Bundesgerichts 8C_427/2022 vom 28. Februar 2023 E. 6.1, 8C_409/2021 
vom 15. September 2021 E. 6.2, 8C_438/2020 vom 22. Dezember 2020 
E. 4.1). Nicht zulässig ist nach der Rechtsprechung demgegenüber, den 
adäquaten Kausalzusammenhang zwischen allfälligen psychischen 
Beschwerden und einem Unfallereignis zu bejahen, bevor die sich in 
tatsächlicher Hinsicht stellenden Fragen bezüglich der Natur der 
gesundheitlichen Beeinträchtigungen und des natürlichen 
Kausalzusammenhangs mittels einer psychiatrischen Begutachtung geklärt 
sind (BGE 147 V 207 E. 6.1; Urteile des Bundesgerichts 8C_427/2022 vom 
28. Februar 2023 E. 6.1, 8C_409/2021 vom 15. September 2021 E. 6.2). Ein 

24 / 32

solches Vorgehen wäre zunächst widersprüchlich, weil die Leistungspflicht 
eines Unfallversicherers gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG voraussetzt, dass 
zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein natürlicher 
Kausalzusammenhang besteht. Ohne verlässliche medizinische 
Entscheidungsgrundlagen, welche sich über das Vorliegen psychischer 
Beschwerden, deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit sowie den 
natürlichen Kausalzusammenhang zum Unfallereignis äussern, kann aus 
rechtlicher Sicht nicht darauf geschlossen werden, einem Unfallereignis 
komme für die Entstehung einer psychisch bedingten Arbeits- oder 
Erwerbsunfähigkeit eine massgebende Bedeutung zu (Urteil des 
Bundesgerichts 8C_409/2021 vom 15. September 2021 E. 6.2).

10.2. Eine psychiatrische Diagnose geht – soweit ersichtlich – aus den Akten nicht 
hervor und der Beschwerdeführer widersetzt sich einer Psychotherapie bzw. 
einer entsprechenden Medikation (Antidepressiva; act. B.18). Im 
angefochtenen Einspracheentscheid prüfte die Beschwerdegegnerin die 
Adäquanz der geltend gemachten psychischen Beeinträchtigung nach der 
Psycho-Praxis (BGE 115 V 133) und verneinte die Adäquanz. Aus den 
Erwägungen im angefochtenen Einspracheentscheid geht allerdings nicht 
klar hervor, bezüglich welcher psychischer Beschwerden eine 
Adäquanzprüfung vorgenommen wurde. Die Beschwerdegegnerin verwies 
im Einspracheentscheid lediglich auf den Bericht der behandelnden Ärztin 
Dr. med. G._____ vom 24. Januar 2024 (Suva-act. 290), woraus sich ergebe, 
dass es sich vorwiegend um die Behandlung von psychischen Leiden handle, 
und sie verwies auf die Schmerzen am Beinstumpf und in anderen 
Lokalitäten des Körpers, die sie als Phantomschmerzen bezeichnete und als 
psychisch qualifizierte (vgl. angefochtener Einspracheentscheid Ziff. 3.3 S. 7 
[act. B.13; Suva-act. 320]). Da es sich bei den Phantomschmerzen bzw. bei 
den Stumpfschmerzen um neurologische Beschwerden (vgl. act. B.16) und 
bei den myofaszialen nozizeptiv-ischämischen Beschwerden ebenfalls um 
somatische und nicht psychische Beeinträchtigungen handelt, ist dem 
Beschwerdeführer zu folgen, dass die Adäquanz nicht nach der Psycho-
Praxis zu beurteilen, sondern als somatische Beschwerden adäquat kausal 
verursacht zu qualifizieren gewesen wären. 

10.3. Selbst wenn psychische Beschwerden bejaht würden, ist die Adäquanz 
derzeit gestützt auf die Psycho-Praxis nicht auszuschliessen: 
Ausgangspunkt der Adäquanzbeurteilung entsprechend der Psycho-Praxis 
bildet das objektiv erfassbare Unfallereignis. Im Rahmen einer objektivierten 

25 / 32

Betrachtungsweise ist zu untersuchen, ob der Unfall eher als leicht, als 
mittelschwer oder als schwer erscheint, wobei im mittleren Bereich 
gegebenenfalls eine weitere Differenzierung nach der Nähe zu den leichten 
oder schweren Unfällen erfolgt. Massgebend für die Beurteilung der 
Unfallschwere ist der augenfällige Geschehensablauf mit den sich dabei 
entwickelnden Kräften und die unmittelbar beim Unfall erlittenen 
Verletzungen (BGE 140 V 356 E. 5.1, 115 V 133 E. 6; Urteile des 
Bundesgerichts 8C_592/2023 vom 30. Januar 2024 E. 7, 8C_698/2022 vom 
3. Mai 2023 E. 5.1 und 8C_66/2021 vom 6. Juli 2021 E. 7.1). Nicht zu 
berücksichtigen sind das subjektive Erleben des Unfalls durch die verunfallte 
Person und die Folgen, welche sich im Lauf der Zeit als Reaktion auf den 
Unfall entwickeln (BGE 140 V 356 E. 5.3 und 5.6.1; Urteil des Bundesgerichts 
8C_592/2023 vom 30. Januar 2024 E. 7.2.1). Vorliegend ist das 
Unfallgeschehen jenen Tatbeständen zuzuordnen, bei denen eine Hand oder 
ein Fuss bei der Arbeit mit schweren Maschinen verletzt wurde. Als 
mittelschwere Ereignisse im engere Sinn qualifizierte das Bundesgericht 
etwa den Fall, bei dem die Hand des Versicherten in eine Betonrührmaschine 
hingezogen wurde und anschliessend chirurgisch versorgt werden musste 
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_445/2010 vom 3. November 2010) oder 
bei dem der Versicherte beim Reinigen einer Doppelwalze mit der Hand in 
die Walzenräder geriet und sich eine Hautablederung des linken Daumens, 
Quetschwunden über den Endgliedern/-gelenken der Finger II, IV und V 
sowie eine Zerrung und Distraktionsverletzung der gesamten linken oberen 
Extremität zuzog (vgl. Urteil des Bundesgericht U 82/00 vom 22. April 2002). 
Somit ist der Unfall angesichts der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu 
vergleichbaren Fällen als Unfall im Bereich der mittelschweren Unfälle im 
engeren Sinne zu qualifizieren. 

Ist ein Unfall – wie vorliegend – als mittelschwer im engeren Sinn zu 
qualifizieren, kann die Adäquanz gemäss bundesgerichtlicher 
Rechtsprechung nur bejaht werden, wenn mindestens drei der sieben 
nachfolgend aufgeführten Adäquanzkriterien in einfacher Form erfüllt sind 
oder eines besonders ausgeprägt vorliegt (BGE 115 V 133 E. 6c/aa; Urteil 
des Bundesgerichts 8C_384/2023 vom 4. April 2024 m.w.H.):

- besonders dramatische Begleitumstände oder besondere 
Eindrücklichkeit des Unfalls;

26 / 32

- die Schwere oder die besondere Art der erlittenen (somatischen) 
Verletzungen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, 
psychische Fehlentwicklungen auszulösen; 

- eine ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung;

- körperliche Dauerschmerzen;

- eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich 
verschlimmert; 

- ein schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; 

- der Grad und die Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit. 

Vorliegend betrachtet die Beschwerdegegnerin das Kriterium der besonders 
dramatischen Begleitumstände oder besonderen Eindrücklichkeit des Unfalls 
als knapp erfüllt (vgl. angefochtener Einspracheentscheid Ziff. 3.3 S. 7 [act. 
B.13; Suva-act. 320]). Angesichts des Umstandes, dass der 
Beschwerdeführer nach Einklemmung und Zerquetschung seines Fusses in 
der Transportschnecke der Maischepumpe in dieser Lage ausharren musste 
und erst durch die Feuerwehr befreit werden konnte, indem diese die 
Maschine mit einer hydraulischen Metallschere aufschnitt (Suva-act. 3 und 
65), ist die Bejahung dieses Kriteriums durch die Beschwerdegegnerin nicht 
zu beanstanden. In Übereinstimmung mit der Beschwerdegegnerin (vgl. 
angefochtener Einspracheentscheid Ziff. 3.3 S. 7 [act. B.13; Suva-act. 320]) 
ist auch das Kriterium der Schwere oder besonderen Art der erlittenen 
(somatischen) Verletzungen zu bejahen, erlitt der Beschwerdeführer doch 
ein Quetschtrauma am Unterschenkel mit Unterschenkelamputation (Suva-
act. 7 und 90). Beim Kriterium der körperlichen Dauerschmerzen ist 
massgebend, ob über den gesamten Zeitraum andauernde Beschwerden 
vorlagen. Bei zeitweiser Besserung des Gesundheitszustands oder bei 
Verringerung der Frequenz bzw. Einstellung der ärztlichen Behandlung ist es 
nicht erfüllt. Ebenso spricht gegen die Annahme körperlicher 
Dauerschmerzen, wenn sich die Schmerzen stets nur belastungsabhängig 
auf den Gesundheitszustand auswirken (Urteil des 
Bundesgerichts 8C_807/2023 vom 11. Juni 2024 E. 7.1 m.w.H.). Vorliegend 
ergibt sich aus den medizinischen Akten, dass der Beschwerdeführer nach 
dem Unfallereignis durchgehend bis heute an verschiedenen Arten von 
Schmerzen am Beinstumpf, namentlich neuropathische Schmerzen am 
Stumpf und nozizeptive Schmerzen durch die Schwellung des Stumpfes bei 

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schwieriger Anpassung der Prothese, sowie in der Folge an myofaszialen 
Schmerzen in anderen Lokalitäten des Körpers aufgrund der Fehlhaltungen, 
leidet (vgl. vorstehende Erwägungen 7.2.1-7.2.12). Diese treten denn auch 
nicht belastungsabhängig auf, sondern es stellt gerade auch langes Sitzen 
eine grössere Herausforderung dar. Folglich ist auch die Bejahung dieses 
Kriteriums nicht auszuschliessen. Was das Kriterium des schwierigen 
Heilungsverlaufs und erheblicher Komplikationen angeht, kann aus der 
blossen Dauer der ärztlichen Behandlung und den erheblichen Beschwerden 
nicht schon auf ein Erfülltsein des Kriteriums geschlossen werden. Es bedarf 
hierzu vielmehr besonderer Gründe, welche die Heilung beeinträchtigt 
haben. Diese Gründe müssen allerdings selber nicht zwingend auf den Unfall 
zurückzuführen sein. Die Einnahme vieler Medikamente und die 
Durchführung verschiedener Therapien genügen nicht zu dessen Bejahung. 
Gleiches gilt für den Umstand, dass trotz regelmässiger Therapie keine 
Beschwerdefreiheit erreicht werden konnte (Urteil des Bundesgerichts 
8C_251/2024 vom 28. Oktober 2024 E. 3.2.6). Vorliegend führt der äusserst 
kurze Unterschenkelstumpf, die Vorverlagerung des N. peroneus aufgrund 
der Resektion der Fibula sowie der äusserst ungewöhnliche Weichteilmantel 
nach der Amputation in kniegelenksnaher Höhe zu enormen Schwierigkeiten 
bei der Prothesenversorgung. Aufgrund von Schmerzen und 
Schwellungszuständen im Unterschenkelstumpf mussten zahlreiche 
Prothesenanpassungen mit jeweils individueller Schaftzurichtung 
vorgenommen werden (Suva-act. 126 und 226). Folglich ist auch die 
Bejahung dieses Kriteriums des schwierigen Heilungsverlaufs und 
erheblicher Komplikationen nicht auszuschliessen. Schliesslich ist nicht 
auszuschliessen, dass auch das Kriterium von Grad und Dauer der 
(physisch) bedingten Arbeitsunfähigkeit, welches bei einer vollen 
Arbeitsunfähigkeit während fast drei Jahren bejaht wird (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts 8C_116/2009 vom 26. Juni 2009 E. 4.6), erfüllt ist. 
Vorliegend wurde dem Beschwerdeführer als Betriebsleiter Produktion 
durchgehend eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % ab dem Unfallzeitpunkt am 
10. Oktober 2020 bis zum 30. April 2023 bescheinigt (Suva-act. 219 S. 2). 
Eine 100%ige adaptierte Tätigkeit wurde ihm erstmals von Dr. med. F._____ 
am 20. Juli 2023 attestiert (Suva-act. 228). 

Demzufolge ist nicht auszuschliessen, dass fünf Adäquanzkriterien 
mindestens in einfacher Form erfüllt sind, wenn nicht gar in besonders 
ausgeprägter Form (v.a. Schwere oder besondere Art der erlittenen 
Verletzungen). Da die Adäquanz selbst bei dieser Prüfung nach Psycho-

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Praxis zumindest nicht ausgeschlossen werden könnte, müssten auch 
psychische Beschwerden bezüglich des natürlichen Kausalzusammenhangs 
(Tatfrage) noch abgeklärt werden.

11. Alles in allem ist festzuhalten, dass der Sachverhalt nicht rechtsgenüglich 
abgeklärt wurde, was den Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG) 
verletzt. Es ist in erster Linie Aufgabe des Unfallversicherers, von Amtes 
wegen die notwendigen Abklärungen vorzunehmen, um den 
rechtserheblichen Sachverhalt vollständig festzustellen. Die Sache ist daher 
an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie im Verfahren nach 
Art. 44 ATSG ein medizinisches Gutachten (zumindest orthopädisch, 
neurologisch/neuropsychologisch, psychiatrisch) einhole und anschliessend 
über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers neu verfüge (vgl. BGE 
149 V 218 E. 5.7 m.w.H.; Urteil des Bundesgerichts 8C_17/2024 vom 9. Juli 
2024 E. 5.3).

12.1. Lediglich im Hinblick auf den nach Einholung des medizinischen Gutachtens 
neu zu fällenden Entscheid der Beschwerdegegnerin erfolgen nachfolgende 
Ausführungen zum strittigen Valideneinkommen. Die Beschwerdegegnerin 
berechnete das Valideneinkommen auf CHF 83'853.00 (13 x CHF 6'450.00). 
Dabei stützte sie sich auf die Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin des 
Beschwerdeführers vom 20. September 2023, wonach der Lohn des 
Beschwerdeführers im Jahr 2023 CHF 6'450.00 betragen würde, dies sowohl 
mit als auch ohne Berücksichtigung des Argumentes des Ausbleibens einer 
Lohnerhöhung aufgrund der unentgeltlichen Nutzung des Weinkellers und 
aufgrund des Umstands, dass dem Beschwerdeführer vor dem Unfall einige 
Aufgaben bzw. die Verantwortung im Bereich Rebberg weggenommen 
worden seien und mehr Verantwortung auf einen anderen Mitarbeiter 
übergeben worden sei; anstelle einer Lohnreduktion habe man beschlossen, 
den Lohn für die kommenden Jahre so zu belassen (Suva-act. 259). Der 
Beschwerdeführer bringt dagegen vor, die fehlende Lohnerhöhung sei stets 
mit dem Argument abgelehnt worden, dass er seinen eigenen Wein gratis 
keltern dürfe. Dabei handle es sich um Naturaleinkommen, welches bei der 
Ermittlung des Valideneinkommens zu berücksichtigen sei (Beschwerde vom 
29. April 2024 [A.1], Ziff. 10.1 S. 10 f.).

12.2. Gemäss Kelterungsvertrag vom 24. Dezember 2010 war der 
Beschwerdeführer befugt, Trauben in den Produktionsräumen der 
Arbeitgeberin bis zur Flaschenreife unter eigenem Namen gegen 
Entschädigung zu keltern und den abgefüllten Wein in deren Lagerräumen 

29 / 32

zu lagern (Bf-act. 23). Die ehemalige Arbeitgeberin führte mit Bezug auf den 
Kelterungsvertrag aus, in den zehn Jahren sei sie für die zur Verfügung 
gestellte Infrastruktur sowie Energiekosten seitens des Beschwerdeführers 
nie entschädigt worden. Deshalb sehe sie auch rückwirkend keinen Grund 
für eine Lohnerhöhung im Jahr 2023 (Suva-act. 259). Mit diesen 
Ausführungen bestätigt die ehemalige Arbeitgeberin nun aber gleich selbst, 
dass aufgrund der nicht erfolgten Entschädigung für die Benutzung der 
Kelterungseinrichtungen (Infrastruktur/Energie) keine Lohnerhöhung 
erfolgte. Diese faktische Gratisbenützung der von der Arbeitgeberin zur 
Verfügung gestellten Kelterungseinrichtungen stellt folglich 
Naturaleinkommen dar. Dies ist aber – entgegen den Ausführungen des 
Beschwerdeführers – nicht mit der Vollkostenrechnung pro Flasche 
gleichzusetzen. Denn die Vollkostenrechnung umfasst alles, was der 
Beschwerdeführer der Arbeitgeberin als Entschädigung für 
Kelterungseinrichtungen, önologische Produkte, Abfüllung, Verpackung, 
Vertrieb und Präsentation zu bezahlen hatte (vgl. Bf-act. 23). Der Wert des 
Naturaleinkommens ist damit im Hinblick auf den neu zu fällenden Entscheid 
noch genau zu definieren. 

12.3. In seiner Einsprache vom 24. Oktober 2023 brachte der Beschwerdeführer 
zudem noch vor, dass sein Einkommen aus seinem Nebenerwerb als 
selbständiger Weinproduzent beim Valideneinkommen zu berücksichtigen 
sei (Suva-act. 276 Ziff. II.2 S. 2). Dies bringt der Beschwerdeführer im 
Beschwerdeverfahren zu Recht nicht mehr vor, da diese Tätigkeit nicht nach 
UVG versichert wurde und gemäss Art. 28 Abs. 2 UVV (SR 832.202) eine 
solche nicht versicherte Tätigkeit für die Festlegung des Invaliditätsgrades 
nicht berücksichtigt wird. 

13. Den obigen Ausführungen zufolge ist die Beschwerde gutzuheissen und es 
ist der Einspracheentscheid vom 2. April 2024 aufzuheben. Die Sache ist zur 
Einholung eines polydisziplinären externen Gutachtens (zumindest 
orthopädisch, neurologisch/neuropsychologisch, psychiatrisch) und zu 
hernach neuem Entscheid über den Leistungsanspruch des 
Beschwerdeführers an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

14.1. Gemäss Art. 61 lit. fbis ATSG sind Verfahren vor dem kantonalen 
Versicherungsgericht bei Streitigkeiten über Leistungen kostenpflichtig, wenn 
dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen ist. Die Sonderbestimmungen 
zur Rechtspflege gemäss Art. 105 ff. UVG sehen keine generelle 
Kostenpflicht vor. Damit sind unfallversicherungsrechtliche 

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Beschwerdeverfahren über Leistungen in der Regel kostenlos. Vorbehalten 
bleibt die Kostenauflage infolge – in casu nicht vorliegenden – mutwilligen 
oder leichtsinnigen Verhaltens (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. fbis in fine 
ATSG). Für das vorliegende Beschwerdeverfahren sind daher keine Kosten 
zu erheben.

14.2. Die Rückweisung der Sache an die Beschwerdegegnerin zu erneuter 
Abklärung und neuem Entscheid (mit noch offenem Ausgang) gilt 
praxisgemäss als vollständiges Obsiegen der beschwerdeführenden Partei, 
unabhängig davon, ob sie beantragt und ob das entsprechende Begehren im 
Haupt- oder Eventualantrag gestellt wurde (vgl. dazu BGE 141 V 281 E. 11.1, 
137 V 210 E. 7.1 und 132 V 215 E. 6.1; vgl. statt vieler: Urteil des 
Bundesgerichts 8C_214/2022 vom 16. Februar 2023 E. 5 mit weiteren 
Hinweisen). Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der obsiegende, 
anwaltlich vertretene Beschwerdeführer somit Anspruch auf einen 
angemessenen Parteikostenersatz, welcher vom Versicherungsgericht 
festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der 
Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen wird 
(Art. 61 lit. g ATSG). Gemäss Art. 78 VRG i.V.m. Art. 2 HV 
(Honorarverordnung; BR 310.250) wird die Parteientschädigung nach 
Ermessen des Gerichts festgesetzt, wobei es grundsätzlich von dem in der 
Honorarnote geltend gemachten (und als angemessen zu betrachtenden) 
Aufwand sowie (üblichen) Stundenansatz ausgeht. Ausgangspunkt ist die 
durch den Rechtsvertreter eingereichte Honorarnote. Als üblich gilt gemäss 
Art. 3 Abs. 1 HV ein Stundenansatz von CHF 210.00 bis CHF 270.00. Die 
Praxis des damaligen Verwaltungsgerichts (Praxisänderung vom 
6. September 2017, vgl. dazu Urteile des Verwaltungsgerichts des Kantons 
Graubünden S 17 15 vom 27. September 2017 E. 7b und R 18 17 vom 
18. September 2019 E. 9.2.1) geht gestützt auf die HV dahin, dass bei 
Einreichen einer Honorarvereinbarung der geltend gemachte Stundenansatz 
übernommen wird, sofern er den Ansatz von CHF 270.00 nicht überschreitet. 
Wird keine Honorarvereinbarung eingereicht, beträgt der Stundenansatz 
höchstens CHF 240.00.

14.3. Vorliegend liegt eine Honorarvereinbarung vom 15. Oktober 2020 über einen 
Stundenansatz von CHF 270.00 im Recht. Der Rechtsvertreter des 
Beschwerdeführers reichte dem Gericht sodann seine Honorarnote vom 
23. Mai 2024 über CHF 5'706.35 (bestehend aus: 20.50 Stunden à CHF 
250.00 [CHF 5'125.00], 3 % Kleinspesenpauschale [CHF 153.75] und 8.1 % 

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MWST [CHF 427.60]) ein. Der zeitliche Aufwand von insgesamt 20.50 
Stunden erscheint angemessen. Die geltend gemachte 
Kleinspesenpauschale ist praxisgemäss und damit nicht zu beanstanden. 
Die Beschwerdegegnerin hat demnach dem Beschwerdeführer einen 
Parteikostenersatz gemäss Honorarnote in der Höhe von CHF 5'706.35 zu 
entrichten.

32 / 32

Es wird erkannt:

1. Soweit die Beschwerde nicht gegenstandslos geworden ist, wird der 
Einspracheentscheid vom 2. April 2024 in Gutheissung der Beschwerde 
aufgehoben und die Angelegenheit zur Einholung eines polydisziplinären 
externen Gutachtens und zu neuem Entscheid an die Schweizerische 
Unfallversicherungsanstalt (Suva) zurückgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva) leistet A._____ einen 
Parteikostenersatz von CHF 5'706.35 (inkl. Spesen und MWST).

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]