# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7c6fcce5-68cc-546f-8af0-fee003d3e0af
**Source:** Graubünden (entscheidsuche) (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-05
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 05.11.2025 SR1 2025 8
**Docket/Reference:** SR1 2025 8
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SR1-2025-8_2025-11-05.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Urteil vom 5. November 2025
mitgeteilt am 10. Dezember 2025

Referenz SR1 25 8

Instanz Erste strafrechtliche Kammer

Besetzung Moses, Vorsitz
Cavegn und Righetti
Fleisch, Aktuar

Parteien A._____
Beschuldigter
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Gian Reto Bühler

gegen

Staatsanwaltschaft Graubünden
Rohanstrasse 5, 7001 Chur

B._____ 
Privatklägerin
vertreten durch E._____
O.2._____
wiederum vertreten durch Rechtsanwalt Mag. iur. Ernst Michael 
Lang

Gegenstand sexuelle Nötigung etc.

Anfechtungsobj. Urteil Regionalgericht Imboden vom 18. Juli 2024, mitgeteilt am 7. 
Februar 2025 (Proz. Nr. 515-2024-10)

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Sachverhalt

A. Das Regionalgericht Imboden sprach A._____ (nachfolgend: Beschuldigter) 
am 18. Juli 2024 der Entführung gemäss Art. 183 Ziff. 1 Abs. 2 StGB, der sexuellen 
Handlungen mit einem Kind gemäss aArt. 187 Ziff. 1 Abs. 1 und 2 StGB, der 
sexuellen Nötigung gemäss aArt. 189 Abs. 1 StGB, der Nötigung gemäss Art. 181 
StGB sowie der mehrfachen Pornografie gemäss aArt. 197 Abs. 5 StGB schuldig. 
Dafür bestrafte es ihn mit einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten. An die 
Freiheitsstrafe wurde die erstandene Polizei- und Untersuchungshaft von 52 Tagen 
angerechnet. Zudem ordnete es eine ambulante Behandlung gemäss Art. 63 StGB, 
ein Kontakt- und Rayonverbot gemäss Art. 67b Abs. 2 lit. a und c StGB sowie ein 
lebenslängliches Tätigkeitsverbot gemäss Art. 67 Abs. 3 lit. b, lit. c und lit. d Ziff. 2 
StGB an.

B. Gegen dieses Urteil erhob der Beschuldigte Berufung.

C. Die Berufungsverhandlung fand am 28. Oktober 2025 statt. Anlässlich dieser 
beantragte der Beschuldigte, er sei der Entführung gemäss Art. 183 Ziff. 1 Abs. 2 
StGB schuldig zu sprechen. Dafür sei er mit einer Geldstrafe zu bestrafen. Im 
Übrigen sei er freizusprechen.

D. Nach Beratung wurde den Parteien das Urteil am 6. November 2025 im 
Dispositiv schriftlich mitgeteilt.

Erwägungen

1. Prozessuales

1.1. Prozessvoraussetzungen

Gegen das angefochtene Urteil des Regionalgerichts Imboden vom 18. Juli 2024 ist 
die Berufung zulässig (Art. 398 Abs. 1 StPO). Die Eintretensvoraussetzungen geben 
zu keinen Bemerkungen Anlass. Auf die frist- und formgerecht erhobene Berufung 
ist einzutreten.

1.2. Berufungsumfang

Das Berufungsgericht überprüft das erstinstanzliche Urteil nur in den angefochtenen 
Punkten (Art. 404 Abs. 1 StPO). Die nicht angefochtenen Urteilspunkte – in casu 
die Dispositivziffern 1 (in Bezug auf die Entführung), 4 und 5 – werden rechtskräftig.

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1.3. Beweisanträge

Die Verteidigung beantragte die Einholung eines Gutachtens zur Frage, inwiefern 
DNA-Spuren des Beschuldigten zu erwarten gewesen wären, wenn er tatsächlich 
an der Vagina des Opfers gerochen hätte.

Der Untersuchungsgrundsatz verpflichtet die Strafbehörden, den Sachverhalt von 
Amtes wegen zu ermitteln und die belastenden und entlastenden Umstände mit 
gleicher Sorgfalt zu untersuchen (Art. 6 Abs. 1 und 2 StPO). Über Tatsachen, die 
unerheblich, offenkundig, der Strafbehörde bekannt oder bereits rechtsgenügend 
erwiesen sind, wird nicht Beweis geführt (Art. 139 Abs. 2 StPO). Die 
Strafverfolgungsbehörden können in ständiger Rechtsprechung ohne Verletzung 
des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV) auf die Abnahme weiterer Beweise 
verzichten, wenn sie in vorweggenommener Beweiswürdigung annehmen können, 
ihre Überzeugung werde durch weitere Beweiserhebungen nicht geändert (statt 
vieler Urteil des Bundesgerichts 6B_824/2016 vom 10. April 2017 E. 9.2, nicht publ. 
in: BGE 143 IV 214; 141 I 60 E. 3.3; 136 I 229 E. 5.3; je m.H.).

Die Verteidigung argumentiert, dass wenn der Beschuldigte an der Vagina des 
Opfers gerochen hätte, er mit seiner Nase sehr nahe an den Vaginalbereich hätte 
herangehen müssen. In diesem Fall wäre zu erwarten gewesen, dass im 
Vaginalbereich DNA-Spuren in Form von Hautschuppen gefunden worden wären 
(act. H.5 Rz. 15). Dass DNA-Spuren theoretisch auch ohne direkten Hautkontakt 
übertragen werden können (bspw. durch Hautschuppen, Haare oder 
Speicheltröpfchen), wird nicht in Abrede gestellt. Dies bedeutet jedoch nicht, dass 
bei einem Vorgang wie dem Riechen an einer anderen Person immer DNA-Spuren 
zu finden sein müssten, ebenso wie auch bei einem direkten Hautkontakt nicht 
zwingend DNA-Spuren vorhanden sein müssen. Diese Tatsachen sind bekannt. Es 
ist also nicht ersichtlich, inwiefern ein Gutachten zu dieser Frage weitere 
Erkenntnisse liefern könnte. Der Beweisantrag wird daher abgewiesen.

2. Sachverhalt

2.1. Anklagevorwurf

2.1.1. Entführung, sexuelle Handlungen mit einem Kind etc. (Anklageziffer 1.1)

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschuldigten zusammengefasst vor, dass er am 
31. Juli 2023 auf einem Waldweg im Gebiet O.1._____ in O.2._____ die 
siebenjährige B._____ zum Ausziehen aufgefordert habe. Dabei habe er gedroht, 
dass er anderenfalls etwas in sie reinstecken würde. B._____ habe ihm geantwortet, 

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dass sie das nicht wolle. Als sie fliehen wollte, habe der Beschuldigte ihr den Weg 
versperrt. In der Folge habe der Beschuldigte B._____ hochgehoben und ca. 20 
Meter gegen ihren Willen vom Waldweg in den bebuschten Wald hineingetragen. 
Während der Beschuldigte B._____ in den Wald getragen habe, habe diese 
mehrmals nach Hilfe schreien wollen. Der Beschuldigte habe sie jedoch daran 
gehindert, indem er ihr mehrfach den Mund zugehalten habe. Indem der 
Beschuldigte B._____ gegen ihren Willen in das Gebüsch getragen habe, ihr dabei 
den Mund zugehalten und gedroht habe, er würde irgendetwas in sie hineinstecken, 
wenn sie sich nicht ausziehe, habe er B._____ psychisch derart unter Druck gesetzt, 
dass diese sich schliesslich gezwungen sah, seiner Forderung, sich auszuziehen, 
nachzukommen. Nachdem sich B._____ im Gebüsch vollständig entkleidet hatte, 
habe sie der Beschuldigte eine Weile angeschaut und sie anschliessend in die Luft 
gehoben, um an ihrer Vagina zu riechen. Des Weiteren habe er die nackte B._____ 
aufgefordert, zu urinieren, um sich dadurch ebenfalls sexuell zu erregen. Dieser 
Aufforderung sei B._____ nachgekommen. Ferner habe der Beschuldigte B._____ 
am Anus berührt und beabsichtigt, sie im Vaginalbereich anzufassen, wozu es dann 
aber nicht gekommen sei, weil B._____ ihm zu verstehen gegeben habe, dass sie 
das nicht wolle. Als der Beschuldigte Stimmen anderer Personen in unmittelbarer 
Nähe wahrnahm, habe er sich der Apple-Watch von B._____ behändigt, damit diese 
ihre Eltern nicht benachrichtigen konnte. Dann sei er aus dem Gebüsch geflüchtet 
und mit seinem E-Bike auf dem Waldweg davongefahren. B._____ sei nackt im 
Gebüsch zurückgeblieben (StA-act. 1/32).

2.1.2. Mehrfache Pornografie (Anklageziffer 1.2)

Des Weiteren wirft die Staatsanwaltschaft dem Beschuldigten vor, am 21. 
September 2023 an seinem Wohnort in O.3._____ über sein Apple iPad 6th Gen 
wissentlich und willentlich zwei Fotos mit kinderpornografischem Inhalt konsumiert 
zu haben (Foto 1: Nacktes Mädchen auf Bank, welches in aufreizender Stellung 
posiert und ihre Beine spreizt; Foto 2: Zwei nackte Mädchen in aufreizender 
Stellung, wobei ein Mädchen das andere Mädchen am Gesäss berührt).

2.2. Standpunkt des Beschuldigten

Der Beschuldigte bestreitet die Entführung nicht. Er bestreitet aber, dem Mädchen 
den Mund zugehalten zu haben. Auch habe er ihr nicht gedroht, dass er etwas in 
sie reinstecken werde. Während des Ausziehens habe diese von sich aus gesagt, 
dass er ihr bitte nichts reinstecken solle. Als sie sich dann fertig ausgezogen habe, 
habe sie gesagt, sie müsse jetzt nach Hause pinkeln gehen. Daraufhin habe er ihr 
erwidert, dass sie gleich hier im Wald pinkeln könne. Sie sei dann ein Stück 

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weggegangen und habe uriniert. Er habe ihr dabei aber nicht zugeschaut. Er habe 
sie auch nicht berührt oder an ihr gerochen. In Bezug auf die pornografischen Bilder 
vertritt der Beschuldigte den Standpunkt, dass die darauf abgebildeten Personen 
zwar jugendlich aussehen würden, aber seiner Meinung nach älter als 18 Jahre 
seien. Zudem habe er jeweils nur auf legalen Seiten nach Pornografie gesucht. Auf 
diesen werde explizit darauf hingewiesen, dass die Models über 18 Jahre seien 
(act. H.2 S. 5 ff.)

2.3. Grundsätze der Beweiswürdigung

Das Gericht würdigt die Beweise frei nach seiner aus dem gesamten Verfahren 
gewonnenen Überzeugung (Art. 10 Abs. 2 StPO). Bestehen unüberwindliche 
Zweifel an der Erfüllung der tatsächlichen Voraussetzungen der angeklagten Tat, 
so geht das Gericht von der für die beschuldigte Person günstigeren Sachlage aus 
(Art. 10 Abs. 3 StPO).

3. Erstellung des Sachverhalts

3.1. Entführung, sexuelle Handlungen mit einem Kind etc. (Anklageziffer 1.1)

3.1.1. Aussagen

Der Beschuldigte bestreitet nicht, die Privatklägerin gegen ihren Willen in den Wald 
getragen zu haben. Er bestreitet jedoch, ihr den Mund zugehalten und sie am 
Schreien gehindert zu haben. Die Verteidigung verweist diesbezüglich auf die 
Tatsache, dass im Mundbereich keine DNA-Spuren des Beschuldigten festgestellt 
werden konnten (StA-act. 2/48). In diesem Punkt kann die Ermittlung des 
Sachverhalts allerdings offengelassen werden, da diese angebliche Handlung keine 
zusätzliche Nötigung darstellt, sondern vom Tatbestand der Entführung konsumiert 
wird (vgl. E. 4.3). 

In Bezug auf die vorgefallenen sexuellen Handlungen gehen die Aussagen der 
Beteiligten ebenfalls auseinander. Der Beschuldigte hat zugegeben, die 
Privatklägerin zum Ausziehen aufgefordert zu haben (act. H.2 S. 6). Er habe ihr 
jedoch nicht gedroht, etwas in sie reinzustecken. Die Privatklägerin habe von sich 
aus gesagt, dass er ihr bitte nichts reinstecken solle, weil sie da empfindlich sei 
(StA-act. 1/22 Frage 4; 4/18 Frage 46). Sie habe dann gesagt, dass sie pinkeln 
müsse. Er habe aber nichts gesehen, da sie ein Stück weggegangen und dabei in 
die Hocke gegangen sei (StA-act. 1/22 Frage 8 f.; act. 4/18 Frage 40). In Bezug auf 
das Riechen an der Vagina sind die Aussagen des Beschuldigten widersprüchlich. 
Bei der Einvernahme am 19. Oktober 2023 sagte der Beschuldigte aus, er habe die 

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Privatklägerin ein wenig in die Luft gehoben und an ihrem Vaginalbereich gerochen. 
Er habe bisher nur an seiner Frau gerochen und herausfinden wollen, wie andere 
in diesem Bereich riechen würden (StA-act. 3/8 S. 2 und 4). Bei den späteren 
Einvernahmen am 2. November 2023 und am 29. Februar 2024 führte er hingegen 
aus, dass es sich dabei lediglich um eine Schutzbehauptung gehandelt habe. Ihm 
sei damals gesagt worden, dass es an der Privatklägerin männliche DNA gehabt 
hätte. Folglich habe er befürchtet, dass man ihm eine Vergewaltigung vorwerfen 
könnte. Deshalb habe er das mit dem Riechen erfunden, da dies weniger schlimm 
sei (StA-act. 1/22 Frage 11; 4/19 Frage 1). Bezüglich der am Anus der Privatklägerin 
gefundenen DNA-Spuren, sagte der Beschuldigte aus, er wisse nicht wie seine DNA 
dorthin gelangt sei (StA-act. 1/22 Frage 13 f.). 

Die Privatklägerin sagte bei ihrer ersten Einvernahme in L.1._____ aus, dass der 
Beschuldigte ihr gedroht habe, etwas in sie reinzustecken, wenn sie sich nicht 
ausziehe (StA-act. 2/19 S. 5). Bei der zweiten Befragung – einen Tag nach der Tat 
– ergänzte die Privatklägerin, dass der Beschuldigte ihr gesagt habe, sie müsse 
"piseln". Sie habe sich dafür einen Platz etwas weiter links gesucht und dann dort 
uriniert. Der Beschuldigte habe aber nicht zugesehen (StA-act. 2/23 S. 2 f.). In der 
Einvernahme durch die Kantonspolizei Graubünden bestätigte die Privatklägerin 
sodann, dass der Beschuldigte sie zum Pinkeln "gezwungen" habe (StA-act. 4/13, 
Videoaufzeichnung, Minute 21:10 ff.). Dass der Beschuldigte sie berührt oder an ihr 
gerochen habe, erwähnte die Privatklägerin in keiner der Einvernahmen. 

3.1.2. Würdigung

Es ist unbestritten, dass der Beschuldigte die Privatklägerin in den Wald getragen 
und gezwungen hat, sich auszuziehen. Strittig ist, ob er ihr gedroht hat, etwas in sie 
"reinzustecken", sollte sie seinen Anweisungen nicht folgen. Der Beschuldigte 
behauptet, die Privatklägerin habe dies von sich aus gesagt. Es ist jedoch kein 
Grund ersichtlich, weshalb sie diesbezüglich gelogen haben sollte. Ausserdem ist 
es unglaubhaft und lebensfremd, dass ein kleines Kind spontan und von sich aus 
sagen soll, man möge ihr bitte nichts reinstecken, weil sie da empfindlich sei. Somit 
gilt der angeklagte Sachverhalt diesbezüglich als erstellt. 

Strittig ist weiter, ob der Beschuldigte auch an der Privatklägerin bzw. an ihrem 
Vaginalbereich gerochen hat, wie er das zu Beginn aussagte. Der Beschuldigte 
behauptet zwar, er habe dies nur gesagt, weil man ihm zu verstehen gegeben habe, 
dass männliche DNA an ihr gefunden worden sei. Dies erscheint jedoch nicht 
glaubhaft. Es leuchtet nicht ein, weshalb er sich eine Tätigkeit ausgedacht haben 
soll, welche keinen Körperkontakt erfordert und somit als Erklärung für einen 

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allfälligen DNA-Fund nur äusserst bedingt taugt. Zudem erscheint es auch 
unglaubhaft, dass er eine so vergleichsweise seltsame Handlung erfunden haben 
soll. Plausibler ist, dass er tatsächlich an der Privatklägerin gerochen hat und seine 
Aussage nur änderte, weil im Vaginalbereich doch keine DNA gefunden werden 
konnte. Aus diesem Grund ist der Beschuldigte auf seiner ersten Aussage, wonach 
er an der Privatklägerin gerochen habe, zu behaften. Die Tatsache, dass die 
Privatklägerin nichts vom Riechen erzählt hat, ist kein Beweis für die Darstellung 
des Beschuldigten. Erstens wurde sie nicht explizit danach gefragt und zweitens ist 
es nicht ungewöhnlich, dass sie eine solch unangenehme Erfahrung nicht 
preisgeben wollte oder gar verdrängt hat.

In Bezug auf das Pinkeln hat die Privatklägerin klar ausgesagt, dass der 
Beschuldigte sie dazu aufgefordert bzw. gezwungen habe. Es ist kein Grund 
ersichtlich, weshalb sie diesbezüglich lügen sollte. Zudem hat der Beschuldigte 
selber zugegeben, dass es ihn sexuell errege, wenn eine Frau uriniere und dass er 
auch nach entsprechender Pornografie gesucht hat (StA-act. 4/19 Frage 12 und 
14). Somit bestehen keine ernsthaften Zweifel daran, dass der Beschuldigte die 
Privatklägerin zum Pinkeln aufgefordert bzw. gezwungen hat. 

Weiter wurde am Anus der Privatklägerin die DNA des Beschuldigten gefunden. 
Jedoch haben sowohl der Beschuldigte als auch die Privatklägerin ausgesagt, dass 
er sie nicht an dieser Stelle berührt habe. Somit kann trotz DNA-Nachweis nicht mit 
Sicherheit gesagt werden, der Beschuldigte habe sie am Anus berührt. Die DNA 
könnte auch auf andere Weise an diese Stelle verschleppt worden sein. 

3.2. Mehrfache Pornografie (Anklageziffer 1.2)

Der Beschuldigte hat zugegeben, die beiden fraglichen Bilder angeschaut zu haben 
(act. H.2 S.8), behauptet jedoch, dass es sich bei den Personen um Erwachsene 
handle. Gemäss dem eingereichten Internetauszug (act. H.3) handelt es sich bei 
der Person auf Foto 1 (nacktes Mädchen auf Bank, welches in aufreizender Stellung 
posiert und ihre Beine spreizt) um eine gewisse "C._____". Das Foto stammt zudem 
von einer Website namens "D._____", welche gemäss eigenen Angaben nur 
volljährige Personen zeigt. Bei der dargestellten Person handelt es sich offenbar um 
eine professionelle Erotik-Darstellerin, welche 1978 geboren wurde und folglich im 
Jahre 1996 die Volljährigkeit erreicht hat. Anhand des Erscheinungsbilds der 
Darstellerin kann nicht darauf geschlossen werden, dass diese im Zeitpunkt der 
Aufnahme noch minderjährig war. Wahrscheinlicher ist, dass sie bereits volljährig 
war und es sich folglich um legale Pornografie handelt. Anderes gilt hingegen für 
das Foto 2 (zwei nackte Mädchen in aufreizender Stellung, wobei ein Mädchen das 

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andere Mädchen am Gesäss berührt). Die Person auf der Rechten weist klar 
kindliche Merkmale auf. Der Beschuldigte suchte zudem gezielt mit Begriffen wie 
"young girls" und "teen girls" nach Pornografie (StA-act. 5/5). Die Einschätzung, 
wonach es sich mindestens einer der beiden Personen um eine Minderjährige 
handelt, ist deshalb nicht zu beanstanden.

4. Rechtliches

4.1. Sexuelle Handlungen mit einem Kind (aArt. 187 Ziff. 1 StGB)

In Bezug auf das anwendbare Recht und den Tatbestand kann grundsätzlich auf 
die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (act. E.1 E. 4.1 
ff.). Hinzuzufügen ist, dass die gesamten objektiven Umstände einer sexuellen 
Handlung zu berücksichtigen sind und bei mehreren Einzelhandlungen das 
Gesamtgeschehen zu würdigen ist, selbst wenn die einzelnen Handlungen für sich 
allein genommen die notwendige Intensität nicht erreichen (Urteil des 
Bundesgerichts 6B_658/2020 vom 23. August 2021 E. 2.5). 

Das Riechen am Vaginalbereich der Privatklägerin war eindeutig sexuell motiviert. 
Auch die Aufforderung an das Mädchen, sich vollständig zu entkleiden, zielte einzig 
auf die sexuelle Erregung des Beschuldigten ab. Dasselbe gilt für das Urinieren. 
Obwohl das Urinieren an sich nicht eine sexuelle Handlung darstellt, so war die 
Aufforderung sich zu entblössen und dann zu urinieren im vorliegenden Fall klar 
sexualbezogen. Insgesamt weist das Verhalten des Beschuldigten eindeutig einen 
Bezug zum Geschlechtlichen auf, weshalb es als sexuelle Handlung zu gelten hat 
(TRECHSEL/BURCKHARDT, in: Trechsel/Pieth/Geth [Hrsg.], Schweizerisches 
Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 5. Aufl. 2025, Art. 187 N. 5). Der Tatbestand ist 
somit erfüllt.

4.2. Sexuelle Nötigung (aArt. 189 Abs. 1 StGB)

Auch diesbezüglich kann auf die vorinstanzlichen Erwägungen verwiesen werden 
(act. E.1 E. 5.1 ff.). Es sind die gesamten objektiven Umstände des sexuellen 
Übergriffs zu berücksichtigen und bei mehreren Einzelhandlungen das 
Gesamtgeschehen zu würdigen, selbst wenn die einzelnen Handlungen für sich 
allein genommen die notwendige Intensität nicht erreichen (Urteil des 
Bundesgerichts 6B_658/2020 vom 23. August 2021 E. 2.5). Der Beschuldigte hat 
die Privatklägerin gepackt und gegen ihren Willen in den Wald getragen. 
Anschliessend zwang er sie, sich auszuziehen, indem er ihr drohte, dass er sonst 
etwas in sie reinstecken würde. Schliesslich riechte er am Vaginalbereich der 
Privatklägerin und zwang sie im Wald zu urinieren. Insgesamt übte er einen 

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erheblichen physischen und psychischen Druck auf die Privatklägerin aus, wodurch 
dieses in eine ausweglose Situation gezwungen und zum Widerstand unfähig 
gemacht wurde. Das dem Beschuldigten zur Last gelegte Verhalten erreicht zudem 
als Gesamtgeschehen die für die Annahme einer sexuellen Handlung notwendige 
Intensität. Der Tatbestand ist folglich erfüllt.  

4.3. Nötigung (Art. 181 StGB)

Die Vorinstanz verurteilte den Beschuldigten wegen Nötigung gemäss Art. 181 
StGB, weil er der Privatklägerin mehrfach den Mund zugehalten und es damit am 
Schreien gehindert haben soll (act. E. 1 E. 6). Die Nötigung wird vom 
Straftatbestand der Entführung gemäss Art. 183 StGB konsumiert, sofern sie bei 
der Entführung als Tatmittel dient. Realkonkurrenz liegt nur vor, wenn dem Opfer 
zusätzlich ein bestimmtes Verhalten abgenötigt wird (DELNON/RÜDY, in: 
Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, Strafrecht II, 4. Aufl. 2019, Art. 183 
N. 74; TRECHSEL/MONA, in: Trechsel/Pieth/Geth [Hrsg.], Schweizerisches 
Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 5. Aufl. 2025, Art. 181 N. 18). Im vorliegenden 
Fall diente das (angebliche) Zuhalten des Mundes der Entführung. Damit sollte der 
Privatklägerin die Möglichkeit genommen werden auf sich aufmerksam zu machen 
und die Entführung so zu vereiteln. Folglich wäre die allfällige Nötigung konsumiert.

4.4. Mehrfache Pornografie (aArt. 197 Abs. 5 StGB).

In Bezug auf die Pornografie kann auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen 
werden (act. E. 1 E. 7). Jedoch ist der Beschuldigte nur der einfachen und nicht der 
mehrfachen Pornografie schuldig zu sprechen, da die Person auf Foto 1 nicht als 
minderjährig anzusehen ist (vgl. E. 3.2).

5. Strafzumessung

5.1. Grundsätze der Strafzumessung

Das Gericht misst die Strafe nach dem Verschulden des Täters zu, wobei sich das 
Verschulden wiederum nach der Schwere der Verletzung oder Gefährdung des 
betroffenen Rechtsguts, nach der Verwerflichkeit des Handelns, den 
Beweggründen und Zielen des Täters sowie danach bestimmt, wie weit der Täter 
nach den inneren und äusseren Umständen in der Lage war, die Gefährdung oder 
Verletzung zu vermeiden (Art. 47 StGB). Verschuldensmindernde und 
verschuldenserhöhende Gründe des konkreten Falles sind zu würdigen und die 
objektive und subjektive Tatschwere zu bewerten, um zu einer 
Gesamteinschätzung des Tatverschuldens zu gelangen. Dem Tatverschulden 

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kommt bei der Strafzumessung eine entscheidende Rolle zu. Es ist zu qualifizieren 
und ausdrücklich zu benennen, wobei von einer Skala denkbarer Abstufungen nach 
Schweregrad auszugehen ist (beispielsweise sechsstufig: sehr leicht, leicht, nicht 
mehr leicht, mittelschwer, schwer und sehr schwer). Basierend darauf sind – sofern 
verschiedene Strafarten alternativ angedroht werden – die Strafart zu wählen und 
das Strafmass festzulegen (tatangemessene Strafe). Die so ermittelte Strafe kann 
aufgrund wesentlicher Täterkomponenten, wie dem Vorleben des Täters, seinen 
persönlichen Verhältnissen sowie der Wirkung der Strafe auf sein Leben, angepasst 
werden (täterangemessene Strafe). Ergebnis ist eine tat- und täterangemessene 
Strafe (Art. 47 StGB; BGE 136 IV 55 E. 5.4 f. und 5.7; MATHYS, Leitfaden 
Strafzumessung, 2. Aufl. 2019, N. 487 f.; BGE 144 IV 313 E. 1.1.1).

Im Falle mehrfacher Verletzung desselben Straftatbestands oder der Verletzung 
mehrerer verschiedener Straftatbestände (Konkurrenz) ist für die Tat mit der 
abstrakt schwersten Strafandrohung dem dargelegten Vorgehen folgend Art und 
Höhe der Einsatzstrafe zu bestimmen. In Anwendung der konkreten Methode ist 
dies sodann für jede weitere Tat zu tun, d.h. es ist für jede weitere Tat separat die 
objektive und subjektive Tatschwere zu ermitteln und eine Gesamteinschätzung des 
Tatverschuldens für die jeweilige Tat (sog. Einzeltatverschulden) vorzunehmen. 
Ferner ist wiederum – bei alternativ angedrohten Strafarten – die Strafart zu 
bestimmen und schliesslich die Höhe der hypothetischen Einzelstrafe festzulegen. 
So ist für jede weitere Tat zu verfahren.

Nach der Rechtsprechung beurteilt sich die Frage, ob im zu beurteilenden Einzelfall 
eine Geld- oder Freiheitsstrafe auszusprechen ist, gemäss Art. 47 StGB nach dem 
Ausmass des (Einzeltat-)Verschuldens, wobei die Geldstrafe gegenüber der 
Freiheitsstrafe als mildere Sanktion gilt. Das Gericht trägt bei der Wahl der Strafart 
neben dem Verschulden des Täters, der Zweckmässigkeit der Strafe, ihren 
Auswirkungen auf die Täterschaft und auf ihr soziales Umfeld sowie ihrer 
Wirksamkeit unter dem Gesichtswinkel der Prävention Rechnung. Dabei 
berücksichtigt es, dass bei alternativ zur Verfügung stehenden und hinsichtlich des 
Schuldausgleichs äquivalenten Sanktionen im Regelfall jene gewählt werden soll, 
die weniger stark in die persönliche Freiheit des Betroffenen eingreift bzw. die ihn 
am wenigsten hart trifft. Dies gilt auch im Rahmen der Gesamtstrafenbildung. Der 
Täter darf aufgrund des Umstands, dass mehrere Delikte gleichzeitig zur 
Beurteilung stehen, für die einzelnen Taten nicht schwerer bestraft werden als bei 
separater Beurteilung (Urteile des Bundesgerichts 6B_244/2021 und 6B_254/2021 
vom 17. April 2023 E. 5.3.3 m.w.H.).

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Wurde für die weiteren Taten eine andere Strafart gewählt, als für die schwerste 
Straftat, so sind die Einsatzstrafe und die weiteren Strafen zu kumulieren, d.h. 
nebeneinander auszusprechen. Ist hingegen die Strafart der Einsatzstrafe und der 
weiteren Strafen (oder eines Teils derselben) die gleiche ("gleichartig"), so sind die 
Strafen nicht zu kumulieren, sondern die Einsatzstrafe in Anwendung des 
Asperationsprinzips bloss – die Deliktsmehrheit wirkt sich nur unproportional 
straferhöhend aus – zu verschärfen, d.h. zu einer einzigen Gesamtstrafe zu erhöhen 
(Art. 49 StGB). Der Umfang dieser Erhöhung ist "in Abhängigkeit zu den 
begangenen Delikten festzusetzen […], um der Art der Taten Rechnung zu tragen" 
(BGE 144 IV 217 E. 3.5.2). In diesem Sinne ist das Verhältnis der einzelnen Taten 
untereinander, ihr Zusammenhang, ihre grössere oder geringere Selbständigkeit 
sowie die Gleichheit oder Verschiedenheit der verletzten Rechtsgüter und 
Begehungsweisen zu berücksichtigen. Der Gesamtschuldbeitrag des einzelnen 
Delikts wird dabei geringer zu veranschlagen sein, wenn die Delikte zeitlich, 
sachlich und situativ in einem engen Zusammenhang stehen (MATHYS, a.a.O., N. 
500 m.w.H.).

5.2. Strafzumessung in casu

Im vorliegenden Fall ist die sexuelle Nötigung gemäss aArt. 189 Abs. 1 StGB die 
Straftat mit der höchsten abstrakten Strafandrohung, nämlich 10 Jahren. Folglich ist 
in einem ersten Schritt die Einsatzstrafe für die sexuelle Nötigung festzulegen.

5.3. Sexuelle Nötigung (aArt. 189 Abs. 1 StGB)

5.3.1. Strafart

Als Strafart kommt bei der sexuellen Nötigung nur eine Freiheitsstrafe in Betracht.

5.3.2. Tatkomponenten

Der Beschuldigte wandte zwar keine direkte physische Gewalt an. Der in der 
Situation auf die Privatklägerin wirkende psychische Druck kann aber als erheblich 
qualifiziert werden. Die Privatklägerin war aufgrund ihres niedrigen Alters völlig 
hilflos. Der Beschuldigte nutzte seine offensichtliche psychische und physische 
Überlegenheit schamlos aus und drohte der Privatklägerin zusätzlich, etwas in sie 
reinzustecken. Die sexuellen Handlungen setzen sich aus dem Ausziehen lassen, 
dem Riechen am Vaginalbereich sowie der Aufforderung zum Pinkeln zusammen. 
Die Handlungen an sich sind noch im unteren Bereich anzusiedeln, zumal auch 
deutlich schwerwiegendere Handlungen denkbar wären. 

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Der Beschuldigte handelte aus rein egoistischen Motiven und liess von der 
Privatklägerin nur ab, weil er Stimmen hörte und Angst hatte, erwischt zu werden. 
Dies wirkt sich straferhöhend auf. Insgesamt erweist sich eine Einsatzstrafe von 14 
Monaten als angemessen.

5.3.3. Täterkomponenten

Der Beschuldigte weist keine Vorstrafen auf. Echte Reue ist nur bedingt erkennbar. 
Der Täter weigert sich teilweise weiterhin, seine pädophilen Neigungen 
einzugestehen und er zeigte sich erst (teilweise) geständig, nachdem er mit den 
Fotos, welche ihn in der Nähe des Tatortes zeigten, konfrontiert wurde (StA-act. 
4/18). Insgesamt sind die Täterkomponenten daher neutral zu werten und die 
Einsatzstrafe ist bei 14 Monaten zu belassen.

5.4. Sexuelle Handlungen mit einem Kind (aArt. 187 Ziff. 1 StGB)

5.4.1. Strafart

Für sexuelle Handlungen mit einem Kind sieht aArt. 187 Ziff. 1 StGB eine 
Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe vor. Da die anhand des 
Gesamtverschuldens festgelegte hypothetische Einsatzstrafe 6 Monate übersteigt, 
ist als Sanktion eine Freiheitsstrafe auszusprechen (vgl. E. 5.4.2 f.).

5.4.2. Tatkomponenten

In Bezug auf die Tatkomponenten kann auf E. 5.3.2 verwiesen werden. Die 
sexuellen Handlungen sind nicht unerheblich, trotzdem wären auch noch deutlich 
schwerwiegendere Handlungen denkbar. Die objektive Tatschwere ist folglich noch 
im unteren Bereich anzusiedeln. In subjektiver Hinsicht handelte der Beschuldigte 
mit direktem Vorsatz. Seine Beweggründe waren rein egoistisch begründet, ihm 
ging es einzig um sein sexuelles Verlangen. Als Einzeldelikt wäre dafür anhand des 
Gesamtverschuldens eine Strafe von 10 Monaten angemessen. In Anwendung des 
Asperationsprinzips ist die Einsatzstrafe von 14 Monaten um weitere 6 Monate zu 
erhöhen.

5.4.3. Täterkomponenten

Die Täterkomponenten sind auch hier strafneutral zu werten. Asperiert ergäbe sich 
folglich eine Freiheitsstrafe von 20 Monaten. Da jedoch nur der Beschuldigte das 
vorinstanzliche Urteil angefochten hat und somit das Verbot der reformatio in peius 
zu beachten ist (Art. 391 Abs. 2 StPO), ist die Freiheitsstrafe bei 18 Monaten zu 
belassen.

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5.5. Entführung (Art. 183 Ziff. 1 StGB) und Pornografie (aArt. 197 Abs. 5 StGB)

Da eine weitere Erhöhung der Strafe aufgrund des Verbots der reformatio in peius 
ausgeschlossen ist, erübrigt sich die Strafzumessung für die Entführung und die 
Pornografie.

6. Vollzug

Die Verteidigung plädiert dafür, die Freiheitsstrafe zugunsten der ambulanten 
Massnahme aufzuschieben, da keine akute Wiederholungsgefahr bestehe und die 
Psychotherapie erfolgsversprechend sei (act. H. 5 S. 27 ff.). Gemäss Art. 63 Abs. 2 
StGB kann das Gericht den Vollzug einer zugleich ausgesprochenen unbedingten 
Freiheitsstrafe, einer durch Widerruf vollziehbar erklärten Freiheitsstrafe sowie einer 
durch Rückversetzung vollziehbar gewordenen Reststrafe zu Gunsten einer 
ambulanten Behandlung aufschieben, um der Art der Behandlung Rechnung zu 
tragen. Der Aufschub setzt voraus, dass der Täter ungefährlich und die ambulante 
Therapie vordringlich ist. Die Therapie geht vor, falls eine unmittelbare Behandlung 
gute Resozialisierungschancen bietet, welche der Strafvollzug klarerweise 
verhindern oder vermindern würde. Dabei sind einerseits die Auswirkungen des 
Strafvollzugs, die Erfolgsaussichten der ambulanten Behandlung und die bisherigen 
Therapiebemühungen zu berücksichtigen, andererseits aber auch das 
kriminalpolitische Erfordernis, Straftaten schuldangemessen zu ahnden bzw. 
rechtskräftige Strafen grundsätzlich zu vollziehen (TRECHSEL/PAUEN BORER, in: 
Trechsel/Pieth/Geth [Hrsg.], Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 
5. Aufl. 2025, Art. 63 N.  5 f. m.w.H.).

Der Beschuldigte weigert sich weiterhin, seine pädophile Störung anzuerkennen. 
Dies wirkt sich negativ auf die Behandlungsprognose aus. Zudem besteht gemäss 
Gutachten weiterhin die Gefahr des erneuten Konsums illegaler Kinderpornografie 
sowie, mittel- bis langfristig, erneuter "hands on-Delikte". Nach Ansicht des 
Gutachters kann die ambulante Massnahme sodann auch während des Vollzugs 
der Freiheitsstrafe durchgeführt werden, ohne dass die Behandlung dadurch 
verunmöglicht oder erheblich beeinträchtigt würde (StA-act. 3/51 S. 53 ff.). Die 
Voraussetzungen für einen Aufschub der Freiheitsstrafe sind folglich nicht gegeben. 
Die Freiheitsstrafe ist zu vollziehen.

Die Polizei- und Untersuchungshaft von insgesamt 52 Tagen ist an die 
Freiheitsstrafe anzurechnen. Ebenfalls anzurechnen sind die auferlegten 
Ersatzmassnahmen. Die Ersatzmassnahmen wurden vom 
Zwangsmassnahmengericht am 8. Dezember 2023 angeordnet und am 7. Mai 2024 

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verlängert (StA-act. 3/42; RG-act. 10). Die Therapiesitzungen fanden in einem 
zweiwöchigen Rhythmus statt und dauerten jeweils 60 bis 70 Minuten (RG-act. 19). 
In Bezug auf das angeordnete Kontakt- und Rayonverbot ist festzuhalten, dass die 
dadurch auferlegte Freiheitsbeschränkung äusserst gering auffiel. Das Verbot 
beschränkte sich auf das O.4._____ sowie auf Örtlichkeiten, an denen sich vor 
allem Kinder aufhalten. Zudem galt das Verbot nicht bei Anwesenheit der Ehefrau 
und/oder des Sohnes. Unter diesem Aspekt erscheint es angemessen, die 
auferlegten Ersatzmassnahmen insgesamt im Umfang von 1 Monat an die 
Freiheitsstrafe anzurechnen.

7. Beschlagnahme

Die am 1. März 2024 verfügte Beschlagnahme der Gegenstände Nr. 1 und 3 (Apple 
iPad Pro und Brief "An junge Frau mit grossem Hund") ist aufzuheben und die 
Gegenstände sind dem Beschuldigten herauszugeben. Der Gegenstand Nr. 2 
(Apple iPad rose gold) ist hingegen einzuziehen, da sich darauf illegale Pornografie 
befindet (vgl. Art. 197 Abs. 6 StGB; E. 3.2).

8. Genugtuung

In Bezug auf die Genugtuung kann auf die vorinstanzlichen Erwägungen verwiesen 
werden (act. E. 1 E. 17). Die festgelegte Genugtuung von CHF 8'000.00 erweist sich 
in Hinblick auf die Art und Schwere der Persönlichkeitsverletzung sowie das 
Verschulden des Beschuldigten als angemessen.

9. Kosten- und Entschädigungsfolgen

9.1. Untersuchungsverfahren und Vorinstanz

Fällt die Rechtsmittelinstanz selbst einen Entscheid, so befindet sie auch über die 
von der Vorinstanz getroffene Kostenregelung (Art. 428 Abs. 3 StPO). Gemäss 
Art. 426 Abs. 1 StPO trägt die beschuldigte Person dabei die Verfahrenskosten, 
wenn sie verurteilt wird. Der Beschuldigte wird vom Vorwurf der Pornografie 
teilweise freigesprochen, in allen übrigen Punkten wird er verurteilt. Da der 
Beschuldigte nur in einem Nebenpunkt (teilweise) freigesprochen wird, rechtfertigt 
es sich die Kosten vollumfänglich ihm aufzuerlegen. Die Untersuchungskosten von 
CHF 20'882.25 sowie die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens von 
CHF 24'073.90 (Gerichtsgebühr CHF 6'000.00, Kosten der amtlichen Verteidigung 
CHF 18'073.90) gehen daher zu Lasten des Beschuldigten, wobei die Kosten der 
amtlichen Verteidigung einstweilen aus der Gerichtskasse des Regionalgerichts 

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Imboden bezahlt werden. Vorbehalten bleibt die Rückerstattungspflicht gemäss 
Art. 135 Abs. 4 StPO. Eine Entschädigung erübrigt sich.

9.2. Berufungsverfahren

Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe ihres 
Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Der Beschuldigte obsiegt nur 
teilweise in Bezug auf den Vorwurf der Pornografie. In allen anderen Punkten 
unterliegt er, weshalb ihm die Prozesskosten, welche in Anwendung von Art. 6 VGS 
(BR 350.210) auf CHF 4'000.00 festgelegt werden, vollumfänglich auferlegt werden.  

Vorliegend ist der Beschuldigte amtlich verteidigt. Die Kosten der amtlichen 
Verteidigung übernimmt einstweilen der Kanton Graubünden, sie sind aber vom 
Beschuldigten zurückzuerstatten, sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse 
zulassen (Art. 426 Abs. 1 StPO; Art. 135 Abs. 4 StPO). Der amtliche Verteidiger 
reichte anlässlich der Hauptverhandlung eine Honorarnote im Umfang von CHF 
6'782.92 (inkl. Spesen und MWST; act. G.1) ein. Er machte dabei einen Aufwand 
von 30.17 Stunden à CHF 200.00 geltend. Dies erscheint der vorliegenden Sache 
angemessen, allerdings ist die Spesenpauschale auf die üblichen 3 % zu kürzen 
(vgl. Urteil des Obergerichts des Kantons Graubünden SR1 24 50 vom 7. Mai 2025 
E. 5.5). Der Verteidiger ist folglich mit CHF 6'717.70 (inkl. Spesen und MWST) zu 
entschädigen.

Der Vertreter der Privatklägerin hat keine Entschädigung beantragt, folglich erübrigt 
sich die Zusprechung einer solchen. 

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Es wird erkannt:

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Regionalgerichts Imboden vom 
18. Juli 2024 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:

1. A._____ ist schuldig

- der Entführung gemäss Art. 183 Ziff. 1 Abs. 2 StGB,

[…]

4. A._____ wird im Sinne von Art. 67b Abs. 2 lit. a und c StGB für die Dauer 
von 5 Jahren verboten, sich Kindern im schulpflichtigen Alter oder im 
Vorschulalter zu nähern und solche anzusprechen (ausgenommen 
seinem eignen Kind bzw. seinen eigenen Kindern) sowie sich in der 
näheren Umgebung von Kindergärten und/oder Schulen der Primär- 
und Oberstufe aufzuhalten. A._____ wird zudem im Sinne von Art. 67b 
Abs. 2 lit. b StGB für die Dauer von 5 Jahren verboten, mit dem Opfer 
B._____ und deren Eltern in direkten oder indirekten Kontakt zu treten.

5. Es wird ein lebenslängliches Tätigkeitsverbot im Sinne von Art. 67 
Abs. 3 lit. b, lit. c und lit. d Ziff. 2 StGB angeordnet und A._____ wird 
jede berufliche und jede organisierte ausserberufliche Tätigkeit, die 
einen regelmässigen Kontakt zu Minderjährigen umfasst, verboten.

[…]

2. A._____ wird vom Vorwurf der Pornographie hinsichtlich des Fotos 1 gemäss 
Anklageziffer 1.2 freigesprochen.

3. A._____ ist schuldig der sexuellen Handlungen mit einem Kind gemäss aArt. 
187 Ziff. 1 StGB, der sexuellen Nötigung gemäss aArt. 189 Abs. 1 StGB 
sowie der Pornografie gemäss aArt. 197 Abs. 5 StGB.

4.1. A._____ wird mit einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten bestraft.

4.2. Die Freiheitsstrafe ist zu vollziehen. Die Polizei- und Untersuchungshaft von 
insgesamt 52 Tagen wird an die Freiheitsstrafe angerechnet. Die vom 
Zwangsmassnahmengericht am 7. Mai 2024 angeordneten 
Ersatzmassnahmen werden im Umfang von 1 Monat an die Freiheitsstrafe 
angerechnet. 

5. Es wird eine ambulante therapeutische Massnahme im Sinne von Art. 63 
StGB (Behandlung von psychischen Störungen) angeordnet. Der Vollzug der 
Freiheitsstrafe wird nicht zugunsten der ambulanten Behandlung 
aufgeschoben.

6.1. Der am 1. März 2024 beschlagnahmte Gegenstand Nr. 2 (Apple iPad rose 
gold) wird eingezogen.

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6.2. Die am 1. März 2024 verfügte Beschlagnahme der Gegenstände Nr. 1 und 3 
(Apple iPad Pro und Brief "An junge Frau mit grossem Hund") wird 
aufgehoben. Die Kantonspolizei Graubünden wird angewiesen, diesen 
A._____ innert 30 Tagen nach Rechtskraft dieses Urteils herauszugegeben.

7. Die Zivilklage von B._____ gegen A._____ wird teilweise gutgeheissen. 
A._____ wird verpflichtet, B._____ eine Genugtuung von CHF 8'000.00 zu 
bezahlen. Im Übrigen wird die Zivilklage auf den Zivilweg verwiesen.

8.1. Die Untersuchungskosten von CHF 20'882.25 gehen zu Lasten von A._____.

8.2. Die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens von CHF 24'073.90 
(Gerichtsgebühr CHF 6'000.00, Kosten der amtlichen Verteidigung CHF 
18'073.90) gehen zu Lasten von A._____.

8.3. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden einstweilen aus der 
Gerichtskasse des Regionalgerichts Imboden bezahlt. Vorbehalten bleibt die 
Rückerstattungspflicht gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.

8.4. A._____ hat B._____ für das erstinstanzliche Verfahren mit CHF 2'200.00 zu 
entschädigen.

9.1. Die Kosten des Berufungsverfahrens von CHF 10'717.70 (Gerichtsgebühr 
von CHF 4'000.00, Kosten der amtlichen Verteidigung von CHF 6'717.70) 
gehen zu Lasten von A._____.

9.2. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden einstweilen aus der 
Gerichtskasse des Obergerichts bezahlt. Vorbehalten bleibt die 
Rückerstattungspflicht gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.

9.3. B._____ wird für das Berufungsverfahren keine Entschädigung 
zugesprochen.

10. [Rechtsmittelbelehrung] 

11 [Mitteilung an:]