# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b85b5e16-a92a-5034-b77e-89c9067ad74e
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2017-10-06
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 06.10.2017 BG.2017.32
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_BG-2017-32_2017-10-06.pdf

## Full Text

Beschluss vom 6. Oktober 2017 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz, 

Emanuel Hochstrasser und Tito Ponti,  

Gerichtsschreiber Martin Eckner  

   
Parteien   

A., zurzeit im Regionalgefängnis,  

Beschwerdeführer 

 

 gegen 

   

1. KANTON SCHWYZ, 

 

2. KANTON BASEL-STADT, 

Beschwerdegegner 

  

Gegenstand  Anfechtung des Gerichtsstands  

(Art. 41 Abs. 2 StPO) 

 
  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BG.2017.32 

 

 

 

- 2 - 

 

 

 

Die Beschwerdekammer hält fest, dass: 

 

- die Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Stadt gegen A. eine Strafuntersu-

chung führt wegen rechtswidriger Einreise und Ladendiebstahls vom 

13. September 2017 (Verfahren VT.2017.15032);  

 

- die Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz wegen Diebstahls begangen in 

einer Abdankungshalle in Arth am 1. Juli 2017 ebenfalls ein Strafverfahren 

gegen A. führt (Verfahren SUI 2017 3072); 

 

- A. am 14. September 2017 den Vollzug einer Freiheitsstrafe von 160 Tagen 

(abzüglich 2 Tagen Untersuchungshaft) im Gefängnis Uznach (St. Gallen) 

angetreten hat für Strafbefehle des Untersuchungsamtes Uznach vom 

18. Juli 2017 (rechtswidrige Einreise und Aufenthalt) sowie vom 19. Juli 2017 

(versuchte Drohung, Beschimpfung, Sachbeschädigung); 

 

- die Staatsanwaltschaft Innerschwyz mit Übernahmeverfügung vom 19. Sep-

tember 2017 das baselstädtische Verfahren übernahm (act. 1.1); 

 

- gegen diese Verfügung gemäss Rechtsmittelbelehrung innert 10 Tagen ab 

Eröffnung Beschwerde beim Bundesstrafgericht in Bellinzona erhoben wer-

den kann; 

 

- A. ebendies mit Schreiben vom 20. September 2017 unternahm (act. 1); 

 

- die Beschwerde im Wesentlichen beantragt, die Übernahmeverfügung sei 

aufzuheben, da er in Basel zu Unrecht beschuldigt werde, in St. Gallen miss-

handelt worden sei, er in der Schweiz ein politischer Gefangener sei und an 

ihm die Schweizer Staatsgewalten eine Vielzahl an Delikten verübt hätten 

(act. 1, 3; weiterhin act. 6 Eingabe vom 3. Oktober 2017).  

 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 

 

- gegen die Einigung über den Gerichtsstand von Staatsanwaltschaften ver-

schiedener Kantone gemäss Praxis der Beschwerdekammer die Parteien 

zuerst bei der verfügenden Behörde eine Wiedererwägung verlangen müs-

sen (Entscheid des Bundesstrafgerichts BG.2013.19 vom 30. Juli 2013 

m.w.H.; KUHN, Basler Kommentar StPO, 2. Aufl., Basel 2014, Art. 41 N. 3); 

 

- 3 - 

 

 

 

- vorliegend die Frage, ob es an einem gültigen Anfechtungsobjekt fehlt letzt-

lich offen bleiben kann, wenn sich die Beschwerde ohnehin als unbegründet 

erweist; 

 

- der Beschwerdeführer seine Beschwerde mit Ausführungen ohne Bezug zur 

Gerichtsstandsfrage erhebt (vgl. act. 2, 3, 6); 

 

- vorliegend sich die Strafverfolgungsbehörden zulässigerweise und wie von 

Art. 34 Abs. 1 StPO vorgesehen auf den Ort einigten, an dem am 1. Juli 2017 

und damit zuerst Verfolgungshandlungen vorgenommen worden sind; 

 

- der auch dem gesetzlichen Gerichtsstand entspricht; 

 

- folglich die Beschwerde als offensichtlich unbegründet abzuweisen ist, wes-

halb ein Schriftenwechsel unterbleibt (Art. 390 Abs. 2 StPO im Umkehr-

schluss);  

 

- der Beschwerdeführer mit der Einreichung seiner Beschwerde der Rechts-

mittelbelehrung der Übernahmeverfügung folgte und davon auszugehen ist, 

dass er im Wissen um den richtigen Weg diesen auch eingeschlagen hätte 

(vgl. BGE 132 II 153 E. 5.2), ihm daher keine Gerichtskosten aufzuerlegen 

sind;  

 

- kein Anspruch auf eine Prozessentschädigung besteht (Art. 429 

Abs. 1 StPO und Art. 430 Abs. 1 StPO). 

 

 

 

- 4 - 

 

 

 

Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 

 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. Es wird keine Gerichtsgebühr erhoben. 

 

 

Bellinzona, 6. Oktober 2017 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- A. 

- Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Schwyz 

- Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Stadt 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.