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**Case Identifier:** 33037086-237b-5f81-ad16-7317625892cf
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-04-26
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 26.04.2010 ZK1 2009 19
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2009-19_2010-04-26.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 26. April 2010 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 09 19

Verfügung
I. Zivilkammer

Vorsitz Kantonsrichterin Michael Dürst

In der zivilrechtlichen Berufung

der S t o c k w e r k e i g e n t ü m e r g e m e i n s c h a f t  X . , Klägerin und 
Berufungsklägerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Patrik Wagner, 
Rosenhügelweg 6, 7270 Davos Platz, 

gegen

das Urteil des Bezirksgerichts Prättigau/Davos vom 12. März 2009, mitgeteilt am 
7. April 2009, in Sachen der Klägerin und Berufungsklägerin gegen Dr. Y., 
Beklagte und Berufungsbeklagte, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Hans Peter 
Kocher, Landstrasse 181, 7250 Klosters, 

betreffend Forderung infolge Benützung BGF,

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wird nach Kenntnisnahme der Berufungserklärung vom 4. Mai 2009, der 
schriftlichen Berufungsbegründung vom 12. Juni 2009 und der Berufungsantwort 
vom 14. August 2009, nach Einsicht in die Verfahrensakten sowie aufgrund der 
Feststellungen und Erwägungen,

– dass die Stockwerkeigentümergemeinschaft X., bestehend aus den fünf 
Stockwerkeigentümern Dr. A., B., C., D. und Dr. Y., am 23. Januar 2008 beim 
Kreisamt Davos eine Klage gegen Dr. Y. anhängig machte und anlässlich der 
Sühneverhandlung vom 30. Januar 2008 die folgenden Rechtsbegehren 
deponierte:

„1. Es sei die Beklagte gerichtlich zu verpflichten, der Klägerin bzw. den 
anderen 4 genannten Stockwerkeigentümern infolge ungerechtfertigter 
Benützung von 26 m2 BGF eine Entschädigung von Fr. 30'000.— 
ohne Einbezug der Wertquote der Einheit der Beklagten (HB-Blatt) 
nebst 5 % Zins seit dem 1. Januar 2008 zu bezahlen.

2. Eventualiter sei die eingeklagte Entschädigung gemäss Ziff. 1 für die 
26 m2 zuviel bezogen m2 BGF von der kantonalen 
Schätzungskommission 3, Tiefencastel, schätzen zu lassen.

3. Unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten 
zuzüglich 7,6%  MWST.“

– dass die Klägerin den am 18. April 2008 bezogenen Leitschein mit 
Prozesseingabe vom 8. Mai 2008 an das Bezirksgericht Prättigau/Davos 
prosequierte, wobei sie in Ziffer 2 des Rechtsbegehrens nurmehr die Schätzung 
einer Entschädigung für 22 m2 BGF verlangte,

– dass die Beklagte mit Prozessantwort vom 29. Mai 2008 die Abweisung der 
Klage, soweit darauf eingetreten werden könne, unter Kosten- und 
Entschädigungsfolge zulasten der Klägerin (ohne Einbezug der Beklagten) 
beantragte, 

– dass die Parteien mit Replik vom 16. Juni 2008 und Duplik vom 29. August 
2008 an ihren Rechtsbegehren festhielten,

– dass das Bezirksgericht Prättigau/Davos die Klage mit Urteil vom 12. März 
2009, mitgeteilt am 7. April 2009, abwies, die vermittleramtlichen und 
gerichtlichen Kosten der Klägerin auferlegte und diese verpflichtete, der 
Beklagten eine ausseramtliche Entschädigung von Fr. 5'373.45 zu bezahlen, 
wobei die Klägerin im Falle einer Weiterverrechnung dieser Aufwendungen an 
die einzelnen Stockwerkeigentümer davon abzusehen hätte, die Beklagte als 
Eigentümerin der Stockwerkeinheit mitzubelasten,

– dass die Stockwerkeigentümergemeinschaft X. dagegen am 4. Mai 2009 
Berufung zu Handen des Kantonsgerichtes von Graubünden einreichen liess,

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– dass mit Verfügung der Vorsitzenden der I. Zivilkammer vom 18. Mai 2009 das 
schriftliche Verfahren gemäss Art. 224 Abs. 2 ZPO angeordnet wurde,

– dass die Klägerin mit der innert erstreckter Frist aufgegebenen 
Berufungsbegründung vom 12. Juni 2009 beantragte, das Urteil der Vorinstanz 
aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz 
zurückzuweisen, dies unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten 
der Berufungsbeklagten zuzüglich 7,6 % MWSt,

– dass die Beklagte mit Berufungsantwort vom 14. August 2009 den Antrag 
stellte, auf die Berufung sei nicht einzutreten, eventuell sei sie abzuweisen und 
das Urteil des Bezirksgerichts Prättigau/Davos vom 12. Mai (recte März) 2009 
sei zu bestätigen, beides unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich 7,6 
% MWST zulasten der Klägerin und Berufungsklägerin, 

– dass die Berufung gemäss Art. 219 Abs. 1 ZPO die formulierten Anträge auf 
Abänderung des erstinstanzlichen Urteils zu enthalten hat,

– dass diese Bestimmung gemäss ständiger Rechtsprechung des 
Kantonsgerichts eine Gültigkeitsvorschrift darstellt und es nicht genügt, lediglich 
einen Antrag auf Aufhebung des angefochtenen Urteils beziehungsweise 
einzelner Dispositivpunkte zu stellen, sondern dass darüber hinaus zum 
Ausdruck gebracht werden muss, welche Teile und in welchem Sinn die 
appellierende Partei den erstinstanzlichen Entscheid abgeändert sehen will,

– dass bei Forderungsklagen dabei in aller Regel ihre Bezifferung verlangt ist, da 
nur so gewährleistet ist, dass Gericht und Gegenpartei rasch und umfassend 
darüber orientiert werden, inwieweit das Urteil angefochten wird,

– dass sich dies aus dem Wesen des Rechtsbegehrens, der Dispositionsmaxime 
und dem Gehörsanspruch der Gegenpartei ergibt, 

– dass entsprechend dem Sinn und Zweck des Art. 219 ZPO die formulierten 
Anträge bereits in der Berufungserklärung enthalten sein müssen und erst 
anlässlich der Hauptverhandlung oder in der schriftlichen Berufungsbegründung 
vorgebrachte Präzisierungen ungenügende Berufungsanträge nicht zu retten 
vermögen,

– dass auf eine Berufung, die keine formulierten Anträge auf Abänderung des 
vorinstanzlichen Urteils enthält, grundsätzlich nicht einzutreten ist, es sei denn, 
dass sich der Wille des Berufungsklägers aus anderen Umständen zweifelsfrei 
ermitteln liesse, so etwa wenn in Verbindung mit dem angefochtenen Urteil 
ohne weiteres ersichtlich ist, in welchem Sinn jenes abgeändert werden soll,

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– dass im Berufungsverfahren indessen nicht unbesehen auf den vor der 
Vorinstanz gestellten Antrag abzustellen ist, da eine Prozesspartei bei 
Vorliegen eines Urteils, aus welchem die Gründe für ihr Unterliegen bzw. nicht 
vollständiges Durchdringen ersichtlich sind, vor der Rechtsmittelinstanz 
keineswegs immer wiederum dasselbe fordern will (vgl. zum Ganzen PKG 2006 
Nr. 5 und 1995 Nr. 15 jeweils mit weiteren Hinweisen),

– dass vorliegend die Berufungsklägerin in ihrer Eingabe vom 4. Mai 2009 
lediglich die Berufung gegen das vorinstanzliche Urteil erklärt hat, ohne 
irgendwelche Anträge zu stellen,

– dass sie damit trotz des Fehlens eines ausdrücklichen Antrages mit 
hinreichender Deutlichkeit zum Ausdruck gebracht hat, dass das Urteil der 
Vorinstanz aufgehoben werden soll, zumal die Berufungserklärung ansonsten 
gar keinen Sinn machen würde, 

– dass vorliegend auf den ersten Blick auch eine gewisse Wahrscheinlichkeit 
dafür sprach, dass die vor der Vorinstanz vollständig unterlegene 
Berufungsklägerin an ihren erstinstanzlichen Anträgen festhalten wollte, 
nachdem die Vorinstanz sich nur mit dem Bestand des geltend gemachten 
Anspruches, nicht aber mit dessen Höhe befasst hat und somit für die 
Berufungsklägerin kaum Anlass zu einer allfälligen Reduktion ihrer Forderung 
bestand,

– dass nun aber die Berufungsklägerin in ihrer schriftlichen Berufungsbegründung  
selber nur die Rückweisung an die Vorinstanz zur Neubeurteilung verlangt,

– dass gemäss Art. 229 Abs. 2 ZPO im Berufungsverfahren eine Rückweisung an 
die erste Instanz nur erfolgt, wenn weitere Beweiserhebungen erforderlich sind 
und die Sache folglich nicht spruchreif ist, was vorliegend höchstens mit Bezug 
auf das Eventualbegehren der Fall sein könnte, 

– dass in der Berufungsbegründung nicht dargelegt wird, weshalb eine 
Rückweisung an die Vorinstanz erfolgen soll, und daraus insbesondere auch 
nicht hervorgeht, dass an der im vorinstanzlichen Verfahren eventualiter 
beantragten Schätzung der eingeklagten Entschädigung festgehalten würde,

– dass sich in der Berufungsbegründung vielmehr ausschliesslich Ausführungen 
zur Marktkonformität der eingeklagten Forderung von Fr. 30'000.— finden und 
in diesem Zusammenhang keinerlei Beweisanträge mehr gestellt werden, 

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– dass solche Beweisanträge im Übrigen ohnehin bereits mit der 
Berufungserklärung zu stellen und zu begründen gewesen wären (PKG 1987 
Nr. 6), 

– dass der Wille der Berufungsklägerin nach dem Gesagten nicht zweifelsfrei 
feststellbar ist, 

– dass unter diesen Umständen fraglich ist, ob ein rechtsgenüglicher 
Berufungsantrag anzunehmen und auf die Berufung überhaupt einzutreten ist, 

– dass diese Frage nicht abschliessend beantwortet werden muss, da sich die 
Berufung ohnehin als materiell unbegründet erweist,

– dass aus demselben Grund auch offenbleiben kann, ob die Berufungsklägerin 
mit dem an der ausserordentlichen Stockwerkeigentümerversammlung vom 22. 
Dezember 2007 mit vier Ja-Stimmen gegen eine Nein-Stimme gefassten 
Beschluss (act. II./6) über eine ausreichende Prozessführungsermächtigung für 
den vorliegenden Forderungsprozess unter Einschluss des 
Rechtsmittelverfahrens (vgl. dazu PKG 1992 Nr. 20 Erw. 1c) verfügt, für deren 
Beibringung ihr ansonsten eine Nachfrist anzusetzen gewesen wäre (PKG 1992 
Nr. 20 Erw. 2a), 

– dass ebenso offenbleiben kann, ob die von Gesetzes wegen auf die 
gemeinschaftliche Verwaltung beschränkte Prozessfähigkeit der 
Stockwerkeigentümergemeinschaft (Art. 712l ZGB) die Geltendmachung des 
strittigen Anspruchs in eigenen Namen erlaubt,

– dass in tatsächlicher Hinsicht unbestritten ist, dass die Mutter der 
Berufungsbeklagten, E., mit Erklärung vom 1. Dezember 1972 (act. III./1) an der 
von ihr mit einem 4-Familienhaus mit Garagen überbauten Parzelle _ in F. 
Stockwerkeigentum begründete und dabei die vier Stockwerkeinheiten Nr. (3-
Zimmerwohnung Nr. 1 im Tiefparterre mit einer Wertquote von 190/1000), Nr. 
(3-Zimmerwohnung Nr. 2 im Erdgeschoss mit einer Wertquote von 210/1000), 
Nr. (4-Zimmerwohnung Nr. 3 im Erdgeschoss mit einer Wertquote von 
250/1000) und Nr. (4-Zimmerwohnung Nr. 4 im Obergeschoss und Spielraum 
im Tiefparterre mit einer Wertquote von 310/1000), alle mit je einer Garagenbox 
mit einer zusätzlichen Wertquote von 10/1000, ausgesondert wurden, 

– dass aufgrund der Feststellungen im Urteil des Verwaltungsgerichts vom 30. 
August 2007 (act. IV./7) feststeht, dass bereits im Zuge der Bauausführung 
ohne die hiefür erforderliche Baubewilligung der zur Wohnung Nr. 4 gehörende 
Estrich in ein zusätzliches Schlafzimmer und der Raum im Tiefparterre zu einer 
1½-Zimmerwohnung ausgebaut worden waren, weshalb die Baubehörde der G. 

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mit Verfügung vom 10. Juni 1975 die Wiederherstellung des bewilligten 
Zustandes verlangte,

– dass E. in der Folge zunächst 34 m2 und wenig später 10 m2 Boden 
hinzukaufen konnte, so dass ihr wiedererwägungsweise der Ausbau des 
Estrichs in ein Schlafzimmer (act. III./9) wie auch der Einbau des WCs und der 
Dusche im Tiefparterre bewilligt werden konnten, während in Bezug auf die 
Wohneinrichtung und die Kochnische zwar an der Abbruchverfügung 
festgehalten, deren Vollzug mit Rücksicht auf eine ausstehende 
Baugesetzrevision aber aufgeschoben wurde (act. III./3), 

– dass E. mit Erklärung vom 28. August 1981, im Grundbuch eingetragen am 8. 
Januar 1982, ihre Stockwerkeinheit Nr. aufteilte und dabei die neue 
Stockwerkeinheit Nr. (80/1000 Miteigentum an Parzelle _ mit Sonderrecht an 
1½-Zimmerwohnung im Tiefparterre) aussonderte, während der bisherigen 
Stockwerkeinheit Nr. eine Wertquote von 240/1000 (mit Sonderrecht an der 4-
Zimmer-Wohnung im OG und Garage Nr. 1) verblieb (act. III./2),

– dass die Eintragung dieser Aufteilung im Grundbuch gemäss Art. 712e Abs. 2 
ZGB, auf welchen in obgenannter Erklärung ausdrücklich hingewiesen wurde, 
das Vorliegen der Zustimmung der Stockwerkeigentümerversammlung 
voraussetzte, 

– dass die Baubehörde der G. aufgrund einer Nachkontrolle der Liegenschaft mit 
Schreiben vom 22. Februar 1989 (act. III./6) erneut feststellte, dass der 
Abstellraum im Kellergeschoss ohne Baubewilligung zu Wohnzwecken 
ausgebaut worden sei, die Angelegenheit nach Eingang der schriftlichen 
Stellungnahme der durch ihren Sohn vertretenen E. (act. IV./15) aber nicht 
weiterverfolgte, 

– dass die Stockwerkeinheit Nr. mit Vertrag vom 16. Dezember 1992 (act. IV./2) 
als Erbvorbezug auf die Berufungsbeklagte übertragen wurde, wobei der 
Anrechnungswert auf Fr. 210'000.— festgelegt und im Umfang von Fr. 
150'000.— durch Übernahme der bestehenden Grundpfandschuld getilgt wurde 
(act. IV./4), 

– dass die Stockwerkeigentümer an der Versammlung vom 20. Juni 1997 (act. 
IV./8) eine Änderung der Wertquoten für sämtliche Stockwerkeinheiten 
beschlossen, wobei die neuen Wertquoten, nämlich je 189/1000 für die 
Stockwerkeinheiten Nr. (D.) und Nr. (C.), 239/1000 für die Stockwerkeinheit Nr.  
(B.), 272/1000 für die Stockwerkeinheit Nr. (E.) und 111/1000 für die 
Stockwerkeinheit, Nr. (Y.), auf einem von der H. AG auf der Basis der von ihr 

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ermittelten Bruttowohnflächen (D. und C. je 70.65 m2, B. 89.05 m2, E. 101.34 
m2 und Y. 41.49 m2) ausgearbeiteten Vorschlag (act. IV./9) beruhten,

– dass die von der Berufungsklägerin in diesem Zusammenhang mit der 
schriftlichen Berufungsbegründung eingereichte neue Urkunde (act. 06/1) unter 
Hinweis auf Art. 226 Abs. 1 ZPO aus dem Recht gewiesen wird,

– dass der obgenannte Beschluss erst nach der Veräusserung der 
Stockwerkeinheit Nr. an A. mit öffentlich beurkundetem Nachtrag zur 
Stockwerkeigentumsbegründung vom 30. Mai 2001 (act. III./8) vollzogen und 
gleichentags in das Grundbuch eingetragen wurde,

– dass im Frühjahr 2001 in Davos ein neues Baugesetz angenommen wurde, mit 
welchem die Ausnützung in der massgeblichen Ortsrandzone 1 von 0.25 auf 
0.35 erhöht wurde, so dass sich die maximal zulässige Bruttogeschossfläche 
auf der Parzelle _ bei einer Fläche von 1'628 m2 von bisher 407 m2 auf 569.80 
m2, d.h. um 162.8 m2, erhöhte (act. III./13), 

– dass zwischen den Stockwerkeigentümern in der Folge in Zusammenhang mit 
der Anfrage eines Nachbarn für einen Nutzungstransport strittig wurde, wie und 
in welchem Umfang die einzelnen Stockwerkeinheiten, namentlich die in 
Überschreitung der ursprünglich zulässigen Ausnützung ausgebaute 
Stockwerkeinheit Nr. , von der Aufzonung profitieren,  

– dass die Baubehörde der G. auf Gesuch der Berufungsbeklagten am 30. 
Januar 2007 eine Duldungsverfügung für den aktuellen Bestand der 1½-
Zimmerwohnung im Tiefparterre erliess (act. III./18), welche vom 
Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden mit Urteil vom 30. August 2007 
(act. IV./7) bestätigt wurde,

– dass das Verwaltungsgericht dabei ausdrücklich erwog, dass der gesetzwidrige 
Zustand nicht bloss zufolge Ablaufs der 30-jährigen Frist, innert welcher die 
Behörde eine Wiederherstellung verfügen kann, sondern auch aus Gründen 
des Vertrauensschutzes geduldet werden müsse, da die Berufungsbeklagte im 
Zeitpunkt der letzten behördlichen Intervention im Jahre 1989 noch nicht 
Eigentümerin der Wohnung gewesen sei und ihr die seither von den Behörden 
in Kauf genommene Baurechtswidrigkeit nach Treu und Glauben nicht mehr 
entgegengehalten werden könne, 

– dass das Verwaltungsgericht ferner erkannte, dass für die von der Gemeinde im 
Jahre 1975 erlassene Abbruchverfügung zufolge Ablaufs der 10-jährigen Frist 
schon längstens die Vollstreckungsverjährung eingetreten sei und auch deshalb 
die Duldungsverfügung völlig zu Recht ergangen sei, 

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– dass die Duldungsverfügung demzufolge unabhängig von der zwischenzeitlich 
erfolgten Aufzonung erging und bereits im Zeitpunkt des Erwerbs der 
Stockwerkeinheit Nr. durch die Berufungsbeklagte ein Rückbau der Wohnung 
nicht mehr hätte durchgesetzt werden können, so dass aus öffentlich-rechtlicher 
Sicht keine unrechtmässige Nutzung der Wohnung mehr vorlag, 

– dass aus privatrechtlicher Sicht die Umnutzung des Spielraums zu 
Wohnzwecken bereits mit der Zustimmung der 
Stockwerkeigentümerversammlung zur Aufteilung der Stockwerkeinheit Nr.  im 
Jahre 1982 genehmigt worden war, so dass auch insoweit nicht von einer 
widerrechtlichen Nutzung der Wohnung durch die Berufungsbeklagte 
gesprochen werden kann,

– dass den Stockwerkeigentümern die Diskrepanz zwischen den ursprünglich 
festgelegten Wertquoten und dem in Abweichung zu den ursprünglichen 
Bauplänen erstellten zusätzlichen Wohnraum in den Stockwerkeinheiten Nr.  
und  durchaus bewusst war (vgl. dazu act. IV./12) und sie deswegen denn auch 
eine den tatsächlich vorhandenen Bruttowohnflächen entsprechende Änderung 
der Wertquoten beschlossen, wobei für die Stockwerkeinheit Nr.  von einer 
Bruttowohnfläche von 41,49 m2 ausgegangen wurde (act. IV./9), 

– dass in diesem Umfang die Beanspruchung der Bruttogeschossfläche durch die 
Stockwerkeinheit Nr.  als genehmigt gelten muss, 

– dass dies selbst dann gälte, wenn sich die Stockwerkeigentümer, die zumindest 
teilweise bereits im Vorfeld der Beschlussfassung über die Berichtigung der 
Wertquoten wie auch des späteren Vollzugs anwaltlich beraten waren (act. 
IV./11 und IV./12), nicht darüber bewusst gewesen sein sollten, dass mit dem 
zusätzlich erstellten Wohnraum die damals zulässige Ausnützung überschritten 
worden war und derselbe im Falle einer späteren Aufzonung, wie sie in der 
Folge praktisch zeitgleich zum grundbuchlichen Vollzug beschlossen wurde, 
anzurechnen sein würde, 

– dass ein allfälliger Irrtum über die öffentlich-rechtlichen Konsequenzen der seit 
Jahrzehnten bestehenden Umnutzung – sofern dieser überhaupt als 
wesentlicher Grundlagenirrtum im Sinne von Art. 24 Abs. 1 Ziff. 4 OR qualifiziert 
werden könnte und er überdies fristgerecht geltend gemacht worden wäre (Art. 
31 OR) – nämlich höchstens die Unverbindlichkeit der in Frage stehenden 
Rechtsgeschäfte (Zustimmung zur Aufteilung der Stockwerkeinheit Nr.  und 
Änderung der Wertquoten) hätte zur Folge haben können, was bis anhin die 
Berufungsklägerin selber nie geltend gemacht hat,

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– dass ein solcher Irrtum aber keinesfalls einen Anspruch gegenüber der 
Berufungsbeklagten auf nachträgliche Abgeltung der durch ihre 
Stockwerkeinheit beanspruchten Bruttogeschossfläche zu begründen 
vermöchte, zumal die Berufungsbeklagte persönlich die vormals 
baurechtswidrige Umnutzung nicht zu verantworten hat und sie mangels 
Beweis des Gegenteils (Art. 3 ZGB) in ihrem Vertrauen auf den Erwerb der im 
Grundbuch eingetragenen Stockwerkeinheit Nr.  (bestehend aus 80/1000 
Miteigentumsanteilen an Parzelle _ mit dem Sonderrecht an der 1½-
Zimmerwohnung im Tiefparterre) zu schützen ist  (Art. 973 ZGB), so dass ihr 
eine allfällige Unverbindlichkeit der Zustimmung der 
Stockwerkeigentümerversammlung zur Begründung derselben ohnehin nicht 
entgegengehalten werden könnte, 

– dass die Berufungsbeklagte mit dem grundbuchlichen Vollzug der 
Wertquotenberichtigung zu 111/1000 Miteigentümerin an der Parzelle _ 
geworden ist, 

– dass sie im gleichen Verhältnis auch an der gesamten, zum jeweiligen 
Zeitpunkt baugesetzlich zulässigen Ausnützung berechtigt ist, so dass sie mit 
ihrer Stockwerkeinheit, welche gemäss Angaben des Bauamtes eine 
Bruttogeschossfläche von 39.74 m2 aufweist (act. III./15), heute nicht mehr 
beansprucht, als ihr gemäss Wertquote zusteht (111/1000 von 569.8 m2 = 
63.25 m2), 

– dass eine derartige rechnerische Aufteilung der zulässigen 
Bruttogeschossfläche auf einzelne Stockwerkeinheiten allerdings ausser Acht 
lässt, dass auch gewisse gemeinschaftliche Teile an die massgebliche 
Bruttogeschossfläche anrechenbar sind,

– dass mangels Einreichung einer vollständigen Berechnung der aktuell durch die 
Liegenschaft beanspruchten Bruttogeschossfläche nicht festgestellt werden 
kann, wie sich diese auf die einzelnen Stockwerkeinheiten und die 
gemeinschaftlichen Teile verteilt,

– dass ebenso wenig überprüft werden kann, ob die vom Bauamt angegebenen 
Zahlen über die bereits genutzte und noch verfügbare Bruttogeschossfläche 
(act. III./13), welche vom Bauamt selber mit dem Vorbehalt einer genaueren 
Berechnung anhand gültiger Pläne versehen wurden, korrekt sind,

– dass insbesondere fraglich erscheint, ob das Bauamt dem Umstand Rechnung 
getragen hat, dass die Parzelle _ ehemals eine Fläche von 1639 m2 aufwies 

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(act. act. III./14), so dass bei maximaler Ausnützung eine Bruttogeschossfläche 
von 409.75 m2 hätte erstellt werden dürfen, 

– dass das Bauamt zudem offensichtlich ausser Acht gelassen hat, dass der 
Ausbau des Estrichs im Obergeschoss wie auch der Einbau von Dusche und 
WC im Tiefparterre zufolge Zukaufs von Boden nachträglich hatten bewilligt 
werden können, so dass diese Räume von der damals zulässigen Ausnützung 
umfasst waren und folglich nicht mehr auf die neu verfügbare Ausnützung 
anzurechnen sind,

– dass damit der von der Berufungsklägerin eingeklagte Anspruch, welcher auf 
der Annahme basiert, dass die Berufungsbeklagte die gesamte, über ihren 
Anteil an der neu verfügbaren Ausnützung hinausgehende 
Bruttogeschossfläche ihrer Wohnung (21,70 m2 = 39.80 m2 – 18.10 m2) 
abzugelten habe, auch insofern nicht ausgewiesen ist, als es an einem 
Nachweis fehlt, in welchem Umfang die vormals zulässige Ausnützung durch 
die Umnutzung des Spielraums tatsächlich überschritten wurde,

– dass bei diesem Ergebnis nicht mehr zu prüfen ist, ob der geltend gemachte 
Entschädigungsanspruch auch tatsächlich der Berufungsklägerin oder – wie in 
ihrem Rechtsbegehren selber angedeutet – nicht vielmehr den übrigen vier 
Stockwerkeigentümern zustünde, so dass die Klage auch mangels 
Aktivlegitimation abgewiesen werden müsste, 

– dass sich die Berufung demnach als offensichtlich unbegründet erweist und 
folglich abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist,

– dass die Kosten des Berufungsverfahrens zu Lasten der Berufungsklägerin 
gehen, welche die Berufungsbeklagte zudem ausseramtlich zu entschädigen 
hat,

– dass der Rechtsvertreter der Berufungsbeklagten eine Honorarnote über Fr. 
4'654.80 eingereicht hat (act. 14), welche auf einem Zeitaufwand von 17.5 
Stunden, einem der Honorarvereinbarung (act. 12/1) entsprechenden 
Stundenansatz von Fr. 240.— und einer Kleinspesenpauschale von Fr. 126.— 
basiert, 

– dass der Rechtsvertreter der Berufungsklägerin diesbezüglich einzig den für 
das Aktenstudium geltend gemachten Zeitaufwand von 5.9 Stunden 
beanstandet und zu Recht einwendet, dass der mit dem Anwaltswechsel 
verbundene Mehraufwand nicht zulasten seiner Mandantschaft gehen könne 
(act. 16),

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– dass der in Rechnung gestellte Zeitaufwand demzufolge ermessensweise um 4 
Stunden zu reduzieren ist, so dass der Berufungsbeklagten eine ausseramtliche 
Entschädigung von Fr. 3'480.85 (einschliesslich Barauslagen von Fr. 97.20 und 
MWSt von Fr. 253.65) zuzusprechen ist,  

– dass dieser Entscheid gemäss Art. 12 Abs. 3 GOG in einzelrichterlicher 
Kompetenz ergeht,

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erkannt:

1. Die Berufung wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Kosten des Berufungsverfahrens, bestehend aus einer Gerichtsgebühr 
von Fr. 3'000.— und Schreibgebühren von Fr. 192.—, total somit Fr. 
3'192.—, gehen zulasten der Berufungsklägerin, welche die 
Berufungsbeklagte ausseramtlich mit Fr. 3'480.85 zu entschädigen hat.

3. Gegen diese, einen Streitwert von mindestens 30'000 Franken betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 1 lit. b des 
Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Zivilsachen an das 
Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt werden. Die 
Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit 
Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss 
Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, 
die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen und das 
Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 ff. BGG.

4. Mitteilung an: