# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8062ebfb-75b1-5b95-b8fb-95ad3659a7b9
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-01-19
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Versicherungsgericht 19.01.2022 VBE.2021.170
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_007_VBE-2021-170_2022-01-19.pdf

## Full Text

Versicherungsgericht 

1. Kammer 

 

 

VBE.2021.170 / af / fi  
 

Art. 4 

 

 

Urteil vom 19. Januar 2022 
 
 

Besetzung  Oberrichter Kathriner, Präsident  

Oberrichterin Schircks Denzler  

Oberrichterin Vasvary  

Gerichtsschreiber i.V. Fehlmann          

 

 
   

Beschwerde-

führerin  

 A._____   

vertreten durch lic. iur. Beat Rohrer, Rechtsanwalt, Obergrundstrasse 65a, 

6003 Luzern    

 

     
   

Beschwerde-

gegnerin  

 Suva, Rechtsabteilung, Fluhmattstrasse 1, Postfach, 6002 Luzern   

     

 
 

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend UVG 

(Einspracheentscheid vom 2. Mai 2018) 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

 

   

Das Versicherungsgericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

Die Beschwerdeführerin beantragte als Beschwerde führende Dritte die 

Aufhebung des Einspracheentscheids der Beschwerdegegnerin vom 

2. Mai 2018, in welchem festgehalten wurde, dass D. und E. im Jahr 2015 

in unselbständiger Stellung für die Beschwerdeführerin tätig gewesen 

seien. 

 

2. 

Das angerufene Verwaltungsgericht des Kantons Bern, sozialversiche-

rungsrechtliche Abteilung, stellte im Urteil vom 11. März 2021 fest, dass zur 

Beurteilung von Beschwerden auf dem Gebiet der obligatorischen Unfall-

versicherung das Versicherungsgericht desjenigen Kantons zuständig ist, 

in dem die versicherte Person oder die Beschwerde führende Dritte zur Zeit 

der Beschwerdeerhebung Wohnsitz hat (Art. 58 Abs. 1 ATSG in Verbin-

dung mit Art. 1 Abs. 1 UVG). 

 

Da die Beschwerdegegnerin ihren Sitz in Z. im Kanton Aargau hat, stellte 

das Verwaltungsgericht Bern seine örtliche Nichtzuständigkeit fest und 

überwies die Beschwerde samt Akten an das hiesige Versicherungsgericht.  

 

3. 

Dagegen erhob die Beschwerdeführerin beim Bundesgericht Beschwerde 

in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten und beantragte, das angefoch-

tene Urteil sei aufzuheben und die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungs-

gerichts des Kantons Bern festzustellen. 

 

4. 

Mit Urteil 8C_315/2021 vom 2. November 2021 stellte das Bundesgericht 

fest, dass unter den gegebenen Umständen sich die örtliche Zuständigkeit 

des kantonalen Versicherungsgerichts beim hier materiell zu beurteilenden 

Streit um Versicherteneigenschaft in Anwendung von Art. 58 Abs. 1 ATSG 

praxisgemäss (vgl. SVR 2020 UV Nr. 7 S. 18, 8C_808/2018 E. 5.3) nach 

dem gemeinsamen Wohnsitz von E. und D. richte, dementsprechend im 

Kanton Bern liege und folglich das Verwaltungsgericht des Kantons Bern, 

sozialversicherungsrechtliche Abteilung, örtlich zuständig sei. 

 

  

 - 3 - 

 

 

 

 
   

Das Versicherungsgericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Unter Berücksichtigung des Urteils des Bundesgerichts 8C_315/2021 vom 

2. November 2021 ist auf die Beschwerde mangels örtlicher Zuständigkeit 

nicht einzutreten, und die Sache ist zur materiellen Beurteilung an das Ver-

waltungsgericht des Kantons Bern, sozialversicherungsrechtliche Abtei-

lung, zu überweisen. 

 

2. 

Kosten werden mit dem Überweisungsentscheid keine auferlegt (Art. 61 

lit. a ATSG). 

 

3. 

Der Beschwerdeführerin steht nach dem Ausgang dieses Verfahrens keine 

Parteientschädigung zu (Art. 61 lit. g ATSG). Aufgrund ihrer Stellung als 

Sozialversicherungsträgerin hat auch die Beschwerdegegnerin keinen An-

spruch auf eine Parteientschädigung (BGE 126 V 143 E. 4 S. 149 ff.). 

 

 
   

Das Versicherungsgericht erkennt: 

 

1. 

Auf die Beschwerde wird mangels örtlicher Zuständigkeit nicht eingetreten. 

 

2. 

Die Sache wird nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheides an das 

Verwaltungsgericht des Kantons Bern, sozialversicherungsrechtliche Ab-

teilung, überwiesen. 

 

3. 

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 

4. 

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

 

 
 

   

Zustellung an: 

die Beschwerdeführerin (Vertreter; 2-fach)   

die Beschwerdegegnerin    

das Bundesamt für Sozialversicherungen 

 
 

Zustellung nach Rechtskraft an:  

 - 4 - 

 

 

 

das Verwaltungsgericht des Kantons Bern, sozialversicherungsrechtliche 

Abteilung (inkl. Akten) 

 

 
   

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim 

Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung 

mit Art. 90 ff. BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom sieb-

ten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli 

bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar 

(Art. 46 BGG).  

 

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 

6004 Luzern, zuzustellen. 

 

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines 

Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweis-

mittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Hän-

den hat (Art. 42 BGG). 

 

 
   

Aarau, 19. Januar 2022 

 

Versicherungsgericht des Kantons Aargau 

1. Kammer 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber i.V.: 

 

 

 

Kathriner Fehlmann