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**Case Identifier:** ccc4f05a-d586-5b55-afa4-848e6fe29078
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2022-05-12
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 12.05.2022 C-994/2021
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-994-2021_2022-05-12.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 

Verfahren vor dem BGer mit Urteil  

vom 20.07.2022 abgeschrieben 

(9C_348/2022) 

 
 
    
 

  

  

 

 Abteilung III 

C-994/2021 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 2 .  M a i  2 0 2 2  

Besetzung 
 Einzelrichterin Viktoria Helfenstein, 

Gerichtsschreiber Roger Stalder. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, (Bosnien und Herzegowina), 

Zustelladresse: c/o B._______, (Schweiz),   

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 
 

Schweizerische Ausgleichskasse SAK,  

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Alters- und Hinterlassenenversicherung,  

Anspruch auf Witwenrente,  

Verfügung vom 28. Januar 2021. 

 

 

 

C-994/2021 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der am 18. August 1952 geborene, aus Bosnien und Herzegowina stam-

mende C._______ verliess die Schweiz am 18. März 2013 in Richtung 

seine Heimat. Seine am 10. Dezember 1981 geschlossene erste Ehe mit 

der seit 1999 ununterbrochen in der Schweiz wohnhaften D._______ 

wurde am 30. Oktober 2010 geschieden. Nachdem er sich mit Datum vom 

31. August 2016 bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons 

E._______ zum Bezug einer Altersrente angemeldet und diese die Ren-

tenanmeldung zuständigkeitshalber am 6. September 2016 an die Schwei-

zerische Ausgleichskasse (im Folgenden: SAK oder Vorinstanz) übermittelt 

hatte, heiratete C._______ am 8. Dezember 2016 A._______ (im Folgen-

den: Versicherte oder Beschwerdeführerin; Versichertendossier der SAK 

von C._______ [im Folgenden: act. I] 1 bis 4, 7, 16, 17, 26 und 27; vgl. 

auch act. I 4 bis 6, 8 bis 13, 15, 19 und 21). Nach Durchführung des Split-

tings (act. I 22 und 27) und nach Vorliegen zweier Auszüge aus dem indi-

viduellen Konto vom 20. März und 6. Dezember 2017 (act. I 28 und 29) 

berechnete die SAK die Höhe der Altersrente. Gestützt auf die entspre-

chenden Berechnungsblätter (act. I 31; vgl. auch act. I 36) erliess die SAK 

am 24. März 2017 eine Verfügung, mit welcher C._______ mit Wirkung ab 

1. September 2016 eine ordentliche Altersrente (mit Kürzung wegen Ren-

tenvorbezug) in der Höhe von monatlich Fr. 1'234.- zugesprochen wurde 

(act. I 33). Diese Verfügung erwuchs – soweit aus den Akten ersichtlich – 

unangefochten in Rechtskraft. Am 25. September 2020 verstarb 

C._______ (act. I 42 und 45). Daraufhin forderte die SAK von der Versi-

cherten mit Schreiben vom 29. Dezember 2020 die Rückzahlung der be-

reits ausbezahlten, jedoch nicht mehr geschuldeten Altersrente für den Mo-

nat Oktober 2020 (act. I 50); dieser Aufforderung kam die Versicherte nach 

(act. I 51 und 52). 

B.  

Mit Datum vom 9. Oktober 2020 meldete sich die Versicherte bei der SAK 

zum Bezug einer Hinterlassenenrente an (Versichertendossier der SAK 

von der Versicherten [im Folgenden: act. II] 1 und 2). Nach Erstellung der 

Berechnungsblätter (act. II 3) wies die SAK dieses Leistungsgesuch man-

gels Erfüllens der Anspruchsvoraussetzungen mit Verfügung vom 10. No-

vember 2020 ab (act. II 6). Die hiergegen von der Versicherten am 23. De-

zember 2020 (Posteingang: 13. Januar 2021; act. II 7) erhobene Einspra-

che wies die SAK mit Einspracheentscheid vom 28. Januar 2021 ab (act. II 

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Seite 3 

8). Zur Begründung führte sie zusammengefasst aus, weder das Bundes-

gesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 

6. Oktober 2000 (ATSG; SR 830.1) noch das Bundesgesetz über die Al-

ters- und Hinterlassenenversicherung vom 20. Dezember 1946 (AHVG; SR 

831.10) enthielten eine Bestimmung, welche es erlaube, eine eheähnliche 

Lebensgemeinschaft mit einer Ehe gleichzusetzen. Einzig eine eingetra-

gene Partnerschaft sei im Sozialversicherungsrecht einer Ehe gleichge-

stellt (Art. 13a Abs. 1 ATSG). Das Partnerschaftsgesetz betreffe jedoch nur 

gleichgeschlechtliche Paare. Das Bundesgericht habe in seiner Rechtspre-

chung stets festgehalten, dass die Gleichstellung der überlebenden Kon-

kubinatspartnerin mit einer Witwe im Schweizer Recht grundsätzlich nicht 

vorgesehen sei und sich eine Anrechnung des Konkubinats an die Ehe-

dauer gemäss Art. 24 Abs. 1 AHVG deshalb verbiete. Aus diesem Grund 

sei der Antrag auf eine Witwenrente zu Recht abgewiesen worden. 

C.  

C.a  

Hiergegen erhob die Versicherte beim Bundesverwaltungsgericht mit Ein-

gabe vom 22. Februar 2021 Beschwerde und beantragte die Aufhebung 

des Einspracheentscheids der SAK vom 28. Januar 2021 (Akten im Be-

schwerdeverfahren [im Folgenden: B-act.] 1). 

Zur Begründung führte sie zusammengefasst aus, sie habe Anspruch auf 

eine Witwenrente, da sie mit ihrem verstorbenen Ehemann C._______ von 

2013 bis 2016 in einer ausserehelichen und ab 2016 bis zu dessen Todes-

tag im Jahr 2020 in einer ehelichen Gemeinschaft gelebt habe. Sie hätten 

als Ehepaar länger als fünf Jahre zusammengelebt, die laut dem schwei-

zerischen Gesetz notwendig seien für die Bejahung des Anspruchs auf 

eine Witwenrente. 

C.b Nachdem die Instruktionsrichterin mit prozessleitender Verfügung vom 

24. August 2021 eine Kopie der unaufgefordert von der Beschwerdeführe-

rin eingereichten Eingabe vom 19. August 2021 (Eingangsstempel) an die 

Vorinstanz übermittelt hatte (B-act. 5 und 6), ging beim Bundesverwal-

tungsgericht am 26. August 2021 die Vernehmlassung der SAK vom 

24. August 2021 ein (B-act. 7). 

In diesem Schriftstück beantragte die Vorinstanz die Abweisung der Be-

schwerde. Zur Begründung führte sie in materieller Hinsicht zusammenge-

fasst aus, gemäss Heiratsurkunde hätten die Beschwerdeführerin und ihr 

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verstorbener Ehemann am 8. Dezember 2016 geheiratet. Dies sei auch 

aus der Geburtsurkunde der Beschwerdeführerin ersichtlich. Der Ehemann 

sei am 25. September 2020 gestorben. Bei dessen Tod sei die am 6. Ok-

tober 1956 geborene Beschwerdeführerin zwar älter als 45 Jahre gewe-

sen, jedoch habe die Ehe nur vom 8. Dezember 2016 bis zum 25. Septem-

ber 2020 gedauert. Damit habe die Ehedauer weniger als fünf Jahre betra-

gen. Der verstorbene Ehemann sei zudem gemäss dem Scheidungsurteil 

zwischen dem 10. Dezember 1981 und dem 30. Oktober 2015 in erster 

Ehe verheiratet gewesen. Eine Ehe mit der Beschwerdeführerin habe auch 

aus diesem Grund nicht mindestens fünf Jahre dauern können. Weiter wie-

derholte die Vorinstanz die anlässlich des vorliegend angefochtenen Ein-

spracheentscheids gemachten Ausführungen betreffend Partnerschaftsge-

setz, ergänzte die von ihr erwähnte bundesgerichtliche Rechtsprechung 

und war der Auffassung, auch wenn während des Konkubinats eine ehe-

ähnliche Lebensgemeinschaft bestanden habe, dürfe ein solches nicht der 

Ehe gleichgestellt werden. Der Antrag der Beschwerdeführerin auf eine 

Witwenrente sei deshalb zu Recht abgewiesen worden. 

C.c Nachdem die Beschwerdeführerin die Gelegenheit zur Einreichung ei-

ner Replik ungenützt hatte verstreichen lassen (B-act. 8 bis 10), schloss 

die Instruktionsrichterin mit prozessleitender Verfügung vom 15. Oktober 

2021 mangels Eingangs einer Replik innert angesetzter Frist vorbehältlich 

weiterer Instruktionsmassnahmen den Schriftenwechsel ab (B-act. 11). 

C.d Auf den weiteren Inhalt der Akten sowie der Rechtschriften und Be-

weismittel der Parteien ist – soweit erforderlich – in den nachfolgenden Er-

wägungen einzugehen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Das Bundesverwaltungsgericht prüft von Amtes wegen und mit freier Kog-

nition, ob die Prozessvoraussetzungen erfüllt sind und ob auf eine Be-

schwerde einzutreten ist (Art. 7 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. De-

zember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]; BVGE 

2016/15 E. 1; 2014/4 E. 1.2). 

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht ist zuständig für die Beurteilung von 

Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG, sofern kein Ausnah-

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metatbestand erfüllt ist (Art. 31 und 32 des Bundesgesetzes über das Bun-

desverwaltungsgericht vom 17. Juni 2005 [VGG; SR 172.32]). Zulässig 

sind Beschwerden gegen Verfügungen von Vorinstanzen gemäss Art. 33 

VGG. Die SAK ist eine Vorinstanz im Sinn von Art. 33 Bst. d VGG (vgl. auch 

Art. 85bis Abs. 1 Bst. b AHVG). Eine Ausnahme nach Art. 32 VGG liegt nicht 

vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Beurteilung der vorliegenden 

Beschwerde zuständig. 

1.2 Gemäss Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundesver-

waltungsgericht nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes be-

stimmt. Das VwVG findet aufgrund von Art. 3 Bst. dbis VwVG jedoch keine 

Anwendung in Sozialversicherungssachen, soweit das ATSG anwendbar 

ist. Nach Art. 2 des ATSG finden die Bestimmungen des ATSG Anwendung, 

soweit die einzelnen Sozialversicherungsgesetze des Bundes dies vorse-

hen. Nach Art. 1 Abs. 1 AHVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die 

im ersten Teil geregelte Alters- und Hinterlassenenversicherung anwend-

bar, soweit das AHVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vor-

sieht. 

1.3 Als direkte Adressatin ist die Beschwerdeführerin vom angefochtenen 

Einspracheentscheid vom 28. Januar 2021 (act. II 8) besonders berührt 

und sie kann sich auf ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung 

oder Änderung berufen (Art. 59 ATSG; Art. 48 Abs. 1 VwVG). Sie ist zur 

Beschwerde legitimiert. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht einge-

reichte Beschwerde (Art. 60 ATSG; Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG) 

ist deshalb einzutreten. 

1.4 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht 

einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, 

die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG). 

1.5 Das sozialversicherungsrechtliche Verfahren ist vom Untersuchungs-

grundsatz beherrscht (Art. 43 ATSG). Danach hat die Verwaltung und im 

Beschwerdeverfahren das Gericht von Amtes wegen für die richtige und 

vollständige Abklärung des erheblichen Sachverhalts zu sorgen. Dieser 

Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet zum einen sein 

Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (Art. 28 ff. ATSG; BGE 

125 V 195 E. 2 und 122 V 158 E. 1a, je mit Hinweisen). Im Sozialversiche-

rungsprozess hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht 

etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

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Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten 

Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat viel-

mehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen 

Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 360 

E. 5b und 125 V 195 E. 2, je mit Hinweisen). 

1.6 Anfechtungsobjekt und damit Begrenzung des Streitgegenstandes des 

vorliegenden Beschwerdeverfahrens (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1) bildet der 

angefochtene Einspracheentscheid vom 28. Januar 2021 (act. II 8), mit 

welchem die Vorinstanz den Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine 

Witwenrente abgewiesen hat. Streitig und zu prüfen ist die Rechtmässig-

keit dieses Entscheids und in diesem Zusammenhang insbesondere, ob 

das Konkubinat der Beschwerdeführerin mit ihrem verstorbenen Eheman-

nes an die fünfjährige Ehedauer anzurechnen ist. 

2.  

Im Folgenden sind die weiteren, im vorliegenden Verfahren im Wesentli-

chen anwendbaren Normen und Rechtsgrundsätze darzustellen. 

2.1 In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze mass-

geblich, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes 

Geltung haben (BGE 143 V 446 E. 3.3; 139 V 335 E. 6.2; 138 V 475 E. 3.1; 

BGE 134 V 315 E. 1.2; BGE 130 V 329 E. 2.3). Deshalb finden vorliegend 

die Vorschriften Anwendung, die spätestens beim Erlass des Einsprache-

entscheids vom 28. Januar 2021 (act. II 8) in Kraft standen; weiter aber 

auch solche, die zu jenem Zeitpunkt bereits ausser Kraft getreten waren, 

die aber für die Beurteilung allenfalls früher entstandener Leistungsansprü-

che von Belang sind. Die Frage, ob die SAK den Anspruch auf eine Wit-

wenrente zurecht abgewiesen hat, beurteilt sich grundsätzlich nach den im 

September 2020 (Hinschied von C._______; act. I 42 und 45) gültigen 

Bestimmungen des AHVG und der Verordnung vom 31. Oktober 1947 über 

die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVV, SR 831.101) laut den 

Bestimmungen gemäss der 10. AHV-Revision (Übergangsbestimmungen 

der 10. AHV-Revision). 

2.2 Die Beschwerdeführerin ist Staatsangehörige von Bosnien und Herze-

gowina und hat dort ihren Wohnsitz. Vorliegend findet demnach aufgrund 

des Hinschieds von C._______ im September 2020 das Abkommen vom 

8. Juni 1962 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der 

Föderativen Volksrepublik Jugoslawien über Sozialversicherung (nachfol-

http://links.weblaw.ch/BGE-126-V-353
http://links.weblaw.ch/BGE-125-V-193

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gend: Sozialversicherungsabkommen, SR 0.831.109.818.1) sowie die ent-

sprechende Verwaltungsvereinbarung vom 5. Juli 1963 betreffend die 

Durchführung des Abkommens (SR 0.831.109.818.12) Anwendung. Nach 

Art. 2 dieses Abkommens stehen die Staatsangehörigen der Vertragsstaa-

ten in ihren Rechten und Pflichten aus den in Art. 1 genannten Rechtsvor-

schriften, zu welchen die schweizerische Bundesgesetzgebung über die 

AHV gehört, einander gleich, soweit nichts anderes bestimmt ist. Da das 

Abkommen keine abweichenden Bestimmungen enthält, richtet sich die 

Ausgestaltung des Verfahrens sowie die Prüfung der Voraussetzungen für 

einen Rentenanspruch allein nach den schweizerischen Rechtsvorschrif-

ten (Art. 4 des Abkommens). Daran hat das am 1. Oktober 2018 abge-

schlossene und am 1. September 2021 in Kraft getretene Abkommen zwi-

schen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und Bosnien und Herzego-

wina über Soziale Sicherheit (SR 0.831.109.191.1) nichts geändert 

(vgl. Art. 2 in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 dieses neuen Abkommens). 

2.3 Anspruch auf eine Witwen- oder Witwerrente haben Witwen oder Wit-

wer, sofern sie im Zeitpunkt der Verwitwung Kinder haben (Art. 23 Abs. 1 

AHVG). Kindern von Witwen oder Witwern sind gleichgestellt Kinder des 

verstorbenen Ehegatten, die im Zeitpunkt der Verwitwung mit der Witwe 

oder dem Witwer im gemeinsamen Haushalt leben und von ihr oder ihm 

als Pflegekinder im Sinne von Art. 25 Abs. 3 AHVG aufgenommen werden 

(Art. 23 Abs. 2 Bst. a AHVG) sowie Pflegekinder im Sinne von Art. 25 

Abs. 3, die im Zeitpunkt der Verwitwung mit der Witwe oder dem Witwer im 

gemeinsamen Haushalt leben und von ihr oder ihm adoptiert werden 

(Art. 23 Abs. 2 Bst. b AHVG).  

2.4 Witwen haben überdies Anspruch auf eine Witwenrente, wenn sie im 

Zeitpunkt der Verwitwung keine Kinder oder Pflegekinder im Sinne von 

Art. 23 AHVG, jedoch das 45. Altersjahr vollendet haben und mindestens 

fünf Jahre verheiratet gewesen sind. War die Witwe mehrmals verheiratet, 

so wird auf die Gesamtdauer der Ehen abgestellt (Art. 24 Abs. 1 AHVG).  

3.  

3.1 Unstreitig ist vorliegend, dass die Beschwerdeführerin im Zeitpunkt der 

Verwitwung keine Kinder bzw. Pflegekinder hatte (act. II 1 Ziffer 4.1), die 

1993 geborenen Zwillinge des verstorbenen Ehegatten (act. I 2 S. 3) im 

Zeitpunkt der Verwitwung nicht mit der Beschwerdeführerin im gemeinsa-

men Haushalt lebten und von ihr als Pflegekinder aufgenommen wurden 

sowie dass keine sonstigen Pflegekinder im Sinne von Art. 25 Abs. 3 

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AHVG, die im Zeitpunkt der Verwitwung mit der Beschwerdeführerin im ge-

meinsamen Haushalt lebten und von ihr adoptiert wurden, existieren. Unter 

diesen Umständen sind die Voraussetzungen für eine Witwenrente ge-

mäss Art. 23 Abs. 1 AHVG und Art. 23 Abs. 2 Bst. a und b AHVG nicht 

erfüllt. 

3.2 Mit Blick auf die Voraussetzungen des Art. 24 Abs. 1 AHVG ist festzu-

stellen, dass die am 6. Oktober 1956 geborene (act. II 1 Ziffer 2) Beschwer-

deführerin im Zeitpunkt der Verwitwung am 25. September 2020 (act. I 42 

und 45) zwar das 45. Altersjahr vollendet hatte. Jedoch war sie mit ihrem 

verstorbenen Ehemann nur vom 8. Dezember 2016 bis zu dessen Todes-

tag am 25. September 2020 (act. I 42 und 45 und act. II 1 Ziffer 2.4) und 

somit weniger als fünf Jahre verheiratet. Eine frühere Ehe, welche zur nö-

tigen Gesamtdauer der Ehen von fünf Jahren hinzuzurechnen wäre, be-

stand offenbar nicht (act. II 1 Ziffer 3.1 ff) und wird von der Beschwerdefüh-

rerin auch nicht geltend gemacht. Demnach vermag diese auch die An-

spruchsvoraussetzung von Art. 24 Abs. 1 AHVG nicht zu erfüllen. 

3.3 Die Beschwerdeführerin vertrat die Auffassung, dass sie mit ihrem ver-

storbenen Ehemann bereits von 2013 bis zur Heirat am 8. Dezember 2016 

in einer ausserehelichen Gemeinschaft und somit als "Ehepaar" länger als 

fünf Jahre zusammengelebt habe, weshalb ihr Anspruch auf eine Witwen-

rente zu bejahen sei. 

3.3.1 Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist die fünfjährige Ehe-

dauer eine vom Gesetzgeber gewollte Voraussetzung, deren vollständige 

Erfüllung Anspruchsvoraussetzung für die Entstehung der Witwenrente ge-

stützt auf Art. 24 Abs. 1 AHVG ist (Urteil des BGer 9C_293/2012 vom 

22. August 2012 E. 4; nicht publiziertes Urteil des Eidgenössischen Versi-

cherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen 

des Bundesgerichts] vom 1. März 1978, zit. in BGE 115 V 77 E. 4c).  

3.3.2 Mit Blick auf die vorstehend dargelegte bundesgerichtliche Praxis 

kann nicht daran angeknüpft werden, ob im Zeitpunkt der Verwitwung eine 

häusliche Gemeinschaft von fünf (oder mehr) Jahren Dauer (ungeachtet 

dessen, ob ehelicher oder eheähnlicher Art) vorgelegen hat. Das Bundes-

gericht hielt im Entscheid 9C_413/2015 vom 2. Mai 2016 in Erwägung 4.2 

ausdrücklich daran fest, dass die Voraussetzungen des Art. 24 Abs. 1 

AHVG dem Wortlaut entsprechend am zivilrechtlichen Begriff der Ehe und 

der eingetragenen Partnerschaft (Art. 13a Abs. 1 ATSG) anknüpfe, was im 

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Rahmen einer durch den Gesetzgeber konsequent verwirklichten Bevorzu-

gung dieser Institute gegenüber dem Konkubinat zu sehen sei. Mit anderen 

Worten verwarf es die Anrechnung der Dauer eines Konkubinats an die 

Ehedauer gemäss Art. 24 Abs. 1 AHVG in Bestätigung des Urteils des 

BVGer C-1225/2014 vom 8. Mai 2015 (vgl. auch E. 4.4). Dabei stützte sich 

das Bundesgericht auf das im Jahr 2013 ergangene Leiturteil BGE 140 I 

77 E. 6.2 ff.. Darin nahm das Bundesgericht eine Gesamtbetrachtung des 

Sozialversicherungssystems vor und erklärte die im Gesamtsystem vorge-

sehenen Bevorzugungen von Ehepaaren – denen auch Benachteiligun-

gen, wie etwa die im konkreten Fall geprüfte Rentenplafonierung der Ehe-

gatten, gegenüberstehen – als mit der Bundesverfassung der Schweizeri-

schen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV; SR 101; Art. 8 Abs. 1 

und 2 und Art. 9 BV) wie auch der für die Schweiz am 28. November 1974 

in Kraft getretenen Konvention zum Schutze der Menschenrechte und 

Grundfreiheiten (EMRK; SR 0.101; Art. 14 EMRK) vereinbar. 

3.3.3 Mit Blick auf das gesamte Sozialversicherungssystem ist deshalb 

hinzunehmen, dass die konsequente Anknüpfung am zivilrechtlichen Ehe-

begriff zu einer Ungleichbehandlung der Lebensformen der Ehe einerseits 

und des Konkubinats anderseits führt (BGE 140 I 77 E. 9). Mit anderen 

Worten stellt die abweichende Behandlung einer im Konkubinat lebenden 

Person weder eine rechtsungleiche Behandlung des Konkubinats gegen-

über der Ehe noch eine Diskriminierung dieser Lebensform dar. Darüber 

hinaus ist diese Betrachtungsweise und die daraus folgende Verweigerung 

der Witwenrente nicht willkürlich (vgl. Urteil des BVGer C-2986/2017 vom 

27. Juli 2018 E. 5.5). Ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass sich keine 

Änderung der Praxis aufdrängt (zu den Voraussetzungen für eine Praxis-

änderung vgl. BGE 138 III 359 E. 6.1 und 137 V 314 E. 2.2 mit weiteren 

Hinweisen). 

4.  

Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ist zusammenfassend festzuhal-

ten, dass sich eine Anrechnung der Dauer des Konkubinats an die Ehe-

dauer gemäss Art. 24 Abs. 1 AHVG verbietet, weshalb die Beschwerdefüh-

rerin – nebst den Anspruchsvoraussetzungen auf eine Witwenrente ge-

mäss Art. 23 Abs. 1 AHVG und Art. 23 Abs. 2 Bst. a und b AHVG (vgl. E. 3.1 

hiervor) – auch diejenigen gemäss Art. 24 Abs. 1 AHVG nicht erfüllt. Da die 

Beschwerde offensichtlich unbegründet ist, ist sie im einzelrichterlichen 

Verfahren gemäss Art. 23 Abs. 2 VGG in Verbindung mit Art. 85bis Abs. 3 

AHVG abzuweisen. 

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Seite 10 

5.  

Zu befinden bleibt über die Verfahrenskosten und eine allfällige Parteient-

schädigung. 

5.1 Das Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht in dieser Angelegenheit 

ist kostenlos (Art. 85bis Abs. 2 AHVG). 

5.2 Der obsiegenden Partei kann von Amtes wegen oder auf Begehren 

eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnismässig 

hohe Kosten zugesprochen werden (Art. 64 Abs. 1 VwVG; Art. 7 Abs. 1 des 

Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen 

vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Als Bundes-

behörde hat die obsiegende Vorinstanz keinen Anspruch auf eine Partei-

entschädigung (Art. 7 Abs. 3 VGKE). Der unterliegenden Beschwerdefüh-

rerin ist entsprechend dem Verfahrensausgang ebenfalls keine Parteient-

schädigung zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG). 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

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Seite 11 

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Viktoria Helfenstein Roger Stalder 

 

 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten 

Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der 

Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 

konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die 

Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Be-

weismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid 

und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in 

Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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