# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 985204f7-b9e5-5e70-b269-a1d249f715b3
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-04-13
**Language:** de
**Title:** Rückweisung zur weiteren Abklärung; Nichteintreten hinsichtlich Antrag auf Eingliederungsmassnahmen mangels Anfechtungsgegenstand
**Docket/Reference:** IV.2014.00182
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2014.00182.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2014.00182
IV. Kammer
Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna
Ersatzrichterin Bänninger Schäppi
Gerichtsschreiberin Hediger
Urteil
vom
13. April 2015
in Sachen
X.___
Beschwerdeführerin
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Nachdem
die Beschwerdegegnerin
mit
Verfügung
vom
20. Januar 2014
das
Leistungsbe
gehren
der Beschwerdeführerin
hinsichtlich einer Invalidenrente
ab
gewiesen hatte
(
Urk.
2
),
nach Einsicht in die Beschwerde vom
1
2.
Februar 2014
, mit welcher
die Beschwerdeführerin
sinngemäss
die Aufhe
bung
der angefochtenen Verfügung
sowie
Massnahmen der beruflichen Eingliederung
beantragte
(
Urk.
1
,
Urk.
3/1-2
), und in die auf Abweisung der Beschwerde schliessende Beschwerdeantwort
der Beschwerdegegnerin
vom
2
1.
März 2014
(
Urk.
6
),
nach
weiterer
Einsicht in die Replik vom
7.
April 2014
(
Urk.
9
,
Urk.
10/1-5;
mit
ergän
zenden Begründungen
vom 1
6.
April 2014, 1
9.
Mai 2014 und
2
4.
Oktober 2014 (
Urk.
12,
Urk.
13/1-4,
Urk.
15,
Urk.
16/1-2,
Urk.
19,
Urk.
20/1-3
)
,
worin die Beschwerdeführerin sinngemäss an ihren Anträgen festhielt,
und in die auf Rückweisung zur weiteren Abklärung schliessende
Duplik
der
Beschwerdegeg
nerin
vom 2
5.
November 2014 (
Urk.
23
,
Urk.
24
),
unter Hinweis
auf den
replicando
eingereichten Arztbericht
von
Dr.
med.
Y.___
, Leitende Ärztin und Fachärztin
FMH
für
Psychiatrie, Psychotherapie und Neu
rologie
,
Z.___
,
vom 2
3.
Mai 2014, worin
diese
als Diagnose eine Komplexe
Traumafolgestörung
(ICD-10 F43.9)
und
als Differenzialdiagnose
eine Komplexe Posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F62.0)
stellte
(Urk.
20/1),
in Erwägung,
dass
die Beschwerdegegnerin das Leistungsbegehren auf Invalidenrente mit der Begründung abwies
,
die
diagnostizierte
depressive
Episode
qualifiziere nicht als
langandauernde Erkrankung im Sinne des Invaliden
versicherungs
rechts
, son
dern
sei
therapeutisch und medikamentös gut behandelbar, womit die Anspruchsvoraussetzungen für eine Invalidenrente nicht erfüllt
seien
(
Urk.
2
),
dass
die Beschwerdegegnerin den Antrag auf Rückweisung im Beschwerdeverfahren damit begründete, dass die im neu eingereichten Arztbericht der
Z.___
vom 2
3.
Mai 2014 gestellte Diagnose einer
K
omplexe
n
Traumafolgestörung
sowie Differenzialdiagnose einer Persönlichkeitsänderung nach
Extrembelas
tung
weitere medizinische Abklärungen notwendig mache
n würden
, insbeson
dere angesichts des prämorbid offensichtlich guten beruflichen
Funktionsni
veau
s
der Beschwerdeführerin
sowie hinsichtlich allfälliger psychosozialer Hin
tergründe der beruflichen Überlastung und der zu Beginn bestehenden Burnout-Problematik
(
Urk.
23,
Urk.
24)
,
dass der Beschwerdeführerin der Rückweisungsantrag der Beschwerdegegnerin zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
25,
Urk.
26) und diese dagegen keine Einwände erhob,
dass sich aufgrund der gegebenen Umstände eine Rückweisung der Sache zur weiteren Sachverhaltsabklärung
aufdrängt,
dass
es
demgegenüber
hinsichtlich des
Antrags
der Beschwerdeführerin
auf Massnah
men zur beruflichen
Eingliederung an einem Anfechtungsgegenstand fehlt
,
zumal
die Beschwerdegegnerin in der
angefochtenen Verfügung vom 20.
Januar 2014
hierüber nicht
verfügt
e
(
vgl.
Urk.
2),
dass
auf die Beschwerde
diesbezüglich daher nicht einzutreten ist
,
dass das Verfahren kostenpflichtig ist, da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht
(
Art.
69
Abs.
1
bis
des
Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [
IVG
]
)
, und die Gerichtskosten
ermessensweise auf
Fr.
500.--
anzusetzen sind,
dass nach ständiger Rechtsprechung die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen gilt (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 199/02 vom 10. Februar 2004 E. 6 mit Hinweis auf BGE 110 V 54 E. 3a; SVR 1999 IV Nr. 10 S. 28 E. 3), weshalb dem Ausgang des Verfahrens entsprechend
die Gerichtskosten
der unterliegenden
Beschwerdegeg
nerin
aufzuerlegen sind,
erkennt das Gericht:
1.
Die Beschwerde wird in
dem Sinne gutgeheissen, dass die
angefochtene
Verfügung vom 2
0.
Januar 2014
aufgehoben u
nd die Sache an die Sozialversi
cherungsanstalt de
s Kantons Zürich, IV-Stelle, zu
rückgewiesen wi
rd, damit diese nach erfolg
ter Abklärung im Sinn
e der Erwägungen, über den Leistungsanspruch der Beschwerde
führerin neu verfüge
. Im Übrigen wird auf die Beschwerde nicht eingetreten.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
500
.-- werden
der Beschwerdegegnerin
auferlegt.
Rech
nung und Einzahlungsschein werden
der
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts
kraft zugestellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
X.___
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
HurstHediger