# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1fc76bcd-948e-5eec-9f09-08b83dc43a51
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-09-19
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Strafrecht 19.09.2023 470 2023 133 (470 23 133)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_004_470-2023-133_2023-09-19.pdf

## Full Text

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Beschluss des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, vom 

19. September 2023 (470 23 133) 

___________________________________________________________________ 

 

 

 

Strafprozessrecht 

 

 

Verfahrenseinstellung 

 

 
Besetzung Präsident Dieter Eglin, Richter Stephan Gass (Ref.),  

Richterin Susanne Afheldt; Gerichtsschreiberin Laura Wahl   

 

Parteien A.____, 

vertreten durch Rechtsanwalt B.____,  

Postfach 504, 1701 Fribourg,  

Beschwerdeführer 

  

gegen 

 

 Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft,  

Hauptabteilung Allgemeine Delikte,  

Grenzacherstrasse 8, Postfach, 4132 Muttenz,  

Beschwerdegegnerin 

  

Gegenstand Verfahrenseinstellung 

Beschwerde gegen die Einstellungsverfügung der Staatsanwalt-

schaft Basel-Landschaft vom 20. Juni 2023 

 

 

 

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A. Mit Verfügung vom 20. Juni 2023 stellte die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft, 

Hauptabteilung Allgemeine Delikte (nachfolgend: Staatsanwaltschaft), das Strafverfahren mit der 

Verfahrensummer MU1 17 1531/MAD LIP wegen gewerbsmässigen Betruges gemäss Art. 146 

Abs. 1 und 2 StGB gegen A.____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) bezüglich des Tatzeitraums 

vom 26. September 2011 bis zum 31. Mai 2013 in Anwendung von Art. 319 Abs. 1 lit. a StPO ein 

(Ziff. 1). Ferner verfügte sie darin, dass die mit dem eingestellten Verfahrensteil angefallenen 

Kosten sowie die Gebühren der erwähnten Einstellungsverfügung zu Lasten des Staates gingen 

(Ziff. 2) und dem Beschwerdeführer gestützt auf Art. 430 Abs. 1 lit. c StPO sowie Art. 429 Abs. 1 

lit. c StPO weder eine Entschädigung noch eine Genugtuung auszuzahlen sei (Ziff. 3). Des Wei-

teren sprach die Staatsanwaltschaft auch der amtlichen Verteidigung des Beschwerdeführers 

keine separate Entschädigung zu (Ziff. 4). Auf die Begründung der nämlichen Einstellungsverfü-

gung sowie der nachfolgenden Parteieingaben wird, soweit erforderlich, im Rahmen der Erwä-

gungen des vorliegenden Beschlusses eingegangen. 

 

B. Gegen vorgenannte Verfügung erhob der Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsan-

walt B.____, mit Eingabe vom 3. Juli 2023 beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung 

Strafrecht (nachfolgend: Kantonsgericht), Beschwerde und verlangte, der Schreibende, B.____, 

sei als amtliche Verteidigung einzusetzen (Ziff. 1). Zudem sei die Einstellungsverfügung vom 

20. Juni 2023 aufzuheben und die Kosten- und Entschädigungsfolgen für den eingestellten Ver-

fahrenskomplex seien in corpore an den Sachrichter zu delegieren (Ziff. 2). Eventualiter sei die 

Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft vom 20. Juni 2023 in Gutheissung der Beschwerde 

aufzuheben und die Sache zur neuen Entscheidung und Begründung an die Vorinstanz zurück-

zuweisen (Ziff. 3). Darüber hinaus seien sowohl die amtlichen als auch die ausseramtlichen Kos-

ten des vorliegenden Beschwerdeverfahrens auf die Staatskasse zu nehmen (Ziff. 4), wobei eine 

Kostennote auf erstes Verlangen eingereicht werde (Ziff. 5). 

 

C. Mit Schreiben vom 6. Juli 2023 erklärte der Beschwerdeführer persönlich sodann den 

Rückzug der Beschwerde mit sofortiger Wirkung. 

 

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D. Nachfolgend setzte das Kantonsgericht der Staatsanwaltschaft sowie Rechtsanwalt 

B.____ mit Verfügung vom 10. Juli 2023 Frist zur Stellungnahme bis zum 21. Juli 2023 an, wobei 

eine allfällige Eingabe des Rechtsverteidigers für fakultativ erklärt wurde. 

 

E. Innert erstreckter Frist nahm Rechtsanwalt B.____ mit Eingabe vom 31. Juli 2023 zum 

Rückzug des Beschwerdeführers Stellung und hielt an der Beschwerde fest.  

 

F. Mit kantonsgerichtlicher Verfügung vom 2. August 2023 wurde dem Beschwerdeführer 

Frist zur Stellungnahme bis zum 14. August 2023 angesetzt. 

 

G. Die Staatsanwaltschaft reichte ihre Stellungnahme am 7. August 2023 ein, in welcher 

sie beantragte, dass das Verfahren zufolge Rückzugs der Beschwerde abgeschrieben werde. 

 

H. Mit Verfügung des Kantonsgerichts vom 15. August 2023 wurde festgestellt, dass der 

Beschwerdeführer innert angesetzter Frist auf eine Stellungnahme hinsichtlich der Eingabe von 

Rechtsanwalt B.____ verzichtet hat. Der Schriftenwechsel wurde hiernach geschlossen. 

 

I. Der Beschwerdeführer reichte schliesslich ein weiteres Schreiben vom 2. September 

2023, beim Kantonsgericht eingegangen am 5. September 2023, ein, mit welchem er den Rück-

zug der Beschwerde bestätigte. 

 

 

Erwägungen 

 

 

1. Formelles  

 

1.1 Die Zuständigkeit der Dreierkammer des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung 

Strafrecht, als Beschwerdeinstanz ergibt sich aus Art. 20 Abs. 1 lit. b StPO in Verbindung mit § 15 

Abs. 2 des Einführungsgesetzes zur Schweizerischen Strafprozessordnung (EG StPO, 

SGS 250). Die Beschwerde ist gemäss Art. 322 Abs. 2 StPO in Verbindung mit Art. 393 Abs. 1 

lit. a StPO gegen Einstellungsverfügungen der Staatsanwaltschaft zulässig. Nach Art. 393 Abs. 2 

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StPO können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen, einschliesslich Überschreitung und Miss-

brauch des Ermessens, Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung (lit. a); die unvollständige 

oder unrichtige Feststellung des Sachverhaltes (lit. b); sowie Unangemessenheit (lit. c) gerügt 

werden. Nach Art. 322 Abs. 2 StPO in Verbindung mit Art. 396 Abs. 1 StPO ist die Beschwerde 

gegen schriftlich oder mündlich eröffnete Entscheide innert zehn Tagen schriftlich und begründet 

bei der Beschwerdeinstanz einzureichen. In der Beschwerde ist genau anzugeben, welche 

Punkte des Entscheides angefochten werden, welche Gründe einen anderen Entscheid nahe 

legen und welche Beweismittel angerufen werden (Art. 385 Abs. 1 StPO). Zur Beschwerde legi-

timiert sind die Parteien, sofern sie ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder 

Änderung des angefochtenen Entscheides haben (Art. 382 Abs. 1 StPO). Das Rechtsschutzinte-

resse muss dabei im Zeitpunkt des Entscheids über die Beschwerde noch aktuell sein (PATRICK 

GUIDON, Die Beschwerde gemäss Schweizerischer Strafprozessordnung, Zürich/St. Gallen 2011, 

N 244). 

 

1.2 Im zu beurteilenden Fall ist der Beschwerdeführer, gegen den das eingestellte Strafver-

fahren geführt wurde, gestützt auf Art. 104 Abs. 1 lit. a StPO als Partei zu qualifizieren und dem-

nach zur Beschwerde zugelassen. Die beanstandete Verfügung stellt ein taugliches Anfechtungs-

objekt dar, und der Beschwerdeführer hat zulässige Beschwerdegründe vorgebracht sowie die 

zehntägige Rechtsmittelfrist eingehalten. Hiermit sind sämtliche formellen Voraussetzungen für 

die Erhebung der Beschwerde erfüllt, weshalb grundsätzlich auf diese einzutreten ist. 

 

 

2. Beschwerderückzug 

 

2.1 Mit Schreiben vom 6. Juli 2023 erklärt der Beschwerdeführer den Rückzug seiner Be-

schwerde mit sofortiger Wirkung und legt dar, Rechtsanwalt B.____ habe die Beschwerde einge-

reicht, ohne vorgängig mit ihm Rücksprache zu nehmen, weshalb er diese nicht akzeptieren 

könne und um einen "sofortigen Rückzug aus den Akten" ersuche. Seine Absicht, vom Beschwer-

deverfahren zurückzutreten, bestätigt er sodann mit seiner replizierenden Eingabe vom 2. Sep-

tember 2023 explizit.  

 

2.2 Demgegenüber bringt Rechtsanwalt B.____ mit Eingabe vom 31. Juli 2023 vor, es 

handle sich im konkreten Fall um eine notwendige, nicht bloss amtliche Verteidigung, weshalb 

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der Rückzug des Beschwerdeführers unbeachtlich sei. Überdies sei es nicht notwendig, dass der 

Mandant die Beschwerdeschrift vor dem Ergreifen des Rechtsmittels lese, wenn dieser nicht er-

reichbar sei. 

 

2.3 Die Staatsanwaltschaft beantragt in ihrer Stellungnahme vom 7. August 2023, das Be-

schwerdeverfahren sei zufolge Rückzugs abzuschreiben. Dabei stellt sie sich auf den Stand-

punkt, es sei zwar denkbar, dass im Rahmen einer notwendigen Verteidigung ein Rechtsmittel 

ohne Rücksprache mit dem Beschuldigten erhoben werde, sofern dieser nicht kontaktiert werden 

könne. Jedoch sei es zweifellos unzulässig, dass die notwendige Verteidigung ein Rechtsmittel 

gegen den ausdrücklichen Willen eines urteilsfähigen Beschuldigten einlege. Die durch den Ver-

teidiger erhobene Beschwerde betreffe überdies einen Nebenpunkt der Einstellungsverfügung, 

nämlich die Kosten- und Entschädigungsfolgen. Dabei handle es sich keineswegs um einen As-

pekt, welcher von der persönlichen Dispositionsmöglichkeit des Beschuldigten ausgenommen 

werden dürfe. Insgesamt sei der Rückzug des Beschwerdeführers demnach sehr wohl beachtlich 

und das Verfahren infolge Rückzugs abzuschreiben. 

 

2.4 Im konkreten Fall gilt es zu prüfen, ob der mit Eingabe vom 6. Juli 2023 erfolgte schrift-

liche Rückzug der Beschwerde durch den Beschwerdeführer massgebend ist, namentlich ob dem 

Wille des amtlich eingesetzten Verteidigers oder des Beschwerdeführers Vorzug zu gewähren 

ist. Die Verteidigung ist in den Schranken von Gesetz und Standesregeln allein den Interessen 

der beschuldigten Person verpflichtet (Art. 128 StPO). Mit der Bestellung einer Vertretung gehen 

die Rechte und Pflichten des Vertretenen jedoch nicht auf den Rechtsbeistand über. Vielmehr 

kann die beschuldigte Person ihre Rechte auch weiterhin – anstelle oder neben ihrem Rechts-

beistand – selbständig wahrnehmen. Sie kann selbst Anträge stellen, an Beweiserhebungen teil-

nehmen sowie Rechtsmittel einlegen oder zurückziehen (NIKLAUS OBERHOLZER, Grundzüge des 

Strafprozessrechts, 4. Auflage, Bern 2020, Rz. 423; TITUS GRAF, Verteidigung im Rechtsmittel-

verfahren, in: Handbücher für die Anwaltspraxis, Band VII: Strafverteidigung, Basel 2002, 

Rz. 5.27).  

 

2.5 Bei divergierenden Verfahrenshandlungen ist gemäss OBERHOLZER die Meinungsäusse-

rung der beschuldigten Person massgebend, da es um die Ausübung höchstpersönlicher Rechte 

geht. Ein Rechtsbeistand kann zwar selbständig ein Rechtsmittel einlegen oder zurückziehen, 

allerdings nicht gegen den ausdrücklich oder konkludent bezeugten Willen seines Mandanten 

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(NIKLAUS OBERHOLZER, a.a.O., Rz. 423; mit Verweis auf BGer 6B_790/2015 E. 3.4; DANIEL 

JOSITSCH/NIKLAUS SCHMID, 4. Auflage, Zürich/St. Gallen 2023, Fn. 311 zu Rz. 764 und Rz. 1465). 

Nach OBERHOLZER geht somit im Zweifelsfall das Verhalten der beschuldigten Person vor. Auch 

GRAF ist der Meinung, der tatsächliche oder mutmassliche Wille des urteilsfähigen Beschuldigten 

sei entscheidend. Nach unbestrittener Auffassung hat der urteilsfähige Beschuldigte insbeson-

dere ein eigenes Recht auf Erhebung und Begründung eines Rechtsmittels. Dieses Recht kann 

er gegen den Willen seines Verteidigers – selbst wenn dieser einen Weiterzug für aussichtslos 

erachtet – ausüben. Umgekehrt darf der Verteidiger gegen den Willen des Beschuldigten kein 

Rechtsmittel erheben (TITUS GRAF, a.a.O., Rz. 5.27 f.). Zieht der Beschuldigte hingegen das 

Rechtsmittel zurück, bedarf es dazu keiner Zustimmung des Rechtsbeistands (NIKLAUS 

OBERHOLZER, a.a.O., Rz. 423; mit Verweis auf BGer 6B_790/2015 E. 3.4; Obergericht Solothurn, 

Entscheid vom 24. Juli 2017, E. 2.2 ff.). 

 

2.6 Es gehört zu den elementaren Pflichten des Verteidigers, das Vorgehen im Strafverfah-

ren mit seinem Klienten abzusprechen (DANIEL JOSITSCH/NIKLAUS SCHMID, a.a.O., Rz. 764). Hie-

raus folgt, dass er nur mit Zustimmung des Klienten ein Rechtsmittel einreichen oder zurückzie-

hen darf (ROBERT HAUSER/ERHARD SCHWERI/KARL HARTMANN, Schweizerisches Strafprozess-

recht, 6. Auflage, Basel 2005, § 40 RZ. 35). Gelingt dem Anwalt die Kontaktnahme vor der Erklä-

rung oder Anmeldung eines Rechtsmittels nicht, so hat er den mutmasslichen Willen des Be-

schuldigten zu eruieren und die erforderlichen Prozesserklärungen lediglich dann abzugeben, 

wenn dies im mutmasslichen Willen des Beschuldigten liegt, denn dieser ist für den Verteidiger 

verbindlich (TITUS GRAF, a.a.O., Rz. 5.34 f.). Dabei macht es keinen Unterschied, ob es sich um 

einen Privatverteidiger oder einen amtlichen Verteidiger handelt, zumal dem Letzteren im Zusam-

menhang mit der Erhebung und Begründung von Rechtsmitteln nicht mehr Rechte als dem vom 

Beschuldigten selber beigezogenen Anwalt zustehen (TITUS GRAF, a.a.O., Rz., 5.26 f.).  

 

2.7 Gemäss WOHLERS erscheint die Vorstellung, dass der Beschuldigte einen Verteidiger 

beauftragt, der alsdann über den Kopf des eigenen Klienten hinweg agiert, abwegig. Überdies 

stelle sich die Frage, wie sich die postulierte Unabhängigkeit des Verteidigers mit dessen Treue-

pflicht gegenüber dem Klienten vereinbaren lasse (WOLFGANG WOHLERS, Die Pflicht der Vertei-

digung zur Wahrung der Interessen der beschuldigten Person, ZStrR 130/2012 S. 69). Er ver-

weist sodann auf HANS BAUMGARTNER, der im Handbuch für die Anwaltspraxis ausführt, der Be-

schuldigte sei nicht Objekt, sondern das partnerschaftliche Subjekt der Verteidigung, weshalb der 

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ständige Dialog und das Einbeziehen des Beschuldigten in die einzelnen Handlungen der Vertei-

digung zur Wahrung seiner Interessen unabdingbar seien. Der Verteidiger hat sich mithin ständig 

über den tatsächlichen Willen des Beschuldigten zu orientieren (WOLFGANG WOHLERS, a.a.O., 

S. 70). Auch in Fällen der amtlichen Verteidigung hat der Rechtsvertreter nach WOHLERS keine 

andere Option, als den Vorrang des Willens des Klienten zu respektieren, was gemäss der Auf-

sichtskommission für die Rechtsanwälte des Kantons Zürich bedeute, dass er sämtliche Prozess-

handlungen zu unterlassen habe, die zwar möglicherweise seiner Ansicht nach sinnvoll erschei-

nen, indes mit der Verfolgung der vom Klienten geäusserten Interessen nicht zu vereinbaren 

seien (WOLFGANG WOHLERS, a.a.O., S. 73 f.). 

 

2.8 Das Kantonsgericht folgt der soeben dargelegten herrschenden Lehre und Rechtspre-

chung, wonach stets der Wille der urteilsfähigen beschuldigten Person massgebend und – im 

Falle unterschiedlicher Verfahrungshandlungen – die Handlung der beschuldigten Person als 

Subjekt des Strafverfahrens ausschlaggebend ist. Für den zu beurteilenden Fall bedeutet dies, 

dass der durch den Beschwerdeführer mit Schreiben vom 6. Juli 2023 erklärte Rückzug der Be-

schwerde – den dieser sodann mit der replizierenden Stellungnahme vom 2. September 2023 

nochmals ausdrücklich bestätigte – zu berücksichtigen ist, weshalb das vorliegende Beschwer-

deverfahren gestützt auf Art. 386 Abs. 3 StPO zufolge Rückzugs als erledigt abzuschreiben ist. 

 
 

3. Kosten 

 

3.1 Gemäss Art. 428 Abs. 1 StPO tragen die Parteien die Kosten des Rechtsmittelverfahrens 

nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens. Als unterliegend gilt grundsätzlich auch die 

Partei, die das Rechtsmittel zurückzieht (Art. 428 Abs. 1 StPO). In casu hat der Beschwerdeführer 

die Beschwerde zurückgezogen, weshalb er prinzipiell als unterliegende Partei anzusehen ist und 

demzufolge die Kosten des vorliegenden Verfahrens zu tragen hat. Das zuständige Gericht kann 

jedoch gestützt auf § 4 Abs. 2 der Verordnung über die Gebühren der Gerichte (GebT, 

SR 170.31) in besonderen Fällen von der Erhebung einer Gebühr gänzlich absehen. Aufgrund 

des besonderen Umstands, dass der Beschwerdeführer vorliegend mit dem Erheben des Rechts-

mittels nicht einverstanden war und dieses mithin zurückzog, sind die ordentlichen Kosten des 

vorliegenden Beschwerdeverfahrens in der Höhe von insgesamt Fr. 550.–, bestehend aus einer 

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Gerichtsgebühr von Fr. 500.– (§ 13 Abs. 1 GebT) sowie Auslagen von Fr. 50.– (§ 3 Abs. 6 GebT), 

ausnahmsweise nach § 4 Abs. 2 GebT der Staatskasse aufzuerlegen.  

 

3.2 Abschliessend gilt es zu prüfen, ob dem Beschwerdeführer die beantragte amtliche Ver-

teidigung zu gewähren ist. Gestützt auf Art. 132 Abs. 1 lit. b StPO in Verbindung mit Abs. 2 des-

selben Artikels ordnet die Verfahrensleitung eine amtliche Verteidigung unter anderem an, wenn 

eine solche zur Wahrung der Interessen der beschuldigten Person geboten erscheint. In der vor-

liegenden spezifischen Situation hat der Beschwerdeführer die Einreichung der Beschwerde of-

fensichtlich nicht genehmigt, sondern diese zurückgezogen, weshalb eine amtliche Verteidigung 

zur Wahrung seiner Interessen im vorliegenden Verfahren selbstredend nicht geboten sein kann. 

Dem Gesuch des Beschwerdeführers um Einsetzung eines amtlichen Verteidigers ist demzufolge 

nicht stattzugeben. 

 
 
 
Demnach wird erkannt: 

 

://: 1. Das Beschwerdeverfahren wird zufolge Rückzugs der Beschwerde als 

erledigt abgeschrieben. 

 

 2. Die ordentlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens in der Höhe von 

Fr. 550.–, bestehend aus einer Gebühr von Fr. 500.– sowie Auslagen 

von Fr. 50.–, gehen zu Lasten der Staatskasse.  

 

Das Gesuch des Beschwerdeführers um Einsetzung einer amtlichen 

Verteidigung im vorliegenden Beschwerdeverfahren wird abgewiesen. 

 

 

 

 

Präsident 
 
 
 
 
Dieter Eglin 

Gerichtsschreiberin 
 
 
 
 
Laura Wahl 

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Dieser Entscheid ist in Rechtskraft erwachsen.  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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