# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 67104d5e-2b20-5136-8a25-40cee2b27c2a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-10-19
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 19.10.2011 D-5414/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5414-2011_2011-10-19.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung IV
D­5414/2011/sed

U r t e i l   v om   1 9 .   O k t ob e r   2 0 1 1

Besetzung Richter Hans Schürch (Vorsitz),
Richter Fulvio Haefeli, 
Richter Gérard Scherrer,   
Gerichtsschreiberin Eva Zürcher.

Parteien A._______, geboren am (…),
Türkei, 
  
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), 
Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Asylgesuch aus dem Ausland und Einreisebewilligung; 
Verfügung des BFM vom 17. August 2011 / N (…).

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Sachverhalt:

A. 
Der  Beschwerdeführer,  ein  ethnischer  Kurde mit  aktuellem Wohnsitz  in 
B._______,  ersuchte  am  22.  März  2011  telefonisch  bei  der 
Schweizerischen Vertretung in C._______ um Asyl in der Schweiz.

B. 
Am 16. Juni 2011 hörte die Schweizerische Vertretung in C._______ den 
Beschwerdeführer zu seinen Asylgründen an. 

C. 
Der  Beschwerdeführer  machte  zur  Begründung  seines  Asylgesuchs  im 
Wesentlichen geltend, er sei ledig, Buchalter bei einer Baufirma, teile das 
Gedankengut der Baris  ve Demokratik Partisi  (BDP) und stehe politisch 
eher links. Er sei kulturell aktiv und habe bei einem Film als Schauspieler 
mitgewirkt. Im Jahr 2007 habe er die Demokratik Toplum Partisi (DTP) als 
Wahlhelfer  unterstützt  und  im  Jahr  2011  sei  er  den  unabhängigen 
Kandidaten  des  "Freien  Blocks"  bei  den  Parlamentswahlen  von 
B._______  behilflich  gewesen.  Zudem  sei  er  seit  2010  Aktivist  der 
Menschenrechtsorganisation Insan Haklari Dernegi (IHD), ohne indessen 
Mitglied  zu  sein.  Ausserdem  nehme  er  an  den  öffentlichen  Treffen  und 
Pressekundgebungen  der  Samstags­Mütter  sowie  an 
Pressekundgebungen  der  DTP  und  der  Gewerkschaftsföderation  Kamu 
Emekçileri Sendikalari (KESK) teil. Die türkischen Behörden hätten gegen 
ihn  zwei Strafverfahren  eingeleitet, welche mit Urteil  des  6. Gerichts  für 
schwere  Straftaten  in  D._______  vom  18.  Mai  2010  zusammengelegt 
worden  seien.  Am  3.  März  2011  sei  er  vom  Vorwurf  der 
Sachbeschädigung  freigesprochen,  indessen  wegen  des  Verstosses 
gegen  das  Demonstrationsgesetz  zu  einer  Haftstrafe  von  fünf Monaten 
und wegen Widerstands gegen Staatsbeamte  in der Absicht,  sie an der 
Ausübung ihres Amtes zu hindern, zu einer Haftstrafe von zehn Monaten 
verurteilt  worden.  Die  Verkündung  des  Urteils  bezüglich  der  letzten 
beiden  Anklagepunkte  sei  aufgeschoben  worden.  Schliesslich  sei  er 
zusätzlich  unter  dem  Vorwurf  der  Verübung  von  Straftaten  im  Namen 
einer Terrororganisation, nämlich der Partiya Karkerên Kurdistan  (PKK), 
ohne  ihrer  hierarchischen  Struktur  anzugehören,  unter  Berufung  auf 
Paragraph  314/2  des  türkischen  Strafgesetzbuches  zu  einer  Haftstrafe 
von sechs Jahren und drei Monaten verurteilt worden. Dieses Verfahren 
liege  zur  Zeit  beim  Kassationshof,  und  mit  der  Bestätigung  des 
erstinstanzlichen  Urteils  rechne  er  spätestens  in  einem  Jahr.  Im 

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Zusammenhang mit diesem Verfahren sei er weder  in Gewahrsam noch 
in Untersuchungshaft gewesen. 

Zur Untermauerung seiner Vorbringen reichte der Beschwerdeführer zwei 
Anklageschriften der Staatsanwaltschaft D._______ vom 26. März 2008 
und vom 5. Mai 2010 sowie zwei begründete Urteile des 6. Gerichts  für 
schwere  Straftaten  in  D._______  vom  3.  März  2011  und  vom  18.  Mai 
2010 zu den Akten. 

D. 
Am  20.  Juli  2011  übermittelte  die  Schweizerische  Vertretung  in 
C._______ die Akten zusammen mit einem Begleitschreiben an das BFM 
(Eingang: 22. Juli 2010).

E. 
Mit  Verfügung  vom  17.  August  2011  verweigerte  die  Vorinstanz  dem 
Beschwerdeführer  die  Einreise  in  die  Schweiz  und  lehnte  dessen 
Asylgesuch ab. 

Zur  Begründung  führte  das  BFM  im  Wesentlichen  aus,  dass  der 
Beschwerdeführer,  obwohl  ein  Onkel  und  ein  Cousin  in  der  Schweiz 
lebten,  die  Möglichkeit  habe,  in  ein  anderes  Land  als  die  Schweiz 
auszureisen  und  dort  ein  Asylgesuch  zu  stellen,  weshalb  sich  eine 
umfassende Prüfung der Schutzbedürftigkeit erübrige. Es würden nämlich 
in  E._______  fünfzehn  Onkel  väterlicherseits  mit  einer 
Niederlassungsbewilligung leben, weshalb die Schweiz nicht das einzige 
Land  sei,  zu  welchem  er  verwandtschaftliche  Beziehungen  pflege. 
E._______  biete  sich  vielmehr  als  möglicher  Zufluchtsort  an.  Zudem 
könne der Beschwerdeführer visumsfrei nach F._______ reisen und dort 
um  Asyl  ersuchen.  Bezüglich  der  Kulturnähe  erscheine  F._______  im 
Hinblick  auf  die  türkische  Herkunft  des  Beschwerdeführers  als 
vergleichbar. Da er über einen  türkischen Reisepass verfüge, stehe  ihm 
diese Möglichkeit auch konkret offen. Zudem habe der Beschwerdeführer 
den schweizerischen Behörden gegenüber zugegeben,  im Februar 2008 
in  B._______  an  einer  Kundgebung  gegen  den  Einsatz  der  türkischen 
Armee  gegen  die  PKK­Camps  im  Nordirak  teilgenommen  und  Steine 
gegen  die  Sicherheitskräfte  und  deren  Fahrzeuge  geworfen  zu  haben, 
was  ihm  von  den  türkischen  Strafverfolgungsbehörden  vorgeworfen 
werde. Auch wenn er  in den gegen  ihn erhobenen Strafverfahren  in der 
Türkei  sämtliche  Anschuldigungen  bestritten  habe,  sei  vorliegend  von 
einer  Unterstützung  einer  gewaltextremistischen  Organisation 

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auszugehen.  Da  die  Ahndung  solcher  Unterstützungshandlungen  zu 
Gunsten  der  gewaltextremistischen  PKK  im  Kern  gemeinrechtlich 
legitimiert  sei,  stelle  sie  keine  politische Verfolgung  dar,  auch wenn  die 
dafür ausgesprochene Haftstrafe aus hiesiger Sicht hoch erscheine. Dies 
sei  jedoch  im  Vergleich  zum  deutschen  Strafgesetz,  welches  für 
Unterstützer  von  gewaltextremistischen  Organisationen  Freiheitsstrafen 
von sechs Monaten bis zu zehn Jahren vorsehe, zu  relativieren. Da der 
Beschwerdeführer  ferner  im heutigen Zeitpunkt auf  freiem Fuss sei, sich 
im  Zusammenhang  mit  dem  noch  offenen  Strafverfahren  weder  in 
Gewahrsam  noch  in  Untersuchungshaft  befunden  habe,  den  Ausgang 
des  Strafverfahrens  in  Freiheit  abwarten  könne  und  der  Zeitpunkt  des 
Verfahrensendes  nicht  feststehe,  sei  er  im  gegenwärtigen  Zeitpunkt 
keiner konkreten Gefährdung ausgesetzt. Schliesslich habe er mit seinem 
Geständnis, Steine gegen die Sicherheitskräfte geworfen zu haben, seine 
Gewaltbereitschaft offenbart, und es liege nicht im Interesse der Schweiz, 
Personen aus dem Umfeld der PKK eine Einreisebewilligung zu erteilen. 
Immerhin  habe  der  Bundesrat  Ende  2008  nach  einer  Reihe  von 
Anschlägen gegen türkische Einrichtungen  in der Schweiz Massnahmen 
gegen  die  PKK  beschlossen  und  festgehalten,  dass  das  offensichtliche 
Gewaltpotenzial  der  PKK  im  Rahmen  von  Bewilligungsverfahren  wie 
beispielsweise  im  Zusammenhang  mit  einem  Aufenthaltsrecht 
mitzuberücksichtigen sei. Im Rahmen des den schweizerischen Behörden 
zur Verfügung stehenden Ermessensspielraumes sei  im Hinblick auf die 
Möglichkeit  des  Beschwerdeführers,  in  einem  andern  Land  um  Asyl  zu 
ersuchen, sein Einreise­ beziehungsweise Asylgesuch abzulehnen. 

Für  die  weitere  Begründung  wird  auf  die  Verfügung  der  Vorinstanz 
verwiesen. 

F. 
Mit Eingabe vom 19. September 2011 reichte der Beschwerdeführer bei 
der  Schweizerischen  Botschaft  in  C._______  (Eingang:  22.  September 
2011)  Beschwerde  ein  und  beantragte  sinngemäss  die  Aufhebung  der 
Verfügung des BFM vom 17. August 2011 und die Gewährung von Asyl 
sowie die Bewilligung zur Einreise. 

Zur  Begründung  seiner  Beschwerde  wurde  vom  Beschwerdeführer  im 
Wesentlichen  vorgebracht,  er  sei  ungerecht  behandelt  und 
missverstanden  worden.  Die  in  E._______  lebenden  Verwandten  seien 
mütterlicherseits,  nicht  ersten  Grades  und  zudem  nicht  bereit  ihm  zu 
helfen.  Es  sei  deshalb  falsch  zu  behaupten,  diese  Verwandten  in 

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E._______  seien  zur Hilfeleistung  bereit.  Ferner  habe  er  anlässlich  des 
Gespräches auf der Schweizerischen Botschaft  in C._______ mehrmals 
erwähnt, dass er mit der PKK nichts zu tun habe, sondern sich auf einer 
demokratischen  Basis  für  die  Lösung  der  kurdischen  Frage  einsetze, 
weshalb er sich der DTP angeschlossen und an deren Presseerklärungen 
teilgenommen  habe.  Dies  sei  die Grundlage  für  die  Anklage  gegen  ihn 
gewesen, weshalb er angeklagt worden sei, mit der PKK etwas zu tun zu 
haben, auch wenn diese nicht den Tatsachen entspreche. Ferner weise 
seine  Teilnahme  als  Schauspieler  in  einem  Film  ebenfalls  auf  seine 
Distanz zum politisch bewaffneten Kampf beziehungsweise zur PKK hin. 
In einem andern Land als der Schweiz sei er verloren und zudem glaube 
er  an  die  hohen  und  heiligen  Prinzipien  sowie  die  Grundrechte  in  der 
Schweiz. Schliesslich sei noch  festzuhalten, dass er auf der G._______ 
Universität  an  der  Fakultät Wirtschaft  und  Informationsverarbeitung  das 
Fach  Informatik  abgeschlossen  habe  und  im  Moment  Student  der 
Universität  H._______  im  4.  Semester  sei  und  Betriebswirtschaftslehre 
studiere. 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 

1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 
gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 
1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 172.021).  Das  BFM 
gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz 
des  Bundesverwaltungsgerichts.  Eine  das  Sachgebiet  betreffende 
Ausnahme  im  Sinne  von  Art. 32  VGG  liegt  nicht  vor.  Das 
Bundesverwaltungsgericht  ist  daher  zuständig  für  die  Beurteilung  der 
vorliegenden  Beschwerde  und  entscheidet  auf  dem  Gebiet  des  Asyls 
endgültig,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des 
Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht 
(Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]; Art. 83 
Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG, 
SR 173.110]).

1.2. Das  Verfahren  richtet  sich  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem 
BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 
AsylG).

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1.3.  Die  Beschwerde  ist  frist­  und  formgerecht  eingereicht.  Der 
Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist 
durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  und  hat  ein 
schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise 
Änderung.  Er  ist  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert 
(Art. 105 und Art. 108 Abs. 1 AsylG, Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 VwVG). 
Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2. 
Mit  Beschwerde  kann  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

3. 
Die  Abteilungen  des  Bundesverwaltungsgerichts  entscheiden  in  der 
Regel  in  der  Besetzung  mit  drei  Richtern  oder  Richterinnen 
(Spruchkörper;  vgl.  Art.  21  Abs.  1  VGG).  Gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1 
AsylG  wurde  vorliegend  auf  die  Durchführung  eines  Schriftenwechsels 
verzichtet.

4. 

4.1.  Gemäss  Art. 2  Abs. 1  AsylG  gewährt  die  Schweiz  Flüchtlingen 
grundsätzlich  Asyl.  Flüchtlinge  sind  Personen,  die  in  ihrem Heimatstaat 
oder  im Land,  in dem sie zuletzt wohnten, wegen  ihrer Rasse, Religion, 
Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder 
wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt 
sind  oder  begründete  Furcht  haben,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu 
werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich 
die  Gefährdung  des  Leibes,  des  Lebens  oder  der  Freiheit  sowie 
Massnahmen,  die  einen  unerträglichen  psychischen  Druck  bewirken 
(Art. 3 AsylG).

4.2. Das BFM kann ein im Ausland gestelltes Asylgesuch ablehnen, wenn 
die asylsuchende Person keine Verfolgung glaubhaft machen oder ihr die 
Aufnahme  in einem Drittstaat zugemutet werden kann (vgl. Art. 3, Art. 7 
und  Art.  52  Abs.  2  AsylG).  Gemäss  Art.  20  Abs.  2  AsylG  bewilligt  das 
BFM einem Asylsuchenden die Einreise zur Abklärung des Sachverhalts, 
wenn  ihm  nicht  zugemutet  werden  kann,  im  Wohnsitz­  oder 
Aufenthaltsstaat  zu  bleiben  oder  in  ein  anderes  Land  auszureisen. 
Gestützt auf Art. 20 Abs. 3 AsylG kann das Eidgenössische Justiz­ und 

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Polizeidepartement  (EJPD)  schweizerische  Vertretungen  ermächtigen, 
Asylsuchenden  die  Einreise  zu  bewilligen,  die  glaubhaft  machen,  dass 
eine  unmittelbare  Gefahr  für  Leib  und  Leben  oder  für  die  Freiheit  aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG bestehe. 

4.3.  Für  die  Erteilung  einer  Einreisebewilligung  gelten  restriktive 
Voraussetzungen,  wobei  den  Behörden  ein  weiter  Ermessensspielraum 
zukommt.  Neben  der  erforderlichen  Gefährdung  im  Sinne  von  Art.  3 
AsylG sind namentlich die Beziehungsnähe zur Schweiz, die Möglichkeit 
der  Schutzgewährung  durch  einen  anderen  Staat,  die  Beziehungsnähe 
zu  anderen  Staaten,  die  praktische  Möglichkeit  und  objektive 
Zumutbarkeit zur anderweitigen Schutzsuche sowie die voraussichtlichen 
Eingliederungs­  und  Assimilationsmöglichkeiten  in  Betracht  zu  ziehen 
(vgl.  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen 
Asylrekurskommission [EMARK] 1997 Nr. 15 E. 2.e.­g. S. 131 ff., welcher 
angesichts bloss  redaktioneller Änderungen bei der  letzten Totalrevision 
des Asylgesetzes nach wie vor Gültigkeit hat; EMARK 2004 Nrn. 20 und 
21;  EMARK  2005  Nr.  19).  Ausschlaggebend  für  die  Erteilung  der 
Einreisebewilligung  ist  dabei  die  Schutzbedürftigkeit  der  betroffenen 
Personen (vgl. EMARK 1997 Nr. 15 E. 2.c S. 130), mithin die Prüfung der 
Fragen,  ob  eine  Gefährdung  im  Sinne  von  Art.  3  AsylG  glaubhaft 
gemacht  wird  und  ob  der  Verbleib  am  Aufenthaltsort  für  die  Dauer  der 
Sachverhaltsabklärung zugemutet werden kann. 

5. 

5.1.  Der  Beschwerdeführer  machte  anlässlich  der  Anhörung  bei  der 
Schweizerischen Botschaft  in C._______ vom 16. Juni 2011 geltend, er 
sei  als  Folge  seiner  Teilnahme  an  einer  Demonstration  und  der  dabei 
geworfenen  Steine  gegen  die  Sicherheitskräfte  wegen  des  Verstosses 
gegen  das  Demonstrationsgesetz,  wegen  Widerstands  gegen 
Staatsbeamte  in  der  Absicht,  sie  an  der  Ausübung  ihres  Amtes  zu 
behindern  und wegen Mitgliedschaft  bei  der  Terrororganisation  PKK  zu 
verschiedenen  Haftstrafen  zwischen  5  Monaten  und  6  Jahren  und  drei 
Monaten verurteilt worden. Er befürchte, das erstinstanzliche Urteil werde 
vom  Kassationshof  bestätigt.  Im  Beschwerdeverfahren  ergänzte  er  den 
Sachverhalt  dahingehend,  dass  er  sich  ausschliesslich  auf 
demokratischer  Basis  für  die  DTP  eingesetzt  habe  und  allein  aufgrund 
der  Teilnahme  an  einer  Presseerklärung  der  DTP  unter  dem  Vorwurf, 
etwas mit der PKK zu tun zu haben, angeklagt worden sei, was indessen 
nicht zutreffe.

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5.2. Gestützt  auf  die bestehende Aktenlage  kann diese Darstellung des 
Beschwerdeführers  nicht  in  allen  Teilen  als  glaubhaft  erachtet  werden. 
Während  er  nämlich  anlässlich  der  Anhörung  zugab,  im  Anschluss  an 
eine  Presseerklärung  der  DTP  in  B._______  an  einer  Demonstration 
gegen  die  grenzüberschreitende Operation  der Militärstreitkräfte  im  Irak 
teilgenommen  und  dabei  auch  Steine  sowie  andere  Gegenstände 
geworfen zu haben, weshalb er erstinstanzlich verurteilt worden sei (vgl. 
Akte A3/8 S. 3 und 4), brachte er in seiner Beschwerdeschrift vor, er habe 
nur  an  der  Presseerklärung  der  DTP  teilgenommen  und  sei  deswegen 
unter dem Vorwurf, etwas mit der PKK zu tun zu haben, verurteilt worden. 
Die  nachträgliche  Beschönigung  des  Sachverhalts  kann  indessen  nicht 
geglaubt  werden,  weshalb  davon  auszugehen  ist,  dass  der 
Beschwerdeführer  – wie er  zuerst  vorgebracht  hatte  – nicht  nur  bei  der 
Presseerklärung  der  DTP  anwesend  war,  sondern  sich  auch  im 
Anschluss  daran  an  der  Demonstration  beteiligte  und  dabei  gegen  die 
Sicherheitskräfte Steine und/oder andere Gegenstände warf. Die geltend 
gemachten und belegten Verurteilungen sind somit vor dem Hintergrund 
dieser Tatsachen zu sehen.

5.3.  Es  ist  deshalb  nachfolgend  für  die  Beurteilung  des  vorliegenden 
Beschwerdeverfahrens  von  folgendem,  als  überwiegend  glaubhaft  zu 
erachtenden  Sachverhalt  auszugehen:  Der  Beschwerdeführer  ist 
Anhänger der DTP und hat im Anschluss an eine Presseerklärung dieser 
Partei an einer nicht bewilligten Protestkundgebung teilgenommen, wobei 
er  auch  Steine  und/oder  andere  Gegenstände  gegen  die 
Sicherheitsbeamten  warf  und  aus  diesem  Grund  unter  verschiedenen 
Vorwürfen  angeklagt  sowie  in  erster  Instanz  zu  mehreren  Haftstrafen 
verurteilt  wurde,  wobei  vor  allem  die  Haftstrafe  von  6  Jahren  und  3 
Monaten  wegen  Verübung  von  Straftaten  im  Namen  der 
Terrororganisation  (PKK),  ohne  der  hierarchischen  Struktur  dieser 
Organisation  anzugehören,  ins  Gewicht  fällt.  Das  Urteil  ist  noch  nicht 
rechtskräftig, weil es beim Kassationshof liegt.

5.4. Das Bundesverwaltungsgericht berücksichtigt bei seinen Urteilen die 
neueste ihm bekannte Rechtsprechung des Bundesgerichtes (vgl. ANDRÉ 
MOSER,  MICHAEL  BEUSCH,  LORENZ  KNEUBÜHLER,  Prozessieren  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht,  Handbücher  für  die  Anwaltspraxis,  Band  X, 
Basel 2008, Rz. 2.198, S. 89). Zur Qualifikation des Vorgehens der PKK 
in  der  Türkei  führt  das  Bundesgericht  in  BGE  133  IV  76 
(1A.181/2006/1A.211/2006)  E.  3.8  S.  85  aus:  "Selbst  in 
bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen handelt es sich dabei nicht 

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mehr  um  angemessene  oder  wenigstens  einigermassen  verständliche 
Mittel  des  gewalttätigen  Widerstands  gegen  die  geltend  gemachte 
ethnische Verfolgung und Unterdrückung  (BGE 131  II  235 E. 3.2­3.3 S. 
245  f.;  130  II  337 E.  3.2­3.3 S.  343  f.;  128  II  355 E.  4.2 S.  365,  je mit 
Hinweisen)".  Demnach  erachtet  das  Bundesgericht  die 
Gewaltanwendung  durch  die  PKK  als  unverhältnismässig  und  nicht 
gerechtfertigt.  Das  Bundesverwaltungsgericht  hat  die  Rechtsprechung 
des  Bundesgerichts  zu  beachten.  Für  die  Unterstützung  von 
gewaltbereiten  Organisationen  ist  der  Nachweis  von  kausalen 
Tatbeiträgen  im Hinblick  auf  ein  konkretes  Delikt  nicht  erforderlich  (vgl. 
Urteil des Bundesverwaltungsgerichts D­8260/2008 vom 26. August 2009 
E.  5.3).  Aufgrund  des  Gesagten  und  der  Tatsache,  dass  sich  der 
Beschwerdeführer  gemäss  eigenen  Angaben  an  einer  Demonstration 
gegen  das  Einschreiten  der  türkischen  Streitkräfte  zur  Besiegung  der 
PKK  im  Nordirak  beteiligte  und  dabei  auch  Steine  oder  Gegenstände 
gegen  die  Sicherheitskräfte  warf,  ist  die  Argumentation  der  Vorinstanz, 
wonach  die  aus  den  Akten  ersichtliche  strafrechtliche  Verfolgung  des 
Beschwerdeführers durch die türkischen Behörden wegen Verübung von 
Straftaten  zur  Unterstützung  einer  terroristischen  Organisation,  nämlich 
der PKK, im Kern als rechtsstaatlich legitim bezeichnet werden muss, zu 
bestätigen.  Zwar  ist  übereinstimmend  mit  der  Vorinstanz  festzuhalten, 
dass  die  erstinstanzliche  Verurteilung  zu  einer  Haftstrafe  von  sechs 
Jahren und drei Monaten durch das 6. Gericht  für schwere Straftaten  in 
D._______  in  Berücksichtigung  der  dem  Beschwerdeführer 
vorgeworfenen  Delikte  als  –  aus  Sicht  der  schweizerischen 
Gesetzgebung  und  Rechtsprechung  –  etwas  hoch  erscheint.  Indessen 
kann  aus  der  Höhe  der  verhängten  Strafe  vorliegend  nicht  auf  das 
Vorliegen  eines  Politmalus  geschlossen  werden.  Vielmehr  spricht  der 
Umstand,  dass  dem  Beschwerdeführer  nicht  die  Mitgliedschaft  bei  der 
PKK vorgeworfen wird, sondern dass er wegen Verübung von strafbaren 
Handlungen  im  Namen  der  PKK,  ohne  deren  hierarchischen  Struktur 
anzugehören, verurteilt wurde, dafür, dass sich das Gericht sorgfältig und 
differenziert mit  seinem Fall  auseinandergesetzt  hat. Ausserdem gab er 
anlässlich der Anhörung zunächst zu, dass er sich aktiv als Steinewerfer 
in  illegaler Weise an der Demonstration beteiligt hatte, womit die gegen 
ihn   erhobenen  strafrechtlichen  Vorwürfe  nicht  aus  der  Luft  gegriffen 
erscheinen.  Aus  den  Akten  sind  überdies  keine  anderen  Hinweise 
ersichtlich,  die  das  Strafverfahren  gegen  den  Beschwerdeführer  in 
erheblichem  Masse  als  rechtsstaatlich  unzulässig  erscheinen  lassen 
würden,  weshalb  auch  diesbezüglich  ein  Politmalus  ausgeschlossen 
werden  kann.  Insbesondere  machte  der  Beschwerdeführer  im 

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vorliegenden  Verfahren  nicht  geltend,  er  sei  zu  einem  Geständnis 
gezwungen  worden;  vielmehr  gab  er  den  gegen  ihn  erhobenen 
Sachverhalt  in  der  Anhörung  zu,  auch  wenn  er  ihn  später  in  der 
Beschwerdeschrift wieder relativierte und im Strafverfahren sogar bestritt. 
Hinsichtlich  des  gegen  ihn  laufenden  Strafverfahrens  ist  ausserdem 
festzuhalten, dass diesbezüglich zur Zeit ein Revisionsverfahren vor dem 
Kassationsgericht  hängig  ist.  Obwohl  der  Beschwerdeführer  eine 
Bestätigung  des  erstinstanzlichen  Urteils  erwartet,  ist  keineswegs 
auszuschliessen,  dass  ihn  das  Kassationsgericht  milder  bestrafen  oder 
mangels Beweisen  freisprechen wird.  Im Weiteren  ist  festzuhalten, dass 
der  Beschwerdeführer  gemäss  eigenen  Aussagen  als  Folge  der  ihm 
vorgeworfenen  Straftaten  weder  in  Untersuchungshaft  noch  sonst 
inhaftiert  war,  sondern  sich  vielmehr  in  Freiheit  befindet,  was  darauf 
hindeutet,  dass  er  von  den  türkischen  Behörden  aufgrund  seiner 
Teilnahme  an  der  erwähnten  Demonstration  keine  nennenswerten 
Nachteile  zu  befürchten  hat,  wäre  er  doch  ansonsten  anlässlich  seines 
Erscheinens vor Gericht nicht ohne Auflagen auf  freiem Fuss geblieben. 
Zusammenfassend  ist  daher  festzuhalten,  dass  in  Bezug  auf  den 
Beschwerdeführer keine Gefährdung im Sinne von Art. 3 AsylG vorliegt. 

5.5. Im Weiteren ist darauf hinzuweisen, dass es nicht wünschenswert ist, 
dem  Beschwerdeführer,  der  sich  in  chaotischer  Weise  an  einer  nicht 
legalen  Bewilligung  zu  Gunsten  der  PKK  mit  strafbaren  Handlungen 
beteiligt  hat,  in  der  Schweiz  die  Vernetzung  mit  Personen  aus  dem 
näheren  und  weiteren  Umfeld  der  PKK  zu  ermöglichen,  weshalb 
grundsätzlich ein grosses und legitimes Interesse der Schweiz an seiner 
Fernhaltung  besteht  (siehe  im  Zusammenhang  mit  dem 
Fernhalteinteresse  von  politischen  Extremisten  auch  das  Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts  C­1118/2006  vom  2.  Juli  2010  E.  6.3).  An 
dieser  Einschätzung  vermag  der  Einwand  des  Beschwerdeführers  im 
Beschwerdeverfahren, er habe sich nur im Rahmen von demokratischen 
Aktivitäten für die kurdische Angelegenheit eingesetzt und beabsichtige in 
der  Schweiz,  sich  insbesondere  im  kulturellen  Bereich  zu  engagierten, 
nichts  zu  ändern;  vielmehr  beweist  seine  Teilnahme  an  einer  nicht 
bewilligten  Demonstration  zu  Gunsten  der  PKK,  anlässlich  welcher  er 
Straftaten,  die  auch  in  der  Schweiz  strafrechtlich  verfolgt  würden, 
ausgeübt  hat,  das  Gegenteil  von  dem,  was  er  die  schweizerischen 
Asylbehörden  glauben  lassen  will.  Aus  seinen  unzutreffenden  Angaben 
bezüglich der von ihm ausgeübten Straftaten im Zusammenhang mit der 
erwähnten Demonstration und aus der nachträglichen Beschönigung des 
Sachverhalts  ist  vielmehr  zu  schliessen,  dass  seinen  nunmehr 

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vorgebrachten Beteuerungen, wie er sich in der Schweiz verhalten würde, 
kaum geglaubt werden kann. Zudem ist festzustellen, dass er über keine 
besondere Beziehungsnähe zur Schweiz verfügt, zumal den Akten keine 
entsprechenden  Anhaltspunkte  entnommen  werden  können.  Vorliegend 
lässt sich eine hypothetische Beziehungsnähe zu einem andern Land als 
dem  Heimatland  einzig  aus  der  vom  Beschwerdeführer  angegebenen 
Anzahl  der  Verwandten,  die  im  Ausland  leben  sollen,  ableiten. 
Diesbezüglich  legte  er  anlässlich  der  Anhörung  lediglich  dar,  ein Onkel 
und  ein  Cousin  würden  in  der  Schweiz  und  etwa  fünfzehn  Onkel  in 
E._______leben, wobei er nicht näher ausführte, welche Beziehung er zu 
ihnen  bisher  pflegte.  Angesichts  der  grossen  Zahl  von  Verwandten  in 
E._______kommt  auch  dieses  Land  als  zumutbare  Möglichkeit  zur 
Einreichung  eines  Asylgesuchs  in  Frage.  Insbesondere  hält  sich 
E._______an das Non­Refoulement­Gebot, hat die Flüchtlingskonvention 
unterzeichnet und führt ein Asylverfahren durch, in welchem eine allfällige 
Gefährdung des Beschwerdeführers geprüft würde. Die Behauptung des 
Beschwerdeführers,  in  der  Rechtsmittelschrift,  wonach  die  in 
E._______lebenden  Verwandten  nicht  ersten  Grades  und  nicht  gewillt 
seien,  ihm  zu  helfen,  ist  als  nachgeschoben  und  daher  unglaubhaft  zu 
beurteilen.  Zudem  äusserte  er  sich  nicht  darüber,  ob  ihm  die  in  der 
Schweiz  lebenden Verwandten  ihre Hilfe anbieten würden. Unter diesen 
Umständen  ist  auch  die  Argumentation  des  BFM,  wonach  der 
Beschwerdeführer  in  E._______über  ein  ausgedehnteres  familiäres 
Beziehungsnetz  verfüge  als  in  der  Schweiz,  weshalb  sich  eine 
Schutzsuche in diesem Land vordränge, zu bestätigen. 

6. 
Das  BFM  hat  demnach  dem  Beschwerdeführer  die  Einreise  in  die 
Schweiz  zu  Recht  verweigert  und  das  Asylgesuch  abgelehnt.  Unter 
diesen  Umständen  erübrigt  es  sich,  auf  die  weiteren  Vorbringen  in  der 
Beschwerde  sowie  die  eingereichten  Beweismittel  im  Einzelnen  weiter 
einzugehen,  da  sie  am  Ergebnis  nichts  zu  ändern  vermögen. 
Zusammenfassend  ist  festzustellen,  dass  die  Schutzbedürftigkeit  des 
Beschwerdeführers  im  Sinne  von  Art.  20  i.V.m.  Art.  3  AsylG  als  nicht 
gegeben zu qualifizieren ist und auch keine anderen Gründe die Erteilung 
einer Einreisebewilligung indizieren. 

7. 
Aus  diesen  Erwägungen  ergibt  sich,  dass  die  angefochtene  Verfügung 
Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und 

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vollständig  feststellt  und  angemessen  ist  (Art.  106  AsylG).  Die 
Beschwerde ist nach dem Gesagten abzuweisen. 

8. 
Bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  wären  die  Kosten  von  Fr.  600.­ 
grundsätzlich  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  (Art.  63  Abs.  1 
VwVG). Aus verwaltungsökonomischen Gründen und in Anwendung von 
Art.  63  Abs.  1  in  fine  VwVG  und  Art.  6  Bst.  b  des  Reglements  vom 
21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  (VGKE,  SR  173.320.2)  ist  allerdings  auf  die 
Erhebung von Verfahrenskosten zu verzichten. 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3. 
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
Schweizerische Vertretung in C._______.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Hans Schürch Eva Zürcher

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