# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cd116620-888b-526e-86c9-89bcdca381cb
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-12-02
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 02.12.2016 ZK1 2016 142
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2016-142_2016-12-02.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 02. Dezember 2016 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 16 142 07. Dezember 2016

Urteil
I. Zivilkammer

Vorsitz Michael Dürst
Richter Brunner und Schnyder
Aktuarin ad hoc Bäder Federspiel

In der zivilrechtlichen Berufung

des X._____, Berufungskläger, vertreten durch MLaw Sandra F. Lazzarini, c/o 
Rechtsanwalt lic. iur. Peter Portmann, Quaderstrasse 18, Postfach 551, 7002 
Chur,

gegen

den Entscheid des Einzelrichters in Zivilsachen am Bezirksgericht Landquart vom 
26. August 2016, mitgeteilt am 31. August 2016, in Sachen der Y._____, Beru-
fungsbeklagte, vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Susanna Mazzetta, Obere 
Plessurstrasse 25, Postfach 536, 7001 Chur, gegen den Berufungskläger,

betreffend Erlass vorsorglicher Massnahmen im Ehescheidungsverfahren,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Y._____, geboren am _____ 1959, und X._____, geboren am _____ 1975, 
schlossen am _____ 2011 in O.1_____ (L.1_____) die Ehe. Seit dem 1. Septem-
ber 2016 leben die Ehegatten getrennt.

B. Am 9. März 2016 reichten die Parteien dem Bezirksgericht Landquart ein 
gemeinsames Scheidungsbegehren ein. Anlässlich der Anhörungen vom 18. April 
2016 bestätigte die Ehefrau ihren Scheidungswillen, derweil der Ehemann mit der 
Scheidung nicht mehr einverstanden war. In der Folge wurde das Verfahren bis 
Ende August 2016 sistiert.

C/1. Y._____ reichte am 16. Juni 2016 beim Bezirksgerichtspräsidium Landquart 
ein Gesuch auf Erlass vorsorglicher Massnahmen ein. Sie stellte folgende Anträ-
ge:

„1. Die Eheleute seien berechtigt, getrennt zu leben.

2. Die von der Familie bewohnte Wohnung, _____strasse, O.2_____, sei 
der Gesuchstellerin zur alleinigen Benutzung zuzuweisen. Der Ge-
suchsgegner sei aufzufordern, die Wohnung bis Ende Juni 2016 zu 
verlassen. Dies unter der Verpflichtung sämtliche Hausschlüssel an die 
Gesuchstellerin abzugeben.

3. Der Ehemann sei zu verpflichten, der Ehefrau ab 1. Juli 2016 einen 
monatlichen Unterhalt von Fr. 1’697.00 zu zahlen, zahlbar monatlich im 
Voraus.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Gegenpartei.”

C/2. X._____ beantragte in seiner Stellungnahme vom 11. August 2016, was 
folgt:

„1. Die Eheleute seien zu berechtigen, getrennt zu leben.

2. Die von den Eheleuten gemeinsam bewohnte Wohnung an der 
_____strasse in O.2_____ sei der Gesuchstellerin ab 31. Oktober 
2016 zur alleinigen Benutzung zuzuweisen.

3. Es sei die Gütertrennung anzuordnen.

4. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, der Gesuchstellerin einen mo-
natlich im Voraus zu leistenden Unterhaltsbeitrag im Umfang von mo-
natlich CHF 250.00 zu bezahlen, zahlbar ab dem 1. November 2016 
bis längstens zum 28. Februar 2017.

5. Im Übrigen sei das Gesuch vom 16. Juni 2016 abzuweisen.

6. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Gesuchsteller-
in.”

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C/3. Am 25. August 2016 fand die mündliche Hauptverhandlung statt. Dabei ge-
lang es den Parteien, sich über den Trennungszeitpunkt, die Wohnungszuweisung 
an die Ehefrau und den Beginn der Unterhaltspflicht per 1. September 2016 zu 
einigen. Überdies liess der Ehemann seinen Antrag auf Anordnung der Gütertren-
nung fallen und bestätigte nunmehr seinen Scheidungswillen. Mit Entscheid vom 
26. August 2016, mitgeteilt am 31. August 2016, erkannte der Einzelrichter, wie 
folgt:

„1. Es wird gerichtlich festgestellt, dass die Parteien zum Getrenntleben 
berechtigt sind, und Vormerk genommen, dass sie seit dem 1. Sep-
tember 2016 getrennt leben.

2. Die ehemals eheliche Wohnung an der _____strasse in O.2_____ wird 
per 1. September 2016 der Ehefrau zur alleinigen Benützung zugewie-
sen. Es wird davon Vormerk genommen, dass X._____ sich verpflich-
tet hat, die Wohnung bis zu diesem Zeitpunkt zu verlassen.

3. X._____ wird verpflichtet, Y._____ mit Wirkung ab 1. September 2016 
einen monatlich im Voraus, je auf den ersten des Monats zahlbaren 
Unterhaltsbeitrag von CHF 1’000.00 zu bezahlen.

4.a) Die Gerichtskosten in der Höhe von CHF 2’000.00 gehen je zur Hälfte 
zulasten der Parteien (Art. 105 Abs. 1 und Art. 106 ZPO). Die auf die 
Parteien anfallenden Anteile der Gerichtskosten werden auf die Ge-
richtskasse genommen, da beiden Parteien die unentgeltliche Rechts-
pflege gewährt worden ist.

b) Die unentgeltliche Rechtsbeiständin der Ehefrau, Rechtsanwältin lic. 
iur. Susanna Mazzetta, wird ‒ unter Vorbehalt von Art. 123 ZPO ‒ zu 
Lasten des Kantons Graubünden mit CHF 3’119.05 (inkl. Barauslagen 
und MwSt.) entschädigt. Die Entschädigung wird aus der Gerichtskas-
se bezahlt.

c) Die unentgeltliche Rechtsbeiständin des Ehemannes, MLaw Sandra 
Lazzarini, wird ‒ unter Vorbehalt von Art. 123 ZPO ‒ zu Lasten des 
Kantons Graubünden mit CHF 3’788.60 (inkl. Barauslagen und MwSt.) 
entschädigt. Die Entschädigung wird aus der Gerichtskasse bezahlt.

d) Eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, ist zur 
Nachzahlung verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist (Art. 123 Abs. 
1 ZPO). Der Anspruch des Kantons verjährt zehn Jahre nach Ab-
schluss des Verfahrens (Art. 123 Abs. 2 ZPO).

5. (Rechtsmittelbelehrungen)

6. (Mitteilung)”

D/1. Gegen diesen Entscheid erklärte X._____ mit Eingabe vom 12. September 
2016 Berufung an das Kantonsgericht von Graubünden. Er stellt folgende Rechts-
begehren:

„1. Ziff. 3 des Dispositivs des angefochtenen Entscheids sei aufzuheben.

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2. Die Vollstreckung der Unterhaltszahlung gemäss Ziff. 3 des angefoch-
tenen Entscheids sei bis zur Rechtskraft des Berufungsentscheids in 
der Sache aufzuschieben.

3. Der Berufungskläger sei zu verpflichten, der Berufungsbeklagten CHF 
250.00 zu bezahlen, zahlbar ab dem 1. September 2016 bis längstens 
zum 28. Februar 2017.

4. Eventuell sei die Sache an die Vorinstanz zur Neuentscheidung im 
Sinne der Erwägungen zurückzuweisen.

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Berufungsbe-
klagten.”

Ebenfalls am 12. September 2016 reichte X._____ für das Berufungsverfahren vor 
Kantonsgericht ein Gesuch auf Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und 
Bestellung eines Rechtsbeistands ein. Diesem Gesuch wurde mit Verfügung der 
Vorsitzenden der I. Zivilkammer vom 14. Oktober 2016 (ZK1 16 143) entsprochen. 

D/2. Y._____ beantragt in ihrer Berufungsantwort vom 26. September 2016, was 
folgt:

„1. Die Berufung sei abzuweisen.

2. Es sei keine aufschiebende Wirkung zu gewähren.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Gegenpartei.”

Auch die Berufungsbeklagte reichte am 26. September 2016 für das Berufungs-
verfahren vor Kantonsgericht ein Gesuch auf Gewährung der unentgeltlichen 
Rechtspflege und Bestellung eines Rechtsbeistands ein, welches mit Verfügung 
der Vorsitzenden der I. Zivilkammer vom 14. Oktober 2016 (ZK1 16 147) ebenfalls 
gutgeheissen wurde.

D/3. Mit Verfügung vom 14. Oktober 2016 lehnte die Vorsitzende der I. Zivil-
kammer den Antrag auf Gewährung der aufschiebenden Wirkung ab. Gleichzeitig 
wies sie darauf hin, dass weder ein weiterer Schriftenwechsel noch eine mündli-
che Verhandlung vorgesehen sei. Dem Berufungskläger wurde indes die Gele-
genheit eingeräumt, zu den mit der Berufungsantwort vorgebrachten Noven Stel-
lung zu nehmen. 

D/4. Am 26. Oktober 2016 reichte X._____ eine Stellungnahme ein, auf die am 
7. November 2016 eine solche von Y._____ folgte. Beide Parteien hielten in ihren 
Eingaben unverändert an den bisher gestellten Rechtsbegehren fest.

Auf die Begründung der Anträge in den Rechtsschriften sowie auf die Erwägungen 
im angefochtenen Entscheid wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Er-
wägungen eingegangen.

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II. Erwägungen

1a. Gegen Entscheide betreffend vorsorgliche Massnahmen im Eheschei-
dungsverfahren, die vom Einzelrichter in Zivilsachen am Bezirksgericht im summa-
rischen Verfahren getroffen werden (vgl. Art. 276 Abs. 1 ZPO i.V.m. Art. 271 lit. a 
ZPO und Art. 4 Abs. 1 lit. a des Einführungsgesetzes zur Schweizerischen Zivil-
prozessordnung [EGzZPO; BR 320.100]), kann Berufung im Sinne von Art. 308 ff. 
ZPO an das Kantonsgericht von Graubünden erhoben werden (Art. 308 Abs. 1 lit. 
b ZPO, Art. 7 Abs. 1 EGzZPO). Innerhalb des Kantonsgerichts liegt die Zuständig-
keit für zivilrechtliche Berufungen auf dem Rechtsgebiet des Zivilgesetzbuches bei 
der I. Zivilkammer (Art. 6 lit. a der Verordnung über die Organisation des Kantons-
gerichts [KGV; BR 173.100]). Die Berufung ist innert zehn Tagen seit Zustellung 
des begründeten Entscheids schriftlich und begründet einzureichen, wobei der 
angefochtene Entscheid beizulegen ist (Art. 311 ZPO i.V.m. Art. 314 Abs. 1 ZPO).

Der vorliegend angefochtene Entscheid des Einzelrichters am Bezirksgericht Lan-
dquart vom 26. August 2016 wurde den Parteien am 31. August 2016, mitgeteilt 
und ging dem Berufungskläger am 1. September 2016 zu. Die dagegen am 12. 
September 2016 erhobene Berufung erfolgte unter Berücksichtigung von Art. 142 
Abs. 3 ZPO fristgerecht und erweist sich überdies den an sie gestellten Form-
erfordernissen entsprechend.

b/aa. Nachdem in casu alle nicht vermögensrechtlichen Begehren des Mass-
nahmeverfahrens rechtskräftig erledigt wurden und im Berufungsverfahrens ledig-
lich noch die Unterhaltspflicht des Berufungsklägers gegenüber seiner Ehefrau 
strittig ist, liegt eine rein vermögensrechtliche Angelegenheit vor (vgl. BGE 116 II 
493). In vermögensrechtlichen Angelegenheiten ist eine Berufung nur zulässig, 
wenn der Streitwert der zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbegehren mindestens 
Fr. 10’000.-- beträgt (Art. 308 Abs. 2 ZPO). Für die Berechnung des Streitwerts ist 
der Wert der im Streit liegenden vorsorglichen Massnahme als solcher zugrunde 
zu legen (Karl Spühler, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, 
Schweizerische Zivilprozessordnung, 2. Auflage, Basel 2013, N 8 zu Art. 308 
ZPO; vgl. auch Peter Reetz/Stefanie Theiler, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuen-
berger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. 
Auflage, Zürich 2016, N 41 zu Art. 308 ZPO; Kurt Blickenstorfer, in: Brun-
ner/Gasser/Schwander [Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessordnung [ZPO], Kom-
mentar, Art. 197‒408 ZPO, 2. Auflage, Zürich 2016, N 32 zu Art. 308 ZPO). Mass-
gebend ist dabei nicht der Streitwert, welcher sich anhand der Berufungsanträge 
der Parteien und dem vorinstanzlichen Entscheid errechnet. Abzustellen ist viel-

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mehr auf den Betrag, welcher nach den Begehren der Parteien bei Erlass des 
erstinstanzlichen Urteils noch streitig war (Urteil des Kantonsgerichts von 
Graubünden ZK1 11 18 vom 12. August 2011 E. 1; Karl Spühler, a.a.O., N 9 zu 
Art. 308 ZPO; Peter Reetz/Stefanie Theiler, a.a.O., N 39 f. zu Art. 308 ZPO; Kurt 
Blickenstorfer, a.a.O., N 30 zu Art. 308 ZPO). Bei ungewisser oder unbeschränkter 
Dauer einer Leistung ist zur Ermittlung des Streitwerts auf den zwanzigfachen Be-
trag der einjährigen Leistung abzustellen (Art. 92 Abs. 2 ZPO). Diese Regel findet 
auch bei vorsorglichen Massnahmen für die Dauer des Scheidungsverfahrens 
Anwendung, wenngleich ein Scheidungsverfahren praktisch so gut wie nie derart 
lange dauern dürfte (Urteil des Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 13 104 vom 
2. September 2014 E. 1b m.w.H.; Marcel Leuenberger, in: Schwenzer [Hrsg.], 
FamKomm Scheidung, Band II: Anhänge, 2. Auflage, Bern 2011, N 20 Anh. ZPO 
Art. 276; Matthias Stein-Wigger, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger 
[Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Auflage, 
Zürich 2016, N 12 zu Art. 92 ZPO).

b/bb. In ihrem Gesuch vom 16. Juni 2016 verlangte die Ehefrau von ihrem Ehe-
mann ab 1. Juli 2016 einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 1’697.--. Der 
Ehemann erklärte sich in seiner Stellungnahme vom 11. August 2016 bereit, der 
Ehefrau vom 1. November 2016 bis längstens 28. Februar 2017 Unterhalt von Fr. 
250.-- pro Monat zu leisten. Anlässlich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung 
einigten sich die Parteien auf den Beginn der Unterhaltspflicht per 1. September 
2016 (E. 6, S. 4, des angefochtenen Entscheids). Zu dem nach Art. 308 Abs. 2 
ZPO massgeblichen Zeitpunkt lag somit eine monatlich wiederkehrende Summe in 
Höhe von Fr. 1’447.-- im Streit, und zwar für die Dauer vom 1. September 2016 bis 
28. Februar 2017. Danach und bis zum rechtskräftigen Abschluss des Eheschei-
dungsverfahrens beläuft sich die monatliche Streitsumme auf Fr. 1’697.--. Mit Blick 
auf die unbestimmte Dauer des Hauptverfahrens und entsprechender Anrechnung 
des zwanzigfachen Betrags der einjährigen Leistung im Sinne von Art. 92 Abs. 2 
ZPO ist vorliegend ohne Weiteres von einem Streitwert von über Fr. 30’000.-- 
auszugehen. Damit ist zum einen die Streitwertgrenze nach Art. 308 Abs. 2 ZPO 
erreicht, womit auf die wie erwähnt frist- und formgerecht eingereichte Berufung 
vom 12. September 2016 einzutreten ist. Zum anderen ist aber auch der in der 
Rechtsmittelbelehrung anzugebende Streitwert (vgl. Art. 112 Abs. 1 lit. d BGG) 
bestimmt. 

2a. Nach Art. 276 Abs. 1 ZPO sind beim Erlass vorsorglicher Massnahmen die 
Bestimmungen über die Massnahmen zum Schutz der ehelichen Gemeinschaft 
sinngemäss anwendbar. Massgeblich sind demzufolge die Vorschriften über das 

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summarische Verfahren, unter Vorbehalt der Art. 272 und 273 ZPO (Art. 271 ZPO; 
Thomas Sutter-Somm/Flora Stanischewski, in Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuen-
berger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. 
Auflage, Zürich 2016, N 41 zu Art. 276 ZPO; Marcel Leuenberger, a.a.O., N 17 
Anh. ZPO Art. 276). Nach Art. 272 ZPO stellt das Gericht den Sachverhalt von 
Amtes wegen fest. Zur Anwendung gelangt damit der sogenannte beschränkte 
oder soziale Untersuchungsgrundsatz. Dabei hat das Gericht durch entsprechen-
de Fragen und Aufforderungen auf die Vervollständigung des Sachverhalts hinzu-
wirken. Es obliegt indes in erster Linie den Parteien, die rechtserheblichen Tatsa-
chen darzulegen und die nötigen Beweismittel zu nennen (eingehend dazu Clau-
dia M. Mordasini-Rohner, Gerichtliche Fragepflicht und Untersuchungsmaxime in 
familienrechtlichen Verfahren, in: recht 2014, S. 20 ff.; Thomas Sutter-
Somm/Yannick Sean Hostettler, in Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger 
[Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Auflage, 
Zürich 2016, N 11 f. u. N 14 zu Art. 272 ZPO; Stefanie Pfänder Baumann, in: 
Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessordnung [ZPO], 
Kommentar, Art. 197‒408 ZPO, 2. Auflage, Zürich 2016, N 5 zu Art. 272 ZPO). 

Was das Beweismass betrifft, so genügt hinsichtlich der behaupteten Tatsachen 
das blosse Glaubhaftmachen (Urteil des Bundesgerichts 5A_1003/2014 vom 26. 
Mai 2015 E. 3; Thomas Sutter-Somm/Yannick Sean Hostettler, a.a.O., N 12 zu 
Art. 271 ZPO; Marcel Leuenberger, a.a.O., N 17 Anh. ZPO Art. 276). Es braucht 
somit nicht die volle Überzeugung des Gerichts vom Vorhandensein dieser Tatsa-
chen herbeigeführt zu werden, sondern es genügt, wenn eine gewisse Wahr-
scheinlichkeit dafür spricht, auch wenn das Gericht noch mit der Möglichkeit rech-
net, dass sie sich nicht verwirklicht haben könnten. Demnach darf das Gericht we-
der blosse Behauptungen genügen lassen noch einen stichhaltigen Beweis ver-
langen (BGE 130 III 321 E. 3.3, BGE 120 II 393 E. 4c).

b. Noven werden im Berufungsverfahren unter den Voraussetzungen von Art. 
317 Abs. 1 ZPO zugelassen (BGE 138 III 625 = Pra 2013 Nr. 26). Nach dieser 
Bestimmung werden neue Tatsachen und Beweismittel im Berufungsverfahren nur 
noch berücksichtigt, wenn sie ohne Verzug vorgebracht werden (Art. 317 Abs. 1 
lit. a ZPO) und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorge-
bracht werden konnten (317 Abs. 1 lit. b ZPO). Praxisgemäss ist zwischen echten 
und unechten Noven zu unterscheiden (vgl. hierzu die Legaldefinition in Art. 229 
Abs. 1 ZPO). Echte Noven sind Tatsachen und Beweismittel, die (erst) nach dem 
Ende der Hauptverhandlung des erstinstanzlichen Verfahrens entstanden oder 
gefunden worden sind. Sie sind im Berufungsverfahren grundsätzlich immer 

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zulässig, wenn sie ohne Verzug nach ihrer Entdeckung vorgebracht werden. Un-
echte Noven sind Tatsachen und Beweismittel, die bereits bei Ende der erstin-
stanzlichen Hauptverhandlung vorhanden waren. Ihre Zulassung wird im Beru-
fungsverfahren weitergehend insofern eingeschränkt, als sie ausgeschlossen sind, 
wenn sie bei Beachtung zumutbarer Sorgfalt bereits im erstinstanzlichen Verfah-
ren hätten vorgebracht werden können. Die Voraussetzungen der Berücksichti-
gung jedes neuen Vorbringens und jedes neuen Beweismittels hat diejenige Partei 
zu beweisen, welche sich auf das betreffende Novum beruft (vgl. das Urteil des 
Bundesgerichts 5A_621/2012 vom 20. März 2013 E. 5.1; Martin H. Sterchi in: 
Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessord-
nung, Band II, Art. 150–352 ZPO, Art. 400–406 ZPO, Bern 2012, N 4 ff. zu Art. 
317 ZPO; Karl Spühler, a.a.O., N 10 zu Art. 317 ZPO). 

Die Berufungsbeklagte reichte zusammen mit ihrer Berufungsantwort vom 26. 
September 2016 eine Verfügung vom 5./9. September 2016 betreffend öffentliche 
Unterstützung (act. C.1) sowie eine ärztliche Bestätigung vom 20. September 
2016 (act. C.2) ein. Es handelt sich dabei um echte Noven, da die fraglichen Do-
kumente erst nach dem Ende der Hauptverhandlung des erstinstanzlichen Verfah-
rens entstanden sind. Das Vorbringen der Urkunden im Rahmen der Berufungs-
antwort ist als unverzüglich zu qualifizieren. Die entsprechenden Noven erweisen 
sich nach Art. 317 Abs. 1 ZPO daher als zulässig.

c. Auf die Parteianträge in Belangen, welche ausschliesslich die Ehegatten 
betreffen, hat die beschränkte Untersuchungsmaxime keine Auswirkung. Die Fest-
legung entsprechender Unterhaltsbeiträge unterliegt der Dispositionsmaxime. Die-
ser Verfahrensgrundsatz bedeutet, dass die Parteien über den Streitgegenstand 
verfügen können und das Gericht an die Parteianträge gebunden ist. Es darf einer 
Partei nicht mehr und nichts Anderes zusprechen, als sie verlangt, und nicht weni-
ger, als die Gegenpartei anerkannt hat (Art. 58 Abs. 1 ZPO; Stefanie Pfänder 
Baumann, a.a.O., N 3 zu Art. 272 ZPO; Rolf Vetterli, in: Schwenzer [Hrsg.], Fam-
Komm Scheidung, Band II: Anhänge, 2. Auflage, Bern 2011, N 3 Anh. ZPO Art. 
272).

3. Art. 276 Abs. 1 ZPO, wonach das Gericht während des Scheidungsverfah-
rens die nötigen vorsorglichen Massnahmen trifft, verweist nicht nur in verfahrens-
technischer, sondern auch in materieller Hinsicht auf die Bestimmungen über die 
Massnahmen zum Schutz der ehelichen Gemeinschaft. Nach dem damit sinn-
gemäss anwendbaren Art. 176 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB setzt das Gericht, ist die Aufhe-
bung des gemeinsamen Haushalts begründet, auf Begehren eines Ehegatten die 

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Geldbeträge fest, die der eine Ehegatte dem anderen schuldet. Dabei steht ihm 
ein weiter Ermessensspielraum zu. Die Unterhaltspflicht bemisst sich nach der 
Leistungsfähigkeit und dem Bedarf der Parteien. Auszugehen ist dabei von den 
bisherigen ausdrücklich oder stillschweigend getroffenen Vereinbarungen der 
Ehegatten über Aufgabenteilung und Geldleistungen nach Art. 163 Abs. 2 ZGB 
(PKG 2010 Nr. 19 E. 11; Ivo Schwander, in: Honsell/Vogt/Geiser [Hrsg.], Basler 
Kommentar, ZGB I, Art. 1–456 ZGB, 5. Auflage, Basel 2014, N 2 zu Art. 176 
ZGB). Bei den für die Dauer des Scheidungsverfahrens zu erlassenden vorsorgli-
chen Massnahmen geht es um die Regelung der Folgen des Getrenntlebens 
während bestehender Ehe, so dass Art. 163 ZGB die Grundlage der gegenseiti-
gen Unterhaltspflicht der Ehegatten bleibt, selbst wenn nicht mehr ernsthaft mit 
einer Wiederaufnahme des Zusammenlebens zu rechnen ist (BGE 137 III 385 E. 
3.1 = Pra 2012 Nr. 4; BGE 130 III 537 E. 3.2; Rolf Brunner, in: Hausheer/Spycher 
[Hrsg.], Handbuch des Unterhaltsrechts, 2. Auflage, Bern 2010, Rz. 04.107). Auf-
grund der ehelichen Beistandspflicht besteht eine grundsätzlich noch uneinge-
schränkte Unterhaltspflicht der Ehegatten (Annette Dolge, in: Brun-
ner/Gasser/Schwander [Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessordnung [ZPO], Kom-
mentar, Art. 197‒408 ZPO, 2. Auflage, Zürich 2016, N 9 zu Art. 276 ZPO). 

4. Die Unterhaltspflicht zwischen den Ehegatten X.Y._____ ist aufgrund des 
Gesagten von deren Leistungsfähigkeit und deren Bedarf abhängig. Vorliegend 
sind sowohl die Leistungsfähigkeit als auch der Bedarf beider Parteien strittig. In 
Anlehnung an die Berufungsschrift ist nun als Erstes auf den Bedarf der Ehefrau 
einzugehen. Die Vorinstanz ermittelte einen Minimalbedarf von Fr. 
2’844.-- pro Monat, indem sie zum Grundbetrag von Fr. 1’200.-- die Wohnungs-
miete inklusive Nebenkosten von Fr. 1’380.--, die Krankenkassenprämien von Fr. 
134.--, zusätzliche Gesundheitskosten von Fr. 85.-- sowie Fahrspesen für den Be-
such der Tagesklinik von Fr. 45.-- addierte (E. 6, S. 4 ff., des angefochtenen Ent-
scheids). 

a/aa. Was die Wohnkosten betrifft, so berücksichtigte die Vorinstanz bei der Ehe-
frau den effektiven und mittels schriftlichem Mietvertrag belegten Mietzins von Fr. 
1’380.-- pro Monat (act. II/9). Sie hielt fest, dieser Zins sei relativ hoch, aber unter 
Berücksichtigung der konkreten Umstände gerade noch vertretbar. Die Ehefrau 
sei zwar von der Sozialbehörde angewiesen worden, den Mietvertrag per Ende 
September 2016 zu kündigen, was in der Folge nicht geschehen sei. Diesbezüg-
lich sei jedoch die gesundheitliche und persönliche Situation der Ehefrau ‒ mehr-
monatiger Aufenthalt in der psychiatrischen Klinik Beverin, gesundheitliche Pro-
bleme sowie Drucksituation wegen der Trennungsproblematik ‒ zu beachten.

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a/bb. Der Ehemann rügt in seiner Berufung, die erste Instanz habe bei der Ehe-
frau zu Unrecht einen monatlichen Mietzins von Fr. 1’380.-- eingesetzt. Nach den 
betreibungsrechtlichen Richtlinien sei ein den wirtschaftlichen und persönlichen 
Bedürfnissen des Schuldners nicht angemessener Mietzins nach Ablauf des 
nächsten Kündigungstermins auf ein ortsübliches Normalmass herabzusetzen. Die 
Ehefrau sei massiv verschuldet und habe spätestens seit der Errichtung einer 
Vermögensbeistandschaft, namentlich seit dem 25. November 2015, gewusst, 
dass sie sich die Wohnung in O.2_____ finanziell nicht mehr leisten könne. In der 
Verfügung der Gemeinde O.2_____ vom 26. Februar 2016 sei sie denn auch auf-
gefordert worden, die Wohnung ordentlich per Ende September 2016 zu kündigen. 
Schliesslich widerspreche es dem Gerechtigkeitssinn, wenn die massiv verschul-
dete Ehefrau eine Wohnung bewohnen dürfe, die Fr. 280.-- monatlich teurer sei 
als diejenige des Ehemannes. Der Mietzins der Ehefrau sei daher ab dem 30. 
September 2016 auf Fr. 1’100.-- inklusive Nebenkosten zu reduzieren. 

Die Ehefrau hält dem in ihrer Berufungsantwort entgegen, die Wohnung sei von 
den Parteien gemeinsam bewohnt worden und sie habe diese mit Zustimmung 
des Ehemannes übernommen. Er müsse folglich auch die gemeinsam eingegan-
genen Mietkosten tragen. Aufgrund des psychischen Gesundheitszustandes der 
Ehefrau sei eine schnelle Wohnungssuche nicht möglich. Ein Umzug würde der-
zeit ihre Kräfte übersteigen. Unabhängig davon, ob sie eine billigere Wohnung 
beziehen könne, ändere sich aufgrund des Mankos der Ehefrau an der Höhe der 
Unterhaltspflicht nichts. Für den Ehemann, der allein eine 3-Zimmerwohnung an-
gemietet habe, sei im Gegenzug ebenfalls eine Miethöhe von Fr. 1’100.-- pro Mo-
nat akzeptiert worden, was über dem Üblichen von Fr. 900.-- liege. Soweit auf Sei-
ten der Ehefrau eine Mietreduktion eingefordert werde, wäre gleichzeitig der Ehe-
mann auf Wohnungskosten von maximal Fr. 900.-- zu behaften. Schliesslich sei 
zu beachten, dass die Ehefrau seitens der Fürsorgebehörde angewiesen worden 
sei, ab 1. Oktober 2016 ihr Nagelstudio in der Wohnung zu betreiben. In der Miete 
für die Wohnung seien ab dem genannten Zeitpunkt folglich auch die Kosten für 
das Nagelstudio von bislang Fr. 500.-- pro Monat enthalten. 

In seiner Stellungnahme vom 26. Oktober 2016 bestand der Ehemann darauf, 
dass die Mietkosten von knapp Fr. 1’400.-- unter anderem angesichts der finanzi-
ellen Lage, in der sich die Ehefrau befinde, viel zu hoch angesetzt seien. Der Zins 
sei unabhängig davon, ob in casu ein Mankofall gegeben sei, auf ein angemesse-
nes Mass herabzusetzen. Von einem schnellen Wohnungswechsel könne vorlie-
gend sodann nicht die Rede sein, da die Ehefrau mehrere Monate Zeit gehabt ha-
be, auszuziehen und sich eine günstige Wohnung zu suchen. Überdies könne ein 

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Umzug auch einem psychisch angeschlagenen Menschen zugemutet werden. Der 
Ehemann sei schliesslich nicht auf Mietzinskosten von Fr. 900.-- zu behaften. 
Vielmehr sei für beide Parteien derselbe Mietzins einzusetzen, nämlich Fr. 1’100.-- 
inklusive Nebenkosten. Dies komme auch der Ehefrau zugute, zumal sie ab 1. 
Oktober 2016 ihr Nagelstudio in die Wohnung integriere, dessen Mietzins 
grundsätzlich nicht von den Wohnkosten umfasst werde. Bei den Mietkosten für 
das Nagelstudio handle es sich im Übrigen um ein echtes Novum, wobei die Vor-
aussetzungen für dessen Einführung in den Prozess nicht gegeben seien. 

a/cc. Die Vorinstanz hat die Unterhaltsberechnung mittels der sog. zweistufigen 
Methode vorgenommen, bei der der Bedarf einer Partei im Grundsatz anhand der 
Richtlinien zur Berechnung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums ermit-
telt wird (vgl. das Urteil des Bundesgerichts 5A_515/2008 vom 1. Dezember 2008 
E. 2.1 m.w.H.; Jann Six, Eheschutz, Ein Handbuch für die Praxis, 2. Auflage, Bern 
2014, Rz. 2.61). Nach diesen Richtlinien ist hinsichtlich der Wohnkosten auf die 
effektiven Miet- und Nebenkosten abzustellen, sofern diese den wirtschaftlichen 
Verhältnissen und den persönlichen Bedürfnissen des betroffenen Ehegatten ent-
sprechen. Ist dies nicht der Fall, ist der Mietzins auf den nächsten Kündigungster-
min hin auf ein Normalmass herabzusetzen (vgl. die Richtlinien des Kantonsge-
richts von Graubünden für die Berechnung des betreibungsrechtlichen Existenz-
minimums [Notbedarf] nach Art. 93 SchKG vom 18. August 2009, Ziff. II; Jann Six, 
a.a.O., Rz. 2.93 u. 2.97). 

Vorliegend trifft es zu, dass die Wohnkosten der Ehefrau von Fr. 1’380.-- pro Mo-
nat im Hinblick auf die eingeschränkten wirtschaftlichen Verhältnisse der Parteien 
hoch sind und die Fürsorgekommission O.2_____ in ihrer Verfügung vom 26. Fe-
bruar 2016 (act. II/7) festgehalten hat, die Ehegatten X.Y._____ hätten auf den 
nächsten Kündigungstermin Ende September 2016 eine günstigere Wohnung zu 
suchen. Die Vorinstanz hat indessen nachvollziehbar begründet, weshalb sie für 
die Ehefrau dennoch bis auf weiteres auf die Kosten der vormals gemeinsam be-
wohnten 4-Zimmer-Wohnung abstellt. Es ist denn auch durchaus glaubhaft, dass 
sich die persönliche Situation der Ehefrau aufgrund ihrer gesundheitlichen Pro-
bleme (vgl. E. 7) als schwierig erweist und ihr ein Umzug folglich entgegen der 
Ansicht des Ehemannes in der Tat nicht ohne weiteres zugemutet werden kann. 
Zu beachten ist in diesem Zusammenhang, dass auch die Beiständin der Ehefrau 
die Kündigung der Wohnung nicht veranlasst hat, obwohl die Genannte gemäss 
Entscheid der KESB Nordbünden vom 25. November 2015 (act. II/6) unter ande-
rem gerade für den Bereich des Wohnens zur Unterstützung und Vertretung der 
Ehefrau ermächtigt ist. Im Übrigen geht aus dem erwähnten Entscheid hervor, 

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dass zahlreiche Einträge im Betreibungsregister bestehen, was einen Wohnungs-
wechsel zusätzlich erschweren dürfte. In Anbetracht dessen hat die Vorinstanz der 
Ehefrau zu Recht nicht angelastet, dass die Kündigung der Wohnung per Ende 
September 2016 unterblieben ist. Auch die Argumentation des Ehemannes, es sei 
bei der Ehefrau aus Gerechtigkeitsüberlegungen derselbe Mietzins wie bei ihm, 
nämlich Fr. 1’100.-- pro Monat, einzusetzen, verfängt nicht. Wie einleitend ausge-
führt, ist der Wohnaufwand vorliegend anhand der effektiven Kosten zu ermitteln. 
Dies führt dazu, dass für das Wohnen unterschiedliche Beträge einzusetzen sind. 
Die Parteien eines eherechtlichen Verfahrens müssen kaum je genau gleich viel 
für das Wohnen aufwenden, weshalb auch kein Anspruch darauf besteht, dass bei 
beiden Ehepartnern dieselben Beträge berücksichtigt werden (vgl. das Urteil des 
Bundesgerichts 5A_433/2013 vom 10. Dezember 2013 E. 4.3). Unter den genann-
ten Umständen hat die Vorinstanz zu Recht auf Wohnkosten der Ehefrau von Fr. 
1’380.-- pro Monat abgestellt. Was für Auswirkungen die im Berufungsverfahren 
neu eingebrachte Tatsache hat, dass die Ehefrau ab 1. Oktober 2016 in der Woh-
nung ihr Nagelstudio betreibt ‒ namentlich die Frage, ob ihre Wohnkosten infolge-
dessen zu reduzieren wären bzw. in welchem Betrag ‒, kann aufgrund des Um-
stands, dass eine Mankosituation vorliegt und der Unterhaltsbeitrag folglich allein 
vom Einkommen und vom Bedarf des Ehemannes abhängt (vgl. E. 8), offen ge-
lassen werden.

b/aa. Bei der Krankenkasse der Ehefrau berücksichtigte die Vorinstanz in der 
Bedarfsrechnung einen Betrag von Fr. 134.-- pro Monat. Sie zog dabei von der 
ausgewiesenen Prämie 2016 von Fr. 433.75 (act. II/10) die individuelle Prämien-
verbilligung von Fr. 299.30 (Fr. 3’591.55 ÷ 12 Monate [act. II/12]) ab. In der Beru-
fungsschrift wird dies nicht beanstandet, doch macht der Ehemann in seiner Stel-
lungnahme vom 26. Oktober 2016 geltend, dass der entsprechende Betrag ersatz-
los aus dem Minimalbedarf der Ehefrau zu streichen sei. Es gehe nämlich aus der 
Verfügung betreffend öffentliche Unterstützung vom 9. September 2016 hervor, 
dass die Grundversicherung der Ehefrau durch die individuelle Prämienverbilli-
gung gedeckt sei. 

b/bb. Dass Bezügern von öffentlicher Unterstützung die Krankenkassenprämien 
grundsätzlich vollumfänglich vergütet werden, ist richtig und ergibt sich auch aus 
der Mitteilung der Sozialversicherungsanstalt Graubünden vom 14. April 2016 be-
treffend die Prämienverbilligung 2016 (act. III/13, S. 2). Allerdings richtet sich die-
se Vergütung nach der sog. Richtprämie, die für das Jahr 2016 gemäss dem er-
wähnten Schreiben Fr. 323.-- pro Monat beträgt. Aus diesem Grund wird der Ehe-
frau nicht die gesamte Prämie verbilligt. Da im vorliegenden Massnahmeverfahren 

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auf die tatsächlich anfallenden Kosten abzustellen ist, hat die Vorinstanz in der 
Bedarfsrechnung der Ehefrau zu Recht den durch die individuelle Prämienverbilli-
gung nicht gedeckten Teil der monatlichen Krankenkassenprämie von Fr. 134.-- 
berücksichtigt.

c/aa. Im Weiteren setzte die Vorinstanz im Bedarf der Ehefrau einen Betrag von 
Fr. 85.-- pro Monat für zusätzliche Gesundheitskosten und einen solchen von Fr. 
45.-- für die Fahrspesen zur Tagesklinik ein. 

c/bb. Der Ehemann bringt in diesem Zusammenhang vor, nebst dem, dass be-
weisrechtlich nicht erstellt sei, dass die Ehefrau tatsächlich an einer Krankheit lei-
de, stelle sich die Frage, inwiefern die von ihr geltend gemachten Gesundheitskos-
ten und Fahrspesen als separate Posten bei der Berechnung des Minimalbedarfs 
zu berücksichtigen seien. Nach den betreibungsrechtlichen Richtlinien seien die 
Kosten für die Gesundheitspflege im Grundbetrag inbegriffen. Folglich werde die 
separate Anrechnung der angeblichen Gesundheitskosten von Fr. 85.-- monatlich 
hinfällig. Zusätzlich entbehre das Beanspruchen von Fahrspesen für die Tageskli-
nik nicht nur jeglicher rechtlicher Grundlage, sondern es sei beweismässig nicht 
einmal erstellt, dass die Ehefrau die Tagesklinik überhaupt besuche. So liessen 
verschiedene Indizien in den Akten auf ein unzuverlässiges Verhalten der Ehefrau 
schliessen. Zudem sei die Therapiedauer längst abgelaufen, sei eine Therapie 
doch für maximal sechs Monate mit Beginn ab 15. Februar 2016 angeordnet wor-
den. Schliesslich seien die Fahrkosten nicht belegt und überdies im Grundbetrag 
der Ehefrau inbegriffen. Die Ehefrau stellt sich auf den Standpunkt, dass die zu-
sätzlichen Kosten für ihre Krankheitsbehandlungen im Vorverfahren ausgewiesen 
worden seien. Abgesehen davon werde durch ein aktuelles Zeugnis bestätigt, 
dass die Massnahmen nach wie vor laufen. Insofern seien die fraglichen Kosten 
unverändert anzurechnen.

c/cc. Es entspricht der Praxis, dass Franchisen und Selbstbehalte, die regelmäs-
sig anfallen, im familienrechtlichen Existenzminimum zusätzlich zu den Kranken-
versicherungsprämien berücksichtigt werden (BGE 129 III 242 E. 4; Jann Six, 
a.a.O., Rz. 2.109). Vorliegend leidet die Ehefrau an einer Krankheit, die eine kon-
tinuierliche ärztliche Behandlung erfordert (vgl. E. 7). Ausserdem sind die Kosten 
für die Jahresfranchise von Fr. 300.-- und für den Selbstbehalt von Fr. 700.-- pro 
Jahr ausgewiesen (act. II/11). Aus diesem Grund ist die Vorinstanz zu Recht von 
zusätzlichen Gesundheitskosten von Fr. 85.-- pro Monat (Fr. 1’000.-- ÷ 12 Monate) 
ausgegangen.

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Was die Fahrkosten betrifft, so erweist sich der Einwand des Ehemannes, dass 
die Therapiedauer gemäss Therapievereinbarung mit dem Tageszentrum der Kli-
nik Beverin vom 12. Februar 2016 (act. II/3) bis zu sechs Monate beträgt, als zu-
treffend. Allerdings geht aus der erwähnten Vereinbarung auch hervor, dass nach 
sechs Monaten ein Standortgespräch stattfindet, und dass bei klarer Indikation 
eine Verlängerung der Therapiedauer beantragt werden kann. Anlässlich der erst-
instanzlichen Hauptverhandlung vom 25. August 2016 gab die Rechtsvertreterin 
der Ehefrau in diesem Sinn an, der Besuch der Tagesklinik werde weitergeführt 
(act. V/1, S. 3). Im Berufungsverfahren wird ebenfalls geltend gemacht, dass die 
Ehefrau aufgrund ihrer psychischen Labilität nach wie vor auf die ambulante The-
rapie in der Tagesklinik angewiesen sei. Zudem bestätigte der Hausarzt der Ehe-
frau, Dr. med. B._____, in seinem Schreiben vom 20. September 2016 (act. C.2), 
dass aktuell eine weitere ambulante psychotherapeutische Behandlung stattfinde. 
Es rechtfertigt sich unter diesen Umständen, der Ehefrau die von ihr geltend ge-
machten Fahrkosten von gerundet Fr. 45.-- pro Monat (8 Fahrten 
O.2_____‒O.3_____ à Fr. 5.20 [vgl. act. II/13]) weiterhin im Bedarf anzurechnen, 
zumal die entsprechenden Kosten nicht als im Grundbetrag enthalten zu betrach-
ten sind (vgl. BGE 129 III 242 E. 4.2).

d. Zusammenfassend verbleibt es bei dem seitens der Vorinstanz ermittelten 
Minimalbedarf der Ehefrau von Fr. 2’844.-- pro Monat.

5. Den Minimalbedarf des Ehemannes bezifferte die erste Instanz mit Fr. 
2’793.-- pro Monat. Sie berücksichtigte dabei den Grundbetrag von Fr. 1’200.--, 
die Miete inklusive Nebenkosten von Fr. 1’100.--, Kosten für einen Parkplatz von 
Fr. 100.--, unumgängliche Berufsauslagen von Fr. 250.--, Ausgaben für auswärtige 
Verpflegung von Fr. 110.-- sowie Krankenversicherungskosten abzüglich Prämi-
enverbilligung von Fr. 33.-- (E. 6, S. 4 ff., des angefochtenen Entscheids). 

a/aa. In Bezug auf die Berufsauslagen führte die Vorinstanz im angefochtenen 
Entscheid aus, der Ehemann habe per 1. Mai 2016 bei der Firma A._____ in 
O.4_____ einen unbefristeten Arbeitsvertrag. Für den Arbeitsweg sei er aufgrund 
der Arbeitszeiten auf ein Fahrzeug angewiesen. Gestützt auf die Annahme, dass 
der Ehemann monatlich 870 Fahrkilometer zurücklegt, dass er elf Monate im Jahr 
arbeitet sowie dass die effektiven Fahrkosten, ohne Berücksichtigung der Amorti-
sation, Fr. 0.30 pro Kilometer betragen, errechnete die Vorinstanz in der Folge 
Auslagen von gerundet Fr. 250.-- pro Monat.

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a/bb.  Der Ehemann rügt, dass die Vorinstanz damit nicht seine effektiven Fahr-
spesen von monatlich Fr. 500.-- berücksichtigt habe. Dass seinem Automobil 
Kompetenzcharakter zukomme, sei gemäss dem angefochtenen Entscheid aus-
gewiesen. Der Arbeitsweg von O.5_____ nach O.4_____ betrage retour 42.8 km. 
Neu belaufe sich sein Arbeitsweg von O.6_____ nach O.4_____ sogar auf 48.2 
km. Monatlich lege er somit rund 964 Kilometer zurück. Damit erschienen die gel-
tend gemachten Fahrspesen im Umfang von Fr. 500.-- als gerechtfertigt. Die Ehe-
frau bringt vor, die Fahrspesen des Ehemannes seien aufgrund des Alters des 
Fahrzeugs und der Nichtberücksichtigung der Amortisation mit einem verminder-
ten Ansatz von 30 Rappen pro Kilometer korrekt berechnet worden.

a/cc. In casu ist in der Tat unbestritten, dass dem Fahrzeug des Ehemannes auf-
grund des frühen Arbeitsbeginns Kompetenzcharakter zukommt. Es trifft indessen 
nicht zu, dass sein Arbeitsweg länger wäre als im vorinstanzlichen Verfahren an-
genommen. Sowohl von O.6_____ wie von O.2_____ aus ist für den Weg nach 
O.4_____ die Autobahneinfahrt O.2_____ zu benutzen, wobei die Distanz bis zu 
dieser Einfahrt von der neuen Wohnung aus nicht länger ist als bisher. Es kann 
daher weiterhin von einem Arbeitsweg von rund 43 km hin und zurück ausgegan-
gen werden (vgl. act. III/16). Zu beachten ist ferner, dass der Ehemann in seiner 
Berufung implizit eine Entschädigung von rund Fr. 0.55 pro km beansprucht, ohne 
indessen auch nur ansatzweise zu begründen, weshalb der von der Vorinstanz 
gewählte Ansatz von Fr. 0.30 pro km unrichtig sein sollte. Bei knappen Verhältnis-
sen, wie sie in casu vorliegen, erscheint der gewählte Ansatz denn auch vertret-
bar, zumal die Vorinstanz dem Ehemann zusätzlich Fr. 100.-- pro Monat für den 
Parkplatz zugestanden hat. So ist in einer pauschalen Kilometerentschädigung 
nämlich üblicherweise ein Betrag für die Parkplatz- bzw. Garagenmiete enthalten. 
Zudem belaufen sich vorliegend die Kosten für den Parkplatz, wie die Ehefrau zu 
Recht geltend macht, in der Tat nur auf Fr. 50.-- pro Monat (act. III/22). Aufgrund 
des Verbots der reformatio in peius darf dies aber nicht zu einer entsprechenden 
Erhöhung des Unterhaltsbeitrags des Ehemannes führen. 

b. Dass die Vorinstanz dem Ehemann für die auswärtige Verpflegung einen 
Betrag von Fr. 110.-- pro Monat (22 Tage à Fr. 5.--) anrechnete, ohne den Grund-
betrag bezüglich der Ernährungskosten zu verringern, ist entgegen der Ansicht der 
Ehefrau nicht zu beanstanden. Mit den von der Vorinstanz eingesetzten Fr. 5.-- 
pro Mahlzeit werden lediglich die Mehrauslagen abgedeckt, die für die auswärtige 
Verpflegung anfallen. Diese sind deshalb zusätzlich zum ordentlichen Grundbe-
trag zu berücksichtigen (vgl. Ziff. II, S. 4, der betreibungsrechtlichen Richtlinien).

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c/aa. Was die Krankenversicherungsprämien anbelangt, so zog die Vorinstanz 
von den monatlichen Prämien des Ehemannes des Jahres 2016 von Fr. 332.85 
(act. III/12) die Prämienverbilligung von Fr. 299.30 (Gesamtvergütung für das Jahr 
2016 von Fr. 3’591.55 ÷ 12 Monate [act. III/13]) ab und rechnete in den Minimal-
bedarf folglich Fr. 33.-- pro Monat ein.

c/bb. Im Berufungsverfahren macht der Ehemann geltend, es sei bei der Kran-
kenkasse zu berücksichtigen, dass die monatlichen Prämien nur dieses Jahr ge-
ring ausfielen. Ab 2017 rechne er für seine Grundversicherung mit monatlichen 
Prämien von mindestens Fr. 100.--. Zudem sei im angefochtenen Urteil entgegen 
der Berechnung in seiner Stellungnahme vom 11. August 2016 ein Betrag von Fr. 
33.-- statt Fr. 37.-- eingesetzt worden. Die Ehefrau erachtet es weder als belegt 
noch als ausgewiesen, dass die Krankenkassenprämien 2017 höher ausfallen 
werden. Zudem stellt sie sich auf den Standpunkt, dass höhere Krankenkassen-
prämien auch höhere Prämienverbilligungen nach sich ziehen, so dass unter die-
sem Aspekt keine Änderung notwendig sei. Dem hält der Ehemann entgegen, es 
sei gerichtsnotorisch, dass die Krankenkassenprämien nächstes Jahr höher seien. 
Dass höhere Prämien auch automatisch eine höhere Prämienverbilligung zur Fol-
ge hätten, sei demgegenüber nicht belegt, weshalb es gerechtfertigt sei, dem 
Ehemann einen Krankenkassenbeitrag im Umfang von Fr. 100.-- monatlich an 
seinen Minimalbedarf anzurechnen.

c/cc. Es ist vorliegend durchaus denkbar, dass der Ehemann ab 2017 höhere 
Krankenversicherungsprämien zu leisten haben wird, zumal die Prämien in der Tat 
jährlich steigen und die Parteien für das Jahr 2016 nur deshalb so hohe Prämien-
verbilligungen erhielten, weil zeitweilig beide Ehegatten öffentlich unterstützt wur-
den (vgl. act. III/13). Allerdings stehen zur Zeit weder die aktuellen Versicherungs-
prämien für das Jahr 2017 noch der Umfang der Reduktion der individuellen Prä-
mienverbilligung fest, weshalb aktuell auf den von der Vorinstanz korrekt berech-
neten Betrag von Fr. 33.-- pro Monat abgestellt werden muss. Sollte 2017 eine 
erhebliche Reduktion der Prämienverbilligung erfolgen, kann der Ehemann diesen 
Umstand in einem Abänderungsverfahren geltend machen. 

d/aa. Schliesslich bringt der Ehemann vor, in seinem Existenzminimum sei zu-
sätzlich zu berücksichtigen, dass er seine Wohnung komplett neu möblieren müs-
se. Dafür werde er mindestens Fr. 2’000.-- aufzuwenden haben. Folglich sei ihm 
an sein Existenzminimum monatlich ein Betrag von Fr. 397.-- anzurechnen, damit 
er seine Wohnung in der Zeit von September 2016 bis Februar 2017 einrichten 
könne.

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d/bb. Die Ehefrau weist in ihrer Berufungsantwort zu Recht darauf hin, dass der 
Ehemann die Anrechnung von Möblierungskosten erstmals im Berufungsverfahren 
verlangt. Es handelt sich dabei um ein unechtes Novum, das nach Art. 317 Abs. 1 
lit. b ZPO unzulässig ist, begründet der Ehemann doch nicht, weshalb er den frag-
lichen Umstand trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz hätte vor-
bringen können. Solches ist denn auch nicht ersichtlich. So beantragte der Ehe-
mann bereits in seiner Stellungnahme vom 11. August 2016 die Zuweisung der bis 
anhin gemeinsam bewohnten Wohnung an die Ehefrau. Es hätte ihm folglich be-
wusst sein müssen, dass er eine neue Wohnung zu suchen bzw. auszustatten hat. 
Dass ein Antrag betreffend Einrichtung der Wohnung anlässlich der vorinstanzli-
chen Verhandlung mündlich behandelt worden wäre, wie der Ehemann in seiner 
Stellungnahme vom 26. Oktober 2016 vorbringt, geht aus dem entsprechenden 
Protokoll nicht hervor. Eine Berichtigung desselben wurde vom Ehemann sodann 
nicht verlangt. Es rechtfertigt sich unter diesen Umständen nicht, die entsprechen-
den Kosten zu berücksichtigen.

e. Aufgrund des Gesagten ist beim Ehemann in Übereinstimmung mit der Vor-
instanz von einem Minimalbedarf von Fr. 2’793.-- auszugehen.

6. Was die Leistungsfähigkeit des Ehemannes betrifft, so rechnete die Vor-
instanz ihm Einkünfte von Fr. 3’801.-- pro Monat an. Dies erweist sich als korrekt. 
Das Nettoeinkommen, das der Ehemann mit seiner Tätigkeit bei der Firma 
A._____ erzielt, beläuft sich auf Fr. 3’500.-- pro Monat (act. III/20). Hinzu tritt ein 
Anteil am 13. Monatslohn (vgl. act. II/8), den die Vorinstanz mit Fr. 301.-- beziffer-
te. Der Ehemann möchte als 13. Monatslohn lediglich einen Betrag von monatlich 
Fr. 194.-- anrechnen lassen. Seine im Berufungsverfahren vorgenommene Be-
rechnung erweist sich indes als falsch. Da er, wie er selbst festhält, aufgrund des 
Arbeitsbeginns am 1. Mai 2016 für das laufende Jahr lediglich für acht Monate 
einen 13. Monatslohn erhält, ist der entsprechende Betrag von Fr. 2’333.-- auch 
nur durch acht Monate und nicht durch zwölf Monate zu teilen. Der Ehemann ging 
in seiner Stellungnahme vom 11. August 2016 (S. 12) in diesem Sinn selbst noch 
davon aus, dass sich der monatliche Anteil am 13. Monatslohn auf ca. Fr. 291.-- 
beläuft (Fr. 2’333.-- ÷ 8 Monate / Fr. 3’500.-- ÷ 12 Monate). Die Differenz zur ers-
ten Instanz, die einen Betrag von Fr. 301.-- errechnete, ergibt sich vermutungs-
weise daraus, dass jene auf dem 13. Monatslohn keinen Pensionskassenabzug 
vornahm, was sich als richtig erweist (vgl. Jann Six, a.a.O., Rz. 2.128). Damit ist 
auf das von der Vorinstanz ermittelte Nettoeinkommen des Ehemannes von mo-
natlich Fr. 3’801.-- abzustellen.

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7a/aa. Zu prüfen verbleibt die Leistungsfähigkeit der Ehefrau. Die Vorinstanz ging 
davon aus, dass jene zu 100% arbeitsunfähig ist und ab 1. September 2016 auch 
keine Taggelder mehr erhält. Infolgedessen rechnete sie ihr kein Einkommen an. 

a/bb. Der Ehemann macht in seiner Berufung geltend, der Ehefrau sei ein hypo-
thetisches Einkommen anzurechnen. Er erachtet es einerseits als fraglich, dass 
die Ehefrau tatsächlich krank ist. Ihm sei bis zum heutigen Datum nicht bekannt, 
an welcher Krankheit die Ehefrau leide. Die durch sie beigebrachten Arztzeugnis-
se sprächen sich ebenfalls nicht über ihr Leiden aus. Es sei weder glaubhaft dar-
getan, dass die Ehefrau weiterhin eine Krankheit habe, noch dass sie in eine The-
rapie gehe. Das Arztzeugnis vom 20. September 2016 sei von einem Allgemein-
mediziner verfasst worden, der sich nicht in hinreichender Weise über eine psy-
chische Erkrankung äussern könne. Auch falle ins Gewicht, dass Hausärzte we-
gen ihres Auftragsverhältnisses zum Patienten wohlwollende Zeugnisse in deren 
Sinn produzierten. Andererseits bezweifelt der Ehemann die Arbeitsunfähigkeit der 
Ehefrau. Jene habe seit Beginn der Ehe ihre Arbeit niedergelegt und keine ernst-
haften Bemühungen unternommen, ein eigenes Einkommen zu generieren. Die 
Angaben über deren Arbeitsunfähigkeit seien widersprüchlich und unklar, womit 
sich auch die Frage stelle, ob die verschiedenen Arztzeugnisse eigens für den 
Scheidungsprozess produziert worden seien. Jedenfalls liessen die Zeugnisse von 
Dr. B._____ wegen der inneren Widersprüchlichkeit nicht den Schluss zu, dass die 
Ehefrau zu 100% arbeitsunfähig sei. Ab dem 1. März 2016 sei die Ehefrau viel-
mehr nur noch zu 80% arbeitsunfähig. Folglich gehe es zu ihren Lasten, wenn sie 
die restliche Arbeitsfähigkeit von 20% nicht ausschöpfe. Es sei ihr zumutbar, in 
einem 20%-Pensum einen monatlichen Lohn von ca. Fr. 800.-- zu erwirtschaften, 
biete der Arbeitsmarkt für eine Anstellung als Putzfrau doch genügend Potential. 
Zudem könne davon ausgegangen werden, dass sie ihre Arbeitsfähigkeit im Hin-
blick auf die baldige Scheidung und die damit verbundene Eigenversorgungska-
pazität zumindest auf 60% erhöhen müsse, da sie nicht auf den Fortbestand der 
Ehe vertrauen dürfe. Mit einem Pensum von 60% verdiene sie sogar Fr. 2’400.--, 
womit ihre Eigenversorgungskapazität wiederhergestellt sei. Der Unterhaltsbeitrag 
sei somit zeitlich zu befristen. Er erkläre sich bereit dazu, einer Unterhaltszahlung 
von monatlich Fr. 250.-- ab 1. September 2016 bis 28. Februar 2017 nachzukom-
men. In diesen sechs Monaten werde die Ehefrau genügend Zeit haben, eine ge-
eignete Arbeitsstelle zu finden.

Die Ehefrau führt aus, das Bestreiten der Krankheit durch den Ehemann sei nach 
einem viermonatigen Klinikaufenthalt und der nachfolgenden ambulanten Betreu-
ung, aufgrund der Medikamentation und nachdem er über den Krankheitsverlauf 

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immer informiert worden sei, schlicht stossend. Der Ehemann übersehe ausser-
dem, dass Zeugnisse eingereicht worden seien, die eine 100%-ige Arbeitsun-
fähigkeit erstellten. Die kurzzeitige 80%-ige Arbeitsunfähigkeit sei ein Versuch ge-
wesen, die Ehefrau mit ihrem Nagelstudio im Rahmen ihrer Selbständigkeit lang-
sam wieder in den Arbeitsprozess zu integrieren, was damals jedoch gescheitert 
sei. Das Geschäft habe durch ihre Abwesenheit aufgrund des stationären Klinik-
aufenthalts von Oktober 2015 bis Februar 2016 einen schweren Rückschlag erlit-
ten und müsse nun wieder aufgebaut werden. Heute sei ihr eine Tätigkeit zu 25% 
im Nagelstudio wieder zumutbar. Da sie aufgrund ihrer psychischen Labilität nach 
wie vor auf Antidepressiva und die ambulante Therapie in der Tagesklinik ange-
wiesen sei, sei diese Beschäftigung ‒ namentlich vor dem Hintergrund, dass sie 
dabei die Arbeit frei einteilen könne und, wenn es gesundheitlich nicht gehe, auch 
absagen könne ‒ die einzig realisierbare und auf absehbare Zeit mögliche Tätig-
keit. In Bezug auf ihre frühere Putztätigkeit werde der Ehefrau weiterhin eine 
100%-ige Arbeitsunfähigkeit attestiert, weil neben den psychischen Gebrechen 
zusätzlich eine chronische muskuläre Verspannung des Schulter-Nacken-Gürtels 
bei degenerativer Veränderung vorliege. Durch die für ihr Nagelstudio ärztlich be-
scheinigte Arbeitsfähigkeit von 25% entfalle sodann jegliche künftige Krankentag-
geldzahlung für die Ehefrau aus dem damaligen gekündigten Reinigungserwerb. 
Eine Beschränkung der Unterhaltspflicht lasse sich nicht begründen, da der Ver-
lauf der Krankheit ungewiss und sie auf absehbare Zeit nicht in der Lage sei, Ei-
geneinkommen zu generieren, das ihr Manko auffülle.

b/aa. Grundsätzlich ist bei der Bestimmung der Leistungsfähigkeit eines Ehegat-
ten von dessen tatsächlich erzieltem Einkommen auszugehen (Jann Six, a.a.O., 
Rz. 2.128; Heinz Hausheer/Annette Spycher, in: Hausheer/Spycher [Hrsg.], Hand-
buch des Unterhaltsrechts, 2. Auflage, Bern 2010, Rz. 01.49). Allerdings darf bei 
der Festsetzung von Unterhaltsbeiträgen vom tatsächlichen Leistungsvermögen 
eines Ehegatten abgewichen und stattdessen von einem hypothetischen Einkom-
men ausgegangen werden, wenn dessen Erzielung zumutbar und tatsächlich 
möglich ist. Dabei handelt es sich um zwei Voraussetzungen, die kumulativ erfüllt 
sein müssen. Damit ein Einkommen überhaupt oder ein höheres Einkommen als 
das tatsächlich erzielte angerechnet werden kann, genügt es daher nicht, dass 
dem betroffenen Ehegatten unter Berücksichtigung seines Alters, seiner Gesund-
heit und seiner Ausbildung weitere Anstrengungen zugemutet werden können. 
Vielmehr muss es auch möglich sein, aufgrund dieser Anstrengungen ein höheres 
Einkommen zu erzielen. Wo die reale Möglichkeit einer Einkommenssteigerung 
fehlt, muss eine solche ausser Betracht bleiben. Mit Bezug auf das hypothetische 

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Einkommen ist Rechtsfrage, welche Tätigkeit aufzunehmen oder auszudehnen als 
zumutbar erscheint. Ob die als zumutbar erkannte Tätigkeit möglich und das an-
genommene Einkommen effektiv erzielbar ist, bildet hingegen eine Tatfrage (BGE 
137 III 118 E. 2.3, BGE 128 III 4 E. 4a, je m.w.H.). Die Anrechnung eines hypothe-
tischen Einkommens ist in allen Matrimonialsachen möglich und gilt daher auch im 
Bereich von Art. 163 ZGB, wonach jeder Ehegatte nach seinen Kräften an den 
gebührenden Unterhalt der Familie beizutragen hat. Gegebenenfalls ist daher 
auch in diesem Rahmen nicht auf den tatsächlich erzielten Erwerb abzustellen, 
sondern ein hypothetisches, höheres Einkommen zu berücksichtigen (BGE 128 III 
4 E. 4a, BGE 119 II 314 E. 4a).

b/bb. Vorliegend stellt sich in Bezug auf die Anrechnung eines hypothetischen 
Einkommens in erster Linie die Frage nach dem Gesundheitszustand der Ehefrau. 
In den Akten befinden sich ärztliche Zeugnisse von Dr. med. B._____ (act. II/14), 
die der Ehefrau vom 19. Oktober 2015 bis 31. August 2016 eine 100%-ige Ar-
beitsunfähigkeit bescheinigen. Diese Zeugnisse äussern sich zwar nicht über die 
Art der Erkrankung, doch geht aus den ärztlichen Berichten von Dr. B._____ vom 
31. März 2016 (act. II/2) und vom 20. September 2016 (act. C.2) sowie aus dem 
Entscheid der KESB Nordbünden vom 25. November 2015 (act. II/6) hervor, dass 
die Ehefrau seit Jahren an Depressionen leidet. Vom 26. Oktober 2015 bis 10. 
Februar 2016 wurde sie aufgrund einer schweren depressiven Episode in der 
psychiatrischen Klinik Beverin stationär behandelt. Danach fand eine ambulante 
Nachbehandlung in der Tagesklinik statt (act. II/3). Aufgrund der depressiven 
Symptomatik und der damit verbundenen Unfähigkeit, ihre finanziellen und admi-
nistrativen Belange zu erledigen, wurde für die Ehefrau gemäss dem erwähnten 
Entscheid der KESB Nordbünden eine Vertretungsbeistandschaft errichtet. Aktuell 
ist die Ehefrau immer noch auf psychotherapeutische Behandlung und medika-
mentöse Unterstützung angewiesen. Dr. B._____ attestiert der Ehefrau für eine 
Putztätigkeit weiterhin eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit; als Podologin erachtet er 
sie zu 25% arbeitsfähig (vgl. act. C.2). 

Dass die Vorinstanz unter diesen Umständen von einer grundsätzlichen Arbeitsun-
fähigkeit der Ehefrau ausging, ist nicht zu beanstanden. Namentlich rechtfertigt es 
sich nicht, den ärztlichen Zeugnissen bzw. Berichten von Dr. B._____ die Beweis-
kraft abzusprechen, nur weil es sich beim Genannten um einen Allgemeinmedizi-
ner bzw. um den Hausarzt der Ehefrau handelt, zumal seine Einschätzung mit der 
Tatsache übereinstimmt, dass die Ehefrau über drei Monate stationär und danach 
auch noch ambulant in der Psychiatrie behandelt werden musste. Die Zeugnisse 
und Berichte leiden auch nicht an einer inneren Widersprüchlichkeit. Zwar be-

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zeichnete Dr. B._____ die Ehefrau in seinen Berichten vom 31. März 2016 und 
vom 20. September 2016 in Abweichung zu den ärztlichen Zeugnissen nicht dau-
ernd zu 100%, sondern ab 1. März 2016 lediglich zu 80% und ab 1. April 2016 zu 
75% als arbeitsunfähig, doch ergibt sich bei näherem Hinsehen, dass der Arzt 
nach der Art der Tätigkeit differenziert. Für ihre unselbständige Putztätigkeit erach-
tet der Arzt die Ehefrau durchgehend und bis auf weiteres zu 100% arbeitsunfähig; 
die ärztlichen Zeugnisse wurden denn auch für den Arbeitgeber bzw. die Versiche-
rung ausgestellt. Die Einschätzung einer 20%- bzw. 25%-igen Arbeitsfähigkeit be-
zieht sich demgegenüber auf ihre selbständige Tätigkeit als Podologin.

Aufgrund vorstehender Ausführungen rechtfertigt es sich nicht, der Ehefrau aus 
einer Putztätigkeit ein hypothetisches Einkommen von Fr. 800.-- pro Monat anzu-
rechnen, wie der Ehemann dies vorliegend anstrebt. Es ist glaubhaft, dass die 
Ehefrau aufgrund ihrer psychischen Erkrankung sowie ihrer neu diagnostizierten 
eingeschränkten körperlichen Belastbarkeit ‒ sie leidet an chronischen mus-
kulären Verspannungen des Schulter-Nacken-Gürtels bei degenerativen Verände-
rungen ‒ diesbezüglich zu 100% arbeitsunfähig und ihr eine entsprechende Tätig-
keit folglich weder zumutbar noch möglich ist. Eine eingeschränkte Beschäftigung 
als selbständige Podologin ist zwar zumutbar, doch erscheint es nicht möglich, 
damit bis auf weiteres ein regelmässiges Einkommen zu erzielen. Zu beachten ist 
in diesem Zusammenhang namentlich, dass die Ehefrau den Kundenstamm neu 
aufbauen und zudem zunächst die mit der Tätigkeit verbundenen Kosten wie Mie-
te und Material decken muss. Die Vorinstanz hat folglich zu Recht davon abgese-
hen, bei der Ehefrau ein hypothetisches Einkommen zu berücksichtigen. Ange-
sichts der seit Herbst 2015 belegten Krankengeschichte sowie des Umstands, 
dass der Arzt gemäss seiner Bestätigung vom 20. September 2016 (act. C.2) mit 
einer längerdauernden Leistungseinbusse rechnet, ist ferner nicht zu erwarten, 
dass die Ehefrau ihre Arbeitsfähigkeit bzw. ihr Einkommen in absehbarer Zeit so 
steigern kann, dass ihr Lebensbedarf von rund Fr. 2'800.-- gedeckt wäre, weshalb 
auch nicht zu beanstanden ist, dass die Vorinstanz auf eine Befristung des Unter-
haltsbeitrags verzichtet hat.

8. Zusammenfassend ist in Übereinstimmung mit der ersten Instanz von ei-
nem Minimalbedarf des Ehemannes von Fr. 2’793.--, einem solchen der Ehefrau 
von Fr. 2’844.-- sowie einem Nettoeinkommen des Ehemannes von Fr. 3’801.-- 
auszugehen. Damit übersteigt das familienrechtliche Existenzminimum beider 
Ehegatten von Fr. 5’637.-- das gemeinsame Einkommen von Fr. 3’801.--, so dass 
ein Mankofall vorliegt. Der geschuldete Ehegattenunterhaltsbeitrag ergibt sich folg-
lich aus der Differenz zwischen dem Einkommen des Ehemannes und seinem fa-

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milienrechtlichen Existenzminimum. In das Existenzminimum des unterhaltspflich-
tigen Ehegatten darf nämlich nicht eingegriffen werden, weshalb die Ehefrau das 
Manko alleine zu tragen hat (BGE 123 III 1, BGE 133 III 57 E. 3; Jann Six, a.a.O., 
Rz. 2.61 u. 2.175). Im Ergebnis bleibt es somit bei dem seitens der Vorinstanz ab 
1. September 2016 festgelegten monatlichen Unterhaltsbeitrag von gerundet Fr. 
1’000.-- (Fr. 3’801.-- abzüglich Fr. 2’793.--). 

Das Manko der Ehefrau beläuft sich in Anbetracht dieses Unterhaltsbeitrags auf 
Fr. 1’844.-- pro Monat. Ein Manko ‒ und zwar von Fr. 1’300.-- pro Monat ‒ wäre im 
Übrigen selbst dann vorhanden, wenn man von dem vom Ehemann in seiner Stel-
lungnahme vom 26. Oktober 2016 geltend gemachten minimalen Bedarf der Ehe-
frau von Fr. 2’300.-- ausgehen würde. Sodann würde sich am Bestehen eines 
Mankos und damit an der Unterhaltspflicht des Ehemannes auch dann nichts än-
dern, wenn man der Ehefrau auf der Einkommensseite Krankentaggelder von mo-
natlich Fr. 856.-- (vgl. act. II/5) anrechnen würde. Die Frage, ob und aus welchem 
Grund die entsprechenden Zahlungen per 1. September 2016 effektiv ausgelaufen 
sind, kann infolgedessen offen gelassen werden. Dies durfte unter den gegebenen 
Umständen auch die Vorinstanz, weshalb sich der vom Ehemann erhobene Vor-
wurf einer unvollständigen Sachverhaltsfeststellung als unberechtigt erweist. Un-
begründet ist schliesslich auch sein Einwand, es sei ihm zu Unrecht keine Einsicht 
in die Einkommens- und Vermögensverhältnisse der Ehefrau gewährt worden, 
obwohl er dies im vorinstanzlichen Verfahren editionsweise verlangt habe. Zum 
einen hat die Ehefrau zusammen mit ihrem Gesuch diejenigen Urkunden, die für 
die Bezifferung ihres Lebensaufwands und ihres Einkommens relevant sind, ein-
gereicht. Zum anderen ist durch die Fürsorgeabhängigkeit der Ehefrau belegt, 
dass sie weder über massgebliches Einkommen noch über Vermögen verfügt. 
Folglich hatte die Vorinstanz keine weiteren Dokumente zu edieren. Die Berufung 
des Ehemannes ist unter diesen Umständen vollumfänglich abzuweisen.

9a. Nach Art. 106 Abs. 1 ZPO werden die Prozesskosten, wozu sowohl die Ge-
richtskosten als auch die Parteientschädigungen zählen (Art. 95 Abs. 1 ZPO), der 
unterliegenden Partei auferlegt. Hat keine Partei vollständig obsiegt, so werden 
die Prozesskosten nach dem Ausgang des Verfahrens verteilt (Art. 106 Abs. 2 
ZPO).

b/aa. Infolge Abweisung seiner Berufung unterliegt X._____, so dass er die Kos-
ten des Berufungsverfahrens von Fr. 2'500.-- zu tragen hat.

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b/bb. Darüber hinaus hat der Berufungskläger die Berufungsbeklagte für das vor-
liegende Verfahren aussergerichtlich zu entschädigen. Die Rechtsvertreterin der 
Berufungsbeklagten verzichtete vorliegend auf das Einreichen einer Honorarnote, 
weshalb deren Entschädigung nach Ermessen bzw. gestützt auf den mutmassli-
chen Aufwand festzusetzen ist. Vorliegend dürfte Rechtsanwältin lic. iur. Susanna 
Mazzetta ein Aufwand von rund 10 Stunden entstanden sein, was bei einem übli-
chen Stundenansatz von Fr. 240.-- (vgl. Art. 3 Abs. 1 der Verordnung über die 
Bemessung des Honorars der Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte [Honorar-
verordnung, HV; BR 310.250]) ein Honorar nach Zeitaufwand von Fr. 2’400.-- er-
gibt. Dazu treten Barauslagen von Fr. 72.-- (3% von Fr. 2’400.--) sowie die Mehr-
wertsteuer von Fr. 197.80 (8% von Fr. 2’472.--). Die ausseramtliche Entschädi-
gung, die X._____ Y._____ für das Berufungsverfahren zu leisten hat, wird somit 
auf gerundet Fr. 2’670.-- inklusive Spesen und Mehrwertsteuer festgelegt. 

c. X._____ wurde mit Verfügung der Vorsitzenden der I. Zivilkammer vom 14. 
Oktober 2016 (ZK1 16 143) für das Berufungsverfahren die unentgeltliche Rechts-
pflege gewährt und MLaw Sandra Lazzarini zu seiner Rechtsvertreterin ernannt. 
Damit gehen die dem Berufungskläger auferlegten Gerichtskosten von Fr. 2'500.-- 
und die Kosten seiner Rechtsvertretung nach Massgabe von Art. 122 ZPO zu Las-
ten des Kantons Graubünden. Die Rechtsvertreterin des Berufungsklägers reichte 
am 15. November 2016 eine Honorarnote ein (act. D.6), in der sie einen Aufwand 
von 19.60 Stunden geltend macht. Dieser Aufwand erscheint hoch, kann ange-
sichts des doppelten Schriftenwechsels aber noch als angemessen gelten. Bei 
einem Stundenansatz von Fr. 150.-- (vgl. Art. 5 f. HV) ergibt sich ein Honoraran-
spruch von Fr. 2’940.--. Hinzu kommt die Spesenpauschale von Fr. 88.20 (3% von 
Fr. 2’940.--). Nicht berücksichtigt werden können die in Rechnung gestellten Foto-
kopien für Fr. 132.--. Zum einen erweist sich der Betrag von Fr. 1.-- pro Fotokopie 
als übersetzt und zum anderen sind Auslagen für Fotokopien in der Spesenpau-
schale enthalten. Unter Berücksichtigung der Mehrwertsteuer von Fr. 242.30 (8% 
von Fr. 3’028.20) resultiert eine Entschädigung von insgesamt Fr. 3’271.--. Die 
Entschädigung wird aus der Gerichtskasse bezahlt. Vorbehalten bleibt die Rück-
forderung durch den Kostenträger im Sinne von Art. 123 ZPO, wonach eine Partei, 
der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet 
ist, sobald sie dazu in der Lage ist.

d. Mit Verfügung der Vorsitzenden der I. Zivilkammer vom 14. Oktober 2016 
(ZK1 16 147) wurde auch Y._____ für das Berufungsverfahren die unentgeltliche 
Rechtspflege mit Rechtsvertretung durch Rechtsanwältin lic. iur. Susanna Mazzet-
ta bewilligt. Da die Berufungsbeklagte mit ihren Anträgen obsiegt, hat sie keine 

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Prozesskosten zu tragen und erhält eine Parteientschädigung zu Lasten des Beru-
fungsklägers zugesprochen. Nichtsdestotrotz muss vorliegend die Entschädigung, 
welche ihrer Rechtsvertreterin aufgrund der Bewilligung der unentgeltlichen 
Rechtspflege zusteht, festgesetzt werden, da ein Rechtsbeistand auch bei Obsie-
gen der unentgeltlich prozessführenden Partei durch den Kanton angemessen zu 
entschädigen ist, falls die der Gegenpartei auferlegte Parteientschädigung nicht 
oder voraussichtlich nicht einbringlich ist (Art. 122 Abs. 2 Satz 1 ZPO; Frank Em-
mel, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schwei-
zerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Auflage, Zürich 2016, N 11 zu Art. 122 
ZPO). Ist der kostenpflichtigen Partei ihrerseits die unentgeltliche Rechtspflege 
gewährt worden, was in casu der Fall ist, gilt die von ihr zu leistende Parteien-
tschädigung in der Regel zum vornherein als uneinbringlich (Alfred Bühler; in: 
Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessord-
nung, Band I: Art. 1–149 ZPO, Bern 2012, N 67 zu Art. 122 ZPO; Lukas Huber, in: 
Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessordnung [ZPO], 
Kommentar, Art. 1‒196 ZPO, 2. Auflage, Zürich 2016, N 21 zu Art. 122 ZPO). 
Ausgehend von dem auch der Parteientschädigung zugrundeliegenden Zeitauf-
wand von 10 Stunden und einem reduzierten Stundenansatz von Fr. 200.-- (Art. 5 
HV) ergibt sich ein Honoraranspruch von Fr. 2’000.--, so dass die im Falle der Un-
einbringlichkeit aus der Gerichtskasse zu leistende Entschädigung unter Berück-
sichtigung der Pauschale für Barauslagen von Fr. 60.-- (3% von Fr. 
2’000.--) und der Mehrwertsteuer von Fr. 164.80 (8% von Fr. 2’060.--) auf gerun-
det Fr. 2’225.-- festzusetzen ist. Mit der Zahlung geht der Anspruch auf die Partei-
entschädigung im entsprechenden Umfang auf den Kanton über (Art. 122 Abs. 2 
Satz 2 ZPO).

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Berufung wird abgewiesen.

2. a) Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 2'500.-- gehen zu Lasten von 
X._____. 

b) X._____ hat Y._____ eine Parteientschädigung von Fr. 2’670.-- (inkl. Spe-
sen und Mehrwertsteuer) zu leisten.

Da sich die Parteientschädigung voraussichtlich als uneinbringlich erweist, 
wird die Rechtsvertreterin von Y._____ gestützt auf die mit Verfügung der 
Vorsitzenden der I. Zivilkammer vom 14. Oktober 2016 gewährte unentgelt-
liche Rechtspflege (ZK1 16 147) zu Lasten des Kantons Graubünden mit 
Fr. 2'225.-- (inkl. Spesen und Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse ent-
schädigt. 

c) Die X._____ auferlegten Gerichtskosten von Fr. 2'500.-- und die Kosten 
seiner Rechtsvertretung von Fr. 3’271.-- (inkl. Spesen und Mehrwertsteuer) 
gehen unter Vorbehalt der Rückforderung gemäss Art. 123 ZPO gestützt 
auf die entsprechende Verfügung der Vorsitzenden der I. Zivilkammer vom 
14. Oktober 2016 (ZK1 16 143) zu Lasten des Kantons Graubünden und 
werden aus der Gerichtskasse bezahlt.

3. Gegen diese, einen Streitwert von mindestens 30’000 Franken betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 1 lit. b des Bundesge-
richtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Zivilsachen an das Schweizerische 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt werden. Die Beschwerde ist 
dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollstän-
digen Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorge-
schriebenen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegi-
timation, die weiteren Voraussetzungen und das Verfahren der Beschwerde 
gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 ff. BGG.

4. Mitteilung an: