# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5c2d5740-8cd8-5824-928c-76fb99adba51
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-06-19
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 19.06.2009 C-2661/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2661-2006_2009-06-19.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-2661/2006/<ABR>  
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 9 .  J u n i  2 0 0 9

Richter Beat Weber (Vorsitz), 
Richter Michael Peterli, Richter Alberto Meuli, 
Gerichtsschreiberin Susanne Flückiger.

A._______, Z._______ (Spanien),
vertreten durch Fürsprecher Ulrich Seiler, Y._______,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, 
X._______,
Vorinstanz.

Invalidenrente; Einspracheentscheid der IVSTA 
vom 24. Januar 2006.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-2661/2006

Sachverhalt:

A.
A.a Der  1952  geborene  A._______  (nachfolgend:  Versicherter  oder 
Beschwerdeführer),  spanischer  Staatsangehöriger,  hatte  in  der 
Schweiz als angelernter Maler in W._______ gearbeitet und Beiträge 
an die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung bezahlt. Im 
Dezember  1986 suchte er  erstmals um Leistungen der  Invalidenver-
sicherung nach (act. IV/1). Er bezog seit  dem 1. Oktober 1987 eine 
halbe  und seit  dem 1. Juni  1988  eine  ganze Rente  der  schweizeri-
schen Invalidenversicherung aus psychischen und somatischen Grün-
den (vgl. Urteil  I  439/90 des  Eidgenössischen Versicherungsgerichts 
vom 30. August 1991, act. IV/117). 

A.b Im  Juli  1991  wurden  die  IV-Akten  an  die  Schweizerische  Aus-
gleichskasse  SAK  überwiesen,  als  der  Versicherte  zurück  nach 
Spanien zog (act. IV/114). 

B.
B.a Im Rahmen einer Rentenrevision ersetzte die nun zuständige IV-
Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA (nachfolgend: Vorinstanz) mit 
Verfügung vom 27. Februar 1995 per 1. Mai 1995 die ganze Invaliden-
rente durch eine halbe Rente (act. IV/143). 

B.b Die  Eidgenössische  Rekurskommission  der  Alters-,  Hinterlasse-
nen- und Invalidenversicherung für die im Ausland wohnenden Perso-
nen (nachfolgend: Reko AHV/IV) hiess mit Urteil vom 23. August 1995 
eine vom Beschwerdeführer, vertreten durch Fürsprecher Ulrich Seiler, 
dagegen eingereichte Beschwerde gut und wies die Sache zur neuer-
lichen Beurteilung an die Vorinstanz zurück (act. IV/147). 

Die Vorinstanz stellte  nach weiteren Abklärungen und der Erstellung 
eines  multidisziplinären  Gutachtens  beim B._______,  V._______  ([in 
der Schweiz]; nachfolgend: B._______), vom 16. Februar 1996 (act. IV/
161),  mit  Verfügung  vom  4.  Februar  1997  fest,  es  bestehe  kein 
Rentenanspruch mehr und hob die laufende Rente per 1. April  1997 
auf (act. IV/180). 

B.c Die dagegen vom Beschwerdeführer erhobene Beschwerde hiess 
die Reko AHV/IV mit  Urteil  vom 22. Februar  1999 teilweise  gut  und 
wies die Vorinstanz an, dem Beschwerdeführer ab dem 1. April  1997 

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eine halbe Rente auszurichten (act. IV/187).

Mit Urteil I 257/99 vom 27. Dezember 1999 wies das Eidgenössische 
Versicherungsgericht (heute: Bundesgericht) eine dagegen eingereich-
te  Verwaltungsgerichtsbeschwerde  ab  und  bestätigte  das  Urteil  der 
Reko AHV/IV (act. IV/192). Am 14. Januar 2000 wurden die entspre-
chenden  Rentennachzahlungen  für  den  Beschwerdeführer,  die  Ehe-
frau und den minderjährigen Sohn (Zusatzrenten) verfügt (act. IV/198, 
199). 

C.
C.a Im Rahmen einer ordentlichen Rentenrevision forderte die IVSTA 
am 26. September 2003 beim spanischen Versicherungsträger Institu-
to National de la Seguridad Social (nachfolgend: INSS) neue medizini-
sche Unterlagen bezüglich des aktuellen Gesundheitszustands, Thera-
pie,  Medikation und allfälliger  Spitalaufenthalte  des Versicherten seit 
1. Januar  2000 an (act. IV/202). Am 17. Dezember  2003 wurde das 
Formular CH/E 20 eingereicht (act. IV/206, 221). 

Am  9.  Februar  2004  wurde  der  auf  den  4.  Januar  2004  datierte, 
ausgefüllte  Fragebogen für  die  IV-Rentenrevision  mit  weiteren medi-
zinischen Akten eingereicht (act. 208, 209, 215 – 219). Der Vertreter 
des Versicherten machte mit Eingabe vom 24. März 2004 eine zusätz-
liche  Verschlechterung  des  Gesundheitszustands  seines  Mandanten 
geltend, dieser befinde sich psychisch in einer schlechten Verfassung 
und äussere Suizidabsichten. Gemäss Arztbericht  leide er  seit  1999 
an einer reaktiven, behandelten Depression und einer Agoraphobie. Er 
stellte  in  Aussicht,  weitere  aktuellere  Arztzeugnisse  nachzureichen 
und beantragte eine Begutachtung in der Schweiz. Mit Schreiben vom 
18. Mai 2004 reichte er  die „Informe Clinico“ vom 23. April  2004 ein 
(act. IV/211, 213, 222).

C.b Nachdem die IVSTA bei ihrem ärztlichen Dienst (nachfolgend: ÄD) 
eine Stellungnahme vom 14. Juli 2004 eingeholt hatte, forderte sie den 
Versicherten am 23. August  2004 auf,  sich am 18. Oktober  2004 zu 
einer polydisziplinären  Begutachtung im  B._______ in  V._______ 
einzufinden (act. IV/224, 228). Mit  Telefonanruf vom 31. August 2004 
lehnte  der  Vertreter  des  Versicherten  eine  Begutachtung  durch  den 
B._______ ab und teilte  in  einem gleichentags verfassten Schreiben 
mit, sein Mandant sei im Übrigen ausser Stande, irgend eine Reise zu 
unternehmen,  und  könne  deshalb  den  Begutachtungstermin  in 

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V._______  nicht  wahrnehmen  (act.  IV/229,  231,  231.1).  Er  erhob 
ausserdem Vorbehalte gegenüber dem B._______. Der Versicherte sei 
vom ersten Besuch des B._______ derart traumatisiert worden, dass 
eine  weitere  Untersuchung  dort  unzumutbar  sei.  Unter  diesen 
Umständen  bestehe  ausserdem  die  Gefahr,  dass  das 
Untersuchungsergebnis vorweg als verfälscht  erscheinen müsse. Am 
6. November 2004 reichte er einen Bericht des behandelnden Arztes 
in Spanien vom 27. Oktober 2004 nach (act. IV/237). 

Nach  Rücksprachen  mit  dem  ÄD  ersuchte  die  Vorinstanz  den  Ver-
sicherten  mit  Schreiben  vom  11.  Januar  2005  um  Beantwortung 
verschiedener Fragen durch den ihn behandelnden Psychiater (act. IV/
239, 241); am 18. Mai 2005 nahm der behandelnde Arzt (act. IV/248) 
und am 25. Juni 2005 der ÄD nochmals Stellung (act. IV/250).

Mit Verfügung vom 29. Juni 2005 bezog sich die IVSTA auf die bean-
tragte Rentenrevision vom 24. März 2004 und bestätigte den Anspruch 
des Versicherten auf  eine  halbe Rente,  da er  weiterhin  zu  mehr  als 
40% erwerbsfähig sei (act. IV/252).

C.c Am 6. und 21. Juli 2005 erhob der Versicherte Einsprache (act. IV/
253,  255).  Er  machte  geltend,  er  leide  seit  längerer  Zeit  an  einer 
schweren Agoraphobie und sei zu 100% erwerbsunfähig, da er nicht 
einmal mehr alleine aus dem Haus gehen könne. Er ersuchte um rück-
wirkende Zusprechung einer ganzen Rente und eventualiter um Durch-
führung weiterer medizinischer Abklärungen. Er rügte, der Sachverhalt 
sei weder richtig eruiert worden, noch könne er aufgrund der vorhan-
denen  Akten  angemessen  beurteilt  werden.  Insbesondere  seien  die 
vorhandenen spanischen Akten nicht in eine Schweizer Amtssprache 
(Deutsch  oder  Französisch)  übersetzt  worden,  demnach  hätten  sie 
auch von der beurteilenden Vorinstanz nicht vollumfänglich verstanden 
werden können.

Mit Eingabe vom 15. Dezember 2005 (act. IV/259) machte der Vertre-
ter des Versicherten Vorschläge, wie der Gesundheitszustand seines 
Mandanten ermittelt werden könne.

Mit  Einspracheentscheid  vom 24. Januar  2006  stellte  die  Vorinstanz 
fest,  die  Sachlage  sei  rechtsgenüglich  erstellt  worden. Sie  wies  die 
Einsprache  mangels  substanziierter  Hinweise  auf  das  Vorliegen  der 
geltend  gemachten  schwerstgradigen  Agoraphobie  sowie  mangels 

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Einreichen neuer  medizinischer Beweismittel  im Einspracheverfahren 
ab (act. lV/260).

C.d Gegen  diesen  Entscheid  erhob  der  Beschwerdeführer  bei  der 
Reko  AHV/IV  am  22. Februar  2006  Beschwerde  und  ersuchte  um 
rückwirkende Zusprechung einer ganzen Rente, eventualiter um Rück-
weisung an die Vorinstanz zu neuer Beurteilung unter Entschädigungs-
folgen und Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung unter Bei-
ordnung des Vertreters als amtlichen Anwalt (act. 1.1).

C.e In ihrer Vernehmlassung vom 17. März 2006 (act. 1.4) verwies die 
Vorinstanz auf ihre Begründung im Einspracheentscheid und die Stel-
lungnahmen ihres medizinischen Dienstes und beantragte die Abwei-
sung der Beschwerde. Der Beschwerdeführer verzichtete auf eine wei-
tere Stellungnahme (vgl. act. 1.5, Aufforderung zur Replik).

C.f Am 7.  März  2007  teilte  das  Bundesverwaltungsgericht  dem Be-
schwerdeführer seine Zuständigkeit seit dem 1. Januar 2007 und die 
Zusammensetzung  des  Spruchkörpers  mit.  Es  wurden  keine  Aus-
standsgründe geltend gemacht.

Mit Eingabe vom 16. April 2008 reichte der Beschwerdeführer weitere 
Arztberichte von Dr. C._______ vom 12. März 2008, inkl. Übersetzung, 
Dr. D._______  vom  15.  Februar  2008  und  Dr.  E._______  [Datum 
unleserlich] je als Telefaxkopien ein (act. 7).

C.g Die  zur  Stellungnahme  aufgeforderte  Vorinstanz  beantragte  mit 
ergänzender Vernehmlassung vom 25. April 2008 die Bestätigung des 
angefochtenen  Einspracheentscheides  und  die  Abweisung  der  Be-
schwerde (act. 9). Sie stellte darin fest, dass im vorliegenden Verfah-
ren nur zu prüfen sei, wie sich der Sachverhalt  bis zum Einsprache-
entscheid vom 24. Januar 2006 entwickelt habe. Insoweit würden die 
neu  eingereichten  Akten  keine  neuen  Gesichtspunkte  ergeben.  Im 
Übrigen werde im psychiatrischen Attest nur längst Bekanntes noch-
mals wörtlich wiederholt. 

C.h Mit  Zwischenverfügung  vom  7.  Juli  2008  teilte  das  Bundesver-
waltungsgericht dem Beschwerdeführer Änderungen im Spruchkörper 
mit  (act.  11).  Innert  der  angesetzen  Frist  wurden  keine  Ausstands-
gründe geltend gemacht.

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C.i Am 10. September  2008  forderte  das  Bundesverwaltungsgericht 
die  Vorinstanz  auf,  aus  dem vorinstanzlichen  Dossier  sich  stellende 
Fragen zu beantworten  und allenfalls  fehlende Akten  nachzureichen 
(act. 12).

C.j Am  14.  Oktober  2008  liess  der  Beschwerdeführer  einen  neuen 
Arztbericht  von Dr. C._______  vom 30. September  2008  zu  seinem 
Gesundheitszustand einreichen (act. 13.1). 

C.k Mit Eingabe vom 14. November 2008 übermittelte die Vorinstanz 
die  Stellungnahme des  ÄD vom 11. November  2008  mit  der  Beant-
wortung des gestellten Fragenkatalogs (act. 15). 

C.l Am 21. Januar 2009 nahm der Beschwerdeführer zur Eingabe der 
Vorinstanz vom 14. November  2008 unter  Beilage eines neuen psy-
chiatrischen  Arztberichtes  vom  5.  Januar  2009  (Dr.  F._______) 
Stellung (act. 19).  Er  stellte  das zusätzliche Rechtsbegehren,  es sei 
ein  gerichtlicher  Sachverständiger  mit  einem  Gutachten  (ev.  bloss 
Aktengutachten) zu beauftragen.

Die  nochmals  zur  Stellungnahme  aufgeforderte  Vorinstanz  hielt  am 
29. Januar 2009 an ihren Anträgen fest (act. 21). Am 5. Februar 2009 
schloss  das  Bundesverwaltungsgericht  den  Schriftenwechsel  ab 
(act. 22).

C.m Auf weitere Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten 
wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen 
eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Das  Bundesverwaltungsgericht  übernimmt,  sofern  es  zuständig 
ist, die Beurteilung der Ende 2006 bei den Eidgenössischen Rekurs- 
oder Schiedskommissionen oder bei den Beschwerdediensten der De-
partemente hängigen Rechtsmittel, wobei die Beurteilung nach neuem 
Verfahrensrecht  erfolgt  (Art. 53  Abs. 2  des  Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]).

1.2 Gemäss Art. 31 VGG in Verbindung mit  Art. 33 Bst. d  VGG und 
Art. 69 Abs. 1 Bst. b IVG sowie Art. 5 VwVG beurteilt das Bundesver-

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waltungsgericht Beschwerden von Personen im Ausland gegen Verfü-
gungen der  IV-Stelle  für  Versicherte  im Ausland. Eine Ausnahme im 
Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor.

1.3 Der  Beschwerdeführer  hat  am vorinstanzlichen  Verfahren  teilge-
nommen; er ist durch den angefochtenen Einspracheentscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Anfechtung (Art. 59 
des  Bundesgesetzes  über  den  allgemeinen  Teil  des  Sozialversiche-
rungsrechts  vom 6. Oktober  2000  [ATSG,  SR 830.1];  entsprechend: 
Art. 48 Abs. 1 VwVG). Er ist daher zur Beschwerde legitimiert. Mit Voll-
macht vom 25. April 1990 hat er Fürsprecher Ulrich Seiler ermächtigt 
(act. IV/84.1). Der die Beschwerde unterzeichnende Fürsprecher Ulrich 
Seiler ist somit rechtsgültig bevollmächtigt. 

1.4 Da die Beschwerde im Übrigen frist- und formgerecht eingereicht 
wurde, ist darauf einzutreten (Art. 60 ATSG und Art. 52 VwVG).

2.
2.1 Nach Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundesver-
waltungsgericht  nach  dem  Bundesgesetz  vom  20. Dezember  1968 
über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), soweit das VGG 
nichts anderes bestimmt. 

Indes  findet  das  Verwaltungsverfahrensgesetz  aufgrund  von  Art.  3 
Bst. dbis VwVG keine Anwendung in Sozialversicherungssachen, soweit 
das Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) anwendbar ist. Nach Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes 
vom 19. Juni  1959 über  die  Invalidenversicherung (IVG,  SR 831.20) 
sind  die  Bestimmungen  des  ATSG  auf  die  Invalidenversicherung 
(Art. 1a  – 26bis und 28 – 70)  anwendbar, soweit  das  IVG nicht  aus-
drücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht. 

2.2
2.2.1 Der  Beschwerdeführer  ist  spanischer  Staatsangehöriger,  so 
dass  vorliegend das  am 1. Juni  2002 in  Kraft  getretene  Abkommen 
vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft 
einerseits  und  der  Europäischen  Gemeinschaft  und  ihren  Mitglied-
staaten  andererseits  über  die  Freizügigkeit  (nachfolgend:  FZA, 
SR 0.142.112.681),  insbesondere  dessen  Anhang  II  betreffend  die 
Koordinierung der  Systeme der  sozialen  Sicherheit,  anzuwenden ist 
(Art. 80a IVG). 

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2.2.2 Nach Art. 3 Abs. 1 der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates 
vom 14. Juni 1971 zur Anwendung der Systeme der sozialen Sicher-
heit auf Arbeitnehmer und Selbstständige sowie deren Familienange-
hörige,  die  innerhalb  der  Gemeinschaft  zu-  und  abwandern 
(SR 0.831.109.268.1), haben die in den persönlichen Anwendungsbe-
reich der Verordnung fallenden, in einem Mitgliedstaat wohnenden Per-
sonen aufgrund der Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaats grundsätz-
lich die gleichen Rechte und Pflichten wie die Staatsangehörigen die-
ses Staates. 

2.2.3 Soweit  das  FZA  bzw. die  auf  dieser  Grundlage  anwendbaren 
gemeinschaftsrechtlichen  Rechtsakte  keine  abweichenden  Bestim-
mungen vorsehen, richtet sich die Ausgestaltung des Verfahrens sowie 
die Prüfung der Anspruchsvoraussetzungen einer schweizerischen In-
validenrente  grundsätzlich  nach  der  innerstaatlichen  Rechtsordnung 
(BGE 130 V 257 E. 2.4). Allerdings werden die von den Trägern der 
anderen  Staaten  erhaltenen  ärztlichen  Unterlagen  und  Berichte 
gemäss  Art.  40  der  Verordnung  (EWG)  Nr.  574/72  des  Rates  vom 
21. März  1972  über  die  Durchführung  der  Verordnung  (EWG) 
Nr. 1408/71 (SR 0.831.109.268.11; vgl. auch Art. 51 der  Verordnung 
574/72)  berücksichtigt.  Gemäss  Art. 40  Abs. 4  der  Verordnung 
Nr. 1408/71  ist  die  vom Träger  eines  Mitgliedstaates  getroffene Ent-
scheidung über die Invalidität eines Antragstellers für den Träger eines 
anderen  betroffenen  Staates  nur  dann  verbindlich,  wenn  die  in  den 
Rechtsvorschriften dieser Staaten festgelegten Tatbestandsmerkmale 
der  Invalidität  in  Anhang  V  dieser  Verordnung  als  übereinstimmend 
anerkannt  sind,  was  für  das  Verhältnis  zwischen  Spanien  und  der 
Schweiz  (ebenso  wie  für  das  Verhältnis  zwischen  den  übrigen  EU-
Mitgliedstaaten und der Schweiz) nicht der Fall ist. 

2.2.4 Demnach bestimmt sich vorliegend der Anspruch des Beschwer-
deführers  auf  eine  Rente  der  schweizerischen Invalidenversicherung 
ausschliesslich nach dem innerstaatlichen schweizerischen Recht, ins-
besondere nach dem IVG sowie der Verordnung über die Invalidenver-
sicherung vom 17. Januar 1961 (IVV, SR 831.210).

2.3 Weil  in  zeitlicher  Hinsicht  grundsätzlich  diejenigen  Rechtssätze 
massgebend sind, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führen-
den Tatbestandes Geltung haben, und weil ferner die Gerichte im Be-
reiche der Sozialversicherung bei der Beurteilung eines Falles grund-
sätzlich auf den im Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Verwal-

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tungsaktes,  hier  des  Einspracheentscheids  vom  24.  Januar  2006, 
eingetretenen Sachverhalt  abstellen (BGE 130 V 329,  BGE 129 V 1 
E. 1.2  mit  Hinweisen),  sind  die  ab  1.  Januar  2003  geltenden 
Bestimmungen des ATSG anwendbar. Das IVG ist in der Fassung vom 
31.  März  2003  [4.  IVG-Revision]  anwendbar  (in  Kraft  seit  1.  Januar 
2004). Nicht  zu berücksichtigen sind demnach die durch die 5. IVG-
Revision eingeführten Änderungen, welche am 1. Januar 2008 in Kraft 
getreten sind (AS 2007 5129). Im Folgenden werden deshalb die ab 
1. Januar 2004 bis  Ende 2007 gültig  gewesenen Bestimmungen des 
ATSG, des IVG und der IVV zitiert.

Anzumerken bleibt,  dass Veränderungen des Sachverhalts,  die  nach 
dem 24. Januar 2006 eintraten, im vorliegenden Verfahren grundsätz-
lich  nicht  zu  berücksichtigen  sind. Allerdings  können  Tatsachen,  die 
den  Sachverhalt  seither  verändert  haben,  unter  Umständen  Gegen-
stand einer neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE 121 V 362 E. 1b 
mit Hinweisen).

3.
3.1 Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerde-
verfahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Miss-
brauchs oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder 
unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie 
die Unangemessenheit des Entscheids rügen (Art. 49 VwVG).

3.2 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz 
beherrscht. Danach hat das Gericht von Amtes wegen für die richtige 
und  vollständige  Abklärung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts  zu 
sorgen. Dieser Grundsatz gilt  indessen nicht  unbeschränkt; er  findet 
sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 
E. 2, BGE 122 V 157 E. 1a, je mit weiteren Hinweisen).  Die Parteien 
tragen  im  Sozialversicherungsverfahren  eine  dahingehende  Beweis-

last, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten je-

ner Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt 

Rechte ableitet  (BGE 121 V 208 E.  6a,  115 V 133 E. 8a sowie  UELI 

KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2009, Rz. 39 zu 

Art. 43 mit weiteren Hinweisen).

3.3 Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall  – 
der Richter  dürfen eine Tatsache nur dann als  bewiesen annehmen, 
wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind (MAX KUMMER, Grundriss 

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des  Zivilprozessrechts,  4.  Auflage,  Bern  1984  S. 136).  Während  im 
Zivil-  und  Strafverfahren  die  richterliche  Überzeugung  grundsätzlich 
auf  dem  vollen  Beweis  gründet,  hat  der  Richter  im  Sozialversiche-
rungsrecht  seinen Entscheid,  sofern  das  Gesetz  nicht  etwas Abwei-
chendes  vorsieht,  nach  dem  Beweisgrad  der  überwiegenden  Wahr-
scheinlichkeit  zu  fällen  (BGE  121  V  204  E.  6b  mit  Hinweisen).  Die 
blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweis-
anforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdar-
stellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als 
die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b, 125 V 193 E. 2, 
je mit Hinweisen). 

Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Ver-
waltung  oder  das  Gericht  bei  pflichtgemässer  Beweiswürdigung  zur 
Überzeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahr-
scheinlich zu betrachten und es könnten weitere Beweismassnahmen 
an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, so ist auf die 
Abnahme  weiterer  Beweise  zu  verzichten  (antizipierte  Beweiswürdi-
gung; UELI KIESER, Das Verwaltungsverfahren in der Sozialversicherung, 
Zürich 1999, S. 212, Rz 450; vgl. auch BGE 122 V 157 E. 1d, 122 II 
469 E. 4a, 120 Ib 229 E. 2b).

3.4 Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körper-
lichen,  geistigen  oder  psychischen  Gesundheit  bedingte,  volle  oder 
teilweise  Unfähigkeit,  im bisherigen Beruf  oder  Aufgabenbereich  zu-
mutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare 
Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 
(Art. 6 ATSG). 

3.5 Erwerbsunfähigkeit  ist  der  durch  Beeinträchtigung  der  körperli-
chen,  geistigen oder  psychischen Gesundheit  verursachte  und nach 
zumutbarer  Behandlung  und  Eingliederung  verbleibende ganze oder 
teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom-
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). Erwerbsunfähig-
keit ist, vereinfacht ausgedrückt, die gesundheitlich bedingte Unfähig-
keit, durch zumutbare Arbeit ein Erwerbseinkommen zu verdienen (vgl. 
ALFRED MAURER/GUSTAVO SCARTAZZINI/MARC HÜRZELER,  Bundessozialversi-
cherungsrecht, 3. Auflage, Basel 2009, § 6 Rz.16 und § 12 Rz. 16).

Dabei sind die Erwerbs- bzw. Arbeitsmöglichkeiten nicht nur im ange-
stammten Beruf bzw. der bisherigen Tätigkeit,  sondern – wenn erfor-

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derlich – auch in zumutbaren Verweisungstätigkeiten zu prüfen. Auf-
grund  des  im  gesamten  Sozialversicherungsrecht  geltenden  Grund-
satzes  der  Schadenminderungspflicht  ist  ein  in  seinem  bisherigen 
Beruf dauernd arbeitsunfähiger Versicherter gehalten, innert nützlicher 
Frist  Arbeit  in einem anderen Berufs-  oder Erwerbszweig zu suchen 
und anzunehmen, soweit dies möglich und zumutbar erscheint (BGE 
113 V 22 E. 4a,  111 V 235 E. 2a). Der  Versicherte,  der  von seiner 
(Rest-)Arbeitsfähigkeit keinen Gebrauch macht, obwohl er hierzu nach 
seinen  persönlichen  Verhältnissen  und  gegebenenfalls  nach  einer 
gewissen Anpassungszeit in der Lage wäre, ist nach der Tätigkeit zu 
beurteilen,  die  er  bei  gutem Willen  ausüben  könnte  (vgl.  auch  ZAK 
1989 S. 220 E. 5b). Deshalb ist  es  am behandelnden Arzt  bzw. am 
Vertrauensarzt  einer  IV-Stelle  zu  entscheiden,  in  welchem Ausmass 
ein  Versicherter  seine  verbliebene  Arbeitsfähigkeit  bei  zumutbarer 
Tätigkeit  und  zumutbarem Einsatz  auf  dem ausgeglichenen  Arbeits-
markt verwerten kann. Diese sogenannte Verweisungstätigkeit hat sich 
der Versicherte anrechnen zu lassen (leidensangepasste Verweisungs-
tätigkeit;  ZAK  1986  S.  204),  wobei  es  unerheblich  ist,  ob  er  seine 
Restarbeitsfähigkeit verwertet oder nicht.

3.6 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). 
Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG in der bis Ende 2003 gültig  gewesenen 
Fassung besteht ein Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die 
versicherte Person zu mindestens zwei Dritteln, auf eine halbe Rente, 
wenn sie zu mindestens zur Hälfte und auf eine Viertelsrente, wenn sie 
mindestens  zu  40%  invalid  ist.  Die  seit  dem  1. Januar  2004 
massgeblichen neuen Rentenabstufungen gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG 
geben bei  einem Invaliditätsgrad von 70% Anspruch auf  eine  ganze 
Rente, bei einem Invaliditätsgrad von 60% auf eine Dreiviertelsrente, 
bei  einem  Invaliditätsgrad  von  50%  auf  eine  halbe  Rente  und  bei 
einem Invaliditätsgrad von 40% auf eine Viertelsrente.

3.7 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die 
ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder  der Ärztin  ist  es dabei,  den 
Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen,  in 
welchem  Umfang  und  bezüglich  welcher  Tätigkeiten  die  versicherte 
Person  arbeitsunfähig  ist. Im Weiteren sind  die  ärztlichen  Auskünfte 
eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeits-

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leistungen  der  Person  noch  zugemutet  werden  können  (BGE 125  V 
256 E. 4 mit Hinweisen). Demnach besteht die – arbeitsmedizinische – 
Aufgabe der Ärzte und Ärztinnen darin,  sich dazu zu äussern, inwie-
fern die versicherte Person in ihren körperlichen oder geistigen Funk-
tionen leidensbedingt eingeschränkt ist (vgl. ausführlich im Urteil des 
Eidgenössischen  Versicherungsgerichts  I 457/04  vom  26.  Oktober 
2004, in: SVR 2006 IV Nr. 10, E. 4.1 mit Verweis auf BGE 107 V 17 
E. 2b). Die rein wirtschaftlichen und rechtlichen Beurteilungen, insbe-
sondere im Zusammenhang mit der Bestimmung der Erwerbsfähigkeit, 
obliegt  dagegen der  Verwaltung und im Beschwerdefall  dem Gericht 
(BGE 115 V 133 E. 2, 114 V 310 E. 3c mit Hinweisen).

3.8 Hinsichtlich  des  Beweiswertes  eines  Arztberichtes  ist  entschei-
dend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf all-
seitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden be-
rücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 
ist, in der Darlegung der Zusammenhänge und in der Beurteilung der 
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der 
Expertinnen  und  Experten  begründet  sind. Bestehen  Zweifel  an  der 
Zuverlässigkeit  und  Schlüssigkeit  der  ärztlichen  Feststellungen,  sind 
ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 
157 E. 1c und 1d mit weiteren Hinweisen, AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Nach  der  Rechtsprechung  des  Bundesgerichts  gelten  insbesondere 
folgende Richtlinien: Ergebnissen von Gutachten, die im Verwaltungs-
verfahren eingeholt wurden, wird volle Beweiskraft zuerkannt, solange 
nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise spre-
chen. Berichte von versicherungsinternen Ärzten haben ebenfalls Be-
weiswert, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begrün-
det sind und keine konkreten Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit spre-
chen.  Bei  Berichten  von  Hausärzten  kann  indes  der  Ausgangslage 
Rechnung getragen werden, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre 
auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher  zu Guns-
ten ihrer Patienten aussagen (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b-c, 122 V 157 
E. 1c, 123 V 175 E. 3.4 sowie UELI KIESER, ATSG-Kommentar zu Art. 43 
Rz. 35). 

3.9 Ändert  sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, 
so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zu-
kunft  entsprechend  erhöht,  herabgesetzt  oder  aufgehoben  (Art.  17 
Abs. 1 ATSG). 

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Zeitlicher  Referenzpunkt  für  die  Prüfung einer  anspruchserheblichen 
Änderung bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechts-
kräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Renten-
anspruchs  mit  rechtskonformer  Sachverhaltsabklärung,  Beweiswürdi-
gung  und  Durchführung  eines  Einkommensvergleichs  (bei  Anhalts-
punkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Ge-
sundheitszustandes) beruht  (BGE 133 V 108 E. 5.4,  mit  Hinweisen). 
Vorliegend bildet  das Urteil  der Reko AHV/IV vom 22. Februar  1999 
und  nicht  die  vorinstanzliche  Verfügung  vom  4.  Februar  1997  den 
Referenzpunkt  für  die  Prüfung einer  allfälligen anspruchserheblichen 
Änderung (act. IV/187). Die  Reko AHV/IV  stützt  sich  in  ihrem Urteil 
zwar auf die umfangreichen medizinischen Abklärungen der Vorinstanz 
aus den Jahren 1996 und 1997 (act. IV/161 – 184), nimmt aber eine 
vollständige neue  materielle  Prüfung des Rentenanspruchs inklusive 
ergänzender Klärung des Sachverhalts, Beweiswürdigung und Neube-
rechnung  des  Invaliditätsgrades  mit  reformatorischem  Ausgang  zu 
Gunsten des Beschwerdeführers vor. Dieses Urteil wurde vom Eidge-
nössischen  Versicherungsgericht  am  27. Dezember  1999  bestätigt 
(act. IV/192; vgl. Sachverhalt B.).

4.
Im  vorliegenden  Verfahren  ist  streitig  und  vom  Bundesverwaltungs-
gericht zu prüfen, ob sich der Gesundheitszustand des Beschwerde-
führers  zwischen  dem 22.  Februar  1999  und  dem 24.  Januar  2006 
(Datum des angefochtenen Einspracheentscheides, siehe oben E. 2.3) 
in einem Mass verschlechtert hat, dass ihm – aufgrund des daraus fol-
genden  höheren  Invaliditätsgrades  –  statt  einer  halben  eine  ganze 
Invalidenrente zustehen würde. 

Im Folgenden ist indes vorab der Antrag des Beschwerdeführers in der 
Replik  auf  Beauftragung eines Sachverständigen zu prüfen (nachfol-
gend E. 4.3 ff.). Anschliessend wird die Hauptfrage erörtert,  ob dem 
Beschwerdeführer eine höhere Invalidenrente zusteht (E. 5 ff.).

4.1 Die umfangreichen Akten enthalten die für die nachfolgenden Aus-
führungen massgebenden medizinischen Beurteilungen: 

- Interdisziplinäres Gutachten, B._______, V.________, 16. Februar 
1996 (act. IV/161),

- Stellungnahmen ÄD, Dr. G.________, 31. Mai 1996, 
9. Oktober 1996, 7. Juli 1997, 1. Dezember 1997 (act. IV/165, 176, 
182, 184),

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- M. de Consulta, Dr. H._______, Rheumatologia, 2. September 1997 
(act. IV/215),

- Ärztlicher Bericht, Dr. C._______, Psiquiatra, 23. Dezember 1997 
(act. IV/216),

- Stellungnahme Dr. H._______, 5. Dezember 1997 (act. IV/216),
- Arztzeugnis Dr. H._______, 19. September 1998 (act. IV/217),
- Ärztlicher Bericht, Dr. D._______, undatiert (act. IV/218),

- Ärztlicher Bericht, Dr. C._______, 1. Juli 2003 (act. IV/219),
- Ausführlicher ärztlicher Bericht CH/E20, 18. November 2003, 

(act. IV/221),
- Ärztlicher Bericht, Dr. C._______, 23. April 2004 (act. IV/222),
- Stellungnahme ÄD, Dr. I._______, 14. Juli 2004 (act. IV/224),
- Ärztlicher Bericht, Dr. C._______, undatiert, Fax vom 27. Oktober 

2004 (act. IV/237.1),
- Stellungnahme ÄD, Dr. K._______, 27. November 2004 (act. IV/239),
- Ärztlicher Bericht, Dr. M. C._______, 18. Mai 2005 (act. IV/248),
- Beurteilung ÄD, Dr. K._______, 25. Juni 2005 (act. IV/250),
- Stellungnahme ÄD, Dr. K._______, 11. November 2008 (act. 15.1, 

15.2).

4.2 Die  folgenden  –  nach  dem  Stichdatum  vom  24.  Januar  2006 
datierten – ärztlichen Beurteilungen sind für das vorliegende Verfahren 
(nur) insoweit als Indizien massgebend, als sie sich zwar auf den Ge-
sundheitszustand des Beschwerdeführers nach dem 24. Januar 2006 
beziehen, hieraus jedoch Rückschlüsse auf den Zeitraum vor dem 24. 
Januar 2006 zu ziehen sind:

- Ärztlicher Bericht, Dr. C._______, 12. März 2008 (act. 7.4, 7.5)
- Ärztliche Stellungnahme, Dr. D._______, vom 15. Februar 2008, (act. 

7.6).
- Handschriftliche Beurteilung betreffend Cervicalgie, Dr. E.________, 

1. Februar 2008 (act. 7.7),
- Ärztlicher Bericht, Dr. C._______, 30. September 2008 (act. 13.1, 

13.2),
- Psychiatrische Beurteilung, Dr. F.________, 5. Januar 2009, 

(act. 19.1).

4.3 Der Beschwerdeführer beantragt, es sei zu prüfen, ob vorliegend 
ein gerichtlicher Sachverständiger mit einem Gutachten (allenfalls nur 
ein Aktengutachten) zu beauftragen sei.

Wie oben ausgeführt, ist im vorliegenden Verfahren der Gesundheits-
zustand  und  daraus  folgend  der  Rentenanspruch  des  Beschwer-
deführers per Datum des Einspracheentscheides vom 24. Januar 2006 
zu beurteilen. Die diversen, den massgeblichen Zeitraum betreffenden 
–  teilweise  vom  Beschwerdeführer  eingereichten  –  Akten  wurden 

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bereits  verschiedentlich  ausführlich  fachärztlich  beurteilt  und  sind 
nachfolgend  vom Bundesverwaltungsgericht  zu  würdigen  (vgl.  unten 
E. 6 ff.). Was den fraglichen Beurteilungszeitraum betrifft, erscheint es 
dem Bundesverwaltungsgericht unter Berücksichtigung der Ausführun-
gen in Erwägung 6 und der Qualität der zu beurteilenden Akten (siehe 
nachfolgend E. 6.2) weder als notwendig, noch als sachdienlich, einen 
gerichtlichen Gutachter mit der Beurteilung des Gesundheitszustandes 
per  24.  Januar  2006  zu  beauftragen.  Da  der  Beschwerdeführer  im 
Übrigen  ausschliesst,  Reisen  zu  Gutachtern  (insbesondere  in  die 
Schweiz) unternehmen zu können, stösst sein Eventualantrag auf eine 
ärztliche Begutachtung ins Leere (siehe oben Sachverhalt  C.b sowie 
zuletzt act. 19 Rz. 35). Was den im Beschwerdeverfahren aktuell gel-
tend  gemachten  Gesundheitszustand  des  Beschwerdeführers  betrifft 
(Beschwerdeakten 7.4 – 7.7, 13.8 – 13.9, 19.1), ist dieser allenfalls im 
Rahmen eines neuen Revisionsverfahrens zu beurteilen (siehe unten 
E. 8.2). 

Demnach  wird  der  Antrag  des  Beschwerdeführers,  ein  gerichtlicher 
Sachverständiger sei für das laufende Verfahren mit einem Gutachten 
beziehungsweise einem Aktengutachten zu beauftragen, abgewiesen.

5.
Der  Beschwerdeführer  verlangt  die  Aufhebung  des  Einspracheent-
scheides  vom  24.  Januar  2006  und  die  Zusprechung  einer  ganzen 
Invalidenrente zum massgeblichen Zeitpunkt. Im Folgenden ist gemäss 
revisionsrechtlichen  Regeln  abzuklären,  ob  sich  der  Gesundheitszu-
stand  des  Beschwerdeführers  im  fraglichen  Zeitraum  erheblich  ver-
schlechtert  hat,  und  wenn  ja,  ob  deswegen  ein  höherer  Rentenan-
spruch besteht. 

5.1 Wie  oben  ausgeführt  (E.  3.9),  bildet  der  am  22.  Februar  1999 
gerichtlich  festgestellte  Gesundheitszustand  des  Beschwerdeführers 
Ausgangspunkt der Beurteilung (act. IV/187; vgl. auch act. IV/192). Von 
den ausführlichen Erörterungen der Reko AHV/IV zur Beurteilung des 
Gesundheitszustands  durch  den  IV-Stellenarzt  und  zum  Gutachten 
des  B._______ vom Februar  1996  ist  auszugehen. Demnach  wurde 
das  B._______-Gutachten  in  allen  Teilen  als  glaubwürdig, 
aussagekräftig  und schlüssig  und überdies stimmig mit  den Beurtei-
lungen der spanischen Fachärzte und den fachkompetenten erläutern-
den Stellungnahmen der IV-Stellenärzte beurteilt  (act. IV/187, E. 5 – 
6). Die  Reko AHV/IV  berechnete  eine Erwerbseinbusse von 52.01% 

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(bei einem Leidensabzug von 15%) beziehungsweise von 54.82% (bei 
einem noch  knapp vertretbaren  Leidensabzug  von 20%),  was einen 
Anspruch auf eine halbe Invalidenrente ergab.

Bezüglich der ausführlichen Erörterungen beziehungsweise der Kritik 
des  Beschwerdeführers  zu  diesen  Akten  sowohl  in  der  Beschwerde 
vom 22. Februar 2006 (act. 1.1) als auch in der Replik vom 21. Januar 
2009 (act. 19),  ist  der Vollständigkeit halber festzuhalten, dass diese 
im vorliegenden Verfahren nicht mehr zu berücksichtigen sind.

5.2 In der Folge ist  der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers 
bis zum Zeitpunkt des angefochtenen Verwaltungsaktes, hier des Ein-
spracheentscheides  vom  24.  Januar  2006,  zu  beurteilen.  Dieser  ist 
aufgrund  der  im  Rahmen  des  Revisionsverfahrens  eingeholten  und 
vom Beschwerdeführer eingereichten spanischen Akten aus den Jah-
ren 2003 –  2005 (act. IV/206,  218,  219,  221,  222,  237.1,  248)  und 
deren  Beurteilung  durch  den  ÄD  (act.  IV/224,  239,  241,  250,  Be-
schwerdeakten 15.1 [soweit den fraglichen Zeitraum betreffend]) sowie 
der Stellungnahme des Beschwerdeführers (Fragebogen, act. IV/208), 
zu ermitteln. 

5.2.1 In  den  Untersuchungsergebnissen  vom  18.  November  2003, 
durchgeführt  durch  den  spanischen  Versicherungsträger  (CH/E20, 
act. IV/221)  wird  neben  einer  Protese  des  linken  Knies  und  allge-
meinen Angaben zum Konsum von Zigaretten und Alkohol festgestellt, 
der Explorand werde psychiatrisch seit  Dezember 1997 wegen einer 
reaktiven Depression behandelt. Im Jahr 2000 [seien] Angstzustände 
[festgestellt worden]. Seit dem Jahr 2001 werde er wegen der Angst-
störung  mit  Agoraphobie  behandelt  (S.  1).  Als  allgemeiner  Zustand 
wird  eine schwache Konstitution mit  stabilem Gang, aber  Zittern  mit 
beiden  Händen  und  hypotoner  Muskulatur  festgestellt.  Es  wird  die 
Diagnose einer chronischen Hepatopathie [Lebererkrankung] gestellt, 
jedoch ohne weitere Ausführungen oder Belege (Ziff. 5, 13). Es werden 
keine Einschränkungen der Bewegungen von Armen und Beinen, all-
gemein indes ein Defizit der Muskelbalance („impressiona de etilismo 
[Alkoholvergiftung]“,  Ziff.  6)  beschrieben.  Weiter  wird  Bezug  auf  die 
Röntgenuntersuchung  der  Halswirbelsäule  vom  November  2002  die 
Diagnose Cervicoarthrose gestellt (Ziff. 10, 13; act. IV/218). Beim Ner-
vensystem  wird  ein  Zittern  beider  Hände  sowie  ein  übermässiger 
Schweissausbruch  beschrieben.  Der  Versicherte  habe  heute  –  in 
Begleitung seiner Tochter – den Aufzug benutzt. Er meide Aufzüge aus 

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Höhenangst  und  der  Angst,  eingeschlossen  zu werden  (Ziff. 8).  Die 
Diagnose  Angststörung mit  Agoraphobie  (Ziff. 13)  wird  bestätigt,  als 
medikamentöse Behandlung Vandral retard 150 mg/Tg (Antidepressi-
vum,  Wirkstoff:  Venlafaxin  [gegen  Depressionen  und  Angst])  und 
Noiafren 20, 50 mg/Tg (Anxiolytikum aus der Gruppe Benzodiazepin, 
Wirkstoff: Clobazamum), angegeben (Ziff. 18).

Der spanische Gutachter diagnostiziert eine vollständige Invalidität be-
züglich der letzten Arbeitstätigkeit (Ziff. 20), der Versicherte sei jedoch 
fähig,  unter  minimalen  physischen  und  psychischen  Anforderungen 
eine Arbeitstätigkeit auszuüben, wobei eine Gesundheitsverbesserung 
und eine Verweistätigkeit je nach Anforderungen der Aufgaben möglich 
seien  (Ziff.  23  –  25).  Die  Arbeitsunfähigkeit/Invalidität  sei  definitiv 
(Ziff. 29).

5.2.2 Dr. I._______ vom ÄD bezieht sich am 14. Juli 2004 (act. IV/224) 
auf  Akten,  die  den  Gesundheitszustand  des  Beschwerdeführers 
zeitlich vor dem Urteil der Reko AHV/IV (siehe oben E. 5.1) betreffen 
(Ziff. 1 – 5, Rheumatologie/Orthopädie: Rücken und linkes Knie, sowie 
psychiatrische Beurteilung vom 23. Dezember 1997, act. IV/215, 216). 
Betreffend die psychiatrischen Beurteilungen von Dr. C._______ vom 
1. Juli 2003 und 23. April 2004 (act. IV/219, 222) stellt er fest, es fehle 
eine  genügend  ausführliche  Beurteilung  der  Situation.  Die  vorlie-
genden  Angaben  würden  nur  die  bekannten  Klagen  des  Beschwer-
deführers  enthalten,  die  schon  im  B._______  [im  Februar  1996] 
festgestellt worden seien. Die angegebene [medikamentöse] Behand-
lung bedeute nicht, dass sie [bei dieser Erkrankung] notwendig sei und 
und  solle  nicht  weitergeführt  werden.  Schliesslich  würden  die  vom 
Psychiater  angegebenen  Probleme keine  Herabsetzung  der  Arbeits-
fähigkeit bewirken, was [in der Beurteilung] auch nicht erwähnt werde 
(Ziff. 7 und 8).

Zur  Untersuchung  vom  18.  November  2003  (CH/E  20,  siehe  oben 
E. 5.2.1)  stellt  er  fest,  der  Versicherte  klage  über  eine  Agoraphobie 
und  vermeide,  Aufzüge  zu  benutzen;  im  Übrigen  sei  eine  Cervico-
arthrose belegt, aber ohne funktionelle oder neurologische Beschwer-
den  oder  festgehaltene  Schmerzen.  Angepasste  Tätigkeiten  blieben 
zumutbar. Eine Hepatopathie sei  genannt,  aber weder mit  klinischen 
oder Laborbefunden belegt. 

Zur  Klärung  des  Gesundheitszustands  des  Versicherten  empfiehlt 

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Dr. I._______  eine  erneute  Beurteilung  im  B._______,  mit  psychiat-
rischer  und orthopädischer  Abklärung sowie  Blutuntersuchungen,  da 
die  früher  festgestellte  Tendenz zur  Aggravation  und  Simulation  und 
die tendenziöse Reaktion zur Krankheit zu berücksichtigen sei.

5.2.3 Der Psychiater  Dr. K._______ des ÄD stellt  am 27. November 
2004  fest,  angesichts  der  Diagnose  Agoraphobie  lasse  sich  eine 
Begutachtung  in  der  Schweiz  seines  Erachtes  nicht  rechtlich 
durchsetzen. Um die Schwere der Erkrankung beurteilen zu können, 
bräuchten  die  Ärzte  hier  eine  ausführliche  Beurteilung  des 
behandelnden  Psychiaters  in  Spanien  (vgl.  act.  IV/239  sowie 
Beschwerdeakten 15.3).

5.2.4 Der  behandelnde  Psychiater  Dr.  C._______  gibt  im  Fax  vom 
27. Oktober 2004 (act. IV/237.1) an, der Beschwerdeführer leide unter 
einer  Phobie,  Aufzüge  zu  betreten,  und  [vor]  geschlossenen  Orten 
entfernt von seinem Haus. Er hält an der Diagnose „Angststörung mit 
Agoraphobie“  fest.  Er  gibt  an,  in  Spanien  würden  Psychiater  keine 
Angaben zur Arbeitsfähigkeit machen, ein Gericht müsse Ärzte dafür 
einsetzen. Gemäss dem Gesundheitszustand des Patienten könne die-
ser  nicht  in  die  Schweiz  reisen  –  weder  allein  noch  in  Begleitung. 
Weiter  wird  die  derzeitige  medikamentöse  Behandlung  angegeben 
(Antidepressivum: Venlafaxina retard, 300 mg/Tg, und Benzodiazepin-
Derivat:  Clorazepato  dipotásico  [=Tranxilium],  75  mg/Tg).  In  seiner 
Stellungnahme vom 18. Mai 2005 (act. IV/248) gibt er – aufgrund der 
ihm zugestellten Fragen – zusätzlich an, Konsultationen fänden alle 5 
bis 6 Monate statt. Weiter sei die Orientierung des Patienten gut, die 
Konzentrations-  und  die  Erinnerungsfähigkeit  normal.  Es  beständen 
keine Beeinträchtigung der Wahrnehmung oder der Denkfähigkeit und 
keine Tagesschwankungen oder Suizidgefährdung. Der Patient werde 
weiter  mit  Venlafaxina retard 300 mg/Tg und Clorazepato dipotásico 
100 mg/Tg behandelt. 

5.2.5 In  seiner  Beurteilung  vom  25.  Juni  2005  (act.  IV/250)  stellt 
Dr. K._______  (ÄD)  fest,  es  fänden  nur  alle  5  bis  6  Monate 
Konsultationen  statt.  Die  Medikation  mit  einem  SSRI  und  einem 
Benzodiazepin sei adäquat, er hoffe indes, die angegebene Dosis von 
100  mg/Tg  sei  nicht  richtig.  Insgesamt  ergäben  sich  keine  neuen 
Erkenntnisse,  auf  die  sich  eine  Erhöhung  der  Arbeitsunfähigkeit 
begründen liesse.

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Auf Nachfrage des Bundesverwaltungsgerichts  nimmt Dr. K._______ 
ausführlich zu diesen Angaben Stellung (Beschwerdeakten 15.1). Zum 
Schweregrad  der  Agoraphobie  sei  aus  den allesamt  dürftigen  ärztli-
chen  Berichten  einzig  entnehmbar,  dass  nur  5-  bis  6-monatlich  Be-
handlungen  stattfänden,  was  für  eine  sehr  leichte  Form  der  Agora-
phobie  spreche.  Zwischen  Diagnose  und  Medikation  bestehe  keine 
Diskrepanz, eine unterstützende – aber nicht Dauermedikation – mit 
einem Anxiolytikum aus  der  Reihe  der  Benzodiazepine  sei  stimmig. 
Zumindest in der Schweiz sei indes eine solch hohe Dosierung nur bei 
akuten psychischen Ängsten und nicht  bei  einer  wie hier  besonders 
chronischen Angststörung indiziert. Es gehe aus den neueren Berich-
ten (Beschwerdeakten 7.4, 13.8) auch hervor, dass von dieser Medika-
tion nun Abstand genommen worden sei [Aprazolam, 4 mg/Tg]. Rück-
schlüsse  auf  die  Krankheit  oder  auf  die  Erwerbsfähigkeit  des  Be-
schwerdeführers könnten jedenfalls aus dieser Behandlung nicht gezo-
gen werden. Aus den vorliegenden Akten gehe ausserdem nur hervor, 
dass  im  Jahr  1997  eine  Depression  bestanden  habe,  nicht  jedoch, 
dass jetzt noch eine bestehe. Die Behandlung mit Antidepressiva aus 
der Reihe der SSRI, die auch bei Angststörungen eingesetzt würden, 
würde dies nicht belegen, der dürftige Psychostatus des Arztberichtes 
vom 18. Mai 2005 gebe jedenfalls keinen Hinweis auf eine Depression 
(act. IV/248). Das vorliegende Problem sei die mangelnde Qualität der 
spanischen psychiatrischen Berichte, die allesamt fast identisch seien 
(auch die neuen aus dem Jahr 2008). Sie würden nicht dem üblichen 
spanischen Qualitätsstandard entsprechen (act. 15.2).

5.2.6 Aus den Angaben des Versicherten selbst („Fragebogen für die 
IV-Rentenrevision“,  auf  den 4. Januar 2004 datiert  und teilweise von 
ihm  ausgefüllt,  gemäss  Rechtsvertreter  am  4.  Februar  2004  unter-
zeichnet) geht hervor, dass er seit seiner Arbeitsaufgabe im Jahr 1990 
nicht mehr einer Erwerbstätigkeit nachgegangen sei.

5.3
5.3.1 In  seiner  Beschwerde  führt  der  Beschwerdeführer  aus,  vorlie-
gend  bestünden  ausreichende  Hinweise  dafür,  dass  er  unter  einer 
schweren Agoraphobie leide, diese sei als solche glaubhaft  gemacht 
worden  und  eine  Reise  zu  einer  Begutachtung  (U._______  [in 
Spanien] oder V.________) sei nicht möglich. Im Laufe des Verfahrens 
sei  genügend  Hand  geboten  worden,  den  tatsächlichen  Sachverhalt 
unter den gegebenen erschwerten Voraussetzungen abklären zu las-
sen (Rz. 3 – 10). Er bestreitet, dass die spanischen Berichte – wie von 

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der Vorinstanz beziehungsweise dem ÄD ausgeführt – nur Diagnosen 
enthielten,  sie  seien  kurz  und  prägnant  bezüglich  der  Behinderung, 
offenbar  bestünden  indes  Probleme sprachlicher  Natur,  weshalb  die 
Berichte zu übersetzen seien, und schlägt im Übrigen weitere Beweis-
massnahmen  vor,  um  den  ungenügend  abgeklärten  Sachverhalt  zu 
klären (Rz. 11– 18). 

5.3.2 In der Replik vom 21. Januar 2009 macht der Beschwerdeführer 
geltend,  die  Verschlechterung  der  Gesundheit  sei  bereits  seit  dem 
Revionsgesuch vom 24. März 2004 geltend gemacht worden, und nicht 
(gemäss  Aufforderung  des  Gerichts)  erst  per  24.  Januar  2006.  Im 
Übrigen verweist er auf die Vorgeschichte bis zum Entscheid der Reko 
AHV/IV vom 22. Februar 1999. 

Er  macht  weiter  geltend,  im  November  2003  habe  er  noch  –  unter 
Begleitung  der  Tochter  –  nach  Z._______  zur  INSS  reisen  können 
(act. IV/221).  Der  entsprechende  Bericht  des  spanischen  Versiche-
rungsträgers enthalte die neue Diagnose der Agoraphobie. Eine Reise 
in die Schweiz zur Begutachtung sei indes nicht mehr möglich gewe-
sen (Rz. 13, vgl. vorne E. 5.2.4). Aufgrund der vorhandenen Zeugnisse 
von  Dr.  C._______  sei  die  Schwere  der  Krankheit  ohne  Weiteres 
belegt. Nur aus der Tatsache, dass Konsultationen alle 5 – 6 Monate 
stattfänden,  könne  nicht  auf  die  [fehlende]  Schwere  und  daraus 
folgend auf einen Ausschluss einer erhöhten Arbeitsfähigkeit geschlos-
sen  werden. Gerade  bei  chronischem Geschehen  und  Verlauf  ohne 
Perspektiven würden häufige Konsultationen nicht ohne Weiteres oder 
gar keinen Sinn machen, gehe es doch um die Erhaltung eines Zu-
standes mit  Verhinderung einer Verschlechterung. Insofern erscheine 
diese  vorweg  genommene  Beweiswürdigung  durch  die  Vorinstanz 
beziehungsweise  die  Kurzbeurteilung  des  Psychiaters  des  ÄD  vom 
25. Juni 2005 (act. IV/250, oben E. 5.2.5) nicht als haltbar. Der mass-
geblichen  Verschlechterung  im  Sinne  einer  Chronifizierung  stünden 
Behandlungen  mit  sehr  intensiven,  starken  Medikamenten  seit  dem 
Jahr 2000 gegenüber, was sogar den ÄD in Erstaunen versetzt habe, 
ohne  dass  dieser  zu  Gunsten  der  Schwere dies  zu  würdigen bereit 
gewesen sei (Rz. 23).

6.
6.1 Was  die  Anträge  des  Beschwerdeführers  auf  Übersetzung  und 
Erläuterung der spanischen Akten beziehungsweise Neuerstellung von 
Expertisen betrifft, kann auf die obigen Ausführungen  (E. 4.3 ff.)  ver-

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wiesen und – wie noch weiter  zu erläutern ist  – festgestellt  werden, 
dass die vorliegenden Unterlagen aus Sicht des Bundesverwaltungs-
gerichtes genügend verständlich sind, damit sich das Gericht darüber 
ein Urteil machen kann. 

6.2 Das  Bundesverwaltungsgericht  geht  mit  dem  ÄD  und  der  Vor-
instanz einig, dass der Bericht der INSS nicht dem spanischen Stan-
dard  entspricht  und  insgesamt  sehr  knapp  ausgefüllt  ist:  Somatisch 
werden ausser Diagnosen weder Angaben gemacht noch die Diagno-
sen begründet. Es liegen zudem zu den somatischen Diagnosen keine 
entsprechenden begründeten Beilagen von behandelnden Ärzten vor. 
Die  psychiatrischen  Kurzbeurteilungen  von  Dr. C._______  sind 
allesamt  praktisch  identisch  und  entsprechen  weder  umfang-  noch 
inhaltmässig  einem  ärztlichen  Gutachten.  Aus  welchen  Gründen 
Dr. C._______ nur die vorliegenden Berichte ausstellte und sich auch 
auf  explizite Nachfrage nicht  ausführlicher äusserte,  ist  hier nicht zu 
beurteilen.

Es  ist  aufgrund  der  mangelhaften  Aussagekraft  des  Berichtes  des 
spanischen  Versicherungsträgers  nachvollziehbar,  dass  der  ÄD  der 
Vorinstanz  eine  eigene  Untersuchung  in  der  Schweiz  für  notwendig 
hielt. Die Tatsache,  dass diese Untersuchung in  der  Schweiz wegen 
der  behaupteten,  schweren  Agoraphobie  nicht  durchgeführt  werden 
konnte, weil der Beschwerdeführer sich nicht in der Lage sah, in die 
Schweiz zu reisen, belegt indes nicht, dass die Schwere der Krankheit 
im fraglichen Zeitraum tatsächlich  vorlag. Daran ändert  auch nichts, 
dass Dr. C._______ am 27. Oktober 2004 bestätigt hatte, der Patient 
könne nicht reisen (act. IV/237.1).  Gemäss den Regeln zur Interpre-
tation  von  Arztzeugnissen  müssen  diese  als  schlüssig  erscheinen, 
nachvollziehbar  begründet  sein  und dürfen keine Indizien  gegen die 
Zuverlässigkeit enthalten (siehe oben E. 3.8), insbesondere wenn sie, 
wie hier, von behandelnden Ärzten stammen. Die sehr knappen, kaum 
begründeten und beinahe identischen Berichte des spanischen Psy-
chiaters entsprechen nicht diesen Voraussetzungen.

6.3 Das Bundesverwaltungsgericht geht indes mit  den Beurteilungen 
des ÄD und der Vorinstanz einig, dass aus den Ausführungen des be-
handelnden Arztes Dr. C._______ insoweit Schlüsse gezogen werden 
können,  als  dass  die  Erkrankung  im  fraglichen  Zeitraum  nicht  so 
schwerwiegend sein konnte wie behauptet, hätte der Beschwerdefüh-
rer doch bei Vorliegen einer schweren Agoraphobie wesentlich inten-

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siver behandelt werden müssen (vgl. z.B. J. Schöpf, Psychiatrie für die 
Praxis, 2. Auflage, Berlin/Heidelberg/New York 2003, S. 200 ff.). Da der 
behandelnde Psychiater gemäss den Ausführungen in der Beschwer-
de  (Rz.  9)  nur  50  Meter  von  seinem Domizil  entfernt  praktiziert,  ist 
nicht einsehbar, weshalb keine Therapien vereinbart wurden, sei es in 
der  Praxis  oder  beim  Beschwerdeführer  zu  Hause.  Aus  den  hohen 
Dosen Benzodiazepin über Jahre, worauf der Beschwerdeführer seine 
Hauptargumentation  der  Schwere  der  Krankheit  stützt,  kann  die 
Schwere  der  Krankheit  –  gemäss  Aussagen  des  ÄD ist  diese  hohe 
Dosierung  (jedenfalls  in  der  Schweiz)  bei  der  behaupteten  äusserst 
chronischen Angststörung nicht indiziert – auch aus Sicht des Bundes-
verwaltungsgerichts  nicht  abgeleitet  werden  (act. 15.1,  S.  2,  Abs.  1 
und  act. IV/224,  Ziff.  7,  sowie  Auszug  aus  dem  Kompendium  der 
Schweiz,  Tranxilium-Kapseln,  act. 15.4).  Eine  Notfallintervention  mit 
entsprechender  stationärer  Einlieferung  und  Behandlung  –  die  eine 
solche Medikamentierung erklärt hätte – ist auch nicht aktenkundig.

Aus den Berichten von Dr. C._______ aus den Jahren 2003 – 2005 
und  der  Abklärung  des  spanischen  Versicherungsträgers  geht 
entgegen  den  Ausführungen  des  Beschwerdeführers  (Beschwerde, 
Rz.  21;  Replik,  Rz.  19,  30)  ausserdem  nicht  hervor,  dass  der 
Beschwerdeführer im fraglichen Zeitraum noch unter einer Depression 
(die im Jahr 1997 begonnen hatte) litt (vgl. act. 15.2, Absatz 2). 

6.4 Die Ausführungen des Beschwerdeführers betreffend Schwere der 
Krankheit (Rz. 14 der Beschwerde) sind unbehelflich und widersprüch-
lich.  Die  Agoraphobie  beziehungsweise  das  Bestehen  einer  Angst-
störung  wurde  von  der  Vorinstanz  nie  in  Frage  gestellt.  Der  Be-
schwerdeführer wurde aufgefordert, die Angaben zur Schwere seiner 
Krankheit via behandelnden Arzt zu belegen. Anhand der eingereich-
ten Zeugnisse lässt sich jedoch eine Erkrankung in der angegebenen 
Schwere und eine entsprechende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 
nicht  belegen. Aufgrund der Akten auch nicht nachvollziehbar ist  die 
Argumentation, der Beschwerdeführer könne (bzw. konnte im Novem-
ber 2003) seine Phobien nur noch mit Begleitung und ausnahmsweise 
überwinden, und es könne nicht erwartet werden, dass er andauernd 
begleitet werde (Replik, Rz. 13). Der Behauptung, im Jahre 2003 hätte 
der Beschwerdeführer noch zur INSS zur Untersuchung reisen können 
(act.  19  Rz. 16),  ist  entgegenzuhalten,  dass  diese  Untersuchung  in 
seinem Wohnort – Z._______ – durchgeführt  wurde, auch wenn sich 
die Gebäude der  INSS ausserhalb seiner  „engsten“ Wohnumgebung 

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befinden.  Eine  Verschlechterung  ist  jedenfalls  aus  der  Aussage  des 
Beschwerdeführers,  es  hätte  bei  seinem  Krankheitszustand  keinen 
Sinn  ergeben,  häufiger  als  alle  5  bis  6  Monate  seinen  in  50  Meter 
Distanz  praktizierenden  bisherigen  Psychiater  aufzusuchen  (act.  19 
Rz.  23),  nicht  ableitbar.  Im  Übrigen  war  er  trotz  der  geschilderten 
Gesundheitssituation  in  der  Lage,  an  der  Hochzeit  seiner  Tochter 
teilzunehmen (auch wenn unter angeblich erhöhter Medikation) und im 
Januar  2009 einen  neuen  Arzt  aufzusuchen,  dessen Arztpraxis  sich 
gemäss  der  angegebenen  Adresse  fast  drei  Kilometer  von  der 
Adresse des Beschwerdeführers entfernt befindet (act. 19.1 Abs. 2).

6.5 Im  Übrigen  ist,  entgegen  den  Ausführungen  in  der  Beschwerde 
(Rz. 21), betreffend der ärztlichen Begutachtung durch die INSS vom 
18. November  2003  festzuhalten,  dass  der  untersuchende  Arzt  eine 
Wiedereingliederung bejaht (Ziff. 24) und die Aufnahme einer Verweis-
tätigkeit  von den Anforderungen der  Aufgaben abhängig macht  (Ziff. 
25). Die Beschreibung einer vollständigen Invalidität (Ziff. 20) und die 
„definitive“  Arbeitsunfähigkeit/Invalidität  (Ziff. 29)  ist  nicht  begründet 
und widerspricht den weiteren – spärlichen Angaben.

7.
Anhand der für den fraglichen Zeitraum zu beurteilenden Unterlagen 
ist  für  das  Bundesverwaltungsgericht  weder  eine  Gesundheitsverän-
derung noch eine -verschlechterung festzustellen in dem Sinne, dass 
daraus eine stark  erhöhte Arbeitsunfähigkeit  – gemäss Beschwerde-
führer 100% – resultieren würde. Daran ändert  auch seine Kritik  am 
Bericht  des ÄD (act. 19 Rz. 23) nichts, ist  doch der ärztliche Dienst 
explizit dazu da, medizinische Dokumente für die juristisch beurteilen-
de Verwaltung bzw. das Gericht aus medizinischer Sicht zu würdigen 
(vgl. Art. 59 Abs. 1 und 2 IVG). Für das Bundesverwaltungsgericht sind 
die  Ausführungen  von  Dr. K._______  (insbesondere  act.  15.1,  15.2, 
15.4, vgl. auch act. IV/250) und die Ausführungen von Dr. I._______ 
vom 14. Juli 2004 (act. IV/224, Ziff. 7) ohne Weiteres nachvollziehbar, 
insbesondere auch jene zur durchgeführten Behandlung mittels hoch-
dosierten  Benzodiazepinen  über  Jahre.  Die  Behauptungen  des  Be-
schwerdeführers  hingegen  sind  weder  genügend  belegt  noch 
nachvollziehbar.

Was  die  somatischen  Beschwerden  (Cervicoarthrose  und  Hepato-
pathie) betrifft, liegen auch hier keine entsprechenden Hinweise dafür 
vor, dass diese sich bis Januar 2006 verschlimmert hätten, finden sich 

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doch in allen massgebenden Berichten keine Abweichungen von frü-
heren  Beurteilungen  oder  Angaben  zu  Medikamenten,  womit  diese 
Beschwerden beziehungsweise Krankheiten behandelt würden.

8.
Der Beschwerdeführer hat schliesslich am 2. Januar 2009 einen neuen 
Psychiater konsultiert und legt einen Bericht vom 5. Januar 2009 vor 
(act. 19.1). Der Bericht enthält einleitend eine Zusammenfassung der 
vom  Patienten  mitgebrachten  Berichte  von  Dr. C._______. Der  Arzt 
stellt  nunmehr  neben  der  Agoraphobie  auch  einen  depressiven  Zu-
stand  mit  chronischer  Entwicklung  fest  und  hält  den  Patienten  im 
aktuellen Zeitpunkt für nicht arbeitsfähig. Er stellt in Aussicht, dass zu-
künftig  häufigere  Behandlungen  (monatlich)  stattfinden  sollten,  eine 
alternative  Medikation  gefunden  und  eine  kognitiv-geführte  Behand-
lung einzuleiten sei, um die Phobien anzugehen.

8.1 Abgesehen davon, dass dieses Zeugnis betreffend den fraglichen 
Beurteilungszeitraum  bis  Januar  2006  nicht  berücksichtigt  werden 
kann, ergibt es zumindest einen klareren Eindruck über den aktuellen 
Gesundheitszustand  des  Beschwerdeführers.  Auch  decken  sich  die 
Angaben zur jetzt  geplanten Behandlung mit  den bisherigen Ausfüh-
rungen des ÄD.

8.2 Aufgrund  des  neuen  Zeugnisses  vom  5.  Januar  2009  bestehen 
Anhaltspunkte dafür, dass sich die Gesundheit des Beschwerdeführers 
mittlerweile verschlechtert  haben könnte (neu festgestellter depressi-
ver  Zustand mit  chronischer  Entwicklung und derzeitige Arbeitsunfä-
higkeit). Damit  kann die Replik  vom 21. Januar  2009 als  Antrag auf 
eine  Revision  entgegengenommen  werden,  worüber  die  Vorinstanz 
nach Abschluss dieses Verfahrens zu befinden haben wird (vgl. Urteil 
des Bundesverwaltungsgerichts C-2674/2006 vom 3. Dezember 2008).

9.
Zusammenfassend  ist  festzuhalten,  dass  es  dem  Beschwerdeführer 
nicht  gelingt  nachzuweisen,  dass  sein  Gesundheitszustand  sich  mit 
überwiegender  Wahrscheinlichkeit  seit  den  Feststellungen  im  Jahr 
1999 durch die Reko AHV/IV bis Januar 2006 erheblich verschlechtert 
hat und damit eine höhere Arbeitsunfähigkeit  bestehen würde (siehe 
oben E. 3.3). Daran ändern auch seine diesbezüglichen Ausführungen 
in den beiden Rechtsschriften nichts. Somit erübrigt sich die Erstellung 
eines entsprechenden Erwerbsvergleichs. Auch die Tatsache, dass er 
seit Jahren keiner Arbeit mehr nachgegangen ist, hat keinen Einfluss 

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darauf, dass ihm eine angepasste Tätigkeit zumutbar wäre. 

Soweit  die  behauptete  Verschlechterung  seines  Gesundheitszustan-
des unbewiesen geblieben ist, hat sich der Beschwerdeführer – unter 
Berücksichtigung  obiger  Erwägungen  –  entgegenhalten  zu  lassen, 
seiner Mitwirkungspflicht nicht genügend nachgekommen zu sein. 

Die Beschwerde ist daher auch im Hauptpunkt (rückwirkende Zuspre-
chung  einer  ganzen  Rente)  abzuweisen.  Der  Beschwerdeführer  hat 
damit weiterhin Anspruch auf eine halbe Invalidenrente.

10.
Der  Beschwerdeführer  beantragt,  ihm für  das  vorliegende  Verfahren 
die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren und den unterzeich-
nenden Fürsprecher als unentgeltlichen Rechtsbeistand beizuordnen.

10.1 Soweit sich das Gesuch des Beschwerdeführers auf die Befrei-
ung von der  Pflicht  zur  Bezahlung der  Verfahrenskosten bezieht,  ist 
dieses gegenstandslos, da im vorliegenden Beschwerdeverfahren oh-
nehin  keine  Verfahrenskosten  zu  erheben  sind  (Art.  69  Abs.  2  IVG 
i.V.m. Art. 85bis Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946 
über die Alters- und Hinterlassenenversicherung [AHVG, SR 831.10]; 
Bst. c der  Schlussbestimmungen zur Änderung des IVG vom 16. De-
zember 2005).

10.2 Gemäss Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG kann einer Partei,  die be-
dürftig ist, deren Begehren nicht als aussichtslos erscheinen und die 
nicht imstande ist, ihre Sache selbst zu vertreten, ein Anwalt bestellt 
werden.  Die  erwähnten  Bedingungen  müssen  kumulativ  erfüllt  sein 
(vgl. BGE 122 I 49 E. 2c/bb). 

Die Bedürftigkeit des Beschwerdeführers steht nicht in Frage. Die vor-
liegende Beschwerde ist nicht als aussichtslos zu bezeichnen und die 
Vertretung  war  angesichts  der  sich  stellenden  Sachverhalts-  und 
Rechtsfragen geboten. Dem Beschwerdeführer ist daher die unentgelt-
liche Verbeiständung zu gewähren und sein Rechtsvertreter ist ihm als 
Anwalt beizuordnen.

10.3 Die Entschädigung des Rechtsvertreters für das Beschwerdever-
fahren wird unter Berücksichtigung des gebotenen und aktenkundigen 
Anwaltsaufwandes auf Fr. 2'000.-- festgesetzt (Art. 65 Abs. 5 VwVG in 
Verbindung mit Art. 14 Abs. 2 des Reglements vom 21. Februar 2008 

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über  die  Kosten  und  Entschädigungen vor  dem Bundesverwaltungs-
gericht [VGKE, SR 173.320.2]).

Die Entschädigung geht zu Lasten der Gerichtskasse (Art. 64 Abs. 2 
des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110] in 
analoger Anwendung). 

Gemäss Art. 64 Abs. 4 BGG beziehungsweise Art. 65 Abs. 4 VwVG hat 
die begünstigte Partei der Gerichtskasse Ersatz zu leisten, wenn sie 
später zu hinreichenden Mitteln gelangt.

10.4 Dem Beschwerdeführer als unterliegender Partei ist keine Partei-
entschädigung zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG, e contrario, und 
Art. 7 Abs. 3 VGKE).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Akten werden im Sinne der Erwägung 8.2 an die Vorinstanz über-
wiesen, damit diese das neue Revisionsgesuch beurteile.

3.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

4.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

5.
Das Gesuch um unentgeltliche Verbeiständung wird gutgeheissen und 
dem Beschwerdeführer  Fürsprecher Ulrich  Seiler  als  Rechtsvertreter 
zugeteilt.  Diesem  wird  zu  Lasten  der  Gerichtskasse  als  amtliches 
Honorar eine Entschädigung von Fr. 2'000.-- zugesprochen.

6.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)

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- die Vorinstanz (Ref-Nr. [...])
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Beat Weber Susanne Flückiger

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und  100  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni  2005  [BGG, 
SR 173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung 
mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die 
beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

Versand: 

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