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**Case Identifier:** c173d244-c1a2-5d98-b3f6-ac2ff13c732d
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-08-13
**Language:** de
**Title:** Zürich Steuerrekursgericht 13.08.2019 ST.2019.89
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Steuerrekurs/ZH_SRK_001_ST-2019-89_2019-08-13.pdf

## Full Text

Steuerrekursgericht  
des Kantons Zürich 

2. Abteilung 

2 ST.2019.89 
 
 
 

Entscheid 
 
 

13. August 2019 
 
 

 
Mitwirkend: 

Einzelrichterin Micheline Roth und Gerichtsschreiber Benjamin Briner 
 
 
 
 

In Sachen 
 
 
A,   
  
 Rekurrent,  
vertreten durch RA lic.iur. B,  
 

 
 
 

gegen 
 
 
 
Staat  Zür ich ,   
 Rekursgegner,  
vertreten durch das kant. Steueramt,  
Division Dienstleistungen, 
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

 
 
 
 

betreffend 

Staats- und Gemeindesteuern 2012 
 
 
 

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2 ST.2019.89 

hat sich ergeben: 
 

 

 A. Der in der Gemeinde C (SZ) wohnhafte A (nachfolgend der Pflichtige) war 

als Eigentümer der Liegenschaft ...weg 7, in der zürcherischen Gemeinde D, im Steu-

erjahr 2012 im Kanton Zürich beschränkt steuerpflichtig. In der Steuererklärung 2012 

vom 25. August 2014 deklarierte er bezüglich der im Kanton Zürich gelegenen Liegen-

schaft ein steuerbares Einkommen von Fr. 50'944.-. Unter anderem machte er ein Ei-

genhonorar – Verwaltung der Liegenschaft samt entsprechender Fahrspesen – sowie 

Unterhalts- und Verwaltungskosten in Höhe von insgesamt Fr. 137'622.- geltend. Mit 

Einschätzungsentscheid vom 13. November 2017 schätzte das kantonale Steueramt 

den Pflichtigen für die Staats- und Gemeindesteuern 2012 mit einem steuerbaren Ein-

kommen von Fr. 100'300.- (satzbestimmend Fr. 111'900.-) und einem steuerbaren 

Vermögen von Fr. 1'548'000.- (satzbestimmend Fr. 1'684'000.-) ein. Dabei korrigierte 

es u.a. die geltend gemachten Liegenschaftsunterhaltskosten und liess nur Kosten von 

Fr. 78'690.- zum Abzug zu.  

 

 

 B. In seiner Einsprache vom 21. Dezember 2017 liess der Pflichtige beantra-

gen, deklarationsmässig eingeschätzt zu werden. Des Weiteren machte er verschiede-

ne Ausführungen über seine Steuerpflichten in seinem Wohnkanton Schwyz, das Vor-

gehen der Steuerverwaltung des Kantons Schwyz sowie die Auswirkungen seiner Ein-

schätzungen im Kanton Schwyz auf den Kanton Zürich. 

 

 Mit Einspracheentscheid vom 4. April 2019 wurde der Pflichtige mit einem 

steuerbaren Einkommen von Fr. 106'700.- (satzbestimmend Fr. 118'400.-) und einem 

steuerbaren Vermögen von Fr. 1'548'000.- (satzbestimmend Fr. 1'684'000.-) einge-

schätzt. Die Unterhaltsaufwendungen des Pflichtigen betreffend die Restauration von 

Möbeln sowie die durch den Pflichtigen ausgeübten Verwaltungsarbeiten samt der da-

mit verbundenen Fahr- und Transporten wurden weiterhin nicht steuermindernd aner-

kannt.  

 

 

 C. Am 13. Mai 2019 erhob der Pflichtige Rekurs und liess beantragen, den 

Einspracheentscheid vom 4. April 2019 aufzuheben und es sei die definitive Steuerein-

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schätzung 2012 des Kantons Schwyz vom 30. Mai 2017 für beachtlich zu erklären. 

Eventualiter sei der Entscheid aufzuheben und zur neuen Entscheidung an die Steuer-

verwaltung des Kanton Zürich zurückzuweisen. Zudem seien die Verfahrenskosten auf 

die Staatskasse zu nehmen und dem Pflichtigen eine Parteientschädigung zuzuspre-

chen. 

 

 Unter Verweis auf den Einspracheentscheid vom 4. April 2019 sowie auf die 

Entscheide des Steuerrekursgerichts vom 13. November 2018 (2 ST.2016.267) und 

des Verwaltungsgerichts vom 17. April 2019 (SB.2018.00139) – ebenfalls betreffend 

den Pflichtigen in gleicher Sache betreffend das Steuerjahr 2011 – beantragte das kan-

tonale Steueramt den Rekurs abzuweisen. 

 

 Auf die weiteren Parteivorbringen wird – soweit rechtserheblich – in den nach-

folgenden Erwägungen eingegangen. 

 

 

 

Die Einzelrichterin zieht in Erwägung: 

 

 

 1. a) Gemäss § 130 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) verjährt das 

Recht, eine Steuer zu veranlagen, fünf Jahre nach Ablauf der Steuerperiode. Die Ver-

jährung beginnt nicht oder steht still während eines Einsprache-, Beschwerde- oder 

Revisionsverfahrens (Abs. 2 lit. a). Die Verjährung beginnt sodann neu mit jeder auf die 

Feststellung oder Geltendmachung der Steuerforderung gerichteten Amtshandlung, die 

einem Steuerpflichtigen oder Mithaftenden zur Kenntnis gebracht wird (Abs. 3 lit. a). 

Das Recht, eine Steuer zu veranlagen, ist 15 Jahre nach Ablauf der Steuerperiode auf 

jeden Fall verjährt (Abs. 4).  

 

 b) Zu den Amtshandlungen gemäss § 130 Abs. 3 lit. a StG gehören alle Hand-

lungen, welche auf Fortführung des Verfahrens gerichtet sind. In Betracht kommt etwa 

ein Schreiben der Veranlagungsbehörde an die steuerpflichtige Person, mit welchem 

Unterlagen für die Veranlagung eingefordert werden (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, 

Kommentar zum Zürcher Steuergesetz, 3. A., 2013, § 130 N 16 StG). Die Unterbre-

chungshandlung muss von der Behörde vorgenommen werden, welche zur Feststel-

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lung oder Geltendmachung der Steuerforderung zuständig ist. Die Unterbrechungs-

gründe bewirken, dass die relative Verjährungsfrist von fünf Jahren wieder neu zu lau-

fen beginnt. 

 

 c) Hat die steuerpflichtige Person einen Vertreter bestellt und wurde die Be-

vollmächtigung gegenüber den Steuerbehörden kundgetan, so muss die Zustellung 

seitens des Steueramts an den Vertreter erfolgen, damit sie rechtswirksam ist; die 

Steuerbehörde ist zur Zustellung an den Vertreter verpflichtet, sofern und solange das 

Vertretungsverhältnis der Behörde bekannt ist, § 127 StG. Ist die Zustellung nicht 

(richtigerweise) an den Vertreter, sondern (fälschlicherweise) an die steuerpflichtige 

Person selbst erfolgt, so erweist sich die Zustellung regelmässig nicht als nichtig. Viel-

mehr gilt der Rechtsgrundsatz, dass dem Betroffenen aus einer mangelhaften Eröff-

nung kein Nachteil erwachsen darf (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, § 127 N 20 mit 

weiteren Nachweisen). 

 

 

 2. a) Der Pflichtige lässt geltend machen, dass das Recht zur Steuerveranla-

gung für das Jahr 2012 verjährt sei, da entgegen den Ausführungen im Einspracheent-

scheid vom 4. April 2019 die Verjährung nicht unterbrochen worden sei. Insbesondere 

sei weder dem Pflichtigen selber noch seinem – dem Steuerkommissär bekannten – 

Vertreter, Rechtsanwalt B, etwas zugestellt worden. 

 

 b) aa) Das Recht zur Veranlagung für die Steuerperiode 2012 verjährte vorlie-

gend am 31. Dezember 2017. Jedoch teilte der Steuerkommissär dem Pflichtigen am 

25. Oktober 2017 mittels eines eingeschriebenen Briefes mit, dass an der Steuerforde-

rung nach wie vor festgehalten und weiterhin eine Einschätzung angestrebt werde. 

Dieses Schreiben wurde dem Pflichtigen auch zugestellt, denn am 3. November 2017 

meldete die Post dem kantonalen Steueramt, dass die Sendung aufgrund eines Auf-

trags des Pflichtigen noch nicht zugestellt werden konnte und vielleicht noch längere 

Zeit, höchstens 2 Monate, bei der Post lagern werde. Bereits am 13. November 2017 

erfolgte jedoch die Einschätzung der Steuerperiode 2012, was gemäss § 130 Abs. 3 

lit. a StG einen Unterbruch der fünfjährigen Verjährungsfrist zur Folge hatte. Diese Ein-

schätzung wurde dem Pflichtigen ebenfalls eingeschrieben zugestellt. 

 

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 Richtig ist, dass sowohl das Schreiben vom 25. Oktober 2017 als auch die 

Einschätzung vom 13. November 2017 dem Pflichtigen und nicht dem Vertreter 

Rechtsanwalt B zugestellt worden sind. Vorliegend ist jedoch unerheblich, dass diese 

Zustellungen nicht ordnungsgemäss an den Vertreter des Pflichtigen erfolgten, da 

durch die fristgerechte Einspracheerhebung des Vertreters des Pflichtigen am 

21. Dezember 2017 gemäss § 130 Abs. 2 lit. a StG ein Stillstand der Veranlagungsfrist 

eingetreten ist. Offensichtlich erhielt der Vertreter des Pflichtigen damit (rechtzeitig) 

Kenntnis vom Einschätzungsentscheid vom 13. November 2017, so dass der Pflichtige 

durch die mangelhafte Zustellung des Einschätzungsentscheids keine Nachteile erlitt. 

Damit ist der Einrede der Veranlagungsverjährung der Steuerperiode 2012 nicht statt-

zugeben. 

 

 

 3. Voraussetzung zur Einsprache-, Rekurs- und Beschwerdeerhebung in 

Steuersachen ist ein rechtliches Interesse). Fehlt es an einem schutzwürdigen Anfech-

tungsinteresse (sog. Beschwer), so ist auf das Rechtsmittel insoweit nicht einzutreten. 

Mithin ist zum Rechtsmittel nur berechtigt, wer durch einen mit diesen Rechtsmitteln 

anfechtbaren Entscheid beschwert ist, d.h. in seinen Rechten betroffen wird. Dabei 

kommt es allein auf die Auswirkungen des Entscheiddispositivs an. Allein dieses ent-

hält nämlich den rechtsverbindlichen und der Rechtskraft zugänglichen materiellen 

Entscheid, nicht die hierzu gegebene Begründung. Aus diesem Grund können Ent-

scheide nach ständiger Rechtsprechung nur bezüglich ihres Dispositivs (einschliesslich 

der Kosten- und Entschädigungsregelung) angefochten werden. Die Motive des Ent-

scheids können nicht selbstständig als falsch gerügt werden, sondern lediglich in Ver-

bindung mit einem Begehren auf Änderung des Dispositivs (RB 2001 Nr. 106 mit weite-

ren Hinweisen; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, § 140 N 12 ff. StG mit weiteren Hinwei-

sen) 

 

 

 4. a) Der Pflichtige lässt ausführen, dass der Steuerkommissär für die verzö-

gerte Steuerveranlagung im Kanton Schwyz verantwortlich sei und führt dazu Ver-

schiedenes aus. Einen Antrag, das Dispositiv des Einspracheentscheids betreffend 

Staats- und Gemeindesteuern 2012 vom 4. April 2019 und insbesondere die festge-

setzten Steuerfaktoren zu ändern, stellt der Pflichtige nicht. Damit fehlt es ihm an ei-

nem schutzwürdigen Interesse. 

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 Auf diesen Antrag ist daher nicht einzutreten. 

 

 b) Nicht nachvollziehbar und ebenfalls nicht mit einem Antrag zur Änderung 

des Dispositivs des Einspracheentscheids betreffend Staats- und Gemeindesteuern 

2012 vom 4. April 2019 verbunden sind die Ausführungen zu den Anträgen des Pflich-

tigen im Einschätzungsverfahren. Auch darauf ist nicht einzutreten. 

 

 c) Ebenfalls nicht einzutreten ist auf die Ausführungen des Pflichtigen über die 

Zuständigkeit der Steuerverwaltung des Kantons Schwyz betreffend Steuerveranla-

gung und Erstellung der Internationalen Steuerausscheidung sowie die Verbindlichkeit 

der Steuerveranlagungen des Kantons Schwyz für den Kanton Zürich betreffend die 

vorliegend strittige Veranlagung der Steuerperiode 2012. Auch diesbezüglich fehlt es 

an einem Antrag zur Änderung des Dispositivs des Einspracheentscheids betreffend 

Staats- und Gemeindesteuern 2012 vom 4. April 2019. Zudem fügt der Pflichtige dies-

bezüglich auch an, dass diese Ausführungen "Gegenstand eines späteren Verfahrens 

sein" werden und nur nachweisen sollen, dass der Steuerkommissär gesetzwidrig ge-

handelt habe.  

 

 

 5. a) Natürliche Personen sind aufgrund persönlicher Zugehörigkeit steuer-

pflichtig, wenn sie ihren steuerrechtlichen Wohnsitz im Kanton haben oder wenn sie 

sich im Kanton ungeachtet vorübergehender Unterbrechung, bei Ausübung einer Er-

werbstätigkeit während mindestens 30 Tagen, ohne Ausübung einer Erwerbstätigkeit 

während mindestens 90 Tagen aufhalten (§ 3 Abs. 1 StG). Natürliche Personen ohne 

steuerrechtlichen Wohnsitz oder Aufenthalt im Kanton sind aufgrund wirtschaftlicher 

Zugehörigkeit steuerpflichtig, wenn sie im Kanton Geschäftsbetriebe oder Betriebsstät-

ten unterhalten, Grundstücke besitzen, nutzen, vermitteln oder damit handeln (§ 4 

Abs. 1 StG). Diese gesetzliche Ordnung deckt sich mit den bundesrechtlichen Vorga-

ben von Art. 3 und Art. 4 des Bundesgesetzes über die Harmonisierung der direkten 

Steuern der Kantone und Gemeinden vom 14. Dezember 1990 (StHG). 

 

 b) Steuerpflichtige, die im Kanton Zürich nur für einen Teil ihres Einkommens 

und Vermögens steuerpflichtig sind, entrichten die Steuern für die im Kanton steuerba-

ren Werte nach dem Steuersatz, der ihrem gesamten weltweiten Einkommen und 

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Vermögen entspricht, steuerfreie Beträge werden ihnen anteilsmässig gewährt (§ 6 

Abs. 1 StG). Mit diesem sog. Progressionsvorbehalt soll vermieden werden, dass 

Steuerpflichtige, die für Teile ihres Einkommens und Vermögens in verschiedenen 

Kantonen steuerpflichtige sind, steuerlich besser fahren, als jene Steuerpflichtige, die 

ihr gesamtes Einkommen und Vermögen in einem einzigen Kanton zur versteuern ha-

ben (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, § 6 N 10 StG). Zur Vermeidung einer Doppelbe-

steuerung ist bei Steuerpflichtigen, die für Teile ihres Einkommens und Vermögens in 

verschiedenen Kantonen steuerpflichtig sind, eine interkantonale Steuerausscheidung 

nach den Grundsätzen des Bundesrechts über das Verbot der interkantonalen Doppel-

besteuerung vorzunehmen (§ 5 Abs. 3 StG).  

 

 c) Gegenstand und Umfang der steuerbaren Einkünfte, Abzüge und Vermö-

genswerte wie auch die Festlegung dessen, was von der hiesigen Steuerpflicht ausge-

nommen ist und zu welchem Steuersatz das steuerbare Substrat im Kanton Zürich be-

steuert wird, richten sich vorliegend nach dem Zürcher Steuergesetz und nicht nach 

schwyzerischem Recht (Roman Sieber, in: Kommentar zum Schweizerischen Steuer-

recht, Interkantonales Steuerrecht, 2011, § 25 N 16 in fine; Höhn/Mäusli, Interkantona-

les Steuerrecht, 4. A., 2000, § 21 N 7a; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, § 5 N 37 und 

§ 6 N 7 StG). Der Kanton Zürich berechnet das gesamte steuerbare Vermögen und 

Einkommen so, als ob die steuerpflichtige Person ganz der zürcherischen Steuerhoheit 

unterstände und besteuert davon die Quote, welche ihm die bundesrechtlichen Aus-

scheidungsregeln zuweisen. Die Steuerhoheit des Kantons Zürich, welcher Personen 

mit Wohnsitz oder wirtschaftlichen Anknüpfungspunkten im Kanton Zürich unterworfen 

sind, findet ihre Grenze einzig aufgrund des Verbots der Doppelbesteuerung gemäss 

Art. 127 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV) 

vom 18. April 1999 (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Vorbemerkungen zu §§ 3 - 15 N 6 

StG). Grundsätzlich ist aber festzuhalten, dass kein Verstoss gegen das Doppelbe-

steuerungsverbot vorliegt, wenn das auf den Kanton Zürich entfallende Einkommen 

und Vermögen nach dem Steuersatz des gesamten Einkommens und Vermögens be-

steuert wird (sog. Progressionsvorbehalt).  

 

 d) Hat ein Steuerpflichtiger in mehreren Kantonen ein Steuerdomizil, so ist die 

Steuerbehörde des Wohnsitzkantons gemäss Art. 39 Abs. 2 Satz 2 StHG gehalten, der 

Behörde des anderen Kantons von der Steuererklärung und der Veranlagung Mittei-

lung zu machen. Damit wird erreicht, dass der Steuerpflichtige in Steuerausschei-

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dungsfällen nur noch eine Steuererklärung an seinem Hauptsteuerdomizil abzugeben 

braucht (Zweifel/Hunziker, in Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Bundes-

gesetz über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden, 

3. A., 2017, Art. 39 N 26 StHG). Dennoch wird auch in diesem Kanton ein Veranla-

gungsverfahren nach dem jeweiligen kantonalen Verfahrensrecht durchgeführt (Art. 2 

Abs. 1 und 4 der Verordnung über die Anwendung des Steuerharmonisierungsgeset-

zes im interkantonalen Verhältnis vom 9. März 2001 [VO StHG]). Die Steuerbehörde 

des Wohnsitz- oder des Sitzkantons teilt den Steuerbehörden der anderen Kantone 

ihre Steuerveranlagung, einschliesslich der interkantonalen Steuerausscheidung und 

allfällige Abweichungen gegenüber der Steuererklärung kostenlos mit (Art. 2 Abs. 3 VO 

StHG). Aufgrund dieser Meldepflicht erhält der Wohnsitzkanton im Verhältnis zu den 

Nebensteuerdomizilkantonen faktisch eine Führungsrolle (BGE 142 II 182 E. 3.2.3; 

VGr, 2. Dezember 2015, SB.2015.00021, E. 3.2, www.vgrzh.ch; KS-SSK Nr. 16 vom 

31. August 2001). Entgegen der Auffassung des Pflichtigen verhält es sich jedoch nicht 

so, dass der Nebensteuerdomizilkanton die Veranlagung des Hauptsteuerdomizils ab-

zuwarten hätte (VGr, 2. Dezember 2015, SB.2015.00021, E. 3.3 ff., www.vgrzh.ch). 

 

 e) Nach dem Gesagten ist daher der Liegenschaftenkanton befugt, ein Veran-

lagungsverfahren nach seinem Recht durchzuführen und dieses mit einem Steuerent-

scheid abzuschliessen. Es gelten dabei für beschränkt steuerpflichtige Personen ge-

nau die gleichen Verfahrensrechte und -pflichten wie für unbeschränkt steuerpflichtige 

Personen. Ebenso nimmt jeder beteiligte Kanton die Steuerveranlagung nach seinen 

eigenen materiellen gesetzlichen Bestimmungen und seiner eigenen Steuerpraxis vor. 

Trotz Steuerharmonisierung gibt es diesbezüglich unter den Kantonen noch zahlreiche 

Divergenzen (z.B. Bewertung von Liegenschaften, Eigenmietwertbesteuerung, Pau-

schalsätze für Abzüge, Sozialabzüge usw.). 

 

 Sowohl der Einschätzungsentscheid vom 28. November 2018 als auch der 

Einspracheentscheid vom 4. April 2019 wurden damit korrekterweise vom kantonalen 

Steueramt entschieden. Der Antrag des Pflichtigen, allein auf den Entscheid des Kan-

tons Schwyz vom 30. Mai 2017 abzustellen, ist damit abzuweisen. 

 

 

 6. a) Nach Lehre und Rechtsprechung sind unter Unterhaltskosten Aufwen-

dungen zu verstehen, deren Ziel nicht die Schaffung neuer, sondern die Erhaltung bis-

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heriger Werte ist und die in längeren oder kürzeren Zeitabständen wiederkehren (Rich-

ner/Frei/Kaufmann/Meuter, § 30 N 36 ff. StG). Dazu gehören insbesondere die Kosten, 

die der Instandhaltung des Grundstücks oder seiner Instandstellung dienen, d.h. der 

Nachholung unterbliebener Instandhaltung, § 30 Abs. 2 StG (VGr, 22. April 1986 = 

StE 1987 B 44.13.1 Nr. 1; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, § 30 N 40 ff. StG), so dass 

das Grundstück weiterhin – allenfalls "modernisiert" – seinen bisherigen Verwendungs-

zweck erfüllen kann. Nicht abzugsfähig sind dagegen all jene Aufwendungen, die sich 

als Lebenshaltungskosten erweisen (§ 33 lit. a StG). Dies ist dann der Fall, wenn sie 

weder dem Unterhalt noch der Schaffung liegenschaftlicher Werte, sondern einzig der 

Befriedigung persönlicher Bedürfnisse und Neigungen eines Steuerpflichtigen dienen 

und damit Einkommensverwendung darstellen (Peter Locher, Kommentar zum DBG, 

I. Teil, Art. 1 - 48 DBG, 2001, Art. 34 N 4; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter § 30 N 65). 

 

 b) Besorgt eine steuerpflichtige Person die Verwaltung ihres (beweglichen wie 

unbeweglichen) Vermögens selbst, kann sie dafür keinen Abzug beanspruchen. 

Nur Drittkosten sind abzugsfähig (§ 30 Abs. 1 und 2 StG). Somit können Eigenleistun-

gen nicht steuermindernd geltend gemacht werden (StRG, 16. Dezember 2016, 

2 DB.2016.155/2 ST.2016.183, E. 2 und 4.b; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, § 30 N 13 

und N 108 StG). Dies ist auch im Merkblatt des kantonalen Steueramts über die steu-

erliche Abzugsfähigkeit von Kosten für den Unterhalt und die Verwaltung von Liegen-

schaften vom 13. November 2009 (ZStB Nr. 18/821; im Folgenden Merkblatt) aus-

drücklich festgehalten. 

 

 c) Sind Unterhaltsleistungen, die ein Eigentümer selber für seine Liegenschaft 

erbracht hat, nach dem in E. 6 a+b Gesagten nicht abzugsfähig, so gilt dies grundsätz-

lich auch für die mit der Erbringung dieser Unterhaltsleistungen zusammenhängenden 

weiteren Unkosten. Nimmt ein Eigentümer nämlich die Unterhaltsleistungen selber vor 

oder beteiligt er sich an solchen, die durch Drittpersonen ausgeführt werden, so kann 

er zwar das hierfür erforderliche Material als Unterhalt geltend machen, nicht jedoch 

damit verbundene weitere Aufwendungen, wie z.B. eigene Fahrspesen (StRG, 

16. Dezember 2016, 2 DB.2016.155/2 ST.2016.183, E. 4.b). In keiner Weise sind Fahr-

ten für Bemusterung oder solche zur Bank bzw. Post zwecks Bezahlung von Rechnun-

gen als Aufwendungen zu berücksichtigen (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, § 30 N 13, 

65, 108 StG).  

 

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7. a) Festzuhalten ist zunächst, dass der Pflichtige entsprechend den obigen 

Erwägungen für die Selbstverwaltung der Liegenschaft ...weg 7 in D weder ein Eigen-

honorar geltend machen kann noch die weiteren, durch ihn selber erbrachten Leistun-

gen in Zusammenhang mit dem Unterhalt der Liegenschaft, wie Fahrtkosten für die 

Beschaffung von Baumaterialien, zur Post etc., steuermindernd berücksichtigt werden 

können.  

b) Entgegen den Ausführungen des Pflichtigen wurden die von ihm geltend

gemachten Kosten in Höhe von Fr. 25'994.- für Transporte zur Beschaffung oder Ver-

sendung von Sachen für den Liegenschaftsunterhalt in der vorliegenden Veranlagung 

nicht nach pflichtgemässem Ermessen geschätzt. Vielmehr wurde dieser Aufwand im 

Einschätzungsentscheid vom 13. November 2017 und im Einspracheentscheid vom 

4. April 2019 überhaupt nicht steuermindernd berücksichtigt. Diesem Vorgehen ist in

Übereinstimmung mit der Rechtsprechung (vgl. E. 6 a-c) ebenfalls zuzustimmen. 

Zudem ist der Pflichtige auf die Entscheide des Steuerrekursgerichts vom 

13. November 2018 (2 ST.2018.267) und des Verwaltungsgerichts vom 17. April 2019

(SB.2018.00139) zu verweisen. 

c) Im Veranlagungsentscheid vom 13. November 2017 und im Einspracheent-

scheid vom 4. April 2019 anerkannte der Steuerkommissär die vom Pflichtigen in der 

Steuererklärung vom 25. August 2014 geltend gemachten Unterhalts- und Verwal-

tungskosten in Höhe von Fr. 137'622.- mit Ausnahme der Transportkosten von 

Fr. 25'994.-, der Aufwendungen für Mobiliar von Fr. 7'321.- und einem Aufwand für die 

Verwaltung von Privatvermögen durch Dritte von Fr. 25'617.-, womit im Ergebnis Kos-

ten von Fr. 78'690.- berücksichtigt wurden. 

d) aa) Mit Bezug auf die Kosten für die Restaurierung von Gemälden und

Mobiliar bringt der Pflichtige vor, dass es sich um Kosten für die Behebung von Schä-

den gehandelt habe, die bei den Bauarbeiten in Zusammenhang mit dem Um-

bau/Anbau der Liegenschaft ...weg 7 entstanden seien. Dazu reicht er drei Empfangs-

scheine ein betreffend zwei Zahlungen an die Schreinerei E in Höhe von Fr. 3'662.50 

und Fr. 3'500.- sowie eine Zahlung an die F AG in Höhe von Fr. 158.75. Die durch die 

Schreinerei E ausgeführten Arbeiten seien auch bei den Veranlagungen in den Vorjah-

ren immer steuermindernd berücksichtigt worden. 

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 bb) Frühere Steuereinschätzungen sind für die Steuerbehörde nicht verbind-

lich und begründen keine Vertrauensgrundlage des Steuerpflichtigen für künftige Steu-

erperioden. Die Steuerbehörde hat die Steuererklärung in jeder Steuerperiode neu zu 

prüfen und darf die Einschätzung ohne Rücksicht auf vorgängige, allenfalls unrichtige 

Veranlagungen vornehmen (BGr, 31. Juli 2017, 2C_99/2017, E. 3.3.5). 

 

 cc) Ferner wurde durch den Pflichtigen nicht substanziiert nachgewiesen, 

dass es sich bei den durch die Schreinerei E und die F AG durchgeführten Arbeiten um 

Unterhaltsaufwendungen gemäss § 30 Abs. 2 StG gehandelt hat. Zum einen handelt 

es sich bei E um einen "Antikschreiner", welcher sich auf die Restauration und Erhal-

tung von Antiquitäten spezialisiert hat, was eher dafür spricht, dass es sich um Le-

benshaltungskosten gehandelt hat, zum anderen wäre es ohnehin fraglich, ob Restau-

rationskosten für Mobilien liegenschaftliche Werte darstellen und als Unterhaltskosten 

gemäss § 30 Abs. 2 StG anerkannt werden können (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/ 

Meuter, § 30 N 38 StG). 

 

 e) Nicht nachvollziehbar ist im Übrigen, welche weiteren Aufwendungen der 

Pflichtige mit seinen weitschweifigen Ausführungen in Ziff. 13 seiner Rekursschrift gel-

tend machen möchte. Wie bereits in E. 6 dargelegt, können sämtliche Eigenleistungen 

des Pflichtigen in Zusammenhang mit den Unterhaltsarbeiten an der Liegenschaft 

...weg 7 nicht steuermindernd berücksichtigt werden.  

 

 

 8. Diese Erwägungen führen zur Abweisung des Rekurses. Die Kosten des 

Verfahrens sind ausgangsgemäss dem Pflichtigen aufzuerlegen (§ 151 Abs. 1 StG), 

und es ist ihm keine Parteientschädigung zuzusprechen (§ 152 StG i.V.m. § 17 Abs. 2 

des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959). 

 

 

Demgemäss erkennt die Einzelrichterin: 

 

 

1. Der Rekurs wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

[…]