# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 620fe03a-2330-5edb-a404-49d9f308365d
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-05-13
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Strafkammer 13.05.2022 SK2 2021 46
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_005_SK2-2021-46_2022-05-13.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Beschluss vom 13. Mai 2022

Referenz SK2 21 46

Instanz II. Strafkammer 

Besetzung Hubert, Vorsitzender
Nydegger und Bergamin
Nyfeler, Aktuarin

Parteien A._____
Beschwerdeführer
vertreten durch Dr. iur. Leandro Perucchi
Wehinger Kaelin Ferrari AG, Riesbachstrasse 52, Postfach 
8034 Zürich

B._____
Beschwerdeführer
vertreten durch Dr. iur. Leandro Perucchi
Wehinger Kaelin Ferrari AG, Riesbachstrasse 52, Postfach 
8034 Zürich 

gegen

C._____
Beschwerdegegner
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Mauro Lardi
SwissLegal Lardi & Partner AG, Reichsgasse 65, 7000 Chur 

Gegenstand Betrug etc.

Anfechtungsobj. Sistierungsverfügung der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 
01.06.2021, mitgeteilt am 02.06.2021 (Proz. Nr. VV.2021.1085)

Mitteilung 24. Mai 2022

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Sachverhalt

A. Am 16. März 2021 erstatteten A._____ und B._____ bei der Staatsanwalt-
schaft Graubünden (nachfolgend: Staatsanwaltschaft) Strafanzeige gegen 
C._____ betreffend Betrug (Art. 146 StGB), ungetreue Geschäftsbesorgung (Art. 
158 StGB), arglistige Vermögensschädigung (Art. 151 StGB) sowie Unterdrückung 
von Urkunden (Art. 254 StGB). Der Vorwurf lautete im Wesentlichen darauf, dass 
C._____, der in einem Testament der Mutter von A._____ und B._____ vom 14. 
Juli 1977 als Willensvollstrecker vorgesehen gewesen sei, ihnen (als Erben) auf 
Nachfrage zweimal wissentlich die falsche Auskunft gegeben habe, ein nachträg-
lich aufgefundenes Testament der Mutter vom 8. September 2011 ändere nichts 
an der Situation, wie sie sich vor dessen Auffinden dargestellt habe, und müsse 
nicht eingeliefert werden. Richtigerweise sei jedoch einzig das neuere Testament, 
welches keine Willensvollstreckerklausel enthalte, massgeblich. Ausserdem habe 
C._____ das jüngere Testament nach dessen Erhalt pflichtwidrig nicht bei der 
Erbschaftsbehörde eingeliefert, obschon er sich als Anwalt über seine diesbezüg-
liche Pflicht im Klaren habe sein müssen. In der Folge habe die zuständige Behör-
de die Erbenbescheinigung mangels Kenntnis des neueren Testaments gestützt 
auf das ältere Testament ausgestellt und demzufolge die Einsetzung von C._____ 
als Willensvollstrecker bestätigt; dieser habe die Erbenbescheinigung sowie das 
Willensvollstreckermandat unzulässigerweise angenommen. A._____ und 
B._____ sei aufgrund des Verhaltens von C._____ ein Schaden insbesondere in 
Form von persönlichem Aufwand und Kosten für die Rechtsberatung und
-vertretung entstanden. C._____ habe sich durch sein Vorgehen ein lukratives 
Mandat als Willensvollstrecker anmassen und sich so vermögensrechtliche Vortei-
le sichern wollen. A._____ und B._____ weisen in ihrer Strafanzeige darauf hin, 
ein Schlichtungsgesuch zur Geltendmachung von Schadenersatz gegen C._____ 
eingereicht zu haben.

B. Mit Verfügung vom 12. Mai 2021 eröffnete die Staatsanwaltschaft gegen 
C._____ eine Strafuntersuchung wegen Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB etc.

C. Am 17. Mai 2021 ersuchte C._____ die Staatsanwaltschaft um eine Sistie-
rung des Strafverfahrens, um den Ausgang des durch A._____ und B._____ 
gleichzeitig mit diesem Verfahren gegen ihn eingeleiteten Zivilverfahrens abzuwar-
ten.

D. Mit Eingabe vom 28. Mai 2021 reichte C._____ der Staatsanwaltschaft un-
ter Hinweis auf eine zuvor zwischen dieser und seinem Rechtsvertreter erfolgte 
telefonische Besprechung das von A._____ und B._____ gegen ihn eingereichte 

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Vermittlungsbegehren betreffend Schadenersatz/Forderung sowie die Vorladung 
zur Schlichtungsverhandlung vor dem Vermittleramt Imboden (nachfolgend: Ver-
mittleramt) ein. Zugleich erneuerte er seinen Antrag auf Sistierung des Strafunter-
suchungsverfahrens.

E. Mit Verfügung vom 1. Juni 2021, mitgeteilt am 2. Juni 2021, sistierte die 
Staatsanwaltschaft das Strafverfahren gegen C._____ wegen Betrugs gemäss Art. 
146 Abs. 1 StGB etc. bis zur rechtskräftigen Erledigung des beim Vermittleramt 
hängigen Zivilverfahrens betreffend Schadenersatz/Forderung gegen C._____.

F. Gegen die genannte Sistierungsverfügung erhoben A._____ und B._____ 
(nachfolgend: Beschwerdeführer) – nach auf Anfrage erfolgter Zustellung von Ko-
pien der Eingaben von C._____ vom 17. Mai 2021 und 28. Mai 2021 durch die 
Staatsanwaltschaft – mit Eingabe vom 14. Juni 2021 (Datum Poststempel) Be-
schwerde mit den folgenden Anträgen:

1. Die Sistierungsverfügung der Beschwerdegegnerin vom 1. Juni 2021 
sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, die Un-
tersuchung unter der Verfahrensnummer VV.2021.1085/FB fortzuset-
zen.

2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MWSt) zu Lasten 
der Staatskasse.

G. Mit Stellungnahme vom 29. Juni 2021 beantragte die Staatsanwaltschaft 
unter Hinweis auf die Akten und die angefochtene Verfügung die kostenfällige 
Abweisung der Beschwerde.

H. Am 2. Juli 2021 ersuchte C._____ (nachfolgend: Beschwerdegegner) die 
Beschwerdeinstanz um Ansetzung einer Nachfrist für die Einreichung einer Stel-
lungnahme, wies auf eine am 8. Juli 2021 stattfindende Verhandlung vor dem 
Vermittleramt hin und machte diverse weitere Ausführungen.

I. Mit Eingabe vom 9. Juli 2021 teilte der Beschwerdegegner mit, dass anläss-
lich der Vermittlungsverhandlung noch keine Einigung habe erzielt werden kön-
nen. Weiter erklärte er, sich den Ausführungen der Staatsanwaltschaft in deren 
Stellungnahme anzuschliessen und nichts Weiteres beizufügen zu haben. Es wer-
de die kostenpflichtige Abweisung der Beschwerde beantragt.

J. Die Replik der Beschwerdeführer mit unveränderten Anträgen datiert vom 
19. August 2021. Die Staatsanwaltschaft verzichtete mit Eingabe vom 25. August 
2021 auf eine Duplik, wohingegen der Beschwerdegegner am 3. September 2021 
eine duplizierende Stellungnahme einreichte.

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K. Die Beschwerdeführer nahmen in ihrer Triplik vom 23. September 2021 zur 
Duplik des Beschwerdegegners Stellung. Die Staatsanwaltschaft verzichtete mit 
Eingabe vom 30. September 2021 auf eine Quadruplik. Die Quadruplik des Be-
schwerdegegners datiert vom 1. Oktober 2021.

Erwägungen

1.1. Gegen Sistierungsverfügungen der Staatsanwaltschaft kann innert zehn 
Tagen bei der II. Strafkammer des Kantonsgerichts von Graubünden schriftlich 
und begründet Beschwerde geführt werden (Art. 20 Abs. 1 lit. b, Art. 314 Abs. 5 
i.V.m. Art. 322 Abs. 2, Art. 393 Abs. 1 lit. a u. Art. 396 Abs. 1 StPO; Art. 22 
EGzStPO [BR 350.100]; Art. 10 Abs. 1 KGV [BR 173.100]). Die angefochtene Ver-
fügung wurde dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführer am 3. Juni 2021 zuge-
stellt (act. E.1.a f.). Die Beschwerde datiert vom 14. Juni 2021 und ist damit frist-
gerecht erfolgt (vgl. Art. 90 Abs. 2 StPO). Sie ist zudem hinreichend begründet 
(act. A.1).

1.2. Nach Art. 382 Abs. 1 StPO kann jede Partei, die ein rechtlich geschütztes 
Interesse an der Aufhebung oder Änderung eines Entscheids hat, ein Rechtsmittel 
ergreifen. Partei im Strafverfahren ist nebst der beschuldigten Person und der 
Staatsanwaltschaft auch die Privatklägerschaft (Art. 104 Abs. 1 StPO). Die Be-
schwerdeführer haben sich in ihrer Strafanzeige vom 18. März 2021 als Privatklä-
ger konstituiert (Art. 118 Abs. 1 StPO; act. B.2, Antrag Ziff. 3 u. I.5). Sie haben 
überdies ein rechtlich geschütztes Interesse an der zügigen Durchführung und 
dem zeitnahen Abschluss des Strafverfahrens ohne unbegründete Verzögerung 
und mithin an der Aufhebung der Sistierungsverfügung (vgl. Art. 5 Abs. 1 StPO 
i.V.m. Art. 29 Abs. 1 BV; Thomas Bosshard/Nathan Landshut, in:
Donatsch/Lieber/Summers/Wohlers [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen 
Strafprozessordnung [StPO], 3. Aufl., Zürich 2020, N 23 zu Art. 314 StPO m.w.H.). 
Die Beschwerdeführer sind somit zur Beschwerdeführung legitimiert.

1.3. Die weiteren formellen Voraussetzungen geben zu keinen Bemerkungen 
Anlass. Auf die Beschwerde ist somit einzutreten.

2. Mit der Beschwerde können Rechtsverletzungen, die unvollständige oder 
unrichtige Feststellung des Sachverhalts sowie Unangemessenheit gerügt werden 
(Art. 393 Abs. 2 StPO).

3.1. In seinem Sistierungsgesuch vom 17. Mai 2021 führte der Beschwerdegeg-
ner aus, dass die Beschwerdeführer gleichzeitig mit ihrer Strafanzeige eine Auf-
sichtsanzeige bei der Aufsichtskommission über die Rechtsanwältinnen und 

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Rechtsanwälte sowie eine Zivilklage auf Leistung von Schadenersatz gegen ihn 
eingereicht hätten. Bei der Zivilklage gehe es inhaltlich um denselben Vorwurf ei-
ner unberechtigten Ausübung des Willensvollstreckermandats wie im Strafverfah-
ren und sie beruhe auf dem identischen Lebenssachverhalt wie die Strafanzeige. 
Mithin habe ein Entscheid im Zivilverfahren eine unmittelbare Auswirkung auf die 
Beurteilung in strafrechtlicher Hinsicht. Erweise sich im Zivilverfahren, dass keine 
Schadenersatzpflicht bestehe, weil er sein Mandat nicht unberechtigterweise aus-
geübt habe, so sei davon auszugehen, dass auch kein strafwürdiges Verhalten 
vorliege (act. B.4).

3.2. Die Staatsanwaltschaft gab in ihrer Sistierungsverfügung unter dem Titel 
"Begründung" zunächst den Sachverhalt und insbesondere die Ausführungen des 
Beschwerdegegners (vgl. soeben E. 3.1) wieder. Sodann erwog sie, eine Konne-
xität zwischen den Verfahren sei nicht von der Hand zu weisen, wobei der Aus-
gang des Strafverfahrens von einem anderen Verfahren abhänge und es ange-
bracht erscheine, dessen Ausgang abzuwarten (act. B.1).

3.3. Die Beschwerdeführer machen zunächst eine Verletzung ihres rechtlichen 
Gehörs (Art. 3 Abs. 2 lit. c i.V.m. Art. 107 StPO) durch die Staatsanwaltschaft gel-
tend. Diese habe umgehend nach Erhalt des Sistierungsgesuchs des Beschwer-
degegners vom 17. Mai 2021 sowie dessen Eingabe vom 28. Mai 2021 gestützt 
darauf die Verfahrenssistierung verfügt, ohne den durch diesen Entscheid belaste-
ten Beschwerdeführern die Eingaben vorgängig zur Kenntnis und Stellungnahme 
zukommen zu lassen (act. A.1, II.B; act. A.6, II.B.8 ff.). Die Beschwerdeführer mo-
nieren ausserdem eine falsche Sachverhaltsfeststellung durch die Staatsanwalt-
schaft, da diese das Strafverfahren fälschlicherweise als vom Zivilverfahren ab-
hängig bezeichnet habe, obwohl die beiden Verfahren verschiedene Tatsachen 
beschlügen (act. A.1, II.C). Schliesslich werfen die Beschwerdeführer der Staats-
anwaltschaft eine falsche Rechtsanwendung im Hinblick auf Art. 314 Abs. 1 lit. b 
StPO vor. Das Strafverfahren und die Strafbarkeit des Beschwerdegegners hingen 
nicht davon ab, ob dieser im Zivilverfahren zu Schadenersatz verurteilt werde. Die 
verschiedenen rechtlichen Konsequenzen bestünden unabhängig voneinander. 
Eine Abhängigkeit des Strafverfahrens vom Zivilverfahren könne auch deshalb 
nicht vorliegen, weil der Strafrichter nicht an die Auslegung des Zivilrichters ge-
bunden sei und selbst bei Abweisung aller klägerischen Ansprüche im Zivilverfah-
ren einen Schaden im strafrechtlichen Sinn annehmen dürfe. Sodann setze die 
Verurteilung wegen (vollendeten) Versuchs der angezeigten Delikte ohnehin kei-
nen Schaden voraus. Auch betreffend den Vorwurf der Urkundenunterdrückung 
habe das Zivilurteil keinen relevanten Einfluss auf das Strafurteil. Wenn überhaupt 

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eine Konnexität anzunehmen wäre, sei zuerst das Strafverfahren durchzuführen, 
sodass sich die Beschwerdeführer im Zivilverfahren auf die Beweiserhebungen 
der Strafuntersuchung und die strafrechtliche Verurteilung stützen könnten. Ein 
Abwarten des Ausgangs des Zivilverfahrens sei weiter aus dem Grund nicht an-
gebracht, dass bis zu einem rechtskräftigen Entscheid mehrere Jahre vergehen 
könnten. Eine Sistierung des Strafverfahrens verletze schliesslich den Grundsatz 
des Verfolgungszwangs (Art. 7 StPO; Legalitätsprinzip) und die Offizialmaxime, da 
die Durchführung eines Strafverfahrens nicht vom Ausgang eines Zivilverfahrens, 
welches massgeblich durch das prozessuale Verhalten der Parteien geprägt wer-
de, abhängen dürfe (act. A.1, II.D; act. A.6, II.B.13 ff.).

3.4. In ihrer Stellungnahme führt die Staatsanwaltschaft zunächst aus, dass 
entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer keine Pflicht zur Vorankündigung 
des Erlasses einer Sistierungsverfügung bestehe und dies im vorliegenden Fall 
auch keinen Sinn gemacht hätte, da nach Eingang der Strafanzeige keine Bewei-
se mehr abgenommen worden seien. Sodann bringt sie vor, dass entgegen der 
Ansicht der Beschwerdeführer sehr wohl eine Abhängigkeit der strafrechtlichen 
Beurteilung der Vermögensdelikte (Betrug und arglistige Vermögensschädigung) 
von der zivilrechtlichen Beurteilung bzw. dem Ausgang des Zivilverfahrens beste-
he, da in beiden Verfahren ein Schaden zu prüfen sei. Der Strafrichter sei zwar 
nicht an die Auslegung des Zivilrichters gebunden, das Zivilverfahren könne aber 
dennoch entscheidende Indizien oder Beweise für das Strafverfahren liefern. 
Komme die zivile Instanz zum Schluss, dass den Beschwerdeführern durch das 
Verhalten des Beschwerdegegners kein Schaden erwachsen sei, erübrige sich 
zumindest eine Untersuchung wegen der geltend gemachten Vermögenstat-
bestände des Betrugs und der ungetreuen Geschäftsbesorgung. Hinweise für ei-
nen Verstoss gegen das Beschleunigungsgebot fehlten. Zudem verhalte es sich 
nicht so, dass beide Parteien ihr Interesse an einer umgehenden Fortsetzung des 
Strafverfahrens zum Ausdruck gebracht hätten. Aufgrund des behaupteten Tat-
zeitpunkts und angesichts der relevanten Verjährungsfristen stelle sich auch die 
Verjährungsfrage derzeit (noch) nicht (act. A.2).

3.5. Der Beschwerdegegner stellte sich auf den Standpunkt, dass die Staatsan-
waltschaft in Hinblick auf die Sistierung über einen Ermessensspielraum verfüge. 
Für die Sistierung sei nur erforderlich, dass sich das Ergebnis eines anderen Ver-
fahrens tatsächlich auf jenes des Strafverfahrens auswirken könne und das ande-
re Verfahren die Beweiswürdigung im Strafverfahren erheblich erleichtere. Vorlie-
gend sei alles andere als klar, ob durch das handschriftliche Testament vom 
8. September 2011 die Willensvollstreckerklausel im öffentlich beurkundeten Tes-

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tament aus dem Jahre 1977 überhaupt aufgehoben worden sei. Es sei nun die 
Aufgabe des zuständigen Zivilgerichts, darüber vorfrageweise zu befinden. Man-
gels Aufhebung der Klausel entfalle jegliche Schadenersatzpflicht und von einem 
strafrechtlich relevanten Verhalten könne ebenfalls keine Rede sein. Der Ausgang 
des Zivilverfahrens werde damit unmittelbar Auswirkungen auf das Strafverfahren 
haben und die Beweiswürdigung im Strafverfahren erheblich erleichtern. Die Sis-
tierung sei damit zu Recht erfolgt. Die durch die Beschwerdeführer geltend ge-
machte Gehörsverletzung werde im Beschwerdeverfahren geheilt, da sie in des-
sen Rahmen ihren Standpunkt umfassend hätten darlegen können und der Be-
schwerdekammer umfassende Kognition zukomme (act. A.8; act. A.11).

3.6. Die Beschwerdeführer hielten dem Beschwerdegegner im Wesentlichen 
entgegen, dass die Auslegung des Testaments vom 8. September 2011 kein 
Thema der hängigen Schadenersatzklage sei, welche ausschliesslich die Haftung 
des Beschwerdegegners für den durch die Nichteinlieferung und Unterdrückung 
des jüngeren Testaments entstandenen Schaden zum Gegenstand habe. Als rei-
ne Forderungsklage habe das hängige Zivilverfahren nachweislich keinerlei Aus-
wirkungen auf das Strafverfahren gegen den Beschwerdegegner (act. A.9).

3.7. Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet einzig die an-
gefochtene Sistierungsverfügung. Sowohl die Beschwerdeführer als auch der Be-
schwerdegegner machten diverse Ausführungen, welche nicht direkt im Zusam-
menhang mit der Sistierung stehen (insb. act. A.3; act. A.6, II.C.24 ff.; act. A.9, 
S. 2; act. A.11, S. 1) und deshalb vorliegend nicht zu berücksichtigen sind. Auf 
eine Wiedergabe der entsprechenden Passagen wird verzichtet.

4. Zunächst ist zu prüfen, ob die Staatsanwaltschaft den Beschwerdeführern 
nach Eingang der Eingaben des Beschwerdegegners bzw. vor Erlass der Sistie-
rungsverfügung Gelegenheit zur Stellungnahme hätte einräumen müssen und ob 
das Absehen davon eine Verletzung des rechtlichen Gehörs der Beschwerdefüh-
rer darstellt.

4.1. Bei der Sistierung nach Art. 314 StPO handelt es sich um eine einstweilige 
bzw. vorläufige Einstellung prozessualer Natur im Vorverfahren. Die Sistierung hat 
keine materielle Rechtskraft und die Untersuchung kann gemäss Art. 315 StPO 
jederzeit formlos wiederaufgenommen werden, wenn der Grund der Sistierung 
weggefallen ist. Die Sistierung stellt keinen tiefgreifenden Eingriff dar und ihr 
kommt daher keine allzu erhebliche Bedeutung für die Parteien zu (vgl. BStGer 
BB.2017.151 v. 11.10.2017 E. 3.1; Esther Omlin, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger 
[Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 2. Aufl., Basel 

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2014, N 5 f., N 10 u. N 30 zu Art. 314 StPO). Gemäss Art. 314 Abs. 5 StPO richtet 
sich das Verfahren, soweit es nicht bereits in den Absätzen 3 und 4 geregelt ist, 
nach den Bestimmungen über die Verfahrenseinstellung (Art. 320-322 StPO).

4.2. Gemäss Art. 107 Abs. 1 StPO haben die Parteien Anspruch auf rechtliches 
Gehör. Sie haben namentlich das Recht, sich zur Sache und zum Verfahren zu 
äussern (Art. 107 Abs. 1 lit. d StPO). Das rechtliche Gehör umfasst als Mitwir-
kungsrecht alle Befugnisse, die einer Partei einzuräumen sind, damit sie in einem 
Verfahren ihren Standpunkt wirksam zur Geltung bringen kann. Der Anspruch auf 
rechtliches Gehör ist formeller Natur und seine Verletzung führt ungeachtet der 
materiellen Begründetheit des Rechtsmittels zur Aufhebung des angefochtenen 
Entscheids (BGE 144 I 11 E. 5.3; BGer 6B_1247/2015 v. 15.4.2016 E. 2.2 
u. 2.4.1, je m.w.H.).

4.3. Zunächst gilt zu klären, ob im Hinblick auf Art. 107 StPO grundsätzlich er-
forderlich ist, dass eine beabsichtigte Sistierung den Parteien zuvor angekündigt 
und ihnen die Gelegenheit zur Stellungnahme gewährt wird. Art. 314 StPO lässt 
sich dazu nichts entnehmen.

4.3.1. Die soeben erwähnte Frage ist in der Lehre strittig. Omlin bejaht sie mit der 
Argumentation, dass Art. 314 Abs. 5 StPO bloss eine Analogie zu den Bestim-
mungen über die Verfahrenseinstellung herstelle und nicht wie die entsprechende 
Nichtanhandnahmeregelung (Art. 310 Abs. 2 StPO) auf Art. 319 ff. StPO verweise, 
weshalb der für die Nichtanhandnahme geltende Umkehrschluss – dass Art. 318 
Abs. 1 StPO, welcher die Vorankündigung der Einstellungsverfügung an die Par-
teien vorsieht, nicht anwendbar sei – bei einer Sistierung nicht zum Tragen kom-
me. Die Einräumung des rechtlichen Gehörs rechtfertige sich aber auch deshalb, 
weil das Verfahren bis zur Sistierung zu etwaigen Beweisergebnissen geführt ha-
ben könne (Omlin, a.a.O., N 34 zu Art. 314 StPO). Bosshard/Landshut halten hin-
gegen fest, dass das Gesetz keine Pflicht zur Vorankündigung des Erlasses einer 
Sistierungsverfügung vorsehe. Eine Anzeige im Sinn von Art. 318 Abs. 1 StPO 
könne aber auch bei einer Sistierung sinnvoll sein, da in der Regel bis zum Sistie-
rungsentscheid Beweisabnahmen erfolgt seien und den Parteien das rechtliche 
Gehör betreffend das Beweisergebnis eingeräumt werden solle (Boss-
hard/Landshut, a.a.O., N 20a zu Art. 314 StPO).

4.3.2. Gemäss Rechtsprechung des Bundesstrafgerichts haben die Parteien vor 
der Sistierung grundsätzlich keinen Anspruch auf das rechtliche Gehör. In Art. 314 
Abs. 5 StPO werde nämlich für das Sistierungsverfahren auf die Bestimmungen 
der Verfahrenseinstellung verwiesen. Weil eine Sistierung weniger tiefgreifende 

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Folgen für die Parteien nach sich ziehe als eine Einstellung oder Nichtanhand-
nahme, sei nicht nachvollziehbar, weswegen der Gesetzgeber das rechtliche 
Gehör ausgerechnet bei der milderen Vorkehrung hätte vorsehen wollen. Da ge-
gen die Sistierung eine Beschwerdemöglichkeit bestehe, könne das rechtliche 
Gehör der Parteien auf diesem Weg gewährleistet werden (BStGer BB.2017.209 
v. 28.3.2018 E. 2; BB.2017.151 v. 11.10.2017 E. 3.1; BB.2012.42 v. 26.7.2012 
E. 2.1; vgl. BStGer BB.2014.124-125 v. 6.2.2015 E. 2.3; gl.A. AppG BS 
BES.2016.52 v. 23.11.2016 E. 2.2).

4.3.3. Mit der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts und Boss-
hard/Landshut ist davon auszugehen, dass vor Erlass einer Sistierungsverfügung 
grundsätzlich kein Anspruch auf Gewährung des rechtlichen Gehörs besteht und 
dem Gehörsanspruch der Parteien mit der bestehenden Beschwerdemöglichkeit 
genügend Nachachtung verschafft ist. Die Lehrmeinung von Omlin überzeugt hin-
gegen nicht. So sind nämlich die Verweisungsnormen von Art. 314 Abs. 5 StPO 
(Sistierung) und Art. 310 Abs. 2 StPO (Nichtanhandnahme) gleichlautend und ist 
nach Rechtsprechung (BGer 6B_4/2013 v. 11.4.2013 E. 2.1) und Lehre (Omlin, 
a.a.O., N 19 ff. zu Art. 310 StPO) bei beabsichtigtem Erlass einer Nichtanhand-
nahmeverfügung in der Regel keine Vorankündigung an die Parteien nötig. Es ist 
nicht ersichtlich, weshalb gerade bei der Sistierung, bei welcher es im Unterschied 
zur Nichtanhandnahme und zur Einstellung keiner Wiederaufnahmeverfügung 
nach Art. 323 StPO bedarf, sondern welche bei Wegfall des Sistierungsgrundes 
formlos wieder aufgehoben werden kann (vgl. E. 4.1), etwas anderes gelten sollte. 
Einzig, wenn bis zum Sistierungsentscheid Beweisabnahmen erfolgten, zu deren 
Ergebnis sich die Parteien noch nicht äussern konnten oder wenn offene Beweis-
anträge vorliegen, ist den Parteien das rechtliche Gehör zu gewähren 
(vgl. OGer TG SW.2019.14 v. 21.3.2019 E. 2c; Bosshard/Landshut, a.a.O., N 20a 
zu Art. 314 StPO).

4.3.4. Vorliegend erfolgten bisher weder Beweisabnahmen noch liegen offene 
Beweisanträge vor. Nach dem soeben Gesagten war die Staatsanwaltschaft des-
halb nicht verpflichtet, den Parteien die beabsichtigte Verfahrenssistierung vorab 
anzukündigen und ihnen Gelegenheit zur diesbezüglichen Stellungnahme zu ge-
währen. Der Erlass der Sistierungsverfügung ohne vorherige Äusserungsmöglich-
keit stellt demnach grundsätzlich keine Verletzung des rechtlichen Gehörs der Be-
schwerdeführer dar.

4.4. Sodann ist zu prüfen, ob die Staatsanwaltschaft dadurch, dass sie den Be-
schwerdeführern das Sistierungsgesuch und die weitere Eingabe des Beschwer-

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degegners nicht vor Erlass ihrer Sistierungsverfügung zur Stellungnahme hat zu-
kommen lassen, gegen den Anspruch auf rechtliches Gehör verstossen hat.

4.4.1. Gemäss Art. 109 Abs. 2 StPO gibt die Verfahrensleitung den Parteien Ge-
legenheit zur Stellungnahme zu Eingaben, die von anderen Verfahrensbeteiligten 
eingereicht wurden. Dieses Replikrecht, welches Ausfluss des Anspruchs auf 
rechtliches Gehör (Art. 6 Ziff. 1 EMRK; Art. 29 Abs. 2 BV) ist, steht den Parteien 
unabhängig davon zu, ob eine Eingabe neue Tatsachen oder Argumente enthält 
und ob diese den Entscheid tatsächlich zu beeinflussen vermögen. Die Parteien 
sind nicht nur über den Eingang von Eingaben in Kenntnis zu setzen, sondern sie 
müssen, bevor ein sie belastender Entscheid ergeht, die effektive Möglichkeit zur 
Stellungnahme haben (Peter Hafner/Eliane Fischer, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger 
[Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 2. Aufl., Ba-
sel 2014, N 21 zu Art. 109 StPO; Viktor Lieber, in: Donatsch/Lieber/
Summers/Wohlers [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung 
[StPO], 3. Aufl., Zürich 2020, N 6 ff. zu Art. 109 StPO, je m.w.H.).

4.4.2. Das in Art. 109 Abs. 2 StPO konkretisierte Replikrecht gilt nur für Verfahren 
vor Gerichten, nicht jedoch für solche vor anderen Behörden (vgl. BGE 138 I 154 
E. 2.5). Im Vorverfahren vor der Staatsanwaltschaft sollte es zur Wahrung des 
rechtlichen Gehörs demnach grundsätzlich ausreichen, wenn die Verfahrenslei-
tung den Parteien erst nach Abschluss der Ermittlungen, aber vor Erlass des End-
entscheides, Gelegenheit zur umfassenden Stellungnahme gibt. Entsprechend ist 
im Vorverfahren vom Prinzip eines einfachen Schriftenwechsels auszugehen und 
jedenfalls vom förmlichen Einholen weiterer Rechtsschriften einstweilen abzuse-
hen (Hafner/Fischer, a.a.O., N 22a zu Art. 109 StPO; Lieber, a.a.O., N 7 zu 
Art. 109 StPO).

4.4.3. Vorliegend geht es um das Sistierungsgesuch und die weitere damit zu-
sammenhängende Eingabe des Beschwerdegegners vom 17. Mai 2021 respektive 
vom 28. Mai 2021, welche den Beschwerdeführern nicht zur Kenntnis und Stel-
lungnahme zugestellt worden waren. Zwar ist nach dem Gesagten im Verfahren 
vor der Staatsanwaltschaft grundsätzlich nicht das (ewige) Replikrecht im Sinne 
von Art. 109 Abs. 2 StPO i.V.m. Art. 6 EMRK zu gewähren. Jedoch ist auch im 
Vorverfahren zumindest ein einfacher Schriftenwechsel durchzuführen. Dies muss 
vorliegend umso mehr gelten, als dass es sich bei den Eingaben des Beschwer-
degegners nicht um Ausführungen betreffend die Hauptsache handelte, welche
– nach Gewährung des rechtlichen Gehörs an die Beschwerdeführer – im Endent-
scheid ihren Niederschlag finden würden. Vielmehr betraf das Sistierungsgesuch 
des Beschwerdegegners den unmittelbaren Fortgang des Vorverfahrens, weshalb 

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den Beschwerdeführern zeitnah zumindest die Möglichkeit zur einfachen Stellung-
nahme hätte erteilt werden müssen. Zu berücksichtigen ist dabei insbesondere, 
dass die Staatsanwaltschaft das Gesuch des Beschwerdegegners nicht etwa ab-
wies, sondern diesem durch den Erlass ihrer Sistierungsverfügung im Ergebnis 
entsprach. Die Sachlage präsentiert sich damit anders als in den vom Bundes-
strafgericht beurteilten Fällen (vgl. E. 4.3.2), in welchen die Sistierung von Amtes 
wegen erfolgte und sich keine der Parteien vorab dazu hatte äussern können. In-
dem die Staatsanwaltschaft das Verfahren gestützt auf das Sistierungsgesuch des 
Beschwerdegegners sistierte, ohne dieses und die weitere Eingabe zuvor den Be-
schwerdeführern zur Kenntnis und Stellungnahme zuzustellen, hat sie das rechtli-
che Gehör der Beschwerdeführer verletzt.

4.5.1. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung kann allerdings eine nicht 
besonders schwerwiegende Verletzung des rechtlichen Gehörs ausnahmsweise 
als geheilt gelten, wenn die betroffene Partei die Möglichkeit erhält, sich vor einer 
Beschwerdeinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt als auch die Rechts-
lage mit gleicher Kognition wie die Vorinstanz überprüfen kann und der Partei dar-
aus kein Nachteil erwächst. Bei der Beurteilung der Zulässigkeit einer Heilung ist 
das Interesse an einem raschen Verfahren gegen jenes an einem korrekten Ver-
fahrensablauf abzuwägen. Stellt die Rückweisung der Sache zur Gewährung des 
rechtlichen Gehörs einen formalistischen Leerlauf dar und führt sie zu unnötigen 
Verzögerungen, die mit den Interessen der betroffenen Partei an einer beförderli-
chen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren sind, ist das Bundesgericht 
selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung der Ansicht, dass von einer Rück-
weisung abzusehen ist (BGE 135 I 279 E. 2.6.1; 133 I 201 E. 2.2; vgl. BGE 126 I 
68 E. 2; Hans Vest/Salome Horber, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler 
Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 2. Aufl., Basel 2014, N 6 zu 
Art. 107 StPO, je m.w.H.).

4.5.2. Die festgestellte Verletzung des rechtlichen Gehörs ist als nicht besonders 
schwerwiegend zu qualifizieren, da sie sich auf eine einstweilige Einstellung pro-
zessualer Natur des Vorverfahrens bezieht, welches jederzeit formlos wiederauf-
genommen werden kann (vgl. E. 4.1). Die Beschwerdeinstanz verfügt vorliegend 
über eine umfassende Kognition (vgl. Art. 393 Abs. 2 StPO). Sodann konnten die 
Beschwerdeführer ihren Standpunkt im Beschwerdeverfahren umfassend darle-
gen und haben sie selbst ein Interesse an einer beförderlichen Behandlung des 
Verfahrens geltend gemacht (vgl. act. A.6, II.B.21; act. A.9, S. 3). Aus diesen 
Gründen ist die Verletzung des Gehörsanspruchs der Beschwerdeführer als ge-

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heilt zu betrachten und von einer Aufhebung der Sistierungsverfügung aus-
nahmsweise abzusehen (vgl. BStGer BB.2014.124-125 v. 6.2.2015 E. 2.3).

5. Die Staatsanwaltschaft stützte ihre Sistierungsverfügung sinngemäss auf 
Art. 314 Abs. 1 lit. b StPO. Gemäss dieser Bestimmung kann die Staatsanwalt-
schaft eine Untersuchung unter anderem dann sistieren, wenn der Ausgang des 
Strafverfahrens von einem anderen Verfahren abhängt und es angebracht er-
scheint, dessen Ausgang abzuwarten.

5.1. Eine Sistierung gemäss Art. 314 Abs. 1 lit. b StPO erlaubt es, den Ausgang 
anderer, präjudizieller Verfahren, insbesondere Zivilverfahren, abzuwarten. 
Art.  314 Abs. 1 lit. b StPO stellt eine Kann-Bestimmung dar. Deswegen sowie 
aufgrund der Formulierung, wonach das Abwarten des Ausgangs eines anderen 
Verfahrens angebracht erscheinen müsse, ergibt sich ein Ermessensspielraum 
der Staatsanwaltschaft. Die Sistierung des Strafverfahrens mit Blick auf ein ande-
res Verfahren rechtfertigt sich nach der bundesgerichtlichen Praxis jedoch nur, 
wenn sich das Ergebnis jenes Verfahrens tatsächlich auf das Ergebnis des Straf-
verfahrens auswirken kann und wenn dieses Verfahren die Beweiswürdigung im 
Strafverfahren erheblich erleichtert. Grundsätzlich sind die Strafverfolgungsbehör-
den auch verpflichtet, Rechtsfragen aus anderen Rechtsgebieten vorfrageweise 
selbst abzuklären. Eine Sistierung erfolgt nur, wenn das Urteil im anderen Verfah-
ren für den weiteren Gang des Strafverfahrens unentbehrlich ist bzw. diesem kon-
stitutive Wirkung für das Strafverfahren zukommt. Die Sistierung hängt von einer 
Abwägung der betroffenen Interessen ab und ist mit Zurückhaltung anzuordnen 
(BGer 1B_66/2020 v. 2.12.2020 E. 3.2; 1B_163/2014 v. 18.7.2014 E. 2.2; Boss-
hard/Landshut, a.a.O., N 12 ff. zu Art.  314 StPO, je m.w.H).

5.2. Im Strafverfahren wird die materielle Wahrheit von Amtes wegen erforscht. 
Dazu verfügt die Staatsanwaltschaft über Zwangsmittel und weitgehende Befug-
nisse. Anders als das Zivilgericht darf sie sich nicht damit begnügen, lediglich be-
strittene Behauptungen abzuklären und den Parteien ansonsten die Erstellung des 
Sachverhalts zu überlassen. Entsprechend wird regelmässig das Zivilverfahren 
aufgeschoben, um der Strafbehörde die Ermittlung des Sachverhalts zu ermögli-
chen. Der umgekehrte Fall, nämlich die Sistierung des Strafverfahrens bis zum 
Abschluss des Zivilverfahrens, fällt dagegen nur ausnahmsweise in Betracht, 
wenn das Urteil im Zivilverfahren für den weiteren Gang des Strafverfahrens un-
entbehrlich ist (BGer 1B_66/2020 v. 2.12.2020 E. 3.2; 1B_163/2014 v. 18.7.2014 
E. 2.2; 1B_261/2009 v. 7.12.2009 E. 4.1; Bosshard/Landshut, a.a.O., N 13a f. zu 
Art. 314 StPO, je m.w.H.).

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5.3. Die Sistierung eines Strafverfahrens steht immer in einem Spannungsver-
hältnis zum Beschleunigungsgebot, welches der Möglichkeit einer Sistierung 
Grenzen setzt. Nach dem Beschleunigungsgebot (Art. 5 Abs. 1 StPO i.V.m. Art. 29 
Abs. 1 BV) sind Strafverfahren unverzüglich an die Hand zu nehmen und ohne 
begründete Verzögerung abzuschliessen. Der Anspruch auf Verfahrensbeschleu-
nigung steht primär der beschuldigten Person, in etwas geringerem Mass jedoch 
auch den übrigen Verfahrensbeteiligten wie der Privatklägerschaft zu. Das Be-
schleunigungsgebot wird verletzt, wenn die Staatsanwaltschaft das Strafverfahren 
ohne objektiven Grund sistiert. Besondere Rechnung ist der Frage zu tragen, ob 
im Strafverfahren infolge der Sistierung ein definitiver Beweisverlust droht oder ob 
die Strafverfolgungsverjährung eintreten könnte. Zu berücksichtigen gilt es sodann 
insbesondere, ob ein kohärenter Zivilprozess schon relativ weit fortgeschritten ist. 
Im Zweifel hat das Beschleunigungsgebot Vorrang und geht dementsprechend 
das Strafverfahren vor (BGer 1B_66/2020 v. 2.12.2020 E. 3.2; 1B_21/2015 
v. 1.7.2015 E. 2.3; 1B_163/2014 v. 18.7.2014 E. 2.2, vgl. BGer 1B_184/2021 
v. 10.11.2021 E. 2.1, je m.w.H.).

6.1. Gegenstand des vorliegenden Strafverfahrens bilden die gegen den Be-
schwerdegegner erhobenen Vorwürfe des Betrugs (Art. 146 StGB), der arglistigen 
Vermögensschädigung (Art. 151 StGB), der ungetreuen Geschäftsbesorgung 
(Art. 158 StGB) sowie der Unterdrückung von Urkunden (Art. 254 StGB; 
vgl. act. B.2; StA act. 1).

6.2. Im Zivilverfahren verlangen die Beschwerdeführer die Verpflichtung des 
Beschwerdegegners zu Schadenersatzzahlungen (act. B.3, S. 2), und zwar ge-
stützt auf denselben Sachverhalt wie im vorliegenden Strafverfahren (act. B.3, II.A 
u. II.B.16 ff.; vgl. E. A). Die Beschwerdeführer begründen ihre Forderung im We-
sentlichen damit, dass der Beschwerdegegner durch seine unrichtigen Auskünfte 
sowie die pflichtwidrige Unterdrückung bzw. Nichteinlieferung des jüngeren Tes-
taments seine Pflichten verletzt und dadurch widerrechtlich im Sinne von 
Art. 41 OR gehandelt habe. Den Beschwerdeführern sei dadurch ein Schaden 
insbesondere in Form von persönlichem Aufwand und Kosten für die Rechtsbera-
tung und -vertretung entstanden, welcher kausal auf die Pflichtverletzungen des 
Beschwerdegegners zurückzuführen sei. Das Verschulden des Beschwerdegeg-
ners wiege besonders schwer, da dieser als Anwalt die Einlieferungspflicht bes-
tens gekannt habe (act. B.3, II.B.23 ff. u. II.C.27 ff.). Es bestehe daneben eine 
quasivertragliche, eventualiter auch eine vertragliche Grundlage für die Haftung 
des Beschwerdegegners (act. B.3, II.C.31 f.).

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6.3. Mit der Staatsanwaltschaft (vgl. act. A.2, S. 2) und dem Beschwerdegegner 
(act. B.4) ist festzuhalten, dass das Straf- und das Zivilverfahren auf demselben 
Lebenssachverhalt beruhen (vgl. dessen identische Wiedergabe durch die Be-
schwerdeführer in act. B.2, II u. act. B.3, II.A-B) und sich inhaltlich mit denselben 
Vorwürfen befassen. Es ist somit nicht von der Hand zu weisen, dass die beiden 
Verfahren über gewisse Überschneidungen verfügen. Vor diesem Hintergrund ist 
auch davon auszugehen, dass einige Fragen gleichzeitig Gegenstand des Zivil- 
und des Strafverfahrens bilden werden. Namentlich setzen sowohl eine allfällige 
zivilrechtliche Haftung (Art. 41 u Art. 97 OR) als auch die Tatbestände des Be-
trugs, der arglistigen Vermögensschädigung und der ungetreuen Geschäftsbesor-
gung (Art. 146, Art. 151 u. Art. 158 StGB) einen Schaden der Beschwerdeführer 
voraus. Auch die Kausalität zwischen dem Verhalten des Beschwerdegegners und 
einem allfälligen Vermögensschaden dürfte in beiden Verfahren eine Rolle spie-
len. Schliesslich wird sowohl im Straf- als auch im Zivilverfahren zu klären sein, ob 
den Beschwerdegegner ein Verschulden trifft. Besondere Erwähnung verdient so-
dann die Frage nach der Bedeutung des Testaments aus dem Jahr 2011 für das 
Testament aus dem Jahr 1977 und die in letzterem enthaltene Willensvollstrecker-
klausel im Lichte von Art. 511 ZGB, welche sowohl im Zivil- als auch im Strafver-
fahren im Sinne einer Vorfrage zu thematisieren sein dürfte. Die Behandlung bzw. 
Beurteilung der soeben genannten Themenbereiche im Zivilverfahren würde sich 
wohl tatsächlich bis zu einem gewissen Grad auf das Strafverfahren auswirken 
und diesbezügliche Abklärungen im Zivilverfahren wären auch geeignet, die Be-
weiserhebung im Strafverfahren zu erleichtern.

6.4. Die festgestellten Berührungspunkte und Überschneidungen der beiden 
Verfahren ändern jedoch nichts daran, dass der im Zivilverfahren zu treffende Ent-
scheid nicht als unentbehrlich für das Strafverfahren anzusehen ist. So überwiegt 
vorliegend die zivilrechtliche Komponente der Streitsache nicht derart, dass das 
Zivilverfahren gegenüber dem Strafverfahren in den Vordergrund rücken und des-
sen Ausgang weitgehend bestimmen würde. Eine solche Abhängigkeit wäre bei-
spielsweise bei einem Strafverfahren wegen eines Eigentumsdeliktes zu bejahen, 
wenn die darin umstrittenen dinglichen Rechte an einer Sache Gegenstand eines 
hängigen Zivilprozesses bilden, oder bei einem Strafverfahren wegen Vernachläs-
sigung von Unterstützungspflichten, wenn zeitgleich dazu ein Zivilverfahren betref-
fend rückwirkende Herabsetzung der Alimente hängig ist (Bosshard/Landshut, 
a.a.O., N 12 zu Art. 314 StPO). Eine Abweisung der zivilrechtlichen Schadener-
satzklage hätte vorliegend nicht zur Folge, dass eine strafrechtliche Verurteilung 
des Beschwerdegegners von Vornherein ausser Betracht fiele. Selbst wenn die 
Strafbehörde – welche nicht an die Beurteilung der Zivilinstanz gebunden ist 

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(vgl. KGer GR SK2 18 64 v. 5.6.2019 E. 6.1) – gleich wie das Zivilgericht zum 
Schluss käme, bestimmte Haftungsvoraussetzungen respektive Tatbestandsele-
mente einzelner Delikte (beispielsweise ein Schaden) seien zu verneinen, könnte 
deswegen eine Strafbarkeit wegen eines anderen angezeigten Delikts (beispiels-
weise einer Urkundenunterdrückung) oder eines Versuchs der zu beurteilenden 
(Vermögens-)Delikte nicht ausgeschlossen werden. Ebensowenig könnte von der 
Gutheissung der Zivilklage auf eine Strafbarkeit des beschwerdegegnerischen 
Verhaltens geschlossen werden. So setzt eine Verurteilung für die zur Anzeige 
gebrachten Delikte die Prüfung und Bejahung diverser Tatbestandselemente vor-
aus, welche naturgemäss nicht Gegenstand eines Zivilverfahrens bilden. Als Bei-
spiele dafür seien das Vorliegen von Arglist und Täuschung (vgl. Art. 146 
u. Art. 151 StGB) sowie einer Bereicherungs-, Schädigungs- oder Vorteilsver-
schaffungsabsicht (vgl. Art. 146 bzw. Art. 254 StGB), aber auch die Frage nach 
einer Unterdrückungshandlung im Sinne von Art. 254 StGB genannt. Entgegen 
den Ausführungen der Staatsanwaltschaft und des Beschwerdegegners kommt 
dem Zivilverfahren somit insgesamt keine konstitutive Wirkung für das Strafverfah-
ren zu und ist folglich der Ausgang des Zivilverfahrens nicht abzuwarten.

6.5. Allein die Tatsache, dass sich im Strafverfahren auch diverse zivilrechtliche 
Fragen stellen, rechtfertigt keine Sistierung dieses Verfahrens. Nach dem Gesag-
ten sind nämlich die Strafbehörden durchaus berechtigt und sogar verpflichtet, 
solche Punkte vorfrageweise zu beurteilen. Dazu kommt, dass auch das Zivilge-
richt gewisse Aspekte, so namentlich im Bereich der Auslegung und Bedeutung 
der zwei eingereichten Testamente (vgl. E. 6.3), lediglich vorfrageweise beurteilen 
wird.

6.6. Gegen eine Sistierung des Strafverfahrens spricht auch, dass bei gleichzei-
tig hängigen, konnexen Zivil- und Strafprozessen in der Regel das Zivilverfahren 
zugunsten des Strafverfahrens sistiert wird (vgl. E. 5.2). Vorliegend kommt dem 
Schadenersatzprozess nach dem Gesagten nicht eine derart erhebliche Bedeu-
tung für die strafrechtliche Beurteilung zu, dass ein Ausnahmefall begründet wür-
de. Demnach wäre, wie dies auch die Beschwerdeführer vorbringen (act. A.1, 
II.D.34), eher die Zweckmässigkeit einer Sistierung des Zivilverfahrens zu prüfen, 
sodass sich die Zivilbehörden bei der Beurteilung der geltend gemachten Scha-
denersatzforderung zumindest teilweise auf die umfangreichen, im Rahmen des 
Untersuchungsgrundsatzes (Art. 6 StPO) getätigten Abklärungen im Strafverfah-
ren stützen könnten.

6.7. Schliesslich gilt es zu berücksichtigen, dass sich vorliegend das Zivilverfah-
ren noch in einem relativ frühen Verfahrensstadium befindet. So scheint im Zeit-

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punkt des Erlasses der Sistierungsverfügung erst die Schlichtungsverhandlung vor 
dem Vermittleramt stattgefunden zu haben, anlässlich welcher keine Einigung er-
zielt werden konnte (act. B.6). Je nachdem, ob gegen ein allfälliges erstinstanzli-
ches Urteil Rechtsmittel ergriffen werden, könnte es demnach bis zu einer rechts-
kräftigen Erledigung der Zivilstreitigkeit potentiell noch mehrere Jahre dauern. 
Zwar droht vorliegend angesichts des Begehungszeitpunktes der mutmasslichen 
Delikte im Jahr 2020 nicht die baldige Verjährung (vgl. Art. 97 f. StGB). Dennoch 
wäre eine möglicherweise jahrelange Sistierung unter den gegebenen Umständen 
kaum mit dem Beschleunigungsgebot (Art. 5 Abs. 1 StPO; vgl. E. 5.3) zu vereinba-
ren. Obwohl der Anspruch auf Verfahrensbeschleunigung primär der beschuldig-
ten Person zusteht und es vorstehend der Beschwerdegegner selbst war, der ein 
Gesuch um Verfahrenssistierung stellte, haben auch die Beschwerdeführer ein 
geschütztes Interesse daran, dass das Strafverfahren beförderlich durchgeführt 
und innert angemessener Frist zum Abschluss gebracht wird. Auch deshalb er-
scheint das Abwarten eines rechtskräftigen Entscheids im Zivilverfahren und die 
Sistierung des Strafverfahrens bis zu diesem Zeitpunkt als nicht angebracht. Es 
entspricht denn auch der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, in Fällen wie dem 
vorliegenden, in welchen sich eine Sistierung nicht geradezu aufdrängt, dem 
Strafverfahren und dessen zeitnahem Abschluss den Vorrang zu geben 
(vgl. BGer 1B_163/2014 v. 18.7.2014 E. 2.2 m.w.H.).

6.8. Die Sistierung ist laut gesetzlicher Vorschrift in das Ermessen der Staats-
anwaltschaft gestellt (Art. 314 StPO; vgl. E. 5.1). Entsprechend ist zu prüfen, ob 
vorliegend ein Eingriff der Beschwerdeinstanz in den Ermessensspielraum der 
Staatsanwaltschaft gerechtfertigt ist. Die Beschwerdeinstanz hat die ihr durch die 
Strafprozessordnung eingeräumte freie und umfassende Kognition grundsätzlich 
voll auszuschöpfen; andernfalls beginge sie eine Verletzung des rechtlichen 
Gehörs bzw. eine formelle Rechtsverweigerung. Hingegen darf und muss die Be-
schwerdeinstanz sich eine gewisse Zurückhaltung auferlegen, wenn die Vor-
instanz im Gegensatz zu ihr über spezielle Sachkenntnisse in tatsächlicher Hin-
sicht verfügt (vgl. KGer GR SK2 18 64 v. 5.6.2019 E. 8; Patrick Guidon, in: Nigg-
li/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessord-
nung, 2. Aufl., Basel 2014, N 15 f. u. N 18 zu Art. 393 StPO, je m.w.H.). Die Ent-
scheidung über die vorliegend zu beurteilende Sistierung setzt keine speziellen 
Sachkenntnisse voraus. Die Auferlegung einer besonderen Zurückhaltung durch 
die Beschwerdeinstanz erscheint mithin nicht angezeigt.

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7. Im Ergebnis ist die Beschwerde gutzuheissen. Die angefochtene Sistie-
rungsverfügung ist aufzuheben und die Sache zur Weiterführung der Untersu-
chung an die Staatsanwaltschaft zurückzuweisen.

8.1. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Kosten des Beschwerde-
verfahrens zu Lasten des Kantons Graubünden (Art. 37 Abs. 1 EGzStPO i.V.m. 
Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Gerichtsgebühren werden auf CHF 2'000.00 festgelegt 
(Art. 37 Abs. 2 u. 3 EGzStPO i.V.m. Art. 8 VGS [BR 350.210]). Den Beschwerde-
führern wird der von ihnen geleistete Kostenvorschuss in Höhe von CHF 1'500.00 
erstattet.

8.2. Die obsiegenden Beschwerdeführer wären grundsätzlich vom Kanton 
Graubünden für die Aufwendungen ihrer Vertretung zu entschädigen (vgl. Art. 436 
Abs. 3 StPO). Die Beschwerdeführer machten zwar eine Entschädigung geltend 
(act. A.1 u. act. A.6, je Begehren Ziff. 2), unterliessen es aber, diese zu beziffern 
und zu belegen, sodass nach Art. 436 Abs. 1 i.V.m. Art. 433 Abs. 2 StPO darauf 
nicht einzutreten ist. Folglich ist ihnen keine Entschädigung zuzusprechen 
(vgl. KGer GR SK2 20 34 v. 24.8.2020 E. 9.2.1 f.; SK2 19 66 v. 23.4.2020 E. 6.2, 
je m.w.H.).

8.3. Der Beschwerdegegner unterliegt mit seinem Antrag auf Abweisung der 
Beschwerde (act. A.5; act. A.8, S.2; act. A.11, S. 2), weshalb ihm kein Anspruch 
auf Parteientschädigung zusteht.

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Demnach wird erkannt:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Sistierungsverfügung der Staats-
anwaltschaft Graubünden vom 1. Juni 2021 (Proz. Nr. VV.2021.1085/FB) 
aufgehoben und die Sache im Sinne der Erwägungen an die Staatsanwalt-
schaft Graubünden zurückgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens in der Höhe von CHF 2'000.00 ge-
hen zu Lasten des Kantons Graubünden. Der von A._____ und B._____ 
geleistete Kostenvorschuss von CHF 1'500.00 ist diesen zu erstatten.

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

4. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 78 ff. BGG Beschwerde in 
Strafsachen an das Bundesgericht geführt werden. Die Beschwerde ist dem 
Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, schriftlich innert 
30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in 
der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 78 ff. und 90 ff. 
BGG.

5. Mitteilung an: