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**Case Identifier:** 3d64e3e0-73cb-5020-827b-dc49991e8804
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-10-08
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 08.10.2020 720 18 339/236
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-18-339-236_2020-10-08.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 8. Oktober 2020 (720 18 339 / 236) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Bestimmung des massgebenden medizinischen Sachverhalts aufgrund eines Gerichts-

gutachtens 

 
 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kan-

tonsrichter Christof Enderle, Gerichtsschreiber Pascal Acrémann 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Dr. Claude Schnüriger, 
Advokat, Lange Gasse 90, Postfach 335, 4010 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 
 
 
 
A.1 Die 1969 geborene A.____ war zuletzt von Dezember 2002 bis Februar 2004 bei der 
B.____AG als Raumpflegerin angestellt. Danach war sie als Hausfrau und Mutter tätig. Am 
24. Januar 2008 meldete sie sich bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leis-
tungsbezug an. Nach Abklärung der gesundheitlichen, erwerblichen und hauswirtschaftlichen 
Verhältnisse verneinte die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) mit Verfügung vom 16. Februar 

 

 
 
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2010 einen Rentenanspruch mit der Begründung, der mittels gemischter Methode berechnete 
Invaliditätsgrad liege bei lediglich 9 %. Dieser Entscheid erwuchs in Rechtskraft. 
 
A.2 Am XX.XX.XXXX kam es im damaligen Wohnhaus von A.____ zu einer Gasexplosion, 
wobei sie und ihre Kinder verschüttet wurden. Am 20. März 2013 meldete sie sich unter Hinweis 
auf eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) und einer Depression erneut bei der IV-
Stelle zum Leistungsbezug an. Diese klärte in der Folge die gesundheitlichen und erwerblichen 
Verhältnisse ab, wobei sie die Versicherte bidisziplinär durch Prof. Dr. med. C.____, FMH Neu-
rologie sowie Psychiatrie und Psychotherapie, und Dr. med. D.____, FMH Psychiatrie und Psy-
chotherapie, Klinik E.____ (Expertise vom 15. Juli 2014), sowie durch Dr. med. F.____, 
FMH Physikalische Medizin und Rehabilitation, Rheumatologie und Allgemeine Innere Medizin, 
Spital G.____, (Expertise vom 17. September 2015/26. Oktober 2015) begutachten liess. Da 
der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) beider Basel das psychiatrische Gutachten der Klinik 
E.____ vom 15. Juli 2014 als nicht beweistauglich qualifizierte (Beurteilung von Dr. med. 
H.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie), veranlasste die IV-Stelle ein Gutachten bei 
Dr. med. I.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, welches am 5. September 2016 erstattet 
wurde. Gestützt auf die daraus gewonnenen Erkenntnisse ermittelte sie nunmehr in Anwendung 
der allgemeinen Bemessungsmethode des Einkommensvergleichs einen Invaliditätsgrad von 
50 % und sprach der Versicherten mit Verfügungen vom 12. September 2018 resp. 9. Oktober 
2018 rückwirkend ab 1. September 2013 eine halbe Rente zu. 
 
B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Advokat Dr. Claude Schnüriger, am 11. Okto-
ber 2018 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsge-
richt). Sie beantragte, in Gutheissung der Beschwerde seien die Verfügungen vom 12. Septem-
ber 2018 resp. 9. Oktober 2018 aufzuheben und die Beschwerdegegnerin unter o/e-Kostenfolge 
zu verpflichten, ihr mit Wirkung ab 1. September 2013 eine ganze Rente auszurichten. Zudem 
sei ihr für das Vorbescheidverfahren und das Beschwerdeverfahren die unentgeltliche Rechts-
pflege mit Advokat Dr. Claude Schnüriger als Rechtsvertreter zu bewilligen. Zur Begründung 
führte sie im Wesentlichen aus, dass der angefochtene Entscheid auf unzureichenden medizi-
nischen Unterlagen beruhe. 
 
C. Mit Verfügung vom 1. November 2018 wurde der Beschwerdeführerin für das vorliegen-
de Verfahren die unentgeltliche Prozessführung und die unentgeltliche Verbeiständung mit Ad-
vokat Dr. Claude Schnüriger als Rechtsvertreter bewilligt und auf die Erhebung eines Kosten-
vorschusses verzichtet. 
 
D. In ihrer Vernehmlassung vom 26. November 2018 beantragte die IV-Stelle die Abwei-
sung der Beschwerde. Gleichzeitig legte sie ihren Ausführungen eine Beurteilung des RAD-
Arztes Dr. med. J.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 13. November 2018 bei.  
 
E. Anlässlich einer ersten Urteilsberatung vom 24. Januar 2019 gelangte das Kantonsge-
richt zur Auffassung, dass eine abschliessende Beurteilung der Angelegenheit gestützt auf die 
vorhandenen medizinischen Akten nicht möglich sei. In der Folge stellte es das Verfahren aus 
und ordnete ein Gerichtsgutachten an. Am 11. März 2019 beauftragte es Dr. med. K.____, FMH 

 

 
 
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Psychiatrie und Psychotherapie, mit einer Begutachtung der Versicherten. Zum Gutachten vom 
14. Oktober 2019 und den Auswirkungen der medizinischen Beurteilung auf den Leistungsan-
spruch nahmen die Beschwerdegegnerin unter Hinweis auf eine Stellungnahme des RAD-
Arztes Dr. J.____ vom 23. Oktober 2019 am 28. Oktober 2019 und die Beschwerdeführerin un-
ter Verweis auf eine Stellungnahme des behandelnden Arztes Dr. med. L.____, FMH Psychiat-
rie und Psychotherapie, vom 10. November 2019 am 18. November 2019 Stellung. 
 
F. Im Rahmen einer weiteren Urteilsberatung vom 16. Januar 2020 kam das Kantonsge-
richt zum Schluss, dass das Gerichtgutachten vom 14. Oktober 2019 Fragen aufwerfe, weshalb 
zur abschliessenden Klärung der medizinischen Sachlage eine Nachfrage bei Dr. K.____ erfor-
derlich sei. Zu seinem Ergänzungsbericht vom 25. Mai 2020 nahmen die Beschwerdegegnerin 
unter Verweis auf die Angaben des RAD-Arztes Dr. J.____ vom 4. Juni 2020 am 8. Juni 2020 
und die Beschwerdeführerin unter Hinweis auf eine E-Mail ihrer Tochter, M.____, vom 6. Juni 
2020 am 3. August 2020 Stellung.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versiche-
rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden 
Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig-
keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes 
über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beur-
teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons 
Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit örtlich und sachlich zur 
Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. 
 
1.2 Soweit die Versicherte in ihrer Beschwerde beantragt, es sei ihr für das Vorbescheids-
verfahren die unentgeltliche Rechtspflege mit Advokat Dr. Claude Schnüriger als Rechtsvertre-
ter zu bewilligen, ist sie darauf hinzuweisen, dass im versicherungsgerichtlichen Beschwerde-
verfahren grundsätzlich nur Rechtsverhältnisse zu überprüfen und zu beurteilen sind, zu denen 
der zuständige Versicherungsträger vorgängig verbindlich – in Form einer Verfügung – Stellung 
genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung den beschwerdeweise weiterziehbaren An-
fechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer 
Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit keine Verfügung ergangen ist (BGE 131 V 164 
E. 2.1, 125 V 413 E. 1a mit Hinweisen). Vorliegend bildet ein allfälliger Anspruch auf unentgelt-
liche Rechtspflege im Vorbescheidsverfahren nicht Gegenstand der angefochtenen Verfügung. 
Somit fehlt es in Bezug auf dieses Rechtsbegehren an einem tauglichen Anfechtungsobjekt, 
weshalb auf die Beschwerde in diesem Punkt nicht eingetreten werden kann. Im Übrigen kann 
aber auf die frist- und formgerecht erhobene Beschwerde vom 11. Oktober 2018 eingetreten 
werden. 
 

 

 
 
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2. Streitig ist der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin. Massgebend ist der Sachver-
halt, wie er sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügungen vom 12. September 2018 resp. 
9. Oktober 2018 entwickelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche 
Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis (vgl. BGE 129 V 4 E. 1.2 mit Hinweis). 
 
3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig 
gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). 
 
3.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfä-
higkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei 
langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich 
berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder 
längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge 
von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit 
ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur-
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt 
zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit 
sind nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung 
zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objekti-
ver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2).  
 
3.3 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG 
sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines 
anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 
141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychi-
sche Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidi-
tät. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhän-
gig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem 
Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab 
zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu er-
bringen (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je 
mit Hinweisen; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG). Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche 
psychischen Erkrankungen einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu un-
terziehen (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.1). Diese Abklärungen enden laut Bundesgericht stets mit 
der Rechtsfrage, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der nach 
BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen 
(vgl. BGE 143 V 418 E. 7.1). 
 

 

 
 
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4.1 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abge-
stuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 
70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie 
zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist.  
 
4.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh-
rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 
invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Dies ist die allgemeine Methode des Einkom-
mensvergleichs (vgl. BGE 141 V 15 E. 3.2) mit den Untervarianten des Schätzungs- oder Pro-
zentvergleichs (vgl. BGE 114 V 310 E. 3a) und der ausserordentlichen Methode (vgl. 
BGE 128 V 29). 
 
5.1 Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet die Frage, in welchem Aus-
mass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsunfähig 
ist. 
 
5.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Un-
terlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung 
zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beur-
teilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 
versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige 
Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person 
noch zugemutet werden können (vgl. BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
5.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an-
deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).  

 

 
 
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5.4 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 469 E. 4.4 und 4.5). So weicht das Gericht bei Gerichtsgutachten nach der 
Praxis nicht ohne zwingende Gründe von der Einschätzung des medizinischen Experten ab, 
dessen Aufgabe es ist, seine Fachkenntnisse der Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um 
einen bestimmten Sachverhalt medizinisch zu erfassen. Ein Grund zum Abweichen kann vorlie-
gen, wenn die Gerichtsexpertise widersprüchlich ist, oder wenn ein vom Gericht eingeholtes 
Obergutachten in überzeugender Weise zu andern Schlussfolgerungen gelangt. Eine abwei-
chende Beurteilung kann ferner gerechtfertigt sein, wenn gegensätzliche Meinungsäusserungen 
anderer Fachexperten dem Gericht als triftig genug erscheinen, die Schlüssigkeit des Gerichts-
gutachtens in Frage zu stellen, sei es, dass es die Überprüfung im Rahmen einer Oberexpertise 
für angezeigt hält, sei es, dass es ohne Oberexpertise vom Ergebnis des Gerichtsgutachtens 
abweichende Schlussfolgerungen zieht (vgl. BGE 125 V 352 E. 3b/aa mit Hinweisen). Im Weite-
ren ist laut diesen Richtlinien den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutach-
ten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und 
Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der 
Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zu-
zuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen 
(BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). 
 
6. Das Kantonsgericht besitzt in Sozialversicherungssachen die vollständige Überprü-
fungsbefugnis und ist in der Beweiswürdigung frei (§ 57 VPO in Verbindung mit Art. 61 Satz 1 
ATSG; Art. 61 lit. c ATSG). Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – 
das Gericht dürfen eine Tatsache sodann nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ih-
rem Bestehen überzeugt sind (Urteil des Bundesgerichts vom 29. Januar 2009, 8C_552/2008, 
E. 2 mit Hinweis). Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das 
Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Be-
weisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die 
es von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (vgl. 
BGE 126 V 360 E. 5b mit Hinweisen). 
 
7. Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 12. September 2018 bei 
der Beurteilung des medizinischen Sachverhalts auf die Gutachten der Dres. F.____ und I.____ 
vom 17. September 2015/26. Oktober 2015 und 5. September 2016. Sie ging demzufolge da-
von aus, dass die Versicherte in somatischer Hinsicht keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 
aufweise. Hingegen seien ihr aus psychischen Gründen nur noch angepasste Tätigkeiten im 
Umfang von 50 % zumutbar. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 5.4 hiervor), ist den im Rahmen des 
Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche 
aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten 
Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei 

 

 
 
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der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen 
die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. Anlässlich der ersten in dieser Angelegenheit er-
folgten Urteilsberatung vom 24. Januar 2019 gelangte das Kantonsgericht zur Auffassung, dass 
dem Gutachten von Dr. I.____ vom 5. September 2016 keine ausschlaggebende Beweiskraft 
zukomme. So würden sich im Vergleich zum Gutachten der Klinik E.____ vom 15. Juli 2014 
unüberwindbare Diskrepanzen in Bezug auf die Einschätzung der Leistungsfähigkeit ergeben. 
Während Dr. I.____ der Beschwerdeführerin eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 50 % 
attestiere, seien die Gutachter der Klinik E.____ rund zweieinhalb Jahre zuvor zum Schluss 
gekommen, dass die Versicherte eine bedeutend höhere Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 
von 75 % aufweise. Zwar sei die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit im Gutachten der Klinik 
E.____ vom 15. Juli 2014 wegen dem deutlich positiv ausgefallenen Rey-Memory-Test (RMT) 
zur Detektion von Aggravation und Simulation mit Unsicherheiten behaftet. Zweifel an der Ver-
lässlichkeit der Einschätzung des Gesundheitszustands und der Restarbeitsfähigkeit der Be-
schwerdeführerin bestünden aber auch beim Gutachten von Dr. I.____. Zunächst erscheine 
seine Aussage, wonach die diagnostizierte anhaltende somatoforme Schmerzstörung keine 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit habe, in einem Widerspruch zu stehen zu seiner Beurtei-
lung, wonach sich die PTBS und die anhaltende Schmerzstörung mutmasslich gegenseitig be-
günstigen würden. Damit sei unklar, ob und gegebenenfalls wie sich die Schmerzstörung auf 
die Arbeitsfähigkeit auswirken würden. Auch seine Beurteilung der Leistungsfähigkeit werfe 
Fragen auf. So attestiere Dr. I.____ in einer angepassten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 
50 %, weise aber gleichzeitig darauf hin, dass sie aktuell und ohne vorgängige intensive psy-
chotherapeutische und psychopharmakologische Behandlung nicht in der Lage sei, Eingliede-
rungsmassnahmen zu prästieren, was wohl mit einer hochgradigen bis vollständigen Arbeitsun-
fähigkeit gleichzusetzen sei. Dieser Widerspruch lasse ernsthafte und erhebliche Zweifel auf-
kommen. Dies gelte umso mehr, als Dr. I.____ davon ausgehe, dass die vorhandenen Proble-
me bei der Eingliederung durch das Störungsbild selbst bedingt seien. Schliesslich enthalte das 
Gutachten von Dr. I.____ keine nachvollziehbare Begründung zur abweichenden Beurteilung 
der Leistungsfähigkeit im Gutachten der Klinik E.____ vom 15. Juli 2014. Der blosse Hinweis 
auf die Tatsache, dass die Versicherte in der Lage gewesen sei, während zwei Wochen Ferien 
in Italien zu verbringen, eine neue partnerschaftliche Beziehung einzugehen, Sport zu treiben 
und an der Haushaltsführung teilzunehmen, liessen für sich allein keine gesicherten Schlüsse 
auf die Ressourcen der Beschwerdeführerin zu. Somit würden konkrete Indizien gegen die Zu-
verlässigkeit des Gutachtens von Dr. I.____ sprechen, weshalb in Anwendung der gefestigten 
bundesgerichtlichen Praxis zum Beweiswert externer Gutachten nicht darauf abgestellt werden 
könne. Da auch die übrigen bei den Akten liegenden medizinischen Berichte keine verlässliche 
Entscheidungsgrundlage bilden würden, seien die Abklärungsergebnisse aus dem Verwal-
tungsverfahren nicht beweiskräftig. Damit präsentierte sich der massgebende medizinische 
Sachverhalt im Sinne von Art. 43 Abs. 1 ATSG als nicht genügend abgeklärt. Das Kantonsge-
richt beschloss deshalb, den Fall auszustellen und zur weiteren Abklärung des medizinischen 
Sachverhalts bei Dr. K.____ ein psychiatrisches Gerichtsgutachten in Auftrag zu geben. 
 
8.1.1 Dr. K.____ diagnostizierte am 14. Oktober 2019 mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
eine langjährige Agoraphobie mit Panikstörung (ICD-10 F40.01) mit ausgeprägter Chronifizie-
rung, eine sonstige Angststörung mit Zügen einer sozialen Phobie, Angst unter Brücken, anam-

 

 
 
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nestisch Höhenangst (ICD-10 F41.8), eine im Verlauf gebesserte PTBS (ICD-10 F43.1) nach 
Gasexplosion mit Verschüttung der Versicherten und ihrer Kinder am XX.XX.XXXX und eine 
gegenwärtig leicht ausgeprägte rezidivierende depressive Episode (ICD-10 F33.0) bei ängstlich 
vermeidender Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.6). Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
bestünden chronische Schmerzen mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41). 
Es sei davon auszugehen, dass die im Zusammenhang mit dem Explosionstrauma bestehende 
PTBS-Symptomatik zum jetzigen Zeitpunkt nachgelassen habe, was mit dem natürlichen De-
crescendo-Verlauf nach einem schicksalhaften Typ-I-Trauma durchaus übereinstimme. Das 
Vermeidungsverhalten der Versicherten weise nur zum Teil einen Bezug zum erlittenen Explo-
sionstrauma auf. Vielmehr meide sie vor allem eine Partizipation am sozialen Alltag im Zuge der 
bereits vorbestehenden Agoraphobie mit dem Ziel, Kontrollverlust zu vermeiden. Hinweise auf 
eine ausgebaute Angststörung würden sich aber hauptsächlich aus der Anamnese und der 
Fremdanamnese ergeben. Eine Depression lasse sich bei der Versicherten nur in leichtgradi-
gem Ausmass, aber dafür mit Konstanz, objektivieren. Im Vordergrund stünde die geäusserte 
Angst. Dabei würden Panikattacken, gerichtete Ängste (Höhenangst, agoraphobische Ängste), 
agoraphobische Befürchtungsängste und soziale Ängste (Scheu, Meidung ihr unbekannter 
Gruppen, distanziertes Verhalten gegenüber unvertrauten Personen) angegeben. Sie gehe oh-
ne Begleitung kaum noch aus dem Haus. Sowohl das schon vor der Explosion bestehende 
ängstliche Rückzugs- und Vermeidungsverhalten und ein eher auf Erduldung ausgerichteter 
Bewältigungsstil in verschiedenen Lebensbezügen als auch die Art der auf Sicherheit und 
Skepsis aufbauenden Beziehungsgestaltung spreche am ehesten für eine ängstlich vermeiden-
de Persönlichkeitsstörung. Zur aktuellen Schwere des Zustandsbilds trage das Ausmass der 
Chronifizierung der erstmals seit 2007 aktenkundigen psychischen Problematik mit Angst und 
Depression bei. Ferner würden neben den psychosozialen Umständen auch die Einstellung der 
Versicherten selbst, ihr Krankheitsverständnis und die Erwartungen an eine Behandlung eine 
Rolle spielen. Bezüglich der Ressourcen der Versicherten würden die Kinder eine wesentliche 
Rolle spielen. Zudem spreche die Tatsache, dass sie über viele Jahre eine Partnerschaft auf-
rechterhalten konnte, für vorhandene Beziehungsfähigkeit. Hinweise für Simulation bestünden 
nicht. Die Aussagen von Dr. I.____ zum Leistungsbild seien teilweise nicht nachvollziehbar. Der 
Versicherten sei eine leidensangepasste Tätigkeit (wohlwollendes Umfeld, kleines Team, Ar-
beitsplatz nahe am Wohnort) zumutbar. In Frage kommen würden etwa Haushalts- resp. Reini-
gungsarbeiten. Da die Versicherte jedoch kaum Erfahrung mit der Arbeitswelt habe und deutlich 
dekonditioniert sein dürfte, wäre ein Arbeitstraining und – wegen des ausgeprägten Vermei-
dungsverhaltens – parallel ein psychotherapeutisches Expositionstraining zur Überwindung ih-
rer Angst, die Wohnung zu verlassen, angebracht. 
 
8.1.2 Am 25. Mai 2020 hielt Dr. K.____ präzisierend fest, aufgrund der Akten sei davon aus-
zugehen, dass die Versicherte nach dem Explosionsereignis am XX.XX.XXXX während einiger 
Monate (auch) aus psychischen Gründen weitgehend arbeitsunfähig gewesen sei. Bereits im 
Jahr 2014 (Gutachten der Klinik E.____ vom 15. Juli 2014) sei eine Besserung eingetreten. 
Seither, spätestens aber seit dem Jahr 2016 (Gutachten von Dr. I.____ vom 5. September 
2016) sei von einer Einschränkung der Arbeitsunfähigkeit von nunmehr noch 50 % auszugehen. 
Die Umsetzung der medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit wäre vermutlich bereits etwa 
Mitte 2014, spätestens aber Mitte 2016 möglich gewesen. 

 

 
 
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8.2 In ihrer Eingabe vom 8. Juni 2020 erachtete die IV-Stelle unter Hinweis auf die Stellung-
nahme des RAD-Arztes Dr. J.____ vom 4. Juni 2020 die Gerichtsexpertise als beweistaugliche 
Entscheidgrundlage und beantragte gestützt darauf die Abweisung der Beschwerde. Demge-
genüber stellte sich die Beschwerdeführerin am 3. August 2020 unter Hinweis auf eine E-Mail 
ihrer Tochter, M.____, vom 6. Juni 2020 und den Bericht des behandelnden Psychiaters 
Dr. L.____ vom 10. November 2019 auf den Standpunkt, dass die Beurteilung im Gerichtsgut-
achten unzutreffend sei. In der Folge erneuerte sie die in der Beschwerde gestellten Anträge. 
 
8.3 Wie oben ausgeführt (vgl. E. 5.4 hiervor), weicht das Gericht bei Gerichtsgutachten nicht 
ohne zwingende Gründe von der Einschätzung der medizinischen Experten oder Expertinnen 
ab, deren Aufgabe es ist, ihre Fachkenntnisse der Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um 
einen bestimmten Sachverhalt medizinisch zu erfassen. Vorliegend sind keine Gründe ersicht-
lich, die Anlass geben könnten, die Ergebnisse im Gerichtsgutachten von Dr. K.____ vom 
14. Oktober 2019 und im ergänzenden Bericht vom 25. Mai 2020 in Frage zu stellen oder gar 
davon abzuweichen. Es ist vielmehr festzuhalten, dass das Gutachten die rechtsprechungsge-
mässen Voraussetzungen an eine medizinische Beurteilungsgrundlage in jeder Hinsicht erfüllt. 
So weist es weder formale noch inhaltliche Mängel auf und ist – wie dies vom Bundesgericht 
verlangt wird (vgl. E. 5.3 hiervor) – für die streitigen Belange umfassend. Sodann ergeben sich 
daraus keine Widersprüche von entscheidrelevanter Bedeutung. Es beinhaltet eine eingehende 
Erörterung der Befunde, berücksichtigt die vorhandenen (abweichenden) Berichte, setzt sich 
mit den Kriterien gemäss ICD-10 vertieft auseinander, basiert auf diversen testpsychologischen 
Abklärungen, berücksichtigt fremdanamnestische Angaben der Tochter der Beschwerdeführerin 
sowie des behandelnden Psychiaters Dr. L.____ und beruht auf zwei ausgedehnten Explorati-
onsgesprächen. Insgesamt ist die Beurteilung im Gutachten überzeugend. Es wird deutlich, 
dass die Beschwerdeführerin aufgrund der Symptome einer langjährigen Agoraphobie mit Pa-
nikstörung mit ausgeprägter Chronifizierung, einer sonstigen Angststörung mit Zügen sozialer 
Phobie, einer im Verlauf gebesserten PTBS, einer rezidivierenden depressiven Episode und 
einer ängstlich vermeidenden Persönlichkeitsstörung in der Leistungsfähigkeit erheblich beein-
trächtigt ist. Auch die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit ist nachvollziehbar begründet. So führte 
Dr. K.____ am 25. Mai 2020 – unter Bezugnahme der Gutachten der Klinik E.____ vom 15. Juli 
2014 und Dr. I.____ vom 5. September 2016 – nachvollziehbar aus, dass die Versicherte nach 
dem Explosionsereignis am XX.XX.XXXX während einiger Monate (auch) aus psychischen 
Gründen weitgehend arbeitsunfähig war, sich dann aber eine Besserung einstellte, sodass ihr 
spätestens aber Mitte 2016 eine angepasste Tätigkeit im Umfang von 50 % möglich war. Hin-
weise dafür, dass der Gerichtsgutachter die verbleibenden Ressourcen der Versicherten als zu 
gering einschätzte, liegen nicht vor. Vielmehr korrespondieren die aufgezeigten Ressourcen 
vollends mit der attestierten Arbeitsunfähigkeit und ergeben ein stimmiges Gesamtbild. 
 
8.4 Daran vermag die wenig begründete Kritik der Beschwerdeführerin am Gerichtsgutach-
ten nichts zu ändern. Soweit sie sich auf die E-Mail ihrer Tochter vom 6. Juni 2020 beruft, worin 
diese die Situation der Beschwerdeführerin aus ihrer eigenen Wahrnehmung darstellt, und gel-
tend macht, das Gutachten stelle eine (nicht zuverlässige) Momentaufnahme dar, ist ihr entge-
genzuhalten, dass die Beobachtungen der Tochter als medizinische Laiin die fachärztliche Be-

 

 
 
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urteilung von vornherein nicht in Frage zu stellen vermögen. Auch der Hinweis auf die Stellung-
nahme des behandelnden Arztes Dr. L.____ vom 10. November 2019, wonach fraglich sei, wie 
sie bei ihrem angstbedingten Vermeidungsverhalten einer Arbeit nachgehen soll, wenn sie den 
Arbeitsweg nicht alleine meistern könne, ist unbehelflich, ist es ihr doch – wie sich aus der prä-
zisierenden Stellungnahme des Gerichtsgutachters vom 25. Mai 2020 ergibt – trotz der noch 
vorhandenen Restsymptomatik der PTBS und des sich verfestigten Vermeidungsverhalten spä-
testens seit Mitte 2016 möglich, ihre Restarbeitsfähigkeit im ersten Arbeitsmarkt umzusetzen. In 
diesem Zusammenhang ist in Erinnerung zu rufen, dass es die unterschiedliche Natur von Be-
handlungsauftrag der therapeutisch tätigen (Fach-)Person einerseits und Begutachtungsauftrag 
des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits (BGE 124 I 170 E. 4) ohnehin 
nicht zulässt, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum An-
lass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Arztpersonen bzw. Therapie-
kräfte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Weiter ist zu beachten, dass eine Explo-
ration von der Natur der Sache her nicht ermessensfrei erfolgen kann. Sie eröffnet den Gutach-
tern praktisch immer einen Spielraum für verschiedene medizinische Interpretationen, was zu-
lässig und zu respektieren ist, sofern der Gutachter – wie hier – regelgerecht vorgegangen ist. 
Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil diese 
wichtige – und nicht rein subjektiver Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die bei 
der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
vom 23. Mai 2018, 8C_874/2017, E. 5.2.2). Die Beschwerdeführerin legt nicht substanziiert dar 
und es ist auch nicht ersichtlich, dass aus dem Bericht des behandelnden Arztes Dr. L.____ 
vom 10. November 2019 Gesichtspunkte hervorgingen, die vom Gerichtsgutachter nicht be-
rücksichtigt worden wären. Anhaltspunkte dafür, dass die klinische Untersuchung mit Anam-
neseerhebung, Symptomerfassung und Verhaltensbeobachtung als wichtigste Grundlage gut-
achtlicher Feststellungen und Schlussfolgerungen nicht regelgerecht erfolgt wäre, sind nicht 
ersichtlich. Zudem erfolgte die Beurteilung der Leistungsfähigkeit unter Hinweis auf einen aktu-
ellen Mini-ICF-APP-Rating-Bogen. Vor diesem Hintergrund kann nicht gesagt werden, der Ge-
richtsgutachter habe die realen Verhältnisse völlig ausser Acht gelassen. Insgesamt liegt nichts 
vor, was die Beurteilung im Gerichtsgutachten in Zweifel ziehen könnte. Ausserdem ergeben 
sich aus den vorliegenden Unterlagen keine Anhaltspunkte dafür, dass sich der somatische 
Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin seit der Begutachtung durch Dr. F.____ vom 
17. September 2015/26. Oktober 2015 bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 
12. September 2018 verändert hätte, weshalb in antizipierter Beweiswürdigung 
(vgl. BGE 126 V 130 E. 2a mit zahlreichen Hinweisen) auf weitere somatische Abklärungen 
verzichtet werden kann. 
 
9. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 4.2 hiervor), ist gemäss Art. 16 ATSG der Invaliditätsgrad 
bei erwerbstätigen Versicherten aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Nach-
dem sich aus den Akten keine Hinweise ergeben, dass im Rahmen der Rechtsanwendung von 
Amtes wegen durch das Gericht eine andere Einschätzung der Vergleichseinkommen vorzu-
nehmen wäre und die Berechnung auch von der Versicherten nicht beanstandet wurde, erübrigt 
sich eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem durch die IV-Stelle angestellten Einkom-
mensvergleich. Im Lichte des gutachterlich definierten Zumutbarkeitsprofils wonach "vermutlich" 
bereits Mitte 2014, "spätestens" aber Mitte 2016 die Umsetzung der medizinisch-theoretischen 

 

 
 
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Arbeitsfähigkeit möglich gewesen wäre, ist davon auszugehen, dass die Versicherte überwie-
gend wahrscheinlich bis Mitte 2016 vollständig arbeitsunfähig war, danach aber in angepassten 
Verweistätigkeiten eine verwertbare Arbeitsfähigkeit von 50 % aufwies. In diesem Zusammen-
hang gilt es die Bestimmung von Art. 88a Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung 
(IVV) vom 17. Januar 1961 zu beachten, wonach bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit 
die anspruchsbeeinflussende Änderung für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von 
dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen ist, in welchem angenommen werden kann, dass sie vo-
raussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie 
ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich weiter an-
dauern wird. Unter Berücksichtigung von Art. 29 Abs. 1 IVG und der Anmeldung zum Leis-
tungsbezug am 20. März 2013 hat die Beschwerdeführerin demnach ab 1. September 2013 – 
unter Berücksichtigung der dreimonatigen Übergangsfrist (Art. 88a Abs. 1 IVV) – bis 
31. Dezember 2016 (Begutachtung bei Dr. I.____ am 2. September 2016) Anspruch auf eine 
ganze Rente und ab 1. Januar 2017 Anspruch auf eine halbe Rente. Die Beschwerde ist dem-
nach, soweit darauf eingetreten werden kann, teilweise gutzuheissen. 
 
10.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be-
willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit-
wert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in 
denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfah-
renskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- 
fest. Gemäss der ab 1. Januar 2019 neu in Kraft getretenen Bestimmung von § 20 Abs. 3 VPO 
sind die ordentlichen Kosten neuerdings auch den unterliegenden Vorinstanzen zu auferlegen. 
Vorliegend dringt die Beschwerdeführerin mit ihrem Rechtsbegehren insofern teilweise durch, 
als sie für die Zeit vom 1. September 2013 bis 31. Dezember 2016 Anspruch auf eine ganze 
Invalidenrente hat. Entsprechend rechtfertigt es sich, ihr die Hälfte der Verfahrenskosten in der 
Höhe von Fr. 400.-- zu auferlegen. Da der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 1. November 
2018 die unentgeltliche Prozessführung bewilligt wurde, wird ihr Anteil an den Verfahrenskosten 
vorläufig auf die Gerichtskasse genommen. Gemäss § 20 Abs. 3 VPO sind die verbleibenden 
ordentlichen Kosten im Umfang von Fr. 400.-- der teilweise unterliegenden IV-Stelle aufzuerle-
gen. 
 
10.2.1 Nach Art. 45 Abs. 1 ATSG hat der Versicherungsträger die Kosten der Abklärung zu 
übernehmen, soweit er die Massnahmen angeordnet hat. Hat er keine Massnahmen angeord-
net, so hat er deren Kosten dennoch zu übernehmen, wenn die Massnahmen für die Beurtei-
lung des Anspruchs unerlässlich waren oder Bestandteil nachträglich zugesprochener Leistun-
gen bilden. Wie das Bundesgericht in BGE 137 V 210 ff. entschieden hat, sind in jenen Fällen, 
in denen zur Durchführung der vom Gericht als notwendig erachteten Beweismassnahme an 
sich eine Rückweisung in Frage käme, eine solche indessen mit Blick auf die Wahrung der Ver-
fahrensfairness entfällt, die Kosten der durch das Gericht in Auftrag gegebenen Begutachtung 
den IV-Stellen aufzuerlegen. Dies sei, so das Bundesgericht weiter, mit der zitierten Bestim-
mung von Art. 45 Abs. 1 ATSG durchaus vereinbar (vgl. BGE 137 V 265 f. E. 4.4.2). In 
BGE 139 V 496 hat das Bundesgericht präzisierend Kriterien aufgestellt, die bei der Beurteilung 

 

 
 
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der Frage, ob die Kosten eines Gerichtsgutachtens der Verwaltung auferlegt werden können, zu 
berücksichtigen sind. Es erwog, es müsse ein Zusammenhang bestehen zwischen dem Unter-
suchungsmangel seitens der Verwaltung und der Notwendigkeit, eine Gerichtsexpertise anzu-
ordnen. Dies sei namentlich in folgenden Konstellationen der Fall: Wenn ein manifester Wider-
spruch zwischen den verschiedenen, aktenmässig belegten ärztlichen Auffassungen bestehe, 
ohne dass die Verwaltung diesen durch objektiv begründete Argumente entkräftet habe; wenn 
die Verwaltung zur Klärung der medizinischen Situation notwendige Aspekte unbeantwortet 
gelassen oder wenn sie auf eine Expertise abgestellt habe, welche die Anforderungen an eine 
medizinische Beurteilungsgrundlage nicht erfülle (vgl. BGE 125 V 352 E. 3a). Wenn die Verwal-
tung dagegen den Untersuchungsgrundsatz respektiert und ihre Auffassung auf objektive kon-
vergente Grundlagen oder auf die Ergebnisse einer rechtsgenüglichen Expertise gestützt habe, 
sei die Überbindung der Kosten des erstinstanzlichen Gerichtsgutachtens an sie nicht gerecht-
fertigt, aus welchen Gründen dies auch immer erfolge (zum Beispiel aufgrund der Einreichung 
neuer Arztberichte oder eines Privatgutachtens; zum Ganzen: BGE 139 V 502 E. 4.4 mit Hin-
weisen).  
 
10.2.2 Vorliegend ist das Kantonsgericht anlässlich der Urteilsberatung vom 24. Januar 2019 
zum Ergebnis gelangt, dass ein Sachentscheid gestützt auf die damals vorhandene Aktenlage 
nicht möglich war. Wie vorstehend in Erwägung 7 ausgeführt, kam dem Gutachten von 
Dr. I.____ vom 5. September 2016 mit Blick auf die Anforderungen an den Beweiswert ärztli-
cher Berichte und Gutachten keine ausschlaggebende Beweiskraft zu. Da auch die übrigen bei 
den Akten liegenden medizinischen Berichte keine verlässliche Entscheidungsgrundlage bilde-
ten, waren die Abklärungsergebnisse aus dem Verwaltungsverfahren nicht ausreichend be-
weiskräftig. Demnach wies das Verwaltungsverfahren Untersuchungsmängel auf, die eine Ge-
richtsexpertise notwendig machten. Die Kosten des Gerichtsgutachtens, welche sich gemäss 
der eingereichten Honorarnote vom 29. Oktober 2019 auf Fr. 6'621.75 belaufen, sind unter die-
sen Umständen der Vorinstanz aufzuerlegen. 
 
10.3.1 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rück-
sicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des 
Prozesses bemessen. In Würdigung der vorstehend geschilderten Umstände ist es ex aequo et 
bono angemessen, der Beschwerdeführerin eine reduzierte Parteientschädigung zu Lasten der 
IV-Stelle zuzusprechen, welche der Hälfte des zu berücksichtigenden Aufwands entspricht. Der 
Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin hat in seinen Honorarnoten vom 17. Dezember 2018, 
4. Dezember 2019 und 5. August 2020 für das vorliegende Verfahren einen Zeitaufwand von 
insgesamt 22 Stunden und 50 Minuten zu einem Stundenansatz von Fr. 200.-- sowie Auslagen 
von Fr. 374.50 geltend gemacht, was in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und 
Rechtsfragen angemessen ist. Der Beschwerdeführerin ist demnach eine Parteientschädigung 
in der Höhe von Fr. 2'660.45 ([22,83 Stunden x Fr. 200.-- + Auslagen von Fr. 374.50] x 50 %; 
inkl. 7,7 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. Im Übrigen sind 
die ausserordentlichen Kosten wettzuschlagen.  
 

 

 
 
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10.3.2 Da der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 1. November 2018 die unentgeltliche 
Verbeiständung mit Advokat Dr. Claude Schnüriger bewilligt wurde, ist dieser für den von der 
obigen Parteientschädigung nicht erfassten Anteil des geltend gemachten Aufwands und der 
ausgewiesenen Auslagen aus der Gerichtskasse zu entschädigen. Gemäss § 3 Abs. 2 der Ta-
rifordnung für die Anwältinnen und Anwälte vom 17. November 2003 beträgt das Honorar bei 
unentgeltlicher Verbeiständung Fr. 200.-- pro Stunde. Dem Rechtsvertreter der Beschwerdefüh-
rerin ist deshalb ein Honorar in der Höhe von Fr. 2'660.45 ([22,83 Stunden x Fr. 200.-- + Ausla-
gen von Fr. 374.50] x 50 % inkl. 7,7 % Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse auszurichten. 
 
10.3.3 In Bezug auf die vorläufig auf die Gerichtskasse genommenen Verfahrenskosten und 
das aus der Gerichtskasse ausgerichtete Honorar des Rechtsvertreters wird die Beschwerde-
führerin ausdrücklich auf § 53a Abs. 1 des Gesetzes über die Organisation der Gerichte (GOG) 
vom 22. Februar 2001 aufmerksam gemacht, wonach eine Partei, der die unentgeltliche 
Rechtspflege gewährt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist. 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

://: 1. Die Beschwerde wird, soweit darauf eingetreten werden kann, in dem 
Sinne teilweise gutgeheissen, als die Verfügungen der IV-Stelle Basel-
Landschaft vom 12. September 2018 und 9. Oktober 2018 aufgehoben 
und festgestellt wird, dass die Beschwerdeführerin ab 1. September 
2013 Anspruch auf eine ganze Rente und ab 1. Januar 2017 Anspruch 
auf eine halbe Rente hat. 

 2. Die Kosten für die gerichtliche Begutachtung in der Höhe von 
Fr. 6‘621.75 werden der IV-Stelle Basel-Landschaft auferlegt. 

 3. Die Verfahrenskosten in der Höhe von insgesamt Fr. 800.-- werden im 
Umfang von Fr. 400.-- der Beschwerdeführerin und im Umfang von 
Fr. 400.-- der IV-Stelle Basel-Landschaft auferlegt. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung wird der der 
Beschwerdeführerin auferlegte Anteil an den Verfahrenskosten in der 
Höhe von Fr. 400.-- vorläufig auf die Gerichtskasse genommen. 

 4. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat der Beschwerdeführerin eine redu-
zierte Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 2'660.45 (inkl. Ausla-
gen und 7,7 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen. Im Übrigen werden die 
ausserordentlichen Kosten wettgeschlagen. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird dem 
Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin ein Honorar in der Höhe von 
Fr. 2'660.45 (inkl. Auslagen und 7,7 % Mehrwertsteuer) aus der Ge-
richtskasse ausgerichtet. 

 

 
 
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