# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ebada2d8-0703-5792-8f36-e87b682e745c
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2020-04-30
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 30.04.2020 A-352/2020
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-352-2020_2020-04-30.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung I 

A-352/2020 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  3 0 .  A p r i l  2 0 2 0  

Besetzung 
 Richterin Marianne Ryter (Vorsitz), 

Richterin Sonja Bossart Meier, Richter Daniel Riedo,    

Gerichtsschreiberin Tanja Petrik-Haltiner. 
 

 
 

Parteien 
 A._______ AG, 

(…),   

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 
 

Stiftung Auffangeinrichtung BVG, 

Rechtsdienst, 

Elias-Canetti-Strasse 2, Postfach, 8050 Zürich,    

Vorinstanz. 

 
 

 
 

Gegenstand 
 Beitragsverfügung und Aufhebung Rechtsvorschlag. 

 

 

 

A-352/2020 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a  

Die A.______ AG (nachfolgend: Arbeitgeberin) wurde mit Verfügung vom 

10. Oktober 2016 rückwirkend per 1. September 2015 zwangsweise an die 

Stiftung Auffangeinrichtung BVG (nachfolgend: Auffangeinrichtung) ange-

schlossen. Das von der Arbeitgeberin dagegen beim Bundesverwaltungs-

gericht angestrengte Beschwerdeverfahren A-6944/2016 wurde mit Ent-

scheid vom 10. Januar 2017 zufolge Rückzug als gegenstandslos gewor-

den abgeschrieben. 

A.b  Mit Schreiben vom 1. Oktober 2017 stellte die Auffangeinrichtung der 

Arbeitgeberin erstmals eine Rechnung für die Beiträge vom 1. September 

2015 bis 30. September 2017 sowie die Kosten für den Zwangsanschluss 

(Fr. 825. –) in der Höhe von insgesamt Fr. 16'871.55 zu und bat sie darum, 

den vorgenannten Betrag bis zum 31. Oktober 2017 zu begleichen. Da eine 

entsprechende Zahlung ausblieb, mahnte die Auffangeinrichtung die Ar-

beitgeberin mit Schreiben vom 5. November 2017 und drohte ihr die Aufer-

legung von Mahnkosten in der Höhe von Fr. 50.– an, sofern der ausste-

hende Betrag nicht bis zum 19. November 2017 einbezahlt würde. Mit 

Schreiben vom 24. November 2017 machte die Auffangeinrichtung auf-

grund des nach wie vor bestehenden Zahlungsausstands sodann den ge-

samten Fehlbetrag von Fr. 16'921.55 (Beitragsrechnung von Fr. 16'871.55 

und Mahnkosten von Fr. 50.–) geltend und setzte Frist zur Zahlung bis zum 

9. Dezember 2017 unter Androhung, andernfalls den geschuldeten Betrag 

inkl. Mahnspesen kostenpflichtig in Betreibung zu setzen. 

A.c  Androhungsgemäss stellte die Auffangeinrichtung nach unbenutztem 

Ablauf der Frist am 15. Dezember 2017 beim zuständigen Betreibungsamt 

ein Betreibungsbegehren über Fr. 17'740.04 zuzüglich Zinsen (Betreibung 

Nr. […]). Gegen den Zahlungsbefehl vom 19. Dezember 2017 erhob die 

Arbeitgeberin am 8. Januar 2018 Rechtsvorschlag. 

Daraufhin gewährte ihr die Auffangeinrichtung mit Schreiben vom 17. Ja-

nuar 2018 die Möglichkeit, sich bis zum 16. Februar 2018 zum offenen Be-

trag zu äussern. 

A.d  Nach unbenutztem Ablauf der Frist erliess die Auffangeinrichtung am 

23. Februar 2018 androhungsgemäss eine Beitragsverfügung, mit welcher 

sie Fr. 16'871.55 zuzüglich Verzugszins zu 5 % seit 14. Dezember 2017, 

Mahn- und Betreibungskosten von Fr. 150.– sowie Verzugszinsen bis zur 

A-352/2020 

Seite 3 

Einleitung der Betreibung Nr. (…) von Fr. 718.49 nachforderte und den 

Rechtsvorschlag in vorgenannter Betreibung im Umfang von Fr. 17'740.04 

aufhob. 

Auf die dagegen im Verfahren A-2197/2018 erhobene Beschwerde trat das 

Bundesverwaltungsgericht mit Entscheid vom 20. September 2018 nicht 

ein, da die Arbeitgeberin keinen Kostenvorschuss leistete. 

A.e  Nach Bestätigung der Rechtskraft des Nichteintretensentscheids 

stellte die Auffangeinrichtung beim zuständigen Betreibungsamt am 

20. Dezember 2018 das Fortsetzungsbegehren. 

A.f  Mit Schreiben vom 25. Januar 2019 teilte die Auffangeinrichtung dem 

zuständigen Betreibungsamt mit, dass per 24. Januar 2019 eine Zahlung 

der Arbeitgeberin in der Höhe von Fr. 3'980.– eingegangen sei. Zudem 

hatte die Arbeitgeberin bereits per 17. Januar 2019 den Betrag von 

Fr. 6'965.– bezahlt. 

A.g  Das zuständige Bezirksgericht teilte der Auffangeinrichtung und der 

Arbeitgeberin mit Schreiben vom 21. März 2019 mit, das Konkursbegehren 

habe sich aufgrund der an seine Adresse erfolgten Zahlung des noch offe-

nen Restbetrags erledigt. 

B.  

B.a  Mit der nächsten vierteljährlichen Rechnung vom 1. April 2019 teilte 

die Auffangeinrichtung der Arbeitgeberin einen Saldovortrag per 1. Januar 

2019 in der Höhe von Fr. 10'301.20 mit. Dieser ergebe sich, da die Bei-

tragszahlungen ab 1. Oktober 2017 bis 31. Dezember 2018 noch offen 

seien. Hinzu kämen Mahn- und Betreibungskosten in der Höhe von 

Fr. 150.–, Mahnkosten für die Einreichung der Lohnliste von Fr. 100.– so-

wie die Beiträge für Januar bis März 2019 für zwei Arbeitnehmende in der 

Höhe von insgesamt Fr. 2'027.24. Damit belaufe sich der Saldo per 

31. März 2019 zu ihren Gunsten unter Berücksichtigung geleisteter Aus-

gleichszahlungen (nebst den vorne in Sachverhalt Bst. A.f erwähnten Bei-

trägen wurden auch die Zahlungen vom 15. März 2019 von Fr. 4'975.–, 

vom 21. März 2019 von Fr. 3'108.30 und vom 25. März 2019 von Fr. 1'900.– 

aufgeführt) auf Fr. 12'575.09. 

B.b  Mit Zahlungserinnerung vom 6. Mai 2019 forderte die Auffangeinrich-

tung die Arbeitgeberin auf, den Zahlungsausstand bis zum 20. Mai 2019 zu 

begleichen, um eine kostenpflichtige Mahnung zu verhindern. 

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Seite 4 

B.c  Da der ausstehende Betrag in der Folge nicht fristgerecht bezahlt 

wurde, mahnte die Auffangeinrichtung die Arbeitgeberin mit Schreiben vom 

25. Mai 2019 kostenpflichtig und drohte ihr bei ausbleibender Zahlung bis 

zum 9. Juni 2019 die ebenfalls kostenpflichtige Einleitung einer Betreibung 

an. 

B.d  Androhungsgemäss stellte die Auffangeinrichtung nach unbenutztem 

Ablauf der Frist am 18. Juni 2019 beim zuständigen Betreibungsamt ein 

Betreibungsbegehren über Fr. 12'575.05 zuzüglich Zinsen zu 5 % seit 

17. Juni 2019, Mahn- und Betreibungskosten von Fr. 150.– sowie Verzugs-

zinsen bis zur Einleitung der Betreibung von Fr. 475.86 (Betreibung 

Nr. […]). Gegen den Zahlungsbefehl vom 20. Juni 2019 erhob die Arbeit-

geberin am 25. Juni 2019 Rechtsvorschlag. 

Daraufhin gewährte ihr die Auffangeinrichtung mit Schreiben vom 10. Juli 

2019 die Möglichkeit, sich bis zum 9. August 2019 zum offenen Betrag zu 

äussern. 

B.e  Nach unbenutztem Ablauf der Frist erliess die Auffangeinrichtung am 

29. November 2019 androhungsgemäss eine Beitragsverfügung, mit wel-

cher sie nebst der Forderung von Fr. 12'575.09 zuzüglich Verzugszins zu 

5 % auf Fr. 12'575.05 seit 17. Juni 2019, Mahn- und Betreibungskosten von 

Fr. 150.– sowie Verzugszinsen bis zum 17. Juni 2019 von Fr. 475.86 nach-

forderte (Dispositiv-Ziffer I) und den Rechtsvorschlags in vorgenannter Be-

treibung Nr. (…) im Umfang von Fr. 13'200.91 zuzüglich Verzugszins von 

5 % auf Fr. 12'575.05 seit 17. Juni 2019 aufhob (Dispositiv-Ziffer II). 

C.  

Mit Eingabe vom 17. Januar 2020 erhebt die Arbeitgeberin (nachfolgend: 

Beschwerdeführerin) Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht und 

beantragt, die Beitragsverfügung der Auffangeinrichtung (nachfolgend: 

Vorinstanz) vom 29. November 2019 sei auf den Betrag von Fr. 9'153.92 

abzuändern. 

Zur Begründung führt sie Folgendes aus: Die bezahlten Beträge ergäben 

einen Wert von insgesamt Fr. 19'028.90. Der per 1. September 2017 ge-

schuldete Betrag werde mit Fr. 14'981.31 aufgeführt. Die Differenz ergebe 

Fr. 4'047.59 und müsse von der Forderung in der Höhe von Fr. 13'200.91 

abgezogen werden. Der Übertrag von Fr. 16'871.31 sei vorliegend uner-

heblich bzw. müsse erst nach dem 25. März 2019 ermittelt werden. 

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Seite 5 

D.  

Die Vorinstanz beantragt mit Vernehmlassung vom 25. Februar 2020 die 

vollumfängliche Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge zulasten 

der Beschwerdeführerin. 

E.  

Auf weitere Ausführungen der Parteien sowie die eingereichten Unterlagen 

wird – soweit entscheidwesentlich – im Rahmen der nachfolgenden Erwä-

gungen eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1  Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 

gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 

20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021), sofern – wie vorliegend – keine 

Ausnahme nach Art. 32 VGG gegeben ist. Die Vorinstanz ist eine Behörde 

im Sinne von Art. 33 Bst. h VGG, die öffentlich-rechtliche Aufgaben des 

Bundes erfüllt (vgl. Art. 60 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 

über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge [BVG, 

SR 831.40]). Die Zuständigkeit des Bundesverwaltungsgerichts zur Be-

handlung der vorliegenden Beschwerde ist somit gegeben. 

Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach dem 

VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG). 

1.2  Die Beschwerdeführerin hat als beschwerte Verfügungsadressatin ein 

schutzwürdiges Interesse an der Änderung des vorinstanzlichen Ent-

scheids und ist somit zur Erhebung der vorliegenden Beschwerde berech-

tigt (Art. 48 Abs. 1 VwVG). 

1.3  Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde (Art. 50 Abs. 1 

und Art. 52 Abs. 1 VwVG) ist demnach einzutreten. 

2.  

Das Bundesverwaltungsgericht kann den angefochtenen Entscheid in vol-

lem Umfang überprüfen. Die Beschwerdeführerin kann neben der Verlet-

zung von Bundesrecht (Art. 49 Bst. a VwVG) und der unrichtigen oder un-

vollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts (Art. 49 

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Seite 6 

Bst. b VwVG) auch die Unangemessenheit rügen (Art. 49 Bst. c VwVG; 

statt vieler HÄFELIN ET AL., Allgemeines Verwaltungsrecht, 7. Aufl. 2016, 

Rz. 1146-1148). 

Gestützt auf das Rügeprinzip, welches im Beschwerdeverfahren vor dem 

Bundesverwaltungsgericht in abgeschwächter Form zur Anwendung ge-

langt, ist nicht nach allen möglichen Rechtsfehlern zu suchen; dafür müs-

sen sich zumindest Anhaltspunkte aus den Vorbringen der Verfahrensbe-

teiligten oder den Akten ergeben (vgl. statt vieler Urteil des BVGer 

A-5225/2018 vom 7. Mai 2019 E. 2 mit Hinweis). 

3.  

3.1  Die Vorinstanz ist zwecks Erfüllung ihrer Aufgaben als Auffangeinrich-

tung (Beitrags- und Zinserhebung sowie Geltendmachung von Schadener-

satz im Zusammenhang mit Leistungen vor dem Anschluss) nicht nur zu-

ständig, über den Bestand sowie den Umfang ihrer Forderungen gegen-

über Arbeitgebern Verfügungen zu erlassen, die vollstreckbaren Urteilen 

im Sinne von Art. 80 des Bundesgesetzes vom 11. April 1889 über Schuld-

betreibung und Konkurs (SchKG, SR 281.1) gleichgestellt sind (vgl. Art. 60 

Abs. 2 Bst. a i.V.m. Art. 11 i.V.m. Art. 60 Abs. 2bis BVG). Als Rechtsöff-

nungsinstanz kann sie grundsätzlich gleichzeitig mit dem materiell-rechtli-

chen Entscheid über den strittigen Anspruch auch die Aufhebung eines 

Rechtsvorschlages verfügen, soweit es – wie vorliegend – um eine von ihr 

in Betreibung gesetzte Forderung geht (BGE 134 III 115 E. 3.2 und E. 4.1.2 

und statt vieler Urteil des BVGer A-91/2018 vom 6. Februar 2019 E. 3.1 mit 

Hinweisen sowie JOLANTA KREN KOSTKIEWICZ, in: SchKG-Kommentar, 

19. Aufl. 2016, Art. 79 Rz. 11 und zur anders gelagerten Konstellation statt 

vieler Urteil des A-91/2018 vom 6. Februar 2019 E. 3.2 mit Hinweisen). 

3.2  Die Vorsorgeeinrichtung legt die Höhe der Beiträge des Arbeitgebers 

und der Arbeitnehmer in den reglementarischen Bestimmungen fest 

(Art. 66 Abs. 1 erster Satz BVG). Die Vorinstanz ist als Vorsorgeeinrichtung 

somit bei der Festlegung der Beiträge – unter Vorbehalt der Beitragsparität 

nach Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BVG – grundsätzlich autonom, hat jedoch 

das Beitragssystem so auszugestalten, dass die Leistungen bei Fälligkeit 

erbracht werden können (Art. 65 Abs. 2 BVG und JÜRG BRÜHWILER, Bei-

tragsbemessung in der obligatorischen beruflichen Vorsorge nach BVG, 

insbesondere Zusatzbeiträge für die Finanzierung des BVG-Mindestzinses 

und des BVG-Umwandlungssatzes in: SZS 2003, S. 324 f.). Gemäss 

Art. 66 Abs. 2 BVG i.V.m. Art. 3 Abs. 1 der Verordnung vom 28. August 

1985 über die Ansprüche der Auffangeinrichtung der beruflichen Vorsorge 

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Seite 7 

(SR 831.434; im Folgenden: VOAA) hat der Arbeitgeber der Auffangein-

richtung die Beiträge für alle dem BVG unterstellten Arbeitnehmenden von 

dem Zeitpunkt an zu entrichten, von dem an er bei einer Vorsorgeeinrich-

tung hätte angeschlossen sein müssen. 

3.3  Zur Fälligkeit der Beiträge ergibt sich aus Art. 3 Abs. 6 f. der einschlä-

gigen Anschlussbedingungen zur Anschlussverfügung vom 10. Oktober 

2016 (vgl. vorne Sachverhalt Bst. A.a) Folgendes: Die Beiträge gemäss 

dem jeweils gültigen Vorsorgereglement werden dem Arbeitgeber viertel-

jährlich nachschüssig in Rechnung gestellt. Sie sind jeweils am 31. März, 

30. Juni, 30. September und 31. Dezember fällig. Die Zahlung muss innert 

30 Tagen nach Fälligkeit bei der Auffangeinrichtung eingegangen sein. Bei 

verspäteter Zahlung kann die Auffangeinrichtung Zinsen auf die ausste-

henden Beiträge erheben. Ausstehende Beiträge werden gemahnt. Wenn 

der Arbeitgeber die Mahnung nicht beachtet, fordert die Auffangeinrichtung 

die ausstehenden Beiträge samt Zinsen und Kosten ein. Die Zinsen wer-

den mit den vom Stiftungsrat festgesetzten Verzugszinssätzen ab Fälligkeit 

der Beiträge berechnet. Mahnung und Betreibung sind kostenpflichtig. Der 

Arbeitgeber anerkennt die von der Auffangeinrichtung erstellten Beitrags-

rechnungen und Mahnungen, sofern er nicht binnen 20 Tagen nach Zustel-

lung begründet Einspruch erhebt. 

3.4  Nach Art. 11 Abs. 7 BVG stellt die Auffangeinrichtung dem säumigen 

Arbeitgeber den von ihm verursachten Verwaltungsaufwand in Rech-

nung (vgl. auch Art. 3 Abs. 4 VOAA, wonach der Arbeitgeber der Auffan-

geinrichtung alle Aufwendungen zu ersetzen hat, die dieser in Zusammen-

hang mit seinem Anschluss entstehen). Gemäss dem im Zeitpunkt des Er-

lasses der angefochtenen Verfügung gültigen Kostenreglement der Auffan-

geinrichtung zur Deckung von ausserordentlichen administrativen Umtrie-

ben, das Bestandteil der vorliegend massgebenden Anschlussbedingun-

gen bildet, können insbesondere für eine eingeschriebene Mahnung 

Fr. 50.–, für die Einleitung einer Betreibung, für die Stellung eines Fortset-

zungsbegehrens oder eines Konkursbegehrens je Fr. 100.– und für die 

Mahnung der Lohnliste Fr. 100.– eingefordert werden. Voraussetzung für 

die Rechtmässigkeit dieser Gebührenforderungen ist praxisgemäss, dass 

die damit abgegoltenen Verwaltungsmassnahmen effektiv und zu Recht 

erfolgt sind (statt vieler: Urteil des BVGer A-91/2018 vom 6. Februar 2019 

E. 4.3 mit Hinweis). 

A-352/2020 

Seite 8 

3.5  Rechtsprechungsgemäss hat eine Beitragsverfügung der Auffangein-

richtung folgende Angaben zu enthalten, damit die Anforderungen an die 

Begründungspflicht erfüllt sind: 

– die relevante Beitragsperiode; 

– die Gesamtprämiensumme pro Jahr bzw. vierteljährlich, sofern die 

Rechnungsstellung vierteljährlich erfolgt; 

– pro versicherte Person pro Jahr: die Versicherungsdauer, den AHV-

Lohn, den relevanten koordinierten Lohn, die Beitragssätze und die hie-

raus errechnete Beitragssumme; 

– pro versicherte Person: die Höhe des Verzugszinses, unter Hinweis 

auf: die Zinsperiode, den Zinssatz, die rechtliche Grundlage für die 

Höhe des Zinssatzes und die jeweils gestellten Rechnungen und er-

folgten Mahnungen; 

– eine Auflistung der erhobenen Kosten/Gebühren unter Hinweis auf die 

diesen zugrundeliegenden Massnahmen und 

– die bereits geleisteten Zahlungen des Arbeitgebers mit Valutadatum 

und hieraus eine Abrechnung mit Angabe der noch ausstehenden Prä-

mienbeträge und Zinsen für ausstehende Beiträge (ab Forderungsva-

luta; vgl. zum Ganzen statt vieler Urteil des BVGer A-2266/2019 vom 

15. Januar 2020 E. 2.1.3 mit Hinweisen). 

 

4.  

4.1  Mit der angefochtenen Verfügung werden die BVG-Beiträge für die 

Beitragsperioden 2017 bis 2019 sowie weitere Verwaltungsaufwände und 

Verzugszinsen geltend gemacht. Die Beschwerdeführerin bestreitet ihre 

gesetzliche Beitragsverpflichtung mit Bezug auf die in diesem Zeitraum an-

gestellten und obligatorisch zu versichernden Arbeitnehmenden nicht. Die 

vorinstanzliche Berechnung der für die genannte Zeitspanne geforderten 

einzelnen Beiträge liegt der angefochtenen Verfügung bei und wird mitsamt 

den für das jeweilige Jahr herangezogenen Beitragssätzen, den erhobe-

nen Kosten für diverse Massnahmen und der Verzugszinsberechnung de-

tailliert ausgewiesen. Ebenso ersichtlich sind die bereits geleisteten Zah-

lungen der Beschwerdeführerin mit Valutadatum. Die vorgenannten Anfor-

derungen an die Begründungspflicht sind demnach erfüllt (vgl. vorange-

hende E. 3.5), was von der Beschwerdeführerin auch nicht in Frage gestellt 

wird. 

Ebenso wenig werden und wurden die Verzugszinsen und die Kosten be-

treffend die Betreibung oder die Mahnkosten beanstandet (vgl. dazu vorne 

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E. 3.3 f.). Die Beschwerdeführerin macht auch nicht geltend, die in Rech-

nung gestellten Beiträge seien falsch berechnet worden, sondern dass sie 

teilweise noch nicht fällig bzw. noch nicht in Rechnung zu stellen seien und 

von ihr geleistete Zahlungen zu Unrecht nicht vollumfänglich/korrekt be-

rücksichtigt worden seien (vgl. vorne Sachverhalt Bst. C). Gestützt auf das 

Rügeprinzip beschränken sich die nachfolgenden Ausführungen auf diese 

Vorbringen (vgl. vorne E. 2), insbesondere auf die Frage, ob die Vorinstanz 

die Differenz zwischen dem von der Beschwerdeführerin geschuldeten 

Ausstand und den von ihr geleisteten Zahlungen rechtskonform berück-

sichtigt hat. 

4.2  Während der gesamten Versicherungsdauer ab 1. September 2015 

leistete die Beschwerdeführerin folgende Zahlungen an die Vorinstanz: 

– Fr. 6'965.– (Valuta 17. Januar 2019; vgl. Sachverhalt Bst. A.f) 

– Fr. 3'980.– (Valuta 24. Januar 2019; vgl. Sachverhalt Bst. A.f) 

– Fr. 4'975.– (Valuta 15. März 2019; vgl. Sachverhalt Bst. B.a) 

– Fr. 3'108.30 (Valuta 21. März 2019; vgl. Sachverhalt Bst. B.a) 

– Fr. 1'900.– (Valuta 25. März 2019; vgl. Sachverhalt Bst. B.a) 

 

Insgesamt hat die Beschwerdeführerin somit Zahlungen in der Höhe von 

Fr. 20'928.30 geleistet und nicht nur im Umfang von Fr. 19'028.90 wie sie 

in der Beschwerdeschrift geltend gemacht (vgl. vorne Sachverhalt Bst. C), 

Diesen Betrag verwendete die Vorinstanz aktenkundig zur Tilgung der Aus-

stände aus dem ersten Betreibungsverfahren Nr. (…) in der Höhe von ins-

gesamt Fr. 20'924.95 (ausstehende Beiträge vom 1. September 2015 bis 

30. September 2017, Kosten für die Einleitung der Betreibung inkl. Leistung 

eines Kostenvorschusses, Kosten des Zahlungsbefehls, Kosten der Kon-

kursandrohung, Mahnkosten und Verzugszinsen; vgl. dazu vorne Sachver-

halt Bst. A.b ff. und auch E. 3.4). Somit wurden die bis zum 30. September 

2017 aufgelaufenen Beiträge und Kosten beglichen. Diese Vorgehens-

weise ist nach den allgemeinen obligationenrechtlichen Regeln mangels 

Erklärung der – sich zudem mit Zinsen und Kosten im Rückstand befindli-

chen – Beschwerdeführerin anlässlich der Zahlung über die Tilgung nicht 

zu beanstanden: Gemäss Art. 87 Abs. 1 des Obligationenrechts vom 

30. März 1911 (OR, SR 220) ist die Zahlung diesfalls auf die fällige Schuld 

anzurechnen; unter mehreren fälligen Schulden auf diejenige Schuld, für 

die der Schuldner zuerst betrieben wurde (vgl. dazu auch Urteil des BVGer 

A-4311/2016 vom 22. März 2017 E. 10 mit Hinweisen). 

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Seite 10 

Der zugunsten der Beschwerdeführerin danach verbleibende Saldo von 

Fr. 3.35 wurde im Rahmen des zweiten Betreibungsverfahrens Nr. (…) be-

treffend die ab 1. Oktober 2017 bis zum 31. Dezember 2018 ausstehenden 

Beiträge samt Kosten und Verzugszinsen (vgl. vorne Sachverhalt Bst. B.a 

und B.d) auf den für die eine Arbeitnehmerin im Zeitraum vom 1. Oktober 

bis zum 31. Dezember 2017 geschuldeten Beitrag angerechnet bzw. wurde 

dieser von Fr. 1'236.22 auf Fr. 1'232.87 reduziert, was sich aus dem der 

angefochtenen Beitragsverfügung beiliegenden Kontoauszug ergibt. 

Ebenfalls daraus und aus den Beitragsberechnungen und der Übersicht 

über die angewendeten Beitragssätze ist ersichtlich, dass sich per Einlei-

tung der zweiten Betreibung, die zur angefochtenen Verfügung geführt hat, 

ein Zahlungsausstand der Beschwerdeführerin in der Höhe von Fr. 

12'575.09 ergibt, welcher sich aus ausstehenden Beiträgen ab dem 1. Ok-

tober 2017 bis 31. Dezember 2018 zuzüglich entsprechender Mahn- und 

Betreibungskosten und Verzugszinsen sowie den zusätzlich laufend ge-

schuldeten Beiträgen für 1. Januar bis 31. März 2019 zusammensetzt (vgl. 

auch vorne Sachverhalt Bst. B.a). Mit der vierteljährlichen Rechnung vom 

1. April 2019 wurden die bis Ende März 2019 ausstehenden und fälligen 

Beiträge rechtmässig eingefordert und in der Folge aufgrund ausbleiben-

der Zahlung betrieben (vgl. auch vorne E. 3.3), weshalb die Beschwerde-

führerin mit ihrem Argument, der Übertrag auf das Betreibungskonto in der 

Höhe von Fr. 16'871.55 hätte erst nach dem 25. März 2019 erfolgen müs-

sen, nicht durchdringt. 

4.3  Die von der Beschwerdeführerin geleisteten Zahlungen wurden dem-

nach von der Vorinstanz in vollem Umfang angerechnet und zunächst zur 

Tilgung der ausstehenden Beiträge im ersten Betreibungsverfahren (vgl. 

vorne Sachverhalt Bst. A.c ff.) verwendet, wobei der resultierende Über-

schuss vom im Rahmen der angefochtenen Beitragsverfügung erhobenen 

und in Betreibung gesetzten Betrag abgezogen wurde. Unter diesen Um-

ständen sind der von der Vorinstanz verfügte und in Betreibung gesetzte 

Betrag sowie die Aufhebung des Rechtsvorschlags im entsprechenden 

Umfang nicht zu beanstanden und ist die Beschwerde abzuweisen. 

5.  

Ausgangsgemäss hat die Beschwerdeführerin die Verfahrenskosten zu tra-

gen (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG). Diese sind auf Fr. 800.– festzusetzen (vgl. 

Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 4 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 

Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE; 

SR 173.320.2]). 

A-352/2020 

Seite 11 

Weder der unterliegenden Beschwerdeführerin noch der Vorinstanz ist eine 

Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 ff. 

VGKE). 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 800.– werden der Beschwerdeführerin 

auferlegt. Der einbezahlte Kostenvorschuss wird zur Bezahlung der Ver-

fahrenskosten verwendet. 

3.  

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Gerichtsurkunde) 

– die Oberaufsichtskommission BVG (Gerichtsurkunde) 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Marianne Ryter Tanja Petrik-Haltiner 

  

A-352/2020 

Seite 12 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten 

Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der 

Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 

konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die 

Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, 

deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu 

enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit 

sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 

BGG). 

 

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