# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fdb422b9-eed6-553d-aedc-d5b0057f4c1c
**Source:** Appenzell Ausserrhoden (AR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 1988-05-31
**Language:** de
**Title:** Appenzell Ausserrhoden Kantonsgericht Sammlung ARGVP 31.05.1988 Verwaltung ARGVP 1989 1183
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AR_Gerichte/AR_KG_005_Verwaltung-ARGVP-198_1988-05-31.pdf

## Full Text

A. Entscheide des Regierungsrates 1182, 1183

EG RPG). Weitergehende Veränderungen an der bestehenden Stickerei 
können nur in einer Gewerbezone verwirklicht werden.

RRB 10.10.1989

1183

Bestandesgarantie (Art.4 EG RPG; bGS 721.1). Umfang.

Die Bestandesgarantie «bedeutet, dass rechtmässig erstellte Bauten und 
Anlagen in ihrem Bestand geschützt sind. Sie dürfen, auch wenn sie neuen 
Vorschriften und Plänen nicht entsprechen, als sogenannte <altrechtliche 
Bauten> so, wie sie sind, weiterbestehen, unterhalten und in der bisheri­
gen Art genutzt werden» (Aldo Zaugg, Kommentar zum Baugesetz des 
Kantons Bern, Bern 1987, N.1 zu Art. 3 mit Verweis auf BGE109 lb 119 E. 4 b). 
«Dem -  im Hinblick auf die getätigten Investitionen berechtigten -  Ver­
trauen des Privaten in die Kontinuität der bisherigen Ordnung soll dadurch 
Rechnung getragen werden, dass er seine Baute ungeachtet ihrer Rechts­
widrigkeit weiterbestehen lassen darf; das gegenläufige Interesse spiegelt 
sich im Verbot, in die Baute mehr zu investieren, als Unterhalt und Erneue­
rung erforderlich machen» (AGVE 1975 S. 244). Durch die Bestandes­
garantie ist also der «bauliche Status quo» geschützt (Leo Schürmann, 
Bau- und Planungsrecht, 2. Auflage, Bern 1984, S.181). Das EG RPG hat 
dieses -  aus der Eigentumsgarantie (Art.22ter Bundesverfassung, BV; 
SR 101) abgeleitete -  Minimum ein wenig ausgedehnt: So erlaubt Art. 4 
Abs. 2 EG RPG gewisse Zweckänderungen und Umbauten, wenn die vor­
bestehende Baute der heutigen Nutzungsordnung widerspricht. Wider­
spricht die Baute aber den Bauvorschriften, so sind sowohl Neu- und Um­
bauten wie auch Zweckänderungen nur nach Massgabe der geltenden 
Vorschriften zulässig.

RRB 31.5.1988

21