# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6e86b42e-0715-54e8-9651-44b90c5b07ab
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2001-08-14
**Language:** de
**Title:** Bundesgericht Eidgenössisches Versicherungsgericht 14.08.2001 U 135/99
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BGer/CH_BGer_016_U-135-99_2001-08-14.html

## Full Text

[AZA 7] 

U 135/99 Vr 

 

 

III. Kammer 

 

Bundesrichter Schön, Bundesrichterin Widmer und Bundesrichter 

Ursprung; Gerichtsschreiberin Hostettler 

 

 

Urteil vom 14. August 2001 

 

in Sachen 

 

G.________, 1939, Beschwerdeführer, vertreten durch das 

Patronato X.________, 

gegen 

 

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt, Fluhmattstrasse 

1, 6004 Luzern, Beschwerdegegnerin, 

 

und 

 

Versicherungsgericht des Kantons Basel-Stadt, Basel 

 

 

A.- Der 1939 geborene G.________ war seit dem 12. Februar 

1964 bei der Baugesellschaft Y.________ AG als Maurer 

tätig und in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die 

Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Am 

16. Dezember 1996 fiel er bei der Arbeit von einer Leiter 

und zog sich dabei eine distale intraartikuläre Radiusfraktur 

rechts und eine Rissquetschwunde occipital zu. Die 

SUVA kam für die Heilungskosten auf und gewährte Taggelder 

bis zum 30. September 1997. Mit Verfügung vom 30. Oktober 

1997 sprach sie G.________ ab 1. Oktober 1997 eine Invalidenrente 

auf Grund einer Erwerbsunfähigkeit von 20 % und 

eine Integritätsentschädigung von 5 % zu. Die mit Bezug auf 

die Rente erhobene Einsprache wies sie mit Entscheid vom 

20. August 1998 ab. 

 

B.- Die hiegegen erhobene Beschwerde, mit welcher 

G.________ eine Rente bei einer Erwerbsunfähigkeit von 40 % 

beantragen liess, wies das Versicherungsgericht des Kantons 

Basel-Stadt mit Entscheid vom 26. März 1999 ab. 

 

C.- G.________ lässt Verwaltungsgerichtsbeschwerde 

führen und das im vorinstanzlichen Verfahren gestellte 

Rechtsbegehren erneuern. 

Die SUVA schliesst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, 

während das Bundesamt für Sozialversicherung 

sich nicht hat vernehmen lassen. 

 

 

Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung: 

 

1.- Die Vorinstanz hat die massgebliche gesetzliche 

Bestimmung und die Grundsätze zur Bemessung des Invaliditätsgrades 

nach der Methode des Einkommensvergleichs 

(Art. 18 Abs. 2 Satz 2 UVG; BGE 114 V 313 Erw. 3a mit Hinweisen) 

und die Rechtsprechung zum Begriff des ausgeglichenen 

Arbeitsmarktes (BGE 110 V 276 Erw. 4b) sowie zu den 

invaliditätsfremden Gründen (BGE 107 V 21) zutreffend dargelegt. 

Darauf kann verwiesen werden. 

 

2.- Auf Grund der Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde 

ist in materieller Hinsicht einzig das Invalideneinkommen, 

das dem für die Bestimmung des Invaliditätsgrades 

entscheidenden Einkommensvergleich zu Grunde zu 

legen ist, streitig. 

 

3.- a) SUVA und Vorinstanz haben bei der Festsetzung 

des hypothetischen Invalideneinkommens sog. DAP-Lohnangaben 

(vgl. hiezu RKUV 1999 Nr. U 343 S. 412) herangezogen. Danach 

könnte der Beschwerdeführer als Lagerist, Angestellter, 

Portier oder Nachtwächter bei ganztägiger Arbeit einen 

Lohn von monatlich mindestens Fr. 4100.- oder Fr. 53'300.- 

im Jahr erzielen. Dieser bestreitet die Höhe des erzielbaren 

Lohnes und macht sinngemäss geltend, bei der Ermittlung 

des Invalideneinkommens gestützt auf DAP-Löhne sei 

u.a. ein leidensbedingter Abzug zu gewähren, da gemäss einer 

allgemeinen Erfahrung gesundheitlich angeschlagene Arbeitnehmer 

nicht den gleichen Lohn erhielten wie gesunde. 

 

b) Ob beim Beizug von DAP-Löhnen ein Abzug zu gewähren 

ist oder nicht, kann im vorliegenden Fall dahingestellt 

bleiben. Insbesondere wenn die versicherte Person, wie 

hier, nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls 

keine ihr an sich noch zumutbare neue Erwerbstätigkeit 

aufgenommen hat, können nämlich Tabellenlöhne beigezogen 

werden. Dazu ist seit 1994 von den Tabellenlöhnen 

auszugehen, die in der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung 

(LSE) des Bundesamtes für Statistik ausgewiesen sind. Bei 

deren Anwendung ist zu beachten, dass die erfassten Löhne 

auf einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden beruhen 

und dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die 

selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert 

sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend 

einsetzbaren Arbeitnehmern lohnmässig benachteiligt 

sind (BGE 124 V 323 Erw. 3b/bb). Es ist anhand der gesamten 

Umstände des konkreten Einzelfalles zu prüfen, ob und in 

welchem Ausmass das hypothetische Einkommen als Invalider 

zusätzlich reduziert werden muss (AHI 1998 S. 177 Erw. 3a), 

dies höchstens bis zu 25 % (BGE 126 V 75). 

 

c) Im Hinblick auf die dem Beschwerdeführer noch möglichen 

und zumutbaren Arbeiten rechtfertigt es sich, von 

den Zahlen auszugehen, wie sie in Tabelle TA7 der LSE 1996 

für den Tätigkeitsbereich Nr. 32 (sichern, bewachen) des 

privaten und öffentlichen Dienstleistungssektors ausgewiesen 

sind. Danach betrug der monatliche Bruttolohn bei 

40 Wochenstunden für mit einfachen und repetitiven Aufgaben 

beschäftigte Männer Fr. 4865.-. Bei einer damals üblichen 

durchschnittlichen Arbeitszeit von 41,9 Stunden (Die Volkswirtschaft 

7/2001 S. 96 Tabelle B 9.2) und der massgeblichen 

Nominallohnentwicklung (1997: + 0,5 %; Die Volkswirtschaft 

7/2001 S. 97 Tabelle B 10.2) ergibt dies für 1997 

ein Gehalt von monatlich Fr. 5121.- bzw. von Fr. 61'452.- 

im Jahr. Da der Beschwerdeführer auf Grund der verminderten 

Belastbarkeit des rechten Handgelenks eingeschränkt und 

namentlich von der Verrichtung von Schwerarbeiten ausgeschlossen 

ist, ist eine Verminderung des Tabellenlohnes um 

15 % angemessen. Somit ist für 1997 von einem Invalideneinkommen 

von rund Fr. 52'234.- auszugehen. Stellt man 

dieses Einkommen dem Valideneinkommen von Fr. 66'183.- 

gegenüber, resultiert ein Invaliditätsgrad, der den Anspruch 

auf eine Invalidenrente von 20 % begründet. 

Die Invaliditätsbemessung der SUVA erweist sich somit 

als rechtens, woran die Einwendungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde 

nichts zu ändern vermögen. 

 

Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht: 

 

I. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen. 

 

II. Es werden keine Gerichtskosten erhoben. 

 

III. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht 

des Kantons Basel-Stadt und dem Bundesamt für 

Sozialversicherung zugestellt. 

 

Luzern, 14. August 2001 

 

Im Namen des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts 

Der Präsident der III. Kammer: 

 

 

 

 

 

Die Gerichtsschreiberin: