# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 62885e17-7f75-5400-bd70-16db2276c679
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-05-27
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 27.05.2019 III 2018 160
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2018-160_2019-05-27.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2018 160
III 2019 36

Entscheid vom 27. Mai 2019

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
Ruth Mikšovic-Waldis, Richterin
Monica Huber-Landolt, Richterin
lic.iur. Josef Mathis, Gerichtsschreiber

Parteien A.________ AG,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwältin lic.iur. B.________,

gegen

1. Gemeinderat Ingenbohl, Parkstrasse 1, Postfach 253, 
6440 Brunnen,

2. Amt für Raumentwicklung ARE, Bahnhofstrasse 14, 
Postfach 1186, 6431 Schwyz,

3. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9, 
Postfach 1260, 6431 Schwyz,
Vorinstanzen,

4. C.________ AG,
Beschwerdegegnerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. D.________,

Gegenstand Planungs- und Baurecht (Baubewilligung [III 2018 160] und 
Abbruchbewilligung [III 2019 36])

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Sachverhalt:

A. Die H.________GmbH reichte am 17. Dezember 2014 beim Gemeinderat 
Ingenbohl namens der I.________AG ein Baugesuch für den Abbruch der beste-
henden Wohnhäuser und den Neubau von vier Mehrfamilienhäusern auf den in 
der Kernzone gelegenen Grundstücken KTN 001.________ (1'781 m2), 
KTN 002.________ (226 m2) und KTN 003.________ (749 m2) ein. Diese drei 
Grundstücke liegen in der Kernzone (K) und vollständig im Gewässerschutzbe-
reich Au. Sie stossen im Süden an die E.________strasse an, welche rund 30 m 
südwestlich der westlichen Grundstücksgrenze von KTN 001.________ in die 
F.________strasse mündet. Gegen das im Amtsblatt (…) 2015 mit der Bauob-
jektbezeichnung "Überbauung G.________" publizierte und aufgelegte Bauge-
such gingen innert Frist keine Einsprachen ein. 

Am 14. November 2016 (Eingang bei der Gemeinde) reichte die 
H.________GmbH nun namens der J.________AG beim Gemeinderat Ingenbohl 
eine vom 17. Juni 2016 datierende Projektänderung ein, welche im Amtsblatt (…) 
2016 publiziert und öffentlich aufgelegt wurde. Hiergegen erhob die A.________ 
AG am 9. Dezember 2016 öffentlich-rechtliche Einsprache. 

B. Gestützt auf den Gesamtentscheid des Amtes für Raumentwicklung (ARE) 
vom 12. April 2017 entschied der Gemeinderat Ingenbohl mit Beschluss (GRB) 
Nr. 853 vom 6. Juni 2017 wie folgt:

1. Im Sinne der Erwägungen (…) wird der J.________AG (…) die 
Baubewilligung für den Abbruch der best. Bauten und den Neubau der 
Wohnüberbauung G.________ mit vier Mehrfamilienhäusern inkl. Einstellhalle 
auf den Grundstücken KTN 001.________, 002.________ und 003.________, 
unter Auflagen erteilt.

1.1 Für die Unterschreitung der internen Gebäudeabstände wird im Sinne von 
Ziff. 1.2 der Erwägungen gestützt auf § 73 Abs. 1 Bst. b und Abs. 2 eine 
Ausnahmebewilligung erteilt.

1.2 Die Einsprache der A.________ AG (…) wird, soweit auf sie eingetreten wird, 
im Sinne der Erwägungen abgewiesen.

(2.-10. Diverse Auflagen und Nebenbestimmungen, bewilligte Pläne, Gebühren 
und Auslagen, Rechtsmittelbelehrung, Zustellung, Beilagen). 

C. Gegen diese Baubewilligung erhob die A.________ AG am 6. Juli 2017 
Beschwerde beim Regierungsrat des Kantons Schwyz mit den folgenden An-
trägen:

1. Es sei der Beschluss des Gemeinderates der Gemeinde Ingenbohl, 6440 
Brunnen, betreffend Baugesuch der Beschwerdegegnerin «Überbauung 
G.________, KTN 001.________, 002.________ und 003.________, 6440 
Brunnen, Reg. Nr. B2015-0046 inkl. kt. Gesamtentscheid vom 12. April 2017 

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und dem Beschluss des Bezirksrates vom 20. Februar 2015 gesamthaft 
aufzuheben und das Baugesuch abzuweisen bzw. die Baubewilligung zu 
verweigern.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich MwSt. zu Lasten der 
Beschwerdegegnerin. 

Während des Verwaltungsbeschwerdeverfahrens erwarb die C.________ AG die 
drei Baugrundstücke und trat in das Beschwerdeverfahren ein.

D. Mit Beschluss (RRB) Nr. 655/2018 vom 11. September 2018 entschied der 
Regierungsrat wie folgt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten für das Beschwerdeverfahren (inklusive Kanzleikosten) im Betrag 
von Fr. 2000.-- werden je zu einem Viertel (je Fr. 500.--) der Beschwerde-
führerin, der Beschwerdegegnerin und der Gemeinde Ingenbohl auferlegt. Ein 
Viertel (Fr. 500.--) wird auf die Staatskasse genommen. (…).

3. Der Beschwerdeführerin wird eine reduzierte Parteientschädigung von 
Fr. 900.-- zugesprochen. Diese ist zu je einem Drittel (je Fr. 300.--) von der 
Beschwerdegegnerin, der Gemeinde Ingenbohl und der Staatskasse zu 
tragen.

(4.-6. Rechtsmittelbelehrung; Zustellung).

E. Gegen diesen RRB (Versand am 12.9.2018) erhebt die Gemeinde Ingen-
bohl mit Eingabe vom 17. September 2018 (Postaufgabe am 18.9.2018) fristge-
recht Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz mit den folgen-
den Anträgen (Verfahren III 2018 150):

1. Dezisivziffern 2 und 3 seien aufzuheben und wie folgt zu ersetzen:

a) Die Kosten für das Beschwerdeverfahren im Betrag von Fr. 2'000.00 sind 
zu mindestens drei Vierteln von der Staatskasse zu übernehmen. Ev. ist 
nur die Gemeinde Ingenbohl von dem ihr auferlegten Kostentreffnis zu 
befreien.

b) Die reduzierte Parteientschädigung von Fr. 900.00 ist vollständig von der 
Staatskasse zu tragen. Ev. ist nur die Gemeinde von dem ihr auferlegten 
Anteil zu befreien.

2. Unter Kostenfolge zu Lasten der Staatskasse. 

F. Mit Eingabe vom 3. Oktober 2018 (Postaufgabe am gleichen Tag) lässt 
auch die A.________ AG Verwaltungsgerichtsbeschwerde erheben mit den fol-
genden Anträgen (Verfahren III 2018 160):

1. Es sei der Beschluss des Regierungsrates Nr. 655/2018 vom 11. September 
2018 vollumfänglich aufzuheben. Gleichzeitig sei damit der Entscheid des 
Gemeinderats Ingenbohl vom 6. Juni 2017, der Gesamtentscheid des ARE 
vom 12. April 2017 sowie der Entscheid des Bezirksrats Schwyz vom 
20. Februar 2015 aufzuheben. 

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2. Das beschwerdegegnerische Baugesuch sei abzuweisen.

3. Eventuell sei die Sache zur Durchführung eines korrekten Verfahrens, zu 
ergänzenden Sachverhaltsabklärungen und zur Neubeurteilung an die 
Bewilligungsbehörden zurückzuweisen.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich MwSt. zu Lasten der 
Beschwerdegegner. 

G. Mit Vernehmlassung vom 9. Oktober 2018 beantragt das ARE (im Verfah-
ren III 2018 160) die Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge zu Lasten 
der Beschwerdeführerin. Mit einer gemeinsamen Vernehmlassung vom 12. Ok-
tober 2018 für die beiden Verfahren beantragt das Sicherheitsdepartement die 
Vereinigung der beiden Verfahren III 2018 150 und III 2018 160 und die Abwei-
sung der Beschwerden unter Kostenfolge zulasten der Beschwerdeführer. Der 
Gemeinderat beantragt mit Vernehmlassung vom 30. Oktober 2018 die Abwei-
sung der Beschwerde sowie die Vereinigung der beiden Verfahren III 2018 150 
und III 2018 160 "aufgrund des Sachzusammenhanges mit der Kostenbeschwer-
de des Gemeinderats vom 17. September 2018". Die Beschwerdegegnerin bean-
tragt vernehmlassend am 26. November 2018 die Abweisung der Beschwerde, 
soweit darauf eingetreten werde, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu 
Lasten der Beschwerdeführerin. 

H. Mit Eingabe (Replik) vom 5. Februar 2019 macht die Beschwerdeführerin 
keine weiteren Ausführungen im Verfahren III 2018 150, äussert sich hingegen 
zu den Vernehmlassungen der Gemeinde und des ARE betreffend das Verfahren 
III 2018 160. 

I. Mit GRB Nr. 127 vom 4. Februar 2019 beschloss der Gemeinderat was 
folgt:

1. Es wird festgestellt, dass für den Abbruch der Gebäude K.________ 2 
(Nr. 705), K.________ 4 (Nr. 706) inkl. Garagenanbau und separater 
freistehender Garage (Nr. 005.________) die Bewilligung rechtskräftig mit 
dem GRB vom 6. Juni 2017 erteilt wurde und keine neue Bewilligung 
erforderlich ist. Die C.________ AG kann gestützt auf diese Bewilligung den 
Abbruch vollziehen.

2. Für die Dauer der Abbrucharbeiten kann das Baugespann entfernt werden. Es 
ist jedoch auf Verlangen des Verwaltungsgerichts neu zu erstellen. 

(3.-7. Auflagen für den Abbruch; Behandlungsgebühr; Rechtsmittelbelehrung; 
Zustellung; Beilagen). 

J. Mit VGE III 2018 150 vom 12. Februar 2019 entschied das Verwaltungs-
gericht wie folgt über die Beschwerde der Gemeinde vom 17. September 2018: 

1. Auf die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen nicht eingetreten.

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2. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) von 
Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Sie hat diesen Betrag 
innert 30 Tagen seit Zustellung des Entscheids auf das Postkonto 60-22238-6 
des Verwaltungsgerichts zu überweisen.

3. Die Beschwerdeführerin hat der beanwalteten Beschwerdegegnerin Ziff. 4 
eine Parteientschädigung von Fr. 400.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) zu 
bezahlen.

(4.-5. Rechtsmittelbelehrung; Zustellung). 

K.1 Am 14. Februar 2019 reicht die Beschwerdeführerin beim Regierungsrat 
gegen den GRB Nr. 127 vom 4. Februar 2019 'Beschwerde / Anordnung super-
provisorische Massnahmen' ein mit den Anträgen:

1. Es sei der Beschluss des Gemeinderates der Gemeinde lngenbohl, 6440 
Brunnen, vom 4. Februar 2019 (3/14) betreffend Abbruchbewilligung für die 
bestehenden Gebäude K.________ 2 (Nr. 705), K.________ Nr. 4 (Nr. 706) 
inkl. Garagenanbau und separater freistehender Garage (Nr. 005.________) 
aufzuheben und der Abbruch zu verweigern.

2. Es sei die Teilrechtskraftsbescheinigung aufzuheben und es sei festzustellen, 
dass der Abbruch der Gebäude K.________ 2 (Nr. 705), K.________ Nr. 4 
(Nr. 706) inkl. Garagenanbau und separater freistehender Garage (Nr. 
005.________) nicht rechtskräftig ist und der Abbruch nicht vollzogen werden 
kann.

3. Es sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zuzuerkennen bzw. es sei 
festzustellen, dass der sinngemässe Entzug der aufschiebenden Wirkung 
rechtswidrig ist und mit dem Abbruch nicht begonnen werden darf.

4. Superprovisorische Massnahmen:
Es seien Ziff. 2 und 3 der Anträge ohne Anhörung der Beschwerdegegner 
superprovisorisch anzuordnen und es sei superprovisorisch der 
Beschwerdegegnerin unter Strafandrohung zu verbieten, die Gebäude 
K.________ 2 (Nr. 705), K.________ Nr. 4 (Nr. 706) inkl. Garagenanbau und 
separater freistehender Garage (Nr. 005.________) abzubrechen.

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich MwSt. zu Lasten der 
Beschwerdegegnerin.

Mit Verfügung vom 15. Februar 2019 überwies der Regierungsrat die Beschwer-
de gestützt auf § 52 Verwaltungsrechtspflegegesetz (VRP; SRSZ 234.110) vom 
6. Juni 1974 zum Entscheid ans Verwaltungsgericht.

K.2 Mit Zwischenbescheid VGE III 2019 37 vom 18. Februar 2019 erkannte der 
Einzelrichter was folgt:

1. In Gutheissung von Beschwerdeantrag Ziff. 4 wird der Abbruch und/oder jede 
Veränderung der Bestandesbauten auf den Baugrundstücken, namentlich 
Gebäude K.________ 2 (Nr. 705), K.________ 4 (Nr. 706) inkl. 
Garagenanbau und separater freistehender Garage (Nr. 005.________), 
einstweilen unter Strafandrohung nach Art. 292 des Schweizerischen 
Strafgesetzbuches (StGB; SR 311.0) vom 21. Dezember 1937 untersagt. 

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2. Über die Kosten- und Entschädigungsfolgen dieses Zwischenbescheides wird 
mit der Hauptsache (Verfahren III 2019 36) entschieden. 

(3.-5. Rechtsmittelbelehrung; Fristansetzung; Zustellung).

K.3 Am 5. März 2019 teilt das Sicherheitsdepartement seinen Verzicht auf eine 
Stellungnahme mit. 

L. Mit Eingabe (Duplik) vom 26. Februar 2019 im Verfahren III 2018 160 
nimmt der Gemeinderat Stellung zum Schreiben (Replik) der Beschwerdeführerin 
vom 5. Februar 2019. 

Mit Duplik/Vernehmlassung vom 11. März 2019 in den Verfahren III 2018 160 
bzw. III 2019 36 beantragt die Beschwerdegegnerin, die beiden Verfahren III 
2018 160 und III 2019 36 seien zu vereinigen. Beide Beschwerden seien ab-
zuweisen, soweit darauf einzutreten sei; alles unter Kosten und Entschädigungs-
folgen zu Lasten der Beschwerdeführerin. 

Das ARE beantragt mit Vernehmlassung vom 20. März 2019 im Verfahren III 
2019 36 unter Einreichung eines Mitberichts des Amts für Kultur (Abt. Denkmal-
pflege) vom 15. März 2019 die Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde 
unter Kostenfolge. 

M. Am 2. Mai 2019 lässt die Beschwerdeführerin eine Stellungnahme ein-
reichen. Hierzu äussert sich die Beschwerdegegnerin mit Eingabe vom 15. Mai 
2019.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1.1  Im Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege (VRP; SRSZ 234.110) vom 
6. Juni 1974 wird die Verfahrensvereinigung nicht ausdrücklich erwähnt. Nach 
konstanter Rechtsprechung können Beschwerden vereinigt werden, wenn das 
Gericht für zwei oder mehrere Verfahren in der gleichen Verfahrensart zuständig 
ist und sich die verschiedenen Beschwerden im Wesentlichen auf die gleichen 
Tatsachen (Sachverhalt) und die gleichen Rechtsgründe (Rechtsfragen) stützen 
(vgl. statt vieler: VGE III 2011 151 + 155 vom 18.1.2012 Erw. 1; VGE 603 + 606/92 
vom 23.9.1992 Erw. 1). 

1.1.2  Die beiden Beschwerden (Verfahren III 2018 150 und III 2018 160) be-
treffen zwar das gleiche Bauvorhaben und richten sich gegen den gleichen Re-
gierungsratsbeschluss. Indes haben sie unterschiedliche Stossrichtungen, wie 
die Antragsstellungen ohne weiteres verdeutlichen (vgl. vorstehend Ingress lit. E 
und F). Die Beschwerdeführerin will den Regierungsratsbeschluss und somit 

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auch die diesem zugrundeliegende gemeinderätliche Baubewilligung vollständig 
aufgehoben wissen, was dem Interesse der Gemeinde offensichtlich diametral 
entgegenläuft. Die Gemeinde hingegen will nur eine Befreiung von den ihr aufer-
legten Verfahrenskosten und der Parteientschädigung. Eine Vereinigung der bei-
den Verfahren drängt(e) sich mithin nicht auf und hätte nur zu einer unnötigen 
Verzögerung im Verfahren III 2018 150 geführt. Dies beweist die Tatsache, dass 
in der Beschwerdeangelegenheit III 2018 150 das Verwaltungsgericht bereits am 
12. Februar 2019 entscheiden konnte bzw. entschieden hat (vgl. vorstehend 
Ingress lit. J). 

1.1.3  Hingegen drängt sich die Vereinigung der beiden Verfahren III 2018 160 
und III 2019 36 angesichts des offenkundig engen Sachzusammenhanges auf. 

1.2 § 27 VRP regelt die Entscheidungsvoraussetzungen. Die Beschwerdefüh-
rerin ist Eigentümerin des nur rund 20 m südlich von KTN 001.________ gelege-
nen Grundstückes KTN 004.________ (229 m2). Sie hat zudem an den vor-
instanzlichen Verfahren als Einsprecherin bzw. Beschwerdeführerin teilgenom-
men. Ihre Rechtsmittelbefugnis ist somit zu bejahen (§ 27 Abs. 1 lit. d VRP). 
Ebenso sind die weiteren Entscheidungsvoraussetzungen erfüllt, namentlich 
auch die Vertretungsbefugnis der Parteivertreterin (§ 27 Abs. 1 lit. c VRP) und 
die frist- und formgerechte Geltendmachung des Anspruches (§ 27 Abs. 1 lit. f 
VRP). 

1.3.1  Überspitzter Formalismus als besondere Form der Rechtsverweigerung 
(Art. 29 Abs. 1 BV) liegt vor, wenn für ein Verfahren rigorose Formvorschriften 
aufgestellt werden, ohne dass die Strenge sachlich gerechtfertigt wäre, wenn die 
Behörde formelle Vorschriften mit übertriebener Schärfe handhabt oder an 
Rechtsschriften überspannte Anforderungen stellt und damit dem Bürger den 
Rechtsweg in unzulässiger Weise versperrt (BGE 135 I 6 Erw. 2.1 mit Hinwei-
sen). Nicht jede prozessuale Formstrenge stellt einen überspitzten Formalismus 
dar, sondern nur jene, die durch kein schutzwürdiges Interesse mehr gerechtfer-
tigt ist und zum blossen Selbstzweck wird. Prozessuale Formen sind unerläss-
lich, um die ordnungsgemässe Abwicklung des Verfahrens sowie die Durchset-
zung des materiellen Rechts zu gewährleisten. Eingaben an Behörden, vor allem 
Rechtsmittelschriften, haben daher im allgemeinen bestimmten formellen Anfor-
derungen zu genügen: Es soll aus ihnen hervorgehen, dass und weshalb der 
Rechtsuchende einen Entscheid anficht und inwieweit dieser geändert oder auf-
gehoben werden soll (BGE 134 II 244 Erw. 2.4.2 mit Hinweisen).

1.3.2  Der Gemeinderat hat - gestützt auf den Gesamtentscheid des ARE - die 
Baubewilligung für den Abbruch der bestehenden Bauten und den Neubau der 

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Wohnüberbauung erteilt (vgl. vorstehend Ingress lit. B). Die Beschwerdeführerin 
hat die Aufhebung "Beschlusses des Gemeinderates" inklusive des kantonalen 
Gesamtentscheides des ARE wie auch des Beschlusses des Bezirksrates "ge-
samthaft" beantragt (vgl. vorstehend Ingress lit. C). Ebenso hat die Beschwerde-
führerin die vollumfängliche Aufhebung des angefochtenen RRB beantragt (vgl. 
vorstehend Ingress lit. F). 

Bei dieser Sachlage ist es einerseits als überspitzter Formalismus zu qualifizie-
ren, wenn die Gemeinde nunmehr von einer Nichtanfechtung der Abbruchbewilli-
gung ausgeht. Als widersprüchliches Verhalten ist es anderseits zu beurteilen, 
wenn die Gemeinde, nachdem sie mit dem angefochtenen GRB explizit auch 
eine Baubewilligung für den Abbruch bewilligt, im Nachhinein den vorzeitigen 
Abbruch mit dem Argument bewilligt, hierfür sei eigentlich gar keine Bewilligung 
erforderlich. 

1.3.3  Dem Gemeinderat ist zwar insofern beizupflichten, dass sich die Be-
schwerdeführerin mit mehr Klarheit zu den vom Abbruch betroffenen Gebäuden 
hätte äussern können. Allerdings wurden in der Verwaltungsbeschwerde vom 
6. Juli 2017 (S. 5 ff.) auch Ausführungen zum ISOS gemacht, wonach für das 
betroffene Gebiet das Erhaltungsziel B gelte, und (unter anderem) natur- und 
heimatschutzrechtliche Bestimmungen zitiert, gemäss welchen die Errichtung wie 
auch die Veränderung von Hoch- und Tiefbauten unter bestimmen Vorausset-
zungen zu untersagen sind. Es kann daher nicht ernsthaft behauptet werden, die 
Abbruchbewilligung sei nicht zumindest implizit thematisiert worden. So hat es 
jedenfalls offensichtlich auch der Regierungsrat verstanden, wenn er im ange-
fochtenen Beschluss (Erw. 2) die Begründung der Beschwerdeführerin anführt, 
das Einordungsgebot verlange, "dass die bestehenden Freiflächen, Vorgärten 
sowie die lockere Bebauungsstruktur mit niedrigen Gebäuden erhalten blieben". 

Zudem ist davon auszugehen, dass der Regierungsrat andernfalls die Nicht-
anfechtung der Abbruchbewilligung festgestellt hätte und insoweit auf die Be-
schwerde nicht eingetreten wäre. Die Ausführungen des Gemeinderates zur Teil-
rechtskraft (GRB Nr. 127 vom 4.2.2019 S. 3) können daher nicht verfangen. 

1.3.4  Der Abbruch einer Baute wird im Planungs- und Baugesetz (PBG; SRSZ 
400.100) vom 14. Mai 1987 nicht, jedenfalls nicht explizit, der Bewilligungspflicht 
unterstellt (anders z.B. § 59 Abs. 1 BauG-AG; Art. 1a Abs. 2 BauG-BE; § 309 
Abs. 1 lit. c BauG-ZH [betr. Gebäude in Kernzonen]; Art. 136 Abs. 1 BauG-SG). 
Angesichts der Tatsache, dass auch der Abbruch von Bauten und Anlagen Raum 
und Umwelt erheblich verändern kann und Art. 22 Abs. 1 des Bundesgesetzes 
über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700) vom 22. Juni 1979 

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von einer wirkungsbezogenen Betrachtungsweise ausgeht, ist grundsätzlich von 
Bundesrechts wegen auch von einer Bewilligungspflicht des Abbruchs von Ge-
bäuden auszugehen (vgl. Waldmann/Hänni, Handkommentar RPG, 2006, Art. 22 
N 17; Baumann, in: Baumann et al., Kommentar zum Baugesetz des Kantons 
Aargau, Bern 2013, § 59 N 22). Die Frage stellt sich deshalb nicht häufig, weil in 
der Regel ein Abbruch mit einem Neubau verbunden ist. Bei der Beurteilung von 
dessen Bewilligungsfähigkeit werden auch die Auswirkungen auf Raum und 
Umwelt mitberücksichtigt. Es ist entsprechend davon auszugehen, dass der 
Abbruch eines potentiellen Schutzobjektes bewilligungspflichtig ist. 

In der Gemeinde Ingenbohl normiert Art. 82 Abs. 1 des Baureglements (BauR) 
vom 22. August 2002, dass Bauten und Anlagen nur mit behördlicher Bewilligung 
errichtet oder geändert werden dürfen (Satz 1). Der Abbruch von Bauten und von 
Anlagen ist bewilligungspflichtig (Satz 2). Ob hierunter nur eine "Meldepflicht" zu 
verstehen ist (GRB Nr. 127 vom 4.2.2019 S. 4 Ziff. 2), ist äusserst fraglich. Hier-
gegen spricht einerseits jedenfalls der Wortlaut und die systematische Einord-
nung gemeinsam mit der Baubewilligungspflicht für Bauten und Anlagen. Ander-
seits hat der Gemeinderat mit dem GRB Nr. 127 vom 4. Februar 2019 vorab 
ausdrücklich die Rechtskraft der Abbruchbewilligung festgestellt (vgl. vorstehend 
Ingress lit. I). Bedarf ein Abbruch jedoch keiner Bewilligung, sondern bloss einer 
Meldung, kann konsequenterweise auch keine (Teil-)Rechtskraft der Abbruch-
bewilligung festgestellt werden.

Angesichts des vorliegenden Verfahrensausganges ist das richtige Verständnis 
von Art. 82 Abs. 1 BauR indessen an und für sich nicht von Bedeutung (vgl. 
nachstehend Erw. 4.1.1 ff., besonders Erw. 4.2.5). Die vorstehenden Überlegun-
gen welche Rückschlüsse auf den Ausgang des Beschwerdeverfahrens III 2019 
36 erlauben, sind jedoch bei der Bemessung der Parteientschädigung im Verfah-
ren III 2019 36 mitzuberücksichtigen.

2.1 Die Beschwerdegegnerin beabsichtigt gemäss dem Baubeschrieb vom 
17. Juni 2016 (rev.) (RR-act. III/01 B 8), die bestehenden Gebäude auf den drei 
Baugrundstücken zurückzubauen und durch eine neue Überbauung mit Miet-
wohnungen zu ersetzen. Geplant sind, gegliedert in vier Baukörper, ein Unterge-
schoss (UG) mit Infrastrukturräumen und Parkgarage, ein Erdgeschoss (EG), 
drei oder vier Obergeschosse (OG) sowie jeweils ein Dachgeschoss (DG). Ins-
gesamt sollen zwölf 2 ½-Zimmerwohnungen, fünf 3 ½-Zimmerwohnungen, neun 
4 ½-Zimmerwohnungen und fünf 5 ½-Zimmerwohnungen sowie vier Frontoffices 
im Erdgeschoss an der E.________strasse erstellt werden. 

Die Einfahrt ins UG (Parkgarage) erfolgt von der E.________strasse her im Süd-
bereich der Westseite des Grundstücks KTN 001.________. In der Einstellhalle 

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sind 43 Parkplätze vorgesehen; des Weiteren befinden sich im UG Keller- und 
Veloräume (vgl. Plan Nr. 102 Grundriss 1:100 Untergeschoss mit Kanalisation 
vom 17.6.2016 rev.). Das UG weist Dimensionen von knapp 50 m x 50 m (Fläche 
von 2'267.52 m2) auf (vgl. Plan Nr. 112 BGF Berechnung vom 17.6.2016 rev.). 
Die vier Baukörper nehmen im EG Flächen von rund 242 m2 (Haus A im Südwes-
ten), 234 m2 (Haus B im Südosten), 210 m2 (Haus C im Nordwesten) und 182 m2 
(Haus D im Nordosten) ein (vgl. Plan Nr. 113 Kub. Berechnung nach SIA 116 
vom 17.6.2016 rev.). Die vier Frontoffices sind (je zwei; sowie je drei Backoffices) 
in den EG der Häuser A und B geplant.

Neben den 43 Parkplätzen im UG sind sechs Aussenparkplätze (Besucherpark-
plätze) entlang der E.________strasse vorgesehen. Elf weitere Parkplätze wer-
den mit Dienstbarkeiten auf den Grundstücken KTN 837, KTN 838 und KTN 840 
(südlich der Baugrundstücke zwischen der E.________strasse und dem Leewas-
ser) sichergestellt. Für die bei 63 Sollparkplätzen erforderlichen weiteren drei 
Parkplätze wird um Abfindung ersucht.

Gemäss dem Baubeschrieb soll die Statik des Gebäudes durch einen Massivbau 
mit einer Tiefenfundation sichergestellt werden, wobei die entsprechenden Be-
rechnungen zu den Pfählungen später nachgeliefert werden sollen. 

2.2 Im angefochtenen Entscheid hat der Regierungsrat unter anderem nament-
lich erwogen, das Bauvorhaben gliedere sich in das bestehende Orts-, Quartier- 
und Strassenbild ein (Erw. 3.5). Die sachliche Zuständigkeit für den Ortsbild-
schutz liege bei der kommunalen Baubewilligungsbehörde. Eine Begutachtung 
durch die eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK) sei nicht 
erforderlich; hieran ändere auch nichts, dass Brunnen im ISOS (Inventar der 
schützenswerten Ortsbilder der Schweiz) verzeichnet sei (Erw. 4.1 ff.). Die vom 
Gemeinderat gestützt auf die Beurteilung des ARE getroffene Anordnung, wo-
nach ein Pfählungsplan inklusive Durchflussnachweis erst vor Baubeginn vorlie-
gen müsse, beurteilte der Regierungsrat als unzulässig. Der rechnerische Nach-
weis der Durchflusskapazität des Grundwassers sei eine Voraussetzung für die 
Erteilung einer gewässerschutzrechtlichen Ausnahmebewilligung; diese wieder-
um sei Voraussetzung für die Fundation des Gebäudes und die bauliche Unter-
schreitung des mittleren Grundwasserspiegels und somit eine "conditio sine qua 
non" für die ganze Baute. Die diesbezügliche regierungsrätliche Rechtsprechung 
sei der kantonalen Baubewilligungsbehörde im Zeitpunkt der Einreichung des 
Baugesuchs im November 2016 bekannt gewesen (Erw. 5.3). Die Beschwerde 
müsste infolge dieses Verfahrensfehlers insoweit grundsätzlich gutgeheissen und 
die Baubewilligung aufgehoben werden (Erw. 5.3). Im regierungsrätlichen Be-
schwerdeverfahren habe die Bauherrschaft die für die Beurteilung der Grund-

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wasserdurchflusskapazität erforderlichen Unterlagen eingereicht und den ent-
sprechenden Nachweis erbringen können. Eine Pfahlfundation sei mittlerweile 
nicht mehr geplant; offenbar könne das Bauvorhaben ohne eine solche erstellt 
werden (Erw. 5.4). Unter Beachtung der vom Amt für Umweltschutz (AFU) 
verlangten Kompensationsmassnahmen könne die Ausnahmebewilligung im 
Sinne von Anhang 4 Ziff. 211 Abs. 2 der Gewässerschutzverordnung (GSchV; 
SR 814.201) vom 28. Oktober 1998 erteilt werden (Erw. 5.5). Hinweise, dass 
das Bauvorhaben nicht fachgerecht ausgeführt werde, seien nicht ersichtlich 
(Erw. 6.2). Die hinreichende Erschliessung könne bejaht werden. Ein verkehrs-
technisches Gutachten sei angesichts der 43 Parkplätze in der Tiefgarage und 
der vier Aussenparkplätze nicht erforderlich (Erw. 7.3 f.). Die fehlende Erholungs-
fläche von 368 m2 (bei erforderlichen 626 m2) sei durch eine Ersatzabgabe abzu-
gelten, was rechtskonform sei (Erw. 8.2). Das Bauvorhaben verletze den Gewäs-
serraum nicht. Dass sich eine Meteorwasserleitung (Wassereinleitung in das 
Leewasser) innerhalb des Gewässerraumes befinde, liege in der Natur der Sa-
che (Erw. 9.1 ff.). Der Umstand, dass das Sicherheitsdepartement die Versäum-
nisse (d.h. die unterlassene gewässerschutzrechtliche Prüfung der Durchfluss-
kapazität) der Vorinstanzen und der Beschwerdegegnerin im Beschwerdeverfah-
ren nachgeholt habe, habe Auswirkungen auf die Kosten- und Entschädigungs-
folgen (Erw. 10.1 f.). 

2.3 Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Regierung habe zu Unrecht 
Mängel des Baubewilligungsverfahrens geheilt, was vorliegend zur Aufhebung 
des angefochtenen RRB führen müsse. Der Gemeinderat sei Baubewilligungs-
behörde nicht der Regierungsrat. Die Beschwerdeführerin habe weder einem 
vereinfachten Baubewilligungsverfahren noch einem Meldeverfahren zugestimmt 
(Beschwerde S. 3 f. lit. B Ziff. 1 ff.). Des Weiteren hält die Beschwerdeführerin an 
ihrer Auffassung fest, es müsse zwingend ein ENHK/EKD-Gutachten eingeholt 
werden; es sei der Gewässerschutz und somit eine Bundesaufgabe betroffen 
(Beschwerde S. 4 ff. Ziff. 1 ff.; vgl. Eingabe vom 5.2.2019 S. 3 ff. lit. D). Das "vor-
liegende Bauprojekt" sei "unbestrittenermassen in einem Inventar des Bundes 
nach Art. 5 des Bundesgesetzes über den Natur- und Heimatschutz (NHG; 
SR 451) vom 1. Juli 1966, d.h. im ISOS", verzeichnet (Beschwerde S. 6 Ziff. 6). 
Die Anhörung des kantonalen Denkmalpflegers könne ein solches Gutachten 
nicht ersetzen (Beschwerde S. 6 f. Ziff. 8 ff.). Der Bund habe die Kantone ver-
pflichtet, dafür zu sorgen, dass eine unabhängige Kommission Eingriffe in ISOS-
Objekte beurteile. Wenn dies durch eine kantonale Fachstelle vorgenommen 
werde, müsse dies wenigstens im Sinne eines Gutachtens erfolgen (Beschwerde 
S. 7 erste Ziff. 13). Zu Unrecht seien die ISOS-Vorgaben nicht angewendet wor-
den (Beschwerde S. 8 f. Ziff. 1 ff.). Im Gesetz sei eine Weiterentwicklung, wie sie 

12

Brunnen vorsehe, ausdrücklich ausgeschlossen, sage doch Art. 6 NHG, dass 
Objekte von nationaler Bedeutung ungeschmälert zu erhalten seien. Vorliegend 
werde nicht verdichtet, sondern eine Freifläche, die in ihrer Struktur zu erhalten 
sei, neu bebaut (Beschwerde S. 8 f. Ziff. 5). Die Schrägdächer und Dachein-
schnitte entsprächen nicht den Vorgaben des Ortsbildinventars (Beschwerde S. 9 
Ziff. 6 f.). Unzulässig sei die Abtrennung der Pfählungsfrage, womit das Koordi-
nationsgebot bzw. die Einheit des Bauentscheids verletzt werde (Beschwerde 
S. 9 f. Ziff. 1 ff.). Es fehle die Einfahrtsbewilligung. Eine solche sei gemäss § 47 
Abs. 2 des Strassengesetzes (StraG; SRSZ 442.110) vom 15. September 1999 
nötig, wenn ein wesentlich grösserer andersartiger Verkehr in eine Kantonsstras-
se geleitet werde. Vorliegend führten die Autos zunächst in die Gemeindestrasse 
"E.________strasse" und danach über einen verengten Bereich in die Kantons-
strasse "F.________strasse" (Beschwerde S. 10 Ziff. 1 ff.). Gerügt wird schliess-
lich auch das Fehlen von Kinderspielplätzen und Erholungsflächen (Beschwerde 
S. 10 f. Ziff. 1 ff.) sowie eine unzulässige Kostenauferlegung (Beschwerde S. 11 
Ziff. 1 ff.). 

3. Die Beschwerdeführerin rügt eine Verletzung des Koordinationsgebots 
bzw. Verletzung der Einheit des Bauentscheids, weil die Pfählungsfrage unzuläs-
sigerweise abgetrennt und nicht abschliessend bereinigt worden sei (Beschwer-
de S. 9 f. Ziff. 1 ff.). 

3.1.1  Nach Art. 25a RPG ist für ausreichende Koordination zu sorgen, falls die 
Errichtung oder die Änderung einer Baute oder Anlage Verfügungen mehrerer 
Behörden verlangt. Die für die Koordination verantwortliche Behörde sorgt für 
eine inhaltliche Abstimmung sowie möglichst für eine gemeinsame oder 
gleichzeitige Eröffnung der Verfügungen (Art. 25a Abs. 2 lit. d RPG). Die 
Verfügungen dürfen keine Widersprüche enthalten (Art. 25a Abs. 3 RPG). 
Gemäss Art. 33 Abs. 4 RPG sind für die Anfechtung von Verfügungen kantonaler 
Behörden, auf die Art. 25a Abs. 1 RPG Anwendung findet, einheitliche 
Rechtsmittelinstanzen vorzusehen. 

Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung muss die Rechtsanwendung 
materiell koordiniert, d.h. inhaltlich abgestimmt werden, wenn für die Verwirk-
lichung eines Projekts verschiedene materiell-rechtlichen Vorschriften 
anzuwenden sind und zwischen diesen Vorschriften ein derart enger 
Sachzusammenhang besteht, dass sie nicht getrennt und unabhängig 
voneinander angewendet werden dürfen. Sodann ist zu gewährleisten, dass die 
verschiedenen koordinationspflichtigen Entscheide in einem einheitlichen 
Rechtsmittelverfahren angefochten werden können. Nebst der inhaltlichen 
Abstimmung verfolgt das Koordinationsgebot den Zweck, eine Staffelung der 

13

Verfahren und damit die Wiederholung von Einsprache- und 
Rechtsmittelverfahren zu inhaltlich gleichen oder gleichartigen Streitpunkten zu 
vermeiden. Der Instanzenzug soll nicht mehrmals durchlaufen werden müssen. 
Gleichzeitig ist erforderlich, dass die Parteirechte der Einsprache- und 
Rechtsmittelbefugten und sonstigen Verfahrensbeteiligten nicht beschränkt 
werden. Greift die Koordinationspflicht nach Art. 25a RPG, 
so gilt aufgrund des Koordinationsgebots insbesondere die Pflicht zur 
gemeinsamen bzw. zumindest gleichzeitigen Eröffnung mehrerer Verfügungen 
(vgl. Art. 25a Abs. 2 lit. d RPG) (vgl. Bundesgerichtsurteil 1C_236/2013 vom 
4.2.2014 Erw. 3.1 ff. mit zahlreichen Hinweisen auf Lehre und Rechtsprechung; 
BGE 138 II 23 [Ufenau] nicht publ. Erw. 5.3). Die Regeln von Art. 25a Abs. 1 und 
2 RPG zur Koordinationspflicht stellen lediglich bundesrechtliche 
Minimalanforderungen an die entsprechenden kantonalen Verfahren dar. 
Verlangt ist dabei nicht eine maximale, sondern bloss eine ausreichende 
Koordination (vgl. Bundesgerichtsurteil 1C_617/2017 vom 25.5.2018 [ZBl 2019] 
S. 39 ff. Erw. 2.2). 

3.1.2  Kantonal wird die Verfahrenskoordination insbesondere in den §§ 77 
Abs. 3, 81 und 83 PBG sowie in den §§ 2 f., § 38 und §§ 40 ff. der Vollzugs-
verordnung zum Planungs- und Baugesetz (SRSZ 400.111; VvPBG) vom 2. De-
zember 1997 geregelt. 

Bedarf das Bauvorhaben auch der Bewilligung oder Zustimmung weiterer Instan-
zen des Bundes, Kantons oder Bezirks, leitet die Gemeinde das vollständige 
Baugesuch nach einer ersten Prüfung mit ihrem Bericht an die vom Regierungs-
rat bezeichnete kantonale Amtsstelle weiter. Diese sorgt für die beförderliche und 
koordinierte Zustellung und Behandlung des Baugesuches durch alle zuständi-
gen Instanzen des Bundes, des Kantons sowie des Bezirks und stellt die kanto-
nale Baubewilligung zusammen mit den weiteren Bewilligungen der Gemeinde 
zur Eröffnung an die Parteien zu (§ 77 Abs. 3 PBG). Über Baugesuch und all-
fällige öffentlich-rechtliche Einsprachen ist gleichzeitig Beschluss zu fassen. Die 
kommunale Baubewilligung und der Einspracheentscheid sind zusammen mit der 
kantonalen Baubewilligung allen Parteien gleichzeitig zuzustellen (§ 81 Abs. 2 
PBG). Das Amt für Raumentwicklung ist die kantonale Fachstelle für Raumpla-
nung im Sinne von Art. 31 RPG. Für die Abwicklung der Planungs- und Baube-
willigungsverfahren ist die ihm unterstellte Baugesuchszentrale zuständig (§ 3 
Abs. 1 der Vollzugsverordnung zum Planungs- und Baugesetz [SRSZ 400.111; 
VvPBG] vom 2.12.1997).

3.1.3  Diesen gesetzlichen Anforderungen werden die vorinstanzlichen Verfahren 
gerecht. Mit dem Gesamtentscheid wurden die erforderlichen kantonalen Bewilli-

14

gungen geprüft und erteilt und Einsprachen (soweit kantonale Zuständigkeit be-
stand) beurteilt; der Gesamtentscheid vom 12. April 2017 wurde koordiniert mit 
der kommunalen Baubewilligung eröffnet. Im Gesamtentscheid vom 12. April 
2017 (S. 7 f. lit. c) wird auch die gewässerschutzrechtliche Beurteilung des AFU 
(Gewässerschutzfachstelle) und die von diesem formulierte Auflage wiederge-
geben. 

3.1.4  Für die Beurteilung von Beschwerden sind mit dem Regierungsrat und 
dem Verwaltungsgericht einheitliche Rechtsmittelinstanzen vorgesehen. Dem 
Regierungsrat kommt volle Kognition zu (vgl. § 46 VRP). Es können neue Tat-
sachen und Beweisanträge geltend gemacht werden (§ 48 VRP). 

Die Beschwerdeführerin rügte in der Verwaltungsbeschwerde vom 6. Juli 2017 
(S. 12 ff. Ziff. 1 ff.) die Verschiebung der Einholung der Bewilligung für die Pfahl-
fundation auf einen Zeitpunkt nach Rechtskraft bzw. Erteilung der Baubewilligung 
zu Recht (vgl. angefochtener Beschluss Erw. 5.3) als (bundes-)rechtswidrig. Der 
Regierungsrat nahm daher die diesbezüglich erforderlichen Abklärungen bei der 
Bauherrschaft und insbesondere beim hierfür zuständigen kantonalen Amt vor. 
Dies ist nicht zu beanstanden. Das Bauprojekt erfuhr durch die nachträglich ein-
gereichte Beurteilung der Durchflusskapazität keine äusserlichen Veränderungen 
und behielt/behält seine Identität gemäss den bewilligten Planunterlagen. Eben-
sowenig ist ersichtlich, dass bzw. allenfalls inwieweit zusätzliche öffentliche Inter-
essen tangiert sein könnten oder in die Rechtsstellung Dritter eingegriffen wur-
de/wird. Das ARE bzw. das für die gewässerschutzrechtliche Beurteilung zustän-
dige AFU unterzog den Durchflussnachweis einer Überprüfung. Die Beschwerde-
führerin konnte sich zu den entsprechenden Unterlagen äussern, womit ihr recht-
liches Gehör gewahrt wurde. Es kann daher gesagt werden, dass das Koordina-
tionsgebot (auch) im verwaltungsinternen Beschwerdeverfahren beachtet wurde. 

Eine Rückweisung der Sache an die Vorinstanz (Gemeinderat) zwecks Neubeur-
teilung (oder sogar Neupublikation nach vorgängigem Bauabschlag) einzig auf-
grund des zu erbringenden Durchflussnachweises hätte sich als verfahrensöko-
nomischer Leerlauf erwiesen. Im Übrigen anerkennt die Beschwerdeführerin in 
ihrer Eingabe vom 27. August 2018 (RR-act. 05), dass eine Heilung des gerügten 
Fehlers im regierungsrätlichen Verfahren grundsätzlich möglich ist (S. 2 Ziff. 4). 

3.2.1  Anhang 4 Ziffer 11 der Gewässerschutzverordnung (GSchV; SR 814.201) 
vom 28. Oktober 1998 beschreibt die besonders gefährdeten 
Gewässerschutzbereiche, die unter anderem den Gewässerschutzbereich Au 
zum Schutz nutzbarer unterirdischer Gewässer sowie die zu ihrem Schutz 

15

notwendigen Randgebiete umfassen (Art. 29 Abs. 1 lit. a GSchV; Anhang 4 
Ziff. 111 GSchV). Das Baugrundstück liegt im Gewässerschutzbereich Au. 

3.2.2  Gemäss Art. 43 Abs. 4 des Bundesgesetzes über den Schutz der Gewäs-
ser (Gewässerschutzgesetz, GSchG; SR 814.20) vom 24. Januar 1991 dürfen 
Speichervolumen und Durchfluss nutzbarer Grundwasservorkommen durch Ein-
bauten nicht wesentlich und dauernd verringert werden. Wer in den besonders 
gefährdeten Bereichen (Art. 29 Abs. 1 GSchV) sowie in 
Grundwasserschutzzonen und -arealen Anlagen erstellt oder ändert oder wer 
dort andere Tätigkeiten, die eine Gefahr für die Gewässer darstellen, ausübt, 
muss die nach den Umständen gebotenen Massnahmen zum Schutz der 
Gewässer treffen; insbesondere muss er a) die Massnahmen nach Anhang 4 
Ziffer 2 treffen und b) die erforderlichen Überwachungs-, Alarm- und 
Bereitschaftsdispositive erstellen (Art. 31 Abs. 1 GSchV). 

Zudem ist in den besonders gefährdeten Bereichen im Sinne von Art. 29 GSchV 
eine kantonale Bewilligung nach Art. 19 Abs. 2 GSchG u.a. für Bohrungen 
(Art. 32 Abs. 2 lit. f GSchV) und für Anlagen, die Deckschichten oder 
Grundwasserstauer verletzen (Art. 32 Abs. 2 lit. b GSchV), erforderlich. Ist eine 
Bewilligung erforderlich, müssen die Gesuchsteller nachweisen, dass die 
Anforderungen zum Schutze der Gewässer erfüllt sind, und die dafür 
notwendigen Unterlagen (gegebenenfalls hydrogeologische Abklärungen) 
beibringen (Art. 32 Abs. 3 GSchV). Die Behörde erteilt eine Bewilligung, wenn mit 
Auflagen und Bedingungen ein ausreichender Schutz der Gewässer 
gewährleistet werden kann; sie legt dabei auch die Anforderungen an die 
Stilllegung der Anlagen fest (Art. 32 Abs. 4 GSchV). Die kantonale 
Bewilligungspflicht gemäss Art. 19 Abs. 2 GSchG knüpft aber nicht zwingend an 
den Begriff der baubewilligungspflichtigen Bauten und Anlagen nach dem RPG 
an. Es können auch Arbeiten, Veranstaltungen oder dergleichen im Sinne von 
Art. 19 Abs. 2 GSchG bewilligungspflichtig sein, die nicht auf Dauer ausgelegt 
sind (Brunner, in: Hettich/Jansen/Norer [Hrsg.], GSchG WBG Kommentar zum 
Gewässerschutzgesetz und zum Wasserbaugesetz, Zürich 2016, Art. 19 Rz. 18). 

3.2.3  Die kantonale Gewässerschutzfachstelle erteilt die Bewilligungen für 
Bauten und Anlagen in den besonders gefährdeten Gewässerschutzbereichen 
(§ 29 Abs. 1 des kantonalen Einführungsgesetzes zum Gewässerschutzgesetz 
[EGzGSchG; SRSZ 712.110] vom 19.4.2000). § 4 Abs. 1 Vollzugsverordnung 
zum Einführungsgesetz zum Gewässerschutzgesetz (VVzGSchG; SRSZ 
712.111) vom 3. Juli 2001 bezeichnet das Amt für Umweltschutz als kantonale 
Gewässerschutzfachstelle, welche die Bewilligung für die Erstellung und die 
Änderung von Bauten und Anlagen sowie für Grabungen, Erdbewegungen und 

16

ähnliche Arbeiten in den besonders gefährdeten Bereichen (Art. 19 Abs. 2 
GSchG) erteilt 
(§ 4 Abs. 1 lit. c VVzGSchG; vgl. VGE 1014/02 vom 27.9.2002 Erw. 5.b/cc; VGE 
III 2011 197 vom 25.9.2012 Erw. 3.4; VGE III 2017 1 vom 24.7.2017 Erw. 4.3.3). 

3.2.4  Im Gewässerschutzbereich Au dürfen keine Anlagen erstellt werden, die 
unter dem mittleren Grundwasserspiegel liegen. Die Behörde kann Ausnahmen 
bewilligen, soweit die Durchflusskapazität des Grundwassers gegenüber dem 
unbeeinflussten Zustand um höchstens 10 Prozent vermindert wird (Ziff. 211 
Abs. 2 Anhang 4 GSchV). Dabei soll der Grundwasserspiegel nicht merkbar ver-
ändert werden (Wegleitung BUWAL Grundwasserschutz, 2004, S. 57). Gemäss 
der Wegleitung (S. 58) können für die Ermittlung des Durchflussquerschnittes 
unterschiedliche Durchflussbreiten in Rechnung gesetzt werden: diejenige unter 
dem Einzelbauwerk, diejenige unter der Projektparzelle oder die gesamte Durch-
flussbreite des Grundwasserleiters. Unabhängig von der berücksichtigten Durch-
flussbreite darf die Summe aller Einbauten die Durchflusskapazität des Grund-
wasserleiters gesamthaft nicht um mehr als 10 Prozent verringern. Wie die 
Kantone dies gewährleisten, steht in ihrem Ermessen. Ein an sich unzulässiges 
Bauwerk kann bewilligungsfähig werden, wenn durch gezielte Ersatzmassnah-
men (z.B. Sickerpackungen) die vorhandene Durchflusskapazität erhalten oder in 
Ausnahmefällen um höchstens 10% vermindert wird (Wegleitung BUWAL, 
Grundwasserschutz, 2004, S. 58; zur Zulässigkeit gezielter Ersatzmassnahmen 
vgl. Bundesgerichtsurteile 1C_482/2012 vom 14.5.2014 [implizit; bes. Erw. 2.7] 
und - in gleicher Sache - 1C_118/2016 vom 21.3.2017 Erw. 2.1; 1C_556 + 558 + 
562/2013 vom 21.9.2016 Erw. 9.1 f.). Die Umweltschutzdirektionen der Zentral-
schweizer Kantone (SZ, UR, NW, OW, LU und ZG) haben ein Merkblatt "Bauen 
im Grundwassergebiet" mit der Beilage "Berechnung des Einflusses von Bauten 
im Grundwasser" (Merkblatt ZUDK) herausgegeben. Bei Bauvorhaben, die unter 
den mittleren Grundwasserspiegel reichen, ist unter anderem zusätzlich eine 
rechnerische Einschätzung über den Einfluss des Bauwerks auf die Durchfluss-
kapazität erforderlich (Merkblatt ZUDK Ziff. 2b).

Die Fachbehörde hat auch den rechnerischen Nachweis der Durchflusskapazität 
zu prüfen und unter welchen detaillierten Auflagen und Bedingungen die noch 
zulässige Verringerung der Durchflusskapazität gewährt werden kann. Die Ermitt-
lung der Verringerung der Durchflusskapazität muss zwangsläufig der Bestim-
mung der adäquaten Ersatzmassnahmen, mit welchen das gesetzliche Mindest-
mass der Durchflusskapazität gewährleistet werden kann, vorangehen.

3.3.1  Die Bauherrschaft hat mit den Baugesuchsunterlagen (Formulare Z01 
"Baugesuch" sowie Z04 "Umweltschutz & Gewässerschutz") die Lage der Bau-

17

liegenschaften im Gewässerschutzbereich Au deklariert und die Frage, ob eine 
"Pfählung/Bohrung" erforderlich sei, bejaht. Des Weiteren hat sie einen geotech-
nischen Bericht zum Baugrund der L.________AG (geologische Beratungen) 
vom 30. November 2015 (nachstehend "geotechnischer Bericht") sowie einen 
Kurzbericht "Berechnung des Einflusses von Bauten im Grundwasser - Nachweis 
der Erhaltung der Durchflusskapazität" (nachstehend "Kurzbericht") desselben 
Beratungsbüros vom 10. Februar 2016 eingereicht (RR-act. III/01/B 6 und 7). 

In der Baugrunduntersuchung werden in Ziff. 4 die bautechnischen Folgerungen 
und Empfehlungen zur Gebäudefundation (Ziff. 4.1) gemacht, differenziert nach 
den Varianten "Plattengründung über Teilbodenaustausch/Kieskoffer ('schwim-
mende Gründung')" (Ziff. 4.1.1) und Pfahlgründung (Ziff. 4.1.2). In Ziff. 5.5 
("Durchflussnachweis") wird festgehalten, dass im Fall einer Pfählung ein ge-
sonderter Durchflussnachweis erbracht werden müsse. Bei einer Flachgründung 
mittels Bodenplatte genüge der Hinweis, dass ein vorgesehener Kieskoffer die 
Durchflussreduktion durch das UG in den umgebenden lehmigen, bindigen 
Deckschichten längst kompensiere. 

Im Kurzbericht vom 10. Februar 2016 wird festgehalten, eine Pfählung sei nicht 
vorgesehen (Ziff. 3). Die Berechnung kommt zum Ergebnis, dass allein mit einer 
Tiefgarage (Unterkante Bodenplatte auf einem Niveau von 431.5 m ü.M. bei 
einem mittleren Grundwasserspiegel von 434 m ü.M.) und ohne Pfählung einer 
Tiefenfundation mehr als 10 % des Abflussquerschnitts im Untergrund blockiert 
werde. Als Kompensation wird der Einbau eines Kieskoffers mit einer Schicht-
stärke von 70 cm vorgeschlagen, der eine bessere Durchlässigkeit aufweisen 
müsse als der Durchschnitt der Muota-Schotter (Ziff. 3.2). 

3.3.2  Im Gesamtentscheid vom 12. April 2017 (S. 7 f. lit. c) verlangt das ARE 
unter Bezugnahme auf die Beurteilung des AFU (Gewässerschutzfachstelle) die 
Einbringungen eines Kieskoffers von mindestens 70 cm Mächtigkeit unter der 
Bodenplatte, um die Durchflussverminderung zu 100 % zu kompensieren. Unter 
dem Kieskoffer sei ein Geovlies oder -gitter einzubringen, welches die Durch-
lässigkeit des Kieskoffers nicht vermindere. Falls eine Pfahlfundation notwendig 
sei, werde die Kompensationsmassnahme betreffend den Einbau UG sowie die 
Pfahlfundation neu zu berechnen sein. Für eine allfällige Tiefenfundation seien 
nur erschütterungsarme Bohrpfähle bewilligungsfähig. 

3.3.3  Mit Eingabe vom 28. September 2017 reichte die Beschwerdegegnerin 
dem Rechts- und Beschwerdedienst den Durchflussnachweis der 
M.________AG vom 18. September 2017 (sowie den Kurzbericht vom 
10.2.2016) ein. 

18

3.3.4  Der Rechts- und Beschwerdedienst stellte den Durchflussnachweis vom 
18. September 2017 und den Kurzbericht vom 10. Februar 2016 am 3. Oktober 
2017 dem ARE und dem Gemeinderat zur Prüfung der Bewilligungsfähigkeit der 
Pfahlfundation zu (mit Kopie des Schreibens an die Beschwerdeführerin) (RR-
act. V/13). Der Gemeinderat bejahte die Bewilligungsfähigkeit der Pfahlfundation 
mit Schreiben vom 23. Oktober 2017 aus seiner Sicht, wies indessen darauf hin, 
dass die erforderliche Bewilligung und somit auch die Prüfung der Unterlagen in 
die Zuständigkeit des AFU falle (RR-act. II/04). 

3.3.5  Gemäss einem E-Mail vom 9. November 2017 an den Rechts- und 
Beschwerdedienst sah sich der zuständige Sachbearbeiter Grundwasserschutz 
veranlasst, einen Pfählungsplan einzufordern sowie den nicht korrekt berechne-
ten Durchflussnachweis überarbeiten zu lassen (RR-act. V/016 [Dokument un-
nummeriert]). 

3.3.6  Mit E-Mail vom 30. November 2017 stellte die M.________AG der Grund-
wasserschutzfachstelle den überarbeiteten Durchflussnachweis vom 28. Novem-
ber 2017 (unterzeichnet am 30.11.2017) zu (RR-act. III/04). Hierzu nahm die Ge-
wässerschutzfachstelle am 11. Dezember 2017 Stellung zuhanden des Rechts- 
und Beschwerdedienstes (RR-act. III/03). Sie hielt einleitend fest, als Inkonsis-
tenz falle auf, dass im aktuellsten Bericht der M.________AG vom 28. November 
2017 unter Punkt 2 im Gegensatz zu Punkt 4 eine Pfahlfundation vorgesehen 
sei. Mit ihrem Schreiben werde keine Bewilligung für eine Pfahlfundation erteilt. 
Die Ausnahmebewilligung für den Einbau eines UG unter den mittleren Grund-
wasserspiegel könne mit Auflagen in Aussicht gestellt werden. Zur Kompensation 
der Durchflusskapazitätsverminderung zu 100 % müsse ein Kieskoffer von min-
destens 30 cm unter der Bodenplatte und als Hinterfüllung um die Gebäudeteile 
im Grundwasser eingebaut werden. Der verwendete Kies müsse eine Durch-
lässigkeit von mindestens 7.50E-03 m/s oder höher aufweisen. Dies sei durch 
den Projektingenieur zu begleiten und mit ihm abzusprechen. 

3.3.7  Mit Schreiben vom 10. Januar 2018 stellte der Rechts- und Beschwerde-
dienst die Stellungnahmen des Gemeinderates vom 23. Oktober 2017 sowie 
des ARE vom 14. Dezember 2017 bzw. der Gewässerschutzfachstelle vom 
11. Dezember 2017 wie auch den Durchflussnachweis vom 18. September 2017 
und den Kurzbericht vom 10. Februar 2016 der Beschwerdeführerin zu (RR-
act. V/18). Auf Ersuchen der Bauherrschaft vom 11. Januar 2018 (RR-act. IV/06) 
veranlasste der Rechts- und Beschwerdedienst am 15. Januar 2018 (RR-
act. V/19) beim AFU die Edition des überarbeiteten Durchflussnachweises der 
M.________AG vom 28. November 2017. Unter Bezugnahme auf ein Schreiben 

19

des Rechts- und Beschwerdedienstes vom 26. Januar 2018 teilte die Bauherr-
schaft mit E-Mail vom 30. Januar 2018 diesem mit, es sei zur Zeit nicht vorge-
sehen, zusätzliche Unterlagen betreffend Grundwasser einzureichen. Da keine 
Pfählung nötig sei, entfalle insbesondere der Pfählungsplan. Bei der im Bericht 
der M.________AG vom 28. November 2017 auf Seite 2 erwähnten Pfählung 
handle es sich um einen Verschrieb (RR-act. V/20 = RR-act. IV/07). 

3.3.8  Mit Stellungnahme vom 27. August 2018 (RR-act. I/05) rügt die Beschwer-
deführerin unter anderem, es lägen unzählige Berichte im Recht, aber man wisse 
nicht mehr, welche gelten sollten. Es sei eine Mutmassung, dass das Bauvorha-
ben keiner Pfählung mehr bedürfe, da gemäss dem Bericht vom 30. November 
2017 der definitive Entscheid nach Erstellung von Setzungsberechnungen durch 
den Geologen erfolge. Es sei unklar, wie die Gebäude erstellt werden sollten. Ob 
gepfählt werde oder nicht, könne nicht nachträglich seitens der Bauherrschaft 
entschieden werden (S. 1 f. Ziff. 2 ff.). 

3.3.9  Im angefochtenen Beschluss führte der Regierungsrat unter anderem aus 
(Erw. 5.4 f.), aufgrund des von der M.________AG am 30. November 2017 
nochmals überarbeiteten Durchflussnachweises sei "eine Pfahlfundation mittler-
weile nicht mehr geplant und damit auch nicht (mehr) Gegenstand des Baubewil-
ligungsverfahrens. "Offenbar" könne das Bauvorhaben ohne Pfahlfundation er-
stellt werden. Falls aber erst zu einem späteren Zeitpunkt ersichtlich werde, dass 
eine Pfählung wider Erwarten dennoch nötig sei, müsse die Beschwerdegegnerin 
für die Pfählung ein separates Baugesuch mit Pfählungsplan beim Gemeinderat 
einreichen. Zur Kompensation der Durchflusskapazitätsverminderung müsse ein 
Kieskoffer von mindestens 30 cm unter der Bodenplatte als Hinterfüllung um die 
Gebäudeteile im Grundwasser eingebaut werden. Der verwendete Kies müsse 
eine Durchlässigkeit von mindestens 7.50E-03 m/s oder höher aufweisen. 

3.4.1  Wie der Regierungsrat im angefochtenen Entscheid zutreffend ausführt 
(Erw. 5.3), ist der rechnerische Nachweis der Durchflusskapazität des Grund-
wassers Voraussetzung für die Erteilung einer gewässerschutzrechtlichen Aus-
nahmebewilligung. Diese wiederum ist Voraussetzung für die Fundation des Ge-
bäudes und die bauliche Unterschreitung des mittleren Grundwasserspiegels und 
somit eine "conditio sine qua non" für die ganze Baute. Unzulässig ist es daher, 
den Nachweis der Durchflusskapazität erst vor Baufreigabe zu verlangen bzw. 
einzureichen. Der Nachweis muss entsprechend spätestens im Zeitpunkt der 
Baubewilligung vorliegen (Erw. 5.3). 

Es können denn auch keine Zweifel bestehen, dass die gewässerschutzrecht-
liche (Ausnahme-)Bewilligung der Koordinationspflicht gemäss Art. 25a RPG un-

20

terliegt; sie fällt unter keinen der hiervon ausgenommenen Spezialfälle (hierzu 
vgl. Waldmann/Hänni, Raumplanungsgesetz [RPG], Bern 2006, Art. 25a N 21 ff.; 
Baumann, in: Baumann et al., Kommentar zum Baugesetz des Kantons Aargau, 
Bern 2013, § 64 Rz. 6 f.). Insbesondere kann die gewässerschutzrechtliche Aus-
nahmebewilligung für die Fundation des Gebäudes nicht als Spezialbewilligung 
von untergeordneter Bedeutung qualifiziert werden, die separat erteilt werden 
kann. Vielmehr stellt sie - bildlich - das Fundament bzw. in der Sprache des 
Regierungsrates die "conditio sine qua non" für die Baute dar. 

3.4.2  Ein gestaffeltes Vorgehen der Behörden lässt Art. 25a RPG nach der 
Rechtsprechung nur zu, sofern dadurch die erforderliche materielle und soweit 
möglich formelle Koordination der Entscheide nicht vereitelt wird (BGE 126 II 26 
Erw. 5d). Eine rein inhaltliche Abstimmung der erforderlichen Spezialbewilligun-
gen mit der Baubewilligung genügt diesen Anforderungen grundsätzlich nicht. 
Erforderlich ist, dass die Spezialbewilligungen auch erstinstanzlich erteilt sind, 
damit sie im Rechtsmittelverfahren zusammen mit der Baubewilligung beurteilt 
werden können (BGE 127 II 273 Erw. 3d; vgl. das vorerwähnte 
Bundesgerichtsurteil 1C_617/2017 vom 25.5.2018 [ZBl 2019] S. 39 ff. Erw. 2.2). 

3.4.3  Mit diesen gesetzlichen Vorgaben an die Koordinationspflicht ist es 
grundsätzlich nicht zu vereinbaren, wenn - im Sinne eines "Trial and Error"-
Verfahrens - unter wissentlicher Inkaufnahme eines allfälligen technischen Un-
genügens einer favorisierten konstruktiven Lösung (vorliegend Fundation ohne 
Pfählung) einzig deren gewässerschutzrechtliche Bewilligungsfähigkeit geprüft 
wird und, sofern diese Lösung sich als untauglich erweisen sollte, der (Eventual-
)Fall einer bautechnisch erforderlichen alternativen Lösung (vorliegend Fundation 
mit Pfählung) auf ein nachfolgendes (Bau-)Bewilligungsverfahren verschoben 
wird. 

Stellt sich im Nachhinein heraus, dass die bewilligte Lösung nicht machbar ist 
bzw. den geologisch-/hydrologischen Anforderungen nicht genügt, bedeutet dies 
zum einen im Kern nichts anderes, als dass die Baubewilligung, da die "conditio 
sine qua non" der Baubewilligung nicht gegeben war bzw. weggefallen ist, zu Un-
recht erteilt wurde. Zum andern wird damit die realisierbare Lösung wiederum ei-
ner technischen Bewilligung (§ 44 PBV) angenähert (vgl. vorstehend Erw. 3.3.2) 
mit dem nicht unerheblichen Unterschied, dass die Baufreigabe mittlerweile be-
reits erteilt worden sein dürfte. Ein späteres separates Baugesuch für eine Pfahl-
fundation lässt sich allenfalls vertreten, wenn sich wider den lege artis durchge-
führten geologischen sowie hydrologischen und allfälligen weiteren erforderlichen 
Abklärungen eine Pfählung wider jegliches Erwarten als erforderlich heraus-
stellen sollte. Unter Umständen kann sich daher die parallele Einreichung von 

21

Gesuchen (Alternativgesuche) für eine pfahllose Fundation und eine Pfahlfunda-
tion aufdrängen, was sich diesfalls nicht nur mit verfahrensökonomischen Grün-
den rechtfertigen lässt (Fritzsche/Bösch/Wipf, Zürcher Planungs- und Baurecht, 
5. Aufl., 2011, S. 279), sondern auch mit der Koordinationspflicht, bzw. durch 
diese geboten wird. Dass der allfällige (Mehr-)Aufwand vertretbar wäre, zeigt das 
vorliegende Beispiel (vgl. nachstehend Erw. 3.4.4). 

3.4.4  Im konkreten Fall wechselten die Entscheide für eine Baute ohne Pfählung 
einerseits und eine Baute mit Pfählung anderseits sprunghaft und insbesondere 
ohne nachvollziehbare Begründung (vgl. vorstehend Erw. 3.3.1 und Erw. 3.3.3 ff.). 
Letzteres gilt namentlich für die Durchflussnachweise vom 18. September 2017 
und vom 28. November 2017. Im ersten Durchflussnachweis wird vorbehaltlos 
von einer Pfählung ausgegangen (S. 3 Ziff. 2, S. 5 Ziff. 4). Zudem wird jeweils 
(Ziff. 2 und Ziff. 4) darauf hingewiesen, dass neben den Pfählen auch das 
UG/Einstellhalle in die Grundwasserverhältnisse eingreift bzw. das Grundwasser 
beeinflusst. Dem Durchflussnachweis beigefügt ist ein Pfählungsplan (Pfahl-
dispositiv). Zu ergänzen ist, dass der Gemeinderat als Baubewilligungsbehörde 
mit Vernehmlassung vom 16. August 2017 im Verwaltungsbeschwerdeverfahren 
nach wie vor von einer für die Baute geplanten Pfählung ausgegangen ist (S. 2; 
ebenso in der Eingabe vom 23.10.2017, vgl. vorstehend Erw. 3.3.4).

Im Durchflussnachweis vom 28. November 2017 wird unter Ziff. 4 "Durchfluss-
nachweis" festgehalten, der Neubau werde mit UG/Einstellhalle erstellt, sodass 
vom Gebäude bereits eine Beeinflussung des Grundwassers erfolge. Nach 
Überprüfung durch den Geologen sei eine Pfählung nicht vorgesehen. Der defini-
tive Entscheid erfolge "nach Erstellung von Setzungsberechnungen durch den 
Geologen". Angesichts dieser Aussage in einer fachlichen Beurteilung ist der 
Beschwerdeführerin beizupflichten, dass vorliegend nicht erst nachträglich 
entschieden werden kann, ob gepfählt wird oder nicht (Eingabe vom 27.8.2018 
[RR-act. 05] S. 2 Ziff. 4; Beschwerde S. 9 Ziff. 4). Vielmehr ist nicht ersichtlich 
und lassen sich den Akten keine Argumente entnehmen, weshalb die für einen 
definitiven Entscheid angesprochenen Setzungsberechnungen durch den Geolo-
gen nicht bereits im Rahmen des Baubewilligungs- bzw. des regierungsrätlichen 
Beschwerdeverfahrens vorgenommen wurden. Dies gilt namentlich angesichts 
der Tatsache, dass im geotechnischen Bericht vom 30. November 2015 unter 
Verweis auf die Sondierungsergebnisse von "bindigen, schlecht tragfähigen und 
setzungsempfindlichen See- und Verlandungssedimente(n)" die Rede ist (S. 6), 
bereits eine "überschlägige Setzungsberechnung auf Basis des Baugrund-
modells" vorgenommen (S. 7) und festgehalten wurde, dass eine Tiefengründung 
geprüft werden müsse, falls die prognostizierten Setzungen nicht toleriert werden 

22

könnten (S. 8). Umgekehrt ist nicht bekannt, gestützt auf welche Grundlagen der 
(vorläufige) Entscheid gegen eine Pfählung getroffen wurde. Es kann mithin letzt-
lich betreffend diese grundlegende Voraussetzung (conditio sine qua non) der 
Baubewilligung nicht um die Frage, was "vorgesehen" ist, gehen, sondern was 
bauphysikalisch und -technisch angesichts der konkreten geo- und hydrologi-
schen Rahmenbedingen notwendig ist, um dies entsprechend dem koordinierten 
Bewilligungsverfahren zu unterziehen. 

3.4.5  Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist der angefochtene Entscheid 
mit Blick auf die gewässerschutzrechtliche Beurteilung, soweit eine alternativ 
nicht auszuschliessende Pfählung auf ein späteres Baubewilligungsverfahren 
verschoben wird, zum einen nicht mit der Koordinationspflicht zu vereinbaren. 
Zum andern erweist sich im Ergebnis auch der Sachverhalt hinsichtlich der erfor-
derlichen Fundation (Pfählung notwendig oder nicht notwendig) nicht als rechts-
genüglich erstellt. 

3.5 Des Weiteren fallen verschiedene Inkonsistenzen auf. Im Kurzbericht vom 
10. Februar 2016 (S. 2 Ziff. 2) und ebenso im Durchflussnachweis vom 18. Sep-
tember 2017 (S. 8) wird ein mittlerer Grundwasserspiegel von 434 m ü.M. ange-
nommen, im Durchflussnachweis vom 28. November 2017 indes von 433.40 m 
ü.M. (S. 5). 

Die Eintauchhöhe des Baukörpers (UG/Einstellhalle) unter den Grundwasser-
spiegel wird im Kurzbericht (S. 4) mit 2.4 m angegeben; im Durchflussnachweis 
vom 18. September 2017 (S. 8) wird textlich ebenfalls eine Eintauchhöhe von 
2.4 m genannt, aus der Grafik errechnet sich indes eine solche von 2.25 m 
(mittlerer Grundwasserspiegel von 434 m ü.M. minus Bodenunterkante des Ein-
tauchkörpers auf 431.75 m ü.M.); der Durchflussnachweis vom 28. November 
2017 weist beim erwähnten mittleren Grundwasserspiegel von 433.40 m ü.M. 
und einer Situierung der Bodenunterkante auf 431.75 m ü.M. demgegenüber nur 
noch eine Eintauchhöhe von 1.65 m unter den mittleren Grundwasserspiegel aus 
(S. 4 Ziff. 4.1 und S. 5).

Im Kurzbericht vom 10. Februar 2016 (S. 5 oben) wird bei einer Grundwasser-
mächtigkeit von 13 m ein H2-Wert (Grundwassermächtigkeit im "gestörten" Zu-
stand) von 10.4 m ermittelt statt 10.6 m (Grundwassermächtigkeit ungestört von 
13 m minus Störung durch Eintauchhöhe des Baukörpers von 2.4 m); im Durch-
flussnachweis vom 18. September 2017 wird von einer Mächtigkeit des beein-
flussten Aquifers (Eintauchtiefe des Baukörpers von 2.40 m zzgl. Mächtigkeit des 
kompensatorischen Kieskoffers von 1.0 m) von 9.60 m ausgegangen (S. 5). Im 
Durchflussnachweis vom 28. November 2017 lässt sich bei der erwähnten Ein-

23

tauchhöhe von 1.65 m und 0.30 m kompensatorischer Kieskofferstärke (S. 5) ein 
beeinflusster Aquifer von 11.05 m ermitteln. Mit der kompensatorischen Mächtig-
keit des Kieskoffers von 0.30 m im Durchflussnachweis vom 28. November 2017 
korrespondiert indes die dortige Grafik nicht, welche eine Mächtigkeit des Kies-
koffers von 0.95 m ausweist (Bodenunterkante Eintauchkörper von 431.75 m mi-
nus Unterkante Kieskoffer auf 430.80 m); diese Grafik wurde offensichtlich aus 
dem Durchflussnachweis vom 18. September 2017 übernommen, wo indes der 
mittlere Grundwasserspiegel noch auf 434.00 m ü.M. ausgewiesen wurde. 
Hinzuweisen ist schliesslich, dass in den Berechnungen der Durchflusskapazität 
vom 10. Februar 2016 (S. 5) und der Transmissivitätsberechnung vom 28. No-
vember 2017 (S. 4.2) die Formel "T1 ≥ T2" richtigerweise (analog zu der Trans-
missivitätsberechnung vom 18. September 2017 S. 5 Ziff. 4.1.1 [T2 ≥ T1 X 0.9; 
vgl. "Berechnung des Einflusses von Bauten im Grundwasser", Beilage zum 
Merkblatt "Bauen im Grundwassergebiet"]) wohl mit umgekehrten Vorzeichen zu 
lesen sein dürfte (dass der gestörte Zustand T2 einen schlechteren oder im 
Idealfall den gleichen Wert aufweist wie der ungestörte Zustand entspricht dem 
Regelfall und muss nicht/kaum bewiesen werden). 

Diese Ungereimtheiten widerspiegeln sich in den entsprechend divergierenden 
Beurteilungen der erforderlichen kompensatorischen Kieskofferung (vgl. vorste-
hend Erw. 3.3.2 und Erw. 3.3.6). Im Rahmen der ergänzenden Abklärungen sind 
auch diese Widersprüche zu lösen und die Voraussetzungen für eine einwand-
freie, nachvollziehbare Beurteilung der erforderlichen kompensatorischen Mass-
nahmen zu erstellen, unabhängig der Entscheidung für eine Fundation mit und 
ohne Pfähle. 

3.6 Bei diesem Ergebnis (Rückweisung zur ergänzenden 
Sachverhaltsabklärung und Neubeurteilung) ist die Beurteilung der übrigen 
Rügen grundsätzlich nicht mehr erforderlich. Es ist jedoch eine 
Erfahrungstatsache, dass die Bemühungen, eine Baubewilligung zu erhalten, 
trotz eines negativen Beschwerdeentscheides in der Regel weitergehen und die 
bisherigen Beurteilungsergebnisse in allfällige Projektmodifikationen oder neue 
Projekte einfliessen werden. Obwohl darauf kein Anspruch besteht, wird in der 
Praxis aus verfahrensökonomischen Gründen und bei liquidem Sachverhalt 
sowie bei eher geringfügigen, nicht mittels Nebenbestimmungen sanierbaren 
Mängeln eine zusätzliche Mitbeurteilung weiterer Rügen in Betracht gezogen. 
Aus dieser Mitbeurteilung kann jedoch für ein künftiges Bauprojekt keine 
Verbindlichkeit abgeleitet werden. Es ist auch darauf zu achten, dass die 
Verfahrensrechte Dritter nicht eingeschränkt werden (VGE III 2013 218 vom 
24.9.2014 Erw. 5.2).

24

3.7 Nicht mehr gerügt wird, soweit ersichtlich, das Bauvorhaben verletze den 
Gewässerraum gemäss dem behördenverbindlichen Gewässerrauminventar. 
Abgesehen davon kann diesbezüglich auf die zutreffenden Erwägungen des an-
gefochtenen Beschlusses verwiesen werden (Erw. 9.1 ff.), dass die Meteorwas-
serleitung, die als einziges bauliches Element in den Gewässerraum zu liegen 
kommt, sachimmanent und mithin bewilligungsfähig ist (Erw. 9.4 mit Hinweis auf 
Art. 41c Abs. 1 lit. c GSchV). 

4.1.1  Nach Art. 78 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidge-
nossenschaft (BV; SR 101) vom 18. April 1999 sind für den Natur- und Heimat-
schutz die Kantone zuständig. Dieser ausdrückliche Vorbehalt zugunsten der 
kantonalen Zuständigkeit ist vor allem für den Bereich des Landschafts-, Ortsbild- 
und Denkmalschutzes bedeutsam, da für das Gebiet des Naturschutzes in 
Art. 78 Abs. 4 BV eine weitgehende Gesetzgebungskompetenz des Bundes be-
steht (Marti, St. Galler Kommentar zu Art. 78 BV Rz. 5). Ebenso sind die Kantone 
für den Vollzug der Vorschriften über den Umweltschutz zuständig, soweit das 
Gesetz ihn nicht dem Bund vorbehält (Art. 74 Abs. 3 BV). 

Gemäss Art. 78 Abs. 2 BV nimmt der Bund bei der Erfüllung seiner Aufgaben 
Rücksicht auf die Anliegen des Natur- und Heimatschutzes. Er schont Land-
schaften, Ortsbilder, geschichtliche Stätten sowie Natur- und Kulturdenkmäler; er 
erhält sie ungeschmälert, wenn das öffentliche Interesse es gebietet. Mit dieser 
Bestimmung werden auch kantonale Behörden verpflichtet, soweit sie Bundes-
aufgaben erfüllen. Erfasst werden grundsätzlich alle raumbezogenen Rechtan-
wendungsverfahren, die wesentlich durch das Bundesrecht determiniert werden, 
insbesondere auch Ausnahmebewilligungsverfahren nach Art. 24 ff. RPG, nicht 
aber Nutzungsplanverfahren und Baubewilligungen innerhalb der Bauzonen, so-
fern nicht Bundesaufgaben betroffen sind. 

4.1.2  Art. 2 NHG definiert in nicht abschliessender Weise (BGE 139 II 271 
Erw. 9.1), was unter "Erfüllung von Bundesaufgaben" zu verstehen ist. Gemäss 
Art. 3 Abs. 1 NHG sorgen der Bund, seine Anstalten und Betriebe sowie die Kan-
tone bei der Erfüllung der Bundesaufgaben dafür, dass das heimatliche Land-
schafts- und Ortsbild, geschichtliche Stätten sowie Natur- und Kulturdenkmäler 
geschont werden und, wo das allgemeine Interesse an ihnen überwiegt, unge-
schmälert erhalten bleiben.

Bundesaufgaben innerhalb des Baugebietes bilden namentlich die Bewilligung 
von Mobilfunkanlagen und die Zweitwohnungsregelung nach Art. 75 b BV (Marti, 
a.a.O., Art. 78 BV Rz. 9, mit Hinweis auf BGE 131 II 545 Erw. 2.2 und BGE 139 II 
271 Erw. 9). Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts kann eine 

25

Bundesaufgabe mithin auch dann vorliegen, wenn eine kantonale Behörde 
verfügt hat (erwähnter BGE 139 II 271 mit Aufzählung von Bundesaufgaben wie 
Rodungsbewilligung, Biotopschutz gemäss Art. 18 ff. NHG, die Bewilligung von 
technischen Eingriffen in ein Gewässer nach Art. 8 ff. des Bundesgesetzes [BGF; 
SR 923.0] vom 21.6.1991 über die Fischerei bzw. die Erteilung von fischerei-
rechtlichen Bewilligungen, Gewässerschutz und Sicherung angemessener Rest-
wassermengen, Schutz von Mooren und Moorlandschaften von besonderer 
Schönheit und nationaler Bedeutung sowie von wildlebenden Säugetieren und 
Vögeln). Mit BGE 142 II 509 hat das Bundesgericht auch Neueinzonungen, die 
sich auf Art. 15 RPG (in der Fassung vom 15.6.2012, in Kraft seit 1.5.2014) stüt-
zen, als Bundesaufgabe im Sinne von Art. 78 Abs. 2 BV qualifiziert (zum Ganzen 
vgl. Bundesgerichtsurteil 1C_700/2013 vom 11.3.2014 ["Interlaken"] Erw. 2.2). 
Aus der Verzeichnung im ISOS kann die Erfüllung einer Bundesaufgabe 
hingegen nicht abgeleitet werden (Bundesgerichtsurteil 1C_700/2013 vom 
11.3.2014 ["Interlaken"] Erw. 2.4). 

4.1.3  Ist für die Erfüllung einer Bundesaufgabe der Bund zuständig, so beurteilt 
je nach Zuständigkeit das Bundesamt für Umwelt (BAFU), das Bundesamt für 
Kultur oder das Bundesamt für Strassen, ob ein Gutachten durch eine Kommis-
sion nach Artikel 25 Absatz 1 erforderlich ist. Ist der Kanton zuständig, so obliegt 
diese Beurteilung der kantonalen Fachstelle nach Artikel 25 Absatz 2 NHG (Art. 7 
Abs. 1 NHG). Kann bei der Erfüllung der Bundesaufgabe ein Objekt, das in ei-
nem Inventar des Bundes nach Artikel 5 NHG aufgeführt ist, erheblich beein-
trächtigt werden oder stellen sich in diesem Zusammenhang grundsätzliche Fra-
gen, so verfasst die Kommission zuhanden der Entscheidbehörde ein Gutachten. 
Die Kommission gibt darin an, ob das Objekt ungeschmälert zu erhalten oder wie 
es zu schonen ist (Art. 7 Abs. 2 NHG).

4.1.4  Für den Kanton Schwyz sind die massgebenden Vorschriften einerseits im 
kantonalen Natur- und Heimatschutzgesetz und andererseits auch im Planungs- 
und Baurecht zu finden (vgl. § 56 PBG "Schutz des Landschafts- und Ortsbildes" 
mit Vorbehalt der besonderen Vorschriften über den Natur- und Heimatschutz in 
Abs. 2). Der Schutz des Gesetzes über den Natur- und Heimatschutz und die 
Erhaltung von Altertümern und Kunstdenkmälern (KNHG; SRSZ 720.110) vom 
29. November 1927 bezieht sich u.a. auf Ortsbilder (§ 1 Abs. 2 lit. b KNHG). 
Gemäss § 2 Abs. 1 KNHG ist es untersagt, die in § 1 KNHG genannten Schut-
zobjekte ohne Bewilligung der zuständigen Behörde zu beseitigen, zu verunstal-
ten, in ihrer Wirkung zu beeinträchtigen oder sie der Allgemeinheit zu entziehen. 
Demgemäss sind insbesondere die Errichtung oder Veränderung von Hoch- und 
Tiefbauten dann zu untersagen, wenn dadurch die Schutzobjekte in ihrem Be-

26

stande bedroht, verunstaltet, in ihrer Erscheinung beeinträchtigt, oder der Allge-
meinheit entzogen würden (vgl. § 2 Abs. 2 KNHG). Der Gemeinderat sorgt für 
den Schutz der in § 1 KNHG genannten Gegenstände und trifft die nach § 2 
KNHG erforderlichen Verfügungen (§ 3 Abs. 1 KNHG). Unterlässt ein Gemeinde-
rat die erforderlichen Massnahmen, so schreitet der Regierungsrat von sich aus 
ein (§ 3 Abs. 2 KNHG). Auch bei der Erfüllung von kantonalen und kommunalen 
Aufgaben sind die Bundesinventare wie das ISOS von Bedeutung und zu 
berücksichtigen (BGE 135 II 209 Erw. 2.1; EGV-SZ 2014 B 8.7 Erw. 6.3; vgl. 
Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Natur- und Heimatschutz [NHG; SR 
451] vom 1.7.1966; Leimbacher, Kommentar NHG, Zürich 1997, Art. 6 N 27 ff.). 

4.1.5  Angesichts der dargelegten Rechtslage gilt die Erteilung einer 
Baubewilligung innerhalb der Bauzone grundsätzlich nicht als Bundesaufgabe. 
Allein die allfällige Pflicht zur Beachtung eines Bundesinventares auch bei der 
Erfüllung von kantonalen Aufgaben begründet keine Erfüllung einer 
Bundesaufgabe. Des Weiteren gilt es zu differenzieren zwischen einem 
bundesrechtlich geregelten Sachverhalt einerseits und der Vollzugszuständigkeit 
anderseits. Unbehelflich ist auch der Hinweis der Beschwerdeführerin auf BGE 
139 II 271 (Beschwerde S. 5 Ziff. 4.c), welcher die Frage der Beschwerdelegiti-
mation von Natur- und Heimatschutzverbänden betraf, die von der Frage, ob der 
Vollzug eines bundesrechtlich geregelten Gegenstandes in die Zuständigkeit des 
Bundes oder der Kantone fällt, ebenfalls zu unterscheiden ist. Ist für den Vollzug 
der Bund zuständig, liegt die allfällige erforderliche fachliche Beurteilung 
grundsätzlich bei den Fachgremien des Bundes; liegt die Zuständigkeit bei den 
Kantonen, bei den Fachgremien der Kantone. Dies bringt Art. 7 Abs. 1 NHG zum 
Ausdruck (vgl. vorstehend Erw. 4.1.3). 

Soweit sich die Beschwerdeführerin auf das Bundesgerichtsurteil 1C_118/2016 
vom 21. März 2017 (Sarnen) beruft, legt die Beschwerdegegnerin überzeugend 
dar (Eingabe vom 11.3.2019 S. 4 Ziff. 1.4), dass die beiden Konstellationen nicht 
vergleichbar sind. Einerseits galt dort das ISOS-Erhaltungsziel A, vorliegend das 
Erhaltungsziel B. Anderseits stellte dort die gewässerschutzrechtliche 
Bewilligung insbesondere eine erhebliche Gefährdung für ein geschütztes Objekt 
dar, was vorliegend nicht der Fall ist. 

4.1.6  Von der beantragten Expertise durch die ENHK konnte und kann vor-
liegend somit ohne Verletzung des Rechts - so auch ohne Verletzung des 
Untersuchungsgrundsatzes und des rechtlichen Gehörs der Beschwerdeführerin 
- abgesehen werden. Die Rüge, es hätte (zwingend) ein Gutachten der EN-
HK/EKD erstellt werden müssen, ist unbegründet.

27

4.2 Die Beschwerdeführerin rügt, die ISOS-Vorgaben seien zu Unrecht nicht 
angewendet worden. 

4.2.1  Mit Beurteilung vom 20. Januar 2015 führte die kommunale Hochbau-
kommission aus, gemäss einem Entscheid des Verwaltungsgerichts (VGE III 
2014 116 + 129 vom 25.11.2014, auszugsweise publiziert in EGV-SZ 2014 B 8.7) 
seien in der Kernzone bei der Prüfung von Baugesuchen alle vorhandenen Pla-
nungsmittel (Baureglement, ISOS, KIGBO [kantonales Inventar der schützens-
werten Objekte]) beizuziehen und zu beachten. Der kantonale Denkmalpfleger 
habe bestätigt, dass die Anwendung des ISOS und Ortsbildinventars zwingend 
sei. Auf die Empfehlungen des ISOS verweise auch Art. 44 BauR. Die Bauherr-
schaft habe aufzuzeigen, wie diese Planungsmittel als Projektierungs- und Ent-
scheidungsgrundlagen berücksichtigt worden seien (RR-act. III/01/B 4). 

Am 27. März 2015 beurteilte das Amt für Kultur das Projekt als den Anforderun-
gen des Ortsbildschutzes nicht genügend und forderte eine Überarbeitung (Be-
schluss der Hochbaukommission vom 21.4.2015 lit. E). Ebenso nahm mit dem 
Beschluss vom 21. April 2015 die Hochbaukommission eine kritische Beurteilung 
des (ersten) Projekts vor und empfahl der Bauherrschaft eine Überarbeitung 
desselben. Gemäss Zwischenbericht des ARE vom 21. Januar 2016 empfahl das 
Amt für Kultur ein externes Gutachten zur Ortsbildverträglichkeit des Projekts; 
vorgeschlagen wurde Prof. Dipl. Arch. ETH/SIA N.________, da dieser durch 
seine Mitarbeit am kommunalen Kernzonenplan mit der Problematik vertraut war 
(RR-act. III/01/B 12). 

In der Folge wurde das vorliegende Bauprojekt (gemeinsam mit dem Bauprojekt 
MFH M.) in insgesamt vier Workshop-Sitzungen in Chur und in Brunnen mit dem 
Gutachter sowie dem kantonalen Denkmalpfleger "gemeinsam besprochen, kri-
tisch hinterfragt und sukzessive weiterentwickelt" (Abschlussbericht Workshop-
Verfahren vom 8.2.2017 = RR-act. III/01/B 19). Im Abschlussbericht wird aus-
drücklich darauf hingewiesen, dass die beiden (Teil-)Projekte "als ein zusam-
menhängendes und sich gegenseitig bedingendes Ganzes" betrachtet wurden. 
Mit dem Schlussbericht wurde der durchlaufene Entwicklungsprozess zusam-
mengefasst und das Projekt im Sinne eines Juryberichts gewürdigt. Unter "Fazit" 
wird festgehalten, dass mit dem Gesamtprojekt (d.h. beide Bauvorhaben) ein 
städtebaulich ausgereiftes Bauprojekt vorliege, das die nördliche Seite des Lee-
wassers neu interpretiere und zeitgemäss weiterentwickle. Mit dem vorliegenden 
Projekt werde den Zielsetzungen des ISOS - nicht unbedacht historische Sub-
stanz zu opfern, ohne die Schaffung adäquater neuer ortsbaulicher Qualitäten 
sicherzustellen - in hohem Masse entsprochen. Bei einer zeitlich etappierten 
Realisierung müsse das gestalterische Zusammenspiel garantiert werden. 

28

4.2.2  Der Gemeinderat hat in der Baubewilligung richtig dargelegt (S. 4 f. 
Ziff. 1.1; vgl. auch angefochtener Beschluss Erw. 2.3), dass sich das Kleinstadt-
quartier und so auch die Baugrundstücke im ISOS-Perimeter befinden und mit 
dem Erhaltungsziel "B" klassiert sind. Dieses Erhaltungsziel verlangt "Erhalten 
der Struktur; Erhalten der Anordnung, Gesamtform und Gesamtmerkmale von 
Bauten und Freiräumen. Integrales Erhalten der für die Strukturmerkmale we-
sentlichen Einzelelemente". 

Der Gemeinderat urteilte, der Fachbericht des kantonalen Denkmalpflegers 
bestätige, dass das Projekt bezüglich Ortsbildschutz und Einbettung in das Orts-
bild mit den Forderungen des ISOS vereinbar sei. Dabei sei zu berücksichtigen, 
dass grosse Teile der Bebauungsfläche bisher unüberbaut gewesen seien und 
früher als Freilandkulturen, zuletzt als Parkraum, genutzt worden seien. Dies re-
lativiere aus Sicht des Gemeinderates die Aussagekraft und Bedeutung des 
ISOS. Ebenso seien die Vorgaben des behördenverbindlich zu berücksichtigen-
den Ortsbildinventars 1984 zu beachten. Demgemäss sollen namentlich Neuin-
terpretationen von bestehenden Strukturen nach eingehender Prüfung möglich 
sein. Sämtliche Massnahmen seien als Teil einer zukunftsorientierten Entwick-
lung zu verstehen und dienten nicht als "Konservierung" des Ortsbildes (Ortsbil-
dinventar S. 54). Der Gemeinderat könne sich dem Fazit des Workshop-
Abschlussberichts anschliessen. 

4.2.3  Der Regierungsrat hat im angefochtenen Beschluss (Erw. 2.1 f.) die recht-
lichen Grundlagen betreffend die Eingliederung von Bauten ins Landschafts-, 
Orts-, Quartier- und Strassenbild dargelegt (§ 56 Abs. 1 PBG; Art. 13 Abs. 1 
BauR). Namentlich hat er festgehalten, dass die Gemeinde Ingenbohl über § 56 
PBG hinausgehende Anforderungen normiert hat (u.a. Art. 13 Abs. 2 BauR). Als 
Grundsatz wird in Art. 13 BauR vorgegeben, dass innerhalb des Ortsbildschutz-
Perimeters im Baubewilligungsverfahren die Aussagen des ISOS (Bd. Kanton 
Schwyz, EDI 1990) sowie diejenigen des Ortsbildinventars für Ingenbohl-
Brunnen, 1984 (hrsg. vom Amt für Kulturpflege), als wegleitende Projektierungs- 
und Entscheidungsgrundlagen zu berücksichtigen sind. Für die Kernzone im Be-
sonderen postuliert Art. 44 Abs. 3 BauR, dass Neubauten, Renovationen und 
andere bauliche Massnahmen sowie die Umgebungsgestaltung erhöhten gestal-
terischen Anforderungen zu genügen haben und sind bezüglich Dimensionen, 
Fassadengestaltung, Form und Materialien gut ins Orts- und Strassenbild einzu-
fügen. Bei der Bearbeitung, Beurteilung und Bewilligung von Bauprojekten sind 
gemäss Art. 44 Abs. 4 BauR die Aussagen des Inventars der schützenswerten 
Ortsbilder der Schweiz, ISOS, Bd. Kanton Schwyz, EDI 1990, sowie diejenigen 
des kantonalen Ortsbildinventars für Ingenbohl-Brunnen, 1984, als wegleitende 

29

Projektierungs- und Entscheidungsgrundlagen zu berücksichtigen. Des Weiteren 
hat der Regierungsrat auf die Zuständigkeit des Gemeinderates gemäss den Be-
stimmungen des KNHG und die damit verbundene Einschränkung der Entschei-
dungsfreiheit des Gemeinderates hingewiesen (vgl. vorstehend Erw. 4.1.4). Zu-
treffend hat der Regierungsrat auch dargelegt, dass die direkte Berücksichtigung 
des ISOS kantonal durch das KNHG und den Richtplan (vgl. RRB Nr. 209 vom 
8.3.2016, vom Kantonsrat zur Kenntnis genommen am 13.4.2016 und vom Bun-
desrat genehmigt am 24.5.2017; vormals Richtplan Kanton Schwyz vom 
20.10.2004 bzw. Richtplan Region Mythen, regionale Ergänzung, 2. Teil, vom 
24.6.2008) und kommunal durch Art. 44 Abs. 4 BauR vorgegeben ist (angefoch-
tener Beschluss Erw. 2.4). 

Gestützt auf diese Grundlagen hat der Regierungsrat dargelegt, dass bei Ersatz-
bauten im Ortskern der Breiten- und Höhenrhythmus der jeweiligen bestehenden 
älteren Baugruppe einzuhalten ist und traufunterbrechende hochgezogene Fas-
sadenteile erwünscht sind (Erw. 3). Nach Darstellung des Ablaufs des Bauprojek-
tierungsverfahrens unter Einbezug der vorerwähnten denkmalpflegerischen Be-
gleitung hat der Regierungsrat zu Recht gefolgert, dass die Vorgaben des ISOS 
und des Ortsbildinventars berücksichtigt wurden. Der detaillierten Analyse des 
Bauprojektes durch den Regierungsrat hinsichtlich dessen Situierung, Dimensio-
nierung, Gestaltung und Einbettung namentlich ins Quartierbild (Erw. 3.5) ist bei-
zupflichten. Dieser Beurteilung haftet nichts Rechtsfehlerhaftes an. 

4.2.4  Was die Beschwerdeführerin vorbringt, kann die Rechtmässigkeit der 
regierungsrätlichen Beurteilung nicht in Frage stellen. Das ISOS wurde berück-
sichtigt. Soweit die Beschwerdeführerin Ausdrücke wie "Torsituation", "städti-
scher Raum" oder "Stadtbach" als unzutreffend rügt (Beschwerde S. 8 Ziff. 4), 
läuft diese terminologische Kritik auf Wortklauberei (vgl. Bundesgerichtsurteil 
1C_259/2018 vom 3.12.2018 i.Sa. R. vs. Bezirk Einsiedeln Erw. 3.1) hinaus. Die 
Beschwerdegegnerin hält dem zudem vernehmlassend (S. 6) zutreffend ent-
gegen, dass Brunnen im ISOS als "verstädtertes Dorf" figuriert. 

4.2.5  Mit Vernehmlassung vom 20. März 2019 (im Verfahren III 2019 36) legt 
das ARE unter Bezugnahme auf einen Mitbericht des Amtes für Kultur (Abt. 
Denkmalpflege) vom 15. März 2019 dar, dass einem Abbruch der beiden be-
stehenden Bauten nichts entgegenstehe, nachdem das bewilligte Neubauprojekt 
"den erhöhten gestalterischen Anforderungen bezüglich dem Ortsbild und dem 
ISOS entspreche" (S. 5 Ziff. V). Von dieser fachlichen Beurteilung, die sich inhalt-
lich mit den vorstehenden Erwägungen (Erw. 4.1.1 ff.) deckt, abzuweichen be-
steht kein Anlass. 

30

Bei den beiden vom Abbruch betroffenen Bauten in der K.________ handelt es 
sich denn auch nicht um geschützte (Einzel-)Objekte. Den Akten lassen sich 
auch keine Hinweise auf eine wie geartete Schutzwürdigkeit der bestehenden 
Gebäude zu entnehmen. Eine solche wird auch von der Beschwerdeführerin 
nicht geltend gemacht, jedenfalls nicht substantiiert. Insbesondere macht die Be-
schwerdeführerin auch nicht geltend, eine allfällige bei einem Abbruch und einem 
(vorläufigen) Verzicht auf eine Überbauung der drei Bauparzellen entstehende 
Baubrache sei mit dem ISOS und dem Ortsbildinventar nicht zu vereinbaren. 
Vielmehr befürchtet sie eine Beeinträchtigung des ISOS, wenn ein noch nicht 
überbautes Grundstück mit einer sechsgeschossigen Baute überbaut werden soll 
(z.B. Beschwerde S. 6 Ziff. 8; S. 8 f. Ziff. 2 und 4 f.). Ein Widerspruch zum ISOS 
(wie auch dem Ortsbildinventar) läge indes auch bei einer infolge des Abbruchs 
der bestehenden Bauten (temporär) erweiterten Freifläche nicht vor. 

Das mit VGE III 2019 37 vom 18. Februar 2019 unter Strafandrohung als (super-) 
provisorische Massnahme angeordnete Verbot jeder Veränderung der Bestan-
desbauten auf den Baugrundstücken, namentlich am Gebäude K.________ 2 
(Nr. 705) sowie K.________ 4 (Nr. 706) inkl. Garagenanbau und separater frei-
stehender Garage (Nr. 005.________) ist daher aufzuheben (Verfahren III 2010 
36). 

4.3.1  Die Beschwerdeführerin rügt, es fehle eine Einfahrtsbewilligung. 

4.3.2  Das Erstellen neuer und der Aus- oder Umbau bestehender Zufahrten und 
privater Zugänge zu Strassen bedürfen einer Bewilligung des Strassenträgers 
(§ 47 Abs. 1 des Strassengesetzes [StraG; SRSZ 442.110] vom 15.9.1999). Eine 
Bewilligung ist auch erforderlich, wenn über eine bestehende Zufahrt ein wesent-
lich grösserer oder andersartiger Verkehr in eine Strasse geleitet werden soll 
(§ 47 Abs. 2 StraG). Die Bewilligung wird verweigert, wenn der Gemeingebrauch 
erheblich behindert, die Umweltschutzvorschriften nicht eingehalten oder die 
Verkehrssicherheit gefährdet würden (§ 48 Abs. 1 StraG). 

Gemäss § 25 Abs. 1 der Strassenverordnung (StraV; SRSZ 442.111) vom 
18. Januar 2000 sind Zufahrten und Zugänge nach § 47 StraG bewilligungspflich-
tig, wenn sie neu erstellt werden (lit. a) oder wenn Planungsmassnahmen oder 
Bauprojekte für bestehende Einfahrten und Zugänge eine zusätzliche oder an-
dersartige Belastung erwarten lassen (lit. b). Eine rechtsgültig erteilte Einfahrts-
bewilligung ist zu überprüfen, wenn die erwartete Belastung nach § 25 Abs. 1 
lit. b erheblich ist (§ 25 Abs. 2 StraV).

Träger der Hauptstrassen ist der Kanton (§ 5 Abs. 2 StraG). Träger von Verbin-
dungsstrassen ist in der Regel der Bezirk oder die Gemeinde (§ 6 Abs. 2 StraG). 

31

4.3.3  Vorab ist festzuhalten, dass es sich bei der F.________strasse im fragli-
chen Bereich wie bei der E.________strasse entgegen der Auffassung der Be-
schwerdeführerin um eine Gemeindestrasse und nicht um eine Kantonsstrasse 
handelt. Strassenträger beider Strassen ist also die Gemeinde. 

Der Gemeinderat hat in der Baubewilligung vom 6. Juni 2017 die Frage der "Er-
schliessung/Einfahrtsbewilligung" geprüft. Er hat zunächst eine übersichtliche 
und gefahrenfreie Gestaltung und einen ebensolchen Unterhalt der Ein- und Aus-
fahrt in die Tiefgarage verlangt, was er auch als Auflage formuliert hat (Disp.-
Ziff. 4 lit. i). Er hat weiter festgehalten, dass die E.________strasse keine für den 
allgemeinen Verkehr geöffnete Durchgangsstrasse, sondern beidseitig mit einem 
Fahrverbot belegt ist. Das Verkehrsaufkommen halte sich in Grenzen, zumal sich 
im Perimeter keine grösseren Bauten befänden. Sollten sich wider Erwarten Pro-
bleme ergeben, bleibe die nachträgliche Verfügung von Verkehrsbeschränkun-
gen, insbesondere die Einführung eines Einbahnregimes, vorbehalten. Auch 
diesbezüglich wurde eine entsprechende Auflage formuliert (Disp.-Ziff. 4 lit. k). 

4.3.4  Es ist dem Regierungsrat beizupflichten (angefochtener Beschluss 
Erw. 7.3), dass die Einfahrtsbewilligung im Dispositiv der Baubewilligung nicht 
eigens erteilt wurde. Indes hat sich der Gemeinderat mit der Frage einlässlich 
auseinandergesetzt; die Anordnung von entsprechenden Auflagen setzt auch 
eine implizite (Einfahrts-)Bewilligung voraus. Angesichts der Anzahl Parkplätze 
(vgl. vorstehend Erw. 2.1) drängt sich kein Verkehrsgutachten auf, auch wenn 
insgesamt 60 Parkplätze erstellt werden sollen (vgl. auch Baubewilligung S. 7 
Ziff. 14a f.) und nicht nur 47 (angefochtener Beschluss Erw. 7.4). Entgegen der 
Auffassung der Beschwerdeführerin (Beschwerde S. 10 Ziff. 3) wird damit kein 
massives Verkehrsaufkommen aus den geplanten Neubauten generiert, zumal 
wenn berücksichtigt wird, dass die Bauparzelle KTN 001.________ derzeit als 
Abstellplatz benutzt wird (vgl. Eingabe der Bauherrschaft vom 12.3.2015 [RR-
act. III/01/B 9] S. 4 Ziff. 1.2; zur gegenwärtigen Benutzung als Parkraum auch 
vorstehend Erw. 4.2.2). Wie bereits im regierungsrätlichen Verfahren wird von 
der Beschwerdeführerin nicht näher, insbesondere nicht substantiiert dargelegt, 
inwiefern die Verkehrssicherheit durch den Mehrverkehr gefährdet sein sollte. 
Dies gilt auch hinsichtlich der (übersichtlichen) Einfahrt in die F.________strasse. 
Betreffend diese Einfahrt ist zu beachten, dass auf der F.________strasse nur 
knapp 30 m in südöstlicher Richtung die im Dorfzentrum von Brunnen geltende 
30 km/h-Zone beginnt. Die Fahrzeuge ins und aus dem Dorfzentrum bewegen 
sich an dieser Stelle daher mit einer geringen Geschwindigkeit.

Nachdem im Lichte der Erschliessung (§ 53 PBG; Art. 22 Abs. 1 und Abs. 2 lit. b 
RPG), soweit ersichtlich, einzig die Frage der Einfahrtbewilligung und damit 

32

verbunden der Verkehrssicherheit strittig war und eine anderweitige Erschlies-
sungsproblematik nicht erkennbar ist, erweist sich das Bauvorhaben auch als 
hinreichend erschlossen. 

4.4.1  Bei einem Neubau mit mindestens 4 Familienwohnungen oder bei ent-
sprechenden Zweckänderungen von Bauten sind gut besonnte Erholungsflächen 
abseits vom Verkehr anzulegen und dauernd zu diesem Zweck zu erhalten 
(Art. 19 Abs. 1 BauR). Erholungsflächen sind grundsätzlich als zusammen-
hängende Grünflächen mit Spiel- und Sitzgelegenheiten und entsprechender 
Bepflanzung auszugestalten (Art. 19 Abs. 2 BauR). Ihre Fläche hat wenigstens 
15 % der anrechenbaren Bruttogeschossfläche der Familienwohnungen zu ent-
sprechen (Art. 19 Abs. 3 BauR). Verunmöglichen die örtlichen Verhältnisse, ins-
besondere in der Kern- und Zentrumszone, die Anlegung der erforderlichen Er-
holungsflächen und Kinderspielplätze, so hat die Bauträgerschaft eine Ersatz-
abgabe zu leisten. Diese beträgt Fr. 52.-- pro fehlenden m2 Fläche und ist 
zweckgebunden zur Anlegung öffentlicher Kinderspielplätze zu verwenden. Die 
Höhe basiert auf dem Zürcher Baukostenindex vom 1.4.2001 (110.1 Punkte) und 
wird jeweils auf den 1. Januar jeden Jahres angepasst (Art. 19 Abs. 4 BauR).

4.4.2  Der Gemeinderat ermittelte bei einer massgebenden anrechenbaren Brut-
togeschossfläche von 4'170 m2 einen Bedarf von 626 m2 (15 %) an Erholungs- 
und Spielflächen, womit sich bei einer ausgewiesenen Erholungsfläche von 
258 m2 eine abgeltungspflichtige Fläche von 368 m2 ergab (Baubewilligung S. 8 
Ziff. 1.5). 

4.4.3  Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung steht den kommunalen 
Baubehörden bei der Anwendung kantonaler und kommunaler 
Ästhetikvorschriften ein von der Gemeindeautonomie geschützter besonderer 
Ermessensspielraum zu, der im Rechtsmittelverfahren zu beachten ist. Bei der 
Überprüfung solcher Entscheide haben sich die kantonalen Instanzen deshalb 
trotz ihrer grundsätzlich umfassenden Kognition Zurückhaltung aufzuerlegen. Ist 
der Einordnungsentscheid einer kommunalen Baubehörde nachvollziehbar, das 
heisst, beruht er auf einer vertretbaren Würdigung der massgebenden 
Sachumstände, so haben die kantonalen Instanzen diesen zu respektieren und 
dürfen das Ermessen der kommunalen Behörde nicht durch ihr eigenes ersetzen 
(Bundesgerichtsurteile 1C_265/2014 vom 22.4.2015; 1C_5/2016 und 1C_9/2016 
vom 8.5.2016 Erw. 5.3 je m.H.). 

Dem Verwaltungsgericht steht keine Prüfung der richtigen Handhabung des 
Ermessens zu (vgl. § 55 Abs. 2 lit. a VRP), wenn sich eine Beschwerde gegen 
eine Verfügung des Regierungsrates richtet. Gemäss ständiger Rechtsprechung 

33

auferlegt sich das Gericht zudem (selbst bei voller Kognition) Zurückhaltung bei 
der Überprüfung der Ermessensausübung, wenn bei der Ermessensausübung 
ein Fachgremium mitwirkte, bei welchem das Fachwissen ausgeprägter 
vorhanden ist als beim Verwaltungsgericht (VGE III 2014 137 vom 29.10.2014 
Erw. 4.3.1 [betr. Tiefbauamt]; VGE III 2013 113 vom 27.11.2013 Erw. 4.3.3 [betr. 
Denkmalpflege]; VGE III 2011 202 vom 23.5.2012 Erw. 6.2 [betr. Tiefbauamt]; 
VGE 614/03 vom 14.11.2003 Erw. 5a mit weiteren Hinweisen; VGE 1058/98 vom 
29.1.1999 Erw. 3e [Baudepartement]).

4.4.4  Vorliegend fällt mit Blick auf die Frage der genügenden Erholungsfläche 
ins Gewicht, dass das Bauprojekt im Rahmen des Workshop-Verfahrens von den 
kantonalen (Amt für Kultur als Fachbehörde) und kommunalen Behörden unter 
Begleitung eines aussenstehenden Fachmannes unter Beachtung des ISOS und 
des Ortsbildinventars sowie unter besonderer Berücksichtigung städtebaulicher 
Aspekte, auch der Freiräume (vgl. Abschlussbericht Workshop-Verfahren vom 
8.2.2017 S. 2 Ziff. 1 "Abfolge von definierten Raumzonen mit Weiten und Veren-
gungen"), auf seine Eingliederung in die Kernzone überprüft und optimiert wurde. 
Die für Erholungs- und Spielflächen verfügbare Fläche ergibt sich zwangsläufig 
aus dem Ergebnis dieses Projektierungsprozesses, mithin infolge der örtlichen 
Situierung und Verhältnisse der Baugrundstücke. Selbst wenn bei einer abstrak-
ten Betrachtung allenfalls ein grösserer Anteil an Erholungsfläche planerisch 
denkbar wäre, kann jedenfalls nicht gesagt werden, das kommunale BauR, das 
für die Kernzone (und die Zentrumszone) explizit die Abgeltung von infolge der 
örtlichen Verhältnisse nicht realisierbaren Erholungsflächen vorsieht, sei falsch 
angewendet worden. Das Interesse an einer guten Einordnung und des in der 
Kernzone erwünschten verdichteten Bauens ist gegenüber der vom BauR ver-
langten Erholungsfläche höher zu gewichten. Es ist der Beschwerdegegnerin 
(Vernehmlassung S. 8 Ziff. 6) daher beizupflichten, dass in der Kernzone eine 
dichtere Überbauungsart angestrebt wird, was zwangsläufig regelmässig zur 
Konsequenz haben kann, dass die Erholungsfläche nicht im an und für sich ge-
setzlichen Ausmass realisiert werden kann. Zudem weist der Gemeinderat ver-
nehmlassend (S. 3) darauf hin, dass neben dem Kinderspielplatz von 182 m2 und 
dem Grillplatz von 76 m2 (vgl. Plan Nr. 103 "Grundriss 1:100 Erdgeschoss mit 
Umgebung + Kanalisation" vom 17.6.2016 rev.), entsprechend die berücksichtig-
te Erholungsfläche von 258 m2 weitere, jedoch nicht als Erholungsflächen im 
Rechtssinn anrechenbare (private) Grünflächen vorhanden sind, womit die ge-
samte Grünfläche immerhin rund 600 m2 beträgt, auch wenn dies für die Frage 
der Bewilligungsfähigkeit des Bauvorhabens letztlich irrelevant ist. 

34

Die Rüge der ungenügenden Erholungsfläche erweist sich mithin als unbegrün-
det. 

4.5 Zusammenfassend ist die Beschwerde im Verfahren III 2018 160 insoweit 
gutzuheissen und der angefochtene Beschluss insoweit aufzuheben, als die 
Sache im Sinne der vorstehenden Erwägungen (Erw. 3.4.1 ff. und Erw. 3.5) zur 
ergänzenden Abklärung und Bereinigung der Frage, ob eine Pfählung notwendig 
ist oder nicht, und Erteilung einer entsprechenden (Alternativ-)Bewilligung an die 
Vorinstanz zurückzuweisen ist. Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen. 

5.1 Die Verlegung der Kosten- und Entschädigungen im regierungsrätlichen 
Verfahren (RRB Nr. 655/2018 vom 11.9.2018) wurde damit begründet, auf eine 
Rückweisung an den Gemeinderat habe verzichtet werden können, weil dieser 
(und das ARE) zwar den Nachweis der Durchflusskapazität zu Unrecht erst für 
einen Zeitpunkt nach der Baubewilligung und vor Baubeginn verlangt hätten, die-
ses Versäumnis jedoch vom Sicherheitsdepartement im Beschwerdeverfahren 
nachgeholt worden sei. 

An der Schlüssigkeit dieser Begründung hat sich durch den vorliegenden Verfah-
rensausgang nichts geändert. Es drängt sich daher keine Neuregelung der Kos-
ten und Parteientschädigungen für das regierungsrätliche Beschwerdeverfahren 
auf.

5.2.1  Die Kosten des Beschwerdeverfahrens III 2018 160 (Gerichtsgebühr, 
Kanzleikosten und Barauslagen) von Fr. 3'000.-- sind dem Verfahrensausgang 
entsprechend zur Hälfte (Fr. 1'500.--) der Beschwerdeführerin und zu je einem 
Sechstel (je Fr. 500.--) der Beschwerdegegnerin, der Gemeinde und dem Kanton 
aufzuerlegen. 

5.2.2  Die Kosten für den Zwischenbescheid VGE III 2019 37 vom 18. Februar 
2019 (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) von Fr. 500.-- werden 
der Gemeinde auferlegt.

5.3 Ebenfalls dem Ausgang der Verfahren entsprechend hat die beanwaltete 
Beschwerdeführerin Anspruch auf Parteientschädigungen. 

5.3.1  Die (reduzierte) Parteientschädigung wird für das Verfahren III 2018 160 in 
Beachtung des kantonalen Gebührentarifs für Rechtsanwälte (GebTRA; SRSZ 
280.411) vom 27. Januar 1975, der ordentlicherweise für das Honorar in Ver-
fahren vor dem Verwaltungsgericht in § 14 einen Rahmen von Fr. 300.-- bis 
Fr. 8'400.-- vorsieht und in § 2 die Bemessungskriterien erwähnt, unter Ausübung 
des pflichtgemässen Ermessens auf insgesamt Fr. 1'000.-- (inkl. Barauslagen 

35

und MwSt.) festgesetzt. Hiervon gehen je Fr. 500.-- zu Lasten der Gemeinde und 
des Kantons. Der Anspruch auf eine Parteientschädigung zu Lasten der eben-
falls beanwalteten Beschwerdegegnerin wird mit deren (Gegen-)Anspruch wett-
geschlagen.  

5.3.2  Für die Verfahren VGE III 2019 36+37 wird der beanwalteten Beschwerde-
führerin zu Lasten der Gemeinde und der Beschwerdegegnerin unter Berücksich-
tigung der vorstehenden Erwägung 1.3.4 betreffend die Anträge Ziff. 1 und 2 eine 
Parteientschädigung von je Fr. 400.-- (inkl. Barauslagen und MwSt.), insgesamt 
also Fr. 800.--, zugesprochen. 

5.4 Das Verwaltungsgericht geht davon aus, dass es sich beim vorliegenden 
Entscheid um einen beim Bundesgericht nicht anfechtbaren Zwischenentscheid 
handelt (Art. 93 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht [Bundesgerichts-
gesetz, BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005; vgl. Bundesgerichtsurteil 1C_372/2007 
vom 6.6.2008 Erw. 1.3 i.Sa. K. vs. Gemeinde Lachen). Um allen Eventualitäten 
gerecht zu werden, wird dieser Entscheid dennoch mit einer Rechtsmittelbe-
lehrung versehen. Hieraus können die Parteien bei einem Weiterzug indes nichts 
zu ihren Gunsten herleiten. 

36

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1.1 In teilweiser Gutheissung der Beschwerde im Verfahren III 2018 160 wird 
der angefochtene RRB Nr. 655/2018 vom 11. September 2018 insoweit 
aufgehoben, als die Sache im Sinne der Erwägungen (insbesondere 
Erw. 4.5 i.V.m. Erw. 3.4.1 ff. und Erw. 3.5) zur ergänzenden Sachverhalts-
abklärung und Neubeurteilung an den Regierungsrat zurückgewiesen wird. 
Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen. 

1.2 Das mit VGE III 2019 37 vom 18. Februar 2019 unter Strafandrohung als 
(super-)provisorische Massnahme angeordnete Verbot jeder Veränderung 
der Bestandesbauten auf den Baugrundstücken, namentlich am Gebäude 
K.________ 2 (Nr. 705) sowie K.________ 4 (Nr. 706) inkl. Garagenanbau 
und separater freistehender Garage (Nr. 005.________), wird aufgehoben. 

2. Die Kosten und Parteientschädigungen des regierungsrätlichen Beschwer-
deverfahrens (RRB Nr. 655/2018 vom 11.9.2018) bleiben unverändert.

3.1 Die Kosten des verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahrens III 2018 
160 (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) von Fr. 3'000.-- 
werden zur Hälfte (Fr. 1'500.--) der Beschwerdeführerin und zu je einem 
Sechstel (je Fr. 500.--) der Beschwerdegegnerin, der Gemeinde und dem 
Kanton auferlegt. 

Die Beschwerdeführerin hat am 10. Oktober 2018 einen Kostenvorschuss 
von Fr. 2'500.-- bezahlt, womit ihr Fr. 1'000.-- aus der Gerichtskasse 
zurückzuerstatten sind. Die Gemeinde und die Beschwerdegegnerin haben 
ihre Betreffnisse von je Fr. 500.-- innert 30 Tagen seit Zustellung des 
Entscheids auf das Postkonto 60-22238-6 des Verwaltungsgerichts zu 
überweisen. Auf die kantonsinterne Verrechnung wird verzichtet.  

3.2 Die Kosten für den Zwischenbescheid VGE III 2019 37 vom 18. Februar 
2019 (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) von Fr. 500.-- 
werden der Gemeinde auferlegt. Sie hat diesen Betrag innert 30 Tagen 
seit Zustellung des Entscheids auf das Postkonto 60-22238-6 des Ver-
waltungsgerichts zu überweisen.

4.1 Die Gemeinde und der Kanton haben der beanwalteten Beschwerdeführe-
rin für das Beschwerdeverfahren III 2018 160 eine Parteientschädigung (in-
kl. Barauslagen und MwSt.) von je Fr. 500.-- zu bezahlen. Gegenseitige 
Entschädigungsansprüche der Beschwerdeführerin und der Beschwerde-
gegnerin werden wettgeschlagen.

37

4.2 Die Gemeinde und die Beschwerdegegnerin haben der beanwalteten Be-
schwerdeführerin für die Verfahren III 2019 36+37 eine Parteientschädi-
gung von je Fr. 400.-- (inkl. Barauslagen und MwSt.) zu bezahlen.

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde* 
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 

6. Zustellung an:

- die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin (2/R; unter Beilage der 
Eingabe der Beschwerdegegnerin vom 15.5.2019)

- den Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin (2/R)

- den Gemeinderat Ingenbohl (R; unter Beilage der Eingabe der Be-
schwerdegegnerin vom 15.5.2019)

- den Regierungsrat 

- das Sicherheitsdepartement, Rechts- und Beschwerdedienst (unter Bei-
lage der Eingabe der Beschwerdegegnerin vom 15.5.2019)

- das kantonale Amt für Raumentwicklung (unter Beilage der Eingabe der 
Beschwerdegegnerin vom 15.5.2019)

- das Bundesamt für Umweltschutz (BAFU), 3003 Bern (A)

- und das Bundesamt für Kultur, Hallwylstrasse 15, 3003 Bern (A).

Schwyz, 27. Mai 2019

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Präsident:

Der Gerichtsschreiber:

38

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 12. Juni 2019