# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0a235e5d-ce19-5562-8554-278631021d63
**Source:** Glarus (GL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-09-05
**Language:** de
**Title:** Glarus Verwaltungsgericht 05.09.2019 VG.2019.00060 (VG.2019.832)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GL_Omni/GL_VG_001_VG-2019-00060_2019-09-05.html

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GLARUS

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  Urteil vom 5. September 2019

  
	
   

  
	
   

  
	
  I. Kammer

  
	
   

  
	
   

  
	
  in Sachen

  
	
  VG.2019.00060

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  	
    A.______

    	
    Beschwerdeführer

    

  

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  gegen

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  	
    1.

    	
    Gemeinde Glarus

    	
    Beschwerdegegner

    

  

  
	
   

  
	
  	
    2.

    	
    Regierungsrat des Kantons Glarus

    

  

  
	
   

  
	
   

  
	
  betreffend

  
	
   

  
	
   

  
	
  Gesamtrevision Nutzungsplanung

  
	
   

  
	
  Die Kammer zieht in Erwägung: 

  
	
  I. 

  
	
  1. 

  
	
  1.1 Die Gemeinde Glarus schrieb im Amtsblatt des
  Kantons Glarus vom 28. Januar 2016 die öffentliche Auflage der Gesamtrevision
  der Nutzungsplanung Glarus vom 1. Februar 2016 bis 1. März 2016 aus.
  Darin war unter anderem vorgesehen, die für die B.______AG bereits bestehende
  Abbauzone auf die Gebiete C.______ und D.______ in […] zu erweitern. Da diese
  Erweiterung der Abbauzone Rodungsbewilligungen benötigte, wurde das
  diesbezügliche öffentliche Auflageverfahren vom Departement Bau und Umwelt
  des Kantons Glarus (DBU) ebenfalls für den vorerwähnten Zeitraum im Amtsblatt
  publiziert. 

  
	
   

  
	
  1.2 A.______ erhob am 29. Februar 2016 gegen die
  geplante Zuweisung der Gebiete C.______ und D.______ zur Abbauzone
  Einsprache. Die Gemeinde Glarus teilte A.______ am 24. Juni 2016 mit, dass
  seine Einsprache im Plandossier nicht berücksichtigt werde. Sie wies überdies
  darauf hin, dass der Einspracheentscheid des Gemeinderats nicht anfechtbar
  sei. Anfechtungsobjekt einer allfälligen Beschwerde bilde der an der
  ausserordentlichen Gemeindeversammlung vom 23. September 2016 zu
  fällende Beschluss. 

  
	
   

  
	
  1.3 Die Gemeindeversammlung Glarus stimmte am 23. September
  2016 der Zuweisung der Gebiete C.______ und D.______ zur Abbauzone zu und
  erliess im Übrigen die Gesamtrevision der Nutzungsplanung. Dagegen erhob
  A.______ am 2. Oktober 2016 eine Stimmrechtsbeschwerde an den
  Regierungsrat. Dieser wies die Beschwerde am 3. Januar 2017 ab, soweit er
  darauf eintrat. Mit Beschwerde vom 4. Februar 2017 gelangte A.______
  gegen den regierungsrätlichen Entscheid ans Verwaltungsgericht. Dieses wies
  die Beschwerde am 4. Mai 2017 ab (Verfahren VG.2017.00013). Die dagegen
  von A.______ ans Bundesgericht erhobene Beschwerde wies Letzteres am
  1. November 2017 ab (Verfahren 1C_319/2017).

  
	
   

  
	
  2.

  
	
  2.1 Der Gemeinderat Glarus eröffnete A.______ im Rahmen
  des hängigen Verfahrens in Sachen Gesamtrevision Nutzungsplanung am 18. April
  2017 den Gemeindeversammlungsbeschuss vom 23. September 2016. Dagegen erhob
  Letzterer am 14. Mai 2017 Beschwerde beim Regierungsrat des Kantons
  Glarus. Dieser teilte am 22. Januar 2018 mit, dass er das
  Beschwerdeverfahren bis zum Erlass des Genehmigungsentscheids des DBU
  betreffend Zuweisung der Gebiete C.______ und D.______ zur Abbauzone
  sistiere. 

  
	
   

  
	
  2.2 Am 10. Dezember 2018 informierte der Regierungsrat
  A.______ darüber, dass das DBU die von der Gemeindeversammlung beschlossene
  Zuweisung der Gebiete C.______ und D.______ zur Abbauzone am 22. Oktober 2018
  genehmigt habe und dieser Entscheid in Rechtskraft erwachsen sei. Aufgrund
  der von A.______ auch gegen die erteilten Rodungsbewilligungen erhobene
  Beschwerde (vgl. Verfahren VG.2019.00061) werde das Beschwerdeverfahren in
  Sachen Nutzungsplanung mit dem Beschwerdeverfahren in Sachen
  Rodungsbewilligungen koordiniert. Daher werde der Beschwerdeentscheid in
  beiden Verfahren gleichzeitig eröffnet.

  
	
   

  
	
  2.3 Am 26. März 2019 entschied der Regierungsrat, auf
  die von A.______ in Sachen Nutzungsplanung erhobene Beschwerde nicht
  einzutreten. Gleichentags wies er die von A.______ gegen die
  Rodungsbewilligungen erhobene Beschwerde ab, soweit er darauf eintrat (vgl.
  Verfahren VG.2019.00061).

  
	
   

  
	
  3.

  
	
  3.1 Gegen diesen Entscheid gelangte A.______ mit
  Beschwerde vom 7. Mai 2019 ans Verwaltungsgericht. Er beantragte, der
  Entscheid des Regierungsrats vom 26. März 2019 sei aufzuheben. Auf seine
  Beschwerde an den Regierungsrat vom 18. Mai 2017 sei einzutreten und
  seine Einsprache gegen die geplante Zuweisung der Gebiete C.______ und
  D.______ zur Abbauzone sei zu schützen. Der Beschluss der Gemeindeversammlung
  vom 23. September 2016 betreffend die Erweiterung der Abbauzone sei nichtig
  zu erklären und die Abstimmung an einer folgenden Gemeindeversammlung zu
  wiederholen. Es sei zu prüfen, in welcher Form die durch den Bundesrat
  geforderte Strategie der "Nachhaltigen Entwicklung auf allen
  Behördenstufen" und die entsprechend erlassenen Richtlinien des
  Bundesamtes für Raumplanung (ARE) bei der Zuweisung zur Abbauzone Anwendung
  gefunden hätten. Eventuell sei das verwaltungsgerichtliche Urteil
  VG.2017.00013 zu revidieren oder in Wiedererwägung zu ziehen; alles unter
  Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Gemeinde Glarus sowie des
  Regierungsrats. Zudem ersuchte er um Offenlegung des von der E.______AG
  eingeholten Gutachtens in Sachen Abbauentschädigung.

  
	
   

  
	
  3.2 Die Gemeinde Glarus beantragte am 11. Juni 2019,
  auf die von A.______ erhobene Beschwerde nicht einzutreten. Soweit auf die
  Beschwerde einzutreten sei, sei sie vollumfänglich abzuweisen und es seien
  der Beschwerdeentscheid des Regierungsrats vom 26. März 2019 wie auch die
  Bewilligungsverfügung des DBU vom 22. Oktober 2018 gänzlich zu
  bestätigen; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten von
  A.______. Gleichentags beantragte der Regierungsrat die Abweisung der
  Beschwerde, soweit darauf überhaupt einzutreten sei; unter Kosten- und
  Entschädigungsfolgen zu Lasten von A.______.

  
	
   

  
	
  II. 

  
	
  1.

  
	
  1.1 Das Verwaltungsgericht ist gemäss Art. 79 Abs. 1
  des Raumentwicklungs- und Baugesetzes vom 2. Mai 2010 (RBG) i.V.m. Art. 105
  Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 4. Mai 1986
  (VRG) zur Beurteilung von Beschwerden gegen Entscheide des Regierungsrats
  zuständig.

  
	
   

  
	
  1.2 Nach Art. 70 Abs. 2 VRG prüft die Behörde zuerst
  die Voraussetzungen zum Eintreten. Sind die Prozessvoraussetzungen nicht
  eingehalten, fällt die Behörde einen Nichteintretensentscheid. Wird hingegen
  ein Nichteintretensentscheid angefochten und hält die dagegen erhobene
  Beschwerde die einschlägigen Prozessvoraussetzungen ein, ist darüber ein
  materieller Entscheid zu treffen – die Beschwerde ist abzuweisen oder aber
  gutzuheissen (vgl. Alain Griffel, in Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar
  zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 3. A.,
  Zürich/Basel/Genf 2014, § 28 N. 34). Die vorliegende
  Beschwerde erfüllt neben der Zuständigkeit auch die weiteren
  Prozessvoraussetzungen, weshalb auf diese einzutreten ist.

  
	
   

  
	
  1.3
  Anfechtungsobjekt im vorliegenden
  Beschwerdeverfahren bildet der Nichteintre-tensentscheid des
  Beschwerdegegners 2 vom 26. März 2019. Bei der Anfechtung eines
  Nichteintretensentscheids kann nur die unrichtige Anwendung der
  Prozessvor-aussetzungen gerügt werden (vgl. Martin Bertschi, in Alain
  Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons
  Zürich, § 19a N. 14). Es gilt somit einzig zu prüfen, ob der
  Beschwerdegegner 2 zu Recht auf die Beschwerde des Beschwerdeführers
  nicht eingetreten ist. Bestätigt das Verwaltungsgericht das Fehlen einer
  Prozessvoraussetzung im vorinstanzlichen Verfahren, weist es die Beschwerde
  ab. Kommt es hingegen zum Schluss, die untere Instanz sei zu Unrecht vom
  Fehlen einer Prozessvoraussetzung ausgegangen und auf die Beschwerde nicht
  eingetreten, heisst es die Beschwerde gut und weist die Sache in der Regel
  zur materiellen Beurteilung an die untere Instanz zurück (Bertschi,
  Vorbemerkungen zu §§ 19 – 28a N. 58).

  
	
   

  
	
  1.4 Die vom
  Beschwerdeführer vorgebrachten materiellen Einwendungen betreffend die Nichtvornahme
  der Zuweisung zur Abbauzone, die Prüfung des Einbezugs der vom Bundesrat
  geforderten Strategie "Nachhaltige Entwicklung auf allen
  Behördenstufen", die Verletzung des rechtlichen Gehörs, die Frage einer
  allfälligen Revision des verwaltungsgerichtlichen Urteils im Verfahren
  VG.2017.00013 sowie die Herausgabe des Gutachtens der E.______ AG bilden
  vorliegend nicht Verfahrensgegenstand, weshalb darauf nicht einzutreten ist. 

  
	
   

  
	
  2.

  
	
  Eine
  allfällige Nichtigkeit des Gemeindeversammlungsbeschlusses vom 23. September
  2016 ist hingegen von Amtes wegen zu beachten. Nichtigkeit bedeutet absolute
  Unwirksamkeit einer Verfügung, womit eine Verfügung keinerlei Rechtswirkungen
  entfaltet. Eine Verfügung ist dann nichtig, wenn der ihr anhaftende Mangel
  besonders schwer wiegt und offensichtlich oder zumindest leicht erkennbar ist
  und zudem die Rechtssicherheit nicht gefährdet wird. Nichtigkeitsgründe sind
  insbesondere schwerwiegende Zuständigkeitsfehler, schwerwiegende
  Verfahrensfehler, schwerwiegende Form- und Eröffnungsfehler sowie
  ausserordentlich schwerwiegende inhaltliche Fehler (Ulrich Häfelin/Georg Müller/Felix
  Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 7. A., Zürich/St. Gallen 2016,
  Rz. 1096 ff., mit Hinweisen).

  
	
   

  
	
  Vorliegend
  ist kein schwerwiegender Mangel und damit kein Nichtigkeitsgrund vorhanden,
  welcher die Nichtigkeit des Gemeindeversammlungsbeschlusses vom 23. September
  2016 betreffend die Zuweisung der Gebiete C.______ und D.______ zur Abbauzone
  begründen würde. So bestreitet der Beschwerdeführer die Zuständigkeit der
  Gemeindeversammlung zur Beschlussfassung in Sachen Nutzungsplanung zu Recht
  nicht, ebenso wenig sind Form- oder Eröffnungsfehler sowie Verfahrensfehler
  erkennbar. Soweit der Beschwerdeführer materielle Einwendungen gegen die
  Zuweisung der Gebiete C.______ und D.______ zur Abbauzone erhebt, sind
  offensichtlich nicht ausserordentlich schwerwiegende inhaltliche Fehler zu
  erkennen, womit auf die diesbezüglichen materiellen Einwendungen im
  vorliegenden Verfahren nicht weiter einzugehen ist (vgl. E. II/1.3 f. vorne).

  
	
   

  
	
  3.

  
	
  3.1

  
	
  3.1.1 Die Raumplanung der Gemeinden ist insbesondere in
  Art. 15 ff. RBG geregelt. Die Bestimmungen zum
  Nutzungsplanverfahren im RBG wurden anlässlich der Landsgemeinde 2017 mit
  Wirkung ab 1. Juli 2018 revidiert. Da die ausserordentliche
  Gemeindeversammlung des Beschwerdegegners 1, anlässlich welcher die
  Gesamtrevision der Nutzungsplanung Glarus erlassen worden war, am
  23. September 2016 stattfand, sind vorliegend die in diesem Zeitpunkt
  geltenden Bestimmungen des RBG für die Regelung des Verfahrens massgebend. 

  
	
   

  
	
  Gemäss Art. 18 und 19 RBG
  erarbeiten die Gemeinden im Rahmen der kommunalen Nutzungsplanung
  insbesondere das Baureglement und den Zonenplan. Nach Durchführung eines
  Mitwirkungsverfahrens (Art. 7 RBG) und Vornahme einer kantonalen Vorprüfung
  (Art. 24 RBG) erfolgt eine öffentliche Auflage des Zonenplans und des
  Baureglements (Art. 25 Abs. 1 RBG). Während der Auflagefrist kann gemäss Art.
  26 Abs. 1 RBG jedermann, der ein eigenes schutzwürdiges Interessen
  nachweist, schriftlich und begründet Einsprache beim Gemeinderat erheben.
  Damit dient das Einspracheverfahren als Individualrechtsschutz den von einer
  Anordnung in der Nutzungsplanung direkt Betroffenen. Der Gemeinderat prüft in
  der Folge die erhobenen Einsprachen und bereinigt nötigenfalls das
  Baureglement und den Zonenplan, bevor die bereinigten Nutzungsplanunterlagen
  nach Massgabe der Gemeindegesetzgebung den Stimmberechtigten oder dem
  Gemeindeparlament zum Erlass unterbreitet werden (aArt. 27 Abs. 1
  RBG). Dieses Einspracheverfahren im Nutzungsplanverfahren unterscheidet sich
  jedoch vom "gewöhnlichen" Einspracheverfahren gemäss
  Art. 81 f. VRG. Denn im Einspracheverfahren nach aArt. 26 f.
  RBG wird kein erstinstanzlicher Entscheid einer Behörde gefällt, weshalb der
  entsprechende Einspracheentscheid des Gemeinderats nicht anfechtbar ist. Da
  sich die Einsprache gegen das von der Gemeinde aufgelegte Baureglement
  bzw. den Zonenplan (Art. 25 Abs. 1 RBG) richtet, bildet die
  Beschlussfassung durch das nach Massgabe der Gemeindegesetzgebung zuständige
  Organ – die Stimmberechtigten oder das Gemeindeparlament – das
  Anfechtungsobjekt (vgl. VG-Urteil VG.2014.00111 vom 5. Februar 2015
  E. 2.3.3, VG.2014.00103 vom 5. Februar 2015 E. 2.4.3). 

  
	
   

  
	
  Das zur Beschlussfassung
  zuständige Gemeindeorgan – die Stimmberechtigten oder das Gemeindeparlament –
  ist an die vorgängig den Einsprechern eröffneten Einspracheentscheide des
  Gemeinderats nicht gebunden. Stattdessen entscheidet dieses erstinstanzlich
  über das Baureglement und den Zonenplan. Der getroffene Entscheid des
  zuständigen Gemeindeorgans wird den Einsprechern in der Folge mit einer
  Rechtsmittelbelehrung formell eröffnet (vgl. Art. 76 Abs. 1 VRG), womit die
  Rechtsmittelfrist für eine allfällige Beschwerde zu laufen beginnt.

  
	
   

  
	
  3.1.2 Davon abzugrenzen ist die Frage, nach welchen
  Verfahrensvorschriften die Gemeindeversammlung als das gemäss der
  einschlägigen Gemeindegesetzgebung für den Erlass der Nutzungsplanung
  zuständige Organ durchzuführen ist. Diesbezüglich sieht Art. 17 Abs. 1 der
  Gemeindeordnung Glarus vom 1. Januar 2011 (GO) vor, dass der Gemeinderat
  bei komplexen Vorlagen beschliessen kann, dass Anträge auf Abänderung vor der
  Versammlung dem Gemeinderat begründet einzureichen sind (Art. 52
  Abs. 1 des Gemeindegesetzes vom 3. Mai 1992 [GemeindeG]). In einem
  solchen Fall sind Anträge an der Gemeindeversammlung selber nur noch
  zulässig, soweit sie in unmittelbarem Zusammenhang mit einem rechtzeitig
  vorgängig eingereichten Antrag stehen (Art. 17 Abs. 2 GO). Antragsberechtigt
  ist jede stimmberechtigte Person (Art. 20 Abs. 2 GO i.V.m.
  Art. 35 Abs. 1 GemeindeG). 

  
	
   

  
	
  3.1.3 Aus obigen Erwägungen folgt somit, dass das
  Einsprache- und das allenfalls daran anschliessende Beschwerdeverfahren vom
  Recht auf Antragstellung anlässlich einer Gemeindeversammlung zu
  unterscheiden ist. Auch wenn der Gemeinderat eine Einsprache gegen die
  öffentlich aufgelegten Nutzungsplanunterlagen abweist, steht es dem vom
  negativen Einspracheentscheid betroffenen Stimmberechtigten offen, anlässlich
  der Gemeindeversammlung – allenfalls unter vorgängiger Eingabe des Antrags an
  den Gemeinderat – einen mit seinem Einsprachebegehren zusammenhängenden oder
  sogar damit übereinstimmenden Antrag zu stellen. Stimmt die
  Gemeindeversammlung dem vom Stimmberechtigten gestellten Antrag entgegen dem
  vorgängigen Einspracheentscheid des Gemeinderats zu, ist der entsprechende
  Entscheid der Gemeindeversammlung als für die Nutzungsplanung zuständige
  Behörde massgebend. 

  
	
   

  
	
  3.2

  
	
  3.2.1 In dem dem Individualrechtsschutz dienenden
  Beschwerdeverfahren ist gemäss Art. 88 lit. a VRG zur Beschwerde berechtigt,
  wer ein schutzwürdiges Interesse an der Änderung oder Aufhebung des
  angefochtenen Entscheids hat. Seit Inkrafttreten des Bundesgerichtsgesetzes
  vom 17. Juni 2005 (BGG) am 1. Januar 2007 orientiert sich das
  Verwaltungsgericht bei der Auslegung dieser Bestimmung mit Blick auf die
  Art. 111 Abs.  1 i.V.m. Art. 89 BGG verankerte
  Mindestanforderung an die Beschwerdelegitimation im kantonalen Verfahren an
  der bundesgerichtlichen Praxis zur Beschwerdelegitimation vor dem
  Bundesgericht (VGer-Urteil VG.2018.00082/83 vom 24. Januar 2019 E. II/1.4.3,
  VG.2018.00044 vom 28. Juni 2018 E. II/1.3.4.1). Dies dient der Einheit
  des Verfahrens.

  
	
   

  
	
  3.2.2 Im Schweizerischen Verwaltungsverfahren gilt der
  Grundsatz, dass nur Individualrechte und nicht Interessen der Allgemeinheit
  Rechtsschutz erhalten. Wollen Beschwerdeführende Allgemeininteressen
  durchsetzen, liegt eine grundsätzlich unzulässige Popularbeschwerde vor
  (Meret Rehmann, in AJP 6/2019, S. 655, mit Hinweisen). Entsprechend verlangt
  die Berechtigung zur Beschwerdeerhebung, dass der Beschwerdeführer über eine
  spezifische Beziehungsnähe zur Streitsache verfügt und einen praktischen
  Nutzen aus der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids zieht.
  Ein schutzwürdiges Interesse an der Beschwerdeerhebung liegt vor, wenn die
  tatsächliche oder rechtliche Situation des Beschwerdeführers durch den
  Ausgang des Verfahrens beeinflusst wird (BGE 137 II 30 E. 2.2.2). Das
  Erfordernis des besonderen Berührtseins nach Art. 89 Abs. 1 lit. b BGG setzt
  im Weiteren voraus, dass der Beschwerdeführer stärker als beliebige Dritte
  oder die Allgemeinheit durch den anzufechtenden Entscheid betroffen ist und
  in einer besonderen, beachtenswerten, nahen Beziehung zum Streitgegenstand
  steht (BGE 139 II 279 E. 2.3). Ein bloss mittelbares oder ausschliesslich
  allgemeines öffentliches Interesse berechtigt – ohne die erforderliche
  Beziehungsnähe zur Streitsache – nicht zur Rechtsmittelerhebung (BGE 131
  II 587 E. 3).

  
	
   

  
	
  3.2.3 In Plangenehmigungs- und Bewilligungsverfahren zur
  Errichtung von Bauten und Anlagen liegt die für Dritte (Nachbarn)
  erforderliche besondere Beziehungsnähe zur Streitsache in erster Linie vor,
  wenn der Bau oder Betrieb der projektorientierten Anlage auf ihrem Grundstück
  mit Sicherheit oder grösster Wahrscheinlichkeit zu materiellen Immissionen
  (Lärm-, Staub-, Erschütterung-, Licht- oder anderen Einwirkungen) führt oder
  ideelle Einwirkungen auf ihr Grundstück bewirkt. Die Beschwerdelegitimation
  ist dann gegeben, wenn der Beschwerdeführer von den genannten Einwirkungen
  mehr als jedermann betroffen ist. Zur Bestimmung dieser Betroffenheit bildet
  die räumliche Distanz zwischen dem Bauvorhaben und der Liegenschaft des
  Beschwerdeführers ein wichtiges Kriterium (vgl. Bernhard Waldmann, in Marcel
  Alexander Niggli et al. [Hrsg], Basler Kommentar zum Bundesgerichtsgesetz,
  3. A., Basel 2018, Art. 89 N. 21). Die vorstehenden
  Legitimationsvorgaben im Plangenehmigungs- und Bewilligungsverfahren sind
  auch im Nutzungsplanverfahren zu beachten (BGE 133 II 353 E. 3).

  
	
   

  
	
  3.3 Wird hingegen geltend gemacht, dass die
  Gemeindeversammlung über ein Geschäft unzureichend oder gar falsch informiert
  worden ist, beschlägt dies die als Grundrecht in Art. 34 Abs. 2 der
  Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April
  1999 (BV) verankerte Abstimmungsfreiheit. Diese gibt den Stimmberechtigten
  allgemein den Anspruch darauf, dass kein Abstimmungsergebnis anerkannt wird,
  das nicht den freien Willen der Stimmberechtigten zuverlässig und unverfälscht
  zum Ausdruck bringt. Entsprechend kann jede stimmberechtigte Person wegen
  Unregelmässigkeiten bei der Vorbereitung oder Durchführung einer
  Gemeindeversammlung nach Art. 72 Abs. 3 lit. a GemeindeG i.V.m. Art. 114
  ff. VRG eine Stimmrechtsbeschwerde beim Regierungsrat erheben, welche in
  kommunalen Angelegenheiten innert zehn Tagen seit der Gemeindeversammlung
  einzureichen ist.

  
	
   

  
	
  4.

  
	
  4.1 Der Beschwerdeführer bringt vor, dass ihn die
  Beschwerdegegnerin 1 in dem von ihm verfassten Einspracheentscheid nicht
  auf die fehlende Legitimation hingewiesen habe. Stattdessen sei der Entscheid
  materiell begründet worden, weshalb für ihn die Tragweite dieses gemäss
  Angaben des Gemeinderats nicht anfechtbaren Entscheids im Zeitpunkt von
  dessen Erhalt nicht erkennbar gewesen sei, was eine Verletzung seines
  rechtlichen Gehörs darstelle. Als Nicht-Jurist und vertrauensvoller Bürger
  müsse er sich jedoch auf die Angaben des Gemeinderats betreffend die
  möglichen Rechtsmittel verlassen können. Anlässlich der ausserordentlichen
  Gemeinde-versammlung vom 23. September 2016 hätten alle Antragsteller
  ihre Anträge vorgängig dem Gemeinderat eingeben müssen. Da seine Einsprache
  gemäss dem Einspracheentscheid des Gemeinderats nicht als eigener Antrag
  zugelassen worden sei, sei es für ihn unmöglich gewesen, sein
  verfassungsmässiges Antragsrecht anlässlich der Gemeindeversammlung
  wahrzunehmen. Ferner sei er als Mitbürger und Einwohner der Gemeinde Glarus
  qualifizierter Miteigentümer der im Gemeindeeigentum stehenden und von der
  Gemeindeversammlung der Abbauzone zugewiesenen Liegenschaften. Der auf den
  betroffenen Gemeindeparzellen vorhandene […] stelle eine endliche, nicht
  erneuerbare Ressource dar. Da diese rar und kostbar sei, sei der Nutzen daran
  grösser, wenn diese Ressource mit Bedacht und Weisheit bewirtschaftet werde.
  Entsprechend habe er ein schutzwürdiges ideelles wie auch ein materielles
  Interesse an deren Fortbestand, sowohl für sich wie auch für seine teils noch
  minderjährigen Kinder. Nicht massgebend für die Beurteilung der
  Beschwerdelegitimation sei die räumliche Distanz zwischen seinem Wohnsitz und
  dem Ort des betroffenen Umzonungsvorhabens, denn als qualifizierter Einwohner
  der Gemeinde stehe ihm das Recht zu, sich gegen eine Ein-/Umzonung von
  Gemeindegebiet zu äussern bzw. zu wehren. 

  
	
   

  
	
  4.2 Die Beschwerdegegnerin 1 ist hingegen der
  Ansicht, ihren Einspracheentscheid im Nutzungsplanverfahren in
  Übereinstimmung mit dem RBG erlassen zu haben. Die vom Beschwerdeführer
  erhobene Einsprache sei materiell behandelt worden und dem Beschwerdeführer
  sei mitgeteilt worden, dass der Einspracheentscheid nicht anfechtbar sei.
  Dennoch habe dieser anlässlich der Gemeindeversammlung keinen Antrag
  betreffend die Zuweisung der Gebiete C.______ und D.______ zur Abbauzone
  gestellt. Erst nach dem Erlass der Nutzungsplanung durch die
  Gemeindeversammlung habe das Rechtsmittelverfahren formell zu laufen
  begonnen, weshalb sich in diesem Zeitpunkt erstmals die Frage der
  Legitimation und damit des Eintretens auf die Beschwerde gestellt habe.
  Insofern der Beschwerdeführer vorbringe, seine Einsprache hätte im Memorial
  der Gemeindeversammlung abgedruckt werden müssen, mache er eine Verletzung
  seiner politischen Rechte geltend, wozu er eine Stimmrechtsbeschwerde hätte
  erheben müssen. Schliesslich sei der Beschwerdeführer vom
  Gemeindeversammlungsentscheid weder besonders berührt noch komme ihm ein
  schutzwürdiges Interesse an dessen Änderung zu, weshalb seine
  Beschwerdelegitimation zu Recht verneint worden sei.  

  
	
   

  
	
  4.3 Der Beschwerdegegner 2 weist daraufhin, dass
  Verfahrensgegenstand des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens einzig die Frage
  bilde, ob er zu Recht einen Nichteintretensentscheid gefällt habe. Folglich
  sei auf materielle Vorbringen des Beschwerdeführers nicht einzutreten. Auch
  habe der Beschwerdeführer im vorinstanzlichen Verfahren keine Verletzung des
  rechtlichen Gehörs geltend gemacht, weshalb dieses neue, erstmals im
  verwaltungsgerichtlichen Verfahren erhobene Vorbringen unzulässig sei und
  daher darauf nicht einzutreten sei. Selbst wenn darauf einzutreten wäre, wäre
  dieses abzuweisen, denn der Beschwerdeführer verkenne die Tragweite des
  rechtlichen Gehörs beim Erlass von Nutzungsplänen. So diene das
  Einspracheverfahren in erster Linie dazu, dass Einsprecher Einwände gegen den
  Nutzungsplan vorbringen könnten, gestützt worauf der der Gemeindeversammlung
  vorzulegende Nutzungsplan allenfalls angepasst werde. Die Gemeindeversammlung
  sei zwar über die Einspracheentscheide des Gemeinderats zu informieren, doch
  müssten diese nicht in ihrem vollen Wortlaut zur Einsicht offenstehen, womit
  keine Gehörsverletzung gegeben sei. Schliesslich sei es abwegig, dass der
  Beschwerdeführer versuche, seine Legitimation im Beschwerdeverfahren aus
  seiner Stellung als "qualifizierter Einwohner" der Gemeinde Glarus
  und damit als zumindest teilweiser Eigentümer von Gemeindeparzellen
  herzuleiten. Denn nicht die Einwohner einer Gemeinde seien die Eigentümer von
  Gemeindeliegenschaften, sondern die Gemeinde selber als selbständige
  Körperschaft des öffentlichen Rechts. Die Verwaltungsbeschwerde diene dem
  Individualrechtsschutz von Personen, welche direkt von der Nutzungsplanung
  betroffen seien, weshalb dazu ein schutzwürdiges Interesse benötigt werde. Da
  der Beschwerdeführer über kein solches schutzwürdiges Interesse verfüge, sei
  auf seine Beschwerde zu Recht nicht eingetreten worden. Hinzuweisen sei
  sodann darauf, dass der Beschwerdeführer betreffend die von ihm geltend
  gemachte Verletzung seiner politischen Rechte eine Stimmrechtsbeschwerde und
  keine Beschwerde im Individualrechtsschutzverfahren hätte erheben müssen.  

  
	
   

  
	
  5.

  
	
  5.1 Soweit der Beschwerdeführer seine Legitimation zur
  Beschwerdeerhebung daraus ableiten will, dass er als Bürger der Gemeinde
  Glarus Miteigentümer von Gemeindeliegenschaften sei und deswegen durch die
  Zuweisung der betreffenden Gemeindeliegenschaften in den Gebieten C.______
  und D.______ zur Abbauzone in seinen eigenen Interessen nachteilig betroffen
  sei, ist ihm nicht zu folgen. Denn entgegen seiner Ansicht verfügt er einzig
  aufgrund der Tatsache, dass er in der Gemeinde Glarus wohnhaft ist, nicht
  über eine beachtenswerte, besonders nahe Beziehung zu den der Abbauzone
  zugewiesenen Gebieten und damit zur Streitsache. Stattdessen ist er als
  Einwohner der Gemeinde Glarus von der beschlossenen Zuweisung zur Abbauzone
  nicht mehr betroffen, als es die übrigen Einwohner der Gemeinde Glarus
  ebenfalls sind. Insbesondere ist aufgrund der grossen räumlichen Distanz von
  um die 2'000 Metern zwischen der von ihm bewohnten Liegenschaft Parz.-Nr. 01,
  Grundbuch […], und der der Abbauzone zugewiesenen Gebiete C.______ und
  D.______ nicht ersichtlich, inwiefern die beschwerdeführerische Liegenschaft
  von aus den zukünftigen Abbautätigkeiten in den Gebieten C.______ und
  D.______ womöglich resultierenden Auswirkungen nachteilig betroffen sein
  sollte, zumal weder ein Sicht- noch ein Hörkontakt besteht. Dies sieht wohl
  auch der Beschwerdeführer ein, beruft er sich doch zur Begründung seiner
  Beschwerdelegitimation nicht auf mögliche, für seine Liegenschaft aus den
  Abbautätigkeiten nachteilige Immissionen. Stattdessen macht er allgemeine
  Interessen des schonenden Abbaus der Ressourcen, des Ressourcenerhalts für
  zukünftige Generationen wie auch der möglichen Erzielung von zukünftig
  höheren Einnahmen geltend. Damit kann der Beschwerdeführer aber keine spezifische
  Beziehungsnähe und insbesondere keinen für sich resultierenden, praktischen
  Nutzen an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids begründen.
  Denn es ist nicht ersichtlich, wie seine tatsächliche oder rechtliche
  Situation durch die Aufhebung des Entscheids in Sachen Zuweisung zur
  Abbauzone beeinflusst werden sollte. Stattdessen macht der Beschwerdeführer
  mögliche finanzielle Interessen der Gemeinde sowie in Bezug auf den
  Ressourcenerhalt Interessen der Allgemeinheit geltend, was jedoch nicht
  genügt, um eine Beschwerdelegitimation in einem
  Individualrechtsschutzverfahren zu begründen. Ebenso wenig kann er ein
  schutzwürdiges Interesse an der Beschwerdeerhebung aus seinem […]amt
  ableiten.

  
	
   

  
	
  5.2 Insofern der Beschwerdeführer überdies bemängelt,
  der Gemeinderat Glarus habe seine Einsprache zu Unrecht nicht zur Behandlung
  anlässlich der Gemeindeversammlung zugelassen, macht er Unregelmässigkeiten
  bei der Vorbereitung der Gemeindeversammlung geltend. Eine entsprechende Rüge
  ist nach Art. 72 Abs. 3 lit. a GemeindeG i.V.m. Art. 114 ff. VRG mit
  einer Stimmrechts-beschwerde innert einer Frist von zehn Tagen nach der
  Gemeindeversammlung beim Beschwerdegegner 2 vorzubringen, worauf
  Letzterer zu Recht hinweist. Folglich ist auf diesbezügliche Einwendungen des
  Beschwerdeführers vorliegend nicht weiter einzugehen. 

  
	
   

  
	
  5.3

  
	
  5.3.1 Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass dem
  Beschwerdeführer als in der Gemeinde Glarus Stimmberechtigter das Recht
  zustand, die von ihm in seiner Einsprache bzw. in seiner Beschwerde
  genannten Anliegen an der Gemeinde-versammlung mit einem diesbezüglichen
  Antrag zu vertreten, unabhängig davon, ob ihm an dem betreffenden
  Sachgeschäft ein besonderes, schutzwürdiges Interesse zukommt. Diesbezüglich
  hält der Beschwerdeführer zu Recht fest, dass er sich als in der Gemeinde
  Glarus wohnhafter Stimmberechtigter anlässlich einer Gemeindeversammlung zu
  Um-/Einzonungen äussern kann, unabhängig davon, wie weit entfernt er von den
  von der betreffenden Planungsmassnahme betroffenen Gebieten wohnt. 

  
	
   

  
	
  5.3.2 Der Vollständigkeit halber ist schliesslich
  festzuhalten, dass die vom Beschwerdeführer während der öffentlichen
  Auflagefrist erhobene Einsprache nicht einem vorgängig dem Gemeinderat
  eingegeben Antrag zuhanden der Gemeindeversammlung entspricht. Zum einen
  ergibt sich dies aus dem zeitlichen Ablauf, wurde doch die Möglichkeit zur
  Antragstellung zuhanden der Gemeindeversammlung erst im Juli 2016 und damit
  mehrere Monate nach der öffentlichen Auflage der Nutzungsplanung im Januar
  2016 eröffnet. Zum anderen durfte der Beschwerdeführer auch gestützt auf den
  Einspracheentscheid des Gemeinderats vom 24. Juni 2016 nicht darauf
  schliessen, denn diesbezügliche Äusserungen sind dem genannten Schreiben
  jedenfalls nicht zu entnehmen. Stattdessen sind darin Ausführungen zum
  weiteren Verfahrensablauf enthalten, wobei der Gemeinderat auch ausdrücklich
  darüber informierte, dass für die bevorstehende Gemeindeversammlung ein
  Vorverfahren mit öffentlicher Auflage durchgeführt werde. Dem
  Beschwerdeführer war demnach bekannt, wie er vorzugehen hatte, sollte er
  anlässlich der Gemeindeversammlung einen Antrag stellen wollen. Dies ergibt
  sich auch unzweifelhaft aus der Tatsache, dass der Beschwerdeführer das ihm
  zustehende Antragsrecht anlässlich der Gemeindeversammlung wahrgenommen
  hatte. So beantragte er, es sei darauf zu verzichten, den Gemeinderat mit dem
  Abschluss eines Abbauvertrags mit der B.______AG zu beauftragen. Aus welchem
  Grund er sich zur geplanten Zuweisung der Gebiete C.______ und D.______ zur
  Abbauzone anlässlich der Gemeindeversammlung hingegen nicht äusserte, ergibt
  sich aus den Akten nicht. 

  
	
   

  
	
  Dies führt zur Abweisung
  der Beschwerde, soweit darauf einzutreten ist.

  
	
   

  
	
  III. 

  
	
  Nach Art. 134 Abs. 1
  lit. c VRG hat die Partei, welche im Beschwerde-, Klage- oder Revisionsverfahren
  unterliegt, die amtlichen Kosten zu tragen. Die Gerichtskosten von pauschal
  Fr. 1'000.- sind demnach dem unterliegenden Beschwerdeführer
  aufzuerlegen und mit dem von ihm bereits geleisteten Kostenvorschuss in
  gleicher Höhe zu verrechnen. Da der Beschwerdeführer im vorliegenden
  Verfahren nicht durch einen Rechtsbeistand vertreten ist und überdies
  unterliegt, steht ihm keine Parteientschädigung zu (Art. 138 Abs. 1 VRG sowie
  Art. 138 Abs. 3 lit. a VRG e contrario). Soweit die Beschwerdegegner 1
  und 2 eine solche beantragen, sind sie darauf hinzuweisen, dass Behörden
  in der Regel keine Parteientschädigung zusteht, da das Beantworten und
  Erheben von Rechtsmitteln zu ihrem angestammten Aufgabenbereich gehört
  (vgl. VGer-Urteil VG.2019.00024/25 vom 27. Juni 2019 E. III/2,
  VG.2017.00088 vom 8. November 2018 E. III/1.1). Vorliegend sind
  keine Umstände ersichtlich, welche die Zusprache einer Parteientschädigung
  rechtfertigen würden.

  
	
  Demgemäss erkennt die Kammer:

  
	
  	
    1.

    	
    Die
    Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

    
	
    2.

    	
    Die
    Gerichtskosten von Fr. 1'000.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt und
    mit dem von ihm bereits geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe
    verrechnet.

    
	
    3.

    	
    Es
    werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

    
	
    4.

    	
    Schriftliche Eröffnung und Mitteilung an:

    
	
     

    	
    […]