# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6f733428-fb62-5f74-a0cb-b40469611dc2
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-07-23
**Language:** de
**Title:** Aargau Spezialverwaltungsgericht Steuern 23.07.2015 3-RV.2015.14
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_SVWG_002_3-RV-2015-14_2015-07-23.pdf

## Full Text

358 Spezialverwaltungsgericht 2015  

66 Vereinfachtes Abrechnungsverfahren; Abzug Quellensteuer (§ 119a StG) 

Für kleine Arbeitsentgelte aus unselbständiger Erwerbstätigkeit wird die 

Einkommenssteuer im Rahmen des vereinfachten Abrechnungsverfah-

rens an der Quelle erhoben. 

Aus dem Entscheid des Spezialverwaltungsgerichts, Abteilung Steuern, 

vom 23. Juli 2015 in Sachen U. + A.K. (3-RV.2015.14). 

Aus den Erwägungen 

3.2. 
3.2.1. 
Für kleine Arbeitsentgelte aus unselbständiger Erwerbstätigkeit 

ist die Steuer ohne Berücksichtigung der übrigen Einkünfte, allfälli-
ger Berufskosten und Sozialabzüge zu einem Satz von 4.5 % an der 
Quelle zu erheben, wenn die Arbeitgeberin oder der Arbeitgeber die 
Steuer im Rahmen des vereinfachten Abrechnungsverfahrens nach 
den Artikeln 2 und 3 des Bundesgesetzes über die Massnahmen zur 
Bekämpfung der Schwarzarbeit vom 17. Juni 2005 (Bundesgesetz 
über die Schwarzarbeit, BGSA) entrichtet. Der Steuerabzug tritt an 
die Stelle der im ordentlichen Verfahren zu veranlagenden Kantons- 
und Gemeindesteuern. Die Quellensteuer wird auf der Grundlage des 
vom Arbeitgebenden der AHV-Ausgleichskasse gemeldeten Brutto-
lohnes erhoben (§ 119a StG; § 20b Abs. 1 der Verordnung über die 
Quellensteuer vom 22. November 2000; StE 2015 B 22.1 Nr. 8, mit 
Hinweis; Kommentar zum Aargauer Steuergesetz, 4. Auflage, Muri-
Bern 2015, § 119a StG N 3 ff.).  

Art. 2 BGSA bestimmt, dass die Abrechnung im vereinfachten 
Verfahren vorgenommen werden kann, sofern a) der einzelne Lohn 
den Grenzbetrag nach Art. 7 BVG nicht übersteigt; b) die gesamte 
jährliche Lohnsumme des Betriebes den zweifachen Betrag der 
maximalen jährlichen Altersrente der AHV nicht übersteigt; und c) 
die Löhne des gesamten Personals im vereinfachten Verfahren abge-
rechnet werden. 

3.2.2. 

2015 Abteilung Steuern 359  

Der Grenzbetrag nach Artikel 7 BVG lag im Jahr 2011 bei 
CHF 20'880.00 (Art. 5 der Verordnung über die berufliche Alters-, 
Hinterlassenen und Invalidenvorsorge [BVV 2] vom 18. April 1984, 
Stand 1. Januar 2011). 

3.3. 
3.3.1. 
Vorliegend ist unbestritten, dass die Voraussetzungen für das 

vereinfachte Abrechnungsverfahren erfüllt sind (vgl. auch "Nachweis 
über abgerechnete Quellensteuern" pro 2011 der SVA Aarau vom 
27. Februar 2012). Die Quellensteuer von gesamthaft 5 % (§ 119a 
Abs. 1 StG; Art. 37a Abs. 1 DBG) wurde vom Bruttolohn der Re-
kurrentin von CHF 20'571.60 ebenso wie die Sozialversicherungs-
beiträge in Abzug gebracht (Lohnabrechnung 2011). 

3.3.2. 
In der Erfolgsrechnung der Einzelfirma wurden als Personalauf-

wand unter anderem der Nettolohn der Rekurrentin von 
CHF 21'000.00 und die Quellensteuer von CHF 1'028.60 verbucht. 
Da der Nettolohn die Quellensteuer nicht enthält – mithin der um die 
Quellensteuer reduzierte Lohn verbucht wurde –, erfolgte keine 
doppelte Erfassung als Aufwand und die Buchhaltung erweist sich in 
diesem Punkt als korrekt. 

 

67 Aktenaufbewahrung/Aktenvernichtung; Zuständigkeit (§ 167 Abs. 1 

StG). 

Über das Gesuch um Aktenvernichtung hat das Gesamtgericht zu ent-

scheiden. Keine Vernichtung von anlässlich eines Augenscheines aufge-

nommenen Fotografien vor Ablauf der Aufbewahrungsfrist. 

Aus dem Entscheid des Spezialverwaltungsgerichts, Abteilung Steuern, 

vom 10. Februar 2015 in Sachen J.D. (3-RV.2015.9).