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**Case Identifier:** c27e8538-c637-5cc1-b09e-2cd0fa551525
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-03-14
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 14.03.2016 IV 2013/499
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2013-499_2016-03-14.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2013/499

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 09.10.2019

Entscheiddatum: 14.03.2016

Entscheid Versicherungsgericht, 14.03.2016
Art. 28 IVG. Art. 16 ATSG. Bemessung der Invalidität einer erwerbstätigen 
versicherten Person unter Berücksichtigung mehrerer medizinischer 
Gutachten (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen 
vom 14. März 2016, IV 2013/499).

Besetzung

Vizepräsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterin Karin Huber-Studerus, 

Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiber Tobias Bolt

Geschäftsnr.

IV 2013/499

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. Barbara Wyler,

Wyler Koch Rechtsanwälte, Zürcherstrasse 310, Postfach 1011, 8501 Frauenfeld,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

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Gegenstand

IV-Leistungen

Sachverhalt

A. 

A.a  A.___ meldete sich am 28. Februar 2010 zum Bezug von Leistungen der 

Invalidenversicherung an (IV-act. 1). Er gab an, er habe zuletzt als Gipser gearbeitet. Er 

habe keine berufliche Ausbildung absolviert. Die Hausärztin Dr. med. B.___ gab in 

einem Telefongespräch mit Dr. med. C.___ vom IV-internen regionalen ärztlichen Dienst 

(RAD) an (IV-act. 14), der Versicherte sei im März 2009 auf den Rücken gestürzt und 

habe sich dabei Frakturen an den Querfortsätzen L2–4 zugezogen. Zudem leide er an 

einer Discushernie L4/5 sowie an einer Anpassungsstörung. Die Unfallversicherung 

habe eine psychiatrische Begutachtung angeordnet. Ausserdem solle eine 

neurologische Consiliaruntersuchung durchgeführt werden. Der Versicherte leide an 

Schmerzen, trage immer noch ein Lendenmieder und gehe an zwei Stöcken. Ihm 

könne keine Erwerbstätigkeit zugemutet werden. Die Klinik Valens hatte in einem 

Austrittsbericht vom 30. Dezember 2009 betreffend eine stationäre Behandlung im 

Zeitraum vom 8. Oktober 2009 bis zum 7. November 2009 ausgeführt (IV-act.13–1 ff.), 

der Versicherte leide an einem chronischen lumbospondylogenen Syndrom, an einer 

arteriellen Hypertonie und an einer Anpassungsstörung. Klinisch hätten sich eine 

Wirbelsäulenfehlhaltung und eine deutliche muskuläre Dysbalance gezeigt. Eine 

neurologische Ausfallsymptomatik habe nicht festgestellt werden können. Der 

Versicherte habe an sämtlichen Therapien teilgenommen, sich aber nicht von seinen 

Schmerzen distanzieren können. Er habe ein sehr demonstratives Beschwerdebild und 

ein inkonsistentes Verhalten gezeigt. Die Rehabilitation habe keinen relevanten Erfolg 

gezeitigt. Momentan sei der Versicherte arbeitsunfähig. Aus psychiatrischer Sicht 

könne noch keine Aussage gemacht werden. Der RAD-Arzt Dr. C.___ notierte (IV-act. 

11), die Tätigkeit als Gipser sei dem Versicherten wahrscheinlich dauernd nicht mehr 

zumutbar. Medizinisch-theoretisch bestehe aus orthopädischer Sicht für eine 

rückenadaptierte Tätigkeit aber eine volle Arbeitsfähigkeit. Eine Wiedereingliederung 

dürfte allerdings aufgrund der psychischen Überlagerung schwierig sein. Er empfehle, 

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den Eingang des psychiatrischen Gutachtens abzuwarten, das die Unfallversicherung 

in Auftrag gegeben habe. Die Arbeitgeberin des Versicherten berichtete im Februar 

2010 (IV-act. 20), sie habe diesen seit dem 1. November 2008 als Gipser beschäftigt. 

Der Lohn habe sich seit dem 1. November 2009 (gemeint wohl: 2008) auf 5’200 

Franken pro Monat belaufen. Sie habe das Arbeitsverhältnis per 31. August 2009 

gekündigt. Die Lohnabrechnung für das Jahr 2009 wies einen anteiligen 13. 

Monatslohn aus.

A.b Der psychiatrische Sachverständige Dr. med. D.___ berichtete am 28. März 2010 

im Auftrag der Unfallversicherung (UV-act. 57), der Versicherte leide (gemäss einem 

neurologischen Consiliarbericht) an einer Lumboischialgie mit einem pseudoradiculären 

Schmerzsyndrom in Verbindung mit verlaufsbestimmenden psychologischen Faktoren, 

Verhaltensfaktoren und Kontextfaktoren, namentlich einer Symptomausweitung und 

einer Entwicklung von körperlichen Symptomen aus psychischen Gründen. Von einer 

psychotherapeutisch-psychiatrischen Behandlung sei kein nennenswerter Erfolg zu 

erwarten. Der RAD-Arzt Dr. C.___ notierte am 28. April 2010, dass aus orthopädischer 

Sicht nach wie vor von einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit in leidensadaptierten 

Tätigkeiten auszugehen sei (IV-act. 23). Am 2. November 2010 erstattete das 

Universitätsspital Zürich im Auftrag einer Lebensversicherung ein internistisch-

psychiatrisch-rheumatologisches Gutachten (Fremdakten). Die Sachverständigen 

führten aus, der Versicherte leide an einem chronischen lumbospondylogenen 

Syndrom rechts mit/bei einem Status nach einer Rückenkontusion, degenerativen 

Veränderungen der Lendenwirbelsäule, einem myofascialen Schmerzsyndrom gluteal 

rechts, wahrscheinlich im Rahmen eines Schonverhaltens und einer 

Symptomausweitung mit maladaptivem Schmerzverhalten, sowie – ohne Auswirkung 

auf die Arbeitsfähigkeit – an einer Adipositas und an psychologischen Faktoren und 

Verhaltensfaktoren bei andernorts klassifizierten Krankheiten im Sinne einer 

Symptomausweitung. Der Zustand erscheine insgesamt als erheblich chronifiziert. Die 

Wirbelsäule sei durch den Unfall im März 2009 und durch die belegbaren 

degenerativen Veränderungen soweit beeinträchtigt, dass dem Versicherten aus 

rheumatologischer Sicht körperlich schwere Tätigkeiten, Arbeiten in die Wirbelsäule 

belastenden Zwangspositionen, vornüber gebeugte oder über Kopf zu verrichtende 

Tätigkeiten nicht mehr zugemutet werden könnten. Körperlich leichte bis mittelschwer 

belastende Tätigkeiten in wirbelsäulenadaptierten Wechselpositionen mit Hebe- und 

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Tragebelastungen bis 15 Kilogramm (nicht repetitiv) und ohne Arbeiten im 

Überkopfbereich seien dem Versicherten dagegen in einem Pensum von 70 Prozent 

zumutbar. Die Einschränkung von 30 Prozent begründe sich durch einen vermehrten 

Pausenbedarf während einer Reintegrationsphase von drei Monaten. Danach bestehe 

für angepasste Tätigkeiten eine volle Arbeitsfähigkeit. Mittels adäquater 

Therapiemassnahmen könne auch in der angestammten Tätigkeit als Gipser eine 

Arbeitsfähigkeit von 50 Prozent erreicht werden. Bei einer optimalen Motivation wäre 

medizinisch-theoretisch eine Arbeitsfähigkeit als Gipser von 80–100 Prozent zu 

erreichen.

A.c  Im Juni und September 2011 führte der Neurologie Dr. med. E.___ zwei 

mikrochirurgische Eingriffe an der Wirbelsäule durch, um die Folgen einer 

zunehmenden interforaminalen Discushernie L4/5 rechts zu beseitigen. Diese Eingriffe 

zeitigten allerdings keinen relevanten Erfolg hinsichtlich der Schmerzsymptomatik (vgl. 

IV-act. 62). Im Auftrag der IV-Stelle erstattete die medizinische Abklärungsstelle 

(MEDAS) Zentralschweiz am 15. März 2013 ein polydisziplinäres Gutachten (IV-act. 79). 

Der internistische (fallführende) Sachverständige führte aus, der Versicherte habe ein 

ausgeprägtes Schmerzverhalten gezeigt. Sein Verhalten während den Untersuchungen 

sei auffällig gewesen. Er sei an einem kalten Wintertag barfuss in Sandalen erschienen 

und habe angegeben, er könne sich die Socken nicht selbst anziehen. Er habe 

ausgeführt, dass er sich nicht mehr weit von zuhause weg wage, weil er an einem 

imperativen Stuhl- und Harndrang leide und in die Hosen mache, wenn er nicht sofort 

zur Toilette gehen könne. Die verschriebene Medikamentenkombination müsse als 

schlichtweg absurd bezeichnet werden. Dem Versicherten seien 13 Medikamente mit 

insgesamt 16 Wirkstoffen verordnet worden. Hinter dieser Flut von Pharmaka könne 

keine ganzheitliche rationale Überlegung mehr stehen. Der orthopädische 

Sachverständige hielt fest, die Frakturen des Unfalls vom März 2009 seien zeitgerecht 

abgeheilt, was schon in einem MRI vom Mai 2009 dokumentiert und durch aktuelle 

Röntgenbilder bestätigt worden sei. Spätestens drei Monate nach dem Unfall wäre eine 

mindestens teilweise Wiederaufnahme der Arbeit möglich gewesen. Spätestens nach 

vier Monaten habe eine volle Arbeitsfähigkeit bestanden. Das bei der Untersuchung im 

Dezember 2012 gezeigte klinische Bild sei bizarr gewesen. Es bestehe kein 

medizinischer Grund für die Verwendung von Stöcken. Die Angabe, dass der 

Versicherte unmöglich sitzen könne, müsse wegen der beobachteten Episoden mit 

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normalem Sitzen und der typisch verhornten Haut über den Sitzbeinen in Frage gestellt 

werden. Das demonstrierte Stürzen und sich Auffangen bei der Untersuchung zeige, 

dass der Rumpf und damit auch die Wirbelsäule gebeugt, gedreht und wieder 

aufgerichtet werden könnten. Die seitengleichen Umfangmasse der Muskulatur, die 

symmetrische, normale und kräftige Verhornung und Beschwielung der Fussohlen 

weise auf eine normale Gehleistung und Beanspruchung der unteren Extremitäten hin. 

Dem Versicherten seien zwar körperlich schwere Tätigkeiten nicht mehr zumutbar. 

Körperlich leichte und mittelschwere Tätigkeiten mit einer Gewichtslimite von 20 

Kilogramm bis zur Lendenhöhe und von zehn Kilogramm über der Lendenhöhe und 

ohne die Notwendigkeit einer andauernd vornüber geneigten Position seien aber 

uneingeschränkt zumutbar. Der rheumatologische Sachverständige führte aus, die 

undislozierten Frakturen der Wirbelkörperquerfortsätze im Bereich der mittleren 

Lendenwirbelsäule rechts könnten nicht für das vorliegende chronifizierte 

Beschwerdebild verantwortlich gemacht werden. Anamnestisch und klinisch seien 

keine gesicherten Anzeichen einer radiculären Kompressionssymptomatik an den 

unteren Extremitäten feststellbar gewesen. Die Befunde hätten gesamthaft für eine 

Aggravation gesprochen. Leidensadaptierte Tätigkeiten seien dem Versicherten 

uneingeschränkt zumutbar. Der psychiatrische Sachverständige hielt fest, es müsse 

zumindest eine schwere Aggravation angenommen werden. Aus psychiatrischer Sicht 

bestehe keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Im Gesamtgutachten wurde dem 

Versicherten für körperlich leichte und mittelschwere Tätigkeiten mit einer 

Gewichtslimite von 20 Kilogramm bis zur Lendenhöhe und von zehn Kilogramm über 

der Lendenhöhe und ohne die Notwendigkeit einer andauernd vornüber geneigten 

Position eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit attestiert. Der RAD-Arzt Dr. med. F.___ 

erachtete das Gutachten als überzeugend (IV-act. 80). Mit einem Vorbescheid vom 17. 

April 2013 kündigte die IV-Stelle dem Versicherten an, dass sie bei einem nicht 

rentenbegründenden Invaliditätsgrad von einem Prozent die Abweisung des 

Rentenbegehrens vorsehe (IV-act. 85).

A.d Dagegen wandte der Versicherte am 21. August 2013 ein (IV-act. 89), das 

Gutachten der MEDAS Zentralschweiz sei unvollständig, weil kein neurologischer 

Sachverständiger mitgewirkt habe. Die Hausärztin weise darauf hin, dass angesichts 

der geklagten Beschwerden im rechten Unterschenkel- und Fussbereich eine 

neurologische Untersuchung erforderlich gewesen wäre. Ausserdem stelle sie sich auf 

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den Standpunkt, dass der Versicherte keine zu verwertende Arbeitsfähigkeit mehr 

erlangen werde. Der behandelnde Neurologe Dr. E.___ habe die Schmerzschilderungen 

des Versicherten als glaubwürdig bezeichnet. Seiner Ansicht nach hätten die 

Sachverständigen dem klinischen Bild zu wenig Beachtung geschenkt. Er halte nur 

noch eine sehr leichte, wechselseitig belastende Tätigkeit für zumutbar. In einer 

solchen Tätigkeit sei der Versicherte für zwei Stunden (wohl pro Tag) arbeitsfähig. Da 

die Sachverständigen der MEDAS Zentralschweiz ausgeführt hätten, ihre 

Arbeitsfähigkeitsschätzung gelte erst ab dem 7. Februar 2013, und da sie darauf 

hingewiesen hätten, dass der Versicherte bislang vollständig arbeitsunfähig 

geschrieben gewesen sei, habe dieser mindestens bis drei Monate nach dem Februar 

2013 einen Anspruch auf eine ganze Rente. Die von den Sachverständigen der MEDAS 

Zentralschweiz attestierte Arbeitsfähigkeit sei aber gar nicht verwertbar, denn kein 

Arbeitgeber würde jemanden anstellen, der ständig an zwei Stöcken gehen müsse. 

Sollte sich die IV-Stelle dieser Auffassung nicht anschliessen, müsse eine Evaluation 

der funktionellen Leistungsfähigkeit durchgeführt werden. Ausserdem müssten dem 

Versicherten berufliche Massnahmen zur Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt 

gewährt werden. Der RAD-Arzt Dr. F.___ notierte am 2. September 2013 (IV-act. 90), 

dass sich den Stellungnahmen der Hausärztin und des behandelnden Neurologen 

keine Hinweise auf neue Tatsachen entnehmen liessen. Seines Erachtens sei eine 

neurologische Begutachtung nicht notwendig, denn die drei Sachverständigen der 

MEDAS Zentralschweiz seien in der Lage gewesen, einen korrekten Neurostatus zu 

erfassen. Wenn sie zur Auffassung gelangt wären, dass doch noch eine neurologische 

Begutachtung notwendig sein sollte, hätten sie darauf hingewiesen. Mit einer 

Verfügung vom 2. September 2013 wies die IV-Stelle das Rentenbegehren ab (IV-act. 

91).

B. 

B.a  Am 2. Oktober 2013 liess der Versicherte (nachfolgend: der Beschwerdeführer) 

eine Beschwerde erheben (act. G 1). Seine Rechtsvertreterin beantragte die Aufhebung 

der Verfügung vom 2. September 2013, die Zusprache einer ganzen Invalidenrente für 

den Zeitraum vom März 2010 bis zur Verfügung über Eingliederungsmassnahmen, 

mindestens aber bis zum Februar 2013, die Rückweisung des Gutachtens der MEDAS 

Zentralschweiz an die IV-Stelle (nachfolgend: die Beschwerdegegnerin) zur 

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Überarbeitung, namentlich zur Anfertigung eines zusätzlichen neurologischen 

Teilgutachtens, zur Durchführung einer gültigen Konsensbesprechung und zur 

anschliessenden Unterzeichnung durch alle Sachverständigen, weiter die Durchführung 

einer Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit und schliesslich die Gewährung 

von beruflichen Massnahmen zur Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt. Zur 

Begründung führte er aus, die Unfallversicherung habe ihm nach seinem Unfall im März 

2009 bis Ende Dezember 2010 ein Taggeld ausgerichtet. Sie habe ihre Leistungen 

eingestellt, weil sie die damals noch vorhandenen Beschwerden als krankheitsbedingt 

qualifiziert habe. Im Juni und im September 2011 seien zwei chirurgische Eingriffe am 

Rücken erfolgt. Die Sachverständigen der MEDAS Zentralschweiz hätten eine 

vollständige Arbeitsunfähigkeit bis zum Tag ihrer Konsensbesprechung im Februar 

2013 als gegeben erachtet. Das Gutachten der MEDAS Zentralschweiz weise formelle 

Mängel auf: Der orthopädische Sachverständige, der rheumatologische 

Sachverständige und auch der psychiatrische Sachverständige hätten das Gutachten 

nicht unterzeichnet, was nicht akzeptabel sei. Die Sachverständigen hätten denn auch 

gar keine Konsensbesprechung durchgeführt, sondern auf dem Zirkularweg 

miteinander verkehrt. Die Hausärztin habe darauf hingewiesen, dass zwingend ein 

neurologisches Teilgutachten hätte erstellt werden müssen. Sie habe auch dargelegt, 

dass eine allfällige Restarbeitsfähigkeit nicht mehr verwertet werden könne. Die 

Sachverständigen der MEDAS Zentralschweiz hätten es versäumt zu erklären, wie der 

Beschwerdeführer die von ihnen attestierte medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit 

realisieren sollte. Mittels einer Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit müsse 

ermittelt werden, wozu der Beschwerdeführer überhaupt noch in der Lage sei. 

Anschliessend müssten berufliche Wiedereingliederungsmassnahmen durchgeführt 

werden. Hierfür sei der Beschwerdeführer auf die Unterstützung der 

Beschwerdegegnerin angewiesen.

B.b Die Beschwerdegegnerin beantragte am 9. Dezember 2013 die Abweisung der 

Beschwerde (act. G 4). Zur Begründung führte sie aus, die Einwände gegen das 

Gutachten der MEDAS Zentralschweiz seien nicht stichhaltig, wie sich aus der 

Stellungnahme des RAD-Arztes Dr. F.___ vom 2. September 2013 ergebe. Der 

Beschwerdeführer sei noch relativ jung und leide nur an einer chronifizierten 

Lumboischialgie als einziger sich auf seine Arbeitsfähigkeit auswirkende 

Gesundheitsbeeinträchtigung. Es stehe fest, dass er im Zeitpunkt der Begutachtung im 

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Februar 2013 für leichte bis mittelschwere adaptierte Tätigkeiten objektiv 

uneingeschränkt arbeitsfähig gewesen sei. Für die Zeit vor der Begutachtung stelle sich 

der Sachverhalt nicht anders dar. Der Beschwerdeführer sei selbst dafür 

verantwortlich, seinen Medikamentenkonsum auf ein vernünftiges Mass zu reduzieren 

und auf den Gebrauch der Gehstöcke zu verzichten. Wenn er sich subjektiv 

eingliederungsfähig fühle, könne er sich an die Beschwerdegegnerin wenden, die ihn 

dann bei der beruflichen Wiedereingliederung unterstützen werde.

B.c  Der Beschwerdeführer hielt am 4. März 2014 mit Ausnahme des Rentenbeginns 

(nun August 2010 statt März 2010) an seinen Anträgen fest (act. G 8). Die 

Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Duplik (act. G 10).

Erwägungen

1.

Eine versicherte Person, die ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare 

Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern kann, die 

während eines Jahres ohne einen wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 

mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig gewesen ist und die nach dem Ablauf dieses 

Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid ist, hat gemäss dem Art. 28 Abs. 1 IVG einen 

Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung. Für die Bemessung der Invalidität 

wird gemäss dem Art. 28a Abs. 1 IVG i.V.m. dem Art. 16 ATSG das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach dem Eintritt der 

Gesundheitsbeeinträchtigung und nach der Durchführung der medizinischen 

Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare 

Tätigkeit erzielen könnte, zum Erwerbseinkommen in Beziehung gesetzt, das sie 

erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre.

2.

Der Beschwerdeführer ist bis zum Unfall am 24. März 2009 als Hilfsgipser erwerbstätig 

gewesen. Sein Lohn hat 13 × 5’200 = 67’600 Franken pro Jahr betragen. Damals hat 

sich der Medianwert der Hilfsarbeiterlöhne in der Schweiz auf 59’979 Franken (= 4’806 

Franken × 41,6 ÷ 40 × 12) belaufen. Der Beschwerdeführer hat also einen 

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überdurchschnittlichen Hilfsarbeiterlohn bezogen. Da er bereits vor dem Antritt der 

letzten Arbeitsstelle mehrheitlich als Hilfsarbeiter im Hochbau tätig gewesen war, ist 

davon auszugehen, dass er ohne den Unfall respektive ohne eine 

Gesundheitsbeeinträchtigung weiterhin als Bauhilfsgipser tätig gewesen wäre und 

entsprechend weiterhin einen leicht überdurchschnittlichen Lohn im Rahmen des 

zuletzt erzielten Lohnes erzielt hätte. Das Valideneinkommen beträgt folglich 67’600 

Franken (Stand 2008).

3.

3.1  Für die Ermittlung des zumutbarerweise erzielbaren Invalideneinkommens kommt 

den Auswirkungen der Gesundheitsbeeinträchtigung auf die Arbeitsfähigkeit in der 

Regel eine zentrale Rolle zu. Der Beschwerdeführer hat sich beim Unfall vom 24. März 

2009 Frakturen an den Querfortsätzen L2–4 zugezogen. Zudem hat er an einer 

Discushernie L4/5 gelitten, die im Juni und im September 2011 mikrochirurgisch 

behandelt worden ist. Anlässlich einer neurologischen Consiliaruntersuchung im 

Auftrag der Unfallversicherung und im Rahmen der stationären Behandlung in der Klinik 

Valens haben keine neurologischen Ausfälle festgestellt werden können. Auch das 

Universitätsspital Zürich und die MEDAS Zentralschweiz haben keine neurologischen 

Auffälligkeiten festgestellt und infolgedessen keinen Bedarf für eine neurologische 

Untersuchung im Rahmen der polydisziplinären Begutachtung gesehen. Aus 

orthopädisch-rheumatologischer Sicht ist ein lumbospondylogenes Syndrom 

festgestellt worden (Klinik Valens, Universitätsspital Zürich, MEDAS Zentralschweiz). In 

psychiatrischer Hinsicht hat bereits kurz nach dem Unfall im März 2009 eine 

Symptomausweitung vorgelegen. Der psychiatrische Sachverständige der MEDAS 

Zentralschweiz ist zum Schluss gekommen, es liege zumindest eine schwere 

Aggravation vor. Sämtliche untersuchenden Fachärzte sind sich einig gewesen, dass 

das bizarre Verhalten des Beschwerdeführers nicht auf eine somatische 

Gesundheitsbeeinträchtigung zurückgeführt werden könne respektive dass – 

abgesehen von einer leichten Beeinträchtigung der Belastbarkeit der Wirbelsäule – 

keine organische Ursache für die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden 

vorhanden sei. In somatischer Hinsicht haben die Ärzte der Klinik Valens, die 

Sachverständigen des Universitätsspitals Zürich und die Sachverständigen der MEDAS 

Zentralschweiz übereinstimmend, ausführlich begründet und überzeugend dargelegt, 

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dass der Beschwerdeführer leidensadaptierte Tätigkeiten uneingeschränkt verrichten 

könne. Die Arbeitsfähigkeitsschätzungen der Sachverständigen haben sich nur 

hinsichtlich des Anforderungsprofils an eine leidensadaptierte Tätigkeit unterschieden. 

Alle Sachverständigen sind sich aber einig gewesen, dass körperlich leichte bis 

mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeiten ohne hohe Belastungen der Wirbelsäule 

zumutbar seien und dass der Beschwerdeführer die angestammte Tätigkeit als 

Hilfsgipser zumindest nicht mehr uneingeschränkt ausüben könne. Die Angabe der 

Sachverständigen des Universitätsspitals Zürich, der Beschwerdeführer könne im 

Idealfall die angestammte Tätigkeit wieder im Umfang von 80–100 Prozent ausüben, ist 

zurückhaltend formuliert worden. Die Sachverständigen haben offenbar nur ein 

Pensum von 50 Prozent als realistisch erachtet. Da sämtliche anderen 

Sachverständigen wie auch der RAD-Arzt Dr. C.___ die Ausübung der angestammten 

Tätigkeit als unzumutbar erachtet haben, ist überwiegend wahrscheinlich davon 

auszugehen, dass dem Beschwerdeführer die angestammte, körperlich schwere 

Tätigkeit nicht mehr zumutbar ist. Die Hausärztin des Beschwerdeführers hat zwar 

beanstandet, dass keine neurologische Begutachtung durchgeführt worden ist. Aus 

den Akten ergeben sich allerdings keine Hinweise auf die Notwendigkeit einer 

neurologischen Begutachtung, nachdem bereits in einer neurologischen 

Consiliaruntersuchung am Anfang des Jahres 2010 keine neurologischen Ausfälle 

haben festgestellt werden können. Den Sachverständigen des Universitätsspitals 

Zürich und der MEDAS Zentralschweiz haben die Berichte des behandelnden 

Neurochirurgen vorgelegen. Hätten sie eine Notwendigkeit zu einer neurologischen 

Untersuchung gesehen, hätten sie darauf hingewiesen respektive eine solche 

durchgeführt. Aus dem Umstand, dass nach dem Jahr 2010 keine neurologische 

Begutachtung mehr erfolgt ist, lässt sich folglich nicht ableiten, dass die beiden 

polydisziplinären Begutachtungen unvollständig gewesen seien. Auch die Tatsache, 

dass das Universitätsspital Zürich seine Beurteilung im Auftrag einer Privatversicherung 

abgegeben hat, ist nicht geeignet, relevante Zweifel an der Überzeugungskraft des 

Gutachtens zu wecken, denn entscheidend ist im Rahmen der freien Beweiswürdigung 

nicht die Herkunft, sondern die inhaltliche Überzeugungskraft eines Gutachtens. Das 

Gutachten des Universitätsspitals Zürich hat auf umfangreichen Untersuchungen und 

auf einem ausführlichen Aktenstudium basiert. Die Sachverständigen haben ihre 

Überlegungen nachvollziehbar dargelegt und ihre Schlussfolgerungen überzeugend 

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begründet. Angesichts des Umstandes, dass sämtliche beteiligten Sachverständigen 

der MEDAS Zentralschweiz übereinstimmend zum selben Ergebnis gelangt sind, hat 

entgegen der Auffassung der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers keine 

Notwendigkeit für eine persönliche Konsensbesprechung mehr bestanden. Da jeder 

Sachverständige sein Teilgutachten unterzeichnet hat und da die Schlussfolgerungen 

in den Teilgutachten unverändert in das Hauptgutachten aufgenommen worden sind, 

ist auch kein Grund dafür ersichtlich, weshalb die Sachverständigen das 

Hauptgutachten nochmals hätten unterzeichnen sollen. Es liegt also kein formaler 

Mangel vor. Das Gesamtgutachten überzeugt inhaltlich; es besteht kein Anlass, nicht 

darauf abzustellen. Zusammenfassend steht mit dem erforderlichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit fest, dass der Beschwerdeführer aus somatischer 

Sicht leidensadaptierte Tätigkeiten uneingeschränkt ausüben kann. In psychiatrischer 

Hinsicht liegt bloss eine Symptomausweitung, allenfalls eine „schwere“ Aggravation, 

vor. Keiner der begutachtenden Psychiater hat eine Beeinträchtigung der 

Arbeitsfähigkeit attestiert. Folglich ist mit dem erforderlichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit belegt, dass der Beschwerdeführer auch aus 

psychischer Sicht uneingeschränkt arbeitsfähig ist. Zusammenfassend können ihm 

also körperlich leichte bis mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeiten ohne 

besondere Belastungen der Wirbelsäule uneingeschränkt zugemutet werden.

3.2  Da der Beschwerdeführer vor dem Unfall keine berufliche Ausbildung absolviert 

hatte und als Hilfsgipser tätig gewesen ist und da kein Anlass zu einer „höherwertigen“ 

beruflichen Eingliederung in der Form einer erstmaligen beruflichen Ausbildung 

besteht, hat der Beschwerdeführer seine verbliebene Arbeitsfähigkeit auf dem 

Hilfsarbeitermarkt zu verwerten. Der Ausgangswert des zumutbarerweise erzielbaren 

Invalideneinkommens entspricht folglich dem Medianwert der Hilfsarbeiterlöhne. Im 

Jahr 2008 hat er sich auf 59’979 Franken belaufen. Der Verrichtung einer Hilfsarbeit 

steht nur die subjektive Überzeugung des Beschwerdeführers entgegen, 

schmerzbedingt arbeitsunfähig und jederzeit auf seine Stöcke angewiesen zu sein. 

Diese subjektive Überzeugung allein kann aber nicht gegen die Zumutbarkeit der 

Verwertung der Arbeitsfähigkeit sprechen, denn andernfalls müsste jede versicherte 

Person, die sich für arbeitsunfähig hielte beziehungsweise bezeichnete, ohne weiteres 

eine ganze Rente der Invalidenversicherung erhalten. Auch der Medikamentenkonsum 

spricht nicht gegen die Verrichtung einer Hilfsarbeit, zumal Zweifel an der Einnahme 

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der Medikamente bestehen und die behandelnden Ärzte aufgrund ihrer beruflichen 

Sorgfaltspflicht verpflichtet wären, die Medikation auf ein vernünftiges Mass zu 

reduzieren. Ökonomisch-betriebswirtschaftliche Gründe, die gegen die Fähigkeit zur 

Erzielung eines durchschnittlichen Hilfsarbeiterlohnes und damit gegen das Abstellen 

auf den Medianwert der Hilfsarbeiterlöhne sprächen, sind nicht ersichtlich, weshalb 

sich kein Abzug vom Tabellenlohn (vgl. BGE 126 V 75) rechtfertigt. Das 

zumutbarerweise erzielbare Invalideneinkommen entspricht folglich dem Medianwert 

der Hilfsarbeiterlöhne und beträgt somit 59’979 Franken.

3.3  Bei einem Valideneinkommen von 67’600 Franken und einem Invalideneinkommen 

von 59’979 Franken resultiert ein Invaliditätsgrad von elf Prozent. Damit besteht kein 

Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung. Entgegen der Auffassung des 

Beschwerdeführers haben die Sachverständigen der MEDAS Zentralschweiz eine 

vollständige Arbeitsunfähigkeit bis zur Fertigstellung ihres Gutachtens nicht etwa als 

gegeben erachtet. Sie haben nur darauf hingewiesen, dass die behandelnden Ärzte 

den Beschwerdeführer seit dem Unfall ununterbrochen vollständig arbeitsunfähig 

geschrieben hätten. Diese Atteste sind aber gemäss den überzeugenden Ausführungen 

der Sachverständigen des Universitätsspitals Zürich und der MEDAS Zentralschweiz 

unbegründet gewesen. Dem Beschwerdeführer hätte die Aufnahme einer 

leidensadaptierten Tätigkeit bereits wenige Wochen nach dem Unfall wieder zugemutet 

werden können. Bei dieser Sachlage fällt auch die Zusprache einer befristeten Rente 

für die Vergangenheit nicht in Betracht. Die Beschwerdegegnerin hat das 

Rentenbegehren des Beschwerdeführers folglich zu Recht abgewiesen.

4.

Die Beschwerde vom 2. Oktober 2013 ist deshalb abzuweisen. Bei diesem 

Verfahrensausgang sind die gemäss dem Art. 69 Abs. 1  IVG zu erhebenden und 

angesichts des durchschnittlichen Verfahrensaufwandes auf 600 Franken 

festzusetzenden Gerichtskosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen. Diese Gebühr ist 

durch den von ihm geleisteten Kostenvorschuss von 600 Franken gedeckt. 

Ausgangsgemäss besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung.

Entscheid

bis

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im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 

Der Beschwerdeführer hat die Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu bezahlen; diese Gebühr 

ist durch den von ihm geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 600.-- gedeckt.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 14.03.2016
	Art. 28 IVG. Art. 16 ATSG. Bemessung der Invalidität einer erwerbstätigen versicherten Person unter Berücksichtigung mehrerer medizinischer Gutachten (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 14. März 2016, IV 2013/499).

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		2025-07-19T08:21:50+0200
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