# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6fb2e192-0868-56da-808f-a57ca7def7ec
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-01-10
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 10.01.2018 810 17 274
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-17-274_2018-01-10.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 10. Januar 2018 (810 17 274) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Kindes- und Erwachsenenschutzrecht 

 

 
Regelung des persönlichen Verkehrs  
 

 
Besetzung Abteilungs-Vizepräsident Beat Walther, Kantonsrichter Claude 

Jeanneret, Markus Clausen, Christian Haidlauf, Stefan Schulthess, 
Gerichtsschreiberin i.V. Irina Trutmann 
 
 

Beteiligte A.A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Andrea Gfeller, 
Rechtsanwältin, Aarwangenstrasse 4, Postfach 1014, 4901 Langenthal 

  
 
gegen 
 
 

 Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde A.____, Beschwerdegeg-
nerin 
 
B.A.____ Beschwerdegegner, vertreten durch Dr. Claudia M. Mordasi-
ni-Rohner, Advokatin, Elisabethenstrasse 28, Postfach 425, 4010 Basel 
 

  
  
Betreff Regelung des persönlichen Verkehrs  

(Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde A.____, vom 
7. September 2017) 

 

 
 

A. A.A.____ und B.A.____ sind die nicht miteinander verheirateten Eltern von C.A.____ 
(geb. 2012). Die Eltern verfügen über die gemeinsame elterliche Sorge. In der Sorgerechtsver-
einbarung vom 24. September 2012 hielten die Eltern gemeinsam fest, dass für den Fall von 

 

Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

getrennten Wohnungen eine hälftige Betreuung des Kindes vorgesehen sei. Die Betreuungszei-
ten seien dabei möglichst koordiniert auf diejenigen von D.A.____, der älteren Halbschwester 
von C.A.____, abzustimmen. Seit Anfang 2015 leben die Kindseltern getrennt voneinander. 
 
B. Am 27. April 2015 sistierte die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde A.____ 
(KESB) mit vorsorglicher Massnahme vorläufig das Kontaktrecht von B.A.____ zu dessen Toch-
ter C.A.____ Hintergrund der vorsorglichen Massnahme war die Meldung einer Kindeswohlge-
fährdung der Kindsmutter im von der KESB eingeleiteten Verfahren betreffend strittige Punkte 
der elterlichen Sorge nach der Trennung und dem Wegzug von A.A.____ mit C.A.____ nach 
B.____ im Kanton Bern. Die KESB erachtete das Kindeswohl unter anderem deswegen als ge-
fährdet, weil B.A.____ in Internetforen aus dem BDSM-Bereich einen Mitbewohner resp. eine 
Mitbewohnerin gesucht hatte.  
 
C. Nachdem B.A.____ gegen die Sistierung des Kontaktrechts beim Kantonsgericht Be-
schwerde erhoben hatte, zog die KESB am 15. Juni 2015 ihren Entscheid vom 27. April 2015 in 
Wiedererwägung und hob die vorsorglich angeordnete Sistierung des Kontaktrechts auf. Sie 
ordnete stattdessen vorsorglich ein begleitetes Besuchsrecht für jeden Mittwochnachmittag an. 
Dieser Entscheid blieb unangefochten.  
 
D. Mit Entscheid vom 3. August 2016 teilte die KESB die alleinige Obhut über die Tochter 
C.A. der Kindsmutter zu. Der Kindsvater wurde berechtigt und verpflichtet, C.A.____ jeden 
Mittwochnachmittag von 13:30 Uhr bis 17:30 Uhr zu Besuch zu nehmen. Ein Ferienrecht wurde 
dem Kindsvater nicht eingeräumt. Für die Besuchstage wurde eine Besuchsbeistandschaft er-
richtet und für C.A.____ ein Beistand ernannt.  
 
E. Gegen den Entscheid der KESB vom 3. August 2016 erhob B.A.____, vertreten durch 
Dr. Claudia M. Mordasini-Rohner, Advokatin in Basel, mit Eingabe vom 2. September 2016 Be-
schwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungs-
recht (Kantonsgericht). Im Wesentlichen beantragte er die Aufhebung des vorinstanzlichen Ent-
scheids und die Neuregelung des persönlichen Verkehrs von wöchentlich jeweils Sonntag 
10:00 Uhr bis Mittwoch 10:00 Uhr sowie acht Wochen Ferien pro Jahr mit C.A.____.  
 
F. Mit Urteil des Kantonsgerichts vom 30. November 2016 (810 16 259) wurde der Ent-
scheid der KESB vom 3. August 2016 betreffend die Regelung des persönlichen Verkehrs auf-
gehoben und die Angelegenheit wurde zur weiteren Behandlung im Sinne der Erwägungen an 
die KESB zurückgewiesen. Die KESB wurde damit beauftragt, die für ein Besuchs- und Ferien-
recht im üblichen Umfang erforderlichen Anordnungen zu treffen und die Einzelheiten der 
Durchführung festzulegen. 

 
G. Am 25. August 2017 wurden die Kindseltern betreffend die Neuregelung des persönli-
chen Verkehrs von der KESB angehört. Auf eine Anhörung von C.A.____ wurde aufgrund ihres 
Alters verzichtet. Die Kindsmutter äusserte sich dahingehend, dass sie keine Ausdehnung des 
persönlichen Verkehrs wünsche.  

 

 

Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

H. Mit Entscheid vom 7. September 2017 räumte die KESB dem Kindsvater ein Besuchs- 
und Ferienrecht dahingehend ein, dass er berechtigt und verpflichtet sei, C.A.____ zweimal pro 
Monat von Sonntagmorgen 10:00 Uhr bis Mittwochmorgen Unterrichtsbeginn im Kindergarten 
resp. ab Sommer 2018 bis Schulbeginn zu sich zu nehmen. Zudem sei er berechtigt und ver-
pflichtet, C.A.____ einmal pro Monat von Freitagabend 18:00 Uhr bis Sonntagabend 18:00 Uhr 
zu sich zu nehmen. Dem Kindsvater wurden zudem sechs Wochen Ferien und vier zusätzliche 
Ferientage für die Basler Fasnacht pro Jahr eingeräumt. 

 
I. Gegen diesen Entscheid erhob die Kindsmutter, vertreten durch Andrea Gfeller, 
Rechtsanwältin in Langenthal, mit Eingabe vom 9. Oktober 2017 Beschwerde beim Kantonsge-
richt. Sie beantragt die vollumfängliche Aufhebung der Besuchs- und Ferienregelung der KESB. 
Der Beschwerdegegner sei zu berechtigen und zu verpflichten, seine Tochter jedes zweite Wo-
chenende von Samstag 09:00 Uhr bis Sonntag 18:00 Uhr resp. ab August 2018 von Freitag 
18:00 Uhr bis Sonntag 18:00 Uhr zu sich zu nehmen. Zudem sei der Beschwerdegegner zu 
berechtigen und zu verpflichten, drei Wochen Ferien pro Jahr mit seiner Tochter zu verbringen; 
alles unter o/e-Kostenfolge.  

 
J. In ihrer Vernehmlassung vom 23. Oktober 2017 beantragt die KESB in Abweichung 
vom angefochtenen Entscheid, es sei der Beschwerdegegner zu berechtigen und zu verpflich-
ten, seine Tochter C.A.____ alle vierzehn Tage von Samstag 09:00 Uhr bis Sonntag 18:00 Uhr 
zu sich auf Besuch zu nehmen. Der Kindsvater sei zudem zu berechtigen und zu verpflichten, 
sechs Wochen Ferien pro Jahr mit seiner Tochter C.A.____ zu verbringen. Mit der Einschulung 
des Kindes im Sommer 2018 seien die Besuchswochenenden auf alle vierzehn Tage von Frei-
tag 18:00 Uhr bis Sonntag 18:00 Uhr auszudehnen.  
 
K. Mit Verfügung des Kantonsgerichts vom 30. Oktober 2017 wurde der Beschwerde für 
die Dauer des Verfahrens die aufschiebende Wirkung erteilt. Der Beschwerdegegner wurde 
berechtigt und verpflichtet, seine Tochter C.A.____ jedes zweite Wochenende von Samstag 
09:00 Uhr bis Sonntag 18:00 Uhr zu sich auf Besuch zu nehmen. Zudem wurde er berechtigt 
und verpflichtet, drei Wochen Ferien pro Jahr mit seiner Tochter zu verbringen.  
 
L. Mit Präsidialverfügung vom 16. November 2017 wurde der Fall der Kammer zur Beur-
teilung überwiesen. Sowohl der Beschwerdeführerin als auch dem Beschwerdegegner wurde 
die unentgeltliche Prozessführung und Verbeiständung bewilligt.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss Art. 450 Abs. 1 ZGB i.V.m. Art. 314 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetz-
buches (ZGB) vom 10. Dezember 1907 kann gegen Entscheide der Kindesschutzbehörde Be-
schwerde beim zuständigen Gericht erhoben werden. § 66 Abs. 1 des kantonalen Gesetzes 
über die Einführung des Zivilgesetzbuches (EG ZGB) vom 16. November 2006 erklärt für die 
Beurteilung von Beschwerden nach Art. 450 Abs. 1 ZGB das Kantonsgericht, Abteilung Verfas-
sungs- und Verwaltungsrecht, für zuständig. Das Verfahren richtet sich nach den Art. 450 bis 

 

Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Art. 450e ZGB. Im Übrigen sind die Bestimmungen des kantonalen Verwaltungsprozessrechts 
anwendbar (§ 66 Abs. 2 EG ZGB). Nach Art. 450 Abs. 2 ZGB sind Personen zur Beschwerde 
befugt, die am Verfahren beteiligt sind (Ziff. 1), die der betroffenen Person nahe stehen (Ziff. 2) 
oder die ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochte-
nen Entscheids haben (Ziff. 3). Die Beschwerdeführerin ist als direkte Verfahrensbeteiligte und 
Mutter von C.A.____ zur Beschwerdeerhebung legitimiert. Da auch die übrigen Prozessvoraus-
setzungen nach Art. 450 ff. ZGB i.V.m. § 66 Abs. 2 EG ZGB und § 43 ff. des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 erfüllt sind, ist 
auf die Beschwerde einzutreten. 
 
2. Gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen 
(Ziff. 1), die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die Un-
angemessenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Dem Kantonsgericht kommt bei der Beurteilung der 
vorliegenden Beschwerde somit volle Kognition zu.  
 
3. Streitgegenstand bildet die von der Vorinstanz vorgenommene Festlegung des Be-
suchs- und Ferienrechts des Beschwerdegegners.  
 
3.1 Eltern, denen die elterliche Sorge oder Obhut nicht zusteht und das minderjährige Kind 
haben gegenseitig Anspruch auf angemessenen persönlichen Verkehr (Art. 273 Abs. 1 ZGB). 
Das Recht auf persönlichen Verkehr ist Teil des Anspruchs auf Achtung des Familienlebens 
und steht den Betroffenen um ihrer Persönlichkeit willen zu (CLAUDIA M. MORDASINI-ROHNER, in: 
Kren Kostkiewicz et al. [Hrsg.], Orell Füssli Kommentar zum Zivilgesetzbuch, 3. Auflage, Zürich 
2016, N 4 zu Art. 273 ZGB). Oberste Richtschnur für die Ausgestaltung des persönlichen Ver-
kehrs ist immer das Kindeswohl, das anhand der Umstände des konkreten Einzelfalls zu beur-
teilen ist (BGE 131 III 209 E. 5.). Bei der Festsetzung des persönlichen Verkehrs geht es nicht 
darum, einen gerechten Interessenausgleich zwischen den Eltern zu finden, sondern den elter-
lichen Kontakt mit dem Kind in dessen Interesse zu regeln; allfällige Interessen der Eltern ha-
ben zurückzustehen (vgl. BGE 131 III 209 E. 5; Urteile des Bundesgerichts 5A_474/2016 und 
5A_487/2016 vom 27. Oktober 2016 E. 5.3). Die sorge- und obhutsberechtigte Person ist ver-
pflichtet, den persönlichen Verkehr zwischen dem anderen Elternteil und dem Kind zu fördern, 
mindestens aber zu dulden (ANDREA BÜCHLER, in: Schwenzer/Fankhauser [Hrsg.], FamKomm 
Scheidung Band I: ZGB, 3. Auflage, Bern 2017, N 14 zu Art. 273 ZGB). Bei der Häufigkeit und 
Dauer des persönlichen Verkehrs wird in erster Linie auf das Alter des Kindes abgestellt, wobei 
die Bedürfnisse eines Kleinkindes nicht denjenigen eines Jugendlichen entsprechen (BGE 122 
III 404 E. 3a; 120 II 229 E. 3b/aa). Sofern das Verhältnis zwischen dem Kind und dem besuchs-
berechtigten Elternteil gut ist, darf der Elternkonflikt für sich allein nicht zu einer Beschränkung 
des Besuchsrechts auf unbestimmte Zeit führen (BGE 131 III 209 E. 4). Gehen jedoch die Kon-
flikte der Eltern so weit, dass sie ein für das Kind erträgliches Mass übersteigen, kann das 
Festhalten am Besuchsrecht eine Gefährdung des Kindeswohls darstellen (ANDREA BÜCHLER, 
in: Schwenzer/Fank-hauser [Hrsg.], FamKomm Scheidung Band I: ZGB, 3. Auflage, Bern 2017, 
N 18 zu Art. 273 ZGB). 
 

 

Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

3.2 Im vorliegenden Fall leben die Kindseltern seit Anfang Januar 2015 getrennt voneinan-
der. Der Beschwerdegegner lebt mittlerweile in B.____ (BL) und die Beschwerdeführerin in 
C.____ (BE). Seit der Trennung streiten sich die Eltern in einem Dauerkonflikt um die Betreu-
ung von C.A.____ Die Vorinstanz teilte mit Entscheid vom 3. August 2016 die Obhut der Be-
schwerdeführerin zu, errichtete ein begleitetes Besuchsrecht und berechtigte den Beschwerde-
gegner, C.A.____ einmal wöchentlich von 13:30 Uhr bis 17:30 Uhr zu sich zu nehmen. Das 
Kantonsgericht stellte mit Urteil vom 30. November 2016 fest, dass sich die Beschränkung des 
Besuchsrechts und die fehlende Einräumung eines Ferienrechts nicht rechtfertigten. Dement-
sprechend wies es die Angelegenheit an die KESB zurück, damit diese die für ein Besuchs- und 
Ferienrecht im üblichen Umfang erforderlichen Anordnungen treffe und die Einzelheiten der 
Durchführung festlege. Die konkrete Besuchs- und Ferienregelung werde insbesondere auf 
diejenige von D.A.____ abzustimmen sein, damit der regelmässige direkte Kontakt der Halb-
schwestern beim Vater gewährleistet sei (E. 5.7).  
 
3.3 Die Beschwerdeführerin macht geltend, die im angefochtenen Entscheid angeordnete 
Kontaktregelung entspreche einerseits nicht dem im Urteil des Kantonsgerichts vom  
30. November 2016 vorgegebenen Kontaktrecht im üblichen Umfang und sei anderseits mit 
dem Kindeswohl nicht zu vereinbaren. C.A.____ besuche aktuell den Kindergarten in C.____ 
und werde während der arbeitsbedingten Abwesenheit der Kindsmutter am Montagnachmittag 
sowie teilweise am Dienstag- und Donnerstagnachmittag in der Tagesschule der Gemeinde 
C.____ betreut. Die von der Vorinstanz angeordnete Besuchsregelung hätte zur Folge, dass 
C.A.____ in Zukunft zwei Mal monatlich nahezu die Hälfte ihrer Kindergartenwoche beim Vater 
verbringen würde. Das Kind müsste angesichts der nach wie vor erheblichen Distanz zwischen 
den Wohnorten der Eltern somit von Montag bis Mittwoch zu Unzeiten aufstehen, um rechtzeitig 
in den Kindergarten zu gelangen und würde ausgerechnet im Zeitpunkt der mit Kindergarten 
und Einschulung nun stattfindenden Sozialisierung während zwei halben Wochen pro Monat 
aus seinem Lebensmittelpunkt herausgerissen. Anstelle des wichtigen gemeinsamen Kinder-
garten- bzw. Schulwegs und anschliessenden Spielnachmittagen müsste die ohnehin bereits 
belastete C.A.____ mit der angeordneten Regelung ein Parallelleben und eine parallele Soziali-
sierung mit Gleichaltrigen beim Beschwerdegegner bewerkstelligen. Die 14-jährige Halb-
schwester D.A.____, welche üblicherweise von Sonntagmittag bis Dienstag Schulbeginn ihren 
Vater besuche, sei aus schulbedingten Gründen mehrheitlich abwesend und zudem anderweitig 
beschäftigt. Mit der angeordneten Kontaktregelung werde die Wichtigkeit des seit nunmehr fast 
drei Jahren bestehenden Lebensmittelpunkts von C.A.____ in C.____ schlichtweg ignoriert. 
Durch die unübliche Ausdehnung des Besuchs- und Ferienrechts im angefochtenen Entscheid 
werde zudem faktisch die Zuteilung der Obhut an die Kindsmutter unterwandert, zumal der Be-
treuungsanteil des Beschwerdegegners die Schwelle einer alternierenden Obhut erreiche. Im 
vorliegenden Fall sei ein übliches Besuchsrecht von zweimal pro Monat, Samstag 09:00 Uhr 
bzw. ab Schulbeginn Freitag 18:00 Uhr bis Sonntag 18:00 Uhr, anzuordnen und es sei der Be-
schwerdegegner zu berechtigen, drei Wochen Ferien pro Jahr mit seiner Tochter zu verbringen. 
 
3.4 Die Vorinstanz erwog im angefochtenen Entscheid, dass für die Regelung des Eltern-
Kind-Verhältnisses das Kindeswohl der entscheidende Faktor sei, während die Interessen und 
Wünsche der Eltern in den Hintergrund zu treten hätten. Die verfügte Anpassung des väterli-

 

Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

chen Besuchs- und Ferienrechts erfolge aufgrund des Urteils des Kantonsgerichts vom 
30. November 2016, welches feststelle, dass sich eine Beschränkung des persönlichen Ver-
kehrs des Beschwerdegegners nicht rechtfertigen lasse. Die Neuregelung des Besuchs- und 
Ferienrechts sei insbesondere auf die Besuchszeiten der Halbschwester D.A.____ beim Kinds-
vater, auf den Stundenplan von C.A.____ sowie auf den Wunsch beider Eltern, ein ganzes Wo-
chenende mit ihrer Tochter zu verbringen, abgestimmt worden. Zudem sei der Wohnorts-
wechsel des Beschwerdegegners in die Nähe von C.A.____ berücksichtigt worden. Es sei im 
Sinne des Kindeswohls darauf geachtet worden, dass eine Anpassung erfolge, welche die ge-
samten Umstände des Kindes berücksichtige. In ihrer Vernehmlassung führt die Vorinstanz 
aus, dass beide Kindseltern behaupten würden, nur das Beste für ihre Tochter zu wollen. Der 
Beschwerdegegner fühle sich im Umgang mit seiner Tochter zu Unrecht eingeschränkt. Im Wei-
teren seien die Kindseltern trotz Anordnung verschiedener Kindesschutzmassnahmen bis anhin 
nicht gewillt, miteinander zu kommunizieren. Im Sinne des Kindeswohls und in Abweichung 
vom angefochtenen Entscheid werde eine Änderung des Besuchs- und Ferienrechts dahinge-
hend beantragt, dass der Beschwerdegegner zu berechtigen und zu verpflichten sei, C.A.____ 
von Samstag 09:00 Uhr resp. ab Einschulung im Sommer 2018 von Freitag 18:00 Uhr bis Sonn-
tag 18:00 Uhr zu sich auf Besuch zu nehmen. Am sechswöchigen Ferienrecht sei festzuhalten.  
 
3.5 Der Beschwerdegegner macht zusammengefasst geltend, es sei untersagt, bei der 
Begründung von Besuchsregelungen pauschal auf eine standardisierte Praxis zu verweisen. 
Die KESB habe in ihrem Entscheid vom 7. September 2017 den ihr zustehenden Ermessens-
spielraum nicht überschritten und gestützt auf den Einzelfall resp. aufgrund der Sorgerechtsver-
einbarung vom 24. September 2012, welche eine hälftige Betreuung der Tochter C.A.____ im 
Trennungsfall vorsehe, sowie das Urteil des Kantonsgerichts vom 30. November 2016 eine an-
gemessene Regelung getroffen. Der Kindsvater betreue seine ältere Tochter D.A.____ vom 
Sonntagmorgen bis Dienstagmorgen bei sich in B.____. Durch die Regelung im angefochtenen 
Entscheid werde die Abstimmung mit den Besuchs- und Ferienzeiten von D.A.____ gemäss 
dem Entscheid des Kantonsgerichts gewährleistet. Würde C.A.____ nur jedes zweite Wochen-
ende beim Kindsvater verbringen, wäre eine Abstimmung nicht mehr gegeben und der Kontakt 
zwischen den beiden Kindern würde auf den Sonntagnachmittag reduziert, da D.A.____ am 
Sonntagmorgen ihren sportlichen Hobbies nachgehen müsse. Die strittige Regelung führe auch 
nicht dazu, dass C.A.____ aus ihrem sozialen Umfeld gerissen werde. Vielmehr würde sie unter 
der Woche ihre Zeit im Kindergarten verbringen, wie wenn sie bei der Kindsmutter wäre. Auch 
könne die Kindsmutter C.A.____ aufgrund ihrer Arbeitstätigkeit nicht selber betreuen und 
C.A.____ müsste deshalb fremdbetreut werden. Schliesslich sei festzuhalten, dass Konfliktsitu-
ationen zwischen den Eltern nicht zu einer einschneidenden Beschränkung des Besuchsrechts 
führen dürften. Die Kindsmutter habe regelmässig die Besuchszeiten mit dem Kindsvater ver-
hindert und sei ohne Absprache mit C.A.____ verreist. Sie ignoriere die Bemühungen des Bei-
stands, der dadurch seinem Auftrag betreffend die Regelung des persönlichen Verkehrs nicht 
nachkommen könne. Soweit die Vorinstanz nunmehr vom angefochtenen Entscheid abweiche 
und den Anträgen der Kindsmutter folge, sei diese widersprüchliche Haltung nicht nachvollzieh-
bar.  
 

 

Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

3.6.1 Dem Beschwerdegegner ist dahingehend beizupflichten, dass die Begründung einer 
Besuchsregelung nicht einzig unter Verweis auf eine standardisierte Praxis erfolgen darf. Aus 
dem Bericht des Beistandes vom 24. August 2017 ist ersichtlich, dass die Besuche von 
C.A.____ beim Beschwerdegegner gut und ohne Zwischenfälle verlaufen und diese Besuche 
auch von der Beschwerdeführerin mittlerweile akzeptiert werden. Der Beschwerdegegner kann 
glaubhaft darlegen, dass ihm viel an der Beziehung zu seiner Tochter liegt und er in der Lage 
ist, C.A.____ in ihrer Entwicklung zu fördern. Dennoch sind die Eltern trotz Anordnung ver-
schiedener Kindesschutzmassnahmen bis heute nicht gewillt, miteinander zu kommunizieren. 
Es ist zudem ersichtlich, dass der Elternkonflikt zulasten von C.A.____ ausgetragen wird und 
die Ansichten und Handlungen der Kindseltern von den Fachkräften kritisch betrachtet werden. 
C.A.____ wird aktuell jeweils am Montagnachmittag und teilweise am Dienstag- und Donners-
tagnachmittag in der Tagesschule C.____ betreut. Durch die im angefochtenen Entscheid ver-
fügte Besuchsregelung könnte C.A.____ am Montag- und Dienstagnachmittag grundsätzlich 
vom Beschwerdegegner betreut werden. Die geographische Distanz der Wohnung des Be-
schwerdegegners hat sich zwar nach seinem Umzug nach B.____ verringert; dennoch beträgt 
die Strecke immer noch eine halbe Stunde mit dem Auto, dies bei guten Verkehrsverhältnissen. 
Der Beschwerdegegner müsste C.A.____ somit zweimal pro Monat pünktlich von Montag bis 
Mittwoch in den Kindergarten der Gemeinde C.____ resp. ab Sommer 2018 in die Schule brin-
gen und nach Unterrichtsende wieder nach B.____ fahren. Damit würde das Kind einen erhebli-
chen Teil seiner Erholungs- und Freizeit im Auto verbringen und regelmässig unter erheblichem 
Stress stehen. In diesem Sinne ist im Hinblick auf das Kindeswohl einer Nachmittagsbetreuung 
in der Tagesschule der Gemeinde C.____ der Vorzug zu geben. Für C.A.____ sind damit Be-
suche an den Wochenenden beim Beschwerdegegner ohne Zeitdruck kindgerechter als Besu-
che unter der Woche. Mit dieser Lösung ist ein regelmässiger direkter Kontakt zwischen 
C.A.____ und ihrer Halbschwester D.A.____ – wenn auch nicht im gleichen Umfang wie bei 
einem Besuchsrecht unter der Woche – nach wie vor gewährleistet. Hinzu kommt, dass Besu-
che an den Wochenenden mit weniger Organisationsaufwand der Eltern verbunden sind, was 
auch unter dem Aspekt des Elternkonflikts für die von der Vorinstanz beantragte Besuchsrege-
lung spricht.  
 
3.6.2 Nach dem Gesagten erweist sich die von der Vorinstanz im Rahmen der Vernehmlas-
sung beantragte Besuchsregelung im vorliegenden Fall insgesamt als sachgerechter als das im 
angefochtenen Entscheid vorgesehene Besuchsrecht. Der Beschwerdeführerin ist namentlich 
insofern zuzustimmen, als letzteres vom Umfang her als unüblich ausgedehnt erscheint. Unter 
Berücksichtigung des Umstands, dass die Kindseltern über die gemeinsame elterliche Sorge 
verfügen und in der Sorgerechtsvereinbarung vom 24. September 2012 ursprünglich eine hälfti-
ge Betreuung des Kindes vereinbart worden war, erscheint im vorliegenden Fall ein leicht aus-
gedehnteres Besuchsrecht als das von der Vorinstanz in der Vernehmlassung beantragte Be-
suchsrecht und ein Ferienrecht von sechs Wochen pro Jahr als angemessen. Betreffend die 
Einräumung der Freitage für die Basler Fasnacht ist festzuhalten, dass das Kind, falls es in die-
sem Zeitraum keine Ferien hätte, für die Teilnahme an der Basler Fasnacht fast alle Freitage in 
der Schule beantragen müsste, womit C.A.____ nur noch wenige Freitage für andere Gelegen-
heiten zustünden. In diesem Sinne ist im Interesse des Kindeswohls auf die Einräumung der 
Freitage für die Basler Fasnacht zu verzichten. 

 

Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 
3.6.3 Demzufolge ist in teilweiser Gutheissung der Beschwerde das Besuchsrecht auf alle 
vierzehn Tage von Samstag 09:00 Uhr resp. ab der Einschulung im Sommer 2018 von Freitag 
Unterrichtsende bis Sonntagabend 19:30 Uhr – mit Abendessen beim Beschwerdegegner – und 
das Ferienrecht auf sechs Wochen pro Jahr festzusetzen. Fällt die Basler Fasnacht in die 
Schulferien der Tochter, ist der Beschwerdegegner berechtigt, die Basler Fasnacht mit 
C.A.____ zu verbringen.  
 
4. Es bleibt über die Kosten zu befinden. 
 
4.1 Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. 
Die Verfahrenskosten werden gemäss § 20 Abs. 3 VPO in der Regel der ganz oder teilweise 
unterliegenden Partei auferlegt. Im vorliegenden Fall rechtfertigt es sich, den Parteien einen 
hälftigen Verfahrenskostenanteil von je  Fr. 700.-- aufzuerlegen. Zufolge Bewilligung der unent-
geltlichen Prozessführung gehen die den Parteien auferlegten Verfahrenskostenanteile zulasten 
der Gerichtskasse. 
 
4.2 Nach § 21 Abs. 1 VPO kann der ganz oder teilweise obsiegenden Partei für den Bei-
zug eines Anwalts oder einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung zulasten der 
Gegenpartei zugesprochen werden. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die Par-
teikosten wettzuschlagen. 
 
4.3.1 Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung ist der Rechtsvertreterin der 
Beschwerdeführerin und der Rechtsvertreterin des Beschwerdegegners ein Honorar aus der 
Gerichtskasse auszurichten. 
 
4.3.2 In ihrer am 30. November 2017 eingereichten Honorarnote macht die Rechtsvertreterin 
der Beschwerdeführerin, ausgehend von einem Stundenaufwand für den Zeitraum vom 
8. September 2017 bis 30. November 2017 von 15 Stunden à Fr. 250.--, ein Honorar von 
Fr. 4'284.15 geltend. Gemäss § 3 Abs. 2 der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte (TO) 
vom 17. November 2003 beträgt das Honorar bei unentgeltlicher Verbeiständung Fr. 200.-- pro 
Stunde. Daraus resultiert im Fall der Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin ein Honorar von 
Fr. 3'000.-- zuzüglich Auslagen in der Höhe von Fr. 216.80, insgesamt somit Fr. 3‘474.15 (inkl. 
Auslagen und 8% MWST). 
 
4.3.3 Die Rechtsvertreterin des Beschwerdegegners macht in ihrer Honorarnote vom  
29. November 2017 einen Aufwand von 0.84 Stunden à Fr. 200.-- und 15.9 Stunden  
à Fr. 130.-- geltend, woraus sich ein Honorar von Fr. 2'235.-- ergibt. Für die Bemühungen von 
Volontärinnen und Volontären sind 1/3 bis 2/3 des für den konkreten Fall massgebenden Stun-
denansatzes einer Anwältin oder eines Anwaltes zu berechnen (§ 3 Abs. 3 TO). Das Kantons-
gericht erachtet praxisgemäss ein Honorar von Fr. 100.-- pro Stunde für die Bemühungen von 
Volontären als angemessen. Hinzu kommen die Auslagen in der Höhe von Fr. 85.90. Demge-
mäss ist der Rechtsvertreterin des Beschwerdegegners ein Honorar in der Höhe von insgesamt 
Fr. 1‘991.40 (inkl. Auslagen und 8% MWST) aus der Gerichtskasse auszurichten. 

 

Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 
4.3.4 Die Beschwerdeführerin und der Beschwerdegegner werden ausdrücklich darauf hin-
gewiesen, dass sie zur Nachzahlung der in diesem Verfahren infolge Bewilligung der unentgelt-
lichen Rechtspflege der Gerichtskasse belasteten Kosten verpflichtet sind, sobald sie dazu in 
der Lage sind (§ 53a Abs. 1 des Gesetzes über die Organisation der Gerichte [Gerichtsorgani-
sationsgesetz, GOG] vom 22. Februar 2001). 
 

  

 

Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde werden Ziffer 1 und Ziffer 2 

Satz 2 und 3 des Entscheids der Kindes- und Erwachsenenschutzbehör-
de Frenkentäler vom 7. September 2017 aufgehoben und durch folgende 
Fassung ersetzt: 
 
„Der Beschwerdegegner ist berechtigt, das Besuchsrecht vierzehntägig 
von Samstag 09.00 Uhr resp. ab Schulbeginn im Sommer 2018 von 
Freitag Unterrichtsende bis Sonntag 19.30 Uhr auszuüben. Der Be-
schwerdegegner hat die Tochter C.A.____ am Samstag resp. ab Schul-
beginn im Sommer 2018 am Freitag abzuholen und am Sonntagabend 
verpflegt der Beschwerdeführerin zu übergeben. 
 
Fällt die Basler Fasnacht in den Zeitraum der Schulferien der von 
C.A.____ besuchten Schule, so ist der Beschwerdegegner berechtigt, die 
Basler Fasnacht mit seiner Tochter C.A.____ zu verbringen.“ 

   
 2. Der Beschwerdeführerin wird ein Verfahrenskostenanteil in der Höhe von 

Fr. 700.-- auferlegt. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessfüh-
rung gehen die der Beschwerdeführerin auferlegten Verfahrenskosten 
zulasten der Gerichtskasse.  
 

  Dem Beschwerdegegner wird ein Verfahrenskostenanteil in der Höhe 
von Fr. 700.-- auferlegt. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozess-
führung gehen die dem Beschwerdegegner auferlegten Verfahrenskos-
ten zulasten der Gerichtskasse. 
 

 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
 
Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird der Rechts-
vertreterin der Beschwerdeführerin ein Honorar in der Höhe von 
Fr. 3‘474.15 (inkl. Auslagen und 8% MWST) und der Rechtsvertreterin 
des Beschwerdegegners ein Honorar in der Höhe von Fr. 1‘991.40 (inkl. 
Auslagen und 8% MWST) aus der Gerichtskasse ausgerichtet.  

 

 

 
Vizepräsident 
 
 

Gerichtsschreiberin i.V.