# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 05cb272b-734a-53c6-8aea-53a739e79388
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-11-12
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 12.11.2015 725 12 296 / 298 (725 2012 296 / 298)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-12-296---298_2015-11-12.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 12. November 2015 (725 12 296 / 298) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Beurteilung des Rentenanspruchs und der Integritätsentschädigung: Auf die Ergebnisse 

des in Auftrag gegebenen Gerichtsgutachtens kann abgestellt werden  

 

 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kantonsrichter 

Daniel Noll, Gerichtsschreiber Markus Schäfer 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Daniel Altermatt, Rechts-
anwalt, Neuarlesheimerstrasse 15, 4143 Dornach 

  
 
gegen 
 
 

 SUVA, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 
 
A. Der 1977 geborene A.____ war vom 15. Oktober 2001 bis zum 31. Dezember 2005 als 
Produktionsmitarbeiter bei der B.____ AG in C.____ tätig und durch die Arbeitgeberin bei der 
Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Unfäl-
len und Berufskrankheiten versichert. Am 27. November 2005 erlitt A.____ als Beifahrer einen 
Autounfall. Laut dem gleichentags verfassten Bericht des erstbehandelnden Arztes der Chirur-
gischen Notfallklinik des Spitals D.____ zog er sich dabei eine akromioklavikuläre Luxation 

 

 
 
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Tossy III an der linken (recte: rechten) Schulter zu. Gleichzeitig wurde als weiterer Befund an 
dieser Schulter ein “Klavikulahochstand mit Druckdolenz und Klaviertasten-Phänomen“ erho-
ben. Nach Eingang der durch die Arbeitgeberin erstatteten Unfallmeldung erbrachte die SUVA 
die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung, Taggelder) für die Folgen des Unfalls. 
 
Mit Verfügung vom 3. September 2008 sprach die SUVA A.____ für die auf den Unfall zurück-
zuführende Integritätseinbusse eine Integritätsentschädigung in der Höhe von 5 % des Höchst-
betrages des versicherten Jahresverdienstes zu. Gleichzeitig hielt sie fest, dass sie gestützt auf 
ihre medizinischen und erwerblichen Abklärungen einen Invaliditätsgrad von 8,39 % ermittelt 
habe. Da die Erheblichkeitsgrenze von 10 % für die Ausrichtung einer Invalidenrente nicht er-
reicht sei, habe der Versicherte keinen Anspruch auf eine Invalidenrente aus der obligatori-
schen Unfallversicherung. Die von A.____ gegen diese Verfügung erhobene Einsprache hiess 
die SUVA mit Einspracheentscheid vom 4. Februar 2010 insofern teilweise gut, als sie die dem 
Versicherten zustehende Integritätsentschädigung neu auf 10 % festsetzte. Im Übrigen wies die 
SUVA die Einsprache ab.  
 
Die von A.____, vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Altermatt, gegen diesen Einspracheent-
scheid erhobene Beschwerde hiess das Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialver-
sicherungsrecht (Kantonsgericht), mit Urteil vom 1. Oktober 2010 (Verfahren-Nr. 725 10 62 / 
233) in dem Sinne gut, als es den angefochtenen Einspracheentscheid aufhob und die Streitsa-
che zu weiteren medizinischen Abklärungen und zum anschliessenden Erlass einer neuen Ver-
fügung an die SUVA zurückwies. 
 
Gestützt auf das in der Folge beim Spital E.____, Klinik für Orthopädie und Traumatologie, ein-
geholte orthopädische Gutachten vom 25. März 2011 sowie auf eine interne versicherungsme-
dizinische Stellungnahme bestätigte die SUVA mit Verfügung vom 23. August 2011 die Einstel-
lung der Taggeld- und Heilungskosten per 30. September 2008. Gleichzeitig wies sie einen 
Rentenanspruch des Versicherten gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 5,68 % ab und legte 
die Integritätseinbusse des Versicherten neu (wieder) auf 5 % fest. Die dem Versicherten zu viel 
ausbezahlte Integritätsentschädigung im Umfang von 5 % beziehungsweise in der Höhe von 
Fr. 5‘340.-- habe der Versicherte innert 30 Tagen zurückzuzahlen. Die von A.____ gegen diese 
Verfügung erhobene Einsprache wies die SUVA mit Entscheid vom 27. August 2012 ab.  
 
B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____, weiterhin vertreten durch Rechts-
anwalt Daniel Altermatt, am 28. September 2012 Beschwerde beim Kantonsgericht, mit welcher 
er die Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheides beantragte. Zudem ersuchte er 
um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege mit seinem Rechtsvertreter als unentgeltli-
chem Rechtsbeistand; unter o/e-Kostenfolge. 
 
C. Mit Eingabe vom 14. November 2012 machte die SUVA geltend, dass die örtliche Zu-
ständigkeit des angerufenen Kantonsgerichts nicht nachgewiesen sei. Nachdem der Beschwer-
deführer am 28. Dezember 2012 zu dieser Frage Stellung genommen hatte, reichte die SUVA 
am 14. Februar 2013 auf Ersuchen des Kantonsgerichts eine Vernehmlassung ein, in welcher 

 

 
 
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sie sowohl in formeller als auch in materieller Hinsicht zu den Beschwerdevorbringen Stellung 
nahm.  
D. Anlässlich der Parteiverhandlung vom 3. April 2014 bejahte das Kantonsgericht seine - 
von der SUVA bestrittene - örtliche Zuständigkeit zur Beurteilung der Beschwerde des Versi-
cherten. Da es auch die übrigen Eintretensvoraussetzungen als gegeben erachtete, entschied 
es, auf die Beschwerde vom 28. September 2012 einzutreten. Im Rahmen der materiellen Beur-
teilung der Beschwerde gelangte es sodann zur Auffassung, dass ein abschliessender Ent-
scheid in dieser Angelegenheit gestützt auf die vorhandene medizinische Aktenlage nicht mög-
lich sei. Das Kantonsgericht beschloss deshalb, den Fall auszustellen und zur Klärung der me-
dizinischen Sachlage ein orthopädisches Gerichtsgutachten in Auftrag zu geben. 
 
E. Nachdem der den Parteien selbständig eröffnete Zwischenentscheid vom 3. April 2014 
in Bezug auf die Zuständigkeitsfrage unangefochten in Rechtskraft erwachsen war, schlug das 
Kantonsgericht den Parteien mit Verfügung vom 3. Juli 2014 Prof. Dr. med. F.____, Orthopädie 
FMH, als Gerichtsgutachter vor. Gleichzeitig, wies es sie auf das Recht hin, personenbezogene 
Ausstandsgründe gegen den vorgeschlagenen Experten zu erheben. Im Weiteren unterbreitete 
das Kantonsgericht den Parteien den Entwurf des entsprechenden Auftrags und den vorgese-
henen Fragenkatalog und es gab ihnen Gelegenheit, Zusatzfragen zu stellen. Während der Be-
schwerdeführer in der Folge keine personenbezogenen Ausstandsgründe gegen den vorge-
schlagenen Gerichtsgutachter erhob und auf die Möglichkeit, Zusatzfragen zu stellen, verzichte-
te, lehnte die SUVA in ihrer Eingabe vom 29. Juli 2014 Prof. Dr. F.____ wegen Befangenheit als 
Gerichtsgutachter ab. Das Kantonsgericht wies dieses Ausstandsbegehren jedoch mit Verfü-
gung vom 26. September 2014 ab und am 1. Oktober 2014 erteilte es dem Gerichtsgutachter 
Prof. Dr. F.____ den entsprechenden Auftrag. 
 
F. Mit Verfügung vom 22. Oktober 2014 kam das Kantonsgericht auf Ersuchen von Prof. 
Dr. F.____ auf diese Auftragserteilung zurück. Gleichzeitig bestimmte es PD Dr. med. G.____, 
Orthopädie und Traumatologie FMH, als neuen Gerichtsgutachter. Innert der den Parteien hier-
für eingeräumten Frist teilte die SUVA am 21. November 2014 mit, dass sie auch mit diesem 
neuen Gutachtervorschlag nicht einverstanden sei. Mit Verfügung vom 5. Januar 2015 wies das 
Kantonsgericht auch dieses Ablehnungsbegehren der SUVA ab.  
 
G. Am 17. April 2015 erstattete PD Dr. G.____ das in Auftrag gegebene orthopädische 
Gerichtsgutachten. Die Parteien erhielten in der Folge Gelegenheit, sich zum Inhalt des Gutach-
tens und zur Frage zu äussern, wie sich dessen Ergebnisse auf den Leistungsanspruch des 
Versicherten auswirken würden. In der Folge machten die SUVA am 20. Mai 2015 und der Be-
schwerdeführer am 22. Juni 2015 von der Möglichkeit zur Stellungnahme Gebrauch. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss § 16 Abs. 2 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess-
ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 hat das Gericht von Amtes wegen zu prüfen, ob auf 
das Rechtsmittel eingetreten werden kann. Mit Teilurteil/Beschluss vom 3. April 2014 bejahte 

 

 
 
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das Kantonsgericht im vorliegenden Verfahren seine - von der SUVA bestrittene - örtliche Zu-
ständigkeit zur Beurteilung der Beschwerde des Versicherten. Da es auch die übrigen Eintre-
tensvoraussetzungen als gegeben erachtete, entschied es, auf die Beschwerde vom 28. Sep-
tember 2012 einzutreten. Was die Begründung dieses Eintretensentscheides betrifft, kann an 
dieser Stelle vollumfänglich auf dessen ausführliche Erwägungen verwiesen werden.  
 
2. Strittig und im Folgenden zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine 
Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung der Beschwerdegegnerin hat. 
 
2.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversi-
cherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufs-
unfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Die Leistungspflicht des Un-
fallversicherers setzt voraus, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen 
Schaden (Invalidität, Integritätseinbusse) ein natürlicher (vgl. dazu BGE 129 V 181 E. 3.1 mit 
Hinweisen) und ein adäquater (vgl. dazu BGE 129 V 181 E. 3.2 mit Hinweis) Kausalzusam-
menhang gegeben ist. 
 
2.2 Ist die versicherte Person infolge des Unfalls zu mindestens 10 Prozent invalid, so hat 
sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Als Invalidität gilt nach Art. 8 Abs. 1 
ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbs-
unfähigkeit. Diese wiederum entspricht dem durch Beeinträchtigung der körperlichen oder geis-
tigen Gesundheit verursachten und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei-
benden ganzen oder teilweisen Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom-
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von 
der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustan-
des der versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmass-
nahmen der Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die 
Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG). Erleidet die versicherte 
Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder 
psychischen Integrität, so hat sie nach Art. 24 Abs. 1 UVG Anspruch auf eine angemessene 
Integritätsentschädigung. Diese wird mit der Invalidenrente festgesetzt oder, falls kein Renten-
anspruch besteht, bei der Beendigung der ärztlichen Behandlung gewährt (Art. 24 Abs. 2 UVG). 
 
3.1 Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet jeweils die Frage, in wel-
chem Ausmass die versicherte Person unfallbedingt arbeitsunfähig ist. Gemäss der Legaldefini-
tion von Art. 6 ATSG ist Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen 
oder geistigen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder 
Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutba-
re Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). 
 
3.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beur-
teilung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall 
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fach-
leute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-

 

 
 
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heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen 
Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der 
Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 99 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
3.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle an-
deren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c).  
 
3.4 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5).  
 
So weicht das Gericht bei Gerichtsgutachten nach der Praxis nicht ohne zwingende Gründe von 
der Einschätzung des medizinischen Experten ab, dessen Aufgabe es ist, seine Fachkenntnis-
se der Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um einen bestimmten Sachverhalt medizinisch 
zu erfassen. Ein Grund zum Abweichen kann vorliegen, wenn die Gerichtsexpertise wider-
sprüchlich ist oder wenn ein vom Gericht eingeholtes Obergutachten in überzeugender Weise 
zu andern Schlussfolgerungen gelangt. Abweichende Beurteilung kann ferner gerechtfertigt 
sein, wenn gegensätzliche Meinungsäusserungen anderer Fachexperten dem Gericht als triftig 
genug erscheinen, die Schlüssigkeit des Gerichtsgutachtens in Frage zu stellen, sei es, dass es 
die Überprüfung im Rahmen einer Oberexpertise für angezeigt hält, sei es, dass es ohne Ober-
expertise vom Ergebnis des Gerichtsgutachtens abweichende Schlussfolgerungen zieht (BGE 
125 V 352 f. E. 3b/aa mit Hinweisen).  
 
Im Weiteren ist laut diesen Richtlinien den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten 
Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen 
und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung 
der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft 

 

 
 
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zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise spre-
chen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen).  
 
4.1 Im ersten zwischen den Parteien in dieser Angelegenheit ergangenen Urteil vom 
1. Oktober 2010 (Verfahren-Nr. 725 10 62 / 233) war das Kantonsgericht zur Auffassung ge-
langt, dass die Leistungsansprüche des Versicherten gestützt auf die vorhandene medizinische 
Aktenlage nicht abschliessend beurteilt werden konnten. Der medizinische Sachverhalt bedürfe 
diesbezüglich zusätzlicher Abklärungen. Die SUVA habe den aktuellen Gesundheitszustand 
des Versicherten abklären zu lassen und zur Frage, inwieweit dieser unfallbedingt in seiner Ar-
beitsfähigkeit eingeschränkt sei, ein unabhängiges orthopädisches Gutachten einzuholen. Aus-
serdem habe die von der SUVA beauftragte Gutachtensperson eine erneute Einschätzung der 
Beeinträchtigung der körperlichen Integrität des Versicherten vorzunehmen und sich dabei ins-
besondere auch zu der Frage zu äussern, ob bezüglich der verbleibenden Beeinträchtigung im 
Bereich der rechten Schulter mittlerweile ein Endzustand erreicht sei. Das Kantonsgericht hiess 
deshalb in seinem Urteil vom 1. Oktober 2010 die Beschwerde des Versicherten in dem Sinne 
gut, als es den angefochtenen Einspracheentscheid vom 4. Februar 2010 aufhob und die Ange-
legenheit zu weiteren medizinischen Abklärungen und zum anschliessenden Erlass einer neuen 
Verfügung an die SUVA zurückwies. 
 
4.2 In Nachachtung dieses kantonsgerichtlichen Rückweisungsentscheids vom 1. Oktober 
2010 gab die SUVA beim Spital E.____, Klinik für Orthopädie und Traumatologie, ein orthopä-
disches Gutachten in Auftrag, welches in der Folge durch Dr. med. H.____, Facharzt für Ortho-
pädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, erstellt und am 25. März 
2011 erstattet wurde. Darin diagnostizierte der genannte Facharzt beim Versicherten eine 
Rockwood III-Läsion der rechten Schulter nach einem Unfall am 27. November 2005 und opera-
tiver Sanierung im Sinne eines modifizierten Weaver-Dunn am 30. März 2006 mit Restbe-
schwerden im Bereich des AC-Gelenkes. Bei der klinischen Untersuchung zeige sich ein nor-
mal gebauter gesunder kräftiger junger Mann mit symmetrischer Muskeltrophic und symmet-
risch grober Beschwielung beider Hände. Klinisch und radiologisch bestehe eine hervorragende 
anatomische Rekonstruktion der Rockwood III-Läsion. Der Versicherte beklage hauptsächlich 
ein Schmerzproblem über dem AC-Gelenk, welches in die ganze rechte Körperhälfte ausstrah-
le. Die klinische Untersuchung zeige eine leichtgradige Bewegungseinschränkung von 20 Grad 
in der Flexion und der Abduktion sowie eine Kraftminderung sowohl bei der Messung der Hand-
kraft als auch bei der Messung der Abduktionskraft. Rein durch den Unfall und die operative 
Sanierung sowie durch den Befund fünf Jahre nach der Operation, lasse sich eine fehlende 
Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess nicht erklären. Es sei von einer Symptomauswei-
tung auszugehen. Der im Krankheitsverlauf geäusserte Verdacht auf einen “low grade“- Infekt 
an der Schulter sei theoretisch möglich. Die anamnestische und klinische Situation der Schulter 
sei indessen wenig suspekt auf eine “low grade“-Infektion. Prinzipiell müsse davon ausgegan-
gen werden, dass diese spezielle Form einer postoperativen Komplikation schwer zu fassen 
und einzig durch eine Biopsie zu beweisen sei. Der Versicherte habe vor dem Unfall als Quali-
tätskontrolleur gearbeitet. Diese Tätigkeit sei ihm ganztäglich zumutbar, sofern die Maximalbe-
lastung der zu bewegenden Teile 10 kg wäre. Das Heben und Tragen von Lasten über 10 kg 
sowie oberhalb der Horizontale seien nicht zumutbar. Unzumutbar seien auch repetitive Schlag- 

 

 
 
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und Überkopfarbeiten. Eine zeitliche Einschränkung für die Ausübung einer angepassten Tätig-
keit bestehe nicht, diese sei uneingeschränkt möglich. Der Integritätsschaden des Versicherten 
liege gemäss den Integritätsentschädigungstabellen der SUVA bei 5 %. 
 
4.3 Die SUVA stützte sich in der Folge im vorliegend angefochtenen Einspracheentscheid 
vom 27. August 2012 bei der Beurteilung des medizinischen Sachverhalts vollumfänglich auf 
dieses orthopädische Gutachten von Dr. H.____ vom 25. März 2011. Wie oben ausgeführt (vgl. 
E. 3.4 hiervor), ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer 
Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu 
schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, 
solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. Anlässlich 
der Parteiverhandlung vom 3. April 2014 gelangte das Kantonsgericht nun allerdings zur Auf-
fassung, dass das Gutachten von Dr. H.____ vom 25. März 2011 insbesondere in Bezug auf 
seine Vollständigkeit nicht zu überzeugen vermöge. So setze sich der Gutachter mit dem Be-
richt des behandelnden Arztes Dr. med. I.____, Orthopädische Chirurgie FMH, vom 14. De-
zember 2009 im Rahmen seiner medizinischen Beurteilung in keiner Weise auseinander. Die 
fehlende Auseinandersetzung mit den Ausführungen von Dr. I.____ wiege bei der Beurteilung 
der Beweiskraft umso schwerer, als dessen fachärztliche Stellungnahme von ausschlaggeben-
der Bedeutung für den Rückweisungsentscheid des Kantonsgerichts vom 1. Oktober 2010 ge-
wesen sei. Im Gutachten von Dr. H.____ würden sich ferner auch keine Ausführungen zu der 
von Dr. I.____ aufgeworfenen und im Rückweisungsentscheid des Kantonsgerichts explizit for-
mulierten Frage finden, ob bezüglich der verbleibenden Beeinträchtigungen im Bereich der 
rechten Schulter mittlerweile der Endzustand erreicht sei. Damit lasse das von der SUVA in 
Auftrag gegebene Gutachten von Dr. H.____ Aspekte, die zur Klärung der medizinischen Situa-
tion notwendig seien, gänzlich unbeantwortet und die Expertise vermöge mangels genügender 
Auseinandersetzung mit den vorhandenen Vorakten den Anforderungen an eine medizinische 
Beurteilungsgrundlage nicht zu genügen. Die SUVA sei demnach - entgegen der von ihr vertre-
tenen Auffassung - der ihr obliegenden Abklärungspflicht nicht im erforderlichen Masse nach-
gekommen. Da die übrigen vorliegenden medizinischen Berichte ebenfalls keine ausreichende 
Grundlage für eine abschliessende Beurteilung der Beschwerde bildeten, beschloss das Ge-
richt, den Fall auszustellen und die erforderliche zusätzliche Abklärung des medizinischen 
Sachverhalts im Rahmen eines orthopädischen Gerichtsgutachtens vornehmen zu lassen, mit 
dessen Erstellung in der Folge PD Dr. G.____ beauftragt wurde. 
 
5. Gestützt auf seine Untersuchungen und die medizinische Aktenlage hält PD 
Dr. G.____ in seinem orthopädischen Gerichtsgutachten vom 17. April 2015 beim Versicherten 
als Diagnosen Residualschmerzen AC-Gelenk rechts (ICD-10: M25.51) bei (1) Status nach 
Tossy III-/Rockwood III-AC-Gelenksluxation (27.11.2005), (2) Status nach initial konservativer, 
nicht operativer Therapie und (3) Status nach modifizierter Weaver-Dunn-Operation 
(30.03.2006) fest.   
 
Zur Frage nach dem Endzustand führt PD Dr. G.____ aus, aufgrund der klinischen Erfahrung 
sei davon auszugehen, dass sich ein Jahr nach stattgehabter Operation ein Endzustand einge-

 

 
 
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stellt habe. Somit sei der ein Jahr postoperativ bestehende Zustand als Endzustand auf Dauer 
zu betrachten.  
 
In seiner weiteren Beurteilung weist PD Dr. G.____ sodann darauf hin, dass sich die bei den 
Akten liegenden Gutachten und Berichte von Dr. med. J.____, Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, vom 13. November 2007, von Dr. I.____ vom 
14. Dezember 2009 und von Dr. H.____ vom 25. März 2011 in den darin beschriebenen norma-
len und pathologischen Befunden im Grundsatz nicht unterscheiden würden. Übereinstimmend 
würden in diesen Vorakten Arbeiten in Schulterhöhe und über Kopf, repetitive Schlag- und/oder 
Vibrationsbelastungen, Tätigkeiten mit häufigen grösseren Gewichtsbelastungen und Arbeiten 
in Zwangshaltungen als nicht mehr zumutbar angesehen. Schaue man sich die Beweglichkeit 
der Schulter im Detail über die Zeit an, so finde sich im Gutachten von Dr. J.____ eine Flexions-
fähigkeit der Schulter von 120° und im Bericht von Dr. I.____ sowie im Gutachten von 
Dr. H.____ jeweils eine solche von 140°. Während der aktuellen gutachterlichen Untersuchung 
weise die Schulter eine Flexion von 150° auf. Daneben bestehe in den genannten Gutachten 
und Berichten eine gewisse Diskrepanz in der Einschätzung der Gewichtsbelastungsfähigkeit 
des Schultergürtels des Exploranden. Laut Dr. J.____ bestehe eine theoretische Gewichtslimite 
für Werkstücke in der Grössenordnung von 15-20 kg, Dr. I.____ gebe an, dass bis zur Horizon-
talen ein vereinzelter Kraftaufwand von 5-10 kg zumutbar sei, und Dr. H.____ lege sich auf eine 
Maximalgrenze von 10 kg fest.  
 
In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit des Exploranden führt der Gerichtsgutachter aus, dass aktuell 
aufgrund der Beschwerden im Bereich des ehemaligen Schultereckgelenkes bei Schwellung, 
Claviculahochstand, Druck- und Bewegungsschmerzhaftigkeit sowie endgradiger Bewegungs-
einschränkung repetitive Überkopftätigkeiten, Arbeiten mit Tragbelastungen über 10 kg, Tätig-
keiten mit Schlag- und Vibrationsbelastungen sowie Arbeiten in Zwangshaltungen nicht zumut-
bar seien. In einer leichten bis mittelschweren Tätigkeit, bei welcher nicht über Kopf gearbeitet 
und nicht in Zwangspositionen verharrt werden müsse, keine Gewichte über 10 kg zu tragen 
seien und keine Schlag- und Vibrationsbelastungen bestünden, sei der Explorand vollumfäng-
lich ganztägig arbeitsfähig. Ein vermehrter Pausenbedarf zur Vermeidung der Exazerbation der 
Beschwerden im Bereich des Schultergelenkes bestehe aus der Erfahrung nicht, in einer sol-
chen Tätigkeit betrage die Arbeitsunfähigkeit somit 0 %.  
 
Die Integritätseinbusse schliesslich sei in Anbetracht der sich seit einem Jahr postoperativ sehr 
stationär haltenden, sich in der Beweglichkeit leicht positiv, sicher aber nicht negativ entwi-
ckelnden Befundsituation auf 5 % zu beziffern.  
 
6.1 In ihrer Stellungnahme vom 20. Mai 2015 sieht sich die SUVA durch das Gerichtsgut-
achten von PD Dr. G.____ vom 17. April 2015 in ihrem Standpunkt bestätigt. Insbesondere sei 
der Gerichtsgutachter in seiner Zumutbarkeitsbeurteilung zu denselben Schlussfolgerungen wie 
der der Vorgutachter Dr. H.____ gelangt, auf dessen Beurteilung man sich beim Erlass der Ver-
fügung vom 23. August 2011 bzw. des Einspracheentscheides vom 27. August 2012 gestützt 
habe. Die Beschwerde des Versicherten sei deshalb als unbegründet abzuweisen. Demgegen-
über beanstandet der Beschwerdeführer in seiner Eingabe vom 22. Juni 2015 das Gerichtsgut-

 

 
 
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achten in verschiedener Hinsicht. So beantworte etwa PD Dr. G.____ die Frage, ob der medizi-
nische Endzustand erreicht sei, nicht schlüssig. Zudem gelange er in seiner Beurteilung der 
Arbeitsfähigkeit zu einer anderen Einschätzung als der behandelnde Arzt Dr. I.____, er unter-
lasse es jedoch, diese Abweichung zu begründen. Schliesslich fehle auch in Bezug auf die Be-
messung des Integritätsschadens eine Auseinandersetzung mit der Argumentation von 
Dr. I.____. Er beantrage deshalb, ein neues orthopädisches Gutachten einzuholen, welches 
sich zu den Fragen des medizinischen Endzustandes, der Arbeitsfähigkeit und des Integritäts-
schadens äussere.  
 
6.2 Wie oben ausgeführt (vgl. E. 3.4 hiervor), weicht das Gericht bei Gerichtsgutachten 
nach der Praxis nicht ohne zwingende Gründe von der Einschätzung der medizinischen Exper-
ten ab, deren Aufgabe es ist, ihre Fachkenntnisse der Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, 
um einen bestimmten Sachverhalt medizinisch zu erfassen. Vorliegend erfüllt das Gerichtsgut-
achten von PD Dr. G.____ vom 17. April 2015 die rechtsprechungsgemässen Voraussetzungen 
(vgl. E. 3.3 hiervor) an eine medizinische Beurteilungsgrundlage, wobei allerdings festzuhalten 
ist, dass die Begründungen einzelner Einschätzungen und Schlussfolgerungen kurz ausgefallen 
sind und das Gutachten deshalb die Anforderungen, die hinsichtlich Begründungsumfang und  
-dichte an eine solche Expertise zu stellen sind, zum Teil lediglich knapp erfüllt. Letztlich bildet 
es aber eine ausreichende Grundlage für eine abschliessende Beurteilung der vorliegenden 
Streitsache: Das Gutachten beruht auf allseitigen Untersuchungen, es berücksichtigt die ge-
klagten Beschwerden, es ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden, es legt die medizini-
schen Zusammenhänge nachvollziehbar dar und es weist keine Widersprüche auf. Sodann 
setzt sich der Gutachter mit den übrigen bei den Akten liegenden fachärztlichen Einschätzun-
gen auseinander und er nimmt gestützt auf die Ergebnisse seiner Untersuchungen eine schlüs-
sige Einschätzung der Arbeitsfähigkeit des Versicherten und der vorhandenen Integritätsein-
busse vor.  
 

6.3 An diesem Ergebnis vermögen die Einwände, die der Beschwerdeführer in seiner Stel-
lungnahme vom 22. Juni 2015 gegen die beweisrechtliche Verwertbarkeit des Gerichtsgutach-
tens von PD Dr. G.____ vorbringt, letztlich nichts zu ändern. Nachfolgend ist in einem ersten 
Schritt auf die Beanstandungen einzugehen, die der Versicherte im Zusammenhang mit der 
gutachterlichen Beurteilung seines Gesundheitszustandes und seiner Arbeitsfähigkeit erhebt. 
Auf die Einwände, die er hinsichtlich der gutachterlichen Festsetzung der Integritätseinbusse 
vorbringt, wird anschliessend weiter unter (vgl. E. 8 hiernach) zurückzukommen sein.  
 
Der Beschwerdeführer moniert, dass PD Dr. G.____ die vom Kantonsgericht in seinem Be-
schluss vom 3. April 2014 aufgeworfene Frage, ob der medizinische Endzustand erreicht sei, 
nicht schlüssig beantworte. Zudem gehe der Gerichtsgutachter fälschlicherweise davon aus, 
dass der von Dr. H.____ vorgeschlagene Eingriff (Infiltration AC-Gelenk) tatsächlich stattgefun-
den habe. Dieser Eingriff sei jedoch nicht vorgenommen worden. Die gutachterliche Annahme, 
dass im Zeitpunkt seiner Untersuchung „ein Zustand von einem Jahr postoperativ“ bestehe, sei 
daher falsch. Dieser Einwand erweist sich als unzutreffend. Mit seiner Einschätzung, wonach 
sich „ein Jahr nach stattgehabter Operation“ ein Endzustand eingestellt habe und der Zustand, 
wie er sich seither präsentiere, als Endzustand auf Dauer zu betrachten sei, bezieht sich der 

 

 
 
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Gerichtsgutachter ganz offensichtlich auf den am 30. März 2006 im Kantonsspital Luzern erfolg-
ten operativen Eingriff. Die Annahme, dass somit seit Ende März 2007 von einem medizini-
schen Endzustand ausgegangen werden kann, erweist sich durchaus als nachvollzielbar. Der 
Gerichtsgutachter weist diesbezüglich denn auch zu Recht darauf hin, dass in den seither ver-
fassten Gutachten und Berichten von Dr. J.____ vom 13. November 2007, von Dr. I.____ vom 
14. Dezember 2009 und von Dr. H.____ vom 24. März 2011 weitgehend identische Befunde 
und somit ein praktisch übereinstimmender medizinischer (End-) Zustand beschrieben wird.  
 
Im Weiteren beanstandet der Beschwerdeführer, dass sich der Gerichtsgutachter nur unzu-
reichend mit den abweichenden Einschätzungen des behandelnden Arztes Dr. I.____ ausei-
nandersetze. Diesem Einwand ist entgegen zu halten, dass PD Dr. G.____ durchaus auf die 
Beurteilung des behandelnden Arztes Dr. I.____ eingeht (vgl. S. 7 f. des Gerichtsgutachtens): 
Da er in der Folge gestützt auf seine eigenen Untersuchungen zu weitgehend übereinstimmen-
den Befunden gelangte, hatte er aber - jedenfalls in Bezug auf die Beurteilung des Gesund-
heitszustandes des Exploranden - keine Veranlassung, weiter auf den Bericht des behandeln-
den Arztes einzugehen. Abweichende Auffassungen zwischen den beiden Fachärzten bestehen 
hingegen bezüglich der Einschätzung der Gewichtsbelastungsfähigkeit des Schultergürtels des 
Versicherten: Während Dr.  I.____ einen vereinzelten Kraftaufwand von 5-10 kg (bis zur Hori-
zontalen) als zumutbar erachtet, bezeichnet der Gerichtsgutachter Tragbelastungen bis 10 kg 
als zumutbar. In diesem Punkt trifft der Einwand zu, dass PD Dr. G.____ die - allerdings auch 
nur als minim zu bezeichnende - Abweichung zur Auffassung des behandelnden Arztes nicht 
näher begründet. Daraus darf allerdings nicht auf eine beweisrechtliche Unverwertbarkeit sei-
nes Gerichtsgutachtens geschlossen werden. Diesbezüglich gilt es zu beachten, dass dem 
Versicherten auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt auch dann noch ein breites Feld an leichten 
bis mittelschweren Arbeiten offen steht, wenn im Rahmen der Zumutbarkeitsbeurteilung von 
einem Traglimit von 5-10 kg statt von einem solchen von 10 kg ausgegangen würde. Insofern 
ergeben sich aus der fehlenden Auseinandersetzung des Gutachters mit der (minimal) abwei-
chenden Zumutbarkeitsbeurteilung des behandelnden Arztes letztlich keine praktischen Auswir-
kungen auf die Frage des Rentenanspruchs des Beschwerdeführers (vgl. dazu E. 7 hiernach).  
 
6.4 Im Sinne eines Zwischenergebnisses ist demnach festzuhalten, dass bei der Beurtei-
lung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit des Versicherten auf die Ergebnisse 
des Gerichtsgutachtens von PD Dr. G.____ vom 17. April 2015 abgestellt werden kann. Somit 
ist mit dem Gerichtsgutachter davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer in einer leidens-
adaptierten leichten bis mittelschweren Tätigkeit uneingeschränkt ganztägig arbeitsfähig ist. 
 
7.1 Nach Art. 16 ATSG wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare 
Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Bezie-
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden 
wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfol-
gen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermit-

 

 
 
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telt und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invali-
ditätsgrad bestimmen (BGE 128 V 30 E. 1).  
 
7.2 Bei der Bemessung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte 
Person nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als gesunde Person tat-
sächlich verdienen würde. Die Einkommensermittlung hat so konkret wie möglich zu erfolgen, 
weshalb in der Regel vom letzten Lohn, den die versicherte Person vor Eintritt des Gesund-
heitsschadens erzielt hat, auszugehen ist (Urteil I. des damaligen Eidgenössischen Versiche-
rungsgerichts [EVG; heute: Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilungen] vom 26. November 
2002, I 491/01, E. 2.3.1 mit zahlreichen Hinweisen). Vorliegend war der Versicherte seit Mitte 
Oktober 2001 als Produktionsmitarbeiter bei der B.____ AG tätig gewesen. Die Arbeitgeberin 
hatte dieses Arbeitsverhältnis jedoch bereits vor dem Unfallereignis vom 27. November 2005 
per Ende Dezember 2005 gekündigt. Bei dieser Ausgangslage ist die SUVA aber bei der Be-
messung des Valideneinkommens zu Recht nicht vom Lohn ausgegangen, den der Versicherte 
zuletzt bei der B.____ AG erzielt hatte, sondern sie hat das Valideneinkommen richtigerweise 
unter Beizug der Tabellenlöhne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundes-
amtes für Statistik ermittelt (vgl. dazu BGE 126 V 76 E. 3b/bb mit Hinweisen und 124 V 322 
E. 3b/aa). Auf diese Weise hat sie für das vorliegend massgebende Jahr 2008 ein Validenein-
kommen von Fr. 65‘154.-- errechnet. Dieser Betrag ist nicht zu beanstanden, er wird denn auch 
vom Beschwerdeführer nicht in Frage gestellt.  
 
7.3.1 Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jeden-
falls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, so können für die Fest-
setzung des (hypothetischen) Invalideneinkommens nach der Rechtsprechung entweder die 
LSE-Tabellenlöhne oder die Lohnangaben aus der Dokumentation von Arbeitsplätzen (DAP) 
der SUVA herangezogen werden (BGE 126 V 76 E. 3b mit Hinweisen, 129 V 475 E. 4.2.1). 
 
7.3.2 Im Entscheid BGE 129 V 472 ff. befasste sich das Bundesgericht ausführlich mit der 
Invaliditätsbemessung aufgrund von Arbeitsplatzbeschreibungen aus der von der SUVA ge-
schaffenen DAP und stellte fest, dass die für die Invaliditätsbemessung herangezogenen DAP-
Profile im konkreten Einzelfall repräsentativ sein müssen. Es genügt daher nicht, wenn lediglich 
ein einziger oder einige wenige zumutbare Arbeitsplätze angegeben werden, weil es sich dabei 
sowohl hinsichtlich der Tätigkeit als auch des bezahlten Lohnes um Sonder- oder Ausnahmefäl-
le handeln kann. Vielmehr muss der Unfallversicherer mindestens fünf DAP-Blätter auflegen, 
damit die Repräsentativität der DAP-Profile als gegeben betrachtet werden kann. Zusätzlich 
sind Angaben zu machen über die Gesamtzahl der aufgrund der gegebenen Behinderung der 
versicherten Person in Frage kommenden dokumentierten Arbeitsplätze, über den Höchst- und 
den Tiefstlohn sowie über den Durchschnittslohn der dem jeweils verwendeten Behinderungs-
profil entsprechenden Gruppe. Dadurch wird eine hinreichende Überprüfung des dem Unfall-
versicherer bei der Auswahl der DAP-Blätter zustehenden Ermessens ermöglicht. Sind die er-
wähnten verfahrensmässigen Anforderungen nicht erfüllt, kann nicht auf den DAP-
Lohnvergleich abgestellt werden (vgl. zitiertes Urteil, E. 4.2.2; vgl. auch BGE 139 V 595 f. 
E. 6.3).  
 

 

 
 
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7.3.3 Vorliegend stützte sich die SUVA bei der Berechnung des Invalideneinkommens auf 
Lohnangaben aus ihrer DAP, wobei sie insgesamt fünf DAP-Blätter für das Jahr 2008 auflegte. 
Darüber hinaus machte sie Angaben über die Gesamtzahl der aufgrund der gegebenen Beein-
trächtigung des Versicherten in Frage kommenden dokumentierten Arbeitsplätze (insgesamt 
30 DAP), über den dabei erzielbaren Maximallohn (Fr. 69‘821.--), über den Minimallohn 
(Fr. 38‘900.--) sowie über den Durchschnittslohn der dem verwendeten Behinderungsprofil ent-
sprechenden Gruppe (Fr. 53‘546.--). Die von der Rechtsprechung geforderten, für die Invalidi-
tätsbemessung herangezogenen konkreten fünf DAP-Blätter ergeben einen Durchschnittslohn 
von Fr. 61‘452.--. Diesen Betrag hat die SUVA in der Folge ihrem Einkommensvergleich als 
hypothetisches Invalideneinkommen zu Grunde gelegt. Anhand der Gegenüberstellung des 
Valideneinkommens von Fr. 65‘154.-- und dieses Invalideneinkommens von Fr. 61‘452.-- ermit-
telte sie sodann einen Invaliditätsgrad des Versicherten von 5,68 % bzw. gerundet (vgl. zur 
Rundungspraxis: BGE 130 V 121 ff.) von 6 %. 
 
7.3.4 Der Beschwerdeführer bestreitet im Zusammenhang mit dieser vorinstanzlichen Invali-
ditätsbemessung die Rechtmässigkeit der beigezogenen DAP-Profile. So verwende die SUVA 
bei den konkreten fünf DAP-Profilen, auf die sie abstelle, ein Blatt (Nr. 6039), welches dem ärzt-
licherseits attestierten Zumutbarkeitsprofil nicht entspreche. Zudem habe die SUVA ohne weite-
re Erörterungen auf den Durchschnittslohn der herangezogenen fünf DAP-Blätter abgestellt, 
was nicht korrekt sei, weil dadurch den konkreten beruflichen und persönlichen Merkmalen des 
Versicherten nicht Rechnung getragen werde. Wie es sich mit diesen beiden Einwänden ver-
hält, kann vorliegend letztlich offen bleiben. Aus dem Folgenden ergibt sich, dass für den Versi-
cherten auch kein Invaliditätsgrad von 10 % oder mehr resultiert, wenn dieser nicht gestützt auf 
die DAP-Lohnangaben, sondern stattdessen anhand der LSE-Tabellenlöhne ermittelt wird. Laut 
Tabelle TA1 der LSE 2008 belief sich der Zentralwert für die mit einfachen und repetitiven Auf-
gaben (Anforderungsniveau 4) beschäftigten Männer im privaten Sektor im Jahre 2008 auf 
Fr. 4'806.-- (LSE 2008, Privater Sektor, Tabelle TA1, Männer, Total Ziff. 01-93). Dieser Tabel-
lenlohn beruht auf einer einheitlichen Arbeitszeit von 40 Wochenstunden und ist auf die durch-
schnittliche Wochenarbeitszeit des Jahres 2008 von 41,6 Stunden (vgl. Die Volkswirtschaft 
3/2014 S. 88 Tabelle B 9.2) umzurechnen. Daraus resultiert ein Monatslohn von Fr. 4'998.25 
bzw. ein Jahresgehalt von Fr. 59'979.--. Da der Versicherte in einer leidensadaptierten Tätigkeit 
zu 100 % arbeitsfähig ist (vgl. E. 5 hiervor), beläuft sich das ihm zumutbare Invalideneinkom-
men auf den genannten Betrag von Fr. 59‘979.--.Setzt man im Einkommensvergleich dieses 
Invalideneinkommen dem Valideneinkommen von Fr. 65‘154.-- gegenüber, so resultiert daraus 
ein Invaliditätsgrad des Versicherten von 7,9 % bzw. gerundet von 8 %. 
 

7.4 Nach dem Gesagten führen vorliegend sowohl die Festsetzung des (hypothetischen) 
Invalideneinkommens gestützt auf die DAP-Lohnblätter als auch die Bemessung des Invaliden-
einkommens anhand der LSE-Tabellenlöhne in der anschliessenden Invaliditätsbemessung zu 
rentenausschliessenden Invaliditätsgraden von 6 % bzw. von 8 %. Somit hat die SUVA im an-
gefochtenen Einspracheentscheid vom 27. August 2012 einen Rentenanspruch des Versicher-
ten zu Recht verneint. Die Beschwerde ist demnach im Rentenpunkt abzuweisen. 
 

 

 
 
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8. Zu prüfen bleibt die Höhe der dem Beschwerdeführer zustehenden Integritätsentschä-
digung. 
 
8.1 Gemäss Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine angemes-
sene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädi-
gung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität erleidet. Nach Art. 36 Abs. 1 der 
Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) vom 20. Dezember 1982 gilt ein Integritätsscha-
den als dauernd, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens mindestens in gleichem 
Umfang besteht (Satz 1); er ist erheblich, wenn die körperliche, geistige oder psychische Integ-
rität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird (Satz 2).  
 
8.2 Laut Art. 25 Abs. 1 UVG wird die Integritätsentschädigung in Form einer Kapitalleistung 
gewährt. Sie wird entsprechend der Schwere des Integritätsschadens abgestuft, wobei sie den 
am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen 
darf. Nach Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Entschädigung. Von 
dieser Befugnis hat er in Art. 36 UVV Gebrauch gemacht. Gemäss Abs. 2 dieser Vorschrift gel-
ten für die Bemessung der Integritätsentschädigung die Richtlinien des Anhangs 3. Darin hat 
der Bundesrat in einer als gesetzmässig erkannten, nicht abschliessenden Skala (BGE 
113 V 219 E. 2a; Kranken- und Unfallversicherung - Rechtsprechung und Verwaltungspraxis 
[RKUV] 1988 Nr. U 48 S. 236 E. 2a mit Hinweisen) häufig vorkommende und typische Schäden 
prozentual gewichtet.  
 
8.3 Für die im Anhang 3 zur UVV genannten Integritätsschäden entspricht die Entschädi-
gung im Regelfall dem angegebenen Prozentsatz des Höchstbetrages des versicherten Ver-
dienstes (Ziff. 1 Abs. 1). Die Entschädigung für spezielle oder nicht aufgeführte Integritätsschä-
den wird nach dem Grad der Schwere vom Skalenwert abgeleitet (Ziff. 1 Abs. 2 Satz 1). In die-
sem Zusammenhang hat die SUVA in Weiterentwicklung der bundesrätlichen Skala zusätzliche 
Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form erarbeitet. Diese in den Mitteilungen der Medizi-
nischen Abteilung der SUVA Nr. 57 bis 59 herausgegebenen Tabellen (teilweise geändert und 
ergänzt in den Mitteilungen Nr. 60, 62 und 66) sind, soweit sie lediglich Richtwerte enthalten, 
mit denen die Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden soll, mit dem An-
hang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 32 E. 1c, 116 V 157 E. 3a mit Hinweis).  
 
8.4 Bei der Bestimmung des Schweregrades einer gesundheitlichen Beeinträchtigung 
handelt es sich um eine Tatfrage, für deren Beantwortung Verwaltung und Gerichte auf fach-
ärztliche Mithilfe angewiesen sind. Dem Gericht ist es nicht möglich, die Beurteilung aufgrund 
der aktenkundigen Diagnosen selber vorzunehmen, da die Ausschöpfung des in den Tabellen 
offen gelassenen Bemessungsspielraums entsprechende Fachkenntnisse voraussetzt und von 
einem medizinischen Laien eine zuverlässige Zuordnung nicht erwartet werden kann. Die Beur-
teilung der einzelnen Integritätseinbussen obliegt somit den ärztlichen Sachverständigen (Ur-
teil A. des Bundesgerichts vom 23. April 2007, U 121/06, E. 4.2 mit weiteren Hinweisen). 
 
8.5.1 In ihrer Verfügung vom 3. September 2008 hatte die SUVA dem Versicherten für die 
auf den Unfall zurückzuführende Integritätseinbusse eine Integritätsentschädigung in der Höhe 

 

 
 
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von 5 % des Höchstbetrages des versicherten Jahresverdienstes zugesprochen. Nachdem der 
Versicherte gegen diese Verfügung Einsprache erhoben hatte, hiess die SUVA diese mit Ein-
spracheentscheid vom 4. Februar 2010 insofern teilweise gut, als sie die dem Versicherten zu-
stehende Integritätsentschädigung neu auf 10 % festsetzte. Gegen diesen Einspracheentscheid 
erhob der Versicherte Beschwerde beim Kantonsgericht, welche dieses mit Urteil vom 1. Okto-
ber 2010 in dem Sinne guthiess, als es den angefochtenen Einspracheentscheid aufhob und 
die Streitsache zu weiteren medizinischen Abklärungen und zum anschliessenden Erlass einer 
neuen Verfügung an die SUVA zurückwies. Gestützt auf das in der Folge von Dr. H.____ ver-
fasste orthopädische Gutachten vom 25. März 2011 legte die SUVA mit Verfügung vom 
23. August 2011 die Integritätseinbusse des Versicherten neu (wieder) auf 5 % fest. Gleichzeitig 
entschied sie, dass der Versicherte die ihm zu viel ausbezahlte Integritätsentschädigung im 
Umfang von 5 % beziehungsweise in der Höhe von Fr. 5‘340.-- innert 30 Tagen zurückzuzahlen 
habe. Die vom Versicherten gegen diese Verfügung erhobene Einsprache wies die SUVA mit 
dem vorliegend angefochtenen Einspracheentscheid vom 27. August 2012 ab.  
 
8.5.2 Der Versicherte macht in der vorliegenden Beschwerde geltend, die SUVA habe ihm 
im Einspracheentscheid vom 4. Februar 2010 die Integritätsentschädigung von 10 % vorbehalt-
los zugesprochen. Es könne deshalb keine Rede von einem unrechtmässigen Leistungsbezug 
sein und es fehle somit in jedem Fall an einer Grundlage für die geltend gemachte Rückforde-
rung. Dieser Betrachtungsweise kann jedoch nicht beigepflichtet werden. Der Beschwerdefüh-
rer übersieht, dass der Einspracheentscheid vom 4. Februar 2010, mit welchem ihm die 10 %-
ige Integritätsentschädigung zugesprochen worden war, nicht in Rechtskraft erwachsen ist. Das 
Kantonsgericht hat diesen Entscheid auf Beschwerde des Versicherten hin, in welcher dieser 
(auch) die nochmalige Abklärung seines Integritätsentschädigungsanspruchs beantragt hatte, 
mit Urteil vom 1. Oktober 2010 vollumfänglich aufgehoben und die Angelegenheit zu weiteren 
medizinischen Abklärungen - auch hinsichtlich der Integritätsentschädigung - und zum an-
schliessenden Erlass einer neuen Verfügung an die SUVA zurückgewiesen. In Anbetracht die-
ses Verfahrensablaufs bedurfte die SUVA aber entgegen der Auffassung des Beschwerdefüh-
rers keines Rückkommenstitels im Sinne des Art. 53 Abs. 1 ATSG (prozessuale Revision) oder 
des Art. 53 Abs. 2 ATSG (Wiedererwägung), um die von ihr im - nie rechtskräftig gewordenen - 
Einspracheentscheid vom 4. Februar 2010 auf 10 % bezifferte Integritätsentschädigung gestützt 
auf die im Nachgang zum kantonsgerichtlichen Urteil vom 1. Oktober 2010 erfolgten medizini-
schen Abklärungen neu (wieder) auf 5 % festzusetzen.  
 
8.5.3 Der Beschwerdeführer macht sodann geltend, die verfügte Kürzung der Integritätsent-
schädigung komme einer reformatio in peius gleich, weshalb ihm die Kürzung zunächst hätte 
angedroht werden müssen, damit er sein Begehren um Ausrichtung einer mehr als 10 %-igen 
Integritätsentschädigung hätte zurückziehen können. Mit diesem Einwand kann der Beschwer-
deführer vorliegend aber ebenfalls nichts zu seinen Gunsten ableiten. Es trifft zwar zu, dass das 
kantonale Versicherungsgericht der Beschwerde führenden Person Gelegenheit zur Stellung-
nahme sowie zum Rückzug der Beschwerde zu geben hat, wenn es beabsichtigt, eine Verfü-
gung oder einen Einspracheentscheid zu Ungunsten der Beschwerde führenden Person zu än-
dern (Art. 61 lit. d ATSG). Nach der bis Mitte Juli 2011 geltenden bundesgerichtlichen Recht-
sprechung bedeutete die blosse Möglichkeit einer Schlechterstellung infolge Aufhebung einer 

 

 
 
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leistungszusprechenden Verfügung und Rückweisung der Sache zu ergänzender Sachver-
haltsabklärung sowie neuer Entscheidung an den Versicherungsträger jedoch keine reformatio 
in peius im Sinne dieser Bestimmung (Urteil I. des Bundesgerichts vom 4. Juni 2010, 
9C_990/2009, E. 2 mit Hinweisen). Erst mit dem am 18. Juli 2011 ergangenen Grundsatzent-
scheid 137 V 314 ff. änderte das Bundesgericht seine bisherige konstante Praxis dahingehend, 
dass der Beschwerde führenden Partei auch dann Gelegenheit zum Rückzug der Beschwerde 
zu geben ist, wenn eine leistungszusprechende Verfügung aufgehoben und die Sache zu weite-
rer Abklärung und neuer Entscheidung an den Versicherungsträger zurückgewiesen werden 
soll (BGE 137 V 314, Regeste). Vorliegend datiert der im vorangegangenen Beschwerdeverfah-
ren ergangene Rückweisungsentscheid des Kantonsgerichts vom 1. Oktober 2010 und somit 
vor Erlass des Grundsatzentscheides 137 V 314 ff. Im Lichte der geschilderten, damals gelten-
den bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist es aber nicht zu beanstanden, dass das Kantons-
gericht dem Versicherten vorgängig der mit Urteil vom 1. Oktober 2010 erfolgten Aufhebung 
des leistungszusprechenden Einspracheentscheides vom 4. Februar 2010 und der Rückwei-
sung der Angelegenheit zu ergänzender Sachverhaltsabklärung sowie neuer Entscheidung an 
die SUVA keine Möglichkeit zum Beschwerderückzug eingeräumt hatte.  
 
8.6 Wie bereits oben erwähnt (vgl. E. 5 hiervor), gelangte PD Dr. G.____ in seinem Ge-
richtsgutachten vom 17. April 2015 zum Ergebnis, dass die Integritätseinbusse des Versicher-
ten in Anbetracht der sich seit einem Jahr postoperativ sehr stationär haltenden, sich in der Be-
weglichkeit leicht positiv, sicher aber nicht negativ entwickelnden Befundsituation auf 5 % zu 
beziffern sei. Der Beschwerdeführer vertritt in seiner Stellungnahme zum Gerichtsgutachten die 
Auffassung, dass auf diese Einschätzung nicht abgestellt werden könne, da sie nicht ausrei-
chend begründet werde. Zudem fehle eine Auseinandersetzung mit der Einschätzung des be-
handelnden Arztes Dr. I.____, der von einer 10 %-igen Integritätseinbusse ausgehe. Dem Be-
schwerdeführer ist insoweit beizupflichten, als der Gerichtsgutachter das eingangs dieses Ab-
schnitts wiedergegebene Ergebnis seiner Beurteilung zugegebenermassen äusserst knapp be-
gründet hat. Zu beachten ist allerdings, dass er an einer anderen Stelle des Gerichtsgutachtens 
(vgl. S. 10 Mitte) zusätzlich darauf hinweist, dass bei einer Periarthrosis humerus scapularis für 
eine leichte Form keine und bei einer mässigen Form eine 10 %-ige Integritätseinbusse ange-
nommen werden könne. Er sei der Auffassung, dass es sich im Falle des Versicherten um eine 
dazwischen liegende Form handle, weshalb es angezeigt sei, von einem Integritätsschaden von 
5 % auszugehen. Mit dieser ergänzenden Feststellung kann die gutachterliche Beurteilung des 
Integritätsschadens insgesamt als nachvollziehbar und auch ausreichend begründet bezeichnet 
werden, so dass auf diese abgestellt werden kann. Die Beschwerde ist demnach auch hinsicht-
lich der beanstandeten Integritätsentschädigung abzuweisen.  
 
8.7 Zu ergänzen bleibt, dass die SUVA den Versicherten im angefochtenen Einsprache-
entscheid zu Recht auf die Möglichkeit hingewiesen hat, im Zusammenhang mit der geltend 
gemachten Rückforderung der zu viel ausbezahlten Integritätsentschädigung in der Höhe von 
Fr. 5‘340.-- ein Erlassgesuch zu stellen. Ein solches ist gemäss Art. 4 Abs. 4 der Verordnung 
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV) vom 11. September 2002 
spätestens 30 Tage nach Eintritt der Rechtskraft der Rückforderungsverfügung einzureichen.  
 

 

 
 
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9. Zusammenfassend ist als Ergebnis festzuhalten, dass der angefochtene Einsprache-
entscheid vom 27. August 2012 nicht zu beanstanden ist. Die vom Versicherten hiergegen er-
hobene Beschwerde muss deshalb abgewiesen werden.  
 
10. Abschliessend bleibt über die Kosten des Verfahrens zu befinden.  
 
10.1 Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Par-
teien kostenlos zu sein hat. Es sind demnach für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu 
erheben.  
 
10.2 Nach Art. 45 Abs. 1 ATSG hat der Versicherungsträger die Kosten der Abklärung zu 
übernehmen, soweit er die Massnahmen angeordnet hat. Hat er keine Massnahmen angeord-
net, so übernimmt er deren Kosten dennoch, wenn die Massnahmen für die Beurteilung des 
Anspruchs unerlässlich waren oder Bestandteil nachträglich zugesprochener Leistungen bilden. 
Wie das Bundesgericht in BGE 137 V 210 ff. entschieden hat, sind in den Fällen, in denen zur 
Durchführung der vom Gericht als notwendig erachteten Beweismassnahme an sich eine 
Rückweisung in Frage käme, eine solche indessen mit Blick auf die Wahrung der Verfahrens-
fairness entfällt, die Kosten der durch das Gericht in Auftrag gegebenen Begutachtung den Ver-
sicherungsträgern zu auferlegen. Dies sei, so das Bundesgericht weiter, mit der zitierten Be-
stimmung von Art. 45 Abs. 1 ATSG durchaus vereinbar (BGE 137 V 265 f. E. 4.4.2). Vorliegend 
war das Kantonsgericht anlässlich der Parteiverhandlung vom 3. April 2014 zum Ergebnis ge-
langt, dass das von der SUVA eingeholte Gutachten von Dr. H.____ vom 25. März 2011 für die 
streitigen Belange nicht umfassend war (vgl. dazu E. 4.3 hiervor) und demnach den rechtspre-
chungsgemässen Anforderungen an ein beweistaugliches Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a) 
nicht genügte. Da ein Entscheid in der Angelegenheit gestützt auf die damals vorhandene Ak-
tenlage nicht möglich war, beschloss das Kantonsgericht, die erforderliche zusätzliche Abklä-
rung des medizinischen Sachverhaltes im Rahmen eines orthopädischen Gerichtsgutachtens 
vornehmen zu lassen. Das in der Folge eingeholte Gerichtsgutachten von PD Dr. G.____ vom 
17. April 2015 war mit anderen Worten für eine abschliessende Beurteilung des Leistungsan-
spruchs des Versicherten unerlässlich. Im Lichte der geschilderten bundesgerichtlichen Recht-
sprechung sind demnach die Kosten dieses Gutachtens, welche sich gemäss der eingereichten 
Honorarrechnung vom 21. Mai 2015 auf Fr. 4'695.-- belaufen, der SUVA zu auferlegen.  
 
10.3.1 Gemäss Art. 61 lit. g Satz 1 ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person 
Anspruch auf Ersatz ihrer Parteikosten. Stellt man vorliegend ausschliesslich auf den Prozess-
ausgang ab, so handelt es sich beim Beschwerdeführer um die unterliegende und bei der 
SUVA um die obsiegende Partei mit der Folge, dass dem Beschwerdeführer nach dem Wortlaut 
der genannten Bestimmung keine Parteientschädigung zustehen würde und die ausserordentli-
chen Prozesskosten stattdessen wettzuschlagen wären. Nun gilt es allerdings zu beachten, 
dass das damalige EVG in ständiger Rechtsprechung zum Parteientschädigungsrecht im Rah-
men der bundesrechtlichen Vorschriften über die Parteientschädigung im kantonalen Be-
schwerdeverfahren - wie etwa die damaligen Bestimmungen von Art. 85 Abs. 2 lit. f des Bun-
desgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG) vom 20. Dezember 1946 
und Art. 108 Abs. 1 lit. g UVG - das Verursacherprinzip anerkannt hat. Danach hat unnötige 

 

 
 
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Kosten zu bezahlen, wer sie verursacht hat (BGE 125 V 375 E. 2b). Dementsprechend kann 
keine Parteientschädigung beanspruchen, wer zwar im Prozess obsiegt, sich aber den Vorwurf 
gefallen lassen muss, er habe es wegen Verletzung der Mitwirkungspflicht selber zu verantwor-
ten, dass ein unnötiger Prozess geführt worden sei (Sozialversicherungsrecht - Rechtsprechung 
[SVR] 2004 ALV Nr. 8 E. 3.1 mit zahlreichen Hinweisen). Andererseits kann das Verursacher-
prinzip aber auch dazu führen, dass die Behörde einer unterliegenden Partei die Parteikosten 
zu ersetzen hat, wenn sie das Verfahren durch einen Fehler veranlasst oder wenn sie der Be-
schwerde führenden Partei - unter damaliger Optik - zumindest berechtigten Anlass zur Ergrei-
fung des Rechtsmittels gegeben hat (vgl. zum Ganzen: MARTIN BERNET, Die Parteientschädi-
gung in der schweizerischen Verwaltungsrechtspflege, Zürich 1986, S. 136 ff.). Diese im Rah-
men von altArt. 85 Abs. 2 lit. f AHVG sowie altArt. 108 Abs. 1 lit. g UVG entwickelten Grundsät-
ze zum Anspruch auf Parteientschädigung im kantonalen Beschwerdeverfahren haben unter 
der Herrschaft des ATSG weiterhin Geltung und sind demnach für die Auslegung von Art. 61 
lit. g Satz 1 ATSG massgebend (SVR 2004 ALV Nr. 8 E. 3.1). 
 
10.3.2 Wie oben geschildert (vgl. E. 5.2 hiervor), stützte sich die SUVA im vorliegend ange-
fochtenen Einspracheenstcheid vom 27. August 2012 bei der Beurteilung des medizinischen 
Sachverhalts vollumfänglich auf das orthopädische Gutachten von Dr. H.____ vom 25. März 
2011. In seiner Beschwerde vom 24. April 2013 rügte und begründete der Versicherte explizit, 
dass und weshalb das betreffende Gutachten von Dr. H.____ - entgegen der Sichtweise der 
SUVA - den rechtsprechungsgemässen Anforderungen an ein beweistaugliches Gutachten 
nicht genüge. Anlässlich der Parteiverhandlung vom 3. April 2014 erachtete das Kantonsgericht 
diese vom Beschwerdeführer erhobenen Rügen als begründet (vgl. E. 5.2 hiervor); es ent-
schied, den Fall auszustellen und zur Klärung des medizinischen Sachverhalts ein Gerichtsgut-
achten in Auftrag zu geben. Der damalige Beschluss des Kantonsgerichts macht deutlich, dass 
die Erhebung der Beschwerde durch den Versicherten jedenfalls insoweit begründet war, als er 
darin in zutreffender Weise die vorinstanzliche Abklärung und Würdigung des medizinischen 
Sachverhalts beanstandete. Dies wiederum zeigt, dass der Versicherte - unter damaliger Optik - 
ausreichende Veranlassung hatte, den Einspracheentscheid der SUVA vom 27. August 2012 
beim Kantonsgericht anzufechten. Vor diesem Hintergrund rechtfertigt es sich, dem Beschwer-
deführer für die von seinem Rechtsvertreter im Zeitraum ab Zustellung des Einspracheent-
scheides vom 27. August 2012 bis und mit der Parteiverhandlung vom 3. April 2014 erbrachten 
notwendigen Bemühungen eine angemessene Parteientschädigung zu Lasten der SUVA zuzu-
sprechen. Für diese Lösung spricht auch der Umstand, dass der Versicherte in gleicher Weise 
Anspruch auf eine angemessene Parteientschädigung zu Lasten der SUVA gehabt hätte, wenn 
das Kantonsgericht anlässlich der Parteiverhandlung vom 3. April 2014 den Fall nicht ausge-
stellt und ein Gerichtsgutachten in Auftrag gegeben, sondern stattdessen den angefochtenen 
Einspracheentscheid aufgehoben und die Angelegenheit zur weiteren Abklärung des medizini-
schen Sachverhalts an die SUVA zurückgewiesen hätte. Bei dieser Vorgehensweise des Ge-
richts gilt nämlich nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung die Beschwerde führen-
de Person als (vollständig) obsiegende Partei, welche gemäss Art. 61 lit. g ATSG Anspruch auf 
eine Parteientschädigung zu Lasten des betroffenen Sozialversicherers hat (vgl. BGE 
137 V 61 f. E. 2.1 und 2.2, BGE 132 V 235 E. 6.2, je mit Hinweisen).  
 

 

 
 
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10.3.3 Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat in seiner am 4. August 2015 beim 
Kantonsgericht eingegangenen Honorarnote für den Zeitraum ab Zustellung des Einsprache-
entscheides vom 27. August 2012 bis und mit der Parteiverhandlung vom 3. April 2014 einen 
Zeitaufwand von 13,5 Stunden geltend gemacht, was sich umfangmässig in Anbetracht der sich 
stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen als angemessen erweist. Die Bemühungen sind zu 
dem in Sozialversicherungsprozessen praxisgemäss für durchschnittliche Fälle zur Anwendung 
gelangenden Stundenansatz von 250 Franken zu entschädigen. Nicht zu beanstanden sind 
sodann die in der Honorarnote für den genannten Zeitraum ausgewiesenen Auslagen von 
Fr. 143.--. Dem Beschwerdeführer ist deshalb für seine im vorliegenden Beschwerdeverfahren 
bis zur Parteiverhandlung vom 3. April 2014 erbrachten Bemühungen eine Parteientschädigung 
in der Höhe von Fr. 3‘799.45 (13,5 Stunden à Fr. 250.- + Auslagen von Fr. 143.-- zuzüglich 8 % 
Mehrwertsteuer) zu Lasten der SUVA zuzusprechen. 
 
10.3.4 Die nach der Parteiverhandlung vom 3. April 2014 angefallenen ausserordentlichen 
Kosten sind dem Prozessausgang entsprechend wettzuschlagen. 
 
10.4 Es bleibt über den Antrag des Beschwerdeführers zu befinden, es sei ihm die unent-
geltliche Verbeiständung mit seinem Rechtsvertreter zu bewilligen.  
 
10.4.1 Gemäss Art. 61 lit. f Satz 2 ATSG wird der Beschwerde führenden Person, wo die Ver-
hältnisse es rechtfertigen, ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bewilligt. Mit Inkraftsetzung des 
ATSG ist der im Wortlaut mit Art. 61 lit. f ATSG übereinstimmende Art. 108 Abs. 1 lit. f UVG 
aufgehoben worden. Damit hat sich inhaltlich nichts geändert und die bisherige Rechtsprechung 
des damaligen EVG zu Art. 108 Abs. 1 lit. f UVG hat weiterhin Geltung (Urteil X. des EVG vom 
3. Juli 2003, U 114/03, E. 2.1). Gemäss dieser Rechtsprechung ist die unentgeltliche Verbei-
ständung im kantonalen Beschwerdeverfahren zu bewilligen, wenn der Prozess nicht offensicht-
lich aussichtslos erscheint, die Partei bedürftig und die anwaltliche Verbeiständung notwendig 
oder doch geboten ist (Urteil U. des EVG vom 7. Juli 2003, U 356/02, E. 3.1; ALEXANDRA RUMO-
JUNGO, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz 
über die Unfallversicherung, 3. Auflage, Zürich/Basel/ Genf 2003, S. 451 mit Hinweisen auf 
BGE 100 V 62 E. 3 und 98 V 117 E. 2; vgl. auch UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Auflage, 
Zürich/Basel/Genf 2009, Art. 61 Rz. 104). Diese Voraussetzungen sind vorliegend gegeben: Die 
Bedürftigkeit des Versicherten kann gestützt auf die eingereichten Unterlagen bejaht werden, 
die Beschwerde hat sich als nicht offensichtlich aussichtslos erwiesen und die anwaltliche Ver-
tretung ist geboten gewesen.  
 
10.4.2 Der Rechtsvertreter des Versicherten hat in seiner am 4. August 2015 beim Kantons-
gericht eingegangenen Honorarnote für die Periode nach der Parteiverhandlung vom 3. April 
2014 einen Zeitaufwand von 4,5 Stunden und Auslagen von Fr. 39.-- ausgewiesen, was um-
fangmässig nicht zu beanstanden ist. Für diesen von der vorstehenden Parteientschädigung 
nicht erfassten Zeitaufwand und die genannten, in der Parteientschädigung nicht berücksichtig-
ten Auslagen ist der Rechtsvertreter deshalb aus der Gerichtskasse zu entschädigen. Gemäss 
§ 3 Abs. 2 der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte vom 17. November 2003 (in der 
seit 1. Januar 2014 geltenden Fassung) beträgt das Honorar bei unentgeltlicher Verbeiständung 

 

 
 
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Fr. 200.-- pro Stunde. Dem Rechtsvertreter ist deshalb ein Honorar in der Höhe von Fr. 1014.10 
(4,5 Stunden à Fr. 200.-- und Auslagen von Fr. 39.-- zuzüglich 8 % Mehrwertsteuer) aus der 
Gerichtskasse auszurichten.  
 
10.4.3 Der Beschwerdeführer wird ausdrücklich auf § 53a Abs. 1 des Gesetzes über die Or-
ganisation der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 aufmerksam gemacht, wonach eine Par-
tei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet ist, sobald 
sie dazu in der Lage ist. 
 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die Kosten für die gerichtliche Begutachtung in der Höhe von 
Fr. 4‘695.-- werden der SUVA auferlegt. 

 4. Die SUVA hat dem Beschwerdeführer eine reduzierte Parteientschädi-
gung in der Höhe von Fr. 3‘799.45 (inkl. Auslagen und 8 % Mehrwert-
steuer) zu bezahlen. 

Im Übrigen werden die ausserordentlichen Kosten wettgeschlagen.  

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird dem 
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers überdies ein Honorar in der 
Höhe von Fr. 1‘014.10 (inkl. Auslagen und 8 % Mehrwertsteuer) aus 
der Gerichtskasse ausgerichtet. 

 

 

 
 
 
 
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