# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0acbbf0a-6ca7-5a51-ae03-ad89b929ba06
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-08-21
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 21.08.2014 SB140100
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB140100_2014-08-21.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: SB140100-O/U/jv 
 

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. P. Marti, Präsident, lic. iur. M. Langmeier und 

Dr. iur. D. Schwander sowie der Gerichtsschreiber lic. iur. M. Hauser 

 

Urteil vom 21. August 2014 

 

in Sachen 

 

A._____,  
 

Beschuldigter und Berufungskläger 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____,  

 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland,  
vertreten durch Leitenden Staatsanwalt Dr. iur. R. Jäger,  

 

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

betreffend  

mehrfaches Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz etc.  
und Widerruf 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Winterthur vom  
3. Oktober 2013 (DG130010) 
 

-   2   - 

Anklage: 

Der Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 15. Februar 

2013 (Urk. 39) ist diesem Urteil beigeheftet. 

 

Urteil der Vorinstanz: 
(Urk. 65) 

"Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig 

- des mehrfachen Verbrechens im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. b–d und g 

BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG, 

- der mehrfachen Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziff. 1 StGB, 

- der Widerhandlung gegen Art. 115 Abs. 1 lit. a AuG in Verbindung mit Art. 5 

Abs. 1 lit. d AuG, 

- der mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 115 Abs. 1 lit. b AuG sowie  

- der mehrfachen Übertretung im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG. 

Vom Anklagevorwurf Ziff. 1.1.6 lit. e (Lieferung vom 23. Juni 2010) wird der  

Beschuldigte freigesprochen. 

2. Die mit Entscheid des Departements für Justiz und Sicherheit, Straf- und  

Massnahmenvollzug des Kantons Thurgau vom 29. Juni 2010 unter Ansetzung  

einer Probezeit von 1 Jahr verfügte bedingte Entlassung wird widerrufen und die 

Reststrafe von 246 Tagen Freiheitsstrafe vollzogen. 

3. Der Beschuldigte wird unter Einbezug der Reststrafe gemäss Disp. Ziff. 2 bestraft 

mit einer unbedingten Freiheitsstrafe von 6 Jahren sowie einer Busse von 

Fr. 1'000.– als Gesamtstrafe, wovon bis und mit heute 634 Tage durch Untersu-

chungshaft und vorzeitigen Strafvollzug erstanden sind. 

Die Busse ist zu bezahlen. Wird die Busse schuldhaft nicht bezahlt, so tritt an deren 

Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 10 Tagen. 

-   3   - 

4. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Staat als Ersatz für den nicht mehr vorhan-

denen, widerrechtlich erlangten Vermögensvorteil Fr. 40'000.– zu bezahlen. 

5. Der mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 13. Januar 

2012 (act. 26/3) beschlagnahmte Bargeldbetrag von Fr. 2'500.– wird im Sinne von 

Art. 70 Abs. 1 StGB zugunsten der Staatskasse eingezogen. 

6. Das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 16. März 2012 

(act. 22/16) beschlagnahmte und mit einer Kontosperre belegte Guthaben des  

Beschuldigten bei der Schweizerischen Post, PostFinance, Privatkonto Nr. …, 

IBAN CH… (Kontostand per 15. März 2012: Fr. 11'332.13) wird samt Zins im Sinne 

von Art. 70 Abs. 1 StGB zugunsten der Staatskasse eingezogen. 

7. Sämtliche, mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom  

20. November 2012 (act. 26/13) beschlagnahmten und bei der Kantonspolizei  

Zürich aufbewahrten Gegenstände, Betäubungsmittel und Betäubungsmittel-

utensilien (BM-Lager-Nrn. … und …) werden eingezogen und der Lagerbehörde 

zur Vernichtung überlassen. 

8. Die folgenden, mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 

11. Oktober 2012 (act. 26/11) beschlagnahmten Gegenstände werden eingezogen 

und der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland zur Vernichtung bzw. gutschei-

nenden Verwendung überlassen: 

- 1 Mobiltelefon Nokia, IMEI-Nr. …, Ruf-Nr. 077 …, inkl. SIM-Karte Migros, Nr. 
…, 

- 1 Mobiltelefonverpackung, enthaltend div. Minigripsäcklein. 

Die übrigen mit derselben Verfügung beschlagnahmten Gegenstände (ein-

schliesslich PC, schwarzes Gehäuse, "no name") werden dem Beschuldigten auf 

erstes Verlangen nach Eintritt der Rechtskraft durch die Staatsanwaltschaft  

Winterthur/Unterland zuhanden von dessen Effekten herausgegeben. 

-   4   - 

9. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf: 

Fr. 6'000.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 6'000.–   Gebühr Anklagebehörde § 4 Abs. 1 Bst. d GebV StrV 

Fr. 5'083.95   Auslagen Vorverfahren 

Fr. 2'800.–   Kosten der Kantonspolizei 

Fr. 50'051.25   amtliche Verteidigung  

Fr. 69'935.20   Total 

 

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

10. Die Kosten, einschliesslich derjenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem 

Beschuldigten auferlegt, diejenigen der amtlichen Verteidigung indessen 

einstweilen auf die Staatskasse genommen. Art. 135 Abs. 4 StPO bleibt 

vorbehalten. 

11. (Mitteilungen) 

12. (Rechtsmittelbelehrung)" 

 

Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten: 

 (Urk. 85 S. 2) 

1. In Ergänzung von Ziffer 1 des Dispositivs: Der Beschuldigte sei von 

den Anklagevorwürfen Ziff. 1.1.6 a-d, g, i, j freizusprechen. 

1. In Abänderung von Ziffer 3 des Dispositivs: Der Beschuldigte sei mit  

44 Monaten Freiheitsstrafe sowie einer Busse von Fr. 1'000.– als  

Gesamtstrafe zu bestrafen, woran die durch Untersuchungshaft und 

Strafvollzug erstandene Haft vollumfänglich anzurechnen sei. 

2. In Abänderung von Ziffer 4 des Dispositivs: Auf eine Verpflichtung des 

Beschuldigten zur Ablieferung von Fr. 40'000.– als Ersatzforderung für 

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den unrechtmässig erlangten Vermögensvorteil an den Staat sei zu 

verzichten. Eventualiter sei die Ersatzforderung der Staatsanwaltschaft 

erheblich zu reduzieren. 

3. In Abänderung von Ziffer 5 des Dispositivs: Es sei die mit Verfügung 

der Anklägerin vom 13. Januar 2012 beschlagnahmte Barschaft von 

Fr. 2'500.– dem Beschuldigten zur freien Verfügung auszuhändigen. 

4. In Abänderung von Ziffer 6 des Dispositivs: Es sei das mit Verfügung 

der Anklägerin vom 16. März 2012 beschlagnahmte (gesperrte)  

Guthaben bei der Schweizerischen Post, Postfinance, Privatkonto Nr. 

…, IBAN CH…, vollumfänglich freizugeben und dem Beschuldigten zur 

freien Verfügung zu überlassen. 

 

b) Der Staatsanwaltschaft: 

(Urk. 74) 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils 

 

 

Erwägungen: 

1. Prozessgeschichte 

1.1. Mit vorstehend wiedergegebenem Urteil vom 3. Oktober 2013 wurde der 

Beschuldigte des mehrfachen Verbrechens gegen das BetmG, der mehrfachen 

Geldwäscherei, verschiedener und mehrfacher Widerhandlungen gegen das AuG 

sowie der mehrfachen Übertretung des BetmG schuldig gesprochen. Von einem 

Anklagepunkt (Kokainlieferung vom 23. Juni 2010: Anklageziffer 1.1.6 lit. e) wurde 

er freigesprochen. Unter Einbezug einer Reststrafe von 246 Tagen einer vor-

gängigen Freiheitsstrafe, aus deren Vollzug er bedingt entlassen worden war,  

bestrafte die Vorinstanz den Beschuldigten mit einer Freiheitsstrafe von 6 Jahren, 

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wovon 634 Tage durch Haft und vorzeitigen Strafvollzug erstanden waren, sowie 

einer Busse von Fr. 1'000.– (bzw. 10 Tagen Ersatzfreiheitsstrafe für den Fall der 

schuldhaften Nichtbezahlung). Weiter verpflichtete die Vorinstanz den Beschuldig-

ten zur Bezahlung von Fr. 40'000.– an den Staat als Ersatz für den nicht mehr 

vorhandenen widerrechtlich erlangten Vermögensvorteil, und sie zog beschlag-

nahmtes Bargeld und das Guthaben des Beschuldigten auf einem gesperrten 

Postkonto ein. Schliesslich entschied die Vorinstanz über verschiedene beschlag-

nahmte Gegenstände und auferlegte die Kosten der Untersuchung und des  

gerichtlichen Verfahrens dem Beschuldigten, mit Ausnahme der Kosten der amtli-

chen Verteidigung, welche unter Rückforderungsvorbehalt gemäss Art. 135 Abs. 

4 StPO einstweilen auf die Gerichtskasse genommen wurden (Urk. 65 S. 41 ff.). 

1.2. Gegen dieses mündlich eröffnete Urteil liess der Beschuldigte seinen amtli-

chen Verteidiger am 7. Oktober 2013 fristgerecht Berufung anmelden (Urk. 57) 

und – nach Zustellung des begründeten Urteils (Urk. 62/63) – dem Obergericht 

am 13. März 2014 ebenfalls innert Frist die Berufungserklärung einreichen. 

Gleichzeitig stellte der Verteidiger verschiedene Beweisanträge (Urk. 69). Mit 

Präsidialverfügung vom 20. März 2014 wurde die Berufungserklärung in Anwen-

dung von Art. 400 Abs. 2 und 3 StPO der Staatsanwaltschaft zugestellt, um gege-

benenfalls Anschlussberufung zu erheben oder Nichteintreten auf die Berufung zu 

beantragen und zu den Beweisanträgen des Beschuldigten Stellung zu nehmen 

(Urk. 72). 

1.3. Mit Eingabe vom 28. März 2014 beantragte die Staatsanwaltschaft die  

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils und verzichtete auf weitere Anträge. Zu 

den Beweisanträgen des Beschuldigten nahm sie keine Stellung (Urk. 74). Mit 

Verfügung vom 11. April 2014 wies der verfahrensleitende Kammerpräsident die 

Beweisanträge des Beschuldigten ab (Urk. 76).  

1.4. Zu Beginn der heutigen Berufungsverhandlung, zu welcher der Beschuldigte 

und sein amtlicher Verteidiger erschienen sind, waren keine Vorfragen zu  

entscheiden (Prot. II S. 5). Das vorliegende Urteil erging im Anschluss an die  

Berufungsverhandlung (Prot. II S. 9 ff.). 

-   7   - 

2. Umfang der Berufung/Prozessuales 

2.1. Der Beschuldigte lässt das vorinstanzliche Urteil nur teilweise anfechten. Er 

akzeptiert die Schuldsprüche als Solche, beantragt aber über den vorinstanzli-

chen Entscheid hinaus weitergehende Freisprüche vom Vorwurf des mehrfachen 

Verbrechens gegen das BetmG, und zwar hinsichtlich der Anklageziffern 1.1.6  

lit. a-d, g, i und j. Weiter sei eine geringere Strafe auszufällen und auf die Fest-

setzung einer Ersatzforderung des Staates für den unrechtmässig erlangten  

Vermögensvorteil zu verzichten, ebenso wie auf die Einziehung der beschlag-

nahmten Barschaft und des Guthabens auf dem Postkonto des Beschuldigten 

(Urk. 69 S. 2/3; Urk. 83 S. 10; Urk. 84 S. 2). 

2.2. In diesem Sinne ist das vorinstanzliche Urteil in den nicht angefochtenen 

Punkten wie folgt in Rechtskraft erwachsen, was vorab vorzumerken ist (Art. 399 

Abs. 3 StPO in Verbindung mit Art. 402 und 437 StPO, Art. 404 StPO; vgl. Prot. II 

S. 6 f.): 

- Dispositivziffer 1 (wobei in Ergänzung zu deren Abs. 2 weitergehende  

Freisprüche beantragt werden), 

- Dispositivziffer 2 (Widerruf und Vollzug der Reststrafe), 

- Dispositivziffer 3 (Sanktion), soweit die Busse betreffend, 

- Dispositivziffern 7 f. (Entscheide über die beschlagnahmten Gegenstände), 

- Dispositivziffern 9 f. (vorinstanzliche Kostenregelung). 

2.3. Der Verteidiger stellte anlässlich der Berufungsverhandlung erneut die  

bereits mit der Berufungserklärung vom 13. März 2014 gestellten (Urk. 69) und 

mit Präsidialverfügung vom 11. April 2014 abgewiesenen (Urk. 76) Beweisanträge 

(Prot. II S. 7). Darauf ist nachstehend an geeigneter Stelle einzugehen. 

3. Sachverhalt 

3.1. Hinsichtlich des noch teilweise strittigen Sachverhalts wird dem Beschuldig-

ten als Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz ganz kurz zusammen-

-   8   - 

gefasst vorgeworfen, es seien gestützt auf zwei generelle Absprachen zwischen 

ihm und B._____ von Juni 2009 bis Dezember 2011 von Lima/Peru aus  

insgesamt vierzehn Kokainsendungen in die Schweiz erfolgt, was er – der  

Beschuldigte – gewusst und gewollt bzw. zumindest in Kauf genommen habe 

(Anklageschrift S. 2 ff.).  

3.2. Der Beschuldigte bestreitet nicht, sich mit B._____ über Kokainlieferungen 

aus Peru unterhalten zu haben, und er ist insoweit geständig, als ihm im Januar 

2011, im April 2011 sowie vor und nach Weihnachten 2011 (Anklageziffern 1.1.6 

lit. f, h und l) vier Kokainpakete zugegangen seien und er deren Inhalt weiterver-

wendet habe. Zudem ist der Beschuldigte nunmehr auch in Bezug auf die am 1. 

November 2011 in Zürich und die am 28. Dezember 2011 in Frankfurt beschlag-

nahmten Kokainlieferungen, deren Sendeverlauf er am Computer nachverfolgte, 

geständig (Anklageziffern 1.1.6 lit. k und m). Die weiteren Sendungen lasse er 

sich indessen nicht anrechnen, da er von diesen nichts gewusst habe. Diese sei-

en allesamt von Zollbehörden abgefangen worden und gar nie in seinen Herr-

schaftsbereich gelangt. Alleine dass eine Adresse auf einem Paket mit illegalem 

Inhalt stehe, reiche nicht aus, um eine Person strafrechtlich belangen zu  

können. Es sei denn auch nicht die gesamte Menge der zur Anklage gebrachten 

Pakete von der Vereinbarung mit B._____ erfasst gewesen. Sie hätten sich viel-

mehr auf wenige Lieferungen pro Jahr beschränken wollen, ausgerichtet nach 

dem Konsumbedürfnis des Beschuldigten. Weil den peruanischen Drogenlieferan-

ten aber die Adresse des Beschuldigten bekannt gewesen sei, hätten diese  

dies ausgenutzt und ohne entsprechenden Auftrag einfach irgendwelche Pakete 

versandt. Im Übrigen hätte er verschiedene Sendungen ohnehin nicht in Empfang 

nehmen können, weil er sich vom 25. Mai 2009 bis zum 18. August 2010  

im Strafvollzug befunden habe (Urk. 55/2 S. 9 ff.; vgl. auch Urk. 65 S. 8/9; Urk. 83 

S. 10 ff.; Urk. 84 S. 5 ff.). 

3.3. Übereinstimmend mit der Vorinstanz erscheint es zweckmässig, die  

verschiedenen Sendungen in thematischen Gruppen zusammenzufassen (Urk. 69 

S. 10). So ist zu unterscheiden zwischen den Sendungen,  

- deren Erhalt der Beschuldigte anerkennt (Anklageziffern 1.1.6 lit. f, h und l), 

-   9   - 

- die versandt bzw. abgefangen worden sind, während sich der Beschuldigte 

im Strafvollzug befand (Anklageziffern 1.1.6 lit. a–e), 

- die versandt bzw. abgefangen worden sind, nachdem der Beschuldigte aus 

dem Strafvollzug entlassen worden war (Anklageziffern 1.1.6 lit. g, i und j), 

- deren Sendungsverlauf vom Computer des Beschuldigten aus im Internet 

nachverfolgt worden ist (Anklageziffer 1.1.6 lit. k und m). 

3.4. Sendungen, deren Erhalt der Beschuldigte anerkennt 

3.4.1. Der Beschuldigte gibt zu, gemäss Anklageziffer 1.1.6 lit. f im Januar 2011 

eine Paketsendung mit 300 Gramm Kokaingemisch erhalten, das Kokain in der 

Folge mit mindestens 150 Gramm Milchpulver gestreckt und sodann verkauft zu 

haben, wobei er dafür mindestens Fr. 27'000.– zugunsten von B._____ nach Peru 

überwiesen habe (zuletzt Urk. 3/15 S. 7, 13, Prot. I S. 16 sowie Urk. 83 S. 11 f.).  

3.4.2. Ebenso anerkennt der Beschuldigte, im Sinne von Anklageziffer 1.1.6 lit. h 

im April 2011 ein Paket mit 400 Gramm Kokaingemisch erhalten, das Kokain  

sodann mit mindestens 200 Gramm Milchpulver gestreckt und in der Folge  

verkauft zu haben, wobei er dafür mindestens Fr. 39'000.– zugunsten von 

B._____ nach Peru überwiesen habe (zuletzt Urk. 3/15 S. 8, 14, Prot. I S. 16/17 

und Urk. 83 S. 12). 

3.4.3. Und schliesslich ist der Beschuldigte geständig, sich im Sinne von Anklage-

ziffer 1.1.6 lit. l verhalten zu haben: Danach hat er kurz vor und kurz nach  

Weihnachten 2011 je ein Paket mit 400 bzw. 500 Gramm Kokaingemisch (also  

total 900 Gramm) entgegengenommen und in der Folge mit rund 450 Gramm 

Milchpulver gestreckt. Vom so entstandenen 1'350 Gramm Gemisch hat er  

251 Gramm teils verkauft und teils selber konsumiert. Der Rest von  

1'098.6 Gramm konnte in zum Weiterverkauf bestimmten, abgepackten Portionen 

am Wohnort des Beschuldigten sichergestellt werden und enthielt – bei Portionen 

mit Reinheitsgehalten zwischen 60 % und 66 % – total 694.8 Gramm Rein-

substanz Kokain. Für diese Lieferungen hatte der Beschuldigte bis dahin ca.  

-   10   - 

Fr. 15'000.– zugunsten von B._____ nach Peru überwiesen (zuletzt Urk. 3/15 S. 

10/11 [dort noch lit. m], Prot. I S. 17/18 und Urk. 83 S. 12 f.). 

3.4.4. Vor Vorinstanz bestritt der Beschuldigte noch betreffend die Anklageziffern 

1.1.6 lit. f und h die Annahme der Staatsanwaltschaft, der Reinheitsgehalt des  

total gelieferten Kokaingemischs von 700 Gramm (300 Gramm plus 400 Gramm) 

habe 74 % betragen (Prot. I S. 16, 17). Vielleicht seien es auch nur 50 % gewe-

sen (Prot. I S. 17). Auch der Verteidiger machte damals noch geltend, es sei nicht 

auszuschliessen, dass der Reinheitsgrad erheblich geringer gewesen sei. Es sei 

unzulässig, wie die Staatsanwaltschaft einfach "gestützt auf die seit Juni 2009  

ergangenen Sendungen sicherlich einen Reinheitsgehalt von mindestens 74 %" 

anzunehmen. Dafür gebe es keine Beweise. Der Beschuldigte sei bereit, sich für 

diese beiden Pakete einen Reinheitsgehalt von 30 % anrechnen zu lassen, was 

bei 700 Gramm Gemisch einem reinen Stoffgehalt von 220 Gramm entspreche 

(Urk. 55/2 S. 9 – wobei dem Verteidiger dabei ein Rechnungsfehler unterlaufen 

ist: 30 % von 700 ergeben richtigerweise 210).  

Demgegenüber erklärte der Beschuldigte anlässlich der Berufungsverhandlung, 

dass die Qualität des Kokains aus den Lieferungen von Januar und April 2011 

(Anklageziffern 1.1.6 lit. f und h) mindestens bei 85 % bis 90 % gewesen sei. 

Weshalb er in früheren Befragungen in Bezug auf diese beiden Lieferungen ledig-

lich einen Reinheitsgehalt von 30 % anerkannt habe, wisse er nicht mehr (Urk. 83 

S. 13). Auf Grund dieser Zugabe des Beschuldigten opponierte schliesslich auch 

der Verteidiger – zu Recht – nicht mehr gegen den von der Staatsanwaltschaft 

angenommenen Reinheitsgehalt von 74 % (Prot. II S. 8). 

Aufgrund der Aussagen des Beschuldigten und angesichts der zum Teil deutlich 

höheren Reinheitsgrade der abgefangenen Lieferungen ist somit – mit der  

Vorinstanz (Urk. 65 S. 8) – bei den beiden Lieferungen im Januar und April 2011 

zugunsten des Beschuldigten vom tiefsten gutachterlich ermittelten Reinheitsgrad 

von 74 % auszugehen. Im Sinne der Anklageschrift geht es demnach in den  

Anklageziffern 1.1.6 lit. f und h um total 518 Gramm reiner Kokainsubstanz  

(222 Gramm plus 296 Gramm). 

-   11   - 

3.4.5. Zu Anklageziffer 1.1.6 lit. l anerkennt der Beschuldigte die bei ihm  

sichergestellten und gutachterlich ermittelten 694.8 Gramm reinen Kokains  

("700 Gramm reinem Kokain": Prot. I S. 18). Wenn er dann ausdrücklich zugibt, 

das bei ihm aufgefundene ca. 1 kg Kokaingemisch anklagegemäss im Verhältnis 

2:1 (900 Gramm erhaltenes Kokaingemisch und 450 Gramm Milchpulver)  

gestreckt zu haben (Urk. 3/15 S. 14, dort noch lit. m, vgl. Vorhalt auf S. 10/11;  

vgl. auch Urk. 83 S. 13), geht mithin angesichts des Reinheitsgrads des sicher-

gestellten Kokains von 60 % bis 66 % auch er davon aus, dass die ursprüngliche 

Lieferung einen Reinheitsgrad von 90 % aufgewiesen hat (vgl. auch Urk. 82 S. 10 

und S. 12).  

Durchaus zurecht stellen der Beschuldigte und sein Verteidiger klar, dass die in 

Anklageziffer 1.1.6 lit. l aufgeführten 810 und 694.8 Gramm Reinsubstanz nicht 

etwa zusammenzuzählen seien (Prot. I S. 17/18; Urk. 55/2 S. 10). Das hat die  

Vorinstanz indessen gar nicht getan: Indem sie von total 1'328 Gramm reinem 

Kokain aus den eingestandenen Sendungen ausgeht (Urk. 65 S. 32), hat sie  

die 518 Gramm gemäss Anklageziffern 1.1.6 lit. f und h sowie – richtigerweise – 

810 Gramm aus dem Sachverhalt gemäss Anklageziffer 1.1.6 lit. l addiert. 

Mit der Vorinstanz ist schliesslich auch der Einwand des Beschuldigten anlässlich 

der Schlusseinvernahme nicht von Relevanz, wonach er die Lieferung an 

C._____ gemäss Anklageziffer 1.1.6 lit. l "nicht auf seine Kappe" nehmen wollte 

(Urk. 3/15 S. 14). Nachdem der Beschuldigte ja anerkennt, dass er das Paket von 

C._____ übernommen hat, ist denn auch nicht klar, was er damit sagen wollte 

(vgl. auch Urk. 82 S. 4 und S. 8). 

3.4.6. Die vom Beschuldigten zunächst mit gewissen Einschränkungen und  

letztlich vollumfänglich anerkannten Anklageziffern 1.1.6 lit. f, h und l sind damit 

im Sinne der Anklageschrift vollumfänglich erstellt. 

3.5. Sendungen während des Strafvollzugs des Beschuldigten 

3.5.1. Im Sinne der Anklageziffern 1.1.6 lit. a-d wurden am 16. Juni 2009, 1. Juli 

2009, 21. September 2009 und 3. Februar 2010 von den Zollbehörden in Zürich 

-   12   - 

insgesamt fünf Couverts abgefangen und sichergestellt, die von verschiedenen 

Absendern in Peru aus an "D._____, … [Adresse]" (d.h. an den Beschuldigten mit 

dem Familiennamen seiner Mutter) adressiert waren und jeweils zwischen ca. 20 

und 50 Gramm Kokaingemisch eines hohen Reinheitsgehalts (von 74 % bis zu 94 

%) enthielten. Belegtermassen befand sich der Beschuldigte vom 25. Mai 2009 

bis zum 18. August 2010 in der Strafanstalt Saxerriet im Strafvollzug. Dabei hatte 

er die Möglichkeit, schriftlich oder mit einem Münztelefon mit der Aussenwelt zu 

kommunizieren und Besuche zu empfangen. Ab dem 8. August 2009 wurden ihm 

sodann ungefähr alle 14 Tage Urlaube gewährt, wovon in der Regel allmonatlich 

einmal mit einer oder mehreren Übernachtungen ausserhalb der Vollzugsanstalt 

(Urk. 24/2). Der Beschuldigte macht unter Verweis auf seinen Aufenthalt in der 

Strafanstalt geltend, er habe von diesen Sendungen nichts gewusst (letztmals 

Urk. 3/15 S. 13,Prot. I S. 12/13). Er habe sich zwar im Februar/März 2009 in … 

mit B._____ getroffen und man habe über Kokainlieferungen aus Peru gespro-

chen. Es sei aber vereinbart worden, erst wenn er aus dem Gefängnis komme, 

würde man wieder Kontakt aufnehmen und über den Drogenhandel sprechen 

(Urk. 83 S. 14). Auch der Verteidiger verweist darauf, dass der Beschuldigte diese 

Lieferungen gar nicht hätte entgegennehmen können, was eine "Bestellung" sei-

nerseits als unwahrscheinlich erscheinen lasse (Urk. 55/2 S. 12 und Urk. 84 S. 6 

ff.). Sodann stellt der Verteidiger die grundsätzliche Frage, "ob sich jemand alleine 

schon deshalb im Sinne des Betäubungsmittelgesetzes strafbar machen kann, 

wenn an seine Adresse und auf seinen Namen Pakete mit Drogeninhalt ungefragt 

zugestellt werden" (Urk. 55/2 S. 11 und Urk. 84 S. 5). 

3.5.2. Letztere Frage ist – so isoliert in den Raum gestellt – selbstverständlich zu 

verneinen. Vorliegend deutet allerdings keineswegs nur die Adressierung der 

fraglichen Couverts an den Beschuldigten auf dessen Mitbeteiligung hin, sondern 

insbesondere, dass der Beschuldigte anerkanntermassen mit B._____ über Koka-

inimporte aus Peru gesprochen hat und hinsichtlich derjenigen Sendungen, die 

von den Zollbehörden unbemerkt den Weg bis zu ihm gefunden haben (vgl. Erw. 

3.4 vorstehend), auch geständig ist. Vom Gehalt her mit seinem Verteidiger weist 

aber auch der Beschuldigte selbst eine Mitverantwortung für all jene Sendungen 

von sich, die von den Behörden abgefangen worden sind. Exemplarisch zeigt sich 

-   13   - 

dies an seiner Antwort auf die Frage des vorinstanzlichen Vorsitzenden, ob er – 

der Beschuldigte – denn grundsätzlich mit den Sendungen einverstanden gewe-

sen sei: "Ja, wenn man mir Bescheid gegeben hätte, man habe was geschickt. 

Wenn mal etwas angekommen wäre, dann hätte man darüber reden können. 

Aber es ist einfach gekommen und oft habe ich auch nicht gewusst, was am Zoll 

abgefangen wurde. Von all dem habe ich, bis ich verhaftet wurde und es mir von 

Herrn X._____ vorgelegt wurde, nichts gewusst. Von allen am Zoll abgefangenen 

Lieferungen habe ich nie etwas gewusst" (Prot. I S. 12). Entsprechend gab er 

auch anlässlich der Berufungsverhandlung an, er habe überhaupt nichts von den 

abgefangenen Lieferungen gewusst (Urk. 83 S. 17). Immerhin räumte er ein, dass 

er sie weder zurückgeschickt noch zur Polizei gebracht hatte (Urk. 83 S. 17). 

3.5.3. Nachdem B._____ lange Zeit flüchtig war, konnte er im Frühling 2013  

– nach Anklageerhebung in vorliegender Sache vom 15. Februar 2013 – verhaftet 

und befragt werden (Urk. 43; Urk. 45; Urk. 47). Am 13. August 2013 wurde  

sodann mit B._____ und dem Beschuldigten eine ausführliche Konfronta-

tionseinvernahme durchgeführt und das Protokoll derselben zum vorliegenden 

Prozess gegeben (Urk. 53/54). B._____ bestätigte, mit dem Beschuldigten abge-

macht zu haben, dass er – B._____ – einmal schauen werde, ob er von "unten" 

[gemeint: Peru] etwas machen könne. Sie hätten auch einen Preis abgemacht; 

der Beschuldigte hätte Fr. 30.– pro Gramm bezahlen müssen. Zum Anfang des 

Ganzen sagte B._____ aus, sie hätten ja nicht mit so grossen Mengen beginnen 

können und besprochen, es zunächst mit ca. 50 Gramm in Briefumschlägen zu 

versuchen. Das bestätigte der Beschuldigte als korrekt (Urk. 53 S. 2). Wenn 

B._____ nun sagt, er habe ein, zwei Monate, nachdem er wieder in Peru gewesen 

sei, begonnen, Briefe zu schicken, nachdem die Besprechung mit dem Beschul-

digten im März 2009 gewesen war (Urk. 53 S. 2), so stimmt dies zwanglos mit 

dem Versand der Couverts gemäss Anklageziffern 1.1.6 lit. a und b überein, wel-

che am 16. Juni 2009 bzw. 1. Juli 2009 in Zürich abgefangen worden sind. Mit der 

Vorinstanz widerlegt das die spätere Aussage von B._____, man habe "eigentlich 

nichts" gemacht, als der Beschuldigte im Gefängnis gewesen sei (Urk. 53 S. 6). 

Hinzu kommt, dass das "eigentlich" hier doch relativierend wirkt und einigen Inter-

pretationsspielraum offen lässt, und B._____ sodann erklärte, sich daran erinnern 

-   14   - 

zu können, ab ca. April/Mai 2009 zweimal versucht zu haben, etwas zu schicken, 

daraus aber nichts geworden sei (Urk. 53 S. 6). Mit der Vorinstanz lässt weiter die 

Aussage "es kam ja gar nichts an, als er [der Beschuldigte] im Gefängnis sass" 

(Urk. 53 S. 6) effektiv darauf schliessen, dass im fraglichen Zeitraum durchaus 

gleichwohl Kokain versandt worden ist (Urk. 65 S. 15). Hinsichtlich der Lieferun-

gen gemäss den Anklageziffern 1.1.6 lit. c und d, welche am 21. September 2009 

bzw. 3. Februar 2010 in Zürich abgefangen worden sind, fällt sodann auf, dass 

B._____ und der Beschuldigte gemäss übereinstimmenden Aussagen nach dem 

Unfall des letzteren, bei welchem er sich im August 2009 an der Hand verletzte 

und deswegen hospitalisiert werden musste (Urk. 3/15 S. 13; Urk. 24/2 S. 3), mit-

einander telefoniert hatten (Urk. 53 S. 5; Prot. I S. 14). Wenn B._____ dazu sagt, 

er habe dann probiert, nochmals zwei Couverts mit Kokain zu schicken, "aber es 

ist ja nichts passiert" (Urk. 53 S. 5), dann lässt sich das wieder in Einklang bringen 

mit den beiden Sendungen gemäss den Anklageziffern 1.1.6 lit. c und d. 

3.5.4. Nach dem Gesagten ist somit erstellt, dass sich der Beschuldigte und  

B._____ im Februar/März 2009 grundsätzlich über Kokainlieferungen aus  

Peru unterhielten. Weiter ist erstellt, dass in der Folge B._____ die in den Ankla-

geziffern 1.1.6 lit. a-d aufgeführten Kokainlieferungen vornahm. Nicht mit rechts-

genügender Sicherheit lässt sich aber erstellen, dass der Beschuldigte und 

B._____ vereinbart hätten, die genannten Kokainlieferungen bereits in jenem 

Zeitpunkt vorzunehmen, als der Beschuldigte noch im Gefängnis war und seine 

Freiheitsstrafe verbüsste. So führte B._____ – wie erwähnt – lediglich in allgemei-

ner Weise aus, man habe sich beim Treffen im Februar/März 2009 über Kokain-

lieferungen unterhalten. Sie seien einfach zusammen gesessen und er habe zum 

Beschuldigten gesagt, er (B._____) könne einmal schauen, ob er etwas machen 

könne. Sie hätten darüber gesprochen, es am Anfang mit ca. 50 Gramm in Brief-

umschlägen zu versuchen (Urk. 53 S. 2). Konkretere Angaben, dass sie verein-

bart hätten, er werde bereits im Zeitpunkt, als der Beschuldigte noch im Gefäng-

nis war, mit Kokainlieferungen beginnen, machte er aber gerade nicht. Im Gegen-

teil – und im Wesentlichen in Übereinstimmung mit dem Beschuldigten – führte 

B._____ selber aus, dass er "eigentlich nichts" gemacht habe, als der Beschuldig-

-   15   - 

te im Gefängnis gewesen sei (Urk. 53 S. 6). "Wir warteten ja die ganze Zeit, dass 

er wieder raus kommt" (Urk. 53 S. 6).  

3.5.5. Angesichts der Aussagen von B._____ kann dem Beschuldigten nicht  

widerlegt werden, dass er von den Kokainlieferungen gemäss Anklageziffer 1.1.6 

lit. a-d nichts wusste bzw. er damit nicht rechnen musste. Vielmehr muss – zu-

gunsten des Beschuldigten – davon ausgegangen werden, dass er mit B._____ 

vereinbarte, mit den Kokainlieferungen erst dann zu beginnen, wenn er (der Be-

schuldigte) seine Freiheitsstrafe verbüsst hat. Wenn B._____ in der Folge trotz-

dem bereits mit Kokainlieferungen begann, obwohl sich der Beschuldigte noch 

immer im Gefängnis befand, muss – zugunsten des Beschuldigten – davon aus-

gegangen werden, dass er von diesen Lieferungen weder wusste noch damit 

rechnen musste, sie mithin nicht von seinem Vorsatz erfasst sind. Entsprechend 

können ihm diese Kokainlieferungen nicht zugerechnet werden. Der Beschuldigte 

ist damit von den Anklagevorwürfen 1.1.6 lit. a-d freizusprechen. 

3.6. Sendungen nach der Entlassung des Beschuldigten aus dem Strafvollzug  

3.6.1. Neben den Sendungen, die den Beschuldigten in dieser Zeit erreichten und 

bezüglich derer er geständig ist (vgl. Erw. 3.4 vorstehend), wird dem Beschuldig-

ten unter den Anklageziffern 1.1.6 lit. g, i und j weiter die Mitverantwortung an 

zwei Paketsendungen von je um 500 Gramm Kokaingemisch vorgeworfen, wel-

che von Peru aus an "D._____" bzw. "A._____", je … [Adresse], adressiert waren 

und von den peruanischen Behörden am 9. März 2011 bzw. 20. Mai 2011 in Lima 

abgefangen worden sind, sowie an einer Sendung von 48.7 Gramm Kokainge-

misch an seine Mutter, E._____, … [Adresse], wobei das entsprechende Couvert 

am 11. Juli 2011 durch die Zollbehörden in Zürich sichergestellt werden konnte. 

3.6.2. Zu diesen Sendungen macht der Beschuldigte geltend, er habe davon  

keine Ahnung gehabt (Urk. 3/15 S. 13/14; Prot. I S. 23; Urk. 83 S. 17; vgl. auch 

Urk. 83 S. 8 ff.). 

3.6.3. Nach der Entlassung aus dem Strafvollzug am 18. August 2010 verliess der 

Beschuldigte die Schweiz und reiste zwei bis zweieinhalb Monate später wieder 

-   16   - 

ein (Urk. 3/15 S. 12; Prot. I S. 15). Nach den Erkenntnissen der Untersuchungs-

behörden erfolgte dann im November 2010 eine weitere generelle Absprache 

zwischen B._____ und dem Beschuldigten betreffend die Zustellung von Kokain 

(Anklagziffer 1.1.1 Abs. 2). Der Beschuldigte räumt ein, damals viel mit B._____ 

telefoniert zu haben. Er könne sich allerdings nicht erinnern, ob über Drogen ge-

sprochen worden sei. Oft sei es um Geld gegangen, "das er [B._____] nicht hatte 

und ich ihm dann geschickt habe". Es sei aber nicht darum gegangen, dass grös-

sere Mengen geschickt werden sollten (Prot. I S. 15/16). Allerdings hatte der Be-

schuldigte in der delegierten Einvernahme vom 8. Februar 2012 noch eingeräumt, 

dass ihn B._____ damals mit mehrmaligen Anrufen gestresst habe und er – der 

Beschuldigte – schliesslich gesagt habe, wenn er – B._____ – etwas schicken 

wolle, dann solle er es machen (Urk. 3/3 S. 7). B._____ sagte dazu, dass im No-

vember 2010 sicher Gespräche stattgefunden hätten, wobei der Anstoss zu weite-

ren Drogenlieferungen "wohl von beiden Seiten" aus gekommen sei (Urk. 54 S. 

2). In der Folge wurden dem Beschuldigten – wie bereits gesehen (Erw. 3.4 vor-

stehend) – anerkanntermassen um den Jahreswechsel 2010/2011 ein Paket mit 

300 Gramm Kokaingemisch (Anklageziffer 1.1.6 lit. f), kurz vor oder im April 2011 

ein Paket mit 400 Gramm Kokaingemisch (Anklageziffer 1.1.6 lit. h) sowie um 

Weihnachten 2011 zwei weitere Pakete mit je 400 Gramm bzw. 500 Gramm Ko-

kaingemisch (Anklageziffer 1.1.6 lit. l) zugestellt. Wenn der Beschuldigte nun be-

haupten will, es sei nicht die Lieferung von grösseren Mengen vereinbart gewe-

sen, so belegen diese eingestandenen Sendungen in optima forma das Gegen-

teil. Damit steht aber auch fest, dass der Beschuldigte die von den Behörden am 

9. März 2011, 20. Mai 2011 und 11. Juli 2011 abgefangenen Lieferungen mit zu 

verantworten hat: Es steht – auch angesichts der diversen dahingehenden Aus-

sagen des Beschuldigten selbst – ausser Zweifel, dass er auch diese Lieferungen 

entgegengenommen und weiterverwendet hätte, wenn sie denn nicht beschlag-

nahmt worden wären. Entsprechend führte er anlässlich der Berufungsverhand-

lung aus, er hätte sicher auch diese abgefangenen Lieferungen genommen  

(Urk. 83 S. 17). Damit ist aber wieder nicht von Belang, dass der Beschuldigte 

wohl effektiv von den konkreten Lieferungen (noch) keine Kenntnis hatte, zumal 

zwei davon ja bereits in Peru hängen geblieben sind. Zumindest in Kauf  

-   17   - 

genommen hat der Beschuldigte auch diese Sendungen allemal. Dass "die  

Peruaner einfach irgendwelche Pakete" versandt hätten, ohne dass dies von  

einer Absprache gedeckt gewesen wäre (so der Verteidiger in Urk. 55/2 S. 11 mit 

Verweis auf verschiedene dahingehende Aussagen von B._____ und dem Be-

schuldigten; vgl. auch Urk. 83 S. 15 und Urk. 84 S. 9), ist lebensfremd und durch 

das eingestandene Verhalten des Beschuldigten widerlegt: Ganz sicher sandten 

"die Peruaner" nicht einfach aufs Geratewohl Pakete mit mehreren hundert 

Gramm Kokaingemisch in die Welt hinaus, sondern sie gingen offensichtlich da-

von aus, dass der Beschuldigte diese entgegennimmt und bezahlt. Das hat der 

Beschuldigte in den erfolgreich verlaufenen Fällen ja auch getan und hätte es – 

im Sinne seiner Absprache mit B._____ – in den anderen Fällen zweifelsfrei auch 

getan, wenn denn die Behörden den Stoff nicht beschlagnahmt hätten. 

3.6.4. Mit der Vorinstanz sind damit die Lieferungen gemäss den Anklageziffern 

1.1.6 lit. g, i und j erstellt. Was den Reinheitsgrad der am 9. März 2011 in Peru 

beschlagnahmten 522 Gramm Kokaingemisch betrifft, wurde dieser von den  

peruanischen Behörden nicht übermittelt (Urk. 13/1) und von der Staatsanwalt-

schaft mit 74 % angenommen (vgl. Anklageziffer 1.1.6 lit. g). Das ist so zu  

übernehmen, zunächst unter Verweis auf die Erw. 3.4.4 vorstehend. Sodann 

kommt hier hinzu, dass die gut zwei Monate später, am 20. Mai 2011 in Peru  

beschlagnahmte, ungefähr gleich grosse für den Beschuldigten bestimmte  

Sendung (474 Gramm Kokaingemisch, Anklageziffer 1.1.6 lit. i) gemäss den  

Erhebungen der peruanischen Polizei einen Reinheitsgrad von 74.89 % aufwies 

(Urk. 14/1, drittletzte Seite) und es deshalb auch vor diesem Hintergrund gerecht-

fertigt erscheint, hinsichtlich des am 9. März 2011 beschlagnahmten Kokains von 

einem Reinheitsgrad von 74 % auszugehen. 

3.7. Sendungen, deren Verlauf vom Computer des Beschuldigten aus im Internet 

nachverfolgt worden ist  

3.7.1. Hinsichtlich zweier am 1. November 2011 in Zürich bzw. am 28. Dezember 

2011 in Frankfurt beschlagnahmten Kokainsendungen, adressiert an E._____ 

bzw. F._____, konnte erhoben werden, dass vom Computer des Beschuldigten 

-   18   - 

aus über die Trackingnummer der Verlauf der betreffenden Sendungen nachver-

folgt worden ist (Anklageziffer 1.1.6 lit. k und m; vgl. Urk. 21/1 S. 6).  

3.7.2. Anlässlich der Berufungsverhandlung zeigte sich der Beschuldigte – ent-

gegen seinen bisherigen Aussagen – nunmehr auch in Bezug auf diese beiden 

Kokainlieferungen geständig und erklärte, er habe bei diesen beiden Lieferungen 

indirekt gewusst, dass sie kommen (Urk. 83 S. 10). Auf Grund dieser Zugaben ist 

der Anklagesachverhalt, wie er in den Ziffern 1.1.6 lit. k und m umschrieben ist, 

rechtsgenügend erstellt.  

3.8. Gesamthaft muss dem Beschuldigten damit an den folgenden Sendungen 

eine im Sinne der Anklageschrift umschriebene Mitverantwortung angelastet  

werden: 

- Grundsätzlich anerkannte Anklageziffern 1.1.6 lit. f, h und l: 

 300 Gramm Gemisch zu 74 %: 222 Gramm Reinsubstanz (lit. f) 

 400 Gramm Gemisch zu 74 %: 296 Gramm Reinsubstanz (lit. h) 

 900 Gramm Gemisch zu 90 %: 810 Gramm Reinsubstanz (lit. l) 

- Sendungen nach dem Strafvollzug (Anklageziffern 1.1.6 lit. g, i und j): 

 522 Gramm Gemisch zu 74 %: 386.28 Gramm Reinsubstanz (lit. g) 

 474 Gramm Gemisch zu 74.89 %: 355 Gramm Reinsubstanz (lit. i) 

 48.7 Gramm Gemisch zu 93 %: 45 Gramm Reinsubstanz (lit. j) 

- vom Beschuldigten via Computer nachverfolgte Sendungen (Anklageziffern 

1.1.6 lit. k und m): 

 107 Gramm Gemisch zu 95 %: 95 Gramm Reinsubstanz (lit. k) 

 499 Gramm Gemisch zu 98 %: 487 Gramm Reinsubstanz (lit. m) 

Damit beläuft sich die Menge an reinem Kokain, das eingeführt, konsumiert oder 

verkauft wurde bzw. eingeführt, konsumiert oder verkauft hätte werden sollen, auf 

insgesamt 2'696.28 Gramm. 

3.9. Wie vorstehend erwähnt, stellte die Verteidigung anlässlich der Berufungs-

verhandlung erneut die bereits mit der Berufungserklärung gestellten Beweis-

-   19   - 

anträge (Prot. II S. 7). Es kann hier vollumfänglich auf die Erwägungen in der  

Präsidialverfügung vom 11. April 2014 verwiesen werden (Urk. 76). Danach  

vermögen die von der Verteidigung beantragten Beweise am vorliegenden  

Beweisergebnis nichts zu ändern. Entsprechend sind die Beweisanträge erneut 

allesamt abzuweisen. 

4. Rechtliche Würdigung 

4.1. Die von der Vorinstanz vorgenommene rechtliche Würdigung ist zutreffend 

(Urk. 65 S. 28) und wird als Solche vom Verteidiger zu Recht nicht bestritten  

(Urk. 69 S. 2, 3; Urk. 84 S. 12), weil auch die vom Beschuldigten anerkannten  

Anklagepunkte schon für sich alleine zu einem Schuldspruch führen müssen, wie 

ihn die Vorinstanz erlassen hat. Entsprechend ist Dispositivziffer 1 des vorinstanz-

lichen Urteils ja auch bereits in Rechtskraft erwachsen (vgl. Erw. 2.2 vorstehend). 

4.2. Zur Klarstellung ist aber ausdrücklich festzuhalten, dass der vorinstanzliche 

Schuldspruch auch in Bezug auf die Anklageziffern 1.1.6 lit. g, i und j zu bestäti-

gen ist.  

5. Strafzumessung 

5.1. Die Vorinstanz hat die Grundsätze der Strafzumessung zutreffend umrissen 

und auch korrekt auf den vorliegenden Schuldspruch umgesetzt. Danach ist  

in Anwendung von Art. 49 StGB zunächst für die schwerste Straftat – das  

mehrfache Verbrechen gegen das BetmG – eine Einsatzstrafe festzusetzen,  

welche zwischen einem und 20 Jahren Freiheitsstrafe liegen kann (Art. 19  

Abs. 2 BetmG, Art. 40 StGB; Urk. 65 S. 30/31). 

5.1.1. In objektiver Hinsicht ist grundsätzlich mit der Vorinstanz, aber unter  

Berücksichtigung des vorliegend zu ergehenden Freispruchs bezüglich der  

Anklageziffern 1.1.6 lit. a-d, von folgender Ausgangslage auszugehen (Urk. 65  

S. 32): Im Zusammenhang mit den mehrfachen Verbrechen gegen das BetmG  

ist festzuhalten, dass es vorliegend um zahlreiche Sendungen mit erheblichen 

Mengen Kokain geht. Konkret handelt es sich um 1'328 Gramm reines Kokain  

aus den eingestandenen Lieferungen, die der Beschuldigte erhalten hat, und  

-   20   - 

um 582 Gramm reines Kokain aus den abgefangenen Lieferungen, deren  

Sendung der Beschuldigte mit dem Computer nachverfolgte. Hinzu kommen 

786.28 Gramm Reinsubstanz aus den bestrittenen Sendungen. Total beläuft sich 

die Menge damit auf 2'696.28 Gramm reines Kokain, das in die Schweiz  

eingeführt wurde bzw. hätte eingeführt werden sollen, wobei der Beschuldigte 

eingestand, davon 518 Gramm reines Kokain verkauft und weitere 643.2 Gramm 

Reinsubstanz zwecks Weiterverkaufs abgepackt zu haben. Für diese Lieferungen 

– und soweit ist der Beschuldigte ebenfalls geständig – hat er insgesamt 

Fr. 40'000.– nach Peru überwiesen und einen Verkaufserlös von Fr. 66'000.–  

generiert. 

Der Beschuldigte war mithin während rund zweieinhalb Jahren mitverantwortlich 

für grenzüberschreitenden Drogenhandel recht erheblichen Umfangs. Dabei hat 

er sich aus Peru gut 1,3 kg reines Kokain zusenden lassen, das erhaltene Ge-

misch gestreckt und sodann weiterverkauft bzw. beabsichtigt weiterzuverkaufen 

sowie zu einem Teil den Stoff selbst konsumiert. Hinzu kommen weitere rund  

1,3 kg Reinsubstanz, welche in an den Beschuldigten oder dessen näheres  

Umfeld adressierten Couverts oder Paketen von verschiedenen Zollbehörden  

abgefangen werden konnten, wobei davon auszugehen ist, dass auch diese  

Sendungen von den generellen Absprachen zwischen B._____ und dem  

Beschuldigten umfasst waren und dieser mit dem Kokain gleich verfahren wäre 

wie bei den eingestandenen Sendungen, wenn denn die Zustellungen geklappt 

hätten. 

Hinsichtlich gut 1,3 kg reinem Kokain hat der Beschuldigte damit in der  

Stellung einer mittleren Hierarchiestufe im System des Betäubungsmittelhandels  

professionellen Drogenimport und -handel mit qualitativ hochstehendem Kokain-

gemisch betrieben und damit auch einen beachtlichen Umsatz erzielt. Was die 

weiteren gut 1,3 kg reinen Kokains betrifft, ist dagegen zu beachten, dass es in-

soweit bei – untechnisch verstandenen – "Versuchen" geblieben ist, als die Sen-

dungen von Zollbehörden beschlagnahmt und so verhindert werden konnte, dass 

der Stoff bis zu den Konsumenten gelangt. Auch wenn es nicht dem Beschuldig-

-   21   - 

ten zuzuschreiben ist, dass es insoweit bei "Versuchen" geblieben ist, hat das bei 

der objektiven Verschuldensbewertung doch seinen Niederschlag zu finden. 

5.1.2. Angesichts der anklagemässig erstellten und vom Beschuldigten anerkann-

ten Mengen Kokain, welche dieser konsumierte (bis zu 5 Gramm täglich: Ankla-

geziffer 1.1.7), muss sicher davon ausgegangen werden, dass der Beschuldigte 

im Anklagezeitraum kokainabhängig war. Er selbst bezeichnete jedenfalls seine 

Sucht als einen Grund dafür, dass er wieder in den Kokainhandel eingestiegen sei 

(Prot. I S. 25/26). Zwar sei er körperlich nicht abhängig gewesen, weil er das  

Kokain nur "konsumiert" (worunter er offenbar schnupfen und rauchen versteht) 

und nicht "geknallt" habe (was wohl injizieren heisst) (a.a.O.). Notorischerweise 

steht aber bei Kokain ohnehin die psychische Abhängigkeit im Vordergrund. So ist 

denn auch zu verstehen, wenn der Beschuldigte an der vorinstanzlichen Haupt-

verhandlung die Frage nach seiner psychischen Abhängigkeit beantwortet hat mit: 

"Ja, ich denke schon, dass ich es [das Kokain] zu Beginn psychisch vermisst ha-

be" (Prot. I S. 26; vgl. so auch Urk. 83 S. 3). Das steht schliesslich im Einklang mit 

den Ergebnissen des Untersuchungsberichts des Instituts für Rechtsmedizin der 

Universität Zürich vom 8. März 2012, wonach die analysierte Haarprobe des Be-

schuldigten mindestens für die letzten 3 bis 6 Monate vor der Haarsicherstellung 

am 15. Februar 2012 einen starken bis sehr starken Kokainkonsum belegen  

(Urk. 20/5 S. 3). Das wirkt verschuldensrelativierend. Mit der Vorinstanz ist aber 

festzuhalten, dass angesichts der zur Diskussion stehenden gesamthaft importier-

ten Mengen nicht von reiner Beschaffungskriminalität gesprochen werden kann, 

sondern es diente der Drogenhandel dem Beschuldigten dazu, seinen Lebens-

unterhalt zu finanzieren – wozu unter anderem aber eben auch der Kokain-

konsum gehörte (Urk. 65 S. 33). Rücksichtslos und in hohem Masse egoistisch 

war, dass er durch die Bekanntgabe deren Adressen weitere Personen – insbe-

sondere seine Mutter und seinen Bruder – in die Sache hineinzog. Hinsichtlich  

der verschiedenen beschlagnahmten Sendungen ist dem Beschuldigten sodann 

aber nicht mehr als Eventualvorsatz nachzuweisen, nachdem ihm nicht widerlegt 

werden kann, über die einzelnen, konkreten Sendungen jeweils nicht im Voraus 

informiert worden zu sein. Insgesamt vermindert deshalb – entgegen der  

Vorinstanz (Urk. 65 S. 34) – die subjektive Seite das objektive Tatverschulden.  

-   22   - 

5.1.3. Nach dem vorstehend Gesagten und insbesondere unter Berücksichtigung, 

dass rund die Hälfte des vorliegend in Frage stehenden Kokains von den  

Zollbehörden abgefangen werden konnte und dass der Beschuldigte nun auch  

teilweise freizusprechen ist, ist die von der Vorinstanz festgesetzte Einsatzstrafe 

zu hoch ausgefallen. Ausgehend von der gesamten Tatschwere erscheint eine 

Einsatzstrafe für das mehrfache Verbrechen gegen das BetmG von rund 3 Jahren 

Freiheitsstrafe als angemessen. 

5.2. Wegen der weiteren vom Beschuldigten begangenen Delikte ist diese  

Einsatzstrafe in Anwendung des Asperationsprinzips (Art. 49 StGB) angemessen 

zu erhöhen. Hier ist hinsichtlich der mehrfachen Geldwäscherei mit der Vorinstanz 

festzustellen, dass diesen Delikten im Verhältnis zu den Verbrechen gegen das 

BetmG nicht mehr als die Bedeutung von Nebenpunkten zukommt (Urk. 65  

S. 34). Effektiv ist es so, dass gerade im Falle internationaler Drogengeschäfte 

Geldwäscherei schon nahezu zwingend damit verbunden ist. Unter Berücksichti-

gung des Deliktbetrages von Fr. 40'000.– (Anklageziffer 1.2) erscheint hier des-

halb nur eine geringe Straferhöhung angebracht. Bezüglich der Widerhandlungen 

gegen das AuG muss dann aber schon festgestellt werden, dass sich der  

Beschuldigte sehr bewusst und vorsätzlich einfach über das ihm bekannte  

Einreiseverbot hinweggesetzt hat. Umgekehrt ist aber zu beachten, dass Art. 115 

Abs. 1 AuG lediglich eine Strafe von bis zu einem Jahr oder Geldstrafe vorsieht. 

Insgesamt ist damit eine leichte Erhöhung der Einsatzstrafe am Platz. 

5.3. In persönlicher Hinsicht ergeben sich aus der Biographie des Beschuldigten 

zunächst keine strafzumessungsrelevanten Aspekte (vgl. auch die Vorinstanz  

in Urk. 65 S. 35; vgl. auch Urk. 83 S. 2 ff.). Sein Drogenkonsum kann an dieser 

Stelle nicht weiter berücksichtigt werden, als dies nicht schon in der subjektiven 

Verschuldensbewertung geschehen ist. Und seine Frustration über den "Zufalls-

entscheid des Migrationsamtes mit der Ausschaffung quasi aus dem eigenen 

Land" (so der Verteidiger in Urk. 55/2 S. 17/18) kann sicher nicht strafmindernd 

wirken, hat diese der Beschuldigte doch durch seine Delinquenz und die damit 

einhergehenden Verurteilungen selbst verursacht. 

-   23   - 

Sodann weist der Beschuldigte drei Vorstrafen auf: Bereits mit Urteil vom  

26. März 2003 musste er vom Bezirksgericht Winterthur unter anderem  

wegen Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19  

Ziff. 2 aBetmG schuldig gesprochen und mit einer Gefängnisstrafe von 2 Jahren 

bestraft werden. Es folgte ein Strafbefehl der Bezirksanwaltschaft Winterthur  

vom 27. Februar 2004 wegen Fahrens trotz Führerausweisentzuges. Und am  

3. Oktober 2008 verurteilte das Bezirksgericht Frauenfeld den Beschuldigten 

abermals wegen Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz und bestrafte 

ihn mit einer Freiheitsstrafe von 24 Monaten. Wie bereits an anderer Stelle  

erwähnt, wurde der Beschuldigte am 18. August 2010 bei einer Reststrafe  

von 246 Tagen bedingt aus dem Vollzug dieser Strafe entlassen (Urk. 68).  

Diese Vorstrafen – vor allem die beiden einschlägigen – sowie das Delinquieren 

während des Strafvollzuges bzw. während laufender Probezeit wirken sehr stark 

straferhöhend. 

Der Beschuldigte war hinsichtlich derjenigen Kokainsendungen, welche bei  

ihm angekommen waren, von Beginn der Untersuchung an geständig, wobei  

jedenfalls betreffend das bei ihm sichergestellte Kokain ein Abstreiten auch wenig 

sinnvoll gewesen wäre. Sodann zeigte sich der Beschuldigte nunmehr auch in 

Bezug auf die abgefangenen Kokainsendungen, deren Verlauf er vom Computer 

aus im Internet nachverfolgte, geständig (allerdings erst im Berufungsverfahren). 

Ebenso gestand der Beschuldigte die Geldwäscherei und die Widerhandlungen 

gegen das AuG ein. Immerhin an der vorinstanzlichen Hauptverhandlung  

äusserte er schliesslich auch eine gewisse Reue (Prot. I S. 40). Bezüglich der  

übrigen Kokainsendungen, die von den verschiedenen Zollbehörden abgefangen 

worden sind, stritt der Beschuldigte jedoch eine Mitverantwortung durchwegs ab. 

Schliesslich bleibt zu berücksichtigen, dass sich der Beschuldigte in einem neuen, 

gegen ihn geführten Strafverfahren kooperativ zeigt und er den Mitbeschuldigten 

G._____ auch in einer Konfrontationseinvernahme erheblich belastet hat (vgl. 

Urk. 82). Dies kann ebenfalls strafmindernd berücksichtigt werden. Insgesamt 

rechtfertigt das Nachtatverhalten des Beschuldigten eine merkliche Strafminde-

rung. 

-   24   - 

Vor diesem Hintergrund erscheint allzu wohlwollend, wenn die Vorinstanz als  

Fazit zu den Täterkomponenten festhält, dass sich die Straferhöhungs- und 

Strafminderungsgründe in etwa die Waage hielten (Urk. 65 S. 36). Vielmehr fällt 

die Straferhöhung wegen der Vorstrafensituation und der Delinquenz während 

laufender Probezeit gewichtiger aus als die aufgrund des Nachtatverhaltens  

vorzunehmende Strafminderung. 

5.4. Der Beschuldigte wurde am 18. August 2010 bei einer Reststrafe von  

246 Tagen bedingt aus dem Vollzug der Freiheitsstrafe von 24 Monaten gemäss 

Urteil des Bezirksgerichts Frauenfeld vom 3. Oktober 2008 entlassen (Urk. 68  

S. 2). Dass diese Reststrafe zufolge des einschlägigen Rückfalls widerrufen  

werden muss, ist klar, wurde so von der Vorinstanz angeordnet und ist unange-

fochten in Rechtskraft erwachsen (vgl. vorstehende Erw. 2.2). Bei dieser  

Ausgangslage ist, nachdem der Beschuldigte aufgrund seiner neuen Straftaten  

zu einer unbedingten Freiheitsstrafe verurteilt werden muss, gemäss Art. 89  

Abs. 6 StGB in Anwendung von Art. 49 StGB eine Gesamtstrafe zu bilden. 

Wie vorstehend ausgeführt, ist beim Beschuldigten für die aktuell zu beurteilen-

den Verbrechen gegen das BetmG für das Tatverschulden von einer Einsatzstrafe 

von 3 Jahren Freiheitsstrafe auszugehen. Diese ist aufgrund der weiteren Delikte 

(Geldwäscherei, AuG) leicht und infolge der Vorstrafen sehr stark zu erhöhen  

und sodann mit Blick auf das Nachtatverhalten wieder merklich zu senken. 

Schliesslich ist unter Anwendung des Asperationsprinzips unter Miteinbezug  

der 246 Tage Reststrafe eine Gesamtstrafe zu bilden. Damit erweist sich  

vorliegend in Würdigung aller massgeblichen Strafzumessungsgründe eine  

Gesamt-Freiheitsstrafe von insgesamt 4 1/3 Jahren  dem Verschulden und den 

persönlichen Verhältnissen des Beschuldigten angemessen.  

In Anwendung von Art. 51 StGB ist der bisher vom Beschuldigten erlittene Frei-

heitsentzug (Haft und vorzeitiger Strafvollzug gemäss Aufstellung der Vorinstanz: 

Urk. 65 S. 37) auf die Strafe anzurechnen. Bis und mit heute sind 956 Tage auf-

gelaufen. In diesem Umfang gilt demnach die ausgefällte Strafe als erstanden. 

-   25   - 

6. Ersatzforderung 

6.1. Die Vorinstanz hat den Beschuldigten im Sinne des entsprechenden Antrags 

der Staatsanwaltschaft verpflichtet, dem Staat als Ersatz für den nicht mehr  

vorhandenen widerrechtlich erlangten Vermögensvorteil Fr. 40'000.– zu bezahlen 

(angefochtenes Urteil Dispositivziffer 4). 

6.2. Der Beschuldigte lässt berufungsweise beantragen, es sei auf die Fest-

setzung einer Ersatzforderung zu verzichten; eventualiter sei die betreffende  

Verpflichtung erheblich zu reduzieren (Urk. 69 S. 3; Urk. 84 S. 2). 

6.3. Die Vorinstanz hat die massgeblichen gesetzlichen Bestimmungen und die 

Rechtsprechung zum Thema richtig zusammengefasst (Urk. 65 S. 38; Art. 82 

Abs. 4 StPO). Nachdem der Beschuldigte anerkannt hat, einen Gewinn von sicher 

Fr. 40'000.– erzielt zu haben (a.a.O.), steht im Grundsatz fest, dass er zu dessen 

Abgabe bzw. Ersatz verpflichtet ist. Das wird auch vom Verteidiger nicht in Abre-

de gestellt. Er beantragt aber, es sei im Sinne von Art. 71 Abs. 2 StGB von einer 

Ersatzforderung abzusehen, weil diese klar als uneinbringlich zu bewerten sei. 

Der Beschuldigte verfüge über keine wesentlichen Vermögenswerte mehr und 

werde nach seiner Entlassung aus dem Strafvollzug wohl wieder nach Italien 

ausgeschafft, wo er keinerlei Perspektiven besitze und auch in absehbarer  

Zukunft keine realistischen Möglichkeiten haben werde, um legal und nachhaltig 

an Geld zu kommen (Urk. 55/2 S. 22; Urk. 84 S. 17 f.). 

6.4. Die finanzielle Situation des Beschuldigten ist nicht so klar, aber zweifels-

ohne schlecht. In der Hafteinvernahme vom 10. Januar 2012 sagte er, er lebe 

hauptsächlich von Erspartem, und es sei noch ein Vermögen von Fr. 10'000.– bis 

20'000.– vorhanden (Urk. 3/2 S. 13). In der Einvernahme vom 12. Dezember 

2012 verwies er darauf, dass er im Jahre 2008 – nach der Entlassung aus einem 

ersten Strafvollzug am 17. April 2007 – einen sehr guten Aktiendeal und innert  

5 Tagen aus Fr. 20'000.– Fr. 105'000.– gemacht habe. Von diesem Geld habe er 

dann gelebt. Seit dem neuerlichen Strafvollzug, aus welchem er am 18. August 

2010 entlassen worden ist, habe er nicht mehr gearbeitet (Urk. 3/13 S. 5/6). 

Gleichwohl erklärte der Beschuldigte, im Jahr 2011 die Fr. 105'000.– noch gehabt 

-   26   - 

zu haben (Urk. 3/13 S. 7). Nicht klar wurde dann allerdings, ob und wieviel er  

davon seiner Mutter hat zukommen lassen (Urk. 3/13 S. 8 ff.). Anlässlich der Be-

rufungsverhandlung führte der Beschuldigte schliesslich aus, dass er von diesem 

Börsengewinn nichts mehr habe. Das Geld habe er für seinen Lebensunterhalt 

ausgegeben (Urk. 83 S. 6). 

Gemäss einer polizeilichen Einvernahme zur Person vom 21. März 2012 bestün-

den ihm gegenüber Fr. 250'000.– Verlustscheine (Urk. 33/9 S. 2). Das bestätigte 

er in der vorinstanzlichen Hauptverhandlung sowie auch anlässlich der Beru-

fungsverhandlung; das sage das Betreibungsamt so, er selber habe es noch nicht 

gesehen. Das seien "Staatschulden", Steuerschulden, Gerichtskosten, Kranken-

kasse (Prot. I S. 32; Prot. 83 S. 7).  

Aus dem vorliegenden Strafverfahren sind dem Beschuldigten sodann weitere 

Kosten von rund Fr. 22'500.– erwachsen, zuzüglich jener der amtlichen Verteidi-

gung in der Höhe von rund Fr. 59'000.–, welche der Beschuldigte dann wird  

zahlen müssen, wenn er gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO in günstigere finanzielle 

Verhältnisse kommen sollte.  

Der Beschuldigte befindet sich nunmehr seit bereits über zweieinhalb Jahren im 

Gefängnis und wird – sofern er denn im Sinne von Art. 86 Abs. 1 StGB nach zwei 

Dritteln der Strafe bedingt entlassen werden kann – noch etwa eineinhalb Jahre 

dort zu verbleiben haben. Seine finanzielle Situation wird sich daher einstweilen 

sicher nicht verbessern. Sodann vermutet der Verteidiger wohl zurecht, dass der 

Beschuldigte nach der Entlassung aus dem Strafvollzug nach Italien ausgeschafft 

werden wird. 

6.5. Vor diesem Hintergrund erscheint die Einbringlichkeit einer Ersatzforderung 

ganz ernsthaft in Frage gestellt, zumal aufgrund des an- und noch längere Zeit 

fortdauernden Strafvollzugs und der Ungewissheit der künftigen Arbeitssituation 

völlig unklar ist, ob und wann der Beschuldigte je wieder – überdies wohl in  

Italien – ein geregeltes Einkommen haben wird. Hinzu kommt, dass ihm aus dem 

vorliegenden Verfahren auch ohne Festsetzung einer Ersatzforderung zusätzlich 

noch mehrere zehntausend Franken an Kostenschulden erwachsen. Es ist  

-   27   - 

deshalb nicht davon auszugehen, dass der Beschuldigte innert vernünftiger Zeit  

in der Lage sein wird, selbst eine reduzierte Ersatzforderung zu bezahlen. Es  

erscheint damit als gerechtfertigt, von der Festsetzung einer Ersatzforderung im 

Sinne von Art. 71 Abs. 2 StGB abzusehen. 

7. Einziehungen 

7.1. Die Vorinstanz hat sowohl den beim Beschuldigten beschlagnahmten  

Barbetrag von Fr. 2'500.– als auch den Saldo dessen gesperrten Kontos bei der 

PostFinance von Fr. 11'332.13 samt Zins zugunsten der Staatskasse eingezogen 

(vorinstanzliches Urteil Dispositivziffern 5 und 6). Hinsichtlich beider Vermögens-

werte stützte sich die Vorinstanz auf Art. 70 Abs. 1 StGB und erachtete es als  

erstellt, dass das Geld aus dem Drogenhandel des Beschuldigten stamme  

(Urk. 65 S. 39/40). 

7.2. Der Beschuldigte verlangt berufungsweise, dass ihm dieses Geld zur freien 

Verfügung ausgehändigt werde (Urk. 69 S. 3; Urk. 84 S. 2). Sowohl das Bargeld 

als auch das Guthaben auf dem Konto stamme aus dem Verkauf von Antiquitäten 

und peruanischen Holzfiguren bzw. Rückzahlungen von Schuldnern des Beschul-

digten. Jedenfalls fehlten rechtsgenügende Beweise dafür, dass diese Gelder aus 

dem Drogenhandel stamme (Urk. 55/2 S. 22; Urk. 84 S. 18). 

7.3. Es ist auf die zutreffenden vorinstanzlichen Erwägungen zu verweisen  

(Urk. 65 S. 39/40). Alles spricht dafür und nichts dagegen, dass es sich bei den 

beschlagnahmten Vermögenswerten um Drogengelder handelt. Wie gesehen, hat 

der Beschuldigte mit seinem – eingestandenen – Drogenhandel ganz erheblichen 

Umsatz erzielt. Die Stückelung des beschlagnahmten Bargeldbetrags (20 x  

Fr. 100.– und 10 x 50.–: Urk. 26/3 S. 2) weist sodann ebenfalls ganz stark auf  

eine Herkunft aus Drogengeschäften hin. Demgegenüber belässt es der Beschul-

digte bei blossen Behauptungen und bleibt jegliche objektivierbaren Anhaltspunk-

te schuldig, dass das Geld legaler Provenienz sein könnte. Insbesondere konnte 

er den angeblichen Figurenhandel nicht einmal annähernd glaubhaft machen und 

namentlich keine Abnehmer bekannt geben. Ebenso machte er zum behaupteten 

Börsendeal aus dem Jahre 2008 überhaupt keine weiterführenden Ausführungen. 

-   28   - 

Angesichts der Beweislage hätte es aber dem Beschuldigten oblegen, zumindest 

einigermassen plausible Anhaltspunkte für seine rechtfertigende Darstellung  

zu liefern (vgl. auch die Vorinstanz zutreffend in Urk. 65 S. 6, 24/25). Die  

Einziehungsentscheide der Vorinstanz sind deshalb zu bestätigen. 

7.4. Nur ergänzend ist anzufügen, dass die seitens des Beschuldigten beantrag-

te Herausgabe zur freien Verfügung ohnehin nicht in Frage käme. Wenn es  

sich beim beschlagnahmten Bargeld bzw. dem gesperrten Guthaben bei der 

PostFinance um legal erworbene Vermögenswerte handeln würde, wären diese 

im Sinne von Art. 263 Abs. 1 lit. b StPO und Art. 268 StPO zur Kostendeckung 

heranzuziehen. 

8. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

Im Berufungsverfahren werden die Kosten nach Obsiegen und Unterliegen  

auferlegt (Art. 428 Abs. 1 StPO). Der Beschuldigte obsiegt einerseits in Bezug auf 

wenige Schuld- bzw. Freisprüche und auf die Höhe der Sanktion und andererseits 

bezüglich des Verzichts auf Festsetzung einer Ersatzforderung. Demgegenüber 

unterliegt er mit allen anderen seinen Anträgen. Entsprechend und in Gewichtung 

der betreffenden Berufungsthemen sind die Kosten des Berufungsverfahrens, mit 

Ausnahme derjenigen der amtlichen Verteidigung, dem Beschuldigten zu zwei 

Dritteln aufzuerlegen und zu einem Drittel auf die Gerichtskasse zu nehmen.  

Die Kosten der amtlichen Verteidigung in der Höhe von pauschal Fr. 14'000.– 

(gemäss § 18 Abs. 1 i.V.m. § 17 Abs. 1 lit. b der Verordnung über die Anwalts-

gebühren vom 8. September 2010; vgl. auch Urk. 85) sind zu zwei Dritteln einst-

weilen und zu einem Drittel definitiv auf die Gerichtskasse zu nehmen, wobei für 

den einstweilen auf die Gerichtskasse genommenen Teil die Rückzahlungspflicht 

gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO vorbehalten bleibt. 

 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Winterthur vom 

3. Oktober 2013 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:  

-   29   - 

" 1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig 

- des mehrfachen Verbrechens im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. b–d und g 
BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG, 
[Anklageziffern 1.1.6. lit. f, h, l, k und m] 

- der mehrfachen Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziff. 1 StGB, 
[Anklageziffer 1.2.] 

- der Widerhandlung gegen Art. 115 Abs. 1 lit. a AuG in Verbindung mit 
Art. 5 Abs. 1 lit. d AuG [Anklageziffer 1.3.], 

- der mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 115 Abs. 1 lit. b AuG  
[Anklageziffer 1.3.] sowie 

- der mehrfachen Übertretung im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG 
[Anklageziffer 1.1.7.].  
 

Vom Anklagevorwurf Ziff. 1.1.6 lit. e (Lieferung vom 23. Juni 2010) wird der 
Beschuldigte freigesprochen. 

  2. Die mit Entscheid des Departements für Justiz und Sicherheit, Straf-  
und Massnahmenvollzug des Kantons Thurgau vom 29. Juni 2010 unter  
Ansetzung einer Probezeit von 1 Jahr verfügte bedingte Entlassung wird  
widerrufen und die Reststrafe von 246 Tagen Freiheitsstrafe vollzogen. 

  3. Der Beschuldigte wird […] bestraft mit einer Busse von Fr. 1'000.– […]. 

Die Busse ist zu bezahlen. Wird die Busse schuldhaft nicht bezahlt, so tritt an 
deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 10 Tagen. 

  4. … 

  5. … 

  6. … 

  7. Sämtliche, mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 
20. November 2012 (act. 26/13) beschlagnahmten und bei der Kantonspolizei 
Zürich aufbewahrten Gegenstände, Betäubungsmittel und Betäubungs-
mittelutensilien (BM-Lager-Nrn. … und …) werden eingezogen und der La-
gerbehörde zur Vernichtung überlassen. 

  8. Die folgenden, mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland 
vom 11. Oktober 2012 (act. 26/11) beschlagnahmten Gegenstände werden 
eingezogen und der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland zur Vernichtung 
bzw. gutscheinenden Verwendung überlassen: 

- 1 Mobiltelefon Nokia, IMEI-Nr. …, Ruf-Nr. 077 …, inkl. SIM-Karte Mig-
ros, Nr. …, 

- 1 Mobiltelefonverpackung, enthaltend div. Minigripsäcklein. 

Die übrigen mit derselben Verfügung beschlagnahmten Gegenstände (ein-
schliesslich PC, schwarzes Gehäuse, "no name") werden dem Beschuldigten 
auf erstes Verlangen nach Eintritt der Rechtskraft durch die Staatsanwalt-
schaft Winterthur/Unterland zuhanden von dessen Effekten herausgegeben. 

-   30   - 

  9. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf: 

Fr. 6'000.– ; die weiteren Kosten betragen: 
Fr. 6'000.–   Gebühr Anklagebehörde § 4 Abs. 1 Bst. d GebV StrV 
Fr. 5'083.95   Auslagen Vorverfahren 
Fr. 2'800.–   Kosten der Kantonspolizei 
Fr. 50'051.25   amtliche Verteidigung  
Fr. 69'935.20   Total 

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

 10. Die Kosten, einschliesslich derjenigen der amtlichen Verteidigung, werden 
dem Beschuldigten auferlegt, diejenigen der amtlichen Verteidigung indessen 
einstweilen auf die Staatskasse genommen. Art. 135 Abs. 4 StPO bleibt  
vorbehalten. 

 11. [Mitteilungen] 

 12. [Rechtsmittelbelehrung]" 

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.  

 
 

Es wird erkannt: 

1. Der Schuldspruch gemäss Dispositivziffer 1 des vorinstanzlichen Urteils be-

treffend mehrfachen Verbrechens im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. b–d und g 

BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG wird auch hinsichtlich 

der Anklageziffern 1.1.6 lit. g, i, und j bestätigt. 

2. Der Beschuldigte wird von den Anklagevorwürfen Ziffern 1.1.6 lit. a-d  

freigesprochen. 

3. Der Beschuldigte wird unter Einbezug der Reststrafe von 246 Tagen  

Freiheitsstrafe gemäss Dispositivziffer 2 des vorinstanzlichen Urteils bestraft 

mit 4 1/3 Jahren Freiheitsstrafe, wovon 956 Tage durch Haft und vorzeitigen 

Strafvollzug bis und mit heute (21. August 2014) erstanden sind. 

3. Auf die Festsetzung einer Ersatzforderung für nicht mehr vorhandenen  

widerrechtlich erlangten Vermögensvorteil wird verzichtet. 

-   31   - 

4. Der mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 

13. Januar 2012 (act. 26/3) beschlagnahmte Bargeldbetrag von Fr. 2'500.– 

wird im Sinne von Art. 70 Abs. 1 StGB zugunsten der Staatskasse einge-

zogen. 

5. Das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 16. 

März 2012 (act. 22/16) beschlagnahmte und mit einer Kontosperre belegte 

Guthaben des Beschuldigten bei der Schweizerischen Post, PostFinance, 

Privatkonto Nr. …, IBAN CH… (Kontostand per 15. März 2012: 

Fr. 11'332.13), wird samt Zins im Sinne von Art. 70 Abs. 1 StGB zugunsten 

der Staatskasse eingezogen. 

6. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 4'000.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 14'000.–   amtliche Verteidigung 

   

7. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der 

amtlichen Verteidigung, werden zu zwei Dritteln dem Beschuldigten aufer-

legt und zu einem Drittel auf die Gerichtskasse genommen. Die Kosten der 

amtlichen Verteidigung werden im Umfang von zwei Dritteln einstweilen und 

im Umfang von einem Drittel definitiv auf die Gerichtskasse genommen. Die 

Rückzahlungspflicht des Beschuldigten gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO bleibt 

im Umfang des einstweilen auf die Gerichtskasse genommenen Teils 

vorbehalten. 

8. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten (übergeben) 

− die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland 
− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 

Vollzugsdienste  

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

-   32   - 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten 

− die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland  
− die Bundesanwaltschaft, 3003 Bern 
− das Bundesamt für Polizei, Meldestelle für Geldwäscherei (MROS), 

Nussbaumstrasse 29, 3003 Bern 
− das Bundesamt für Migration, Quellenweg 6, 3003 Bern 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung  

allfälliger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 

Vollzugsdienste 
− das Migrationsamt des Kantons Zürich  
− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A und Formular B 
− die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und 

Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- 
und Löschungsdaten 

− das Bezirksgericht Frauenfeld, betreffend Geschäfts-Nr. S.2008.60,  
im Doppel für sich und zuhanden der Vollzugsbehörden, hinsichtlich 
Dispositivziffer 2 des vorinstanzlichen Urteils 

− die Kasse des Bezirksgerichts Winterthur hinsichtlich Dispositivziffer 4 
(unter Beilage einer Kopie von Urk. 26/3) 

− die Schweizerische Post, PostFinance, Rechtsdienst & Compliance, 
Nordring 8, 3030 Bern, hinsichtlich Dispositivziffer 5 

− die Kantonspolizei Zürich, EA-ZS-BM-Lager, Asservats-Triage,  
Postfach, 8021 Zürich, hinsichtlich Dispositivziffer 7 des vorinstanzli-
chen Urteils (unter Beilage einer Kopie von Urk. 26/13) 

− die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland hinsichtlich Dispositiv-
ziffer 8 des vorinstanzlichen Urteils (unter Beilage einer Kopie von 
Urk. 26/11). 

9. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

-   33   - 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
 

Zürich, 21. August 2014 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

lic. iur. P. Marti 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. M. Hauser 
 

 
 
 

	Urteil vom 21. August 2014
	Anklage:
	Urteil der Vorinstanz: (Urk. 65)
	"Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig
	- des mehrfachen Verbrechens im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. b–d und g BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG,
	- der mehrfachen Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziff. 1 StGB,
	- der Widerhandlung gegen Art. 115 Abs. 1 lit. a AuG in Verbindung mit Art. 5 Abs. 1 lit. d AuG,
	- der mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 115 Abs. 1 lit. b AuG sowie
	- der mehrfachen Übertretung im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG.
	Vom Anklagevorwurf Ziff. 1.1.6 lit. e (Lieferung vom 23. Juni 2010) wird der  Beschuldigte freigesprochen.

	2. Die mit Entscheid des Departements für Justiz und Sicherheit, Straf- und  Massnahmenvollzug des Kantons Thurgau vom 29. Juni 2010 unter Ansetzung  einer Probezeit von 1 Jahr verfügte bedingte Entlassung wird widerrufen und die Reststrafe von 246 Ta...
	3. Der Beschuldigte wird unter Einbezug der Reststrafe gemäss Disp. Ziff. 2 bestraft mit einer unbedingten Freiheitsstrafe von 6 Jahren sowie einer Busse von Fr. 1'000.– als Gesamtstrafe, wovon bis und mit heute 634 Tage durch Untersuchungshaft und vo...
	Die Busse ist zu bezahlen. Wird die Busse schuldhaft nicht bezahlt, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 10 Tagen.
	4. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Staat als Ersatz für den nicht mehr vorhandenen, widerrechtlich erlangten Vermögensvorteil Fr. 40'000.– zu bezahlen.
	5. Der mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 13. Januar 2012 (act. 26/3) beschlagnahmte Bargeldbetrag von Fr. 2'500.– wird im Sinne von Art. 70 Abs. 1 StGB zugunsten der Staatskasse eingezogen.
	6. Das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 16. März 2012 (act. 22/16) beschlagnahmte und mit einer Kontosperre belegte Guthaben des  Beschuldigten bei der Schweizerischen Post, PostFinance, Privatkonto Nr. …, IBAN CH… (Kontos...
	7. Sämtliche, mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom  20. November 2012 (act. 26/13) beschlagnahmten und bei der Kantonspolizei  Zürich aufbewahrten Gegenstände, Betäubungsmittel und Betäubungsmittelutensilien (BM-Lager-Nrn. … ...
	8. Die folgenden, mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 11. Oktober 2012 (act. 26/11) beschlagnahmten Gegenstände werden eingezogen und der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland zur Vernichtung bzw. gutscheinenden Verwendung ...
	- 1 Mobiltelefon Nokia, IMEI-Nr. …, Ruf-Nr. 077 …, inkl. SIM-Karte Migros, Nr. …,
	- 1 Mobiltelefonverpackung, enthaltend div. Minigripsäcklein.

	9. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf:
	10. Die Kosten, einschliesslich derjenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt, diejenigen der amtlichen Verteidigung indessen einstweilen auf die Staatskasse genommen. Art. 135 Abs. 4 StPO bleibt vorbehalten.
	11. (Mitteilungen)
	12. (Rechtsmittelbelehrung)"
	Berufungsanträge:
	1. In Ergänzung von Ziffer 1 des Dispositivs: Der Beschuldigte sei von den Anklagevorwürfen Ziff. 1.1.6 a-d, g, i, j freizusprechen.
	1. In Abänderung von Ziffer 3 des Dispositivs: Der Beschuldigte sei mit  44 Monaten Freiheitsstrafe sowie einer Busse von Fr. 1'000.– als  Gesamtstrafe zu bestrafen, woran die durch Untersuchungshaft und Strafvollzug erstandene Haft vollumfänglich anz...
	2. In Abänderung von Ziffer 4 des Dispositivs: Auf eine Verpflichtung des Beschuldigten zur Ablieferung von Fr. 40'000.– als Ersatzforderung für den unrechtmässig erlangten Vermögensvorteil an den Staat sei zu verzichten. Eventualiter sei die Ersatzfo...
	3. In Abänderung von Ziffer 5 des Dispositivs: Es sei die mit Verfügung der Anklägerin vom 13. Januar 2012 beschlagnahmte Barschaft von Fr. 2'500.– dem Beschuldigten zur freien Verfügung auszuhändigen.
	4. In Abänderung von Ziffer 6 des Dispositivs: Es sei das mit Verfügung der Anklägerin vom 16. März 2012 beschlagnahmte (gesperrte)  Guthaben bei der Schweizerischen Post, Postfinance, Privatkonto Nr. …, IBAN CH…, vollumfänglich freizugeben und dem Be...
	Erwägungen:
	1. Prozessgeschichte
	1.1. Mit vorstehend wiedergegebenem Urteil vom 3. Oktober 2013 wurde der Beschuldigte des mehrfachen Verbrechens gegen das BetmG, der mehrfachen Geldwäscherei, verschiedener und mehrfacher Widerhandlungen gegen das AuG sowie der mehrfachen Übertretung...
	1.2. Gegen dieses mündlich eröffnete Urteil liess der Beschuldigte seinen amtlichen Verteidiger am 7. Oktober 2013 fristgerecht Berufung anmelden (Urk. 57) und – nach Zustellung des begründeten Urteils (Urk. 62/63) – dem Obergericht am 13. März 2014 e...
	1.3. Mit Eingabe vom 28. März 2014 beantragte die Staatsanwaltschaft die  Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils und verzichtete auf weitere Anträge. Zu den Beweisanträgen des Beschuldigten nahm sie keine Stellung (Urk. 74). Mit Verfügung vom 11. Ap...
	1.4. Zu Beginn der heutigen Berufungsverhandlung, zu welcher der Beschuldigte und sein amtlicher Verteidiger erschienen sind, waren keine Vorfragen zu  entscheiden (Prot. II S. 5). Das vorliegende Urteil erging im Anschluss an die  Berufungsverhandlun...

	2. Umfang der Berufung/Prozessuales
	2.1. Der Beschuldigte lässt das vorinstanzliche Urteil nur teilweise anfechten. Er akzeptiert die Schuldsprüche als Solche, beantragt aber über den vorinstanzlichen Entscheid hinaus weitergehende Freisprüche vom Vorwurf des mehrfachen Verbrechens gege...
	2.2. In diesem Sinne ist das vorinstanzliche Urteil in den nicht angefochtenen Punkten wie folgt in Rechtskraft erwachsen, was vorab vorzumerken ist (Art. 399 Abs. 3 StPO in Verbindung mit Art. 402 und 437 StPO, Art. 404 StPO; vgl. Prot. II S. 6 f.):
	2.3. Der Verteidiger stellte anlässlich der Berufungsverhandlung erneut die  bereits mit der Berufungserklärung vom 13. März 2014 gestellten (Urk. 69) und mit Präsidialverfügung vom 11. April 2014 abgewiesenen (Urk. 76) Beweisanträge (Prot. II S. 7). ...

	3. Sachverhalt
	3.1. Hinsichtlich des noch teilweise strittigen Sachverhalts wird dem Beschuldigten als Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz ganz kurz zusammengefasst vorgeworfen, es seien gestützt auf zwei generelle Absprachen zwischen ihm und B._____ von Ju...
	3.2. Der Beschuldigte bestreitet nicht, sich mit B._____ über Kokainlieferungen aus Peru unterhalten zu haben, und er ist insoweit geständig, als ihm im Januar 2011, im April 2011 sowie vor und nach Weihnachten 2011 (Anklageziffern 1.1.6 lit. f, h u...
	3.3. Übereinstimmend mit der Vorinstanz erscheint es zweckmässig, die  verschiedenen Sendungen in thematischen Gruppen zusammenzufassen (Urk. 69 S. 10). So ist zu unterscheiden zwischen den Sendungen,
	3.4. Sendungen, deren Erhalt der Beschuldigte anerkennt
	3.4.1. Der Beschuldigte gibt zu, gemäss Anklageziffer 1.1.6 lit. f im Januar 2011 eine Paketsendung mit 300 Gramm Kokaingemisch erhalten, das Kokain in der Folge mit mindestens 150 Gramm Milchpulver gestreckt und sodann verkauft zu haben, wobei er daf...
	3.4.2. Ebenso anerkennt der Beschuldigte, im Sinne von Anklageziffer 1.1.6 lit. h im April 2011 ein Paket mit 400 Gramm Kokaingemisch erhalten, das Kokain  sodann mit mindestens 200 Gramm Milchpulver gestreckt und in der Folge  verkauft zu haben, wobe...
	3.4.3. Und schliesslich ist der Beschuldigte geständig, sich im Sinne von Anklageziffer 1.1.6 lit. l verhalten zu haben: Danach hat er kurz vor und kurz nach  Weihnachten 2011 je ein Paket mit 400 bzw. 500 Gramm Kokaingemisch (also  total 900 Gramm) e...
	3.4.4. Vor Vorinstanz bestritt der Beschuldigte noch betreffend die Anklageziffern 1.1.6 lit. f und h die Annahme der Staatsanwaltschaft, der Reinheitsgehalt des  total gelieferten Kokaingemischs von 700 Gramm (300 Gramm plus 400 Gramm) habe 74 % betr...
	Demgegenüber erklärte der Beschuldigte anlässlich der Berufungsverhandlung, dass die Qualität des Kokains aus den Lieferungen von Januar und April 2011 (Anklageziffern 1.1.6 lit. f und h) mindestens bei 85 % bis 90 % gewesen sei. Weshalb er in frühere...
	3.4.5. Zu Anklageziffer 1.1.6 lit. l anerkennt der Beschuldigte die bei ihm  sichergestellten und gutachterlich ermittelten 694.8 Gramm reinen Kokains  ("700 Gramm reinem Kokain": Prot. I S. 18). Wenn er dann ausdrücklich zugibt, das bei ihm aufgefund...
	3.4.6. Die vom Beschuldigten zunächst mit gewissen Einschränkungen und  letztlich vollumfänglich anerkannten Anklageziffern 1.1.6 lit. f, h und l sind damit im Sinne der Anklageschrift vollumfänglich erstellt.
	3.5. Sendungen während des Strafvollzugs des Beschuldigten
	3.5.1. Im Sinne der Anklageziffern 1.1.6 lit. a-d wurden am 16. Juni 2009, 1. Juli 2009, 21. September 2009 und 3. Februar 2010 von den Zollbehörden in Zürich insgesamt fünf Couverts abgefangen und sichergestellt, die von verschiedenen Absendern in Pe...
	3.5.2. Letztere Frage ist – so isoliert in den Raum gestellt – selbstverständlich zu verneinen. Vorliegend deutet allerdings keineswegs nur die Adressierung der fraglichen Couverts an den Beschuldigten auf dessen Mitbeteiligung hin, sondern insbesonde...
	3.5.3. Nachdem B._____ lange Zeit flüchtig war, konnte er im Frühling 2013  – nach Anklageerhebung in vorliegender Sache vom 15. Februar 2013 – verhaftet und befragt werden (Urk. 43; Urk. 45; Urk. 47). Am 13. August 2013 wurde  sodann mit B._____ und ...
	3.5.4. Nach dem Gesagten ist somit erstellt, dass sich der Beschuldigte und  B._____ im Februar/März 2009 grundsätzlich über Kokainlieferungen aus  Peru unterhielten. Weiter ist erstellt, dass in der Folge B._____ die in den Anklageziffern 1.1.6 lit. ...
	3.5.5. Angesichts der Aussagen von B._____ kann dem Beschuldigten nicht  widerlegt werden, dass er von den Kokainlieferungen gemäss Anklageziffer 1.1.6 lit. a-d nichts wusste bzw. er damit nicht rechnen musste. Vielmehr muss – zugunsten des Beschuldig...
	3.6. Sendungen nach der Entlassung des Beschuldigten aus dem Strafvollzug
	3.6.1. Neben den Sendungen, die den Beschuldigten in dieser Zeit erreichten und bezüglich derer er geständig ist (vgl. Erw. 3.4 vorstehend), wird dem Beschuldigten unter den Anklageziffern 1.1.6 lit. g, i und j weiter die Mitverantwortung an zwei Pake...
	3.6.2. Zu diesen Sendungen macht der Beschuldigte geltend, er habe davon  keine Ahnung gehabt (Urk. 3/15 S. 13/14; Prot. I S. 23; Urk. 83 S. 17; vgl. auch Urk. 83 S. 8 ff.).
	3.6.3. Nach der Entlassung aus dem Strafvollzug am 18. August 2010 verliess der Beschuldigte die Schweiz und reiste zwei bis zweieinhalb Monate später wieder ein (Urk. 3/15 S. 12; Prot. I S. 15). Nach den Erkenntnissen der Untersuchungsbehörden erfolg...
	3.6.4. Mit der Vorinstanz sind damit die Lieferungen gemäss den Anklageziffern 1.1.6 lit. g, i und j erstellt. Was den Reinheitsgrad der am 9. März 2011 in Peru beschlagnahmten 522 Gramm Kokaingemisch betrifft, wurde dieser von den  peruanischen Behör...
	3.7. Sendungen, deren Verlauf vom Computer des Beschuldigten aus im Internet nachverfolgt worden ist
	3.7.1. Hinsichtlich zweier am 1. November 2011 in Zürich bzw. am 28. Dezember 2011 in Frankfurt beschlagnahmten Kokainsendungen, adressiert an E._____ bzw. F._____, konnte erhoben werden, dass vom Computer des Beschuldigten aus über die Trackingnummer...
	3.7.2. Anlässlich der Berufungsverhandlung zeigte sich der Beschuldigte – entgegen seinen bisherigen Aussagen – nunmehr auch in Bezug auf diese beiden Kokainlieferungen geständig und erklärte, er habe bei diesen beiden Lieferungen indirekt gewusst, d...
	3.8. Gesamthaft muss dem Beschuldigten damit an den folgenden Sendungen eine im Sinne der Anklageschrift umschriebene Mitverantwortung angelastet  werden:
	3.9. Wie vorstehend erwähnt, stellte die Verteidigung anlässlich der Berufungsverhandlung erneut die bereits mit der Berufungserklärung gestellten Beweisanträge (Prot. II S. 7). Es kann hier vollumfänglich auf die Erwägungen in der  Präsidialverfügun...

	4. Rechtliche Würdigung
	4.1. Die von der Vorinstanz vorgenommene rechtliche Würdigung ist zutreffend (Urk. 65 S. 28) und wird als Solche vom Verteidiger zu Recht nicht bestritten  (Urk. 69 S. 2, 3; Urk. 84 S. 12), weil auch die vom Beschuldigten anerkannten  Anklagepunkte sc...
	4.2. Zur Klarstellung ist aber ausdrücklich festzuhalten, dass der vorinstanzliche Schuldspruch auch in Bezug auf die Anklageziffern 1.1.6 lit. g, i und j zu bestätigen ist.

	5. Strafzumessung
	5.1. Die Vorinstanz hat die Grundsätze der Strafzumessung zutreffend umrissen und auch korrekt auf den vorliegenden Schuldspruch umgesetzt. Danach ist  in Anwendung von Art. 49 StGB zunächst für die schwerste Straftat – das  mehrfache Verbrechen gegen...
	5.1.1. In objektiver Hinsicht ist grundsätzlich mit der Vorinstanz, aber unter  Berücksichtigung des vorliegend zu ergehenden Freispruchs bezüglich der  Anklageziffern 1.1.6 lit. a-d, von folgender Ausgangslage auszugehen (Urk. 65  S. 32): Im Zusammen...
	5.1.2. Angesichts der anklagemässig erstellten und vom Beschuldigten anerkannten Mengen Kokain, welche dieser konsumierte (bis zu 5 Gramm täglich: Anklageziffer 1.1.7), muss sicher davon ausgegangen werden, dass der Beschuldigte im Anklagezeitraum kok...
	5.1.3. Nach dem vorstehend Gesagten und insbesondere unter Berücksichtigung, dass rund die Hälfte des vorliegend in Frage stehenden Kokains von den  Zollbehörden abgefangen werden konnte und dass der Beschuldigte nun auch  teilweise freizusprechen ist...
	5.2. Wegen der weiteren vom Beschuldigten begangenen Delikte ist diese  Einsatzstrafe in Anwendung des Asperationsprinzips (Art. 49 StGB) angemessen zu erhöhen. Hier ist hinsichtlich der mehrfachen Geldwäscherei mit der Vorinstanz festzustellen, dass ...
	5.3. In persönlicher Hinsicht ergeben sich aus der Biographie des Beschuldigten zunächst keine strafzumessungsrelevanten Aspekte (vgl. auch die Vorinstanz  in Urk. 65 S. 35; vgl. auch Urk. 83 S. 2 ff.). Sein Drogenkonsum kann an dieser Stelle nicht we...
	5.4. Der Beschuldigte wurde am 18. August 2010 bei einer Reststrafe von  246 Tagen bedingt aus dem Vollzug der Freiheitsstrafe von 24 Monaten gemäss Urteil des Bezirksgerichts Frauenfeld vom 3. Oktober 2008 entlassen (Urk. 68  S. 2). Dass diese Restst...

	6. Ersatzforderung
	6.1. Die Vorinstanz hat den Beschuldigten im Sinne des entsprechenden Antrags der Staatsanwaltschaft verpflichtet, dem Staat als Ersatz für den nicht mehr  vorhandenen widerrechtlich erlangten Vermögensvorteil Fr. 40'000.– zu bezahlen (angefochtenes U...
	6.2. Der Beschuldigte lässt berufungsweise beantragen, es sei auf die Festsetzung einer Ersatzforderung zu verzichten; eventualiter sei die betreffende  Verpflichtung erheblich zu reduzieren (Urk. 69 S. 3; Urk. 84 S. 2).
	6.3. Die Vorinstanz hat die massgeblichen gesetzlichen Bestimmungen und die Rechtsprechung zum Thema richtig zusammengefasst (Urk. 65 S. 38; Art. 82 Abs. 4 StPO). Nachdem der Beschuldigte anerkannt hat, einen Gewinn von sicher Fr. 40'000.– erzielt zu ...
	6.4. Die finanzielle Situation des Beschuldigten ist nicht so klar, aber zweifelsohne schlecht. In der Hafteinvernahme vom 10. Januar 2012 sagte er, er lebe hauptsächlich von Erspartem, und es sei noch ein Vermögen von Fr. 10'000.– bis 20'000.– vorha...
	6.5. Vor diesem Hintergrund erscheint die Einbringlichkeit einer Ersatzforderung ganz ernsthaft in Frage gestellt, zumal aufgrund des an- und noch längere Zeit fortdauernden Strafvollzugs und der Ungewissheit der künftigen Arbeitssituation völlig unkl...

	7. Einziehungen
	7.1. Die Vorinstanz hat sowohl den beim Beschuldigten beschlagnahmten  Barbetrag von Fr. 2'500.– als auch den Saldo dessen gesperrten Kontos bei der PostFinance von Fr. 11'332.13 samt Zins zugunsten der Staatskasse eingezogen (vorinstanzliches Urteil ...
	7.2. Der Beschuldigte verlangt berufungsweise, dass ihm dieses Geld zur freien Verfügung ausgehändigt werde (Urk. 69 S. 3; Urk. 84 S. 2). Sowohl das Bargeld als auch das Guthaben auf dem Konto stamme aus dem Verkauf von Antiquitäten und peruanischen H...
	7.3. Es ist auf die zutreffenden vorinstanzlichen Erwägungen zu verweisen  (Urk. 65 S. 39/40). Alles spricht dafür und nichts dagegen, dass es sich bei den beschlagnahmten Vermögenswerten um Drogengelder handelt. Wie gesehen, hat der Beschuldigte mit ...
	7.4. Nur ergänzend ist anzufügen, dass die seitens des Beschuldigten beantragte Herausgabe zur freien Verfügung ohnehin nicht in Frage käme. Wenn es  sich beim beschlagnahmten Bargeld bzw. dem gesperrten Guthaben bei der PostFinance um legal erworbene...

	8. Kosten- und Entschädigungsfolgen
	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Winterthur vom 3. Oktober 2013 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Schuldspruch gemäss Dispositivziffer 1 des vorinstanzlichen Urteils betreffend mehrfachen Verbrechens im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. b–d und g BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG wird auch hinsichtlich der Anklageziffern 1.1.6...
	2. Der Beschuldigte wird von den Anklagevorwürfen Ziffern 1.1.6 lit. a-d  freigesprochen.
	3. Der Beschuldigte wird unter Einbezug der Reststrafe von 246 Tagen  Freiheitsstrafe gemäss Dispositivziffer 2 des vorinstanzlichen Urteils bestraft mit 4 1/3 Jahren Freiheitsstrafe, wovon 956 Tage durch Haft und vorzeitigen Strafvollzug bis und mit ...
	3. Auf die Festsetzung einer Ersatzforderung für nicht mehr vorhandenen  widerrechtlich erlangten Vermögensvorteil wird verzichtet.
	4. Der mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 13. Januar 2012 (act. 26/3) beschlagnahmte Bargeldbetrag von Fr. 2'500.– wird im Sinne von Art. 70 Abs. 1 StGB zugunsten der Staatskasse eingezogen.
	5. Das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 16. März 2012 (act. 22/16) beschlagnahmte und mit einer Kontosperre belegte Guthaben des Beschuldigten bei der Schweizerischen Post, PostFinance, Privatkonto Nr. …, IBAN CH… (Kontost...
	6. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	7. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung, werden zu zwei Dritteln dem Beschuldigten auferlegt und zu einem Drittel auf die Gerichtskasse genommen. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden im Umfang ...
	8. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland
	 die Bundesanwaltschaft, 3003 Bern
	 das Bundesamt für Polizei, Meldestelle für Geldwäscherei (MROS), Nussbaumstrasse 29, 3003 Bern
	 das Bundesamt für Migration, Quellenweg 6, 3003 Bern
	 die Vorinstanz
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A und Formular B
	 die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- und Löschungsdaten
	 das Bezirksgericht Frauenfeld, betreffend Geschäfts-Nr. S.2008.60,  im Doppel für sich und zuhanden der Vollzugsbehörden, hinsichtlich Dispositivziffer 2 des vorinstanzlichen Urteils
	 die Kasse des Bezirksgerichts Winterthur hinsichtlich Dispositivziffer 4 (unter Beilage einer Kopie von Urk. 26/3)
	 die Schweizerische Post, PostFinance, Rechtsdienst & Compliance, Nordring 8, 3030 Bern, hinsichtlich Dispositivziffer 5
	 die Kantonspolizei Zürich, EA-ZS-BM-Lager, Asservats-Triage,  Postfach, 8021 Zürich, hinsichtlich Dispositivziffer 7 des vorinstanzlichen Urteils (unter Beilage einer Kopie von Urk. 26/13)
	 die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland hinsichtlich Dispositivziffer 8 des vorinstanzlichen Urteils (unter Beilage einer Kopie von Urk. 26/11).

	9. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.