# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8683db24-6d99-58e6-aa9b-1343228b83f8
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-01-07
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 07.01.2014 200 2013 353
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-353_2014-01-07.pdf

## Full Text

200 13 353 UV
MAW/COC/KRK

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 7. Januar 2014

Verwaltungsrichter Matti
Gerichtsschreiberin Collatz

A.________
vertreten durch B.________
Beschwerdeführer

gegen

SUVA 
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 19. März 2013 (E 0085/13)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Jan. 2014, UV/13/353, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1982 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
über seine Arbeitgeberin bei der Schweizerischen Unfallversicherungsan-
stalt (SUVA bzw. Beschwerdegegnerin) obligatorisch gegen die Folgen von 
Berufs- und Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankheiten versichert, als er 
am 28. Dezember 2010 auf einem vereisten Gehsteig ausrutschte und 
rückwärts auf ein Geländer fiel. Dabei erlitt er gemäss Unfallmeldung vom 
6. Januar 2011 eine offene Wunde am Hinterkopf, eine Hirnerschütterung 
und eine gebrochene Rippe (Akten der SUVA, Antwortbeilage [AB] 1). Die 
SUVA übernahm bezüglich dieses Ereignisses die Heilbehandlungskosten 
und richtete Taggelder aus (AB 2 bis 7). Dieser Fall wurde in der Folge 
offenbar formlos abgeschlossen.

B.

Am 19. Dezember 2011 erstattete die Arbeitgeberin eine Rückfallmeldung 
(AB 8). Daraufhin holte die SUVA diverse medizinische Unterlagen sowie 
Stellungnahmen ihres Kreisarztes (AB 38 und 50) ein. Gestützt darauf be-
jahte sie mit Verfügung vom 17. Oktober 2012 (AB 53) ihre Leistungspflicht 
bezüglich der Narbenbehandlung (am Hinterkopf) sowie einer allfälligen 
Narbenkorrektur. Dagegen verneinte sie ihre Leistungspflicht bezüglich der 
Kopfschmerzen sowie den Ausstrahlungen, da diese nicht in einem über-
wiegend wahrscheinlichen Kausalzusammenhang zum Unfall vom 28. De-
zember 2010 stünden. Gegen die Ablehnung der Leistungspflicht betref-
fend die Kopfschmerzen und die Ausstrahlungen liess der Versicherte Ein-
sprache erheben (AB 60 und 67). Im Übrigen blieb die Verfügung unange-
fochten. 

Im weiteren Verlauf liess die SUVA den Sachverhalt durch Dr. med. 
C.________, Facharzt für Neurologie, von der Abteilung Versicherungsme-
dizin, nochmals beurteilen (Bericht vom 13. März 2013, AB 74). Gestützt 

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darauf hielt sie an ihrer Verfügung fest und wies die dagegen erhobene 
Einsprache mit Entscheid vom 19. März 2013 (AB 75) ab.

C.

Hiergegen liess der Versicherte am 2. Mai 2013 Beschwerde erheben und 
folgenden Antrag stellen:

Der Einspracheentscheid vom 19. März 2013 sei aufzuheben 
und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, dem Be-
schwerdeführer die gesetzlichen Leistungen zuzusprechen.

Unter Kosten- und Entschädigungsfolge

Mit Beschwerdeantwort vom 26. Juli 2013 schloss die Beschwerdegegnerin 
unter Hinweis auf eine neurologische Beurteilung durch Dr. med. 
C.________ vom 2. Juli 2013 (AB 82) auf Abweisung der Beschwerde. 

Mit Replik vom 29. August 2013 liess der Beschwerdeführer am gestellten 
Antrag festhalten und eventualiter das Erstellen eines Obergutachtens be-
antragen.

Mit Duplik vom 30. September 2013 hielt auch die Beschwerdegegnerin an 
ihrem Antrag auf Abweisung der Beschwerde fest. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 

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11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 19. März 
2013 (AB 75). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf Leistungen der 
Unfallversicherung und dabei insbesondere, ob die geklagten Kopfschmer-
zen und die Ausstrahlungen in einem natürlichen und adäquaten Kausalzu-
sammenhang zum Ereignis vom 28. Dezember 2010 stehen.

1.3 Der Streitwert des vorliegenden Verfahrens liegt unter Fr. 20'000.--, 
weshalb die Beurteilung der Beschwerde in die einzelrichterliche Zustän-
digkeit fällt (Art. 57 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

2.

2.1 Vorliegend hat die SUVA eine Stellungnahme des Dr. med. 
C.________ vom 13. März 2013 (AB 74) eingeholt, auf welche sie sich in 
ihrem Einspracheentscheid vom 19. März 2013 (AB 75) massgeblich ge-
stützt hat, ohne diese vorher dem Beschwerdeführer zur Kenntnisnahme 
zuzustellen und ihm Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben. Deshalb ist 
vorab von Amtes wegen zu prüfen, ob mit diesem Vorgehen das rechtliche 
Gehör verletzt wurde.

2.2 Die Parteien haben Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 
der Bundesverfassung [BV; SR 101] und Art. 42 Satz 1 ATSG). Es gehört 

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zum Kerngehalt des rechtlichen Gehörs, dass der Verfügungsadressat vor 
Erlass eines ihm nachteiligen Verwaltungsaktes zum Beweisergebnis Stel-
lung nehmen kann. Das Akteneinsichtsrecht ist eng mit dem Äusserungs-
recht verbunden, gleichsam dessen Vorbedingung. Die versicherte Person 
kann sich nur dann wirksam zur Sache äussern und geeignete Beweise 
führen oder bezeichnen, wenn ihr die Möglichkeit eingeräumt wird, die Un-
terlagen einzusehen, auf welche sich die Behörde bei ihrer Verfügung ge-
stützt hat (BGE 132 V 387 E. 3.1 S. 388, 115 V 297 E. 2e S. 302; RKUV 
1992 U 152 S. 198 E. 2c). Das Recht, angehört zu werden, ist formeller 
Natur. Die Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör führt ungeach-
tet der Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sache selbst zur Aufhe-
bung des angefochtenen Entscheids. Es kommt mit anderen Worten nicht 
darauf an, ob die Anhörung im konkreten Fall für den Ausgang der materi-
ellen Streitentscheidung von Bedeutung ist, d.h. die Behörde zu einer Än-
derung ihres Entscheides veranlasst wird oder nicht (BGE 127 V 431 E. 3d 
aa S. 437; SVR 2013 IV Nr. 26 S. 75 E. 4.2).

2.3 Das Nichtzustellen der Stellungnahme des Dr. med. C.________ 
vom 13. März 2013 stellt gemäss der zuvor aufgeführten Rechtsprechung 
eine Verletzung des rechtlichen Gehörs dar. Da die Beschwerde aber – wie 
nachfolgend dargelegt wird – ohnehin gutzuheissen und der angefochtene 
Einspracheentscheid aufzuheben ist, kann vorliegend letztlich offen blei-
ben, ob dieser nicht bereits deshalb aufzuheben wäre, weil er unter Verlet-
zung des rechtlichen Gehörs erlassen worden ist (vgl. BGE 134 V 97 
E. 2.9.2 S. 108).

3.

3.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung vom 20. März 1981 [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 

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Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

3.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 
129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1). 

3.2.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 
S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

3.2.2 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursa-
che eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV 
Nr. 30 S. 122 E. 5.2). 

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3.3 Die Versicherungsleistungen werden auch für Rückfälle und Spät-
folgen gewährt (Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung vom 
20. Dezember 1982 [UVV; SR 832.202]). Bei einem Rückfall handelt es 
sich um das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit, so 
dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu (weiterer) Ar-
beitsunfähigkeit kommt. Von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar 
geheiltes Leiden im Verlaufe längerer Zeit organische oder psychische 
Veränderungen bewirkt, die zu einem völlig anders gearteten Krankheits-
bild führen können (BGE 118 V 293 E. 2c S. 296; RKUV 2003 U 487 S. 341 
E. 2). Liegt ein Rückfall oder eine Spätfolge vor, so besteht eine Leistungs-
pflicht des Unfallversicherers nur dann, wenn zwischen den erneut geltend 
gemachten Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlit-
tenen Gesundheitsschädigung ein natürlicher und adäquater Kausalzu-
sammenhang besteht. Dabei kann der Unfallversicherer nicht auf der Aner-
kennung des Kausalzusammenhangs beim Grundfall oder einem früheren 
Rückfall behaftet werden (BGE 118 V 293 E. 2c S. 296; RKUV 1994 U 206 
S. 327 E. 2 und S. 328 E. 3b). Vielmehr obliegt es dem Leistungsanspre-
cher, das Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhanges zwischen 
dem als Rückfall oder Spätfolge postulierten Beschwerdebild und dem Un-
fall nachzuweisen. Nur wenn die Unfallkausalität mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit erstellt ist, entsteht eine erneute Leistungspflicht des Unfall-
versicherers (Entscheid des Bundesgerichts vom 26. September 2008, 
8C_102/2008, E. 2.2). 

3.4 Zur Klärung der Leistungspflicht des Unfallversicherers, insbeson-
dere der Frage der natürlichen Kausalität, ist die Verwaltung (und im Be-
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und gege-
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe 
des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen (vgl. BGE 132 V 93 E. 4 S. 99).

4.

4.1 Unbestritten und durch die Akten belegt ist, dass der Beschwerde-
führer am 28. Dezember 2010 einen Unfall im Rechtssinne erlitten hat (vgl. 

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E. 3.1 hiervor) und danach unfallkausale Beschwerden aufgetreten sind. 
Die Beschwerdegegnerin als Unfallversicherer hat denn auch entsprechen-
de Versicherungsleistungen erbracht. Umstritten ist hingegen, ob der Be-
schwerdeführer bezüglich der bestehenden Kopfschmerzen mit Ausstrah-
lungen Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
hat. Dabei ist zu prüfen, ob die besagten Beschwerden unfallkausal sind. 
Die massgeblichen medizinischen Unterlagen zeigen diesbezüglich das 
folgende Bild:

4.2

4.2.1 Dr. med. D.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates sowie für Physikalische Medizin 
und Rehabilitation, diagnostizierte im Bericht vom 13. Juni 2012 (AB 32) 
eine commitio cerebri und eine Rippenfraktur mit nachfolgenden chronisch 
persistierendem Cervicocephalsyndrom und Spannungskopfschmerzen. 
Bei der Behandlungsaufnahme habe der Beschwerdeführer über einen 
Dauerkopfschmerz okzipital geklagt. Ein MRI im Januar 2011 habe eine 
intrakranielle Blutung ausgeschlossen (S. 1). Unter gezielter physiothera-
peutischer Behandlung sowie einer manuellen Behandlung der Funktions-
störungen begleitet durch eine Schmerzakkupunktur sowie einer Narben-
behandlung hätten die Schmerzen, die anfangs bei 7 – 9 angegeben wor-
den seien, bis auf 1 herabgemindert werden können (S. 2).

4.2.2 Dr. med. E.________, Facharzt für Chirurgie FMH, führte im Bericht 
vom 21. August 2012 (AB 48) aus, nach dem Abheilen der am 28. Dezem-
ber 2010 erlittenen Rissquetschwunde habe sich im Wundgebiet eine et-
was hypertrophe und jetzt sehr schmerzhafte Narbe gebildet. Diese Narbe 
bereite dem Beschwerdeführer auch Kopfschmerzen. Klinisch fände sich 
am Hinterkopf ein deutlich verhärtetes und druckdolentes Narbengebiet. 

4.2.3 Der Kreisarzt Dr. med. F.________, Facharzt für Orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, führte im 
Aktenbericht vom 30. August 2012 (AB 50) aus, sowohl im Verlaufs-MRI 
des Schädels vom 16. August 2012 wie auch im gleichentags erstellten 
MRI der HWS hätten keine unfallbedingte strukturelle Läsionen intrakraniell 
oder im Bereich der HWS nachgewiesen werden können. Hingegen hätten 

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sich im Bereich der HWS multiple degenerative unfallfremde Veränderun-
gen gezeigt. Die vom Hausarzt gestellte Diagnose eines zervikogenen 
Kopfschmerzes sei deshalb überwiegend wahrscheinlich. Die Veränderun-
gen im Bereich des HWS seien aber rein degenerativer Natur, weshalb 
eine Rückfallkausalität zum Unfall vom 28. Dezember 2010 zu verneinen 
sei (S. 3).

4.2.4 Am 15. Oktober 2012 fand aufgrund einer bestehenden schmerz-
haften posttraumatischen Narbenhypertrophie occipital eine Narbenkorrek-
tur statt (AB 54).

4.2.5 Dr. med. G.________, Facharzt für Neurologie FMH, diagnostizierte 
im Bericht vom 7. November 2012 (AB 59) einen chronischen Hinterhaupt-
schmerz, eine absolute zervikale Spinalkanalstenose sowie eine 
Diskushernie HWK5/6 links (S. 1). Einen Zusammenhang der Myelopathie 
und Diskopathie mit den Kopfschmerzen könne nicht zwangslos hergestellt 
werden. Dies gelte auch für einen postulierten zervikozephalen Kopf-
schmerz, denn der Beschwerdeführer beklage nicht primär Nackenbe-
schwerden, sondern lokale Hinterhauptschmerzen. Schliesslich erachtete 
der Facharzt eine Schmerzursache im Bereich der Narbe als plausibel, 
zumal die typischen Kopfschmerzen nach Infiltrationen der Narbe oder dem 
jetzigen Korrektureingriff jeweils vorübergehend deutlich verstärkt worden 
seien (S. 2). 

4.2.6 Dr. med. C.________ führte im Aktenbericht vom 13. März 2013 
(AB 74) aus, ein akuter posttraumatischer Kopfschmerz wäre im Kontext 
eines Kopfanpralls mit okzipitaler Rissquetschwunde erklärbar. Ein solcher 
könne aber nur dann diagnostiziert werden, wenn er in unveränderter Form 
mindestens über drei Monate fortbestanden habe. Dies treffe hier nicht zu. 
Aus dem Bericht des Hausarztes ergebe sich, dass die bestehenden Kopf-
schmerzen bis Ende Januar 2011 wieder abgenommen hätten und dass 
der Beschwerdeführer ab Ende Januar 2011 wieder voll arbeitsfähig gewe-
sen sei. Allein eine Narbenhypertrophie könne eine relevante Kopf-
schmerzsymptomatik mit zunehmenden Beschwerden ab Oktober 2011 
nicht erklären. Ein unfallbedingter zervikogener Kopfschmerz könne abge-
stützt auf die vorliegende Beschwerdeschilderung und die erhobenen Be-
funde sicher nicht diagnostiziert werden (S. 6). Hinweise auf einen neur-

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opathischen Schmerz als allfällige Folge einer Läsion eines Okzipitalnervs 
lägen nicht vor (S. 7). 

4.2.7 Anlässlich des Beschwerdeverfahrens nahm Dr. med. C.________ 
am 2. Juli 2013 zur Unfallkausalität nochmals Stellung (AB 82). Er kam 
zum Schluss, ein Kausalzusammenhang zwischen den bestehenden Kopf-
schmerzen und dem Unfall vom 28. Dezember 2010 liege nicht mit über-
wiegender Wahrscheinlichkeit vor. Dagegen spreche der zeitliche Verlauf 
der Beschwerden, die dokumentierten klinischen Befunde sowie die Befun-
de der apparativen Zusatzuntersuchungen ohne zuverlässige Hinweise auf 
eine organische unfallbedingte Grundlage der Kopfschmerzen. Selbst wenn 
lokale Narbenbeschwerden vorlägen, würden diese keinen Rückschluss 
auf bestehende und unfallbedingte Kopfschmerzen erlauben. Die Narbe 
könne zwar druckempfindlich sein, ein chronischer Kopfschmerz sei da-
durch aber nicht erklärbar (S. 3).  

4.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

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Nach der Praxis sind Aktengutachten nicht zu beanstanden, wenn die Ak-
ten ein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Sta-
tus ergeben und diese Daten unbestritten sind. Der Untersuchungsbefund 
muss lückenlos vorliegen. Der Experte muss sich aufgrund vorhandener 
Unterlagen ein gesamthaft lückenloses Bild machen können (RKUV 2006 U 
578 S. 175 E. 3.4, 1988 U 56 S. 371 E. 5b).

4.4 Die Beschwerdegegnerin hat sich im hier angefochtenen Einspra-
cheentscheid vom 19. März 2013 (AB 75) massgeblich auf die Berichte des 
Dr. med. F.________ vom 30. August 2012 (AB 50) und des Dr. med. 
C.________ vom 13. März 2013 (AB 74) gestützt. 

Diese beiden Aktenberichte erfüllen die von der höchstrichterlichen Recht-
sprechung an den Beweiswert eines medizinischen Berichts gestellten An-
forderungen (vgl. E. 4.2 hiervor) jedoch nicht vollumfänglich. Denn die 
Fachärzte haben in ihrer ärztlichen Beurteilung nicht schlüssig begründet, 
weshalb die vom Beschwerdeführer geklagten Kopfbeschwerden und die 
Ausstrahlungen (im Nacken) in keinem natürlichen Kausalzusammenhang 
mit dem Unfall vom 28. Dezember 2010 stehen. Insbesondere fehlt in den 
beiden Berichten eine Begründung, weshalb die Beschwerden in keinem 
Zusammenhang mit der Narbe am Hinterkopf steht. Dies obwohl der Be-
schwerdeführer bereits anlässlich des Einspracheverfahrens die Auffas-
sung vertrat, die Kopfschmerzen seien nicht auf die Veränderungen der 
HWS, sondern auf die Narbe (am Hinterkopf) zurückzuführen (AB 67 S. 2). 
Zwar hat Dr. med. C.________ im Bericht vom 13. März 2013 (AB 74) aus-
geführt, allein eine Narbenhypertrophie könne eine relevante Kopfschmerz-
symptomatik nicht erklären (S. 6). Eine Begründung, wie der Facharzt auf 
diesen Schluss gekommen ist, fehlt jedoch vollständig. Und auch im an-
lässlich des Beschwerdeverfahrens erstellten Bericht vom 2. Juli 2013 
(AB 82) fehlt eine Erklärung zur Aussage, dass ein chronischer Kopf-
schmerz nicht durch die Narbe erklärbar sei (S. 3). Darüber hinaus lagen 
Dr. med. C.________ für seine Beurteilung weder ein aktueller Bericht des 
Dr. med. E.________, der beim Beschwerdeführer am 15. Oktober 2012 
die Narbenkorrektur vorgenommen hatte (AB 54), noch andere aktuelle 
Berichte der behandelnden Ärzte vor. In der diesbezüglichen Anfrage vom 
3. Januar 2013 hat die Beschwerdegegnerin Dr. med. E.________ darauf 

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hingewiesen, dass sich eine Orientierung über den medizinischen Sach-
verhalt erübrige, wenn die Behandlung bereits abgeschlossen sei (AB 68 
S. 3). Daraufhin informierte der Facharzt die Beschwerdegegnerin über den 
Fallabschluss per 12. November 2013. Weitergehende Ausführungen 
machte er nicht (AB 68 S. 2). Dies wäre jedoch bereits deshalb angezeigt 
gewesen, da die SUVA-internen Ärzte vorliegend ihre Berichte erstellten, 
ohne den Beschwerdeführer vorgängig selbst untersucht zu haben.

Und schliesslich findet die Beurteilung der beiden SUVA-internen Ärzte in 
den übrigen medizinischen Akten auch keinen ausreichenden Rückhalt. 
Insbesondere erachtete der behandelnde Neurologe eine Schmerzursache 
im Bereich der Narbe zumindest als plausibel (AB 59 S. 2). Ob die Kopf-
schmerzen jedoch tatsächlich auf die Narbe am Hinterkopf zurückzuführen 
sind, geht letztlich auch aus dem Bericht des behandelnden Neurologen 
nicht hervor. 

4.5 Nach dem Dargelegten ist der rechtserhebliche medizinische Sach-
verhalt ungenügend abgeklärt. Der angefochtene Einspracheentscheid ist 
daher in Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und die Sache an die 
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese Berichte des Dr. med. 
E.________ und der weiteren behandelnden Ärzte für den Zeitraum zwi-
schen der Operation vom 15. Oktober 2012 und dem Einspracheentscheid 
vom 13. März 2013 (AB 75) einhole. Anschliessend hat sie den Fall an ei-
nen mit der Sache bis anhin nicht befassten Neurologen zur medizinischen 
Beurteilung bzw. Begutachtung vorzulegen und über einen allfälligen Leis-
tungsanspruch bezüglich der geklagten Kopfschmerzen und den Ausstrah-
lungen neu zu verfügen. 

5.

5.1 Verfahrenskosten sind keine zu erheben (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. a ATSG).

5.2 Gemäss der Praxis des Verwaltungsgerichts wird der Parteikosten-
ersatz bei gemeinnützig tätigen Rechtsberatungsstellen sowie Rechts-
schutzversicherungen, Gewerkschaften und Berufsverbänden aufgrund 

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eines allgemeingültigen pauschalisierten Stundenansatzes festgesetzt, 
welcher im konkreten Fall mit dem gebotenen Aufwand multipliziert wird. 
Der Stundenansatz wird je nach fachlicher Qualifikation der Vertretung 
festgelegt, wobei als fachlich qualifizierte Vertretung diejenige durch Juris-
tinnen und Juristen sowie durch eidgenössisch diplomierte Sozialversiche-
rungsexpertinnen und -experten gilt. Als fachlich nicht qualifizierte Vertre-
tung gelten alle übrigen Parteivertreterinnen und -vertreter (vgl. Rund-
schreiben der Sozialversicherungsrechtlichen Abteilung und der Abteilung 
für französischsprachige Geschäfte des Verwaltungsgerichts des Kantons 
Bern vom 16. Dezember 2009, abrufbar unter www.justice.be.ch). Im Falle 
der Vertretung durch Rechtsschutzversicherungen, Gewerkschaften und 
Berufsverbände wird der Stundenansatz bei einer fachlich qualifizierten 
Vertretung auf Fr. 180.-- und bei einer fachlich nicht qualifizierten Vertre-
tung auf Fr. 100.-- festgelegt.

Vorliegend ist der Beschwerdeführer durch Rechtsanwalt H.________ der 
B.________ vertreten, was eine fachlich qualifizierte Vertretung im Sinne 
der vorstehenden Ausführungen darstellt. Vorliegend wurde die Höhe der 
Parteientschädigung mit Schreiben vom 7. Oktober 2013 ins Ermessen des 
Gerichts gelegt. Die Parteientschädigung wird deshalb unter Berücksichti-
gung der gesamten Umstände vom Gericht auf pauschal Fr. 1'500.-- (inkl. 
Auslagen und MWSt.) festgesetzt; diesen Betrag hat die Beschwerdegeg-
nerin dem Beschwerdeführer zu ersetzen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Jan. 2014, UV/13/353, Seite 14

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Einsprache-
entscheid der SUVA vom 19. März 2013 aufgehoben und die Sache an 
die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie nach Vornahme 
der Abklärungen im Sinne der Erwägungen neu verfüge.

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 1'500.-- (inkl. Auslagen und MWSt.), zu er-
setzen.

4. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. des Beschwerdeführers (samt eingereichten Akten)
- SUVA (samt eingereichten Akten)
- Bundesamt für Gesundheit 

Hinweis: Im Falle einer Anfechtung dieses Entscheides sind die Akten dem 
Bundesgericht zuzustellen.

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.