# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6ab64e86-9e3f-5865-8b7b-8d376db3e3cd
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-09-02
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Weitere Kammern 02.09.2015 EB150935
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_999_EB150935_2015-09-02.pdf

## Full Text

Bezirksgericht Zürich 
Einzelgericht Audienz    
 
 

Geschäfts-Nr. EB150935-L / U 

Bezirksrichterin lic. iur. E. Stoffel 
Gerichtsschreiber MLaw J. Bürgisser 

Urteil vom 2. September 2015 

 

in Sachen 

 

A._____ AG, 
Gesuchstellerin 

 

gegen 

 

B._____, 
Gesuchsgegner 

 

betreffend Rechtsöffnung 
 

- 2 - 

Rechtsbegehren (sinngemäss): 
Es sei der Gesuchstellerin provisorische Rechtsöffnung zu erteilen in 
Betreibung Nr. 1, Betreibungsamt Zürich 12, 
Zahlungsbefehl vom 16. Juni 2015, für 
Fr.  63'568.80 nebst Zins zu 12 % seit 10. Juni 2015, 
Fr.  259.10 Verzugszins, 
Fr.  103.30 Betreibungskosten, 
unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Gesuchsgeg-
ners. 

Erwägungen: 

1. Prozessgeschichte 

Am 29. Juni 2015 (Datum Poststempel) stellte die Gesuchstellerin das genannte 

Rechtsbegehren (act. 1). In der Folge lud das Gericht die Parteien zur heutigen 

Verhandlung vor (act. 8). An dieser beantragte der Gesuchsgegner die Abwei-

sung des Gesuchs und stützte sich dabei auf die im Parallelverfahren  

EB150934-L eingereichten Plädoyernotizen (act. 9).  

2. Rechtsöffnung 

2.1. Die Gesuchstellerin stützt ihr Gesuch auf den Mietvertrag Nr. 2 vom 

25. August / 2. Oktober 2014 zwischen der C._____ GmbH und der Gesuchstelle-

rin über ein …-system. Darin verpflichtete sich die C._____ GmbH ab dem 1. Ok-

tober 2014 zur Bezahlung von 36 Monatsraten à Fr. 2'235.– und einer einmaligen 

Bearbeitungsgebühr von Fr. 365.–, je plus MwSt. (act. 4/1).  

Gemäss Ziffer 4 Abs. 2 der auf der Rückseite des Mietvertrages abgedruckten 

Allgemeinen Mietbedingungen sind bei Verzug Mahngebühren von Fr. 50.– ge-

schuldet. Nach Ziffer 11 hat die Vermieterin sodann das Recht, den Vertrag bei 

einem Mietzinsrückstand von zwei Monaten fristlos zu kündigen. Ziffer 3 Abs. 3 

lässt sich weiter entnehmen, dass bei einer solchen Kündigung alle bis zu diesem 

Zeitpunkt fälligen Mietzinse plus eine Zahlung in Höhe von 80 % aller künftigen 

Mietzinse bis zum ordentlichen Ablauf des Mietvertrages per sofort fällig werden. 

Gemäss Ziffer 12 hat die Vermieterin im Kündigungsfalle schliesslich das Recht, 

- 3 - 

dem Mieter für den Rücktransport Fr. 700.– in Rechnung zu stellen, wenn das 

Mietobjekt der Vermieterin nicht an eine der von ihr bezeichneten Adressen ange-

liefert wird. 

Sodann reichte die Gesuchstellerin ein mit "Schuldbeitritt (Solidarschuld nach 

Art. 143 ff. OR)" betiteltes und vom Gesuchsgegner am 25. August 2014 unter-

zeichnetes Schreiben ins Recht. Darin erklärte der Gesuchsgegner, er habe als 

Geschäftsführer/Inhaber ein eigenes Interesse an der Erfüllung des Mietvertrages 

und verpflichte sich solidarisch und unabhängig neben der Mieterin, unter Verzicht 

auf jegliche Einreden und Einwendungen, für die vollumfängliche termingerechte 

Erfüllung sämtlicher Verpflichtungen der C._____ GmbH gegenüber der Gesuch-

stellerin einzustehen, die sich aus dem Mietvertrag ergeben, unabhängig vom Be-

stand der Schuldpflicht. Sodann ist festgehalten, dass dies keine formbedürftige 

Bürgschaft sei (act. 4/2).  

2.2. Die Gesuchstellerin führte nun aus, dass die Zahlungen der Mietraten aus-

geblieben seien, weshalb sie die C._____ GmbH mit Schreiben vom 12. März 

2015 zunächst gemahnt (act. 4/3) und mit Schreiben vom 23. März 2015 den 

Mietvertrag schliesslich fristlos gekündigt habe (act. 4/4). Gemäss der eingereich-

ten Übersicht setzt sich die Hauptforderung zusammen aus 

• den offenen Raten der Monate Februar und März 2015 von Fr. 4'470.– 

(2 x Fr. 2'235.–), 

• 80 % der Raten bis zum Mietende (April 2015 bis September 2017) von 

Fr. 53'640.– (80% von 30 x Fr. 2'235.–), 

• der Mahngebühr von Fr. 50.–, 

• den Kosten für die Rücknahme des Mietobjekts von Fr. 700.– 

• 8 % Mehrwertsteuer: Fr. 4'708.80 (act. 4/5). 

Die Gesuchstellerin verlangt nun Rechtsöffnung für die Hauptforderung von ge-

samthaft Fr. 63'568.80 nebst Zins und Betreibungskosten. 

2.3. Beruht die vom Gläubiger geltend gemachte Forderung auf einer durch die 

Unterschrift des Schuldners bekräftigten Schuldanerkennung, so spricht der Rich-

ter die provisorische Rechtsöffnung aus, wenn der Schuldner nicht Einwendungen 

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glaubhaft macht, welche die Schuldanerkennung entkräften (Art. 82 Abs. 1 und 2 

SchKG). Ein zweiseitiger (synallagmatischer) Vertrag kann nach ständiger Recht-

sprechung als provisorischer Rechtsöffnungstitel gelten, wenn der Gläubiger so-

fort nachweist, dass er die von ihm geschuldete Vertragsleistung erbracht hat. 

Dasselbe gilt, wenn der Schuldner nicht bestreitet, dass der Gläubiger seine Ver-

tragsleistung erbracht hat, oder wenn die Bestreitungen des Schuldners offen-

sichtlich haltlos erscheinen. Schliesslich kann ein synallagmatischer Vertrag dann 

als Rechtsöffnungstitel gelten, wenn der Schuldner vorleistungspflichtig ist (ZR 81 

Nr. 14). 

Der Gesuchsgegner hat nicht bestritten, dass die Gesuchstellerin ihre Vertrags-

leistung (Nutzungsüberlassung des …-systems) erfüllt hat. Entsprechend stellt 

der Mietvertrag vom 25. August / 2. Oktober 2014 in Verbindung mit dem Schuld-

beitritt vom 25. August 2014 grundsätzlich einen provisorischen Rechtsöffnungsti-

tel dar.  

2.4. Der Gesuchsgegner wandte an der heutigen Verhandlung zunächst ein, 

das von ihm am 25. August 2014 unterzeichnete Schreiben sei entgegen dessen 

Formulierung nicht als Schuldbeitritt, sondern als Bürgschaft zu qualifizieren und 

entfalte daher mangels öffentlicher Beurkundung keine Wirkung (act. 9 N 10-15).  

Bürgschaft wie Schuldbeitritt (auch kumulative Schuldübernahme oder Schuldmit-

übernahme) bewirken eine Verstärkung der Position des Gläubigers. Sie unter-

scheiden sich indes namentlich in den Formerfordernissen. Während der Schuld-

beitritt formfrei gültig ist, gelten für die Bürgschaft zum Schutz der sich ver-

pflichtenden Partei strenge Formvorschriften (siehe Art. 493 OR). Mit der Bürg-

schaft übernimmt der sich Verpflichtende gegenüber dem Gläubiger die Pflicht, für 

die Erfüllung der Schuld eines Dritten, des Hauptschuldners, einzustehen 

(Art. 492 Abs. 1 OR). Der Schuldbeitritt ist dadurch gekennzeichnet, dass der 

Schuldübernehmer eine eigene, zur Verpflichtung eines Schuldners hinzutreten-

de, selbständige Verpflichtung begründet, somit die Drittschuld persönlich und di-

rekt mitübernimmt (zum Ganzen BGE 129 III 702 E. 2.1). 

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Da die Qualifikation der Erklärung des Gesuchsgegners vom 25. August 2014 

umstritten ist, ist das Vertrauensprinzip massgebend. Danach sind zur Ermittlung 

des mutmasslichen Parteiwillens die Willenserklärungen der Parteien so auszule-

gen, wie sie nach ihrem Wortlaut und Zusammenhang sowie den gesamten Um-

ständen verstanden werden durften und mussten (BGE 127 III 248 E. 3f). Ein kla-

rer Wortlaut hat bei der Auslegung nach dem Vertrauensprinzip zwar grundsätz-

lich Vorrang vor den weiteren Auslegungsmitteln. Wird die Verpflichtung, wie im 

vorliegenden Fall, von einer nicht geschäftsgewandten Person eingegangen (sie-

he BGE 129 III 702 E. 2.4.2.), darf jedoch nicht ohne weiteres vertrauenstheore-

tisch von einem klaren Vertragswortlaut auf den Willen geschlossen werden. Wol-

len solche Parteien tatsächlich eine kumulative Schuldübernahme wählen, genügt 

für die Kundgabe ihres klaren diesbezüglichen Willens die blosse Verwendung 

präziser juristischer Fachausdrücke, allenfalls gekoppelt mit Zitaten der entspre-

chenden Gesetzesbestimmungen, nicht. In solchen Fällen ist erforderlich, dass für 

die nicht geschäftsgewandte Person klar verständlich und in individueller Weise 

dargelegt wird, dass sich der Verpflichtende der Tragweite der eingegangenen 

Verpflichtung bewusst ist und aus welchen Gründen auf die Wahl der Rechtsform 

einer Bürgschaft verzichtet wird. Dies gilt in besonderem Masse, wenn der Ver-

tragstext nicht von ihr, sondern von der Gegenseite verfasst worden ist (BGE 129 

III 2.4.3. f.). 

Die Erklärung vom 25. August 2014 ist mit Schuldbeitritt betitelt und enthält einen 

Hinweis auf die gesetzlichen Bestimmungen (Art. 143 ff. OR). Zudem ist ausfor-

muliert, zu was sich der Gesuchsgegner genau verpflichtet. Die Tragweite der 

Verpflichtung geht aus der Erklärung somit klar hervor. Schliesslich ist explizit 

festgehalten, dass es sich nicht um eine Bürgschaft handle. Dabei könnte man 

sich durchaus auf den Standpunkt stellen, es sei Aufgabe des Gesuchsgegners 

gewesen, sich die nötigen Informationen zur Unterscheidung der beiden Rechts-

institute zu beschaffen. Die beschriebene bundesgerichtliche Rechtsprechung ist 

jedoch sehr streng. Nach dieser ist insbesondere zu bemängeln, dass sich aus 

der Erklärung nicht ergibt, weshalb auf die Wahl der Rechtsform einer Bürgschaft 

verzichtet worden ist, zumal die Erklärung von der Gesuchstellerin vorformuliert 

wurde. Auch der Hinweis auf die fehlende Akzessorietät ist bei nicht geschäfts-

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gewandten Personen nicht von entscheidender Bedeutung. Aus diesen Gründen 

kann nicht allein auf den Wortlaut der Erklärung abgestellt werden.  

Damit hat es jedoch nicht sein Bewenden. Vielmehr ist nun der rechtliche und 

wirtschaftliche Zweck der Erklärung zu ergründen. Die akzessorische Bürgschaft 

unterscheidet sich von der kumulativen Schuldübernahme als selbständiger Ver-

pflichtung indiziell darin, dass der sich Verpflichtende bei der Schuldübernahme, 

nicht aber bei der Bürgschaft regelmässig ein erkennbares eigenes Interesse am 

Geschäft hat, das zwischen dem Hauptschuldner und dem Gläubiger geschlossen 

wurde. Darin, dass bei der Bürgschaft ein solches Eigeninteresse fehlt und es 

sich um ein uneigennütziges Geschäft handelt, das typischerweise zur Sicherstel-

lung einer Verpflichtung von Familienangehörigen oder engen Freunden einge-

gangen wird, liegt denn auch der Grund, dass sie besonderen Formvorschriften 

unterstellt wurde (BGer, Urteil vom 19. Dezember 2007, 4A_420/2007, E. 2.2.3.). 

Der Gesuchsgegner ist (Teil-)Inhaber und Geschäftsführer der C._____ GmbH 

und hat daher ein besonderes Interesse an deren Geschäftsgang und folglich 

auch am abgeschlossenen Mietvertrag. Dies gab er in der genannten Erklärung 

auch ausdrücklich an. Die Verstärkung der Kreditwürdigkeit der Gesellschaft 

kommt ihm mithin persönlich zu Gute. Es kann folglich nicht davon gesprochen 

werden, dass er bei der Erklärung uneigennützig handelte. Dies war für die Ge-

suchstellerin denn auch erkennbar. Aus diesen Gründen ist nach dem Vertrau-

ensprinzip – im Einklang mit der gewählten Formulierung – von einer formlos gül-

tigen kumulativen Schuldübernahme und nicht von einer formbedürftigen Bürg-

schaft auszugehen. Dieses Vorbringen des Gesuchsgegners verfängt somit nicht. 

2.5. Weiter stellte sich der Gesuchsgegner auf den Standpunkt, die geltend 

gemachte Forderung erfülle den Tatbestand des Wuchers nach Art. 157 StGB, 

weshalb sie nichtig sei (act. 9 N 16). Nach Art. 157 Ziffer 1 Abs. 1 StGB macht 

sich strafbar, wer die Zwangslage, die Abhängigkeit, die Unerfahrenheit oder die 

Schwäche im Urteilsvermögen einer Person dadurch ausbeutet, dass er sich oder 

einem anderen für eine Leistung Vermögensvorteile gewähren oder versprechen 

lässt, die zur Leistung wirtschaftlich in einem offenbaren Missverhältnis stehen. 

Der Gesuchsgegner äusserte sich jedoch nur zum offensichtlichen Missverhältnis 

- 7 - 

der Leistungen, welches er in Ziffer 3 Abs. 3 der Allgemeinen Mietbedingungen 

erblickt. Bezüglich der weiteren Tatbestandsvoraussetzungen stellte er jedoch 

keine Behauptungen auf. Bereits aus diesem Grund ist sein Einwand unbeacht-

lich.  

2.6. Schliesslich führte der Gesuchsgegner aus, die Allgemeinen Mietbedin-

gungen der Gesuchstellerin erfüllten den Tatbestand von Art. 8 UWG. Auch aus 

diesem Grund sei die geltend gemachte Forderung ungültig (act. 9 N 17). Die ge-

nannte Bestimmung ist jedoch dem Gesetzestext entsprechend nur auf Konsu-

menten anwendbar, wobei weder behauptet worden ist, noch sonst wie ersichtlich 

wäre, dass dem Gesuchsgegner diese Eigenschaft zukommt. Auch dieser Ein-

wand ist folglich nicht zu hören. 

2.7. Weitere Gründe, die der Erteilung der Rechtsöffnung entgegenstehen, hat 

der Gesuchsgegner nicht vorgebracht und ergeben sich auch nicht aus den Ak-

ten. Betragsmässig ist die Forderung samt Zins durch die eingereichten Unterla-

gen ausgewiesen. Es ist der Gesuchstellerin daher die provisorische Rechtsöff-

nung zu erteilen.  

2.8. Nach der Praxis des Obergerichts ist für die Betreibungskosten keine 

Rechtsöffnung zu erteilen (ZR 108 Nr. 2). Diese Rechtsprechung stützt sich auf 

Art. 68 Abs. 2 SchKG, wonach die Betreibungskosten von den Zahlungen des 

Schuldners vorab zu erheben sind, soweit dieser die Kosten tragen muss (BSK 

SchKG I-EMMEL, Art. 68 N 16-18). Zu den Betreibungskosten zählen auch die 

Spruchgebühr und die Parteientschädigung des Rechtsöffnungsverfahrens. 

3. Kostenfolgen 

Ausgangsgemäss sind dem Gesuchsgegner die Kosten dieses Verfahrens aufzu-
erlegen (Art. 48 GebV SchKG; Art. 106 Abs. 1 ZPO). Der Antrag der Gesuchstel-

lerin auf Parteientschädigung ist abzuweisen, da sie weder berufsmässig vertre-

ten ist noch ein begründeter Fall im Sinne von Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO vorliegt 

(siehe BGer 5D_229/2011 vom 16. April 2012). 

- 8 - 

Es wird erkannt: 

1. Der Gesuchstellerin wird provisorische Rechtsöffnung erteilt in 
Betreibung Nr. 1, Betreibungsamt Zürich 12, 

Zahlungsbefehl vom 16. Juni 2015, für 

Fr.  63'568.80 nebst Zins zu 12 % seit 10. Juni 2015, 

Fr.  259.10. 

2. Die Spruchgebühr von Fr. 500.– wird von der Gesuchstellerin bezogen, ist 

ihr aber vom Gesuchsgegner zu ersetzen.  

3. Der Antrag der Gesuchstellerin auf Parteientschädigung wird abgewiesen. 

4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien und an das genannte Betreibungsamt. 

5. Wird provisorische Rechtsöffnung erteilt, kann der Gesuchsgegner innert 

20 Tagen nach Zustellung dieses Entscheids beim zuständigen Gericht un-

ter Beilage dieses Entscheids schriftlich und im Doppel auf Aberkennung der 

Forderung klagen; unterlässt er dies, wird die Rechtsöffnung definitiv. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid kann innert 10 Tagen von der 

Zustellung an unter Beilage dieses Entscheids beim Obergericht des Kan-

tons Zürich, Zivilkammer, Postfach 2401, 8021 Zürich, erklärt werden. In der 

Beschwerdeschrift sind die Anträge zu stellen und zu begründen. Eingaben 

und Beilagen sind in je einem Exemplar für das Gericht und für jede Gegen-

partei einzureichen. 

7. Die gesetzlichen Fristenstillstände gelten nicht (Art. 145 Abs. 2 ZPO). 

 
Der Gerichtsschreiber: 

 

	Urteil vom 2. September 2015
	Erwägungen:
	1. Prozessgeschichte
	2. Rechtsöffnung
	2.1. Die Gesuchstellerin stützt ihr Gesuch auf den Mietvertrag Nr. 2 vom 25. August / 2. Oktober 2014 zwischen der C._____ GmbH und der Gesuchstellerin über ein …-system. Darin verpflichtete sich die C._____ GmbH ab dem 1. Oktober 2014 zur Bezahlung v...
	Gemäss Ziffer 4 Abs. 2 der auf der Rückseite des Mietvertrages abgedruckten Allgemeinen Mietbedingungen sind bei Verzug Mahngebühren von Fr. 50.– geschuldet. Nach Ziffer 11 hat die Vermieterin sodann das Recht, den Vertrag bei einem Mietzinsrückstand ...
	Sodann reichte die Gesuchstellerin ein mit "Schuldbeitritt (Solidarschuld nach Art. 143 ff. OR)" betiteltes und vom Gesuchsgegner am 25. August 2014 unterzeichnetes Schreiben ins Recht. Darin erklärte der Gesuchsgegner, er habe als Geschäftsführer/Inh...
	2.2. Die Gesuchstellerin führte nun aus, dass die Zahlungen der Mietraten ausgeblieben seien, weshalb sie die C._____ GmbH mit Schreiben vom 12. März 2015 zunächst gemahnt (act. 4/3) und mit Schreiben vom 23. März 2015 den Mietvertrag schliesslich fri...
	 den offenen Raten der Monate Februar und März 2015 von Fr. 4'470.– (2 x Fr. 2'235.–),
	 80 % der Raten bis zum Mietende (April 2015 bis September 2017) von Fr. 53'640.– (80% von 30 x Fr. 2'235.–),
	 der Mahngebühr von Fr. 50.–,
	 den Kosten für die Rücknahme des Mietobjekts von Fr. 700.–
	 8 % Mehrwertsteuer: Fr. 4'708.80 (act. 4/5).
	Die Gesuchstellerin verlangt nun Rechtsöffnung für die Hauptforderung von gesamthaft Fr. 63'568.80 nebst Zins und Betreibungskosten.
	2.3. Beruht die vom Gläubiger geltend gemachte Forderung auf einer durch die Unterschrift des Schuldners bekräftigten Schuldanerkennung, so spricht der Richter die provisorische Rechtsöffnung aus, wenn der Schuldner nicht Einwendungen glaubhaft macht,...
	Der Gesuchsgegner hat nicht bestritten, dass die Gesuchstellerin ihre Vertragsleistung (Nutzungsüberlassung des …-systems) erfüllt hat. Entsprechend stellt der Mietvertrag vom 25. August / 2. Oktober 2014 in Verbindung mit dem Schuldbeitritt vom 25. A...
	2.4. Der Gesuchsgegner wandte an der heutigen Verhandlung zunächst ein, das von ihm am 25. August 2014 unterzeichnete Schreiben sei entgegen dessen Formulierung nicht als Schuldbeitritt, sondern als Bürgschaft zu qualifizieren und entfalte daher mange...
	Bürgschaft wie Schuldbeitritt (auch kumulative Schuldübernahme oder Schuldmitübernahme) bewirken eine Verstärkung der Position des Gläubigers. Sie unterscheiden sich indes namentlich in den Formerfordernissen. Während der Schuldbeitritt formfrei gülti...
	Da die Qualifikation der Erklärung des Gesuchsgegners vom 25. August 2014 umstritten ist, ist das Vertrauensprinzip massgebend. Danach sind zur Ermittlung des mutmasslichen Parteiwillens die Willenserklärungen der Parteien so auszulegen, wie sie nach ...
	Die Erklärung vom 25. August 2014 ist mit Schuldbeitritt betitelt und enthält einen Hinweis auf die gesetzlichen Bestimmungen (Art. 143 ff. OR). Zudem ist ausformuliert, zu was sich der Gesuchsgegner genau verpflichtet. Die Tragweite der Verpflichtung...
	Damit hat es jedoch nicht sein Bewenden. Vielmehr ist nun der rechtliche und wirtschaftliche Zweck der Erklärung zu ergründen. Die akzessorische Bürgschaft unterscheidet sich von der kumulativen Schuldübernahme als selbständiger Verpflichtung indiziel...
	Der Gesuchsgegner ist (Teil-)Inhaber und Geschäftsführer der C._____ GmbH und hat daher ein besonderes Interesse an deren Geschäftsgang und folglich auch am abgeschlossenen Mietvertrag. Dies gab er in der genannten Erklärung auch ausdrücklich an. Die ...
	2.5. Weiter stellte sich der Gesuchsgegner auf den Standpunkt, die geltend gemachte Forderung erfülle den Tatbestand des Wuchers nach Art. 157 StGB, weshalb sie nichtig sei (act. 9 N 16). Nach Art. 157 Ziffer 1 Abs. 1 StGB macht sich strafbar, wer die...
	2.6. Schliesslich führte der Gesuchsgegner aus, die Allgemeinen Mietbedingungen der Gesuchstellerin erfüllten den Tatbestand von Art. 8 UWG. Auch aus diesem Grund sei die geltend gemachte Forderung ungültig (act. 9 N 17). Die genannte Bestimmung ist j...
	2.7. Weitere Gründe, die der Erteilung der Rechtsöffnung entgegenstehen, hat der Gesuchsgegner nicht vorgebracht und ergeben sich auch nicht aus den Akten. Betragsmässig ist die Forderung samt Zins durch die eingereichten Unterlagen ausgewiesen. Es is...
	2.8. Nach der Praxis des Obergerichts ist für die Betreibungskosten keine Rechtsöffnung zu erteilen (ZR 108 Nr. 2). Diese Rechtsprechung stützt sich auf Art. 68 Abs. 2 SchKG, wonach die Betreibungskosten von den Zahlungen des Schuldners vorab zu erheb...

	3. Kostenfolgen
	Ausgangsgemäss sind dem Gesuchsgegner die Kosten dieses Verfahrens aufzuerlegen (Art. 48 GebV SchKG; Art. 106 Abs. 1 ZPO). Der Antrag der Gesuchstellerin auf Parteientschädigung ist abzuweisen, da sie weder berufsmässig vertreten ist noch ein begründe...

	Es wird erkannt:
	1. Der Gesuchstellerin wird provisorische Rechtsöffnung erteilt in Betreibung Nr. 1, Betreibungsamt Zürich 12, Zahlungsbefehl vom 16. Juni 2015, für Fr.  63'568.80 nebst Zins zu 12 % seit 10. Juni 2015, Fr.  259.10.
	2. Die Spruchgebühr von Fr. 500.– wird von der Gesuchstellerin bezogen, ist ihr aber vom Gesuchsgegner zu ersetzen.
	3. Der Antrag der Gesuchstellerin auf Parteientschädigung wird abgewiesen.
	4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien und an das genannte Betreibungsamt.
	5. Wird provisorische Rechtsöffnung erteilt, kann der Gesuchsgegner innert 20 Tagen nach Zustellung dieses Entscheids beim zuständigen Gericht unter Beilage dieses Entscheids schriftlich und im Doppel auf Aberkennung der Forderung klagen; unterlässt e...
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid kann innert 10 Tagen von der Zustellung an unter Beilage dieses Entscheids beim Obergericht des Kantons Zürich, Zivilkammer, Postfach 2401, 8021 Zürich, erklärt werden. In der Beschwerdeschrift sind die Anträg...
	7. Die gesetzlichen Fristenstillstände gelten nicht (Art. 145 Abs. 2 ZPO).