# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ad3b8edb-305a-5fe6-8bd1-79404473e7f6
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-10-31
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 31.10.2018 PQ180063
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PQ180063_2018-10-31.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    

 
 

Geschäfts-Nr.: PQ180063-O/U 
damit vereinigt Geschäfts-Nr.: PQ180064 

 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. P. Diggelmann, Vorsitzender, Oberrichter Dr. P. 

Higi und Oberrichter Dr. S. Mazan sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. 

O. Canal 

Beschluss und Urteil vom 31. Oktober 2018 

 

in Sachen 

 

1. A._____,  
2. B._____,  
Beschwerdeführer 

 

1 vertreten durch Rechtsanwältin MLaw X._____ 

2 vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Y._____ 

 

sowie 

 

1. C._____,  
2. D._____,  
Verfahrensbeteiligte 

 

1, 2 vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Z._____ 

 

betreffend Kindesschutzmassnahmen 
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Bezirksrates Winterthur vom 29. August 
2018; VO.2018.28 (Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Winterthur-
Andelfingen) 

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Erwägungen: 

1. Sachverhaltsüberblick und Prozessgeschichte 

1.1. A._____ (nachfolgend Beschwerdeführer 1) und B._____ (nachfolgend Be-

schwerdeführerin 2) sind die unverheirateten Eltern von D._____ und C._____ 

(beide geboren am tt.mm.2013). Bei einer polizeilichen Hausdurchsuchung am 

23. September 2015 zeigten sich desolate Verhältnisse im Haushalt der Be-

schwerdeführer (vgl. die Fotodokumentation in act. 11/4). Aufgrund der ange-

troffenen Situation hob die KESB der Bezirke Winterthur und Andelfingen (nach-

folgend: KESB) das Aufenthaltsbestimmungsrecht der Beschwerdeführer für ihre 

Kinder superprovisorisch auf (act. 10/1). Am 25. September 2015 bestätigte die 

KESB die Aufhebung des Aufenthaltsbestimmungsrechtes im Sinn einer vorsorg-

lichen Massnahme und ordnete die Unterbringung der Kinder im E._____ in Zü-

rich an; ferner wurde der persönliche Verkehr im Sinn einer vorsorglichen Mass-

nahme geregelt (Besuchskontakte innerhalb des E._____ nach den Rahmenbe-

dingungen der Institution) und eine Erziehungsbeistandschaft nach Art. 308 

Abs. 1 und 2 ZGB errichtet (act. 10/9).  

1.2. Am 11. Oktober 2016 weitete die KESB den persönlichen Verkehr der Be-

schwerdeführer mit ihren Kindern im Sinn einer vorsorglichen Massnahme aus 

(Besuchskontakte auch ausserhalb des E._____, allerdings mit dem Verbot, die 

Kinder mit nach Hause zu nehmen) (act. 10/146). 

1.3. Am 18. Mai 2017 bestätigte die KESB die vorsorgliche Unterbringung der 

Kinder im E._____ in Zürich und erweiterte im Sinn einer vorsorglichen Mass-

nahme den persönlichen Verkehr der Beschwerdeführer mit ihren Kindern (Wo-

chenendbesuche mit Übernachtungen, unter engmaschiger Begleitung durch eine 

sozialpädagogische Familienbegleiterin) (act. 10/216).  

1.4. Mit Urteil des Bezirksgerichts Winterthur (Einzelgericht im summarischen 

Verfahren) vom 25. August 2017 wurden die Beschwerdeführer aus ihrem dama-

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ligen Mietobjekt ausgewiesen (act. 10/242). Bei der Räumung durch das Betrei-

bungsamt am 9. Oktober 2017 zeigte sich die Wohnung der Beschwerdeführer 

wiederum in einem chaotischen Zustand (vgl. die Fotodokumentation in 

act. 10/268/4).  

1.5. Am 25. April 2018 entschied die KESB wie folgt: 

"1. Das Aufenthaltsbestimmungsrecht der Eltern B._____ […] und 
A._____ […] über ihre beiden Kinder D._____ […] und C._____ 
[…] bleibt in Bestätigung des vorsorglichen Entscheides vom 
25. September 2015 der KESB […] aufgehoben. 

2. C._____ und D._____ bleiben weiterhin im E._____, Zürich, plat-
ziert. Sie dürfen von dort nicht ohne die ausdrückliche Zustim-
mung der KESB oder der Beiständin weggenommen werden. 

3. Der persönliche Verkehr der Eltern mit ihren Kindern, C._____ 
und D._____, wird […] wie folgt geregelt: 

 a. Die Eltern werden für berechtigt erklärt, ihre Kinder am 
Samstag jeweils von 09.00 Uhr bis 16.00 Uhr mit sich oder 
zu sich auf Besuch zu nehmen; 

 b. die Besuche finden in Begleitung der sozialpädagogischen 
Familienbegleitung statt. 

4. Die Beiständin erhält im Rahmen der besonderen Befugnisse 
nach Art. 308 Abs. 2 ZGB die folgenden angepassten Aufgaben: 

 a) … 
 b) umgehend eine professionelle Pflegefamilie einzurichten, in 

welcher C._____ und D._____ die Möglichkeit erhalten, vor-
erst im Rahmen einer Kontaktfamilie einen kontinuierlichen 
und stützenden Aussenkontakt aufbauen und pflegen zu 
können; 

 c) …". 

Die zahlreichen weiteren Dispositiv Ziffern des Entscheides der KESB vom 

25. April 2018 sind für das vorliegende Verfahren nicht relevant. 

1.6. Gegen den Entscheid der KESB vom 25. April 2018 erhoben sowohl der Be-

schwerdeführer 1 als auch die Beschwerdeführerin 2 Beschwerde beim Bezirksrat 

und stellten umfangreiche Anträge. Für das vorliegende Beschwerdeverfahren ist 

von Bedeutung, dass sie unter anderem die Aufhebung der Dispositiv-Ziffern 1, 2, 

3 und 4b beantragten. Mit Verfügung vom 14. Juni 2018 forderte der Bezirksrat 

die KESB zur Vernehmlassung auf. Nachdem sich die Beschwerdeführer mit ei-

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ner psychiatrischen Begutachtung einverstanden erklärten, zog die KESB mit 

Entscheid vom 6. Juli 2018 die Dispositiv-Ziffern 1-3 wie folgt in Wiedererwägung 

(act. 4/5).  

"1. Dispositiv Ziffer 1 des Entscheides der KESB vom 25. April 2018 
wird im Sinne einer Wiedererwägung wie folgt abgeändert: 

 Das Aufenthaltsbestimmungsrecht der Eltern B._____ […] und 
A._____ […] über ihre beiden Kinder D._____ […] und C._____ 
[…] bleibt im Sinne einer vorsorglichen Massnahme weiterhin 
aufgehoben […]. 

2. Dispositiv Ziffer 2 des Entscheides der KESB vom 25. April 2018 
wird im Sinne einer Wiedererwägung wie folgt abgeändert: 

 C._____ und D._____ bleiben weiterhin vorsorglich im E._____, 
Zürich, untergebracht. Sie dürfen von dort nicht ohne die aus-
drückliche Zustimmung der KESB oder der Beiständin wegge-
nommen werden. 

3. Dispositiv Ziffer 3 des Entscheides der KESB vom 25. Juni [recte 
April] 2018 wird im Sinne einer Wiedererwägung wie folgt abge-
ändert: 

 Der persönliche Verkehr der Eltern mit ihren Kindern, C._____ 
und D._____, wird vorsorglich wie folgt geregelt […]: 

 a. Die Eltern werden für berechtigt erklärt, ihre Kinder am 
Samstag jeweils von 09.00 Uhr bis 16.00 Uhr mit sich oder 
zu sich auf Besuch zu nehmen; 

 b. die Besuche finden in Begleitung der sozialpädagogischen 
Familienbegleitung statt." 

Die übrigen Dispositiv-Ziffern des Entscheides der KESB vom 25. April 2018 – da-

runter auch die hier interessierende Dispositiv Ziffer 4b – blieben unverändert. 

1.7. Mit Urteil vom 29. August 2018 wies der Bezirksrat die Beschwerden unter 

anderem auch gegen die in Dispositiv Ziffer 4b vorgesehene Beauftragung der 

Beiständin ab, eine Pflegefamilie – vorerst mit der Funktion einer Kontaktfamilie – 

einzurichten (Dispositiv Ziffer V), und regelte die Prozesskosten (Dispositiv Zif-

fer VI).  

1.8. Mit Beschwerde vom 1. Oktober 2018 gelangte der Beschwerdeführer 1 ans 

Obergericht und stellte folgende Anträge (act. 2 S. 3): 

"1. Die Ziffern V. und VI. des Urteils des Bezirksrates Winterthur vom 
29. August 2018 seien aufzuheben; 

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2. Ziffer 4 lit. b des Entscheides der Kindes- und Erwachsenen-
schutzbehörde der Bezirke Winterthur und Andelfingen vom  
25. April 2018 sei ersatzlos aufzuheben; 

3. Die Prozesskosten des Verfahrens vor dem Bezirksrat und die 
Kosten der Kindesverfahrensvertretung seien zur Hälfte der Be-
schwerdegegnerin und zu je einem Viertel den Beschwerdefüh-
rern aufzuerlegen; 

alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. 7.7% MwSt] zulas-
ten der Gesuchsgegnerin." 

Ferner beantragte der Beschwerdeführer 1 in prozessualer Hinsicht, es sei ihm 

die unentgeltliche Rechtspflege zu bewilligen und in der Person von Rechtsanwäl-

tin MLaw X._____ eine unentgeltliche Rechtsbeiständin zu bestellen. 

1.9. Mit Beschwerde vom 1. Oktober 2018 gelangte auch die Beschwerdeführe-

rin 2 ans Obergericht und stellte im Wesentlichen folgende Anträge (act. 2 S. 2 in 

Proz.-Nr. PQ180064): 

"1. Ziff. V. des Beschlusses und Urteils des Bezirksrats Winterthur 
vom 29. August 2018 sei aufzuheben und es sei dem Antrag der 
Beschwerdeführerin zu entsprechen, dass von der Errichtung ei-
ner Kontaktfamilie Abstand genommen wird. 

2. Ziff. 4b des Entscheids der KESB Winterthur Andelfingen vom  
25. April 2018 sei entsprechend aufzuheben und es sei dem An-
trag der Beschwerdeführerin zu entsprechen, dass von der Errich-
tung einer Kontaktfamilie Abstand genommen wird. 

3. Eventualiter sei der Entscheid, eine Kontaktfamilie einzurichten, 
zu sistieren, bis ein Entscheid über das Besuchsrecht vorliegt. 

4. Eventualiter seien die Kinder D._____ und C._____ anzuhören, 
ob sie eine Kontaktfamilie wünschen. 

5. Unter o/e-Kostenfolge zu Lasten der Vorinstanz." 

Ferner beantragte auch die Beschwerdeführerin 2 die Bewilligung der unentgeltli-

che Rechtspflege und der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung. 

1.10.   Die Beschwerden wurden dem jeweils anderen Beschwerdeführer sowie 

der Kindervertreterin zur Kenntnis zugestellt. 

1.11.   Die Akten des Bezirksrates (act. 8 und 9) und der KESB (act. 10) sowie die 

Akten des Strafverfahrens (act. 12) wurde beigezogen. Die Sache ist spruchreif.  

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2. Formelles 

2.1. Die von den Beschwerdeführern getrennt erhobenen Beschwerden (act. 2 

und act. 2 in Proz.-Nr. PQ180064) betreffen den gleichen Sachverhalt, und in bei-

den Verfahren muss gleich entschieden werden. Das Verfahren PQ180064 ist 

daher mit dem vorliegenden Verfahren PQ180063 zu vereinigen und unter letzt-

genannter Prozessnummer weiterzuführen. 

2.2. Der Beschwerdeführer 1 rügt eine Verletzung des rechtlichen Gehörs, weil 

die Einrichtung einer Pflegefamilie vor dem Entscheid der KESB vom 25. April 

2018 nie thematisiert worden sei, so dass er sich dazu auch nicht habe äussern 

können (act. 2 Rz. 23 f.). Ferner beanstandet er eine fehlende Unmittelbarkeit des 

Verfahrens bei der KESB, weil die Präsidentin der KESB bei keiner einzigen An-

hörung anwesend gewesen sei und sich auch keinen persönlichen Eindruck von 

den Kindseltern habe machen können (act. 2 Rz. 25 f.). Wie es sich damit verhält, 

kann dahin gestellt bleiben, weil die Beschwerden ohnehin gutzuheissen sind, wie 

sich ergeben wird. 

2.3. Auch die Beschwerdeführerin 2 rügt eine Verletzung des rechtlichen Gehörs, 

die Kinder hätten persönlich angehört werden müssen (act. 2 Rz. 15 f. in Proz.-Nr. 

PQ180064). Ferner beantragt sie im Eventualstandpunkt, das Verfahren sei zu 

sistieren, bis klar sei, wie der persönliche Verkehr zwischen den Beschwerdefüh-

rern und den Kindern für die Dauer des Verfahrens zu regeln sei (act. 2 Rz. 13 in 

Proz.-Nr. PQ180064). Auch auf diese Anträge muss nicht eingegangen werden, 

weil die Beschwerden gutzuheissen sind, wie im Folgenden zu zeigen sein wird.  

3. Materielles 

3.1. Mit Entscheid vom 25. April 2018 entzog die KESB den Beschwerdeführern 

definitiv die Obhut über C._____ und D._____ (Dispositiv Ziffer 1 und 2). Ferner 

regelte die KESB definitiv den persönlichen Verkehr der Beschwerdeführer mit ih-

ren Kindern (Dispositiv Ziff. 3). Sodann beauftragte die KESB die Beiständin, um-

gehend eine professionelle Pflegefamilie – vorerst im Sinn einer Kontaktfamilie – 

einzurichten, in welcher C._____ und D._____ die Möglichkeit erhalten sollten, 

einzelne Wochenenden und auch Ferien in einem intakten familiären Umfeld ver-

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bringen zu können (Dispositiv Ziffer 4b). Als Begründung für die "Installation" ei-

ner Kontaktfamilie führte die KESB wörtlich aus: "Dies mit dem Fokus darauf, das 

die Kontaktfamilie bei einer möglichen langfristigen Platzierung im Anschluss an 

das E._____ als Pflegefamilie für C._____ und D._____ zur Verfügung steht"  

(act. 4/3 S. 10).  

3.2. Mit Urteil vom 29. August 2018 bestätigte der Bezirksrat die von der KESB 

angeordnete Beauftragung der Beiständin, eine Pflegefamilie – vorerst im Sinn 

einer Kontaktfamilie – einzurichten. Zur Begründung führte der Bezirksrat im We-

sentlichen aus, die Kinder seien seit dem 25. September 2015 – während der 

Hälfte ihres Lebens – im E._____ untergebracht. Für eine gesunde Entwicklung 

der Kinder sei es notwendig, neben dem Leben im Kinderhaus auch einen "nor-

malen" Familienalltag erleben zu können. Damit seien vorerst Wochenendbesu-

che bei einer Kontaktfamilie und auch das Teilnehmen an Ferien mit einer sol-

chen Familie zentral. Da ein so gelebter "Familienalltag" bei den Beschwerdefüh-

rern in absehbarer Zeit nicht realisierbar sei, sei die "Installation" einer Kontaktfa-

milie dringend angezeigt. Eine Überforderung der Kinder sei nicht zu erwarten, 

sondern es sei an der Zeit, ihnen eine gewisse Normalität zuzugestehen (act. 7 

S. 18 f.). 

3.3. Der Beschwerdeführer 1 kritisiert die Beauftragung der Beiständin, eine 

Pflegefamilie – vorerst in der Funktion einer Kontaktfamilie – einzurichten, als un-

angemessen. Zur Begründung führte er im Wesentlichen aus, dies stifte nur Unsi-

cherheit; wenn die Kinder unter der Woche im Kinderhaus lebten, am Samstag ih-

re Eltern – die Beschwerdeführer – besuchten und am Sonntag eine neue Kon-

taktfamilie kennen lernen sollte, würde dies nicht zu einer Beruhigung oder Stabi-

lisierung der Situation führen, sondern zu weiterer Unruhe (act. 2 Rz. 27 ff.). Die 

Beschwerdeführerin 2 kritisiert die Darstellung des Bezirksrates, die Kinder hätten 

während ihrem halben Leben nie ein Familienleben erleben dürfen. Die Kinder 

hätten seit dem 18. Mai 2017 regelmässig bei ihren Eltern übernachtet, und zwar 

alternierend von Freitag 10:00 bis Samstag 19:00 Uhr und von Samstag 10:00  

bis Sontag 19:00 Uhr. Auch die Aufnahmen auf einer CD-ROM vom 5. Geburtstag 

der Kinder am tt.mm.2018 zeigten, dass die Kinder bereits jetzt an einem Fami-

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lienleben mit ihren Eltern teilnehmen könnten (act. 2 Rz. 7 ff. in Proz.-Nr. 

PQ180064). Auch die Beschwerdeführerin 2 kritisiert den Entscheid des Bezirks-

rates als unangemessen und gibt zu bedenken, was die Kinder denken sollten, 

wenn ihr ohnehin schon komplexes Bezugssystem noch weiter ausgedehnt werde 

und sie nun von drei Orten hin und her gereicht würden und daneben noch den 

Kindergarten besuchten. Sie hält die Einrichtung einer Kontaktfamilie für einen 

"ziellosen Aktivismus", der den Kindern nichts bringe ausser Verunsicherung und 

Enttäuschung, weil sie lieber ihre Eltern sehen möchten (act. 2 Rz. 18 in Proz.-Nr. 

PQ180064).  

3.4. Im Entscheid vom 25. April 2018 ordnete die KESB die Einrichtung einer 

professionellen Pflegefamilie – vorerst in der Funktion als Kontaktfamilie – vor 

dem Hintergrund an, dass die Obhut den Beschwerdeführern definitiv entzogen 

werde. Wie erläutert führte die KESB ausdrücklich aus, dass eine Kontaktfamilie 

im Hinblick darauf einzurichten sei, dass diese Kontaktfamilie "bei einer möglichen 

langfristigen Platzierung im Anschluss an das E._____ als Pflegefamilie für 

C._____ und D._____ zur Verfügung" stehe. Diese Situation hat sich grundsätz-

lich verändert, nachdem die KESB den definitiven Obhutsentzug mit Entscheid 

vom 6. Juli 2018 in Wiedererwägung zog und neu die Obhut nur im Sinn einer 

vorsorglichen Massnahme entzog, bis nach Vorliegen der Begutachtung der Be-

schwerdeführer ein definitiver Entscheid zu fällen sei (act. 4/5). In dieser neuen 

Ausgangslage rechtfertigt sich die Einrichtung einer Pflegefamilie – vorerst be-

schränkt auf die Funktion einer Kontaktfamilie – nicht mehr. Nach dem Vorliegen 

des Gutachtens wird die KESB den Entscheid zur Obhut – und gegebenenfalls 

auch den Entscheid zum persönlichen Verkehr – neu zu treffen haben. Bis dahin 

ist es nicht angezeigt, die aktuelle Situation zu verändern. Gewiss ist dem Be-

zirksrat zuzustimmen, dass D._____ und C._____ Anspruch darauf haben, mög-

lichst bald einen "normalen Familienalltag" erleben zu dürfen (so act. 7 S. 18 un-

ten);  

die Beschwerdeführerin 2 geht denn auch nicht von der Realität aus, wenn sie 

das Bild eines entspannten Familienlebens der Kinder mit ihren Eltern – den  

Beschwerdeführern – zeichnet (act. 2 Rz. 9-11 in Proz.-Nr. PQ180064). Umge-

kehrt weisen die Beschwerdeführer aber mit guten Gründen darauf hin, dass die 

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"Installation" einer Pflegefamilie – vorerst begrenzt auf die Funktion einer Kontakt-

familie – in der jetzigen Situation des hängigen Verfahrens die Gefahr mit sich 

bringe, Unruhe und Unsicherheit zu stiften. Es besteht in der Tat die Gefahr der 

Überforderung der Kinder, wenn sie unter der Woche im Kinderhaus lebten und 

den Kindergarten besuchen, am Samstag ihre Eltern – die Beschwerdeführer – 

besuchen und am Sonntag eine neue Kontaktfamilie kennen lernen sollten. Und 

es besteht die zusätzliche Gefahr, die Kinder zu enttäuschen, wenn sich nach 

Vorliegen des Gutachten herausstellen sollte, dass eine Ausdehnung des persön-

lichen Verkehrs mit den Beschwerdeführern oder gar eine Rückplatzierung bei 

den Beschwerdeführern – oder nach einer allfälligen Auflösung des gemeinsamen 

Haushaltes bei einem Beschwerdeführer alleine – in Frage kommen sollte. Mit 

dieser Aussage soll der definitive Entscheid, den die KESB nach Vorliegen des 

Gutachtens zu fällen haben wird, in keiner Art und Weise beeinflusst werden. 

Vielmehr geht es im jetzigen Zeitpunkt einzig darum, die Situation nicht unnötig 

kompliziert zu gestalten und eine optimale Ausgangslage zu schaffen, dass die 

KESB ihren sehr anspruchsvollen Entscheid frei und in bester Wahrung des Kin-

deswohls treffen kann. 

3.5. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerden gutzuheissen 

sind. Dispositiv Ziffer 4b des Entscheides der KESB vom 25. April 2018 ist ersatz-

los zu streichen. Derzeit ist keine Pflegefamilie – vorerst beschränkt auf die Funk-

tion einer Kontaktfamilie – einzusetzen. Damit erübrigt es sich, auf den pro-

zessualen Antrag der Beschwerdeführerin 2 einzugehen, das Verfahren einstwei-

len zu sistieren. 

4. Kosten- und Entschädigungsfolgen; unentgeltliche Rechtspflege 

4.1. Für das Verfahren vor Bezirksrat beantragt der Beschwerdeführer 1 zu 

Recht, dass den Beschwerdeführern nur die Hälfte der Kosten je hälftig auferlegt 

werden dürfen (act. 2 Rz. 40). Dies gilt ohne Weiteres auch für die Beschwerde-

führerin 2. Für das Verfahren vor Obergericht ist umständehalber auf die Erhe-

bung von Kosten zu verzichten. 

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4.2. Da auf die Erhebung von Kosten für das Verfahren vor Obergericht zu ver-

zichten ist, wird das Gesuch der Beschwerdeführer um unentgeltliche Rechtspfle-

ge mit Bezug auf diese Kosten gegenstandlos; insbesondere ist auch der Kinder-

vertretung kein relevanter Aufwand, der zu den Gerichtskosten zu zählen wäre 

(Art. 95 Abs. 2 lit. e ZPO), entstanden. Hingegen ist dem Gesuch der Beschwer-

deführer um unentgeltliche Rechtsverbeiständung zu entsprechen, da die Be-

schwerden nicht als aussichtslos bezeichnet werden können, da von der Bedürf-

tigkeit der Beschwerdeführer auszugehen ist und da aufgrund der Schwierigkeit 

des Falles eine fachkundige Vertretung erforderlich ist. Obwohl die Beschwerde-

führer inhaltlich identische Anträge stellten und der Entscheid in beiden Be-

schwerden zwingend auch identisch ausfallen muss, rechtfertigt sich ausnahms-

weise eine getrennte Vertretung der Beschwerdeführer, weil die Beschwerdefüh-

rer zwar im gleichen Haushalt leben, aber ihre Paarbeziehung beendet haben. 

Unter diesen Umständen ist nicht ausgeschlossen, dass sich die Standpunkte der 

Beschwerdeführer künftig nicht mehr decken und insofern eine je separate Vertre-

tung erforderlich ist.  

Es wird beschlossen: 

1. Das Beschwerdeverfahren PQ180064 wird mit dem vorliegenden Be-

schwerdeverfahren PQ180063 vereinigt und unter letztgenannter Nummer 

weitergeführt. 

2. Das Gesuch der Beschwerdeführer um Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtspflege wird mit Bezug auf die Gerichtskosten abgeschrieben. 

3. Dem Beschwerdeführer 1 wird in der Person von Rechtsanwältin MLaw 

X._____ eine unentgeltliche Rechtsbeiständin bestellt.  

4. Der Beschwerdeführerin 2 wird in der Person von Rechtsanwalt MLaw 

Y._____ ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bestellt. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien mit dem nachfolgenden Erkenntnis 

sowie zu den Akten des Prozesses PQ180064. 

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Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerden werden gutgeheissen. Dispositiv Ziffer V des Urteils des 

Bezirksrats Winterthur vom 29. August 2018 wird teilweise aufgehoben. Dis-

positiv Ziffer 4b des Entscheides der KESB der Bezirke Winterthur und An-

delfingen vom 25. April 2018 wird ersatzlos gestrichen. 

2. Dispositiv Ziffer VI des Urteils des Bezirksrats Winterthur vom 29. August 

2018 wird aufgehoben und wie folgt neu gefasst: 

"Die Hälfte der Prozesskosten, bestehend aus der Entscheidgebühr in 
der Höhe von CHF 2'000.00 und den Kosten für die Kindesverfahrens-
vertretung in noch unbestimmter Höhe, wird je zur Hälfte den Be-
schwerdeführern auferlegt." 

3. Für das zweitinstanzliche Beschwerdeverfahren werden keine Gerichtskos-

ten erhoben. 

4. Für das zweitinstanzliche Beschwerdeverfahren werden die unentgeltlichen 

Rechtsvertreter der Beschwerdeführer mit separatem Beschluss entschä-

digt. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Beschwerdeführer, die Kindesvertreterin 

Rechtsanwältin lic. iur. Z._____, die Kindes- und Erwachsenenschutzbehör-

de der Bezirke Winterthur und Andelfingen, die Beiständin , F._____, 

G._____, … [Adresse], sowie – unter Rücksendung der eingereichten Akten 

– an den Bezirksrat Winterthur, je gegen Empfangsschein. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).  

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  
Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. 
Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

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Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer 

 
Die Gerichtsschreiberin: 

 
 
 

lic. iur. O. Canal 
 
 
versandt am: 

	Beschluss und Urteil vom 31. Oktober 2018
	Erwägungen:
	1. Sachverhaltsüberblick und Prozessgeschichte
	2. Formelles
	3. Materielles
	4. Kosten- und Entschädigungsfolgen; unentgeltliche Rechtspflege
	Es wird beschlossen:
	1. Das Beschwerdeverfahren PQ180064 wird mit dem vorliegenden Beschwerdeverfahren PQ180063 vereinigt und unter letztgenannter Nummer weitergeführt.
	2. Das Gesuch der Beschwerdeführer um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird mit Bezug auf die Gerichtskosten abgeschrieben.
	3. Dem Beschwerdeführer 1 wird in der Person von Rechtsanwältin MLaw X._____ eine unentgeltliche Rechtsbeiständin bestellt.
	4. Der Beschwerdeführerin 2 wird in der Person von Rechtsanwalt MLaw Y._____ ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bestellt.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien mit dem nachfolgenden Erkenntnis sowie zu den Akten des Prozesses PQ180064.
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerden werden gutgeheissen. Dispositiv Ziffer V des Urteils des Bezirksrats Winterthur vom 29. August 2018 wird teilweise aufgehoben. Dispositiv Ziffer 4b des Entscheides der KESB der Bezirke Winterthur und Andelfingen vom 25. April 2018 w...
	2. Dispositiv Ziffer VI des Urteils des Bezirksrats Winterthur vom 29. August 2018 wird aufgehoben und wie folgt neu gefasst:
	3. Für das zweitinstanzliche Beschwerdeverfahren werden keine Gerichtskosten erhoben.
	4. Für das zweitinstanzliche Beschwerdeverfahren werden die unentgeltlichen Rechtsvertreter der Beschwerdeführer mit separatem Beschluss entschädigt.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Beschwerdeführer, die Kindesvertreterin Rechtsanwältin lic. iur. Z._____, die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde der Bezirke Winterthur und Andelfingen, die Beiständin , F._____, G._____, … [Adresse], sowie – unter ...
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...