# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 937d4cb5-8df7-5716-9ad1-47d7f28d9ecd
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2009-09-16
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Strafkammer 16.09.2009 SK1 2009 32
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_004_SK1-2009-32_2009-09-16.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 16. September 2009 Schriftlich mitgeteilt am:
SK1 09 32 [nicht mündlich eröffnet]

(Eine gegen dieses Urteil beim Bundesgericht erhobene Beschwerde ist mit 
Verfügung vom 05. März 2010 infolge Rückzug der Beschwerde als 
gegenstandslos abgewiesen worden).

Urteil 
I. Strafkammer

Vorsitz Schlenker
RichterInnen Brunner und Michael Dürst
Redaktion Aktuarin Mosca

In der strafrechtlichen Berufung

des X., Angeklagter und Berufungskläger, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. 
Hans-Jürg Tarnutzer, Hartbertstrasse 1, 7002 Chur, 

gegen

das Urteil des Bezirksgerichtsausschusses Albula vom 13. Mai 2009, mitgeteilt am 
9. Juli 2009, in Sachen der S t a a t s a n w a l t s c h a f t  G r a u b ü n d e n , 
Sennhofstrasse 17, 7001 Chur, Anklägerin und Berufungsbeklagte, gegen den 
Angeklagten und Berufungskläger,

betreffend fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung, Verletzung von 
Verkehrsregeln,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. X. wurde am 19. September 1956 in A. geboren und wuchs dort zusammen 
mit einem drei Jahre jüngeren Bruder in geordneten Verhältnissen auf. In A. 
besuchte er während neun Jahre die Hauptschule. In der Folge absolvierte er bei 
der Deutschen Bundesbahn eine dreijährige Lehre als Schalterbeamte und 
Fahrdienstleiter, welche er erfolgreich abschloss. Seither ist er bei der Deutschen 
Bahn auf seinem angestammten Beruf tätig; zuletzt in B.. Gemäss seinen 
Angaben beträgt sein monatliches Nettoeinkommen rund EUR 2'580.00. Er ist 
Eigentümer eines Einfamilienhauses mit einem Steuerwert von rund EUR 
200'000.00.

Seit August 1980 ist X. mit C. geb. C. verheiratet. Aus dieser Ehe gingen zwei 
Söhne (Jahrgang 1983 und 1986) hervor. Beide Söhne sind noch in Ausbildung 
und werden von den Eltern finanziell unterstützt.

Im Schweizerischen Zentralstrafregister ist X. nicht verzeichnet. Über seinen 
Leumund ist nichts Nachteiliges bekannt. 

B. Am 3. September 2005 fuhren X. und seine Ehefrau C. mit dem Motorrad 
Suzuki WVBU, 638 ccm, E., auf der D.-strasse von F. in Richtung G.. Nach K. 
sahen sie auf der Höhe der Örtlichkeit H. einen Rastplatz unterhalb der Strasse 
und entschieden, dort eine Pause einzulegen. Da sie die Ausfahrt bereits passiert 
hatten, verlangsamte X. sein Motorrad und fuhr an den rechten Fahrbahnrand. 
Ohne sich genügend zu vergewissern, ob von hinten Verkehr nahte, setzte er auf 
der rund 6.30 Meter breiten Strasse zu einem Wendemanöver an, um zum 
vorgesehenen Rastplatz zu gelangen.

Gleichzeitig fuhr I. mit seinem Motorrad Kawasaki, ZXR 750, 747 ccm, J., als 
Erster einer Motorradgruppe von K. in Richtung G.. Nach K. überholte er L. und 
dessen Ehefrau M. auf ihrem Motorrad, N., die mit einer Geschwindigkeit von rund 
80 km/h fuhren. Nur Sekunden später prallte I. nach einer Vollbremsung und einer 
Stopspur von rund 10 Metern mit seiner Maschine auf der Gegenfahrbahn in das 
linke Heckteil des Motorrades von X.. Gemäss den Unfallspuren hatte dieser im 
Zeitpunkt der Kollision das Wendemanöver auf der Gegenfahrbahn nahezu 
abgeschlossen. Durch den heftigen Aufprall wurden das Ehepaar XC. und I. von 
den Motorrädern geschleudert.

I. erlag noch auf der Unfallstelle seinen schweren inneren Verletzungen. C. wurde 
mit schwersten Verletzungen am linken Bein ins Universitätsspital Zürich geflogen, 

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wo ihr der linke Fuss und ein Teil des Unterschenkels amputiert und mit einer 
Prothese versorgt werden mussten. Dr.med. O., B., bestätigte mit Schreiben vom 
9. Mai 2008, dass C. noch unter wechselnden Nerven- und Phantomschmerzen im 
amputierten Bein leide; diese Schmerzzustände würden voraussichtlich auf Dauer 
bestehen bleiben.

X. erlitt beim Unfall eine Fraktur des linken Waden- und Fersenbeins sowie 
diverse Schürfwunden und musste ins Spital R. überführt werden. Gemäss einer 
Bestätigung von Dr.med. O., B., vom 9. Mai 2008 sei die von X. erlittene 
Fussverletzung nach wie vor empfindlich gegen jede Art der Überbelastung und 
die Beweglichkeit des linken Fussgelenkes eingeschränkt. Zudem leide X. immer 
noch psychisch unter den Unfallfolgen.

C. Mit Schreiben des Untersuchungsrichteramts Ilanz vom 13. Juni 2006 
wurde Dipl. Ing. FH Q. beauftragt, eine verkehrstechnische Unfallexpertise zu 
erstellen. Das Gutachten datiert vom 29. November 2006.

D. Mit von der Staatsanwaltschaft genehmigter Verfügung vom 8. Mai 2007, 
mitgeteilt am 11. Mai 2007, stellte der zuständige Untersuchungsrichter das am 
23. September 2005 eröffnete Strafverfahren ein. Die Untersuchungsbehörde 
erachtete es als erwiesen an, dass X. mit seinem Verhalten gegen Art. 36 Abs. 4 
SVG und Art. 17 Abs. 4 VRV verstossen hatte. Diesbezüglich wurde das 
Verfahren gestützt auf Art. 54 StGB eingestellt. In Bezug auf die Tatbestände der 
fahrlässigen Tötung und der fahrlässigen Körperverletzung wurde das Verfahren 
demgegenüber mangels eines rechtserheblichen Kausalzusammenhangs 
zwischen dem Fehlverhalten von X. und dem eingetretenen Erfolg eingestellt. 

E. Gegen diesen Entscheid liess P., die Witwe von I., am 4. Juni 2007 
Beschwerde bei der Beschwerdekammer des Kantonsgerichts Graubünden stellen 
mit dem Antrag, es sei die angefochtene Verfügung unter Kosten- und 
Entschädigungsfolge aufzuheben. 

F. Mit Entscheid vom 16. August 2007, mitgeteilt am 4. Februar 2008, wurde 
die Beschwerde gutgeheissen, die angefochtene Einstellungsverfügung 
aufgehoben und die Sache zur weiteren Behandlung an die Staatsanwaltschaft 
Graubünden zurückgewiesen.

G.  Nach Ergänzung der Untersuchung wurde X. mit Verfügung der 
Staatsanwaltschaft Graubünden vom 25. Juli 2008 wegen fahrlässiger Tötung 
gemäss Art. 117 StGB, fahrlässiger Körperverletzung gemäss Art. 125 Abs. 2 

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StGB sowie wegen Verletzung von Verkehrsregeln gemäss Art. 36 Abs. 4 SVG in 
Verbindung mit Art. 90 Ziff. 1 SVG in Anklagezustand versetzt. In der Ergänzung 
der Anklageschrift vom 25. Juli 2008 stellte die Staatsanwaltschaft Graubünden 
folgenden Antrag:

„1. X. sei der fahrlässigen Tötung gemäss Art. 117 StGB, der fahrlässigen 
Körperverletzung gemäss Art. 125 Abs. 2 StGB sowie der Verletzung 
von Verkehrsregeln gemäss Art. 36 Abs. 4 SVG in Verbindung mit Art. 
90 Ziff. 1 SVG schuldig zu sprechen.

 2. Dafür sei er zu verurteilen:

- zu einer Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu je Fr. 120.--.

Der Vollzug der Geldstrafe sei aufzuschieben unter Ansetzung einer 
Probezeit von zwei Jahren.

- Zur Bezahlung einer Busse von Fr. 1'000.--, ersatzweise zu einer 
Freiheitsstrafe von 8 Tagen.

 3. Kostenfolge sei die gesetzliche.“

Am 13. Mai 2009 fand die Hauptverhandlung vor dem Bezirksgerichtsausschuss 
Albula statt. Der Angeklagte ist in Begleitung seines privaten Verteidigers, RA Dr. 
iur. Hans-Jürg Tarnutzer sowie seines vormaligen Rechtsvertreters, RA Maximilian 
W. Lungstras, zur Verhandlung erschienen. Ebenfalls anwesend war der 
Gutachter Dipl. Ing. FH Q., der sein Gutachten erläuterte und Fragen des 
Angeklagten und des Gerichts beantwortete.

H. Mit Urteil vom 13. Mai 2009, mitgeteilt am 9. Juli 2009, erkannte der 
Bezirksgerichtsausschuss Albula:

„1. X. ist schuldig der fahrlässigen Tötung im Sinne von Art. 117 StGB, 
der fahrlässigen Körperverletzung im Sinne von Art. 125 Abs. 2 StGB 
sowie der Verletzung von Verkehrsregeln im Sinne von Art. 36 Abs. 4 
SVG in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 1 SVG.

2. Von einer Bestrafung wird abgesehen.

3. Die Kosten des Verfahrens bestehend aus:
Untersuchungskosten der Staatsanwaltschaft Fr. 3'155.00
Barauslagen der Staatsanwaltschaft Fr. 9'277.80
Gerichtsgebühren Fr. 5'000.00
Kosten Gutachter Fr. 1'900.00
insgesamt Fr. 19'332.80

gehen zulasten von X. und sind innert 30 Tagen mittels beiliegenden 
Einzahlungsscheines zu bezahlen.

4. Das von X. geleistete Depositum im Umfang von Fr. 1'109.80 wird X. 
nach Rechtskraft dieses Urteils und nach Zustellung eines 
Einzahlungsscheines erstattet.

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5. (Rechtsmittelbelehrung)

6. (Mitteilung)“

I. Dagegen liess X. am 21. Juli 2009 Berufung an das Kantonsgericht von 
Graubünden erheben. Er beantragt:

„1. Das angefochtene Urteil sei vollumfänglich aufzuheben.

2. X. sei von der Anklage der fahrlässigen Tötung im Sinne von Art. 117 
StGB, der fahrlässigen schweren Körperverletzung im Sinne von Art. 
125 Abs. 2 StGB und der Verletzung von Verkehrsregeln im Sinne von 
Art. 36 Abs. 4 SVG in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 1 SVG von Schuld 
und Strafe freizusprechen.

3. Die bisher aufgelaufenen Kosten von Fr. 19'332.80 seien 
vollumfänglich dem Staat bzw. dem Bezirk Albula zu überbinden.

4. Dem Berufungskläger seien für das erstinstanzliche und das 
Berufungsverfahren angemessene ausseramtliche Entschädigungen, 
zuzüglich die gesetzliche Mehrwertsteuer, zuzusprechen.

5. Es sei nach Massgabe von Art. 144 Abs. 1 StPO eine mündliche 
Berufungsverhandlung durchzuführen.

6. Die Kosten des Berufungsverfahrens seien auf die Staatskasse zu 
nehmen.

Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Vorinstanz verzichteten mit Schreiben 
vom 28. Juli 2009 beziehungsweise 10. August 2009 auf eine Stellungnahme.

J. Am 16. September 2009 fand die mündliche Berufungsverhandlung vor der 
I. Strafkammer des Kantonsgerichts von Graubünden statt. Anwesend waren X. in 
Begleitung seines privaten Verteidigers, RA Dr. iur. Hans-Jürg Tarnutzer. Der 
Vorsitzende der I. Strafkammer wies darauf hin, dass die Richter Kenntnis von den 
Akten hätten. Auf Nachfrage verzichtete der Rechtsvertreter auf die Reproduktion 
von Akten.

Auf die Begründung der Anträge in den Rechtsschriften und anlässlich der 
mündlichen Berufungsverhandlung sowie auf die Erwägungen im angefochtenen 
Urteil wird, soweit erforderlich, im Folgenden eingegangen.

II. Erwägungen

1. Gemäss Art. 141 Abs. 1 des Gesetzes über die Strafrechtspflege (StPO; 
BR 350.00) können der Verurteilte und der Staatsanwalt gegen Urteile und 
Beschlüsse der Bezirksgerichte und ihrer Ausschüsse beim Kantonsgericht 
Berufung einlegen. Die Berufung ist innert zwanzig Tagen seit der schriftlichen 
Eröffnung des Entscheids unter Beilage des angefochtenen Entscheids 
einzureichen. Sie ist zu begründen und hat darzutun, welche Mängel des 

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erstinstanzlichen Entscheids gerügt werden und ob das ganze Urteil oder lediglich 
Teile davon angefochten werden (Art. 142 Abs. 1 StPO). Diesen Anforderungen 
vermag die vorliegende Berufung zu genügen, weshalb auf sie einzutreten ist.

2. Das Kantonsgericht überprüft das erstinstanzliche Urteil in tatsächlicher und 
rechtlicher Hinsicht im Rahmen der gestellten Anträge frei (Art. 146 Abs. 1 StPO). 
Es besitzt eine umfassende, uneingeschränkte Kognitionsbefugnis. Wenn die 
Aktenlage die Beurteilung zulässt und keine Verletzung des rechtlichen Gehörs 
vorliegt oder der Mangel geheilt ist, entscheidet das Kantonsgericht in der Sache 
selber (Art. 146 Abs. 2 StPO e contrario; Padrutt, Kommentar zur 
Strafprozessordnung des Kantons Graubünden, 2. Auflage, Chur 1996, S. 376). 

3. Entsprechend den Anträgen der Staatsanwaltschaft wurde X. mit Urteil des 
Bezirksgerichtsausschusses Albula vom 13. Mai 2009 der fahrlässigen Tötung im 
Sinne von Art. 117 StGB, der fahrlässigen Körperverletzung im Sinne von Art. 125 
Abs. 2 StGB sowie der Verletzung von Verkehrsregeln im Sinne von Art. 36 Abs. 4 
SVG in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 1 SVG schuldig gesprochen. Von einer 
Bestrafung wurde dagegen abgesehen. Demgegenüber beantragt der 
Berufungskläger, er sei von Schuld und Strafe freizusprechen. Ausgehend von 
den Rügen des Berufungsklägers gilt es daher im Folgenden zu prüfen, ob die 
Vorinstanz zu Recht zur Überzeugung gelangt ist, dass X. die ihm von der 
Staatsanwaltschaft zur Last gelegten Tatbestände verwirklicht hat. 

Anlässlich dieser Prüfung ist eine Würdigung der vorliegenden Beweismittel 
vorzunehmen, wobei das Gericht nach Art. 144 Abs. 2 StPO in Verbindung mit Art. 
125 Abs. 2 StPO auch im Berufungsverfahren nach freier Überzeugung zu 
entscheiden hat (vgl. Niklaus Schmid, Strafprozessrecht, 3. Auflage, Zürich 1997, 
N. 286). Die Beweislast für die dem Angeklagten zur Last gelegten Taten liegt 
dabei grundsätzlich beim Staat (Willy Padrutt, a.a.O., S. 306 Ziff. 2). An den 
Beweis der zur Last gelegten Taten sind hohe Anforderungen zu stellen. Verlangt 
wird mehr als eine blosse Wahrscheinlichkeit, nicht aber ein absoluter Beweis der 
Täterschaft. Nach der aus Art. 32 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 2 EMRK fliessenden 
Beweiswürdigungsregel "in dubio pro reo" darf sich der Sachrichter jedoch nicht 
von der Existenz eines für den Angeklagten ungünstigen Sachverhaltes   
überzeugt erklären, wenn bei objektiver Betrachtung Zweifel bestehen, ob sich der 
Sachverhalt so verwirklicht hat, oder mit anderen Worten Zweifel an den 
tatsächlichen Voraussetzungen für ein verurteilendes Erkenntnis bestehen (BGE 
124 IV 87 f.). Bloss theoretische Zweifel sind indessen nicht massgebend, weil 
solche immer möglich sind und absolute Gewissheit nicht verlangt werden kann. 

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Es muss sich vielmehr um erhebliche und nicht zu unterdrückende Zweifel 
handeln, das heisst um solche, die sich nach der objektiven Sachlage aufdrängen 
(BGE 120 Ia 37). Aufgabe des Richters ist es, ohne Bindung an Beweisregeln die 
an sich möglichen Zweifel zu überwinden und sich mit Überzeugung für einen 
bestimmten Sachverhalt zu entscheiden, wobei die Bildung der Überzeugung 
objektivier- und nachvollziehbar sein muss. Die Schuld des Angeklagten muss 
sich dabei auf vorgelegte Beweise und Indizien stützen, die vernünftige Zweifel in 
ausschliesslicher Weise zu beseitigen vermögen (vgl. PKG 1987 Nr. 12; Willy 
Padrutt, a.a.O., S. 307; Niklaus Schmid, a.a.O., N. 289). Diese allgemeine 
Rechtsregel kommt im Übrigen nicht schon dann zur Anwendung, wenn Aussage 
gegen Aussage steht. Es ist vielmehr anhand sämtlicher sich aus den Akten 
ergebenden Umstände zu untersuchen, ob die Darstellung der Staatsanwaltschaft 
oder jene des Angeklagten den Richter zu überzeugen vermag. Erst wenn eine 
solche Überzeugung weder in der einen noch in der anderen Richtung zu 
gewinnen ist, muss gemäss dem Grundsatz "in dubio pro reo" der für den 
Angeklagten günstigere Sachverhalt angenommen werden (PKG 1978 Nr. 31; 
Willy Padrutt, a.a.O., S. 307) und es hat ein Freispruch zu erfolgen (Art.125 Abs. 2 
StPO).

4.a) Im vorliegenden Fall ist der Sachverhalt, wie ihn die Vorinstanz richtig 
dargestellt hat, insofern unbestritten, als es am 3. September 2005 auf der D.-
strasse von F. Richtung G. nach K. auf der Höhe der Örtlichkeit H. zu einem 
Zusammenprall zwischen dem Roller des Ehepaars XC. und dem Motorrad von I. 
kam. Der Fahrer des Rollers Suzuki WVBU, 638 ccm, mit dem Kennzeichen E., 
X., war mit seiner Ehefrau C. als Beifahrerin Richtung G. unterwegs, als er die 
Ausfahrt zum Rastplatz H. verpasste und deshalb die Fahrt verlangsamte und an 
den rechten Fahrbahnrand fuhr. Danach setzte er in der Absicht, zur Ausfahrt des 
Rastplatzes zurückzugelangen, auf der rund 6,30 Meter breiten Strasse zu einem 
Wendemanöver an. Gleichzeitig war I. auf seiner Kawasaki, ZXR 750, 747 ccm, 
auf derselben Strasse ebenfalls Richtung G. unterwegs. Nach K. überholte er L. 
und dessen Beifahrerin auf ihrem Motorrad mit dem Kennzeichen N.. Er war mit 
einer Geschwindigkeit von 115 bis 131 km/h unterwegs. Unmittelbar nach dem 
Überholmanöver prallte I. nach einer Vollbremsung und einer Stopspur von rund 
10 Metern mit seiner Maschine auf der Gegenfahrbahn in das linke Heckteil des 
Rollers von X., wobei dieser zum Zeitpunkt des Zusammenstosses das 
Wendemanöver auf der Gegenfahrbahn nahezu abgeschlossen hatte. Dabei 
kamen beide Motorräder zu Fall. I. erlag noch auf der Unfallstelle seinen 
Verletzungen. C. wurde ins Universitätsspital Zürich überführt, wo ihr der linke 

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Fuss und ein Teil des Unterschenkels amputiert werde musste. Sie leidet heute 
noch unter wechselnden Nerven- und Phantomschmerzen im amputierten Bein. 
Der Berufungskläger erlitt beim Unfall eine Fraktur des linken Waden- und 
Fersenbeins sowie diverse Schürfwunden.

b) Gemäss Art. 117 StGB wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder 
Geldstrafe bestraft, wer fahrlässig den Tod eines Menschen verursacht. Mit 
Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe wird bestraft, wer fahrlässig 
einen Menschen am Körper oder an der Gesundheit schädigt (Art. 125 Abs. 1 
StGB). Ist die Schädigung schwer, so wird der Täter von Amtes wegen verfolgt 
(Art. 125 Abs. 2 StGB). Eine schwere Verletzung liegt vor, wenn die Verletzung zu 
einem Zustand geführt hat, in dem sich die Möglichkeit des Todes derart 
verdichtete, dass sie zur ernstlichen und dringlichen Wahrscheinlichkeit wurde 
(BGE 109 IV 20 E. 2.a). Vorliegend wurde I. beim Unfall vom 3. September 2005 
getötet. C. musste infolge des fraglichen Unfalls der Fuss und ein Teil des 
Unterschenkels amputiert werden. Zweifellos ist dies als schwere 
Körperverletzung im Sinne von Art. 125 Abs. 2 StGB zu qualifizieren. Somit sind 
die objektiven Straftatbestände der fahrlässigen Tötung im Sinne von Art. 117 
StGB und der fahrlässigen schweren Körperverletzung im Sinne von Art. 125 Abs. 
2 StGB erfüllt. Zu prüfen bleibt, ob auch der subjektive Tatbestand der beiden 
fraglichen Bestimmungen erfüllt ist.

c) Fahrlässig begeht ein Verbrechen oder Vergehen, wer die Folge seines 
Verhaltens aus pflichtwidriger Unvorsichtigkeit nicht bedacht oder darauf nicht 
Rücksicht genommen hat. Pflichtwidrig ist die Unvorsichtigkeit, wenn der Täter die 
Vorsicht nicht beachtet, zu der er nach den Umständen und nach seinen 
persönlichen Verhältnissen verpflichtet ist (Art. 12 Abs. 3 StGB). Die zum Erfolg 
führenden Geschehensabläufe müssen für den konkreten Täter mindestens in 
ihren wesentlichen Zügen voraussehbar sein. Zunächst ist daher zu fragen, ob der 
Täter eine Gefährdung der Rechtsgüter des Opfers hätte erkennen können und 
müssen. Insoweit gilt der Massstab der Adäquanz, wonach das Verhalten 
geeignet sein muss, nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und den Erfahrungen 
des Lebens einen Erfolg wie den eingetretenen herbeizuführen oder mindestens 
zu begünstigen (BGE 133 IV 158 E. 6.1 S. 168). Die Vorhersehbarkeit der zu 
beurteilenden Ursache für den Erfolg ist nur zu verneinen, wenn ganz 
aussergewöhnliche Umstände, wie das Mitverschulden eines Dritten oder 
Material- oder Konstruktionsfehler, als Mitursache hinzutreten, mit denen 
schlechthin nicht gerechnet werden musste und die derart schwer wiegen, dass 
sie als wahrscheinlichste und unmittelbarste Ursache des Erfolgs erscheinen und 

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so alle anderen mitverursachenden Faktoren – namentlich das Verhalten der 
angeschuldigten Person – in den Hintergrund drängen (BGE 130 IV 7 E. 3.2 S. 10 
f.). Damit der Eintritt des Erfolgs dem Täter zuzurechnen ist, genügt seine blosse 
Vorhersehbarkeit nicht. Vielmehr stellt sich die Frage, ob er auch vermeidbar war. 
Dazu wird ein hypothetischer Kausalverlauf untersucht und geprüft, ob der Erfolg 
bei pflichtgemässem Verhalten des Täters ausgeblieben wäre. Dabei genügt es 
für die Zurechnung des Erfolgs, wenn das Verhalten des Täters mindestens mit 
einem hohen Grad der Wahrscheinlichkeit oder mit an Sicherheit grenzender 
Wahrscheinlichkeit die Ursache des Erfolgs bildete (BGE 134 IV 193 E. 7 S. 203 
ff.).

aa) Wo besondere, der Unfallverhütung und der Sicherheit dienende Normen 
ein bestimmtes Verhalten gebieten, richtet sich das Mass der im Einzelfall zu 
beachtenden Sorgfalt in erster Linie nach diesen Vorschriften (BGE 130 IV 7 E. 3 
3). Im zu beurteilenden Fall sind für den Umfang der Sorgfalt die Bestimmungen 
des Strassenverkehrsgesetzes und der Verkehrsregelverordnung massgebend. 
Art. 36 Abs. 4 SVG verlangt vom Lenker, der sein Fahrzeug wenden will, die 
Beachtung des Vortrittsrechts der anderen Strassenbenützer. Art. 17 Abs. 4 VRV 
konkretisiert die Vortrittspflicht und verbietet das Wenden an unübersichtlichen 
Stellen und bei dichtem Verkehr. Den Vortrittsberechtigten behindert 
grundsätzlich, wer ihn zu einem Verhalten veranlasst, zu dem er nicht verpflichtet 
ist und das er nicht will, also die Möglichkeit nimmt, sich im Rahmen seiner 
Vortrittsberechtigung frei im Verkehr zu bewegen, namentlich wenn der 
Berechtigte gezwungen wird, seine Fahrtrichtung oder seine Geschwindigkeit 
brüsk zu ändern (René Schaffhauser, Grundriss des schweizerischen 
Strassenverkehrsrecht, Band I, 2. Aufl., 2002, N 863 ff.).

Im vorliegenden Fall ist unbestritten, dass die Übersichtlichkeit und die 
Verkehrsdichte auf dem fraglichen Strassenabschnitt ein Wenden an sich 
zulassen und X. somit auch nicht gegen Art. 17 Abs. 4 VRV verstossen hat. 
Hingegen ist zu prüfen, ob ein Verstoss gegen Art. 36 Abs. 4 SVG vorliegt. Um 
diese Frage klären zu können, ist zunächst der in diesem Zusammenhang 
interessierende Sachverhalt darzutun.

bb) X. wurde zwei Tage nach dem Unfall, am 5. September 2005, polizeilich 
befragt. Er gab zu Protokoll, er sei mit einer Geschwindigkeit von 60-70 km/h 
unterwegs gewesen. Als er die Einfahrt zum Spielplatz verpasst habe, habe er das 
Gas vom Roller weggenommen. Gleichzeitig sei er an den rechten Fahrbahnrand 
gefahren. Er habe sich nach vorne vergewissert, ob kein anderer 

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Verkehrsteilnehmer nahte, das gleiche habe er nach hinten gemacht, danach 
habe er nochmals nach vorne geschaut und zuletzt habe er noch in den 
Rückspiegel des Rollers geblickt. Die Strasse sei total frei gewesen, er habe 
niemals einen anderen Verkehrsteilnehmer erkennen können. Dann habe er 
angefangen, das Wendemanöver durchzuführen. Plötzlich habe er einen heftigen 
Knall wahrgenommen. Seine Frau und er hätten sich auf der linken 
Fahrbahnhälfte wiedergefunden. Auf entsprechende Frage führte er im Weiteren 
aus, er habe zu Beginn des Wendemanövers nicht angehalten, aber er sei ganz 
langsam gefahren, gerade so schnell, dass keine Sturzgefahr bestand. Zudem 
habe er den linken Fuss vom Roller genommen, damit er den Roller – falls er 
umgekippt wäre – hätte auffangen können (act. 5.4). Anlässlich der 
rechtshilfeweisen Einvernahme durch das Amtsgericht Überlingen am 7. April 
2006 führte X. erneut aus, er habe das Gas weggenommen und den Roller 
abgebremst. Sodann sei er ganz nach rechts gezogen. Er habe vorne gesehen, 
dass kein Fahrzeug entgegenkomme. Sodann habe er den Kopf gedreht und nach 
hinten geschaut und ebenfalls festgestellt, dass kein nachfolgender Verkehr zu 
sehen sei. Unmittelbar vor der Einleitung des Wendemanövers habe er nochmals 
in den Rückspiegel geschaut. Er habe zu keinem Zeitpunkt irgendwelchen Verkehr 
gesehen oder gehört (act. 5.13). Am 22. April 2008 wurde X. durch das 
Untersuchungsrichteramt Ilanz einvernommen (act. 5.15). Nebst der exakten 
Wiedergabe des Wendemanövers führte er ergänzend aus, die Strasse sei sowohl 
aus Richtung R. als auch aus Richtung K. frei von jeglichem Verkehr gewesen. 
Wenn er einen herannahenden Motorradlenker beziehungsweise eine daraus 
resultierende Gefahr auch nur im Ansatz hätte erkennen können, hätte er nicht 
diesen beziehungsweise seine Frau und ihn selber in Gefahr gebracht. So wie er 
nach links abgebogen sei, wäre es für ihn ein Leichtes gewesen am rechten 
Strassenrand zu warten und erst dann zum Manöver anzusetzen. Anlässlich der 
mündlichen Berufungsverhandlung vor Kantonsgericht erklärte der 
Berufungskläger schliesslich, er habe den Roller abgebremst, habe nach vorne 
geschaut, ob die Strasse frei sei, dann habe er den Schulterblick nach hinten 
gemacht und ebenfalls kein Verkehr festgestellt. Unmittelbar vor dem 
Wendemanöver habe er in den Rückspiegel geschaut. Sodann habe er mit dem 
Wendemanöver begonnen. Dabei habe er immer nach links hinten geschaut. Er 
sei nicht einfach blindlings nach links gefahren, sondern habe die Strasse hinten 
sehen können.

Die Aussage vor Kantonsgerichtsausschuss steht teilweise im Widerspruch zu den 
früheren Aussagen, welche der Berufungskläger gemacht hat. Der entscheidende 

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Unterschied besteht darin, dass X. nunmehr ausgesagt hat, er habe während des 
Wendemanövers immer nach links hinten geschaut. In diesem Zusammenhang 
gilt es jedoch zu beachten, dass der Berufungskläger diese Version erstmals vor 
Kantonsgerichtsausschuss vorgebracht hat. Unmittelbar nach dem Unfall als auch 
vor dem Untersuchungsrichteramt schilderte er den Ablauf des Wendemanövers – 
wie bereits dargelegt - stets identisch, nämlich, dass er unmittelbar vor dem 
Wenden noch in den Rückspiegel geblickt und dann mit dem Wendemanöver 
begonnen habe. Von diesem Sachverhalt ist auszugehen, zumal diese 
Schilderung näher zum Unfall liegt und der Berufungskläger es ja stets im gleichen 
Sinne ausgeführt  hat. 

cc) Ausgehend vom eben geschilderten Sachverhalt ist nun zu prüfen, ob ein 
Verstoss gegen Art. 36 Abs. 4 SVG vorliegt. Um unter anderem diese Frage 
beantworten zu können, wurde ein Gutachten von Dipl. Ing. FH Q. eingeholt. Im 
Zusammenhang mit Gutachten gilt es allgemein festzuhalten, dass es im 
pflichtgemässen Ermessen liegt, Sachverständige beizuziehen, welche aufgrund 
ihrer besonderen beruflichen oder privaten Kenntnisse zur Beurteilung der 
jeweiligen Fachfragen geeignet erscheinen. Der Sachverständige ist 
Entscheidungshilfe des Richters, dessen Wissen er durch besondere Erfahrungs- 
und Wissenssätze aus seinem Gebiet ergänzt (BGE 118 Ia 145; Hauser, 
Kurzlehrbuch des schweizerischen Strafprozessrechts, 2. Aufl., Zürich 1984, S. 
178, Helfenstein, Der Sachverständigenbeweis im schweizerischen Strafprozess, 
Diss. Zürich 1978, S. 1 ff., Padrutt, a.a.O., S. 231). Das Gericht ist nicht an den 
Befund oder die Meinungsäusserung des Gutachters gebunden. Es kann 
vielmehr, wenn es das Gutachten für unzureichend hält, davon abweichen oder 
ein überarbeitetes Gutachten vom gleichen Experten verlangen (BGE 118 Ia 146; 
SJZ 90 (1994) Nr. 15, S 273). Grundsätzlich ist ein Abweichen von der Expertise 
nur aus triftigen Gründen zulässig (BGE129 I 57, 107 IV 8, 102 IV 225 E. 7b). 
Weicht das Gericht von den Folgerungen des Gutachters ab, hat es dies zu 
begründen. Wie noch zu zeigen sein wird, stellt die I. Strafkammer des 
Kantonsgerichts im vorliegenden Fall weitgehend auf die schlüssigen 
Ausführungen des Gutachters Dipl. Ing. FH Q. ab. 

dd) Dipl. Ing. FH Q. führte in diesem Zusammenhang in seinem Gutachten vom 
29. November 2006 aus (act. 4.16), im Moment, als der Motorradfahrer I. das 
Abbiegemanöver von X. habe erkennen können (Reaktion), sei er eindeutig in 
dessen Sichtbereich gewesen. Dies gelte sogar für den Beginn der Aktionszeit 
rund zwei Sekunden vor dem sichtbaren Beginn des Wendemanövers (act. 4.16, 
S. 13). Dies bedeute,  dass der Berufungskläger den Motorradlenker I. hätte 

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sehen können, wenn er zu diesem Zeitpunkt den Kopf gedreht und nach hinten 
geblickt hätte. Wie bereits dargestellt, hat der Berufungskläger unmittelbar vor 
dem Wenden in den Rückspiegel geblickt. Gemäss Ansicht des Gutachters (act. 
4.16, S. 10) wird von den Motorradlenkern ein Kontrollblick durch Kopfdrehen 
unbedingt verlangt, zumal der Rückspiegel am Fahrgestell angebracht sei und 
bereits ein leichtes Wanken den Sichtwinkel stark einschränken könne. Zudem 
werde die periphere Sicht durch den Motorradschutzhelm stark eingeschränkt, 
weshalb dieser Kontrollblick äusserst wichtig sei.

ee) Die I. Strafkammer des Kantonsgerichts hat keinen Anlass, um von diesen 
überzeugenden und schlüssigen Beurteilungen abzuweichen. Gemäss den 
Berechnungen des Verkehrsexperten war I. bereits zwei Sekunden vor dem 
sichtbaren Wendebeginn eindeutig im Sichtbereich von X.. Hätte letzterer den 
Kopf gedreht und nach hinten geblickt, so hätte er I. sehen können. Ein letzter 
Kontrollblick durch Kopfdrehen war umso mehr unerlässlich, als es zu beachten 
gilt, dass das Wendemanöver langsam durchgeführt wird und es lange braucht, 
bis sich der Motorradfahrer aus dem Gefahrenbereich entfernt hat. Der 
erforderlichen Sorgfaltspflicht ist der Berufungskläger mit dem Blick in den 
Rückspiegel offensichtlich nicht in genügendem Mass nachgekommen. Die Folge 
war, wie dies bereits die Staatsanwaltschaft zu Recht in der Ergänzung zur 
Anklageschrift ausgeführt hat, dass der Berufungskläger den vortrittsberechtigten 
I. zu einem Bremsmanöver veranlasst und ihn somit in seiner Fahrweise behindert 
hat. Damit hat er gegen Art. 36 Abs. 4 SVG verstossen. 

Der Berufungskläger wendet dagegen ein, es sei erstellt, dass er vor Beginn des 
Wendemanövers den Kopf gewendet habe, um sich nach hinten zu vergewissern, 
dass die Strasse frei sei. Danach habe er einen Blick nach vorne gerichtet und 
dann einen weiteren in den Rückspiegel. Dabei habe er den herannahenden I. 
nicht erblickt. Hätte er ihn gesehen oder sehen können, so hätte er kein 
Wendemanöver durchgeführt. Zudem sei zu beachten, dass die Örtlichkeit 
grundsätzlich für ein Wendemanöver geeignet gewesen sei. Aus diesem Grund 
hätte man von ihm nicht verlangen dürfen, dass er nochmals über die Schulter 
blicke. Der Berufungskläger übersieht bei seiner Argumentation, dass die I. 
Strafkammer des Kantonsgerichts nicht daran zweifelt, dass der Berufungskläger 
das Wendemanöver unterlassen hätte, wenn er den herannahenden I. gesehen 
hätte. Die Sorgfaltspflichtverletzung besteht eben darin, dass der Berufungskläger 
nicht einen letzten Blick über die Schulter getan hat. Hätte er über die Schulter 
geblickt, so hätte er I. bemerkt. An dieser Sorgfaltspflicht ändert auch der Umstand 
nichts, dass die Örtlichkeit grundsätzlich für ein Wendemanöver geeignet war. Wie 

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bereits ausgeführt, ist der Rückspiegel am Fahrgestell angebracht und bereits ein 
leichtes Wanken kann den Sichtwinkel stark einschränken. Überdies wird die 
periphere Sicht durch den Motorradschutzhelm eingeschränkt, weshalb dieser 
Kontrollblick äusserst wichtig ist.

ff) Der Berufungskläger rügt, es stehe nicht mit letzter Gewissheit fest, ob er 
den herannahenden I. bei einem letzten Blick über die Schulter hätte sehen 
können, wenn dieser mit bloss geringfügig übersetzter Geschwindigkeit korrekt auf 
der rechten Fahrspur gefahren wäre. Somit hätte er sich - entgegen der Ansicht 
der Vorinstanz - auf das Vertrauensprinzip (Art. 26 Abs. 1 SVG) stützen können. 
Dieser Argumentation kann, wie noch zu zeigen sein wird, nicht gefolgt werden. 

Gemäss Art. 26 Abs. 1 SVG hat sich im Verkehr jedermann so zu verhalten, dass 
er andere in der ordnungsgemässen Benützung der Strasse weder behindert noch 
gefährdet. Nach dem daraus von der Rechtsprechung abgeleiteten 
Vertrauensgrundsatz darf jeder Strassenbenützer darauf vertrauen, dass sich die 
anderen Verkehrsteilnehmer ebenfalls ordnungsgemäss verhalten. Auf den 
Vertrauensgrundsatz kann sich indes nur berufen, wer sich selbst 
verkehrsregelkonform verhalten hat. Wer gegen die Verkehrsregeln verstösst und 
dadurch eine unklare oder gefährliche Verkehrslage schafft, kann nicht erwarten, 
dass andere diese Gefahr durch erhöhte Vorsicht ausgleichen (BGE 118 IV 277 E. 
4a; BGE 124 IV 81). Jedoch gilt diese Einschränkung dort nicht, wo gerade die 
Frage, ob der Verkehrsteilnehmer eine Verkehrsvorschrift verletzt hat, davon 
abhängt, ob er sich auf den Vertrauensgrundsatz berufen kann oder nicht. Denn 
es wäre zirkelschlüssig, in einem solchen Fall den Vertrauensgrundsatz nicht 
anzuwenden mit der Begründung, der Täter habe eine Verkehrsregel verletzt. Dies 
hängt ja gerade davon ab, ob und inwieweit er sich auf das verkehrsgerechte 
Verhalten der anderen Verkehrsteilnehmer verlassen darf (BGE 120 IV 252 E. 
2d/aa).

Der Vertrauensgrundsatz wird eingeschränkt durch Art. 26 Abs. 2 SVG. Nach 
dieser Bestimmung ist besondere Vorsicht geboten gegenüber Kindern, 
Gebrechlichen und alten Leuten, sowie wenn Anzeichen dafür bestehen, dass sich 
ein Strassenbenützer nicht richtig verhalten wird. Anzeichen für unrichtiges 
Verhalten eines Strassenbenützers liegen dann vor, wenn aufgrund seines 
bisherigen Verhaltens konkret damit gerechnet werden muss, dass er sich in 
verkehrsgefährdender Weise regelwidrig verhalten wird (BGE 118 IV 277 E. 4a). 

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Auf das Vertrauensprinzip kann sich auch der Vortrittsbelastete berufen. Erlaubt 
die Verkehrslage dem Vortrittsbelasteten das Einbiegen ohne Behinderung eines 
Vortrittsberechtigten, so ist ihm auch keine Vortrittsverletzung vorzuwerfen, wenn 
dadurch ein Vortrittsberechtigter in seiner Weiterfahrt behindert wird, weil dieser 
sich in einer für den Wartepflichtigen nicht vorhersehbaren Weise verkehrswidrig 
verhält. So muss der Wartepflichtige beim Einbiegen in eine unübersichtliche 
Kreuzung namentlich nicht damit rechnen, dass ein Fahrzeug überraschend mit 
übersetzter Geschwindigkeit auftauchen könnte oder dass ein bereits sichtbarer 
Fahrzeugführer seine Geschwindigkeit plötzlich stark erhöhen werde, um sich den 
Vortritt zu erzwingen (BGE 99 IV 173 E. 3c). Im Interesse einer klaren 
Vortrittsregelung wird jedoch nicht leichthin anzunehmen sein, der Wartepflichtige 
habe nicht mit der Vorbeifahrt eines Vortrittsberechtigten beziehungsweise mit 
dessen Behinderung rechnen müssen. Nach der Rechtsprechung darf nach dem 
Vertrauensprinzip der vortrittsbelastete Fahrzeuglenker, der in die Hauptstrasse 
einbiegen will, auf Hauptstrassen ausserorts davon ausgehen, dass keine 
Motorfahrzeuge mit einer 80 km/h erheblich überschreitenden Geschwindigkeit 
herannahen (BGE 118 IV 277 E. 5b; BGE 120 IV 252 E. 2d/aa; Urteil des 
Bundesgerichts 6S.125/2007 vom 19. Juni 2007, E. ). 

Vorliegend gilt es, wie bereits ausgeführt, zu berücksichtigen, dass im Moment, als 
I. das Abbiegemanöver des Berufungsklägers erkennen konnte, er eindeutig im 
Sichtbereich des Berufungsklägers war. Dies gilt sogar für den Beginn der 
Aktionszeit, rund 2 s vor dem sichtbaren Abbiegebeginn (vgl. Gutachten vom 29. 
November 2006 (act. 4.16, S. 13). Hätte X. den Kopf gedreht und nach hinten 
geblickt, so hätte er I. sehen können. Der erforderlichen Sorgfaltspflicht ist der 
Berufungskläger mit dem Blick in den Rückspiegel nicht in genügendem Mass 
nachgekommen. Ob der Berufungskläger mit seinem Wendemanöver Art. 36 Abs. 
4 SVG verletzt hat, hängt somit nicht davon ab, ob sich I. seinerseits 
verkehrsgerecht verhielt, da der Berufungskläger I. hätte sehen können und 
müssen. War aber I. bei entsprechender Kopfdrehung erkennbar, so ist es letztlich 
nicht relevant, mit welcher Geschwindigkeit I. gefahren ist. Denn ist der 
Berufungskläger seinen Sorgfaltspflichten nicht nachgekommen, so ist auch nicht 
danach zu fragen, ob er darauf vertrauen durfte, der Vortrittsberechtigte verletze 
seinerseits die Verkehrsregeln nicht (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6S.125/2007 
vom 19. Juni 2007, E. 5.2). Der Berufungskläger kann sich demnach nicht auf den 
Vertrauensgrundsatz gemäss Art. 26 SVG berufen.

gg) Der Berufungskläger macht sodann geltend, der Kausalzusammenhang sei 
durch das krass verkehrswidrige Verhalten des tödlich verunglückten I. 

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unterbrochen worden. Dass die Verletzung einer Verkehrsregel grundsätzlich 
geeignet sei, einen Erfolg wie den eingetretenen objektiv herbeizuführen, könne 
der Berufungskläger nicht ernsthaft bestreiten. Jedoch sei zu berücksichtigen, 
dass das Bundesgericht in ständiger Rechtsprechung festhalte, dass ausserorts 
mit Geschwindigkeiten von bis zu 90 km/h gerechnet werden müsse. I. sei aber 
mit mindestens 115 km/h, sehr wahrscheinlich noch schneller unterwegs 
gewesen. Damit habe er (der Berufungskläger) nicht rechnen müssen. Seine 
mögliche Verkehrsregelverletzung sei durch das Verhalten des Motorradfahrers 
völlig in den Hintergrund gedrängt worden. Dieser Argumentation kann – wie noch 
zu zeigen sein wird – nicht gefolgt werden.

Es steht fest, dass der Berufungskläger gegen Art. 36 Abs. 4 SVG verstossen hat. 
Infolge seines pflichtwidrigen Verhaltens kam es zur Kollision mit I., welcher in der 
Folge starb. Insoweit gilt der Massstab der Adäquanz, wonach das Verhalten 
geeignet sein muss, nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und den Erfahrungen 
des Lebens einen Erfolg wie den eingetretenen herbeizuführen oder mindestens 
zu begünstigen (BGE 133 IV 158 E. 6.1 S. 168). Der Berufungskläger stellt selbst 
nicht in Frage, dass die Verletzung von Art. 36 Abs. 4 SVG geeignet war, die 
schweren Unfallfolgen herbeizuführen. Auch Kollisionen mit tieferen 
Geschwindigkeiten können, wie der Gutachter Q. zutreffend feststellt, zu extremen 
Verletzungen führen. Er stellt sich jedoch auf den Standpunkt, dass das Verhalten 
von I. die unmittelbarste Ursache des Erfolges bildete. Der Berufungskläger 
übersieht bei seiner Argumentation, dass er, wie bereits ausgeführt, I. bei einer 
Kopfdrehung hätte sehen können und müssen. Mit anderen Worten hätte er 
zumindest die Möglichkeit der Verletzung oder Tötung von anderen 
Verkehrsteilnehmern als Folge seines pflichtwidrigen Verhaltens voraussehen 
können. Gemäss Ausführungen des Gutachters Dipl. Ing. FH Q. anlässlich der 
Hauptverhandlung vor Vorinstanz (vgl. Protokoll der Verhandlung vor 
Bezirksgerichtsausschuss Albula) wäre es dem Berufungskläger nicht möglich 
gewesen, die Geschwindigkeit von I. genau abzuschätzen. Aufgrund des 
Umstandes aber, dass letzterer auf der linken Überholspur fuhr, hätte X. den 
Schluss ziehen können, dass I. schnell unterwegs war. Die Vorhersehbarkeit der 
zu beurteilenden Ursache für den Erfolg ist, wie unter 4.c) ausgeführt, nur zu 
verneinen, wenn ganz aussergewöhnliche Umstände als Mitursache hinzutreten, 
mit denen schlechthin nicht gerechnet werden musste und die derart schwer 
wiegen, dass sie als wahrscheinlichste und unmittelbarste Ursache des Erfolgs 
erscheinen. Vorliegend ist dies nicht der Fall. Der Umstand, dass sich I. mit seiner 
Fahrweise massiv selbst gefährdet hat, macht eine Sorgfaltspflichtverletzung von 

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X. beim Wenden nicht einfach unbeachtlich, da er gegenüber einer Person, die 
sich selbst gefährdet, zwar nicht zu einer erhöhten, wohl aber zur Einhaltung eines 
gleichen Masses an Sorgfalt verpflichtet ist wie gegenüber einer Person, die sich 
korrekt verhält (vgl. Andreas Donatsch, Sorgfaltsbemessung und Erfolg beim 
Fahrlässigkeitsdelikt, Zürich 1987, S. 286). Kommt hinzu, dass mit den 
Ausführungen des Gutachters Q. geschlossen werden muss, dass es bereits zur 
Kollision gekommen wäre, wenn I. nicht mit wesentlich übersetzter 
Geschwindigkeit gefahren wäre. Dipl. Ing. FH Q. führte in seinem Gutachten vom 
29. November 2006 in diesem Zusammenhang aus (act. 4.16), unter der 
räumlichen Vermeidbarkeit verstehe man, wenn ein Fahrzeuglenker bei 
entsprechender Aufmerksamkeit oder tieferer Geschwindigkeit genügend Zeit 
gehabt hätte, das Bremsmanöver so einzuleiten, dass er das Fahrzeug vor der 
Kollisionsstelle hätte anhalten können. Bei der zeitlichen Vermeidbarkeit gehe 
man davon aus, dass auch bei früherer Reaktion respektive tieferer 
Geschwindigkeit das Fahrzeug bis zur Kollisionsstelle nicht hätte anhalten können. 
Durch die schnellere Reaktion oder tiefere Geschwindigkeit hätte jedoch ein 
Zeitgewinn resultiert, der es dem Kollisionspartner erlaubt hätte, sich aus dem 
Gefahrenbereich zu entfernen. Die zeitliche Vermeidbarkeit müsse nur dann 
untersucht werden, wenn die räumliche Vermeidbarkeit nicht bereits gegeben sei. 
Vorliegend hätte eine eindeutige räumliche Vermeidbarkeit der Kollision nur bei 
einer Geschwindigkeit von 68 km/h bestanden. Das bedeutet, dass selbst wenn I. 
mit einer Geschwindigkeit von 68/km/h unterwegs gewesen wäre, er eine 
Vollbremsung hätte machen müssen, um die Kollision zu vermeiden. In zeitlicher 
Hinsicht hätte der Unfall unter optimalen Bedingungen bei einer Geschwindigkeit 
von I. von 80 km/h nur vermieden werden können, wenn dieser sein Motorrad 
nicht nach links gezogen hätte. Diese Reaktion von I. lässt sich aber nach 
Auffassung des Gutachters nicht beanstanden. Es wäre somit bereits zur Kollision 
gekommen, wenn I. nicht mit wesentlich übersetzter Geschwindigkeit gefahren 
wäre. Dementsprechend kann nicht behauptet werden, die 
Verkehrsregelverletzung des Berufungsklägers sei durch das Verhalten von I. 
völlig in den Hintergrund gedrängt worden. Mit anderen Worten ist der 
Kausalzusammenhang durch das verkehrswidrige Verhalten des tödlich 
verunglückten I. nicht unterbrochen worden.

Damit der Eintritt des Erfolgs dem Berufungskläger zugerechnet werden kann, 
genügt seine blosse Vorhersehbarkeit nicht. Vielmehr stellt sich die Frage, ob er 
auch vermeidbar war (vgl. dazu BGE 135 IV 56 und dort zitierte Entscheide). 
Diese Frage muss vorliegend zweifellos bejaht werden. Denn hätte der 

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Berufungskläger den Kopf gedreht, hätte er I. nach Ausführungen des Gutachters 
sehen können und müssen. In diesem Fall wäre er – wie er selber ausführt - nicht 
abgebogen und der Unfall hätte vermieden werden können. Nach dem Gesagten 
ist auch der subjektive Tatbestand der fahrlässigen Tötung im Sinne von Art. 117 
StGB und der fahrlässigen schweren Körperverletzung im Sinne von Art. 125 Abs. 
2 StGB erfüllt.

hh) Zusammenfassend kann somit festgehalten werden, dass der 
Berufungskläger sich vorwerfen lassen muss, die nach den Umständen und 
seinen persönlichen Verhältnissen erforderliche Vorsicht pflichtwidrig nicht 
beachtet und dadurch I. fahrlässig getötet und seine Ehefrau C. fahrlässig schwer 
verletzt zu haben. Es ist demnach nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz X. 
der fahrlässigen Tötung im Sinne von Art. 117 StGB, der fahrlässigen 
Körperverletzung im Sinne von Art. 125 Abs. 2 StGB sowie der Verletzung von 
Verkehrsregeln im Sinne von Art. 36 Abs. 4 SVG in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 1 
SVG schuldig gesprochen hat.

5. In Würdigung der gesamten Strafzumessungsgründe hat der 
Bezirksgerichtsausschuss Albula eine Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu je Fr. 
120.-- sowie eine Busse von Fr. 1'000.--, ersatzweise eine Freiheitsstrafe von 8 
Tagen als dem Verschulden und den persönlichen Verhältnissen des 
Berufungsklägers für angemessen befunden. In Anwendung von Art. 54 StGB 
wurde jedoch zu Recht von einer Bestrafung - aufgrund der schweren Unfallfolgen 
für X.  - abgesehen. Auf diesen Punkt ist an dieser Stelle nicht weiter einzugehen.

6. Bei diesem Ausgang des Verfahrens rechtfertigt sich keine Änderung der 
vorinstanzlichen Kostenverteilung und der Berufungskläger hat auch nicht Anrecht 
auf die Zusprechung einer ausseramtlichen Entschädigung.

7. Ist die Berufung nach dem Gesagten abzuweisen, so gehen die Kosten des 
Berufungsverfahrens zu Lasten des Berufungsklägers (Art. 160 Abs. 1 StPO).

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III. Demnach wird erkannt

1. Die Berufung wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 3'000.-- gehen zu Lasten des 
Berufungsklägers.

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 78 des 
Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Strafsachen an das 
Schweizerische Bundesgericht geführt werden. Diese ist dem 
Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen 
Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG 
vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die 
Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen und das Verfahren 
der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 78 ff. und 90 ff. BGG.

4. Mitteilung an: