# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2619d784-a233-56e6-b231-da85fc9ccc2b
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-04-19
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 19.04.2010 E-2148/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-2148-2010_2010-04-19.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-2148/2010/kuc
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 9 .  A p r i l  2 0 1 0

Einzelrichterin Christa Luterbacher, 
mit Zustimmung von Richter Bendicht Tellenbach;
Gerichtsschreiberin Contessina Theis.

A._______, Nigeria,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 25. März 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-2148/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer  eigenen  Angaben  zufolge  seine  Heimat 
am 10. Oktober 2008 verlassen hat und, über Niger, Libyen und Italien 
reisend, am 9. Oktober 2009 in die Schweiz einreiste, wo er gleichen-
tags um Asyl nachsuchte,

dass er anlässlich der Kurzbefragung im Centro di Registrazione e di 
Procedura di Chiasso (CRP) vom 26. Oktober 2009 sowie der direkten 
Anhörung  vom 23. März  2010  zur  Begründung  des  Asylgesuchs  im 
Wesentlichen  geltend  machte,  er  sei  in  Lagos  geboren,  im  Dorf 
B._______, aufgewachsen und habe vor der Ausreise wieder in Lagos 
gelebt,

dass er in Lagos unter anderem als Taxifahrer gearbeitet habe und am 
4.  Oktober  2008  im  Quartier  C._______  in  Lagos  eine  schwangere 
Frau angefahren und dabei getötet habe,

dass er aus seinem Taxi ausgestiegen sei,  um nachzusehen, wie es 
der  Frau  gehe,  woraufhin  ihn  der  Mann  der  angefahrenen  Frau 
angegriffen und so schwer verletzt habe, dass er ins Spital eingeliefert  
worden sei,

dass  der  Ehemann der  getöteten Frau ihn  umbringen wolle  und  die 
Behörden ihn suchten,

dass er zunächst zu einem Freund nach D._______ geflüchtet sei, wo 
er am Fernsehen von der Suche nach ihm erfahren habe, worauf er 
ausgereist sei,

dass  das BFM auf  das  Asylgesuch des Beschwerdeführers  mit  Ver-
fügung vom 25. März 2010 – am 30. März 2010 zugestellt  –  in  An-
wendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 
(AsylG, SR 142.31) nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz 
sowie den Vollzug anordnete,

dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, dass keine 
entschuldbaren  Gründe  vorliegen  würden,  welche  es  dem  Be-
schwerdeführer verunmöglichen würden, Reise- oder Identitätspapiere 
einzureichen,

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dass die Vorbringen des Beschwerdeführers widersprüchlich und un-
glaubwürdig seien, weshalb er die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art.  
3 und 7 AsylG nicht erfülle und zusätzliche Abklärungen aufgrund der 
Aktenlage nicht erforderlich seien,

dass daher auf das Asylgesuch nicht einzutreten sei,

dass die Wegweisung die Regelfolge eines Nichteintretensentscheides 
darstelle und der Wegweisungsvollzug zulässig, zumutbar und möglich 
sei, da weder die im Heimatland des Beschwerdeführers herrschende 
politische Situation noch andere Gründe gegen die Zumutbarkeit eines 
Wegweisungsvollzuges sprechen würden,

dass  für  die  weitere  Begründung  auf  die  vorinstanzliche  Verfügung 
vom 25. März 2010 zu verweisen ist,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  3.  April  2010  (Post-
stempel) gegen diesen Entscheid Beschwerde erhob  und dabei sinn-
gemäss beantragte,  die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und 
das BFM sei anzuweisen, auf sein Asylgesuch einzutreten,

dass  auf  die  Begründung  der  Beschwerde,  soweit  entscheidwesent-
lich, im Folgenden eingegangen wird,

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am 8.  April  2010  beim  Bundesver-
waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 31-34  des  Verwaltungsgerichts-
gesetzes  vom 17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1 
des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  zur  Beschwerdeerhebung  legitimiert  ist 
und  auf  die  frist-  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde  einzu-
treten ist  (Art. 108a AsylG sowie  Art. 37  VGG i.V.m. Art. 48 und 52 
VwVG),

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dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass  bei  Beschwerden  gegen  Nichteintretensentscheide  die  Be-
urteilungszuständigkeit  der  Beschwerdeinstanz  auf  die  Überprüfung 
der  Frage beschränkt  ist,  ob  die  Vorinstanz  zu  Recht  auf  das  Asyl-
gesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet  –  einer  selbständigen 
materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und 
die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. 
Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurs-
kommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass  dementsprechend  in  einem  diesbezüglichen  Beschwerde-
verfahren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines 
formellen  Nichteintretensentscheides auch  die  Flüchtlingseigenschaft 
Prozessgegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass  die  Vorinstanz  die  Frage  der  Wegweisung  und  des  Vollzugs 
materiell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich 
volle Kognition zukommt,

dass  gemäss  Art.  32  Abs. 2  Bst.  a  AsylG auf  ein  Asylgesuch  nicht 
eingetreten  wird,  wenn  Asylsuchende  den  Behörden  nicht  innerhalb 
von 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitäts-
papiere abgeben,

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet,  wenn Asyl-
suchende  glaubhaft  machen  können,  sie  seien  dazu  aus  entschuld-
baren Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder 
wenn auf Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG 
die Flüchtlingseigenschaft festgestellt wird (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG) 

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oder  wenn  sich  auf  Grund  der  Anhörung  die  Notwendigkeit  zusätz-
licher  Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder 
eines Wegweisungsvollzugshindernisses ergibt  (Art. 32 Abs. 3 Bst. c 
AsylG),

dass über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  be-
ziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  wird  (Art.  111 
Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um 
eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur 
summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass die vorinstanzlichen Erwägungen nach einer Prüfung der Akten 
und unter  Berücksichtigung der Beschwerdeeingabe im Ergebnis als 
zutreffend zu erachten sind, 

dass  es  der  Beschwerdeführer  im vorliegenden Asylverfahren unter-
lassen hat, Reise- oder Identitätspapiere im Sinne von Art. 32 Abs. 2 
Bst.  a  AsylG innerhalb  von 48  Stunden  nach  Einreichung des Asyl-
gesuches abzugeben, 

dass  die  Erklärungen  des  Beschwerdeführers,  er  habe  nie  irgend-
welche  Papiere  gehabt  und  sei  ohne  Papiere,  und  ohne  jemals 
kontrolliert worden zu sein, von Nigeria bis in die Schweiz gereist, als 
stereotype  Vorbringen  zu  qualifizieren  sind,  die  keine  plausible  Be-
gründung für  die Nichtabgabe von Reise- oder  Identitätspapieren zu 
liefern vermögen (A1, S. 4f. und 7; A17, S. 2ff. und 11f.),

dass  sich  darüber  hinaus  auch  die  Ausführungen  des  Beschwerde-
führers  zu  seinen  Reiseumständen,  insbesondere  bezüglich  der  an-
geblichen  Hilfe  seines  Freundes  und  anderer  fremder  Personen 
unterwegs,  als  konstruiert,  weltfremd  und  im  Ergebnis  unglaubhaft 
erweisen (A1, S. 7f.; A17, S. 11f.),

dass sich der Beschwerdeführer zudem bezüglich der verschiedenen 
Stationen sowie  der  Dauer  seiner  Aufenthalte  in  den  verschiedenen 
Städten  –  insbesondere  in  Italien  –  während  seiner  Reise  laufend 
widersprach (A1, S. 2 und 7; A17, S. 12), 

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dass  deshalb  davon  auszugehen  ist,  der  Beschwerdeführer  sei  in 
Wirklichkeit im Besitz von Papieren, mit denen er gereist ist, und wolle 
diese den Behörden nicht offenlegen,

dass  der  Beschwerdeführer  somit  insgesamt  nicht  glaubhaft  darzu-
legen  vermochte,  er  sei  durch  nicht  selbst  zu  verantwortende  Um-
stände an der unverzüglichen Einreichung von Reise- oder Identitäts -
papieren im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG gehindert worden 
(vgl. Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG),

dass  der  Beschwerdeführer  im  CRP  ausführte,  nachdem  er  am  4. 
Oktober 2008 die Frau angefahren habe, sei er von deren Ehemann 
mit einem Messer niedergestochen und derart schwer verletzt worden, 
dass er – ohnmächtig geworden – ins  Spital gebracht worden sei, wo 
er habe operiert werden müssen und wo er am 6. Oktober 2008 wieder 
erwacht sei (A1, S. 6),

dass  er  demgegenüber  an  der  direkten  Anhörung  aussagte,  die 
Verletzungen stammten von Scherben und einer Eisenstange, und er 
sei  nach  einem  Tag  Ohnmacht  im  Spital  erwacht  und  die  Wunden 
seien genäht worden (A17, S. 4 und 7),

dass er sich – trotz zweitägiger Behandlung und angeblich schweren 
Verletzungen – an den Namen des Spitals  nicht  erinnern  kann, was 
seltsam anmutet (A1, S. 6; A17, S. 6),

dass der Beschwerdeführer im CRP ausführte, dass er vom Ehemann 
der getöteten Frau sowie von den Behörden gesucht worden sei (A1, 
S. 5 f.),

dass er demgegenüber an der direkten Anhörung einerseits aussagte, 
dass er nichts mit der Polizei zu tun habe, sondern vor dem Ehemann 
geflüchtet sei (A17, S. 8, Fragen 80 ff.), um später – auf die Frage, ob 
die  Polizei  ihn  nicht  schützen  könne  –  anzuführen,  dass  die  Polizei 
nach ihm gesucht habe, weil er die Frau umgebracht habe (A17, S. 10, 
Frage 105 ff.),

dass auch die Aussagen, wie er sich bei einem Freund in D._______ 
versteckt habe, gänzlich unsubstanziiert ausfallen (A1, S. 6),

dass  die  Vorinstanz  zutreffend  festhielt,  es  gebe  Widersprüche 
betreffend den Zeitpunkt  seiner  Ohnmacht,  betreffend das Mitführen 

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eines Fahrgastes im Taxi, sowie betreffend der Art und Weise wie auch 
betreffend des Grundes seiner Flucht aus dem Spital,

dass die Vorbringen des Beschwerdeführers zu seinen Fluchtgründen 
konstruiert wirken und nicht geglaubt werden können,

dass  in  der  Beschwerdeschrift  zu  den  Asylvorbringen  und  der 
Argumentation  der  Vorinstanz  nichts  angeführt  wird,  was  der  Be-
schwerdeführer nicht bereits in den Befragungen angab, weshalb die 
Beschwerde nicht geeignet ist, die Einschätzung der Unglaubhaftigkeit 
seiner Vorbringen umzustossen,

dass  die  Argumentation  des  BFM  hinsichtlich  der  Unglaubhaftigkeit 
der  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  zu  stützen  ist  und  die  Vor-
instanz demnach zu Recht feststellte, der Beschwerdeführer erfülle die 
Flüchtlingseigenschaft  gemäss Art. 3  und 7 AsylG nicht  und zusätz-
liche  Abklärungen diesbezüglich  seien aufgrund der  Aktenlage nicht 
erforderlich,

dass anzumerken ist, dass eine polizeiliche Abklärung des Unfalls und 
eine  allfällige  strafrechtliche  Ahndung  durch  die  Behörden 
grundsätzlich ohnehin keine Asylrelevanz entfalten könnte, 

dass das BFM zu Recht davon ausging, es seien keine weiteren Ab-
klärungen zur  Feststellung der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines all -
fälligen Wegweisungshindernisses erforderlich,

dass das BFM demnach gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a i.V.m. Art. 32 
Abs. 3  AsylG  zu  Recht  nicht  auf  das  Asylgesuch  des  Beschwerde-
führers eingetreten ist,

dass gemäss Art. 44 Abs. 1 AsylG die Ablehnung eines Asylgesuchs 
oder  das  Nichteintreten  auf  ein  Asylgesuch  in  der  Regel  die  Weg-
weisung aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Kanton keine 
Aufenthaltsbewilligung erteilt  hat (Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 
vom 11. August  1999  über  Verfahrensfragen  [AsylV 1,  SR 142.311]) 
und sich der Beschwerdeführer auch nicht auf einen dahingehenden 
Anspruch  berufen kann (vgl. EMARK 2001  Nr. 21),  weshalb  die  ver-
fügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen 
steht,

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dass  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den  gesetz-
lichen Bestimmungen über  die  vorläufige  Aufnahme von Ausländern 
regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-
bar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG; Art. 83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass sich der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers ins Hei-
matland unter Berücksichtigung der völkerrechtlichen Verpflichtungen 
der Schweiz (Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schut-
ze der Menschenrechte und Grundfreiheiten [Europäische Menschen-
rechtskonvention,  EMRK, SR 0.101],  Art. 33  Abs. 1 des Abkommens 
vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [Flüchtlings-
konvention, FK, SR 0.142.30]) und der Bestimmungen von Art. 5 Abs. 
1 AsylG sowie Art. 25 Abs. 2 und 3 der Bundesverfassung der Schwei-
zerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) als zu-
lässig im Sinne von Art. 83 Abs. 3 AuG erweist,  da vor dem Hinter -
grund  der  obenstehenden  Erwägungen  nicht  von  drohenden 
Menschenrechtsverletzungen  auszugehen  ist  und  die  Flüchtlings-
eigenschaft nicht besteht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  es  sich  beim  Beschwerdeführer  gemäss  Aktenlage  um  einen 
gesunden, jungen und alleinstehenden Mann handelt,

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- bzw. Herkunftsstaat des 
Beschwerdeführers  noch  individuelle  Gründe  auf  eine  konkrete  Ge-
fährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Voll-
zug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass daran auch die Ausführungen des Beschwerdeführers in seiner 
Beschwerde,  wonach vieles  in  Nigeria  nicht  in  Ordnung sei  und ein 
Leben in Nigeria mit Selbstmord gleichzusetzen sei, nichts zu ändern 
vermögen,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat  schliesslich  möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse  be-
stehen (Art. 83  Abs. 2 AuG),  und es  dem Beschwerdeführer  obliegt, 

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bei  der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art.  8 Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt  
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr  600.- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM und  an  die 
kantonale Behörde.

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Christa Luterbacher Contessina Theis

Versand: 

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