# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 534c8d6f-287e-53ec-8e4b-154c8692a589
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2004-02-11
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 11.02.2004 SF 2003 36
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SF-2003-36_2004-02-11.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Tribunale cantonale dei Grigioni
Dretgira chantunala dal Grischun

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Ref.: Chur, 11. Februar 2004 Schriftlich mitgeteilt am: 
SF 03 36 (mündlich eröffnet)

Urteil
Strafkammer

Vorsitz Vizepräsident Bochsler
RichterInnen Heinz-Bommer, Rehli, Riesen-Bienz und Vital 
Aktuar Crameri

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In der Strafsache

des X., Angeklagter, amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. Peter A. Cott, 
Postfach 731, Vazerolgasse 2, 7002 Chur,

mit Verfügung des ausserordentlichen Staatsanwaltes vom 26. November 2003

wegen sexueller Nötigung,

in Anklagezustand versetzt,

hat sich ergeben:

A. X. wuchs zusammen mit zwei Schwestern bei seinen Eltern in A. auf. 
Dort besuchte er sechs Jahre die Primar-, zwei Jahre die Real- und ein Jahr die 

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Berufswahlschule. Danach absolvierte er bei B. in A. eine dreijährige Lehre als 
Metzger. Nach dem Militärdienst (Rekruten- und Unteroffiziersschule) arbeitete X. 
ca. fünf Jahre bei der Gebrüder C. AG in D. auf dem erlernten Beruf. Es folgten 
Tätigkeiten im Storenbau für die E. AG in A. (zwei Jahre) sowie im Verkauf für die 
F. AG in G. (ca. sieben Jahre). Seit fünf Jahren ist X. bei der H. AG in G. im Aus-
sendienst angestellt. Gemäss dem Bericht des Steueramtes A. vom 4. März 2003 
hatte er im Steuerjahr 2001 ein Reineinkommen von Fr. 60‘000.-- und ein Reinver-
mögen von Fr. 33'000.--.

Im Jahre 1993 heiratete X. I.. Aus dieser Ehe gingen zwei Kinder hervor, die 
heute sieben bzw. fünf Jahre alt sind.

X. geniesst einen guten Leumund.

Er befand sich am 27. Februar 2003 in Polizeihaft. 

B. Die Staatsanwaltschaft Graubünden wirft X. sexuelle Nötigung 
gemäss Art. 189 Abs. 1 StGB vor. Der Anklage liegt folgender Sachverhalt zu-
grunde:

„Am 11. Februar 2003 war X. geschäftlich im Bündner Oberland unterwegs. 
Um ca. 13.30 Uhr fuhr er mit seinem PW BMW 320i, Kennzeichen J., von 
Sedrun herkommend über die Kantonsstrasse in Richtung Ilanz. Unmittelbar 
vor ihm lenkte K. ihren eigenen PW in dieselbe Richtung. In Ilanz unterbra-
chen beide Personen ihre Fahrt und erledigten dort unabhängig voneinander 
verschiedene Geschäfte.

In der Folge fuhr der Angeklagte mit seinem PW auf der Strecke von Ilanz 
über Flims, Trin und Reichenau in Richtung Chur K. weiterhin hinterher. Un-
mittelbar vor der Autobahnausfahrt Chur-Süd überholte er die Genannte und 
gab ihr mit Handzeichen zu verstehen, ihm zu folgen. K. kam diesem Ansin-
nen nach und fuhr bis zum Parkplatz Obere Au hinter dem Angeklagten her. 
Dort gab sich letzterer als „Zivilpolizist“ zu erkennen und machte diese auf 
ein vermeintliches Fehlverhalten während der Fahrt von Ilanz anch Chur auf-
merksam. Zusätzlich verlangte er von ihr den Führerschein und die Fahr-
zeugpapiere heraus und stellte ihr in Aussicht, dass ihr Fehlverhalten sie 
CHF 800.-- kosten würde.

Schliesslich forderte der Angeklagte K. auf, mit ihm, in seinem Fahrzeug, auf 
den Polizeiposten mitzukommen, was diese in der Folge auch machte. 
Während der Fahrt auf der Autobahn von Chur über Reichenau und Bonaduz 
in Richtung Rhäzüns gab die Geschädigte dem Angeklagten wiederholt zu 
verstehen, dass sie die Busse im Moment nicht bar bezahlen könne. Der 
Angeklagte machte ihr daraufhin den Vorschlag, sie könne ihn auch „mas-
sieren“, anstatt die Busse in bar zu bezahlen. Die Geschädigte, welche nun-
mehr zusehends in Angst geriet, gab ihm jedoch klar zu verstehen, dass sie 
dies nicht wolle.

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Auf einem von der Strasse aus nicht direkt einsehbaren, abgelegenen Park-
platz in der Nähe der Rhäzünser Mineralquellen hielt der Angeklagte sein 
Fahrzeug an und fragte die Geschädigte noch einmal, ob sie ihn massieren 
würde. Dazu stellte er ihr auch noch eine Verzeigung in Aussicht. Trotzdem 
lehnte die Geschädigte seine sexuellen Begehren ab. In der Folge begann 
der Angeklagte die inzwischen völlig verängstigte Geschädigte gegen deren 
Willen zu küssen. Er nahm ihre Hand und legte sie auf seinen Genitalbereich, 
um anschliessend mit seiner Hand zuerst ihre Brüste und danach ihre Vagina 
zu berühren. Schliesslich führte er K.s Hand an sein Geschlechtsteil, wel-
ches sie hin- und herzubewegen hatte und drückte abschliessend mit seiner 
Hand ihren Kopf in Richtung seines Geschlechtsteils. Die Geschädigte 
musste den Angeklagten daraufhin oral befriedigen, bis dieser in ihren Mund 
ejakulierte. Infolge ihrer grossen Angst wehrte sich die Geschädigte kaum 
gegen das Vorgehen des Angeklagten.

Nach den Ausführungen des Angeklagten anlässlich der untersuchungsrich-
terlichen Einvernahme hätte er auf dem Parkplatz hinter den Rhäzünser Mi-
neralquellen die Geschädigte zu küssen begonnen, wobei die Geschädigte 
seines Erachtens diesen Kuss auch erwidert habe. Dies sei möglicherweise 
aber auch darauf zurückzuführen gewesen, dass sie in diesem Moment ein-
geschüchtert gewesen sei. Anschliessend hätte er ihre Brüste berührt. Er 
könne sich nicht mehr daran erinnern, dass er ihre Hände an seinen Penis 
geführt habe. Anschliessend habe die Geschädigte ihn ca. fünf Minuten lang 
mit den Händen massiert, worauf er begonnen habe, ihren Kopf in Richtung 
seines Geschlechtsteils zu drücken, allerdings ohne Anwendung von Ge-
walt. Dem sei eine ca. fünf Minuten dauernde orale Massage gefolgt, was 
bei ihm schliesslich zum Orgasmus geführt habe.

Nach diesem Vorfall fuhr der Angeklagte K. zurück zu ihrem Fahrzeug, wel-
ches noch immer auf dem Parkplatz Obere Au in Chur abgestellt war.“

C. Anlässlich der Hauptverhandlung vor der Strafkammer des Kantons-
gerichtes von Graubünden vom 11. Februar 2004 sind der ausserordentliche 
Staatsanwalt sowie der Angeklagte mit seinem amtlichen Verteidiger anwesend. 

Im Rahmen des Beweisverfahrens bestätigte der Angeklagte im Wesentli-
chen seine in der Strafuntersuchung gemachten Aussagen.

Der ausserordentliche Staatsanwalt stellte und begründete folgende Begeh-
ren:

„1. X. sei der sexuellen Nötigung gemäss Art. 189 Abs. 1 StGB schuldig zu 
sprechen.

2. Dafür sei er mit zehn Monaten Gefängnis zu bestrafen, unter Anrech-
nung der erstandenen Polizeihaft von einem Tag.

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe sei aufzuschieben und dem Verurteilten 
eine Probezeit von zwei Jahren aufzuerlegen.

4. Kostenfolge sei die gesetzliche.“

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Der amtliche Verteidiger beantragte, der Angeklagte sei von der Anklage der 
sexuellen Nötigung freizusprechen. 

Auf die Begründung der Anträge wird in den Erwägungen eingegangen.

In seinem Schlusswort beteuerte X., dass das Vorgefallene ihn sehr beschäf-
tige und ihm das Ganze leid tue; er wünschte, sein damaliges Verhalten rückgängig 
machen zu können und er versichere, sich nie mehr derartiges zuschulden kommen 
zu lassen. 

Die Strafkammer zieht in Erwägung :

1. Der sexuellen Nötigung im Sinne von Art. 189 Abs. 1 StGB macht sich 
schuldig, wer eine Person zur Duldung einer beischlafsähnlichen oder einer ande-
ren sexuellen Handlung nötigt, namentlich indem er sie bedroht, Gewalt anwendet, 
sie unter psychischen Druck setzt oder zum Widerstand unfähig macht. Zur Beur-
teilung der Frage, ob X. diesen Tatbestand in objektiver und subjektiver Hinsicht 
gesetzt hat, stehen der Strafkammer die Aussagen der K. und des Angeklagten zur 
Verfügung.

a) K. führte in zwei Einvernahmen zur Sache (act. 3.3 und 3.15) zusam-
mengefasst aus, sie sei am 11. Februar 2003 von Ilanz nach Tavanasa gefahren. 
Zwischen Rueun und Tavanasa habe sie am linken Strassenrand einen dunklen 
BMW gesehen. Im Personenwagen sei nur eine Person gewesen. Als sie zurück-
gefahren sei, sei das dunkle Fahrzeug immer noch dort gestanden. Kurz vor Ilanz 
habe sie bemerkt, dass es hinter ihr gefahren sei. In Ilanz habe sie vor der Post 
parkiert und ein Paket abgegeben. Der Lenker des dunklen Autos habe dort auch 
angehalten. Sie sei wieder losgefahren in Richtung Schluein. Vor der Tankstelle 
Caflisch habe sie im Rückspiegel wieder sehen können, dass der dunkle BMW wie-
der hinter ihr gefahren sei. Er sei ihr dann durch die Dörfer und auf der Autobahn in 
Richtung Chur stets gefolgt. Vor der Ausfahrt Chur-Süd habe dessen Lenker sie 
überholt und ihr ein Zeichen gegeben, dass sie ihm folgen solle. Auf dem Parkplatz 
Obere Au habe ihr der Unbekannte zu verstehen gegeben, dass er Zivilpolizist sei 
und dass sie sich wegen ihrer Fahrweise und des Bremslichtes strafbar gemacht 
habe. Er habe ihren Führerschein und die Fahrzeugpapiere verlangt. Weiter habe 
er gesagt, die Sache werde ihr teuer zu stehen kommen, rund Fr. 800.--. Sie habe 
ihm erklärt, diesen Betrag könne sie ihm nicht gerade geben, worauf er sie aufge-
fordert habe, mit ihm zur Polizeiwache zu fahren. In der Folge seien sie von Chur 

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über Reichenau und Bonaduz nach Rhäzüns gefahren. Während der Fahrt habe er 
ihr den Vorschlag gemacht, sie könne den Bussbetrag abarbeiten. Sie habe ihm 
gesagt, dass sie nicht mit ihm schlafen werde. Er habe erklärt, das brauche sie nicht, 
sondern müsse sie ihn nur massieren. Sie habe sich auch diesem Ansinnen wider-
setzt, worauf er ihr mit einer Anzeige gedroht habe. Etwa 500 m nach der Rhäzünser 
Mineralquellen habe er auf dem Parkplatz angehalten. Sie habe ihm nochmals ge-
sagt, sie werde seinen Forderungen nicht nachkommen. Weiter habe sie ihn aufge-
fordert, sie herauszulassen oder zur Polizeiwache zu fahren. Dieser Aufforderung 
sei er nicht nachgekommen, sondern sei einen Weg hoch hinaufgefahren bis es 
nicht mehr weiter gegangen sei. Hier habe er verlangt, dass sie ihn massiere. Sie 
habe sich dagegen gesträubt. Auch habe er sie aufgefordert ihn zu küssen. Wider-
willig habe sie ihn geküsst. Dann habe er ihr an die Brüste gegriffen, ihre Hand an 
seinen nackten Geschlechtsteil geführt und sie hin und her bewegt. Schliesslich 
habe er ihren Kopf gepackt und ihn gegen seinen Penis gedrückt. Trotzdem sie sich 
sehr gewehrt habe, habe sie ihn oral befriedigen müssen.

b) Der Angeklagte bzw. sein Rechtsvertreter machen geltend, die Aus-
sagen von K. seien in verschiedener Hinsicht widersprüchlich. Die diesbezüglichen 
Einwände sind jedoch, wie die nachfolgenden Ausführungen zeigen, unbegründet.

b/a Wenn die Geschädigte in der ersten Einvernahme aussagte, dass sie 
auf dem Parkplatz bei den Rhäzünser Mineralquellen Angst hatte, in der zweiten 
Vernehmung als Zeugin aber schon davon sprach, als X. ständig hinter ihr fuhr und 
als er sie nicht zum Polizeiposten brachte, ist dies entgegen der Auffassung des 
Verteidigers sicher kein Indiz dafür, dass sie generell nicht die Wahrheit sagte. Dass 
die Geschädigte bereits Angst hatte als der Angeklagte ihr die Polizisteneigenschaft 
vorspiegelte, bestätigte er, indem er ausführte, die Dame habe sicher Angst gehabt; 
wer habe diese Angst nicht, wenn er in eine polizeiliche Kontrolle komme (act. 3.8, 
S. 7) und die junge Frau habe dadurch die sexuellen Handlungen ohne allzu grosse 
Gegenwehr über sich ergehen lassen bzw. vollzogen (act. 3.5, S. 4).

b/b Unzutreffend ist auch die Behauptung der Verteidigung, wonach die 
Geschädigte in das Fahrzeug des Angeklagten eingestiegen sei, ohne zu wissen, 
wohin die Fahrt gehen würde. In der polizeilichen Einvernahme sagte sie aus, der 
Unbekannte habe ihr am Schluss erklärt, dass sie mit ihm zur Polizeiwache kommen 
müsse (act. 3.3, S. 2). In der Zeugenvernehmung gab sie zu Protokoll, er habe sie 
gebeten bei ihm einzusteigen um zum Revier zu fahren (act. 3.15, S. 4). Dass sie 
gedacht habe, die Fahrt würde zur Bank gehen, um Geld abzuheben, sagte sie nicht 

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aus. In der Zeugenvernehmung gab sie an, sie habe ihm erklärt, dass sie ihm die 
Fr. 800.-- nicht gerade geben könne, worauf er geantwortet habe, sie müssten zum 
Revier fahren. Sie habe ihm erwidert, dass sie auch zu ihrer Bank fahren könnten, 
um das Geld zu holen (act. 15.3, S. 4).

b/c Dass die Geschädigte in der ersten Einvernahme davon sprach, der 
Unbekannte habe versucht, ihr die Hose herunterzuziehen, was aber nicht ganz 
gelungen sei (act. 3.3., S. 3), in der Zeugenvernehmung hingegen, dass er ihre 
Hose aufgeknöpft und an ihrer Vagina gefummelt habe (act. 3.15, S. 6), kann ent-
gegen dem Vorbringen des Verteidigers keineswegs ein Grund dafür sein, das 
Zeugnis mit Zurückhaltung zu würdigen. Von einer ins Gewicht fallenden Abwei-
chung zwischen den ersten und den zweiten Depositionen kann nicht Rede sein. 
Vielmehr rührt die Differenz offensichtlich von einem Versehen her. Das machte die 
Geschädigte in der letzten Befragung geltend, indem sie erklärte, sie habe das erste 
Protokoll nicht richtig durchgelesen (act. 3.15, S. 7).

b/d Nicht zum Nachteil der Geschädigten ist, dass sie während der Rück-
fahrt nach Chur dem Angeklagten fragte, ob sie ihn nochmals sehen würde, seine 
Handy-Nummer aufschrieb und ihm ihre Telefonnummer gab. Wie sie erklärte, 
wollte sie etwas von ihm haben, um dann herauszufinden, wer der Unbekannte war. 
Dies erhellt, da sie die Buchstaben und die Nummer der Kontrollschilder des Fahr-
zeuges des Angeklagten nicht notiert hatte (act. 3.3, S. 4, 3.15, S. 8). Auch der 
Umstand, dass sie die Anzeige bei der Polizei drei Tage später erstattete, vermag 
nicht ihre Darstellung des Sachverhaltes zu entkräften. Insbesondere folgt daraus 
nicht, dass sie die sexuellen Handlungen freiwillig vornahm. Sie wusste nicht, was 
sie machen sollte und wandte sich zuerst an einem Kollegen und an die Eltern in 
Deutschland (act. 3.3, S. 5).

c) Auch die weiteren Einwände des Angeklagten und seines Verteidigers 
sind unbegründet:

c/a Der Angeklagte sagte in der polizeilichen Einvernahme aus, es sei 
möglich, dass er sich bei der Geschädigten als Polizist ausgegeben habe, dies aber 
nur mündlich (act. 3.5, S. 2). In der untersuchungsrichterlichen Vernehmung gab er 
zu Protokoll, er schliesse es nicht aus, dass er sich als Polizist ausgegeben habe, 
dies allerdings höchstens mündlich (act. 3.8, S. 3). Diese Aussagen erscheinen aber 
als nicht glaubhaft. Es besteht kein Grund zur Annahme, dass die Geschädigte ihn 
für einen Polizeibeamten hielt bloss aufgrund des Umstandes, dass er ihr eine lange 

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Zeit nachgefahren war. Hätte er sich nicht von Anfang an ihr gegenüber als Polizis-
ten ausgegeben, hätte sie von ihm einen Dienstausweis verlangt (act. 3.15, S. 8).

c/b Der Verteidiger hebt hervor, der Angeklagte habe der Geschädigten 
entgegen ihren Aussagen nicht bereits auf dem Parkplatz Obere Au zu verstehen 
gegeben, dass die angeblichen Verkehrsregelverletzungen eine Busse nach sich 
gezogen hätten. Er habe auch nicht einen Bussbetrag erwähnt. Diese Behauptun-
gen der Verteidigung sind aber nicht vereinbar mit der Darstellung des Angeklagten. 
In der zweiten Einvernahme führte dieser aus, als die Dame noch in ihrem Auto 
gesessen habe, hätten sie eine lange Diskussion über die ihr vorgehaltenen Ver-
kehrsübertretungen gehabt. Daraufhin habe er ihr gesagt, sie müsse mit ihm zum 
Polizeiposten kommen. Sie seien dann von der Oberen Au weg in Richtung Auto-
bahn und dann Reichenau gefahren. Irgendwann habe sie begonnen, ihren Beden-
ken über die Höhe der Busse Ausdruck zu geben. (act. 3.8, S. 3). Dass sie einerseits 
vor dem Verlassen des Parkplatzes Obere Au von einer Busse im Betrage von Fr. 
800.-- nicht gewusst haben soll, sie andererseits während der Fahrt ohne Zutun des 
Angeklagten das Thema aufgriff, passt nicht zusammen.

c/c Schliesslich verstrickte sich der Angeklagte mit seinen Aussagen in 
Widersprüche. Einerseits sagte er aus, ihm wäre lieber gewesen, wenn die Frau 
ihm gesagt hätte, er solle sie in Ruhe lassen. In diesem Fall wäre es nicht soweit 
gekommen. Dies habe sie aber leider nicht gemacht. Andererseits sagte er aus, 
dass die Dame sicher nicht begeistert gewesen sei, als er ihr den Vorschlag ge-
macht habe ihn zu massieren, dass sie seinen Kuss erwidert habe, weil sie in die-
sem Moment eingeschüchtert gewesen sei, und dass sie die sexuellen Handlungen 
nicht freiwillig, sondern unter psychischem Druck vorgenommen habe (act. 3.8, S. 
4, 7, 8). Anzumerken ist ausserdem, dass der Angeklagte auf der Rückfahrt zum 
Parkplatz Obere Au der Geschädigten fragte, ob es für sie schlimm gewesen sei 
(act. 3.8, S. 5). Diese Frage hätte sich erübrigt, wenn sie nicht zu den sexuellen 
Handlungen gezwungen worden wäre.

d) Im Bereich der Würdigung von Aussagen besitzt der Richter einen 
weiten Ermessensspielraum. Gemäss dem in Art. 125 Abs. 2 StPO verankerten 
Prinzip der freien Beweiswürdigung entscheidet er nach seiner freien, in der Haupt-
verhandlung gewonnenen Ueberzeugung. Seine Aufgabe ist es demnach, ohne 
Bindung an Regeln, nur seinem Gewissen verantwortlich, zu prüfen, ob er die an 
sich möglichen Zweifel überwinden und sich für einen bestimmmten Sachverhalt 
überzeugen kann. Für die richterliche Urteilsfindung genügt somit, dass sich der 

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Richter zur subjektiven Gewissheit, zur subjektiven Wahrheit durchringen kann, wo-
bei diese richterliche Ueberzeugung mehr verlangt als blosse Wahrscheinlichkeit; 
es ist vielmehr erforderlich, dass ein gegenteiliger Sachverhalt ausgeschlossen wer-
den kann oder eine nur sehr geringe Wahrscheinlichkeit für sein Vorliegen spricht. 
Demzufolge muss er anhand sämtlicher Umstände, die sich aus den Akten ergeben, 
untersuchen, ob die Darstellung der Anklage oder jene des Angeklagten ihn zu 
überzeugen vermag (Padrutt, Kommentar zur Strafprozessordnung des Kantons 
Graubünden, 2. Aufl., Chur 1996, S. 306 ff.).

Die Gesamtwürdigung der Depositionen der Geschädigten und des Ange-
klagten führt zum Schluss, dass der Sachverhalt sich wie eingeklagt zugetragen hat. 
Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Zeugin bestehen nicht. Nichts spricht gegen ihre 
Person. Ihr Zeugnis erweist sich sodann durchwegs als glaubhaft und überzeugend. 
In beiden Einvernahmen gab die Geschädigte eine in allen wesentlichen Punkten 
übereinstimmende, inhaltlich zusammenhängende und vom Ablauf aller Ereignisse 
her widerspruchsfreie Schilderung. Diese erscheint umso plausibler, als das eigene 
Verhalten in keiner Weise beschönigt wird. Zum Teil werden die Zeugenaussagen 
durch die Depositionen des Angeklagten gestützt. Nicht anzunehmen ist dagegen, 
dass die Geschädigte mit den sexuellen Handlungen einverstanden war, wie dies 
weitgehend der Darstellung des Angeklagten zu entnehmen ist (act. 3.5, 3.8).

2. a) Das spezifische Unrecht der sexuellen Nötigung ist dadurch gekenn-
zeichnet, dass die sexuelle Selbstbestimmung des Opfers vor dem Hintergrund des 
Persönlichkeitsrechtes auf sexuelle Integrität verletzt wird. Danach verbieten die se-
xuellen Nötigungstatbestände den Angriff auf die sexuelle Freiheit. Nach dem Wort-
laut von Art. 189 Abs. 1 StGB ist erforderlich, dass der Täter auf das Opfer einen 
Zwang ausübt, den das Gesetz als „nötigen“ bezeichnet und beispielhaft dahin illus-
triert, dass er es „bedroht, Gewalt anwendet, unter psychischen Druck setzt oder zum 
Widerstand unfähig macht“. Das Gesetz begnügt sich im Sinne einer Generalklausel 
mit einer Nötigung des Opfers durch den Täter und erwähnt nur die hauptsächlichen 
Anwendungsfälle. Unter-psychischen-Druck-setzen ist dann gegeben, wenn vom 
Täter für das Opfer eine Zwangssituation geschaffen wird, in der dem Opfer keine 
zumutbaren Selbstschutzmöglichkeiten mehr zur Verfügung stehen, eine konkrete 
Gefahr für sein sexuelles Selbstbestimmungsrecht besteht und das Tatmittel der 
Gewalt nicht gegeben ist (Philipp Maier, Basler Kommentar, StGB II, N 18 zu Art. 
189). Nach Rehberg/Schmid/Donatsch, Strafrecht III, 8. Aufl., G. 2003, S. 422 f. 
bewirkt der psychische Druck, dass das Opfer durch den Täter in seiner Willensent-
schliessung in einschränkender Weise beeinflusst wird. Durch bestimmte Umstände 

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kommt das Opfer in eine Lage, in der es - ähnlich wie bei der Bedrohung als Tat-
mittel - entscheiden muss, ob es sich dem Ansinnen des Täters beugen oder seinen 
eigenen, gegenteiligen Willen durchsetzen will. Es wird nicht vorausgesetzt, das der 
psychische Druck zur Widerstandsunfähigkeit führt, jedoch muss er andauernd und 
erheblich sein, d.h. eine der Gewaltanwendung und Bedrohung vergleichbare In-
tensität erreichen. Dies ist dann der Fall, wenn vom Opfer unter den gegebenen 
Umständen und in Anbetracht seiner persönlichen Verhältnisse vernünftigerweise 
bzw. verständlicherweise kein Widerstand erwartet werden kann bzw. ihm ein sol-
cher nicht zuzumuten ist, mithin wenn der Täter gegen den Willen des Opfers an 
sein Ziel gelangt, ohne dafür Drohung oder Gewalt anwenden zu müssen. Dass das 
Opfer nur deshalb keinen Widerstand leistet, weil es Gewalttätigkeiten befürchtet, 
ist nicht erforderlich. Unter Hinweis auf BGE 118 IV 52 führen Rehberg/Schmid/Do-
natsch als Beispiel von einem Druckmittel diejenige Situation auf, in welcher der 
körperlich überlegene Täter das Opfer ohne Drohung oder Gewaltanwendung in 
eine ausweglose Situation bringt, indem er es mit dem Auto an eine abgelegene 
Stelle fährt und nicht aussteigen lässt. Jenny/Schubarth/Albrecht, Kommentar zum 
schweizerischen Strafrecht, 4. Band, Bern 1997, N. 24 ff. zu Art. 189 StGB, gehen 
davon aus, dass psychischer Druck dann gegeben ist, wenn sich der Zwang aus 
der Ausweglosigkeit oder Gefährlichkeit der Situation ergibt, in welcher der Täter 
dem Opfer gegenübertritt, wie etwa, wenn es sich mit unsicheren Aussichten auf 
eine erfolgreiche Flucht oder rechtzeitige Hilfe Dritter mit einem ihm kräftemässig 
überlegenen Täter konfrontiert sieht. Ob der Druck gross genug ist, um die Zumut-
barkeit von Widerstand oder Flucht auszuschliessen, ist insoweit nach einem gene-
rellen Massstab zu bestimmen. Vorausgesetzt wird ein Ausmass an Zwang, das 
geeignet gewesen wäre, auch eine besonnene Person in der Lage der betroffenen 
zum Nachgeben zu veranlassen. Der Grad der Bedrohlichkeit dieser Lage hängt 
indessen auch von der Fähigkeit des Opfers ab, die Situation zureichend einzu-
schätzen, sowie den ihm zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, sich dem Täter 
zu widersetzen oder zu entziehen. In dieser Hinsicht ist eine individualisierende Be-
trachtung unabweisbar. Nach der Praxis des Bundesgerichtes bringt die Tatbe-
standsvariante des Unter-psychischen-Druck-Setzens zum Ausdruck, dass sich die 
tatbestandsmässige Ausweglosigkeit auch aus einer Situation ergeben kann, in wel-
cher der Täter keine eigentliche Gewalt anwendet und dem Opfer ein Widersetzen 
nicht zugemutet werden kann. Immer ist aber eine erhebliche Einwirkung des Täters 
auf das Opfer erforderlich, wobei die Persönlichkeit des Opfers stets in Betracht 
gezogen werden muss. Das Tatbestandsmerkmal ist erfüllt, wenn sich das Opfer in 
einer Situation befindet, in welcher die Leistung körperlichen Widerstandes oder das 
Rufen um Hilfe vergeblich wäre. Die Tatbestandsmässigkeit setzt grundsätzlich vor-

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aus, dass das Nachgeben des Opfers unter den konkreten Umständen als verständ-
lich erscheint, wobei dei Beurteilung aufgrund einer Würdigung aller relevanten Um-
stände erfolgen muss (BGE 128 IV 99, 111, 126 IV 128, 124 IV 158, 122 IV 101).

b) Im vorliegenden Fall brachte X. - nachdem er K. von Tavanasa nach 
Chur verfolgt hatte und hier ihr glauben gemacht hatte, er sei Zivilpolizist und sie 
müsse mit einer Busse im Betrage von Fr. 800.-- wegen ihrer Fahrweise und ihres 
Bremslichtes rechnen - die illiquide Geschädigte dazu, in seinen Personenwagen 
zu steigen, um zum Polizeiposten zu fahren. Auf der Fahrt über Reichenau nach 
Rhäzüns machte er ihr den Vorschlag, die Geldstrafe mit sexuellen Leistungen ab-
arbeiten zu können. Diesem Ansinnen widersetzte sie sich. Er führte sie auf einen 
abgelegenen Waldweg nach den Rhäzünser Mineralquellen, wo er ihre Ge-
schlechtsteile massierte und sie, angsterfüllt, ihn mit der Hand und oral befriedigen 
musste. Dass die Geschädigte sich überhaupt nicht wehrte und dass für den Ange-
klagten alles so leicht ging, wie der Verteidiger vorbringt, steht im Widerspruch zum 
Zeugnis des Opfers. Der Angeklagte blieb keineswegs passiv. Er drückte den Kopf 
der Geschädigten gegen sein Gesicht und küsste sie, führte ihre Hand und presste 
ihren Kopf an seinen Geschlechtsteil. Dass unter diesen Umständen der Angeklagte 
eine Zwangssituation schuf, die das Opfer kapitulieren liess, ist offensichtlich. Angst 
vor einem sexuellen Übergriff hatte die Geschädigte bereits als sie merkte, dass der 
Angeklagte nicht zum Polizeiposten fuhr. Am abgelegenen Tatort war die Angst so 
gross - auch weil sie befürchtete, der Angeklagte könnte handgreiflich werden - dass 
sie nicht versuchte sich mit Schlägen zu wehren oder aus dem Auto auszusteigen. 
Demnach muss der psychische Druck bejaht werden. Dabei spielt es keine Rolle, 
ob das Opfer sich wehrte oder nicht. Massgeblich ist, dass sein sexuelles Selbstbe-
stimmungsrecht verletzt wurde. Es mag sein, wie der Verteidiger geltend macht, 
dass objektiv betrachtet eine unfreiwillige Konfrontation mit der Polizei und selbst 
die Androhung einer Busse im Betrage von Fr. 800.-- nicht einen psychischen Druck 
zu erzeugen und somit das sexuelle Selbstbestimmungsrecht aufzuheben vermö-
gen. Die für die Geschädigte massgebende Zwangssituation wurde aber nicht allein 
durch diese zwei psychologischen Faktoren geschaffen, sondern dadurch, dass sie 
vom Angeklagten in eine Situation gebracht wurde, in welcher die Leistung körper-
lichen Widerstandes oder gar die Flucht vergeblich waren. Ob die Vorspiegelung 
der Polizisteneigenschaft und die Konfrontation mit einer Busse von Fr. 800.-- für 
die Annahme eines psychischen Druckes im Sinne des Art. 189 StGB nicht genü-
gen, wie die Verteidigung meint, braucht folglich nicht geprüft zu werden. 

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Ist nach dem Gesagten das Nötigungsmittel des psychischen Druckes gege-
ben und damit der objektive Tatbestand von Art. 189 Abs. 1 StGB erfüllt, ist auch 
nicht weiter zu prüfen, ob durch das inkriminierte Verhalten des Angeklagten noch 
zusätzliche Nötigungsmittel im Sinne dieser Bestimmung eingesetzt wurden.

c) In subjektiver Hinsicht steht ausser Frage, dass sich X. im Klaren darü-
ber war, dass K. ihn nicht freiwillig sexuell befriedigen wollte, was sie ihm denn auch 
zu verstehen gab. Den Willen der Geschädigten brach der Angeklagte indem er sie 
vorsätzlich in eine ausweglose Situation brachte, um dadurch die sexuellen Hand-
lungen vornehmen zu können. Es ist offensichtlich, dass er hierbei vorsätzlich han-
delte und damit den Tatbestand der sexuellen Nötigung gemäss Art. 189 Abs. 1 
StGB auch in subjektiver Hinsicht erfüllte.

3. Bei der Strafzumessung hat der Richter nach der allgemeinen Regel 
von Art. 63 StGB die Strafe nach dem Verschulden des Täters zu bemessen und 
hierbei die Beweggründe, das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse des 
Schuldigen zu berücksichtigen.

a) Das Verschulden von X. wiegt nicht leicht, Der Angeklagte zeigte eine 
bedenkliche Respektlosigkeit gegenüber dem Selbstbestimmungsrecht der K. und 
legte eine gewisse Raffinesse an den Tag, als er das Opfer zunächst Glauben liess, 
er sei Polizist und dann vorgab, es habe mit einer Busse von Fr. 800.-- zu rechnen 
und mit ihm zum Polizeiposten zu kommen, um in der Tat es an einem abgelegenen 
Ort zu sexuellen Handlungen zu nötigen. Mit seinem Vorgehen nutzte er schamlos 
die Leichtgläubigkeit der Geschädigten aus. Dass K. der Vorspiegelung des Ange-
klagten als Polizist zunächst Glauben schenkte, ist in Anbetracht des Umstandes, 
dass es sich bei ihr um eine deutsche Staatsangehörige handelt, die im Kanton 
Graubünden als Serviceangestellte arbeitete, durchaus nachvollziehbar. Immerhin 
kann dem Angeklagten zu Gute gehalten werden, dass er nicht mit gewaltsamen 
Einwirkungen auf den Körper des Opfers drohte und die angewendete physische 
Gewalt nicht gross war. Straferhöhungs-, Strafschärfungs- und Strafmilderungs-
gründe fehlen. Strafmindernd können dem Angeklagten der gute Leumund, die Vor-
strafenlosigkeit und - losgelöst vom Plädoyer des Verteidigers - sein weitgehendes 
Geständnis im Untersuchungsverfahren angerechnet werden. In Würdigung aller 
Strafzumessungsgründe erscheint entsprechend dem Antrag der Staatsanwalt-
schaft eine Strafe von 10 Monaten Gefängnis als angemessen. Die ausgestandene 
Polizeihaft von einem Tag ist nach Art. 69 StGB anzurechnen.

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b) In objektiver Hinsicht steht der Gewährung des bedingten Vollzuges 
bei einer Strafe von 10 Monaten Gefängnis und weil X. bisher keine Freiheitsstrafe 
verbüsste nichts entgegen. Weiter kann in Würdigung der einzelnen subjektiven 
Faktoren - Vorleben und Charakter - ihm zweifelsohne für das zukünftige Verhalten 
eine günstige Prognose gestellt werden. Es darf angenommen werden, dass es sich 
bei dieser Straftat um eine einmalige Entgleisung seinerseits handelt. Demzufolge 
wird ihm der bedingte Vollzug der ausgesprochenen Strafe gewährt und die Probe-
zeit auf das gesetzliche Minimum von zwei Jahren angesetzt (Art. 41 Ziff. 1 StGB).

4. Die Untersuchungskosten, die Gerichtsgebühr und das Honorar des 
amtlichen Verteidigers gehen zu Lasten von X. (Art. 158 Abs. 1 StPO). Die Kosten 
der angerechneten Polizeihaft und des allfälligen Strafvollzuges trägt der Kanton 
Graubünden (Art. 158 Abs. 3 und 188 StPO).

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Demnach erkennt die Strafkammer :

1. X. ist schuldig der sexuellen Nötigung gemäss Art. 189 Abs. 1 StGB.

2. Dafür wird er mit 10 Monaten Gefängnis bestraft, abzüglich der erstandenen 
Polizeihaft von einem Tag.

Der Vollzug der Strafe wird aufgeschoben, unter Ansetzung einer Probezeit 
von zwei Jahren.

3. Die Kosten des Verfahrens, bestehend aus:

- den Untersuchungskosten der Staatsanwaltschaft 
Graubünden von Fr. 2'280.50

- der Gerichtsgebühr von Fr. 2'000.--
- und dem Honorar der amtlichen Verteidigung von Fr. 3'308.25
total somit Fr. 7'588.75

gehen zu Lasten des Verurteilten. Die Kosten der angerechneten Polizeihaft 
und eines allfälligen Strafvollzugs trägt der Kanton Graubünden.

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4. Gegen dieses Urteil kann, sofern Verletzung eidgenössischen Rechts gel-
tend gemacht werden will, Nichtigkeitsbeschwerde an den Kassationshof des 
schweizerischen Bundesgerichts geführt werden. Diese ist dem Bundesge-
richt innert 30 Tagen seit Zustellung der vollständigen Ausfertigung des Ent-
scheides in der in Art. 273 des Bundesgesetzes über die Bundesstrafrechts-
pflege (BStP) vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Beschwerdele-
gitimation und die weiteren Voraussetzungen der Nichtigkeitsbeschwerde 
gelten die Art. 268 ff. BStP.

5. Mitteilung an:

__________

 Für die Strafkammer des Kantonsgerichts von Graubünden 
Der Vizepräsident Der Aktuar

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