# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1f044218-6a27-521b-b5ea-963f11b2a5ea
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-03-22
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 22.03.2024 200 2024 238
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2024-238_2024-03-22.pdf

## Full Text

200 24 238 SH
JAP/SHE/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 22. März 2024

Verwaltungsrichter Jakob
Gerichtsschreiber Schnyder

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

Einwohnergemeinde B.________
Beschwerdegegnerin

Regierungsstatthalterin des Verwaltungskreises Bern-Mittelland 
Poststrasse 25, 3071 Ostermundigen
Vorinstanz

betreffend Zwischenverfügung der Regierungsstatthalterin des Verwal-
tungskreises Bern-Mittelland vom 8. März 2024 (vbv 63.1/2024)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. März 2024, SH/24/238, Seite 2

Der Einzelrichter zieht in Erwägung,

 Mit an das Verwaltungsgericht des Kantons Bern adressierter Eingabe 
vom 28. Februar 2024 (Eingang am 1. März 2024) bat A.________ 
(Beschwerdeführerin) unter Bezugnahme auf ihre Sozialhilfeabhängig-
keit «um eine superprovisorische Verfügung und die beiden Verfahren 
‹Einstellungsverfügung› und ‹Immatrikulationsgebühren, Rechtsverzö-
gerung› zusammenzuführen». Zudem ersuchte sie um Erlass einer Ver-
fügung, welche 

«1. Mir die Wiedereingliederung via Studium an der Universität Bern 
am … ermöglicht.

2. Die Mensakosten bezahlt
3. Ev Spesen (…)»

 Die besagte Eingabe (Akten der Beschwerdeführerin [act. I] 1) wurde 
mit Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. März 
2024, SH/2024/185, zuständigkeitshalber an die Regierungsstatthalterin 
des Verwaltungskreises Bern-Mittelland (Vorinstanz) weitergleitet. Die-
se beschied sowohl das sinngemässe Gesuch um Erlass einer proviso-
rischen Massnahme als auch den Verfahrensantrag auf Vereinigung 
der bei ihr hängigen Beschwerdeverfahren vbv 130/2023 und vbv 
63/2024 mit Verfügung vom 8. März 2024 abschlägig.

 Mit Eingabe vom 15. März 2024 (Eingang am 21. März 2024) ist die 
Beschwerdeführerin an das Verwaltungsgericht des Kantons Bern ge-
langt und hat «Einwand: gegen Verfügung vbv 63.1/2024 vom 
8.3.2024» erhoben. Einerseits stellt sie sinngemäss das Rechtsbegeh-
ren, die angefochtene Zwischenverfügung sei aufzuheben und die Ein-
wohnergemeinde B.________ (Beschwerdegegnerin) sei im Rahmen 
einer vorsorglichen Massnahme zu verpflichten, sie entsprechend der in 
der Eingabe vom 28. Februar 2024 (act. I 1) formulierten Anträge (vgl. 
Lemma 1 vorne) bei der Wiedereingliederung sozialhilferechtlich zu un-
terstützen. Andererseits fordert sie den Ausstand der Regierungsstatt-
halterin in den vorinstanzlichen Beschwerdeverfahren vbv 130/2023 
und vbv 63/2024. Mit separater und als «Nachtrag» betitelten Eingabe 
vom 20. März 2024 hat die Beschwerdeführerin festgestellt, die ihr zu-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. März 2024, SH/24/238, Seite 3

geteilte Sozialarbeiterin sei nicht mehr erreichbar bzw. es sei nicht in-
formiert worden, dass diese nun einen anderen Namen trage.

 Soweit die Beschwerdeführerin den Ausstand der Regierungsstatthalte-
rin fordert, die ihr «feindlich gesonnen» und «befangen» sei (Be-
schwerde S. 3), ist hierfür nicht das angerufene Verwaltungsgericht des 
Kantons Bern, sondern die Direktion für Inneres und Justiz (DIJ) zu-
ständig (Art. 9 Abs. 2 Satz 3 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die 
Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]). Wenngleich in den 
pauschalen und unsubstanziierten Anwürfen noch keine hinreichende 
Begründung für ein Rekusationsgesuch erblickt werden kann, ist die 
Eingabe insoweit in Anwendung von Art. 4 Abs. 1 VRPG zuständig-
keitshalber weiterzuleiten (vgl. zur Natur des diesbezüglichen Verwal-
tungsaktes: MICHEL DAUM, in: HERZOG/DAUM [Hrsg.], Kommentar zum 
bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 61 N. 19). Es wird an der DIJ sein, 
die Eingabe ggf. im Rahmen der Verfahrensinstruktion zur Verbesse-
rung zurückzuweisen (vgl. Art. 33 VRPG).

 Ein Forumsverschluss hat zu erfolgen, soweit sich die Beschwerdefüh-
rerin mit ihrer Argumentation in weiten Teilen ausserhalb des Anfech-
tungsgegenstandes bewegt (Justizreform, ZPO, StPO-Revision, 
«[Z]usammenwirken von [G]enderfragen und sozioökonomische[n] und 
politischen [H]altungen» etc.) bzw. erneut Bezug auf die geltend ge-
machte Rechtsverweigerung (Beschwerde S. 2) nimmt (vgl. dazu das 
Urteil des Verwaltungsgerichts vom 19. März 2024, SH/2024/175). 

 Ob es sich beim vorinstanzlichen Entscheid betreffend vorsorgliche 
Massnahmen vom 8. März 2024 überhaupt um eine selbständig an-
fechtbare Zwischenverfügung handelt (vgl. dazu Art. 74 Abs. 3 i.V.m. 
Art. 61 Abs. 1 lit. g und Abs. 3 VRPG; DAUM, a.a.O., Art. 61 N. 36 ff.), 
kann hier offenbleiben, da die Beschwerde ohnehin abzuweisen wäre.

 Das in der Beschwerde sinngemäss formulierte Rechtsbegehren betrifft 
die Abweisung des Gesuchs um Erlass einer vorsorglichen Massnah-
me, nicht aber den negativen Entscheid über den Verfahrensantrag 
(Verfahrensvereinigung). Die Eingabe vom 20. März 2024 hat hier 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. März 2024, SH/24/238, Seite 4

mangels eines Sachzusammenhangs mit dem Anfechtungsgegenstand 
von vornherein unberücksichtigt zu bleiben.

 Die instruierende Behörde kann auf Antrag oder von Amtes wegen vor 
dem Erlass eines Entscheides zum Schutz erheblicher öffentlicher oder 
privater Interessen vorsorgliche Massnahmen anordnen (vgl. Art. 27 
Abs. 1 lit. a VRPG). Mit vorsorglichen Leistungsmassnahmen soll 
einstweilig die Erfüllung der ganzen oder eines Teils der streitigen ma-
teriellen Leistung erwirkt werden (vgl. DAUM/RECHSTEINER, in: HER-
ZOG/DAUM [Hrsg.], a.a.O., Art. 27 N. 10). Stehen den Interessen am Er-
lass vorsorglicher Massnahmen andere private oder öffentliche Interes-
sen gegenüber, so ist über den vorläufigen Rechtschutz aufgrund einer 
Interessenabwägung zu entscheiden. Sind die Privatinteressen der von 
vorläufigen Anordnungen betroffenen Person nicht gering, so können 
auch die Erfolgsaussichten in der Hauptsache beleuchtet werden. So ist 
einstweiliger Rechtsschutz namentlich zu versagen, wenn die Begehren 
der gesuchstellenden Partei in der Hauptsache aussichtslos oder die 
Erfolgsaussichten bloss minimal sind. Bei der Interessenabwägung ist 
der Beurteilungsspielraum zu respektieren, welcher der Behörde beim 
Erlass vorsorglicher Massnahmen zukommt. Immerhin soll der mit dem 
Hauptsachenentscheid zu regelnde Zustand weder präjudiziert noch 
verunmöglicht werden (vgl. DAUM/RECHSTEINER, a.a.O., Art. 27 
N. 18 f.).

 Die Vorinstanz nahm im Rahmen der Interessenabwägung eine Haupt-
sachenprognose vor und erwog, die Beschwerdeführerin habe nach 
summarischer Prüfung der Rechtslage weder Anspruch auf Übernahme 
der Immatrikulationsgebühr noch auf die übrigen geltend gemachten 
Kosten für das Studium der … an der Universität Bern. Massgebend 
sind die SKOS-Richtlinien in der Fassung der fünften überarbeiteten 
Ausgabe vom 1. Januar 2021 (vgl. Art. 31 des Gesetzes vom 11. Juni 
2001 über die öffentliche Sozialhilfe [Sozialhilfegesetz, SHG; 
BSG 860.1] i.V.m. Art. 8 der Verordnung vom 24. Oktober 2001 über 
die öffentliche Sozialhilfe [Sozialhilfeverordnung, SHV; BSG 860.111]; 
BVR 2021 S. 530 E. 2.2). Schul-, Kurs- oder Ausbildungsbesuche kön-
nen Mehrkosten verursachen, die nicht im Grundbedarf für den Le-

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bensunterhalt (GBL) enthalten sind. Die Übernahme solcher Kosten als 
situationsbedingte Leistungen (SIL) wird in C.6.2. der SKOS-Richtlinien 
geregelt. Die Vorinstanz gelangte unter Berücksichtigung dieser 
Rechtsgrundlage sowie den Erläuterungen lit. e zu SKOS-RL C.6.2 zum 
vorläufigen Schluss, dass die Begehren der Beschwerdeführerin in der 
Hauptsache aussichtslos sind. Sie zog dabei zulässigerweise die ver-
bleibende Aktivitätsdauer der Beschwerdeführerin sowie die baldige 
Möglichkeit des Vorbezugs der AHV-Altersrente zur Existenzsicherung 
mit ein (vgl. dazu Art. 40 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946 
über die Alters- und Hinterlassenenversicherung [AHVG; SR 831.10] 
sowie lit. d der Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 17. De-
zember 2021 [AHV 21]), womit sie den Grundsatz der Subsidiarität der 
wirtschaftlichen Sozialhilfe (vgl. dazu BGE 141 I 153 E. 4.2 S. 156) ach-
tete. Die dagegen seitens der Beschwerdeführerin erhobene Kritik ist 
nicht sachbezogen und verfängt nicht. Insbesondere ist nicht einzuse-
hen, inwiefern darin ein «verkappter ‹Rassismus› gegenüber dem Al-
ter» zu erblicken sein soll. Hinzu kommt, dass mit einer vorsorglichen 
Übernahme der Immatrikulationsgebühr und weiterer Kosten im Falle 
eines Unterliegens der Beschwerdeführerin in der Hauptsache für die 
Beschwerdegegnerin die latente Gefahr der Uneinbringlichkeit einer 
diesbezüglichen Rückforderung bestünde, was ebenfalls in die Interes-
senabwägung einzufliessen hat. Insgesamt ist nicht einzusehen, inwie-
fern die Vorinstanz den ihr zukommenden erheblichen Beurteilungs- 
und Ermessensspielraum (vgl. DAUM/RECHSTEINER, a.a.O., Art. 27 N. 5) 
rechtsfehlerhaft angewendet haben soll.

 Nach dem vorstehend Dargelegten hält die angefochtene Zwischenver-
fügung einer Rechtskontrolle (vgl. Art. 80 VRPG) stand. Die Beschwer-
de erweist sich als offensichtlich unbegründet und ist abzuweisen, so-
weit darauf überhaupt einzutreten ist.

 Die Durchführung eines Schriftenwechsels erübrigt sich (Art. 83 und 69 
Abs. 1 VRPG; vgl. RUTH HERZOG, in: HERZOG/DAUM [Hrsg.], a.a.O., 
Art. 69 N. 10).

 Für diesen kostenlosen Entscheid (Art. 102 VRPG i.V.m. Art. 53 SHG) 
ist der Einzelrichter zuständig (Art. 57 Abs. 2 lit. b des Gesetzes vom 

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11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der 
Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]). Bei diesem Verfahrensaus-
gang hat die nicht vertretene Beschwerdeführerin von vornherein kei-
nen Anspruch auf eine Parteientschädigung (vgl. Art. 108 Abs. 3 i.V.m. 
Art. 104 Abs. 2 VRPG).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Es wird festgestellt, dass das angerufene Gericht zur Behandlung der 
Eingabe vom 15. März 2024, soweit darin ein Ablehnungsbegehren 
gegen die Regierungsstatthalterin des Verwaltungskreises Bern-
Mittelland gestellt wird, funktionell unzuständig ist. Diesbezüglich wird 
die Eingabe von Amtes wegen an die Direktion für Inneres und Justiz 
weitergeleitet.

3. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- A.________
- Einwohnergemeinde B.________ (samt Eingaben vom 15. und 20. 

März 2024)
- Regierungsstatthalterin des Verwaltungskreises Bern-Mittelland (samt 

Eingaben vom 15. und 20. März 2024)
- Direktion für Inneres und Justiz, Münstergasse 2, Postfach, 3000 

Bern 8 (samt Eingabe vom 15. März 2024 im Original)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 22. März 2024, SH/24/238, Seite 7

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.