# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e4000715-2ff7-5d98-ba20-658c53a299c0
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** SB240111-O2
**Docket/Reference:** SB240111-O2
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/SB240111-O2.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Strafkammer  

Geschäfts-Nr.: SB240111-O/U/sm

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. Bertschi, Präsidentin, Oberrichter Dr. iur. Bez-

govsek und Oberrichter lic. iur. Hoffmann sowie Gerichtsschreiber 

Dr. iur. Harisberger

Urteil vom 30. Mai 2025
(berichtigte Fassung)

in Sachen

1.

2.

...

A._____,  

3. …

4.

B._____,  

Beschuldigte, Berufungskläger und Anschlussberufungsbeklagte

2 verteidigt durch Rechtsanwalt und Notar Dr. iur. X._____ 

4 verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____

gegen

Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich, 

Anklägerin, Berufungsbeklagte und Anschlussberufungsklägerin

betreffend mehrfachen gewerbsmässigen Betrug etc.

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 9. Abteilung, vom 

4. Dezember 2023 (DG220133)

- 2 -

Anklage:

Die Anklageschriften der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich betreffend die 

Beschuldigten A._____ und B._____ vom 12. Juli 2022 sind diesem Urteil beige-

heftet (Urk. 42/2/1; Urk. 42/4/1).

Urteil der Vorinstanz:
(Urk. 193 S. 332 ff. im Auszug)

[...]

Das Verfahren betreffend den Beschuldigten B._____ wird in den Anklage-

punkten 3.2.1 und 3.2.2 je hinsichtlich der Gehilfenschaft zu Betrug einge-

1.

2.

stellt.

3.-4. [...]

5.

Der Beschuldigte A._____ ist schuldig



der mehrfachen Gehilfenschaft zu Betrug im Sinne von Art. 146 Abs. 1 

StGB in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 StGB.

6.

7.

[...]

Der Beschuldigte B._____ ist schuldig



der mehrfachen Gehilfenschaft zu Betrug im Sinne von Art. 146 Abs. 1 

StGB in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 StGB.

8.-9. [...]

10. Der Beschuldigte A._____ wird bestraft mit einer Geldstrafe von 300 Tages-

sätzen zu CHF 40.–, wovon 1 Tagessatz als durch Haft geleistet gilt.

11. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre 

festgesetzt.

12.-13. [...]

- 3 -

14. Der Beschuldigte B._____ wird bestraft mit einer Geldstrafe von 240 Tages-

sätzen zu CHF 600.–, wovon 13 Tagessätze als durch Haft geleistet 

gelten.

15. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre 

festgesetzt.

16. Der Beschuldigte C._____ wird (teilweise solidarisch mit den Beschuldigten 

A._____ und D._____ gemäss Dispositivziffern 17 und 18) verpflichtet, der 

Privatklägerin 1 (E._____ AG) Schadenersatz in der Höhe von 

CHF 583'109.60 zu bezahlen. Zudem wird der Beschuldigte C._____ ver-

pflichtet, der Privatklägerin 1 (E._____ AG) die nachfolgenden Zinszahlun-

gen zu leisten (teilweise solidarisch mit den Beschuldigten A._____ und 

D._____ gemäss Dispositivziffern 17 und 18):













5 % Zins auf CHF 84'780.– seit 17. Dezember 2012,

5 % Zins auf CHF 129'600.– seit 21. Januar 2013,

5 % Zins auf CHF 81'000.– seit 6. Februar 2013,

5 % Zins auf CHF 21'500.– seit 11. März 2013,

5 % Zins auf CHF 177'129.60 seit 30. April 2013,

5 % Zins auf CHF 89'100.– seit 5. Juni 2013.

17. Der Beschuldigte A._____ wird unter solidarischer Haftbarkeit mit dem Be-

schuldigten C._____ verpflichtet, der Privatklägerin 1 (E._____ AG) Scha-

denersatz in der Höhe von CHF 342'900.– zu bezahlen. Zudem wird der Be-

schuldigte A._____ unter solidarischer Haftbarkeit mit dem Beschuldigten 

C._____ verpflichtet, der Privatklägerin 1 (E._____ AG) die nachfolgenden 

Zinszahlungen zu leisten:









5 % Zins auf CHF 84'780.– seit 17. Dezember 2012,

5 % Zins auf CHF 81'000.– seit 6. Februar 2013,

5 % Zins auf CHF 88'020.– seit 30. April 2013,

5 % Zins auf CHF 89'100.– seit 5. Juni 2013.

18. Der Beschuldigte D._____ wird unter solidarischer Haftbarkeit mit dem Be-

schuldigten C._____ verpflichtet, der Privatklägerin 1 (E._____ AG) Scha-

- 4 -

denersatz in der Höhe von CHF 190'209.60 zu bezahlen. Zudem wird der 

Beschuldigte D._____ unter solidarischer Haftbarkeit mit dem Beschuldigten 

C._____ verpflichtet, der Privatklägerin 1 (E._____ AG) die nachfolgenden 

Zinszahlungen zu leisten:





5 % Zins auf CHF 129'600.– seit 21. Januar 2013,

5 % Zins auf CHF 60'609.60 seit 30. April 2013.

19. Der Beschuldigte C._____ wird anerkennungsgemäss (teilweise solidarisch 

mit dem Beschuldigten A._____ gemäss Dispositivziffer 20) verpflichtet, der 

Privatklägerin 2 (Baudirektion des Kantons Zürich) Schadenersatz in der 

Höhe von CHF 1'210'252.15 zu bezahlen. Zudem wird der Beschuldigte 

C._____ verpflichtet, der Privatklägerin 2 (Baudirektion des Kantons Zürich) 

die nachfolgenden Zinszahlungen zu leisten (teilweise solidarisch mit dem 

Beschuldigten A._____ gemäss Dispositivziffer 20):















5 % Zins auf CHF 173'880.– seit 19. Mai 2014,

5 % Zins auf CHF 151'968.10 seit 21. Mai 2014,

5 % Zins auf CHF 77'104.05 seit 6. August 2014,

5 % Zins auf CHF 182'520.– seit 1. September 2014,

5 % Zins auf CHF 189'540.– seit 10. Oktober 2014,

5 % Zins auf CHF 251'640.– seit 23. Februar 2015,

5 % Zins auf CHF 183'600.– seit 13. August 2015.

20. Der Beschuldigte A._____ wird unter solidarischer Haftbarkeit mit dem Be-

schuldigten C._____ verpflichtet, der Privatklägerin 2 (Baudirektion des Kan-

tons Zürich) Schadenersatz in der Höhe von CHF 173'880.– zuzüglich 5 % 

Zins seit 19. Mai 2014 zu bezahlen.

21. Der Beschuldigte C._____ wird (teilweise solidarisch mit dem Beschuldigten 

B._____ gemäss Dispositivziffer 23) verpflichtet, der Privatklägerin 3 

(F._____ AG) Schadenersatz in der Höhe von CHF 374'681.45 zuzüglich 

5 % Zins seit 12. Juli 2022 zu bezahlen. 

22. Der Beschuldigte B._____ wird unter solidarischer Haftbarkeit mit dem Be-

schuldigten C._____ verpflichtet, der Privatklägerin 3 (F._____ AG) Scha-

- 5 -

denersatz in der Höhe von CHF 240'858.35 zuzüglich 5 % Zins seit 12. Juli 

2022 zu bezahlen.

23. Die Zivilklage der Privatklägerin 3 (F._____ AG) im Umfang von 

CHF 43'040.– gegenüber den Beschuldigten C._____, D._____ und 

B._____ wird zufolge Gegenstandslosigkeit als erledigt abgeschrieben.

24.

[...]

25. Hinsichtlich des beschlagnahmten und bei der Bezirksgerichtskasse lagern-

den Betrags von CHF 74'213.51 (Erlös aus der Saldierung des von der UBS 

Switzerland AG für die G._____ AG geführten Kontokorrentkontos Nr. CH 1) 

werden CHF 62'497.51 der Privatklägerin 2 (Baudirektion des Kantons Zü-

rich) zugewiesen. Die Bezirksgerichtskasse wird angewiesen, den Betrag 

von CHF 62'497.51 nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheids auf fol-

gendes Konto zu überweisen: Konto Nr. CH63 0070 0110 0061 0300 8, 

ZKB, Inhaber Kanton Zürich, Baudirektion, 8090 Zürich.

Im Umfang von CHF 12'234.– wird der beschlagnahmte Betrag (in der Höhe 

von insgesamt CHF 74'213.51) zur Deckung der Verfahrenskosten des 

Beschuldigten C._____ verwendet.

26.-35. [...]

36. Der Beschuldigte A._____ wird verpflichtet, dem Staat als Ersatz für nicht 

mehr vorhandenen, widerrechtlich erlangten Vermögensvorteil CHF 20'000.– 

zu bezahlen.

37. Die Bezirksgerichtskasse wird angewiesen, den Ersatzforderungserlös ge-

mäss Dispositivziffer 36 der Privatklägerin 1 (E._____ AG) zu überweisen.

Es wird davon Vormerk genommen, dass die Privatklägerin 1 (E._____ AG) 

ihre Forderung im entsprechenden Umfang an den Staat abgetreten hat.

38. Der durch die Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich beschlagnahmte und 

bei der Bezirksgerichtskasse befindliche Betrag in Höhe von CHF 20'000.– 

- 6 -

ist zur Deckung der Verfahrenskosten des Beschuldigten A._____ zu ver-

wenden. In einem allfälligen Mehrbetrag wird die Beschlagnahmung aufrecht 

erhalten, bis im Zwangsvollstreckungsverfahren betreffend die Ersatzforde-

rung über Sicherungsmassnahmen entschieden oder die Ersatzforderung 

getilgt wurde, längstens jedoch für die Dauer von zwei Jahren nach Eintritt 

der Rechtskraft dieses Entscheids betreffend Verpflichtung zur Bezahlung 

der Ersatzforderung.

39.-41. [...]

42. Der Beschuldigte B._____ wird verpflichtet, dem Staat als Ersatz für nicht 

mehr vorhandenen, widerrechtlich erlangten Vermögensvorteil 

CHF 120'000.– zu bezahlen.

43. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:

CHF

45'000.00 ; (anteilsmässig) die weiteren Kosten betragen:

CHF

CHF

CHF

CHF

CHF

CHF

7'500.00   Gebühr für das Vorverfahren (BES C._____)

6'101.35   Auslagen (BES C._____)

  (davon wird der Betrag von CHF 4'029.35 definitiv auf 
   die Gerichtskasse genommen)

2'000.00   Gebühr für das Vorverfahren (BES A._____)

50.00   Auslagen (BES A._____)

3'000.00   Gebühr für das Vorverfahren (BES D._____)

90.00   Auslagen (BES D._____)

CHF 

2'310.00   Auslagen Polizei (BES D._____)

CHF

CHF

CHF

2'106.00   Entschädigung Sachverständige (BES D._____)

3'000.00   Gebühr für das Vorverfahren (BES B._____)

154.00   Entschädigung Zeuge (BES B._____)

- 7 -

CHF 

71'037.00   Entschädigung amtliche Verteidigung (BES C._____)

CHF

CHF

CHF

25'376.00   Entschädigung ehemalige amtliche Verteidigung (BES 

  D._____)

34'535.15   Entschädigung amtliche Verteidigung (BES D._____)

12'639.15   Prozessentschädigung B'._____ AG

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.

44. Die separat ausgewiesenen Kosten der Untersuchung, ausgenommen dieje-

nigen der amtlichen Verteidigungen, werden den jeweiligen Beschuldigten 

auferlegt.

45. Die Kosten des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen diejenigen der amt-

lichen Verteidigungen, werden dem Beschuldigten C._____ zu 1/3, dem Be-

schuldigten A._____ zu 1/5, dem Beschuldigten D._____ zu 1/5 und dem 

Beschuldigten B._____ zu 4/15 auferlegt.

46.-48. [...]

49. Rechtsanwältin lic. iur. Z1._____ wird für ihre Bemühungen und Auslagen 

als ehemalige amtliche Verteidigerin des Beschuldigten D._____ mit 

CHF 25'376.– (inkl. MwSt. und Akontozahlung in der Höhe von 

CHF 17'321.65) aus der Gerichtskasse entschädigt.

50. Rechtsanwalt lic. iur. Z2._____ wird für seine Bemühungen und Auslagen 

als amtlicher Verteidiger des Beschuldigten D._____ mit CHF 34'535.15 

(inkl. MwSt.) aus der Gerichtskasse entschädigt.

51. Die Beschuldigten C._____, A._____ und D._____ werden unter solidari-

scher Haftbarkeit verpflichtet, der Privatklägerin 1 (E._____ AG) für das ge-

samte Verfahren eine Prozessentschädigung in der Höhe von 

CHF 26'824.65 (inkl. MwSt.) zu bezahlen.

52. Die Beschuldigten C._____ und A._____ werden unter solidarischer Haftbar-

keit verpflichtet, der Privatklägerin 2 (Baudirektion des Kantons Zürich) für 

- 8 -

das gesamte Verfahren eine Prozessentschädigung in der Höhe von 

CHF 48'273.05 (inkl. MwSt.) zu bezahlen.

53. Der Verfahrensbeteiligten B'._____ AG in Liquidation wird eine Prozessent-

schädigung von CHF 12'639.15 für anwaltliche Vertretung aus der Gerichts-

kasse zugesprochen.

Beschluss der Vorinstanz:
(Berichtigung des Urteils vom 4. Dezember 2023; Urk. 188)

1.

Das Dispositiv des Urteils vom 4. Dezember 2023 wird berichtigt und um 

zwei Dispositivziffern 23. a) und b) ergänzt. Diese lauten wie folgt:

"23. a) 

In der Höhe der durch die Privatklägerin 3 (F._____ AG) geltend 

gemachten Mehrbeträge werden die Zivilforderungen der Privat-

klägerin 3 (F._____ AG) gegenüber den Beschuldigten C._____ 

und B._____ abgewiesen.

b)

In der Höhe des durch die Privatklägerin 3 (F._____ AG) gegen-

über dem Beschuldigten D._____ geltend gemachten Mehrbe-

trags wird die Zivilforderung der Privatklägerin 3 (F._____ AG) als 

durch Rückzug erledigt abgeschrieben."

Berufungsanträge:

a)

Der Verteidigung des Beschuldigten 2:

(Urk. 236 S. 23 i.V.m. Urk. 196 S. 1)

1.

Der Beschuldigte A._____ ficht folgende Dispositionsziffern an (nur diejeni-

gen, die ihn betreffen):

-

-

-

Ziff. 5: Der Beschuldigte sei von Schuld freizusprechen

Ziff. 10. f.: Der Beschuldigte sein von Strafe freizusprechen

Ziff. 17: Der Beschuldigte sei von Schadenersatz freizusprechen

- 9 -

-

-

-

-

-

Ziff. 20: Der Beschuldigte sei von Schadenersatz freizusprechen

Ziff. 36. f.: Der Beschuldigte sei von Schadenersatz freizusprechen

Ziff. 38: Die beschlagnahmte Summe sei freizugeben

Ziff. 45: Dem Beschuldigten seien keine Kosten aufzuerlegen

Ziff. 51. f.: Dem Beschuldigten seien keine Kosten aufzuerlegen

Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen bei beiden Instanzen (inkl. MwSt.)

b)

Der Verteidigung des Beschuldigten 4:

(Urk. 234 S. 30 f.)

1.

Der Beschuldigte B._____ sei vom Vorwurf der mehrfachen Gehilfenschaft 

zum Betrug im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 25 

Abs. 1 StGB vollumfänglich freizusprechen.

2.

Die Zivilforderungen der F._____ AG gegenüber dem Beschuldigten 

B._____ seien vollumfänglich abzuweisen, eventualiter seien sie auf den Zi-

vilweg zu verweisen.

3.

Die Ersatzforderung des Staates gegenüber dem Beschuldigten B._____ sei 

vollumfänglich abzuweisen.

4.

Die Anträge der Staatsanwaltschaft in der Anschlussberufung vom 

03.04.2024 seien vollumfänglich abzuweisen.

5.

Dem Beschuldigten B._____ sei eine Entschädigung von CHF 5'200.00 für 

die ungerechtfertigt angeordnete Haft vom 09. Juni 2016 bis 21. Juni 2016 

zuzusprechen.

6.

Die Verfahrenskosten des Untersuchungsverfahrens, des erstinstanzlichen 

Verfahrens sowie des Berufungsverfahrens seien, soweit sie den Beschul-

digten B._____ betreffen, dem Staat aufzuerlegen.

- 10 -

7.

Dem Beschuldigten B._____ sei eine Entschädigung im Umfang des Hono-

rars inkl. MWST seines Wahlverteidigers im erstinstanzlichen Verfahren zu-

zusprechen sowie seines Wahlverteidigers im Berufungsverfahren.

c)

Der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich:

(Urk. 238, 239, 240, 241 [zusammenfassend])

1.

In Abänderung von Ziff. 10 des Urteils des BG Zürich vom 4. Dezember 

2023 und dem berichtigenden Beschluss vom 26. Januar 2024 sei der Be-

schuldigte A._____ mit einer Geldstrafe von 360 Tagessätzen zu CHF 120.- 

zu bestrafen, wovon 1 Tagessatz als durch Haft geleistet anzurechnen ist.

2.

In Abänderung von Ziff. 14 des Urteils des BG Zürich vom 4. Dezember 

2023 und dem berichtigenden Beschluss vom 26. Januar 2024 sei der Be-

schuldigte B._____ mit einer Geldstrafe von 330 Tagessätze zu CHF 600.- 

zu bestrafen, wovon 13 Tagessätze als durch Haft geleistet gelten sollen.

3.

Ziff. 36 des vorinstanzlichen Urteils sei abzuändern wie folgt: Der Beschul-

digte A._____ sei zu verpflichten, dem Kanton Zürich den Betrag von 

CHF 32'780 zu bezahlen.

4.

Ziff. 42 des vorinstanzlichen Urteils sei abzuändern wie folgt: Der Beschul-

digte B._____ sei zu verpflichten, dem Kanton Zürich den Betrag von 

CHF 239'796 zu bezahlen.

5.

Im Übrigen sei das Urteil des BG Zürich vom 4. Dezember 2023 und dem 

berichtigenden Beschluss vom 26. Januar 2024 zu bestätigen.

––––––––––––––––––––––––––––––––––

- 11 -

Erwägungen:

I.  Verfahren

1.

Vorverfahren

1.1.

Am 3. September 2015 wurde C._____ an seinem Wohnort verhaftet (vgl. 

Urk. 21/2; Urk. 13/1 S. 3), nachdem das Hochbauamt des Kantons Zürich (namens 

der Baudirektion des Kantons Zürich) mit Eingabe vom 26. August 2015 im Zusam-

menhang  mit  dessen  Tätigkeit  für  das  Hochbauamt  eine  Strafanzeige  gegen  ihn 

eingereicht hatte (Urk. 1/1). Die in der Folge angehobenen Ermittlungen (vgl. Urk. 

3/1; Urk. 4/1 ff.) wurden im weiteren Verlauf auf die vom vorliegenden Strafverfah-

ren mitbetroffenen Beschuldigten A._____, D._____ und B._____ ausgeweitet, da 

sich der konkrete Verdacht ergab, dass die Genannten in die deliktischen Machen-

schaften von C._____ in strafrechtlich relevanter Weise involviert waren (vgl. Urk. 

3/3; Urk. 3/5). Auf Antrag der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich vom 9. Sep-

tember 2015 übernahm die spezialisierte Abteilung dieser Anklagebehörde per 11. 

September 2015 den Verfahrensteil der Vermögenseinziehungen und eröffnete ein 

entsprechendes  Einziehungsverfahren  (vgl.  Akten  Vermögenseinziehung  [Akten 

VEZ], Urk. 1/1+2).

1.2.

Für den Fortgang des Vorverfahrens sowie des nachfolgenden erstinstanz-

lichen Gerichtsverfahrens kann auf das vorliegend angefochtene Urteil des Bezirks-

gerichtes  Zürich,  9.  Abteilung,  vom  4.  Dezember  2023  verwiesen  werden  (vgl. 

Urk. 193  S. 24  ff.),  woraus  sich  namentlich  ergibt,  dass  von  der  Staatsanwalt-

schaft II für den Kanton Zürich gegen die vorgenannten Personen am 12. Juli 2022 

jeweils getrennt Anklage erhoben wurde (vgl. Urk. 42/1/1; Urk. 42/2/1; Urk. 42/3/1; 

Urk. 42/4/1), worauf am 28. und 29. November 2023 die Hauptverhandlung statt-

fand (vgl. Prot. I S. 14 ff.).

2.

Erstinstanzliches Verfahren

2.1.

Nach durchgeführtem Hauptverfahren wurde mit dem vorerwähnten Urteil 

des Bezirksgerichtes Zürich vom 4. Dezember 2023 das Verfahren betreffend die 

Beschuldigten C._____ und B._____ hinsichtlich der Anklagepunkte 3.2.1., 3.2.2. 

- 12 -

und 3.3. definitiv eingestellt (Urk. 193 S. 332 f.). Betreffend die verbleibenden An-

klagepunkte wurde der Beschuldigte C._____ des mehrfachen (teilweise gewerbs-

mässigen) Betruges im Sinne von Art. 146 Abs. 1 (und teilweise Abs. 2) StGB sowie 

der  mehrfachen  Urkundenfälschung  im  Sinne  von  Art.  251  Ziff.  1  StGB  schuldig 

gesprochen und mit einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 3 Jahren bestraft. Der 

Beschuldigte D._____ wurde derweil aufgrund der gleichen verwirklichten Tatbe-

stände mit einer bedingten Freiheitsstrafe von 14 Monaten belegt, während die Be-

schuldigten A._____ und B._____ jeweils wegen mehrfacher Gehilfenschaft zum 

Betrug im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 25 StGB zu einer 

bedingten  Geldstrafe  von  300  Tagessätzen  zu  Fr. 40.–  bzw.  zu  einer  bedingten 

Geldstrafe von 240 Tagessätzen zu Fr. 600.– verurteilt wurden (Urk. 193 S. 332 

ff.). Im Weiteren wurde von der Vorinstanz über die Schadenersatzforderungen der 

Privatklägerinnen  sowie  die  im  Verfahren  verfügten  Vermögensbeschlagnahmen 

bzw. -sperren befunden, wobei die vorzeitige Verwertung der Liegenschaft der Ver-

fahrensbeteiligten H._____ angeordnet wurde. Schliesslich wurden die jeweiligen 

Ersatzleistungen der Beschuldigten an den Staat sowie die erstinstanzlichen Kos-

ten-  und  Entschädigungsfolgen  geregelt  (Urk.  181  S.  3  ff.;  Urk.  190  bzw.  193 

S. 334 ff.). Mit Beschluss vom 26. Januar 2024 wurde das Dispositiv des genannten 

Urteils sodann im Zivilpunkt betreffend die Beschuldigten H._____, D._____ und 

B._____ um die Ziffern 23.a. und b. ergänzt (Urk. 188 S. 5). 

2.2. Während der Beschuldigte C._____ das erstinstanzliche Urteil akzeptierte, 

liessen  die  Beschuldigten  A._____,  D._____  und  B._____  mit  Eingaben  vom 

7., 11. und  13.  Dezember  2023  jeweils  rechtzeitig  die  Berufung  anmelden  (vgl. 

Urk. 184 - 186). 

3.

Zweitinstanzliches Verfahren 

3.1.

Nach  Eingang  der  Berufungserklärungen  der  Beschuldigten  D._____, 

A._____ und B._____ vom 5. bzw. 11. März 2024 (Urk. 194, 196 + 201) sowie der 

Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft vom 3. April 2024 betreffend die erstin-

stanzlich  festgesetzten  Strafen  und  Ersatzforderungen  (Urk.  207)  wurde  der 

Vorinstanz vom hiesigen Gericht mit den Schreiben vom 20. März 2024 und 10. Mai 

2024 die Rechtskraft ihres Urteils betreffend den Beschuldigten C._____ bezüglich 

- 13 -

der Dispositivziffern 1, 4, 8, 9, 24, 26 - 35, 46 + 48 sowie die Verfahrensbeteiligte 

H._____ bezüglich Dispositivziffern 33 - 35 mitgeteilt (Urk. 204 + 213). Zumindest 

faktisch rechtskräftig wurden mit Bezug auf den Beschuldigten C._____ zufolge von 

dessen Nichtanfechtung sodann auch die diesen betreffenden Dispositivziffern 16, 

19, 21 und 25 des vorinstanzlichen Urteils (vgl. Urk. 193 S. 334 ff.).

Der  Beschuldigte  D._____  liess  seine  Berufung  mit  Eingabe  vom  6. Mai 

2024  zurückziehen  (Urk.  209),  worauf  mit  Beschluss  vom  10.  Mai  2024  das  ihn 

betreffende Berufungsverfahren unter Regelung der entsprechenden Kostenfolgen 

als durch Rückzug erledigt abgeschrieben und infolgedessen auch die Rechtskraft 

des erstinstanzlichen Urteils bezüglich der Dispositivziffern 3, 6, 12 + 13, 39 - 41 

und 47 festgestellt wurde (Urk. 216). Gleichzeitig zumindest faktisch rechtskräftig 

wurden sodann die diesen ebenfalls betreffenden Dispositivziffern 18, 49 und 50 

des  Urteils  der  Vorinstanz.  Entsprechend  wurde  der  Beschuldigte  D._____  aus 

dem Rubrum des zweitinstanzlichen Verfahrens entfernt.

3.2.

Mit  Schreiben  vom  27.  Mai  2024  teilte  der  bisherige  Verteidiger  des  Be-

schuldigten B._____ mit, dass er sein Mandat altershalber niederlege (Urk. 220), 

worauf sich Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ am 13. Juni 2024 mit beigelegter Voll-

macht als neuer Verteidiger des Beschuldigten auswies (Urk. 224 + 225). Am 15. 

August 2024 wurde schliesslich auf den 27. und 28. Mai 2025 zur Berufungsver-

handlung  vorgeladen  (Urk.  226),  zu  welcher  die  Beschuldigten  A._____  und 

B._____  in  Begleitung  ihrer  erbetenen  Verteidiger  sowie  die  Vertretungen  der 

Staatsanwaltschaft erschienen sind (Prot. II S. 8 ff.). Im Anschluss wurde den Par-

teien das Berufungsurteil nach erfolgter Beratung am 30. Mai 2025 im Dispositiv 

schriftlich eröffnet (Urk. 243). Mit Beschluss vom 19. Juni 2025 wurde schliesslich 

Dispositivziffer 5a aufgrund eines offensichtlichen Versehens berichtigt (Urk. 245; 

vgl. auch Urk. 244).

- 14 -

II.  Formelles

1.

Rechtskraft

1.1.

Der Beschuldigte A._____ ficht das ihn betreffende erstinstanzliche Urteil 

mit  Bezug  auf  den  Schuldpunkt  und  die  sich  daraus  ergebenden  Folgen  an 

(Urk. 196 S. 1 f.; Prot. II S. 8 f.). Der Beschuldigte B._____ stellt dieselben Anträge 

betreffend seine erstinstanzliche Verurteilung (Urk. 201 S. 1 f.; Prot. II S. 9). Derweil 

rügt die Staatsanwaltschaft mit ihrer Anschlussberufung die erstinstanzliche Fest-

setzung der Sanktionen und Ersatzforderungen betreffend die beiden noch im Be-

rufungsverfahren  stehenden  Beschuldigten  und  lässt  das  Verdikt  der  Vorinstanz 

ansonsten unbeanstandet (Urk. 207 S. 3; Prot. II S. 10).

1.2.

Damit ist das Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 9. Abteilung, vom 4. De-

zember 2023 – nebst den infolge Nichtanfechtung frühzeitig rechtskräftig geworde-

nen Dispositivziffern betreffend den Beschuldigten C._____ und die Verfahrensbe-

teiligte  H._____  sowie  der  infolge  Berufungsrückzuges  bereits  festgestellten 

Rechtskraft  des  Urteils  betreffend  den  Beschuldigten  D._____  (vgl.  vorne  Ziffer 

I./3.; Urk. 204, 209 + 213) – nunmehr auch betreffend den Beschuldigten B._____ 

bezüglich  der  Dispositivziffer  2  (Einstellung  des  Verfahrens  betreffend  Anklage-

punkte 3.2.1. und 3.2.2.) in Rechtskraft erwachsen. Ferner kann in seinem Fall auch 

die Rechtskraft der Dispositivziffern 23, 23.a, 23.b und 53 des vorinstanzlichen Ent-

scheides (teilweise Abschreibung bzw. Abweisung der Zivilklage der F._____ AG; 

Zusprechung der Prozessentschädigung an die B'._____ AG) festgestellt werden, 

nachdem zum einen der Beschuldigte B._____ insofern nicht beschwert ist und sich 

zum anderen die Verfahrensbeteiligte B'._____ AG am Berufungsverfahren nicht 

beteiligt hat. In den nunmehr noch offenen Punkten (Dispositivziffern 5, 7, 10 + 11, 

14 + 15, 17, 20, 22, 36 - 38, 42 - 45 sowie 51 + 52) ist das besagte Urteil demge-

genüber gestützt auf Art. 398 Abs. 2 StPO in zweiter Instanz nochmals umfassend 

zu überprüfen. 

- 15 -

2.

Beweisanträge

2.1.

Beschuldigter A._____

2.1.1. Der  Beschuldigte  A._____  liess  im  Berufungsverfahren  die  weitgehend 

gleichlautenden Beweisanträge wie vor Vorinstanz und in der Untersuchung stellen 

(vgl. Urk. 196 S. 2; Urk. 41/2/10+11). Diese Beweisanträge wurden mit Präsidial-

verfügung vom 29. April 2025 abgewiesen (Urk. 229), worauf sie seitens des Be-

schuldigten anlässlich der Berufungsverhandlung wiederum erneuert und um einen 

zusätzlichen Antrag erweitert wurden (Prot. II S. 63). Im Einzelnen beantragt die 

Verteidigung in diesem Zusammenhang zunächst die Befragung des in der vorlie-

genden  Sache  hauptbeschuldigten  C._____  betreffend  das  Freundschafts-  bzw. 

Vertrauensverhältnis zum Beschuldigten A._____. Weiter will sie die interne Orga-

nisation des Rechnungswesens sowie die Auftragsvergabe bei den Privatklägerin-

nen E'._____ AG (aktuell: E._____ AG) und Universitätsspital / Baudirektion Zürich 

abgeklärt haben und stellt dabei den Antrag auf Befragung der dort (im Tatzeitraum) 

jeweils zuständigen Stellen bzw. Personen. Ferner wird die Einvernahme weiterer 

Personen anbegehrt, um ein allfälliges Abhängigkeitsverhältnis des Beschuldigten 

A._____ gegenüber dem Beschuldigten C._____ zu eruieren. Und schliesslich be-

antragte die Verteidigung anlässlich der Berufungsverhandlung zusätzlich den Bei-

zug  der  Handänderungsverträge  betreffend  die  erfolgten  Umstrukturierungen  bei 

der Privatklägerin E'._____ AG, um deren Legitimation zur Geltendmachung von 

Zivilansprüchen prüfen zu können (Urk. 196; Prot. II S. 63). 

2.1.2. Was den ersten Beweisantrag betrifft, so kann dem Beschuldigten A._____ 

durchaus geglaubt werden, dass zum Beschuldigten C._____ im Verlauf der län-

geren  Nachbarschaft  ein  freundschaftliches  Verhältnis  entstanden  ist,  in  dessen 

Rahmen sich auch eine gewisse Dankbarkeit ergab, da ihn C._____ bei sporadisch 

auftretenden Informatik- und Buchhaltungsproblemen jeweils unterstützt hat. Inwie-

fern diese Umstände jedoch dazu führten, dass der Beschuldigte A._____ ein blin-

des Vertrauen entwickelte und nicht mehr in der Lage war, die Erklärungen seines 

Nachbarn betreffend die inkriminierten Geldüberweisungen kritisch zu hinterfragen, 

erschliesst sich nicht, zumal der Beschuldigte A._____ im Gegenzug kostengünstig 

Gartenarbeiten für den Beschuldigten C._____ erledigte, was nicht auf eine einsei-

- 16 -

tige Abhängigkeit hindeutet. Vielmehr spricht das freundschaftliche Verhältnis der 

beiden Beschuldigten dafür, dass der Beschuldigte A._____ die mögliche delikti-

sche Komponente trotz Vorahnung verdrängte, um seinen Nachbarn und Unterstüt-

zer nicht zu kompromittieren, welcher Umstand aber für die Beurteilung des Schuld-

punktes keine entscheidende Rolle spielt, sondern höchstens im Rahmen der Straf-

zumessung  gewisse  Berücksichtigung  zu  Gunsten  des  Beschuldigten  finden 

könnte,  wofür  es  jedoch  keine  erneute  Befragung  des  Beschuldigten  C._____ 

braucht, zumal dieser bereits in der Untersuchung betreffend das gegenseitige Ver-

hältnis mit dem Beschuldigten A._____ befragt worden ist (vgl. Urk. 4/14 S. 3 ff.; 

Urk. 4/21 S. 4 ff.).

2.1.3. Hinsichtlich  der  in  diesem  Zusammenhang  beantragten  weiteren  Einver-

nahmen will der Beschuldigte A._____ I._____ (eh. Bezirksamtmann in J._____) 

und K._____ (eh. Polizist in J._____) insbesondere deshalb befragt wissen, weil 

diese Personen zu einem früheren (nicht angeklagten) Vorfall Aussagen machen 

könnten (vgl. Urk. 223 S. 1; Prot. II S. 47 f.). Nachdem aber aufgrund seiner dies-

bezüglichen  Argumentation  nicht  ersichtlich  ist,  dass  massgebende  Berührungs-

punkte  dieses  früheren  Vorfalles  mit  den  vorliegend  zu  diskutierenden  Anklage-

punkten bestehen, erübrigt sich die Befragung dieser beiden Zeugen. Im Weiteren 

könnten  die  besagten  Personen  gemäss  dem  Beschuldigten  bezeugen,  dass  es 

ihm zeitlebens wichtig gewesen sei, in bürgerlichen Ehren und Rechten zu stehen 

(Urk. 223 S. 2; Prot. II S. 47 f.). Da der entsprechend gute Leumund des Beschul-

digten in der Heimatgemeinde an sich unbestritten ist, dieser aber gleichzeitig we-

nig  über  eine  allfällige  konkrete  Delinquenz  des  Beschuldigten  auszusagen  ver-

mag, erübrigt sich auch insofern eine diesbezügliche Beweisabnahme. Und wenn 

schliesslich die (damalige) Filialleiterin der L._____ [Bank] M._____ in den Zeugen-

stand berufen werden soll, um nach einzelnen Besuchen der beiden Beschuldigten 

bei der dortigen Bank über ein Treue- bzw. Abhängigkeitsverhältnis zwischen die-

sen  nähere  Auskunft  zu  geben,  so  kann  dazu  bereits  an  dieser  Stelle  antizipiert 

werden, dass entsprechende Aussagen der beantragten Zeugin angesichts der iso-

lierten Ereignisse keine genügenden Aufschlüsse über eine entsprechende Abhän-

gigkeit bzw. Vertrauensseligkeit des Beschuldigten A._____ im Rahmen der inkri-

minierten Geschehnisse zu ergeben vermöchten, selbst wenn die Zeugin entspre-

- 17 -

chende Eindrücke zu schildern vermöchte, zumal die Verteidigung des Beschuldig-

ten A._____ anlässlich der Berufungsverhandlung selbst ausführte, die Filialleiterin 

wisse mittlerweile nichts mehr von den damaligen Ereignissen (vgl. Prot. II S. 77).

2.1.4. Was sodann die internen Kontrollabläufe betreffend die Bauvorhaben und 

deren  Finanzierung  bei  den  involvierten  Privatklägerinnen  anbelangt,  so  hat  die 

Baudirektion des Kantons Zürich im Vorfeld der vorinstanzlichen Hauptverhandlung 

ein Schreiben einreichen lassen, in welchem diese Abläufe im Einzelnen dargelegt 

werden.  Daraus  erhellt  insbesondere  auch,  dass  der  Beschuldigte  C._____  auf-

grund seiner Stellung als verantwortlicher Projektleiter eine entscheidende Position 

in diesen Abläufen innehatte, in deren Rahmen er als Anweisungsberechtigter eine 

Originalrechnung eines Dienstleisters direkt der Zahlstelle überbringen und so die 

Zahlung auslösen konnte (vgl. Urk. 87 S. 1 ff.; vgl. auch Urk. 4/21 S. 7: "Ich habe 

sie kontrolliert, visiert und als Expresszahlung in den Zahlungskreislauf gebracht."). 

Es ist nicht ersichtlich, inwiefern die Befragungen der zuständigen Personen und 

namentlich des dem Beschuldigten C._____ vorgesetzten N._____ darüber hinaus 

weitere Erkenntnisse zu den internen Kontrollabläufen bezüglich des Bauprojektes 

an der O._____-strasse in Zürich bringen könnten, welche für die Beurteilung der 

Schuld des Beschuldigten A._____ von Bedeutung wären, zumal N._____ zu die-

ser  Thematik  bereits  in  seiner  (Haft-)Einvernahme  vom  3.  September  2015  er-

schöpfend Auskunft gegeben hat, soweit er sich dazu als kompetent erachtete (vgl. 

Urk. 4/1 S. 2 ff.).

Betreffend die E'._____ AG bestehen weniger klare Erkenntnisse hinsicht-

lich  der  Frage,  wie  die  interne  Organisation  des  Unternehmens  im  inkriminierten 

Zeitraum ausgestaltet war und wie dabei insbesondere die eingehenden Rechnun-

gen kontrolliert, bezahlt und verbucht worden sind. Auch vermag es entgegen der 

Vorinstanz  für  den  entsprechenden  Nachweis  selbstredend  nicht  zu  genügen, 

wenn  in  der  Anklage  entsprechende  Behauptungen  aufgestellt  werden  (vgl.  Urk. 

193 S. 42). Allerdings hat der Beschuldigte C._____ seine Rolle beim inkriminierten 

Bauvorhaben dieses Unternehmens (Projekt P._____) in der Untersuchung und an-

lässlich  der  Hauptverhandlung  einlässlich  dargelegt,  woraus  namentlich  hervor-

geht, dass er auch in diesem Fall entscheidende Kontrollfunktionen innehatte, in-

- 18 -

dem er für die Gesamtsteuerung des Projektes zuständig war und den Bauherrn im 

Verkehr  mit  den  rechnungsstellenden  Handwerkern  vertrat.  Dabei  hat  C._____ 

auch zu Fragen glaubhaft Auskunft gegeben, welche Thema der beantragten Ein-

vernahmen sein sollen, so namentlich zur konkreten (Kontroll-)Tätigkeit seiner da-

maligen Ansprechperson Q._____, welcher bei der E'._____ AG für das entspre-

chende Projekt im Sinne eines Vorgesetzten verantwortlich war (vgl. Urk. 4/21 S. 

11 ff.; Urk. 150 S. 28 ff.). 

Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang hinlänglich in Frage zu stellen, 

dass die zusätzliche Klärung der diesbezüglichen Abläufe, namentlich im Fall der 

E'._____ AG mittels Einvernahme des "damaligen Chefs" des Unternehmens, ei-

nen entscheidenden Einfluss auf die Beurteilung der Strafbarkeit des Beschuldigten 

A._____ hätte. Selbst wenn nämlich der "damalige Chef" der E'._____ AG entge-

gen dem Beschuldigten C._____ zu Protokoll geben würde, dass er die vorliegend 

relevante Baustelle betreffend den Neubau des P._____ nie besuchte, die entspre-

chenden Handwerkeraufträge nicht überwachte und seinerzeit auch kein GU-Un-

ternehmen dazwischengeschaltet wurde, vermöchte sich der Beschuldigte A._____ 

dadurch nicht zu entlasten, solange die internen Abläufe bei der Geschädigten nicht 

derart nachlässig und leichtfertig ausgestaltet waren, dass sich aufgrund einer we-

sentlichen  Opfermitverantwortung  gar  keine  Verurteilung  des  Haupttäters  wegen 

Betruges  rechtfertigen  liesse,  wofür  aber  nur  schon  aufgrund  der  diesbezüglich 

mittlerweile rechtskräftigen Verurteilung des Hauptbeschuldigten C._____ keinerlei 

Anhaltspunkte bestehen. Namentlich ist in diesem Zusammenhang entscheidend, 

dass der Beschuldigte C._____ jeweils in die internen Kontrollabläufe der geschä-

digten Institutionen einbezogen war, die gerade der Wahrnehmung der Opfermit-

verantwortung dienten, und ihm dort aufgrund seiner beruflichen Stellung das be-

rechtigte Vertrauen entgegengebracht werden konnte, dass er die Kontrollabläufe 

nicht  umgehen  wird.  Noch  weniger  musste  auf  Seiten  der  Geschädigten  sodann 

damit gerechnet werden, dass sich der Beschuldigte C._____ dabei Fälschungs-

handlungen bedient und so die Rechtmässigkeit der Abläufe vortäuscht. Vor die-

sem Hintergrund ist der Vorinstanz zuzustimmen, wenn sie das Kriterium der Arglist 

des  Haupttäters  bejaht  und  den  Einwand  der  Opfermitverantwortung  verwirft 

(Urk. 193 S. 188 ff.).

- 19 -

Soweit der Beschuldigte A._____ zu dieser Thematik darauf hinweist, das 

Verhalten der Privatklägerinnen bzw. von deren Zahlstellen sei insbesondere des-

halb  wichtig,  weil  selbst  diese  sich  offenbar  hätten  täuschen  lassen,  weshalb  es 

ihm selbst noch weit weniger möglich gewesen sei, die Machenschaften des Haupt-

beschuldigten  C._____  zu  erkennen,  und  diesbezüglich  das  Anlegen  ungleicher 

Massstäbe moniert (insbesondere Prot. II S. 75 f.), so ist ihm diesbezüglich zu ent-

gegnen, dass die vorliegend Beteiligten die täuschende Situation aus unterschied-

lichen Blickwinkeln zu beurteilen hatten, weshalb insofern auch kein direkter Ver-

gleich  gezogen  werden  kann.  Während  die  geschädigten  Privatklägerinnen  dem 

Beschuldigten  C._____  –  wie  vorstehend  dargelegt  –  aufgrund  seiner  zentralen 

Rolle im Unternehmen berechtigtes Vertrauen entgegenbringen konnten, dass er 

die Kontrollabläufe nicht umgehen und sich nicht Fälschungshandlungen bedienen 

werde, ist der Beschuldigte A._____ in diesem Zusammenhang als aussenstehen-

der Dritter zu betrachten, welcher die hinter dem kriminellen Gebaren stehenden 

Fälschungen  nie  zu  Gesicht  bekam  und  insofern  auch  nicht  getäuscht  werden 

konnte.  Er  brauchte  für  die  Strafbarkeit  seines  Verhaltens  die  Einzelheiten  der 

Haupttat denn auch gar nicht zu kennen, solange sich ihm zumindest in der Laien-

perspektive aufdrängen musste, dass die an ihn überwiesenen Gelder womöglich 

keinen legalen Hintergrund aufwiesen (vgl. dazu hinten Ziffer III./3.2.4.). Aufgrund 

dieser mangelnden Vergleichbarkeit der massgebenden Situation für die zunächst 

involvierten Privatklägerinnen und für den später aus anderem Blickwinkel beteilig-

ten  Beschuldigten  erübrigt  es  sich  mithin  auch  aus  dieser  Warte,  den  konkreten 

Geschäftsabläufen innerhalb der geschädigten Institutionen näher auf den Grund 

zu gehen.

2.1.5. Was schliesslich den Beizug der Handänderungsverträge von der E'._____ 

AG betrifft, so erübrigt sich dieser Beweisantrag nur schon infolge des Freispruches 

des  Beschuldigten  A._____  von  den  Anklagevorwürfen  betreffend  die  Straftaten 

zum Nachteil der E'._____ AG und der daraus folgenden Verweisung von deren 

Zivilklage auf den Zivilweg (vgl. dazu hinten Ziffer VI./1.3.).

2.1.6. Sämtliche Beweisanträge des Beschuldigten A._____ sind nach dem Ge-

sagten in zweiter Instanz definitiv abzuweisen.

- 20 -

2.2.

Beschuldigter B._____

2.2.1. Der  Beschuldigte  B._____  stellte  im  Rahmen  des  Berufungsverfahrens 

keine Beweisanträge (vgl. Urk. 201; Prot. II S. 63). 

2.2.2.

Im Übrigen besteht auch von Amtes wegen keinerlei Notwendigkeit für wei-

tere Beweiserhebungen zwecks Klärung des rechtserheblichen Sachverhaltes. 

III.  Sachverhalt

1.

Vorbemerkungen

1.1.

Die Sachverhalte betreffend die vorliegend noch zu beurteilenden Fälle der 

Beschuldigten  B._____  und  A._____  weisen  untereinander  keine  relevanten  Be-

rührungspunkte auf, da die beiden Beschuldigten zu verschiedenen Zeitpunkten in 

unterschiedliche Projekte involviert waren. Zwar handelt es sich bei ihnen um lang-

jährige Kollegen mit gemeinsamen Stammtischbesuchen (vgl. Urk. 4/66 S. 10 f.), 

doch besteht die einzige Gemeinsamkeit ihrer konkreten Fälle letztlich in ihrer Be-

kanntschaft bzw. Zusammenarbeit mit dem Hauptbeschuldigten C._____, in deren 

Rahmen sie von diesem in die inkriminierten Vorfälle einbezogen wurden. Es ist 

demnach im Folgenden getrennt auf die Anklagevorwürfe betreffend die Beschul-

digten B._____ und A._____ einzugehen. Dabei fällt auf, dass sich die eingeklagten 

Ereignisse betreffend den Beschuldigten B._____ im Zeitraum zwischen 2008 und 

2010 (als der Beschuldigte C._____ noch bei der F'._____ AG angestellt war) und 

damit massgeblich früher zutrugen als jene betreffend den Beschuldigten A._____, 

welche den Zeitraum zwischen 2012 und 2015 (als der Beschuldigte C._____ via 

die Firma R._____ für die E'._____ AG und den Kanton Zürich tätig war) betreffen. 

Es rechtfertigt sich demzufolge entgegen dem Aufbau der Anklage und dem vorin-

stanzlichen Urteil, zunächst die zur Disposition stehenden Vorfälle betreffend den 

Beschuldigten B._____ und hernach die entsprechenden Vorfälle betreffend den 

Beschuldigten A._____ zu behandeln, wobei diese Vorfälle jeweils in ihrer chrono-

logischen  Reihenfolge  zu  beurteilen  sind,  da  es  für  das  Verständnis  der  Tatvor-

- 21 -

gänge  und  der  entsprechenden  Dynamik  durchaus  eine  Rolle  spielen  kann,  wie 

sich die inkriminierten Geschehnisse in zeitlicher Hinsicht entwickelt haben. 

1.2.

Die Beschuldigten A._____ und B._____ sind nicht vollumfänglich gestän-

dig und bestreiten die ihnen vorgeworfenen Taten jeweils insbesondere in subjek-

tiver Hinsicht (vgl. dazu nachstehend Ziffern III./2.3. und III./3.1.3.). Demgemäss ist 

der in diesem Zusammenhang eingeklagte Sachverhalt – soweit für die Beurteilung 

des Falles relevant – in zweiter Instanz nochmals einer eingehenden Würdigung zu 

unterziehen. Die Vorinstanz hat sich in diesem Zusammenhang zu den Grundlagen 

der  Beweiswürdigung  bereits  eingehend  geäussert,  worauf  in  Anwendung  von 

Art. 82 Abs. 4 StPO grundsätzlich verwiesen werden kann (vgl. Urk. 193 S. 53 ff.). 

Zu ergänzen ist in diesem Rahmen mit Bezug auf die subjektiven Aspekte der bei-

den vorliegenden Fälle, dass das, was ein Täter wusste, wollte oder in Kauf nahm, 

so genannte innere Tatsachen betrifft und damit als Tatfrage zu gelten hat. Solche 

inneren Vorgänge entziehen sich indessen regelmässig einer unmittelbaren Wahr-

nehmung durch Dritte, weshalb der entsprechende Sachverhalt anhand von äus-

serlich  feststellbaren  Umständen  und  Erfahrungsregeln,  wie  sie  sich  namentlich 

aus dem gesamten Tathergang ergeben, zu eruieren ist, soweit der Beschuldigte 

in  dieser  Hinsicht  nicht  geständig  ist  bzw.  eine  andere  Sachdarstellung  geltend 

macht (vgl. statt vieler BGE 130 IV 58, E. 8.5.). Grundsätzlich kann mithin in Fällen, 

bei welchen die objektiven Tatumstände eine Inkaufnahme der Strafbarkeit nahe-

legen, eine indirekte Beweisführung für eine Verurteilung des Beschuldigten wegen 

einer  (eventual-)vorsätzlichen  Tatbegehung  genügen  (Urteil  6B_913/2019  vom 

7. Februar 2019, E. 5.2.4.). Abzustellen ist dabei auf die massgebenden Sach- und 

Personalbeweise, wobei bei der Würdigung von Letzteren unter anderem die Per-

sönlichkeit, die prozessuale Stellung und die gegenseitigen Bindungen der Befrag-

ten  in  die  Beurteilung  einzubeziehen  sind.  Letztlich  massgebend  bleibt  indessen 

die  Glaubhaftigkeit  der  konkreten,  im  Prozess  relevanten  Aussagen  der  Verfah-

rensbeteiligten, welche insbesondere auf das Vorliegen von Realitätskriterien bzw. 

Lügensignalen zu untersuchen sind (vgl. HÄCKER/SCHWARZ/BENDER/TREUER/NACK, 

Tatsachenfeststellungen vor Gericht, 5. Aufl., S. 77 ff.).

- 22 -

1.3.

Die Verwertbarkeit der im Recht liegenden Beweismittel ist im vorliegenden 

Verfahren nicht in Frage gestellt worden. Zentral sind diesbezüglich für die einzel-

nen  angeklagten  Themenkomplexe  zunächst  die  zahlreichen  polizeilichen  und 

staatsanwaltschaftlichen  Einvernahmen  der  Tatbeteiligten,  welche  rechtskonform 

unter Wahrung sämtlicher prozessualer Rechte und Pflichten durchgeführt wurden. 

Auf die ausführliche Wiedergabe der relevanten Aussagen der Befragten durch die 

Vorinstanz kann an dieser Stelle in Anwendung von Art. 82 Abs. 4 StPO verwiesen 

werden (vgl. Urk. 193 S. 60 ff., 92 ff., 108 f., 114 + 124 f. betreffend den Beschul-

digten  A._____  bzw.  Urk.  193  S.  134  ff.,  156  ff.,  162  ff.  +  171  ff.  betreffend  den 

Beschuldigten B._____).

Sodann  erfolgten  zahlreiche  Hausdurchsuchungen,  Editionen  und  Be-

schlagnahmungen, welche Beweiserhebungen in prozessualer Hinsicht ebenfalls 

zu keinen Beanstandungen Anlass geben. Die Vorinstanz hat in ihrem Urteil auch 

in dieser Hinsicht auf die jeweils massgebenden Unterlagen hingewiesen, wobei im 

vorliegenden Zusammenhang namentlich auf die erhobenen Geschäftsdokumente 

der an den einzelnen Themenkomplexen beteiligten Unternehmen bzw. Institutio-

nen zu fokussieren ist (vgl. Urk. 193 S. 32 ff.).

2.

Anklagevorwürfe gegen den Beschuldigten B._____

2.1.

Gemäss  der  Anklage  der  Staatsanwaltschaft  II  des  Kantons  Zürich  vom 

12. Juli  2022  hat  der  Beschuldigte  C._____  den  Beschuldigten  B._____  in  seine 

betrügerischen Machenschaften zum Nachteil der F'._____ AG einbezogen, indem 

er die im Rahmen des Projektes "Überbauung S._____-strasse T._____" deliktisch 

abdisponierten  Geldbeträge  mit  Kenntnis  und  Einverständnis  des  Beschuldigten 

B._____ auf Konten der B._____ AG transferierte bzw. transferieren liess, wo sie 

dann von den Mitarbeitenden der B._____ AG zumindest teilweise auf Konten des 

Beschuldigten C._____ weitergeleitet bzw. mit privaten Ausständen des Beschul-

digten C._____ verrechnet wurden. Der Beschuldigte B._____ soll in diesem Zu-

sammenhang  –  soweit  im  vorliegenden  Berufungsverfahren  noch  relevant  –  im 

Zeitraum von Februar 2009 bis März 2010 deliktische Transaktionen in der Höhe 

von Fr. 120'000.–, Fr. 43'040.– und Fr. 120'857.45 toleriert haben, wobei er zumin-

- 23 -

dest in Kauf genommen habe, dass diese Gelder aus illegalen Aktivitäten des Be-

schuldigten C._____ stammten und er diese Aktivitäten mit seinem Gebaren mass-

geblich unterstützte (Urk. 42/4/1 S. 10 ff.; Anklagepunkte 3.2.3. - 3.2.5.).

2.2.

Der Beschuldigte B._____ gab in der Hafteinvernahme vom 9. Juni 2016 

freimütig Auskunft zu den inkriminierten Geschehnissen, wobei er sich die teilweise 

auffälligen  Zahlungsflüsse  in  seinem  (damaligen)  Unternehmen  nicht  erklären 

konnte. Namentlich vermochte er nicht mehr nachzuvollziehen, weshalb er gewisse 

Transaktionen zu Lasten der B._____ AG eigenhändig visiert hatte, obwohl diese 

keinen  wirtschaftlich  erklärbaren  Hintergrund  hatten,  und  mutmasste,  womöglich 

sei dies seine elektronische Signatur, welche im Unternehmen hinterlegt worden 

sei, wobei er indessen gleich selber einräumen musste, dass diese im Grunde ge-

nommen lediglich für die Unterschrift von Serienbriefen zur Verfügung stand (Urk. 

4/66  S.  22  ff.).  Im  Weiteren  erklärte  der  Beschuldigte  B._____  in  dieser  Einver-

nahme, er habe den Beschuldigten C._____ an einem Anlass über den Beschul-

digten  A._____,  welcher  ein  langjähriger  Kollege  sei,  kennengelernt  und  mit 

C._____ in der Folge eine "lose Kollegschaft", aber keine Freundschaft gepflegt. 

Zudem sei eine geschäftliche Beziehung entstanden, in deren Rahmen er auf der 

Basis  eines  gewöhnlichen  Werkvertrages  am  Bau  von  dessen  Haus  (namentlich 

Aushub- und Umgebungsarbeiten inkl. Bau des Schwimmteiches) beteiligt gewe-

sen sei. Er habe gewusst, dass dieser zunächst bei der F._____ AG und dann bei 

der  Firma  R._____  tätig  gewesen  sei  (Urk.  4/66  S.  9  ff.).  Von  den  finanziellen 

Schwierigkeiten des Beschuldigten C._____ habe er nichts gewusst und habe ihm 

vertraut (Urk. 4/66 S. 11, 19 + 32). Die F._____ AG habe offenbar irgendeine Ab-

machung mit ihm gehabt, dass sie für ihn einen Teil der Arbeiten am Haus bezahle, 

was für ihn aber nicht ungewöhnlich gewesen sei, weshalb er von normalen Abläu-

fen in dieser Firma ausgegangen sei (Urk. 4/66 S. 20 + 30). 

Im  weiteren  Verlauf  der  Untersuchung  vermochte  sich  der  Beschuldigte 

B._____ dann an weite Teile des äusseren Ablaufes der ihm vorgeworfenen Taten 

nicht  mehr  näher  zu  erinnern.  In  seinen  nachfolgenden  Einvernahmen  und  Stel-

lungnahmen konnte er dementsprechend nicht viel zur Erhellung des Sachverhal-

tes beitragen (vgl. Urk. 4/69 S. 2 ff.; Urk. 4/78 S. 2 ff.). Im Übrigen stellte er sich auf 

- 24 -

den  Standpunkt,  über  die  einzelnen  Rechnungsläufe  in  der  B._____  AG  jeweils 

nicht  informiert  gewesen  zu  sein  und  davon  nichts  gewusst  zu  haben,  da  diese 

Angelegenheiten  von  seinen  Projektleitern  bzw.  Bauführern  (U._____  bzw. 

V._____) und seiner Buchhaltung (W._____ bzw. AA._____) erledigt worden seien 

(vgl. Urk. 4/78 S. 2: "Ich war in der Abwicklung als solches ja nicht involviert, son-

dern lediglich in der Offerte und Vertragsabschliessung."; vgl. auch Urk. 4/102 S. 1: 

"Ich bin zutiefst entsetzt, da ich von den Sachen gar nichts wusste."). Der Beschul-

digte C._____ habe ihm soweit erinnerlich nie gesagt, dass sein Einfamilienhaus 

über die F._____ AG finanziert werde (Urk. 4/78 S. 2). Er habe mit ihm auch nie 

über dessen finanzielle Probleme gesprochen und auch sonst keine entsprechen-

den Anhaltspunkte gehabt (Urk. 4/102 S. 12 f.). 

Im  Laufe  der  Einvernahme  vom  9.  Mai  2017  räumte  der  Beschuldigte 

B._____  (in  Kenntnis  der  einschlägigen  Belastungen  seines  buchhalterischen 

Sachbearbeiters W._____ [vgl. Urk. 4/71 mit der entsprechenden Aktennotiz vom 

14.  Oktober  2008;  Urk.  4/79/1  bzw.  4/103/3/8.13]  und  auch  seines  Projektleiters 

U._____ [vgl. Urk. 4/76]) dann aber doch ein, es sei möglich, dass ihn der Beschul-

digte C._____ einmal darauf hingewiesen habe, dass seine privaten Rechnungen 

von der F._____ AG bezahlt würden und dies so mit der Geschäftsleitung abge-

sprochen sei (Urk. 4/102 S. 14). Dass solche offenen Forderungen eines Mitarbei-

ters über Bauprojekte verrechnet würden, sei indessen nicht ungewöhnlich, wes-

halb er keinen Verdacht geschöpft habe. Im Übrigen sei der Beschuldigte C._____ 

für ihn eine Vertrauensperson gewesen, weshalb er ihm geglaubt habe, zumal die-

ser bei der F'._____ AG wie ein Patron agiert habe (vgl. Urk. 4/102 S. 16: "Er nutzte 

meinen Glauben schamlos aus."; vgl. auch Urk. 153 S. 14: "Herr C._____ war für 

mich  die  F._____  GU.  Die  Projektleiter  sagen,  was  geht.  Das  habe  ich  nicht  in 

Frage gestellt."). Diese Angaben bestätigte der Beschuldigte B._____ dann in der 

Schlusseinvernahme und anlässlich der vorinstanzlichen Hauptverhandlung, wobei 

er sich dannzumal jedoch an diverse Einzelheiten nicht mehr zu erinnern vermochte 

(vgl. Urk. 4/106 S. 7 ff.; Urk. 153 S. 8 ff.). Immerhin konnte er aber bestätigen, dass 

die bei der B._____ AG ausgehenden Zahlungen nur durch ihn ausgelöst werden 

konnten,  da  er  habe  wissen  wollen,  wohin  das  Geld  geht,  wobei  er  dann  aber 

gleichzeitig  geltend  machte,  es  habe  sich  jeweils  um  Sammelbuchungen  gehan-

- 25 -

delt, welche vom Buchhalter so vorbereitet und von ihm lediglich stichprobenartig 

kontrolliert worden seien (Urk. 153 S. 13). 

Anlässlich der Berufungsverhandlung hat der Beschuldigte diese Darstel-

lung im Wesentlichen bestätigt, indem er ausführte, seine Präferenzen seien da-

mals andernorts statt in der Buchhaltung gelegen und er habe nicht den Kopf für 

das  Administrative  gehabt,  sondern  sei  vielmehr  im  Bereich  der  Akquisition  tätig 

gewesen  (Prot. II  S. 18 f.  +  30).  Zahlungen  seien  ohne  sein  Wissen  im  internen 

Ablauf erfolgt (Prot. II S. 27). Für ihn sei das Projekt S._____-strasse in T._____, 

das  seitens  der  B._____  AG  von  den  Bauführern  betreut  worden  sei,  unauffällig 

gewesen  (Prot. II  S. 25,  30  +  34 f.).  Dass  der  Beschuldigte  C._____  über  die 

B._____ AG die anklagegegenständlichen Transaktionen abwickeln habe lassen, 

habe er nicht gesehen (Prot. II S. 19, 32 + 34). Namentlich von den überzähligen 

Fr. 120'000.– habe er nichts gewusst bzw. er könne sich nicht erinnern, dass ihn 

damals jemand darauf angesprochen habe (Prot. II S. 26 f. + 38). Mit dem Beschul-

digten C._____ habe ihn weniger eine lose Kollegschaft als vielmehr ein Geschäfts-

verhältnis verbunden (Prot. II S. 42). Dieser habe ihm den Eindruck vermittelt, die 

F'._____ AG gehöre praktisch ihm (Prot. II S. 30). Er habe keine Hinweise auf fi-

nanzielle Schwierigkeiten beim Beschuldigten C._____ gehabt, diese seien ihm un-

auffällig erschienen (Prot. II S. 28 + 32). Der Beschuldigte C._____ sei nie zu ihm 

gekommen und habe gesagt, sie müssten etwas dealen oder irgendetwas machen 

(Prot. II S. 30). Er habe ihm einmal bei einer ihm nicht mehr bekannten Gelegenheit 

erzählt, dass er viele Überstunden habe und diese via die F'._____ AG verrechnen 

könne (Prot. II S. 32 + 37). Es sei im Baugewerbe nicht ungewöhnlich, dass zwi-

schen verschiedenen Projekten, an denen die gleichen Personen mitwirkten, Sa-

chen ausgetauscht und Überstunden verrechnet werden (Prot. II S. 32 + 38 ff.). Im 

Übrigen vermochte sich der Beschuldigte B._____ an weite Teile des äusseren Ab-

laufes der ihm vorgeworfenen Taten dann wiederum nicht mehr näher zu erinnern.

2.3.

Bei  dieser  Ausgangslage  ist  im  Wesentlichen  von  einer  Bestreitung  des 

äusseren und inneren Tatablaufes durch den Beschuldigten B._____ auszugehen, 

weshalb der massgebende Sachverhalt zu erstellen ist. Die Vorinstanz hat in die-

sem Zusammenhang die strafbare Beteiligung des Beschuldigten am Themenkom-

- 26 -

plex F'._____ AG zunächst dahingehend erörtert, dass sie sich eingehend mit dem 

bereits  verjährten  Sachverhalt  betreffend  die  grundlose  Transaktion  in  der  Höhe 

von  Fr. 300'000.–  vom  August/Oktober  2008  (Anklagepunkt  3.2.2.)  befasste,  um 

daraus Erkenntnisse betreffend die noch nicht verjährten Taten des Beschuldigten 

zu gewinnen (vgl. Urk. 193 S. 132 ff.). Die entsprechenden Erwägungen der Vorin-

stanz, wonach der Beschuldigte B._____ im Rahmen des besagten Vorganges von 

seinem damaligen Buchhalter W._____ explizit auf die auffällige Überweisungsauf-

forderung in der Höhe von Fr. 270'000.– ohne passende Rechnung zu Gunsten des 

Kontos des Beschuldigten C._____ sowie die zusätzliche Verrechnungsaufforde-

rung  von  C._____  betreffend  eine  Schuld  von  Fr. 30'000.–  hingewiesen  wurde, 

ohne in der Folge eine Reaktion gezeigt bzw. irgendwelche Nachforschungen an-

gestellt zu haben, woraus zu schliessen sei, dass B._____ erkannt haben musste, 

dass sich die Weiterleitung bzw. Verrechnung dieser Gelder als wirtschaftlich frag-

würdig  erwiesen  habe  (vgl.  insbes.  Urk.  193  S.  154),  erscheinen  im  Grundsatz 

durchaus schlüssig. Die entsprechende Vorgehensweise der Vorinstanz ist an sich 

denn auch nicht unzulässig, doch erweist sie sich dann nicht als zielführend, wenn 

die  Tatsache,  dass  der  Beschuldigte  B._____  bereits  an  einer  früheren  illegalen 

Transaktion beteiligt war, zum entscheidenden Faktor für die Teilnahme an einer 

späteren Tat gemacht wird, ohne dass aufgrund weiterer stichhaltiger Indizien ein 

Gesamtbild  gezeichnet  wird,  welches  den  Schluss  auf  die  Täterschaft  mit  an  Si-

cherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zulässt. Es ist deshalb im Rahmen der fol-

genden Würdigung für jede einzelne eingeklagte (nicht verjährte) Transaktion zu 

prüfen, ob sich der inkriminierte Sachverhalt aufgrund eines rechtsgenügenden In-

dizienbildes  erstellen  lässt,  wobei  unter  anderem  auch  eine  frühere  Delinquenz 

nach demselben Tatmuster berücksichtigt werden kann.

2.4.

2.4.1. Hinsichtlich der Glaubwürdigkeit der in den Themenkomplex F'._____ AG 

involvierten  Personen  gilt  es  zunächst  festzuhalten,  dass  die  Beschuldigten 

C._____  und  B._____  als  Hauptakteure  der  besagten  Taten  insbesondere  ge-

schäftlich in verschiedener Weise miteinander verbunden waren, da der Beschul-

digte C._____ als Projektleiter bei der F'._____ AG teilweise Projekte (namentlich 

das Projekt S._____-strasse in T._____) betreute, an welchen sich auch das Un-

- 27 -

ternehmen  des  Beschuldigten  B._____  beteiligte,  während  gleichzeitig  der  Be-

schuldigte C._____ privat ein Kunde der B._____ AG im Zusammenhang mit dem 

Bau (namentlich des Schwimmteiches) und dem Unterhalt (namentlich der Garten-

pflege)  seines  Einfamilienhauses  war  (vgl.  dazu  insbes.  die  Auskunftsperson 

U._____  in  Urk.  4/76  S.  3  f.;  vgl.  auch  Urk.  4/62  S. 6 f.;  Urk. 4/66  S. 11  +  17 f.; 

Urk. 4/86 S. 4). Ansonsten wurde das Verhältnis von den beiden Beschuldigten als 

lose Kollegschaft bzw. lose Freundschaft bzw. Geschäftsverhältnis bezeichnet (vgl. 

Urk. 4/66 S. 9; Urk. 4/69 S. 2; Prot. II S. 42). Abgesehen von der Tatsache, dass 

sich  beide  Beschuldigte  im  vorliegenden  Verfahren  gleichzeitig  strafrechtlich  zu 

verantworten hatten und jeder für sich demgemäss ein legitimes Interesse daran 

hatte, sich und seinen früheren Geschäftspartner in einem günstigen Licht erschei-

nen zu lassen, erscheint die Glaubwürdigkeit der beiden Hauptbeteiligten vor die-

sem Hintergrund nicht fundamental beeinträchtigt. Namentlich ergibt sich hier kein 

besonderes Freundschafts- bzw. Vertrauensverhältnis zwischen den beiden Prot-

agonisten,  auch  wenn  der  Beschuldigte  B._____  immer  wieder  betonte,  er  habe 

keinerlei Anlass gehabt, an der Integrität des Beschuldigten C._____ zu zweifeln, 

und habe diesem vertraut (vgl. vorstehend Ziffer III./2.2.).

2.4.2. Der Beschuldigte B._____ seinerseits fungierte in der B._____ AG als Ge-

schäftsführer und damit als Vorgesetzter der in ihrer Funktion als Mitarbeiter der 

B._____ AG befragten Personen (U._____, V._____, W._____ und AA._____). Es 

ist insofern nicht zu verkennen, dass diese Personen in ihren Einvernahmen nicht 

ganz unbelastet aussagen konnten, zumal sie an den inkriminierten Vorgängen teil-

weise  unmittelbar  beteiligt  waren  und  insofern  bestrebt  sein  könnten,  jeden  Ver-

dacht von sich zu schieben, selbst wenn sie im Zeitpunkt der Befragungen nicht 

mehr  im  Unternehmen  tätig  waren.  Dieser  Umstand  zeigte  sich  im  Verfahren  in 

unterschiedlicher Ausprägung: Während W._____ und U._____ jeweils ausführli-

che Schilderungen ihrer Handlungen und Wahrnehmungen für und in der B._____ 

AG zu Protokoll gaben, hatte AA._____ (als Nachfolgerin von W._____ in der Buch-

haltungsabteilung) praktisch keine relevante Erinnerung an die inkriminierten Ge-

schehnisse mehr, da die besagten Vorgänge aus ihrer Sicht bereits zu lange zu-

rücklagen (vgl. Urk. 4/74 S. 5; Urk.193 S. 158). Die Aussagen der besagten Perso-

nen sind damit vor diesem besonderen Hintergrund zu würdigen.

- 28 -

2.4.3. Wenig Relevantes hatten im Übrigen mit Bezug auf die Rolle des Beschul-

digten B._____ die übrigen Mitbeschuldigten (D._____, AB._____, AC._____ etc.) 

sowie die restlichen befragten Personen (namentlich H._____) zur Klärung der Tat-

vorwürfe beizutragen, zumal Letztere glaubhaft versicherten, nichts von den delik-

tischen Machenschaften der Beschuldigten und namentlich des Hauptbeschuldig-

ten C._____ in den Jahren 2008 bis 2010 mitbekommen zu haben.

2.5.

2.5.1. Betreffend die eingeklagte Transaktion in der Höhe von Fr. 120'000.– im 

Februar  2009  (Anklagepunkt  3.2.3.)  wird  in  der  Anklageschrift  der  Vorgang  um-

schrieben, wonach der Beschuldigte C._____ zwei Rechnungen der B._____ AG 

für tatsächlich geleistete Arbeiten zu Handen der F'._____ AG grundlos von jeweils 

Fr. 15'000.– auf jeweils Fr. 150'000.– erhöht und zusammen mit vier anderen or-

dentlichen Rechnungen der B._____ AG (in der Höhe von jeweils Fr. 10'000.–) vi-

siert habe, worauf die derart getäuschte Buchhaltung der F'._____ AG den Betrag 

von Fr. 340'000.– an die B._____ AG überwiesen habe, wovon bei der B._____ AG 

in der Folge der Betrag von Fr. 220'000.– zur Begleichung von ordentlichen Forde-

rungen  gegenüber  der  F'._____  AG  verwendet  worden  sei.  Dabei  habe  der  Be-

schuldigte B._____ zumindest in Kauf genommen, dass die bei der B._____ AG 

verbliebenen Fr. 120'000.–, welche in der Folge innerhalb des Betriebes verbraucht 

worden seien, illegaler Herkunft waren (Urk. 42/4/1 S. 10 f.). 

2.5.2. Die  Anklageschrift  führt  im  genannten  Zusammenhang  keine  konkreten 

Handlungen des Beschuldigten B._____ oder andere Umstände auf, welche in ob-

jektiver Hinsicht eine konkrete Förderung der Haupttat nahelegen würden. Darüber 

hinaus geht aus der Anklage aber auch nicht hervor, aufgrund welcher Gegeben-

heiten der Beschuldigte B._____ in diesem Fall in subjektiver Hinsicht den Verdacht 

hätte hegen müssen, dass zumindest ein Teil der besagten Transaktionen auf de-

liktischem Hintergrund basierte. Es ist diesfalls darauf hinzuweisen, dass der Be-

schuldigte B._____ hier keine auffälligen Rechnungen oder anderweitigen Doku-

mente  zu  visieren  hatte,  welche  einen  nicht  nachvollziehbaren  Zahlungsfluss  an 

den  Beschuldigten  C._____  zum  Inhalt  hatten.  Vielmehr  ging  es  um  einen  Zah-

lungseingang, an dem der Beschuldigte nicht zwingend mitzuwirken hatte und von 

- 29 -

dem er auch nicht automatisch Kenntnis erlangen musste, zumal er insofern glaub-

haft geltend macht, sich damals wenig für die Buchhaltung seiner Firma interessiert 

zu haben (vgl. Urk. 234 S. 17). Zudem handelte es sich im Betrag von Fr. 220'000.– 

um Positionen, welche tatsächlich einen wirtschaftlichen Hintergrund hatten. Was 

sodann den in der B._____ AG verbliebenen Restbetrag von Fr. 120'000.– anbe-

langt,  so  bleibt  es  in  der  Anklage  bei  der  Behauptung,  dass  der  Beschuldigte 

B._____ den entsprechenden Zuwachs auf dem Geschäftskonto sehr wohl wahr-

genommen haben müsse, ohne dass dargelegt wird, inwiefern B._____ diesen Zu-

wachs einer nicht nachvollziehbaren Zahlung seitens der F'._____ AG bzw. einem 

möglichen strafbaren Verhalten des Beschuldigten C._____ habe zuordnen kön-

nen. Dafür bestehen denn auch keine zwingenden Anhaltspunkte, wenn man be-

denkt, dass die B._____ AG zum einen als mittelständisches Unternehmen nahezu 

täglich  diverse  Zahlungsein-  und  -ausgänge  hatte  und  zum  anderen  mit  der 

F'._____ AG in jener Zeit auch legal geschäftete, so dass keineswegs durchwegs 

klar  war,  welche  Gelder  welchen  konkreten  Ursprung  hatten.  Darüber  hinaus  ist 

dem Beschuldigten B._____ aber auch zuzubilligen, dass er sich im Geschäftsall-

tag nicht bei jedem Kontoeingang bzw. jeder Kontoänderung weitreichende Über-

legungen  betreffend  dessen  Herkunft  bzw.  dessen  Ursprung  machen  musste, 

selbst wenn es sich bisweilen um etwas höhere Beträge handelte.

2.5.3. Der von der Vorinstanz hervorgehobene Umstand, dass der Beschuldigte 

B._____ bereits rund vier Monate zuvor an verdächtigen Transaktionen zwischen 

der F._____ AG, der B._____ AG und C._____ mitgewirkt habe, ohne in den merk-

würdigen Ablauf einzugreifen (vgl. dazu Urk. 4/79/1), steht bei dieser Ausgangslage 

relativ isoliert da und vermag den fragwürdigen Vorgängen vom Februar 2009 für 

sich allein auch nicht die entscheidende Wende zu geben. Zwar stellt diese Tatsa-

che durchaus ein Indiz dar, dass es auch im vorliegenden Fall so gewesen sein 

könnte, doch ist dies insbesondere auch aufgrund der nicht unmittelbar gleich ge-

lagerten Konstellationen nicht nachweisbar (vgl. Urk. 234 S. 18; Prot. II S. 71). Ins-

besondere ist der Beschuldigte B._____ in ersterem Fall explizit auf Unregelmäs-

sigkeiten  betreffend  die  wirtschaftlichen  Hintergründe  aufmerksam  gemacht  wor-

den, was vorliegend nicht so war. Wenn die Vorinstanz mithin in diesem Zusam-

menhang festhält, die mangelnde Zuordenbarkeit des Betrages von Fr. 120'000.– 

- 30 -

hätte  spätestens  bei  der  Verbuchung  auffallen  müssen,  wobei  AA._____  als  da-

mals neue Buchhalterin diesbezüglich sicherlich Rücksprache mit dem Beschuldig-

ten B._____ genommen habe, so ergeht sie sich diesbezüglich in Spekulationen, 

welche  in  dieser  Form  nicht  bewiesen  werden  können,  zumal  sich  beide  Seiten 

nicht an eine solche Rücksprache zu erinnern vermochten (vgl. dazu die Aussagen 

von AA._____ in Urk. 4/74 S. 4 f. bzw. von B._____ in Urk. 153 S. 20 f.; Prot. II 

S. 28; vgl. auch Urk. 234 S. 17).

2.5.4. Der Sachverhalt betreffend die Teilnahme des Beschuldigten B._____ am 

eingeklagten Delikt gemäss Anklagepunkt 3.2.3. lässt mithin bereits in objektiver 

Hinsicht Zweifel an einer konkreten Mitwirkung des Beschuldigten aufkommen und 

ist  in  subjektiver  Hinsicht  definitiv  nicht  erstellbar,  weshalb  der  Beschuldigte 

B._____ von diesem Vorwurf freizusprechen ist.

2.6.

2.6.1. Betreffend die weiter eingeklagte Transaktion in der Höhe von Fr. 43'040.– 

vom  Februar/April  2009  (Anklagepunkt  3.2.4.)  umschreibt  die  Anklage  zunächst 

ausführlich das mittäterschaftliche Zusammenwirken der Beschuldigten C._____, 

D._____  und  AB._____  im  Zusammenhang  mit  der  Erstellung  der  fiktiven  Rech-

nung durch den Beschuldigten D._____ zu Handen der Firma B._____ AG (betref-

fend  Materiallieferungen  für  das  Haus  des  Beschuldigten  C._____)  und  der  ent-

sprechenden  Zahlung  der  B._____  AG  an  den  Beschuldigten  D._____,  welche 

schliesslich  dem  Beschuldigten  C._____  weiterverrechnet  und  dann  im  Rahmen 

der Schlussabrechnung des Projektes S._____-strasse T._____ mit Akontozahlun-

gen der F._____ AG verrechnet wurde (vgl. Urk. 42/4/1 S. 12 f.). In einem zweiten 

Schritt wird für die entsprechenden Zahlungs- und Verrechnungsvorgänge geltend 

gemacht, die Buchhaltungsabteilung der B._____ AG habe diese Vorgänge basie-

rend auf der (impliziten) Anweisung bzw. dem (impliziten) Einverständnis des Be-

schuldigten B._____ von ca. Juni 2008 vorgenommen, welcher anders als seine 

Mitarbeiter  nicht  getäuscht  gewesen  sei  und  die  illegalen  Machenschaften  von 

C._____, D._____ und AB._____ massgeblich unterstützt habe (Urk. 42/4/1 S. 14). 

2.6.2.

Im Recht liegen mit Bezug auf den erwähnten Anklagesachverhalt die (vom 

Beschuldigten B._____ visierte) Rechnung von D._____ an die B._____ AG vom 

- 31 -

26.  Februar  2009  (Urk.  4/77/7/1),  deren  Fiktion  der  Beschuldigte  D._____  in  der 

Untersuchung vorbehaltlos anerkannt hat (vgl. Urk. 4/93 S. 8), sowie die entspre-

chende  Belastungsanzeige  vom  14.  April  2009  zu  Gunsten  des  Beschuldigten 

D._____ (Urk. 4/77/7/2), so dass der objektive Sachverhalt der Haupttat insofern 

ohne Weiteres erstellt ist. Die Anklagebehörde führt indessen auch in diesem Zu-

sammenhang  keine  konkreten  Handlungen  des  Beschuldigten  B._____  oder  an-

dere Umstände auf, welche dessen effektive Förderung dieser Haupttat nahelegen 

würden, nachdem in der Anklageschrift gerade nicht behauptet wird, dass der Be-

schuldigte seinen Mitarbeitern im Hinblick auf das inkriminierte Geschäft eine be-

stimmte Anweisung erteilt hat, und ihrer (schwammigen) Umschreibung noch nicht 

einmal entnommen werden kann, in welcher Form der Beschuldigte den Mitarbei-

tern rund ein Jahr zuvor zu verstehen gegeben haben soll, dass er mit allfälligen 

späteren Transaktionen zu Gunsten der Mitbeschuldigten einverstanden sei. Auf-

grund der besagten Formulierung der Anklage wird denn auch ersichtlich, dass al-

les andere als klar ist, inwiefern der Beschuldigte B._____ über die einzelnen Vor-

gänge zwischen Februar und August 2009 im Bild war. Eine ungefähre Kenntnis 

der illegalen Vorgänge ist indessen zwingend erforderlich, um von einer Gehilfen-

schaft zu einem bestimmten Verbrechen oder Vergehen ausgehen zu können (vgl. 

dazu hinten Ziffer IV./1.3.). Auffällig ist im vorliegenden Zusammenhang immerhin, 

dass der Beschuldigte B._____ die Rechnung des Beschuldigten D._____ für an-

gebliche Materiallieferungen (zu Gunsten der Liegenschaft C._____) eigenhändig 

visierte, doch vermag dieser Umstand für sich allein ebenfalls keine Kenntnis von 

möglichen kriminellen Machenschaften zu bewirken, zumal die B._____ AG in jener 

Zeit ja tatsächlich Arbeiten für die Liegenschaft des Beschuldigten C._____ verrich-

tete.  Die  Vorinstanz  führt  dazu  im  Rahmen  der  Würdigung  der  diesbezüglichen 

Aussagen des Beschuldigten B._____ auf wenigen Zeilen aus, es erscheine äus-

serst seltsam, dass der Beschuldigte die Rechnung von D._____ visiert und eine 

entsprechende  Zahlung  ausgelöst  habe,  sich  aber  gleichzeitig  nicht  mehr  an  die 

besagten Vorkommnisse erinnern könne, doch ist dazu festzuhalten, dass es nicht 

sonderlich zu erstaunen vermag, wenn sich eine befragte Person in einer Einver-

nahme  rund  neun  Jahre  nach  der  Tat  nicht  mehr  an  einzelne  Visierungen  bzw. 

Zahlungsauslösungen erinnern kann, zumal davon auszugehen ist, dass der Be-

- 32 -

schuldigte  B._____  in  jener  Zeit  nahezu  täglich  solche  Vorgänge  vorzunehmen 

hatte,  wobei  weder  der  Hintergrund  noch  die  Höhe  der  vorliegend  inkriminierten 

Zahlung derart aussergewöhnlich anmuten, dass sie prägend in Erinnerung bleiben 

müssten (vgl. Urk. 234 S. 19 f.; Prot. II S. 71). Die weitere Erwägung, die Mitarbei-

ter der B._____ AG hätten die Verrechnung der im vorliegenden Zusammenhang 

aufgelaufenen Forderung gegenüber dem Beschuldigten C._____ mit den Akonto-

zahlungen der F._____ AG nicht ohne die Anweisungen und die Kenntnisse des 

Beschuldigten  B._____  vorgenommen  (Urk.  193  S.  168),  bleibt  eine  Vermutung 

und vermag deshalb nicht zu beweisen, dass der Beschuldigte B._____ über den 

besagten Verrechnungsvorgang der Buchhaltung im Bild war und die Hintergründe 

der Rechnungsstellung des Beschuldigten D._____ kannte, zumal die Anklage ja 

gerade behauptet, die entsprechenden Vorgänge hätten sich vor dem Hintergrund 

einer generellen Einverständniserklärung des Beschuldigten B._____ rund ein Jahr 

zuvor  so  abgespielt.  Aufgrund  all  dieser  Überlegungen  ist  der  Beschuldigte 

B._____ betreffend den Vorwurf der Gehilfenschaft zum Betrug gemäss Anklage-

punkt  3.2.4.  mangels  Nachweises  des  objektiven  und  subjektiven  Sachverhaltes 

freizusprechen. 

2.6.3.

Im  Übrigen  gilt  es  in  diesem  Zusammenhang  der  Vollständigkeit  halber 

festzuhalten, dass die B._____ AG bzw. der Beschuldigte B._____ zu keiner Zeit 

irgendeinen Profit oder anderen Vorteil erzielt haben (vgl. Urk. 234 S. 20) und der 

Beschuldigte  D._____  als  massgeblicher  Nutzniesser  der  Angelegenheit  der 

F._____ AG im Vorfeld der erstinstanzlichen Hauptverhandlung eine Geldzahlung 

von Fr. 60'000.– leistete, welche auch diesen Anklagepunkt mitumfasste (vgl. Urk. 

193 S. 315). Die Vorinstanz hat die entsprechende Zivilklage der F._____ AG, wel-

che sich unter anderem gegen den Beschuldigten B._____ richtete, denn auch in-

folge Gegenstandslosigkeit als erledigt abgeschrieben (Urk. 193 S. 336). 

2.7.

2.7.1. Anders präsentiert sich hingegen die Sachlage betreffend die eingeklagten 

Transaktionen in der Gesamthöhe von Fr. 120'857.45 (Anklagepunkt 3.2.5.) vom 

April 2009 bzw. März 2010. Hier wird dem Beschuldigten B._____ vorgeworfen, der 

Beschuldigte C._____ habe aufgrund des sich immer mehr abzeichnenden finan-

- 33 -

ziellen Engpasses vor dem 3. April 2009 direkten Kontakt mit ihm aufgenommen 

und habe ihm dabei mitgeteilt, dass die bei der B._____ AG im Zusammenhang mit 

seinem Hausbau aufgelaufenen Forderungen über die F'._____ AG abgerechnet 

würden. In der Folge habe C._____ der Buchhaltungsabteilung der F'._____ AG 

(recte:  B._____  AG)  via  den  Bauführer  des  Projektes  S._____-strasse  T._____ 

eine Handnotiz zukommen lassen, in welcher er diese darum ersucht habe, diverse 

konkret bestimmte Rechnungen zu Handen der F'._____ AG zu erstellen und die 

bei der B._____ AG entsprechend eingehenden Zahlungen in der Gesamthöhe von 

Fr. 120'858.35 mit den ihn betreffenden Forderungen der B._____ AG (namentlich 

im Zusammenhang mit dem aufwändigen Bau des Schwimmteiches auf seiner Lie-

genschaft) zu verrechnen, was die Mitarbeiter der B._____ AG in der Folge im Wis-

sen darum, dass der Beschuldigte B._____ mit solchen Verrechnungen zu Gunsten 

des  Beschuldigten  C._____  einverstanden  gewesen  sei,  nach  Eintreffen  der  be-

sagten Zahlungen ab März 2010 auch so gehandhabt hätten (Urk. 42/4/1 S. 15 ff.). 

2.7.2. Die Handnotiz des Beschuldigten C._____ mit der erwähnten Rechnungs-

liste  sowie  die  gestützt  darauf  erstellten  Rechnungen  der  B._____  AG  liegen  im 

Recht (vgl. Urk. 4/70/8+9), ebenso eine weitere Notiz von W._____, aus welcher 

die geübte Verrechnungspraxis (wonach via die vorliegend eingeklagten Rechnun-

gen zu Lasten der F'._____ AG [in der Gesamthöhe von Fr. 120'858.35] letztlich 

die Baustelle 28216 [Einfamilienhaus C._____] finanziert wurde; vgl. Urk. 4/70/10) 

zweifelsfrei hervorgeht. Der objektive Sachverhalt des Anklagevorwurfes ist inso-

fern mithin ohne Weiteres als erstellt zu erachten.

2.7.3.

Im Weiteren wurde der Beschuldigte C._____ zu diesem Vorwurf im Rah-

men diverser Einvernahmen befragt (vgl. Urk. 4/62; Urk. 4/68+69; Urk. 4/86). Seine 

diesbezüglichen Aussagen, welche von der Vorinstanz korrekt zusammengefasst 

und zutreffend wiedergegeben wurden (Urk. 193 S. 172 f.), sind nachvollziehbar 

und wirken authentisch, dies insbesondere hinsichtlich der von ihm zu Handen der 

B._____  AG  angefertigten  Rechnungsliste  sowie  der  Visierung  der  aufgrund  der 

Liste erstellten Rechnungen, deren Rechnungsbeträge in der Folge unbestrittener-

massen von der F'._____ AG zu Gunsten der B._____ AG ausbezahlt und dort mit 

Forderungen gegenüber dem Beschuldigten C._____ verrechnet worden sind. Da-

- 34 -

bei sagte C._____ in der Einvernahme vom 2. Mai 2016 auch klar aus, dass er dem 

Beschuldigten B._____ im Rahmen eines Gespräches den Vorschlag mit den Ver-

rechnungen  unterbreitet  und  dieser  eingewilligt  habe,  wobei  er  sich  jedoch  nicht 

mehr sicher war, ob er B._____ auf seinen finanziellen Engpass hinwies und wie 

die Reaktion von B._____ konkret ausfiel (Urk. 4/62 S. 7 f.). Dagegen konnte sich 

C._____ noch daran erinnern, dass die Angelegenheit zwischen ihm und B._____ 

in einem einzigen Gespräch "ausgeredet" gewesen sei und danach insofern keine 

weiteren  Kontakte  mehr  stattfanden  (Urk.  4/62  S. 9).  Diese  Angaben  bestätigte 

C._____ dann im Wesentlichen in seiner Stellungnahme zur Hafteinvernahme des 

Beschuldigten B._____ und in der nachfolgenden Konfrontationseinvernahme mit 

dem Beschuldigten B._____ vom 16. Juni 2016 (Urk. 4/68 S. 2; Urk. 4/69 S. 3 ff., 

insbes. S. 15: "Ich habe Herrn B._____ gesagt, dass die Rechnungen meines Ein-

familienhauses über die Firma F._____ abgerechnet würden und Herr B._____ war 

damit einverstanden."), wobei er präzisierte, dass nicht von einem finanziellen Eng-

pass, sondern lediglich über die Erhöhung seiner Hypothek gesprochen worden sei 

(S. 3). Als Grund für die Beteiligung des Beschuldigten B._____ nannte er dabei, 

dass die B._____ AG nur auf diesem Weg überhaupt das Geld von ihm bekommen 

habe  (S. 6).  Im  Weiteren  glaubte  C._____  aber  nicht,  dass  der  Beschuldigte 

B._____ den kriminellen Hintergrund der Transaktionen erfasst hatte, da über die-

sen Aspekt nicht gesprochen worden sei, wobei er die Frage, ob B._____ in irgend-

einer  Weise  nachgefragt  habe,  verneinte  (S. 15).  Desgleichen  gab  der  Beschul-

digte C._____ dann auch in seiner späteren Einvernahme vom 29. November 2016 

an, die fragliche Verrechnung sei mit dem Beschuldigten B._____ abgesprochen 

gewesen,  welcher  mit  der  gesamten  Situation  zwar  nicht  glücklich  gewesen  sei, 

diese aber schliesslich akzeptiert bzw. sein OK gegeben habe (Urk. 4/86 S. 7 ff.). 

Diese Aussagen belasten den Beschuldigten B._____ massgeblich, zumal er diese 

nur damit zu erklären vermochte, der Beschuldigte C._____ versuche ihn da offen-

sichtlich "in die Pfanne zu hauen" (Urk. 4/66 S. 32).

2.7.4. Hinzu kommt, dass die Auskunftsperson U._____ als damaliger Projektlei-

ter  bei  der  B._____  AG  zu  Protokoll  gab,  dass  der  Beschuldigte  B._____  in  die 

Angelegenheit involviert gewesen sei und entschieden habe, wie die Sache jeweils 

zu funktionieren habe (Urk. 4/76 S. 4 f.). Zwar konnte sich U._____ über das kon-

- 35 -

krete Wissen des Beschuldigten B._____ betreffend die illegalen Handlungen nicht 

genauer äussern, doch hielt er fest, dass im Projekt S._____-strasse T._____ früh-

zeitig Rückstellungen vorgenommen worden seien und dieses Projekt dann nicht 

1:1 abgeschlossen worden sei, was auch dem Beschuldigten B._____ bekannt ge-

wesen sei. B._____ habe dann auch die entsprechende Kostenträgerrechnung vi-

siert, aus welcher die Verrechnung von (zurückgestellten) Geldern des Projektes 

S._____-strasse T._____ mit Ausständen betreffend das Einfamilienhaus C._____ 

ersichtlich gewesen sei. Seitens des Buchhalters W._____ seien zudem mehrmals 

Warnungen  betreffend  die  schlechte  Zahlungsmoral  des  Beschuldigten  C._____ 

ausgesprochen  worden,  welche  auch  der  Beschuldigte  B._____  mitbekommen 

habe (Urk. 4/76 S. 3 ff.). U._____ bestätigte somit in verschiedener Hinsicht, dass 

der Beschuldigte B._____ Kenntnis von den Vorgängen rund um die Begleichung 

der  Schulden  des  Beschuldigten  C._____  namentlich  betreffend  den  erstellten 

Schwimmteich hatte, auch wenn er dessen Rolle in der gesamten Angelegenheit 

nicht genau einzuschätzen wusste. 

2.7.5. Der Beschuldigte B._____ konnte sich demgegenüber hinsichtlich der be-

sagten Transaktionen an gar nichts erinnern und sagte lediglich aus, dass er dies-

bezüglich  nichts  wisse,  da  die  Projektleiter  jeweils  für  allfällige  Umbuchungen  in 

ihren Projekten zuständig gewesen seien (so bereits Urk. 4/66 S. 26 f.; vgl. auch 

Urk. 4/69 S. 3 + 8; Urk. 4/106 S. 8 f.). Später vermutete er, dass hier der Beschul-

digte C._____ die Anweisung zur "Umlagerung" (gemeint: Verrechnung) der Gelder 

an U._____ gegeben habe. Er selber habe von einer solchen Verrechnung jedoch 

nichts gewusst und könne sich auch nicht daran erinnern, dass ihm der Beschul-

digte C._____ jemals gesagt habe, sein Einfamilienhaus werde über die F._____ 

AG finanziert. Dass C._____ finanzielle Engpässe gehabt habe, sei ihm ebenfalls 

nicht bekannt gewesen (Urk. 4/78 S. 2 f.; Prot. II S. 28 + 32), wobei er allerdings 

gleichzeitig einräumte, er gehe davon aus, man habe an der Bauführersitzung si-

cherlich  besprochen,  dass  der  Beschuldigte  C._____  Ausstände  habe  (Prot. II 

S. 30). Letztlich sei aber auch in diesem Fall seine Gutmütigkeit ausgenutzt wor-

den, während er selber keine Veranlassung gehabt habe, hinter dem Gebaren von 

C._____ kriminelle Machenschaften zu vermuten (Urk. 4/102 S. 18 f.). 

- 36 -

2.7.6.

Im Rahmen der konkreten Würdigung der vorstehend dargelegten Aussa-

gen der einzelnen Verfahrensbeteiligten sticht zunächst ins Auge, dass die insofern 

gleichlautenden  Angaben  des  Beschuldigten  C._____  und  der  Auskunftsperson 

U._____, wonach der Beschuldigte B._____ über die Vorgänge rund um die priva-

ten  Ausstände  des  Beschuldigten  C._____  namentlich  betreffend  den  Bau  des 

Schwimmteiches informiert gewesen sei, der von B._____ geltend gemachten to-

talen  Unkenntnis  hinsichtlich  der  damaligen  Vorkommnisse  diametral  widerspre-

chen. Während sich indessen der Beschuldigte B._____ in pauschale Bestreitun-

gen der Vorgänge sowie nur vage Kenntnisse der Abläufe in seinem Unternehmen 

flüchtete, mutet die diesbezügliche Schilderung des Beschuldigten C._____ in die-

sem Zusammenhang insbesondere hinsichtlich der eingangs dieses Anklagepunk-

tes erwähnten gegenseitigen Unterredung trotz gewisser Erinnerungslücken durch-

aus plausibel und lebensnah an (vgl. Urk. 4/62 S. 7 ff.: "Ich weiss noch, dass die 

ganze Sache zwischen Herr B._____ und mir in einem Gespräch ausgeredet war 

und danach keine weiteren Gespräche darüber mehr stattgefunden haben."), zumal 

die entsprechenden Angaben auch entlastende Elemente zu Gunsten des Beschul-

digten B._____ enthalten (vgl. Urk. 4/62 S. 7 betreffend die Betonung des fehlenden 

Profites). Der Beschuldigte B._____ gibt in der vorliegenden Angelegenheit mithin 

zumindest im Hinblick auf seine Kenntnisse der Hintergründe der entsprechenden 

Zahlungsflüsse  zwischen  den  involvierten  Unternehmen  nicht  die  wahre  Version 

der Geschehnisse wieder, was die Glaubhaftigkeit seiner Darstellung merklich ero-

dieren  lässt.  Der  Beschuldigte  B._____  vermochte  im  gesamten  Verfahren  denn 

auch nicht zu erklären, weshalb er in der vorliegenden Angelegenheit gleich von 

zwei beteiligten Personen unabhängig voneinander derart belastet bzw. zu Unrecht 

"in die Pfanne gehauen" wird, sondern beliess es bei der allgemeinen Behauptung, 

diese Personen hätten ja auch schon früher Aussagen gemacht, welche sie dann 

später wieder zurückgenommen bzw. relativiert hätten (vgl. Urk. 4/106 S. 4). 

2.7.7. Von wesentlicher Bedeutung erscheint in der vorliegenden Angelegenheit 

sodann  nicht  zuletzt  auch  die  Tatsache,  dass  der  Beschuldigte  B._____  als  Ge-

schäftsführer der B._____ AG sämtliche wichtigen Vorgänge in seinem Unterneh-

men namentlich finanzieller Art zu visieren hatte und nur er entsprechende Zahlun-

gen an Dritte (im E-Banking-System) auslösen konnte (Prot. II S. 35). Dass er dabei 

- 37 -

auch Vorgänge mit höheren Beträgen einfach durchgewinkt hat, ohne die Hinter-

gründe zu erfragen, erscheint nicht nachvollziehbar, zumal wenn er diese Hinter-

gründe – wie von ihm geltend gemacht – jeweils nicht gekannt haben will, wobei 

der  Beschuldigte  B._____  anlässlich  der  Berufungsverhandlung  auch  einräumte, 

grössere Beträge sicher angeschaut zu haben (Prot. II S. 35 f.). Zwar mag es ent-

sprechend  seiner  Darstellung  bisweilen  tatsächlich  vorgekommen  sein,  dass  ein 

Kunde seine Privatliegenschaft über sein Unternehmen finanzierte, wie dies auch 

U._____ in seiner Befragung ausgeführt hat (vgl. Urk. 4/76 S. 7). Gerade mit Bezug 

auf letzteren Aspekt muss dem Beschuldigten B._____ für den vorliegenden Fall 

aber ohne Weiteres bewusst gewesen sein, dass es sich bei der F'._____ AG nicht 

um das Unternehmen des Beschuldigten C._____ handelte. Sofern er nichtsdesto-

trotz andeuten will, C._____ habe als Angestellter mit seiner Arbeitgeberin solcher-

lei Praktiken geübt (vgl. Urk. 4/102 S. 14), überzeugen seine vagen Ausführungen 

nicht, sondern muten nicht zuletzt auch wegen der zur Diskussion stehenden Grös-

senordnung der Beträge unrealistisch an.

2.7.8. Keine stichhaltige Belastung des Beschuldigten vermag es demgegenüber 

darzustellen, wenn im vorinstanzlichen Urteil darauf hingewiesen wird, dass diverse 

Mitarbeiter der B._____ AG der Meinung gewesen seien, der Beschuldigte B._____ 

hätte merken müssen, dass die Rechnungsstellungen im Projekt S._____-strasse 

T._____ teilweise nicht stimmten, erschöpfen sich solche subjektiven Einschätzun-

gen von Verfahrensbeteiligten doch in blossen Mutmassungen, welche grundsätz-

lich keinen rechtsgenügenden Nachweis für die innere Einstellung eines Täters zu 

begründen vermögen.

2.7.9. Nach all dem Gesagten ist mithin für die im vorliegenden Zusammenhang 

eingeklagten  Transaktionen  davon  auszugehen,  dass  es  zwischen  den  Beschul-

digten C._____ und B._____ vor dem 3. April 2009 tatsächlich zu einem Gespräch 

gekommen ist, in dessen Rahmen der Beschuldigte B._____ vom Beschuldigten 

C._____ dahingehend informiert wurde, dass aufgrund seiner damaligen Liquidi-

tätsprobleme (welche der Beschuldigte C._____ auf den Betrag von Fr. 300'000.– 

bis  Fr.  400'000.–  bezifferte  und  mit  einer  Hypothekenerhöhung  lösen  wollte,  vgl. 

Urk. 4/69 S. 3) die bei der B._____ AG aufgelaufenen Rechnungen namentlich be-

- 38 -

treffend den Bau seines Schwimmteiches über Gelder der F'._____ AG finanziert 

würden, wobei die Reaktion von B._____ nur insoweit bekannt ist, dass er das vor-

geschlagene  Konstrukt  akzeptierte  bzw.  zumindest  konkludent  damit  einverstan-

den  war.  Nicht  glaubhaft  ist  dabei  angesichts  der  vorstehend  geschilderten  Um-

stände, dass der Beschuldigte B._____ in guten Treuen von einem legalen Kon-

strukt mit indirekter Begleichung von berechtigten Lohnansprüchen des Beschul-

digten  C._____  ausgehen  konnte,  zumal  seine  entsprechenden  Beteuerungen 

reichlich knapp gehalten sind und eine entsprechende Praxis im Baugewerbe von 

ihm bloss behauptet wurde, ohne dass er sie in irgendeiner Weise zu plausibilisie-

ren  vermochte,  was  aber  bei  einer  pauschalen  Rechtfertigung  eines  durch  ver-

schiedene Umstände belasteten Beschuldigten von diesem durchaus erwartet wer-

den  darf 

(vgl.  Urteile  6B_299/2020  vom  13. November  2020,  E. 2.3.3.; 

6B_1202/2021 vom 11. Februar 2022, E. 1.8.2.; 6B_129/2024 vom 22. April 2024, 

E. 2.3.1.). Wenn überhaupt, mag eine solche Praxis im Baugewerbe allenfalls im 

Verhältnis  eines  Bauunternehmens  zu  seinem  Eigentümer  bzw.  (Allein-)Aktionär 

existieren. Abwegig ist ein solches Vorgehen hingegen im Verhältnis eines im Ei-

gentum einer Drittperson stehenden Bauunternehmens gegenüber einem Mitarbei-

ter, der regelmässige Lohnzahlungen erhält, selbst wenn es sich um einen Kader-

mitarbeiter handeln mag (vgl. Urk. 234 S. 11). Nicht zuletzt wäre eine solche Praxis 

nicht mit einer korrekten Buchführungspraxis einer Aktiengesellschaft in Einklang 

zu  bringen  (insbesondere  würde  der  Personalaufwand  zu  tief  ausgewiesen)  und 

gestaltete sich überdies steuerrechtlich äusserst fragwürdig (insbesondere würden 

die betreffenden Einkommensbestandteile nicht im Lohnausweis aufgeführt, der für 

die Einkommenssteuer relevant ist), so dass sich das Bauunternehmen bzw. die 

für dieses handelnden Personen dem Vorwurf einer Urkundenfälschung aussetzen 

könnten.  Ebendies  musste  zumindest  in  den  wesentlichen  Zügen  auch  dem  Be-

schuldigten  B._____,  der  selbst  als  Verwaltungsrat  und  Geschäftsführer  der 

B._____ AG amtete, bewusst sein. Dass sich die F'._____ AG – damals eine der 

grössten Generalunternehmungen der Schweiz – zu einem solchen Gebaren bereit 

erklärt  haben  soll,  muss  für  ihn  deshalb  abwegig  gewesen  sein,  zumal  er  selbst 

ausführt,  dass  diese  dannzumal  ein  renommiertes  und  etabliertes  Unternehmen 

gewesen sei (Prot. II S. 28). Hinzu kommt, dass vorliegend nicht einfach Rechnun-

- 39 -

gen, die auf den Beschuldigten C._____ lauteten, von seiner Arbeitgeberin bezahlt 

wurden, sondern überdies durch entsprechende Rechnungen inexistente Leistun-

gen der B._____ AG zugunsten des Projektes S._____-strasse T._____ suggeriert 

und damit letztlich die Baukosten dieses Projektes erhöht wurden. Mithin erfolgten 

die Zahlungen zum Vorteil des Beschuldigten C._____ mit Mitteln, die an das Pro-

jekt S._____-strasse T._____ gebunden waren, was dem Beschuldigten B._____ 

ebenfalls bewusst war, da der Beschuldigte C._____ ihm gemäss glaubhafter Aus-

sage des Letzteren explizit gesagt hatte, dass seine Ausstände über das besagte 

Projekt abgerechnet würden (Urk. 4/86 S. 17; Urk. 193 S. 173; Urk. 234 S. 21). Mit-

hin erfolgten die Überweisungen in einer Art, die deren Nachverfolgung schwierig 

machte  und  die  Gefahr  einer  Täuschung  und  Benachteiligung  nicht  nur  der 

F'._____  AG,  sondern  auch  der  Bauherrschaft  des  Projekts  S._____-strasse 

T._____ mit sich brachte. Vor diesem Hintergrund erscheint die Berufung auf ein 

legales Konstrukt bzw. eine entsprechende Praxis in der Baubranche alles andere 

als plausibel, zumal auch die Höhe der angeblichen Lohnansprüche infolge Über-

stunden von über Fr. 120'000.– unrealistisch anmutet, nachdem der Beschuldigte 

B._____ bereits die unter dem (verjährten) Anklagepunkt 3.2.2. vorgeworfene Wei-

terüberweisung von Fr. 270'000.– an den Beschuldigten C._____ mit der Abgeltung 

von Überstunden erklärt hatte (Urk. 193 S. 140 + 152; Urk. 234 S. 11). Diese an-

geblichen  Lohnansprüche  mussten  dem  Beschuldigten  B._____  vor  dem  Hinter-

grund  der  bekannten  Zahlungsprobleme  bzw.  Ausstände  des  Beschuldigten 

C._____ als nur allzu gelegen und damit verdächtig erscheinen. Insbesondere ist 

aufgrund der Aussage der Auskunftsperson U._____ erstellt, dass der Buchhalter 

W._____ mehrfach auf die schlechte Zahlungsmoral des Beschuldigten C._____ 

hingewiesen hatte, auch wenn sich W._____ bei seinen Einvernahmen selbst nicht 

so geäussert hat (vgl. Urk. 234 S. 22). Angesichts all dieser Umstände musste es 

sich dem Beschuldigten B._____ geradezu aufdrängen, dass die angeblich zur Ver-

rechnung  anstehenden  Forderungen  des  Beschuldigten  C._____  gegenüber  der 

F'._____ AG gar nicht existierten, sondern vielmehr vom Beschuldigten C._____ 

erfunden worden waren, um eine illegale Tätigkeit zu kaschieren.

Wenn sich der Beschuldigte B._____ nun aber in Kenntnis des zweifelhaf-

ten Vorgehens des Beschuldigten C._____ um die Legalität der konkreten diesbe-

- 40 -

züglichen Vorgänge in seinem Unternehmen foutierte und sich nicht weiter um die 

Sache kümmerte, sondern sie seinen Mitarbeitern überliess, so drängt sich gebie-

terisch der Schluss auf, dass er die konkreten Details gar nicht genau wissen wollte, 

welcher  Umstand  sich  indessen  in  subjektiver  Hinsicht  nicht  zu  seinen  Gunsten 

auszuwirken vermag (vgl. dazu Urteil 6B_910/2019 vom 15. Juni 2020, E. 2.2.4.4.; 

vgl. auch BGE 135 IV 12, E. 2.3.1.). Vielmehr bestehen mit der Vorinstanz gar ver-

schiedene Indizien, dass der Beschuldigte B._____ von Beginn weg mehr wusste, 

als er zugeben mag. So drängt sich insbesondere die Frage auf, weshalb er die 

teilweise hohen Zahlungen an den Beschuldigten C._____ einfach kommentarlos 

durchgewinkt  hat,  wenn  er  deren  wahren  Hintergrund  nicht  kannte.  Auffällig  er-

scheint auch die Tatsache, dass der Beschuldigte B._____ im Rahmen eines frü-

heren  Vorganges  (vgl.  dazu  den  verjährten  Anklagepunkt  3.2.2.)  die  von  seiner 

Buchhaltung vermisste Rechnung betreffend einen auszuzahlenden Betrag in der 

Höhe von Fr. 270'000.– nachträglich plötzlich beibrachte, ohne den Vorgang weiter 

zu erklären. Dass er sich in der Untersuchung an die entsprechenden Vorgänge 

nicht mehr zu erinnern vermochte, erscheint denn auch nicht sonderlich überzeu-

gend. Zudem stimmte er im Rahmen dieses früheren Vorfalls vorbehaltlos zu, dass 

Gelder der F'._____ AG zu Gunsten des Beschuldigten C._____ verwendet wur-

den,  obwohl  dafür  kein  nachvollziehbarer  wirtschaftlicher  Hintergrund  bestand. 

Nichtsdestotrotz kann entsprechend dem Beweisgrundsatz "in dubio pro reo" aber 

im Endeffekt nicht angenommen werden, der Beschuldigte B._____ habe gewusst, 

welche  konkreten  Vorgänge  sich  hinter  den  inkriminierten  Einzahlungen  auf  das 

Konto  der  B._____  AG  genau  verbargen,  zumal  er  diesbezüglich  auch  vom  Be-

schuldigten C._____ entlastet wird (vgl. Urk. 4/69 S. 12 + 15 f.; Urk. 4/86 S. 17). 

Eine entsprechende Absprache der Beschuldigten C._____ und B._____ im Vor-

feld der Fälschungen C._____s ist mithin nicht nachweisbar. Letztlich bleibt es des-

halb dabei, dass das undurchsichtige Vorgehen des Beschuldigten C._____ mit der 

unrealistischen Praxis der Verrechnung ausstehender Lohnansprüche via indirek-

ter Tilgung von privaten Rechnungen durch die F'._____ AG über den Umweg der 

Bezahlung von angeblichen Rechnungen zu Lasten des Projektes S._____-strasse 

T._____ beim Beschuldigten B._____ zumindest ernsthafte Bedenken mit Bezug 

auf die Rechtmässigkeit des gesamten Handelns von C._____ schüren mussten. 

- 41 -

2.7.10. Die Beschuldigtenseite fokussiert im Rahmen ihrer Einwendungen immer 

wieder auf die Tatsache, dass es sowohl auf Seiten der F'._____ AG als auch auf 

Seiten der B._____ AG verschiedene (interne und externe) Kontrollstellen gegeben 

habe, welche die inkriminierten Vorgänge zu keiner Zeit monierten (vgl. Urk. 4/102 

S. 19 f.; Urk. 234 S. 25). Dabei wird indessen ausser Acht gelassen, dass gerade 

der Beschuldigte C._____ innerhalb der F'._____ AG eine massgebende Kontroll-

funktion  innehatte,  in  deren  Rahmen  er  die  dort  eingehenden  Rechnungen  der 

Handwerker zu prüfen und zu visieren hatte (vgl. auch Urk. 234 S. 13). Dass die 

nachfolgenden Stellen dann grundsätzlich auf die Fachkompetenz und die Lauter-

keit von C._____ vertrauten und die von ihm visierten Rechnungsvorgänge grund-

sätzlich nicht in Frage stellten, erscheint vor diesem Hintergrund nur logisch. Diese 

Begleitumstände mussten auch dem Beschuldigten B._____, welcher die wichtige 

Position  von  C._____  bei  der  F'._____  AG  kannte  und  ihn  gar  als  Quasi-Patron 

dieses Unternehmens bezeichnete (vgl. vorstehend Ziffer III./2.2.), bewusst gewe-

sen sein, wenn er am Verhalten von C._____ ernsthaft zweifeln musste, weshalb 

die implizit mit dem Einwand verbundene Argumentation, er habe aufgrund der in-

tern  nicht  monierten  Abläufe  auf  die  Rechtmässigkeit  der  entsprechenden  Vor-

gänge in den Unternehmen vertrauen können, vorliegend nicht zu greifen vermag. 

Letztlich bezeichnet denn auch der Beschuldigte B._____ selbst den Projektleiter 

als matchentscheidende Person und führt aus, der Unternehmer sei darauf ange-

wiesen, dass dieser fair bleibe (Prot. II S. 28).

2.7.11. Aufgrund all dieser vorstehend angestellten Überlegungen ist mithin für den 

vorliegenden  Anklagepunkt  3.2.5.  davon  auszugehen,  dass  der  Beschuldigte 

B._____ zumindest ernsthaft damit rechnen musste, dass die an die B._____ AG 

seitens der F'._____ AG überwiesenen Beträge keinen realen wirtschaftlichen Hin-

tergrund hatten und somit deliktischer Herkunft sein könnten. Bei dieser Ausgangs-

lage nahm er aber auch in Kauf, dass die F'._____ AG widerrechtlich geschädigt 

und  der  Beschuldigte  C._____  entsprechend  zu  Lasten  seiner  Arbeitgeberin  un-

rechtmässig bessergestellt sein könnte. Ein mögliches Motiv für diese Denkweise 

hatte  der  Beschuldigte  B._____  allemal,  wurde  der  Beschuldigte  C._____  durch 

diese Besserstellung doch in die Lage versetzt, seine mit dem Bau des Schwimm-

teiches  verbundenen  Ausstände  bei  der  B._____  AG  zu  begleichen,  womit  sich 

- 42 -

diese gleichzeitig schadlos hielt, da sie ansonsten – wie der Beschuldigte C._____ 

zu Recht bemerkte (vgl. Urk. 4/62 S. 6) – höchste Schwierigkeiten gehabt hätte, die 

Gelder  beim  finanziell  angeschlagenen  Haupttäter  anderweitig  erhältlich  zu  ma-

chen. 

3.

Anklagevorwürfe gegen den Beschuldigten A._____

3.1.

Transaktionen betreffend die E'._____ AG (aktuell: E._____ AG) 

3.1.1. Gemäss der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft II für den Kanton Zürich 

vom 12. Juli 2022 hat der Beschuldigte C._____ sodann in einer späteren Phase 

den Beschuldigten A._____ in seine betrügerischen Machenschaften zum Nachteil 

der E'._____ AG einbezogen, indem er mit dem Beschuldigten A._____ jeweils ver-

einbart habe, dass dieser die zuvor auf dessen Privatkonto bei der L._____ Regio 

AD._____  eingegangenen  deliktischen  Geldbeträge  auf  sein  Konto  bei  der  UBS 

Switzerland weiterleitet. Der Beschuldigte A._____ soll in diesem Zusammenhang 

zwischen Dezember 2012 und Juli 2013 bei insgesamt vier Gelegenheiten jeweils 

Geldsummen von Fr. 84'780.–, Fr. 81'000.–, Fr. 88'020.– sowie Fr. 89'100.– an den 

Beschuldigten C._____ transferiert haben, wobei er zumindest in Kauf genommen 

habe, dass diese Gelder deliktischen Ursprunges sind und er die illegalen Aktivitä-

ten des Beschuldigten C._____ mit seinem Verhalten fördert (Urk. 42/2/1 S. 6 ff.; 

Anklagepunkte 2.1., 2.3., 2.5. + 2.9.). 

3.1.2.

a)

Der Beschuldigte A._____ stellt den äusseren Ablauf rund um die einge-

klagten Transaktionen im Zusammenhang mit der E'._____ AG nicht in Abrede (vgl. 

Urk. 4/15 S. 7; Urk. 4/97 S. 6 ff.; Urk. 152 S. 12 ff.; Prot. II S. 49). 

b)

Er machte dazu in der Untersuchung geltend, er habe eines Tages auf sei-

nem Privatkonto bei der L._____ einen Zahlungseingang der E'._____ AG wahrge-

nommen und habe dann "studiert", da er seines Wissens nie für diese Firma tätig 

gewesen  sei.  In  der  Folge  sei  dann  der  Beschuldigte  C._____  gleich  einen  Tag 

später zu ihm gekommen und habe gesagt, dass er sich versehentlich den Lohn 

seines Arbeitgebers auf dieses Konto habe überweisen lassen, wobei er ihn gebe-

- 43 -

ten habe, das Geld gleich auf sein Konto zu überweisen, was er dann nach Ver-

rechnung  eines  Teilbetrages  von  Fr.  32'780.–  für  gegenüber  C._____  erbrachte 

Leistungen gemacht habe (Urk. 4/15 S. 7; Urk. 4/97 S. 6). Dieses Prozedere habe 

sich anschliessend noch drei Mal wiederholt, worauf er dem Beschuldigten gesagt 

habe, dass damit jetzt Schluss sei, und ihn dann gefragt habe, ob das Geld sauber 

sei, was dieser bejaht habe (Urk. 4/17 S. 7). Genauer nachgefragt habe er weder 

beim Beschuldigten C._____ noch bei der E'._____ AG (Urk. 4/15 S. 8). Er habe 

damals ganz andere Probleme mit seiner Beziehung und seinem Geschäft gehabt 

und habe sich einfach zu wenig um die Sache gekümmert (Urk. 4/97 S. 10).

In subjektiver Hinsicht fokussierte der Beschuldigte auf die Tatsache, dem 

Beschuldigten C._____ vollends vertraut zu haben und nie auf die Idee gekommen 

zu sein, dass die Gelder illegalen Ursprungs sein könnten, ansonsten er sofort re-

agiert hätte (Urk. 4/15 S. 8; Urk. 4/97 S. 10 f.). Er habe sich einfach nicht vorstellen 

können,  dass  eine  Firma  Geld  überweist,  ohne  dies  vorgängig  zu  kontrollieren, 

weshalb  es  für  ihn  jeweils  klar  gewesen  sei,  dass  es  sich  nur  um  den  Lohn  des 

Beschuldigten C._____ handeln könne, zumal ihm dieser einmal gesagt habe, dass 

er monatlich etwa Fr. 15'000.– bis Fr. 20'000.– verdiene (Urk. 4/15 S. 8; Urk. 4/17 

S. 5; Urk. 4/97 S. 9 + 11). 

c)

Anlässlich  der  vorinstanzlichen  Hauptverhandlung  hat  der  Beschuldigte 

diese Darstellung im Wesentlichen bestätigt und dazu erklärt, dass er in jener Zeit 

aufgrund der laufenden Scheidung und des Aufbaus seines Geschäftes nicht voll 

bei der Sache gewesen sei. Er habe einen Fehler gemacht, da er dem Beschuldig-

ten C._____ "voll vertraut" habe, zumal dieser auch im Gemeinderat gewesen sei. 

Nach der ersten Zahlung seitens der E'._____ AG in der Höhe von Fr. 84'780.– sei 

dieser einen Tag später zu ihm gekommen und habe ihm gesagt, sein Lohn sei auf 

das  falsche  Konto  überwiesen  worden,  wobei  er  von  dieser  Erklärung  voll  über-

zeugt  gewesen  sei.  Bei  den  weiteren  Zahlungen  in  der  Höhe  von  Fr.  81'000.–, 

Fr. 88'020.– und Fr. 89'100.– habe es sich gemäss den Angaben von C._____ wie-

derum um Lohnzahlungen gehandelt, welche er diesem dann in Raten zurücker-

stattet  habe,  da  er  auf  seinem  Privatkonto  eine  (Überweisungs-)Limite  gehabt 

habe. Er habe dem Beschuldigten C._____ geglaubt, da er ein Laie im Bankenwe-

- 44 -

sen sei und ihm voll vertraut habe. Darauf angesprochen, dass aufgrund der in den 

rund  sechs  Monaten  überwiesenen  Gesamtsumme  von  einem  Monatslohn  von 

rund Fr. 57'000.– auszugehen wäre, meinte der Beschuldigte, C._____ habe von 

einem Auftragsvolumen von Fr. 16 Mio. gesprochen, so dass ihm ein solcher Lohn 

bei  einem  möglichen  Anteil  von  10 Prozent  nicht  unrealistisch  erschienen  sei 

(Urk. 152 S. 12 ff.). 

d)

Im Vorfeld der Berufungsverhandlung betonte der Beschuldigte A._____ im 

Rahmen einer schriftlichen Eingabe nochmals, der Beschuldigte C._____ habe ihn 

reingelegt, als er private Sorgen gehabt habe. Er habe über keinerlei Erfahrung mit 

Büroarbeiten  verfügt  und  habe  nie  die  Absicht  verfolgt,  sich  an  dieser  Sache  zu 

bereichern. Betreffend die viermaligen Überweisungen der Firma E'._____ AG sei 

er vollends davon ausgegangen, dass es sich um den Lohn von C._____ gehandelt 

habe. Auch diese Firma habe C._____ ja vollends vertraut (Urk. 223 S. 1 f.). 

e)

In der Berufungsverhandlung erklärte der Beschuldigte A._____ dann, der 

Beschuldigte C._____ habe ihn komplett überrumpelt (Prot. II S. 49). Dieser sei vor 

der ersten Überweisung zu ihm gekommen, habe den Zahlungseingang angekün-

digt und gesagt, er habe das falsche Konto erwischt, denn das sei sein Lohn, wes-

halb er das Geld an ihn, C._____, weiterüberweisen solle (Prot. II S. 51 f.). Auch 

bei den übrigen Überweisungen habe der Beschuldigte C._____ das Gleiche ge-

sagt (Prot. II S. 50 f. + 54 f.). Nach der ersten und der dritten Überweisung sei der 

Beschuldigte C._____ mit ihm zur L._____ gegangen, da er – A._____ –nicht ge-

wusst habe, wie man die Weiterüberweisung macht (Prot. II S. 52 + 57 f.). Zunächst 

habe er noch gedacht, das könne vorkommen (Prot. II S. 52), denn die ersten bei-

den Male habe der Beschuldigte C._____ gesagt, er habe keine Zeit gehabt, ins 

Büro zu gehen, um die nötigen Kontoanpassungen vorzunehmen (Prot. II S. 53). 

Nach  dem  dritten  Mal  habe  er  ihm  aber  nicht  mehr  geglaubt,  woraufhin  der  Be-

schuldigte C._____ beteuert habe, das Geld sei sauber (Prot. II S. 49). Trotzdem 

habe er nach dem dritten Mal gesagt, jetzt sei fertig und er würde das nächste Mal 

das Geld zurückweisen. Nach dem vierten Mal habe er gesagt, jetzt sei endgültig 

fertig, und als dann nach einer Pause das Geld vom Kanton gekommen sei, habe 

er klargestellt, dass das jetzt das letzte Mal sei und er das nächste Mal das Geld 

- 45 -

zurückschicken werde (Prot. II S. 49 f.). Er habe einfach nicht immer so viel Geld 

umherschieben wollen (Prot. II S. 52). Er habe aber stets geglaubt, dass es sich 

um Lohn handle (Prot. II S. 49, 51, 53 + 55). Sowohl im Zusammenhang mit der 

E'._____  AG  als  auch  mit  dem  Universitätsspital  Zürich  habe  der  Beschuldigte 

C._____ gesagt, dass er einen 20-Mio.-Auftrag habe (Prot. II S. 49, 51, 53 + 56 f.). 

Er habe im Übrigen gemeint, der Beschuldigte C._____ sei schon im Zusammen-

hang mit der E'._____ AG selbständig erwerbstätig gewesen (Prot. II S. 57). Der 

Beschuldigte C._____ sei sein bester Freund gewesen, dem er voll vertraut habe 

(Prot. II S. 50, 59 + 61). Dieser habe vollen Zugriff auf seinen PC gehabt, er selbst 

habe davon aber keine Ahnung gehabt (Prot. II S. 58). Er habe sich gedacht, der 

Beschuldigte C._____ habe etwas an seinem PC gemacht und dabei irgendwie die 

Kontoangaben verwechselt (Prot. II S. 62). Der Beschuldigte C._____ habe ihn ma-

nipuliert bzw. getäuscht (Prot. II S. 49 + 59). 

3.1.3. Der  Beschuldigte  A._____  bestreitet  die  Anklagevorwürfe  betreffend  die 

E'._____ AG mithin insbesondere in subjektiver Hinsicht, weshalb der Sachverhalt 

betreffend die einzelnen Transaktionen insofern zu erstellen ist. Aufgrund des en-

gen Zusammenhanges dieser Transaktionen mit grundsätzlich stets gleichem Ab-

lauf  sowie  der  jeweils  gleichgerichteten  Argumentationsweise  des  Beschuldigten 

A._____ ist es dabei nicht zweckmässig, jeden der vier Tatvorgänge für sich allein 

zu überprüfen. Vielmehr erscheint es angezeigt, die miteinander verknüpften Vor-

fälle einer gesamtheitlichen Betrachtung zu unterziehen, in deren Rahmen dann zu 

entscheiden  ist,  inwiefern  sich  dem  Beschuldigten  der  innere  Gedankengang  im 

Sinne der Anklage jeweils nachweisen lässt.

3.1.4.

a)

Hinsichtlich der Glaubwürdigkeit der in den Themenkomplex betreffend die 

E'._____ AG involvierten Personen gilt es dabei festzuhalten, dass die Beschuldig-

ten C._____ und A._____ als direkte Nachbarn einander freundschaftlich verbun-

den  waren  und  der  Beschuldigte  A._____  gleichzeitig  über  seine  Einzelfirma 

AE._____ diverse Gartenarbeiten für die private Liegenschaft des Beschuldigten 

C._____ ausführte, während ihm C._____ bei privaten Administrativ- und Informa-

tikangelegenheiten aushalf und ihm erlaubte, seinen Schwimmteich zu benützen 

- 46 -

(vgl. Urk. 4/15 S. 2; Urk. 4/17 S. 9). Aufgrund dieser verschiedenen Verflechtungen 

mit freundschaftlichen Aspekten ist nicht von der Hand zu weisen, dass die gleich-

zeitig in eine Strafsache involvierten Beschuldigten ein virulentes Interesse daran 

hatten, sich gegenseitig aus der Schusslinie zu nehmen, indem sie direkt oder in-

direkt entlastende Angaben deponierten, auch wenn sie heute offenbar keinen Kon-

takt mehr miteinander pflegen und der Beschuldigte A._____ einen gewissen Groll 

gegenüber C._____ zu empfinden scheint (vgl. Urk. 152 S. 2 + 19; Prot. II S. 44 + 

53). Die Aussagen der beiden Mitbeschuldigten sind vor diesem Hintergrund mit 

der entsprechenden Vorsicht zu würdigen. 

b)

Gleichzeitig  ist  aufgrund  des  dargelegten  Verhältnisses  für  die  Tatzeit-

punkte nicht von der Hand zu weisen, dass der Beschuldigte A._____ ein gewisses 

Vertrauen gegenüber seinem Nachbarn empfinden durfte, auch wenn dieses Ver-

trauen dadurch limitiert war, dass A._____ wenig Einblick in die geschäftliche Tä-

tigkeit von C._____ hatte und es sich im Übrigen auch nicht um eine langjährige 

enge  Freundschaft  handelte.  Von  einem  gewissen  Vertrauensverhältnis  wird  für 

den  vorliegenden  Entscheid  denn  auch  ausgegangen,  während  für  das  vom  Be-

schuldigten A._____ ebenfalls geltend gemachte Abhängigkeitsverhältnis indessen 

keine valablen Anhaltspunkte bestehen, zumal die gelegentliche Hilfe bei adminis-

trativen Problem dafür nicht ausreicht und A._____ auch jederzeit auf eine profes-

sionelle  Beratung  hätte  ausweichen  können.  Es  erübrigt  sich  vor  diesem  Hinter-

grund  mithin  die  vom  Beschuldigten  A._____  im  Berufungsverfahren  beantragte 

Einvernahme  des  Beschuldigten  C._____  zu  diesem  Aspekt  (vgl.  dazu  bereits 

vorne Ziffer II./2.1.2.).

c)

Im  Übrigen  konnten  die  restlichen  befragten  Personen  zu  den  konkreten 

Tatvorwürfen auch im Falle des Beschuldigten A._____ nur wenig zur Klärung der 

Sache beitragen, zumal die Tatbeteiligten glaubhaft versicherten, nichts von den 

deliktischen Machenschaften namentlich des Hauptbeschuldigten C._____ mitbe-

kommen zu haben (vgl. insbesondere Urk. 4/27 S. 6 ff.; ferner Urk. 193 S. 66 f.), 

auch  wenn  namentlich  die  Verfahrensbeteiligte  H._____  in  diesem  Zeitraum  teil-

weise in erheblichem Ausmass davon profitierte, nachdem deren Einfamilienhaus 

praktisch ausschliesslich mit deliktischen Geldern finanziert wurde. 

- 47 -

Die  in  den  Themenkomplex  F'._____  AG  involvierten  Mitbeschuldigten 

(B._____, D._____, AB._____, AC._____ etc.) waren an den vorliegenden, zeitlich 

deutlich späteren Taten nicht beteiligt und konnten demzufolge in dieser Hinsicht 

auch keinerlei Auskunft erteilen.

3.1.5. Was die Aussagen des Beschuldigten C._____ zur vorliegenden Angele-

genheit betrifft, so ist mit der Vorinstanz festzuhalten, dass sich dieser betreffend 

den ihm hinsichtlich des Themenkomplexes E'._____ AG vorgeworfenen Anklage-

sachverhaltes  grundsätzlich  durchwegs  geständig  zeigte  (vgl.  Urk.  4/21  S. 4  ff.; 

Urk. 4/99 S. 14 f., 16 f., 18 f. + 22; Urk. 41/1/4 S. 2; Urk. 150 S. 14 ff.), wobei jedoch 

differenzierend anzumerken ist, dass C._____ den Sachverhalt insofern nicht be-

stätigen  konnte,  als  dort  die  subjektiven  Aspekte  betreffend  den  Beschuldigten 

A._____ behandelt wurden. Vielmehr machte C._____ diesbezüglich geltend, der 

Beschuldigte A._____ habe nichts von seiner illegalen Tätigkeit gewusst und habe 

stets in gutem Glauben gehandelt, da er ihm gesagt habe, dass mit diesem Geld 

seine geleistete Arbeit entschädigt werde (vgl. Urk. 4/21 S. 6 f.; Urk. 4/52 S. 1; vgl. 

auch Urk. 193 S. 93). Es ist mithin auch in diesen Fällen in Berücksichtigung sämt-

licher Umstände des Falles zu überprüfen, inwiefern die entsprechenden Depositi-

onen des Beschuldigten C._____ überzeugend anmuten. 

3.1.6. Belegt sind in objektiver Hinsicht die inkriminierten Rechnungsstellungen 

des Beschuldigten C._____ betreffend die Beträge von Fr. 84'780.– (Urk. 4/53/1), 

Fr. 81'000.– (Urk. 4/53/3), Fr. 88'020.– (Urk. 4/53/5) und Fr. 89'100.– (Urk. 4/53/7), 

welche der Beschuldigte C._____ anerkanntermassen fingiert hat (vgl. dazu vor-

stehend Ziffer 3.1.5.). Im Weiteren gehen in objektiver Hinsicht die Überweisungen 

der entsprechenden Gelder auf das Privatkonto des Beschuldigten A._____ sowie 

dessen  (teilweise  tranchenweise)  Weiterüberweisungen  an  den  Beschuldigten 

C._____ aus den Akten rechtsgenügend hervor (vgl. Urk. 4/16/8 ff.; Urk. 4/22/12 ff.; 

Urk. 4/53/2; Urk. 4/53/4; Urk. 4/53/6; Urk. 4/53/8-15). 

Die Einlassungen des Beschuldigten A._____ decken sich mithin nebst der 

Übereinstimmung mit den Aussagen des Beschuldigten C._____ auch mit der dies-

bezüglichen Aktenlage, so dass sich insofern weitere Erwägungen betreffend den 

objektiven Sachverhalt erübrigen. 

- 48 -

3.1.7.

a)

Was die subjektive Seite des massgebenden Sachverhaltes anbelangt, so 

fällt zunächst auf, dass der Beschuldigte A._____ unterschiedliche Aussagen be-

treffend seine Kenntnisse der beruflichen Tätigkeit des Beschuldigten C._____ im 

massgeblichen  Zeitraum  zu  Protokoll  gab.  Während  er  zunächst  klar  von  einem 

Angestelltenverhältnis des Beschuldigten C._____ (bei einer Firma, deren Namen 

er nicht kannte) und einem dort erzielten Lohn des Beschuldigten C._____ sprach 

(vgl. Urk. 4/17 S. 4 f.), führte er später aus, der C._____ sei seiner Meinung nach 

damals selbständig erwerbend gewesen (vgl. Urk. 4/97 S. 8 + 10; Prot. II S. 57). 

Dies wohl insbesondere deshalb, weil er sich dessen Gewahr wurde, dass ein Lohn 

im Rahmen der ausbezahlten Geldbeträge in kaum einer Branche realistisch an-

mutet  und  solche  Summen  höchstens  auf  Mandatsbasis  erzielt  werden  können, 

wobei er allerdings auch diesbezüglich noch auf die zusätzliche Erklärung zurück-

greifen musste, es könnte sich allenfalls auch um Honorare bzw. Löhne für jeweils 

mehrere Monate bzw. Ausstände im Zusammenhang mit dem Abschluss eines Pro-

jekts gehandelt haben (Urk. 152 S. 19; Prot. II S. 51 + 53), was er anlässlich der 

Berufungsverhandlung  mit  der  Behauptung  ergänzte,  dass  der  Beschuldigte  ihm 

schon  im  Zusammenhang  mit  der  E'._____  AG  gesagt  habe,  es  handle  sich  um 

einen  20-Mio.-Auftrag,  wobei  er  davon  ausgegangen  sei,  dass  der  hauptverant-

wortlichen Person ein Anteil von 10 Prozent zustünde (Prot. II S. 49, 53 + 56 f.). 

b)

Weiter ist es zumindest undurchsichtig (so auch die Verteidigung, Prot. II 

S. 79), wie die Kontoangaben des Beschuldigten A._____ in die Lohnbuchhaltung 

der E'._____ AG hätten gelangen können. Dies mag zwar nicht dem Beschuldigen 

A._____ vorzuwerfen sein (Prot. II S. 79), ist aber für die Glaubhaftigkeit der vom 

Beschuldigten C._____ abgegebenen Erklärung und damit für die subjektiven Ein-

schätzungen des Beschuldigten A._____ relevant.

Es ist sodann grundsätzlich nicht nachvollziehbar, dass eine Person, wel-

che in einer finanziellen Angelegenheit mit zu überweisenden Beträgen im Bereich 

von Fr. 100'000.– ein falsches Konto angegeben hat, diesen Umstand nicht sofort 

berichtigt, obwohl sie sich des Irrtums gleich nach der ersten Überweisung Gewahr 

wurde und diesen Umstand beim irrtümlichen Empfänger sofort monierte. Es ist in 

- 49 -

diesem  Zusammenhang  namentlich  festzuhalten,  dass  zwischen  den  einzelnen 

Geldüberweisungen jeweils zumindest ein Monat vergangen ist, so dass die Betei-

ligten  genügend  Zeit  gehabt  hätten,  die  falsche  Kontoangabe  zu  monieren  und 

diese  bei  den  zuständigen  Stellen  anpassen  zu  lassen.  Immerhin  mag  aber  der 

Beschuldigte C._____ den Beschuldigten A._____ zunächst noch mit Hinweis auf 

seine Arbeitslast vertröstet (Prot. II S. 53 + 85) und Letzterer sich als guter Freund 

zur  Weiterleitung  allfälliger  Fehlzahlungen  verpflichtet  gesehen  haben  (Prot. II 

S. 53), was aus seiner Sicht die Dringlichkeit der Berichtigung relativierte.

Desgleichen  erstaunt  es,  dass  der  Beschuldigte  A._____  dann  nach  der 

dritten Überweisung am Beschuldigten C._____ zu zweifeln begann und ihm erst-

mals klar beschied, er solle die Sache in Ordnung bringen, die vierte Transaktion 

dann aber dennoch nicht zurückwies (Prot. II S. 49 f.). Indessen mag der Beschul-

digte A._____ sich hierzu gar nicht fähig gefühlt haben, musste er doch auch für 

die Weiterüberweisung an den Beschuldigten C._____ zweimal dessen Hilfe in An-

spruch nehmen, da er nicht wusste, wie man diesbezüglich vorgeht (Prot. II S. 58).

c)

Auffällig ist darüber hinaus bereits im Zusammenhang mit der ersten Über-

weisung in der Höhe von Fr. 84'780.–, dass von diesem Betrag vom Beschuldigten 

A._____ die Teilsumme von Fr. 32'780.– zwecks Begleichung von Ausständen des 

Beschuldigten C._____ abgezogen werden konnte, was auf eine vorherige gemein-

same Absprache betreffend den überwiesenen Betrag hindeutet. Es ist diesbezüg-

lich  allerdings  in  Rechnung  zu  stellen,  dass  diese  Konstellation  ebenso  gut  vom 

Beschuldigten C._____ allein orchestriert worden sein könnte, sofern er selber ei-

nen Betrag von Fr. 52'000.– benötigte, welcher ihm vom Beschuldigten A._____ ja 

dann auch weiterüberwiesen wurde. Ebenfalls denkbar ist in diesem Zusammen-

hang sodann die von der Verteidigung ins Spiel gebrachte Möglichkeit einer (Auf-

)Rundung (Prot. II S. 82). Eine gemeinsame Planung der Angelegenheit lässt sich 

mithin allein aufgrund dieses Umstandes nicht herleiten. Nachdem aber ansonsten 

keine weiteren stichhaltigen Indizien für eine frühzeitige Absprache der Transakti-

onen bestehen, lässt sich diese (an sich durchaus naheliegende) Version der Ge-

schehnisse letztlich nicht rechtsgenügend nachweisen. Diese Variante wurde denn 

auch von der Vorinstanz ihrem Urteil nicht zu Grunde gelegt, geht doch auch sie 

- 50 -

nicht  von  einem  aktiven  Wissen  bezüglich  der  Hintergründe  der  Überweisungen 

aus,  sondern  lediglich  von  Zweifeln  des  Beschuldigten  A._____  betreffend  den 

Lohncharakter der erhaltenen Zahlungen (vgl. statt vieler Urk. 193 S. 126).

d) 

Zu  Gunsten  des  Beschuldigten  A._____  zu  berücksichtigen  ist  letztlich 

auch, dass er offenbar völlig unerfahren war, was den Umgang mit digitalen Geld-

angelegenheiten betrifft, da früher seine damalige Ehefrau die Büroangelegenhei-

ten erledigt hatte (Prot. II S. 46, 51 + 58), und deshalb auch nicht wusste, wie man 

entsprechende Überweisungen tätigt (Prot. II S. 58). Ihm fehlte daher ein Grund-

verständnis  für  die  in  Frage  stehenden  Vorgänge.  Namentlich  kann  daher  nicht 

ohne Weiteres von der Hand gewiesen werden, dass er über einige Zeit angenom-

men hat, dem Beschuldigten C._____ sei bei dessen Arbeit an seinem PC ein Miss-

geschick bzw. eine Verwechslung unterlaufen, weshalb er tatsächlich versehentlich 

auf das falsche Konto gekommen sei (Prot. II S. 51 + 62). Zusätzlich mag ihn beru-

higt haben, dass die Mitarbeitenden der L._____ bei den zwei dortigen Besuchen 

keinen Verdacht äusserten (Prot. II S. 50 + 77) und sich auch die E'._____ AG nach 

der ersten Überweisung nicht nach dem Geld erkundigte. In letzterer Hinsicht mag 

dem Beschuldigten A._____ auch eine gewisse Unbedarftheit betreffend die inter-

nen Abläufe in einem grösseren Unternehmen und die entsprechende Funktion des 

Beschuldigten  C._____  attestiert  werden,  betonte  er  doch  wiederholt,  er  könne 

nicht verstehen, wie die E'._____ AG einfach so Geld schicken könne bzw. jemand 

einfach so Geld für diese versenden könne, ohne dass dies jemand merke (Prot. II 

S. 49, 53, 56 + 59), was insbesondere nicht seinen eigenen Erfahrungen mit ande-

ren Projekten entspreche, wonach bei grösseren Zahlungen immer mehrere Per-

sonen in den Vorgang involviert gewesen seien (Prot. II S. 53 + 55). Mithin mag er 

sich nicht Rechenschaft darüber abgelegt haben, dass der Beschuldigte C._____ 

aufgrund  seiner  zentralen  Stellung  im  Unternehmen  interne  Instanzen  umgehen 

bzw. täuschen und so die fraglichen Überweisungen auslösen konnte. All dies ist 

auch vor dem Hintergrund des grossen Vertrauens und Respekts zu sehen, den 

der Beschuldigte A._____ gegenüber dem Beschuldigten C._____ hegte (Prot. II 

S. 50 + 84), welcher dem Beschuldigten A._____ namentlich in den hier interessie-

renden Bereichen (PC, Zahlungsverkehr) vollends überlegen war. Dies trug dazu 

bei, dass der Beschuldigte A._____ sich verstärkt auf die Erklärungen des Beschul-

- 51 -

digten C._____ verliess, zumal innerhalb einer Freundschaft ein gewisses Grund-

vertrauen herrscht und kritisches Hinterfragen daher eher die Ausnahme darstellt.

e)

Insgesamt kann dem Beschuldigten A._____ im vorliegenden Zusammen-

hang demnach im Endeffekt seine Darstellung nicht widerlegt werden, wonach er 

von  den  ersten  Geldüberweisungen  des  Beschuldigten  C._____  auf  sein  Privat-

konto tatsächlich überrascht wurde und die entsprechenden Geschehnisse in einer 

ersten  Phase  nicht  recht  einzuordnen  wusste,  zumal  der  Beschuldigte  C._____ 

diese Schilderung grundsätzlich bestätigte und dabei angab, über den deliktischen 

Hintergrund  des  Geldes  sei  zwischen  ihnen  auch  nie  gesprochen  worden  (vgl. 

Urk. 4/21 S. 6 f.; Urk. 4/52 S. 1 f.). Wenn der Beschuldigte A._____ mithin für diese 

erste Phase geltend macht, er habe seinem Nachbarn aufgrund des freundschaft-

lichen  Verhältnisses  geglaubt,  so  kann  diese  Erklärung  nicht  einfach  von 

vornherein  als  Schutzbehauptung  abgetan  werden,  zumal  es  anfänglich  noch 

durchaus in Betracht gefallen wäre, dass auch ein rückständiger Lohn noch mitver-

gütet worden sein könnte, weshalb der hohe Betrag für sich allein noch keine an-

dere Einschätzung der Sachlage zur Folge hat. Ein konspirativer Kontakt im Vorfeld 

der  Geldüberweisungen  des  Beschuldigten  C._____  wird  dem  Beschuldigten 

A._____ im Übrigen denn auch nicht vorgeworfen, sondern es wird in der Anklage 

lediglich  umschrieben,  dass  der  Beschuldigte  C._____  jeweils  im  Anschluss  an 

seine Transaktionen auf den Beschuldigten A._____ zuging und ihm die (irrtümli-

chen) Überweisungen zur Kenntnis brachte.

f)

Nach dem Gesagten ist demzufolge namentlich aufgrund des besonderen 

Verhältnisses der beiden Beschuldigten entsprechend dem Grundsatz "in dubio pro 

reo" nicht auszuschliessen, dass der Beschuldigte A._____ im Rahmen der ersten 

Phase (Überweisungen zu Lasten der E'._____ AG) tatsächlich von irregeleiteten 

Lohnzahlungen  auf  sein  Privatkonto  ausging,  auch  wenn  er  aufgrund  der  hohen 

Gesamtsumme und den merkwürdigen Umständen der Kontoverwechslung bereits 

in  dieser  Phase  einigermassen  alarmiert  gewesen  sein  müsste.  Mithin  war  das 

Handeln des Beschuldigten A._____ in dieser Phase zwar unbedarft, doch musste 

er die deliktischen Hintergründe aufgrund des grundsätzlichen Vertrauens in seinen 

Freund sowie dessen wortreichen Erklärungen betreffend die wiederholten Missge-

- 52 -

schicke (noch) nicht genügend klar sehen, so dass diesbezüglich nicht von einer 

Inkaufnahme  der  Unterstützung  krimineller  Handlungen  des  Beschuldigten 

C._____ auszugehen ist.

3.2.

Transaktion betreffend das Universitätsspital Zürich

3.2.1. Nebst der Delinquenz zum Nachteil der E'._____ AG hat der Beschuldigte 

C._____ den Beschuldigten A._____ laut der Anklage in einer letzten Phase auch 

in seine betrügerischen Machenschaften zum Nachteil des Universitätsspitals Zü-

rich  einbezogen,  indem  er  mit  dem  Beschuldigten  A._____  am  21./22. Mai  2014 

vereinbart haben soll, dass dieser den zuvor auf sein Privatkonto bei der L._____ 

Regio AD._____ eingegangenen Geldbetrag von Fr. 173'880.– auf dessen Konto 

bei  der  UBS  Switzerland  weiterleitet.  Der  Beschuldigte  A._____  soll  dabei  nach 

dem bewährten Muster am 26. Mai 2014 im Rahmen von zwei separaten Zahlungs-

aufträgen die Beträge von Fr. 81'000.– und Fr. 92'880.– (entsprechend insgesamt 

Fr.  173'880.–)  auf  das  besagte  Konto  von  C._____  transferiert  haben,  wobei  er 

auch in diesem Fall zumindest in Kauf genommen habe, dass die Gelder aus einer 

illegalen  Tätigkeit  stammen  und  er  diese  Machenschaften  mit  seinem  Beitrag 

massgeblich fördert (Urk. 42/2/1 S. 3 ff.; Anklagepunkte 1.1./1.2.). 

3.2.2.

a)

Der Beschuldigte A._____ stellt auch in dieser Hinsicht den äusseren Ab-

lauf  betreffend  die  eingeklagten  Transaktionen  nicht  in  Frage  (Urk.  4/97  S.  4  f.; 

Prot. II S. 54). Belegt sind in dieser Hinsicht die inkriminierten Rechnungsstellun-

gen  des  Beschuldigten  C._____  betreffend  die  beiden  Geldbeträge  von 

Fr. 81'000.–  (Urk. 4/16/2  =  Urk.  4/22/1;  vgl.  auch  Urk.  88/1)  und  Fr. 92'880.– 

(Urk. 4/16/2 = Urk. 4/22/2; vgl. Urk. 88/2), welche der Beschuldigte C._____ aner-

kanntermassen fingiert hat (vgl. dazu vorstehend Ziffer 3.1.5.). Diese Beträge wur-

den von der Buchhaltung des Universitätsspitals Zürich in der Folge gleichzeitig in 

der  Gesamtsumme  von  Fr.  173'880.–  auf  das  Privatkonto  des  Beschuldigten 

A._____ bei der L._____ Regio AD._____ transferiert, wobei A._____ die Gelder in 

der  Folge  in  der  Höhe  der  ursprünglich  fakturierten  Beträge  an  C._____  weiter-

transferierte (vgl. Urk. 4/22/7; Urk. 4/22/9). 

- 53 -

Die Einlassungen des Beschuldigten A._____ decken sich mithin auch hier 

– nebst der Übereinstimmung mit den Aussagen des Beschuldigten C._____ – mit 

der diesbezüglichen Aktenlage, so dass sich insofern weitere Erwägungen hinsicht-

lich des objektiven Sachverhaltes erübrigen. 

b)

Betreffend den subjektiven Sachverhalt machte der Beschuldigte A._____ 

in diesem Zusammenhang in der Untersuchung geltend, er habe erst von den bei-

den Geldbeträgen erfahren, als diese auf seinem Privatkonto eingegangen seien 

(Urk.  4/15  S.  10).  Erneut  sei  dann  der  Beschuldigte  C._____  zu  ihm  gekommen 

und habe ihm gesagt, es sei ihm wieder passiert, dass er auf das falsche Konto 

überwiesen habe. Wiederum habe er ihm angegeben, es handle sich um seinen 

Lohn, was er ihm erneut geglaubt habe. Er habe dann auch diese Gelder wie ge-

wünscht  weitertransferiert,  ohne  in  dieser  Angelegenheit  nur  einen  Franken  ver-

dient  zu  haben.  Bei  der  weiteren  Überweisung  betreffend  einen  Betrag  von 

Fr. 182'520.– habe er ihm dann nicht mehr geglaubt und das Geld zurückgewiesen, 

da ja nicht möglich sei, dass immer so viel Geld fliesse bzw. er selber eine solche 

Summe ja nicht einmal in zwei Jahren verdiene, zumal ihn auch seine neue Part-

nerin  darauf  hingewiesen  habe,  dass  da  aufgrund  des  Lebensstandards  der 

C._____s etwas nicht stimme (Urk. 4/15 S. 9 ff.; Urk. 4/17 S. 7). Später ergänzte 

er, C._____ habe ihm auch hier auf Nachfrage bestätigt, dass die Gelder sauber 

seien. Mit seinen Weiterleitungen habe er nichts verschleiern wollen, zumal man 

auf seinem Bankkonto ja alles nachvollziehen könne (Urk. 4/97 S. 5 + 12). 

c)

Anlässlich  der  vorinstanzlichen  Hauptverhandlung  gab  der  Beschuldigte 

A._____ dazu dann zu Protokoll, er habe den Beschuldigten C._____ zwei bis drei 

Tage nach der Überweisung auf sein Privatkonto in AF._____ getroffen, wobei die-

ser ihm gesagt habe, er habe wieder das falsche Konto erwischt. Er habe gesagt, 

er habe einen 20-Mio.-Auftrag vom Kanton Zürich und dies sei sein Lohn. Auch hier 

habe er ihm vertraut und geglaubt, zumal er sich ausgerechnet habe, dass der Be-

schuldigte  C._____  als  Architekt  vom  20-Mio.-Projekt  sicherlich  einen  Anteil  von 

10 Prozent erhalte. Weshalb er die Gelder dem Beschuldigten C._____ schliesslich 

ohne weitere Instruktionen just in den beiden Teilbeträgen entsprechend den bei-

den  gefälschten  Rechnungen  weiterüberwiesen  habe,  konnte  der  Beschuldigte 

- 54 -

A._____ nicht mehr sagen und wusste lediglich noch, dass er mit dem Beschuldig-

ten C._____ damals auf der Bank gewesen sei und dies dann so gemacht worden 

sei (Urk. 152 S. 8 ff.). 

d)

Anlässlich des Berufungsverfahrens warf der Beschuldigte dann in seiner 

schriftlichen Eingabe die Frage auf, weshalb die zuständigen Stellen beim Kanton 

vor den Überweisungen der Gelder keine Nachforschungen nach tauglichen (wirt-

schaftlichen) Grundlagen getätigt und dem Beschuldigten C._____ – wie er selbst 

– vertraut hätten. Hätte er das widerrechtlich erhaltene Geld nicht zurückgeschickt, 

so hätte der Beschuldigte C._____ sein unseriöses Verhalten wohl noch längere 

Zeit weitergeführt. Dies sei im Urteil des Bezirksgerichtes Zürich nicht berücksich-

tigt worden (Urk. 223 S. 2). 

e)

In der Berufungsverhandlung erklärte der Beschuldigte A._____ dann, er 

habe von den Hintergründen keine Ahnung gehabt (Prot. II S. 54). Nachdem seit 

den Überweisungen seitens der E'._____ AG einige Zeit vergangen sei, sei plötz-

lich  das  Geld  vom  Kanton  gekommen.  Er  sei  dann  wieder  zum  Beschuldigten 

C._____ hinüber und habe gesagt, das sei das letzte Mal. Er solle sich das jetzt 

einfach  merken,  denn  wenn  nochmals  Geld  komme,  werde  er  es  zurückweisen 

(Prot. II S. 50). Dieser habe ihm wieder versichert, es handle sich um seinen Lohn, 

der auf das falsche Konto überwiesen worden sei (Prot. II S. 54 f.). Er habe wieder 

gedacht, der Beschuldigte C._____ habe mit seinem PC erneut einen Fehler ge-

macht (Prot. II S. 55). Er habe einfach das Gefühl gehabt, es stimme, was dieser 

sage (Prot. II S. 54). Er habe gewusst, dass der Beschuldigte C._____ an einem 

riesengrossen Umbauprojekt gearbeitet habe (Prot. II S. 55). Als der Beschuldigte 

C._____ für den Kanton gearbeitet habe, habe er diesen einmal in AF._____ ge-

troffen, wo dieser erzählt habe, dass er einen 20-Mio.-Auftrag für ein Spital erledige 

(Prot. II S. 51 + 55 f.).

3.2.3. Auch im Zusammenhang mit den Vorgängen betreffend die Privatklägerin-

nen  2  und  4  (Baudirektion  des  Kantons  Zürich  bzw.  Universitätsspital  Zürich)  ist 

mithin namentlich in Bezug auf die subjektiven Aspekte des Falles eine Würdigung 

des  eingeklagten  Sachverhaltes  unter  Berücksichtigung  der  Glaubwürdigkeit  der 

involvierten Personen sowie insbesondere der Glaubhaftigkeit ihrer Aussagen not-

- 55 -

wendig. In diesem Zusammenhang wurde das besondere Verhältnis zwischen den 

Beschuldigten  A._____  und  C._____  bereits  dargelegt,  welches  auch  bezüglich 

dieses Themenkomplexes seine Aktualität besitzt. Es ist davon auszugehen, dass 

sich das gegenseitige Verhältnis rund ein Jahr nach den Vorgängen betreffend die 

E'._____ AG im Mai 2014 eher noch verfestigt hatte, weshalb es dem Beschuldig-

ten  A._____  zusätzlich  erschwert  gewesen  sein  dürfte,  sich  in  Widerspruch  zum 

Beschuldigten C._____ zu setzen. Er gab dazu denn auch in der Schlusseinver-

nahmen  vom  23.  März  2017  an,  er  habe  befürchtet,  dass  ihm  der  Beschuldigte 

C._____ nicht mehr bei der Buchhaltung helfe, wenn er ihm den Betrag nicht wei-

terleite (Urk. 4/97 S. 5). 

3.2.4.

a)

Hinsichtlich der subjektiven Seite des Sachverhaltes erscheint im Rahmen 

der Beurteilung der beiden Geldüberweisungen des Universitätsspitals Zürich nun 

massgeblich, dass die Beschuldigten C._____ und A._____ die Thematik bereits 

im Zusammenhang mit den angeblich fehlgeleiteten Geldern seitens der E'._____ 

AG wiederholt besprochen hatten und dabei ausgemacht wurde, dass der Beschul-

digte C._____ sein Versehen definitiv bereinigt. Namentlich hatte der Beschuldigte 

A._____, der schon nach der dritten Überweisung seitens der E'._____ AG miss-

trauisch geworden war, dem Beschuldigten C._____ nach der vierten Überweisung 

der E'._____ AG gesagt, jetzt sei damit endgültig fertig (Prot. II S. 49 f.). Wenn vor 

diesem Hintergrund zum wiederholten Mal ein fremder Betrag auf dem Privatkonto 

des  Beschuldigten  A._____  einging,  so  mussten  bei  diesem  endgültig  sämtliche 

Alarmsignale aktiviert sein, selbst wenn es sich beim Urheber der Geldüberweisun-

gen um einen Freund handelte, zumal gemäss dessen Angaben offenbar erneut 

persönliche  Lohnzahlungen  betroffen  waren,  für  welche  Zahlungsflüsse  man  ge-

meinhin besondere Sorgfalt walten lässt. Insbesondere liess sich die Überweisung 

seitens der Arbeit- bzw. Auftraggeberin des Beschuldigten C._____ auf das Konto 

des Beschuldigten A._____ nicht mehr länger mit einem in der Folge nicht korri-

gierten  einmaligen  Missgeschick  bzw.  einer  versehentlichen  Verwechslung  der 

Konten erklären. Vielmehr hätte der Beschuldigte C._____ in seinem Verhältnis zu 

seiner  neuen  Auftraggeberin  erneut  den  identischen  Fehler  machen  müssen  (in 

diesem Sinne der Beschuldigte A._____ [Prot. II S. 55] und dessen Verteidigung 

- 56 -

[Prot. II S. 81]). Dass dies – namentlich in der Erwartung substanzieller Lohnzah-

lungen – praktisch ausgeschlossen ist, muss auch dem in digitalen Belangen nicht 

versierten  Beschuldigten  A._____  klar  gewesen  sein.  Im  Übrigen  überzeugt  es 

nicht, wenn die Verteidigung wiederholt auf den Zeitablauf bzw. den Abstand von 

(knapp)  einem  Jahr  zu  den  Transaktionen  zu  Lasten  der  E'._____  AG  verweist, 

weshalb der Beschuldigte A._____ nicht realisiert habe, dass mehrere Zahlungen 

ähnlich verlaufen seien bzw. der Beschuldigte C._____ jeweils die gleiche Erklä-

rung habe liefern können (Prot. II S. 78 f + 81 f.). Dass der Beschuldigte A._____ 

die Überweisung zu Lasten des Universitätsspitals Zürich sehr wohl im Kontext der 

früheren Transaktionen betreffend die E'._____ AG sah, bestätigen seine Aussa-

gen, wonach er dem Beschuldigten C._____ gesagt habe, das sei nun das letzte 

Mal, das solle er sich jetzt merken (Prot. II S. 50), und liegt überdies auf der Hand, 

da die Eingänge solch hoher Beträge einprägsame Ereignisse im Leben des Be-

schuldigten A._____ und nicht blosse Nebensächlichkeiten darstellten, die zudem 

wiederholt vorkamen und damit umso bemerkenswerter waren.

b)

Hinzu kommt, dass in diesem Fall mit der Summe von Fr. 173'880.– ein 

besonders namhafter Betrag betroffen war, welcher sich von der Höhe her kaum 

mit einer Lohnzahlung vereinbaren liess, selbst wenn davon mehrere Monatslöhne 

betroffen gewesen wären, zumal der Beschuldigte A._____ hier – im Gegensatz 

zum Sachverhaltskomplex E'._____ AG – nicht geltend macht, davon ausgegangen 

zu  sein,  dass  sich  das  Projekt  dem  Ende  zuneige  und  es  sich  um  zusätzliche 

Ausstände handle. Bezeichnenderweise versuchte der Beschuldigte A._____ seine 

Argumentationslinie denn auch zunehmend dadurch zu retten, dass er behauptete, 

von einer selbständigen Erwerbstätigkeit des Beschuldigten C._____ ausgegangen 

zu sein (Urk. 4/97 S. 8), womit er sich aber in expliziten Gegensatz zu seiner frühe-

ren  Aussage,  C._____  habe  (erst)  im  Jahr  2015  eine  AG  gegründet,  stellte  (vgl. 

Urk. 4/17 S. 4). Selbst wenn aber von der revidierten Argumentation des Beschul-

digten A._____ ausgegangen würde, so mutet bei einem selbständigen Projektlei-

ter eine Beteiligung von 10 Prozent an einem Grossprojekt jedenfalls höchst aus-

sergewöhnlich, wenn nicht gar unrealistisch (vgl. Prot. II S. 81) an, was auch dem 

im Bauwesen einigermassen erfahrenen Beschuldigten bewusst sein musste. Er 

hat denn auch selber ausgesagt, er habe dem Beschuldigten C._____ bei der letz-

- 57 -

ten Überweisung von Fr. 182'520.– insbesondere deshalb nicht mehr geglaubt, da 

er solche Summen nicht einmal in zwei Jahren verdiene. Weshalb dies indessen 

bei  der  ersten  Einzahlung  des  Universitätsspitals  Zürich  betreffend  eine  nahezu 

gleich hohe Summe anders gewesen sein soll, erschliesst sich nicht.

c)

Demgemäss ist für die Angelegenheit betreffend das Universitätsspital Zü-

rich erstellt, dass es am 21./22. Mai 2014 zu einem (erneuten) Kontakt zwischen 

den Beschuldigten C._____ und A._____ gekommen sein muss, in dessen Rah-

men sie die Weiterleitung des beim Beschuldigten A._____ eingegangenen Betra-

ges  in  der  Gesamthöhe  von  Fr. 173'880.–  vereinbarten  (vgl.  auch  Prot. II  S. 81). 

Spätestens im Rahmen dieser Einzahlung auf sein Privatkonto hätte der Beschul-

digte  A._____  derart  gewarnt  sein  sollen,  dass  aufgrund  der  unüblichen  Vorge-

hensweise des Beschuldigten C._____, die nun nicht mehr mit einem Missgeschick 

erklärt werden konnte, etwas nicht mit rechten Dingen zugehen konnte. Deshalb 

musste es sich ihm geradezu aufdrängen, dass die entsprechenden Gelder allen-

falls  aufgrund  illegaler  Machenschaften  zu  ihm  gelangten,  damit  sie  auf  diese 

Weise via ein fremdes Konto schliesslich der eigenen Rechtssphäre des Beschul-

digten C._____  zugeführt  werden konnten.  Dass er  dem  Beschuldigten  C._____ 

mit der Weiterüberweisung solcher Gelder dabei half, das Deliktsgut ins Trockene 

zu bringen und sich entsprechend unrechtmässig zu bereichern, muss für den Be-

schuldigten A._____ bei dieser Ausgangslage dann geradezu offensichtlich gewe-

sen sein. Ein mögliches Motiv für seine Hilfe hatte der Beschuldigte A._____ alle-

mal, auch wenn er selbst nicht finanziell von den Überweisungen profitiert haben 

mag und sich auch einem gewissen Risiko aussetzte (Prot. II S. 82 ff.), unterstützte 

er dadurch doch seinen Freund und Nachbar (Prot. II S. 50 [Beschuldigter]: "bester 

Freund";  Prot. II  S. 86  [Verteidigung]:  "wie  ein  grosser  Bruder";  vgl.  auch  Prot. II 

S. 94) und konnte damit sicherstellen, dass dieser ihn weiterhin im administrativen 

und digitalen Bereich unterstützte.

Der Umstand, dass der Beschuldigte A._____ den Betrag in jenen beiden 

Teilbeträgen weiterleitete, welche den beiden von C._____ fingierten Rechnungs-

beträgen entsprachen, legt dabei nahe, dass auch über bestimmte Modalitäten der 

Weiterleitung  gesprochen  wurde,  da  diese  Teilbeträge  nur  dem  Beschuldigten 

- 58 -

C._____ bekannt waren, welcher die beiden zu Grunde liegenden Rechnungen ge-

fälscht  hatte  und  die  entsprechenden  Beträge  offenbar  jeweils  genau  in  dieser 

Höhe auf seinem Konto haben wollte. Dass der Beschuldigte A._____ auch über 

die Fälschungen des Beschuldigten C._____ im Bilde war, kann hingegen für die-

sen Fall ebenso wenig erstellt werden wie im Fall des Themenkomplexes E'._____ 

AG, da keine Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die beiden Beschuldigten in der 

Zwischenzeit zusätzlich konspirativ tätig waren.

Die Beschuldigtenseite fokussiert im Rahmen ihrer Einwendungen immer 

wieder darauf, dass sich die für das Universitätsspital Zürich verantwortliche Buch-

haltung nachlässig verhalten habe, und moniert in diesem Zusammenhang die An-

wendung ungleicher Massstäbe im Verhältnis zu seinen eigenen Fehlleistungen. 

Namentlich sei bei der Rechnungskontrolle der Dienstweg nicht eingehalten wor-

den, seien die Rechnungen ohnehin auffällig gewesen, da sie vom Sommer 2013 

datierten, aber erst im Mai 2014 bezahlt wurden, und überdies die Telefonnummer 

gefehlt  habe,  und  seien  auch  keine  Handwerkerlisten  geführt  worden  (Prot. II 

S. 87 ff. + 99 f.). Diesbezüglich ist indessen erneut zu betonen, dass die Vorinstanz 

zu Recht auch in dieser Hinsicht das Kriterium der Arglist bejaht und den Einwand 

der Opfermitverantwortung verworfen hat (vgl. dazu bereits vorne Ziffer II./2.1.4.). 

Der Beschuldigte C._____ war als mandatierter Projektleiter gerade dafür verant-

wortlich, nur begründete Rechnungen freizugeben, und die Buchhaltung durfte sich 

darauf verlassen, ohne die besagten Rechnungen jeweils hinterfragen zu müssen, 

wobei der Beschuldigte C._____ der Zahlstelle die Originalrechnung jeweils direkt 

überbringen durfte (Urk. 87 S. 2). Noch weniger musste die Buchhaltung für mög-

lich  halten,  dass  der  Beschuldigte  C._____  das  Visum  seines  Vorgesetzten 

AG._____ gefälscht haben könnte. Mithin durfte sie davon ausgehen, dass auch 

dieser die fraglichen Rechnungen, die sein (vom Beschuldigten C._____ gefälsch-

tes) Visum trugen, abgesegnet hatte. Demgegenüber befand sich der Beschuldigte 

A._____, wie bereits ausgeführt (vgl. vorne Ziffer II./2.1.4.), in einer anderen Situa-

tion, in welcher abseits des freundschaftlichen Verhältnisses ein kritisches Hinter-

fragen der Vorgänge namentlich auch angesichts des problematischen Gebarens 

von C._____ in der Vergangenheit durchaus angezeigt war.

- 59 -

IV.  Rechtliche Würdigung

1.

Grundlagen

1.1.

Das  Schweizerische  Strafgesetzbuch  kennt  nebst  der  Täterschaft  (wozu 

auch die Mittäterschaft gehört) verschiedene Teilnahmeformen der Strafbarkeit, für 

welche im Allgemeinen Teil besondere Voraussetzungen des Handelns umschrie-

ben sind (vgl. Art. 24 ff. StGB). In diesem Rahmen macht sich der Gehilfenschaft 

im Sinne von Art. 25 StGB schuldig, wer zu einem Verbrechen oder Vergehen vor-

sätzlich Hilfe leistet, womit jeder kausale Beitrag an eine Haupttat, welche dem Ge-

hilfen  zumindest  in  ihren  groben  Umrissen  bekannt  sein  muss,  gemeint  ist 

(DONATSCH, OFK StGB, 21. Aufl., N 1 zu Art. 25 StGB). Der Beitrag hat in einer 

massgeblichen Förderung bzw. Erleichterung der Haupttat zu bestehen, so dass 

sich diese ohne die Mitwirkung des Gehilfen anders abgespielt hätte, während es 

nicht erforderlich ist, dass es ohne die Beihilfehandlung gar nicht zur Tat gekommen 

wäre (DONATSCH/GODENZI/TAG, Strafrecht I, 10. Aufl., S. 172). Auf diese theoreti-

schen Eckpunkte der Gehilfenschaft hat bereits die Vorinstanz zutreffend hingewie-

sen (vgl. Urk. 193 S. 198), so dass der Vollständigkeit halber auch auf ihre entspre-

chenden Erwägungen zu verweisen ist.

1.2.

Ergänzend  zu  diesen  Erwägungen  ist  in  objektiver  Hinsicht  anzufügen, 

dass die Strafbarkeit der Beihilfe stets eine tatbestandsmässige und rechtswidrige 

Haupttat voraussetzt (Grundsatz der limitierten Akzessorietät). Diese muss zumin-

dest ins Versuchsstadium gelangt, darf andrerseits aber noch nicht vollendet bzw. 

beendet worden sein (DONATSCH/GODENZI/TAG, Strafrecht I, S. 167 + 195 f.). Als 

Beihilfehandlung kommt sowohl ein physischer als auch ein psychischer Beitrag in 

Frage. Während die physische Gehilfenschaft ein konkretes Tun des Gehilfen be-

inhaltet, ist bei der psychischen Beihilfe lediglich gefordert, dass der Hilfeleistende 

den Täter in dessen bereits gefasstem Entschluss bestärkt, dies etwa durch moti-

vierende  Zustimmung,  bestärkendes  Lob  oder  aktive  Anfeuerung.  Die  blosse  in-

nere Billigung der Straftat, welche die Straftat nicht kausal fördert, stellt indessen 

keine Gehilfenschaft dar (FORSTER, BSK StGB I, 4. Aufl., N 23 + 25 ff. zu Art. 25 

StGB).  Stets  ist  der  Tatbeitrag  der  Beihilfe  indes  von  untergeordneter  Natur,  so 

- 60 -

dass – in Abgrenzung zur Mittäterschaft – insbesondere nicht erforderlich ist, dass 

die Haupttat mit diesem Beitrag steht oder fällt.

1.3.

In subjektiver Hinsicht ist ein doppelter Beihilfevorsatz erforderlich. Danach 

muss sich der Gehilfe zum einen die wesentlichen objektiven und subjektiven Tat-

bestandsmerkmale der vom Haupttäter zu begehenden Straftat zumindest in ihren 

Grundzügen vorstellen, wobei er aber weder den Täter noch die Tat in ihren Ein-

zelheiten  zu  kennen  braucht  (BGE  121  IV  109,  E.  3.;  Urteil  6B_808/2010  vom 

17. Mai  2011,  E. 3.6.2;  vgl.  auch  DONATSCH/GODENZI/  TAG,  Strafrecht  I,  S.  172). 

Vielmehr genügt es, dass er nach den konkreten Umständen erkennen kann und 

zumindest in Kauf nimmt, dass sein Beitrag eine strafbare Handlung fördert, deren 

grobe  Umrisse  er  kennt  (BGE  121  IV  109,  E. 3a;  132  IV  49,  E. 1.1;  Urteil 

6B_489/2012 vom 10. Juni 2013, E. 3.2). Kenntnis vom Vorsatz des Haupttäters 

hat der Gehilfe dann, wenn dieser nach seiner Vorstellung einen konkreten Tatent-

schluss gefasst hat (BGE 117 IV 186, E. 3.). Zum anderen muss der Gehilfe den 

Haupttäter aber auch tatsächlich unterstützen wollen und dabei zumindest in Kauf 

nehmen, dass er mit seinem Verhalten eine bestimmt geartete Straftat fördert (Ur-

teil 6B_859/2014 vom 24. März 2015 vom 10. Juni 2013, E. 1.2.3. in fine). Dabei 

genügt  es,  dass  er  erkennt,  dass  er  eine  strafbare  Handlung  unterstützt,  deren 

grobe Umrisse ihm bekannt sind.

2.

Beurteilung

2.1.

Vorbemerkung

Vorweg ist mit Bezug auf den vorliegenden Fall festzuhalten, dass die je-

weilige Haupttat im Zusammenhang mit dem zu beurteilenden Verhalten der Be-

schuldigten  B._____  und  A._____  in  casu  als  gegeben  erachtet  werden  kann. 

Haupttäter war in beiden Fällen der Beschuldigte C._____, welcher im selben Ver-

fahren mittlerweile rechtskräftig wegen (gewerbsmässigen) Betruges im Sinne von 

Art. 146  Abs.  1  StGB  schuldig  gesprochen  worden  ist  (vgl.  Urk.  193  S. 333;  vgl. 

dazu bereits vorne Ziffer II./2.1.4.). Dabei kann bereits an dieser Stelle festgehalten 

werden, dass entsprechend dem Anklagetext eine allfällige strafbare Tatbeteiligung 

der Beschuldigten B._____ und A._____ erfolgt wäre, noch bevor der Haupttäter 

- 61 -

C._____ bereichert wurde, das heisst dessen Tat beendet war. Diese allfällige Mit-

wirkung an der Bereicherung des Beschuldigten C._____ charakterisiert die Hand-

lungen als Teil, welcher zum Anfall der illegalen Vermögenswerte geführt hat und 

als  solcher  noch  zum  Betrugshandeln  gehört,  womit  eine  taugliche  Abgrenzung 

zum  Tatbestand  der  Geldwäscherei  gegeben  ist  (vgl.  Urteil  6B_565/2022  vom 

11. September  2014,  E. 1.4.3.).  Inwiefern  darüber  hinaus  bereits  in  diesem  Sta-

dium auch eine Geldwäschereihandlung in Betracht fällt, braucht vorliegend nicht 

näher geklärt zu werden, da eine solch weitere Delinquenz von den massgebenden 

Anklageschriften von vornherein nicht rechtsgenügend umschrieben ist (vgl. Urteil 

6B_565/2022 vom 11. September 2014, E. 1.4.4. f.). 

2.2.

Beschuldigter B._____

2.2.1.

In objektiver Hinsicht konnte im Rahmen des vorliegend noch zur Diskus-

sion stehenden Anklagepunktes 3.2.5. nicht erstellt werden, dass der Beschuldigte 

B._____ im Vorfeld der Erstellung der gefälschten Rechnungen eine dahingehende 

Absprache  mit  dem  Beschuldigten  C._____  getroffen  hat.  Allerdings  hat  der  Be-

schuldigte  B._____  dann  in  keiner  Weise  interveniert,  als  ihm  der  Beschuldigte 

C._____ im konkreten Fall eine zweifelhafte Verrechnung mit eingehenden Beträ-

gen der F'._____ AG in Aussicht stellte. Vielmehr hiess er die Verrechnung dieser 

Beträge  mit  ausstehenden  Forderungen  gegenüber  dem  Beschuldigten  C._____ 

gut und gab diesem dadurch Rückendeckung, was Letzteren darin bestärkte, über 

die Buchhaltungsabteilung der B._____ AG die anklagegegenständlichen Transak-

tionen einzuleiten, womit ihm in diesem Umfang eine Ersparnisbereicherung zuteil 

wurde,  da  er  diese  Forderungen  nicht  mehr  aus  eigenen  Mitteln  zu  begleichen 

hatte.  Der  Beschuldigte  C._____  brauchte  in  diesem  Zusammenhang  als  Aus-

gangspunkt eine externe Rechnungsstellerin mit entsprechendem Bankkonto, um 

seine Machenschaften für die jeweils geschädigte Firma als unverdächtig erschei-

nen zu lassen, dies mit dem damit verbundenen Problem, dass die ertrogenen Gel-

der  zunächst  ausserhalb  seines  Zugriffsbereiches  bei  dieser  Rechnungsstellerin 

landeten. Nur dank der Involvierung des Beschuldigten B._____ und seines Unter-

nehmens gelangte er schliesslich zu seiner Bereicherung, welche er von Beginn 

weg angestrebt hatte. Mit seinem Verhalten hat der Beschuldigte B._____ (als die 

- 62 -

B._____ AG beherrschende Person) demzufolge zumindest im Sinne einer psychi-

schen  Gehilfenschaft  massgeblich  zum  Erfolg  der  Haupttat  (entsprechend  der 

Schädigung der F'._____ AG und der Bereicherung des Beschuldigten C._____) 

beigetragen, zumal er im Rahmen des früheren (verjährten) Vorfalles vom Oktober 

2008  bereits  einmal  auf  eine  entsprechende  Erkundigung  des  Buchhalters 

W._____  hin  seine  explizite  Einwilligung  zur  Verwendung  von  Zahlungen  der 

F'._____ AG zugunsten des Beschuldigten C._____ gegeben hatte (vgl. Urk. 193 

S. 144; Urk. 234 S. 3 ff.; Prot. II S. 65 f.), was Letzterem im Zeitpunkt der vorliegen-

den Tatbegehung durchaus noch bewusst gewesen sein muss, womit ihm sein for-

sches Vorgehen in der fremden Firma deutlich erleichtert war. Nichtsdestotrotz leis-

tete der Beschuldigte im Vergleich zum Haupttäter einen untergeordneten Tatbei-

trag, was eine Gehilfenschaftshandlung indiziert.

Der Umstand, dass der Beschuldigte C._____ in der letzten Phase seines 

deliktischen Wirkens sein Umfeld zunehmend nicht mehr in die Taten involvierte 

und  sich  die  Gelder  von  den  geschädigten  Gesellschaften  stattdessen  direkt  zu 

Gunsten seiner eigenen Firmen (namentlich der G._____ GmbH) überweisen liess, 

vermag an der Massgeblichkeit und Kausalität des Tatbeitrages des Beschuldigten 

B._____ nichts zu ändern, denn gerade diese spätere Unvorsichtigkeit erhöhte die 

Wahrscheinlichkeit  der  Aufdeckung  der  kriminellen  Tätigkeit  und  führte  letztlich 

auch zur nachmaligen Strafanzeige der Baudirektion des Kantons Zürich, welche 

nicht zuletzt aufgrund der Auftragsvergabe des Beschuldigten C._____ zu Gunsten 

seiner eigenen Firma Verdacht geschöpft hatte (vgl. Urk. 1/1 S. 1 f.). Die objektiven 

Kriterien für die Beihilfehandlung des Beschuldigten B._____ zum entsprechenden 

Betrug des Beschuldigten C._____ sind damit gegeben.

2.2.2. Was  das  Wissen  und  Wollen  des  Beschuldigten  B._____  anbelangt,  so 

kann ihm aufgrund des teilweise unklaren Hintergrundes kein direkter Vorsatz be-

treffend eine delinquente Unterstützung des Haupttäters vorgeworfen werden. Al-

lerdings musste er unter den gegebenen Umständen zum einen ernsthaft davon 

ausgehen,  dass  den  eingehenden  Beträgen  keine  massgebende  Gegenleistung 

der B._____ AG zu Grunde lag und diese Beträge vielmehr auf einem deliktischen 

Hintergrund beruhen könnten. Es kann in diesem Zusammenhang mit der Vorin-

- 63 -

stanz (vgl. Urk. 193 S. 132 ff.) denn auch durchaus festgehalten werden, dass der 

Beschuldigte B._____ bereits im Rahmen von früheren Vorfällen via seine Gesell-

schaft wissentlich Hand für dubiose Transaktionen des Beschuldigten C._____ ge-

boten hatte, welche mittlerweile indessen bereits verjährt sind. Dem Beschuldigten 

B._____ musste bezüglich der vorliegend interessierenden Transaktionen jeden-

falls bewusst sein, dass das Gebaren des Beschuldigten C._____ insofern fragwür-

dig war, als er eine Tilgung seiner privaten Schulden mit Mitteln seiner Arbeitgebe-

rin F'._____ AG bewirkte, ohne dass dies für Letztere zwangsläufig erkennbar ge-

wesen wäre. Zugleich war ihm bekannt, dass der Beschuldigte C._____ in leitender 

Stellung für die F'._____ AG arbeitete und dadurch eben auch die Möglichkeit hatte, 

Zahlungen selbständig in die Wege zu leiten, und zwar auch zu geschäftsfremden 

Zwecken (vgl. auch Prot. II S. 28: "Der Unternehmer ist darauf angewiesen, dass 

der  [der  Projektleiter]  fair  bleibt.").  Mithin  waren  dem  Beschuldigten  B._____  die 

groben Umrisse der Vermögensdelinquenz des Beschuldigten C._____ bekannt. 

Dass  sich  dem  Beschuldigten  B._____  sodann  zum  anderen  zumindest 

hätte aufdrängen müssen, dass er mit der in seinem Unternehmen tolerierten Pra-

xis der wiederholten Verrechnung von eingehenden Beträgen unklarer Herkunft mit 

privaten Schulden des Beschuldigten C._____ das fragwürdige Gebaren des Letz-

teren massgeblich förderte, da dieser zu Vertuschungszwecken die Mitwirkung ei-

ner  geeigneten  Drittperson  benötigte,  ist  sodann  nicht  von  der  Hand  zu  weisen, 

zumal es sich bei ihm um einen erfahrenen Geschäftsmann handelte, der sich in 

der Baubranche auskannte, weshalb es angesichts der auch ihm bekannten Grös-

senordnungen der Bauprojekte der F'._____ AG nicht überzeugend anmutet, wenn 

er ausführt, er sei davon ausgegangen, dass allfällige Ungereimtheiten in einzelnen 

Abrechnungen  im  Rahmen  der  internen  Rechnungskontrolle  sofort  bemerkt  wür-

den, und sich darauf beruft, dass nach der ersten Transaktion keinerlei Rückfragen 

oder Komplikationen seitens des Exkasso der F'._____ AG erfolgt seien (Urk. 234 

S. 25). 

Es  ist  damit  seitens  des  Beschuldigten  B._____  zumindest  von  einer  In-

kaufnahme der Delinquenz des Beschuldigten C._____ zu Lasten der F'._____ AG 

und damit auch der Schädigung derselben (vgl. Urk. 234 S. 25) sowie der Förde-

- 64 -

rung  dieses  Gebarens  via  die  Zurverfügungstellung  der  eigenen  Firma  auszuge-

hen, weshalb mit Bezug auf die inkriminierten Tatvorgänge von einem eventualvor-

sätzlichen Handeln auszugehen ist. Dass andere befragte Personen nicht ausge-

sagt haben, von einem strafbaren Handeln des Beschuldigten C._____ ausgegan-

gen zu sein (vgl. Urk. 234 S. 24 f.), tut dem Gesagten keinen Abbruch, da diese 

Personen ja gerade nicht Teil des Konstruktes waren, nachdem die Beschuldigten 

C._____ und B._____ das Vorgehen untereinander "ausgeredet" hatten, mithin mit 

einem anderen Wissensstand agierten. Zudem macht die Verteidigung selbst gel-

tend (Urk. 234 S. 24 f.), dass diese Personen davon ausgegangen zu sein schie-

nen, dass die Zahlungseingänge und Verrechnungen zwischen den Beschuldigten 

C._____ und B._____ abgesprochen waren, was aus ihrer Sicht für die Rechtmäs-

sigkeit dieser Transaktionen gesprochen haben dürfte.

2.2.3. Der Beschuldigte B._____ ist nach dem Gesagten hinsichtlich des Ankla-

gepunktes 3.2.5. der Gehilfenschaft zum Betrug im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB 

in Verbindung mit Art. 25 StGB schuldig zu sprechen. Demgegenüber ist der Be-

schuldigte  B._____  freizusprechen  vom  Vorwurf  der  mehrfachen  Gehilfenschaft 

zum  Betrug  im  Sinne  von  Art.  146  Abs.  1  StGB  in  Verbindung  mit  Art.  25  StGB 

betreffend die Anklagepunkte 3.2.3. und 3.2.4.

2.3.

Beschuldigter A._____

2.3.1. Selbst wenn in casu gewisse Anhaltspunkte dafür sprechen, dass der Be-

schuldigte A._____ bereits frühzeitig in das kriminelle Gebaren des Beschuldigten 

C._____ eingeweiht war, so kann auch ihm letztlich nicht rechtsgenügend nachge-

wiesen werden, dass vorgängig zu den fraglichen Geldüberweisungen auf sein Pri-

vatkonto einschlägige Kontakte bzw. Absprachen mit dem Beschuldigten C._____ 

stattgefunden  haben  (vgl.  vorne  Ziffer  III./3.1.7./c+d).  Insofern  scheidet  eine  be-

wusste  Förderung  der  Haupttaten  gemäss  den  Anklagepunkten  1.1./1.2.  sowie 

2.1., 2.3., 2.5. und 2.9. aus. Allerdings hat auch der Beschuldigte A._____ nichts 

unternommen, als plötzlich höhere Geldbeträge auf seinem Privatkonto eingingen. 

Vielmehr trug er mit seinen unreflektierten Weiterleitungen massgeblich zur Berei-

cherung des Beschuldigten C._____ bei, womit er einen aktiven und kausalen Bei-

trag  zum  Gelingen  der  jeweiligen  Haupttat  leistete,  da  es  dem  Beschuldigten 

- 65 -

C._____ ansonsten kaum gelungen wäre, die fingierten Rechnungsstellungen zu 

vertuschen. Die objektiven Merkmale der Gehilfenschaft sind damit für die einzel-

nen Taten jeweils als erfüllt zu erachten.

2.3.2. Was  das  Wissen  und  Wollen  des  Beschuldigten  A._____  anbelangt,  so 

kann auch ihm aufgrund der vorstehenden Feststellungen zum Sachverhalt zu kei-

ner Zeit ein direkter Vorsatz betreffend eine delinquente Unterstützung des Haupt-

täters vorgeworfen werden. Hinsichtlich der Anklagepunkte 2.1., 2.3., 2.5. und 2.9. 

musste er eine solche Unterstützung aufgrund der besonders gelagerten Freund-

schaft auch (noch) nicht zwingend in Kauf nehmen. Demgegenüber musste er im 

Fall  der  unter  den  Anklagepunkten  1.1./1.2.  genannten  Transaktionen  zu  Lasten 

des  Universitätsspitals  Zürich  dann  aber  zumindest  ernsthaft  davon  ausgehen, 

dass diese Beträge auf einem deliktischen Hintergrund beruhen könnten. Dies er-

gibt sich zunächst daraus, dass er bereits von Dezember 2012 bis Juni 2013 unter 

reichlich  undurchsichtigen  Begleitumständen  höhere  Geldbeträge  von  insgesamt 

Fr. 342'900.– seitens der damaligen Arbeit- bzw. Auftraggeberin des Beschuldigten 

C._____ auf sein Privatkonto überwiesen erhalten hatte, welche der Beschuldigte 

C._____ mit einer derart fragwürdigen Begründung erklärte, dass sie vom Beschul-

digten A._____ nur aufgrund der besonderen Umstände des Falles geglaubt wer-

den konnte. Als dann knapp ein Jahr später im Mai 2014 erneut eine noch höhere 

Überweisung von Fr. 173'880.– seitens der neuen Arbeit- bzw. Auftraggeberin des 

Beschuldigten C._____ beim Beschuldigten A._____ einging und der Beschuldigte 

C._____ mit derselben Erklärung nachdoppelte, obwohl der Beschuldigte A._____ 

bereits in der ersten Phase misstrauisch geworden war und gesagt hatte, das dürfe 

nicht mehr vorkommen, hätte der Beschuldigte A._____ dann aber definitiv hellhö-

rig werden müssen. Dass er unter diesen Gegebenheiten der fragwürdigen Erklä-

rung ohne irgendwelche Nachprüfung erneut vertraute und sich keine tiefgründige-

ren  Gedanken  über  die  wahre  Herkunft  des  Geldes  und  die  Motive  von  dessen 

Überweisung machte, erscheint mithin nicht mehr nachvollziehbar, zumal sich die 

eingegangenen Beträge derweil bereits auf über eine halbe Million Franken sum-

miert hatten. Somit hat er die nunmehr auf der Hand liegenden Hintergründe des 

Vorgehens des Beschuldigten C._____ verdrängt bzw. nicht wahrhaben wollen und 

sich im Übrigen nicht mehr weiter um die Sache gekümmert. Damit ging seine Wei-

- 66 -

terüberweisung des Geldes an den Beschuldigten C._____ in dieser Phase mit ei-

ner  Inkaufnahme  eines  deliktischen  Verhaltens  des  Haupttäters  einher.  Zugleich 

war ihm bekannt, dass C._____ als Leiter eines grossen Bauvorhabens (mit einem 

Auftragsvolumen von angeblich Fr. 20 Mio.) tätig war (Prot. II S. 49), also offenbar 

eine Vertrauensposition mit gewichtigen Entscheidungsbefugnissen innehatte, die 

auch  das  Auslösen  von  Zahlungen  miteinschloss.  In  diesem  Zusammenhang  ist 

denn auch zu erwähnen, dass zwischen ihnen bereits nach der dritten Überweisung 

der E'._____ AG thematisiert worden war, ob das Geld sauber sei (Prot. II S. 49), 

was – selbst wenn es sich um eine rhetorische Frage handeln würde (Prot. II S. 84) 

– zeigt, dass sich der Beschuldigte A._____ zumindest der abstrakten Möglichkeit 

bewusst war, dass die Gelder auf seinem Konto aus deliktischer Quelle eingegan-

gen sein konnten. Insgesamt waren dem Beschuldigten A._____ mithin jedenfalls 

die groben Umrisse der Vermögensdelinquenz des Beschuldigten C._____ durch-

aus bekannt. 

Im Zuge der wiederholten Geldüberweisungen musste dem Beschuldigten 

A._____ letztlich dann auch bewusst geworden sein, dass sein Konto als Durch-

gangsstation  im  Rahmen  eines  deliktischen  Handelns  dienen  und  er  mit  seinen 

Weiterleitungen auf das Konto des Beschuldigten C._____ massgeblich zum Ge-

lingen des fragwürdigen Vorhabens beitragen könnte. Auch wenn er das verbre-

cherische Konstrukt nicht im Einzelnen durchschaut haben mag, so muss dem Be-

schuldigten A._____ deshalb zumindest im Rahmen einer Parallelwertung in der 

Laiensphäre klar geworden sein, dass sein Konto zu Vertuschungszwecken miss-

braucht werden könnte und der Beschuldigte C._____ nur dank seiner Weiterlei-

tung der Gelder zur geplanten Bereicherung gelangte, zumal es sich bei ihm um 

einen langjährigen Geschäftsmann handelte, der in administrativen und digitalen 

Belangen zwar nicht sonderlich versiert war, sich aber via sein Gartenbauunterneh-

men regelmässig in der Baubranche bewegte, weshalb ihm entgegen seinen Vor-

bringen (Prot. II S. 53) durchaus bewusst gewesen sein dürfte, dass die mutmass-

liche Delinquenz aufgrund der ihm bekannten Grösse des inkriminierten Baupro-

jektes  und  der  in  diesem  Zusammenhang  nahezu  täglich  verschobenen  hohen 

Geldsummen in der internen Kontrolle der geschädigten Gesellschaft nicht auf An-

hieb bemerkt werden könnte.

- 67 -

Es  ist  damit  seitens  des  Beschuldigten  A._____  zumindest  von  einer  In-

kaufnahme der Delinquenz des Beschuldigten C._____ zu Lasten des Universitäts-

spitals Zürich und damit auch der Schädigung desselben sowie der Förderung die-

ses  Gebarens  via  Zurverfügungstellung  des  eigenen  Privatkontos  auszugehen, 

weshalb mit Bezug auf die unter den Anklagepunkten 1.1./1.2. vorgeworfenen Tat-

vorgänge ein eventualvorsätzliches Handeln als gegeben zu erachten ist. Die Tat-

sache, dass der Beschuldigte A._____ dann schliesslich den letzten überwiesenen 

Geldbetrag im August 2014 an die Baudirektion retournierte, hat im Übrigen keinen 

Einfluss auf dessen Strafbarkeit im Rahmen der vorangegangen Geschehnisse. Mit 

dieser Handlung liess der Beschuldigte lediglich erkennen, dass ihm seine Gefäl-

ligkeiten angesichts des nunmehr noch höheren Betrages und der Einwände seiner 

damaligen Lebenspartnerin (vgl. Prot. II S. 78 f.) zu riskant wurden und er deshalb 

aus  der  Sache  aussteigen  wollte,  wobei  es  betreffend  die  gesamte  Tatdynamik 

durchaus naheliegend erscheint, dass er vom Beschuldigten C._____ angesichts 

der freundschaftlichen Verbindung in die Angelegenheit hineingedrängt wurde und 

ihm der Ausstieg deshalb nicht sofort gelang, welche Umstände aber im Rahmen 

des Schuldpunktes unberücksichtigt zu bleiben haben und höchstens bei der Straf-

zumessung eine gewisse Beachtung finden können.

2.3.3. Der  Beschuldigte  A._____  ist  damit  hinsichtlich  des  Anklagepunktes 

1.1./1.2. der Gehilfenschaft zum Betrug im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB in Ver-

bindung mit Art. 25 StGB schuldig zu sprechen. Demgegenüber ist er vom Vorwurf 

der mehrfachen Gehilfenschaft zum Betrug im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB in 

Verbindung mit Art. 25 StGB betreffend die Anklagepunkte 2.1., 2.3., 2.5. und 2.9 

freizusprechen.

1.

Grundlagen

V.  Strafe

1.1.

Die Vorinstanz hat die Grundlagen der Strafenbildung grundsätzlich korrekt 

und umfassend dargelegt, weshalb in analoger Anwendung von Art. 82 Abs. 4 StPO 

darauf  verwiesen  werden  kann.  Namentlich  wurden  die  allgemeinen  Regeln  der 

- 68 -

Strafzumessung  im  Sinne  von  Art.  47  StGB  mit  der  entsprechenden  Bundesge-

richtspraxis  einlässlich  dargelegt,  wobei  zutreffend  zwischen  der  Tatkomponente 

mit objektiver und subjektiver Tatschwere sowie der Täterkomponente mit perso-

nenbezogenen Aspekten differenziert wurde (vgl. Urk. 193 S. 199 ff.). In der Folge 

wurde  anlässlich  der  Behandlung  der  Grundsätze  des  massgebenden  Strafrah-

mens zu Recht festgehalten, dass dieser auch bei Festlegung einer Gesamtstrafe 

im Sinne von Art. 49 Abs. 1 StGB nur im Ausnahmefall zu verlassen ist (Urk. 193 

S. 203 ff.). 

1.2.

Im Zusammenhang mit der Beurteilung der einzelnen Beschuldigten wur-

den im vorinstanzlichen Urteil an unterschiedlichen Stellen auch die Prinzipien der 

Festlegung der Strafart thematisiert (Urk. 193 S. 214, 227 f., 237 + 244 f.). Diese 

Überlegungen können für das zweitinstanzliche Urteil grundsätzlich ebenfalls über-

nommen werden. Namentlich ist das ab 1. Januar 2018 geltende Recht in dieser 

Hinsicht strenger, weshalb für den vorliegenden Entscheid hinsichtlich der Strafzu-

messung die frühere Rechtsordnung mit einem oberen Rahmen der Geldstrafe von 

bis zu 360 Tagessätzen zur Anwendung gelangt (vgl. Art. 2 Abs. 2 StGB; Grundsatz 

der "lex mitior"). 

2.

Beschuldigter B._____

2.1. Was  die  konkrete  Bemessung  der  Strafe  für  den  Beschuldigten  B._____ 

anbelangt, so hat die Vorinstanz korrekt erwogen, dass sich der ordentliche Straf-

rahmen im Bereich einer Geldstrafe bis zu einer Freiheitsstrafe von 5 Jahren be-

wegt und dieser Rahmen im vorliegenden Fall weder nach oben noch nach unten 

anzupassen ist (Urk. 193 S. 238 f.). 

2.2.

Bei der Beurteilung der Tatkomponente ist vorweg festzuhalten, dass das 

objektive Tatverschulden des Beschuldigten B._____ nicht mehr leicht wiegt. Es ist 

in diesem Zusammenhang namentlich in Betracht zu ziehen, dass der Beschuldigte 

wiederholt am vom Beschuldigten C._____ erwirkten, keineswegs mehr geringen 

Deliktsbetrag von insgesamt Fr. 120'857.45 mitwirkte, indem er die zwischen März 

und  August  2010  bei  der  B._____  AG  eingehenden  Zahlungen  jeweils  tolerierte 

und deren Verrechnung mit privaten Schulden von C._____ trotz diverser Hinweise 

- 69 -

auf einen deliktischen Hintergrund zuliess. Immerhin wurden durch die betrügeri-

schen Machenschaften keine Privatpersonen geschädigt, doch muss auch eine ju-

ristische Person im täglichen Geschäftsverkehr grundsätzlich nicht damit rechnen, 

dass sie von Mitarbeitern oder Geschäftspartnern hintergangen wird, weshalb in-

sofern keinerlei Selbstverschulden der Geschädigten auszumachen ist, auch wenn 

dort die internen Kontrollmechanismen offensichtlich zu wenig differenziert ausge-

staltet waren, dass sie im vorliegenden Fall hätten greifen können.

Beim subjektivem Tatverschulden des Beschuldigten ist in Betracht zu zie-

hen, dass er lediglich eventualvorsätzlich handelte und er aufgrund der Delinquenz 

nicht direkt profitierte, auch wenn damit die Forderungen seiner Firma gegenüber 

dem Beschuldigten C._____ getilgt wurden. Hinzu kommt, dass es seitens des Be-

schuldigten  B._____  bei  einem  nebensächlichen  Tatbeitrag  blieb,  indem  er  die 

Konten  der  B._____  AG  zwecks  Ersparnisbereicherung  des  Beschuldigten 

C._____ zur Verfügung stellte. Die subjektiven Aspekte des Tatverschuldens wir-

ken sich mithin merklich reduzierend aus, so dass im Endeffekt von einem noch 

leichten Gesamtverschulden auszugehen ist. 

2.3.

Nach  dem  Gesagten  erscheint  bei  Beleuchtung  sämtlicher  Aspekte  der 

Tatkomponente eine Geldstrafe von 180 Tagessätzen den Tatumständen des Fal-

les angemessen. Eine Freiheitsstrafe rechtfertigt sich aufgrund des noch geringen 

Verschuldens des Beschuldigten nicht, zumal es sich bei ihm um einen Ersttäter 

handelt, welcher noch nie durch eine strafrechtliche Sanktion vorgewarnt worden 

ist (vgl. nachstehend Ziffer 2.5.). 

2.4.

Im Rahmen der Beurteilung der Täterkomponente kann betreffend die per-

sönlichen Verhältnisse des Beschuldigten B._____ zunächst auf die zutreffenden 

vorinstanzlichen Erwägungen verwiesen werden (vgl. Urk. 193 S. 242 f.). Anläss-

lich der Berufungsverhandlung bestätigte der Beschuldigte seine früheren Angaben 

zur Person und gab an, über ein Monatseinkommen von etwa Fr. 22'500.– zu ver-

fügen,  Schuldendienst  für  diverse  offene  Darlehen  zu  leisten  und  monatlich 

Fr. 2'000.– zu Gunsten seines Sohnes und Fr. 600.– zu Gunsten seiner geschie-

denen  Frau  zu  zahlen  (Prot. II  S. 13 ff.  +  24).  Sodann  bestätigte  er,  über  ein 

Bruttovermögen von Fr. 9.6 Mio. zu verfügen, jedoch auch eine Hypothekarschuld 

- 70 -

von ungefähr Fr. 1.35 Mio. sowie diverse Schulden insbesondere aus Darlehen zu 

haben (Prot. II S. 11, 16 ff. + 24 f.). Der Werdegang des Beschuldigten ist strafzu-

messungsneutral zu werten.

2.5.

Der Beschuldigte B._____ weist sodann keine Vorstrafen auf, ist andrer-

seits aber auch in entscheidenden Punkten nicht geständig. Insofern ergeben sich 

demnach ebenfalls keine Faktoren, welche die zu verhängende Strafe zu verän-

dern vermöchten.

2.6. Was  schliesslich  die  im  Rahmen  der  Strafzumessung  mitzuberücksichti-

gende Dauer des Verfahrens betrifft, so kann der Vorinstanz insofern gefolgt wer-

den, als sie dem Beschuldigten in diesem Zusammenhang eine merkliche Strafre-

duktion aufgrund des verminderten Strafbedürfnisses zubilligt, zumal das noch ver-

bliebene Delikt mittlerweile auch bereits rund 15 Jahre zurückliegt. Eine zusätzliche 

Reduktion infolge einer Verletzung des Beschleunigungsgebotes rechtfertigt sich 

demgegenüber nicht, da es sich um ein ausserordentlich aufwendiges Strafverfah-

ren mit zahlreichen Verfahrensbeteiligten handelte, in dessen Rahmen von einer 

spezialisierten Behörde umfangreiche zusätzliche Untersuchungen betreffend die 

Vermögenskonfiskationen geführt werden mussten. Insgesamt ist die Sanktion für 

den Beschuldigten mithin auf eine Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu senken.

2.7.

Aufgrund  der  anlässlich  der  Berufungsverhandlung  ergänzten  Einkom-

mens- und Vermögensverhältnisse ist von einem monatlichen Nettoverdienst von 

ungefähr Fr. 11'000.– (Einkommen von Fr. 22'500.– abzüglich Schuldendienst von 

ca. Fr. 6'000.–,  familienrechtliche  Verpflichtungen  von  Fr. 2'600.–,  Krankenkasse 

von  ca.  Fr. 1'000.–  und  Steuern  von  ca.  Fr. 2'000.–)  sowie  einem  substanziellen 

Bruttovermögen,  dem  allerdings  auch  diverse  Schuldverpflichtungen  gegenüber-

stehen, auszugehen. Gestützt darauf ist die Tagessatzhöhe auf Fr. 350.– festzu-

setzen.

2.8.

Zusammenfassend ist der Beschuldigte B._____ demzufolge mit einer 

Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu Fr. 350.– zu bestrafen, wovon 13 Tage in-

folge verbüsster Untersuchungshaft als geleistet gelten (vgl. Art. 51 StGB).

- 71 -

2.9.

Mit Bezug auf die Vollstreckung der Sanktion rechtfertigt es sich vorliegend 

unter Hinweis auf die vorinstanzlichen Erwägungen ohne Weiteres, dem Beschul-

digten B._____ als Ersttäter eine günstige Prognose zu stellen und gestützt darauf 

den Vollzug der Geldstrafe unter Festsetzung der Probezeit auf 2 Jahre aufzuschie-

ben (vgl. Art. 42 Abs. 1 StGB).

3.

Beschuldigter A._____ 

3.1.

Die konkrete Bemessung der Strafe für den Beschuldigten A._____ wurde 

von  der  Vorinstanz  nach  demselben  Muster  wie  für  den  Beschuldigten  B._____ 

vorgenommen, nachdem eine weitgehend gleichgelagerte Delinquenz zu beurtei-

len war. Auch diesbezüglich kann in analoger Anwendung von Art. 82 Abs. 4 StPO 

auf die korrekten Erwägungen zum Strafrahmen im vorinstanzlichen Entscheid ver-

wiesen werden (vgl. Urk. 193 S. 231 f.).

3.2.

Bei der Beurteilung der Tatkomponente ist in objektiver Hinsicht zunächst 

festzuhalten, dass dem Beschuldigten A._____ im Zusammenhang mit den Trans-

aktionen zum Nachteil der E'._____ AG – anders als noch die Vorinstanz – kein 

strafrechtlich relevantes Verhalten vorzuwerfen ist. Allerdings kooperierte er dann 

im Zusammenhang mit dem Universitätsspital Zürich zumindest stillschweigend mit 

dem Haupttäter betreffend eine Deliktssumme von rund Fr. 174'000.–, bevor ihn 

offensichtlich das schlechte Gewissen packte und er einen weiteren erhaltenen Be-

trag von rund Fr. 182'000.– an den Absender zurückschickte. Zu berücksichtigen 

ist dabei, dass die Mitwirkung eine durchaus raffinierte Vorgehensweise betraf, wel-

che für die Geschädigte nicht ohne Weiteres durchschaubar war, was ein Selbst-

verschulden ausschliesst. Das objektive Tatverschulden des Beschuldigten erweist 

sich mithin im Endeffekt als keineswegs mehr leicht.

In subjektiver Hinsicht ist als unbestritten zu erachten, dass der Beschul-

digte A._____ im Rahmen seiner Partizipation unter einem gewissen Einfluss des 

jüngeren und dynamischeren Beschuldigten C._____ stand, zumal dieser sein ihm 

freundschaftlich verbundener Nachbar war. C._____ war denn auch der eigentliche 

Initiator  der  Delinquenz,  in  welche  er  den  Beschuldigten  hineinzog.  Diese  Um-

stände sowie der letztlich frei gewählte Rückzug aus dem strafbaren Verhalten wir-

- 72 -

ken sich zusammen mit dem nebensächlichen Tatbeitrag deutlich zu Gunsten des 

Beschuldigten A._____ aus und vermögen das objektive Tatverschulden massge-

blich zu relativieren. Insgesamt ist damit von einem nicht mehr leichten Gesamtver-

schulden des Beschuldigten auszugehen.

3.3.

Bei dieser Ausgangslage erscheint unter Berücksichtigung sämtlicher As-

pekte der Tatkomponente im Falle des Beschuldigten A._____ eine Geldstrafe von 

150 Tagessätzen angemessen. Eine Freiheitsstrafe rechtfertigt sich aufgrund des 

relativ geringen Verschuldens des Beschuldigten auch hier nicht, zumal es sich um 

einen Ersttäter handelt, welcher noch nie durch eine strafrechtliche Sanktion vor-

gewarnt worden ist (vgl. nachstehend Ziffer 3.5.). 

3.4.

Im Rahmen der Beurteilung der Täterkomponente kann betreffend die per-

sönlichen Verhältnisse des Beschuldigten A._____ ebenfalls auf die vorinstanzli-

chen Erwägungen verwiesen werden (vgl. Urk. 193 S. 235). Anlässlich der Beru-

fungsverhandlung bestätigte der Beschuldigte seine früheren Angaben zur Person 

und gab an, monatlich ein Renteneinkommen von ungefähr Fr. 3'700.– sowie ein 

weiteres Einkommen von etwa Fr. 2'500.– für Gartenarbeit zu erzielen und Ausga-

ben namentlich für Hypothekarzinsen, Stromkosten und Krankenkassenprämien zu 

haben (Prot. II S. 43 ff.). Sodann gab er auf dem Datenerfassungsblatt (Urk. 222) 

ein Vermögen von Fr. 35'000.– bzw. an der Berufungsverhandlung noch ein sol-

ches  von  Fr. 16'000.–  an  (Prot. II  S. 4 f.).  Der  Werdegang  des  Beschuldigten  ist 

auch hier strafzumessungsneutral zu werten.

3.5.

Der Beschuldigte A._____ weist keine Vorstrafen auf, ist andrerseits aber 

in entscheidenden Punkten nicht geständig. Insofern ergeben sich demnach eben-

falls keine Faktoren, welche die Strafe im Rahmen der Täterkomponente zu verän-

dern vermöchten.

3.6.

Der  Aspekt  der  Verfahrensdauer  präsentiert  sich  beim  Beschuldigten 

A._____ nicht anders als beim Beschuldigten B._____, weshalb der Vorinstanz er-

neut gefolgt werden kann, wenn sie dem Beschuldigten in diesem Zusammenhang 

eine merkliche Strafreduktion aufgrund eines verminderten Strafbedürfnisses zubil-

ligte, zumal die Taten mittlerweile rund 11 bis 12 Jahre zurückliegen. Eine darüber 

- 73 -

hinausgehende Strafreduktion infolge einer Verletzung des Beschleunigungsgebo-

tes rechtfertigt sich demgegenüber nicht, da es sich um ein ausserordentlich auf-

wendiges Strafverfahren mit zahlreichen Verfahrensbeteiligten handelte, in dessen 

Rahmen von einer spezialisierten Behörde zusätzliche Untersuchungen betreffend 

die Vermögenskonfiskationen geführt werden mussten. Insgesamt ist die Sanktion 

für den Beschuldigten A._____ somit auf eine Geldstrafe von 100 Tagessätzen zu 

senken.

3.7.

Nachdem sich die Einkommens- und Vermögensverhältnisse des Beschul-

digten A._____ seit der vorinstanzlichen Hauptverhandlung nicht massgeblich ver-

ändert  haben,  zumal  der  Verdienst  für  Gartenarbeiten  nicht  ganzjährig  anfallen 

dürfte, besteht vorliegend entgegen der Anklägerin (Prot. II S. 95) kein Anlass, die 

in erster Instanz festgelegte Tagessatzhöhe von Fr. 40.– zu ändern.

3.8.

Zusammenfassend ist der Beschuldigte A._____ somit mit einer Geldstrafe 

von  100  Tagessätzen  zu  Fr.  40.–  zu  bestrafen,  wovon  1  Tag  infolge  verbüsster 

Untersuchungshaft als geleistet gilt (vgl. Art. 51 StGB).

3.9.

Mit Bezug auf die Vollstreckung der Sanktion drängt es sich unter Hinweis 

auf die vorinstanzlichen Erwägungen auch beim Beschuldigten A._____ auf, ihm 

als  Ersttäter  eine  günstige  Prognose  zu  stellen  und  den  Vollzug  der  Geldstrafe 

demzufolge  ohne  Weiteres  unter  Festsetzung  der  Probezeit  auf  2 Jahre  aufzu-

schieben (vgl. Art. 42 Abs. 1 StGB).

VI.  Zivilforderungen

1.

Grundlagen

1.1.

Die Vorinstanz hat sich bezüglich der Grundzüge des Adhäsionsverfahrens 

im Sinne von Art. 122 ff. StPO in sämtlichen Aspekten korrekt verbreitet und na-

mentlich die Grundlagen der Deliktshaftung gemäss Art. 41 ff. OR mit der dort vor-

gesehenen  Möglichkeit  der  Solidarhaftung  gemäss  Art.  50  f.  OR  zutreffend  be-

- 74 -

leuchtet (vgl. Urk. 193 S. 250 ff.). Diesen Erwägungen ist nichts hinzuzufügen, so 

dass ohne Weiteres darauf verwiesen werden kann (vgl. Art. 82 Abs. 4 StPO).

1.2.

Aus prozessualer Warte ist der Vollständigkeit halber festzuhalten, dass im 

Falle des Vorwurfes gemäss den Anklagepunkten 1.1./1.2. betreffend den Beschul-

digten A._____ das Universitätsspital Zürich als Anstalt des kantonalen öffentlichen 

Rechts mit eigener Rechtspersönlichkeit (vgl. § 1 des Gesetzes über das Universi-

tätsspital Zürich, SR 813.15) primär als Geschädigte im Sinne von Art. 115 StPO 

zu erachten ist, nachdem die inkriminierten Gelder von der zuständigen Immobili-

enbuchhaltung ab dessen Konten abgebucht worden sind, während das Hochbau-

amt des Kantons Zürich bzw. die diesem übergeordnete Baudirektion des Kantons 

Zürich zwar diesbezüglich Strafanzeige erstatteten, insofern aber keinen direkten 

Schaden  erlitten  haben.  Obwohl  zur  entsprechenden  Zivilklage  mithin  insbeson-

dere das Universitätsspital Zürich legitimiert ist, erübrigen sich an dieser Stelle in-

dessen weiterführende Erwägungen zu dieser Thematik, da der die entsprechende 

Klage führende Rechtsbeistand (Rechtsanwalt lic. iur. XX._____) sowohl das Uni-

versitätsspital Zürich (als Privatklägerin 4) als auch die Baudirektion des Kantons 

Zürich (als Privatklägerin 2) vertritt und in seiner diesbezüglichen Funktion sämtli-

che in dieser Sache zu beurteilenden Zivilforderungen auch namens des Universi-

tätsspitals Zürich gestellt hat (vgl. Urk. 10/2; vgl. auch Urk. 193 S. 46 f.).

1.3. Was die Zivilklage der E._____ AG (vormals: E'._____ AG) betrifft, so ist 

diese infolge des Freispruches des Beschuldigten A._____ bezüglich der Anklage-

punkte 2.1., 2.3., 2.5. und 2.9. auf den Zivilweg zu verweisen. Entsprechend wird 

die Legitimation der E._____ AG zur Geltendmachung von Ansprüchen gegenüber 

dem Beschuldigten A._____ in einem allfälligen Zivilverfahren zu prüfen sein. 

2.

Beschuldigter B._____

2.1.

Die Vorinstanz hat den Beschuldigten B._____ zu einer Schadenersatzleis-

tung gegenüber der F._____ AG (vormals: F'._____ AG) in der Höhe von insgesamt 

Fr. 240'858.35 zuzüglich 5 % Zins verurteilt (vgl. Urk. 193 S. 260 ff.). Aufgrund der 

zweitinstanzlichen Freisprüche des Beschuldigten B._____ von den Vorwürfen ge-

mäss den Anklagepunkten 3.2.3. und 3.2.4. reduziert sich diese Leistung von vorn-

- 75 -

herein  dahingehend,  dass  der  Betrag  von  Fr.  120'000.–  gemäss  Anklage-

punkt 3.2.3. dem Beschuldigten B._____ nicht mehr angelastet werden kann. Dem-

gegenüber führt der Freispruch vom Vorwurf gemäss Anklagepunkt 3.2.4. in dieser 

Hinsicht zu keiner Modifikation des vorinstanzlichen Urteils, da die entsprechende 

Zivilklage der F._____ AG von der Vorinstanz abgeschrieben wurde und der dies-

bezüglich eingeklagte Betrag von Fr. 43'040.– mithin in der erstinstanzlichen Leis-

tungsverpflichtung nicht enthalten war. 

2.2. Was die verbleibende Leistungsverpflichtung in Höhe von Fr. 120'858.35 

anbelangt, so ist der Beschuldigte B._____ betreffend Anklagepunkt 3.2.5. auch in 

zweiter Instanz anklagegemäss schuldig zu sprechen (vgl. vorne Ziffer IV./2.2.3.). 

Der entsprechende Betrag ist aufgrund des insoweit erstellten Sachverhaltes als 

Schaden der F._____ AG ausgewiesen. Die übrigen Voraussetzungen der Scha-

denshaftung gemäss Art. 41 OR (Widerrechtlichkeit, Verschulden, Kausalität) sind 

ebenfalls gegeben. Angesichts der diesbezüglich klaren Rechtslage bedarf es im 

Übrigen keiner weitreichenden Erörterungen dazu, dass der Beschuldigte B._____ 

für den entsprechenden Schaden vollumfänglich solidarisch haftet, auch wenn er 

beim  Betrug  zum  Nachteil  der  F._____  AG  als  Gehilfe  nur  eine  untergeordnete 

Rolle spielte (vgl. statt vieler GRABER, BSK OR I, 7. Aufl., N 8 zu Art. 50 OR), wobei 

die Frage des internen Regresses im Verhältnis zum Beschuldigten C._____ in ei-

nem allfällig später notwendigen Verfahren zu klären sein wird, wo dann auch eine 

allfällige Regressquote festzusetzen sein wird. Im Übrigen entspricht es der Natur 

der  Solidarität,  dass  individuelle  Herabsetzungsgründe  wie  etwa  ein  vergleichs-

weise geringes Verschulden bzw. ein mitwirkendes Drittverschulden im Aussenver-

hältnis gegenüber dem Solidargläubiger nicht geltend gemacht werden können und 

der  Solidarschuldner  das  Risiko  trägt,  sein  Rückgriffsrecht  auf  Mithaftende  etwa 

wegen deren Zahlungsunfähigkeit zu verlieren (GRABER, BSK OR I, 7. Aufl., N 19 

zu Art. 50 OR). Entsprechend kann es auch keine Rolle spielen, dass das Vermö-

gen des Beschuldigten C._____ für die Deckung der Forderungen anderer Privat-

klägerinnen aufgebraucht werden könnte (Urk. 234 S. 27 ff.).

- 76 -

2.3.

Der  erstinstanzlich  festgelegte  Zinsenlauf  wurde  vom  Beschuldigten 

B._____  in  zweiter  Instanz  nicht  substantiiert  beanstandet,  so  dass  es  insofern 

beim vorinstanzlichen Urteil bleibt.

2.4.

Der Beschuldigte B._____ ist demzufolge unter solidarischer Haftung mit 

dem Beschuldigten C._____ zu verpflichten, der Privatklägerin F._____ AG einen 

Schadenersatzbetrag  von  Fr.  120'858.35,  zuzüglich  5  %  Zins  seit  dem  12. Juli 

2022, zu bezahlen. 

3.

Beschuldigter A._____

3.1.

Der  Beschuldigte  A._____  wurde  erstinstanzlich  solidarisch  mit  dem  Be-

schuldigten C._____ zu Schadenersatzleistungen gegenüber der E._____ AG (vor-

mals: E'._____ AG) in der Höhe von Fr. 342'900.– zuzüglich 5 % Zins (vgl. Urk. 193 

S. 255 ff.) sowie gegenüber der Baudirektion des Kantons Zürich in der Höhe von 

Fr. 173'880.– zuzüglich 5 % Zins (vgl. Urk. 193 S. 257 ff.) verurteilt. Der zweitin-

stanzliche Freispruch von den Vorwürfen gemäss den Anklagepunkten 2.1., 2.3., 

2.5. und 2.9. wirkt sich auf diese Verpflichtung insofern aus, als der Beschuldigte 

A._____  für  den  entsprechenden  Schadensbetrag  von  Fr. 342'900.–  nicht  mehr 

strafrechtlich verantwortlich gemacht werden kann. Wird die beschuldigte Person 

freigesprochen und ist hinsichtlich der adhäsionsweise anhängig gemachten Zivil-

klage der Sachverhalt nicht spruchreif, ist die Zivilklage auf den Zivilweg zu verwei-

sen (Art. 126 Abs. 2 lit. d StPO). Das kann insbesondere der Fall sein, wenn ein 

Freispruch mangels Beweisen, insbesondere bei fehlendem Nachweis eines Vor-

satzes, erfolgt (FORSTER, BSK StPO, 3. Aufl., N 19 ff. zu Art. 126 StPO). Eine sol-

che Sachlage ist vorliegend gegeben. Mithin ist die Privatklägerin E._____ AG mit 

ihrer  Schadenersatzforderung  gegenüber  dem  Beschuldigten  A._____  im  Betrag 

von  Fr. 342'900.–,  zuzüglich  5 %  Zins  auf  Fr. 84'780.–  seit  dem  17. Dezember 

2012, auf Fr. 81'000.– seit dem 6. Februar 2013, auf Fr. 88'020.– seit dem 30. April 

2013 und auf Fr. 89'100.– seit dem 5. Juni 2013, dem Weg des Zivilprozesses vor-

zubehalten (vgl. zur diesbezüglichen Berichtigung von Dispositivziffer 5a den Be-

schluss vom 19. Juni 2025, mit welchem die vergessen gegangene Teilsumme von 

Fr. 84'780.– [zuzüglich Zins] nachgetragen wurde [Urk. 245]).

- 77 -

3.2. Was  die  Leistungsverpflichtung  gegenüber  dem  Universitätsspital  Zürich 

betrifft, so sind die Beteiligung des Beschuldigten A._____ sowie der dabei entstan-

dene Schaden in der Gesamthöhe von Fr. 173'880.– aufgrund des erstellten Sach-

verhaltes  erwiesen,  weshalb  der  Beschuldigte  auf  dieser  Grundlage  zu  entspre-

chendem Schadenersatz zu verpflichten ist, zumal die übrigen Voraussetzungen 

der Schadenshaftung gemäss Art. 41 OR (Widerrechtlichkeit, Verschulden, Kausa-

lität) ohne Weiteres gegeben sind. Mit der Vorinstanz (Urk. 193 S. 265 ff.) und ent-

gegen der Verteidigung (Prot. II S. 90 f.) hat keine Reduktion des Schadenersatz-

anspruches infolge eines Selbstverschuldens zu erfolgen (vgl. dazu vorstehend Zif-

fer II./2.1.4.). Angesichts der klaren bundesgerichtlichen Rechtsprechung bedarf es 

im  Übrigen  keiner  weitreichenden  Erörterungen  dazu,  dass  der  Beschuldigte 

A._____ für die vorerwähnten Schadenssummen im Aussenverhältnis vollumfäng-

lich solidarisch haftet, auch wenn er beim Betrug des Beschuldigten C._____ als 

Gehilfe  jeweils  nur  eine  untergeordnete  Rolle  spielte  (vgl.  statt  vieler  SCHNYDER, 

BSK OR I, 7. Aufl., N 6 zu Art. 50 OR). Die beim Beschuldigten A._____ ebenfalls 

bedeutsame  Frage  des  internen  Regresses  auf  den  Haupttäter  wird  ebenfalls  in 

einem allfällig später notwendigen Verfahren zu klären sein, wo dann auch die all-

fällige Regressquote festzusetzen sein wird. Dort wird namentlich zu berücksichti-

gen sein, dass das Verschulden des Beschuldigten A._____ im Vergleich zu demje-

nigen des Beschuldigten C._____ wesentlich geringer ausfällt, da er im Deliktsab-

lauf lediglich eine marginale Rolle innehatte und ihm im Wesentlichen kein Profit 

zukam.

3.3.

Der  erstinstanzlich  festgelegte  Zinsenlauf  wurde  vom  Beschuldigten 

A._____  in  zweiter  Instanz  nicht  substantiiert  beanstandet,  so  dass  es  insofern 

beim vorinstanzlichen Urteil bleibt.

3.4.

Der Beschuldigte A._____ ist demzufolge unter solidarischer Haftung mit 

dem  Beschuldigten  C._____  zu  verpflichten,  der  Privatklägerin  Universitätsspital 

Zürich einen Schadenersatzbetrag von Fr. 173'880.–, zuzüglich 5 % Zins seit dem 

19. Mai 2014, zu bezahlen.

- 78 -

VII.  Beschlagnahme / Einziehung / Ersatzforderung

1.

Einleitung

1.1.

Die  Vorinstanz  hat  im  Rahmen  der  vermögensrechtlichen  Massnahmen 

den  beim  Beschuldigten  A._____  beschlagnahmten  Geldbetrag  von  Fr.  20'000.– 

zur  Deckung  der  ihn  betreffenden  Verfahrenskosten  herangezogen  und  die  Be-

schlagnahme in einem allfälligen Mehrbetrag zwecks Sicherung der gegen ihn fest-

gesetzten  Ersatzforderung  aufrechterhalten  (Urk.  193  S. 313  f.).  Betreffend  die 

staatsanwaltschaftlich  beantragten  Ersatzforderungen  wurden  die  Beschuldigten 

B._____ bzw. A._____ verpflichtet, dem Staat für den nicht mehr vorhandenen Ver-

mögensvorteil den Betrag von Fr. 120'000.– bzw. Fr. 20'000.– zu bezahlen (Urk. 

193 S. 310 ff. + 318 ff.). 

1.2.

Nachdem die Beschuldigten B._____ und A._____ ihren vorinstanzlichen 

Entscheid jeweils vollumfänglich angefochten haben, stehen auch sämtliche sie be-

treffenden  erstinstanzlichen  Regelungen  betreffend  die  Vermögensverwendung 

bzw.  die  Ersatzforderungen  in  zweiter  Instanz  zur  Disposition.  Die  Staatsanwalt-

schaft  erachtet  in  diesem  Zusammenhang  die  beiden  festgesetzten  Ersatzforde-

rungen als zu tief, indem sie mit ihrer Anschlussberufung gegen den Beschuldigten 

B._____ die Verpflichtung zu einem Betrag von Fr. 239'796.– und gegen den Be-

schuldigten A._____ die Verpflichtung zu einem Betrag von Fr. 32'780.– beantragt 

(Urk. 207 S. 3; Urk. 239 S. 2; Urk. 241 S. 2; Prot. II S. 10), so dass diesbezüglich 

der Grundsatz des Verbotes der "reformatio in peius" nicht gilt.

2.

Grundlagen

2.1.

Mit Bezug auf die allgemeinen Grundlagen der Anordnung von vermögens-

rechtlichen Massnahmen im Strafprozess gemäss Art. 69 ff. StPO kann vorab auf 

die Erwägungen im angefochtenen Urteil verwiesen werden, welche sich nament-

lich mit der Thematik der Einziehung von Vermögenswerten sowie der in diesem 

Zusammenhang  möglichen  Festsetzung  einer  Ersatzforderung  im  Wesentlichen 

korrekt auseinandersetzen (Urk. 193 S. 270 ff.). 

- 79 -

2.2.

Ergänzend  ist  in  diesem  Zusammenhang  darauf  hinzuweisen,  dass  es 

grundsätzlich  zulässig  ist,  einem  Geschädigten  in  Gutheissung  seiner  Zivilklage 

Schadenersatz zuzusprechen und gleichzeitig auf eine Ersatzforderung gegenüber 

dem pflichtigen Beschuldigten zu erkennen. Dabei besteht indessen bei der straf-

rechtlich motivierten Ersatzleistung im Gegensatz zur zivilrechtlichen Schadener-

satzverpflichtung keine Solidarhaftung mehrerer pflichtiger Personen. Darüber hin-

aus  ist  zu  vermeiden,  dass  den  Ersatzforderungsschuldner  in  der  besagten 

Konstellation ein Doppelzahlungsrisiko trifft (vgl. BGE 150 IV 338, E. 2. = Pra 114 

(2025) Nr. 22).

3.

Beschuldigter B._____ 

3.1.

Hinsichtlich  des  Beschuldigten  B._____  ist  im  vorliegenden  Zusammen-

hang vorweg festzuhalten, dass die ihn beschlagenden Themenpunkte eng mit je-

nen  betreffend  die  Verfahrensbeteiligte  B'._____  AG  (in  Liquidation)  zusammen-

hängen, welche vormals (konkret bis zum 28. Dezember 2017; vgl. Urk. 164) als 

B._____ AG firmierte, die vom Beschuldigten B._____ vollständig beherrscht wor-

den war (vgl. dazu Akten VEZ, Urk. 7a/7). Die Staatsanwaltschaft vertrat vor Vorin-

stanz  nebst  dem  Hauptantrag  auf  Festlegung  einer  Ersatzforderung  gegenüber 

dem Beschuldigten B._____ den Eventualstandpunkt, es sei die B'._____ AG zu 

einer  entsprechenden  Ersatzleistung  zu  verpflichten,  während  sie  sich  im  Beru-

fungsverfahren  dem  Standpunkt  der  Vorinstanz  anschloss,  wonach  nicht  die 

B'._____ AG, sondern der Beschuldigte B._____ zu einer Ersatzforderung zu ver-

pflichten sei (Urk. 163 S. 2; Urk. 239 S. 3). 

3.2.

Die Hauptfrage der Festlegung einer Ersatzforderung gegenüber dem Be-

schuldigten B._____ ist vor dem Hintergrund zu beurteilen, dass die Anklagepunkte 

3.2.1. und 3.2.2. bereits verjährt sind (vgl. Art. 70 Abs. 3 StGB; SCHOLL, Kommentar 

KV-KO, N 47 zu Art. 71 StGB) und der Beschuldigte darüber hinaus nunmehr in 

den Anklagepunkten 3.2.3. und 3.2.4. freizusprechen ist, so dass im Grunde ledig-

lich noch der Betrag von Fr. 120'857.45 gemäss Anklagepunkt 3.2.5. als strafbar 

erlangter  Vermögensvorteil  in  Betracht  fällt.  Dieser  Vermögensvorteil  wurde  im 

erstinstanzlichen Urteil indessen ausschliesslich dem Beschuldigten C._____ zu-

geordnet, da aufgrund der Weiterüberweisung der Gelder nur dieser – und nicht 

- 80 -

der Beschuldigte B._____ oder die B._____ AG – von der entsprechenden Summe 

profitiert habe (vgl. Urk. 193 S. 319). Entsprechend wurde der Betrag bei der Be-

rechnung der Ersatzverpflichtung des Beschuldigten C._____ berücksichtigt, wäh-

rend eine Aufrechnung beim Beschuldigten B._____ unterblieb, was insoweit nach-

vollziehbar erscheint (vgl. dazu auch nachstehend Ziffer VII./3.6.).

Diese Überlegungen ändern jedoch nichts daran, dass der gemäss Ankla-

gepunkt 3.2.3. an die damalige B._____ AG deliktisch transferierte Betrag in der 

Gesamthöhe von Fr. 340'000.– im Umfang von Fr. 120'000.– dort verblieb und in 

der  Folge  im  laufenden  Geschäftsbetrieb  dieser  Gesellschaft  verbraucht  wurde 

(vgl. Urk. 42/4/1 S. 11), wobei diesbezüglich allerdings zu Gunsten des Beschul-

digten B._____ davon auszugehen ist, dass dieser nichts über die Herkunft dieses 

Betrages wusste. Die Einziehungs- bzw. Ersatzforderungsproblematik ist demzu-

folge  insofern  im  Lichte  des  gutgläubigen  Erwerbs  deliktischer  Vermögenswerte 

durch Dritte zu beurteilen.

3.3.

Das Gericht verzichtet bei nicht mehr vorhandenen Vermögenswerten ge-

genüber Dritten grundsätzlich auf die Festlegung einer Ersatzforderung des Staa-

tes,  wenn  der  Dritte  den  Vermögenswert  in  Unkenntnis  des  Einziehungsgrundes 

erworben hat und er für den Wert eine gleichwertige Gegenleistung erbracht hat 

bzw. die Ersatzforderung gegenüber ihm eine unverhältnismässige Härte bedeuten 

würde (sog. Drittprivileg; Art. 71 Abs. 1 Teilsatz 2 StGB in Verbindung mit Art. 70 

Abs. 2 StGB). Nicht unter das Drittprivileg fallen nach überwiegender Praxis indes-

sen  Dritte,  welchen  die  deliktischen  Werte  unmittelbar  durch  die  Straftat  zukom-

men, so dass sie als Direktbegünstigte dastehen (Urteile 1B_95/2016 vom 28. April 

2016, E. 2.3.; 6B_80/2011 vom 8. September 2011, E. 4.). 

Der B._____ AG ist der vorliegend inkriminierte Vermögenswert unmittel-

bar  durch  die  strafbare  Handlung  des  Beschuldigten  C._____  zugekommen,  so 

dass sie als Direktbegünstigte erscheint, weshalb vor dem Hintergrund der bundes-

gerichtlichen  Rechtsprechung  bereits  aus  diesem  Grund  fraglich  ist,  inwiefern  in 

diesem Zusammenhang eine Berufung auf das dargelegte Drittprivileg möglich ist. 

Darüber hinaus war der Zugang der fraglichen Gelder aber auch zu keinem Zeit-

punkt mit einer Gegenleistung der B._____ AG und noch weniger mit einer solchen 

- 81 -

des  Beschuldigten  B._____  verknüpft.  Dementsprechend  ist  im  Einklang  mit  der 

Anklage  (vgl.  Urk.  42/4/1  S.  11)  von  einer  unrechtmässigen  Bereicherung  der 

B._____ AG bzw. des Beschuldigten B._____ auszugehen, weshalb das Drittprivi-

leg im vorliegenden Fall definitiv nicht greift. Es ist somit für den deliktischen nicht 

mehr  vorhandenen  Vermögenswert  grundsätzlich  eine  Ersatzforderung  im  Sinne 

von Art. 71 StGB festzulegen.

3.4.

Es verbleibt die Klärung der Frage, welche natürliche oder juristische Per-

son  in  casu  zur  Bezahlung  der  Ersatzforderung  zu  verpflichten  ist.  Fraglos  ist  in 

diesem Zusammenhang davon auszugehen, dass die eigentliche Bereicherung bei 

der B._____ AG angefallen und demgemäss prinzipiell diese entsprechend zu ver-

pflichten ist, zumal juristische Personen diesbezüglich gleichermassen ins  Recht 

gefasst werden können. Eine Ausnahme fällt indessen dann in Betracht, wenn sich 

im Einzelfall ein Durchgriff auf die hinter der Gesellschaft stehende natürliche Per-

son rechtfertigt, welche das Unternehmen derart alleine beherrscht, dass von einer 

wirtschaftlichen Identität auszugehen ist. Gleichgelagert ist die Konstellation, dass 

das fragliche Vermögen gar nie effektiv auf eine andere Person übergegangen ist, 

da es via ein Scheingeschäft (mittels Involvierung eines Strohmannes) übertragen 

wurde  (vgl.  dazu  Urteile  1B_430/2019  vom  26. Mai  2020,  E. 2.2.;  6B_993/2019 

vom 15. Juni 2020, E. 3.3.). 

Der Beschuldigte B._____ war im Zeitpunkt des fraglichen Vermögensan-

falles hundertprozentiger Aktionär der B._____ AG sowie einzelzeichnungsberech-

tigter Geschäftsführer und Präsident des Verwaltungsrates (vgl. Akten VEZ, Urk. 

7a/7). Es kann aufgrund dieser Gegebenheiten ohne Weiteres festgestellt werden, 

dass er das Unternehmen alleine beherrschte und er letztlich auch über sämtlichen 

Profit des Betriebes selbständig bestimmen konnte. Demzufolge kam die aufgrund 

des  Verbrauches  der  deliktischen  Gelder  für  Unternehmenszwecke  eingetretene 

Ersparnisbereicherung im Umfang von Fr. 120'000.– sowohl gewinn- als auch ver-

mögenstechnisch letztlich auch ihm zugute, so dass die Voraussetzungen für einen 

strafrechtlichen  Durchgriff  gegeben  sind  und  direkt  der  Beschuldigte  B._____  zu 

einer Ersatzleistung an den Staat verpflichtet werden kann. Eine Verrechnung die-

ser Gelder mit bestehenden Forderungen der B._____ AG gegenüber der F._____ 

- 82 -

AG wurde im Übrigen vom Beschuldigten nicht dargetan und auch die übrigen Ar-

gumente, welche gegen eine Bereicherung der B._____ AG bzw. des Beschuldig-

ten B._____ sprechen sollen, erscheinen nicht überzeugend, wie dies die Staats-

anwaltschaft  zu  Recht  dargetan  hat  (vgl.  Urk.  163  S.  4).  Wie  sodann  bereits  die 

Vorinstanz festgestellt hat, besteht im Falle des Beschuldigten B._____ kein An-

lass, die Ersatzverpflichtung in Anwendung von Art. 71 Abs. 2 StPO zu reduzieren, 

da er mit Fug als vermögend eingestuft werden kann und in keiner Weise die Ge-

fahr besteht, dass er aufgrund der Bezahlung des Betrages aus dem Geschäftsle-

ben herausgerissen würde (vgl. vorne Ziffer V./2.1.). 

3.5.

Der Umstand, dass der Beschuldigte B._____ sein Unternehmen dann im 

Jahr 2015 an AH._____, AI._____ und AJ._____ verkaufte, welche das Unterneh-

men später in die B'._____ AG umfirmierten (vgl. Urk. 164), ändert an der Verpflich-

tung des Beschuldigten B._____ zur Leistung der Ersatzforderung nichts. Es be-

stehen keine Anhaltspunkte, dass sich der beim Beschuldigten B._____ angefal-

lene  Profit  durch  diese  Transaktion  auf  die  neuen  Eigentümer  verschob,  indem 

diese  im  Wissen  um  die  problematischen  Hintergründe  gewisser  früherer  Unter-

nehmenstransaktionen  eine  Reduktion  des  Aktienkaufpreises  herausgeschlagen 

hätten. Vielmehr ist ihrer Argumentation zu folgen, dass sie in gutem Glauben eine 

angemessene Gegenleistung für ein aus ihrer Sicht unbelastetes Unternehmen be-

zahlten, bei welchem sie keine latenten Verpflichtungen aufgrund unsauberer Ge-

schäfte vermuteten (vgl. Urk. 15/15 Rz. 13; vgl. zum Ganzen auch Akten VEZ, Urk. 

7a/7). Die Ersatzforderung demzufolge der B'._____ AG oder deren Inhabern zu 

überbinden, erwiese sich demnach definitiv als unbillig, auch wenn der Staatsan-

waltschaft insofern beizupflichten ist, dass die konkreten Umstände des nachmali-

gen Konkurses dieser Gesellschaft undurchsichtig erscheinen und der diesbezüg-

liche Hintergrund durchaus auch im vorliegend laufenden Strafverfahren gesehen 

werden könnte (Urk. 163 S. 4 f.).

3.6.

Es ist somit der Beschuldigte B._____ zu verpflichten, dem Staat als Ersatz 

für deliktisches nicht mehr vorhandenes Vermögen den Betrag von Fr. 120'000.– 

zu  bezahlen.  Wenn  die  Staatsanwaltschaft  den  Beschuldigten  B._____  darüber 

hinaus zu einem höheren Betrag von Fr. 239'796.– verpflichten will (vgl. zur ent-

- 83 -

sprechenden Berechnung Urk. 163 S. 2 f.; vgl. ferner Urk. Urk. 239), so ist sie dar-

auf hinzuweisen, dass es entsprechend der jüngsten Rechtsprechung des Bundes-

gerichtes nicht angeht, mehreren Beschuldigten für den gleichen Betrag solidarisch 

eine Ersatzforderung aufzuerlegen (BGE 150 IV 338, E. 2.2.1.; vgl. vorstehend Zif-

fer 2.2.), wie dies insbesondere für den Betrag von Fr. 120'857.45 gemäss Ankla-

gepunkt 3.2.5. zu geschehen hätte, sofern man ihrer Argumentation folgen würde, 

nachdem diesbezüglich ja bereits der Beschuldigte C._____ zu Ersatz verpflichtet 

wurde  (vgl.  vorstehend  Ziffer  3.2.).  Vielmehr  muss  gemäss  besagter  Rechtspre-

chung die auszusprechende Ersatzforderung zwischen den Tatbeteiligten aufgeteilt 

bzw. die Tatsache miteinbezogen werden, dass mehrere Tatbeteiligte ein Anrecht 

auf einen Teil der Beute gehabt haben oder hätten (BGE 150 IV 338, E. 2.3.). Der 

vorliegend zur Diskussion stehende Betrag von Fr. 120'897.45 mag zwar auf dem 

Konto des Beschuldigten B._____ bzw. der B._____ AG eingegangen sein, jedoch 

sanken gleichzeitig auch ihre Aktiven in Form ihrer Forderungen gegenüber dem 

Beschuldigten C._____ für die an dessen Einfamilienhaus geleisteten Arbeiten. Mit-

hin  profitierte  zwar  der  Beschuldigte  B._____  bzw.  die  B._____  AG  insofern,  als 

durch dieses Vorgehen der Beschuldigte C._____ in die Lage versetzt wurde, seine 

mit dem Bau des Schwimmteiches verbundenen Ausstände bei der B._____ AG zu 

begleichen, doch nahmen deren Aktiven insgesamt nicht zu. Vielmehr kam der Ver-

mögensvorteil  letztlich  in  Form  einer  Ersparnisbereicherung  dem  Beschuldigten 

C._____ zu, dessen Passiven direkt vermindert wurden. Weil damit der wirtschaft-

liche  Vorteil,  der  durch  die  unter  Anklagepunkt  3.2.5.  angeklagte  Straftat  erlangt 

wurde, beim Beschuldigten C._____ und nicht beim Beschuldigten B._____ eintrat, 

fällt vor dem Hintergrund des Zwecks von Art. 70 StGB, wonach verhindert werden 

soll, dass ein strafbares Verhalten dem Täter oder einem Dritten einen Gewinn ver-

schafft (BGE 146 IV 201 E. 8.4.3.), eine Vermögenseinziehung beim Beschuldigten 

B._____ ausser Betracht, auch wenn die Ersatzforderung gegenüber dem Beschul-

digten C._____ aufgrund persönlicher Aspekte reduziert wurde (Urk. 239 S. 4 f.). 

Vielmehr hat in einem solchen Fall der Staat zurückzutreten und kann das entspre-

chende Manko nicht von einer Drittperson einfordern. Im Übrigen führen auch die 

Ausführungen  der  Anklägerin  betreffend  die  Unmöglichkeit  einer  Verrechnung 

(Urk. 239 S. 4) nicht zu einem anderen Schluss, nachdem der Verrechnungsbegriff 

- 84 -

im  Rahmen  der  Transaktionen  gemäss  Anklagepunkt  3.2.5.  in  einem  untechni-

schen Sinn verwendet wurde, da es tatsächlich um die Tilgung einer Schuld mittels 

Zahlungen eines Dritten geht.

3.7.

Die F._____ AG hat vorliegend keinen Antrag betreffend die unmittelbare 

Zuweisung der Ersatzforderung zwecks Deckung ihres Schadenersatzanspruches 

gegenüber dem Beschuldigten B._____ gestellt. Eine solche Zuweisung wäre im 

vorliegenden Fall aber auch nicht möglich, da die festgelegte Ersatzforderung mit 

der  Schadenersatzverpflichtung  des  Beschuldigten  gegenüber  der  F._____  AG 

nicht identisch ist.

4.

Beschuldigter A._____

4.1.

Beim  Beschuldigten  A._____  wurde  mit  Verfügungen  der  Staatsanwalt-

schaft II für den Kanton Zürich vom 25. September 2015 und 2. Februar 2016 zu-

nächst das Privatkonto bei der L._____ Regio AD._____ gesperrt und davon her-

nach der Betrag von Fr. 20'000.– beschlagnahmt (Urk. 43/1 + 43/5). Dieser unbe-

strittenermassen legal erwirtschaftete Betrag ist ausgangsgemäss zur Deckung der 

den  Beschuldigten  A._____  treffenden  Verfahrenskosten  zu  verwenden  (vgl. 

Art. 442 Abs. 4 StPO).

Ein allfälliger Restbetrag ist dem Beschuldigten A._____ nach Vollstreck-

barkeit  des  Urteils  herauszugeben.  Eine  Aufrechterhaltung  der  Beschlagnahme 

zwecks späterer Deckung einer Ersatzforderung erweist sich – wie noch zu zeigen 

sein wird (vgl. nachstehend Ziffer 4.3.) – demgegenüber als überflüssig.

4.2. Was die Frage der Festlegung einer Ersatzforderung anbelangt, so hat der 

Beschuldigte A._____ gemäss in  objektiver Hinsicht insoweit unbestrittenem An-

klagepunkt 2.1. vom ihm einbezahlten Geldbetrag in der Höhe von Fr. 84'780.– die 

Teilsumme von Fr. 32'780.– für sich einbehalten, um auf diese Weise eigene For-

derungen gegenüber dem Beschuldigten C._____ zu kompensieren (vgl. Urk. 4/28 

S. 3 f.; Urk. 42/2/1 S. 9; Prot. II S. 82). Allerdings konnte vorliegend in subjektiver 

Hinsicht  nicht  erstellt  werden,  dass  der  Beschuldigte  den  fraglichen  Betrag  bös-

gläubig mit eigenen Forderungen zu Lasten des Beschuldigten C._____ verrech-

- 85 -

nete, indem ihm bereits bei dieser ersten Transaktion bewusst war bzw. hätte sein 

müssen, dass es sich dabei um einen strafbar erlangten Betrag handelte (vgl. vorne 

Ziffer III./3.1.7.). Nichtsdestotrotz handelt es sich objektiv um Gelder, welche auf 

einem  deliktischen  Hintergrund  beruhen  und  als  solche  beim  Beschuldigten 

A._____  verblieben  sind.  Die  Einziehungs-  bzw.  Ersatzforderungsproblematik  ist 

demzufolge auch hier im Lichte des gutgläubigen Erwerbs deliktischer Vermögens-

werte durch Dritte zu beurteilen.

4.3.

Mit Verweis auf die vorstehenden Erwägungen betreffend den Beschuldig-

ten B._____ (vgl. vorstehend Ziffer 3.3.) erscheint auch im vorliegenden Fall frag-

lich, inwiefern sich der Beschuldigte A._____ auf das Drittprivileg im Sinne von Art. 

71 Abs. 1 Teilsatz 2 StGB in Verbindung mit Art. 70 Abs. 2 StGB zu berufen vermag. 

Zwar ist zu seinen Gunsten davon auszugehen, dass er den zur Diskussion ste-

henden Geldbetrag von Fr. 32'780.– in Unkenntnis des deliktischen Einziehungs-

grundes zurückbehalten hat (vgl. vorne III./3.1.7./b), doch ist auch ihm der konta-

minierte Betrag unmittelbar durch die Straftat zugekommen, so dass er grundsätz-

lich als Direktbegünstigter zu gelten hat. Der gutgläubige Erwerb bzw. Rückbehalt 

des Vermögenswertes betreffend die Summe von Fr. 32'780.– ist mithin nicht als 

Ausschlussgrund im Sinne der genannten Bestimmungen zu werten, so dass die 

Einziehung dieses Betrages insofern möglich bleibt. Wenn die Vorinstanz dem Be-

schuldigten unter diesem Titel dann aber noch weitere Fr. 5'000.– entziehen will 

(vgl. Urk. 193 S. 312), so ist sie darauf hinzuweisen, dass sich der entsprechende 

Betrag in der Anklage gegen den Beschuldigten A._____ nirgends finden lässt und 

somit diesbezüglich auch nicht eine ungerechtfertigte Besserstellung eingeklagt ist. 

Selbst  wenn  mithin  davon  auszugehen  wäre,  dass  diese  Gelder  deliktischen  Ur-

sprunges  sind,  verblieben  diesbezüglich  sämtliche  übrigen  Voraussetzungen  für 

eine entsprechende Einziehung unklar, weshalb nicht mehr weiter auf diesen Be-

trag einzugehen ist. Es ist demzufolge gestützt auf Art. 71 StGB von gegebenen 

Grundvoraussetzungen  betreffend  eine  Zahlungsverpflichtung  des  Beschuldigten 

A._____  zu  Gunsten  des  Staates  bzw.  eine  entsprechende  Ersatzforderungsbe-

schlagnahme im Umfang von Fr. 32'780.– auszugehen, wobei indessen im Gegen-

satz zum Beschuldigten B._____ in diesem Fall in Betracht zu ziehen ist, dass der 

Beschuldigte A._____ zufolge früherer Darlehensgewährung (inkl. Zins) an den Be-

- 86 -

schuldigten  C._____  bzw.  einer  früheren  Arbeitsleistung  für  dessen  Garten  eine 

adäquate Gegenleistung für diese Gelder erbracht hat und darüber hinaus im heu-

tigen Zeitpunkt nahezu mittellos ist (vgl. dazu vorne Ziffer V./3.4.), so dass sich die 

Frage stellt, ob die Abschöpfung des besagten Betrages beim Beschuldigten nicht 

eine unverhältnismässige Härte zur Folge hätte. 

4.4.

Das Gericht kann von einer Ersatzforderung ganz oder teilweise absehen, 

wenn diese voraussichtlich uneinbringlich wäre oder die Wiedereingliederung des 

Betroffenen ernstlich behindern würde (Art. 71 Abs. 2 StGB). Die Vorinstanz hat in 

dieser Beziehung festgehalten, dass angesichts der konkreten finanziellen Verhält-

nisse des Beschuldigten A._____ eine Reduktion der Ersatzforderung vorzuneh-

men sei, auch wenn beim Beschuldigten noch weiteres Vermögen habe beschlag-

nahmt werden können, welches nach Deckung der Verfahrenskosten für die Be-

gleichung der Ersatzforderung herangezogen werden könnte (Urk. 193 S. 312). Die 

Staatsanwaltschaft will derweil die gesamten Fr. 32'780.– zum Ausgleich gebracht 

haben, dies mit der Argumentation, dass der Beschuldigte A._____ zumindest frü-

her noch einiges Vermögen gehabt, nun aber sein Vermögen verschenkt habe, um 

das  Urteil  zu  hintertreiben,  und  ihm  im  Übrigen  auch  eine  Ratenzahlung  offen 

stünde (Urk. 241; Prot. II S. 96). Diesbezüglich ist aus heutiger Sicht festzuhalten, 

dass  es  sich  beim  zusätzlich  beschlagnahmten  Betrag  um  die  relativ  moderate 

Summe  von  Fr.  20'000.–  handelt,  welche  mittlerweile  grossteils  für  die  Vollstre-

ckung des Urteils beansprucht wird. Sodann hat sich die finanzielle Lage des Be-

schuldigten seit der vorinstanzlichen Hauptverhandlung eher verschlechtert, zumal 

er  als  mittlerweile  78-jähriger  Rentner  kaum  noch  einem  erquicklichen  Nebener-

werb nachzugehen vermag (vgl. vorne Ziffer V./3.4.). Ferner hat der Beschuldigte 

A._____ die Vermögensabnahme insofern plausibel erklärt, als er ausführte, das 

Geld für nahestehende Personen ausgegeben zu haben, welche Hilfe benötigt hät-

ten  (Prot. II  S. 100  +  104 f.),  weshalb  nicht  von  einer  mutwilligen  Verminderung 

zwecks  Hintertreibung  des  Urteils  auszugehen  ist.  Angesichts  der  weiteren  Um-

stände, dass es im Falle des Beschuldigten A._____ auf dessen Seite zu keiner 

direkten  Bereicherung  gekommen  ist  und  der  Ausschlussgrund  des  Drittprivilegs 

lediglich wegen der (umstrittenen) Direktbegünstigungspraxis nicht zu greifen ver-

mag (vgl. dazu vorstehend Ziffer VII./4.3.), sowie der zusätzlichen Tatsache, dass 

- 87 -

sich der Beschuldigte im Zuge dieses Verfahrens mit erheblichen Honorarforderun-

gen seiner (erbetenen) Verteidigung konfrontiert sieht und nach Abschluss des Pro-

zesses auch noch beträchtliche Schadenersatzforderungen der Privatklägerinnen 

auf ihn zukommen werden, rechtfertigt es sich demzufolge im Rahmen einer Ge-

samtbetrachtung, in casu von der Festlegung einer Ersatzforderung in Anwendung 

von Art. 71 Abs. 2 StGB vollumfänglich abzusehen.

VIII.  Kosten- und Entschädigungsfolgen

1.

Erstinstanzliches Verfahren

1.1.

Die  beschuldigte  Person  trägt  die  Verfahrenskosten,  wenn  sie  verurteilt 

wird (Art. 426 Abs. 1 StPO). Wird das Verfahren (teilweise) eingestellt oder wird die 

beschuldigte Person (teilweise ) freigesprochen, so können ihr die Kosten auferlegt 

werden, wenn sie die Einleitung des Verfahrens rechtswidrig und schuldhaft bewirkt 

hat  (Art.  426  Abs.  2  StPO).  Für  die  Beurteilung  der  Kostenfolgen  nach  Art.  426 

StPO ist der zur Anklage gebrachte Lebenssachverhalt massgebend und nicht die 

Anzahl der in diesem Zusammenhang angeklagten Tatbestände oder deren recht-

liche Würdigung (vgl. Urteil 6B_803/2014 vom 15. Januar 2015, E. 3.5.). Stehen 

die zur Last gelegten Taten in einem engen und direkten Zusammenhang und wa-

ren  somit  alle  Untersuchungshandlungen  hinsichtlich  jedes  Anklagepunktes  not-

wendig, so dürfen dem Beschuldigten sämtliche diesbezüglichen Kosten auferlegt 

werden,  selbst  wenn  er  in  Teilsachverhalten  freigesprochen  wird  (vgl.  Urteil 

6B_794/2024 vom 8. Januar 2025, E. 2.4.2.)

1.2.

Im Falle des Beschuldigten B._____ bleibt es im zweitinstanzlichen Verfah-

ren beim Schuldspruch wegen Gehilfenschaft zum Betrug, wobei infolge der Ver-

jährung bzw. des Freispruches betreffend vier Einzeltaten nunmehr lediglich noch 

eine Tatbegehung im Rahmen des Themenkomplexes F'._____ AG strafbar bleibt. 

Nachdem aber unabhängig vom heutigen Wegfall verschiedener Einzeltaten ohne-

hin der gesamte Lebenssachverhalt rund um die Einzahlungen der F'._____ AG zu 

Gunsten der B._____ AG zu eruieren gewesen wäre und die ersten beiden Tatbe-

gehungen im Zeitpunkt des Untersuchungsabschlusses noch nicht verjährt waren, 

- 88 -

ist  in  casu  nicht  von  einem  teilweise  unnützen  Untersuchungsaufwand  auszuge-

hen, welcher vom Staat zu tragen wäre. Es bleibt damit in zweiter Instanz bei der 

vollständigen Auferlegung der Untersuchungskosten zu Lasten des Beschuldigten 

B._____. Für das erstinstanzliche Hauptverfahren ist jedoch festzuhalten, dass die 

Beurteilung der nunmehr noch verbliebenen Tat deutlich weniger aufwendig gewe-

sen wäre, als wenn man sich mit sämtlichen fünf Einzeltaten des gesamten The-

menkomplexes hätte befassen müssen, so dass für dieses Stadium die Hälfte der 

von der Vorinstanz dem Beschuldigten B._____ auferlegten Kosten (entsprechend 

2/15 der Gesamtkosten) auf die Gerichtskasse zu nehmen ist, ihm also die Kosten 

des vorinstanzlichen Verfahrens nur noch zu 2/15 (statt zu 4/15) aufzuerlegen sind, 

zumal es nicht dem Beschuldigten B._____ angelastet werden kann, dass in dieser 

Phase  zwei  eingeklagte  Tathandlungen  verjährt  sind.  Dementsprechend  ist  dem 

Beschuldigten B._____ für seine anwaltliche Verteidigung im erstinstanzlichen Ver-

fahren  eine  (um  die  Hälfte)  reduzierte  Prozessentschädigung  von  Fr.  18'560.– 

(inkl. MwSt) aus der Gerichtskasse zuzusprechen. 

1.3.

Beim Beschuldigten A._____ resultiert in zweiter Instanz ein Schuldspruch 

wegen Gehilfenschaft zum Betrug, wobei infolge des Freispruches betreffend die 

Transaktionen zum Nachteil der E'._____ AG nunmehr lediglich noch die Tatbege-

hung im Rahmen des Themenkomplexes betreffend das Universitätsspital Zürich 

strafbar bleibt. Nachdem aber auch in seinem Fall unabhängig vom heutigen Weg-

fall  verschiedener  Einzeltaten  ohnehin  der  gesamte  Lebenssachverhalt  rund  um 

die fragwürdigen Transaktionen über sein Privatkonto zu eruieren gewesen wäre, 

zumal der Schuldspruch hinsichtlich der Überweisung seitens des Universitätsspi-

tals Zürich in wesentlicher Hinsicht auch auf seinen früheren Erfahrungen mit den 

Überweisungen der E'._____ AG basiert, ist in casu nicht von einem teilweise un-

nützen  Untersuchungsaufwand  auszugehen,  welcher  vom  Staat  zu  tragen  wäre. 

Es bleibt damit in zweiter Instanz bei der vollständigen Auferlegung der Untersu-

chungskosten  zu  Lasten  des  Beschuldigten  A._____.  Für  das  erstinstanzliche 

Hauptverfahren  ist  jedoch  festzuhalten,  dass  die  Beurteilung  der  nunmehr  noch 

verbliebenen Tat weniger aufwendig gewesen wäre, wenn die Vorinstanz zwar die 

vier  Transaktionen  des  Themenkomplexes  E'._____  AG  in  ihre  Würdigung  hätte 

einfliessen lassen, diesbezüglich aber kein strafbares Verhalten des Beschuldigten 

- 89 -

A._____ hätte prüfen müssen, so dass für dieses Stadium ein Drittel der von der 

Vorinstanz dem Beschuldigten B._____ auferlegten Kosten (entsprechend 1/15 der 

Gesamtkosten)  auf  die  Gerichtskasse  zu  nehmen  ist,  womit  ihm  die  Kosten  des 

vorinstanzlichen Verfahrens nur noch zu 2/15 (statt zu 3/15) aufzuerlegen sind. Für 

seine anwaltliche Verteidigung im erstinstanzlichen Verfahren ist dem Beschuldig-

ten dementsprechend eine zu seinen Gunsten um die Hälfte reduzierte Prozessent-

schädigung von Fr. 10'269.– (inkl. MwSt) aus der Gerichtskasse zuzusprechen.

Im Übrigen ist angesichts des Freispruches von sämtlichen Straftaten zu 

Lasten  der  E'._____  AG  (aktuell:  E._____  AG)  der  Beschuldigte  A._____  nicht 

mehr zur Leistung einer Prozessentschädigung an die Privatklägerin E._____ AG 

zu verpflichten. Mithin ist betreffend den Beschuldigten A._____ die Dispositivzif-

fer 51 des erstinstanzlichen Urteils ersatzlos aufzuheben.

2.

Zweitinstanzliches Verfahren

2.1.

Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens haben die Parteien nach Massgabe 

ihres Obsiegens und Unterliegens zu tragen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Inwiefern eine 

Partei im Sinne dieser Bestimmung obsiegt oder unterliegt, hängt insbesondere da-

von  ab,  in  welchem  Ausmass  ihre  in  zweiter  Instanz  gestellten  Anträge  gut-

geheissen werden (Urteil 6B_1344/2019 vom 11. März 2020, E. 2.2.). Ausnahmen 

von der allgemeinen Kostenregelung gemäss Art. 428 Abs. 1 StPO sind entspre-

chend Art. 428 Abs. 2 StPO für jene Fälle vorgesehen, in denen die Voraussetzung 

für das Obsiegen erst im Rahmen des Weiterzuges geschaffen oder der angefoch-

tene Entscheid in diesem Stadium nur unwesentlich abgeändert wurde.

2.2.

Die Entscheidgebühr für den obergerichtlichen Prozess mit zwei beschul-

digten Personen ist auf insgesamt Fr. 10'000.– zu veranschlagen (Art. 424 Abs. 1 

StPO in Verbindung mit § 16 Abs. 1 und § 14 Abs. 1 lit. b GebV OG).

2.3.

Im konkreten Fall ist zur Kostenverteilung im Berufungsverfahren vorweg 

festzuhalten,  dass  die  Beschuldigten  B._____  und  A._____  die  Kapazitäten  des 

Obergerichtes jeweils etwa zur Hälfte in Anspruch genommen haben. Zwar waren 

beim Beschuldigten A._____ in zweiter Instanz mehr Anklagepunkte zu beurteilen, 

- 90 -

doch gestaltete sich die tatsächliche Beurteilung der einzelnen Vorwürfe aufgrund 

des  einfacheren  Tatmusters  mit  weniger  involvierten  Personen  weniger  komplex 

als jene im Zusammenhang mit dem Beschuldigten B._____. Im Übrigen galt es in 

beiden  Fällen  über  die  gleichen  Nebenpunkte  zu  befinden,  welche  von  den  Be-

schuldigten  und  der  Staatsanwaltschaft  jeweils  in  gleichem  Masse  angefochten 

wurden.

2.4.

2.4.1. Der Beschuldigte B._____ obsiegt in zweiter Instanz im Schuldpunkt be-

züglich zweier zusätzlicher Tathandlungen und vermag dadurch eine massgebliche 

Reduktion  seiner  Geldstrafe  zu  bewirken,  während  die  zu  seinen  Lasten  ausge-

sprochene Ersatzforderung bestehen bleibt. Demgegenüber unterliegt die Staats-

anwaltschaft mit ihrer beschränkten Anschlussberufung. Es rechtfertigt sich mithin 

im Rahmen einer Gesamtbetrachtung, seinen hälftigen Anteil an den Kosten des 

Berufungsverfahrens zu zwei Fünfteln ihm aufzuerlegen und zu drei Fünfteln auf 

die Gerichtskasse zu nehmen.

2.4.2. Der Beschuldigte A._____ dringt vor Obergericht im Schuldpunkt bezüglich 

der vier Transaktionen zu Lasten der E'._____ AG durch und vermag im Übrigen 

nebst einer massgeblichen Strafreduktion namentlich das Absehen von seiner Ver-

pflichtung betreffend die Bezahlung einer Ersatzforderung zu erwirken. Auch hier 

vermag  sich  die  Staatsanwaltschaft  mit  ihrer  Anschlussberufung  betreffend  eine 

Verschärfung des vorinstanzlichen Urteils hinsichtlich der Strafe und der Ersatzfor-

derung  nicht  durchzusetzen.  Aufgrund  dieser  Ausgangslage  erscheint  es  mithin 

gleichermassen gerechtfertigt, den ihn betreffenden Kostenanteil des Berufungs-

verfahrens zu zwei Fünfteln ihm aufzuerlegen und zu drei Fünfteln auf die Gerichts-

kasse zu nehmen.

2.4.3.

In der Gesamtschau sind die Kosten des Berufungsverfahrens mithin zu je 

einem Fünftel den Beschuldigten B._____ und A._____ aufzuerlegen und zu drei 

Fünfteln auf die Gerichtskasse zu nehmen.

2.5.

2.5.1. Die erbetene Verteidigung des Beschuldigten B._____ (Rechtsanwalt lic. 

- 91 -

iur.Y._____) macht für ihre Aufwendungen im Berufungsverfahren den Betrag von 

Fr. 15'592.35 (inkl. MwSt) geltend (Urk. 235). Gestützt auf die Honorarnote – unter 

Kürzung um Fr. 2'400.– infolge des nicht abgehaltenen zweiten Verhandlungstages 

sowie um 1/5 angesichts des Verfahrensausganges – sowie unter Einbezug der für 

das  erstinstanzliche  Verfahren  zu  veranschlagenden  (reduzierten)  Prozessent-

schädigung  in  der  Höhe  von  Fr.  18'560.–  ist  dem  Beschuldigten  B._____  für  die 

anwaltliche Verteidigung im erst- und zweitinstanzlichen Verfahren eine reduzierte 

Prozessentschädigung  von  pauschal  Fr. 29'000.–  (inkl.  MwSt)  aus  der  Gerichts-

kasse zuzusprechen, wobei das Verrechnungsrecht des Staates vorzubehalten ist 

(vgl. Art. 442 Abs. 4 StPO).

2.5.2. Der erbetene Verteidiger des Beschuldigten A._____ (Rechtsanwalt Dr. iur. 

X._____)  stellt  für  seine  Aufwendungen  in  zweiter  Instanz  den  Betrag  von  rund 

Fr. 14'500.– in Rechnung (Urk. 237). Gestützt auf die Honorarnote – unter Hinzu-

rechnung des Aufwandes für die Berufungsverhandlung und Kürzung um 1/5 an-

gesichts des Verfahrensausganges – sowie unter Einbezug der für das erstinstanz-

liche  Verfahren  zu  veranschlagenden  (reduzierten)  Prozessentschädigung  in  der 

Höhe von Fr. 10'269.– ist dem Beschuldigten A._____ für die anwaltliche Verteidi-

gung im erst- und zweitinstanzlichen Verfahren eine reduzierte Prozessentschädi-

gung von pauschal Fr. 24'000.– (inkl. MwSt) aus der Gerichtskasse zuzusprechen, 

wobei das Verrechnungsrecht des Staates vorzubehalten ist (vgl. Art. 442 Abs. 4 

StPO).

Es wird beschlossen:

1.

Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 9. Abtei-

lung, vom 4. Dezember 2023 bzw. dessen Ergänzung vom 26. Januar 2024 

betreffend den Beschuldigten B._____ bezüglich der Dispositivziffern 2 (Ein-

stellung des Verfahrens betreffend die Anklagepunkte 3.2.1. und 3.2.2), 23, 

23.a, 23.b (teilweise Abschreibung bzw. Abweisung der Zivilklage der 

F._____ AG) sowie 53 (Prozessentschädigung der B'._____ AG) in Rechts-

kraft erwachsen ist.

- 92 -

2.

Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.

Es wird erkannt:
(mit berichtigter Fassung von Dispositivziffer 5a)

1.a) Der Beschuldigte A._____ ist schuldig der Gehilfenschaft zum Betrug im 

Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB i.V.m. Art. 25 StGB betreffend den Anklage-

punkt 1.1./1.2.

   b) Der Beschuldigte A._____ wird freigesprochen vom Vorwurf der mehrfachen 

Gehilfenschaft zum Betrug im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB i.V.m. Art. 25 

StGB betreffend die Anklagepunkte 2.1., 2.3., 2.5. und 2.9.

2.a) Der Beschuldigte B._____ ist schuldig der Gehilfenschaft zum Betrug im 

Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB i.V.m. Art. 25 StGB betreffend den Anklage-

punkt 3.2.5.

   b) Der Beschuldigte B._____ wird freigesprochen vom Vorwurf der mehrfachen 

Gehilfenschaft zum Betrug im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB i.V.m. Art. 25 

StGB betreffend die Anklagepunkte 3.2.3. und 3.2.4.

3.a) Der Beschuldigte A._____ wird bestraft mit einer Geldstrafe von 100 Tages-

sätzen zu Fr. 40.–, wovon 1 Tagessatz als durch Untersuchungshaft 

geleistet gilt.

   b) Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre 

festgesetzt.

4.a) Der Beschuldigte B._____ wird bestraft mit einer Geldstrafe von 120 Tages-

sätzen zu Fr. 350.–, wovon 13 Tagesätze als durch Haft geleistet gelten.

   b) Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre 

festgesetzt. 

5.a) Die Privatklägerin E._____ AG wird mit ihrer Schadenersatzforderung ge-

genüber dem Beschuldigten A._____ im Betrag von Fr. 342'900.–, zuzüglich 

- 93 -

5 % Zins auf Fr. 84'780.– seit 17. Dezember 2012, Fr. 81'000.– seit dem 6. 

Februar 2013, auf Fr. 88'020.– seit dem 30. April 2013 und auf Fr. 89'100.– 

seit dem 5. Juni 2013, auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen.

   b) Der Beschuldigte A._____ wird unter solidarischer Haftung mit dem Beschul-

digten C._____ verpflichtet, der Privatklägerin Universitätsspital Zürich einen 

Schadenersatzbetrag von Fr. 173'880.–, zuzüglich 5 % Zins seit dem 19. 

Mai 2014, zu bezahlen.

6.

Der Beschuldigte B._____ wird unter solidarischer Haftung mit dem Beschul-

digten C._____ verpflichtet, der Privatklägerin F._____ AG einen Schaden-

ersatzbetrag von Fr. 120'858.35, zuzüglich 5 % Zins seit dem 12. Juli 2022, 

zu bezahlen.

7.

Die mit Verfügungen der Staatsanwaltschaft II für den Kanton Zürich vom 

25. September 2015 und 2. Februar 2016 beim Beschuldigten A._____ ge-

sperrte bzw. beschlagnahmte Barschaft von Fr. 20'000.– wird zur Deckung 

der ihn treffenden Verfahrenskosten verwendet. Ein allfälliger Restbetrag 

wird dem Beschuldigten A._____ nach Vollstreckbarkeit des Urteils heraus-

gegeben.

8.

Von der Verpflichtung des Beschuldigten A._____ zur Leistung von Ersatz 

für nicht mehr vorhandenen, widerrechtlich erlangten Vermögensvorteil wird 

abgesehen.

9.

Der Beschuldigte B._____ wird verpflichtet, dem Staat als Ersatz für nicht 

mehr vorhandenen, widerrechtlich erlangten Vermögensvorteil den Betrag 

von Fr. 120'000.– zu bezahlen.

10. Das erstinstanzliche Kosten- und Entschädigungsdispositiv wird hinsichtlich 

der Kostenfestsetzung und der Verlegung der Untersuchungskosten (Ziffern 

43 - 44) sowie hinsichtlich der Prozessentschädigung der Privatklägerin 2 

(Ziffer 52) vollumfänglich bestätigt.

- 94 -

Betreffend den Beschuldigten A._____ wird Dispositivziffer 51 des erstin-

stanzlichen Urteils aufgehoben.

11. Die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens, ausgenommen jener der amtli-

chen Verteidigungen, werden dem Beschuldigten C._____ zu 5/15, dem Be-

schuldigten D._____ zu 3/15 und den Beschuldigten A._____ und B._____ 

zu je 2/15 auferlegt. Im Restumfang von 3/15 werden diese Kosten auf die 

Gerichtskasse genommen.

12. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 10'000.–. Allfäl-

lige weitere Kosten bleiben vorbehalten. 

13. Die Kosten des zweitinstanzlichen Verfahrens werden zu je 1/5 den Be-

schuldigten A._____ und B._____ auferlegt und zu 3/5 auf die Gerichts-

kasse genommen. 

14. Dem Beschuldigten A._____ wird für die anwaltliche Verteidigung im erst- 

und zweitinstanzlichen Verfahren eine reduzierte Prozessentschädigung von 

Fr. 24'000.– aus der Gerichtskasse zugesprochen.

Das Verrechnungsrecht des Staates bleibt vorbehalten.

15. Dem Beschuldigten B._____ wird für die anwaltliche Verteidigung im erst- 

und zweitinstanzlichen Verfahren eine reduzierte Prozessentschädigung von 

Fr. 29'000.– aus der Gerichtskasse zugesprochen.

Das Verrechnungsrecht des Staates bleibt vorbehalten.

16. Schriftliche Mitteilung im Dispositiv an









die Verteidigung des Beschuldigten A._____ im Doppel für sich und 
zuhanden des Beschuldigten 

die Verteidigung des Beschudigten B._____ im Doppel für sich und 
zuhanden des Beschuldigten 

die Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich 

den Vertreter der Privatklägerin E._____ AG im Doppel für sich und 
zuhanden der Privatklägerin 

- 95 -





den Vertreter der Privatklägerinnen Baudirektion des Kantons Zürich 
und Universitätsspital Zürich dreifach für sich und zuhanden der Privat-
klägerinnen 

die Privatklägerin F._____ AG z.Hd. AK._____, … [Adresse] 

sowie in vollständiger Ausfertigung an













die Verteidigung des Beschuldigten A._____ im Doppel für sich und 
zuhanden des Beschuldigten 

die Verteidigung des Beschudigten B._____ im Doppel für sich und 
zuhanden des Beschuldigten 

die Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich 

den Vertreter der Privatklägerin E._____ AG im Doppel für sich und 
zuhanden der Privatklägerin

den Vertreter der Privatklägerinnen Baudirektion des Kantons Zürich 
und Universitätsspital Zürich dreifach für sich und zuhanden der Privat-
klägerinnen

die Privatklägerin F._____ AG z.Hd. AK._____, … [Adresse]

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälli-

ger Rechtsmittel an











die Vorinstanz

die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit dem Formular "Löschung 
des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks Löschung 
des DNA-Profils betreffend den Beschuldigten B._____

die Kasse des Bezirksgerichts Zürich gemäss Dispositivziffer 7 (im Dis-
positiv)

das Bundesamt für Justiz, Direktionsbereich internationale Rechtshilfe 
(gemäss Art. 6 des Bundesgesetzes über die Teilung eingezogener 
Vermögenswerte [TEVG]) und die Oberstaatsanwaltschaft sowie das 
Obergericht des Kantons Zürich, Zentrales Inkasso, gemäss Dispositiv-
ziffer 9

die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A.

17. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsa-

chen erhoben werden.

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 

begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der I. strafrechtlichen Abteilung 

- 96 -

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesge-

richtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen.

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichtsge-

setzes.

Obergericht des Kantons Zürich
II. Strafkammer

Zürich, 30. Mai 2025

Die Präsidentin:

Der Gerichtsschreiber:

Oberrichterin lic. iur. Bertschi

Dr. iur. Harisberger

Zur Beachtung:

Der/die Verurteilte wird auf die Folgen der Nichtbewährung während der Probezeit aufmerksam 

gemacht:

Wurde der Vollzug einer Geldstrafe unter Ansetzung einer Probezeit aufgeschoben, muss sie vor-

erst nicht bezahlt werden. Bewährt sich der/die Verurteilte bis zum Ablauf der Probezeit, muss 

er/sie die Geldstrafe definitiv nicht mehr bezahlen (Art. 45 StGB); Analoges gilt für die bedingte 

Freiheitsstrafe.

Eine bedingte Strafe bzw. der bedingte Teil einer Strafe kann im Übrigen vollzogen werden 

(Art. 46 Abs. 1 bzw. Abs. 4 StGB),

-

-

wenn der/die Verurteilte während der Probezeit ein Verbrechen oder Vergehen begeht,

wenn der/die Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet.