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**Case Identifier:** a1adf80a-841c-5b66-903e-74dea7ad3d4b
**Source:** Bern (entscheidsuche) (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-12-23
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 23.12.2025 200 2025 310
**Docket/Reference:** 200 2025 310
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2025-310_2025-12-23.pdf

## Full Text

IV 200 2025 310 
MAK/NUS/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 23. Dezember 2025

Verwaltungsrichterin Mauerhofer, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Isliker, Verwaltungsrichter Furrer
Gerichtsschreiberin Nussbaumer

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern  
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 1. April 2025

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Dezember 2025, IV 200 2025 310

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Sachverhalt:

A.

Die 2007 geborene A.________ (nachfolgend Versicherte bzw. Beschwer-
deführerin) wurde im Juni 2022 von ihren Eltern unter Hinweis auf eine seit 
Geburt vorliegende Autismus-Spektrum-Störung (ASS) bei der Invaliden-
versicherung (IV) zum Leistungsbezug angemeldet (Akten der IV-Stelle 
Bern [IVB bzw. Beschwerdegegnerin; act. II] 1) und bezog im Zusammen-
hang mit ihrem Geburtsgebrechen Ziff. 405 gemäss Anhang der Verord-
nung des Eidgenössischen Departements des Innern (EDI) vom 3. Novem-
ber 2021 über Geburtsgebrechen (GgV-EDI; SR 831.232.211) Leistungen 
der Invalidenversicherung (medizinische Massnahmen [act. II 23], Berufs-
beratungsgespräche und -analysen im Rahmen der Frühintervention 
[act. II 98]). Mit Verfügung vom 10. Februar 2023 (act. II 45) sprach die IVB 
der Versicherten mit Wirkung ab 13. Juni 2021 eine Hilflosenentschädigung 
mittleren Grades zu (vgl. auch act. II 132). Im Januar 2025 meldete sich die 
Versicherte zum Bezug von Hilfsmitteln an und beantragte einen Assistenz-
/Begleithund (act. II 116). Mit Vorbescheid vom 3. Februar 2025 
(act. II 125) stellte die IVB die Ablehnung des Leistungsbegehrens in Aus-
sicht. Auf Einwand hin (act. II 127) verfügte die IVB am 1. April 2025 
(act. II 133) wie angekündigt.

B.

Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, mit Eingabe vom 15. Mai 2025 Beschwerde mit dem Rechts-
begehren um Aufhebung der Verfügung vom 1. April 2025 (act. II 133) und 
Erteilung der Kostengutsprache für einen Mobilitätsassistenzhund als 
Hilfsmittel.

Mit Beschwerdeantwort vom 18. Juni 2025 schloss die Beschwerdegegne-
rin auf Abweisung der Beschwerde.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 i.V.m. Art. 38 Abs. 4 lit. a ATSG) sowie Form (Art. 61 
lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 
23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) ein-
gehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 1. April 2025 
(act. II 133). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf Hilfsmittel in Form 
eines Assistenzhundes.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 Abs. 1 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Gemäss Art. 8 Abs. 1 IVG haben invalide oder von einer Invalidität 
(Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte Anspruch auf Eingliederungsmass-
nahmen, soweit diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit 
oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustel-
len, zu erhalten oder zu verbessern (lit. a) und die Voraussetzungen für den 
Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind (lit. b).

2.2 Zu diesen Massnahmen gehören nach Art. 8 Abs. 3 lit. d i.V.m. 
Art. 21 Abs. 1 IVG im Rahmen einer vom Bundesrat aufzustellenden Liste 
die Hilfsmittel, derer eine versicherte Person für die Ausübung der Erwerbs-
tätigkeit oder der Tätigkeit im Aufgabenbereich, zur Erhaltung oder Verbes-
serung der Erwerbsfähigkeit, für die Schulung, die Aus- und Weiterbildung 
oder zum Zwecke der funktionellen Angewöhnung bedarf. Ferner bestimmt 
Art. 21 Abs. 2 IVG, dass Versicherte, die infolge ihrer Invalidität für die 
Fortbewegung, für die Herstellung des Kontaktes mit der Umwelt oder für 
die Selbstsorge kostspieliger Geräte bedürfen, im Rahmen einer vom Bun-
desrat aufzustellenden Liste ohne Rücksicht auf die Erwerbsfähigkeit An-
spruch auf solche Hilfsmittel haben.

2.3 Die Befugnis zur Aufstellung der Hilfsmittelliste und zum Erlass er-
gänzender Vorschriften im Sinne von Art. 21 Abs. 2 und 4 IVG hat der 
Bundesrat in Art. 14 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invali-
denversicherung (IVV; SR 831.201) an das EDI übertragen, welches die 
Verordnung vom 29. November 1976 des EDI über die Abgabe von Hilfs-
mitteln durch die Invalidenversicherung (HVI; SR 831.232.51) mit an-
hangsweise aufgeführter Hilfsmittelliste erlassen hat. Laut Art. 2 HVI be-
steht im Rahmen der im Anhang aufgeführten Liste Anspruch auf Hilfsmit-
tel, soweit diese für die Fortbewegung, die Herstellung des Kontaktes mit 
der Umwelt oder für die Selbstsorge notwendig sind (Abs. 1); Anspruch auf 
die in dieser Liste mit * bezeichneten Hilfsmittel besteht nur, soweit diese 
für die Ausübung einer Erwerbstätigkeit oder die Tätigkeit im Aufgabenbe-
reich, für die Schulung, die Ausbildung, die funktionelle Angewöhnung oder 
für die bei einzelnen Hilfsmitteln ausdrücklich genannte Tätigkeit notwendig 
sind (Abs. 2).

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2.4 Die Liste der von der Invalidenversicherung abzugebenden Hilfsmit-
tel ist insofern abschliessend, als sie die in Frage kommenden Hilfsmittel-
kategorien aufzählt; dagegen ist innerhalb der einzelnen Kategorien jeweils 
zu prüfen, ob die Aufzählung der einzelnen Hilfsmittel ebenfalls abschlies-
send oder bloss exemplifikatorisch ist. Lässt sich ein Hilfsmittel keiner der 
im HVI-Anhang aufgeführten Kategorien zuordnen, ist es nicht zulässig, 
den Anspruch auf Kostenübernahme durch die Invalidenversicherung direkt 
aus der Zielsetzung des Gesetzes abzuleiten, da damit das dem Bundesrat 
bzw. dem Departement eingeräumte Auswahlermessen durch dasjenige 
der Verwaltung und des Gerichts ersetzt würde (BGE 131 V 9 E. 3.4.2 
S. 14; SVR 2008 IV Nr. 45 S. 152, 8C_127/2007 E. 2.2). 

2.5 Art. 21 IVG beschränkt den Leistungsanspruch ausdrücklich auf 
Hilfsmittel, die in der entsprechenden Liste enthalten sind. Der Gesetzge-
ber hat dem Bundesrat damit die Kompetenz übertragen, in der aufzustel-
lenden Liste aus der Vielzahl zweckmässiger Hilfsmittel eine Auswahl zu 
treffen. Dabei nahm er in Kauf, dass mit einer solchen Aufzählung nicht 
sämtliche sich stellenden Bedürfnisse gedeckt werden. Der Bundesrat oder 
das Departement sind daher durch das Gesetz nicht verpflichtet, sämtliche 
Hilfsmittel, derer ein Invalider zur Eingliederung bedarf, in die Hilfsmittelliste 
aufzunehmen. Vielmehr kann der Verordnungsgeber eine Auswahl treffen 
und die Zahl der Hilfsmittel beschränken; dabei steht ihm ein weiter Gestal-
tungsspielraum zu, da das Gesetz keine weiterführenden Auswahlkriterien 
enthält (vgl. BGE 131 V 9 E. 3.4.2 S. 14). Selbstverständlich ist, dass der 
Bundesrat bzw. das Departement bei der Aufnahme von Hilfsmitteln in die 
Liste nicht willkürlich vorgehen, insbesondere nicht innerlich unbegründete 
Unterscheidungen treffen oder sonst wie unhaltbare, nicht auf ernsthaften 
sachlichen Gründen beruhende Kriterien aufstellen darf (vgl. BGE 105 V 23 
E. 3b S. 27). 

2.6 Eine rechtsungleiche Behandlung liegt dann vor, wenn der Verord-
nungsgeber sich aufdrängende Unterscheidungen unterlässt oder aber 
Unterscheidungen trifft, für die sich ein vernünftiger Grund nicht finden lässt 
(vgl. BGE 126 V 48 E. 3b S. 52). Im Zusammenhang mit der Hilfsmittelliste 
ist dies der Fall, wenn das Departement durch Nichtaufnahme der fragli-
chen Massnahmen sachlich unbegründete Unterscheidungen getroffen 

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oder sonst wie unhaltbare, nicht auf ernsthaften Gründen beruhende Krite-
rien abgestellt hat (BGE 117 V 177 E. 3b S. 182). Dem Diskriminierungs-
verbot zufolge ist eine in der Hilfsmittelliste getroffene Leistungsabgren-
zung, die an Eigenschaften wie Herkunft, Geschlecht, Alter, Behinderung 
und weitere in Art. 8 Abs. 2 der Bundesverfassung (BV; SR 101 [in nicht 
abschliessender Weise]) aufgezählte Kriterien anknüpft, nur zulässig, wenn 
sie mit besonders qualifizierten Gründen gerechtfertigt werden kann (BGE 
131 V 9 E. 3.4.3 S. 15, 126 II 377 E. 6 S. 392, 126 V 70 E. 4c S. 73). 

3.

3.1 Mit Verfügung vom 10. Februar 2023 (act. II 45) wurde der Be-
schwerdeführerin eine Hilflosenentschädigung für Minderjährige wegen 
mittlerer Hilflosigkeit zugesprochen. Die periodische Überprüfung durch die 
Beschwerdegegnerin ergab unveränderte Verhältnisse (vgl. hierzu den 
Abklärungsbericht Hilflosenentschädigung für volljährige Versicherte der IV 
vom 16. Januar 2025 [act. II 115]), weshalb der Beschwerdeführerin ab 
dem 1. Februar 2025 weiterhin eine Hilflosenentschädigung mittleren Gra-
des zugesprochen wurde (act. II 132). Sie ist dabei gleichbleibend in vier 
(An-/Auskleiden, Essen, Körperpflege, Fortbewegung/Pflege gesellschaftli-
cher Kontakte) der sechs alltäglichen Lebensverrichtungen (vgl. dazu BGE 
151 V 1 E. 6.6.2 S. 12) eingeschränkt (act. II 115, 42).

Bei der Beschwerdeführerin sind folgende Diagnosen ausgewiesen (vgl. 
Aktenbeurteilung des Regionalen Ärztlichen Dienstes [RAD] vom 17. Mai 
2023 [act. II 60/2]): 

- Asperger-Autismus (ICD-10 F84.5), 
- Störung von Aufmerksamkeit ohne Hyperaktivität (ICD-10 F98.8), 
- rezidivierende depressive Episoden (ICD-10 F33.1) sowie 
- sekundäre Anorexia nervosa (ICD-10 F50.01). 

Unbestritten ist ferner, dass die Beschwerdeführerin nicht an einer schwe-
ren körperlichen Behinderung leidet. Aus der Anmeldung für Hilfsmittel vom 
16. Januar 2025 (act. II 116/5 Ziff. 5.1) geht jedoch hervor, dass sie seit 
2024 an dissoziativen Krampfanfällen mit Bewusstlosigkeit leidet, wodurch 

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sie auf Begleitung in der Öffentlichkeit angewiesen ist. Dr. med. 
C.________, Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psycho-
therapie, hielt in ihrer Stellungnahme vom 5. Februar 2025 (act. II 127/4 f.) 
fest, aktuell leide die Beschwerdeführerin am stärksten unter einer ausge-
prägten sozialen Phobie, welche es ihr fast immer unmöglich mache, das 
Haus zu verlassen, soziale Kontakte zu pflegen oder auch Arzttermine 
wahrzunehmen. Vor allem im öffentlichen Raum würden Schwächezustän-
de, dissoziative Phänomene, Panikattacken und Wahrnehmungsverände-
rungen auftreten. Diese würden zu einer ohnmachtsähnlichen Symptomatik 
führen, in welcher die Beschwerdeführerin vorübergehend nicht ansprech-
bar sei, allenfalls zu Boden stürze und sich anschliessend in einem psychi-
schen Ausnahmezustand befinde. Sie sei in diesen Situationen stark ge-
fährdet, sei es durch unpassende Reaktionen von Passanten oder durch 
die Folgen eines Sturzes und unbewusster Selbstgefährdung im Verkehr. 
Auch wegen der Angst vor den dissoziativen Krampfanfällen und deren 
Folgen wolle sie das Haus nicht mehr verlassen (act. II 127/2 f.).

3.2 Die Beschwerdegegnerin verneinte in der angefochtenen Verfügung 
vom 1. April 2025 (act. II 133) einen Anspruch auf einen Assistenzhund mit 
der Begründung, dass Blindenführhunde, Mobilitätsassistenzhunde für kör-
perbehinderte Personen (mit schweren funktionellen Einschränkungen) und 
Epilepsiewarnhunde nur bei entsprechender Diagnose abgegeben werden 
könnten. Diese würden bei der Beschwerdeführerin nicht vorliegen, wes-
halb kein Anspruch auf einen der soeben erwähnten Assistenzhunde be-
stehe. Da die Beschwerdeführerin die Altersgrenze für einen Autismusbe-
gleithund (Abgabe zwischen dem vierten und dem neunten Altersjahr) be-
reits überschritten habe, bestehe auch diesbezüglich kein Anspruch. Der 
beantragte Assistenzhund erfülle auch nicht die Funktion eines auf der Lis-
te aufgeführten Hilfsmittels, auf das die Beschwerdeführerin Anspruch ha-
be, weshalb die Austauschbefugnis gemäss Art. 21bis IVG nicht zur Anwen-
dung komme. Ebenso wenig stelle ein Assistenzhund ein medizinisches 
Behandlungsgerät im Sinne der GgV-EDI dar.

Die Beschwerdeführerin argumentiert demgegenüber, infolge ihrer psychi-
schen Erkrankung komme es bei ihr oftmals auch zu körperlichen Sympto-
men (Bewusstseinsverlust, Schwächezustände). Dadurch sei sie in ihrer 

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Mobilität gleichermassen eingeschränkt wie bei einer schweren Körperbe-
hinderung (Beschwerde S. 5 Rz. 16 ff.). Die ausdrückliche Beschränkung 
des Hilfsmittelanspruchs gemäss Ziff. 14.06.1 des Anhangs zur HVI auf 
Versicherte mit schwerer Körperbehinderung bilde eine sachlich nicht zu 
rechtfertigende Unterscheidung zwischen körperlicher und psychischer 
Behinderung, welche durch den Gesetzgeber nicht beabsichtigt sein könne. 
Somit sei das Diskriminierungsverbot gemäss Art. 8 Abs. 2 BV verletzt. 

3.3

3.3.1 Ziff. 14 des HVI-Anhangs regelt die Hilfsmittel für die Selbstsorge 
und enthält eine abschliessende Aufzählung der Hilfsmittelkategorien (Ur-
teil des Bundesgerichts [BGer] 9C_573/2016 vom 20. Februar 2017 
E. 6.3.2; vgl. auch E. 2.4 hiervor). Ziff. 14.06 bildet die Kategorie "Assis-
tenzhunde". Es figurieren dort die "Mobilitätsassistenzhunde für körperbe-
hinderte Personen, ab 16 Jahren" (Ziff. 14.06.1), die "Epilepsiewarnhunde 
für Kinder ab vier Jahren sowie für Erwachsene" (Ziff. 14.06.2) und die "Au-
tismusbegleithunde für Kinder zwischen vier und neun Jahren" 
(Ziff. 14.06.3; vgl. auch S. 79 ff. des Kreisschreibens des Bundesamtes für 
Sozialversicherungen [BSV] über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die 
Invalidenversicherung [nachfolgend KHMI], Stand 1. Januar 2025; zur Be-
deutung von Verwaltungsweisungen vgl. BGE 150 V 1 E. 6.4.2 S. 6, 148 V 
385 E. 5.2 S. 391, 147 V 79 E. 7.3.2 S. 82, 146 V 224 E. 4.4.2 S. 228). 

3.3.2 "Assistenzhunde für körperbehinderte Personen" wurde als 
Ziff. 14.06 per 1. Januar 2010 in den HVI-Anhang aufgenommen. Per 
1. Januar 2024 wurde dieses Hilfsmittel in "Mobilitätsassistenzhund für kör-
perbehinderte Personen ab 16 Jahren" umbenannt und neu unter der 
Ziff. 14.06.1 aufgeführt. Die Voraussetzung einer schweren Körperbehinde-
rung bildet nach dem klaren Wortlaut weiterhin Anspruchsvoraussetzung. 
Der Bericht der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit vom 
31. Januar 2011 (abrufbar unter: <https://www.parlament.ch/centers/kb/
Documents/2009/Kommissionsbericht_SGK-S_09.3380_2011-01-31.pdf>) 
erklärt dazu, Hilfshunde würden für motorisch Behinderte eine wichtige 
Rolle spielen. So könnten sie Gegenstände vom Boden aufheben, ein 
schnurloses Telefon apportieren, Unterstützung bei Tätigkeiten am Schalter 
oder an der Kasse leisten, Türen öffnen und schliessen, Licht ein- und aus-

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schalten oder auch bei Dritten Hilfe holen. Der Grundgedanke besteht so-
mit darin, dass der Mobilitätsassistenzhund die versicherte Person bei der 
Bewältigung von physischen Alltagshindernissen in der Umwelt unterstüt-
zen und dadurch deren eingeschränkte Mobilität ausgleichen soll. Diese 
Unterstützung kann ausschlaggebend dafür sein, dass die versicherte Per-
son in ihrem Zuhause bleiben kann und nicht in ein Heim umziehen muss. 

Dass die Beschwerdeführerin ohne einen Mobilitätsassistenzhund nicht 
selbständig leben könne, wird nicht vorgebracht und ist auch nicht ander-
weitig ersichtlich (vgl. auch Beschwerde S. 5 Rz. 19). Vielmehr macht sie 
eine Einschränkung ihrer Mobilität geltend, indem sie aufgrund ihrer psy-
chischen Beeinträchtigung und damit verbundener körperlicher Symptome 
gefährdet sei, wenn sie nach draussen gehe und sich in der Öffentlichkeit 
bewege (vgl. Beschwerde a.a.O.). Diesen Aspekt der Mobilität hat der Ver-
ordnungsgeber bei der Ausübung seines weiten Ermessens bewusst nicht 
berücksichtigt. Die gezielte Beschränkung des Anspruchs auf Versicherte 
mit schwerer körperlicher Behinderung ergibt sich aus dem Zweck des Mo-
bilitätsassistenzhunds gemäss Ziff. 14.06.1, dieser Gruppe von Versicher-
ten selbständiges Wohnen zu ermöglichen oder zu erleichtern. Die vom 
Verordnungsgeber vorgenommene Leistungsabgrenzung anhand der 
Funktion des Mobilitätsassistenzhundes stützt sich somit auf einen beson-
ders qualifizierten Grund, weshalb sie keine Diskriminierung gemäss Art. 8 
Abs. 2 BV darstellt.

3.3.3 Abgesehen von der Diagnose einer ASS nach Ziff. 405 GgV-EDI 
begründen psychische Störungen (beispielsweise Posttraumatische Belas-
tungsstörung [PTBS] oder andere Angststörungen) keinen Anspruch auf 
Abgabe eines entsprechenden Assistenzhundes. Im vorliegenden Fall soll 
der beantragte Assistenzhund unter anderem vor unmittelbar bevorstehen-
den Dissoziationen warnen. Insofern handelt es sich um eine Art "Anfalls-
warnhund", vergleichbar mit dem in der Hilfsmittelliste aufgeführten Epilep-
siewarnhund. Des Weiteren würde er auch die Funktion eines Autismusbe-
gleithundes übernehmen, indem er z.B. im öffentlichen Verkehr Distanz 
schaffen würde (act. II 127/3). Die Beschwerdeführerin hat die Altersgrenze 
für einen Autismusbegleithund (Abgabe zwischen dem vierten und dem 
neunten Altersjahr) jedoch bereits überschritten.

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Der Autismusbegleithund für Versicherte im Alter zwischen vier und neun 
Jahren wurde per 1. Januar 2024 in die HVI-Liste aufgenommen. Ursprung 
dafür war die Motion 19.4404 "Assistenzhunde auch für kranke Kinder und 
Jugendliche". Aus dem Votum vom 10. März 2020 von Bundesrat Alain 
Berset im Ständerat (abrufbar unter: <https://www.parlament.ch/de/
ratsbetrieb/amtliches-bulletin/amtliches-bulletin-die-verhandlungen?Subject
ld=48689#votum3>) geht hervor, dass in diesem Bereich eine Vielzahl von 
Fragen zu behandeln seien, wobei einige Situationen relativ neu seien, wie 
z.B. Hunde für Minderjährige mit Epilepsie, für Menschen mit Autismus 
oder mit Narkolepsie. Es müsse mit den Experten für Assistenzhunde zu-
sammengearbeitet werden, um die Modalitäten und Bedingungen für die 
Kostenübernahme festzulegen.

Nach Prüfung aller in der Schweiz angebotenen Assistenzhunde hat der 
Verordnungsgeber eine Auswahl getroffen zugunsten des Epilepsiewarn-
hunds für Kinder ab vier Jahren sowie für Erwachsene (Ziff. 14.06.2) und 
des Autismusbegleithundes für Kinder zwischen vier und neun Jahren. Die-
se beiden Arten von Assistenzhunden hat er – zusätzlich zum Mobilitätsas-
sistenzhund für körperbehinderte Personen ab 16 Jahren – in die Hilfsmit-
teliste aufgenommen (vgl. Erläuterungen zu den Änderungen der HVI vom 
14. November 2023 S. 2 zu Ziff. 14.06, abrufbar unter: <htt-
ps://www.newsd.admin.ch/newsd/message/attachments/84196.pdf>), 
während eine Vielzahl von weiteren – überwiegend körperlichen – 
Störungsbildern, für die Anfallswarnhunde angeboten werden, nicht 
berücksichtigt wurden. So figurieren beispielsweise Diabetes-, Narkolepsie-
, Allergie- und Asthmawarnhunde (vgl. etwa <htt-
ps://www.assistenzhundezentrum.ch/ausbildung>, <htt-
ps://www.swisshelpdogs.ch/fachbereiche>) nicht in der Liste der Assistenz-
hunde; ebenso wenig Begleithunde für Personen mit anderen psychischen 
Einschränkungen als Autismus. Die sorgfältige Abwägung des Verord-
nungsgebers unter Bezugnahme auf die zahlreichen Arten von Assistenz-
hunden zeigt, dass die unter Ziff. 14.06 HVI-Anhang aufgeführte Aufzäh-
lung abschliessend zu verstehen ist. Darin ist weder eine Verletzung des 
Gleichheitsgebotes noch eine Verletzung des Diskriminierungsverbotes zu 
erblicken, zumal dem Verordnungsgeber ein erhebliches Ermessen zusteht 
und er nicht sämtliche möglichen und allenfalls dienlichen Hilfsmittel in die 

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Liste aufzunehmen hat (vgl. E. 2.5 hiervor). Die Beschwerdeführerin hat 
somit im Rahmen von Ziff. 14.06 HVI-Anhang keinen Anspruch auf einen 
Assistenzhund, der vor drohenden Dissoziationen warnt.

3.4 Nach dem Dargelegten hat die Beschwerdegegnerin den Anspruch 
auf Kostenübernahme für einen Assistenzhund zu Recht verneint. Die an-
gefochtene Verfügung vom 1. April 2025 (act. II 133) ist damit nicht zu be-
anstanden und die dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen.

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, sind entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführerin zur Bezah-
lung aufzuerlegen und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe 
zu entnehmen.

4.2 Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf eine Par-
teientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g 
ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

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2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Die Kammerpräsidentin: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.