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**Case Identifier:** ea74b515-8add-527f-89cd-27ac2b0387f6
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-20
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Versicherungsgericht 20.03.2025 VBE.2024.342
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_007_VBE-2024-342_2025-03-20.pdf

## Full Text

Versicherungsgericht 

4. Kammer 

 

VBE.2024.342 / lf / bs 
Art. 32 

 

Urteil vom 20. März 2025 
 

 

Besetzung  Oberrichter Roth, Präsident 

Oberrichterin Fischer 

Oberrichter Kathriner 

Gerichtsschreiberin Fricker 

 

 
   

Beschwerde- 

führerin  

 A._____ 

vertreten durch lic. iur. Jürg Walker, Fürsprech und Notar,  

Solothurnerstrasse 101, 4600 Olten 

 

 
   

Beschwerde- 

gegnerin  

 SVA Aargau, IV-Stelle, Bahnhofplatz 3C, Postfach, 5001 Aarau 

 

 
   

Beigeladene   GastroSocial Pensionskasse, Buchserstrasse 1,  

Postfach, 5001 Aarau 1 

 

 
 

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend IVG Renten 

(Verfügung vom 17. Mai 2024) 
 

  

 - 2 - 

 

 

   

Das Versicherungsgericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

Die 1969 geborene Beschwerdeführerin meldete sich – nachdem ihr ab 

dem 1. Juli 2002 eine halbe Rente sowie ab dem 1. Januar 2004 bis am 

30. November 2013 eine Dreiviertelsrente zugesprochen worden war 

(Rentenzusprache mit Einspracheentscheid vom 26. Oktober 2005; 

Rentenaufhebung mit Verfügung vom 11. Januar 2017, bestätigt mit Urteil 

des Versicherungsgerichts VBE.2017.150 vom 5. September 2017) – 

aufgrund der gesundheitlichen Folgen eines Unfalles (Unfallereignis vom 

14. November 2021) am 20. Juni 2022 bei der Beschwerdegegnerin zum 

Bezug von Leistungen (berufliche Integration/Rente) der Eidgenössischen 

Invalidenversicherung (IV) an. Die Beschwerdegegnerin tätigte daraufhin 

erwerbliche, persönliche und medizinische Abklärungen und nahm in deren 

Rahmen Rücksprache mit dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD). Nach 

durchgeführtem Vorbescheidverfahren und erneuter Rücksprache mit dem 

RAD sprach die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin mit 

Verfügung vom 17. Mai 2024 eine vom 1. Februar bis am 31. März 2023 

befristete ganze Rente zu. 

 

2. 

2.1. 

Gegen die Verfügung vom 17. Mai 2024 erhob die Beschwerdeführerin mit 

Eingabe vom 19. Juni 2024 fristgerecht Beschwerde und stellte folgende 

Rechtsbegehren: 

 

"1. Die Verfügung der IV-Stelle vom 17. Mai 2024 sei aufzuheben. 
 
2. Die ganze Invalidenrente der Beschwerdeführerin sei nicht zu befristen. 
 
3. Eventuell sei die ganze Invalidenrente der Beschwerdeführerin bis am 

30. Juni 2023 zu befristen. 
 
4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge." 

 

2.2. 

Mit Vernehmlassung vom 9. September 2024 beantragte die Beschwerde-

gegnerin unter Beilage ihrer Akten, welche unter anderem eine nach Erlass 

der angefochtenen Verfügung eingeholte RAD-Stellungnahme enthalten, 

die Abweisung der Beschwerde. 

 

2.3. 

Mit instruktionsrichterlicher Verfügung vom 12. September 2024 wurde die 

berufliche Vorsorgeeinrichtung der Beschwerdeführerin im Verfahren bei-

geladen und ihr Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben. Mit Eingabe vom 

18. September 2024 reichte diese eine Stellungnahme ein. 

 

 - 3 - 

 

 

2.4. 

Mit Replik vom 16. Oktober 2024 hielt die Beschwerdeführerin an den ge-

stellten Anträgen fest. 

 

 
   

Das Versicherungsgericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin der Beschwerdefüh-

rerin mit Verfügung vom 17. Mai 2024 (Vernehmlassungsbeilage [VB] 222) 

zu Recht (nur) eine vom 1. Februar bis am 31. März 2023 befristete ganze 

Rente zugesprochen hat. 

 

2. 

Ist der Rentenanspruch einmal entstanden, richtet sich der Übergang auf 

eine Invalidenrente höheren Grades nicht mehr nach Art. 28 Abs. 1 lit. b 

i.V.m. Art. 29 Abs. 1 IVG, sondern nach den revisionsrechtlichen Bestim-

mungen von Art. 17 ATSG sowie Art. 88a und Art. 88bis IVV. Das gilt auch 

bei der (rückwirkend erfolgten) abgestuften und/oder befristeten Rentenzu-

sprache, wobei hier Art. 88bis IVV nicht anwendbar ist (MEYER/REICHMUTH, 

Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bun-

desgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], 4. Aufl. 2022, N. 9 zu 

Art. 29 IVG mit Hinweis auf BGE 109 V 125; vgl. auch BGE 121 V 264 

E. 6b/dd S. 275). 

 

Gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG wird die Rente von Amtes wegen oder auf 

Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-

hoben, wenn sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 

Rentenbezügers um mindestens fünf Prozentpunkte ändert (Art. 17 Abs. 1 

lit. a ATSG). Anlass zur Revision einer Invalidenrente im Sinne von 

Art. 17 Abs. 1 ATSG gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen 

Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Renten-

anspruch zu beeinflussen (BGE 134 V 131 E. 3 mit Hinweisen). 

 

3. 

3.1. 

In der angefochtenen Verfügung vom 17. Mai 2024 (VB 222) stützte sich 

die Beschwerdegegnerin in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf die 

Aktenbeurteilungen des RAD-Arztes Dr. med. B._____, Facharzt für Ortho-

pädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom  

5. August 2023 (VB 205) und 15. März 2024 (VB 219). 

 

3.1.1. 

In seiner Aktenbeurteilung vom 5. August 2023 führte Dr. med. B._____ 

aus, die arthroskopische Tenotomie der langen Bicepssehne mit Refixation 

der Supraspinatussehne vom 13. Dezember 2023, die altersassoziierten 

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degenerativen Veränderungen der HWS ohne jedwede neurologische Pa-

thologie und die diskreten elektroneurographischen Hinweise auf ein Car-

paltunnel-Syndrom rechts seien hinreichend dokumentiert. Die am 25. Mai 

2022 im MRI des linken Kniegelenkes beschriebene bifokale Chondropa-

thie dorsal im medialen und gering ventral im lateralen Condylus seien bei 

intaktem Innenmeniscus, ohne Kniebinnenläsion und insbesondere ohne 

dokumentierte Funktionsdefizite als strukturelle Phänomene ohne funktio-

nelle Signifikanz zu klassifizieren und hätten den Behandler bislang zu kei-

ner an den Ursachen ansetzenden Therapie gedrängt. Die angestammte, 

körperlich schwere Arbeit sei der Beschwerdeführerin dauerhaft nicht mehr 

zumutbar. Hinsichtlich Verlaufs und Beginns dieser Arbeitsunfähigkeit sei 

den Angaben der Taggeldversicherung zu folgen. In einer angepassten Tä-

tigkeit habe mit Ablauf des Wartejahres per 15. Februar 2023 noch bis am 

20. März 2023 (Befundbericht drei Monate nach der Schulter-Operation 

rechts) eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden und anschliessend bis 

aktuell bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Eine angepasste Tätigkeit 

sei körperlich leicht, das heisse ohne Heben von Lasten über zehn Kilo-

gramm, insbesondere auch rückenschonend, wechselbelastend, ohne Ar-

beiten mit den Armen oberhalb des Schulter-Niveaus, ohne allzu grosse 

mechanische Belastung und ohne hohe Anforderungen an die Feinmotorik 

der rechten Hand (VB 205 S. 3). 

 

3.1.2. 

Am 15. März 2024 führte der RAD-Arzt Dr. med. B._____ aus, weder das 

Einwandschreiben vom 15. Februar 2024 noch die nachgereichten Schrei-

ben vermöchten seine Beurteilung vom 5. August 2023 (vgl. E. 3.1.1. hier-

vor) zu beeinflussen. Im Einwandschreiben vom 15. Februar 2024 würden 

keine wichtigen, über die rein subjektive und insbesondere nichtmedizini-

sche Interpretation hinausreichenden Aspekte erwähnt, die eine wesentli-

che Abwärtsentwicklung des Gesundheitszustandes belegen könnten. Das 

Hinzutreten einer neuen Diagnose oder Pseudo-, Verdachts- und Differen-

zialdiagnose stelle keine Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse dar. 

Es sei ein unumstösslicher Fakt, dass mit einer erheblich längeren und um-

fassenderen Liste mit den aktuellen Diagnosen eher dem Zeilenhonorar der 

Tarmed- Position 00.2295 Rechnung getragen werde und damit grundsätz-

lich keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit plausibilisiert werden könne. 

Massgeblich sei einzig, ob bzw. in welchem Ausmass den medizinischen 

Akten eine Beeinträchtigung der Arbeits- bzw. Erwerbsfähigkeit entnom-

men werden könne. Eine solche lasse sich in den Mitteilungen, welchen 

jedwede verifizierte Pathologie oder ebensolche Funktionsdefizite abgehen 

würden, nicht erkennen. Dr. med. C._____, Facharzt für Allgemeine Innere 

Medizin, habe am 28. Dezember 2023 ebenfalls auf die Übermittlung von 

Befunden verzichtet, weshalb aus den zuvor genannten Gründen eine 

100%ige Arbeitsunfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten nicht nachzuvollzie-

hen sei. Dr. phil. D._____ recycliere am 19. Februar 2024 die von der Be-

schwerdeführerin prägnant unverbindlich geschilderten Missempfin-

 - 5 - 

 

 

dungen. Mit Anhaltspunkten für eine Mischung von chronisch primären mit 

chronisch posttraumatischen Schmerzen oder für eine rezidivierende de-

pressive Störung lasse sich keine fachärztlich psychiatrische Diagnostik er-

kennen. Mit den vorliegenden medizinischen Beurteilungen könne ohne 

jede Befundübermittlung weder partiell noch gesamthaft eine Veränderung 

der Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit glaubhaft gemacht werden. Weitere 

medizinische Abklärungen seien nicht angezeigt (VB 219 S. 2 f.). 

 

3.2. 

3.2.1. 

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob die-

ser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 

beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 

Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medi-

zinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situ-

ation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet 

sind (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232; 125 V 351 E. 3a S. 352). 

 

3.2.2. 

Auch wenn die Rechtsprechung den Berichten versicherungsinterner me-

dizinischer Fachpersonen stets Beweiswert zuerkannt hat, kommt ihnen 

praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft wie einem gerichtlichen oder im 

Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger in Auftrag gegebe-

nen Gutachten zu (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352 ff.; 122 V 157 E. 1c 

S. 160 ff.). Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und 

Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind 

ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 469 f. 

und 122 V 157 E. 1d S. 162 f.). 

 

3.2.3. 

Beweistauglich kann auch eine reine Aktenbeurteilung sein, wenn es im 

Wesentlichen um die Beurteilung eines feststehenden medizinischen 

Sachverhalts geht und sich neue Untersuchungen erübrigen. Dies ist ins-

besondere der Fall, wenn genügend Unterlagen aufgrund anderer persön-

licher Untersuchungen vorliegen, die ein vollständiges Bild über Anam-

nese, Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben. Der medizinische Sach-

verständige muss sich insgesamt aufgrund der vorhandenen Unterlagen 

ein lückenloses Bild machen können (Urteile des Bundesgerichts 

8C_46/2019 vom 10. Mai 2019 E. 3.2.1; 8C_641/2011 vom 22. Dezember 

2011 E. 3.2.2 mit Hinweisen). 

 

4. 

4.1. 

Die Beschwerdeführerin bringt im Wesentlichen vor, die Beschwerdegeg-

nerin habe sich bei der Beurteilung der verbleibenden Arbeitsfähigkeit auf 

den Unfall vom 14. November 2021 und dessen Folgen beschränkt. Dabei 

 - 6 - 

 

 

werde völlig übersehen, dass die Beschwerdeführerin schon vorher einge-

schränkt gewesen sei. Im Urteil VBE.2017.150 vom 5. September 2017 

(VB 160) habe das Versicherungsgericht offengelassen, ob auf das Gut-

achten der Medizinisches Gutachtenzentrum Region St. Gallen GmbH 

(MGSG) vom 14. April 2016 (VB 141.1) und die darin festgehaltene Arbeits-

unfähigkeit von 30 % umfassend abgestellt werden könne, weil dies rein 

rechnerisch bloss zu einem Invaliditätsgrad von 37 % geführt hätte. Zwi-

schen der MGSG-Begutachtung und dem Unfall vom 14. November 2021 

seien fünfeinhalb Jahre vergangen. Da sich Gesundheitsschäden mit der 

Zeit eher verschlechtern würden, müsse davon ausgegangen werden, dass 

der IV-Grad sich im Verlauf dieser Zeit erhöht habe und folglich am  

14. November 2021 auch ohne den Unfall bei über 40 % gelegen haben 

dürfte (vgl. Beschwerde S. 5, 7, 10, 14; Replik S. 1 ff.). Die Beschwerde-

gegnerin habe es unterlassen, eine umfassende Begutachtung vorzuneh-

men und habe vielmehr auf die Akten des Unfallversicherers abgestellt. Sie 

müsse aber alle Gesundheitsschäden in einer Gesamtschau berücksichti-

gen, also auch die vorbestehenden krankheitsbedingten und jegliche psy-

chische Überlagerung der Unfallfolgen (vgl. Beschwerde S. 6, 9; Replik 

S. 1 f.). Zudem bestehe eine Knieproblematik, mit der sich der RAD nicht 

genügend befasst habe (vgl. Beschwerde S. 6; Replik S. 2). Im Rahmen 

einer umfassenden Begutachtung müsse festgelegt werden, welchen Ein-

fluss auf die Arbeitsfähigkeit alle diese Gesundheitsschäden in ihrer Ge-

samtheit hätten (vgl. Beschwerde S. 7 f.). Auch die Vielzahl der Diagnosen 

zeige, dass eine umfassende Begutachtung notwendig sei, bei der die 

Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Diagnosen berücksichtigt wer-

den müsste (vgl. Beschwerde S. 10). Der RAD-Arzt betrachte die medizini-

schen Berichte einzeln und nehme keine Gesamtschau vor (vgl. Replik 

S. 2).  

 

Zudem gehe es entgegen den Ausführungen des RAD-Arztes vorliegend 

nicht darum, ob eine erhebliche Verschlechterung seit der Begutachtung 

durch die MGSG im Jahr 2016 eingetreten sei. Die zugesprochene Invali-

denrente dürfte nur dann eingestellt werden, wenn die verbleibenden Ge-

sundheitsschäden zu einem Invaliditätsgrad von unter 40 % führen würden 

(vgl. Beschwerde S. 8, 12 ff.; Replik S. 2 f.). 

 

4.2. 

Es ist der Beschwerdeführerin insofern zuzustimmen, als dass mit der un-

umstrittenen 100%igen Arbeitsunfähigkeit in jeglicher Tätigkeit ab dem 

16. Februar 2022 (vgl. E. 3.1.1. hiervor) eine wesentliche Veränderung ih-

res Gesundheitszustandes seit der letzten rechtskräftigen Verfügung (Ren-

tenaufhebung mit Verfügung vom 11. Januar 2017 [VB 155], bestätigt mit 

Urteil des Versicherungsgerichts VBE.2017.150 vom 5. September 2017 

ab [VB 160]) ausgewiesen ist. Vorliegend geht es daher um die Frage, ob 

sich ihr Gesundheitszustand erneut wesentlich verändert hat, so dass die 

von der Beschwerdegegnerin verfügte Befristung der Rente zu Recht 

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erfolgte (vgl. E. 2 hiervor). Entgegen der Beschwerdeführerin (vgl. Be-

schwerde S. 8, 12 ff.; Replik S. 2 f.) sind die RAD-Stellungnahmen von 

Dr. med. B._____ jedoch nicht dahingehend zu verstehen, dass er sich zu 

einer Veränderung des Gesundheitszustandes seit dem MGSG-Gutachten 

vom 14. April 2016 (VB 141.1) geäussert hat. Dr. med. B._____ hat viel-

mehr in seinen Stellungnahmen vom 15. März 2024 (vgl. E. 3.1.2. hiervor), 

5. Juni 2024 (VB 226) und 5. September 2024 (VB 230) jeweils festgehal-

ten, dass keine Veränderung seit seiner Beurteilung vom 5. August 2023 

(vgl. E. 3.1.1. hiervor) eingetreten ist. 

 

Die Beurteilungen von RAD-Arzt Dr. med. B._____ (vgl. E. 3.1. hiervor) 

sind in sich schlüssig und plausibel begründet. Die Akten, auf die er sich 

stützte, beruhen (auch) auf mehreren persönlichen klinischen sowie bild-

gebenden Untersuchungen und ergeben ein vollständiges Bild betreffend 

den vorliegend relevanten medizinischen Sachverhalt (vgl. E. 3.2.3. hier-

vor). Dr. med. B._____ kam in Kenntnis und Würdigung der medizinischen 

Vorberichte, der angegebenen Beschwerden und der bildgebenden Be-

funde zur nachvollziehbar begründeten Schlussfolgerung, dass die Be-

schwerdeführerin in einer angepassten Tätigkeit seit dem 20. März 2023 

zu 100 % arbeitsfähig sei (vgl. E. 3.1.1. hiervor). Zu den im Zeitpunkt des 

Erlasses der angefochtenen Verfügung noch nicht im Dossier der Be-

schwerdeführerin befindlichen Akten (vgl. Beschwerde S. 4 f., 11) nahm 

Dr. med. B._____ sodann in seiner Aktennotiz vom 5. Juni 2024 Stellung 

und hielt fest, die nachgereichten Schreiben seien von ihm sorgfältig und 

gründlich auf ihre formelle und inhaltliche Qualität überprüft worden. In die-

sen würden keine wichtigen Erkenntnisse benannt, die von ihm übersehen, 

unberücksichtigt oder ungewürdigt geblieben wären, noch würden bedeut-

same neue und bislang unerkannte, von äusseren Faktoren befreite Funk-

tionsdefizite mitgeteilt. Es sei weiterhin auf die vorgängige Einschätzung 

abzustellen (VB 226). Auch die im Rahmen des Beschwerdeverfahrens 

nachgereichten Berichte wurden von Dr. med. B._____ in dessen Stellung-

nahme vom 5. September 2024 gewürdigt. Dr. med. B._____ führte dies-

bezüglich aus, auch diese Berichte seien von ihm sorgfältig und gründlich 

auf ihre formelle und inhaltliche Qualität überprüft worden. Massgeblich für 

die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit seien ausschliesslich körperliche 

Funktionsbeeinträchtigungen, die mit einem fachbezogen objektivierbaren 

pathologischen Befund verknüpft werden könnten. Solche hätten in keinem 

der nachgereichten Berichte dokumentiert werden können, eine Ver-

schlechterung des Gesundheitszustandes sei nicht eingetreten und werde 

von ärztlicher Seite auch nicht behauptet. Es gebe keinen Zweifel an der 

bisherigen Beurteilung (VB 230). Es ist insgesamt von keiner mangelnden 

Auseinandersetzung mit den in den Berichten der behandelnden Ärzte do-

kumentierten verschiedenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch 

Dr. med. B._____ auszugehen, sondern von einer Gesamtwürdigung des 

Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin, in der auch die Wechsel-

wirkungen der einzelnen Diagnosen Beachtung fanden. Diesbezüglich gilt 

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jedoch auch zu beachten, dass zwischen einer Diagnose und der Arbeits-

fähigkeit keine Korrelation besteht (vgl. statt vieler BGE 143 V 409 E. 4.2.1 

S. 413 und 140 V 193 E. 3.1 S. 195) und daher für die Beurteilung einer 

allfälligen Invalidität nicht die Diagnosen, sondern die Auswirkungen einer 

Erkrankung auf die Arbeitsfähigkeit massgebend sind (vgl. Urteil des Bun-

desgerichts 8C_465/2019 vom 12. November 2019 E. 6.2.3). Damit kann 

entgegen der Beschwerdeführerin auch von einer langen Diagnoseliste 

nicht auf eine quantitative Arbeitsunfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit 

geschlossen werden. 

 

Des Weiteren ist festzuhalten, dass im MGSG-Gutachten vom 14. April 

2016 aus somatischer Sicht eine vollständige Arbeitsfähigkeit der Be-

schwerdeführerin in angepasster Tätigkeit attestiert worden war (VB 141.1 

S. 12, 39) und ausschliesslich aus psychiatrischer Sicht aufgrund der Diag-

nose "Angst und depressive Störung gemischt, ICD-Nr. F41.2" (VB 141.1 

S. 26) eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit von 

30 % bei ganztätiger Präsenz festgehalten worden war (VB 141.1 

S. 33, 44). Das Versicherungsgericht hielt in seinem Urteil VBE.2017.150 

vom 5. September 2017 dazu fest, dass dem MGSG-Gutachten Beweis-

wert zukomme, in rechtlicher Hinsicht jedoch von der aufgrund der diag-

nostizierten Angst- und depressiven Störung attestierten 30%igen Er-

werbsunfähigkeit abzuweichen sei (vgl. VBE.2017.150 vom 5. September 

2017 E. 5.3.1.; VB 160 S. 11). Weiter führte das Versicherungsgericht aus, 

dass die beiden vorliegenden Gutachten der Academy of Swiss Insurance 

Medicine, Basel (asim), vom 29. Juli 2013 (VB 70.1) und der MGSG vom 

14. April 2016 (VB 141.1) beweiswertig seien und demnach feststehe, dass 

die Beschwerdeführerin zum Zeitpunkt des ersten Gutachtens am 29. Juli 

2013 und – wie vom Gutachten des MGSG beweiswertig festgehalten – 

seit dem 1. Januar 2015 jeweils zu 100 % erwerbsfähig war (vgl. 

VBE.2017.150 vom 5. September 2017 E. 5.4.; VB 160 S. 12). Selbst aus 

der vom Versicherungsgericht zugunsten der Beschwerdeführerin trotzdem 

noch angeführten, in einem Invaliditätsgrad von (maximal) 37 % resultie-

renden Berechnung (vgl. VBE.2017.150 vom 5. September 2017 E. 6.2.; 

VB 160 S. 14) kann die Beschwerdeführerin nichts zu ihren Gunsten ablei-

ten, da diese auf der aus psychiatrischer Sicht attestierten – aus invaliden-

versicherungsrechtlicher Sicht jedoch gemäss vorangehenden Ausführun-

gen ohnehin nicht zu beachtenden – 30%igen Einschränkung der Arbeits-

fähigkeit in einer angepassten Tätigkeit beruhte und vorliegend keine be-

gründeten, fachärztlichen Hinweise für das Vorliegen einer invalidenversi-

cherungsrechtlich relevanten psychischen Gesundheitsbeeinträchtigung 

bestehen. Im Bericht der Psychiatrischen Dienste E._____ vom 19. Feb-

ruar 2024 hielt Oberpsychologe Dr. phil. D._____ unter "Diagnosen" nebst 

verschiedenen somatischen Gesundheitsstörungen lediglich "Anhalts-

punkte für eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichtgra-

dige Episode" fest (VB 217 S. 9). Nachdem die Beschwerdeführerin den 

Folgetermin versäumt hatte (VB 217 S. 9), wurde die Behandlung bei den 

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Psychiatrischen Diensten E._____ abgeschlossen (VB 217 S. 10). Es er-

übrigt sich damit, darauf einzugehen, dass Dr. phil. D._____ kein Facharzt 

für Psychiatrie und Psychotherapie ist (vgl. zur Relevanz eines Facharztti-

tels Urteile des Bundesgerichts 8C_767/2019 vom 19. Mai 2020 E. 3.3.2; 

8C_695/2019 vom 18. Dezember 2019 E. 4.3; 8C_584/2018 vom 13. No-

vember 2018 E. 4.1.1.2). 

 

Soweit sich die Beschwerdeführerin und insbesondere der sie behan-

delnde Hausarzt Dr. med. C._____, Facharzt für Allgemeine Innere Medi-

zin, zur Begründung der aus ihrer Sicht höhergradigen bzw. 100%igen Ar-

beitsunfähigkeit für jegliche Tätigkeit (VB 211 S. 2; vgl. Beschwerde S. 5, 

7, 10, 14; Replik S. 1 ff.) im Wesentlichen auf die Schmerz- beziehungs-

weise Beschwerdeangaben der Beschwerdeführerin stützen, ist schliess-

lich festzuhalten, dass die subjektiven Schmerzangaben der versicherten 

Person für die Begründung einer Arbeitsunfähigkeit allein nicht genügen. 

Vielmehr muss im Rahmen der sozialversicherungsrechtlichen Leistungs-

prüfung verlangt werden, dass die Schmerzangaben durch damit korrelie-

rende, fachärztlich schlüssig feststellbare Befunde hinreichend erklärbar 

sind. Dabei müssen die Schmerzangaben zuverlässiger medizinischer 

Feststellung und Überprüfung zugänglich sein (vgl. Urteil des Bundesge-

richts 8C_152/2024 vom 15. Januar 2025 E. 5.2.3 mit Hinweis auf BGE 143 

V 124 E. 2.2.2). Das subjektive Empfinden der versicherten Person, insbe-

sondere wenn es sich nicht mit der Auffassung der medizinischen Fach-

leute deckt, kann für sich allein nicht massgebend sein. Es ist aber eine 

wichtige Aufgabe des ärztlichen Sachverständigen, sich mit den geklagten 

subjektiven Beschwerden der Explorandin auseinanderzusetzen 

(MEYER/REICHMUTH, a.a.O., N. 236 zu Art. 28a IVG mit Hinweis). Diesen 

Vorgaben kam der RAD-Arzt Dr. med. B._____ umfassend nach und führte 

schlüssig sowie plausibel begründet aus, dass drei Monate nach der Schul-

ter-Operation wieder eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätig-

keit bestehe (vgl. E. 3.1.1. hiervor) und die von Dr. med. C._____ attestierte 

100%ige Arbeitsunfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten nicht nachzuvollzie-

hen sei (vgl. E. 3.1.2. hiervor). Zudem ist der Erfahrungstatsache Rechnung 

zu tragen, dass behandelnde Ärztinnen und Ärzte nicht nur in der Funktion 

als Hausärzte (BGE 135 V 465 E. 4.5; 125 V 351 E. 3a/cc), sondern auch 

als spezialärztlich behandelnde Medizinalpersonen sowie auch behan-

delnde Therapiekräfte im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauens-

stellung in Zweifelsfällen mitunter eher zugunsten ihrer Patientinnen und 

Patienten aussagen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_515/2020 vom 

14. Oktober 2020 E. 4.2.3 mit Hinweisen).  

 

Insgesamt wird eine gesundheitliche Beeinträchtigung der Beschwerdefüh-

rerin damit nicht in Abrede gestellt, diese vermag jedoch, wie dargelegt, die 

von ihr subjektiv empfundene hohe Arbeitsunfähigkeit auch in angepasster 

Tätigkeit nicht zu begründen. 

 

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4.3. 

Zusammenfassend ergeben sich weder aus den Ausführungen der Be-

schwerdeführerin noch den medizinischen Akten Hinweise, welche auch 

nur geringe Zweifel an der Schlüssigkeit und Vollständigkeit der Beurteilun-

gen des RAD-Arztes Dr. med. B._____ (vgl. E. 3.1. hiervor) erwecken 

könnten (vgl. E. 3.2.2. hiervor). Die besagten Beurteilungen erfüllen dem-

nach die Anforderungen der Rechtsprechung an beweiskräftige medizini-

sche Stellungnahmen (vgl. E. 3.2.1. hiervor). Der anspruchsrelevante me-

dizinische Sachverhalt erweist sich vor diesem Hintergrund als vollständig 

abgeklärt. Auf weitere Abklärungen ist in antizipierter Beweiswürdigung zu 

verzichten, da von solchen keine weiteren relevanten Erkenntnisse zu er-

warten sind (BGE 127 V 491 E. 1b S. 494 mit Hinweisen) und entgegen der 

Beschwerdeführerin auch keine Verletzung der Untersuchungspflicht durch 

die Beschwerdegegnerin ersichtlich ist. 

 

Gestützt auf die RAD-Beurteilungen von Dr. med. B._____ ist damit bezüg-

lich der zuletzt ausgeübten Tätigkeit seit dem 16. Februar 2022 von einer 

100%igen Arbeitsunfähigkeit und betreffend eine angepasste Tätigkeit ab 

Ablauf des Wartejahres per 15. Februar 2023 bis am 20. März 2023 eben-

falls von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit und anschliessend von einer 

100%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen (vgl. VB 170 S. 2; 205 S. 3). Ab 

März 2023 ist damit eine revisionsrechtlich relevante Veränderung des Ge-

sundheitszustandes der Beschwerdeführerin ausgewiesen (vgl. E. 2. hier-

vor). 

 

5. 

Hinsichtlich der erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitsschadens ist 

– nach dem Gesagten zu Recht – unbestritten, dass die Beschwerdeführe-

rin aufgrund der 100%igen Arbeitsunfähigkeit in jeglicher Tätigkeit bis am 

20. März 2023 und dem frühestmöglichen Beginn eines allfälligen Renten-

anspruchs im Februar 2023 (Anmeldung vom 20. Juni 2022 [VB 163]; Ab-

lauf des Wartejahres am 16. Februar 2023 [vgl. E. 4.3. hiervor]; Art. 28 

Abs. 1 lit. b i.V.m. Art. 29 Abs. 1 und 3 IVG) ab dem 1. Februar 2023 einen 

Anspruch auf eine auf einem Invaliditätsgrad von 100 % beruhende ganze 

Rente hat. 

 

Die von der Beschwerdegegnerin zur Bemessung der Invalidität mittels der 

allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs per 20. März 2023 vor-

genommene, in einem Invaliditätsgrad von 1 % resultierende Berechnung 

(VB 222 S. 5) wird von der rechtskundig vertretenen Beschwerdeführerin – 

nach Lage der Akten zu Recht – sodann nicht substantiiert beanstandet, so 

dass sich diesbezügliche Weiterungen erübrigen. Hinsichtlich der von der 

Beschwerdegegnerin vorgenommenen Befristung der Invalidenrente der 

Beschwerdeführerin per 31. März 2023 (VB 222 S. 4 f.; vgl. Beschwerde 

S. 3 f.) ist jedoch auf Nachfolgendes hinzuweisen: Eine anspruchsbeein-

flussende Änderung für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung ist 

 - 11 - 

 

 

von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden 

kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird (Art. 88a Abs. 1 

Satz 1 IVV). Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne 

wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat und voraussicht-

lich weiterhin andauern wird (Art. 88a Abs. 1 Satz 2 IVV). Gemäss Recht-

sprechung des Bundesgerichts ist in der Regel der zweite Satz dieser Vor-

schrift anzuwenden und die bisherige höhere Rente drei Monate über die 

Veränderung des Gesundheitszustandes hinaus zu gewähren oder zu be-

stätigen (Urteil des Bundesgerichts 8C_36/2019 vom 30. April 2019 E. 5 

mit Hinweisen). Unter Berücksichtigung dieser dreimonatigen Anpassungs-

frist gemäss Art. 88a Abs. 1 Satz 2 IVV ist die mit Wirkung ab dem  

1. Februar 2023 zugesprochene ganze Invalidenrente bei einem nicht mehr 

rentenbegründenden IV-Grad ab dem 20. März 2023 entgegen der Be-

schwerdegegnerin nicht per 31. März 2023, sondern per 30. Juni 2023 zu 

befristen. 

 

6. 

6.1. 

Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde im Eventualantrag gutzuheis-

sen und die angefochtene Verfügung vom 17. Mai 2024 dahingehend ab-

zuändern, dass die Beschwerdeführerin vom 1. Februar bis am 30. Juni 

2023 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente hat. 

 

6.2. 

Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Kosten 

werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im 

Rahmen von Fr. 200.00 bis Fr. 1'000.00 festgesetzt. Für das vorliegende 

Verfahren betragen diese Fr. 800.00. Sie sind gemäss dem Verfahrensaus-

gang zu verlegen. Das Obsiegen der Beschwerdeführerin erweist sich als 

marginal, weshalb ihr Fr. 600.00 und der Beschwerdegegnerin Fr. 200.00 

aufzuerlegen sind (§ 31 Abs. 2 VRPG; vgl. Urteile des Bundesgerichts 

9C_419/2018 vom 6. September 2018 E. 6.2; 8C_449/2016 vom  

2. November 2016 E. 3.2 mit Hinweisen).  

 

6.3. 

Nach Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Person 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Indessen kommt die Zusprechung 

einer vollen Parteientschädigung trotz nur teilweisen Obsiegens nur in 

Frage, wenn die beschwerdeführende Person im Grundsatz obsiegt und 

lediglich im Masslichen (teilweise) unterliegt (vgl. SVR 2011 IV Nr. 38 

S. 112, 9C_580/2010 E. 4.1). So verhält es sich vorliegend jedoch nicht. 

Die Beschwerdeführerin obsiegt lediglich teilweise, insoweit dass die per 

1. Februar 2023 zugesprochene ganze Rente nicht per 31. März 2023, son-

dern per 30. Juni 2023 befristet wird. Es rechtfertigt sich damit gesamthaft, 

zumal die teilweise Gutheissung zudem aus einem Nebenpunkt erfolgte, 

der Beschwerdeführerin einen Viertel ihrer richterlich festzusetzenden 

 - 12 - 

 

 

Parteientschädigung von Fr. 2'500.00 (Art. 61 lit. g ATSG), das heisst 

Fr. 625.00, zuzusprechen (vgl. SVR 2011 IV Nr. 38 S. 112, 9C_580/2010 

E. 4.2.2; Urteile des Bundesgerichts 8C_533/2016 vom 18. Oktober 2016 

E. 6.2.2, 8C_478/2015 vom 12. Februar 2016 E. 5). 

 

 
   

Das Versicherungsgericht erkennt: 

 

1. 

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung vom 17. Mai 

2024 dahingehend abgeändert, dass die Beschwerdeführerin vom 1. Feb-

ruar bis am 30. Juni 2023 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente hat. 

 

2. 

Die Verfahrenskosten von Fr. 800.00 werden im Umfang von Fr. 600.00 der 

Beschwerdeführerin und im Umfang von Fr. 200.00 der Beschwerdegeg-

nerin auferlegt. 

 

3. 

Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin die auf 

einen Viertel reduzierte Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 625.00 zu 

bezahlen. 

 

 
   

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim 

Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung 

mit Art. 90 ff. BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom sieb-

ten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli 

bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar 

(Art. 46 BGG).  

 

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 

6004 Luzern, zuzustellen. 

 

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift der Beschwerdeführerin oder ihres 

Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweis-

mittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Hän-

den hat (Art. 42 BGG). 

 

 

 - 13 - 

 

 

   

Aarau, 20. März 2025 

 

Versicherungsgericht des Kantons Aargau 

4. Kammer 

Der Präsident:    Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

 

Roth     Fricker