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**Case Identifier:** 9a80537e-8255-5bc9-b269-b357566832b8
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-08-27
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 27.08.2020 S 2020 53
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2020-53_2020-08-27.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Dr. iur. Matthias Suter
Gerichtsschreiberin: MLaw Andrea Henggeler

U R T E I L  vom 27. August 2020 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA), vertreten durch Arbeitslosenkasse 
des Kantons Zug, Rechtsdienst, Industriestrasse 24, 6301 Zug
Beschwerdegegner 

betreffend

Arbeitslosenversicherung 
(Einstellung in der Anspruchsberechtigung)

S 2020 53

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Urteil S 2020 53

A. Der Versicherte, A.________, Jahrgang 1965, war seit Oktober 2001 bei 
B.________ angestellt (AWA-act. 46). Mit Schreiben vom 29. August 2018 kündigte 
B.________ dem Versicherten das Arbeitsverhältnis per 30. November 2018 (AWA-
act. 47). Der Versicherte war in der Folge bis am 31. März 2019 für B.________ tätig. 
Nachdem er sich am 1. April 2019 beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum Zug (im 
Folgenden: RAV) zur Arbeitsvermittlung angemeldet hatte (AWA-act. 49), stellte er bei der 
Syna Arbeitslosenkasse einen Antrag auf Arbeitslosenentschädigung ab 1. April 2019 
(AWA-act. 36). Mit Verfügung vom 20. Februar 2020 stellte das Amt für Wirtschaft und 
Arbeit des Kantons Zug (im Folgenden: AWA) den Versicherten für sieben Tage in der 
Anspruchsberechtigung ein, da er für den Monat Januar 2020 innerhalb der Frist keine 
Arbeitsbemühungen nachgewiesen habe (AWA-act. 7). 

Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte am 23. Februar 2020 – unter Beilage des 
Nachweises der persönlichen Arbeitsbemühungen für die Kontrollperiode Januar 2020 – 
Einsprache (AWA-act. 6), welche das AWA mit Entscheid vom 30. April 2020 
vollumfänglich abwies (AWA-act. 2). Zur Begründung wurde im Wesentlichen angeführt, 
der Versicherte habe das Nachweisblatt für die Arbeitsbemühungen im Monat Januar 
2020 erst am 23. Februar 2020 und damit zu spät eingereicht, hätte er dieses doch bis 
spätestens am 5. Februar 2020 einreichen müssen (AWA-act. 2, E. 4a). Zudem lägen 
keine die Pflichtverletzung entschuldbaren Gründe vor, weshalb eine Einstellung in der 
Anspruchsberechtigung zu erfolgen habe (AWA-act. 2, E. 4c). Ferner bestünden auch 
keine Gründe für eine Reduktion der Einstelldauer von sieben Tagen (AWA-act. 2, E. 4d).

B. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 23. Februar 2020 (Datum Poststempel: 
4. Mai 2020) beantragte A.________ sinngemäss die Aufhebung bzw. eventualiter die 
Reduktion der verfügten sieben Einstelltage. Zur Begründung machte der 
Beschwerdeführer – unter sinngemässem Verweis auf die Einsprachebegründung – im 
Wesentlichen geltend, er habe hinreichende Arbeitsbemühungen für den Monat Januar 
2020 unternommen und es handle sich bei der verspäteten Einreichung des Nachweises 
um ein Versehen. Es könne nicht angehen, dass jemand, der während eines Monats 
keinerlei Arbeitsbemühungen unternommen habe, mit derselben Anzahl Einstelltage 
sanktioniert werde wie jemand, der Arbeitsbemühungen zwar unternommen, aus 
gesundheitlichen Gründen aber vergessen habe, diese einzureichen. Da bei einer 
erstmals verspäteten Einreichung des Nachweises der Arbeitsbemühungen eine 
Einstellung von fünf bis neun Tagen erfolge, sei es stossend, dass die in seinem Fall 
verfügten sieben Einstelltage nicht erlassen oder reduziert würden. Zudem machte er 

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geltend, er habe zum Zeitpunkt seines Versehens anfangs Februar 2020 unter Fieber 
gelitten (act. 1). 

C. Mit Vernehmlassung vom 5. Juni 2020 beantragte das AWA die Abweisung der 
Beschwerde. Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, sowohl für nicht 
getätigte Arbeitsbemühungen während der Arbeitslosigkeit als auch für nicht fristgerecht 
eingereichte Arbeitsbemühungen während der Arbeitslosigkeit sei der gleiche 
Einstellraster anzuwenden. Der Nachweis der getätigten Arbeitsbemühungen könne dann 
mildernd in der Sanktionshöhe berücksichtigt werden, wenn die Zustellung des 
Nachweisblattes knapp zu spät erfolgt sei, was vorliegend nicht der Fall sei. Es lägen 
keine entschuldbaren Gründe dafür vor, dass der Beschwerdeführer – trotz fehlender 
Bestätigung des Empfangs des Nachweises der Arbeitsbemühungen seitens des RAV – 
das Nachweisblatt nicht noch rechtzeitig bis zum 5. Februar 2020 eingereicht habe 
(act. 3).

D. Mit Replik vom 9. Juni 2020 führte der Beschwerdeführer im Wesentlichen aus, 
dass die automatischen Empfangsbestätigungen des Nachweises der Arbeitsbemühungen 
nirgends vom RAV als Teil des Ablaufs erwähnt und diese erfahrungsgemäss auch einmal 
nicht generiert würden. Daher hätte er nicht zwingend annehmen müssen, dass er bei 
Nichterhalt der Empfangsbestätigung das Formular nicht eingereicht hätte – umso mehr, 
da er an diesen Tagen an Fieber gelitten habe. Weiter fände sich auf der Webseite des 
RAV der Hinweis, dass die Nichtwahrnehmung von Pflichten eine Kürzung der Taggelder 
nach sich ziehen könne und demnach nicht zwingend eine Kürzung der Taggelder nach 
sich ziehe (act. 5).

E. In der Duplik vom 25. Juni 2020 hält das AWA an seinem Antrag fest und führt 
insbesondere an, dass es Sache der versicherten Person sei, festzustellen, dass der 
Nachweis dem RAV fristgerecht zugestellt werde (act. 7). 

F. Mit Schreiben vom 26. Juni 2020 stellte das Verwaltungsgericht dem 
Beschwerdeführer die Duplik zur Kenntnisnahme zu. Eine Kopie dieses Schreibens wurde 
gleichentags dem AWA zugestellt (act. 8). In der Folge haben die Parteien keine weiteren 
Stellungnahmen eingereicht.  

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Das Verwaltungsgericht erwägt:

1.
1.1 Gemäss Art. 56 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann gegen Einspracheentscheide oder 
Verfügungen, gegen welche eine Einsprache ausgeschlossen ist, Beschwerde erhoben 
werden, wobei in der Regel das Versicherungsgericht desjenigen Kantons zuständig ist, in 
dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung Wohnsitz hat (Art. 58 Abs. 
1 ATSG). Für die Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen einer kantonalen 
Amtsstelle ist in Abweichung von Art. 58 Abs. 1 ATSG auch im Bereich des 
Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und 
Insolvenzentschädigung (AVIG; SR 837.0) das Versicherungsgericht desselben Kantons 
zuständig (Art. 100 Abs. 3 AVIG i.V.m. Art. 128 Abs. 2 der Verordnung über die 
obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung [AVIV; SR 
837.02]). Die Beschwerdefrist beträgt 30 Tage seit Eröffnung des Einspracheentscheids 
(Art. 60 Abs. 1 ATSG). Im Kanton Zug beurteilt das Verwaltungsgericht als einzige 
kantonale Instanz Beschwerden aus dem Gebiet der eidgenössischen Sozialversicherung, 
für die das Bundesrecht eine kantonale Rechtsmittelinstanz vorsieht (§ 77 des 
Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1]).

1.2 Der Beschwerdeführer wohnt in C.________ ZG und der angefochtene 
Einspracheentscheid wurde vom Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Zug erlassen, 
weshalb das Verwaltungsgericht des Kantons Zug zur Beurteilung der vorliegenden 
Beschwerde örtlich und sachlich zuständig ist. Die Beschwerde gegen den 
Einspracheentscheid vom 30. April 2020 wurde am 4. Mai 2020 – innert der 30-tägigen 
Beschwerdefrist – der Post aufgegeben und gilt folglich als rechtzeitig. Der 
Beschwerdeführer ist durch die Einstellung in der Anspruchsberechtigung direkt betroffen 
und somit zur Beschwerde legitimiert. Letztere entspricht schliesslich den wenigen an eine 
Laienbeschwerde gestellten formellen Anforderungen, weshalb sie zu prüfen ist. Die 
Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des 
Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11). 

2. Strittig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer vom AWA zu Recht ab 
1. Februar 2020 für die Dauer von sieben Tagen in der Anspruchsberechtigung eingestellt 
wurde. 

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3.
3.1 Artikel 8 Abs. 1 lit. g AVIG statuiert als eine der Anspruchsvoraussetzungen für 
den Bezug von Arbeitslosenentschädigung, dass die versicherte Person die 
Kontrollvorschriften gemäss Art. 17 AVIG erfüllt.

3.2 Die versicherte Person, die Versicherungsleistungen beanspruchen will, muss mit 
Unterstützung des zuständigen Arbeitsamtes alles Zumutbare unternehmen, um 
Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen. Sie muss ihre Bemühungen, eine neue 
Stelle zu finden, denn auch nachweisen können und trägt sodann die Beweislast dafür, 
dass sie alles ihr Zumutbare unternommen hat (vgl. Art. 17 Abs. 1 AVIG). Diese 
Bestimmung hält somit den im Sozialversicherungsrecht verankerten Grundsatz der 
Schadenminderungspflicht fest, nach welchem eine versicherte Person alles ihr 
Zumutbare vorzukehren hat, um den Eintritt des Versicherungsfalles zu verhüten bzw. den 
Schaden zu mindern (vgl. dazu Gerhard Gerhards, Kommentar zum 
Arbeitslosenversicherungsgesetz [AVIG], Bd. I [Art. 1–58], 1987, Art. 17 N. 6 ff. mit 
zahlreichen Hinweisen). 

3.3 Verletzt die versicherte Person ihre Schadenminderungspflicht, so ist dies im 
Regelfalle mit einer Einstellung in der Anspruchsberechtigung nach Art. 30 Abs. 1 AVIG zu 
ahnden. Mit der Einstellungsregelung soll eine missbräuchliche Inanspruchnahme der 
Arbeitslosenversicherung verhindert werden. Die Einstellung in der 
Anspruchsberechtigung hat nicht den Charakter einer Strafe im Sinne des Strafrechts, 
sondern denjenigen einer verwaltungsrechtlichen Sanktion mit dem Zweck, der Gefahr 
missbräuchlicher Inanspruchnahme der Arbeitslosenversicherung zu begegnen. Ein 
weiterer Zweck der Einstellung ist die angemessene Mitbeteiligung der versicherten 
Person am Schaden, den sie durch ihr pflichtwidriges Verhalten der 
Arbeitslosenversicherung natürlich und adäquat kausal verursacht hat (vgl. Murer/Stauffer, 
Rechtsprechung des Bundesgerichts zum AVIG, 4. Aufl. 2013, S. 159 f. und die dort 
zitierten Entscheide). 

3.4 Nach Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG ist die versicherte Person unter anderem dann in 
der Anspruchsberechtigung einzustellen, wenn sie sich nicht genügend um zumutbare 
Arbeit bemüht. Dieser Tatbestand ist als erfüllt anzusehen, wenn die vom RAV 
einverlangten Unterlagen nicht bzw. nicht rechtzeitig beschafft werden (AVIG-Praxis ALE, 
Stand Juli 2020, D79, Ziff. 1). Bestimmte Verhaltensweisen werden zudem bereits dann 
sanktioniert, wenn sie lediglich ein Schadensrisiko in sich bergen, wie insbesondere 

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unzureichende Arbeitsbemühungen oder die Nichtbefolgung von Weisungen (Art. 30 
Abs. 1 lit. c bzw. lit. d AVIG). Gewisse Einstellungstatbestände sind also (auch) ein 
Instrument der Abwendung oder Minderung drohenden Schadens, indem sie – neben dem 
"generalpräventiven" Schutz der Arbeitslosenversicherung vor missbräuchlichen 
Verhaltensweisen – der vorbeugenden Verhaltenssteuerung im Einzelfall dienen, so etwa 
der Intensivierung unzureichender Arbeitsbemühungen oder der verbesserten 
Wahrnehmung administrativer Mitwirkungspflichten durch die versicherte Person (Urteil 
EVG C 134/06 vom 19. September 2006 E. 2.2.1 mit Hinweisen).

3.5 Nach Art. 26 Abs. 1 AVIV muss sich eine versicherte Person gezielt um Arbeit 
bemühen, in der Regel in Form einer ordentlichen Bewerbung. Sie muss den Nachweis 
der Arbeitsbemühungen für jede Kontrollperiode spätestens am fünften Tage des folgen-
den Monats oder am ersten auf diesen Tag folgenden Werktag einreichen. Mittels Abgabe 
des Formulars "Nachweis der persönlichen Arbeitsbemühungen" wird die versicherte 
Person darauf aufmerksam gemacht, dass die Arbeitsbemühungen nicht berücksichtigt 
werden können, wenn sie die Frist verstreichen lässt und keinen entschuldbaren Grund 
geltend macht (Art. 26 Abs. 2 AVIV). Von der Setzung einer Nachfrist wird – ausser bei 
objektiver Verhinderung – abgesehen (AVIG-Praxis ALE, B324a). In diesem 
Zusammenhang gilt es zu beachten, dass Versicherte, die ihrer Pflicht zum Beleg der 
Arbeitsbemühungen per E-Mail nachleben wollen, einer erhöhten Sorgfaltspflicht 
unterliegen. Wollen Versicherte ihrer Pflicht zum Nachweis der Arbeitsbemühungen per E-
Mail nachkommen, haben diese zu überprüfen, ob der Adressat ihre E-Mail erhalten hat. 
Dies kann dadurch erfolgen, dass die versicherte Person eine Empfangs- resp. 
Lesebestätigung für versandte E-Mails einrichtet oder aber ausdrücklich um eine 
Rückbestätigung ersucht (vgl. Urteil Verwaltungsgericht ZG S 2012 128 vom 25. Oktober 
2012 E. 4.2.3).

4. Vorliegend steht fest und ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer den 
Nachweis für die Arbeitsbemühungen im Januar 2020 erst am 23. Februar 2020 
(Eingangsdatum: 25. Februar 2020) und somit verspätet beim RAV Zug einreichte, hätte 
er diesen doch bis Mittwoch, 5. Februar 2020, bei der zuständigen Amtsstelle einreichen 
müssen. Im Übrigen ist der Beschwerdeführer seinen Kontrollpflichten stets 
nachgekommen.

4.1 Der Beschwerdeführer erklärt sein Versehen folgendermassen: Er müsse jeweils 
Ende Monat die Angaben der versicherten Person seiner Arbeitslosenkasse und den 

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Nachweis der persönlichen Arbeitsbemühungen dem RAV einreichen. Seit Anfang Januar 
2020 sei er in einer arbeitsrechtlichen Massnahme (Pro Arbeit Zug) und müsse daher 
zusätzlich die AMM-Bescheinigung Ende Monat einreichen – erstmals Ende Januar 2020. 
Am 27. Januar 2020 habe er die Angaben der versicherten Person an seine 
Arbeitslosenkasse geschickt. Die AMM-Bescheinigung habe er dieser am 30. Januar 2020 
versandt. Am 31. Januar 2020 habe er die AMM-Bescheinigung erneut verschickt, 
nachdem er festgestellt habe, dass diese von seinem E-Mail-Server nicht versandt worden 
sei. Am selben Tag sei er an Grippe erkrankt und habe an hohem Fieber gelitten. Am 
1. Februar 2020 habe ihn sein Kalender daran erinnert, den Nachweis für seine 
Arbeitsbemühungen einzureichen. Fälschlicherweise habe er aber gedacht, dass er den 
Nachweis bereits am Vortag verschickt habe, da er bis anhin jeden Monat zwei 
Dokumente habe einreichen müssen. An diesem Tag habe er zudem immer noch unter 
hohem Fieber gelitten (AWA-act. 6). 

Das AWA macht hingegen geltend, es lägen keine Gründe vor, welche die 
Pflichtverletzung des Beschwerdeführers entschuldigen würden und sich dieser so 
organisieren müsse, dass das Nachweisblatt sowie weitere Dokumente fristgerecht 
zugestellt würden. Zudem habe der Beschwerdeführer keinen Beleg für die erfolgte 
Einreichung des Nachweisblattes an das RAV erhalten, weshalb keine Bestätigung für die 
Zustellung vorgelegen habe. Es sei dem Beschwerdeführer auch unter Berücksichtigung 
seiner Erkrankung an Grippe zumutbar gewesen, die Zustellung zu überprüfen. Auch 
spreche es für seine damals gegebene Handlungsfähigkeit, dass er sich am 3. und 
4. Februar 2020 um Stellen beworben habe. Der Beschwerdeführer habe die 
Arbeitsbemühungen erstmals mit der Einsprache am 23. Februar 2020 und eindeutig zu 
spät eingereicht (AWA-act. 2). 

Hierzu führt der Beschwerdeführer an, dass für ihn kein Grund bestanden habe, sich beim 
RAV zu erkundigen, ob der Nachweis eingegangen sei, da er überzeugt gewesen sei, 
diesen eingereicht zu haben. Automatische Eingangsbestätigungen per E-Mail seien nicht 
offizieller Bestandteil der Abläufe und zudem nicht zuverlässig. Er habe diese in der 
Vergangenheit von seiner Arbeitslosenkasse auch schon nicht erhalten. Er merkt an, dass 
sein Fieber ab dem 3. Februar 2020 nachgelassen habe und es ihm möglich gewesen sei, 
in der Vorwoche vorbereitete Bewerbungen am 3. und 4. Februar 2020 zu versenden 
(act. 1). 

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Diesbezüglich hat das AWA festgehalten, dass es Sache der versicherten Person sei, 
sicherzustellen, dass der Nachweis dem RAV fristgerecht zugestellt werde; dies schliesse 
eine Prüfung, ob die Zustellung tatsächlich erfolgt sei, mit ein (act. 7). 

4.2 Wie bereits ausgeführt, unterliegt der Beschwerdeführer bezüglich des Versands 
des Nachweises der Arbeitsbemühungen einer erhöhten Sorgfaltspflicht. Wie das AWA zu 
Recht darauf hinweist, liegt es am Beschwerdeführer, sicherzustellen, dass der Nachweis 
dem RAV innert Frist zugestellt wird. Aus dem Umstand, dass der Beschwerdeführer 
Empfangsbestätigungen des AWA in der Vergangenheit angeblich nicht immer erhalten 
haben soll, vermag er indes nichts zu seinen Gunsten abzuleiten. Selbst wenn dies 
zutreffen sollte, entschuldigt dies die unterbliebene Prüfung hinsichtlich der erfolgten 
Zustellung des Nachweisblattes an das RAV nicht, da die Überprüfung der Zustellung Teil 
seiner Sorgfaltspflicht darstellt.

4.3 Des Weiteren gilt der im Sozialversicherungsrecht herrschende Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit. Der Beschwerdeführer trägt die Beweislast für das 
Bestehen entschuldbarer Gründe für die Verspätung des Nachweises der 
Arbeitsbemühungen, will er doch daraus Rechte im Sinne eines Absehens von 
Einstellungstagen ableiten (Urteil Verwaltungsgericht ZG S 2016 100 vom 24. November 
2016, in: GVP 2016 70). In casu liegen keine Belege für die durch den Beschwerdeführer 
geltend gemachte Krankheit ab dem 31. Januar 2020 vor. Infolgedessen kann auch über 
die Schwere der Erkrankung nichts gesagt werden bzw. inwieweit ihn diese objektiv von 
der rechtzeitigen Zustellung abgehalten hätte.

Selbst bei nachgewiesener Krankheit ab dem 31. Januar 2020 ist festzustellen, dass es 
dem Beschwerdeführer zumindest am 3. und 4. Februar 2020 möglich gewesen wäre, die 
erfolgte Zustellung zu überprüfen, hat er doch an diesen Tagen drei Bewerbungen 
verschickt und litt zugestandenermassen auch nicht mehr an hohem Fieber. Diesfalls hätte 
er feststellen müssen, dass er das Nachweisblatt nicht verschickt hat und dies nachholen 
müssen bzw. auch können. Entsprechend ist das Vorliegen eines entschuldbaren Grundes 
zu verneinen. 

4.4 Nach dem Gesagten steht fest, dass der Beschwerdeführer den Nachweis seiner 
im Januar 2020 getätigten Arbeitsbemühungen ohne entschuldbaren Grund nicht innert 
der Frist gemäss Art. 26 Abs. 2 AVIV eingereicht hat. Das AWA hat den Beschwerdeführer 
somit zu Recht gestützt auf Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG in der Anspruchsberechtigung 

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eingestellt. Schliesslich ist anzumerken, dass selbst in Fällen, in denen eine Einstellung in 
der Anspruchsberechtigung zufolge mangelnden Nachweises von Arbeitsbemühungen 
entfällt, weil die Frist unverschuldet verpasst wurde, eine Einstellung unter dem Titel der 
Verletzung der Auskunfts- und Meldepflicht gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. e AVIG in Frage 
kommen kann. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn die versicherte Person die Tatsache 
der Erkrankung, wofür ebenfalls eine Meldepflicht besteht, pflichtwidrig nicht mitgeteilt hat 
(BGE 133 V 89 E. 6.2.5). Vorliegend kann offen bleiben, ob eine Einstellung in der 
Anspruchsberechtigung auch gestützt auf Art. 30 Abs. 1 lit. e AVIG hätte erfolgen können, 
weil die von der Verwaltung mit Einspracheentscheid vom April 2020 bestätigte Einstellung 
in der Anspruchsberechtigung mangels Nachweises persönlicher Arbeitsbemühungen im 
Januar 2020 gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG i.V.m. Art. 26 Abs. 2 AVIV nicht zu 
beanstanden ist.

5. Zu prüfen bleibt noch, ob die vom AWA verfügten sieben Einstelltage angemessen 
sind. 

5.1 Nach Art. 45 Abs. 3 AVIV i.V.m. Art. 30 Abs. 3 AVIG dauert die Einstellung in der 
Anspruchsberechtigung bei leichtem Verschulden 1 bis 15 Tage, bei mittelschwerem 
Verschulden 16 bis 30 Tage und bei schwerem Verschulden 31 bis 60 Tage. Wird der 
Versicherte innerhalb der Rahmenfrist für den Leistungsbezug wiederholt in seiner 
Anspruchsberechtigung eingestellt, ist die Einstellungsdauer angemessen zu erhöhen (Art. 
45 Abs. 5 AVIV). Nach dem Gesagten richtet sich die Bemessung der Einstellungsdauer 
somit nach dem Verschulden unter Berücksichtigung der persönlichen Verhältnisse der 
versicherten Person, wobei alle Umstände des konkreten Einzelfalls zu berücksichtigen 
sind. Verschuldensmindernde Umstände können unter anderem das Alter, familiäre 
Probleme, missliche finanzielle Verhältnisse, aber auch die begründete Hoffnung auf eine 
Neuanstellung sein (Jacqueline Chopard, Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung, 
1998, S. 167).

5.2
5.2.1 Verwaltungsweisungen richten sich an die Durchführungsstellen und sind für das 
Sozialversicherungsgericht nicht verbindlich. Dieses soll sie bei seiner Entscheidung aber 
berücksichtigen, sofern sie eine dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende 
Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen zulassen. Das Gericht weicht 
nicht ohne triftigen Grund von Verwaltungsweisungen ab, wenn diese eine überzeugende 
Konkretisierung der rechtlichen Vorgaben darstellen. Insofern wird dem Bestreben der 

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Verwaltung, durch interne Weisungen eine rechtsgleiche Gesetzesanwendung zu 
gewährleisten, Rechnung getragen (BGE 133 V 587 E. 6.1 und 133 V 257 E. 3.2 mit 
Hinweisen). Ein Eingreifen des Sozialversicherungsrichters in das Ermessen der 
Verwaltung rechtfertigt sich mithin nur dann, wenn ein Ermessensmissbrauch gegeben ist, 
d.h. wenn sich die Verwaltung von unsachlichen und zweckfremden Erwägungen hat 
leiten lassen oder allgemeine Rechtsprinzipien wie das Willkürverbot oder das Verbot 
rechtsungleicher Behandlung, aber auch das Gebot von Treu und Glauben oder den 
Grundsatz der Verhältnismässigkeit missachtet hat (vgl. BGE 123 V 150 E. 2 mit weiteren 
Hinweisen; vgl. auch: Urteil EVG C 127/06 vom 14. September 2006 E. 4.2).

5.2.2 Für sämtliche Einstelltatbestände gilt, dass eine Einstellung in der 
Anspruchsberechtigung bei jedem Verschulden, d.h. auch bei leichter Fahrlässigkeit 
(leichtes Verschulden), zu erfolgen hat (AVIG-Praxis ALE, D2). Mit Bezug auf zu spät 
eingereichte Arbeitsbemühungen findet ein Einstellraster zur Festsetzung der Anzahl der 
zu verfügenden Einstelltage Anwendung (Einstellraster für KAST/RAV, AVIG-Praxis ALE, 
D33a und D79). Gemäss Ziffer 1.E des Einstellrasters werden erstmals zu spät 
eingereichte Arbeitsbemühungen mit 5 bis 9 Einstelltagen und zweitmals zu spät 
eingereichte Bemühungen mit 10 bis 19 Einstelltagen sanktioniert. Mithin wird das 
Verschulden als im Sinne von Art. 45 Abs. 3 lit. a AVIV leicht bzw. leicht bis mittelschwer 
qualifiziert. Dieser Einstellraster entbindet die verfügende Stelle jedoch nicht per se von 
der Pflicht, das Verhalten der versicherten Person unter Berücksichtigung aller 
wesentlichen Umstände des Einzelfalls, d.h. der objektiven und subjektiven 
Gegebenheiten, zu würdigen und eine dem Verschulden angemessene Sanktion 
festzusetzen (Urteil BGer 8C_285/2011 vom 22. August 2011 E. 3.2.1 mit Hinweisen).

5.2.3 Das Bundesgericht hat entschieden, dass eine erstmalige nur knapp (dort fünf 
Tage) verspätete Einreichung der Arbeitsbemühungen einer bis anhin sich tadellos 
verhaltenden Versicherten ein Abweichen vom Einstellraster rechtfertigt. Es wurde eine 
Reduktion von fünf auf einen Einstelltag vorgenommen (Urteil BGer 8C_2/2012 vom 
14. Juni 2012; vgl. dazu auch AVIG-Praxis ALE, D33a).

5.3 Im Lichte von Art. 45 Abs. 3 AVIV ist festzustellen, dass das AWA das 
Verschulden des Beschwerdeführers zu Recht als grundsätzlich leicht qualifiziert hat. Mit 
einer Einstelldauer von sieben Tagen wurde die Sanktion sodann im mittleren Bereich des 
Einstellrasters gemäss seco angesetzt, sieht der genannte Raster für erstmals zu spät 
eingereichte Arbeitsbemühungen doch einen Rahmen von fünf bis neun Tagen vor (vgl. 

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E. 5.2.2 oben). Wie die nachfolgenden Ausführungen zeigen, hat das AWA dabei aber den 
konkreten Umständen des Einzelfalls zu wenig Rechnung getragen und das Verschulden 
des Beschwerdeführers nicht angemessen berücksichtigt. 

Aus den Akten geht nämlich hervor, dass der Beschwerdeführer vor Eintritt der 
Arbeitslosigkeit und seit seiner Anmeldung im April 2019 die praxisgemäss erforderlichen 
Arbeitsbemühungen stets erbrachte und ihm nie ein Fehlverhalten vorgeworfen werden 
konnte. Es ist weiter davon auszugehen, dass für die Kontrollperiode Januar 2020 seine 
elf Arbeitsbemühungen bei fristgerechter Einreichung als qualitativ und quantitativ 
genügend qualifiziert worden wären. Schliesslich ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer die Frist zur Einreichung des Nachweises 
nicht absichtlich versäumt hat. Unter diesen Umständen muss das Verschulden des 
Beschwerdeführers als gering bezeichnet werden. 

Auch ist ein starres Abstellen auf die Anzahl der Tage, die der Nachweis – vorliegend 
20 Tage – zu spät einging, insbesondere in Fällen, wo Versicherte ein Versehen im 
Rahmen der Zustellung darlegen, nicht gerechtfertigt. In casu ist vielmehr von Bedeutung, 
dass das Nachweisblatt innerhalb der Frist ausgefüllt wurde und der Versicherte den 
Nachweis seiner Arbeitsbemühungen erbringt, nachdem er von seinem Versehen 
Kenntnis erlangt hat. Nach der Aktenlage hat der Beschwerdeführer das 
Nachweisformular am 31. Januar 2020 ausgefüllt und seine Arbeitsbemühungen für den 
Januar 2020 umgehend eingereicht, nachdem er die Verfügung betreffend Einstellung in 
der Anspruchsberechtigung und somit definitive Kenntnis seines mangelnden Nachweises 
erhalten hatte. 

Aus dem Gesagten folgt, dass das AWA den Grundsatz der Verhältnismässigkeit 
missachtet hat, so dass sich ein Eingreifen in das Ermessen der Verwaltung rechtfertigt. 
Unter Berücksichtigung des individuellen Verschuldensgrades und den konkreten 
Umständen des Einzelfalles rechtfertigt sich vorliegend die Reduktion der Einstellung von 
sieben auf fünf Tage. Ein Unterschreiten des Einstellrahmens ist hingegen nicht angezeigt. 

6. Zusammenfassend ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen und der 
Beschwerdeführer für fünf Tage in der Anspruchsberechtigung einzustellen. 

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7. Das Verfahren ist gemäss Art. 61 lit. a ATSG kostenlos. Eine Parteientschädigung 
ist dem teilweise obsiegenden, allerdings nicht anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer 
nach Praxis des Verwaltungsgerichts indes nicht zuzusprechen (Art. 61 lit. g ATSG).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom 
30. April 2020 aufgehoben und der Beschwerdeführer für fünf Tage in der 
Anspruchsberechtigung eingestellt. 

2. Es werden keine Kosten erhoben. 

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Beschwerdeführer (mit ausführlicher Rechtsmittelbelehrung), an 
den Rechtsdienst der Arbeitslosenkasse des Kantons Zug, an das Amt für 
Wirtschaft und Arbeit des Kantons Zug sowie an das Staatssekretariat für 
Wirtschaft (seco), Bern. 

Zug, 27. August 2020

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am