# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 12ecf74f-a73f-512e-b577-141063e8a6e6
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-07-23
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 23.07.2019 B 2019/90, B 2019/91
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2019-90--B-2019-91_2019-07-23.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/7

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2019/90, B 2019/91

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 29.08.2019

Entscheiddatum: 23.07.2019

Entscheid Verwaltungsgericht, 23.07.2019
Steuerrecht, Art. 39 Abs. 1 lit. c StG, Art. 26 Abs. 1 lit. c DBG. Der 
Beschwerdeführer macht tatsächliche Kosten aus einer unselbständigen 
Nebenerwerbstätigkeit geltend, und zwar um solche im Zusammenhang mit 
einer Reise seines Teams (Flug, Unterkunft, Verpflegung). Bei solchen 
Aufwendungen handelt es sich um Ausgaben, zu denen sich der 
Beschwerdeführer mit Rücksicht auf seine berufliche Stellung verpflichtet 
fühlt, die aber nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit seiner 
Erwerbstätigkeit stehen. Solche sogenannten Standesausgaben sind nicht 
abzugsfähig (Verwaltungsgericht, B 2019/90 und B 2019/91).

Entscheid vom 23. Juli 2019

Besetzung

Abteilungspräsident Zürn; Verwaltungsrichterin Bietenharder, Verwaltungsrichter 

Engeler; Gerichtsschreiberin Blanc Gähwiler

Verfahrensbeteiligte

Y.Z.__ und X.Z.__,

Beschwerdeführer,

vertreten durch ARTARIS AG, Oberer Graben 8, 9000 St. Gallen,

gegen

Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen, Unterstrasse 28, 

9001 St. Gallen,

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 2/7

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Vorinstanz,

und

Kantonales Steueramt, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen,

Beschwerdegegner,

sowie

Eidgenössische Steuerverwaltung, Hauptabteilung Direkte Bundessteuer, 

Eigerstrasse 65, 3003 Bern,

Beschwerdebeteiligte,

Gegenstand

Kantons- und Gemeindesteuern (Einkommen und Vermögen 2013) sowie direkte 

Bundessteuer (Einkommen 2013)

 

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A. Y.Z.__ und X.Z.__ wohnen in A.__ (Politische Gemeinde B.__). Y.Z.__ ist Leiter der 

L.__ Genossenschaft sowie Verwaltungsratspräsident und CEO der M.__ AG mit Sitz in 

C.__. X.Z.__ ist als Fachexpertin Pflege bei M.__ tätig. In der Steuererklärung 2013 

deklarierte der Ehemann als Berufskosten einen Pauschalbetrag für Fachliteratur von 

CHF 400 sowie tatsächliche Kosten aus unselbständiger Nebenerwerbstätigkeit von 

CHF 16'477. Davon entfielen CHF 11'257 auf eine Reise mit der Belegschaft der L.__ 

Genossenschaft nach D.__. Die Eheleute Z.__ wurden mit Veranlagungsverfügungen 

vom 23. November 2016 für die Kantons- und Gemeindesteuern 2013 mit einem 

steuerbaren Einkommen von CHF 329'900 zum Satz von CHF 304'800 und einem 

steuerbaren Vermögen von CHF 631'000 zum Satz von CHF 362'000 sowie für die 

direkte Bundessteuer 2013 mit einem steuerbaren Einkommen von CHF 364'700 zum 

Satz von CHF 339'600 veranlagt. Die Veranlagungsbehörde liess insbesondere die 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 3/7

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

geltend gemachten tatsächlichen Kosten aus unselbständiger Nebenerwerbstätigkeit 

nicht zum Abzug zu, berücksichtigte jedoch Weiterbildungs- und Umschulungskosten 

im Umfang von CHF 400 sowie den Pauschalabzug in der Höhe von CHF 2'400. Das 

kantonale Steueramt wies die von den Steuerpflichtigen gegen diese Veranlagungen 

erhobene Einsprachen mit Entscheiden vom 28. Juni 2018 ab. Dagegen erhoben die 

Eheleute Z.__ Rekurs und Beschwerde bei der Verwaltungsrekurskommission, welche 

mit Entscheid vom 26. März 2019 die Rechtsmittel ebenfalls abwies.

B. Y.Z.__ und X.Z.__ (Beschwerdeführer) erhoben gegen den am 28. März 2019 

zugestellten Entscheid der Verwaltungsrekurskommission (Vorinstanz) vom 26. März 

2019 mit Eingabe ihrer Rechtsvertreterin vom 29. April 2019 Beschwerde beim 

Verwaltungsgericht. Sie beantragten, unter Kosten- und Entschädigungsfolge sei der 

angefochtene Entscheid aufzuheben und es seien die Auslagen für den Teamanlass 

von CHF 11'257 zusätzlich zu den Auslagen für Fachliteratur von CHF 400 als effektive 

Berufskosten zum Abzug zuzulassen. Die Vorinstanz beantragte mit Vernehmlassung 

vom 29. Mai 2019 die Abweisung der Beschwerde und verwies zur Begründung auf die 

Erwägungen im angefochtenen Entscheid. Das kantonale Steueramt 

(Beschwerdegegner) verzichtete am 18. Juni 2019 ausdrücklich und die 

Eidgenössische Steuerverwaltung (Beschwerdebeteiligte) stillschweigend auf eine 

Vernehmlassung.

Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten und die Akten wird, soweit wesentlich, 

in den Erwägungen eingegangen.

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1.  (…)

2.  (…)

3.  Umstritten ist einzig, ob die geltend gemachten tatsächlichen Kosten aus 

unselbständiger (Neben-)Erwerbstätigkeit des Beschwerdeführers zum Abzug 

zuzulassen sind.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 4/7

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

3.1.  Die rechtlichen Ausführungen der Vorinstanz zu den Berufskosten sind korrekt, 

weshalb – anstelle von Wiederholungen – darauf verwiesen werden kann (vgl. E. 3b/aa 

des angefochtenen Entscheids).

Das Gesetz spricht bei den hier relevanten "übrigen Berufskosten" nach Art. 39 Abs. 1 

lit. c StG bzw. Art. 26 Abs. 1 lit. c DBG von den "für die Ausübung des Berufes 

erforderlichen Kosten" und lässt damit nicht jedweden Zusammenhang zur 

Einkommenserzielung genügen (vgl. Art. 1 Abs. 1 der Verordnung des EFD über den 

Abzug der Berufskosten unselbständiger Erwerbstätiger bei der direkten Bundessteuer, 

Berufskostenverordnung, SR 642.118.1, BKV). Gemäss ständiger Praxis zu den 

Gewinnungskosten wird nicht verlangt, dass das Erwerbseinkommen ohne die streitige 

Auslage überhaupt nicht hätte erzielt werden können oder dass eine rechtliche Pflicht 

zur Bezahlung der entsprechenden Aufwendungen bestünde. Als Gewinnungskosten 

gelten vielmehr diejenigen Auslagen, deren Vermeidung der steuerpflichtigen Person 

nicht zumutbar ist und die wesentlich durch die Erzielung von Einkommen verursacht 

bzw. veranlasst sind. Es ist jeweils im Rahmen einer Gesamtbetrachtung der konkreten 

Umstände zu prüfen, ob zwischen den geltend gemachten Aufwendungen und der 

Einkommenserzielung ein genügend enger Zusammenhang besteht (BGE 142 II 293 

E. 3.1 und 3.2 mit zahlreichen Hinweisen).

Eine klare Abgrenzung der Gewinnungskosten zu den nicht abziehbaren 

Lebenshaltungskosten (Art. 47 StG, Art. 34 lit. a DBG) fällt mitunter schwer, wie sich 

etwa an den Beispielen der Mandatssteuern oder Standeskosten zeigt (Art. 1 Abs. 2 

BKV). Sogenannte Repräsentations- und Standeskosten, wie Einladungskosten 

(Geschenke, Blumen, Trinkgelder usw.), Anschaffung kostspieliger Kleidung, 

Vereinsbeiträge etc. beruhen im Wesentlichen auf der sozialen Stellung der 

steuerpflichtigen Person und sind daher überwiegend privat bedingt. Nicht abzugsfähig 

sind sodann auch Mehrauslagen, die durch eine gehobene, besonders aufwendige 

Lebensführung des Steuerpflichtigen entstehen; sie können auch dann nicht zu den 

Gewinnungskosten gerechnet werden, wenn der Pflichtige glaubt, sie wegen seiner 

beruflichen Stellung auf sich nehmen zu müssen. Ebenso wenig können Aufwendungen 

abgezogen werden, die nicht zur Erzielung eines ganz bestimmten Einkommens, 

sondern zur Erreichung oder Erhaltung der Erwerbsfähigkeit schlechthin getätigt 

werden. Dazu gehören etwa die Kosten für die allgemeine Erhaltung oder Verbesserung 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 5/7

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

der Arbeitskraft. Schliesslich stellen Anlagekosten keine Gewinnungskosten dar, das 

heisst Aufwendungen zur Schaffung, Erweiterung oder Verbesserung einer 

Einkommensquelle; dazu gehören namentlich Ausgaben, welche getätigt werden, um in 

Zukunft eine höhere berufliche Stellung zu erreichen oder einen anderen Beruf ausüben 

zu können. Abzugsfähig sind demgegenüber Auslagen, die getätigt werden, um eine 

bestehende Einkommensquelle zu erhalten oder den weiteren Einkommensbezug zu 

sichern (BGE 142 II 293 E. 3.4 mit Hinweis auf BGE 124 II 29 E. 3d; M. Reich, 

Steuerrecht, 2. Aufl. 2012, Rz. 15 ff.; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar 

zum DBG, 3. Aufl. 2016, N 20 zu Art. 34 DBG).

3.2.  Die Beschwerdeführer machen geltend, der Anlass in D.__ habe vom Donnerstag 

bis Sonntag und ohne Begleitung stattgefunden. Für die Arbeitstage habe eine 

vertragliche, für das Wochenende eine moralische Verpflichtung zur Teilnahme 

bestanden. Die Mitglieder der Geschäftsleitung seien vollzählig anwesend gewesen; bei 

den Mitarbeitenden hätten von zehn Personen lediglich deren drei gefehlt. Es hätten 

keinerlei massgeblichen privaten Motive oder Gründe des Beschwerdeführers oder der 

Teilnehmenden bestanden; der Grund der Veranstaltung sei einzig und alleine ein 

geschäftlicher bzw. beruflicher gewesen. Das primäre Ziel habe darin bestanden, die 

persönlichen Kontakte unter den Mitarbeitenden einerseits, aber auch zu den 

Vorgesetzten – und in ganz entscheidendem Masse zum Beschwerdeführer als Teilzeit-

Geschäftsführer – andererseits, gleichzeitig nachhaltig und zeiteffizient zu festigen und 

damit insgesamt sein Doppelmandat als Leitungsperson zu vereinfachen. Sowohl im 

Jahr 2012 als auch im Jahr 2013 sei ihm ein Bonus ausbezahlt worden. Zwischen den 

effektiven Berufsauslagen und dem Anspruch auf Bonus bestehe ein klarer 

Zusammenhang: Die Zielerreichung habe einen direkten Einfluss auf den Bonus, und 

umso wichtiger seien der Einsatz und die Leistung des gesamten Teams. Sowohl der 

Beschwerdeführer als auch die Mitarbeitenden hätten für den Ausflug nebst Arbeitszeit 

auch Freizeit hingegeben. Die Reise sei für das Team notwendig und förderlich 

gewesen.

Die geltend gemachten Auslagen für die Einladung seines Teams für vier Tage nach 

D.__ sind – entgegen der Ansicht der Beschwerdeführer – für die Erzielung des 

Erwerbseinkommens eines leitenden Angestellten nicht unmittelbar erforderlich. Nicht 

jedes finanzielle Engagement, welches die Motivation erhöht und allenfalls zu einer 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 6/7

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

eigenen Einkommenserhöhung führt, kann als für den Beruf notwendige Kosten 

angesehen werden. Ob und inwieweit sich Auslagen, welche unbestrittenermassen der 

Zusammenarbeit der Mitarbeitenden und der Schaffung eines günstigen Arbeitsklimas 

förderlich sind, unmittelbar im Geschäftserfolg und damit auch im Salär 

niederschlagen, ist höchst ungewiss und praktisch nicht messbar. Wie die 

Beschwerdeführer selbst anerkennen, dienen Personalaufwendungen unselbständig 

Erwerbender vornehmlich dazu, die Vorgesetztenposition zu erleichtern. Überdies 

entspringen sie der gehobenen gesellschaftlichen Geltung und dem Ansehen, die 

einem Angestellten in leitender Funktion in der Regel zukommen. Solche nach Sitte 

und Brauch erwachsende Verbindlichkeiten sind überwiegend durch die 

gesellschaftliche Stellung bedingt und nicht abzugsfähig. Ähnlich verhält es sich im 

Übrigen mit gemeinsamen Mittagessen und Teamausflügen, welche zwar durchaus 

entsprechende Teamförderungsmassnahmen darstellen können, ohne dass jedoch 

diese Kosten bei der Übernahme durch den Teamleiter von diesem als Berufskosten 

abgezogen werden könnten. Bei solchen Aufwendungen handelt es sich vielmehr um 

Ausgaben, zu denen sich der Beschwerdeführer mit Rücksicht auf seine berufliche 

Stellung verpflichtet fühlt, die aber nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit seiner 

Erwerbstätigkeit stehen. Solche sogenannten Standesausgaben sind nicht abzugsfähig 

(ASA 41 S. 27 f.; AGVE 1981 S. 340 f.).

3.3.  Die Höhe des durch den Beschwerdegegner gewährten Pauschalabzugs von 

jeweils CHF 2'400 gestützt auf einen unselbständigen Nebenerwerb blieb unbestritten. 

Nicht einzugehen ist auf die Frage, ob es sich bei der vom Beschwerdeführer für die 

L.__ Genossenschaft ausgeübte Tätigkeit um einen Nebenerwerb handelt, da sie sich 

dazu nicht geäussert haben und aus den Akten dazu auch nichts zu entnehmen ist.

4.  Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde abzuweisen ist.

(…)

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht auf dem Zirkulationsweg zu Recht:

1.  Die Beschwerdeverfahren B 2019/90 und B 2019/91 werden vereinigt.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 7/7

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

2.  Die Beschwerde betreffend Kantons- und Gemeindesteuern 2013 (B 2019/90) wird 

abgewiesen.

3.  Die Beschwerde betreffend direkte Bundessteuer 2013 (B 2019/91) wird 

abgewiesen.

4.  Die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 1'800 (Kantons- und 

Gemeindesteuern) und von CHF 1'200 (direkte Bundessteuer) bezahlen die 

Beschwerdeführer unter Verrechnung mit den von ihnen geleisteten 

Kostenvorschüssen von insgesamt CHF 3'000.

5.  Ausseramtliche Kosten werden nicht entschädigt.

 

Der Abteilungspräsident                                         Die Gerichtsschreiberin

Zürn                                                                        Blanc Gähwiler

 

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Verwaltungsgericht, 23.07.2019
	Steuerrecht, Art. 39 Abs. 1 lit. c StG, Art. 26 Abs. 1 lit. c DBG. Der Beschwerdeführer macht tatsächliche Kosten aus einer unselbständigen Nebenerwerbstätigkeit geltend, und zwar um solche im Zusammenhang mit einer Reise seines Teams (Flug, Unterkunft, Verpflegung). Bei solchen Aufwendungen handelt es sich um Ausgaben, zu denen sich der Beschwerdeführer mit Rücksicht auf seine berufliche Stellung verpflichtet fühlt, die aber nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit seiner Erwerbstätigkeit stehen. Solche sogenannten Standesausgaben sind nicht abzugsfähig (Verwaltungsgericht, B 2019/90 und B 2019/91).

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

		2025-07-19T04:50:15+0200
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen