# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 57d9033e-8242-5bdc-8b7e-555db4bd47a0
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-07-17
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 17.07.2023 200 2023 8
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2023-8_2023-07-17.pdf

## Full Text

200 23 8 UV
KOJ/ZID/WSI

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 17. Juli 2023

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Wiedmer, Verwaltungsrichter Furrer
Gerichtsschreiber Zimmermann

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

Suva
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. C.________
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 17. November 2022

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Juli 2023, UV/23/8, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1954 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva bzw. Beschwer-
degegnerin) obligatorisch unfallversichert, als er gemäss (am 31. Oktober 
2005 bei der Suva eingegangener) Schadenmeldung am 2. Oktober 2005 
beim "Laufen" einknickte und sich dabei eine Verletzung am linken Fuss 
bzw. oberen Sprunggelenk (OSG) zuzog (Akten der Suva, Antwortbeilage 
[AB] 158). Dieses OSG-Distorsionstrauma wurde am 6. Oktober 2005 und 
8. Juni 2006 arthroskopisch versorgt (AB 3, 7). Aufgrund unveränderter 
Beschwerden nach der Schraubenentfernung am 3. Januar 2007 (AB 24) 
wurde am 7. März 2007 eine supramalleoläre varisierende Tibiaosteotomie 
(10°) links durchgeführt (AB 30). Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht 
und erbrachte die gesetzlichen Versicherungsleistungen; nach der 
kreisärztlichen Untersuchung vom 7. Dezember 2007 (AB 42) stellte sie die 
Taggeldleistungen per 20. Dezember 2007 ein (AB 153).

Nach Eingang mehrerer Kostengutsprachegesuche (insbes. AB 46, 52 f.) 
im Zusammenhang mit einer wegen ausgedehnter posttraumatischer De-
generationen des linken Fusses am 4. Juli 2019 durchgeführten TTC- so-
wie Talonavicular-Arthrodese (AB 47, 91) holte die Suva medizinische Un-
terlagen ein und anerkannte einen Rückfall zum Ereignis vom 2. Oktober 
2005 mit entsprechender Leistungspflicht ihrerseits (AB 54 ff., insbes. 76). 
Im Rahmen des Eingriffs vom 4. Juli 2019 und der notwendigen periopera-
tiven Schmerztherapie kam es zu multiplen Komplikationen; der Versicher-
te musste auf die Intensivstation verlegt und längere Zeit beatmet werden 
(AB 89 ff.; vgl. auch AB 155/12 f.). Am 15. Januar 2021 erfolgte die 
vollständige Metallentfernung und am 19. März 2021 eine OSG-
Rearthrodese links, dies je mit anschliessenden Reha-Aufenthalten (AB 
213 ff., 269, 271). Parallel dazu wie auch im Nachgang liess die Suva den 
Versicherten versicherungsmedizinisch beurteilen (AB 155, 225, 366, 368 
f., 380). Am 22. März 2022 teilte die Suva dem Versicherten formlos mit, 
das Taggeld werde per 31. März 2022 eingestellt und eine weitere unfall-
bedingte Behandlung sei nicht mehr notwendig (AB 378); gemäss weiterem 

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Schreiben vom 5. April 2022 übernahm sie bis auf weiteres noch die Kos-
ten für die unfallbedingte Inhalationstherapie (AB 383). Mit Verfügung vom 
7. April 2022 (AB 392) verneinte die Suva bei einem ermittelten Invali-
ditätsgrad von 7 % den Anspruch auf eine Invalidenrente, sprach dem Ver-
sicherten aber zusätzlich zu der bereits mit Verfügung vom 21. Mai 2021 
(ausgehend von einer Integritätseinbusse von 20 % [linkes Sprunggelenk]; 
AB 288) zugesprochenen Integritätsentschädigung in Höhe von Fr. 21'360.-
- noch eine solche von Fr. 32'040.-- (30 % für die Folgen der Polyneuropa-
thie und der beeinträchtigten Lungenfunktion) zu. Mit Einspracheentscheid 
vom 17. November 2022 (AB 402) hiess die Suva die Einsprache des Ver-
sicherten vom 24. Mai 2022 (AB 397) insoweit teilweise gut, als sie ihm 
eine Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 12 % zusprach; im Übri-
gen wies sie die Einsprache ab.

B.

Hiergegen liess der Versicherte, vertreten durch Advokatin D.________, 
mit Eingabe vom 4. Januar 2023 Beschwerde erheben und beantragen, in 
Aufhebung des angefochtenen Entscheids seien ihm weiterhin Taggeldleis-
tungen und die Kosten für die Heilbehandlungen auszurichten, eventualiter 
sei die Sache zur Klärung des medizinischen Sachverhalts sowie der ver-
bleibenden Restarbeitsfähigkeit mittels polydisziplinären Gutachtens und zu 
neuem Entscheid an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, subeven-
tualiter sei ihm eine Invalidenrente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 
26 %, subsubeventualiter von 27 % auszurichten, unter o/e-Kostenfolge zu 
Lasten der Beschwerdegegnerin.

Mit Beschwerdeantwort vom 1. Februar 2023 beantragte die Beschwerde-
gegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt C.________, die Abweisung der 
Beschwerde und die Bestätigung des Einspracheentscheids vom 17. No-
vember 2022.

Am 1. März 2023 zog der Beschwerdeführer das in der Beschwerde even-
tualiter gestellte Begehren um Gewährung der unentgeltlichen Rechtsver-
beiständung zurück.

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Gemäss Mitteilung vom 31. März 2023 wurde der Beschwerdeführer fortan 
von Rechtsanwalt B.________ vertreten.

Am 7. Juni 2023 reichte der Beschwerdeführer eine medizinische Stellung-
nahme der Klinik E.________ vom 11. April 2023 (Akten des Beschwerde-
führers, Beschwerdebeilage [BB] 3) ein.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 17. Novem-
ber 2022 (AB 402). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwer-
deführers auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung (Taggelder 
und Heilbehandlung bzw. Rente) und in diesem Zusammenhang die 
Vollständigkeit der Sachverhaltsabklärung. Nicht umstritten ist demge-

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genüber die Bemessung der zugesprochenen Integritätsentschädigung; für 
diesbezügliche Feststellungen des Gerichts besteht kein Anlass.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Am 1. Januar 2017 sind die Änderung vom 25. September 2015 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung (UVG; 
SR 832.20) und die Änderung vom 9. November 2016 der Verordnung vom 
20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) in 
Kraft getreten. Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem In-
krafttreten der Änderung vom 25. September 2015 des UVG ereignet ha-
ben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen 
sind, werden nach bisherigem Recht gewährt (Abs. 1 der Übergangsbe-
stimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG). 

Es werden Leistungen gestützt auf ein Ereignis vom 2. Oktober 2005 gel-
tend gemacht (AB 158), womit auf den vorliegenden Fall die bis 31. De-
zember 2016 gültig gewesene Rechtslage zur Anwendung gelangt. 

2.2 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen 
Unfallversicherung setzt zunächst das Vorliegen eines Berufsunfalles, 
eines Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit (Art. 6 Abs. 1 UVG) 
sowie eines natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen 
dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 129 V 177 E. 3.1 
und 3.2 S. 181; SVR 2018 UV Nr. 3 S. 9 E. 3.1, 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.3 Ist der Versicherte infolge des Unfalles voll oder teilweise 
arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG), so hat er Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 
Abs. 1 UVG). Ferner hat er Anspruch auf die zweckmässige Behandlung 
von Unfallfolgen (Art. 10 UVG).

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Der Unfallversicherer hat den Fall unter Einstellung von Heilbehandlung 
und Taggeld sowie Prüfung des Anspruchs auf Invalidenrente und Inte-
gritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der ärztli-
chen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes 
mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der 
Invalidenversicherung abgeschlossen sind (Art. 19 Abs. 1 UVG; BGE 143 V 
148 E. 3.1.1 S. 151, 137 V 199 E. 2.1 S. 201). Die Besserung bestimmt 
sich namentlich nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wie-
derherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit unfallbedingt beeinträchtigt, wo-
bei die durch weitere Heilbehandlung zu erwartende Besserung ins Ge-
wicht fallen muss. Unbedeutende Verbesserungen genügen nicht (BGE 
134 V 109 E. 4.3 S. 115). Diese Frage ist prospektiv zu beurteilen (SVR 
2010 UV Nr. 3 S. 14 E. 8.2; zum Ganzen SVR 2020 UV Nr. 40 S. 163 
E. 2.3).

2.4 Ist die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10 % 
invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 
Abs. 1 UVG in der bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Fassung). Der 
Bundesrat regelt die Bemessung des Invaliditätsgrades in Sonderfällen. Er 
kann dabei auch von Art. 16 ATSG abweichen (Art. 18 Abs. 2 UVG).

Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde gan-
ze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsun-
fähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 
psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung 
und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbs-
möglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeits-
markt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Arbeits-
unfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbereich, 
sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Erwerbs-
möglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausgegliche-
nen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss teilweise 
Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähigkeit (BGE 
130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 

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und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV 
Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1).

3.

3.1 Zur Frage des Gesundheitszustandes sowie der Arbeits- und Leis-
tungsfähigkeit des Beschwerdeführers lässt sich den Akten im Wesentli-
chen Folgendes entnehmen:

3.1.1 In der versicherungsmedizinischen orthopädisch-chirurgischen Be-
urteilung vom 11./12. Mai 2020 hielten Prof. Dr. med. F.________, Fach-
arzt für Chirurgie, und PD Dr. med. G.________, Facharzt für Orthopädi-
sche Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, fest, der Be-
schwerdeführer habe nach einem 2005 erlittenen und in der Folge arthro-
skopisch und osteosynthetisch versorgten Distorsionstrauma des linken 
Sprunggelenks eine schwere Sprunggelenksarthrose entwickelt. Deswegen 
sei am 4. Juli 2019 eine Arthrodese durchgeführt worden. In der Folge die-
ser Operation sei es zu einem dramatischen Verlauf mit einem postoperati-
ven, am ehesten Opiat-induzierten paralytischen Ileus, einem paroxysma-
len tachykarden, hämodynamisch relevanten Vorhofflimmern, einer akuten 
Niereninsuffizienz, einem hyperaktiven Delir, einem schweren Acute Respi-
ratory Distress Syndrome (ARDS) nach Aspirationspneumonie, einer Tra-
cheobronchitis, einer unteren gastro-intestinalen-Blutung bei ischämischen 
Schleimhautveränderungen im Zökum und proximalen Colon, einer Bakte-
riämie mit Enterobacter cloacae, einer anämisierenden kreislaufrelevanten 
Blutung im Oberschenkel links, kleinen subarachnoidalen und intraparen-
chymatösen Blutungen und einer Critical Illness Polyneuropathie und My-
opathie mit einer schlaffen atrophen Tetraparese (inklusive Mitbeteiligung 
der Atemmuskulatur) gekommen. All diese Komplikationen hätten zu einer 

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zweimaligen Verlegung auf die Intensivstation mit Intubation und Beatmung 
geführt (AB 155/6 f., 155/10 ff.). Im vorliegenden Fall sei die Arthrose des 
oberen Sprunggelenks mit weit überwiegender Wahrscheinlichkeit Folge 
des Ereignisses vom 2. Oktober 2005. Der Krankheitsverlauf sei in sich 
konsistent. Die Rehabilitation sei eine absolut notwendige Fortsetzung der 
Behandlung bei Critical Illness (AB 155/13). Eine Behandlung sei unfallbe-
dingt nach wie vor notwendig; es sei davon auszugehen, dass insbesonde-
re durch die pneumologische Behandlung eine weitere Verbesserung er-
zielt werden könne (AB 155/11).

3.1.2 In der weiteren orthopädisch-chirurgischen Beurteilung vom 
23. März 2021 stellte Prof. Dr. med. F.________ fest, dass es seit der Ar-
throdese-Operation vom 4. Juli 2019 zu keiner (vollständigen) Durchbau-
ung der Sprunggelenke gekommen sei. Wegen zunehmender Schmerzen 
sei die Metallentfernung erfolgt (15. Januar 2021; vgl. AB 214) und die Indi-
kation zur Rearthrodese gestellt worden. Weder das lokale Problem am 
Sprunggelenk noch das systemische Problem der restriktiven Pneumopa-
thie bei Status nach Langzeitbeatmung könnten als stabil resp. abge-
schlossen beurteilt werden. Es sei zu erwarten, dass die Schmerzen im 
Bereich des rechten Unterschenkels/Fusses links bei Ausheilung der Ar-
throdese verschwänden oder zumindest deutlich besser würden. Bezüglich 
der pulmonalen Situation sei keine vollständige Besserung zu erwarten; es 
sei mit einer bleibenden Limitierung zu rechnen. Das weitere medizinische 
Vorgehen mit den angekündigten Operationen sei indiziert und diese Ein-
griffe stünden in einem klaren kausalen Zusammenhang mit dem Unfaller-
eignis vom 2. Oktober 2005 (AB 225/5 ff.).

3.1.3 Im Zusammenhang mit der Durchführung der OSG-Rearthrodese 
am 19. März 2021 wurde vom I.________ ein komplikationsloser peri- und 
postoperativer Verlauf mit regredienten Schmerzen bescheinigt. Der Be-
schwerdeführer sei bei subjektiv gutem Wohlbefinden in die stationäre Re-
habilitation entlassen worden (Austrittsbericht vom 25. März 2021; 
AB 269/3).

3.1.4 Während der Rehabilitation in der Rehaklinik H.________ AG vom 
26. März bis 16. April 2021 waren gemäss Austrittsbericht vom 16. April 
2021 (mit Ausnahme einer Ansteckung mit Corona) keine nennenswerten 

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Komplikationen aufgetreten. Der Beschwerdeführer habe eine deutlich 
bessere körperliche Stabilisierung angegeben; er sei mit dem Ergebnis der 
erfolgten Operation und dem anschliessenden Rehabilitationsverlauf sehr 
zufrieden gewesen (AB 271/4).

Auch anlässlich der dreimonatigen Verlaufskontrolle vom 11. Juni 2021 im 
Spital I.________ berichtete der Beschwerdeführer über einen äusserst 
erfreulichen Verlauf ohne Schmerzsymptomatik in Bezug auf seinen Fuss. 
Der Beschwerdeführer dürfe nun langsam zur Vollbelastung übergehen, 
was er bereits schon getan habe (AB 307/3). Auch 4.5 Monate postoperativ 
gingen die Ärzte des Spitals I.________ von einem regelrechten Verlauf 
aus und erlaubten dem Beschwerdeführer die Vollbelastung mit orthopädi-
schen Schuhen (AB 325/3; vgl. auch AB 348, 351). 

3.1.5 Nach Einleitung einer inhalativen Therapie (vgl. AB 316) bei fibroti-
schen Veränderungen nach ARDS mit mittlerweile stationären Befunden 
mit mittelschwerer restriktiver Ventilationsstörung (vgl. AB 323) ohne sub-
jektive Besserung der Beschwerden (vgl. AB 331/2) konsultierte der Be-
schwerdeführer am 18. November 2021 Dr. med. J.________, Fachärztin 
für Allgemeine Innere Medizin sowie für Pneumologie. Diese befundete 
lungenfunktionell eine mittelschwere restriktive Ventilationsstörung und 
eine mittelschwere Einschränkung der Diffusionskapazität. Die dynami-
schen Lungenvolumina seien im Vergleich zu Voruntersuchungen besser 
bzw. unverändert. Da die probatorische inhalative Therapie keinen Benefit 
gebracht habe, sei diese ersatzlos zu streichen. Nebst der restriktiven Ven-
tilationsstörung bestehe sicher auch eine ausgeprägte Dekonditionierung 
und es sei eine Gewichtszunahme von 13 kg dokumentiert (AB 345/3).

3.1.6 Nachdem hinsichtlich der Critical Illness Polyneuropathie die Ursa-
chen einer vermuteten schweren neurogenen Schädigung der Nerven am 
rechten Bein anhand einer am 10. August 2020 in der Klinik E.________ 
durchgeführten Elektroneurografie nicht näher eingegrenzt werden konnten 
(AB 364/3 ff.), erfolgte am 5. Januar 2022 eine neurologische Verlaufsbeur-
teilung mit Elektrophysiologie durch Dr. med. K.________, Facharzt für 
Neurologie. Dessen Beurteilung zufolge zeigten sich im Neurostatus zwar 
noch immer, im Vergleich zu den früheren Befunden der Klinik E.________ 
jedoch deutlich gebesserte, Befundhinweise auf eine Polyneuropathie. Es 

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sei sehr erfreulich und aufgrund der Aktenlage überhaupt nicht selbstver-
ständlich, dass der Beschwerdeführer überhaupt überlebt habe und wieder 
als Fussgänger unterwegs sein könne. Aufgrund der langen Zeitdauer zum 
Beginn der Symptomatik sei nun eher von einem Endzustand auszugehen; 
es sei nicht zu erwarten, dass sich die Nerven noch komplett erholen wür-
den. Da vor allem Minus-Symptome vorlägen, mache eine medikamentöse 
Therapie mit Pregabalin oder Neurotin aktuell keinen Sinn (AB 366).

3.1.7 Die Versicherungsmedizinerin Dr. med. L.________, Fachärztin für 
Allgemeine Innere Medizin, diagnostizierte im Bericht vom 14. Januar 2022 
einen Status nach OSG-/USG-Rearthrodese links am 19. März 2021 und 
einen Status nach kompliziertem postoperativem Verlauf im Juli 2019 im 
Rahmen der OSG-/USG-Arthrodese mit/bei leichter bis mittelschwerer re-
striktiver Ventilationsstörung bei Status nach ARDS sowie Critical Illness 
Polyneuromyopathie nach prolongierter IPS-Behandlung. Ein Jahr postope-
rativ zeige sich die Arthrodese konsolidiert. Der Beschwerdeführer könne in 
Spezialschuhen wieder Strecken von ca. 30 Minuten gehen. Fortbestehend 
sei eine Polyneuropathie an beiden Füssen/Unterschenkeln sowie eine 
Anstrengungsdyspnoe. Die beiden letzten Symptome seien durch Spezia-
lärzte abgeklärt worden. Von einer wesentlichen Verbesserung der unfall-
kausalen Beschwerden sei nicht auszugehen. Der medizinische Endzu-
stand sei erreicht. Es ergebe sich folgendes Belastbarkeitsprofil: Vorwie-
gend sitzende Tätigkeit mit der Möglichkeit, gelegentlich aufzustehen und 
kleinere Gehstrecken zurückzulegen, Gewichtsbelastung einmalig bis ma-
ximal 10-15 kg, repetitiv nicht mehr als 5 kg; Gehstrecken auf unebenem 
Boden, Treppensteigen und Zwangshaltungen für die Beine seien zu ver-
meiden. Unter diesen Umständen könne eine Arbeit ganztags ausgeführt 
werden (AB 368/8 f.).

3.1.8 Im Zusammenhang mit einer pneumologischen Standortbestim-
mung vor Sigmaresektion am 10. Februar 2022 berichtete der Beschwerde-
führer über eine allenfalls diskrete Verschlechterung seiner respiratorischen 
Situation. Er profitiere jedoch sehr gut von einer Atemphysiotherapie. Dr. 
med. J.________ wies bei eigentlich besserer Untersuchungsqualität auf 
eine deutliche Abnahme der dynamischen Lungenvolumina mit nun 
schwergradiger restriktiver Ventilationsstörung hin. Aufgrund dessen und 

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im Hinblick auf die Operation würde sie die aktuell bestehende Bronchodi-
latation mit Anoro vorerst fortführen, obschon subjektiv kein Benefit beste-
he und keine eigentliche Obstruktion dokumentiert werden könne. Mittelfris-
tig sei ein Gewichtsverlust dringend indiziert (AB 374/2).

3.1.9 Dr. med. M.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, 
Aerztezentrum N.________ AG, attestierte noch in den Monaten Januar bis 
März 2022 eine volle unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit (AB 370/1, 373/1). 
Mit Schreiben vom 31. März 2022 wies sie darauf hin, dass der Beschwer-
deführer aufgrund der durch die postoperativen Komplikationen entfachten 
bleibenden gesundheitlichen Schäden weiterhin einer Betreuung durch 
Spezialärzte und spezieller Hilfsmittel bedürfe (AB 384; vgl. auch AB 379 
f.).

3.1.10 Bezugnehmend auf die versicherungsmedizinische Beurteilung vom 
14. Januar 2022 (AB 368/8 f.; vgl. E. 3.2.7 hiervor) kritisierten die Dres. 
med. O.________, Fachärztin für Neurologie, und P.________, Facharzt 
für Allgemeine Innere Medizin sowie für Pneumologie, beide Klinik 
E.________, im (an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers adressier-
ten) Schreiben vom 11. April 2023 das weitgehende Fehlen objektiver Da-
ten zur kardiopulmonalen und muskulären Leistungsfähigkeit (BB 3).

3.2 Aufgrund der Akten (vgl. insbes. AB 155/13, 225/7) steht fest und ist 
zu Recht unbestritten, dass die (Re-)Arthrodese sowie die damit einherge-
hende Polyneuropathie und Anstrengungsdyspnoe in einem natürlichen 
(und adäquaten) Kausalzusammenhang zu dem im Sinne von Art. 4 ATSG 
als tatbestandsmässig anerkannten Ereignis vom 2. Oktober 2005 stehen 
(vgl. E. 2.2 hiervor). Die Beschwerdegegnerin hat denn auch entsprechen-
de Versicherungsleistungen erbracht. Umstritten ist hingegen, ob der Be-
schwerdeführer über die von der Beschwerdegegnerin bestimmte Einstel-
lung per 31. März 2022 hinaus weiterhin Anspruch auf Leistungen der obli-
gatorischen Unfallversicherung hat.

3.3 Im hier angefochtenen Einspracheentscheid vom 17. November 
2022 (AB 402/6) stützte sich die Beschwerdegegnerin massgeblich auf den 
Bericht der Versicherungsmedizinerin Dr. med. L.________ vom 14. Januar 
2022, wonach der medizinische Endzustand erreicht sei (AB 368/9).

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3.3.1 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

Auch reine Aktengutachten können beweiskräftig sein, sofern ein lückenlo-
ser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beur-
teilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, mit-
hin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den Hin-
tergrund rückt (SVR 2020 IV Nr. 38 S. 134 E. 4.3).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354; SVR 2022 UV Nr. 3 S. 8 
E. 3.2).

3.3.2 Der Bericht der Versicherungsmedizinerin Dr. med. L.________ 
vom 14. Januar 2022 (AB 368) erfüllt die Voraussetzungen der Rechtspre-
chung an medizinische Berichte (vgl. E. 3.3.1 hiervor) und erbringt vollen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Juli 2023, UV/23/8, Seite 13

Beweis. Dabei schadet es nicht, dass es sich um einen Aktenbericht han-
delt, konnte Dr. med. L.________ ihre Einschätzungen doch auf lückenlos 
erhobene Befunde und zahlreiche (fach-)ärztliche Berichte, in welchen der 
Heilverlauf und die funktionellen Beeinträchtigungen mit hinreichender De-
tailliertheit dokumentiert sind, abstellen, womit es im Hinblick auf eine zu-
verlässige Beurteilung der streitigen Fragen keiner direkten ärztlichen Be-
fassung mit dem Beschwerdeführer bedurfte (vgl. E. 3.3.1 hiervor).

3.3.3 In Bezug auf den vom Beschwerdeführer beanstandeten Zeitpunkt 
des Fallabschlusses (Beschwerde S. 9 ff.) gilt es in Erinnerung zu rufen, 
dass sich die namhafte Besserung namentlich nach Massgabe der zu er-
wartenden Steigerung oder Wiederherstellung der (unfallbedingt beein-
trächtigten) Arbeitsfähigkeit bestimmt, wobei die durch weitere Heilbehand-
lung zu erwartende Besserung ins Gewicht fallen muss (vgl. E. 2.3 hiervor). 
Entgegen dem Beschwerdeführer wurde seitens der Beschwerdegegnerin 
nicht allein auf die Angaben der Kreisärztin Dr. med. L.________ abge-
stellt, vielmehr wurden auch andere fachärztliche Berichte berücksichtigt 
(vgl. Beschwerdeantwort Rz. 12 ff.): So sahen Prof. Dr. med. F.________ 
und PD Dr. med. G.________ im Mai 2020 vorerst weiteren Behandlungs-
bedarf (AB 155/11; vgl. E. 3.1.1 hiervor) und ersterer erwartete im März 
2021 nach Ausheilung der geplanten Arthrodese das Verschwinden oder 
zumindest eine deutliche Besserung der Schmerzsymptomatik (AB 225/6; 
vgl. E. 3.1.2 hiervor). Nach Durchführung der fraglichen Arthrodese berich-
tete das Spital I.________ im März 2021 denn auch von einem komplikati-
onslosen peri- und postoperativen Verlauf mit regredienten Schmerzen und 
Entlastung des Beschwerdeführers bei subjektiv gutem Wohlbefinden 
(AB 269/3; vgl. E. 3.1.3 hiervor). Im April 2021 wurde seitens der Rehaklinik 
H.________ zudem ein erfolgreicher Rehabilitationsverlauf ohne nennens-
werte Komplikationen (mit Ausnahme eines positiven Corona-Tests) und 
eine grosse Zufriedenheit des Beschwerdeführers betreffend Operationser-
gebnis und Verlauf der Reha festgestellt (AB 271/4; vgl. E. 3.1.4 hiervor). In 
Bezug auf die fortbestehende Anstrengungsdyspnoe stellte Dr. med. 
J.________ anlässlich der Konsultation vom 18. November 2021 unverän-
derte bzw. leicht bessere dynamische Lungenvolumina fest; weiter hielt sie 
fest, die probatorische inhalative Therapie habe keinen Benefit gebracht 
(AB 345/3; vgl. E. 3.1.5 hiervor). Hinsichtlich der Critical Illness Polyneur-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Juli 2023, UV/23/8, Seite 14

opathie ging der Neurologe Dr. med. K.________ im Januar 2022 explizit 
von einem Endzustand aus (AB 366/2; vgl. E. 3.1.6 hiervor). Angesichts 
dieser (kohärenten und widerspruchsfreien) spezialärztlichen Berichte sind 
die Feststellungen von Dr. med. L.________ zum Zeitpunkt des Fallab-
schlusses (AB 368/8 f.; vgl. E. 3.1.7 hiervor) nachvollziehbar und schlüssig. 

3.3.4 Soweit sich der Beschwerdeführer nunmehr auf die Angaben der 
Internistin/Pneumologin Dr. med. J.________ vom 10. Februar 2022 
(AB 374; vgl. E. 3.1.8 hiervor) beruft (Beschwerde S. 9), weist die Be-
schwerdegegnerin zu Recht darauf hin, dass denselben keine Angaben zu 
einer ins Gewicht fallenden Steigerung der Arbeitsfähigkeit mittels ärztlicher 
Behandlung zu entnehmen sind (Beschwerdeantwort Rz. 25), hat dieser 
Bericht doch primär einen therapeutischen Ansatz. Gleiches gilt auch für 
die Berichte der Aerztezentrum N.________ AG, Dr. med. M.________, 
vom 1. September 2021 [AB 331] und 31. März 2022 [AB 384; vgl. E. 3.1.9 
hiervor]) und der Klinik E.________ vom 11. April 2023 (BB 3; vgl. E. 3.1.10 
hiervor). Im letztgenannten Bericht wird im Wesentlichen das Fehlen objek-
tiver Daten zur kardiopulmonalen und muskulären Leistungsfähigkeit des 
Beschwerdeführers bemängelt, was im Wesentlichen darauf zurückzu-
führen ist, dass der Klinik E.________ einzig die kreisärztliche Beurteilung 
von Dr. med. L.________ vom 14. Januar 2022 (AB 368; vgl. E. 3.1.7 hier-
vor) vorgelegt worden war. In den weiteren Akten finden sich indessen ent-
sprechende Befunderhebungen (dynamische Lungenvolumina) der Pneu-
mologie des Spitals I.________ vom 15. Juni 2021 (AB 316) sowie der Dr. 
med. J.________ vom 18. November 2021 (AB 345) und 10. Februar 2022 
(AB 374). In diesem Zusammenhang gilt sodann zu berücksichtigen, dass 
die restriktive Ventilationsstörung und die Einschränkung der Diffusionska-
pazität nicht allein auf organische Ursachen zurückzuführen sind, sondern 
insbesondere auch eine ausgeprägte Dekonditionierung und Gewichtszu-
nahme (AB 345/3), weshalb ein Gewichtsverlust eindringlich empfohlen 
wurde (AB 374/2). Darüber hinaus enthalten die Akten keine anderweitigen 
(fach-)medizinischen Berichte, welche gegen die Annahme eines medizini-
schen Endzustandes sprechen würden; solche wurden namentlich auch 
nicht im Beschwerdeverfahren vorgelegt. Die blosse Weiterführung der 
Atemphysiotherapie (AB 374/2) und Inhalationstherapie (AB 384) sowie die 
Versorgung mit orthopädischen Spezialschuhen (AB 384) reichen nicht 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Juli 2023, UV/23/8, Seite 15

aus, um den Fallabschluss hinauszuzögern (zur Voraussetzung der nam-
haften Besserung des Gesundheitszustandes vgl. E. 2.3 und 3.3.3 hiervor; 
vgl. auch Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 8. Februar 2023, 
8C_511/2022, E. 6.1.4). Damit steht gestützt auf die medizinischen Akten 
fest, dass in somatischer Hinsicht ein stabiler Zustand vorliegt und ab dem 
Zeitpunkt des Fallabschlusses per 31. März 2022 von einer Fortsetzung der 
ärztlichen Behandlung mit überwiegender Wahrscheinlich keine namhafte, 
ins Gewicht fallende Besserung des Gesundheitszustandes mehr zu erwar-
ten war. Der Zeitpunkt des Fallabschlusses ist nicht zu beanstanden.

3.4 Neben den Feststellungen von Dr. med. L.________ betreffend 
Fallabschluss per 31. März 2022 überzeugt auch das von ihr erstellte Zu-
mutbarkeitsprofil – ganztägige Arbeits- bzw. Leistungsfähigkeit in einer 
vorwiegend sitzenden Verweistätigkeit mit maximaler Gewichtsbelastung 
von einmalig 10-15 kg bzw. repetitiv 5 kg und mit der Möglichkeit, gelegent-
lich aufzustehen und kleinere Gehstrecken (unter Vermeidung von Geh-
strecken auf unebenem Boden, Treppensteigen und Zwangshaltungen für 
die Beine) zurückzulegen (AB 368/9) –, wurden dabei doch die verbliebe-
nen gesundheitlichen Einschränkungen des Beschwerdeführers zutreffend 
berücksichtigt. Dieser legt denn auch nicht dar, inwiefern das Zumutbar-
keitsprofil für ihn ungeeignete Tätigkeiten umfassen soll. Auch der Hinweis 
auf die von Dr. med. M.________ bescheinigte volle Arbeitsunfähigkeit 
(AB 373; vgl. E. 3.1.9 hiervor) ist unbehelflich, da sich dieses Attest auf die 
bisherige und nicht auf eine angepasste Tätigkeit bezieht und überdies nur 
bis Ende März 2022 gilt. Schliesslich darf und soll das Gericht in Bezug auf 
Atteste von Hausärzten der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass 
Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstel-
lung in Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 
351 E. 3b cc S. 353; SVR 2015 IV Nr. 26 S. 80 E. 5.3.3.3). Dies gilt nicht 
nur für den allgemein praktizierenden Hausarzt, sondern ebenso für den 
behandelnden Spezialarzt und erst recht für den schmerztherapeutisch 
tätigen Arzt mit seinem besonderen Vertrauensverhältnis und dem Erfor-
dernis, den geklagten Schmerz zunächst bedingungslos zu akzeptieren 
(Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute: 
BGer] vom 20. März 2006, I 655/05, E. 5.4).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Juli 2023, UV/23/8, Seite 16

Der medizinische Sachverhalt wurde seitens der Verwaltung in Nachach-
tung der Untersuchungsmaxime (Art. 43 Abs. 1 ATSG) rechtsgenüglich 
abgeklärt, weshalb sich weitere Beweismassnahmen erübrigen (antizipierte 
Beweiswürdigung: BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 
V 157 E. 1d S. 162; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 163 E. 4).

4.

Zu prüfen sind in einem weiteren Schritt die Auswirkungen der medizini-
schen Ausgangslage auf den Anspruch auf eine Invalidenrente.

4.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird bei einer erwerbs-
tätigen versicherten Person das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt 
der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und 
allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit 
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt 
zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 
geworden wäre (Art. 16 ATSG).

4.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft. Die Ermittlung des Valideneinkommens hat 
so konkret wie möglich zu erfolgen (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110, 134 V 
322 E. 4.1 S. 325; SVR 2022 UV Nr. 4 S. 12 E. 3.2). Lässt sich aufgrund 
der tatsächlichen Verhältnisse das ohne gesundheitliche Beeinträchtigung 
realisierbare Einkommen nicht hinreichend genau beziffern, ist auf statisti-
sche Werte wie die vom Bundesamt für Statistik (BFS) herausgegebenen 
Lohnstrukturerhebungen (LSE) abzustellen. Auf sie darf jedoch im Rahmen 
der Invaliditätsbemessung nur unter Mitberücksichtigung der für die Entlöh-
nung im Einzelfall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen 
Faktoren abgestellt werden (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110; SVR 2022 IV 
Nr. 22 S. 71 E. 4.2).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Juli 2023, UV/23/8, Seite 17

4.1.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 148 V 174 E. 6.2 S. 181, 143 V 295 E. 2.2 
S. 296). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens 
keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit 
aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne 
gemäss den LSE herangezogen werden (BGE 148 V 174 E. 6.2 S. 181, 
143 V 295 E. 2.2 S. 297). Dabei wird in der Regel der Totalwert angewen-
det. Praxisgemäss ist beim anhand der LSE vorgenommenen Einkom-
mensvergleich sodann von der Tabellengruppe A (standardisierte Brut-
tolöhne) auszugehen, wobei üblicherweise auf die Tabelle 
TA1_tirage_skill_level, privater Sektor, abgestellt wird. Bei der Verwendung 
der standardisierten Bruttolöhne ist gemäss Rechtsprechung jeweils vom 
sogenannten Zentralwert (Median) auszugehen (BGE 148 V 174 E. 6.2 
S. 181, 143 V 295 E. 2.2 S. 297).

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 148 V 
174 E. 6.3 S. 182, 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 
2018 IV Nr. 46 S. 148 E. 3.3). Zu beachten ist, dass allfällige bereits in der 
Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche 
Einschränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten 
Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Ge-
sichtspunkts führen dürfen (BGE 148 V 174 E. 6.3 S. 182, 146 V 16 E. 4.1 
S. 20).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Juli 2023, UV/23/8, Seite 18

4.1.3 Auf der Grundlage der Gesetzesdelegation von Art. 18 Abs. 2 UVG 
hat der Bundesrat Art. 28 UVV erlassen, der besondere Vorschriften für die 
Bestimmung der Invalidität in Sonderfällen enthält. Art. 28 Abs. 4 UVV be-
stimmt, dass, wenn ein Versicherter nach dem Unfall die Erwerbstätigkeit 
altershalber nicht mehr aufnimmt oder das vorgerückte Alter sich erheblich 
als Ursache der Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit auswirkt, für die 
Bestimmung des Invaliditätsgrades die Erwerbseinkommen massgebend 
sind, die ein Versicherter im mittleren Alter bei einer entsprechenden Ge-
sundheitsschädigung erzielen könnte. Diese Bestimmung bezieht sich auf 
zwei Situationen: jene, in der der Versicherte wegen seines Alters nach 
dem Unfall keine Erwerbstätigkeit wiederaufnimmt (Variante I), und jene, in 
der die Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit durch das vorgerückte Alter 
verursacht ist (Variante II). Der Versicherte, der das eine oder andere die-
ser Fallbeispiele erfüllt, wird daher eine Invalidenrente nur erhalten, sofern 
eine solche Rente unter den gleichen Voraussetzungen einem Versicherten 
mittleren Alters gewährt würde, der die gleichen beruflichen Fähigkeiten 
und die gleichen persönlichen Eignungen aufweist. Deses System beruht 
auf der Erwägung, dass eine gleiche Gesundheitsbeeinträchtigung bei ei-
ner älteren Person aus verschiedenen Gründen (Wiedereingliederungs- 
oder Umschulungsschwierigkeiten, Abnahme der Anpassungs- und Lern-
fähigkeit) sehr bedeutendere Auswirkungen auf die Erwerbsfähigkeit als bei 
einer Person mittleren Alters nach sich ziehen kann, während das Alter als 
solches keine Gesundheitsbeeinträchtigung ist, für die der Unfallversicherer 
auszukommen hat. Es geht darum, die Gewährung von Invalidenrenten zu 
verhindern, die in Wirklichkeit einen Anteil von Altersleistungen mit sich 
bringen. Das mittlere Alter beträgt 42 Jahre oder liegt zwischen 40 und 45 
Jahren, während das vorgerückte Alter ungefähr 60 Jahre beträgt; es han-
delt sich indessen nur um eine Grössenordnung und nicht um eine absolute 
Grenze (BGE 148 V 419 E. 7.2 S. 422 f. = Pra 2022 S. 1208 f.).

4.2 Massgeblicher Zeitpunkt für den Rentenbeginn ist der 1. April 2022, 
nachdem der Fallabschluss per 31. März 2022 vorzunehmen ist (vgl. BGE 
143 V 148 E. 3.1.1 S. 151, 137 V 199 E. 2.1 S. 201); auf diesen Zeitpunkt 
hin sind Validen- und Invalideneinkommen zu erheben. Beim Entstehen 
des Rentenanspruchs war der Beschwerdeführer fast 68 Jahre alt und da-
mit im ordentlichen AHV-Rentenalter. Entsprechend gelangt Art. 24 Abs. 4 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Juli 2023, UV/23/8, Seite 19

UVV (vgl. E. 4.1.3 hiervor) zur Anwendung, was zwischen den Parteien zu 
Recht unbestritten ist.

4.3 Bei der Ermittlung des Valideneinkommens stützte sich die Be-
schwerdegegnerin aufgrund des fortgeschrittenen Alters des Beschwerde-
führers auf den LSE-Tabellenlohn (AB 392/2, 402/7). Nach Meinung des 
Beschwerdeführers bezieht sich indessen Art. 28 Abs. 4 UVV auf die Be-
stimmung des Invalideneinkommens, weshalb vorliegend das Validenein-
kommen anhand des zuletzt erzielten Einkommens zu ermitteln sei, zumal 
nicht überwiegend wahrscheinlich erstellt sei, dass er die angestammte 
Arbeitstätigkeit im Gesundheitsfall mit Eintritt des ordentlichen Rentenalters 
aufgegeben hätte (Beschwerde S. 13). Sollte wider Erwarten dennoch auf 
die LSE-Tabellenlöhne abgestellt werden, sei mit Blick auf sein zuletzt er-
zieltes Einkommen und die Erwerbsbiografie das Kompetenzniveau 4 
(statt 3) heranzuziehen (Beschwerde S. 14).

4.3.1 In Fällen von Art. 28 Abs. 4 UVV kann grundsätzlich sowohl auf die 
LSE (vgl. z.B. Entscheid des BGer vom 3. März 2017, 8C_9/2017, E. 4.1) 
wie auch auf das bisherige Einkommen (Entscheid des BGer vom 26. Sep-
tember 2017, 8C_307/2017, E. 3.2 und 5.1) abgestellt werden. Vorliegend 
befand sich der Beschwerdeführer im Zeitpunkt des Fallabschlusses be-
reits im AHV-Rentenalter. Eine Fortsetzung seiner Erwerbstätigkeit über 
das AHV-Rentenalter hinaus (wofür der Leistungsansprecher beweispflich-
tig wäre) ist nicht überwiegend wahrscheinlich. Ein Abstellen auf die bishe-
rige Tätigkeit fällt damit entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers 
(Beschwerde S. 13 f. Ziff. 15) ausser Betracht. Die Beschwerdegegnerin 
hat zu Recht auf die LSE abgestellt.

4.3.2 Damit ist das Valideneinkommen – entsprechend den zur Zeit des 
Einspracheentscheids neusten statistischen Daten (vgl. BGE 143 V 295 
E. 2.3 S. 297) – gemäss der LSE 2020, Tabelle TA1, Wirtschaftszweige 55-
56 (Gastgewerbe/Beherbergung und Gastronomie) zu bestimmen. Die kor-
rekte Anwendung der LSE-Tabellen, namentlich die Wahl der Tabelle wie 
auch der Beizug der massgeblichen Stufe (Kompetenzniveau), ist eine 
Rechtsfrage. Gemäss Rechtsprechung erfasst das Kompetenzniveau 4 der 
Tabelle TA1 Tätigkeiten mit komplexer Problemlösung und Entscheidungs-
findung, welche ein grosses Fakten- und theoretisches Wissen in einem 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Juli 2023, UV/23/8, Seite 20

Spezialgebiet voraussetzen. Auf der nächsttieferen Stufe des Kompetenz-
niveaus 3 werden diejenigen Einkommen eingeordnet, welche in komple-
xen praktischen Tätigkeiten erzielt werden und ein grosses Wissen in ei-
nem Spezialgebiet erfordern. Auf dem Kompetenzniveau 2 sind die Löhne 
aus praktischen Tätigkeiten wie Verkauf, Pflege, Datenverarbeitung und 
Administration, Bedienen von Maschinen und elektronischen Geräten so-
wie Sicherheits- und Fahrdiensten verzeichnet. Das unterste Kompetenzni-
veau 1 spiegelt die Einkommen aus einfachen Tätigkeiten körperlicher oder 
handwerklicher Art.  Trotz dem dem Beschwerdeführer unbestrittenermas-
sen zu attestierenden grossen (Fach-)Wissen rechtfertigt sich vorliegend 
ein Abstellen auf das höchste Kompetenzniveau 4  mit Blick auf dessen 
Aus- und Weiterbildung (kein [Fach-]Hochschulstudium) nicht (vgl. Ent-
scheide des BGer vom 8. Juni 2021, 8C_152/2021, E. 4 i.V.m. E. 5.3.1, 
und vom 21. August 2019, 8C_878/2018, E. 5.2.1). Damit ist Kompetenzni-
veau 3 massgebend und es resultiert – angepasst an die betriebsübliche 
Arbeitszeit und aufindexiert auf das Jahr 2022 – ein hypothetisches Vali-
deneinkommen von Fr. 71'996.90 (Fr. 5'602.-- x 12 / 40 x 42.5 [betriebsüb-
liche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, Ziff. 55-56] / 100 x 100.8 
[Tabelle T1.1.20, Nominallohnindex, Männer, 2021-2022, Ziff. 55/56, Basis 
2020 und Index 2022]).

4.4 In Bezug auf das Invalideneinkommen gehen die Parteien überein-
stimmend davon aus, dass dieses anhand der (zur Zeit des Einsprachent-
scheids neusten) LSE-Tabellenlöhne (mitsamt Nominallohnentwicklung) zu 
ermitteln ist. Während indessen die Beschwerdegegnerin einen leidensbe-
dingten Abzug von 5 % als sachgerecht erachtet (AB 402/9), macht der 
Beschwerdeführer einen solchen von mindestens 10 % geltend (Be-
schwerde S. 15).

4.4.1 Der gewährte Tabellenlohnabzug von 5 % liegt mit Blick auf das 
Zumutbarkeitsprofil und die damit verbundenen – eher geringen – Ein-
schränkungen im Rahmen des der Verwaltung zustehenden Ermessens. 
Für eine gerichtliche Korrektur besteht kein Anlass. Da überdies beide Ver-
gleichseinkommen anhand statistischer Werte bestimmt werden, rechtferti-
gen die übrigen Einzelfallkriterien (Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufent-
haltskategorie und Beschäftigungsgrad) von vornherein keinen Abzug, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Juli 2023, UV/23/8, Seite 21

wären diese doch bei beiden Einkommen zu berücksichtigen (Entscheid 
des BGer vom 19. Januar 2009, 8C_42/2008, E. 5).

4.4.2 Ausgehend von der LSE 2020, angepasst an die betriebsübliche 
Arbeitszeit und aufindexiert auf das Jahr 2022 resultiert ein hypothetisches 
Jahresgehalt von Fr. 66'012.55 (Fr. 5'261.-- [TA1, Total Männer, Kompe-
tenzniveau 1] x 12 / 40 x 41.7 [betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirt-
schaftsabteilungen, Total] / 100 x 100.3 [Tabelle T1.1.20, Nominallohnin-
dex, Männer, 2021-2022, Total, Basis 2020 und Index 2022]). Unter zusätz-
licher Berücksichtigung des leidensbedingten Abzugs von 5 % ergibt sich 
ein Invalideneinkommen von Fr. 62.711.90 (Fr. 66'012.55 x 0.95).

4.5 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 71'996.90 und einem Invali-
deneinkommen von Fr. 62'711.90 resultiert eine Erwerbseinbusse von 
Fr. 9'285.-- (Fr. 71'996.90 ./. Fr. 62'711.90), was einem Invaliditätsgrad von 
13 % (zur Rundungspraxis siehe BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123) 
entspricht. Zum gleichen Ergebnis kommt man, wenn die Indexierung statt 
gestützt auf die – zur Zeit des Einsprachentscheids noch nicht vorgelege-
nen – Zahlen für das Jahr 2022 anhand der Zahlen für das Jahr 2021 vor-
genommen wird: Diesfalls beläuft sich das Valideneinkommen auf 
Fr. 71'496.95 (Fr. 5'602.-- x 12 / 40 x 42.5 [betriebsübliche Arbeitszeit nach 
Wirtschaftsabteilungen, Ziff. 55-56] / 100 x 100.1 [Tabelle T1.1.20, Nomi-
nallohnindex, Männer, 2021-2022, Ziff. 55/56, Basis 2020 und Index 2021]) 
und das Invalideneinkommen auf Fr. 62'086.70 (Fr. 5'261.-- x 12 / 40 x 41.7 
[betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, Total] / 100 x 99.3 
[Tabelle T1.1.20, Nominallohnindex, Männer, 2021-2022, Total, Basis 2020 
und Index 2021] x 0.95 [leidensbedingter Abzug]), woraus eine Erwerbs-
einbusse von Fr. 9'410.25 (Fr. 71'496.95 ./. Fr. 62'086.70) und damit ein 
Invaliditätsgrad von (gerundet) 13 % resultieren.

4.6 Folglich ist der angefochtene Einspracheentscheid der Suva vom 
17. November 2022 (AB 402) in teilweiser Gutheissung der Beschwerde 
dahingehend abzuändern, als der Beschwerdeführer Anspruch auf eine 
Invalidenrente aufgrund eines Invaliditätsgrades von 13 % hat. Im Übrigen 
ist die Beschwerde abzuweisen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Juli 2023, UV/23/8, Seite 22

5.

5.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG 
(Umkehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639) sind keine Verfahrenskosten zu 
erheben.

5.2

5.2.1 Nach der Rechtsprechung hat die beschwerdeführende Partei bei 
teilweisem Obsiegen mindestens Anspruch auf eine reduzierte Parteien-
tschädigung (BGE 110 V 54 E. 3a S. 57; SVR 2003 EL Nr. 5 S. 14 E. 4.1).

Ist das Quantitative einer Leistung streitig, rechtfertigt eine "Überklagung" 
eine Reduktion der Parteientschädigung nur, wenn das Rechtsbegehren 
den Prozessaufwand beeinflusst hat. Bei Streitigkeiten um die Höhe einer 
Invalidenrente darf die Parteientschädigung daher nicht allein deswegen 
reduziert werden, weil der Beschwerde führenden Person nicht die bean-
tragte ganze oder höhere Rente, sondern eine geringere Teilrente zuge-
sprochen wird (BGE 117 V 401 E. 2c S. 407). Es besteht grundsätzlich kein 
Anlass zu einer anderen Betrachtungsweise, wenn statt einer unbefristeten 
oder länger dauernden Rente ein befristeter Anspruch oder ein solcher für 
eine kürzere als die beantragte Dauer zugesprochen wird. Ebenso wie die 
Höhe des Anspruches betrifft dessen zeitliche Dimension das Quantitativ. 
Indessen kommt die Zusprechung einer vollen Parteientschädigung bei 
teilweisem Obsiegen nur in Frage, wenn die Beschwerde führende Person 
im Grundsatz obsiegt und lediglich im Masslichen (teilweise) unterliegt 
(Entscheid des BGer vom 16. November 2010, 9C_580/2010, E. 4.1).

5.2.2 Angesichts des Unterliegens im Grundsatz und des im Vergleich mit 
dem (Subeventual- bzw. Subsubeventual-)Antrag geringfügigen Obsiegens 
ist dem Beschwerdeführer eine reduzierte Parteientschädigung von pau-
schal Fr. 300.-- (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) zuzusprechen; diesen 
Betrag hat die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer zu bezahlen.

5.3 Das eventualiter gestellte Gesuch um unentgeltliche Verbeistän-
dung wurde mit Eingabe vom 1. März 2023 zurückgezogen. Entsprechend 
ist das Gesuchsverfahren vom Geschäftsverzeichnis abzuschreiben.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Juli 2023, UV/23/8, Seite 23

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Ein-
sprachentscheid der Suva vom 17. November 2022 dahingehend ab-
geändert, als dem Beschwerdeführer eine Invalidenrente aufgrund ei-
nes Invaliditätsgrades von 13 % zugesprochen wird. Im Übrigen wird 
die Beschwerde abgewiesen.

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer einen Parteikos-
tenanteil, gerichtlich bestimmt auf Fr. 300.-- (inkl. Auslagen und Mehr-
wertsteuer), zu ersetzen.

4. Das Verfahren betreffend das Gesuch um unentgeltliche Rechtsver-
beiständung wird vom Geschäftsverzeichnis abgeschrieben. 

5. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- Rechtsanwalt lic. iur. C.________ z.H. der Beschwerdegegnerin 

(samt Eingaben des Beschwerdeführers vom 31. März und 7. Ju-
ni 2023)

- Bundesamt für Gesundheit

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.