# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 49a4c58c-a411-594f-a385-beaebb1658ba
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-10-05
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Strafrecht 05.10.2020 470 20 151
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_004_470-20-151_2020-10-05.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, vom  

5. Oktober 2020 (470 20 151) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Strafprozessrecht 

 

 

Nichtanhandnahme des Verfahrens 

 

 

 

 
Besetzung Präsident Enrico Rosa, Richter Dominique Steiner (Ref.),  

Richter Daniel Häring; Gerichtsschreiberin i.V. Janina Wüest 

 

Parteien A.____  

Beschwerdeführerin 

  

 

gegen 

 

 

 Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft,  

Allgemeine Hauptabteilung,  

Grenzacherstrasse 8, Postfach, 4132 Muttenz,  

Beschwerdegegnerin 

  

Gegenstand Nichtanhandnahme des Verfahrens 

Beschwerde gegen die Verfügung der Staatsanwaltschaft  

Basel-Landschaft vom 15. Juli 2020 

 

 

 

Seite 2  http://www.bl.ch/kantonsgericht 
 

In Erwägung, dass 

 

- die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft, Allgemeine Hauptabteilung (nachfolgend: 

Staatsanwaltschaft), mit Datum vom 15. Juli 2020 verfügt hat, das Verfahren gegen unbekannte 

Täterschaft betreffend diverser Straftatbestände des Schweizerischen Strafgesetzbuches (StGB, 

SR 311.0) in Anwendung von Art. 310 Abs. 1 lit. a der Schweizerischen Strafprozessordnung 

(StPO, SR 312.0) nicht an die Hand zu nehmen; 

 

- die Anzeigestellerin A.____ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) gegen diese Nichtan-

handnahmeverfügung mit Schreiben vom 16. und 18. Juli 2020 beim Kantonsgericht Basel-Land-

schaft, Abteilung Strafrecht, Beschwerde erhoben hat; 

 

- Beschwerden gemäss Art. 396 Abs. 1 StPO schriftlich und begründet bei der Beschwer-

deinstanz eingereicht werden müssen und die Beschwerdeführerin nach ausdrücklicher gesetz-

licher Anordnung von Art. 385 Abs. 1 lit. a-c StPO in ihrer Beschwerdeschrift genau anzugeben 

hat, welche Punkte des Entscheids sie anficht, welche Gründe einen anderen Entscheid nahele-

gen und welche Beweismittel sie anruft; 

 

- die Eingaben der Beschwerdeführerin vom 16. und 18. Juli 2020 die vorgenannten An-

forderungen nicht erfüllten;  

 

- in der Folge das Kantonsgericht mit Verfügung vom 21. Juli 2020 die Eingaben der Be-

schwerdeführerin vom 16. Juli 2020 sowie vom 18. Juli 2020 als ungenügend erachtet und mit 

nicht erstreckbarer Frist bis zum 31. Juli 2020 zur Verbesserung zurückgewiesen hat, verbunden 

mit dem Hinweis, dass die Rechtsmittelinstanz gestützt auf Art. 385 Abs. 2 StPO auf die Be-

schwerde nicht eintritt, wenn die Eingabe auch nach Ablauf der Nachfrist den gesetzlichen An-

forderungen von Art. 385 Abs. 1 StPO nicht genügt; 

 

- die Beschwerdeführerin innerhalb der nicht erstreckbaren Frist bis zum 31. Juli 2020 

zwar mit Datum vom 22. Juli 2020 eine weitere Eingabe eingereicht hat, diese sich aber gleich-

ermassen nicht mit der massgeblichen Erwägung der Vorinstanz, wonach weder der Anzeige 

noch den weiteren Schreiben der Beschwerdeführerin zu entnehmen sei, wer sich wann, wo und 

wie strafbar verhalten haben soll, auseinandersetzt; 

 

- demnach androhungsgemäss auf die Beschwerde nicht einzutreten ist; 

http://www.bl.ch/kantonsgericht

Seite 3  http://www.bl.ch/kantonsgericht 
 

- selbst wenn auf die von der Beschwerdeführerin als juristische Laiin verfasste Be-

schwerde aufgrund der nicht zu hoch anzusetzenden formellen Anforderungen an eine solche 

Laienbeschwerde eingetreten worden wäre, diese aufgrund der Tatsache, dass die Beschwerde-

führerin sich weder in der Beschwerde vom 16. und 18. Juli 2020 noch in der weiteren Eingabe 

vom 22. Juli 2020 mit den in der Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft vom 

15. Juli 2020 aufgeworfenen Fragen ansatzweise inhaltlich auseinandersetzt, materiell abzuwei-

sen gewesen wäre; 

 

- bei diesem Verfahrensausgang die ordentlichen Kosten des kantonsgerichtlichen Be-

schwerdeverfahrens im Umfang von CHF 500.00 zzgl. Auslagen in der Höhe von CHF 50.00 

(somit im Umfang von insgesamt CHF 550.00) gemäss Art. 428 Abs. 1 StPO zu Lasten der Be-

schwerdeführerin gehen; indes in vorliegendem Fall von einer Kostenauflage gestützt auf 

§ 4 Abs. 3 der Verordnung über die Gebühren der Gerichte (GebT, SGS 170.31) aus Billigkeits-

gründen abzusehen ist;  

 

wird erkannt: 

 

://: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. 

 

 

 

Präsident 
 
 
 
 
Enrico Rosa 

Gerichtsschreiberin i.V. 
 
 
 
 
Janina Wüest 
 
 

 

Dieser Entscheid ist rechtskräftig. 

 

 

http://www.bl.ch/kantonsgericht