# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 047a56ac-5de4-527f-b4c7-6531c3182e9c
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-05-04
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Strafkammern 04.05.2017 SK 2016 364
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_005_SK-2016-364_2017-05-04.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

1. Strafkammer

Cour suprême
du canton de Berne

1re Chambre pénale

Urteil
SK 16 364 + 365

Hochschulstrasse 17
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 08
Fax +41 31 635 48 15
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 4. Mai 2017

Besetzung Oberrichter Vicari (Präsident), Obergerrichtssuppleantin Krieger, 
Oberrichter Guéra
Gerichtsschreiberin i.V. Ulrich

Verfahrensbeteiligte A.________
amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt B.________

Beschuldigter/Berufungsführer

gegen

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Maulbeerstras-
se 10, Postfach 6250, 3001 Bern

Anschlussberufungsführerin

und

C.________
amtlich vertreten durch Rechtsanwältin D.________

Straf- und Zivilklägerin

Gegenstand sexuelle Handlungen mit einem Kind sowie Widerrufsverfahren

Berufung gegen das Urteil des Regionalgerichts Emmental-
Oberaargau (Einzelgericht) vom 23. Mai 2016 
(PEN 2015 104 + 106)

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Erwägungen:

I. Formelles

1. Erstinstanzliches Urteil
Der Gerichtspräsident des Regionalgerichts Emmental-Oberaargau (Einzelgericht) 
erklärte mit Urteil vom 23. Mai 2016 A.________ (nachfolgend: Beschuldigter) 
schuldig der sexuellen Handlung mit einem Kind, mehrfach begangen zum Nachteil 
von C.________, und verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von zwölf Monaten. 
Der Vollzug der Strafe wurde aufgeschoben mit einer Probezeit von vier Jahren. 
Zudem wurde die mit Strafbefehl vom 23. Februar 2012 ausgesprochene Strafe wi-
derrufen und deren Vollzug angeordnet, unter Auferlegung der Kosten des Wider-
rufsverfahrens. Die Zivilklage wurde teilweise gutgeheissen und der Beschuldigte 
zur Bezahlung einer Genugtuung zu Gunsten von C.________ in der Höhe von 
CHF 1‘000.00 verurteilt. Weiter wurde er zu den Verfahrenskosten von CHF 
9‘137.50 (exkl. Kosten Widerrufsverfahren, amtliche Verteidigung und unentgeltli-
che Rechtspflege der Privatklägerschaft) verurteilt (pag. 289 ff.). 

2. Berufung und Anschlussberufung

Gegen dieses Urteil meldete Rechtsanwalt B.________ im Namen des Beschuldig-
ten mit Eingabe vom 25. Mai 2016 fristgerecht die Berufung an (pag. 297). Die 
schriftliche Urteilsbegründung des Regionalgerichts datiert von 4. Oktober 2016, 
welche mit Verfügung vom 11. Oktober 2016 den Parteien zugestellt wurde (pag. 
328 f.). Am 1. November 2016 reichte der Beschuldige form- und fristgerecht die 
Berufungserklärung ein (pag. 333). Mit Eingabe vom 22. November 2016 (pag. 
340) erhob die Generalstaatsanwaltschaft form- und fristgerecht Anschlussberu-
fung und beschränkte diese auf die Strafzumessung. Rechtsanwältin D.________ 
verzichtete mit Eingabe vom 24. November 2016 im Namen der Straf- und Zivilklä-
gerin C.________ (nachfolgend: Privatklägerin) auf eine Anschlussberufung und 
das Stellen eines Nichteintretensantrages betreffend die Berufung des Beschuldig-
ten (pag. 342). Betreffend die Anschlussberufung der Generalstaatsanwaltschaft 
stellte sie ebenfalls keinen Nichteintretensantrag (pag. 348). Der Beschuldigte liess 
sich innert Frist nicht zum Eintreten auf die Anschlussberufung vernehmen (pag. 
351).

Am 4. Mai 2017 fand in Anwesenheit des Beschuldigten und der Generalstaatsan-
waltschaft die Berufungsverhandlung vor der 1. Strafkammer statt (pag. 390 ff.).

3. Anträge der Parteien

Die Verteidigung stellte und begründete anlässlich der Berufungsverhandlung vom 
4. Mai 2017 folgende Anträge, welche bereits mit Eingabe vom 1. November 
schriftlich eingereicht worden waren (pag. 333 f. sowie pag. 396):

a) Seitens des Beschuldigten wird ein Freispruch beantragt.

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b) Seitens des Beschuldigten wird oberinstanzlich die Verteilung der erstinstanzlichen Verfahrens-
kosten zu Lasten des Kantons Bern sowie die Ausrichtung einer Parteientschädigung in der Höhe 
des festgelegten, amtlichen Honorars von Rechtsanwalt B.________ beantragt. 

c) Seitens des Beschuldigten wird oberinstanzlich eine vollständige Abweisung der Zivilklage bean-
tragt.

d) Seitens des Beschuldigten wird oberinstanzlich ein Nichteintreten / Verzicht auf das Widerrufsver-
fahren beantragt.

e) Für das Berufungsverfahren wir beantragt, dass die Kosten gemäss dem beantragten Verfah-
rensausgang zu verteilen sind. 

f) Für das Berufungsverfahren wird beantragt, dass dem Beschuldigten die mit Verfügung vom 19. 
November 2012 von der Staatsanwaltschaft des Kantons Bern, Region Emmental-Oberaargau, 
gewährte amtliche Verteidigung bestätigt wird. 

Die Generalstaatsanwaltschaft beantragte und begründete an der Berufungsver-
handlung vom 4. Mai 2017 Folgendes (pag. 398):

I. 
A.________ sei schuldig zu sprechen

der sexuellen Handlung mit einem Kind, mehrfach begangen in der Zeit zwischen dem 28.06.2011 
und dem 18.09.2012 in E.________ zum Nachteil von C.________,
und in Anwendung der einschlägigen Bestimmungen

zu verurteilen:
1. zu einer Freiheitsstrafe von 20 Monaten; davon seien 8 Monate unbedingt zu vollziehen. Für die 

restlichen 12 Monate sei der bedingte Vollzug zu gewähren unter Ansetzen einer Probezeit von 
5 Jahren.

2. zur Bezahlung der erst- und oberinstanzlichen Verfahrenskosten (inkl. eine angemessene Ge-
bühr gemäss Art. 21 VKD).

II.
1. Das Widerrufsverfahren betreffend dem mit Urteil der Staatsanwaltschaft Emmental-Oberaargau 

vom 23.02.2012 für eine Geldstrafe von 150 Tagessätzen à CHF 60.00 gewährten bedingten 
Vollzug sei einzustellen.

2. Die Kosten des Widerrufsverfahrens seien dem Kanton Bern aufzuerlegen. 
III.
Im Weiteren sei zu verfügen:
1. Dem zuständigen Bundesamt sei die Zustimmung zur Löschung des erstellten DNA-Profils 

(PCN-Nr. .________) zu erteilen (Art. 16 Abs. 1 lit. e DNA-ProfilG).
2. Dem für die Führung von AFIS zuständigen Dienst sei die Zustimmung zur Löschung der erho-

benen biometrischen erkennungsdienstlichen Daten nach Ablauf der gesetzlichen Frist zu ertei-
len (Art. 17 Abs. 1 lit. e i.V.m Art. 19 Abs. 1 Verordnung über die Bearbeitung biometrischer er-
kennungsdienstlicher Daten). 

3. Das Honorar des amtlichen Verteidigers sei gerichtlich zu bestimmen (Art. 135 StPO).

Die Privatklägerin verzichtete mit Schreiben vom 1. Mai 2016 (pag. 379 ff.) auf die 
Teilnahme an der oberinstanzlichen Verhandlung und stellte und begründete fol-
gende Anträge (pag. 379 ff.):

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1. Die Berufung des Beschuldigten/Berufungsführers sei abzuweisen.
2. Die Anschlussberufung der Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern sei gutzuheissen. 
3. Der Beschuldigte sei wegen mehrfachen sexuellen Handlungen mit einem Kind schuldig zu 

sprechen und angemessen zu bestrafen.
4. Der Beschuldigte sei zu verurteilen, der Privatklägerin eine Genugtuung von CHF 1'000.00 nebst 

Zins zu 5 % seit 28.01.2012 zu bezahlen. 
5. Die Entschädigung der unentgeltlichen Rechtsbeiständin sei für das erst- und zweitinstanzliche 

Verfahren gemäss eingereichter Kostennote festzulegen und zufolge unentgeltlicher Rechtspfle-
ge vom Staat Bern zu bezahlen. Der Beschuldigte sei zu verurteilen, der Privatklägerin als Pro-
zessentschädigung die Differenz zum vollen Honorar gemäss Kostennote zu bezahlen. 

6. Die Verfahrenskosten des erst- und zweitinstanzlichen Verfahrens seien dem Beschuldigten 
aufzuerlegen. 

4. Verfahrensgegenstand und Kognition der Kammer

Der Beschuldigte hat das erstinstanzliche Urteil vollumfänglich angefochten, wes-
halb das Urteil des Regionalgerichts Emmental-Oberaargau vom 23. Mai 2016 
noch nicht in Rechtskraft erwachsen ist. Die Generalstaatsanwaltschaft hat ihrer-
seits die Anschlussberufung auf die Sanktion beschränkt. 

Die Kammer überprüft das Urteil umfassend mit voller Kognition (Art. 398 Abs. 2 
und 3 der Schweizerischen Strafprozessordnung [StPO; SR 312.0]). Da die Gene-
ralstaatsanwaltschaft Anschlussberufung erhoben hat, ist die Kammer bezüglich 
der Sanktion nicht an das Verschlechterungsverbot gemäss Art. 391 Abs. 2 StPO 
gebunden (vgl. auch Art. 381 Abs. 1 StPO). 

Im Zivilpunkt ist die Kammer an die Anträge der Parteien gebunden (Art. 391 Abs. 
1 Bst. b StPO). Ausserdem wurde der Zivilpunkt nur durch den Beschuldigten an-
gefochten, womit diesbezüglich das Verschlechterungsverbot gilt (Art. 391 Abs. 2 
StPO). 

5. Oberinstanzliche Beweisergänzungen

Von Amtes wegen wurde oberinstanzlich im Sinne einer Beweisergänzung ein ak-
tueller Strafregisterauszug eingeholt (pag. 377). Anlässlich der Berufungsverhand-
lung vom 4. Mai 2017 wurde der Beschuldigte zur Person sowie zur Sache einver-
nommen (pag. 329 ff.).

II. Sachverhalt und Beweiswürdigung

6. Vorwurf

Mit Anklageschrift vom 22. April 2015 wurde dem Beschuldigten Folgendes zur 
Last gelegt (pag. 241):
Sexuelle Handlungen mit einem Kind, mehrfach begangen zu nicht mehr genau bestimmbaren Zeit-
punkten zwischen dem 28. Juni 2011 und 18. September 2012, in E.________, Domizil des Beschul-
digten, zum Nachteil von C.________ (Privatklägerin), indem der Beschuldigte das Opfer, welches 
seine Stief-Urenkelin ist, bei mehreren Gelegenheiten erneut über den Kleidern im Genitalbereich 
berührte und streichelte, wobei er wusste, dass solche Handlungen strafbar sind. 

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7. Unbestrittener und bestrittener Sachverhalt

Es ist unbestritten, dass sich die Privatklägerin zwischen dem 28. Juni 2011 und 
18. September 2012 zusammen mit ihrer Grossmutter (F.________) sowie ihrer 
Urgrossmutter (G.________) regelmässig in der Wohnung des Beschuldigten in 
E.________ aufgehalten hat (pag. 33 Z. 19 f.). Dies war so, weil die Privatklägerin 
unter der Woche, von Sonntagabend bis Freitag, bei F.________ wohnte und sich 
somit in ihrer Obhut befand (pag. 49 Z. 177 f). Ihre Mutter, H.________, hatte zu 
der Zeit ein 40 Prozent Pensum bei der I.________ in Solothurn (vom 1. Februar 
bis 31. Oktober 2012 arbeitete sie zu 70 Prozent und danach, ab dem 1. November 
2012, arbeitete sie zu 50 Prozent) (pag. 65 Z. 39 ff.). Ihr Vater, J.________, arbei-
tete mit einem Pensum von 100 Prozent (pag. 80 Z. 39 f.). Die Grossmutter, 
F.________, wohnt an der gleichen Adresse wie der Beschuldigte, in der Wohnung 
gleich unter ihm. Vormittags fand regelmässig ein Treffen in der Wohnung des Be-
schuldigten und seiner Ehefrau, der Mutter von F.________, zum Kaffee/Tee statt 
(pag 33 Z. 46 f. und pag. 20 Z. 53 ff.). Dabei sassen der Beschuldigte, seine Ehe-
frau, ihre Tochter (F.________) sowie die Privatklägerin gemeinsam am Tisch 
(pag. 34 Z. 60 ff.). 

Bei diesen Treffen soll der Beschuldigte seine Stief-Urenkelin im Genitalbereich 
über den Kleidern berührt/gestreichelt haben (pag. 20 Z. 53 ff.). Dies soll mehrfach 
vorgekommen sein (pag. 20 Z. 22 f. und pag. 21 Z. 69 ff.). Dabei habe er seine 
Hand unter ihren Hintern gelegt und sie im Vaginalbereich «chräbelet», als sie ne-
ben ihm oder auf seinem Schoss sass (pag. 21 Z. 88 ff. und pag. 24/2 Zeitindex 
14:12). Dies wird vom Beschuldigten bestritten.

Es wird vom Beschuldigten nicht bestritten, dass er in diesem Zeitraum direkten 
Körperkontakt mit seiner Stief-Urenkelin hatte (pag. 93 Z. 64). Jedoch bestreitet er, 
sie erneut (nach den Vorfällen, für welche er bereits mit Strafbefehl vom 23. Febru-
ar 2012 verurteilt worden war [pag. 107]) im Genitalbereich berührt oder gestrei-
chelt zu haben. Er macht geltend, seine Stief-Urenkelin verwechsle dies mit den 
vorherigen Vorfällen, da er seither ja nichts mehr gemacht habe. Weiter brachte er 
vor, dass er seine Stief-Urenkelin vielleicht beim Hochtragen der Treppe unabsicht-
lich kurz berührt habe (pag. 93 Z. 65 ff.). 

Die Mutter der Privatklägerin hatte bemerkt, dass etwas merkwürdig sei, als sich ih-
re Tochter etwa Ende August/Anfang September 2012 beim Baden im Intimbereich 
nicht mehr von ihr habe waschen lassen (pag. 68 Z. 153 ff.). Auf Nachfrage wer sie 
sonst noch dort berühre, habe die Privatklägerin ihr gesagt, dass abgesehen von 
ihr, ihrem Vater (J.________), und ihrer Grossmutter F.________ auch noch der 
Beschuldigte («Opa») sie dort berührt habe (pag. 68 Z. 174 f.). Daraufhin habe die 
Mutter der Privatklägerin, H.________, ihren Ex-Mann, J.________, und ihre Mut-
ter, F.________, angerufen, um ihnen mitzuteilen, dass es wieder zu einem Über-
griff zum Nachteil der Privatklägerin gekommen sei (pag. 68 Z. 164). 

Gemäss der Aussage von F.________ habe der Beschuldigte ihr gegenüber zuge-
geben, dass er seine Stief-Urenkelin im Zeitraum vom 28. Juni 2011 und 18. Sep-
tember 2012 erneut im Genitalbereich angefasst/gestreichelt habe (pag. 46 Z. 13 
ff.). Sie habe den Beschuldigten nach dem Telefonanruf ihrer Tochter damit kon-

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frontiert, worauf hin er ihr dies bestätigt habe (pag. 46 Z. 13 f.). Dieses Zugeständ-
nis wird vom Beschuldigten bestritten. Gemäss seiner Aussage habe er lediglich 
mit den Schultern gezuckt und unklare Laute («mmh») von sich gegeben, aber ihre 
Frage nie mit «Ja» beantwortet (pag. 96.7 Z. 206 ff.). 

Unbestritten ist, dass J.________ ca. 14 Tage nach dem Telefonanruf seiner Ex-
Frau, am 18. September 2012, zum zweiten Mal bei der Polizei Strafanzeige gegen 
den Beschuldigten wegen sexueller Handlung mit einem Kind, mehrfach begangen 
zum Nachteil seiner Tochter eingereicht hat (pag. 3 und pag. 75 Z. 11 ff.). 

Unbestritten ist weiter, dass nach der ersten Verurteilung mit Strafbefehl vom 
23. Februar 2012, die Privatklägerin nicht mehr alleine zum Beschuldigten in die 
Wohnung gehen durfte. Es gab diesbezüglich Anweisungen ihrer Eltern (pag. 69 Z. 
227 ff. und pag. 77 Z. 79 ff.). Es ist aus den Aussagen nicht eindeutig feststellbar, 
ob die Privatklägerin sich seither alleine, ohne Erlaubnis, in die Wohnung des Be-
schuldigten begeben hatte, was jedoch vom Beschuldigten bestritten wird.

8. Objektive und subjektive Beweismittel

8.1 Allgemeines

Es liegen keine objektiven Beweismittel vor. Als subjektive Beweismittel sind zahl-
reiche Aussagen zu würdigen. Das sind die Aussagen des Beschuldigten selbst 
(pag. 86 ff., pag. 276 ff., pag. 280 und pag. 392 ff.), die Aussagen der Privatkläge-
rin, welche auf Video aufgenommen und protokolliert wurden (pag. 19 ff.), die Aus-
sagen von F.________ (pag. 32 ff. und pag. 279), die Aussage von G.________ 
(pag. 25 ff.); die Aussagen von K.________ (pag. 52 ff), H.________ (pag. 64) und 
J.________ (pag. 75 ff.).

Für die Darstellung bzw. Zusammenfassung der Beweismittel kann vorab auf die 
Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (pag. 306 ff., S. 6 ff. der Urteilsbe-
gründung). Zur klaren Übersicht werden die relevanten Aussagen hier nochmals 
zusammengefasst dargestellt und mit den Aussagen des Beschuldigten in der Be-
rufungsverhandlung ergänzt.

8.2 Aussagen der Privatklägerin

Die Privatklägerin, wurde sowohl am 27. September 2012 als auch am 13. Janu-
ar 2015 zu den hier zu behandelnden Vorwürfen befragt (pag 19 ff. und pag. 24/1 
ff.).

Währen ihrer ersten Einvernahme (pag. 19 ff.) sagte die Privatklägern aus, dass sie 
nicht mehr neben ihrem Opa sein dürfe, weil er sie «gäng» dort anfasse und zeigte 
zwischen ihre Beine (Zeitindex: 14.22). Er dürfe das nicht und sonst dürfe sie nicht 
mehr zum Grosi gehen. Sie dürfe das Grosi dann nur noch besuchen (Zeitindex: 
14.22). Auf Frage, wo der Opa sie anfasse, zeigte sie zwischen ihre Beine (Zeitin-
dex: 14.23). Auf Frage, wie er es mache, erklärt sie, dass er sie «chräbele» (Zeitin-
dex: 14:25). Der Opa mache dies, wenn sie beim «Teeli Trinken» neben ihm sitze 
(Zeitindex: 14.28; 14.47). Die Privatklägerin erklärte, dass das Grosi die Gotte 
K.________ hole, so dass diese nach oben käme, wenn die Privatklägerin nicht mit 
ihrem Grosi nach unten gehe (Zeitindex: 14:28). Sie sei bekleidet, wenn der Opa 

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sie zwischen den Beinen berühre. Sie trage Trainerhosen und –jacke (Zeitindex: 
14.29). Wann die Übergriffe stattfanden konnte die Privatklägerin nur beschränkt 
beantworten. Sie sagte, dass sie es nicht wisse und es schon lange her sei (Zeitin-
dex: 14.30). Die Privatklägerin sei entweder auf dem Schoss des Opas oder sitze 
neben ihm wenn er sie «chräbele» (Zeitindex 14:32). Die Privatklägerin erklärte, 
dass es nicht gut für Mami und N.________ sei, wenn der Opa sie anfasse. Auf 
Nachfrage sagte sie, dass es auch für sie nicht gut sei (Zeitindex: 14:36). Es sei im 
Sommer gewesen, denn jetzt beginne es «zu herbstelen». Die Privatklägerin 
bestätigte auf Nachfrage, dass es Sommer gewesen sei und sie glaube, es sei 
warm gewesen (Zeitindex: 14.48; 14.50). Laut Transkription hat die Antwort von der 
Privatklägerin auf die Frage, wann der letzte Vorfall gewesen sei, Bezug genom-
men. Demnach soll der letzte Vorfall im Sommer 2012 stattgefunden haben. Die 
Privatklägerin antwortete auf Frage, wie lange das «chräbele» jeweils gedauert ha-
be, dass es dauerte bis sie in L.________ gewesen sei. Der Opa habe es lange 
gemacht, es habe aber nicht weh getan (Zeitindex: 14.51; 14.52). Während der 
Opa sie zwischen den Beinen «chräbelet» habe, habe er nichts zu ihr gesagt (pag. 
23 Zeitindex 14.53). 

Die Privatklägerin sagte bei ihrer zweiten Einvernahme vom 13. Januar 2015 (pag. 
24/1 ff.) aus, dass der Opa sie mit der Hand zwischen den Beinen gehalten habe. 
Sie sagte, er habe seine Hand unter ihrem «Füdli» gehabt. Sie fasste sich zwi-
schen ihre Beine (Vaginalbereich) und zeigte damit die Berührung vor (Zeitindex: 
14.12; 14.13).  

Die Privatklägerin wurde gefragt, wann der Opa sie zwischen den Beinen angefasst 
habe. Es sei passiert als die Omi und der Opa zu Grosi und Grosäti zum Mittages-
sen gekommen seien. Sie sei auf dem Schoss des Opas gesessen, dann habe er 
es gemacht. Der Opa habe dabei nichts gesagt (Zeitindex 14.17). Sie habe auch 
nichts gesagt oder gemacht. Sie sagte aus, dass sie nicht wisse, ob es jemand ge-
sehen habe (Zeitindex: 14.16; 14.17; 14.18). Die Privatklägerin sagte, sie wisse 
nicht mehr was «chräbele» gewesen sei, was sie anlässlich der ersten Einvernah-
me im Jahr 2012 ausgesagt habe (Zeitindex: 14.38). 

Sie sagte, dass der Opa das einmal gemacht habe - sie wisse aber nicht mehr, 
wann das gewesen sei. Sie habe damals aber noch in M.________ gewohnt (Zei-
tindex: 14.14; 14.18; 14.19). Die Privatklägerin wusste nicht, ob jemand etwas ge-
sagt habe, als ihr der Opa zwischen die Beine gefasst habe. Auch ob jemand dabei 
gewesen sei wusste sie nicht (Zeitindex: 14.41; 14.42). 

Die Privatklägerin sagte aus, dass der Opa sie nicht zwischen den Beinen «chräbe-
let» habe, als sie mit dem Grosi bei Omi und Opa beim Tee gewesen sei. Auch 
verneinte sie, dass er sie angefasst habe. Auf Nachfrage sagte sie, sie wisse es 
nicht mehr so genau. Einmal habe der Opa das gemacht (Zeitindex: 15.11). 

Die Privatklägerin sagte aus, dass sie bekleidet gewesen sei und Jeans und einen 
Pullover getragen habe (Zeitindex: 14.13). Sie habe mit Omi und Opa nie Spiele 
gemacht. Auch nicht Eile mit Weile oder UNO (Zeitindex: 14.23). 

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8.3 Aussagen von G.________

G.________ hat in ihrer Einvernahme am 21. Februar 2013 davon gesprochen, 
dass sie genau wisse, weshalb die H.________ das mache. Die sei ein gutes 
«Früchtchen» (pag. 27 Z. 53). Weiter führte sie aus, es sei um CHF 2‘000.00 ge-
gangen, die sie H.________ nicht gegeben habe (pag. 27 Z. 54 ff). Sie gab aber 
auch an, nichts davon zu wissen, dass ihr Mann schon einmal wegen sexuellen 
Handlungen mit einem Kind verurteilt wurde (pag. 28 Z. 100 ff.). Im weiteren Ver-
lauf der Befragung wurde G.________ leicht ausfällig, brauchte Kraftausdrücke und 
meinte schliesslich, die hätten die Privatklägerin «ufgreiset» (pag. 29 Z. 171). 

8.4 Aussagen von F.________

F.________ gab anlässlich der Einvernahme am 24. Oktober 2012 gegenüber der 
Polizei an, von der ersten Verurteilung wisse sie nichts Genaues (pag. 34 Z. 67). 
Gleichzeitig gab sie auch an, sie habe die Anweisung gehabt, die Privatklägerin 
dürfe nicht in die Nähe vom «Opi» (pag. 39 Z. 336). Auf Frage, ob es eine Aus-
nahme gab, antwortet sie, dass einmal an einem Morgen die Privatklägerin selber 
zur Mutter (G.________) hoch ging, als sie wohl gerade etwas holen war. Sie 
glaubte dies sei im Sommer gewesen (pag. 37 Z. 242 ff.). Mehrfach gab sie zu Pro-
tokoll, dass der Beschuldigte auf ihre Frage, ob er die Privatklägerin wieder im In-
timbereich angefasst habe, mit «Mmh mmh» antwortete (pag. 35 Z. 119, 135, 145). 
Auf Vorhalt der Polizei, wonach sie dieser gegenüber am 18. Oktober 2012 am Te-
lefon erklärt habe, der Beschuldigte habe gesagt, es stimmt, antwortete sie mit: «Er 
sagte nicht ja, er sagte <Mmh mmh>» (pag. 35 Z. 118 f. und Z. 145). Am Telefon 
habe sie keine Aussage gemacht, sie mache hier eine Aussage (pag. 36 Z. 154 f.). 
Auf konkrete Frage meinte sie dann, ihre Aussage am Telefon sei eine Lüge gewe-
sen (pag. 36 Z. 194). Etwas später in derselben Einvernahme meinte sie, es hätte 
passiert sein können, als die Privatklägerin und der Beschuldigte beim Puzzlespie-
len gewesen seien (pag. 39 Z. 322 ff.). Schliesslich gab sie doch noch zu Protokoll, 
das «Mmh mmh» vom Beschuldigten habe sie eher als «Ja» gedeutet und sie sei 
enttäuscht und schockiert gewesen (pag. 43 Z. 520 ff.). 

Am 17. April 2013 wurde F.________ ein weiteres Mal polizeilich befragt (pag. 45 
ff.). Dabei erklärte sie, sie müsse eine Berichtigung anbringen und gab folgende 
Sätze zu Protokoll: «Als ich Herr A.________ fragte, ob er sie angefasst habe sag-
te er <mmmh>. Er meint damit <Ja>. Er sagt das einfach nicht direkt. Man muss 
nachfragen und dann sagt er erst <ja>» (pag. 46 Z. 13 f.). Weiter habe der Be-
schuldigte zu ihr gesagt, dass er es halb vermutet habe, dass die Privatklägerin 
aus diesem Grund nicht mehr zu ihnen raufkommen dürfe (pag. 46 Z. 17 f.). Sie 
habe es auch J.________ gesagt, dass der Beschuldigte es ihr gegenüber zuge-
geben habe (pag. 46 Z. 19 ff.). Sie berichtete zudem von einer lauten Auseinander-
setzung zwischen Herrn und Frau A.________, wonach der Beschuldigte seiner 
Frau sagte, es gehe sie nichts an, er habe den Seich selber gemacht und müsse 
diese Angelegenheit nun selber regeln, respektive «ausbaden» (pag. 46 Z. 29 ff.). 
Weiter bestätigte sie explizit die Aussage, die sie ursprünglich am Telefon gegenü-
ber der Polizei gemacht hatte.

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Wie F.________ bei der Einvernahme durch die Staatsanwaltschaft am 3. Juli 2014 
(pag. 51.1 ff) zu Protokoll gab, hatte der Beschuldigte ihr gegenüber eingeräumt, 
dass es zu erneuten Übergriffen gekommen sei: «[Und] I[i]ch habe ihn dann ge-
fragt, ob er es wieder gemacht hat. Er hat zuerst rumgedrückt und sagte dann <ja>. 
Er sagte eigentlich nie direkt ja oder nein, es kommt immer ein <mmh>. Aber wenn 
man dann nachfragt, kommt ein <ja>. Das ist einfach seine Art» (pag. 51.4 Z. 89 
ff.). Der Beschuldigte habe ihr gesagt, er habe der Privatklägerin zwischen die Bei-
ne «glängt». «Das hat er mir so gesagt. Als ich ihn angesprochen habe wegen dem 
<Alängt> hat er mir gesagt, dass <är ihre zwüsche d Bei glängt het>. Das hat er mir 
so gesagt» (pag. 51.5 Z. 148 ff.). Er habe das immer zugegeben, wenn sie allein 
mit ihm gewesen sei. Ihre Mutter hingegen sei immer noch der Meinung gewesen, 
das sei erfunden und sie hätten die Kleine manipuliert, damit sie das sage (pag. 
51.3 Z. 52 ff.). Der Beschuldigte habe ihr gegenüber auch zugegeben, dass er 
H.________ und K.________, «aglängt» habe und dass es bei K.________ 
schlimmer gewesen sei (pag. 51.4 Z. 101 ff.). 

Anlässlich der Hauptverhandlung am 23. Mai 2016 verweigerte F.________ die 
Aussage und wollte auch keinen Grund dafür angeben (pag. 279 Z. 19). 

8.5 Aussagen von K.________
K.________ sagte aus, dass es sich bei den aktuell zu behandelnden Vorwürfen 
um den zweiten Vorfall handle (pag. 54 Z. 82 f.). K.________, welche als Kind of-
fenbar selber einschlägige Erfahrungen mit dem Beschuldigten gemacht hatte 
(pag. 53 Z. 14 ff.), gab zu Protokoll, dass der Beschuldigte die Privatklägerin ange-
fasst haben soll (pag. 53 Z. 39). Sie wisse das von der Privatklägerin (pag. 53 Z. 
39f.) und habe es danach ihrer Schwester (H.________) erzählt (pag. 53 Z. 41). 
H.________ habe ihre Tochter dazu befragt. Man hätte es dann auch im Spiel der 
Privatklägerin mit ihrem «Bäri» gesehen. Die Privatklägerin habe während des 
Spielens mit dem «Bäri» gezeigt, was der Beschuldigte gemacht habe (pag. 53 Z. 
39 ff.; pag. 54 Z. 42 ff.). K.________ wusste nicht mehr, wann ihr die Privatklägern 
von den Übergriffen erzählt habe. Es sei ungefähr im letzten Jahr einmal im Som-
mer gewesen (pag. 54 Z. 56 f.). Weiter sagte K.________ aus, dass ihr ihre Mutter 
gesagt habe, der Beschuldigte habe zugegeben, dass er die Privatklägerin ange-
fasst habe. Wenn er aber Aussagen machen müsse, würde er diese verweigern 
(pag. 56 Z. 164 f.).

8.6 Aussagen von H.________
H.________ sagte aus, dass sie an einem Sonntag beim Baden von den erneuten 
Vorfällen erfahren habe. Sie habe die Privatklägerin im Intimbereich waschen wol-
len als diese «zugeklemmt» habe. Dadurch habe sie gemerkt, dass irgendetwas 
sei. Es sei etwa Ende August oder Anfangs September gewesen (pag. 68 Z. 150 
ff.). Sie habe darauf hin die Privatklägerin gefragt, warum sie beim Waschen 
«klemme». Weiter habe sie gefragt wer die Privatklägerin, ausser ihr, ihrem Vater 
(J.________) und ihrer Grossmutter, im Intimbereich berühre. Die Privatklägerin 
habe geantwortet, dass der Opa sie auch dort berühre (pag. 68 Z. 173 ff.). Danach 
habe ihre Mutter den Opa konfrontiert und gefragt, ob er das wieder gemacht habe. 
Daraufhin habe der Opa seinen Kopf hängen lassen, genickt und ja gesagt. Das 
wisse sie von ihrer Mutter (pag. 68 Z. 181 ff.). Ihre Mutter habe ihr gesagt, dass der 

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Beschuldigte «mmh» gesagt habe. Sie, wie auch ihre Mutter hätten dies als 
Bestätigung dafür gesehen, dass der Beschuldigte die Privatklägerin berührt habe 
(pag. 69 Z. 192 f.). H.________ sagte aus, so wie es ihr ihre Mutter erzählt hatte, 
sei sie davon ausgegangen, dass der Beschuldigte die Berührungen zugegeben 
habe (pag. 69 Z. 197). Weiter bestätigte sie auch, dass es Verhaltensanweisungen 
gab, wie der Umgang zwischen der Privatklägerin und dem Beschuldigten sein soll-
te (pag. 69 Z. 227 ff.). 

8.7 Aussagen von J.________

Nachdem der Vater der Privatklägerin von den erneuten Übergriffen erfahren hatte, 
erstattete er am 18. September 2012 gegen den Beschuldigten Anzeige (pag. 75 Z. 
11 ff.). Er habe selber auch bemerkt, dass sich die Privatklägerin nicht mehr von 
ihm habe im Intimbereich waschen lassen (pag. 76 Z. 24 f.). Auch J.________ 
bestätigte, dass der Beschuldigte F.________ gegenüber die erneuten Vorfälle zu-
gegeben haben soll (pag. 4 Z. 12 f.). 

Bei einer zweiten Einvernahme vom 25. April 2013 sagte J.________ aus, dass er 
der Meinung gewesen sei, dass nach der ersten Anzeige nichts mehr vorgefallen 
sei. Seine Schwiegermutter sei ja immer dabei gewesen (pag. 82 Z. 178 f.).

8.8 Aussagen des Beschuldigten

An der ersten Einvernahme vom 15. Oktober 2012 (pag. 86 ff.) antwortete der Be-
schuldigte auf die konkrete Frage, ob er die Vorwürfe abstreite mit: «Ich sage ein-
fach nichts» (pag. 88 Z. 61). Der Beschuldigte sagte aus, dass er gar keine Gele-
genheit gehabt hätte, so etwas zu machen (pag. 87 Z. 25 ff.). Gegenüber 
F.________ habe er nur den Kopf geschüttelt und mit den Achseln gezuckt (pag. 
87 Z. 39 ff.). Als dem Beschuldigten vorgehalten wurde, dass die Privatklägerin 
ausgesagt habe, dass es zu erneuten Übergriffen gekommen sei, verweigerte er 
die Aussage (pag. 88 Z. 61). Der Beschuldigte antwortete auf Frage, ob er eine se-
xuelle Neigung zu kleinen Mädchen habe mit, nein eigentlich nicht. Er habe damals 
einfach gesehen, dass sich die Privatklägerin zwischen den Beinen gerieben habe, 
was ihn ein bisschen animiert habe. Sonst hätte er nichts gemacht (pag. 88 Z. 85 
ff.). 

Anlässlich der Einvernahme vom 4. Dezember 2012 antwortete der Beschuldigte 
auf die Frage, ob er die Privatklägerin in der Zeit vom Februar 2012 bis ca. Ende 
August 2012 erneut sexuell belästigt habe, mit «Nein» (pag. 93 Z. 44). 

Bei der staatsanwaltlichen Einvernahme vom 14. Oktober 2014 (pag. 96.1 ff) ant-
wortete der Beschuldigte auf die Frage, ob er nach seiner Verurteilung alleine mit 
der Privatklägerin war, mit «Nein, nicht mehr» (pag. 96.6 Z. 176). Auf Vorhalt, der 
Aussage von F.________, dass der Beschuldigte ihr gegenüber bestätigt habe, 
dass er es erneut getan habe, sagte er aus, dass H.________ und J.________ sich 
damals am Scheiden gewesen seien und die Privatklägerin habe immer gewollt, 
dass man sie die Treppe hoch trage. Es habe sein können, dass er ihr beim Rauf-
tragen ein paar Mal angekommen sei. Dies sei aber nicht absichtlich gewesen. Die 
Privatklägerin habe damals geweint und gequengelt, wenn man sie nicht hochge-
tragen habe (pag. 96.7 Z. 210 ff.). Gegenüber F.________ habe er weder «ja» 
noch «nein» gesagt, sondern einfach mit den Schultern gezuckt (pag. 96.6 Z. 189). 

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Nach dem Urteil vom Februar 2012 habe er fast keinen Körperkontakt zur Privat-
klägerin gehabt. Sie hätten ihn beaufsichtigt. Er habe nicht mal mehr recht rausge-
hen können, ohne dass sie nachgeschaut hätten was er mache (pag. 96.7 Z. 228 
ff.). Wenn F.________ nicht zu Hause gewesen sei, dann sei K.________ anwe-
send gewesen (pag. 96.7 Z. 231). Da habe er gar nicht häufig gekonnt. Und 
F.________ sei dabei gewesen, wenn die Privatklägerin raufgekommen sei. Der 
Beschuldigte erklärte, dass «nicht so häufig» etwa zwei, drei Mal bedeute, «öppe e 
so» (pag. 96.7 Z. 235). An diesen zwei, drei Malen habe der Beschuldigte die Pri-
vatklägerin vielleicht per Zufall als er sie raufgehoben habe angefasst. Aber nicht 
mit Absicht, da er wusste was ihm blühen würde (pag. 96.7 Z. 225 ff.).

An der Hauptverhandlung vom 23. Mai 2016 sagte der Beschuldigte, dass es kei-
nen Wert habe sich dazu zu äussern, ob es nach dem letzten Vorfall noch weiter 
gegangen sei (pag. 277 Z. 20 f.). Er könne sich nicht mehr so genau erinnern, 
wann die letzten Übergriffe stattgefunden hätten «u was da söu gange si» (pag. 
278 Z. 11 f.). Es könne sein, dass er den Strafbefehl im Februar 2012 erhalten ha-
be. Die Frage, ob zu diesem Zeitpunkt noch Übergriffe stattgefunden hätten, wolle 
er nicht beantworten. Sonst sage er noch etwas Falsches, weshalb er lieber nichts 
sage (pag. 278 Z. 14 ff.). Er wisse nicht weshalb er damals so einen Blödsinn ge-
macht habe. Der Beschuldigte sagte, dass er das nie mehr machen würde. Er habe 
eingesehen, dass das ein Fehler war. Es gebe gewisse Grenzen, die man einhal-
ten müsse (pag. 278 Z. 8 f.). Bezüglich des Zugebens, stimme es nicht, dass er es 
mehrmals zugegeben habe. Hinsichtlich H.________ und K.________ sei es so, 
dass er nur mit K.________ etwas gehabt habe. H.________ habe sich gewehrt, 
weshalb er mit ihr nichts gehabt habe. Er finde das ungerecht. Der Beschuldigte 
sagte, dass er es zugegeben hätte, wenn er es F.________ gegenüber mehrmals 
zugegeben hätte (pag. 280). 

An der Berufungsverhandlung vom 4. Mai 2017 hat der Beschuldigte auf Frage 
ausgesagt, dass die Handlungen mit der Privatklägerin bis zum Strafbefehl gegan-
gen seien und danach nicht mehr vorgekommen seien (pag. 394 Z. 37 und Z. 43). 

9. Beweisergebnis der Vorinstanz

Die Vorinstanz erachtete den angeklagten Sachverhalt, dass der Beschuldigte sei-
ne Stief-Urenkelin, die Privatklägerin, in der Zeit zwischen dem 28. Juni 2011 und 
dem 18. September 2012 bei mehreren Gelegenheiten über den Kleidern im Geni-
talbereich berührte, als erstellt. Sie hielt zusammengefasst Folgendes fest: 
[D]das Gericht [ist] überzeugt, dass es nach der Ausfällung des ersten Strafbefehls (27.06.2011) zu 
weiteren Übergriffen des Beschuldigten zum Nachteil C.________ gekommen ist. Die Aussagen 
C.________ sind diesbezüglich altersadäquat, konstant und glaubwürdig. Der Beschuldigte bestreitet 
dies denn auch nicht explizit, sondern verweigert – aus Angst, etwas Falsches sagen zu können – 
grundsätzlich seine Aussage zur Sache. Gegenüber seiner Stieftochter F.________ hatte er die 
Übergriffe jedoch mehrmals eingeräumt. Zu welchem Zeitpunkt der letzte Übergriff stattfand, lässt sich 
nicht zweifelsfrei eruieren. Aus den Aussagen H.________s ergibt sich jedoch, dass C.________ seit 
der Anzeige gegen den Beschuldigten nicht mehr bei ihren Grosseltern gewesen sei (pag. 70 Z. 272). 
J.________ reichte die Anzeige gegen den Beschuldigten am 18.09.2012 ein (pag. 75). Somit ist da-

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von auszugehen, ab dem 18.09.2012 sei es zu keinen weiteren Übergriffen zum Nachteil C.________ 
gekommen. 

10. Vorbringen der Parteien 

10.1 Vorbringen der Verteidigung

Die Verteidigung rügte zusammenfassend (pag. 396 ff.), dass der Sachverhalt un-
klar sei und sich daraus nicht schliessen lasse, dass erneute Handlungen durch 
den Beschuldigten zum Nachteil der Privatklägerin ausgeführt wurden. Es ergäben 
sich erhebliche Zweifel zum Sachverhalt, dies vor allem weil der Beschuldigte be-
reits für die gleiche Tat schon mal verurteilt wurde. Aufgrund der Reaktion der Pri-
vatklägerin beim Waschen liesse sich nicht feststellen, ob dies eine verspätete Re-
aktion auf die Vorfälle, für die der Beschuldigte mit Strafbefehl vom 23. Febru-
ar 2012 bereits verurteilt wurde, sei oder, ob das wirklich neue Vorfälle betreffe. Da 
die Privatklägerin die Zeit, in der die Handlungen stattgefunden haben sollen nicht 
einschätzen könne, sei es wahrscheinlich, dass sie sich auf bereits abgeurteilte 
Handlungen berufe.

Weiter seien die Aussagen von F.________, auf welche hauptsächlich abgestützt 
werde, nicht widerspruchsfrei. Obwohl sie ausgesagt habe, sie wisse nichts vom 
ersten Vorfall, könne dies nicht sein, denn gemäss den Aussagen von J.________ 
und H.________ hätten sie mit F.________ darüber gesprochen und diese habe 
sehr wohl davon gewusst. Ihre Aussagen seien nicht einheitlich, weshalb nur be-
schränkt darauf abgestützt werden könne. Es ergebe sich kein stimmiges Bild, ob 
der Beschuldigte zugegeben habe, dass er die Privatklägerin nach dem 27. Juni 
2011 nochmals berührt habe. Zudem hätten H.________ und K.________ beide ih-
rer Mutter gesagt, dass der Beschuldigte sexuelle Handlungen auch an ihnen vor-
genommen habe, als sie noch Kinder waren. Sie hätte somit ein Motiv, den Be-
schuldigten zu belasten. Entsprechend könne nichts zur Glaubhaftigkeit der Aus-
sagen von F.________ gesagt werden.

Zum Vorwurf, dass das Aussageverhalten des Beschuldigten nicht das eines Un-
schuldigen sei und er die Tatvorwürfe nicht vehement bestritt, führte der Verteidiger 
aus, dass es nicht sein könne, dass die eigene Erwartungshaltung des Gerichts als 
Massstab für die Beweiswürdigung genommen werde. Der Beschuldigte habe 
mehrheitlich seine Aussage verweigert, was ihm nicht vorgeworfen werden könne. 
Er habe ausgesagt, dass er unschuldig sei.

Der Verteidiger stellte fest, dass sich weder aus der Aussage von F.________ noch 
aus den Aussagen der Privatklägerin schliessen lasse, dass erneut etwas vorgefal-
len sei. Es bestünden erhebliche Zweifel. Die Vorinstanz gehe von mehreren Hand-
lungen aus. Aber auch die Staatsanwaltschaft gebe in der Anklage an, dass nicht 
festgestellt werden könne, wann diese Handlungen stattgefunden hätten. Somit 
lasse sich der Sachverhalt der Vorinstanz nicht erstellen, weshalb der Beschuldigte 
«in dubio» freizusprechen sei.

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10.2 Vorbringen der Generalstaatsanwaltschaft

Die Generalstaatsanwaltschaft brachte an der Berufungsverhandlung hingegen zu-
sammengefasst vor (pag. 398 ff.), dass die Aussagen der Privatklägerin einen 
glaubhaften Eindruck gemacht hätten und es keine Gefahr der Beeinflussung gäbe. 
Weiter führte der Generalstaatsanwalt aus, dass die Privatklägerin bei ihrer ersten 
Befragung glaubhaft erzählt habe, dass sie nicht mehr neben dem Opa sitzen dür-
fe, weil er sie zwischen den Beinen anfasse. Sie habe gesagt, sie dürfe «nicht 
mehr» dort sitzen. Dies zeige, dass sie es vorher durfte. Mit den Ausdrücken, 
«aubä» und «gäng» bestätige sie, dass es mehrmals passiert sei. Bei der zweiten 
Befragung habe sie ausgesagt, dass es nur einen Vorfall gegeben habe. Wenn 
man aber die Aussagen der Familie würdige, könne dies nicht sein. Weiter gebe es 
keinen Grund für die Privatklägerin diese Geschichte zu erfinden, denn sie liebe ih-
ren Opa. Die kleinen Abweichungen in ihrer Aussage, liessen sich mit der Zeit, die 
vergangen sei, erklären. An den Aussagen der Privatklägerin dürfe man nicht 
ernsthaft zweifeln.

Zu den Aussagen von F.________ sei auszuführen, dass sie sich von der polizeili-
chen Sachbearbeiterin unter Druck gesetzt gefühlt und auch Angst gehabt habe, ihr 
Wohnrecht zu verlieren. Zudem wurde ein Verfahren gegen sie wegen Verletzung 
ihrer Fürsorgepflicht eingeleitet, was sie eindeutig belastet habe. Dies seien psy-
chisch belastende Situationen, welche die Wahrheitsfindung nicht einfach machen 
würden. Entscheidend sei jedoch, dass F.________ nach Rücksprache mit ihrer 
Verteidigung sich nochmals zur Berichtigung gemeldet habe und ausgesagt habe, 
zu Hause sage er, er habe es gemacht (pag. 46 Z. 23 ff.).

Der Beschuldigte habe zum grössten Teil seine Aussage verweigert. Wenn er ge-
antwortet habe, sei nie ein entrüstetes «Nein» gekommen (pag. 87 Z. 39). Bezüg-
lich der neuen Vorwürfe, sage er, dass er sie vielleicht berührt habe, aber nicht mit 
sexueller Absicht. Auf die Frage, ob er einen Hang zu kleinen Mädchen habe, ant-
wortete er mit: «Nein eigentlich nicht». Er habe aber gesehen, dass sie sich selber 
gerieben habe, das habe ihn etwas animiert (pag. 88 Z. 87). Seine Aussagen seien 
nur glaubhaft, wenn sie von anderen gedeckt würden. Eine zu Unrecht beschuldig-
te Person würde anders reagieren. Daraus lasse sich schliessen, dass die Vorin-
stanz die Beweismittel korrekt gewürdigt habe. 

10.3 Vorbringen der Privatklägerschaft

Bezüglich der Anträge der Privatklägerin wird auf die Ziffer I. 3. hiervor verwiesen. 
Zum Strafpunkt schliesst sich die Privatklägerin vollumfänglich den Anträgen der 
Staatsanwaltschaft an und verzichtete auf weitere Ausführungen. Weiter sei das 
vorinstanzlich Urteil, wonach der Privatklägerin eine Genugtuung von 
CHF 1‘000.00 nebst Zins von 5% seit 28. Januar 2012 zuzusprechen sei, zu 
bestätigen. Für die Begründung der Anträge der Privatklägerin wird auf pag. 380 
der Strafakten verwiesen. 

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11. Beweiswürdigung der Kammer

11.1 Vorbemerkungen
Für die theoretischen Grundlagen der Beweiswürdigung und der Aussagenanalyse 
kann auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (pag. 
303 f., S. 3 f. der Urteilsbegründung). Die nachfolgenden Erwägungen gelten teil-
weise als Wiederholungen und teilweise als Ergänzungen zur Beweiswürdigung 
der Vorinstanz. Die Beweiswürdigung stützt sich auf die Aussagen des Beschuldig-
ten, der Privatklägerin wie auch auf die der übrigen Familienmitglieder.

11.2 Aussagen der Privatklägerin 
Die erste Einvernahme der Privatklägerin fand am 27. September 2012 statt (pag. 
19 ff.). Die Aussagen beinhalten mehrere kleine Details, welche auf ihre Glaubhaf-
tigkeit schliessen lassen, so z.B. wie sie von der Katze und den Kaninchen erzählte 
(pag. 20 Z. 36 f.). Ihre Aussage, dass wenn sie nicht mit ihrer Grossmutter wieder 
nach unten gehe, sie die Gotte K.________ holen komme (pag. 21 Z.65 f.), lässt 
darauf schliessen, dass die von ihr beschriebenen sexuellen Handlungen nach den 
ersten Vorfällen, für die der Beschuldigte mit Strafbefehl vom 23. Februar 2012 
verurteilt wurde, stattfanden. Dies bestätigte sie auch mit ihrer Aussage, dass sie 
nicht mehr neben Opa sein dürfe (pag. 20 Z. 22). Dass sich die Privatklägerin nicht 
mehr genau erinnern konnte, wann der Opa sie das letzte Mal angefasst habe, 
heisst nicht, dass es nach den abgeurteilten Vorfällen keine neuen Handlungen 
gab. Es ist für Kinder im Alter von knapp fünf Jahren unmöglich, sich an Daten zu 
orientieren. Kinder benutzen aber Ereignisse, um etwas zeitlich darzustellen oder 
einzuordnen. So konnte die Privatklägerin feststellen, dass es zur Zeit als die 
Übergriffe stattfanden, warm und wahrscheinlich Sommer war. Ihre Aussage, dass 
es beginne zu «herbstelen» (pag. 22 Z. 144 f.), ist höchst wahrscheinlich ein Aus-
druck, den sie den Erwachsenen um sie herum nachsprach. Wenn sie jedoch die 
Tat des Opas beschrieb, ist zu erkennen, dass sie dies mit eigenen Worten mach-
te, was weiter die Glaubhaftigkeit ihrer Aussage hervorhebt. Die Wortwahl, um die 
Handlung des Opas zu umschreiben gibt einen Hinweis darauf, dass es für sie of-
fenbar nicht sehr schlimm war. So sagte die Privatklägerin in der Einvernahme aus, 
dass es für ihre Mutter und N.________ nicht gut sei, wenn der Opa sie dort berüh-
re (pag. 22 Z. 119 f). Sie korrigierte dies dann, dass es auch für sie nicht gut sei. 
Trotzdem erweckt sie damit den Eindruck, dass die Handlungen für sie nicht sehr 
schlimm oder schmerzhaft waren.

Die zweite Videoeinvernahme fand am 13. Januar 2015 (pag. 24/1 ff.) statt - fast 
zwei Jahre nach der ersten Einvernahme. Für ein Kind im Alter von sieben Jahren 
sind zwei Jahre eine lange Zeit. Es ist daher verständlich, dass sich die Privatklä-
gerin nicht mehr an alles erinnerte und teilweise unterschiedliche Aussagen mach-
te. So habe der Übergriff nicht während dem Kaffee/Tee in der Wohnung des Be-
schuldigten stattgefunden, sondern während des Mittagessens in der Wohnung ih-
rer Grossmutter (pag. 24/3 Zeitindex 14.7). Auch sagte sie bezüglich ihrer Kleidung 
etwas anderes aus – sie trug nun Jeans und einen Pullover anstatt einer Trainer-
hose und –jacke (pag. 21 Zeitindex 14. 29 und pag. 24/3 Zeitindex 14.13). Diese 
unterschiedlichen Aussagen lassen aber nicht darauf schliessen, dass eine der 
Aussagen nicht stimmt. Es kann vielmehr als Bestätigung gesehen werden, dass 

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es mehrere Vorfälle gab. Was etwas überraschender wirkt, ist, dass sie in der zwei-
ten Einvernahme aussagte, dass sie nie mit ihrem Opa und ihrer Grosi Spiele spiel-
te (pag. 24/4 Zeitindex 14.22), was das Gegenteil ihrer ersten Aussage darstellt. 
Auch für Erwachsene ist es fast unmöglich sich nach zwei Jahren an alle Details zu 
erinnern. Wäre die Privatklägerin, wie von G.________ behauptet, von den Er-
wachsenen zu ihren Aussagen «ufgreiset» worden (pag. 29 Z. 171), wäre zu erwar-
ten, dass diese deckungsgleicher und wie auswendig gelernt daherkommen wür-
den, was hier aber nicht der Fall ist. Auch macht die Privatklägerin nicht den An-
schein, als wolle sie ihren Opa falsch belasten. Denn wenn sie sich nicht sicher 
war, sagte sie, dass sie es nicht wisse. Dieses Aussageverhalten zieht sich durch 
die ganze Einvernahme. Die Kammer geht davon aus, dass es mehrere Vorfälle 
gab, weil die Privatklägerin selber von «gäng/aubä» sprach. Dies obwohl die Pri-
vatklägerin ihrer zweiten Einvernahme nur von einem Vorfall sprach.   

Angenommen es sei nach dem 27. Juni 2011 zu keinen weiteren sexuellen Hand-
lungen zum Nachteil der Privatklägerin gekommen, würde dies heissen, dass sich 
die Privatklägerin hätte an Dinge erinnern müssen, die bei der ersten Einvernahme 
schon fast ein Jahr und in der zweiten Einvernahme dreieinhalb Jahre her waren. 
Für ein Kind ist es fast unmöglich, sich an solche Ereignisse detailliert zu erinnern. 
Vor allem weil die Übergriffe für die Privatklägerin wahrscheinlich wenig einschnei-
dend und erinnerbar waren als die Einvernahmen und das ganze Verfahren, wel-
ches sie miterleben musste. Auch das Besuchsverbot bei Omi und Opa war höchst 
wahrscheinlich schlimmer für sie als die Handlungen selber, denn gemäss der 
Aussage ihrer Grossmutter, mochte die Privatklägerin ihren Opa sehr und war auch 
sehr anhänglich (pag. 40 Z. 400 ff.).

Die Privatklägerin hat ausgesagt, sie dürfe nicht mehr neben ihrem Opa sitzen 
(pag. 20 Z. 22). Dies ist ein weiteres Indiz dafür, dass die Handlungen nach dem 
Strafbefehl vom 23. Februar 2012 stattgefunden haben, denn nach Zustellung des 
Strafbefehls ist davon auszugehen, dass alle Familienmitglieder von den abgeur-
teilten Vorfällen wussten und auch entsprechende Anweisungen von J.________ 
und H.________ erhalten hatten (pag. 37 Z. 235 und pag. 69 Z. 227 ff.). 

Die Privatklägerin hat in beiden Einvernahmen die Vorfälle im Kerngehalt immer 
gleich beschrieben. Es hätten immer die gleichen Berührungen durch den Opa 
stattgefunden (pag. 20 Z. 49 f. und pag. 24/2 Zeitindex 14.12 und pag. 24/5 Zeitin-
dex 14.36).

11.3 Aussagen von F.________

Bei der Würdigung der Aussagen von F.________ muss ihre Interessenslage mit in 
Betracht gezogen werden. Gemäss eigener Aussage hatte sie Angst, ihr Wohn-
recht im Haus des Beschuldigten zu verlieren und es wurde zur selben Zeit ein Ver-
fahren gegen sie wegen Verletzung ihrer Fürsorgepflicht eröffnet.   

In der ersten Einvernahme am 24. Oktober 2012 gab F.________ gegenüber der 
Polizei an, von der ersten Verurteilung nichts Genaues zu wisse (pag. 34 Z. 67). 
Sie hat aber auch bestätigt, dass sie Anweisungen, dass die Privatklägerin nicht in 
die Nähe von «Opi» durfte, erhalten hat (pag. 39 Z. 336). Sie sagte mehrfach aus, 
dass der Beschuldigte auf ihre Frage, ob es wieder zu Übergriffen gekommen sei, 

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mit «mmmh» geantwortet habe (pag. 35 Z. 119, 135, 145). Den Vorhalt der Polizei, 
wonach sie dieser gegenüber am 18. Oktober 2012 am Telefon erklärt habe, dass 
der Beschuldigte Handlungen zugegeben habe, schwächte sie bei der Befragung 
zu «er sagte nicht ja, er sagte <Mmh mmh>» ab (pag. 36 Z. 154, 184 f., 188 f.). Am 
Telefon habe sie keine Aussage gemacht, sie mache hier eine Aussage (pag. 36 Z. 
154) - ihre Aussage am Telefon sei eine Lüge gewesen (pag. 36 Z. 194). Schliess-
lich bestätigte sie in der gleichen Einvernahme aber trotzdem, dass sie das «mmh 
mmh» vom Beschuldigten eher als «Ja» gedeutet habe und sie sei enttäuscht und 
schockiert gewesen (pag. 43 Z. 520 ff.). 

Am 17. April 2013 wurde F.________ ein weiteres Mal polizeilich befragt. Dabei er-
klärte sie, sie müsse eine Berichtigung anbringen und gab folgende Sätze zu Pro-
tokoll: «Als ich Herr A.________ fragte, ob er sie angefasst habe, sagte er 
<mhmm>. Er meint damit <Ja>. Er sagt das einfach nicht direkt. Man muss nach-
fragen und dann sagt er erst ja» (pag. 46 Z. 13 f.). Weiter habe er ihr gesagt, er 
habe es halb vermutet, dass die Privatklägerin aus diesem Grund nicht mehr zu ih-
nen raufkommen dürfe (pag. 46 Z. 16 f.). Auf Frage, wie es zur versuchten Begüns-
tigung in der ersten Einvernahme kommen konnte, antwortete sie, dass sie unter 
Druck war, auch von ihrer Tochter. Weiter habe sie sich unwohl und in die Enge 
getrieben gefühlt (pag. 48 Z. 89 ff.). Diese Berichtigung hat F.________, nach 
Rücksprache mit ihrer Anwältin gemacht - trotz ihrer zu der Zeit gegebenen Inter-
essenslage. 

An der Hauptverhandlung vor dem Regionalgericht Emmental-Oberaargau, hat 
F.________ von ihrem Aussageverweigerungsrecht gebrauch gemacht. Es ist nicht 
bekannt weshalb sie die Aussage verweigert hat (pag. 279 Z. 19 ff.). Jedoch wurde 
vom Beschuldigten wie auch von F.________ erwähnt, dass sie noch immer einen 
guten Kontakt mit ihm, dem Ehemann ihrer Mutter, pflege (pag. 96.4 Z. 95 ff.). Die 
zwei würden täglich bei F.________ essen (pag. 393 Z. 2 ff.). 

Das Argument der Verteidigung an der Berufungsverhandlung vom 4. Mai 2017, 
dass die Aussage von F.________ nicht stimme, da sie aufgrund dessen, dass der 
Beschuldigte sich angeblich an ihren Töchtern vergangen habe, ein Motiv habe den 
Beschuldigten falsch zu belasten, ist – wie zu zeigen sein wird – nicht stichhaltig. 

Unter Berücksichtigung, was alles schon passiert war, hat F.________ keinen 
Zweifel daran gelassen, dass der Beschuldigte ihr gegenüber zugegeben habe, 
dass es zu erneuten Übergriffen gekommen sei.

F.________ hat die Antwort des Beschuldigten auf ihre Frage, ob es erneut zu Vor-
fällen kam, als Geständnis verstanden und diese Information auch an ihre Töchter 
weitergegeben (pag. 58 Z. 164 f. und pag. 68 Z. 181 f.). Wäre sie nicht von einem 
Geständnis überzeugt gewesen, hätte sie dies bestimmt nicht gemacht. Nicht nur 
würde sie bei einer Falschanschuldigung ihre Beziehung zu ihrer Mutter aufs Spiel 
setzen, auch würde sie sich im gegen sie geführten Strafverfahren wegen Verlet-
zung ihrer Fürsorgepflicht gegenüber der Privatklägerin, dadurch ungerechtfertig-
terweise selbst belasten. Ihre Aussage, dass sie den Beschuldigten konfrontiert 
und er erneute Handlungen gestanden habe, erweist sich als glaubhaft. Sie hat ihre 
ersten Aussagen bei der Polizei, nach Rücksprache mit ihrer Anwältin berichtigt 

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und dabei bestätigt, dass der Beschuldigte ihr gegenüber die erneuten Übergriffe 
zugegeben hat. F.________ hätte ein Interesse gehabt, jegliche Form erneuter 
Übergriffe des Beschuldigten auf die bei ihr wohnende Privatklägerin abzustreiten. 
Es würde alles dafür sprechen, dass sie den Beschuldigten, respektive sich selber 
nicht unnötig belasten würde. Die Kammer kommt zum Schluss, dass die Aussa-
gen von F.________ als glaubhaft zu erachten sind, obwohl ihre Aussagen nicht 
immer konstant und deckungsgleich wiedergegeben wurden. Die Kammer geht von 
einem Geständnis des Beschuldigten gegenüber F.________ aus.

11.4 Aussagen von G.________

Die Aussagen von G.________ dienen kaum der Erhellung des Sachverhalts. Es 
zeigte sich, dass sie aufgrund ihrer Krankheit nicht als verlässliche Aussageperson 
wahrgenommen werden kann und in ihren Aussagen ziemlich aggressiv wirkt. Wie 
die Generalstaatsanwaltschaft zu Recht darauf hinwies, zeigte sich ihr Krankheits-
bild in ihren Aussagen und ihrem Aussageverhalten. Es wird deshalb nicht auf ihre 
Aussagen abgestellt. 

11.5 Aussagen von J.________

Auch gegen J.________ wurde ein Verfahren wegen Verletzung von Fürsorge- und 
Erziehungspflichten eingeleitet. Dies könnte zur Folge gehabt haben, dass er den 
Beschuldigten und somit auch sich selbst nicht unnötig belasten wollte. Anlässlich 
seiner zweiten Einvernahme am 25. April 2013 (pag. 78 ff.) sagte J.________ näm-
lich aus, er sei der Meinung, dass nach der ersten Anzeige nichts mehr vorgefallen 
sei, dies weil die Schwiegermutter dabei gewesen sei (pag. 82 Z. 178 f.). 
J.________ war aber bei den vermuteten Vorfällen nicht selbst anwesend. Seine 
Aussage mindert den Verdacht, dass es zu erneuten Vorfällen kam, nicht. Immer-
hin war er es, der zuvor eine erneute Anzeige gegen den Beschuldigten eingereicht 
hatte. 

11.6 Aussagen von K.________

Auch die Aussage von K.________, dass die Privatklägerin ihr gesagt habe, der 
Opa habe seine Hand über den Hosen gehabt und sie so gestreichelt, bestätigt die 
Angaben, welche die Privatklägerin machte (pag. 53 Z. 39 ff.). Weiter sagte sie 
aus, dass laut ihrer Schwester H.________, die Privatklägerin ihren «Bärri» im 
Spiel im Schritt gestreichelt habe (pag. 54 Z. 43 f.). Dies kann als Hinweis darauf, 
dass sich die Handlung des Beschuldigten bei der Privatklägerin bereits im Spiel 
ausgewirkt hat, gedeutet werden. K.________ führte aus, der Beschuldigte habe 
sich bereits an ihr und auch an ihrer Schwester vergangen, dass es aber nicht zu 
einem Verfahren gekommen sei, weil die Taten dann bereits verjährt gewesen sei-
en (pag. 53 Z. 20 ff.). 

11.7 Aussagen des Beschuldigten 

Der Beschuldigte hat zum grössten Teil von seinem Aussageverweigerungsrecht 
Gebrauch gemacht. Dies darf ihm natürlich nicht zum Nachteil ausgelegt werden. 
Die Verteidigung macht geltend, die Erwartungshaltung des Gerichts, wonach ein 
vehementes nein zu erwarten gewesen wäre, sei kein Massstab. Es ist jedoch nicht 
selten der Fall, dass zu unrecht Beschuldigte, gerade wegen Vorwürfen von inner-

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familiären sexuellen Handlungen, diese vehement abstreiten würden. Dem ent-
sprechen die Aussagen des Beschuldigten nicht. Er widersetzte sich nicht vehe-
ment den erneuten Vorwürfen. Zwar hat er am Schluss der Einvernahme bei der 
Staatsanwaltschaft auf konkrete Frage, ob er die Privatklägerin nach dem ersten 
Verfahren noch einmal in sexueller Absicht zwischen den Beinen berührt habe, mit 
«Nein» beantwortet (pag. 96.10 Z. 329). Er schob allerdings dann gleich nach: 
«Vielleicht unbewusst oder wenn ich sie vielleicht raufgetragen habe» (pag. 96.10 
Z. 329). Seine Aussage, dass er die Privatklägerin vielleicht unabsichtlich beim 
Hochtragen der Treppe berührt habe, konnte nicht erhärtet werden. Sie erscheint 
unglaubhaft und wirkt als Schutzbehauptung. Dies trifft auch auf seine Vorbringen, 
dass die Privatklägerin und F.________ die Vorfälle verwechseln würden, zu. Eine 
sexuelle Absicht hat er aber verneint. Eigenartig fielen insbesondere seine Antwor-
ten zur Frage aus, ob er gegenüber F.________ zugegeben habe, dass er dies er-
neut gemacht habe. Er meinte mehrmals, er habe nicht «ja» und nicht «nein» ge-
sagt (pag. 96.6 Z. 189 und pag. 96.7 Z. 208). Hier wäre von einer unschuldigen 
Person eher ein entrüstetes «Nein» zu erwarten gewesen. Der Beschuldigte führte 
an der Hauptverhandlung vom 23. Mai 2016 in seinem letzten Wort aus, dass er 
nur mit K.________ etwas gehabt habe (pag. 280). Es gibt keinen Grund sich hier 
fälschlicherweise selbst zu belasten, weshalb diese Aussage glaubhaft ist. Diese 
Vorfälle hatte auch K.________ in ihrer Aussage bestätigt (pag. 53 Z. 20 ff.). Weiter 
hat der Beschuldigte an der Berufungsverhandlung vom 4. Mai 2017 auf Frage bis 
wann etwas (sic: sexuelle Handlungen) geschehen sei ausgesagt: «Vor dem Straf-
befehl, nachher nicht mehr» (pag. 394 Z. 36 ff.). Die Kammer erachtet diese Aus-
sage als Eingeständnis des Beschuldigten, dass weitere sexuelle Handlungen zum 
Nachteil der Privatklägerin vom 28. Juni 2011 bis zum 23. Februar 2012 (Datum 
des Strafbefehls) durch den Beschuldigten begangen wurden. 

Die Tatsache, dass der Beschuldigte schon mit Strafbefehl vom 23. Februar 2012 
verurteilt wurde und er gemäss eigener Aussage, etwas mit seiner Stief-Enkelin, 
K.________ «hatte» sind starke Indizien dafür, dass der Beschuldigte eine sexuelle 
Neigung zu Kindern hat. Passend dazu sind auch die Aussagen des Beschuldigten, 
wonach es ihn ein bisschen animiert habe, dass sich die Privatklägerin zwischen 
den Beinen da gerieben habe (pag. 88 Z. 87).

11.8 Fazit

Zusammenfassend kommt die Kammer zum Schluss, dass sich aus den Aussagen 
der Beteiligten der angeklagte Sachverhalt als erstellt erweist. Nach der Zustellung 
des Strafbefehls kam es sicher zu deutlich weniger Vorfällen als zuvor, da die Fa-
milie darauf sensibilisiert war. Doch auch dann hatte der Beschuldigte vereinzelt 
die Möglichkeit, die Privatklägerin im Genitalbereich über den Kleidern zu berühren.

Die Aussagen der Privatklägerin sind ihrem Alter entsprechend und konstant. Ihre 
Aussagen werden vor allem durch F.________, aber auch von den anderen Fami-
lienmitgliedern bestätigt. 

Die Kammer sieht im Ergebnis den Sachverhalt gemäss Anklageschrift vom 
22. April 2015 (pag. 241) als erstellt. 

19

III. Rechtliche Würdigung

12. Tatbestand von Art. 187 Ziff. 1 des Schweizerischen Strafgesetzbuches 
(StGB; SR 311.0)

Nach Art. 187 Ziff. 1 StGB wird bestraft, wer mit einem Kind unter 16 Jahren eine 
sexuelle Handlung vornimmt, es zu einer solchen Handlung verleitet oder es in eine 
solche einbezieht. Das geschützte Rechtsgut von Art. 187 StGB ist die ungestörte 
sexuelle Entwicklung des Kindes. Diese soll gewährleistet werden, bis das Kind die 
notwendige Reife erlangt hat, um zur verantwortlichen Einwilligung zu sexuellen 
Handlungen in der Lage zu sein (vgl. MAIER, in: Basler Kommentar, Strafrecht II, 3. 
Aufl. 2013, Art. 187 N. 1).

Art. 187 Ziff. 1 StGB verlangt, dass das Opfer ein Kind unter 16 Jahren und min-
destens drei Jahre jünger als der Täter ist. Als sexuelle Handlung im Sinne von Art. 
187 Ziff. 1 StGB gelten demnach Verhaltensweisen, die für den Aussenstehenden 
nach ihrem äusseren Escheinungsbild einen unmittelbaren sexuellen Bezug auf-
weisen und im Hinblick auf das geschützte Rechtsgut erheblich sind. Auf die Motive 
des Täters kommt es gemäss dem Bundesgericht nicht an (vgl. BGE 125 IV 58 E. 
3b). Nach Abs. 2 von Ziff. 1 handelt sodann tatbestandsmässig, wer an einem Kind 
eine sexuelle Handlung vornimmt. Die Vornahme einer sexuellen Handlung erfor-
dert in jedem Fall einen körperlichen Kontakt mit dem Kind (vgl. WEDER in: Schwei-
zerisches Strafgesetzbuch und weitere einschlägige Erlasse mit Kommentar zu 
StGB, JStG, den Strafbestimmungen des SVG, BetmG und AuG, 19. Aufl. 2013, 
Art. 187 N 13). Bejaht wird eine sexuelle Handlung unter anderem auch wenn der 
Täter länger oder intensiver das weibliche oder männliche Geschlechtsteil über die 
Kleidung betastet (vgl. MAIER, a.a.O., N. 11).

Bezüglich des subjektiven Tatbestands wird Vorsatz verlangt, wobei Eventualvor-
satz genügt. Dabei braucht der Täter keine exakte Vorstellung darüber zu haben, 
welche Bedeutung sein Verhalten für das betroffene Opfer hat. Es reicht aus, wenn 
der Täter sich die zugrundeliegende soziale Wertung seines Verhaltens in groben 
Zügen vorstellen kann. Zudem ist erforderlich, dass der Täter weiss oder zumindest 
in Kauf nimmt, dass das Kind unter 16 Jahre alt und mehr als drei Jahre jünger ist 
als er (vgl. MAIER, a.a.O., N. 15). Nicht von Bedeutung sind die Motive des Täters 
(DONATSCH, Strafrecht III, 10. Aufl. 2013, S. 494).

13. Subsumtion

Dem Beweisergebnis zufolge hat der Beschuldigte seine Stief-Urenkelin mehrmals 
über den Kleidern im Genitalbereich gehalten und gestreichelt. Gemäss ihrer eige-
nen Aussage hat er sie «chräbelet». Zum Zeitpunkt der Vorfälle war die Privatklä-
gerin zwischen 4 und 5 ½ Jahren alt. Es muss davon ausgegangen werden, dass 
das Handeln des Beschuldigten eine sexuelle Komponente beinhaltete. Auch hat er 
zugegeben, dass es ihn animiert habe, als sich die Privatklägerin damals zwischen 
den Beinen gerieben habe. Zudem hat der Beschuldigte, gemäss seiner eigenen, 
wie auch der Aussagen der Familienmitglieder, in der Vergangenheit bereits 
mehrmals gegenüber verschiedenen Personen - auch schon gegen die Privatklä-
gerin - solche Handlungen begangen. Bezüglich der Handlungen gegenüber der 

20

Privatklägerin ist er vorbestraft. Die objektiven Tatbestandselemente von Art. 187 
Ziff. 1 StGB sind somit erfüllt.

Subjektiv ist von Vorsatz des Beschuldigten auszugehen. Das Halten und Strei-
cheln («chräbele») des Genitalbereichs der Privatklägerin war kein Versehen, son-
dern vom Beschuldigten beabsichtigt und gezielt ausgeführt. Zudem war dem Be-
schuldigten die soziale Wertung seines Verhaltens bekannt. Dies vor allem nach-
dem er bereits mit Strafbefehl vom 23. Februar 2012 für das mehrfache Begehen 
derselben Tat verurteilt worden war. Somit sind auch die subjektiven Tatbestands-
elemente erfüllt.

Rechtfertigungs- und Schuldausschlussgründe sind keine ersichtlich.

Der Beschuldigte ist in Bestätigung des vorinstanzlichen Schuldspruchs schuldig zu 
sprechen wegen sexuellen Handlungen mit einem Kind, mehrfach begangen in der 
Zeit zwischen dem 28. Juni 2011 und dem 18. September 2012 zum Nachteil von 
C.________.

IV. Strafzumessung

14. Allgemeines

Hinsichtlich der allgemeinen Grundsätze der Strafzumessung wird vorab auf die 
korrekten Ausführungen der Vorinstanz (pag. 314 f., S. 14 f. der Urteilsbegründung) 
verwiesen.

Nach Art. 50 StGB hat das Gericht in der Urteilsbegründung die für die Zumessung 
der Strafe erheblichen Umstände und deren Gewichtung zu begründen. Diese Be-
stimmung nimmt die von der Rechtsprechung unter der Geltung des alten Rechts 
aufgestellten Anforderungen auf. Danach hat das Gericht in seinem Urteil die Über-
legungen, die es bei der Bemessung der Strafe angestellt hat, in den Grundzügen 
darzustellen. Es muss in der Regel die wesentlichen schuldrelevanten Tat- und 
Täterkomponenten so erörtern, dass festgestellt werden kann, ob alle rechtlich 
massgeblichen Gesichtspunkte Berücksichtigung fanden und wie sie gewichtet 
wurden. Insgesamt müssen seine Erwägungen die ausgefällte Strafe rechtfertigen, 
d.h. das Strafmass muss als plausibel erscheinen (vgl. BGE 134 IV 17 E. 2.1).

15. Strafrahmen

Der Tatbestand der sexuellen Handlungen mit einem Kind ist mit Freiheitsstrafe bis 
fünf Jahre oder Geldstrafe bedroht (vgl. Art. 187 Ziff. 1 StGB). Vorliegend wurde die 
Tat mehrmals begangen, weshalb Art. 49 Abs. 1 StGB zur Anwendung gelangt. 
Trotz Vorliegens von Strafschärfungsgründen sind keine aussergewöhnlichen Um-
stände ersichtlich, aufgrund welcher der ordentliche Strafrahmen zu verlassen wäre 
(BGE 136 IV 55 E. 5.8 S. 63 mit Hinweisen). Es handelt sich vorliegend um mehre-
re Taten, jedoch kann keine einzelne Tat des Beschuldigten als schwerer gewichtet 
werden als die anderen, weshalb eine Tatgruppe zu bilden und eine Gesamtstraf-
zumessung vorzunehmen ist. Weiter wurde ein Teil der Taten vor dem Strafbefehl 
vom 23. Februar 2012 begangen. Es liegt somit ein Fall von teilweiser retrospekti-
ver Konkurrenz gemäss Art. 49 Abs. 2 StGB vor.

21

Der Strafrahmen beträgt damit 2 Tagessätze Geldstrafe bis 5 Jahre Freiheitsstrafe. 

16. Tatkomponenten

16.1 Objektive Tatschwere

Bei der Schwere der Gefährdung des betroffenen Rechtsguts der sexuellen Ent-
wicklung eines Kindes, wirken sich die Vorfälle im leichten Mass aus. Ob und wenn 
ja welche Folgen die Privatklägerin von den Handlungen davongetragen hat oder 
noch davontragen wird, ist noch unklar. Sie durfte ihre Grosi und ihren Opa nicht 
mehr besuchen, welche sie beide sehr mochte. Auch die Besuche bei ihrer Gross-
mutter wurden auf ein Minimum reduziert und das obwohl sie dort über längere Zeit 
ihren Hauptwohnsitz hatte. Eine kausal entstandene Traumatisierung der Privatklä-
gerin ist (bis jetzt) nicht nachgewiesen. Straferhöhend wirkt sich das Ausnützen der 
Nähe im Verhältnis Stief-Urgrossvater («Opa») zur Stief-Urenkelin aus, was als be-
sonders verwerflich erscheint. Die Art und Weise des Vorgehens, insbesondere 
dass die Übergriffe immer über den Kleidern stattgefunden haben, kann als straf-
mindernd beurteilt werden. Dass der Beschuldigte zum Erfolg gelangte, obwohl von 
der Familie seinem Umgang mit der Privatklägerin besondere Beachtung geschen-
kt wurde, spricht für eine gewisse kriminelle Energie. Dies fällt leicht straferhöhend 
ins Gewicht. Die Privatklägerin ist immer wieder gerne zu ihrem Opa gegangen und 
auch heute findet der Kontakt wieder statt. Es scheint, als ob sie damals nicht wirk-
lich realisiert hatte, dass das Verhalten des Beschuldigten falsch war. Insgesamt ist 
die objektive Tatschwere als leicht zu bezeichnen.

16.2 Subjektive Tatschwere

Dass der Beschuldigte mit direktem Vorsatz handelte, wirkt sich neutral aus. Er 
handelte, um seine sexuellen Bedürfnisse zu befriedigen und nahm auf die Verlet-
zung des Rechtsguts keine Rücksicht, was aber tatbestandsimmanent ist. Er han-
delte aus rein egoistischen Beweggründen. Die Taten waren vermeidbar. Auch 
nach Berücksichtigung der subjektiven Tatkomponenten ist im Vergleich zum Straf-
rahmen von einem leichten Verschulden auszugehen. 

17. Täterkomponenten

Bezüglich dem Vorleben und den persönlichen Verhältnissen ist auszuführen, dass 
der Beschuldigte gemäss Strafregisterauszug vom 24. April 2017 vorbestraft ist. Er 
wurde aufgrund sexueller Handlungen mit einem Kind, mehrfach begangen, 
gemäss Art. 187 Ziff. 1 StGB zu einer Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu CHF 
60.00 bedingt vollziehbar verurteilt, mit einer Probezeit von zwei Jahren, sowie zu 
einer Verbindungsbusse von CHF 1‘000.00. Diese einschlägige Vorstrafe sowie die 
Tatsache, dass er während hängigen Verfahren weiter fuhr, wirkt sich strafer-
höhend aus.

Der Beschuldigte ist 78 Jahre alt und obwohl es ihm gemäss eigener Aussage gut 
geht, hat er doch einige Altersgebrechen. Er ist aber seinem Alter entsprechend 
körperlich gesund. Seine Ehefrau, die zwölf Jahre älter ist als er, lebt normalerwei-
se mit ihm zusammen. Aufgrund ihrer Demenz verweilt sie allerdings derzeit in sta-
tionärer Behandlung, was sich sehr belastend auf den Beschuldigten auswirkt (pag. 

22

276 Z. 28 ff.). Es ist davon auszugehen, dass sie nicht mehr für sich alleine Sorgen 
kann und auch auf die Unterstützung des Beschuldigten angewiesen ist. 

Das bestreitende Aussageverhalten des Beschuldigten wirkt sich neutral auf die 
Strafhöhe aus, zumal dieser nicht gehalten ist, sich selbst zu belasten. Allerdings 
kann ihm auch kein sogenannter «Geständnisrabatt» gewährt werden. Die Vorfälle 
sind fast fünf Jahre her und der Beschuldigte hat sich in der Zeit nichts mehr zu 
Schulden kommen lassen.

Die Täterkomponenten sind insgesamt als deutlich straferhöhend zu bewerten.

18. Konkretes Strafmass

Ist die neu zu beurteilende Tat vor Eröffnung des erstinstanzlichen Urteils einer an-
deren Tat begangen worden und dieses inzwischen rechtskräftig, kommt es bei der 
Beurteilung der neu entdeckten Tat zur Anwendung der Regeln der retrospektiven 
Konkurrenz. Es darf jedoch nur eine Zusatzstrafe zur früheren Strafe ausgefällt 
werden (vgl. ACKERMANN, in: Basler Kommentar, Strafrecht I, 3. Aufl. 2013, Art. 49 
N 129). Zur Bestimmung der Zusatzstrafe hat das Bundesgericht folgende Formel 
entwickelt: Der Richter hat nach seinem Ermessen gedanklich eine Gesamtstrafe 
festzulegen und in den Strafzumessungserwägungen zu beziffern. Anschliessend 
zieht er von dieser hypothetischen Gesamtstrafe die im früheren Urteil ausgespro-
chene Gund- oder Einsatzstrafe ab (Urteil des Bundesgerichts 6B_390/2012 vom 
18. Februar 2013 E. 4.3.1). Die Differenz ist die Zusatzstrafe (ACKERMANN, a.a.O., 
N 167). Die Zusatzstrafe ist so zu bestimmen, dass der Täter durch das neue Urteil 
nicht besser oder schlechter gestellt wird, als wenn beide Taten in einem Verfahren 
beurteilt worden wären. Da vorliegend jedoch auch spätere Handlungen ausgeführt 
wurden, handelt es sich um eine teilweise retrospektive Konkurrenz, da die Strafta-
ten teils vor und teils nach dem erlassenen Strafbefehl stattgefunden haben. Die 
Strafzumessung führt in diesem Fall nicht zu einer Zusatzstrafe, sondern zu einer 
Gesamtstrafe, welche die Zusatzstrafe mitumfasst (vgl. MATHYS, Leitfaden Straf-
zumessung, 2016, N. 397).

Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
6B_390/2012 vom 18. Februar 2013 E. 4.3.1) ist zu unterschieden, ob die vor dem 
ersten Entscheid oder die danach begangene Tat schwerer wiegt. Somit ist eine 
hypothetische Zusatzstrafe zum ersten Urteil auszufällen, wobei das Gericht wie-
derum bestimmt, welches Strafmass für die vor der Verurteilung begangenen Straf-
taten zusammen mit den abgeurteilten Taten ausgefällt worden wäre und von die-
ser im früheren Urteil ausgesprochene Strafe in Abzug bringt. Anschliessend hat es 
die Dauer der hypothetischen Zusatzstrafe unter Berücksichtigung der nach dem 
ersten Entscheid begangenen Tat angemessen zu erhöhen.

MATHYS verdeutlicht diese Berechnung, indem er das Ganze in fünf Schritten auf-
teilt. Somit ist zuerst die Strafe für die Handlungen festzusetzen, welche nach dem 
Ersturteil begangen wurden. Dies beinhaltet hier die Vorfälle vom 24. Februar 2012 
bis zum 18. September 2012. Dabei wird davon ausgegangen, dass es in dieser 
Zeitperiode viel weniger und nur vereinzelt zu Vorfällen kam, da die ganze Familie 
darauf sensibilisiert war und die Privatklägerin nicht mehr alleine bei ihrem Opa 
sein durfte. Gestützt darauf, werden für diese Tatgruppe 150 Strafeinheiten ausge-

23

sprochen. In einem zweiten Schritt ist die hypothetische Gesamtstrafe für die be-
reits abgeurteilten Delikte sowie die Delikte, welche vor dem Ersturteil begangen 
wurden zu bestimmen ([in den letzten Jahren bis zum 27. Juni 2011] + [28. Juni 
2011 bis 23. Februar 2012]). Hierfür wird eine Gesamtstrafe von 330 Strafeinheiten 
ausgesprochen. Von dieser hypothetischen Gesamtstrafe mit 330 Strafeinheiten 
wird im dritten Schritt die bereits mit Strafbefehl ausgesprochene Strafe von 150 
Strafeinheiten abgezogen. Daraus resultiert die hypothetische Zusatzstrafe von 180 
Strafeinheiten. Da diese Tatgruppe, welche sich über die Zeitspanne vom 28. Ju-
ni 2011 bis zum 23. Februar 2012 zieht, als schwerere Straftat beurteilt wird, wird 
sie als Einsatzstrafe definiert. Somit beträgt die Einsatzstrafe 180 Strafeinheiten. 
Diese Einsatzstrafe ist schliesslich wegen der anderen Straftaten (begangen nach 
dem Strafbefehl) im Sinne einer Strafschärfung angemessen zu erhöhen (vgl. MA-
THYS, a.a.O, N. 402).

Die Zusatzstrafe, welche 180 Strafeinheiten beträgt wird mit 120 Strafeinheiten 
aspiriert, womit eine Gesamtstrafe von 300 Strafeinheiten resultiert.

19. Strafart

Das Prinzip der Verhältnismässigkeit gebietet, dass bei alternativ zur Verfügung 
stehenden und hinsichtlich des Schuldausgleichs äquivalenten Sanktionen 
grundsätzlich jene gewählt werden soll, die weniger stark in die persönliche Freiheit 
des Betroffenen eingreift bzw. die ihn am wenigsten hart trifft. Dies ist generell eine 
Geldstrafe (Urteil des Bundesgerichts 6B_466/2013 vom 25. Juli 2013 E. 2.3.3, 
m.w.H.). Da der Beschuldigte sich seit den Vorfällen im Jahre 2012 nichts mehr hat 
zu Schulden kommen lassen, bereits 78 Jahre alt ist und eine Freiheitsstrafe von 
Verschulden her nicht verhältnismässig wäre, erachtet die Kammer die Hürde der 
Freiheitsstrafe als nicht überschritten, weshalb eine Geldstrafe angebracht ist. Die 
Höhe des Tagessatzes bestimmt sich nach den persönlichen und wirtschaftlichen 
Verhältnissen des Täters im Zeitpunkt des Urteils (Art. 34 Abs. 2 StGB). In der Be-
rufungsverhandlung gab der Beschuldigte an, dass er von seiner AHV-Rente, wel-
che CHF 1‘635.00 pro Monat betrage, lebe. Seine Ehefrau bekomme etwas mehr 
als er. Zudem hätten sie eine Prämienverbilligung der Krankenkasse von 
CHF 570.00 (pag. 393 Z. 6 ff.).Der Tagessatz wird auf CHF 30.00 festgelegt.

20. Vollzugsart

Gemäss Art. 42 Abs. 1 StGB schiebt das Gericht den Vollzug einer Geldstrafe, von 
gemeinnütziger Arbeit oder einer Freiheitsstrafe von mindestens sechs Monaten 
und höchstens zwei Jahren in der Regel auf, wenn eine unbedingte Strafe nicht 
notwendig erscheint, um den Täter von der Begehung weiterer Verbrechen oder 
Vergehen abzuhalten. Materielle Voraussetzung für die Gewährung des bedingten 
Strafvollzugs ist das Fehlen einer ungünstigen Prognose. Das Vorleben und der 
Charakter des Täters werden im Gesetz nicht mehr ausdrücklich genannt, sind 
aber nach wie vor im Rahmen der vom Gericht vorzunehmenden Gesamtwürdi-
gung entscheidend (SCHNEIDER/GARRÉ, in: Basler Kommentar, Strafrecht I, 3. Auf-
lage, 2013, Art. 42 StGB N. 69). Unter dem Gesichtspunkt des Vorlebens des Be-
schuldigten steht die strafrechtliche Vorbelastung im Vordergrund. Einschlägige 
Vorstrafen schliessen die Gewährung des bedingten Strafvollzugs nicht notwendi-

24

gerweise aus, sind aber bei der Prognosestellung als erheblich ungünstiges Ele-
ment zu gewichten (SCHNEIDER/GARRÉ, a.a.O., Art. 42 StGB N. 59). Auch zu 
berücksichtigen sind bei der Erstellung einer Prognose das Verhalten des Verurteil-
ten während und nach der Tat, insbesondere auch während des Strafverfahrens 
(SCHNEIDER/GARRÉ, a.a.O., Art. 42 StGB N. 70 ff.).

Die Tatsache, dass der Beschuldigte offenbar keine Strategie kannte, um die Pri-
vatklägerin in Ruhe zu lassen, stimmt für die Bewertung der Prognoseaussichten 
nicht zuversichtlich. Auf der anderen Seite sind seitens der Familie rigorosere 
Massnahmen getroffen worden. Der Beschuldigte ist nun auch etwas älter und hat 
sich zwischenzeitlich – es sind immerhin fast fünf Jahre vergangen seit den letzten 
Delikten – nichts mehr zu Schulden kommen lassen. Auch wenn er wenig Einsicht 
gezeigt hat, ist davon auszugehen, dass das gesamte Verfahren, der Kontaktab-
bruch in der Familie und die Vorwürfe, die er sich unter Anderen von seiner zu-
nehmend dementen Frau anhören musste, dem Beschuldigten aufgezeigt haben, 
dass er sich nichts mehr darf zu Schulden kommen lassen. Unter diesen Umstän-
den ist ein nochmaliger Strafaufschub gerade noch möglich. Auch ein teilbedingter 
Vollzug erscheint nicht notwendig, da die Familie sensibilisiert ist und Massnahmen 
zur Prävention ergriffen hat. Da seit dem erstinstanzlichen Urteil bereits wieder ein 
Jahr vergangen ist, in dem sich der Beschuldigte straffrei verhalten hat, wird die 
Probezeit auf vier Jahre angesetzt. 

V. Widerruf

Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Emmental-Oberaargau vom 23. Febru-
ar 2012 wurde der Beschuldigte wegen sexueller Handlungen mit einem Kind, 
mehrfach begangen, z.N. der Privatklägerin zu einer Geldstrafe von 150 Tagesät-
zen à CHF 60.00, ausmachend total CHF 9‘000.00 verurteilt. Die Strafe wurde mit 
einer Probezeit von zwei Jahren aufgeschoben. Zudem wurde er zu einer Verbin-
dungsbusse von CHF 1‘000.00 verurteilt (pag. 107). 

Begeht der Verurteilte während der Probezeit ein Verbrechen oder Vergehen und 
ist deshalb zu erwarten, dass er weitere Straftaten verüben wird, so widerruft das 
Gericht gemäss Art. 46 Abs. 1 StGB die bedingte Strafe oder den bedingten Teil 
der Strafe. Es kann die Art der widerrufenen Strafe ändern, um mit der neuen Stra-
fe in sinngemässer Anwendung von Art. 49 StGB eine Gesamtstrafe zu bilden. 
Wenn die Sanktionen für Anlasstat und Rückfalltat gleichartig sind, sieht das Ge-
setz die Bildung einer Gesamtstrafe nicht vor (SCHNEIDER/GARRÉ a.a.O., Art. 46 
StGB N. 37).

Das Gericht widerruft den bedingten Teil der Strafe, sofern mit diesem Verhalten 
eine negative Prognose verbunden ist, wenn also die Gefahr weiterer Straftaten 
besteht (SCHNEIDER/GARRÉ, a.a.O., Art. 46 StGB N. 1). Der Widerruf darf aber nicht 
mehr angeordnet werden, wenn seit dem Ablauf der Probezeit drei Jahre vergan-
gen sind (Art. 46 Abs. 5 StGB). 

Der Strafbefehl vom 23. Februar 2012 wurde am Folgetag zugestellt und ist somit 
am 5. März 2012 in Rechtskraft erwachsen. Die zweijährige Probezeit ist abgelau-
fen. Mit heutigem Datum ist auch die gesetzliche Frist von drei Jahren nach Ablauf 

25

der Probezeit überschritten (Art. 46 Abs. 5 StGB). Das Widerrufsverfahren betref-
fend den Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Emmental-Oberaargau vom 23. Fe-
bruar 2012 wird daher eingestellt.

Die erstinstanzlichen Verfahrenskosten für das Widerrufsverfahren, ausmachend 
CHF 150.00, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die oberinstanzlichen Verfah-
renskosten für das Widerrufsverfahren von CHF 150.00, werden vom Kanton Bern 
getragen. 

VI. Zivilpunkt

Gemäss Art. 49 des Bundesgesetzes über das Obligationenrecht (OR; SR. 220) 
hat eine Person, die in ihrer Persönlichkeit widerrechtlich verletzt wurde, Anspruch 
auf Leistung einer Geldsumme als Genugtuung, sofern die Schwere der Verletzung 
es rechtfertigt und diese nicht anders wiedergutgemacht wurde. Anwendungsfälle 
für Genugtuung aus Art. 49 OR betreffen insbesondere auch die sexuelle Integrität 
(vgl. BEG 125 III 269).

Das Zusprechen einer Genugtuungssumme bezweckt nicht, einen konkret messba-
ren materiellen Schaden auszugleichen. Der Zweck der Genugtuungsleistung ist 
nach herrschender Auffassung, einen gewissen Ausgleich für den erlittenen physi-
schen und/oder seelischen Schmerz zu schaffen, indem das Wohlbefinden ander-
weitig gesteigert oder dessen Beeinträchtigung erträglicher gemacht wird (SCHÖ-
NENBERGER, Kurzkommentar Obligationenrecht Art. 1 – 529, 2008, Art. 47-49). Je 
schutzwürdiger das Opfer ist, desto gravierender erscheint das ihm angetane Un-
recht. Die Basisgenugtuung aus Sexualdelikten sollte auf der Grundlage möglichst 
weniger Kriterien bestimmt werden. Man sollte abstellen auf den Unrechtsgehalt 
(Schutz des Geschädigten) und auf die Art des Deliktes inkl. die Beteiligungs-
umstände, welche die Ausführung der Tat prägen (strafrechtliche Sicht) (vgl. HÜT-
TE/LANDOLT, Genugtuungsrecht, Grundlagen zur Bestimmung der Genugtuung, 
2013, Band 1, Ziff. 1.4.1.1 S. 160 f.).

Die Handlungen des Beschuldigten zum Nachteil der Privatklägerin sind Handlun-
gen, welche eher am unteren Rand der vorstellbaren Varianten einer sexuellen 
Handlung mit einem Kind anzusiedeln sind. Jedoch ist auch die mögliche Auswir-
kung, die eine solche Tat, welche mehrmals begangen wurde, auf die Privatkläge-
rin hat, nicht zu unterschätzen. Die Auswirkung kann allerdings nicht abschliessend 
beurteilt werden. Da lediglich der Beschuldigte bezüglich der Genugtuung Berufung 
erhoben hat, ist die Kammer an das Verschlechterungsverbot gebunden. Eine Er-
höhung der Genugtuung zu Gunsten der Privatklägerin ist somit von vornherein 
ausgeschlossen. Da eine Genugtuung im vorliegend Fall jedoch als angemessen 
erachtet wird, wird mit Blick auf die eher leichte Tathandlung eine Genugtuung in 
der Höhe von CHF 1‘000.00 zu Gunsten der Privatklägerin, als gebührend erachtet. 

Für die Beurteilung der Zivilklage werden keine Kosten ausgeschieden.

26

VII. Kosten und Entschädigung

21. Erstinstanzliche und oberinstanzliche Verfahrenskosten

Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe ihres 
Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Die oberinstanzlichen Verfah-
renskosten werden gestützt auf Art. 5 i.V.m. Art. 24 Bst. a des Verfahrenskosten-
dekrets (VDK; BSG 161.12) auf eine Pauschalgebühr von CHF 3‘000.00 bestimmt. 
Da vor oberer Instanz nicht nur der Beschuldigte mit seinen Anträgen unterlag, 
sondern auch die Generalstaatsanwaltschaft mit ihren Anträgen nicht durchdrang, 
werden die Verfahrenskosten aufgeteilt. Da jedoch der Beschuldigte stärker unter-
lag trägt er die oberinstanzlichen Verfahrenskosten zu 3/4, ausmachend 
CHF 2‘250.00. Die verbleibenden CHF 750.00 werden dem Kanton Bern auferlegt.

Die erstinstanzlichen Verfahrenskosten, insgesamt bestimmt auf CHF 9‘137.50, 
werden bestätigt. Sie sind infolge des Schuldspruchs in Anwendung von Art. 426 
Abs. 1 StPO vollumfänglich vom Beschuldigten zu tragen. 

22. Amtliche Entschädigung

22.1 Der Verteidigung

Die durch die Vorinstanz bestimmte Entschädigung von Rechtsanwalt B.________ 
für die amtliche Verteidigung des Beschuldigten vor erster Instanz in der Höhe von 
CHF 11‘427.15 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) ist zu bestätigen. Der Be-
schuldigte hat dem Kanton Bern diese ausgerichtete amtliche Entschädigung 
zurückzuzahlen und Rechtsanwalt B.________ die Differenz zwischen der amtli-
chen Entschädigung und dem vollen Honorar, ausmachend CHF 2‘700.00, zu er-
statten, sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben (Art. 135 Abs. 4 
StPO). 

Rechtsanwalt B.________ macht im oberinstanzlichen Verfahren einen Aufwand 
von 20 Stunden und Auslagen von CHF 52.95 geltend. Diese Berechnung beinhal-
tet einen ganzen Tag für die Berufungsverhandlung. Da die Verhandlung jedoch 
nur einen halben Tag dauerte und am Nachmittag der Entscheid mündlich eröffnet 
wurde, wird der Aufwand von Rechtsanwalt B.________ um 2 Stunden gekürzt. 
Soweit der Beschuldigte im Umfang von 3/4 unterliegt, wird Rechtsanwalt 
B.________ mit CHF 2‘973.20 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) amtlich ent-
schädigt. Der Beschuldigte hat dem Kanton Bern für das oberinstanzliche Verfah-
ren die auf sein Unterliegen entfallende ausgerichtete Entschädigung von CHF 
2‘973.20 zurückzuzahlen und Rechtsanwalt B.________ die darauf entfallende Dif-
ferenz von CHF 729.00 zwischen dem amtlichen und dem vollen Honorar, basie-
rend auf einem Stundenansatz von CHF 250.00, zu erstatten, sobald es seine wirt-
schaftlichen Verhältnisse erlauben (Art. 135 Abs. 4 StPO). Soweit die oberinstanz-
lichen Verfahrenskosten zu 1/4 vom Kanton Bern zu tragen sind, ist Rechtsanwalt 
B.________ eine amtliche Entschädigung von CHF 991.05 (inkl. Auslagen und 
Mehrwertsteuer) zuzusprechen. Diesbezüglich bestehen keine Rück- und Nach-
zahlungspflichten des Beschuldigten.

27

22.2 Der unentgeltlichen Rechtsvertretung der Privatklägerin

Die durch die Vorinstanz bestimmte Entschädigung der unentgeltlichen Rechtsver-
tretung der Privatklägerschaft für die Aufwendungen im Zivilpunkt durch Rechtsan-
wältin D.________ vor erster Instanz in der Höhe von CHF 7‘332.10 (inkl. Auslagen 
und Mehrwertsteuer) ist zu bestätigen. Der Beschuldigte hat dem Kanton Bern die-
se ausgerichtete amtliche Entschädigung zurückzuzahlen und Rechtsanwältin 
D.________ die Differenz zwischen der amtlichen Entschädigung und dem vollen 
Honorar, ausmachend CHF 1‘620.00, zu erstatten, sobald es seine wirtschaftlichen 
Verhältnisse erlauben (Art. 135 Abs. 4 StPO). 

Rechtsanwältin D.________ macht im oberinstanzlichen Verfahren einen Aufwand 
von 3,49 Stunden und Auslagen von CHF 50.20 geltend, was als angemessen er-
achtet wird. Rechtsanwältin D.________ ist eine amtliche Entschädigung von CHF 
808.05 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) zuzusprechen. Der Beschuldigte hat 
dem Kanton Bern für das oberinstanzliche Verfahren die ausgerichtete Entschädi-
gung von CHF 808.05 zurückzuzahlen, sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnis-
se erlauben (Art. 135 Abs. 4 StPO).

VIII. Verfügungen

Dem zuständigen Bundesamt wird die Zustimmung zur Löschung des erstellten 
DNA-Profils (PCN-Nr. .________) erteilt (Art. 16 Abs. 1 lit. e i.V.m Art. 17 Abs. 1 
DNA-ProfilG).

Dem für die Führung von AFIS zuständigen Dienst wird die Zustimmung zur Lö-
schung der erhobenen biometrischen erkennungsdienstlichen Daten nach Ablauf 
der gesetzlichen Frist erteilt (Art. 17 Abs. 1 lit. e i.V.m. Art. 19 Abs. 1 der Verord-
nung über die Bearbeitung biometrischer erkennungsdienstlicher Daten). 

28

IX. Dispositiv

Die 1. Strafkammer erkennt:

I.

A.________ wird schuldig erklärt: 

der sexuellen Handlungen mit einem Kind, mehrfach begangen in der Zeit zwischen dem 
28.06.2011 und dem 18.09.2012 in E.________ z.N. von C.________

und in Anwendung der Artikel

34, 42 Abs. 1, 44 Abs. 1, 47, 49 Abs. 1 und 2, 187 Ziff. 1 StGB 
426 Abs. 1, 428 Abs. 1 und 3  StPO

verurteilt:

1. zu einer Geldstrafe von 300 Tagessätzen à CHF 30.00, ausmachend total CHF 
9‘000.00, teilweise als Zusatzstrafe zum Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Emmen-
tal-Oberaargau vom 23. Februar 2012;

der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 4 Jahre festge-
setzt; 

2. zur Bezahlung der erstinstanzlichen Verfahrenskosten, sich zusammensetzend aus 
Gebühren und Auslagen, insgesamt bestimmt auf CHF 9‘137.50;

3. zur Bezahlung von 3/4 der oberinstanzlichen Verfahrenskosten, insgesamt be-
stimmt auf CHF 3‘000.00, ausmachend CHF 2‘250.00. Die verbleibenden CHF 750.00 
(1/4 von CHF 3‘000.00) werden dem Kanton Bern auferlegt. 

II.

1. Die Entschädigung des amtlichen Verteidigers von A.________, Rechtsanwalt 
B.________, wird für das erstinstanzliche Verfahren wie folgt bestimmt:

29

Stunden Satz
amtliche Entschädigung 50.00 200.00 CHF 10'000.00
Reisezuschlag CHF

CHF 580.70
Mehrwertsteuer 8.0% auf CHF 10'580.70 CHF 846.45

CHF
Total, vom Kanton Bern auszurichten CHF 11'427.15

volles Honorar CHF 12'500.00
Reisezuschlag CHF

CHF 580.70
Mehrwertsteuer 8.0% auf CHF 13'080.70 CHF 1'046.45

CHF 0.00
Total CHF 14'127.15

nachforderbarer Betrag CHF 2'700.00

Auslagen MWSt-pflichtig

Auslagen ohne MWSt

Auslagen MWST-pflichtig

Auslagen ohne MWST

A.________ hat dem Kanton Bern die für das erstinstanzliche Verfahren ausgerichtete 
amtliche Entschädigung von CHF 11‘427.15 zurückzuzahlen und Rechtsanwalt 
B.________ die Differenz zwischen der amtlichen Entschädigung und dem vollen Ho-
norar, ausmachend CHF 2‘700.00, zu erstatten, sobald es seine wirtschaftlichen Ver-
hältnisse erlauben (Art. 135 Abs. 4 StPO).

2. Soweit A.________ die oberinstanzlichen Verfahrenskosten zu tragen hat, wird die  
Entschädigung seines amtlichen Verteidigers, Rechtsanwalt B.________, wie folgt 
bestimmt:

Stunden Satz
amtliche Entschädigung 13.50 200.00 CHF 2'700.00
Reisezuschlag CHF

CHF 52.95
Mehrwertsteuer 8.0% auf CHF 2'752.95 CHF 220.25

CHF
Total, vom Kanton Bern auszurichten CHF 2'973.20

volles Honorar CHF 3'375.00
Reisezuschlag CHF

CHF 52.95
Mehrwertsteuer 8.0% auf CHF 3'427.95 CHF 274.25

CHF 0.00
Total CHF 3'702.20

nachforderbarer Betrag CHF 729.00

Auslagen MWSt-pflichtig

Auslagen ohne MWSt

Auslagen MWST-pflichtig

Auslagen ohne MWST

A.________ hat dem Kanton Bern die für das oberinstanzliche Verfahren ausgerichte-
te amtliche Entschädigung im Umfang von CHF 2‘973.20 zurückzuzahlen und 
Rechtsanwalt B.________ die Differenz zwischen der amtlichen Entschädigung und 

30

dem vollen Honorar, ausmachend CHF 729.00, zu erstatten, sobald es seine wirt-
schaftlichen Verhältnisse erlauben (Art. 135 Abs. 4 StPO).

3. Soweit die oberinstanzlichen Verfahrenskosten vom Kanton Bern zu tragen sind, wird 
die Entschädigung des amtlichen Verteidiger von A.________, Rechtsanwalt 
B.________, wie folgt bestimmt:

Stunden Satz
amtliche Entschädigung 4.50 200.00 CHF 900.00
Reisezuschlag CHF

CHF 17.65
Mehrwertsteuer 8.0% auf CHF 917.65 CHF 73.40

CHF
Total, vom Kanton Bern auszurichten CHF 991.05

Auslagen MWST-pflichtig

Auslagen ohne MWST

4. Die Entschädigung der unentgeltlichen Rechtsbeiständin der Privatklägerschaft für die 
Aufwendungen im Zivilpunkt durch Rechtsanwältin D.________, wurde/wird im erst- 
bzw. oberinstanzlichen Verfahren wie folgt bestimmt:

Erste Instanz
Stunden Satz

amtliche Entschädigung 30.00 200.00 CHF 6'000.00
Reisezuschlag CHF

CHF 789.00
Mehrwertsteuer 8.0% auf CHF 6'789.00 CHF 543.10

CHF
Total, vom Kanton Bern auszurichten CHF 7'332.10

volles Honorar CHF 7'500.00
Reisezuschlag CHF

CHF 789.00
Mehrwertsteuer 8.0% auf CHF 8'289.00 CHF 663.10

CHF 0.00
Total CHF 8'952.10

nachforderbarer Betrag CHF 1'620.00

Auslagen MWSt-pflichtig

Auslagen ohne MWSt

Auslagen MWST-pflichtig

Auslagen ohne MWST

A.________ hat dem Kanton Bern die für das erstinstanzliche Verfahren ausgerichtete 
Entschädigung von CHF 7‘332.10 und Rechtsanwältin D.________ die Differenz zwi-
schen der amtlichen Entschädigung und dem vollen Honorar, ausmachend CHF 
1‘620.00, zu erstatten, wenn er in günstige wirtschaftliche Verhältnisse gelangt (Art. 
426 Abs. 4 StPO).

31

Obere Instanz

Stunden Satz
amtliche Entschädigung 3.49 200.00 CHF 698.00
Reisezuschlag CHF

CHF 50.20
Mehrwertsteuer 8.0% auf CHF 748.20 CHF 59.85

CHF
Total, vom Kanton Bern auszurichten CHF 808.05

Auslagen MWST-pflichtig

Auslagen ohne MWST

A.________ hat dem Kanton Bern die für das oberinstanzliche Verfahren ausgerichtete 
Entschädigung von CHF 808.05, zu erstatten, wenn er in günstige wirtschaftliche Ver-
hältnisse gelangt (Art. 138 Abs. 2 i.V.m. Art. 426 Abs. 4 StPO). 

III. 

1. Das Widerrufsverfahren betreffend den Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Emmen-
tal-Oberaargau vom 23. Februar 2012 wird eingestellt. 

2. Die erstinstanzlichen Verfahrenskosten für das Widerrufsverfahren, ausmachend 
CHF 150.00, werden A.________ auferlegt.

3. Die oberinstanzlichen Verfahrenskosten für das Widerrufsverfahren von 
CHF 150.00, werden vom Kanton Bern getragen.

IV.

A.________ wird in Anwendung von Art. 41 und 49 OR sowie Art. 126 StPO weiter verur-
teilt:  

1. Zur Bezahlung von CHF 1‘000.00 Genugtuung zusätzlich 5 % Zins seit dem 28. Ja-
nuar 2012 an die Straf- und Zivilklägerin C.________. 

2. Für die Beurteilung der Zivilklage werden keine Kosten ausgeschieden. 

V. 

Weiter wird verfügt:

1. Dem zuständigen Bundesamt wird die Zustimmung zur Löschung des erstellten DNA-
Profils (PCN-Nr. .________) erteilt (Art. 16 Abs. 1 lit. e i.V.m Art. 17 Abs. 1 DNA-
ProfilG).

32

2. Dem für die Führung von AFIS zuständigen Dienst wird die Zustimmung zur Löschung 
der erhobenen biometrischen erkennungsdienstlichen Daten nach Ablauf der gesetzli-
chen Frist erteilt (Art. 17 Abs. 1 lit. e i.V.m. Art. 19 Abs. 1 der Verordnung über die Be-
arbeitung biometrischer erkennungsdienstlicher Daten). 

3. Mündlich eröffnet und begründet:
- dem Beschuldigten/Berufungsführer, a.v.d. Rechtsanwalt B.________
- der Generalstaatsanwaltschaft/Anschlussberufungsführerin

4. Schriftlich zu eröffnen:
- dem Beschuldigten/Berufungsführer, a.v.d Rechtsanwalt B.________
- der Generalstaatsanwaltschaft/Anschlussberufungsführerin
- der Straf- und Zivilklägerin v.d. Rechtsanwältin D.________

5. Mitzuteilen:
- Vorinstanz 
- Koordinationsstelle Strafregister (nur Dispositiv)

Bern, 4. Mai 2017
(Ausfertigung am: 13. September 2017)

Im Namen der 1. Strafkammer

Der Präsident:

Oberrichter Vicari

Gerichtsschreiberin i.V.:

Ulrich

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim Bundesge-
richt, Av. du Tribunal fédéral 29, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. und 
90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 
173.110) geführt werden. Die Beschwerde muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen.