# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fdf47c9a-9f5c-5245-b1c3-4c079e16fbd7
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-12-10
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 10.12.2010 E-8334/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-8334-2010_2010-12-10.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-8334/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 0 .  D e z e m b e r  2 0 1 0

Einzelrichter Bruno Huber,
mit Zustimmung von Richter Kurt Gysi;
Gerichtsschreiber Jonas Tschan.

A._____, geboren (...),
unbekannte Staatsangehörigkeit,
alias B._____, geboren (...), Armenien,
alias C._____, geboren (...), Russland,
alias D._____, geboren (...), Russland, 
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung vom 25. November 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-8334/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge seinen Heimat-
staat  am  22.  Oktober  2010  verliess  und  über  Polen  sowie  ihm  un-
bekannte Länder am 25. Oktober 2010 in die Schweiz gelangte, wo er 
gleichentags um Asyl nachsuchte,

dass er am 5. November 2010 im E._____ summarisch befragt und am 
18.  November  2010  gemäss  Art. 29 Abs. 1 des  Asylgesetzes  vom 
26. Juni 1998  (AsylG,  SR 142.31) zu  seinen  Asylgründen  angehört 
wurde,

dass der Beschwerdeführer zur Begründung seines Asylgesuches gel-
tend machte, er sei als "(...)" in seiner Heimat unter Druck gesetzt und 
diskriminiert worden,

dass er mehrmals zusammengeschlagen und sein Haus in Brand ge-
steckt worden sei,

dass er keine Anzeige erstattet habe, weil die Eltern der Schläger bei  
den Behörden arbeiten würden,

dass er infolge der fehlenden Registrierung in Russland wiederholt in 
Untersuchungshaft gewesen sei,

dass hinsichtlich seiner weiteren Aussagen und bezüglich Einzelheiten 
auf die Akten verwiesen wird,

dass das BFM mit Verfügung vom 25. November 2010 – am gleichen 
Tag eröffnet – in Anwendung von Art. 32. Abs. 2 Bst. a AsylG auf das 
Asylgesuch  nicht  eintrat  und  die  Wegweisung  aus der  Schweiz  und 
den Vollzug anordnete,

dass das Bundesamt zur Begründung anführte, der Beschwerdeführer 
habe  den  Asylbehörden  innerhalb  der  ihm  eingeräumten  Frist  von 
48 Stunden keine Reise- oder Identitätspapiere abgegeben, wofür kei-
ne entschuldbaren Gründe vorliegen würden,

dass  er  einerseits  widersprüchliche  Angaben  zu  seinen  Ausweispa-
pieren gemacht  habe und anderseits  seine Schilderungen bezüglich 
des Reiseweges nicht geglaubt werden könnten,

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dass er sich auch hinsichtlich der Asylvorbringen widersprochen habe 
und überdies massive Zweifel  an der geltend gemachten ethnischen 
(tschetschenischen) Zugehörigkeit bestehen würden, 

dass der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft  gemäss Art.  3 
und 7 AsylG nicht erfülle und aufgrund der Aktenlage keine zusätzlich-
en Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines 
Wegweisungsvollzugshindernisses erforderlich seien,

dass  weder  die  allgemeine  Lage  im  Heimatstaat  noch  individuelle 
Gründe gegen eine Rückkehr des Beschwerdeführers nach Russland 
sprechen würden und der Vollzug der Wegweisung technisch möglich 
und praktisch durchführbar sei,

dass der Beschwerdeführer mit Rechtsmitteleingabe vom 2. Dezember 
2010 beim Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde erhob und in ma-
terieller Hinsicht die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung und die 
Rückweisung der Sache an die Vorinstanz (Eintreten) beantragt, weiter 
sei das BFM anzuweisen, ihn vorläufig in der Schweiz aufzunehmen, 
indem festzustellen sei, dass sich der Vollzug der Wegweisung als un-
zumutbar erweise,

dass er  in  prozessualer  Hinsicht  um Gewährung der  unentgeltlichen 
Prozessführung und um Verzicht  auf  die  Erhebung eines Kostenvor-
schusses ersucht,

dass die vorinstanzlichen Akten am 7. Dezember 2010 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und erwägt,

dass das Bundesverwaltungsgericht  auf  dem Gebiet  des  Asyls  end-
gültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  des  Bundes-
gesetzes  vom  20. Dezember 1968  über  das  Verwaltungsverfahren 
[VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  entscheidet  (Art. 105  AsylG,  i.V.m. 
Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, 
SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

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dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legi-
timiert  ist  (Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art.  37  VGG  und  Art. 48  Abs. 1 
VwVG),

dass somit auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist  (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 105 AsylG 
i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106 
Abs. 1 AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
über-prüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet  –  einer  selbständigen 
materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und 
die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. 
Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  vormaligen  Schweizerischen 
Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist,  
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl.  
BVGE 2007/8 insbes. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren,  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides,  auch die Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (a.a.O. E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs ma-
teriell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich vol-
le Kognition zukommt,

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dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung eines zweiten Richters entschie-
den wird (Art. 111 Bst. e AsylG), und es sich vorliegend, wie nachfol-
gend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwer-
deentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist  (Art.  111a  Abs. 2 
AsylG),

dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel zu verzichten ist,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs  Reise-  oder  Identitätspapiere  abgeben  (Art. 32 Abs. 2 
Bst. a AsylG),

dass diese Bestimmung keine Anwendung findet, wenn Asylsuchende 
glaubhaft  machen  können,  sie  seien  dazu  aus  entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), aufgrund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft festgestellt wird (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG) oder sich aufgrund 
der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Feststellung 
der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines  Wegweisungsvollzugshinder-
nisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass es sich gemäss BVGE 2007/7 beim Begriff  "Reise- und Identi -
tätspapiere"  um  Dokumente  handelt,  die  "sowohl  die  einwandfreie 
Feststellung der Identität als auch die sichere Durchführung der Rück-
schaffung ermöglichen" sollen (E. 6),

dass unter Vorbehalt des Vorliegens entschuldbarer Gründe ein Nicht-
eintretensentscheid selbst dann zu erfolgen hätte, wenn trotz fehlender 
Ausweispapiere  keine  Zweifel  über  die  Identität  des  oder  der  Asyl -
suchenden bestehen (a.a.O. E. 5.3. in fine),

dass  vorliegend  das  Nichteinreichen  rechtsgenüglicher  Reise-  oder 
Identitätspapiere nicht bestritten ist,

dass entschuldbare Gründe gemäss der Rechtsprechung des Bundes-
verwaltungsgerichts nur dann vorliegen, wenn die asylsuchende Per-
son glaubhaft macht, dass sie ohne ihre im Heimatland zurückgelas-
senen  Papiere  in  die  Schweiz  gereist  ist,  und  sich  umgehend  und 

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ernsthaft darum bemüht, die im Heimatland zurückgelassenen Papiere 
innert angemessener Frist zu beschaffen (BVGE 2010/2),

dass der Beschwerdeführer keine erkennbaren Anstrengungen unter-
nommen hat, um seine Identität zu belegen,

dass die Identität des Beschwerdeführers bis heute nicht zweifelsfrei 
feststeht  und  dadurch  auch  seine  persönliche  Glaubwürdigkeit  in 
Frage gestellt ist,

dass mithin zu prüfen bleibt, ob die Vorinstanz aufgrund der Anhörung 
zu  Recht  weder  die  Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  noch  zusätz-
liche  Abklärung  zu  deren  Feststellung  beziehungsweise  zur  Fest-
stellung  von  Wegweisungsvollzugshindernissen  als  erforderlich  er-
achtet hat,

dass aufgrund der Ausführungen in der angefochtenen Verfügung und 
in  den  Akten  in  Beachtung  der  im Urteil  BVGE 2007/8  festgelegten 
Richtlinien (E. 5.6) der Schluss zu ziehen ist, es bestehe weder Anlass 
zur  Vornahme zusätzlicher  Abklärungen  zur  Feststellung der  Flücht-
lingseigenschaft  oder  eines  Wegweisungshindernisses  noch  zur 
direkten Feststellung der Flüchtlingseigenschaft (Art. 32 Abs. 3 Bstn. b 
und c AsylG),

dass als Flüchtlinge nur Personen anerkannt werden, die in ihrem Hei-
matstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Ras-
se, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen 
Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nach-
teilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nach-
teilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG),

dass die in Art. 3 AsylG enthaltene Aufzählung der asylrelevanten Ver-
folgungsmotive abschliessend ist,

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaub-
haft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

dass der  Beschwerdeführer  vorliegend nichtstaatliche Übergriffe  gel-
tend macht,

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dass aufgrund der Subsidiarität des flüchtlingsrechtlichen Schutzes die 
Flüchtlingseigenschaft  nicht erfüllt,  wer in seinem Heimatland Schutz 
vor nichtstaatlicher Verfolgung finden kann,

dass dieser als ausreichend zu qualifizieren ist,  wenn die betroffene 
Person  effektiv  Zugang  zu  einer  funktionierenden  und  effizienten 
Schutzinfrastruktur  hat  und  ihr  die  Inanspruchnahme  eines  solchen 
innerstaatlichen Schutzsystems individuell zumutbar ist (EMARK 2006 
Nr. 18),

dass sich der Beschwerdeführer nach den angeblichen Übergriffe ei-
genen Angaben zufolge gar nicht erst an die Strafverfolgungsbehörden 
gewendet hat,

dass der Schutzwille und die Schutzfähigkeit des russischen Staates 
bei all  den bekannten Unzulänglichkeiten nicht einfach pauschal und 
ohne jedes für den konkreten Fall relevante Beweismittel in Frage zu 
stellen sind, wie dies vorliegend der Beschwerdeführer, dessen Identi -
tät  nicht  feststeht  und  dessen  Vorbringen  gemäss  Aktenlage  wider-
sprüchlich und in den zentralen Punkten nicht  glaubhaft sind, macht,  

dass  der  Beschwerdeführer  auf  den  völkerrechtlichen  Schutz  der 
Schweiz nicht angewiesen ist,

dass  das Bundesverwaltungsgericht  davon ausgeht,  dem Beschwer-
deführer stehe im flächenmässig grössten Land der Welt  (Russland) 
offensichtlich eine innerstaatliche Fluchtalternative zur Verfügung,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass  das  Nichteintreten  auf  ein  Asylgesuch  in  der  Regel  die  Weg-
weisung aus der  Schweiz zur  Folge hat  (Art. 44 Abs. 1 AsylG),  vor-
liegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem 
kein  Anspruch  auf  Erteilung  einer  solchen  besteht  (EMARK  2001 
Nr. 21), wes-halb die verfügte Wegweisung vom Bundesamt zu Recht 
angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlich-
en  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern 
regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-

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bar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG; Art. 83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember 2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht-
liche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet  ist  oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist,  da keine Anhaltspunkte für  eine menschenrechtswidrige Behand-
lung im Sinne von Art. 3 der Konvention zum Schutze der Menschen-
rechte  und  Grundfreiheiten  vom  4.  November  1950  (EMRK, 
SR 0.101) oder Art. 1 des Übereinkommens gegen Folter und andere 
grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe 
vom 10. Dezember 1984 (FoK, SR 0.105) ersichtlich sind, die dem Be-
schwerdeführer in seinem Heimatstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Si-
tuationen  wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner  Gewalt  und  medizi-
nischer Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimatstaat des Beschwerdefüh-
rers noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung im Falle 
einer  Rückkehr schliessen lassen,  weshalb  der  Vollzug der  Wegwei-
sung vorliegend zumutbar ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt,  bei 
der Beschaffung allenfalls benötigter Reisepapiere mitzuwirken (Art.  8 
Abs. 4 AsylG),

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dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist, darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt  
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung 
abzuweisen ist, da sich die gestellten Rechtsbegehren als aussichtslos 
erwiesen haben,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.– 
(Art. 16 Abs. 1  Bst. a  VGG  i.V.m.  Art. 1-3  des  Reglements  vom 
21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 173.320.2])  dem Beschwerde-
führer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird 
abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, an das BFM und an die 
zuständige kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Bruno Huber Jonas Tschan

Versand: 

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