# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 099bec45-8a8c-5a37-9895-612b8b08e028
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-07-30
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 30.07.2009 D-4791/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4791-2009_2009-07-30.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-4791/2009/wif
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 0 .  J u l i  2 0 0 9

Einzelrichter Daniel Schmid, 
mit Zustimmung von Richter Gérald Bovier;
Gerichtsschreiberin Jacqueline Augsburger.

A._______, geboren [...],
Nigeria,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 22. Juli 2009 / N [...].

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-4791/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer  eigenen  Angaben  zufolge  Nigeria  am 
25. Mai 2009 auf dem Seeweg verliess, am 14. Juni 2009 in Italien an-
kam und am 15. Juni 2009 mit  dem PW nach Biel  und von dort  mit 
dem Zug nach Vallorbe fuhr, wo er am gleichen Tag um Asyl nachsuch-
te,

dass er an der summarischen Befragung vom 6. Juli 2009 und an der 
Direktanhörung vom 22. Juli 2009 zur Begründung des Asylgesuchs im 
Wesentlichen  geltend  machte,  er  habe  nach  seinem  Universitätsab-
schluss keine Stelle gefunden und sich deshalb Ende 2006 einer mili-
tanten, bewaffneten Organisation namens "Ijaw Youth Congress" (IYC) 
angeschlossen, 

dass er mit der IYC Pipelines angezapft oder gesprengt habe, um das 
Öl zu verkaufen, 

dass sie auch mit  Öl  beladene Marineboote gekapert  und für  deren 
Freigabe Lösegeld verlangt hätten, 

dass sie gelegentlich auch Banken ausgeraubt hätten, 

dass der frühere Gouverneur des Gliedstaates River State die IYC mit 
Waffen und Geld unterstützt habe, im Gegensatz zum neu eingesetz-
ten  Gouverneur,  der  die  Organisation  mithilfe  von  zentralstaatlichen 
Truppen bekämpft habe, weshalb diese die Lokalregierung habe stür-
zen wollen und auch gedroht habe, das Regierungsgebäude niederzu-
brennen, 

dass seine Gruppe überall  gejagt  worden sei  und der neue Gouver-
neur den Befehl erlassen habe, alle Militanten zu erschiessen oder le-
benslänglich einzusperren, 

dass der Beschwerdeführer mit einer Gruppe am 19. Oktober 2008 um 
zwei Uhr nachts in X._______ gestohlenes Öl habe verkaufen wollen, 
dabei aber von der Polizei umzingelt worden sei, 

das drei  der fünf  Mitglieder der Gruppe bei  einem Fluchtversuch er-
schossen und die übrigen zwei, darunter er, verhaftet worden seien, 

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dass sie nach zwei Wochen in der Polizeistation in Y._______ ins loka-
le Gefängnis verlegt worden seien, wo sie bis am 4. April 2009 geblie-
ben seien, 

dass er bei der Überführung in ein anderes Gefängnis am 4. April 2009 
dank des Einflusses des ehemaligen Justizministers, der Hilfe von Ge-
fängniswärtern und seiner Schwester habe fliehen können, 

dass er sich bis zur Ausreise am 25. Mai 2009 bei dieser Schwester in 
Lagos versteckt habe, 

dass das BFM mit Verfügung vom 22. Juli 2009 – an diesem Datum im 
Transitzentrum  Altstätten  persönlich  ausgehändigt  –  in  Anwendung 
von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, 
SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat und die Wegweisung aus 
der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 27. Juli 2009 (Poststem-
pel) gegen diese Verfügung Beschwerde erhob und sinngemäss bean-
tragte, auf sein Asylgesuch sei einzutreten und es sei ihm Asyl zu ge-
währen, eventuell sei die vorläufige Aufnahme anzuordnen,

dass die vorinstanzlichen Akten am 28. Juli  2009 beim Bundesverwal-
tungsgericht per Telefax eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor dem BFM teilgenommen 
hat,  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  ist,  ein 
schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-
rung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist 
(Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

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dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde – unter nachfolgend aufgeführter Einschränkung – einzutre-
ten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass deshalb auf die Beschwerde nicht einzutreten ist, soweit der Be-
schwerdeführer beantragt, es sei ihm Asyl zu gewähren,

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit  dies  im  Rahmen  einer  summarischen  Prüfung  möglich  ist 
(vgl. Entscheide  des  Schweizerischen  Bundesverwaltungsgerichts 
[BVGE]  2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell  geprüft  hat,  weshalb  dem Bundesverwaltungsgericht  diesbezüg-
lich volle Kognition zukommt,

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dass das Bundesverwaltungsgericht über offensichtlich unbegründete 
Beschwerden  in  einzelrichterlicher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung ei-
nes  zweiten  Richters  beziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  ent-
scheidet (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfol-
gend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeent-
scheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass der Beschwerdeführer es unterliess, im Moment der Einreichung 
des Asylgesuches im Empfangs- und Verfahrenszentrum Vallorbe bzw. 
in den 48 Stunden nach der diesbezüglichen Aufklärung durch Vorhalt 
eines Informationsblattes ein Dokument zu seiner zweifelsfreien Identi-
fizierung abzugeben,

dass damit die in Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG statuierte Grundvoraus-
setzung für ein Nichteintreten wegen fehlender Papiere vorliegend er-
füllt ist,

dass der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang angab, auf dem 
Seeweg von Lagos in zwei bis drei Wochen an einen unbekannten Ort 
in Italien gereist zu sein, ohne zu wissen, wo das Schiff durchgefahren 
sei (A1 S. 8), 

dass er ohne Reisedokumente und ohne Kontrollen ausgereist sei (A1 
S. 8), 

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dass er nicht wisse, wieviel die Reise gekostet und wer sie finanziert 
habe, und seine Schweister sich um alles gekümmert habe (A1 S. 8), 

dass das BFM diese Ausführungen in  Anbetracht der hohen Bussen 
für Schiffseigner bei der Entdeckung von papierlosen Mitreisenden so-
wie der strengen Kontrollen in den Häfen zu Recht als realitätsfremd 
und der allgemeinen Erfahrung widersprechend bezeichnete,

dass  der  Beschwerdeführer  ferner  in  der  Erstbefragung  angab,  seit 
seiner Ausreise keinen Kontakt zu Familienangehörigen in Nigeria ge-
habt und bisher zur Belegung seiner Identität nichts unternommen zu 
haben, weil er gar keine Identitätspapiere habe (A1 S. 4), 

dass er in der direkten Anhörung sagte, er habe seit der Erstbefragung 
keinen  Kontakt  zur  Familie  in  Nigeria  aufnehmen  können,  versuche 
dies aber weiterhin (A8 S. 3 Frage 5), 

dass er  geltend machte, weder einen Pass noch eine Identitätskarte 
besessen zu haben (A1 S. 3), 

dass er vor zwei bis drei Jahren eine Identitätskarte beantragt habe, 
diese aber nie habe abholen können, weil der Abholtermin bis zu sei-
ner Ausreise immer wieder verschoben worden sei und er nicht wisse, 
ob die ID inzwischen ausgestellt worden sei (A1 S. 3 f.), 

dass er sich in Nigeria mit einem Führerschein und mit Schuldokumen-
ten ausgewiesen habe (A1 S. 4), diese jedoch nicht bei sich habe, weil 
er geflohen sei und alles verloren habe (A8 S. 3), 

dass das BFM diese Ausführungen zu Recht als wenig plausibel ein-
stufte und daraus den Schluss zog, der Beschwerdeführer verheimli-
che den tatsächlichen Reiseweg und wolle auch nicht offenlegen, mit 
welchen Reisedokumenten er in die Schweiz eingereist sei, 

dass er  in  der Rechtsmitteleingabe hinsichtlich der Frage der Identi-
tätspapiere angibt, er habe keine Reisedokumente abgegeben, weil er 
keine  habe,  doch  versuche  er,  Kontakt  mit  der  nigerianischen  Bot-
schaft aufzunehmen, um Identitätspapiere zu beantragen, 

dass er um "ein bisschen Zeit" bittet, weil dies "vielleicht ein Jahr oder 
18 Monate" dauern könne, 

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dass diese Ausführungen in keiner Weise zu überzeugen vermögen, 

dass deshalb davon auszugehen ist, der Beschwerdeführer habe ein 
gültiges  Reisepapier  mit  sich  geführt,  das  er  den  Asylbehörden  be-
wusst vorenthält und demnach für das Nichteinreichen von Reise- oder 
Identitätspapieren innerhalb der Frist von 48 Stunden nach Einreichen 
des Asylgesuchs keine entschuldbaren Gründe vorliegen,

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung sodann zutreffend dar-
gelegt hat, weshalb die weiteren Voraussetzungen für einen Nichtein-
tretensentscheid gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG gege-
ben sind und weshalb die Wegweisung zu verfügen und deren Vollzug 
anzuordnen ist,

dass in der Beschwerde nicht dargetan wird, inwiefern die Erwägun-
gen des BFM, es liege keine asylrelevante Verfolgung vor, wenn staat-
liche  Massnahmen  rechtsstaatlich  legitimen  Zwecken  dienten,  unzu-
treffend sein sollen,

dass die vom Beschwerdeführer in der Rechtsmitteleingabe aufgestell-
te  Behauptung,  er  habe  Probleme mit  den nigerianischen  Behörden 
und werde bei einer Rückkehr ins Gefängnis kommen, in keiner Weise 
substanziiert und dargelegt wird,

dass sich diese Ausführungen letztlich auch nicht mit der angekündig-
ten persönlichen Kontaktaufnahme mit der nigerianischen Botschaft im 
Zusammenhang mit  dem Beibringen von Identitätspapieren vereinba-
ren lassen,

dass sich die vorinstanzlichen Erwägungen aufgrund der Akten als zu-
treffend erweisen,

dass unter diesen Umständen ohne weitere Erörterungen festgestellt 
werden kann, dass das Bestehen der Flüchtlingseigenschaft des Be-
schwerdeführers offensichtlich ausgeschlossen werden kann und auch 
keine  zusätzliche  Abklärungen  im  Sinne  von  Art. 32  Abs. 3  Bst. c 
AsylG notwendig sind,

dass  das  BFM  demnach  in  Anwendung  von  Art. 32  Abs.  2  Bst.  a 
AsylG zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein-
getreten ist,

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dass  lediglich  der  Vollständigkeit  halber  anzufügen  bleibt,  dass  die 
Aussagen des Beschwerdeführers zu seinen Aktivitäten nach dem Uni-
versitätsabschluss und in der IYC, zu Inhaftierung, Flucht und Ausreise 
widersprüchlich,  realitätsfremd  und  unsubstanziiert  ausgefallen  sind 
(z.B. Unfähigkeit, widerspruchsfrei anzugeben, ob er nach seinem Stu-
dienabschluss Militärdienst geleistet hat oder nicht, vgl. A1 S. 5 und A8 
S. 7 Fragen 25 f.; Unfähigkeit,  einen Tagesablauf in der halbjährigen 
Haft konkret und detailliert zu beschreiben, vgl. A8 S. 7 f. Fragen 30 ff.; 
einmal Status als  ein zum Tod verurteilter  Krimineller  – vgl. A8 S. 7 
Frage 28 und S. 9 Frage 46 –, gleich darauf Verneinen einer Strafun-
tersuchung und eines Gerichtsverfahrens – A8 S. 7 Frage 29 und A1 
S. 7; widersprüchliche Angaben zur  zu  erwartenden bzw. erhaltenen 
Strafe zwischen einigen Monaten und lebenslänglicher Haft oder Tod, 
vgl. A8 S. 8 Fragen 33 ff., 45 und 48; widerspüchliche Angaben zu den 
überfallenen Öltankern, die einmal Firmen gehören, ein andermal der 
Regierung, vgl. A8 S. 5 Frage 17 und S. 9 Frage 48; für einen Absol-
venten  einer  Universitätsausbildung  in  Banking  und  Finanzen  unge-
wöhnliche Unfähigkeit, Daten korrekt anzugeben, vgl. A1 S. 7 f.; wider-
sprüchliche und unklare Aussagen zu den Igbo-Sprachkenntnissen der 
Mutter, vgl. A8 S. 3 Fragen 9 ff.), 

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

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dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Beschwerdeführer  in  der  Beschwerde  lediglich  geltend 
macht,  er  werde bei  einer  allfälligen Rückkehr  nach Nigeria  ins  Ge-
fängnis kommen, weil er mit den Behörden Probleme habe, weshalb er 
darum bittet, ihn "ein bisschen hier zu lassen",

dass diese unsubstanziierten pauschalen Ausführungen offensichtlich 
nichts an der Schlussfolgerung der Zulässigkeit des Wegweisungsvoll-
zugs zu ändern vermögen,

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung der mass-
geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da 
es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erheb-
liche Gefährdung nachzuweisen oder  glaubhaft  zu machen, weshalb 
das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-
Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet und 
keine Anhaltspunkte für  eine menschenrechtswidrige Behandlung er-
sichtlich sind, die dem Beschwerdeführer in Nigeria droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage in Nigeria noch individuelle Gründe 
auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen las-
sen,

dass der Beschwerdeführer jung sowie den Akten zufolge gesund ist 
und  in  seinem  Heimatstaat  nach  eigenen  Angaben  ein  Studium  in 
"Banking and  Finance"  absolviert  hat,  weshalb  es  ihm möglich  sein 
wird, sich im Falle der Rückkehr eine wirtschaftliche Existenzgrundla-
ge aufzubauen,

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dass er überdies mit seinen Eltern, zwei Schwestern und zwei Onkeln 
in Nigeria über ein intaktes Beziehungsnetz verfügt,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  somit  nicht  unzumutbar  im Sinne 
von Art. 83 Abs. 4 AuG ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens die  Kosten  von  Fr.  600.– 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.– werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Beschwerdeführer durch  Vermittlung  des  [...]  (Einschreiben; 
Beilage: Einzahlungsschein)

- das BFM, [...] (per Telefax zu den Akten Ref.-Nr. N [...], mit der Bitte 
um Eröffnung des Urteils an den Beschwerdeführer und um Zustel-
lung der beiliegenden Empfangsbestätigung an das Bundesverwal-
tungsgericht) 

- [...]

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Daniel Schmid Jacqueline Augsburger

Versand:

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