# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2cd5df58-6fe7-5dcc-af2a-6790a3f934e4
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2016-08-30
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 30.08.2016 A-2180/2016
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-2180-2016_2016-08-30.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung I 

A-2180/2016 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  3 0 .  A u g u s t  2 0 1 6  

Besetzung 
 Richter Jürg Steiger (Vorsitz), 

Richterin Christine Ackermann, Richter Christoph Bandli, 

Gerichtsschreiber Oliver Herrmann. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, 

vertreten durch Rechtsanwälte Dr. iur. Martin Ammann 

und MLaw Renato Bucher, 

Beschwerdeführer, 

 
 

 
gegen 

 
 

Eidgenössisches Departement für 

auswärtige Angelegenheiten EDA, 

Direktion für Ressourcen DR, 

Freiburgstrasse 130, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

 
 

 
 

Gegenstand 
 Versetzung und Ermahnung; 

Gesuch um Erlass einer Verfügung. 

 

 

 

A-2180/2016 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A._______ wurde im […] zum konsularischen Dienst des Eidgenössischen 

Departements für auswärtige Angelegenheiten EDA zugelassen und war 

ab […] 2013 als Postenchef (Leiter […]) im […] in […] (nachfolgend: [Ver-

tretung]) eingesetzt. 

B.  

Im Nachgang zur Prüfung [der Vertretung] durch die Interne Revision (IR) 

des EDA und gestützt auf den entsprechenden IR-Prüfbericht vom 27. Ok-

tober 2015, der auf Probleme im Bereich Personal hindeutete, wurden vom 

EDA, Direktion für Ressourcen DR (nachfolgend: EDA-DR), zusätzliche 

Abklärungen vorgenommen, wobei auch Gespräche mit den Mitarbeiten-

den [der Vertretung] geführt wurden. 

C.  

Anlässlich eines persönlichen Gesprächs zwischen Vertretern des EDA-

DR und A._______ wurde Letzterem am 14. Dezember 2015 die Gelegen-

heit gegeben, zu verschiedenen Vorwürfen im Zusammenhang mit der 

Amtsführung Stellung zu nehmen. Der Direktor der DR stellte A._______ 

zwei mögliche Handlungsszenarien in Aussicht: Eine Versetzung nach 

Bern oder – nach allenfalls weiteren Untersuchungen – eine fristlose Kün-

digung des Arbeitsverhältnisses durch die Arbeitgeberin. 

Unmittelbar im Anschluss an dieses Gespräch wurde A._______ ein vom 

14. Dezember 2015 datierender Versetzungsentscheid ausgehändigt, mit 

dem ihm "gestützt auf Art. 25 Abs. 4 BPV" (Bundespersonalverordnung, 

SR 172.220.111.3) mit sofortiger Wirkung seine bisherige Funktion entzo-

gen und er an die Zentrale des EDA nach Bern versetzt wurde. Sodann 

wurde er angewiesen, jeden weiteren Kontakt zu Mitarbeitenden [der Ver-

tretung] zu unterlassen. 

D.  

In Bern trat A._______ am 19. Januar 2016 eine neue Stelle als konsulari-

scher Mitarbeiter an. 

Gleichentags sprach das EDA-DR gegenüber A._______ die folgende 

schriftliche Ermahnung aus: 

"Wir ermahnen Sie hiermit ausdrücklich, Ihre gesetzlichen und vertraglichen 

Pflichten einzuhalten. 

A-2180/2016 

Seite 3 

Dieses Schreiben gilt als schriftliche Mahnung im Sinn des Bundespersonal-

rechts. Eine Wiederholung der gerügten Pflichtverletzungen kann weitrei-

chende personalrechtliche Folgen, bis hin zur Kündigung des Arbeitsverhält-

nisses, haben. 

Wir hoffen, dass Sie den Erwartungen der Arbeitgeberin folgen, und ver-

trauen auf Ihre konstruktive Einstellung und Mitwirkung." 

E.  

Mit Schreiben vom 28. Januar und vom 23. Februar 2016 forderte 

A._______ das EDA-DR auf, eine beschwerdefähige Verfügung im Sinne 

von Art. 25 Abs. 3 und Art. 34 Abs. 1 des Bundespersonalgesetzes (BPG, 

SR 172.220.1) zu erlassen. 

F.  

Mit Verfügung vom 1. März 2016 entschied das EDA-DR: 

"1. Auf das Gesuch, es sei im Zusammenhang mit dem Versetzungsent-

scheid vom 14. Dezember 2015 eine 'beschwerdefähige Verfügung 

Art. 25 Abs. 3 i.S.v. Art. 34 Abs. 1 BPG' zu erlassen, wird im Sinn der 

Erwägungen nicht eingetreten. 

2. Auf das Gesuch, es sei im Zusammenhang mit der Ermahnung vom 

19. Januar 2016 eine 'beschwerdefähige Verfügung Art. 25 Abs. 3 i.S.v. 

Art. 34 Abs. 1 BPG' zu erlassen, wird im Sinn der Erwägungen nicht ein-

getreten. 

3. Das Gesuch um Einsicht in die Unterlagen, die sich auf die Gespräche 

beziehen, die von der DR mit den Mitarbeitenden [in der Vertretung] in 

[…] geführt wurden, wird abgewiesen. Es wird festgestellt, dass Herrn 

A._______ der wesentliche Inhalt dieser Unterlagen bekannt gegeben 

worden ist." 

G.  

Gegen diese Verfügung des EDA-DR (nachfolgend: Vorinstanz) erhebt 

A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 8. April 

2016 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht und beantragt, die Ver-

fügung aufzuheben und die Vorinstanz anzuweisen, auf das Begehren vom 

28. Januar 2016 um Erlass einer beschwerdefähigen Verfügung zum Ver-

setzungsentscheid vom 14. Dezember 2015 und zur Ermahnung vom 

19. Januar 2016 einzutreten und eine Verfügung in der Sache zu erlassen. 

A-2180/2016 

Seite 4 

H.  

Die Vorinstanz schliesst mit Vernehmlassung vom 10. Mai 2016 auf Abwei-

sung der Beschwerde. 

I.  

Das Bundesverwaltungsgericht heisst mit Zwischenverfügung vom 30. Juni 

2016 ein im Beschwerdeverfahren gestelltes Akteneinsichtsgesuch des 

Beschwerdeführers teilweise gut. 

J.  

Der Beschwerdeführer reicht am 22. Juli 2016 seine Schlussbemerkungen 

sowie als Beilage ein Gesprächsprotokoll einer Sitzung vom 24. Juni 2016 

ein, an welcher Vertreter der Vorinstanz und der Beschwerdeführer teilnah-

men. Daraus geht hervor, dass die Vorinstanz dem Beschwerdeführer ein 

"Angebot im Sinne einer letzten Chance als Mitarbeitender des konsulari-

schen Dienstes und damit unter Verbleib in der konsularischen Karriere" 

für eine reguläre Versetzung nach […] in der Funktion als "Stellvertretender 

Chef […]/Chef […]" unterbreitete. Gemäss Gesprächsprotokoll würde auf-

grund der Verhaltensmängel sowie nicht erfüllter Erwartungen bezüglich 

der Leistungen als konsularischer Mitarbeiter an der Zentrale in Bern 

Art. 33 Abs. 2 der Verordnung des EDA vom 20. September 2002 zur Bun-

despersonalverordnung (VBPV-EDA, SR 172.220.111.343.3) zur Anwen-

dung gelangen, was bedeutete, dass der Lohn auf das Maximum der Lohn-

klasse 24 (bisher war der Beschwerdeführer in der Lohnklasse 28 einge-

teilt) festgelegt würde und betreffend den Lohn keine Besitzstandsgarantie 

gewährt werden könnte. 

Mit Schreiben vom 18. Juli 2016 kommuniziert die Vorinstanz dem Be-

schwerdeführer den entsprechenden Versetzungsentscheid und gibt ihm 

Gelegenheit, bis am 2. August 2016 mitzuteilen, ob er bereit sei, der Ver-

setzung Folge zu leisten. 

K.  

Am 17. August 2016 reicht die Vorinstanz eine Stellungnahme zu den 

Schlussbemerkungen des Beschwerdeführers ein. 

L.  

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die sich bei den Akten be-

findlichen Dokumente wird – soweit entscheidrelevant – in den nachfolgen-

den Erwägungen eingegangen. 

A-2180/2016 

Seite 5 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Beim angefochtenen Entscheid handelt es sich um eine Verfügung im 

Sinne von Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes (VwVG, SR 172.021), 

die von einer Vorinstanz im Sinne von Art. 33 Bst. d des Verwaltungsge-

richtsgesetzes (VGG, SR 173.32) erlassen wurde und direkt beim Bundes-

verwaltungsgericht angefochten werden kann (Art. 36 Abs. 1 BPG). Da 

keine Ausnahme gemäss Art. 32 VGG vorliegt, ist das Bundesverwaltungs-

gericht zur Beurteilung der Beschwerde zuständig (Art. 31 VGG und Art. 44 

VwVG). 

Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach dem 

VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG). 

1.2 Der Beschwerdeführer hat sich am vorinstanzlichen Verfahren beteiligt 

und ist als Adressat der angefochtenen Verfügung, mit welcher die Vorin-

stanz auf sein Gesuch um Erlass einer Verfügung in der Sache betreffend 

Versetzungsentscheid und Ermahnung nicht eintrat, sowohl formell als 

auch materiell beschwert, weshalb er zur Beschwerde legitimiert ist (vgl. 

Art. 48 Abs. 1 VwVG). 

1.3 Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde (vgl. 

Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 VwVG) ist demnach einzutreten. 

2.  

Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet grundsätzlich mit uneinge-

schränkter Kognition. Es überprüft die angefochtene Verfügung auf Rechts-

verletzungen – einschliesslich unrichtiger oder unvollständiger Feststellung 

des rechtserheblichen Sachverhalts und Rechtsfehler bei der Ermessens-

ausübung – sowie auf Angemessenheit hin (Art. 49 VwVG). 

Bei der Prüfung der Angemessenheit auferlegt sich das Bundesverwal-

tungsgericht indes namentlich dann eine gewisse Zurückhaltung, wenn es 

um die Leistungsbeurteilung von Bediensteten des Bundes, um verwal-

tungsorganisatorische Fragen oder um Probleme der betriebsinternen Zu-

sammenarbeit und des Vertrauensverhältnisses geht. Es entfernt sich in-

sofern im Zweifel nicht von der Auffassung der Vorinstanz und setzt sein 

eigenes Ermessen nicht an die Stelle desjenigen der Vorinstanz, soweit es 

im konkreten Fall keine Anhaltspunkte für eine unrichtige oder unvollstän-

dige Feststellung des Sachverhalts gibt und davon ausgegangen werden 

A-2180/2016 

Seite 6 

kann, dass die Vorinstanz die für den Entscheid wesentlichen Gesichts-

punkte geprüft sowie die erforderlichen Abklärungen sorgfältig und umfas-

send vorgenommen hat (Urteile des Bundesverwaltungsgerichts [BVGer] 

A-5276/2015 vom 29. Juni 2016 E. 2.1, A-7515/2014 vom 29. Juni 2016 

E. 2.1 und A-4517/2015 vom 15. Februar 2016 E. 2.2, je m.w.H.). 

3.  

3.1 Die Arbeitgeberin trifft die für den geordneten Vollzug der Aufgaben nö-

tigen (disziplinarischen) Massnahmen (Art. 25 Abs. 1 BPG). Dazu gehören 

namentlich die Verwarnung sowie die Änderung des Aufgabenkreises, der 

Arbeitszeit und des Arbeitsortes (Art. 25 Abs. 2 BPG; Art. 99 Abs. 2 Bst. a 

und c sowie Abs. 3 Bst. c und d BPV). 

3.1.1 Mit Disziplinarmassnahmen wird grundsätzlich auf Pflichtverletzun-

gen der Angestellten reagiert. Art. 25 BPG zielt jedoch nicht nur auf primär 

reaktiv-repressive (Disziplinar-)Massnahmen, sondern auch auf aufbau-

ende, zielführende Impulse, wie beispielsweise organisatorische Massnah-

men (Botschaft des Bundesrates vom 31. August 2011 zu einer Änderung 

des Bundespersonalgesetzes, BBl 2011 6719). Das Disziplinarrecht des 

BPG will mithin nicht mehr (wie noch das alte Beamtengesetz [BtG, 

SR 172.221.10]) nur auf das in der Vergangenheit liegende rechtsverlet-

zende Verhalten reagieren (pönaler, repressivkorrektiver Zweck), sondern 

in erster Linie das künftige Verhalten lenken. Das Ziel ist nicht mehr nur 

reaktiv, sondern das Disziplinarrecht will auch proaktiv und präventiv wir-

ken; die Massnahmen sollen – wie Art. 25 Abs. 1 BPG festhält – den ge-

ordneten Vollzug der Aufgaben wiederherstellen bzw. sicherstellen (Bot-

schaft des Bundesrates vom 14. Dezember 1998 zum Bundespersonalge-

setz, BBl 1999 II 1621; PETER HELBLING, in: Portmann/Uhlmann [Hrsg.], 

Stämpflis Handkommentar zum BPG, 2013, Art. 25 N 12; vgl. ferner 

HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 7. Aufl. 2016, 

Rz. 1506). 

3.1.2 Jede Disziplinarmassnahme setzt voraus, dass die dem Arbeitneh-

mer vorgeworfene Pflichtverletzung im Rahmen einer Disziplinaruntersu-

chung nach Art. 98 BPV festgestellt oder erhärtet worden ist (Art. 99 Abs. 1 

BPV; Urteil des BVGer A-8073/2015 vom 13. Juli 2016 E. 5.2.3). Der Ar-

beitnehmer muss fehlerhaft gehandelt, das heisst eine ihm obliegende ar-

beitsrechtliche Pflicht verletzt haben. Wenn es sich negativ auf das Arbeits-

verhältnis auswirkt, kann auch ausserdienstliches Verhalten eine Diszipli-

nierung rechtfertigen. Der Arbeitnehmer muss die ihm obliegende Pflicht 

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Seite 7 

gekannt und diese vorsätzlich oder fahrlässig (vgl. Art. 99 Abs. 2 und 3, je 

Ingress, BPV) verletzt haben. Schliesslich durfte keine Not- oder Zwangs-

lage vorliegen, das heisst der Arbeitnehmer muss die Möglichkeit gehabt 

haben, rechts- und pflichtkonform zu handeln. Weitere Voraussetzung ist 

die Angemessenheit bzw. Verhältnismässigkeit (Art. 5 Abs. 2 der Bundes-

verfassung [BV, SR 101] i.V.m. Art. 6 Abs. 1 BPG) der Massnahme (zum 

Ganzen Urteil des BVGer A-6699/2015 vom 21. März 2016 E. 4.2; Helb-

ling, a.a.O., Art. 25 N 42 ff.). 

3.1.3 Ob eine Massnahme – namentlich eine Versetzung oder eine Ermah-

nung – disziplinarischer Natur ist, kann nicht davon abhängen, ob sie von 

der zuständigen Behörde als solche bezeichnet oder erst nach Durchfüh-

rung einer Disziplinaruntersuchung oder mittels formeller Verfügung ange-

ordnet wird. Andernfalls stünde es im freien Belieben der Behörde, auf ein 

formelles Disziplinarverfahren zu verzichten und so der betroffenen Person 

einerseits die ihr zustehenden Parteirechte vorzuenthalten und anderer-

seits die Möglichkeit zu nehmen, den Disziplinarentscheid gerichtlich über-

prüfen zu lassen. Dies bärge entsprechendes Missbrauchspotential. Nicht 

massgeblich sein kann sodann, welchen (Haupt-)Zweck die Behörde mit 

der angeordneten Massnahme verfolgt. Abzustellen ist vielmehr auf die tat-

sächlichen, objektiven Umstände des Einzelfalls und die konkreten Auswir-

kungen der Massnahme auf die betroffene Person. Je schwerer der damit 

verbundene Eingriff in deren Rechtssphäre bzw. Persönlichkeit ist, desto 

eher wird grundsätzlich von einer auf dem ordentlichen Rechtsmittelweg 

anfechtbaren Disziplinarmassnahme auszugehen sein, welcher eine Dis-

ziplinaruntersuchung im Sinne von Art. 98 BPV voranzugehen hat (vgl. Ur-

teil des Bundesgerichts [BGer] 2C_272/2012 vom 9. Juli 2012 E. 4.3; Ur-

teile des BVGer A-4699/2015 vom 11. April 2016 E. 5.1.1, A-692/2014 vom 

17. Juni 2014 E. 4.3.1 und A-7309/2010 vom 7. April 2011 E. 2.3 f.; das-

selbe gilt im Übrigen betreffend die Frage, ob eine disziplinarische Mass-

nahme als strafrechtlich im Sinne von Art. 6 Ziff. 1 der Europäischen Men-

schenrechtskonvention [EMRK, SR 0.101] zu qualifizieren ist [vgl. BGE 

140 II 384 E. 3.2.1, 139 I 72 E. 2.2.2; Urteil des BGer 2C_739/2015 vom 

25. April 2016 E. 3.4, zur Publikation vorgesehen; je m.w.H.]). 

3.2 Die Versetzung eines Angestellten kann nicht nur als disziplinarische 

Massnahme (vgl. Art. 25 Abs. 2 Bst. c BPG und Art. 99 Abs. 3 Bst. d BPV) 

verfügt, sondern auch gestützt auf Art. 25 Abs. 3 (oder 3bis) Bst. a BPV an-

geordnet werden, wenn sie zwar für den geordneten Vollzug der Aufgaben 

objektiv notwendig ist, die betroffene Person aber kein Verschulden trifft 

und sie keine Pflichtverletzung beging (Urteile des BVGer A-4464/2015 

A-2180/2016 

Seite 8 

vom 23. November 2015 E. 3.1 f. und A-5046/2014 vom 20. März 2015 

E. 4.2.4, je m.w.H.). 

Das versetzungspflichtige Personal – zu welchem der Beschwerdeführer 

gehört (vgl. Art. 3 Bst. a i.V.m. Art. 2 Abs. 2 Bst. b VBPV-EDA sowie Ziff. 6.1 

des Arbeitsvertrages vom 10./19. Oktober 2001) – wird sodann grundsätz-

lich gestützt auf die gesetzliche Versetzungspflicht (Art. 132 Abs. 1 VBPV-

EDA i.V.m. Art. 21 Abs. 1 Bst. a und cbis BPG sowie Art. 25 Abs. 4 BPV) 

versetzt. 

Solche Versetzungsentscheide oder andere dienstliche Anweisungen an 

das einer Versetzungspflicht unterstehende Personal stellen keine be-

schwerdefähigen Verfügungen dar (Art. 34 Abs. 1bis BPG). Versetzungen, 

welche als disziplinarische Massnahme angeordnet werden, sind dagegen 

in Verfügungsform zu erlassen, sofern keine Einigung zwischen den Par-

teien zustande kommt (Art. 34 Abs. 1bis BPG e contrario und, soweit die 

Massnahmen den Arbeitsvertrag betreffen, Art. 34 Abs. 1 i.V.m. Art. 25 

Abs. 3 BPG; vgl. auch Art. 98 Abs. 2 BPV, wonach das erstinstanzliche Dis-

ziplinarverfahren durch das VwVG geregelt wird). Eine Verfügung ist grund-

sätzlich auch erforderlich für Versetzungen gestützt auf Art. 25 Abs. 3 bzw. 

3bis Bst. a BPV, wenn nicht ausnahmsweise aufgrund wesentlicher, ausser-

ordentlicher Umstände eine vom Weisungsrecht der Arbeitgeberin um-

fasste lediglich vorübergehende Versetzung erfolgt (vgl. Art. 3 Bst. b VwVG 

sowie Art. 321d des Obligationenrechts [OR, SR 220] i.V.m. Art. 6 Abs. 2 

BPG; Urteile des BVGer A-4699/2015 vom 11. April 2016 E. 5.1.1 und 

A-5046/2014 vom 20. März 2015 E. 4.2.1). 

3.3 Die Rechtsprechung unterscheidet die Verwarnung als disziplinarische 

Massnahme sowie die Mahnung, welche im Hinblick auf eine mögliche 

Kündigung ausgesprochen wird (in der Praxis wird der Begriff "Verwar-

nung" allerdings regelmässig auch für die der Kündigung vorangehende 

"Mahnung" verwendet, insbesondere im Zusammenhang mit fristlosen, 

teilweise auch ordentlichen Kündigungen [vgl. etwa Urteil des BGer 

1C_245/2008 vom 2. März 2009 E. 5.3 und Urteil des BVGer A-4517/2015 

vom 15. Februar 2016 E. 9.2]). 

3.3.1 Eine ordentliche Kündigung im Sinne von Art. 10 Abs. 3 BPG setzt 

regelmässig eine vorgängige Mahnung voraus, welche zwei Funktionen er-

füllt: der Vorhalt der begangenen Pflichtverletzung und die Ermahnung zu 

künftigem vertragsgemässem Verhalten (Rügefunktion) sowie die Andro-

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Seite 9 

hung einer Sanktion bei weiteren gleichartigen Pflichtverletzungen (Warn-

funktion). Eine Mahnung liegt mithin vor, ohne dass sie ausdrücklich als 

solche bezeichnet werden müsste, sobald sie als solche erkennbar ist und 

die ermahnte Person daraus klar ersehen kann, welche Verhaltensweisen 

nicht mehr toleriert werden und wie sie sich inskünftig zu verhalten hat (Ur-

teile des BGer 8C_500/2013 vom 15. Januar 2014 E. 7 und 1C_245/2008 

vom 2. März 2009 E. 5.3; Urteile des BVGer A-5682/2015 vom 8. Juni 2016 

E. 3.3.1 f. und A-5541/2014 vom 31. Mai 2016 E. 6.1.3, je m.w.H.; zum 

Mahnerfordernis und der Weitergeltung der diesbezüglichen Rechtspre-

chung zum alten Recht vgl. ferner Urteile des BGer 8C_895/2015 vom 

8. März 2016 E. 3.1 und 8C_541/2015 vom 19. Januar 2016 E. 4). 

3.3.2 Die Abgrenzung der Mahnung im Sinne von Art. 10 Abs. 3 BPG von 

der disziplinarrechtlichen Verwarnung ist schwierig (vgl. dazu neben den 

sogleich zitierten Entscheiden etwa Urteile des BVGer A-4464/2015 vom 

23. November 2015 E. 1.1.5 und A-1725/2015 vom 8. Juni 2015 E. 2.1). Im 

Urteil A-6699/2015 vom 21. März 2016 führte das Bundesverwaltungsge-

richt dazu Folgendes aus: 

"Nach dem Bundespersonalrecht ist die (disziplinarische) Verwarnung von der 

Mahnung zu unterscheiden. […] Mit der Verwarnung gibt der Arbeitgeber 

dem Arbeitnehmer zu verstehen, dass er das gerügte Verhalten nicht weiter-

hin hinzunehmen gewillt ist und dass er bei Wiederholung oder Weiterführung 

des gerügten Verhaltens härtere Massnahmen zu treffen gedenkt (…). Dem-

gegenüber wird eine Mahnung gestützt auf Art. 10 Abs. 3 BPG ausgespro-

chen. Sie erinnert den Arbeitnehmer an seine bestehenden Verhaltenspflich-

ten und ermöglicht dem Arbeitgeber die ordentliche Kündigung, wenn der Ar-

beitnehmer seine Leistung nicht verbessert oder sein Verhalten nicht ändert 

(…). Die Mahnung ist als direkte Reaktion auf das Fehlverhalten des Arbeit-

nehmers zu verstehen. Sie hat zum Ziel, dem Arbeitnehmer die begangene 

Pflichtverletzung vorzuhalten und ihn zu künftigem vertragsgemässem Ver-

halten zu mahnen (Rügefunktion). Zudem drückt sie die Androhung einer 

Sanktion bei weiteren gleichartigen Pflichtverletzungen aus (Warnfunktion; 

…)" (E. 3.1). 

Zwar ist die erwähnte Rüge- und Warnfunktion der Mahnung auch der dis-

ziplinarrechtlichen Verwarnung grundsätzlich inhärent (vgl. oben zitiertes 

Urteil: "dass er das gerügte Verhalten nicht weiterhin hinzunehmen gewillt 

ist und dass er bei Wiederholung oder Weiterführung des gerügten Verhal-

tens härtere Massnahmen zu treffen gedenkt"; ebenso zur Publikation vor-

gesehenes Urteil des BGer 8D_3/2015 vom 7. Juni 2016 E. 4.4 zum Ver-

weis [gemäss Art. 48 des Neuenburger Personalgesetzes, RSN 152.510], 

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Seite 10 

welcher zwar im Rahmen der auf den 1. Juli 2013 in Kraft getretenen BPG- 

und BPV-Revision aus dem Disziplinarrecht für das Bundespersonal ge-

strichen wurde, dies allerdings gerade deshalb, weil ihm gegenüber der 

Verwarnung keine selbständige Bedeutung zukam bzw. er dieselbe Wir-

kung erzielte [Botschaft zur BPG-Revision, BBl 2011 6719]). Überdies wird 

die Verwarnung in der Regel – wie gemäss dem zitierten Urteil des Bun-

desverwaltungsgerichts die Mahnung – "als direkte Reaktion auf das Fehl-

verhalten des Arbeitnehmers" ausgesprochen. 

Dennoch verfolgen die Mahnung und die Verwarnung unterschiedliche 

Zwecke, wie das Bundesverwaltungsgericht etwa im Urteil A-692/2014 

vom 17. Juni 2014 festhielt (ebenso bereits BVGE 2011/31 E. 3.2.1 sowie 

Urteile A-6864/2010 vom 20. Dezember 2011 E. 5.2.2 und A-8518/2007 

vom 18. September 2008 E. 4.3; zustimmend BENOÎT BOVAY, Procédure 

administrative, 2. Aufl. 2015, S. 342; bezüglich der Mahnung im Sinne von 

Art. 10 Abs. 3 BPG vgl. zudem statt vieler die jüngeren Urteile A-5682/2015 

vom 8. Juni 2016 E. 3.3.2 und A-5541/2014 vom 31. Mai 2016 E. 6.1.3): 

"[…] l'avertissement préalable à la résiliation ordinaire devait plutôt être conçu 

comme une mise en garde adressée à l'employé et destinée à éviter des 

conséquences désagréables, en d'autres termes, comme une mesure desti-

née à protéger l'employé et à concrétiser le principe de proportionnalité, 

l'avertissement, au sens de l'ancien art. 25 LPers, revêtait clairement le ca-

ractère d'une sanction disciplinaire, constituant l'une des mesures de con-

trainte dont dispose l'administration à l'égard de ses employés" (E. 3.2.1 

S. 11). 

3.3.3 Eine disziplinarische Verwarnung kann gleichzeitig eine im Hinblick 

auf eine mögliche Kündigung ausgesprochene Mahnung darstellen (Urteil 

des BGer 1C_245/2008 vom 2. März 2009 E. 5.4; Urteil des BVGer 

A-6664/2009 vom 29. Juni 2010 E. 5.2) und wird dies wohl häufig tun, da 

die verwarnte Person auch einer Verwarnung regelmässig entnehmen kön-

nen wird, welche Verhaltensweisen beanstandet werden und welches Ver-

halten inskünftig erwartet wird (vgl. zur Rüge- und Warnfunktion der Mah-

nung vorstehend E. 3.3.1). 

4.  

Zwischen den Parteien ist umstritten, ob es sich beim Versetzungsent-

scheid vom 14. Dezember 2015 und der Ermahnung vom 19. Januar 2016 

A-2180/2016 

Seite 11 

um disziplinarische Massnahmen handelte oder "lediglich" um einen Ver-

setzungsentscheid im Rahmen der Versetzungspflicht sowie eine "nor-

male", der Kündigung vorangehende Mahnung. 

4.1 Die Vorinstanz bringt vor, sie habe zu keinem Zeitpunkt Disziplinar-

massnahmen nach Art. 25 BPG bzw. Art. 99 BPV getroffen oder auch nur 

die Absicht dazu gehabt. Mit dem Versetzungsentscheid vom 14. Dezem-

ber 2015 seien nicht neue Rechte und Pflichten begründet und ebenso we-

nig "faktisch" eine Disziplinarmassnahme ausgesprochen worden, sondern 

die Versetzung sei vielmehr Ausfluss und zugleich Aktualisierung von 

Pflichten, die aufgrund des Arbeitsverhältnisses bereits bestanden hätten. 

4.1.1 Sie habe den Beschwerdeführer nicht in erster Linie sanktionieren 

wollen, auch wenn sich die Versetzung für ihn persönlich allenfalls ähnlich 

wie eine Disziplinarmassnahme ausgewirkt habe. Für die Vorinstanz hätten 

vielmehr betriebliche Notwendigkeiten eindeutig im Vordergrund gestan-

den. Der Beschwerdeführer sei aufgrund seiner Versetzungspflicht an ei-

nen anderen Einsatzort und in eine andere Funktion versetzt worden. Auf-

grund der erheblichen Störung des Arbeitsklimas [in der Vertretung] habe 

man nicht den üblichen "Bewerbungsprozess" für Versetzungen einhalten 

können. Angesichts der wichtigen und exponierten Führungsposition des 

Beschwerdeführers als Postenchef und der festgestellten Verhaltens- und 

Führungsmängel, die bereits zu einer erheblichen Störung des Arbeitskli-

mas [in der Vertretung] geführt hätten, habe die Vorinstanz rasch handeln 

und die Versetzung des Beschwerdeführers zeitlich vorziehen müssen, um 

die Funktionsfähigkeit der Vertretung sicherzustellen und letztlich auch das 

Ansehen und die Glaubwürdigkeit des EDA und der Eidgenossenschaft in 

[…] zu schützen. 

Der Entzug der Funktion als Postenchef und die Versetzung an die Zentrale 

nach Bern bedeute eine erhebliche Umstellung für den Beschwerdeführer 

und dessen Familie. Solche Umstellungen seien der Versetzungspflicht 

aber zum Teil inhärent. Versetzungen könnten zudem bei entsprechendem 

Bedarf jederzeit erfolgen. Dass die Vorinstanz dem Beschwerdeführer 

keine längere Übergangsfrist habe gewähren können, habe dieser seinem 

eigenen Fehlverhalten zuzuschreiben. 

Die Suche nach einer anderen Stelle habe eine gewisse Zeit benötigt und 

sei nicht ganz einfach gewesen, zumal aufgrund der Ereignisse in […] zu-

mindest vorerst nur Funktionen ohne Führungsverantwortung in Frage ge-

kommen seien. Auch nach seiner Versetzung sei der Beschwerdeführer 

A-2180/2016 

Seite 12 

jedoch ein Angehöriger der Karrieredienste nach Art. 2 Abs. 2 Bst. b VBPV-

EDA geblieben und die Versetzung habe keine Auswirkungen auf Lohn-

klasse und Lohn gehabt. 

4.1.2 Die Vorinstanz führt weiter an, sie habe es aufgrund der festgestellten 

Verhaltens- und Führungsmängel des Beschwerdeführers nicht bei der 

Versetzung bewenden lassen können. Zusätzlich habe eine personalrecht-

liche Mahnung ausgesprochen werden müssen als direkte Reaktion auf 

das Fehlverhalten des Beschwerdeführers mit dem Ziel, diesem die began-

gene Pflichtverletzung vorzuhalten und ihn zu künftigem vertragsgemäs-

sem Verhalten zu mahnen und ihm für den Fall weiterer gleichartiger 

Pflichtverletzungen die Kündigung anzudrohen. Diese Rüge- bzw. Warn-

funktion habe nur die Mahnung erfüllen können, weshalb die vorangegan-

gene Rückversetzung als organisatorische Massnahme die Mahnung nicht 

habe überflüssig machen können. Bereits im Zeitpunkt der Versetzung sei 

eine (sogar fristlose) Kündigung im Raum gestanden. Insofern sei es nur 

folgerichtig gewesen, wenn die Vorinstanz als mildere Massnahme zu-

nächst eine Mahnung ausgesprochen habe, sich aber dabei eine Kündi-

gung ausdrücklich vorbehalten habe für den Fall, dass sich die Führungs- 

und Verhaltensmängel wiederholen sollten. 

Die Ermahnung sei nicht von gleicher zeitlicher Dringlichkeit wie die Ver-

setzung gewesen. Die Vorinstanz habe deshalb bewusst entschieden, sie 

erst im Anschluss an das Gespräch vom 14. Dezember 2015 auszuspre-

chen. Aufgrund von Abwesenheiten während der Feiertage Ende 2015/An-

fang 2016 habe sich die Ausfertigung und Zustellung der Ermahnung ver-

zögert. Ein erster Entwurf für die Ermahnung sei aber bereits am 22. De-

zember 2015 erstellt worden. 

4.2  

4.2.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, er sei am 11. Dezember 2015 

unter einem falschen Vorwand (angebliche Besprechung des IR-Prüfbe-

richts) unvermittelt zum Gespräch vom 14. Dezember 2015 nach Bern be-

stellt worden, an welchem gemäss Einladung nur der Direktor der DR habe 

teilnehmen sollen, tatsächlich aber drei Vertreter der Vorinstanz anwesend 

gewesen seien. Anlässlich des Gesprächs sei massiver Druck auf ihn aus-

geübt worden, was eine grobe Verletzung der Persönlichkeitsschutzpflicht 

darstelle. Dies gelte auch für die Versetzung "über Nacht", welche für ihn, 

seine Ehegattin und seine […] Kinder mit gravierenden Folgen verbunden 

(gewesen) sei. 

A-2180/2016 

Seite 13 

Bei der Versetzung handle es sich tatsächlich um eine "verkappte" Diszip-

linarmassnahme, um eine eigentliche "Strafversetzung". Dies habe ihm 

auch die Chefin HR-Beratung im Personal EDA in einem Gespräch am 

17. Februar 2016 so mitgeteilt. Sie habe die Versetzung explizit als Straf-

massnahme bezeichnet, indem sie auf seine entsprechende Frage geant-

wortet habe, "dass man das so betrachten könne". Dafür sprächen sodann 

die konkreten Umstände der Versetzung. Seit einigen Jahren erfolge für 

"normale" Versetzungen ein "Bewerbungsprozess" mit einer Jahresaus-

schreibung im Frühling rund 15 Monate vor Einsatzbeginn. Jeweils rund 

neun bis zwölf Monate vor diesem werde der Versetzungsentscheid getrof-

fen. Unvorhergesehene Versetzungen, beispielsweise bei Krankheit oder 

Unfall, erfolgten mehrmals jährlich über sogenannte Zwischenausschrei-

bungen. Er jedoch sei über Nacht versetzt worden und der Entscheid sei 

nicht, wie im Fall eines […] üblich, nach Konsultation der […] durch […] 

gefällt worden. 

Für die disziplinarische Natur der Versetzung spreche auch, dass diese 

von der Vorinstanz mit angeblichen gravierenden Verfehlungen seinerseits 

begründet und mit der Androhung einer fristlosen Kündigung verbunden 

worden sei. Ferner sei die Versetzung am 14. Dezember 2015 angeordnet 

worden, obwohl zu diesem Zeitpunkt noch gar keine neue Aufgabe für ihn 

vorgesehen gewesen sei. Mit der Versetzung sei offenbar das Ziel verfolgt 

worden, ihm eine Stelle ohne Führungsfunktion zuzuteilen. Für die neue 

Stelle sei ein Antrag auf Finanzierung via Sonderkredit gestellt worden, was 

bei einer normalen Versetzung nicht notwendig gewesen wäre. 

Aus dem IR-Prüfbericht gehe hervor, dass [die Vertretung] mit der Gesamt-

beurteilung "gut" bewertet worden sei. Zudem seien zwar unter anderem 

betreffend das Arbeitsklima Verbesserungen angeregt worden, worüber bis 

Ende Februar 2016 habe informiert werden sollen. Der Bericht sei jedoch 

nicht zum Schluss gekommen, es seien Sofortmassnahmen notwendig. 

Dass er trotzdem bereits am 14. Dezember 2015 mit sofortiger Wirkung als 

[…] abberufen worden sei, zeige, dass andere Gründe als der IR-Prüfbe-

richt zur sofortigen Versetzung geführt haben müssten. Wie aus den Akten 

hervorgehe, handle es sich dabei wohl um die ungerechtfertigten Vorwürfe 

einer Lokalangestellten. Wenn jedoch die Versetzung auf Basis solcher 

Vorwürfe erfolgt sei, sei sie zweifelsfrei disziplinarischer Natur. 

Aus den Akten ergebe sich, dass die Vorinstanz ein umfangreiches eigent-

liches "Schatten"-Disziplinarverfahren durchgeführt habe, ohne sich an die 

A-2180/2016 

Seite 14 

für Disziplinaruntersuchungen geltenden Vorschriften gemäss Art. 98 ff. 

BPV zu halten. 

4.2.2 Weiter bringt der Beschwerdeführer vor, er habe sich am 15. Januar 

2016 erstmals über einen anwaltlichen Rechtsvertreter an die Vorinstanz 

gewandt und Akteneinsicht verlangt. Mit dem Antwortschreiben vom 

19. Januar 2016 sei ihm die vom gleichen Tag datierende Ermahnung zu-

gestellt worden, weshalb zumindest der Eindruck entstehe, es handle sich 

um eine "Racheermahnung", da er sich gegen seine Abberufung als […] 

wehre. 

Aufgrund der dargelegten Gesamtumstände könne auch die Ermahnung 

vom 19. Januar 2016 nicht als eine der Kündigung vorangehende "Mah-

nung" betrachtet werden. Vielmehr handle es sich faktisch um eine be-

schwerdefähige disziplinarische Verwarnung. Es könne nicht im freien Er-

messen der Arbeitgeberin liegen, ob sie eine Mahnung oder eine Verwar-

nung aussprechen wolle, da ansonsten Angestellte systematisch ihrer Ver-

fahrensrechte beraubt werden könnten, welche ihnen – anders als im Fall 

einer Mahnung – bei einer Verwarnung als Disziplinarmassnahme zustün-

den. 

4.2.3 Die Vorinstanz versuche ihm rechtsmissbräuchlich den Rechtsweg 

"abzuschneiden" und die Verfahrensvorschriften bezüglich Disziplinarun-

tersuchungen zu umgehen. Auch mit Blick auf die in Art. 29a BV verankerte 

Rechtsweggarantie könne das Verhalten der Vorinstanz nicht geschützt 

werden. 

5.  

Gegenstand des vorliegenden Verfahrens ist die Frage, ob es sich beim 

Versetzungsentscheid vom 14. Dezember 2015 und der Ermahnung vom 

19. Januar 2016 um disziplinarische Massnahmen im Sinne von Art. 25 

BPG und Art. 99 BPV handelte oder vielmehr – so die Vorinstanz – um 

einen Versetzungsentscheid im Rahmen der Versetzungspflicht und eine 

Mahnung im Sinne von Art. 10 Abs. 3 BPG (vgl. zum Begriff des Streitge-

genstandes statt vieler Urteil des BVGer A-2669/2016 vom 22. August 

2016 E. 2 m.w.H.). Zu befinden ist mithin darüber, ob die Vorinstanz betref-

fend Versetzung und Ermahnung verpflichtet gewesen wäre, eine be-

schwerdefähige Verfügung zu erlassen (Dispositiv-Ziff. 1 und 2 der ange-

fochtenen Verfügung). Da der Beschwerdeführer die ganze Verfügung an-

A-2180/2016 

Seite 15 

focht, ist ferner das vom ihm im vorinstanzlichen Verfahren gestellte Akten-

einsichtsgesuch zu beurteilen, welches die Vorinstanz abwies (Dispositiv-

Ziff. 3 der angefochtenen Verfügung). 

Nicht im vorliegenden Verfahren zu befinden ist dagegen über das den von 

der Vorinstanz getroffenen Massnahmen zugrundeliegende Verhalten des 

Beschwerdeführers sowie die Versetzung und die Ermahnung an sich (ma-

terielle Beurteilung). Diesbezügliche Rügen sind unbeachtlich. Ebenfalls 

nicht vom Streitgegenstand erfasst ist die vom Beschwerdeführer geltend 

gemachte gravierende Persönlichkeitsverletzung bzw. Verletzung der Für-

sorgepflicht. Der Beschwerdeführer hat diese Vorbringen jedoch nicht in 

sein Rechtsbegehren aufgenommen, weshalb diesbezüglich kein Nichtein-

tretensentscheid zu ergehen hat (vgl. statt vieler Urteil des BGer 2C_308/2015 

vom 7. Juli 2015 E. 1.3 m.w.H.). 

6.  

6.1 Mitarbeitende des diplomatischen und des konsularischen Dienstes, 

welchem der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der streitgegenständlichen 

Versetzung angehörte, werden regelmässig auf verschiedene Posten im 

In- und Ausland versetzt. Dies zeigt nicht zuletzt der Werdegang des Be-

schwerdeführers selbst, der zwischen […] und 2015 in […] Städten auf drei 

Kontinenten tätig war, an keinem Ort länger als vier bis fünf Jahre. 

Das versetzungspflichtige Personal kann jederzeit an der Zentrale oder im 

Ausland eingesetzt bzw. dorthin versetzt werden (Art. 132 Abs. 1 VBPV-

EDA und Art. 25 Abs. 4 BPV i.V.m. Art. 21 Abs. 1 Bst. a und cbis BPG). Es 

ist jedoch bereits aus organisatorischen Gründen ohne Weiteres davon 

auszugehen, dass einer Versetzung in der Regel eine Vorlaufzeit von meh-

reren Monaten vorausgeht. Von der Vorinstanz nicht in Abrede gestellt 

wurde denn auch die Darstellung des Beschwerdeführers, wonach zu be-

setzende Positionen grundsätzlich jedes Jahr im Frühling mittels einer Jah-

resausschreibung rund 15 Monate vor Einsatzbeginn ausgeschrieben wer-

den, worauf sich die Mitarbeitenden bewerben können. Der Versetzungs-

entscheid erfolge rund neun bis zwölf Monate vor dem Einsatzbeginn. Un-

vorhergesehene Versetzungen (z.B. bei Unfällen oder Krankheitsfällen) er-

folgten mehrmals jährlich über sogenannte Zwischenausschreibungen mit 

kürzeren Fristen. Aus diesem Prozedere ist sodann zu schliessen, dass 

sich grundsätzlich Mitarbeitende auf offene Stellen bewerben, und nicht 

umgekehrt Stellen gesucht oder gar geschaffen werden für "versetzungs-

willige" Mitarbeitende (immerhin können Angestellte an Einsatzorten mit 

A-2180/2016 

Seite 16 

schwierigen oder sehr schwierigen Lebensbedingungen – nach einer mini-

malen Einsatzdauer von zwei bis vier Jahren – eine Versetzung an einen 

anderen Einsatzort verlangen [vgl. Art. 132 Abs. 2 und 3 VBPV-EDA]). Bei 

der Versetzung werden Ausbildung, Erfahrung und Eignung der Angestell-

ten für die vorgesehene Funktion sowie ihr Gesundheitszustand berück-

sichtigt (Art. 132 Abs. 4 Satz 1 VBPV-EDA). Dies bedeutet, dass grund-

sätzlich passendes Personal für einen Posten gesucht wird, eine Verset-

zung mithin hauptsächlich – oder wenigstens auch – aufgrund des Bedarfs 

am Einsatzort erfolgt (so wurde der Beschwerdeführer etwa nach […] ver-

setzt, da die vormalige Stelleninhaberin pensioniert wurde, wie sich dem 

entsprechenden Versetzungsentscheid vom 25. September 2012 entneh-

men lässt). Schliesslich ist davon auszugehen, dass eine zu versetzende 

Person vor dem entsprechenden Entscheid angehört wird und dafür eine 

angemessene Bedenkzeit erhält. Dementsprechend räumte die Vorinstanz 

dem Beschwerdeführer im Versetzungsentscheid vom 18. Juli 2016 (vgl. 

vorstehend Bst. J) trotz zeitlicher Dringlichkeit eine 14-wöchtige Frist zur 

Stellungnahme ein. 

Die Angestellten des EDA gehören entweder den allgemeinen Diensten 

oder den Karrierediensten an. Zu Letzteren gehören der diplomatische und 

der konsularische Dienst (Art. 2 VBPV-EDA). Der Beschwerdeführer ge-

hörte somit zumindest im Zeitpunkt der streitgegenständlichen Versetzung 

den Karrierediensten an. Es ist bereits begriffsinhärent und ergibt sich auch 

aus Art. 26 ff. VBPV-EDA, dass ein Wechsel eines Einsatzortes in den Kar-

rierediensten regelmässig mit einer Beförderung und einer Lohnerhöhung 

verbunden sein wird. Aus Art. 33 Abs. 2 VBPV-EDA ergibt sich indes, dass 

Angestellte auch auf einen Posten versetzt werden können, der einem tie-

feren Funktionsband zugeordnet ist als ihre bisherige Stelle. 

6.2  

6.2.1 Die Versetzung des Beschwerdeführers erfolgte aufgrund seines – 

nach Ansicht der Vorinstanz – gravierenden Fehlverhaltens und lag allein 

in der Person des Beschwerdeführers begründet. Keine Rolle spielte ein 

von ihm neu zu besetzender Posten, ein solcher "vorgesehener Einsatzort" 

existierte im Zeitpunkt der Versetzung noch nicht einmal (es stand lediglich 

fest, dass er an die Zentrale nach Bern zurückbeordert würde) bzw. war 

noch nicht bekannt. Entsprechend konnten beim Erlass des Versetzungs-

entscheides "Ausbildung, Erfahrung und Eignung" des Beschwerdeführers 

für die vorgesehene Funktion nicht berücksichtigt werden. Die Versetzung 

erfolgte nicht – zumindest auch – aufgrund des ausgewiesenen Bedarfs 

A-2180/2016 

Seite 17 

am Einsatzort, sondern einzig, um den Beschwerdeführer von seinem bis-

herigen Posten abzuziehen. Die Vorinstanz zeigte dem Beschwerdeführer 

die streitgegenständliche Versetzung sodann nicht im Voraus an, sondern 

vollzog sie unmittelbar mit dem entsprechenden Entscheid. Gleichzeitig 

auferlegte sie ihm ein Kontakt- sowie offenbar auch ein Hausverbot und 

informierte das Polizeipräsidium […] über die getroffene Massnahme. Der 

Beschwerdeführer konnte sich zwar vor dem Ergehen des Versetzungsent-

scheides kurz äussern (das entsprechende Gespräch mit drei Vertretern 

der Vorinstanz dauerte eine Stunde), jedoch weniger zum Versetzungsent-

scheid und erst recht nicht zur damals noch gar nicht feststehenden neuen 

Stelle, sondern vielmehr zu den von der Vorinstanz erhobenen Vorwürfen, 

und vor allem ohne sich zuvor darauf vorbereiten zu können. Die schliess-

lich in Bern angetretene Stelle entsprach offensichtlich nicht dem Anforde-

rungsprofil seiner bisherigen Funktion, es handelte sich namentlich nicht 

um eine Führungsposition. 

Auch aus der Form des Versetzungsentscheides vom 14. Dezember 2015 

ist im Übrigen ersichtlich, dass es sich bei der Rückbeorderung nach Bern 

nicht um eine "normale" Versetzung im Rahmen der Versetzungspflicht 

handelte, wie ein Vergleich mit dem Schreiben vom 25. September 2012 

betreffend die Versetzung nach […] zeigt. 

6.2.2 Alle diese Umstände mögen zwar auf das dem Beschwerdeführer 

vorgeworfene Verhalten zurückzuführen und – nach Ansicht der Vorinstanz 

– diesem zuzuschreiben sein (ob das Vorgehen der Vorinstanz sachlich 

gerechtfertigt war, ist nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens). 

Nichtsdestotrotz entsprechen sie nicht dem im Fall einer im Rahmen der 

Versetzungspflicht vorgenommenen Versetzung üblichen Vorgehen, wes-

halb sie für das Vorliegen einer disziplinarischen Versetzung sprechen. 

Dasselbe gilt insbesondere auch für die von der Vorinstanz vor dem Erge-

hen des streitgegenständlichen Versetzungsentscheides unter Ausschluss 

des Beschwerdeführers vorgenommenen Untersuchungshandlungen (ins-

besondere Anhörungen der Mitarbeitenden [der Vertretung]), welche der 

Beschwerdeführer nicht ganz zu Unrecht als "Schatten-Disziplinarverfah-

ren" bezeichnet. Im Vorfeld einer "normalen" Versetzung werden zwar wohl 

regelmässig gewisse Referenzauskünfte über die zu versetzende Person 

eingeholt, aber nicht eine eigentliche Untersuchung durchgeführt. Eine sol-

che ist dagegen vor dem Erlass einer Disziplinarmassnahme erforderlich 

(Art. 99 Abs. 1 BPV). 

A-2180/2016 

Seite 18 

Der Annahme einer disziplinarischen Versetzung nicht entgegensteht, dass 

die Massnahme – wie die Vorinstanz vorbringt – (allenfalls sogar haupt-

sächlich) eine betriebliche Notwendigkeit darstellt bzw. für die Aufgabener-

füllung notwendig ist (vgl. Art. 21 Abs. 1 Ingress BPG). Vielmehr sollen 

auch Disziplinarmassnahmen den geordneten Aufgabenvollzug sicherstel-

len (vgl. Art. 25 Abs. 1 BPG). Ein disziplinarisch zu ahndendes Verhalten 

wird im Übrigen in aller Regel zwangsläufig (gleichzeitig) gewisse betrieb-

liche Massnahmen erfordern. 

6.2.3 Für das Vorliegen einer (faktischen) disziplinarischen Versetzung 

sprechen ferner die damit verbundenen Konsequenzen für den Beschwer-

deführer. Er wurde von einem Tag auf den anderen aus seinem bisherigen 

beruflichen und teilweise wohl auch privaten Umfeld gerissen und an einen 

anderen Ort versetzt, was für ihn und seine Familie mit erheblichen Impli-

kationen verbunden war (vgl. dazu namentlich Rz. 24 der Beschwerde-

schrift) – was im Übrigen auch die Vorinstanz anerkennt – und seinen Ruf 

erheblich beeinträchtigt haben dürfte. Ebenfalls beträchtlich waren die Aus-

wirkungen auf die Arbeitsbedingungen und die beruflichen Karriereaus-

sichten des Beschwerdeführers, selbst wenn die Rückbeorderung nach 

Bern – im Gegensatz zur allfälligen Versetzung nach […] (den Akten lässt 

sich nicht entnehmen, ob der Beschwerdeführer dem entsprechenden Ver-

setzungsentscheid der Vorinstanz Folge leistete oder nicht) – noch nicht 

mit einer Lohnreduktion einherging. 

6.3 Insgesamt ist der Versetzungsentscheid der Vorinstanz vom 14. De-

zember 2015 daher als Disziplinarmassnahme im Sinne von Art. 25 Abs. 2 

Bst. c BPG in Verbindung mit Art. 99 Abs. 2 Bst. c und Abs. 3 Bst. d BPV 

zu qualifizieren. Die Beschwerde ist insoweit gutzuheissen und die Vorin-

stanz anzuweisen, gegenüber dem Beschwerdeführer eine entsprechende 

formelle Verfügung zu erlassen (Art. 34 Abs. 1 BPG). 

Dieses Ergebnis trägt auch der Rechtsprechung Rechnung, wonach bei 

der Frage der Anfechtbarkeit von Akten das Rechtsschutzbedürfnis des 

Betroffenen zu berücksichtigen ist (vgl. BVGE 2015/16 E. 1.2.4 und Urteil 

des BVGer A-1725/2015 vom 8. Juni 2015 E. 2.1, je m.w.H.). Dies im Üb-

rigen auch wegen der in Art. 29a BV verankerten Rechtsweggarantie (vgl. 

Urteil des BGer 2C_272/2012 vom 9. Juli 2012 E. 4.3 und Urteil des BVGer 

A-4699/2015 vom 11. April 2016 E. 5.2.1). 

A-2180/2016 

Seite 19 

7.  

7.1 Die Abgrenzung von Verwarnung und Mahnung ist schwierig (vgl. vor-

stehend E. 3.3.2). Im Gegensatz zur disziplinarischen bzw. dienstlichen 

Versetzung sind die Folgen einer Verwarnung und einer Mahnung in der 

Regel vergleichbar: Gibt der betroffene Angestellte fortan zu keiner Bean-

standung mehr Anlass, bleibt die Verwarnung bzw. Mahnung ohne nega-

tive Auswirkungen. Begeht er dagegen weitere Pflichtverletzungen, drohen 

ihm personalrechtliche Konsequenzen bis hin zur Kündigung (eine Verwar-

nung dürfte regelmässig gleichzeitig eine Mahnung darstellen, vgl. vorste-

hend E. 3.3.3). Was die (tatsächlichen und möglichen) Auswirkungen an-

belangt, ist daher nicht von wesentlicher Bedeutung, ob die Ermahnung 

vom 19. Januar 2016 als (blosse) Mahnung oder als Verwarnung qualifi-

ziert wird. Da die Vorinstanz die Kündigung explizit androhte, wird es sich 

jedenfalls (gleichzeitig) um eine Mahnung im Sinne von Art. 10 Abs. 3 BPG 

handeln, selbst wenn sie als disziplinarische Verwarnung einzustufen sein 

sollte. 

Auch im Fall einer Verwarnung bzw. Mahnung kann es nicht im freien Er-

messen der zuständigen Behörde liegen zu bestimmen, ob es sich um eine 

disziplinarische Massnahme handelt. Da es dabei aber wesentlich auf den 

mit der Massnahme verfolgten Zweck ankommt (vgl. vorstehend E. 3.3.2) 

– den es vorliegend zu ermitteln gilt – muss der Behörde ein gewisser Er-

messensspielraum eingeräumt werden. 

7.2 Der Versetzung und der Ermahnung lag unstrittig dasselbe von der 

Vorinstanz beanstandete Verhalten des Beschwerdeführers zugrunde. 

Bloss weil die Versetzung als disziplinarische Massnahme anzusehen ist, 

kann deshalb aber nicht gefolgert werden, auch die Ermahnung habe ohne 

Weiteres disziplinarischen Charakter. 

Es trifft zu, wie der Beschwerdeführer vorbringt, dass die Ermahnung er-

folgte, kurz nachdem sein anwaltlicher Rechtsvertreter erstmals gegenüber 

der Vorinstanz in Erscheinung getreten war. Allein daraus kann jedoch 

nicht auf eine disziplinarische "Racheermahnung" geschlossen werden. Es 

ist naheliegend, dass die Vorinstanz die "Formalisierung" des Verfahrens, 

welche sich durch den Beizug einer anwaltlichen Vertretung ergeben hatte, 

sogleich nutzte, um eine bereits früher geplante Ermahnung auszuspre-

chen. Zudem handelte es sich beim 19. Januar 2016, an welchem die Er-

mahnung ausgesprochen wurde, um den ersten Arbeitstag des Beschwer-

deführers nach der Versetzung und am neuen Einsatzort in Bern, weshalb 

A-2180/2016 

Seite 20 

kein zwingender Anlass bestand, die Ermahnung schon früher auszuspre-

chen. 

Bereits mit dem Versetzungsentscheid vom 14. Dezember 2015 wurden 

einerseits der Beschwerdeführer "diszipliniert" und andererseits die – aus 

Sicht der Vorinstanz – für den geordneten Aufgabenvollzug nötigen Mass-

nahmen getroffen. Es bestand daher kein Grund mehr, zu diesem Zweck 

zusätzlich eine disziplinarische Verwarnung auszusprechen. Deshalb ist es 

nachvollziehbar und glaubhaft, dass die Vorinstanz mit der Ermahnung ein-

zig eine Kündigung (oder andere personalrechtliche Massnahmen) anzu-

drohen beabsichtigte. Es erscheint aufgrund der konkreten Umstände und 

gerade wegen – nicht trotz – der vorangehenden Versetzung als ange-

bracht, die Ermahnung so zu verstehen, dass die Vorinstanz damit lediglich 

den Beschwerdeführer in seinem Interesse vor allfälligen weiteren perso-

nalrechtlichen Schritten, namentlich einer Kündigung, warnen wollte. Die 

Ermahnung ist dagegen nicht dahingehend zu interpretieren, dass die 

Vorinstanz mit ihr (zudem) einerseits das Verhalten des Beschwerdefüh-

rers sanktionieren und andererseits den geordneten Aufgabenvollzug si-

cherstellen wollte, jedenfalls nicht weitergehend, als dies ohnehin bereits 

mit einer Mahnung im Sinne von Art. 10 Abs. 3 BPG zwangsläufig ge-

schieht. 

Gänzlich auf eine Ermahnung verzichten konnte die Vorinstanz nicht, da 

dem Versetzungsentscheid vom 14. Dezember 2015 im Hinblick auf eine 

mögliche Kündigung bei – nach Ansicht der Vorinstanz – erneutem Fehl-

verhalten des Beschwerdeführers allenfalls nicht die für eine Mahnung er-

forderliche klare Rüge- und Warnfunktion zukam. 

Bereits das alte Beamtengesetz hielt im Übrigen in Art. 31 Abs. 3 fest, dass 

verschiedene Disziplinarmassnahmen (nur) ausnahmsweise – also in be-

gründeten Fällen – miteinander verbunden werden können. Eine entspre-

chende Vorschrift enthält das neue Recht nicht und in gewissen Fällen wer-

den zwangsläufig mehrere einzelne Massnahmen gleichzeitig angeordnet 

(zum Beispiel bei der streitgegenständlichen Versetzung: Änderung von 

Arbeitsort, Aufgabenkreis und wohl auch Arbeitszeit). Nichtsdestotrotz dür-

fen Disziplinarmassnahmen nur soweit notwendig (vgl. Art. 5 Abs. 2 BV) 

getroffen werden, weshalb eine Ermahnung im Zweifelsfall – zumindest so-

fern bereits eine andere Disziplinarmassname ergriffen wurde – lediglich 

als Mahnung im Sinne von Art. 10 Abs. 3 BPG zu betrachten ist. 

A-2180/2016 

Seite 21 

7.3 Was das Rechtsschutzbedürfnis des Beschwerdeführers und die Rechts-

weggarantie (vgl. dazu vorstehend E. 6.3) betrifft, ist festzuhalten, dass der 

Beschwerdeführer in einem allfälligen Beschwerdeverfahren gegen die von 

der Vorinstanz zu erlassende Versetzungsverfügung die Möglichkeit haben 

wird, den seiner Versetzung und Ermahnung zugrunde liegenden Sachver-

halt gerichtlich überprüfen zu lassen. Sollte die Vorinstanz das Arbeitsver-

hältnis mit dem Beschwerdeführer mittels Kündigung auflösen und dabei 

auf die Ermahnung verweisen, könnte deren Rechtfertigung im Rahmen 

eines Beschwerdeverfahrens gegen die Kündigung gerichtlich überprüft 

werden (aus diesem Grund besteht nach der Rechtsprechung des Bundes-

verwaltungsgerichts und des Bundesgerichts im Fall einer Mahnung kein 

Anspruch auf Erlass einer Verfügung [vgl. statt vieler Urteil des BVGer 

A-1725/2015 vom 8. Juni 2015 E. 2.1.3 f. m.w.H.]). Im Gegensatz zur Ver-

setzung hat die Ermahnung an sich unmittelbar keine negativen Konse-

quenzen auf sein Berufs- und Privatleben. 

7.4 Die Beschwerde ist demnach abzuweisen, soweit sie Dispositiv-Ziff. 2 

betrifft. 

8.  

Die Vorinstanz wies in Dispositiv-Ziff. 3 der angefochtenen Verfügung das 

Gesuch des Beschwerdeführers um Einsicht in die Unterlagen betreffend 

die Gespräche mit den Mitarbeitenden [der Vertretung] ab und stellte fest, 

dass ihm deren wesentlicher Inhalt im Sinne von Art. 28 VwVG bekannt 

gegeben worden sei. 

Im vorliegenden Beschwerdeverfahren stellte der Beschwerdeführer er-

neut ein diesbezügliches Akteneinsichtsgesuch. Mit Zwischenverfügung 

vom 31. Mai 2016 erwog das Bundesverwaltungsgericht, dass zwar die Vo-

raussetzungen für eine Einschränkung des Akteneinsichtsrechts im Sinne 

von Art. 27 VwVG erfüllt waren, jedenfalls aber die von der Vorinstanz ein-

gereichte Gesprächsnotiz vom 14. Dezember 2015 die Anforderungen von 

Art. 28 VwVG nicht erfüllte. Mit Zwischenverfügung vom 30. Juni 2016 

hiess das Bundesverwaltungsgericht das Akteneinsichtsgesuch des Be-

schwerdeführers teilweise gut und stellte fest, die von der Vorinstanz zwi-

schenzeitlich am 17. Juni 2016 eingereichte ausführlichere Zusammenfas-

sung der vom Akteneinsichtsgesuch betroffenen Unterlagen genüge den 

Anforderungen von Art. 28 VwVG. Dieser Auffassung ist das Bundesver-

waltungsgericht nach wie vor und verweist zur Begründung auf die ge-

nannte Zwischenverfügung. Demzufolge ist festzuhalten, dass die Vorin-

stanz im vorinstanzlichen Verfahren den Anspruch auf Akteneinsicht und 

A-2180/2016 

Seite 22 

damit das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers verletzt hat. Da die 

Vorinstanz ohnehin ein neues Verfahren betreffend den Versetzungsent-

scheid wird durchführen müssen, kann offenbleiben, ob die Gehörsverlet-

zung im vorliegenden Beschwerdeverfahren geheilt werden konnte (vgl. 

dazu statt vieler Urteil des BGer 2C_289/2015 vom 5. April 2016 E. 2.3, zur 

Publikation vorgesehen). Dispositiv-Ziff. 3 der angefochtenen Verfügung ist 

demnach aufzuheben. Über ein allfälliges neues Akteneinsichtsgesuch des 

Beschwerdeführers im Rahmen des Verfahrens auf Erlass einer förmlichen 

Verfügung betreffend die Versetzung hätte die Vorinstanz neu zu entschei-

den. 

9.  

Die Beschwerde ist demnach gutzuheissen, soweit sie die Dispositiv-Ziff. 1 

und 3 der angefochtenen Verfügung betrifft, in Bezug auf Dispositiv-Ziff. 2 

jedoch abzuweisen. 

10.  

Das Beschwerdeverfahren ist in personalrechtlichen Angelegenheiten un-

abhängig vom Verfahrensausgang grundsätzlich kostenlos (Art. 34 Abs. 2 

BPG), weshalb keine Verfahrenskosten zu erheben sind. 

Dem teilweise obsiegenden Beschwerdeführer ist eine angemessene (re-

duzierte) Parteientschädigung für die ihm erwachsenen notwendigen und 

verhältnismässig hohen Kosten zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG sowie 

Art. 7 Abs. 1 und 2 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten 

und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). Sie wird vom Bundesverwaltungsgericht aufgrund der Ak-

ten auf Fr. 3'000.– (inkl. Auslagen und allfälligem Mehrwertsteuerzuschlag 

im Sinne von Art. 9 Abs. 1 Bst. c VGKE) festgesetzt, nachdem der Be-

schwerdeführer bzw. seine Rechtsvertretung keine Kostennote eingereicht 

hat (Art. 14 Abs. 2 VGKE), und der Vorinstanz zur Bezahlung auferlegt 

(Art. 64 Abs. 2 VwVG). 

  

A-2180/2016 

Seite 23 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen teilweise gutgeheissen. 

Die Dispositiv-Ziff. 1 und 3 der angefochtenen Verfügung werden aufgeho-

ben und die Vorinstanz wird angewiesen, im Zusammenhang mit dem Ver-

setzungsentscheid vom 14. Dezember 2015 eine Verfügung im Sinne von 

Art. 5 VwVG zu erlassen und in der Sache zu entscheiden. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.  

Die Vorinstanz hat dem Beschwerdeführer nach Eintritt der Rechtskraft des 

vorliegenden Urteils eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 3'000.– 

zu bezahlen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. _______; Gerichtsurkunde) 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Jürg Steiger Oliver Herrmann 

A-2180/2016 

Seite 24 

Rechtsmittelbelehrung: 

Entscheide des Bundesverwaltungsgerichts auf dem Gebiet der öffentlich-

rechtlichen Arbeitsverhältnisse können beim Bundesgericht angefochten 

werden, sofern es um eine vermögensrechtliche Angelegenheit geht, bei 

welcher der Streitwert mindestens Fr. 15'000.– beträgt oder bei der sich 

eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt (vgl. Art. 85 Abs. 1 

Bst. b und Abs. 2 des Bundesgerichtsgesetzes [BGG, SR 173.110]). Bei 

einer nicht vermögensrechtlichen Angelegenheit ist die Beschwerde nur 

zulässig, wenn sie die Gleichstellung der Geschlechter betrifft (vgl. Art. 83 

Bst. g BGG). Steht die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenhei-

ten offen, kann sie innert 30 Tagen nach Eröffnung dieses Entscheids beim 

Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden 

(Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. 

Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die be-

schwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

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