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**Case Identifier:** b47a3a37-9347-5c09-9b0e-1aebcc7f9c3d
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-05-16
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 16.05.2017 100 2016 251
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2016-251_2017-05-16.pdf

## Full Text

100.2016.251U
MUT/MAL/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 16. Mai 2017

Verwaltungsrichterin Herzog, präsidierendes Mitglied
Verwaltungsrichterin Arn De Rosa, Verwaltungsrichter Müller
Gerichtsschreiberin Marti

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdeführer

gegen

Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
Kramgasse 20, 3011 Bern

betreffend Widerruf der Niederlassungsbewilligung und Wegweisung infolge 
Sozialhilfeabhängigkeit (Entscheid der Polizei- und Militärdirektion des 
Kantons Bern vom 27. Juli 2016; BD 201/15)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16.05.2017, Nr. 100.2016.251U, 
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Sachverhalt:

A.

A.________, geboren am … 1991, Staatsangehöriger von Kolumbien, 
reiste am 30. Januar 2004 mit einem Besuchervisum zu seiner 
niederlassungsberechtigten Mutter in die Schweiz ein. Im Frühjahr 2004 
stellten er und seine Mutter ein Gesuch um Familiennachzug, welches das 
Amt für Migration und Personenstand des Kantons Bern (MIP), 
Migrationsdienst (MIDI), abwies. Die dagegen erhobene Beschwerde hiess 
die Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern (POM) am 20. Mai 2005 
gut, worauf A.________ in den Genuss einer Niederlassungsbewilligung 
kam. Am 21. September 2010 verwarnte das MIP A.________ aufgrund 
des erheblichen Sozialhilfebezugs und verlängerte die Kontrollfrist der 
Niederlassungsbewilligung unter Auflagen. 

Mit Verfügung vom 22. Juli 2015 widerrief das MIP die Niederlassungs-
bewilligung von A.________ und wies ihn unter Ansetzung einer 
Ausreisefrist aus der Schweiz weg. 

B.

Gegen diese Verfügung erhob A.________ am 31. August 2015 
Beschwerde bei der POM. Mit Entscheid vom 27. Juli 2016 wies die POM 
das Rechtsmittel ab und setzte A.________ eine neue Ausreisefrist bis 
zum 7. September 2016 an.

C.

Hiergegen hat A.________ am 29. August 2016 Verwal-
tungsgerichtsbeschwerde erhoben mit den folgenden Rechtsbegehren: 

«1. Der Entscheid der Polizei- und Militärdirektion vom 27. Juli 2016 sei 
aufzuheben und die Kontrollfrist der Niederlassungsbewilligung zu 
verlängern. 

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2. Eventualiter sei zusätzlich eine Verwarnung auszusprechen unter 
Androhung der vorgesehenen Massnahme. 

3. Subeventualiter sei die Angelegenheit zur Neubeurteilung an die 
Vorinstanz zurückzuweisen.»

Gleichzeitig hat A.________ um unentgeltliche Rechtspflege unter 
Beiordnung seines Rechtsvertreters als amtlicher Anwalt ersucht.

Die POM beantragt mit Vernehmlassung vom 29. September 2016 die Ab-
weisung der Beschwerde. 

Mit Eingabe vom 24. November 2016 hat A.________ einen befristeten 
Arbeitsvertrag zu den Akten gereicht. 

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des 
Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig. Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen 
Verfahren teilgenommen, ist durch den angefochtenen Entscheid beson-
ders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung 
oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Auf die form- und fristgerecht einge-
reichte Beschwerde ist einzutreten. 

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

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2.

Aus den Akten ergibt sich folgender Sachverhalt:

2.1 Der Beschwerdeführer wurde am … 1991 in Kolumbien geboren. 
Seine Mutter, B.________, reiste im Jahr 1998 in die Schweiz ein und 
heiratete im selben Jahr einen Schweizer Bürger. Sie liess den 
Beschwerdeführer und ihre Tochter C.________ (geb. 1994), eine Halb-
schwester des Beschwerdeführers, in ihrer Heimat zurück. Seit Juli 2003 ist 
B.________ im Besitz einer Niederlassungsbewilligung. Am 30. Januar 
2004 reiste der damals 13-jährige Beschwerdeführer mit einem 
Besuchervisum zu seiner inzwischen geschiedenen Mutter und Halb-
schwester D.________ (geb. 2002) in die Schweiz ein (vgl. Akten MIDI 
pag. 1). Entgegen der Zusicherung der Mutter, ihr Sohn werde nach Ablauf 
der Frist nach Kolumbien zurückkehren (vgl. Akten MIDI pag. 21 ff.), 
meldete sie diesen am 3. Februar 2004 bei der Einwohnergemeinde (EG) 
E.________ an und ersuchte um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung 
(vgl. Akten MIDI pag. 1). Das MIP wies das Gesuch um Familiennachzug 
am 27. August 2004 ab mit der Begründung, dass die Mutter nur den 
Beschwerdeführer, nicht aber die Tochter C.________ nachziehen wolle. 
Überdies werde die Familie bereits heute vollumfänglich durch die 
Sozialhilfe unterstützt (vgl. Akten MIDI pag. 43 ff.). Die POM hiess am 
20. Mai 2005 die Beschwerde gut und erwog, dass die Grossmutter 
mütterlicherseits gesundheitlich angeschlagen und nicht mehr gewillt sei, 
den Beschwerdeführer weiterhin zu betreuen. Es sei zudem nicht 
auszuschliessen, dass dieser in den vergangen Jahren nicht in einer 
kindsgerechten Art und Weise betreut worden oder sogar körperlichen 
Misshandlungen durch Betreuungspersonen ausgesetzt gewesen sei. Die 
jüngere Tochter C.________ wachse seit dem Wegzug ihrer Mutter bei 
ihrem Vater auf, weshalb ihre Situation nicht mit jener des Be-
schwerdeführers vergleichbar sei (vgl. Akten MIDI pag. 115 ff.). 

2.2 Nach seiner Einreise in der Schweiz wohnte der Beschwerdeführer 
zunächst in E.________ im selben Haushalt mit seiner Mutter und der 
Halbschwester D.________. Die Familie war bereits vor seiner Ankunft auf 
Sozialhilfe angewiesen (vgl. Akten MIDI pag. 1, 16 f., 96 ff.). Das 
Zusammenleben mit Mutter und Halbschwester gestaltete sich schwierig, 

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weshalb der 15-jährige Beschwerdeführer seit dem Jahr 2006 
fremdplatziert war. Das letzte Schuljahr in einer Integrationsklasse der 
berufsvorbereitenden Schule in … brach der Beschwerdeführer im 
Dezember 2008 nach mehrmaligem Fernbleiben vom Unterricht und 
Verwarnungen ab (vgl. Zielvereinbarung vom 9.7.2009 und Erstbericht vom 
4.8.2011, Akten POM [act. 8A1]). Ab dem 1. Mai 2009 wohnte der 
mittlerweile volljährige Beschwerdeführer allein in einem Studio in 
E.________ und bezog weiterhin Sozialhilfe (vgl. Akten MIDI pag. 161). 
Der Aufforderung der Sozialdirektion der EG E.________, mit dem 
Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum zu kooperieren, kam er nicht nach 
(vgl. Verfügung der Sozialdirektion vom 7.7.2009 und Zielvereinbarung vom 
9.7.2009, Akten POM [act. 8A1]). Der Beschwerdeführer wurde daraufhin 
im Projekt «…» betreut und im April 2010 angewiesen, in ein 
Taglohnprojekt einzutreten. Das Vorhaben, ihn dort im Hauslieferdienst 
einzusetzen, scheiterte an seiner Unzuverlässigkeit. Der Wechsel in die 
Velowerkstatt, welche eine engere Betreuung ermöglicht hätte, gelang 
ebenfalls nicht, da der Beschwerdeführer die Arbeit dort nicht aufnahm (vgl. 
Zielvereinbarung vom 27.4.2010 und Situationsbericht vom 21.7.2010, 
Akten POM [act. 8A1]). 

2.3 Am 21. September 2010 verwarnte das MIP den 19-jährigen Be-
schwerdeführer und hielt fest, dass die Unterstützungsleistungen der 
EG E.________ per Ende 2009 insgesamt Fr. 200ʹ049.80 betrugen. Ange-
sichts seines jungen Alters könne momentan zwar nicht von einer dauer-
haften, jedoch von einer erheblichen Sozialhilfeabhängigkeit gesprochen 
werden. Er habe zudem einen Arbeitsvertrag im Stundenlohn eingereicht 
und zeige sich um wirtschaftliche Integration bemüht. Vor diesem Hinter-
grund hielt das MIP den Widerruf der Niederlassungsbewilligung «zurzeit» 
für unverhältnismässig, forderte den Beschwerdeführer jedoch auf, mit den 
Sozialhilfebehörden und dem Arbeitgeber zu kooperieren, keine weiteren 
Straftaten zu begehen, Schulden zu begleichen und nicht Anlass für wei-
tere Betreibungen zu bieten (vgl. Akten MIDI pag. 200 ff.). 

2.4 Nachdem der Beschwerdeführer den Weisungen nicht nachgekom-
men war, stellte die Sozialdirektion die wirtschaftliche Hilfe per 31. Oktober 
2010 ein (vgl. Verfügung der Sozialdirektion vom 26.11.2010, Akten POM 

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[act. 8A1]). Im Juli 2011 ersuchte der Beschwerdeführer erneut um Sozial-
hilfe (vgl. Erstbericht vom 4.8.2011, Akten POM [act. 8A1]). Er erklärte sich 
bereit, am Programm des Jugendstellennetzes teilzunehmen (vgl. Zielver-
einbarung vom 19.8.2011, Akten POM [act. 8A1]). Per Ende November 
2011 wurde er wegen unentschuldigter Absenzen vom Programm ausge-
schlossen, was eine Leistungskürzung zur Folge hatte (vgl. Verfügung der 
Sozialdirektion vom 30.11.2011, Akten POM [act. 8A1]). Der Beschwerde-
führer erhielt daraufhin eine weitere Chance, an einem Brückenangebot 
teilzunehmen, wobei es ihm abermals schwerfiel, sich an die Betriebsord-
nung zu halten und seine Abwesenheiten pünktlich zu melden (vgl. «Rote 
Karte» vom 14.2.2012, Akten POM [act. 8A1]). Im Mai 2012 arbeitete der 
Beschwerdeführer im Hauslieferdienst einer Stiftung, wobei dort von Be-
ginn an laufend unentschuldigte Absenzen zu verzeichnen waren. Im Sep-
tember 2012 erhielt er schliesslich die fristlose Kündigung, nachdem er 
auch nach einem «Ultimatum» unentschuldigt ferngeblieben war (vgl. Ver-
fügung der Sozialdirektion vom 28.9.2012, Akten POM [act. 8A1]). Der 
Weisung der Sozialdirektion, per 23. Mai 2013 einen vermittelten und zu-
mutbaren Testarbeitsplatz (TAP) anzutreten, kam er nicht nach (vgl. Mah-
nung vom 23.5.2013, Akten POM [act. 8A1]). Nachdem er dem zweiten 
Eintrittstermin unentschuldigt ferngeblieben war, wurde die Sozialhilfe per 
25. Juni 2013 für die Dauer von drei Monaten eingestellt (vgl. Verfügung 
der Sozialdirektion vom 19.6.2013, Akten POM [act. 8A1]). Da er bereits im 
Juli 2013 erneut Sozialhilfe beantragte, wurde der Beschwerdeführer auf-
gefordert, am 14. August 2013 den TAP anzutreten (vgl. Verfügung/Wei-
sung der Sozialdirektion vom 2.8.2012 [richtig: 2.8.2013], Akten POM 
[act. 8A1]). Dort nahm er die Arbeit zwar auf, verzeichnete jedoch 
zahlreiche Fehltage (vgl. Situationsbericht vom 10.10.2013, Akten POM 
[act. 8A1]). 

2.5 Im Sinn einer «letzten Möglichkeit» meldete die Sozialdirektion den 
Beschwerdeführer im Dezember 2013 für eine Begleitung durch das 
Integrationsprojekt … an (vgl. Antrag/Gesuch an die Leitung Sozialhilfe 
vom 11.12.2013, Akten POM [act. 8A1]). Im Laufe dieses Coachings, 
welches zweimal bis Juni 2015 verlängert wurde (vgl. Antrag/Gesuch an 
die Leitung Sozialhilfe vom 17.6.2014 und 22.12.2014, Akten POM 
[act. 8A1]), war der Beschwerdeführer im Juli 2014 sporadisch als 

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freiwilliger Helfer in einem Altersheim tätig. Ab Oktober 2014 arbeitete er 
ehrenamtlich als Teilzeitkraft in einem Quartierladen und absolvierte 
einzelne Schnupperpraktika (vgl. Situationsbericht vom 16.9.2015, 
Prozessreflexion …, August 2015, Beilagen 4 bis 6 zur Beschwerde an die 
POM, Akten POM [act. 8A1]). Ab April 2016 nahm der Beschwerdeführer 
an einem auf drei Monate befristeten Beschäftigungs- und 
Integrationsprogramm einer Stiftung teil und verrichtete Kurierdienste (vgl. 
Akten POM pag. 48 f.). Gemäss Bestätigung der Sozialdirektion der EG 
E.________ vom 26. August 2016 bezieht der Beschwerdeführer seit 
September 2016 keine finanziellen Leistungen mehr (Beschwerdebeilage 
[BB] 3). 

3.

Umstritten sind der Widerruf der Niederlassungsbewilligung des Beschwer-
deführers und dessen Wegweisung aus der Schweiz. 

3.1 Die Niederlassungsbewilligung wird unbefristet und ohne Bedingun-
gen erteilt (Art. 34 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 
über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG; SR 142.20]). Sie kann unter 
anderem widerrufen werden, wenn die Ausländerin oder der Ausländer 
oder eine Person, für die sie oder er zu sorgen hat, dauerhaft und in erheb-
lichem Mass auf Sozialhilfe angewiesen ist (Art. 63 Abs. 1 Bst. c AuG). Ein 
Widerruf soll in Betracht kommen, wenn eine Person hohe finanzielle Für-
sorgeleistungen erhalten hat und nicht damit gerechnet werden kann, dass 
sie in Zukunft für ihren Lebensunterhalt sorgen wird. Nach geltender Praxis 
ist der Widerrufsgrund nach Art. 63 Abs. 1 Bst. c AuG erfüllt, wenn konkret 
die Gefahr einer fortgesetzten und erheblichen Fürsorgeabhängigkeit be-
steht; blosse finanzielle Bedenken genügen nicht. Neben den bisherigen 
und den aktuellen Verhältnissen ist auch die wahrscheinliche finanzielle 
Entwicklung auf längere Sicht abzuwägen (BGer 2C_562/2016 vom 
14.12.2016 E. 2.1, 2C_263/2016 vom 10.11.2016 E. 3.1, 2C_120/2015 
vom 2.2.2016 E. 2.1; VGE 2014/9 vom 3.7.2015 E. 3.1, 2010/214 vom 
24.2.2011 E. 3.2.1 [bestätigt durch BGer 2C_283/2011 vom 30.6.2011]). 
Liegt ein Widerrufsgrund vor, ist zu prüfen, ob die Massnahme verhältnis-

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mässig ist (Art. 5 Abs. 2 der Bundesverfassung [BV; SR 101]; vgl. auch 
Art. 96 Abs. 1 AuG, allenfalls Art. 8 Ziff. 2 der Europäischen Menschen-
rechtskonvention [EMRK; SR 0.101]). Die Hintergründe, warum eine Per-
son sozialhilfeabhängig wurde, müssen beim Widerrufsgrund der Sozial-
hilfeabhängigkeit in den Entscheid miteinbezogen werden. Ob und inwie-
weit die betroffene Person ein Verschulden an der Sozialhilfebedürftigkeit 
trifft, bildet nicht eine Frage der Erfüllung des Widerrufsgrunds, sondern der 
Verhältnismässigkeitsprüfung (BGer 2C_562/2016 vom 14.12.2016 E. 2.2 
mit Hinweis auf 2C_120/2015 vom 2.2.2016 E. 3.1 und 2C_456/2014 vom 
4.6.2015 E. 3.3 am Ende [VGE 2013/211 vom 9.4.2014]).

3.2 Der Beschwerdeführer hat im Zeitraum von Januar 2007 bis Feb-
ruar 2016 Sozialhilfeleistungen im Gesamtbetrag von Fr. 332ʹ953.25 bezo-
gen. Ab Volljährigkeit (Januar 2009) belaufen sich die durch die EG 
E.________ gewährten Unterstützungsleistungen auf Fr. 162ʹ809.80 (Akten 
POM pag. 35). Die Erheblichkeitsschwelle, welche das Bundesgericht in 
seiner Rechtsprechung zu Art. 63 Abs. 1 Bst. c AuG entwickelt hat (vgl. 
z.B. BGer 2C_263/2016 vom 10.11.2016 E. 3.1.3, 2C_502/2011 vom 
10.4.2012 E. 4.1), ist klarerweise erreicht. – Der Beschwerdeführer 
bestreitet nicht, dass er in der Vergangenheit mehrheitlich auf Sozialhilfe 
angewiesen war und Leistungen in erheblichem Umfang bezogen hat (vgl. 
Beschwerde S. 6). Er macht jedoch geltend, er sei «momentan» nicht mehr 
auf Sozialhilfe angewiesen und die zukünftige finanzielle Entwicklung sei 
als günstig zu beurteilen. Er lebe nun bei seinem Onkel, welcher ihm bis 
auf weiteres unentgeltliche Kost und Logis angeboten und ihm zugesichert 
habe, solange als nötig seine notwendigsten finanziellen Auslagen zu 
decken. Im Gegenzug sei vereinbart worden, dass sich der 
Beschwerdeführer einem geordneten Tagesablauf anpassen, sich um die 
Erwerbsaufnahme bemühen und einen Beitrag an die Wohngemeinschaft 
leisten soll, indem er dem Onkel im Haushalt, bei der Hundebetreuung oder 
den anfallenden Garten- und Hausarbeiten aushilft (vgl. BB 4; Beschwerde 
S. 6 f.). Mit Eingabe vom 24. November 2016 reichte er einen am Vortag 
unterzeichneten Einsatzvertrag mit einem Temporärbüro ein, welcher 
vorsieht, den Beschwerdeführer ab dem 28. November 2016 für maximal 3 
Monate als Betriebsmitarbeiter bei F.________ AG einzusetzen (act. 10A). 

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3.3 Zur Frage, ob beim Beschwerdeführer für die Zukunft von einem 
anhaltenden Sozialhilfebezug auszugehen ist, ergibt sich was folgt: 

3.3.1 Der heute 26-jährige Beschwerdeführer hat, wie dargelegt (vorne 
E. 2.2 und 2.4 f.), seit seiner frühen Jugend mehrere individuelle Integrati-
onsmassnahmen erfolglos durchlaufen und blieb nahezu durchgehend so-
zialhilfeabhängig. Im Herbst 2010 kam es zwar zu einem mehrmonatigen 
Unterstützungsunterbruch. Indes hat der Beschwerdeführer bei seinem 
Neuantrag um Sozialhilfe im Juli 2011 angegeben, seit einem Jahr nicht 
mehr gearbeitet und in der Zwischenzeit von Bekannten, Verwandten und 
Kollegen gelebt zu haben (vgl. Erstbericht vom 4.8.2011, Akten POM 
[act. 8A1]). Auch nach der am 21. September 2010 ausgesprochenen 
fremdenpolizeilichen Verwarnung hielt er sich wiederholt nicht an Vereinba-
rungen der Sozialdirektion und vermochte die zahlreichen ihm angebote-
nen Möglichkeiten, sich in den Arbeitsprozess einzugliedern, nicht zu nut-
zen. Obschon er immer wieder bekräftigte, er wolle eine Lehrstelle suchen, 
ist es nie zum Antritt einer Berufsausbildung gekommen (vgl. z.B. Zielver-
einbarungen vom 9.7.2009, 27.4.2010, 30.12.2011, 7.12.2012 und 
14.1.2014, Akten POM [act. 8A1]). Schliesslich wurde dem Beschwerdefüh-
rer während anderthalb Jahren ein persönlicher Coach zur Seite gestellt 
und ihm die Möglichkeit geboten, sich intensiv mit Fragen der Berufsbil-
dung, Ausbildung und Arbeit auseinanderzusetzen. Allerdings fruchtete 
auch diese über die Sozialhilfe finanzierte Massnahme (Kostenpunkt rund 
Fr. 25ʹ000.--) nicht. Im Juli 2015, nach Abschluss des Coachingprozesses, 
verfügte der Beschwerdeführer über keine Lösung, welche ihm erlaubt 
hätte, sich ganz oder zumindest teilweise von der Sozialhilfe zu lösen (vgl. 
Prozessreflexion … August 2015, Akten POM [act. 8A1]). Dass der Be-
schwerdeführer im Lauf dieser Zeit jemals einer längeren und existenz-
sichernden Erwerbstätigkeit im ersten Arbeitsmarkt nachgegangen wäre, 
wird weder behauptet noch ergibt sich dies aus den Akten. Ihm ist zwar zu 
Gute zu halten, dass er nach mehreren gescheiterten Versuchen (vgl. 
vorne E. 2.2 und E. 2.4) ab April 2016 während drei Monaten im Haus-
lieferdienst einer Stiftung arbeitete und in dieser Zeit keine Sozialhilfe be-
zog. Dem befristeten Einsatz in einem Beschäftigungsprogramm ist hin-
sichtlich der Prognose, ob dem Beschwerdeführer der Schritt in die wirt-

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schaftliche Selbstständigkeit gelingen wird, jedoch keine besondere Be-
deutung beizumessen. 

3.3.2 Der Beschwerdeführer bezieht nach eigenen Angaben seit Septem-
ber 2016 keine Sozialhilfe mehr. Zu diesem Schritt entschloss er sich Ende 
August 2016, nach Eröffnung des angefochtenen Entscheids (vgl. BB 3). 
Über eine Anstellung verfügte der Beschwerdeführer in jenem Zeitpunkt 
unstrittig nicht, sondern lediglich über eine am Vortag ausgestellte «Bestä-
tigung» seines Onkels, ihn «solange es nötig ist» finanziell zu unterstützen 
(BB 4). Entgegen seiner Auffassung lässt die an Bedingungen geknüpfte 
Zusicherung des Onkels keine günstige Prognose zu. Der Onkel ist recht-
lich nicht verpflichtet, seinen Neffen zu unterstützen, und kann die zuge-
sicherten finanziellen Leistungen jederzeit einstellen. Anders als der Be-
schwerdeführer meint (vgl. Beschwerde S. 7), bildet er mit seinem Onkel 
keine sozialhilferechtliche Unterstützungseinheit, weshalb die Einkom-
mensaussichten dieses Onkels nicht mitzuberücksichtigen sind. Ob der 
Beschwerdeführer überdies, wie geplant, bei seinem Onkel tatsächlich ein 
Zimmer bezogen hat, geht aus seinen Eingaben nicht klar hervor. Der Ein-
satzvertrag des Temporärbüros vom 23. November 2016 lautet jedenfalls 
auf die bisherige Adresse des Beschwerdeführers in E.________ (vgl. 
BB 5); ein schriftenpolizeilicher Wegzug zum Onkel nach … ist nicht 
aktenkundig. Vor dem Hintergrund, dass der Beschwerdeführer in der 
Vergangenheit etlichen Verpflichtungen nicht nachgekommen ist und er 
kaum über Arbeitserfahrung im ersten Arbeitsmarkt verfügt, sind Zweifel 
angebracht, ob er die befristete Stelle als Betriebsmitarbeiter am 
28. November 2016 überhaupt angetreten hat. Wie es sich damit verhält, 
kann jedoch dahingestellt bleiben. Denn auch wenn zu seinen Gunsten 
angenommen wird, dass er den Temporäreinsatz erfolgreich beendet hat, 
führt dies hinsichtlich der Zukunftsprognose zu keinem anderen Schluss: 
Die Beschäftigung ist von vornherein auf maximal drei Monate beschränkt 
gewesen und stellt keine beständige Lösung dar, welche es dem 
Beschwerdeführer erlauben würde, dauerhaft auf eigenen Füssen zu 
stehen. 

3.3.3 Wie der Beschwerdeführer zutreffend bemerkt (vgl. Beschwerde 
S. 8), sind die aktuellen Verhältnisse im Entscheidzeitpunkt massgebend, 

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wobei die wahrscheinliche finanzielle Entwicklung auf längere Sicht abzu-
wägen ist (vgl. vorne E. 3.1). Wäre der spätestens seit Ende Februar 2017 
beendete Einsatz verlängert oder allenfalls sogar in ein unbefristetes Ar-
beitsverhältnis umgewandelt worden, so wäre es im Rahmen der dem (an-
waltlich vertretenen) Beschwerdeführer obliegenden Mitwirkungspflicht an 
ihm selbst, den diesbezüglich relevanten Sachverhalt konkret darzutun und 
sachdienlich zu belegen (Art. 20 Abs. 3 VRPG i.V.m. Art. 90 AuG; vgl. dazu 
etwa BGE 138 II 229 E. 3.2.3; BVR 2015 S. 391 E. 5.5, 2010 S. 541 
E. 4.2.3, auch zum Folgenden). Dies gilt insbesondere für Tatsachen, wel-
che eine Partei besser kennt als die Behörden und welche diese ohne ihre 
Mitwirkung gar nicht oder nicht mit vernünftigem Aufwand erheben könnte. 
Es ist daher davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer spätestens 
seit Ende Februar 2017 (vgl. E. 3.3.2 hiervor) wieder auf die Unterstützung 
durch Dritte angewiesen ist. Auf eine finanziell günstige Entwicklung kann 
somit, anders als er meint, aus dem kurzen Temporäreinsatz nicht ge-
schlossen werden. Will der Onkel seinen Neffen nicht mehr finanziell unter-
stützen, würde der Beschwerdeführer der öffentlichen Hand erneut erheb-
lich zur Last fallen.  

3.4 Zusammenfassend ergibt sich, dass der Beschwerdeführer während 
seines Aufenthalts in der Schweiz in erheblichem Ausmass Sozialhilfeleis-
tungen beansprucht hat. Ihm ist es trotz jahrelangen und vielfältigen Integ-
rations- und Unterstützungsmassnahmen nicht gelungen, auf dem Arbeits-
markt Fuss zu fassen. Konkrete Anhaltspunkte, dass der Beschwerdeführer 
derzeit erwerbstätig ist und aus eigener Kraft für seinen Lebensunterhalt 
aufkommt, liegen nicht vor. Eine positive Zukunftsprognose kann ihm des-
halb nicht gestellt werden, auch wenn der Beschwerdeführer zurzeit keine 
Sozialhilfe bezieht und nach eigenen Angaben von seinem Onkel unter-
stützt wird. Der Widerrufsgrund von Art. 63 Abs. 1 Bst. c AuG ist damit er-
füllt.

4.

4.1 Im Rahmen der Prüfung, ob die strittige Massnahme verhältnismäs-
sig ist, sind die öffentlichen Interessen an der Entfernungsmassnahme und 

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die privaten Interessen der betroffenen Person am weiteren Verbleib in der 
Schweiz gegeneinander abzuwägen. Zu berücksichtigen sind namentlich 
die Hintergründe, die zur Sozialhilfeabhängigkeit geführt haben, die Dauer 
ihrer Anwesenheit in der Schweiz und die ihr und ihrer Familie drohenden 
Nachteile (vgl. BVR 2008 S. 193 E.2.2; VGE 2014/9 vom 3.7.2015 E. 5.1; 
vgl. auch BGer 2C_263/2016 vom 10.11.2016 E. 3.2, 2C_120/2015 vom 
2.2.2016 E. 3.1). 

4.2 Hinsichtlich des öffentlichen Interesses ergibt sich was folgt: 

4.2.1  Der Beschwerdeführer hat, was er nicht bestreitet, während Jahren 
und in erheblichem Umfang Sozialhilfe bezogen (vgl. vorne E. 3.2). Zur 
Einschätzung der Vorinstanz, wonach die Sozialhilfeabhängigkeit selbst-
verschuldet sei (E. 4c), äussert er sich nicht konkret, sondern bringt ledig-
lich vor, ihn habe die Ungewissheit seines Aufenthaltsstatus «zeitweise 
regelrecht blockiert und seine psychische Verfassung [habe] mitunter de-
pressive Züge» angenommen (Beschwerde S. 8). Wie aus den von der 
POM beigezogenen Akten der Sozialdirektion hervorgeht (vgl. Akten POM 
pag. 38 f.), fiel es dem Beschwerdeführer trotz intensiven Bemühungen 
seines professionellen Helfernetzes offensichtlich schwer, sich an Termine 
und Vereinbarungen zu halten. Seine mangelhafte Mitwirkung hatte zudem 
wiederholt Leistungskürzungen und die Einstellung der wirtschaftlichen 
Hilfe zur Folge (vgl. z.B. Verfügungen der Sozialdirektion vom 19.6.2013, 
28.9.2012, 30.11.2011, 26.11.2010, 7.7.2009, Akten POM [act. 8A1]). Wohl 
würde laut seiner damaligen Sozialarbeiterin «Unklarheit» bezüglich seiner 
psychischen Gesundheit bestehen (vgl. Situationsbericht vom 16.9.2015, 
Akten POM [act. 8A1]). Eine ärztliche Abklärung wurde jedoch, soweit er-
sichtlich, nicht veranlasst. Im Übrigen wird weder behauptet noch ergibt 
sich aus den Akten, dass vorab gesundheitliche Probleme die wirtschaftli-
che Integration des Beschwerdeführers verhindert hätten. Mit der Vor-
instanz ist vielmehr darin einig zu gehen (E. 4c), dass der Einstieg ins Er-
werbsleben bisher zum grössten Teil an der Unzuverlässigkeit des Be-
schwerdeführers gescheitert ist. Die Folgerung der Vorinstanz, wonach 
dieser die Sozialhilfeabhängigkeit selbst zu vertreten hat, ist somit nicht zu 
beanstanden. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16.05.2017, Nr. 100.2016.251U, 
Seite 13

4.2.2 Nicht zu überzeugen vermag der Einwand des Beschwerdeführers, 
er stehe «kurz davor […], seine Lebenssituation endgültig in den Griff zu 
bekommen» und «ein Wiedereintritt [in die Sozialhilfe sei] in absehbarer 
Zeit nicht zu befürchten» (Beschwerde S. 13). Dass er sich Ende August 
2016 dank der Wohltat seines Onkels von der Sozialhilfe lösen konnte, ist 
nicht geeignet, die Gefahr eines künftigen Sozialhilfebezugs dauerhaft zu 
beseitigen. Überdies will der Onkel seinem Neffen vorab bei seinem «Neu-
anfang» helfen und beabsichtigt offensichtlich nicht, langfristig und unbe-
grenzt dessen Auslagen zu decken (vgl. BB 4). Sodann ist der (zu Gunsten 
des Beschwerdeführers unterstellte) temporäre Einsatz als Betriebsmitar-
beiter seit spätestens Ende Februar 2017 beendet. Hinweise, wonach die-
ses Arbeitsverhältnis verlängert worden wäre oder er eine anderweitige 
Festanstellung gefunden hätte, liegen nicht vor (vgl. vorne E. 3.3.3). In der 
Vergangenheit sind alle Bemühungen des Beschwerdeführers, im Arbeits-
leben Fuss zu fassen, fehlgeschlagen (vgl. vorne E. 2.2 und 2.4 f.). Inwie-
fern ihn die Arbeitsintegrationsprojekte «eher behindert als in der Selbstini-
tiative gefördert» hätten (Beschwerde S. 8), kann dahingestellt bleiben. 
Jedenfalls geht der Beschwerdeführer heute keiner geregelten Erwerbs-
tätigkeit nach und kann für seinen Lebensunterhalt nicht selber aufkom-
men. Es ist ernsthaft damit zu rechnen, dass der Beschwerdeführer erneut 
Sozialhilfe beantragt, wenn der Onkel nicht mehr zu Unterstützungszahlun-
gen bereit ist. Für das Verwaltungsgericht besteht ferner kein Anlass, das 
öffentliche Interesse an der Wegweisung mit Blick auf die «ernsthafte[n] 
Rückzahlungsabsichten» des Beschwerdeführers zu relativieren (Be-
schwerde S. 13), zumal keinerlei Schritte zur Rückzahlung der bezogenen 
Sozialhilfe dargetan sind. 

4.2.3 Nach dem Gesagten ist in Übereinstimmung mit der Vorinstanz von 
einem erheblichen öffentlichen Interesse am Widerruf der Niederlassungs-
bewilligung des Beschwerdeführers auszugehen.

4.3 Hinsichtlich der privaten Interessen, welche der Entfernungsmass-
nahme entgegenstehen können, sind die Dauer der Anwesenheit und die 
Integration in der Schweiz sowie die dem Beschwerdeführer drohenden 
Nachteile zu berücksichtigen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16.05.2017, Nr. 100.2016.251U, 
Seite 14

4.3.1 Der heute 26-jährige Beschwerdeführer reiste mit 13 Jahren in die 
Schweiz ein. Seine bisherige Aufenthaltsdauer fällt damit – wie auch die 
POM nicht verkannt hat – lang aus. Er ist aber nicht Ausländer der zweiten 
Generation (vgl. BGE 130 II 176 E.4.4.2; BGer 2C_378/2015 vom 
6.10.2015 E. 2.3). Die prägenden Abschnitte seiner Kindheit verbrachte er 
vielmehr in Kolumbien, wo er auch die Schule besuchte (vgl. Akten MIDI 
pag. 32). Sprachlich ist der Beschwerdeführer integriert und er ist im Straf-
register nicht verzeichnet (vgl. Beilage 11 zur Beschwerde an die POM, 
Akten POM [act. 8A1]). Da er einen Teil der Schulzeit in der Schweiz ab-
solviert hat, darf jedoch erwartet werden, dass er die deutsche Sprache 
beherrscht. Obschon der Beschwerdeführer vorbringt, er habe in der 
Schweiz einen beachtlichen Freundes- und Bekanntenkreis aufgebaut und 
sei in sozialer Hinsicht gut integriert (vgl. Beschwerde S. 12), fehlen nähere 
Angaben zu seinem Umfeld. Vertiefte soziale Beziehungen im ausserfami-
liären Bereich zu Schweizer Bürgerinnen und Bürgern macht er nicht nam-
haft. Sodann ist der Beschwerdeführer verschuldet; am 16. März 2016 war 
er mit 15 Betreibungen im Umfang von Fr. 5ʹ979.10 und 13 offenen Ver-
lustscheinen von Fr. 9ʹ071.05 im Betreibungsregister verzeichnet (Bei-
lage 12 zur Beschwerde an die POM, Akten POM [act. 8A1]). Dass seine 
Schulden gegenüber dem Betreibungsregisterauszug vom 27. August 2014 
(vgl. Akten MIDI pag. 224 f.) weiter angewachsen sind, blieb vor Verwal-
tungsgericht unbestritten (vgl. angefochtener Entscheid E. 5a). Negativ ins 
Gewicht fallen schliesslich die jahrelange Sozialhilfeabhängigkeit und die 
vielen gescheiterten Versuche, den Beschwerdeführer in den Arbeitspro-
zess einzugliedern. Vor diesem Hintergrund ist nicht zu beanstanden, dass 
die Vorinstanz die Integrationsleistungen des Beschwerdeführers als eher 
unterdurchschnittlich gewürdigt hat (vgl. angefochtener Entscheid E. 5d). 

4.3.2 Was die Rückkehr ins Heimatland anbelangt, verweist der Be-
schwerdeführer auf seine schwierige Kindheit in Kolumbien und die 
Gründe, weshalb er als Jugendlicher zu seiner Mutter in die Schweiz einge-
reist sei. Er kenne seinen Vater nicht, denn seine Mutter sei von einem 
unbekannten Mann vergewaltigt worden. Er sei deswegen von der Ver-
wandtschaft mütterlicherseits nie akzeptiert worden und wiederholt Opfer 
von Misshandlungen durch diese Angehörigen geworden. Die erlebten 
Misshandlungen würden eine Rückkehr als unzumutbar erscheinen lassen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16.05.2017, Nr. 100.2016.251U, 
Seite 15

Sodann sei er seit über 10 Jahren nicht mehr in Kolumbien gewesen und 
müsse sich in diesem ihm fremd gewordenen Land völlig neu orientieren 
(vgl. Beschwerde S. 12 f.) – Das Verwaltungsgericht verkennt nicht, dass 
eine Rückkehr nach Kolumbien nach über 10-jähriger Landesabwesenheit 
für den Beschwerdeführer mit Schwierigkeiten verbunden wäre. Immerhin 
hat er aber die ersten 13 Jahre im Heimatland verbracht und dort einen Teil 
der Schule durchlaufen. Mit der POM ist davon auszugehen, dass er mit 
den dortigen sprachlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Gepflogen-
heiten nach wie vor vertraut ist. Dass der Beschwerdeführer aufgrund von 
früheren Erlebnissen mit einigen dort lebenden Verwandten nicht in Kontakt 
treten möchte, erscheint zwar nachvollziehbar, lässt indes seine Ausreise 
nicht als unzumutbar erscheinen. Dem Beschwerdeentscheid der POM 
vom 20. September 2005 ist zu entnehmen, dass immerhin die Beziehung 
zu einer Tante gut gewesen sei und diese ihn damals in allen Belangen 
unterstützt habe (vgl. Akten POM pag. 118). Auch wenn der heute erwach-
sene Beschwerdeführer mit seiner Tante und seiner Halbschwester 
C.________ «nur selten und nicht guten Kontakt» pflegen sollte 
(Beschwerde S. 12), bestehen zumindest familiäre Bindungen, an die er, 
allenfalls mit Hilfe seiner Mutter und seines ebenfalls hier wohnhaften 
Onkels, anknüpfen kann. Zudem können ihn die Mutter und der Onkel auch 
von der Schweiz aus mit Rat und Tat (und gegebenenfalls finanziell) 
unterstützen. Die berufliche Integration dürfte auch im Heimatland eine 
Herausforderung darstellen; doch der Umstand, dass die wirtschaftliche 
Eingliederung bisher gescheitert ist, lässt nicht zwingend darauf schliessen, 
ihm würde diese auch in Kolumbien nicht gelingen. Wie der 
Beschwerdeführer selber einräumt (vgl. Beschwerde S. 9 und 13), ist er 
relativ jung und steht erst am Anfang seines Berufslebens; gesundheitliche 
Probleme sind bei ihm keine zu erwarten. Seine Deutschkenntnisse und die 
wenn auch bescheidenen ersten Arbeitserfahrungen können die berufliche 
Integration möglicherweise begünstigen (vgl. VGE 2014/207 vom 5.1.2015 
E. 5.3.1 [bestätigt durch BGer 2C_129/2015 vom 1.9.2015]). Demnach ist 
eine Rückkehr ins Heimatland für den Beschwerdeführer mit gewissen 
Schwierigkeiten verbunden; sie ist aber zumutbar.

4.3.3 Der Beschwerdeführer ist weder verheiratet noch hat er Kinder. In 
familiärer Hinsicht ist ihm zwar insoweit beizupflichten, als durch die Weg-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16.05.2017, Nr. 100.2016.251U, 
Seite 16

weisung die persönlichen Kontakte zu seiner Mutter und Halbschwester 
sowie zu seinem Onkel erschwert würden (vgl. Beschwerde S. 12). Da 
diese Verwandten jedoch nicht zu seiner Kernfamilie zählen und zwischen 
ihnen und dem Beschwerdeführer kein besonderes Abhängigkeitsverhältnis 
besteht, das über die normalen affektiven Beziehungen hinausgeht, fallen 
diese weder von Art. 8 EMRK noch von Art. 13 Abs. 1 BV geschützten Be-
ziehungen nicht wesentlich ins Gewicht (vgl. BGE 137 I 154 E. 3.4.2 mit 
Hinweis; BGer 2C_336/2015 vom 21.4.2016 E. 3.2.3; VGE 2015/333 vom 
14.7.2016 E. 5.5.1 mit Hinweisen [bestätigt durch BGer 2C_764/2016 vom 
15.9.2016], 2014/207 vom 5.1.2015 E. 5.4.2 [bestätigt durch 
BGer 2C_129/2015 vom 1.9.2015 E. 4.3.3]). Die Kontakte können im Übri-
gen anhand von Besuchsaufenthalten oder mittels der üblichen Kommuni-
kationsmittel in einem gewissen Rahmen auch vom Ausland aus gepflegt 
werden (vgl. z.B. BVR 2013 S. 543 E. 5.4). 

4.3.4 Insgesamt sind die privaten Interessen am Verbleib des Beschwer-
deführers in der Schweiz insbesondere aufgrund der langen Aufenthalts-
dauer und den Beziehungen zu seinen hier lebenden Angehörigen von 
einigem Gewicht. Demgegenüber kann dem noch jungen Beschwerdefüh-
rer die Rückkehr nach Kolumbien zugemutet werden. 

5.

Die Abwägung der massgeblichen öffentlichen und privaten Interessen 
ergibt Folgendes: 

5.1 Der Beschwerdeführer hat während Jahren in erheblichem Umfang 
Sozialhilfeleistungen bezogen; seit Erreichen der Volljährigkeit belaufen 
sich die Unterstützungsleistungen auf Fr. 162ʹ809.80. Er blieb, obschon er 
seit seiner frühen Jugend vielfältige Eingliederungs- und Unterstützungs-
massnahmen in Anspruch genommen hat, nahezu durchgehend sozial-
hilfeabhängig. Während seines 13-jährigen Aufenthalts in der Schweiz hat 
der Beschwerdeführer weder eine Ausbildung absolviert noch ist er jemals 
einer längeren und existenzsichernden Erwerbstätigkeit nachgegangen. 
Der Beschwerdeführer muss sich damit vorwerfen lassen, dass er nicht das 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16.05.2017, Nr. 100.2016.251U, 
Seite 17

ihm Zumutbare unternommen hat, sich von der Sozialhilfe zu lösen (vgl. 
vorne E. 4.2.1). Zwar bezieht er seit September 2016 keine Sozialhilfe 
mehr, nachdem sein Onkel sich bereit erklärt hat, ihm bei seinem berufli-
chen Neuanfang zu helfen. Konkrete Hinweise, wonach es dem Beschwer-
deführer inzwischen gelungen ist, aus eigener Kraft für seinen Unterhalt zu 
sorgen, fehlen allerdings. Mit Blick darauf, dass der Onkel nicht zu Unter-
stützungszahlungen verpflichtet ist und die berufliche Eingliederung des 
Beschwerdeführers trotz intensiven Bemühungen seines professionellen 
Helfernetzes bisher gescheitert ist, kann keine positive Zukunftsprognose 
gestellt werden. Vielmehr ist ernsthaft damit zu rechnen, dass der Be-
schwerdeführer der öffentlichen Hand erneut erheblich zur Last fallen wird 
(vgl. vorne E. 4.2.2). Das öffentliche Interesse am Widerruf der Niederlas-
sungsbewilligung ist damit als erheblich zu bezeichnen (vgl. vorne 
E. 4.2.3). Demgegenüber sind die privaten Interessen des Beschwerdefüh-
rers, der mit 13 Jahren zu seiner Mutter in die Schweiz eingereist ist, von 
einigem Gewicht (vgl. vorne E. 4.3.4). Gemessen an der langen Aufent-
haltsdauer sind seine Integrationsleistungen eher unterdurchschnittlich zu 
werten (vgl. vorne E. 4.3.1). Die Wiedereingliederung in Kolumbien wird 
dem Beschwerdeführer nach über 10-jähriger Landesabwesenheit gewiss 
nicht leicht fallen, zumal er nicht auf ein intaktes soziales Netz zurück-
greifen kann. Der junge und arbeitsfähige Beschwerdeführer kann in seiner 
Heimat indes an familiäre Beziehungen anknüpfen und neue Beziehungen 
aufbauen, wobei ihm seine Mutter und sein Onkel von der Schweiz aus 
behilflich sein können (vgl. vorne E. 4.3.2). Vor diesem Hintergrund hat die 
Vorinstanz zu Recht erkannt, dass die massgeblichen öffentlichen Interes-
sen die privaten Interessen des Beschwerdeführers am weiteren Verbleib 
in der Schweiz überwiegen und sich der Widerruf der Niederlassungsbewil-
ligung als verhältnismässig erweist. 

5.2 Unter diesen Umständen fällt die vom Beschwerdeführer beantragte 
Verwarnung unter blosser Androhung des Bewilligungswiderrufs (vgl. 
Art. 96 Abs. 2 AuG; vgl. vorne Bst. C) ausser Betracht. Dies gilt umso 
mehr, als eine erste ausländerrechtliche Verwarnung im Jahr 2010 keine 
Wirkung gezeigt hat. Eine solche würde den öffentlichen Interessen an der 
Wegweisung nicht gerecht (vgl. auch BVR 2013 S. 543 E. 6.2). Der ent-
scheiderhebliche Sachverhalt ergibt sich hinreichend aus den Akten; aus-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16.05.2017, Nr. 100.2016.251U, 
Seite 18

serdem hängt die rechtliche Beurteilung nicht entscheidend vom persönli-
chen Eindruck ab (vgl. Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum berni-
schen VRPG, 1997, Art. 21 N. 6). Der Beweisantrag des Beschwerdefüh-
rers auf Parteibefragung wird daher abgewiesen (vgl. BVR 2012 S. 252 
E. 3.3.3). 

5.3 Der angefochtene Entscheid hält nach dem Erwogenen der Rechts-
kontrolle stand; die Beschwerde ist abzuweisen. Da die von der POM an-
gesetzte Ausreisefrist abgelaufen ist, ist praxisgemäss eine neue anzuset-
zen.

6. 

6.1 Bei diesem Verfahrensausgang wird der unterliegende Beschwerde-
führer an sich kostenpflichtig (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Parteikosten sind 
keine zu sprechen (vgl. Art. 104 Abs. 1 und Abs. 3 VRPG). Er hat indessen 
für das verwaltungsgerichtliche Verfahren um unentgeltliche Rechtspflege 
ersucht.

6.2 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von 
den Verfahrenskosten, wenn sie nicht über die erforderlichen Mittel verfügt 
und ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 111 Abs. 1 
VRPG; vgl. auch Art. 117 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 
19. Dezember 2008 [Zivilprozessordnung, ZPO; SR 272]). Ein Prozess ist 
nicht aussichtslos, wenn berechtigte Hoffnung besteht, ihn zu gewinnen, 
das heisst wenn Gewinnaussichten und Verlustgefahren sich ungefähr die 
Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Als aussichtslos 
sind nach der bundesgerichtlichen Praxis demgegenüber Prozessbegehren 
anzusehen, bei denen die Gewinnaussichten beträchtlich geringer sind als 
die Verlustgefahren und deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden 
können. Massgebend ist dabei, ob eine Partei, die über die nötigen Mittel 
verfügt, sich bei vernünftiger Überlegung zu einem Prozess entschliessen 
oder aber davon absehen würde; eine Partei soll einen Prozess, den sie 
auf eigene Rechnung und Gefahr nicht führen würde, nicht deshalb austra-
gen können, weil er sie nichts kostet (BVR 2016 S. 369 E. 3.1, 2015 S. 487 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16.05.2017, Nr. 100.2016.251U, 
Seite 19

E. 7.1, 2008 S. 97 E. 5.2; BGE 139 III 475 E. 2.2, 129 I 129 E. 2.3.1). Ob im 
Einzelfall genügende Erfolgsaussichten bestehen, beurteilt sich in objekti-
vierter Weise aufgrund einer vorläufigen und summarischen Prüfung der 
Prozessaussichten, wie sie sich im Zeitpunkt des Gesuchs darstellen 
(BVR 2016 S. 369 E. 3.1 mit zahlreichen Hinweisen) 

6.3 Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde muss in der Sache als von 
vornherein aussichtslos bezeichnet werden. Die POM, die das Recht auf 
unentgeltliche Rechtspflege im Beschwerdeverfahren erteilte, hat im an-
gefochtenen Entscheid unter zutreffender Wiedergabe der massgeblichen 
Praxis ausführlich begründet, weshalb der Widerruf der Niederlassungs-
bewilligung des Beschwerdeführers rechtmässig und verhältnismässig ist. 
Dabei hat die POM hervorgehoben, dass der Beschwerdeführer während 
seines Aufenthalts in der Schweiz noch nie vollumfänglich für sich selbst 
aufgekommen ist und es an konkreten Aussichten auf eine Besserung fehlt 
(vgl. angefochtener Entscheid E. 4c). Dies darf bei der Beurteilung der un-
entgeltlichen Rechtspflege im oberinstanzlichen Rechtsmittelverfahren be-
rücksichtigt werden (vgl. BVR 2015 S. 487 E. 7.2 mit Hinweisen). Im vorlie-
genden Verfahren macht der Beschwerdeführer zwar geltend, er habe sich 
dank der Unterstützung seines Onkels von der Sozialhilfe lösen können 
und stehe kurz davor, «seine Lebenssituation endgültig in den Griff zu be-
kommen». Im Gesuchszeitpunkt war der Beschwerdeführer demnach nicht 
erwerbstätig, sondern finanziell von seinem Onkel abhängig. Sodann gab 
es, was er selber einräumt (vgl. Beschwerde S. 8), zahlreiche Rückschläge 
im Bereich der Arbeitsintegrationsmassnahmen. Vor diesem Hintergrund 
musste sich der Beschwerdeführer darüber im Klaren sein, dass allein die 
Absicht, wirtschaftlich auf eigenen Füssen stehen zu wollen, nicht genügt, 
um einen erneuten Sozialhilfebezug als unwahrscheinlich erscheinen zu 
lassen. Somit kann nicht gesagt werden, dass sich zum Zeitpunkt der Ge-
suchseinreichung im verwaltungsgerichtlichen Verfahren die Gewinn- und 
Verlustaussichten ungefähr die Waage hielten bzw. jene nur geringfügig 
kleiner waren als diese. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist 
somit wegen Aussichtslosigkeit abzuweisen, ohne dass die Prozessarmut 
noch zu prüfen wäre.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16.05.2017, Nr. 100.2016.251U, 
Seite 20

6.4 Da über das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege erst im End-
entscheid befunden wird und der Beschwerdeführer deshalb keine Gele-
genheit hatte, sein Rechtsmittel nach Abweisung dieses Begehrens zu-
rückzuziehen und damit Kosten zu sparen, sind diese praxisgemäss bloss 
im Rahmen der üblichen Abschreibungsgebühren zu erheben (BVR 2014 
S. 437 E. 7.9). Parteikosten sind keine zu sprechen (Art. 108 Abs. 1 und 3 
i.V.m. Art. 104 VRPG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. Dem Beschwerdeführer wird eine 
neue Ausreisefrist gesetzt auf den 29. Juni 2017.

2. Das Gesuch um Erteilung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abge-
wiesen. 

3. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine reduzierte Pauschalgebühr von Fr. 500.--, werden dem Beschwer-
deführer auferlegt.

4. Es werden keine Parteikosten gesprochen. 

5. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer
- der Polizei- und Militärdirektion
- dem Staatssekretariat für Migration

Das präsidierende Mitglied: Die Gerichtsschreiberin:

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Seite 21

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.