# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 791c4aab-ee27-5895-a363-b285385519db
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-04-07
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 07.04.2021 200 2019 263
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2019-263_2021-04-07.pdf

## Full Text

200 19 263 IV
KNB/SVE/IVE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 7. April 2021

Verwaltungsrichter Knapp, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Loosli, Verwaltungsrichter Jakob
Gerichtsschreiberin Schwitter

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 1. März 2019

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. April 2021, IV/19/263, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1960 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer), in 
der Schweiz zuletzt als ... tätig, meldete sich erstmals im Juli 2006 unter 
Hinweis auf Rückenschmerzen und Ischialgie bei der Eidgenössischen 
Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an (Akten der IV-Stelle 
Bern [IVB bzw. Beschwerdegegnerin], Antwortbeilage [AB] 1). Die IVB 
tätigte in der Folge medizinische und erwerbliche Abklärungen und vernein-
te mit Verfügung vom 2. November 2006 (AB 14) den Anspruch auf eine 
Invalidenrente mit der Begründung, die gesetzliche einjährige Wartezeit sei 
nicht erfüllt. Diese Verfügung blieb unangefochten.

Mit Neuanmeldung vom April 2008 (AB 25) ersuchte der Versicherte, unter 
Hinweis auf Niedergeschlagenheit, Kraftlosigkeit, Konzentrationsschwierig-
keiten, Vergesslichkeit, zeitweisen Ein- und Durchschlafstörungen, vermin-
dertem Appetit sowie Schmerzen in beiden Beinen, um IV-Leistungen. Die 
IVB tätigte wiederum medizinische und erwerbliche Abklärungen und liess 
den Versicherten insbesondere durch das C.________ (Expertise vom 
16. Juni 2009 [AB 41]), polydisziplinär begutachten. Mit Schreiben vom 
24. Juni 2009 (AB 42) forderte die IVB den Versicherten im Rahmen seiner 
Schadenminderungspflicht auf, sich einer intensiven stationären Therapie 
zu unterziehen. Die obligatorische Krankenversicherung lehnte mit Schrei-
ben vom 2. September 2009 (AB 45) die diesbezügliche Kostenübernahme 
ab. Mit Verfügung vom 29. Dezember 2009 (AB 52) verneinte die IVB den 
Anspruch auf eine Invalidenrente, wogegen der Versicherte mit Eingabe 
vom 28. Januar 2010 (AB 55 S. 3) Beschwerde beim Verwaltungsgericht 
des Kantons Bern erhob. Mit Urteil vom 23. August 2010, IV/2010/116 
(AB 59), wurde die Beschwerde gutgeheissen, die angefochtene Verfügung 
aufgehoben und die Sache zur erneuten Abklärung an die IVB zurückge-
wiesen. Nach erneuter psychiatrischer Begutachtung (Expertise vom 3. Ok-
tober 2011 [AB 69.1]) verneinte die IVB mit Verfügung vom 8. Dezember 
2011 (AB 71) einen Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung. 
Diese Verfügung blieb unangefochten.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. April 2021, IV/19/263, Seite 3

B.

Im August 2016 meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf eine Ner-
venerkrankung erneut bei der IV zum Leistungsbezug an (AB 73). Die IVB 
tätigte in der Folge medizinische und erwerbliche Abklärungen. Insbeson-
dere liess sie den Versicherten bei der D.________ polydisziplinär begut-
achten (Expertise vom 8. Mai 2018 betreffend die Untersuchungen vom 16. 
und 24. März 2018 [AB 137.1]). Mit Schreiben vom 30. Mai 2018 (AB 140 
S. 2) teilte Dr. med.  E.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, 
unter Beilage eines Berichts des Spitals F.________ vom 2. Mai 2018 
(AB 140 S. 3) der IVB mit, der Versicherte habe eine Embolie in einem Ast 
der Zentralarterie im rechten Auge erlitten. Nach Einholen einer Stellung-
nahme von Dr. med. G.________, Fachärztin für Neurologie sowie Psych-
iatrie und Psychotherapie, vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD; 
AB 146), stellte die IVB mit Vorbescheid vom 12. Oktober 2018 (AB 147) in 
Aussicht, den Rentenanspruch bei einem Invaliditätsgrad von 10 % zu ver-
neinen. Nach dagegen erhobenem Einwand (AB 156) und erneutem Einho-
len einer RAD-ärztlichen Stellungnahme (AB 162) entschied die IVB mit 
Verfügung vom 1. März 2019 (AB 163) dem Vorbescheid entsprechend.

C.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, mit Eingabe vom 3. April 2019 Beschwerde mit folgenden 
Rechtsbegehren:

1. Die Verfügung vom 1. März 2019 sei aufzuheben und dem Beschwer-
deführer sei eine Rente gestützt auf die Bestimmungen des Bundes-
gesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung (IVG; SR 
831.20) zuzusprechen.

2. Eventualiter seien die Akten an die Beschwerdegegnerin zur Neube-
urteilung zurückzuweisen.

Unter Kosten- und Entschädigungsfolge

Die Beschwerdegegnerin schloss in der Beschwerdeantwort auf Abweisung 
der Beschwerde.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG). Da auch die Bestimmungen über Frist 
(Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 
des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechts-
pflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde ein-
zutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung der IVB vom 1. März 2019 
(AB 163). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 

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oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist - im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit - nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG so-
wie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Be-
fundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur dann 
anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeeinträchti-
gung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 145 V 
215 E. 5.1 S. 221).

2.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Ren-
te, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines 
Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % 
arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses 
Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Gemäss 
Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die 
versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, 
wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von min-
destens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente.

Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 IVG frühestens nach Ablauf 
von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach 
Art. 29 Abs. 1 ATSG.

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2.4 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird bei einer erwerbs-
tätigen versicherten Person das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt 
der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und 
allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit 
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt 
zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 
geworden wäre (Art. 16 ATSG).

2.5

2.5.1 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG).

Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächli-
chen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den 
Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht nur 
bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, sondern 
auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen (oder die 
Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) des an sich 
gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben. Da-
zu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer Angewöh-
nung oder Anpassung an die Behinderung. Ein Revisionsgrund ist ferner 
unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der Bemes-
sung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des Auf-
gabenbereichs eingetreten ist (BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 E. 2.3 
S. 10; SVR 2018 UV Nr. 22 S. 79 E. 2.2.1). 

2.5.2 Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung oder das 
Revisionsgesuch ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu 
vergewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte 
Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist. Stellt 
sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen 
Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch 
ab. Andernfalls hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die festgestellte 
Veränderung genügt, um nunmehr eine rentenbegründende (bzw. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. April 2021, IV/19/263, Seite 7

anspruchsrelevant höhere) Invalidität zu bejahen, und hernach zu 
beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle 
Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a S. 198; SVR 2008 
IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

2.5.3 Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den 
Invaliditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im 
Neuanmeldungsverfahren - analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 
ATSG - durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten 
materiellen Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit 
demjenigen zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 
S. 112; 130 V 71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

2.5.4 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b 
S. 200; SVR 2019 IV Nr. 39 S. 124 E. 5).

2.6 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen 
haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand 
zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und 
bezüglich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im 
Weiteren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die 
Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch 
zugemutet werden können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 
99; SVR 2018 IV Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1). 

3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung vom August 
2016 (AB 73) eingetreten und hat den Leistungsanspruch materiell geprüft. 
Praxisgemäss ist die Eintretensfrage durch das Gericht daher nicht zu be-

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urteilen (BGE 109 V 108 E. 2b S. 114). Vielmehr ist vorliegend durch einen 
Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der rentenverneinenden Verfü-
gung vom 8. Dezember 2011 (AB 71), als letztmals eine allseitige Überprü-
fung der Leistungsvoraussetzungen erfolgte, mit demjenigen bei Erlass der 
hier angefochtenen Verfügung vom 1. März 2019 (AB 163) zu prüfen, ob in 
den tatsächlichen Verhältnissen eine wesentliche Änderung in medizini-
scher bzw. erwerblicher Hinsicht eingetreten ist, die geeignet ist, den Inva-
liditätsgrad in anspruchsbegründender Weise zu beeinflussen (vgl. 
E. 2.5.2 ff. hiervor).

3.2 Die rechtskräftige Verfügung vom 8. Dezember 2011 (AB 71) ba-
siert in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf dem C.________-
Gutachten vom 16. Juni 2009 der Dres. med.  H.________, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie, sowie I.________, Facharzt für Physikali-
sche Medizin und Rehabilitation sowie Rheumatologie, und auf der ergän-
zenden fachpsychiatrischen Expertise von Dr. med.  J.________, Facharzt 
für Neurologie sowie Psychiatrie und Psychotherapie, vom 3. Oktober 2011 
(AB 69.1; vgl. VGE IV/2010/116, E. 3.4).

3.2.1 Die Dres. med. H.________ und I.________ hielten hinsichtlich des 
somatischen Bereiches fest, es hätte keine Erkrankung diagnostiziert wer-
den müssen, welche die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers wesent-
lich hätte beeinträchtigen können. Entgegen der Aktenlage bestünden we-
nig organische Befunde, welche das vom Beschwerdeführer heute beklagte 
Schmerzsyndrom an den Beinen auf eine organische Grundlage stellen 
könnten. Die diagnostizierte muskuläre Dysbalance ebenso wie die Spreiz-
füsse beidseits schränkten die Arbeitsfähigkeit wegen der klinischen Aus-
prägung in der angestammten Tätigkeit nicht ein (AB 41 S. 24 f. Ziff. 5).

3.2.2 Dr. med. J.________ stellte keine Diagnose mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizierte 
er eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4), eine 
Persönlichkeit mit akzentuierten narzisstischen, emotional unreifen und 
instabilen, überwiegend impulsiven sowie histrionen Zügen sowie eine 
Entwicklung körperlicher Symptome aus psychischen Gründen (S. 11 
Ziff. 4). Aus rein psychiatrischer Sicht bestehe zunächst eine gewisse Min-
derung der Leistungsfähigkeit, die sich hingegen mittelfristig normalisieren 

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sollte. Bei entsprechender Motivation und Willensanstrengung bestünden 
somit keinerlei Einschränkungen. Mit Rücksicht auf seine beklagten körper-
lichen Beschwerden und die akzentuierten Persönlichkeitszüge sei eine 
dem Alter und Ausbildungsstand angepasste, ruhige Tätigkeit, ohne allzu 
viele Kontakte, auf dem freien Arbeitsmarkt mittelfristig wieder vollzeitig (zu 
100 %, d.h. bis zu achteinhalb Stunden pro Tag) zumutbar. In Anbetracht 
der mittlerweile eingetretenen Dekonditionierung solle eine stufenweise 
Wiederaufnahme, beginnend bei 50 %, erwogen werden, wobei eine Leis-
tungsminderung von maximal 30 % über höchstens sechs Monate bestehe 
(AB 69.1 S. 19 Ziff. 1, 3 ff., 10 ff.). 

3.3 Hinsichtlich des weiteren Verlaufs nach dem Referenzzeitpunkt ist 
den Akten im Wesentlichen das Folgende zu entnehmen:

3.3.1 Die angefochtene Verfügung vom 1. März 2019 (AB 163) stützt sich 
auf das polydisziplinäre Gutachten der D.________ vom 8. Mai 2018 
(AB 137.1). Interdisziplinär wurden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
eine Multiple Sklerose (MS [diagnostiziert 2016]; Expanded Disability Sta-
tus Scale [EDSS] 3.5) und ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine 
entgleiste arterielle Hypertonie, eine Dysthymia (ICD-10 F34.1), ein zervi-
kaler Bandscheibenschaden, nicht näher bezeichnet (HWK 4/5, ICD-10 
M50.9), sowie eine Spinalkanalstenose im Zervikalbereich (HWK 4/5, ICD-
10 M48.2) diagnostiziert (S. 52 f. Ziff. 2).

Dr. med.  K.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin sowie Prak-
tischer Arzt, diagnostizierte im Rahmen der internistischen Untersuchung 
eine arterielle Hypertonie (S. 26 Ziff. 2.1.4). Es bestehe für die Dauer von 
drei Monaten, in der die medikamentöse Einstellung der Hypertonie erfol-
gen sollte, eine Einschränkung für Tätigkeiten mit schwerer und mittel-
schwerer körperlicher Belastung. Für eine internistisch begründete langfris-
tige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestünden jedoch keine Anhalts-
punkte (S. 27 Ziff. 2.1.5).

Neurologisch stellte Dr. med. L.________, Facharzt für Neuorologie, die 
Diagnose einer MS (EDSS 3.5; S. 32 Ziff. 2.2.3). Der Beschwerdeführer 
berichte über sensible Störungen, eine Störung der Blasen- und Mastdarm-
funktion sowie eine Visusstörung im Rahmen einer MS. Im neurologischen 

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Befund liessen sich ein spinales sensomotorisches Syndrom mit spatisch-
ataktischer Gangstörung und eine Visusstörung links erheben. Das spinale 
Syndrom bedinge eine nicht mehr gegebene Arbeitsfähigkeit in überwie-
gend gehend und stehend ausgeübten Tätigkeiten jedweder Art, also auch 
der letzten Arbeit. Als leistbar seien nur noch überwiegend sitzend auszuü-
bende Tätigkeiten anzusehen, dies mit einem Pensum und Rendement von 
100 %, da der hiesige Befund und die anamnestisch aufscheinende All-
tagsaktivität eine hierfür ausreichend erhaltene Mobilität zeigten. Eine na-
hegelegene Toilette sollte verfügbar sein. Für ein erhebliches spinales 
Syndrom bestehe kein ausreichender Anhalt (kein Anhalt für ein radikuläres 
Defizit). Für eine namhafte kognitive oder die Vigilanz (Ermüdung/Fatigue) 
betreffende Störung habe sich im objektiven Befund kein Anhalt ergeben, 
auch sprächen die anamnestisch berichteten kognitiven Aktivitäten nicht für 
eine erhebliche diesbezügliche Beeinträchtigung (S. 32 f. Ziff. 2.2.4).

Prof. Dr. med. M.________, Facharzt für Neurochirurgie, diagnostizierte im 
neurochirurgischen Teilgutachten einen zervikalen Bandscheibenschaden, 
nicht näher bezeichnet HWK 4/5 (ICD-10 M50.9), sowie eine Spinalkanal-
stenose im Zervikalbereich HWK 4/5 (ICD-10 M48.2). Im Vordergrund der 
Beschwerden stehe anamnestisch eine Sensibilitätsstörung (Taubheit und 
„eingeschlafene“ Füsse und Beine) sowie eine zunehmende Schmerz-
symptomatik in beiden unteren Extremitäten links prädominant, dies begin-
nend seit ca. 2007. Der Schmerz mache sich auch in den Gelenken be-
merkbar. Beklagt werde auch ein linker Arm, der manchmal einschlafe. 
Ferner werde eine Neigung zur Verstopfung angegeben. Die funktionelle 
Potenz sei seit 2016 deutlich verschlechtert. Der linksbetonte Beinschmerz 
bei positivem Lasègue beidseits lasse sich als möglicher Ausdruck eines 
lumboradikulären Schmerz-Syndroms auffassen. Ein relevanter Krank-
heitswert bestehe hier aber nicht. Nebenbefundlich habe sich in der Visus-
testung anhand der Buchstabentafel ein Visus für links von 0.9 und für die 
rechte Seite von 0.3 gefunden. Der Befund sei diskrepant zur Aktenlage 
(vgl. Bericht von Prof. Dr. med.  N.________, Facharzt für Neurologie, vom 
24. Januar 2017 [AB 111 S. 8 f.], wonach eine Visusminderung links bei 
Opticusneuritis bestehe). Die sensible Störung im Gesicht sei allenfalls im 
Rahmen der MS zu verstehen und ohne namhafte funktionelle Relevanz. 
Zusammenfassend liesse sich auf neurochirurgischem Fachgebiet keine 

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eigenständige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit attestieren (S. 40 
Ziff. 2.3.5).

Dr. med. O.________, Facharzt für Neurologie sowie Psychiatrie und Psy-
chotherapie, diagnostizierte anlässlich der psychiatrischen Untersuchung 
eine Dysthymia (ICD-10 F34.1; S. 45 Ziff. 2.4.3). Die Prognose depressiver 
Störungen (insbesondere einer leichtgradigen chronifizierten depressiven 
Verstimmung) sei günstig und einer Behandlung gut zugänglich. Der ange-
gebene chronische Schmerz in den unteren Extremitäten könne entgegen 
den aktenkundigen Vorbewertungen keiner anhaltenden somatoformen 
Schmerzstörung zugeordnet werden. Im klinischen Eindruck und nach den 
Angaben zur Alltagsaktivität finde sich keine andauernde, schwere und 
quälende Schmerzbeeinträchtigung. Auch sei kein fehlverarbeiteter, seeli-
scher oder psychosozialer Konflikt herauszuarbeiten, vor dessen Hinter-
grund sich der chronische Schmerz ursprünglich entwickelt haben könnte. 
Die definierenden ICD-10 Kriterien einer somatoformen Schmerzstörung 
seien also nicht erfüllt. Eine chronische Schmerzstörung mit somatischen 
und psychischen Faktoren sei nach diesen diagnostischen Leitlinien eben-
falls nicht zu diagnostizieren, da Schmerzstörungen im Zusammenhang mit 
einer affektiven Störung (hier Dysthymia) oder bei Hinweisen auf eine Ag-
gravation nicht berücksichtigt werden könnten. Bei der Konsistenzprüfung 
der Schmerzangaben des Beschwerdeführers ergäben sich einige Indizien 
für eine wenig plausible Präsentation. Es bestehe eine Diskrepanz zwi-
schen überhöhter Beschwerdeschilderung (Schmerzstärke belastungsab-
hängig bis 8 Punkten [auf der Visuellen Analogskala {VAS}]) und hier feh-
lender objektiver Beeinträchtigungen. Auch die beschriebenen Alltagsakti-
vitäten (Reisen, lange Spaziergänge, Fitness-Sport) kontrastierten zum 
reklamierten Schmerzausmass. Die Beschwerden lösten beim Gutachter in 
der Gegenübertragung keine Betroffenheit aus. Durch alle bisherigen Be-
handlungsmassnahmen wären keine durchgreifenden Besserungen erzielt 
worden. Diese Indizien für eine Schmerzaggravation würden gestützt durch 
das Ergebnis der orientierenden Beschwerdevalidierung (9 von 15 Punkten 
im Rey Memory Test). Insgesamt würden so die Hinweise auf eine Aggra-
vation im psychiatrischen Vorgutachten (2011; vgl. hierzu etwa AB 69.1 
S. 19) erneut bestätigt. Eine die Arbeitsfähigkeit einschränkende psychiatri-
sche Erkrankung sei somit nicht anhand ausreichender objektiver Befunde 

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festzustellen. Eine Arbeitstätigkeit sei aus Sicht des Gutachters als auch 
aus therapeutischer Sicht eher wünschenswert (Stabilisierung von Tages-
struktur, Selbstwertgefühl und soziale Teilhabe, Verringerung von Verei-
dungsverhalten) und sollte im Rahmen der derzeitigen Behandlung mit ein-
bezogen werden (S. 47 f. Ziff. 2.4.4).

In Zusammenfassung aller Teilgutachten, der dabei erhobenen Anamnese 
und Befunde sowie der Aktendaten kamen die Gutachter zum Schluss, die 
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in der zuletzt ausgeübten sowie 
jedweder vergleichbaren überwiegend gehend und stehend ausgeübten 
Tätigkeit sei aufgrund einer spastisch-ataktischen Störung im Rahmen ei-
ner MS auf Dauer zu 100 % erloschen. In anderen, körperlich leichten, 
überwiegend sitzend ausgeübten Tätigkeiten des allgemeinen Arbeits-
markts sei jedoch von einer vollen Arbeitsfähigkeit (Pensum und Rende-
ment 100 %) auszugehen. Die Indikatoren sprächen für eine erhaltene All-
tagsselbständigkeit, Selbstversorgung, soziale Integration und Aktivität, 
unterstützten also die Annahme einer erhaltenen Arbeitsfähigkeit in ange-
passten Tätigkeiten (S. 48 ff Ziff. 3). Die MS werde aus Sicht der Gutachter 
schon vor 2016 bestanden und die Beschwerden zumindest mitbegründet 
haben, da verzögerte Diagnosestellungen bei der MS nicht ungewöhnlich 
seien, zumal wenn eher unspezifische Beschwerden bestünden. Die bild-
morphologischen knöchernen und die Bandscheiben betreffenden spinalen 
Veränderungen seien ohne ausreichendes klinisches Befundkorrelat bzw. 
gingen in ihrem limitierenden Effekt nicht über die MS-bedingten Ein-
schränkungen hinaus (S. 55 Ziff. 55). Auf dem Boden der MS könne es seit 
ca. 2016 zu einer Verschlechterung (spastisch-ataktische/sensomotorische 
Störung der Beine) gekommen sein, auch sei nachfolgend noch eine Opti-
kusneuritis im Rahmen der MS berichtet worden, wobei die jetzige Visus-
Situation keine erhebliche resultierende Beeinträchtigung anzeige (Arbeiten 
am PC, Lesen, ausreichender Visus in der hiesigen Prüfung). Aus Sicht der 
Gutachter werde jedoch bereits 2011 ein spinales Syndrom im Rahmen der 
MS bestanden haben. Der jetzige psychiatrische Befund spreche eher für 
eine Besserung einer zuvor attestierten höhergradigen Depressivität, wobei 
die anamnestischen und aktenkundigen Daten auch Zweifel an der voran-
gehenden Bewertung begründen könnten, da eine schwache Therapiemo-
tivation anklinge (abgesetzte Medikation, abgelehnte intensivere Therapie; 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. April 2021, IV/19/263, Seite 13

S. 58 Ziff. 1). In körperlich leichten, überwiegend sitzend ausgeübten Tätig-
keiten des allgemeinen Arbeitsmarktes sei aus Sicht der Gutachter von 
einer vollen Arbeitsfähigkeit (Pensum und Rendement 100 %) auszugehen. 
Eine Toilette sollte am Arbeitsplatz einfach zu erreichen sein. Die Indikato-
ren sprächen für eine erhaltene Alltagsselbständigkeit, Selbstversorgung, 
soziale Integration und Aktivität, unterstützten also die Annahme einer er-
haltenen Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten. Aus Sicht der Gut-
achter ergebe sich anhand der Aktendaten keine schlüssige Begründung 
für eine vorangehende Arbeitsunfähigkeit in angepassten Tätigkeiten (S. 64 
Ziff. 2).

Nach Abschluss der Begutachtung habe die Tochter des Exploranden am 
24. April 2018 telefonisch mitgeteilt, der Vater hätte einen „Schlaganfall“ 
erlitten. Es werde der IVB daher empfohlen, einen entsprechenden Bericht 
einzuholen, der nach Prüfung durch den ärztlichen Dienst gegebenenfalls 
zu einer nachgehenden Beurteilung vorgelegt werden könne (S. 64).

3.3.2 Im Bericht vom 2. Mai 2018 (AB 140 S. 3) über die Notfallsprech-
stunde vom 9. April 2018 diagnostizierten Dr. med.  P.________, Fachärz-
tin für Ophthalmologie, und Dr. med. Q.________, Assistenzärztin, einen 
Arterienastverschluss am oculus dexter (OD, rechtes Auge; S. 3). Der Arte-
rienastverschluss der Retina rechts sei am ehesten durch ein embolisches 
Ereignis zustande gekommen. Es seien kardiovaskuläre Abklärungen im 
Spital F.________ veranlasst worden. Es werde in der Netzhaut-
Sprechstunde eine Nachkontrolle stattfinden und dabei eine Fluores-
zenzangiographie sowie eine Gesichtsfeldprüfung durchgeführt werden 
(S. 4).

3.3.3 Dr. med. R.________, Fachärztin für Ophthalmologie, und 
S.________, Assistenzarzt, diagnostizierten im Fluoreszenzangiographie-
bericht vom 1. Mai 2018 (AB 142) einen Arterienastverschluss am OD. In 
der Fluoreszenzangiographie habe sich ein reperfundierter Arterienastver-
schluss rechts ohne Hinweise für retinale Ischämien gezeigt (S. 2).

3.3.4 Im Bericht über die Sprechstunde im Spital F.________ vom 
28. November 2018 (AB 160 S. 7 ff.) diagnostizierten 
Dres. med. T.________, Facharzt für Neurologie, und U.________, Assis-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. April 2021, IV/19/263, Seite 14

tenzärztin, unter anderem einen Zentralarterienverschluss im rechten Auge 
(ED 9. April 2018). Anamnestisch und klinisch bestehe ein stabiler Verlauf 
mit residuellem zentralem Skotom. Zur Ursachenabklärung sei die kardiale 
Abklärung noch nicht abgeschlossen (S. 9).

3.3.5 Dr. med. V.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin so-
wie Psychiatrie und Psychotherapie, und der Psychologe 
lic. phil. W.________ hielten in ihrer Stellungnahme vom 11. Februar 2019 
zum Gutachten der D.________ (Akten des Beschwerdeführers, Be-
schwerdebeilage [BB] 3) fest, der begutachtende Psychiater gebe als Indiz 
für eine Aggravation an, es bestehe eine Diskrepanz zwischen überhöhter 
Beschwerdeschilderung (Schmerzstärke belastungsabhängig bis 8 [Punk-
ten auf der VAS]) und hier fehlender objektiver Beeinträchtigung. Dabei sei 
nicht nachvollziehbar, was eine „fehlende objektive Beeinträchtigung“ mei-
ne. Der Gutachter hätte ausführen müssen, wie er auf diese Einschätzung 
komme. Auch das Indiz, wonach die beschriebenen Alltagsaktivitäten (Rei-
sen, lange Spaziergänge, Fitnesssport) zum reklamierten Schmerzaussto-
ss kontrastierten, werde als stossend und falsch erachtet. Der Begutachter 
scheine völlig auszuklammern, dass es nicht nur aus körperlicher, sondern 
auch aus psychischer Sicht sehr wichtig sei, dass der Beschwerdeführer 
aktiv bleibe und sich nicht nur defizitär erlebe, sondern möglichst viele posi-
tive Erfahrungen machen könne. Diese Aspekte schienen völlig ausge-
klammert und fälschlicherweise als Beleg für eine Aggravation interpretie-
ren zu werden. Weiter sei der Verweis auf den angeblich durchgeführten 
Rey Memory Test (RMT) nicht haltbar. Es handle sich um einen Simulati-
onstest, der die visuell-figurale Merkfähigkeit messe. Dieser Test werde als 
Teil einer Testbatterie in der Forensischen Neuropsychologie (TBFN) zur 
Feststellung nicht-authentischer Minderleistungen, die nicht auf eine hirn-
organische Problematik zurückzuführen sei, verwendet. Weiter sei zweifel-
haft, ob der Patient wegen seinen fehlenden Deutschkenntnissen diesen 
komplexen Test verstanden habe (S. 2). Weiter seien die Kriterien einer 
mittelgradigen depressiven Störung erfüllt, weshalb nicht lediglich die Dia-
gnose einer Dysthymia gestellt werden könne. So hätte dem Gutachter 
auffallen müssen, dass beim Patienten durchaus mnestische Störungen 
und Störungen der Konzentration vorlägen. Ebenso sei die Stimmung des 
Patienten niedergeschlagen und die Schwingungsfähigkeit leicht vermin-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. April 2021, IV/19/263, Seite 15

dert. Zudem bestünden ein Interessensverlust und ein starker Rückzug. 
Darüber hinaus müssten die vom Patienten geschilderten somatischen 
Beschwerden auch im Zusammenhang mit seinem kulturellen Hintergrund 
angesehen werden (S. 3). Zudem würden auch keine neuropsychologi-
schen Defizite aufgeführt, die bei einer MS-Erkrankung aber untersucht 
werden müssten. Schliesslich könne eine Einschätzung bezüglich der Ar-
beitsfähigkeit nicht vom Bürotisch aus beantwortet werden (S. 4).

3.3.6 In der Stellungnahme vom 11. Juni 2018 (AB 146) hielt die RAD-
Ärztin Dr. med. G.________ fest, das D.________-Gutachten sei schlüssig 
und nachvollziehbar. Der Leistungsbeurteilung der Gutachter könne auch 
weiterhin gefolgt werden (S. 3 f.).

Auch in der Stellungnahme vom 20. Februar 2019 (AB 162) hielt 
Dr. med. G.________ fest, es bestünden seit der polydisziplinären Begut-
achtung im März 2018 keine neuen medizinischen Gesichtspunkte zur 
Leistungsbeurteilung; das D.________-Gutachten behalte auch weiterhin 
Gültigkeit (S. 4).

3.4 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe 
anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische 
These abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352). 

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. April 2021, IV/19/263, Seite 16

gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.5 Das D.________-Gutachten vom 8. Mai 2018 (AB 137.1) erfüllt die 
Voraussetzungen der Rechtsprechung an Expertisen (vgl. E. 3.4 hiervor). 
Die Feststellungen der Gutachter beruhen auf eigene spezialärztliche Ab-
klärungen und sind in Kenntnis der Vorakten sowie unter Berücksichtigung 
der geklagten Beschwerden getroffen worden. Die Ausführungen in der 
Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sind für die streitigen Be-
lange umfassend und die gezogenen Schlussfolgerungen zum Gesund-
heitszustand werden nachvollziehbar und einleuchtend begründet. Die 
fachärztliche Einschätzung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit ist schlüssig 
und widerspruchsfrei. Dem Gutachten kommt damit voller Beweiswert zu 
und es ist grundsätzlich darauf abzustellen. 

Ob im Vergleich zum Referenzzeitpunkt vom 8. Dezember 2011 (AB 71) 
eine wesentliche Veränderung eingetreten ist, kann - jedenfalls bis im Juni 
2018 - offen gelassen werden, da insoweit auch bei einer freien, d.h. allsei-
tigen Prüfung, wie nachfolgend aufzuzeigen sein wird, kein Rentenan-
spruch resultiert.

3.6 Der Beschwerdeführer beanstandet, der medizinische Sachverhalt 
sei nicht rechtsgenüglich abgeklärt worden (Beschwerde S. 6).

3.6.1 So bringt er zunächst vor, im Bericht des Spitals F.________ vom 
31. Mai 2017 (AB 114) sei gestützt auf die gestellten Diagnosen u.a. der 
Hinweis gemacht worden, seine Arbeitsfähigkeit sei aufgrund der ausge-
wiesenen Fatigue eingeschränkt. So sei weiter auch nicht verständlich, 
weshalb ihm neurologisch ein uneingeschränktes Rendement attestiert 
werde und sich die Beschwerdegegnerin nicht einlässlich mit der abwei-
chenden Einschätzung der Gutachter auseinandergesetzt habe (Be-
schwerde S. 4). In welcher Ausprägung eine Fatigue besteht, wie sich die-
se äussert und in welchem Umfang diese die Arbeitsfähigkeit einschränkt, 
wird im Bericht, auf welchen der Beschwerdeführer verweist, allerdings 
nicht begründet (vgl. AB 114). So wird die Fatigue auch nicht als ei-
genständige Diagnose aufgeführt. Ebenso lässt sich den weiteren Berich-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. April 2021, IV/19/263, Seite 17

ten des Spitals F.________ (vgl. etwa AB 118 S. 2, AB 160 S. 17, AB 160 
S. 14, AB 160 S. 11, AB 160 S. 7) diesbezüglich nichts entnehmen. Dr. 
med. L.________ hingegen führt im neurologischen Teilgutachten nach-
vollziehbar aus, für eine namhafte kognitive oder die Vigilanz (Ermü-
dung/Fatigue) betreffende Störung ergebe sich im objektiven Befund kein 
Anhalt. Er begründet dies mit dem Umstand, wonach auch die anamnes-
tisch berichteten kognitiven Aktivitäten nicht für eine erhebliche diesbezüg-
liche Beeinträchtigung sprächen (AB 137.1 S. 32 f. Ziff. 2.2.4). Zudem gab 
der Beschwerdeführer zwar an, bei der Arbeit schnell erschöpft zu sein 
(S. 29 Ziff. 2.2.1, S. 41 Ziff. 2.4.1.1). Jedoch ist diesbezüglich festzuhalten, 
dass er gemäss eigener Angaben seit 2009 keiner eigentlichen Arbeits-
tätigkeit mehr nachgegangen ist (S. 24 Ziff. 2.1.1, vgl. hierzu auch AB 83). 
Weiter bringt er einzig vor, seit der Einnahme von Gilenya tagsüber oft mü-
de zu sein (AB 137.1 S. 42) und nach dem Mittagessen einen einstündigen 
Mittagsschlaf bzw. eine Ruhepause zu halten (AB 137.1 S. 25, 29, 5), wo-
bei er aber nicht schlafe (S. 29 Ziff. 2.4.1.5). Der Bericht der 
Dres. med. T.________ und Anna X.________, Assistenzärztin, vom 
31. Mai 2017 (AB 114) ist damit nicht geeignet, die neurologische Beurtei-
lung von Dr. med. L.________ (AB 137.1 S. 28 ff.) in Zweifel zu ziehen.

3.6.2 Der Beschwerdeführer rügt ausserdem, laut der internistischen Un-
tersuchung leide er unter einem erhöhten Blutdruck sowohl in Ruhe wie 
auch unter Belastung, was unverzüglich besser und regelmässiger kontrol-
liert werden müsse. Im Zeitpunkt der Begutachtung habe eine Arbeitsun-
fähigkeit von mindestens drei Monaten bestanden. Die Befristung sei unter 
der Voraussetzung erfolgt, dass die medikamentöse Einstellung der Hyper-
tonie gelinge. Ob dies in der Zwischenzeit der Fall sei, sei durch die Be-
schwerdegegnerin nicht geprüft worden (Beschwerde S. 4). Zwar trifft zu, 
dass beim Beschwerdeführer eine entgleiste arterielle Hypertonie diagnos-
tiziert wurde (vgl. AB 137.1 S. 26 Ziff. 2.1.4). Allerdings bezieht sich die 
diesbezüglich genannte Arbeitsunfähigkeit nur auf Tätigkeiten mit schwerer 
und mittelschwerer körperlicher Belastung. Für eine internistisch begründe-
te langfristige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit besteht jedoch kein An-
lass (vgl. AB 137.1 S. 27 Ziff. 2.1.5). Übereinstimmend mit dieser Beurtei-
lung attestieren die Gutachter denn auch eine volle Arbeitsfähigkeit in einer 
körperlich leichten, überwiegend sitzend ausgeübten Tätigkeit des allge-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. April 2021, IV/19/263, Seite 18

meinen Arbeitsmarktes. Es sei zudem auch keine schlüssige Begründung 
für eine vorangehende Arbeitsunfähigkeit in angepassten Tätigkeiten er-
sichtlich (AB 137.1 S. 64 Ziff. 2). In der zusammenfassenden Konsensbeur-
teilung wurde die entgleiste arterielle Hypertonie schliesslich damit über-
einstimmend als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ge-
stellt (AB 137.1 S. 52 Ziff. 2).

3.6.3 Der Beschwerdeführer macht geltend, die Behauptung, wonach die 
geltend gemachten Beeinträchtigungen nicht plausibel seien und Hinweise 
auf eine Aggravation bestünden, sei pauschal erfolgt (Beschwerde S. 5). 
Dem ist entgegenzuhalten, dass Dr. med. O.________ einleuchtend aus-
führt, dass sich bei der Konsistenzprüfung der Schmerzangaben des Be-
schwerdeführers einige Indizien für eine wenig plausible Präsentation er-
geben hätten. So bestehe eine Diskrepanz zwischen überhöhter Be-
schwerdeschilderung (Schmerzstärke belastungsabhängig bis 8 Punkten 
auf der VAS) und fehlender objektiver Beeinträchtigungen. Auch die be-
schriebenen Alltagsaktivitäten (Reisen, lange Spaziergänge, Fitnesssport) 
stünden dem geltend gemachten Schmerzausmass entgegen. Zudem hätte 
durch alle bisherigen Behandlungen keine durchgreifende Besserung er-
zielt werden können (AB 137.1 S. 47). Somit ist auch dargelegt, weshalb 
eine stationäre Therapie zielführender wäre, als die vom Beschwerdeführer 
behauptete langjährige (engmaschige) Betreuung (vgl. Beschwerde S. 4). 
Der Experte hält diesbezüglich fest, die psychotherapeutische Behandlung 
werde vom Beschwerdeführer lediglich zurückhaltend in Anspruch genom-
men (vgl. AB 137.1 S. 42, wonach dieser seinen Therapeuten gemäss ei-
gener Angaben im Abstand von ein bis zwei Monaten sehe) und medika-
mentöse Behandlungsversuche seien wegen Unverträglichkeit abgebro-
chen worden (S. 47 Ziff. 2.4.4, vgl. S. 42 Ziff. 2.4.1.3). Die abgelehnten 
Therapieangebote als Hinweise für eine schwache Therapiemotivation 
sprächen ebenfalls gegen einen erheblichen Leidensdruck (S. 55 Ziff. 4). 
Die mangelhafte Bereitschaft zur Therapie steht damit ebenfalls im Wider-
spruch zu den vom Beschwerdeführer geschilderten Beschwerden. Damit 
sind entgegen der Ansicht von Dr. med. V.________ und dem Psychologen 
lic. phil. W.________ (vgl. Beschwerde S. 5) die Hinweise auf Aggravation 
in Würdigung sämtlicher Umstände und nicht bloss unter Berücksichtigung 
der Alltagsaktivitäten schlüssig belegt. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. April 2021, IV/19/263, Seite 19

3.6.4 In der Stellungnahme vom 11. Februar 2019 (BB 3 S. 3; E. 3.4.4 
hiervor) wird gerügt (vgl. Beschwerde S. 5), die Kriterien einer mittelgradi-
gen depressiven Störung seien erfüllt, weshalb nicht lediglich die Diagnose 
einer Dysthymia gestellt werden könne. Der psychiatrische Gutachter legt 
jedoch einleuchtend dar, weshalb die ICD-10-Achsenkriterien (im gemäss 
Arbeitsgemeinschaft für Methodik und Dokumentation in der Psychiatrie 
[AMDP] erhobenen psychiatrischen Befund) nicht vorlägen: So fänden sich 
bis auf die Angaben von Zukunftsängsten und einer Grübelneigung keine 
krankheitswertigen Auffälligkeiten. Dies werde - wie erwähnt - ebenfalls 
durch die Angaben zur Alltagsaktivität (lange Spaziergänge, soziale Kon-
takte, Reisen), die Selbsteinschätzung sowie die zurückhaltende Inan-
spruchnahme einer psychotherapeutischen Behandlung gestützt (AB 137.1 
S. 47 Ziff. 2.4.4). Hinweise auf fehlende Konzentration und Vergesslichkeit, 
wie in der Stellungnahme (BB 3 S. 3; E. 3.4.4 hiervor) vorgebracht, seien 
anlässlich der Begutachtung keine festgestellt (vgl. AB 137.1 S. 44 
Ziff. 2.4.2) und vom Beschwerdeführer denn auch nicht beklagt worden. 
Inwiefern sich der Beschwerdeführer stark zurückgezogen und seine Hob-
bys und Interessen vernachlässigt habe, wie sich die geltend gemachten 
mnestischen Störungen und Konzentrationsstörungen äusserten und wes-
halb beim Beschwerdeführer gerade die Kriterien einer mittelgradig de-
pressiven Störung als gegeben erachtet werden müssten, wird in der Stel-
lungnahme von Dr. med. V.________ und dem Psychologen lic. phil. 
W.________ (vgl. BB 3 S. 3; E. 3.3.4) nicht hinreichend ausgeführt, wie 
auch nicht nachvollziehbar aufgezeigt wird, inwiefern die somatischen Ein-
schränkungen stark heruntergespielt würden. Vielmehr wird die Begutach-
tung pauschal in Frage gestellt (vgl. S. 4), was nicht überzeugt. In der Stel-
lungnahme wird denn auch nicht näher auf das zurückhaltende Therapie-
verhalten eingegangen. Zudem wird nicht aufgezeigt, weshalb eine 
100%ige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit nicht zumutbar 
sein sollte. Die Stellungnahme von Dr. med. V.________ und dem Psycho-
logen lic. phil. W.________ ist damit nicht geeignet, Zweifel am 
D.________-Gutachten vom 8. Mai 2018 zu wecken. Nicht ausser Acht zu 
lassen ist auch der Umstand, wonach gemäss bundesgerichtlicher Praxis - 
aufgrund der Erfahrungstatsache, dass Hausärzte bzw. Therapeuten mitun-
ter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung im Zweifelsfall 
eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen - eine direkte Leistungszuspra-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. April 2021, IV/19/263, Seite 20

che einzig gestützt auf die Angaben der behandelnden Ärztinnen und Ärzte 
kaum je in Frage kommt (Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 
13. Juni 2012, 8C_160/2012, E. 3.1.2). 

3.6.5 Der Beschwerdeführer rügt zuletzt, seitens des RAD sei nicht über-
zeugend dargelegt worden, dass sich die Embolie im rechten Auge auf die 
Arbeits- und Leistungsfähigkeit nicht relevant auswirken würde (Beschwer-
de S. 6). Die RAD-Ärztin Dr. med. G.________ stützte sich auf den Bericht 
der Dres. med. T.________ und U.________ (AB 160 S. 7 ff.; E. 3.3.4), in 
welchem festgehalten wurde, anamnestisch und klinisch bestehe diesbe-
züglich ein stabiler Verlauf. Inwiefern sich dieser Zentralarterienverschluss 
jedoch auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers 
auswirkt, ist weder dem Bericht der Dres. med. P.________ und 
Q.________ vom 2. Mai 2018 (AB 140 S. 3; E. 3.3.2 hiervor) noch dem 
Bericht von Dr. med. R.________ und Assistenzarzt S.________ vom 
1. Mai 2018 (AB 142, E. 3.3.3 hiervor) noch dem Bericht der 
Dres. med. T.________ und U.________ über die Sprechstunde vom 
28. November 2018 (AB 160 S. 7 ff.; E. 3.3.4 hiervor), auf welche sich - wie 
bereits erwähnt - die RAD-Ärztin Dr. med. G.________ stützt, zu entneh-
men. Der Beschwerdeführer erlitt den Zentralarterienverschluss erst im 
Anschluss an die Begutachtung vom 16. und 24. März 2018 (AB 137.1 
S. 3), d.h. am 9. April 2018 und damit vor dem massgebenden Beurtei-
lungszeitpunkt (Verfügungserlass am 1. März 2019 [AB 163]). Entgegen 
der Ansicht der Beschwerdegegnerin (Beschwerdeantwort S. 3 Ziff. 9) wur-
de die Arbeitsfähigkeit infolge des Zentralarterienverschlusses im rechten 
Auge somit ungenügend abgeklärt, zumal bereits die im Bericht vom 
18. Dezember 2018 (AB 160 S. 7 ff.) in Aussicht gestellte Verlaufskontrolle 
vom 4. Dezember 2018 durch die Ophthalmologin (vgl. S. 9) nicht eingeholt 
wurde und auch spätere Berichte nicht vorliegen. Die Beschwerde erweist 
sich diesbezüglich als begründet. Die Beschwerdegegnerin hat folglich hin-
sichtlich des Zentralarterienverschlusses für den Zeitraum ab 9. April 2018 
- nach Einholung aktueller Berichte der behandelnden Ärzte - weitere Ab-
klärungen sowie unter Umständen eine Verlaufsbegutachtung zu veranlas-
sen, um anschliessend über den Rentenanspruch des Beschwerdeführers 
ab diesem Zeitpunkt neu zu verfügen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. April 2021, IV/19/263, Seite 21

3.7 Was die Zeit vor Eintritt des Zentralarterienverschlusses am 9. April 
2018 betrifft, erweist sich der Sachverhalt als hinreichend abgeklärt, womit 
es der (eventualiter) beantragten erneuten Abklärung nicht bedarf. Gestützt 
auf das D.________-Gutachten (AB 137.1) ist in einer angepassten, kör-
perlich leichten, überwiegend sitzend ausgeübten Tätigkeit des allgemei-
nen Arbeitsmarkts von einer vollen Arbeitsfähigkeit (Pensum und Rende-
ment 100 %) auszugehen, wobei eine Toilette am Arbeitsplatz einfach zu 
erreichen sein sollte (S. 64 Ziff. 2).

4.

4.1 Nachfolgend ist für die Ermittlung des Invaliditätsgrades betreffend 
die Zeit vor Eintritt des Zentralarterienverschlusses am 9. April 2018 ein 
Einkommensvergleich vorzunehmen (E. 2.4 hiervor). Für den Einkom-
mensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hypothetischen) Be-
ginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und Invaliden-
einkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige renten-
wirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungser-
lass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3 S. 300, 129 V 222).

Der Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns liegt mit Blick auf die 
im August 2016 (AB 73) erfolgte Anmeldung (Art. 29 Abs. 1 IVG) im Febru-
ar 2017 (vgl. E. 2.3 hiervor). Somit ist der Einkommensvergleich auf das 
Jahr 2017 hin vorzunehmen.

4.2 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung 
angepassten Verdienst angeknüpft (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110, 134 V 
322 E. 4.1 S. 325; SVR 2017 IV Nr. 52 S. 157 E. 5.1). Lässt sich aufgrund 
der tatsächlichen Verhältnisse das ohne gesundheitliche Beeinträchtigung 
realisierbare Einkommen nicht hinreichend genau beziffern, ist auf statisti-
sche Werte wie die Lohnstrukturerhebungen (LSE) abzustellen. Auf sie darf 
jedoch im Rahmen der Invaliditätsbemessung nur unter Mitberücksichti-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. April 2021, IV/19/263, Seite 22

gung der für die Entlöhnung im Einzelfall gegebenenfalls relevanten per-
sönlichen und beruflichen Faktoren abgestellt werden (BGE 144 I 103 E. 
5.3 S. 110; SVR 2019 UV Nr. 40 S. 153 E. 6.2.3). 

4.3 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 296). Hat die versicherte 
Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 
ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, so können 
nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss LSE herangezogen 
werden (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 297; SVR 2019 IV Nr. 28 S. 88 E. 5.1.3). 
Wird auf Tabellenlöhne abgestellt, sind grundsätzlich immer die im Zeit-
punkt des angefochtenen Verwaltungsaktes aktuellsten statistischen Daten 
zu verwenden (BGE 143 V 295 E. 2.3 S. 297; Entscheid des BGer vom 
27. November 2019, 8C_64/2019, E. 6.2.1). 

Da den Tabellenlöhnen generell eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zu 
Grunde liegt, ist eine Umrechnung auf eine betriebsübliche durchschnittli-
che Wochenarbeitszeit erforderlich (BGE 126 V 75 E. 3b bb S. 76).

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). 

Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, 
hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des konkre-
ten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Na-
tionalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad). Der Einfluss sämt-
licher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem Er-
messen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf insgesamt höchs-
tens 25 % zu begrenzen ist (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 
E. 5.2 S. 327; SVR 2018 IV Nr. 46 S. 148 E. 3.3). Zu beachten ist, dass 
allfällige bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit ent-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. April 2021, IV/19/263, Seite 23

haltene gesundheitliche Einschränkungen nicht zusätzlich in die Bemes-
sung des leidensbedingten Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten 
Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen dürfen (BGE 146 V 16 E. 4.1 
S. 20). Zu beachten ist, dass allfällige bereits in der Beurteilung der medizi-
nischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Einschränkungen nicht 
zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs einfliessen und 
so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen dürfen 
(SVR 2018 IV Nr. 45 S. 145 E. 2.2).

4.4 Der Beschwerdeführer war seit 1985 als ... im Y.________ tätig 
(vgl. AB 35 S. 5; AB 33). Er arbeitete erstmals seit dem 12. November 2005 
nur noch in einem 50%-Pensum aufgrund einer entsprechenden 50%igen 
Arbeitsunfähigkeit (vgl. AB 19 S. 1 Ziff. 2, AB 35 S. 2 Ziff. 11). Erst per 
13. November 2007 (nach Ende der Lohnfortzahlung bei Krankheit 
[vgl. AB 35 S. 4]) wurde das Pensum auch im Anstellungsvertrag vom 
1. November 2007 (AB 35 S. 5 f.) auf 50 % reduziert. Gemäss eigenen 
Angaben sei die Anstellung 2009 wegen deutlich reduziertem, schmerzbe-
dingtem Arbeitstempo vom Arbeitgeber gekündigt worden. Zwischen 2009 
und 2011 habe er noch einen dreimonatigen Arbeitsversuch in … unter-
nommen, der jedoch erfolglos verlaufen sei (AB 137.1 S. 24 Ziff. 2.1.1, 
S. 28 Ziff. 2.2.1, S. 41 Ziff. 2.4.1.3). Auch dem Auszug aus dem individuel-
len Konto (IK) lässt sich entnehmen, dass der Beschwerdeführer seither 
kein Erwerbseinkommen mehr erzielt hat (vgl. AB 83). Mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit ist somit davon auszugehen, dass allein gesundheitli-
che Gründe zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses geführt haben und un-
ter Berücksichtigung der langen Dauer des Arbeitsverhältnisses (1985 bis 
2009) der Beschwerdeführer bei guter Gesundheit dort weiterhin als ... tätig 
wäre (vgl. AB 69.1 S. 6). Daher ist nachfolgend das Valideneinkommen 
nicht - wie von der Beschwerdegegnerin in der Verfügung vom 1. März 
2019 (AB 163) vorgenommen - anhand von Tabellenlöhnen zu ermitteln. 
Vielmehr ist auf das im Y.________ 2004 zuletzt erzielte Einkommen 
gemäss IK-Auszug (AB 33) abzustellen. Gemäss diesem erzielte der Be-
schwerdeführer ein Jahreseinkommen von Fr. 50‘704.--. Dieser Lohn ist auf 
das Jahr 2017 hin zu indexieren (Tabelle T1.93.05, Nominallohnindex 
1993-2019, Männer, Total [2004: 113.3; 2017: 129.0]), woraus ein mass-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. April 2021, IV/19/263, Seite 24

gebendes Valideneinkommen von Fr. 57‘730.05 (Fr. 50‘704.-- / 113.3 x 
129.0) resultiert.

4.5 Indem der Beschwerdeführer nicht in einer angepassten Tätigkeit 
arbeitet, verwertet er seine Restarbeitsfähigkeit nicht hinreichend. Folglich 
ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin das Invalidenein-
kommen anhand der Erfahrungs- und Durchschnittswerten aufgrund statis-
tischer Lohnangaben der vom Bundesamt für Statistik (BfS) herausgege-
benen LSE ermittelte (vgl. E. 4.3 hiervor). Die Beschwerdegegnerin hat zur 
Bemessung des Invalideneinkommens auf die LSE 2014 abgestellt (vgl. 
AB 163). Jedoch sind nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung die im 
Verfügungszeitpunkt jeweils aktuellsten veröffentlichten Tabellen zu ver-
wenden (vgl. E. 4.3 hiervor), vorliegend die LSE 2016. Gemäss dem To-
taltwert für Männer im Kompetenzniveau 1 der Tabelle TA1_tirage_skill
_level der LSE 2016 hätte der Beschwerdeführer im Jahr 2016 in einer lei-
densangepassten Tätigkeit einen monatlichen Lohn von Fr. 5‘340.-- erzie-
len können. Aufgerechnet auf ein Jahr, angepasst an die betriebsübliche 
wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden (Totalwert der Tabelle „Be-
triebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen in Stunden pro Wo-
che“ des BfS) und an die Nominallohnentwicklung per 2017 (Tabelle 
T1.93.05, Nominallohnindex 1993-2019, Männer, Total [2016: 128.5; 2017: 
129.0]) resultiert ein Einkommen von Fr. 67‘063.35 (Fr. 5‘340.-- x 12 Mona-
te / 40 Stunden x 41.7 Stunden / 128.5 x 129.0). Der von der Beschwerde-
gegnerin gewährte Abzug vom Tabellenlohn (vgl. E. 4.3) von 10 % ist, ins-
besondere unter Berücksichtigung der erforderlichen nahen Erreichbarkeit 
einer Toilette (vgl. E. 3.7 hiervor), nicht zu beanstanden, womit das Invali-
deneinkommen Fr. 60‘357.-- beträgt.

4.6 Ausgehend von einem Valideneinkommen von Fr. 57‘730.05 und 
einem Invalideneinkommen von Fr. 60‘357.-- beträgt der Invaliditätsgrad 
0 %, womit der Beschwerdeführer ab Februar 2017 keinen Anspruch auf 
eine Rente hat. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. April 2021, IV/19/263, Seite 25

5.

Was den Rentenanspruch des Beschwerdeführers für den Zeitraum ab 
Februar 2017 bis und mit Juni 2018 betrifft, ist die angefochtene Verfügung 
im Ergebnis nicht zu beanstanden und die Beschwerde unbegründet (vgl. 
E. 4.6). Hinsichtlich der Zeit nach dem Zentralarterienverschluss im rechten 
Auge vom April 2018 ist die Beschwerde gutzuheissen und die Sache an 
die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie im Sinne der Erwä-
gungen weitere Abklärungen trifft und im Anschluss hinsichtlich des Ren-
tenanspruchs ab Juli 2018 (vgl. Art. 88a Abs. 2 der Verordnung vom 
17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]) neu 
verfügt (vgl. E. 3.6.5 hiervor).

6.

6.1 Gemäss aArt. 69 Abs. 1bis IVG in der bis 31. Dezember 2020 gültig 
gewesenen und hier anwendbaren Fassung (vgl. Art. 83 ATSG) ist das 
Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitig-
keiten um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen kosten-
pflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig 
vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der teilweise obsiegende Be-
schwerdeführer die gerichtlich bestimmten Verfahrenskosten im Umfang 
von Fr. 600.-- zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleis-
teten Kostenvorschuss entnommen. Der darüber hinaus geleistete Vor-
schuss im Umfang von Fr. 200.-- wird dem Beschwerdeführer nach 
Rechtskraft des Urteils zurückerstattet.

Die übrigen Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 200.--, hat bei 
diesem Ausgang des Verfahrens die teilweise unterliegende Beschwerde-
gegnerin zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4).

6.2 Nach der Rechtsprechung hat die beschwerdeführende Partei bei 
teilweisem Obsiegen mindestens Anspruch auf eine reduzierte Parteien-
tschädigung (BGE 110 V 54 E. 3a S. 57; SVR 2003 EL Nr. 5 S. 14 E. 4.1).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. April 2021, IV/19/263, Seite 26

Angesichts des Verfahrensausgangs ist von einem teilweisen Obsiegen 
des Beschwerdeführers auszugehen, weshalb er Anspruch auf eine redu-
zierte Parteientschädigung hat. Der Rechtsvertreter des Beschwerdefüh-
rers macht mit Kostennote vom 26. März 2020 für das vorliegende Verfah-
ren einen zeitlichen Aufwand von 6.33 Stunden à Fr. 280.--, ausmachend 
Fr. 2‘160.55 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer), geltend, was angemes-
sen erscheint. Davon ist dem Beschwerdeführer entsprechend seinem Ob-
siegen ein Anteil im Umfang von Fr. 540.10 zu entschädigen (Honorar von 
Fr. 443.10, zuzüglich Fr. 58.40 Auslagen sowie Fr. 38.60 Mehrwertsteuer 
[Fr. 501.50 x 7.7 %]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Ver-
fügung der IV-Stelle Bern vom 1. März 2019 insoweit aufgehoben und 
die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, als sie - nach 
Vornahme der Abklärungen im Sinne der Erwägungen - betreffend den 
Rentenanspruch ab Juli 2018 neu verfüge. Im Übrigen wird die Be-
schwerde abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden im Umfang von Fr. 600.-- 
dem Beschwerdeführer zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten 
Kostenvorschuss entnommen. Der vom Beschwerdeführer darüber 
hinaus geleistete Kostenvorschuss von Fr. 200.-- wird ihm nach 
Rechtskraft des Urteils zurückerstattet. 

Die restlichen Verfahrenskosten von Fr. 200.-- werden der Beschwer-
degegnerin zur Bezahlung auferlegt.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer einen Anteil der 
Parteikosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 540.10 (inkl. Auslagen und 
MWST), zu ersetzen.

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4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Zur Kenntnisnahme (R):
- Pensionskasse Z.________

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.