# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6e3ea494-6900-526c-adb4-62971880927b
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-10-29
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 29.10.2014 ZK1 2014 118
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2014-118_2014-10-29.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 29. Oktober 2014 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 14 118 30. Oktober 2014

Verfügung
I. Zivilkammer

Vorsitz Schnyder
Aktuar Hitz

In der zivilrechtlichen Beschwerde

der X._____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. et oec. 
Pius Fryberg, Quaderstrasse 8, 7000 Chur, 

gegen

den Entscheid des Einzelrichters am Bezirksgericht Plessur vom 26. September 
2014, mitgeteilt am 26. September 2014, in Sachen der Beschwerdeführerin,

betreffend unentgeltliche Rechtspflege,

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wird aufgrund der Feststellungen und Erwägungen, 

– dass X._____ am 8. September 2014 im Verfahren betreffend Scheidungskla-
ge ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege bei der Vorinstanz rechtshän-
gig machen liess,

– dass X._____ in ihrem Gesuch ausführen liess, die finanzielle Situation habe 
sich seit dem letzten Entscheid vom 28. Februar 2014 im Verfahren betreffend 
Eheschutz nicht zu ihren Gunsten verändert,

– dass der Rechtsvertreter von X._____ am 10. September 2014 gerichtlich 
aufgefordert wurde, bis zum 22. September 2014 darüber Auskunft zu geben, 
welcher Arbeit oder Ausbildung der Sohn A._____ nachgehe und die dazu 
entsprechenden Urkunden einzureichen, 

– dass X._____ dazu innert Frist sich nicht vernehmen liess,

– dass der Einzelrichter am Bezirksgericht Plessur mit gleichentags mitgeteiltem 
Entscheid vom 26. September 2014 ausführte, dass sich die gesuchstellende 
X._____ innert Frist nicht habe vernehmen lassen, womit sie gegen die Oblie-
genheit der Mitwirkung nach Art. 119 Abs. 2 ZPO (SR 272) verstossen habe,

– dass die Bedürftigkeit nicht genügend geprüft werden könne und demnach 
verneinet werde,

– dass das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege somit abzuweisen sei, 

– dass X._____ gegen diesen Entscheid des Einzelrichters am Bezirksgericht 
Plessur vom 26. September 2014 am 6. Oktober 2014 Beschwerde an das 
Kantonsgericht von Graubünden mit der Begründung erheben liess, dass sie, 
nachdem die Stellungnahme der Steuerverwaltung des Kantons Graubünden 
beim Bezirksgericht eingegangen und ihr zur Kenntnisnahme zugestellt wor-
den sei, sie davon ausgegangen sei, die Anfrage im Zusammenhang mit ih-
rem Sohn A._____ habe sich erübrigt,

– dass aus diesem Grund das Schreiben vom 10. September 2014 unbeantwor-
tet geblieben sei, 

– dass die Vorinstanz X._____ zumindest darauf hätte aufmerksam machen 
müssen, dass, wenn sie die Angaben über ihren Sohn verweigere, das Ge-
such allenfalls abgelehnt werde,

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– dass es nicht angehe, das Gesuch einfach abzuweisen, obwohl die Bedürftig-
keit klar erstellt sei, 

– dass der angefochtene Entscheid aufzuheben und das Gesuch gutzuheissen 
sei, 

– dass das Bezirksgericht Plessur mit Eingabe vom 15. Oktober 2014 auf eine 
Vernehmlassung verzichtete, 

– dass der Rechtsvertreter von X._____ die Beschwerde betreffend unentgeltli-
che Rechtspflege mit Eingabe vom 27. Oktober 2014 zurückzog,

– dass das Beschwerdeverfahren als durch Rückzug erledigt abgeschrieben 
werden kann,

– dass das Verfahren in Anwendung von Art. 9 Abs. 2 GOG (BR 173.000) und 
Art. 11 Abs. 2 KGV (BR 173.100) einzelrichterlich erledigt werden kann,

– dass infolge Rückzugs der Beschwerde und Erledigung im Verfahren gemäss 
Art. 9 Abs. 2 GOG die reduzierten Gerichtskosten gestützt auf Art. 105 Abs. 1 
und Art. 106 Abs. 1 ZPO in Verbindung mit Art. 12 VGZ (BR 320.210) auf 
Fr. 300.00 festgesetzt und X._____ auferlegt werden,

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erkannt:

1. Das Beschwerdeverfahren wird als durch Rückzug erledigt abgeschrieben.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 300.00 gehen zu Lasten von 
X._____. 

3. Gegen diese, einen Streitwert von weniger als CHF 30'000.– betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72 und Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG Beschwer-
de in Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 
14, geführt werden, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeu-
tung stellt. Andernfalls ist die subsidiäre Verfassungsbeschwerde gemäss 
Art. 113 ff. BGG gegeben. In beiden Fällen ist das Rechtsmittel dem Bun-
desgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Aus-
fertigung der Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen 
Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die 
weiteren Voraussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die 
Art. 29 ff., 72 ff., 90 ff. und 113 ff. BGG.

4. Mitteilung an: