# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6e34bf68-9f5c-59b4-a72b-d81c0841b3e7
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-05-21
**Language:** de
**Title:** Zürich Steuerrekursgericht 21.05.2024 ST.2023.53
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Steuerrekurs/ZH_SRK_001_ST-2023-53_2024-05-21.pdf

## Full Text

Steuerrekursgericht  
des Kantons Zürich 

2. Abteilung 

2 ST.2023.53 
 
 
 
 

Entscheid 
 
 

 21. Mai 2024 
 
 
 
 

Mitwirkend: 

Abteilungsvizepräsident Hans Heinrich Knüsli, Steuerrichter Marc Gerber, Steuerrichter 
Christian Griesser und Gerichtsschreiberin Sophia Stephani 
 
 
 
 

In Sachen 
 
 
A,   
 
 Rekurrent,  
vertreten durch B  

 
 
 

gegen 
 
 
 
Kanton Zür ich ,   
 Rekursgegner,  
vertreten durch das kant. Steueramt, Konsum,  
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

 
 
 
 

betreffend 

Staats- und Gemeindesteuern 2019 
 
 
 

- 2 - 
 
 
 

2 ST.2023.53 

hat sich ergeben: 
 

 

 A. A (Jahrgang 19xx, nachfolgend der Pflichtige) ist … von Beruf und gründete 

2011 die beiden Gesellschaften C AG (nachfolgend C AG) und D AG (nachfolgend 

D AG), deren Geschicke er in der Folge als Alleineigentümer, einziges Mitglied des Ver-

waltungsrats und Geschäftsleiter bestimmte. Die C AG beschäftigte neben dem Pflichti-

gen weiteres Personal (durchschnittlich fünf Vollzeitmitarbeiter), u.a. … Hauptkundin der 

C AG mit einem Auftragsvolumen von rund 80 % waren die durch den Vater des Pflich-

tigen, E, 2012 gegründete und beherrschte F AG, und die ebenfalls E gehörende, seit 

1972 aktive Kommanditgesellschaft G & Co. Wegen seines fortgeschrittenen Alters re-

duzierte E seine geschäftlichen Aktivitäten (…) zusehends, sodass das Auftragsvolumen 

der C AG zurückzugehen drohte. Der Pflichtige bzw. seine Gesellschaften schlossen 

deshalb in den Jahren 2017 bis 2019 unabhängig von seinem Vater (einmalig) Projekte 

ab, die sehr erfolgreich über die Bühne gingen. Beide Gesellschaften des Pflichtigen 

wurden 2022 wieder aus dem Handelsregister gelöscht. 

 

 Im Jahr 2019 verdiente der Pflichtige bei der C AG Fr. 511'155.- netto und erhielt 

von der D AG eine Verwaltungsratsentschädigung in Höhe von netto Fr. 4'689.-. Zusam-

men mit dem Eigenmietwert (abzgl. effektive Liegenschaftenunterhaltskosten) von 

Fr. 18'270.- für die selbstbewohnte Attikawohnung am … 21, in H, sowie einem Wert-

schriftenertrag von Fr. 1'071'563.- ergaben sich gemäss Selbstdeklaration steuerbare 

Einkünfte von Fr. 1'605'677.-. Diese wurden geschmälert durch einen auf die energeti-

sche Sanierung der Ferienliegenschaft in I zurückzuführenden Überschuss 

an Unterhaltskosten in Höhe von Fr. 349'352.-. Beim Wertschriftenertrag gemäss 

Wertschriftenverzeichnis sticht einkommensseits vor allem die Dividende der C AG in 

Höhe von Fr. 1'000'000.- ins Auge, die als Ertrag aus einer qualifizierten Beteiligung 

bezeichnet war. Den Steuerwert der 5'000 (von 5'000 liberierten) Aktien der C AG ver-

anschlagte der Pflichtige auf Fr. 5 Mio. Nach Abzügen bezifferte der Pflichtige sein steu-

erbares Einkommen insgesamt auf Fr. 1'238'199.-, bei einem steuerbaren Vermögen 

von Fr. 15'647'579.-. 

 

 Mit Auflage vom 23. November 2021 stellte die Steuerkommissärin Fragen 

zum nunmehr nicht mehr strittigen Unterhalt betr. die Liegenschaft in I und forderte den 

Pflichtigen auf, verschiedene Unterlagen einzureichen. Der Pflichtige liess die Auflage 

am 15. März 2022 durch seinen Vertreter per E-Mail beantworten. 

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2 ST.2023.53 

 Am 9. August 2022 fand offenbar eine Sitzung mit dem Vertreter des Pflichtigen 

und der Steuerkommissärin statt. Ein Protokoll dieser Sitzung ist allerdings nicht akten-

kundig. 

 

 Mit Einschätzungsvorschlägen vom 10. August und 23. August 2022 informierte 

die Steuerkommissärin den Pflichtigen (offenbar erneut) u.a. darüber, dass sie eine 

Erhöhung des Vermögenssteuerwerts der Aktien der C AG von Fr. 5'000'000.- auf 

Fr. 11'600'000.- in Erwägung ziehe, gemäss Bewertung der Dienstabteilung Wertschrif-

tenbewertung des kantonalen Steueramts. Der in der Steuererklärung angegebene Wert 

sei für die Steuerbehörde in Bezug auf eine operative Dienstleistungsgesellschaft nicht 

nachvollziehbar hergeleitet.  

 

 Gemäss Bewertungsmeldung vom 19. August 2021 war der vorgeschlagene 

Wert gestützt auf das Kreisschreiben Nr. 28 der Schweizerischen Steuerkonferenz 

(SSK) vom 28. August 2008 (nachfolgend KS 28) zustandegekommen:  

 

Ertragswert     

Geschäftsjahr Erfolg Jahresrechnung Korrektur Gewichtung Massgebend 

(n) 

01.01.2019- 

31.12.2019 

            Fr. 

                1'011'056.- 

Fr. 

0.- 

 

1 

Fr. 

   1'011'056.- 

 

(n-1) 

01.01.2018- 

31.12.2018 

 

 

               1'627'918.- 

 

 

0.- 

 

 

1 

 

 

    1'627'918.- 

 

(n-2) 

01.01.2017 

31.12.2017 

 

 

                  591'896.- 

 

 

0.- 

 

 

1 

 

 

      591'896.- 

Total  3'230'870.- 

Anrechenbares Jahresergebnis im Durchschnitt (:3) 1'076'956.67 

Total einfacher Ertragswert (kapitalisiert mit 7%) 15'385'095.24.- 

 

Substanzwert          Fr. 

Liberiertes Eigenkapital 500'000.- 

Gesetzliche Gewinnreserven 250'000.- 

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2 ST.2023.53 

Freiwillige Gewinnreserven 1'000'000.- 

Bilanzgewinn/-verlust 2'082'705.- 

Gesamtausschüttung fällig nach Bewertungsstichtag 250'000.- 

Total einfacher Substanzwert 4'082'705.- 

 

Unternehmenswert         Fr. 

Ertragswert 15'385'095.24.- 2x gewichtet 30'770'190.48 

Substanzwert 4'082'705.- 1x gewichtet 4'082'705.- 

Total   34'852'895.48 

Total Unternehmenswert (:3) 11'617'631.83 

 

Wert pro Aktie brutto (Total 5'000 Aktien; gerundet) 2'320.- 

 

 Mit E-Mail vom 6. September 2022 lehnte der Pflichtige den Vorschlag der Steu-

erkommissärin in Bezug auf die Aktienbewertung ab. Die vorgeschlagenen Änderungen 

beim Liegenschaftenunterhalt akzeptierte er.  

 

 Mit Einschätzungsentscheid vom 13. September 2022 schätzte das kantonale 

Steueramt den Pflichtigen für die Steuerperiode 2019 mit einem steuerbaren Einkom-

men von Fr. 1'304'100.- (davon Ertrag aus qualifizierten Beteiligungen Fr. 1'000'000.-) 

ein. Das steuerbare Vermögen setzte es auf Fr. 20'303'000.- (satzbestimmend 

Fr. 20'807'000.-) fest. Wie angekündigt wurde der Wert der Aktien der C AG auf 

Fr. 11'600'000.- erhöht.  

 

 

 B. Mit Einsprache vom 17. Oktober 2022 stellte sich der Pflichtige u.a. auf 

den Standpunkt, dass Unternehmen, die vom Inhaber persönlich geführt würden, kaum 

verkäuflich seien. Dies treffe auch für die durch den Pflichtigen als Alleinaktionär geführte 

C AG zu. Die Differenz zwischen dem durch das kantonale Steueramt ermittelten Eigen-

kapital von Fr. 4'082'700.- und dem angeblichen Verkehrswert gemäss § 39 Abs. 1 des 

Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) von Fr. 11'600'000.- entspreche einem Goodwill 

für Gewinnaussichten, Kundenpotenzial, Qualität des Managements, etc. von 

Fr. 7'517'300.-. Es sei offensichtlich, dass die Voraussetzungen für die Annahme von 

Goodwill in dieser (absurden) Höhe nicht gegeben seien. Die C AG sei höchstens zum 

Substanzwert zu bewerten.  

 

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2 ST.2023.53 

 Das kantonale Steueramt wies die Einsprache unter Verweis auf die Vorgaben 

des KS 28 mit Entscheid vom 13. Januar 2023 ab. 

 

 

 C. Mit Rekurs vom 15. Februar 2024 verlangte der Pflichtige erneut, die Aktien 

der C AG seien zum Substanzwert von Fr. 4'080'000.- zu berücksichtigen, unter Kos-

ten- und Entschädigungsfolge zulasten des kantonalen Steueramts. Er wies erneut da-

rauf hin, dass es doch offensichtlich sei, dass kein Käufer einen Goodwill von rund 

Fr. 7,5 Mio. für ein Dienstleistungsunternehmen mit durchschnittlich fünf Vollzeitmitar-

beitern, ohne wiederkehrende Aufträge und ohne nachhaltigen Auftragsbestand bezah-

len würde. Die Akquisition von Aufträgen liege allein bei ihm selber, dem Alleinaktionär 

und Geschäftsführer.  

 

 Das kantonale Steueramt schloss mit Rekursantwort vom 1. März 2023 auf Ab-

weisung des Rechtsmittels. 

 

 Auf die Parteivorbringen wird soweit rechtserheblich, in den nachfolgenden Er-

wägungen eingegangen. 

 

 

 

Die Kammer zieht in Erwägung: 

 

 

 1. a) Gemäss § 39 Abs. 1 StG wird das Vermögen zum Verkehrswert bewer-

tet. Massgebend ist der Stand am Ende der Steuerperiode (§ 51 Abs. 1 StG). Allgemein 

ist der Verkehrswert der objektive Marktwert, der einem Vermögensobjekt am jeweiligen 

Stichtag zukommt. Er ist jener Wert, der bei einer Veräusserung im gewöhnlichen 

Geschäftsverkehr normalerweise zu erzielen wäre, den also ein Käufer unter norma- 

len Umständen für ein Objekt zahlen würde (Teuscher/Lobsinger, in: Kommentar 

zum Schweizerischen Steuerrecht, Bundesgesetz über die Harmonisierung der direkten 

Steuern der Kantone und Gemeinden, 4. A., 2022, Art. 14 N 4 StHG). Massgeblich 

ist dabei eine "technisch-" bzw. "rechtlich-objektive" Betrachtungsweise (RB 1998 

Nr. 140, 1989 Nr. 26; Richner/Frei/Kaufmann/Rohner, Kommentar zum Zürcher Steuer-

gesetz, 4. A., 2021, § 16 N 97 StG).  

 

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2 ST.2023.53 

 b) aa) Der Verkehrswert nichtkotierter Wertpapiere ist gemäss Ziff. B.I.2 der 

Weisung der Finanzdirektion über die Bewertung von Wertpapieren und Guthaben für 

die Vermögenssteuer vom 1. November 2016 (ZStB 39.1) nach dem KS 28 zu ermitteln. 

Die SSK hat zudem am 16. Dezember 2010 einen Kommentar zum KS 28 veröffentlicht 

und diesen periodisch angepasst und ergänzt (nachfolgend Kommentar).  

 

 Das KS 28 bezweckt im Interesse der Steuerharmonisierung zwischen den 

Kantonen eine in der Schweiz einheitliche Bewertung nichtkotierter Wertpapiere für die 

Vermögenssteuer zu erreichen. Sie ist zwar weder Bundesrecht noch interkantonales 

Recht, sondern eine reine Verwaltungsverordnung, die bloss verwaltungsinterne 

Regeln für das Verhalten der Steuerbeamten enthält und weder Rechte noch Pflichten 

begründet. Sie gilt indessen nach ständiger Praxis des Bundesgerichts als zuverläs-

sigste Methode zur Bestimmung des Verkehrswertes, da in ihm die Überlegungen, 

die für die Preisbildung bei den nicht an der Börse kotierten Aktien im Allgemeinen mas-

sgebend sind, zum Ausdruck kommen (vgl. BGr, 6. Mai 2019, 2C_277/2018, E. 4.2 mit 

Verweis auf BGr, 16. Januar 2019, 2C_77/2017, E. 5.2.1; BGr, 30. Juni 2014, 

2C_1168/2013, E. 3.6; BGr, 15. April 2010, 2C_504/2009, E. 3.3). Den im KS 28 formu-

lierten Grundsätzen liegt allgemein der Gedanke zugrunde, dass der Verkehrswert er-

fahrungsgemäss vom bisherigen und zu erwartenden Ertrag in Form von Dividenden 

und anderen Gewinnanteilen sowie von der Ertragskraft der Gesellschaft abhängt und 

durch weitere Faktoren beeinflusst wird, wie beispielsweise durch das Vermögen der 

Gesellschaft (Kapital, Reserven), die Liquidität der Unternehmung, Stabilität des Ge-

schäftsbetriebes usw. (VGr, 26. August 2020, SB.2020.00024, E. 3.2.3, mit weiteren 

Hinweisen).  

 

 bb) Die allgemeine, schematische Regelung im KS 28 gilt mit Rücksicht auf 

die Rechtssicherheit auch bei Einmann-Aktiengesellschaften sowie personenbezogenen 

KMU-Unternehmen (VGr, 1. Februar 2017, SB.2016.00053 + SB.2016.00054; vgl. auch 

für eine den Namen des Gründers tragende Anwalts-Aktiengesellschaft VGr, 26. Au-

gust 2020, SB.2020.00024). Bei juristischen Personen, die durch den Inhaber geführt 

und durch diesen beherrscht werden, und deren Erfolg zu einem erheblichen Teil durch 

die Motivation, Schaffenskraft und die persönlichen Beziehungen des Gründers ("Pat-

rons") zurückzuführen ist, besteht regelmässig die Gefahr, dass Lohn und Bonus im 

Arbeitsvertrag, bei dem es sich um ein klassisches Insichgeschäft handelt, bewusst und 

entgegen dem tatsächlichen Willen der Vertragsparteien zu niedrig festgesetzt wurden 

(Simulation; Art. 18 Abs. 1 OR; zum Thema Simulation und Drittvergleich StRG, 

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2 ST.2023.53 

19. April 2023, 2 DB.2020.227 / 2 ST.2020.266, bestätigt durch VGr, 27. März 2024, 

SB.2023.00052; StRG, 10. Dezember 2018, 2 ST.2017.306; StRG, 26. Februar 2019, 

1 ST.2017.255, bestätigt durch VGr, 16. Dezember 2020, SB.2019.00029 und BGr, 

25. August 2021, 2C_153/2021; StRG, 14. Mai 2019, 2 DB.2017.144/ 2 ST.2017.182, 

bestätigt durch VGr, 23. Oktober 2019, SB.2019.00055; StRG, 4. November 2021, 

2 DB.2020.165/2 ST.2020.193; zur Situation in Bezug auf Unternehmerlöhne vor Ein-

führung der Privilegierung von Dividendenerträgen aus qualifizierten Beteiligungen 

STRK, 20. Juni 2006, 2 ST.2004.500/2 DB.2004.94). Für die Steuerpflichtigen in ihrer 

Doppelrolle als beherrschende Aktionäre und Arbeitnehmer gibt es keinerlei Veranlas-

sung, über das wesentliche Element des Vertrags (die Leistung von Arbeit gegen einen 

bestimmten Lohn) eine den tatsächlichen Gegebenheiten entsprechende Vereinbarung 

zu treffen, steht es ihnen doch jederzeit frei, sich ihren "Bonus" durch einen entspre-

chenden Griff in die "Dividendenkasse" anderweitig zu beschaffen, entweder direkt oder 

durch Thesaurierung in einem (verzweigten) konzernähnlichen Firmenkonstrukt. Es ist 

offensichtlich, dass die Faktoren "Lohn" und "Marktwert der Gesellschaft" sich gegensei-

tig beeinflussen bzw. bedingen. Als Kehrseite der Medaille kann so ein zu niedriger, dem 

Drittvergleich nicht entsprechender Lohn bei Anwendung des KS 28 bei Einmann- oder 

stark durch ihre Inhaber geprägten Aktiengesellschaften selbstredend zu Ergebnissen 

führen, welche auf dem freien Markt Dritten gegenüber nur schwer erzielbar wären. Im 

Scheidungsverfahren im Rahmen der güterrechtlichen Auseinandersetzung etwa gilt 

deshalb nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung (jedenfalls bei der Bewertung von 

Einzelunternehmen) richtigerweise als "Verkehrswert" der reine Substanzwert (vgl. BGr, 

24. November 2022, 5A_361/2022, E. 3). 

 

 Eine Korrektur nach unten bei der Bewertung der Gesellschaft im Rahmen der 

persönlichen Steuerveranlagung des Inhabers bzw. der Inhaberin müsste indessen so 

gesehen zwingend auch zu einer Anpassung des Lohns führen (StRG, 22. April 2015, 

1 ST.2014.46, E. 3/b/bb), was indessen regelmässig kaum im Interesse der Inhaber 

bzw. der Inhaberin sein kann, würde doch eine drittvergleichskonforme Anpassung des 

Verhältnisses Lohn zu Dividende unangenehme steuerrechtliche und sozialversiche-

rungsrechtliche Folgen zeitigen. Steuerpflichtige sind im Übrigen ganz allgemein an die 

von ihnen gewählte zivilrechtliche Ausgestaltung der Rechtsbeziehungen zwischen be-

herrschter Firma und sich selber bzw. zwischen Gesellschaften in einem beherrschten 

Firmenkonstrukt (BGr, 20. April 2023, 9C_679/2021, E. 5.2.1) und könnten sich (ganz 

im Gegensatz zu einer Gegenpartei in einem Zivilverfahren bzw. der Steuerbehörden) 

im vorliegenden Zusammenhang selbstverständlich nicht darauf berufen, sie hätten aus 

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2 ST.2023.53 

welchen Gründen auch immer einen Arbeitsvertrag abgeschlossen, der gar nicht den 

wahren Wert der Arbeitsleistung des angestellten Firmeninhabers bzw. der Firmeninha-

berin abbilde bzw. einen zu niedrigen Lohn ausweise. Die Frage, ob das KS 28 bei 

solchen Konstellationen zu einem mit Bezug auf § 39 Abs. 1 StG, der den "Verkehrswert" 

unmissverständlich vorschreibt, sachgerechten Ergebnis bzw. zu einem auf dem freien 

Markt erzielbaren Preis führt, spielt damit grundsätzlich keine Rolle. Verfahrensgegen-

stand ist regelmässig einzig, ob der allein durch den Einsatz des Aktionärs erzielte Ertrag 

(aus Arbeit), der fälschlicherweise nicht als solcher ertragsmindernd verbucht wurde, in 

die Bewertung einzufliessen hat oder nicht. Die Gerichtsinstanzen haben diese Frage 

mehrfach abschliessend bejaht (StRG, 30. Juli 2019, 1 ST.2018.128, bestätigt durch 

VGr, 4. Dezember 2019, SB.2019.00087 und BGr, 9. März 2020, 2C_93/2020; vgl. auch 

StRG, 14. Juli 2017, 1 ST.2016.322; VGr, 31. Januar 2018, SB.2017.00104; BGr, 

6. Mai 2019, 2C_277/2018; StRG, 22. April 2015, 1 ST.2014.46).  

 

 cc) Die Steuerbehörden dürfen aus Gründen der Praktikabilität schematische 

Regelungen aufstellen und aufgrund von Durchnittserfahrungen oder Wahrscheinlich-

keitsmassstäben vereinfachen, sofern die dadurch bewirkte Erleichterung in der Rechts-

anwendung nicht durch die Rechtsgleichheit gebotene Differenzierungen allzu sehr stra-

paziert wird. Nicht zuletzt bei der Vermögenssteuer, wo die Belastung i.d.R. ohnehin 

nicht sehr stark ins Gewicht fällt, drängt sich eine schematisierte Lösung auf, welche den 

Bedürfnissen einer effizienten Verwaltung gerecht wird. Das KS 28 stellt eine schemati-

sierte Lösung dar, welche eine effiziente Verwaltung ermöglicht, der aber gleichzeitig ein 

gewisser Unschärfebereich eigen ist. Eine Abweichung vom KS 28 ohne ausreichende 

Gründe würde gegenüber den anderen Steuerpflichtigen in vergleichbaren Vermögens-

verhältnissen, deren Wertschriften ebenfalls gestützt auf das KS 28 bewertet wurden 

bzw. werden, zu einer Besserstellung führen, welche mit dem Rechtgleichheitsgebot 

nicht vereinbar wäre (VGr, 26. August 2020, SB.2020.00024, E. 2.4.2 f.). Vom KS 28 

ist nach der Rechtsprechung deshalb ganz ausnahmsweise nur dann abzuweichen, 

wenn eine bessere Erkenntnis des Verkehrswerts dies gebietet oder dies mit Rücksicht 

auf die Besonderheiten des Einzelfalls notwendig ist (VGr, 26. August 2020, 

SB.2020.00024; BGr, 30. Juni 2014, 2C_1168/2013 und 2C_1169/2013, E.3.6; BGr, 

18. September 2013, 2C_309/2013 und 2C_310/2013, E. 3.6; BGr, 15. April 2010, 

2C_503/2009, E. 3.3; StE 1999 B 52.41 Nr. 2; im Ergebnis ebenso das Bundesgericht in 

StE 1997 B 22.2 Nr. 13). Praxisgemäss ist der Sachverhalt, der eine vom KS 28 abwei-

chende Beurteilung erheischt, vom Steuerpflichtigen zu substantiieren und zu beweisen, 

da die Bewertung aufgrund des KS 28 (= Mittel aus dem gewichteten Ertrags- und 

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2 ST.2023.53 

Substanzwert des Unternehmens) für die zutreffende Vermutung streitet, sie gebe 

den Verkehrswert richtig wieder, sodass der vom Fiskus für diesen Wert zu leistende 

Nachweis als erbracht gilt und es am Steuerpflichtigen liegt, den Gegenbeweis anzutre-

ten (VGr, 1. Februar 2017, SB.2016.00053, E. 4.3; vgl. auch u.a. StRG 22. April 2015, 

1 ST.2014.46; E. 3.a/bb; StRG, 29. Mai 2015, 1 ST.2015.43, E. 1c am Ende; StRG, 

18. Februar 2020, 2 ST.2017.257, E. 1.a/dd). 

 

 c) Der Unternehmenswert von Handels-, Industrie- und Dienstleistungsunter-

nehmen ergibt sich gemäss Rz 34 des KS 28 aus der zweimaligen Gewichtung des Er-

tragswerts und der einmaligen Gewichtung des Substanzwerts zu Fortführungswerten. 

Diese Art der Bewertung wird auch "Praktikermethode" genannt.  

 

 Die Jahresrechnungen der zu bewertenden Gesellschaft bilden die Grundlage 

für die Bestimmung des Ertragswerts, wobei für die Berechnung zwei Modelle zur Ver-

fügung stehen: Entweder wird (Modell 1) auf die Geschäftsjahre (n) und (n-1), unter dop-

pelter Gewichtung des Geschäftsjahrs (n), oder (Modell 2) auf die Geschäftsjahre (n), 

(n-1) und (n-2), unter je einfacher Gewichtung, abgestellt (Rz 7 Abs. 1 und Rz 8 Abs. 2 

des KS 28). Als Ertragswert ist der kapitalisierte, allenfalls um Aufrechnungen und 

Abzüge korrigierte Reingewinn der massgebenden Geschäftsjahre heranzuziehen (Rz 

8 Abs. 1 und Rz 9 des KS 28). 

 

 Die Jahresrechnung (n) ist die Grundlage zur Bestimmung des Substanzwertes 

der zu bewertenden Gesellschaft (Rz 11 Abs. 1 des KS 28).  

 

 

 2. a) Die Steuerbehörden sind bei der Bewertung der operativ tätigen C AG den 

Vorgaben des KS 28 gefolgt (Praktikermethode; zweimalige Gewichtung des Ertrags-

werts, einmalige Gewichtung des Substanzwerts). Der Ertragswert wurde nicht aus-

nahmsweise einmal gewichtet, wie das für Einmann-Aktiengesellschaften ausnahms-

weise vorgesehen ist, weil die C AG neben dem Pflichtigen noch weitere für das 

operative Geschäft wesentliche Mitarbeiter beschäftigt. Voraussetzung für die bloss ein-

fache Gewichtung des Ertragswerts ist nämlich, dass die Wertschöpfung allein vom 

Allein- oder Mehrheitsaktionär erzielt und mit Ausnahme von wenigen Hilfskräften für die 

Administration und Logistik kein weiteres Personal beschäftigt wird (Kommentar S. 10. 

oben). Sodann treffen keine der in Rz. 9 Abs. 2a des KS 28 erwähnten ausserordentliche 

Ereignisse auf den vorliegenden Sachverhalt zu (Kapitalgewinne, Auflösung von 

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Reserven oder gewisse Rückstellungen), die eine Gewinnkorrektur ermöglichen könn-

ten. Das (rechnerische) Ergebnis, welches durch die Anwendung des KS 28 resultiert, 

wird vom Pflichtigen im Übrigen nicht in Frage gestellt. Das kantonale Steueramt hat den 

Wert der C AG im Einschätzungs- und Einspracheentscheid beim steuerbaren Vermö-

gen des Pflichtigen damit in der richtigen Höhe berücksichtigt.  

 

 b) aa) Wie gesehen endet damit die Untersuchungspflicht der Steuerbehörden 

ohne Weiteres, und es liegt am Pflichtigen, ein anderes Ergebnis herzuleiten und mit 

Beweisen sowie detaillierten Sachverhaltsdarstellungen und fundierten Verweisen auf 

Literatur und Rechtsprechung zu untermauern. Dass der Pflichtige auf dem freien Markt 

für sein Dienstleistungsunternehmen unter Umständen für den Preis, den das KS 28 

vorgibt, keine Käufer finden könnte, ist durchaus möglich. Die Akquisition von Neukun-

den obliegt in der C AG einzig ihm, der als Sohn nicht zuletzt von der Bekanntheit des 

durch seinen Vater vor Jahrzehnten aufgebauten Dienstleistungsunternehmens G & Co. 

und der im Jahr 2012 verkauften Unternehmung J AG (die frühere K AG) profitieren 

kann. Im resultierenden Preis wäre auch die Tatsache gespiegelt, dass der Geschäfts-

gang der C AG aus Sicht des Markts sehr stark durch die Einflussnahme, die persönli-

chen Beziehungen, das umfassende Know How, die Marktkenntnis und die engagierte 

Mitarbeit des Eigentümers geprägt ist. Ohne eine klar formulierte (indes wohl entspre-

chend stark kaufpreistreibende) Klausel, welche eine langjährige Bindung und ein 

ebenso langjähriges volles Engagement des jetzigen in Personalunion vereinten Eigen-

tümers und Geschäftsführers (CEO) garantierte, erwiese sich das Kaufobjekt für den 

durchschnittlichen Investor zum Wert, den das KS 28 als massgeblich vorgibt, möglich-

erweise als uninteressant.  

 

 Auch wenn die Argumente des Pflichtigen zuträfen, käme diesem "objektiven" 

Marktpreis nach der weiter oben ausführlich zitierten Gerichtspraxis mit Blick auf den 

Grundsatz der Rechtsgleichheit, dem Verbot widersprüchlichen Verhaltens und auf das 

im Steuerrecht geltende "arm's length"-Prinzip im Rahmen der Vermögensbesteuerung 

keine Bedeutung zu (so auch BGr, 27. August 2020, 2C_866/2019, E. 6.2.2.). Die vom 

Pflichtigen beantragte Erhebung von Preisen, die in den letzten zwei bis fünf Jahren bei 

Verkauf von ähnlichen Dienstleistungsunternehmen erzielt wurden, läuft damit ins Leere.  

 

 bb) Steht ein niedriger potentieller Verkaufspreis für die stark personenbezo-

gene C AG im Raum, wäre in einem allerersten Schritt zu untersuchen, ob der Lohn aus 

unselbständiger Erwerbstätigkeit, der sich der Pflichtige bezahlt, seiner Stellung als auf 

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dem Markt mit ähnlichen Unternehmen bestens vernetzten CEO eines florierenden 

Dienstleistungsunternehmens mit je nach Auftragslage stark schwankenden Gewinnen 

gerecht wird. Solange dieser Lohn nicht durch Bestellung einer sachverständigen Per-

son auf seine Drittkonformität überprüft worden ist, kann und darf das Resultat, welches 

sich aus der Anwendung des KS 28 ergibt, von vornherein nicht korrigiert werden. Die 

allenfalls gebotene Korrektur wäre im Übrigen unter Umständen gar nicht im Interesse 

des Pflichtigen, denn die steuerrechtlichen und sozialversicherungsrechtlichen Folgen 

wären bei einer Anhebung des Lohns vermutungswiese viel gravierender als die Steu-

erersparnis im Bereich der Vermögenssteuer durch Einsetzung des unabhängig festzu-

stellenden objektiv richtigen Verkehrswerts der Aktien. Die Diskrepanz ist vorliegend 

nicht derart augenscheinlich, als dass sich eine Untersuchung auf Stufe Steuerrekurs-

gericht für die Steuerperiode 2019 aufdrängt.  

 

 Bei einer seriösen Unternehmensbewertung stünde an allererster Stelle die 

sorgfältige Überprüfung der Angemessenheit (Drittvergleichskonformität) des Unterneh-

merlohns und des Geschäftsaufwands. Diese beiden Faktoren sind direkt voneinander 

abhängig. Es bleibt dem kantonalen Steueramt überlassen, den Sachverhalt allenfalls in 

den Folgeperioden beim Pflichtigen und der C AG gründlich zu untersuchen und falls 

nötig die gebotenen Aufrechnungen vorzunehmen, unter entsprechender Senkung des 

Vermögenssteuerwerts der Aktien beim Pflichtigen auf einen reduzierten Verkehrswert 

(entweder nach KS 28 oder bei Vorliegen eines unabhängigen Gutachtens auf den gut-

acherlich festgestellten wahren Verkehrswert gemäss § 39 Abs. 1 StG). 

 

 

 3. Nach alledem ist der Rekurs abzuweisen, und es bleibt bei der durch das 

kantonale Steueramt vorgenommenen Bewertung gemäss KS 28. Die Kosten sind aus-

gangsgemäss dem Pflichtigen aufzuerlegen, und es steht ihm keine Parteientschädi-

gung zu (§ 151 StG und § 152 StG i.V.m. § 17 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegege-

setzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997).  

 
 
 

Demgemäss erkennt die Kammer: 

 

 

1. Der Rekurs wird abgewiesen. 

[…]