# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e64a7d9e-397b-5d77-93d3-76e83563f660
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-06-30
**Language:** de
**Title:** Aufhebung der halben Rente ist rechtens, bidisziplinäres Gutachten ist beweiskräftig. Keine Eingliederungsmassnahmen bei über 55-Jährigen.
**Docket/Reference:** IV.2014.00151
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2014.00151.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2014.00151
III. Kammer
Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer
Sozialversicherungsrichterin Fehr
Gerichtsschreiberin Dietrich
Urteil
vom
30. Juni 2014
in Sachen
X.___
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwältin Christina Ammann
Sautter & Ammann Rechtsanwälte
Bahnhofstrasse 12, Postfach 25, 8610 Uster
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1958 geborene
X.___
übte verschiedene Erwerbstätigkeiten aus. Unter anderem
arbeitete
er
vom 1. November 2005 bis 30. Juni 2006 als Hilfs
koch im
Y.___
und
vom 1.
September
bis 30.
Oktober
2006
als
Mitarbeiter
in der
Z.___
(
Urk.
8/7
; vgl. dazu auch Urk. 8/27 S. 3
Ziff.
1.2
).
1.2
Am 12. Mai 2009 (Urk. 8/7
) meldete sich d
e
r
Versicherte bei der Sozial
ver
sicherungs
an
stalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Hinweis
auf „Erschöp
fung, Depression, Aggression, phasenweise Alkohol trinken, Schlaf
störungen“
zum Leis
tungsbezug an. Die IV-Stelle holte verschiedene me
dizinische Berichte (Urk.
8/16
, Urk.
8/20
),
Auskünfte der
Arbeits
losen
ver
sicherung (Urk. 8
/
14
) sowie einen Aus
zug aus dem individuellen Konto ein (Urk.
8
/
15
)
. Am 19. August 2009 (Urk. 8/22) teilte sie dem Versicherten mit, dass berufliche Massnahmen zu ei
nem späteren Zeitpunkt
geprüft würden. Sodann veranlasste
sie
eine
psychiat
rische Be
gutachtung
durch Dr. med.
A.___
,
Fach
arzt FMH für
Psychiatrie und
Psycho
therapie
(Gutachten vom
10
.
März
20
10
, Urk.
8
/
27
).
Am 17. März 2010 (Urk. 8/29)
auferlegte
die IV-Stelle dem Versicherten
unter
Hinweis
auf
seine Mitwirkungspflicht sowie die Folgen bei deren Missachtung gemäss
Art. 21 Abs
.
4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozial
ver
siche
rungs
rechts (ATSG)
eine
Schadenminderungspflicht in Form einer fachärztlich-psy
chi
atrischen The
rapie mit Psychopharmako-
und Psychotherapie
und
einer Alkoholabstinenz
mit Labor- und Harnkon
trolle. Mit Vorbescheid vom 17. März 2010 (Urk. 8/32) s
tellte sie
dem Versicherten die Zusprache einer halben Rente ab 1. März 2010 in Aussicht. Nach Prüfung des Ein
wandes vom 26. März 2010 (Urk. 8/36) holte
sie
weitere medizinische Berich
te ein (Urk. 8/37-38).
M
it Ver
fü
gung vom 2
6
.
Juli
20
10
(Urk.
8
/
46, Urk. 8/42
)
sprach sie dem Versicherten
eine halbe Rente ab
1. März 2010
zu.
Am
4. April 2011 (Urk. 8/55) gewährte die IV-Stelle dem Versicherten Beratung und Unterstützung bei der Stellensuche wäh
rend eines Jahres; jedoch längstens bis Ende
April 2012, durch die
B.___
(vgl. dazu auch Ziel
ver
ein
barung vom
4
. Februar 2011,
Urk. 8/52
).
1.3
Im Jahr 2012 lei
tete die IV-Stelle ein amtliches
Revisionsverfahrens
ein und befragte d
e
n
Versicherte
n
(Urk. 8/
61/1-2
), holte
Auskünfte des behandelnden Arztes (Urk.
8/61/3)
und
einen Auszug aus dem individuellen Konto (Urk. 8/62)
ein. Am 20. Juli 2012 (Urk. 8/65)
teilte sie dem Versicherten mit, dass er weiter
hin Anspruch auf die bisherige halbe Rente
(Invaliditätsgrad:
50
%
)
habe.
In der Folge verlangte der Versicherte am 24. Juli 2012 (Urk. 8/66) eine be
schwer
de
fähige Verfügung
und machte geltend,
er sei nicht in der Lage, einer Tätig
keit im ersten Arbeitsmarkt nachzugehen.
Mit Vor
bescheid vom 16. August
2012 (Urk. 8/69) stellte die IV-Stelle die
Abweisung des Rentenerhöhungsge
suchs in
Aussicht. Der Versicherte erhob daraufhin Ein
wand (Urk. 8/74) und legte einen Bericht von
Dr.
rer. nat.
C.___
,
Psy
chologe-Psy
chotherapeut FSP-SBAP
,
vom 17. Oktober 2012 (Urk. 8/79) auf.
A
m 3.
Dezember
2012
(Urk. 8/83-84)
nahm
Dr.
C.___
zu den Ergänzungsfragen
der IV-Stelle
vom 6. November 2012 (Urk. 8/80) Stellung.
D
ie IV-Stelle
holte
weitere
medizinischen Bericht
e
ein (Urk. 8/88-89
, Urk. 8/92
).
Nach Prüfung der auf den Vorbescheid vom 16. Au
gust 2012
(Urk. 8/69
) erhobenen
Einwände vom 19.
September 2012 (Urk. 8/95
/14-18
)
veranlasste sie zudem eine rheuma
tologisch-psychiatrische Begutachtung durch
Dr.
med.
D.___
,
Innere Medizin FMH
spez. Rheumaer
krankungen, und Prof.
Dr.
med.
E.___
,
FMH für Neuro
logie, Psychiatrie und Psychotherapie, SSIPM Interventionelle Schmerz
therapie, SGV Vertrauensarzt, SIM zertifizierter medizinischer Gutachter
(intern
istisch-rheumatologisches Teil
g
utachten vom 9. Juli 2013 [Urk. 8/109/2-
44
] und psy
chiatrisches Teilg
utachten vom
11. Juli 2013 [Urk. 8/111/1-22]
)
.
Am
2.
September
2013 (Urk. 8/113) wurde
der Versicherte auf
ge
fordert, sich zu den
weiteren Abklärungen zu äus
sern
.
Der Versicherte liess sich innert Frist nicht ver
nehmen.
Mit Vor
bescheid vom
13. November 2013
(Urk.
8
/
124
) stellte die IV-Stelle die Aufhebung der Rente auf Ende des der Zu
stellung der Verfügung fol
genden Monats in Aus
sicht. Dagegen er
hob d
e
r
Ver
sicherte am
10
. Dezember 201
3
(Urk.
8
/
126
)
unter Verweis auf
den
Bericht vom 3. Dezember 2013 von
Dr.
C.___
Einwand
(Urk.
8/125)
.
Am
8
.
Januar
201
4
(Urk. 2) verfügte die IV-Stelle im an
gekündig
ten Sinn.
Mit Urteil
des hiesigen Gerichts vom
23. August 2013 (Urk. 8/114) wurde ferner der Anspruch des Ver
sicherten auf eine unentgeltliche Rechtsverbeiständung im Verwaltungs
ver
fahren bejaht.
2.
Gegen die Verfügung vom 8. Januar 201
4
(Urk. 2) erhob d
e
r
Versicherte am
7. Februar 2014
Beschwerde (Urk. 1) und be
antragte, es sei
en ihm beru
fliche Mass
nahmen
(Arbeitssuche, Stellenvermittlung und eventuell E
inarbeitungs
zu
schüsse etc.
) zuzusprechen.
Ferner sei ihm weiterhin die bisherige halbe Rente zu
zu
sprechen. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Gewährung der unent
geltli
chen Prozessführung und
unentgeltlichen
Rechts
ver
bei
ständung in der Per
son von Rechtsanwältin Christina Ammann, Uster
,
sowie um Durchführung eines
zweiten Schriftenwechsels.
Die IV-Stelle schloss
in ihrer Vernehmlassung vom
13
.
März 2014
(Urk.
7
) auf Abweisung der Be
schwerde
, was dem Beschwerde
führer
am
13
. Februar 201
4
(Urk.
13
) zur Kennt
nis
gebracht wurde.
Mit der glei
chen Mitteilung wurde dem Beschwerdeführer mitgeteilt, dass das Gericht die Durchführung eines zweiten Schriftenwechsels nicht als erforderlich erachte.
Mit Eingabe vom
21. Mai 2014 (Urk. 15) legte d
e
r Beschwerdeführer
ein psychiat
risches Gutachten von
Dr.
med.
F.___
,
Fachärztin Psychiat
rie/Psychotherapie FMH,
vom 20. Mai 2014 (Urk. 16) auf und beantragte ergän
zend
zur Beschwerde vom 7. Februar 2014
die Rüc
kerstattung der Gutachter
kosten
.
Mit Eingabe vom 2
2.
Mai 2014 (Urk. 18) reduzierte sie die Höhe der be
antragten Rück
erstattung und legte die Rechnung für das Gutachten auf (Urk. 19).
Am 4. Juni 2014 (Urk. 22) teilte die Beschwerde
gegnerin den Verzicht auf
Stellungnahme mit
.
3.
Auf die einzelnen Vorbringen der Parteien und die Akten wird, sofern für die Entscheidfindung erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität
ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [
ATSG
]
). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4
Abs.
1
des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung
[
IVG
]
). Erwerbsunfähigkeit ist
der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zu
mut
barer Behandlung und Eingliederung
verbleibende
ganze oder teilweise Ver
lust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausge
glichenen Arbeitsmarkt (Art. 7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Be
ein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu be
stimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invaliden
ein
kom
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte,
wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkom
mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ein
ander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensver
gleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.3
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezü
gers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidier
bar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 11. Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisi
onsgrund im Sinne von Art. 17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige Ein
spracheentscheid, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71
E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hin
weisen).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak
ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der strittigen Verfügung vom 8. Januar 2014 (Urk. 2) gestützt auf das Gutachten vom 9. beziehungsweise 11. Juli 2013 v
on
Dr.
D.___
und Prof.
Dr.
E.___
davon aus, dass es dem Beschwerdeführer spätestens seit
dem
10. Juli 2013 zumutbar sei, die angestammte Tätigkeit als Koch sowie eine angepasste Tätigkeit in einem 100%-Pensum auszuüben.
Da er in der angestammten Tätigkeit wieder zu 100
%
arbeitsfähig sei, sei das Regio
nale Arbeitsvermittlungszentrum für die Arbeitsvermittlung zuständig.
2.2
Demgegenüber stellte sich der Beschwerdeführer beschwerdeweise (Urk. 1) auf den Standpunkt,
er sei auf dem freien Arbeitsmarkt nach wie vor nicht ver
mit
telbar
,
und verwies auf den Bericht der Stiftung
G.___
vom 3. Dezember 2013 (Urk. 3/3).
Er sei
seit September 2003 nicht mehr im ersten
Arbeitsmarkt tätig gewesen
und es seien
auch sporadische Arbeits
versuche jeweils schon
nach einem Monat fehlgeschlagen. De
shalb
habe
er zu
letzt
auch
im geschützten Rahmen als Mitarbeiter in der
Z.___
vom 1. September bis 30. Oktober 2006 ge
arbeitet
. Allein schon aufgrund dieser langjährigen Abwesenheit
vom
ersten Arbeits
markt sei er für
jegliche Wiedereingliederung in den
ersten Arbeits
markt auf professionelle Hilfe angewiesen. Nicht einmal
B.___
sei in der Lage ge
wesen, ihn
wieder einzuglie
dern.
F
erner
machte der Beschwerdeführer
verschiedene Kritikpunkte gegen das
psychiatrische (Teil-)
Gutachten vom 11
. Juli 2013 von Prof.
Dr.
E.___
gel
tend.
3.
3.1
3.1.1
Massgeb
end für den Erlass der rentenzusprechenden Verfügung vom
26. Juli 2010
(Urk
. 8/46, Urk. 8/42
, halbe Rente ab 1. März 2010
)
war das psychiatrische Gutachten
vom
10. März
20
10
(Urk.
8
/
27
S. 17 ff.
Ziff.
4 ff.
)
von
Dr.
A.___
.
Darin erwähnte
Dr.
A.___
als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Ar
beitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig nicht voll
st
ändig remittiert (ICD-10 F32.8
), Störungen durch Alkohol, ein Abhängig
keitssyndrom, einen ständigen Substanzgebrauch
bestehend seit dem frühen Er
wachsenenalter (ICD-10 F10.25)
, einen Verdacht auf persistierende Restsymp
tomatik einer mög
licher
weise schon im Schulalter aufgetretenen Aktivitäts- und Aufmerk
samkeitsstörung (ICD-10 F90.0), eine kombinierte Persön
lich
keitsstö
rung mit dysthymen, emotional instabilen und narzisstischen Zügen seit der späten Jugen
d (ICD-10 F61.0) sowie ein Impi
n
g
ementsyndrom in der Schulter seit circa 1983 mit ersten Beschwerden (ICD-10 M75.4). Als Diagnosen ohne
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte er Störungen durch Cannabinoide, einen schäd
lichen Gebrauch (ICD-10 F12.1), Störungen durch Tabak, ein Ab
hängig
keits
syndro
m, einen ständigen Substanzgebr
a
u
ch (ICD-10 F17.25)
, Un
tergewicht bei einem Bodymassindex
von 17,9 kg/
m
2
(ICD-10 R73.4), Kreuz
schmerzen
seit Jahren bestehend
(ICD-10 M54.5), einen Status nach beidseitiger Hernia in
g
uinalis (ICD-10 K40.2) und nachfolgender dreifacher Operation
.
Hinsichtlich
des
Grad
es
der Arbeitsfähigkeit im bisherigen Arbeitsverhältnis hielt
Dr.
A.___
fest
(Urk. 8/27 S. 18 ff.
Ziff.
5.1 ff.)
, die Arbeitsfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Hilfskoch betrage ab März 2009 50
%
. Diese Verhältnisse hätten auch zum Zeit
punkt der Begutachtung Mitte Oktober 2009 Gültigkeit: Psychisch und von der Verhaltensebene her sei
en
zu diesem Zeit
punkt eine Einschränkung der Kon
zentration und der Aufmerksamkeit zu re
gistrieren
gewesen
, das Durch
halte
ver
mögen habe nachgelassen und
Arbeiten unter Zeitdruck könnten nicht mehr
voll
um
fänglich und fehlerfrei erledigt wer
den. Neben
den Auswirk
ungen des eigentlichen psychiatrischen Gesund
heits
schadens
einer kombinierten Per
sön
lichkeitsstörung und einer immer wieder akut werdenden rezidivierenden depressiven Störung, die derzeit klinisch jedoch nur eine gering a
usgeprägte Symptomatik aufweise
,
werde die Arbeits
fähigkeit auch durch das
bestehende Suchtleiden, welches bagatellisiert werde,
und
durch
ein
e
fehlende suffiziente Behandlung
desselben
unerwünscht
beein
flusst
. Z
udem habe sich im Laufe der Zeit noch ein erhebliches Ver
meidungs
verhalten im Sinne eines nun habituell gewordenen Lebensstils etabliert.
Offen bleibe, inwieweit ein orthopädisc
he
s
Leiden im Sinne eines Imping
e
ment
syn
droms der Schulter ebenfalls zu einer Minderung der Arbeitsfähigkeit, jeden
falls im Rahmen bestim
mter Anforderungsprofile, führe. In diesem Zusammen
hang
sei
unter Um
stän
den eine spezifische fachärz
tliche Beurteilung erforder
lich
.
Bezüglich
des
Grad
es
der Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit hielt
Dr.
A.___
weiter fest
(Urk. 8/27 S. 20 ff.
Ziff.
5.2 ff.)
,
aus psychiatrischer Sicht bestehe seit März 2009, verglichen mit einer geeigneten Vergleichsperson mit ähn
licher Quali
fikation wie der Beschwerdeführer, aber ohne seine Handi
caps, eine durch
schnitt
lich 50%ige Minderung der Arbeitsfähigkeit – bezogen auf an
gemessene Tätig
keiten
,
wie s
ie
der frei
e
A
rbeitsmarkt im Allgemeinen vorha
lt
e
(also zum Beispiel als angelernter Koch).
3.1.2
Im Bericht
vom 10. März 2010
(Urk. 8/37/8-9)
diagnostizierte
Dr.
med.
H.___
,
Fach
arzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Be
wegungs
appa
rates FMH, Sport
medizin SGSM, Manuelle Medizin SAMM,
eine Diskus
hernie
im C6/7 mit Ner
ven
wurzelkompression in C7 links und eine sub
acromiale Im
pinge
ment
problematik bei Acromion
Typ III.
Dr.
H.___
führte aus,
dass der Beschwerdeführer offensichtlich aus nicht somati
schen Gründen zu 50
%
arbeite (vier Stunden pro Tag), was für ihn auch absolut zumutbar sei. Ferner führte er aus,
dass sich die Situation in den letzten Tagen wieder akzentuiert habe und der Beschwerdeführer über ein
e
massive Schulter- und Arm
problematik ausstrahlend von
der Halswirbelsäule (HWS) klage, wobei
die HWS-Bandscheibenproblematik deutlich im Vordergrund
stehe
.
3.1.3
Am 13. April 2010 (Urk. 8/37/6) berichtete
Dr.
med.
I.___
,
Facharzt FMH
für Orthopädische Chirurgie, über Ostern habe sich spontan eine Linderung der Nacken- und Armschmerzen links eingestellt, so dass
sie
am 1
2.
April 2010 be
schlossen hätten, keine schmerztherapeutische Intervention bei C6/7 durchzu
führen. Es bestünden wohl noch dezente Restbeschwerden, die aber erträglich seien.
3.
2
Der rentenaufhebenden Verfügung vom
8. Januar 201
4
(Urk. 2)
lagen folgende Be
richte zu Grunde:
3.2.
1
Am 16. Juni 2012 (Urk. 8
/61/3, vgl. dazu auch Urk. 8/91
) hielt
Dr.
med.
J.___
,
All
ge
mein
medizin FMH, als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit ein ADHS
eines Erwachsenen, einen phasenweisen
Äthylismus, eine Diskushernie in
C6/C7 links, eine Rot-Grün-Blindheit und ein
rezi
divierendes Impingemen
t
[…] fes
t
,
und
dass eine behinderungsangepasste Tätig
keit noch circa vier Stunden pro Tag seit circa Frühling 2011 zumutbar sei.
3.2.
2
Im Bericht vom 17. Oktober 2012 (Urk. 8/78
, vgl. dazu
Urk. 8/83-84
,
Urk.
8/88-89
)
stellte
der delegiert arbeitende
Dr.
C.___
als
Diagnosen, die die Arbeitsfä
higkeit nachhaltig beeinträchtigen
,
kom
binierte und andere Persönlichkeitsstö
rungen mit dysthymen, emotional in
stabilen und narzisstischen Zügen seit der späten Jugend (ICD-10 F60.0), hyper
kinetische Störungen: Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung (ICD-10 F90), eine Störung des Sozialverhaltens mit dep
ressiver Störung (ICD-10 F92.0) und
psy
chische und Verhaltensstörungen durch Alkohol
(
seit Therapiebeginn der Sucht
störung im Jahr 2007 in der Klinik
K.___
und der Fachstelle nachweisbare
Re
duktion des Alkoholkonsums
)
. Als somatische Diagnosen wiederholte er die von
Dr.
J.___
genannte Dis
kushernie in
C6/C7, welche chirurgisch be
handelt worden sei, sowie eine Rot-Grün-Blindheit.
Dr.
C.___
hielt fest, er habe zur Klärung der vorliegenden Auf
merk
sam
keitsstö
rung
am 5. Juli 2011 sowie am 17. Oktober 2012
zwei Testungen (
Frankfurter Adaptiver Konzentrationsleistungs-Test [FAKT II]
) durch
geführt. Aufgrund der
star
k
verminderten Aufmerksamkeit habe er jeweils eine verkürzte Testzeit angewendet. Laut Testergebnissen weise der Be
schwerde
führer ausge
prägt tiefe Konzentrationsleistungs- und Kon
zentrations
homo
genität
s
werte
, nämlich
in beiden Testungen Werte von 1 bis 2 auf bei einem altersentspre
chenden Referenzwert zwischen 20 und 80. Das Konzentrationsvermögen habe sich nicht wie erhofft verbessert.
Bezüglich Auswirkungen der vorliegenden Konzentrationsstörungen habe der Beschwerdeführer angegeben, dass er in Belastungssituationen massiv in seinem Konzentrationsvermögen und in seiner Arbeitsleistung eingeschränkt sei und dabei eine erhöhte Fehlerquote aufweise. Er erlebe dann eine grosse Unruhe, benötige übermässig viel Zeit und könne teilweise die Arbeiten nicht mehr ausführen
,
sei gänzlich blockiert und verliere teilweise die Selbstkontrolle. Das Ausmass der vorliegenden Störungen sei
bisher
unterschätzt worden.
Im Vergleich zu den vorliegenden Befunden im Jahr 2010 liege eine relevante Ver
schlechterung des anfänglich eingeschä
tzten Gesundheitszustandes vor.
Auf
grund der vorliegenden und komorbiden somatischen und psychischen Stö
rungen sei eine Wiederaufnahme der Berufstätigkeit als Hilfskoch unter Be
rück
sichtigung der geltenden Bestimmungen im Gastgewerbe be
ziehungs
weise der freien Wirtschaft aufgrund des erhöhten Unfallrisikos im Küchen
be
reich wegen unzureichender Konzentrationsfähigkeit und der festgestellten Seh
ein
schrän
kung nicht möglich.
E
ine Tätig
keit
wäre aufgrund der vorliegenden Störungen
nur an einem geschützten Arbeitsplatz möglich.
3.2.
3
Im rheumatologischen Teil
g
utachten vom 9. Juli 2013 (Urk. 8/
109/
2-44) nannte
Dr.
D.___
als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit einen Status nach einer HWS-Operation am 20. Oktober 2010 mit einer Dekompres
sion in C7 links und Implantation einer Band
scheiben
pro
these (Cage C6/C7) wegen einer Cervikobrachialgie links be
i einer grossen fokalen medianen
b
is links-foraminalen
Diskushernie in C6/C7 mit einer fora
minalen
Kompression der Nervenwurzel in C7 links (Magnet
resonanz
tomo
graphie vom Oktober und Februar 2010) mit einer postoperativen reaktiven Ver
fettung der Abschluss
platten ohne Rezidivhernie und ohne neurale Kom
pres
sion (Magnetresonanzto
mographie vom Juli 2013), ohne radikuläre Zeichen und Schmerzfreiheit seit vielen Monaten sowie ohne Schmerzmittel seit zwei Jahren. Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeits
fähig
keit nannte s
i
e
einen Nikotinabusus, einen übermässigen Alkoholkonsum (CDT 2.1
%
), einen Cannabiskonsum (Nachweis im Urin), eine Ritalintherapie seit 2008 (Nachweis im Urin), Untergewicht (Erst
diagnose im August 2007) mit aktuellem Bodymassindex von 16.1 kg/m
², eine
Anämie (Erstdiagnos
e
e
im August 2007; aktuell Hämoglobin 130 g/l), und einen Vitamin D-Mangel (15nmol/l).
In der rheumatologischen Beurteilung
hielt
Dr.
D.___
als wesentliche Be
funde Untergewicht sowie eine leicht eingeschränkte Beweglichkeit der HWS in der Lateralflexion beidseits und in der Rotation beidseits bei normaler In
klina
tion und
Reklination der HWS fest. Ferner wies sie auf eine Ver
deut
lichungs
tendenz und Selbstlimitierung des Besc
hwerdeführer hin (Urk. 8/109 S.
40).
Bezüglich Arbeitsfähigkeit aus rheumatologischer Sicht in der zuletzt aus
ge
übten Tätigkeit hielt sie weiter fest (S. 41
Ziff.
9.1), dass die angestammte Tätig
keit als Hilfs
koch ange
passt
sei und er al
s Hilfskoch somit noch
100
%
arbeits
fähig sei.
D
ie Tätigkeit als Hilfsverkäufer von Kolonial
waren in der
L.___
sei ebenfalls angepasst und könne zu 100
%
be
ziehungs
weise ganztags ausgeübt werden.
In der angestammten Tätigkeit als Hilfskoch beziehungsweise Hilfsver
käufer oder anderen angepassten Tätigkeiten habe nie eine lang andauernde Arbeitsunfähigkeit bestanden. Schliesslich sei der Beschwerdeführer auch in ei
ner adaptierten Tätigkeit zu 100
%
beziehungsweise ganztags arbeitsfähig (vgl. dazu Belastungsprofil, Urk. 8/109 S. 42
Ziff.
9.4).
3.2.
4
Prof.
Dr.
E.___
stellte
in seinem psychiatrischen Teilgutachten vom 11. Juli 2013 (Urk. 8/111/1-22) keine psychiatrischen Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
(S. 19 lit. E
Ziff.
1)
. Als psychiatrische Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit erwähnte er eine depressive Störung, g
egen
wärtig re
mittiert (ICD-10
F33.4), einen Verdacht auf ein
A
uf
merk
sam
keits
-/Hyper
aktivi
tätssyndrom (ADHS)
im Erwachsenenalter (differential
diagnostisch medika
mentös
ein
voll kompensiertes ADHS; ICD-10 F90.0), eine Störung durch Alko
hol, ein Abhängigkeitssyndrom und einen ständigen Sub
stanz
gebrauch ge
mäss ICD-10 F10.25, Störungen durch Cannabi
n
oide, einen schäd
lichen Ge
brauch (ICD-10 F12.1), Störungen durch Tabak,
ein
Abhängigkeitssyndrom, einen stän
digen S
ubstanzgebrauch (ICD-10 F17.25)
und eine Per
sön
lich
keits
akzentuierung (ICD-10 Z73.1
; S. 19 lit. E
Ziff.
2
).
In seiner Beurteilung hielt
Dr.
E.___
zusammenfassend fest
(S. 19)
, im Ver
gleich zum Vorbefund durch den Gutachter
Dr.
A.___
vom 3. Oktober 2010 sei eine Verbesserung des klinischen Bildes
festzustellen, insbesondere lä
gen keine Störungen im Sinne einer Depression
mehr
vor. Die Störungen durch Sub
stanz
en
gebr
a
uch übten keinen Einfluss auf die berufliche Leistungsfähigkeit des Be
schwerde
führers aus. Ihre Ätiologie sei als sekundär zu bezeichnen. Der Ge
brauch der abhängigkeitserzeugenden Substanzen werde im Wesentlichen durch psy
chosoziale Determinanten unterhalten, welche im Vordergrund der psy
chi
schen Störungen des Beschwerdeführers stünden. Aus psychiatrisch-ver
siche
rungs
medizinischer Sicht sei die Zumutbarkeit der Überwindung der psy
chi
schen Störungsbilder des Beschwerdeführers anzunehmen, wobei der Be
griff der „Zumutbarkeit“ hier ausschliesslich medizinisch verwendet und als Ter
minus technicus im
Sinne der
„
Leistbarkeit
“
aus psychiatrischer Sicht genützt werde.
Bezüglich der Arbeitsfähigkeit führte Prof.
Dr.
E.___
aus, beim Be
schwerde
führer lägen keine psychischen Erkrankungen vor, die sein beruf
liches Leis
tungsvermögen (positives Leistungsbild) in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit, aber auch in adaptierter Tätigkeit mittel- und langfristig ein
schränkten. Aus psy
chiatrischer-versicherungsmedizinischer Sicht sei die zumutbare Willens
an
strengung zur Überwindung der vorliegenden psychischen Störungen als gege
ben anzunehmen
(S. 20 lit. F)
.
Aus psychiatrischer Sicht sei eine Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess sinnvoll
(S. 21 lit. H)
.
Aus psychiatrischer-versicherungsmedizinischer Sicht
bestünden
keine Störung der Kon
zentration und Aufmerks
amkeit mehr
wie
sie
im Vorgutachten des
Dr.
A.___
noch festgestellt worden seien. Ebenso wenig sei eine Störung des An
triebes vorhanden, allerdings bei subjektiven Gefühlen der Müdigkeit und ei
nes Erschöpfungsgefühls. Die Kardin
alsymptome einer Depression sei
e
n
eben
falls nicht nachweisbar gewesen, weshalb auch die Diagnose einer nicht re
mit
tierten rezidivierenden Depression – wie im Gutachten aus dem Jahr 2010 fest
gestellt – aktuell nicht mehr aufrechterhalten werden könne. Es sei eine Ver
bes
serung des psychopathologischen Status zu konstatieren (S. 21 lit. I).
3.2.
5
Am
3. Dezember 2013
(
Urk.
8/125
, vgl. dazu auch Urk. 8/99
) diagnostizierte
Dr.
C.___
eine hyper
kinetische Störung des Sozialverhaltens (ADHS; ICD-10 F90.1), eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung
(ICD-10 F60.3)
sowie
psychische und Verhaltens
störungen durch Alkohol und schädlicher Gebrauch
(ICD-10 F10.1)
.
Dr
.
C.___
hielt gestützt auf die beiden neuropsychologischen Testungen vom 5. Juli 2011 und 20. Februar 2013 fest, dass der Beschwerde
führer in beiden Tes
tungen im Konzentrationsvermögen wie auch in der Kon
zentrations
homoge
nität massiv unterdurchschnittliche Leistungswerte gegen
über
der
seinem Alter entsprechenden Kontrollgruppe auf
gewiesen habe
. Das ausgeprägt ver
minderte kognitive Leistungsvermögen sei mit Sicherheit auf die nach
ge
wiesenen psy
chischen/neuropsychologischen Störungen F90.1 und F60.3 zurück
zuführen. Die Einschränkung des Leistungs- wie auch des Belastungs
ver
mögens betrage 40-50
%
.
Der Beschwerdeführer zeige sowohl in seiner verbalen und nonverbalen Aus
drucks
weise wie auch in der Motorik eine signifikante Verlangsamung. Unter Be
rück
sichtigung des vorliegenden Leistungsvermögens und der Anforderungen an einen Koch wie an einen Hilfskoch könne der Beschwerdeführer – auch unter Berück
sichtigung seiner Eigenmotivation – die geforderten Leistungen nicht er
bringen. An einem geschützten A
rbeitsplatz sei ein Teilzeitpen
s
u
m von 40 bis 50
%
wie bisher
(
unter Berücksichtigung des eingeschränkten Leistungs
ver
mö
gens
)
denkbar.
3.2.
6
Im aufgelegten Privatgutachten vom 20. Mai 2
014 (Urk. 16) diagnostizierte
Dr.
F.___
eine schwere, kombinierte Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F61) mit narzisstischen und zwanghaften Anteilen und Dekompensation in De
pressivität und para
noidem Denken, einen Status nach schädlichem Alkohol
konsum mit im Moment kontrol
liertem Konsum und
einen
Verdacht auf ze
rebrale Spätschäden (ICD-10 F10.1). Ferner führte sie aus, dass ein ADHS nicht ausgeschlossen werden könne.
In ihrer Beurteilung hielt
Dr.
F.___
fest
(S. 6)
, es bestehe eine schwere Störung des Selbsterlebens, der Lebensgestaltung, der Beziehungsfähigkeit, dem Um
gang mit Konflikten, der Anpassungsfähigkeit sowie eine hohe Ambivalenz. Diese Persönlichkeitszüge seien nachweisbar bis ins frühe Erwachsenenalter des Be
schwerdeführers. Sie bestünden über Jahre und seien gleichbleibend. Das Denken, das Fühlen und Verhalten seien
stark eingeengt auf wenige immer gleiche Muster. Der Beschwerdeführer habe nur wenige, eingeschränkte Strate
gien, die er repetitiv in allen Situationen anwende. Durch diese Beein
trächti
gung sei e
r in allen Bereichen des Alltag
s stark gestört. Deshalb müsse von ei
ner Persönlichkeitsstörung mit Krankheitswert und verminderter Fähigkeit mit dem Alltag, der Umwelt und den Menschen
zu Recht
zu kommen, aus
ge
gangen werden.
Der Beschwerdeführer sei in seiner Arbeitsfähigkeit als Hilfskoch eingeschränkt. Vor allem bestehe eine qualitative Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Der Be
schwerdeführer könne sich nicht anpassen und auch nicht einfügen.
Weil
er sich seinem Arbeitsplatz nicht anpass
en könne, er nicht flexibel sei
, sich nicht einordnen könne, sich nicht kritisieren lasse, nichts Neues lernen könne, nicht flexibel eingesetzt werden könne, müsse gefolgert werden, dass die Arbeitsfä
higkeit in der freien Wirtschaft 0
%
sei (S. 13
Ziff.
5).
Im geschützten Rahmen und unter speziellen Bedingungen (immer gleiche vor
aussehbare Arbeitstätigkeit, immer gleiche Zeit, so weit möglich immer gleiche
Leute) könne der Beschwerdeführer 50-60
%
(sechs Stunden pr
o Tag)
arbeiten
(S. 14).
Der Beschwerdeführer sei den Anforderungen der freien Wirtschaft in keiner Weise gewachsen und könne in der freien Wirtschaft nicht als Hilfskoch tätig sein (S. 14).
4.
Der Beschwerdeführer arbeitet seit dem 7. November 2011 im
geschützten Ar
beitsmarkt bei der Stiftung
G.___
(Urk. 1 S. 3
Ziff.
2).
Am
3. Dezember 2013
(Urk. 3/3)
führte
die
Leiterin Integration
der
G.___
aus
, dass der Be
schwer
de
führer in seiner Arbeitnehmertätigkeit als Hilfskoch aus gesund
heit
li
chen Gründen sehr eingeschränkt sei. Zum einen leide er täg
lich
unter Schmer
zen im Schulterbereich und zum anderen sei seine Stress
toleranz deut
lich ein
geschränkt. In Stresssituationen sei er häufig schnell gereizt und un
ge
halten.
Die Belastbarkeitsgrenze sei bei dem derzeit geleisteten Teil
zeit
p
ensum von 60
%
erreicht; eine P
e
nsum
erhöhung sei nicht möglich. Die Leistungs
fähigkeit in der freien Wirtschaft sei eingeschränkt u
nd liege nach ihrer Schätzung b
e
i
50
%
bezogen auf das mögliche
60%-Pensum
. Der Be
schwerde
führer sei in der freien Wirtschaft nicht vermittelbar, da weder die kör
per
liche Leistungsfähigkeit noch die psychische B
elastbarkeit ausreichend seien.
Er
gänzend fügte sie hinzu, dass es dem Beschwerdeführer nicht am guten Wille fehle
und er
sehr motiviert und durchaus leistungswillig
sei
.
5.
5.1
Streitig und zu prüfen ist,
ob die Aufhebung der seit März 2010 ausgerichte
ten
laufenden halben Rente
rechtens ist. Insbesondere fragt sich, ob eine revisi
ons
re
levante V
er
änderung
der tatsächlichen Verhältnisse eingetreten ist. Zeitlicher Referenz
punkt für die Prüfung einer
anspruchsrelevanten Änderun
g bildet die rentenzusprechende
Verfügung vom 26. Juli 2010 (
Urk. 8/
46, Urk. 8/42
), welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechts
kon
former Sach
verhalts
abklärung und Beweiswür
digung beruht (vgl. vor
stehend E.
1.
4
). Na
mentlich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt der renten
zu
sprechenden Ver
fü
gung vom
26. Juli 2010
mit den Verhältnissen im Zeitpunkt der um
strit
tenen Verfü
gung vom
8. Januar 2014
zu vergleichen.
5.2
Für die Frage, ob eine
Veränderung des Gesundheitszustandes des
Be
schwer
deführer
s
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eingetreten ist, kann auf das bi
disziplinäre Gutachten vom
9. Juli und 11. Juli 2013 von
Dr.
D.___
und Prof.
Dr.
E.___
(E. 3.
2.3
-4
)
abge
stellt werden: Dieses
Gutachten
entspricht
den erforderlichen Krite
rien an den Beweis
wert einer Expertise (vgl
.
E. 1.
4
). D
er
Be
schwerde
führer
wurde
seinen
geltend gemachten Beschwerden entspre
chend umfassend abge
klärt, das Gut
ach
ten beruht auf ein
läs
slichen
rheumatologischen
und psychiatrischen
Unter
su
chun
gen, berücksichtigt die geklagten Beschwerden
und
wurde in Kenntnis der
wesentlichen
Vorakten
sowie in Auseinandersetzung
mit
de
n
selben
ab
gegeben
. Sodann
sind die Dar
legungen der medizinischen Zu
sammen
hänge und die Beurteilung der medi
zinischen Situation einleuchtend und die Schluss
fol
gerungen in der Expertise be
gründet
.
Die Gutachter legten in nach
voll
zieh
barer Weise dar, d
ass sich der Gesund
heits
zu
stand sowohl aus rheumatologischer als auch aus psychiatrischer Sicht ver
bessert habe. Zum einen hätten sich die Beschwerden seit der Operation der HWS am 20. Oktober 2010 langandauernd vermindert (Urk. 8/109/2-44 S. 43
Ziff.
11)
und zum anderen
bestünden keine Konzentrations-
, Aufmerksamkeits- und Antriebsstörungen mehr. Ebenso
wenig seien die Kardinalsymptome einer Depres
sion nachweisbar. D
ie Gutachter
führten
in über
zeugender Weise aus, wes
halb sich der Gesund
heits
zu
stand seit der letzten Revision im Jahr
2010
ver
bessert
hat und die Tätigkeit als
Hilfskoch dem Beschwerdeführer wieder zumut
bar ist
.
5
.3
Dass sich der Gesundheitszustand
des
Beschwerdeführer
s
seit der renten
zu
spre
chenden Verfügung vom
26. Juli 2010
verbesserte
, ergibt sich auch aus einem Ver
gleich der Einschätzung
von Dr.
A.___
vom
10
.
März 2010
(E. 3.1
.1
),
ge
stützt auf welche die
rentenzusprechende Verfügung vom
26
. Ju
li 2010
mass
geb
lich erfolgte, und
der Beurteilung des
psychiatrischen
(Teil-)
Gutachte
ns
vom
11
.
Juli 2013
(E. 3.
2.4
).
Dr.
E.___
erwähnte keine Diagnosen mit Aus
wirkun
gen auf die A
rbeitsfähigkeit
mehr
.
Mithin konstatierte
Dr.
E.___
ein
abge
schwächtes Störungs
bil
d
. Er erachtete die von
Dr.
A.___
noch
diagnosti
zierte rezi
divierende depressive Störung als gegenwärtig re
mittiert und nannte nur noch eine Persönlichkeitsakzentuierung (ICD-10 Z73.1) im Gegen
satz zu der von
Dr.
A.___
g
e
nan
n
ten kombinierten Persönlich
keits
störung mit dys
thy
men, emotional instabilen und narzisstischen Zügen. Schliess
lich äusserte er auch nur noch einen Verdacht auf ein ADHS im
Er
wachsen
enalter.
Gestützt auf die gestellten Diagnosen at
testierten
die Gutachter
dem Be
schwerde
führer
nicht nur aus rheumatologischer, sondern auch aus psy
chiatri
scher Sicht
eine volle Arbeitsfähigkeit
in der angestammten Tätigkeit als Hilfs
koch
.
In somatischer Hinsicht hat sich der Gesundheitszustand seit der HWS-Opera
tion am 20. Oktober 2010 ebenfalls gebessert, zeigte die Magnet
resonanz
unter
suchung der HWS vom Juli 2013 doch einen normalen postoperativen Be
fund ohne Rezidivhernie und ohne neurale Kompression. Ferner gab der Be
schwer
deführer gegenüber
Dr.
D.___
an, seit vielen Monaten schmerzfrei zu sein und seit zwei Jahren kein Schmerzmittel mehr zu benötigen.
5.4
Zusammenfassend ist demnach festzuhalten, dass beim Beschwerdeführer kein Ge
sund
heitsschaden mit Krankheitswert mehr
vorliegt, welcher ihn in seiner Arbeits
fähig
keit erheblich einschränken würde, womit sich die bislang aus psy
chischen Gründen eingeschränkte Arbeitsfähigkeit
seit 20
10
verbessert hat.
5.5
Was
die Einschätzung von
Dr.
F.___
im aufgelegten Privatgutachten vom 20. Mai 2014 (E. 3.2.5) anbelangt, wonach beim Beschwerdeführer eine schwere, kombinierte Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F61) mit narzisstischen
und zwanghaften Anteilen und Dekompensation in Depressivität und para
noi
dem Denken, ein Status nach schädlichem Alkoholkonsum mit im Moment kontrol
liertem Konsum und ein Verdacht auf zerebrale Spätschäden (ICD-10 F10.1) vorliegen sollten, ist festzustellen,
dass
Dr.
E.___
weder eine Depres
sion noch eine Persönlichkeitsstörung
hat bestätigen können. Bezüglich
der im Vorgutachten genannten emotional instabilen Persönlichkeitsanteile
führte er in seinem psychiatrischen Teilgutachten (E. 3.2.4, Urk. 8/111 S. 18 f.) aus, dass sich bei der aktuellen psychiatrischen Untersuchung im Vergleich zum Vorbe
fund nun keine Auffälligkeiten mehr ergäben hätten. Die Einschätzung des Vor
gutachters
Dr.
A.___
könne insofern nicht bestätigt werden. Die Diagnose einer Persönlichkeitsveränderung sei aber aufrechtzuerhalten, wobei eine nar
zisstische Akzentuierung der Persönlichkei
t das klinische Bild eher präge
als die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung, da die Kriterien einer solchen nicht voll
umfänglich erfüllt und objektivierbar seien.
In Bezug auf die divergi
erenden Ansichten
ist festzuhalten, dass
die psy
chiatri
sche Exploration von der Natur der Sache her nicht ermessensfrei er
folgen kann. Sie eröffnet dem be
gut
achtenden Psychiater daher praktisch immer einen gewissen Spielraum, in
ner
halb dessen verschiedene medizinisch-psy
chi
atrische Interpretationen mög
lich, zu
lässig und zu respektieren sind, sofern der Ex
perte lege artis vor
gegangen ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_694/2008 vom 5. März 2009 E. 5.1 mit Hinweis). Objektiv feststellbare Gesichtspunkte, welche im Rah
men der psy
chiatrischen Be
gutachtung durch Prof.
Dr.
E.___
un
er
kannt ge
blieben und ge
eignet ge
wesen wären, zu einer abwei
chen
den Beur
teilung zu führen, sind nicht er
sichtlich
.
Was die fremdanamnestischen Auskünfte (Urk. 16 S. 2 ff.) anbelangt, so ist fest
zu
halten, dass es sich bei den befragten Personen mit Ausnahme von
Dr.
J.___
nicht um Mediziner handelt und auch letzterer als Allgemeinmediziner nicht über einen Facharzttitel in der Psychiatrie verfügt.
Zu berücksichtigen gilt überdies, dass das aufgelegte Privatgutachten, basierend auf den Sitzungen vom 1
2.
März, 17. April und 2
2.
April 2014, erst am 20. Mai 2014 (E. 3.2.5) und damit nach Erlass der Verfügung am 8. Januar 2014 (Urk.
2) er
gangen ist
.
Somit vermag das aufgelegte Privatgutachten vom 20. Mai 2014 (E. 3.2.5)
an der
Beurteilung durch
Dr.
E.___
nichts zu ändern.
5.6
Auch die Berichte des
behandelnden Psy
chologen und Psychotherapeuten
Dr.
C.___
einschliesslich der Testungen
(FAKT II
)
vom 5. Juli 2011, 17
.
Oktober 2012
und 20. Februar 2013 (E. 3.2.2 und
3.3.5)
, wonach de
m
Be
schwerdeführer nur
noch
ein Teilzeitpensum im ge
schützten Rahmen von 40 bis 50
%
zumutbar sein soll
(E. 3.2.5)
,
vermögen an der Beur
teilung
von
Dr.
D.___
und Prof.
Dr.
E.___
keine Zweifel
zu
begründen
, zumal die vorliegend
genannten Diagnosen nur spärlich be
gründet und nur durch
einzelne Befunde untermauert werden.
Überdies
verfügt
Dr.
C.___
als
Psychologe
und Psychotherapeut FSP-SBAP nicht über einen Facharzttitel in Psychiatrie und die von
Dr.
C.___
verfassten Berichte wurden auch nicht durch die delegierende Fachärztin
Dr.
med.
M.___
,
FMH Psychiatrie und Psychotherapie, visiert.
Ferner
sind
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in bisheriger als auch in be
hin
derungs
angepasster Tätigkeit
(oder
gar
eine 40-50%ige Arbeitsfähigkeit in ei
nem geschützten Rahmen)
aufgrund des
für die Einschränkung der Arbeits
f
ä
higkeit zentral verantwortlich gemachten verminderten
kognitive
n
Leistungs-
sowie Belastungsvermögens
und die in den Berichten gezogenen Schlussfolge
rungen
(E. 3.2.2 und 3.2.5)
, ins
besondere bezüglich der (global) attestierten Ar
beits
un
fähigkeiten
,
wenig überzeugend
.
Objektiv feststellbare Gesichtspunkte, welche im Rahmen der psy
chiatrischen Be
gutachtung
hinsichtlich des fraglichen verminderten kognitiven Leistungs
vermögens
durch Prof.
Dr.
E.___
unerkannt ge
blieben und ge
eignet ge
wesen wären, zu einer abwei
chen
den Beurteilung zu führen, sind
ebenfalls
nicht er
sichtlich,
bestanden
laut
Dr.
E.___
doch
keine Konzentrations- und Auffas
sungsstörungen mehr (Urk. 8/111/1-22 S. 21 lit. I unten, vgl. dazu auch Urk. 8/111/1-22 S. 14).
Im Übrigen darf und soll das Gericht in Bezug auf Berichte von Hausärztinnen und Hausärzten der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter
im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher
zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc)
.
Analog
es
gilt auch für den behandelnden Psychologen.
5.7
Was den Bericht des behandelnden
Dr.
J.___
(E. 3.2.1) anbelangt, so ist fest
zuhalten, dass Letzterer in seinem Bericht weder Befunde noch funktionelle die Arbeitsfähigkeit beeinflussende Einschränkungen aufführte. Die Schluss
fol
gerung, wonach der Beschwerdeführer noch vier Stunden in behinderungs
an
ge
passter Tätigkeit arbeiten könne, ist somit nicht nachvollziehbar.
5.
8
Sc
hliesslich vermögen auch die vom Beschwerdeführer
vorgetragenen Ein
wände den Be
weis
wert des Gutachtens von
Dr.
D.___
und Prof.
Dr.
E.___
– wie nachfolgend aufzuzeigen sein wird - nicht in Zweifel zu ziehen:
Soweit der Beschwerdeführer monierte, Gutachter
Dr.
E.___
habe keinerlei spezifische Tests durchgeführt und auch keine Fremdanamnese eingeholt, ist festzuhalten
,
dass im Ver
zicht auf eine neuropsychologische Testung respektive Ein
holung fremd
anam
nestischer Auskünfte kein der Expertise anhaftender Man
gel zu erblicken ist, sind doch gemäss Qualitätsleitlinien für psy
chiatrische Gut
achten in der Eid
genös
sischen Invalidenversicherung der Schweizer
ischen Ge
sellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie (SGPP) vom Februar 2012 Fremdauskünfte nicht in jedem Fall zwingend erforderlich (vgl. dazu Ziff. 5) und test(neuro-)psycho
logische Zusatz
unter
suchungen lediglich bei be
gründeter Indikation wie Verdacht auf neurokognitive Beeinträchtigungen oder bei schwer ob
jektivierbaren Beschwerden beziehungsweise geklagten Funktionseinbussen zu veran
lassen (Ziff. 4.3.2.2). Selbst dann ersetzen jedoch diese Verfahren nicht die gutachterlichen Bemühungen, sondern stellen einen Zusatzbefund dar, der in die Gesamtbeurteilung einzubeziehen ist. Generell kann einem testmässigen Er
fassen der Psychopathologie im Rahmen der psychiatrischen Exploration näm
lich nur ergänzende Funktion beigemessen werden; ausschlaggebend bleibt die klinische Untersuchung mit Anamneseerhebung, Symptomerfassung und Ver
haltensbeobachtung (Urteil des Bundesgerichts 9C_44/2007 vom 7. April 2008 E. 3.2 mit Hinweisen). Da anlässlich der psychiatrischen Unter
suchung Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit wie erwähnt intakt er
schienen und auch keine Hinweise für Gedächtnisstörungen vor
lagen (Urk. 8/111/1-22
S. 14)
, ist der Verzicht auf die Durchführung neuro
psy
cholo
gischer Test
ver
fah
ren respektive auf die Einholung von Fremdauskünften nicht zu be
anstanden
.
Da
ran vermag auch der Bericht der Arbeitgeberin „Stiftung
G.___
“
vom
3. Dezember 2013 (E.
4
), w
elche
seine Arbeitsfähigkeit in der freien Wirtschaft auf 50
%
bezogen auf das geleistete 60%ige Pensum schätzt
,
nichts zu ändern
, da
die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit den Ärzten zufällt (BGE 125 V 256
E. 4).
Dass
die Beurteilung von
Prof.
Dr.
E.___
nicht
in
explizit
er Auseinander
setzung
mit dem Bericht
von
Dr.
C.___
vom 17. Oktober 2012
, wonach
dem
Be
schwerdeführer au
f
grund der
neuropsychologischen Testung eine Wieder
auf
nahme der Berufstätigkeit als Koch nicht möglich sei,
er
folgte, ist nicht ent
scheidwesentlich, da daraus keine neuen Erkenntnisse ge
won
nen wer
den kön
nen.
Das gilt umso mehr, als sich
Prof.
Dr.
E.___
mit dem
kognitiven Leis
tungs
vermögen wie Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Denken, Intelligenz im De
tail auseinandergesetzt hat und diesbezüglich keine auffälligen Befunde
(
mehr
)
er
he
ben konnte (Urk. 8/111/1-22 S. 14).
6.
Nach dem Gesagten ist gestützt auf das bidisziplinäre Gutachten vom 8.
u
nd
11. Juli 2013
mit dem im Sozialversicherungsrecht massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass der Be
schwer
de
führer in
der angestammten
Tätigkeit
als Hilfskoch
wieder
zu 100 % arbeits
fä
hig ist,
womit eine wesentliche Verbesserung des Gesundheitszustandes
als aus
gewiesen gilt.
7
.
Die
angestammten Tätigkeiten als Hilfskoch entspricht dem noch zumutbaren Stellenprofil (
Urk. 8/109/2-44 S. 41 f.
Ziff.
9.1 und 9.4,
Urk. 8/11
1/1.22
S.
20 lit. F
).
Damit erleidet der Beschwerdeführer keine Einkommenseinbusse, weshalb kein Invaliditätsgrad resultiert und kein An
spruch auf eine Rente der In
validen
ver
sicherung mehr besteht.
D
ies
führt
zur Abweisung der Beschwerde in diesem Punkt.
8.
Vor dem Hintergrund, dass der Beschwerdeführer
seit dem 1
0.
Juli 2013 (Begut
achtungszeitpunkt)
sowohl in bisheriger Tätigkeit als Hilfskoch als auch in be
hinderungsangepasster Tätigkeit
wieder
zu 100
%
arbeitsfähig ist
, sind die Vor
aussetzungen für die Gewährung von Massnahmen beruf
licher Art
durch die Invalidenversicherung
nicht gegeben (Art. 15 ff. IVG).
Anzufügen bleibt, dass im Regelfall eine medizinisch attestierte Verbesserung der Arbeitsfähigkeit grundsätzlich auf dem Weg der Selbsteingliederung ver
wertbar ist, so dass daraus unmittelbar auf eine Verbesserung der Erwerbsfähig
keit geschlossen und damit ein entsprechender Einkommensvergleich vorge
nommen werden kann. Die Rechtsprechung hat erkannt, dass die Selbsteinglie
derung unter anderem greift, wenn bisher schon eine erhebliche Restarbeitsfä
higkeit bestand und der anspruchserhebliche Zugewinn an Leistungsfähigkeit kaum zusätzlichen Eingliederungsbedarf nach sich zieht (Urteil des Bundesge
richts 9C_128/2013 vom
4.
November 2013 E. 4.1 mit Hinweisen).
Auch wenn der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Renteneinstellung bereits über 55-jährig war, ist von der D
urchf
ührung befähigender Massnahmen abzu
sehen, war doch der Beschwerdeführer während des Bezuges der halben Rente bereits zu 50
%
arbeitsfähig. Wenn er sich trotzdem vom ersten Arbeitsmarkt ferngehalten hat, hat dafür nicht die Beschwerdegegnerin einzustehen. Zudem nahm der Beschwerdeführer nach eigenen Angaben schon seit
7.
November 2011 (vgl.
Urk.
1 S. 3) am Eingliederungsprogramm
B.___
teil, so dass hier die Notwendigkeit von zusätzlicher Eingliederung durch die Beschwerdegegnerin zu verneinen ist.
Somit wird die Beschwerde auch in diesem Punkt abgewiesen.
9
.
Die angefochtene Verfügung erweist sich somit als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
10
.
10
.1
Zu prüfen i
st schliesslich der Anspruch des Beschwerdeführers
auf unent
geltli
che
Prozessführung und Rechtsverbeiständung im Beschwerde
verfahren (Urk. 1 S. 2, S.
7
Ziff.
4
).
10
.2
Vorliegend sind die Voraussetzungen gemäss § 16 Abs. 1 des Gesetzes über das
Sozialversicherungsgericht (
GSVGer) erfüllt,
so dass das Gesuch zu bewilligen ist (Urk. 1 S.
7
Ziff.
4
, vgl. dazu auch Urk.
3/4-5
, Urk. 1
1-12/1-2
).
Der Be
schwerde
führer
ist auf § 16 Abs. 4 GSVGer hinzuweisen
, wonach er zur Nach
zahlung der Auslagen für die Vertretung verpflichtet werden kann, sofern er dazu in der Lage ist.
10.3
Nach
§
34
Abs.
3 GSVGer bemisst sich die Höhe der gerichtlich festzusetzenden Entschädigung nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Pro
zesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert. Gemäss
§
8 in Verbindung mit
§
7
Abs.
1 der seit
1.
Juli 2011 in Kraft stehen
den Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädigungen vor dem So
zialversicherungsgericht (GebV SVGer) wird - auch im Rahmen der unentgeltli
chen Rechtsvertretung - namentlich für unnötigen Aufwand kein Ersatz ge
währt.
10.4
Der von Rechtsanwältin Christina Ammann, Uster,
mit Eingabe vom
2
1.
Mai 2014 (Urk. 17)
geltend gemachte Aufwand von
10.83
Stunden und
Fr.
54.30 Barauslagen
ist der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Pro
zesses
nicht angemessen, insbesondere aufgrund der Tatsache, dass
sie
den Be
schwerdeführer schon im Vorbescheidverfahren vertrat und die Akten somit be
kannt waren. Sodann entspricht die Beschwerdeschrift in
gewissen
Teilen der
dem Einwand vom 1
0.
Dezember 2013 (Urk.
8/126)
. Namentlich erscheint ein Aufwand von
insgesamt
10.83
Stunden
insbesondere auch für die diversen Te
lefonate und Korrespondenzen
als überhöht.
Angesichts der zu
studierenden gut
1
30
Aktenstücke der Beschwerdegegnerin,
der etwa acht
-
, ein-
,
zwei
- und ein
seitigen Rechtsschriften
, den Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Gesuch um unentgeltliche Rechtsverbeiständung sowie der in ähnlichen Fällen zugesprochenen Beträgen ist
die Entschädigung von Rechtsanwä
lt
in
Christina Ammann, Uster,
bei Anwendung des
gerichts
übli
chen
Stundenansatzes von
Fr.
200.-- (zuzüglich Mehrwert
steuer) auf
Fr. 1‘800.--
(inklusive
Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen.
11
.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 900.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus
gang de
s Verfahrens sind die Kosten dem
Beschwerdeführer aufzuerlegen,
in
folge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.
12.
Mit Eingabe
n
vom
7
.
Februar 2014
(Urk. 15) respektive 2
2.
Mai 2014 (Urk. 19)
beantragte der Beschwerdeführer
die Rückerstattung
d
e
r Gutachterkosten
. Das
vom Beschwerde
führer in Auftrag gegebene Gutachten
(E. 5.5)
hat nichts We
sentliches zur Aufklärung des rechtserhebli
chen Sachverhalts beigetragen. We
der war es für die Ent
scheidfindung notwen
dig, noch stellte das urteilende Ge
richt darauf ab. Bei den dadurch entstandenen Auslagen handelt es sich daher nicht um durch den Rechtsstreit verursachte notwendige Kosten, die dem Be
schwerdeführer zu ver
güten wären (vgl. BGE 115 V 62).
Demnach sind die Kosten für das Privatgutachten bei diesem Verfahrens
aus
gang nicht zu übernehmen.
Das Gericht beschliesst:
In
Gutheissung
des Gesuches
vom
7
.
Februar 2014
wird
dem Beschwerdeführer
die unentgeltliche Prozessführung gewährt und
Rechtsanwältin
Christina Ammann, Uster,
als unentgeltliche Rechtsvertreter
in
für das
vorliegende Ver
fahren bestellt,
und erkennt sodann:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
900
.-- werden
dem Beschwerdeführer
auferlegt
, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts
kasse genommen.
Der Beschwerdeführer wird
auf
§
16
Abs.
4 GSVGer hingewiesen.
3.
Die
unentgeltliche Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers, Rechtsanwältin Christina Ammann,
Uster
,
wird mit Fr. 1'
8
00.--
(inkl. Barauslagen und MWSt) aus de
r Gerichts
kasse entschädigt. Der
Beschwerdeführer wird auf
§
16
Abs.
4 GSVGer hin
gewiesen.
4.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwältin Christina Ammann
unter Beilage einer Kopie von
Urk.
22
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
5
.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur
kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
GräubDietrich