# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c153401a-e6ea-5026-9520-bcd8b4c8a794
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-12-11
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Zivilappellationshöfe 11.12.2014 101 2014 87
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_001_101-2014-87_2014-12-11.pdf

## Full Text

Kantonsgericht KG
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101 2014 87
   

Urteil vom 11. Dezember 2014

I. Zivilappellationshof

Besetzung Präsident: Hubert Bugnon
Richter: Roland Henninger, Jérôme Delabays
Gerichtsschreiberin: Gina Gutzwiller

Parteien A.________, Klägerin und Berufungsklägerin, vertreten durch 
Rechtsanwalt Elmar Perler

gegen

B.________, Beklagter und Berufungsbeklagter

Gegenstand Ehescheidung

Berufung vom 24. April 2014 gegen das Urteil des Präsidenten des 
Zivilgerichts des Sensebezirks vom 11. März 2014

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Sachverhalt

A. A.________, geboren im Jahr 1982, und B.________, geboren im Jahr 1984, haben im Jahr 
2004 geheiratet. Ihrer Ehe ist die gemeinsame Tochter C.________, geboren im Jahr 2003, 
entsprossen.

B. Am 20. Dezember 2013 reichte A.________ beim Zivilgericht des Sensebezirks 
Scheidungsklage gegen ihren Ehemann ein. Sie beantragte unter anderem, dass dieser 
verpflichtet werde, an den Unterhalt der Tochter einen monatlichen Beitrag von Fr. 500.- zu 
bezahlen, dass dieser Beitrag am Ersten des Monats zur Zahlung fällig und ab Fälligkeit zu 5% 
verzinslich sei sowie dass der Unterhaltsbeitrag mit der üblichen Indexierungsklausel versehen 
werde. 

An der Sitzung vom 11. Februar 2014 des Gerichtspräsidenten des Sensebezirks (nachfolgend: 
der Gerichtspräsident) schlossen die Parteien mit Bezug auf sämtliche Nebenfolgen der Scheidung 
eine Vereinbarung, die unter anderem vorsah, dass B.________ an der Unterhalt der Tochter 
einen monatlichen Beitrag von Fr. 400.- bezahlt. An der gleichen Sitzung wurden die Parteien 
einvernommen. Sie bestätigten die Vereinbarung über die Scheidungsfolgen.

Mit Urteil vom 11. März 2014 wurde die Ehe der Parteien geschieden. Mit Bezug auf den 
Kindesunterhalt stellte der Gerichtspräsident fest, dass B.________ grundsätzlich verpflichtet ist, 
Beiträge an den Unterhalt der Tochter C.________ zu leisten, er jedoch aufgrund seiner 
derzeitigen finanziellen Situation dazu nicht in der Lage ist (Dispositiv Ziff. 3).

Nachdem A.________ fristgerecht das begründete Urteil verlangt hatte, wurde ihr dieses am 
24. März 2014 zugestellt. 

C. Am 24. April 2014 reichte A.________ Berufung ein gegen das Urteil vom 11. März 2014. 
Sie beantragt, dessen Ziffer 3 aufzuheben und wie folgt zu ersetzen:

„3. B.________ ist verpflichtet, an den Unterhalt seiner Tochter C.________, geb. im Jahr 2003, einen 
monatlichen Unterhaltsbeitrag zu bezahlen, welcher Fr. 400.- nicht unterschreitet. Der Unterhaltsbeitrag ist 
geschuldet bis zum Zeitpunkt, zu welchem die Erstausbildung ordentlicherweise abgeschlossen werden 
kann. 

Der Unterhaltsbeitrag ist jeweils am Ersten des Monats fällig und ab Fälligkeit zu 5% verzinslich.

Der Unterhaltsbeitrag basiert auf dem Landesindex der Konsumentenpreise am Urteilstag und wird jeweils 
am Januar jedes Jahres aufgrund des Indexstandes des Monats November des Vorjahres angepasst. Die 
Anpassung entfällt ganz oder teilweise, soweit der Berufungsbeklagte nachweist, dass sein Einkommen 
nicht oder nur teilweise der Teuerung angepasst worden ist.“

B.________ hat sich zur Berufung nicht vernehmen lassen.

Am 13. Mai 2014 erteilte der Instruktionsrichter A.________ antragsgemäss für das 
Berufungsverfahren die unentgeltliche Rechtspflege und ernannte Rechtsanwalt Elmar Perler zu 
deren Rechtsbeistand.

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Erwägungen

1. a) Die Berufung ist namentlich zulässig gegen erstinstanzliche Endentscheide (Art. 308 
Abs. 1 Bst. a ZPO). Die Berufung ist innert 30 Tagen einzureichen (Art. 311 Abs. 1 und 312 Abs. 2 
ZPO). Vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern stehen die 
gesetzlichen Fristen still (Art. 145 Abs. 1 Bst. a ZPO).

Das angefochtene Urteil wurde der Berufungsklägerin am 24. März 2014 zugestellt, so dass die 
am 24. April 2014 der Post übergebene Berufungsschrift unter Berücksichtigung des 
Fristenstillstandes vom 13. bis zum 27. April 2014 fristgerecht eingereicht wurde.

b) In vermögensrechtlichen Angelegenheiten ist die Berufung nur zulässig, wenn der 
Streitwert der zuletzt aufrecht erhaltenen Rechtsbegehren mindestens Fr. 10‘000.- beträgt (Art. 
308 Abs. 2 ZPO). Der Streitwert wird durch das Rechtsbegehren bestimmt (Art. 91 Abs. 1 ZPO). 
Vor dem Gerichtspräsidenten hat die Berufungsklägerin für den Kindesunterhalt einen monatlichen 
Betrag von Fr. 400.- gefordert. Angesichts dieses Betrages und des Umstandes, dass bei 
Unterhaltsbeiträgen für Kinder grundsätzlich von einer unbestimmten Dauer auszugehen ist, ist der 
für die Berufung nötige Streitwert erreicht. Gleich verhält es sich mit dem Streitwert von 
Fr. 30‘000.-, der die Beschwerde in Zivilsachen an das Bundesgericht ermöglicht.

Im Übrigen enthält die Eingabe Rechtsbegehren und ist begründet, so dass auf die Berufung 
einzutreten ist.

c) Mit der Berufung kann sowohl die unrichtige Rechtsanwendung wie auch die unrichtige 
Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Da die Angelegenheit 
Kinderbelange beschlägt, ist der Untersuchungs- und Offizialgrundsatz anwendbar (Art. 296 ZPO). 
Die Offizialmaxime gilt insbesondere auch vor den kantonalen Rechtsmittelinstanzen (BGE 137 III 
617 E. 4.5.2). Dies ändert jedoch nichts an den Mitwirkungspflichten der Parteien bei der 
Feststellung des entscheidrelevanten Sachverhalts (BK ZPO-SPYCHER, N 7 zu Art. 296).

d) Neue Tatsachen und Beweismittel werden im Berufungsverfahren nur noch berück-
sichtigt, wenn sie ohne Verzug vorgebracht werden und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor 
erster Instanz vorgebracht werden konnten (Art. 317 Abs. 1 ZPO).

e) Gemäss Art. 316 Abs. 1 ZPO kann die Rechtsmittelinstanz eine Verhandlung 
durchführen oder aufgrund der Akten entscheiden. Vorliegend befinden sich die zur Entscheidung 
nötigen Informationen in den Akten, weshalb auf eine Verhandlung verzichtet wird.

2. Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet einzig die Frage, ob und allenfalls in welcher 
Höhe der Berufungsbeklagte Unterhaltsbeiträge für das gemeinsame Kind der Parteien zu leisten 
hat.

Im angefochtenen Urteil hält der Gerichtspräsident fest, während des ganzen Jahres 2013 habe 
der Berufungsbeklagte über kein Einkommen verfügt, sondern an Programmen des Sozialdienstes 
teilgenommen. Dafür sei er nicht direkt entlöhnt worden. Soweit der Berufungskläger Bezüger von 
ungekürzten Sozialhilfeleistungen sei, sei davon auszugehen, dass er den ihm als Bezüger 
auferlegten Pflichten nachgekommen sei und die ihm zumutbaren Anstrengungen unternommen 
habe, um eine Anstellung zu finden und in der Arbeitswelt Fuss zu fassen. Es sei ihm unter diesen 

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Umständen kein hypothetisches Einkommen anzurechnen. Folglich genehmigt der 
Gerichtspräsident die am 11. Februar 2014 zwischen den Parteien geschlossene Vereinbarung 
über die Scheidungsfolgen mit Bezug auf den Kindesunterhalt nicht.

Die Berufungsklägerin lässt im Wesentlichen vorbringen, indem der Gerichtspräsident rein 
schematisch aus der Tatsache, dass der Berufungsbeklagte ungekürzte Sozialhilfeleistungen 
geniesse, den Schluss ziehe, es dürfe ihm kein hypothetisches Einkommen angerechnet werden, 
verletze er die Rechtsprechung des Bundesgerichts zur Anrechenbarkeit von hypothetischem 
Einkommen. Der Berufungskläger habe vor kurzem den Lastwagen-Führerausweis erworben und 
es sei sowohl zumutbar als auch möglich, im Transportwesen ein Brutto-Einkommen von 
mindestens Fr. 5'078.- zu erzielen. Somit sei es ihm ohne weiteres möglich, an den Unterhalt des 
gemeinsamen Kindes einen Betrag von Fr. 400.- zu zahlen.

a) Der Elternteil, der nicht mit dem Kind zusammenlebt, hat nach Art. 285 Abs. 1 ZGB 
grundsätzlich einen Beitrag in Geld an den Unterhalt des Kindes zu leisten. Der Betrag bemisst 
sich nach den Bedürfnissen des Kindes, der Lebenshaltung der Parteien und der 
Leistungsfähigkeit des Pflichtigen, und es sind die Einkünfte und das Vermögen des Kindes zu 
berücksichtigen. Dabei ist grundsätzlich vom tatsächlich erzielten Einkommen des 
Unterhaltspflichtigen auszugehen. Soweit dieses Einkommen allerdings nicht ausreicht, um den 
ausgewiesenen Bedarf zu decken, kann ein hypothetisches Einkommen angerechnet werden, 
sofern dieses zu erreichen zumutbar und möglich ist. Dabei handelt es sich um zwei 
Voraussetzungen, die kumulativ erfüllt sein müssen. Damit ein Einkommen überhaupt oder ein 
höheres Einkommen als das tatsächlich erzielte angerechnet werden kann, genügt es nicht, dass 
der betroffenen Partei weitere Anstrengungen zugemutet werden können. Vielmehr muss es auch 
möglich sein, aufgrund dieser Anstrengungen ein höheres Einkommen zu erzielen. Mit Bezug auf 
das hypothetische Einkommen ist Rechtsfrage, welche Tätigkeit aufzunehmen als zumutbar 
erscheint. Tatfrage bildet hingegen, ob die als zumutbar erkannte Tätigkeit möglich und das 
angenommene Einkommen effektiv erzielbar ist (BGE 137 III 118 E. 2.3, mit Hinweisen). Zur 
Ermittlung der Höhe des hypothetischen Einkommens darf zudem grundsätzlich auf 
Lohnstrukturerhebungen abgestellt werden (BGE 137 III 118 E. 3.2; 128 III 4 E. 4c/bb).

Im Verhältnis zum unmündigen Kind sind besonders hohe Anforderungen an die Ausnützung der 
Erwerbskraft zu stellen. Dies gilt vorab in jenen Fällen, wo - wie hier - wirtschaftlich enge 
Verhältnisse vorliegen. Sodann können die im Zusammenhang mit der Arbeitslosenversicherung 
geltenden Kriterien nicht unbesehen übernommen werden. Namentlich ist die Tatsache, dass eine 
Person arbeitslos war und trotz entsprechender Bemühungen keine Stelle fand, kein Beweis dafür, 
dass es ihr tatsächlich nicht möglich ist, eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen. Sodann dürfen auch 
Erwerbsmöglichkeiten in Betracht gezogen werden, die keine abgeschlossene Berufsausbildung 
erfordern und sich im Tieflohnbereich befinden (BGE 137 III 118 E. 3.1). Dieselben Grundsätze 
gelten übrigens auch beim Bezug von Sozialhilfeleistungen. Der Zivilrichter ist durch die 
Einschätzung der Verwaltungsbehörden nicht gebunden (BGer 5A_152/2013 vom 16. Oktober 
2013 E. 4.1.1, mit Hinweisen).

Die Leistungsfähigkeit des Unterhaltspflichtigen ergibt sich aus der Gegenüberstellung seines 
Bedarfs und seines Nettoeinkommens (BGE 128 III 161 E. 2c/aa). Dem Unterhaltspflichtigen ist mit 
Bezug auf alle familienrechtlichen Unterhaltskategorien stets das betreibungsrechtliche 
Existenzminimum zu belassen (BGE 137 III 59 E. 4.2.1 mit Hinweisen). Bei ausreichenden 
finanziellen Verhältnissen kann das betreibungsrechtliche Existenzminimum um gewisse Beträge 

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erhöht werden (BGE 126 III 353 E. 1a). Das Gesetz schreibt keine konkrete Bemessungsmethode 
für den Kinderunterhalt vor (BGE 128 III 411 E. 3.2.2). Nach der Rechtsprechung des 
Bundesgerichts ist es zulässig, wenn die kantonalen Gerichte zur Ermittlung der Bedürfnisse des 
Kindes auf vorgegebene Bedarfszahlen (zum Beispiel die "Zürcher Tabellen") abstellen, soweit die 
erforderlichen Anpassungen vorgenommen werden (Urteil 5A_733/2009 vom 10. Februar 2010 
E. 3.3.2, nicht publ. in: BGE 136 III 209, aber in: ZBGR 2012 S. 179). Bei der "Bemessung des 
Unterhaltsbeitrags" (Marginalie zu Art. 285 ZGB) steht dem Sachgericht ein weites Ermessen zu 
(BGE 128 III 161 E. 2c/aa).

Bejaht das Gericht die Pflicht zur Aufnahme oder Ausweitung der Erwerbstätigkeit und wird von 
der betreffenden Partei durch die Anrechnung eines hypothetischen Einkommens eine Umstellung 
der Lebensverhältnisse verlangt, ist der verpflichteten Partei hinreichend Zeit zu lassen, die 
rechtlichen Vorgaben in die Tat umzusetzen, und ihr eine angemessene Übergangsfrist 
einzuräumen. Die Dauer der Übergangsfrist bestimmt sich nach den konkreten Umständen des 
Einzelfalles (BGE 129 III 417 E. 2.2; 114 II 13 E. 5).

b) Der Berufungsbeklagte gab an der Sitzung vom 11. Februar 2014 zu Protokoll, während 
der Ehe im Stundenlohn gearbeitet und deshalb unterschiedliche Monatseinkommen gehabt zu 
haben, welche jedoch den Betrag von Fr. 2‘500.- nicht oft überstiegen. Zurzeit habe er noch keine 
Arbeit. Er habe gerade sein Camionpermis gemacht und sei auf der Suche nach Arbeit. Das letzte 
Mal habe er vor 1 ½ Jahren gearbeitet. Er habe danach das Permis für den Camion gemacht und 
noch keine fixe Stelle gefunden. Er habe ein Budget des Sozialdienstes. Während dem ganzen 
Jahr 2013 habe er kein Einkommen gehabt. Er sei nur in einem Programm des Sozialdienstes 
gewesen, sei aber dafür nicht direkt entlöhnt worden (act. 8).

Der Berufungsbeklagte ist 30 Jahre alt, gesund und offensichtlich uneingeschränkt arbeitsfähig. 
Zumindest geht aus den Akten nichts Gegenteiliges hervor. Auch hat der Berufungsbeklagte keine 
Betreuungsaufgaben wahrzunehmen. Um der Unterhaltspflicht gegenüber seiner unmündigen 
Tochter nachzukommen, ist es dem Berufungsbeklagten deshalb grundsätzlich zuzumuten, einer 
Erwerbstätigkeit nachzugehen.

Nachdem der Berufungskläger während der Ehe selten mehr als Fr. 2‘500.- im Monat verdiente, 
hat er im Laufe der letzten 1 ½ Jahre eine Weiterbildung als Lastwagenführer absolviert und auch 
den entsprechenden Führerausweis erworben. Seither ist er auf der Suche nach einer Stelle, hat 
jedoch bis anhin noch keine gefunden (act. 9). Der Berufungsbeklagte führt keine besonderen 
Gründe dafür auf, weshalb es ihm nicht möglich sein sollte, eine betreffende Stelle zu finden. Es 
ergeben sich weder aus den Akten Hinweise auf einen schlechten Arbeitsmarkt für 
Lastwagenführer, noch lassen die zurzeit publizierten Inserate auf einen solchen schliessen. Es ist 
somit davon auszugehen, dass es dem Berufungsbeklagten möglich ist, eine Anstellung als 
Lastwagenführer zu finden.

Gemäss individuellem Lohnrechner des Bundesamtes für Statistik BFS (Salarium) beträgt der 
Durchschnittslohn für einen 30-jährigen Mann mit einer Aufenthaltsbewilligung B und ohne 
abgeschlossene Berufsausbildung für eine einfache und repetitive Tätigkeit ohne Kaderfunktion im 
Bereich des Transportes von Personen, Waren und Nachrichten (Landverkehr) im Espace 
Mittelland (BE, FR, SO, NE, JU) zwischen Fr. 3‘921.- und Fr. 4‘962.- brutto (inkl. allfällige 
Naturalleistungen und 1/12 des 13. Monatslohnes) bzw. zwischen rund Fr. 3‘200.- und Fr. 4‘000.- 
netto. Gemäss Statistik liegen jeweils 25% der durchschnittlichen Löhne unter bzw. über diesem 
Spektrum.

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Angesichts der mangelnden Arbeitserfahrung des Berufungsklägers als Lastwagenführer ist sein 
hypothetisches Einkommen eher am unteren Ende des Spektrums anzusiedeln.

Die zuerkannte Tätigkeit als Lastwagenführer erscheint somit möglich und ein Einkommen 
zwischen rund Fr. 3‘900.- und Fr. 4‘200.- brutto bzw. zwischen rund Fr. 3‘200.- und Fr. 3‘400.- 
netto als effektiv erzielbar.

c) Als Arbeitsort des Berufungsbeklagten kommt vornehmlich Bern in Frage. Ihm sind 
deshalb die Auslagen für den Arbeitsweg anzurechnen. Ein entsprechendes Libero-Abonnement 
(Strecke D.________, 5 Zonen [inkl. Kernzonen] im Libero-Netz) kostet im Jahresabonnement 
Fr. 1‘833.-, was monatlich Fr. 152.75 ausmacht. Ebenfalls zu berücksichtigen sind die Kosten für 
die Ausübung des Besuchsrechtes (Strecke E.________, 2 Zonen im Frimobil-Netz). Der 
Berufungsbeklagte kann seine Tochter jedes zweite Wochenende auf seine Kosten zu sich auf 
Besuch nehmen. Pro Besuchswochenende macht dies zwei Hin- und Rückfahrtkarten à je Fr. 4.80 
für den Berufungsbeklagten sowie eine Hin- und eine Rückfahrkarte à je Fr. 2.90 für C.________ 
aus. Bei durchschnittlich zwei Besuchswochenenden pro Monat belaufen sich die Auslagen für die 
Ausübung des Besuchsrechts auf Fr. 30.80. Es scheint daher angemessen, dem 
Berufungsbeklagten für die Fahrtkosten sowohl zum Arbeitsweg als auch für die Ausübung des 
Besuchsrechts Auslagen von pauschal Fr. 200.- anzurechnen. Ebenfalls zu berücksichtigen sind 
die Kosten für auswärtige Verpflegung. Bei einer vollzeitlichen Arbeitstätigkeit mit einem 
Ferienanspruch von vier Wochen sind dafür pro Monat durchschnittlich 20 Arbeitstage ([52 – 4] x 5 
: 12) massgebend. Die Kosten für auswärtige Verpflegung belaufen sich damit auf pauschal Fr. 
200.- (20 Tage à Fr. 10.-).

Das Existenzminimum des Berufungsbeklagten setzt sich folglich aus einem Grundbetrag von 
Fr. 1‘200.-, Wohnkosten von Fr. 850.-, Krankenkassenprämien von Fr. 415.75 und Fr. 24.95 für 
Hausrat- und Haftpflichtversicherung zusammen (vgl. act. 16). Hinzu kommen die Kosten für 
auswärtige Verpflegung von pauschal Fr. 200.- und die Fahrtkosten von pauschal Fr. 200.-. 
Insgesamt beläuft sich das Existenzminimum des Berufungsbeklagten somit auf Fr. 2‘890.70. Auf 
eine Erweiterung des Existenzminimums wird angesichts der knappen finanziellen Verhältnisse der 
Parteien verzichtet (vgl. BGE 126 III 353 E. 1a/aa).

d) Aus der Gegenüberstellung des hypothetischen Nettoeinkommens und des Bedarfs des 
Berufungsbeklagten wird ersichtlich, dass der voraussichtliche ihm monatlich zur Verfügung 
stehende Saldo ungefähr dem entspricht, was in der Vereinbarung über die Nebenfolgen der 
Scheidung vom 11. Februar 2014 als Unterhaltsbeitrag für C.________ vereinbart wurde. Die 
Vereinbarung der Parteien scheint vertretbar und ist zu genehmigen.

Der vereinbarte Unterhaltsbeitrag von Fr. 400.- pro Monat mag zwar an der unteren Grenze 
dessen liegen, was für ein unterhaltsberechtigtes elfjähriges Kind im Kanton Freiburg 
üblicherweise festgesetzt wird. Er scheint jedoch angesichts der finanziellen Situation der Parteien 
angemessen und rechtfertigt angesichts deren Einigung nicht den Eingriff des Richters, selbst 
wenn dieser in Kinderbelangen nicht an die Parteianträge gebunden ist.

Der Berufungsbeklagte gab an der Einigungsverhandlung vom 11. Februar 2014 an, „gerade“ sein 
Camionpermis gemacht zu haben (act. 9). Das Scheidungsurteil erging nur einen Monat später am 
11. März 2014. Grundsätzlich wäre dem Berufungsbeklagten bei der Anrechnung eines 
hypothetischen Einkommens eine angemessene Übergangsfrist zu gewähren. Da diese im 
Ermessen des Sachrichters liegt (BGer 5A_152/2013 vom 16. Oktober 2013 E. 4.1.2) und sich der 

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Berufungsbeklagte zudem selbst als in der Lage dazu erachtete, den vereinbarten 
Unterhaltsbeitrag schon im Scheidungszeitpunkt zu leisten, wird auf die Ansetzung einer 
Übergangsfrist vorliegend verzichtet.

Die Vereinbarung über die Nebenfolgen der Scheidung der Parteien vom 11. Februar 2014 ist 
damit auch betreffend den Unterhaltsbeitrag für die Tochter C.________ zu genehmigen.

Die Berufungsklägerin hat somit in allen Punkten obsiegt und ihre Berufung wird vollumfänglich 
gutgeheissen.

3. Grundsätzlich werden die Prozesskosten der unterliegenden Partei auferlegt (Art. 106 Abs. 1 
ZPO). Von diesem Verteilungsgrundsatz kann das Gericht abweichen und die Prozesskosten nach 
Ermessen verteilen, wenn besondere Umstände vorliegen, die eine Verteilung nach dem Ausgang 
des Verfahrens als unbillig erscheinen lassen (107 Abs. 1 Bst. f ZPO).

Der Berufungsbeklagte hatte sich bereits in der Vereinbarung über die Nebenfolgen der Scheidung 
dazu bereit erklärt, für seine Tochter C.________ einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von 
Fr. 400.- zu leisten (act. 9). In diesem Punkt wurde die Vereinbarung jedoch vom 
Gerichtspräsidenten nicht genehmigt. Es kann dem nicht anwaltlich vertretenen 
Berufungsbeklagten nicht zur Last gelegt werden, dass er gegen den Entscheid des 
Gerichtspräsidenten keine Berufung einlegte. Auch kann von einem Laien nicht verlangt werden, 
sich einer Berufung anzuschliessen, um das Kostenrisiko zu verringern.

Unter diesen Umständen erscheint es als unbillig, dem Berufungsbeklagten als unterliegend 
geltender Partei die Prozesskosten aufzuerlegen. Die Prozesskosten sind vielmehr beiden 
Parteien je hälftig aufzuerlegen.

a) Die Gerichtskosten werden pauschal auf Fr. 1‘000.- festgesetzt (Art. 19 JR).

b) Es wird keine Parteientschädigung gesprochen.

Der Hof erkennt:

I. Die Berufung wird gutgeheissen.

Das Urteil des Gerichtspräsidenten des Sensebezirks vom 11. März 2014 wird wie folgt 
abgeändert:

3. B.________ wird verpflichtet, an den Unterhalt seiner Tochter C.________ bis zu 
deren Volljährigkeit bzw. bis zum Ende einer angemessenen Ausbildung einen 
Beitrag von Fr. 400.- zu bezahlen (Art. 277 Abs. 2 ZGB). Allfällige Kinder- und 
Familienzulagen sind zusätzlich zum Unterhaltsbeitrag zu entrichten.

Der Unterhaltsbeitrag wird jeweils am Ersten jeden Monats zur Zahlung fällig. Er ist 
ab Fälligkeit zu 5% verzinslich.

Der Unterhaltsbeitrag wird an den Landesindex der Konsumentenpreise am 
Urteilstag gebunden (Basis Dezember 2010 = 100 Punkte) und ist jeweils per 1. 

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Januar jeden Jahres dem Indexstand des Monats November des Vorjahres 
anzupassen, erstmals per 1. Januar 2016. Die Berechnungsformel lautet dabei wie 
folgt:

Grundbetrag x neuer Index
Neuer Unterhaltsbeitrag = ----------------------------------

Indexstand am Urteilstag

Weist B.________ nach, dass sein Erwerbseinkommen nicht oder nur teilweise der 
eingetretenen Teuerung angepasst worden ist, so erfolgt die Erhöhung der 
Unterhaltsbeiträge nur verhältnismässig im Umfang des gewährten 
Teuerungsausgleiches.

II. Die Gerichtskosten von Fr. 1‘000.- werden B.________ und A.________ je hälftig auferlegt.

III. Es wird keine Parteientschädigung gesprochen.

IV. Zustellung.

Dieses Urteil kann innert 30 Tagen nach seiner Eröffnung mit Beschwerde in Zivilsachen beim 
Bundesgericht angefochten werden. Das Beschwerderecht und die übrigen Zulässigkeits-
voraussetzungen sind in den Art. 72–77 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht 
vom 17. Juni 2005 (BGG) geregelt. Die begründete Beschwerdeschrift ist beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen.

Freiburg, 11. Dezember 2014/rhe/cth/ggu

Präsident Gerichtsschreiberin