# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 902c8367-d39e-5f32-a645-0fbf1de75b59
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-04-03
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 03.04.2025 A-7290/2023
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-7290-2023_2025-04-03.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 

Entscheid angefochten beim BGer 

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung I 

A-7290/2023 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  3 .  A p r i l  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richter Jürg Steiger (Vorsitz), 

Richterin Emilia Antonioni Luftensteiner,  

Richter Keita Mutombo,    

Gerichtsschreiberin Katharina Meienberg. 
 

 
 

Parteien 
 1. A._______,  

2. B._______,  

3. A._______ SA,  

4. C._______,  

5. B._______ LTD, 

6. C._______ Trustees,  

7. D._______ Limited,  

8. E._______ LTD,  

9. F. _______ (Gesellschaft),  

10. D._______,  

11. E._______,  

12. G._______ Trust Reg,   

13. H._______ (Gesellschaft),  

14. I._______ LTD,  

15. J._______ S.A.,  

16. K._______ Inc.,  

17. L._______ Limited,  

18. M._______Unlimited Trust,  

19. F._______,  

20. G._______,  

21. H._______,  

22. I._______,  

alle vertreten durch  

Dr. iur. Beat Badertscher, Rechtsanwalt, Badertscher 

Rechtsanwälte AG,  

Beschwerdeführende,  

  
 

 
gegen 

 
 

Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV,  

Dienst für Informationsaustausch in Steuersachen SEI,  

Eigerstrasse 65, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Amtshilfe (MAC). 

 

 

 

A-7290/2023 

Seite 3 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Mit Schreiben vom 15. Mai 2023 hat die zuständige israelische Be-

hörde (Ministry of Finance, Israel Tax Authority, International Tax Division 

[nachfolgend: ITA]), gestützt auf Art. 5 des Übereinkommens vom 25. Ja-

nuar 1988 über die gegenseitige Amtshilfe in Steuersachen, geändert 

durch das Protokoll vom 27. Mai 2010 (Convention on Mutual Administra-

tive Assistance in Tax Matters MAC; SR 0.652.1), von Israel ratifiziert am 

31. August 2016 und von der Schweizerischen Eidgenossenschaft ratifi-

ziert am 26. September 2016, ein Amtshilfeersuchen (nachfolgend: Amts-

hilfeersuchen) an die Eidgenössische Steuerverwaltung (nachfolgend: 

ESTV) gerichtet (act. 1 der Akten der Vorinstanz [nachfolgend: act]. 

A.b Als vom Ersuchen betroffene Person wird A._______, Israel (nachfol-

gend: betroffene Person bzw. taxpayer 1), genannt (act. 1, Ziff. 7). Diese 

Person steht – gemäss von der Schweiz automatisch ausgetauschten Fi-

nanzkonten – in Verbindung mit Bankkundenbeziehungen, weIche anhand 

einer dem Amtshilfeersuchen beigelegten Liste bei den Banken «(Bank 1), 

(Bank 2), (Bank 3), (Bank 4), (Bank 5), (Bank 6), (Bank 7), und (Bank 8)» 

(nachfolgend gemeinsam: Banken) identifiziert wurden (act. 1, Ziff. 12,15). 

A.c Die ITA beschrieb den Sachverhalt im Amtshilfeersuchen wie folgt: 

Taxpayer 1 is an Israeli Taxpayer which obligated to declare on his in-

comes or capital gain derived from alienation of assets, even if he derived 

it outside of Israel, based on the Israeli tax system and should be declared 

and taxed under the Israel Tax Ordinance. 

The ITA had received information via CRS [Common Reporting Standard] 

from your jurisdiction regarding the Taxpayer 1 's bank accounts 

Please find the accounts details in Annex l. 

The ITA has a reasonable suspicion to believe that Taxpayer 1 is related 

to the bank accounts, indirectly or directly and he is the beneficial owner. 

As of today, the Taxpayer failed to fully comply with the ITA demands and 

provided only partial information regarding this bank accounts. This is to 

confirm that the ITA has utilized, to the fullest, its available resources on 

the subject. 

Des Weiteren erläutert die ITA in ihrem Ersuchen, dass: 

A-7290/2023 

Seite 4 

a)  all information obtained through the request will be treated confiden-

tially and used solely for those purposes set out in the agreement that 

constitutes the basis for this request; 

b) the request is in line with the laws and administrative practices of the 

authority in charge and the agreement which forms the basis for this 

request; 

c) in similar circumstances, the information would be available under the 

application of domestic laws and administrative practices; 

d) it has exhausted all regular sources of information available under its 

domestic tax procedure. 

A.d Gestützt auf den dargelegten Sachverhalt ersuchte die ITA die ESTV 

um die Übermittlung der folgenden Informationen für den Zeitraum vom 

1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2021 betreffend Einkommen- und Kapi-

talgewinnsteuern («Income Tax», «Capital Gains Tax»; act. 1, Ziff. 9, 10): 

1.  For the bank account that mention in ANNEX 1 please provide the 

following information: 

a.  Identification (first name, last name, address. date of birth, ID, num-

ber/passport number) of the account holder(s), the beneficial(s) 

owner(s) and/or the authorized person, signatory(ies); 

b.  a copy of the following documents: Account opening form(s) (incl. 

Form A or other documents assessing the beneficial ownership) 

during the relevant period; Identification documents of the persons 

mentioned; Power of attorney of the persons mentioned; State-

ments of financial assets as of each year in the relevant period; 

Account statements from 1 January 2016 to 31 December 2021; 

c.  The closing date of the account and a copy of the closing order; 

d.  Details of the delivery address(es) of the bank documents, if not 

already visible in the opening form; 

e.  If an e-banking contract exists/existed, details of the authorized 

person(s). 

2.  In case other bank accounts would exist at the above mentioned Bank, 

with the concerned as the hoIder, the beneficial owner or an author-

ized person, please provide all the information required. 

A-7290/2023 

Seite 5 

A.e Mit E-Mail vom 17. Mai 2023 hat die ESTV die ITA um Erläuterung in 

Bezug auf die Zeitperiode wie auch den Bezug der ersuchten Informatio-

nen zur betroffenen Person gebeten (act. 3). 

A.f Im Antwort-E-Mail vom 12. Juni 2023 bestätigte die ITA, dass der be-

troffenen Person ein vorsätzliches und kriminelles Verhalten im Sinne von 

Art. 28 Abs. 7 MAC vorgeworfen werden könne. Betreffend den zweiten 

Klärungspunkt führte die ITA aus, dass der begründete Verdacht bestehe, 

dass die betroffene Person hinter all diesen in Annex 1 genannten Bank-

konten stehe. Die unter diesen Konten genannten Personen seien zu-

nächst unmittelbare Angehörige der betroffenen Person. Ausserdem sei 

diese die tatsächlich beherrschende Person hinter den Konten. Es werde 

daher auch um Informationen zu den Konten bei den weiteren im Annex 

genannten Banken gebeten (act. 5). 

A.g Mit E-Mail vom 23. Juni 2023 wies die ESTV die ITA darauf hin, dass 

das Ersuchen aufgrund der grossen Anzahl an Bankbeziehungen neu als 

Listenersuchen behandelt werde und es daher eine neue Referenznummer 

gebe. Zudem nahm die ESTV zur Kenntnis, dass die ITA die Dringlichkeit 

der Abhandlung des Amtshilfeersuchens aufgrund der am 24. Januar 2024 

eintretenden Verjährung, geltend macht. Diesbezüglich fragte die ESTV 

nach, ob sie in der Annahme, dass die Informationen auch noch nach die-

sem Datum für die ITA von Nützlichkeit seien, richtig liege (act. 6). Die Rich-

tigkeit dieser Annahme hat die ITA mit E-Mail vom 16. Juli 2023 bestätigt 

(act. 13). 

A.h Mit Editionsverfügungen der ESTV vom 18. und 19. Juli 2023 wurden 

die Banken aufgefordert, die ersuchten Informationen zu edieren (act. 14-

27). Ebenfalls wurden sie ersucht, sämtliche betroffenen bzw. beschwer-

deberechtigten (im Ausland ansässigen) Personen mit einem Informations-

schreiben der ESTV zu bedienen. In diesem Schreiben informierte die 

ESTV über das laufende Amtshilfeverfahren. Die betroffenen bzw. be-

schwerdeberechtigten Personen wurden in diesem Rahmen aufgefordert, 

der ESTV innerhalb von 10 Tagen ihre Schweizer Adresse anzugeben oder 

eine zur Zustellung bevollmächtigte Person in der Schweiz zu bezeichnen. 

In ihren Antwortschreiben zur jeweiligen Editionsverfügung bestätigten die 

beteiligten Banken, die der Editionsverfügung beigelegten Notifikations-

schreiben an die betroffene Person sowie an die beschwerdeberechtigten 

Personen – soweit möglich – verschickt zu haben (act. 38, 45, 47, 49, 50, 

52, 64; vgl. auch Schlussverfügung vom 29. November 2023 [act. 86], 

Bst. L).  

A-7290/2023 

Seite 6 

A.i Mit Schreiben vom 25. September 2023 gewährte die ESTV dem 

Rechtsvertreter der Beschwerdeführenden Akteneinsicht, teilte mit, dass 

sie die Gewährung der Amtshilfe beabsichtige, informierte über die Infor-

mationen, die zur Übermittlung vorgesehen seien, und setzte eine Frist von 

10 Tagen an, um der Übermittlung zuzustimmen oder eine Stellungnahme 

einzureichen (act. 70). 

A.j Nach Durchführung des innerstaatlichen Verfahrens erkannte die ESTV 

mit Schlussverfügung vom 29. November 2023, dass Amtshilfe betreffend 

die betroffene Person zu leisten sei und die sich in der Beilage befindenden 

Informationen betreffend die beschwerdeberechtigten Personen zu über-

mitteln seien. Informationen, die ausserhalb des ersuchten Zeitraums lie-

gen, würden nicht übermittelt. Die ESTV werde das ITA darauf hinweisen, 

dass die übermittelten Informationen nur in Verfahren gegen die betroffene 

Person und nur für den im Ersuchen genannten Sachverhalt verwendet 

werden dürfen und der Geheimhaltung unterliegen (Ziff. 1 und 2 des Dis-

positivs der Schlussverfügung vom 29. November 2023, act. 86). 

B.  

B.a Dagegen lassen die betroffene Person und die beschwerdeberechtig-

ten Personen (nachfolgend gesamthaft auch Beschwerdeführende) am 

23. Dezember 2023 Beschwerde vor dem Bundesverwaltungsgericht erhe-

ben und unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. der gesetzlichen 

Mehrwertsteuer zu Lasten der ESTV beantragen:  

1. Das Amtshilfeersuchen [der ITA] vom 14. Mai 2023, ergänzt am 12. Juni 

2023, sei abzuweisen und die Schlussverfügung vom 29. November 2023 

sei aufzuheben. 

2. Es sei der betroffenen Person und der/n beschwerdeberechtigten Per-

son(en) uneingeschränkte Akteneinsicht zu gewähren. 

3. Es seien [von der ITA] weitere Erklärungen zu der voraussichtlichen Erheb-

lichkeit der ersuchten Informationen zu verlangen. 

4. Eventualiter seien sämtliche Namen und Identitäten vom Amtshilfeersu-

chen nicht betroffenen Personen zu schwärzen. 

5. Subeventualiter seien lediglich die im Amtshilfeersuchen [der ITA] vom 

14. Mai 2023 ausdrücklich genannten und geforderten Unterlagen und In-

formationen herauszugeben, insbesondere die Bucket List sei nicht zu 

übermitteln.  

A-7290/2023 

Seite 7 

6. Subsubeventualiter sei [die ITA] im Dispositiv der Schlussverfügung wie 

folgt ausdrücklich auf das Spezialitätsprinzip hinzuweisen: «Das Ministry of 

Finance, Israel Tax Authority, wird auf die Einschränkungen bei der Ver-

wendung der amtshilfeweise übermittelten Informationen und die Geheim-

haltungspflichten gemäss den Amtshilfebestimmungen der MAC (Art. 22 

Ziff. 1 und 2 MAC) aufmerksam gemacht, insbesondere darauf, dass die 

Informationen nur in Verfahren gegen die in Israel steuerpflichtige be-

troffene Person und für den im Ersuchen erwähnten Tatbestand verwendet 

werden dürfen und gemäss Art. 22 Ziff. 1 und 2 MAC geheim zu halten 

sind.» 

B.b Die Vorinstanz erliess am 29. November 2023 zusätzlich separate 

Schlussverfügungen mit Bezug auf die betroffene Person und die jeweili-

gen Konto- und Depotinhaber bzw. Personen, die eine direkte Inhaber-

schaft an einem Konto aufweisen (bzw. die jeweiligen beschwerdeberech-

tigten Personen). Die betreffenden Schlussverfügungen sind mit Bezug auf 

die einzelnen beschwerdeberechtigten Personen inhaltlich mit der oben er-

wähnten Schlussverfügung identisch.  

C.  

C.a Gegen diese Schlussverfügungen liessen die betroffene Person und 

die jeweils beschwerdeberechtigten Personen am 22. bzw. 23. Dezember 

2023 ebenfalls separat – aber inhaltlich soweit relevant identisch – Be-

schwerde beim Bundesverwaltungsgericht erheben. Das Bundesverwal-

tungsgericht nimmt diese Beschwerden folglich auch als separate Be-

schwerden entgegen und eröffnet je ein Beschwerdeverfahren. 

C.b Mit Zwischenverfügung vom 8. März 2024 vereinigt der Instruktions-

richter die entsprechenden Beschwerdeverfahren mit den Geschäftsnum-

mern A-7290/2023, A-7229/2023, A-0020/2024, A-0033/2024, 

A-0034/2024, A-0035/2024, A-0038/2024, A-0039/2024, A 0040/2024, 

A-0041/2024, A-0042/2024, A-0043/2024, A-0044/2024, A-0045/2024, 

A-0046/2024, A-0049/2024, A 0070/2024, A-0071/2024, A-0072/2024, 

A-0073/2024, A-0074/2024, A-0075/2024, A-0120/2024, A-0121/2024, 

A-0126/2024, A-0127/2024, A-0129/2024, A-0130/2024, A-0132/2024, 

A-0133/2024, A-0134/2024, A-0160/2024, A-0162/2024, A-0164/2024, 

A-0165/2024, A-0166/2024, A-0167/2024, A-0168/2024, A-0170/2024, 

A-0174/2024, A 0175/2024, A-0209/2024, A-0210/2024, A-0211/2024, 

A-0212/2024 und führt sie unter der Nummer A-7290/2023 weiter. 

C.c Mit Vernehmlassung vom 19. April 2024 schliesst die Vorinstanz auf 

vollumfängliche und kostenpflichtige Abweisung der Beschwerde. Den 

Schwärzungsanträgen sei insoweit zu entsprechen, als dass die ESTV 

A-7290/2023 

Seite 8 

nachträglich (einzeln aufgelistete) Schwärzungsbegehren der Beschwer-

deführenden übernehmen werde. 

C.d Mit Schreiben vom 26. April 2024 bitten die Beschwerdeführenden um 

Ansetzung einer Frist zur Einreichung der Replik und beantragen Akten-

einsicht, welche ihnen mit Verfügung vom 2. Mai 2024 gewährt wird. 

C.e Mit Replik vom 27. Mai 2024 halten die Beschwerdeführenden an ihren 

Anträgen und ihrem Standpunkt fest. 

C.f Die Vorinstanz äussert sich in ihrer Eingabe vom 4. Juni 2024 zu ein-

zelnen Aspekten (u.a. zum Spezialitätsprinzip). 

C.g Mit Eingabe vom 31. Juli 2024 halten die Beschwerdeführenden an ih-

ren Anträgen fest und untermauern ihren Standpunkt mit nachgereichten 

Dokumenten. 

C.h Mit Eingabe vom 12. August 2024 verweist die Vorinstanz auf ihre 

Schlussverfügungen vom 29. November 2023 sowie auf ihre Vernehmlas-

sung vom 19. April 2024. 

Auf die weiteren Vorbringen der Verfahrensbeteiligten sowie die Akten wird 

– sofern und soweit entscheidwesentlich - im Rahmen der nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das vorliegende Amtshilfeersuchen vom 15. Mai 2023 stützt sich auf 

das MAC. Dieses hält in seinem Art. 21 Abs. 1 ausdrücklich fest, dass die 

Rechte und Sicherheiten, die Personen durch das Recht oder die Verwal-

tungspraxis des ersuchten Staates gewährt werden, nicht berührt werden. 

Die Schweiz ist also explizit befugt, ihr innerstaatliches Verfahren durchzu-

führen, um zu entscheiden, ob dem ersuchenden Staat Amtshilfe zu leisten 

ist. 

Das entsprechende Verfahren richtet sich nach dem Bundesgesetz vom 

28. September 2012 über die internationale Amtshilfe in Steuersachen 

(Steueramtshilfegesetz, StAhiG, SR 651.1; Art. 1 Abs. 1 Bst. b StAhiG, 

Art. 24 StAhiG e contrario), soweit das MAC keine abweichenden 

A-7290/2023 

Seite 9 

Bestimmungen enthält (Art. 1 Abs. 2 StAhiG). Gemäss Art. 19 Abs. 5 StA-

hiG gelten die Bestimmungen über die Bundesrechtspflege, soweit das 

StAhiG keine abweichenden Bestimmungen aufstellt. 

1.2 Das Bundesverwaltungsgericht beurteilt gemäss Art. 31 des Bundes-

gesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungsgericht (VGG, 

SR 173.32) Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesge-

setzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, 

SR 172.021). Zu den beim Bundesverwaltungsgericht anfechtbaren Verfü-

gungen gehören auch Schlussverfügungen der ESTV im Bereich der inter-

nationalen Amtshilfe in Steuersachen (vgl. Art. 32 VGG e contrario sowie 

Art. 19 Abs. 1 und 5 StAhiG). Die Zuständigkeit des Bundesverwaltungs-

gerichts zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde ist somit gegeben. 

1.3  

1.3.1 Gemäss vorliegendem Amtshilfeersuchen führt die ersuchende Be-

hörde eine Untersuchung in Bezug auf die betroffene Person durch. Diese 

ist damit eine vom Amtshilfeersuchen formell betroffene Person und hat 

zudem am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen. Die von den Banken 

edierten Unterlagen beinhalten zudem Kontoinformationen betreffend die 

übrigen Beschwerdeführenden. Diese sind daher vom Amtshilfeersuchen 

materiell betroffen und zudem Adressaten der angefochtenen Verfügun-

gen. Aufgrund des Gesagten sind sämtliche Beschwerdeführenden zur Be-

schwerde legitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 19 Abs. 2 StAhiG). 

1.3.2 Dies gilt auch für die Beschwerdeführenden 12 und 18, da sich im 

internationalen Verhältnis die Partei- und Prozessfähigkeit nach dem glei-

chen Recht beurteilt, wie die Rechts- und Handlungsfähigkeit (BGE 111 II 

352 E. 1b m.w.H.). Massgebend ist bei juristischen Personen das Recht 

des Personalstatuts (vgl. Art. 154 und Art. 155 lit. c IPRG), d.h. des Ortes, 

wo die juristische Person errichtet wurde (Inkorporationstheorie) oder ihren 

statutarischen oder effektiven Sitz hat (BGE 111 II 352 E. 1b; 108 II 125 

und 400; 105 II 111; 102 II 580 E. 7a mit Hinweisen; Urteil des BGer 

2C_303/2010 vom 24. Oktober 2011 E. 2.3.1). Das Trustunternehmen 

(Trust reg.; vgl. Firma der Beschwerdeführerin 12) – eine Rechtsform aus 

Liechtenstein – kann körperschaftsähnlich strukturiert sein oder stiftungs-

rechtliche Grundzüge annehmen und sowohl zu kommerziellen als auch 

zu vermögensverwaltungstechnischen Zwecken gegründet werden. Der 

Trust reg. hat eigene Rechtspersönlichkeit und entstammt dem Versuch 

der Rezeption des US Business Trust (HEIM KATHRIN/WETTSTEIN TAMARA, 

in:  VSB 2020, Praxiskommentar zur Vereinbarung über die Standesregeln 

A-7290/2023 

Seite 10 

zur Sorgfaltspflicht der Banken, 4. Aufl., 2019, Art. 41 Trusts; KÜNZLE HANS 

RAINER, § 12 Trusts aus Schweizer Perspektive, in: Gasser Johannes 

(Hrsg.), Liechtensteinisches Trustrecht, Praxishandbuch, Bern 2020, 

S. 479). Für die Beschwerdeführerin 18 ergibt sich die Rechtsform der ju-

ristischen Person bzw. ihre Parteifähigkeit aus dem Handelsregisterauszug 

(Beilage 95 zu act. 81).  

1.3.3 Die Beschwerden wurden überdies form- und fristgerecht eingereicht 

(Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 19 Abs. 5 StAhiG). Auf 

die Beschwerden ist – vorbehältlich des sogleich Folgenden – einzutreten. 

1.3.4 Vorliegend sind die Schlussverfügungen mit der ESTV-internen 

Stammnummer (…) angefochten, welche sich auf das Amtshilfeersuchen 

hinsichtlich der betroffenen Person stützen (Zwischenverfügung vom 

8. März 2024, Ziff. 1). Aus der Begründung der Beschwerden ergibt sich, 

dass die Beschwerdeführenden mit ihrem Eventualantrag auch Schwär-

zungen beantragen, welche nicht die angefochtenen Schlussverfügungen 

betreffen, sondern jene mit der ESTV-internen Stammnummer (…) (Be-

schwerde, S. 26 ff.). Diese sind jedoch Gegenstand des Beschwerdever-

fahrens A-7227/2023. Soweit die Beschwerdeführenden Anträge auf 

Schwärzungen von zu übermittelnden Informationen stellen, welche nicht 

Gegenstand des vorliegende Beschwerdeverfahrens bilden, ist auf die 

Schwärzungsanträge nicht einzutreten. 

1.3.5 Auf Rechtsmittel, welche stellvertretend für Dritte bzw. in deren Inte-

resse erhoben werden, ist gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung 

nicht einzutreten (BGE 139 II 404 E. 11.1 und 137 IV 134 E. 5.2.2; Urteil 

des BVGer A-6928/2019 vom 13. Dezember 2021 E. 1.4.3 m.w.H.). Der 

Eventualantrag (Schwärzungsanträge) betrifft – soweit das vorliegende 

vereinigte Verfahren betreffend – teilweise Drittinteressen. Auf im Interesse 

von Dritten gestellte Anträge um Schwärzung von Informationen ist recht-

sprechungsgemäss nicht einzutreten (vgl. Urteil des BGer 2C_1037/2019 

vom 27. August 2020 E. 6.2 [nicht publiziert in BGE 147 II 116]; BGE 143 

II 506 E. 5.1; Urteil des BVGer A-3961/2022 vom 8. April 2024 E. 1.4.2 

m.w.H. [das BGer ist mit Entscheid 2C_208/2024 vom 8. Mai 2024 auf die 

Beschwerde nicht eingetreten]). Vorbehalten bleibt eine Überprüfung der 

Schwärzungsanträge unter dem Gesichtspunkt der voraussichtlichen Er-

heblichkeit (vgl. E. 5.6).  

1.4 Das Bundesverwaltungsgericht kann die angefochtenen Schlussverfü-

gungen in vollem Umfang überprüfen. Die Beschwerdeführenden können 

A-7290/2023 

Seite 11 

neben der Verletzung von Bundesrecht (Art. 49 Bst. a VwVG) und der un-

richtigen oder unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sach-

verhalts (Art. 49 Bst. b VwVG) auch die Unangemessenheit rügen (Art. 49 

Bst. c VwVG). 

1.5 Dem prozessualen Antrag der Beschwerdeführenden auf uneinge-

schränkte Akteneinsicht wurde im Rahmen des Verfahrens vor dem Bun-

desverwaltungsgericht entsprochen (vgl. Bst. C.d vorstehend). Folglich er-

übrigen sich weitere Ausführungen zum Prozessantrag. 

2.  

2.1 Sowohl Israel als auch die Schweiz sind Vertragsparteien des MAC, 

worauf sich das vorliegende Amtshilfeersuchen vom 15. Mai 2023 stützt. 

Unter anderem ist in diesem Staatsvertrag die Leistung von Amtshilfe auf 

Ersuchen vorgesehen (Art. 5 MAC). 

2.2 Gemäss Art. 5 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 MAC erteilt der 

ersuchte Staat auf Ersuchen des anderen Staates letzterem alle Informati-

onen, die für die Anwendung beziehungsweise Durchsetzung seines inner-

staatlichen Rechts betreffend die unter das MAC fallenden Steuern voraus-

sichtlich erheblich sind. In Bezug auf die unter das MAC fallenden Steuern 

(Art. 2 MAC) hat die Schweiz jedoch einen Vorbehalt im Sinne von Art. 30 

Abs. 1 Bst. a MAC angebracht und leistet keine Amtshilfe hinsichtlich  

Steuern, die unter eine der in Art. 2 Abs. 1 Bst. b Ziff. ii bis iv MAC aufge-

führten Kategorien fallen (der Vorbehalt ist am Ende der SR 0.652.1 unter 

«Vorbehalte und Erklärungen» als Ziff. 1 publiziert). Unter anderem leistet 

die Schweiz demnach keine Amtshilfe für allgemeine Verbrauchssteuern 

wie Mehrwert- und Umsatzsteuern (Art. 2 Abs. 1 Bst. b Ziff. iii Bst. C MAC). 

2.3  

2.3.1 Nach Art. 28 Abs. 6 MAC gilt dieses Übereinkommen für die Amtshilfe 

im Zusammenhang mit Besteuerungszeiträumen, die am oder nach dem 

1. Januar des Jahres beginnen, das auf das Jahr folgt, in dem das Über-

einkommen in der durch das Protokoll von 2010 geänderten Fassung für 

eine Vertragspartei in Kraft getreten ist. Für die Schweiz ist das Überein-

kommen am 1. Januar 2017 in Kraft getreten, weshalb diese grundsätzlich 

Amtshilfe gewähren kann für Besteuerungszeiträume ab dem 1. Januar 

2018.  

2.3.2 Allerdings wird – vom Grundsatz von Art. 28 Abs. 6 MAC abwei-

chend – gemäss Art. 28 Abs. 7 MAC der zeitliche Anwendungsbereich des 

A-7290/2023 

Seite 12 

MAC für Fälle im Zusammenhang mit vorsätzlichem Verhalten, das nach 

dem Strafrecht der ersuchenden Vertragspartei der strafrechtlichen Verfol-

gung unterliegt, ausgeweitet, und zwar ab dem Zeitpunkt des Inkrafttretens 

für eine Vertragspartei im Zusammenhang mit früheren Besteuerungszeit-

räumen oder Steuerverbindlichkeiten. Eine Einschränkung der amtshilfefä-

higen Besteuerungszeiträume bzw. Steuerverbindlichkeiten geht aus dem 

Wortlaut von Art. 28 Abs. 7 MAC nicht hervor. Indessen hat die Schweiz 

von der Möglichkeit des Vorbehalts nach Art. 30 Abs. 1 Bst. f MAC Ge-

brauch gemacht und hat erklärt, sie wende in Fällen, in denen es einen 

Besteuerungszeitraum gebe, Art. 28 Abs. 7 MAC nur auf Amtshilfe im Zu-

sammenhang mit Besteuerungszeiträumen an, die am oder nach dem 

1. Januar des dritten Jahres vor dem Jahr beginnen, in dem das Überein-

kommen für eine Vertragspartei in Kraft getreten ist (vgl. Urteil des BVGer 

A-179/2022 vom 14. Februar 2023 E. 2.3.2 m.w.H. [Entscheid bestätigt 

durch BGer mit Urteil 2C_156/2023 vom 21. März 2023]). 

2.3.3 Damit Amtshilfe geleistet werden kann, muss das Amtshilfeabkom-

men für beide Parteien anwendbar sein (vgl. Botschaft vom 5. Juni 2015 

zur Genehmigung des Übereinkommens des Europarats und der OECD 

über die gegenseitige Amtshilfe in Steuersachen und zu seiner Umsetzung 

[Änderung des Steueramtshilfegesetzes]; BBl 2015 5585 5619 f.).  

Für die Schweiz ist das Übereinkommen am 1. Januar 2017 in Kraft getre-

ten, für Israel am 1. Dezember 2016. Unter Berücksichtigung der Bestim-

mungen von Art. 30 Abs. 1 Bst. f MAC (vgl. E. 2.3.2) kann somit in Fällen 

von gestützt auf Art. 28 Abs. 7 MAC erfolgten Amtshilfeersuchen ab dem 

1. Januar 2014 Amtshilfe geleistet werden (vgl. Urteil des BVGer  

A-179/2022 vom 14. Februar 2023 E. 2.3.3 m.w.H.).  

2.4  

2.4.1 Gemäss Art. 18 Abs. 1 MAC muss ein Ersuchen um Informationen, 

soweit erforderlich, Angaben über jene Behörde oder Stelle enthalten, von 

der das durch die zuständige Behörde gestellte Ersuchen ausgeht (Bst. a), 

sowie Namen, Anschrift oder alle sonstigen Angaben, welche die Identifi-

zierung der Personen, derentwegen das Ersuchen gestellt wird, ermögli-

chen (Bst. b). Weiter hat die ersuchende Behörde anzugeben, in welcher 

Form sie die Informationen, um die sie ersucht, erhalten möchte (Bst. c) 

bzw. Angaben zu machen über die Art und den Gegenstand von Schriftstü-

cken, um deren Zustellung ersucht wird (Bst. e). Schliesslich hat das Ersu-

chen Angaben darüber zu enthalten, ob es dem Recht und der Verwal-

tungspraxis des ersuchenden Staates entspricht (Bst. f) und ob der 

A-7290/2023 

Seite 13 

ersuchende Staat alle angemessenen und nach seinem Recht oder seiner 

Verwaltungspraxis zur Verfügung stehenden Massnahmen ausgeschöpft 

hat, es sei denn, das Zurückgreifen auf diese Massnahmen würde unver-

hältnismässig grosse Schwierigkeiten mit sich bringen (Bst. f i.V.m. Art. 21 

Abs. 2 Bst. g MAC). Zudem ist das Amtshilfeersuchen in einer der Amts-

sprachen der OECD und des Europarats oder einer von den betreffenden 

Vertragsparteien zweiseitig vereinbarten Sprache abzufassen (Art. 25 

MAC). 

Die ähnlich lautenden Voraussetzungen gemäss Art. 6 Abs. 1 und 2 StAhiG 

treten hinter diese Bestimmungen des MAC grundsätzlich zurück (Art. 1 

Abs. 2 StAhiG; zum Ganzen: Urteil des BVGer A-179/2022 vom 14. Feb-

ruar 2023 E. 2.4 m.w.H.). 

2.4.2 Gemäss Art. 6 Abs. 1 StAhiG muss allerdings das Ersuchen eines 

ausländischen Staates schriftlich in einer schweizerischen Amtssprache 

oder in Englisch gestellt werden. Sinn und Zweck eines Schrifterfordernis-

ses ist im Allgemeinen, dass Klarheit über den Inhalt geschaffen wird, was 

wiederum der Rechtssicherheit dient. Darüber hinaus sollen durch die 

Schriftlichkeit diverse Unsicherheiten, etwa in Bezug auf die Identifizierung 

des Absenders sowie die Verifizierung der Unterschrift, vermieden werden 

(vgl. Urteil des BGer 1B_304/2013 vom 27. September 2013 E. 2.4; zum 

Ganzen: Urteil des BGer 8C_259/2015 vom 24. Februar 2016 E. 4.3; Urteil 

des BVGer A-3972/2019 vom 22. März 2021 E. 4.3.2). Somit ist das (wie 

es langjähriger Praxis entspricht) als verschlüsselter E-Mail-Anhang einge-

reichte Amtshilfeersuchen als rechtsgenüglich zu betrachten (zum Ganzen: 

Urteil des BVGer A-2243/2022 vom 21. März 2023 E. 2.4 m.w.H. [Ent-

scheid bestätigt durch Urteil des BGer 2C_203/2023 vom 1. Juli 2024]). 

2.5 In Art. 21 Abs. 2 MAC wird aufgezählt, unter welchen Voraussetzungen 

der ersuchte Staat nicht zur Amtshilfe verpflichtet ist bzw. welche Handlun-

gen er nicht vorzunehmen braucht. Hier ist insbesondere auf Art. 21 Abs. 2 

Bst. d MAC hinzuweisen, wonach der ersuchte Staat nicht verpflichtet ist, 

Informationen zu erteilen, die ein Handels-, Industrie-, Gewerbe- oder Be-

rufsgeheimnis oder ein Geschäftsverfahren preisgeben würden oder deren 

Preisgabe der öffentlichen Ordnung (ordre public) widersprechen würde. 

(Urteil des BVGer A-3576/2020 vom 1. März 2021 E. 2.2.7).  

2.6 Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind Ersuchen, die eine 

Mehrzahl von Personen betreffen und welche die betroffenen Personen 

namentlich oder mittels einer Liste mit Nummern – etwa Kreditkarten- oder 

A-7290/2023 

Seite 14 

Bankkontonummern – identifizieren, als eine Sammlung einzelner Ersu-

chen zu betrachten. Die ersuchende Behörde fasst diese einzelnen Ersu-

chen aus Gründen der Verfahrensökonomie in einem gemeinsamen Ge-

such zusammen, könnte sie aber grundsätzlich auch einzeln stellen. Für 

solche Ersuchen verwendet das Bundesgericht den Begriff «Listenersu-

chen» («demande collective»; vgl. BGE 146 II 150 E. 4.3, 143 II 628 E. 4.4 

und 5.1; Urteil des BGer 2C_695/2017 vom 29. Oktober 2018 E. 4.4, ver-

öffentlich in: Der Steuerentscheid [StE] 2019 A 31.1 Nr. 14; Urteil des BGer 

2C_893/2015 vom 16. Februar 2017 E. 12.1, nicht publ. in: BGE 143 II 202, 

aber in: Revue de droit administratif et de droit fiscal [RDAF] 2017 II S. 336, 

StE 2017 A 31.2 Nr. 14, SteuerRevue [StR] 72/2017 S. 612; zum Ganzen: 

Urteil des BVGer A-1965/2023 vom 18. März 2024 E. 2.2.1.2 m.w.H.). 

2.7 Die nachfolgend erwähnte Rechtsprechung betreffend die Leistung von 

Amtshilfe auf Ersuchen gestützt auf ein Doppelbesteuerungsabkommen, 

kann für das MAC insoweit übernommen werden, als die entsprechenden 

Bestimmungen unter rechtswesentlichen Aspekten inhaltlich vergleichbar 

sind (vgl. Urteil des BVGer A-179/2022 vom 14. Februar 2023 E. 2.5 

m.w.H.). 

2.7.1 Ein wichtiges Element der internationalen Behördenzusammenarbeit 

bildet der Grundsatz, wonach – ausser bei offenbarem Rechtsmissbrauch 

oder bei berechtigten Fragen im Zusammenhang mit den in Art. 7 StAhiG 

genannten Konstellationen – prinzipiell kein Anlass besteht, an Sachver-

haltsdarstellungen und Erklärungen (wie etwa jene, das Subsidiaritätsprin-

zip sei eingehalten worden) anderer Staaten zu zweifeln (sog. völkerrecht-

liches Vertrauensprinzip; BGE 144 II 206 E. 4.4, 142 II 218 E. 3.3, 142 II 

161 E. 2.1.3 f.). Auf diesem Vertrauen gründet letztlich das ganze Amtshil-

feverfahren. Dementsprechend ist die ESTV an die Darstellung des Sach-

verhalts im Ersuchen insoweit gebunden, als diese nicht wegen offensicht-

licher Fehler, Lücken oder Widersprüche sofort entkräftet werden kann 

(BGE 139 II 451 E. 2.2.1; Urteile des BVGer A-5383/2019 vom 24. Novem-

ber 2020 E. 2.4). Gleiches gilt für die vom ersuchenden Staat abgegebe-

nen Erklärungen (BGE 142 II 218 E. 3.3; Urteile des BVGer A-2664/2020 

vom 26. Januar 2021 E. 6.1.1 f., A-105/2020 vom 22. Januar 2021 E. 2.3.1, 

A-4228/2018 vom 26. August 2019 E. 2.2; vgl. zum Ganzen: Urteil des 

BVGer A-179/2022 vom 14. Februar 2023 E. 2.5.1 m.w.H.). 

2.7.2 Das Amtshilfeverfahren betrifft nicht die materielle Seite des Steuer-

verfahrens. Es ist Sache des ersuchenden Staates, seine eigene Gesetz-

gebung auszulegen und deren Anwendung zu prüfen. Stellt sich eine Frage 

A-7290/2023 

Seite 15 

bei der Anwendung des internen Rechts des ersuchenden Staates, wie bei-

spielsweise die Verjährung der Steuerschuld oder des Steuerwohnsitzes, 

ist diese von den Behörden des ersuchenden Staates zu beantworten 

(BGE 144 II 206 E. 4.6; Urteile des BGer 2C_662/2021, 2C_663/2021 vom 

18. März 2022 E. 5.5.2 f., 2C_954/2015 vom 13. Februar 2017 E. 5.5, 

2C_527/2015 vom 3. Juni 2016 E. 5.7; statt vieler: Urteil des BVGer  

A-5874/2022 vom 14. August 2024 E. 2.10 m.w.H.). Das gilt auch für die 

rechtliche Qualifikation eines Trusts (Urteil des BGer 2C_274/2016 vom 

7. April 2016 E. 4.3; Urteil des BVGer A-5002/2021 vom 29. August 2023 

E. 9.3.1 [Das BGer ist mit Entscheid 2C_543/2023 vom 9. Oktober 2023 

auf die Beschwerde nicht eingetreten]). 

2.7.3  

2.7.3.1 Als zur Anwendung oder Durchsetzung des innerstaatlichen Rechts 

voraussichtlich erheblich gelten Informationen, die für den ersuchenden 

Staat notwendig sind, um eine in diesem Staat steuerpflichtige Person dort 

korrekt zu besteuern (vgl. BGE 142 II 161 E. 2.1.1., 141 II 436 E. 4.4.3; 

Urteil des BVGer A-179/2022 vom 14. Februar 2023 E. 2.5.2.1 m.w.H.).  

Die Voraussetzung der voraussichtlichen Erheblichkeit ist erfüllt, wenn im 

Zeitpunkt der Einreichung des Amtshilfeersuchens eine vernünftige Mög-

lichkeit besteht, dass sich die verlangten Informationen als erheblich erwei-

sen werden (BGE 144 II 206 E. 4.3, 143 II 185 E. 3.3.2; Urteil des BVGer 

A-2676/2017 vom 3. April 2019 E. 3.3.1). Keine Rolle spielt, ob sich diese 

Informationen letzten Endes als nicht erheblich herausstellen sollten 

(vgl. BGE 144 II 206 E. 4.3, 142 II 161 E. 2.1.1).  

2.7.3.2 Ob eine Information tatsächlich erheblich ist, kann in der Regel nur 

der ersuchende Staat abschliessend feststellen. Die Rolle des ersuchten 

Staates bei der Beurteilung der voraussichtlichen Erheblichkeit beschränkt 

sich somit darauf, zu überprüfen, ob die vom ersuchenden Staat verlangten 

Informationen und Dokumente einen Zusammenhang mit dem im Ersu-

chen dargestellten Sachverhalt haben und ob sie möglicherweise dazu ge-

eignet sind, im ausländischen Verfahren verwendet zu werden (BGE 145 II 

112 E. 2.2.1). Vor diesem Hintergrund darf der ersuchte Staat Aus-

künfte – mit der Begründung, dass die verlangten Informationen nicht «vo-

raussichtlich erheblich» im Sinne von Art. 4 Abs. 1 MAC seien – nur ver-

weigern, wenn ein Zusammenhang zwischen den verlangten Angaben und 

der im ersuchenden Staat durchgeführten Untersuchung wenig wahr-

scheinlich bzw. unwahrscheinlich erscheint (vgl. statt vieler: Urteil des 

BVGer A-179/2022 vom 14. Februar 2023 E. 2.5.2.2 m.w.H.).  

http://links.weblaw.ch/BVGer-A-2676/2017

A-7290/2023 

Seite 16 

In letzterem Sinne ist auch Art. 17 Abs. 2 StAhiG zu verstehen, wonach 

Informationen, welche voraussichtlich nicht erheblich sind, nicht übermittelt 

werden dürfen und von der ESTV auszusondern oder unkenntlich zu ma-

chen sind (vgl. statt vieler: Urteile des BVGer A-5383/2019 vom 24. No-

vember 2020 E. 2.2.3, A-4163/2019 vom 22. April 2020 E. 3.1.3 f.). Auch 

wenn damit die «Hürde der voraussichtlichen Erheblichkeit» gemäss bun-

desgerichtlicher Rechtsprechung nicht sehr hoch ist (BGE 145 II 112 

E. 2.2.1; zum Ganzen: BGE 143 II 185 E. 3.3.2, 142 II 161 E. 2.1.1; Urteil 

des BVGer A-4167/2020 und A-4169/2020 vom 18. Januar 2021 E. 6.3), 

so ist sie dennoch vorhanden und zu beachten (zum Ganzen: Urteil des 

BVGer A-179/2022 vom 14. Februar 2023 E. 2.5.2.2 m.w.H.). 

2.7.3.3 Eine Information, die einen Dritten betrifft, ist wie erwähnt 

(E. 2.7.3.1) voraussichtlich erheblich, wenn sie geeignet ist, die Steuersi-

tuation des betroffenen Steuerpflichtigen zu klären. Dies ist namentlich bei 

Informationen über eine vom Steuerpflichtigen beherrschte Gesellschaft 

der Fall (BGE 142 II 69 E. 3.1). Dabei ist im Kontext mit Amtshilfeersuchen 

das Verb «beherrschen» bzw. «gehalten von» («held by») nach der bun-

desgerichtlichen Rechtsprechung in einem weiten Sinn zu verstehen. Von 

einem Amtshilfeersuchen umfasst sind daher nicht nur direkt gehaltene 

Bankkonten, d.h. Bankkonten, deren rechtliche Inhaberin die betroffene 

Person für den relevanten ersuchten Zeitraum war oder ist, sondern auch 

indirekt gehaltene Konten, mithin namentlich eine allfällige wirtschaftliche 

Berechtigung oder Zeichnungsberechtigung der betroffenen Person an ei-

nem Bankkonto (BGE 147 II 116 E. 5.3.2 f.; Urteil des BGer 2C_1037/2019 

vom 27. August 2020 E. 5.3.1 ff.; Urteil des BVGer A-843/2021 vom 9. De-

zember 2021 E. 3.1.2). Informationen über juristische Personen können 

somit von einem Amtshilfeersuchen erfasst sein, wenn diese vermutungs-

weise vom Steuerpflichtigen – hier von der betroffenen Person im vorge-

nannten Sinn – beherrscht werden (vgl. Urteil des BVGer A-1450/2021 

vom 3. Mai 2022 E. 7.3.3; ANDREA OPEL, in: Zweifel/Beusch/Oesterhelt 

[Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Amtshilfe, 2020, 

N 106 zu § 3; zum Ganzen: Urteil des BVGer A-2929/2023 vom 28. Feb-

ruar 2024 E. 2.3.8). 

2.7.3.4 Bei der Beurteilung, ob die verlangten Informationen voraussicht-

lich erheblich sind, hat der ersuchte Staat nicht die Anwendung des inner-

staatlichen Verfahrensrechts des ersuchenden Staates zu prüfen. Es ge-

nügt, dass die Informationen möglicherweise geeignet sind, um im auslän-

dischen Verfahren verwendet zu werden. Der ersuchte Staat kann die 

Frage, ob das Steuerverfahren im Ausland begründet ist, nur einer 

A-7290/2023 

Seite 17 

Plausibilitätskontrolle unterziehen. Auch hat er nicht zu prüfen, ob proze-

durale Hindernisse – in Anwendung des internen Rechts des ersuchenden 

Staates – der Verwendung der erhaltenen Informationen entgegenstehen 

könnten. Eine solche Herangehensweise wäre im Kontext der internatio-

nalen Zusammenarbeit und mit Blick auf die Besonderheiten jedes natio-

nalen Verfahrensrechts nicht haltbar. Der ersuchte Staat verfügt im Übrigen 

nicht über die notwendigen Grundlagen, um die Korrektheit der Vorbringen 

der betroffenen steuerpflichtigen Person in Bezug auf die Prozessregeln 

des ersuchenden Staates zu prüfen (zum Ganzen: BGE 144 II 206 E. 4.3 

zweiter Absatz m.w.H; Urteil des BVGer A-179/2022 vom 14. Februar 2023 

E. 2.5.2.3 m.w.H.).  

2.7.4 Nach dem in Art. 21 Abs. 2 Bst. g MAC statuierten Subsidiaritätsprin-

zip muss der ersuchende Vertragsstaat, bevor er ein Amtshilfeersuchen 

stellt, alle angemessenen und nach seinem Recht oder seiner Verwal-

tungspraxis zur Verfügung stehenden Massnahmen ausgeschöpft haben, 

es sei denn, das Zurückgreifen auf diese Massnahmen würde unverhält-

nismässig grosse Schwierigkeiten mit sich bringen (vgl. auch Urteil des 

BVGer A-179/2022 vom 14. Februar 2023 E. 2.5.3 m.w.H.). 

2.7.5 Gemäss Art. 21 Abs. 2 Bst. c MAC ist die Schweiz als ersuchter Staat 

nicht verpflichtet, Informationen zu erteilen, die nach seinem eigenen 

Recht oder seiner eigenen Verwaltungspraxis oder nach dem Recht des 

ersuchenden Staates oder dessen Verwaltungspraxis nicht beschafft wer-

den können. Das Prinzip der Reziprozität bezieht sich somit nicht bloss auf 

die Möglichkeit, im jeweils anderen Staat ein Amtshilfeersuchen stellen zu 

können, sondern es beinhaltet auch die Erhältlichkeit der Informationen in 

einem innerstaatlichen Verfahren. 

In der Praxis ist es jedoch häufig schwierig zu ermitteln, ob der um Amts-

hilfe ersuchende Staat nach seinem Recht die fraglichen Informationen be-

schaffen könnte bzw. Amtshilfe leisten dürfte, weshalb das OECD-Amtshil-

femusterabkommen vorsieht, dass der ersuchende Staat mit dem Amtshil-

feersuchen eine entsprechende Bestätigung abgeben muss. Liegt eine 

entsprechende Bestätigung des ersuchenden Staates vor, darf der um 

Amtshilfe ersuchte Staat aufgrund des völkerrechtlichen Vertrauensprin-

zips die Gewährung von Amtshilfe wegen fehlender Reziprozität nur dann 

ablehnen, wenn er Gründe dafür hat, dass die abgegebene Erklärung klar-

erweise unzutreffend ist (zum Ganzen: Urteil des BGer 2C_646/2017 vom 

9. April 2018 E. 2.1 und E. 2.4; Urteil des BVGer A-179/2022 vom 14. Feb-

ruar 2023 E. 2.5.4.1 m.w.H.). 

A-7290/2023 

Seite 18 

2.7.6 Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist nicht von einer all-

gemeinen Informationspflicht gegenüber sämtlichen vom Amtshilfeersu-

chen betroffenen Drittpersonen, über die Informationen aufgrund der vo-

raussichtlichen Erheblichkeit für die Veranlagung der im ersuchenden 

Staat steuerpflichtigen Person übermittelt werden sollen, auszugehen. Die 

ESTV hat nur diejenigen Personen über das Amtshilfeverfahren in Kennt-

nis zu setzen, deren Legitimation im Sinne von Art. 19 Abs. 2 StAhiG auf-

grund der Akten evident ist (insofern sei die in BGE 143 II 506 E. 5.1 ge-

machte Aussage, wonach einer nach Art. 19 Abs. 2 StAhiG i.V.m. Art. 48 

VwVG beschwerdeberechtigten Person namentlich das Recht auf Informa-

tion nach Art. 14 Abs. 2 StAhiG zustehe, zu präzisieren; BGE 146 I 172 

E. 7 und Urteil des BGer 2C_687/2019 vom 13. Juli 2020 E. 6.2).  

3.  

Die Beschwerdeführenden sehen aus verschiedenen Gründen das rechtli-

che Gehör verletzt. Darauf ist vorab einzugehen. Zunächst wird die Rüge 

behandelt, es seien nicht alle erforderlichen Personen über das Amtshilfe-

verfahren informiert worden (E. 3.1), danach wird die Frage behandelt, ob 

die Vorinstanz die Aktenführungspflicht verletzt hat (E. 3.2). 

3.1  

3.1.1 Die Beschwerdeführenden monieren, dass im vorliegenden Verfah-

ren zwar die betroffene Person über das Amtshilfeverfahren informiert wor-

den sei, nicht aber die übrigen in den Akten aufgeführten Personen, na-

mentlich nicht die wirtschaftlich berechtigten und die beschwerdeberech-

tigten Personen, obwohl diese im vorliegenden Fall stärker betroffen seien 

als die betroffene Person selbst (Beschwerde, Rz. 14). 

3.1.2 Die Vorinstanz hatte in den Schlussverfügungen vom 29. November 

2023 (Ziff. 10.3 und Ziff. 2) ausgeführt, sie habe die betroffene Person so-

wie alle beschwerdeberechtigten Personen über die Bank hinsichtlich des 

Amtshilfeersuchens informiert bzw. informieren lassen. Konto- und Depot-

inhaber seien dabei offensichtlich als persönlich und direkt betroffen anzu-

sehen, weshalb diese als beschwerdeberechtigte Personen informiert wor-

den seien. Die nur wirtschaftlich Berechtigten hätten indessen rechtspre-

chungsgemäss keine Parteistellung im vorliegenden Verfahren, weshalb 

diese auch nicht hätten informiert werden müssen.  

3.1.3 Die ESTV hat die betroffene Person sowie die beschwerdeberechtig-

ten Personen gemäss Art. 14 Abs. 1 StAhiG über die wesentlichen Teile 

des Gesuchs informiert (Sachverhalt Bst. A.h).  Die Vorinstanz hat nur 

A-7290/2023 

Seite 19 

diejenigen Personen zu informieren, deren Legitimation evident ist 

(vgl. E. 2.7.6). Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung führt die 

blosse Stellung als (am Bankkonto) wirtschaftlich berechtigte Person nicht 

dazu, dass die Beschwerdeberechtigung aufgrund der Akten evident ist, 

insbesondere falls der Sachverhalt des Amtshilfeersuchens diese wirt-

schaftlich berechtigte Person nicht erwähnt und ihr Name erst in den edier-

ten Kontoeröffnungsdokumenten auftaucht (Urteil des BGer 2C_545/2019 

vom 13. Juli 2020 E. 4.6 m.H.a. BGE 139 II 404 E. 2.1.1; Urteil des BVGer 

A-2175/2021 vom 22. September 2021 E. 3.2.3.2). So stellt sich der Sach-

verhalt auch im vorliegenden Fall dar. Vor diesem Hintergrund ist keine 

Verletzung des rechtlichen Gehörs der Beschwerdeführenden ersichtlich. 

Im Übrigen ist auf Anträge, mit welchen Drittinteressen geltend gemacht 

werden, nicht einzutreten. 

3.2  

3.2.1 Gemäss den Beschwerdeführenden hat die ESTV im vorliegenden 

Verfahren zunächst ein Amtshilfeverfahren mit der ESTV internen Nr. 0003 

bzw. 0004 eröffnet, das im Laufe des Verfahrens in das Verfahren mit der 

Nr. 0001 bzw. 0002 umgewandelt worden sei. Diesbezüglich sei aus den 

Akten nicht ersichtlich, aus welchem Grund diese Umwandlung geschah. 

Auch habe die Vorinstanz bei einer Fristansetzung auf das Abkommen vom 

2. Juli 2003 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und dem 

Staat Israel zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der 

Steuern vom Einkommen und vom Vermögen (nachfolgend: DBA CH-IL; 

SR 0.672.944.91) verwiesen, sodass fraglich sei, ob noch weitere Amtshil-

feersuchen anhängig seien (vgl. Beschwerde Rz. 15). 

3.2.2 Die Vorinstanz setzte sich bereits in Ziff. 10.8 ihrer Schlussverfügun-

gen vom 29. November 2023 mit dieser Rüge auseinander. Es sei aus den 

Akten ersichtlich, dass die Umwandlung aufgrund der grossen Anzahl an 

Bankbeziehungen erfolgt sei. Bei der Nennung des DBA CH-IL in der 

Fristansetzungsverfügung habe es sich offensichtlich um einen Kanzleifeh-

ler gehandelt.  

3.2.3 Notwendige Voraussetzung zur Ausübung der Akteneinsicht ist, dass 

die Behörden Akten anlegen; als Korrelat zum Akteneinsichts- und Beweis-

führungsrecht der Parteien ergibt sich aus Art. 29 Abs. 2 der Bundesver-

fassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 

(SR 101) demnach für die Behörden eine Aktenführungspflicht (BGE 142 I 

86 E. 2.2 m.w.H.). Ohne die Aktenführung durch die Behörde wäre das Ak-

teneinsichtsrecht weitgehend illusorisch. Damit die Aktenführung den an 

A-7290/2023 

Seite 20 

sie gestellten Anforderungen gerecht wird, muss sie vollständig, systema-

tisch und transparent sein. Vollständigkeit bedeutet, dass die Behörde alles 

in den Akten festzuhalten hat, was zur Sache gehört und entscheidwesent-

lich sein kann. Die Akten müssen somit lückenlos alles enthalten, was als 

Entscheidgrundlage dienen kann. Davon sind jedoch Akten, welche nicht 

bestehen oder nicht in das Verfahren beigezogen wurden, nicht umfasst 

(BGE 138 V 218 E. 8.1.2; Urteile des BGer 2C_989/2020 vom 29. April 

2021 E. 4.2, 2C_516/2020 vom 2. Februar 2021 E. 6.2; zum Ganzen: Urteil 

des BVGer A-2396/2022 E. 2.3.3 [Entscheid bestätigt durch BGer 

9C_681/2023 mit Urteil vom 4. Dezember 2023]).  

3.2.4 Die Vorinstanz gewährte den Beschwerdeführenden am 25. Septem-

ber 2023 (act. 70) Akteneinsicht. Festzuhalten ist sodann, dass der Vertre-

ter selbst auf die Zuteilung einer neuen Verfahrensnummer durch die ESTV 

aufmerksam gemacht hat (Ziff. 8 der Stellungnahme vom 15. November 

2023 [act. 85]; Beschwerde, Rz. 7). Für die betroffene Person war damit 

der Grund für die Umwandlung der Verfahrensnummer der ESTV sowie 

deren zukünftig neue Bezeichnung klar ersichtlich. Aus der E-Mail der 

ESTV vom 23. Juni 2023 geht klar hervor, dass es sich einzig um eine Um-

wandlung der Verfahrensnummer und nicht um ein neues Verfahren im 

Sinne eines neuen Amtshilfeersuchens handelt. Daran ändert nichts, dass 

sich die ESTV in ihrem Schreiben zur letzten Fristerstreckung vom 24. Ok-

tober 2023 (act. 77) auf das DBA CH-IL anstatt auf das MAC bezogen hat. 

Es handelt sich dabei offensichtlich um einen Kanzleifehler. Dieser vermag 

mit der Vorinstanz nicht die Annahme zu begründen, es bestehe ein weite-

res, der betroffenen Person nicht zur Stellungnahme zugestelltes Ersuchen 

(vgl. Schlussverfügung, Rz. 10.8). Eine Verletzung der Aktenführungs-

pflicht ist nicht ersichtlich. 

3.3  Als Zwischenergebnis ist festzuhalten, dass vorliegend keine Verlet-

zung des rechtlichen Gehörs erkennbar ist. 

4.  

Die Beschwerdeführenden widersetzen sich mit verschiedenen materiellen 

Argumenten der in den angefochtenen Schlussverfügungen vorgesehenen 

Amtshilfe an die ITA. Nachfolgend die sind die einzelnen Rügen der Be-

schwerdeführenden zu prüfen. 

5.  

5.1  

A-7290/2023 

Seite 21 

5.1.1 Die Beschwerdeführenden bringen vor, das Jahr 2016 befinde sich 

ausserhalb des zeitlichen Geltungsbereichs der zulässigen Amtshilfeleis-

tung, weshalb für das Jahr 2016 keine Amtshilfe zu gewähren sei (vgl. Be-

schwerde, Rz. 21). 

5.1.2 Für die Schweiz ist das Übereinkommen am 1. Januar 2017 in Kraft 

getreten, für Israel am 1. Dezember 2016. Unter Berücksichtigung der 

Bestimmungen von Art. 30 Abs. 1 Bst. f MAC (E. 2.3.3) kann somit recht-

sprechungsgemäss in Fällen von gestützt auf Art. 28 Abs. 7 MAC erfolgten 

Amtshilfeersuchen ab dem 1. Januar 2014 Amtshilfe geleistet werden (Ur-

teil des BVGer A-179/2022 vom 14. Februar 2023 E. 2.3.3 m.w.H.). 

5.1.3 Die ITA macht in der E-Mail vom 12. Juni 2023 (act. 5) geltend, dass 

der betroffenen Person ein vorsätzliches und kriminelles Verhalten im 

Sinne von Art. 28 Abs. 7 MAC vorgeworfen werden könne (vgl. Amtshil-

feersuchen, Ziff. 11; Sachverhalt Bst. A.f). Eine allfällige Verwendung der 

ersuchten Informationen in einem Steuerstrafverfahren ist im Rahmen des 

MAC vorgesehen (Art. 22 Abs. 2 MAC, Art. 27 Abs. 8 MAC) und daher 

auch grundsätzlich zulässig (Urteil des BVGer A-179/2022 vom 14. Feb-

ruar 2023 E. 3.2.3.1). Rechtsprechungsgemäss darf der gute Glaube eines 

Staates in den internationalen Beziehungen immer vorausgesetzt werden 

(E. 2.7.1). Das bedeutet im vorliegenden Zusammenhang, dass die 

Schweiz als ersuchter Staat die Behauptungen des ersuchenden Staates 

Israel grundsätzlich nicht in Frage stellen darf. Die Beschwerdeführenden 

bringen keine nachgewiesenen und konkreten Hinweise vor, die geeignet 

wären, die Vermutung des guten Glaubens der ITA zu widerlegen. Auch 

bringen die Beschwerdeführenden betreffend den zeitlichen Geltungsbe-

reich nichts vor, dass eine andere Beurteilung nahelegen würde (Be-

schwerdeschrift, Rz. 21). Zudem verfügen die Schweizer Behörden nicht 

in allen Fällen über die notwendigen Kenntnisse, um die Anwendung des 

ausländischen Rechts im Detail zu überprüfen. Im Amtshilfeverfahren wird 

in Bezug auf die Steuerpflicht der betroffenen Person im ersuchenden 

Staat nicht materiell entschieden (E. 2.7.2). Es ist somit Sache jedes Staa-

tes, seine eigene Gesetzgebung auszulegen und zu kontrollieren, wie 

diese angewendet wird (zum Ganzen: Urteil des BVGer A-2763/2019 vom 

26. Oktober 2021 E. 3.9 m.w.H.). 

5.1.4 Somit ist Art. 28 Abs. 7 MAC anwendbar, und die Amtshilfe kann für 

den am 1. Januar 2016 beginnenden Steuerperioden, d.h. für den Zeit-

raum, auf den sich dieses Ersuchen bezieht, gewährt werden. Der vom 

A-7290/2023 

Seite 22 

Ersuchen betroffene Zeitraum (Sachverhalt Bst. A.d) fällt daher in den zeit-

lichen Geltungsbereich des MAC. 

5.2  

5.2.1 Laut den Beschwerdeführenden muss eine natürliche Person in  

Israel keine Gewinnsteuer entrichten. Nur juristische Personen würden 

eine Gewinnsteuer bezahlen. Das Ersuchen erweise sich insoweit als un-

zutreffend und sollte die Vorinstanz zu einer Rückfrage bei der ITA veran-

lassen (vgl. Beschwerde, Rz. 17). 

5.2.2 Die ITA gibt an, dass das Amtshilfeersuchen die Einkommenssteuer 

(«income tax») und die Kapitalgewinnsteuer («capital gains tax») betrifft 

(Sachverhalt Bst. A.d), womit die Steuerarten vom MAC abgedeckt sind. 

Die vom Amtshilfeersuchen erfassten Steuern fallen daher nach Art. 2 

Ziff. 1 MAC in den sachlichen Anwendungsbereich des MAC. Ob die be-

troffene Person in Israel tatsächlich steuerpflichtig ist, ist eine materielle, 

im vorliegenden Amtshilfeverfahren nicht zu beurteilende Frage (E. 2.7.2).  

5.2.3 Gemäss den Beschwerdeführenden ist das Amtshilfeersuchen als 

Einzelersuchen zu behandeln. Eine Umwandlung eines Einzelersuchens 

in ein Listenersuchen sei im MAC und im StAhiG nicht vorgesehen (vgl. Be-

schwerde, Rz. 17). 

5.2.4 Das Amtshilfeersuchen ist kein Listenersuchen im Sinne der Recht-

sprechung (E. 2.6). Die betroffene Person ist zum einen keine «Mehrzahl 

von Personen» und zum anderen ohne Weiteres namentlich identifizierbar, 

so dass keine alternativen Kriterien wie eine Liste mit Nummern (etwa Kre-

ditkarten- oder Bankkontonummern) herangezogen werden müssen. Die 

von der Vorinstanz erwähnte «Vielzahl von Konten», die mit der betroffe-

nen Person «in Verbindung» stehen, ist eine Frage der voraussichtlichen 

Erheblichkeit der ersuchten Informationen (dazu E. 5.6 nachfolgend). Es 

ist in diesem Zusammenhang festzustellen, dass die Vorinstanz den Begriff 

«Listenersuchen» offenbar nur aufgrund dieser Vielzahl von Bankkonten 

verwendete, hingegen aber die (richtigerweise) heranzuziehenden Voraus-

setzungen eines Einzelersuchen geprüft hat. Folglich hat die Vorinstanz die 

korrekten Rechtsgrundlagen geprüft, weshalb ihr insofern kein Vorwurf ge-

macht werden kann. 

5.3  

5.3.1 Die Beschwerdeführenden argumentieren, das Ersuchen erfülle die 

formellen Anforderungen von Art. 18 Abs. 1 Bst. b MAC nicht, da aus der 

A-7290/2023 

Seite 23 

Art des Amtshilfeersuchens hervorgehe, dass nicht nur Informationen über 

die betroffene Person, sondern auch über die wirtschaftlich berechtigten 

Personen verlangt würden, weshalb diese grundsätzlich ebenfalls im Amts-

hilfeersuchen genannt werden müssten. Weiter fehle im Amtshilfeersuchen 

die Angabe, in welcher Form die ersuchende Behörde die verlangten Infor-

mationen erhalten möchte (Art. 18 Abs. 1 Bst. c MAC; vgl. Beschwerde, 

Rz. 23). 

5.3.2 In Bezug auf die Identität der betroffenen Person (Art. 18 Abs. 1 

Bst. b MAC) ist dem Amtshilfeersuchen zu entnehmen, dass die von der 

ITA ersuchten Informationen eine klar bestimmbare Person betreffen, die 

durch ihren Vor- und Nachnamen identifiziert wird (Ziff. 7 des Amtshilfeer-

suchens). Hingegen müssen beschwerdeberechtigte Personen oder wirt-

schaftlich Berechtigte nicht im Amtshilfeersuchen genannt werden. Das 

vorliegende Amtshilfeersuchen betrifft gemäss den plausiblen Sachver-

haltsdarstellungen im Ersuchen Fragen zur Besteuerung der betroffenen 

Person. Wie auch die Beschwerdeführenden ausführen, handelt es sich 

um ein Einzelersuchen, sodass auch keine weiteren Personen im Ersu-

chen namentlich genannt werden müssen.  

5.3.3 Bezüglich der Form, in welcher der ersuchende Staat die Informatio-

nen erhalten möchte (Art. 18 Abs. 1 Bst. c MAC), erklärt die ITA, kein 

Schreiben zu verlangen, das die Echtheit der vorgelegten Dokumente be-

stätigt. Die ITA erklärt weiter, keine besonderen Wünsche in Bezug auf das 

Format der zu übermittelnden Informationen zu haben (siehe Ziff. 16 des 

Amtshilfeersuchens). Damit entspricht das Amtshilfeersuchen auch betref-

fend die gewünschte Form der Übermittlung den gesetzlichen Vorgaben. 

Im Übrigen steht die Kommunikation zwischen der Vorinstanz und der ITA 

über verschlüsseltem E-Mailverkehr mit den gesetzlichen Formvorschriften 

in Einklang (E. 2.4.2). 

5.3.4 Im Übrigen gibt die ITA gemäss Art. 18 Abs. 1 Bst. f MAC an, das Er-

suchen entspreche den israelischen Gesetzen und der Verwaltungspraxis 

und stimme mit dem Abkommen, das die Grundlage für dieses Ersuchen 

bilde, überein (vgl. Ziff. 17 Bst. b des Amtshilfeersuchens: «the requesting 

competent authority confirms that the request is in line with the laws and 

administrative practices of the authority in charge and the agreement which 

forms the basis for this request»). Mit dieser – nach Massgabe des Ver-

trauensprinzips mangels entgegenstehender Hinweise nicht anzuzweifeln-

den – Erklärung erfüllt das Amtshilfeersuchen die gesetzliche 

A-7290/2023 

Seite 24 

Voraussetzung betreffend Konformität mit dem innerstaatlichen Recht und 

der Verwaltungspraxis des ersuchenden Staates. 

5.4  

5.4.1 Die Beschwerdeführenden bringen vor, das Ersuchen habe sich be-

treffend Ausschöpfung aller innerstaatlichen Möglichkeiten nur pauschal 

geäussert, und es sei nicht angegeben worden, welche Ermittlungen be-

reits durchgeführt worden seien (vgl. Beschwerde, Rz. 23, 26). 

5.4.2 Betreffend Ausschöpfung aller innerstaatlichen Möglichkeiten (Art. 18 

Abs. 1 Bst. f MAC in Verbindung mit Art. 21 Abs. 2 Bst. g MAC), erklärt die 

ITA, alle ihr zur Verfügung stehenden üblichen Mittel ausgeschöpft zu ha-

ben (vgl. Ziff. 17 Bst. d des Amtshilfeersuchens: «the requesting compe-

tent authority confirms that it has exhausted all regular sources of informa-

tion available under its domestic tax procedure»). Diese Formulierung ist 

rechtsprechungsgemäss (vgl. Urteil des BVGer A-3972/2019 vom 22. März 

2021 E. 4.5) auch im Lichte des Vertrauensprinzips genügend, zumal aus 

den Akten keine entgegenstehenden Hinweise ersichtlich sind.  

5.4.3 Darüber hinaus war – nach unbestrittener Darstellung der Vo-

rinstanz – die Frist zur Einreichung der Steuererklärung für den Zeitraum 

vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2021 – d. h. die Möglichkeit für 

die betroffene Person, die für ihre Besteuerung erforderlichen Angaben 

korrekt und spontan zu deklarieren – am Tag der Einreichung des Amtshil-

feersuchens, also am 15. Mai 2023, bereits abgelaufen (Schlussverfügung, 

Rz. 8.3). Ist die Frist zur Abgabe der Steuererklärung abgelaufen und be-

stehen Zweifel an der Selbstdeklaration, ist das Subsidiaritätsprinzip nicht 

verletzt, wenn sich – wie vorliegend – die Informationen im ersuchten Staat 

befinden (Urteile des BVGer A-1515/2016 vom 9. Juni 2017 E. 3.3 m.w.H., 

A-4353/2016 vom 27. Februar 2017 E. 2.4 m.w.H.). 

5.4.4 Das Amtshilfeersuchen erfüllt daher auch die Anforderung hinsicht-

lich Ausschöpfung aller üblichen, gesetzlich oder in der Praxis vorgesehe-

nen, innerstaatlichen Mittel. 

5.5  

5.5.1 Weiter bringen die Beschwerdeführenden vor, das Amtshilfeersuchen 

sei nicht unterschrieben (Beschwerde, Rz. 23). 

5.5.2 Rechtsprechungsgemäss macht Art. 6 StAhiG weder Vorschriften zu 

einem Kommunikationsmittel – über das ein Amtshilfeersuchen gestellt 

werden müsste –, noch stellt Art. 6 StAhiG Anforderungen an eine 

A-7290/2023 

Seite 25 

handschriftliche Unterschrift (Urteil des BGer A-4240/2020 vom 23. No-

vember 2022 E. 4.4). In Art. 18 MAC sind zudem keine Formvorschriften 

enthalten, die eine Unterschrift zur Gültigkeit des Amtshilfeersuchens vor-

schreiben würden. Die Unterschrift auf dem Amtshilfeersuchen ist dem-

nach kein Gültigkeitserfordernis.  

5.6  

5.6.1 Die Beschwerdeführenden bringen vor, im vorliegenden Fall seien 

die zur Übermittlung vorgesehenen Informationen für die Besteuerung der 

betroffenen Person nicht erforderlich. Daher stelle das Auskunftsersuchen 

eine «fishing expedition» dar. Die betroffene Person sei weder Eigentümer 

noch Trustee noch Beneficial Owner aller angefragten Konten, was sich 

ohne weiteres aus den Kontoeröffnungsunterlagen (insb. Formulare A bzw. 

Formulare T) ergebe. Sollten sich aus den Bankunterlagen Informationen 

ergeben, dass die betroffene Person wirtschaftlich Berechtigte oder Konto-

inhaberin sei, würde sie sich der Übermittlung dieser Informationen selbst-

verständlich nicht widersetzen. Aus diesem Grund seien im vorliegenden 

Fall nur die Kontoeröffnungsunterlagen voraussichtlich erheblich, und auch 

nur diese, nicht aber sämtliche Kontoauszüge sowie alle weiteren Unterla-

gen zur Übermittlung. Die Begünstigten der Trusts seien US-Steuerzahler. 

Zudem werde ein Gutachten eingereicht, welches sofort und urkundlich 

nachweise, dass die Informationen voraussichtlich nicht relevant seien. 

Daher seien die Angaben zum Settlor und zu den Beneficial Owner in allen 

Unterlagen zu schwärzen, da diese nicht in Israel steuerlich ansässig 

seien. Somit habe die ESTV auch bei der ITA anzufragen, inwieweit, was 

aus den Unterlagen klar hervorgehe, nicht in Israel ansässige Begünstigte 

steuerlich relevant sein könnten. Im vorliegenden Fall sei der ersuchende 

Staat in der Lage, die steuerliche Beurteilung der betroffenen Person auch 

ohne die Namen der anderen Personen vorzunehmen, weshalb die Namen 

der Dritten zu entfernen, zu schwärzen oder auf andere Weise unkenntlich 

zu machen seien. Es dürften nur die relevanten Daten der betroffenen Per-

son übermittelt werden, bei denen sie Trustee oder wirtschaftlich Berech-

tigte oder Kontoinhaberin sei, insbesondere Dritte, die mit dem Amtshilfeer-

suchen nichts zu tun haben, seien gemäss Ausführungen und Beilagen zur 

Beschwerde zu schwärzen (vgl. Beschwerde, Ziff. 25 ff.). 

5.6.2 In materieller Hinsicht hat die Schweiz als ersuchter Staat eine einfa-

che Plausibilitätskontrolle vorzunehmen, d.h. sie hat zu prüfen, ob die er-

suchten Informationen einen Zusammenhang zu dem im Ersuchen darge-

legten Sachverhalt aufweisen und ob sie möglicherweise dazu geeignet 

sind, im ausländischen Verfahren verwendet zu werden (E. 2.7.3.4). Das 

A-7290/2023 

Seite 26 

Vorliegen einer «fishing expedition» ist im Grundsatz ausgeschlossen, 

wenn ein Amtshilfeersuchen alle Angaben enthält, welche nach dem an-

wendbaren Abkommen erforderlich sind (vgl. Urteil des BVGer 

A-2549/2022 vom 16. September 2024 E. 7.3 m.w.H.). Wie gesehen erfüllt 

das vorliegende Amtshilfeersuchen diese Voraussetzung.  

5.6.3 Das Amtshilfeersuchen bezweckt, Informationen über eine Person zu 

erhalten, die von der Schweiz als meldepflichtig gemäss CRS-Standard 

und im ersuchenden Staat als steuerpflichtig identifiziert wurde (vgl. Sach-

verhalt Bst. A.c). In diesem Zusammenhang können auch Informationen 

über Drittpersonen (z.B. in einem Drittstaat ansässige Gesellschaften; 

E. 2.7.3.3) übermittelt werden. Im Wesentlichen beziehen sich die ersuch-

ten Informationen auf Konten, die in direktem oder indirektem Zusammen-

hang mit der betroffenen Person stehen. Besagte Konten erscheinen auf 

der dem Amtshilfeersuchen angehängten Liste (vgl. Beilage zu act. 1). 

5.6.4 Wenn das betroffene Konto mit einer mutmasslich in Israel steuer-

pflichtigen Person in Verbindung steht, scheint der Zusammenhang weite-

rer am Konto berechtigter Personen (sei es als Kontoinhaberinnen oder als 

wirtschaftlich berechtigte Personen) mit der in Frage stehenden Steueran-

gelegenheit als zumindest wahrscheinlich. Es kann ausgeschlossen wer-

den, dass es sich bei diesen weiteren Personen um unbeteiligte Drittper-

sonen handelt, auch wenn sie in einem Drittstaat ansässig sind. Daraus 

folgt, dass Informationen zu diesen weiteren Personen als voraussichtlich 

erheblich zu qualifizieren sind und gestützt auf Art. 5 MAC vorliegend über-

mittelt werden dürfen bzw. müssen (vgl. BGE 141 II 436 E. 4.6; vgl. zum 

Ganzen Urteil des BVGer A-6306/2015 vom 15. Mai 2017 E. 6.4.2). 

5.6.5 Die ersuchten Informationen stehen demnach in einem Zusammen-

hang zu dem im Ersuchen beschriebenen Sachverhalt und sind geeignet, 

im ausländischen Verfahren verwendet zu werden, d.h. die Durchführung 

einer Steuerprüfung und -erhebung bzw. eines Steuer(straf-)verfahrens zu 

ermöglichen. Im vorliegenden Fall enthält das Amtshilfeersuchen eine ge-

naue Beschreibung der Konten, auf die sich das Amtshilfeersuchen be-

zieht. Es enthält die spezifischen Fakten, die ihm zugrunde liegen. Nach-

dem die ESTV den Bezug einiger der Kontonummern zur betroffenen Per-

son in Anhang 1 des Amtshilfeersuchens (Beilage zu act. 1) im Rahmen 

einer Nachfrage in Zweifel gezogen hatte (Sachverhalt Bst. A.e), brachte 

die ITA vor, dass Gründe zur Annahme bestünden, dass die betroffene Per-

son mit all diesen Kontonummern in Verbindung stehe. Zusätzlich handle 

es sich bei den anderen Personen hinter den Kontonummern um 

A-7290/2023 

Seite 27 

Familienmitglieder der betroffenen Person. Im Weiteren sei davon auszu-

gehen, dass die betroffene Person die kontrollierende Person hinter all die-

sen Kontobeziehungen sei (Sachverhalt Bst. A.f).  

5.6.6 Vorliegend stammen alle gelisteten Konten von CRS-Meldungen aus 

der Schweiz, wurden also unter diesem Standard als grundsätzlich voraus-

sichtlich erheblich betrachtet und von der Schweiz ausgetauscht. Dies ist 

zumindest ein weiteres Indiz, dass vorliegend ein Zusammenhang zwi-

schen der betroffenen Person und den ersuchten Bankkonten als wahr-

scheinlich zu erachten ist.  

5.6.7 Ob die betroffene Person mittlerweile nicht mehr wirtschaftlich be-

rechtigt ist, spielt für die Beurteilung der voraussichtlichen Erheblichkeit 

keine Rolle. Entscheidend ist die Situation zum Zeitpunkt der Einreichung 

des Amtshilfegesuchs (E. 2.7.3.1). Zudem ist die voraussichtliche Erheb-

lichkeit für den ersuchten Zeitraum zu beurteilen. Hierzu sind in den Akten 

keine stichhaltigen Hinweise ersichtlich, dass die ersuchten Informationen 

für den ersuchten Zeitraum nicht voraussichtlich erheblich sind. Insbeson-

dere die von den Beschwerdeführenden eingereichten Schreiben der isra-

elischen Steuerbehörden in Hebräisch (vgl. Eingabe der Beschwerdefüh-

renden vom 31. Juli 2024 inkl. nicht offizieller Übersetzung auf Deutsch) 

vermögen nicht das Vertrauen in die Ausführungen des ersuchenden Staa-

tes zu erschüttern (E. 2.7.1). Zudem spielt es keine Rolle, wenn sich die 

übermittelten Informationen letztlich als unerheblich herausstellen 

(vgl. E. 2.7.3.1). Soweit die Beschwerdeführenden geltend machen, dass 

die betroffene Person nicht in Israel ansässig bzw. steuerpflichtig sei und 

daraus ableitet, dass die ersuchten Informationen in ihrem Fall nicht vo-

raussichtlich erheblich für die Durchsetzung des israelischen Steuerrechts 

seien, so ist dieses Argument im Rahmen des Verfahrens in Israel vorzu-

bringen (E. 2.7.2). 

5.6.8 Auch unter Berücksichtigung des eingereichten Gutachtens (Be-

schwerdebeilage 14) ergibt sich keine andere Würdigung. Dieses beurteilt 

Fragen zur Besteuerung der vorliegend vom Amtshilfeersuchen betroffe-

nen Trusts nach israelischem Recht. Allerdings handelt es sich dabei um 

Fragen des materiellen Rechts, welche vor den Behörden des ersuchen-

den Staates zu klären sind. Das Gutachten vermag unter Berücksichtigung 

der vorstehenden Ausführungen jedenfalls nicht, die voraussichtliche Er-

heblichkeit der Informationen oder die im Sachverhalt von der ersuchenden 

Behörde dargestellten Umstände in Zweifel zu ziehen. Im Übrigen darf die 

ersuchende Behörde die Informationen, welche sie im Rahmen der 

A-7290/2023 

Seite 28 

Amtshilfe erhält auch gerade dazu benutzen, ihre Vermutungen zu über-

prüfen (Urteil des BVGer A-273/2021 vom 24. Februar 2023 E. 2.3.4). Ob 

sich die Informationen später tatsächlich als erheblich herausstellen, ist 

hingegen nicht von Relevanz.  

5.6.9 Damit erweisen sich die ersuchten Informationen als voraussichtlich 

erheblich. Das Bundesverwaltungsgericht erachtet den Sachverhalt inso-

fern als genügend erstellt. Weitere Erklärungen oder Nachweise sind nicht 

notwendig. Entsprechend ist auch der Antrag der Beschwerdeführenden, 

es seien von der ITA weitere Erklärungen zur voraussichtlichen Erheblich-

keit der ersuchten Informationen zu verlangen, abzuweisen.  

5.7  

5.7.1 Gemäss den Beschwerdeführenden ist ein Teil der Informationen am 

25. Januar 2024 bereits verjährt, was die Ausgangslage für die Beurteilung 

der steuerlichen Situation verändere und aufgrund der Eindeutigkeit der 

diesbezüglichen Aussagen der ITA vorliegend nicht durch den Grundsatz 

des Vertrauensprinzip geschützt werden könne (Beschwerde, Rz. 26).  

5.7.2 Allgemein ist festzuhalten, dass die Ausführungen zur Verjährung 

(vgl. auch Eingabe der Beschwerdeführenden vom 31. Juli 2024, Rz. 5) 

materielle Fragen betreffen, die nicht im Rahmen des vorliegend zu beur-

teilenden Amtshilfeersuchens zu beurteilen sind, sondern vor den Steuer-

behörden in Israel vorzubringen sind (E. 2.7.2).  

5.7.3 Die ITA gibt im Amtshilfeersuchen an, dass das Amtshilfeverfahren 

eine besondere Dringlichkeit aufgrund von Gerichtsverfahren und Fristver-

jährung aufweise (Ziff. 6 des Amtshilfeersuchens), da der ersuchte Zeit-

raum (1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2021) im ersuchenden Staat am 

23. Januar 2024 ganz oder teilweise verjähre. Betreffend diesen Punkt 

nahm die ESTV Rücksprache mit der ITA, welche daraufhin bestätigte, 

dass die ersuchten Informationen auch noch nach dem 23. Januar 2024 

von Relevanz für die im Ersuchen genannten Steuerzwecke seien (Sach-

verhalt Bst. A.g). Auch dieser Erklärung ist mangels gegenteiliger Anhalt-

punkte zu vertrauen.  

5.7.4 Somit stehen auch Fragen betreffend Verjährung der Übermittlung 

der erbetenen Informationen nicht entgegen. 

5.8  

5.8.1 Die Beschwerdeführenden bringen vor, dass im vorliegenden Fall im 

Rahmen der Amtshilfe mehr Informationen an die ausländische 

A-7290/2023 

Seite 29 

Steuerbehörde übermittelt werden sollen als nach innerstaatlichem Recht 

nach Art. 124 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über 

die direkte Bundessteuer (DBG; SR 642.11), Art. 125 Abs. 1 Bst. c DBG 

und Art. 126 DBG möglich wäre, was im Rahmen der Amtshilfe nicht zuläs-

sig sei. Die gesetzlich verankerten Deklarations- und Mitwirkungspflichten 

würden die vollständige Offenlegung des in- und ausländischen Vermö-

gens und der entsprechenden Vermögenserträge der steuerpflichtigen 

Person verlangen. Die Deklaration der jeweiligen Vermögenswerte eines 

Trusts habe somit bereits heute gestützt auf die vorgenannten Pflichten zu 

erfolgen. Die Vermögenswerte und Erträge des Trusts (Kapital, Kapitalge-

winne, laufende Erträge) würden für die Besteuerung grundsätzlich entwe-

der den Beneficiaries oder dem Settlor zugerechnet (Transparenzprinzip). 

Dies ergebe sich daraus, dass die entsprechenden Vermögenswerte nach 

geltendem schweizerischem Steuerrecht weder dem Trust noch dem Trus-

tee zugerechnet werden könnten (vgl. Beschwerde, Rz. 18 und 19). Auf-

grund desselben Sachverhalts würde die Schweiz nie Amtshilfe von der ITA 

erhalten, weshalb auch eine diskriminierende Handlung im Sinne von 

Art. 21 Abs. 2 Bst. f MAC vorliege (Beschwerde, Rz. 26). 

5.8.2 Art. 21 Abs. 1 MAC sieht vor, dass das Übereinkommen nicht die 

Rechte und Sicherheiten berührt, die Personen durch das Recht oder die 

Verwaltungspraxis des ersuchten Staates gewährt werden (E. 1).  

Den Beschwerdeführern ist, soweit sie sich auf das schweizerische Steu-

erverfahrensrecht beziehen und geltend machen, die strittigen Informatio-

nen wären gestützt darauf nicht erhältlich zu machen, Folgendes zu ent-

gegnen: Die Erhältlichkeit von Informationen richtet sich insbesondere 

nach den Art. 123 ff. DBG (BVGE 2018 III/4 E. 2.2.2 und E. 3.2.1). Das 

DBG unterscheidet zwischen einer generellen, dem Steuerpflichtigen ob-

liegenden Mitwirkungspflicht (Art. 126 DBG) und spezifischen, gewissen 

Dritten obliegenden Mitwirkungspflichten (Art. 127 - 129 DBG; BVGE 2018 

III/4 E. 3.3.2). Eine in der Schweiz steuerpflichtige Person hat im Verfahren 

der internationalen Amtshilfe in Steuersachen der Steuerverwaltung ge-

mäss Art. 126 DBG auch Informationen zur Veranlagung eines Dritten zu 

übermitteln, sofern diese Informationen ihre eigene Veranlagung beeinflus-

sen können (BVGE 2018 III/4 E. 3.3.1). Hat die ersuchte Information hin-

gegen offensichtlich keine Bedeutung für die steuerliche Situation der aus-

kunftserteilenden Person, kann von ihr lediglich Mitwirkung nach Art. 127-

129 DBG verlangt werden. Diese Unterscheidung des internen Rechts in 

Bezug auf die zulässigen Untersuchungsmassnahmen knüpft lediglich an 

der Situation der auskunftserteilenden Person an (Urteil des BGer 

2C_616/2018 vom 9. Juli 2019 E. 4.3). Bei Bankunterlagen, welche von 

A-7290/2023 

Seite 30 

einer Bank als Informationsinhaberin ediert werden, greift indessen Art. 21 

Abs. 4 MAC. Diese Gegenausnahme sieht vor, dass Art. 21 Abs. 1 MAC in 

keinem Fall so auszulegen ist, dass ein ersuchter Staat die Erteilung von 

Informationen nur deshalb ablehnen kann, weil sich die Informationen bei 

einer Bank, einem sonstigen Finanzinstitut, einem Bevollmächtigten, Ver-

treter oder Treuhänder befinden oder sich auf Eigentumsanteile an einer 

Person beziehen. Diese Bestimmung ist direkt anwendbar (BGE 142 II 161 

E. 4.5.2 und 4.6.1 in Bezug auf das DBA CH-FR). Gestützt darauf verfügt 

die ESTV über die notwendigen verfahrensrechtlichen Befugnisse, um von 

Banken, Finanzinstituten, Bevollmächtigten, Beauftragten oder Treuhän-

dern die Übermittlung aller ersuchten Informationen, die das Kriterium der 

voraussichtlichen Erheblichkeit erfüllen, zu verlangen, ohne dass ihr das 

Bankgeheimnis oder andere innerstaatliche Rechtsvorschriften entgegen-

gehalten werden können (vgl. BGE 142 II 161 E. 4.5.2 sowie Urteil des 

BVGer A-2797/2023 vom 3. April 2024 E. 6.4). Es soll damit klargestellt 

werden, dass keine innerstaatlichen Normen der Offenlegung von Bankin-

formationen entgegenstehen sollen (vgl. BGE 141 II 436 E. 4.4.2, auch pu-

bliziert in: Archiv für schweizerisches Abgaberecht [ASA] 84 [2015/2016] 

S. 559 ff.; Urteile des BVGer A-4300/2021 vom 13. Juli 2022 E. 5.3 und 

A-2468/2016 vom 19. Oktober 2016 E. 3.1.5).  

5.8.3 Vorliegend wurden die ersuchten Bankinformationen bei der Informa-

tionsinhaberin als Bank ediert. Die Informationen erweisen sich auch als 

voraussichtlich erheblich. Die ESTV war direkt gestützt auf Art. 21 Abs. 4 

MAC und ungeachtet von Art. 21 Abs. 1 MAC befugt, diese Informationen 

bei der Bank einzuholen. In der Folge können nach der bundesgerichtli-

chen Rechtsprechung keine innerstaatlichen Normen der Offenlegung der 

Bankinformationen entgegenstehen. Bei dieser Sachlage erübrigt es sich 

weiter auf die Behauptung der Beschwerdeführenden einzugehen, sie hät-

ten nach innerstaatlichem Recht die entsprechenden Informationen nicht 

herausgeben müssen. Dies ist vorliegend nicht massgebend, zumal die In-

formationen direkt von der Bank stammen und die Beschwerdeführenden 

sich deshalb nicht auf die Beschränkung der Mitwirkungspflicht der Bank 

als Dritte nach Art. 127 DBG in Verbindung mit Art. 8 Abs. 2 StAhiG berufen 

können (oben E. 5.9.2). Von einer diskriminierenden Handlung kann keine 

Rede sein. 

5.8.4 Der rechtliche Status einer Organisation und ihre steuerliche Be-

handlung sind ohnehin materiellrechtliche Fragen, die von der ersuchen-

den Behörde zu entscheiden sind. Die Argumente bezüglich der 

A-7290/2023 

Seite 31 

Einordnung eines Trusts, seiner Merkmale sowie seiner steuerlichen Be-

handlung müssen beim ersuchenden Staat geltend gemacht werden 

(E. 2.7.2). 

5.8.5 Darüber hinaus hat die ITA in Übereinstimmung mit Art. 18 Abs. 2 

Bst. f MAC in ihrem Amtshilfeersuchen angegeben, dass dieses ihrem in-

nerstaatlichen Recht und ihrer Verwaltungspraxis entspreche und ausser-

dem im Einklang mit dem Abkommen stehe, das die Grundlage für das 

Ersuchen bilde (E. 2.7.5 und E. 5.4.4). Zudem hat sie erklärt, dass die In-

formationen unter vergleichbaren Umständen nach ihrem Recht und im üb-

lichen Rahmen ihrer Verwaltungspraxis eingeholt werden könnten 

(vgl. Ziff. 17 Bst. b und c des Amtshilfeersuchens [act. 1]). Im Sinne des 

völkerrechtlichen Vertrauensprinzips und mangels konkreter Hinweise, 

welche auf das Gegenteil schliessen lassen, ist deshalb davon auszuge-

hen. dass die ersuchten Informationen auch von der ITA erhältlich gemacht 

werden könnten. 

5.8.6 Im vorliegenden Fall enthalten die ersuchten Informationen weder ein 

Handels-, Geschäfts-, Industrie-, Gewerbe- bzw. Berufsgeheimnis noch 

liegt ein Geschäftsverfahren vor, dessen Preisgabe die Verweigerung der 

Amtshilfe rechtfertigen würde. Finanzielle Informationen (unter Einschluss 

von Büchern und Aufzeichnungen) können ihrer Natur nach keine 

Handels-, Geschäfts-, Industrie-, Gewerbe- oder Berufsgeheimnisse bein-

halten oder Geschäftsverfahren im Sinne der Bestimmung bilden (Urteil 

des BVGer A-5694/2017 vom 29. Juni 2018 E. 6.11 m.w.H.). Eine Verwei-

gerung der Amtshilfe aus Gründen von Geschäftsgeheimnissen etc. recht-

fertigt sich demnach nicht, zumal auch die ITA Geheimhaltungspflichten 

unterliegt (vgl. Art. 22 MAC; vgl. Urteil des BVGer A-3576/2020 vom 

1. März 2021 E. 3.2.4). 

5.8.7 Vorliegend besteht auch kein Grund zur Annahme, dass die von der 

ESTV im Hinblick auf die Leistung der Amtshilfe vorgenommenen Hand-

lungen dem ordre public widersprechen würden. Die dem Amtshilfeersu-

chen zugrunde liegenden Fakten wurden gemäss CRS erhoben (Sachver-

halt, Bst. A.b und A.c), sodass – entgegen der Ausführungen der Be-

schwerdeführerenden (Beschwerde Rz. 26) – keine Anhaltspunkte für eine 

unrechtmässige Beschaffung der Daten bestehen. Vorliegend deutet auch 

nichts darauf hin, dass die Besteuerung in Israel voraussichtlich allgemein 

anerkannten Grundsätzen der Besteuerung, und z.B. auch den Bestim-

mungen des DBA CH-IL oder einem anderen, zwischen der Schweiz und 

Israel bestehenden Abkommen, zuwiderlaufen würde 

A-7290/2023 

Seite 32 

(vgl. Schlussverfügung, Rz. 6.8). Folglich kann das Amtshilfeersuchen 

deswegen nicht abgelehnt werden. 

5.8.8 Im vorliegenden Fall geht aus dem Amtshilfeersuchen schliesslich 

hervor, dass die ITA die Daten auf dem legalen Weg der Amtshilfe erhalten 

hat, dank einer Übermittlung durch die ESTV (vgl. Ziff. 12 des Amtshilfeer-

suchens [act. 1]: «The ITA had received information via CRS from your ju-

risdiction regarding the Taxpayer 1`s bank accounts»). Die Vorinstanz hatte 

nach Aktenlage keine Veranlassung, betreffend Daten auf der «Liste», auf 

die sich das Ersuchen stützt (Sachverhalt Bst. A.b; E. 5.6.3), weitere Ab-

klärungen zu tätigen. Das MAC verpflichtet den ersuchenden Staat aber 

auch nicht dazu, Angaben zur Herkunft der Daten zu machen, die ihn zur 

Stellung des Amtshilfeersuchens veranlasst haben.  

5.9  

5.9.1 Die Beschwerdeführenden argumentieren, im vorliegenden Fall wür-

den offensichtlich Informationen verlangt, die nicht die betroffene Person, 

sondern nicht in Israel ansässige Dritte und beschwerdeberechtigte Perso-

nen betreffen, weshalb vom ersuchenden Staat eine Zusicherung über die 

Einhaltung des Spezialitätsprinzips zu verlangen sei (vgl. Beschwerde, 

Rz. 25, 27, 29, 30). Die OECD habe den Musterkommentar zu Art. 26 

OECD-MA Ende Februar 2024 dahingehend ergänzt, dass die im Rahmen 

der steuerlichen Amtshilfe erhaltenen Informationen auch gegenüber Drit-

ten verwendet werden dürften, welche im ursprünglichen Ersuchen nicht 

genannt würden. Damit werde der Grundsatz der personellen Spezialität 

aufgrund der dynamischen Übernahme des OECD-Kommentars und das 

Spezialitätsprinzip in seiner bisherigen Form aufgegeben. Da die Vo-

rinstanz den Grundsatz der personellen Spezialität aufgegeben habe, 

müsse sie künftig Drittbetroffenen den gleichen Rechtsschutz einschliess-

lich des rechtlichen Gehörs gewähren wie den betroffenen Personen selbst 

(vgl. auch Ausführungen der Beschwerdeführenden in der Replik und 

Triplik). 

5.9.2 Dass vorliegend Fragen der Steueransässigkeit nicht zu prüfen sind, 

wurde bereits erkannt (E. 5.7.7). 

5.9.3 Betreffend Kommentar zum Musterabkommen in Bezug auf das Spe-

zialitätsprinzip ist Folgendes festzuhalten: Gemäss ständiger bisheriger 

Praxis des Bundesverwaltungsgerichts bedeutet das Spezialitätsprinzip, 

dass der ersuchende Staat die vom ersuchten Staat erlangten Informatio-

nen einzig in Bezug auf Personen oder Handlungen verwenden darf, für 

A-7290/2023 

Seite 33 

welche er sie verlangt und für welche der ersuchte Staat sie gewährt hat 

(vgl. Urteile des BVGer A-1502/2020 vom 17. August 2021 E. 2.2.2, 

A-1348/2019 vom 3. März 2020 E. 4.5.1 [vom BGer mit Urteil 2C_253/2020 

vom 13. Juli 2020 bestätigt], A-108/2018 vom 13. Februar 2020 E. 10.1 

und A-5047/2018 vom 22. Mai 2019 E. 2.5 [vom BGer mit Urteil 

2C_540/2019 vom 22. Mai 2019 bestätigt]). Die vorliegend angefochtenen 

Schlussverfügungen datieren vom 29. November 2023. Die OECD hat 

rund zwei Monate später am 19. Februar 2024 den Kommentar präzisiert. 

Die Vorinstanz erklärte hierzu am 19. März 2024, dass «diese Präzisie-

rung» […] «ab sofort» von ihr (der Vorinstanz) «umgesetzt» werde (siehe 

die Fachinformation des Sekretariats für internationale Finanzfragen SIF: 

«Die OECD präzisiert den Kommentar zu Artikel 26 [Informationsaus-

tausch] des Musterabkommens»; abrufbar unter https://www.sif.admin.ch  

-> Dokumentation -> Fachinformationen -> 19.03.2024; abgerufen am 

16. Januar 2025; vgl. auch Beschwerdebeilage Nr. 9). Die besagte Präzi-

sierung des Kommentars ist folglich vorliegend nicht relevant (vgl. auch Ur-

teil des BVGer A-5157/2023 vom 28. August 2024 E. 3.3 betreffend die dort 

nicht zu klärende Frage, was die Änderung des Kommentars «allenfalls für 

zukünftige» Amtshilfeverfahren bedeutet). Somit ist nicht näher auf deren 

Regelungsgehalt, insbesondere nicht in Bezug auf die durch die Präzisie-

rung möglicherweise bewirkte Parteistellung eines erweiterten Kreises von 

Drittpersonen wegen eines schutzwürdigen Interesses im Sinne von Art. 48 

VwVG einzugehen.  

5.9.4 In ihrem Ersuchen erklärt die ITA, dass alle gestützt auf das Amtshil-

feersuchen übermittelten Informationen vertraulich behandelt und nur für 

die Zwecke verwendet werden, die im Ersuchen zugrundeliegenden Ab-

kommen festgelegt sind (vgl. Ziff. 17 Bst. a des Amtshilfeersuchens 

[act. 1]: «all information obtained through the request will be treated con-

fidentially and used solely for those purposes set out in the agreement that 

constitutes the basis for this request»). 

5.9.5 Die ESTV macht die ITA bei der Informationsübermittlung auf die Ein-

schränkung der Verwendbarkeit der übermittelten Informationen sowie auf 

die Geheimhaltungspflichten gemäss Art. 22 MAC und Art. 20 Abs. 2 StA-

hiG aufmerksam. Insbesondere weist die ESTV in Ziff. 2 des Dispositivs 

der Schlussverfügungen darauf hin, dass die Informationen nur in Verfah-

ren gegen die betroffene Person und nur für den im Amtshilfeersuchen ge-

nannten Sachverhalt verwendet werden dürfen (vgl. Urteil des BVGer  

A-179/2022 vom 14. Februar 2023 E. 2.5.5.2 m.w.H.). Vorliegend besteht 

kein Anlass daran zu zweifeln, dass sich die ITA an ihre 

A-7290/2023 

Seite 34 

Geheimhaltungspflicht gemäss Art. 22 MAC halten wird. Der entspre-

chende Subeventualantrag der Beschwerdeführenden zielt somit ins 

Leere, weshalb darauf (mangels Beschwer) nicht einzutreten ist. 

5.10  

5.10.1 Der Vertreter bringt vor, die Editionsverfügungen widersprächen der 

geltenden gesetzlichen Grundlage im StAhiG und seien daher rechtswidrig 

unter Berücksichtigung von Art. 10 Abs. 3 StAhiG. Dies aufgrund der Tat-

sache, dass die Vorinstanz mit den Editionsverfügungen bei den Informa-

tionsinhaberinnen um das Ausfüllen der beigelegten «Bucket List» gebeten 

hatte (Beschwerde, Rz. 31). 

5.10.2 Die «Bucket List» ist eine der jeweiligen Editionsverfügung beige-

fügte Excel-Tabelle, in welcher die Banken als Informationsinhaberinnen 

zusätzliche Informationen angeben können über alle Personen, die mit der 

betreffenden Bankbeziehung in Verbindung stehen (beispielsweise Beilage 

zu act. 38). 

5.10.3 Die Beschwerdeführenden machen Interessen der Informationsin-

haberinnen und damit Drittinteressen geltend, soweit sie die mangelnde 

rechtliche Grundlage der von den Banken auszufüllenden «Bucket List» 

monieren. Darauf ist – unter Berücksichtigung der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung – nicht einzutreten (E. 1.3.5). Immerhin ist in materieller 

Hinsicht festzuhalten, dass die ESTV in der Telefonnotiz vom 14. August 

2023 darauf aufmerksam gemacht hat, dass die der Editionsverfügung bei-

gelegte «Bucket List» nur der internen Abwicklung der Verfahren diene 

(act. 55). Die «Bucket List» werde bei der Informationsübermittlung durch 

die ESTV an die ITA nicht übermittelt (Schlussverfügung, Rz. 10.2). So-

dann ist Art. 10 StAhiG keine Regel zu entnehmen, die das Einholen einer 

«Bucket List» durch die ESTV verbietet. Das Einholen einer «Bucket List» 

schadet somit der Rechtsgültigkeit der Editionsverfügung nicht.  

5.10.4 Folglich ist – wiederum mangels Beschwer – auf den entsprechen-

den Subeventualantrag der Beschwerdeführenden, die Bucket List sei 

nicht zu übermitteln, nicht einzutreten.  

5.11  

5.11.1 Die Beschwerdeführenden reichen diverse Schwärzungsbegehren 

mit der Begründung ein, es dürften nur die relevanten Daten der betroffe-

nen Person übermittelt werden, bei denen sie Trustee oder wirtschaftlich 

Berechtigte oder Kontoinhaberin seien, insbesondere seien Dritte, die mit 

A-7290/2023 

Seite 35 

dem Amtshilfeersuchen nichts zu tun hätten, zu schwärzen. Die beschwer-

deberechtigten Personen bzw. die Namen der wirtschaftlich Berechtigten 

und der Kontoinhaber, die mit der steuerlichen Situation der betroffenen 

Person nichts zu tun hätten, seien gemäss den Schwärzungsbegehren un-

kenntlich zu machen (Beschwerdeschrift, Rz. 27). 

5.11.2 In der Vernehmlassung anerkennt die Vorinstanz 23 näher bezeich-

nete Schwärzungen vorzunehmen. Es handle sich um Daten zu beteiligten 

Bankmitarbeitenden, welche nicht in Zusammenhang zum vorliegenden 

Verfahren stünden (Bst. a, f - i, k der Vernehmlassung der Vorinstanz vom 

19. April 2020) oder um Informationen, die nicht den ersuchten Zeitraum 

beträfen (Bst. b - d, j, l - w der Vernehmlassung der Vorinstanz vom 19. April 

2020). Die übrigen Schwärzungsanträge bezögen sich auf Informationen, 

die eine Relevanz für das Amtshilfeersuchen aufwiesen, weshalb diese ab-

zulehnen seien. 

5.11.3 Den Beschwerdeführenden und der Vorinstanz ist zuzustimmen, 

dass Informationen, welche Bankmitarbeitende betreffen oder ausserhalb 

des ersuchten Zeitraums liegen, zu schwärzen sind. Die in Rede stehen-

den Schwärzungsanträge betreffen auch das vorliegende Verfahren. Ent-

sprechend ist die Beschwerde diesbezüglich gutzuheissen. Hinsichtlich der 

weiteren am Konto berechtigten Personen (Kontoinhaber oder wirtschaft-

lich berechtigte Personen) wird auf E. 5.7.4 verwiesen. Diese Personen 

erscheinen nicht rein zufällig in den Kontounterlagen, die betreffenden In-

formationen sind demnach voraussichtlich erheblich und die Namen kön-

nen folglich auch nicht geschwärzt werden. Diesbezüglich sind die Schwär-

zungsanträge folglich abzuweisen. 

5.11.4 Im Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-2764/2022 vom 22. Juni 

2023 wurden dem von der (dortigen) Vorinstanz unterstützten Eventualan-

trag des (dortigen) Beschwerdeführers entsprechend zwei Informationen 

geschwärzt (dortige E. 4). Da der dortige Beschwerdeführer daher «ledig-

lich marginal» obsiegte, hatte er die Verfahrenskosten vollumfänglich zu 

tragen (dortige E. 6). Vorliegend werden jedoch 23 Positionen geschwärzt. 

Zwar betreffen sechs Positionen Drittinteressen (Bankmitarbeitende), für 

welche bei den Beschwerdeführenden – trotz diesbezüglicher Gutheissung 

(E. 5.12.3) – keine Beschwer vorliegt, dennoch verbleiben 17 Schwärzun-

gen, die vorliegend (ebenfalls) gutzuheissen sind. Dabei handelt es sich 

aufgrund der sehr umfangreichen Menge der zur Übermittlung vorgesehe-

nen Daten immer noch um einen verschwindend kleinen Teil. Dennoch sind 

den Beschwerdeführenden in diesem Zusammenhang Kosten entstanden 

A-7290/2023 

Seite 36 

und das Obsiegen kann diesbezüglich nicht mehr als «marginal» bezeich-

net werden. Dies wird bei der Kostenverteilung berücksichtigt.  

5.11.5 Die Beschwerdeführenden beantragen zudem diverse Streichun-

gen bzw. Schwärzungen für die im vorliegenden Beschwerdeverfahren 

nicht relevanten Schlussverfügungen mit der ESTV-internen Stammnum-

mer 631.1-2023-IL-0001. Diese sind vorliegend nicht Verfahrensgegen-

stand, weshalb auf diese Anträge nicht einzutreten ist.  

6.  

Im Ergebnis ist festzuhalten, dass die Beschwerden in allen Punkten – mit 

Ausnahme der gutzuheissenden Schwärzungsanträge – abzuweisen ist, 

soweit darauf einzutreten ist. Die Vorinstanz ist folglich anzuweisen, die 

Schwärzungen im Sinne von E. 5.12 vorzunehmen. 

7.  

7.1 Die Verfahrenskosten werden in der Regel der unterliegenden Partei 

auferlegt; unterliegt diese nur teilweise, so werden die Verfahrenskosten 

ermässigt (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Insgesamt sind die Verfahrenskosten auf 

Fr. 10'000.- festzusetzen (vgl. Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 4 des Reglements 

vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-

desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) und den in nicht gänzlich 

unerheblichem Mass teilweise obsiegenden Beschwerdeführenden (23 zu-

sätzliche Schwärzungen) im Umfang von Fr. 9'000.- aufzuerlegen. Letzte-

rer Betrag ist dem geleisteten Kostenvorschuss von insgesamt Fr. 10'000.- 

zu entnehmen. Der Restbetrag von Fr. 1’000.- ist den Beschwerdeführen-

den nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückzuerstat-

ten. 

7.2 Der Vorinstanz sind keine Verfahrenskosten aufzuerlegen (Art. 63 

Abs. 2 VwVG). 

7.3 Die teilweise obsiegenden Beschwerdeführenden haben grundsätzlich 

Anspruch auf eine reduzierte Parteientschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG 

und Art. 7 Abs. 1 VGKE). Diese beträgt praxisgemäss Fr. 1’500.-. 

8.  

Dieser Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Amtshilfe in Steuer-

sachen kann gemäss Art. 83 Bst. h des Bundesgerichtsgesetzes vom 

17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) innerhalb von 10 Tagen nur dann mit 

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesge-

richt weitergezogen werden, wenn sich eine Rechtsfrage von 

A-7290/2023 

Seite 37 

grundsätzlicher Bedeutung stellt oder wenn es sich aus anderen Gründen 

um einen besonders bedeutenden Fall im Sinn von Art. 84 Abs. 2 BGG 

handelt (Art. 84a und Art. 100 Abs. 2 Bst. b BGG). Ob dies der Fall ist, 

entscheidet das Bundesgericht. 

 

Für das Dispositiv wird auf die nächste Seite verwiesen. 

  

A-7290/2023 

Seite 38 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerden werden teilweise gutgeheissen. Die Vorinstanz wird an-

gewiesen, die zusätzliche Schwärzung im Sinne der E. 5.12 vorzunehmen. 

Im Übrigen werden die Beschwerden abgewiesen, soweit darauf eingetre-

ten wird. 

2.  

Die Verfahrenskosten, welche auf Fr. 10'000.- festgesetzt werden, werden 

den teilweise obsiegenden Beschwerdeführenden im Umfang von 

Fr. 9'000.- auferlegt. Der in Höhe von Fr. 10'000.- einbezahlte Kostenvor-

schuss wird in diesem Umfang zur Bezahlung der Verfahrenskosten ver-

wendet. Der Restbetrag von Fr. 1’000.- wird den Beschwerdeführenden 

nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 

3.  

Die Vorinstanz hat den Beschwerdeführenden eine Parteienschädigung 

von Fr. 1'500.- zu bezahlen. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden und die Vorinstanz. 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Jürg Steiger Katharina Meienberg 

 

  

A-7290/2023 

Seite 39 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Amtshilfe in 

Steuersachen kann innert 10 Tagen nach Eröffnung nur dann beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätzli-

cher Bedeutung stellt oder wenn es sich aus anderen Gründen um einen 

besonders bedeutenden Fall im Sinne von Art. 84 Abs. 2 BGG handelt 

(Art. 82, Art. 83 Bst. h, Art. 84a, Art. 90 ff. und Art. 100 Abs. 2 Bst. b BGG). 

Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der 

Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schwei-

zerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsulari-

schen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). In der 

Rechtsschrift ist auszuführen, warum die jeweilige Voraussetzung erfüllt 

ist. Im Übrigen ist die Rechtsschrift in einer Amtssprache abzufassen und 

hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die 

Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismit-

tel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizule-

gen (Art. 42 BGG). 

 

Versand: 

 

  

A-7290/2023 

Seite 40 

Zustellung erfolgt an: 

– die Beschwerdeführenden (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde)