# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8661f1ae-0324-5e99-9311-e7914a920bbb
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-14
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 14.06.2021 810 21 29
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-21-29_2021-06-14.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht 
 
vom 14. Juni 2021 (810 21 29) 
____________________________________________________________________ 
 
 
 
Soziale Sicherheit 
 
 
Anfechtbarkeit von Rückweisungsentscheiden / Anspruch auf unentgeltliche Verbeistän-
dung 
 
 
 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Gerichtsschreiber Stefan Suter 

 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführerin 
  

 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, 4410 Liestal,  
Beschwerdegegner 
 
Sozialhilfebehörde B.____, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Beendigung der Unterstützung (RRB Nr. 102 vom 26. Januar 2021) 
 
 
 
A. A.____ wird seit dem 1. November 2016 von der Sozialhilfebehörde (SHB) B.____ un-
terstützt. Mit Verfügung vom 7. Juli 2020 stellte die Behörde die Unterstützung per 31. März 
2020 ein, weil A.____ mit ihrem Erwerbseinkommen über dem sozialhilferechtlichen Existenz-
minimum lebe. 
 

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B. Die dagegen erhobene Einsprache wies die SHB B.____ mit Entscheid vom 7. Septem-
ber 2020 ab. Zur Begründung führte die SHB im Wesentlichen aus, sie habe jede einzelne 
Lohnabrechnung von Februar 2020 bis Mai 2020 überprüft und den Sozialhilfebedarf entspre-
chend berechnet. Aus den Berechnungen habe stets ein Überschuss resultiert, weshalb kein 
Anspruch auf Sozialhilfeunterstützung mehr bestehe. Eine neue Bedarfsberechnung sei unter 
Beibringung sämtlicher relevanter Unterlagen jederzeit möglich, sollte sich die Einkommenssi-
tuation verändern. 
 
C. Gegen den Einspracheentscheid der SHB B.____ vom 7. September 2020 erhob A.____ 
mit Eingabe vom 17. September 2020 Beschwerde beim Regierungsrat des Kantons Basel-
Landschaft (Regierungsrat). Sie stellte die Rechtsbegehren, der Einspracheentscheid sei auf-
zuheben, ferner seien die Sozialhilfebeträge neu festzustellen und es sei ein Unterstützungsbe-
darf gemäss dem korrekten Unterstützungsbedarf zu berechnen, eventualiter durch eine unab-
hängige Instanz. Die SHB sei zu veranlassen, ihre Rückzahlungsforderung zurückzuziehen, 
ebenso seien die neu verlangten Rückforderungen abzuweisen und allenfalls von einer unab-
hängigen Instanz nachvollziehbar zu überprüfen. Es seien die Sozialen Dienste B.____ zu be-
auftragen, allenfalls ausstehende Therapierechnungen und ausstehende Zahnarztrechnungen 
für ihren Sohn zu bezahlen. Es seien die Sozialen Dienste B.____ anzuhalten, bei Notwendig-
keit eine finanzielle Unterstützung der Zahlung der ausstehenden Mietzinse zu gewähren. Es 
seien die Sozialen Dienste B.____ anzuhalten, eine genaue und für Dritte nachvollziehbare 
Übersicht bezüglich der finanziellen Situation im Zusammenhang mit der sozialen Unterstüt-
zung der Beschwerdeführerin zu erstellen, eventualiter sei dies durch eine unabhängige Instanz 
vorzunehmen. Es seien die Sozialen Dienste B.____ anzuhalten, für die ausstehenden Monate 
bezüglich des Einkommens einen Modus vivendi zu finden, wie ein Plus oder Minus im monatli-
chen Einkommen im Vergleich zum Unterstützungsbedarf praktisch gehandhabt werden könne. 
Es sei die unentgeltliche Rechtsberatung und Rechtsverbeiständung zu gewähren. 
 
D. Mit Regierungsratsbeschluss (RRB) Nr. 102 vom 26. Januar 2021 hiess der Regierungs-
rat die Beschwerde teilweise gut, soweit er darauf eintrat. Die Angelegenheit wurde im Sinne 
der Erwägungen an die SHB B.____ zurückgewiesen. Verfahrenskosten wurden keine erhoben 
und der Antrag auf unentgeltliche Verbeiständung wurde abgewiesen. Der Regierungsrat erwog 
im Wesentlichen, dass sich die Bedarfsberechnung der SHB B.____ als fehlerhaft erweise, weil 
keine Einkommensfreibeträge aus der Erwerbstätigkeit im ersten Arbeitsmarkt angerechnet 
worden seien. Die Angelegenheit sei deshalb zur Neuberechnung zurückzuweisen. Da die Leis-
tungsübersichten von der SHB nochmals neu zu berechnen seien, könne vorliegend nicht ab-
schliessend beurteilt werden, ob und ab wann keine Bedürftigkeit mehr bestanden habe. Alleine 
der Umstand, dass die betroffene Person zu einem späteren Zeitpunkt wieder bedürftig werden 
könne, reiche für eine Weiterführung der Unterstützung aber nicht aus. Bezüglich der Rückzah-
lungsforderungen könne auf die Beschwerde nicht eingetreten werden, weil diese nicht Gegen-
stand des Einspracheentscheids gebildet hätten. Was die offenen Rechnungen betreffe, seien 
diese bereits von der Sozialhilfebehörde übernommen worden resp. werde in der Beschwerde 
nicht ausgeführt, welche Rechnungen noch unbezahlt seien, weswegen darauf nicht eingetre-
ten werden könne. Über den Wohnkostenvorbehalt sei sodann bereits im Jahr 2016 rechtskräf-
tig entschieden worden. Die Frage der Pflicht zur Suche einer günstigeren Wohnung bilde 

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ebenfalls nicht Verfahrensgegenstand, so dass auf den entsprechenden Antrag nicht weiter 
einzugehen sei. Der Antrag auf unentgeltliche Verbeiständung sei schliesslich abzuweisen, weil 
der Anspruch auf die Vertretung durch Anwälte beschränkt sei und es sich bei der für die Aus-
arbeitung der Beschwerde zugezogenen Hilfsperson nicht um eine Anwältin handle. 
 
E. Gegen den Regierungsratsbeschluss vom 26. Januar 2021 hat A.____ mit Eingabe vom 
12. Februar 2021 beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwal-
tungsrecht (Kantonsgericht), Beschwerde erhoben. Sie stellt die Rechtsbegehren, der ange-
fochtene Beschluss sei bezüglich der Beschwerdeabweisung aufzuheben und die SHB B.____ 
sei anzuweisen, die Sozialhilfeablösung für die Beschwerdeführerin rückgängig zu machen und 
die Sozialhilfe realitätsgemäss weiterzuführen nebst der Anwendung des korrekten Unterstüt-
zungsbetrages für die Beschwerdeführerin. Weiter sei der Beschwerdeführerin die unentgeltli-
che Prozessführung und Rechtsverbeiständung für das Verfahren vor dem Regierungsrat zu 
gewähren. Für das Verfahren vor Kantonsgericht sei ihr ebenfalls die unentgeltliche Prozess-
führung und Rechtsverbeiständung zu gewähren. Die Beschwerdeführerin bringt zusammenge-
fasst vor, sie sei voreilig von der Sozialhilfe abgelöst worden. Sie legt dazu eine eigene Berech-
nung des Unterstützungsbedarfs vor. Sie macht geltend, die Erstinstanz habe einen zu gerin-
gen Unterstützungsbedarf angerechnet und der Berechnung einen zu hohen Lohn zugrunde 
gelegt. Sie kritisiert verschiedene Passagen in der Begründung des regierungsrätlichen Ent-
scheids, welche zum Teil von falschen und ungeprüften Annahmen ausgingen. Was die unent-
geltliche Verbeiständung betrifft, führt sie aus, sie habe nie um Verbeiständung durch ihre Kon-
taktperson ersucht. Ihr gehe es vielmehr darum, dass sie jederzeit einen Rechtsanwalt beizie-
hen könne. Alleine schon die Kontaktaufnahme mit einem Rechtsanwalt zwecks Übernahme 
eines Mandates sei kostenpflichtig. Grundsätzlich habe sie von der finanziellen Ausgangslage 
her einen Anspruch auf unentgeltliche Rechtsverbeiständung. 
 
F. In der Vernehmlassung vom 18. März 2021 beantragt der Regierungsrat die kosten-
pflichtige vollumfängliche Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. 
 
G. Die Sozialhilfebehörde B.____ stellt in ihrer Vernehmlassung vom 25. März 2021 Antrag 
auf Abweisung der Beschwerde. Sie weist darauf hin, dass sie mit Verfügung selben Datums 
eine Neuberechnung der Unterstützungsleistungen vorgenommen habe und die sozialhilfe-
rechtliche Unterstützung erneut per 31. März 2020 eingestellt habe. 
 
H. Die Beschwerdeführerin teilte dem Gericht am 3. April 2021 mit, dass sie gegen die Ver-
fügung der Beschwerdegegnerin vom 25. März 2021 wiederum Einsprache erhoben habe. In 
der Folge bediente sie das Gericht wiederholt mit ihren Eingaben an die Beschwerdegegnerin 
im dortigen Verfahren. 
  

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Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessord-
nung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügungen und Entscheide des Regierungs-
rats die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgericht zulässig. Damit das Kan-
tonsgericht auf eine Beschwerde eintreten und diese materiell behandeln darf, müssen die Pro-
zessvoraussetzungen gegeben sein. Das Gericht prüft von Amtes wegen, ob die Eintretensvo-
raussetzungen erfüllt sind (§ 16 Abs. 2 VPO). 
 
1.2 Zu den Prozessvoraussetzungen, die erfüllt sein müssen, damit das Gericht zur Begrün-
detheit der Rechtsbegehren Stellung nehmen kann, gehört unter anderem ein taugliches An-
fechtungsobjekt. Bezüglich der verfügten Einstellung der Sozialhilfeunterstützung hat der Regie-
rungsrat das Rechtsmittel der Beschwerdeführerin gutgeheissen und die Angelegenheit zu 
neuer Entscheidung an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen. Rückweisungsentscheide, 
mit denen die Sache zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zurückgewiesen wird, schlies-
sen das Verfahren nicht ab und sind daher Zwischenentscheide, die nur unter den hier nicht 
geltend gemachten und auch nicht gegebenen Ausnahmen von § 43 Abs. 2bis VPO und Art. 93 
Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 angefochten 
werden können (Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 
[KGE VV], vom 4. Juni 2019 [810 19 41] E. 3 f.; KGE VV vom 11. Februar 2015 [810 14 366] 
E. 2; BLKGE 2010 Nr. 45). Anders verhält es sich nur dann, was indessen vorliegend nicht zu-
trifft, wenn der unteren Instanz, an welche die Sache zurückgewiesen wird, kein Entschei-
dungsspielraum mehr verbleibt und die Rückweisung nur noch der Umsetzung des oberinstanz-
lich Angeordneten dient (BGE 138 I 143 E. 1.2). Somit zeigt sich, dass der angefochtene Ent-
scheid keine beim Kantonsgericht selbständig anfechtbare Zwischenverfügung darstellt und 
diesbezüglich auf die Beschwerde nicht eingetreten werden kann. 
 
1.3 Dies gilt trotz des Umstands, dass der Beschwerdegegner nicht alle Rügen der Be-
schwerdeführerin für begründet erachtete. Hat die Beschwerdeführerin mit ihrem Antrag obsiegt 
und liegt ein nicht selbständig anfechtbarer Zwischenentscheid vor, besteht kein davon losge-
löstes Rechtsschutzinteresse an der Beurteilung der vorliegend gerügten einzelnen Begrün-
dungselemente, zumal die rechtlichen Erwägungen eines Entscheids nicht in Rechtskraft er-
wachsen und in einer allfälligen zukünftigen Beurteilung keine bindende Wirkung entfalten wür-
den (KGE VV vom 12. August 2019 [810 19 194] S. 3; BGE 121 II 474 E. 4a). Die Beschwerde-
führerin kann ihre Argumente im vor der Beschwerdegegnerin neu angehobenen Einsprache-
verfahren vorbringen, was sie denn auch getan hat. In diesem zweiten Rechtsgang wird ihr der 
Rechtsweg an das Kantonsgericht offenstehen, wo sie ihre Einwände gegebenenfalls erneut 
vortragen kann. 
 
1.4 Kein Zwischenentscheid ist der angefochtene Entscheid hingegen bezüglich der verwei-
gerten unentgeltlichen Verbeiständung. In dieser Hinsicht ist die Beschwerdeführerin vor der 
Vorinstanz mit ihrem Antrag unterlegen und hat sie ein schutzwürdiges Interesse an der Beur-
teilung ihres Rechtsbegehrens (§ 47 Abs. 1 lit. a VPO). Da auch die übrigen Eintretensvoraus-
setzungen erfüllt sind, ist auf die Beschwerde in diesem Umfang einzutreten. 

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2. Die Beschwerdeführerin beanstandet, dass ihr Gesuch um unentgeltliche Rechtsbera-
tung und Verbeiständung abgewiesen wurde. 
 
2.1 Gemäss § 23 des Verwaltungsverfahrensgesetzes des Kantons Basel-Landschaft 
(VwVG BL) vom 13. Juni 1988 ist einer Partei im Verwaltungsbeschwerdeverfahren der kosten-
lose Beizug eines Anwaltes zu gewähren, wenn sie ihre Bedürftigkeit glaubhaft macht, ihr Be-
gehren nicht offensichtlich als aussichtslos und der Beizug eines Anwalts zur Wahrung ihrer 
Rechte als notwendig erscheint. Diese gesetzlichen Voraussetzungen stimmen inhaltlich mit 
dem verfassungsmässigen Anspruch auf unentgeltliche Verbeiständung überein (KGE VV vom 
1. April 2020 [810 19 343] E. 5.3; KGE VV vom 16. Mai 2018 [810 18 56] E. 7). 
 
2.2 In ihrer Beschwerdeeingabe an den Regierungsrat vom 17. September 2020 stellte die 
Beschwerdeführerin in Ziffer 8 der Rechtsbegehren den Antrag, es sei die unentgeltliche 
Rechtsberatung und Rechtsverbeiständung zu gewähren. Die Begründung enthielt dazu einen 
einzigen Satz: "Eventualiter werde ich unentgeltliche Rechtsberatung und -verbeiständung be-
antragen." Im angefochtenen Entscheid wird hierzu ausgeführt: "Der Antrag auf unentgeltliche 
Verbeiständung ist abzuweisen. Dies folgt an erster Stelle aus dem Umstand, dass der ein-
schlägige Anspruch dem VwVG BL zufolge auf die Verbeiständung durch Anwälte beschränkt 
ist und es sich bei C.____ [der Hilfsperson] um keine Anwältin handelt." 
 
2.3 Die Beschwerdeführerin stellt nicht in Abrede, dass sie für das Beschwerdeverfahren 
keine Anwältin beigezogen hatte. Zu keinem Zeitpunkt habe sie in irgendeiner Weise C.____ 
als Rechtsanwältin erwähnt oder bezeichnet. Insofern macht sie auch nicht geltend, ihr sei eine 
Entschädigung für den Beizug einer Rechtsanwältin vorenthalten worden. Vielmehr bringt sie 
vor, der Beschwerdegegner habe ihren Antrag falsch verstanden. Ihr Gesuch um unentgeltliche 
Rechtsverbeiständung sei darauf gerichtet gewesen, dass sie in der vorliegenden Sache jeder-
zeit einen Rechtsanwalt zuziehen könne. Allein schon die Kontaktaufnahme mit einem Rechts-
anwalt zwecks Übernahme eines Mandates sei kostenpflichtig. Über dieses Geld verfüge sie 
nicht, weshalb sie das Gesuch gestellt habe. 
 
2.4 Es ist Sache der Parteien, präzise Rechtsbegehren zu stellen und diese in der Begrün-
dung näher zu erläutern. Unklare Rechtsbegehren sind unter Berücksichtigung der Beschwer-
debegründung nach Treu und Glauben auszulegen (BGE 137 III 617 E. 6.2; BGE 105 II 149 
E. 2a). Die unentgeltliche Verbeiständung ist ein juristischer Fachbegriff und bezeichnet das 
Recht einer bedürftigen Partei, für ein Verfahren einen Anwalt zu mandatieren, der vom Staat 
entschädigt wird. Mangels anderweitiger Ausführungen in der Beschwerdebegründung durfte 
und musste die Vorinstanz nach dem gewöhnlichen Sprachgebrauch und nach dem Vertrau-
ensprinzip davon ausgehen, dass die Beschwerdeführerin einen Antrag auf kostenlosen Beizug 
eines Rechtsanwalts nach § 23 VwVG BL für das regierungsrätliche Beschwerdeverfahren ge-
stellt hatte. Dies umso mehr, als das Wort "eventualiter" in der Begründung impliziert, dass die-
ser Antrag nur für den Fall des Unterliegens gelten soll. Nachdem die Beschwerdeführerin nicht 
anwaltlich vertreten war - sie reichte die Beschwerde in eigenem Namen ein und es bestand 
kein Vertretungsverhältnis -, fehlte es bereits an dieser grundlegenden Voraussetzung für die 

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Bewilligung des Gesuchs um unentgeltliche Verbeiständung. Dessen Abweisung ist damit 
rechtskonform und nicht zu beanstanden. 
 
3.1 Für das kantonsgerichtliche Verfahren stellt die Beschwerdeführerin ebenfalls ein Ge-
such um unentgeltliche Verbeiständung. Da sie sich auch vor Kantonsgericht nicht vertreten 
lässt, ist im Lichte ihrer Beschwerdebegründung davon auszugehen, dass sie entgegen dem 
Wortlaut des Antrags nicht den kostenlosen Beizug eines Rechtsanwalts für das vorliegende 
Verfahren anstrebt. Eine anwaltliche Vertretung hätte sie denn auch vor der Erhebung der Be-
schwerde selbständig organisieren müssen. Eine nachträgliche Ergänzung der Anträge oder 
der Begründung wäre einem später zugezogenen Anwalt ohnehin nicht mehr erlaubt gewesen. 
Die Beschwerdeführerin scheint vielmehr eine generelle Kostengutsprache für den jederzeitigen 
Beizug anwaltlicher Hilfe - oder zumindest für ein anwaltliches Erstgespräch - im Rahmen ihrer 
mannigfachen Auseinandersetzungen mit der Beschwerdegegnerin zu verlangen. Damit geht 
ihr Begehren über den von der Vorinstanz (zulässigerweise, vgl. soeben E. 2.4) beurteilten 
Streitgegenstand hinaus. Der Streitgegenstand kann im Laufe des Rechtsmittelverfahrens nur 
noch eingeschränkt, aber nicht ausgeweitet oder geändert werden (KGE VV vom 11. August 
2017 [810 17 35] E. 2.2; BGE 136 V 362 E. 3.4.2; BGE 136 II 165 E. 5). Deshalb kann auf das 
wie dargelegt ausgelegte Rechtsbegehren aus prozessualen Gründen nicht eingetreten wer-
den. Streng wörtlich verstanden wäre der Antrag gleich wie bei der Vorinstanz mangels Vertre-
tung abzuweisen gewesen (§ 22 Abs. 2 VPO). Der Vollständigkeit halber ist nachfolgend den-
noch kurz auf das Anliegen der Beschwerdeführerin einzugehen. 
 
3.2 Der Anspruch nach Art. 29 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidge-
nossenschaft (BV) vom 18. April 1999 auf unentgeltliche Rechtspflege gilt für jegliches staatli-
che Verfahren, in das der Betroffene einbezogen ist. Auf dessen Rechtsnatur kommt es nicht an 
(BGE 132 I 201 E. 8.1; BGE 130 I 180 E. 2.2; STEFAN MEICHSSNER, Das Grundrecht auf unent-
geltliche Rechtspflege [Art. 29 Abs. 3 BV], Basel 2008, S. 62). Unentbehrlich ist aber ein forma-
lisiertes Staatshandeln. Die unentgeltliche Rechtspflege bezieht sich immer nur auf konkrete 
Verfahren, mit denen hoheitliche, rechtsgestaltende Verwaltungsakte und Entscheide vorberei-
tet werden (GEROLD STEINMANN, in: Ehrenzeller/Schindler/Schweizer/Vallender [Hrsg.], St. Gal-
ler Kommentar zur Schweizerischen Bundesverfassung, 3. Aufl., Zürich 2014, Art. 29 BV 
Rz. 65; RENÉ RHINOW/HEINRICH KOLLER/CHRISTINA KISS/DANIELA THURNHERR/DENISE BRÜHL-
MOSER, Öffentliches Prozessrecht, 3. Aufl., Basel 2014, Rz. 386). Da die Bejahung eines ver-
fassungsmässigen Anspruchs auf unentgeltliche Rechtspflege jeweils davon abhängt, ob in 
einem bestimmten Verfahren eine bedürftige Person im Hinblick auf die Tragweite des zu fäl-
lenden Entscheides und die Schwierigkeiten der damit verbundenen Fragen auf einen Rechts-
beistand angewiesen ist, sich die konkreten Verhältnisse und Fragestellungen von Verfahren zu 
Verfahren indessen verändern können, kann die unentgeltliche Rechtspflege nicht für eine un-
bestimmte Vielzahl von Verfahren, lediglich zukünftige Verfahren oder die blosse Rechtsbera-
tung ausserhalb eines konkreten Verfahrens verlangt werden (KGE VV vom 15. Juli 2019 [810 
18 310] E. 8.8; KGE VV vom 12. Dezember 2018 [810 18 252] E. 5.3; BGE 128 I 225 E. 2.4.2; 
BGE 121 I 321 E. 2b; STEINMANN, a.a.O., Art. 29 BV Rz. 65; RHINOW/KOLLER/KISS/THURNHERR/
BRÜHL-MOSER, a.a.O., Rz. 386; MEICHSSNER, a.a.O., S. 62 ff.). 
 

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3.3 Entgegen ihrem Dafürhalten ist die Beschwerdeführerin nicht auf eine staatliche Vorfi-
nanzierung angewiesen, um anwaltlichen Beistand überhaupt organisieren zu können. Viele 
Rechtsanwälte bieten ein kostenloses Erstgespräch zur Abklärung einer potentiellen Mandats-
übernahme an. Sodann betreiben die Advokatenkammer Basel und der Basellandschaftliche 
Anwaltsverband eine Rechtsauskunftsstelle, die für einen äusserst bescheidenen Unkostenbei-
trag (Fr. 10.--) eine erste kurze Beratung durch eine Anwältin oder einen Anwalt gewährt und 
gegebenenfalls einen geeigneten Rechtsbeistand vermittelt. Dieselben Dienstleistungen er-
bringt - auch für Nichtmitglieder - die Rechtsberatung des Basler Gewerkschaftsbundes. 
Schliesslich ist darauf zu verweisen, dass im Bereich des Sozialhilfewesens diverse gemeinnüt-
zige Organisationen die kostenlose rechtliche Hilfestellung und Begleitung im Verfahren anbie-
ten. 
 
4. Aus dem Gesagten folgt, dass sich die Beschwerde als offensichtlich unbegründet er-
weist, soweit es nicht bereits an den Eintretensvoraussetzungen fehlt. Die Beschwerde ist durch 
die präsidierende Person abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann (§ 1 Abs. 3 lit. e 
VPO). 
 
5. Umständehalber wird gestützt auf § 4 Abs. 2 der Verordnung über die Gebühren der 
Gerichte (GebT) vom 15. November 2010 auf die Erhebung von Verfahrenskosten verzichtet. 
Das Gesuch der Beschwerdeführerin um unentgeltliche Prozessführung ist damit gegenstands-
los. Die Parteikosten sind wettzuschlagen. 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 
   
 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 
   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
Präsidentin 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber 
 
 
 
 
 
 

 
Gegen diesen Entscheid wurde am 12. Juli 2021 Beschwerde beim Bundesgericht (Verfahrens-
nummer 8C_497/2021) erhoben.