# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 79a352ea-08c7-59a4-a971-76f8da2d8abc
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-05-17
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 17.05.2021 810 20 289
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-20-289_2021-05-17.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht 
 
vom 17. Mai 2021 (810 20 289)  
____________________________________________________________________ 
 
 
 
Ausländerrecht 
 
 
Nichtverlängerung Aufenthaltsbewilligung / Nichteintreten / Fristversäumnis 
 
 
 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsrichter Markus 

Clausen, Claude Jeanneret, Niklaus Ruckstuhl, Stefan Schulthess, 
Gerichtsschreiberin Stephanie Schlecht 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Freiplatzaktion Basel 
  

 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, 4410 Liestal,  
Beschwerdegegner 
 

  
  
Betreff Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung / Nichteintreten  

(RRB Nr. 1630 vom 24.11.2020) 
 
 
 
 
A. A.____ (geboren 1956) ist Staatsangehöriger von Sri Lanka. Er reiste am 18. Dezem-
ber 1990 in die Schweiz ein und stellte ein Asylgesuch, welches mit Entscheid des Bundesam-
tes für Flüchtlinge vom 1. Oktober 1997 abgelehnt wurde. Am 11. Mai 2001 zog das Bundesamt 
für Flüchtlinge den vorgenannten Entscheid teilweise in Wiedererwägung und A.____ wurde 

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gestützt auf den Beschluss des Bundesrates vom 1. März 2000 betreffend die Humanitäre Ak-
tion 2000 vorläufig aufgenommen. Am 13. September 2002 wurde ihm eine Aufenthaltsbewilli-
gung erteilt.  
 
B. Das Amt für Migration und Bürgerrechte (AfMB) gewährte A.____ am 3. Februar 2020 
und am 23. Juli 2020 das rechtliche Gehör zur beabsichtigten Nichtverlängerung der Aufent-
haltsbewilligung und Wegweisung aus der Schweiz. Dazu nahm A.____, vertreten durch die 
Freiplatzaktion Basel, mit Schreiben vom 28. Februar 2020 resp. vom 4. August 2020 Stellung.  
 
C. Mit Verfügung vom 10. September 2020 widerrief das AfMB die Aufenthaltsbewilligung 
von A.____ und ordnete dessen Wegweisung aus der Schweiz an.  
 
D. Auf die dagegen von A.____, vertreten durch die Freiplatzaktion Basel, mit Eingabe vom 
12. Oktober 2020 erhobene Beschwerde trat der Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft 
(Regierungsrat) mit Beschluss (RRB) Nr. 1630 vom 24. November 2020 nicht ein und ordnete 
dessen Wegweisung aus der Schweiz bis spätestens 30 Tage nach Rechtskraft des RRB an. 
Sein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wies der Regierungsrat ab. Zur Begründung führ-
te er im Wesentlichen aus, dass die Beschwerde nicht innert zehn Tagen erhoben und damit 
verspätet eingereicht worden sei. Es seien auch keine Gründe ersichtlich, aufgrund derer 
A.____ unverschuldeterweise an einem fristgemässen Handeln gehindert gewesen wäre.  
 
E. Gegen den RRB Nr. 1630 vom 24. November 2020 erhebt A.____, nach wie vor vertre-
ten durch die Freiplatzaktion Basel, mit Eingabe vom 4. Dezember 2020 Beschwerde beim Kan-
tonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), und beantragt, es 
sei der angefochtene Entscheid aufzuheben und auf die Beschwerde einzutreten, unter o/e-
Kostenfolge, wobei ihm die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren sei. Auf die Erhebung 
allfälliger weiterer Kosten sei zu verzichten. In seiner Beschwerdebegründung räumt sein Ver-
treter ein, dass die kantonalrechtliche zehntägige Beschwerdefrist aufgrund "unglücklicher Um-
stände" verpasst, jedoch die bundesrechtliche dreissigtägige Frist eingehalten worden sei. Fer-
ner macht er geltend, dass der Regierungsrat die Beschwerdefrist regelmässig auf dreissig Ta-
ge verlängere und dies demzufolge auch im vorliegenden Fall hätte tun können. Es dürfe ihm 
nicht angelastet werden, dass er im Rahmen der Beschwerde an den Regierungsrat keine nä-
heren Ausführungen zum Fristversäumnis gemacht habe. Es sei zu berücksichtigen, dass so-
wohl die Freiplatzaktion Basel als auch der zuständige Mitarbeiter als Laienvertreter fungieren 
würden.  
 
F. Mit Verfügung vom 9. Dezember 2020 wurde das Gesuch des Beschwerdeführers um 
unentgeltliche Rechtspflege zufolge Aussichtslosigkeit und damit auch der Antrag auf Verzicht 
auf die Erhebung weiterer Kosten abgewiesen.  
 
G. Am 27. Januar 2021 lässt sich der Regierungsrat vernehmen und schliesst auf kosten-
fällige Abweisung der Beschwerde.  
 

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H. Mit Verfügung vom 22. März 2021 wurde der Fall der Kammer zur Beurteilung über-
wiesen und das schriftliche Verfahren angeordnet. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess-
ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügungen und Entscheide des Regie-
rungsrates die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgericht zulässig. Da weder 
ein Ausschlusstatbestand nach § 44 VPO noch ein spezialgesetzlicher Ausschlusstatbestand 
vorliegt, ist die Zuständigkeit des Kantonsgerichts zur Beurteilung der vorliegenden Angelegen-
heit gegeben. Der Beschwerdeführer ist vom angefochtenen Entscheid berührt und verfügt über 
ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung. Auch die weiteren formellen Vorausset-
zungen sind erfüllt, so dass auf die Beschwerde einzutreten ist. 
 
1.2 Vorliegend handelt es sich um einen klaren Fall, weshalb nach § 1 Abs. 4 VPO ohne 
Weiterungen im Zirkulationsverfahren entschieden wird.  
 
2. Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b 
VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt wer-
den. Die Beurteilung der Angemessenheit ist dem Kantonsgericht – abgesehen von hier nicht 
vorliegenden Ausnahmefällen – untersagt (§ 45 Abs. 1 lit. c VPO e contrario). 
 
3. Wird ein Nichteintretensentscheid angefochten, prüft das Kantonsgericht grundsätzlich 
nur die Frage, ob die Vorinstanz zu Recht nicht auf die Beschwerde eingetreten ist. Es kann 
folglich auch nur geltend gemacht werden, die Vorinstanz habe zu Unrecht das Bestehen einer 
Eintretensvoraussetzung verneint (Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht [KGE VV], vom 18. März 2021 [810 20 205] E. 1.2; KGE VV vom 22. August 
2018 [810 17 329] E. 3; KGE VV vom 7. Februar 2018 [810 17 176] E. 2; BGE 132 V 74 E. 1.1). 
Auf materielle Begehren des Beschwerdeführers kann demnach nicht eingetreten werden 
(KGE VV vom 31. Mai 2017 [810 16 181] E. 3 m.w.H.; KGE VV vom 27. August 2008 [810 08 
56] E. 3). Strittig ist vorliegend deshalb einzig, ob der Regierungsrat zu Recht nicht auf die vom 
Beschwerdeführer erhobene Beschwerde gegen die Verfügung des AfMB vom 10. September 
2020 eingetreten ist. 
 
4.1 Der Beschwerdegegner erwog im angefochtenen RRB, dass der Beschwerdeführer 
seit dem 10. Februar 2020 von der Freiplatzaktion Basel vertreten werde und dieser die ange-
fochtene Verfügung des AfMB gemäss Sendungsverfolgung am 11. September 2020 zugestellt 
worden sei. Demzufolge hätte der Beschwerdeführer bis zum 21. September 2020 Zeit gehabt, 
eine Beschwerde einzureichen. Vorliegend sei die Beschwerde gemäss Poststempel jedoch 
erst am 12. Oktober 2020 und damit verspätet erhoben worden und es seien keine entschuld-
baren Gründe für das Versäumnis der Frist ersichtlich. Die vom Beschwerdeführer angerufene 
Bestimmung von Art. 50 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren (Verwal-

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tungsverfahrensgesetz, VwVG) vom 20. Dezember 1968, wonach eine Beschwerde innert 
dreissig Tagen zu erheben sei, finde im vorliegenden Fall keine Anwendung. Die am 
12. Oktober 2020 erfolgte Beschwerdeeingabe des Beschwerdeführers sei somit zu spät erfolgt 
und deshalb könne darauf nicht eingetreten werden. 
 
4.2 Der Beschwerdeführer anerkennt, dass die Verfügung des AfMB vom 10. September 
2020 seiner Rechtsvertretung am Folgetag zugestellt worden sei, und bestreitet nicht, die zehn-
tägige Beschwerdefrist verpasst zu haben. Er bekräftigt jedoch wie schon bisher im Verfahren 
seine Auffassung, dass die Frist gemäss Art. 50 Abs. 1 VwVG eingehalten worden sei. Zudem 
sei bei der Auslegung der kantonalrechtlichen Bestimmung über die Frist mildernd zu berück-
sichtigen, dass es sich bei der Rechtsvertretung um eine Laienorganisation handle. Hinsichtlich 
des Fristversäumnisses erklärt seine Rechtsvertretung, dass die Post an dem besagten Tag 
von einem Zivildienstleistenden entgegengenommen worden sei, weil die festangestellten Per-
sonen aus verschiedenen Gründen abwesend gewesen seien. Gemäss der Hausregel betref-
fend die Entgegennahme der Post habe ein Zivildienstleistender die gesamte Post geöffnet und 
diese in die jeweiligen Postfächer der zuständigen Personen gelegt. Der Beschwerdeführer ha-
be am 10. November (recte: September) 2020 die offene Beratung der Freiplatzaktion Basel 
aufgesucht, welche von demselben Zivildienstleistenden durchgeführt worden sei, der am 
nächsten Tag die Post geöffnet habe. Die Verfügung des AfMB vom 10. September 2020 habe 
dieser versehentlich in das sich noch bei ihm befindliche Papierdossier abgelegt, anstatt sie in 
das Postfach der zuständigen Person zu legen. Die Verfügung sei bei zufälliger Durchsicht am 
2. Oktober 2020 entdeckt worden. Da die Frist bereits abgelaufen gewesen sei, habe sich die 
Freiplatzaktion Basel dazu entschieden, baldmöglichst und spätestens innert dreissig Tagen 
Beschwerde zu erheben. Desweitern macht der Beschwerdeführer geltend, dass der Be-
schwerdegegner die Frist zur Beschwerdebegründung auf Gesuch von Anwältinnen und Anwäl-
ten hin routinemässig auf dreissig Tage erstrecke und die Beschwerdeeinreichung in solchen 
Fällen folglich innert einer Frist von dreissig Tagen erfolge. Die vorliegend dargelegten unglück-
lichen Umstände würden umso mehr eine Fristerstreckung auf dreissig Tage rechtfertigen. Als 
Laienorganisation könne ihr nicht angelastet werden, dass sie die Umstände um das Fristver-
säumnis in der Beschwerde vom 12. Oktober 2020 nicht näher ausgeführt habe. 
 
5.1 Gesuche um Erteilung einer ausländerrechtlichen Bewilligung, die Nichtverlängerung 
oder der Widerruf von Bewilligungen werden im Rahmen des sog. Verwaltungsverfahrens be-
handelt und beurteilt. Die zuständigen Verwaltungsbehörden (kantonale Migrations-, Arbeits-
marktbehörde oder Staatssekretariat für Migration [SEM]) haben sich dabei an verfassungs-
rechtlich und gesetzlich festgelegte Verfahrensbestimmungen zu halten. Die Kantone und der 
Bund haben eigene Bestimmungen zum Verwaltungsverfahren und zur Verwaltungsrechtspfle-
ge (MARC SPESCHA/ANTONIA KERLAND/PETER BOLZLI, Handbuch zum Migrationsrecht, 
2. Auflage, Zürich 2015, S. 355). Bei kantonalen Entscheiden richten sich der Rechtsmittelweg 
und das Verfahren vorerst nach den kantonalen Bestimmungen (SPESCHA/KERLAND/BOLZLI, 
a.a.O., S. 360). Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers unterstehen kantonale Be-
hörden dem VwVG grundsätzlich nicht (vgl. PIERRE TSCHANNEN, in: Auer/Müller/Schindler 
[Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren, 2. Auflage, Zürich/ 
St. Gallen 2019, N 6 zu Art. 1 VwVG). Vielmehr folgen kantonale Instanzen auch beim Vollzug 

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von Bundesrecht ihren eigenen kantonalen Prozessordnungen (TSCHANNEN, a.a.O., N 26 ff. zu 
Art. 1 VwVG). Das vorinstanzliche Verfahren richtete sich hinsichtlich der Beschwerdefrist dem-
zufolge nach dem Verwaltungsverfahrensgesetz Basel-Landschaft (VwVG BL) vom 13. Juni 
1988. Gemäss § 33 Abs. 1 VwVG BL ist eine Beschwerde innert zehn Tagen seit Eröffnung der 
Verfügung schriftlich bei der Beschwerdeinstanz einzureichen. Bei der Berechnung der 
Rechtsmittelfrist wird der erste Tag, an dem sie zu laufen beginnt, nicht mitgerechnet (vgl. § 5 
Abs. 1 VwVG BL i.V.m § 46 Abs. 1 des Gerichtsorganisationsgesetzes [GOG] vom 22. Februar 
2001). Fällt der letzte Tag einer Frist auf einen Samstag, Sonntag oder einen staatlich aner-
kannten Feiertag, so endet die Frist am ersten darauffolgenden Werktag (vgl. § 46 Abs. 2 
GOG). Vorliegend wurde die Verfügung des AfMB vom 10. September 2020 der Freiplatzaktion 
Basel am 11. September 2020 zugestellt und die zehntägige Beschwerdefrist ist demnach am 
21. September 2020 abgelaufen. 
 
5.2 Bei der Rechtsmittelfrist handelt es sich um eine gesetzliche Frist. Im Gegensatz zu 
behördlich festgesetzten Fristen können gesetzliche Fristen nicht erstreckt werden (vgl. § 5 
Abs. 1 und 2 VwVG BL). Der Beschwerdeführer verkennt zudem die Tragweite von § 33 Abs. 3 
VwVG BL. Gemäss dieser Bestimmung kann die verfahrensleitende Instanz auf Gesuch der 
beschwerdeführenden Person hin eine Frist für die nachträgliche Begründung der Beschwerde 
gewähren. Die Möglichkeit der Fristerstreckung besteht in Bezug auf die behördliche Frist für 
die nachträgliche Begründung der Beschwerde, nicht aber hinsichtlich der Beschwerdeerhe-
bung. Die Beschwerdeinstanz prüft die Eintretensvoraussetzungen von Amtes wegen und tritt 
im Falle eines Fristversäumnisses auf die Beschwerde nicht ein (vgl. § 37 Abs. 1 VwVG BL 
i.V.m. § 5 Abs. 2 VwVG BL). Diese Rechtsfolge tritt unabhängig von den damit für den Betroffe-
nen verbundenen Konsequenzen zwingend ein. Damit besteht für die vom Beschwerdeführer 
geltend gemachte Berücksichtigung von mildernden Umständen kein Raum, und das Vorgehen 
des Regierungsrats ist nicht zu beanstanden. 
 
6. Sowohl gesetzliche wie auch behördliche Fristen können auf Gesuch hin wiederherge-
stellt werden, wenn die gesuchstellende Person oder ihr Vertreter unverschuldet davon abge-
halten worden ist, innert Frist zu handeln: Gemäss § 5 Abs. 5 VwVG BL kann eine Partei, wel-
che unverschuldet verhindert gewesen ist, fristgemäss zu handeln, innert zehn Tagen seit Weg-
fall des Hindernisses die Wiederherstellung der Frist verlangen. Die Fristwiederherstellung setzt 
somit in formeller Hinsicht ein Gesuch voraus, welches innert zehn Tagen nach Wegfall des 
Hinderungsgrundes zu stellen ist. Der Hinderungsgrund gilt als weggefallen und die zehntägige 
Wiederherstellungsfrist beginnt zu laufen, sobald der Gesuchsteller objektiv und subjektiv im-
stande ist, selber zu handeln oder einen Dritten mit der entsprechenden Handlung zu beauftra-
gen (BGE 119 II 86 E. 2a; Urteil des Bundesgerichts 2C_1139/2013 vom 18. September 2014 
E. 2.2). In materieller Hinsicht ist zu beurteilen, ob der Gesuchsteller oder sein Vertreter unver-
schuldeterweise abgehalten wurden, innert Frist zu handeln. Als unverschuldet gilt ein Ver-
säumnis dann, wenn dem Betroffenen keine Nachlässigkeit vorgeworfen werden kann und ob-
jektive Gründe vorliegen. Dies ist etwa der Fall bei Erkrankungen, Unfällen oder Todesfällen. 
Von Bedeutung kann dabei auch der Zeitpunkt sein, in dem die Krankheit, der Unfall oder der 
Todesfall eintritt. Voraussetzung für die Gewährung der Fristwiederherstellung ist auf alle Fälle, 
dass die körperliche, geistige oder psychische Beeinträchtigung jegliches auf die Fristwahrung 

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gerichtetes Handeln wie etwa den Beizug eines (Ersatz-)Vertreters verunmöglicht (vgl. PATRICIA 
EGLI, in: Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], Praxiskommentar Verwaltungsverfahrensgesetz, 
2. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2016, N 20 zu Art. 24 VwVG). Nicht ausreichend sind sodann 
blosse organisatorische Unzulänglichkeiten, Arbeitsüberlastung, Ferienabwesenheit oder Un-
kenntnis der gesetzlichen Vorschriften (Urteil des Bundesgerichts 2C_847/2013 vom 18. Sep-
tember 2013 E. 2.2). Es gilt dabei einen strengen Massstab anzuwenden: Nur klare Schuldlo-
sigkeit des Gesuchstellers und seines Vertreters können zur Fristwiederherstellung führen. Ins-
besondere stellt ein auf Unachtsamkeit zurückzuführendes Versehen kein unverschuldetes 
Hindernis dar (Urteil des Bundesgerichts 2C_703/2009 vom 21. September 2010 E. 3.3 
m.w.H.). Zudem muss sich der Beschwerdeführer das Verhalten seiner Vertretung anrechnen 
lassen und zwar unabhängig davon, ob es sich um einen juristischen Laien oder Anwalt han-
delt. Nach der bisherigen Praxis des Bundesgerichts zur Fristwiederherstellung hat die Partei 
nicht nur für das schuldhafte Verhalten ihrer Vertretung einzustehen; sie muss sich auch das 
Verschulden von Hilfspersonen, derer sie sich (oder ihre Vertretung) bedient, wie eigenes an-
rechnen lassen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_373/2020 vom 8. Juni 2020 E. 4.3). Vorlie-
gend beantragte der Beschwerdeführer im Rahmen des vorinstanzlichen Verfahrens, es sei auf 
die Beschwerde einzutreten, und begründet dieses Begehren einzig damit, dass die Frist ge-
mäss Art. 50 Abs. 1 VwVG eingehalten worden sei. Wie dargelegt, ist diese Bestimmung vorlie-
gend nicht anwendbar. Ob seine Eingabe den Anforderungen an ein Gesuch um Wiederherstel-
lung genügt, kann vorliegend offengelassen werden, weil ohnehin keine Gründe ersichtlich sind, 
welche eine Wiederherstellung der Beschwerdefrist rechtfertigen könnten. Die vom Beschwer-
deführer geltend gemachten unglücklichen Umstände bei der internen Postverteilung vermögen 
nach dem Gesagten offensichtlich keinen Grund für die Wiederherstellung der verpassten Frist 
darzustellen. Eine Wiederherstellung der Frist kommt folglich nicht in Betracht und der Regie-
rungsrat ist zu Recht nicht auf die Beschwerde eingetreten.  
 
7. Zusammenfassend kann gestützt auf die vorstehenden Erwägungen festgehalten wer-
den, dass die fristauslösende Zustellung am 11. September 2020 erfolgt ist. Folglich hat die 
Rechtsmittelfrist am 12. September 2020 zu laufen begonnen und endete am 21. September 
2020. Damit ist die Beschwerde an den Regierungsrat vom 12. Oktober 2020 verspätet erhoben 
worden. Gründe für die Wiederherstellung der versäumten Frist sind keine ersichtlich. Der  
vorinstanzliche (Nichteintretens-)Entscheid ist somit nicht zu beanstanden und die Beschwerde 
folglich abzuweisen.  
 
8. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor 
dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und 
die Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Aus-
mass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Vorliegend sind die Verfahrenskosten in der Höhe von ins-
gesamt Fr. 1'400.-- dem unterlegenen Beschwerdeführer aufzuerlegen und mit dem geleisteten 
Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 1'400.-- zu verrechnen. Die Parteikosten sind wettzu-
schlagen (§ 21 Abs. 1 und 2 VPO). 
 
 

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- werden dem Be-

schwerdeführer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in 
der Höhe von Fr. 1'400.-- verrechnet. 

   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
 
 
 
 
Präsidentin 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin