# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 04636a56-8fcf-53f0-bec2-daa81f85a814
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-03-10
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 10.03.2016 710 15 251 / 62
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_710-15-251---62_2016-03-10.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 10. März 2016 (710 15 251 / 62) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Alters- und Hinterlassenenversicherung 

 

 

Nachforderung von paritätischen AHV/IV/EO/ALV/FAK-Beiträgen 

 

 
Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichterin Elisabeth Berger Götz, 

Kantonsrichter Markus Mattle, Gerichtsschreiber Markus Schäfer 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Dr. André Becht, Advo-
kat, St. Alban-Ring 249, 4052 Basel 
 
B.___ GmbH, Beschwerdeführerin, vertreten durch Dr. André Becht, 
Advokat, St. Alban-Ring 249, 4052 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 AHV-Kasse Coiffure & Esthétique, Wyttenbachstrasse 24, Post-
fach, 3000 Bern 25, Beschwerdegegnerin 
 
 

Beigeladene Ausgleichskasse Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 
4102 Binningen 
 
C.____,  
 

  
 
 

Betreff Beiträge 
 
 

 

 
 
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A. Mit einer “Vereinbarung“ und einem “Zusatzvertrag“ vom 7. Dezember 2012 beauftrag-
te A.____, Inhaberin der Einzelfirma “D.____“, C.____, „in ihrem Studio in E.____ bei Kunden 
Anwendungen in professioneller Cosmetologie durchzuführen.“ Ihre Honorare aus dieser Be-
schäftigung rechnete C.____ als Selbständigerwerbende bei der Ausgleichskasse Basel-
Landschaft ab. Mit Schreiben vom 11. Oktober 2013 löste A.____ das Vertragsverhältnis mit 
C.____ mit sofortiger Wirkung auf.  
 
Im März 2014 prüfte die Ausgleichskasse Basel-Landschaft auf Ersuchen von C.____ deren 
Vertragsverhältnis mit A.____ als Inhaberin der Einzelfirma “D.____“ aus AHV-rechtlicher Sicht. 
Dabei gelangte sie zur Auffassung, dass es sich bei der zwischen den beiden Parteien verein-
barten Tätigkeit um eine unselbständige Erwerbstätigkeit handle. Nachdem sie Kenntnis von 
dieser (Neu-) Beurteilung des AHV-rechtlichen Status von C.____ durch die Ausgleichskasse 
Basel-Landschaft erhalten hatte, erhob die für die Beitragserhebung bei A.____ und der B.____ 
GmbH zuständige Ausgleichskasse Coiffure & Esthétique auf den von diesen beiden Arbeitge-
berinnen an C.____ entrichteten Entgelten nachträglich AHV/IV/EO/ALV/FAK-Beiträge zuzüg-
lich Verwaltungskosten und Zinsen und zwar wie folgt: Mit zwei Veranlagungsverfügungen vom 
12. Juni 2014 von A.____ auf den im Jahr 2012 sowie in den Monaten Januar und Februar 
2013 entrichteten Entgelten und mit einer weiteren Veranlagungsverfügung vom selben Tag 
von der B.____ GmbH auf den im Zeitraum vom 1. März 2013 bis 31. Oktober 2013 geleisteten 
Zahlungen. Die von A.____ und der B.____ GmbH gegen die jeweiligen Verfügungen erhobe-
nen Einsprachen wies die Ausgleichskasse Coiffure & Esthétique mit drei Einspracheentschei-
den vom 10. Juli 2014 ab. 
 
Die von Advokat Dr. André Becht namens und im Auftrag von A.____ und der B.____ GmbH 
gegen diese drei Einspracheentscheide erhobene Beschwerde hiess das Kantonsgericht, Abtei-
lung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht) mit Urteil vom 14. November 2014 (Verfahren 
710 14 221 / 277) in dem Sinne gut, als es die angefochtenen Einspracheentscheide der Aus-
gleichskasse Coiffure & Esthétique vom 10. Juli 2014 aufhob und die Angelegenheit an die 
Ausgleichskasse Coiffure & Esthétique zurückwies, damit diese über den Umfang der Beitrags-
pflicht von A.____ und der B.____ GmbH im Sinne der Erwägungen neu verfüge. Überdies ver-
pflichtete das Kantonsgericht die Ausgleichskasse Coiffure & Esthétique, den Beschwerdefüh-
rerinnen eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 1‘637.70 (inkl. Auslagen) zu bezahlen. 
Auf die von der Ausgleichskasse Coiffure & Esthétique gegen diesen Entscheid erhobene Be-
schwerde trat das Schweizerische Bundesgericht mit Urteil vom 5. März 2015 (9C_109/2015) 
mit der Begründung nicht ein, dass es sich beim Rückweisungsentscheid des Kantonsgerichts 
vom 14. November 2014 um einen nicht selbständig anfechtbaren Vor- oder Zwischenentscheid 
handle. 
 
In Nachachtung des Urteils des Kantonsgerichts vom 14. November 2014 erliess die 
Ausgleichskasse Coiffure & Esthétique am 26. Mai 2015 eine neue, an A.____ und an die 
B.____ GmbH gerichtete Veranlagungsverfügung. Darin setzte sie die von A.____ 
nachzuzahlenden AHV/IV/EO/ALV/FAK-Beiträge (inkl. Verwaltungskosten) für die Abrech-
nungsperiode vom 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2012 auf Fr. 6‘035.25 und für die Abrech-

 

 
 
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nungsperiode vom 1. Januar 2013 bis 28. Februar 2013 auf Fr. 1‘208.95 sowie die von der 
B.____ GmbH für die Abrechnungsperiode vom 1. März 2013 bis 31. Oktober 2013 nachzuzah-
lenden Beiträge auf Fr. 4‘999.45 fest. Die von A.____ und der B.____ GmbH gegen diese Ver-
fügung erhobene Einsprache wies die Ausgleichskasse Coiffure & Esthétique mit Einsprache-
entscheid vom 7. Juli 2015 ab. 
 
B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob Advokat Dr. André Becht namens und im 
Auftrag von A.____ und der B.____ GmbH am 28. Juli 2015 Beschwerde beim Kantonsgericht 
mit den Rechtsbegehren, es seien der Einspracheentscheid und die ihm zugrunde liegende 
Veranlagungsverfügung aufzuheben. Sodann sei die Sozialversicherungsanstalt Basel-
Landschaft als Beigeladene in das Verfahren einzubeziehen und es sei von einer Beitragserhe-
bung für die drei Abrechnungsperioden vom 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2012, vom 
1. Januar 2013 bis 28. Februar 2013 und vom 1. März 2013 bis 31. Oktober 2013 abzusehen; 
unter o/e-Kostenfolge. 
 
C. Mit Verfügung vom 20. August 2015 lud das Kantonsgericht die von den angefochte-
nen Beitragsverfügungen mitbetroffene C.____ und die Ausgleichskasse Basel-Landschaft zum 
vorliegenden Beschwerdeverfahren bei. 
 
D. Die Ausgleichskasse Coiffure & Esthétique beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 
28. August 2015, die Beschwede sei abzuweisen und die Verfügung vom 26. Mai 2015 sei zu 
bestätigen. Die Sozialversicherungsanstalt Basel-Landschaft sei einzuladen, die seinerzeitige 
Beitragsrückerstattung an C.____ rückgängig zu machen, damit eine Beitragsanrechnung an 
die Beitragsschuld der Beschwerdeführerinnen erfolgen könne. Sodann sei der Vertreter der 
Beschwerdeführerinnen anzuweisen, ihr die erhaltene Parteikostenentschädigung von 
Fr. 1‘637.70 zurückzuzahlen. 
 
E. In ihrer Stellungnahme vom 30. Oktober 2015 beantragte die Ausgleichskasse Basel-
Landschaft sowohl die Abweisung der Beschwerde als auch des Antrags der Ausgleichskasse 
Coiffure & Esthétique, wonach sie - die Ausgleichkasse Basel-Landschaft - einzuladen sei, die 
seinerzeitige Beitragsrückerstattung an C.____ rückgängig zu machen, damit eine Beitragsan-
rechnung an die Beitragsschuld der Beschwerdeführerinnen erfolgen könne. 
 
F. Am 1. Dezember 2015 teilte die Beigeladene C.____ mit, dass sie sich den 
Ausführungen der Ausgleichskasse Basel-Landschaft vollumfänglich anschliesse. 
 
G. Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels hielten die Beschwerdeführerinnen in 
ihrer Replik vom 17. Dezember 2015 und die Ausgleichskasse Coiffure & Esthétique in ihrer 
Duplik vom 22. Dezember 2015 vollumfänglich an den bisherigen Anträgen und wesentlichen 
Begründungen fest.  
 
 
  

 

 
 
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Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1.1 Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen laut Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlas-
senenversicherung (AHVG) vom 20. Dezember 1946 auf die Alters- und Hinterlassenenversi-
cherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheentscheide der Ausgleichskassen beim zu-
ständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde erhoben werden. Örtlich zuständig ist, 
soweit es sich - wie vorliegend - nicht um einen Einspracheentscheid einer kantonalen Aus-
gleichskasse handelt, nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, in dem 
die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vorliegend befin-
den sich sowohl der Wohnsitz der Beschwerdeführerin A.____ als auch der Sitz der Beschwer-
de führenden B.____ GmbH im Kanton Basel-Landschaft, weshalb die örtliche Zuständigkeit 
des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über 
die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das 
Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Be-
schwerden gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist 
somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. 
 
1.2 Im ersten in dieser Angelegenheit ergangenen Urteil vom 14. November 2014 hat das 
Kantonsgericht entschieden, dass es sich bei der von der Beigeladenen C.____ für die Be-
schwerdeführerinnen ausgeübte Tätigkeit aus AHV-rechtlicher Sicht um eine unselbständige 
Erwerbstätigkeit gehandelt hat. Soweit die Beschwerdeführerinnen diese AHV-rechtliche Quali-
fikation der damaligen Tätigkeit im Rahmen ihrer Replik erneut in Frage stellen, ist auf ihre Vor-
bringen nicht (mehr) einzugehen. Streitgegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens 
bildet einzig der von der Ausgleichskasse Coiffure & Esthétique im angefochtenen Einsprache-
entscheid bzw. in der ihm zu Grunde liegenden Nachzahlungsverfügung festgesetzte Umfang 
der Beitragspflicht der beiden Beschwerdeführerinnen.  
 
1.3 Im Kostenentscheid seines Urteils vom 14. November 2014 hat das Kantonsgericht die 
Ausgleichskasse Coiffure & Esthétique verpflichtet, den Beschwerdeführerinnen eine Parteient-
schädigung in der Höhe von Fr. 1‘637.70 (inkl. Auslagen) zu bezahlen. In ihrer Vernehmlassung 
vom 28. August 2015 beantragt die Ausgleichskasse Coiffure & Esthétique nunmehr, es sei der 
Vertreter der Beschwerdeführerinnen anzuweisen, ihr die erhaltene Parteikostenentschädigung 
von Fr. 1‘637.70 zurückzuzahlen. Auf dieses Rechtsbegehren kann im Rahmen des vorliegen-
den Beschwerdeverfahrens nicht eingetreten werden. Der betreffende Kostenentscheid des 
Kantonsgerichts ist vielmehr mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim 
Bundesgericht anzufechten. Nach der Praxis des Bundesgerichts stellt die in einem Rückwei-
sungsentscheid getroffene (Kosten- und) Entschädigungsregelung - wie die Rückweisung im 
Hauptpunkt selbst - zwar einen Zwischenentscheid (Art. 93 Abs. 1 BGG) dar, der in der Regel 
nicht selbstständig beim Bundesgericht angefochten werden kann, weshalb das Bundesgericht 
denn auch mit Urteil vom 5. März 2015 (9C_109/2015) auf die Beschwerde der Ausgleichskas-
se Coiffure & Esthétique gegen den Rückweisungsentscheid des Kantonsgerichts vom 14. No-
vember 2014 nicht eingetreten ist. Das im Rückweisungsurteil vom 14. November 2014 Ent-

 

 
 
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schiedene wird jedoch mit Bezug auf die darin getroffene (Kosten- und) Entschädigungsrege-
lung durch Beschwerde gegen den Endentscheid anfechtbar sein (Art. 93 Abs. 3 BGG; vgl. zum 
Ganzen BGE 133 V 648 E. 2.2; Urteil K. des Bundesgerichts vom 19. Februar 2008, 
9C_748/2007, E. 3, und den Hinweis des Bundesgerichts in seinem in der vorliegenden Ange-
legenheit ergangenen Nichteintretensentscheid vom 5. März 2015, 9C_109/2015, S. 3, erster 
Abschnitt). 
 
2.1 Gemäss Art. 14 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversi-
cherung (AHVG) vom 20. Dezember 1946 sind die Beiträge vom Einkommen aus unselbständi-
ger Erwerbstätigkeit bei jeder Lohnzahlung in Abzug zu bringen und vom Arbeitgeber zusam-
men mit dem Arbeitgeberbeitrag periodisch zu entrichten. Erfüllungsschuldner für die ganze 
Beitragsforderung ist somit ausschliesslich der Arbeitgeber. Der Arbeitnehmer muss sich dabei 
jedoch einen Lohnabzug im Umfang der Hälfte der geschuldeten AHV/IV/EO/ALV-Beiträge ge-
fallen lassen (Art. 5 AHVG in Verbindung mit Art. 51 Abs. 1 AHVG).  
 
2.2 Erhält eine Ausgleichskasse Kenntnis davon, dass ein Beitragspflichtiger keine Beiträ-
ge oder zu niedrige Beiträge bezahlt hat, so hat sie die Nachzahlung der geschuldeten Beiträge 
zu verlangen und nötigenfalls durch Verfügung festzusetzen. Vorbehalten bleibt die Verjährung 
nach Art. 16 Abs. 1 AHVG (Art. 39 Abs. 1 der Verordnung über die Alters- und Hinterlassenen-
versicherung [AHVV]) vom 31. Oktober 1947).  
 
2.3 Entrichtete eine versicherte Person persönliche Beiträge und zeigt sich später, dass es 
sich bei der fraglichen Tätigkeit um eine unselbständige Erwerbstätigkeit handelte, sind - allen-
falls unter den Voraussetzungen der Wiedererwägung oder prozessualen Revision (Art. 53 
Abs. 1 und 2 ATSG) - auf den betreffenden Einkommen nachträglich paritätische Beiträge zu 
erheben. Dabei sind die bereits als Selbständigerwerbender bezahlten Beiträge im Umfang der 
Arbeitnehmerbeiträge der nachgeforderten paritätischen Beiträge anzurechnen (Urteil X. des 
Bundesgerichts vom 26. Januar 2012, 9C_459/2011, E. 6.3.2 mit Hinweis; vgl. auch Rz. 3025 
und 3035 der Wegleitung des Bundesamtes für Sozialversicherungen über den Bezug der Bei-
träge in der AHV, IV und EO [WBB], in der ab 1. Januar 2008 geltenden Fassung). Das Gleiche 
gilt auch dann, wenn eine andere Ausgleichskasse die Lohnbeiträge nachfordert als diejenige, 
der die anzurechnenden Beiträge vom Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit entrichtet 
wurden (WBB Rz. 3036). 
 
3.1 Im ersten in dieser Angelegenheit ergangenen Urteil vom 14. November 2014 hat das 
Kantonsgericht festgehalten, dass die Beigeladene C.____ auf den Entgelten, die ihr die Be-
schwerdeführerinnen für ihre Tätigkeit bezahlt hatten, bereits Beiträge aus selbständiger Er-
werbstätigkeit an die Ausgleichskasse Basel-Landschaft entrichtet hatte. Es hat deshalb die 
damals angefochtenen Beitragsverfügungen der Ausgleichskasse Coiffure & Esthétique aufge-
hoben und die Angelegenheit an die genannte Ausgleichskasse zurückgewiesen, damit diese 
über den Umfang der Beitragspflicht der Beschwerdeführerinnen neu verfüge. Vor Erlass einer 
neuen Nachzahlungsverfügung sei insbesondere eine Bereinigung der von der Beigeladenen 
für diese Entgelte erhobenen Beiträge aus selbständiger Erwerbstätigkeit durchzuführen. Dabei 
seien, so das Kantonsgericht unter Hinweis auf die vorstehend erwähnten Verwaltungsweisun-

 

 
 
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gen weiter, die von der Beigeladenen bereits als Selbständigerwerbende bezahlten Beiträge im 
Umfang der Arbeitnehmerbeiträge an die nachgeforderten paritätischen Beiträge anzurechnen 
(vgl. E. 4.5 und 4.6 des Urteils vom 14. November 2014).  
 
3.2 Wie sich erst im jetzigen Beschwerdeverfahren gezeigt hat, hat die Ausgleichskasse 
Basel-Landschaft nun allerdings der Beigeladenen C.____ die von ihr aus selbständiger Er-
werbstätigkeit entrichteten Beiträge bereits am 2. Juli 2014 zurückerstattet. Von diesem Um-
stand hatte das Kantonsgericht anIässlich seiner Urteilsberatung vom 14. November 2014 keine 
Kenntnis. Die Ausgleichskasse Coiffure & Esthétique vertritt deshalb im vorliegenden Verfahren 
die Auffassung, dass die vom Kantonsgericht im Rückweisungsentscheid vom 14. November 
2014 geforderte Anrechnung der von C.____ bereits als Selbständigerwerbende bezahlten Bei-
träge im Umfang der Arbeitnehmerbeiträge an die nachgeforderten paritätischen Beiträge gar 
nicht mehr möglich sei. Dieser Einwand erweist sich als zutreffend. Aufgrund der anfangs Juli 
2014 - vorschnell - vorgenommenen Rückerstattung der gesamten Beiträge durch die Aus-
gleichskasse Basel-Landschaft stehen, wie die Ausgleichskasse Coiffure & Esthétique zu Recht 
geltend macht, keine Beiträge mehr zur Verfügung, die angerechnet werden können. Für dieses 
Einkommen sind somit, auch darin ist der Ausgleichskasse Coiffure & Esthétique beizupflichten, 
keine Beiträge mehr bezahlt, wodurch der Versicherten C.____ auch kein Einkommen renten-
wirksam angerechnet werden darf. Ebenso richtig weist die Ausgleichskasse Coiffure & Est-
hétique in ihrer Vernehmlassung sodann darauf hin, dass sie die geschuldeten paritätischen 
Beiträge vollumfänglich beim Arbeitgeber - vorliegend also bei den Beschwerdeführerinnen - 
einfordern muss (vgl. E. 2.1 hiervor). Es ist ihr mangels einer entsprechenden rechtlichen 
Grundlage insbesondere verwehrt, die Arbeitnehmerbeiträge direkt bei der in Bezug auf die 
fragliche Tätigkeit als Arbeitnehmerin geltenden C.____ einzufordern. Durch ein solches Vorge-
hen würde die Ausgleichskasse Coiffure & Esthétique vielmehr - und auch darin ist ihr beizu-
pflichten - in unzulässiger Weise gegen Art. 14 AHVG verstossen.  
 
3.3 Aus dem Gesagten folgt somit, dass die Ausgleichskasse Coiffure & Esthétique die auf 
dem massgebenden Lohn von C.____ geschuldeten paritätischen AHV/IV/EO/ ALV/FAK-
Beiträge zu Recht vollumfänglich bei den Beschwerdeführerinnen erhoben hat. Die entspre-
chende Nachzahlungsverfügung bzw. der sie bestätigende Einspracheentscheid erweist sich 
diesbezüglich als rechtens.  
 
3.4 Was die Beschwerdeführerinnen vorbringen, vermag dieses Ergebnis nicht in Frage zu 
stellen. Ihrem Einwand, wonach sich „Kompetenzkonflikte zwischen den Ausgleichskassen“ 
nicht zu ihren Lasten auswirken sollten, ist zwar durchaus ein gewisses Verständnis entgegen 
zu bringen, dies ändert aber nichts am Umstand, dass in Anbetracht der bestehenden klaren 
gesetzlichen Grundlagen der Arbeitgeber zur Bezahlung der gesamten paritätischen Beiträge 
verpflichtet ist und dementsprechend die zuständige Ausgleichskasse die gesamten Beiträge 
ausschliesslich beim Arbeitgeber einfordern kann (und muss).  
 
3.5 Was die betragsmässige Höhe der von der Ausgleichskasse Coiffure & Esthétique 
nunmehr nachgeforderten paritätischen Beiträge betrifft, so wird diese von den Beschwerdefüh-
rerinnen nicht in Frage gestellt. Aus den Akten sind ebenfalls keine Anhaltspunkte ersichtlich, 

 

 
 
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die gegen deren Richtigkeit sprechen würden. Somit kann von weiteren Erörterungen hierzu 
abgesehen und bezüglich der konkreten Berechnung der Beiträge stattdessen vollumfänglich 
auf die detaillierten Ausführungen der Ausgleichskasse Coiffure & Esthétique in der Nachzah-
lungsverfügung vom 26. Mai 2015 verwiesen werden.  
 
4.  Zu ergänzen bleibt Folgendes: Sind sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer bezüglich der 
Bezahlung des Arbeitnehmerbeitrags uneinig, so hat darüber nicht die AHV-Behörde oder das 
kantonale Versicherungsgericht, sondern das Zivilgericht im Rahmen einer arbeitsvertragsrecht-
lichen Streitigkeit zu befinden. Insoweit ist das Kantonsgericht im vorliegenden Beschwerdever-
fahren betreffend Beitragserhebung nicht zuständig, in Bezug auf das Schuldverhältnis zwi-
schen den Beschwerdeführerinnen und der Beigeladenen C.____ irgendwelche Entscheide zu 
fällen oder Anordnungen zu treffen. In diesem Zusammenhang sei aber immerhin erwähnt, 
dass C.____ in ihrer Stellungnahme vom 1. Dezember 2015 zum Ausdruck bringt, dass sie of-
fenbar bereit ist, für den auf sie entfallenden Arbeitnehmeranteil an der paritätischen Beitrags-
forderung aufzukommen.  
 
5. Zusammenfassend ist als Ergebnis festzuhalten, dass der angefochtene Einsprache-
entscheid der Ausgleichskasse Coiffure & Esthétique vom 7. Juli 2015 nicht zu beanstanden ist, 
weshalb die dagegen erhobene Beschwerde abgewiesen werden muss. 
 
6.1 Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Par-
teien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu er-
heben.  
 
6.2 Gemäss Art. 61 lit. g Satz 1 ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person 
Anspruch auf Ersatz ihrer Parteikosten. Stellt man vorliegend ausschliesslich auf den Prozess-
ausgang ab, so handelt es sich bei den Beschwerdeführerinnen um die unterliegenden Parteien 
mit der Folge, dass ihnen nach dem Wortlaut der genannten Bestimmung keine Parteientschä-
digung zustehen würde und die ausserordentlichen Prozesskosten stattdessen wettzuschlagen 
wären. Nun gilt es allerdings zu beachten, dass das damalige Eidgenössische Versicherungs-
gericht (EVG; heute: Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilungen) in ständiger Rechtsprechung 
zum Parteientschädigungsrecht im Rahmen der bundesrechtlichen Vorschriften über die Partei-
entschädigung im kantonalen Beschwerdeverfahren - wie etwa die damaligen Bestimmungen 
von Art. 85 Abs. 2 lit. f AHVG und Art. 108 Abs. 1 lit. g des Bundesgesetzes über die Unfallver-
sicherung (UVG) vom 20. März 1981 - das Verursacherprinzip anerkannt hat. Danach hat unnö-
tige Kosten zu bezahlen, wer sie verursacht hat (BGE 125 V 375 E. 2b). Dementsprechend 
kann keine Parteientschädigung beanspruchen, wer zwar im Prozess obsiegt, sich aber den 
Vorwurf gefallen lassen muss, er habe es wegen Verletzung der Mitwirkungspflicht selber zu 
verantworten, dass ein unnötiger Prozess geführt worden sei (Sozialversicherungsrecht - 
Rechtsprechung [SVR] 2004 ALV Nr. 8 E. 3.1 mit zahlreichen Hinweisen). Andererseits kann 
das Verursacherprinzip aber auch dazu führen, dass die Behörde einer unterliegenden Partei 
die Parteikosten zu ersetzen hat, wenn sie das Verfahren durch einen Fehler veranlasst oder 
wenn sie der Beschwerde führenden Partei - unter damaliger Optik - zumindest berechtigten 
Anlass zur Ergreifung des Rechtsmittels gegeben hat (vgl. zum Ganzen: MARTIN BERNET, Die 

 

 
 
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Parteientschädigung in der schweizerischen Verwaltungsrechtspflege, Zürich 1986, S. 136 ff.). 
Diese im Rahmen von altArt. 85 Abs. 2 lit. f AHVG sowie altArt. 108 Abs. 1 lit. g UVG entwickel-
ten Grundsätze zum Anspruch auf Parteientschädigung im kantonalen Beschwerdeverfahren 
haben unter der Herrschaft des ATSG weiterhin Geltung und sind demnach für die Auslegung 
von Art. 61 lit. g Satz 1 ATSG massgebend (SVR 2004 ALV Nr. 8 E. 3.1). 
 
6.3 Vorliegend hat die Ausgleichskasse Basel-Landschaft der Beigeladenen C.____ die 
von ihr als Selbständigerwerbende bezahlten Beiträge bereits am 2. Juli 2014 und somit in ei-
nem Zeitpunkt zurückerstattet, in welchem die Verfügungen vom 12. Juni 2014, mit denen die 
fraglichen Entgelte als massgebender Lohn im Sinne des AHVG qualifiziert worden waren, noch 
einspracheweise angefochten werden konnten und somit klarerweise noch nicht rechtskräftig 
geworden waren. Dadurch hat die Ausgleichskasse Basel-Landschaft die in den massgebenden 
Verwaltungsweisungen (vgl. WBB Rz. 3035 f.) vorgesehene Anrechnung der von der Beigela-
denen bereits als Selbständigerwerbende bezahlten Beiträge an die nachzufordernden paritäti-
schen Beiträge verunmöglicht; gleichzeitig hat sie durch dieses vorschnelle Vorgehen das vor-
liegende Beschwerdeverfahren - zumindest ein Stück weit - mitveranlasst. Es rechtfertigt sich 
deshalb, die Ausgleichskasse Basel-Landschaft gestützt auf das Verursacherprinzip zu ver-
pflichten, für die Hälfte der Kosten der vom Rechtsvertreter der Beschwerdeführerinnen im vor-
liegenden Beschwerdeverfahren erbrachten Bemühungen aufzukommen. Den Beschwerdefüh-
rerinnen ist mit anderen Worten eine reduzierte Parteientschädigung zu Lasten der Ausgleichs-
kasse Basel-Landschaft zuzusprechen, welche der Hälfte des Betrages entspricht, der ihr bei 
vollständigem Obsiegen zugestanden wäre.  
 
6.4 Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerinnen hat in seiner Honorarnote vom 
11. Januar 2016 für das vorliegende Verfahren einen Zeitaufwand von 25 Stunden sowie Aus-
lagen von Fr. 79.40 geltend gemacht. Die detaillierte Abrechnung beinhaltet nun allerdings auch 
Bemühungen von 11 Stunden und Auslagen von Fr. 39.--, die im Rahmen des Verwaltungsver-
fahrens bis zum Erlass des angefochtenen Einspracheentscheides erbracht worden bzw. ange-
fallen sind. Bei der Bemessung der Parteientschädigung für das versicherungsgerichtliche Ver-
fahren kann aber nur der im Rahmen des eigentlichen Beschwerdeverfahrens, d.h. der nach 
der Zustellung des Einspracheentscheides entstandene Aufwand berücksichtigt werden. Dies 
bedeutet, dass vorliegend aus der Honorarnote vom 11. Januar 2016 lediglich der für den Zeit-
raum ab 9. Juli 2015 (Zustellung des Einspracheentscheides) ausgewiesene Aufwand von 
14 Stunden und die ab diesem Zeitpunkt entstandenen Auslagen von Fr. 40.40 entschädigt 
werden können. Die Bemühungen sind zu dem in Sozialversicherungsprozessen praxisgemäss 
für durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von 250 Franken zu 
entschädigen. Bei vollständigem Obsiegen hätten die Beschwerdeführerinnen demnach An-
spruch auf eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 3’540.40 (14 Stunden à Fr. 250.-- zu-
züglich Auslagen von Fr. 40.40) gehabt. Nach dem oben Gesagten (vgl. E. 6.3 hiervor) ist den 
Beschwerdeführerinnen zu Lasten der Ausgleichskasse Basel-Landschaft eine reduzierte Par-
teientschädigung zuzusprechen, welche der Hälfte dieses Betrages entspricht. Die Ausgleichs-
kasse Basel-Landschaft hat den Beschwerdeführerinnen somit eine reduzierte Parteientschädi-
gung in der Höhe von Fr. 1‘770.20 (inkl. Auslagen) zu bezahlen. Im Übrigen sind die ausseror-
dentlichen Kosten wettzuschlagen. 

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Auf den Antrag der AHV-Kasse Coiffure & Esthétique, es sei der 
Rechtsvertreter der Beschwerdeführerinnen anzuweisen, ihr die erhal-
tene Parteikostenentschädigung von Fr. 1‘637.70 zurückzuzahlen, wird 
nicht eingetreten.  

 3. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.  

 4. Die Ausgleichskasse Basel-Landschaft hat den Beschwerdeführerin-
nen eine reduzierte Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 1‘770.20 
(inkl. Auslagen) zu bezahlen.  

Im Übrigen werden die ausserordentlichen Kosten wettgeschlagen. 
 

 

 
 
 
 
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