# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 691e95c3-0ca8-55e3-9cae-3ee78158ee3c
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-05-28
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 28.05.2020 III 2020 64
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2020-64_2020-05-28.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2020 64

Entscheid vom 28. Mai 2020 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Ruth Mikšovic-Waldis, Richterin
Monica Huber-Landolt, Richterin
MLaw Marco Lacher, a.o. Gerichtsschreiber

Parteien 1. A.________, 
2. B.________, Staatsangehörige von Ghana
3. C.________, Staatsangehörige von Ghana, 

Beschwerdeführende,
alle vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. D.________ 

gegen

1. Amt für Migration (AFM), Steistegstrasse 13, Postfach 454, 
6431 Schwyz,

2. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9, 
Postfach 1260, 6431 Schwyz,
Vorinstanzen,

Gegenstand Ausländerrecht (Familiennachzug; 2. Rechtsgang im Verfahren 
III 2019 92)

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Sachverhalt:

A. A.________ (geb. Q.________1967 in F.________/Ghana; von 
G.________) heiratete am 14. Januar 2013 in F.________/Ghana B.________ 
(geb. M.________1969 in F.________/Ghana, von Ghana). Bereits am 
E.________2000 wurde die gemeinsame Tochter C.________ (von Ghana) in 
F.________/Ghana geboren. Es folgten die Kinder H.________ (geb. 
N.________2002 in F.________/Ghana, von G.________), I.________ (geb. 
O.________2005 in F.________/Ghana, von G.________) und J.________ (geb. 
P.________2008 in F.________/Ghana, von G.________).

B. Am 27. März 2018 (Posteingang am 28.3.2018) reichten B.________ und 
C.________ beim Staatssekretariat für Migration (SEM) je einen Antrag auf Ertei-
lung eines Visums für den langfristigen Aufenthalt (Visum D) ein, welche am 12. 
April 2018 beim Amt für Migration (AFM) eingegangen sind. Mit Schreiben vom 
25. April 2018 bestätigte das AFM den Eingang des Antrags zwecks Familien-
nachzugs und forderte von A.________ die Einreichung des Gesuchs um Famili-
ennachzug Drittstaaten sowie weiterer Unterlagen. Am 4. Juli 2018 gingen beim 
AFM das Gesuch um Familiennachzug Drittstaaten für B.________ und 
C.________ sowie zusätzliche Unterlagen ein.

C. Mit Verfügung vom 6. Dezember 2018 beschloss das AFM was folgt (AFM-
act. 124 betr. Bf Ziff. 2 bzw. 44 betr. Bf Ziff. 3):

1. Das Gesuch um Familiennachzug Drittstaaten von A.________ für B.________, 
geb. M.________1969, Staatsangehörige von Ghana und C.________, geb. 
E.________2000, Staatsangehörige von Ghana, wird abgelehnt.

2. Die Kosten dieser Verfügung setzen sich zusammen aus einer Gebühr von 
Fr. 800.00 sowie Auslagen von Fr. 10.00 (total Fr. 810.00) und werden 
A.________ nach Eintritt der Rechtskraft in Rechnung gestellt.

(3./4. Rechtsmittelbelehrung/Zustellung)

Die am 24. Dezember 2018 dagegen erhobene Beschwerde wies der Regie-
rungsrat mit RRB Nr. 239/2019 vom 2. April 2019 ab, worauf die Beschwerdefüh-
rer am 30. April 2019 beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz fristgerecht 
Beschwerde erhoben. Mit VGE III 2019 92 vom 29. August 2019 wies das Ver-
waltungsgericht die Beschwerde ab.

D. Am 14. Oktober 2019 erhoben A.________, B.________ und C.________ 
Beschwerde beim Bundesgericht mit den Anträgen, der Verwaltungsgerichtsent-
scheid III 2019 92 vom 29. August 2019 sei aufzuheben und das Amt für Migrati-
on sei anzuweisen, B.________ und C.________ im Rahmen des Familiennach-
zugs die Einreise in die Schweiz und den Aufenthalt im Kanton Schwyz zu bewil-

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ligen; eventualiter sei die Sache zur neuen Entscheidung an das Amt für Migrati-
on zurückzuweisen. Mit Urteil 2C_870/2019 vom 3. März 2020 hiess das Bun-
desgericht die Beschwerde teilweise gut. Es hob den Verwaltungsgerichtsent-
scheid VGE III 2019 92 vom 29. August 2019 auf, soweit dieser das Gesuch um 
Familiennachzug von B.________ (Beschwerdeführerin Ziff. 2) betraf und wies 
die Sache ans Amt für Migration zurück. Im Übrigen wurde die Beschwerde ab-
gewiesen. Zudem wurde die Sache zur Neuregelung der Kosten- und Entschädi-
gungsfolgen des kantonalen Verfahrens an das Verwaltungsgericht zurückge-
wiesen.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Mit Urteil 2C_870/2019 vom 3. März 2020 hob das Bundesgericht den Ent-
scheid VGE III 2019 92 vom 29. August 2019 insoweit auf, als dieser die Be-
schwerdeführerin Ziff. 2 betraf. Über deren Gesuch um Familiennachzug wird das 
Amt für Migration neu zu befinden haben. Im Übrigen wurde der Verwaltungsge-
richtsentscheid bestätigt. Mit vorliegendem Entscheid gilt es einzig die Kosten- 
und Entschädigungsfolgen des kantonalen Verfahrens entsprechend dem Ver-
fahrensausgang vor Bundesgericht neu festzusetzen (Urteil BGer 2C_870/2019 
vom 3.3.2020 Dispositiv-Ziff. 2.4)

2. Für die Neuregelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen des kantona-
len Verfahrens ist massgebend, dass die Beschwerde letztinstanzlich teilweise 
gutgeheissen wurde. Über das Gesuch der Beschwerdeführerin Ziff. 2 wird das 
Amt für Migration neu zu befinden haben (Rückweisung); die Beschwerde wurde 
abgewiesen, soweit es das Gesuch der Beschwerdeführerin Ziff. 3 betraf. Eine 
Rückweisung zur erneuten Abklärung und neuem Entscheid (mit noch offenem 
Ausgang) gilt dabei nach ständiger Praxis für die Frage der Auferlegung der Ge-
richtskosten wie auch der Zusprechung einer Parteientschädigung als Obsiegen 
der beschwerdeführenden Partei, unabhängig davon, ob die Rückweisung bean-
tragt oder ob das entsprechende Begehren im Haupt- oder im Eventualantrag 
gestellt wird (BGE 137 V 210 Erw. 7.1; VGE I 2019 75 vom 16.3.2020 Erw. 6.2). 
Die Rückweisung in Sachen Beschwerdeführerin Ziff. 2 kommt damit einem 
50%igen Obsiegen gleich. 

3.1 Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die auf Fr. 1'500.-- festzuset-
zenden Verfahrenskosten für das verwaltungsgerichtliche Beschwerdeverfahren 
(Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) neu zur Hälfte den Beschwer-
deführenden (in solidarischer Haftung) und zur Hälfte dem Staat aufzuerlegen. 

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3.2.1  Dem teilweisen Obsiegen entsprechend haben die Beschwerdeführenden 
Anspruch auf eine reduzierte Parteientschädigung. Diese richtet sich nach dem 
Gebührentarif für Rechtsanwälte (GebTRA, SRSZ 280.411). § 2 des Gebühren-
tarifs sieht als Bemessungskriterien die Wichtigkeit der Streitsache, ihre Schwie-
rigkeit, den Umfang und die Art der Arbeitsleistung sowie den notwendigen 
Zeitaufwand vor. Das Honorar beträgt für die Vertretung vor Verwaltungsgericht 
Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- (§ 14 GebTRA). Eine allfällige Kostennote ist zu spezifi-
zieren und vor Fällen des Entscheides einzureichen; andernfalls wird die Ver-
gütung nach freiem Ermessen festgesetzt (§ 6 Abs. 1 GebTRA). Gemäss bun-
desgerichtlicher Rechtsprechung besteht dabei grundsätzlich keine Pflicht eines 
Gerichts, die Parteien zur Einreichung einer Kostennote für das betreffende Ver-
fahren aufzufordern (Urteil BGer 2C_725/2017 vom 13.4.2018 Erw. 3.3.1 
m.w.H.). Eine kantonalrechtliche Pflicht besteht ebenso wenig (VGE III 2011 10 
vom 20.7.2011 Erw. 3.3). Das Verwaltungsgericht lädt deshalb praxisgemäss die 
Parteien weder zur Einreichung einer Kostennote ein noch fordert es hierzu auf 
(VGE I 2017 4 vom 7.2.2018 Erw. 6). 

3.2.2  Gestützt auf die obzitierten Normen befolgen die Verwaltungsbehörden 
und das Verwaltungsgericht bei der Entschädigungsbemessung eine zurückhal-
tende Praxis. Die Bindung an den Gebührentarif und damit die notwendige Wah-
rung der Proportionen zwischen den verschiedensten Aufwandintensitäten be-
dingt, dass aufwandgeringe Verfahren nur so hoch entschädigt werden, dass der 
Gebührentarif auch für aufwandintensivste Fälle noch eine angemessene Ent-
schädigung zulässt (VGE 708/97 vom 2.9.1997 Erw. 1c). Sodann beträgt der ak-
tuell vom Verwaltungsgericht akzeptierte maximale Stundenansatz Fr. 220.-- inkl. 
MwSt (vgl. VGE III 2015 176 vom 22.12.2015 Erw. 4).

3.2.3  Vor Verwaltungsgericht beantragten die Beschwerdeführer die Zusprache 
einer Parteientschädigung gemäss der vor Abschluss einzureichenden Honorar-
note; es sei der bevorstehende Abschluss des Beschwerdeverfahrens mitzuteilen 
(Beschwerde vom 30.4.2019 S. 16). Eine Kostennote haben die Beschwerde-
führenden bis heute nicht eingereicht; mithin auch nicht nach Eröffnung des Bun-
desgerichtsurteils, aus welchem klar hervorgeht, dass das Verwaltungsgericht 
über die Parteientschädigung neu zu entscheiden hat. Wie erwähnt lädt das Ge-
richt die Parteien praxisgemäss weder zur Einreichung einer Kostennote ein 
noch fordert es dazu auf. 

3.2.4  In Beachtung vorgenannter Grundlagen wird die reduzierte Parteientschä-
digung der Beschwerdeführenden für das Verwaltungsgerichtsbeschwerdever-

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fahren in pflichtgemässem Ermessen auf Fr. 1'250.-- (inkl. Barauslagen und 
MwSt) festgesetzt. 

4.1 Neu zu Verlegen sind auch die Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens. 
Sie wurden vom Regierungsrat auf Fr. 1'500.-- (inkl. Kanzleikosten) festgesetzt 
(RRB Nr. 238/2019 vom 2.4.2019 Dispositiv-Ziff. 2). Sie sind neu zur Hälfte den 
Beschwerdeführenden (in solidarischer Haftung) aufzuerlegen.

4.2 Im vorinstanzlichen Verfahren reichten die Beschwerdeführenden mit der 
Verwaltungsbeschwerde eine Honorarnote ein. Diese weist bei einem Zeitauf-
wand von 4.3 Stunden und einem Stundenansatz von Fr. 220.--/h einen Ge-
samtaufwand von Fr. 1'048.65 inkl. Barauslagen und MwSt aus. 

Weder der geltend gemachte Aufwand noch der Stundenansatz sind zu bean-
standen. Dem Verfahrensausgang des teilweisen Obsiegens entsprechend ist 
die Parteientschädigung auf Fr. 525.-- inkl. Barauslagen und MwSt festzusetzen.

5. Für dieses Verfahren werden weder Kosten erhoben noch eine Parteien-
tschädigung gesprochen.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Gestützt auf das Ergebnis des bundesgerichtlichen Urteils 2C_870/2019 
vom 3. März 2020 werden die Kosten- und Entschädigungsfolgen der kan-
tonalen Verwaltungsbeschwerde- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdever-
fahren neu geregelt.

2.1 Die Kosten des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens von Fr. 1'500.-- (Ge-
richtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) werden neu zur Hälfte den 
Beschwerdeführenden in solidarischer Haftung und zur Hälfte dem Staat 
auferlegt.

Auf die kantonsinterne Verrechnung wird verzichtet.

Die Beschwerdeführenden haben am 11. Mai 2019 einen Kostenvorschuss 
von Fr. 1'500.-- geleistet, womit ihnen Fr. 750.-- aus der Gerichtskasse 
zurückzuerstatten sind.

2.2 Der Kanton hat den beanwalteten Beschwerdeführenden für das Verwal-
tungsgerichtsbeschwerdeverfahren neu eine reduzierte Parteientschädi-
gung von Fr. 1'250.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) zu bezahlen. 

3.1 Die Kosten des regierungsrätlichen Verfahrens von Fr. 1'500.-- (inkl. Kanz-
leikosten) werden neu zur Hälfte den Beschwerdeführenden in solidarischer 
Haftung und zur Hälfte dem Staat auferlegt.

3.2 Der Kanton hat den beanwalteten Beschwerdeführenden für das Verfahren 
vor Regierungsrat neu eine reduzierte Parteientschädigung von Fr. 525.-- 
(inkl. Barauslagen und MwSt) zu bezahlen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde*  
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 

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5. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter der Beschwerdeführenden (4/R)
- das Amt für Migration (EB)
- den Regierungsrat des Kantons Schwyz (EB)
- das Sicherheitsdepartement, Rechts- und Beschwerdedienst (EB)
- und das Staatssekretariat für Migration, SEM, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 28. Mai 2020

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der a.o. Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 5. Juni 2020