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**Case Identifier:** c2038454-6a07-52a0-9d7e-68d104d179ef
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-09-04
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 04.09.2018 200 2017 573
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-573_2018-09-04.pdf

## Full Text

200 17 573 EL
GRD/PES/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 4. September 2018

Verwaltungsrichter Grütter, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Furrer, Verwaltungsrichter Loosli
Gerichtsschreiber Peter

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Ausgleichskasse des Kantons Bern
Abteilung Ergänzungsleistungen, Chutzenstrasse 10, 3007 Bern
Beschwerdegegnerin

in Sachen
B.________ (sel.)

betreffend Einspracheentscheid vom 18. Mai 2017

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Sept. 2018, EL/17/573, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Mit Eingabe vom 30. Dezember 2010 beantragte B.________ (sel.) bei der 
Ausgleichskasse des Kantons Bern (nachfolgend AKB bzw. Beschwerde-
gegnerin) im Rahmen der Ergänzungsleistungen zur AHV die Vergütung 
von Krankheits- und Behinderungskosten für die Hilfe, Pflege und Betreu-
ung zu Hause durch seinen Sohn A.________ ab 1. Oktober 2009 
(act. IIB 4). Als Grundlage für die Kostenvergütung reichte er u.a. ein Be-
darfsabklärungsformular der Spitex ein (act. IIB 6). Mit Schreiben vom 
20. Mai 2011 teilte die AKB B.________ (sel.) bzw. dessen Ehefrau 
C.________ mit, dass die Berechnung der durch die EL vergütbaren Kos-
ten aufgrund der benötigten Anzahl Stunden pro Woche je Bereich (Pflege, 
Betreuung, Haushilfe) getrennt zu erfolgen habe und deshalb Angaben 
zum Zeitaufwand pro Woche je Verrichtung bzw. Bereich benötigt würden. 
Um die verschiedenen Leistungen auseinanderhalten und korrekt abrech-
nen zu können, bitte sie deshalb, die von ihr beigelegten Bedarfsformulare 
AKB Pflege, Betreuung und Haushilfe auszufüllen und ihr zu retournieren 
(act. IIB 10). 

Im Juli 2012 reichte C.________ anstelle der gewünschten Formulare ei-
nen mehrseitigen Situationsbeschrieb ein, in welchem sie u.a. erklärte, de-
taillierte Zeitangaben zum Umfang der von ihrem Sohn A.________ ihrem 
Ehemann B.________ geleisteten Pflege, Betreuung und Haushilfe seien 
ihr unmöglich. Ihr Sohn A.________ habe angeboten, sich selbst für seine 
Entlöhnung durch die EL einzusetzen. Somit bitte sie auch im Namen ihres 
Ehemannes, sich direkt an ihren Sohn A.________ zu wenden (act. IIB 11).

Die AKB bat in der Folge A.________, die Bedarfsformulare auszufüllen, 
wobei sie ihn explizit darauf hinwies, dass die Leistungsarten Pflege, Be-
treuung und Haushilfe klar getrennt aufzuführen seien. Die Prüfung werde 
nur aufgrund der ausgefüllten Bedarfsformulare vorgenommen. Seien die 
nötigen Angaben zum Zeitaufwand nicht klar definiert und die erbrachten 
Leistungen nicht klar umschrieben, sprich nachvollziehbar, behalte sie sich 

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vor, eine Überprüfung abzulehnen und die Übernahme der Kosten abzu-
lehnen (act. IIB 13).

Aufgrund eines Telefongesprächs mit A.________ vom 25. August 2014 
stellte die AKB C.________ die Bedarfsabklärungsformulare (in der per 
2013 aktualisierten Version) erneut zu (act. IIB 17).

Am 30. Juni 2015 erkundigte sich A.________ über das Kontaktformular 
der AKB, warum die beantragten Lohnersatzleistungen für die Jahre 2009 
bis 2015 nicht ausbezahlt worden seien bzw. nicht ausbezahlt würden 
(act. IIB 18), worauf die AKB ihn darauf hinwies, dass sie die ihm und sei-
nen Eltern mehrmals zugestellten Bedarfsabklärungsformulare nie ausge-
füllt mit den dazugehörenden Unterlagen zurückerhalten habe (act. IIB 18).

Auf eine weitere Kontaktaufnahme seitens A.________ vom 19. Mai 2016 
hin (act. IIB 19) legte ihm die AKB mit Schreiben vom 27. Mai 2016 erneut 
die Rechtslage und den Sachverhalt dar und forderte ihn ein weiteres Mal 
auf, die AKB-Bedarfsabklärungsformulare für die Pflege zu Hause, für die 
Betreuung zu Hause und für die Haushilfe inkl. Angaben zum jeweiligen 
Zeitaufwand ausgefüllt einzureichen. Wenn die benötigten Unterlagen nicht 
spätestens bis zum 30. Juni 2016 eingereicht würden, erfolge die Kosten-
prüfung anhand der vorliegenden Unterlagen, was zu einer Abweisung füh-
re. Auch die Einreichung von Unterlagen, welche in keiner Weise die gefor-
derten Angaben für die Verarbeitung der Pflege-, Betreuungs- und Haushil-
fekosten enthielten, führe zu einer Abweisung (act. IIB 20).

Mit Schreiben vom 14. Juni 2016 bestätigte die AKB den Empfang diverser, 
an die AHV-Zweigstelle ... gemailter Unterlagen mit der Feststellung, dass 
diese in keiner Weise die von ihr eingeforderten Angaben enthielten. Ent-
sprechend könne anhand dieser Unterlagen keine Kostenprüfung vorge-
nommen werden. Wie bereits mehrfach informiert, benötige sie zur Prüfung 
einer allfälligen Kostenübernahme die detailliert ausgefüllten AKB-
Bedarfsabklärungsformulare für die Pflege, Betreuung und Haushilfe inkl. 
Angaben über den Zeitaufwand für die Erbringung der einzelnen Hilfeleis-
tungen. Die benötigten Unterlagen und Angaben seien – wie im Schreiben 
vom 27. Mai 2016 bereits mitgeteilt – bis spätestens 30. Juni 2016 bei der 
zuständigen AHV-Zweigstelle einzureichen (act. IIB 28). 

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Am 1. Juli 2016 ging bei der AHV-Zweigstelle ... ein Schreiben von 
A.________ vom 27. Juni 2016 (act. IIB 39) inkl. diverser Beilagen ein. Un-
ter anderem beigelegt waren die Bedarfsabklärungsformulare AKB für 
Haushilfe, Hilfe und Betreuung zu Hause und Pflege durch Familienan-
gehörige (act. IIB 34 – 36).

Mit zwei Verfügungen vom 11. August 2016 sprach die AKB dem Nachlass 
des B.________ sel. in der Folge für die Jahre 2010 bis 2014 insge-
samt Fr. 48‘000.-- und für die Zeit vom 1. Januar bis 19. Februar 2015 
Fr. 6‘718.50 als Kostenvergütung für die gemäss Selbstdeklaration von 
A.________ B.________ gegenüber in dieser Zeit erbrachte Grundpflege 
zu (act. IIB 42 und 43).

Am 19. Dezember 2016 nahm die AKB sodann u.a. gestützt auf die Anga-
ben von A.________ zu den von ihm erbrachten Pflege-, Hilfe- und Betreu-
ungsleistungen (siehe AB 57) eine umfassende Abrechnung der 
B.________ (sel.) bzw. dessen Nachlass als Teil der Ergänzungsleistungen 
zur AHV für die Zeit von Oktober 2009 bis Februar 2015 zu vergütenden 
Krankheits- und Behinderungskosten vor und kam so auf einen Anspruch 
von total Fr. 300‘264.75 (Fr. 22‘551.45 für Oktober bis Dezember 2009 
[AB 57a], Fr. 50‘000.-- für das Jahr 2010 [AB 57b], Fr. 50‘000.-- für das 
Jahr 2011 [AB 57c], Fr. 50‘000.-- für das Jahr 2012 [AB 57d], Fr. 50‘000.-- 
für das Jahr 2013 [AB 57e], Fr. 50‘000.-- für das Jahr 2014 [AB 57f] und 
Fr. 27‘713.30 für Januar bis Februar 2015 [AB 57g]) bei – soweit ersichtlich 
– mittlerer Abhängigkeit in den Aktivitäten des täglichen Lebens (siehe 
act. IIB 3: „Mittlere ADL-Abhängigkeit“). Dies zusätzlich zu den von der 
Krankenkasse ... übernommenen Krankheitskosten von in den Jahren 2011 
bis 2015 mehr als total Fr. 170‘000.--, wobei ein wesentlicher Teil dieser 
Kosten auf B.________ (sel.) in dieser Zeit von einer Spitex erbrachte Leis-
tungen entfällt (siehe hierzu die Zusammenstellung der von der ... über-
nommenen Krankheitskosten in act. IIE).

Die Forderungen der AKB gegenüber B.________ (sel.) bzw. dessen 
Nachlass auf Entrichtung der paritätischen Sozialversicherungsbeiträge auf 
dem Entgelt an A.________ für die geleistete Hilfe, Pflege und Betreuung 
zu Hause inkl. geschuldeter Verwaltungskostenbeiträge, Mahngebühren 
und Bussen (siehe act. II 13 – 21) wurden in der Folge von der AKB mit 

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dem gemäss Abrechnung vom 19. Dezember 2016 noch bestehenden 
Vergütungsanspruch des Nachlasses hinsichtlich Krankheits- und Behinde-
rungskosten verrechnet bzw. an die Abteilung Beiträge und Zulagen über-
wiesen und die noch zu vergütende Restanz ausbezahlt (siehe die Verfü-
gungen vom 19. Dezember 2016 in act. IIB 45 – 56, die Abrechnung in 
act. IIB 57 – 57g sowie die Erklärungen hierzu in act. IIB 58).

Gegen die Verfügungen vom 19. Dezember 2016 (act. IIB 45 – 56) erhob 
A.________ mit Schreiben vom 16. Januar (act. IIB 59) und Verbesserung 
vom 14. März 2017 (act. IIB 63) Einsprache, welche die AKB mit Entscheid 
vom 18. Mai 2017 abwies. Die angefochtenen Verfügungen entsprächen 
der Sach- und Rechtslage. Die Abrechnungen seien gestützt auf die ein-
schlägigen gesetzlichen Bestimmungen korrekt vorgenommen worden. Die 
vom Gesetz vorgegebenen Höchstbeträge dürften nicht überschritten wer-
den. Die AKB behalte sich im Falle einer Beschwerde vor, nachträglich zu 
prüfen, ob A.________ wegen der Aufnahme der Pflege und Betreuung 
von B.________ (sel.) tatsächlich eine Erwerbseinbusse erlitten habe 
(act. IIB 66).

B.

Gegen den Einspracheentscheid der AKB vom 18. Mai 2017 erhob 
A.________ (nachfolgend Beschwerdeführer) am 18. Juni 2017 (Datum der 
Postaufgabe) Beschwerde mit dem sinngemässen Antrag, es seien für die 
von ihm B.________ (sel.) gegenüber in der Zeit von Oktober 2009 bis Fe-
bruar 2015 erbrachte Pflege und Haushaltshilfe die jeweiligen Höchstbeträ-
ge zuzusprechen sowie für die Betreuung eine Erwerbseinbusse von 
Fr. 80‘550.-- pro Jahr, somit insgesamt Fr. 521‘025.-- zuzüglich Arbeitge-
berbeiträge, Verwaltungskosten und Abgaben, abzüglich Arbeitnehmerbei-
träge zu entschädigen (Beschwerde S. 3).

In ihrer Beschwerdeantwort vom 7. September 2017 beantragt die Be-
schwerdegegnerin, die Beschwerde sei vollumfänglich abzuweisen.

Nach Einholung und Beizug weiterer Akten (siehe prozessleitende Verfü-
gung vom 27. Oktober 2017) wurde dem Beschwerdeführer mit Verfügung 

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vom 29. März 2018 eine reformatio in peius angedroht. Bei der geschilder-
ten Ausgangslage erscheine der mit den Verfügungen vom 19. Dezember 
2016 gewährte und mit dem angefochtenen Einspracheentscheid vom 
18. Mai 2017 bestätigte Anspruch nach summarischer Prüfung der Sach- 
und Rechtslage mehr als fraglich. Der angefochtene Einspracheentscheid 
sei damit allenfalls zu Ungunsten des Beschwerdeführers abzuändern. 
Dieser erhalte deshalb bis 11. Mai 2018 Gelegenheit, sich dazu zu äussern 
bzw. einer allfälligen Schlechterstellung durch Rückzug der Beschwerde zu 
entgehen. 

In seiner Stellungnahme vom 11. Mai 2018 (Datum der Postaufgabe) räum-
te der Beschwerdeführer ein, dass seine Angaben nicht überprüft worden 
seien. Gleichzeitig machte er einen noch höheren Betreuungsaufwand als 
bisher (62 statt 47.15 Stunden pro Woche) geltend. Ein Beschwerderück-
zug erfolgte nicht.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 

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kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

1.2 Angefochten ist der Einspracheentscheid der Ausgleichskasse des 
Kantons Bern vom 18. Mai 2017 (act. IIB 66). Streitig und zu prüfen sind 
die B.________ (sel.) bzw. dessen Nachlass als Teil der Ergänzungsleis-
tungen zur AHV aufgrund der von seinem Sohn A.________ geleisteten 
Hilfe, Pflege und Betreuung zu Hause für die Zeit von Oktober 2009 bis 
Februar 2015 zu vergütenden Krankheits- und Behinderungskosten.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Nach Art. 14 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2006 
über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversi-
cherung (ELG; SR 831.30) vergüten die Kantone den Bezügerinnen und 
Bezügern einer jährlichen Ergänzungsleistung unter dem Titel Krankheits- 
und Behinderungskosten ausgewiesene, im laufenden Jahr entstandene 
Kosten für zahnärztliche Behandlung (lit. a), Hilfe, Pflege und Betreuung zu 
Hause sowie in Tagesstrukturen (lit. b), ärztlich angeordnete Bade- und 
Erholungskuren (lit. c), Diät (lit. d), Transporte zur nächstgelegenen Be-
handlungsstelle (lit. e), Hilfsmittel (lit. f) und die Kostenbeteiligung nach 
Art. 64 des Bundesgesetzes vom 18. März 1994 über die Krankenversiche-
rung (KVG; SR 832.10; lit. g).

2.2 Für die zusätzlich zur jährlichen Ergänzungsleistung vergüteten 
Krankheits- und Behinderungskosten können die Kantone Höchstbeträge 
festlegen. Diese dürfen bei zu Hause lebenden Ehepaaren Fr. 50‘000.-- pro 
Jahr nicht unterschreiten (Art. 14 Abs. 3 lit. a Ziff. 2 ELG). Bei zu Hause 
lebenden Personen mit einem Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung 

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der IV oder der Unfallversicherung erhöht sich der Mindestbetrag auf je 
nach Situation Fr. 60‘000.-- bis Fr. 180’000.--, soweit die Kosten für Pflege 
und Betreuung durch die Hilflosenentschädigung und den Assistenzbeitrag 
der AHV oder der IV nicht gedeckt sind (Art. 14 Abs. 4 ELG i.V.m. Art. 19b 
der Verordnung vom 15. Januar 1971 über die Ergänzungsleistungen zur 
Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung [ELV; SR 831.301]). Der 
Betrag wird auch bei Bezügerinnen und Bezügern einer Hilflosenentschä-
digung der AHV, die vorher eine Hilflosenentschädigung der IV bezogen 
haben, erhöht (Art. 14 Abs. 5 ELG).

2.3 Nach Art. 6 des kantonalen Einführungsgesetzes vom 27. Novem-
ber 2008 zum Bundesgesetz über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hin-
terlassenen- und Invalidenversicherung (EG ELG; BSG 841.31) werden 
anspruchsberechtigten Personen die in Art. 14 Abs. 1 ELG aufgeführten 
Kostenarten vergütet, wobei sich die Vergütung dieser Kosten auf die im 
Rahmen einer wirtschaftlichen und zweckmässigen Leistungserbringung 
erforderlichen Ausgaben beschränkt (Art. 6 Abs. 1 und 2 EG ELG). 
Gemäss Art. 6 Abs. 3 EG ELG i.V.m. Art. 8 der Einführungsverordnung 
vom 16. September 2009 zum Bundesgesetz über Ergänzungsleistungen 
zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (EV ELG; BSG 
841.311) werden für Krankheits- und Behinderungskosten pro Kalenderjahr 
höchstens die Beträge nach Art. 14 Abs. 1 bis 5 ELG und Art. 19b ELV 
vergütet. Besteht nur während eines Teils des Jahres Anspruch auf jährli-
che Ergänzungsleistungen, kommt trotzdem der ganze Höchstbetrag zur 
Anwendung (Art. 6 Abs. 3 EG ELG i.V.m. Art. 9 EV ELG).

2.4 Als Pflege im Sinne von Art. 14 Abs. 1 lit. b ELG gelten alles Leis-
tungen gemäss Art. 7 Abs. 2 der Verordnung des EDI vom 29. September 
1995 über Leistungen in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung 
(Krankenpflege-Leistungsverordnung, KLV; SR 832.112.31). Solche Kosten 
werden nur vergütet für die von der versicherten Person zu tragende Kos-
tenbeteiligung nach Art. 25d der kantonalen Verordnung über die öffentli-
che Sozialhilfe (Sozialhilfeverordnung, SHV; BSG 860.111) und die von 
Familienangehörigen erbrachte notwendige Grundpflege im Sinne von 
Art. 7 Abs. 1 lit. c Ziff. 1 KLV (Art. 6 Abs. 3 EG ELG i.V.m. Art. 15 Abs. 1 
und 2 EV ELG). Ausgewiesene Kosten für die von Familienangehörigen 

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erbrachte notwendige Grundpflege werden mit Fr. 25.-- pro Stunde und 
höchstens Fr. 9‘600.-- pro Jahr vergütet, wenn die oder der Familienan-
gehörige nicht in die EL-Berechnung eingeschlossen ist (Art. 6 Abs. 3 EG 
ELG i.V.m. Art. 15 Abs. 3 EV ELG).

2.5 Als Hilfe und Betreuung zu Hause gelten gemäss Art. 16 Abs. 1 
EV ELG die Kontrollgänge zur Verzögerung oder Vermeidung eines Heim- 
oder Spitaleintritts bei Personen mit kognitiven Einschränkungen oder psy-
chischen Erkrankungen, die alleine leben und ab und zu eine geringfügige 
Überwachung oder Kontrolle benötigen (lit. a), die Begleitung auf Spazier-
gängen ausser Haus zur Erhaltung der Mobilität, zum Kontakt mit der Aus-
senwelt und zur Prävention von Immobilität, sozialer Isolation und psychi-
schen Krisen (lit. b), die Hilfestellung bei Bewegungsabläufen ausserhalb 
von therapeutischen Sequenzen zur Erhaltung oder Wiedererlangung von 
Fähigkeiten oder der Selbstständigkeit (lit. c), die Präsenz einer Person zur 
punktuellen Entlastung von betreuenden Familienangehörigen bei Sterben-
den als Ergänzung zu Palliative-Care-Leistungen und bei erwachsenen 
Personen mit kognitiven Einschränkungen, die eine ständige Überwachung 
benötigen (lit. d) und die Installation, die Miete und die Wartung eines Not-
rufsystems bei sturzgefährdeten Personen zur Vermeidung eines Heim- 
oder Spitaleintritts (lit. e). Die Kosten für diese Leistungen werden mit 
höchsten Fr. 46.-- pro Stunde und mit einer Wegpauschale von Fr. 5.-- ver-
gütet, wenn der Bedarf mit einem kleinen Arztbericht bis zehn Zeilen nach-
gewiesen ist. Die Wegpauschale wird höchstens einmal pro Tag vergütet 
(Art. 16 Abs. 5 EV ELG). Die Kosten für Leistungen von Familienangehöri-
gen werden nach Art. 16 Abs. 7 EV ELG mit Fr. 25.-- pro Stunde und 
höchstens im Umfang der Erwerbseinbusse vergütet, wenn die oder der 
Familienangehörige nicht in die EL-Berechnung eingeschlossen ist (lit. a), 
durch die Hilfe und Betreuung eine länger dauernde, wesentliche Erwerbs-
einbusse erleidet (lit. b) und das ordentliche AHV-Alter noch nicht erreicht 
hat (lit. c). Ein Anspruch auf eine Vergütung nach Art. 16 Abs. 7 EV ELG 
besteht, wenn die versicherte Person mit einem kleinen Arztbericht bis 
zehn Zeilen nachweist, inwieweit sie die Voraussetzungen nach Art. 16 
Abs. 1 EV ELG erfüllt (Art. 16 Abs. 8 EV ELG).

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2.6 Ausgewiesene Kosten für die notwendige Hilfe und Betreuung im 
Haushalt werden gemäss Art. 6 Abs. 3 EG ELG i.V.m. Art. 17 Abs. 1 EV 
ELG vergütet. Die Kosten für Leistungen von Familienangehörigen oder 
Drittpersonen werden nur vergütet, wenn die oder der Familienangehörige 
oder die Drittperson nicht im gleichen Haushalt wie die versicherte Person 
lebt. Vergütet werden höchstens Fr. 25.-- pro Stunde und höchstens 
Fr. 4‘800.-- pro Jahr (Art. 6 Abs. 3 EG ELG i.V.m. Art. 17 Abs. 7 EV ELG). 
Ein Anspruch auf eine Vergütung nach Art. 17 Abs. 7 EV ELG besteht, 
wenn die versicherte Person mit einem kleinen Arztbericht bis zehn Zeilen 
nachweist, inwieweit für sie hauswirtschaftliche Leistungen notwendig sind 
(Art. 6 Abs. 3 EG ELG i.V.m. Art. 17 Abs. 8 EV ELG).

3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin hat gestützt auf die vom Beschwerdefüh-
rer erstmals im Juni 2016 getrennt gemachten Angaben zum von ihm ge-
leisteten Zeitaufwand für die Pflege, die Betreuung und die Haushilfe (vgl. 
act. IIB 34 – 36) am 19. Dezember 2016 eine umfassende Abrechnung der 
B.________ (sel.) bzw. dessen Nachlass als Teil der Ergänzungsleistungen 
zur AHV für die Zeit von Oktober 2009 bis Februar 2015 zu vergütenden 
Krankheits- und Behinderungskosten vorgenommen (act. IIB 57). Dabei hat 
sie die mit Berücksichtigung der Heimtaxe in der ordentlichen EL in den 
Monaten Oktober bis Dezember 2009 und Januar 2010 bereits ausgerich-
teten Betreuungskosten richtigerweise in Abzug gebracht, die für die 
Grundpflege und die Hilfe und Betreuung im Haushalt durch den Be-
schwerdeführer geltend gemachten Kosten auf die jeweiligen Höchstbeträ-
ge pro Kalenderjahr von Fr. 9‘600.-- (Pflege) resp. Fr. 4‘800.-- (Haushilfe) 
gekürzt und die bereits übernommenen übrigen Krankheits- und Behinde-
rungskosten an den maximal vergütbaren Betrag für Krankheits- und Be-
hinderungskosten von im Falle von B.________ (sel.) unstrittig Fr. 50‘000.-- 
pro Jahr angerechnet (act. IIB 57 – 57g). 

Mit dem so je Kalenderjahr errechneten Vergütungsanspruch für Krank-
heits- und Behinderungskosten von B.________ (sel.) verrechnete die Be-
schwerdegegnerin in der Folge ihre Gegenforderungen auf Entrichtung der 

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paritätischen Sozialversicherungsbeiträge auf dem Entgelt von B.________ 
(sel.) an A.________ für die geleistete Hilfe, Pflege und Betreuung zu Hau-
se inkl. geschuldeter Verwaltungskostenbeiträge, Mahngebühren und Bus-
sen (act. IIB 45 – 49 i.V.m. act. II 13 – 22), wozu sie in analoger Anwen-
dung von Art. 20 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946 
über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG; SR 831.10) be-
fugt und verpflichtet war (BGE 111 V 99 E. 3b S. 102).

Soweit sich der Beschwerdeführer gegen den Abzug der mit Berücksichti-
gung der Heimtaxe in der ordentlichen EL in den Monaten Oktober bis De-
zember 2009 und Januar 2010 bereits ausgerichteten Betreuungskosten 
auf die Verjährung beruft, ist festzuhalten, dass auch eine verjährte Forde-
rung zur Verrechnung gebracht werden kann, wenn sie zurzeit, wo sie mit 
der anderen Forderung verrechnet werden konnte, noch nicht verjährt war 
(vgl. Art. 120 Abs. 3 des Schweizerischen Obligationenrechts [OR; 
SR 220]), was mit Blick auf die für dieselben Kalenderjahre zugesproche-
nen, betraglich höheren Leistungen (act. IIB 57) vorliegend zutrifft. 

Hinsichtlich der Rüge einer unverhältnismässig tiefen Entlöhnung der vom 
Beschwerdeführer B.________ (sel.) gegenüber erbrachten Hilfe, Pflege 
und Betreuung zu Hause ist der Beschwerdeführer darauf hinzuweisen, 
dass die Beschwerdegegnerin mit den angefochtenen und mit Einspra-
cheentscheid vom 18. Mai 2017 bestätigten Verfügungen vom 19. Dezem-
ber 2016 die B.________ (sel.) bzw. dessen Nachlass für die Zeit von Ok-
tober 2009 bis Februar 2015 als Teil der Ergänzungsleistungen zur AHV 
noch zu vergütenden Krankheits- und Behinderungskosten und nicht den 
Entschädigungsanspruch des Beschwerdeführers für dessen B.________ 
(sel.) gegenüber erbrachten Leistungen festgelegt hat. Letzteres ist eine 
nicht im vorliegenden Verfahren zu beurteilende zivilrechtliche Frage das 
Verhältnis zwischen dem Beschwerdeführer und B.________ (sel.) bzw. 
dessen Nachlass betreffend. 

3.2 Obwohl nach dem Dargelegten die den Streitgegenstand betref-
fenden Rügen des Beschwerdeführers unbegründet sind, ist der angefoch-
tene Einspracheentscheid trotzdem in Gutheissung der Beschwerde aufzu-
heben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit 

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sie – nach Vornahme der Abklärungen im Sinne nachfolgender Erwägun-
gen – neu verfüge: 

Nachdem B.________ (sel.) am 30. Dezember 2010 das Leistungsgesuch 
auf Kostenvergütung für die Hilfe, Pflege und Betreuung zu Hause durch 
den Beschwerdeführer gestellt hatte, wurden er, seine Ehefrau wie auch 
der Beschwerdeführer mehrfach erfolglos aufgefordert, die für die An-
spruchsprüfung notwendigen Unterlagen einzureichen (act. IIB 10, 13, 17, 
18, 20, 28). Die Beschwerdegegnerin stellte schliesslich auf die vom Be-
schwerdeführer mit Eingabe vom 27. Juni 2016 gemachten (act. IIB 39) 
bzw. eingereichten (act. IIB 34 – 36) Angaben ab. Eine detaillierte ärztliche 
Bestätigung, dass die in den Bedarfsabklärungsformularen aufgelisteten 
Haushaltshilfetätigkeiten, Betreuungsmassnahmen und Massnahmen der 
Grundpflege im angegebenen Umfang durch den Beschwerdeführer zu er-
bringen waren, fehlt in den Akten. Die pauschale Bestätigung von Dr. med. 
D.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, vom 31. Dezember 
2010, wonach der Aufwand der zu erbringenden Pflege nebst Unterstüt-
zung durch die Spitex mehr als einem Vollzeitjob entspreche bzw. der zeit-
liche Aufwand insgesamt 45 Stunden pro Woche betrage (act. IIB 7), 
genügt nicht. Umso weniger, als B.________ (sel.) im Alters- und Pflege-
heim E.________ bis unmittelbar vor Beginn der Hilfe, Pflege und Betreu-
ung zu Hause lediglich in der Pflegebedarfsstufe 4 von damals 10 eingeteilt 
war (siehe act. IIB 2 und 3 sowie act. IIG 85) und nicht ersichtlich ist, wes-
halb der Pflegebedarf zu Hause plötzlich viel höher bzw. nicht bereits durch 
die von der Krankenkasse übernommenen, doch ins Gewicht fallenden 
Spitexleistungen (siehe act. IIE) gedeckt gewesen sein sollte. Die entspre-
chenden Abklärungen sind von der Beschwerdegegnerin nachzuholen.

Der Sachverhalt ist aber auch anderweitig offensichtlich ungenügend abge-
klärt. So fällt bezüglich der Kosten für die Hilfe und Betreuung zu Hause 
auf, dass der Beschwerdeführer unter der Rubrik „Kontrollgänge bei Perso-
nen, die alleine leben“ einen zeitlichen Aufwand von durchschnittlich 
31 Stunden pro Woche geltend macht. Gemäss Art. 16 Abs. 1 lit. a EV ELG 
gelten als Hilfe und Betreuung zu Hause die Kontrollgänge zur Verzöge-
rung oder Vermeidung eines Heim- oder Spitaleinritts bei Personen mit 
kognitiven Einschränkungen oder psychischen Erkrankungen, die alleine 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Sept. 2018, EL/17/573, Seite 13

leben und ab und zu eine geringfügige Überwachung oder Kontrolle 
benötigen (siehe E. 2.5 hiervor). Abgesehen davon, dass 31 Stunden pro 
Woche eine geringfügige Überwachung oder Kontrolle offensichtlich über-
steigen, ist festzuhalten, dass B.________ (sel.) im fraglichen Zeitraum 
zumindest mehrheitlich nicht alleine, sondern mit seiner Ehefrau 
C.________ zusammen lebte, eine psychische Erkrankung nirgends er-
wähnt und der Umfang allfälliger kognitiver Einschränkungen nicht doku-
mentiert ist. Ein zeitlicher Aufwand von 31 Stunden pro Woche für Kontroll-
gänge kann nach dem Dargelegten nicht bzw. zumindest nicht in diesem 
Umfang und nicht für den gesamten geltend gemachten Zeitraum als er-
stellt gelten. Ob und allenfalls in welchem Umfang ein zeitlicher Aufwand 
für Kontrollgänge im Falle von B.________ (sel.) zu vergüten ist, wird die 
Beschwerdegegnerin ebenfalls näher zu klären haben. 

Gleiches gilt für die Frage, ob der Beschwerdeführer aufgrund der seinem 
Vater geleisteten Hilfe und Betreuung eine länger dauernde, wesentliche 
Erwerbseinbusse erlitten hat. Auch dies hat die Beschwerdegegnerin, wie 
sie im Einspracheentscheid S. 2 (act. IIB 66) selbst einräumt, nicht geprüft, 
sondern einfach die vom Beschwerdeführer gestützt auf eine Lohn- und 
Gehaltserhebung des VSRT (act. IIB 1) geltend gemachten Fr. 80‘550.-- als 
Erwerbseinbusse pro Jahr übernommen. Dies, obwohl der Beschwerdefüh-
rer vor der Betreuung seines Vaters über Jahre hinweg nicht mehr in sei-
nem erlernten Beruf als Fernseh- und Radioelektriker (siehe act. IIC 80) 
tätig war, seine Berufsbiographie geprägt ist durch kurze Temporärein-
sätze, wiederholte Phasen der Arbeitslosigkeit sowie Tätigkeiten im fami-
liären Umfeld (privater Behindertenbetreuer des Bruders) und ein der gel-
tend gemachten Erwerbseinbusse entsprechendes Einkommen gemäss IK-
Auszug in der gesamten Erwerbskarriere vor der Übernahme der Betreu-
ung seines Vaters nie auch nur annähernd erreicht wurde (act. IID sowie 
act. IIC 57 f., 66, 86 f., 71 und 86). Kommt hinzu, dass der Beschwerdefüh-
rer während der Arbeitslosigkeit vor der Aufnahme der Hilfe, Pflege und 
Betreuung seines Vaters zu Hause eine Stelle in der Behindertenbetreuung 
(act. IIC 80) oder allenfalls als … oder … (act. IIC 79), aber nicht in seinem 
erlernten Beruf als Fernseh- und Radioelektriker gesucht hat (act. IIC 79, 
80). Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit hätte der Beschwerdeführer 
somit ohne Aufnahme der Hilfe, Pflege und Betreuung seines Vaters nicht 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Sept. 2018, EL/17/573, Seite 14

als Fernseh- und Radioelektriker gearbeitet. Eine Erwerbseinbusse von 
Fr. 80‘550.-- ist nach dem Dargelegten nicht mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit erstellt. Ob und allenfalls in welcher Höhe der Beschwerde-
führer aufgrund der seinem Vater geleisteten Hilfe und Betreuung zu Hause 
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine Erwerbseinbusse erlitten hat, 
wird die Beschwerdegegnerin ebenfalls im Rahmen der erneuten Befas-
sung mit der Sache zu klären haben.

3.3 Zusammenfassend ist die Beschwerde aufgrund des ungenügend 
abgeklärten Sachverhalts gutzuheissen, der angefochtene Einspracheent-
scheid der Beschwerdegegnerin vom 18. Mai 2017 aufzuheben und die 
Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie – nach Vor-
nahme der Abklärungen im Sinne der Erwägungen – neu verfüge.

4.

4.1 Verfahrenskosten sind in Anwendung von Art. 1 Abs. 1 ELG i.V.m. 
Art. 61 lit. a ATSG keine zu erheben.

4.2 Nach der Rechtsprechung gilt es unter dem Gesichtspunkt des 
(bundesrechtlichen) Anspruchs auf eine Parteientschädigung im Streit um 
eine Sozialversicherungsleistung bereits als Obsiegen, wenn die versicher-
te Person ihre Rechtsstellung im Vergleich zu derjenigen nach Abschluss 
des Administrativverfahrens insoweit verbessert, als sie die Aufhebung 
einer ablehnenden Verfügung und die Rückweisung der Sache an die Ver-
waltung zu ergänzender Abklärung und neuer Beurteilung erreicht (BGE 
137 V 57 E. 2.1 S. 61). Dies gilt nicht, wenn – wie vorliegend – die Rück-
weisung der Sache aufgrund der bereits ausgeschöpften Höchstbeträge 
pro Jahr zu keiner Verbesserung, sondern nur zu einer Verschlechterung 
der Rechtsstellung des Beschwerdeführers im Vergleich zu derjenigen 
nach Abschluss des Administrativverfahrens führen kann. Diesfalls besteht 
kein Anspruch auf eine Parteientschädigung. Kommt hinzu, dass die Inter-
essenwahrung hinsichtlich des ungenügend abgeklärten Sachverhalts kei-
nen Arbeitsaufwand erforderte, der den Rahmen dessen überschreitet, was 
der Einzelne üblicher- und zumutbarerweise nebenbei zur Besorgung der 
persönlichen Angelegenheiten auf sich zu nehmen hat und somit ohnehin 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Sept. 2018, EL/17/573, Seite 15

kein Anspruch auf eine Parteientschädigung bestünde (vgl. BGE 127 V 205 
E. 4b S. 207). 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid der 
Ausgleichskasse des Kantons Bern vom 18. Mai 2017 aufgehoben und 
die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie – 
nach Vornahme der Abklärungen im Sinne der Erwägungen – neu ver-
füge.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- Ausgleichskasse des Kantons Bern, Abteilung Ergänzungsleistungen 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.