# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1819726e-ff38-5d0d-b44d-2a1e89d73303
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-02-11
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 11.02.2025 VR1 2024 88
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_VR1-2024-88_2025-02-11.pdf

## Full Text

Urteil vom 11. Februar 2025
mitgeteilt am 

Referenz VR1 24 88

Instanz Erste verfassungs- und verwaltungsrechtliche Kammer

Besetzung Audétat, Vorsitz
Pedretti und von Salis
Maurer, Aktuarin

Parteien A._____ AG
Beschwerdeführerin

gegen

B._____
Beschwerdegegnerin

C._____ ag
Beigeladene

Gegenstand Submission

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Sachverhalt

A. Am 19. Juli 2024 schrieb die B._____ AG (B._____) für ihr Zentrallager/Büro 
in D._____ Deckenbekleidungen aus Textilien im offenen Verfahren gemäss 
GATT/WTO auf simap.ch bzw. im kantonalen Amtsblatt aus. Als Zuschlagskriterien 
legte die B._____ die Qualität des Anbieters (25 %), die Qualität des Angebots 
(25 %) sowie den Preis und Kostenwahrheit (50 %) fest. Als Eignungskriterien 
nannte die B._____ die fachliche Eignung, die technische und organisatorische 
Leistungsfähigkeit sowie die finanzielle Leistungsfähigkeit; zudem verlangte die 
B._____ das wahrheitsgetreue Ausfüllen der Selbstdeklaration sowie weitere 
Bestätigungen. Weiter liess die B._____ in den Offertunterlagen explizit Varianten 
zu unter Einhaltung von bestimmten Bedingungen (NPK 102, Pos. 261.200). 
Offerten waren bis am 28. August 2024 einzureichen.

B. Innert Frist reichten insgesamt vier Anbieter ihre Angebote ein. Anlässlich der 
Offertöffnung am 30. August 2025 zeigte sich folgendes Bild:

1. E._____ AG …..CHF 547'653.60

2. C._____ ag ……… CHF 670'672.55

3. F._____ AG ………CHF 562'641.30

4. A._____ AG             CHF 567'010.10

C. Im Rahmen der Auswertung der Angebote stellte die B._____ fest, dass die 
Offerte der C._____ ag zusätzlich eine Unternehmervariante enthielt. Entsprechend 
ergänzte sie das Offertöffnungsprotokoll vom 30. August 2024 mit dieser Position:

5. C._____ ag CHF 319'559.70 (Bemerkung: Variante eingegeben)

Dieser Umstand wurde den Anbietern am 5. September 2024 per E-Mail mitgeteilt.

D. Nach Auswertung der Offerten ergab sich folgendes Bild:

1. C._____ ag (Unternehmervariante)     42.75 Punkte

2. C._____ ag (Amtsvariante)                 16.00 Punkte

3. A._____ AG                                        15.00 Punkte

3. E._____ AG                                        15.00 Punkte

5. F._____ AG                                         5.25 Punkte

Entsprechend beschloss die B._____ am 29. Oktober 2024 die Vergabe der 
Beschaffung der Deckenbekleidungen aus Textilien an die C._____ ag (Zuschlags-
empfängerin) zum Preis von CHF 319'559.70 (Unternehmervariante). Diesen 
Vergabeentscheid teilte die B._____ den Anbietern am 4. November 2024 mit.

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E. Gegen den Vergabeentscheid erhob die A._____ AG (nachfolgend: 
Beschwerdeführerin) am 15. November 2024 Beschwerde beim früheren 
Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden. Darin beantragte sie folgendes:

– Die Ausschreibung BKP 283.5 Deckenbekleidungen aus Textilien muss 
wiederholt werden und die Anbieter können eine Variante analog 
C._____ ag, G._____ rechnen.

– Begründung weshalb zwei Offertöffnungsprotokolle (Beilage 2+3) 
gesendet wurden und die genannte Variante und unser Name von Hand 
aufgeführt ist.

– Die Vergabe ist gemäss Ausschreibung Pos. 224 Zuschlagskriterien 
(offenes Verfahren) (Beilage 4) zum wirtschaftlich günstigsten Angebot 
zu beurteilen und nicht wie in der Mitteilung Arbeitsvergabe mit 
Prozenten des Angebotspreises zu beurteilen.

– Offenlegung der Bewertung der Zuschlagskriterien gemäss 
Ausschreibung.

– Mitteilung des offerierten Produktes mit Angabe der technischen Daten 
und Herkunft der Produkte der Variante von C._____ ag, G._____.

– In der Mitteilung Arbeitsvergabe ist unter Bemerkungen der Abschnitt 
("Sollte wider Erwarten die Ausführung nicht zustande kommen, so wird 
die beauftragte Firma für in Auftrag gegebene, bereits getätigte 
Aufwendungen entschädigt") zu streichen.

Die Beschwerdeführerin begründet ihre Anträge im Wesentlichen damit, dass kein 
gleichwertiges Produkt bekannt sei zum von der Zuschlagsempfängerin offerierten 
Preis. Zudem seien Anfragen der Beschwerdeführerin von der B._____ nicht 
beantwortet worden.

F. In ihrer Vernehmlassung vom 28. November 2024 beantragte die B._____ 
(Vergabebehörde; nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die Abweisung der 
Beschwerde, unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge. Darin erklärt sie, 
wie es zu den handschriftlichen Nachträgen im Offertprotokoll kam. Weiter 
argumentiert sie, dass die Auswertung der eingereichten Offerten ein klares Bild 
ergeben hätte: Demnach habe die Unternehmervariante der Zuschlagsempfängerin 
mit grossem Abstand die meisten Punkte erzielt. Folglich sei der Zuschlag an diese 
Anbieterin zu Recht erfolgt. Damit werde auch dem im Beschaffungsrecht geltenden 
Grundsatz des effizienten Einsatzes öffentlicher Mittel Rechnung getragen. 
Weshalb die Beschwerdeführerin schliesslich eine Streichung der Klausel fordere 
mit einer Leistungsentschädigung für den Fall, dass eine Auftragskürzung erfolge 
oder die erforderlichen Zustimmungen nicht erfolgten, sei für die Vergabebehörde 
nicht nachvollziehbar.

G. Die Zuschlagsempfängerin (nachfolgend: Beigeladene) liess sich nicht 
vernehmen.

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H. Nachdem innert angesetzter Frist keine Replik eingegangen war, schloss der 
Instruktionsrichter am 16. Dezember 2024 den Schriftenwechsel ab.

Erwägungen

1.1. Anfechtungsobjekt der vorliegenden Beschwerde bildet die Vergabe-
verfügung vom 4. November 2024, worin die Beschwerdegegnerin die Arbeits-
vergabe "BKP 283.5 Deckenbekleidungen aus Textilien" für CHF 319'559.70 an die 
punktemässig am besten bewertete Zuschlagsempfängerin (Beigeladene) und nicht 
an die drittplatzierte Beschwerdeführerin erteilte (vgl. act. B.1). Dagegen wehrte sich 
die Beschwerdeführerin mit Beschwerde vom 15. November 2024 und beantragte 
die Wiederholung der Ausschreibung sowie die Gewährung der Einreichung einer 
Variante analog der Zuschlagsempfängerin.

1.2. Die fragliche Auftragsvergabe untersteht unbestrittenermassen dem 
öffentlichen Beschaffungsrecht. Konkret kommen die seit dem Beitritt des Kantons 
Graubünden per 1. Oktober 2022 revidierten Normen der IVöB (BR 803.710) zur 
Anwendung. Nach Art. 55 IVöB richtet sich das Verfügungs- und Beschwerde-
verfahren ausdrücklich nach den Bestimmungen der kantonalen Gesetze über die 
Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100). Gemäss Art. 53 Abs. 1 lit. e i.V.m. 
Art. 56 Abs. 1 IVöB kann gegen den Zuschlag eines Auftrags innert 20 Tagen ab 
dessen Eröffnung Beschwerde erhoben werden. Das heutige Obergericht des 
Kantons Graubünden, auf das die hängigen Verfahren des früheren Verwaltungs-
gerichts des Kantons Graubünden übertragen wurden (Art. 122 Abs. 5 GOG [BR 
173.000]), ist zuständig für die Beurteilung von Submissionsbeschwerden (vgl. 
Art. 52 Abs. 1 IVöB). Die örtliche und sachliche Zuständigkeit des angerufenen 
Obergerichts ist damit gegeben.

1.3. Zur Beschwerde an das Obergericht des Kantons Graubünden ist laut Art. 50 
VRG legitimiert, wer durch den angefochtenen Entscheid berührt ist und ein 
schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung hat. Die 
Rechtsmittellegitimation ist gegeben, wenn die Beschwerdeführerin als unterlegene 
Bewerberin eine realistische Chance hat, bei Gutheissung ihres Rechtsmittels mit 
dem eigenen Angebot zum Zug zu kommen oder wenn die Gutheissung der 
Beschwerde zu einer Wiederholung des Submissionsverfahrens führt, in welchem 
sie ein neues Angebot wird einreichen können; ob das zutrifft, ist aufgrund der 
Begehren und Rügen der Beschwerdeführerin zu beurteilen. Die Legitimation ist in 
diesem Sinne zu verneinen, wenn beispielsweise der viertrangierte Anbieter 
lediglich den Ausschluss des Zuschlagsempfängers verlangt, jedoch zu bejahen, 
wenn dieser Anbieter beispielsweise den Ausschluss aller vor ihm stehenden 

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Konkurrenten oder die Wiederholung des gesamten Verfahrens fordert (vgl. 
BGE 141 II 14 E. 4.1 m.w.H.). Hier verlangt die Beschwerdeführerin die Wieder-
holung des Vergabeverfahrens unter Zulassung von Angeboten mit demselben 
Material wie es die Zuschlagsempfängerin in ihrer Unternehmervariante tat. Mit 
diesem Begehren besteht für die Beschwerdeführerin grundsätzlich die Chance, 
den Zuschlag zu erhalten. Folglich ist sie zur Beschwerde legitimiert und auf die 
Beschwerde grundsätzlich einzutreten.

1.4. Die Beschwerde vom 15. November 2024 ist form- und fristgerecht erhoben 
worden (Art. 56 Abs. 1 IVöB i.V.m. Art. 1 Abs. 2 VRG und Art. 56 Abs. 1 IVöB i.V.m. 
Art. 38 VRG). Ob einzelne Rügen rechtzeitig erhoben wurden, wird nachfolgend 
noch zu prüfen sein.

1.5. Die Kontrolle von Vergabeentscheiden beschränkt sich laut Art. 56 Abs. 3 
IVöB auf Rechtsverletzungen inklusive Überschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens sowie auf unvollständige oder unrichtige Sachverhaltsfeststellungen. 
Die Angemessenheit des strittigen Entscheids kann im Zuge des Beschwerde-
verfahrens hingegen nicht überprüft werden (Art. 56 Abs. 4 IVöB). Das Obergericht 
des Kantons Graubünden kann deshalb sein Ermessen nicht an die Stelle jenes der 
Vorinstanz (Vergabehörde) setzen. Vielmehr hat es, so die bisherige verwaltungs-
gerichtliche Rechtsprechung, Lösungen der Vergabebehörde zu akzeptieren, die 
mit sachlichen Gründen vertretbar sind, auch wenn eine andere Lösung als 
zweckmässiger erschiene. Gerade bei Fragen der Bewertung der einzelnen 
Angebote aufgrund der ausgewählten Zuschlagskriterien kommt der Vergabebe-
hörde praxisgemäss ein weiter Ermessensspielraum zu und auch bei Fragen 
technischer, technologischer, (bau-)physikalischer und methodologischer Art oder 
bei Eignungs- und Angebotsbewertungen ist die Kognition praktisch auf Willkür 
begrenzt (vgl. Praxis des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden [PVG] 
2001 Nr. 45; vgl. Urteile des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden U 23 87 
vom 28. Mai 2024 E. 1.6, U 22 45 vom 26. März 2024 E. 2 und U 23 54 vom 
24. Oktober 2023 E. 1.4). Das Gericht kann nur dort eingreifen, wo eine Bewertung 
erwiesenermassen falsch und sachlich nicht haltbar ist. Voraussetzung für ein 
Eingreifen und eine Korrektur ist der Nachweis einer willkürlichen, sachlich nicht zu 
rechtfertigenden Bewertung eines Kriteriums (Urteile des Verwaltungsgerichts des 
Kantons Graubünden U 23 87 vom 28. Mai 2024 E. 1.6, U 23 59 vom 5. April 2024 
E. 1.4 und U 22 45 vom 26. März 2024 E. 2).

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1.6. Die Beschwerdeführerin verlangt die Streichung der Passage "Sollte wider 
Erwarten die Ausführung nicht zustande kommen, so wird die beauftragte Firma für 
in Auftrag gegebene, bereits getätigte Aufwendungen entschädigt". Eine 
Begründung dafür fehlt. Für die Beschwerdegegnerin ist dieser Antrag nicht 
nachvollziehbar. Sie weist darauf hin, dass mit dieser Bemerkung in der Vergabe-
mitteilung bloss eine rechtliche Selbstverständlichkeit wiedergegeben werde. Diese 
Bemerkung sei in erster Linie im Zusammenhang mit den unter Position 133.100 / 
133.200 der Besonderen Bestimmungen (NPK 102) aufgeführten Vorbehalten der 
Auftragskürzung und Zustimmung der Instanzen der B._____ und des Bundesamts 
für Verkehr zu sehen.

Die in den Besonderen Bestimmungen (NPK 102) aufgeführten und von der 
Vergabebehörde erwähnten Vorbehalte der Bauherrschaft bezüglich Gegenstand 
und Umfang der Arbeiten zählen zur Ausschreibung (vgl. act. C.1). Die 
Ausschreibung als solche ist ein separates Anfechtungsobjekt. Wurde die 
Ausschreibung nicht angefochten, kann darauf mittels Submissionsbeschwerde 
nicht zurückgekommen werden. Soweit die Rüge die Ausschreibung betrifft, kann 
diese im Rahmen der vorliegenden Beschwerde somit nicht gehört werden. Da die 
Rüge unsubstantiiert geblieben ist, kann sie auch nicht behandelt werden, soweit 
sie den angefochtenen Vergabeentscheid betrifft. So bleibt gänzlich unklar, weshalb 
es nicht zulässig und angezeigt sein soll, die Zuschlagsempfängerin für bereits 
getätigte Aufwendungen zu entschädigen, wenn etwa von Seiten der Vergabe-
behörde nach Auftragserteilung von einem in NPK 102 Pos. 133.100 genannten 
Vorbehalt Gebrauch gemacht würde. Folglich ist auf die Beschwerde betreffend die 
gerügte Streichung nicht einzutreten.

2. Beim vorteilhaftesten Angebot i.S.v. Art. 41 IVöB geht es um die beste 
Erfüllung der Zuschlagskriterien resp. um die Gesamtqualität des Angebots. Das 
Angebot mit den meisten Bewertungspunkten bei den Zuschlagskriterien – 
namentlich Qualität, Preis und weitere je nach Leistungsgegenstand definierte 
Kriterien – muss zwingend den Zuschlag erhalten. So besteht im Beschaffungsrecht 
ein Rechtsanspruch auf die Erteilung des Zuschlags an denjenigen Anbieter, der 
das vorteilhafteste Angebot eingereicht hat (vgl. Botschaft der Regierung an den 
Grossen Rat, Heft Nr. 6/2021–2022, S. 388 und 396; vgl. MÜLLER, in: Trüeb [Hrsg.], 
Handkommentar zum Schweizerischen Beschaffungsrecht, 2020, Art. 41 N. 18 f.). 
Der Vergabestelle steht beim Urteil darüber, welches Angebot anhand der 
Zuschlagskriterien das vorteilhafteste ist, ein erheblicher Ermessensspielraum zu 
(vgl. BGE 141 II 14 E. 7.1, 125 II 86 E. 6; Urteile des Bundesgerichts 2C_576/2022, 
2C_623/2022 vom 3. August 2023 E. 4.3, 2C_549/2011 vom 27. März 2012 E. 2.4).

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3.1. Die Beschwerdeführerin beantragt die Offenlegung der Bewertung der 
Zuschlagskriterien gemäss Ausschreibung und die Mitteilung des Produktes mit 
Angabe der technischen Daten und Herkunft der Produkte, welche die Zuschlags-
empfängerin in ihrer Unternehmervariante offeriert hat. Die Beschwerdeführerin 
bemängelt, dass entsprechende Anfragen von ihr nicht beantwortet worden seien. 
Die Vergabebehörde äussert sich in ihrer Vernehmlassung nicht dazu.

3.2. Die Beschwerdeführerin rügt damit sinngemäss eine Verletzung der 
Begründungspflicht. Soweit die Beschwerdeführerin vor Vergabemitteilung 
Auskünfte zum Stand des Vergabeverfahrens oder zu einer Konkurrenzofferte 
verlangt, ist sie nicht zu hören, da die Anbieter vor Eröffnung der Zuschlags-
verfügung explizit keinen Anspruch auf rechtliches Gehör haben (Art. 51 Abs. 1 
Satz 2 IVöB).

3.3. Art. 51 Abs. 3 IVöB legt weiter fest, dass die summarische Begründung eines 
Zuschlags folgende Elemente umfasst:

a) die Art des Verfahrens und den Namen des berücksichtigten Anbieters;

b) den Gesamtpreis des berücksichtigten Angebots;

c) die massgebenden Merkmale und Vorteile des berücksichtigten Angebots;

d) gegebenenfalls eine Darlegung der Gründe für eine freihändige Vergabe.

Im vorliegenden Fall erfüllt die Vergabemitteilung die Vorgaben von lit. a und b; die 
Vorgabe nach lit. d ist hier nicht relevant. Zu prüfen ist aber die Einhaltung der 
Vorgabe gemäss lit. c, zu der keine gefestigte Rechtsprechung vorliegt. Im 
vorliegenden Verfahren hat die Vergabebehörde der Mitteilung der Zuschlags-
verfügung die Bewertungsmatrix nicht beigelegt. Das Verwaltungsgericht des 
Kantons Aargau hält im Urteil WBE.2022.157 vom 30. Juni 2022 in Erwägung 3.4 
dazu fest, "In Bezug auf die Begründung des Zuschlags beschränkt sich die 
Verfügung vom 6. April 2022 auf die Feststellung, das Angebot der B. AG habe sich 
«aufgrund der vorgängig festgelegten Vergabekriterien als das wirtschaftlichste 
erwiesen». Damit ist den Vorgaben von Art. 51 Abs. 2 und 3 IVöB, wonach 
beschwerdefähige Verfügungen summarisch zu begründen sind und die 
summarische Begründung eines Zuschlags die massgebenden Merkmale und 
Vorteile des berücksichtigenden Angebots zu nennen hat (Art. 51 Abs. 3 lit. c IVöB), 
nicht Genüge getan. Der Zuschlag ist inhaltlich zu begründen, indem konkrete 
Anhaltspunkte für die Vorteile der Zuschlagsofferte bekannt gegeben werden. Jeder 
Anbieter hat Anspruch auf Kenntnis der Gründe, aus denen sein Angebot nicht 
berücksichtigt wurde, sowie der relativen Vorteile des Angebots des erfolgreichen 

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Anbieters. Die Begründung soll den unterlegenen Anbieter in die Lage versetzen, 
den Zuschlagsentscheid in den Grundzügen nachvollziehen zu können."

3.4. Vorliegend trifft es zwar zu, dass die Beschwerdegegnerin im Zuschlags-
entscheid unter dem Titel "2. Begründung der Vergabe" lediglich folgende kurze 
Begründung anführte: "Die Vergabe erfolgt aufgrund der Zuschlagskriterien an den 
Anbieter mit dem vorteilhaftesten Angebot". Darin kann indes nach konstanter 
bisheriger verwaltungsgerichtlicher Rechtsprechung noch keine Verletzung der 
Begründungspflicht erblickt werden. Das Gericht erachtet Kurzbegründungen 
regelmässig als zulässig, wenn klar hervorgeht, aus welchen Gründen die 
Vorinstanz den Zuschlag einem bestimmten Anbieter erteilt hat, und wenn die 
Offerenten die Möglichkeit haben, bei der Vergabebehörde Rückfragen zu stellen, 
um ihre Rechte im nachfolgenden Beschwerdeverfahren sachgerecht wahren zu 
können (vgl. Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden U 09 41 vom 
19. Juni 2009 E. 2b). Nach bisheriger, auf das alte Vergaberecht gestützte Praxis 
des früheren Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden genügte denn auch die 
Aushändigung der Bewertungsmatrix auf Anfrage hin (vgl. Urteile des 
Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden U 20 16 vom 12. Mai 2020 E. 3.2, 
U 16 74 vom 25. Oktober 2016 E. 6b; vgl. GALLI/MOSER/LANG/STEINER, Praxis des 
öffentlichen Beschaffungsrechts, Eine systematische Darstellung der 
Rechtsprechung des Bundes und der Kantone, 3. Aufl. 2013, Rz. 1367). Zu 
berücksichtigen ist somit, dass die Beschwerdeführerin die Bewertungsmatrix 
während der Rechtsmittelfrist hätte anfordern können, was sie aber nicht tat. Dem 
angefochtenen Vergabeentscheid lassen sich die Preise der einzelnen Angebote 
als auch deren Gewichtungen mittels Bewertungsdifferenzen in Prozentzahlen 
entnehmen. Der Preisunterschied des Angebots der Zuschlagsempfängerin zu den 
Angeboten der unterliegenden Anbieter war somit ausgewiesen. Aus dem 
Vergabeentscheid ergab sich transparent, nachvollziehbar und widerspruchsfrei, 
dass das Preiskriterium (50 %) ausschlaggebend für den Zuschlag an die 
Beigeladene war. Die Beschwerdeführerin war demnach durchaus ohne Weiteres 
in der Lage, den Vergabeentscheid sachgerecht anzufechten. Damit erweist sich 
die sinngemässe Rüge der mangelhaften Begründung des angefochtenen Vergabe-
entscheides als nicht stichhaltig.

4.1. Die Beschwerdeführerin verlangt weiter eine Erklärung dafür, weshalb im 
ersten Offertöffnungsprotokoll ihr Name von Hand nachgetragen wurde und 
weshalb im zweiten Protokoll eine Unternehmervariante der Zuschlagsempfängerin 
aufgeführt ist. Die Vergabebehörde erklärt zum handschriftlichen Nachtrag im 
ersten Protokoll, dass bei den anderen Angeboten der Absender auf dem Couvert 

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ersichtlich gewesen sei, nicht jedoch beim Angebot der Beschwerdeführerin, 
weshalb dieser anlässlich der Offertöffnung von Hand nachgetragen worden sei. 
Der Nachtrag der Unternehmervariante habe sich aus dem Umstand ergeben, dass 
bei der Offertöffnung nicht erkannt worden sei, dass die Zuschlagsempfängerin 
neben einer Amtsvariante im selben Couvert noch eine Unternehmervariante 
eingereicht habe. Sofort nach Entdecken dieser zusätzlichen Offerte sei das 
Protokoll ergänzt und der Nachtrag mit dieser Erklärung den Anbietern mitgeteilt 
worden.

4.2. Der handschriftliche Nachtrag des Namens der Beschwerdeführerin auf dem 
ursprünglichen Offertöffnungsprotokoll erweist sich als nachvollziehbar und 
unproblematisch; der Beschwerdeführerin ist daraus auch kein Nachteil erwachsen. 
Damit erübrigen sich auch weitere Ausführungen dazu.

4.3. Art. 37 Abs. 2 IVöB sieht vor, dass über die Öffnung der Angebote ein 
Protokoll erstellt wird. Darin sind mindestens die Namen der anwesenden Personen, 
die Namen der Anbieter, das Datum der Einreichung der Angebote, allfällige 
Angebotsvarianten sowie die jeweiligen Gesamtpreise der Angebote festzuhalten. 
Dies soll verhindern, dass beispielsweise ein verspätet eingereichtes Angebot noch 
berücksichtigt wird (vgl. KUNZ-NOTTER, in: Trüeb [Hrsg.], Handkommentar zum 
Schweizerischen Beschaffungsrecht, 2020, Art. 11 N. 6). Spätestens nach dem 
Zuschlag ist den Anbietern auf Verlangen Einsicht in das Protokoll mit den 
jeweiligen Gesamtpreisen der Angebote zu gewähren (Art. 37 Abs. 4 IVöB; vgl. 
Botschaft der Regierung an den Grossen Rat, Heft Nr. 6/2021–2022, S. 377 ff., 
415). Den Formvorschriften kommt im Submissionsrecht insofern ein hoher 
Stellenwert zu, als sie wichtige Vergabeprinzipien – namentlich das Transparenz- 
und das Gleichbehandlungsgebot – sichern (Art. 1 Abs. 3 lit. c IVöB; vgl. KUNZ-
NOTTER, a.a.O., Art. 11 N. 7; vgl. GALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., Rz. 662). Die 
Vergabebehörde hat demnach die Zuschlagskriterien mit allfälligen Unterkriterien 
und der jeweiligen Gewichtung im Voraus bekannt zu geben, was in den 
Ausschreibungsunterlagen vom 19. Juli 2024 auch geschah (vgl. act. C.1).

4.4. Im Vergaberecht gilt das Prinzip der grundsätzlichen Unveränderbarkeit der 
Angebote nach deren Einreichung bei der Vergabebehörde (vgl. GYGI, in: Trüeb 
[Hrsg.], Handkommentar zum Schweizerischen Beschaffungsrecht, 2020, Art. 39 
N. 7; vgl. GALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., Rz. 710 ff.). Zulässig sind aber die 
Erläuterung und die Bereinigung der Angebote. Die Erläuterung dient dazu, 
Klarstellungen und Präzisierungen von vorhandenen Offertinhalten zu liefern; diese 
dürfen aber nicht dazu dienen, den Inhalt des Angebots nachträglich zu ändern 

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(Art. 38 Abs. 2 IVöB; GALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., Rz. 711, 714). Bei der 
Bereinigung kann der Auftraggeber zusammen mit den Anbietern die Angebote 
hinsichtlich der Leistungen sowie der Modalitäten ihrer Erbringung bereinigen, um 
das vorteilhafteste Angebot zu ermitteln (Art. 39 Abs. 1 IVöB; GYGI, a.a.O., Art. 39 
N. 71 ff.). Korrigiert werden dürfen nur offensichtliche Irrtümer und Fehler, die sich 
aus dem Angebot selber ergeben, ohne dass es eines Hinweises oder sonstiger 
Erläuterungen des Anbieters bedürfte (vgl. Art. 38 Abs. 1 IVöB; vgl. FRIEDLI, in: 
Trüeb [Hrsg.], Handkommentar zum Schweizerischen Beschaffungsrecht, 2020, 
Art. 38 N. 9).

4.5.1. Vorliegend zu beurteilen ist die Ergänzung des Offertöffnungsprotokolls mit 
einer nachträglich entdeckten Unternehmervariante. Aus den Akten ergibt sich 
unbestrittenermassen, dass die Beigeladene zwei Angebote eingereicht hatte, 
wobei es sich bei einem der Angebote um eine Unternehmervariante handelte. Das 
Einreichen von Varianten war gemäss Ausschreibung unter Einhaltung von 
Bedingungen denn auch erlaubt (vgl. Besondere Bestimmungen NPB 102 
Pos. 261.200 [act. C.1]). Im Offertöffnungsprotokoll vom 30. August 2024, mitgeteilt 
am 3. September 2024, sind hingegen lediglich vier Angebote aufgeführt, die 
Unternehmervariante der Beigeladenen wurde nicht vermerkt (vgl. act. B.2). 
Gemäss Art. 37 Abs. 2 IVöB hätte das Offertöffnungsprotokoll vom 30. August 2024 
die Unternehmervariante der Beigeladenen aber enthalten müssen. Vorliegend hat 
sich die erst nach der Offertöffnung vom 30. August 2024 entdeckte Unternehmer-
variante schliesslich als das wirtschaftlich vorteilhafteste Angebot herausgestellt 
und entsprechend den Zuschlag erhalten.

4.5.2. Das Kantonsgericht Wallis sieht im Nichtaufführen sämtlicher fristgerecht 
eingereichter Angebote im Offertöffnungsprotokoll bzw. dem Nichtvermerken der 
ebenfalls eingereichten Unternehmervariante eine Verletzung des Transparenz-
gebots, das praxisgemäss zur Aufhebung der Zuschlagsverfügung und Wieder-
holung des Vergabeverfahrens führt (Urteil des Kantonsgerichts Wallis A1 21 88, 
A1 21 134 vom 23. September 2021 E. 11.2 f.). Dieser Entscheid wird von MARTIN 
BEYELER in seiner Absolutheit kritisiert, auch unter Hinweis darauf, dass das 
Vergabeverfahren dort auch aus anderen Gründen habe wiederholt werden müssen 
(vgl. BEYELER, Vergaberechtliche Entscheide 2022/2023, S. 192). MARTIN BEYELER 
erachtet die Anordnung einer Wiederholung des gesamten Vergabeverfahrens als 
überspitzt formalistisch für den Fall, dass es nur um die Nichtprotokollierung einer 
Variante geht, die den Zuschlag nicht erhalten hat und von der nicht behauptet wird, 
sie sei nach Ablauf der Eingabefrist eingereicht worden, da die Verletzung der 
Formvorschrift bzw. Protokollierungspflicht in diesem Fall mit Gewissheit keinen 

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Einfluss auf das Verfahrensergebnis hatte. Dasselbe Gericht hat indes in seinem 
Entscheid A1 20 132 die Anpassung eines im Offertöffnungsprotokoll 
festgehaltenen Rabatts von 3 % auf 8 % zugelassen, nachdem die Anbieterin im 
Begleitschreiben zur Offerte einen Sonderrabatt für den Fall des Zuschlags von 5 % 
angeboten hatte, was bei der Offertöffnung übersehen wurde. Es hielt fest, 
entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers sei das Offertöffnungsprotokoll 
nicht abgeändert, sondern nur eine Offertbereinigung vorgenommen worden (Urteil 
des Kantonsgerichts Wallis A1 20 132 vom 5. Februar 2021 E. 7.2.3 f.). Auf 
(subsidiäre Verfassungs-)Beschwerde hin bestätigte das Bundesgericht diese 
nachträgliche Berücksichtigung in seinem Urteil 2D_16/2021 vom 17. August 2021. 
Dies gelte, so das Bundesgericht, jedenfalls dann, wenn nicht daran zu zweifeln sei, 
dass das bei der Offertöffnung übersehene Begleitschreiben zusammen mit der 
Offerte eingereicht worden sei (E. 3.3.5 und 3.4.2).

4.5.3. Das formalisierte Verfahren der Angebotsöffnung dient primär dem Schutz 
gegen Missbräuche. Es verhindert einerseits unerlaubte Nachbesserungen der 
Offerten im Interesse der Gleichbehandlung der Anbieter, andererseits dient der zu 
dokumentierende Schritt vor allem der Schaffung von Transparenz (vgl. FRIEDLI, 
a.a.O., Art. 37 N. 5; GALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., Rz. 662). Eine wichtige 
Funktion des Offertöffnungsprotokolls besteht darin, etwa verhindern zu können, 
dass eine verspätet eingereichte Variante doch noch berücksichtigt wird (Art. 37 
Abs. 2 IVöB; vgl. KUNZ-NOTTER, a.a.O., Art. 11 N. 6; GALLI/MOSER/LANG/STEINER, 
a.a.O., Rz. 662). So liegt bei einem nicht fristgerecht eingereichten Angebot ein 
wesentlicher Formfehler vor, der zwingend zum Ausschluss des betreffenden 
Angebots führt (FRIEDLI, a.a.O., Art. 37 N. 7). Mit der Öffnung der Angebote und 
deren Protokollierung wird den Anbietern somit garantiert, dass die abgegebenen 
Angebote gleichzeitig geöffnet werden, dass keines der Angebote geändert wurde 
oder zu einem späteren Zeitpunkt geändert werden kann, und dass die aufgeführten 
Gesamtpreise mit den tatsächlich angebotenen Gesamtpreisen übereinstimmen 
(vgl. PVG 2004 Nr. 27 E. 2a). Im hier zu beurteilenden Fall liegt der offensichtliche 
Fehler einzig bei der Vergabebehörde, die das Vorliegen einer Unternehmer-
variante im fristgerecht eingegangenen Couvert anlässlich der Offertöffnung 
übersehen hat. Die beiden Offerten der C._____ ag, nämlich die Amtsvariante und 
die Unternehmervariante, sind beide am 27. August 2024 datiert und unterzeichnet. 
Das Vorhandensein der Unternehmervariante war zudem aus dem Begleitschreiben 
vom 27. August 2024 zu den beiden Offerten ersichtlich ("Beilage, Angebot Variante 
C._____ ag inkl. Bemerkung zu Variante" [vgl. act. C.3]). Es besteht damit kein 
Zweifel daran, dass auch die Unternehmervariante rechtzeitig eingereicht wurde. 
Zudem wurde vorliegend – gleich wie im angeführten Fall aus dem Kanton Wallis – 

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von keiner Seite, insbesondere auch nicht von Seiten der Beschwerdeführerin, in 
Frage gestellt, dass die Offerte in Form einer Unternehmervariante rechtzeitig 
eingegangen ist.

4.5.4. Die Protokollierungspflicht wurde vorliegend mit dem ersten Offertöffnungs-
protokoll verletzt (vgl. act. B.2). Eine Wiederholung des gesamten Verfahrens 
gemäss Walliser Praxis erachtet das angerufene Gericht aber als zu schematisch 
und überspitzt formalistisch; es ist vielmehr ein verhältnismässiger Umgang mit 
einer solchen Situation anzustreben. Dem Erfordernis der Protokollierungspflicht 
wäre beispielsweise auch Genüge getan, wenn eine nicht protokollierte Offerte vom 
weiteren Verfahren ausgeschlossen wird. So auch PVG 2004 Nr. 27, wobei dort 
offen gelassen wurde, ob ein solcher Ausschluss zwingend vorzunehmen ist, wenn 
keine Anzeichen von Manipulation ersichtlich sind (E. 2a).

Die Vorschrift der Protokollierungspflicht ist kein Selbstzweck. Bestehen keine 
Zweifel daran, dass es sich beim Versäumnis um ein blosses offensichtliches 
Versehen der Vergabebehörde handelt, kann der formelle Fehler geheilt werden. 
Diesbezüglich kann auch der zitierte Entscheid des Bundesgerichts 2D_16/2021 
herangezogen werden, wonach ein Sonderrabatt, der im Offertöffnungsprotokoll 
nicht aufgeführt wurde, da nur im Begleitschreiben erwähnt, zugelassen werden 
kann, wenn keine Zweifel an der Rechtzeitigkeit bzw. Gleichzeitigkeit mit der 
Offerteingabe bestehen (Urteil des Bundesgerichts 2D_16/2021 vom 17. August 
2021). Durch die Mitteilung des um die (fristgerecht eingereichte) Unternehmer-
variante ergänzten zweiten Offertöffungsprotokolls (vgl. act. B.3) an sämtliche 
Anbieter ist die Vergabebehörde dem Transparenzgebot nachgekommen und hat 
damit den offensichtlichen Fehler resp. ihr Versäumnis im ersten Offertöffnungs-
protokoll behoben (vgl. GALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O., Rz. 658; Urteil des 
Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich VB.2010.00171 vom 17. Mai 2010 
E. 3.1.3). Eine solche Vorgehensweise ist nach Auffassung des Gerichts vertretbar. 
Sie ist im Ergebnis pragmatisch und sinnvoll in einem Fall wie dem vorliegenden, in 
welchem eine nachträgliche Manipulation in Form einer nachträglichen 
Nachbesserung ausgeschlossen werden kann. Womit denn auch keine 
Formstrenge im Sinne des Urteils des Kantonsgerichts Wallis A1 21 88, A1 21 134 
nötig ist. Letztlich geht es im Vergabeverfahren denn auch darum, öffentliche Gelder 
zielgerichtet und sparsam einzusetzen, was mit dem Zuschlag an die Unternehmer-
variante der Fall wäre. Dies führte (unter Vorbehalt der Gleichwertigkeit des 
Produkts, vgl. dazu nachfolgend Erwägung 5.3) zur Abweisung der Beschwerde 
bzw. zur Bestätigung des Zuschlags für die Unternehmervariante.

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5. Die Beschwerdeführerin rügt weiter, dass die Bewertung der Angebote nicht 
wie in der Mitteilung des Zuschlags mit Prozenten des Angebotspreises zu 
beurteilen gewesen wäre, sondern gemäss den in der Ausschreibung festgelegten 
Zuschlagskriterien. Dem hält die Vergabebehörde entgegen, dass die Prozent-
angaben beim Preis in der Vergabemitteilung bloss informativer Natur seien und 
nicht (allein) das Vergabekriterium gewesen seien. Die Offerten seien gemäss den 
Zuschlagskriterien bewertet worden, wie aus der Detailauswertung zu entnehmen 
sei. Den Ausführungen der Vergabebehörde kann gefolgt werden. Den Prozent-
angaben zu den in der Vergabemitteilung aufgeführten Offertpreisen kommt keine 
über das Preiskriterium hinausgehende Bedeutung zu. Die Vergabe erfolgte 
vielmehr unter Beachtung der Zuschlagskriterien an den Anbieter mit dem vorteil-
haftesten Angebot. Somit erweist sich auch diese Rüge als unbegründet.

6.1. Die Beschwerdeführerin bringt zudem vor, dass kein zum ausgeschriebenen 
Produkt ("Leichte Holzspan-Akustikplatte aus frischem Nadelholz aus ökologisch 
nachhaltigem Anbau. Nach Plan Deckenuntersichtspläne EG bis 5. OG Plan 
Nr. 10720 D11 12-17 Marke, Typ: Wie H._____ AG, Akupor H oder gleichwertig") 
gleichwertiges Produkt in der Preisklasse bekannt sei, wie von der Zuschlags-
empfängerin offeriert.

6.2. Die Vergabebehörde weist zunächst darauf hin, dass in der Ausschreibung 
explizit Alternativprodukte zu den in der Ausschreibung aufgeführten Decken-
bekleidungen zugelassen seien. Überhaupt könne man sich die Frage stellen, ob 
die Zuschlagsempfängerin das von ihr in der Unternehmervariante angebotene 
Produkt nicht auch als Amtsvariante hätte einreichen können; nachdem die 
Zuschlagsempfängerin aber als Amtsvariante die in der Ausschreibung 
aufgeführten Produkte offeriert habe und das Alternativprodukt in einer 
Unternehmervariante, erübrigten sich dazu weitere Ausführungen.

6.3. Der Vergabebehörde ist zu folgen. Die Zulässigkeit von Varianten ist nicht 
strittig, sondern nur, ob die von der Zuschlagsemfängerin offerierten PET-Akustik-
absorber ein zum ausgeschriebenen Produkt gleichwertiges Produkt bilden oder 
nicht. Zur Beantwortung dieser Frage hat die Vergabebehörde als Fachperson 
einen externen Bauphysiker beigezogen (vgl. act. C.7). Dessen Bewertung des mit 
der Unternehmervariante offerierten PET-Akustikabsorber als Alternative mit 
vergleichbarer raumakustischer Konditionierung ist stringent und überzeugend. Für 
ein Abweichen von dieser Expertenmeinung wären triftige Gründe nötig; solche 
wurden durch die Beschwerdeführerin aber nicht vorgebracht. Die Vergabebehörde 
hat damit zu Recht die von der Zuschlagsempfängerin offerierten PET-Akustik-

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elemente als gleichwertig zur ausgeschriebenen leichten Holzspan-Akustikplatte 
wie Typ H._____ AG, Akupor H, bewertet. Auch diese Rüge erweist sich somit als 
unbegründet.

7. Vor dem Hintergrund der vorstehenden Ausführungen erweist sich der 
angefochtene Vergabeentscheid vom 4. November 2024 als rechtens, womit die 
Beschwerde abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist.

8.1. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Verfahrenskosten zu Lasten 
der Beschwerdeführerin (Art. 73 Abs. 1 VRG). Angesichts einer Beschaffung im 
Wert von rund CHF 300'000.00 und einem Rügeprogramm mittlerer Komplexität 
erachtet das Gericht eine Staatsgebühr von CHF 2'000.00 (zzgl. Kanzleiauslagen) 
als angemessen und gerechtfertigt (vgl. etwa Urteile des Verwaltungsgerichts 
U 23 55 vom 19. September 2023 E. 5, U 22 87 vom 24. Januar 2023 E. 4.1, 
U 22 82 vom 11. Januar 2023 E. 5).

8.2. Gemäss Art. 78 Abs. 1 VRG wird die unterliegende Partei im 
Rechtsmittelverfahren in der Regel verpflichtet, der obsiegenden Partei die durch 
den Rechtsstreit entstandenen notwendigen Kosten zu ersetzen. Weil die Vergabe-
behörde im Sinne von Art. 78 Abs. 2 VRG im Rahmen ihres amtlichen Wirkungs-
kreises obsiegt, hat sie keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung. Die 
beigeladene Zuschlagsempfängerin hat sich am Verfahren nicht beteiligt, weshalb 
ihr keine Parteientschädigung zusteht.

Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Gerichtskosten, bestehend aus

– einer Staatsgebühr von CHF 2'000.00

– und den Kanzleiausgaben von CHF 390.00

Total CHF 2'390.00

gehen zulasten der A._____ AG.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]