# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 40d63897-47a9-529f-8a4d-0e01ad3e6b3d
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-05-23
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 23.05.2016 UV 2014/72
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2014-72_2016-05-23.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2014/72

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 24.12.2020

Entscheiddatum: 23.05.2016

Entscheid Versicherungsgericht, 23.05.2016
Art. 9 Abs. 1 und 2 UVG: Verneinung einer beruflich verursachten Krankheit 
bezüglich altersentsprechender Degenerationen (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 23. Mai 2016, UV 
2014/72).

Entscheid vom 23. Mai 2016

Besetzung

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen 

Karin Huber Studerus und Miriam Lendfers; Gerichtsschreiber Markus Jakob

Geschäftsnr.

UV 2014/72

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwältin Nathalie Glaus, MLaw, Glaus & Partner, Obergasse 28, 

Postfach 133, 8730 Uznach,

gegen

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Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Stefan Mattmann, Egli Mattmann Hehli 

Rechtsanwälte, Murbacherstrasse 3, 6003 Luzern,

Gegenstand

Berufskrankheiten

Sachverhalt

A.       

A.a      A.___ (nachfolgend: Versicherter) war seit dem 1. Januar 1980 bei der B.___ AG 

als Steinfräser tätig und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt 

(Suva) obligatorisch gegen Unfälle und Berufskrankheiten versichert, als die 

Arbeitgeberin am 21. Februar 2014 einen „Unfall“ meldete. Der Versicherte habe 

während Monaten an einer Steinfräsmaschine immer wieder die gleichen Arbeiten 

ausführen müssen. Dabei habe für sehr viele Gehrungsschnitte immer wieder die 

Klemmung gelöst und der Arbeitskopf in die Schrägstellung gekurbelt werden müssen. 

Dies sei nur in sehr ungünstiger Körperstellung möglich gewesen. In der Folge habe 

sich im linken Schultergelenk eine Entzündung gebildet, die nach längerer Zeit einen 

Arztbesuch unumgänglich gemacht habe (Suva-act. 1). Eine vor der Schadenmeldung 

auf Zuweisung des Hausarztes des Versicherten, Dr. med. C.___, Facharzt FMH für 

Allgemeinmedizin, am 23. Januar 2014 in der Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin 

des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG) durchgeführte MR-Arthrographie des linken 

Schultergelenks hatte eine geringe Ansatztendinose der Supraspinatussehne, eine 

kleine, degenerativ imponierende Labrumdegeneration anteroinferior, wahrscheinlich 

ohne klinische Relevanz, sowie eine moderate AC-Arthrose gezeigt (Suva-act. 8). Im 

Arztzeugnis UVG vom 4. März 2014 gab Dr. C.___ an, dass bei der Erhebung der 

Anamnese kein Unfallereignis angegeben worden sei (Suva-act. 9). Der Versicherte 

erklärte am 12. März 2014 gegenüber der Suva, dass die Beschwerden von der Arbeit 

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herkämen. Seit Monaten müsse er Schrauben und Klemmen in ungeeigneter Stellung 

lösen. Er habe die Schulter nicht angeschlagen und es sei auch sonst nichts 

vorgefallen (Suva-act. 7). Am 21. März 2014 wurde der Versicherte auf Zuweisung von 

Dr. C.___ durch Dr. med. D.___, Facharzt FMH für Chirurgie, untersucht. In dessen 

Auftrag erfolgte gleichentags eine röntgenologische Untersuchung des linken 

Schultergelenks im Zentrum E.___ AG. Diese ergab - abgesehen von einer 

nebenbefundlich kleinen Sklerosezone im Bereich des Humeruskopfs, einem kleinen 

Osteom entsprechend - normale Befunde (Suva-act. 11). Im Untersuchungsbericht 

vom 25. März 2014 stellte Dr. D.___ die Diagnose einer Frozen Shoulder links bei 

Linkshänder und erläuterte, dass er beim Durchschauen des MRI als Zeichen einer 

solchen eine Intervallverdickung sowie eine Rezessusverkleinerung gesehen habe. Bei 

sonst unauffälligem MRI und den eindeutigen Befunden habe er den Versicherten zu 

einer intraartikulären Infiltration geschickt und die Physiotherapie gestoppt (Suva-act. 

13).

A.b     Nach Einholung einer Beurteilung ihres Kreisarztes Dr. med. F.___, verfasst am 

4. April 2014 (Suva-act. 14), sowie nach einer Besprechung mit dem Versicherten am 

22. April 2014 (Suva-act. 16) teilte die Suva diesem mit Schreiben vom 5. Mai 2014 mit, 

dass für die gemeldeten Schulterbeschwerden links keine Versicherungsleistungen 

erbracht werden könnten. Nach den vorliegenden Akten habe sich kein Unfall 

zugetragen. Auch liege weder eine unfallähnliche Körperschädigung noch eine 

Berufskrankheit vor (Suva-act. 19).

A.c      Derweil hatte am 2. Mai 2014 eine Kontrolluntersuchung durch Dr. med. G.___, 

FA Orthopädie/Unfallchirurgie, stattgefunden. Im Vergleich zur Voruntersuchung war 

eine massive Verbesserung nachweisbar, weshalb Dr. G.___ die Verdachtsdiagnose 

einer Frozen Shoulder als bestätigt ansah (Suva-act. 25).

A.d     Nachdem der Versicherte der Suva am 7. und 8. Mai 2014 telefonisch und per E-

Mail mitgeteilt hatte, dass er mit der Leistungsablehnung nicht einverstanden sei (Suva-

act. 20 ff.), erfolgte am 19. Mai 2014 im Auftrag der Suva eine kreisärztliche Beurteilung 

durch Dr. F.___ zur Frage des Vorliegens einer Berufskrankheit. Im gleichentags 

erstellten Untersuchungsbericht bezeichnete der Kreisarzt das Vorliegen einer Frozen 

Shoulder nicht als überwiegend wahrscheinlich begründet und verneinte das Vorliegen 

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einer Berufskrankheit sowohl nach Art. 9 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) als auch nach Art. 9 Abs. 2 UVG (Suva-act. 27).

A.e      Mit Verfügung vom 21. Mai 2014 verneinte die Suva ihre Leistungspflicht für die 

Schulterbeschwerden links, da weder ein Unfall noch eine unfallähnliche 

Körperschädigung und auch keine Berufskrankheit vorlägen (Suva-act. 29).

B.         

B.a      Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte am 12. Juni 2014 Einsprache und 

hielt fest, dass seine Entzündung im Schultergelenk links ausschliesslich durch die von 

ihm beschriebenen berufsbedingten Arbeiten verursacht sei (Suva-act. 30).

B.b     Nach Prüfung der Akten (vgl. dazu Suva-act. 31) anerkannte die Sanagate AG 

als Krankenversicherer des Versicherten mit Schreiben vom 27. Juni 2014 ihre 

Leistungspflicht für die Schulterbeschwerden links (Suva-act. 37), worauf der 

Versicherte mit E-Mail vom 14. Juli 2014 gegenüber der Suva und der Sanagate AG 

erklärte, dass seines Erachtens in gemeinsamer und kollegialer Zusammenarbeit 

versucht werde, die Leistungspflicht zu seinen Lasten auf den Krankenversicherer 

abzuschieben. Er gehe nach wie vor von einer Leistungspflicht der Suva aus und 

betrachte deren Leistungsverweigerung als unrechtmässig (Suva-act. 33). Die 

Sanagate AG und die Suva reagierten hierauf mit Schreiben vom 16. bzw. 18. Juli 

2014. Sie hielten fest, dass die Voraussetzungen für eine Kostenübernahme bzw. die 

Zuständigkeit der Versicherungen gesetzlich geregelt und die Verfügung der Suva vom 

21. Mai 2014 korrekt sei. Es handle sich mithin nicht um eine gemeinsame und 

kollegiale Zusammenarbeit (Suva-act. 38 f.).

B.c      Nachdem die Suva den Schadenfall erneut Dr. F.___ unterbreitet hatte (Suva-

act. 41 f.), lehnte die Suva die Einsprache des Versicherten vom 12. Juni 2014 gegen 

die Verfügung vom 21. Mai 2014 mit Einspracheentscheid vom 27. August 2014 ab 

(Suva-act. 43).

C.         

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C.a      Gegen diesen Einspracheentscheid liess der Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführer) durch Rechtsanwältin MLaw et lic. oec. N. Glaus in 

Zusammenarbeit mit MLaw S. Gabathuler, beide Uznach, am 25. September 2014 

Beschwerde erheben und beantragen, der Einspracheentscheid vom 27. August 2014 

sei aufzuheben und die Suva (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) sei wegen Vorliegens 

einer Berufskrankheit zu verpflichten, Versicherungsleistungen auszurichten. 

Eventualiter sei die Angelegenheit zur Vornahme weiterer Abklärungen an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen mit der Anordnung, ein unabhängiges Gutachten 

einzuholen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge (act. G 1).

C.b     Mit Beschwerdeantwort vom 3. Dezember 2014 beantragte die 

Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. St. Mattmann, Luzern, die 

Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung des Einspracheentscheids vom 27. 

August 2014 sowie der Verfügung vom 21. Mai 2014 (act. G 5).

C.c      Mit Schreiben vom 23. Januar 2015 verzichteten die Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers auf eine Replik (act. G 7).

C.d     Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die weiteren 

Ausführungen in den medizinischen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den 

nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1.        

Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens ist der Einspracheentscheid vom 

27. August 2014 (Suva-act. 43), in welchem die Beschwerdegegnerin die eine 

Leistungspflicht des Unfallversicherers auslösenden Tatbestände - Unfall, 

unfallähnliche Körperschädigung oder Berufskrankheit (Art. 6 Abs. 1 UVG) - prüfte. 

Nachdem der Beschwerdeführer bereits im Rahmen des Verwaltungs- bzw. 

Einspracheverfahrens wiederholt festhielt, dass er seine Schulterbeschwerden links auf 

seine längere berufliche Tätigkeit an einer Steinfräsmaschine zurückführe (vgl. Suva-

act. 7, 20, 22, 30), beantragte ebenso seine Rechtsvertreterin mit der Beschwerde vom 

25. September 2014, die Beschwerdegegnerin sei wegen Vorliegens einer 

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Berufskrankheit zur Ausrichtung von Versicherungsleistungen zu verpflichten (act. G 1). 

Nachdem sich auch in den weiteren Akten keine Anhaltspunkte dafür finden, dass die 

aufgetretenen Schulterbeschwerden links Folge eines versicherten Berufsunfalls 

gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) in Verbindung mit Art. 7 UVG oder einer 

unfallähnlichen Körperschädigung gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG in Verbindung mit Art. 9 

Abs. 2 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV, SR 832.202) sind (vgl. dazu 

Suva-act. 1, 9, 13, 16), steht allein eine Leistungspflicht aufgrund einer Berufskrankheit 

in Frage.

2.          

2.1      Der Beschwerdeführer leidet unter einer Schmerzhaftigkeit und 

Beweglichkeitseinschränkung im Bereich der linken Schulter (Suva-act. 8, 9, 13). Die 

Schulterbeschwerden links traten laut Angaben des Beschwerdeführers erstmals ca. im 

Juli 2013 auf (Suva-act. 16). Am 12. März und 22. April 2014 erklärte er gegenüber der 

Beschwerdegegnerin, dass er seit Monaten Schrauben und Klemmen in ungeeigneter 

Stellung lösen müsse bzw. immer wieder mit einem Schraubenschlüssel eine spezielle 

Steinbearbeitungsmaschine, mit der sogenannte Gehrungen geschnitten würden, d.h. 

den Winkel für die Gehrung, einstellen müsse. Hierbei müsse man sich extrem 

verrenken. Durchschnittlich komme das Einstellen ca. 10 bis 15 Mal pro Tag vor, an 

extremen Tagen 30 bis 40 Mal (Suva-act. 7, 16). Während sich der Beschwerdeführer 

bzw. seine Rechtsvertreter auf den Standpunkt stellen, die Schulterbeschwerden links 

seien durch diese berufliche Tätigkeit verursacht worden, betrachtet die 

Beschwerdegegnerin eine berufsbedingte Verursachung nicht als rechtsgenüglich 

nachgewiesen.

2.2      Eine am 23. Januar 2014 in der Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin des 

KSSG durchgeführte MR-Arthrographie des linken Schultergelenks hat eine geringe 

Ansatztendinose der Supraspinatussehne, eine kleine, degenerativ imponierende 

Labrumdegeneration anteroinferior, wahrscheinlich ohne klinische Relevanz, sowie eine 

moderate AC-Arthrose gezeigt (Suva-act. 8). Für Dr. D.___ kam zusätzlich eine 

Verdickung des Intervalls sowie eine Recessusverkleinerung als Zeichen einer Frozen 

Shoulder zur Darstellung, worauf er eine entsprechende Diagnose stellte (Suva-act. 13). 

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Dr. G.___ bestätigte aufgrund des Beschwerderückgangs infolge der interartikulären 

Steroidinfiltration die Diagnose einer Frozen Shoulder (Suva-act. 25). Dr. F.___ 

hingegen sah eine Frozen Shoulder aufgrund der raschen Besserung nach der 

Infiltration nicht als überwiegend wahrscheinlich begründet und stellte auch fest, dass 

die fraglichen Pathologien im MRI nicht beschrieben seien (Suva-act. 27).

3.          

3.1      Gemäss Art. 9 Abs. 1 UVG gelten Krankheiten, die bei der beruflichen Tätigkeit 

ausschliesslich oder vorwiegend durch schädigende Stoffe oder bestimmte Arbeiten 

verursacht worden sind, als Berufskrankheiten. Der Bundesrat erstellt die Liste dieser 

Stoffe und Arbeiten sowie der arbeitsbedingten Erkrankungen. Verlangt wird also ein 

Kausalzusammenhang zwischen der verursachenden Arbeit einerseits und der 

Berufskrankheit andererseits. Er ist insofern ein qualifizierter, als der Listenstoff oder 

die Arbeit mindestens 50% aller mitwirkenden Ursachen ausmachen müssen. Ob dies 

im Einzelfall so ist, muss mit hinreichender Wahrscheinlichkeit dargetan werden 

(Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, Rechtsprechung des Bundesgerichts 

zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. 

Zürich/Basel/Genf 2012, S. 93). Der Bundesrat hat gestützt auf die in Art. 9 Abs. 1 UVG 

enthaltene Kompetenzdelegation im Anhang 1 zur UVV eine Liste der schädigenden 

Stoffe (Ziff. 1) und der arbeitsbedingten Erkrankungen (Ziff. 2) erstellt. Wenn eine 

versicherte Person an einer Krankheit leidet, die in Ziff. 2 des Anhangs 1 zur UVV 

aufgeführt ist und diese - kumulativ - durch Arbeit generell oder dort besonders 

umschriebene Tätigkeiten bedingt ist, liegt in der Regel eine Berufskrankheit vor. Die 

Zusammenhangsfrage ist in diesem Bereich - auf Grund arbeitsmedizinischer 

Erkenntnisse - weitgehend durch den Verordnungsgeber vorentschieden. Von dieser 

Regel, welche auch als dem (schlüssigen) Gegenbeweis weichende natürliche 

Vermutung bezeichnet werden kann, ist abzugehen, wenn konkrete Umstände des 

Einzelfalls klar gegen eine berufliche Verursachung sprechen (BGE 126 V 188 f. E. 4a). 

Es ist unbestritten, dass beim Beschwerdeführer keine schädigenden Stoffe gemäss 

Ziff. 1 des Anhangs 1 zur UVV in Frage stehen. Nachdem mit der Tendinose und 

Arthrose sowie der umstrittenen Frozen Shoulder auch keine arbeitsbedingten 

Erkrankungen gemäss Ziff. 2 des Anhangs zur UVV gegeben sind, kann der 

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Beschwerdeführer keine Ansprüche aus Berufskrankheit im Sinne von Art. 9 Abs. 1 

UVG ableiten.

3.2      Als Berufskrankheiten gelten jedoch auch andere Krankheiten, von denen 

nachgewiesen ist, dass sie ausschliesslich oder stark überwiegend durch berufliche 

Tätigkeit verursacht worden sind (Art. 9 Abs. 2 UVG). Diese Generalklausel bezweckt, 

allfällige Lücken zu schliessen, wenn die bundesrätliche Liste entweder einen 

schädigenden Stoff, der eine Krankheit verursachte, oder eine Krankheit, die durch die 

Arbeit verursacht wurde, nicht aufführt. Die Voraussetzung des „ausschliesslichen oder 

stark überwiegenden“ Zusammenhangs gemäss Art. 9 Abs. 2 UVG ist erfüllt, wenn mit 

dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststeht, dass die 

Berufskrankheit mindestens zu 75% durch die berufliche Tätigkeit verursacht worden 

ist. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs zwischen beruflicher Tätigkeit und 

Erkrankung vermag das Erfordernis dieses qualifizierten Kausalzusammenhangs nicht 

zu begründen (Urteil des Bundesgerichts vom 7. September 2011, 8C_465/2011, E. 

7.2).

3.3      Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für 

die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. 

Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den 

Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 122 V 158 E. 1a, 121 V 210 E. 6c, je mit 

Hinweisen). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinn einer 

Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im Sozialversicherungsrecht tragen mithin 

die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Fall der Beweislosigkeit 

der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen 

Sachverhalt Rechte ableiten wollte; bei einer leistungsaufhebenden Tatfrage liegt die 

Beweislast somit beim Unfallversicherer, bei einer leistungsbegründenden Tatfrage - 

wie der vorliegenden - bei der versicherten Person. Diese Beweisregel greift also erst 

Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes 

auf Grund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die 

Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 264 E. 3b 

mit Hinweisen). Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist nach der 

höchstrichterlichen Rechtsprechung entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

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Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben 

worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 

Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des 

Experten begründet sind. Auch den Berichten versicherungsinterner Ärzte, wie 

vorliegend denjenigen von Suva-Kreisarzt Dr. F.___, kann rechtsprechungsgemäss 

Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar 

begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 

Zuverlässigkeit bestehen (BGE 135 V 467 ff. E. 4, 125 V 353 f. E. 3b/ee, je mit 

Hinweisen; RKUV 1991 Nr. U 133 S. 311). Die Kreisärzte der Suva sind nach ihrer 

Funktion und beruflichen Stellung Fachärzte im Bereich der Unfallmedizin. Da sie als 

solche Unfallpatienten, unfallähnliche Körperschädigungen und Berufskrankheiten 

diagnostisch beurteilen und therapeutisch begleiten, verfügen sie über einschlägige 

traumatologische Kenntnisse und Erfahrungen, womit ihnen eine spezialärztliche 

Stellung zukommt (Urteil des Bundesgerichts vom 3. Oktober 2008, 8C_510/2007, E. 

7.5.4). Berichte von behandelnden Ärzten und Ärztinnen verfolgen in der Regel nicht 

den Zweck, zu einem medizinischen Sachverhalt abschliessend Stellung zu nehmen 

und eine objektive Beurteilung von Versicherungsansprüchen zu erlauben, denn diese 

Fachpersonen sind auf die Behandlung konzentriert. Aufgrund ihrer auftragsrechtlichen 

Stellung sagen sie im Zweifelsfall auch eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und 

Patienten aus. Dennoch ist ihre Berichterstattung korrekt zu würdigen und sind 

Anhaltspunkte zu beachten, die die Feststellungen der versicherungsinternen 

Fachpersonen als nicht schlüssig erscheinen lassen (BGE 135 V 470 f. E. 4.5 f.; vgl. 

auch Urteil des Bundesgerichts vom 12. Februar 2010, 8C_907/2009, E. 1.1). Erachtet 

das Sozialversicherungsgericht die rechtserheblichen tatsächlichen 

Entscheidgrundlagen bei pflichtgemässer Beweiswürdigung als schlüssig, darf es den 

Prozess ohne Weiterungen - insbesondere ohne Beizug eines Gerichtsgutachtens - 

abschliessen (vgl. BGE 135 V 469 E. 4.3.2 mit Hinweisen).

4.          

4.1      Die Beschwerdegegnerin verneint im konkreten Fall das Vorliegen einer 

Berufskrankheit im Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVG und stützt sich dabei auf die 

Beurteilung von Dr. F.___ in seinem Untersuchungsbericht vom 19. Mai 2014 (Suva-act. 

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27) sowie auf dessen ärztliche Aktenbeurteilung vom 26. August 2014 (Suva-act. 42). 

Beide Beurteilungen basieren auf den im Bericht der Klinik für Radiologie und 

Nuklearmedizin des KSSG vom 23. Januar 2014 festgehaltenen, im Rahmen der 

gleichentags durchgeführten MR-Arthrographie des linken Schultergelenks erhobenen 

Befunde Tendinose der Supraspinatussehne und AC-Gelenksarthrose (Suva-act. 8). In 

Übereinstimmung mit der medizinischen Literatur geht Dr. F.___ diesbezüglich von 

degenerativen Veränderungen aus (vgl. dazu Alfred M. Debrunner, Orthopädie, 

Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2005, S. 579 ff.; Pschyrembel, Klinisches 

Wörterbuch, 266. Aufl. Berlin 2014, S. 175 f., 2091; Roche Lexikon Medizin, 5. Aufl. 

München 2003, S. 134, 1807 f. „Tendinose, Tendopathie, Tendinopathie“). Er hält 

ausserdem fest, dass es sich bei den degenerativen Veränderungen des 

Beschwerdeführers um altersentsprechende und epidemiologisch gehäufte 

Pathologien handle. Sie würden auch bei leichteren Arbeiten unspezifisch von der 

Tätigkeit des Beschwerdeführers auftreten. Ein vierfach häufigeres Auftreten könne 

nicht bestätigt werden. Dr. F.___ schliesst also bei Vorliegen einer Arthrose und 

Tendinose für die Altersgruppe des Beschwerdeführers eine überwiegend 

berufsbedingte Verursachung im Sinn von Art. 9 Abs. 2 UVG, unabhängig von der Art 

der beruflichen Tätigkeit, bereits aus empirischen Gründen aus.

4.2      Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung ist denn auch anerkannt, dass der 

Ursache-Wirkungszusammenhang nur selten auf dem Weg einer Deduktion im 

naturwissenschaftlich-mathematischen Sinn erschlossen oder abgeleitet werden kann 

und dass es in medizinischen Sachverhalten, in denen ein direkter Beweis ausscheidet, 

den Vergleich mit anderen Krankheitsfällen bzw. die induktive Beweisführung braucht. 

In deren Rahmen spielt es für den Beweis im Einzelfall eine entscheidende Rolle, ob 

und inwieweit die Medizin, je nach ihrem Wissensstand in der fraglichen Disziplin, über 

die Genese einer Krankheit im Allgemeinen Auskunft zu geben oder (noch) nicht zu 

geben vermag. Wenn aufgrund medizinischer Forschungsergebnisse ein 

Erfahrungswert dafür besteht, dass eine berufsbedingte Genese eines bestimmten 

Leidens von seiner Natur her nicht nachgewiesen werden kann, schliesst dies den 

Beweis auf qualifizierte Ursächlichkeit im Sinn von Art. 9 Abs. 2 UVG im Einzelfall aus 

(BGE 126 V 183 E. 4c). Sofern mit anderen Worten der Nachweis eines qualifizierten 

(Anteil von mindestens 75%) Kausalzusammenhangs nach der medizinischen Empirie 

allgemein nicht geleistet werden kann (z.B. wegen der weiten Verbreitung einer 

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Krankheit in der Bevölkerung, welche es ausschliesst, dass eine versicherte Person 

zumindest viermal häufiger von einem Leiden betroffen ist als die Bevölkerung im 

Durchschnitt), scheidet die Anerkennung im Einzelfall aus (vgl. BGE 116 V 143 ff E. 5c; 

RKUV 1999 Nr. U 326 S. 106 E. 2; Jean-Maurice Frésard/Margit Moser-Szeless, 

L’assurance-accidents obligatoire, S. 950 f. Rz 163 in: Schweizerisches 

Bundesverwaltungsrecht, Band XIV, Soziale Sicherheit, Hrsg. Ulrich Meyer, 3. Aufl. 

Basel 2016). Sind anderseits die allgemeinen medizinischen Erkenntnisse mit dem 

gesetzlichen Erfordernis einer stark überwiegenden Verursachung des Leidens durch 

eine bestimmte berufliche Tätigkeit vereinbar, besteht Raum für nähere Abklärungen 

zwecks Nachweises des qualifizierten Kausalzusammenhangs im Einzelfall (vgl. BGE 

126 V 183 E. 4c mit Hinweis).

4.3      In Bezug auf den konkreten Fall ist zu sagen und offensichtlich auch von 

beschwerdeführender Seite unbestritten, dass keine arbeitsmedizinischen, 

epidemiologischen Erkenntnisse bekannt sind, wonach die Häufigkeit der beim 

Beschwerdeführer aufgetretenen degenerativen Erkrankungen bei seiner körperlichen 

Belastung, d.h. bei Steinfräsern, welche Arbeiten an der Steinbearbeitungsmaschine 

ausführen, mindestens viermal höher ist als in der Bevölkerung im Allgemeinen. Seine 

Rechtsvertreterin stellt zutreffend fest, dass es für die Abklärung, ob ein vierfaches 

häufigeres Auftreten tatsächlich besteht, einer Vergleichsgruppe bedarf, welche 

entsprechende Tätigkeiten ausführt. Eine solche ist allerdings unstreitig nicht 

vorhanden. So gab der Beschwerdeführer in der Einsprache vom 12. Juni 2014 auch 

an, dass schweizweit keine oder nur ganz wenige baugleiche Maschinen im Einsatz 

stehen dürften (Suva-act. 30/1). Der weiteren Aussage der Rechtsvertreterin des 

Beschwerdeführers, die Beschwerdegegnerin habe demgemäss, d.h. weil sie keinen 

derartigen Vergleich aufzeigen könne, auf einem anderen Weg Abklärungen zu tätigen, 

kann nicht gefolgt werden. Grundsätzlich ist zu wiederholen, dass die Anerkennung 

einer Berufskrankheit im Sinn von Art. 9 Abs. 2 UVG im Einzelfall bereits ohne weiteres 

ausscheidet, sofern der Nachweis eines qualifizierten Kausalzusammenhangs nach der 

medizinischen Empirie allgemein nicht geleistet werden kann. Bei der Arthrose handelt 

es sich um die häufigste altersabhängige degenerative Gelenkerkrankung in der 

Bevölkerung (vgl. dazu Debrunner, a.a.O., S. 579 f.; Pschyrembel, a.a.O., S. 176 

„Epidemiol.“), welche mithin keinen Raum mehr für weitere medizinische oder 

berufliche Abklärungen zwecks Nachweises des qualifizierten Kausalzusammenhangs 

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lässt. Die Tendinose stellt eine zusätzliche, ebenfalls nicht überwiegend wahrscheinlich 

qualifiziert berufsbedingte, degenerative Veränderung im Rahmen eines 

umfassenderen, degenerativen Prozesses dar. So sind laut medizinischer Literatur 

auch degenerative Veränderungen der Sehnenansätze eine typische Alterserscheinung 

(vgl. dazu Debrunner, a.a.O.,

S. 725 f.). Damit ist festzustellen, dass die Aussagen von Dr. F.___, ein vierfach 

häufigeres Auftreten der konkreten degenerativen Veränderungen könne bei der 

körperlichen Belastung des Beschwerdeführers nicht bestätigt werden und analoge 

Veränderungen könnten auch bei leichten Arbeiten nachgewiesen werden, ohne 

Weiteres schlüssig sind, ohne dass sich Dr. F.___ dazu noch ausführlicher bzw. 

anderweitig hätte äussern müssen. Der Umstand, dass sich die beim 

Beschwerdeführer erhobenen Degenerationen gering bzw. moderat darstellten, stützt 

die kreisärztliche Beurteilung - konkret handle es sich um einen altersentsprechenden 

Zustand - zusätzlich. Insbesondere leichte Degenerationen sind im Alter des 

Beschwerdeführers (Jahrgang 1958) nichts Aussergewöhnliches, womit eine wie auch 

immer geartete berufliche Tätigkeit als ausschliessliche oder stark überwiegende 

Ursache ausser Betracht fällt. Wohl werden in der medizinischen Literatur die 

mechanische Beanspruchung, insbesondere die Überbeanspruchung, des 

Bewegungsapparates als wesentliche Ursache eines degenerativen Prozesses 

beschrieben (Debrunner, a.a.O., S. 579 f., 594, 627 f.), womit ein gewisser 

Verursachungsgrad der beruflichen Tätigkeit denkbar ist. Dieser kann jedoch im 

Spektrum der gesamten Beanspruchung des Bewegungsapparates im Alltag 

(Berufsalltag und Freizeit) nicht eruiert werden. Der Aussage der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers, in casu seien neben der beruflichen Tätigkeit keine anderweitigen 

Ursachen ersichtlich, welche auf die Schulterbeschwerden links einen Einfluss haben 

könnten, kann nicht gefolgt werden. Wie gesagt, liegen beim Beschwerdeführer 

altersentsprechende Degenerationen vor, welche sich auch ohne speziellen, 

hervorgetretenen Ursachenfaktor bilden konnten. Immerhin ist aber an dieser Stelle 

anzufügen, dass der Beschwerdeführer in der Freizeit offenbar Sportarten mit 

Beteiligung der Schulter ausübt. Es liegen mithin keine Umstände vor, welche die 

Vermutung einer multifaktoriellen Genese der beim Beschwerdeführer erhobenen 

Degenerationen zurückdrängen würden, was sich darin bestätigt, dass sich die 

Schulterbeschwerden links laut seiner Schilderung auch während der dreiwöchigen 

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Weihnachtsferien nicht gebessert, sondern sogar wesentlich verschlimmert haben (vgl. 

Suva-act. 16).

4.4      Zwar ist es vorstellbar, dass die Schmerzen sowie die 

Beweglichkeitseinschränkung, welche grundsätzlich Symptome der beim 

Beschwerdeführer erhobenen Degenerationen sind (vgl. dazu Debrunner, a.a.O., S. 586 

f., 726; Pschyrembel, a.a.O., S. 176), im Anschluss an die den linken Arm stark 

belastende berufliche Tätigkeit an der speziellen Steinfräsmaschine aufgetreten sind. 

Es ist indessen zwischen der Auslösung der Schmerzen und der Verursachung der 

Degenerationen zu unterscheiden. Der Umstand, dass Schmerzen durch eine 

berufliche Tätigkeit ausgelöst wurden, heisst nicht ohne weiteres, dass eine Krankheit 

im Sinn von Art. 9 Abs. 2 UVG ausschliesslich oder stark überwiegend auch dadurch 

verursacht wurde. Vielmehr kann eine vorbestandene krankhafte Veränderung durch 

eine berufliche Einwirkung lediglich aktiviert werden. Ohne den Hinweis der 

Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers in Abrede zu stellen, dass die 

Schulterschmerzen lediglich an derjenigen Schulter vorhanden seien, welche aufgrund 

der beschriebenen Tätigkeit an der Fräsmaschine ungewohnt beansprucht worden sei, 

ändert dies nichts an der Beurteilung, dass im konkreten Fall nicht überwiegend 

wahrscheinlich von einer zumindest stark überwiegend beruflichen Verursachung der 

Degenerationen ausgegangen werden kann.

4.5      Am 22. April 2014 hielt der Beschwerdeführer gegenüber der 

Beschwerdegegnerin fest, dass er ca. fünf Jahre zuvor Beschwerden im Bereich der 

rechten Schulter gehabt habe, welche mit Physiotherapie behandelt worden und so 

wieder in Ordnung gekommen seien (Suva-act. 16). Laut Angaben der 

Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers in der Beschwerde vom 25. September 2014 

wurden diese früheren Beschwerden an der rechten Schulter teilweise durch einen 

Wanderunfall verursacht. Sie wiederholte auch, dass die rechtsseitigen 

Schulterbeschwerden mit Physiotherapie in kurzer Zeit hätten behoben werden können 

(act. G 1, Ziff. 9). Angesichts dieser Aussagen sind die Ausführungen von Dr. F.___ in 

seiner ärztlichen Beurteilung vom 26. August 2014 (Suva-act. 42), der 

Beschwerdeführer habe damals eine Kontusion rechts erlitten und eine 

richtunggebende Verschlimmerung habe sich damals nicht überwiegend 

wahrscheinlich bestätigt, ohne weiteres stimmig. Auch wenn bezüglich der rechten 

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Schulter kein radiologisches Untersuchungsergebnis aktenkundig ist, ist damit aber 

nicht auszuschliessen, dass der Beschwerdeführer nicht auch rechtsseitig 

Schulterdegenerationen aufweist, welche durch den Wanderunfall (nur) vorübergehend 

verschlimmert wurden. Die Auffassung der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers, 

die Erkennung einer altersspezifischen Erkrankung in Bezug auf eine linksseitige 

Gesundheitsschädigung erfordere zeitgleich dieselbe Erkennung rechtsseitig, 

überzeugt zudem nicht. Auch betreffend ein und denselben Körper stellen sich die 

Belastungen und Einwirkungen im Verlauf eines Lebens im Regelfall nicht seitengleich 

dar. Im konkreten Fall ist beispielsweise darauf hinzuweisen, dass der 

Beschwerdeführer rechtsseitig einen Wanderunfall erlitten hat, ohne den die damalige 

Beschwerdesymptomatik an der rechten Schulter vielleicht erst später oder gar nicht 

aufgetreten wäre. Die genauen Umstände im Bereich der rechten Schulter müssen 

jedoch letztlich medizinisch nicht geprüft werden. Auch nur einseitige Degenerationen 

links würden zumindest an der Beurteilung in Erwägung 4.3 nichts ändern. Dies 

deshalb, weil der dominante linke Arm bzw. die dominante linke Schulter gegenüber 

der dominanten Körperseite allgemein einer erhöhten Belastung ausgesetzt ist.

4.6      Auch die Beachtung der von Dr. D.___ (Suva-act. 13) und Dr. G.___ (Suva-act. 

25) diagnostizierten Frozen Shoulder würde schliesslich an der Beurteilung in 

Erwägung 4.3, wonach nicht von einer ausschliesslich oder stark überwiegenden 

Verursachung der Beschwerden durch die berufliche Tätigkeit ausgegangen werden 

kann, nichts ändern. Bei der Frozen Shoulder handelt es sich um eine schmerzhafte 

Funktionseinschränkung der Gelenkbeweglichkeit, womit lediglich eine funktionelle, 

jedoch keine pathologisch-anatomische Diagnose vorliegt. Auslösende Ursachen 

können ein degenerativer Prozess, aber auch die Immobilisierung der Schulter oder 

des Arms bei Schmerzen sein (vgl. dazu Debrunner, a.a.O., S. 733; Pschyrembel, 

a.a.O., S. 719; Roche Lexikon Medizin, a.a.O., S. 1430 „Periarthritis, P. 

humeroscapularis“). Der zusätzlichen Diagnose einer Frozen Shoulder kommt also 

bezüglich der Beantwortung der Rechtsfrage, ob die vorliegende Krankheit 

ausschliesslich oder stark überwiegend durch berufliche Tätigkeit verursacht wurde, 

keine entscheidende, eigenständige Bedeutung zu. Dr. D.___ und Dr. G.___ haben im 

Übrigen zur Ursächlichkeit der Frozen Shoulder nicht Stellung genommen. Eine 

degenerative Ursächlichkeit wäre in Anbetracht der beim Beschwerdeführer erhobenen 

MRI-Befunde denkbar. Nachdem jedoch - wie in Erwägung 4.3 dargelegt - 

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diesbezüglich nicht von Gesundheitsschädigungen auszugehen ist, welche 

ausschliesslich oder stark überwiegend durch die berufliche Tätigkeit des 

Beschwerdeführers verursacht worden sein können, fällt eine solche Annahme auch für 

die Frozen Shoulder ausser Betracht.

4.7      Zusammenfassend ist mithin festzuhalten, dass die Degenerationen als Ursache 

der Schulterbeschwerden links des Beschwerdeführers nicht mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu mindestens 75% auf die berufliche Tätigkeit an 

der Steinfräsmaschine zurückzuführen sind und damit nicht als in stark überwiegendem 

Masse als beruflich bedingt eingestuft werden können. Demzufolge sind auch die 

Voraussetzungen für eine Qualifizierung im Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVG nicht erfüllt. 

Seitens der Beschwerdegegnerin besteht somit keine Leistungspflicht.

5.        

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung des 

Einspracheentscheids vom 27. August 2014 (Suva-act. 43) abzuweisen. Gerichtskosten 

sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.     

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 23.05.2016
	Art. 9 Abs. 1 und 2 UVG: Verneinung einer beruflich verursachten Krankheit bezüglich altersentsprechender Degenerationen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 23. Mai 2016, UV 2014/72).

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