# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d3483888-ae50-55b3-916e-b3bbe3702016
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-07-29
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 29.07.2010 E-5348/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-5348-2010_2010-07-29.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-5348/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 9 .  J u l i  2 0 1 0

Einzelrichter Bruno Huber, 
mit Zustimmung von Richter Kurt Gysi;
Gerichtsschreiberin Carmen Fried.

A._______, Nigeria,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung
(Dublin-Verfahren);
Verfügung des BFM vom 16. Juli 2010 / N (...),

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-5348/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer am 11. Oktober 2009 in der Schweiz ein 
erstes  Asylgesuch  stellte,  auf  welches  das  BFM  im  Rahmen  eines 
Dublin-Verfahrens mit Verfügung vom 4. Januar 2010 nicht eintrat und 
den Beschwerdeführer nach Italien wegwies,

dass diese Verfügung unangefochten in Rechtskraft erwuchs und der 
Beschwerdeführer am 4. Februar 2010 nach Italien zurückgeführt wur-
de,

dass er am 9. Mai 2010 erneut in die Schweiz gelangte und gleichen-
tags ein zweites Asylgesuch stellte,

dass  er  anlässlich  der  summarischen  Befragung  im B._______ vom 
25. Mai  2010  zur  Begründung  seines  Asylgesuchs  geltend  machte, 
nach  der  in  der  Schweiz  erfolgten  (...)operation  habe  ihm  in  Italien 
niemand geholfen, anderes habe er nicht vorzubringen,

dass das BFM dem Beschwerdeführer  anlässlich  der  Kurzbefragung 
das  rechtliche  Gehör  zur  Zuständigkeit  Italiens,  wo  er  – wie  nach-
stehend ausgeführt  –  daktyloskopisch erfasst worden war, für die Be-
handlung  seines  Asylgesuches  gewährte  und  dieser  keine  spezi -
fischen beziehungsweise überhaupt keine Gründe dagegen vorbrach-
te,

dass er auch gegen eine Wegweisung nach Italien nichts vorbrachte 
mit Ausnahme der Feststellung, dort wolle ihn niemand unterstützen,

dass das Bundesamt mit  Verfügung vom 16. Juli  2010 – eröffnet am 
22. Juli 2010 – in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d des Asylgeset-
zes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht 
eintrat und den Beschwerdeführer nach Italien wegwies,

dass  das  BFM  den  Beschwerdeführer  gleichzeitig  aufforderte,  die 
Schweiz spätestens am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu ver-
lassen, den Kanton C._______ mit dem Vollzug der Wegweisungsver-
fügung beauftragte und festhielt, eine Beschwerde gegen diese Verfü-
gung habe keine aufschiebende Wirkung,

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dass die Vorinstanz zur Begründung anführte, der Beschwerdeführer 
sei am Ende seines ersten Asylverfahrens am 4. Februar 2010 von der 
Schweiz nach Italien  weggewiesen  worden,  und er  habe –  wie  dies 
aus einem Fingerabdruckvergleich mit der Datenbank EURODAC her-
vorgehe – am 29. Januar 2009 in Italien ein Asylgesuch eingereicht, 

dass Italien für die Durchführung des Asylverfahrens zuständig sei, dies 
aufgrund des Abkommens vom 26. Oktober 2004 zwischen der Schwei-
zerischen Eidgenossenschaft und der Europäischen Gemeinschaft über 
die Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Staates für 
die Prüfung eines in einem Mitgliedstaat oder in der Schweiz gestellten 
Asylantrags  (Dublin-Assoziierungsabkommen [DAA,  SR 0.142.392.68]) 
beziehungsweise  des Übereinkommens vom 17. Dezember  2004 zwi-
schen der Schweizerischen Eidgenossenschaft, der Republik Island und 
dem Königreich Norwegen über die Umsetzung, Anwendung und Ent-
wicklung des Schengen-Besitzstands und über  die  Kriterien  und Ver-
fahren zur Bestimmung des zuständigen Staates für die Prüfung eines 
in der Schweiz, in Island oder in Norwegen gestellten Asylantrags, 

dass Italien innerhalb der gesetzten Frist auf die Anfrage um Rücküber-
nahme des Beschwerdeführers nicht geantwortet habe und deshalb von 
der Zustimmung dieses Landes auszugehen sei,

dass die  Rückführung  – vorbehältlich  einer  allfälligen Unterbrechung 
oder Verlängerung – bis spätestens zum 19. Dezember 2010 zu erfol-
gen habe,

dass dem Beschwerdeführer das rechtliche Gehör gewährt worden sei 
und dieser gesagt habe, er wolle nicht nach Italien zurückkehren, weil 
er dort keine Unterstützung erhalte,

dass diese Aussage kein Hindernis für den Vollzug einer Wegweisung 
nach Italien darstelle, da Italien ein Rechtsstaat und gemäss Abkom-
men zur Rückübernahme verpflichtet sei,

dass Italien die Minimum-Standards der EU für die Aufnahme der Ge-
suchsteller anwende,

dass auf das Asylgesuch somit nicht einzutreten sei,

dass der Beschwerdeführer mit Rechtsmitteleingabe vom 26. Juli 2010 
(Poststempel)  in  materieller  Hinsicht  – unter  Kosten- und Entschädi-

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gungsfolge – beantragt,  die  angefochtene Verfügung sei  aufzuheben 
und die Vorinstanz anzuweisen, auf das Asylgesuch einzutreten, even-
tualiter sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und das Bundes-
amt anzuweisen, sein Recht zum Selbsteintritt auszuüben und sich für 
das vorliegende Asylgesuch für zuständig zu erachten, 

dass er im Sinne eines "superprovisorischen Antrages" darum ersucht, 
der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen und die Voll-
zugsbehörden anzuweisen, von einer Überstellung nach Italien abzu-
sehen,  bis  das  Bundesverwaltungsgericht  über  den  Suspensiveffekt 
der eingereichten Beschwerde entschieden habe,

dass ihm die unentgeltliche Rechtspflege gemäss Art.  65 Abs. 1 und 2 
des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezem-
ber 1968 (VwVG, SR 172.021) zu gewähren und auf die Erhebung ei-
nes Kostenvorschusses zu verzichten sei, 

dass  auf  die  Begründung  der  Rechtsbegehren,  soweit  für  den  Ent-
scheid  wesentlich,  in  den  nachfolgenden  Erwägungen  eingegangen 
wird,

dass das Bundesverwaltungsgericht mit  Verfügung vom 27. Juli  2010 
den Vollzug der Wegweisung per sofort aussetzte,

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am 28. Juli  2010  beim Gericht  ein-
gingen,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgül-
tig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM ent-
scheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 31-33  des  Verwaltungsge- 
richtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d 
Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [BGG, 
SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  am Verfahren  vor  der  Vorinstanz  teilge-
nommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, 
ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise 

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Änderung hat  und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert 
ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist  (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 
VGG und Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli- 
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung eines zweiten Richters entschie-
den wird (Art. 111 Bst. e AsylG), und es sich vorliegend, wie nachfol-
gend aufgezeigt,  um eine solche handelt,  weshalb  der  Beschwerde-
entscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass  – wie vorliegend –  bei  Beschwerden gegen Nichteintretensent-
scheide, mit denen es das BFM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Be-
gründetheit hin zu überprüfen (Art. 32-35 AsylG), die Beurteilungskom-
petenz der Beschwerdeinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt 
ist,  ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten 
ist,

dass sich die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintretensent-
scheid  als  unrechtmässig  erachtet  – einer  selbständigen materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer  Entscheidung  an  die  Vorinstanz  zurückweist  (Entscheidungen 
und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 
2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell  geprüft  hat,  weshalb  dem Bundesverwaltungsgericht  diesbezüg-
lich grundsätzlich volle  Kognition  zukommt,  wobei  sich diese Fragen 
– namentlich  diejenigen hinsichtlich  des  Bestehens  von Vollzugshin-
dernissen  (Durchführbarkeit  der  Überstellung  an  den  zuständigen 
Staat)  – in  den  Dublin-Verfahren  bereits  vor  Erlass  des  Nichteintre-
tensentscheides stellen,

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dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asyl -
suchende in einen Drittstaat ausreisen können, welcher für die Durch-
führung  des  Asyl-  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich  zu-
ständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG),

dass sich aus den Akten ergibt, dass der Beschwerdeführer in Italien 
daktyloskopisch erfasst worden ist und dort um Asyl nachgesucht hat, 

dass bei dieser Sachlage Italien für die Prüfung des Asylgesuchs des 
Beschwerdeführers zuständig ist  (vgl. die einschlägigen staatsvertrag-
lichen  Bestimmungen  namentlich  im  Dublin-Assoziierungsabkommen 
und in der Verordnung [EG] Nr. 343/2003 des Rates vom 18. Februar 
2003 zur Festlegung von Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des 
Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines Asylantrags zuständig ist, den 
ein  Staatsangehöriger  eines  Drittlandes  in  einem  Mitgliedsstaat 
gestellt hat [Dublin-II-Verordnung]),

dass das BFM die italienischen Behörden am 4. Juni 2010 um Wieder-
aufnahme des Beschwerdeführers gemäss Art. 16 Abs. 1 Bst. c Dub-
lin-II-Verordnung ersuchte und diese die Frist zur Stel lungnahme unge-
nutzt  verstreichen  liessen,  weshalb  angesichts  der  Verfristung 
eine stillschweigende Zusage zur  Rückübernahme des Beschwerde-
führers gemäss Art. 20 Abs. 1 Bst. c Dublin-II-Verordnung vorliegt,

dass  der  Beschwerdeführer  somit  ohne  weiteres  in  einen  Drittstaat 
(vorliegend  Italien)  ausreisen  kann,  welcher  für  die  Prüfung  seines 
Asylantrages staatsvertraglich zuständig ist,

dass Italien unter anderem Signatarstaat des Abkommens vom 28. Juli 
1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30),  der 
Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte 
und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) und des Übereinkommens vom 
10. Dezember 1984 gegen Folter oder andere grausame, unmensch- 
liche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) ist,

dass entgegen der Rechtsmitteleingabe, die sich nebst Spekulationen 
weitgehend in im vorliegenden Zusammenhang nicht direkt interessie-
renden Ausführungen erschöpft, geht es doch im Kern einzig um die 
Zuständigkeit  Italiens für  die Behandlung des Asylgesuches des Be-
schwerdeführers  und  die  Frage,  ob  sich  dieses  Land  an  die  vorer-
wähnten Konventionen hält,  keinerlei  konkrete Hinweise dafür beste-

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hen,  Italien  missachte  –  insbesondere  –  das  Rückschiebungsverbot 
oder die einschlägigen Normen der EMRK, 

dass  demnach  für  das  Bundesverwaltungsgericht  keine  Gründe  er-
sichtlich sind, die das BFM zur Ausübung des Selbsteintrittsrechts der 
Schweiz (Art. 3  Abs. 2 Dublin-II-Verordnung)  hätten veranlassen sol-
len,

dass  zwar  das  italienische  Fürsorgesystem für  Asylsuchende  in  der 
Kritik steht, in den Aufenthalts- und Verfahrensbedingungen für Perso-
nen, welche sich im Rahmen eines Asylverfahrens in Italien aufhalten, 
indessen  insgesamt  kein  Vollzugshindernis  zu  erkennen  ist  (Urteile 
des  Bundesverwaltungsgerichts  E-4109/2009  vom  17. August  2009 
und E-6195/2009 vom 30. Oktober 2009),

dass  Dublin-Rückkehrende  und  verletzliche  Personen  bezüglich  Un-
terbringung von den italienischen Behörden bevorzugt behandelt wer-
den und sich – neben den staatlichen Strukturen – auch zahlreiche pri-
vate  Hilfsorganisationen  der  Betreuung  von  Asylsuchenden  und 
Flüchtlingen annehmen,

dass das BFM demzufolge zu Recht in Anwendung von Art.  34 Abs. 2 
Bst. d AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht einge-
treten ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), wobei in 
Verfahren nach Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG die Frage nach der Zuläs-
sigkeit und Möglichkeit des Wegweisungsvollzugs regelmässig bereits 
Voraussetzung  (und  nicht  erst  Regelfolge)  des  Nichteintretensent-
scheides und deshalb vorliegend nicht zu prüfen ist,

dass sich die Frage nach der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs 
in Verfahren nach Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG nicht unter dem Aspekt 
von  Art. 83  Abs. 1  und  4  des  Bundesgesetzes  vom  16. Dezember 
2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]) stellt, 
sondern allenfalls vor der Prüfung des Nichteintretens im Rahmen der 
Ausübung des Selbsteintrittsrechts  (Art. 3  Dublin-II-Verordnung)  oder 
gegebenenfalls - falls sich Familienmitglieder in verschiedenen Dublin-
Mitgliedstaaten befinden und allenfalls zusammengeführt werden sol-
len - bei der Ausübung der sogenannten Humanitären Klausel (Art. 15 
Dublin-II-Verordnung),

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dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung  ohne  weiteren  Begründungsaufwand  zu  bestätigen  ist 
und daran auch die geltend gemachten medizinischen Probleme nichts 
zu ändern vermögen, zumal das Bundesamt solchen beim Vollzug der 
Wegweisung (konkrete Abwicklung der Rückübernahme) Rechnung zu 
tragen hat,

dass es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, darzutun, inwiefern 
die angefochtene Verfügung Bundesrecht  verletzt,  den rechtserhebli-
chen Sachverhalt  unrichtig oder unvollständig feststellt  oder unange-
messen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist,

dass mit dem Entscheid in der Hauptsache ohne vorgängige Instruk-
tion der Antrag auf Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-
ses gegenstandslos geworden ist, 

dass der Antrag auf Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ge-
mäss Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG ungeachtet der ausgewiesenen Be-
dürftigkeit des Beschwerdeführers abzuweisen ist, da die Beschwerde-
begehren nach dem Gesagten als aussichtslos zu bezeichnen sind,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.− 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Der Antrag auf Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss 
Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.− werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die zustän-
dige kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Bruno Huber Carmen Fried

Versand: 

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