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**Case Identifier:** 044e153f-0761-545b-b598-d525497399e1
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-10-18
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 18.10.2018 100 2018 159
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2018-159_2018-10-18.pdf

## Full Text

100.2018.159U
HER/MAM/ROS

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 18. Oktober 2018

Verwaltungsrichter Burkhard, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichterin Herzog, Verwaltungsrichter Keller
Gerichtsschreiberin Marti

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdeführer 

gegen

Anwaltsprüfungskommission des Kantons Bern
Hochschulstrasse 17, Postfach, 3001 Bern

betreffend Nichtbestehen des schriftlichen Teils der Anwaltsprüfung (No-
tenblatt der Anwaltsprüfungskommission des Kantons Bern vom 1. Mai 
2018; APK 17 299)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18.10.2018, Nr. 100.2018.159U, 
Seite 2

Sachverhalt:

A.

A.________ legte im März 2018 den schriftlichen Teil der Anwaltsprüfung 
zum zweiten Mal ab. Er erzielte in den drei schriftlichen Prüfungen die 
Noten 4 (Staats-, Verwaltungs- oder Steuerrecht), 4,5 (Strafrecht) und 3 
(Nationales und internationales Privatrecht mit Einschluss des Schuld-
betreibungs- und Konkursrechts sowie der Schiedsgerichtsbarkeit), was 
einen Notendurchschnitt von 3,83 ergibt. Aufgrund dieses Ergebnisses 
hatte A.________ den schriftlichen Prüfungsteil nicht bestanden (Notenblatt 
vom 1.5.2018).

B.

Am 1. Juni 2018 hat A.________ Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben. 
Er beantragt die Aufhebung der Verfügung der Anwaltsprüfungs-
kommission des Kantons Bern vom 1. Mai 2018 unter Anhebung der Note 
im Prüfungsfach Nationales und internationales Privatrecht von 3 auf 3,5 
bzw. der Durchschnittsnote von 3,83 auf 4, sodass der schriftliche Prü-
fungsteil als bestanden gelte.

Die Anwaltsprüfungskommission beantragt mit Vernehmlassung vom 
27. Juni 2018 die Abweisung der Beschwerde. A.________ hat mit Replik 
vom 27. Juli 2018 nochmals zur Sache Stellung genommen. Die An-
waltsprüfungskommission hat am 9. August 2018 auf eine Duplik ver-
zichtet.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18.10.2018, Nr. 100.2018.159U, 
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Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des 
Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig (vgl. auch Art. 6 Abs. 1 des Kantonalen Anwaltsge-
setzes vom 28. März 2006 [KAG; BSG 168.11]). Der Beschwerdeführer hat 
am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, ist durch die angefochtene 
Verfügung besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an de-
ren Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Auf die form- und 
fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft die angefochtene Verfügung auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG; vgl. auch Art. 6 Abs. 2 
KAG). Soweit es um die Beurteilung von Prüfungsleistungen geht, auferlegt 
es sich im Rahmen der Rechtskontrolle praxisgemäss eine gewisse Zu-
rückhaltung, weil es wesentliche Sachumstände nicht genügend namhaft 
machen kann, um sie gleich kompetent zu würdigen wie die verfügende In-
stanz. Es beschränkt sich darauf zu untersuchen, ob die Prüfungsaufgabe 
dem vorgeschriebenen Prüfungsgegenstand entspricht, die Transparenz 
(Nachvollziehbarkeit) des konkreten Bewertungsvorgangs gewährleistet ist, 
und ob sich die Prüfungsbehörde bei der Begründung der Leistungsbewer-
tung von sachlichen Überlegungen hat leiten lassen. Diese Zurückhaltung 
auferlegt sich das Verwaltungsgericht auch dann, wenn es – wie etwa bei 
juristischen Prüfungen – aufgrund seiner Fachkenntnisse zu einer weiter-
gehenden Überprüfung befähigt wäre. Steht nicht die konkrete Bewertung 
einer Prüfungsleistung in Frage, sondern ist die Auslegung und Anwendung 
von Rechtssätzen strittig oder werden Verfahrensmängel gerügt, prüft das 
Verwaltungsgericht die erhobenen Einwendungen im Rahmen seiner 
gesetzlichen Kognition (Rechtskontrolle) uneingeschränkt (vgl. BVR 2012 
S. 152 E. 1.2, 2011 S. 324 E. 4.2; BGE 136 I 229 E. 5.4.1; 
Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, 
Art. 80 N. 3, Art. 66 N. 4).

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2.

2.1 Die bernische Anwaltsprüfung besteht aus einem schriftlichen und 
einem mündlichen Teil; Kandidatinnen und Kandidaten, die den schriftli-
chen Teil bestanden haben, werden zum mündlichen Teil zugelassen 
(Art. 10 Abs. 1 der Verordnung vom 25. Oktober 2006 über die Anwalts-
prüfung [APV; BSG 168.221.1]). Die Prüfung wird von einer Prüfungskom-
mission durchgeführt, die auch über das Bestehen der Prüfung entscheidet 
(Art. 3 Abs. 1 KAG). Die Prüfungsleistungen werden nach einer Notenskala 
von 1-6 mit einer Abstufung nach halben Noten bewertet, wobei für genü-
gende Prüfungsleistungen Noten von 4 bis 6 vergeben werden (6 = ausge-
zeichnet; 5,5 = sehr gut; 5 = gut; 4,5 = befriedigend; 4 = ausreichend), wäh-
rend ungenügende Leistungen mit Noten zwischen 1 und 3,5 zu bewerten 
sind (Art. 16 Abs. 1 und 2 APV). Nach Abschluss des schriftlichen bzw. 
mündlichen Teils stellt das Sekretariat der Anwaltsprüfungskommission die 
Noten der einzelnen Fächer zusammen. Die Noten werden auf Vorschlag 
der prüfenden Expertinnen und Experten durch die Anwaltsprüfungs-
kommission festgesetzt (Art. 17 APV). Der schriftliche Teil ist bestanden, 
wenn der Notendurchschnitt mindestens 4,0 beträgt und nicht mehr als 
eine ungenügende Note vorliegt (Art. 16 Abs. 3 APV). 

2.2 Der Beschwerdeführer legte im März 2018 den schriftlichen Teil der 
Anwaltsprüfung zum zweiten Mal ab, wobei er einen Durchschnitt von 3,83 
erreichte. Da er im zweiten Versuch erfolglos war, ist die ordentliche Wie-
derholungsmöglichkeit nach Art. 20 Abs. 1 APV ausgeschöpft. – Der Be-
schwerdeführer ersucht um Aufhebung der angefochtenen Verfügung und 
begründet diesen Antrag mit der Bewertung seiner Leistung in der schriftli-
chen Privatrechtsprüfung, in der er die ungenügende Note 3 erzielt hat. Er 
verlangt die Anhebung dieser Note von 3 auf 3,5, womit er die Durch-
schnittsnote 4 erreichen und den schriftlichen Teil der Anwaltsprüfung be-
stehen würde. Die Benotung der zwei weiteren schriftlichen Prüfungen ist 
nicht strittig (vgl. vorne Bst. B).

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3.

Im Streit liegt die Bewertung der schriftlichen Privatrechtsprüfung. – 
Gestützt auf die Akten ergibt sich sachverhaltlich Folgendes:

3.1 Der schriftlichen Privatrechtsprüfung vom 16. März 2018 lag ein Kol-
lokationsprozess zugrunde. Die Kandidatinnen und Kandidaten hatten die 
Aufgabe, das Urteil des zuständigen Gerichts zu redigieren (vgl. Prüfungs-
unterlagen act. 3A Beilage 1). Die Prüfungsaufgabe und das Korrektur-
raster wurden von Rechtsanwalt Dr. iur. … verfasst, welcher ebenfalls die 
Prüfungsarbeit (u.a.) des Beschwerdeführers als Erstexperte korrigierte 
(Experte A). Das Korrekturschema gibt zum einen vor, für welche 
Teilbereiche wie viele Punkte maximal erzielt werden können (Teilbereiche: 
Rubrum, Sachverhalt, Formelles [in Themen gegliedert], Materielles [in 
Themen gegliedert], Fazit, Kosten, Dispositiv, Korrekte Sprache/guter 
Aufbau). Zum anderen legt es innerhalb der Teilbereiche stichwortartig fest, 
welche (Teil-)Antworten erwartet und mit wie vielen Punkten sie maximal zu 
bewerten sind (vgl. act. 3A Beilage 1). Allgemeine Hinweise zur Be-
wertungsmethode und insbesondere zur Frage, ob für (qualifiziert) falsche 
Antworten Minuspunkte vergeben werden können, enthält das Kor-
rekturschema nicht. Mit E-Mail vom 30. März 2018 und damit während der 
Korrekturphase hat sich der für Aufgabenstellung und Korrekturschema 
Verantwortliche an die weiteren Privatrechtsexpertinnen und -experten ge-
richtet und mitgeteilt, dass nicht wenige Kandidatinnen und Kandidaten das 
Summarverfahren als anwendbar erklärt hätten. Er halte dies für «krass 
falsch», weshalb er jeweils einen Punkt in Abzug gebracht habe (act. 3A 
Beilage 7).

3.2 Der Beschwerdeführer gehört zu jenen Kandidatinnen und Kandida-
ten, die von der Anwendbarkeit des summarischen Verfahrens ausgegan-
gen sind (Prüfungsarbeit S. 3; act. 3A Beilage 2). Der Experte A hat die 
Prüfungsarbeit des Beschwerdeführers im Rahmen der Erstkorrektur mit 
25,5 Punkten (26,5 Punkte abzüglich 1 Minuspunkt) bewertet, Fürsprecher 
Prof. Dr. iur. … (Experte B) mit 24,5 Punkten (25,5 Punkte abzüglich 1 
Minuspunkt; act. 3A Beilage 5). Am 10. April 2018 sind die Experten die 
Prüfungsarbeit und Differenzen in ihren vorläufigen Bewertungen durch-
gegangen und sind zum Schluss gelangt, die Arbeit auf der Grundlage von 

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24 Punkten mit der Note 3 zu bewerten (act. 3A Beilage 4). Gesamthaft 
konnten 52 Punkte erzielt werden, wobei gemäss der Notenskala bei 22 bis 
24 Punkten die Note 3 und bei 25 bis 27 Punkten die Note 3,5 erteilt wird 
(act. 3A Beilage 3).

3.3 Vor der Notenkonferenz vom 1. Mai 2018 hat das Sekretariat der 
Prüfungskommission das Expertenteam darüber informiert, dass es sich 
beim Beschwerdeführer um einen Kandidaten handle, der gemäss den 
Notenvorschlägen zum zweiten Mal einen Misserfolg erleide. Hierauf haben 
die Experten A und B die Prüfungsarbeit des Beschwerdeführers bzw. die 
Bewertung nochmals überprüft (vgl. Vernehmlassung S. 2). Laut der dazu 
erstellten Aktennotiz vom 18. Juni 2018 hätten sie indes keine Möglichkeit 
gesehen, zusätzliche Punkte zu vergeben. Vielmehr seien sie sich einig ge-
wesen, dass der Beschwerdeführer die «rechtliche Problematik nicht er-
kannt» habe und dass es sich um eine «materiell sehr schwache Arbeit» 
handeln würde. Sie hätten daher auch keine Veranlassung für die Anhe-
bung der Note im Rahmen der Grenzfallpraxis gesehen (vgl. act. 3A Bei-
lage 6).

4.

Der Beschwerdeführer beanstandet zunächst die «nachträgliche Minder-
bewertung» seiner Privatrechtsprüfung.

4.1 Zur Begründung führt er aus, im Rahmen der Erstkorrektur sei seine 
Arbeit vom Experten A mit 26,5 Punkten (ohne Minuspunkt) und vom Ex-
perten B mit 25,5 Punkten (ohne Minuspunkt) bewertet worden. Selbst un-
ter Abzug des Minuspunkts hätte er im arithmetischen Mittel der beiden 
Bewertungen ein Total von 25 Punkten erreicht, was der Note 3,5 entspre-
che. Sachliche Gründe für die «nachträgliche Minderbewertung» seien 
keine ersichtlich (Replik S. 3).

4.2 Nach Art. 14 Abs. 2 APV wird die schriftliche Prüfungsarbeit durch 
je zwei Expertinnen oder Experten bewertet. Dass es dabei zu unterschied-
lichen Beurteilungen kommen kann, ist im Bewertungsverfahren angelegt. 
Zum einen ist den Expertinnen und Experten ein Bewertungsspielraum zu-

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zubilligen. Zum anderen kann eine juristische Prüfung nicht nach einer 
naturwissenschaftlichen Methode mit exaktem Ergebnis bewertet werden. 
Kommt es zwischen den Prüfungsverantwortlichen zu Divergenzen in der 
Bewertung einzelner Leistungen, kann daher nicht ohne weiteres geschlos-
sen werden, es liege eine rechtsfehlerhafte Prüfungsbewertung vor 
(BVR 2016 S. 445 E. 3.2.1, 3.4.1). Das Zusammenwirken mehrerer Exper-
tinnen oder Experten soll Bewertungsmängeln vorbeugen oder solche kom-
pensieren (sog. Objektivierung der Prüfungsbewertung; vgl. dazu 
Niehues/Fischer/Jeremias, Prüfungsrecht, 7. Aufl. 2018, N. 547; BVR 2016 
S. 445 E. 3.4.1 mit Hinweisen). Das Zweiprüferprinzip nach Art. 14 Abs. 2 
APV schliesst aber mit ein, dass sich die Expertinnen oder Experten im An-
schluss an ihre eigenverantwortliche Beurteilung zwecks Konsolidierung 
des Bewertungsergebnisses im Hinblick auf den gemeinsamen Notenvor-
schlag (vgl. Art. 17 Abs. 2 APV) austauschen, sich mit allfälligen Bewer-
tungsdifferenzen auseinandersetzen und gegebenenfalls auch prüfen, ob 
eine Anhebung der Note in Betracht fällt oder nicht (vgl. BVR 2016 S. 445 
E. 3.4.1 mit Hinweisen; VGE 2018/2 vom 2.5.2018 E. 5.3, 2017/157 vom 
6.2.2018 E. 4.4).

4.3 Gemäss dem festgestellten Sachverhalt haben die beiden Experten 
zunächst die Prüfungsarbeit jeder für sich bewertet. In der Folge haben sie 
Fragen und Differenzen besprochen und die Bewertung mit Blick auf den 
Notenvorschlag konsolidiert. Sie kamen überein, für die Prüfungsleistung 
des Beschwerdeführers auf der Grundlage von 24 Punkten die Note 3 zu 
vergeben (vgl. vorne E. 3.2). Dieser Bewertungsvorgang ist dem Zweiprü-
ferprinzip nach Art. 14 Abs. 2 APV eigen. Aus dem Umstand allein, dass 
die Prüfungsleistung einer Kandidatin oder eines Kandidaten im Rahmen 
der Konsolidierung der je eigenverantwortlichen Bewertungen mit weniger 
Punkten bewertet wird, kann nicht auf eine unsachliche Bewertung ge-
schlossen werden. Dies bringt der Beschwerdeführer nach Einsicht in die 
mit Vernehmlassung eingereichte Erklärung der Experten zum Bewertungs-
vorgang (vgl. vorne E. 3.3) denn auch nicht (mehr) vor (vgl. Replik, 
passim). Gegenteiliges ist auch für das Verwaltungsgericht nicht ersichtlich. 

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5.

Strittig ist indes, ob die Anrechnung eines Minuspunkts auf eine willkürliche 
und rechtsungleiche Bewertung schliessen lässt. 

5.1 Der Beschwerdeführer bringt vor, das Bewertungsschema sehe die 
Vergabe von Minuspunkten für falsche Antworten nicht vor. Gleichwohl sei 
er wegen einer falschen Antwort mit einem Minuspunkt «sanktioniert» wor-
den, was willkürlich sei. Zudem sei bei der Prüfungsarbeit Nr. 191 kein Mi-
nuspunkt angerechnet worden, obschon auch in dieser Arbeit die Auffas-
sung vertreten worden sei, das Summarverfahren sei anwendbar. Die Ver-
gabe von Minuspunkten sei folglich rechtsungleich gehandhabt worden. 
Vor diesem Hintergrund dürfe ihm für seine falsche Antwort kein Punkt ab-
gezogen werden (vgl. Replik S. 4).

5.2 Zur Willkürrüge ist Folgendes zu erwägen:

5.2.1 Die Anwaltsprüfungsverordnung sieht das Zweiprüferprinzip vor 
(vgl. Art. 14 Abs. 2 APV). Sie äussert sich aber nicht dazu, nach welcher 
Methode bzw. nach welchem Bewertungsmassstab Prüfungen zu bewerten 
sind (vgl. vorne E. 4.2). Insofern ist mit der Korrektur schriftlicher Prüfungs-
arbeiten regelmässig ein gewisser Beurteilungs- und Bewertungsspielraum 
verbunden; wird er pflichtgemäss, d.h. nach sachlichen Kriterien ausgeübt, 
liegt darin keine Rechtsverletzung (BVR 2016 S. 445 E. 3.2.1, 2016 S. 97 
E. 5.4 mit Hinweisen). Wie falsche oder qualifiziert falsche Antworten zu 
bewerten sind, liegt daher grundsätzlich im Ermessen der Expertinnen und 
Experten (anders ist die Frage allenfalls bei Multiple-Choice Prüfungen zu 
beurteilen: vgl. Niehues/Fischer/Jeremias, a.a.O., N. 588 und 
ERZ 28.6.2016, in BVR 2017 S. 191 ff., 194, wogegen dies nach BVGer B-
2229/2011 vom 13.2.2012 E. 7.2.1 auch in solchen Prüfungen im Experten-
ermessen liegt). Eine faire und angemessene Bewertung kann nicht nur 
den Schwierigkeitsgrad der Aufgabenstellung und die korrekten Antworten, 
sondern auch die Fehler einbeziehen. Wenn eine Kandidatin oder ein Kan-
didat mit der falschen Antwort offenbart, dass sie oder er Grundlagen des 
Fachs nicht beherrscht, kann dies die Expertin oder der Experte negativ in 
die Bewertung aufnehmen (Heselhaus/Seiberth, Darf «Dummheit» bestraft 
werden? Zur juristischen Kontrolle von Bewertungen, in 

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Ackermann/Bommer, Liber Amicorum für Dr. Martin Vonplon, 
2009 S. 173 ff, 190 f.). Dies gilt auch für die Anwaltsprüfung, die den Zweck 
hat, die fachliche Eignung der jeweiligen zu prüfenden Personen für den 
Anwaltsberuf zu beurteilen. Massgebend dafür ist, ob die einzelne Kandi-
datin oder der einzelne Kandidat die entsprechende Eignung besitzt 
(vgl. BGE 121 I 225 E. 2c; VGE 2016/181 vom 16.2.2017 E. 5.3; für die 
Beurteilung der Eignung können daher auch hervorragende Leistungen 
aussagekräftig sein, vgl. VGE 2018/2 vom 2.5.2018 E. 6.3 betreffend Zu-
satzpunkte). Der verwendete Bewertungsmassstab muss allerdings in 
gleicher Weise auf alle Kandidatinnen und Kandidaten angewendet werden 
(vgl. Heselhaus/Seiberth, a.a.O., S. 191). Das Expertenermessen ist inso-
weit eingeschränkt, als ein verbindlicher Bewertungsraster (mit Lösungs-
skizze) die Punkteverteilung je Teilantwort vorgibt. Ein solcher Raster muss 
rechtsgleich auf alle Kandidatinnen und Kandidaten angewendet werden 
(BVR 2010 S. 49 E. 3.3.1). 

5.2.2 Der hier massgebende Bewertungsraster sieht 1 Punkt vor für die 
korrekte Nennung der Verfahrensart (act. 3A Beilage 1). Dass 1 Punkt ab-
zuziehen ist, wenn die Kandidatinnen und Kandidaten von der Anwendbar-
keit des Summarverfahrens ausgegangen sind, ist im Raster selbst hinge-
gen nicht vermerkt. Der Experte A (Aufgabenverfasser) hat aber mit E-Mail 
vom 30. März 2018 die übrigen Expertinnen und Experten darüber unter-
richtet, dass bei dieser Antwort 1 Minuspunkt wegen krasser Fehlerhaftig-
keit zu setzen sei; entsprechend sind er und der Zweitexperte B bei der Be-
wertung (u.a.) der Prüfungsarbeit des Beschwerdeführers vorgegangen 
(vgl. E. 3.1). Mit Vernehmlassung (S. 2) hat die Anwaltsprüfungskommis-
sion bekräftigt, dass es sich hierbei um einen «gravierenden Mangel» 
handle. Im Rahmen eines Kollokationsprozesses werde definitiv über die 
Zulassung einer Forderung befunden. Dies rufe nach dem ordentlichen 
Verfahren. Das Summarverfahren sei aufgrund seiner Verfahrensbe-
schränkung nicht geeignet, eine umfassende Prüfung des Anspruchs zu 
gewährleisten. Zudem habe der Beschwerdeführer – weil er irrigerweise 
von einem Entscheid des Konkursgerichts ausgegangen sei – auf die 
Sachverhaltserhebung von Amtes wegen geschlossen. In einer vertrags-
rechtlichen Kollokationsstreitigkeit sei aber der Untersuchungsgrundsatz 
klarerweise nicht anwendbar.

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5.2.3 Das Expertenteam und die Anwaltsprüfungskommission haben dar-
gelegt, dass die Antwort des Beschwerdeführers qualifiziert falsch ist, was 
dieser nicht bestreitet. Wird dafür ein Minuspunkt gesetzt, liegt darin kein 
Bewertungsfehler. Dies gilt dessen ungeachtet, ob im Bewertungsschema 
die Möglichkeit zur Vergabe von Minuspunkten vorgesehen ist oder nicht. 
Nach Angaben der Anwaltsprüfungskommission entspricht die Bewertung 
von qualifiziert falschen Antworten mit Minuspunkten ständiger Praxis (Ver-
nehmlassung S. 3). Die entsprechende Praxis (im Fach Privatrecht) war 
dem Beschwerdeführer denn auch bekannt (vgl. Beschwerde S. 6). Der 
Umstand, dass in den Bewertungsrastern der vergangenen Jahre (insb. 
2016 und März 2017) ein allgemeiner Hinweis enthalten war, wonach 
«grobe Fehler» oder «grober Unsinn» mit Negativpunkten zu «sanktionie-
ren» sind (vgl. Beschwerdebeilagen 10, 11, 12), lässt die Anwendung die-
ser Praxisregel unter den gegebenen Umständen nicht als rechtsfehlerhaft 
erscheinen. 

5.3 Hinsichtlich der Rüge der rechtsungleichen Bewertung ist unter den 
Verfahrensbeteiligten unbestritten, dass bei der Prüfungsarbeit Nr. 191, in 
der ebenfalls das Summarverfahren als anwendbar erklärt wird, kein Punkt-
abzug vorgenommen worden ist (Beschwerdebeilagen 6-8). Die Arbeit der 
Kandidatin/des Kandidaten Nr. 191 ist zwar nach Massgabe desselben Be-
wertungsrasters, nicht aber vom selben Expertenteam bewertet worden. 
Weshalb jenes Expertenteam bei der Prüfungsarbeit Nr. 191 keinen Minus-
punkt gesetzt hat, ist nicht aktenkundig und wird von der Anwalts-
prüfungskommission nicht erklärt. Letztlich kann bei Prüfungen, die von 
mehreren Expertenteams bewertet werden, die Möglichkeit nicht ausge-
schlossen werden, dass die einen «strenger» oder «milder» sind (vgl. 
VGE 2018/2 vom 2.5.2018 E. 6.3.2 betreffend die Vergabe von Zusatz-
punkten). Aus dem Umstand, dass ein anderes Expertenteam bei einer Ar-
beit keinen Minuspunkt berücksichtigt hat, kann der Beschwerdeführer 
keinen Anspruch auf einen weiteren Punkt ableiten. Es handelt sich hierbei 
viel eher um eine einseitige (rechtswidrige) Begünstigung der Kandida-
tin/des Kandidaten Nr. 191. In solchen Fällen können die übrigen Prüfungs-
absolventinnen und -absolventen nicht verlangen, es sei ihnen die sachlich 
nicht gerechtfertigte Bevorzugung bei der Bewertung der Prüfungsleistung 
ebenfalls zu gewähren (VGE 2018/2 vom 2.5.2018 E. 6.3.2; 

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Niehues/Fischer/Jeremias, a.a.O., N. 667, auch zum Folgenden). Vielmehr 
kann sich der Beschwerdeführer auf die rechtsungleiche Begünstigung 
einer anderen Kandidatin oder eines anderen Kandidaten solange nicht 
berufen, als seine eigene Prüfungsleistung unter Einhaltung des gebotenen 
Verfahrens fehlerfrei bewertet worden ist. Dies trifft hier zu (vgl. E. 5.2 hier-
vor). 

6.

Der Beschwerdeführer bemängelt weiter, er habe für eine korrekte Antwort 
zu Unrecht keinen Punkt erhalten (Position «Materielles», «Anspruch auf 
Entschädigung von CHF 200ʹ000»). Er habe in seiner Prüfungsarbeit aus-
geführt, dass die Parteien eine Rechtswahl zugunsten Schweizer Recht 
getroffen hätten. Der Dienstleistungsvertrag unterstehe gemäss Art. 116 
des Bundesgesetzes vom 18. Dezember 1987 über das Internationale Pri-
vatrecht dem von den Parteien gewählten schweizerischen Recht. Diese 
korrekte Antwort hätte nach Massgabe des Korrekturrasters mit 1 Punkt be-
wertet werden müssen. Bei der Prüfungsarbeit Nr. 145 sei für die gleiche 
Antwort 1 Punkt vergeben worden (Beschwerde S. 6 f.). – Die Anwaltsprü-
fungskommission hat sich mit der Kritik des Beschwerdeführers befasst 
und einlässlich dazu Stellung genommen. Sie legt dar, dass der Beschwer-
deführer auf Seite 7 der Prüfungsarbeit zwar auf den relevanten Artikel und 
die Rechtswahlmöglichkeit hingewiesen habe. Er habe indes auf Seite 5 
seiner Arbeit zum anwendbaren Recht festgehalten, dass «[h]insichtlich 
des SchKG […] aber keine Rechtswahl möglich [sei]. Hinsichtlich der Kollo-
kationsklage gelang[e] ausschliesslich Schweizer Recht zu Anwendung». 
Das Verhältnis dieser Aussage zur Feststellung der Rechtswahl werde in 
der Prüfungsarbeit nicht geklärt; es bleibe beim nicht erklärten Wider-
spruch. Widersprüchliche Aussagen würden keine Punktvergabe rechtferti-
gen (Vernehmlassung S. 3 f.). Mit diesen Ausführungen setzt sich der Be-
schwerdeführer in seiner Replik nicht auseinander und hält der Anwalts-
prüfungskommission namentlich nicht entgegen, ihre Erklärung überzeuge 
nicht. Die Anwaltsprüfungskommission trägt denn auch sachlich begrün-
dete Überlegungen für die unterschiedliche Bewertung gegenüber der Ar-
beit Nr. 145 vor. Anhaltspunkte, dass die Bewertung dieser Teilposition bei 

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der Prüfungsarbeit des Beschwerdeführers mit null Punkten sachlich un-
haltbar und damit rechtsfehlerhaft wäre, bestehen keine.

7.

Der Beschwerdeführer macht schliesslich geltend, die Note der schriftlichen 
Privatrechtsprüfung sei aufgrund der Grenzfallpraxis der Anwaltsprüfungs-
kommission anzuheben.

7.1 Die Gesetzgebung über die Anwaltsprüfung sieht keine Grenzfallre-
gelung vor. Nach der Praxis der Anwaltsprüfungskommission kann eine 
Prüfungsnote heraufgesetzt werden, wenn die Prüfung durch Anhebung 
einer Note um maximal einen halben Punkt bestanden würde und die An-
hebung sachlich vertretbar erscheint. «Sachlich vertretbar» heisst in die-
sem Kontext, dass sich die Notenanhebung mit Blick auf die konkrete Prü-
fungsleistung, d.h. hinsichtlich der fachlichen Eignung der Kandidatinnen 
und Kandidaten, begründen lässt (vgl. VGE 2017/157 vom 6.2.2018 E. 5.2, 
2017/211 vom 23.3.2018 E. 5.4; Benjamin Schindler, Bemerkungen zum 
Leitentscheid BVR 2016 S. 97, in BVR 2016 S. 102 ff.). Ein Anspruch auf 
Anhebung der Note besteht nicht. Vielmehr kann daraus nur abgeleitet 
werden, dass knappe Prüfungsresultate nochmals überprüft werden; es 
liegt im Ermessen der zuständigen Expertinnen und Experten, ob aufgrund 
der erbrachten Leistungen der Prüfungskandidatin bzw. des Prüfungskandi-
daten eine Anhebung der Note in Betracht fällt und sie der Prüfungskom-
mission entsprechend Antrag stellen (vgl. BVR 2016 S. 97 E. 5.4; 
VGE 2018/2 vom 2.5.2018 E. 7.2). Letztlich ist die Grenzfallpraxis ein In-
strument, um die Qualität der Bewertung sicherzustellen bzw. nachzuprü-
fen (vgl. Benjamin Schindler, a.a.O., S. 102 f.).

7.2 Das Expertenteam wurde vor der Notenkonferenz auf den erneuten 
Misserfolg des Beschwerdeführers aufmerksam gemacht und hat die 
schriftliche Privatrechtsprüfung des Beschwerdeführers einer erneuten 
Analyse unterzogen, sah sich aber in Würdigung der Prüfungsleistung nicht 
veranlasst, die Arbeit mit der Note 3,5 zu bewerten (vgl. vorne E. 3.3). Die 
Anwaltsprüfungskommission führt mit Vernehmlassung (S. 4) aus, die Prü-

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fungsarbeit des Beschwerdeführers erwecke gesamthaft betrachtet «einen 
deutlich ungenügenden Eindruck». Er habe die Problematik des Prüfungs-
falls in mehrfacher Hinsicht verkannt. Zunächst hätte die Frage der Ent-
schädigung wegen vorzeitiger Auflösung eines Dienstleistungsvertrags be-
urteilt werden müssen. Es wäre zu prüfen gewesen, ob eine Konventional-
strafe bei vorzeitiger Auflösung des Vertrags vor dem Hintergrund des 
zwingenden Charakters von Art. 404 des Schweizerischen Obligationen-
rechts überhaupt möglich sei, wozu sich keine Ausführungen fänden. Wei-
ter hätte beurteilt werden müssen, ob es rechtsgeschäftlich zulässig sei, für 
den Konkursfall eine Rückforderung auszuschliessen. Auch hierzu fänden 
sich in der Prüfungsarbeit kaum Ausführungen. Die Arbeit des Beschwer-
deführers befasse sich mit den beiden wesentlichen Fragen nicht oder nur 
am Rand. Eine solche Arbeit sei deutlich ungenügend, weshalb die Note 3 
angemessen sei.

7.3 Somit steht fest, dass das Expertenteam die schriftliche Prüfungsar-
beit des Beschwerdeführers nochmals gesichtet und die Bewertung darauf-
hin überprüft hat, ob allenfalls die Note 3,5 vergeben werden könnte. Das 
haben sie und die Anwaltsprüfungskommission mit nachvollziehbarer Be-
gründung verneint. Die vom Beschwerdeführer vorgebrachten Gründe (wei-
tere Prüfungswiederholung ausgeschlossen, grosser zeitlicher Aufwand 
und finanzielle Lohneinbussen, Tätigkeit in der Advokatur ohne Anwalts-
patent weitgehend ausgeschlossen usw.; Replik S. 2) sind nicht geeignet, 
in diesem Zusammenhang einen Rechtsfehler zu begründen. Wohl mögen 
derartige Umstände subjektiv als «Härte» empfunden werden. Bei der hier 
gebotenen objektiven Betrachtungsweise können sie indes nicht mass-
gebend sein, sind sie doch einerseits nicht auf die Prüfungsleistung bzw. 
fachliche Eignung bezogen (vgl. vorne E. 7.1), andererseits regelmässig 
mit einem knappen Misserfolg bei der Prüfung verbunden (VGE 2017/211 
vom 23.3.2018 E. 5.5; Benjamin Schindler, a.a.O., S. 103 f.). Würden 
Noten einzig aufgrund eines knappen Resultats angehoben, müsste dies 
aus Gleichbehandlungsgründen bei allen Kandidatinnen und Kandidaten, 
welche die Prüfung nur knapp nicht bestanden haben, gleich gehandhabt 
werden. Dies würde jedoch lediglich eine Verschiebung des Prüfungs-
massstabs bewirken und zu neuen knapp ungenügenden Prüfungsresulta-
ten führen (BVR 2016 S. 97 E. 5.3; VGE 2017/211 vom 23.3.2018 E. 5.3). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18.10.2018, Nr. 100.2018.159U, 
Seite 14

7.4 Der Beschwerdeführer kann folglich aus der Grenzfallpraxis der An-
waltsprüfungskommission nichts für sich ableiten. Anhaltspunkte dafür, 
dass er anders als andere Grenzfälle und damit rechtsungleich behandelt 
worden wäre, bestehen nicht.

8.

Die angefochtene Verfügung hält somit der Rechtskontrolle stand. Die Be-
schwerde erweist sich in allen Teilen als unbegründet und ist abzuweisen. 
Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Parteikosten 
sind keine zu sprechen (Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 VRPG).

9.

Gemäss Art. 83 Bst. t des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 173.110) ist die Be-
schwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten unzulässig gegen Ent-
scheide über das Ergebnis von Prüfungen und anderen Fähigkeitsbewer-
tungen, namentlich auf den Gebieten der Schule, der Weiterbildung und 
der Berufsausübung, es sei denn, es liegen organisatorische Fragen im 
Zusammenhang mit einer Prüfung im Streit (BGE 138 II 42 E. 1.2, 
138 I 196 nicht publ. E. 1.1; BGer 2C_83/2016 vom 23.5.2016 E. 1.1). Vor-
liegend ist die Leistungsbewertung im Fach Privatrecht des schriftlichen 
Teils der Anwaltsprüfung strittig. Es dürfte daher die subsidiäre Ver-
fassungsbeschwerde offenstehen (Art. 113 BGG). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18.10.2018, Nr. 100.2018.159U, 
Seite 15

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 2ʹ500.--, werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

4. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer
- der Anwaltsprüfungskommission des Kantons Bern

Der Abteilungspräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, subsidiäre Verfassungsbeschwerde gemäss Art. 39 ff., 113 ff. 
des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; 
SR 173.110) geführt werden.