# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 668a2ad2-1ccc-5e09-a10b-bea1f461124e
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-02-27
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 27.02.2014 PQ130051
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PQ130051_2014-02-27.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    

 
 

Geschäfts-Nr.: PQ130051-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. A. Katzenstein, Vorsitzende, Oberrichterin 

lic. iur. M. Stammbach und Oberrichter Dr. P. Higi sowie Gerichts-

schreiber lic. iur. T. Engler 

Urteil vom 27. Februar 2014 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschwerdeführer 

betreffend Aufhebung der Beistandschaft 

Beschwerde gegen ein Urteil des Bezirksrates Zürich vom 21. November 
2013 i.S. B._____, geb. tt.mm.2000; VO.2012.1347 (Kindes- und Erwachse-
nenschutzbehörde der Stadt Zürich) 

- 2 - 

Beschluss Nr. 1699 der Vormundschaftsbehörde der Stadt Zürich vom  
10. Juli 2012 (act. 8/71 und siehe act. 8/93): 

1. Es wird Vormerk genommen, dass das Bezirksgericht Zürich, 2. Abteilung, 
mit Verfügung vom 25. Juni 2012 für B._____ eine Beistandschaft nach Art. 
308 Abs. 1 und 2 ZGB angeordnet hat.  

2. Zum Beistand wird Herr C._____ ernannt mit den Aufgaben,  

 a) Organisation der Fremdplatzierung im Internat D._____ in E._____, 

 b) Unterstützung der Eltern in ihrer Sorge um das Kind mit Rat und Tat,  

 c) Überwachung der Besuchszeiten,  

 d) Unterstützung der Parteien in ihrer Kommunikation untereinander und mit  
  dem Kind, 

 e) Vermittlung bei Konflikten zwischen den Parteien in ihrer Kommunikation  
  untereinander und mit dem Kind,  

 f) Vermittlung bei Konflikten zwischen den Parteien im Zusammenhang mit  
  der Ausübung der elterlichen Sorge 

 und mit der Einladung 

 g) erstmals ordentlicherweise per 30. Juni 2014 Bericht zu erstatten. 

3. Keine Gebühr. Kosten auf die Amtskasse. 

4./5. Mitteilungssatz / Rechtsmittelbelehrung. 

 
Urteil des Bezirksrates Zürich, Kammer II, vom 21. November 2013 (act. 6 = 

act. 7/13):  

I. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird, und die 
 Wahl von C._____ zum Beistand von B._____ wird bestätigt.  

II. Die Entscheidgebühr von Fr. 800.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.  

III. Rechtsmittelbelehrung. 
 

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Erwägungen: 

1.1. F._____ und A._____ sind die geschiedenen Eltern von B._____, geboren 
am tt.mm.2000. Ihre am tt. August 1999 in Kairo, Ägypten, geschlossene Ehe 

wurde mit Urteil des Bezirksgerichtes Zürich vom 20. Mai 2010 geschieden. Die 

elterliche Sorge wurde beiden Eltern belassen, B._____ unter die Obhut von 

F._____ gestellt und A._____ das Recht eingeräumt, B._____ jedes Wochenende 

von Freitag Abend, 17 Uhr, bis Sonntag, 18 Uhr, zu betreuen (act. 8/7 bzw. act. 

8/9 [Sammelbeilage]). Jedes der Eltern sollte mit B._____ auch die Hälfte ihrer 

Ferien verbringen können. Im Herbst 2011 erstattete F._____ gegen A._____ bei 

der Stadtpolizei Zürich Anzeige wegen ständigen Belästigens durch Telefonanrufe 

und Senden von SMS wie auch wegen Drohung (act. 8/1). Am 27. September 

2011 wurde gestützt auf das Gewaltschutzgesetz ein Betret- und Kontaktverbot 

angeordnet (act. 8/2 S. 7, act. 8/3). A._____ stellte in Abrede, dass er seine von 

ihm geschiedene Frau belästigt oder bedroht habe, sondern hielt vielmehr fest, er 

habe sie am Samstag, 24. September 2011, mit einem Zuhältertyp gesehen, was 

ihm Angst mache (act. 8/2 S. 6 unten). Das Betret- und Kontaktverbot gegenüber 

F._____ wurde offenbar bis Ende Dezember 2011 verlängert. Unklar ist, ob das 

Kontaktverbot auch gegenüber der Tochter B._____ verlängert wurde (vgl. act. 

8/9 S. 4 und S. 5).  

1.2. Die Stadtpolizei Zürich machte in der Folge die Vormundschaftsbehörde der 

Stadt Zürich über die Familiensituation A._____-F._____ aufmerksam (act. 8/5). 

Der Waisenrat (Vormundschaftsbehörde) übertrug die Abklärung der Lebensver-

hältnisse von B._____ noch im September 2011 dem dafür zuständigen Sozial-

zentrum G._____ bzw. dort tätigen Sozialarbeiterinnen (act. 8/6, act. 8/5). 

A._____ wandte sich im September 2011 an die Stadtpolizei, im Oktober 2011 

auch an die Vormundschaftsbehörde, und schilderte den Behörden, dass er in 

grosser Sorge um seine Tochter sei, seine Frau leide vermutlich an einer kleinen 

psychischen Erkrankung, sie sei nicht einsichtig und verweigere jede ärztliche 

Behandlung (act. 8/9, act. 8/7, act. 8/12). Die Stadtpolizei Zürich fasste im Rap-

port vom 12. Oktober 2011 die Ausführungen von A._____ wie folgt zusammen 

(act. 8/9 S. 3): Er, A._____, wolle seiner Ehefrau gegenüber nichts Böses, sie 

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seien zwar vor dem Schweizer Recht geschieden, jedoch vor Gott und der Bibel 

würden sie immer verheiratet bleiben, er wolle aber auch nach der Scheidung ge-

genüber seiner Ehefrau nichts Böses. Er mache sich aber Sorgen um seine Toch-

ter. Jetzt sei sie gerade mit der Mutter (F._____) unterwegs nach Italien. Er wolle 

wissen, wo genau sie in Italien hin fahren und mit wem sie verreisen würden. Sie 

hätten das gemeinsame Sorgerecht und er müsse wissen, wo sich die Tochter 

aufhalte. Am Vortag sei das Kontaktverbot zu seiner Tochter aufgehoben worden 

und heute Morgen, als er um 8 Uhr habe anrufen wollen, habe er die Tochter 

nicht erreichen können. Ausgerechnet heute würde seine Ehefrau mit der Tochter 

ins Ausland reisen. Sie sei jetzt schon etwa drei Mal nach H._____ auf den Markt 

gefahren. Es wäre schon möglich, dass sie jetzt auch dorthin fahre, aber dann 

müsse man ihm das sagen. Er, A._____, wolle seine Tochter so schnell wie mög-

lich sehen und ihr alles erklären. Es habe F._____ in der Folge von der Polizei te-

lefonisch erreicht werden können, und sie habe erklärt, sie sei unterwegs mit 

B._____ nach H._____, sie wollten dort den Markt besuchen. Sie habe A._____ 

wegen des Kontaktverbotes nicht persönlich über den Ausflug nach H._____ ori-

entiert, ihm aber über einen Freund ausrichten lassen, dass er B._____ heute 

nicht sehen könne, weil sie nach H._____ fahren würden (act. 8/9 S. 4).  

1.3. Mit Eingabe vom 19. Dezember 2011 gelangte A._____ erneut an die Vor-

mundschaftsbehörde Zürich und ersuchte sinngemäss darum, B._____ während 

der gesamten Weihnachtsferien zu sich nehmen zu dürfen (act. 8/13 und act. 

8/14). Dieser Antrag koinzidierte aber mit einer Vorabinformation durch die mit der 

Abklärung betrauten Sozialarbeiterin an den zuständigen Waisenrat der Vor-

mundschaftsbehörde. Gemäss Lehrpersonen von B._____ wie auch gemäss des 

Schulpsychologischen Dienstes lägen eindeutige und entschiedene Information 

vor, die auf eine akute Gefährdung des Kindswohls von B._____ hinweisen wür-

den, weshalb nach Ansicht aller involvierten Personen ein Obhutsentzug gemäss 

Art. 310 ZGB sowie die Errichtung einer Beistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 1 

und 2 ZGB notwendig sei (act. 8/15). Es handle sich insgesamt um einen sehr 

heiklen Fall. Die Sachlage erfordere eine präzise und wohlüberlegte Vorgehens-

weise (ebenda). Der Abklärungsbericht würde Ende Januar 2012 vorliegen.  

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1.4. Am 2. Februar 2012 machte A._____ im Beisein der Tochter B._____ ge-

genüber der Polizei geltend, dass die Mutter B._____ jeweils am Nachmittag nach 

der Schule vor dem Haus warten lasse, bis sie, die Mutter, von der Arbeit nach 

Hause komme. Er, A._____, wolle mit der Meldung bezwecken, dass seine Toch-

ter wieder einen Schlüssel zur Wohnung der Mutter erhalte (act. 8/19 S. 3 unten 

f.). Nachdem die Polizei die anwesende B._____ hatte zu Wort kommen lassen 

(act. 8/19 S. 5 unten f.), und die Mutter telefonisch zum zur Meldung gebrachten 

Sachverhalt befragen konnte (act. 8/19 S. 4 unten f.), sah die Stadtpolizei Zürich 

von polizeilichen Massnahmen ab, erklärte aber, an die Vormundschaftsbehörde 

zu rapportieren (act. 8/19 S. 6 unten). Die Stadtpolizei hielt zuhanden der Vor-

mundschaftsbehörde fest, dass das schwierige Verhältnis zwischen den Eltern 

von B._____ auf der Dienststelle mittlerweile bekannt sei, und A._____ immer 

wieder versuche, sein Kind zu beeinflussen (act. 8/19 S. 6 unten).  

2.1. Am 29. Februar 2012 lag der Abklärungsbericht der verantwortlichen Sozial-

arbeiterinnen des Sozialzentrums G._____ über die Situation von B._____ vor 

(act. 8/21). Beantragt wurde im Wesentlichen ein Obhutsentzug und die Errich-

tung einer Beistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 1 und 2 aZGB. Gewisse Anträge 

wurden im für A._____ bestimmten Exemplar eingeschwärzt (vgl. hierzu unter II. 

3.1.1.). Der Abklärungsbericht wurde allerdings (noch) nicht den Eltern übermit-

telt. Der Waisenrat der Vormundschaftsbehörde Zürich liess gestützt auf den Ab-

klärungsbericht und zwecks Festlegung von Kindesschutzmassnahmen auf den 9. 

Mai 2012 zur Anhörung vorladen (act. 8/25). Am 9. Mai 2012 hörte der Waisenrat 

B._____ wie auch die Eltern im Beisein der für den Bericht verantwortlich zeich-

nenden Sozialarbeiterin und eines Adjunkten zur Frage der Fremdplatzierung, 

Beistandschaft etc. an (act. 8/27). Dem Vater wurde im Anschluss an die Anhö-

rung eine Unterredung mit dem Waisenrat unter vier Augen gewährt (act. 8/27 S. 

3). Da beide Eltern sich mit einer Platzierung von B._____ im Internat D._____ in 

E._____ einverstanden erklärten, wurde der Antrag auf Obhutsentzug nicht mehr 

aufrechterhalten. Die im Abklärungsbericht geäusserte Empfehlung auf überwach-

ten persönlichen Verkehr wollte die Vormundschaftsbehörde Zürich auch nicht 

mehr weiter verfolgen. An der Errichtung einer Beistandschaft, und zwar mit 

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C._____ als Beistand, hielt sie fest (act. 8/27 S. 2). Den Kindseltern wurde dies 

anlässlich der Anhörung so mitgeteilt (act. 8/27 S. 3). 

2.2. Noch am Abend nach der Anhörung kam es wegen einer Lappalie (wegen 

eines Nagellackfläschchens) zu Handgreiflichkeiten zwischen der Mutter und 

B._____. Sowohl die Mutter als auch B._____ trugen Schürfungen und Prellungen 

davon (zu den jeweiligen Verletzungsbildern vgl. act. 8/33, Austrittsbericht Stadt-

spital Triemli vom 10. Mai 2012 bzw. act. 8/45 [die Verletzungen der Mutter wur-

den von der Stadtpolizei festgehalten]). B._____ rief nach der handgreiflichen 

Auseinandersetzung mit ihrer Mutter ihren Vater an und bat ihn, sie, B._____, ab-

zuholen. A._____ brachte seine Tochter noch am gleichen Abend ins Triemlispital 

zur Abklärung, wo sie aber wegen medizinischen unauffälligen Verlaufs noch am 

selben Abend wieder entlassen werden konnte. Die verantwortlichen Ärzte hielten 

aber eine Gefährdungsmeldung an die Vormundschaftsbehörde für angezeigt 

(act. 8/38). Zwei Tage später erschien A._____ am 11. Mai 2012 auf der Polizei-

wache und erstattete Anzeige gegen F._____ wegen Körperverletzung und Tät-

lichkeit zum Nachteil der Tochter B._____ (act. 8/33 S. 6 des Polizeirapports 

[Sammelbeilage], Strafantrag vom 14. Mai 2012). Am Tag zuvor hatte bereits die 

Mutter wegen des Vorfalls vom 9. Mai 2012 eine Anzeige gegen ihre Tochter we-

gen Tätlichkeit erstattet. Die Mutter verzichtete am 18. Mai 2012 auf einen Straf-

antrag gegen ihre Tochter (act. 8/45 [Sammelbeilage]) bzw. zog diesen zurück. 

Sie führte an, dass B._____ von ihrem Vater gegenüber ihr, der Mutter, instru-

mentalisiert werde, weshalb die ihr, der Mutter, von der Tochter entgegen ge-

brachte Aggressivität nicht B._____ angelastet werden könne.  

2.3. Am 15. Mai 2012 erschien F._____ wiederum auf dem Polizeiposten und er-

stattete Strafanzeige gegen A._____ wegen Drohung und Nötigung. B._____ sei 

trotz entsprechender Abmahnungen nicht zu ihr zurückgebracht worden. Ebenso 

machte F._____ geltend, dass A._____ ihr unter Androhung ernstlicher Nachteile 

Dokumente zur Unterschrift vorgelegt habe. Er habe ihr gesagt, sollte sie diese 

Dokumente nicht unterschreiben, z.B. ihm das alleinige Sorgerecht überlassen, so 

würde er ihr das Leben zur Hölle machen (act. 8/33 [Sammelbeilage], Einvernah-

me vom 15. Mai 2012). Ebenso habe er an sie adressierte Post an ihn umleiten 

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lassen. Am 18. Mai 2012 wurde A._____ vorübergehend in Haft gesetzt, aber 

noch am gleichen Tag wieder aus der Haft entlassen (act. 8/42). B._____, die sich 

nach wie vor beim Vater aufhielt und eigenen Angaben zufolge nicht zu ihrer Mut-

ter hatte gehen wollen, wurde bei einer Bekannten der Mutter untergebracht (act. 

8/35, Bericht Stadtpolizei Zürich, Kinderschutz, act. 8/41). Es wurde erneut ge-

stützt auf das Gewaltschutzgesetz für die Dauer von 14 Tagen bis mindestens 1. 

Juni 2012 ein Betret- und Kontaktverbot für A._____ angeordnet (act. 8/40 und 

act. 8/41, act. 8/42). Am Sonntag, 22. Mai 2012, kehrte B._____ in den mütterli-

chen Haushalt zurück und wollte auch dort bleiben (act. 8/56, act. 8/47). Das Kon-

taktverbot gegenüber der Tochter B._____ wurde mit Verfügung des Zwangs-

massnahmengerichts des Bezirksgerichtes Zürich per 6. Juni 2012 aufgehoben 

(act. 8/52).  

2.4. Mit Beschluss der Vormundschaftsbehörde vom 5. Juni 2012 wurde für 

B._____ eine Beistandschaft nach Art. 392 Ziffer 2 aZGB errichtet. Der Beistand, 

I._____, wurde im Wesentlichen beauftragt, B._____ in den Strafverfahren betref-

fend ihrer Eltern zu vertreten (act. 8/48). B._____ erklärte wenig später gegenüber 

einer polizeilichen Sachbearbeiterin, dass sie nicht bereit sei, in einem Strafver-

fahren Aussagen zu machen, weil sie weder ihre Mutter noch ihren Vater in ir-

gendeiner Form benachteiligen oder belasten wolle (act. 8/83, Einstellungsverfü-

gung der STA Zürich vom 16. Juli 2012 bzw. 18. Juli 2013, S. 2 und S. 5). Mit Be-

schluss der Vormundschaftsbehörde vom 16. Oktober 2012 wurde die Beistand-

schaft gemäss Art. 392 Ziff. 2 aZGB aufgehoben (act. 8/83).  

3.1. A._____ reichte anfangs Juni 2012 am Bezirksgericht Zürich eine Klage auf 

Abänderung des Scheidungsurteils vom 20. Mai 2010 im Sinne einer Neuordnung 

der elterlichen Sorge über B._____ sowie der damit zusammenhängenden Be-

suchsrechte und Unterhaltsverpflichtungen ein. Gleichzeitig stellt er ein Gesuch 

um Anordnung vorsorglicher Massnahmen (vgl. act. 8/59). Aufgrund der sachli-

chen Doppelzuständigkeit gemäss Art. 315a Abs.3 ZGB übernahm das Bezirksge-

richt das bereits eingeleitete Kindesschutzverfahren zur Weiterbehandlung, und 

die Vormundschaftsbehörde schrieb das Verfahren an ihren Registern ab (vgl. 

act. 8/57, act. 8/61, act. 8/77).  

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3.2. Mit Entscheid vom 25. Juni 2012 wurden die Anträge von A._____ auf Er-

lass vorsorglicher Massnahmen abgewiesen und B._____ (einstweilen) unter der 

elterlichen Sorge beider Parteien belassen (act. 8/86 S. 29, Dispositivziffern 1 und 

2). Die Obhut über B._____ wurde den Eltern ab Beginn des Schuljahres 

2012/2013 für die Dauer des Verfahrens entzogen und B._____ auf unbestimmte 

Zeit fremdplatziert. Auf Beginn des Schuljahres 2012/2013 wurde B._____ im In-

ternat D._____ untergebracht. Den Eltern wurde an den Wochenende jeweils al-

ternierend ein Besuchsrecht eingeräumt. Die Betreuung von B._____ während 

der Ferien und an Feiertagen sollte nach wie vor je hälftig von beiden Eltern 

wahrgenommen werden (act. 8/86 S. 29, Dispositivziffern 3 bis 6). Zudem errich-

tete die Einzelrichterin eine Beistandschaft nach Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB und 

ersuchte die Vormundschaftsbehörde der Stadt Zürich, eine Beistandsperson zu 

ernennen. Die Einzelrichterin ernannte sodann I._____ c/o …, als Prozessbei-

stand für B._____ im Abänderungsverfahren ihrer Eltern. 

3.3. Die Vormundschaftsbehörde ernannte mit Beschluss vom 10. Juli 2012 

C._____, c/o Sozialzentrum G._____, zum Beistand nach Art. 308 Abs. 1 und 2 

aZGB (act. 8/63, act. 8/65, act. 8/86 S. 30 i.V. m. act 63, Dispositivziffer 9, act. 

8/71). Mit Eingabe vom 11. August 2012 an die Vormundschaftsbehörde Zürich 

beschwerte sich A._____ über die Ernennung von C._____ zum Beistand von 

B._____. Er begründete seine Beanstandungen sinngemäss dahingehend, dass 

im Exemplar des Abklärungsberichtes, welches zwischenzeitlich an ihn übermittelt 

worden sei (act. 8/28, act. 8/36), Passagen abgedeckt gewesen seien; Herr 

J._____ von der Vormundschaftsbehörde, sein Team, Frau K._____ und nun 

auch der Beistand würden sich unkorrekt gegenüber ihm, A._____, verhalten. An-

dererseits mache der Beistand C._____ seiner Tochter Angst, und sie wolle des-

halb nichts mit ihm zu tun haben. Er stelle den unveränderten Antrag, den Bei-

stand durch Herr L._____, ehrenamtlicher … in der … Kirche … und Sonntags-

schullehrer von B._____, zu ersetzen (act. 8/82 S. 2, act. 8/67).  

4.1. Mit Beschluss vom 30. Oktober 2012 lehnte es die Vormundschaftsbehörde 

ab, eine neue Wahl zu treffen, und unterbreitete die Angelegenheit dem Bezirks-

rat mit dem Antrag, C._____ als Beistand zu bestätigen (act. 8/93= act. 7/1). Mit 

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Urteil vom 21. November 2013 wies der Bezirksrat Zürich die Beanstandungen 

von A._____ gegen die Wahl von C._____ ab (act. 7/13= act. 6). Auf die Begrün-

dung ist wo nötig zurückzukommen.  

4.2. Am 23. Dezember 2013 erhob A._____ i.S. der Art. 450 f. ZGB i.V.m. § 64 

EG KESR beim Obergericht Beschwerde gegen das Urteil des Bezirksrates vom 

21. November 2013 (act. 2). Die Beschwerde erfolgte rechtzeitig (act. 7/17, act. 

2). Es wurden die Akten von Bezirksrat und der Vormundschaftsbehörde bzw. der 

Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde beizogen (§§ 66 ff. EG KESR; act. 7/1-

17, act. 8/1-121). Auf die Einholung einer Vernehmlassung der Vorinstanz wurde 

verzichtet. Es wurde abgeklärt, ob die Mutter überhaupt mit der Ersetzung des 

Beistandes durch L._____ einverstanden wäre (act. 12). Auch wurden dem Bei-

stand von der Referentin konkrete Fragen gestellt, es wurde der Beistand über-

dies aufgefordert, die Umstände darzustellen, die zum Bericht vom 9. April 2013 

an den Rechtsvertreter der Mutter im Abänderungsverfahren vor Bezirksgericht 

Zürich geführt hatten (act. 8/116, act. 9, act. 10). Dem Beschwerdeführer wurde 

Gelegenheit gegeben, zu diesen Ausführungen Stellung zu nehmen (act. 13 und 

act. 17). Das Verfahren erweist sich als spruchreif. 

II. 

1.1.  Das am 1. Januar 2013 in Kraft getretene neue Kindes- und Erwachsenen-

schutzrecht findet sofort Anwendung auch in materieller Hinsicht (Art. 14 SchlT 

ZGB). Das neue Recht ist prozessual auch auf hängige Verfahren anzuwenden. 

Die wesentlichen Bestimmungen zur Wahl der Person des Beistandes haben al-

lerdings nicht wesentlich geändert. Die Erwachsenenschutzbehörde (vormals 

Vormundschaftsbehörde) hat eine mündige Person als Beistand zu wählen, die zu 

diesem Amte geeignet erscheint (aArt. 375 Abs. 1 i.V.m. aArt. 367 Abs. 3 ZGB; 

Art. 400 Abs. 1 ZGB).  

1.2. Nicht Gegenstand des Verfahrens vor Obergericht können nachfolgende An-

liegen des Beschwerdeführers sein: 

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Da die Aufhebung der Beistandschaft nach Art. 392 Ziff. 2 aZGB nicht Gegen-

stand des angefochtenen Urteils des Bezirksrates ist, kann sie auch im vorliegen-

den Verfahren vor Obergericht nicht geprüft werden (vgl. act. 2 S. 1 "betref-

fend…"). Geltend gemachtes Fehlverhalten von Beistand I._____ ist daher von 

Vornherein nicht zu prüfen (act. 2 S. 3, S. 4 unten). Angebliches Fehlverhalten 

durch die Polizei kann aus dem nämlichen Grund nicht geltend gemacht werden, 

weshalb auch keine Schadenersatz- und Genugtuungsbegehren behandelt wer-

den können (act. 2 S. 6). Auch die Ausführungen des Beschwerdeführers, die sich 

gegen die Fremdplatzierung richten und gegen die Anordnung der Beistandschaft 

nach Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB sind nicht Gegenstand des vorliegenden Verfah-

rens (act. 2 S. 2). Die Fremdplatzierung bzw. die Beistandschaft nach Art. 308 

Abs. 1 und 2 ZGB wurden mit Verfügung vom 25. Juni 2012 von der Einzelrichte-

rin am Bezirksgericht Zürich rechtskräftig angeordnet. Anträge auf Abänderung 

getroffener Kindesschutzmassnahmen sind deshalb bei der Einzelrichterin zu stel-

len.  

2.1. Der Beschwerdeführer will, wenn überhaupt einen Beistand, dann in der 

Person von L._____ als Privatbeistand für B._____ (zuletzt in act. 17 S. 5). 

Hauptkriterium für die Wahl zwischen Privat- und Berufsbeistand ist, wer für das 

konkrete Mandat besser geeignet ist (Ruth E. Reusser, Erwachsenenschutz, Ba-

sel 2012, N 17 zu Art. 400 ZGB). Die vorliegende Familiensituation hat sich trotz 

Scheidung der Ehe der Parteien vor bald 4 Jahren, einem gemeinsamen Sorge-

recht über B._____ und einer faktisch geteilten Obhut nicht beruhigt. Der Konflikt 

breitete sich aus. In einer solchen Situation soll die Beistandschaft nicht einer mit 

dem familiären Umfeld verbundenen Privatperson übertragen werden (Reusser, 

a.a.O.). L._____, welcher wie die Kindseltern der (kleinen) … Gemeinde in … an-

gehört, eignet sich aus diesem Grund für das Amt des Beistandes nicht. F._____ 

attestiert sinngemäss L._____ persönliche Eignung für das Amt, lehnt aber im 

konkreten Fall unter Hinweis darauf, dass L._____ ein sehr guter Freund des Be-

schwerdeführers sei, ihn als Beistand von B._____ ab (act. 12). Der Beschwerde-

führer bestreitet, dass L._____ ein guter Freund von ihm sei, bestätigt aber, dass 

L._____ ein Bekannter aus dem Kreis der … Kirche sei (act. 17 S. 5 oben). Zu-

dem ist fraglich ob L._____ von einer objektiven am Wohl und im langfristigen In-

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teresse von B._____ ausgerichteten Wahrnehmung der Beistandsaufgaben aus-

geht. Gemäss A._____ soll sich nämlich L._____ auf den Standpunkt stellen, 

dass sich B._____ lediglich befristet in einem Internat aufhalten solle ("Er 

[L._____] ist der Auffassung, dass muss nicht mehr als ein Jahr sein, da B._____ 

sich sonst von beiden Eltern distanzieren würde, und es nicht gut für ihre pubertä-

re Entwicklung wäre"; act. 8/82 S. 2, so der Beschwerdeführer in seiner Be-

schwerde an den Bezirksrat).  

Den bezirksrätlichen Ausführungen im angefochtenen Entscheid, weshalb 

L._____ nicht als Beistand in Frage kommt, ist daher beizupflichten.  

2.2. Mit dem Bezirksrat ist weiter festzuhalten, dass der Berufsbeistand C._____ 

persönlich und fachlich für das Amt geeignet ist. Auch die Ausführungen des Be-

schwerdeführers vor Obergericht können an diesem Fazit im Ergebnis nichts än-

dern: 

3.1.1. Der Beschwerdeführer wirft sinngemäss und zusammengefasst dem Bei-

stand C._____ vor, er stehe unter dem Eindruck der grundsätzlich ihm, dem Be-

schwerdeführer, gegenüber negativ handelnden KESB. Als Beweis der Voreinge-

nommenheit aller mit dem Fall betrauten Personen (der Vormundschafts- bzw. 

Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde) führt der Beschwerdeführer den bereits 

erwähnten Abklärungsbericht der fallverantwortlichen Sozialarbeiterinnen vom 28. 

Februar 2012 an (act. 8/21, vgl. auch act. 8/67). 

a) Grundsätzlich ist festzuhalten, dass angebliche Nachlässigkeit der Sozialar-

beiterinnen bzw. des Waisenrats dem Beistand nicht angelastet werden können. 

Das Bezirksgericht übernahm das bereits eingeleitete Kindesschutzverfahren von 

der damaligen Vormundschaftsbehörde Zürich, ordnete mit Verfügung vom  

25. Juni 2012 eine Beistandschaft an und ersuchte die Vormundschaftsbehörde, 

eine Beistandsperson zu ernennen und dieser die vom Gericht genannten Aufga-

ben zu übertragen (act. 8/86 S. 30). Am 28. Juni 2012 teilte die Vormundschafts-

behörde den Kindseltern mit, dass C._____, c/o Sozialzentrum G._____, als Bei-

stand vorgesehen sei (act. 8/65). Der Abklärungsbericht mit den eingeschwärzten 

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Passagen (act. 8/21) war im Zeitpunkt der Ernennung von C._____ zum Beistand 

bereits ein halbes Jahr alt.  

b) Der im damaligen Zeitpunkt einschlägige § 9 VRG (in Verbindung mit § 20 

Gesetz über die Information und den Datenschutz [IDG]) regelte, in welchen Fäl-

len einzelne Dokumente (oder Abschnitte davon) unter Verschluss gehalten wer-

den dürfen (heute ist Art. 53 ZPO als ergänzendes kantonales Recht einschlägig). 

Nicht aktenkundig ist, ob dem Beschwerdeführer mittlerweile der Inhalt der fragli-

chen Textstellen offengelegt wurde. Im vorliegenden Fall kommen schutzwürdige 

private Interessen der Kindsmutter und öffentliche Interessen in Frage (§ 9 Abs. 1 

VRG). Entscheidet sich die Behörde für das Abdecken einzelner Aktenstellen, 

muss sie aber diese Verweigerung der vollen Akteneinsicht in den Akten belegen 

und begründen (9 Abs. 1 Satz 2), und sie soll dem das (komplette) Aktenein-

sichtsrecht Verlangenden den wesentlichen Inhalt des Dokumentes so weit mittei-

len, als es ohne Verletzung der zu schützenden Interessen möglich ist (§ 9 Abs. 2 

VRG).  

c) Die aus Sicht des Vaters vielleicht gut gemeinte Omnipräsenz und die damit 

einhergehenden Konflikte für B._____ in deren Alltag und Entwicklung ziehen sich 

wie ein roter Faden durch die Akten. Für den Beschwerdeführer scheint B._____ 

Mittelpunkt seines Lebens zu sein. Er sieht sie in der Obhut anderer Personen ge-

fährdet und vertritt diesen Standpunkt vehement und konstant. Demgegenüber ra-

ten alle mit B._____ befassten (Betreuungs-)Personen, insbesondere zuletzt nun 

auch die Schulleitung in D._____, dass B._____ das Konfliktfeld der Eltern (drin-

gend) verlassen und Raum und Ruhe für sich und ihre Entwicklung erhalten müs-

se, ohne Hin und Her zu den Eltern und zwischen den Eltern (act. 8/21, act. 

8/22/1, act. 8/22/2, act. 8/121, act. 3/5, act. 18). Wenn unter diesen Vorzeichen, 

und zu einem Zeitpunkt, in welchem ernst zu nehmende Vorfälle aus dem Bereich 

der häuslichen Gewalt bereits zu ersten Gewaltschutzmassnahmen führten, 

Schutzvorkehrungen (nämlich in Form von "eingeschwärzten" Aktenstellen) ge-

troffen werden, um Zwischenfälle bei einer allenfalls superprovisorisch vorzuneh-

menden Fremdplatzierung zu vermeiden, dann kann nicht von Vornherein von ei-

ner Voreingenommenheit der abklärenden Behörden ausgegangen werden. So 

- 13 - 

können, wenn es die Umstände erfordern, auch ausnahmsweise sogenannte ver-

deckte Platzierungen (d.h. ohne Bekanntgabe des Unterbringungsortes) vorge-

nommen werden, die viel einschneidender sind als das Abdecken einzelner Text-

stellen.  

Vorliegend ist zudem zu berücksichtigen, dass anlässlich der Anhörung vom 9. 

Mai 2012 der Abklärungsbericht und die Anträge in groben Zügen besprochen 

wurden (act. 8/27 S. 2). Nicht aktenkundig ist, ob dem Beschwerdeführer anläss-

lich der Anhörung wenigstens dem Sinne nach vom Inhalt der eingeschwärzten 

Textstellen, so wie es § 9 Abs. 2 VRG gebietet, Mitteilung gemacht wurde. Im 

Nachgang zur Anhörung wurde dem Beschwerdeführer der Abklärungsbericht 

(mit den eingeschwärzten Textstellen) zugestellt (act. 8/28 und act. 8/36). Falls 

dem Beschwerdeführer anlässlich der Anhörung keine entsprechenden Erklärun-

gen abgegeben wurden, wäre es zumindest opportun gewesen, dem Kindsvater 

eine kurze schriftliche Begründung dazu mitzugeben, weshalb die Anträge und 

Massnahmen, die auf sofortige Verminderung seines Einflusses auf B._____ ab-

zielen, abgedeckt worden waren, diese Anträge nun aber weitgehend (aufgrund 

des Ergebnisses der Anhörung) ohnehin nicht mehr aktuell seien.  

Es bleiben zwei verdeckte (Halb-)Sätze im Abklärungsbericht (act. 8/21), die  

nicht direkt Kindesschutzmassnahmen zum Gegenstand haben, sondern das  

zwischenmenschliche Verhältnis der Eltern (act. 8/21 S. 4 Mitte und S. oben). Es 

liesse sich argumentieren, die ohnehin nur schwierig zu kommunizierende Ein-

schätzung der beobachteten (krisenhaften) zwischenmenschlichen Verhältnisse 

oder des (unter Umständen auch Angst einflössenden) Verhaltens einer Person 

könne in einem Abklärungsbericht eingeschwärzt werden, um in der gespannten 

Situation das Wohlwollen beider Eltern und insbesondere hier des Vaters und 

seiner Seite zu erwerben und zu behalten. Eine Abdeckung vermuteter Defizite 

lässt sich aber nur sehr zurückhaltend rechtfertigen bzw. es sind der betroffenen 

Person unwillkommene Einschätzungen seines Verhaltens grundsätzlich offen zu 

legen. Eine parallele Kommunikation braucht es auch hier, d.h. der betroffenen 

Person ist kundzutun, weshalb die Offenlegung einer Information im Moment als 

nicht opportun erachtet wird. Weiterungen können aber unterbleiben, da die bei-

- 14 - 

den abgedeckten Sätze nicht fallrelevant sind. Der Beistand hat seine Einschät-

zung der zwischenmenschliche Verhältnisse von Anfang an offen gegenüber dem 

Beschwerdeführer kommuniziert (act. 8/94). 

3.1.2. Aus diesen Erwägungen folgt, dass das Einschwärzen der Textstellen nicht 

dem Beistand angelastet werden kann. Trotz des eingeschwärzten Inhaltes im 

Abklärungsbericht vom 28. Februar 2012 (act. 8/21) kann dem Beistand keine 

Pflichtverletzung vorgeworfen werden, die seine Nichtwahl bzw. seine Amtsent-

hebung rechtfertigen könnte.  

3.2. Der Beistand erstattete dem Rechtsvertreter der Mutter im Abänderungspro-
zess vor dem Bezirksgericht am 9. April 2013 Bericht über die Einschätzung der 

aktuellen Lebenssituation von B._____ (act. 8/112). Mit dieser einseitigen Be-

richterstattung an einen Parteivertreter konfrontiert, erklärt der Beistand, dass es 

von ihm nicht richtig gewesen sei, zuhanden einer Partei Bericht zu erstatten, und 

er lässt diesen Vorwurf über seine Amtsführung gelten (act. 9). Nicht um sein Tun 

zu rechtfertigen, aber als Erklärung führte der Beistand an, dass er sich im April 

2013 zur streitgegenständlichen Berichterstattung an den Parteivertreter der 

Kindsmutter veranlasst sah, weil er Massnahmen zum Wohl von B._____ mittler-

weile als dringend geboten erachtete. Der Beistand weiss, dass er im Interesse 

des Kindeswohls gleichermassen beiden Elternteilen verpflichtet ist und sich im-

mer wieder neu um eine gute Zusammenarbeit mit den Eltern bemühen muss 

(act. 9), auch wenn es in der gegebenen Situation nicht immer leicht ist. Es ist an-

zunehmen, dass der Beistand weiss, dass er im Interesse des Kindes das Gericht 

auch unaufgefordert über seine Tätigkeit auf dem Laufenden halten muss unter 

Zusendung der entsprechenden Unterlagen, damit das Gericht die nötigen Vor-

kehrungen treffen kann. Das Gericht ist mit wesentlichem Neuem unaufgefordert 

zu bedienen. Das Gesetz autorisiert die Behörden zusammenzuarbeiten (Art. 448 

Abs. 1 ZGB).  

Dass der Beistand sein Amt auf die leichte Schulter nimmt oder vernachlässigt, 

kann nicht gesagt werden. Der Beistand hatte trotz Anfechtung seiner Wahl die 

Beistandschaft zu führen und ist im Interesse von B._____ tätig geworden (vgl. 

hierzu die im Jahre 2012 noch geltende Sonderregel von aArt. 389 i.V.m. aArt. 

- 15 - 

367 Abs. 3 ZGB, wonach der Gewählte trotz Ablehnung oder Anfechtung ver-

pflichtet ist, die Massnahmen zu führen, bis er seines Amtes enthoben ist; diese 

Regel findet sich im neuen Recht nicht mehr). Es können ihm denn auch − sieht 

man vom erwähnten einzigen Fehler ab − keine Fehl-Entscheidungen angelastet 

werden. Der einzige Fehler ist zudem nicht als gravierend zu beurteilen, wie be-

reits vermerkt wurde.  

3.3.1. Aufgrund der zahlreichen Korrespondenz und aufgrund der diversen Stel-

lungnahmen des Beschwerdeführers ergibt sich, dass es zwar an Vertrauen zwi-

schen dem Beschwerdeführer und dem Beistand mangelt. Entgegen den Ausfüh-

rungen des Beschwerdeführers liegen hingegen keine Anzeichen dafür vor, dass 

B._____ den Beistand ablehnt. Für das von Anfang an fehlende Vertrauensver-

hältnis vom Beschwerdeführer zum Beistand lässt sich aus den Akten nichts 

Greifbares herausarbeiten. Der Beschwerdeführer stellte gemäss einer Telefon-

notiz des Beistandes vom 22. November 2012 den Auftrag des Gerichts an ihn, 

den Beistand, von Beginn weg in Frage (act. 8/94). Der Beschwerdeführer hat 

auch sofort (erfolglos) Rechtsmittel gegen die Anordnung der Beistandschaften 

ergriffen (act. 8/102, act. 8/111, act. 8/116). Durch den erst Monate später erstat-

teten Bericht vom 9. April 2013 des Beistandes an den Rechtsvertreter der 

Kindsmutter (act. 8/112) sah sich der Beschwerdeführer in seiner Voreingenom-

menheit gegenüber dem Beistand lediglich bestätigt.  

3.3.2. Wenn man im Hinblick auf das fehlende Vertrauensverhältnis des Be-

schwerdeführers zum Beistand C._____ eine Nichtwahl (oder hier einen Wechsel 

des Beistandes) ins Auge fasste, stellt sich die Frage nach dem Nutzen und nach 

der Erfolgswahrscheinlichkeit einer solchen Massnahme. Hier bestehen grösste 

Zweifel. Der Beschwerdeführer selbst gibt kund, dass er bis heute die Scheidung 

seiner Ehe mit der Kindsmutter nicht akzeptieren (oder verarbeiten) kann. In der 

Beschwerdeschrift an das Obergericht hält er fest, dass er als Vater die Familie 

zum Wohle des Kindes zusammenhalten müsse (act. 2 S. 5). Das Verhältnis der 

Eltern von B._____ zueinander ist sehr gespannt. Selbst die angeordneten vor-

sorglichen Massnahmen vom 25. Juni 2012 (act. 8/86), wonach beiden Eltern wei-

terhin je hälftig ein Wochenend- und Ferienbesuchsrecht zukommen soll, konnten 

- 16 - 

keine Beruhigung bringen. Die Einzelrichterin machte den Beschwerdeführer im 

Entscheid vom 25. Juni 2012 darauf aufmerksam, dass B._____ sich nur auf die 

neue Situation (im Internat) einlassen könne, wenn sie merke, dass ihre Eltern 

hinter der Platzierung stehen und sich an das ihnen eingeräumte Besuchsrecht 

halten (act. 8/86 S. 26). Insbesondere mit Bezug auf den Kläger (gemeint der Be-

schwerdeführer), welcher sich ausdrücklich gegen die Unterbringung B._____s in 

einem Internat ausgesprochen habe, würden erhebliche Zweifel daran bestehen, 

so die Einzelrichterin, dass ihm (dem Beschwerdeführer) ohne Unterstützung ei-

ner Fachperson dies gelingen würde (ebenda).  

Heute wehrt sich der Beschwerdeführer immer noch gegen eine Platzierung von 

B._____ in einem Internat und gegen die gestützt auf Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB 

errichtete Beistandschaft. Er stellt sich auf den Standpunkt, dass der Beistand 

C._____ die Beziehung zu seiner Tochter zu zerstören versucht (act. 2 S. 3). In 

seiner Eingabe an das Obergericht vom 22. Februar 2014 hält der Beschwerde-

führer fest, er sei mit der Errichtung einer Beistandschaft nie einverstanden gewe-

sen, egal ob Herr C._____ oder eine [andere] Person, und er bleibe konsequent 

bei dieser Meinung (act. 17 S. 2 unten). Unter diesen Umständen ist schwierig zu 

sehen, wie ein anderer Beistand, seine Pflichten, wie etwa die Regelung des Kon-

taktes von B._____ zu ihren Eltern im verbindlich festgesetzten Rahmen, erfüllen 

kann, ohne sich von vornherein bereits die Missbilligung des Vaters nur schon 

deshalb zuzuziehen, weil er Beistand ist. Auch ein neuer Beistand hätte zudem 

für den Vater unwillkommene Entscheidungen zu treffen und zu vermitteln. Von 

einem Wechsel des Beistandes kann deshalb keine Besserung erhofft werden. 

Berücksichtigt man, dass Mandatsträgerwechsel, wenn immer möglich, zu ver-

meiden sind, weil Kontinuität in der Person des Mandatsträgers einer der Erfolgs-

faktoren für das Gelingen von Kindesschutzmassnahmen ist, so sprechen die 

vorgebrachten Einwände nicht für einen Wechsel des Beistandes. Dem Be-

schwerdeführer ist es zuzumuten, sich mit dem Beistand C._____ zu verständi-

gen und mit ihm zu kooperieren.  

3.4. Aufgrund dieser Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf 

einzutreten ist. 

- 17 - 

III. 

Umständehalber sind keine Kosten zu erheben. Damit wird das Gesuch des Be-

schwerdeführers um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege obsolet.  

Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird, und das 

Urteil des Bezirksrates Zürich, II. Kammer, vom 21. November 2013 wird be-

stätigt. 

2. Für das zweitinstanzliche Verfahren werden keine Kosten erhoben. 

3. Schriftliche Mitteilung an den Beschwerdeführer, an die Kindsmutter, 

F._____, … [Adresse], die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde der 

Stadt Zürich, die Direktion der Justiz und des Innern (Gemeindeamt des 

Kantons Zürich) sowie - unter Rücksendung der eingereichten Akten - an 

den Bezirksrat Zürich, sowie an die Obergerichtskasse, je gegen Empfangs-

schein. 

4. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

- 18 - 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 
Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. 
Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer 

 
Der Gerichtsschreiber: 

 
 
 

lic. iur. T. Engler 
 
 
versandt am: 

	Urteil vom 27. Februar 2014
	Beschluss Nr. 1699 der Vormundschaftsbehörde der Stadt Zürich vom  10. Juli 2012 (act. 8/71 und siehe act. 8/93):
	Urteil des Bezirksrates Zürich, Kammer II, vom 21. November 2013 (act. 6 = act. 7/13):
	Erwägungen:
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird, und das Urteil des Bezirksrates Zürich, II. Kammer, vom 21. November 2013 wird bestätigt.
	2. Für das zweitinstanzliche Verfahren werden keine Kosten erhoben.
	3. Schriftliche Mitteilung an den Beschwerdeführer, an die Kindsmutter, F._____, … [Adresse], die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde der Stadt Zürich, die Direktion der Justiz und des Innern (Gemeindeamt des Kantons Zürich) sowie - unter Rücksendung...
	4. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...