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**Case Identifier:** 43668914-1919-5ace-9a66-fa8eda849494
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-09-17
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 17.09.2018 KV-Z 2016/6
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_KV-Z-2016-6_2018-09-17.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: KV-Z 2016/6

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: KV - Krankenversicherung

Publikationsdatum: 15.12.2020

Entscheiddatum: 17.09.2018

Entscheid Versicherungsgericht, 17.09.2018
Krankentaggeld, VVG-Zusatzversicherung zur sozialen 
Krankenversicherung. Der Nachweis der Arbeitsunfähigkeit zur 
Geltendmachung von Taggeldleistungen obliegt der versicherten Person. 
Würdigung medizinischer Berichte. Leistungsbegründende 
Arbeitsunfähigkeit in der strittigen Periode nicht nachgewiesen (Entscheid 
des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 17. September 2018, 
KV-Z 2016/6).

Entscheid vom 17. September 2018

Besetzung                                                                      

Versicherungsrichterin Miriam Lendfers (Vorsitz), Versicherungsrichter Joachim Huber 

und Versicherungsrichterin Marie Löhrer;

Gerichtsschreiber Philipp Geertsen          

Geschäftsnr.                                                                                                                 

KV-Z 2016/6            

Parteien 

Oberstufenschulgemeinde A.___,

Klägerin,

vertreten durch Rechtsanwältin Nathalie Glaus, MLaw, Glaus & Partner, Obergasse 28, 

Postfach 133, 8730 Uznach,

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gegen

Sympany Versicherung AG, Peter Merian-Weg 4, 4002 Basel,

Beklagte,

Gegenstand                                                                   

Krankentaggelder für B.___

Sachverhalt

A.   

A.a  B.___ arbeitete als Oberstufenlehrperson in der Oberstufenschulgemeinde A.___ 

(act. G 9.3) und war dadurch bei der Sympany Versicherung AG (nachfolgend: 

Sympany) krankentaggeldversichert. Die Oberstufenschulgemeinde A.___ teilte der 

Sympany mit Krankheitsanzeige vom 13. Januar 2014 mit, B.___ sei seit 27. Dezember 

2013 wegen Krankheit arbeitsunfähig (act. G 9.8). Der behandelnde Dr. med. C.___, 

Facharzt für Allgemeine Medizin, berichtete am 24. Januar 2014, der Versicherte leide 

an einer reaktiven Depression. Er bescheinigte ihm für die Dauer vom 27. Dezember 

2013 bis 21. Januar 2014 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Es handle sich mehrheitlich 

um ortsspezifische Probleme, die dringend einer näheren Betrachtung bedürften (act. 

G 9.10). Der behandelnde Dr. med. D.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 

bescheinigte dem Versicherten über den 21. Januar 2014 hinaus eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit (act. G 1.11). Die Sympany erbrachte in der Folge Taggeldleistungen 

und teilte dem Versicherten am 24. März 2014 mit, dass sie diese noch bis am 31. 

März 2014 auf Basis einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit erbringe. Danach schliesse sie 

den Fall ab (act. G 9.11).

A.b  Im Schreiben an die Sympany vom 3. April 2014 führte Dr. D.___ aus, im Rahmen 

eines längerdauernden Konflikts in der Schulleitung habe sich beim Versicherten eine 

depressive Symptomatik mit körperlichen Symptomen, Antriebsproblemen, 

Gedankenkreisen und Ängsten entwickelt (act. G 9.12). Dr. med. E.___, Facharzt für 

Psychiatrie und Psychotherapie FMH, untersuchte den Versicherten (offenbar in dessen 

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Auftrag) am 24. Juni 2014. Im Bericht vom 26. Juni 2014 gab er an, der Versicherte 

leide an einer andauernden Persönlichkeitsänderung (ICD-10: F62), an einer schweren 

depressiven Episode mit Angstzuständen (ICD-10: F32.2) und an einem Status nach 

Prostatacarzinom 2013. Er bescheinigte dem Versicherten zurzeit und „sicherlich“ für 

die nächsten 12 Monate eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für jegliche Tätigkeiten (act. 

G 9.13).

A.c  Die Vertrauensärztin der Sympany Dr. med. F.___, Fachärztin für Psychiatrie und 

Psychotherapie, gelangte nach einer Würdigung der Aktenlage zum Schluss, dass die 

Beurteilung durch Dr. E.___ nicht nachvollziehbar sei. Sie empfahl eine Begutachtung 

(E-Mail vom 19. Juli 2014, act. G 9.15). Am 19. August 2014 wurde der Versicherte vom 

Vertrauensarzt der Sympany pract. med. G.___, Facharzt für Psychiatrie und 

Psychotherapie, untersucht. Er stellte keine Diagnose mit Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit. Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit erhob er eine 

Anpassungsstörung im Rahmen eines Arbeitsplatzkonflikts mit Kränkungserleben und 

depressiver Auslenkung (ICD-10: F43.2). Zur depressiven Auslenkung sei es 

Weihnachten 2013 gekommen. Die Belastung habe sicherlich schon einige Monate 

vorher angefangen. Aufgrund des Arbeitsplatzkonflikts mit Kränkungserleben sei es 

beim Versicherten zu einer depressiven Auslenkung und Zukunftsängsten gekommen. 

Diese seien mittlerweile überwunden. Der Versicherte habe bereits ab März 2014 

wieder Zukunftsperspektiven entwickeln und sich bezüglich der geplanten 

Selbstständigkeit vorbereiten können. Er verfüge über eine 100%ige Arbeitsfähigkeit 

für seine jetzige berufliche Tätigkeit (Bericht vom 3. September 2014, act. G 9.18).

A.d  Mit Schreiben vom 3. Juli 2015 wurde der Sympany vom Rechtsvertreter des 

Versicherten bekannt gegeben, dass dieser allfällige Taggeldansprüche an die 

Oberstufenschulgemeinde A.___ abgetreten habe und das Arbeitsverhältnis beendet 

worden sei (act. G 9.7). Am 27. August 2015 teilte die Sympany der Rechtsvertreterin 

der Oberstufenschulgemeinde A.___ mit, dass spätestens ab April 2014 kein Anspruch 

auf Taggelder mehr bestanden habe (act. G 9.29). Diese vertrat im Schreiben vom 8. 

Dezember 2015 den Standpunkt, dass die Leistungseinstellung per 1. April 2014 zu 

Unrecht erfolgt sei und machte eine Taggeldforderung bezüglich des Versicherten für 

den Zeitraum vom 1. April bis 31. Dezember 2014 von insgesamt Fr. 90‘805.-- geltend 

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(act. G 9.30). Die Sympany hielt an der Leistungseinstellung per 1. April 2014 fest 

(Schreiben vom 14. Dezember 2015, act. G 9.31).

B.   

B.a  In der am 1. März 2016 erhobenen Klage beantragt die Klägerin von der Beklagten 

unter dem Titel des vom Versicherten abgetretenen Taggeldanspruchs die Bezahlung 

von Fr. 90‘805.--; unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Zur Begründung bringt sie 

im Wesentlichen vor, dass der Versicherte auch im Zeitraum vom 1. April bis 31. 

Dezember 2014 krankheitsbedingt zu 100% arbeitsunfähig gewesen sei (act. G 1).

B.b  Die Beklagte beantragt in der Klageantwort vom 11. Juli 2016 die Abweisung der 

Klage; unter „o-/e-Kostenfolge“. Sie vertritt den Standpunkt, dass der Versicherte ab 1. 

April 2014 wieder voll arbeitsfähig gewesen sei, da ab diesem Zeitpunkt kein relevanter 

(psychischer) Gesundheitsschaden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit mehr 

vorgelegen habe. Der Grund dafür, dass der Versicherte seine Arbeitstätigkeit nicht 

mehr ausgeübt habe, sei vielmehr im offensichtlich bestehenden Arbeitskonflikt 

zwischen ihm und der Klägerin gelegen (act. G 9).

B.c  Die Parteien haben auf die Durchführung einer mündlichen Verhandlung zugunsten 

eines zweiten Schriftenwechsels verzichtet (act. G 10, G 12 und G 13).

B.d  In der Replik vom 10. Oktober 2016 hält die Klägerin unverändert an der Klage fest 

(act. G 14).

B.e  Die Beklagte hält in der Duplik vom 14. November 2016 unverändert an der 

beantragten Klageabweisung fest (act. G 16).

B.f  Das Versicherungsgericht forderte die Klägerin am 26. Juli 2017 auf, verschiedene 

Unterlagen, u.a. die vollständigen IV-Akten, einzureichen (act. G 20). Diese reichte am 

7. November 2017 die Kranken- und Behandlungsgeschichte von Dr. D.___, Unterlagen 

von Dr. E.___ und die vollständigen IV-Akten (CD) ein. Aus diesen Akten gehe hervor, 

dass B.___ in der ganzen geltend gemachten Zeit arbeitsunfähig gewesen sei (act. G 

26). Am 7. Mai 2018 äusserte sich die Beklagte zu den eingereichten Akten und hielt 

unverändert an der beantragten Klageabweisung fest (act. G 32). Hierzu nahm die 

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Klägerin am 1. Juni 2018 Stellung (act. G 34) und reichte eine Kostennote der 

Rechtsvertreterin ein (act. G 34.1).

Erwägungen

1.   

Mit der Klage beantragt die Klägerin Leistungen aus einer kollektiven Krankentaggeld-

versicherung.

1.1  Gemäss Ziff. 12 der vorliegend unbestrittenermassen anwendbaren Allgemeinen 

Versicherungsbedingungen (AVB) der Beklagten zur Lohnausfallsversicherung, 

Ausgabe 2011 (act. G 9.5; siehe auch act. G 1.3), steht der klagenden Partei bei 

Streitigkeiten aus dem Versicherungsvertrag wahlweise die Anrufung des Gerichts am 

schweizerischen Wohnort, am schweizerischen Arbeitsort oder am Geschäftssitz der 

Beklagten offen. Die Klägerin hat das Gericht am Arbeitsort des Versicherten (Kanton 

St. Gallen) angerufen. Die örtliche Zuständigkeit des Versicherungsgerichts ist damit 

gegeben.

1.2  Das Versicherungsgericht entscheidet gemäss Art. 9 des Einführungsgesetzes zur 

Schweizerischen Zivilprozessordnung (EGZPO; sGS 961.2) in Verbindung mit Art. 7 der 

Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO; SR 272) als einzige kantonale Instanz über 

Streitigkeiten aus Zusatzversicherungen zur sozialen Krankenversicherung nach dem 

Bundesgesetz über die Krankenversicherung (KVG; SR 832.10). Darunter werden 

praxisgemäss auch Zusatzversicherungen wie die vorliegend zu beurteilende 

Kollektivtaggeldversicherung subsumiert, auf die das Bundesgesetz über den 

Versicherungsvertrag (VVG; SR 221.229.1) zur Anwendung gelangt (vgl. etwa BGE 138 

III 2 E. 1.1). Damit sind vorliegend auch die Voraussetzungen der sachlichen und 

funktionellen Zuständigkeit des Versicherungsgerichts erfüllt.

1.3  Vor der Klageanhebung beim Versicherungsgericht ist kein Schlichtungsverfahren 

gemäss Art. 197 ff. ZPO durchzuführen (vgl. BGE 138 III 564 E. 4.6).

2.   

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Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der an die Klägerin 

abgetretene Taggeldanspruch des Versicherten für den Zeitraum vom 1. April bis 31. 

Dezember 2014.

2.1  Der Versicherte hat seine Taggeldansprüche für den eingeklagten Zeitraum an die 

Klägerin abgetreten, was der Beklagten mit Schreiben vom 3. Juli 2015 mitgeteilt 

worden ist (act. G 9.7; siehe auch act. G 9.6). Im Privatversicherungsrecht ist die 

Abtretung von Ansprüchen aus Personenversicherungsverträgen zulässig (vgl. Art. 73 

VVG). Die Beklagte hat die Gültigkeit der Abtretung bzw. die Aktivlegitimation zu keiner 

Zeit bestritten.

2.2  Klagen aus Zusatzversicherungen zur sozialen Krankenversicherung sind gemäss 

Art. 243 Abs. 2 lit. f ZPO ohne Rücksicht auf den Streitwert im vereinfachten Verfahren 

zu behandeln, wobei gemäss Art. 219 ZPO die Bestimmungen über das ordentliche 

Verfahren sinngmäss gelten (vgl. CHRISTOPH LEUENBERGER/BEATRICE UFFER-

TOBLER, Schweizerisches Zivilprozessrecht, 2. Auflage, Bern 2016, N 11.154, N 

11.157). Art. 247 Abs. 2 ZPO sieht vor, dass das Gericht in solchen Streitigkeiten den 

Sachverhalt von Amtes wegen feststellt. Diese sogenannte abgeschwächte oder 

soziale Untersuchungsmaxime gebietet es dem Gericht zwar, den Sachverhalt mit 

eigenen Mitteln abzuklären und mit vertretbarem Aufwand zu einem hinreichend 

sicheren Beweisergebnis zu gelangen. Es ist dabei aber nicht an die Beweisanträge 

gebunden und kann von sich aus Beweis erheben. Die Parteien werden dadurch auch 

nicht von der Mitwirkung an der Erhebung der Beweise und der Erstellung des 

Sachverhalts entbunden. Sie bleiben mitverantwortlich für die Beweisführung und 

haben insbesondere die Beweismittel zu benennen und beizubringen (vgl. BSK ZPO [2. 

Auflage] - PETER GUYAN, Art. 153 N 3 ff., insbesondere N 9; FRANZ HASENBÖHLER 

in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], ZPO Kommentar, 2. Auflage 

Zürich/Basel/Genf 2013 [nachfolgend zitiert mit ZPO Kommentar], Art. 153 N 5 ff.; 

BERND HAUCK in: ZPO Kommentar, Art. 247 N 33; sowie BGE 130 III 107 E. 2.2, BGE 

125 III 238 f. E. 4a und BGE 107 II 236 E. 2c mit weiteren Hinweisen).

2.3  Im Zivilprozess gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 157 ZPO). Das 

Gericht hat bei der Bewertung der erhobenen Beweise unabhängig von abstrakten 

Regeln nach seiner eigenen Überzeugung darüber zu befinden, ob es eine behauptete 

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Tatsache als wahr oder unwahr einstuft. Dabei bleibt es dem Gericht überlassen, die 

Kraft eines Beweismittels nach seiner Überzeugung festzulegen (Urteil des 

Versicherungsgerichts vom 10. Februar 2015, KV-Z 2013/16, E. 2.2 mit Hinweis auf 

HASENBÖHLER, ZPO Kommentar, Art. 157 N 8 f.).

2.4  Nach Art. 8 des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs (ZGB; SR 210) hat, wo es das 

Gesetz nicht anders bestimmt, derjenige das Vorhandensein einer behaupteten 

Tatsache zu beweisen, der aus ihr Rechte ableitet. Demgemäss hat die Partei, die 

einen Anspruch geltend macht, die rechtsbegründenden Tatsachen zu beweisen, 

während die Beweislast für die rechtsaufhebenden bzw. rechtsvernichtenden oder 

rechtshindernden Tatsachen bei der Partei liegt, die den Untergang des Anspruchs 

behauptet oder dessen Entstehung oder Durchsetzbarkeit bestreitet. Der Eintritt des 

Versicherungsfalls ist nach diesen Grundsätzen vom Anspruchsberechtigten zu 

beweisen (BGE 141 III 241 E. 3.1). Da der Nachweis rechtsbegründender Tatsachen im 

Bereich des Versicherungsvertrags regelmässig mit Schwierigkeiten verbunden ist, 

geniesst die anspruchsberechtigte Person insofern eine Beweiserleichterung, als sie 

nur eine überwiegende Wahrscheinlichkeit für das Bestehen des geltend gemachten 

Versicherungsanspruchs darzutun hat. Beim Beweismass der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit ist verlangt, dass die Möglichkeit, es könnte sich auch anders 

verhalten, zwar nicht ausgeschlossen ist, sie aber für die betreffende Tatsache weder 

eine massgebende Rolle spielen noch vernünftigerweise in Betracht fallen darf (Urteil 

des Bundesgerichts vom 11. März 2015, 4A_516/2014, E. 4.1 mit Hinweis u.a. auf BGE 

130 III 325 E. 3.3).

2.5  Dass die Versicherung zunächst Taggelder ausbezahlt hat, ändert nichts an der 

Beweislast der anspruchsberechtigten Person. Macht die Versicherung geltend, die 

Umstände hätten sich geändert oder die Leistungen seien von vornherein zu Unrecht 

erbracht worden und die versicherte Person sei (wieder) arbeitsfähig, so hat die 

anspruchsberechtigte Person zu beweisen, dass sie (weiterhin) arbeitsunfähig ist und 

daher Anspruch auf Taggelder hat. Im Fall der Beweislosigkeit trägt mithin nicht die 

Versicherung, sondern die anspruchsberechtigte Person die Beweislast (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts vom 17. August 2015, 4A_246/2015, E. 2.2 mit Hinweis).

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2.5.1      Im Zivilprozess stellt ein Privatgutachten kein Beweismittel dar. Die 

sozialversicherungsrechtliche Rechtsprechung nach BGE 125 V 351 gilt unter dem 

Anwendungsbereich der ZPO nicht. Parteigutachten haben nicht die Qualität von 

Beweismitteln, sondern sind blosse Parteibehauptungen. Allerdings ist zu beachten, 

dass nur Tatsachenbehauptungen bewiesen werden müssen, die ausdrücklich 

bestritten sind. Bestreitungen sind so konkret zu halten, dass sich bestimmen lässt, 

welche einzelnen Behauptungen der klagenden Partei damit bestritten werden; die 

Bestreitung muss ihrem Zweck entsprechend so konkret sein, dass die Gegenpartei 

weiss, welche einzelne Tatsachenbehauptung sie beweisen muss. Der Grad der 

Substanziierung einer Behauptung beeinflusst insofern den erforderlichen Grad an 

Substanziierung einer Bestreitung; je detaillierter einzelne Tatsachen eines gesamten 

Sachverhalts behauptet werden, desto konkreter muss die Gegenpartei erklären, 

welche dieser einzelnen Tatsachen sie bestreitet. Je detaillierter mithin ein Parteivortrag 

ist, desto höher sind die Anforderungen an eine substanziierte Bestreitung. Diese sind 

zwar tiefer als die Anforderungen an die Substanziierung einer Behauptung; pauschale 

Bestreitungen reichen indessen nicht aus. Erforderlich ist eine klare Äusserung, dass 

der Wahrheitsgehalt einer bestimmten und konkreten gegnerischen Behauptung 

infrage gestellt wird. Parteibehauptungen, denen ein Privatgutachten zugrunde liegt, 

werden meist besonders substanziiert sein. Entsprechend genügt eine pauschale 

Bestreitung nicht; die Gegenpartei ist vielmehr gehalten zu substanziieren, welche 

einzelnen Tatsachen sie konkret bestreitet. Wird jedoch eine Tatsachenbehauptung von 

der Gegenpartei substanziiert bestritten, so vermögen Parteigutachten als reine 

Parteibehauptungen diese allein nicht zu beweisen. Als Parteibehauptungen mögen sie 

allenfalls zusammen mit - durch Beweismittel nachgewiesenen - Indizien den Beweis 

zu erbringen. Werden sie aber nicht durch Indizien gestützt, so dürfen sie als 

bestrittene Behauptungen nicht als erwiesen erachtet werden (zum Ganzen BGE 141 III 

437 f. E. 2.6).

2.6  Das grundsätzlich anwendbare VVG enthält mit Ausnahme von Art. 87 VVG, der 

das selbstständige Forderungsrecht des Begünstigten in der kollektiven Unfall- oder 

Krankenversicherung normiert, keine spezifischen Bestimmungen zum Krankentaggeld. 

Es sind deshalb vorab die vertraglichen Vereinbarungen der Parteien massgebend, 

vorliegend also die AVB der Beklagten.

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2.6.1      Gemäss Ziff. 7.1.1 AVB gilt als Krankheit eine Beeinträchtigung der 

körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit, die nicht Folge eines Unfalls ist 

und die eine medizinische Untersuchung oder Behandlung erfordert und eine 

Arbeitsunfähigkeit zur Folge hat. Arbeitsunfähigkeit liegt vor, wenn die versicherte 

Person infolge Krankheit, Unfall oder Geburt ganz oder teilweise ausserstande ist, ihren 

Beruf oder eine andere zumutbare Erwerbstätigkeit auszuüben. Teilweise 

Arbeitsunfähigkeit liegt vor, wenn eine Arbeitsunfähigkeit von mindestens 25% besteht 

(Ziff. 7.1.4 AVB). Das versicherte Taggeld wird für die Dauer der ärztlich bescheinigten 

Arbeitsunfähigkeit nach Ablauf der vertraglich vereinbarten Wartefrist ausgerichtet. Bei 

teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird das Taggeld entsprechend dem Grad der 

Arbeitsunfähigkeit ausgerichtet (Ziff. 7.2.1 Absatz 2 AVB).

2.6.2      Die versicherte Person hat alles zu tun, was zur Leistungsminderung beitragen 

kann. Die versicherte Person, welche in ihrem ursprünglichen Beruf voraussichtlich voll 

oder teilweise arbeitsunfähig bleibt, ist verpflichtet, ihre verbleibende Erwerbstätigkeit 

in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich zu verwerten resp. sie hat sich bei der 

Arbeitslosenversicherung anzumelden. Sympany fordert die versicherte Person unter 

Ansetzung einer angemessenen Frist auf, die bisherige Tätigkeit anzupassen oder 

einen Stellen- resp. Berufswechsel vorzunehmen (Ziff. 8.2 Abs. 1 AVB).

3.   

Zur Beurteilung des strittigen Leistungsanspruchs für die Dauer vom 1. April bis 31. 

Dezember 2014 ist zunächst die medizinische Aktenlage zu würdigen.

3.1  Im Schreiben vom 3. April 2014 gab der behandelnde Dr. D.___ an, im Rahmen 

eines längerdauernden Konfliktes in der Schulleitung habe sich beim Versicherten eine 

depressive Symptomatik mit körperlichen Symptomen, Antriebsproblemen, 

Gedankenkreisen und Ängsten entwickelt. Die stichwortartigen Ausführungen enthalten 

keine Arbeitsfähigkeitsschätzung (act. G 9.12). Indessen kann den Notizen von Dr. 

E.___ zum Telefongespräch mit Dr. D.___ vom 26. Juni 2014 entnommen werden, dass 

dieser den Versicherten bezogen auf den bisherigen Arbeitsplatz für vollständig 

arbeitsunfähig hielt (siehe zur Telefonnotiz act. G 9.13, S. 2; vgl. auch die ab 27. 

Dezember 2013, zuletzt am 13. Mai 2014 bescheinigten Arbeitsunfähigkeiten im 

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Arztzeugnis von Dr. D.___, act. G 1.11). Aus dem Bericht vom 7. Mai 2014 geht denn 

auch hervor, dass B.___ wegen seit langem bestehenden Konflikten nicht an den 

angestammten Arbeitsplatz zurück könne und deshalb an eine Arbeitsfähigkeit „nicht 

zu denken“ gewesen sei (act. G 26.1, 44j). Des Weiteren ergeben sich weder aus dem 

Telefongespräch noch dem Schreiben vom 3. April 2014 oder dem einfachen 

Arztzeugnis (act. G 1.11) eine sich auf objektive Befunde abstützende nachvollziehbare 

Begründung für eine krankheitsbedingte vollständige Arbeitsunfähigkeit bezogen auf 

die Tätigkeit am bisherigen Arbeitsplatz über den 1. April 2014 hinaus. Nichts anderes 

gilt hinsichtlich des nicht begründeten ärztlichen Zeugnisses vom 14. Januar 2015 (act. 

G 26.1, 44i).

3.2  Dr. E.___ führte im vom Versicherten eingeholten Bericht vom 26. Juni 2014 als 

Diagnosen eine andauernde Persönlichkeitsänderung (ICD-10: F62), eine schwere 

depressive Episode mit Angstzuständen (ICD-10: F32.2) und einen Status nach 

Prostatacarzinom 2013 auf. Zur Zeit und sicherlich für die nächsten 12 Monate sei der 

Versicherte für jegliche Tätigkeiten zu 100% arbeitsunfähig (act. G 9.13).

3.2.1      Vorab fällt die gerichtsnotorisch apodiktische Beurteilung von Dr. E.___ auf, 

der für jegliche Tätigkeiten eine vollständige Arbeitsunfähigkeit „sicherlich“ auch für die 

nächsten 12 Monate im Voraus bescheinigt. Dies steht in Widerspruch zur Tatsache, 

dass selbst der behandelnde Dr. D.___ eine rein arbeitsplatzbezogene 

Arbeitsunfähigkeit bescheinigt hat (siehe vorstehende E. 3.1).

3.2.2      Gegen die Aussagekraft der Einschätzung von Dr. E.___ spricht weiter, dass 

darin keine Auseinandersetzung mit möglichen Ressourcen des Versicherten 

stattgefunden hat, was die Vertrauensärztin Dr. F.___ in der E-Mail vom 19. Juli 2014 zu 

Recht bemängelt hat (act. G 9.15). Dass solche spätestens ab März 2014 wieder 

bestanden haben, geht schlüssig aus den Angaben des Versicherten anlässlich der 

Untersuchung durch den Vertrauensarzt G.___ hervor. So gab der Versicherte 

anlässlich der Exploration vom 19. August 2014 unbestrittenermassen an, seine 

Beschwerden hätten sich jetzt deutlich gebessert. Er habe wieder 

Zukunftsperspektiven. Im März 2014 habe er deshalb auch einen Kurs zur 

Computeranwendung in der Schule besucht, da er eventuell auch plane, sich 

selbstständig zu machen. Dies wird durch seinen aktiven Tagesablauf bestätigt: Er 

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würde morgens zwischen 7 und 8 Uhr aufstehen, dann mit seiner Frau zusammen 

frühstücken. Anschliessend habe er Termine oder er würde im Internet arbeiten. Er 

würde versuchen, sich eine eigene Firma aufzubauen und entsprechend Informationen 

dafür einzuholen. Er gehe viel weg, viel raus, zum See oder spazieren. Auch würde er 

gerne einkaufen gehen und die Stadt geniessen. „Dann Mittagessen, nachmittags 

Termine, Garten oder weggehen, je nach Wetterlage oder gerne lesen. Abendessen 

gegen ca. 17 bis 19 Uhr“. Abends würde er dann viel lesen oder fernsehen. Seine 

Zukunft sehe er in einer eigenen Firma. Diesen Traum würde er sich gerne 

verwirklichen, jedoch habe er noch nicht den richtigen Ansatz gefunden. Ausserdem 

sei er auf der Suche nach einer neuen Stelle. Er habe jedoch die richtige Stelle noch 

nicht gefunden (act. G 9.18).

3.2.3      Des Weiteren haben sowohl die Vertrauensärztin Dr. F.___ (act. G 9.15) als 

auch der Vertrauensarzt G.___ (act. G 9.18, S. 7 f.) nachvollziehbare Mängel an der 

Diagnosestellung durch Dr. E.___ benannt. Auch der RAD-Arzt Dr. med. H.___, 

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, hielt die Beurteilung von Dr. E.___ für 

nicht nachvollziehbar. Dessen Formulierung, die Grunderkrankung sei nicht 

arbeitsplatzbezogen, sei „bei kohärent vorliegenden Hinweisen auf einen 

Arbeitsplatzkonflikt unhaltbar“ (RAD-Fallübersicht vom 4. November 2014, act. G 26.1, 

IV-act. 18-2).

3.3  Im Zusammenhang mit dem Besuch eines Computer-Kurses bringt die Klägerin 

ferner vor, dieser sei nicht mit der Ausübung einer Arbeitstätigkeit zu vergleichen (act. 

G 34, Rz 2). Selbst wenn ein Besuch von Kursen kein Hinweis auf eine bestehende 

Arbeitsfähigkeit wäre, ist die Belegung des Computer-Kurses aber sicher nicht als 

Zeichen für das Vorliegen einer Arbeitsunfähigkeit zu werten (vgl. Entscheid des 

Bundesgerichts vom 21. Juni 2018, 9C_52/2018, E. 4.3.7). Der fragliche Kursbesuch 

bildet zumindest ein gewichtiges Indiz für erhebliche, beruflich verwertbare 

Ressourcen, weshalb er zu Recht Eingang in die vertrauensärztliche Beurteilung 

gefunden hat (act. G 9.18, S. 7; eingehend hierzu nachstehende E. 3.4).

3.4  Der Vertrauensarzt G.___ gelangte in dem - wie die übrigen medizinischen Berichte 

lediglich als Parteibehauptung zu qualifizierenden (siehe vorstehende E. 2.5) - 

Untersuchungsbericht zur Auffassung, dass sich der Gesundheitszustand des 

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Versicherten seit März 2014 verbessert und er die beschriebenen Angstzustände gut 

verarbeitet, überwunden und neue Zukunftsperspektiven entwickelt habe. Eine 

Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit stellte der Vertrauensarzt nicht mehr. 

Für die bisherige Tätigkeit bescheinigte er eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (act. G 9.18). 

Er brachte damit zum Ausdruck, dass sich die depressive Erkrankung spätestens bis 

März 2014 verbessert und die Schwelle zu einer arbeitsfähigkeitsrelevanten Krankheit 

wieder unterschritten hat. Diese Parteibehauptung wird durch weitere Indizien, nämlich 

die unbestrittenen Angaben des Versicherten zum Gesundheitsverlauf und zu seinem 

aktiven Alltag, bestätigt (siehe vorstehende E. 3.2.2). Es ist damit für den umstrittenen 

Zeitraum vom 1. April bis 31. Dezember 2014 von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit 

des Versicherten auszugehen und ein Anspruch auf Taggeldleistungen für diesen 

Zeitraum zu verneinen. Daran vermag der damals offenbar weiterhin bestehende 

Arbeitsplatzkonflikt nichts zu ändern, kommt diesem für sich allein doch kein 

Krankheitswert mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zu. Die Frage, ob die 

Wiederaufnahme der Tätigkeit am bisherigen Arbeitsplatz aus krankheitsfremden 

arbeitsmässigen Gesichtspunkten dem Versicherten nicht mehr zumutbar gewesen ist, 

bildet nicht Gegenstand des vorliegenden Streits. Nicht Zweck einer 

Krankentaggeldversicherung ist es, Arbeitsausfälle zu entschädigen, die nicht auf ein 

versichertes Risiko (siehe hierzu vorstehende E. 2.6.1), sondern ausschliesslich auf 

nicht (mehr) krankheitswertige Folgen begründende Arbeitsplatzkonflikte oder 

Kränkungen zurückzuführen sind.

3.5  Die Einschätzung des Vertrauensarztes wurde vom RAD-Arzt Dr. H.___ bestätigt. 

Dieser führte aus, anhand des Gutachtens des Vertrauensarztes G.___ könne festgelegt 

werden, dass beim Versicherten keine psychische Störung mit Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit mehr vorliege. Der Versicherte habe in der Untersuchung angegeben, 

sich voll arbeitsfähig zu fühlen und jederzeit wieder in die bisherige Tätigkeit einsteigen 

zu können, sofern der Konflikt ausgeräumt wäre (act. G 26.1 IV-act. 18.2). Aus dem 

Umstand, dass der RAD-Arzt im November 2014 festhielt, dass „allerspätestens“ ab 

August 2014 keine nachvollziehbaren Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit vorlagen, 

vermag die Klägerin nichts zugunsten der von ihr geltend gemachten ab April bis Ende 

Juli 2014 dauernden Arbeitsunfähigkeit abzuleiten. Vielmehr deutet die Verwendung 

des deutlichen Vorbehalts „allerspätestens“ darauf hin, dass der RAD-Arzt bezüglich 

einer Arbeitsunfähigkeit bis Ende Juli 2014 nicht unerhebliche Zweifel hegte. Da 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/14

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indessen die Frage nach der Arbeitsfähigkeit zwischen April bis Ende Juli 2014 für die 

invalidenversicherungsrechtlichen Belange keine Bedeutung zukam, konnte er sie 

letztlich offen lassen.

3.6  Selbst wenn im Übrigen davon ausgegangen würde, eine vollständige 

Arbeitsfähigkeit ab 1. April 2014 sei nicht bewiesen, änderte diese nichts am fehlenden 

Taggeldanspruch des Versicherten ab diesem Zeitpunkt. Denn auch diesfalls ist eine 

taggeldbegründende Arbeitsunfähigkeit ab 1. April 2014 nicht erstellt. Die Folgen dieser 

Beweislosigkeit hätte der Versicherte bzw. die Klägerin zu tragen. Von weiteren 

Abklärungen könnten einerseits aufgrund der unterdessen verstrichenen Zeit und 

andererseits weil die Beschwerden offenbar selbst nach der Sichtweise der Klägerin 

spätestens per 31. Dezember 2014 abgeklungen waren, in antizipierender 

Beweiswürdigung keine entscheidwesentlichen Erkenntnisse mehr erwartet werden 

(vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 16. Februar 2017, 4A_445/2016, E. 4.3).

4.   

4.1  Nach dem Gesagten ist die Klage vollumfänglich abzuweisen.

4.2  Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 114 lit. e ZPO).

4.3  Die unterliegende Klägerin hat ausgangsgemäss keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung (Art. 106 Abs. 1 ZPO).

4.4  Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts hat im Bereich der 

Zusatzversicherungen zur sozialen Krankenversicherung der obsiegende 

Versicherungsträger Anspruch auf eine Parteientschädigung, falls er durch einen 

externen Anwalt vertreten ist (Urteil des Bundesgerichtes vom 17. November 2010, 

4A_194/2010, E. 2.2.1, nicht publiziert in: BGE 137 III 47; Urteil des Bundesgerichts 

vom 9. Januar 2001, 5C.244/2000, E. 5 mit Hinweisen). Dies ist vorliegend nicht der 

Fall, weshalb die Beklagte keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung hat.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 14 des sankt-gallischen Reglements über 

Organisation und Geschäftsgang des Versicherungsgerichtes (OrgR; sGS 941.114)

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/14

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1.   

Die Klage wird abgewiesen.

2.   

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.   

Die Anträge der Parteien auf eine Parteientschädigung werden abgewiesen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 17.09.2018
	Krankentaggeld, VVG-Zusatzversicherung zur sozialen Krankenversicherung. Der Nachweis der Arbeitsunfähigkeit zur Geltendmachung von Taggeldleistungen obliegt der versicherten Person. Würdigung medizinischer Berichte. Leistungsbegründende Arbeitsunfähigkeit in der strittigen Periode nicht nachgewiesen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 17. September 2018, KV-Z 2016/6).

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