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**Case Identifier:** 5eb90950-e36e-5a6d-9c8a-077f95db6118
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-11-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.11.2008 A-2206/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-2206-2007_2008-11-24.pdf

## Full Text

Abtei lung I
A-2206/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 4 .  N o v e m b e r  2 0 0 8

Richter Daniel Riedo (Vorsitz), Richter Michael Beusch, 
Richter Thomas Stadelmann, 
Gerichtsschreiberin Iris Widmer.

X._______ AG, ,
vertreten durch _______,
Beschwerdeführerin,

gegen

Oberzolldirektion OZD,
Hauptabteilung Recht und Abgaben, Monbijoustrasse 40, 
3003 Bern,
Vorinstanz.

Einfuhrabgaben für Kartoffeln; Verwendung der 
Generaleinfuhrbewilligung eines Dritten; 
Inanspruchnahme von Zollkontingentsanteilen Dritter.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

A-2206/2007

Sachverhalt:

A.
Die  X._______  AG  (Zollpflichtige,  Beschwerdeführerin)  betreibt  laut 
Handelsregister  u.a.  den  Grosshandel  mit  Nahrungs-  und 
Genussmitteln.

ln den Jahren 2001 bis 2005 liess sie insgesamt 33 Sendungen mit 
total  107'163 kg  brutto  Kartoffeln  zum  Kontingentszollansatz  (KZA) 
einführen. Die  Zollpflichtige  verfügte  während  dieses  Zeitraumes  für 
die  Einfuhr  von Kartoffeln  nicht  über  eine  Generaleinfuhrbewilligung 
(GEB).  Die  Kartoffeleinfuhren  erfolgten  unter  Verwendung  der  GEB-
Nummer des Y._______ und zulasten von dessen Einfuhrkontingenten. 
Der  Y._______  teilte  dabei  der  Zollpflichtigen  jeweils  für  die  ent-
sprechende Periode vorab schriftlich mit, wieviele Kilo Kartoffeln diese 
importieren  könne  und  wies  sie  ausdrücklich  an,  die  Einfuhrzollan-
meldungen  über  seine  GEB-Nummer  vorzunehmen  und  ihn  selber 
darauf  als Importeur anzugeben. Mit  dem tatsächlichen Vorgang der 
Wareneinfuhr  hatte  der  Y._______  weiters  nichts  zu  tun.  Die 
Zollpflichtige bestellte die Kartoffeln bei der Firma E._______, und bei 
der Firma F._______. Diese Firmen lieferten die Ware jeweils franko 
verzollt  direkt  ans  Domizil  der  Zollpflichtigen  und  stellten  ihr  später 
Rechnung.

B.
Im  Jahr  2003  leitete  die  Zollkreisdirektion  [Kanton]  gegen  die 
Zollpflichtige  eine  zolldienstliche  Untersuchung  wegen  missbräuch-
licher Verwendung einer fremden GEB und der unrechtmässigen Inan-
spruchnahme von Zollkontingentsanteilen Dritter ein. Nach Abschluss 
der Ermittlungen forderte sie von der Zollpflichtigen am 22. März 2006 
Zollabgaben in Höhe von Fr. 65'009.05 nach. Dieser Betrag entspricht 
der Differenz zwischen dem Ausserkontingentszollansatz (AKZA) und 
dem KZA.

C.
Mit  Schreiben  vom 24. April  2006  focht  die  Zollpflichtige  diese  Ver-
fügung bei der Oberzolldirektion (OZD) an. Sie machte hauptsächlich 
geltend, der Y._______ habe sein Kontingent stets selber genutzt und 
die  Kartoffeln  seien  direkt  an  die  Zollpflichtige  geliefert  worden. Mit 
dem  von  ihr  und  dem  Y._______  gewählten  Vorgehen  sei  „der 
Teleologie  des  Bundesrechts“  betreffend  die  Kontingentierung  des 

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Kartoffelimports  zu  jeder  Zeit  genüge  getan  worden.  Zu  verlangen, 
dass  die  Kartoffeln  „für  eine  juristische  Sekunde“  beim  Y._______ 
gelagert  werden  müssten  oder  die  Rechnungstellung  an  den 
Y._______ zu erfolgen habe, welche darauffolgend der Zollpflichtigen 
eine Rechnung stellen müsse,  habe einen unnötigen administrativen 
Aufwand  zur  Folge,  wofür  kein  schutzwürdiges  Interesse  bestehe. 
Damit werde vielmehr gegen das Verbot des überspitzten Formalismus 
verstossen. Überhaupt  sei  „der  ratio  legis  entsprochen“  worden,  sei 
doch  in  keinem  Jahr  das  Kontingent  des  Y._______  überschritten 
worden.  Ferner  sei  das  Vorgehen  des  Y._______  und  der  Zoll-
pflichtigen durch das  Bundesamt  für  Landwirtschaft  (BLW),  bei  dem 
man sich  vorgängig  erkundigt  habe,  nicht  beanstandet  worden. Aus 
einer falschen Auskunft dürfe ihr aber kein Rechtsnachteil erwachsen. 
Weiters  sei  durch  das  Zuwarten  mit  Massnahmen  in  Kenntnis  der 
Sachlage  das  Prinzip  von  Treu  und  Glauben  verletzt  worden. 
Schliesslich  sei  die  Anwendung des AKZA in  grobem Masse unver-
hältnismässig und komme einer „Bestrafung“ gleich.

Mit Entscheid vom 15. Februar 2007 wies die OZD die Beschwerde ab.

D.
Mit Eingabe vom 23. März 2007 reichte die Zollpflichtige beim Bundes-
verwaltungsgericht  Beschwerde  ein.  Sie  beantragte,  der  vorinstanz-
liche Entscheid sei – unter Kosten- und Entschädigungsfolge – aufzu-
heben. Zur Begründung brachte sie im Wesentlichen dieselben Argu-
mente vor wie in ihrer Rechtsschrift an die Vorinstanz.

In  ihrer  Vernehmlassung  vom 5. Juli  2007  schloss  die  OZD auf  Ab-
weisung der Beschwerde.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Entscheide  der  OZD können  gemäss  Art.  31  in  Verbindung  mit 
Art. 33  Bst. d  des  Bundesgesetzes  vom  17.  Juni  2005  über  das 
Bundesverwaltungsgericht  (Verwaltungsgerichtsgesetz,  VGG, 
SR 173.32) beim Bundesverwaltungsgericht angefochten werden. Das 
Verfahren richtet  sich  –  soweit  das  VGG nichts  anderes  bestimmt – 
nach den Vorschriften des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021).  Die 
Beschwerdeführerin  ist  durch  den  angefochtenen  Entscheid  berührt 

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und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung (Art. 48 
VwVG).  Auf  die  form-  und  fristgerecht  eingereichte  Beschwerde  ist 
deshalb einzutreten.

1.2 Am 1. Mai 2007 sind das Zollgesetz vom 18. März 2005 (ZG, SR 
631.0)  sowie  die  dazugehörige  Verordnung  vom  1. November  2006 
(ZV, SR 631.01)  in  Kraft  getreten. Zollveranlagungsverfahren,  die  zu 
diesem Zeitpunkt  hängig waren,  werden gemäss Art. 132 Abs. 1 ZG 
nach dem bisherigen Recht und innerhalb der nach diesem gewährten 
Frist abgeschlossen. Das vorliegende Verfahren untersteht deshalb der 
(alten) Zollrechtsordnung (vgl. Zollgesetz vom 1. Oktober 1925 [aZG, 
AS 42  287  und BS 6  465]  sowie  der  Verordnung  vom 10. Juli  1926 
zum Zollgesetz [aZV, AS 42 339 und BS 6 514]).

2.  
2.1 Jede Wareneinfuhr über die schweizerische Zollgrenze unterliegt 
der  Zollpflicht  (vgl.  Art.  1  Abs. 1  aZG).  Gemäss  Art.  1  Abs.  2  aZG 
umfasst die Zollpflicht die Befolgung der Vorschriften für den Verkehr 
über  die  Grenze  (Zollmeldepflicht)  und  die  Entrichtung  der  gesetz-
lichen  Abgaben  (Zollzahlungspflicht).  Der  Zollmeldepflicht  unterliegt, 
wer eine Ware über die Grenze bringt, sowie der Auftraggeber (Art. 9 
Abs.  1  aZG).  Die  Zollzahlungspflicht  entsteht  mit  Bestätigung  der 
Annahme der Zolldeklaration (Art. 11 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 35 
aZG)  und liegt  dem Zollmeldepflichtigen,  den übrigen  in  Art.  9  aZG 
genannten Personen, sowie demjenigen ob, für dessen Rechnung die 
Ware eingeführt worden ist. 

2.2 Die Ein- und Ausfuhrzölle werden durch den Zolltarif (Anhang zum 
Zolltarifgesetz  vom  9.  Oktober  1986  [ZTG,  SR 632.10])  festgesetzt 
(Art.  21  aZG);  auch  wenn  dieser  Tarif  in  der  Systematischen 
Sammlung des Bundesrechts nicht mehr publiziert wird (ZTG Anhänge 
1 und 2, Fn. 29), stellt er weiterhin anwendbares Bundesrecht dar und 
behält  er  Gesetzesrang. Das Bundesverwaltungsgericht  ist  demnach 
an  diesen  Tarif  gebunden  (Art.  190  der  Bundesverfassung  der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101]; 
vgl.  hierzu  auch  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  A-1678/2006 
vom 5. März 2007 E. 2.2).

2.3
2.3.1 Die im Zusammenhang mit  dem Beitritt  der Schweiz zur Welt-
handelsorganisation (WTO) per 1. Juli 1995 und der Ratifizierung der 
entsprechenden  GATT/WTO-Übereinkommen  (Abkommen  vom 

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15. April  1994  zur  Errichtung  der  Welthandelsorganisation,  SR 
0.632.20; Übereinkommen über die Landwirtschaft, Anhang 1A.3 zum 
Abkommen) eingeführte  Regelung  betreffend  die  Einfuhr  von Agrar-
produkten erlaubt den Import sowohl inner- als auch ausserhalb eines 
Zollkontingents.  Die  Einfuhr  innerhalb  eines  Kontingents  unterliegt 
gewöhnlich  einem  geringeren  Zollansatz  (KZA)  als  jene  ausserhalb 
(AKZA). Kommt der  AKZA zur  Anwendung,  wirkt  dieser  regelmässig 
prohibitiv  (vgl.  BGE 129  II  160  E. 2.1,  128  II  34  E. 2b,  Urteile  des 
Bundesgerichts  2C_82/2007  vom  3. Juli  2007  E. 2.1  und  E. 2.2, 
2A.1/2004 vom 31. März 2004 E. 2.1; REMO ARPAGAUS, Zollrecht, 2. Aufl., 
Basel 2007, S. 352 ff.). 

2.3.2 Das Bundesgesetz vom 29. April  1998 über die Landwirtschaft 
(Landwirtschaftsgesetz,  LwG,  SR  910.10)  legt  innerhalb  der  welt-
handelsrechtlichen  Verpflichtungen  die  Rahmenbedingungen  für  die 
Produktion und den Absatz der landwirtschaftlichen Erzeugnisse fest 
(Art. 7 ff.,  vgl.  insbes.  Art. 21 LwG  betreffend  Zollkontingente). Die 
Allgemeine Verordnung vom 7. Dezember 1998 über die Einfuhr  von 
landwirtschaftlichen  Erzeugnissen  (Agrareinfuhrverordnung,  AEV, 
SR 916.01)  sowie  die  Verordnung  vom  7. Dezember  1998  über  die 
Verwertung  sowie  die  Ein-  und  Ausfuhr  von  Kartoffeln  (Kartoffel-
verordnung,  SR  916.113.11)  konkretisieren  diesbezüglich  die  Land-
wirtschaftsgesetzgebung. Für die Zuständigkeit und das Verfahren zur 
Festsetzung  der  Zollansätze  verweist  Art. 19  LwG,  soweit  dieses 
selbst  nichts  anderes  bestimmt,  auf  die  Zollgesetzgebung  (vgl. 
hinsichtlich  der  Zolltarife  insbes.  Anhänge  des  ZTG  und  Anhang  1 
AEV). 

2.3.3 Die Einfuhr bestimmter – durch den Bundesrat durch Verordnung 
festzulegender  –  landwirtschaftlicher  Erzeugnisse  bedürfen  zur 
statistischen  Überwachung  grundsätzlich  einer  Bewilligung  (Art. 24 
Abs. 1  LwG).  Neben  der  statistischen  Erfassung  dient  die  Be-
willigungspflicht der Kontrolle der Verteilung und Ausnützung von Zoll-
kontingenten (BBl  1996 IV 122; vgl. auch Urteil  des  Bundesgerichts 
2A.53/2004  vom  2.  August  2004  E. 2.3).  Auf  dieser  gesetzlichen 
Grundlage  verlangt  die  Agrareinfuhrverordnung,  dass  diese  Be-
willigung  in  der  Form  einer  Generaleinfuhrbewilligung  (GEB)  erteilt 
wird (Art. 1 Abs. 1 AEV). Die GEB ist unbefristet gültig und nicht über-
tragbar (Art. 1 Abs. 3 AEV). Die zollmeldepflichtige Person muss in der 
Zolldeklaration  die  Nummer der  GEB des Importeurs  (GEB-Inhaber) 
angeben (Art. 1 Abs. 4 AEV gemäss der in den Jahren 2001 bis 2005 

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gültigen Fassung [AS 1998 3125]). 

Wer  über  eine  GEB verfügt,  kann für  die  Importe  der  von der  AEV 
erfassten  landwirtschaftlichen  Erzeugnisse  Zollkontingentsanteile  er-
werben.  Die  Zollkontingentsanteile  werden  den  Berechtigten  dabei 
durch  Hoheitsakt  zugeteilt  (Art. 12,  Art. 13  Abs. 2,  Art. 16 ff.  AEV). 
Einfuhren innerhalb  des  Kontingents  werden zum privilegierten  Satz 
(KZA)  verzollt;  ausserhalb  der  Kontingentsmenge  ist  der  reguläre 
(höhere)  Zollansatz  des  General-  bzw.  Gebrauchstarifs  anwendbar 
(AKZA; Art. 1 ff. und Anhänge des ZTG; vgl. hierzu auch vorne E. 2.2, 
2.3.1).

2.3.4 Kartoffeln  (inklusive  Saatkartoffeln  und  Kartoffelprodukte)  sind 
Regelungsgegenstand  der  Agrareinfuhrverordnung  (vgl.  Anhang  1 
Ziffer 9 [Marktordnung Kartoffeln] AEV). Wer Kartoffeln in die Schweiz 
einführen will, bedarf demnach einer GEB und muss – will er sie zum 
KZA einführen – über einen entsprechenden Zollkontingentsanteil ver-
fügen. 

Hinsichtlich der Grundsätze der Verteilung der Zollkontingente für den 
Import von Kartoffeln gelten Art. 21 Abs. 1 und 4 LwG in Verbindung 
mit Art. 21 f. AEV in Verbindung mit Art. 18 ff. der Kartoffelverordnung. 
Zollkontingentsanteile  werden  auf  Grund  der  Inlandleistung  zugeteilt 
(Art. 21 ff.  Kartoffelverordnung).  Bei  Speisekartoffeln  gilt  als  Inland-
leistung  die  Menge  der  konsumfertig  abgepackten  inländischen 
Speisekartoffeln,  welche  die  Abpackbetriebe  während  der  Be-
messungsperiode an den Detailhandel geliefert haben (Art. 22 Abs. 1 
Bst. b  Kartoffelverordnung).  Die  Beschränkung  des  Kreises  der  An-
spruchsberechtigten auf  die Abpackbetriebe hat seinen Grund darin, 
Doppelzählungen  auszuschliessen,  denn  ein  inländisches  landwirt-
schaftliches Erzeugnis kann insgesamt nur einmal Gegenstand einer 
Inlandleistung bilden (Art. 21 Abs. 4 AEV).

2.3.5 Das LwG räumt dem Bundesrat für den Erlass der erforderlichen 
Ausführungsbestimmungen zu  Art.  17,  21  und  24 in  Verbindung  mit 
Art. 177 Abs. 1 LwG – wie überhaupt  in diesem Bereich und insbe-
sondere  auch bei  der  Regelung der  Zuteilung der  Zollkontingente  – 
bewusst  einen  grossen  Gestaltungsspielraum  ein  (BBl  1996  IV 
108 f.,115 ff. und 122 f.; vgl. BGE 128 II 34 E. 5b, Urteil des Bundes-
gerichts  2A.53/2004  vom  2. August  2004  3.4.2),  der  nur  insofern 
eingeschränkt wird, als die Zuteilung unter Wahrung des Wettbewerbs 

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zu  erfolgen  hat  (Art. 22  Abs.  1  LwG).  Die  Rechtsprechung  hat  sich 
bereits mehrmals mit der Verteilung von Zollkontingenten für landwirt-
schaftliche Erzeugnisse – beruhend auf einer Inlandleistung – befasst 
und diese Regelungen als gesetzes- und verfassungsmässig beurteilt 
(vgl. BGE 128 II 34 E. 5c [betreffend Zuteilung der Zollkontingente für 
Nierstücke]; Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A-1701/2006 vom 
1. Oktober  2007  E. 2.1  sowie  A-1743/2006,  A-1744/2006  und 
A-1745/2006, alle vom 12. Juni 2007, jeweils E. 4 [betreffend Gesetz-
mässigkeit  der  Zuteilung  der  Zollkontingente  für  Schnittblumen], 
A-1699/2006  vom  13. September  2007  E. 2.1,  A-1737/2006  vom 
22. August  2007  E. 3.1 ff.,  A-1678/2006  vom  5. März  2007  E. 2.2 
[betreffend  Verfassungsmässigkeit  des  Zolltarifes  und  der  Verteilung 
der  Zollkontingente  für  Gemüse,  Obst  und  Gartenbauerzeugnisse]). 
Nichts anderes hat für die vorliegenden, auf den gleichen Grundsätzen 
beruhenden  Ausführungsbestimmungen  über  die  Zuteilung  der  Zoll-
kontingente für Kartoffeln zu gelten; sie liegen innerhalb der Vorgaben 
des LwG.

2.4
2.4.1 Eine Inhaberin von Kontingentsanteilen kann mit  anderen Zoll-
kontingentsanteilsberechtigten  vereinbaren,  dass  die  Einfuhren  von 
landwirtschaftlichen  Erzeugnissen  des  Zollkontingentsanteilsbe-
rechtigten dem Zollkontingentsanteil der Anteilsinhaberin angerechnet 
werden. Die Vereinbarung der Ausnützung hat  vor der Annahme der 
Zolldeklaration zu erfolgen und ist dem BLW vor der Einfuhrabfertigung 
schriftlich  zu  melden  (Art. 14  Abs. 1  und 2  AEV gemäss  der  in  den 
Jahren  2001  bis  2005  gültigen  Fassung  [AS  1998  3125]).  In  der 
Zolldeklaration ist die GEB-Nummer derjenigen zollkontingentsanteils-
berechtigten  Person  anzugeben,  welche  das  landwirtschaftliche  Er-
zeugnis einführt (Art. 14 Abs. 3 AEV gemäss der in den Jahren 2001 
bis 2005 gültigen Fassung [AS 1998 3125]; vgl. auch oben E. 2.3.3). 

2.4.2 Die Übertragbarkeit  von Rechten und Pflichten im öffentlichen 
Recht  ist  durch  dessen  zwingenden  Charakter  grundsätzlich  ausge-
schlossen  (ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN,  Allgemeines 
Verwaltungsrecht,  5. Aufl.,  Zürich/Basel/Genf  2006,  Rz. 826 ff.). Dies 
gilt  insbesondere,  wenn  eine  Bewilligung an  eine  bestimmte  Person 
geknüpft ist, was im Verwaltungsrecht regelmässig der Fall ist. Wenn 
deshalb  die  Übertragbarkeit  der  durch  Hoheitsakt  zugeteilten  Zoll-
kontingente  (vgl.  E. 2.3.3)  durch  Gesetz  oder  Verordnung  ausge-
schlossen oder beschränkt wird, ist dagegen grundsätzlich nichts ein-

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zuwenden  (Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  A-1723/2006  vom 
22. August  2007  E. 3.4.1).  Das  Bundesverwaltungsgericht  hat  die 
Übereinstimmung  dieser  Regelung  mit  dem  übergeordneten  Recht 
bestätigt  (Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  A-1737/2006  vom 
22. August 2007 E. 3.4, insbes. E. 3.4.3 mit Hinweis). Es hat in diesem 
Zusammenhang zudem wiederholt entschieden, dass  Einfuhren unter 
Ausnützung  einer  fremden  GEB-Nummer  und  bzw.  oder  von  Zoll-
kontingenten  zulasten  von  Drittfirmen  (z.B.  mangels  Vorliegen  einer 
vorschriftsgemässen Vereinbarung über die Ausnützung von Zollkon-
tingentsanteilen) zum AKZA zu verzollen sind (vgl. Urteile des Bundes-
verwaltungsgerichts  A-1737/2006  vom  22. August  2007  E. 4, 
A-1757/2006  vom  21. Juni  2007  E. 3.1,  A-1678/2006  vom  5. März 
2007 E. 3.2, A-1688/2006 vom 22. März 2007 E. 3).

2.5
2.5.1 Die  Zollmeldepflichtigen  unterliegen  im  Zollverfahren  be-
sonderen gesetzlichen Mitwirkungspflichten (Art. 29 ff. aZG). Hinsicht-
lich der Sorgfaltspflichten werden hohe Anforderungen an sie gestellt. 
Sie  müssen  die  Zolldeklaration  abgeben  und  haben  für  deren 
Richtigkeit einzustehen (Art. 31 aZG in Verbindung mit Art. 47 Abs. 2 
aZV; zum Selbstdeklarationsprinzip vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 
7. Februar 2001, veröffentlicht in Archiv für Schweizerisches Abgabe-
recht [ASA] 70 S. 334 E. 2c, Urteil des Bundesgerichts 2A.1/2004 vom 
31. März  2004  E. 2.1;  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts 
A-1692/2006  vom  7. Februar  2007  E.  2.4).  Bei  Einfuhren  innerhalb 
bzw.  ausserhalb  der  zugeteilten  Kontingente  gilt  ausnahmslos  das 
Prinzip  der  Eigenverantwortung. Sind  im Zeitpunkt  der  Einfuhr  nicht 
sämtliche Voraussetzungen für eine Verzollung nach dem KZA erfüllt, 
gelangt  zwingend der AKZA zur Anwendung, es sei  denn, ein allge-
meiner  Zollbefreiungs-  oder  ein  Zollbegünstigungstatbestand  (bei-
spielsweise  Art. 14 f.  bzw.  Art. 16 ff.  aZG)  liege  vor  (Urteile  des 
Bundesverwaltungsgerichts A-1730/2006 vom 4. Februar 2008 E. 2.2, 
A-1688/2006  vom  22. März  2007  E. 2.3,  A-1678/2006  vom  5. März 
2007  E. 2.3;  Entscheid  der  Eidgenössischen  Zollrekurskommission 
[ZRK] 2004-033 vom 14. Juli 2005 E. 2b mit weiteren Hinweisen).

2.5.2 Zur Erfüllung der Zollmeldepflicht gehört auch die Befolgung der 
bundesrechtlichen Vorschriften über die Handelsstatistik, die Monopole 
und die  Regale,  sowie  der  weiteren Erlasse des  Bundes,  bei  deren 
Durchführung die Organe der Zollverwaltung mitzuwirken haben (Art. 7 
Abs. 1 aZG). Die ausführende Verordnung vom 5. Dezember 1998 über 

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die Statistik des Aussenhandels (SR 632.14 gemäss der in den Jahren 
2001 bis 2005 gültigen Fassung [AS 1998 2047]) bestimmt, dass die 
Einfuhrdeklaration den Namen des Empfängers, und wenn dieser nicht 
der  Importeur  ist,  den Namen und  die  Adresse des Importeurs  ent-
halten  muss.  Empfänger  ist  diejenige  Person  im  Zollinland,  der  die 
Ware zugeführt wird. Importeur ist, wer die Ware ins Zollinland einführt 
oder auf seine Rechnung einführen lässt (Art. 6 Abs. 1 der Verordnung 
über  die  Statistik  des  Aussenhandels;  vgl.  hierzu  auch  Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts A-1757/2006 vom 21. Juni 2007 E. 2.4).

2.6 Abgaben  sind  ohne  Rücksicht  auf  die  Strafbarkeit  einer  be-
stimmten  Person  nachzuentrichten,  wenn  sie  infolge  einer  Wider-
handlung gegen die Verwaltungsgesetzgebung des Bundes zu Unrecht 
nicht  erhoben wurden. Leistungspflichtig  ist,  wer  in den Genuss des 
unrechtmässigen  Vorteils  gelangt  ist,  insbesondere  der  zur  Zahlung 
der Abgabe Verpflichtete (vgl. Art. 12 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 
22. März  1974  über  das  Verwaltungsstrafrecht  [VStrR,  SR 313.0]  in 
Verbindung mit Art. 9 und 13 aZG; statt vieler: BGE 129 II 160 E. 3.1, 
Urteil  des Bundesgerichts 2A.1/2004 vom 31. März 2004 E. 2.1). Auf 
die  Zollzahlungspflichtigen  ist  Art.  12  Abs.  2  VStrR  unmittelbar 
anwendbar,  ohne  dass  ein  unrechtmässiger  Vorteil  erlangt  worden 
sein muss (Urteil des Bundesgerichts 2A.541/2005 vom 6. April 2006 
E. 3.1). Ein Verschulden oder eine Strafverfolgung ist nicht erforderlich; 
es genügt, dass der durch die Nichtleistung der Abgabe entstandene 
unrechtmässige  Vorteil  seinen  Grund  in  einer  Widerhandlung  im 
objektiven Sinn gegen die Verwaltungsgesetzgebung des Bundes hat 
(BGE  129  II  160  E. 3.2  mit  Hinweisen,  Urteil  des  Bundesgerichts 
2A.1/2004  vom  31. März  2004  E. 2.1;  Urteil  des  Bundesver-
waltungsgerichts  A-1728/2006  vom  17. Dezember  2007  E. 2.2.2  mit 
weiteren Hinweisen). Eine solche begeht namentlich, "wer für Waren 
Zollbefreiung  oder  Zollermässigung  erwirkt,  ohne  dass  die  Voraus-
setzungen für den zollfreien Warenverkehr oder die Zollbegünstigung 
zutreffen"  (Art. 74  Ziff. 9  aZG;  vgl.  Urteil  des  Bundesverwaltungs-
gerichts A-1716/2006 vom 7. Februar 2008 E. 2.4).

3.  
3.1 Die Beschwerdeführerin ist der Auffassung, das von ihr zusammen 
mit  dem  Y._______  gewählte  Vorgehen  sei  korrekt  gewesen.  Der 
Y._______  habe  sein  Kontingent  stets  selber  genutzt  und  die 
Kartoffeln  direkt  der  Beschwerdeführerin  geliefert.  In  diesem 
Zusammenhang rügt sie ferner einen Verstoss gegen das Verbot des 

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überspitzten Formalismus. Vermittels zweier einfacher Schreiben hätte 
das korrekte Verfahren – nämlich mittels Einfuhr der Kartoffeln durch 
den  Y._______  mit  anschliessendem  Verkauf  an  die 
Beschwerdeführerin  –  eingehalten  werden  können.  Für  diesen 
unnötigen  administrativen  und  tatsächlichen  Aufwand  bestünde  kein 
schutzwürdiges  Interesse.  Zudem sei  die  „ratio  legis  der  Einfuhrbe-
schränkung“ nie verletzt  worden,  weil  das Kontingent  des Y._______ 
auch dann nicht ausgeschöpft worden wäre, wenn der Y._______ die 
in Frage stehenden Kartoffeln selbst eingeführt hätte.

3.2
3.2.1 Vorliegend ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin für die 
Einfuhr  von  Kartoffeln  im  fraglichen  Zeitraum  nicht  über  eine  GEB 
verfügte  und  kein  Abpackbetrieb  im  Sinne  der  gesetzlichen  Be-
stimmungen  (vgl.  E. 2.3.4)  war. Bereits  aus  diesen  Gründen  konnte 
zwischen ihr und dem Y._______ keine gültige Vereinbarung über die 
Ausnützung  von  Zollkontingentsanteilen  zu  Stande  kommen  (vgl. 
E. 2.3.3, 2.3.4, 2.4.1), abgesehen davon, dass eine solche ohnehin vor 
der  Annahme der  Zolldeklaration  zu  erfolgen gehabt  hätte  und dem 
BLW vor der  Einfuhrabfertigung schriftlich zu  melden gewesen wäre 
(vgl. E. 2.4.1), was beides vorliegend nicht beachtet worden ist.

Das von der Beschwerdeführerin gewählte Vorgehen widerspricht den 
bundesrechtlichen  Vorgaben,  indem  sie  anlässlich  ihrer  Einfuhren 
weder  über  eine  gültige  GEB  noch  über  gültige  Kontingentsanteile 
verfügte. Die Einfuhren der Beschwerdeführerin unter Ausnützung der 
GEB-Nummer  des  Y._______  und  zulasten  von  dessen  Zoll-
kontingenten  sind  deshalb  zum  AKZA  zu  verzollen  (vgl.  E. 2.4.2, 
2.5.1).  Unbestritten ist vorliegend die Höhe des geschuldeten Zolles, 
weshalb es sich erübrigt, näher darauf einzugehen. 

Bereits  aus  diesen  Gründen  ist  die  Beschwerde  in  diesem  Punkt 
abzuweisen.

3.2.2 An diesem Ergebnis  vermag auch nichts  zu ändern,  dass das 
Kontingent des Y._______ nie ausgeschöpft wurde, ist  dieses für die 
Beschwerdeführerin  doch  nicht  von  Belang.  Ausserdem  ist  unbe-
stritten,  dass  im  fraglichen  Zeitraum  nicht  der  Y._______  selber, 
sondern  die  Firmen  E._______  und  F._______  die  Kartoffeln 
eingeführt  und  anschliessend  der  Beschwerdeführerin  in  Rechnung 
gestellt  haben.  Gemäss  den  zollrechtlichen  Vorgaben  gelten  diese 

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beiden Firmen für die beanstandeten Sendungen als Importeure und 
die Beschwerdeführerin  als  Empfängerin  (vgl. E. 2.4.1,  2.5.2). Damit 
steht  aber  gleichzeitig  fest,  dass  der  Y._______  weder  Empfänger 
noch Importeur war (vgl. E. 2.5.2) und die Beschwerdeführerin folglich 
diese  Sendungen  unrichtig  deklariert  hat  (zum  Selbst-
deklarationsprinzip  vgl.  E. 2.5.1).  Die  Beteiligung  des  Y._______  an 
den  Einfuhren  bestand  nämlich  allein  in  der  Zurverfügungstellung 
seiner GEB-Nummer für die Einfuhrzollanmeldungen und seines Zoll-
kontingentsanteils  an  die  Beschwerdeführerin.  Solches  ist  aber 
unzulässig,  weil  eine Übertragung der  GEB ausgeschlossen ist  (vgl. 
E. 2.3.3,  2.4.2)  und  führt  –  wie  erwähnt  –  zu  einer  unrichtigen 
Deklaration. 

3.2.3 Angesichts der klaren Rechtslage (vgl. E. 2.3.5, 2.4.2) geht der 
Vorwurf  der  Beschwerdeführerin,  wonach  die  Anwendung  des 
geltenden  Rechts  im  vorliegenden  Fall  überspitzt  formalistisch  sein 
soll,  fehl. Die Zollnachforderung ist  die Konsequenz der im Zollrecht 
für Deklarationen sowie für die ordnungsgemässe Bewirtschaftung der 
Zollkontingente  geltenden  Formstrenge.  Nur  eine  konsequente  und 
damit einheitliche Handhabung der gesetzlichen Formvorschriften ver-
mag  in  diesem  Bereich  den  Grundsätzen  der  Rechtssicherheit  und 
Rechtsgleichheit zu genügen (vgl. E. 2.3.3, 2.4.1). Dies auch deshalb, 
weil  die Einfuhr von landwirtschaftlichen Erzeugnissen allgemein be-
kannten strengen Formvorschriften unterliegt, die besonders von damit 
vertrauten  Importeuren  und  Grosshändlern  wie  der  Beschwerde-
führerin  ohne  unverhältnismässigen  Aufwand  eingehalten  werden 
können. Die Vorinstanz hat den Anspruch der Beschwerdeführerin auf 
rechtliches  Gehör  nicht  verletzt,  wenn  sie  sich  unter  diesen  Um-
ständen nicht einlässlicher mit der Rüge des überspitzten Formalismus 
auseinandergesetzt hat.

Die Beschwerde ist auch diesbezüglich abzuweisen.

4.
Es bleibt,  auf  die übrigen Argumente der Beschwerdeführerin  einzu-
gehen, soweit sie durch die voranstehenden Erwägungen nicht bereits 
ausdrücklich oder implizit widerlegt worden sind.

4.1
4.1.1 Die  Beschwerdeführerin  rügt  eine  Verletzung  von  Treu  und 
Glauben.  Sie  habe  auf  die  Auskunft  des  BLW  vertrauen  dürfen. 

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Diesbezüglich  trägt  die  Beschwerdeführerin  vor,  sie  sei  1999  vom 
Y._______ darüber  informiert  worden,  dass der  Kartoffelimport  nach 
der  neuen  gesetzlichen  Ordnung  nun  mittels  Nutzung  von 
Kontingenten von statten gehe. Der Y._______ habe sich durch ihren 
Mitarbeiter, Herrn B._______, beim BLW erkundigt, ob das Vorgehen 
mittels  „Selbstnutzung  des  Kontingentes  und  gleichzeitiger 
Direktlieferung an den Kunden“ zulässig sei. Das BLW, vertreten durch 
Herrn  A._______,  habe  das  Vorgehen  des  Y._______  und  der 
Beschwerdeführerin  gemäss  Angaben  von  Herrn  B._______  nicht 
beanstandet.  Darauf  habe  sich  die  Beschwerdeführerin  selbst  beim 
BLW  erkundigt,  und  auch  ihr  gegenüber  sei  das  Vorgehen  nicht 
beanstandet worden.  Weder dem Y._______, der Beschwerdeführerin 
noch  deren  Mitarbeiter  dürfe  daraus  ein  Nachteil  erwachsen. 
Schliesslich  habe  die  Behörde  durch  das  „lange  Zuwarten  in  der 
Ergreifung von Massnahmen trotz voller Kenntnis der Umstände“ sich 
widersprüchlich verhalten und gegen Treu und Glauben verstossen.

4.1.2  
4.1.2.1 Der in Art. 9 BV verankerte Schutz von Treu und Glauben be-
deutet, dass der Bürger Anspruch darauf hat, in seinem berechtigten 
Vertrauen in  behördliche Zusicherungen oder  in  anderes,  bestimmte 
Erwartungen  begründendes  Verhalten  der  Behörden  geschützt  zu 
werden.  Zunächst  einmal  bedarf  der  Vertrauensschutz  jedoch  einer 
gewissen  Grundlage.  Die  Behörde  muss  durch  ihr  Verhalten  beim 
Bürger  eine  bestimmte  Erwartung  ausgelöst  haben.  Dies  geschieht 
sehr  oft  durch  Auskünfte  oder  Zusicherungen,  welche  auf  Anfragen 
von  Bürgern  erteilt  werden,  kann  aber  auch  durch  sonstige 
Korrespondenz  entstehen.  Gemäss  Rechtsprechung  und  Lehre 
müssen – nebst der Vertrauensgrundlage – verschiedene weitere Vor-
aussetzungen  erfüllt  sein,  damit  behördliches  Verhalten  den  Schutz 
des Grundsatzes von Treu und Glauben geniesst (zu diesen Voraus-
setzungen siehe Urteile des Bundesgerichts 2A.455/2006 vom 1. März 
2007  E. 3.2,  2C_263/2007 vom 24. August  2007  E. 6.2; Urteile  des 
Bundesverwaltungsgerichts  A-1500/2006  vom  1. Oktober  2008  E. 3, 
A-1353/2006  vom  7.  April  2008  E. 2.11;  statt  vieler:  HÄFELIN/MÜLLER/ 
UHLMANN, a.a.O., Rz. 622 ff.).

Teilgehalt  des  Grundsatzes  von  Treu und  Glauben  ist  insbesondere 
das  Verbot  widersprüchlichen  Verhaltens  der  staatlichen  Behörden, 
welchen untersagt ist, sich zu früherem Verhalten, das schutzwürdiges 
Vertrauen begründet hat und in welches die Privaten vertraut haben, in 

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Widerspruch  zu  setzen.  Widersprüchliches  Verhalten  im  Sinne  des 
Vertrauensschutzes  kann  nur  bei  Vorliegen  bestimmter  Voraus-
setzungen bejaht  werden. Nach bisheriger Rechtsprechung gelten in 
Bezug  auf  das  widersprüchliche  Verhalten  der  Verwaltung  die  Be-
dingungen,  mutatis mutandis, welche für die Zusicherungen und Aus-
künfte  entwickelt  wurden  (Entscheid  der  Eidgenössischen  Steuerre-
kurskommission  [SRK]  2004-029/030  vom  3. November  2006 
E. 4.a.bb; HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 707 ff.).

4.1.2.2 Gemäss  Art. 2  Abs. 1  VwVG  finden  die  Vorschriften  dieses 
Gesetzes betreffend Augenschein, die Auskünfte der Parteien und die 
Anhörung von Zeugen im Steuerverfahren keine Anwendung; es gelten 
die  spezialgesetzlichen  Vorschriften,  nicht  die  allgemeinen  Be-
stimmungen des VwVG über die Sachverhaltsermittlung und das recht-
liche Gehör (vgl. schon BGE 103 Ib 192 E. 3b; Urteile des Bundesver-
waltungsgerichts  A-1436/2006  vom  18.  August  2008  E. 1.4, 
A-1506/2006 vom 3. Juni 2008 E. 2.1.2; auch schon PETER SALADIN, Das 
Verwaltungsverfahrensrecht des Bundes, Basel 1979, S. 51). Aus dem 
Anspruch auf rechtliches Gehör ergibt sich folglich keine Verpflichtung 
der zum Entscheid berufenen Instanz zur Durchführung einer münd-
lichen Anhörung des Steuerpflichtigen oder von Zeugen (BGE 117 II 
346  E. 1b.aa,  115  II  129  E. 6a;  ANDRÉ GRISEL,  Traité  de  droit  ad-
ministratif, Neuchâtel 1984, Bd. I, S. 382 und Bd. II, S. 840). Trotzdem 
ist  aber  auch  im  Steuerverfahren  die  Anhörung  von  Zeugen  in  be-
stimmten Fällen geboten,  gehen doch die direkt  aus der Verfassung 
fliessenden minimalen  Verfahrensgarantien  (insbesondere  das  recht-
liche Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 BV) den Bestimmungen von Art. 2 
Abs. 1  VwVG vor  (vgl.  dazu  Urteil  des  Bundesgerichts  2A.110/2000 
vom  26. Januar  2001  E.  3b;  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts 
A-1653/2006 vom 22. Oktober  2008 E. 1.4;  Entscheid  der  SRK vom 
30. Juni 1998, veröffentlicht in Verwaltungspraxis der Bundesbehörden 
[VPB] 63.23 E. 3a.aa). Eine solche Beweismassnahme rechtfertigt sich 
aber nur, wenn sie als geeignet erscheint, Tatsachen, die sich aus den 
vorgelegten Unterlagen ergeben, zu bestätigen, zu präzisieren oder zu 
ergänzen (vgl. dazu Entscheid der SRK vom 27. Juli 2004, veröffent-
licht in VPB 69.7 E. 4b.bb). Falls eine antizipierte Beweiswürdigung er-
gibt,  dass  die  angebotenen  Beweise  unerheblich  sind  oder  sich  der 
Sachverhalt auch sonst genügend ermitteln lässt, darf das Bundesver-
waltungsgericht auf angebotene Beweismittel – so auch Auskünfte von 
Parteien, Zeugen und Dritten – verzichten (BGE 131 I 153 E. 3, 124 I 
208 E. 4a,  122 II  464 E. 4a,  je  mit  Hinweisen; vgl. auch Urteile  des 

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Bundesverwaltungsgerichts  A-1444/2006  vom  22. Juli  2008  E. 7.1, 
A-1681/2006  vom  13. März  2008  E. 2.2;  ANDRÉ MOSER/MICHAEL 
BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungs-
gericht, Basel 2008, Rz. 3.144 ff.).

4.1.3 Die Beschwerdeführerin  beruft  sich auf  angeblich erteilte  Aus-
künfte des BLW bzw. von Herrn A._______ gegenüber dem Y._______ 
und  gegenüber  ihr  selber,  wonach  das  gewählte  Vorgehen  bei  den 
Kartoffeleinfuhren  als  zulässig  bezeichnet  worden  sein  soll.  Unter-
lagen, die auf solche Auskünfte hinweisen,  vermag die Beschwerde-
führerin allerdings nicht beizubringen. Für deren Nachweis verlangt sie 
die Befragung von Zeugen. Aus den Akten ergibt  sich,  dass der zu-
ständige Beamte, Herr A._______, sich erinnert,  mit  dem Y._______ 
zu Fragen betreffend die Ausnützung von Zollkontingenten telefonisch 
in  Kontakt  gestanden  zu  haben  (Beilage  13b).  Die  Akten  enthalten 
aber keinerlei  Hinweise darauf, dass telefonische Auskünfte mit  dem 
von der Beschwerdeführerin behaupteten Inhalt erteilt worden wären. 
Vielmehr belegen sie das Gegenteil: So wurde bereits mit Telefax des 
BLW  an  den  Y._______  vom  24. März  2000  diesem  von  Herrn 
A._______  ausdrücklich  mitgeteilt,  dass  die  Beschwerdeführerin  die 
Voraussetzungen  für  eine  Ausnützung  seines  Zollkontingents  nicht 
erfülle und eine Verwendung der GEB zugunsten Dritter nicht möglich 
sei  (Beilage 9d). Dasselbe geht  explizit  aus der  ebenfalls von Herrn 
A._______ an die Mail-Adresse des Y._______ gesandten Nachricht 
vom  1. März  2004  (Beilage  13c)  hervor.  Ohnehin  ist  gemäss 
konstanter  Rechtsprechung eine nicht  schriftlich belegte telefonische 
Auskunft oder Zusicherung zum Beweis kaum geeignet, weshalb sich 
eine solche von der Verwaltung schriftlich bestätigen lassen muss, wer 
sich darauf berufen will  (Urteil  des Bundesgerichts 2A.191/2002 vom 
21.  Mai  2003  E.  3.2.2;  Urteile  des  Bundesverwaltungsgerichts 
A-1681/2006  vom  13.  März  2008  E. 5.2.7,  A-1391/2006  vom 
16. Januar  2008  E. 2.3,  3.2; Entscheid  der  SRK vom 6. März  2006, 
veröffentlicht VPB 70.78 E. 5c mit Hinweisen).

Aufgrund dieser Aktenlage kann in antizipierter Beweiswürdigung (vgl. 
E. 4.1.2.2.) darauf verzichtet werden, die von der Beschwerdeführerin 
angerufenen  Zeugen  einzuvernehmen.  Zum  einen  erscheint  eine 
Anhörung  der  beiden  damals  beim  Y._______  tätigen  Zeugen,  Herr 
B._______ und Herr C._______, als von vornherein ungeeignet,  den 
behaupteten Inhalt der angeblichen Auskunft des BLW gegenüber der 
Beschwerdeführerin nachzuweisen. Zum andern erübrigt sich auch die 

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beantragte Befragung von Herrn D._______, der bei der Beschwerde-
führerin  für  die  Einfuhr  von  Kartoffeln  zuständig  ist.  Unter  den  dar-
gelegten Umständen kann nämlich ausgeschlossen werden, dass das 
BLW  telefonisch  eine  von  den  genannten  Schreiben  abweichende 
Auskunft gegeben hat. Insbesondere ist auch nicht davon auszugehen, 
dass das BLW der Beschwerdeführerin eine andere Auskunft als dem 
Y._______ erteilt hat, wird doch – wie erwähnt – in diesen Schreiben 
eigens  auf  die  Unmöglichkeit  einer  Ausnützungsvereinbarung 
zwischen dem Y._______ und der Beschwerdeführerin hingewiesen. 

Damit  misslingt  der  Beschwerdeführerin  bereits  der  Nachweis  einer 
unrichtigen  Auskunft  mit  dem von ihr  geltend  gemachten Inhalt  und 
folglich,  dass  zwischen  dem  Y._______  bzw.  ihr  selber  und  der 
Verwaltung  überhaupt  eine  verbindliche  Vertrauensgrundlage  (vgl. 
E. 4.1.2.1) geschaffen worden ist. Sie kann sich deshalb nicht auf Treu 
und  Glauben  berufen,  weshalb  auf  die  übrigen  Voraussetzungen 
dieses Grundsatzes nicht weiter eingegangen zu werden braucht. 

Inwiefern  schliesslich  durch den Ablauf  der  Zeit,  die  es  seit  der  Er-
öffnung  des  Ermittlungsdossiers  im  November  2003  und  der  erst-
maligen Einvernahme im Juli  2005 bedurfte,  die Verwaltung ein Ver-
trauen  geschaffen  haben  soll,  in  dessen  Widerspruch  sie  sich  an-
schliessend gesetzt  hat (vgl. E. 4.1.2.1),  ist  nicht  ersichtlich. Die Ab-
klärung und Feststellung des Sachverhaltes verlangte fundierte Vorer-
mittlungen, war doch die Form der Beteiligung der Beschwerdeführerin 
an den umstrittenen Einfuhren anhand der unzutreffenden Einfuhrdek-
larationen nicht ohne Weiteres erkennbar. Der Vorwurf, die Verwaltung 
sei  stets  in  „voller  Kenntnis  der  Umstände“  gewesen  und  habe 
absichtlich  mit  der  Ergreifung  von  Massnahmen  zugewartet,  wird 
durch die Aktenlage nicht bestätigt.

Die  Beschwerde  erweist  sich  auch  in  diesem Punkt  als  nicht  stich-
haltig.

4.2
4.2.1 Die Beschwerdeführerin rügt zudem eine Verletzung des recht-
lichen Gehörs dadurch,  dass die OZD in ihrer Entscheidbegründung 
auf  die  Vernehmlassung  des  BLW verwies.  Es  müsse  unter  diesen 
Umständen davon ausgegangen werden, dass nicht die OZD, sondern 
das BLW den Entscheid gefällt habe.

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4.2.2 Die Begründung eines Entscheides (bzw. einer Verfügung) muss 
nicht  notwendigerweise  in  der  Verfügung  selber  enthalten  sein.  Es 
kann grundsätzlich auf ein anderes Schriftstück, namentlich auf einen 
eigens  eingeholten  Bericht  einer  zuständigen  Amtsstelle,  verwiesen 
werden.  Die  verfügende  Instanz  genügt  bei  diesem  Vorgehen  ihrer 
inhaltlichen  Begründungspflicht  dann,  wenn  das  Schriftstück,  auf 
welches verwiesen wird, sich seinerseits in genügender Weise mit den 
Fragen  befasst,  auf  welche  die  verfügende  Instanz  einzugehen  hat 
(BGE 113 II  204 E. 2 mit  Hinweisen; Urteil  des Bundesverwaltungs-
gerichts A-1723/2006 vom 19. September 2007 E. 3.1; Entscheid der 
Eidgenössischen  Personalrekurskommission  vom  25. August  2003, 
veröffentlicht  in  VPB  68.6  E.  5.a;  ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER,  Ver-
waltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., 
Zürich 1998, Rz. 357). 

4.2.3 Eine vergleichbare Konstellation liegt hier vor. Die OZD hat das 
BLW  zur  Stellungnahme  aufgefordert,  soweit  die  Rügen  das 
anwendbare  Landwirtschaftsrecht  betrafen  oder  sich  gegen  das 
Bundesamt richteten. Im Entscheid hat die OZD den Bericht des BLW 
denn auch nur insoweit aufgegriffen und wörtlich zitiert, als ebendiese 
Fragestellungen betroffen waren. Das BWL hat  sich sodann mit  den 
jeweils  entscheidrelevanten  Fragestellungen  in  genügender  Weise 
auseinandergesetzt. Wenn unter  diesen Umständen sich die OZD in 
ihrem  Entscheid  auf  den  Bericht  des  BLW  bezog,  hat  sie  ihrer 
Begründungspflicht nachgelebt.

Die Beschwerde bleibt auch diesbezüglich ohne Erfolg.

4.3
4.3.1 Ferner beanstandet die Beschwerdeführerin die Anwendung des 
AKZA als nicht legitim und als in grobem Masse unverhältnismässig. 
Da  weder  ein  Gesetzesbruch,  ein  Schaden,  ein  persönliches  Ver-
schulden oder sonst  ein entferntes Unrecht  festzustellen sei,  sei  ein 
verwaltungsstrafrechtliches Verfahren gegen angeblich verantwortliche 
Personen offensichtlich willkürlich und stossend.

4.3.2 Das  Gebot  der  Verhältnismässigkeit  verlangt,  dass  die  vom 
Gesetzgeber oder von der  Behörde gewählten Massnahmen für  das 
Erreichen  des  gesetzten  Zieles  geeignet,  notwendig  und  für  den 
Betroffenen zumutbar sind. Der angestrebte Zweck muss in einem ver-
nünftigen Verhältnis zu den eingesetzten Mitteln bzw. zu den zu seiner 

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Verfolgung  notwendigen  Beschränkungen  stehen.  Der  Eingriff  in 
Grundrechte darf  in sachlicher, räumlicher, zeitlicher und personeller 
Hinsicht  nicht  einschneidender  sein  als  erforderlich  und  hat  zu 
unterbleiben,  wenn  eine  gleich  geeignete,  aber  mildere  Massnahme 
für den angestrebten Erfolg ausreichen würde (BGE 128 II 292 E. 5.1 
mit  Hinweisen;  HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN,  a.a.O.,  Rz.  581  ff.,  591).  Die 
Frage  der  Verhältnismässigkeit  stellt  sich  folglich  nur  in  Fällen,  in 
denen mehrere Massnahmen zur Erfüllung eines Ziels zur Verfügung 
stehen (vgl. auch Urteil  des Bundesgerichts 2A.65/2003 vom 29. Juli 
2003  E. 4;  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  A-1723/2006  vom 
19. September 2007 E. 3.2).

4.3.3 Das Bundesverwaltungsgericht verkennt nicht, dass die im Streit 
liegende Nachforderung gerade auch gemessen am Warenwert für die 
Beschwerdeführerin ein beträchtliches Ausmass aufweist.  Zu den er-
hobenen  Vorwürfen  ist indes zunächst  festzuhalten,  dass  die  Nach-
forderung keine Sanktion gegenüber der Beschwerdeführerin darstellt, 
da  zu  Unrecht  nicht  erhobene  Abgaben  unabhängig  von  der  Straf-
barkeit  einer  bestimmten Person nachzuentrichten  sind  (vgl.  E. 2.6). 
Vielmehr handelt es sich um eine nachträgliche Zollabrechnung zum 
(höheren) AKZA, wie er im Zolltarif vorgesehen ist (vgl. E. 2.2, 2.3.1, 
2.3.3),  weil  die  Voraussetzungen  für  die  Anwendung  des  Vorzugs-
satzes des KZA nicht erfüllt waren, nachdem die Beschwerdeführerin 
für  die beanstandeten Kartoffeleinfuhren weder über eine GEB noch 
über ein Zollkontingent verfügte (vgl. oben E. 3). Die OZD hatte keine 
Wahl  verschiedener  Mittel,  mithin  keinen  Ermessensspielraum  (vgl. 
E. 4.3.2),  sondern  war  verpflichtet,  der  Beschwerdeführerin  den  ge-
setzlich vorgeschriebenen AKZA bzw. die Differenz zum Kontingents-
zollansatz  in  Rechnung  zu  stellen.  Der  Zolltarif  nach  dem  AKZA 
wiederum beruht auf einer genügenden gesetzlichen Grundlage (vgl. 
E. 2.2). Das Gebot der Verhältnismässigkeit ist insoweit nicht verletzt. 

Die Beschwerde erweist sich auch in diesem Punkt als unbegründet. 

5.
Entsprechend  ist  die  Beschwerde  vollumfänglich  abzuweisen.  Die 
Verfahrenskosten  im  Betrage  von  Fr. 3'000.--  sind  der  Beschwerde-
führerin  aufzuerlegen  und  mit  dem  von  ihr  geleisteten  Kostenvor-
schuss  in  gleicher  Höhe  zu  verrechnen  (Art. 63  Abs. 1  VwVG).  Die 
Beschwerdeführerin  beantragt,  ihr  seien  selbst  bei  einer  Abweisung 
keine Kosten aufzuerlegen. Angesichts der obigen Ausführungen bleibt 

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kein  Raum,  von  der  gesetzlichen  Folge  vollständigen  Unterliegens 
abzuweichen. Eine Parteientschädigung an die Beschwerdeführerin ist 
nicht zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Verfahrenskosten von Fr. 3'000.-- werden der Beschwerdeführerin 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 3'000.-- verrechnet.

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. _______; Gerichtsurkunde)

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Daniel Riedo Iris Widmer

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die 
Rechtsschrift  ist  in  einer  Amtssprache  abzufassen  und  hat  die  Be-
gehren,  deren  Begründung  mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die 
Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweis-
mittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, 

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beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand:

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