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**Case Identifier:** 589d3066-653a-5b53-a76d-ea462ef9670d
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-05-08
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 08.05.2025 200 2024 516
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2024-516_2025-05-08.pdf

## Full Text

IV 200 2024 516 
KOJ/FRJ/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 8. Mai 2025

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schwegler, Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiberin Frésard

A.________
vertreten durch Sozialamt B.________, MLaw C.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern  
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 25. Juni 2024

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Mai 2025, IV 200 2024 516

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Sachverhalt:

A.

Die 1991 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin), 
gelernte … mit … und zuletzt als … in einer … tätig, meldete sich im Juni 
2020 (nach Früherfassung im Mai 2020) unter Hinweis auf den Verdacht 
auf einen Morbus Behçet bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung 
(IV) zum Leistungsbezug an (Akten der IV-Stelle Bern [IVB bzw. Be-
schwerdegegnerin; act. II] 1, 8, 11 S. 3, 12 S. 2, 7, 108.2 S. 6). 

Am 7. Juli 2020 teilte die IVB der Versicherten mit, es könnten derzeit keine 
Eingliederungsmassnahmen mit Aussicht auf Erfolg durchgeführt werden, 
weshalb der Anspruch auf eine Rente geprüft werde (act. II 14). In der Fol-
ge nahm die IVB medizinische und erwerbliche Abklärungen vor, holte ins-
besondere Beurteilungen des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) ein 
(act. II 51, 74) und gewährte der Versicherten eine Integrationsmassnahme 
in Form eines Aufbautrainings (act. II 60). Mit Mitteilung vom 8. Februar 
2023 (act. II 88) teilte die IVB den Abschluss der beruflichen Eingliede-
rungsmassnahmen mit, da es zur Klärung der Leistungsansprüche einer 
umfassenden medizinischen Untersuchung bedürfe (vgl. hierzu act. II 82, 
83), und veranlasste eine rheumatologisch-psychiatrische Untersuchung 
durch die Abklärungsstelle D.________ (MEDAS; bidisziplinäres Gutachten 
vom 22. August 2023 [act. II 108.1-108.6]). Anschliessend holte die IVB 
eine weitere Stellungnahme des RAD ein (act. II 117). Ferner holte sie, 
nachdem sich die Versicherte zum bidisziplinären Gutachten geäussert 
hatte (act. II 122 S. 2 ff.), eine ergänzende Stellungnahme der MEDAS ein 
(act. II 128). Alsdann veranlasste die IVB eine Haushaltsabklärung (act. II 
130). 

Mit Vorbescheid vom 13. März 2024 (act. II 131) stellte die IVB die Zuspra-
che einer ganzen Rente (Invaliditätsgrad 80 %) ab 1. Januar bis 30. Juni 
2021 sowie einer halben Rente (Invaliditätsgrad 50 %) ab 1. Juli 2021 bis 
31. Dezember 2022 in Aussicht. Nach Einwand der Versicherten 
(act. II 141) sowie dem Einholen einer Stellungnahme des Bereichs Ab-

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klärungen (act. II 144) verfügte die IVB am 25. Juni 2024 (act. II 150) wie 
vorbescheidweise angekündigt.

B.

Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch das Sozialamt 
B.________, mit Eingabe vom 31. Juli 2024 (Postaufgabe) Beschwerde mit 
folgenden Anträgen: 

1. Die Verfügung der IV-Stelle Bern (IVBE) vom 25. Juni 2024 sei aufzu-
heben.

2. Der Beschwerdeführerin sei eine ganze Rente zuzusprechen.
2.1 Eventualiter sei eine neurologische Begutachtung anzuordnen und 

gestützt auf die Ergebnisse der erneuten Begutachtung der Anspruch 
der Beschwerdeführerin auf Leistungen der Invalidenversicherung neu 
festzulegen. 

2.2 Subeventualiter sei der Beschwerdeführerin bis zum 1. September 
2022 die im Rahmen der Begutachtung attestierte Erwerbsunfähigkeit 
von 60 % und für die Zeit danach eine Erwerbsunfähigkeit von 40 % 
zuzusprechen. 

3. Das Einkommen ohne Invalidität sei im Einkommensvergleich per 
1. Januar 2021 gestützt auf das Kompetenzniveau 3 der Lohnstruk-
turerhebung BfS 2020 festzulegen.

3.1 Eventualiter sei das Einkommen ohne Invalidität im Einkommensver-
gleich per 1. Januar 2021 gestützt auf das zuletzt verdiente Einkom-
men der Beschwerdeführerin festzulegen.

4. Der Beschwerdeführerin sei die unentgeltliche Rechtspflege zu ge-
währen. 

- Unter Kostenfolge -

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 22. August 
2024 auf Abweisung der Beschwerde.

Mit Verfügung vom 27. August 2024 hiess der Instruktionsrichter das Ge-
such um unentgeltliche Rechtspflege hinsichtlich der Verfahrenskosten gut.

Mit Eingabe vom 16. September 2024 führte die Beschwerdeführerin unter 
Beilage von Beweismitteln aus, sie stehe derzeit in psychiatrischer und 

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psychologischer Behandlung und nehme entsprechende Psychopharmaka 
ein. 

Die Beschwerdegegnerin hielt mit Eingabe vom 7. Oktober 2024 an ihren 
Rechtsbegehren fest. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 25. Juni 2024 (act. II 
150). Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch der Beschwerdeführe-
rin und in diesem Zusammenhang, ob der Sachverhalt richtig und vollstän-
dig festgestellt wurde. 

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In anfechtungs- und streitgegenständlicher Hinsicht liegt ein Rechtsverhält-
nis vor, wenn rückwirkend eine abgestufte und/oder befristete Invalidenren-
te zugesprochen wird. Wird nur die Abstufung oder die Befristung der Leis-
tungen angefochten, wird damit die richterliche Überprüfungsbefugnis nicht 
in dem Sinne eingeschränkt, dass die unbestritten gebliebenen Rentenbe-
zugszeiten von der richterlichen Prüfung ausgenommen blieben (BGE 125 
V 413; SVR 2019 IV Nr. 32 S. 100 E. 3.2; AHI 2001 S. 278 E. 1a). Folglich 
ist der Rentenanspruch unter Einschluss der vom 1. Januar bis 30. Juni 
2021 zugesprochenen ganzen resp. der vom 1. Juli 2021 bis 31. Dezember 
2022 zugesprochenen halben Invalidenrente zu prüfen.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 Abs. 1 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

2.

2.1 Am 1. Januar 2022 sind die Änderungen vom 19. Juni 2020 des IVG 
(Weiterentwicklung der IV) und weiterer Erlasse (insbesondere des ATSG) 
in Kraft getreten (AS 2021 705). In zeitlicher Hinsicht sind – vorbehältlich 
besonderer übergangsrechtlicher Regelungen – grundsätzlich diejenigen 
Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden 
oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 150 V 
323 E. 4.2 S. 328, 150 V 89 E. 3.2.1 S. 95, 148 V 162 E. 3.2.1 S. 166, 144 
V 210 E. 4.3.1 S. 213). Die vorliegend angefochtene Verfügung datiert vom 
25. Juni 2024 (act. II 150), womit sie nach dem 1. Januar 2022 erging. In-
des liegt der frühestmögliche Zeitpunkt des potenziellen Rentenanspruchs 
unter Berücksichtigung der im Juni 2020 erfolgten Anmeldung (act. II 8) 
und der vom 13. Januar 2020 bis zum 31. März 2021 ausgewiesenen 
100%igen Arbeitsunfähigkeit (vgl. E. 4.5 hiernach) vor dem 1. Januar 2022 
(vgl. Art. 28 Abs. 1 und Art. 29 Abs. 1 IVG; vgl. zur rückwirkenden Zuspra-
che einer Rente vor Durchführung von Eingliederungsmassnahmen, sofern 
die versicherte Person wegen ihres Gesundheitszustandes nicht oder noch 

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nicht eingliederungsfähig war: Urteil des Bundesgerichts [BGer] 
9C_380/2021 vom 31. Januar 2022 E. 5.1 mit Verweisen). Folglich sind 
insoweit die Bestimmungen des IVG und diejenigen der Verordnung vom 
17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) in der 
bis zum 31. Dezember 2021 gültigen Fassung (fortan: aArt.) massgebend 
(vgl. Rz. 9101 des Kreisschreibens über Invalidität und Rente in der Invali-
denversicherung [KSIR] des Bundesamts für Sozialversicherungen [BSV]; 
zur Bedeutung von Verwaltungsweisungen vgl. BGE 150 V 1 E. 6.4.2 S. 6, 
148 V 385 E. 5.2 S. 391, 147 V 79 E. 7.3.2 S. 82, 146 V 224 E. 4.4.2 
S. 228, 132 V 121 E. 4.4 S. 125).

Mit dem Vorliegen eines Revisionsgrundes (vgl. E. 2.6 hiernach) nach dem 
1. Januar 2022 – konkret im Oktober 2022 (vgl. E. 4.5 hiernach) – gelangt 
das seit 1. Januar 2022 geltende Recht zur Anwendung (vgl. Rz. 9102 f. 
KSIR).

2.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346). 

2.3 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG so-
wie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Be-
fundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur dann 
anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeeinträchti-

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gung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 145 V 
215 E. 5.1 S. 221). 

Die Sachverständigen sollen die Diagnose so begründen, dass die Rechts-
anwender nachvollziehen können, ob die klassifikatorischen Vorgaben 
tatsächlich eingehalten sind (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 141 V 281 
E. 2.1.1 S. 285). Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung erfolgt die 
Prüfung, ob ein psychischer Gesundheitsschaden eine rentenbegründende 
Invalidität zu bewirken vermag, schliesslich anhand eines strukturierten 
normativen Prüfungsrasters (BGE 143 V 418 E. 7 S. 427, 141 V 281 E. 4.1 
S. 296). Dies gilt für sämtliche psychischen Störungen (BGE 143 V 418 
E. 7.2 S. 429).

Eine invalidenversicherungsrechtlich erhebliche Gesundheitsbeeinträchti-
gung liegt nur vor, wenn die Diagnose im Rahmen einer Prüfung auf der 
ersten Ebene auch unter dem Gesichtspunkt der Ausschlussgründe nach 
BGE 131 V 49 standhält. Danach liegt regelmässig keine versicherte Ge-
sundheitsschädigung vor, soweit die Leistungseinschränkung auf Aggrava-
tion oder einer ähnlichen Erscheinung beruht (BGE 141 V 281 E. 2.2 und 
2.2.1 S. 287; SVR 2021 IV Nr. 76 S. 256, 8C_165/2021 E. 4.2.1). Liegt 
auch unter dem Gesichtspunkt der Ausschlussgründe eine versicherte Ge-
sundheitsschädigung vor, erfolgt schliesslich auf der zweiten Ebene an-
hand eines normativen Prüfungsrasters mit einem Katalog von Indikatoren 
eine ergebnisoffene symmetrische Beurteilung des – unter Berücksichti-
gung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und 
Kompensationspotentialen (Ressourcen) anderseits – tatsächlich erreich-
baren Leistungsvermögens (BGE 141 V 281 E. 3.6 S. 294). Es gilt im Re-
gelfall nach gemeinsamen Eigenschaften systematisierte Standardindikato-
ren zu beachten (E. 4.1.3 S. 297), welche sich in die Kategorien "funktionel-
ler Schweregrad" (E. 4.3 S. 298) und "Konsistenz" einteilen lassen (E. 4.4 
S. 303). Der Prüfungsraster ist rechtlicher Natur (E. 5 S. 304). Die Aner-
kennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, 
wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten ge-
sundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindi-
katoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender 
Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat die Folgen der 

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Beweislosigkeit die materiell beweisbelastete versicherte Person zu tragen 
(E. 6 S. 308). 

2.4 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Ren-
te, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines 
Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % 
arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses 
Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). 

Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 IVG frühestens nach Ablauf 
von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach 
Art. 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung 
des 18. Altersjahres folgt (Abs. 1). 

Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG (in der bis 31. Dezember 2021 gültig gewese-
nen Fassung) besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versi-
cherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn 
sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 
50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad 
von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente. 

Gemäss Art. 28b Abs. 1 IVG (in der ab 1. Januar 2022 in Kraft stehenden 
Fassung) wird die Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen Anteilen an 
einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem Invaliditätsgrad von 50 bis 69 % 
entspricht der prozentuale Anteil dem Invaliditätsgrad (Art. 28b Abs. 2 IVG), 
bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht Anspruch auf eine ganze Rente 
(Art. 28b Abs. 3 IVG). Bei einem Invaliditätsgrad zwischen 40 und 49 % 
gelten die prozentualen Anteile nach Massgabe von Art. 28b Abs. 4 IVG.

2.5 Gemäss aArt. 28a Abs. 1 IVG bzw. Art. 28a Abs. 1 IVG richtet sich 
die Bemessung des Invaliditätsgrades von erwerbstätigen Versicherten 
nach Art. 16 ATSG. Der Bundesrat umschreibt die zur Bemessung des 
Invaliditätsgrades massgebenden Erwerbseinkommen (sowie die anwend-
baren Korrekturfaktoren [Art. 28a Abs. 1 IVG]). Für die Bestimmung des 
Invaliditätsgrades wird bei einer erwerbstätigen versicherten Person das 
Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt der Invalidität und nach Durch-

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führung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmass-
nahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeits-
marktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, 
das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 
ATSG).

Nach Art. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbs-
tätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegat-
tin mitarbeiten, der Invaliditätsgrad für diesen Teil nach Art. 16 ATSG fest-
gelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird der In-
validitätsgrad für diese Tätigkeit nach Absatz 2 festgelegt (gemischte Me-
thode). In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unent-
geltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der 
Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditäts-
grad in beiden Bereichen zu bemessen (vgl. auch den redaktionell unter-
schiedlichen, inhaltlich jedoch identischen aArt. 28a Abs. 3 IVG).

Gemäss Art. 27bis Abs. 1 IVV werden für die Bestimmung des Invaliditäts-
grades von Teilerwerbstätigen die Invaliditätsgrade in Bezug auf die Er-
werbstätigkeit (lit. a) und in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich 
(lit. b) zusammengezählt. Für die Berechnung des Invaliditätsgrades in Be-
zug auf die Erwerbstätigkeit wird gemäss Art. 27bis Abs. 2 IVV das Ein-
kommen ohne Invalidität auf eine Erwerbstätigkeit, die einem Beschäfti-
gungsgrad von 100 % entspricht, hochgerechnet (lit. a), das Einkommen 
mit Invalidität auf der Basis einer Erwerbstätigkeit, die einem Beschäfti-
gungsgrad von 100 % entspricht, berechnet und entsprechend an die 
massgebliche funktionelle Leistungsfähigkeit angepasst (lit. b) und die pro-
zentuale Erwerbseinbusse anhand des Beschäftigungsgrades, den die 
Person hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, gewichtet (lit. c). Für 
die Berechnung des Invaliditätsgrades in Bezug auf die Betätigung im Auf-
gabenbereich wird nach Art. 27bis Abs. 3 IVV der prozentuale Anteil der 
Einschränkungen bei der Betätigung im Aufgabenbereich im Vergleich zur 
Situation, wenn die versicherte Person nicht invalid geworden wäre, ermit-
telt (lit. a) und der Anteil nach lit. a anhand der Differenz zwischen dem 
Beschäftigungsgrad nach Abs. 2 lit. c und einer Vollerwerbstätigkeit ge-

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wichtet (Abs. 3 lit. b; vgl. zum Ganzen auch aArt. 27bis IVV sowie BGE 145 
V 370 E. 4).

2.6 Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten 
Invalidenrente sind die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen 
analog anzuwenden, weil noch vor Erlass der ersten Rentenverfügung eine 
anspruchsbeeinflussende Änderung eingetreten ist mit der Folge, dass 
dann gleichzeitig die Änderung mitberücksichtigt wird. Wird rückwirkend 
eine abgestufte oder befristete Rente zugesprochen, sind einerseits der 
Zeitpunkt des Rentenbeginns und anderseits der in Anwendung der Drei-
monatsfrist von Art. 88a IVV festzusetzende Zeitpunkt der Anspruchsände-
rung die massgebenden Vergleichszeitpunkte (BGE 150 V 67 E. 4.3.2 
S. 70, 133 V 263 E. 6.1 S. 263; SVR 2020 IV Nr. 70 S. 243, 8C_132/2020 
E. 4.2.2).

Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächli-
chen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den 
Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht nur 
bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, sondern 
auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen (oder die 
Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) des an sich 
gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben. Da-
zu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer Angewöh-
nung oder Anpassung an die Behinderung. Ein Revisionsgrund ist ferner 
unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der Bemes-
sung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des Auf-
gabenbereichs eingetreten ist (BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 E. 2.3 
S. 10; SVR 2021 IV Nr. 36 S. 110 E. 3.1).

Bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im 
Aufgabenbereich zu betätigen, ist die anspruchsbeeinflussende Änderung 
für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an 
zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraus-
sichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, 
nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat 
und voraussichtlich weiterhin andauern wird (Art. 88a Abs. 1 IVV).

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3. 

3.1 Zum Gesundheitszustand und zur Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
der Beschwerdeführerin lässt sich den medizinischen Akten im Wesentli-
chen das Folgende entnehmen: 

3.1.1 Die behandelnde Dermatologin Dr. med. E.________, Fachärztin für 
Dermatologie und Venerologie, stellte in ihrem Bericht vom 19. Januar 
2020 (act. II 23 S. 16 f.) folgende Hauptdiagnose (S. 16): 

- Rezidivierende bipolare Aphten (herpetiforme Ulzerationen) 

Die Beschwerdeführerin habe sich erstmals im Februar 2019 wegen seit 
Mai 2019 (wohl: 2018 [vgl. Ausführungen unter Diagnosestellung]) auftre-
tenden, enoral sowie genitalen erosiven Zuständen mit herpetiformen Ulze-
rationen, ohne dem typischen Bild von deutlichen Aphten, bei ihr gemeldet. 
Die Beschwerdeführerin beschreibe zusätzlich gastrointestinale Beschwer-
den (S. 16). Im Rahmen der internationalen Kriterien sowie den bekannten 
gastrointestinalen Beschwerden sollte nach ausgedehnten Abklärungen 
von einem Morbus Behçet ausgegangen werden (S. 17). 

3.1.2 Dr. med. F.________, Facharzt für Radiologie, hielt in seinem Be-
richt vom 14. Juli 2020 (act. II 73 S. 2) fest, dem gleichentags durchgeführ-
ten MRI des Schädels liessen sich circa zehn Läsionen (rundlich/ovalär, 
teils im periventrikulären Marklager, teils subkortikal supratentoriell) ent-
nehmen. Dieser Befund sei mit einer milden Enzephalopathie im Rahmen 
eines Morbus Behçet vereinbar. 

3.1.3 Dr. med. G.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin der 
Klinik H.________ des Spitals I.________, stellte im Bericht vom 25. Au-
gust 2020 (act. II 24 S. 2 ff.) folgende (Haupt-)Diagnosen (S. 3 Ziff. 2.5):  

1. Bipolare Aphthose Neumann mit rezidivierenden herpetiformen Aphten 
enoral und vor allem genital, ED 06/2018

2. Somatische Belastungsstörung 

Zur Symptomatik und medizinischen Situation verwies er auf seinen Bericht 
vom 31. März 2020 (S. 5 ff.). Demnach liessen sich die langjährigen und 
vielfältigen somatischen Beschwerden aus psychosomatischer Sicht im 

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Rahmen einer somatischen Belastungsstörung erklären. Die Grundlage 
hierfür bilde eine Sensitisierung des peripheren und zentralen Nervensys-
tems mit entsprechend überschiessenden Reaktionen auf somatosensori-
sche Reize und Dysregulation der verschiedenen, zentral-gesteuerten Or-
gansysteme. Dabei bestünden Zusammenhänge mit der vermuteten auto-
immunen Erkrankung (Aphthose Neumann/Morbus Behçet). Hintergrund 
der zentralen Sensitisierung des Nervensystems würden chronische Stres-
soren bilden, wie sie sich bei der für die Beschwerdeführerin typischerwei-
se im Rahmen des Überleistertums resp. des Perfektionismus und den 
hohen Ansprüchen an die Leistungsfähigkeit fänden (S. 6). Die Beschwer-
deführerin leide an einer ausgeprägten Erschöpfung (S. 3 Ziff. 3.4). Mit 
einer raschen Wiederaufnahme einer vollen Arbeitstätigkeit könne aufgrund 
der Chronizität der gesundheitlichen Störung nicht gerechnet werden (S. 3 
Ziff. 2.7). 

3.1.4 Die behandelnden Ärzte der Klinik J.________ des Spitals 
I.________ stellten in ihrem Bericht vom 3. November 2020 (act. II 101 S. 6 
ff.) folgende (Haupt-)Diagnosen (S. 6 f.):

1. Bipolare Aphthose 
2. Chronischer vulvärer Pruritus seit 2011 und perianal seit 2015 
3. Diverse Typ IV Sensibilisierungen
4. Psychische Belastungssituation 
5. Laktoseintoleranz

Die Hospitalisation sei aufgrund von seit April 2018 bestehenden, rezidivie-
renden bipolaren Aphten erfolgt. Weitere typische Hautveränderungen, die 
bei Morbus Behçet auftreten würden, seien verneint worden. Typische ent-
zündliche Augenmanifestationen lägen sodann keine vor; die Beschwerde-
führerin habe lediglich einmal im Jahr 2008 an einer Dakryoadenitis gelit-
ten. Die beschriebenen gastrointestinalen Beschwerden könnten auch auf 
die diagnostizierte Laktoseintoleranz zurückzuführen sein. Aufgrund der 
Anamnese und der Befunde gebe es aktuell keine Hinweise für einen Mor-
bus Behçet, jedoch lasse sich die Diagnose nicht konklusiv ausschliessen 
(S. 7 f.).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Mai 2025, IV 200 2024 516

-13-

3.1.5 Dr. med. K.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und 
Rheumatologie, vermerkte in seinem Bericht vom 14. Dezember 2020 
(act. II 37 S. 34) folgende Diagnosen: 

1. Wahrscheinlicher Morbus Behçet
2. 2008 Dakryoadenitis, DD im Rahmen von Diagnose 1
3. Multiple periventrikuläre, zum Teil subkortikale kleine ovaläre zerebrale Lä-

sionen, DD milde Enzephalopathie bei Behçet, Spätschäden nach neona-
taler Asphyxie

Entgegen der Beurteilung der Kollegen der Dermatologie sei er nicht der 
Meinung, dass ein Morbus Behçet nicht diagnostiziert werden könne. Bei 
der Beschwerdeführerin seien die Kriterien für die affirmative klinische Dia-
gnose eines Behçet-Syndroms erfüllt. Ob die auf dem MRI im Juli be-
schriebenen kleinen Rundherde zerebral als Narben nach Behçet Enze-
phalopathie zu interpretieren seien oder ob dafür eine andere Ursache hin-
halten könne, könne im Moment nicht abschliessend beurteilt werden. Auf-
grund des MRI-Befundes sei im Moment jedoch nicht von einer florid akti-
ven Enzephalopathie auszugehen. 

3.1.6 Dr. med. F.________ hielt in einem weiteren Bericht vom 22. Fe-
bruar 2021 (act. II 73 S. 1) betreffend dem gleichentags durchgeführten 
MRI des Schädels fest, es bestehe im Vergleich zur Voruntersuchung vom 
14. Juli 2020 eine stationäre Darstellung der ca. zehn vorhandenen Läsio-
nen. Diese seien weiterhin gut mit einer milden Enzephalopathie im Rah-
men des Morbus Behçet vereinbar. Es bestünden keine floride entzündli-
che Veränderungen.

3.1.7 In einem weiteren Bericht vom 9. Mai 2022 (act. II 93 S. 6 f.) hielt 
Dr. med. K.________ bei unveränderter Diagnose fest, die Chronic Fatigue 
Problematik sei aus seiner Sicht vollumfänglich durch eine Kumulation di-
verser ungünstiger Umstände geklärt. Neben der Vorgeschichte mit Über-
lastung über längere Zeit sei die Chronic Fatigue sehr oft auch das Leit-
symptom von Behçet-Erkrankungen. Dazu komme neu der Belastungsfak-
tor der schwer erkrankten Mutter; ebenfalls wirksam seien die unklare be-
rufliche Perspektive und die zusätzlichen neuen Abklärungen. Weiter-
führende Abklärungen seien zurzeit nicht indiziert (S. 6). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Mai 2025, IV 200 2024 516

-14-

3.1.8 Die behandelnde Hausärztin Dr. med. L.________, Fachärztin für 
Allgemeine Innere Medizin, hielt in ihrer Stellungnahme vom 15. Juni 2022 
(act. II 69) u.a. fest, die Beschwerdeführerin leide an einem schweren psy-
chischen und physischen Erschöpfungszustand sowie einer langjährigen 
reaktiven Depression infolge einer jahrzehntelang unerkannt und unbehan-
delt gebliebenen chronischen Erkrankung (S. 2). 

3.1.9 Im bidisziplinären Gutachten vom 22. August 2023 (act. II 108.1-
108.6) stellten die Experten in ihrer interdisziplinären Gesamtbeurteilung 
(act. II 108.3) folgende Diagnosen (S. 19 Ziff. 4.3):

Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
1. Behçet-Syndrom (ICD-10: M35.2)

- Bipolare Aphthosis
- Endoskopisch multiple aphthoide Läsionen im Zökum
- Papulo-pustulöse Dermatose im Gesicht
- V.a. Neuro-Behçet (Enzephalitis)
- Behandlung mit Apremilast seit 11/2022

2. Rezidivierende depressive Störung, aktuell mittelgradige Episode 
(ICD-10: F33.1)

Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: 
1. Atypische Tenosynovitis stenosans de Quervain rechts (ICD-10 : 

M65.93)
2. Haltungsinsuffizienz mit muskulärer Dysbalance im Rahmen einer De-

konditionierung infolge Fatigue-bedingter Inaktivität (ICD-10: R29.3)
3. Leichtgradiger, asymptomatischer Spreizfuss (ICD-10: M21.63)
4. Partielle Hypermobilität (ICD-10: M35.7) 

Im rheumatologischen Teilgutachten (act. II 108.1) führte Dr. med. 
M.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und Rheumatologie, 
aus, die Diagnose eines Behçet-Syndroms erscheine aufgrund der bipola-
ren Aphthose, der Hauterscheinungen und der gastrointestinalen Be-
schwerden bzw. Befunde als hochwahrscheinlich. Diesbezüglich werde die 
Meinung des behandelnden Rheumatologen Dr. med. K.________ vollum-
fänglich geteilt. Im Vordergrund der aktuellen Beschwerden stehe eine in-
validisierende, ausgeprägte Fatigue mit schneller Erschöpfbarkeit und er-
höhtem Schlafbedürfnis. Betreffend die kernspintomographisch nachgewie-
senen Hirnbefunde sei offen, ob diese einem Neuro-Behçet entsprechen 
resp. für die ausgeprägte Fatigue verantwortlich seien. Entsprechend wer-
de eine neurologische Reevaluation mit dieser Fragestellung vorgeschla-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Mai 2025, IV 200 2024 516

-15-

gen. Insgesamt könne die im Vordergrund stehende, invalidisierende Fa-
tigue von rheumatologischer Seite eher nicht in diesem Ausmass erklärt 
werden. Von Seiten des Bewegungsapparates bestünden bis auf eine Te-
nosynovitis stenosans de Quervain rechts weder Beschwerden noch rele-
vante pathologische Befunde im Zusammenhang mit dem Behçet-Syndrom 
(S. 35 ff. Ziff. 6.1). Aus rein rheumatologischer Sicht könne die Beschwer-
deführerin in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit – ausschliesslich den Bewe-
gungsapparat betreffend – 8.2 Stunden pro Tag (uneingeschränkt) anwe-
send sein. Während dieser Anwesenheit bestehe aufgrund der Fatigue, die 
zumindest teilweise mit dem Behçet-Syndrom in Zusammenhang stehe, 
eine Leistungsminderung von 30 %. Die Arbeitsfähigkeit betrage 70 %. 
Was den zeitlichen Verlauf der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätig-
keit betrifft, habe diese vom 13. Januar 2020 bis zum 31. März 2021 0 %, 
vom 1. April 2021 bis September 2022 40 % und ab Oktober 2022 70 % 
betragen (S. 41 f. Ziff. 8.1). In einer angepassten Tätigkeit, welche jeglicher 
körperlich leichten Tätigkeit mit Wechselbelastung entspreche, könne die 
Beschwerdeführerin aus rein rheumatologischer Sicht – ausschliesslich den 
Bewegungsapparat betreffend – ebenfalls 8.2 Stunden pro Tag (uneinge-
schränkt) anwesend sein. Während dieser Anwesenheit bestehe fatiguebe-
dingt eine Leistungsminderung von 20 %. Die Arbeitsfähigkeit betrage 
80 %. Was den zeitlichen Verlauf der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten 
Tätigkeit betrifft, habe diese vom 13. Januar 2020 bis zum 31. März 2021 
0 %, vom 1. April 2021 bis September 2022 40 % und ab Oktober 2022 
80 % betragen (S. 42 f. Ziff. 8.2). Im Sinne einer Schadenminderungs-
massnahme sei eine neurologische Abklärung angezeigt (S. 43 Ziff. 8.4). 

Im psychiatrischen Teilgutachten (act. II 108.2) führte Dr. med. 
N.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Neurolo-
gie, aus, der psychiatrische Befund zeige in Zusammenschau mit der Ei-
genanamnese ein depressives Syndrom, das als mittelgradig einzuschät-
zen sei. Die für die Beschwerdeführerin im Vordergrund stehende Fatigue-
Symptomatik sei unter diese Diagnose zu subsumieren. Diese Diagnose 
bilde das Krankheitsbild der Beschwerdeführerin am besten ab (S. 18 f. 
Ziff. 6.3). Aus rein psychiatrischer Sicht könne die Beschwerdeführerin in 
ihrer zuletzt ausgeübten Tätigkeit 4.25 Stunden pro Tag bei einem Pensum 
von 100 % anwesend sein. Das verminderte Rendement sei hier miteinge-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Mai 2025, IV 200 2024 516

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schlossen. Die Arbeitsfähigkeit betrage 50 %. Aufgrund der vollständig feh-
lenden psychiatrischen Aktenlage sei der Verlauf der Arbeitsfähigkeit nur 
grob zu schätzen. Die Beschwerdeführerin sei mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit durchschnittlich zu 50 % arbeitsunfähig (mit Fluktuationen) 
seit Beginn der Krankschreibung, d.h. seit Januar 2020, gewesen (S. 26 
Ziff. 8.1). In einer leidensangepassten Tätigkeit, welche einer Tätigkeit oh-
ne Leitungsfunktion und ohne Budget- und Personalverantwortung ent-
spreche, könne die Beschwerdeführerin fünf Stunden pro Tag anwesend 
sein. Die Arbeitsfähigkeit betrage 60 %. Während dieser Anwesenheitszeit 
bestehe keine Leistungseinschränkung. Aufgrund der vollständig fehlenden 
psychiatrischen Aktenlage bestehe mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
eine durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit von 40 % seit Beginn der Krank-
schreibung, d.h. seit Januar 2020 (S. 26 f. Ziff. 8.2). 

In ihrer Konsensbeurteilung (act. II 108.3) hielten die Sachverständigen 
fest, in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit bestehe vom 31. März 2021 bis 
zum 1. September 2022 gestützt auf die rheumatologische Beurteilung eine 
Gesamtarbeitsfähigkeit von 40 %, anschliessend von 50 % aufgrund der 
psychiatrischen Beurteilung, welche die rheumatologische Beurteilung kon-
sumiere (S. 28 Ziff. 4.6). In einer angepassten Tätigkeit bestehe vom 
31. März 2021 bis zum 1. September 2022 gestützt auf die rheumatologi-
sche Beurteilung eine Gesamtarbeitsfähigkeit von 40 %, anschliessend von 
60 % aufgrund der psychiatrischen Beurteilung, welche die rheumatologi-
sche Beurteilung konsumiere (S. 29 Ziff. 4.7). Als Schadenminderungs-
massnahme sei eine neurologische Abklärung angezeigt (S. 30 Ziff. 4.9)

3.1.10 In ihrer Stellungnahme vom 7. November 2023 (act. II 116) erwog 
die RAD-Ärztin Dr. med. O.________, Fachärztin für Neurologie, ein Neu-
ro-Behçet würde sich am häufigsten mit einer subakuten Meningoenzepha-
litis (Fieber, Kopfschmerz) mit Beteiligung des Hirnstamms oder multifokal 
manifestieren. Ein solches Ereignis sei nicht dokumentiert und die Versi-
cherte leide nicht an neurologischen Ausfällen. Klinisch sei im Verlauf so-
dann keine Dynamik im Sinne einer Verschlechterung zu erkennen; die 
Beschwerdeführerin berichte über eine anhaltende Symptomatik, welche 
auch im Zeitpunkt des MRI-Befundes bestanden habe (S. 2). Die MRI vom 
14. Juli 2020 und 22. Februar 2021 zeigten circa zehn kleinste Läsionen im 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Mai 2025, IV 200 2024 516

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Marklager der Grosshirnhemisphäre ohne Aktivitätszeichen und welche im 
Intervall stabil geblieben seien. Dies spreche gegen eine Enzephalitis, wel-
che ein akut entzündliches Geschehen sei. Anhand der Akten lasse sich 
daher derzeit festhalten, dass weder die Kriterien für eine sichere noch für 
eine wahrscheinliche Neuro-Behçet Erkrankung erfüllt seien (S. 3). Behçet 
Betroffene würden häufig über depressive Verstimmungen und Müdigkeit 
klagen; dies werde in der Regel im Zusammenhang mit der allgemeinen 
Krankheitsaktivität und den damit verbundenen Einschränkungen gesehen. 
Die von der Beschwerdeführerin vorgebrachte Fatigue sei diesem unspezi-
fischen Symptomenkomplex zuzuordnen (S. 2).

3.1.11 In der ergänzenden Stellungnahme vom 3. Februar 2024 (act. II 128 
S. 7 ff.) hielt der rheumatologische Sachverständige auf Einwand der Be-
schwerdeführerin hin (act. II 128 S. 2 ff.) fest, die von der Beschwerdefüh-
rerin zu den im Gutachten gemachten Ausführungen zur Konsistenz und 
Plausibilität seien insbesondere dahingehend nicht relevant, als im Gutach-
ten explizit vermerkt wurde, dass keine Hinweise auf eine Aggravation oder 
Simulation bestehen würden und die festgestellte Inkonsistenz somit keine 
Auswirkung auf die funktionelle Beurteilung gehabt habe (S. 7 Ziff. 1). So-
dann sei die Leidens- und Krankheitsgeschichte aus den Berichten und aus 
den von der Beschwerdeführerin gemachten Angaben im Gutachten detail-
liert dargelegt worden (S. 7 Ziff. 2). Was den Einwand zum Thema "Auftre-
ten und Erschöpfung" betrifft, könne er – unter Berücksichtigung der medi-
zinischen Aktenlage – nur beurteilen, was die Beschwerdeführerin im Zeit-
punkt der Begutachtung über ihre Beschwerden berichtet habe und was in 
der klinischen Untersuchung festgestellt worden sei. Alsdann sei die Fa-
tigue als Syndrom entzündlich-rheumatologischer Erkrankungen ausführ-
lich diskutiert worden (S. 7 f. Ziff. 3). Auch seien keine organisch-
strukturellen Befunde festgestellt worden, die eine Einschränkung der Ar-
beitsfähigkeit über 30 % begründen liessen; die attestierte Einschränkung 
gründe ausschliesslich auf die im Zusammenhang mit dem Morbus Behçet 
stehende Fatigue bei unklarer Situation hinsichtlich einem allfälligen Neuro-
Behçet (S. 8 Ziff. 4). Der psychiatrische Sachverständige hielt sodann fest, 
durch die Einwände der Beschwerdeführerin hätten sich keine neuen As-
pekte ergeben. Im Gutachten sei ein lege artis Befund erhoben und disku-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Mai 2025, IV 200 2024 516

-18-

tiert resp. gewürdigt worden; daran könne umfassend festgehalten werden 
(S. 8).

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-
rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 
E. 1.3.4 S. 227, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b bb S. 353; SVR 
2020 IV Nr. 71 S. 246, 8C_260/2020 E. 2.2).

3.3 Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfü-
gung vom 25. Juni 2024 (act. II 150) auf das bidisziplinäre Gutachten vom 
22. August 2023 (act. II 108.1-108.6) inkl. ergänzende Stellungnahme vom 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Mai 2025, IV 200 2024 516

-19-

3. Februar 2024 (act. II 128). Dieses ist für die streitigen Belange umfas-
send, beruht auf einlässlichen klinischen Explorationen und wurde in 
Kenntnis der Vorakten sowie in Berücksichtigung der geklagten Beschwer-
den erstattet. Es überzeugt inhaltlich, indem die darin enthaltenen Darle-
gungen der medizinischen Zusammenhänge sowie der Beurteilung der 
medizinischen Situation einleuchten und die Schlussfolgerungen nachvoll-
ziehbar begründet sind. Ebenso wurde nachvollziehbar zu den Anmerkun-
gen der Beschwerdeführerin Stellung genommen und aufgezeigt, dass und 
weshalb an der gutachterlichen Beurteilung festgehalten werden könne. 
Damit erfüllt diese Expertise die vorerwähnten höchstrichterlichen Bewei-
sanforderungen (vgl. E. 3.2 hiervor) und erbringt vollen Beweis, weshalb 
grundsätzlich (vgl. E. 4 hiernach) darauf abzustellen ist. 

Dr. med. N.________ setzte sich im psychiatrischen Teilgutachten im 
Rahmen der diagnostischen Herleitung einlässlich mit der Aktenlage und 
den Befunden der gutachterlichen Exploration auseinander und zeigte an-
hand der klassifikatorischen Vorgaben nachvollziehbar auf, dass eine rezi-
divierende depressive Störung, aktuell mittelgradige Episode (ICD-10: 
F33.1), vorliegt (act. II 108.2 S. 17 ff. Ziff. 6.3), was denn vorliegend auch 
nicht bestritten wird. Ebenso legte er schlüssig dar, weshalb die von der 
Beschwerdeführerin beschriebene Erschöpfungssymptomatik vorliegend 
nicht als eigenständige Diagnose zu werten, sondern unter die Diagnose 
der Depression zu subsumieren ist (act. II 108.2 S. 18 f. Ziff. 6.3). Betref-
fend die von den behandelnden Ärzten der Klinik H.________ des Spitals 
I.________ diagnostizierte Somatisierungsstörung (act. II 24 S. 3 Ziff. 2.5) 
führte Dr. med. N.________ sodann einleuchtend aus, dass hierfür keine 
Hinweise vorliegen, da bei der Beschwerdeführerin eine relevante Grun-
derkrankung besteht, die die Symptomatik erklärt, womit das Eingangskrite-
rium – eine Diskrepanz zwischen berichteter Symptomatik und fehlenden 
resp. nicht zu erklärenden organischen Befunden – nicht zutrifft (act. II 
108.2 S. 19 Ziff. 6.3). 

Im rheumatologischen Teilgutachten zeigte Dr. med. M.________ gestützt 
auf die anlässlich der Exploration erhobenen Befunde und in Würdigung 
der Berichte der behandelnden Ärzte nachvollziehbar auf, dass die von den 
behandelnden Ärzten gestellte Diagnose eines Morbus Behçet (act. II 49 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Mai 2025, IV 200 2024 516

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S. 4, 93 S. 2; vgl. auch 23 S. 17) aufgrund der bipolaren Aphthose, der 
Hauterscheinungen und der gastrointestinalen Beschwerden "hochwahr-
scheinlich" ist, wobei sich unter entsprechender Therapie sowohl die oralen 
und die genitalen Aphten als auch die Darmbeschwerden deutlich 
verbesserten, hingegen die im Vordergrund stehende Müdigkeit resp. 
Erschöpfbarkeit bestehen blieb (act. II 108.1 S. 35). Betreffend dieser 
Erschöpfungssymptomatik erklärte er, dass diese zwar gemäss Literatur 
bei Patientinnen und Patienten mit Behçet-Syndrom ein nennenswertes 
Problem sei, diese im vorliegend beklagten Ausmass jedoch aus rein 
rheumatologischer Sicht nicht abschliessend erklärt werden könne. In 
diesem Zusammenhang erwog er, dass die im Rahmen der MRI vom 
14. Juli 2020 und vom 22. Februar 2021 festgestellten zerebralen Läsionen 
einem Neuro-Behçet entsprechen könnten – wobei auch die Möglichkeit 
bestehe, dass diese Läsionen mit der bekannten postpartalen 
Fruchtwasseraspiration in Zusammenhang stünden – weshalb ein 
neurologisches Gutachten zur abschliessenden Klärung empfohlen sei. 
Ebenso erwog er zutreffend, dass die Beschwerdeführerin unter einer 
belastenden familiären Situation leide und von psychiatrischer Seite 
festzustellen sei, inwieweit die erwähnte Fatigue Symptomatik zusätzlich 
Folge eines psychischen Leidens sei (act. II 108.1 S. 35 ff.). Im Ergebnis 
kam der rheumatologische Sachverständige zum nachvollziehbaren und 
plausiblen Schluss, dass die Beschwerdeführerin "aufgrund der Fatigue, 
welche zumindest teilweise mit dem Behçet-Syndrom in Zusammenhang 
stehe", in der angestammten Tätigkeit grundsätzlich zu 70 % resp. in einer 
angepassten Tätigkeit zu 80% arbeitsfähig ist (act. II 108.1 S. 41 ff. Ziff. 8.1 
und 8.2). Betreffend den zeitlichen Verlauf der Arbeitsfähigkeit hielt er als-
dann bezugnehmend auf die Berichte des behandelnden Rheumatologen 
vom 31. März 2021 (act. II 37 S. 10 f.) und vom 13. September 2022 (act. II 
93 S. 4) überzeugend fest, dass diese vom 13. Januar 2020 bis zum 
31. März 2021 0 % und anschliessend vom 1. April 2021 bis September 
2022 leidensangepasst 40 % resp. ab Oktober 2022 80 % betragen hat 
(act. II 108.1 S. 43 Ziff. 8.2). Dies entspricht denn auch der Einschätzung 
der behandelnden Hausärztin, die in ihrem Bericht vom 6. Juli 2021 bei 
langsamer Steigerung des Arbeitspensums von einer guten Prognose zur 
Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit ausging (act. II 37 S. 6 Ziff. 2.7). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Mai 2025, IV 200 2024 516

-21-

Soweit die Beschwerdeführerin sinngemäss die Beweiskraft des Gutach-
tens in Frage stellt, weil kein neurologisches Gutachten zur abschliessen-
den Klärung der zerebralen Läsionen erfolgt ist (Beschwerde S. 5 f. Ziff. IV. 
Ziff. 3), kann ihr nicht gefolgt werden: Die RAD-Ärztin Dr. med. 
O.________, welche als Fachärztin für Neurologie in Bezug auf die hier 
relevante Frage über die entsprechende Fachkompetenz verfügt, legte auf 
Rückfrage der Beschwerdegegnerin hin nachvollziehbar dar, dass 
vorliegend weder die Kriterien für eine sichere Neuro-Behçet Erkrankung – 
notwendig wäre ein neurologisches Syndrom mit objektivierbaren klinisch-
neurologischen Zeichen – noch die Kriterien für eine wahrscheinliche 
Neuro-Behçet Erkrankung erfüllt sind. Sie hielt in Übereinstimmung mit den 
Akten fest, dass kein hierfür sprechendes Ereignis (subakute 
Meningoenzephalitis, Fieber, Kopfschmerz) dokumentiert ist, die 
Beschwerdeführerin nicht an neurologischen Ausfällen leidet (vgl. zum 
Ganzen HANS CHRISTOPH DIENER ET AL., Referenz Neurologie, Kap. 69, 
Thieme 2019) und die erhobenen bildgebenden Befunde stabile Läsionen 
ohne Aktivitätszeichen zeigen, was gegen eine Enzephalitis als akut 
entzündliches Geschehen spricht. Vielmehr sei die von der 
Beschwerdeführerin geklagte Fatigue dem für Behçet Patientinnen und 
Patienten typischen, unspezifischen Symptomenkomplex zuzuordnen. 
Diese Ausführungen sind schlüssig und überzeugen, zumal vorliegend 
weder die behandelnden Neurologen (act. II 24 S. 2 ff.) noch der 
behandelnde Rheumatologe (act. II 37 S. 34, 93 S. 4 f., 6 f.) die Diagnose 
eines Neuro-Behçet zu stellen vermochten. Im Übrigen ist die von der 
Beschwerdeführerin beklagte Erschöpfungssymptomatik ausdrücklich – 
auch wenn aus rheumatologischer Sicht nicht gänzlich erklärbar – vom 
rheumatologischen Sachverständigen berücksichtigt worden (act. II 108.1 
S. 41 ff. Ziff. 8.1 und 8.2). 

3.4 Dem Voranstehenden zufolge erweist sich der medizinische Sach-
verhalt als rechtsgenüglich abgeklärt, weshalb auf weitere Sachverhaltser-
hebungen, namentlich das beantragte neurologische Gutachten (Be-
schwerde S. 2 Rechtsbegehren Ziff. 2.1), verzichtet werden kann (antizi-
pierte Beweiswürdigung: BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b 
S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; Urteil des BGer 9C_298/2024 vom 14. Au-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Mai 2025, IV 200 2024 516

-22-

gust 2024 E. 5.2, zur Publikation vorgesehen; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 162, 
9C_296/2018 E. 4). 

4.

4.1 Zu prüfen bleibt anhand des strukturierten Beweisverfahrens nach 
BGE 141 V 281, ob der psychiatrischerseits attestierten Erwerbsunfähigkeit 
(act. II 108.2 S. 26 f. Ziff. 8.1 und 8.2) aus rechtlicher Sicht gefolgt werden 
kann, wobei hierfür die Beschwerdeführerin die materielle Beweislast zu 
tragen hat (vgl. E. 2.3 hiervor).

Dabei hat das Gericht bei der Durchführung des strukturierten Beweisver-
fahrens (vgl. BGE 141 V 281) insbesondere auch dem höchstrichterlich 
festgelegten Grundsatz Rechnung zu tragen, wonach eine leicht- bis mit-
telgradige depressive Störung ohne nennenswerte Interferenzen durch 
psychiatrische Komorbiditäten im Allgemeinen nicht auf eine invalidisieren-
de Krankheit schliessen lässt und für das Gericht diesfalls Grund dafür be-
steht, der medizinisch-psychiatrischen Folgenabschätzung die rechtliche 
Massgeblichkeit zu versagen (vgl. BGE 148 V 49).

Eine leicht- bis mittelgradige depressive Störung ohne nennenswerte Inter-
ferenzen durch psychiatrische Komorbiditäten lässt sich im Allgemeinen 
nicht als schwere psychische Krankheit definieren. Besteht dazu noch ein 
bedeutendes therapeutisches Potential, so ist insbesondere auch die Dau-
erhaftigkeit des Gesundheitsschadens in Frage gestellt. Diesfalls müssen 
gewichtige Gründe vorliegen, damit dennoch auf eine invalidisierende Er-
krankung geschlossen werden kann. Attestieren die psychiatrischen Fach-
personen bei diesen Konstellationen trotz Verneinung einer schweren psy-
chischen Störung ohne (allenfalls auf Nachfrage hin erfolgte) schlüssige 
Erklärung eine namhafte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, besteht für 
die Versicherung oder das Gericht Grund dafür, der medizinisch-
psychiatrischen Folgenabschätzung die rechtliche Massgeblichkeit zu ver-
sagen (BGE 148 V 49; SVR 2024 IV Nr. 30 S. 102, 8C_492/2023 E. 5.1).

4.2 Was die Prüfung der ersten Ebene betrifft (vgl. E. 2.3 hiervor), konn-
ten die Experten keine Hinweise auf aggravierende oder simulierende Dar-
stellungstendenzen feststellen (act. II 108.1 S. 38 Ziff. 6.2; 108.2 S. 17 
Ziff. 6.2). Zwar hielt der rheumatologische Sachverständige fest, der Um-

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stand der umfangreichen und perfekt verfassten schriftlichen Zusammen-
fassung der Krankengeschichte und der akribisch ausgefüllte und doku-
mentierte Fragekatalog wirke zur Angabe der extremen Fatigue etwas dis-
krepant. Auch habe die Beschwerdeführerin vor Ende der Untersuchung 
nicht erschöpft gewirkt und sei trotz der angegebenen Fatigue in der Lage 
gewesen, von ihrem Wohnort nach Zürich und zurück mit den öffentlichen 
Verkehrsmitteln zu reisen. Allerdings verneinte er das Vorliegen von Hin-
weisen auf eine Aggravation oder eine Simulation explizit (act. II 108.1 
S. 38 Ziff. 6.2). Die Prüfung der ersten Ebene schliesst damit einen invalidi-
sierenden Gesundheitsschaden nicht aus, womit auf der zweiten Ebene 
anhand der Standardindikatoren die ergebnisoffene symmetrische Beurtei-
lung des tatsächlich erreichbaren Leistungsvermögens zu erfolgen hat (vgl. 
E. 2.3 hiervor).

4.3 Zu prüfen sind zunächst die einzelnen Komplexe der Kategorie 
"funktioneller Schweregrad" (BGE 141 V 281 E. 4.3 S. 298 ff.).

4.3.1 Mit Bezug auf den Komplex Gesundheitsschädigung (BGE 141 V 
281 E. 4.3.1 S. 298 ff.) ergibt sich Folgendes: 

Beim Indikator der Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde und Sym-
ptome gilt es unter anderem, die Schwere des Krankheitsgeschehens an-
hand aller verfügbaren Elemente aus der diagnoserelevanten Ätiologie und 
Pathogenese zu plausibilisieren (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.1 S. 298 f.). 

Der psychiatrische Sachverständige klassifizierte die funktionellen Befunde 
resp. Beeinträchtigungen als funktionell mittelschwer einschränkend (act. II 
108.2 S. 18 Ziff. 6.3, S. 20 Ziff. 6.3.1). Im Rahmen der Untersuchung kon-
statierte der Gutachter – nebst unauffälligen Befunden in den Bereichen 
Bewusstsein, Auffassung, Konzentration, Merkfähigkeit, Gedächtnis, forma-
lem sowie inhaltlichem Denken und äussere Erscheinung – die Beschwer-
deführerin wirke im Affekt leicht gedrückt, die Schwingungsfähigkeit sei 
zum positiven Pol vermindert und sie wirke streckenweise etwas schwung- 
und ratlos. Bei emotional belastenden Themen kämen ihr vereinzelt die 
Tränen, sie könne sich jedoch wieder fangen (act. II 108.2 S. 11 Ziff. 4.3). 
Der beschriebene Freudverlust, die Antriebsminderung, die Grübelneigung, 
die Durchschlafstörung, der soziale Rückzug und das Morgentief würden 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Mai 2025, IV 200 2024 516

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die Kriterien für eine Depression erfüllen (act. II 108.2 S. 18 Ziff. 6.3). Unter 
diesen Umständen – auch unter Berücksichtigung der in Bezug auf das 
Mini-ICF-APP festgestellten Einschränkungen (act. II 108.1 S.  22 ff. 
Ziff. 7.2) – sind keine Anhaltspunkte ersichtlich, die eine schwerere Aus-
prägung der diagnoserelevanten Befunde nahelegten, als der gestellten 
Diagnose bereits inhärent ist (vgl. Urteil des BGer 9C_755/2018 vom 9. Mai 
2019 E. 4.2.1 mit Hinweis auf BGE 143 V 418 E. 5.2.2 S. 425). 

Sodann ist auf die Behandlungs- und Eingliederungserfolge oder -resistenz 
als wichtige Indikatoren für den funktionellen Schweregrad einzugehen 
(BGE 141 V 281 E. 4.3.1.2 S. 299 f.). Betreffend die bisherigen Behandlun-
gen geht den Akten hervor, dass die Beschwerdeführerin während drei 
Jahren mit Cymbalta (einem Antidepressivum) psychopharmakologisch 
behandelt wurde. Dieses sei jedoch im März 2023 abgesetzt worden, 
nachdem die Beschwerdeführerin wiederkehrend unter Albträumen gelitten 
habe (act. II 108.2 S. 9 Ziff. 3.2.12). Gemäss psychiatrischem Sachver-
ständigen bestünden noch weitere, bedeutende Therapieoptionen wie die 
Aufnahme einer ambulanten psychiatrischen Behandlung (einschliesslich 
einer psycho-pharmakologischen Behandlung) sowie die Aufnahme einer 
störungsspezifischen Richtlinienpsychotherapie (act. II 108.2 S. 22 
Ziff. 7.2). Die Gesundheitsstörung sei nicht als schwer und therapeutisch 
nicht mehr angehbar einzustufen; insbesondere sei die Depression noch 
nicht chronifiziert und es handle sich nicht um eine langjährig verfestigte 
negative Entwicklung, die in einer insgesamt negativen Prognose resultie-
ren würde (act. II 108.2 S. 22 Ziff. 7.2). Eine wöchentliche psychotherapeu-
tische Behandlung wurde denn zwischenzeitlich auch im Juni 2023 aufge-
nommen; diese werde sodann seit November 2023 durch eine ambulante 
psychiatrische Behandlung zur Einstellung einer medikamentösen Therapie 
(mittel Venlafaxin) ergänzt (act. II 108.2 S. 10 Ziff. 3.2.12; Akten der Be-
schwerdeführerin [act. I] 4,5). Unter diesen Umständen (und in Anbetracht 
der kurzen Behandlungsdauer) kann folglich nicht von einer Ausschöpfung 
der Behandlungsmöglichkeiten bzw. einer ausgewiesenen Behandlungsre-
sistenz ausgegangen werden. Hinsichtlich beruflicher Eingliederungs-
bemühungen ist den Akten alsdann zu entnehmen, dass die Beschwerde-
führerin ein Aufbautraining absolvierte (act. II 60), wobei sie ihr Pensum 
von 20 auf 25 % und auch ihre Leistungsfähigkeit hat steigern können 

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(act. II 71 S. 3 Ziff. 2.1). Eine Prognose zur Vermittelbarkeit in den ersten 
Arbeitsmarkt konnte jedoch nicht gestellt werden (act. II 71 S. 3 Ziff. 2.1). 
Die Eingliederungsfachpersonen erwogen, für eine weitere Steigerung des 
Pensums werde zusätzlich Zeit und wenig Druck als hilfreich erachtet. Fer-
ner hielten sie fest, der gesundheitliche Zustand habe sich während der 
Massnahme verbessert und es werde für den Erhalt und den weiteren Auf-
bau eine psychotherapeutische Behandlung als zentral erachtet (act. II 71 
S. 11 Ziff. 6.1). Eine ausgewiesene Eingliederungsresistenz trotz optimaler 
Anstrengungen der Beschwerdeführerin ist damit nicht erstellt.

Was den Indikator Komorbiditäten (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.3 S. 300 ff.) 
betrifft, stellte der psychiatrische Sachverständige keine psychiatrischen 
Komorbiditäten fest (act. II 108.2 S. 19 Ziff. 6.3). Somatischerseits besteht 
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein Morbus Behçet (act. II 108.3 
S. 19 Ziff. 4.3.1), bei dem sich zwar unter entsprechender Therapie die 
Aphten und die Darmbeschwerden deutlich verbessert haben, jedoch 
weiterhin eine im Vordergrund stehende Müdigkeit resp. Erschöpfbarkeit 
geblieben ist (act. II 108.1 S. 35 f. Ziff. 6.1). Mithin ist eine gewisse res-
sourcenhemmende Wirkung gegeben. 

4.3.2 Betreffend den Komplex Persönlichkeit (BGE 141 V 281 E. 4.3.2 
S. 302) stellte der psychiatrische Sachverständige keine 
Persönlichkeitsstörung fest (act. II 108.2 S. 21 Ziff. 6.3.4). Anhaltspunkte, 
dass der Komplex Persönlichkeit einer Erwerbstätigkeit entgegenstünde, 
sind nicht ersichtlich. 

4.3.3 In Bezug auf den Komplex Sozialer Kontext (BGE 141 V 281 
E. 4.3.2 S. 302) ist erstellt, dass die Beschwerdeführerin bis Ende 2023 mit 
ihrem Lebenspartner zusammenwohnte (act. II 108.2 S. 7 Ziff. 3.2.9), wobei 
diese Beziehung im Januar 2024 endete (act. II 130 S. 2, Beschwerde S. 5 
Ziff. IV. 2.). Gemäss den Angaben der Beschwerdeführerin wohne sie seit 
Januar 2024 alleine. Ihre sozialen Kontakte beschränken sich in erster Li-
nie (dazumal) zu ihrem Partner, zum im gleichen Haus lebenden Bruder 
und zu ihren Eltern. Die Mutter sei an einem untherapierbaren metastasie-
renden Mammakarzinom erkrankt und sei zwischenzeitlich auf eine Pallia-
tiv-Station verlegt worden. Ansonsten habe sie aufgrund ihrer Erkrankung 
keine weiteren sozialen Kontakte mehr, da sie solche beschwerdebedingt 

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nicht pflegen könne (act. II 108.1 S. 21 Ziff. 3.2.9, 130 S. 2). Der psychiatri-
sche Gutachter hielt fest, dass das soziale Umfeld nur bedingt eine Res-
source darstelle. Aufgrund des jahrelangen Leidens bestünden deutliche 
Spannungen in der Partnerschaft; in der Ursprungsfamilie erhalte die Be-
schwerdeführerin sodann wenig Unterstützung und aufgrund ihres Leidens 
habe ein extremer sozialer Rückzug stattgefunden (act. II 108.3 S. 17 
Ziff. 4.2). Mithin ist festzustellen, dass die Beschwerdeführerin zwar über 
gewisse soziale Ressourcen verfügt, diese jedoch gering sind. 

4.4 Beweisrechtlich entscheidend ist die Kategorie "Konsistenz". Darun-
ter fallen verhaltensbezogene Kategorien (BGE 141 V 281 E. 4.4 S. 303 f.).

4.4.1 Bezüglich des Indikators der gleichmässigen Einschränkung des 
Aktivitätenniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen (BGE 
141 V 281 E. 4.4.1 S. 303 f.) schilderte die Beschwerdeführerin ein äus-
serst bescheidenes Aktivitätsniveau im Alltag. Sie schlafe jede Nacht min-
destens zwölf Stunden und stehe meistens morgens sehr spät auf. Ansch-
liessend würde sie duschen und einen Trainer anziehen. Vormittags müsse 
sie sich aufgrund ihrer Müdigkeit erneut hinlegen. Ausser Therapie- und 
Arztbesuche habe sie keine weiteren Fixtermine (act. II 108.1 S. 21 f. 
Ziff. 3.2.11). Es sei ihr nicht möglich, Spaziergänge zu unternehmen, Hob-
bys zu pflegen, abends in den Ausgang zu gehen oder tagsüber Bekannte 
zu treffen. Sie verbringe den Tag praktisch durchweg zuhause. Ausflüge 
oder Ferien habe sie schon lange nicht mehr gemacht (act. II 108.1 S. 14). 
Diese Ausführungen entsprechen den Feststellungen des rheumatologi-
schen Sachverständigen, der als Folge der Fatigue-bedingten Inaktivität 
eine deutliche Dekonditionierung und eine damit zusammenhängende Hal-
tungsinsuffizienz inklusive muskulärer Dysbalance feststellte (act. II 108.1 
S. 37 Ziff. 6.1). 

4.4.2 Schliesslich ist in Bezug auf den Indikator des behandlungs- und 
eingliederungsanamnestischen Leidensdrucks (vgl. BGE 141 V 281 
E. 4.4.2 S. 304) und in diesem Zusammenhang die Inanspruchnahme von 
therapeutischen Optionen festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin 
während drei Jahren psychopharmakologisch behandelt wurde, diese Me-
dikamente jedoch absetzte, nachdem sie u.a. unter Albträumen gelitten 
hatte. Ein Wechsel auf eine andere Medikation fand aktenkundig nicht statt. 

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-27-

Ferner ist erstellt, dass die Beschwerdeführerin erst im Juni 2023 eine psy-
chotherapeutische Behandlung resp. im November 2023 eine ambulante 
psychiatrische Behandlung aufnahm (act. II 108.2 S. 9 f. Ziff. 3.2.12; act. I 
4, 5). Diesbezüglich erklärte sie gegenüber den Gutachtern, ihre Hausärztin 
habe schon vor längerer Zeit eine Psychotherapie vorgeschlagen; es habe 
jedoch sehr lange gedauert und viele Anläufe benötigt, bis sie endlich einen 
Platz erhalten habe (act. II 108.1 S. 13). Auch wenn diese Ausführungen 
aufgrund allfälliger Schwierigkeiten, einen geeigneten Therapieplatz zu 
finden, bis zu einem gewissen Grad nachvollzogen werden können, bleibt 
doch festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin über mehrere Jahre hin-
weg keine weitergehenden Therapieoptionen – insbesondere auch keine 
ambulante psychiatrische Behandlung – in die Wege geleitet hat. 

4.5 Wenngleich der Komplex "Sozialer Kontext" und der Indikator der 
"gleichmässigen Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen 
vergleichbaren Lebensbereichen" für eine gewisse funktionelle Einschrän-
kung bzw. eine gewisse Ressourcenhemmung sprechen, stehen die übri-
gen Indikatoren bzw. Komplexe – sowie insbesondere die Tatsache, dass 
das Therapiepotential nach dieser kurzen Behandlungsdauer offensichtlich 
nicht ausgeschöpft ist – der psychiatrischerseits attestierten Arbeitsun-
fähigkeit (act. II 108.2 S. 26 f. Ziff. 8.1 f.) entgegen. Mithin sind in der Ge-
samtbetrachtung die geltend gemachten funktionellen Auswirkungen der 
medizinisch festgestellten psychischen Beeinträchtigung anhand der Stan-
dardindikatoren nicht überwiegend wahrscheinlich erstellt, weshalb das 
Vorliegen eines invalidisierenden psychischen Gesundheitsschadens zu 
verneinen ist (vgl. hierzu E. 4.1 hiervor). Vor diesem Hintergrund ist aus 
rechtlicher Optik nicht auf die psychiatrisch attestierte Arbeitsunfähigkeit 
abzustellen. 

Damit ist gestützt auf die Beurteilung des rheumatologischen Sachverstän-
digen von einer Erwerbsfähigkeit für den Zeitraum vom 13. Januar 2020 bis 
zum 31. März 2021 von 0%, vom 1. April 2021 bis September 2022 von 
40 % und ab Oktober 2022 von 80 % auszugehen (act. II 108.1 S. 42 f. 
Ziff. 8.1). Gestützt hierauf ist nachfolgend die Invaliditätsbemessung vorzu-
nehmen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Mai 2025, IV 200 2024 516

-28-

5.

5.1 Die Beschwerdegegnerin ging gestützt auf die Akten (vgl. act. II 130 
S. 2 ff., 53 S. 2) zutreffend von einem Status von 80 % Erwerb und 20 % 
Aufgabenbereich aus (vgl. act. II 150 S. 5 ff.), was denn auch von der Be-
schwerdeführerin nicht bestritten wird. Der Invaliditätsgrad ist somit anhand 
der gemischten Methode (vgl. E. 2.5 hiervor) zu bestimmen.

5.2 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des frühestmöglichen Rentenbeginns massgeblich, wobei Validen- und 
Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfälli-
ge rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfü-
gungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 150 V 67 E. 4.1 S. 69, 143 V 
295 E. 4.1.3 S. 300, 129 V 222). 

Mit Blick auf die im Juni 2020 erfolgte Anmeldung bei der IV (act. II 8) so-
wie der vom 13. Januar 2020 bis 31. März 2021 ausgewiesenen 100%igen 
Erwerbsunfähigkeit (vgl. E. 4.5 hiervor) fällt der frühestmögliche Rentenbe-
ginn unter Berücksichtigung der Karenzfrist von Art. 29 Abs. 1 IVG auf den 
1. Januar 2021. Auf diesen Zeitpunkt hin ist nachfolgend eine erste Invali-
ditätsbemessung vorzunehmen. Die erstellte Erwerbsfähigkeit von 40 % 
per April 2021 sowie von 80 % per Oktober 2022 (vgl. E. 4.5 hiervor) stellen 
Revisionsgründe dar (vgl. E. 2.6 hiervor) und haben jeweils einen weiteren 
Einkommensvergleich zur Folge. 

5.3

5.3.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft. Die Ermittlung des Valideneinkommens hat 
so konkret wie möglich zu erfolgen (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110, 134 V 
322 E. 4.1 S. 325; SVR 2022 UV Nr. 4 S. 12, 8C_134/2021 E. 3.2). Lässt 
sich aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse das ohne gesundheitliche Be-
einträchtigung realisierbare Einkommen nicht hinreichend genau beziffern, 
ist auf statistische Werte wie die vom Bundesamt für Statistik (BFS) her-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Mai 2025, IV 200 2024 516

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ausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) abzustellen. Auf sie darf 
jedoch im Rahmen der Invaliditätsbemessung nur unter Mitberücksichti-
gung der für die Entlöhnung im Einzelfall gegebenenfalls relevanten per-
sönlichen und beruflichen Faktoren abgestellt werden (BGE 144 I 103 E. 
5.3 S. 110; SVR 2022 IV Nr. 22 S. 70, 8C_276/2021 E. 4.2). Mit Inkrafttre-
ten der Weiterentwicklung der IV am 1. Januar 2022 hat sich bezüglich der 
Bemessung des Valideneinkommens – soweit hier von Interesse – keine 
Änderung ergeben (vgl. insbesondere Art. 26 Abs. 1 und Abs. 4 IVV).

5.3.2 Gestützt auf die Akten ist erstellt, dass die Beschwerdeführerin zu-
letzt seit dem 9. September 2019 beim P.________ als … bei der 
Q.________ (…, vgl. act. II 108.2 S. 6]) angestellt gewesen war, wobei der 
Arbeitsvertrag zunächst auf den 30. November 2019 und anschliessend auf 
den 31. Juli 2020 befristet war (act. II 11 S. 2 f.). Aufgrund des befristeten 
Arbeitsverhältnisses lässt sich das aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse 
ohne gesundheitliche Beeinträchtigung realisierbare Einkommen folglich 
nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit feststellen – zumal auch das 
Erwerbseinkommen der Beschwerdeführerin in der Zeit davor erheblichen 
Schwankungen unterlag (vgl. act. II 19). Folglich ist das Valideneinkommen 
gestützt auf statistische Zahlen zu bestimmen (vgl. E. 5.3.1 hiervor). Die 
Beschwerdegegnerin stellte diesbezüglich auf den branchenspezifischen 
lohnstatistischen Wert im Kompetenzniveau 2 ab (LSE 2020, Monatlicher 
Bruttolohn [Zentralwert] nach Wirtschaftszweigen, Kompetenzniveau und 
Geschlecht, TA1_tirage_skill_level, Ziff. 85 [Erziehung und Unterricht] 
Kompetenzniveau 2, Frauen; act. II 144 S. 3), was nicht zu beanstanden 
ist. Dieser Wert beträgt gemäss der LSE 2020 Fr. 5'682.--; auf diesen ist 
abzustellen (vgl. www.bfs.admin.ch > Statistik finden > Kataloge und Da-
tenbanken > Tabellen > Monatlicher Bruttolohn nach Wirtschaftszweigen, 
Kompetenzniveau und Geschlecht - Privater Sektor [TA1_skill-level, LSE 
2020], veröffentlicht am 29. Mai 2024 [neueste Version]). Hochgerechnet 
auf ein Jahr, angepasst an die wöchentliche Normalarbeitszeit von 41.5 
Stunden (LSE, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, 
Ziff. 85 [Erziehung und Unterricht], 2020; vgl. hierzu BGE 126 V 75 E. 3b 
bb S. 76) und indexiert pro 2021 (vgl. BFS, Nominallohnindex, Frauen 2016 
- 2023, T1.2.15, Totalwert: Werte 2020 [103.6], 2021 [104.2]) resultiert per 
2021 ein Valideneinkommen von Fr. 71'150.60 (Fr. 5'682.-- x 12 / 40 x 41.5 

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-30-

/ 103.6 x 104.2). Für die Jahre 2022 und 2024 resultiert sodann unter 
Berücksichtigung der entsprechenden Indexierung (vgl. BFS, Nominal-
lohnindex, Frauen 2016 - 2023, T1.2.15, Totalwert: Werte 2021 [104.2], 
2022 [105.1], 2024 [107; Wert für das Jahr 2023, da der Wert für das Jahr 
2024 noch nicht veröffentlicht wurde]) ein Valideneinkommen von Fr. 
71'765.15 per 2022 (Fr. 71'150.60 / 104.2 x 105.1) und Fr. 73'062.50 per 
2024 (2024; Fr. 71'150.60 / 104.2 x 107). 

Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, es sei angesichts ihres ab-
geschlossenen … in … sowie ihrer als … zustehenden Verantwortung auf 
das Kompetenzniveau 3 abzustellen (Beschwerde S. 8 Ziff. IV. 5.), kann ihr 
bereits deshalb nicht gefolgt werden, weil der entsprechende Wert von 
Fr. 6'823.-- (LSE 2020, Monatlicher Bruttolohn [Zentralwert] nach Wirt-
schaftszweigen, Kompetenzniveau und Geschlecht, TA1_tirage_skill_level, 
Ziff. 85 [Erziehung und Unterricht] Kompetenzniveau 3, Frauen) weit über 
dem von ihr tatsächlich erzielten Verdienst als … (hochgerechnet auf ein 
Vollzeitpensum und unter Berücksichtigung des anteilsmässigen 13. Mo-
natslohns) liegt (vgl. act. II 11 S. 3). Damit kann nicht mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit angenommen werden, dass die Beschwerdeführerin 
dieses Einkommen im Gesundheitsfall erzielen würde. Anzufügen ist, dass 
das von der Beschwerdeführerin angefügte Spezialwissen, welches für die 
Anwendung des Kompetenzniveaus 3 vorausgesetzt wird, vor dem Hinter-
grund des abgeschlossenen … mit Vertiefung … (act. II 12 S. 2) eher im 
Bereich der Ziff. 74 der LSE (Industrie-, Produkt- und Modedesign; vgl. 
BFS, NOGA 2025, Allgemeine Systematik der Wirtschaftszweig, Erläute-
rungen, S. 387) anzusiedeln wäre, zumal die kurze Berufserfahrung als … 
keine Anwendung des Kompetenzniveaus 3 im Bereich der Ziff. 85 der LSE 
(Erziehung und Unterricht) rechtfertigt. Auf eine Ermittlung des lohnstatisti-
schen Werts gestützt auf das Kompetenzniveau 3 der Ziff. 74 hat die Be-
schwerdegegnerin indes ausdrücklich verzichtet, weil dieser Wert unterhalb 
des Werts von Ziff. 85 im Kompetenzniveau 2 liegt (act. II. 144 S. 3). Dies 
ist im Ergebnis ebenso nicht zu beanstanden.

5.4

5.4.1 Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens 
keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit 

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aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne 
gemäss den LSE herangezogen werden. Dabei wird in der Regel der To-
talwert angewendet. Praxisgemäss ist beim anhand der LSE vorgenomme-
nen Einkommensvergleich sodann von der Tabellengruppe A (standardi-
sierte Bruttolöhne) auszugehen, wobei üblicherweise auf die Tabelle 
TA1_tirage_skill_level, privater Sektor, abgestellt wird. Bei der Verwendung 
der standardisierten Bruttolöhne ist gemäss Rechtsprechung jeweils vom 
sogenannten Zentralwert (Median) auszugehen (BGE 148 V 174 E. 6.2 
S. 181, 143 V 295 E. 2.2 S. 297). Mit Inkrafttreten der Weiterentwicklung 
der IV am 1. Januar 2022 ergab sich diesbezüglich keine Änderung; viel-
mehr wurde die in der Rechtsprechung definierte Praxis nunmehr auf Ver-
ordnungsstufe geregelt (vgl. BBl 2017 2668; Art. 26 Abs. 1 und 4 i.V.m. 
Art. 25 Abs. 3 IVV).

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 148 V 
174 E. 6.3 S. 182, 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 
2018 IV Nr. 46 S. 148 E. 3.3). Zu beachten ist, dass allfällige bereits in der 
Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche 
Einschränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten 
Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Ge-
sichtspunkts führen dürfen (BGE 148 V 174 E. 6.3 S. 182, 146 V 16 E. 4.1 
S. 20).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Mai 2025, IV 200 2024 516

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Ab 1. Januar 2022 ist gemäss Art. 26bis Abs. 3 IVV ein Abzug von 10 % zu 
berücksichtigen, wenn die versicherte Person aufgrund ihrer Invalidität nur 
noch mit einer funktionellen Leistungsfähigkeit von 50 % oder weniger tätig 
sein kann. Soweit aufgrund der gegebenen Fallumstände, bei Beachtung 
von Art. 26 Abs. 2 und Art. 26bis Abs. 3 IVV sowie der nach Art. 49 Abs. 1bis 
IVV ärztlich festgelegten qualitativen und quantitativen Leistungsfähigkeit 
Bedarf an weitergehender Korrektur besteht, ist, was die zu berücksichti-
genden Faktoren und deren Gewichtung beim leidensbedingten Abzug 
angeht, bis zum 31. Dezember 2023 ergänzend auf die bisherigen Recht-
sprechungsgrundsätze zurückzugreifen (BGE 150 V 410 E. 10.6).

Ab 1. Januar 2024 werden nach Art. 26bis Abs. 3 IVV vom statistisch be-
stimmten Wert nach Abs. 2 10 % abgezogen. Kann die versicherte Person 
aufgrund ihrer Invalidität nur noch mit einer funktionellen Leistungsfähigkeit 
nach Art. 49 Abs. 1bis IVV von 50 % oder weniger tätig sein, so werden 
20 % abgezogen. Weitere Abzüge sind nicht zulässig. 

5.4.2 Da die Beschwerdeführerin die ihr attestierte Restarbeitsfähigkeit 
nicht umsetzt, ist das Invalideneinkommen anhand statistischer Werte zu 
ermitteln (vgl. E. 5.4.1 hiervor). Hierfür ist ebenso auf den branchenspezifi-
schen lohnstatistischen Wert im Kompetenzniveau 2 von Fr. 5'682.-- pro 
Monat abzustellen (LSE 2020, Monatlicher Bruttolohn [Zentralwert] nach 
Wirtschaftszweigen, Kompetenzniveau und Geschlecht, 
TA1_tirage_skill_level, Ziff. 85 [Erziehung und Unterricht] Kompetenzni-
veau 2, Frauen), gehen doch aus dem gutachterlichen Zumutbarkeitsprofil 
(vgl. act. II 108.1 S. 42 f. Ziff. 8.2) keine qualitativen Einschränkungen her-
vor, die der bisher ausgeübten Tätigkeit (vgl. act. II 108.1 S. 20 Ziff. 3.2.8) 
entgegenstehen würden.

Für den Zeitraum vom 13. Januar 2020 bis zum 31. März 2021 beträgt das 
Invalideneinkommen bei ausgewiesener vollständiger Erwerbsunfähigkeit 
(vgl. act. II 108.1 S. 43 Ziff. 8.2) Fr. 0.--. 

Ab 1. April 2021 resultiert unter Berücksichtigung der wöchentlichen Nor-
malarbeitszeit von 41.5 Stunden (vgl. E. 5.3.2 hiervor) und der Nominalloh-
nentwicklung (vgl. E. 5.3.2 hiervor) bei einer zumutbaren Erwerbsfähigkeit 
von 40 % (act. II 108.1 S. 43 Ziff. 8.2) ein Invalideneinkommen von 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Mai 2025, IV 200 2024 516

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Fr. 28'460.25 (Fr. 5'682.-- x 12 / 40 x 41.5 / 103.6 x 104.2 x 0.4). Anhalts-
punkte für einen Abzug vom Tabellenlohn (vgl. E. 5.4.1 hiervor) sind vorlie-
gend nicht ersichtlich. Die gesundheitliche, fatiguebedingte Einschränkung 
fand im medizinischen Zumutbarkeitsprofil (vgl. act. II 108.1 S. 42 f. 
Ziff. 8.2) bereits genügend Eingang und darf damit nicht (erneut) in die Be-
messung eines leidensbedingten Abzugs einfliessen, da ansonsten eine 
unzulässige doppelte Anrechnung desselben Gesichtspunktes resultieren 
würde (BGE 148 V 174 E. 6.3 S. 182, 146 V 16 E. 4.1 S. 20; SVR 2023 IV 
Nr. 18 S. 64 E. 5.2.1.1). 

Ab 1. Oktober 2022 resultiert sodann unter Berücksichtigung der wöchentli-
chen Normalarbeitszeit von 41.5 Stunden (vgl. E. 5.3.2 hiervor) und der 
Nominallohnentwicklung (vgl. BFS, Nominallohnindex, Frauen 2016 - 2023, 
T1.2.15, Totalwert: Werte 2020 [103.6], 2022 [105.1]) bei einer zumutbaren 
Erwerbsfähigkeit von 80 % (act. II 108.1 S. 43 Ziff. 8.2) ein Invalidenein-
kommen von Fr. 57'412.10 (Fr. 5'682.-- x 12 / 40 x 41.5 / 103.6 x 105.1 x 
0.8). Ein Abzug vom Tabellenlohn ist aus den bereits genannten Gründen 
ebenso nicht vorzunehmen. 

Ab 1. Januar 2024 resultiert sodann unter der Berücksichtigung des per 
1. Januar 2024 massgebenden Pauschalabzugs von 10 % (vgl. Art. 26bis 

Abs. 3 Satz 1 IVV in der ab 1. Januar 2024 gültigen Fassung) ein Invali-
deneinkommen von Fr. 51'670.90 (Fr. 57'412.10 ./. 10 %).

5.5 Aus der Gegenüberstellung der hiervor aufgeführten Vergleichs-
einkommen resultieren die folgenden, gewichteten Einschränkungen: 

- ab 1. Januar 2021: 80% (Fr. 71'150.60 [Erwerbseinbusse] / 
Fr. 71'150.60 x 100 x 0.8)

- ab 1. April 2021: 48 % (Fr. 42'690.35 [Erwerbseinbusse] / 
Fr. 71'150.60 x 100 x 0.8)

- ab 1. Oktober 2022: 16 % (Fr. 14'353.05 [Erwerbseinbusse] / 
Fr. 71'765.15 x 100 x 0.8)

- ab 1. Januar 2024: 23.42 % (Fr. 21'391.60 [Erwerbseinbusse] / 
Fr. 73'062.50 x 100 x 0.8)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Mai 2025, IV 200 2024 516

-34-

6.

6.1 Für den Beweiswert eines Abklärungsberichts sind verschiedene 
Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer 
qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis der örtlichen und räumli-
chen Verhältnisse sowie der aus den medizinischen Diagnosen sich erge-
benden Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Anga-
ben der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Mei-
nungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext 
schliesslich muss plausibel begründet und bezüglich der einzelnen Ein-
schränkungen angemessen detailliert sein und in Übereinstimmung mit den 
an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Ab-
klärungsbericht voll beweiskräftig. Das Gericht greift in das Ermessen der 
die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehlein-
schätzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die 
fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist 
als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 140 V 543 E. 3.2.1 
S. 547, 130 V 61 E. 6.2 S. 63; SVR 2018 IV Nr. 69 S. 223, 9C_762/2017 
E. 3.2).

6.2 Der Abklärungsbericht Haushalt vom 12. März 2024 (act. II 130) 
samt Stellungnahme vom 26. April 2024 (act. II 144) erfüllt die Anforderun-
gen der Rechtsprechung gemäss E. 6.1 hiervor und überzeugt. Die Fest-
stellungen der fachkundigen Abklärungsperson basieren auf eigenen, vor 
Ort und in Anwesenheit der Beschwerdeführerin durchgeführten Erhebun-
gen. Sodann berücksichtigte die Abklärungsperson die (beweiskräftig) gut-
achterlich attestierten Diagnosen resp. bestehenden gesundheitlichen Ein-
schränkungen und stützte sich bei der Ermittlung der Einschränkungen auf 
ebenjenes Gutachten. Dabei wurde nachvollziehbar dargelegt, dass auf 
eine detaillierte Bemessung der Einschränkung für die Zeit vom 1. Januar 
2021 bis zum 31. März 2021 verzichtet werden kann, da bereits aus der 
erwerblichen Einschränkung von 100% eine ganze Invalidenrente (vgl. 
hierzu E. 7 hiernach) resultiert, und ab 1. April 2021 bis 30. September 
2022 gestützt auf die Angaben der Beschwerdeführerin eine Einschrän-
kung im Aufgabenbereich von 10 % (gewichtet entsprechend einem Status 
von 80 % Erwerb und 20 % Haushalt [vgl. act. II 53 S. 2], ausmachend 2 % 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Mai 2025, IV 200 2024 516

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[10 % x 0.2]), erstellt ist (act. II 130 S. 14). Diesbezüglich ist nicht zu bean-
standen, dass die Beschwerdegegnerin die Mithilfe des langjährigen Le-
benspartners und – betreffend der Garten- und Umgebungspflege – auch 
des im gleichen Haus lebenden Bruders berücksichtigte (vgl. hierzu Be-
schwerde S. 5 Ziff. IV Ziff. 2), denn rechtsprechungsgemäss können Fami-
lienangehörigen im Rahmen der familienrechtlichen Beistandspflicht im 
Einzelfall umfangreiche Hilfestellungen zugemutet werden (BGE 133 V 504 
E. 4.2 S. 509; SVR 2011 IV Nr. 11 S. 30 E. 5.5). Ebenso nachvollziehbar 
ist, dass ab 1. Oktober 2022 ungeachtet der gutachterlich attestierten, fati-
guebedingten Leistungsminderung von 20 % keine Einschränkung im 
Haushaltsbereich mehr erstellt ist, zumal die Tatsache, dass die Haus-
haltsarbeit nur mühsam resp. mit höheren Zeitaufwand oder in Etappen 
bewältigt werden kann, keine Invalidität begründet. Schliesslich ist darauf 
hinzuweisen, dass die behandelnden Ärzte eine "eher kaum bestehende, 
vom Krankheitsverlauf abhängige" Einschränkung im Haushalt vermerkten 
(act. II 23 S. 7 Ziff. 4.5) resp. sinngemäss festhielten, dass die Haushalts-
führung möglich sei, die Beschwerdeführerin hierbei jedoch immer wieder 
Ruhepausen einlegen müsse (act. II 37 S. 8 Ziff. 4.5). Eine klar feststellba-
re Fehleinschätzung der Abklärungsperson liegt vor dem Hintergrund des 
Dargelegten somit nicht vor, womit kein Anlass besteht, in das Ermessen 
der fachlich kompetenten Abklärungsperson einzugreifen (BGE 140 V 543 
E. 3.2.1 S. 547). Auf die Ergebnisse der Haushaltsabklärung ist deshalb 
abzustellen. 

7.

Aus den Einschränkungen im Erwerb (vgl. E. 5.5 hiervor) und im Haushalt 
(vgl. E. 6.2 hiervor) resultieren die folgenden Invaliditätsgrade (zur Run-
dung vgl. BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123):  

- 80 % (Abklärungen zur Einschränkung im Haushalt sind für die-
sen Zeitraum nicht erfolgt [vgl. E. 6.2 hiervor]) ab 1. Januar 2021

- 50 % (48 % + 2 %) ab 1. April 2021
- 16 % (16 % + 0 %) ab 1. Oktober 2022
- 23 % (23.42 % + 0 %) ab 1. Januar 2024

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Mai 2025, IV 200 2024 516

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Damit hat die Beschwerdeführerin ab dem 1. Januar 2021 bis zum 30. Juni 
2021 Anspruch auf eine ganze Rente (vgl. E. 2.4 und 2.6 hiervor sowie 
Art. 88a Abs. 1 IVV). Sodann besteht per 1. Juli 2021 Anspruch auf eine 
halbe Rente (E. 2.4 hiervor). Diese ist – ebenso in Anwendung von Art. 88a 
Abs. 1 IVV – per 31. Dezember 2022 aufzuheben (vgl. E. 2.6 hiervor). 

Die angefochtenen Verfügung vom 25. Juni 2024 (act. II 150) ist damit nicht 
zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen.

8.

8.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, sind entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführerin zur Bezah-
lung aufzuerlegen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Aufgrund der gewährten unent-
geltlichen Rechtspflege (vgl. Verfügung vom 27. August 2024) ist die Be-
schwerdeführerin – unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht gemäss 
Art. 113 VRPG i.V.m. Art. 123 der Schweizerischen Zivilprozessordnung 
vom 19. Dezember 2008 (ZPO; SR 272) – vorläufig von der Zahlungspflicht 
zu befreien.

8.2 Es besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 1 
Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Mai 2025, IV 200 2024 516

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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege wird 
sie – unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO – 
jedoch von der Zahlungspflicht befreit.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- B.________, MLaw C.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.