# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c24d0bea-8a03-5c26-b851-7bc4feb83d5b
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-10-08
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 08.10.2008 E-6246/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6246-2008_2008-10-08.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-6246/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  8 .  O k t o b e r  2 0 0 8

Einzelrichterin Therese Kojic, 
mit Zustimmung von Richter Walter Stöckli; 
Gerichtsschreiber Andreas Felder.

A._______, geboren (...),
Benin,
(...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfü-
gung des BFM vom 23. September 2008 / N._______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-6246/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge sein Heimatland 
am 15. August 2008 per Flugzeug nach Paris verliess, von dort mit ei-
nem Auto am 27. August 2008 in die Schweiz gelangte und hier glei-
chentags um Asyl ersuchte,

dass  er  als  Asylgrund  geltend  machte,  er  werde  mit  dem tödlichen 
Autounfall vom 29. April 2006 eines wichtigen Politikers (Direktor des 
Regierungskabinetts)  in  seinem  Heimatland  in  Verbindung  gebracht, 
weshalb er von Privatpersonen gesucht würde,

dass die Geister des Verunfallten und seiner verstorbenen Mutter über 
ein als Medium benutztes Mädchen die Leute im Dorf dazu aufgerufen 
hätten, seinen Tod zu rächen,

dass dabei die Namen von drei Personen, die für den Tod des Politi-
kers  verantwortlich  seien,  genannt  worden  seien,  jedoch  nicht  jener 
des Beschwerdeführers,

dass er sich aber am Tag des Unfalls mit einer der drei Personen am 
Unfallort aufgehalten habe, dort gesehen worden sei und deshalb mit 
dem Unfall in Verbindung gebracht werde,

dass er mit seiner Ermordung hätte rechnen müssen, wenn er gefun-
den worden wäre,

dass er sich deshalb am 7. Mai 2006 zu seiner Grossmutter begeben 
habe und von dort aus wegen weiterer Verfolgung in den Togo weiter-
gereist  sei,  wo er  bis  zu  seiner  Ausreise  nach Frankreich  geblieben 
sei,

dass er  lediglich anfangs August  2008 für drei  Tage nach Benin zu-
rückgekehrt sei, um sich auf der französischen Botschaft ein Visum zu 
besorgen, 

dass der Beschwerdeführer keine Identitätspapiere vorlegte,

dass das BFM mit Verfügung vom 23. September 2008 – eröffnet am 
selben Tag – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes 
vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht ein-

Seite 2

E-6246/2008

trat  und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anord-
nete,

dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, die Anga-
ben des Beschwerdeführers zum Fehlen seiner Papiere bzw. zu den 
Schwierigkeiten, solche zu beschaffen, seien als Konstrukt zu werten 
und es lägen daher keine entschuldbaren Gründe vor, die es dem Be-
schwerdeführer verunmöglichten, Reise- oder Identitätspapiere einzu-
reichen,

dass ausserdem nicht glaubhaft sei, dass der Unfalltod eines hochran-
gigen  Politikers  nicht  unmittelbar  darauf  behördliche  und  polizeiliche 
Massnahmen sowie eine grossangelegte Untersuchung nach sich ge-
zogen hätten, 

dass  diese  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  daher  ebenfalls  als 
Konstrukt zu werten seien,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 30. September 2008 ge-
gen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde er-
hob  und  dabei  unter  anderem  beantragte,  die  Verfügung  der  Vorin-
stanz sei  vollumfänglich aufzuheben, die Sache sei  zur  Prüfung des 
Asylgesuchs an die Vorinstanz zurückzuweisen und es sei auf die Er-
hebung eines Kostenvorschusses zu verzichten und ihm die unentgelt-
liche Prozessführung zu gewähren,

dass die vorinstanzlichen Akten am 1. Oktober 2008 beim Bundesver-
waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

Seite 3

E-6246/2008

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. 
Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen (Art. 32  - 35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insbesondere E. 5.6.5),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1),

Seite 4

E-6246/2008

dass  die  Vorinstanz  die  Frage  der  Wegweisung  und  des  Vollzugs 
materiell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich 
volle Kognition zukommt,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass hinsichtlich  der  zur  Begründung des Asylgesuches geltend ge-
machten  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  vorweg  auf  dessen  im 
Empfangszentrum  am  2. September  2008  protokollierten  Aussagen 
sowie  auf  das  Protokoll  der  direkten Bundesanhörung vom 10. Sep-
tember 2008 zu verweisen ist,

dass der Beschwerdeführer in seiner (Formular-)Beschwerde im We-
sentlichen vorbrachte, er habe eine äusserst beschwerliche Flucht hin-
ter sich, die naturgemäss nicht ohne Heimlichkeiten und nur auf illega-
lem Wege möglich sei,

dass er gleichzeitig eine Faxkopie seiner Identitätskarte einreichte und 
das Original des Ausweises in Aussicht stellte,

dass  der  Beschwerdeführer  keine  entschuldbaren  Gründe  für  die 
Nichtabgabe eines  beweistauglichen Identitätsdokuments  (vgl. BVGE 
2007/7 E. 4-6) innerhalb der Frist von 48 Stunden nach Einreichen des 
Asylgesuchs  glaubhaft  zu  machen  vermag  (Art. 32  Abs. 3  Bst. a 
AsylG; vgl. BVGE 2007/8 E. 3.2),

dass er nach eigenen Angaben mit einem Transitvisum für Frankreich 
ausgereist und nach Paris geflogen sei,

Seite 5

E-6246/2008

dass unter diesen Umständen davon ausgegangen werden muss, dass 
der Beschwerdeführer mit  seinem eigenen Pass gereist  ist  und nicht 
ersichtlich  ist,  warum er  diesen  seiner  Begleitperson  hätte  abgeben 
sollen,

dass seine Schilderungen – entgegen den Ausführungen in  der  Be-
schwerdeschrift  –  nicht  den  Schluss  einer  äusserst  beschwerlichen 
Flucht zulassen, sondern davon ausgegangen werden muss, der Be-
schwerdeführer sei legal mit einem Visum nach Frankreich gereist,

dass es sich nach dem Gesagten nicht aufdrängt, auf das in Aussicht 
gestellte Original der Identitätskarte zu warten, 

dass sodann im vorliegenden Fall aufgrund der Aktenlage, wie sie sich 
nach der Direktanhörung vom 10. September 2008 präsentierte, unter 
Verzicht  auf  zusätzliche  tatbestandliche  oder  rechtliche Abklärungen 
im Rahmen einer bloss summarischen Prüfung der Schluss gezogen 
werden konnte, er erfülle die Flüchtlingseigenschaft offenkundig nicht, 
und ebenso offenkundig stünden einem Vollzug der Wegweisung keine 
Hindernisse entgegen (Art. 32 Abs. 3 Bst. b  und c AsylG; vgl. BVGE 
2007/8 E. 5.5. und 5.6.),

dass  der  Beschwerdeführer  insbesondere  Verfolgung  durch  Private 
geltend macht, die durch die Geister des verstorbenen Politikers und 
seiner verstorbenen Mutter, welche durch Medien zu den Dorfbewoh-
nern sprechen würden, zur Verfolgung der Urheber des Unfalls ange-
stachelt würden,

dass  der  Name des  Beschwerdeführers  in  dem  Zusammenhang  je-
doch nicht genannt wurde, sondern er gemäss seinen Aussagen ledig-
lich mit einer der verdächtigen Personen gesehen worden sei,

dass  eine  der  direkt  verdächtigten  Personen  ausserdem  Schutz  bei 
den Behörden gesucht und gefunden hat,

dass es nach dem Gesagten auch dem Beschwerdeführer möglich ge-
wesen wäre – sofern seine Vorbringen der Wahrheit entsprechen –, bei 
den Behörden um Schutz vor der geltend gemachten Verfolgung zu er-
suchen,

dass der Vorinstanz auch darin Recht zu geben ist, dass der Tod eines 
hochrangigen  Politikers  naturgemäss  behördliche  Untersuchungen 

Seite 6

E-6246/2008

nach sich  gezogen  hätte,  wo  der  Beschwerdeführer  seine Sicht  der 
Dinge hätte darlegen können und allenfalls als Zeuge hätte auftreten 
müssen, gleichzeitig aber auch um Schutz vor seinen angeblichen Ver-
folgern hätte ersuchen können,

dass das  BFM demnach zu Recht  gestützt  auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
i.V.m. Art. 32 Abs. 3 AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers 
nicht eingetreten ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 

Seite 7

E-6246/2008

Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder Herkunfts-
staat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- bzw. Herkunftsstaat des 
Beschwerdeführers  noch  individuelle  Gründe  auf  eine  konkrete  Ge-
fährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Voll-
zug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass es sich beim Beschwerdeführer um einen jungen und gesunden 
Mann mit Arbeitserfahrung handelt, der in seinem Heimatland auf sei-
nen Familien- und Bekanntenkreis zurückgreifen kann,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass  aufgrund  der  voranstehenden  Erwägungen  die  Beschwerdebe-
gehren als aussichtslos zu betrachten sind, womit es an den materiel-
len Voraussetzungen zur Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege 
fehlt (Art. 65 Abs. 1 VwVG),

dass  das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege 
demnach abzuweisen ist,

Seite 8

E-6246/2008

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

Seite 9

E-6246/2008

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer durch Vermittlung des Empfangs- und Ver-
fahrenszentrums Kreuzlingen (Einschreiben; Beilage: Einzahlungs-
schein)

- das BFM, Empfangs- und Verfahrenszentrum Kreuzlingen (per Tele-
fax zu  den Akten Ref.-Nr. N._______,  mit  der  Bitte  um Eröffnung 
des Urteils an den Beschwerdeführer und um Zustellung der beilie-
genden Empfangsbestätigung an das Bundesverwaltungsgericht)

- Kanton X._______

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Therese Kojic Andreas Felder

Versand: 

Seite 10

E-6246/2008

Seite 11