# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 43628a2d-0bd0-57bb-8bfb-75dbe069f24b
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-05-04
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Strafrecht 04.05.2021 470 21 56
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_004_470-21-56_2021-05-04.pdf

## Full Text

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Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, vom 
4. Mai 2021 (470 21 56) 
____________________________________________________________________ 
 
 
 
Strafprozessrecht 
 
 
Verfahrenseinstellung 
 
 

Besetzung Präsident Dieter Eglin, Richterin Helena Hess (Ref.),  
Richter Stephan Gass; Gerichtsschreiber Alexander Schorro 
 

Parteien A.____, 
Beschwerdeführer 

  
 
gegen 
 
 

 Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft, 
Allgemeine Hauptabteilung, 
Grenzacherstrasse 8, Postfach, 4132 Muttenz, 
Beschwerdegegnerin 
 
 
B.____, 
vertreten durch Advokat Dr. Christian von Wartburg,  
Hauptstrasse 104, Postfach, 4102 Binningen, 
Beschuldigter 
 

  

Gegenstand Verfahrenseinstellung 
Beschwerde gegen die Einstellungsverfügung der Staatsanwalt-
schaft Basel-Landschaft vom 23. Februar 2021 

 
  

 
 
 

 
 
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A. Mit Verfügung vom 23. Februar 2021 stellte die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft, 
Allgemeine Hauptabteilung (nachfolgend: Staatsanwaltschaft), das gegen B.____ (nachfolgend: 
Beschuldigter) wegen einfacher Körperverletzung gemäss Art. 123 Ziff. 1 des Schweizerischen 
Strafgesetzbuchs (StGB, SR 311.0) zum Nachteil von A.____ (nachfolgend: Privatkläger bzw. 
Beschwerdeführer) geführte Strafverfahren in Anwendung von Art. 319 Abs. 1 lit. a der Schwei-
zerischen Strafprozessordnung (StPO, SR 312.0) ein (Ziffer 1), verwies die Zivilklage des 
Beschwerdeführers in Anwendung von Art. 126 Abs. 2 lit. b StPO auf den Zivilweg (Ziffer 2) und 
nahm die Verfahrenskosten auf die Staatskasse (Ziffer 3). Zudem kündigte die Staatsanwalt-
schaft mit nämlicher Verfügung an, dass über die Ansprüche der beschuldigten Person auf Ent-
schädigung und Genugtuung gemäss Art. 429 StPO sowie über die Entschädigung des Rechts-
beistands für die gewährte unentgeltliche Rechtspflege der Privatklägerschaft gemäss Art. 138 
i.V.m. Art. 135 StPO nach Rechtskraft der Einstellung in einer separaten Verfügung entschieden 
werde (Ziffern 4 und 5). 
 
Auf die Begründung dieser Verfügung sowie der nachfolgenden Eingaben der Parteien wird, so-
weit erforderlich, im Rahmen der Erwägungen des vorliegenden Beschlusses eingegangen. 
 
B. Gegen die obgenannte Einstellungsverfügung erhob der Privatkläger mit Eingabe vom 
28. Februar 2021 (Aufgabedatum Deutsche Post: 1. März 2021) Beschwerde beim Kantonsge-
richt Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht (nachfolgend Kantonsgericht), und begehrte sinnge-
mäss, es sei das Verfahren gegen den Beschuldigten fortzuführen. 
 
C. Demgegenüber beantragte die Staatsanwaltschaft mit Stellungnahme vom 17. März 
2021, die Beschwerde sei vollumfänglich abzuweisen und die Kosten des Verfahrens seien der 
beschwerdeführenden Partei aufzuerlegen. 
 
D. Mit Eingabe vom 18. März 2021 stellte der Beschuldigte, vertreten durch Advokat 
Dr. Christian von Wartburg, folgende Rechtsbegehren: Es sei die Beschwerde abzuweisen (Zif-
fer 1) und dem Beschwerdegegner für das Beschwerdeverfahren eine angemessene Parteient-
schädigung zuzusprechen (Ziffer 2); dies alles unter o/e-Kostenfolge (Ziffer 3). 
 
E. Mit Verfügung des Kantonsgerichts vom 19. März 2021 wurden unter anderem der 
Antrag des Beschwerdeführers auf Durchführung einer Hauptverhandlung sowie dessen Beweis-
antrag auf Vornahme einer Parteibefragung unter Verweis auf Art. 389 Abs. 1 StPO, Art. 390 
Abs. 5 StPO sowie Art. 397 Abs. 1 StPO abgewiesen und der Schriftenwechsel geschlossen. 
 
 
 
 
 
 

 
 
 

 
 
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Erwägungen 

1. Formelles 

1.1 Eine Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft kann innert zehn Tagen nach de-
ren Eröffnung bei der Dreierkammer des Kantonsgerichts schriftlich und begründet mit 
Beschwerde angefochten werden (Art. 322 Abs. 2 StPO, Art. 396 Abs. 1 StPO und § 15 Abs. 2 
des Einführungsgesetzes zur Schweizerischen Strafprozessordnung [EG StPO; SGS 250]). Ver-
langt das Gesetz – wie vorliegend – die Begründung des Rechtsmittels, so hat gemäss Art. 385 
Abs. 1 StPO die Person oder die Behörde, welche das Rechtsmittel ergreift, genau anzugeben, 
welche Punkte des Entscheids sie anficht (lit. a), welche Gründe einen anderen Entscheid nahe-
legen (lit. b) und welche Beweismittel sie anruft (lit. c). Laut Art. 382 Abs. 1 StPO kann jede Partei, 
die ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung eines Entscheids hat, 
ein Rechtsmittel ergreifen. Parteien sind gemäss Art. 104 Abs. 1 StPO die beschuldigte Person 
(lit. a), die Privatklägerschaft (lit. b) sowie die Staatsanwaltschaft (lit. c). 
 
1.2 Vorliegend hat sich der Beschwerdeführer, wie sich aus den Akten ergibt, mit Eingabe 
vom 9. August 2017 (act. 27) resp. vom 20. September 2017 (act. 55) als Privatkläger im Zivil- 
und Strafpunkt konstituiert, und er ist durch das beanzeigte Delikt (einfache Körperverletzung) 
unmittelbar in seinen Interessen betroffen. Er ist folglich zur Beschwerde legitimiert. Der Be-
schwerdeführer richtet seine Beschwerde gegen die Einstellungsverfügung der Staatsanwalt-
schaft vom 23. Februar 2021, welche ein taugliches Anfechtungsobjekt darstellt. Sodann erweist 
sich die Beschwerde vom 28. Februar 2021 mit Aufgabedatum vom 1. März 2021 als rechtzeitig 
erhoben. Die Form der Beschwerdeschrift kann unter Berücksichtigung des an Laienbeschwer-
den praxisgemäss anzulegenden grosszügigen Massstabs (vgl. BGer 6B_721/2018 vom 19. No-
vember 2018, E. 2.1, mit Hinweisen; VIKTOR LIEBER, Zürcher Kommentar StPO, 3. Aufl. 2020, Art. 
385 N 4; MARTIN ZIEGLER/STEFAN KELLER, Basler Kommentar StPO, 2. Aufl. 2014, Art. 385 N 1b) 
gerade noch als den in Art. 385 Abs. 1 StPO normierten Anforderungen genügend angesehen 
werden. Schliesslich ist die Zuständigkeit der Dreierkammer des Kantonsgerichts als Beschwer-
deinstanz zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde gemäss Art. 20 Abs. 1 lit. b StPO i.V.m. 
§ 15 Abs. 2 EG StPO gegeben. Demnach ist auf die Beschwerde einzutreten. 
 
2. Materielles 

2.1 Der angefochtenen Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft vom 23. Februar 
2021 liegt folgender Sachverhalt zugrunde: Im Rahmen des gegen den Beschwerdeführer wegen 
Betrugs geführten Strafverfahrens wurde dieser am 29. Juni 2017 am Wohnort des Geschädig-
ten, C.____, an der X.____strasse 27 in Y.____ durch eine Sondereinheit der Polizei Basel-Land-
schaft im Treppenhaus des Mehrfamilienhauses angehalten. Anlässlich dieser Anhaltung sollen 
die am Einsatz beteiligten Polizisten, und dabei insbesondere der Beschuldigte, mit unverhältnis-
mässiger Gewaltanwendung gegen den Beschwerdeführer vorgegangen sein, was indes von Sei-
ten des Beschuldigten bestritten wird. Das mit Strafanzeige vom 20. September 2017 gegen die-
sen eingeleitete Strafverfahren stellte die Staatsanwaltschaft zunächst mit Verfügung vom 

 
 
 

 
 
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18. Februar 2019 in Anwendung von Art. 319 Abs. 1 lit. a StPO ein. Nachdem diese Einstellungs-
verfügung mit Beschluss des Kantonsgerichts vom 13. Mai 2019 (470 19 58) in Gutheissung der 
Beschwerde des Privatklägers aufgehoben und die Angelegenheit zur weiteren Untersuchung an 
die Staatsanwaltschaft zurückgewiesen worden war, stellte die Staatsanwaltschaft das Strafver-
fahren nach Durchführung weiterer Untersuchungshandlungen, insbesondere der nochmaligen 
Einvernahme des Beschuldigten sowie der Befragung des ebenfalls am Einsatz beteiligten Poli-
zisten D.____, mit Verfügung vom 23. Februar 2021 in Anwendung von Art. 319 Abs. 1 lit. a StPO 
wiederum ein. Zu prüfen ist im Folgenden, ob diese erneute Einstellung des Strafverfahrens durch 
die Staatsanwaltschaft zu Recht erfolgte. 
 
2.2 Zur Begründung der angefochtenen Einstellungsverfügung vom 23. Februar 2021 legt 
die Staatsanwaltschaft im Wesentlichen dar, es sei davon auszugehen, dass der eigentliche Zu-
griff auf den Privatkläger zuerst alleine durch den Beschuldigten und danach mit Hilfe zweier 
weiterer Polizisten erfolgt sei. Dabei habe jener von Anfang an die Aufforderungen der Polizei 
nicht befolgt und Widerstand geleistet, weshalb dem Beschuldigten keine andere Möglichkeit ge-
blieben sei, als ihn mit Gewalt zu arretieren und zu Boden zu bringen. Die übereinstimmenden 
Aussagen der beteiligten Polizisten, namentlich diejenigen von D.____, welcher die entsprechen-
den Kommandos wiederholt wahrgenommen habe, seien nicht anders zu deuten als dahinge-
hend, dass der Privatkläger weder die Anweisungen befolgt habe, sich auf den Boden zu legen 
noch gewillt gewesen sei, sich widerstandslos die Handschellen anlegen zu lassen. Auch dem 
Austrittsbericht des Kantonsspitals Baselland vom 30. Juni 2017, der E-Mail der E.____ AG vom 
23. August 2017 sowie den Feststellungen der Polizei anlässlich der Verhaftung des Privatklägers 
liessen sich keine Hinweise auf gewaltsame Übergriffe durch die Polizei entnehmen. Die tatsäch-
lich festgestellten Verletzungen könnten vielmehr durch den von den Polizisten geschilderten 
starken Widerstand des Privatklägers bei dessen Anhaltung erklärt werden. Die von diesem be-
haupteten massiven Faustschläge und Fusstritte hätten erfahrungsgemäss weit gravierendere 
Verletzungen und Spuren, namentlich Abdrücke von Schuhsolen auf dem Körper, hinterlassen 
müssen. Vor diesem Hintergrund seien die Aussagen des Privatklägers zu sehen, welche im 
Verlauf der Zeit nicht nur eine deutliche Tendenz zur Aggravation der Ereignisse aufwiesen, son-
dern auch immer unglaubhafter würden. Dies gelte sowohl für die stets veränderten Schilderun-
gen über die Art und Weise, wie der Privatkläger anlässlich seiner Anhaltung zusammengeschla-
gen worden sei, und für die laufend zunehmende Zahl der angeblich am Vorfall beteiligten Poli-
zisten als auch hinsichtlich der nachgerade abenteuerlichen Behauptung, er sei nach Folterungen 
durch die fallführende Staatsanwältin zu Aussagen gezwungen worden. Auf der anderen Seite 
seien die Aussagen des Beschuldigten schlüssig, ohne grundlegende Widersprüche und es fän-
den sich zahlreiche objektive Übereinstimmungen mit der Aktenlage. Die Aussagen des Beschul-
digten stimmten in den wesentlichen Punkten mit jenen von D.____ überein und liessen sich 
ausserdem mit den Ergebnissen aus den Sachverhaltsabklärungen in Einklang bringen. Insbe-
sondere fänden sich keine Hinweise dafür, dass durch die Polizei bei der Anhaltung des Privat-
klägers der Rahmen einer zulässigen und verhältnismässigen Gewaltanwendung überschritten 

 
 
 

 
 
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worden, und der Beschuldigte im Speziellen mit nicht polizeikonformen Techniken wie Faust-
schlägen und Fusstritten auf den Privatkläger losgegangen wäre. Vielmehr sei davon auszuge-
hen, dass es aufgrund des körperlichen Widerstands desselben schliesslich notwendig gewesen 
sei, den Privatkläger im Rahmen der Anhaltung mit vereinten Kräften zu Boden zu bringen. Inso-
fern habe dieser die Verantwortung für das Trauma am linken Rippenbogen und das Distortions-
trauma am rechten Unterarm selbst zu tragen. Der Einsatz der Polizei und insbesondere des 
Beschuldigten sei jederzeit verhältnismässig gewesen und es fänden sich keine begründeten 
Hinweise, welche die Vorwürfe und einen Tatverdacht erhärten würden. Mithin sei ein Freispruch 
mit Sicherheit zu erwarten, weshalb das Verfahren einzustellen sei. 
 
2.3 Demgegenüber vertritt der Beschwerdeführer in seiner Beschwerdeschrift vom 
28. Februar 2021 zusammenfassend die Auffassung, die Staatsanwaltschaft gehe zu Unrecht 
davon aus, dass in casu ein Freispruch mit Sicherheit zu erwarten sei. Vielmehr sei davon aus-
zugehen, dass der Beschuldigte und D.____ ihre Aussagen abgesprochen hätten, zumal sie da-
für nun zwei Jahre lang Zeit gehabt hätten. Erstaunlich sei auch, dass sich der Beschuldigte zwei 
Jahre nach dem Vorfall auf einmal dazu entschieden habe, Aussagen zu machen, nachdem er 
zuvor die Aussage verweigert habe. Zudem liessen sich in den Angaben von D.____ Widersprü-
che erkennen. Dieser habe das Geschehen nicht selbst wahrgenommen, da er in die Wohnung 
gegangen sei und schliesslich nicht durch die Tür habe sehen können. Der Beschwerdeführer 
habe sich anlässlich der Anhaltung nicht zur Wehr gesetzt, vielmehr sei auf ihn eingeschlagen 
worden, und er sei anschliessend auch gefoltert worden. Er habe sich als Opfer von Rassismus, 
schwerer Folter, Beleidigung und Körperverletzungen schikanieren lassen müssen. Die Staats-
anwaltschaft verharmlose die Situation und versuche, ihn als Lügner darzustellen. Auch habe 
man ihn, nachdem er misshandelt und zusammengeschlagen worden sei, in eine Zelle gesperrt, 
ohne Ärzte zu rufen. Der Vorfall habe sich frühmorgens um sechs Uhr ereignet, die mobilen Ärzte, 
die ihn behandelt hätten, seien aber erst irgendwann abends, um ca. 19:00 Uhr, zu ihm gekom-
men. Im Übrigen beschränken sich die Darlegungen des Beschwerdeführers auf allgemeine Kritik 
an seinem ehemaligen Verteidiger, an der Staatsanwaltschaft und deren Untersuchungsführung 
sowie an der Polizei. 
 
2.4 Die Staatsanwaltschaft verweist mit Stellungnahme vom 17. März 2021 zunächst im 
Wesentlichen auf die Begründung ihrer Einstellungsverfügung vom 23. Februar 2021. Ergänzend 
führt sie ins Feld, der Beschwerdeführer vermöge in seiner Beschwerdeschrift vom 28. Februar 
2021 keine ernsthaften Gründe zu benennen, welche gegen eine Einstellung des Verfahrens 
sprechen würden. Vielmehr begnüge er sich im Wesentlichen damit, seine bereits in der Vorun-
tersuchung gemachten Aussagen zu wiederholen und erneut mit haltlosen Behauptungen und 
Vorwürfen gegenüber den verschiedenen am Strafverfahren beteiligten Personen eine mangel-
hafte Untersuchung zu rügen. Der Beschwerdeführer sei allem Anschein nach der Überzeugung, 
ein parteienübergreifendes konspiratives Zusammenwirken von der Polizei über die Staatsan-
waltschaft bis hin zu seinem ehemaligen Verteidiger zu erkennen, mit dem Ziel, die Wahrheit zu 

 
 
 

 
 
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vertuschen. Die Einstellung des Verfahrens sei in casu zu Recht erfolgt, weil aufgrund der getä-
tigten Ermittlungen kein Tatverdacht habe erhärtet werden können, welcher eine Anklage recht-
fertige. 
 
2.5 Zur Begründung seines Antrags auf Abweisung der Beschwerde verweist der Beschul-
digte in seiner Stellungnahme vom 18. März 2021 zunächst auf die Ausführungen in der streitge-
genständlichen Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft. Darüber hinaus macht er im 
Wesentlichen geltend, die Darlegungen des Beschwerdeführers zu dessen ehemaligem Vertei-
diger täten ebenso wenig etwas zur Sache wie die Frage, aus welchem Grund und zu welchem 
Zeitpunkt der Beschuldigte sich entschlossen habe, Aussagen zu machen. Ferner entbehrten die 
Behauptungen des Beschwerdeführers, dass er Opfer von Rassismus, schwerer Folter, Beleidi-
gung und Körperverletzungen sei, jeglicher Grundlage. Auch zeige der Beschwerdeführer kei-
neswegs auf, inwiefern ihm durch das monierte angebliche Fehlverhalten der Staatsanwaltschaft 
bzw. die nicht näher konkretisierten Verfahrensfehler in der vorliegenden Strafuntersuchung tat-
sächlich Unrecht widerfahren wäre. Er wiederhole vielmehr lediglich seine Darstellung der an-
geblichen Geschehnisse, die in der Einstellungsverfügung widerlegt worden sei, und behaupte 
erneut, es sei auf ihn eingeschlagen, er sei anschliessend gefoltert, und es seien keine Ärzte 
gerufen worden. Tatsache sei aber, dass es sehr wohl Arztkontakte gegeben habe und die kon-
sultierten Ärzte dargelegt hätten, dass die entstandenen Verletzungen eindeutig auf den Wider-
stand des Beschwerdeführers bei dessen Anhaltung zurückzuführen seien. Im Übrigen werde 
entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers in der Begründung der Einstellungsverfügung 
präzise dargelegt, aus welchen Gründen das Verfahren eingestellt worden sei. 
 
2.6.1 Nach Art. 319 Abs. 1 StPO verfügt die Staatsanwaltschaft die vollständige oder teil-
weise Einstellung des Verfahrens, wenn kein Tatverdacht erhärtet ist, der eine Anklage rechtfer-
tigt (lit. a), wenn kein Straftatbestand erfüllt ist (lit. b), wenn Rechtfertigungsgründe einen Straf-
tatbestand unanwendbar machen (lit. c), wenn Prozessvoraussetzungen definitiv nicht erfüllt wer-
den können oder Prozesshindernisse aufgetreten sind (lit. d), oder wenn nach gesetzlicher Vor-
schrift auf Strafverfolgung oder Bestrafung verzichtet werden kann (lit. e). 
 
Nach lit. a von Art. 319 Abs. 1 StPO ist einzustellen, wenn im Vorverfahren der ursprünglich 
vorhandene Anfangsverdacht nicht in einem Mass erhärtet werden konnte, das eine Anklage 
rechtfertigt. Allerdings hat sich die Staatsanwaltschaft bei der Frage, ob ein solcher Tatverdacht 
besteht, in Zurückhaltung zu üben. Widersprechen sich Beweise, so ist es gemäss der Botschaft 
des Bundesrates vom 21. Dezember 2005, S. 1273, nicht Sache der Staatsanwaltschaft, eine 
Beweiswürdigung vorzunehmen. Im Zweifelsfalle ist die Angelegenheit in Beachtung des Grund-
satzes "in dubio pro duriore" an das Sachgericht zu überweisen. Bei der Frage der Überweisung 
des Beschuldigten an das urteilende Gericht spielt der Grundsatz "in dubio pro reo" nicht. Es ist 
vielmehr Sache des Gerichts, darüber zu befinden, ob sich jemand im strafrechtlichen Sinne 
schuldig gemacht hat oder nicht. Die Staatsanwaltschaft hat nur dann einzustellen, wenn eine 
Hauptverhandlung als eigentliche Ressourcenverschwendung bzw. aufgrund des absehbaren 

 
 
 

 
 
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Freispruchs als Zumutung für den Beschuldigten erscheinen müsste. Von einer Überweisung ist 
mithin dann abzusehen, wenn nach der gesamten Aktenlage ein Freispruch zu erwarten ist (ROLF 
GRÄDEL/MATTHIAS HEINIGER, Basler Kommentar StPO, 2. Aufl. 2014, Art. 319 N 8). Nach 
SCHMID/JOSITSCH ist erforderlich, dass bei erfolgter Anklage nicht mit einem verurteilenden Er-
kenntnis des Gerichts gerechnet werden könnte, also mit Sicherheit oder grosser Wahrschein-
lichkeit mit einem Freispruch zu rechnen wäre. Da die Staatsanwaltschaft als Untersuchungs- 
und Anklagebehörde nicht dazu berufen ist, über Recht oder Unrecht zu richten, darf sie jedoch 
nicht allzu rasch und gestützt auf eigene Bedenken (die irrtümlich sein können) zu einer Einstel-
lung schreiten. In Zweifelsfällen in sachverhalts- und beweismässiger Hinsicht sowie vor allem in 
rechtlichen Belangen ist Anklage zu erheben (NIKLAUS SCHMID/DANIEL JOSITSCH, Praxiskommen-
tar StPO, 3. Aufl. 2018, Art. 319 N 5; DIESELBEN, Handbuch des schweizerischen Strafprozess-
rechts, 3. Aufl. 2017, Rz. 1251, mit Hinweisen). Die Beurteilung der Wahrscheinlichkeit eines 
Schuldspruchs bzw. der Prozessaussichten ist dem pflichtgemässen Ermessen der Staatsan-
waltschaft anheimgestellt. In Zweifelsfällen tatsächlicher oder rechtlicher Natur darf das Verfah-
ren nicht eingestellt werden, da in diesen Fällen das Urteil dem Gericht überlassen bleiben soll. 
Stehen sich unterschiedliche Zeugenaussagen gegenüber und kann die Untersuchung die Zu-
verlässigkeit der einzelnen Zeugen nicht erschüttern, darf keine Einstellung ergehen. Der Ermes-
sensentscheid, wem unter solchen Verhältnissen zu glauben ist, liegt beim Gericht. Keine Ein-
stellung, sondern die Erhebung einer Anklage ist grundsätzlich immer dann angezeigt, wenn der 
Ausgang des Verfahrens ausschliesslich von der Beweiswürdigung abhängt (NATHAN 
LANDSHUT/THOMAS BOSSHARD, Zürcher Kommentar StPO, 3. Aufl. 2020, Art. 319 N 16 ff., mit 
Hinweisen).  
 
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist in Fällen, in denen sich gegensätzliche Aussa-
gen gegenüberstehen (Aussage gegen Aussage-Situation) und es nicht möglich ist, die einzelnen 
Depositionen als glaubhafter oder weniger glaubhaft zu bewerten, nach dem Grundsatz "in dubio 
pro duriore" in der Regel Anklage zu erheben. Auf eine Anklageerhebung ist jedoch zu verzichten, 
wenn der Strafkläger ein widersprüchliches Aussageverhalten offenbart und seine Aussagen da-
her wenig glaubhaft sind, oder wenn eine Verurteilung unter Einbezug der gesamten Umstände 
aus anderen Gründen als von vornherein unwahrscheinlich erscheint (BGE 143 IV 241, E. 2.2.2, 
mit Verweisen; BGer 6B_258/2017 vom 1. Dezember 2017, E. 2.2). Zur letztgenannten Konstel-
lation sind gemäss der Rechtsprechung auch Fälle zu zählen, in denen Aussage gegen Aussage 
steht, keine der Depositionen als glaubhafter oder weniger glaubhaft bewertet werden kann und 
dabei weder objektive Beweismittel vorhanden noch weitere Beweisergebnisse zu erwarten sind 
(BGer 6B_856/2013 vom 3. April 2014, E. 2.2; 1B_535/2012 vom 28. November 2012, E. 5.2). 
Von einem für die Anklageerhebung hinreichenden Tatverdacht kann insbesondere dann nicht 
gesprochen werden, wenn dem bestreitenden Beschuldigten nur die Aussage eines an dessen 
Verurteilung unmittelbar interessierten Geschädigten gegenübersteht und dessen Anschuldigun-
gen nicht eine objektive Bestätigung im Untersuchungsergebnis finden (LANDSHUT/BOSSHARD, 
a.a.O., Art. 319 N 17).  
 

 
 
 

 
 
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Der Einstellungsgrund der Rechtfertigung nach lit. c von Art. 319 Abs. 1 StPO ist nicht im techni-
schen Sinne eng auszulegen. Neben Rechtfertigungsgründen wie Notwehr, Notwehrhilfe, recht-
fertigender Notstand, gesetzliche Erlaubnistatbestände und den übergesetzlichen Rechtferti-
gungsgründen wie die Einwilligung des Verletzten, führt auch das Vorliegen von Schuldaus-
schlussgründen wie entschuldbare Notwehr, entschuldbarer Notstand und Schuldunfähigkeit zur 
Verfahrenseinstellung. Sowohl bei rechtmässigem Handeln als auch bei Schuldunfähigkeit wäre 
im Falle der Durchführung einer Hauptverhandlung ein Freispruch auszufällen. Wie unter lit. a ist 
jedoch eine Verfahrenseinstellung nur dann möglich, wenn die Rechtfertigungs- oder Schuldaus-
schlussgründe klar dargetan sind und mit hoher Wahrscheinlichkeit einer Verurteilung im Wege 
stehen; es gilt auch hier der Grundsatz "in dubio pro duriore" (GRÄDEL/HEINIGER, a.a.O., Art. 319 
N 11; SCHMID/JOSITSCH, a.a.O., Rz. 1253, je mit Hinweisen; vgl. auch LANDSHUT/BOSSHARD, 
a.a.O., Art. 319 N 22). 
 
2.6.2.1 Zur Beantwortung der Frage, ob die Staatsanwaltschaft die Strafuntersuchung gegen 
den Beschuldigten betreffend den Vorwurf der einfachen Körperverletzung zum Nachteil des 
Beschwerdeführers gestützt auf Art. 319 Abs. 1 lit. a StPO zu Recht eingestellt hat, ist vorliegend 
zum einen auf die Aussagen der bei der Festnahme desselben am 29. Juni 2017 anwesenden 
Personen und zum anderen auf die Berichte der den Beschwerdeführer nach dessen Anhaltung 
behandelnden Ärzte abzustellen. 
 
2.6.2.2 Mit Bezug auf Letztere ist zunächst auf den Austrittsbericht des Kantonsspitals Basel-
land vom 30. Juni 2017 zu verweisen, in welchem beim Beschwerdeführer ein Trauma am linken 
Rippenbogen und ein Distorsionstrauma am rechten Unterarm diagnostiziert werden. Seitens des 
konsultierten Arztes wird zudem vermerkt, der Beschwerdeführer habe berichtet, am Vortag bei 
einer Auseinandersetzung mit der Polizei einen Knietritt in den linken Rippenbogen erhalten und 
eine Distorsion am rechten Arm erlitten zu haben (act. 217 ff.). Ferner ist der E-Mail der E.____ 
AG vom 23. August 2017 zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer bei der erstmaligen Unter-
suchung vom 29. Juni 2017 über Schmerzen im Bereich des linksseitigen knöchernen Thorax 
(untere linke Rippenbögen) sowie über Schmerzen im rechten Ellenbogengelenk geklagt habe. 
Dabei sei im Rahmen der Untersuchungen eine entsprechende Druckschmerzhaftigkeit in den 
betroffenen Körperregionen festgestellt worden. Laut Angaben des Beschwerdeführers beruhten 
die Schmerzen auf Verletzungen durch einen angreifenden Polizisten. Er habe einen Schlag mit 
dem Knie in seine linke Bauch- bzw. Rippenregion erhalten und sein rechter Arm sei in einen 
Hebel genommen worden (act. 227). 
 
2.6.2.3 Der Beschwerdeführer gab anlässlich seiner Einvernahme als Auskunftsperson am 
13. September 2017 hinsichtlich des Ablaufs seiner Verhaftung am 29. Juni 2017 zu Protokoll, er 
sei an jenem Tag um 05:00 Uhr zusammen mit C.____ vor dessen Wohnungstür im Hausgang 
gestanden. Als er sich von diesem verabschiedet habe, sei irgendein Typ die Stufen der Treppe, 
die links von der Türe der Wohnung C.____s nach oben führe, heruntergerast. Dabei habe dieser 
mehrere Stufen übersprungen und sei von einer Stufe abgerutscht, sodass er "auf den Arsch 

 
 
 

 
 
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geflogen" und vor den Füssen des Beschwerdeführers auf dem Boden gelegen sei. Der andere 
sei aufgestanden, habe ihn im Genick gepackt und angefangen, mit den Knien gegen seine Rip-
pen zu hauen. Er habe auf den Beschwerdeführer so fest eingeprügelt, als ob er eine riesige Wut 
auf diesen gehabt habe; es sei brutal gewesen. Irgendwann sei der Beschwerdeführer dann von 
hinten gepackt und zu Boden gebracht worden. Der Polizist, der aufgestanden sei, habe ihn am 
rechten Arm gepackt, einen Griff anwenden wollen, und ihn mit seiner Hand anstatt auf die Schul-
ter auf den Ellenbogen geschlagen. Der Beschwerdeführer sei dann am Boden gewesen und 
man habe ihm Handschellen angelegt. Dabei habe er ein Knie im Rücken gespürt, sodass er 
nicht habe aufstehen können (Einvernahme vom 13. September 2017, Rz. 40 – 56). Er habe bei 
der Verhaftung keinerlei Gegenwehr geleistet (genannte Einvernahme, Rz. 91 – 97). Er sei bei 
der Anhaltung an den Rippen verletzt worden. Der mobile Arzt, der im Gefängnis bei ihm gewesen 
sei, habe gesagt, dass seine Rippen angebrochen seien und dass sein Arm ausgerenkt sei. Aus-
serdem sei sein äusserer Schneidezahn angebrochen gewesen, wobei nach vier Wochen ein 
Stück des Schneidezahns abgebrochen sei; die Polizisten hätten ihn gebrochen (genannte Ein-
vernahme, Rz. 77 – 84). 
 
Anlässlich seiner erneuten Befragung als Auskunftsperson am 22. Mai 2018 führte der Beschwer-
deführer ergänzend aus, als er sich gebückt habe, um dem auf der Treppe gestürzten Mann 
aufzuhelfen, habe dieser ihn am Genick gepackt und mit den Knien gegen seine Rippen getreten. 
Auch Faustschläge habe der Mann ihm gegeben, das volle Programm. Der Beschwerdeführer 
habe sich nicht gewehrt. Dann seien sie von hinten und überall gekommen. Er sei auf dem Boden 
gelegen, wobei man seinen Kopf auf den Boden gepresst habe. Er habe gesagt, dass er keine 
Luft bekomme, doch das sei ihnen "scheissegal" gewesen. Die Polizisten hätten mit den Fäusten 
auf ihn eingeschlagen und ihm einen Zahn herausgeschlagen; sie hätten ihn behandelt, als wäre 
er ein Mörder oder Terrorist (Einvernahme vom 22. Mai 2018, Rz. 72 – 85). Auf entsprechende 
Nachfragen erklärte der Beschwerdeführer sodann, es seien ca. fünf maskierte Polizisten gewe-
sen (genannte Einvernahme, Rz. 103 f.). Er habe von überall her Schläge bekommen und sei 
von allen Polizisten geschlagen worden (genannte Einvernahme, Rz. 106 – 108). Auf Vorhalt 
seiner Aussage anlässlich der Einvernahme vom 13. September 2017, wonach der Polizist, der 
aufgestanden sei, ihn am rechten Arm gepackt, einen Griff habe anwenden wollen, und ihn mit 
seiner Hand anstatt auf die Schulter auf den Ellenbogen geschlagen habe, erklärte der Beschwer-
deführer, dies sei passiert, nachdem der Polizist ihm mit der Faust ins Gesicht geschlagen habe. 
Der andere habe mit der einen Hand sein Handgelenk gefasst, ihn nach vorne gezogen und habe 
ihn mit der anderen Hand an der Schulter fixieren wollen, wobei er den Ellenbogen getroffen habe 
(Einvernahme vom 22. Mai 2018, Rz. 119 – 127). Dieser Polizist habe wahllos auf ihn eingeschla-
gen, er habe überall draufgeschlagen, damit der Beschwerdeführer "platt" sei. Es sei Wut gewe-
sen, vielleicht, weil er auf den "Arsch" gefallen sei und seine Kollegen dies gesehen hätten (ge-
nannte Einvernahme, Rz. 128 – 134). Auf Frage, weshalb er gegenüber den nach seiner Fest-
nahme konsultierten Ärzten nicht erwähnt habe, dass er mit Fäusten geschlagen worden sei, 
entgegnete der Beschwerdeführer, er sei erst einen Tag später von der Staatsanwältin zur Aus-
sage gezwungen worden, nachdem er gefoltert worden sei (genannte Einvernahme, Rz. 146 – 

 
 
 

 
 
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149). Auf Vorhalt der E-Mail der E.____ AG vom 23. August 2017, der zufolge er einen und nicht 
mehrere Knietritte und auch keine Einwirkung mit Fäusten geschildert habe, erklärte der 
Beschwerdeführer, er habe auch dort bereits gesagt, dass er ramponiert worden sei. Wahrschein-
lich sei es der eine Knieschlag gewesen, der zu seiner Rippenverletzung geführt habe. Der Poli-
zist habe vielleicht zehnmal probiert und dies sei dann der eine Schlag gewesen, der gesessen 
habe (genannte Einvernahme, Rz. 185 – 191). Nach Hinweis auf den Widerspruch zwischen dem 
Bericht der Einsatzkräfte der Polizei, wonach beim Beschwerdeführer eine standardisierte 
Anhaltungstechnik angewendet worden sei, wobei dieser Gegengewehr geleistet habe, sodass 
die Anhaltung nur mit vereinten Kräften habe vollzogen werden können und den Angaben des 
Beschwerdeführers, wonach er keine Gegenwehr geleistet habe, erläuterte der Beschwerdefüh-
rer schliesslich, er wiege 100 Kilogramm und sei doch nicht bescheuert und wehre sich in dieser 
Situation. Wenn er sich gewehrt hätte, hätte er einen "mitgenommen", also verletzt. Er habe beide 
Arme und Hände nach oben gehalten, dann hätten sie auf ihn eingeschlagen. Er habe sich mit 
seinen Händen geschützt und habe diese vor sein Gesicht gehalten (genannte Einvernahme, 
Rz. 192 – 205). 
 
2.6.2.4 Nachdem der Beschuldigte anlässlich seiner Einvernahme durch die Staatsanwalt-
schaft am 9. August 2018 von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch gemacht hatte, 
äusserte er sich in seiner erneuten Befragung am 25. Mai 2020 zur Sache und schilderte den 
Ablauf der Anhaltung des Beschwerdeführers am 29. Juni 2017 dahingehend, dass er zusammen 
mit dem Einsatzleiter der Ermittlung oberhalb der Wohnung von C.____ im Treppenhaus Stellung 
bezogen habe, während sich weitere Polizisten des Zugriffselements im Kellergeschoss positio-
niert hätten. Er habe mit dem Einsatzleiter abgesprochen, dass der Zugriff erfolge, sobald die 
Zielperson die Wohnung C.____s verlasse. Als die Zielperson die Wohnung verlassen habe, 
habe er den Zugriff mit den Kollegen unten koordinieren wollen, jedoch über keinen Funkempfang 
verfügt. Er habe sich sodann ein Stockwerk nach unten bewegt und sei dabei auf dem letzten 
Drittel der Treppe ausgerutscht und auf das Gesäss, den Rücken und den Arm gefallen. Er sei 
direkt vor die Zielperson hingerutscht. Dann sei er aufgestanden und habe gesagt: "Polizei" und 
"Gehen Sie auf den Boden." Durch den Sturz habe er Schmerzen im Arm verspürt, weshalb er 
den anderen nicht so auf den Boden habe bringen können, wie er dies gewollt habe. Er habe ihn 
am Nacken fixieren können, wobei sich dieser extrem gesperrt habe. In diesem Moment seien 
die Kollegen hinzugekommen und hätten ihn unterstützt. Es sei schliesslich zu Dritt gelungen, die 
Zielperson nach vorne auf den Bauch zu legen und mit den Handschellen zu fixieren (Einver-
nahme vom 25. Mai 2020, Rz. 31 – 59). Als der Zugriff erfolgt sei, hätten sich der Beschwerde-
führer und C.____ direkt vor dessen Wohnungstüre im Treppenhaus befunden. D.____ sei hinter 
dem Beschuldigten gewesen, wobei es dessen Auftrag gewesen sei, sich um C.____ zu küm-
mern. D.____ sei mit diesem sogleich in die Wohnung gegangen. Dies habe sich aber hinter dem 
Rücken des Beschuldigten abgespielt (genannte Einvernahme, Rz. 76 – 83). Vor der Festnahme, 
während er aufgestanden oder bereits gestanden sei, habe er dem Beschwerdeführer "Polizei" 
zugerufen, was diesen aber nicht beeindruckt habe. Er sei dann gemäss Standardablauf verfah-
ren. Die angewandte Technik heisse "von vorne nach vorne", die Zielperson solle damit von vorne 

 
 
 

 
 
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in Bauchlage auf den Boden gebracht werden. Diese Technik habe er beim Beschwerdeführer 
angewandt, wobei sich dieser mit enormer Kraft dagegen gesperrt habe. In diesem Moment seien 
die Kollegen hinzugekommen. Gemeinsam sei es sofort gelungen, den Beschwerdeführer in 
Bauchlage zu bringen (genannte Einvernahme, Rz. 89 – 103). Auf Vorhalt der Aussagen des 
Beschwerdeführers, wonach der Beschuldigte mit dem Knie gegen seine Rippen geschlagen und 
ihm auch Faustschläge im Sekundentakt bzw. in Millisekunden gegeben habe, erklärte der 
Beschuldigte, dies entspreche nicht der Wahrheit. Allein schon der Beschrieb des Beschwerde-
führers klinge lächerlich (genannte Einvernahme, Rz. 119 – 135). Auch könne es gar nicht sein, 
dass dieser von überall her Schläge erhalten habe bzw. von allen Polizisten geschlagen worden 
sei, zumal das Treppenhaus eng gewesen sei und die anderen Polizisten aus dem Keller gekom-
men seien und sich bei den Füssen des Beschwerdeführers befunden hätten (genannte Einver-
nahme, Rz. 147 – 150). Hingegen sei die Aussage desselben korrekt, wonach der Beschuldigte 
diesen mit einer Hand am Handgelenk nach vorne gezogen und mit der anderen Hand an der 
Schulter habe fixieren wollen. Dies entspreche der angewandten Anhaltetechnik, bei der das 
Gegenüber am Handgelenk und am Nacken fixiert werde (genannte Einvernahme, Rz. 136 – 
141). Zu den ärztlich dokumentierten Verletzungen des Beschwerdeführers äusserte sich der Be-
schuldigte schliesslich dahingehend, dass er sich nicht erklären könne, wie das Verletzungsbild 
genau entstanden sei. Es sei jedoch so, dass es durchaus Blessuren geben könne, wenn jemand 
in der Art Widerstand leiste, wie dies der Beschwerdeführer getan habe (genannte Einvernahme, 
Rz. 168 – 172). 
 
2.6.2.5 Der als Zeuge am 7. Mai 2020 befragte D.____ legte hinsichtlich des Ablaufs der Fest-
nahme des Beschwerdeführers am 29. Juni 2017 dar, es sei im Ermittlungsverfahren wegen 
Betrugs zum Nachteil C.____s geplant gewesen, anlässlich einer um ca. 05:00 Uhr stattfindenden 
Geldübergabe den Geldabholer festzunehmen, wobei die Polizei davon ausgegangen sei, dass 
es sich bei diesem um den Beschwerdeführer handle. Zur Vorbereitung der Festnahme habe er 
um ca. 04:00 Uhr zusammen mit dem Beschuldigten oberhalb der Wohnung C.____s im Trep-
penhaus zum zweiten Stock Stellung bezogen, während zwei Polizisten des Zugriffselements im 
Abgang zum Keller geblieben seien. Als der Abholer gekommen sei, hätten sie sich entschieden, 
abzuwarten, bis die Übergabe stattgefunden habe und der Abholer wieder gehe. Als sie akustisch 
gehört hätten, dass die Türe zur Wohnung C.____s aufgegangen sei, habe er das Kommando 
für den Zugriff gegeben. Der Beschuldigte sei dann im halbdunklen Treppenhaus die Treppe hin-
untergegangen. Dabei habe dieser auf dem letzten Drittel der Treppe eine Stufe verfehlt und sei 
quasi auf der Stufe abgesessen. Er sei aber direkt wieder aufgestanden und auf den Geldabholer 
zugegangen. Der Zeuge selbst sei dabei direkt hinter dem Beschuldigten gewesen und habe sich 
ganz auf C.____ konzentriert. Er habe dafür gesorgt, dass er zwischen den Geldabholer und 
C.____ gelange, um diesen abzuschirmen. Es habe sich dann ein ziemliches Geschrei mit den 
üblichen Kommandos "Polizei" und "Auf den Boden" ereignet. Er habe sich C.____ zugewandt, 
diesen abgedreht, in die Wohnung geschoben und die Wohnungstüre geschlossen. Während er 
in der Wohnung gewesen sei, seien die Kommandos "Polizei" und "Auf den Boden" mehrfach 
wiederholt worden, was er durch die geschlossene Tür hindurch gehört habe. Irgendwann sei 

 
 
 

 
 
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dann Ruhe eingekehrt (Einvernahme vom 7. Mai 2020, Rz. 31 – 66, 83 – 85). Auf Vorhalt der 
Aussagen des Beschwerdeführers, wonach dieser dem am Boden liegenden Typen habe aufhel-
fen wollen, als dieser ihn am Genick gepackt, mit dem Knie gegen seine Rippen geschlagen und 
ihm Faustschläge verpasst habe, erklärte der Zeuge, es sei richtig, dass der Beschuldigte eine 
Stufe verfehlt habe und auf den "Arsch" gefallen sei. Dass dieser auf dem Boden gelegen habe, 
stimme hingegen nicht. Auch habe der Beschwerdeführer dem Beschuldigten gar nicht aufhelfen 
können, da in diesem Moment zwischen den beiden noch eine gewisse Distanz gewesen sei. Der 
Beschuldigte sei noch auf der Treppe gewesen und mit Sicherheit selbst aufgestanden. Zu den 
behaupteten Schlägen könne der Zeuge hingegen nichts sagen, da sein Blick C.____ zugewandt 
gewesen und er mit dem Rücken zum Geschehen gestanden sei (genannte Einvernahme, Rz. 
90 – 119). Aus diesem Grund habe er die von hinten hinzukommenden weiteren Polizisten des 
Zugriffselements, die zuvor im Keller gewesen seien, nicht gesehen. Er wisse auch nicht, ob der 
Beschwerdeführer sich gewehrt habe oder nicht. Die mehrfache Wiederholung der Kommandos 
"Polizei" und "Auf den Boden" interpretiere er aber nicht so, als würde sich jemand ergeben (ge-
nannte Einvernahme, Rz. 120 – 128). Auf Nachfrage gab der Zeuge an, er habe ausser den 
wiederholten Kommandos der Polizei keine anderen Laute gehört, insbesondere habe er keine 
Schmerzensschreie oder dergleichen wahrgenommen (genannte Einvernahme, Rz. 171 – 175, 
195 – 197). Ergänzend gab er zu Protokoll, dass sich der Beschwerdeführer bei der Anhaltung 
offensichtlich wehgetan habe. Dieser habe nach der Festnahme mehrfach geäussert, dass er 
Schmerzen habe. Sie hätten ihm deshalb angeboten, einen Arzt aufzubieten, was der Beschwer-
deführer aber nicht gewollt habe (genannte Einvernahme, Rz. 132 – 135). 
 
2.6.2.6 Aufgrund der dargelegten Aussagen der Beteiligten ist zu konstatieren, dass hinsicht-
lich des durch den Beschwerdeführer gegen den Beschuldigten erhobenen Vorwurfs, dieser habe 
anlässlich der Festnahme am 29. Juni 2017 mit Fäusten und Knien wahllos auf ihn eingeschla-
gen, eine Aussage gegen Aussage-Konstellation vorliegt. 
 
Bei Würdigung der vorhandenen Äusserungen lässt sich, wie auch die Staatsanwaltschaft 
berechtigterweise festgestellt hat, in den Darstellungen des Beschwerdeführers eine deutliche 
Aggravationstendenz erkennen. Dies zeigt sich etwa in dessen Angaben zur Art und Weise, wie 
er körperlich misshandelt worden sei, sowie zur Anzahl der daran beteiligten Polizisten. Während 
er gegenüber den gleichentags bzw. am Folgetag konsultierten Ärzten lediglich davon gespro-
chen hat, dass er einen Schlag bzw. Tritt mit dem Knie in seine linke Bauch- oder Rippenregion 
erhalten habe und sein rechter Arm in einen Hebel genommen worden sei, berichtete er anläss-
lich seiner Einvernahme vom 13. September 2017, der Beschuldigte habe ihn im Genick gepackt, 
mit den Knien gegen seine Rippen gehauen und in brutaler Weise auf ihn eingeprügelt, wobei er 
irgendwann von hinten gepackt und zu Boden gebracht worden sei. Im Rahmen seiner erneuten 
Befragung vom 22. Mai 2018 gab der Beschwerdeführer dann an, der Beschuldigte habe ihn 
wahllos und überall geschlagen, ihm im Sekundentakt bzw. in Millisekunden Faustschläge ver-
passt, ihm mit den Knien gegen die Rippen getreten und ihn ins Gesicht geschlagen. Dann seien 
ca. fünf weitere Polizisten hinzugekommen und hätten von überall her mit den Fäusten auf ihn 

 
 
 

 
 
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eingeschlagen und ihm auch einen Zahn ausgeschlagen. In seiner früheren Beschwerde vom 
24. Februar 2019 gegen die in vorliegender Sache ergangene erste Einstellungsverfügung der 
Staatsanwaltschaft vom 18. Februar 2019 beschrieb der Beschwerdeführer schliesslich, er sei 
von sechs bis sieben Rassisten bzw. tätowierten Glatzköpfen, sogenannten Polizisten, die man 
mit der Spezialgarde Adolf Hitlers vergleichen könne, brutal zusammengeschlagen worden. 
Angesprochen auf den Umstand, dass er gegenüber den behandelnden Ärzten nicht erwähnt 
habe, dass er mit Fäusten geschlagen worden sei, äusserte der Beschwerdeführer sodann die 
geradezu bizarren und unbelegten Anschuldigungen, er sei durch die fallführende Staatsanwältin 
zu Aussagen gezwungen worden, nachdem er gefoltert worden sei. Auch in diesen offensichtlich 
haltlosen Vorwürfen zeigt sich die Neigung des Beschwerdeführers zu einer jeglicher objektiver 
Grundlage entbehrenden, stark übertriebenen Darstellung der Ereignisse sowie dessen Tendenz, 
sich als Opfer staatlicher Gewalt und Willkür darstellen zu wollen. Nicht zuletzt steht auch der im 
Austrittsbericht des Kantonsspitals Baselland vom 30. Juni 2017 wiedergegebene Befund des 
behandelnden Arztes im Widerspruch zu den Sachverhaltsschilderungen des Beschwerdefüh-
rers, zumal jener bei diesem lediglich ein Trauma am Rippenbogen links und ein Distortions-
trauma am rechten Unterarm diagnostiziert hat. Wäre der Beschwerdeführer jedoch in dem von 
ihm beschriebenen Ausmass durch den Beschuldigten und die anderen Polizisten zusammenge-
schlagen bzw. mit Faustschlägen gegen Gesicht und Körper sowie mit Knietritten gegen den 
Unterkörper traktiert worden, so wären mit Sicherheit weitergehende Verletzungen in dessen Ge-
sicht und an dessen Körper, wie etwa Hämatome, festgestellt worden. Nach dem Gesagten er-
weisen sich die Angaben des Beschwerdeführers zu den ihm angeblich durch den Beschuldigten 
beigebrachten Schlägen und Tritten somit eindeutig als unglaubhaft. 
 
Auf der anderen Seite halten die Aussagen des Beschuldigten einer näheren Prüfung stand. So 
beschreibt dieser das Geschehen anlässlich der Einvernahme vom 25. Mai 2020 schlüssig, de-
tailliert und widerspruchsfrei, wobei seine Angaben zum allgemeinen Ablauf des Polizeieinsatzes 
durch den Zeugen D.____ bestätigt werden. Insbesondere stützt auch dessen Aussage, wonach 
er durch die Wohnungstüre mehrfach die Ausrufe "Polizei" und "Auf den Boden" gehört habe, die 
Darstellung des Beschuldigten, wonach der Beschwerdeführer den polizeilichen Aufforderungen 
nicht von sich aus nachgekommen sei bzw. sich mit grosser Kraft gegen die Anhaltung gesperrt 
habe. Ebenso passt die Erklärung des Beschuldigten betreffend die angewandte Anhaltetechnik 
in Verbindung mit dem geschilderten erheblichen körperlichen Widerstand des Beschwerdefüh-
rers zu dem bei diesem am Tag der Festnahme bzw. am Folgetag festgestellten Verletzungsbild. 
 
Insgesamt ist hinsichtlich der Vorwürfe des Beschwerdeführers, der Beschuldigte habe anlässlich 
der Festnahme am 19. Juni 2017 wahllos mit Fäusten und Knien auf ihn eingeschlagen, somit 
festzustellen, dass den bestreitenden Aussagen des Beschuldigten allein die Aussagen des an 
dessen Verurteilung unmittelbar interessierten Privatklägers gegenüberstehen. Letztere wirken 
nach dem Gesagten bereits in sich unglaubhaft und werden darüber hinaus durch den vorliegen-
den Arztbericht vom 30. Juni 2017 in keiner Weise objektiviert. In dieser Situation kann von einem 

 
 
 

 
 
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für eine Anklageerhebung hinreichenden Tatverdacht offensichtlich nicht gesprochen werden, so-
dass das Strafverfahren hinsichtlich dieser Vorwürfe trotz des Vorliegens einer Aussage gegen 
Aussage-Konstellation einzustellen ist. Die Staatsanwaltschaft hat das Strafverfahren gegen den 
Beschuldigten diesbezüglich somit zu Recht in Anwendung von Art. 319 Abs. 1 lit. a StPO einge-
stellt. 
 
2.6.3 Ein anderes Bild zeigt sich demgegenüber hinsichtlich des Vorwurfs der einfachen 
Körperverletzung begangen durch die Verursachung eines Traumas am linken Rippenbogen so-
wie eines Distorsionstraumas am rechten Unterarm des Beschwerdeführers. Diese Verletzungen 
sind durch den Austrittsbericht des Kantonsspitals Baselland vom 30. Juni 2017 objektiviert (vgl. 
Erwägung 2.6.2.2 des vorliegenden Beschlusses). Aufgrund der Schilderungen des Beschuldig-
ten zum Vorgehen während der Anhaltung des Beschwerdeführers sowie der Aussage des Zeu-
gen, wonach jener nach der Festnahme mehrfach über Schmerzen geklagt habe, bestehen keine 
Zweifel, dass diese Verletzungen von der Anwendung der durch den Beschuldigten beschriebe-
nen Anhaltetechnik sowie der Überwindung des hiergegen seitens des Beschwerdeführers 
geleisteten körperlichen Widerstands herrühren. Insoweit liegen konkrete Anhaltspunkte für die 
Zufügung dieser Verletzungen durch den Beschuldigten im Rahmen der Anhaltung des 
Beschwerdeführers vor, weshalb eine Einstellung der Strafuntersuchung gestützt auf Art. 319 
Abs. 1 lit. a StPO ausser Betracht fällt. 
 
Allerdings ist diesbezüglich in casu der Einstellungsgrund der Rechtfertigung gemäss lit. c von 
Art. 319 Abs. 1 StPO einschlägig. Da aufgrund der glaubhaften Aussagen des Beschuldigten (vgl. 
Erwägung 2.6.2.4 und 2.6.2.6 des vorliegenden Beschlusses) davon auszugehen ist, dass sich 
der Beschwerdeführer massiv gegen seine Anhaltung gewehrt hat, bestand für den 
Beschuldigten und die hinzukommenden weiteren Polizisten keine andere Möglichkeit, als jenen 
zwecks Festnahme mittels der beschriebenen Anhaltetechnik in Bauchlage zu Boden zu bringen 
und dessen Hände mittels Handschellen zu fixieren. Insbesondere sind in der vorstehenden 
Konstellation keine milderen Massnahmen ersichtlich, mit denen sich der Widerstand leistende 
Beschwerdeführer hätte festnehmen lassen. Angesichts des bei der Anhaltung angewendeten 
erheblichen körperlichen Widerstands erweist sich das polizeiliche Vorgehen damit zweifellos als 
verhältnismässig im Sinne von Art. 200 StPO und § 15 i.V.m. § 38 Abs. 1 des kantonalen Polizei-
gesetzes (PolG, SGS 700). Daraus erhellt, dass hinsichtlich der dem Beschwerdeführer im Rah-
men der verhältnismässigen Gewaltanwendung bei der Festnahme zugefügten Verletzungen 
bzw. hinsichtlich des dadurch verwirklichten Tatbestands der einfachen Körperverletzung nach 
Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB die gesetzlichen Erlaubnistatbestände von Art. 200 StPO und § 15 
i.V.m. § 38 Abs. 1 PolG einschlägig sind, womit die polizeiliche Gewaltanwendung im Rahmen 
der Festnahme vorliegend gestützt auf Art. 14 StGB in Verbindung mit den genannten Erlaubnis-
tatbeständen als gerechtfertigt zu qualifizieren ist. Im Ergebnis hat die Staatsanwaltschaft dem-
nach, obwohl sie sich dabei fälschlicherweise auf lit. a anstatt auf lit. c von Art. 319 Abs. 1 StPO 
stützte, auch bezüglich dieses Vorwurfs das Strafverfahren gegen den Beschuldigten zu Recht 
eingestellt. 

 
 
 

 
 
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2.6.4 Nach dem Gesagten ist die angefochtene Einstellungsverfügung der Staatsanwalt-
schaft vom 23. Februar 2021 in Abweisung der Beschwerde des Privatklägers vom 28. Februar 
2021 vollumfänglich zu bestätigen. 
 
3. Kosten 

3.1 Gemäss Art. 428 Abs. 1 StPO tragen die Parteien die Kosten des Rechtsmittelverfah-
rens nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens. Als unterliegend gilt auch jene Partei, 
auf deren Rechtsmittel nicht eingetreten wird, oder die das Rechtsmittel zurückzieht. Entspre-
chend dem Ausgang des vorliegenden Verfahrens gehen die Verfahrenskosten des Kantonsge-
richts in der Höhe von CHF 1'050.--, bestehend aus einer Gerichtsgebühr von CHF 1'000.-- (§ 13 
Abs. 1 der Verordnung über die Gebühren der Gerichte, GebT, SGS 170.31) sowie Auslagen von 
CHF 50.--, zu Lasten des Beschwerdeführers. Sodann wird dem Beschwerdeführer bei diesem 
Verfahrensausgang keine Parteientschädigung ausgerichtet. 
 
3.2 Des Weiteren hat der Beschwerdeführer dem Beschuldigten gestützt auf Art. 436 
Abs. 1 StPO in Verbindung mit Art. 432 Abs. 2 StPO eine Parteientschädigung auszurichten. Da 
der Rechtsvertreter des Beschuldigten keine Honorarnote eingereicht hat, ist die Entschädigung 
von Amtes wegen nach Ermessen festzusetzen (§ 18 Abs. 1 der Tarifordnung für Anwältinnen 
und Anwälte, TO, SGS 178.112). Unter Berücksichtigung der konkreten Gegebenheiten erachtet 
die Beschwerdeinstanz eine Entschädigung in der Höhe von CHF 750.-- (inklusive Auslagen) zu-
züglich 7,7% Mehrwertsteuer von CHF 57.75, insgesamt somit CHF 807.75, für angemessen. 
 
  

 
 
 

 
 
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Demnach wird erkannt: 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 
 2. Die ordentlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens in der Höhe von 

CHF 1'050.-- (beinhaltend eine Gebühr von CHF 1'000.-- sowie Aus-
lagen von CHF 50.--) gehen zu Lasten des Beschwerdeführers. 
 
Dem Beschwerdeführer wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. 

 
 3. Der Beschwerdeführer wird verurteilt, dem Beschuldigten eine Partei-

entschädigung in der Höhe von CHF 750.-- (inklusive Auslagen) zu-
züglich 7,7% Mehrwertsteuer (= CHF 57.75), somit insgesamt 
CHF 807.75, zu bezahlen. 

 
 4. Dieser Beschluss wird den Parteien schriftlich eröffnet. 

 
 
 
Präsident 
 
 
 
 
Dieter Eglin 

Gerichtsschreiber 
 
 
 
 
Alexander Schorro 

 
 
 
Dieser Entscheid ist rechtskräftig.