# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7a922214-0fa4-5045-bd6f-dc725e841646
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-04-08
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 08.04.2010 C-1872/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-1872-2009_2010-04-08.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-1872/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  8 .  A p r i l  2 0 1 0

Richter Stefan Mesmer (Vorsitz), 
Richterin Franziska Schneider, 
Richter Alberto Meuli, 
Gerichtsschreiber Roger Stalder.

X._______,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. André Largier, 
Weinbergstrasse 43, 8006 Zürich,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Invalidenversicherung, Verfügung vom 17. Februar 2009.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-____/2009

Sachverhalt:

A.
Der  1962  geborene  Schweizer  Bürger  X._______ (im  Folgenden: 
Versicherter  oder  Beschwerdeführer)  absolvierte  nach  der  obliga-
torischen Schulzeit eine Lehre als Elektromonteur. Zuletzt war er in der 
Schweiz von 2000 bis 2004 als selbstständiger Installateur von EDV-
Netzwerken tätig. Am 22. Oktober 2004 (Eingangsstempel: 25. bzw. 27. 
Oktober  2004)  meldete  er  sich  zum  Bezug  von  Leistungen  der 
Invalidenversicherung (IV) in Form einer Rente an. Er machte geltend, 
seit November 2003 unter einer starken Fibromyalgie zu leiden (Akten 
[im  Folgenden: act.]  der  IV-Stelle  für  Versicherte  im  Ausland  [ im 
Folgenden: IVSTA oder Vorinstanz] 2). Nach Durchführung von Abklä-
rungen in beruflich-erwerblicher und medizinischer Hinsicht (act. 3 bis 
17) erliess die IV-Stelle des Kantons Aargau (im Folgenden: IV-Stelle 
AG) am 30. November 2005 eine Verfügung, mit welcher der Anspruch 
auf eine IV-Rente abgewiesen wurde (act. 18).

B.
Hiergegen liess der Versicherte, vertreten durch Dr. iur. André Largier, 
unter  Beilage weiterer ärztlicher  Dokumente am 21. Dezember 2005 
Einsprache erheben und beantragen, in Aufhebung der Verfügung vom 
30.  November  2004  sei  ihm  rückwirkend  ab  Dezember  2004  eine 
ganze  IV-Rente  zuzusprechen  (act.  21).  Nach  Einholen  zusätzlicher 
medizinischer  Berichte  bzw.  Stellungnahmen  des  medizinischen 
Dienstes (act. 25 bis 29) und nachdem sich der Rechtsvertreter  des 
Versicherten hierzu am 14. Juli 2006 geäussert hatte (act. 31), wurde 
die  Einsprache  mit  Entscheid  vom 15.  Dezember  2006  abgewiesen 
(act. 34).

C.
Gegen  den  Einspracheentscheid  vom 15.  Dezember  2006  liess  der 
Versicherte  am  23.  Januar  2007  beim  Versicherungsgericht  des 
Kantons Aargau (im Folgenden: Versicherungsgericht) Beschwerde er-
heben und beantragen, in Aufhebung dieses Entscheids sei ihm rück-
wirkend ab Dezember 2004 eine ganze Rente zuzusprechen (act. 35). 
Mit Urteil  des Versicherungsgerichts vom 28. August 2007 wurde der 
angefochtene Einspracheentscheid in teilweiser Gutheissung der Be-
schwerde  aufgehoben  und  die  Sache  an  die  IV-Stelle  AG zur  Vor-
nahme weiterer  Abklärungen  im  Sinne  der  Erwägungen  sowie  zum 

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anschliessenden Erlass einer neuen Verfügung zurückgewiesen (act. 
41).  In  den  Erwägungen  hielt  das  Versicherungsgericht  im  Wesent-
lichen  fest,  im  Rahmen  eines  noch  einzuholenden  psychiatrischen 
Gutachtens werde insbesondere die Frage der Überwindbarkeit der mit 
einer allfälligen Fibromyalgie bzw. somatoformen Schmerzstörung ver-
bundenen Schmerzen zu klären sein. In erwerblicher  Hinsicht  werde 
insbesondere auch der Frage nachzugehen sein, ob der Versicherte in 
der  Zwischenzeit  in  Thailand  einer  selbstständigen  Erwerbstätigkeit 
nachgehe. 

Das Urteil  des  Versicherungsgerichts  vom 28. August  2007 erwuchs 
– soweit ersichtlich – unangefochten in Rechtskraft. 

D.
In  der  Folge  wurde  das  Dossier  zufolge  Wohnsitznahme  des  Ver-
sicherten in Thailand an die IVSTA überwiesen (act. 48 bis 56). Nach 
Vorliegen  eines  Arztberichts  aus  Thailand  vom  18.  Januar  2008 
(act. 57 und 80 bis 83),  einer am 17. März 2008 abgegebenen Stel-
lungnahme  von  Dr.  med.  B._______,  Facharzt  für  Psychiatrie  und 
Psychotherapie, medizinischer Dienst der Vorinstanz (act. 60),  sowie 
eines Fragebogens für selbstständig Erwerbende vom 25. April  2008 
(act.  64;  vgl.  auch  act.  79)  erstellte  das  D._______  im  Auftrag  der 
IVSTA am 19. September 2008 (act. 86) ein Gutachten. Nachdem sich 
Dr. med. B._______ am 20. Oktober 2008 zum D._______-Gutachten 
geäussert  und  dieses  als  hervorragend  bezeichnet  hatte  (act.  90), 
stellte die IVSTA dem Versicherten mit Vorbescheid vom 27. Oktober 
2008 die Abweisung seines Rentenbegehrens in Aussicht (act. 91).

E.
Gegen dieses Vorhaben liess der Versicherte am 5. Dezember 2008 
durch  seinen  Rechtsvertreter  unter  Beilage  eines  Berichts  von  Dr. 
med.  H._______  (Facharzt  für  physikalische  Medizin  und 
Rehabilitation, speziell Rheumaerkrankungen) vom 1. Dezember 2008 
seine  Einwendungen  vorbringen  und  weiterhin  die  rückwirkende 
Zusprechung einer angemessenen Rente beantragen (act. 96 bis 98). 
Nach weiteren Ausführungen von Dr. med. B._______ vom 26. Januar 
2009  (act.  100)  erliess  die  IVSTA am  17.  Februar  2009  eine  dem 
Vorbescheid  vom  27. Oktober  2008  im  Ergebnis  entsprechende 
Verfügung (act. 101).

F.
Hiergegen  liess  der  Versicherte  beim  Bundesverwaltungsgericht  am 

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23. März  2009  Beschwerde  erheben  und  beantragen,  in  Aufhebung 
der angefochtenen Verfügung sei ihm rückwirkend ab Dezember 2004 
eine angemessene IV-Rente zuzusprechen und auszurichten. 

Zur  Begründung  wurde  im Wesentlichen ausgeführt,  in  der  Eingabe 
vom 5. Dezember 2008 sei sehr ausführlich erklärt  worden, weshalb 
das Gutachten vom 30. September 2008 derart  mangelhaft sei, dass 
es  beweismässig  nicht  verwertbar  sei.  Dr. med. H._______  habe  in 
seiner  Stellungnahme  vom  1.  September  2008  mehrere  Mängel 
beschrieben und klargestellt, dass die Beurteilung der Gutachter auch 
aus rheumatologischer Sicht weder nachvollziehbar noch logisch sei. 
Zu Recht habe er kritisiert, dass sich die Gutachter gar nicht mit den 
zeitgerechten  Beurteilungen  des  Gesundheitszustandes  und  der 
Arbeitsfähigkeit auseinandergesetzt und nicht erklärt  hätten, weshalb 
sie retrospektiv und über Jahre zurück von diesen abgewichen seien. 
Die Gutachter hätten auch keine angemessene neuropsychologische 
Abklärung durchgeführt. Ebensowenig seien die Ursache und die Aus-
wirkungen des geklagten Schwindels untersucht worden. Obwohl der 
Beschwerdeführer  seit  November  2003  unter  rezidivierenden  Läh-
mungen  –  insbesondere  des  rechten  Beins  –  leide,  hätten  die 
Gutachter  keine bildgebenden Abklärungen der  LWS veranlasst  und 
auch  nicht  erklärt,  weshalb  sie  dies  nicht  für  notwendig  erachteten. 
Entgegen  den  Spezialisten  des  F._______  hätten  sie  die  Meinung 
vertreten,  die  Diskushernien  C5-6  und  C6-7  würden  die  Nerven-
wurzeln  nicht  komprimieren. In  der  angestammten  Tätigkeit  bestehe 
keine verwertbare Restarbeitsfähigkeit mehr und es wäre zu prüfen, in 
welcher  Verweistätigkeit  der  Beschwerdeführer  eine  allfällige  Rest-
arbeitsfähigkeit  verwerten  könnte.  In  der  angefochtenen  Verfügung 
fehlten jegliche konkrete Angaben zur Berechnung des Validen- und 
des  Invalideneinkommens.  Die  IV-Stelle  AG  habe  das  Validenein-
kommen  auf  Fr.  159'608.-  festgesetzt.  Selbst  wenn  man  von  einer 
vollen Arbeitsfähigkeit  in einer leidensadaptierten Tätigkeit  ausginge, 
würde  bei  einem  Invalideneinkommen  von  maximal  Fr. 57'396.-  ein 
Invaliditätsgrad  (im  Folgenden  auch: IV-Grad)  von mindestens  64 % 
resultieren. Angesichts der Höhe des von der IV-Stelle AG ermittelten 
Valideneinkommens  liege  es  auf  der  Hand,  dass  der  Beschwerde-
führer bei einem Berufswechsel auf jeden Fall eine Erwerbseinbusse 
von  über  40 %  erleide  (Akten  des  Beschwerdeverfahrens  [im  Fol-
genden: B-act.] 1).

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G.
Nachdem sich Dr. med. J._______ vom medizinischen Dienst der Vor-
instanz am 12. August 2009 mit der beschwerdeweise vorgebrachten 
Kritik  am D._______-Gutachten auseinandergesetzt  hatte  (act.  107), 
beantragte  die  Vorinstanz  in  ihrer  Vernehmlassung  vom 17.  August 
2009 die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung führte sie im 
Wesentlichen aus, die Kritik an der Expertise erweise sich als gänzlich 
unbegründet;  diese  sei  voll  beweiskräftig.  Gemäss  dem eindeutigen 
Ergebnis der Begutachtung bestehe auch im früheren Tätigkeitsgebiet 
(EDV-Netzwerkinstallationen)  eine  volle  Arbeitsfähigkeit.  Der  Frage 
nach der Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit in Verweisungstätigkeiten 
und dem dabei  erzielbaren Einkommen habe man dementsprechend 
nicht nachgehen müssen (B-act. 7).

H.
Mit Zwischenverfügung vom 19. August 2009 forderte der Instruktions-
richter den Beschwerdeführer auf, einen Kostenvorschuss von Fr. 600.- 
zu leisten (B-act. 8). Dieser Aufforderung kam der Beschwerdeführer 
am 7. September 2009 nach (B-act. 10).

I.
In seiner Replik vom 16. September 2009 liess der Beschwerdeführer 
an  seinem  beschwerdeweise  gestellten  Rechtsbegehren  festhalten 
und weitere Ausführungen hinsichtlich der Notwendigkeit einer neuro-
otologischen Untersuchung,  der  Auswirkungen der  Fibromyalgie,  der 
fehlenden  neuropsychologischen  Untersuchung,  der  psychiatrischen 
Begutachtung und der retrospektiven Beurteilung der Arbeitsfähigkeit 
machen. Zudem wurde zu den Ausführungen in der Vernehmlassung 
Stellung genommen (B-act. 12).

J.
In ihrer Duplik vom 6. Oktober 2009 beantragte die Vorinstanz weiter -
hin die Abweisung der Beschwerde (B-act. 14).

K.
Mit prozessleitender Verfügung vom 12. Oktober 2009 schloss der In-
struktionsrichter den Schriftenwechsel. 

L.
Auf den weiteren Inhalt der Akten sowie der Rechtsschriften der Par-
teien ist – soweit erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen ein-
zugehen.

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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Ob die Prozessvoraussetzungen erfüllt sind und auf eine Beschwerde 
einzutreten ist, prüft das Bundesverwaltungsgericht von Amtes wegen 
und mit freier Kognition (vgl. BVGE 2007/6 E. 1 mit Hinweisen). 

1.1 Das  Verfahren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  richtet  sich 
nach  dem  Bundesgesetz  vom  20.  Dezember  1968  über  das  Ver-
waltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021),  soweit  das  Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) nichts anderes 
bestimmt (vgl. Art. 37 VGG). Gemäss Art. 3 Bst. dbis VwVG bleiben in 
sozialversicherungsrechtlichen  Verfahren  die  besonderen  Be-
stimmungen  des  Bundesgesetzes  über  den  Allgemeinen  Teil  des 
Sozialversicherungsrechts  vom  6.  Oktober  2000  (ATSG,  SR  830.1) 
vorbehalten.  Gemäss  Art.  2  ATSG  sind  die  Bestimmungen  dieses 
Gesetzes  auf  die  bundesgesetzlich  geregelten  Sozialversicherungen 
anwendbar,  wenn  und  soweit  die  einzelnen  Sozialversicherungs-
gesetze  es  vorsehen. Nach  Art.  1  IVG sind  die  Bestimmungen  des 
ATSG auf  die Invalidenversicherung anwendbar (Art. 1a bis 70 IVG), 
soweit  das  IVG nicht  ausdrücklich  eine Abweichung vom ATSG vor-
sieht.  Dabei  finden  nach  den  allgemeinen  intertemporalrechtlichen 
Regeln in formell-rechtlicher Hinsicht mangels anderslautender Über-
gangsbestimmungen  grundsätzlich  diejenigen  Rechtssätze  An-
wendung,  welche  im  Zeitpunkt  der  Beschwerdebeurteilung  Geltung 
haben (BGE 130 V 1 E. 3.2).

1.2 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG, sofern keine Aus-
nahme  nach  Art.  32  VGG  vorliegt.  Als  Vorinstanzen  gelten  die  in 
Art. 33  VGG genannten Behörden. Die  IVSTA ist  eine Vorinstanz im 
Sinne  von  Art.  33  Bst.  d  VGG.  Die  Zuständigkeit  des  Bundesver-
waltungsgerichts  zur  Beurteilung  von  Beschwerden  gegen  Ver-
fügungen  dieser  IV-Stelle  ist  zudem  in  Art.  69  Abs.  1  Bst.  b  des 
Bundesgesetzes  vom  19.  Juni  1959  über  die  Invalidenversicherung 
(IVG, SR 831.20) ausdrücklich vorgesehen.

1.3 Die Beschwerde wurde frist- und formgerecht eingereicht (vgl.  Art. 
38 ff. und Art. 60 ATSG). Als Adressat der angefochtenen Verfügung ist 
der  Beschwerdeführer  berührt  und hat  ein  schutzwürdiges Interesse 
an  deren  Aufhebung  oder  Änderung  (vgl.  Art.  59  ATSG).  Nachdem 
auch  der  Kostenvorschuss  innerhalb  der  angesetzten  Frist  geleistet 

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wurde, ergibt sich zusammenfassend, dass sämtliche Prozessvoraus-
setzungen erfüllt sind. Auf die Beschwerde ist deshalb einzutreten.

2.

2.1 Das Bundesverwaltungsgericht  prüft  die Verletzung von Bundes-
recht einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Er-
messens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtser-
heblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG).

2.2 Anfechtungsobjekt  bildet  die  Verfügung  der  Vorinstanz  vom 
17. Februar 2009, mit welcher der Rentenanspruch des Beschwerde-
führers verneint wurde. Streitig und zu prüfen ist, ob dieser Anspruch 
zu Recht abgewiesen wurde, wobei die Frage im Zentrum steht, ob der 
Sachverhalt rechtsgenüglich abgeklärt und gewürdigt worden ist.

2.3 Gemäss Art. 40 Abs. 3 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über 
die Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201) bleibt die einmal begrün-
dete Zuständigkeit einer IV-Stelle im Verlaufe des Verfahrens erhalten, 
so dass an sich die IV-Stelle AG das Verfahren hätte weiterführen und 
abschliessen  müssen.  Die  fehlende  örtliche  Zuständigkeit  einer  IV-
Stelle führt allerdings nicht zur Nichtigkeit einer Verfügung (ZAK 1989 
S. 606 Erw. 1b; vgl. auch BGE 122 I 97 E. 3a/aa). Da vorliegend die 
fehlende Zuständigkeit der IVSTA nicht gerügt wurde und kein Anlass 
besteht, diesen Mangel von Amtes wegen zu beachten, erübrigt sich 
eine  Aufhebung  der  angefochtenen  Verfügung  wegen  fehlender  Zu-
ständigkeit  –  umso  mehr,  als  nach  bundesgerichtlicher  Rechtspre-
chung eine Überweisung der Sache an die IVSTA während hängigem 
erstinstanzlichem  Verfahren  "lediglich  und  frühestens  nach  einer 
gerichtlichen  Rückweisung  der  Sache  zu  weiterer  Abklärung  und 
neuer  Verfügung  an  die  kantonale  IV-Stelle  zulässig"  erscheint  (vgl. 
Urteil  I  232/03 des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; ab 
1. Januar 2007: Bundesgericht] vom 22. Januar 2004 E. 3.3.2).

2.4 Der  Beschwerdeführer  liess  in  seiner  Beschwerde  ("Vorbemer-
kung") ausführen, es seien im vorinstanzlichen Verfahren Abklärungs-
anträge gestellt worden, auf welche die Vorinstanz nicht eingegangen 
sei.  Bedauerlicherweise  habe  sie  auch  die  sehr  umfangreichen 
Ausführungen in der Eingabe vom 5. Dezember 2008 inhaltlich nicht 
berücksichtigt,  sondern  sich  darauf  beschränkt,  pauschal  und  unter 
Hinweis auf die Stellungnahme von Dr. med. B._______ zu behaupten, 
das  D._______-Gutachten  sei  von  hervorragender  Qualität. 

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Sinngemäss rügt der Beschwerdeführer damit eine Verletzung seines 
Anspruchs auf rechtliches Gehör.

2.4.1 Gemäss Art. 29 Abs. 2 der  Bundesverfassung der Schweizeri-
schen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) und Art. 42 
Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 IVG haben die Parteien 
Anspruch auf rechtliches Gehör (vgl. auch Art. 29 VwVG). Das recht-
liche Gehör dient einerseits der Sachaufklärung, andererseits stellt es 
ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Ent-
scheids dar, welcher in die Rechtsstellung einer Person eingreift (BGE 
132 V 368 E. 3.1 mit  Hinweisen). Der verfassungsmässige Anspruch 
umfasst Rechte der Parteien auf Teilnahme am Verfahren und auf Ein-
flussnahme auf den Prozess der Entscheidfindung. Dazu gehört auch 
das  Recht,  mit  erheblichen  Beweisanträgen  gehört  zu  werden,  das 
Akteneinsichtsrecht  (vgl.  auch  Art.  26  VwVG)  sowie  die  Pflicht  der 
Behörden, den Entscheid zu begründen (BGE 132 V 368 E. 3.1, BGE 
134 I 83 E. 4.1, BGE 133 III 439, E. 3.3).

2.4.2 Im Bereich der Invalidenversicherung hat  die Verwaltung – ab-
gesehen  von  hier  nicht  massgeblichen  Ausnahmen –  das  rechtliche 
Gehör  grundsätzlich  im  Vorbescheidverfahren  (Art. 57a IVG)  zu 
gewähren. In der Begründung von Verfügungen über IV-Leistungen hat 
sie  sich  mit  den  gegen  den  Vorbescheid  vorgebrachten,  für  den 
Beschluss  relevanten  Einwänden  auseinander  zu  setzen  (Art.  74 
Abs. 2 IVV). Nach dem Willen des Gesetzgebers soll das Vorbescheid-
verfahren  eine  unkomplizierte  Diskussion  des  Sachverhalts  ermög-
lichen, damit sich die Akzeptanz der Entscheide bei den Versicherten 
verbessert (BGE 134 V 97 E. 2.7, mit Hinweisen). An die Gewährung 
des rechtlichen Gehörs und die daraus fliessende Begründungspflicht 
sind daher erhöhte Anforderungen zu stellen (vgl. HANS-JAKOB MOSIMANN, 
Vorbescheidverfahren statt Einspracheverfahren in der IV, in: Schwei-
zerische  Zeitschrift  für  Sozialversicherung  und  berufliche  Vorsorge 
2006,  S.  277  ff.  mit  Hinweisen;  zum  Ganzen  auch  das  Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts  [BVGer]  C-2636/2008  vom  12.  Januar 
2010 E. 3.2).

2.4.3 Die Vorinstanz hat in ihrem Vorbescheid vom 27. Oktober 2008 
(act. 91) kurz die Rechtsnormen und die Überlegungen genannt, von 
denen sie sich hat leiten lassen. Der Rechtsvertreter des Beschwerde-
führers  hat  daraufhin  um  Akteneinsicht  ersucht  und  diese  auch 
erhalten (act. 92 und 93). In seiner Eingabe vom 5. Dezember 2008 

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konnte  er  sich  daher  einlässlich  und  in  Kenntnis  der  wesentlichen 
Entscheidgrundlagen  äussern  (act.  98).  In  der  angefochtenen  Ver-
fügung vom 17. Februar 2009 ging die Vorinstanz auf die wesentlichen 
Kritikpunkte des Beschwerdeführers kurz ein und erläuterte, dass das 
D._______-Gutachten  entgegen  den  Einwänden  des 
Beschwerdeführers  und  von  Dr.  med.  H._______  (Bericht  vom  1. 
Dezember  2008;  act.  97)  von  hervorragender  Qualität  sei  und  den 
höchstrichterlichen  Anforderungen  an  eine  Expertise  genüge  (act. 
101). Implizit begründete die Vorinstanz damit auch, weshalb sie die in 
der  Eingabe  vom  5.  Dezember  2008  beantragten  weiteren 
Abklärungen nicht für erforderlich hielt.

Das Bundesverwaltungsgericht  erachtet  unter diesen Umständen die 
Begründung der  angefochtenen  Verfügung als  ausreichend. Die  Vor-
instanz  musste  sich,  nachdem  der  Beschwerdeführer  aufgrund  der 
Akteneinsicht  Kenntnis  von  allen  entscheidrelevanten  Äusserungen 
der Vorinstanz und seines ärztlichen Dienstes hatte, nicht ausdrücklich 
mit jeder tatbeständlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand 
auseinandersetzen,  sondern  durfte  sich  auf  die  für  den  Entscheid 
wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (vgl. BGE 124 V 181 E. 1a; 
SVR 1996 UV Nr. 62 E. 4; RKUV 1994 K 928 S. 12 E. 2b; vgl. auch 
LORENZ KNEUBÜHLER, in:  Auer/Müller/Schindler  [Hrsg.],  Kommentar  zum 
Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren, Zürich 2008,  Rz. 8 zu 
Art. 35). Eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör ist nicht 
auszumachen.

3.
Im Folgenden sind vorab die im vorliegenden Verfahren anwendbaren 
Normen und Rechtsgrundsätze darzustellen.

3.1 Der  Beschwerdeführer  ist  Schweizer  Bürger  und  wohnt  in  Thai-
land, so dass sich die Frage, ob und allenfalls ab wann Anspruch auf 
IV-Leistungen besteht, allein aufgrund der schweizerischen Rechtsvor-
schriften bestimmt.

3.2 In  materiell-rechtlicher  Hinsicht  sind  grundsätzlich  diejenigen 
Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen 
führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 130 V 329). Ein allfälli -
ger Leistungsanspruch ist  für die Zeit  vor einem Rechtswechsel auf -
grund der bisherigen und ab diesem Zeitpunkt nach den neuen Nor-
men zu prüfen (pro rata temporis; BGE 130 V 445). Im vorliegenden 
Verfahren finden demnach grundsätzlich jene Vorschriften Anwendung, 

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die bei  Eintritt  des Versicherungsfalles, spätestens jedoch bei  Erlass 
der  Verfügung  vom 17.  Februar  2009  in  Kraft  standen;  weiter  aber 
auch solche Vorschriften, die am 17. Februar 2009 bereits ausser Kraft 
getreten  waren,  für  die  Beurteilung  eines  allenfalls  früher  entstan-
denen  Rentenanspruchs aber  von Belang  sind (das  IVG ab  dem 1. 
Januar 1988 in der Fassung vom 9. Oktober 1986 [AS 1987 447; 2. IV-
Revision], ab dem 1. Januar 1992 in der Fassung vom 22. März 1991 
[AS 1991 2377; 3. IV-Revision], ab dem 1. Januar 2004 in der Fassung 
vom 21. März  2003  [AS  2003  3837;  4. IV-Revision]  und  ab  dem  1. 
Januar  2008  in  der  Fassung  vom 6. Oktober  2006  [AS  2007  5129; 
5. IV-Revision]; die IVV in den entsprechenden Fassungen).

Für die Prüfung des Rentenanspruchs ab 1. Januar 2003 ist  sodann 
das am 1. Januar  2003 in  Kraft  getretene ATSG anwendbar. Da die 
darin enthaltenen Formulierungen der Arbeitsunfähigkeit, der Erwerbs-
unfähigkeit, der Invalidität und der Einkommensvergleichsmethode den 
bisherigen von der Rechtsprechung dazu entwickelten Begriffen in der 
Invalidenversicherung  entsprechen  und  die  von  der  Rechtsprechung 
dazu  herausgebildeten  Grundsätze  unter  der  Herrschaft  des  ATSG 
weiterhin Geltung haben (BGE 130 V 343), wird im Folgenden auf die 
dortigen Begriffsbestimmungen verwiesen.

3.3 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG), 
die  Folge  von  Geburtsgebrechen,  Krankheit  oder  Unfall  sein  kann 
(Art. 4 Abs. 1 IVG). Invalidität ist somit der durch einen Gesundheits-
schaden verursachte und nach zumutbarer Behandlung oder Einglie-
derung verbleibende länger dauernde (volle oder teilweise) Verlust der 
Erwerbsmöglichkeiten auf  dem in Betracht  kommenden ausgegliche-
nen Arbeitsmarkt resp. der Möglichkeit, sich im bisherigen Aufgaben-
bereich zu betätigen. Der Invaliditätsbegriff enthält damit zwei Elemen-
te  (vgl.  UELI KIESER,  ATSG-Kommentar,  2.  Aufl.,  Zürich  2009,  Art. 8 
Rz. 7): Ein medizinisches (Gesundheitsschaden mit Auswirkungen auf 
die Arbeitsfähigkeit) und ein wirtschaftliches im weiteren Sinn (dauer-
hafte oder länger dauernde Einschränkung der Erwerbsfähigkeit oder 
der Tätigkeit im Aufgabenbereich). 

Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, 
geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise 
Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Ar-
beit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in 

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einem  anderen  Beruf  oder  Aufgabenbereich  berücksichtigt  (Art.  6 
ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperli-
chen,  geistigen oder  psychischen Gesundheit  verursachte  und nach 
zumutbarer  Behandlung  und  Eingliederung  verbleibende ganze oder 
teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom-
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). 

3.4 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden kön-
nen  auch  psychische  Gesundheitsschäden  eine  Invalidität  bewirken 
(Art.  8  i.V.m. Art.  7  ATSG). Nicht  als  Folgen eines psychischen Ge-
sundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als 
relevant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die ver-
sicherte Person bei  Aufbietung allen guten Willens,  die verbleibende 
Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des For-
derbaren wird dabei weitgehend objektiv bestimmt (BGE 131 V 49 E.  
1.2 mit Hinweisen, 130 V 352 E. 2.2.1; SVR 2007 IV Nr. 47 S. 154 E. 
2.4). Entscheidend ist,  ob  und inwiefern  es  der  versicherten Person 
trotz ihres Leidens sozialpraktisch zumutbar ist, die Restarbeitsfähig-
keit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgegliche-
nen Arbeitsmarkt zu verwerten, und ob dies für die Gesellschaft trag-
bar  ist.  Dies  ist  nach  einem weitgehend  objektivierten  Massstab  zu 
prüfen (BGE 127 V 294 E. 4c in fine, 102 V 165; AHI 2001 S. 228 E. 
2b).

3.4.1 Grundlage  für  die  Bemessung  der  Invalidität  bildet  die  trotz 
gesundheitlicher  Beeinträchtigung  noch  bestehende  Arbeitsfähigkeit 
im  versicherten  Tätigkeitsbereich.  Die  Annahme  eines  psychischen 
Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 
1 und Art. 6 ATSG im Besonderen setzt grundsätzlich eine lege artis 
auf  die  Vorgaben  eines  anerkannten  Klassifikationssystems  abge-
stützte  psychiatrische  Diagnose  voraus  (vgl.  BGE 130  V  396).  Eine 
solche Diagnose ist eine rechtlich notwendige, aber nicht hinreichende 
Bedingung für einen invalidisierenden Gesundheitsschaden (BGE 132 
V 65 E. 3.4). Entscheidend ist, ob und inwiefern, allenfalls bei geeig-
neter therapeutischer Behandlung,  von der versicherten Person trotz 
des  Leidens  willensmässig  erwartet  werden  kann  zu  arbeiten  (BGE 
127 V 294 E. 5a). Diese Frage beurteilt sich nach einem weitgehend 
objektivierten  Massstab  (BGE  127  V  294  E.  4b/cc).  Dies  gilt  ins-
besondere auch bei anhaltenden somatoformen Schmerzstörungen im 
Sinne von ICD-10 F45.4 (BGE 130 V 352 E. 2.2.3 und 2.2.4). 

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3.4.2 Gemäss  Rechtsprechung  setzt  die  Annahme  einer  invalidi-
sierenden  psychischen  Gesundheitsstörung,  namentlich  auch  einer 
somatoformen  Schmerzstörung  oder  Fibromyalgie,  zunächst  eine 
fachärztlich  (psychiatrisch)  gestellte  Diagnose  nach  einem  wissen-
schaftlich anerkannten Klassifikationssystem voraus. Wie jede andere 
psychische  Beeinträchtigung  begründet  indes  auch  eine  diagnosti-
zierte anhaltende somatoforme Schmerzstörung als solche noch keine 
Invalidität.  Vielmehr  besteht  eine  Vermutung,  dass  die  somatoforme 
Schmerzstörung  oder  ihre  Folgen  mit  einer  zumutbaren  Willensan-
strengung  überwindbar  sind.  Bestimmte  Umstände,  welche  die 
Schmerzbewältigung  intensiv  und  konstant  behindern,  können  den 
Wiedereinstieg  in  den  Arbeitsprozess  unzumutbar  machen,  weil  die 
versicherte  Person  alsdann  nicht  über  die  für  den Umgang mit  den 
Schmerzen  notwendigen  Ressourcen  verfügt.  Ob  ein  solcher  Aus-
nahmefall vorliegt, entscheidet sich im Einzelfall anhand verschiedener 
Kriterien.  Im  Vordergrund  steht  die  Feststellung  einer  psychischen 
Komorbidität  von  erheblicher  Schwere,  Ausprägung  und  Dauer. 
Massgebend sein können auch weitere Faktoren: chronische körper-
liche Begleiterkrankungen; ein mehrjähriger, chronifizierter Krankheits-
verlauf  mit  unveränderter  oder  progredienter  Symptomatik  ohne 
längerdauernde Rückbildung; ein sozialer Rückzug in allen Belangen 
des Lebens; ein verfestigter, therapeutisch nicht mehr beeinflussbarer 
innerseelischer  Verlauf  einer  an  sich  missglückten,  psychisch  aber 
entlastenden Konfliktbewältigung (primärer  Krankheitsgewinn; "Flucht 
in  die  Krankheit");  das  Scheitern  einer  konsequent  durchgeführten 
ambulanten oder stationären Behandlung (auch mit unterschiedlichem 
therapeutischem Ansatz)  trotz  kooperativer  Haltung  der  versicherten 
Person. Je mehr dieser Kriterien zutreffen und je ausgeprägter sich die 
entsprechenden  Befunde  darstellen,  desto  eher  sind  –  ausnahms-
weise – die Voraussetzungen für eine zumutbare Willensanstrengung 
zu verneinen (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen; vgl. auch den am 
1. Januar  2008  in  Kraft  getretenen  Art.  7  Abs.  2  ATSG).  Diese 
Grundsätze  gelten  auch  für  gewisse  Somatisierungsstörungen,  die 
zum  gleichem  Symptomenkomplex  mit  pathogenetisch-ätiologisch 
unklaren  syndromalen  Beschwerdebildern  ohne  nachweisbare  orga-
nische  Grundlage  gehören  (vgl.  Urteil  des  Bundesgerichts  [BGer] 
I 70/07 vom 14. April 2008 E. 5).

Bei anhaltenden somatoformen Schmerzstörungen im Besonderen ist 
zu  beachten,  dass  diese  wesentlich  durch  psychosoziale  Probleme 
und/oder emotionale Konflikte verursacht werden (vgl. BGE 130 V 396 

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E. 6.1). Dabei ist zu differenzieren: Soweit psychosoziale und soziokul -
turelle  Faktoren  selbständig  und  insofern  direkte  Ursache  der  Ein-
schränkung der  Arbeitsfähigkeit  sind,  liegt  keine Krankheit  im Sinne 
der Invalidenversicherung vor. Wenn und soweit solche Umstände zu 
einer eigentlichen Beeinträchtigung der psychischen Integrität führen, 
indem sie einen verselbständigten Gesundheitsschaden aufrechterhal-
ten oder den Wirkungsgrad seiner – unabhängig von den invaliditäts-
fremden Elementen bestehenden – Folgen verschlimmern, können sie 
sich  mittelbar  invaliditätsbegründend  auswirken  (Urteile  des  BGer 
9C_830/2007 vom 29. Juli 2008 E. 4.2, 9C_578/2007 vom 13. Februar 
2008 E. 2.2 und I 514/06 vom 25. Mai 2007 E. 2.2.2.2, mit Hinweisen; 
vgl. auch BGE 127 V 294 E. 5a und SVR 2008 IV Nr. 62). 

3.4.3 Die  Fibromyalgie  weist  zahlreiche  mit  den  somatoformen 
Schmerzstörungen gemeinsame Aspekte auf. Die Grundsätze, welche 
die Rechtsprechung im Rahmen der somatoformen Schmerzstörungen 
entwickelt hat, sind deshalb analog anzuwenden in Fällen, in welchen 
die  Frage  zu  klären  ist,  ob  eine  diagnostizierte  Fibromyalgie 
invalidisierende  Auswirkungen  hat  (BGE 132 V 65; Urteile  des  EVG 
I 288/04 vom 13. April  2005 E. 5.2, und I  645/05 vom 13. April  2006 
E. 3.2.1).

3.5 Laut Art. 28 Abs. 1 IVG (in der von 1988 bis Ende 2003 gültig ge -
wesenen Fassung) besteht der Anspruch auf eine Viertelsrente, wenn 
der  Versicherte  mindestens  40 %,  auf  eine  halbe  Rente,  wenn  er 
mindestens 50 % und auf eine ganze Rente, wenn er mindestens zu 
zwei Dritteln invalid ist. Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG (in der von 2004 bis 
Ende 2007 gültig gewesenen Fassung) besteht der Anspruch auf eine 
ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige 
auf  eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid  ist. Bei 
einem  Invaliditätsgrad  von  mindestens  50 %  besteht  Anspruch  auf 
eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % 
ein solcher auf eine Viertelsrente. Hieran hat die 5. IV-Revision nichts 
geändert (Art. 28 Abs. 2 IVG in der ab 2008 geltenden Fassung). Laut 
Art. 28 Abs. 1ter IVG (in der von 1988 bis Ende 2003 bzw. in der von 
2004 bis Ende 2007 gültig gewesenen Fassung) bzw. Art. 29 Abs. 4 
IVG (in  der  ab 2008 geltenden Fassung) werden Renten,  die einem 
Invaliditätsgrad  von  weniger  als  50 %  entsprechen,  jedoch  nur  an 
Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufent-
halt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben, soweit nicht völkerrechtliche 
Vereinbarungen eine abweichende Regelung vorsehen – was bezüg-

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lich  Thailand  nicht  der  Fall  ist.  Nach  der  Rechtsprechung  des  EVG 
stellt diese Regelung nicht eine blosse Auszahlungsvorschrift, sondern 
eine besondere Anspruchsvoraussetzung dar (BGE 121 V 275 E. 6c).

3.6 Gemäss Art. 29 Abs. 1 Bst. a und b IVG (in der ab Januar 1988 bis 
Ende Dezember 2003 gültig gewesenen Fassung) entsteht  der Ren-
tenanspruch frühestens in dem Zeitpunkt, in dem der Versicherte min-
destens zu 40 % bleibend erwerbsunfähig geworden ist oder während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes-
tens zu 40 % arbeitsunfähig gewesen war. Nach den Vorschriften der 
4. IV-Revision  entsteht  der  Rentenanspruch  frühestens  in  dem Zeit-
punkt, in dem die versicherte Person mindestens zu 40% bleibend er -
werbsunfähig (Art. 7 ATSG) geworden ist oder während eines Jahres 
ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40% ar-
beitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen war (Art. 29 Abs. 1 Bst. a und b 
IVG in der von 2004 bis Ende 2007 gültig gewesenen Fassung). Ge-
mäss Art. 28 Abs. 1 IVG in der ab 1. Januar 2008 geltenden Fassung 
haben jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, die ihre Erwerbsfä-
higkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht 
durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhal-
ten oder verbessern können (lit. a), und die zusätzlich während eines 
Jahres  ohne  wesentlichen  Unterbruch  durchschnittlich  mindestens 
40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und auch nach Ablauf 
dieses  Jahres  zu  mindestens 40 % invalid  (Art.  8  ATSG) sind  (lit.  b 
und c).  Die  Grenze  der  Arbeitsunfähigkeit  bzw.  Invalidität  beträgt 
allerdings für Personen ohne Wohnsitz  und gewöhnlichem Aufenthalt 
in  der  Schweiz bzw. einem Vertragsstaat  nach allen erwähnten Fas-
sungen des IVG 50 %.

Nach Art. 48 IVG (mit Wirkung ab 1. Januar 2008 durch Ziff. I des IVG 
vom 6. Oktober 2006 aufgehoben [5. IV-Revision; AS 2007 5129]) er-
lischt der Anspruch auf Nachzahlung mit dem Ablauf von fünf Jahren 
seit  Ende  des  Monats,  für  welchen  die  Leistung  geschuldet  war 
(Abs. 1). Meldet  sich  jedoch ein  Versicherter  mehr  als  zwölf  Monate 
nach Entstehen des Anspruchs zum Leistungsbezug, so werden die 
Leistungen lediglich für die zwölf der Anmeldung vorangehenden Mo-
nate  ausgerichtet.  Weitergehende  Nachzahlungen  werden  erbracht, 
wenn der Versicherte den anspruchsbegründenden Sachverhalt  nicht 
kennen konnte und die Anmeldung innert zwölf Monaten seit Kenntnis-
nahme vornimmt (Abs. 2).

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3.7 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die 
ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem 
Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person ar-
beitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichti -
ge Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen 
der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 
256 E. 4, BGE 115 V 133 E. 2; AHI-Praxis 2002 S. 62 E. 4b/cc). 

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Be-
richt für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen  beruht,  auch  die  geklagten  Beschwerden  berücksichtigt,  in 
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Dar-
legung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen be-
gründet  sind. Ausschlaggebend für  den Beweiswert  ist  grundsätzlich 
somit weder die Herkunft  eines Beweismittels noch die Bezeichnung 
der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Be-
richt oder Gutachten, sondern dessen Inhalt  (BGE 125 V 351 E. 3a; 
AHI 2001 S. 113 f. E. 3a; RKUV 2003 U 487 S. 345 E. 5.1).

Solange  keine  konkreten  Anhaltspunkte  ersichtlich  sind,  welche  die 
Glaubwürdigkeit  der  Atteste  eines  Hausarztes oder  einer  Hausärztin 
zu erschüttern vermöchten, ist es unzulässig, deren Angaben bei der 
Beweiswürdigung unter Hinweis auf ihre Stellung und unter Berufung 
auf  die fachliche Kompetenz der Ärzte und Ärztinnen einer Universi -
tätsklinik ausser Acht zu lassen (unveröffentlichter Entscheid I 498/89 
des EVG vom 19. April  1990). In Bezug auf  Atteste von Hausärzten 
darf und soll jedoch das Gericht der Erfahrungstatsache Rechnung tra-
gen,  dass  Hausärzte mitunter  im Hinblick auf  ihre  auftragsrechtliche 
Vertrauensstellung  in  Zweifelsfällen  eher  zugunsten  ihrer  Patienten 
aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b cc, 122 V 157 E. 1c). Dies gilt nicht  
nur für  den allgemein  praktizierenden Hausarzt,  sondern  ebenso für 
den behandelnden Spezialarzt  und erst  recht  für  den schmerzthera-
peutisch tätigen Arzt mit seinem besonderen Vertrauensverhältnis und 
dem Erfordernis, den geklagten Schmerz zunächst bedingungslos zu 
akzeptieren (Entscheid I 655/05 des EVG vom 20. März 2006 E. 5.4 
mit Hinweisen).

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4.
Die  Vorinstanz stützte  die  angefochtene Verfügung vom 17. Februar 
2009 (act. 101) insbesondere auf das D._______-Gutachten vom 19. 
September  2008  (act.  86),  die  Stellungnahmen  von  Dr.  med. 
B._______ vom 20. Oktober 2008 (act. 90) und 26. Januar 2009 (act. 
100) sowie den Bericht von Dr. med. J._______ vom 12. August 2009 
(act. 107). Der Beschwerdeführer  hingegen begründet seine Anträge 
im  Wesentlichen  mit  dem  Bericht  von  Dr.  med.  H._______  vom  1. 
Dezember  2008  (act.  97).  Diese  Berichte  sind  nachfolgend 
zusammengefasst wiederzugeben und zu würdigen.

4.1 In  der  Expertise  der  D._______  wurde  ausgeführt,  insgesamt 
hätten sich aus somatischer Sicht  keine pathologischen Befunde er-
heben lassen, die einen Hinweis auf eine somatische Störung als Ur-
sache  eines  generalisierten,  chronischen  Schmerzsyndroms  hätten 
geben können. Hinsichtlich der geltend gemachten "Schwindelanfälle" 
hätten  sich  im  Rahmen  der  neurologischen  Untersuchung  klinisch 
keine Anhaltspunkte für  eine zentrale oder  periphere Vestibulopathie 
ergeben,  so  dass  eine  schwerwiegendere  Störung  habe  aus-
geschlossen  werden  können.  Die  rheumatologische  Untersuchung 
habe  als  einzig  nennenswerten  pathologischen  Befund  eine 
mässiggradige  Knick-,  Senk-  und  Spreizfussdeformität  ergeben. 
Aufgrund der blanden klinischen Verhältnisse habe man – wie bereits 
im Rahmen der extensiven medizinischen Abklärungen im Jahre 2004 
–  keine  Anhaltspunkte  für  das  Vorliegen  einer  entzündlich-
rheumatischen  Affektion  gefunden.  Ein  Fibromyalgie-Syndrom  im 
engeren Sinne könne nicht  diagnostiziert  werden. Insgesamt liessen 
sich  am  Halte-  und  Bewegungssystem  weder  bei  den  gezielten 
Funktionsprüfungen  noch  beim  Ausführen  der  Globalfunktionen 
Beeinträchtigungen  der  Funktionalität  feststellen.  Aufgrund  der 
psychiatrischen  Untersuchung  könne  die  früher  gestellte  Diagnose 
einer  somatoformen  Schmerzstörung  nur  verdachtsweise  erwogen 
werden.  Das  beobachtete  Interaktionsverhalten  könne  als  Ausdruck 
einer narzisstisch gefärbten Charakterstruktur  betrachtet  werden, die 
indes nicht das Ausmass einer krankhaften Störung erreiche.

In der versicherungsmedizinischen Zusammenfassung findet sich der 
erläuternde  Hinweis,  aufgrund  der  erhobenen  Befunde  und  der  vor-
liegenden Aktenlage betrachte  man die  früher  diagnostizierte  anhal-
tende  somatoforme  Schmerzstörung  nur  als  denkbare  Ursache  des 
generalisierten  Schmerzsyndroms  ohne  somatisches  Korrelat.  An-

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lässlich  der  Begutachtung  sei  eine  funktionelle  Überlagerung  des 
Schmerzsyndroms  im  Sinne  von  mindestens  aggravatorischen,  ver-
deutlichenden Verhaltensweisen (Selbstlimitierung) nicht zu übersehen 
gewesen.  Diese  Verhaltensweisen  könnten  nicht  durch  eine  medizi-
nische Störung begründet  werden. Auswirkungen der  nur  denkbaren 
somatoformen  Schmerzstörung  auf  das  allgemeine  Funktionsniveau 
seien  weder  auf  somatischem  noch  auf  psychiatrischem  Gebiet 
festzustellen,  und  es  liessen  sich  damit  medizinisch  auch  keine 
wesentlichen  Auswirkungen  auf  das  berufliche  Leistungsvermögen 
begründen.  Es  lägen  keine  körperlich  begründeten  und  keine  ko-
morbiden  psychischen  Beeinträchtigungen  vor.  Im  Rahmen  der  Be-
gutachtung  habe  man  einhellig  nicht  den  Eindruck  eines  unter  der 
geltend  gemachten  Symptomatik  schwer  leidenden,  wesentlich 
schmerzgeplagten  Versicherten  gewonnen.  Zusammenfassend  sei 
dem Beschwerdeführer eine Überwindung der Schmerzen aus medi-
zinischer  Sicht  zumutbar  und  die  angestammte  Tätigkeit  könnte 
weiterhin  in  vollem  Umfang  ausgeübt  werden.  Bei  Betrachtung  des 
"Längsschnitts"  der  Entwicklung  der  Beeinträchtigungen  sei  davon 
auszugehen,  dass  eine  medizinisch  begründete  Arbeitsunfähigkeit 
allenfalls für die kurze Rekonvaleszenzzeit nach der Leistenoperation 
vorgelegen haben könnte. Spätestens nach drei  Monaten wäre aber 
eine volle Belastbarkeit im Rahmen der angestammten Tätigkeit medi-
zinisch wieder zumutbar gewesen. 

Als Diagnose gaben die Expertinnen und Experten schliesslich ein ge-
neralisiertes Schmerzsyndrom ohne somatische Begleiterkrankungen 
und ohne psychiatrische Komorbidität bei akzentuierter Persönlichkeit 
mit narzisstischen Zügen (ICD-10: Z73.1) an.

4.2 Am 20. Oktober 2008 nahm Dr. med. B._______, Facharzt für Psy-
chiatrie  und  Psychotherapie,  Stellung  zur  D._______-Expertise.  Er 
führte aus, es bestehe nicht nur keine psychiatrische Komorbidität und 
kein sozialer Rückzug, sondern eigentliche überhaupt keine schwere, 
invalidisierende Erkrankung. Aufgrund des hervorragenden Gutachtens 
müsse das Leistungsbegehren klar abgewiesen werden.

4.3 Dr.  med.  H._______,  Facharzt  für  physikalische  Medizin  und 
Rehabilitation,  speziell  Rheumaerkrankungen,  führte in  Kenntnis  des 
D._______-Gutachtens in seinem Bericht vom 1. Dezember 2008 aus, 
der  Versicherte  sei  sehr  detailliert  untersucht  worden  und  die 
Aktenlage  werde  ausführlich  dargestellt.  Er  könne  (nur)  zur 

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rheumatologischen  Untersuchung  Stellung  nehmen.  Offensichtlich 
habe sich der Versicherte gut bewegen können. Der Untersucher habe 
aber in seinen Aufzeichnungen betont,  dass die Fibromyalgie-Druck-
punkte positiv seien,  und er spreche nicht  davon, dass auch andere 
Druckpunkte positiv seien. In der anschliessenden Beurteilung werde 
aber darauf hingewiesen, der Versicherte habe überall "Druckschmerz-
haftigkeit". Dies sei  ein gewisser Widerspruch. Bei der Beschreibung 
der  Hände  werde  darauf  hingewiesen,  dass  eine  deutliche 
Beschwielung  der  Handinnenflächen  über  den  Fingergrundgelenken 
III-V rechts vorliege. Sowohl aufgrund seiner Beurteilung wie auch der-
jenigen im Gutachten bestünden keine Hinweise auf eine entzündlich-
rheumatische oder eine Stoffwechsel-Erkrankung.

Hinsichtlich  der  vom  Rechtsvertreter  des  Beschwerdeführers  auf-
geworfenen Fragen erwähnte Dr. med. H._______ weiter,  der neuro-
psychologische  Status  scheine  von  den  D._______-Gutachtern  nur 
sehr kursorisch klinisch erhoben worden zu sein. Zur psychiatrischen 
und  neurologischen  Untersuchung  könne  er  nicht  Stellung  nehmen, 
die  rheumatologische  sei  korrekt  erfolgt.  Es  fehle  aber  eine 
eingehende  neuropsychologische  Untersuchung  und  Beurteilung. Es 
werde  zwar  darauf  hingewiesen,  dass  der  Versicherte  in  L._______ 
behandelt worden sei. Auch werde festgehalten, dass mit der Therapie 
keine grosse Wirkung erzielt  und der Versicherte für  drei  Monate zu 
50 %  arbeitsunfähig  geschrieben  worden  sei.  Es  werde  aber  nicht 
dargelegt, dass sich der Beschwerdeführer nach diesen drei Monaten 
wesentlich besser  gefühlt  oder weniger  Schmerzen gehabt hätte,  so 
dass nicht  einzusehen sei,  wieso er anschliessend wieder zu 100 % 
arbeitsfähig  gewesen sein soll. Es bestehe ein Gedankensprung bei 
der  Beurteilung  der  Arbeitsfähigkeit  nach  der  Rehabilitation  in 
L._______.  Zudem  finde  sich  keine  adäquate  Würdigung  der 
Fibromyalgie-Symptomatik.  Aufgrund  der  Beeinträchtigungen  des 
Versicherten sei nicht mehr von einer relevanten Arbeitsfähigkeit aus-
zugehen.

4.1 In  Kenntnis  dieser  Ausführungen  von  Dr.  med.  H._______ 
erwähnte Dr. med. B._______ in seiner Stellungnahme vom 26. Januar 
2009,  er  halte  das  D._______-Gutachten  weiterhin  für  absolut 
ausreichend; aus medizinischer Sicht sei es verwertbar. Hieran ändere 
auch der Umstand nichts, dass in der Fachpresse – nicht aber von der 
Rechtsprechung  –  eine  differenziertere  Beurteilung  somatoformer 
Leiden gefordert werde. Zudem spreche sich das Gutachten sehr wohl 

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über die inhärenten psychischen Fähigkeiten des Beschwerdeführers 
aus und erfülle damit sogar die postulierten Beurteilungskriterien.

4.2 Am 12. August  2009 nahm Dr. med. J._______ Stellung zu den 
Vorbringen  des  Beschwerdeführers  in  dessen  Eingabe  vom  5. 
Dezember  2008  (act.  98).  Er  hielt  vorab  fest,  die  Aufgabe  von 
Gutachtern bestehe darin, eine Symptomatik so weit abzuklären, dass 
deren  Auswirkung  auf  die  Arbeitsfähigkeit  mit  überwiegender 
Wahrscheinlichkeit beurteilt werden könne. Der Sinn eines Gutachtens 
liege in  der Beurteilung  der  funktionellen  Kapazitäten und somit  der 
Arbeitsfähigkeit,  nicht  in  der  oftmals  strittigen  Frage  der  genauen 
Diagnose. Vorliegend  seien  die  Gutachter  zum Schluss  gekommen, 
dass keine peripher-vestibuläre oder zentrale Ursache des Schwindels 
vorliege, weshalb auch eine dadurch verursachte, krankheitsbedingte 
Beeinträchtigung  der  Arbeitsfähigkeit  mit  überwiegender  Wahr-
scheinlichkeit  habe  ausgeschlossen  werden  können.  Unter  diesen 
Umständen  habe  keine  Veranlassung  zu  weiteren  diagnostischen, 
insbesondere  otoneurologischen  Abklärungen  bestanden. Insgesamt 
stelle  Dr.  med.  H._______  fest,  dass  die  rheumatologische 
Untersuchung korrekt erfolgt sei. Eine gewisse Kritik äussere er an der 
neuropsychologischen  Beurteilung,  die  aber  nicht  in  seinem 
Fachgebiet liege. In der Untersuchung durch Dr. med. N._______ sei 
die neuropsychologische Seite ausreichend abgeklärt  worden, wobei 
durchwegs Normalbefunde resultiert  hätten. Damit  habe kein Anlass 
für  eine  weitergehende  neuropsychologische  Abklärung  bestanden. 
Die  psychiatrische  Abklärung  sei  gemäss  den  festgehaltenen 
Untersuchungsbefunden  umfassend  erfolgt,  und  die  im  Einzelnen 
durch  den  Versicherten  beanstandeten  Punkte  seien  für  die 
Schlussfolgerungen des psychiatrischen Gutachtens nicht von Bedeu-
tung.

4.3 Im  Folgenden  sind  die  dargestellten  ärztlichen  Gutachten  und 
Berichte sowie weitere entscheidwesentliche Unterlagen zu würdigen.

Vorab ist festzustellen, dass das D._______-Gutachten vom 19. Sep-
tember  2008  die  an  den erhöhten  Beweiswert  eines  ärztlichen  Gut-
achtens gestellten  Anforderungen erfüllt.  Insbesondere ist  es für  die 
streitigen Belange umfassend, beruht auf allseitigen Untersuchungen, 
berücksichtigt auch die geklagten Beschwerden und wurde in Kenntnis 
der Vorakten (Anamnese) abgegeben. Es ist zudem in der Darlegung 
der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medi-

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zinischen Situation  einleuchtend und  in  den Schlussfolgerungen  be-
gründet, so dass darauf abgestellt  werden kann. Demnach lässt sich 
der gesundheitliche Zustand des Beschwerdeführers im vorliegenden 
Verfahren entgegen der Auffassung seines Rechtsvertreters schlüssig 
und zuverlässig beurteilen (vgl. zum Ganzen E. 3.7 hiervor)  und der 
Expertise kommt volle Beweiskraft zu (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/bb). 
Weitere medizinische Abklärungen – wie vom Beschwerdeführer  ge-
fordert  –  sind nicht  geboten,  da von diesen keine zusätzlichen rele-
vanten  Ergebnisse  zu  erwarten  sind  (antizipierte  Beweiswürdigung; 
BGE 124 V 90 E. 4b S. 94 mit Hinweisen; SVR 2001 IV Nr. 10 Erw. 4b 
mit Hinweisen).

4.3.1 Die Ausführungen von Dr. med. H._______ lassen Zweifel daran 
aufkommen,  ob  er  seinen  Bericht  vom 1. Dezember  2008  aufgrund 
vollständiger Aktenkenntnis und nach sorgfältiger Anamnese verfasst 
hat. Seine Feststellung, dass der Beschwerdeführer bei seinem Aus-
tritt  aus  der  L._______  für  drei  Monate  zu  50%  arbeitsunfähig 
geschrieben  worden  sei,  widerspricht  dem  Austrittsbericht  vom 
17. März 2005 (act. 25 S. 5 ff.), in welchem dem Beschwerdeführer für 
die Zeit vom 1. Februar bis zum 6. März 2005 eine vollständige und ab 
dem 7. März 2005 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert und für die 
Folgezeit  die  Beurteilung  der  Arbeitsfähigkeit  dem  Hausarzt  über-
lassen  worden  sind. Es  ist  zwar  nicht  zu  verkennen,  dass  das 
D._______-Gutachten  in  dieser  Beziehung  etwas  unklar  und 
interpretationsbedürftig  ist,  wird  doch zur  Beantwortung der  Frage 8 
(act. 86 S. 29) ausgeführt:

"Bei Betrachtung des Längsschnitts der Entwicklung der Beeinträchtigung ist 

aus unserer Sicht davon auszugehen, dass eine medizinisch begründete AUF 

allenfalls  für  die  kurze  Rekonvaleszenzzeit  nach  der  Leisten-OP  in  dar-

gestellter Weise (...)  vorgelegen haben könnte. Spätestens nach 3 Monaten 

wäre  eine  volle  Belastbarkeit  im  Sinne  seiner  angestammten  Tätigkeit 

medizinisch zumutbar gewesen. Für die Zeit der stationären Rehamassnahme 

lag 100% AUF vor. Nach Ablauf  dieser  3-Monatsfrist  lag keine medizinisch 

begründbare AUF mehr vor."

Grundaussage dieses Passus des Gutachtens ist ohne Zweifel, dass 
nie eine medizinisch begründete Arbeitsunfähigkeit bestanden habe – 
ausser  während  drei  Monaten  nach  der  (zweiten)  Leistenoperation 
(vgl. act. 86 S. 10) und der stationären Rehabilitation in L._______, die 
einen Monat dauerte. Die Erwähnung  "dieser" drei Monate im letzten 

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Satz  des  Passus  kann  sich  daher  nur  auf  die  Zeit  nach  der 
Leistenoperation  und  nicht  auf  die  Rehabilitation  in  L._______ 
beziehen.  Insofern ergibt sich entgegen der Auffassung von Dr. med. 
H._______ kein Widerspruch in den Aussagen der Gutachter über die 
Entwicklung der Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers.

Die  von  Dr.  med.  H._______  in  einem  gewissen  Masse  als 
widersprüchlich  beurteilten  Ausführungen  im  D._______-Gutachten 
betreffend  die  Dolenz-Druckpunkte  vermögen  die  Beweiskraft  der 
Expertise nicht zu schmälern. Es ist keineswegs widersprüchlich, wenn 
der  D._______-Experte  einerseits  betont,  die  Fibromyalgie-
Druckpunkte  seien  positiv,  und  sich  zu  andern  Druckpunkten  nicht 
äussert,  andrerseits  eine überall  vorhandene  Druckschmerzhaftigkeit 
erwähnt.  Im  Gutachten  wird  nirgends  festgehalten,  dass  neben  den 
Fibromyalgie- nicht auch andere Druckpunkte positiv sind.

4.3.2 Dem  Einwand  des  Beschwerdeführers,  es  sei  keine  aus-
reichende  neuropsychologische  Abklärung  durchgeführt  worden,  ist 
entgegen zu halten, dass Dr. med. H._______ selbst festgestellt  hat, 
dass  er  zur  psychiatrischen  und  neurologischen  Untersuchung  nicht 
Stellung  nehmen könne. Seinen diesbezüglichen  Aufführungen  kann 
allein schon aufgrund mangelnder fachärztlicher Eignung nicht gefolgt 
werden. Dr. med. N._______ hat den Beschwerdeführer neurologisch 
und  klinisch-neuropsychologisch  untersucht  und  ist  dabei 
ausschliesslich  auf  Normbefunde  gestossen.  Aufgrund  seiner 
fachlichen  Qualifikationen  in  den  Disziplinen  Neurologie  und  Psy-
chiatrie  durfte  er  unter  diesen  Umständen  weitergehende 
neuropsychologische Abklärungen als überflüssig betrachten. In Über-
einstimmung  mit  der  Beurteilung  von  Dr.  med.  J._______  ist  das 
Vorgehen von Dr. med. N._______ nicht zu beanstanden.

4.3.3 Hinsichtlich der Kritik  an der  durch Dr. med. P._______ durch-
geführten  psychiatrischen  Untersuchung  ist  mit  Blick  auf  die 
ausführlichen Untersuchungsbefunde festzustellen, dass die fachärzt-
lichen Abklärungen  umfassend erfolgt  und  die  entsprechenden  Aus-
führungen  nachvollziehbar  und  schlüssig  sind.  Die  vom 
Beschwerdeführer bemängelten Punkte sind in keiner Weise geeignet, 
die  überzeugenden  Schlussfolgerungen  von  Dr.  med.  P._______  in 
Frage  zu  stellen. Gerade  auch  der  Umstand,  dass  diese  Fachärztin 
den  Beschwerdeführer  einer  intensiven  Befragung  unterzog  –  was 

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diesem gemäss seinen Ausführungen offensichtlich missfiel (act. 98) – 
zeugt von einer sorgfältig und seriös durchgeführten Untersuchung.

4.3.4 Zu den Ausführungen des Beschwerdeführers, wonach die Ursa-
che und die Auswirkungen des Schwindels nicht untersucht resp. keine 
neurootologische Untersuchung durchgeführt worden seien, ist zu be-
merken,  dass  sich  im  Rahmen  der  neurologischen  Untersuchung 
klinisch  keine  Anhaltspunkte  für  eine  zentrale  oder  periphere  Vesti -
bulopathie  ergeben  hatten  und  somit  eine  schwerwiegende  Störung 
dieser Funktionen hatte ausgeschlossen werden können – wie dies Dr. 
med. J._______ zu Recht betont. Dass der Gutachter deshalb auf die 
Anwendung  zusätzlicher  Tests  verzichtet  hatte,  gibt  zu  keinen  Be-
anstandungen  Anlass.  Angesichts  der  Resultate  der  neurologischen 
Untersuchung  kann  davon  ausgegangen werden,  dass  die  vom Be-
schwerdeführer geltend gemachten Schwindelanfälle die Arbeits- und 
Leistungsfähigkeit mit überwiegender Wahrscheinlich nicht in relevan-
tem Ausmass beeinträchtigen.

4.3.5 Die vom Beschwerdeführer vorgelegten, aus Thailand stammen-
den MRI der Hals- und Lendenwirbelsäule samt Berichten vom 18. Ja-
nuar  2008  hat  der  Experte  Dr. med.  R._______  berücksichtigt.  Der 
Umstand, dass Dr. med. R._______ – im Gegensatz zu den Ärzten in 
Thailand – nicht von Kompressionen der einzelnen Nervenwurzeln be-
richtet,  vermag  seine  Beurteilung  nicht  grundsätzlich  in  Zweifel  zu 
ziehen, zumal  die Kompressionen bloss mild ausgeprägt waren bzw. 
sind.  Dass  anlässlich  der  internistisch-rheumatologischen  Unter-
suchung  kein  Facharzt  oder  keine  Fachärztin  für  Radiologie  bei-
gezogen  wurde,  schmälert  die  volle  Beweiskraft  des  Gutachtens 
ebenfalls  nicht,  da Dr. med. R._______ über  die  Facharzttitel  Innere 
Medizin und Rheumatologie verfügt  und somit  durchaus in der Lage 
gewesen  ist,  die  MRI  aus Thailand samt  Berichten  korrekt  zu  inter-
pretieren und zu würdigen.

4.3.6 Der Beschwerdeführer wendet weiter ein, er leide seit November 
2003  unter  rezidivierenden  "Lähmungen"  des  rechten  und  teilweise 
auch des linken Beines. Trotzdem seien diesbezüglich keine Abklärun-
gen  mit  bildgebenden  Verfahren  veranlasst  worden.  Entgegen  der 
Auffassung  des  Beschwerdeführers  bestand  hiezu  kein  Anlass.  Die 
Gutachter konnten sich – wie bereits dargelegt (vgl. E. 4.3.5 hiervor) – 
auf  die im Januar 2008 angefertigten MRI-Aufnahmen der HWS und 
der LWS stützen, so dass sich die Durchführung neuer bildgebender 

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Abklärungen anlässlich der  Untersuchung vom August  2008 – somit 
bloss sieben Monate nach Erstellung der ausländischen Aufnahmen – 
ohne Zweifel erübrigte.

4.3.7 Der Vorwurf, die D._______-Gutachter hätten sich nicht mit den 
früheren  fachärztlichen  Beurteilungen  auseinandergesetzt,  ist  unzu-
treffend  und  aktenwidrig.  Unter  dem  Punkt  "versicherungsmedizi-
nischer  Aktenauszug"  wurden  im  D._______-Gutachten  zahlreiche 
Arztberichte  aufgelistet  und  zusammengefasst  wiedergegeben.  Die 
D._______-Experten  zeigten  im  Folgenden  in  durchaus 
nachvollziehbarer  und  nicht  zu  beanstandender  Weise 
Unstimmigkeiten und Mängel dieser Berichte auf.

4.3.8 Was die von den Experten erwähnte Schwielenbildung betrifft, 
ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die 
Gutachter sehr wohl in der Lage gewesen sind, aktuelle Schwielen von 
älteren verheilten Schnitt- und Prellwunden zu unterscheiden. Betref-
fend die geltend gemachte Schwäche in den Armen bzw. Händen ist 
darauf hinzuweisen, dass die Gutachter hierfür weder im Rahmen der 
neurologischen  noch  der  internistisch-rheumatologischen  Unter-
suchung eine objektive medizinische Erklärung gefunden haben. Aus 
somatischer  Sicht  konnten die  Gutachter  auch keine pathologischen 
Befunde erheben, die auf  eine somatische Störung als Ursache des 
generalisierten  chronischen  Schmerzsyndroms  hingewiesen  hätten. 
Als einzig nennenswerter pathologischer Befund wurde anlässlich der 
rheumatologischen  Untersuchung  eine  mässiggradige  Knick-,  Senk- 
und Spreizfussdeformität festgestellt. 

4.3.9 Mit  Blick  auf  die  nachvollziehbaren  und  schlüssigen  Aus-
führungen der D._______-Gutachter ist auch mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer nicht an 
einem  Fibromyalgie-Syndrom  leidet.  Auch  die  früher  gestellte 
Diagnose  einer  somatoformen  Schmerzstörung  konnte  nur  ver-
dachtsweise und demnach nicht mit dem im Sozialversicherungsrecht 
üblichen Beweismass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit bestätigt 
werden. Unter  diesen Umständen lässt  sich ohne weiteres nachvoll-
ziehen,  dass  weder  in  somatischer  noch  psychiatrischer  Hinsicht 
Auswirkungen der – nur denkbaren – somatoformen Schmerzstörung 
auf das allgemeine Funktionsniveau festzustellen sind und sich damit 
medizinisch auch keine wesentlichen Auswirkungen auf das berufliche 
Leistungsvermögen begründen lassen. Ergänzend ist  überdies zu er-

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wähnen, dass  eine Diagnose für sich allein noch keinen Schluss auf 
eine  gesundheitlich  bedingte  Einschränkung  der  Arbeitsfähigkeit  zu-
lässt (vgl. BGE 132 V 65 E. 3.4).

Wie bereits dargelegt (vgl. E. 3.4 hiervor), setzt die Annahme einer in -
validisierenden psychischen Gesundheitsstörung in  Gestalt  einer  so-
matoformen  Schmerzstörung  oder  einer  Fibromyalgie  zunächst  eine 
fachärztlich  (psychiatrisch)  gestellte  Diagnose  nach  einem  wissen-
schaftlich  anerkannten  Klassifikationssystem voraus. Da  eine  solche 
Diagnose vorliegend nicht gestellt werden konnte, erübrigt es sich, zu 
den Fragen  hinsichtlich  des  Vorliegens eines  Ausnahmefalls  anhand 
der von der Rechtsprechung geforderten Foerster'schen Kriterien Stel-
lung  zu  nehmen  bzw.  zu  prüfen,  ob  diese  in  gehäufter  Weise  und 
ausgeprägter Form vorhanden sind. 

4.3.10 Mit Blick auf die Berichte der behandelnden Ärzte ist im Sinne 
einer Ergänzung darauf hinzuweisen, dass nach der Rechtsprechung 
solche  Berichte  aufgrund  der  Verschiedenheit  gutachterlicher  und 
therapeutischer Tätigkeit und des besonderen Vertrauensverhältnisses 
von Arzt und Patient grundsätzlich mit Vorbehalt zu würdigen sind (vgl. 
Urteil des BGer 9C_420/2008 vom 23. September 2008, E. 3 mit Hin-
weisen). Vorliegend vermögen die vorliegenden Berichte jedenfalls die 
Ergebnisse des D._______-Gutachtens nicht in Frage zu stellen.

4.4 Zusammenfassend  ist  festzuhalten,  dass  der  Beschwerdeführer 
weder an einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung bzw. Fib-
romyalgie – das heisst an einem eigenständigen psychiatrischen Be-
schwerdebild  –  leidet  noch eine  psychiatrische Komorbidität  vorhan-
den ist. Dem Beschwerdeführer ist  die Überwindung der  Schmerzen 
zufolge des diagnostizierten generalisierten Schmerzsyndroms (ICD-
10:  R52.2;  ohne  somatische  Begleiterkrankungen  und  ohne  psy-
chiatrische Komorbidität bei akzentuierter Persönlichkeit mit narzissti -
schen Zügen [ICD-10: Z73.1]) zumutbar und er hätte bereits vor Ablauf 
der  einjährigen  gesetzlichen  Wartezeit  (Beginn:  14.  Oktober  2003 
[Leistenoperation]; act. 11) im Oktober 2004 seine angestammte Tätig-
keit weiterhin in vollem Ausmass ausüben können. 

Zufolge der 100%igen Arbeits- und Leistungsfähigkeit erübrigt sich im 
Zusammenhang mit  der Bemessung der  Invalidität  die Durchführung 
eines Einkommensvergleichs. Der Beschwerdeführer ist nicht im Sinne 
des Gesetzes invalid und hat demnach keinen Anspruch auf eine IV-
Rente. Damit ist auch die – gemäss Urteil des Versicherungsgerichts 

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des Kantons AG vom 28. August 2007 zu klärende – Frage nach der 
Überwindbarkeit  der  Schmerzen  beantwortet.  Dies  gilt  im  Übrigen 
auch  für  die  Frage,  ob  der  Versicherte  in  der  Zwischenzeit  einer 
selbstständigen Erwerbstätigkeit in Thailand nachgehe, wurde doch im 
D._______-Gutachten  die  aktuelle  sozio-ökonomische  Situation  des 
Beschwerdeführers  aufgrund  dessen  Ausführungen  einlässlich  be-
schrieben  (S.  14).  Da  gemäss  des  schlüssigen  und  überzeugenden 
D._______-Gutachtens  erstellt  ist,  dass  der  Beschwerdeführer  seine 
volle  Arbeitsfähigkeit  nicht  verwertet,  kommt die  Frage,  ob er  in  der 
Zwischenzeit  einer  selbstständigen  Erwerbstätigkeit  in  Thailand 
nachgeht, an sich keine Relevanz zu.

5.
Aufgrund der vorstehenden Erwägungen erweist sich die angefochtene 
Verfügung der Vorinstanz vom 17. Februar 2009 als rechtens, weshalb 
die dagegen erhobene Beschwerde vom 23. März 2009 als unbegrün-
det abzuweisen ist.

6.
Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige 
Parteientschädigung.

6.1 Als unterliegende Partei hat der Beschwerdeführer die Verfahrens-
kosten, gerichtlich festgesetzt auf Fr. 600.-, zu tragen (Art. 63 Abs.  1 
VwVG). Diese  Kosten  sind  mit  dem geleisteten  Kostenvorschuss  zu 
verrechnen.

6.2 Der  obsiegenden  Partei  kann  von  Amtes  wegen  oder  auf  Be-
gehren eine Entschädigung für  ihr  erwachsene notwendige und ver-
hältnismässig  hohe  Kosten  zugesprochen  werden  (Art.  64  Abs.  1 
VwVG).  Als  Bundesbehörde  hat  die  Vorinstanz  jedoch  keinen  An-
spruch auf  eine Parteientschädigung (Art. 7  Abs. 3 des Reglements 
vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem 
Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR  173.320.2]).  Dem  unter-
liegenden Beschwerdeführer ist entsprechend dem Verfahrensausgang 
keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

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2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 600.- verrechnet.

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. ________________)
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Stefan Mesmer Roger Stalder

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift  ist in einer Amtssprache abzufassen und 
hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und 
die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Be-
weismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen 
hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

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