# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 746f0e99-b536-5ec0-9c5f-1df71decf190
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-12-13
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 13.12.2022 120 2022 59
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_120-2022-59_2022-12-13.pdf

## Full Text

1/8

Bau- und Verkehrsdirektion

Reiterstrasse 11
3013 Bern
Telefon +41 31 633 30 11
info.ra.bvd@be.ch
www.bvd.be.ch/ra

BVD 120/2022/59

Entscheid der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD)
vom 13. Dezember 2022

in der Beschwerdesache zwischen

Herrn C.________
Beschwerdeführer

vertreten durch Herrn Rechtsanwalt D.________

und

Baupolizeibehörde der Gemeinde Seeberg, Unterdorfstrasse 67, 3365 Grasswil

betreffend die Verfügung der Gemeinde Seeberg vom 14. September 2022 (2021.42; Holzlager)

I. Sachverhalt

1. Mit Verfügung vom 14. September 2022 ordnete die Gemeinde Seeberg betreffend die 
Holzlager des Beschwerdeführers auf den Parzellen Seeberg Grundbuchblatt Nrn. A.________ 
und B.________ (teilweise in der Dorfzone, teilweise in der Landwirtschaftszone) Folgendes an: 

«1. Baueinstellung:
a. Sie werden aufgefordert, ab sofort keine weiteren Holzlager auf den Parzellen Nrn. A.________ 

und B.________ mehr aufzubauen (Baueinstellung).
b. Dieser Verfügungsgegenstand (1a) ist unbesehen der Anfechtungsmöglichkeit sofort 

vollstreckbar (Art. 46 Abs. 1 BauG).
  2. Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes mit Androhung der Ersatzvornahme

a. Sie werden aufgefordert, die Holzstapel auf den Parzellen Nrn. A.________ und B.________ zu 
entfernen. (…)

b. (…)
c. [Frist]
d. [Androhung Ersatzvornahme]

  3. [Gelegenheit zur Einreichung eines nachträglichen Baugesuchs]
  4. [Strafandrohung]
  5. Die Kosten dieser Verfügung (…) betragen CHF 500.00 (…).»
 

BVD 120/2022/59 

2/8

2. Gegen diese Verfügung reichte der Beschwerdeführer am 17. Oktober 2022 eine 
«Beschwerde (vorsorglich und unter Rückzugsvorbehalt)» ein und stellte darin die folgenden 
Rechtsbegehren:

«A. Verfahrensanträge
1. Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass der Beschwerdeführer gestützt auf Art. 46 Abs. 1 lit. b 

BauG fristgerecht ein Gesuch um nachträgliche Baubewilligung eingereicht hat und die hier 
angefochtene Verfügung damit aufgeschoben ist. 

2. Es sei ebenfalls davon Vormerk zu nehmen, dass die vorliegende Beschwerde einzig aus 
prozessualer Vorsicht zur Wahrung der Rechtsmittelfrist erfolgt und einzig für den Fall, dass das 
nachträgliche Baugesuch des Beschwerdeführers wider Erwarten abgewiesen werden sollte. 

3. Das vorliegende Verfahren sei vor Eröffnung des Schriftenwechsels bis zum Entscheid über das 
nachträgliche Baugesuch zu sistieren. Der Beschwerdeführer wird die BVD über den Ausgang 
des nachträglichen Baubewilligungsverfahrens informieren. Sollte die nachträgliche 
Baubewilligung erteilt werden, beabsichtigt der Beschwerdeführer, das Beschwerdeverfahren als 
gegenstandslos abschreiben zu lassen oder diese Beschwerde zurückzuziehen; sollte die 
nachträgliche Baubewilligung indes verweigert werden, sei dem Beschwerdeführer Frist 
anzusetzen, die vorliegende Beschwerde und seine Anträge umfassend zu begründen und zu 
belegen.  

  B. Sachanträge
1. Die Verfügung der Einwohnergemeinde Seeberg vom 14. September 2022 (Geschäfts-Nr. der 

Leitbehörde 2021.42 / Archiv-Nr. 4.301 A.________, B.________) sei aufzuheben.
2. Von der Baueinstellung sowie von der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands unter 

Androhung der Ersatzvornahme sei abzusehen.
eventualiter

Von der Baueinstellung sei abzusehen und die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands 
sei unter Berücksichtigung des Besitzstandes und des Verhältnismässigkeitsgebotes nur soweit 
zu verfügen, als über den pro Parzelle (Nr. B.________ und A.________) zulässigen frei 
stehenden Holzstoss und die langjährig vorbestehenden Holzstösse entlang den Fassaden und 
unter Dächern der Liegenschaften 81 und 81a auf der Parzelle Nr. A.________ hinausgehend 
notwendig ist.»

3. Mit Verfügung vom 19. Oktober 2022 verzichtete das Rechtsamt der BVD, das die 
Beschwerdeverfahren für die BVD leitet1, vorerst auf die Durchführung eines Schriftenwechsels 
und wies die Verfahrensbeteiligten darauf hin, dass die Wiederherstellungsverfügung nach Praxis 
des Rechtsamtes von Gesetzes wegen dahinfalle, wenn das nachträgliche Baugesuch innert 30 
Tagen seit Eröffnung der Wiederherstellungsverfügung – das heisst innert der Rechtsmittelfrist – 
eingereicht werde. Das Rechtsamt schreibe in diesen Fällen das Beschwerdeverfahren als 
gegenstandslos ab. Es bat die Gemeinde, dem Rechtsamt zu bestätigen, dass der 
Beschwerdeführer ein nachträgliches Baugesuch eingereicht habe. Mit Schreiben vom 20. 
Oktober 2022 teilte die Gemeinde dem Rechtsamt mit, dass das nachträgliche Baugesuch des 
Beschwerdeführers am 17. Oktober 2022 bei ihr eingegangen sei. 

4. Mit Verfügung vom 25. Oktober 2022 führte das Rechtsamt aus, die Gemeinde habe in der 
angefochtenen Verfügung nicht nur die Wiederherstellung angeordnet, sondern auch eine 
Baueinstellung im Sinne von Art. 46 Abs. 1 BauG2 erlassen. Nur die 
Wiederherstellungsanordnung falle gestützt auf die Praxis des Rechtsamts aufgrund der 

1 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau- und Verkehrsdirektion 
(Organisationsverordnung BVD, OrV BVD; BSG 152.221.191).
2 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0).

BVD 120/2022/59 

3/8

Einreichung des nachträglichen Baugesuchs von Gesetzes wegen dahin, die Baueinstellung 
dagegen bleibe bestehen. Das Beschwerdeverfahren könne entsprechend nur dann vollständig 
abgeschrieben werden, wenn sich der Beschwerdeführer nicht gegen die Baueinstellung zur Wehr 
setze. Obwohl der Beschwerdeführer in seinen Sachanträgen explizit auch die Aufhebung der 
Baueinstellung beantrage, sei unter Berücksichtigung des Verfahrensantrags (Sistierung des 
Beschwerdeverfahrens) und der Kurzbegründung (welche keine Ausführungen zur Baueinstellung 
enthält) fraglich, ob er sich tatsächlich auch gegen die Baueinstellung zu Wehr setzen wolle. Der 
Beschwerdeführer werde daher gebeten, sich zu diesen Ausführungen zu äussern. Stillschweigen 
gelte als Zustimmung zur vollständigen Abschreibung des Beschwerdeverfahrens und zur 
Aufrechterhaltung von Ziff. 1 der angefochtenen Verfügung (Baueinstellung). 

5. Mit Eingabe vom 7. November 2022 stellte der Beschwerdeführer die folgenden, gegenüber 
der ursprünglichen Beschwerde vom 17. Oktober 2022 angepassten Anträge:

«A. Verfahrensantrag
Es sei der Beschwerde vom 17. Oktober 2022 gegen die Ziffer 1 der Verfügung der 
Einwohnergemeinde Seeberg vom 14. September 2022 (Geschäfts-Nr. der Leitbehörde 2021.42 / 
Archiv-Nr. 4.301 A.________, B.________) rückwirkend ab dem 17. Oktober 2022 die aufschiebende 
Wirkung zu erteilen. 
eventualiter
Die Baueinstellung sei rückwirkend per 17. Oktober 2022 durch eine weniger einschneidende 
vorsorgliche Massnahme zu ersetzen gemäss dem Eventualantrag zum Sachantrag Ziffer 1 hiernach.

 B. Sachanträge
1. Der Beschwerdeführer hält an der Beschwerde gegen die Baueinstellung fest und beantragt 

weiterhin, die Verfügung der Einwohnergemeinde Seeberg vom 14. September 2022 (Geschäfts-
Nr. der Leitbehörde 2021.42 / Archiv-Nr. 4.301 A.________, B.________) sei aufzuheben, soweit 
und sofern sie nicht gemäss Verfügungen der BVD vom 19. und 25. Oktober 2022, namentlich in 
punkto Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands unter Androhung der Ersatzvornahme, 
bereits dahingefallen ist. 

eventualiter
Die Baueinstellung oder das Benützungsverbot (Ziffer 1 der Verfügung der Einwohnergemeinde 
Seeberg vom 14. September 2022 [Geschäfts-Nr. der Leitbehörde 2021.42 / Archiv-Nr. 4.301 
A.________, B.________]) sei aufzuheben und durch eine vorsorgliche Massnahme in dem Sinne 
zu ersetzen, dass es dem Beschwerdeführer weiterhin und bis zum rechtskräftigen Entscheid über 
das nachträgliche Baugesuch erlaubt bleibt, die Holzlager und Holzstösse auf seinen 
Grundstücken in dem Rahmen zu bearbeiten, zu bewirtschaften und zu verändern (auf- und 
abzubauen), wie das im Rahmen des nachträglichen Baugesuchs örtlich und räumlich beantragt 
ist (ohne Landwirtschaftszone).  

2. Die übrigen Sachanträge gemäss Beschwerde vom 17. Oktober 2022 sind zufolge Dahinfallens 
der entsprechenden Elemente der Verfügung der Einwohnergemeinde Seeberg vom 14. 
September 2022 (Geschäfts-Nr. der Leitbehörde 2021.42 / Archiv-Nr. 4.301 A.________, 
B.________) mangels Anfechtungsobjekt entfallen und entsprechend abzuschreiben, ohne 
Kostenfolgen zulasten des Beschwerdeführers.»  

6. Mit Verfügung vom 9. November 2022 schrieb das Rechtsamt das Beschwerdeverfahren 
BVD 120/2022/59 als erledigt vom Geschäftsverzeichnis ab, soweit dies die Wiederherstellung 
des rechtmässigen Zustands gemäss Ziffer 2 und 3 der Verfügung der Gemeinde Seeberg vom 
14. September 2022 betrifft. Gleichzeitig hielt das Rechtsamt fest, dass das Beschwerdefahren 
BVD 120/2022/59 weitergeführt werde, soweit sich die Beschwerde des Beschwerdeführers 
gegen die Baueinstellung gemäss Ziffer 1 der Verfügung der Gemeinde Seeberg vom 14. 
September 2022 richtet. Es gab es der Gemeinde im Rahmen des Schriftenwechsels Gelegenheit, 

BVD 120/2022/59 

4/8

eine Vernehmlassung – beschränkt auf den im Beschwerdeverfahren noch zu beurteilenden 
Streitgegenstand der Baueinstellung – sowie die Vorakten einzureichen. 

Mit Stellungnahme vom 21. November 2022 beantragt die Gemeinde sinngemäss die Abweisung 
der Beschwerde, soweit diese aufgrund der Verfügung des Rechtsamts vom 9. November 2022 
nicht gegenstandslos geworden sei. 

7. Auf die Rechtsschriften wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den nachfolgenden 
Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Streitgegenstand und Legitimation  

a) Anfechtungsobjekt ist die Verfügung der Gemeinde vom 14. September 2022. Aufgrund der 
Einreichung des nachträglichen Baugesuchs fiel jedoch diese Verfügung hinsichtlich Ziffer 2 und 
3 (Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands) von Gesetzes wegen dahin, weshalb die 
Beschwerde des Beschwerdeführers vom 17. Oktober 2022 diesbezüglich gegenstandslos wurde 
und das Beschwerdeverfahren hinsichtlich Ziffer 2 und 3 der angefochtenen Verfügung der 
Gemeinde mit Zwischenverfügung vom 9. November 2022 als erledigt vom Geschäftsverzeichnis 
abgeschrieben wurde. Streitgegenstand bildet damit einzig noch die Baueinstellung gemäss Ziff. 1 
der Verfügung der Gemeinde vom 14. September 2022. Ziffer 4 (Strafandrohung) und Ziffer 5 
(Kosten) dieser Verfügung gelten zwar als mitangefochten, werden jedoch vom Beschwerdeführer 
nicht bestritten.  

b) Gemäss Art. 49 Abs. 1 BauG können baupolizeiliche Verfügungen nach Art. 45 bis 48 BauG 
innert 30 Tagen seit Eröffnung mit Beschwerde bei der BVD angefochten werden. Der 
Beschwerdeführer ist als Adressat der angefochtenen Verfügung und als Betroffener der strittigen 
Baueinstellungsverfügung beschwert und daher grundsätzlich zur Beschwerde legitimiert. 

2. Nichteintreten 

a) Parteieingaben müssen bestimmten Mindestanforderungen an die Form genügen (vgl. 
Art. 32 Abs. 2 VRPG3). Als Begründung reicht aus, wenn aus dem Rechtsmittel ersichtlich ist, 
inwiefern und weshalb der angefochtene Entscheid beanstandet wird. Die Begründung braucht 
nicht zuzutreffen, sie muss aber sachbezogen sein; es genügt nicht, bloss zu behaupten, der 
angefochtene Entscheid sei falsch. Die Begründung muss sich wenigstens in minimaler Form mit 
dem angefochtenen Entscheid auseinandersetzen und sinngemäss darauf schliessen lassen, 
inwiefern dieser unrichtig sein soll.4 

Antrag, Begründung und Unterschrift gehören zu den eigentlichen Gültigkeits- und 
Prozessvoraussetzungen. Ihr Fehlen ist zwar grundsätzlich verbesserlich (Art. 33 Abs. 1 und 2 
VRPG), wobei Antrag und Begründung als eigentliche Kernelemente eines Rechtsmittels nur 
innerhalb der gesetzlichen Frist nachgereicht werden können (Art. 33 Abs. 3 VRPG). Fehlt ein 
genügender Antrag oder eine genügende Begründung innert Rechtsmittelfrist, kann nicht auf das 

3 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21).
4 Michel Daum, in Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 32 N. 22.

BVD 120/2022/59 

5/8

Rechtsmittel eingetreten werden.5 Differenziert zu beurteilen ist die Bedeutung von Art. 33 Abs. 3 
VRPG für die Festlegung des Streitgegenstands. Insoweit sind jedenfalls nach neuerer 
Rechtsprechung vorab die Rechtsbegehren massgebend (sog. objektmässiger Streitgegenstand). 
Nach Ablauf der Rechtsmittelfrist kann der Streitgegenstand deshalb nicht mit neuen Anträgen 
erweitert werden. Die Begründung ist in diesem Zusammenhang nurmehr von Belang, als sie dazu 
dient, die beantragten Rechtsfolgen zu verstehen. Das Erfordernis, wonach auch die Begründung 
innerhalb der Frist vorgetragen werden muss, dient demnach nicht (mehr) der Festlegung des 
Streitgegenstands. Einzutreten oder nicht einzutreten ist auf das Gesuch oder Rechtsmittel 
hinsichtlich der Rechtsbegehren, nicht auf einzelne Rügen oder Begründungselemente. Die 
Nichteintretensfolge greift nur, wenn die Eingabe bzw. der Antrag insgesamt unzureichend 
begründet ist.6 

b) Vorliegend beschränkt sich der Streitgegenstand nach Abschreibung des 
Beschwerdeverfahrens hinsichtlich der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands mit 
Zwischenverfügung vom 9. November 2022 nur noch auf die in der angefochtenen Verfügung 
angeordnete Baueinstellung (Ziff. 1 dieser Verfügung). Der Antrag auf Aufhebung dieser 
Baueinstellung erfolgte mit den Sachanträgen in der Beschwerde vom 17. Oktober 2022 
fristgemäss. Aufgrund der gesamten Umstände (Beschwerde nur vorsorglich und 
Sistierungsantrag) war dennoch zweifelhaft, ob die Baueinstellung überhaupt angefochten werden 
sollte. Dies hat der Beschwerdeführer aber in Übereinstimmung mit seinen Anträgen in der 
Beschwerde mit Stellungnahme vom 7. November 2022 ausdrücklich bestätigt. Eine Begründung 
zu diesem Antrag fehlt in der Beschwerde vom 17. Oktober 2022 jedoch komplett. Die darin 
enthaltene Kurzbegründung enthält einzig Ausführungen zur damals ebenfalls angefochtenen 
Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands (RN. 6 der Beschwerde). Was die 
streitgegenständliche Baueinstellung gemäss Ziff. 1 der angefochtenen Verfügung anbelangt, so 
hat der Beschwerdeführer die Anforderungen an die Begründung gemäss Art. 32 Abs. 2 VRPG 
mit seiner Beschwerde vom 17. Oktober 2022 nicht erfüllt.

Gemäss Art. 33 Abs. 3 VRPG müssen bei fristgebundenen Eingaben Antrag und Begründung 
innert Frist eingereicht werden. Der Beschwerdeführer nahm die angefochtene Verfügung der 
Gemeinde vom 14. September 2022 am 15. September 2022 entgegen7. Damit lief die 30-tägige 
Rechtsmittelfrist am Samstag 15. Oktober 2022 aus und endete am Montag, 17. Oktober 2022, 
als nächstfolgenden Werktag (Art. 42 Abs. 2 VRPG). Der Beschwerdeführer übergab seine 
Beschwerde am 17. Oktober 2022 und damit am letzten Tag der Frist der Post. Somit schied eine 
Rückweisung der Beschwerde zur Verbesserung gemäss Art. 33 Abs. 1 VRPG aus. 

Die mit Eingabe vom 7. November 2022 nachgereichte Begründung zur beantragten Aufhebung 
der Baueinstellung erfolgte nach Ablauf der Beschwerdefrist und damit zu spät. Zwar konnte der 
Beschwerdeführer die Baueinstellung in der angefochtenen Verfügung mit dem blossen Stellen 
des Antrags auf deren Aufhebung trotz fehlender Begründung innert Rechtsmittelfrist zum 
Streitgegenstand erklären. So dient – wie ausgeführt (E. 2a, zweiter Abschnitt) – das Erfordernis, 
wonach auch die Begründung innerhalb der Frist vorgetragen werden muss, nicht der Festlegung 
des Streitgegenstands. Ist jedoch die fristgebundene Eingabe bzw. der Antrag innert 
Rechtsmittelfrist insgesamt unzureichend bzw. (wie hier) gar nicht begründet, so liegt ein Verstoss 
gegen Art. 33 Abs. 3 VRPG vor. Dieser Mangel kann später nicht mittels Nachreichen einer 
Begründung behoben werden. 

5 Daum, a.a.O., Art. 32 N. 17 und 26.
6 Daum, a.a.O., Art. 33 N. 16. 
7 Gemäss informeller Anfrage bei der Gemeinde. 

BVD 120/2022/59 

6/8

c) Auf die Beschwerde gegen die Baueinstellung gemäss Ziffer 1 der angefochtenen 
Verfügung kann daher nicht eingetreten werden, da der Antrag auf Aufhebung der Baueinstellung 
innert der Beschwerdefrist nicht begründet wurde. Die angefochtene Verfügung vom 14. 
September 2022 wird daher – was die streitgegenständliche Baueinstellung gemäss Ziffer 1 dieser 
Verfügung anbelangt – bestätigt. Ziffer 2 und 3 dieser Verfügung zur Wiederherstellung des 
rechtmässigen Zustands fielen mit der Zwischenverfügung vom 9. November 2022 aufgrund der 
Einreichung eines nachträglichen Baugesuchs von Gesetzes wegen dahin. Weiterhin Bestand hat 
dagegen die auch in Zusammenhang mit der angeordneten Baueinstellung relevante 
Strafandrohung gemäss Ziffer 4 der angefochtenen Verfügung. 

Mit Ziffer 5 der angefochtenen Verfügung hat die Gemeinde dem Beschwerdeführer die Kosten 
des vorinstanzlichen Verfahrens von CHF 500.00 auferlegt. Diese Kosten betreffen sowohl die 
angeordnete Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands als auch das angeordnete 
Benützungsverbot, wobei von einer jeweils hälftigen Zuordnung dieser Kosten auszugehen ist. Da 
die angefochtene Verfügung hinsichtlich der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands 
aufgrund der Einreichung des nachträglichen Baugesuchs von Gesetzes wegen dahinfiel, sind 
auch die diesbezüglichen Kosten von CHF 250.00 aufzuheben. Die Gemeinde wird Gelegenheit 
haben, diese Kosten im Rahmen des nachträglichen Baubewilligungsverfahrens erneut zu 
verlegen. Die verbleibenden, vom Beschwerdeführer zu tragenden Kosten von CHF 250.00, 
welche die Baueinstellung betreffen, haben beim vorliegenden Ausgang des Verfahrens weiterhin 
Bestand. Ziffer 5 der angefochtenen Verfügung ist damit insofern anzupassen, als die Kosten von 
CHF 500.00 auf CHF 250.00 reduziert werden.

3. Verfahrensanträge gemäss Eingabe vom 7. November 2022

a) Mit Eingabe vom 7. November 2022 beantragte der Beschwerdeführer in formeller Hinsicht, 
es sei der Beschwerde vom 17. Oktober 2022 gegen Ziffer 1 der Verfügung vom 14. September 
2022 rückwirkend ab dem 17. Oktober 2022 die aufschiebende Wirkung zu erteilen, eventualiter 
sei die Baueinstellung rückwirkend per 17. Oktober 2022 durch eine weniger einschneidende 
vorsorgliche Massnahme zu ersetzten. 

b)  Mit dem vorliegenden Entscheid erübrigt es sich, über dieses Gesuch um Erteilung der 
aufschiebenden Wirkung eventualiter um Anordnung einer vorsorglichen Massnahme zu 
entscheiden. Dieses Gesuch wir mit Fällung des vorliegenden Entscheids in der Hauptsache 
gegenstandslos. Das diesbezügliche Verfahren ist abzuschreiben (Art. 39 Abs. 1 VRPG). 

4. Kosten

Bei diesem Ausgang des Verfahrens unterliegt der Beschwerdeführer. Er hat die 
Verfahrenskosten zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden bestimmt auf eine 
Pauschalgebühr von CHF 500.00 (Art. 103 Abs. 2 VRPG i.V.m. Art. 19 Abs. 1 und Art. 21 Abs. 2 
GebV8). Als unterliegende Partei hat der Beschwerdeführer kein Anrecht auf Parteikostenersatz 
(Art. 108 Abs. 3 VRPG). Parteikosten werden keine gesprochen.

8 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; BSG 
154.21).

BVD 120/2022/59 

7/8

III. Entscheid

1. Auf die Beschwerde vom 17. Oktober 2022 gegen die Baueinstellung in Ziffer 1 der 
Verfügung der Gemeinde Seeberg vom 14. September 2022 wird nicht eingetreten. 

2. Ziffer 5 der Verfügung der Gemeinde Seeberg vom 14. September 2022 wird wie folgt 
angepasst: «CHF 500.00» wird ersetzt durch «CHF 250.00».

3. Das Verfahren betreffend das Gesuch des Beschwerdeführers um Erteilung der 
aufschiebenden Wirkung eventualiter um Anordnung einer vorsorglichen Massnahme wird 
als gegenstandslos abgeschrieben. 

4. Die Verfahrenskosten für dieses Beschwerdeverfahren von CHF 500.00 werden dem 
Beschwerdeführer zur Bezahlung auferlegt. Eine separate Zahlungseinladung folgt, sobald 
dieser Entscheid in Rechtskraft erwachsen ist. 

5. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

IV. Eröffnung

- Herrn Rechtsanwalt D.________, eingeschrieben
- Baupolizeibehörde der Gemeinde Seeberg, eingeschrieben

Bau- und Verkehrsdirektion

Der Direktor

Christoph Neuhaus
Regierungsrat

Rechtsmittelbelehrung

Dieser Entscheid kann innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung mit Beschwerde beim 
Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Speichergasse 12, 3011 Bern, angefochten werden. Eine 
allfällige Verwaltungsgerichtsbeschwerde, die mindestens in drei Exemplaren einzureichen ist, 
muss einen Antrag, die Angabe von Tatsachen und Beweismitteln, eine Begründung sowie eine 

BVD 120/2022/59 

8/8

Unterschrift enthalten; der angefochtene Entscheid und andere greifbare Beweismittel sind 
beizulegen.