# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1ff59509-2d47-5f0b-92ae-282bbdefd428
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-06-19
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe 19.06.2023 605 2022 166
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_011_605-2022-166_2023-06-19.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 630, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00

www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

605 2022 166

Urteil vom 19. Juni 2023

I. Sozialversicherungsgerichtshof

Besetzung Präsident: Marc Boivin 
Richter: Marianne Jungo, Yann Hofmann 
Gerichtsschreiber-Berichterstatter: Bernhard Schaaf 

Parteien A.________, Beschwerdeführerin, vertreten durch Procap Rechtsdienst

gegen

INVALIDENVERSICHERUNGSSTELLE DES KANTONS FREIBURG, 
Vorinstanz    

Gegenstand Invalidenversicherung – Rente

Beschwerde vom 6. Oktober 2022 gegen die Verfügung vom 1. September 
2022

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Sachverhalt

A. A.________, geboren 1974, ledig, wohnhaft in B.________, vormals in C.________, arbeitete 
neben ihrem Soziologiestudium, welches sie 2019 an der Universität D.________ mit dem Master 
abschloss, seit 2012 zu einem Pensum von 40% als Gruppenleiterin/Sozialpädagogin in einer Wohn-
gruppe bei der Stiftung E.________ mit Sitz in F.________. Seit dem 14. Oktober 2019 bestand eine 
ärztlich attestierte Arbeitsunfähigkeit. Ihr wurde per 31. Juli 2020 gekündigt.

Bereits am 27. Mai 2002 hatte sie wegen Depressionen sowie Nacken- und Schulterschmerzen eine 
Anmeldung bei der Invalidenversicherungsstelle des Kantons St. Gallen vorgenommen. Diese ver-
neinte nach der Einholung eines psychiatrischen Gutachtens den Anspruch auf IV-Leistungen mit 
Verfügung vom 8. Mai 2003 (Invaliditätsgrad 25%).

B. Am 18. März 2020 nahm A.________ aufgrund von Depression sowie Gelenk- und Muskel-
schmerzen bedingt durch einen Morbus Bechterew eine Neuanmeldung vor, nun bei der Invaliden-
versicherungsstelle des Kantons Freiburg (nachfolgend: IV-Stelle), Givisiez.

Am 19. Oktober 2021 ordnete diese eine pluridisziplinäre (Allgemeine Innere Medizin, Neurologie, 
Psychiatrie und Rheumatologie) Begutachtung beim G.________ an. Aus dem Gutachten vom 
10. Januar 2022 ergab sich in einer angepassten Tätigkeit als Soziologin seit März 2020 eine 
Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 80%.

Gestützt darauf, verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 1. September 2022 den Anspruch auf 
eine Rente (Invaliditätsgrad 20%).

C. Am 6. Oktober 2022 erhebt A.________, vertreten durch die Procap, Beschwerde beim Kan-
tonsgericht Freiburg und beantragt, die Verfügung vom 1. September 2022 sei aufzuheben und ihr 
sei eine Invalidenrente auszurichten. Eventualiter sei die Angelegenheit für weitere Abklärungen an 
die IV-Stelle zurückzuweisen. Zur Begründung bringt sie vor, auf das Gutachten des G.________ 
könne nicht abgestellt werden.

Am 13. Oktober 2022 begleicht die Beschwerdeführerin den Kostenvorschuss von CHF 800.-.

Die IV-Stelle bestätigt in ihren Bemerkungen vom 16. November 2022 ihre Ausführungen in der Ver-
fügung und beantragt die Abweisung der Beschwerde.

Mit Schreiben vom 23. Dezember 2022 wird der H.________, als von der Verfügung betroffener 
BVG-Versicherer, Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben, worauf diese am 12. Januar 2023 
verzichtete.

Die weiteren Elemente des Sachverhalts ergeben sich, soweit sie für die Urteilsfindung massgebend 
sind, aus den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen.

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Erwägungen

1.

Gemäss Art. 69 Abs. 1 Bst. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversiche-
rung (IVG; SR 831.20) sind in Abweichung von Art. 58 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1), welches hier aufgrund 
von Art. 1 Abs. 1 IVG zur Anwendung kommt, Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem 
Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle anzufechten.

Die Beschwerdeführerin hat ihren Wohnsitz in B.________. Gestützt auf Art. 55 Abs. 1 IVG wurde 
die angefochtene Verfügung vom 1. September 2022 von der IV-Stelle des Kantons Freiburg erlas-
sen, weil die Beschwerdeführerin bei Einreichung Ihrer Neuanmeldung im Kanton Freiburg wohnte.

Die dagegen am 6. Oktober 2022 erhobene Beschwerde ist somit durch einen ordentlich bevoll-
mächtigten Rechtsvertreter fristgerecht bei der sachlich und örtlich zuständigen Beschwerdeinstanz 
eingereicht worden. Die Beschwerdeführerin hat ein schutzwürdiges Interesse, dass das Kantons-
gericht, I. Sozialversicherungsgerichtshof, prüft, ob sie Anspruch auf eine IV-Rente hat.

Auf die Beschwerden ist einzutreten.

2.

Am 1. Januar 2022 trat das revidierte IVG in Kraft (Weiterentwicklung der IV [WEIV]; Änderung vom 
19. Juni 2020, AS 2021 705, BBl 2017 2535). Die dem angefochtenen Entscheid zugrundeliegende 
Verfügung erging nach dem 1. Januar 2022. Nach den allgemeinen Grundsätzen des intertempora-
len Rechts und des zeitlich massgebenden Sachverhalts (vgl. BGE 148 V 174 E. 4.1) sind die ge-
setzlichen Bestimmungen in der ab 1. Januar 2022 gültigen Fassung anwendbar. Die Übergangs-
bestimmungen sind vorliegend nicht einschlägig.

3.

3.1. Im Sinne von Art. 8 ATSG ist Invalidität die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit 
dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Gemäss Art. 4 Abs. 1 IVG kann Invalidität die 
Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein.

Gemäss Art. 7 ATSG ist Erwerbsunfähigkeit der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver-
bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 
ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Abs. 1). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit 
sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine 
Erwerbsunfähigkeit liegt nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Abs. 2).

Die Höhe des Rentenanspruchs wird nach den Regeln von Art. 28b IVG festgelegt.

3.2. Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, sind die Verwaltung und im Beschwerdefall das 
Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur 
Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 
versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grund-

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lage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden 
können (Urteil BGer 8C_347/2015 vom 20. August 2015 E. 4.1 mit Hinweis auf BGE 140 V 193 
E. 3.1 f. und BGE 132 V 93 E. 4). Der Grad der Arbeitsfähigkeit wird nach dem Mass bestimmt, in 
welchem der Versicherte aus gesundheitlichen Gründen an seinem angestammten Arbeitsplatz zu-
mutbarerweise nicht mehr nutzbringend tätig sein kann. Nicht massgebend ist die bloss medizinisch-
theoretische Schätzung der Arbeitsunfähigkeit (BGE 114 V 281 E. 1c mit Hinweisen). Bei lang-
dauernder Arbeitsunfähigkeit im angestammten Beruf hat der Versicherte andere ihm offen stehen-
de Erwerbsmöglichkeiten auszuschöpfen (BGE 115 V 404 E. 2; 114 V 281 E. 1d). Auch die Zumut-
barkeit einer Invalidentätigkeit ist vor allem aus medizinischer Sicht zu beurteilen, wobei dieser Sach-
verhalt aufgrund des objektiven Befundes durch die Ärzte bestimmt wird (BGE 107 V 20 E. 2b; 
OMLIN, Die Invalidität in der obligatorischen Unfallversicherung, 1995, S. 201). Insbesondere ist da-
bei nicht auf das subjektive Empfinden des Versicherten abzustellen, hätte es doch dieser ansonsten 
in der Hand, seinen Invaliditätsgrad selbst zu bestimmen.

3.3. Der Sozialversicherungsrichter prüft objektiv alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem 
sie stammen und entscheidet danach, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung 
des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf er bei einander widersprechenden 
medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdi-
gen und die Gründe anzugeben, warum er auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die 
streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Be-
schwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beur-
teilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein-
leuchtend ist und ob die Schlussfolgerungen begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). In 
Bezug auf Berichte von Hausärzten darf und soll der Richter der Erfahrungstatsache Rechnung tra-
gen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifels-
fällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3cc mit Hinweisen). Dies gilt 
auch für den behandelnden Spezialarzt und erst recht für den schmerztherapeutisch tätigen Arzt mit 
seinem besonderen Vertrauensverhältnis und dem Erfordernis, den geklagten Schmerz zunächst 
bedingungslos zu akzeptieren (Urteil BGer 8C_913/2013 vom 11. April 2014 E. 4.4.3 mit Hinweisen).

4.

Es ist streitig, ob die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Rente hat.

4.1. Die IV-Stelle stützte sich für ihren Entscheid auf das Gutachten des G.________ vom 
10. Januar 2022 (IV-Akten, S. 490 ff.). In der interdisziplinären Gesamtbeurteilung (IV-Akten, 
S. 493 ff.) wurden folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit genannt: Rezidivie-
rende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode (F33.0); chronische Schmerzstörung mit 
somatischen und psychischen Faktoren (F45.41); chronisches lumbalbetontes Panvertebralsyn-
drom und chronische Polyarthralgien mit/bei anamnestisch: lumbalbetonte Rückenschmerzen seit 
2012, polytopen Gelenkschmerzen, unspezifischer Beschwerdecharakter, klinisch: schmerzhaft 
leicht eingeschränkte LWS-Extension, Tendenz zu allgemeiner Hyperlaxität ohne eigentliches 
Hypermobilitätssyndrom, unauffällige Untersuchung der grossen und kleinen Gelenke sowie der 
BWS und HWS, MRI der gesamten Wirbelsäule 06/2020: kleine mediane Diskushernie C3/4, forami-
nale Diskushernie C5/6 rechts, Spondylolyse LWK5 beidseits mit Anterolisthesis, Osteochondrose 
und mässige beidseitige Foraminalstenosen L5/S1 beidseits, keine aktiven entzündlichen Verände-
rungen und keine post-entzündlichen Veränderungen, Status nach Therapie mit Simponi 2014 bis 
2020 bei möglicher Spondylarthritis (ED 2013). Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit seien 

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demgegenüber u. a. eine nicht ausgeschlossene leichtgradige Small Fiber Neuropathie und ein 
Asthma bronchiale. Aus Sicht des Bewegungsapparates seien die beklagten Rücken- und Gelenk-
beschwerden auf ein chronisches lumbalbetontes Panvertebralsyndrom und chronische Polyarthral-
gien zurückzuführen. Weder klinisch noch labormässig fänden sich aktuell Hinweise für eine 
entzündliche Arthropathie. Das klinische Bild entspreche aufgrund der unspezifischen Anamnese 
und der klinischen Befunde nicht einer entzündlich-rheumatologischen Erkrankung, weder im 
Bereich der Wirbelsäule noch der Gelenke. MR-tomographisch von Bedeutung sei eine Spondyloly-
se L5 beidseits mit Anterolisthesis, Osteochondrose und mässigen beidseitigen Foraminalstenosen 
L5/S1 beidseits, die als organischer Kern der Beschwerden angesehen werden könnten. Körperlich 
anhaltend schwere und mittelschwere Tätigkeiten seien vor allem im Bereich des unteren Achsen-
skeletts nicht möglich. Es bestehe eine Diskrepanz zwischen den subjektiv beklagten Beschwerden 
und den objektivierbaren Befunden. Hierfür verantwortlich seien die psychiatrischen Diagnosen, die 
zu einer verminderten Durchhaltefähigkeit mit erhöhtem Pausenbedarf führen würden. Zudem seien 
andauernde soziale Kontakte in der aktuellen Situation ungünstig. Daraus resultiere nur eine gering-
gradige Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit. Aus allgemeininternistischer und neurologischer Sicht 
lägen keine Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit vor. Die Beschwerdeführerin limi-
tiere sich sehr, was in dieser Ausprägung aus psychiatrischer Sicht nicht begründet werden könne. 
In der bisherigen Tätigkeit als Sozialpädagogin bestehe seit März 2020 eine Arbeits- und Leistungs-
fähigkeit von 60% und in einer angepassten körperlich leichten bis intermittierend mittelschweren 
Tätigkeit ohne andauernde soziale Kontakte, mit klar strukturierten Aufgaben, eine solche von 80%, 
ebenfalls seit März 2020.

4.2. Die Beschwerdeführerin bringt vor, auf das Gutachten des G.________ könne nicht abge-
stellt werden. Darin würden zwar die Rückenbeschwerden anerkannt, aber nicht weiter darauf einge-
gangen, dass gemäss einer MRI von 2020 im Bereich C5/6 nicht nur eine Diskushernie, sondern 
auch eine Wurzelkompression bestehe. Ferner seien nach dem Gutachten weitere Abklärungen 
vorgenommen worden, namentlich eine neuropsychologische und verhaltensneurologische Abklä-
rung durch Dr. med. I.________, Fachärztin für Neurologie, gemäss welcher leichte bis mittelgradige 
neuropsychologische Beeinträchtigungen vorliegen würden und die von einer Arbeitsunfähigkeit von 
30–50% ausgehe. Insofern die Gutachter über diese Informationen nicht verfügt hätten, genüge das 
Gutachten nicht mehr. Ebenso wenig genüge die Stellungnahme des G.________ vom 24. Mai 
2022, wonach die neuropsychologischen Defizite ohne Krankheitsursache seien und allein mit einer 
individuellen Stressbewältigungsfähigkeit zu tun hätten. Ferner fehle eine eigentliche Konsensbeur-
teilung. Die vom Psychiater genannten Diagnosen würden isoliert zur Begründung der Arbeitsunfä-
higkeit herangezogen, ohne der Erschöpfungs- und vor allem Schmerzproblematik Rechnung zu 
tragen. Insgesamt sei unter Berücksichtigung des Berichts von Dr. med. I.________ von einer 
Arbeitsunfähigkeit von 50% auszugehen.

4.3. Hinsichtlich der gegen das G.________-Gutachten erhobene Kritik ist es korrekt, dass bei 
den Diagnosen die im MRI-Bericht vom 12. Juni 2020 (IV-Akten S. 325 f.) festgehaltene Kompres-
sion der Wurzel C6 rechts nicht erwähnt wurde, obwohl dies in der Aktenzusammenfassung beim 
besagten Bericht wiedergegeben wurde. Jedoch hielt der rheumatologische Gutachter bei der Unter-
suchung der Beschwerdeführerin fest, es lägen durchwegs freie und indolente Beweglichkeiten der 
HWS in alle Richtungen vor ohne Blockierungen bei segmentaler Rotation der oberen und unteren 
HWS. Ferner sei es eindrücklich, dass alle Spontanbewegungen einschliesslich das spontane und 
problemlose Aufsitzen aus Rückenlage frei und unbehindert seien, obwohl anamnestisch massive 
Beschwerden geschildert würden. Eigentliche Inkonsistenzen seien nicht nachweisbar. Zuvor hatte 
bereits Dr. med. J.________, Fachärztin für Rheumatologie und Allgemeine Innere Medizin, am 

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28. Dezember 2020 (IV-Akten S. 318 ff.) notiert, bei der Untersuchung vom 6. Mai 2020 habe eine 
schmerzfreie und nicht eingeschränkte Beweglichkeit der HWS und BWS vorgelegen. In ihrem 
Bericht vom 19. Oktober 2020 (IV-Akten S. 330 ff.) an die Hausärztin hatte sie zwar festgehalten, 
die im MRI-Bericht genannte Reizung der Nervenwurzel C6 rechts könne als Ursache der beklagten 
intermittierenden Parästhesien am rechtem Arm und der Hand beurteilt werden. Im Bericht an die 
IV-Stelle vom 28. Dezember 2020 nannte sie jedoch einzig einen Verdacht auf eine intermittierende 
Reizung der Nervenwurzel C6 rechts. Doch auch wenn tatsächlich eine Wurzelkompression auf der 
Höhe C6 vorliegen sollte, hat dies offenbar nicht eine relevante Einschränkung zur Folge.

Es ist damit nicht zu kritisieren, dass der rheumatologische Gutachter von einer vollen Arbeitsfähig-
keit in der bisherigen Tätigkeit als Sozialpädagogin oder in einer angepassten Tätigkeit ausging. Er 
wies ferner darauf hin, weder aus dem MRI noch aus seiner Untersuchung würden sich Hinweise 
für eine entzündliche Wirbelsäulenerkrankung ergeben. Vor ihm hatte schon Dr. med. K.________, 
Fachärztin für Rheumatologie, am 28. Mai 2020 (IV-Akten 382 f.) wegen der Anamnese, ihren Unter-
suchungsbefunden und dem MRI Zweifel an der Diagnose einer Spondyloarthritis und erklärte, es 
liege eine Hypermobilität vor, die auch zu Beschwerden führen könne und empfahl muskelaufbau-
endes Training. Dr. med. L.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und Rheumatologie, 
ging am 6. August 2020 (IV-Akten S. 180 f.) ebenfalls für eine leichte, nicht rücken- und fingerge-
lenksbelastende Tätigkeit von einer vollen Arbeitsfähigkeit aus und verneinte Funktionseinschrän-
kungen. Ebenso notierte Dr. med. J.________ in ihrem vorerwähnten Bericht vom 28. Dezember 
2020, sie habe keine Arbeitsunfähigkeit attestiert und nannte neben zahlreichen Diagnosen ohne 
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (z. B. Morbus Bechterew, chronisches Panvertebralsyndrom, 
chronisches multilokuläres Schmerzsyndrom, am ehesten Fibromyalgiesyndrom) nur Diagnosen 
ausserhalb ihres Fachgebietes (Burn-out, Depression) mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Die 
Beschwerdeführerin sei für eine leichte bis mittelschwere Tätigkeit arbeitsfähig und aus rheumatolo-
gischer Sicht bestehe keine Einschränkung im bisherige Beruf als Sozialpädagogin. Die Arbeitsun-
fähigkeit bestehe wegen psychiatrischen Diagnosen.

Weiter kann nicht gehört werden, im Gutachten fehle es an einer Konsensbeurteilung. Vielmehr 
besteht, wie soeben gesehen, im Fachbereich der Rheumatologie eine volle Arbeitsfähigkeit. Ferner 
ergab sich weder aus allgemeininternistischer noch aus neurologischer Sicht eine Diagnose mit Aus-
wirkungen auf die Arbeitsfähigkeit, was sich mit den Akten deckt. So fiel eine kardiologische Abklä-
rung in der M.________ des N.________ vom 22. Oktober 2020 (IV-Akten S. 389 f.) ohne relevan-
ten Befund aus. Weiter ging Dr. med. O.________, Facharzt für Neurologie, aufgrund einer von ihm 
veranlassten Biopsie am 18. Dezember 2020 (IV-Akten S. 366) zwar von einer Small Fiber Neuro-
pathie aus, hielt aber am 8. Juli 2021 (IV-Akten S. 441 ff.) gegenüber der IV-Stelle fest, er habe 
keine Arbeitsunfähigkeit attestiert. Auch die Ärzte der P.________ des Q.________ erklärten am 
19. August 2021 (IV-Akten S. 555 ff.), die klinische Untersuchung sei komplett unauffällig, nannten 
Diagnosen namentlich der Psychiatrie und hielten fest, im Befund der Hautbiopsie vom 12/20 (IV-
Akten S. 367 f.) werde zwar formal eine Small Fiber Neuropathie beschrieben, allerdings mit dem 
klaren Hinweis, die Diagnose sei bei nicht eindeutiger Zuordnung der Proben und vermutlich nicht 
sachgemässer Lagerung des Biopsats qualitativ eingeschränkt. Zur Bestätigung der Diagnose wäre 
eine Wiederholung der Biopsie notwendig, was die Beschwerdeführerin ablehne.

Damit bestanden zum Zeitpunkt der Beurteilung durch das G.________ einzig und allein auf dem 
Fachgebiet der Psychiatrie Einschränkungen in der Arbeitsfähigkeit. Der psychiatrische Gutachter 
erklärte, das Problem bestehe wohl vor allem darin, dass sich die Beschwerdeführerin nur schwer 
abgrenzen könne und dazu neige, sich zu sehr zu engagieren, was zu einer Erschöpfung führe, was 
aber im Rahmen der Psychotherapie behandelt werden könne.

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Was die erst einige Monate später vorgenommene neuropsychologische Abklärung durch Dr. med. 
I.________ betrifft, liegt gemäss ihrem Bericht vom 2. Juni 2022 (IV-Akten S. 679 ff.) als zusammen-
fassende Diagnose aus neurokognitiver Sicht eine leichte bis mittelgradige neuropsychologische 
Störung nach Frei et al. (2016), assoziiert an die Affektpathologie sowie die Erschöpfungs- und 
Schmerzsymptomatik, vor. Die Fachärztin ging von einer Arbeitsunfähigkeit von 30–50% aus. Dabei 
muss davon ausgegangen werden, dass sie dies auf die bisherige, in der Anamnese genannten 
Arbeit als Sozialpädagogin, bezog. So fehlt es an Angaben zu den Anforderungen an eine ange-
passte Tätigkeit und der in einer solchen vorhandenen Arbeitsfähigkeit. Somit bestätigt Dr. med. 
I.________ in etwa die Sichtweise der Gutachter, die in der bisherigen Tätigkeit ebenfalls von einer 
Einschränkung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 40% ausgingen. Weiter berichtete die Fach-
ärztin, im Verlauf der Untersuchung erschöpfe und ermüde die Beschwerdeführerin sichtlich und 
deutlich. Demgegenüber gab der psychiatrische Gutachter an, während der Untersuchung zeige die 
Beschwerdeführerin keine Konzentrationsschwäche, die Merkfähigkeit und Gedächtnisleistungen 
seien intakt. Auch der neurologische Gutachter berichtete nicht von kognitiven Einschränkungen.

Das G.________, bei welchem im Vorfeld dieser Untersuchung in Folge der Einwände der 
Beschwerdeführerin gegen den Vorentscheid der IV-Stelle eine Stellungnahme eingeholt worden 
war, hielt am 24. Mai 2022 (IV-Akten S. 657 f.) einzig fest, eine neuropsychologische Abklärung sei 
aus ihrer Sicht nicht indiziert gewesen. Dieser Bericht ist nicht sehr aussagekräftig, was sicher damit 
zusammenhängt, dass der Gutachterstelle von der IV-Stelle keine konkreten Fragen gestellt worden 
waren (vgl. Schreiben vom 17. Mai 2022; IV-Akten S. 653). Ferner wies Dr. med. R.________, Fach-
arzt für psychosomatische Medizin und Psychotherapie (Deutschland) des Regionalen Ärztlichen 
Dienstes der IV-Stellen Bern/Freiburg/Solothurn (nachfolgend: RAD), am 20. Juli 2022 (IV-Akten 
S. 691 f.) darauf hin, die von der Fachärztin festgestellten kognitiven Beeinträchtigungen würden 
zum überwiegenden Teil auf eine Burn-out-Symptomatik zurückgeführt. Da die Burn-out-Sympto-
matik (Z73.0) keine anhaltende psychiatrische Diagnoseentität darstelle, sei hieraus keine anhaften-
de Beeinträchtigung der kognitiven Leistungsfähigkeit abzuleiten. Es ergebe sich deshalb aus 
diesem Bericht keine Änderung in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit.

Somit ist die IV-Stelle zu Recht dem Gutachten gefolgt. Dieses erfüllt ferner die von der Rechtspre-
chung gestellten Anforderungen. Es ist umfassend, beruht auf allseitigen Untersuchungen, berück-
sichtigt die beklagten Beschwerden, wurde in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben und 
die Beurteilung ist einleuchtend und die Schlussfolgerungen nachvollziehbar. Auch Dr. med. 
S.________, Fachärztin für Physikalische Medizin und Rehabilitation des RAD, sowie Dr. med. 
R.________ waren der Ansicht, dem Gutachten könne gefolgt werden (vgl. Berichte vom 18. und 
24. Januar 2022; IV-Akten S. 567 f. und S. 570 f.) Zusammen mit der IV-Stelle ist von einer Arbeits- 
und Leistungsfähigkeit von 80% in einer angepassten Tätigkeit auszugehen.

5.

Weiter ist die Beschwerdeführerin der Ansicht, der IV-Stelle könne nicht bezüglich der Berechnung 
des Invaliditätsgrads gefolgt werden, da sie zu Unrecht einen reinen Prozentvergleich vornehme. Es 
könne nicht angenommen werden, selbst unter Berücksichtigung des Zumutbarkeitsprofils des 
G.________, dass vom gleichen Leistungs- und Lohnniveau wie beim Valideneinkommen ausge-
gangen werden könne. Vielmehr müsste es sich entsprechend um ein tieferes Niveau handeln. Beim 
Einkommensvergleich sei entsprechend auf ein tieferes Lohnniveau bei der Bemessung des Invali-
deneinkommens abzustellen. Zudem rechtfertige sich wegen der Schmerzproblematik ein leidens-
bedingter Abzug von mindestens 15%.

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5.1. Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte 
Person nach Eintritt der Invalidität und Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktla-
ge erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn 
sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG). Dies ist die allgemeine Methode des Einkommens-
vergleichs mit den Untervarianten des Schätzungs- oder Prozentvergleichs und der ausserordent-
lichen Methode (BGE 142 V 290 E. 4 mit Hinweisen).

Die Ermittlung des ohne gesundheitliche Beeinträchtigung mutmasslich erzielbaren Verdienstes 
(Valideneinkommen) hat so konkret wie möglich zu erfolgen. Dabei ist entscheidend, was der Ver-
sicherte im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegen-
den Wahrscheinlichkeit als Gesunder tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt 
erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst 
angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheits-
schaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit er-
stellt sein (BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweisen). Lässt sich aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse 
das ohne gesundheitliche Beeinträchtigung realisierbare Einkommen nicht hinreichend genau bezif-
fern, darf auf statistische Werte wie die Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik 
zurückgegriffen werden. Die Wahl der massgeblichen Tabellenposition soll möglichst den überwie-
gend wahrscheinlichen Verlauf der Einkommensentwicklung ohne Gesundheitsschaden abbilden 
(Urteil BGer 8C_567_2013 vom 30. Dezember 2013 E. 4.4 f. mit Hinweisen).

Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durchschnittswerten ermittelt, ist 
der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rech-
nung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behin-
derung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad 
Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können. Aufgrund dieser Faktoren kann die versicherte Per-
son die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise 
nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten. Der Abzug soll nicht automatisch 
erfolgen und ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen ge-
samthaft zu schätzen und darf 25% nicht übersteigen (vgl. Urteil BGer 9C_226/2020 vom 13. August 
2020 E. 5.1 mit Hinweisen).

5.2. Übereinstimmend mit dem G.________ geht die IV-Stelle davon aus, in der bisherigen Tätig-
keit als Sozialpädagogin bestehe eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 60% gegenüber einer 
Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 80% in einer angepassten Tätigkeit als Soziologin.

Die Beschwerdeführerin erklärte gegenüber dem psychiatrischen Gutachter, eine Arbeit im sozialen 
Bereich sei nicht günstig, da sie Probleme habe sich abzugrenzen. Besser geeignet wäre eine Arbeit 
ohne enge soziale Kontakte. Am ehesten könne sie sich eine Projektarbeit vorstellen, bei der sie ein 
Projekt im sozialen Bereich zu Hause ausarbeiten könne.

Die IV-Stelle ging beim Valideneinkommen vom Lohn als Soziologin aus unter der Annahme, die 
Beschwerdeführerin hätte ohne Gesundheitsschaden nach dem erfolgreichen Abschluss des Mas-
ter-Studiums in diesem Beruf im Vollpensum gearbeitet. Dabei berücksichtigte sie die LSE 2018, 
Position 72 (Forschung und Entwicklung), Kompetenzniveau 4, entsprechend einem Basislohn von 
CHF 8'514.-, was angesichts des Masterabschlusses korrekt ist. Jedoch beträgt die Wochenarbeits-
zeit für die Position 72 im Jahr 2018 40.8 Stunden und nicht 41 Stunden, wie von der IV-Stelle 
festgehalten. Ebenfalls als nicht korrekt erweist sich die von der IV-Stelle vorgenommene Indexie-

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rung. Es ist daran zu erinnern, das für die Indexierung des Validen- bzw. Invalideneinkommens ge-
mäss dem Nominallohnindex, das (seinerseits bereits indexierte) Vorjahreseinkommen für jedes 
Jahr einzeln zu indexieren ist (Urteil BGer 8C_193/2013 vom 4. Juni 2013 E. 3.2). Weiter ist bei der 
Anpassung an die Lohnentwicklung nach Geschlechtern zu differenzieren (Urteil BGer 8C_72/2019 
vom 11. Juni 2019 E. 4.1 mit Hinweis auf BGE 129 V 408). Gemäss der Tabelle T1.2.15 beträgt der 
Nominallohnindex 0.9% (2019) und 2.1% (2020) und nicht gesamthaft 1.9%. Damit ergibt sich ein 
leicht höheres Valideneinkommen von CHF 107'357.40.

Es ist nicht zu kritisieren, dass die IV-Stelle auch in einer angepassten Arbeit von einem Kompe-
tenzniveau 4 ausging, da die Beschwerdeführerin über einen Masterabschluss verfügt und die be-
stehenden Beschwerden mit einer um 20% verringerten Arbeits- und Leistungsfähigkeit berück-
sichtigt wurden. Ebensos nicht zu kritisieren ist, dass die IV-Stelle keinen Abzug auf dem Invaliden-
einkommen vorgenommen hat. Die Beschwerdeführerin begründet einen solchen mit der Schmerz-
problematik. Diese wurde jedoch schon durch die Gutachter berücksichtigt, die namentlich wegen 
der Schmerzstörung von einer leicht eingeschränkten Leistungsfähigkeit ausgingen, weshalb sich 
hier kein Abzug rechtfertigt. Andere Gründe für einen Abzug bringt die Beschwerdeführerin nicht vor, 
weitere Äusserungen zu diesem Punkt erübrigen sich deshalb. Der von der IV-Stelle unter Anwen-
dung eines Prozentvergleichs festgehaltene Invaliditätsgrad von 20% erweist als korrekt.

Doch selbst wenn, rein hypothetisch, vom Kompetenzniveau 3 ausgegangen würde, ergäbe sich 
keine relevante Änderung. Das Basiseinkommen würde sich dabei auf CHF 7'106.- belaufen. Ange-
passt an die Wochenarbeitszeit von 40.8 Stunden und den Nominallohnindex von 0.9% (2019) und 
2.1% (2020) und unter der Berücksichtigung einer um 20% reduzierten Arbeits- und Leistungsfähig-
keit ergäbe sich ein Invalideneinkommen von CHF 71'682.55. Im Vergleich zum Valideneinkommen 
von CHF 107'357.40 beliefe sich die Erwerbseinbusse auf CHF 35'674.85 entsprechend einem Inva-
liditätsgrad von 33.23%, gerundet 33%, was ebenfalls nicht genügt für die Begründung eines Ren-
tenanspruchs. Die Berücksichtigung des Kompetenzniveaus 1 und 2 fallen von vornherein aus, da 
die Beschwerdeführerin mit ihrem Masterabschluss eben gerade über ein grosses Wissen in einem 
Fachgebiet verfügt.

6.

Zusammenfassend hat sich die IV-Stelle zu Recht auf das überzeugenden Gutachten des 
G.________ abgestützt und ging von einer Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 80% in der Tätigkeit 
als Soziologin aus. Der Invaliditätsgrad von 20% erweist sich als korrekt, was nicht genügt für den 
Anspruch auf eine Rente. Die Beschwerde ist abzuweisen und die Verfügung vom 1. September 
2022 zu bestätigen.

Die Gerichtskosten zu Lasten der unterliegenden Beschwerdeführerin werden auf CHF 800.- fest-
gesetzt und mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe verrechnet.

Die mit ihren Anträgen unterliegende Beschwerdeführerin hat keinen Anspruch auf Parteientschädi-
gung.

Kantonsgericht KG
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Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde von A.________ wird abgewiesen.

II. Die Gerichtskosten zu Lasten von A.________ werden auf CHF 800.- festgesetzt und mit dem 
von ihr geleisteten Kostenvorschuss von CHF 800.- verrechnet.

III. Es besteht kein Anspruch auf Parteientschädigung.

IV. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innerhalb einer Frist von 30 Tagen ab Erhalt beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten einge-
reicht werden. Diese Frist kann weder verlängert noch unterbrochen werden. Die Beschwerdeschrift 
muss in drei Exemplaren abgefasst und unterschrieben werden. Dabei müssen die Gründe angege-
ben werden, weshalb die Änderung dieses Urteils verlangt wird. Damit das Bundesgericht die 
Beschwerde behandeln kann, sind die verfügbaren Beweismittel und der angefochtene Entscheid 
mit dem dazugehörigen Briefumschlag beizulegen. Das Verfahren vor dem Bundesgericht ist grund-
sätzlich kostenpflichtig.

Freiburg, 19. Juni 2023/bsc

Der Präsident Der Gerichtsschreiber-Berichterstatter