# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c8ed7c76-036a-5e52-b3c4-d236add87ccb
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2020-03-03
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 03.03.2020 BB.2019.187
**Docket/Reference:** BB.2019.187
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_BB-2019-187_2020-03-03

## Full Text

Akteneinsicht (Art. 101 f. i.V.m. Art. 107 Abs. 1 lit. a StPO). Amtliche Verteidigung im Beschwerdeverfahren (Art. 132 Abs. 1 lit. b StPO).;;Akteneinsicht (Art. 101 f. i.V.m. Art. 107 Abs. 1 lit. a StPO). Amtliche Verteidigung im Beschwerdeverfahren (Art. 132 Abs. 1 lit. b StPO).;;Akteneinsicht (Art. 101 f. i.V.m. Art. 107 Abs. 1 lit. a StPO). Amtliche Verteidigung im Beschwerdeverfahren (Art. 132 Abs. 1 lit. b StPO).;;Akteneinsicht (Art. 101 f. i.V.m. Art. 107 Abs. 1 lit. a StPO). Amtliche Verteidigung im Beschwerdeverfahren (Art. 132 Abs. 1 lit. b StPO).

Beschluss vom 3. März 2020 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter 
Roy Garré, Vorsitz, 
Andreas J. Keller und Cornelia Cova, 
Gerichtsschreiber Stephan Ebneter 

   
 
Parteien 

  
A.,  
vertreten durch Rechtsanwalt Philippe Currat, 
 

Beschwerdeführer 
 

 gegen 
   

BUNDESANWALTSCHAFT,  
Beschwerdegegnerin 

 
 
 

Gegenstand  Akteneinsicht (Art. 101 f. i.V.m. Art. 107 Abs. 1 lit. a 
StPO); amtliche Verteidigung im Beschwerdeverfah-
ren (Art. 132 Abs. 1 lit. b StPO) 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BB.2019.187 
Nebenverfahren: BP.2019.71 
 
 
 

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Sachverhalt: 
 

A. Die Bundesanwaltschaft (nachfolgend «BA») führt eine Strafuntersuchung 
gegen A. u.a. wegen Verdachts der Verbrechen gegen die Menschlichkeit. 
 
 

B. Ab Februar 2018 gelangte die Beschwerdegegnerin im Hinblick auf ein zwei-
tes Rechtshilfeersuchen an die gambischen Behörden und ersuchte um ein 
persönliches Treffen in Banjul, mit dem Ziel, Informationen bezüglich der Vo-
raussetzungen und Modalitäten der Rechtshilfe in Erfahrung zu bringen 
(SV.17.0026, pag. 18-201-0030 ff.). Von der Beschwerdegegnerin wurde 
den gambischen Behörden ein entsprechender Termin für den 17. Juli 2018 
vorgeschlagen (SV.17.0026, pag. 18-201-0043 f.). 
 
 

C. Vom 20. bis 26. Juni 2019 nahm eine Delegation der Bundeskriminalpolizei 
in Erledigung des Rechtshilfeersuchens vom 19. Dezember 2018 an die 
gambischen Behörden vor Ort in Gambia Einsicht in die Akten hängiger und 
abgeschlossener resp. sistierter gambischer Strafverfahren. Die anlässlich 
dieser Akteneinsicht für das hiesige Strafverfahren als relevant identifizierten 
Dokumente wurden durch die gambischen Behörden der BA übermittelt (vgl. 
SV.17.0026, pag. 06-001-0784). 
 
 

D. Mit Schreiben vom 13. August 2019 an die BA machte A. geltend, diese Tref-
fen zwischen der BA und den gambischen Behörden seien in den Akten in 
keiner Weise dokumentiert. Er beantragte, er sei vollständig und detailliert 
über diese Treffen zwischen der BA und den gambischen Behörden zu in-
formieren. Namentlich seien ihm mitzuteilen die gesetzlichen Grundlagen, 
auf welche sich die BA gestützt habe, Datum und Ort jedes stattgefundenen 
Treffens, eine exakte Liste der anwesenden Personen und deren Funktion, 
das Protokoll jedes Treffens, eine Liste aller aufgesuchten Orte und eine sol-
che aller Dokumente, die die BA den gambischen Behörden übergeben und 
die die BA von den gambischen Behörden erhalten habe. Ausserdem sei ihm 
mitzuteilen, inwiefern diese Treffen hierarchisch genehmigt worden seien 
(unter entsprechender Dokumentation), ebenso die Namen und Funktionen 
aller Personen der BA wie der Bundeskriminalpolizei, die in irgendeiner 
Weise in die Planung, Organisation oder Genehmigung dieser Treffen invol-
viert gewesen seien. Schliesslich sei ihm mitzuteilen, ob Privatklägerinnen 
oder Privatkläger, Auskunftspersonen oder Zeuginnen oder Zeugen von der 
BA oder den gambischen Behörden über die Vorgänge informiert worden 

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seien, und er sei über jeden Kontakt und jedes Detail eines allfälligen Aus-
tauschs mit diesen Personen zu unterrichten (act. 9.1). 
 
 

E. Mit Verfügung vom 26. August 2019 verfügte die BA wie folgt (act. 1.1): 
 
1. Der Antrag des Beschuldigten vom 13. August 2019 auf Übermittlung von detaillierten und 

vollständigen Informationen über Treffen zwischen den schweizerischen und gambischen 

Behörden vom Juli 2018 sowie über diesbezügliche interne Abläufe wird abgelehnt. 

 

2. Der sinngemässe Antrag des Beschuldigten vom 13. August 2019 auf Einsicht in die Ver-

fahrensakten im Zusammenhang mit dem Rechtshilfeersuchen an die gambischen Behör-

den vom 19. Dezember 2018 wird abgelehnt und das Akteneinsichtsrecht des Beschul-

digten bleibt vorübergehend beschränkt im Sinne der mit Schreiben vom 23. Juli 2019 

gewährten Akteneinsicht. 

 

3. Zustellung an: (…) 

 
 

F. Dagegen gelangt A., vertreten durch Rechtsanwalt Philippe Currat, mit Be-
schwerde vom 6. September 2019 an die Beschwerdekammer des Bun-
desstrafgerichts mit folgenden Anträgen (act. 1): 
 
A la forme 
 

1. Recevoir le présent recours. 

 

Au préalable 
 

1. Admettre Monsieur A. au bénéfice de l’assistance judiciaire et nommer à la défense de 

ses intérêts l’avocat soussigné. 

 

Au fond 
 

1. Annuler la décision (Verfügung), du Ministère public de la Confédération, du 26 août 2019, 

notifiée le 27 août 2019. 

 

2. Ordonner au Ministère public de la Confédération d’informer le recourant de façon com-

plète et détaillée sur toutes les réunions tenues avec les autorités gambiennes, en lui 

précisant notamment les bases légales sur lesquelles elles sont fondées, les dates et lieux 

de chacune des rencontres qui ont eu lieu, la liste exacte des personnes présentes et 

leurs fonctions, le procès-verbal de chacune de ces réunions, la liste de tous les lieux 

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visités et celle de tous les documents remis aux autorités gambiennes et reçus d’elles, si 

ces rencontres et la manière de procéder ont été approuvées par la hiérarchie au sein du 

Ministère public de la Confédération, en lui transmettant tout élément en attestant, ainsi 

que le nom et les fonctions de toute personne qui, au sein du Ministère public de la Con-

fédération comme au sein de la Police fédérale, a participé d’une manière ou d’une autre 

à la planification, l’organisation ou l’approbation de ces rencontres. 

 

3. Ordonner au Ministère public de la Confédération, au vu des fonctions officielles exercées 

par certaines d’entre elles au sein du gouvernement gambien, d’informer le recourant si 

l’une ou l’autre des parties plaignantes ou l’une ou l’autre des personnes entendues dans 

la procédure à titre de personne appelée à donner des renseignements ou témoin a été 

informée, par le Ministère public de la Confédération ou par les autorités gambiennes, de 

ces démarches, ainsi que lui préciser tout contact que le Ministère public de la Confédé-

ration aurait pu avoir avec l’une ou l’autre de ces personnes et tous les détails sur leurs 

éventuels échanges. 

 

4. Ordonner la communication au recourant d’une copie complète de toutes les pièces rela-

tives aux commissions rogatoires internationales menées en Gambie, notamment en lien 

avec toute rencontre au mois de mai 2018, le 17 juillet 2018 ou autour de cette date, ainsi 

que du 20 au 26 juin 2019, ou toute autre rencontre entre le Ministère public de la Confé-

dération, respectivement la Police fédérale, et les autorités gambiennes, en Suisse, en 

Gambie ou dans un Etat tiers, par exemple mais sans s’y limiter, le Sénégal. 

 

5. Condamner le Ministère public de la Confédération en tous les frais et dépens de l’ins-

tance. 

 
 

G. Mit Beschwerdeantwort vom 4. Oktober 2019 (innert erstreckter Frist) bean-
tragt die BA Folgendes (act. 4): 
 
1. Das vorliegende Beschwerdeverfahren BB.2019.187 sei bis zum rechtskräftigen Ab-

schluss des hängigen Beschwerdeverfahrens BB.2019.184 zu sistieren und der Be-

schwerdegegnerin hernach erneut angemessene Frist zur Stellungnahme zu gewähren. 

 

2. Eventualiter: Die Beschwerde des Beschwerdeführers sei unter Kostenfolge abzuweisen, 

soweit darauf eingetreten werden kann. 

 
Gleichzeitig reichte die BA die Verfahrensakten SV.17.0026 ein, wie sie A. 
bis am 23. Juli 2019 zur Einsicht gegeben worden seien, ergänzt durch ein-
zelne weitere Verfahrensakten. 
 
 

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H. Mit unaufgeforderter Eingabe vom 7. Oktober 2019 ergänzte die BA ihre Be-
schwerdeantwort vom 4. Oktober 2019 um einen Beschluss der Chambre 
pénale de recours des Kantons Genf vom 2. August 2019, welcher der BA in 
der Zwischenzeit in geschwärzter Form vorliege (act. 6). 
 
 

I. Am 11. Oktober 2019 reichte die BA aufforderungsgemäss weitere Verfah-
rensakten ein (act. 9). 
 
 

J. Mit Beschwerdereplik vom 21. Oktober 2019 beantragt A., der Sistierungs-
antrag der BA sei abzuweisen und die Beschwerdeverfahren BB.2019.184 
und BB.2019.187 seien zu vereinen. Zu seinen bestehenden Anträgen er-
gänzt er, die BA sei anzuweisen zu präzisieren, ob die Auslandabwesenheit 
der Verfahrensleiterin, mit welcher das Erstreckungsgesuch der Frist zur Be-
schwerdeantwort begründet worden sei, im Zusammenhang mit dem vorlie-
genden Verfahren stehe. Bejahendenfalls umfasse sein Auskunftsbegehren 
auch diese Reise. Im Übrigen hält er an seinen Anträgen der Beschwerde 
vom 6. September 2019 fest (act. 11). Die Beschwerdereplik wurde der BA 
am 22. Oktober 2019 zur Kenntnis gebracht (act. 12). 
 
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit 
erforderlich, in den folgenden Erwägungen Bezug genommen. 
 
 
 
Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 
 

1.  
1.1 Gegen Verfügungen und Verfahrenshandlungen der Bundesanwaltschaft 

kann bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Beschwerde er-
hoben werden (Art. 393 Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 37 Abs. 1 StBOG). Zur Be-
schwerde berechtigt ist jede Partei oder jeder andere Verfahrensbeteiligte, 
welche oder welcher ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung 
oder Änderung des angefochtenen Entscheides hat (Art. 382 Abs. 1 StPO; 
Art. 105 Abs. 1 lit. f und Abs. 2 StPO). Die Beschwerde gegen schriftlich oder 
mündlich eröffnete Entscheide ist innert zehn Tagen schriftlich und begrün-
det einzureichen (Art. 396 Abs. 1 StPO). Mit ihr gerügt werden können ge-
mäss Art. 393 Abs. 2 StPO Rechtsverletzungen, einschliesslich Überschrei-
tung und Missbrauch des Ermessens, Rechtsverweigerung und Rechtsver-
zögerung (lit. a), die unvollständige oder unrichtige Feststellung des Sach-
verhalts (lit. b) sowie die Unangemessenheit (lit. c). 

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1.2 Der Streitgegenstand wird durch die angefochtene Verfügung oder Verfah-
renshandlung verbindlich festgelegt und kann vom Beschwerdeführer nicht 
frei bestimmt werden. Die Beschwerdekammer kann nicht Gegenstände be-
urteilen, über welche die vorinstanzliche Strafbehörde nicht entschieden hat 
(vgl. zuletzt u.a. Beschluss des Bundesstrafgerichts BB.2016.246 vom 
17. Juni 2016 E. 1.2 mit Hinweisen). Die mit Beschwerdereplik beantragte 
Auskunft über die Hintergründe der Auslandabwesenheit der verfahrenslei-
tenden Staatsanwältin des Bundes, mit welcher sie das Gesuch um Erstre-
ckung der Frist zur Beschwerdeantwort begründete, ist nicht Gegenstand der 
angefochtenen Verfügung. Diese Frage kann somit auch nicht Streitgegen-
stand des vorliegenden Verfahrens bilden. Auf den Antrag ist nicht einzutre-
ten. 
 

1.3 Der Beschwerdeführer ist Beschuldigter und damit Partei in der vorliegenden 
Strafuntersuchung (Art. 104 Abs. 1 lit. a StPO). Er ist durch die ihm gegen-
über ergangene Verweigerung der Akteneinsicht ohne Weiteres beschwert 
und somit zur Beschwerdeführung berechtigt (vgl. zuletzt u.a. Beschluss des 
Bundesstrafgerichts BB.2018.59 vom 26. Juli 2018 E. 1.2). 
 

1.4 Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist daher 
im Sinne der vorangehenden Erwägungen teilweise einzutreten. 
 

 
2.  
2.1 Die Beschwerdegegnerin beantragt, das Verfahren sei bis zum rechtskräfti-

gen Abschluss des Verfahrens BB.2019.184 zu sistieren und der Beschwer-
degegnerin sei hernach erneut angemessene Frist zur Stellungnahme zu ge-
währen. 
 

2.2 Der 9. Titel der Strafprozessordnung zu den Rechtsmitteln (Art. 379 ff.) ent-
hält keine Bestimmung zur Sistierung des Beschwerdeverfahrens. Indes 
kann Art. 314 StPO, der die Sistierung der Untersuchung regelt, gemäss 
Art. 379 StPO im Beschwerdeverfahren sinngemäss angewendet werden 
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 1B_259/2018 vom 26. Juni 2018 E. 2; zuletzt 
u.a. Verfügungen des Bundesstrafgerichts BP.2019.66 vom 21. August 
2019; BB.2018.192_a vom 18. Dezember 2018). Demnach kann das Be-
schwerdeverfahren sistiert werden, namentlich wenn der Ausgang des Be-
schwerdeverfahrens von einem anderen Verfahren abhängt und es ange-
bracht erscheint, dessen Ausgang abzuwarten (Art. 314 Abs. 1 lit. b i.V.m. 
Art. 379 StPO). 
 

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2.3 Die von der Beschwerdegegnerin geltend gemachten Gründe geben keinen 
Anlass, das Verfahren zu sistieren. Auch wenn die beiden Verfahren (zum 
Teil) die Akteneinsicht zum Gegenstand haben, betrifft die Akteneinsicht 
nicht dieselben Akten. Es ist deshalb nicht einzusehen, inwiefern das vorlie-
gende Verfahren nicht unabhängig vom Ausgang des Beschwerdeverfah-
rens BB.2019.184 beurteilt werden kann. 
 

2.4 Der Antrag der Beschwerdegegnerin auf Sistierung des Verfahrens ist abzu-
weisen. 
 
 

3.  
3.1 Der Beschwerdeführer beantragt, das Verfahren sei mit dem Verfahren 

BB.2019.184 zu vereinen. 
 

3.2 Die Beschwerdekammer kann aus sachlichen Gründen Verfahren trennen 
oder vereinen (Art. 30 i.V.m. Art. 379 StPO; vgl. hierzu Beschluss des Bun-
desstrafgerichts BB.2014.83 vom 12. Februar 2015 E. 1.1 m.w.H.). 
 

3.3 Auch wenn das vorliegende Verfahren und das Beschwerdeverfahren 
BB.2019.184 dieselben Parteien betreffen und (zum Teil) die Akteneinsicht 
zum Gegenstand haben, betrifft die Akteneinsicht nicht dieselben Akten. Der 
geltend gemachte Sachzusammenhang der beiden Verfahren erscheint des-
halb nicht derart eng, dass sich eine Vereinigung aus vom Beschwerdeführer 
geltend gemachten prozessökonomischen Gründen aufdrängen würde. 
 

3.4 Der Antrag des Beschwerdeführers auf Vereinigung des Verfahrens mit dem 
Verfahren BB.2019.184 ist abzuweisen. 
 
 

4. Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung der Art. 29 Abs. 1 und 2, Art. 32 
Abs. 2 BV sowie Art. 3 Abs. 2 lit. b und c, Art. 68 Abs. 2 und Art. 101 Abs. 1 
StPO wie auch Unangemessenheit der angefochtenen Verfügung. Er macht 
(zusammengefasst) geltend, in den Strafakten gebe es Hinweise auf Treffen 
zwischen den schweizerischen und den gambischen Behörden im Mai 2018 
und am 17. Juli 2018. Weitere Informationen darüber könnten den Akten 
nicht entnommen werden. Ausserdem habe eine Delegation der Bundeskri-
minalpolizei vom 20. bis 26. Juli 2019 in Gambia mehr als tausend Seiten 
Dokumente zusammengetragen, gestützt auf ein Rechtshilfeersuchen vom 
Dezember 2018, über welches er nie informiert worden sei. Unter diesen 
Umständen könnten auch weitere Treffen zwischen den schweizerischen 
und den gambischen Behörden nicht ausgeschlossen werden. Im Übrigen 

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habe die erste Einvernahme der beschuldigten Person stattgefunden und 
seien die übrigen wichtigsten Beweise durch die Staatsanwaltschaft erhoben 
worden. 
 
 

5. Vorab ist festzuhalten, dass es keine Anhaltpunkte dafür gibt, dass sich die 
Beschwerdegegnerin im Mai 2018 in Gambia mit den gambischen Behörden 
traf. Es bestehen auch keine Anhaltspunkte dafür, dass es zwischen den 
schweizerischen und den gambischen Behörden im Rahmen der vorliegen-
den Strafuntersuchung zu weiteren Treffen kam, die die Beschwerdegegne-
rin verschweigen würde. Über nicht stattgefundene Treffen können von vorn-
herein keine Akten bestehen, in die der Beschwerdeführer Einsicht nehmen 
könnte. Insoweit erweist sich die Beschwerde von vornherein als unbegrün-
det. 
 
 

6.  
6.1 Mit der Dispositiv-Ziff. 1 der angefochtenen Verfügung lehnt die Beschwer-

degegnerin die Übermittlung von detaillierten und vollständigen Informatio-
nen über Treffen zwischen den schweizerischen und gambischen Behörden 
vom Juli 2018 sowie über diesbezügliche interne Abläufe ab, weil diese nicht 
Gegenstand der Verfahrensakten seien. 
 

6.2 Vorbedingung des aus dem grundrechtlichen Anspruch auf rechtliches Ge-
hör abgeleiteten Akteneinsichtsrechts ist das Bestehen von Akten sowie de-
ren vollständige und korrekte Führung (SCHMUTZ, Basler Kommentar, 2. Aufl. 
2014, Art. 100 StPO N. 1 mit Hinweisen; TPF 2016 114 E. 3.3). Vorab ist zu 
prüfen, ob Informationen über Treffen zwischen den schweizerischen und 
gambischen Behörden vom Juli 2018 und eventuell später noch sowie über 
diesbezügliche interne Abläufe Bestandteil der Strafakten zu bilden haben. 
 

6.3 Gemäss Art. 100 Abs. 1 StPO wird für jede Strafsache ein Aktendossier an-
gelegt, welches die Verfahrens- und die Einvernahmeprotokolle (lit. a), die 
von der Strafbehörde zusammengetragenen Akten (lit. b) und die von den 
Parteien eingereichten Akten enthält (lit. c). Die Verfahrensleitung sorgt für 
die systematische Ablage der Akten und für deren fortlaufende Erfassung in 
einem Verzeichnis; in einfachen Fällen kann sie von einem Verzeichnis ab-
sehen (Art. 100 Abs. 2 StPO). Das Aktendossier muss alles enthalten, was 
im Hinblick auf die verfolgte Tat mit einem möglichen Schuldvorwurf und ei-
ner allfälligen Strafzumessung in einen thematischen Zusammenhang ge-
bracht werden kann (BRÜSCHWEILER, in: Donatsch/Hansjakob/Lieber [Hrsg.], 
Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 2. Aufl. 2014, 

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Art. 100 StPO N. 1 mit Hinweisen). Allgemein formuliert sind alle prozessual 
relevanten Vorgänge aktenkundig zu machen (SCHMUTZ, a.a.O., Art. 100 
StPO N. 9). Diese Dokumentationspflicht hat einerseits Gedächtnis- oder 
Perpetuierungsfunktion, d.h. die prozessualen Vorgänge werden für spätere 
Verfahrensstufen festgehalten (Botschaft vom 21. Dezember 2005 zur Ver-
einheitlichung des Strafprozessrechts, BBl 2006 1085, 1155). Sie hat ande-
rerseits aber auch Kontroll- oder Garantiewirkung. Die Akten ermöglichen 
den Parteien und den Rechtsmittelinstanzen die Kontrolle, ob korrekt ermit-
telt und beurteilt wurde. Sie dienen der Staatsanwaltschaft und den Gerich-
ten als Beleg für die Objektivität der Ermittlung und Beurteilung (SCHMUTZ, 
a.a.O., Art. 100 StPO N. 7; vgl. zum Ganzen TPF 2016 114 E. 3.4; vgl. auch 
BGE 129 I 85 E. 4.1; Urteile des Bundesgerichts 6B_28/2018 vom 7. August 
2018 E. 7.3; 6B_1368/2017 vom 14. Juni 2018 E. 2.3; 6B_307/2017 vom 
19. Februar 2018 E. 1.3.1; 6B_307/2012 vom 14. Februar 2013 E. 3.1, nicht 
publiziert in BGE 139 IV 128). 
 

6.4 Die Beschwerdegegnerin stellt sich auf den Standpunkt, anlässlich der frag-
lichen Treffen zwischen den schweizerischen und gambischen Behörden 
seien weder Beweise erhoben noch andere Verfahrenshandlungen im Sinne 
von Art. 76 ff. StPO vorgenommen worden. Die Treffen hätten einzig ermitt-
lungsstrategische Relevanz. Diesbezüglich Informationen gehörten deshalb 
naturgemäss nicht in die Verfahrensakten. Weder die übrigen Parteien noch 
andere Verfahrensbeteiligte im Sinne der StPO seien in die fraglichen Tref-
fen in irgendeiner Weise involviert gewesen. Sodann handle es sich bei der 
internen Vorgehensweise und Organisation der Beschwerdegegnerin sowie 
der Bundeskriminalpolizei im Zusammenhang mit den Treffen um interne Ab-
läufe, die als solche nicht Gegenstand der Verfahrensakten seien. 
 

6.5 Gegen ein schweizerisches Ersuchen an einen anderen Staat ist die 
(IRSG-)Beschwerde nur zulässig, wenn dieser um Übernahme der Strafver-
folgung oder der Urteilsvollstreckung ersucht wird. In diesem Fall ist einzig 
der Verfolgte, der seinen gewöhnlichen Aufenthalt in der Schweiz hat, be-
schwerdeberechtigt (Art. 25 Abs. 2 IRSG). Zulässig ist die (IRSG-)Be-
schwerde auch gegen ein schweizerisches Ersuchen um Übernahme der 
Vollstreckung eines Strafentscheides im Zusammenhang mit einer Zufüh-
rung nach Art. 101 Abs. 2 IRSG (Art. 25 Abs. 2bis IRSG). Wenn also die 
Schweiz eine ausländische Behörde für ein von schweizerischen Behörden 
geführtes Strafverfahren um Rechtshilfe ersuchen möchte (sog. aktive 
Rechtshilfe), so bestehen im Schweizer Rechtshilferecht nur eingeschränkte 
Rechtsmittelmöglichkeiten (GLESS/SCHAFFNER, Basler Kommentar, 2015, 
Art. 25 IRSG N. 14 ff.). Gegen ein Ersuchen der schweizerischen Behörden 
um Erhebung von Beweisen im Ausland ist die Beschwerde nach IRSG aus-

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geschlossen (TPF 2016 65 E. 4.2 m.w.H.). Eine Umgehung dieser «lex spe-
cialis» durch Eintreten auf eine gestützt auf Art. 393 Abs. 1 StPO erhobene 
Beschwerde ist unzulässig (TPF 2017 35; Beschluss des Bundesstrafge-
richts BB.2018.109 vom 13. Juni 2018). 
 

6.6 Ist die Beschwerde nach IRSG ausgeschlossen, partizipieren die Parteien 
im Schweizer Strafverfahren nicht am Rechtshilfeverfahren. Sie sind auf die 
Partizipationsmöglichkeiten in dem, dem Rechtshilfeersuchen zugrundelie-
genden Strafverfahren in der Schweiz verwiesen. Dabei können bei der Be-
weisrechtshilfe etwa Beweisverwertungsverbote im Zusammenhang mit 
Auslandbeweisen eine Rolle spielen (GLESS/SCHAFFNER, a.a.O., Art. 25 
IRSG N. 14). Die Möglichkeit, sich auf ein Beweisverwertungsverbot zu be-
rufen, kompensiert in gewissem Sinne die fehlende Möglichkeit, sich im ak-
tiven Rechtsmittelverfahren rechtsmittelweise zur Wehr zu setzen. Der Be-
troffene erhält eine Möglichkeit der Beweiskontrolle in einem späteren Ver-
fahrensstadium (GLESS/SCHAFFNER, a.a.O., Art. 25 IRSG N. 26 ff.). Das be-
deutet, dass das Ergebnis der aktiven Rechtshilfe im Ausland der gleichen 
Prüfung im Strafverfahren unterliegt wie Beweiserhebungen in der Schweiz. 
Entsprechend hat das Ergebnis derselben dergestalt in die Akten einzuflies-
sen, dass es erstens der Verwertbarkeitsprüfung und zweitens der Beweis-
würdigung zugänglich ist. Es hat also mit Bezug auf seine Erhebung derart 
transparent aktenkundig zu sein, dass die Prüfung der Verwertbarkeit nach 
Art. 141 StPO für den Sachrichter möglich ist. 
 

6.7 Begeben sich im Rahmen einer aktiven Rechtshilfe Schweizer Strafverfol-
gungsbehörden ins Ausland, um im Kontakt mit den beweiserhebenden Be-
hörden den Vollzug der Rechtshilfe durch die ausländische Behörde zu op-
timieren, so ist dies zulässig und nicht zu beanstanden. 
 
Das ist hier der Fall. Die Beschwerdegegnerin hat sich im Rahmen der vor-
liegenden Strafuntersuchung bereits mit Rechtshilfeersuchen vom 28. März 
2017 an die gambischen Behörden gewandt (SV.17.0026, pag. 18-201-
0001 ff.). In der Folge bemühte sich die Beschwerdegegnerin im Hinblick auf 
ein zweites Rechtshilfeersuchen um ein Treffen mit den gambischen Behör-
den. Die diesbezügliche Kritik des Beschwerdeführers, die Treffen hätten, 
analog der Situation im Beschluss des Bundesstrafgerichts BB.2018.195 
vom 3. April 2019, ausserhalb jeglicher Verfahren stattgefunden, geht mithin 
fehl. 
 

6.8 Eine solche Kontaktnahme ist unter Umständen nötig oder mindestens hilf-
reich, um das Beweisthema näher und detaillierter zu definieren und vor al-
lem auch die ausländische Behörde auf Minimalanforderungen für die Ver-

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wertung von Beweisen in der Schweiz zu sensibilisieren (soweit Beweiser-
hebungen vorzunehmen sind und nicht einfach erhobene Strafverfahrensak-
ten beigezogen werden). Derartige Treffen dienen damit der Beweiserhe-
bung (evtl. auch Beweisergänzung) durch oder bei der ausländischen Be-
hörde, haben Einfluss auf diese und sind damit Verfahrenshandlungen. Sie 
sind gestützt auf Art. 76 StPO aktenkundig zu machen. Das heisst, darüber 
sind mindestens unterzeichnete Aktennotizen zu erstellen, in welchen Ort, 
Zeit, Teilnehmer (und Funktion) sowie summarisch der Gesprächsgegen-
stand und das Ergebnis festzuhalten sind. Es geht darum, dass die Parteien 
des Strafverfahrens aufgrund der Akten nachvollziehen können, inwieweit 
die Schweizer Strafverfolger Einfluss auf die ausländische Beweiserhebung 
genommen haben. 
 

6.9 Nach dem Gesagten haben Informationen über Treffen zwischen den 
schweizerischen und gambischen Behörden vom Juli 2018 sowie über dies-
bezügliche interne Abläufe im Sinne der Erwägungen Bestandteil der Straf-
akten zu bilden. 
 
Folglich stellt sich die Frage, wann dem Beschwerdeführer Einsicht in diese 
Akten zu geben ist. Darauf ist im Folgenden einzugehen. 
 
 

7.  
7.1 Mit der Dispositiv-Ziff. 2 der angefochtenen Verfügung lehnt die Beschwer-

degegnerin die Einsicht in die Verfahrensakten im Zusammenhang mit dem 
Rechtshilfeersuchen an die gambischen Behörden vom 19. Dezember 2019 
ab, insbesondere, weil die wichtigsten Beweise noch nicht erhoben worden 
seien. 
 

7.2 Gemäss Art. 101 Abs. 1 StPO können die Parteien spätestens nach der ers-
ten Einvernahme der beschuldigten Person und der Erhebung der übrigen 
wichtigsten Beweise durch die Staatsanwaltschaft die Akten des Strafverfah-
rens einsehen; Art. 108 StPO bleibt vorbehalten. Die Rechtsprechung folgert 
aus dieser Bestimmung, dass die beschuldigte Person vor der Durchführung 
ihrer ersten Einvernahme grundsätzlich keinen absoluten Anspruch auf voll-
ständige Einsicht in die Akten des Strafverfahrens hat (BGE 139 IV 25 
E. 5.5.2; 137 IV 280 E. 2.3; 137 IV 172 E. 2.3 m.w.H.). Die Staatsanwalt-
schaft gewährt insoweit Akteneinsicht nach pflichtgemässem Ermessen. Be-
steht Kollusionsgefahr, darf sie die Akteneinsicht verweigern (Urteil des Bun-
desgerichts 1B_326/2011 vom 30. August 2011 E. 2.3 m.w.H.). Zur Erhe-
bung der wichtigsten Beweise gehören auch weitere Einvernahmen der be-
schuldigten Person zu den neuen Beweismitteln (SCHMUTZ, a.a.O., Art. 101 

- 12 - 

 

 

StPO N. 15). Daneben können ebenso praktische Gründe einer sofortigen 
Akteneinsicht entgegenstehen, etwa der Umstand, dass die Behörde hinzu-
gezogene Akten aus zeitlichen Gründen noch gar nicht zu analysieren ver-
mochte (KELLER, Strafverfahren des Bundes, AJP 2007, S. 197 ff., 200 mit 
Verweis auf den Entscheid des Bundesstrafgerichts BB.2005.14 vom 
25. März 2005 E. 2.2). 
 

7.3 Der Beschwerdeführer wird verdächtigt, als ehemaliger Generalinspektor der 
Polizei und Innenminister der Republik Gambia unter dem Regime von 
Yahya Jammeh zwischen 2006 und September 2016 für Folterungen durch 
Polizeikräfte, Gefängnispersonal und diesen nahestehenden Gruppen ver-
antwortlich gewesen zu sein und damit (insbesondere) den Tatbestand von 
Art. 264k Abs. 1 Satz 1 i.V.m. Art. 264a Abs. 1 lit. f StGB erfüllt zu haben. 
Der objektive Tatbestand der Verbrechen gegen die Menschlichkeit als Mas-
senverbrechen, die gegen die Zivilbevölkerung begangen werden, setzt die 
Verwirklichung von (mindestens) einer der in Art. 264a Abs. 1 lit. a–j StGB 
beschriebenen Handlungen (Einzeltaten) voraus. Im vorliegenden Fall steht 
der Vorwurf der Folter im Raum (Art. 264a Abs. 1 lit. f StGB). Diese Einzel-
taten werden zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit, wenn sie im Rahmen 
eines ausgedehnten oder systematischen Angriffs gegen die Zivilbevölke-
rung (Gesamttaten) erfolgen (BGE 143 IV 316 E. 4.3 m.w.H.). Die Erfüllung 
des Art. 264a Abs. 1 StGB setzt insbesondere einen ausgedehnten oder sys-
tematischen Angriff gegen die Zivilbevölkerung voraus. Unter einem Angriff 
ist die Begehung (oder das absichtliche Nichtverhindern der Begehung) der 
in Art. 264a Abs. 1 lit. a–j StGB genannten Handlungen zu verstehen (vgl. 
BGE 143 IV 316 E. 4.5.2 m.w.H.). Dieser ist alternativ durch seinen Umfang 
(eine Vielzahl von Opfern; quantitatives Element) oder durch seinen Organi-
sationsgrad gekennzeichnet (qualitatives Element), wobei sich diese Ele-
mente überschneiden können (vgl. BGE 143 IV 316 E. 4.5.4 m.w.H.). Der 
Begriff der Zivilbevölkerung erfordert in quantitativer Hinsicht eine Mehrheit 
von Personen, die gezielt angegriffen werden (vgl. BGE 143 IV 316 E. 4.5.5 
m.w.H.). 
 
Es liegt auf der Hand, dass vorliegend namentlich die Befragung mutmassli-
cher Opfer von Folter und allfällige rechtsmedizinische Gutachten zu den 
wichtigsten Beweisen i.S.v. Art. 101 Abs. 1 StPO zu zählen sind, da sie als 
unerlässlich zur Überprüfung des Sachverhalts erscheinen (vgl. GRETER, Die 
Akteneinsicht im Schweizerischen Strafverfahren, 2012, S. 120, 122; GRE-
TER/GISLER, Le moment de la consultation du dossier pénal et les restrictions 
temporaires à son accès, forumpoenale 2013, S. 301 ff., 302 f.; vgl. auch 
Beschluss des Bundesstrafgerichts BB.2014.21 vom 24. Juni 2014 E. 2.1 am 
Ende; vgl. ferner SCHMID/JOSITSCH, Handbuch des schweizerischen Straf-
prozessrechts, 3. Aufl. 2017, N. 624; SCHMUTZ, a.a.O., Art. 101 StPO N. 15). 

- 13 - 

 

 

Das gilt aber auch für die Befragung weiterer Personen, von denen erwartet 
werden kann, dass sie Aussagen zum Umfang oder zum Organisationsgrad 
des mutmasslichen Angriffs gegen die Zivilbevölkerung im Tatzeitraum ma-
chen können. 
 
Es ist gerichtsnotorisch, dass die Beschwerdegegnerin namentlich die Er-
mittlungsansätze zur Eruierung von in diesem Sinne zu befragenden Perso-
nen noch nicht ausgeschöpft hat und zu erwarten ist, dass sich etwa aus der 
Analyse der von den gambischen Behörden übermittelten Dokumente wei-
tere Hinweise auf entsprechende Personen ergeben könnten (vgl. nur Urteil 
des Bundesgerichts 1B_501/2019 vom 29. Oktober 2019 E. 5.3 am Ende). 
Damit sind die wichtigsten Beweise i.S.v. Art. 101 Abs. 1 StPO offenkundig 
noch nicht erhoben worden. Dabei kann der Beschwerdegegnerin auch nicht 
vorgeworfen werden, die Erhebung dieser Beweise im Rahmen des komple-
xen und aufwendigen Strafverfahrens ohne triftige Gründe aufgeschoben zu 
haben (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1B_501/2019 vom 29. Oktober 2019 
E. 5.3 am Ende; vgl. hierzu auch GRETER, a.a.O., S. 121 f.; GRETER/GISLER, 
a.a.O., S. 303). 
 
Nach dem Gesagten hat der Beschwerdeführer zurzeit keinen absoluten An-
spruch auf vollständige Einsicht in die Akten des Strafverfahrens. 
 

7.4 Bevor der Beschwerdeführer einen absoluten Anspruch auf vollständige Ein-
sicht in die Akten des Strafverfahrens hat, hat ihm die Staatsanwaltschaft 
Akteneinsicht nach pflichtgemässem Ermessen zu gewähren. Die einstwei-
lige Verweigerung der Akteneinsicht im Zusammenhang mit dem Rechtshil-
feersuchen an die gambischen Behörden vom 19. Dezember 2018 erscheint 
aus den von der Beschwerdegegnerin vorgebrachten Gründen ohne Weite-
res verhältnismässig und angemessen (vgl. auch SCHMID/JOSITSCH, Praxis-
kommentar, 3. Aufl. 2018, Art. 101 StPO N. 4 am Ende). Der Beschwerde-
führer vermag nicht darzutun und es ist nicht ersichtlich, inwiefern die Be-
schwerdegegnerin ihr Ermessen diesbezüglich nicht pflichtgemäss ausgeübt 
hätte. 
 
 

8. Damit erweist sich die Beschwerde als unbegründet. Sie ist abzuweisen, so-
weit darauf einzutreten ist. 
 

 
9.  
9.1 Der Beschwerdeführer ersucht für das vorliegende Verfahren um unentgelt-

liche Rechtspflege unter Bestellung des Rechtsanwalts Philippe Currat als 
amtlicher Verteidiger im Beschwerdeverfahren (BP.2019.71, act. 1). 

- 14 - 

 

 

 
9.2 Auch wenn die amtliche Verteidigung – wie im vorliegenden Fall – im Straf-

verfahren bereits erteilt worden ist, muss diese für das Beschwerdeverfahren 
separat beantragt und durch die Beschwerdekammer gewährt werden (Urteil 
des Bundesgerichts 1B_705/2011 vom 9. Mai 2012 E. 2.3.2; Beschluss des 
Bundesstrafgerichts BB.2012.124 vom 22. Januar 2013 E. 7.1 in fine). Ge-
mäss Art. 132 Abs. 1 lit. b StPO (anwendbar im Beschwerdeverfahren durch 
Verweis in Art. 379 StPO) ist die amtliche Verteidigung anzuordnen, wenn 
die beschuldigte Person nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und die 
Verteidigung zur Wahrung ihrer Interessen geboten ist. Zusätzlich wird für 
die Gewährung der amtlichen Verteidigung im Beschwerdeverfahren ver-
langt, dass die Beschwerde nicht aussichtslos sein darf (Urteile des Bundes-
gerichts 1B_705/2011 vom 9. Mai 2012 E. 2.3.2; 1B_732/2011 vom 19. Ja-
nuar 2012 E. 7.2). Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind 
Prozessbegehren als aussichtslos anzusehen, wenn die Gewinnaussichten 
beträchtlich geringer erscheinen als die Verlustgefahren. Dagegen gilt ein 
Begehren nicht als aussichtslos, wenn sich Gewinnaussichten und Verlust-
gefahren ungefähr die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als 
diese (BGE 142 III 138 E. 5.1 S. 139 f.; 140 V 521 E. 9.1). 
 

9.3 Wie die vorstehenden Erwägungen aufzeigen, müssen die Begehren des 
Beschwerdeführers als von Anfang an aussichtslos betrachtet werden. 
Obschon die Beschwerdegegnerin zu Unrecht davon ausgeht, dass Informa-
tionen über Treffen zwischen den schweizerischen und gambischen Behör-
den sowie über diesbezügliche interne Abläufe nicht Bestandteil der Strafak-
ten zu bilden haben, erwies sich die einstweilige Verweigerung der Einsicht 
ohne Weiteres als verhältnismässig und angemessen. Das Gesuch um amt-
liche Verteidigung im Beschwerdeverfahren ist aufgrund der Aussichtslosig-
keit der Begehren abzuweisen. 
 
 

10. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten dem unterlie-
genden Beschwerdeführer aufzuerlegen (vgl. Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Ge-
richtsgebühr ist auf Fr. 2'000.– festzusetzen (vgl. Art. 73 StBOG i.V.m. Art. 5 
und 8 Abs. 1 des Reglements des Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 
über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bundesstrafverfahren 
[BStKR; SR 173.713.162]). 

 

- 15 - 

 

 

Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 
 
1. Der Antrag auf Sistierung des Verfahrens wird abgewiesen. 
 
2. Der Antrag auf Vereinigung des Verfahrens mit dem Verfahren BB.2019.184 

wird abgewiesen. 
 

3. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 
 

4. Das Gesuch um amtliche Verteidigung im Beschwerdeverfahren wird abge-
wiesen. 
 

5. Die Gerichtsgebühr von Fr. 2'000.– wird dem Beschwerdeführer auferlegt. 
 
 

Bellinzona, 3. März 2020 
 
Im Namen der Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zustellung an 
 
- Rechtsanwalt Philippe Currat 
- Bundesanwaltschaft 
 
 
 
Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.