# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 138f4a33-f020-51a3-8d80-bc7ddfa59f37
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-04-03
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 03.04.2014 200 2013 732
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-732_2014-04-03.pdf

## Full Text

200 13 732 IV
SCJ/RUM/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 3. April 2014

Verwaltungsrichter Scheidegger, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Grütter, Verwaltungsrichterin Stirnimann
Gerichtsschreiber Rüfenacht

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern 
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 5. Juni 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. April 2014, IV/13/732, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1953 geborene A.________ (fortan Versicherter bzw. Beschwerdefüh-
rer) meldete sich am 16. Oktober 2000 bei der IV-Stelle Bern (fortan IVB 
bzw. Beschwerdegegnerin) wegen einer Kubitalarthrose links (Dossier der 
IVB, Antwortbeilagen [AB] 5/1, 10/2) zum Bezug von IV-Leistungen in Form 
beruflicher Massnahmen (Umschulung) an (AB 1). Die IVB holte Unterla-
gen in erwerblicher und medizinischer Hinsicht ein und gewährte mit Mittei-
lung vom 18. Juni 2001 eine berufliche Abklärung in der Abklärungsstelle 
X.________ (AB 12, 16/2 ff.). Nachdem die Eingliederungsbemühungen er-
folglos verlaufen waren (AB 15), liess die IVB den Versicherten fachärztlich 
begutachten (Gutachten vom 6. Februar 2002 [AB 21]) und sprach ihm mit 
Verfügung vom 20. September 2002 bei einem Invaliditätsgrad von 65 % 
ab 1. März 2001 eine halbe Rente zu (AB 25). Aufgrund der im Rahmen 
der 4. IV-Revision per 1. Januar 2004 in Kraft getretenen neuen Rentenab-
stufung verfügte die IVB am 26. Februar 2004 bei gleichbleibendem Invali-
ditätsgrad (65 %) die Ausrichtung einer Dreiviertelsrente ab 1. Januar 2004 
(AB 39).

In der Folge bestätigte die IVB im Rahmen zweier von Amtes wegen einge-
leiteten Rentenrevisionsverfahren mit Mitteilungen vom 7. Januar 2009 und 
8. März 2011 bei unverändertem Invaliditätsgrad von 65 % den Anspruch 
auf die bisherige Dreiviertelsrente (AB 55, 62).

B.

Anlässlich eines weiteren Rentenrevisionsverfahrens wies der Versicherte 
am 24. Februar 2012 erneut auf eine – zuvor schon im Februar 2011 ange-
gebene (AB 60) – Verschlechterung des Gesundheitszustands seit einem 
Unfall vom 5. November 2009 betreffend das rechte Knie hin (AB 66; vgl. 
AB 61/6).

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Mit Verfügung vom 4. Dezember 2012 sprach die Schweizerische Unfall-
versicherungsanstalt (SUVA) dem Versicherten bei einem Invaliditätsgrad 
von 17 % ab 1. Dezember 2012 eine Invalidenrente der Unfallversicherung 
(UV) und überdies eine Integritätsentschädigung zu (AB 87). Diese Verfü-
gung focht der Beschwerdeführer mit Einsprache vom 17. Januar 2013 an 
(Dossier der SUVA [UV-act.] 141).

Die IVB ihrerseits holte aktuelle erwerbliche und medizinische Unterlagen 
ein und bot den Versicherten zu einer Arbeitsmarktlich-Medizinischen Ab-
klärung (AMA) auf (Abklärungsbericht AMA vom 23. Januar 2013 [AB 90] 
und AMA-Medizinische Dokumentation vom 21. Dezember 2012 [AB 88]). 
Gestützt darauf stellte sie dem Versicherten mit Vorbescheid vom 16. April 
2013 bei einem neu ermittelten Invaliditätsgrad von 35 % die Aufhebung 
der bisherigen Dreiviertelsrente in Aussicht (AB 93). Dagegen liess der Ver-
sicherte am 17. Mai 2013 Einwand erheben (AB 97). Mit Verfügung vom 
5. Juni 2013 hob die IVB die bisherige Rente, wie angekündigt, auf das En-
de des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats auf (AB 102).

Mit Schreiben vom 12. August 2013 hielt die SUVA gegenüber dem Versi-
cherten im UV-Verfahren fest, aufgrund der neusten medizinischen Unterla-
gen sei der Behandlungs- bzw. Fallabschluss noch nicht erreicht, weshalb 
die Rentenverfügung vom 4. Dezember 2012 zurückgenommen werde 
(UV-act. 159).

C.

Gegen die Verfügung der IVB vom 5. Juni 2013 liess der Versicherte, ver-
treten durch Rechtsanwalt Dr. iur. B.________, am 27. August 2013 Be-
schwerde erheben und beantragen, die angefochtene Verfügung sei auf-
zuheben. In der Begründung wird im Wesentlichen eine unvollständige 
Feststellung bzw. unrichtige Würdigung des rechtserheblichen medizini-
schen Sachverhalts gerügt. Insbesondere wird festgehalten, soweit die Be-
schwerdegegnerin hinsichtlich des rechten Knies die Optik der SUVA über-
nommen habe, sei die entsprechende Grundlage nunmehr dahingefallen, 
da die SUVA auf ihren früheren Entscheid zurückgekommen sei und den 
Fallabschluss heute als noch nicht erreicht betrachte. Sodann sei unerklär-

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lich, dass der SUVA-Kreisarzt ausserhalb seines Bereichs die Ellenbogen-
beschwerden als nicht existent bezeichnet habe und diese Sichtweise im 
IV-Verfahren leichtfertig übernommen worden sei (Beschwerde, S. 4 f.).

Mit Beschwerdeantwort vom 27. September 2013 beantragt die Beschwer-
degegnerin unter Verweis auf eine Stellungnahme des Regionalen Ärztli-
chen Dienstes der IV-Stellen (RAD) vom 19. September 2013 (im Gerichts-
dossier) die Abweisung der Beschwerde.

Mit Replik vom 12. Dezember 2013 sowie Duplik vom 12. Februar 2014 be-
stätigen die Parteien je ihre Anträge.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Ver-
waltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über den 
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist ge-
geben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversiche-
rung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Die 30-tägige Beschwerdefrist 
(Art. 60 Abs. 1 ATSG) ist unter Berücksichtigung der ursprünglich mangel-
haften Eröffnung der Verfügung (vgl. Schreiben der Beschwerdegegnerin 
vom 5. Juli 2013, AB 103) sowie des Fristenstillstands nach Art. 60 Abs. 2 
i.V.m. Art. 38 Abs. 4 lit. b ATSG) gewahrt. Da auch die Bestimmungen über 

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die Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantonalen 
Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 [VRPG; 
BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Angefochten ist die Verfügung vom 5. Juni 2013 (AB 102). Streitig 
ist die revisionsweise Aufhebung der laufenden IV-Rente auf das Ende des 
der Zustellung der Verfügung folgenden Monats.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG).

Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geisti-
gen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Be-
handlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der 
Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentli-

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che Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den In-
validitätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invali-
denrente ist deshalb nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des Ge-
sundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerb-
lichen Auswirkungen (oder die Auswirkungen auf die Betätigung im übli-
chen Aufgabenbereich) des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustan-
des erheblich verändert haben. Ein Revisionsgrund ist ferner unter Umstän-
den auch dann gegeben, wenn eine andere Art der Bemessung der Invali-
dität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des Aufgabenbereichs 
eingetreten ist (BGE 130 V 343 E. 3.5 S. 349, 117 V 198 E. 3b S. 199; Ent-
scheid des Bundesgerichts [BGer] vom 25. Juli 2013, 8C_441/2012, 
E. 3.1.1).

Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeitpunkt der 
ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur Zeit der 
streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 E. 3.5.2 
S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369, SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1). Wurde 
die Rente zuvor bereits revidiert oder bestätigt, so ist als zeitliche Ver-
gleichsbasis die letzte rechtskräftige Verfügung heranzuziehen, sofern eine 
materielle Überprüfung des Leistungsanspruches tatsächlich stattgefunden 
hat, d.h. eine rechtskonforme (medizinische) Sachverhaltsabklärung, eine 
Beweiswürdigung und gegebenenfalls – sofern Hinweise für eine Änderung 
in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands bestanden – 
ein Einkommensvergleich durchgeführt worden sind (BGE 133 V 108 E. 5.4 
S. 114; Entscheid des BGer vom 25. Juli 2013, 8C_441/2012, E. 3.1.2).

3.

Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung der anspruchserheblichen Ände-
rung (vgl. E. 2.3 hiervor) ist die unangefochten in Rechtskraft erwachsene 
rentenzusprechende Verfügung vom 20. September 2002 (AB 25). Anfang 
2004 erfolgte lediglich eine Anpassung der Rentenleistung an die neuen 
Bestimmungen der 4. IV-Revision (AB 39) und im Rahmen der nachfolgen-
den Rentenüberprüfungen (2009 und 2011) wurde der Rentenanspruch je-
weils ohne revisionsrechtlich relevante Prüfung allein gestützt auf ärztliche 

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Verlaufsberichte bestätigt (AB 55, 62). Massgebender Vergleichs- und Be-
urteilungszeitraum ist damit die Zeit vom 20. September 2002 bis zum Er-
lass der hier angefochtenen Verfügung vom 5. Juni 2013.

Die Rentenleistung wurde ursprünglich (2002) einzig aufgrund einer Beein-
trächtigung im Bereich des linken Ellenbogens zugesprochen (AB 21/4). Im 
November 2009 traten plötzlich rechtseitige Kniegelenksschmerzen auf. Im 
UV-Verfahren wurden in der Folge ein medialer Meniskusriss sowie dege-
nerative Veränderungen im Bereich des rechten Knies mit Auswirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit diagnostiziert (AB 65/10), welche zu mehreren Operati-
onen im Spitalzentrum C.________ führten (AB 65/1 ff.). Mit dieser – nach 
Erlass der rentenzusprechenden Verfügung vom 20. September 2002 auf-
getretenen – Knieproblematik rechts liegen in medizinischer Hinsicht Ver-
änderungen vor (vgl. AB 72/4), die grundsätzlich geeignet sind, den Invali-
ditätsgrad zu beeinflussen. Die Beschwerdegegnerin hat demnach zu 
Recht einen Revisionsgrund bejaht und den Invaliditätsgrad einer freien 
Prüfung unterzogen (BGE 117 V 198 E. 4b S. 200; SVR 2011 IV Nr. 37 
S. 109 E. 1.1), was in der Beschwerde als solches auch nicht in Frage ge-
stellt wird.

4.

4.1 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99). Der Beweiswert eines ärztlichen Be-
richts hängt davon ab, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend 
ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben wor-
den ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 

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Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfol-
gerungen begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist 
grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Be-
zeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als 
Bericht oder Gutachten, sondern dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 
S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass das So-
zialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, unabhän-
gig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, ob die 
verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander wi-
dersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, oh-
ne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, 
warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt 
(SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

4.2 Für die Verlaufsbeurteilung ab 2002 ist den Akten in medizinischer 
Hinsicht im Wesentlichen Folgendes zu entnehmen:

4.2.1 Im Bericht der SUVA … vom 8. Februar 2012 führte der Kreisarzt 
Dr. med. D.________, Facharzt für Chirurgie FMH, als Hauptdiagnose ei-
nen medialen Meniskusriss, degenerative Veränderungen femorotibial, me-
dial mehr als lateral, und degenerative Meniskusveränderungen medial und 
lateral auf. Therapien fänden keine mehr statt. Subjektiv werde noch über 
belastungsabhängige Schmerzen im rechten Kniegelenk geklagt. Der aktu-
elle Zustand könne als medizinisch weitgehend stabil betrachtet werden. 
Unfallbedingt zumutbar seien leichte bis mittelschwere Tätigkeiten, nach 
Möglichkeit wechselbelastend, vorzugsweise sitzend, mit kürzeren Geh- 
und Stehphasen. Nicht zumutbar seien längeres Gehen und Stehen, repeti-
tives Treppensteigen, Tätigkeiten auf unebenem bzw. abschüssigem Unter-
grund sowie Zwangshaltungen des rechten Kniegelenks in kauernder oder 
knieender Position. Ebenfalls nicht mehr zumutbar sei das längerdauernde 
Tragen von Gewichten über 10 kg. Unter Einhaltung dieser Zumutbarkeits-
kriterien sei eine ganztägige Arbeitsplatzpräsenz zumutbar. Aus kreisärztli-
cher Sicht bestünden keine Einschränkungen für die oberen Extremitäten. 
Eine 65 %-ige IV-Rente wegen Ellenbogenbeschwerden sei aufgrund der 

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klinischen Befunde nicht ganz nachvollziehbar. Medizinische Dokumente 
zum Ellenbogen links hätten allerdings nicht vorgelegen (AB 65/10 f.).

4.2.2 Im Bericht vom 24. März 2012 hielt die Hausärztin Dr. med. 
E.________, Allgemeine Innere Medizin FMH, einen seit Februar 2012 
stationär gebliebenen Gesundheitszustand fest. Es bestünden chronische 
belastungsabhängige Knieschmerzen rechts sowie die bekannte Ellenbo-
genproblematik links. Neue Befunde seien (seit Februar 2012) keine hinzu-
getreten. Der Beschwerdeführer könne wahrscheinlich eine sitzende, kör-
perlich leichte Arbeit ausführen, jedoch bestehe diesbezüglich ein Problem 
wegen der Sprache, des Alters, der fehlenden Ausbildung und wegen feh-
lender Computerkenntnisse (AB 68).

4.2.3 Im Bericht des Spitalzentrums C.________ vom 4. Mai 2012 wurden 
als Diagnosen persistierende neuropathische Schmerzen bei Status nach 
tiefem Wundinfekt, bei Status nach Tibiakopfosteotomie, Pseudarthrose-
operation, Spongiosaplastik, Reosteosynthese mit Tomofixplatte und bei 
Status nach Débridement, Metallentfernung sowie Wundrevision aufge-
führt. Sechs Monate nach dem letzten Débridement seien die Beschwerden 
insgesamt etwas rückläufig und die Beweglichkeit besser geworden. Es 
bestünden persistierende Schmerzen am rechten Unterschenkel bei 
Berührung und beim Gehen. Die bisherige Tätigkeit sei zumutbar, sofern 
ein Grossteil der Arbeit sitzend durchgeführt werden könne (AB 70/3 ff.).

4.2.4 Im Arztbericht des Regionalen Ärztlichen Dienstes der IV-Stellen 
(RAD) vom 29. August 2012 führte Dr. med. F.________, Facharzt für All-
gemeine Innere Medizin FMH, als Diagnosen mit Auswirkung auf die Ar-
beitsfähigkeit eine Arthrose des Ellenbogens links, eine Kniearthrose rechts 
sowie ein Streckdefizit des rechten Kleinfingers, eine linksseitig verminder-
te Faustschlusskraft und eine am linken Handgelenk fehlende Palmaris lon-
gus-Sehne auf. Auch wenn sich die Ellenbogengelenksbeweglichkeit links 
im Vergleich zur Referenzsachlage gemäss rheumatologischem Gutachten 
von 2002 etwas verbessert habe, sei nicht anzunehmen, dass sich, bei da-
mals nachgewiesener fortgeschrittener Ellenbogenarthrose, die Belastbar-
keit des linken Ellenbogens wesentlich verbessert habe. Eine im Vergleich 
zur Referenzsachlage zusätzliche funktionelle Einschränkung ergebe sich 
von Seiten des rechten Kniegelenks. Je nach Anforderung an die manuelle 

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Tätigkeit wirke sich möglicherweise auch das vom SUVA-Kreisarzt erhobe-
ne Streckdefizit des rechten Kleinfingers sowie die links verminderte Faust-
schlusskraft und die am linken Handgelenk fehlende Palmaris longus-Seh-
ne auf die Arbeitsfähigkeit aus. Hinsichtlich des linken Ellenbogens ergebe 
sich aufgrund der vorliegenden Unterlagen keine Verschlechterung des Ge-
sundheitszustandes. Zusammenfassend seien aufgrund des rheumatologi-
schen Gutachtens von 2002 und des kreisärztlichen Berichts vom 8. Febru-
ar 2012 leichte bis mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeiten, vorzugs-
weise sitzend, mit kürzeren Geh- und Stehpausen sowie einer Gewichtsli-
mite von 10 kg zu maximal 50 % (Halbtagespensum) zumutbar. Möglicher-
weise vermöchte der Beschwerdeführer in Anbetracht der Ausführungen 
des SUVA-Kreisarztes zu den Ellenbogenbeschwerden auch ein höheres 
Tagespensum zu erbringen, was im Rahmen einer AMA evaluiert werden 
könnte (AB 72/4 f.).

4.2.5 Im Bericht „AMA-Medizinische Dokumentation“ vom 21. Dezember 
2012 hielt die RAD-Ärztin Dr. med. G.________, Fachärztin für Allgemeine 
Innere Medizin FMH, als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
eine Kniearthrose rechts und ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ei-
nen Status nach einer Ellenbogenarthrose links fest. Die ursprüngliche 
Problematik im Ellenbogen sei verschwunden und begründe keine Ein-
schränkungen mehr. Der Beschwerdeführer könne den Ellenbogen pro-
blemlos strecken und beugen und auch Gewichte heben. Zu berücksichti-
gen seien die Ursache und Folgen der valgisierenden Tibiaosteotomie von 
November 2010. Der Beschwerdeführer erwähne, dass die Schmerzen mit 
zunehmendem Gehen besser würden. Insofern sei eine wechselbelastende 
bzw. sogar eine überwiegend gehende Tätigkeit günstig, eine überwiegend 
sitzende Tätigkeit dagegen nicht angezeigt. Zumutbar seien somit wechsel-
belastende Tätigkeiten, wobei Stehen an Ort eher wenig vorkommen sollte. 
Längere Gehstrecken seien möglich, ebenso das Heben und Tragen mittel-
schwerer Gewichte. Dem Zumutbarkeitsprofil der SUVA werde insgesamt 
zugestimmt, wobei festzuhalten sei, dass der Beschwerdeführer Phasen 
mit Gehen solchen mit Sitzen vorziehe. Bei einem grundsätzlich ganzen Ar-
beitspensum bestehe für angepasste Tätigkeiten eine Leistungseinschrän-
kung bedingt durch die Kniearthrose von 10-20 %. Für solchermassen an-

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gepasste Tätigkeiten bestehe seitens der früheren Verletzung am Ellenbo-
gen keine weitere Einschränkung (AB 88/9, 90/7 f.).

4.2.6 Im – nach Erlass der hier angefochtenen Verfügung ergangenen – 
Bericht vom 20. Juni 2013 des Spitalzentrums C.________ wurde als Dia-
gnose eine fortgeschrittene Gonarthrose aufgeführt. Seit der letzten Kon-
sultation im März 2012 seien die Beschwerden im rechten Kniegelenk ste-
tig zunehmend im Sinne von Schmerzen bei Ruhe und Belastung. Insbe-
sondere bestünden auch starke Schmerzen nachts sowie ausgeprägte An-
laufschmerzen. Auf der lateralen Seite direkt unter dem Kniegelenk auf 
einem Areal von ca. 20x5 cm habe der Beschwerdeführer seit dem ersten 
Eingriff keine richtige Sensibilität mehr. Es habe sich innerhalb von 15 Mo-
naten (im Vergleich zu den Voraufnahmen vom 16. März 2012) eine 
schwere Gonarthrose ausgebildet. Sowohl lateral wie auch medial sei kein 
Knorpel mehr vorhanden. Die einzige Möglichkeit, dem Beschwerdeführer 
zu helfen, sei die Implantation einer Knietotalprothese (UV-act. 153).

4.3 Was vorab die Arthrose des Ellenbogengelenks anbetrifft, hatte Dr. 
med. H.________, Facharzt für Rheumatologie und Allgemeine Innere Me-
dizin FMH, in seinem – der ursprünglichen rentenzusprechenden Verfü-
gung zugrundeliegenden – Gutachten vom 6. Mai 2002 eine Arbeitsun-
fähigkeit von 50 % in einer angepassten Tätigkeit postuliert. Dabei hatte er 
namentlich festgehalten, repetitive und schwere manuelle Tätigkeiten seien 
aufgrund der objektivierbaren Beschwerden nicht mehr zumutbar. Weshalb 
darüber hinaus jedoch auch eine optimal angepasste Tätigkeit nur zu 50 % 
zumutbar sein soll, lässt sich diesem Gutachten nicht schlüssig entnehmen. 
Dr. med. H.________ hatte insoweit einzig auf die berufliche Abklärung der 
IV (Juni bis Oktober 2001; vgl. AB 12 u. 15) verwiesen, welche gezeigt ha-
be, dass auch bei einer manuell nur wenig belastenden Arbeit das Arbeits-
pensum nicht auf über 50 % habe gesteigert werden können (AB 21/5 f.). 
Für die Beurteilung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit ist jedoch nicht auf 
das subjektive Empfinden der versicherten Person oder auf einen konkre-
ten Arbeitsversuch, sondern allein auf eine objektive (medizinisch-theoreti-
sche) Betrachtungsweise abzustellen. Denn die Wahrnehmung und Ein-
schätzung der versicherten Person allein, welche auch einen konkreten Ar-
beitsversuch zu beeinflussen vermag, kann für die Beurteilung der Leis-

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tungsfähigkeit nicht massgebend sein, da ein behandlungsbedürftiger Pati-
ent kaum je in der Lage sein dürfte, seine gesundheitlichen Beeinträchti-
gungen und seine Leistungsfähigkeit unter Ausschluss allfälliger invali-
ditätsfremder Faktoren einer objektiven Betrachtungsweise zu unterziehen 
(vgl. Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 28. Mai 
2004, I 677/03, E. 2.3.1).

Vor diesem Hintergrund ist, entgegen der Auffassung des Beschwerdefüh-
rers (Beschwerde, S. 5), nicht per se „völlig unerklärlich“, dass der Kreisarzt 
der SUVA anlässlich der Abschlussuntersuchung vom 8. Februar 2012 zum 
Schluss gelangte, die Berentung allein wegen der Ellenbogenbeschwerden 
sei aufgrund der klinischen Befunde nicht nachvollziehbar (AB 65/11); dies 
umso mehr, als nach den Akten die Befundlage bis zu diesem Zeitpunkt im 
Vergleich zum Gutachten von 2002 gleichgeblieben ist bzw. sich jedenfalls 
nicht verschlimmert hat (AB 53/1, 61/6). Sodann vermochte auch die RAD-
Ärztin Dr. med. G.________ anlässlich ihrer Untersuchungen im Rahmen 
der AMA vom 12. November bis 9. Dezember 2012 hinsichtlich des Ellen-
bogen links keine Befunde mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zu erhe-
ben. Namentlich konnte der Beschwerdeführer den Ellenbogen problemlos 
strecken bzw. beugen und auch mittlere Gewichte heben. Entsprechend 
hielt die RAD-Ärztin nachvollziehbar fest, dass für adaptierte Tätigkeiten 
ohne das Heben und Tragen schwerer Gewichte von Seiten des linken 
Ellenbogens keine weiteren Einschränkungen bestünden (AB 88/9). Darauf 
kann abgestellt werden, zumal auch der SUVA-Kreisarzt angepasste Tätig-
keiten ohne übermässige Belastung des linken Arms diesbezüglich als voll 
zumutbar erklärt hat (UV-act. 120).

4.4 Das der angefochtenen Verfügung vom 5. Juni 2013 (AB 102) zu-
grunde liegende Zumutbarkeitsprofil berücksichtigt somit zu Recht nur die 
Einschränkungen von Seiten der Knieproblematik rechts. Es beruht auf der 
Einschätzung des SUVA-Kreisarztes vom 8. Februar 2012 (AB 65/11), die 
von der RAD-Ärztin Dr. med. G.________ aufgrund eigener Untersuchung 
anlässlich der AMA vom 12. November bis 9. Dezember 2012 weitgehend 
übernommen worden ist, wobei sie jedoch aufgrund der Kniearthrose eine 
zusätzliche Leistungseinschränkung von 10 bis 20 % für eine angepasste 
Tätigkeit postuliert hat (AB 88/9).

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Umstritten und nachfolgend zu prüfen ist die Frage, ob dieses Zumutbar-
keitsprofil, auf das sich die Beschwerdegegnerin abstützt, mit Blick auf die 
persistierende Knieproblematik auch im Zeitpunkt der angefochtenen Ver-
fügung vom 5. Juni 2013 noch Gültigkeit hat.

4.5

4.5.1 Das Sozialversicherungsgericht beurteilt die Gesetzmässigkeit der 
angefochtenen Verfügung in der Regel nach dem Sachverhalt, der zur Zeit 
ihres Erlasses gegeben war. Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither ver-
ändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungs-
verfügung sein (BGE 130 V 138 E. 2.1 S. 140). Nach dem Erlass des Ein-
spracheentscheides verfasste Arztberichte sind nicht in die Beurteilung mit 
einzubeziehen, soweit sie keine Rückschlüsse auf die im Zeitpunkt des Ab-
schlusses des Verwaltungsverfahrens bestehende Situation erlauben (SVR 
2008 IV Nr. 8 S. 25 E. 3.4).

4.5.2 Im Bericht vom 20. Juni 2013 hielt das Spitalzentrum C.________ 
aufgrund einer radiologischen Untersuchung vom 18. Juni 2013 fest, inner-
halb von 15 Monaten (im Vergleich zu den Voraufnahmen vom 16. März 
2012) habe sich eine schwere Gonarthrose ausgebildet mit der Indikation 
zur Implantation einer Knietotalprothese (UV-act. 153). Gestützt darauf kam 
die SUVA mit Schreiben vom 12. August 2013 auf den Fallabschluss 
zurück und richtete rückwirkend ab 10. Dezember 2012 auf der Basis einer 
vollständigen Arbeitsunfähigkeit Taggelder aus (UV-act. 159). Nachdem am 
6. August 2013 eine Kniearthroskopie mit Biopsieentnahme durchgeführt 
worden war, um eine chronische Infektion auszuschliessen (UV-act. 172/1, 
175), erfolgte Anfang November 2013 die Implantation der Knietotalprothe-
se. Es wurde prognostisch eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bis 31. Ja-
nuar 2014 attestiert (UV-act. 179).

Entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin (Duplik, S. 2) sind die 
nach Verfügungserlass erstatteten Berichte des Spitalzentrums 
C.________ zu berücksichtigen, weil sie im Sinne der hiervor zitierten 
Rechtsprechung Rückschlüsse auf die Zeit vor Verfügungserlass zulassen 
(vgl. E. 4.3.2 hiervor). Denn gestützt auf diese Unterlagen ist mit dem Be-
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass sich in der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. April 2014, IV/13/732, Seite 14

Zeit vom 16. März 2012 bis 18. Juni 2013 eine schwere Gonarthrose entwi-
ckelt hat, welche die Implantation einer Knietotalprothese erforderlich 
machte. Es kann somit ohne weiteres davon ausgegangen werden, dass 
die Entwicklung der im Bericht des Spitalzentrums C.________ vom 
20. Juni 2013 beschriebenen fortgeschrittenen Gonarthrose mit komplettem 
Verlust der Knorpelschicht (UV-act. 153/2) massgeblich vor Erlass der Ver-
fügung vom 5. Juni 2013 stattgefunden hat.

Unter diesen Umständen bestehen erhebliche Anhaltspunkte dafür, dass 
das Zumutbarkeitsprofil, wie es am 8. Februar 2012 vom SUVA-Kreisarzt 
formuliert (AB 65/11) und im November 2012 von der RAD-Ärztin im We-
sentlichen bestätigt wurde (AB 88/9), im Zeitpunkt der angefochtenen Ver-
fügung vom 5. Juni 2013 keine Gültigkeit mehr hatte. Damit beruht der Ein-
kommensvergleich, wie er der angefochtenen Verfügung zugrunde liegt, 
auf einem ärztlichen Zumutbarkeitsprofil, das im Zeitpunkt des Verfügungs-
erlasses aufgrund der rasch progredienten Gonarthrose möglicherweise 
keine Geltung mehr hatte. Wie es sich damit genau verhält, kann aufgrund 
der in den Akten liegenden Operationsberichte jedoch nicht abschliessend 
beurteilt werden.

4.6 Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung aufzuheben 
und die Akten sind an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie 
die Auswirkungen der Gonarthrose auf die zumutbare Leistungsfähigkeit 
abklärt und über den Rentenanspruch nach Abschluss der postoperativen 
Rehabilitation erneut befindet. Dabei wird – namentlich mit Blick auf die sei-
tens des Spitalzentrums C.________ attestierte vollständige Arbeitsun-
fähigkeit vom 31. Oktober 2013 bis 31. Januar 2014 – auch der Anspruch 
auf eine mögliche befristete Erhöhung der laufenden Dreiviertelsrente zu 
prüfen sein.

Dieses Vorgehen rechtfertigt sich umso mehr, als die SUVA am 12. August 
2013 auf ihren ursprünglichen Fallabschluss zurückgekommen ist, ab De-
zember 2012 erneut eine vollständige Arbeitsunfähigkeit anerkannt hat und 
bis auf weiteres entsprechende Taggelder erbringt.

4.7 Wurde – wie hier (AB 102/2) – der Beschwerde gegen eine Verfü-
gung, mit der die Rente revisionsweise herabgesetzt oder aufgehoben wird, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. April 2014, IV/13/732, Seite 15

die aufschiebende Wirkung entzogen, so dauert dieser Entzug bei Rück-
weisung der Sache an die Verwaltung zur Vornahme weiterer Abklärungen 
grundsätzlich – unter Vorbehalt hier nicht vorliegender Ausnahmen – auch 
noch für den Zeitraum dieses Abklärungsverfahrens bis zum Erlass der 
neuen Verfügung an (BGE 129 V 370; SVR 2013 IV Nr. 37 S. 112 E. 3.1).

5.

5.1 Nach Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten, ge-
richtlich bestimmt auf Fr. 700.--, sind entsprechend dem Ausgang des Ver-
fahrens der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen (vgl. zur Kostenpflicht der 
IV-Stelle Bern: BVR 2009 S. 186 ff. E. 4). Der vom Beschwerdeführer ge-
leistete Kostenvorschuss von Fr. 700.-- ist nach Rechtskraft des Urteils zu-
rückzuerstatten.

5.2 Der obsiegende Beschwerdeführer hat Anspruch auf Ersatz seiner 
Parteikosten (Art. 61 lit. g ATSG). Der von Rechtsanwalt Dr. iur. 
B.________ mit Honorarnote vom 6. März 2014 geltend gemachte Auf-
wand von total Fr. 2'953.80 (inkl. Auslagen und MWSt.) ist dem vorliegen-
den Verfahren angemessen und nicht zu beanstanden. Die Beschwerde-
gegnerin hat dem Beschwerdeführer diese Parteikosten zu ersetzen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Bern vom 5. Juni 2013 aufgehoben und die Sache an die Be-
schwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie nach Vornahme der Ab-
klärungen im Sinne der Erwägungen neu verfüge.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. April 2014, IV/13/732, Seite 16

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. Der vom Beschwerdeführer geleistete Kos-
tenvorschuss von Fr. 700.-- wird nach Rechtskraft des Urteils zurücker-
stattet.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 2‘953.80 (inkl. Auslagen und MWSt.), zu 
ersetzen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt Dr. B.________ z.H. des Beschwerdeführers (samt ein-

gereichten Akten)
- IV-Stelle Bern (samt eingereichten Akten)
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Hinweis: Im Falle einer Anfechtung dieses Entscheides sind die Akten dem 
Bundesgericht zuzustellen.

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.