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**Case Identifier:** b5854a66-9a1f-5944-b396-d0ffd59e8be9
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-11-04
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 04.11.2010 C-6728/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-6728-2008_2010-11-04.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-6728/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  4 .  N o v e m b e r  2 0 1 0

Richter Beat Weber (Vorsitz), 
Richter Alberto Meuli, 
Richter Johannes Frölicher, 
Gerichtsschreiber Daniel Stufetti.

C._______, Türkei,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Invalidenrente (Revision); Verfügung der IVSTA vom 
2. Oktober 2008.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-6728/2008

Sachverhalt:

A.
Der  am  (Geburtsdatum)  geborene  C._______  (Versicherter), 
türkischer Staatsangehöriger, wohnte in den Jahren von 1986 bis 2006 
in  der  Schweiz,  war  von 1986  –  2003 erwerbstätig  und  von 2004  - 
2006  nicht  erwerbstätig,  und  entrichtete  dabei  Beiträge  an  die 
schweizerischen  Alters-,  Hinterlassenen-  und  Invalidenversicherung 
(AHV/IV). Am 12. Mai 2004 meldete er sich bei der schweizerischen 
Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Eingang gemäss IV 5 
am 13. Mai 2004 ).

Mit  Verfügung vom 10. August 2005 (IV 22) sprach die IV-Stelle des 
Kantons  Aargau  (nachfolgend  kantonale  IV-Stelle)  C._______  mit 
Wirkung ab 1. Januar 2004 bei einem Invaliditätsgrad von 60 % eine 
Dreiviertelsrente und drei Kinderrenten zur Rente des Vaters zu. 

B.
B.a Nachdem der Versicherte in sein Heimatland Türkei zurückgekehrt 
war (IV 34),  überwies  die kantonale  IV-Stelle  am 13. April  2006 die 
Akten der IV-Stelle für Versicherte im Ausland (IVSTA oder Vorinstanz). 
Mit  Verfügung vom 17. März 2006 (IV 28) bestätigte die IVSTA dem 
Versicherten  mit  Wirkung  ab  1.  April  2006  die  Ausrichtung  einer 
Dreiviertelsrente und zweier ordentlicher Kinderrenten zur Rente des 
Vaters. 

B.b Im Hinblick auf die für Juni 2007 vorgesehene Rentenrevision (IV 
24) wandte sich die IVSTA am 9. November 2007 an den ärztlichen 
Dienst  der  IV-Stelle  (IV  38).  In  seiner  Stellungnahme  vom  12. 
Dezember  2007  empfahl  der  RAD  Rhone  die  Durchführung  einer 
orthopädischen  Begutachtung  in  der  Schweiz  (IV 39). Mit  Schreiben 
vom  9. Januar  2008  forderte  die  IVSTA  den  Versicherten  zur  Be-
urteilung  des  weiteren  Leistungsanspruchs  zu  einer  ärztlichen  Ab-
klärung in die Schweiz auf (IV 41). Auf Veranlassung der IVSTA wurde 
der  Versicherte  am 14. April  2008  von Dr. med. W._______,  Ortho-
pädische Chirurgie, in (Ortschaft) untersucht und begutachtet (IV 50). 
Ferner  holte  die  IVSTA  beim  Versicherten  den  Fragebogen  für  die 
Rentenrevision  ein  (IV  53  und  57).  Am  4.  Juni  2008  nahm  Dr. 
H._______, RAD Rhone, zu den medizinischen Befunden Stellung (IV 
55). 

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B.c Mit  Vorbescheid vom 15. Juli  2008 (IV 60) teilte die IVSTA dem 
Versicherten  mit,  aufgrund  der  medizinischen  Abklärungen  ergebe 
sich, dass sich sein Gesundheitszustand verbessert  habe und er ab 
dem 14. April 2008 wieder eine dem Gesundheitszustand angepasste 
Tätigkeit ausüben könne, bei welcher er mehr als 50 % des Erwerbs-
einkommens erzielten könnte, das er erreichen würde, wenn keine In-
validität vorläge. Daher bestünde kein Anspruch mehr auf eine Rente. 
Der  Versicherte  gab  innerhalb  der  angesetzten  Frist  keine  Stellung-
nahme ab. 

Mit Verfügung vom 2. Oktober 2008 (IV 63) bestätigte die IVSTA ihren 
Vorbescheid  vom  15.  Juli  2008  und  stellte  die  Rente  ab  dem  1. 
Dezember 2008 ein.

C.
C.a Gegen diese Verfügung erhob C._______ (Beschwerdeführer) mit 
Eingabe  vom  22.  Oktober  2008  (Poststempel)  Beschwerde  beim 
Bundesverwaltungsgericht (act. 1). Darin beantragte er die Aufhebung 
der angefochtenen Verfügung und die weitere Ausrichtung der Rente. 
Der  Gesundheitszustand  habe sich  nicht  verbessert  und  es  sei  ihm 
auch nicht möglich, eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen. Die Vorinstanz 
habe den Sachverhalt  nicht genügend abgeklärt,  und es sei ihm vor 
Erlass  der  angefochtenen  Verfügung  das  rechtliche  Gehör  nicht  ge-
währt  worden.  Zudem  beantragte  er  zur  Untermauerung  seines 
Standpunktes  weitere  medizinische  Abklärungen  in  der  Schweiz. 
Schliesslich  beantragte  er,  der  Beschwerde  sei  die  aufschiebende 
Wirkung zu erteilen.

C.b In  ihrer  Vernehmlassung  vom  21.  November  2008  (act.  6)  be-
antragte  die  Vorinstanz die Abweisung der  Beschwerde und die  Ab-
weisung  des  Gesuches  um  Wiederherstellung  der  aufschiebenden 
Wirkung der Beschwerde. Die ärztliche Abklärung in der Schweiz und 
die Stellungnahme des RAD hätten eine schlüssige Begutachtung des 
Gesundheitszustandes  und  dessen  Auswirkungen  auf  die  Erwerbs-
fähigkeit  des  Beschwerdeführers  ermöglicht,  sodass  weitere  Ab-
klärungsmassnahmen als  nicht  notwendig  erschienen  seien.  Daraus 
habe sich ergeben, dass dieser  für  belastende Tätigkeiten,  wie dies 
als  Arbeiter  in  einer  Metallgiesserei  der  Fall  gewesen sei,  zu 80 %, 
und in leichten Verweistätigkeiten uneingeschränkt arbeitsfähig sei. Für 
den Entzug der  aufschiebenden Wirkung spreche das überwiegende 
Interesse  der  Verwaltung  an  der  sofortigen  Vollstreckung  der  Ver-

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fügung, welches höher als das mit dem Wegfall der Rente begründete 
Interesse des Beschwerdeführers wiege.

C.c Mit Zwischenverfügung vom 5. Dezember 2008 (act. 7) wies das 
Bundesverwaltungsgericht  das  Gesuch  des  Beschwerdeführers  um 
Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung ab.

C.d Mit  Verfügung  vom 7. Januar  2009  (act.  9)  stellte  das  Bundes-
verwaltungsgericht dem Beschwerdeführer ein Doppel der vorinstanz-
lichen Vernehmlassung vom 21. November 2008 zu und gab ihm Ge-
legenheit  zur  Replik.  Innerhalb  der  angesetzten  Frist  liess  sich  der 
Beschwerdeführer nicht vernehmen, worauf am 13. Oktober 2009 der 
Schriftenwechsel geschlossen wurde (act. 13). 

C.e Den mit  Zwischenverfügung vom 13. Februar  2009 (act. 10)  er-
hobenen Kostenvorschuss von Fr. 400.- hat der Beschwerdeführer am 
26. Februar 2009 einbezahlt (act. 12).

C.f Auf weitere Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten 
wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen 
eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss Art. 31 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesverwaltungsgericht (VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 33 
Bst. d  VGG und  Art. 69  Abs. 1  Bst. b  des  Bundesgesetzes  über  die 
Invalidenversicherung  vom  19. Juni  1959  (IVG,  SR 831.20)  beurteilt 
das  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerden gegen Verfügungen der 
Vorinstanz. Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor.

1.2 Nach Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundesver-
waltungsgericht nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes be-
stimmt.  Indes  findet  das  VwVG  aufgrund  von  Art. 3  Bst. dbis des 
Bundesgesetzes  vom 20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsver-
fahren  (VwVG,  SR 172.021)  keine  Anwendung  in  Sozialver-
sicherungssachen,  soweit  das  Bundesgesetz  vom  6. Oktober  2000 
über  den  Allgemeinen  Teil  des  Sozialversicherungsrechts  (ATSG, 
SR 830.1)  anwendbar  ist.  Gemäss  Art. 1  Abs. 1  IVG  sind  die  Be-

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stimmungen des ATSG auf  die  Invalidenversicherung (Art. 1a  -  26bis 

und 28 - 70) anwendbar, soweit das IVG nicht ausdrücklich eine Ab-
weichung vom ATSG vorsieht.

1.3 Der  Beschwerdeführer  hat  am  vorinstanzlichen  Verfahren  teil-
genommen;  er  ist  als  Adressat  der  angefochtenen  Verfügung  be-
sonders berührt  und hat  ein schutzwürdiges Interesse an deren An-
fechtung (Art. 59 ATSG, Art. 48 Abs. 1 VwVG). Er  ist  daher  zur Be-
schwerde legitimiert. 

1.4 Da die Beschwerde im Übrigen frist- und formgerecht eingereicht 
und  der  Kostenvorschuss  fristgerecht  geleistet  wurde,  ist  auf  die 
Beschwerde einzutreten (Art. 38  Abs. 4 und 60 ATSG sowie  Art.  52 
und 63 Abs. 4 VwVG).

2.
Vorab ist zu prüfen, welche Rechtsnormen im vorliegenden Verfahren 
zur Anwendung gelangen.

2.1 Der  Beschwerdeführer  ist  türkischer  Staatsangehöriger,  weshalb 
das  Abkommen  vom  1.  Mai  1969  zwischen  der  Schweiz  und  der 
Republik  Türkei  über  soziale  Sicherheit  (SR  0.831.109.763.1;  im 
Folgenden:  Abkommen)  Anwendung  findet.  Nach  Art.  2  Abs.  1  des 
Abkommens  sind  die  Staatsangehörigen  der  einen  Vertragspartei  in 
ihren Rechten und Pflichten aus der Gesetzgebung der anderen Ver-
tragspartei - wozu auch die schweizerische Bundesgesetzgebung über 
die  IV  gehört  (vgl.  Art.  1  Bst.  B  Abs.  1  Bst.  b  des  Abkommens)  - 
einander  gleichgestellt,  soweit  nichts  anderes  bestimmt  ist. 
Insbesondere steht türkischen Staatsangehörigen unter den gleichen 
Voraussetzungen  wie  Schweizer  Bürgern  ein  Anspruch  auf  ausser-
ordentliche  Invalidenrenten  zu,  solange  sich  ihr  Wohnsitz  in  der 
Schweiz befindet und sie unmittelbar vor dem Zeitpunkt, von welchem 
an die Rente verlangt wird, ununterbrochen während mindestens fünf 
Jahren in der Schweiz gewohnt haben (vgl. Art. 11 des Abkommens). 
Weitere,  im  vorliegenden  Verfahren  relevante  Abweichungen  vom 
Gleichbehandlungsgrundsatz finden sich weder im Abkommen selbst 
noch in der dazugehörigen Verwaltungsvereinbarung vom 14. Januar 
1970 (SR 0.831.109.763.11). Daher  beurteilt  sich die  Frage,  ob und 
gegebenenfalls  ab  wann  ein  Anspruch  des  Beschwerdeführers  auf 
ordentliche Rentenleistungen der IV entstanden sind, alleine aufgrund 
der schweizerischen Rechtsvorschriften.

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2.2  Weil  in  zeitlicher  Hinsicht  grundsätzlich  diejenigen  Rechtssätze 
massgebend  sind,  die  bei  der  Erfüllung  des  zu  Rechtsfolgen 
führenden Tatbestandes Geltung haben, und weil ferner die Gerichte 
bei  der Beurteilung eines Falles grundsätzlich auf den bis zum Zeit-
punkt des angefochtenen Verwaltungsaktes, hier der Verfügung vom 2. 
Oktober 2008, eingetretenen Sachverhalt  abstellen (BGE 130 V 329, 
BGE  129  V  4  E.  1.2  mit  Hinweisen),  sind  die  ab  1.  Januar  2003 
geltenden Bestimmungen des ATSG anwendbar.

2.3 Ein  allfälliger  Leistungsanspruch  ist  für  die  Zeit  vor  einem 
Rechtswechsel aufgrund der bisherigen und ab diesem Zeitpunkt nach 
den  neuen  Normen zu  prüfen  (pro  rata  temporis;  BGE 130  V  445). 
Entsprechend ist das IVG für den Zeitraum vom 1. Januar 2004 bis 31. 
Dezember 2007 in der Fassung vom 21. März 2003 (4. IV-Revision; AS 
2003 3837, nachfolgend "aIVG") anwendbar, ab dem 1. Januar 2008 in 
der Fassung gemäss 5. IV-Revision (Änderungen vom 6. Oktober 2006 
[AS 2007 5129], nachfolgend "IVG"). Die IVV ist für den Zeitraum vom 
1. Januar 2004 bis 31. Dezember 2007 in ihrer Fassung vom 21. Mai 
2003 (4. IV-Revision; AS 2003 3859)  anwendbar,  ab dem 1. Januar 
2008  in  der  Fassung  gemäss  5.  IV-Revision  (Änderungen  vom  28. 
September 2007 [AS 2007 5155]).

3.
3.1 Der  Beschwerdeführer  rügt  eine  Verletzung  des  rechtlichen  Ge-
hörs, da ihm die Vorinstanz vor Erlass der angefochtenen Verfügung 
vom 2. Oktober 2008 keine Gehörsmöglichkeit gegeben habe. 

3.1.1 Im Bereich  der  Invalidenversicherung hat  die  Verwaltung -  ab-
gesehen von hier  nicht  massgebenden Ausnahmen (vgl. BGE 134 V 
97) - das rechtliche Gehör im Vorbescheidverfahren grundsätzlich zu 
gewähren.

3.1.2 Gemäss Art. 57a Abs. 1 IVG teilt die IV-Stelle der versicherten 
Person den vorgesehenen Endentscheid über ein Leistungsbegehren 
oder  den  Entzug  oder  die  Herabsetzung  einer  bisher  gewährten 
Leistung mittels Vorbescheid mit (Satz 1). Die versicherte Person hat 
Anspruch auf rechtliches Gehör im Sinne von Artikel 42 ATSG (Satz 
2). Die Parteien können innerhalb von 30 Tagen Einwände zum Vor-
bescheid vorbringen (Art. 73ter Abs. 1 der Verordnung vom 17. Januar 
1961  über  die  Invalidenversicherung  [IVV,  SR  831.201]).  Die  ver-
sicherte Person kann ihre Einwände schriftlich oder mündlich bei der 
IV-Stelle vorbringen (Art. 73ter Abs. 2 Satz 1 IVV). Beschliesst die IV-

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Stelle über ein Leistungsbegehren, hat sie sich in der Begründung mit 
den für den Beschluss relevanten Einwänden auseinander zu setzen 
(Art. 74 Abs. 2 IVV).

Das  Vorbescheidverfahren  wurde  im  Rahmen  der  Massnahmen  zur 
Verfahrensstraffung per 1. Juli  2006 wieder eingeführt,  mit  dem Ziel, 
eine unkomplizierte Diskussion des Sachverhalts zu ermöglichen und 
dadurch die  Akzeptanz der  Entscheide bei  den Versicherten zu ver-
bessern (BGE 134 V 97 E. 2.7). Der Dialog zwischen der IV-Stelle und 
der versicherten Person sowie deren Einbezug in die Ermittlung des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  erschienen  dem  Gesetzgeber  ent-
scheidend für die Verbesserung der Akzeptanz der Entscheide der IV-
Stellen.  An  die  Gewährung  des  rechtlichen  Gehörs  und  die  daraus 
fliessende  Begründungspflicht  sind  daher  erhöhte  Anforderungen  zu 
stellen  (vgl.  HANS-JAKOB MOSIMANN,  Vorbescheidverfahren  statt  Ein-
spracheverfahren  in  der  IV, Schweizerische  Zeitschrift  für  Sozialver-
sicherung  und  berufliche  Vorsorge,  2006  S.  277  ff.  mit  Hinweisen; 
Urteil BVGer C-7730/2007 vom 18. Mai 2009 E. 3.2.2).

3.1.3 Im Vorbescheid vom 15. Juli 2008 hielt die IV-Stelle - nach Dar-
legung der  gesetzlichen Grundlagen,  insbesondere zu den Begriffen 
der Invalidität und zur Invaliditätsbemessung bei Erwerbstätigen sowie 
bei Nicht- und Teilerwerbstätigen (vgl. Art. 28a Abs. 2 und 3 IVG) - fest, 
auf  Grund der neu erhaltenen Unterlagen könne festgestellt  werden, 
dass der Versicherte ab 14. April 2008 wieder eine dem Gesundheits-
zustand angepasste Tätigkeit ausüben könne. Dabei könnte mehr als 
50  %  des  Erwerbseinkommens  erzielt  werden,  als  heute  erreicht 
würde, wenn keine Invalidität vorläge. Für die Bemessung des Invalidi-
tätsgrades sei es unerheblich, ob eine zumutbare Tätigkeit tatsächlich 
ausgeübt werde. Dem Beschwerdeführer wurde Gelegenheit gegeben, 
gegen diesen Vorbescheid innert 30 Tagen Einwand zu erheben. Ohne 
eine  Antwort  würde  die  IV-Stelle  nach  Ablauf  dieser  Frist  eine  be-
schwerdefähige  Verfügung  im  erwähnten  Sinne  erlassen.  Der  Vor-
bescheid wurde dem Beschwerdeführer mit eingeschriebener Post an 
seine  Adresse  in  der  Türkei  zugestellt.  Der  Beschwerdeführer  hatte 
sich  innerhalb  der  auferlegten  Frist,  soweit  aktenkundig,  zum  Vor-
bescheid nicht geäussert, weshalb die Vorinstanz, wie angedroht und 
zu Recht davon ausgehend, dass dieser keine Bemerkungen habe, die 
angefochtene Verfügung erlassen hatte. Das rechtliche Gehör wurde 
daher nicht verletzt. 

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3.2 Der  Beschwerdeführer  rügt  eine  weitere  Verletzung  des  recht-
lichen Gehörs, da die Vorinstanz die angefochtene Verfügung vom 2. 
Oktober  2008  nicht  hinreichend  begründet  habe. So  habe  sie  nicht 
gesagt,  auf  welche  „Unterlagen“  im  Einzelnen  sie  ihre  Feststellung 
zum Gesundheitszustand gestützt habe.

3.2.1 Gemäss Art. 35 Abs. 1 VwVG müssen schriftliche Verfügungen 
grundsätzlich  immer  begründet  werden.  Bei  der  Begründungspflicht 
handelt  es  sich  um  einen  Teilgehalt  des  Anspruchs  auf  rechtliches 
Gehör  (Art.  29  Abs.  2  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen 
Eidgenossenschaft  vom  18.  April  1999  [BV,  SR  101];  ULRICH 
HÄFELIN/WALTER HALLER/HELEN KELLER,  Schweizerisches  Bundesstaats-
recht,  7. Aufl.,  Zürich  2008,  Rz. 838). Nach der  bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung soll die Begründungspflicht verhindern, dass sich die 
Behörde  von  unsachlichen  Motiven  leiten  lässt,  und  es  dem  Be-
troffenen ermöglichen, die Verfügung gegebenenfalls sachgerecht an-
zufechten. Dies  ist  nur  dann möglich,  wenn sowohl  er  wie  auch die 
Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des Entscheides ein Bild 
machen können. In  diesem Sinn müssen wenigstens kurz  die  Über-
legungen  genannt  werden,  von  denen  sich  die  Behörde  hat  leiten 
lassen und  auf  welche sich  ihre  Verfügung  stützt. Dies  bedeutet  in -
dessen  nicht,  dass  sie  sich  ausdrücklich  mit  jeder  tatbeständlichen 
Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen muss. 
Vielmehr  kann  sie  sich  auf  die  für  den  Entscheid  wesentlichen  Ge-
sichtspunkte beschränken (BGE I 3/05 vom 17. Juni 2005 E. 3.1.3 mit  
Hinweisen, BGE 124 V 180 E. 1a, BGE 118 V 56 E. 5b).

3.2.2 Vorliegend  hat  die  Vorinstanz  die  angefochtene Verfügung nur 
knapp  begründet  und  insbesondere  nicht  einlässlich  dargelegt,  auf-
grund welcher  medizinischen Abklärungen und welcher  Erwägungen 
sie  eine  rentenausschliessende  Verbesserung  des  Gesundheits-
zustandes  festgestellt  habe.  Dem  Beschwerdeführer  war  es  zwar 
möglich,  die Tragweite des Entscheides zu erkennen; er  konnte sich 
aufgrund  der  knappen  Verfügungsbegründung  jedoch  nur  ein  un-
genügendes  Bild  der  massgebenden  vorinstanzlichen  Überlegungen 
machen.  Die  Vorinstanz  ist  ihrer  Begründungspflicht  daher  nur  teil -
weise nachgekommen, worin eine Verletzung des rechtlichen Gehörs 
zu erblicken ist.

3.2.3 Nach  ständiger  Praxis  kann  eine  nicht  besonders  schwer-
wiegende Verletzung des rechtlichen Gehörs geheilt werden, wenn die 

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betroffene Person die Möglichkeit  erhält,  sich vor einer Beschwerde-
instanz zu äussern,  die  sowohl  den Sachverhalt  wie die Rechtslage 
frei  überprüfen kann. Die Heilung eines allfälligen Mangels soll  aber 
die Ausnahme bleiben (BGE I 193/04 vom 14. Juli 2006, BGE 126 V 
130  E.  2b).  Von einer  Rückweisung  der  Sache  zur  Gewährung  des 
rechtlichen Gehörs an die Verwaltung ist im Sinne einer Heilung des 
Mangels selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des rechtlichen 
Gehörs dann abzusehen, wenn und soweit die Rückweisung zu einem 
formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen 
würde, die mit dem Interesse der betroffenen Partei an einer beförder-
lichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären (BGE 116 V 
182 E. 3d; zum Ganzen ausführlich Urteil des EVG vom 14. Juli 2006, I  
193/04).

Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens begründete die Vorinstanz ihre 
Verfügung in ihrer Vernehmlassung vom 21. November 2008 einläss-
licher.  Ebenso  hatte  der  Beschwerdeführer  im  Rahmen  des 
Schriftenwechsels  Gelegenheit,  zur  Argumentation  der  Vorinstanz 
Stellung zu nehmen, wovon er innerhalb der ihm auferlegten Frist in -
des  nicht  Gebrauch  machte.  Ferner  prüft  das  Bundesverwaltungs-
gericht die Beschwerde mit voller Kognition (Art. 49 VwVG). Die Ver-
letzung  des  rechtlichen  Gehörs  ist  damit  geheilt,  sodass  von  einer 
Rückweisung  der  Sache  zur  Gewährung  des  rechtlichen  Gehörs  an 
die Verwaltung abgesehen werden kann. 

4.
4.1 Im  vorliegenden  Verfahren  ist  streitig  und  vom  Bundesver-
waltungsgericht zu prüfen, ob die Vorinstanz zu Recht die bisher aus-
gerichtete  Dreiviertelsrente  wegen  Änderung  des  Invaliditätsgrades 
eingestellt hat. 

4.2 Invalidität  ist  die  voraussichtlich  bleibende  oder  längere  Zeit 
dauernde  ganze  oder  teilweise  Erwerbsunfähigkeit  (Art. 8  Abs. 1 
ATSG).  Die  Invalidität  kann  Folge  von  Geburtsgebrechen,  Krankheit 
oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch 
Beeinträchtigung  der  körperlichen,  geistigen  oder  psychischen 
Gesundheit  verursachte  und  nach  zumutbarer  Behandlung  und  Ein-
gliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmög-
lichkeiten  auf  dem in  Betracht  kommenden  ausgeglichenen  Arbeits-
markt (Art. 7 ATSG, in der bis Ende 2007 gültigen Fassung). Arbeits-
unfähigkeit  ist  die  durch  eine  Beeinträchtigung  der  körperlichen, 

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geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise 
Unfähigkeit,  im  bisherigen  Beruf  oder  Aufgabenbereich  zumutbare 
Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit 
in  einem anderen  Beruf  oder  Aufgabenbereich  berücksichtigt  (Art. 6 
ATSG).

4.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die 
ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen  haben.  Aufgabe  des  Arztes  oder  der  Ärztin  ist  es,  den 
Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen,  in 
welchem Umfang  und  bezüglich  welcher  Tätigkeiten  die  versicherte 
Person arbeitsunfähig  ist. Im Weiteren  sind  die  ärztlichen  Auskünfte 
eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeits -
leistungen  der  versicherten  Person  noch  zugemutet  werden  können 
(BGE 125 V 256 E. 4,  BGE 115 V 133 E. 2; AHI-Praxis  2002 S. 62 
E. 4b/cc). 

4.3.1 Die  Verwaltung  und  im  Beschwerdefall  das  Gericht  haben  die 
medizinischen  Unterlagen  nach  dem  Grundsatz  der  freien  Beweis-
würdigung – wie alle anderen Beweismittel  – frei,  d.h. ohne Bindung 
an  förmliche  Beweisregeln,  sowie  umfassend  und  pflichtgemäss  zu 
würdigen. Dies  bedeutet  für  das  Gericht,  dass  es  alle  Beweismittel, 
unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu 
entscheiden  hat,  ob  die  verfügbaren  Unterlagen  eine  zuverlässige 
Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere 
darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess  nicht  erledigen,  ohne  das  gesamte  Beweismaterial  zu  wür-
digen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf 
die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes 
eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 
Belange umfassend ist,  auf  allseitigen Untersuchungen beruht,  auch 
die  geklagten Beschwerden berücksichtigt,  in  Kenntnis  der  Vorakten 
(Anamnese)  abgegeben  worden  ist,  in  der  Darlegung  der  medizini-
schen  Zusammenhänge  und  in  der  Beurteilung  der  medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder 
des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist 
grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die 
Bezeichnung der  eingereichten oder  in  Auftrag gegebenen Stellung-
nahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a, BGE 122 V 
157 E. 1c).

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4.4 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht bei einem Invaliditätsgrad von 
mindestens 70% Anspruch auf eine ganze Rente, bei einem Invalidi-
tätsgrad von mindestens 60% Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, bei 
einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% Anspruch auf eine halbe 
Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% Anspruch auf 
eine Viertelsrente. Gemäss Art. 28 Abs. 1ter IVG (ab 1. Januar 2008: 
Art.  29  Abs.  4  IVG)  werden  Renten,  die  einem Invaliditätsgrad  von 
weniger als 50 Prozent entsprechen, nur an Versicherte ausgerichtet, 
die ihren Wohnsitz und ihren gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) 
in der Schweiz haben. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung 
stellt  der  bisherige  Art.  28  Abs.  1ter  IVG  (was  auch  für  den 
neurechtlichen Art. 29 Abs. 4 IVG gelten muss) nicht eine blosse Aus-
zahlungsvorschrift,  sondern eine besondere Anspruchsvoraussetzung 
dar (BGE 121 V 264 E. 6c).

4.5 Ändert  sich der Invaliditätsgrad  eines Rentenbezügers erheblich, 
so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zu-
kunft  entsprechend  erhöht,  herabgesetzt  oder  aufgehoben  (Art.  17 
Abs. 1 ATSG). Bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit ist die an-
spruchsbeeinflussende  Änderung  für  die  Herabsetzung  oder  Aufhe-
bung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem 
angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dau-
ern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne 
wesentliche Unterbrechung drei  Monate angedauert  hat  und voraus-
sichtlich weiter andauern wird (Art. 88a Abs. 1 der Verordnung vom 17. 
Januar  1961 über  die  Invalidenversicherung [IVV, SR 831.201]). Die 
Herabsetzung der Renten erfolgt am ersten Tag des zweiten der Zu-
stellung der Verfügung folgenden Monats an (Art. 88bis Abs. 2 Bst. a 
IVV; vgl. BGE 135 V 306 E. 7).

4.5.1 Ein Revisionsgrund ergibt sich aus jeder wesentlichen Änderung 
der tatsächlichen Verhältnisse, die geeignet sind, den Invaliditätsgrad 
und  damit  den  Rentenanspruch  zu  beeinflussen  (BGE  130  V  343 
E. 3.5, m.w.H., SVR 2004 IV Nr. 5 S. 13 E. 2). Keine Veränderung der 
tatsächlichen Verhältnisse bedeutet eine unterschiedliche Beurteilung 
eines im Wesentlichen unveränderten Sachverhalts (zum Beispiel eine 
andere Einschätzung der zumutbaren Arbeitsleistung, vgl. SVR 2004 
IV 5, E. 3.3; 1996 IV Nr. 70 E. 3a).

4.5.2 Ob eine  revisionsrechtlich  relevante  Änderung  eingetreten  ist, 
beurteilt sich grundsätzlich durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er 

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im Zeitpunkt der ursprünglichen bzw. letzten rechtskräftigen, auf einer 
materiellen  Prüfung  mit  rechtskonformer  Sachverhaltsabklärung, 
Beweiswürdigung  und  durchgeführtem  Einkommensvergleich  (bei 
Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen 
des  Gesundheitszustands)  beruhenden  Rentenverfügung  bestanden 
hat  (Ausgangszeitpunkt),  mit  demjenigen  zur  Zeit  der  streitigen 
Revisionsverfügung (Referenzzeitpunkt, BGE 133 V 108 E. 5.4, BGE 
125 V 369).

4.5.3 Veränderungen des Gesundheitszustandes nach dem Erlass der 
angefochtenen Verfügung sowie  daraus folgende Veränderungen der 
Erwerbsfähigkeit  können  nur  Gegenstand  einer  neuen  Verwaltungs-
verfügung bilden (vgl. BGE 129 V 262 E. 1b mit Hinweisen).

5.
Mit Verfügung vom 10. August 2005 (IV 22)  sprach die kantonale IV-
Stelle  dem Beschwerdeführer  ab  dem 1.  Januar  2004  infolge  eines 
Invaliditätsgrades  von  60  %  eine  ordentliche  Dreiviertels-
Invalidenrente und drei Kinderrenten zur Rente des Vaters zu. Gemäss 
Aktenlage untersuchte die kantonale IV-Stelle im Rahmen der Prüfung 
des Leistungsbegehrens den Sachverhalt eingehend, indem sie einen 
Bericht  über  die  beruflichen  Eingliederungsmöglichkeiten  bei  der 
Institution A._______, vom 25. April 2005 (IV 20), einen Bericht über  
die berufliche Abklärung bei  Dr. I._______, Berufsberatung,  vom 11. 
Januar 2005 (IV 19) sowie einen Arztbericht von Dr. med. A._______, 
Innere  Medizin,  vom  2.  Juni  2004  (IV  11  und  9),  einholte,  die 
Ergebnisse  anschliessend  würdigte  und  einen  Einkommensvergleich 
(IV 23) durchführte. Es handelt sich demzufolge beim Rentenentscheid 
um eine abgeschlossene materielle Prüfung des Rentenanspruchs mit 
rechtskonformer Sachverhaltsabklärung und Beweiswürdigung, welche 
den  Ausgangszeitpunkt  begründet.  Die  genannte  Rentenverfügung 
erwuchs unangefochten in Rechtskraft.

6.
Vom Beschwerdeführer  bestritten  und nachfolgend  zu prüfen ist,  ob 
sich  der  gesundheitliche  Zustand  und  die  Arbeitsfähigkeit  des  Be-
schwerdeführers seit dem Rentenentscheid vom 10. August 2005 bis 
zum Erlass der streitigen Verfügung vom 2. Oktober 2008 soweit ge-
bessert  hatte,  dass  die  Einstellung  der  bisherigen  Dreiviertelsrente 
wegen  Verminderung  des  Invaliditätsgrades  mit  Wirkung  ab  dem 1. 

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Dezember 2008 gerechtfertigt war (BGE 117 V 198 E. 3a; BGE 133 V 
108; GBE 130 V 71).

6.1 Für die Beurteilung des aktuellen Gesundheitszustandes und der 
Arbeitsfähigkeit  stützte  sich  die  Vorinstanz  auf  das  orthopädische 
Gutachten von Dr. med. W._______ vom 2. Mai 2008 (IV 50), das unter 
Berücksichtigung  der  medizinischen  Vorakten,  des  Arztberichtes  der 
Dres. S._______ und P._______, Reha S._______ vom 24. Juli 2003, 
des Spitalberichtes Reha S._______ vom 12. September 2003, dem 
Arztbericht von Dr. J._______, Allgemeine Chirurgie, (Ortschaft), vom 
16. Oktober 2003, dem IV-Arztbericht von Dr. A._______ vom 2. Juni 
2004  und  einer  Untersuchung  des  Beschwerdeführers  am  14.  April 
2008 erstellt wurde. Der Gutachter gelangte im Wesentlichen zur Be-
urteilung, der zuletzt in einer Metallgiesserei beschäftigte Patient leide 
seit dem 13. Januar 2003 an körperlichen Beschwerden. Klinisch finde 
sich eine leichte Bewegungseinschränkung im Rumpf, jedoch eine frei 
bewegliche Halswirbelsäule. Radiologisch handle es sich bei L4/5 um 
milde  beginnende  segmentale  degenerative  Veränderungen.  Die 
Halswirbelsäule  zeige  eine  diskrete  Segmentationsvariante  C2/3. 
Signifikante  degenerative  Veränderungen  lägen  nicht  vor.  Die 
Diagnose  laute:  beginnende  Segmentdegeneration  L4/5  sowie  Ver-
dacht  auf  Osteochondrosis  dissecans  Capitulum  humeri  rechts  und 
beginnende  Humeroradialarthrose  rechts  (=Präarthrose). 
Zusammenfassend könne von einem ordentlich günstigen Zustand im 
Bereich  des Bewegungsapparates  ausgegangen werden und  es  be-
stehe derzeit  keine Therapiebedürftigkeit. Der  Vergleich mit  dem zu-
letzt aktenkundigen klinischen Befund vom August – September 2003 
zeige in allen Punkten eine Verbesserung: Die statische Situation sei 
heute  günstiger  und  alle  Bewegungsausmasse  seien  besser.  Die 
Arbeitsfähigkeit  des  Beschwerdeführers  beurteilt  der  Gutachter 
dahingehend,  dass  die  Ausübung  eines  körperlich  belastenden 
Berufes  mit  regelmässigem  Heben  schwerer  Lasten,  häufigem 
Arbeiten in gebückter Stellung usw. wahrscheinlich nicht zumutbar sei.  
Eine  leichte  Tätigkeit  ohne  Heben  schwerer  und  mittelschwerer 
Lasten,  mit  nicht  häufiger  Verpflichtung,  sich  kurzzeitig  zu  bücken, 
grundsätzlich  vielleicht  auch  rückengünstig,  sei  in  vollem  Ausmass 
zumutbar. Objektv betrachtet sei eine Besserung der gesundheitlichen 
Gesamtsituation eingetreten, wobei die berufliche Belastbarkeit eben-
falls gestiegen sei und aktuell  auf 80 % geschätzt werde. Keine Ein-
schränkungen bestünden dagegen für eine halbwegs rückengünstige 
Tätigkeit. Die Entwicklung des Grades der Arbeitsfähigkeit beurteilt der 

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Gutachter dahin,  dass kurzfristig  eine stabilisierte  Situation bestehe, 
mittelfristig die Entwicklung ungewiss sei und langfristig eine deutliche 
Verminderung der Arbeitsfähigkeit nicht auszuschliessen sei. 

6.2 Der  Beschwerdeführer  bestreitet,  dass  eine  Verbesserung  des 
Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit eingetreten sei,  ohne 
dies näher zu begründen und darzutun. Sinngemäss will er damit eine 
umfassende  Abklärung  des  Gesundheitszustandes  durch  die  Vor-
instanz  rügen  und  macht  geltend,  es  sei  eine  ergänzende  ärztliche 
Abklärung in der Schweiz vorzunehmen.

6.3 Generell  sind  Berichte  der  behandelnden  Ärzte  aufgrund  deren 
auftragsrechtlicher Vertrauensstellung zum Patienten mit Vorbehalt zu 
würdigen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc). Dagegen ist den im Rahmen des 
Verwaltungsverfahrens  eingeholten  Gutachten  externer  Spezialärzte, 
welche  aufgrund  eingehender  Beobachtungen  und  Untersuchungen 
sowie  nach  Einsicht  in  die  Akten  Bericht  erstatten  und  bei  der  Er-
örterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei  der 
Beweiswürdigung  volle  Beweiskraft  zuzuerkennen,  solange  nicht 
konkrete  Indizien  gegen  die  Zuverlässigkeit  der  Expertise  sprechen 
(BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit Hinweisen). 

In  casu  liegen  keine  Hinweise  vor,  wonach  das  Gutachten  von  Dr. 
W._______  nicht  lege  artis  erstellt  worden  wäre.  Der  Beschwerde-
führer wurde über seine Leiden und seine Lebenssituation befragt. Er 
wurde eingehend untersucht und es wurden auch Röntgenaufnahmen 
erstellt.  Überdies wurden die  genannten medizinischen Vorakten be-
rücksichtigt. Ebenso wurde der Verlauf seit  der letzten Begutachtung 
im Jahr 2003 berücksichtigt  und dokumentiert. Das vorliegende Gut-
achten  ist  fachlich  fundiert  und  gibt  Auskunft  über  den  aktuellen 
Gesundheitszustand  des  Beschwerdeführers  sowie  dessen  Einfluss 
auf  seine  Arbeitsfähigkeit  (BVGer  vom  9. Juli  2008,  C-2612/2006 
E. 3.2; BGE 133 V 108 E. 5.4), sodass es den beweisrechtlichen An-
forderungen (vgl. vorne E. 4.3.1) genügt. 

Der  ärztliche  Dienst  der  IVSTA,  Dr.  H._______,  hat  sich  in  seiner 
Stellungnahme vom 4. Juni 2008 (IV 55) den Beurteilungen des Gut-
achters angeschlossen und festgestellt, dass beim Beschwerdeführer 
eine  Besserung  des  Gesundheitszustandes  eingetreten  sei,  er  in 
seiner bisherigen Tätigkeit zu 80 % arbeitsfähig sei und ihm in einer 
leichten bis mittelschweren wechselbelastenden Tätigkeit ohne Heben 

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und  Tragen  von  Gewichten  über  25-30  kg  und  ohne  längere 
Körperzwanghaltungen  eine  Arbeitsfähigkeit  im  Umfang  von  100  % 
zumutbar sei. 

6.4 Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz ihren Ent-
scheid  im  Wesentlichen  auf  die  zuverlässige,  nachvollziehbare 
Expertise  von Dr. W._______  abgestellt  hat  und  der  Stellungnahme 
des ärztlichen Dienstes gefolgt ist. 

Aufgrund  der  Arztberichte,  welche  ein  komplettes  Bild  über  die 
gesundheitlichen  Schäden  des  noch  nicht  50-jährigen  Beschwerde-
führers  geben  und  eine  zuverlässige  Beurteilung  dessen  Erwerbs-
fähigkeit gestatten, kann mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon 
ausgegangen  werden,  dass  sich  der  Gesundheitszustand  des  Be-
schwerdeführers im Beurteilungszeitraum insofern verbessert hat, als 
ihm eine Restarbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit von 80 % 
und eine solche von 100 % für Verweisungstätigkeiten zuzumuten ist,  
unabhängig davon, ob er diese wahrnimmt. Unter diesen Umständen 
ist  auf die vom Beschwerdeführer beantragten weiteren Abklärungen 
in antizipierter Beweiswürdigung zu verzichten (vgl. BGE 122 II 469 E. 
4a, BGE 120 1b 229 E. 2b, BGE 119 V 344 E. 3c mit Hinweisen).

7.
Zu  prüfen  bleibt,  ob  in  erwerblicher  Hinsicht  eine  relevante  Ver-
änderung eingetreten ist. 

7.1 Angesichts  der  (Rest-)Arbeitsfähigkeit  des  Beschwerdeführers  in 
seiner früheren Tätigkeit von 80 % hat die Vorinstanz den Invaliditäts-
grad mittels eines Prozentvergleichs auf 20 % festgelegt (act. 56, 61). 
Dieses Vorgehen ist  nicht  zu beanstanden, denn es rechtfertigt  sich 
insbesondere dann, wenn in der bisherigen Tätigkeit  eine erhebliche 
Restarbeitsfähigkeit  besteht  und  zudem  in  allfälligen  Verweisungs-
tätigkeiten  kein  höheres  Einkommen  erzielt  werden  könnte,  eine 
direkte Bestimmung des Einkommensverlustes und damit des Invalidi -
tätsgrades durch die Übernahme der prozentualen Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit (Prozentvergleich; vgl. BGE 114 V 310 E. 3.a mit Hin-
weisen; vgl. auch das Urteil des Bundesgerichts 9C_129/2008 vom 7. 
August  2008  E.  3.3.1).  Ein  leidensbedingter  Abzug  ist  bei  der  An-
wendung des Prozentvergleichs grundsätzlich nicht vorzunehmen (vgl. 
Urteil des Bundesgerichts 9C_129/2008 vom 7. August 2008 E. 3.3.1 
mit  Hinweis auf  BGE 126 V 75 E. 5b). Die Vorinstanz hat  das ihr  in 

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dieser Beziehung zustehende Ermessen jedenfalls nicht unterschritten 
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_734/ 2009 vom 6. Oktober 2009 E. 
2.2),  so  dass nicht  zu  beanstanden  ist,  dass  sie  den  IV-Grad  ohne 
Abzug  auf  20  % festgesetzt  hat  (vgl.  zum Ganzen  auch  Urteil  des 
Bundesgerichts  9C_15/2010  vom  1.  März  2010).  Selbst  wenn  das 
hypothetische Validen- und Invalideneinkommen als  Folge der  jahre-
langen Abwesenheit  des  Beschwerdeführers  vom Arbeitsmarkt  nach 
den  Tabellenlöhnen  der  schweizerischen  Lohnstrukturerhebungen 
(LSE) bestimmt würde, hätte dies auf den Invaliditätsgrad keine Aus-
wirkungen. Denn es wäre diesfalls beim hypothetischen Invalidenein-
kommen ebenfalls kein leidensbedingter Abzug vorzunehmen, da all-
fällige Leistungsminderungen bei der von den Gutachtern attestierten 
20%-igen Arbeitsfähigkeit bereits mitberücksichtigt worden waren.

7.2 Bei  diesem  Invaliditätsgrad  besteht  kein  Anspruch  auf  eine  In-
validenrente.

7.3 Aufgrund  der  vorstehenden  Erwägungen  erweist  sich  die  an-
gefochtene Verfügung vom 2. Oktober 2008 als rechtens, weshalb die 
dagegen  erhobene  Beschwerde  vom  22.  Oktober  2008  als  un-
begründet abzuweisen ist.

8.
8.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis in Verbindung mit Art. 69 Abs. 2 IVG ist 
das  Beschwerdeverfahren bei  Streitigkeiten um die  Bewilligung  oder 
die  Verweigerung  von  IV-Leistungen  vor  dem  Bundesverwaltungs-
gericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten werden in der Regel der 
unterliegenden  Partei  auferlegt  (Art.  63  Abs.  1  VwVG).  Die  Ver-
fahrenskosten  sind  gemäss  dem  Reglement  vom  21.  Februar  2008 
über  die  Kosten  und  Entschädigungen vor  dem Bundesverwaltungs-
gericht (VGKE, SR 173.320.2) zu bestimmen. Sie werden bei diesem 
Ausgang des Verfahrens auf Fr. 400.- festgelegt und mit dem bereits 
einbezahlten Kostenvorschuss verrechnet.

8.2 Dem  unterliegenden  Beschwerdeführer  ist  keine  Parteient-
schädigung zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG i. V. m. Art. 7 Abs. 1 
VGKE  e  contrario),  und  die  obsiegende  Vorinstanz  hat  keinen  An-
spruch auf Parteientschädigung (Art. 7 Abs. 3 VGKE).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 400.-  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 400.- verrechnet.

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. _______)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Beat Weber Daniel Stufetti

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit  
Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die 

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beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

Versand: 

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