# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 94e41b57-1117-508e-bb9a-363decf2fa5e
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-01-23
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 23.01.2023 II 2022 62
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2022-62_2023-01-23.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II

II 2022 62

Entscheid vom 23. Januar 2023 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
Dr.iur. Thomas Twerenbold, Gerichtsschreiber

Parteien A.________ AG

gegen

Gemeinderat U.________,
Vorinstanz,

Gegenstand Kausalabgaben (Anschlussgebühren Kanalisation Neubau)

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Sachverhalt:

A. Mit Beschluss Nr. 2022-0076 vom 15. März 2022 hat der Gemeinderat 
U.________ der A.________ AG, U.________/SZ, die Baubewilligung für den 
Neubau einer Produktions- und Lagerhalle am B.________weg Nr. xx in 
U.________/SZ erteilt. Mit diesem Baubewilligungsbeschluss wurden der Ge-
suchstellerin unter anderem auch Anschlussgebühren für die Kanalisation in der 
Höhe von Fr. 57'187.20 (exkl. MwSt) auferlegt, ausgehend von einem Raumin-
halt nach SIA-Norm 116 von 11'814 m3 bei einem Gebührenansatz von Fr. 6.00 
pro m3. Mit Rechnung vom 22. März 2022 wurden der A.________ AG die An-
schlussgebühren von Fr. 61'590.60 (inkl. MwSt) in Rechnung gestellt.

Mit Schreiben vom 8. April 2022 gelangte die A.________ AG an den Gemeinde-
rat und beantragte, dass aufgrund der mittels beigelegtem Plan aufgezeigten Zu-
sammensetzung des Gebäudevolumens (Berechnung Volumen SIA-Norm 416: 
Total = 12'241.65 m3) die Anschlussgebühren des Lagerraums (4'787.44 m3) so-
wie des Luftraums / oberhalb des Krans (3'871.37 m3) auf Basis einer Lagerhalle 
von Fr. 3.00 pro m3, abzüglich 20% gemäss Art. 24 Abs. 6 des Abwasserregle-
ments, festgelegt werden.

Mit Beschluss Nr. 2022-0236 vom 5. Juli 2022 erwog der Gemeinderat, dass die 
Produktionshalle eine nicht eindeutige Unterteilung in Gewerbe und Lagerraum 
aufweist und daher eine Neuberechnung der Anschlussgebühren als nicht legitim 
angesehen wird, weshalb dem Ersuchen der A.________ AG nicht nachgekom-
men wurde. 

B. Dagegen erhob die A.________ AG mit Eingabe vom 19. Juli 2022 Be-
schwerde beim Regierungsrat mit dem folgenden Antrag: "Der GRB Nr. 2022-
0236 vom 5. Juli 2022 ist anzupassen. Aufgrund des aufgezeigten Gebäudevo-
lumens sollen die Anschlussgebühren des Lagerraums (4'787.44 m3) sowie des 
Luftraums (3'871.37 m3) auf Basis einer Lagerhalle von Fr. 3.00/m3 abzüglich 
20% gemäss Art. 24 Abs. 6 des Abwasserreglements festgelegt werden." 

C. Mit Präsidialverfügung Nr. 5/2022 des Landammanns vom 21. Juli 2022 
(durch den Gesamtregierungsrat am 23.8.2022 genehmigt) hat der 
Regierungsrat die Beschwerde gestützt auf § 52 des 
Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 6. Juni 1974 (VRP; SRSZ 234.110) als 
Sprungbeschwerde zum Entscheid an das Verwaltungsgericht überwiesen.

D. Das Verwaltungsgericht hat dem Gemeinderat Frist zur Einreichung der 
Vernehmlassung inkl. Akten angesetzt. In seiner Eingabe an das Verwaltungsge-
richt weist der Gemeinderat unter Beilage der vorinstanzlichen Akten auf die da-

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zu gefassten Gemeinderatsbeschlüsse hin und nimmt deshalb zum Verfahren 
keine weitere Stellung.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Der Gemeinderat hat die Anschlussgebühren Kanalisation für das 
Neubauprojekt der Beschwerdeführerin mit der Baubewilligung vom 15. März 
2022 (GRB Nr. 2022-0076) festgesetzt. Der Baubewilligung angefügt war eine 
Rechtsmittelbelehrung, wonach der Beschluss innert 20 Tagen beim 
Regierungsrat mit Verwaltungsbeschwerde angefochten werden kann. Dies gilt 
auch für den Fall, dass nicht die Baubewilligung als solche, sondern nur die 
Anschlussgebühren angefochten werden sollen (vgl. exemplarisch VGE II 2021 
82 vom 21.2.2022 Erw. 1).

1.2 Es wird von keiner Seite geltend gemacht, dass gegen die Baubewilligung 
(oder Teile davon) beim Regierungsrat innert der 20-tägigen Beschwerdefrist 
eine Verwaltungsbeschwerde eingereicht wurde. 

1.3 Mit Schreiben vom 8. April 2022 - und damit innert der Beschwerdefrist - 
gelangte die Beschwerdeführerin mit dem obgenannten Antrag auf 
Neufestsetzung der Anschlussgebühren Kanalisation an den Gemeinderat (vgl. 
oben Ingress Bst. A Absatz 2). Im Betreff nimmt das Schreiben Bezug auf die 
Baubewilligung GRB Nr. 2022-0076; in der Begründung wird verwiesen auf die 
Rechnungsstellung vom 22. März 2022. 

1.4 Der Gemeinderat hat die Eingabe vom 8. April 2022 offenkundig nicht als 
Beschwerde entgegengenommen und zuständigkeitshalber an den 
Regierungsrat weitergeleitet. Vielmehr hat er die Eingabe der Wasser- und 
Abwasserkommission zur Vorberatung unterbreitet und gestützt auf deren Antrag 
mit GRB Nr. 2022-0236 vom 5. Juli 2022 beschlossen: "Dem Ersuchen […] wird 
[…] nicht nachgekommen" (Bf-act. 4; Ingress Bst. A Absatz 3).

1.5 Weder aus den Erwägungen des GRB Nr. 2022-0236 noch aus dessen 
Dispositiv erhellt, ob der Gemeinderat die Eingabe mit dem Antrag auf 
Neufestsetzung der Anschlussgebühren als Wiedererwägungs- oder 
Revisionsgesuch oder etwas Anderes entgegengenommen hat. Die ersten 
beiden Instrumente richten sich eigentlich gegen formell rechtskräftige 
Verfügungen (was vorliegend nicht der Fall ist; vgl. zum Ganzen VGE III 2021 
122 vom 29.11.2021 Erw. 4.2.1), wobei § 34 des 
Verwaltungsrechtspflegegesetzes (VRP; SRSZ 234.110) vom 6. Juni 1974 ein 
Gesuch um Wiedererwägung auch während laufender Beschwerdefrist nicht 

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ausschliesst. Das Verfahren ist diesfalls vergleichbar mit einer 
Wiedererwägung/Widerruf lite pendente (vgl. Urteil BGer 2C_848/2012 vom 
8.3.2013 Erw. 5.3). Insbesondere hat die Behörde die Möglichkeit, auf das 
Gesuch nicht einzutreten oder einen materiellen Beschluss zu fällen. 

Vorliegend hat der Gemeinderat keinen Nichteintretensbeschluss gefasst. 
Vielmehr hat er das Gesuch materiell prüfen lassen und geprüft sowie einen 
materiellen Abweisungsbeschluss gefasst und eine neue Rechtsmittelfrist 
angesetzt. Damit wurde der Beschwerdeführerin erneut der Rechtsmittelweg 
gegen die Festsetzung der Anschlussgebühr eröffnet (auch wenn die 
ursprüngliche Baubewilligung mit den Anschlussgebühren nicht angefochten 
wurde). Aufgrund vorliegender Sprungbeschwerde ist somit zu prüfen, ob der 
Gemeinderat die mit der Baubewilligung festgelegten Anschlussgebühren zu 
Recht bestätigt hat.

2.1 Gemäss Art. 60a Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Schutz der Gewäs-
ser vom 24. Januar 1991 (Gewässerschutzgesetz, GSchG; SR 814.20) haben 
die Kantone dafür zu sorgen, dass die Kosten für Bau, Betrieb, Unterhalt, Sanie-
rung und Ersatz der Abwasseranlagen, die öffentlichen Zwecken dienen, mit Ge-
bühren oder anderen Abgaben den Verursachern überbunden werden (verursa-
chergerechte und kostendeckende Kausalabgaben). Bei der Ausgestaltung der 
Abgaben werden insbesondere berücksichtigt:

a) die Art und die Menge des erzeugten Abwassers; 
b) die zur Substanzerhaltung der Anlagen erforderlichen Abschreibungen; 
c) die Zinsen; 
d) der geplante Investitionsbedarf für Unterhalt, Sanierung und Ersatz, für An-

passungen an gesetzliche Anforderungen sowie für betriebliche Optimierun-
gen.

2.2 § 31 des kantonalen Einführungsgesetzes zum Gewässerschutzgesetz 
vom 19. April 2000 (EGzGSchG; SRSZ 712.110) statuiert, dass alle durch Mass-
nahmen zum Schutz der Gewässer entstehenden Kosten in der Regel vom Ver-
ursacher zu tragen sind (Art. 3a, 60a GSchG). Die Gemeinden decken die Auf-
wendungen für die Siedlungsentwässerung insbesondere durch Anschlussge-
bühren (§ 32 Abs. 1 Bst. a EGzGSchG). Schuldpflicht, Voraussetzungen und 
Höhe der Abgaben sind in den Grundsätzen im Abwasserreglement festzulegen. 
Die jeweils gültigen Abgaben sind zu publizieren (§ 32 Abs. 3 EGzGSchG). 

Die Anschlussgebühr wird für den erstmaligen Anschluss einer Baute oder Anla-
ge an das öffentliche Kanalisationsnetz sowie bei wesentlichen Änderungen be-
stehender Bauten und Anlagen erhoben (§ 33 Abs. 1 EGzGSchG). Gemäss § 33 

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Abs. 2 EGzGSchG sind für die Festsetzung der Anschlussgebühr einzeln oder 
kombiniert zu berücksichtigen:

a) die massgebende Nutzfläche;
b) der Wert der Bauten und Anlagen;
c) der umbaute Raum der Bauten und Anlagen;
d) die maximal möglichen Einwohnergleichwerte;
e) der Versickerungsanteil von nicht verschmutztem Abwasser.

Die Anschlussgebühr wird mit dem Anschluss an das öffentliche Kanalisations-
netz fällig. Das Reglement der Gemeinde kann Teilzahlungen oder provisorische 
Zahlungen bei der Erteilung der Baubewilligung vorsehen. Es legt die Fälligkeit 
der Anschlussgebühr in den übrigen Fällen fest (§ 33 Abs. 3 EGzGSchG).

2.3 Gemäss Art. 23 Abs. 1 des Reglements über die Siedlungsentwässerung 
(Abwasserreglement, AR) in der Gemeinde U.________ entrichten Grundei-
gentümer für den Bau, den Betrieb, den Unterhalt und die Erneuerung der öffent-
lichen Abwasseranlagen a) eine einmalige Anschlussgebühr und b) wiederkeh-
rende Benützungsgebühren. 

Die Anschlussgebühr wird gestützt auf den Gebäudeinhalt und die Einwohner-
gleichwerte (EG) gemäss Anhang 1 "Gebührenordnung" errechnet (Art. 24 Abs. 2 
AR). Für die Berechnung der Einwohnergleichwerte (EG) gelten die jeweils gülti-
gen VSA-Richtlinien (Art. 24 Abs. 3 AR). Der Gebäudeinhalt inkl. unterirdischer 
Bauten wird gemäss SIA-Norm 116 berechnet (Art. 24 Abs. 4 AR). 

Grundstücke, welche im Trennverfahren kanalisiert werden und deren Regen-
wasser auf Kosten des Grundstückeigentümers zu einem leistungsfähigen Vor-
fluter abgeleitet wird, haben Anrecht auf eine Gebührenreduktion von 20% 
(Art. 24 Abs. 6 Satz 1 AR). 

Für industrielle und gewerbliche Betriebe kann der Gemeinderat die Anschluss-
gebühren unter Berücksichtigung der Art und Menge des Abwassers je nach Be-
lastungsgrad für eine ARA erhöhen oder ermässigen. Abweichungen werden nur 
auf Grund eines ausgewiesenen Fachberichts bewilligt (Art. 24 Abs. 7 AR).

Im Anhang zum AR findet sich die Gebührenordnung für die Anschlussgebühren, 
wobei diese wie folgt bestimmt werden: 

Neubauten und Umbauten

Bauobjekt Gebäudeinhalt Je Einwohner-
pro m3 gleichwert

Wohnbauten Fr. 8.00 Fr. 160.00

6

Büro- und Gewerbebauten, öffentliche
Gebäude, Garagen und Industriebauten Fr. 6.00 Fr. 160.00

Lagerhallen Fr. 3.00 Fr. 160.00

(…).

3.1 Der Gemeinderat hat die Anschlussgebühr an die Kanalisationsleitung für 
den Neubau einer Produktions- und Lagerhalle der Beschwerdeführerin gestützt 
auf Art. 24 AR wie folgt festgesetzt:

- Rauminhalt nach SIA-Norm 116: 11'814 m3
- Ansatz für Wohnbauten [sic]: CHF 6.00 pro m3
- Einwohnergleichwerte: 3 à CHF 160.00 pro Einwohnergleichwert
- Kanalisationsanschlussgebühr:      11'814 m3 x CHF 6.00 CHF 70'884.00
- Abzug nach Art. 24 Abs. 6 Abwasserreglement -20% CHF 14'176.80
- Beitrag ARA-Anschlussleitung: CHF 480.00
Total Kanalisationsanschlussgebühr (exkl. MwSt) CHF 57'187.20

3.2 Die Beschwerdeführerin bemängelte in ihrem Schreiben vom 8. April 2022, 
dass gemäss Rechnungsstellung vom 22. März 2022 die Kanalisationsgebühren 
gestützt auf Art. 24 AR mit einem Ansatz für Büro- und Gewerbebauten, öffentli-
che Gebäude, Garagen und Industriebauten von Fr. 6.00 pro m3, abzüglich 20% 
gemäss Art. 24 Abs. 6 AR, berechnet werden. Mittels beigelegtem Plan zeigte 
die Beschwerdeführerin auf, wie sich ihrer Vorstellung nach das Gebäudevolu-
men zusammensetzt. Demnach würden der Luftraum oberhalb des Krans 
3'871.37 m3, der Lagerraum 4'787.44 m3 und die Produktion 3'582.84 m3 betra-
gen (wobei die Beschwerdeführerin nach SIA-Norm 416 rechnete). Die Arbeits-
vorgänge würden sodann mehrheitlich in der Produktion stattfinden. Die Fläche, 
in welcher Abwasser anfallen könnte, sei somit äusserst gering im Verhältnis zum 
Gebäudevolumen. Ausserdem seien die Mitarbeiter mehrheitlich im Freien auf 
Baustellen tätig; sprich, die Halle werde insgesamt nur von wenigen Personen in 
Anspruch genommen. Wie aus dem Abwasserreglement zu entnehmen sei, wer-
de für eine Lagerhalle eine tiefere Anschlussgebühr von Fr. 3.00 pro m3, abzüg-
lich 20% gemäss Art. 24 Abs. 6 AR, verlangt. Weiter verwies die Beschwerdefüh-
rerin auf den Art. 24 Abs. 7 AR, wo ein gewisser Spielraum für den Gemeinderat 
für solche Bauten vorhanden sei. Aufgrund des aufgezeigten Gebäudevolumens 
stellte die Beschwerdeführerin den Antrag, dass die Anschlussgebühren des La-
gerraums (4'787.44 m3) sowie des Luftraums (3'871.37 m3) auf Basis einer La-
gerhalle von Fr. 3.00 pro m3, abzüglich 20% gemäss Art. 24 Abs. 6 AR, festge-
legt wird.

3.3 Die Wasser- und Abwasserkommission der Gemeinde hielt in ihrer fachli-
chen Beurteilung fest, dass auf das Gesuch der Beschwerdeführerin um Reduk-

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tion der Anschlussgebühren nicht eingegangen werden könne. Der Grund hierfür 
sei, dass die Werkhalle im Groben drei Räume beinhalte. Die Schreinerei im 
Erdgeschoss, das Büro/Aufenthaltsraum im Obergeschoss und die Produktions-
halle vom Erdgeschoss bis unter das Dach. In der Produktionshalle werde ein 
Kran (Arbeitsgerät) eingebaut, womit die ganze Produktionshalle auf drei Etagen 
zugänglich sei. Somit könne in der Produktionshalle keine eindeutige Untertei-
lung in Gewerbe und Lagerraum gemacht werden. Die Kommission beantragte 
deshalb dem Gemeinderat, aus den genannten Gründen nicht auf das Gesuch 
der Beschwerdeführerin einzugehen. Der Gemeinderat kam zu dem Ergebnis, 
obschon er die gemachten Überlegungen der Gesuchstellerin stückweit nach-
vollziehen könne, könne er dem Gesuch wohl kaum nachkommen. Die Produkti-
onshalle weise eine nicht eindeutige Unterteilung in Gewerbe und Lagerraum 
auf. Eine Neuberechnung könne daher als nicht legitim angesehen werden. Ent-
sprechend beschloss der Gemeinderat, dem Ersuchen der Beschwerdeführerin 
nicht nachzukommen.

3.4 In der gegen den Entscheid des Gemeinderats eingereichten Beschwerde 
kritisiert die Beschwerdeführerin, die Begründung der Ablehnung des gestellten 
Antrags sei nicht nachvollziehbar, da dem Gemeinderat mit Schreiben vom 
8. April 2022 aufgezeigt worden sei, wie die Unterteilung sinnvoll gelöst werden 
könnte:

- Luftraum à Fr. 3.00/m3: 3'871.37 m3 (oberhalb des Krans)
- Lagerraum à Fr. 3.00/m3: 4'787.44 m3 
- Produktion à Fr. 6.00/m3: 3'582.84 m3 

Die Unterteilung finde nicht mittels trennbaren Räumen statt. Aufgrund des gros-
sen Gebührenunterschieds von Fr. 6.00 pro m3 für Produktionsflächen und 
Fr. 3.00 pro m3 für Lagerflächen sei es hier aber dennoch angezeigt, die korrekte 
Unterscheidung vorzunehmen bzw. verschiedene Tarife anzuwenden. Die Ge-
meinde habe bei anderen Gewerbebauten bereits gemischte Tarife verrechnet. 
Dazu werde auf GRB Nr. 186/16 verwiesen. Die Beschwerdeführerin ist deshalb 
der Meinung, dass die gemischte Aufteilung der Anschlussgebühr an die Kanali-
sationsleitung auch beim vorliegenden Neubau umsetzbar sein sollte. 

4.1 Nach der Rechtsprechung sind Gemeinden in einem Sachbereich 
autonom, wenn das kantonale Recht diesen nicht abschliessend ordnet, sondern 
ihn ganz oder teilweise der Gemeinde zur Regelung überlässt und ihr dabei eine 
relativ erhebliche Entscheidungsfreiheit einräumt. Der geschützte 
Autonomiebereich kann sich auf die Befugnis zum Erlass oder Vollzug eigener 
kommunaler Vorschriften beziehen oder einen entsprechenden Spielraum bei der 

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Anwendung kantonalen oder eidgenössischen Rechts betreffen. Der Schutz der 
Gemeindeautonomie setzt eine solche nicht in einem ganzen Aufgabengebiet, 
sondern lediglich im streitigen Bereich voraus. Im Einzelnen ergibt sich der 
Umfang der kommunalen Autonomie aus dem für den entsprechenden Bereich 
anwendbaren kantonalen Verfassungs- und Gesetzesrecht (BGE 143 I 272 Erw. 
2.3.1 und 2.3.2; BGE 142 I 177 Erw. 2; je mit Hinweisen).

Das kantonale EGzGSchG delegiert die Festlegung der Schuldpflicht, der Vor-
aussetzungen und der Höhe der Abgaben - namentlich auch der 
Anschlussgebühren (§ 32 Abs. 1 Bst. a EGzGSchG) - ausdrücklich an die 
Gemeinden (§ 32 Abs. 3 EGzGSchG). Das kantonale Recht ordnet den 
Sachbereich des Gewässerschutzes - namentlich denjenigen, der von den 
Gemeinden zu erhebenden Abgaben - demnach nicht abschliessend, sondern es 
überlässt ihn teilweise den Gemeinden zur Regelung und räumt ihnen dabei eine 
relativ erhebliche Entscheidungsfreiheit ein (vgl. auch VGE II 2021 82 vom 
21.2.2022 Erw. 4.6.1 mit Hinweis auf BGE 143 I 272 Erw. 2.3.1). Dasselbe gilt 
nach dem Gesagten für die Auslegung und Anwendung des kommunalen 
Abwasserreglements.

4.2 Art. 24 Abs. 2 AR sieht die Ermittlung der Anschlussgebühr u.a. gestützt 
auf den Gebäudeinhalt vor. Im Anhang 1 (Gebührenordnung) zum AR wird nicht 
zwischen verschiedenen Räumen, sondern zwischen verschiedenen 
Bauobjekten (Wohnbauten, Büro- und Gewerbebauten, Lagerhallen) 
unterschieden. Von Wohnräumen, Büro- und Gewerberäumen, Lagerräumen ist 
weder im AR und noch in dessen Anhang 1 (Gebührenordnung) die Rede. 

Wie das Verwaltungsgericht in einem ähnlichen Fall betreffend das Reglement 
über die Siedlungsentwässerung in der Gemeinde X. entschieden hat, ist es bei 
dieser Ausgangslage nicht zu beanstanden, wenn bei Mischbauten 
(Wohnungen/Gewerbe) bei der Wahl des Tarifs auf die mehrheitliche Nutzung 
eines Gebäudes (Präponderanzmethode) abgestellt wird (vgl. VGE II 2011 7 vom 
30.3.2011 publiziert in EGV-SZ 2011, B 5.1, S. 58 ff.). 

Dies lässt es anderseits aber auch nicht als ausgeschossen erscheinen, dass bei 
Mischbauten mit klar getrennten Räumen je nach ihrem Nutzungszweck 
verschiedene Tarife zur Anwendung gelangen können, wie dies in einem durch 
die Gemeinde U.________ beurteilten Fall bei der Errichtung einer Lagerhalle mit 
Spenglerei akzeptiert worden ist (vgl. GRB Nr. 186/16 vom 25.11.2016 = Bf-
act. 5). 

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Vorausgesetzt ist jedoch stets, dass die Auslegung und Anwendung des 
kommunalen Abwasserreglements rechtsgleich und einheitlich erfolgt und nicht 
gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz verstösst.

4.3 Das geplante Bauvorhaben umfasst den Neubau einer Produktions- und 
Lagerhalle für die Beschwerdeführerin. Sie hat im vorliegenden Verfahren zwar 
mittels Plan aufgezeigt, wie sich ihrer Vorstellung nach das Gebäudevolumen 
zusammensetzt und die Unterteilung sinnvoll gelöst werden könnte. Es ist jedoch 
unstrittig, dass in der Produktionshalle die Unterteilung nicht mittels klar trennba-
ren Räumen stattfindet. Hinzu kommt, dass die Beschwerdeführerin das Volu-
men nach SIA-Norm 416 berechnete, während Art. 24 Abs. 4 AR vorsieht, dass 
der Gebäudeinhalt gemäss SIA-Norm 116 berechnet wird. Die Begründung des 
Gemeinderats, dass und weshalb in der Produktionshalle keine eindeutige Unter-
teilung in Gewerbe und Lagerraum gemacht werden kann, ist durchaus nachvoll-
ziehbar. Anders als in dem vom Gemeinderat bereits beurteilten Fall (vgl. GRB 
Nr. 186/16 vom 25.11.2016), wo allein schon der Brandschutz explizit eine klare 
Abtrennung der Brandabschnitte Spenglerei und Lagerräume verlangte (vgl. Bf-
act. 5), ist vorliegend das Gewerbe/die Produktion gegenüber den Lagerräumen 
eben nicht klar abgetrennt. In der Produktionshalle findet vielmehr eine Durchmi-
schung von Gewerbe und Lagerplatz statt. Dass etwa auch nicht auf die von der 
Beschwerdeführerin vorgeschlagene Raumaufteilung abgestellt werden kann, 
zeigt sich schon daran, dass diese mit den Plänen Baugesuch (Bf-act. 1), worin 
die Produktionsflächen wesentlich anders und auch verstreut eingezeichnet sind, 
keineswegs übereinstimmen. Wenn bei dieser Ausgangslage bei der Wahl des 
Tarifs für das Bauobjekt insgesamt der Gebührenansatz für Gewerbebauten als 
anwendbar erachtet wurde, liegt dies im Rahmen der Entscheidungsfreiheit der 
Gemeinde und ist deshalb nicht zu beanstanden. An dieser Beurteilung vermag 
auch nichts zu ändern, dass für industrielle und gewerbliche Betriebe die An-
schlussgebühren unter Berücksichtigung der Art und Menge des Abwassers je 
nach Belastungsgrad für eine ARA erhöht oder ermässigt werden kann. Abwei-
chungen werden nur auf Grund eines ausgewiesenen Fachberichts bewilligt 
(Art. 24 Abs. 7 AR). Ein ausgewiesener Fachbericht liegt hier jedoch nicht vor.

5.1 In formeller Hinsicht bemängelt die Beschwerdeführerin ausserdem, dass 
der der Beschwerde zugrundeliegende GRB Nr. 2022-0236 von Gemeindepräsi-
dent C.________ unterzeichnet worden sei, obwohl dieser gemäss Deklaration 
im Beschluss für das genannte Geschäft an der Sitzung des Gemeinderates in 
den Ausstand getreten sei. Der Gemeinderat hat sich dazu nicht vernehmen las-
sen (Ingress Bst. D).

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5.2 Wann Mitglieder einer Verwaltungsbehörde in den Ausstand zu treten ha-
ben, ergibt sich einerseits aus dem anwendbaren kantonalen Verfahrensrecht 
und andererseits aus den aus Art. 29 Abs. 1 BV herleitbaren Grundsätzen (Urteil 
BGer 2C_308/2015 vom 7.7.2015 Erw. 2.2). Im kantonalen Recht ist die 
Ausstandspflicht von Mitgliedern des Gemeinderates und Mitarbeitern der Ge-
meinde anhand von § 132 des Justizgesetzes vom 18. November 2009 (JG; 
SRSZ 231.110) zu beurteilen. Die Bestimmung verweist auf die Ausstandsgrün-
de von Art. 47 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 
2008 (ZPO; SR 272). Im Vordergrund steht die Generalklausel von Art. 47 Abs. 1 
Bst. f ZPO. Danach tritt eine Gerichtsperson in den Ausstand, wenn sie aus an-
deren Gründen, insbesondere wegen Freundschaft oder Feindschaft mit einer 
Partei oder ihrer Vertretung befangen sein könnte. 

5.3 Der angefochtene Beschluss ist hinsichtlich der Mitwirkung des Gemeinde-
präsidenten C.________ tatsächlich nicht widerspruchsfrei. Zum einen wird die-
ser als im Ausstand stehend vermerkt und anderseits hat er den Beschluss un-
terzeichnet. Ausstand und Unterschrift schliessen sich indes gegenseitig aus. 
Was korrekt ist und wie es sich damit verhält, kann jedoch dahingestellt bleiben.

Vorliegend ist bereits unklar, ob der Gemeindepräsident C.________ überhaupt 
verpflichtet gewesen ist, bei der Beschlussfassung des Gemeinderates in den 
Ausstand zu treten, und ob (und inwiefern) die Beschwerdeführerin einen Nach-
teil dadurch erlitten hat, dass der Gemeinderatsbeschluss durch den Gemeinde-
präsidenten C.________ (mit-) unterzeichnet worden ist.

So ist nicht aktenkundig, dass die Beschwerdeführerin den Ausstand des Ge-
meindepräsidenten C.________ verlangt hätte, obwohl mit dessen Mitwirkung 
bei der Beschlussfassung des Gemeinderates gerechnet werden musste (im 
Baubewilligungsbeschluss vom 15.3.2022 wird kein Ausstand vermerkt; schon 
damals war C.________ Mitglied des Gemeinderates). Auch vor Verwaltungsge-
richt rügt die Beschwerdeführerin keine Verletzung einer Ausstandspflicht, son-
dern moniert den erwähnten Widerspruch. Soweit die Beschwerdeführerin eine 
Ausstandsverletzung erst vor Verwaltungsgericht reklamieren würde, erwiese 
sich der Einwand der Befangenheit auch als treuwidrig und verspätet (Urteil BGer 
1C_527/2020 vom 22.2.2021 Erw. 3.3). 

Sollte der Gemeindepräsident C.________, wie im Beschluss vermerkt, tatsäch-
lich im Ausstand gestanden haben, am Beschluss also nicht mitgewirkt haben, 
dann hätte er den Beschluss auch nicht unterzeichnen dürfen. In der Unterzeich-
nung wäre ein Mangel zu erblicken; der Beschluss wäre nicht rechtsgenüglich 
unterzeichnet. Indes führt eine fehlende Unterschrift nicht zwingend zur Nichtig-
keit einer Verfügung (oder eines Beschlusses). Nichtig, d.h. absolut unwirksam, 

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sind Verfügungen/Beschlüsse nur ausnahmsweise, wenn der ihnen anhaftende 
Mangel besonders schwer wiegt, wenn er offensichtlich oder zumindest leicht er-
kennbar ist und wenn zudem die Rechtssicherheit durch die Annahme der Nich-
tigkeit nicht ernsthaft gefährdet wird. Das Fehlen einer vorgeschriebenen Unter-
schrift führt in der Regel nicht zur Nichtigkeit, sondern höchstens zur Anfechtbar-
keit. Kann ein Adressat trotz fehlerhafter Unterschrift die Verfügung als verbindli-
che amtliche Anordnung erkennen, führt die fehlende Unterschrift zu keiner 
schwerwiegenden Verletzung von Parteirechten und dem Betroffenen erwachsen 
(durch eine Heilung im Rechtsmittelverfahren) keine wesentlichen Nachteile (vgl. 
VGE III 2021 20 Erw. 3.4 m.w.H.; Urteil BGer 1C_475/2021 vom 3.11.2022 Erw. 
5.2). Auch vorliegend liegt keine schwerwiegende Verletzung vor. Die Beschwer-
deführerin führt denn auch nicht aus, aufgrund der fehlerhaften Unterschrift 
(durch den Gemeindepräsidenten C.________) erleide sie einen Nachteil. Sol-
ches ist denn auch nicht erkennbar. Soweit ein anfechtbarer Mangel vorliegt, ist 
dieser durch das Rechtsmittelverfahren geheilt.

6. Nach dem Gesagten ist die Beschwerde als unbegründet abzuweisen. Ent-
sprechend dem Ausgang sind die Kosten des verwaltungsgerichtlichen Verfah-
rens (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) von Fr. 800.-- der Be-
schwerdeführerin aufzuerlegen (§ 72 Abs. 2 VRP).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Verfahrens (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barausla-
gen) von insgesamt Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. 
Die Beschwerdeführerin hat am 2. August 2022 einen Kostenvorschuss 
von Fr. 800.-- bezahlt, so dass die Rechnung ausgeglichen ist.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

4. Zustellung an:
- die Beschwerdeführerin (R)
- die Vorinstanz (R)
- den Regierungsrat (2)
- und das Sicherheitsdepartement, Rechts- und Beschwerdedienst (z.K.). 

Schwyz, 23. Januar 2023

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.
Versand: 27. Januar 2023