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**Case Identifier:** c2694dbb-1433-5358-bf2f-8143a5e9834e
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-05-10
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 10.05.2021 200 2020 858
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2020-858_2021-05-10.pdf

## Full Text

200 20 858 UV
LOU/COC/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 10. Mai 2021

Verwaltungsrichter Loosli, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schütz, Verwaltungsrichter Ackermann
Gerichtsschreiberin Collatz

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

Suva
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 20. Oktober 2020

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Mai 2021, UV/20/858, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1958 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
war seit Juni 2016 arbeitslos gemeldet und dadurch bei der Schweizeri-
schen Unfallversicherungsanstalt (Suva bzw. Beschwerdegegnerin) obliga-
torisch unfallversichert. Gemäss Schadenmeldung vom 17. April 2018 ver-
passte die Versicherte am 22. März 2018 beim Treppensteigen den unters-
ten Treppenabsatz, fiel auf die rechte Schulter und erlitt dabei eine Fraktur 
der rechten Schulter (Akten der Suva, Antwortbeilage [AB] 2). Die Suva 
anerkannte für dieses Ereignis ihre Leistungspflicht und erbrachte die ge-
setzlichen Versicherungsleistungen (vgl. u.a. AB 4). Dabei nahm sie diver-
se Abklärungen vor, holte eine Zweitmeinung bei Dr. med. C.________, 
Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewe-
gungsapparates, ein (Bericht vom 10. Dezember 2019; AB 130) und liess 
die Versicherte durch die Kreisärztin Dr. med. D.________, Fachärztin für 
Chirurgie, untersuchen (Bericht vom 29. Januar 2019; AB 137). Mit formlo-
sem Schreiben vom 10. Februar 2020 (AB 141) stellte die Suva die Tag-
geldleistungen per 30. April 2020 ein, da von weiteren Behandlungen an 
der rechten Schulter mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine namhafte 
Besserung der Unfallfolgen mehr zu erwarten sei.

In der Zwischenzeit hatte sich die Versicherte bei der Invalidenversicherung 
zum Leistungsbezug angemeldet. Mit Vorbescheid vom 20. April 2020 
(AB 153) stellte die IV-Stelle Bern der Versicherten bei einem Invaliditäts-
grad von 50% die Zusprache einer befristeten halben Invalidenrente vom 
1. April bis 30. September 2019 in Aussicht. Dagegen verneinte sie einen 
Rentenanspruch für die Zeit ab dem 1. Oktober 2019 bei einem Invali-
ditätsgrad von 27%.

Im weiteren Verlauf sprach die Suva der Versicherten mit Verfügung vom 
1. Mai 2020 (AB 162) aufgrund der verbliebenen Beeinträchtigungen aus 
dem Ereignis vom 22. März 2018 ab 1. Mai 2020 eine Invalidenrente bei 
einem Invaliditätsgrad von 27% und einem versicherten Verdienst von 
Fr. 69'492.-- zu. Gleichzeitig verneinte sie mangels Vorliegens einer erheb-

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lichen Schädigung der körperlichen Integrität einen Anspruch auf eine Inte-
gritätsentschädigung. Eine gegen diese Verfügung erhobene Einsprache 
(AB 166, 172) wies die Suva nach Einholung einer Beurteilung der 
Kreisärztin Dr. med. D.________ (Bericht vom 13. Oktober 2020; AB 184) 
mit Entscheid vom 20. Oktober 2020 (AB 185) ab. 

B.

Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, am 19. November 2020 Beschwerde und stellte folgende 
Rechtsbegehren: 

1. Der Einspracheentscheid vom 20. Oktober 2020 sowie die Verfü-
gung vom 1. Mai 2020 seien aufzuheben.

2. Die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, der Beschwerdefüh-
rerin ab seit wann rechtens auf unbestimmte Zeit die gesetzlichen 
Leistungen zu erbringen.

3. Es seien weitere medizinische Abklärungen und ein Gutachten "ei-
nes/r" unabhängigen Sachverständigen einzuholen.

– unter Kosten- und Entschädigungsfolge –

Mit Beschwerdeantwort vom 10. Dezember 2020 schloss die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 

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11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde grundsätz-
lich einzutreten (vgl. E. 1.2 hiernach).

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 20. Oktober 
2020 (AB 185). Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch im Zusam-
menhang mit dem Ereignis vom 22. März 2018. Soweit die Beschwerdefüh-
rerin die Aufhebung der Verfügung vom 1. Mai 2020 beantragt, ist diese 
durch den angefochtenen Einspracheentscheid ersetzt worden (Devolutiv-
effekt) und einer Überprüfung nicht mehr zugänglich, weshalb diesbezüg-
lich auf die Beschwerde nicht einzutreten ist.

Der im angefochtenen Einspracheentscheid verneinte Anspruch auf eine 
Integritätsentschädigung blieb in der vorliegenden Beschwerde unange-
fochten, so dass diesbezüglich Teilrechtskraft eingetreten ist (BGE 144 V 
354 E. 4.3 S. 358, 119 V 347 E. 1b S. 350; RKUV 1998 U 308 S. 454 
E. 2a).

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus 
(BGE 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2018 UV Nr. 3 S. 9 E. 3.1, 
2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1). 

2.2.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 142 V 435 E. 1 S. 438, 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2019 IV Nr. 9 S. 26 E. 3.1; Entscheid des Bundesgerichts vom 
21. September 2018, 8C_781/2017, E. 5.1).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 

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Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 142 V 435 E. 1 S. 438, 
129 V 177 E. 3.1 S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.2.2 Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen deckt sich die 
adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die 
Adäquanz hat hier praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 140 V 
356 E. 3.2 S. 358; SVR 2018 UV Nr. 3 S. 10 E. 3.1).

2.3 Der Unfallversicherer hat den Fall unter Einstellung von Heilbehand-
lung und Taggeld sowie Prüfung des Anspruchs auf Invalidenrente und 
Integritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der 
ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustan-
des mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen 
der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (Art. 19 Abs. 1 UVG; BGE 
143 V 148 E. 3.1.1 S. 151, 137 V 199 E. 2.1 S. 201). Die Besserung be-
stimmt sich namentlich nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung 
oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit unfallbedingt beein-
trächtigt, wobei die durch weitere Heilbehandlung zu erwartende Besse-
rung ins Gewicht fallen muss. Unbedeutende Verbesserungen genügen 
nicht (BGE 134 V 109 E. 4.3 S. 115). Diese Frage ist prospektiv zu beurtei-
len (SVR 2010 UV Nr. 3 S. 14 E. 8.2; zum Ganzen SVR 2020 UV Nr. 24 
S. 96 E. 5.2).

2.4

2.4.1 Ist die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10% 
invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente, sofern 
sich der Unfall vor Erreichen des ordentlichen Rentenalters ereignet hat 
(Art. 18 Abs. 1 UVG). 

2.4.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-

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reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346). Für die Beurteilung des Vorliegens 
einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitli-
chen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt 
zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 
Abs. 2 ATSG).

2.4.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV 
Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1).

3.

3.1 Aus den Akten geht hervor und ist unbestritten, dass die Beschwer-
deführerin am 22. März 2018 beim Treppensteigen den untersten Treppen-
absatz verpasste, auf die rechte Schulter fiel und sich dabei eine mehr-
fragmentäre Fraktur des Tuberculum majus rechts zuzog (AB 2, 11). Die-
ses Ereignis stellt einen Unfall im Rechtssinne dar (vgl. E. 2.1 hiervor). 

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Weiter ausgewiesen ist die natürliche Kausalität (vgl. E. 2.2 hiervor) zwi-
schen dem besagten Unfall und den – nach zwei operativen Eingriffen 
(AB 11, 66) – weiterhin bestehenden Beeinträchtigungen der rechten 
Schulter (AB 137 S. 8). 

Ebenfalls unbestritten und nicht zu beanstanden ist, dass die Beschwerde-
gegnerin im Nachgang zur kreisärztlichen Untersuchung vom 29. Januar 
2020 (AB 137) bezüglich der weiterhin bestehenden Beeinträchtigungen 
der rechten Schulter vom medizinischen Endzustand im Sinne von Art. 19 
Abs. 1 UVG ausgegangen ist (AB 141; vgl. auch AB 130 S. 2, 137 S. 8, 144 
S. 3, 176 S. 2), die bis dahin erbrachten Taggeldleistungen per Ende April 
2020 eingestellt (AB 141) und den Rentenanspruch geprüft hat (AB 162; 
vgl. E. 2.3 hiervor). Umstritten ist hingegen das Zumutbarkeitsprofil und 
damit auch der Invaliditätsgrad. 

3.2 In medizinischer Hinsicht lässt sich den Akten im Wesentlichen das 
Folgende entnehmen: 

3.2.1 Dr. med. E.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, diagnostizierte im Bericht vom 
6. August 2019 (AB 101) einen Status nach Osteosynthese einer wenig 
dislozierten Tuberculum majus Fraktur rechts, einen Status nach Metallent-
fernung Schulter rechts und eine iatrogene Denervation des ventralen cla-
viculären Deltoideus rechts. Die Beschwerdeführerin leide nach wie vor an 
Schmerzen während der Arbeit als … beim Verharren in statischer Position 
am Schreibtisch, zum Teil auch nachts (S. 1). Nachdem die konservativen 
Therapiemassnahmen ausgeschöpft seien, sei die einzige therapeutische 
Möglichkeit die Durchführung einer Schulterarthroskopie zum Ausschluss 
bzw. Nachweis einer Bicepssehnen-Pathologie. Da die Beschwerdeführerin 
dies nicht wünsche, sei die Behandlung abgeschlossen worden. Sie sei 
daher von der Beschwerdegegnerin so rasch als möglich zur Regelung der 
Versicherungssituation bei einer 50%-igen Arbeitsunfähigkeit als … aufzu-
bieten (S. 1 f.).

3.2.2 Dr. med. C.________ diagnostizierte im Bericht vom 10. Dezember 
2019 (AB 130) eine Bicepstendinopathie und eine leichte Fehlstellung des 
Tuberculum majus rechts. Im Moment habe die Beschwerdeführerin bereits 

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nach einer Stunde Arbeit am Computer deutliche Schmerzen in der rechten 
Schulter (S. 1). Operativ könnte eine Schulterarthroskopie mit Bicepsteno-
tomie und gegebenenfalls Bicepstenodese sowie intraoperativer Evaluation 
der Rotatorenmanschette diskutiert werden. Es sei davon auszugehen, 
dass trotz leichter Fehlposition des Tuberculum majus die Schmerzsituation 
positiv beeinflusst werden könnte. Die Prognose sei jedoch bei dem nun 
dritten Eingriff, der leichten Fehlstellung, den chronisch bestehenden Be-
schwerden, den leichten Knorpelveränderungen und der iatrogenen Axilla-
ris-Läsion unsicher. Die Vorbehalte der Beschwerdeführerin, welche keine 
weitere Schulteroperation mehr wünsche, seien nachvollziehbar. Durch 
eine weitere konservative Therapie könne die Situation nicht verbessert 
werden. Es sei somit vom Endzustand auszugeben. Die Reduktion der Ar-
beitsfähigkeit in der … Tätigkeit (Computerarbeit) sei mit den genannten 
Problemen nachvollziehbar und eine 50%-ige Arbeitsfähigkeit scheine 
adäquat (S. 2).

3.2.3 Die Kreisärztin Dr. med. D.________ diagnostizierte im Bericht vom 
29. Januar 2020 (AB 137) einen Status nach Treppensturz am 22. März 
2018 mit Fraktur des Tuberculum majus rechts und im Verlauf Atrophie des 
ventralen Deltoideus bei Verdacht auf eine Nervus axillaris-Schädigung. Es 
bestehe ein gutes Ausheilungsergebnis mit jedoch deutlicher Beschwer-
depersistenz vor allem bei Zwangshaltungen der rechten Schulter sowie 
stereotypen Bewegungsabläufen. Im Vergleich zur Gegenseite bestehe 
eine leichte Bewegungseinschränkung im Hinblick auf die Retroversion 
sowie die Aussenrotation in der rechten Schulter (S. 7). Die derzeit noch 
geltend gemachten Beschwerden an der rechten Schulter seien mit über-
wiegender Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis vom 22. März 2018 zurück-
zuführen. Knapp zwei Jahre nach dem Schadenereignis könne von weite-
ren Behandlungen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine namhafte 
Besserung des unfallbedingten Gesundheitszustandes erwartet werden. Im 
Hinblick auf die erlittene Verletzung könne folgendes Zumutbarkeitsprofil 
formuliert werden: Zumutbar sei eine leichte bis höchstens vereinzelt mit-
telschwere Tätigkeit mit Wechselbelastung der betroffenen oberen Extre-
mität. Gewichte dürften vereinzelt bis ca. 10 kg angehoben und kurzzeitig 
getragen werden. Nicht zumutbar seien eine Zwangshaltung des rechten 
Armes sowie die Durchführung stereotyper Bewegungsmuster mit dem 

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rechten Arm. Nicht zumutbar seien repetitive und dauerhafte Schlag- und 
Vibrationsbelastungen sowie belastete Tätigkeiten über Kopf. Die Fähigkeit 
auf Leitern und Gerüsten zu arbeiten sei erheblich eingeschränkt. Für eine 
derart angepasste Tätigkeit sei die ganztägige Präsenz am Arbeitsplatz 
zumutbar (S. 8).

3.2.4 Dr. med. F.________, Facharzt für Neurologie, diagnostizierte im 
Bericht vom 16. März 2020 (AB 144) eine neurogene Atrophie des Pars 
anterior des Musculus deltoideus rechts. Die Beschwerdeführerin klage 
aktuell über Schmerzen im Bereich der rechten Schulter, wenn sie längere 
Zeit am Computer arbeite, aber auch in Rechtsseitenlage und bei plötzli-
chen Armbewegungen. Auch beklage sie eine Einschränkung der Kraft am 
rechten Arm (S. 2). Der Kraftgrad bei Anteversion des rechten Armes be-
trage M4. Es fänden sich kein sensibler Ausfall und im mittleren Anteil des 
Musculus deltoideus rechts keine Denervationszeichen. Dagegen zeigten 
sich im Pars anterior des Musculus deltoideus rechts akute Denervations-
zeichen, aber auch Zeichen einer Reinnervation mit chronisch neurogenem 
Umbau des Muskels. Seien zwei Jahre nach Beginn der Neuropathie ver-
gangen, so müsse man mit einem Endzustand rechnen (S. 3).

3.2.5 Im Rahmen des Einspracheverfahrens nahm Dr. med. C.________ 
am 9. Juli 2020 Stellung (AB 176). Das Zumutbarkeitsprofil (der Kreisärztin) 
sei bezüglich Zwangshaltung, stereotype Bewegungsmuster, Schlag- und 
Vibrationsbelastung sowie Tätigkeiten über Kopf, auf Leitern und Gerüsten 
korrekt. Nicht korrekt scheine die definierte Gewichtsbelastung. In einer 
mittelschweren Tätigkeit sei repetitives Heben und Tragen von Lasten von 
10 bis 15 kg erlaubt. Dies sei zu schwer für eine voroperierte Schulter mit 
leichter Fehlstellung des Tuberculum majus und widerspreche zudem dem 
nächsten Satz des Zumutbarkeitsprofils, dass Gewichte vereinzelt bis 10 kg 
angehoben und kurzzeitig getragen werden dürften. Eine leichte Tätigkeit 
(5 kg repetitiv) sei der Situation angepasst. Die Beschwerdeführerin arbeite 
als …, d.h. sie habe eine sitzende Tätigkeit am Computer. Diese Arbeit sei 
als leicht zu beurteilen. Schwierig sei die Position des Armes, welche als 
Zwangshaltung zu interpretieren sei. Es sei nachvollziehbar, dass bei leich-
ter Fehlstellung des Tuberculum majus und Bicepstendinopathie Schmer-
zen bei repetitiven Bewegungen mit leicht abduziertem Arm aufträten. Aus 

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diesem Grund sei nicht davon auszugehen, dass eine ganztägige Präsenz 
umsetzbar und dem Gesundheitszustand angepasst sei. Eine 50%-ige 
Präsenz sei realistisch (S. 1 f. Ziff. 1). Eine angepasstere (als die aktuelle) 
Tätigkeit zu finden sei schwierig. Eine körperlich anspruchsvollere Tätigkeit, 
mit der sich die Zwangshaltung des Armes vermeiden liesse, sei aufgrund 
der Belastung nicht angezeigt (S. 2 Ziff. 3). Die Arbeitsfähigkeit der Be-
schwerdeführerin sei schätzungsweise 50%. Ein stabiler Endzustand sei 
erreicht (Ziff. 4). 

3.2.6 Dr. med. G.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, führte im Bericht vom 14. Sep-
tember 2020 (AB 182) aus, es bestehe eine im Vordergrund stehende 
symptomatische Bicepstendinopathie bei nachweisbarer Pulley-Läsion, 
Oberrandläsion der Subscapularissehne und Subluxation im kranialen An-
teil. Es fänden sich positive Zeichen im Sinne einer Impingementkonstella-
tion bei grenzwertiger Malpositionierung des Tuberculum majus. Zudem 
bestünden degenerative Veränderungen des Knorpels und der Rotatoren-
manschette. Es bestehe eine klare, pathologisch begründete Beschwerde-
symptomatik der rechten Schulter, die möglicherweise durch einen erneu-
ten operativen Eingriff gelöst und verbessert werden könnte. Inwiefern sich 
die Beschwerdesymptomatik dadurch zu 100% wieder erhole, sei aufgrund 
der zusätzlichen degenerativen Anteile schwierig zu sagen. Somit sei die 
Arbeit in einer 100%-igen Tätigkeit mit körperlichen Belastungen sicher 
nicht möglich, jedoch in einer angepassten Tätigkeit mit weniger körperli-
cher Belastung neu zu evaluieren (S. 2). 

3.2.7 Am 13. Oktober 2020 nahm die Kreisärztin nochmals Stellung 
(AB 184). Dr. med. G.________ beurteile die Zumutbarkeit im Bericht vom 
2. (recte: 14.) September 2020 nur allgemein. Aus dieser Beurteilung ergä-
ben sich keine neuen Aspekte. Dr. med. C.________ beurteile im Bericht 
vom 9. Juli 2020 lediglich die Gewichtslimite für das Heben und Tragen von 
Lasten anders als im Zumutbarkeitsprofil formuliert. Im Hinblick auf die Un-
fallfolgen mit Fraktur des Tuberculum majus und inzwischen in leichter 
Fehlstellung erfolgter Konsolidation sei eine Gewichtslimite auf 5 kg nicht 
angemessen. Organisch funktionell sei eine solche Beschränkung nicht zu 
begründen. Selbst bei einer traumabedingten Beteiligung der Rotatoren-

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manschette wäre das Anheben und kurzzeitige Tragen von Gewichten bis 
ca. 15 kg bis Hüfthöhe möglich. Dr. med. C.________ versäume es ent-
sprechend auch, eine Begründung für die von ihr vorgeschlagene Ge-
wichtslimite anzuführen. Die Limite sei überdies im Einklang und in Ab-
stimmung mit der Beschwerdeführerin im Rahmen der kreisärztlichen Un-
tersuchung erfolgt (S. 7). Weiter gehe Dr. med. C.________, soweit sie 
eine 50%-ige Präsenz als realistisch einschätze, von der angestammten 
Tätigkeit als … aus. Die Formulierung eines Zumutbarkeitsprofils berück-
sichtige nicht die angestammte Tätigkeit, sondern beschreibe die Möglich-
keiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Unter Ausschluss der Zwangs-
haltung und der repetitiven Bewegungsmuster sei eine 100%-ige Präsenz 
am Arbeitsplatz möglich. Es ergäben sich daher auch aus dem Bericht von 
Dr. med. C.________ vom 9. Juli 2020 keine neuen Aspekte, die zu einer 
Änderung des Zumutbarkeitsprofils vom 29. Januar 2020 führten (S. 8). 

3.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Mai 2021, UV/20/858, Seite 13

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354). Soll ein Versicherungs-
fall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so 
sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen 
auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ver-
sicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Ab-
klärungen vorzunehmen. Insbesondere sind die von der versicherten Per-
son aufgelegten Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte mitzu-
berücksichtigen. Wird die Schlüssigkeit der Feststellungen der versiche-
rungsinternen Fachpersonen durch einen nachvollziehbaren Bericht eines 
behandelnden Arztes in Zweifel gezogen, so genügt der pauschale Hinweis 
auf dessen auftragsrechtliche Stellung (BGE 125 V 351 E. 3a cc S. 353) 
nicht, um solche Zweifel auszuräumen. Vielmehr wird das Gericht entweder 
ein Gerichtsgutachten anzuordnen oder die Sache an den Versicherungs-
träger zurückzuweisen haben, damit dieser im Verfahren nach Art. 44 
ATSG eine Begutachtung veranlasst (BGE 142 V 58 E. 5.1 S. 65, 139 V 
225 E. 5.2 S. 229, 135 V 465 E. 4.4 - 4.6 S. 469).

3.4 Die Beschwerdegegnerin hat sich im angefochtenen Einspra-
cheentscheid massgeblich auf die Berichte der Kreisärztin Dr. med. 
D.________ vom 29. Januar 2020 (AB 137) und 13. Oktober 2020 (AB 
184) gestützt. 

Diese Berichte erfüllen die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an 
den Beweiswert eines medizinischen Berichts gestellten Anforderungen 
(vgl. E. 3.3 hiervor) und überzeugen. Die Kreisärztin hat sich in ihren ärztli-
chen Beurteilungen in Kenntnis der medizinischen Vorakten sorgfältig mit 
den gesundheitlichen Einschränkungen der Beschwerdeführerin auseinan-
dergesetzt und ihre Schlussfolgerungen insbesondere gestützt auf ihre 
eigene Untersuchung vom 29. Januar 2020 (AB 137) getroffen. Die Aus-
führungen in den Beurteilungen der medizinischen Zusammenhänge sind 
einleuchtend und die gezogenen Schlussfolgerungen zum Gesundheitszu-
stand nachvollziehbar begründet. Zudem hat sich Dr. med. D.________ 
eingehend mit den divergierenden Ausführungen von Dr. med. C.________ 

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im Bericht vom 9. Juli 2020 (AB 176) und Dr. med. G.________ im Bericht 
vom 14. September 2020 (AB 182) auseinandergesetzt. Dabei hat sie unter 
Bezugnahme auf die Anamnese, die klinischen Befunde und die Anatomie 
einleuchtend und nachvollziehbar begründet, dass der Beschwerdeführerin 
aufgrund der weiterhin bestehenden Beschwerden an der rechten Schulter 
bei Status nach Fraktur des Tuberculum majus rechts und bei Atrophie des 
ventralen Deltoideus eine angepasste leichte bis höchstens vereinzelt mit-
telschwere Tätigkeit (mit Wechselbelastung der rechten oberen Extremität, 
mit vereinzeltem Heben und kurzzeitigem Tragen von Gewichten bis ca. 
10 kg, ohne Zwangshaltungen des rechtens Armes, ohne Durchführung 
stereotyper Bewegungsmuster mit dem rechten Arm, ohne repetitive und 
dauerhafte Schlag- und Vibrationsbelastungen, ohne belastete Tätigkeiten 
über Kopf, ohne Arbeiten auf Leitern und Gerüsten) zu 100% zumutbar ist 
(AB 137 S. 8).

Die gegen diese Einschätzung beschwerdeweise vorgebrachte Kritik ver-
fängt nicht. Was vorab die in formeller Hinsicht in Frage gestellte fachliche 
Qualifikation der Kreisärztin anbelangt (Beschwerde S. 5 Ziff. 6), ist darauf 
hinzuweisen, dass Dr. med. D.________ als Fachärztin für Chirurgie über 
die erforderliche fachliche Qualifikation zur abschliessenden Beurteilung 
des somatischen Gesundheitsschadens an der rechten Schulter verfügt. 
Sodann bestehen – entgegen der Auffassung in der Beschwerde (S. 5 
Ziff. 6) – keinerlei Anhaltspunkte, welche bezüglich der Unabhängigkeit der 
Kreisärztin auch nur die geringsten Zweifel zu wecken vermöchten. Solche 
werden denn auch nicht vorgebracht.

Am Beweiswert der Berichte der Kreisärztin ändert ebenfalls nichts, dass 
Dr. med. C.________ in den Berichten vom 10. Dezember 2019 (AB 130) 
und 9. Juli 2020 (AB 176) aufgrund der bestehenden Einschränkungen an 
der rechten Schulter eine 50%-ige Arbeitsunfähigkeit attestiert hat. Denn 
die Kreisärztin hat sich im Bericht vom 13. Oktober 2020 (AB 184 S. 8) 
– entgegen der Behauptung der Beschwerdeführerin (Beschwerde S. 5 
Ziff. 6) – einlässlich mit dieser Beurteilung auseinandergesetzt. Dabei hat 
sie korrekterweise darauf hingewiesen, dass die 50%-ige Arbeitsunfähigkeit 
im Zusammenhang mit der angestammten Tätigkeit als … attestiert wurde. 
Zu der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit äusserte sich 

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Dr. med. C.________ dagegen nicht, wobei sie selber anführte, dass ergo-
nomische Anpassungen des Arbeitsplatzes möglich seien (AB 176 S. 2 
Ziff. 2). Zudem hat Dr. med. C.________ im Bericht vom 9. Juli 2020 das 
von der Kreisärztin erstellte Zumutbarkeitsprofil weitestgehend bestätigt. 
Einzig im Zusammenhang mit der Gewichtslimite kam sie zu einem ande-
ren Schluss als die Kreisärztin und erachtete einzig eine leichte Tätigkeit 
(5 kg repetitiv) als angepasst (AB 176 S. 1 f. Ziff. 1). Eine Begründung für 
die abweichende Gewichtslimite lieferte die Orthopädin jedoch nicht. Dabei 
nannte sie namentlich keine anderen Befunde oder weitere Einschränkun-
gen als die Kreisärztin. Solche sind aus ihren Berichten auch nicht ersicht-
lich. Darüber hinaus legte Dr. med. D.________ schlüssig dar, dass sich 
eine Einschränkung der Gewichtslimite auf 5 kg organisch funktionell nicht 
begründen lässt (AB 184 S. 7). 

Ebenfalls der Bericht von Dr. med. G.________ vom 14. September 2020 
(AB 182 S. 2) vermag die Beurteilung der Kreisärztin nicht in Zweifel zu 
ziehen, zumal der Facharzt einzig bezüglich einer Tätigkeit mit körperlichen 
Belastungen eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit ausschloss, sich aber nicht zur 
Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit äusserte. Dasselbe hat für 
den Bericht von Dr. med. E.________ vom 6. August 2019 (AB 101 S. 2) 
zu gelten, in welchem der Orthopäde einzig zur Arbeitsfähigkeit in der an-
gestammten Tätigkeit Stellung bezog und darin eine 50%-ige Einschrän-
kung attestierte.

Nach dem Dargelegten bestehen keine auch nur geringen Zweifel an der 
kreisärztlichen Feststellung, womit – entgegen der Auffassung der Be-
schwerdeführerin (Beschwerde S. 5 Ziff. 6) – keine weiteren medizinischen 
Abklärungen angezeigt sind (antizipierter Beweiswürdigung; BGE 144 V 
361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; SVR 
2019 IV Nr. 50 S. 163 E. 4). 

3.5 Basierend auf den Beurteilungen der Kreisärztin Dr. med. 
D.________ vom 29. Januar 2020 (AB 137) und 13. Oktober 2020 
(AB 184) ist damit erstellt, dass die Beschwerdeführerin in einer angepass-
ten leichten bis höchstens vereinzelt mittelschweren Tätigkeit (mit Wech-
selbelastung der rechten oberen Extremität, mit vereinzeltem Heben und 
kurzzeitigem Tragen von Gewichten bis ca. 10 kg, ohne Zwangshaltungen 

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des rechtens Armes, ohne Durchführung stereotyper Bewegungsmuster mit 
dem rechten Arm, ohne repetitive und dauerhafte Schlag- und Vibrations-
belastungen, ohne belastete Tätigkeiten über Kopf, ohne Arbeiten auf Lei-
tern und Gerüsten) zu 100% arbeitsfähig ist. Gestützt darauf ist nachfol-
gend die Invaliditätsbemessung vorzunehmen.

4.

4.1 Für die Bemessung des Valideneinkommens ist in der Unfallversi-
cherung nach jenem hypothetischen Verdienst zu fragen, welchen die ver-
sicherte Person ohne die unfallbedingte Schädigung wahrscheinlich erzie-
len würde. Dieser kann sich zwar mit dem mutmasslichen Verdienst als 
gesunde Person decken, aber nur dann, wenn keine weiteren, nicht unfall-
bedingten, leistungsschmälernden Beeinträchtigungen vorhanden sind 
(SVR 2018 UV Nr. 33 S. 115 E. 2.1).

4.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 296). Hat die versicherte 
Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 
ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, so können 
nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für 
Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen 
werden (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 297; SVR 2019 IV Nr. 28 S. 88 E. 5.1.3). 
Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-

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kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25% zu begrenzen ist (BGE 135 V 
297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2018 IV Nr. 46 S. 148 
E. 3.3).

4.3 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3 
S. 300, 129 V 222). Im Bereich der obligatorischen Unfallversicherung er-
gibt sich der massgebliche Zeitpunkt aus Art. 19 Abs. 1 Satz 1 UVG, wo-
nach der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztli-
chen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands 
mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der 
Invalidenversicherung abgeschlossen sind (BGE 143 V 148 E. 3.1.1 
S. 151, 137 V 199 E. 2.1 S. 201). Der frühestmögliche Rentenbeginn fällt 
demnach unter Berücksichtigung des Fallabschlusses per 30. April 2020 
(AB 141) und des Verneinens eines Anspruchs auf Eingliederungsmass-
nahmen seitens der Invalidenversicherung (AB 109) auf den 1. Mai 2020. 

4.4 Der von der Beschwerdegegnerin auf der Basis der statistischen 
Zahlen vorgenommene Einkommensvergleich sowie der ermittelte Invali-
ditätsgrad von gerundet 27% (AB 162 S. 2) sind nicht zu beanstanden und 
werden auch nicht bestritten. Darauf ist abzustellen. 

Der versicherte Verdienst (Art. 15 UVG; Art. 24 Abs. 1 der Verordnung vom 
20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung [UVV; SR 832.202]) von 
Fr. 69'492.-- (AB 157 S. 1, 162 S. 1) wird nicht gerügt und ist ebenfalls nicht 
zu beanstanden. 

4.5 Nach dem Dargelegten sprach die Beschwerdegegnerin für die ver-
bliebene Beeinträchtigung an der rechten Schulter aus dem Unfall vom 
22. März 2018 zu Recht ab 1. Mai 2020 eine Invalidenrente bei einem Inva-
liditätsgrad von 27% und einem versicherten Verdienst von Fr. 69'492.-- zu. 
Die gegen den angefochtenen Einspracheentscheid erhobene Beschwerde 
ist folglich abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.

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5.

5.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG (in 
der bis Ende 2020 gültigen Fassung; vgl. Art. 83 ATSG) sind keine Verfah-
renskosten zu erheben.

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist der Beschwerdeführerin 
keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- Suva  
- Bundesamt für Gesundheit

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.