# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 567a3032-d8cb-521b-8d75-a7a0585edcd1
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-03-13
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 13.03.2024 810 23 279 (810 2023 279)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-23-279_2024-03-13.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 13. März 2024 (810 23 279) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Kindes- und Erwachsenenschutzrecht    

 

 

Prüfung Schlussbericht / Auferlegung der Kosten der Mandatsführung 

 

 
Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Markus Clausen, Daniel 

Noll, Niklaus Ruckstuhl, Kantonsrichterin Ana Dettwiler, Gerichtsschrei-
ber Marius Wehren 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführerin 
  

 
gegen 
 
 

 Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____, Vorinstanz 
 

 C.____, Beigeladener, vertreten durch Regula Steinemann, Rechtsan-
wältin 
 

  
 

Betreff Prüfung Schlussbericht für die Zeit vom 24.03.2022 bis 08.05.2023 / 
Entlassung des Beistands aus dem Amt (Entscheid der Kindes- und 
Erwachsenenschutzbehörde B.____ vom 9. Oktober 2023) 

 
 

 
A. A.____ und C.____ sind die Eltern von D.____ (geb. 2012), E.____ (geb. 2014), 
F.____ (geb. 2016) und G.____ (geb. 2018), für welche eine Beistandschaft gemäss Art. 308 
Abs. 1 und 2 ZGB besteht. Mit Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ 
(KESB) vom 8. Mai 2023 wurde ein Wechsel der Beistandsperson angeordnet. Der bisherige 
Beistand, H.____, I.____ GmbH, wurde per sofort von seinen Aufgaben entbunden. 

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B. Am 10. Juli 2023 reichte H.____ den vom gleichen Tag datierten Schlussbericht sowie 
die Abrechnung seiner Dienstleistungen und Spesen zuhanden der KESB ein. 
 
C. Mit Entscheid der KESB vom 9. Oktober 2023 wurde der Schlussbericht von H.____ 
vom 10. Juli 2023 für die Zeit vom 24. März 2022 bis 8. Mai 2023 genehmigt (Ziff. 1) und 
H.____ wurde rückwirkend per 8. Mai 2023 aus dem Amt als Beistand entlassen (Ziff. 2). Die 
Mandatsentschädigung von Fr. 21'165.60 wurde genehmigt und es wurde allgemein festgestellt, 
dass die Entschädigung der Mandatsperson Unterhaltskosten gemäss Art. 276 Abs. 1 ZGB 
darstelle und von den Kindseltern zu tragen sei (Ziff. 3). Es wurden keine Verfahrenskosten 
erhoben (Ziff. 4). 
 
D. Am 9. November 2023 erhob A.____ gegen diesen Entscheid Beschwerde beim Kan-
tonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht. Sie stellt das Begehren, der ange-
fochtene Entscheid sei hinsichtlich der Genehmigung des Schlussberichts zur eingehenden 
Prüfung und zum Neuentscheid an die KESB zurückzuweisen (Ziff. 1). Die Entschädigung des 
Beistands sei in Bezug auf Komplexität und Umfang der übertragenen Aufgaben zu überprüfen 
und neu festzulegen (Ziff. 2). Die Entschädigung sei gemäss Leistungskraft auf die Kindseltern 
aufzuteilen, eventualiter mit einer entsprechenden Weisung an die KESB zur Neubeurteilung 
zurückzuweisen (Ziff. 3a und 3b).  
 
E. In ihrer Vernehmlassung vom 30. November 2023 stellt die Vorinstanz das Begehren, 
die Beschwerde sei unter o/e-Kostenfolge abzuweisen.  
 
F. Mit Vernehmlassung vom 18. Dezember 2023 beantragt C.____, vertreten durch Regu-
la Steinemann, Rechtsanwältin, die Beschwerde sei vollumfänglich abzuweisen (Ziff. 1). Even-
tualiter sei, sofern die Beschwerde hinsichtlich des Schlussberichts gutgeheissen würde, an der 
hälftigen Kostenverteilung festzuhalten (Ziff. 2). Unter o/e-Kostenfolge (Ziff. 3).  
 
G. Mit Verfügung vom 29. Dezember 2023 wurde der Fall der Kammer zur Beurteilung 
überwiesen.  
 
H. Am 24. Januar 2024 reichte die Beschwerdeführerin eine Replik ein. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss Art. 450 Abs. 1 ZGB in Verbindung mit Art. 314 Abs. 1 ZGB kann gegen Ent-
scheide der Kindesschutzbehörde Beschwerde beim zuständigen Gericht erhoben werden. Zu-
ständiges Gericht im Sinne dieser Bestimmung ist nach § 66 Abs. 1 des Gesetzes über die Ein-
führung des Zivilgesetzbuches (EG ZGB) vom 16. November 2006 das Kantonsgericht, Abtei-
lung Verfassungs- und Verwaltungsrecht. Das Verfahren richtet sich vorab nach Art. 450 ff. 
ZGB. Im Übrigen sind die Bestimmungen des kantonalen Verwaltungsprozessrechts anwendbar 
(§ 66 Abs. 2 EG ZGB). Gemäss Art. 450 Abs. 2 ZGB sind Personen zur Beschwerde befugt, die 

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am Verfahren beteiligt sind (Ziff. 1), die der betroffenen Person nahestehen (Ziff. 2) oder die ein 
rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Ent-
scheids haben (Ziff. 3).  
 
2. Nach Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen (Ziff. 1), 
die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die Unange-
messenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Dem Kantonsgericht kommt bei der Beurteilung der vorlie-
genden Beschwerde somit volle Kognition zu. 
 
3. Das Kantonsgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (§ 16 Abs. 2 des Geset-
zes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung [VPO] vom 16. Dezember 1993). 
Es prüft insbesondere von Amtes wegen, ob die Eintretens- bzw. Sachurteilsvoraussetzungen 
erfüllt sind. Zu den Sachurteilsvoraussetzungen gehört namentlich das Vorliegen eines aktuel-
len, tatsächlichen und praktischen Rechtsschutzinteresses (vgl. LUCA MARANTA, in: Büchler/
Jakob [Hrsg.], Kurzkommentar ZGB, 2. Aufl., Basel 2018, N 13a zu Art. 450). Die Beschwerde 
muss dazu dienen, der beschwerdeführenden Partei einen praktischen Vorteil zu verschaffen 
resp. einen Nachteil wirtschaftlicher, ideeller, materieller oder anderweitiger Natur zu vermei-
den, welchen der angefochtene Entscheid mit sich bringen würde (vgl. Urteil des Kantonsge-
richts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV], vom 16. Januar 2018 [810 17 
303] E. 2.2).  
 
4.1 Die Beschwerdeführerin wendet sich zunächst gegen die Genehmigung des Schluss-
berichts (Rechtsbegehren Ziffer 1). Sie macht zusammengefasst geltend, der Schlussbericht 
genüge grundlegenden professionellen Anforderungen, wie sie in der Praxisanleitung Kindes-
schutzrecht der Konferenz für Kindes- und Erwachsenenschutz (KOKES) festgehalten würden, 
in keiner Weise. Er enthalte diverse unzutreffende Angaben und ermögliche es der aufsichts-
pflichtigen KESB nicht, die Mandatsführung des Beistands zu beurteilen.  
 
4.2 Die Vorinstanz entgegnet, bei der Genehmigung des Schlussberichts handle es sich 
um einen formellen Entscheid, in welchem das Ergebnis der Berichtsprüfung festgehalten wer-
de und dessen Funktion primär darin bestehe, das Verhältnis zwischen dem Beistand und der 
KESB zu regeln. Der Genehmigung des Berichts komme grundsätzlich keine Rechtswirkung 
gegenüber der verbeiständeten Person oder Dritten zu. Der Schlussbericht des Beistands ge-
nüge im Übrigen den Anforderungen, zumal er auf die wesentlichsten Punkte eingehe und den 
Zweck der Berichterstattung gegenüber der KESB erfülle. 
 
4.3 In der Replik erwidert die Beschwerdeführerin, dem Schlussbericht komme ihr gegen-
über Rechtswirksamkeit zu, soweit sich die Nachfolgerin des bisherigen Beistands auf den ge-
nehmigten und von der KESB als korrekt erklärten Bericht abstütze und ihn als legitime Aus-
gangsbasis für ihre Mandatsführung nehme. Sie und ihre Kinder seien davon direkt betroffen. 
Es gehe ihr zudem weniger um die Qualität der Mandatsführung, als vielmehr um die fehlende 
Qualität des Berichts.    
 

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4.4.1 Endet das Amt des Beistands, so hat dieser der Erwachsenenschutzbehörde den 
Schlussbericht zu erstatten und gegebenenfalls die Schlussrechnung einzureichen (Art. 425 
Abs. 1 Satz 1 ZGB). Die Erwachsenenschutzbehörde prüft und genehmigt den Schlussbericht 
und die Schlussrechnung auf die gleiche Weise wie die periodischen Berichte und Rechnungen 
(Art. 425 Abs. 2 ZGB). Die genannten Bestimmungen finden sinngemäss Anwendung, wenn die 
Beistandschaft ein Kind betrifft (Art. 314 Abs. 1 ZGB).  
 
4.4.2 Der Schlussbericht dient der Information und nicht der Überprüfung der Führung der 
Beistandschaft. Die Genehmigung ist auszusprechen, soweit der Schlussbericht der Informati-
onspflicht genügt. Nicht anders verhält es sich mit der Schlussrechnung. Dadurch unterschei-
den sich Schlussbericht und -rechnung von den periodischen Berichten und Rechnungen  
(Art. 415 ZGB), die der Behörde dazu dienen, die Amtsführung des Beistands zu steuern und 
ihm gegebenenfalls Weisungen zu erteilen. Die mit der Genehmigung des Schlussberichts und 
der Schlussrechnung befasste Behörde hat sich nicht über allfällige Verfehlungen des Bei-
stands zu äussern. Entsprechend kommt der Genehmigung der Schlussrechnung keine unmit-
telbare materiell-rechtliche Bedeutung zu, noch wird dem Mandatsträger damit eine vollständige 
Décharge erteilt. Allfällige Rechtsansprüche des Schutzbefohlenen (namentlich Verantwortlich-
keitsansprüche gemäss Art. 454 ZGB) bleiben von der Genehmigung unberührt (vgl. Urteile des 
Bundesgerichts 5A_35/2019 vom 11. November 2019 E. 3.3.1; 5A_714/2014 vom 2. Dezember 
2014 E. 4.3; 5A_151/2014 vom 4. April 2014 E. 6.1, jeweils mit Hinweisen; URS VOGEL, in: 
Breitschmid/Jungo [Hrsg.], Handkommentar zum Schweizer Privatrecht, 3. Aufl., Zürich/Basel/ 
Genf 2016, N 13 zu Art. 425 ZGB). Die Funktion des Genehmigungsentscheids ist mithin pri-
mär, das Verhältnis zwischen dem Mandatsträger und der Behörde zu regeln (vgl. Entscheid 
des Obergerichts des Kantons Luzern vom 27. Mai 2013, in: Luzerner Gerichts- und Verwal-
tungsentscheide [LGVE] 2013 II Nr. 5). Der Berichtsgenehmigung kommt dagegen grundsätz-
lich keine Rechtswirkung gegenüber der verbeiständeten Person oder Dritten zu (vgl. PATRICK 
FASSBIND, in: Kren Kostkiewicz/Wolf/Amstutz/Fankhauser [Hrsg.], ZGB Kommentar, 4. Aufl., 
Zürich 2021, N 3 zu Art. 415; Entscheid des Obergerichts des Kantons Zürich [PQ210043-O/U] 
vom 9. September 2021 E. 6.1).  
 
4.4.3 Es liegt in der Natur der Sache, dass Berichte von Mandatsträgern eine subjektive 
Sicht der Dinge wiedergeben und deshalb inhaltlich umstritten sein können, namentlich aus der 
Sicht von zerstrittenen Angehörigen. Es ist nicht Sinn der Genehmigung, diese Inhalte nach 
dem objektiven Wahrheitsgehalt zu erforschen und ihnen dadurch behördlich festgestellte Be-
weiskraft zu verleihen. Die Genehmigung eines Schlussberichtes ist deshalb nicht gleichbedeu-
tend mit der Zustimmung zu allen Aussagen und Tätigkeiten des Mandatsträgers (vgl. KGE VV 
vom 11. Mai 2016 [810 16 91] E. 4.3; URS VOGEL/KURT AFFOLTER, in: Geiser/Fountoulakis 
[Hrsg.], Basler Kommentar zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch, 7. Aufl., Basel 2022, N 22 zu 
Art. 425; VOGEL, a.a.O., N 14 zu Art. 415; FASSBIND, a.a.O., N 3 zu Art. 415).  
 
4.5 Im Lichte der vorstehenden Erwägungen ist festzustellen, dass es sich bei der Geneh-
migung des Schlussberichts in erster Linie um einen verwaltungsinternen, das Verhältnis zwi-
schen Beistandsperson und KESB betreffenden Akt handelt, welchem gegenüber Drittpersonen 
– und damit auch der Beschwerdeführerin – keine Rechtswirkungen zukommt. Soweit die Be-

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schwerdeführerin auf eine potentielle Beeinflussung der neuen Mandatsperson durch den 
Schlussbericht verweist, vermag sie damit keine konkrete und aktuelle Betroffenheit in schutz-
würdigen Interessen zu begründen. Die Beschwerdeführerin zeigt namentlich nicht substantiiert 
auf, inwiefern sich aus der – notabene rund ein halbes Jahr nach dem Mandatsende erfolgten – 
Genehmigung des Schlussberichts ein nachteiliger Einfluss auf die Mandatsführung der neuen 
Beiständin bzw. die Interessen der verbeiständeten Kinder ergeben soll. Ihrer Argumentation, 
der Schlussbericht sei von der Vorinstanz für korrekt bzw. "als korrekte Rechenschaft" erklärt 
worden, kann insofern nicht gefolgt werden, als die Berichtsgenehmigung wie dargelegt  
(E. 4.4.3 hiervor) nicht eine Zustimmung der Vorinstanz zu sämtlichen Aussagen des Beistands 
bedeutet. Ebenfalls kann die Beschwerdeführerin aus ihrem Verweis auf die mangelnde Quali-
tät des Schlussberichts nichts zu ihren Gunsten ableiten, zumal nicht erkennbar ist, welche 
Auswirkungen sich dadurch auf ihre tatsächliche Situation ergeben sollen. Als unbehelflich er-
weist sich in diesem Zusammenhang auch der Verweis auf die Praxisanleitung Kindesschutz-
recht der KOKES, bei welcher es sich um eine Arbeitshilfe handelt, ohne dass die darin enthal-
tenen Empfehlungen als rechtlich verbindliche Vorgaben zu qualifizieren wären. Nach dem Ge-
sagten ist nicht ersichtlich, inwiefern der Beschwerdeführerin aus der Genehmigung des 
Schlussberichts Nachteile wirtschaftlicher, ideeller, materieller oder anderweitiger Natur er-
wachsen würden. Die Beschwerdeführerin hat in der Beschwerde ihre Sicht der Dinge dargelegt 
und ihre Einwände gegen den Schlussbericht vorgebracht, welche damit Eingang in die Akten 
gefunden haben. Auf die Beschwerde ist, soweit sie sich gegen die Genehmigung des Schluss-
berichts richtet (Rechtsbegehren Ziff. 1), mangels Vorliegens eines tatsächlichen Rechtsschutz-
interesses nicht einzutreten.   
  
5.1 Strittig ist im Weiteren die Höhe der Mandatsentschädigung und die Verlegung der 
entsprechenden Kosten auf die Kindseltern. Für die Kosten von Kindesschutzmassnahmen ha-
ben die Kindseltern aufzukommen (E. 5.3.1 hiernach), weshalb insofern ein schutzwürdiges 
Interesse der Beschwerdeführerin an der Beurteilung der Beschwerde gegeben ist. Da auch die 
weiteren Prozessvoraussetzungen erfüllt sind, ist auf die entsprechenden Rechtsbegehren  
(Ziff. 2 und 3) einzutreten.     
 
5.2.1 Die Beschwerdeführerin führt aus, angesichts der Ergebnislosigkeit und der geringen 
Komplexität des Auftrags sei die Entschädigung des Beistands von über Fr. 21'000.-- für die 
Dauer des Mandats von 13.5 Monaten viel zu hoch. Dies gelte umso mehr, als sich der Bei-
stand auf eine subsidiäre fachliche Unterstützung habe abstützen können. Im Weiteren seien 
die Mandatsführungskosten den Kindseltern nach deren Leistungskraft aufzuerlegen. Die ge-
richtliche Trennung habe zu einem massiven Unterschied der Leistungskraft der Kindseltern 
geführt, was die KESB nicht berücksichtigt habe.  
 
5.2.2 Die Vorinstanz entgegnet, die Entschädigung für die Mandatsführung in der Höhe von 
Fr. 21'165.60 sei durch die KESB quartalsweise überprüft und mit dem angefochtenen Ent-
scheid gesamthaft geprüft und genehmigt worden. Der Beistand habe seine Zeitaufwände je-
weils klar und nachvollziehbar aufgelistet. Er habe einen Stundenansatz von Fr. 105.-- berech-
net. Die KESB habe den Kindseltern jedoch nur den üblichen Stundenansatz von Fr. 95.-- in 
Rechnung gestellt, und die Differenz sei von der zuständigen Gemeinde übernommen worden. 

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Der von der Kindsmutter effektiv zu tragende Betrag belaufe sich somit auf Fr. 9'425.60. Hin-
sichtlich der Kostenauferlegung wird ausgeführt, dass Kosten für Kindesschutzmassnahmen 
zum Unterhalt des Kindes zählten, für den nach Art. 276 Abs. 1 ZGB die Kindseltern aufzu-
kommen hätten. Gemäss § 6 Abs. 2bis der Verordnung über die Gebühren zum Zivilrecht 
(GebV) vom 8. Januar 1991 würden Gebühren und Auslagen in kindesschutzrechtlichen Ver-
fahren beiden Eltern je zur Hälfte auferlegt, wobei in besonderen Fällen eine andere Kostenauf-
teilung verfügt werden könne. Eine Aufteilung nach der Leistungskraft, wie sie die Beschwerde-
führerin fordere, sei vorliegend nicht gerechtfertigt, zumal die Beschwerdeführerin durch ihre 
Interventionen einen grossen Teil des Aufwands direkt verursacht habe. 
 
5.3.1 Gemäss Art. 404 Abs. 1 ZGB sowie § 18 Abs. 1 GebV hat der Beistand oder die Bei-
ständin Anspruch auf eine angemessene Entschädigung und auf Ersatz der notwendigen Spe-
sen. Als Kosten für zivilrechtliche Kindesschutzmassnahmen gehören die Mandatsentschädi-
gung und der Spesenersatz zum Unterhalt des Kindes, für den nach Art. 276 Abs. 1 ZGB die 
Eltern aufzukommen haben. Nach § 6 Abs. 2bis GebV werden Gebühren und Auslagen, die in 
kindesschutzrechtlichen Verfahren anfallen, beiden Eltern je zur Hälfte auferlegt. In besonderen 
Fällen kann eine andere Kostenaufteilung verfügt werden (§ 6 Abs. 2bis Satz 2 GebV).  
 
5.3.2 Mit dem angefochtenen Entscheid wurde die Mandatsentschädigung des Beistands in 
der Höhe von Fr. 21'165.60 genehmigt. Im Weiteren wurde "allgemein festgestellt, dass die 
Entschädigung der Mandatsperson Unterhaltskosten gemäss Art. 276 Abs. 1 darstellt und von 
den Kindseltern zu tragen ist" (Dispositivziffer 3). Ein Entscheid darüber, in welchem Umfang 
und nach welchen Anteilen die Kosten der Mandatsführung von den Kindseltern zu tragen sind, 
kann dem Dispositiv des angefochtenen Entscheids nicht entnommen werden. Soweit die Vor-
instanz in der Vernehmlassung ausführt, der von der Beschwerdeführerin zu tragende Betrag 
belaufe sich auf Fr. 9'425.60 und die Kosten würden den Kindseltern gemäss § 6 Abs. 2bis 
GebV hälftig auferlegt, vermag dies – wie im Übrigen auch die periodisch erfolgte Rechnungs-
stellung der Vorinstanz – die verfügungsweise Auferlegung der Kosten der Mandatsführung 
nicht zu ersetzen. Der Entscheid der Vorinstanz erweist sich insofern als unvollständig. Die Be-
schwerde ist damit, soweit sie gegen Dispositivziffer 3 des angefochtenen Entscheids gerichtet 
ist, gutzuheissen. Die genannte Dispositivziffer ist aufzuheben und die Angelegenheit ist an die 
Vorinstanz zurückzuweisen, damit diese nebst der Festsetzung der Entschädigung der Man-
datsperson über die Auferlegung der entsprechenden Kosten auf die Kindseltern entscheidet.  
 
5.3.3 Bereits an dieser Stelle ist darauf hinzuweisen, dass nach dem klaren Wortlaut von § 6 
Abs. 2bis GebV die hälftige Aufteilung der Verfahrenskosten auf die Kindseltern die Regel und 
eine Abweichung davon die Ausnahme darstellt. Ein besonderer Fall im Sinne von § 6 Abs. 2bis 
Satz 2 GebV kann mithin nicht leichthin angenommen werden (vgl. KGE VV vom 8. Dezember 
2021 [810 21 263] E. 7.2; KGE VV vom 19. September 2019 [810 18 339] E. 5.2). 
 
5.4 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde gutzuheissen, soweit darauf einzutreten ist, 
und die Angelegenheit ist in Aufhebung von Ziffer 3 des Dispositivs des angefochtenen Ent-
scheids im Sinne der vorstehenden Erwägungen zu neuem Entscheid an die Vorinstanz zu-
rückzuweisen. 

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6.1 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor 
dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und 
die Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Aus-
mass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Der ganz oder teilweise obsiegenden Partei kann für den 
Beizug eines Anwalts oder einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung zulasten der 
Gegenpartei zugesprochen werden (§ 21 Abs. 1 VPO). Vom Grundsatz der Kostenverlegung 
nach dem Unterliegerprinzip kann praxisgemäss abgewichen werden, wenn es die Umstände 
rechtfertigen. Als möglicher Grund, welcher ein Abweichen von der Kostenverlegung nach dem 
Prozessausgang rechtfertigt, gilt nach der Rechtsprechung das Verursacherprinzip (vgl. KGE 
VV vom 16. März 2022 [810 21 245] E. 6 mit Hinweisen).  
 
6.2 Im vorliegenden Fall wird die Beschwerde hinsichtlich der Rechtsbegehren 2 und 3 
gutgeheissen, was einem überwiegenden Obsiegen der Beschwerdeführerin entspricht. Die 
Gutheissung der Beschwerde erfolgt aus formellen Gründen bzw. ohne materielle Beurteilung 
und ist auf die Unvollständigkeit des angefochtenen Entscheids zurückzuführen. Vor diesem 
Hintergrund rechtfertigt es sich, die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'200.-- vollumfäng-
lich der Vorinstanz aufzuerlegen und dem Beigeladenen eine (volle) Parteientschädigung zulas-
ten der Vorinstanz zuzusprechen. Der von der Rechtsvertreterin des Beigeladenen in der Hono-
rarnote vom 18. Dezember 2023 geltend gemachte Aufwand von 6.83 Stunden à Fr. 250.-- er-
weist sich für das vorliegende Verfahren als angemessen. Demgemäss hat die Vorinstanz dem 
Beigeladenen eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 1'871.10 (inkl. Auslagen und 7.7 % 
MWST) auszurichten. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, soweit darauf eingetreten wird, und 

Dispositivziffer 3 des Entscheids der Kindes- und Erwachsenenschutz-
behörde B.____ vom 9. Oktober 2023 wird aufgehoben. Die Angelegen-
heit wird an die Vorinstanz zurückgewiesen zu neuem Entscheid im 
Sinne der Erwägungen. 

   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'200.-- werden der Vor-

instanz auferlegt. Der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von  
Fr. 1'200.-- wird der Beschwerdeführerin zurückerstattet.   

   
 3. Dem Beigeladenen wird eine Parteientschädigung in der Höhe von  

Fr. 1'871.10 (inkl. Auslagen und 7.7 % MWST) zulasten der Vorinstanz 
zugesprochen.  

 
 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber