# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bfc1372a-ca64-510a-858a-e7e328d2987d
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-07-14
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 14.07.2009 D-4374/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4374-2009_2009-07-14.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-4374/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 4 .  J u l i  2 0 0 9

Einzelrichter Thomas Wespi, 
mit Zustimmung von Richter Bendicht Tellenbach;
Gerichtsschreiberin Regula Frey.

A._______, geboren B._______,
Nigeria,
c/o C._______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfü-
gung des BFM vom 1. Juli 2009 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-4374/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer, ein nigerianischer Staatsangehöriger, ei-
genen  Angaben  zufolge  seinen  letzten  Wohnort  D._______  in  der 
ersten Aprilwoche 2009 verliess, nach einem zweiwöchigen Aufenthalt 
in E._______ am 21. April 2009 aus seinem Heimatland ausreiste und 
per Schiff an einen ihm unbekannten Ort gelangte, von wo aus er per 
Zug und im Bus via ihm unbekannte Länder am 17. Mai 2009 illegal in 
die  Schweiz  gelangte,  wo  er  am  darauffolgenden  Tag  um  Asyl 
nachsuchte,

dass der Beschwerdeführer keine Identitätspapiere abgab,

dass er am 11. Juni 2009 im C._______ befragt und dort am 26. Juni 
2009 in Anwendung von Art. 29 Abs. 1 des Asylgesetzes vom 26. Juni 
1998 [AsylG, SR 142.31]) durch das Bundesamt zu den Asylgründen 
angehört wurde,

dass er zu seinen asylbegründenden Vorbringen im Wesentlichen gel-
tend machte, im Januar 2009 habe er von seinem Vater erfahren, dass 
im  Schrein  seines  Heimatdorfes  F._______  Masken  sowie  weitere 
Gegenstände gestohlen worden seien und man zwei seiner Freunde 
der  Tat  verdächtigt  habe,  weshalb  diese  zum  Schwören  vor  den 
Schrein gebracht worden seien,

dass diese zwei Freunde nach dem Schwur verstorben seien,

dass man ihn  aufgrund der  bestehenden Freundschaft  mit  den mut-
masslichen Tätern  verdächtigt  habe,  etwas mit  der  Sache zu tun zu 
haben, weshalb sein Vater von den Dorfbewohnern aufgesucht worden 
sei und diese ihm mitgeteilt hätten, sein Sohn müsse vor dem Schrein 
schwören,

dass er seinem Vater erklärt  habe, seine Freunde hätten ihm gegen-
über zwar erwähnt, dass man mit dem Inhalt des Schreins Geld ma-
chen könne, er aber nichts mit der Tat zu tun habe, 

dass  ihm  der  Vater  daraufhin  geraten  habe,  vom  Schwur  vor  dem 
Schrein abzusehen, da er etwas über den Vorfall wisse, ansonsten er 
wie seine zwei Kollegen vom Schrein getötet würde,

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dass er im Februar 2009 auf dem Markt von einem Mädchen informiert 
worden sei, dass zu Hause nach ihm gesucht worden sei, worauf er 
sich an die Polizei gewendet habe,

dass ihm auf dem Polizeiposten von D._______ mitgeteilt worden sei, 
er solle sich an die lokale Polizei in F._______ wenden, was er jedoch 
nicht gemacht habe, da ihm sein Vater bereits zuvor mitgeteilt  habe, 
dass die Polizei in ihrem Dorf mit solchen Angelegenheiten nichts zu 
tun haben wolle,

dass er während eines Aufenthaltes bei einem Kollegen erfahren habe, 
dass sein Vater nicht mehr auffindbar und das Haus seines Vaters nie-
dergebrannt worden sei, worauf er sich an den Pastor der Pfingstge-
meinde gewendet und diesem die Vorfälle geschildert habe,

dass ihm der Pastor  zum Verlassen des Landes geraten und ihn zu 
diesem Zweck nach E._______ zu einem Freund gebracht habe,

dass das BFM mit Verfügung vom 1. Juli 2009 - eröffnet am gleichen 
Tag - gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Asylgesuch des 
Beschwerdeführers nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz 
sowie den Vollzug anordnete, 

dass die Vorinstanz zur Begründung ihres Entscheids im Wesentlichen 
ausführte,  der  Beschwerdeführer  habe  den  Asylbehörden  innerhalb 
der ihm eingeräumten Frist von 48 Stunden ohne entschuldbare Grün-
de keine Reise- oder Identitätspapiere eingereicht,

dass der Beschwerdeführer erklärt habe, abgesehen von einem Tauf-
schein nie irgendein Papier  oder Ausweisdokument besessen zu ha-
ben, sein Schulabschlusszeugnis in Nigeria habe er nie abgeholt und 
auch nie versucht, amtliche Dokumente zu erlangen, 

dass  ein  solches  Desinteresse,  ein  amtliches  Ausweisdokument  für 
den  jederzeitigen  Nachweis  der  Identität  zu  besitzen,  grundsätzlich 
wenig plausibel  erscheine und er  weder bei  der Erstbefragung noch 
bei der Anhörung zu erkennen gegeben habe, dass er sich bemühen 
wolle, ein Dokument zu beschaffen,

dass seine Schilderung, wonach er auf seiner ganzen Reise keine Rei-
sedokumente  benutzt  habe  und  auch  nirgendwo  kontrolliert  worden 

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sei,  offensichtlich  unglaubhaft  und der  allgemeinen Erfahrung wider-
spreche,

dass die behauptete Schiffsreise ohne Papiere ebenso schwer nach-
vollziehbar  sei,  da  bei  Entdeckung  von  papierlosen  Mitreisenden 
Schiffseigner mit extrem hohen Bussen bestraft würden,

dass zudem Kontrollen in den Häfen diesbezüglich sehr streng seien 
und es gefahrvoll und schwierig sei, papierlose Personen auf ein Schiff 
zu bringen,

dass ferner sämtliche Schengen-Vertragsstaaten verpflichtet seien, die 
strengen EU-Einwanderungsbestimmungen mit Visa- und Passkontrol-
len einzuhalten,

dass  auch  seine  weiteren  Aussagen  zu  seinem Reiseweg detailarm 
und stereotyp ausgefallen seien, so könne er weder den Namen des 
Hafens, noch des Ortes oder des Landes nennen, wo er das Schiff an-
geblich verlassen habe und könne bezeichnenderweise auch kein ein-
ziges  Land  angeben,  welches  er  auf  dem  Weg  vom Verlassen  des 
Schiffes bis zur Einreise in die Schweiz passiert haben wolle,

dass das Aussageverhalten des Beschwerdeführers darauf schliessen 
lasse, dass er nicht nur beabsichtige, die wahren Umstände zu seinem 
Reiseweg zu verheimlichen, sondern auch nicht offenlegen wolle, mit 
welchen Reisepapieren er in Wirklichkeit in die Schweiz gereist sei,

dass deshalb keine entschuldbaren Gründe vorlägen, die es dem Be-
schwerdeführer  verunmöglichten,  Reise- oder Identiätspapiere einzu-
reichen,

dass  das  BFM bezüglich  der  asylbegründenden Vorbringen des  Be-
schwerdeführers festhielt,  bei den befürchteten Übergriffen durch die 
Dorfbewohner  handle  es  sich  um  Übergriffe  privater  Drittpersonen, 
welche  jedoch  nur  dann  asylrelevant  seien,  wenn  der  Staat  seiner 
Schutzpflicht nicht nachkomme oder nicht in der Lage sei, Schutz zu 
gewähren,

dass es der Beschwerdeführer indessen unterlassen habe, wegen der 
befürchteten Übergriffen,  die  er  zudem nur  vom Hörensagen kenne, 
die Polizei seines Dorfes um Schutz zu ersuchen,

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dass das BFM in seinen Aussagen zudem zahlreiche Unstimmigkeiten 
feststellte und seine Schilderungen über den Zeitpunkt des Diebstahls 
sowie den Tod seiner Freunde als konstruiert,  detailarm und lebens-
fremd qualifizierte,

dass die Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 und 7 AsylG nicht 
erfüllt  sei  und  aufgrund  der  Aktenlage  zusätzliche  Abklärungen  zur 
Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  von  Wegweisungsvoll-
zugshindernissen nicht erforderlich seien,

dass der Wegweisungsvollzug durchführbar sei,

dass der Beschwerdeführer mit an das BFM gerichteter Eingabe vom 
3. Juli  2009  (Poststempel),  welche  am 8. Juli  2009  per  Fax an  das 
Bundesverwaltungsgericht  weitergeleitet  wurde,  gegen  diesen  Ent-
scheid Beschwerde erhob und dabei  sinngemäss die Aufhebung der 
angefochtenen Verfügung beantragte, 

dass die vorinstanzlichen Akten am 8. Juli 2009 beim Bundesverwal-
tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021]) des  BFM ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 - 34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der  Beschwerdeführer  durch den angefochtenen Entscheid  be-
sonders berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an dessen Auf-
hebung beziehungsweise Änderung hat und daher zur Einreichung der 
Beschwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist  (Art. 108 Abs. 2 AsylG sowie Art. 6  AsylG i.V.m. Art. 52 
VwVG),

dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können 
(Art. 106 Abs. 1 AsylG),

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dass die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentschei-
de grundsätzlich auf die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  dementsprechend  im  Fall  der  Begründetheit  des  Rechtsmittels 
die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Ent-
scheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen ist (Entscheidungen und 
Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK] 
2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass bei dem am 1. Januar 2007 in Kraft getretenen Nichteintretenstat-
bestand von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG, auf welchen sich 
die hier angefochtene Verfügung stützt, die Besonderheit besteht, dass 
das BFM im Rahmen einer summarischen Prüfung das offenkundige 
Nichterfüllen der Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG und 
das  offenkundige  Fehlen  von  Wegweisungsvollzugshindernissen  zu 
beurteilen hat (vgl. Art. 32 Abs. 3 Bstn. b und c AsylG), weshalb inso-
weit bei dagegen erhobenen Beschwerden auch die Flüchtlingseigen-
schaft Prozessgegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass  in  der  Frage der  Wegweisung und deren  Vollzugs die  Beurtei-
lungszuständigkeit  des  Bundesverwaltungsgerichts  nicht  beschränkt 
ist, weil das BFM sich diesbezüglich gemäss Art. 44 AsylG in Verbin-
dung mit  Art. 83 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über 
die  Ausländerinnen  und Ausländer  (AuG,  SR 142.20)  auch materiell 
zur Sache zu äussern hatte,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung eines zweiten Richters entschie-
den wird (Art. 111 Abs. 1 Bst. e  AsylG),  und es sich vorliegend,  wie 
nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Be-
schwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 
AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass nach Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf ein Asylgesuch nicht einge-
treten wird, wenn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 48 
Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere 
abgeben, 

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dass diese Bestimmung keine Anwendung findet,  wenn Asylgesuch-
steller  glaubhaft  machen können, dass sie dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage sind oder auf Grund der Anhörung sowie 
gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigenschaft festgestellt 
wird oder zusätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingsei-
genschaft  oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses  nötig  sind 
(vgl. Art. 32 Abs. 3 AsylG),

dass  vorliegend  die  Nichtabgabe  von  Reisepapieren  im  Sinne  von 
Art. 32  Abs. 2  Bst.  a  AsylG  innerhalb  von  48  Stunden  nach  Einrei-
chung des Asylgesuches unbestritten ist, 

dass der Beschwerdeführer bezüglich der nicht  eingereichten Identi-
tätsdokumente vorbrachte,  er  habe nie  einen Pass oder  eine  Identi-
tätskarte beantragt oder besessen (vgl. A 1/11, S. 3; A 8/13, S. 4),

dass er während seiner Reise in die Schweiz nirgends kontrolliert wor-
den sei (vgl. A 1/11, S. 8; A 8/13, S. 5),

dass er keine Dokumente beschaffen könne (vgl. A 1/11, S. 4),

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung ausführlich und  über-
zeugend  dargelegt  hat,  weshalb  für  das  Nichteinreichen  von  Reise- 
oder Identitätspapieren keine entschuldbaren Gründe vorliegen,

dass sich der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitteleingabe im We-
sentlichen auf  seine gemachten Aussagen beruft  und wiederholt  an-
führt, in Nigeria keinen Pass oder Identitätksarte besessen zu haben, 
jedoch  versuchen  werde,  entsprechende  Dokumente  zu  bekommen, 
wozu er allerdings zwischen sechs und zwölf Monaten Zeit benötige, 

dass diesbezüglich festzuhalten ist, dass sich an der vorerwähnten Be-
urteilung auch mit  der  nachträglichen Einreichung von Identitätsaus-
weisen  nichts  ändern  würde,  da  es  bei  der  48-Stunden-Frist  von 
Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG nicht um die Beschaffung neuer Papiere, 
sondern um die Abgabe der schon existierenden, für die Reise in die 
Schweiz  verwendeten  Papiere  geht  (vgl.  die  weiterhin  massgebliche 
Praxis der ARK in EMARK 1999 Nr. 16 E. 5c.aa),

dass deshalb der sinngemässe Antrag auf Gewährung einer Nachfrist 
zur Einreichung von Identitätsdokumenten abzuweisen ist,

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dass  es  dem  Beschwerdeführer  somit  nicht  gelingt,  entschuldbare 
Gründe für die Nichteinreichung der erforderlichen Dokumente glaub-
haft zu machen,

dass mithin zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Anhörung zu 
Recht  weder  die  Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  noch  zusätzliche 
Abklärungen  zu  deren  Feststellung  beziehungsweise  derjenigen  von 
Wegweisungsvollzugshindernissen als erforderlich erachtet hat,

dass die Prüfung der Akten ergibt, dass die Vorinstanz die Anforderun-
gen an Art. 3 und 7 AsylG zu Recht als nicht erfüllt erachtete, wobei 
vorab auf die entsprechenden Erwägungen des BFM in der angefoch-
tenen Verfügung verwiesen werden kann,

dass es sich bei den geltend gemachten Übergriffen - unabhängig von 
deren Glaubhaftigkeit  -  um Übergriffe  privater  Dritter  handelt,  denen 
eine Asylrelevanz lediglich dann zukommt, wenn der Heimatstaat trotz 
einer  bestehenden  Schutzpflicht  und  -fähigkeit  den  erforderlichen 
Schutz nicht gewährt,

dass  in  casu  der  Zugang  des  Beschwerdeführers  zur  Schutz-Infra-
struktur vorhanden war, er es jedoch unterliess, entsprechende Schrit-
te einzuleiten,

dass es der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitteleingabe vollstän-
dig unterlässt,  sich mit  den diesbezüglichen Erwägungen der Vorins-
tanz auseinanderzusetzen,  sondern  lediglich den bereits aktenkundi-
gen  Sachverhalt  in  pauschaler  und  unsubstanziierter  Weise  wieder-
holt, 

dass sich aus der Beschwerdeschrift keine neuen Erkenntnisse erge-
ben und die Vorbringen insgesamt nicht  geeignet  sind,  zu einer von 
der Vorinstanz abweichenden Beurteilung zu führen,

dass  mit  der  Vorinstanz  übereinstimmend  festzuhalten  ist,  der  Be-
schwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 und 7 
AsylG nicht,

dass unter diesen Umständen von zusätzlichen Abklärungen im Sinne 
von Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG abgesehen werden konnte,

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dass das BFM demnach zu Recht gestützt auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG auf  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  nicht  eingetreten 
ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Beschwerdeführer 
weder eine Aufenthaltsbewilligung besitzt noch einen Anspruch auf Er-
teilung einer solchen hat,  weshalb die verfügte Wegweisung im Ein-
klang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist 
(Art. 44 Abs. 1 AsylG, Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 vom 11. Au-
gust 1999 über Verfahrensfragen  [AsylV 1, SR 142.311]; vgl. EMARK 
2001 Nr. 21),

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG),

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung der mass-
geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen nicht unzuläs-
sig ist, da aus den Ausführungen des Beschwerdeführers und den üb-
rigen  Akten insbesondere  keine Hinweise  auf  eine  menschenrechts-
widrige  Behandlung  ersichtlich  sind  (vgl.  Art.  3  der  Konvention  vom 
4. November 1950 zum Schutze der  Menschenrechte und Grundfrei-
heiten [EMRK, SR 0.101]), die ihm in Nigeria droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass vorliegend weder die allgemeine Lage in Nigeria noch individuel-
le  Gründe auf  eine  konkrete Gefährdung des Beschwerdeführers  im 
Falle einer Rückkehr schliessen lassen, zumal der junge und - soweit 
aktenkundig  -  gesunde Beschwerdeführer  mit  mehrjähriger  Berufser-
fahrung als Lastenträger in seinem Heimatland über ein soziales Be-
ziehungsnetz verfügt,

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dass  deshalb  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers 
nicht unzumutbar ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführer nach Nigeria 
schliesslich auch nicht unmöglich ist, da keine Vollzugshindernisse be-
stehen (Art. 83 Abs. 2 AuG),  und es dem Beschwerdeführer obliegt, 
bei  der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder  unangemessen  sei  (Art. 106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten in der Höhe von 
Fr. 600.-- (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 1 bis 3 des Reglements 
vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem 
Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 173.320.2])  dem Beschwerde-
führer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Beschwerdeführer  durch  Vermittlung  des  C._______ 
(Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)

- das BFM, C._______ (per Telefax zu den Akten Ref.-Nr. N _______, 
mit  der  Bitte  um Eröffnung  des  Urteils  an  den  Beschwerdeführer 
und um Zustellung der beiliegenden Empfangsbestätigung an das 
Bundesverwaltungsgericht)

- das G._______ (per Telefax)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Thomas Wespi Regula Frey

Versand: 

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