# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 771872fe-24ea-5754-9570-ec7827d32cff
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-01-21
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 21.01.2015 200 2014 788
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-788_2015-01-21.pdf

## Full Text

200 14 788 IV
SCI/REL/KRK

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 21. Januar 2015

Verwaltungsrichter Schwegler, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Fuhrer
Gerichtsschreiberin Renz

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 4. August 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Jan. 2015, IV/14/788, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1956 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich im September 2011 unter Angabe von Nacken- und Rücken-
schmerzen bei der Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an (Ak-
ten der IV-Stelle Bern [IVB bzw. Beschwerdegegnerin; AB] 2). Die IVB 
nahm in der Folge Abklärungen in medizinischer und erwerblicher Hinsicht 
vor und liess den Versicherten im Rahmen einer Arbeitsmarktlichen-
Medizinischen Abklärung (AMA) vom 19. August bis zum 13. September 
2013 in der Abklärungsstelle J.________, abklären (AB 32). 

Gestützt auf eine Beurteilung des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) 
der IV-Stellen Bern/Freiburg/Solothurn vom 22. Mai 2014 (AB 64) stellte die 
IVB dem Versicherten mit Vorbescheid vom 23. Mai 2014 die Ausrichtung 
einer ganzen Invalidenrente (IV-Rente) für die Monate März und April 2012, 
einer halben IV-Rente für die Zeit von Mai bis Oktober 2012, erneut einer 
ganzen IV-Rente ab November 2012 sowie einer Viertelsrente ab dem 
1. August 2014 in Aussicht (AB 65). Gegen diesen Vorbescheid erhob der 
Versicherte am 13. Juni 2014 Einwand (AB 66).

Nach erneuter Vorlage der Akten an den RAD (AB 69 und AB 71) verfügte 
die IVB mit vier Verfügungen vom 4. August 2014 ihrem Vorbescheid ent-
sprechend (AB 75 bis AB 78).

B.

Gegen diese Verfügungen erhob der Versicherte – vertreten durch Rechts-
anwalt B.________ – am 28. August 2014 Beschwerde beim Verwaltungs-
gericht des Kantons Bern und beantragte deren Aufhebung sowie die 
Rückweisung der Sache zur erneuten Abklärung des Sachverhalts und 
anschliessendem Erlass einer neuen Verfügung. Eventualiter sei ihm wei-
terhin auf unbestimmte Zeit eine ganze IV-Rente auszurichten.

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Mit Beschwerdeantwort vom 29. Oktober 2014 beantragte die Beschwer-
degegnerin unter Hinweis auf die angefochtene Verfügung die Abweisung 
der Beschwerde.

Mit prozessleitender Verfügung vom 17. November 2014 machte der In-
struktionsrichter den Beschwerdeführer auf eine mögliche Schlechterstel-
lung (reformatio in peius) bei Aufhebung der Verfügung und Rückweisung 
zu weiteren Abklärungen (BGE 137 V 314) aufmerksam und bot ihm Gele-
genheit zur Stellungnahme resp. zum Rückzug der Beschwerde. 

Mit Eingabe vom 28. November 2014 hielt der Beschwerdeführer an seiner 
Beschwerde fest.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

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1.2 Anfechtungsobjekt bilden die Verfügungen vom 4. August 2014 
(AB 75 bis AB 78). 

In anfechtungs- und streitgegenständlicher Hinsicht liegt ein Rechts-
verhältnis vor, wenn rückwirkend eine abgestufte und/oder befristete IV-
Rente zugesprochen wird. Wird nur die Abstufung oder die Befristung der 
Leistungen angefochten, wird damit die richterliche Überprüfungsbefugnis 
nicht in dem Sinne eingeschränkt, dass die unbestritten gebliebenen 
Rentenbezugszeiten von der richterlichen Prüfung ausgenommen blieben 
(BGE 125 V 413; AHI 2001 S. 278 E. 1a). Diese Grundsätze gelten auch 
dann, wenn – wie vorliegend – eine rückwirkende Zusprechung einer 
abgestuften IV-Rente formal in mehreren Verfügungen gleichen Datums 
eröffnet wird (BGE 131 V 164). Folglich ist vorliegend der mit Anmeldung 
vom September 2011 geltend gemachte Anspruch auf eine IV-Rente 
unbeschränkt zu prüfen.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). Sie beurteilen 
offensichtlich begründete oder offensichtlich unbegründete Fälle in 
Zweierbesetzung (Art. 56 Abs. 3 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

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2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 (IVG; SR 831.20) haben jene Versicherten An-
spruch auf eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im 
Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungs-
massnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) 
und die zusätzlich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch 
durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen 
sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 
ATSG) sind (lit. b und c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch 
auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, der-
jenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei 
einem IV-Grad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Ren-
te und bei einem IV-Grad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Vier-
telsrente.

2.3 Für die Bestimmung des IV-Grades wird das Erwerbseinkommen, 
das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durch-
führung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmass-
nahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeits-
marktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, 
das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 
ATSG). 

2.4 Um den IV-Grad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-
urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 
ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können 
(BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 

2.5 Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten 
IV-Rente sind die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen analog 
anzuwenden (BGE 109 V 125 E. 4a S. 127; AHI 1998 S. 121 E. 1b).

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3.

3.1 In medizinischer Hinsicht lassen sich den Akten im Wesentlichen 
folgende Angaben entnehmen:

3.1.1 Der Hausarzt Dr. med. C.________, Facharzt für Allgemeine 
Innere Medizin FMH, stellte in seinem Bericht vom 28. November 2011 
(AB 12) die Diagnosen eines panvertebralen Syndroms, eines Status nach 
Diskektomie HWK 5/6 und eines Status nach Diskektomie L4/5 (S. 2 
Ziff. 1.1). Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit seien eine 
chronische Bronchitis und eine koronare Herzkrankheit. In den letzten 
Jahren seien die Rückenschmerzen im Vordergrund gewesen, zurzeit sei 
der Beschwerdeführer jedoch reduziert nach kardialem Eingriff (S. 3 
Ziff. 1.4). Sobald sich der Allgemeinzustand gebessert habe, werde er auch 
wieder fähig sein, seiner Arbeit nachzugehen (S. 5 Ziff. 1.7). Die 
körperliche Leistungsfähigkeit sei zwar eingeschränkt, sollte sich aber bei 
seiner Tätigkeit kaum auswirken.

3.1.2 Dr. med. D.________, Facharzt für Kardiologie FMH, Facharzt für 
Intensivmedizin FMH und Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, 
diagnostizierte in seinem Bericht zur Schlussuntersuchung im Rahmen der 
ambulanten kardialen Rehabilitation vom 16. Januar 2012 (AB 26 S. 3) eine 
koronare 1-Ast-Erkrankung und hypertensive Herzkrankheit, einen Status 
nach Diskushernie HWK 5/6 mit operativer Versorgung, eine Coxarthrose 
sowie einen Status nach Hodentumor mit Chemotherapie ca. im Jahr 1990. 
Der Verlauf der kardialen Rehabilitation sei problemlos. Die 
Leistungsfähigkeit habe gesteigert werden können. Weitere Aussagen zu 
Arbeits- und Leistungsfähigkeit lassen sich dem Bericht nicht entnehmen.

3.1.3 Dr. med. E.________, Facharzt für Neurochirurgie FMH, 
diagnostizierte in seinem Bericht vom 4. April 2013 (AB 29) einen Zustand 
nach bietager interlaminärer Re-Fenestration rechtslastig L3/4 und L4/5 mit 
Extraktion einer L4/5 kompressiv wirkenden Rezidivhernie sowie dorsal 
interspinöse Spondylodese L4/5 von rechts her, einen Zustand nach 
gedeckter Dekompression L3/4 mit konsekutiver Hemilaminektomie L4 
links mit Neurolyse und Lipomatosen Exstirpation, einen Zustand nach 
gedeckter interlaminärer Fenestration Dekompression L4/5 mit Extraktion 

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eines rezessalen Sequesters L4/5 links, einen Zustand nach anteriorer 
Diskektomie und Protheseneinlage HWK5/6, einen Herzinfarkt im Oktober 
2011 mit zwei Stents, eine chronische Bronchitis, einen Zustand nach 
Hodentumor vor 20 Jahren mit Lymphknoten und Lungenmetastase kurativ, 
eine behandelte Dyslipidämie sowie eine rechtslastige Coxarthrose. Es sei 
zu bezweifeln, ob der Beschwerdeführer im angestammten Beruf weiterhin 
tätig sein könne, die Wiedereingliederungsmöglichkeiten seien mehr als 
beschränkt. Statt einer Umschulung sei gegebenenfalls eine Frühberentung 
sinnvoller (S. 2)

3.1.4 Im Bericht vom 27. April 2012 (AB 20 S. 3 ff.) nannte Dr. med. 
C.________ als Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine 
zerviko-vertebrales Syndrom, vermehrte Müdigkeit bei Schlafapnoe-
Syndrom und eine Angsterkrankung (S. 3 Ziff. 2). Von körperlicher Seite 
her sei eine reduzierte Ausdauer und eine verminderte Leistungsfähigkeit 
auffallend, weshalb der Beschwerdeführer vorläufig nur vormittags der 
Arbeit nachgehen könne (S. 5). Geistig bestehe keine Einschränkung und 
psychisch eine allgemeine Ängstlichkeit und Unsicherheit. Die bisherige 
Erwerbstätigkeit sei zumutbar, der Arbeitsplatz entspreche sehr gut den 
körperlichen Möglichkeiten des Beschwerdeführers (Ziff. 2). Zur Zeit könne 
er aber die Arbeit nur halbtags bewältigen.

3.1.5 Die (neu behandelnde) Hausärztin Dr. med. F.________ nannte in 
ihrem Bericht vom Mai 2013 (AB 30) mit Auswirkungen auf die 
Arbeitsfähigkeit einen Zustand nach Wirbelsäulenoperation im Februar 
2013 (nach Erstoperation im Mai 2011 und September 2012), einen 
Zustand nach Herzinfarkt mit zwei Stents sowie eine chronische Bronchitis 
(S. 2 Ziff. 1). Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit seien ein Zustand 
nach Hodentumor, eine Dyslipidämie und eine Coxarthrose rechts. Seit 
Jahren habe der Beschwerdeführer LWS-Probleme und es sei 2011 zu 
einer Schmerzverstärkung gekommen, worauf drei Operationen 
durchgeführt worden seien (S. 3 Ziff. 1.4). Seither beständen 
Herzbeschwerden. 2011 bis 2012 habe eine 100 %ige Arbeitsunfähigkeit 
bestanden, seither eine solche von 50 % (Ziff. 1.6). Eine wechsel-
belastende Tätigkeit sei noch im Rahmen von 50 % zumutbar, wobei die 
Gewichtslimite 5 kg betrage (S. 6).

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3.1.6 Dr. med. G.________, Facharzt für Chirurgie FMH und Facharzt 
für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates 
FMH, hielt in seinem Bericht vom 16. Juli 2013 (AB 39 S. 2 ff.) fest, beim 
Beschwerdeführer bestehe ein Zustand nach dreimaliger Dekompression 
auf Höhe L4/5 bzw. auf L3/4 primär wegen Diskushernie sowie bei 
vorbestehendem, marginal konstitutionell engem Wirbelkanal mit kurzen 
Pedikeln insbesondere von L1 bis L4 (S. 3). Dieses Engnis des Kanals 
akzentuiere sich eindeutig bei der Inklination, so dass eine funktionelle 
Komponente mit verantwortlich sei. Daneben beständen erhebliche 
degenerative Veränderungen der kleinen Wirbelgelenke, die wahrscheinlich 
zur Dekompensation des lange vorbestehenden relativ engen Kanals 
geführt hätten. Die Behandlung des Problems sei komplex und nicht 
notwendigerweise mit guten Resultaten vereinbar. Bevor eine Erweiterung 
des Wirbelkanals mit gleichzeitiger Stabilisierung durchgeführt werde, sei 
empfohlen, zuerst einen Sakralblock durchzuführen. Im jetzigen Zustand 
glaube er nicht, dass der Beschwerdeführer irgendeine physische Arbeit 
längere Zeit ausüben könne. Eine Wiedereingliederung dürfe, auch bei 
guter Motivation des Beschwerdeführers, ausserordentlich schwierig und 
kaum realistisch sein (S. 4).

3.1.7 Der RAD-Arzt Dr. med. H.________, Facharzt für Allgemeine 
Innere Medizin FMH, fasste am 13. September 2013 (AB 43) in seiner 
medizinischen Dokumentation zur AMA die medizinischen Akten 
zusammen und hielt hierauf in seiner Beurteilung (S. 4) fest, dass der 
Gesundheitszustand instabil sei. Es seien weitere Abklärungen und 
möglicherweise operative Eingriffe vorgesehen. Eine Arbeitsfähigkeit in der 
freien Wirtschaft liege nicht vor und sei in den nächsten Monaten auch 
nicht zu erwarten, sondern frühestens nach abgeschlossener Rehabilitation 
nach erfolgreichen medizinischen Massnahmen, wobei dieser Erfolg in 
Bezug auf die Arbeitsfähigkeit nicht sehr wahrscheinlich erscheine.

3.1.8 Im Verlaufsbericht vom 29. Oktober 2013 (AB 52) führte Dr. med. 
F.________ aus, der Gesundheitszustand habe sich weiter verschlechtert. 
Es seien wieder verstärkte Schmerzen und eine spinale Enge im Bereich 
der LWS aufgetreten. Der Beschwerdeführer sei bezüglich Herz-Kreislauf 
dekompensiert und es sei eine Pyelonephritis beidseits hinzugekommen 

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(Ziff. 2). Seit dem 1. Mai 2013 bis jetzt sei der Beschwerdeführer zu 100 % 
arbeitsunfähig (Ziff. 5) und es sei keinerlei Erwerbstätigkeit zumutbar (S. 3 
Ziff. 2). Er könne maximal 5 min stehen, 5 min sitzen, 15 min gehen, keine 
schweren Lasten von mehr als 5 kg heben (weder körperfern noch körper-
nah), Überkopfarbeiten, Bücken, Treppensteigen, Zugluft, Nässe/Kälte 
seien überhaupt nicht mehr tolerabel (Ziff. 1).

3.1.9 Die RAD-Ärztin med. pract. I.________, Fachärztin für 
Physikalische Medizin und Rehabilitation, führte in ihrem Bericht vom 
22. Mai 2014 (AB 64) aus, der Beschwerdeführer sei sowohl aufgrund der 
Wirbelsäulenbeschwerden im HWS- und LWS-Bereich als auch 
zwischendurch wegen kardialen Problemen seit Januar 2011 durchgehend 
in seiner angestammten Tätigkeit arbeitsunfähig. Die angestammte 
Tätigkeit sei ihm dauerhaft und seit spätestens der letzten Operation im 
Dezember 2013 zu 100 % nicht mehr zumutbar. Ab Ablauf des Wartejahres 
seien die von den behandelnden Ärzten attestierten Arbeitsunfähigkeiten 
zu übernehmen. Eine überwiegend sitzende Tätigkeit mit der Möglichkeit 
des Positionswechsels ohne Zwangshaltung der LWS im leichten Bereich 
sei ihm jedoch sowohl während seiner 50 %igen Arbeitsunfähigkeit im April 
2012 als auch drei Monate postoperativ nach der letzten HWS-Operation 
im Dezember 2013, d.h. ab April 2014 wieder ganztags mit einer 10 %igen 
Leistungsminderung zumutbar.

3.1.10 In ihrem mit „Ärztliches Attest Einspruch“ bezeichneten Schreiben 
vom 4. Juni 2014 (AB 66 S. 2 f.) führte die Hausärztin Dr. med. F.________ 
die Diagnosen einer koronaren und hypertensiven Herzkrankheit, eines 
chronischen thorakolumbalen Schmerzsyndroms, einer chronischen 
Bronchitis, eines ungerichteten Schwindels unklarer Ursache, einer 
Polyarthrose, eines Status nach Hodentumor vor 20 Jahren, einer 
Penicillin-Allergie vor 30 Jahren, eines Karpaltunnelsyndroms beidseits, 
einer kleinen Hiatushernie mit gastro-ösophagealem Reflux und einer 
reizlosen Sigmadivertikulose auf. In der AMA habe der Beschwerdeführer 
den angefangenen schulischen Test nach einer Stunde vorzeitig beenden 
müssen, wobei er einen hochroten Kopf und Schweissausbrüche gehabt 
habe (S. 3). Am zweiten Tag sei er heimgeschickt worden. Da dieser 
Arbeitsversuch bereits 2013 mit jeweils 20 min Arbeitszeit und danach 

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längeren Pausen am zweiten Tag gescheitert sei, sei davon auszugehen, 
dass der Beschwerdeführer keinerlei Tätigkeit mehr nachkommen könne, 
die einen Zeitraum von über 20 min mit sehr vielen Einschränkungen 
umfasse.

3.1.11 Die RAD-Ärztin med. pract. I.________ führte im Bericht vom 
30. Juni 2014 (AB 69) aus, dass auch nach Eingang weiterer ärztlicher 
Berichte an dem von ihr erstellten Zumutbarkeitsprofil festgehalten werden 
könne. Die reine Aufzählung bekannter Diagnosen durch die Hausärztin, 
welche alle mehr oder weniger gut therapiert oder therapierbar seien, führe 
zu keinen weiteren Einschränkungen der Arbeits- oder Erwerbsfähigkeit. 
Ausserdem habe im November 2013 auch eine Versteifung der Wirbelsäule 
stattgefunden, wie die Hausärztin richtig festhalte, bei ihrer Argumentation 
jedoch einfach unterschlage.

Nachdem der Operationsbericht über die Stabilisierung der LWS von L3 bis 
S1 im November 2013 eingegangen war, hielt med. pract. I.________ in 
ihrer Aktennotiz vom selben Tag (AB 71) fest, dass sich am festgelegten 
Zumutbarkeitsprofil vom 22. Mai 2014 nichts ändere, da ein möglicher 
Positionswechsel schon damals bei einer überwiegend sitzenden Tätigkeit 
berücksichtigt worden sei. Es empfehle sich allenfalls ein Orthesenstuhl 
wegen der rechten Coxarthrose.

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe 
anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische 
These abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a). 

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 

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medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. 
Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die 
Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder 
in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.3 Die Beschwerdegegnerin hat sich in den hier angefochtenen 
Verfügungen vom 4. August 2014 (AB 75 bis AB 78) massgeblich auf die 
Beurteilungen der RAD-Ärztin med. pract. I.________ vom 22. Mai 2014 
(AB 64) und vom 30. Juni 2014 (AB 69 und AB 71) gestützt. Diese beruhen 
auf den Akten, ohne dass die RAD-Ärztin den Beschwerdeführer 
untersucht hat. Nach der Praxis sind solche Aktengutachten nicht zu 
beanstanden, wenn die Akten ein vollständiges Bild über Anamnese, 
Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben und diese Daten unbestritten 
sind. Der Untersuchungsbefund muss lückenlos vorliegen. Der Experte 
muss sich aufgrund der vorhandenen Unterlagen ein gesamthaft 
lückenloses Bild machen können (RKUV 2006 U 578 S. 175 E. 3.4, 1988 U 
56 S. 371 E. 5b). Diese Voraussetzung ist vorliegend nicht erfüllt.

Nachdem die AMA nach nur drei Tagen abgebrochen werden musste, hat 
der RAD-Arzt Dr. med. H.________ im Rahmen der medizinischen 
Dokumentation der AMA vom 13. September 2013 (AB 43) eine 
Beurteilung zum Gesundheitszustand und zur Arbeitsfähigkeit des 
Beschwerdeführers abgegeben. Darin hat er darauf verwiesen, dass der 
Gesundheitszustand des Beschwerdeführers als instabil zu bezeichnen sei 
und dass weitere Abklärungen und möglicherweise auch operative Eingriffe 
vorgesehen seien (S. 4). In der Folge wurde der Beschwerdeführer im 
November 2013 erneut operiert und es wurde eine Stabilisierung der LWS 
von L1 bis S1 vorgenommen (vgl. dazu AB 71). Nach dieser Operation hat 
die RAD-Ärztin med. pract. I.________ im Frühling 2014 – allerdings noch 
ohne, dass sie Einsicht in den entsprechenden Operationsbericht gehabt 
hätte – ein neues Zumutbarkeitsprofil erstellt und ist dabei von einer 
nahezu vollständigen Arbeits- und Leistungsfähigkeit in einer angepassten 
Tätigkeit ausgegangen (AB 64). Diese reine Aktenbeurteilung der RAD-

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Ärztin steht im Widerspruch zu den Beurteilungen der behandelnden Ärzte, 
ohne dass die Widersprüche medizinisch hinreichend, insbesondere auch 
interdisziplinär, erklärt wären, weshalb nicht auf darauf abgestellt werden 
kann.

Im Weiteren kann aber auch nicht auf die Atteste der behandelnden Ärzte 
abgestellt werden, denn die Akten zeigen neben der uneinheitlichen 
Darstellung der medizinischen Situation auch hinsichtlich der attestierten 
Arbeitsfähigkeit kein einheitliches Bild. Der ursprünglich behandelnde 
Hausarzt Dr. med. C.________ war noch Ende November 2011 (AB 12) 
und im April 2012 (AB 20 S. 5) davon ausgegangen, dass eine erhebliche 
Restarbeitsfähigkeit weiterhin gegeben ist, während hingegen die neue 
Hausärztin Dr. med. F.________ kurz nach Behandlungsaufnahme in 
ihrem Bericht vom Mai 2013 (AB 30) eine praktisch vollständige 
Arbeitsunfähigkeit attestierte. Im Ergebnis wird diese Einschätzung zwar 
vom operierenden Orthopäden Dr. med. G.________ gestützt, welcher am 
16. Juli 2013 (AB 39 S. 2 ff.) festgehalten hat, dass die Behandlung des 
Problems komplex und nicht notwendigerweise mit guten Resultaten 
vereinbar sei, so dass der Beschwerdeführer kaum mehr irgendeine 
physische Arbeit längere Zeit werde ausüben können (S. 4). Doch diese im 
Kern zweifellos auf medizinischen Überlegungen basierende Einschätzung 
des Orthopäden ist gleichzeitig auch von nicht-medizinischen Aspekten 
getragen, wenn Dr. med. G.________ arbeitsmarktliche und berufs-
biographische Gedanken einbringt und ausführt, dass der nun 57-jährige 
Beschwerdeführer 23 Jahre beim selben Arbeitgeber gearbeitet habe und 
die Chance, je eine Arbeitsstelle zu finden, klein sei. Schliesslich handelt es 
sich auch bei den von den behandelnden Ärzten abgegebenen Attesten 
ausschliesslich um monodisziplinäre Beurteilungen mit ausschliesslichem 
Bezug zum jeweiligen Fachgebiet und nicht um interdisziplinäre 
Einschätzungen. In den Akten werden in medizinischer Hinsicht jedoch 
mehrere Problemkreise beschrieben, wobei einerseits die kardialen (vgl. 
AB 26 S. 2, AB 30, AB 52, AB 66 und AB 69), andererseits die 
neurologisch/neurochirurgisch objektivierbaren Beschwerden der Hals- und 
Lendenwirbelsäule im Vordergrund stehen (vgl. AB 30, AB 39 S. 5 f., AB 39 
S. 2 ff., AB 52 und AB 69). Daneben bestehen aber auch Hinweise auf 
psychische Probleme, welche zwar erwähnt, aber nicht näher diskutiert und 

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offenbar nicht in die Beurteilung einbezogen wurden. So führte 
Dr. med. C.________ in seinem Bericht vom 27. April 2012 (AB 20 S. 3 ff.) 
einerseits eine Angsterkrankung (S. 3), als auch eine „allgemeine 
Ängstlichkeit und Unsicherheit“ auf und im Bericht vom 27. August 2012 
(AB 21) machte er gar geltend, dass sich wegen den somatischen 
Beschwerden zunehmend eine Depression bemerkbar mache (S. 3 Ziff. 1). 
Eine interdisziplinäre Klärung der gesamten gesundheitlichen Situation des 
Beschwerdeführers findet sich in den Akten nicht, ist jedoch insbesondere 
im Hinblick auf die verschiedenen erwähnten Problemkreise unerlässlich. 

3.4 Unter diesen Umständen ist nicht von einem vollständigen oder 
gar unbestrittenen Bild über den Gesundheitszustand des Beschwerde-
führers auszugehen und die medizinische Situation bzw. deren 
Auswirkungen auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit kann gestützt auf die 
vorliegenden Akten nicht abschliessend beurteilt werden. Die Beschwerde-
gegnerin hat die gebotenen Abklärungen nachzuholen, insbesondere den 
medizinischen Sachverhalt im Rahmen einer interdisziplinären MEDAS-
Begutachtung fachärztlich abklären zu lassen. 

Nachdem eine zumindest in formaler Hinsicht dem Untersuchungs-
grundsatz gerecht werdende hinreichende Abklärung unterblieben ist, 
findet die bundesgerichtliche Rechtsprechung gemäss BGE 137 V 210 
über die Erstellung von Gerichtsgutachten im Beschwerdeverfahren hier 
keine Anwendung. Eine vollständige interdisziplinäre Begutachtung ist mit 
Blick auf die nachträgliche Verwaltungsrechtspflege und den Unter-
suchungsgrundsatz vorab Sache des Sozialversicherungsträgers. Zu Recht 
hat der Beschwerdeführer deshalb auch den Antrag auf Aufhebung der 
Verfügung und Rückweisung der Sache zu weiteren Abklärungen an die 
Beschwerdegegnerin beantragt.

4.

Die Beschwerde ist folglich gutzuheissen und die angefochtenen 
Verfügungen vom 4. August 2014 (AB 75 bis AB 78) aufzuheben. Die 
Akten sind an die Beschwerdegegnerin zur Vornahme der Abklärungen im 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Jan. 2015, IV/14/788, Seite 14

Sinne der Erwägungen zurückzuweisen. Anschliessend hat diese über den 
Leistungsanspruch des Beschwerdeführers neu zu verfügen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.– bis Fr. 1’000.– festzulegen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.–, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4). Der geleistete 
Kostenvorschuss von Fr. 700.– ist dem Beschwerdeführer nach Eintritt der 
Rechtskraft des Urteils zurückzuerstatten.

5.2 Die unterliegende Beschwerdegegnerin hat dem obsiegenden 
Beschwerdeführer die Parteikosten zu ersetzen. Diese werden vom 
Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert 
nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des 
Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG).

In der Kostennote vom 4. November 2014 hat Rechtsanwalt B.________ 
ein Honorar von Fr. 1‘500.– sowie Auslagen von Fr. 128.60 und die 
Mehrwertsteuer von Fr. 130.30 geltend gemacht. Diese Beträge sind nicht 
zu beanstanden. Für die Aufwendungen im Zusammenhang mit der 
Stellungnahme vom 28. November 2014 ist ergänzend und pauschal (inkl. 
Auslagen und Mehrwertsteuer) eine Parteientschädigung von Fr. 250.– 
zuzusprechen. Der gesamte von der Beschwerdegegnerin dem 
Beschwerdeführer zu ersetzende Parteikostenersatz wird somit auf 
Fr. 2‘008.90 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) festgesetzt.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Jan. 2015, IV/14/788, Seite 15

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde werden die Verfügungen der IV-Stelle 
Bern vom 4. August 2014 aufgehoben und die Sache an die 
Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie – nach Vornahme der 
Abklärungen im Sinne der Erwägungen – neu verfüge.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.– werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. Der vom Beschwerdeführer geleistete 
Kostenvorschuss von Fr. 700.– wird nach Rechtskraft des Urteils 
zurückerstattet.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 2‘008.90 (inkl. Auslagen und MWSt.), zu 
ersetzen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen 
Begründung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde 
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.