# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** dad6c092-4506-5c42-9641-44de367ba353
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2011-01-06
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsrekurskommission 06.01.2011 I/1-2010/21
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VWEK_001_I-1-2010-21_2011-01-06.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: I/1-2010/21

Stelle: Verwaltungsrekurskommission

Rubrik: Abgaben und öffentliche Dienstpflichten

Publikationsdatum: 06.01.2011

Entscheiddatum: 06.01.2011

Entscheid Verwaltungsrekurskommission, 06.01.2011
Art. 39 Abs. 1 lit. d StG (sGS 811.1). Eine Oberstufenlehrerin kann die 
Auslagen für den Lehrgang "Executive Master in Arts Administration" nicht 
als Weiterbildungskosten zum Abzug bringen 
(Verwaltungsrekurskommission, Abteilung I/1, 6. Januar 2011, I/1-2010/21).

Präsident Nicolaus Voigt, Mitglieder Fritz Buchschacher und Markus Frei; 

Gerichtsschreiberin Sabrina Häberli

X, Rekurrentin,

gegen

Kantonales Steueramt, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen, Vorinstanz,

betreffend

Staats- und Gemeindesteuern (Einkommen und Vermögen 2007)

Sachverhalt:

A.- X ist als Lehrerin der Eingliederungsklasse für Fremdsprachige an der Oberstufe S 

in W angestellt. In ihrer Freizeit engagiert sie sich unentgeltlich für den Verein des 

Kellertheaters T, wo sie als Dramaturgin und administrative Leiterin tätig ist. Im Jahr 

2007 nahm sie berufsbegleitend an Kursen des Lehrgangs "Executive Master in Arts 

Administration" (abgekürzt: EMAA) an der Universität Y teil.

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B.- In der Steuererklärung 2007 deklarierte X ein steuerbares Einkommen von Fr. 

57'725.-- und ein steuerbares Vermögen von Fr. 203'624.--. Dabei machte sie einen 

Weiterbildungskostenabzug von Fr. 30'271.-- geltend (Fr. 30'151.-- für die EMAA-

Ausbildung und Fr. 120.-- für eine Weiterbildung Chorleitung). Die 

Veranlagungsbehörde liess unter anderem die geltend gemachten Weiterbildungs- und 

Umschulungskosten für die Ausbildung zum "Executive Master in Arts Administration" 

nicht zum Abzug zu, da es sich dabei um Fortbildungskosten im Bereich der 

Liebhaberei (Dramaturgie und Leitung eines Kleintheaters) handle und kein ursächlicher 

und unmittelbarer Zusammenhang mit der gegenwärtigen Berufsausübung als Lehrerin 

erkennbar sei. Es wurde lediglich der Pauschalabzug von Fr. 400.-- zum Abzug 

zugelassen. X wurde mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 86'300.-- und einem 

steuerbaren Vermögen von Fr. 203'000.-- veranlagt. Die gegen diese Veranlagung 

erhobene Einsprache wies das kantonale Steueramt mit Entscheid vom 18. Januar 

2010 ab.

C.- Gegen diesen Einsprache-Entscheid erhob X mit Eingabe vom 17. Februar 2010 

Rekurs bei der Verwaltungsrekurskommission mit dem sinngemässen Antrag, die 

geltend gemachten Weiterbildungskosten für das EMAA-Programm seien zum Abzug 

zuzulassen.

Die Vorinstanz beantragte mit Vernehmlassung vom 14. April 2010 die Abweisung des 

Rekurses unter Kosten- und Entschädigungsfolge.

Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung der Anträge wird, 

soweit notwendig, in den Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

1.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die 

Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur 

Rekurserhebung ist gegeben. Der Rekurs vom 17. Februar 2010 ist rechtzeitig 

eingereicht worden. Er erfüllt in formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen 

Anforderungen (Art. 194 Abs. 1 des Steuergesetzes, sGS 811.1, abgekürzt: StG; Art. 48 

des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt: VRP). Auf

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2.- Umstritten ist vorliegend, ob die Auslagen für den Lehrgang "Executive Master in 

Arts Administration" im Umfang von Fr. 30'151.-- steuerlich als Weiterbildungs- und 

Umschulungskosten in Abzug gebracht werden können.

a) Die Vorinstanz stellt sich auf den Standpunkt, der gegenwärtige Beruf der 

Rekurrentin sei Lehrerin der Eingliederungsklasse für Fremdsprachige. Der absolvierte 

EMAA-Lehrgang an der Universität Y habe gemäss Ausschreibung zum Ziel 

Kompetenzen zu vermitteln, die unabdingbar Voraussetzung seien, um die 

Anforderungen des Führungsalltags von Kunst- und Kulturbetrieben bewältigen zu 

können. Ein ursächlicher und unmittelbarer Zusammenhang dieses Lehrgangs mit der 

gegenwärtigen Berufsausübung als Lehrerin sei nicht erkennbar. Dass der Lehrauftrag 

an der Oberstufe S ein vorwiegend kultureller sein solle, sei nicht nachvollziehbar. 

Vielmehr sei die Fortbildung dem ehrenamtlichen Engagement der Rekurrentin für das 

Kellertheater T zuzuschreiben. Steuerrechtlich würden die Weiterbildungskosten als 

sogenannte Gewinnungskosten gelten. Ein Abzug von Gewinnungskosten setze jedoch 

Einkünfte aus der entsprechenden Tätigkeit voraus. Demnach seien die Auslagen des 

absolvierten Lehrgangs der Liebhaberei zuzuordnen, welche als private, nicht 

abziehbare Lebenshaltungskosten zu qualifizieren seien.

Dem hält die Rekurrentin im Wesentlichen entgegen, sie sei seit 15 Jahren als Lehrerin 

im Spezialsektor "Integration fremdsprachiger Jugendlicher auf der 

Volksschuloberstufe" tätig. Sie habe längere Zeit nach einer Weiterbildung gesucht, die 

sie umfassend informiere und als Pädagogin im Bereich Kultur weiterbilde. Das an der 

Universität Y angebotene Programm sei schweizweit das einzige gewesen, welches sie 

umfassend über sämtliche Zweige des kulturellen Schaffens, der Vernetzung, der 

Bedeutung und des Einflusses informiert und ihr die Möglichkeit geboten habe, im 

pädagogischen Bereich ihre Reflexionen zu vertiefen und zu formulieren. Trotz grosser 

und oft nicht ganz befriedigender Arbeitsbelastung sei sie dank kontinuierlicher, 

interessanter Weiterbildung, die ihr auch einen interessanten, konstruktiven Kontakt zu 

Jungen sichere, nicht ausgebrannt. Der Lehrberuf bringe es mit sich, dass nur 

andauernde Weiterbildung die Erhaltung, Sicherung und Vertiefung der beruflichen 

Kenntnisse gewährleiste. Der Stellenwert der Kultur sei in der Lehrerbildung lange 

vernachlässigt worden. Sie bitte um Anerkennung ihrer gegenwarts- und 

zukunftsgerichteten Bestrebungen, als Lehrerin am Puls der Zeit zu sein. Die 

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Schulleitung, die Kollegen und die nutzniessenden Schüler würden bestätigen, dass sie 

sich dank dem brauchbaren Fachwissen besonders gut in den beruflichen Apparat 

integrieren und ihn fruchtbar aktiv mitgestalten könne. Dass die Universität die 

Werbung für die Weiterbildung EMAA speziell an Führungskräfte adressiere, habe 

natürlich einen taktischen Grund. Nur diese seien fähig und bereit, den hohen 

Kursbetrag zu entrichten, da dieser von ihrem Arbeitsbetrieb bezahlt werde. Sie sei 

eine Lehrerin, die ihre Zeit nicht verschwenden wolle, sondern 

Weiterbildungsprogramme bevorzuge, die umfassend, klar und gründlich informierten 

und trainierten, wie eben das EMAA-Programm an der gleichen Institution, an welcher 

sie seinerzeit ausgebildet worden sei.

b) Nach Art. 39 Abs. 1 lit. d StG können die mit dem Beruf zusammenhängenden 

Weiterbildungs- und Umschulungskosten von den Einkünften aus unselbständiger 

Erwerbstätigkeit abgezogen werden. Zu den abzugsfähigen Weiterbildungskosten 

gehören jene Aufwendungen, die dazu dienen, sich im ausgeübten Beruf 

weiterzubilden, um die berufliche Stellung zu halten oder um einen Aufstieg im 

bisherigen Beruf zu ermöglichen. Diese Aufwendungen müssen in unmittelbarem 

Zusammenhang mit der Berufsausübung stehen und notwendig sein. Abzugsfähig sind 

insbesondere Fachliteratur, Kurs-, sowie Schulgelder, Lehrmittel, Fahrtkosten, 

Unterkunft und Verpflegung (VerwGE vom 9. Mai 2006 in SGE 2006 Nr. 2, E. 3b/aa mit 

Hinweisen). Aus Gründen der Steuerharmonisierung (vgl. Art. 9 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und 

Gemeinden, SR 642.14) wurde Art. 39 Abs. 1 StG wörtlich an Art. 26 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer (SR 642.11) angepasst.

Abzugsfähig sind nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung alle, auch die nicht 

völlig unerlässlichen Kosten der Weiterbildung, die objektiv mit dem gegenwärtigen 

Beruf des Steuerpflichtigen im Zusammenhang stehen und die dieser zur Erhaltung 

seiner beruflichen Stellung als angezeigt hält. Als mit dem Beruf zusammenhängende 

Weiterbildungskosten sind nur solche abziehbar, die im Rahmen des bereits erlernten 

und ausgeübten Berufs anfallen. Zur Anerkennung als abzugsfähige 

Gewinnungskosten ist darauf abzustellen, ob die Aufwendungen für die Erzielung des 

Einkommens nützlich sind und nach der Verkehrsauffassung im Rahmen des Üblichen 

liegen. Dazu gehören Weiterbildungskosten, die objektiv mit dem gegenwärtigen Beruf 

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des Steuerpflichtigen im Zusammenhang stehen und die dieser zur Erhaltung seiner 

beruflichen Chancen für angezeigt hält, auch wenn die Auslage nicht absolut 

unerlässlich ist, um die gegenwärtige berufliche Stellung nicht einzubüssen (BGE 124 II 

29 E. 3a und 3c). Darunter fallen vor allem auch verbesserte Kenntnisse für die 

Ausübung des gleichen Berufs. Hingegen sind Auslagen für eine Fortbildung, die zum 

Aufstieg in eine eindeutig vom bisherigen Beruf zu unterscheidende höhere 

Berufsstellung oder gar zum Umstieg in einen anderen Beruf dienen, keine solche 

Weiterbildungskosten. Sie werden nicht für eine Weiterbildung im Rahmen des bereits 

erlernten und ausgeübten Berufs erbracht, sondern letztlich für eine neue Ausbildung. 

Auslagen, die das Erlernen notwendiger Fähigkeiten und Kenntnisse zur Ausübung 

eines eigentlichen Berufs betreffen (z.B. Lehre, Handelsschule, Matura, Studium, 

Nachdiplomstudium), sind demnach als Ausbildungskosten auch dann nicht abziehbar, 

wenn die Ausbildung berufsbegleitend absolviert wird, im Ergebnis aber dem Aufstieg 

in eine vom bisherigen Beruf eindeutig unterscheidbare höhere Berufsstellung oder 

dem Umstieg in einen anderen Beruf dient (vgl. BGE 124 II 29 3d; Urteil des 

Bundesgerichts 2C_589/2007 vom 9. April 2008, E. 3.2 mit Hinweisen). Auslagen für 

eine Fortbildung, die zum Aufstieg in eine bessere Berufsstellung führen bzw. den Wert 

auf dem Arbeitsmarkt deutlich erhöhen, sind Investitionen in die Zukunft, ergänzen die 

Grundausbildung und gelten nicht als abzugsfähige Weiterbildungskosten (vgl. Urteil 

des Bundesgerichts 2A.623/2004 vom 6. Juli 2005, E. 3.3 mit Hinweisen). Um 

Berufsaufstiegskosten handelt es sich namentlich dann, wenn die absolvierte 

Ausbildung zu wesentlichen Zusatzkenntnissen mit eigenem Wert führt und die 

Berufsaussichten deutlich verbessert, im Gegensatz zu einer blossen Aktualisierung 

und Vertiefung vorhandender Kenntnisse (vgl. StE 2006 B 22.3 Nr. 85 E. 2.4.4; StR 

61/2006, S. 41, E. 3.1.2). Wesentlich für die Beurteilung der Abzugsfähigkeit der Kosten 

für Zusatzausbildungen ist nicht nur der Vergleich zwischen der bestehenden 

Grundausbildung und den neu erworbenen Kenntnissen; zu berücksichtigen sind auch 

der aktuell ausgeübte Beruf und die Auswirkungen der Zusatzausbildung auf die 

gegenwärtige und künftige Berufstätigkeit (vgl. StR 61/2006 S. 41, E. 3.2). So wurden in 

der Praxis etwa die Auslagen für den Besuch eines Nachdiplomstudiums in 

Unternehmungsführung durch einen ausgebildeten Juristen, durch einen Mathematiker 

oder Computerfachmann, die Kosten für den Besuch eines Lehrgangs zum 

diplomierten Wirtschaftsinformatiker für einen Juristen oder die Auslagen des 

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Primarlehrers, der sich zum Mittelschullehrer ausbilden lässt, nicht als 

Weiterbildungskosten akzeptiert. Insbesondere wurde auch die berufsbegleitend 

absolvierte Ausbildung zum Master of Business Administration (MBA) eines 

Steuerpflichtigen, der sein Ökonomiestudium abgebrochen hatte, sich später zum 

Bachelor of Business Administration (BBA) ausbildete und in der Folge noch den MBA 

erwarb, nicht zum Abzug zugelassen (vgl. zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts 2A.

671/2004 vom 6. Juli 2005 E. 2.2 mit Hinweisen; vgl. auch SGE 2009 Nr. 14). Ebenso 

wurde keine Weiterbildung oder Umschulung bei einem kaufmännischen Angestellten 

in der Versicherungsbranche angenommen, der ein juristisches Studium absolviert 

(VerwGerE vom 18. Dezember 2007 in SGE 2007 Nr. 23, E. 2.4).

Allerdings hat das Bundesgericht in der neusten Rechtsprechung zu 

Weiterbildungskosten darauf hingewiesen, dass es Aufgabe der Praxis sei, 

allgemeingültige und gleichzeitig der Verschiedenheit der jeweiligen Einzelfälle gerecht 

werdende Kriterien zu erarbeiten, um festzulegen, wie stark der Zusammenhang 

zwischen den getätigten Kosten und dem ausgeübten Beruf sein muss, um die 

notwendige Intensität aufzuweisen. So wurden die Kosten für ein Nachdiplomstudium 

"Philosophie und Management" bei einem Journalisten als Weiterbildungskosten zum 

Abzug zugelassen, da dieser schon mehr als 20 Jahre in seinem Beruf tätigt war und es 

in solchen Situationen durchaus im Rahmen des Üblichen und Nützlichen liege, 

eingehender über die Hintergründe bzw. Grundlagen und die breiteren 

Zusammenhänge der ausgeübten Tätigkeit nachdenken zu wollen, was nicht einer 

Aktualisierung, aber einer Vertiefung der für den bisherigen Beruf bedeutsamen 

Kenntnisse entspreche. Weil der Journalist als Generalist namentlich im Kulturbereich 

tätig sei, könnten die neu erworbenen, wenn auch allgemeinen, philosophischen und 

wirtschaftlichen Kenntnisse durchaus zu einem besseren Verständnis der in seinem 

Beruf verfolgten und beschriebenen Gesellschafts- bzw. Kulturerscheinungen geführt 

haben. Das gelte in doppelter Hinsicht, einerseits für das durch die Referenten 

vermittelte Wissen, andererseits für die von den anderen Kursteilnehmern aus ihren 

jeweiligen Berufssparten und Erfahrungshintergründen mitgebrachten Informationen. 

Somit könne zumindest das Zusammentreffen dieser beiden Besonderheiten unter 

Berücksichtigung aller konkreten Umstände darauf schliessen lassen, dass der 

verlangte Bezug zum erlernten und ausgeübten Beruf hier im notwendigen bzw. 

genügenden Ausmass gegeben sei und es sich nicht bloss um eine persönliche 

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Bereicherung bzw. eine kulturelle, ausserberufliche Weiterbildung handle. Es liege 

vielmehr ein ausgesprochener Spezialfall vor. Der vom Journalisten besuchte Kurs 

"Philosophie und Management" habe zumindest in seinem speziellen Fall nicht zu 

einem Titel mit eigenständigem Wert geführt oder die beruflichen Aufstiegs- oder 

Veränderungschancen deutlich verbessert. Er habe dies auch nicht angestrebt (vgl. 

zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts 2C_104/2010 vom 23. Juni 2010, E. 3.2.2 und 

3.3.1, veröffentlicht in: StR 12/2010 S. 959 ff.).

c) Die Rekurrentin absolvierte berufsbegleitend den Lehrgang "Executive Master in Arts 

Administration" der Universität Y und macht in diesem Zusammenhang 

Weiterbildungskosten von Fr. 30'151.-- geltend, die sich aus Auslagen für 

Studiengebühren von Fr. 23'375.--, den Kosten für je eine Studienreise nach Berkeley 

und nach Wien inkl. Transport-, Unterkunfts- und Verpflegungskosten von insgesamt 

Fr. 4'046.-- sowie Fahrspesen und Verpflegungskosten während der Kurstage in O von 

Fr. 2'730.-- zusammensetzen.

Die Rekurrentin ist gemäss eigenen Angaben seit über 30 Jahren im Schuldienst tätig. 

Seit 15 Jahren ist sie Lehrerin an der Oberstufe S in W und betreut dort die 

Eingliederungsklasse für Fremdsprachige. Sie beschreibt ihren Auftrag als einen 

vorwiegend kulturellen (act. 9/1.06 und 1.09). Sie sei zuständig für die Integration der 

zugewanderten fremdsprachigen Jugendlichen im Oberstufenalter. Die kulturelle 

Sensibilisierung, Auseinandersetzung und die Gestaltung des interkulturellen 

Zusammenlebens habe dabei eine grosse Bedeutung. Der Unterricht beinhalte 

schulische Grundlagenvermittlung, politische, soziale und kulturelle Integration, 

Berufsvorbereitung sowie Familienberatung. Gemäss Bestätigung der Arbeitgeberin 

(Beilage zu act. 9/2.02) setzt die Rekurrentin in ihrer Eingliederungsklasse immer wieder 

kulturelle Projekte um, inszeniert Theater oder auch schon mal einen Kulturbetrieb 

während einer Sonderwoche. Gemäss den vereinbarten Jahreszielen sei sie angehalten 

worden, eine Weiterbildung im Bereich Projekt-Administration und Administration 

allgemein zu machen. Zusätzlich engagiert sich die Rekurrentin unentgeltlich für den 

Verein des Kellertheaters T, wo sie als Dramaturgin und administrative Leiterin tätig ist 

(vgl. Beilage zu act. 9/2.02).

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Der EMAA-Lehrgang an der Universität Y kann sowohl als Masterprogramm, als auch 

als Diplomprogramm absolviert werden. Zulassungsbedingung ist ein 

Hochschulabschluss oder ein Diplomabschluss im Bereich der Künste. Damit handelt 

es sich um ein Nachdiplomstudium. Das erste Studienjahr ist der Erweiterung und 

Vertiefung theoretischer Kenntnisse gewidmet. Dazu finden in der Regel vierzehntägig, 

jeweils von Freitag bis Sonntag, Lehreinheiten statt. Im zweiten und dritten Studienjahr 

werden Praktikas absolviert und eine Diplomarbeit verfasst. Praktikas sind lediglich für 

das Masterstudium zwingend notwendig. Die Studiengebühren betragen zwischen Fr. 

31'000.-- (Diplomprogramm) und Fr. 38'000.-- (Masterprogramm). Ziel des Lehrgangs 

ist es, künstlerische Administratoren und Führungskräfte für die Leitung und 

Gesamtführung komplexer Kunst- und Kulturbetriebe auszubilden. Das Zielpublikum 

sind Persönlichkeiten, die ihre Kompetenzen für derzeitige oder zukünftige Tätigkeiten 

in Kunst und Kultur erweitern wollen. Dazu werden künstlerische, juristische und 

wirtschaftlich-administrative Themenfelder behandelt. Der Studiengang ist in 

verschiedene Module gegliedert. Diese befassen sich mit den Bereichen Recht, 

Öffentlichkeit und Gesellschaft, darstellende Künste, bildende Kunst, 

Betriebswirtschaft, Autoren, Werke und Räume sowie Arts Administration (vgl. zum 

Ganzen www…...ch).

d) Die Rekurrentin hat zwar nur am Lehrgang teilgenommen, ohne einen neuen Titel zu 

erwerben (vgl. http://www.......ch/graduates/......html), die Möglichkeit dazu hätte 

jedoch ohne Weiteres bestanden. Sie hat immerhin während eines Jahres 42 Kurstage 

absolviert (vgl. Beilage zu act. 9/2.02) und die gesamten Kurskosten beliefen sich auf 

Fr. 23'375.--. Damit hat sie die für die Erlangung eines Diplomabschlusses 

notwendigen Kurse mehrheitlich besucht. Die hohe Summe bildet einen klaren 

Anhaltspunkt dafür, dass es um eine langfristige Investition und nicht lediglich um die 

Auffrischung des bereits vorhandenen Ausbildungsniveaus geht (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts 2A.623/2004 vom 6. Juli 2005, E. 3.3). Das Bundesgericht hat bereits 

Schulungskosten von Fr. 9'550.-- als Aufwand bezeichnet, der für die Annahme von 

Weiterbildungskosten eher am oberen Rand anzusetzen sei (Urteil des Bundesgerichts 

2A.671/2004 vom 6. Juli 2005, E. 3.2.). Auch bei den vom Bundesgericht zugelassenen 

Weiterbildungskosten eines Journalisten für das Nachdiplomstudium "Philosophie und 

Management" betrugen die Studiengebühren nur Fr. 8'800.-- (vgl. StR 12/2010 S. 959 

ff.). In der Streitsache machen somit allein schon die Kursdauer, die Höhe der 

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Kurskosten und der Umstand, dass ein akademischer Mastergrad oder ein 

Diplomabschluss hätte erworben werden können, deutlich, dass es ich beim EMAA-

Lehrgang nicht um eine Weiterbildung handelt, die nur dazu dient bereits vorhandenes 

Wissen zu vertiefen, zu wiederholen oder anzupassen (vgl. SGE 2009 Nr. 14, E. 2d)aa)). 

Vielmehr wurden der Rekurrentin umfangreiche Kenntnisse vermittelt, welche fachlich 

weit über den Rahmen ihrer angestammten Tätigkeit als Oberstufen-Lehrerin 

hinausgehen. Die Ausbildung stellt folglich für die Rekurrentin einen Gegenwert dar, 

indem sie aufgrund des zusätzlich erworbenen Wissens ihre berufliche 

Leistungsfähigkeit und damit ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöht. Der 

betriebene Aufwand kann nicht mehr als im Rahmen des Üblichen liegend angesehen 

werden.

Des Weiteren kann selbst unter Berücksichtigung der bereits mehrjährigen Tätigkeit der 

Rekurrentin als Lehrerin und einem unter diesen Umständen durchaus im Rahmen des 

Üblichen und Nützlichen liegenden Bedürfnis, sich eingehender über die Hintergründe 

bzw. Grundlagen und die breiteren Zusammenhänge der ausgeübten Tätigkeit 

nachzudenken, nicht gesagt werden, dass es sich beim EMAA-Nachdiplomstudium 

lediglich um eine Vertiefung und Aktualisierung bereits vorhandener und für den 

ausgeübten Beruf der Rekurrentin als Oberstufenlehrerin bedeutsame Kenntnisse 

handelt und ein unmittelbarer ursächlicher Zusammenhang mit diesem Beruf besteht 

(vgl. StR 12/2010 S. 959 ff., E. 3.2.2); auch dann nicht, wenn sie in ihrer Tätigkeit für die 

Eingliederungsklasse für Fremdsprachige sicherlich integrativ-kulturelle Fähigkeiten 

benötigt und mit der Durchführung von kulturellen Projekten und Theaterstücken 

teilweise auch im künstlerischen-administrativen Bereich tätig ist. Sie absolvierte den 

Lehrgang zwar berufsbegleitend und er liegt auch im Interesse des Arbeitgebers (vgl. 

Beilage zu act. 9/2.02), indem die Fortbildung bereits bei der bisherigen Tätigkeit der 

Rekurrentin nützlich ist. Darüber hinaus ermöglicht sie der Rekurrentin aber ein 

Wirkungsfeld, das weit über dasjenige ihrer bisherigen Tätigkeit als Lehrerin 

hinausgeht. Die Kenntnisse und Fähigkeiten, die im Rahmen des Lehrgangs zu 

erwerben sind, eröffnen jedenfalls erhebliche zusätzliche berufliche Möglichkeiten. Der 

Lehrgang zielt denn auch dahin, spezifische Kenntnisse zu vermitteln, um 

Führungspersönlichkeiten für Kulturinstitutionen auszubilden (anders StR 12/2010 S. 

959 ff., wo es sich um einen allgemein ausgerichteten Kurs handelte). Eine 

Oberstufenklasse kann auch bei einem vielfältigen kulturellen Hintergrund nicht als 

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Kulturinstitution bezeichnet werden. Damit sind wohl eher Institutionen wie ein Theater 

gemeint. Unter den anderen Kursteilnehmern befanden sich keine Pädagogen, die im 

normalen Schulalltag tätig waren. Wenn diese überhaupt Unterricht erteilten, dann an 

Schauspielschulen oder Konservatorien. Vorwiegend waren die anderen 

Kursteilnehmer aber in Leitungen von Theatern, Opern, Festivals, Orchestern, Museen 

oder Galerien tätig und es handelte sich um Musiker, Schauspieler, Tänzer, 

Komponisten, Sänger, Dramaturgen, Produzenten, Regisseure, Eventmanager, 

Dirigenten oder Autoren (vgl. www…...ch/graduates /….html). Die von den anderen 

Kursteilnehmern eingebrachten Erfahrungen und Informationen konnten der 

Rekurrentin daher wohl kaum zu einem besseren Verständnis der in ihrem Beruf zu 

erfüllenden Lehrtätigkeit dienen (anders: StR 12/2010 S. 959 ff.). Ein unmittelbarer 

ursächlicher Zusammenhang einer Ausbildung mit dem ausgeübten Beruf fehlt, wenn 

es sich hauptsächlich um persönliche Bereicherung oder persönliche Bedürfnisse und 

Neigungen bzw. eine kulturelle, ausserberufliche Weiterbildung handelt. Wie die 

Vorinstanz im Einsprache-Entscheid bereits korrekt ausgeführt hat, ist das 

Nachdiplomstudium wohl eher der Tätigkeit der Rekurrentin für das Kellertheater T 

zuzuordnen. Diese erfolgt jedoch unentgeltlich und stellt deshalb ein Hobby bzw. eine 

Liebhaberei der Rekurrentin dar. Damit sind die diesbezüglich entstandenen Auslagen 

als private, nicht abziehbar Lebenshaltungskosten

e) Zusammenfassend ergibt sich, dass die Vorinstanz den Abzug der von der 

Rekurrentin geltend gemachten Auslagen für den Lehrgang "Executive Master in Arts 

Administration" als Weiterbildungskosten zu Recht verweigert hat. Dementsprechend 

erweist sich der Rekurs als unbegründet und ist abzuweisen.

3.- Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten der Rekurrentin 

aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 StG). Eine Entscheidgebühr von Fr. 800.-- ist angemessen 

(vgl. Art. 7 Ziff. 122 der Gerichtskostenverordnung, ABl 2010, S. 4042 ff.). Der geleistete 

Kostenvorschuss von Fr. 500.-- ist zu verrechnen.

Entscheid:

1.    Der Rekurs wird abgewiesen.

2.    Die Rekurrentin bezahlt die amtlichen Kosten von Fr. 800.-- unter

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       Verrechnung des Kostenvorschusses von Fr. 500.--.

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