# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bf5dfde6-5ae6-5909-8d19-3a2171957323
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-06-27
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 27.06.2023 III 2023 12
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2023-12_2023-06-27.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2023 12 + 18

Entscheid vom 27. Juni 2023 

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
lic.iur. Karl Gasser, Richter
Monica Huber-Landolt, Richterin
lic.iur. Josef Mathis, Gerichtsschreiber

Parteien 1. A.________
Beschwerdeführerin im Verfahren III 2023 12,
vertreten durch B.________

2. C.________,
Beschwerdeführerin im Verfahren III 2023 18,
vertreten durch Rechtsanwältin D.________, 

gegen

1. Gemeinderat Freienbach, Unterdorfstrasse 9, 
Postfach 140, 8808 Pfäffikon,
vertreten durch Rechtsanwalt E.________,

2. Amt für Raumentwicklung ARE, Bahnhofstrasse 14, 
Postfach 1186, 6431 Schwyz,

3. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9, 
Postfach 1260, 6431 Schwyz,
Vorinstanzen,

4. F.________ AG, 
Beschwerdegegnerin,

5. G.________ AG, 
Beigeladene,

Gegenstand Planungs- und Baurecht (Baubewilligung Mobilfunkanlage)

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Sachverhalt:

A. Am 17. Februar 2020 reichte die F.________ AG dem Gemeinderat Freien-
bach das Baugesuch für den Neubau einer Mobilfunkanlage auf der Liegenschaft 
H.________ (KTN 001.________) ein. Das Baugesuch wurde publiziert (Abl …) und 
öffentlich aufgelegt. Innert der Auflage- und Einsprachefrist erhoben neben weiteren 
Einsprechern die C.________ AG am 20. März 2020 sowie A.________ am 24. 
März 2020 Einsprache.

B. Mit Gesamtentscheid vom 20. August 2020 erteilte das Amt für Raumentwick-
lung (ARE) die kantonale Bewilligung für das Bauvorhaben im Sinne der Erwägun-
gen und unter Auflagen und Nebenbestimmungen der zuständigen Stellen gemäss 
Kapitel II., Ziff. 1 ff. und wies die Einsprachen aus kantonaler Sicht ab (…). Unter 
Eröffnung des kantonalen Gesamtentscheides erteilte der Gemeinderat mit Be-
schluss (GRB) Nr. 297 vom 10. September 2020 die kommunale Baubewilligung 
und wies die Einsprachen ab (…). Eine dagegen von der C.________ AG beim Re-
gierungsrat des Kantons Schwyz erhobene Beschwerde (einerseits als Beschwer-
deführerin und andererseits als Rechtsvertreterin weiterer Beschwerdeführer) hiess 
der Regierungsrat mit Beschluss (RRB) Nr. 163/2021 vom 9. März 2021 gut, hob 
den GRB Nr. 297 vom 10. September 2020 auf und wies die Sache zur ergänzenden 
Sachverhaltsabklärung und Begründung sowie neuem Entscheid an den Gemein-
derat zurück (…).  

C. Am 2. September 2021 reichte die F.________ AG als ergänzende Unterlage 
eine Standortbegründung (Kaskadenmodell/Versorgungsnachweis) vom 31. August 
2021 ein (…) und hielt im Übrigen am ursprünglichen Baugesuch fest. Die 
C.________ AG liess am 8. November 2021 an den mit der Einsprache vom 20. 
März 2020 gestellten Anträgen festhalten. Nach einem weiteren Schriftenwechsel 
erteilte der Gemeinderat, weiterhin gestützt auf den Gesamtentscheid des ARE vom 
20. August 2020, mit GRB Nr. 243 vom 3. August 2022 (versendet am 10.8.2022) 
die kommunale Baubewilligung und wies die Einsprachen ab (…).

D. Gegen diesen GRB Nr. 243 vom 3. August 2022 erhoben A.________ mit Ein-
gabe vom 29. August 2022 (Beschwerde I; Verfahren VB 179/2022) und die 
C.________ AG mit Eingabe vom 31. August 2022 (Beschwerde II; Verfahren VB 
182/2022) Beschwerde beim Regierungsrat. 

E. Der Regierungsrat entschied mit RRB Nr. 1021/2022 vom 20. Dezember 2022 
(versendet am 27.12.2022) wie folgt:

1. Die Beschwerden I und II werden abgewiesen.

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2. Die Verfahrenskosten (inklusive Kanzleikosten) im Betrag von Fr. 1'500.-- werden 
der Beschwerdegegnerin auferlegt (…).

3. Parteientschädigungen werden keine zugesprochen.

4.-6. Rechtsmittelbelehrung und Zustellung).

F. Gegen diesen RRB Nr. 1021/2022 erhebt A.________ mit Eingabe vom 14. 
Januar 2023 (Postaufgabe am selben Tag) fristgerecht Beschwerde beim Verwal-
tungsgericht des Kantons Schwyz und beantragt sinngemäss die Aufhebung dieses 
Beschwerdeentscheids (Verfahren III 2023 12). 

G. Mit Eingabe vom 14. Januar 2023 (Postaufgabe am selben Tag) erhebt die 
C.________ AG gegen den RRB Nr. 1021/2022 fristgerecht beim Verwaltungsge-
richt Beschwerde und beantragt (Verfahren III 2023 18): 

1. Der Beschluss Nr. 1021/2022 des Regierungsrates des Kantons Schwyz vom 
20.12.2022 sei aufzuheben.

2. Der Beschluss Nr. 243 des Gemeinderates Freienbach vom 03.08.2022 betref-
fend das Baugesuch-Nr. 2020-0019 sei aufzuheben.

3. Der Gesamtentscheid des Amtes für Raumentwicklung vom 20.08.2020 sei auf-
zuheben.

4. Das im Amtsblatt des Kantons Schwyz (…) für das Grundstück KTN 
001.________, H.________, publizierte Baugesuch betreffend Neubau einer Mo-
bilfunkanlage sei abzuweisen. 

5. Eventualiter sei die Sache zur Durchführung eines rechtskonformen Verfahrens 
an die Vorinstanz zurückzuweisen.

6. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. MwSt von 7.7% vor allen Instanzen 
zu Lasten der Vorinstanzen und der Beschwerdegegnerin.

H. Der Gemeinderat Freienbach lässt am 18. Januar 2023 auf eine Vernehmlas-
sung im Beschwerdeverfahren III 2023 12 verzichten und am 14. Februar 2023 die 
Abweisung der Beschwerde im Verfahren III 2023 18 beantragen, soweit darauf ein-
zutreten sei; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. Unter Hinweis auf seine Ver-
nehmlassungen im vorinstanzlichen Beschwerdeverfahren sowie den Gesamtent-
scheid vom 20. August 2020 erklärt das ARE mit Eingaben vom 2./3. Februar 2023 
Verzicht auf eine weitere umfangreiche Vernehmlassung. Das Sicherheitsdeparte-
ment beantragt mit zwei separaten Vernehmlassungen vom 7. Februar 2023 die 
Vereinigung der Verfahren III 2023 12 und III 2023 18 und die kostenfällige Abwei-
sung der beiden Beschwerden. Die Beschwerdegegnerin lässt mit Stellungnahme 
vom 6. März 2023 die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde im Verfahren 
III 2023 18 und die Bestätigung der erteilten Baubewilligung beantragen; der 
Eventualantrag sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei; unter Kostenfolge zu 
Lasten der Beschwerdeführerin Ziff. 2. Mit Stellungnahme vom 8. März 2023 lässt 

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die Beschwerdegegnerin die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde im Ver-
fahren III 2023 12 und die Bestätigung der erteilten Baubewilligung beantragen; un-
ter Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdeführerin Ziff. 1.

I. Die Beschwerdeführerin Ziff. 1 (Verfahren III 2023 12) lässt mit Replik vom 
25. Februar 2023 sinngemäss an der Beschwerde 14. Januar 2023 festhalten.

J. Auf Aufforderung des Verwaltungsgerichts vom 21. April 2023 hin erläutert 
das Amt für Umwelt und Energie (AUE, vormals Amt für Umweltschutz [AfU]) mit 
Eingabe vom 2. Mai 2023, dass die bestehende Anlage auf KTN 002.________ 
keine neuen Berechnungen erfordere.

K. Die Beschwerdeführerin Ziff. 2 (Verfahren III 2023 18) lässt mit Replik vom 
8. Mai 2023 an ihren Beschwerdeanträgen festhalten. Die Beschwerdegegnerin er-
neuert mit Duplik vom 20. Juni 2023 ihre Anträge aus der Beschwerdeantwort vom 
6. März 2023.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Im Verwaltungsrechtspflegegesetz (VRP; SRSZ 234.110) vom 6. Juni 1974 
wird die Verfahrensvereinigung nicht ausdrücklich erwähnt. Nach konstanter Recht-
sprechung können Beschwerden vereinigt werden, wenn die zuständige Behörde 
für zwei oder mehrere Verfahren in der gleichen Verfahrensart zuständig ist und sich 
die verschiedenen Beschwerden im Wesentlichen auf die gleichen Tatsachen 
(Sachverhalt) und die gleichen Rechtsgründe (Rechtsfragen) stützen (VGE III 2011 
151+155 vom 18.1.2012 Erw. 1; VGE III 2011 72+83 vom 20.7.2011 Erw. 1). 

Die Beschwerdeführerinnen Ziff. 1 und Ziff. 2 beantragen beide die Aufhebung von 
RRB Nr. 1021/2022. Strittig ist im Kern in beiden Beschwerdeverfahren die Bewilli-
gungsfähigkeit der geplanten Mobilfunkanlage am vorgesehenen Standort. Es be-
steht mithin ein enger sachlicher Zusammenhang zwischen den einzelnen Be-
schwerden und es stellen sich ähnliche Rechtsfragen. Die Voraussetzungen für eine 
Verfahrensvereinigung sind vorliegend gegeben.

1.2 Nach § 14 VRP kann eine Drittperson auf ihr Gesuch hin, auf Antrag einer 
Partei oder von Amtes wegen als Nebenpartei in das Verfahren einbezogen werden, 
wenn sie durch eine Verfügung oder einen Entscheid voraussichtlich in ihren schüt-
zenswerten Interessen betroffen ist (Abs. 1). Die beigeladene Person kann im Ver-
fahren Parteirechte ausüben; sie kann Anträge nur zu Gunsten oder zu Lasten der 
Hauptparteien stellen (Abs. 2). Die Verfügung oder der Entscheid wird auch gegenü-
ber der beigeladenen Person rechtswirksam (Abs. 3).

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Das Grundstück KTN 001.________ steht im Eigentum der G.________ AG. Damit 
ist sie vom Ausgang des Verfahrens voraussichtlich in ihren schützenswerten Inter-
essen betroffen, weswegen der Regierungsrat sie im Verwaltungsbeschwerdever-
fahren als Beigeladene ins Verfahren einbezogen hat. Aus denselben Gründen ist 
sie auch ins vorliegende Verfahren beigeladen worden. 

2.1 Gemäss Art. 1 Abs. 2 des Bundesgesetzes über den Umweltschutz (USG; SR 
814.01) vom 7. Oktober 1983 sind Einwirkungen, die schädlich oder lästig werden 
könnten, im Sinne der Vorsorge frühzeitig zu begrenzen. Nach Art. 11 Abs. 1 USG 
werden Luftverunreinigungen, Lärm, Erschütterungen und Strahlen durch Massnah-
men bei der Quelle begrenzt (Emissionsbegrenzungen). Unabhängig von der beste-
henden Umweltbelastung sind Emissionen im Rahmen der Vorsorge so weit zu be-
grenzen, als dies technisch und betrieblich möglich und wirtschaftlich tragbar ist 
(Art. 11 Abs. 2 USG). Die Emissionsbegrenzungen werden verschärft, wenn fest-
steht oder zu erwarten ist, dass die Einwirkungen unter Berücksichtigung der beste-
henden Umweltbelastung schädlich oder lästig werden (Art. 11 Abs. 3 USG). Nach 
Art. 12 USG werden Emissionen unter anderem durch Emissionsgrenzwerte einge-
schränkt (Abs. 1 lit. a), die durch Verordnung oder direkt auf das Gesetz abgestützte 
Verfügungen vorgeschrieben werden (Abs. 2). Für die Beurteilung der schädlichen 
oder lästigen Einwirkungen legt der Bundesrat durch Verordnung Immissionsgrenz-
werte fest (Art. 13 Abs. 1 USG). Er berücksichtigt dabei auch die Wirkungen der 
Immissionen auf Personengruppen mit erhöhter Empfindlichkeit, wie Kinder, 
Kranke, Betagte und Schwangere (Art. 13 Abs. 2 USG). 

Die Immissionsgrenzwerte sind nach Art. 14 lit. a USG so festzulegen, dass Immis-
sionen unterhalb dieser Werte nach dem Stand der Wissenschaft oder der Erfah-
rung Menschen, Tiere und Pflanzen, ihre Lebensgemeinschaften und Lebensräume 
nicht gefährden. Die genannte Bestimmung bezieht sich zwar auf Luftverunreinigun-
gen, sie findet im Sinne einer allgemeinen Regel aber auch auf andere, so nament-
lich durch nichtionisierende Strahlung bewirkte Immissionen Anwendung (Urteile 
BGer 1C_100/2021 vom 14.2.2023 Erw. 5.3.1; BGE 146 II 17 Erw. 6.5).

2.2.1  Für den Schutz vor nichtionisierender Strahlung, die beim Betrieb ortsfester 
Anlagen erzeugt wird, hat der Bundesrat die Verordnung über den Schutz vor nich-
tionisierender Strahlung (NISV; SR 814.710) vom 23. Dezember 1999 erlassen, die 
u.a. die Begrenzung der Emissionen von Mobilfunksendeanlagen regelt. Diese An-
lagen müssen so erstellt und betrieben werden, dass sie die in Anhang 1 Ziff. 64 der 
NISV festgelegten vorsorglichen Emissionsbegrenzungen einhalten (Art. 4 Abs. 1 
NISV). Zum Schutz vor den wissenschaftlich erhärteten, thermischen Wirkungen der 
Strahlung von Mobilfunkanlagen sieht die NISV Immissionsgrenzwerte vor, die über-
all eingehalten sein müssen, wo sich Menschen aufhalten können (Art. 13 Abs. 1 

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und Anhang 2 NISV; Urteile BGer 1C_100/2021 vom 14.2.2023 Erw. 5.3.2; 
1C_375/2020 vom 5.5.2021 Erw. 3.2.2; BGE 126 II 399 Erw. 3b). 

2.2.2  Ausserdem hat der Bundesrat zur Konkretisierung des Vorsorgeprinzips 
gemäss Art. 11 Abs. 2 USG Anlagegrenzwerte als Emissionsbegrenzung für die von 
einer Anlage allein erzeugte Strahlung festgesetzt, welche unterhalb der Immissi-
onsgrenzwerte liegen (Art. 3 Abs. 6 und Art. 4 Abs. 1 sowie Anhang 1 Ziff. 64 NISV). 
Diese Anlagegrenzwerte weisen keinen direkten Bezug zu nachgewiesenen Ge-
sundheitsgefährdungen auf, sondern wurden nach Massgabe der technischen und 
betrieblichen Möglichkeit sowie der wirtschaftlichen Tragbarkeit festgelegt, um das 
Risiko schädlicher Auswirkungen, die zum Teil erst vermutet werden und noch nicht 
absehbar sind, möglichst gering zu halten. Mit den Anlagegrenzwerten hat der Bun-
desrat im Hinblick auf nachgewiesene Gesundheitsgefährdungen eine Sicherheits-
marge geschaffen. An Orten mit empfindlicher Nutzung (OMEN) haben ortsfeste 
Mobilfunkanlagen den Anlagegrenzwert im massgebenden Betriebszustand für sich 
stets einzuhalten (Art. 3 Abs. 6, Art. 4 Abs. 1 und Anhang 1 Ziff. 65 NISV) (Urteil 
BGer 1C_375/2020 vom 5.5.2021 Erw. 3.2.2; BGE 128 II 378 Erw. 6.2.2). 

2.2.3  Als OMEN gelten laut Art. 3 Abs. 3 NISV Räume in Gebäuden, in denen sich 
Personen regelmässig während längerer Zeit aufhalten (lit. a), öffentliche oder pri-
vate, raumplanungsrechtlich festgesetzte Kinderspielplätze (lit. b) und diejenigen 
Bereiche von unüberbauten Grundstücken, in denen Nutzungen nach lit. a und b 
zugelassen sind. Zu den OMEN gehören Wohnräume, Schulräume und Kindergär-
ten, Spitäler, Alters- und Pflegeheime sowie ständige Arbeitsplätze. Den raumpla-
nungsrechtlich festgesetzten Kinderspielplätzen gleichzustellen sind Pausenplätze 
von Schulhäusern. Nicht als OMEN zu betrachten sind dagegen Balkone und Dach-
terrassen, Treppenhäuser, Lager- und Archivräume, sofern dort keine ständigen Ar-
beitsplätze vorhanden sind (vgl. die vom Bundesamt für Umwelt, Wald und Land-
schaft: BUWAL [heute Bundesamt für Umwelt: BAFU] herausgegebene Vollzugs-
empfehlung zur NISV [nachfolgend: NISV-Vollzugsempfehlung], Bern 2002, 
Ziff. 2.1.3 S. 24; BGE 128 II 378 Erw. 6.2.2).

2.3 Bevor eine Anlage neu erstellt wird, für die Anhang 1 der NISV Emissions-
begrenzungen festlegt, muss ihr Inhaber der zuständigen Bewilligungsbehörde ein 
Standortdatenblatt einreichen, das über den geplanten Betrieb der Anlage und die 
Strahlung in ihrer Umgebung Auskunft gibt (vgl. Art. 11 NISV). Darin sind u.a. der 
am stärksten belastete, für Menschen zugängliche Ort (sog. Ort für kurzfristigen Auf-
enthalt [OKA]) und die drei höchstbelasteten OMEN zu dokumentieren (vgl. Art. 11 
Abs. 2 lit. c NISV). Basierend auf dem Standortdatenblatt wird im Baubewilligungs-
verfahren eine rechnerische Prognose der nach Inbetriebnahme zu erwartenden 

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Strahlungsbelastung vorgenommen. Massgebend hierfür ist grundsätzlich die auf-
grund der Hardwarekonfiguration der Anlage maximal mögliche Sendeleistung und 
nicht ein tieferer, durch Fernsteuerung einstellbarer Wert (BGE 128 II 378 Erw. 4; 
Urteil BGer 1C_226/2018 vom 3.9.2019 Erw. 2.1 mit weiteren Hinweisen). Nach 
Art. 12 Abs. 1 und 2 NISV überwacht die zuständige Behörde insb. durch Messun-
gen oder Berechnungen die Einhaltung der Emissionsbegrenzungen. Ob die in der 
Baubewilligung festgelegte Strahlungsleistung eingehalten wird, kann von der Voll-
zugsbehörde nach Inbetriebnahme der Anlage mit einer Abnahmeprüfung kontrol-
liert werden (Art. 12 Abs. 3 NISV). Eine solche wird regelmässig durchgeführt, wenn 
gemäss rechnerischer Prognose der Anlagegrenzwert an einem OMEN zu 80% er-
reicht wird (vgl. NISV-Vollzugsempfehlung Ziff. 2.1.8 S. 20; Fritzsche/Bösch/Wipf/ 
Kunz, Zürcher Planungs- und Baurecht, Bd. 2, 6. Aufl. 2019, N 19.4.3.3, S. 1428 f.; 
Wagner Pfeifer, Umweltrecht. Allgemeine Grundlagen, 2017, N 585). 

Als zuständige Fachbehörde des Bundes hat das BAFU zur Koordination des Voll-
zugs der NISV die geeigneten Mess- und Berechnungsmethoden zu empfehlen 
(Art. 12 Abs. 2 Satz 2 NISV; Urteil BGer 1C_97/2018 vom 3.9.2019 Erw. 6.1; vgl. 
auch NISV-Vollzugsempfehlung Ziff. 2.3 S. 24 ff. sowie die Nachträge dazu vom 
28.3.2013 [Verschiebung von Sendeleistung zwischen Frequenzbändern/ Präzisie-
rung der Änderungsdefinitionen nach Anhang 1 Ziff. 62 Abs. 5 NISV] und vom 
23.2.2021 [Adaptive Antennen]; VGE III 2021 51 vom 26.8.2021 Erw. 1.4 ff.). 

2.4.1  Bei Mobilfunkanlagen handelt es sich um Infrastrukturbauten. Die Festlegung 
der Zonen, in denen Mobilfunkanlagen zulässig sind, obliegt grundsätzlich kantona-
lem/kommunalem Recht. Dieses ist aber an den fundamentalen raumplanerischen 
Grundsatz der Trennung von Bau- und Nichtbaugebiet gebunden, d.h., dass Anla-
gen zur Erschliessung oder Versorgung des Siedlungsgebiets grundsätzlich inner-
halb und nicht ausserhalb der Bauzonen errichtet werden müssen. Die zur Versor-
gung einer bestimmten Zone notwendigen Infrastrukturanlagen sind innerhalb der 
Bauzonen zonenkonform, soweit sie hinsichtlich Standort und Ausgestaltung in einer 
unmittelbaren funktionellen Beziehung zum Ort stehen, an dem sie errichtet werden 
sollen und im Wesentlichen Bauzonenland abdecken. Die Zonenkonformität einer 
Kommunikationsanlage kann zudem auch bejaht werden, wenn sie der Ausstattung 
der Bauzone als Ganzem und nicht nur speziell dem infrage stehenden Bauzonen-
teil dient (vgl. Wagner Pfeifer, a.a.O., N 618; Zaugg/Ludwig, Kommentar zum Bau-
gesetz des Kantons Bern, Bd. I, 5. Aufl. 2020, Art. 24 N 31c; BGE 141 II 245 Erw. 2.1 
und BGE 138 II 173 Erw. 5.3). Auch ist bei der Errichtung von Mobilfunkantennen 
innerhalb der Bauzone kein Bedürfnisnachweis erforderlich. Somit ist unmassge-
blich, ob der von den Mobilfunkkonzessionen geforderte Abdeckungsgrad schon er-
reicht ist (Urteil BGer 1C_329/2013 vom 23.10.2013 Erw. 3.1). Für eine Überprüfung 

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der Gründe, welche die Mobilfunkbetreiberin zum Bau genau an der vorgesehenen 
Stelle veranlassen, bleibt bei zonenkonformen Bauten innerhalb der Bauzone somit 
grundsätzlich kein Raum. Deshalb ist in diesen Fällen weder eine Interessenabwä-
gung noch ein Nachweis von Alternativstandorten erforderlich (vgl. Fritzsche/Bösch/ 
Wipf/Kunz, a.a.O., N 19.4.3.2).

2.4.2  Allerdings können im Rahmen kantonaler und kommunaler Bau- und Zonen-
reglemente erweiterte Anforderungen an die Zulässigkeit von Infrastrukturbauten - 
zu denen auch Mobilfunkanlagen gehören - festgelegt werden. So dürfen bestimmte 
Nutzungen aufgrund ihrer ideellen oder wirtschaftlichen Auswirkungen für unzuläs-
sig erklärt werden, um z.B. den Charakter eines Wohnquartiers zu wahren. Insoweit 
besteht ein gewisser Spielraum auch für planungsrechtliche Vorschriften über die 
Zulässigkeit von Mobilfunkanlagen. Zulässig sind namentlich Zonenvorschriften, 
welche im Sinne einer Negativplanung die Erstellung von Mobilfunkantennen in ei-
nem bestimmten schutzwürdigen Gebiet oder auf gewissen Schutzobjekten aussch-
liessen (vgl. Urteil BGer 1C_703/2020 vom 13.10.2022 mit Hinweis auf BGE 138 II 
173 Erw. 5.4). Zulässig ist auch eine Prioritätenordnung (Kaskadenmodell), das Mo-
bilfunkanlagen in erster Linie in den Arbeitszonen, in zweiter Linie in den übrigen 
(gemischten) Bauzonen, in dritter Priorität in den Wohnzonen zulässt (vgl. BGE 141 
II 245 Erw. 2.1; BGE 138 II 173 Erw. 6.4 - 6.6; BAFU et al. [Hrsg.], Leitfaden Mobil-
funk für Gemeinden und Städte, Bern 2010, S. 31 f.; 34 f.). 

Auch die Anwendbarkeit der allgemeinen Ästhetikklausel ist nicht ausgeschlossen. 
Dies setzt jedoch ein überwiegendes öffentliches Interesse voraus, wie den Schutz 
eines Ortbildes (insb. Kernzonen) oder von Gebäuden/Gebäudegruppen mit beson-
derer ästhetischer Qualität. Die im Interesse des Ortsbildschutzes erlassenen orts-
planerischen Bestimmungen dürfen indessen die Wahrnehmung des Versorgungs-
auftrags der Mobilfunkbetreiber gemäss der Fernmeldegesetzgebung nicht vereiteln 
oder über Gebühr erschweren (BGE 141 II 245 Erw. 7.1). Durchschnittlich dimen-
sionierte Anlagen in durchschnittlichen Wohnzonen lassen sich daher nicht aus äs-
thetischen Erwägungen ausschliessen. Ebenso dürfen Vorschriften, welche die 
zulässige Höhe von Dachaufbauten oder Gebäudeteilen beschränken, nicht so an-
gewendet werden, dass im Ergebnis in der Bauzone nur noch sehr niedrige bzw. 
freistehende Antennen mit geringer Höhe zulässig wären (vgl. Wagner Pfeifer, 
a.a.O., N 620 f.; Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 9-10 N 17 und 29b). 

2.5 Gemäss Art. 27 des Bundesgesetzes über die Raumplanung vom 22. Juni 
1979 (RPG; SR 700) kann die zuständige Behörde für genau bezeichnete Gebiete 
Planungszonen bestimmen, wenn Nutzungspläne angepasst werden müssen oder 
noch keine vorliegen. Innerhalb der Planungszonen darf nichts unternommen wer-
den, was die Nutzungsplanung erschweren könnte (Abs. 1). Planungszonen dürfen 

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für längstens fünf Jahre bestimmt werden; das kantonale Recht kann eine Verlän-
gerung vorsehen (Abs. 2).

Planungszonen sind sichernde Massnahmen, um Nutzungspläne erstellen oder än-
dern zu können. Für die Festsetzung einer Planungszone genügt eine einigermas-
sen konkretisierte Planungsabsicht. Die Planungszone soll die Entscheidungsfrei-
heit der Planungsbehörden bei der Umsetzung und Konkretisierung dieser Absicht 
wahren. Die Planungszone hat zur Folge, dass im betroffenen Umfang die Anwen-
dung des (noch) geltenden Rechts im Hinblick auf das Inkrafttreten des neuen 
Rechts ausgesetzt wird (vgl. Urteil BGer 1C_275/2021 vom 29.3.2022 Erw. 2.2 f.; 
Leitfaden Mobilfunk für Gemeinden und Städte, a.a.O., S. 39; RRB Nr. 163/2021 
vom 9.3.2021 Erw. 4 mit weiteren Hinweisen).

3.1 Wie der Regierungsrat im RRB Nr. 163/2021 vom 9. März 2021 (Erw. 3) fest-
gehalten hat, enthielt das Baureglement der Gemeinde Freienbach (BauR) vom 
28. November 1993 - in der bei Einreichung des Baugesuchs am 17. Februar 2020 
geltenden Fassung - keine spezifischen Bestimmungen zur Zonenkonformität von 
Mobilfunkanlagen in der Zentrumszone. Indessen hatte der Gemeinderat gestützt 
auf Art. 27 RPG sowie § 14 des Planungs- und Baugesetzes (PBG; SRSZ 400.100) 
vom 14. Mai 1987 und Art. 7 BauR im Hinblick auf eine Baureglementsrevision zur 
Regelung der Standortwahl von Mobilfunkantennen eine Planungszone erlassen, 
mit Gültigkeit von längstens drei Jahren, welche mit der Publikation im Amtsblatt 
(Abl Nr. 38 vom 21.9.2018 S. 2120) verbindlich wurde (§ 14 Abs. 2 und 3 PBG; Art. 7 
Abs. 2 und 3 BauR; vgl. RRB Nr. 163/2021 Erw. 4). 

Laut dem Publikationstext vom 21. September 2018 umfasst die Planungszone alle 
Bauzonen, ausgenommen die Industrie- und Gewerbezonen. Innerhalb der Pla-
nungszone darf nichts unternommen werden, was die künftige Regelung zur Stand-
ortwahl von visuell als solche wahrnehmbaren Mobilfunkantennen erschweren oder 
widersprechen könnte. Der Gemeinderat beabsichtigt für die Standortwahl von visu-
ell als solche wahrnehmbaren Mobilfunkantennen ein Kaskadenmodell zu erlassen. 
Standorte in den Industrie- und Gewerbezonen haben erste Priorität. Ist dies nach-
weislich nicht möglich oder aufgrund des fernmelderechtlichen Versorgungsauftra-
ges nicht ausreichend, sind Standorte in der zweiten Priorität (Mischzonen: Wohn-
gewerbezonen, Kernzonen, Zentrumszonen etc.) zulässig. Ist ein Standort in der 
ersten und zweiten Priorität nachweislich wiederum nicht möglich oder nicht ausrei-
chend, sind Standorte in den übrigen Bauzonen zulässig. Die Gesuchsteller haben 
die Standortwahl in einer Interessenabwägung nachvollziehbar darzulegen. 

3.2 Mit GRB Nr. 309 vom 26. August 2021 (publiziert im Abl Nr. 37 vom 17.9.2021 
S. 2535 f.) wurde die Planungszone um zwei Jahre verlängert. 

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Zwischenzeitlich wurde die Ergänzung des Baureglements (Art. 11a BauR) betref-
fend Regelung der Standortwahl von Mobilfunkantennen an der Urnenabstimmung 
vom 13. Februar 2022 angenommen und vom Regierungsrat mit RRB Nr. 480/2022 
vom 8. Juni 2022 genehmigt (vgl. dazu auch angefochtener RRB Nr. 1021/2022 vom 
20.12.2022 Erw. 3.3; GRB Nr. 243 vom 3.8.2022 Erw. 6). Danach haben die Ge-
suchsteller im Baugesuch die Standortwahl nachvollziehbar zu begründen. In jedem 
Fall ist eine Koordination mit bestehenden Antennenanlagen zu prüfen (Abs. 2). 
Festgelegt wurde auch eine Prioritätenfolge, mit der Industrie- und Gewerbezonen 
als erste Priorität und u.a. die Zentrumszone als zweite Priorität (Abs. 4 lit. a und b). 

3.3 Für die Beurteilung der baurechtlichen Bewilligung der vorliegenden umstrit-
tenen Mobilfunkanlage ist gemäss Art. 64 Abs. 1 BauR indessen weiterhin die bei 
Einreichung des Baugesuchs am 17. Februar 2020 geltende Fassung des Baure-
glements und die seit dem 21. September 2018 gültige Planungszone massgeblich. 
Davon ist auch der Gemeinderat im GRB Nr. 243 vom 3. August 2022 (Erw. 6) aus-
gegangen. Danach haben die Gesuchsteller die Standortwahl in einer Interessen-
abwägung nachvollziehbar darzulegen, wenn sie einen Standort in der zweiten oder 
dritten Priorität des darin vorgesehenen Kaskadenmodells in Anspruch nehmen (vgl. 
Erw. 3.1 hiervor). Gestützt auf die im Amtsblatt publizierte Planungszone (Abl Nr. 38 
vom 21.9.2018 S. 2120) hatte der Regierungsrat die Sache denn auch mit RRB 
Nr. 163/2021 vom 9. März 2021 (Erw. 4.3.2 f.) an die Vorinstanz zurückgewiesen 
(vgl. auch angefochtener RRB Nr. 1021/2022 vom 20.12.2022 Erw. 3.2). 

4.1 Die Gesuchstellerin plant den Neubau einer Mobilfunkanlage auf dem rund 
15.11 m hohen Flachdach des vorbestehenden fünfstöckigen Gebäudes 
(I.________) der in der Zentrumszone (Z) gelegenen Liegenschaft H.________ 
(KTN 001.________). Die Mobilfunkanlage umfasst einen auf spezielle Ständer ab-
gestellten rund 8 m hohen Antennentragmast (ab OK Dachrand, ohne Blitzschutz-
stab) mit daran angebrachten Antennen und einen 2.2 m breiten, 0.75 m tiefen und 
1.6 m hohen Technikschrank, südlich des Antennenfusses, sowie drei je 0.7 m 
breite, 0.4 m tiefe und 0.5 m hohe Sende- und Empfangsgruppen (Remote Radio 
Head; RR H) beim Mastfuss (vgl. Baueingabeplan / Situationsplan 1:500 vom 
6.11.2019, in: VB 182/2022-act. III.-01 Beilage B7).

Aus dem Standortdatenblatt vom 27. November 2019 (Revision 1.7) (VB 182/2022-
act. III.-01 in Beilage B7) geht hervor, dass jeweils drei Antennen in den Azimuten 
(Abweichung in Grad von Norden) von 10°, 120° und 230° auf den Frequenzbändern 
700-900 MHz und 1400-3600 MHz senden. Die kumulierte Sendeleistung soll in der 
höchstbelasteten Senderichtung von Azimut 10° 1250 Watt ERP (effective radiated 
power) betragen (vgl. Anhang 1 Ziff. 62 Abs. 4 lit. b der Verordnung über den Schutz 
vor nichtionisierender Strahlung [NISV; SR 814.710] vom 23.12.1999).

11

Gemäss den Ausführungen der Beschwerdegegnerin in ihren Stellungnahmen vom 
29. Mai/15. Juli 2020 im erstinstanzlichen Einspracheverfahren (VB 182/2022-act. 
III.-01 Beilage B11 Rz. 7 und Beilage B14 Rz. 5 f.) werden sogenannte nicht adaptiv 
sendende "all in one" Antennen zum Einsatz kommen, die nicht adaptiv betrieben 
werden. Darauf wird das sog LTE plus (5G wide) in Betrieb genommen. 

4.2 Die Beschwerdegegnerin hat die Strahlenbelastung der geplanten Mobilfunk-
anlage am OKA sowie an sechs OMEN ermittelt (vgl. Plan PFHB Rev. 1.7 1:1000 
vom 27.11.2019 und Standortdatenblatt Rev. 1.7 vom 27.11.2019 [VB 182/2022-
act. III.-01 in Beilage B7]).

Das AfU (heute: AUE) als kantonale NIS-Fachstelle (vgl. § 70 lit. e der Vollzugs-
verordnung zum Einführungsgesetz zum Umweltschutzgesetz [VVzUSG; SRSZ 
711.111] vom 3.7.2001) hat die projektierte Anlage - mit Blick auf den Nachweis der 
Strahlenbelastung - beurteilt (§ 40 Abs. 1 der Vollzugsverordnung zum Planungs- 
und Baugesetz [PBV; SRSZ 400.111] vom 2.12.1997), das Standortdatenblatt ma-
teriell sowie rechnerisch überprüft und als korrekt befunden (Fachbericht AfU Um-
weltschutz vom 19.6.2020 [Freigabedatum] = VB 182/2022-act. III-01 Beilage B3). 
Beim Betrieb aller Sendedienste mit den maximal bewilligten Sendeleistungen 
wurde am OKA eine elektrische Feldstärke von 16.6 V/m (ca. 34.6% des Immissi-
onsgrenzwertes) und an den OMEN von (maximal) 4.94 V/m (ca. 99% des Anlage-
grenzwertes) ermittelt. Da bei den OMEN 3 bis 5 ein Anlagegrenzwert von mehr als 
80% ermittelt wurde, hat das AfU eine Abnahmemessung nach Inbetriebnahme der 
Anlage angeordnet (vgl. Erw. 2.3 hiervor). Für den Fall, dass während der Abnah-
memessung nicht alle bewilligten Sendedienste in Betrieb seien, hat das AfU darauf 
hingewiesen, dass bei Einhaltung der Bedingungen der Messempfehlungen des 
BAFU eine Hochrechnung auf alle bewilligten Dienste oder eine nachträgliche er-
neute Messung nach Aufschaltung der weiteren bewilligten Dienste zu erfolgen 
habe. Werde bei der Messung eine Überschreitung des Anlagegrenzwertes fest-
gestellt, müsse die Anlage (z.B. mittels Leistungsreduktion) saniert und die Immis-
sionsbelastung bis zur Einhaltung der Grenzwerte nachgemessen werden.

4.3 Im Mitbericht vom 20. Oktober 2020 (wiedergegeben in der Stellungnahme 
des ARE vom 22.10.2020 S. 3 ff. im ersten regierungsrätlichen Verfahren = Beilage 
in VB 182/2022-act. II.-02, Baumappe 2020-0019) hat das AfU diese Angaben in 
der Ziff. 7 (Grenzwerteinhaltung) bestätigt und dargelegt, dass es die Beurteilung 
der im Standortdatenblatt vom 27. November 2019 ausgewiesenen Berechnungen 
und Antennendiagramme gemäss der sog. "Worst-Case"-Methode (maximaler Ge-
sprächs- und Datenverkehr bei maximaler Sendeleistung) entsprechend dem vom 
BAFU - als zuständige Fachbehörde des Bundes (Art. 12 Abs. 2 NISV) - mit Infor-
mationsschreiben vom 17. April 2019 und vom 31. Januar 2020 (an die Kantone 

12

resp. die kantonalen und städtischen NIS-Fachstellen) empfohlenen Vorgehen, wie 
adaptive Antennen bis zum Vorliegen der Vollzugshilfe des BAFU (Nachtrag 'Adap-
tive Antennen' vom 23.2.2021) zu beurteilen seien, vorgenommen hat (vgl. dazu 
auch Urteil BGer 1C_100/2021 vom 14.2.2023 Erw. 6.2.1 f.; Erw. 5.5 hiernach).

In den Vernehmlassungen vom 14. September 2022 im vorinstanzlichen Verfahren 
hat das ARE sodann darauf hingewiesen, dass der kantonale Gesamtentscheid vom 
20. August 2020 mit dem RRB Nr. 163/2021 vom 9. März 2021 nicht aufgehoben 
wurde und entsprechend im Zuge der Sachverhaltsabklärungen nicht angepasst 
werden musste, weswegen auch kein neuer Mitbericht beim AfU eingeholt wurde 
(VB 182/2022-act. III.-01 und VB 177/2022-act. III.-01; vgl. auch GRB Nr. 243 vom 
3.8.2022 Sachverhalt lit. W).

5.1 Die Beschwerde der Beschwerdeführerin Ziff. 1 vom 14. Januar 2023 wie auch 
ihre Replik vom 25. Februar 2023 beruhen im Wesentlichen auf der Sorge, dass sie 
und auch die übrigen Bewohner der I.________ durch den Bau der geplanten Mo-
bilfunkanlage auf KTN 001.________ einem gesundheitsschädigenden Risiko aus-
gesetzt würden. 

5.2 Die für den Schutz vor nichtionisierender Strahlung in der NISV festgelegten 
Immissionsgrenzwerte (Erw. 2.2.1 hiervor) beruhen auf wissenschaftlich erhärteten 
Erkenntnissen über die von Mobilfunkantennen ausgehende Gesundheitsgefähr-
dung (Urteil BGer 1C_100/2021 vom 14.2.2023 Erw. 5.3.2). Die zur Konkretisierung 
des Vorsorgeprinzips vom Bundesrat festgesetzten Anlagegrenzwerte (Erw. 2.2.2 
hiervor) liegen mit Blick auf mögliche nicht-thermische Wirkungen um rund das 
Zehnfache tiefer als die von der Internationalen Kommission zum Schutz vor nich-
tionisierender Strahlung (ICNIRP) empfohlenen Referenzwerte. Durch die tiefere 
Ansetzung schaffen die Anlagegrenzwert eine Art Sicherheitsmarge bezüglich mög-
licher Gesundheitsgefährdungen, auch wenn dabei auf wissenschaftliche Gewiss-
heit verzichtet wird (vgl. Urteile BGer 1C_100/2021 vom 14.2.2023 Erw. 5.3.2; 
1C_97/2018 vom 3.9.2019 Erw. 3.1; 1C_681/2017 vom 1.2.2019 Erw. 4.3). 

Der Bundesrat bzw. das BAFU als zuständige Fachbehörde, verfolgt die wissen-
schaftliche Entwicklung permanent mit einer beratenden Expertengruppe und hat 
die Grenzwerte gegebenenfalls dem Stand der Wissenschaft oder der Erfahrung 
anzupassen (vgl. Art. 14 USG; Urteil BGer 1C_100/2021 vom 14.2.2023 Erw. 5.3.3 
ff.). Da dem Bundesrat bei der Festlegung der Grenzwerte in der NISV ein gewisses 
Ermessen zusteht und gemäss bisherigem Wissensstand konkrete Anhaltspunkte 
dafür fehlen, dass diese Grenzwerte abgeändert werden müssten, hat das Bundes-
gericht wiederholt festgehalten, dass die vom Bundesrat festgelegten Anlage- und 

13

Immissionsgrenzwerte (Erw. 2.1 ff. hiervor) nach dem gegenwärtigen Stand der Wis-
senschaft nicht zu beanstanden und insbesondere verfassungs- und gesetzeskon-
form sind (vgl. Urteile BGer 1C_375/2020 vom 5.5.2021 Erw. 3.2.5 und Erw. 3.5.2 
mit Hinweisen; 1C_681/2017 vom 1.2.2019 Erw. 4.3 mit Hinweis auf 1C_576/2016 
vom 27.10.2017 Erw. 3.5.2). Der EGMR lehnte es mit Urteil No. 42756/02 vom 
17. Januar 2006 (Luginbühl/ Schweiz) ab, unter dem Aspekt des Art. 8 EMRK wei-
tergehende Massnahmen zu verlangen.

5.3.1  Diese (tieferen) Anlagegrenzwerte darf jede Mobilfunkanlage an OMEN aus-
schöpfen (vgl. Urteil BGer 1C_118/2010 vom 20.10.2010 Erw. 4.2.3 mit weiteren 
Hinweisen). Der Immissionsgrenzwert muss überall eingehalten sein, wo sich Men-
schen aufhalten können (sog. OKA) (vgl. Art. 13 Abs. 1 NISV und Anhang 2 NISV; 
Urteil BGer 1C_245/2012 vom 18.11.2013 Erw. 5.2).

Die vorliegend in Frage stehende Mobilfunkanlage hält diese Grenzwerte ein, wie 
dies das AfU als kantonale NIS-Fachstelle in seiner Beurteilung 19. Juni 2020 
bestätigt hat (Erw. 4.2 hiervor, vgl. auch angefochtener RRB Nr. 1021/2022 Erw. 
5.4). 

5.3.2  In der Übersichtskarte des Bakom: Standorte von Sendeanlagen (abrufbar 
auf www.bakom.admin.ch/bakom/de/home/frequenzen-antennen/standorte-von-
sendeanlagen.html) ist auf KTN 002.________ ein Antennenstandort 3G (UMTS) 
aufgeführt, dessen Sendeleistung (ERP in W) in den anklickbaren Zusatzinformati-
onen als "sehr klein" bezeichnet wird. Gemäss den auf derselben Internetseite ab-
rufbaren Erläuterungen zu dieser Übersichtskarte umfassen die darin aufgeführten 
Standorte der Sendeanlagen "Mobilfunk (2G, 3G, 4G und 5G)" Basisstationen für 
2G (GSM), 3G (UMTS), 4G (LTE)- und 5G (NR Mobilkommunikation. Bei den Leis-
tungsangaben: "sehr klein, klein, mittel, gross" handelt es sich um eine grobe Schät-
zung der abgestrahlten Leistung [ERP], die insgesamt am bezeichneten Standort 
für den betreffenden Funkdienst abgestrahlt ist. Die Gesamtleistung der Kategorie 
"sehr klein" liegt im Bereich zwischen 1 und 10 W.

5.3.3  Da davon ausgegangen werden kann, dass die publizierten Angaben zu den 
Standorten von Mobilfunksendeanlagen auf der Übersichtskarte des BAKOM (und 
auf dem kantonalen WebGIS) zutreffend sind, stellte sich für das Gericht die Frage, 
ob die Angabe im Standortdatenblatt vom 27. November 2019 (VB 182/2022-act. 
III.-01 in Beilage B7, Zusatzblatt 5), wonach sich innerhalb des Anlageperimeters 
der geplanten Mobilfunkanlage auf KTN 001.________ von 70.25 m keine weiteren 
Sendeantennen befinden, korrekt seien. Es ersuchte daher am 21. April 2023 das 
ARE um Mitteilung, ob die fragliche, ca. 60 m vom geplanten Standort entfernte 
Anlage auf KTN 002.________ neue Berechnungen erfordere.

14

Daraufhin hat das AUE dem Gericht am 2. Mai 2023 die Betriebsdaten der Anlage 
auf KTN 002.________ zugestellt und nachvollziehbar dargelegt, dass diese Anlage 
im massgebenden Betriebszustand eine ERP von deutlich weniger als 6 W ausweist 
und damit gemäss Anhang 1 Ziff. 61 Abs. c NISV nicht in den Geltungsbereich dieser 
Ziffer (d.h. Anhang 1 Ziff. 6 NISV) fällt, womit die Anlage auf KTN 002.________ 
bereits aus diesem Grund nicht i.S.v. Anhang 1 Ziff. 62 Abs. 2 f. NISV zusammen 
mit der auf KTN 001.________ geplanten Anlage berechnet werden muss. Damit 
wird die Einhaltung der Grenzwerte der vorliegend in Frage stehende Mobilfunkan-
lage (vgl. Erw. 5.3.1 hiervor) durch die Existenz der Sendeanlage auf KTN 
002.________ nicht in Frage gestellt.

Anzufügen ist indessen, dass eine Konstellation wie die vorliegende zwangsläufig 
Rückfragen provozieren muss. Alleine aus Transparenzgründen ist zu erwarten, 
dass auch "sehr kleine" im Perimeter einer geplanten Mobilfunkanlage vorhandene 
Sendeantennen im Standortdatenblatt (Zusatzblatt 5) verzeichnet werden, wenn sie 
in der öffentlichen zugänglichen Übersichtskarte des BAKOM als solche geführt wer-
den - selbst wenn daraus keine Antennengruppe i.S.v. Anhang 1 Ziff. 62 Abs. 2 f. 
NISV resultiert; letzteres lässt sich (nicht erst auf gerichtliche Nachfrage hin) nach-
vollziehbar begründen und belegen. 

5.4 Die Sorge der Beschwerdeführer, dass auch eine Strahlenbelastung, welche 
die massgeblichen Anlage- und Immissionsgrenzwerte einhält, (insbesondere bei 
betagten Menschen) schädlich sei, vermag nicht zu bewirken, dass die Bewilli-
gungsbehörden in Abweichung von Art. 5 NISV eine Verschärfung der Anlagegrenz-
werte anordnen könnten oder aus diesem Grund gar die Baubewilligung verweigern 
dürften. Die NISV ist allgemein gültig und abschliessend; d.h. es besteht für kanto-
nales oder kommunales Recht, soweit es den Strahlenschutz regeln möchte, kein 
Raum, auch nicht für strengere Regeln (vgl. Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 24 N 17a 
S. 365 unten, mit weiteren Hinweisen; Urteil BGer 1C_681/2017 vom 1.2.2019 
Erw. 4.2; BGE 138 II 173 Erw. 5.1). 

5.5 Die NISV (Anhang 1 Ziff. 63; Massgebender Betriebszustand) wurde am 
17. Dezember 2021 - also nach der Prüfung des Standortdatenblattes der Gesuch-
stellerin durch das AfU (vgl. Erw. 4.2 hiervor) - angepasst (in Kraft seit 1.1.2022; 
AS 2021 901).

Das Bundesgericht hat im Urteil 1C_100/2021 vom 14. Februar 2023 (Erw. 6.3) dar-
gelegt, dass die Anpassung von Anhang 1 Ziff. 63 NISV keine Änderungen für ad-
aptive Antennen bewirkt, auf welche kein Korrekturfaktor angewendet wird. Solche 
Antennen sind (weiterhin) nach der sog. "Worst-case"-Betrachtung zu beurteilen 
(vgl. Erw. 4.3 hiervor; vgl. auch BAFU, Erläuterungen zur Änderung NISV vom 

15

17.12.2001, S. 4). Der massgebende Betriebszustand von Antennen, welche zwar 
adaptiv betreibbar sind, aber so betrieben werden, dass ihr räumliches Abstrah-
lungsmuster konstant bleibt, d.h. ihre Senderichtung oder ihr Antennendiagramm 
nicht automatisch in kurzen zeitlichen Abständen angepasst wird (vgl. dazu die Stel-
lungnahme der Gesuchstellerin vom 15.7.2020 Rz. 5 f. [VB 182/2022-act. III.-01 Bei-
lage B14]), ist ebenfalls nach der sog. "Worst-case"-Betrachtung gemäss Anhang 1 
Ziff. 63 Abs. 1 NISV zu beurteilen (vgl. BAFU, Erläuterungen zur Änderung NISV 
vom 17.12.2001, Ziff. 4.3 S. 7 f.). 

Damit entspricht die Bestimmung des massgebenden Betriebszustands hinsichtlich 
der vorliegend umstrittenen Antennen - welche in der Lage sind adaptiv zu senden, 
aber mit konstantem räumlichen Abstrahlungsmuster betrieben werden - der Rege-
lung für konventionelle Antennen gemäss der vormaligen Ziff. 63 Abs. 1 Teilsatz 1 
von Anhang 1 NISV bzw. der aktuellen Ziff. 63 Abs. 1 von Anhang 1 NISV. Die bei-
den Fassungen von Anhang 1 Ziff. 63 NISV sind im vorliegend interessierenden 
Umfang gleichlautend und die Beurteilung des AfU nach der sog. "Worst-Case"-Me-
thode (vgl. Erw. 4.2 f. hiervor) ist weiterhin aktuell - und sie wäre es gemäss der 
angeführten Rechtsprechung des Bundesgerichts auch dann, wenn die Antennen 
adaptiv (vgl. dazu Vernehmlassung der Beschwerdegegnerin im ersten Verwal-
tungsbeschwerdeverfahren vom 28.10.2020 Rz. 18 f. = Beilage in VB 182/2022-act. 
II.-02, Baumappe 2020-0019), aber ohne Anwendung eines Korrekturfaktors, betrie-
ben würde (vgl. dazu auch BAFU, Erläuterungen zur Änderung NISV vom 
17.12.2001, Ziff. 4.4 in fine S. 8).

6.1 Nach der Rechtsprechung ist es grundsätzlich zumutbar, von den Mobilfunk-
betreiberinnen gewisse Abklärungen zum Antennenstandort zu verlangen, wie den 
Nachweis, dass ein Standort in der Arbeitszone (vorliegend: Industrie- und Gewer-
bezonen) aus funk- oder netztechnischen Gründen nicht in Betracht fällt. Ein solcher 
Nachweis kann zum Beispiel anhand von Abdeckungskarten und Belegen von ge-
scheiterten Anfragen bei der Eigentümerschaft in Frage kommender Grundstücke 
(beispielsweise durch Vorlage eines Briefwechsels) erbracht werden. Allerdings 
dürften im Einzelfall keine überspannten Anforderungen an den Nachweis gestellt 
werden. So sind die Mobilfunkbetreiberinnen nicht verpflichtet, ein Enteignungsver-
fahren einzuleiten (vgl. BGE 138 II 173 Erw. 6.2, 6.5 und 6.6).

6.2 Nachdem der Regierungsrat mit RRB Nr. 163/2021 vom 9. März 2021 (Erw. 
4.3.2 ff.) die Sache zur Sachverhaltsabklärung und Ergänzung der Begründung so-
wie neuem Entscheid an die Vorinstanz zurückgewiesen hatte, reichte die Be-
schwerdegegnerin beim Gemeinderat eine ergänzende Standortbegründung vom 
31. August 2021 ein (VB 182/2022-act. IV-02 Beilage 2).

16

6.3 Der Regierungsrat hat sich im angefochtenen RRB Nr. 1021/2022 (Erw. 4.1 
ff.) mit der Standortbegründung vom 31. August 2021 und den ergänzenden Darle-
gungen der Beschwerdegegnerin dazu in der Beschwerdeantwort vom 10. Oktober 
2022 im vorinstanzlichen Verfahren (VB 182/2022-act. IV-02) auseinandergesetzt 
und ist zum Ergebnis gelangt, insgesamt gehe daraus nachvollziehbar hervor, dass 
ein Standort auf KTN 003.________ aus funktechnischer Sicht nicht geeignet sei 
(Erw. 4.3). Einen möglichen Antennenstandort auf KTN 004.________ in der Ge-
werbezone J.________ müsse die Beschwerdegegnerin nicht in Betracht ziehen, 
da dieser erst zu einem zukünftigen, aktuell nicht bestimmbaren Zeitpunkt mögli-
cherweise einmal zur Verfügung stehen werde (Erw. 4.4.1). Die Begründung der 
Beschwerdegegnerin, weswegen ein möglicher Antennenstandort auf KTN 
005.________ in der Gewerbezone J.________ nicht in Frage komme, erachtete 
der Regierungsrat (wie im RRB Nr. 163/2021 Erw. 4.3.2) unverändert als wider-
sprüchlich, liess dies jedoch offen, weil er in dem aufgelegenen E-Mailschreiben des 
Beauftragten der Beschwerdegegnerin vom 8. Juli 2021 (VB 182/2022-act. IV-02 
Beilage 2) einen hinreichenden Beleg dafür erkannte, dass die Eigentümerin dieser 
Liegenschaft die Einwilligung für die Erstellung einer Mobilfunkanlage verneint habe, 
zumal die Beschwerdeführerin Ziff. 2 Gegenteiliges nicht zumindest glaubhaft ge-
macht habe (Erw. 4.4.2 f.). Insgesamt stehe für die Erhöhung der Sendekapazität 
für das Gebiet zwischen den Mobilfunkanlagen PFBH an der K.________strasse 
und PFAT an der L.________strasse kein Standort in der ersten Priorität zur Verfü-
gung. Damit sei die Errichtung einer neuen Mobilfunkantenne in der zweiten Priorität 
bzw. in der Zentrumszone (auf KTN 001.________) begründet.

6.4 Die Beschwerdeführerin Ziff. 2 macht in ihrer Beschwerdeschrift vom 24. Ja-
nuar 2023 (Ziff. 4) dagegen u.a. geltend, es liege weiterhin keine rechtsgenügliche 
Standortbegründung im Recht. Der mögliche Standort KTN 003.________ liege zwi-
schen den bestehenden Mobilfunkantennen PFBH und PFAG, womit eine Entlas-
tung problemlos durch eine Antenne im Gebiet der ersten Priorität möglich sei. Es 
müsse mit adaptiven Antennen möglich sein, die Signale auf KTN 003.________ in 
bestimmten Richtungen so zu reduzieren, dass keine "Intervention der Strahlung" 
auftrete. Es sei nicht ausgeschlossen, dass die Senderichtungen so geplant werden 
können, dass es gerade nicht zu Störungen kommen würde (Ziff. 4.1).

Die Argumentation der Beschwerdegegnerin bezüglich eines möglichen Standorts 
auf KTN 005.________ sei widersprüchlich, was der Regierungsrat im RRB 
Nr. 163/2021 (Erw. 4.3.2) erneut bestätigt habe. Für den Regierungsrat sei jedoch 
ausschlaggebend gewesen, dass die Eigentümerin von KTN 005.________ die Ein-
willigung für die Erstellung einer Mobilfunkantenne verweigert habe. Ein rechts-
genüglicher Nachweis hierzu liege jedoch weiterhin nicht im Recht. Es obliege nicht 

17

der Beschwerdeführerin Ziff. 2, eine Einwilligung der Grundeigentümer der Grunds-
tücke in der 1. Priorität glaubhaft zu machen. Stattdessen hätte es der Beschwerde-
gegnerin oblegen, Belege von gescheiterten Anfragen bei der Eigentümerschaft ein-
zureichen (Ziff. 4.2).

Auf dem möglichen Standort auf KTN 004.________ in der Gewerbezone, welches 
direkt neben der Bahnlinie mit entsprechenden Installationen liege, könne eine Mo-
bilfunkantenne auch unabhängig von einem Bauprojekt, als freistehende Antenne 
errichtet werden. Dort liesse sich ein freistehender Antennenmast störungsfrei in 
das bestehende Landschaftsbild integrieren. Für die Beschwerdegegnerin wäre es 
ohne Weiteres zumutbar gewesen, die Eigentümerschaft anzufragen, zumal laut 
WebGIS dieselbe Aktiengesellschaft Eigentümerin von KTN 005.________ und 
KTN 004.________ sei (Ziff. 4.3).

7.1 In der Standortbegründung vom 25. Mai 2020 (VB 182/2022-act. III.-01 Bei-
lage B11) hatte die Beschwerdegegnerin in Ziff. 3 S. 3 ff. ausgeführt, die bestehen-
den Mobilfunkanlagen PFBH (an der K.________strasse) und PFAG (an der 
M.________strasse) seien in Bezug auf ihre Kapazitäten an ihre Grenzen gestos-
sen. Sie habe deshalb einen Standort für eine neue Mobilfunkanlage gesucht, der 
sich ideal in ihr bestehendes Netz integriere. Dies bedeute, dass sich dieser Stand-
ort in etwa mittig zwischen den beiden bestehenden und nicht weiter ausbaubaren 
Anlagen befinden müsse. Der Standort an der H.________ integriere sich aufgrund 
seiner idealen Lage zwischen den beiden bestehenden Standorten PFBH und 
PFAG hervorragend in das Funknetz der Beschwerdegegnerin und erfülle das Be-
dürfnis nach einer Erhöhung der Kapazität und der Netzabdeckung idealerweise. In 
der eingefügten Karte (S. 3) wurden die beschriebenen Standorte der bestehenden 
Anlagen PFBH und PFAG und der gefundene Standort auf KTN 001.________ etwa 
mittig zwischen diesen beiden Anlagen kartografisch dargestellt.  

Entsprechend ging auch der Regierungsrat im RRB Nr. 163/2021 vom 9. März 2021 
(Erw. 4.3) - unter Bezugnahme auf die Standortbegründung vom 25. Mai 2020 - 
davon aus, dass die bestehenden Mobilfunkanlagen an der K.________strasse und 
der M.________strasse über unzureichende Kapazitäten verfügten.  

7.2.1  In der Standortbegründung vom 31. August 2021 (VB 182/2022-act. IV-02 
Beilage 2) situierte die Beschwerdegegnerin in Ziff. 3 S. 5 ff. den Kapazitätsengpass 
und damit den idealen Standort für eine neue Mobilfunkanlage nicht mehr zwischen 
den Anlagen PFBH (an der K.________strasse) und PFAG (an der 
M.________strasse), sondern neu zwischen den PFBH (an der K.________strasse) 
und PFAT (an der L.________strasse). Die örtliche Verlegung des Kapazitätseng-

18

passes erfolgte ohne Begründung, einzig dadurch, dass die Anlage PFAG im Lauf-
text durch die Anlage PFAT ersetzt wurde. Im Übrigen hat die Beschwerdegegnerin 
die Ausführungen aus der Standortbegründung vom 25. Mai 2020 (Ziff. 3) - weitge-
hend wortgleich - übernommen, womit die 'aktualisierte' Standortbegründung vom 
31. August 2021 ungeachtet dieses Standortwechsels weiterhin ausgeprägt auf die 
'ursprüngliche' Konstellation zugeschnitten verblieb, wonach sich der Standort der 
geplanten Mobilfunkanlage an der H.________ (auf KTN 001.________) geradezu 
ideal mittig zwischen den beiden bestehenden Anlagen PFBH und PFAG befinde. 

Hinsichtlich der Anlagen PFBH und PFAT trifft dies dagegen offensichtlich nicht zu, 
denn der vorgesehene Standort auf KTN 001.________ (PFHB) liegt entgegen der 
Standortbegründung vom 31. August 2021 keineswegs genau zwischen den beste-
henden Anlagen PFBH und PFAT, sondern ca. 200 m südöstlich der Mitte der Achse 
zwischen diesen beiden Anlagen, deutlich näher bei der Anlage PFBH (ca. 330 m) 
als bei der Anlage PFAT (ca. 625 m) (vgl. nachstehend eingefügte Karte aus 
map.swisstopo.admin.ch; alle Distanzen und Eintragungen [Achsen und Distanz-
kreis] gemessen resp. generiert mit der Menü-Option: "Zeichnen & Messen"). Nahe 
der Mitte der Achse zwischen den Anlagen PFBH und PFAT befindet sich dagegen 
die Gewerbezone J.________ (KTN 005.________ und KTN 004.________). 

7.2.2  Gemäss den veränderten Angaben in der Standortbegründung vom 31. Au-
gust 2021 (S. 5) befindet sich der Standort für eine neue Mobilfunkanlage, welcher 
sich ideal in das bestehende Netz der Beschwerdegegnerin integriert, also nicht 

19

mehr in der Mitte zwischen den Standorten PFBH und PFAG, sondern in etwa mittig 
zwischen den Standorten PFBH und PFAT. Folglich befindet sich auch die Gewer-
bezone J.________ im Zentrumsbereich des Suchkreises zwischen den Anlagen 
PFBH und PFAT für eine neue Mobilfunkanlage. Dieser Suchkreis wird laut der 
Standortbegründung vom 31. August 2021 (S. 4) auf einem Bereich von ca. 200 m 
festgelegt. Von einem Suchkreis zwischen den Anlagen PFBH und PFAT, geht dem 
Wortlaut der Standortbegründung vom 31. August 2021 (S. 7) nach, auch die Be-
schwerdegegnerin aus. Dessen ungeachtet verortete sie die Gewerbezone 
J.________ jedoch nicht etwa in dessen Mitte, sondern an dessen nördlichem äus-
serem Rand. Andererseits situierte sie die Gewerbezone (Parzelle KTN 
003.________) am südlichen äusseren Rand eines Suchkreises von ca. 200 m zwi-
schen den Anlagen PFBH und PFAT, obschon diese Parzelle deutlich ausserhalb 
eines solchen Bereichs liegt: Die Distanz vom nördlichsten Zipfel der Parzelle KTN 
003.________ zur Achse zwischen den Anlagen PFBH und PFAT beträgt an jeder 
Stelle zumindest ca. 300 m; zur Mitte dieser Achse ca. 370 m. Die Parzelle KTN 
001.________ ihrerseits befindet sich - wie erwähnt - nicht etwa genau zwischen 
den Anlagen PFBH und PFAT, sondern am Rande des Suchkreises, d.h. ca. 200 m 
entfernt von dem am 31. August 2021 neu festgelegten, idealen Standort mittig zwi-
schen den Anlagen PFBH und PFAT.

7.2.3  Die willkürlich anmutenden Verortungen der möglichen Antennenstandorte in 
den Gewerbezonen J.________ und der Parzelle KTN 003.________ in der Stand-
ortbegründung vom 31. August 2021 (S. 7), welche der Regierungsrat im angefoch-
tenen RRB Nr. 1021/2022 (Erw. 4.1 f.) kritiklos übernommen hat, lässt sich nur dar-
auf zurückführen, dass die Beschwerdegegnerin in der Standortbegründung vom 
31. August 2021 (S. 5 und S. 7) zwar den Kapazitätsengpass und den idealen 
Standort für eine neue Mobilfunkanlage sowie den Suchkreis zwischen den beiden 
Anlagen PFBH und PFAT verlegt hat, jedoch unverändert auf die Abstände aus der 
Standortbegründung vom 25. Mai 2020 (S. 4) abgestellt hat, welche sich ergeben, 
wenn der ideale Standort und der Suchkreis zwischen den beiden Anlagen PFBH 
und PFAG (auf KTN 001.________) liegen.

7.4 Die Verlegung des idealen Antennenstandorts in die Mitte zwischen PFBH und 
PFAT vom 31. August 2021 erfolgte kommentarlos. Die Beschwerdegegnerin hat 
weder dargetan, ihr sei bei der ursprünglichen Standortbegründung vom 25. Mai 
2020 ein irgendwie gearteter Irrtum bei der Feststellung des Kapazitätsengpasses 
unterlaufen, den sie hätte korrigieren müssen, noch hat sie zwischenzeitlich erfolgte 
Ereignisse, Erkenntnisse oder dergleichen angeführt, welche die Verlegung des ge-
suchten Antennenstandorts plausibel erscheinen liessen. Damit erweist sich die am 
31. August 2021 veränderte Standortbegründung als intransparent. 

20

Auch in den nachfolgenden Schriftsätzen hat sich die Beschwerdegegnerin zur Ver-
legung des idealen Antennenstandorts nicht geäussert. Sie hat darin bloss durch-
wegs die geänderte Version wiedergegeben, wonach das Gebiet zwischen den be-
stehenden Standorten PFBH und PFAT entlastet werden solle (vgl. Stellungnahme 
im Einspracheverfahren vom 20.12.2021 Rz. 6 [= VB 182/2022-act. III-01 Beilage 
B17; Beschwerdeantwort im vorinstanzlichen Verfahren vom 10.10.2022 Rz. 9 
[= VB 182/2022-act. IV-02]), als hätte sie den zu entlastenden Kapazitätsengpass 
resp. den idealen Antennenstandort nie verlegt (vgl. dazu auch ihre Beschwerde-
antwort vom 6.3.2023 Rz. 6 und insb. Rz. 10).

7.5 Geht man mit der geänderten Version vom 31. August 2021 davon aus, dass 
mit der vorliegend strittigen Mobilfunkanlage das Gebiet zwischen den bestehenden 
Anlagen PFBH und PFAT entlastet werden soll, so muss sich der ideale Standort 
zwangsläufig in etwa mittig dazwischen befinden, jedenfalls innerhalb eines Such-
kreises von ca. 200 m zwischen den Anlagen PFBH und PFAT (vgl. Standortbe-
gründung vom 31.8.2021 S. 4 unten, S. 5 und S. 7). Die in der Gewerbezone lie-
gende Parzelle KTN 003.________ befindet sich deutlich ausserhalb eines solchen 
Suchkreises (vgl. Erw. 7.2.2 hiervor). 

Wie erwähnt hat die Beschwerdegegnerin die Verlegung des idealen Standorts in 
der Standortbegründung vom 31. August 2021 indes ohne Grundangabe vorgenom-
men und unverändert darauf abgestellt, dass sich die Parzelle KTN 003.________ 
am äussern Rand des Suchkreises befinde. Entsprechend hat sie auch eine Stand-
ortevaluierung dieser Parzelle vorgenommen. Vor diesem Hintergrund ist auch im 
vorliegenden Verfahren zu prüfen, ob im angefochtenen RRB Nr. 1021/2022 zu 
Recht darauf geschlossen worden ist, die Beschwerdegegnerin habe nachvollzieh-
bar dargelegt, dass ein Standort auf KTN 003.________ (aus funktechnischer Sicht) 
nicht geeignet sei. 

8.1 Im RRB Nr. 163/2021 (Erw. 5) hatte der Regierungsrat verlangt, dass in Bezug 
auf die zwei, gemäss den eigenen Aussagen der Beschwerdegegnerin im Such-
radius liegenden Gewerbezonen (J.________ und Parzelle KTN 003.________) 
ausführlich und nachvollziehbar zu begründen sei, weshalb ein Standort auf den in 
Frage kommenden Parzellen nicht möglich oder aufgrund des fernmelderechtlichen 
Versorgungsauftrages nicht ausreichend sei. Diese Ausführungen seien (so weit wie 
möglich) mit Beweismitteln und Literaturhinweisen zu belegen. 

8.2.1  Die Beschwerdegegnerin hat in der Standortbegründung vom 31. August 
2021 (S. 9) eine Karte eingefügt, in welcher sie die zu entlastenden Sektoren "zwi-
schen den bestehenden Standorten PFBH und PFAT" gelb und hellblau eingefärbt 
hat. Eine Entlastung der Anlage PFAT von der Parzelle KTN 003.________ aus 

21

bezeichnete sie als funktechnisch nicht möglich, was bereits aufgrund der relativ 
grossen Distanz (vgl. dazu Erw. 7.2 hiervor) einzuleuchten vermag. Eine Entlastung 
der Anlage PFBH von der Parzelle KTN 003.________ aus bezeichnete die Be-
schwerdegegnerin als nur sehr begrenzt möglich, weil eine Antennenrichtung direkt 
in Richtung PFBH geplant werden müsste, was dazu führen würde, dass zwei An-
tennen genau gegeneinander gerichtet seien. Dies würde erhebliche Störungen/In-
terferenzen verursachen. Insgesamt könne mit einer Mobilfunkanlage aus KTN 
003.________ die gewünschte Verbesserung der Kapazität zwischen den beste-
henden Mobilfunkanlagen PFBH und PFAT nicht erreicht werden. Zudem liege KTN 
003.________ mitten im Versorgungsgebiet der Mobilfunkanlage PFAG, weshalb 
eine Anlage auf dieser Parzelle ebenfalls zu Störungen führen würde.

In der Beschwerdeantwort im vorinstanzlichen Verfahren vom 10. Oktober 2022 
(S. 3) ergänzte die Beschwerdegegnerin, die vorbestehenden Standorte PFBH und 
PFAG würden mit je einer Hauptsenderichtung in die Parzelle KTN 003.________ 
strahlen. Eine Mobilfunkanlage auf KTN 003.________ würde ihrerseits genau in 
die entgegengerichtete Hauptsenderichtung von PFBH und PFAG strahlen, was zu 
erhebliche Störungen/Interferenzen führen würde. Nachfolgend verwies sie auf zwei 
eingefügte Plots (S. 4), welche die bestehenden und die zukünftigen Kapazitäten 
aufzeigten, wenn die geplante Anlage (auf KTN 001.________) gebaut werden 
könnte. Mit dem projektierten Standort könnten in diesem Gebiet, welches aktuell 
mit 3 Zellen versorgt werde, 3 neue Zellen untergebracht werden, wodurch die Ka-
pazität massiv erhöht werde.

8.2.2  Hinsichtlich der angeführten Problematik der Störungen/Interferenzen, wel-
che daraus resultieren, wenn zwei Antennen genau gegeneinander gerichtet sind, 
hat die Beschwerdegegnerin zwar behauptet, dass die bestehenden Anlagen auf 
PFBH und PFAG mit je einer Hauptsenderichtung in die Parzelle KTN 
003.________ strahlen würden, es jedoch - trotz der klaren Aufforderung in RRB 
Nr. 163/2021 Erw. 5 (vgl. Erw. 8.1 hiervor) - unterlassen, die Hauptstrahlrichtungen 
dieser Mobilfunkanlagen (z.B. mittels deren Standortdatenblätter [Zusatzblatt 2]) zu 
belegen und deren genaue Ausrichtung auf KTN 003.________ auf einer Karte gra-
fisch darzustellen. Dem angefochtenen RRB Nr. 1021/2022 (Erw. 4.3) kann nicht 
gefolgt werden, dass die Problematik der entgegengesetzten Senderichtungen be-
reits aus den mit blauen Kegeln (in der Karte auf S. 9 der Standortbegründung vom 
31.8.2021) resp. mit roten Vektoren (in den Plots auf S. 4 der Beschwerdeantwort 
vom 10.10.2022) dargestellten Sendrichtungen ersichtlich werde. Selbst wenn es 
sich bei diesen kleinformatigen blauen Kegeln und den roten Vektoren (mit einer 
Länge von ca. 2 mm) um mehr als bloss schematische Eintragungen handeln würde, 

22

liessen sich daraus die (Haupt) Senderichtungen dieser Anlagen realistischerweise 
nicht verifizieren. 

Geht man von der Annahme aus, bei den (immerhin) ca. 20 mm langen Vektoren 
auf der in der Standortbegründung vom 25. Mai 2020 (S. 3) eingefügten Karte 
handle es sich nicht um rein schematische Eintragungen, sondern um die realen 
Hauptsenderichtungen der Anlagen PFBH und PFAG, zeitigt deren Verlängerung 
das Ergebnis, dass die Hauptsenderichtung der Anlage PFBH in die Parzelle KTN 
003.________ sendet, jene der Anlage PFAG aber wohl östlich daran vorbei. Man-
gels konkreter Angaben und Belege der Beschwerdegegnerin handelt es sich je-
doch auch dabei um blosse Mutmassungen.

8.2.3  Gemäss dem Leitfaden Mobilfunk für Gemeinden und Städte (a.a.O., S. 12 f.) 
werden in einem Mobilfunknetz dieselben Frequenzen bzw. Codes nur mit ausrei-
chenden räumlichen Abständen wieder verwendet, um Interferenzen zu vermeiden. 
Bezüglich der funktechnischen Auswirkungen von Interferenzen, welche sich durch 
entgegen gerichtete Hauptsenderichtungen ergeben, und der Frage, ob und wie all-
fälligen unerwünschten Störungen hieraus durch die Anordnung von Antennen-
standorten, durch Abstände und die Aufteilung von Funkzellen begegnet werden 
kann, findet sich - soweit ersichtlich - weder im erwähnten Leitfaden noch in der 
NISV-Vollzugsempfehlung und den Nachträgen dazu erläuternde Ausführungen. 
Dem Verwaltungsgericht selber mangelt es am erforderlichen Fachwissen, um be-
urteilen zu können, ob die Schlüsse zutreffen, welche die Beschwerdegegnerin aus 
der von ihr aufgeworfenen Problematik sich entgegenstehender Hauptsenderichtun-
gen verschiedener Sendeanlagen für das vorliegenden Verfahren zieht. 

8.2.4  Die Beschwerdegegnerin hat in ihrer Beschwerdeantwort vom 6. März 2023 
(Rz. 13) der Beschwerdeführerin Ziff. 2 vorgehalten, sich nicht von einem Experten 
beraten lassen zu haben, weshalb sie von nicht haltbaren, laienhaften Vorstellungen 
ausgehe. Ihre Rügen seien derart unbeholfen, dass für eine Richtigstellung die ge-
samte Mobilfunkplanung dargelegt werden müsste, weshalb gar kein Anspruch be-
stehe, dass auf diese Rüge eingegangen werde. In Rz. 9 hat die Beschwerdegeg-
nerin sodann ausgeführt, die Formulierung "entgegengesetzt verlaufende Funkwel-
len" sei unbekannt - und damit das Fachwissen des Regierungsrates und des ihn 
instruierenden Sicherheitsdepartements in Frage gestellt, welche mit exakt dieser 
Formulierung (im angefochtenen RRB Nr. 1021/2022 Erw. 4.3 und in der Vernehm-
lassung vom 7.2.2023 S. 2) die Notorität der destruktiven Interferenz begründeten. 

Mit diesen Äusserungen bringt die Beschwerdegegnerin unmissverständlich zum 
Ausdruck, dass - ihrer Ansicht nach - die funktechnische Problematik bezüglich In-
terferenzen aus entgegen gerichteten Hauptsenderichtungen, die sie in der 

23

Standortbegründung vom 31. August 2021 aufgeworfen hatte, sich nur von Fach-
personen überprüfen lässt. 

8.2.5  Weder der Gemeinderat im GRB Nr. 243 vom 3. August 2022 (Erw. 7 in fine) 
noch der Regierungsrat im angefochtenen RRB Nr. 1021/2022 (Erw. 4.3) haben für 
die Prüfungen der fraglichen funktechnischen Problematik aus entgegen gerichteten 
Hauptsenderichtungen und der konkreten Auswirkung auf einen möglichen Standort 
für eine Mobilfunkanlage auf KTN 003.________ das AUE als kantonale NIS-Fach-
stelle beigezogen. Dem Gemeinderat erschien eine Prüfung der Aussagen auf ihre 
Plausibilität mittels Fachgutachten weder angezeigt noch notwendig. Die Beurtei-
lung des Regierungsrats gründete im Wesentlichen darauf, dass die destruktive In-
terferenz bei "entgegengesetzt verlaufenden Funkwellen" notorisch sei, die Rügen 
der Beschwerdeführerin Ziff. 2 ein grundlegendes Verständnis über Funktechnik 
vermissen lasse, und es insgesamt nachvollziehbar sei, dass ein Standort auf KTN 
003.________ aus funktechnischer Sicht nicht geeignet sei (RRB Nr. 1021/2022 
Erw. 4.3).

Mit den in der Beschwerdeantwort vom 6. März 2023 dargelegten Überzeugungen 
der Beschwerdegegnerin muss jedoch davon ausgegangen werden, dass - ohne 
Darlegung der gesamten Mobilfunkplanung durch die Beschwerdegegnerin - wohl 
einzig eine Fachperson resp. Fachinstanz mit entsprechendem Fachwissen zur Be-
urteilung befähigt ist, ob aufgrund des vorgetragenen Phänomens von entgegen ge-
richteten Hauptsenderichtungen eine Mobilfunkanlage auf KTN 003.________ aus-
geschlossen ist und ob mit den beigebrachten Nachweisen (vgl. Erw. 8.2.2 hiervor) 
überhaupt eine ausreichende Beurteilungsgrundlage hierfür besteht.  

8.2.6  Mit den beiden Plots, welche in der Beschwerdeantwort im vorinstanzlichen 
Verfahren vom 10. Oktober 2022 (S. 4) eingefügt wurden, werden gemäss den An-
gaben der Beschwerdegegnerin die bestehenden Kapazitäten und die zukünftigen 
Kapazitäten aufgezeigt, wenn die geplante Anlage (auf KTN 001.________) gebaut 
werden könnte. Inwiefern sich daraus ergeben sollte, dass ein Standort in der 1. 
Priorität ausgeschlossen ist, ist per se nicht nachvollziehbar. Dies gilt umso mehr, 
als es die Beschwerdegegnerin unterlassen hat, die Konsequenzen der am 31. Au-
gust 2021 von ihr vorgenommenen Verlegung des Kapazitätsengpass bei der 
Standortevaluation zu berücksichtigen und umzusetzen (vgl. dazu Erw. 7.1 ff. hier-
vor). 

8.3.1  Hinsichtlich eines möglichen Standorts für eine Mobilfunkanlage auf dem be-
stehenden Gebäude auf KTN 005.________ in der Gewerbezone J.________ hat 
der Regierungsrat im angefochtenen RRB Nr. 1021/2022 (Erw. 4.4.2) zutreffend 

24

darauf hingewiesen, dass die Argumentation der Beschwerdegegnerin, wonach auf-
grund der Lichthöfe eine direkte Sichtverbindung zwischen der Mobilfunkanlage und 
den Terrassen bestehe, widersprüchlich sei, weil beim projektierten Standort auf 
KTN 001.________ ebenfalls eine grosse Dachterrasse mit Sichtverbindung zum 
geplanten Antennenstandort bestehe. 

Der Darstellung in der Beschwerdeantwort vom 6. März 2023 (Rz. 16), wonach auf-
grund der Lichthöfe auf KTN 005.________ eine direkte Sichtverbindung zu den 
(darunterliegenden) Wohnungen bestehe, erscheint anhand des in der Beschwer-
deantwort im vorinstanzlichen Verfahren vom 10. Oktober 2022 (S. 4) eingefügten 
Luftbildes dieses Gebäudes jedoch als nachvollziehbar. Von einer Antenne an dem 
mit rotem Pfeil eingetragenen Standort auf dem Gebäudedach via den mit gelber 
Farbe eingekreisten Lichthöfen zu den dahinterliegenden Wohnungen ist eine di-
rekte Sichtverbindung wohl zu erwarten.

Indessen präsentiert sich die Situation beim projektierten Standort auf KTN 
001.________ diesbezüglich nicht wesentlich anders. Auch hier ist anhand des frei 
zugänglichen Luftbildes auf dem kantonalen WebGis von einer direkten Sichtverbin-
dung zwischen der geplanten Antenne und den obersten Wohnungen im östlichen 
Trakt des Standortgebäudes auszugehen, womit die Argumentation der ungünsti-
gen Sichtverbindung weiterhin wenig nachvollziehbar ist bzw. eine Widersprüchlich-
keit zu der Beurteilung einer Anlage am geplanten Standorte verbleibt. 

8.3.2  Soweit die Beschwerdegegnerin auf eine nicht zufriedenstellende Ausschöp-
fung der NIS auf KTN 005.________ geschlossen hat, weil an diesem Standort die 
unüberbaute Parzelle KTN 004.________ mit dem maximal möglichen Bauvolumen 
bei der Berechnungen der zulässigen Strahlung berücksichtigt werden müsste (Be-
schwerdeantwort im vorinstanzlichen Verfahren vom 10.10.2022 S. 5), hat sie sich 
auch hier mit dieser blossen Behauptung begnügt und keinerlei Anstrengungen un-
ternommen, diese Behauptung anhand nachvollziehbarer Berechnungen (vgl. Voll-
zugsempfehlung NISV-Vollzugsempfehlung Ziff. 2.1.3) zu substantiieren, um so den 
ihr - gemäss der weiterhin massgeblichen Planungszone vom 21. September 2018 
(vgl. Erw. 3.3 hiervor) - obliegenden Nachweis zu erbringen, dass ein Standort in 
dieser ersten Priorität aufgrund des fernmelderechtlichen Versorgungsauftrages 
nicht ausreichend sei (vgl. Erw. 3.1 hiervor).

8.3.3  Im angefochtenen RRB Nr. 1021/2022 (Erw. 4.4.3) wurde offengelassen, ob 
und in welchem Umfang eine Mobilfunkantenne auf KTN 005.________ tatsächlich 
realisierbar ist, weil die Eigentümerin der Liegenschaft gemäss den Angaben der 
Beschwerdegegnerin die Einwilligung für die Erstellung einer Mobilfunkanlage ver-
neint habe und eine Enteignung im Kaskadenmodell von Art. 11a BauR nicht explizit 

25

vorbehalten sei. Dabei hat der Regierungsrat festgestellt, dass die Beschwerdegeg-
nerin als Beleg für die Nichteinwilligung der Liegenschaftseigentümerin lediglich ei-
nen internen E-Mail-Austausch zwischen ihr und dem für die Abklärung beauftragten 
technischen Aussendienst zu den Akten gegeben hatte, dem keine grosse Beweis-
kraft zukomme. Der Regierungsrat hielt indessen dafür, es könnte von der Be-
schwerdegegnerin nicht verlangt werden, eine Absage umfassender zu dokumen-
tieren, als diese bei ihr eingehe. Anders würde es sich dann verhalten, wenn seitens 
der Beschwerdeführerin Ziff. 2 eine Einwilligung der Liegenschaftseigentümerin zu-
mindest glaubhaft gemacht hätte.

8.3.4  Laut der für vorliegendes Verfahren weiterhin zu beachtenden Planungszone 
vom 21. September 2018 (vgl. Erw. 3.3 hiervor) ist ein Standort für eine visuell als 
solche wahrnehmbare Mobilfunkantenne in der zweiten Priorität zulässig, wenn ein 
Standort in der ersten Priorität nachweislich nicht möglich oder aufgrund des fern-
melderechtlichen Versorgungsauftrages nicht ausreichend ist. Dabei haben die Ge-
suchsteller die Standortwahl in einer Interessenabwägung nachvollziehbar darzule-
gen (vgl. Erw. 3.1 hiervor). Gestützt darauf verlangte der Regierungsrat im RRB Nr. 
163/2021 (Erw. 5) von der Beschwerdegegnerin, dass diese ausführlich und nach-
vollziehbar zu begründen habe, weshalb ein Standort auf den in Frage kommenden 
Parzellen nicht möglich oder aufgrund des fernmelderechtlichen Versorgungsauftra-
ges nicht ausreichend sei. Diese Ausführungen seien (so weit wie möglich) mit Be-
weismitteln und Literaturhinweisen zu belegen.  

8.3.5  Vor diesem Hintergrund kann es nur dann in Frage kommen, anstelle des 
geforderten Nachweises/Beweismittels ein Dokument ohne (grosse) Beweiskraft 
genügen zu lassen, wenn sich die Gesuchstellerin im Rahmen der ihr zumutbaren 
Anstrengungen überhaupt darum bemüht hat, die von ihr vorgetragenen Tatsachen-
behauptung (so weit wie möglich) mit Beweismitteln zu belegen - dies aber aus 
Gründen, welche ihr nicht vorzuwerfen sind, nicht gelungen ist. 

Dem von der Beschwerdegegnerin beigebrachten E-Mail-Austausch ist letztlich 
nicht mehr zu entnehmen, als dass der von der Beschwerdegegnerin am 8. Juli 2021 
um 9.27 Uhr beigezogene Aussendienstmitarbeiter einer Drittfirma rund 2 Stunden 
später geantwortet hat, er habe telefonisch die Verwaltung der Liegenschaft auf KTN 
005.________ angefragt und die Antwort bekommen: "Kommt nicht in Frage!" Mit 
welcher Person oder allenfalls Personen der Beauftragte der Beschwerdegegnerin 
tatsächlich gesprochen hat, ist in diesem E-Mail-Austausch nicht festgehalten. 
Ebensowenig ergibt sich aus dem E-Mail-Austausch, ob die kontaktierte Verwaltung 
die Anfrage des Beauftragten der Beschwerdegegnerin überhaupt an die Grunds-
tückseigentümerin weitergeleitet hat und von welcher konkreten Person die er-
wähnte Antwort/Absage überhaupt stammt. 

26

Damit aber wird mit dem beigebrachten E-Mail-Austausch weder eine (gescheiterte) 
Anfrage bei der Liegenschaftseigentümerin an sich nachgewiesen, noch eine 
Bemühung dokumentiert, einen Nachweis für eine solche (gescheiterte) Anfrage er-
hältlich zu machen. Gleichwohl hat es die Beschwerdegegnerin dabei belassen.

8.3.6  Wie sich aus der Aktenlage ergibt, hat die Beschwerdeführerin Ziff. 2 bereits 
im Einspracheverfahren Zweifel an der Absage durch die Liegenschaftseigentüme-
rin geäussert. Auch dies vermochte die Beschwerdegegnerin nicht zu einer schrift-
lichen Anfrage bei der Grundstückseigentümerin zu veranlassen oder diese um eine 
schriftliche Bestätigung dafür zu ersuchen, dass sie am 8. Juli 2021 eine telefoni-
sche Absage erteilt habe. Sie hat sich damit begnügt, es in das Ermessen des Ge-
meinderates zu stellen, ihre Behauptung nachzuprüfen (vgl. Stellungnahme im Ein-
spracheverfahren vom 20.12.2021 Rz. 11 [= VB 182/2022-act. III-01 Beilage B17]).

8.3.7  Bei der gegebenen Sach- und Rechtslage verfällt der Regierungsrat in Will-
kür, wenn er auf den der Beschwerdegegnerin obliegenden Nachweis für eine ge-
scheiterte Anfrage bei der Liegenschaftseigentümerin mit dem Argument verzichtet, 
dass die Beschwerdeführerin Ziff. 2 ihrerseits nicht eine Einwilligung der Liegen-
schaftseigentümerin zumindest glaubhaft gemacht habe. 

Inwiefern die vorliegend zu beachtende Planungszone eine Grundlage für eine der-
artige Beweisführungslast der Beschwerdeführerin Ziff. 2 bilden könnte, ist weder 
ersichtlich noch wird dies vom Regierungsrat im angefochtenen Entscheid erläutert. 
Selbst wenn von der Beschwerdeführerin Ziff. 2 aufgrund der Mitwirkungspflicht der 
Parteien ein solcher Beitrag zur Sachverhaltsfeststellung zu fordern wäre - wovon 
in casu ohne überzeugende Begründung nicht auszugehen ist - wäre es im Rahmen 
der Aufklärungspflicht Sache des Regierungsrats gewesen, die Beschwerdeführerin 
Ziff. 2 vorgängig auf diese Mitwirkungspflicht und deren Tragweite hinzuweisen (vgl. 
Daum, in: Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum Gesetz über die Verwaltungs-
rechtspflege im Kanton Bern, 2. Aufl. 2020, Art. 18 5). Ein derartiger Hinweis an die 
Beschwerdeführerin Ziff. 2 findet sich in der Aktenlage - soweit ersichtlich - nicht. 

Dagegen hat der Regierungsrat die Beschwerdegegnerin im RRB Nr. 163/2021 
(Erw. 5) deutlich auf ihre Mitwirkungspflicht im Baubewilligungsverfahren hingewie-
sen. Soweit die Beschwerdegegnerin die ihr obliegenden Nachweise, welche sich 
bereits aus dem Kaskadenmodell der Planungszone selber ergeben, auch nach die-
ser klaren Aufforderung des Regierungsrats nicht erbracht hat, müssen die sich dar-
aus ergebenen Konsequenzen zwangsläufig zu ihren Lasten gehen. Eine Beweis-
führungslastversäumnis der Beschwerdeführerin Ziff. 2 ist dagegen nicht erkennbar.

8.3.8  Ob ein freistehender Mast mit der erforderlichen Höhe von ca. 30 m auf der 
ebenfalls in der Gewerbezone J.________ gelegen, bisher unüberbauten Parzelle 

27

KTN 004.________ den Einordnungsanforderungen zu genügen vermag, kann vor-
liegend offenbleiben. Grundsätzlich erscheint ein solcher Antennenmast in der Ge-
werbezone, welche nördlich an das Bahntrassee anschliesst, aber nicht zum Vorn-
hinein ausgeschlossen (vgl. Erw. 2.4.2 in fine hiervor), auch nicht das Erstellen einer 
solchen Mastes ohne gleichzeitige Arealüberbauung. Insofern kann von der Be-
schwerdegegnerin eine Evaluierung dieses zentral zwischen den Anlagen PFBH 
und PFAT situierten Standortes verlangt werden. Entsprechend darf im Rahmen der 
zu beachtenden Planungszone von ihr auch ein Nachweis verlangt werden, dass 
ein Standort auf dieser Parzelle nicht in Betracht fällt, wie etwa mit dem Beleg einer 
gescheiterten Anfrage bei der Eigentümerin (vgl. Erw. 6.1 hiervor). Zumal es sich 
dabei um dieselbe Gesellschaft handelt wie bei der benachbarten Parzelle KTN 
005.________, dürfte sich der hierfür erforderliche Aufwand für die Beschwerdegeg-
nerin in Grenzen halten (vgl. Erw. 6.1 und Erw. 8.3.5 f. hiervor).

9.1 Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde der Beschwerdeführerin 
Ziff. 2 (VGE III 2023 18) als begründet. In Gutheissung dieser Beschwerde sind der 
angefochtene RRB Nr. 1021/2022 und der mitangefochtene GRB Nr. 243 aufzuhe-
ben und die Sache ist zur ergänzenden Sachverhaltsabklärung und neuem Ent-
scheid an den Gemeinderat zurückzuweisen. Die Beschwerdegegnerin als Gesuch-
stellerin wird die in der Standortbegründung vom 31. August 2021 vorgenommene 
örtliche Verlegung des Kapazitätsengpasses (Erw. 7.2.1 und Erw. 7.4 hiervor) plau-
sibel darzulegen und den Suchkreis für eine Mobilfunkanlage nachvollziehbar fest-
zulegen haben (Erw. 7.2.2 f. hiervor). Davon ausgehend wird sie darzulegen haben, 
ob sich die Gewerbezone KTN 003.________ unverändert am Rande des relevan-
ten Suchkreises befindet (Erw. 7.5 hiervor). Soweit sich eine Standortevaluierung 
dieser Gewerbeparzelle weiterhin als erforderlich erweist, was im Baubewilligungs-
verfahren zu prüfen sein wird, wird der Gemeinderat unter Beizug einer Fachinstanz 
zu prüfen haben, ob aufgrund des vorgetragenen Phänomens von entgegen gerich-
teten Hauptsenderichtungen eine Mobilfunkanlage auf KTN 003.________ ausge-
schlossen ist und ob die von der Gesuchstellerin beigebrachten Nachweise (vgl. 
Erw. 8.2.2 hiervor) eine ausreichende Beurteilungsgrundlage hierfür bilden (Erw. 
8.2.5 hiervor). Hinsichtlich eines möglichen Standorts für eine Mobilfunkanlage in 
der Gewerbezone J.________ wird es unverändert Sache der Beschwerdegegnerin 
als Gesuchstellerin sein, in nachvollziehbarer Weise zu begründen und (so weit wie 
möglich) mit Beweismitteln zu belegen, weshalb ein Standort in dieser Gewerbe-
zone nicht möglich oder aufgrund des fernmelderechtlichen Versorgungsauftrages 
nicht ausreichend ist (Erw. 3.1 und Erw. 8.3.1 ff.; vgl. auch RRB Nr. 163/2021 Erw. 
5).

28

9.2 Die Beschwerde der Beschwerdeführerin Ziff. 1 (VGE III 2023 12) erweist sich 
als unbegründet und ist abzuweisen (vgl. insb. Erw. 5.3.1 und Erw. 5.4 hiervor).

10.1 Die Kosten des verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahrens III 2023 12 
(Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) von insgesamt Fr. 1'800.-- wer-
den der Beschwerdeführern Ziff. 1 auferlegt.

10.2 Die Kosten des verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren III 2023 18 
(Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) von insgesamt Fr. 2'700.-- wer-
den je zu einem Drittel (Fr. 900.--) der Beschwerdegegnerin, der Gemeinde Freien-
bach und dem Kanton Schwyz auferlegt (§ 72 Abs. 2 VRP).

11.1 Die Beschwerdegegnerin wird nicht durch einen externen nach § 15 Abs. 2 
oder 3 VRP zugelassenen Rechtsvertreter vertreten, sondern durch ihren eigenen 
Konzernrechtsdienst, resp. eine bei diesem angestellte Anwältin. Soweit sie im Be-
schwerdeverfahren III 2023 12 obsiegt, ist ihr daher praxisgemäss mangels eines 
entschädigungsberechtigten Aufwandes keine Parteientschädigung zuzusprechen 
(vgl. statt vieler VGE III 2021 50 vom 26.8.2021 Erw. 5.3; VGE III 2019 242 vom 
18.6.2020 Erw. 7; VGE III 2019 80 vom 18.12.2019 Erw. 7.2; je mit Hinweisen; vgl. 
auch Urteil BGer 2C_807/2008 vom 19.6.2009 Erw. 4.3; Urteil des Kantonsgerichts 
Luzern vom 2.6.2021 [LGVE 2021 II Nr. 8] Erw. 5.2, je mit weiteren Hinweisen). Die 
beanwaltete Gemeinde hat in diesem Verfahren auf eine Vernehmlassung verzich-
tet.

11.2 Die Beschwerdeführerin Ziff. 2 prozessiert als Anwaltskanzlei in eigener Sa-
che und wird durch eine Rechtsanwältin vertreten, welche in ihren Eigenschaften 
als angestellte Anwältin gehandelt hat. Es liegt damit im Grundsatz auch bei der 
Beschwerdeführerin Ziff. 2 ein Fall von Prozessführung in eigener Sache vor (Urteil 
BGer 2C_807/2008 vom 19.6.2009 Erw. 4.3), weswegen auch ihr keine Parteien-
tschädigung zuzusprechen ist.

29

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerdeverfahren III 2023 12 und III 2023 18 werden vereinigt.

2. Die Beschwerde III 2023 12 wird abgewiesen.

3. Die Beschwerde III 2023 18 wird gutgeheissen und der angefochtene RRB 
Nr. 1021/2022 vom 20. Dezember 2022 sowie der mitangefochtene GRB 
Nr. 243 vom 3. August 2022 werden aufgehoben. Die Sache wird im Sinne 
der Erwägungen (zusammengefasst in Erw. 9) zur ergänzenden Sachver-
haltsabklärung und neuem Entscheid an den Gemeinderat Freienbach 
zurückgewiesen.

4. Die Kosten des verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahrens III 2023 12 
von insgesamt Fr. 1'800.-- werden der Beschwerdeführern Ziff. 1 auferlegt. 
Sie hat am 27. Januar 2023 einen Kostenvorschuss von Fr. 2'500.-- geleistet, 
so dass ihr Fr. 700.-- aus der Gerichtskasse zurückzubezahlen sind.

5. Die Kosten des verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahrens III 2023 18 
von insgesamt Fr. 2'700.-- werden je zu einem Drittel (Fr. 900.--) der Be-
schwerdegegnerin, der Gemeinde Freienbach und dem Kanton Schwyz auf-
erlegt. 

Die Beschwerdegegnerin und die Gemeinde Freienbach haben die auf sie 
entfallenden Betreffnisse innert 30 Tagen seit Zustellung des Entscheids auf 
das Postkonto IBAN CH10 0900 0000 6002 2238 6 des Verwaltungsgerichts 
zu überweisen.

Auf die kantonsinterne Verrechnung wird verzichtet.

Die Beschwerdeführern Ziff. 2 hat am 2. Februar 2023 einen Kostenvorschuss 
von Fr. 2'500.-- geleistet, welcher ihr aus der Gerichtskasse zurückzuerstat-
ten ist.

6. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde* 
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82 ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht zuläs-
sig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbeschwerde* 
erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten gerügt wer-
den (Art. 113 ff. BGG). 

30

7. Zustellung an:
- den Vertreter der Beschwerdeführerin Ziff. 1 (2/R)

- die Vertreterin der Beschwerdeführerin Ziff. 2 (2/R; unter Beilage der Du-
plik im Verfahren III 2023 18 vom 20.6.2023)

- die Beschwerdegegnerin (R)

- die Beigeladene (R; unter Beilage der Duplik im Verfahren III 2023 18 vom 
20.6.2023)

- den Rechtsvertreter der Gemeinde Freienbach (2/R; unter Beilage der 
Duplik im Verfahren III 2023 18 vom 20.6.2023)

- den Regierungsrat (EB)

- das Sicherheitsdepartement, Rechts- und Beschwerdedienst (EB; unter 
Beilage der Duplik im Verfahren III 2023 18 vom 20.6.2023)

- das kantonale Amt für Raumentwicklung ARE (EB; unter Beilage der Du-
plik im Verfahren III 2023 18 vom 20.6.2023)

- das Bundesamt für Umwelt BAFU, 3003 Bern (A)

- und das Bundesamt für Kultur BAK, 3003 Bern (A).

Schwyz, 27. Juni 2023

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Präsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat; 
der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 26. Juli 2023