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**Case Identifier:** 712f1cf5-697a-5796-a30e-5d43e883cf7a
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-04-14
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 14.04.2014 200 2013 798
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-798_2014-04-14.pdf

## Full Text

200 13 798 IV
SCJ/ZID/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 14. April 2014

Verwaltungsrichter Scheidegger, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Stirnimann, Verwaltungsrichter Kölliker
Gerichtsschreiber Zimmermann

A.________
vertreten durch B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 16. Juli 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. April 2014, IV/13/798, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1978 geborene A.________ (nachfolgend: Versicherte bzw. Beschwer-
deführerin) meldete sich im November 2007, damals wohnhaft in ... im 
Haus ihrer Schwiegermutter, unter Verweis auf Zerviko-Thorakalgien bzw. 
zunehmende Lumbalgien bei Status nach Skolioseaufrichtung 1993 bei der 
Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an (Akten der IV-Stelle 
Bern [nachfolgend: IVB bzw. Beschwerdegegnerin], Antwortbeilage [AB] 1, 
7, 33/1). Unter Bemessung als Vollerwerbstätige bezog sie aufgrund eines 
gutachterlich diagnostizierten panvertebralen Schmerzsyndroms bei Status 
nach Spondylodese (AB 17/9 Ziff. 4.1) mit einer Einschränkung der Arbeits-
fähigkeit von 50% (AB 17/11) ab August 2008 bei einem Invaliditätsgrad 
von 50% eine halbe Invalidenrente (AB 27).

B.

Im August 2012 leitete die IVB von Amtes wegen eine Rentenrevision ein, 
in deren Rahmen die Versicherte von einem im Wesentlichen gleich ge-
bliebenen Gesundheitszustand berichtete und auf die im Februar 2009 er-
folgte Geburt ihres Kindes hinwies (AB 29/6). In der Folge liess die IVB 
einen Abklärungsbericht Haushalt erstellen, demgemäss wegen der Geburt 
des Kindes eine Veränderung des Status per 1. März 2009 (60% Erwerb 
mit einer Einschränkung von 16.67%; 40% Haushalt mit einer Einschrän-
kung von 7%) erfolgt sei (AB 34/4 Ziff. 3.5), was zu einem Invaliditätsgrad 
von 13% führe (AB 34/10 Ziff. 7). Mit Vorbescheid vom 21. März 2013 stell-
te die IVB aufgrund eines in Anwendung der gemischten Methode (60% 
Erwerb und 40% Haushalt) bemessenen rentenausschliessenden Invali-
ditätsgrades von 13% die Aufhebung der Invalidenrente rückwirkend per 
28. Februar 2009 (wegen angeblich unterlassener Meldung ab Folgemonat 
der Geburt) in Aussicht (AB 35). Auf Intervention der Versicherten hin 
(AB 36 f.) stellte die IVB fest, dass die Versicherte ihrer Meldepflicht nach-
gekommen sei (AB 40), weshalb gemäss weiterem Vorbescheid vom 
22. April 2013 die Invalidenrente auf Ende des der Zustellung der Verfü-

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gung folgenden Monats aufzuheben sei (AB 41). Dagegen liess die Versi-
cherte, vertreten durch die B.________ (nachfolgend: B.________), Ein-
wand erheben (AB 48), woraufhin die IVB eine Stellungnahme des Ab-
klärungsdienstes einholte (AB 52). In dieser Zeit verlegte die Versicherte 
ihren Wohnsitz nach ... (AB 51/3), nachdem es im Rahmen des Umbaus 
des Generationenhauses in ... zu Streit unter den Parteien gekommen war 
(Replik, S. 2 Ziff. 2). Mit Verfügung vom 16. Juli 2013 hob die IVB, wie im 
Vorbescheid in Aussicht gestellt, die bisherige Rente auf Ende des der Zu-
stellung der Verfügung folgenden Monats auf (AB 54).

C.

Hiergegen liess die Versicherte, weiterhin vertreten durch die B.________, 
am 13. September 2013 Beschwerde erheben und beantragen, unter Auf-
hebung der angefochtenen Verfügung sei ihr weiterhin mindestens eine 
halbe, eventualiter eine Viertelsrente auszurichten, subeventualiter sei das 
Verfahren zur Durchführung der erforderlichen Abklärungen und zum neu-
en Entscheid an die Vorinstanz zurückzuweisen, unter Kosten- und Ent-
schädigungsfolge. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, im Ge-
sundheitsfall würde sie auch nach der Geburt ihres Kindes zu 100% arbei-
ten, zumal ihr Kind in der Kindertagesstätte bzw. im Kindergarten, vom 
Ehemann, der als ... mit flexiblen Arbeitszeiten kein geregeltes Einkommen 
habe, sowie vom Umfeld betreut würde.

Mit Beschwerdeantwort vom 10. Oktober 2013 beantragte die Beschwer-
degegnerin unter Verweis auf die Stellungnahme des Abklärungsdienstes 
vom 26. September 2013 die Abweisung der Beschwerde.

Am 10. Januar 2014 replizierte die Beschwerdeführerin unter Hinweis dar-
auf, der Ehemann habe vollständig die Betreuung des Kindes übernommen 
und verzichte weitgehend auf Aufträge als ...; sie wohnten seit dem 15. 
Oktober 2013 in ... bei Freunden und ihr Kind werde dort ab Sommer 2014 
den Kindergarten besuchen. Am 5. Februar 2014 verzichtete die Be-
schwerdegegnerin auf eine Duplik.

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Aufforderungsgemäss reichte die B.________ am 18. Februar 2014 ihre 
Kostennote ein.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Angefochten ist die Verfügung vom 16. Juli 2013 (AB 54). Streitig 
und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente bzw. deren revisi-
onsweise Aufhebung per Ende August 2013.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und 
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Vier-
telsrente.

2.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird bei einer erwerbs-
tätigen versicherten Person das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt 
der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und 
allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit 
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt 
zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 
geworden wäre (Art. 16 ATSG). Bei nicht erwerbstätigen Versicherten, die 
im Aufgabenbereich tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätig-
keit nicht zugemutet werden kann (Art. 5 Abs. 1 IVG und Art. 8 Abs. 3 

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ATSG), wird für die Bemessung der Invalidität darauf abgestellt, in wel-
chem Mass sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen 
(Art. 28a Abs. 2 IVG; spezifische Methode; BGE 125 V 146 E. 2a S. 149). 
Als Aufgabenbereich der im Haushalt tätigen, nicht erwerbstätigen Perso-
nen gelten insbesondere die übliche Tätigkeit im Haushalt, die Erziehung 
der Kinder sowie gemeinnützige und künstlerische Tätigkeiten (Art. 27 der 
Verordnung über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961 [IVV; 
SR 831.201]).

Nach Art. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbs-
tätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegat-
tin mitarbeiten, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. 
Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität 
für diese Tätigkeit gestützt auf einen Betätigungsvergleich ermittelt 
(Art. 28a Abs. 2 IVG). In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätigkeit 
beziehungsweise der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten 
oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzu-
legen und der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen (sog. ge-
mischte Methode; BGE 125 V 146 E. 2a S. 150).

Wechselwirkungen zwischen Erwerbs- und Haushaltbereich sind nur dann 
zusätzlich zu berücksichtigen, wenn die Arzt- und (Haushalts-)Abklä-
rungsberichte nicht bereits in Kenntnis der im jeweils anderen Aufgabenbe-
reich vorhandenen Belastungssituation erstellt worden sind und konkrete 
Anhaltspunkte dafür bestehen, dass eine wechselseitige Verminderung der 
Leistungsfähigkeit vorliegt, die in den vorhandenen Berichten nicht hinrei-
chend gewürdigt worden ist. Damit die negative gesundheitliche Auswir-
kung einer schlechten Vereinbarkeit der beiden Tätigkeitsbereiche berück-
sichtigt werden kann, muss sie offenkundig und unvermeidbar sein (bei-
spielsweise körperlich anstrengende Berufs- und Haushaltsarbeit oder psy-
chisch belastende berufliche und familiäre Situation). Von einer vermeidba-
ren Wechselwirkung ist demgegenüber auszugehen, wenn sie durch die 
– aufgrund der gesamten Umstände zumutbare – Wahl einer anderen Er-
werbstätigkeit ausgeschlossen werden kann. Allfällige Wechselwirkungen 
sind stets vom anteilmässig bedeutenderen zum weniger bedeutenden 
Bereich zu berücksichtigen. Sind beide Bereiche mit 50% zu veranschla-

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gen, sind sie dort beachtlich, wo sie sich stärker auswirken. Das durch die 
Wechselwirkung verminderte Leistungsvermögen ist nur dann zu berück-
sichtigen, wenn es offenkundig ist und ein gewisses normales Mass über-
schreitet. Ihm ist mit einem Abzug von maximal 15 ungewichteten Prozent-
punkten Rechnung zu tragen (BGE 134 V 9 E. 7.3 S. 12).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99).

2.5 Für den Beweiswert eines Abklärungsberichts sind verschiedene 
Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer 
qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis der örtlichen und räumli-
chen Verhältnisse sowie der aus den medizinischen Diagnosen sich erge-
benden Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Anga-
ben der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Mei-
nungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext 
schliesslich muss plausibel begründet und bezüglich der einzelnen Ein-
schränkungen angemessen detailliert sein und in Übereinstimmung mit den 
an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Ab-
klärungsbericht voll beweiskräftig. Das Gericht greift in das Ermessen der 
die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehlein-
schätzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die 
fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist 
als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 130 V 61 E. 6.2 S. 63).

2.6 Im Sozialversicherungsrecht gilt die Beweismaxime, wonach die 
sogenannten spontanen "Aussagen der ersten Stunde" in der Regel unbe-
fangener und zuverlässiger sind als spätere Darstellungen, die bewusst 
oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher 
oder anderer Art beeinflusst sein können (BGE 121 V 45 E. 2a S. 47, 115 V 

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133 E. 8c S. 143; RKUV 2004 U 515 S. 420 E. 1.2). Darin ist keine un-
zulässige Beweismaxime zu erblicken, weil es sich nicht um eine förmliche 
Beweisregel, sondern lediglich um eine im Rahmen der freien Beweiswür-
digung zu berücksichtigende Entscheidungshilfe handelt. Sie kann zudem 
nur zur Anwendung gelangen, wenn von zusätzlichen Beweismassnahmen 
keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind (RKUV 2004 U 524 S. 548 
E. 3.3.4).

2.7

2.7.1 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentli-
che Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den In-
validitätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen (BGE 134 V 
131 E. 3 S. 132). Die Invalidenrente ist deshalb nicht nur bei einer wesent-
lichen Veränderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revi-
dierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen (oder die Auswirkungen 
auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) des an sich gleich geblie-
benen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben. Ein Revisions-
grund ist ferner unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere 
Art der Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wand-
lung des Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 130 V 343 E. 3.5 S. 349, 
117 V 198 E. 3b S. 199; Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 25. Juli 
2013, 8C_441/2012, E. 3.1.1). Unerheblich unter revisionsrechtlichem Ge-
sichtswinkel ist nach ständiger Praxis die unterschiedliche Beurteilung ei-
nes im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhaltes (BGE 112 V 371 
E. 2b S. 372; SVR 2009 IV Nr. 57 S. 178 E. 3.2.1). Auch eine neue Verwal-
tungs- oder Gerichtspraxis rechtfertigt grundsätzlich keine Revision des 
laufenden Rentenanspruchs zum Nachteil des Versicherten (BGE 135 V 
201 E. 6.4 S. 210, 115 V 308 E. 4a bb S. 313).

2.7.2 Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeit-
punkt der ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur 
Zeit der streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 
E. 3.5.2 S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369, SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1).

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2.7.3 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 4b S. 200; SVR 2011 IV 
Nr. 37 S. 109 E. 1.1).

3.

Nachfolgend ist zu prüfen, wie sich der Sachverhalt im Vergleichszeitraum 
zwischen der rentenzusprechenden Verfügung vom 3. Oktober 2008 
(AB 27) und der hier angefochtenen rentenaufhebenden Verfügung vom 
16. Juli 2013 (AB 54) entwickelt hat (vgl. E. 2.7.2 hiervor).

3.1 Umstritten sind dabei in erster Linie der Status (vgl. E. 2.7.1 hiervor) 
und damit verbunden die Invaliditätsbemessungsmethode (vgl. E. 2.3 hier-
vor). Während die Beschwerdegegnerin von der Anwendbarkeit der ge-
mischten Methode mit einem Status von 60% Erwerb und 40% Haushalt 
ausgeht (AB 54/2), stellt sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt, 
dass sie ohne Behinderung in einem vollen Pensum erwerbstätig wäre, 
weshalb bei der Invaliditätsbemessung die Einkommensvergleichsmethode 
anwendbar sei (Beschwerde, S. 5 f.).

3.2

3.2.1 Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig Erwerbs-
tätige oder als Nichterwerbstätige einzustufen ist – was je zur Anwendung 
einer anderen Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, 
Betätigungsvergleich, gemischte Methode) führt –, ergibt sich aus der Prü-
fung, was sie bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine 
gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde (BGE 125 V 146 E. 2c S. 150). 
Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versi-
cherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in 
welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre (BGE 133 V 504 
E. 3.3 S. 508). Bei einer im Haushalt tätigen versicherten Person im Be-
sonderen entscheidet sich die Frage, ob sie als ganztägig oder zeitweilig 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. April 2014, IV/13/798, Seite 10

Erwerbstätige zu betrachten ist, nicht danach, ob sie vor ihrer Heirat er-
werbstätig war oder nicht. Es ist vielmehr zu prüfen, ob sie im Gesundheits-
fall mit Rücksicht auf die gesamten Umstände vorwiegend erwerbstätig 
oder im Haushalt beschäftigt wäre. Nebst den finanziellen Verhältnissen 
sind sämtliche weiteren Gegebenheiten des Einzelfalles zu berücksichti-
gen, wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kin-
dern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die 
persönlichen Neigungen und Begabungen der versicherten Person 
(BGE 125 V 146 E. 2c S. 150; AHI 1997 S. 289 E. 2b). Dabei sind die kon-
krete Situation und die Vorbringen der versicherten Person nach Massgabe 
der allgemeinen Lebenserfahrung zu würdigen (BGE 117 V 194 E. 3b 
S. 195). 

Die Frage nach der anwendbaren Methode beurteilt sich praxisgemäss 
nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfü-
gung entwickelt haben, wobei für die hypothetische Annahme einer im Ge-
sundheitsfall ausgeübten (Teil-)Erwerbstätigkeit der im Sozialversiche-
rungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit er-
forderlich ist (BGE 125 V 146 E. 2c S. 150, 117 V 194 E. 3b S. 195).

3.2.2 Für die Annahme eines geänderten Status stützt sich die Be-
schwerdegegnerin in erster Linie auf die im Abklärungsbericht Haushalt 
vom 11. März 2013 (AB 34/2 ff.) wiedergegebenen Angaben der Be-
schwerdeführerin, wonach diese ohne Behinderung heute während zwei 
bis drei Tagen als ... arbeiten würde (AB 34/4 Ziff. 3.5). Entgegen der Be-
schwerde, S. 5 Ziff. 3.5, und der Replik, S. 1 f. Ziff. 1, bestehen keine Hin-
weise dafür, dass die Beschwerdeführerin die Frage, ob und gegebenen-
falls in welchem Ausmass ohne Behinderung eine Erwerbstätigkeit aus-
geübt würde, nicht richtig aufgefasst hat, zumal angesichts deren deutscher 
Muttersprache sprachliche Missverständnisse ausgeschlossen werden 
können und sie auch intellektuell den Sinn der Frage durchaus verstanden 
haben dürfte. Somit ist auf die Aussage der ersten Stunde abzustellen (vgl. 
E. 2.6 hiervor), wonach die Beschwerdeführerin seit der Geburt ihres Soh-
nes bei guter Gesundheit lediglich zwei bis drei Tage pro Woche ausser 
Haus als ... arbeiten würde (AB 34/4 Ziff. 3.5). Dies schliesst eine volle Er-
werbstätigkeit mit einem Pensum von 100% aus, weil Angaben der bisheri-

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gen Arbeitgeberin (AB 34/4 Ziff. 3.5 sowie Akten der Beschwerdeführerin, 
Beschwerdebeilage [BB] 3) und auch eigenen Angaben der Beschwerde-
führerin (Beschwerde, S. 7 Ziff. 6.1) zufolge ein volles Pensum als ... an 
einer … unter Berücksichtigung von Vorbereitungsarbeiten und den be-
trieblichen Verpflichtungen eine Tätigkeit ausser Haus von mindestens drei, 
wenn nicht gar vier vollen Tagen voraussetzt.

Es ist nicht ausgeschlossen, dass das Ehepaar A.________ sich nach der 
Geburt des Sohnes bei guter Gesundheit der Beschwerdeführerin für eine 
Rollenaufteilung entschieden hätte, wonach diese voll ausserhäuslich ar-
beitet und der Ehemann für den Haushalt und die Kinderbetreuung verant-
wortlich ist. Gegen eine solche Annahme sprechen aber in erster Linie die 
von der Beschwerdeführerin gemachten Aussagen der ersten Stunde. Zu-
dem fehlen auch sonst hinreichend klare Indizien, welche für eine solche – 
nicht ohne weiteres der gesellschaftlichen Norm entsprechende – Rollen-
aufteilung sprechen würden. Insbesondere blieb die Beschwerdeführerin im 
Rahmen ihrer 50%igen Arbeitsfähigkeit (AB 17/11) mit den tatsächlich als 
... erzielten Erwerbseinkommen (2008: Fr. 29'809.--, 2009: Fr. 27'822.-- 
[inkl. EO-Entschädigung wegen Schwangerschaft/Niederkunft], 2010: 
Fr. 26'646.--, 2011: Fr. 27'690.--; AB 28) klar unter dem ihr für diese Tätig-
keit in der angefochtenen Verfügung hypothetisch angerechneten Invali-
deneinkommen von 47'706.-- (AB 54/2; vgl. auch AB 34/6) und sogar unter 
dem ihr mit Verfügung vom 3. Oktober 2008 noch als … angerechneten 
Einkommen von Fr. 33'607.-- (AB 27/5), was gegen die Annahme spricht, 
dass sie als Gesunde ein volles Pensum ausüben würde. Kommt hinzu, 
dass der Ehemann der Beschwerdeführerin erst im Verlaufe dieses Verfah-
rens und damit nicht schon beim Erlass der angefochtenen Verfügung 
(AB 54; vgl. E. 3.2.1 zweiter Abschnitt hiervor) "vollständig die Betreuung 
des gemeinsamen Sohnes" übernommen haben will (Replik, S. 2 Ziff. 2).

3.3 Unter diesen Umständen ist ein Revisionsgrund im Sinne eines 
geänderten Status (vgl. E. 2.7.1 hiervor) mit der Folge, dass statt des Ein-
kommensvergleichs die gemischte Methode zur Anwendung gelangt (vgl. 
E. 2.3 hiervor), mit überwiegender Wahrscheinlichkeit (vgl. E. 3.2.1 hiervor) 
erstellt und der Rentenanspruch ist frei und umfassend zu prüfen (vgl. 
E. 2.7.3 hiervor).

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3.4 Im Rahmen dieser umfassenden Prüfung des Rentenanspruchs ist 
auch der Gesundheitszustand zu prüfen. In gesundheitlicher Hinsicht ha-
ben sich keine Veränderungen ergeben, was unbestritten ist und wovon 
abzuweichen auch aufgrund der eingeholten Arztberichte (so insbesondere 
AB 31 f., die von einem unveränderten Zustand ausgehen) kein Anlass 
besteht.

3.5 Abgesehen von der Gewichtung des Haushaltanteils bestreitet die 
Beschwerdeführerin den Abklärungsbericht Haushalt vom 11. März 2013 
(AB 34/2 ff.) inhaltlich nicht. Dieser ist denn auch nicht zu beanstanden; er 
überzeugt, ist angemessen detailliert, plausibel begründet und erfüllt die 
Anforderungen der Rechtsprechung (vgl. E. 2.5 hiervor). Es sind keine kla-
ren Fehleinschätzungen ersichtlich, die ein Eingreifen in das Ermessen der 
kompetenten Abklärungsperson anzeigen würden. Dem Abklärungsbericht 
Haushalt vom 11. März 2013 (AB 34/2 ff.) kommt damit volle Beweiskraft 
zu und auf die darin ermittelte Invalidität im Aufgabenbereich von 7% 
(AB 34/10) ist abzustellen, zumal die ärztlichen Unterlagen nichts anderes 
gebieten.

4.

4.1 Für die Festlegung des Invaliditätsgrades im erwerblichen Bereich 
ist ein Einkommensvergleich vorzunehmen (vgl. E. 2.3 hiervor).

4.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
bzw. im Revisionszeitpunkt nach dem Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in 
der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen 
Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft (BGE 134 V 
322 E. 4.1 S. 325, 129 V 222 E. 4.3.1 S. 224). Lässt sich aufgrund der 
tatsächlichen Verhältnisse das ohne gesundheitliche Beeinträchtigung rea-
lisierbare Einkommen nicht hinreichend genau beziffern, ist auf Erfahrungs- 
und Durchschnittswerte gemäss Tabellenlohn abzustellen. Auf sie darf je-
doch im Rahmen der Invaliditätsbemessung nur unter Mitberücksichtigung 
der für die Entlöhnung im Einzelfall gegebenenfalls relevanten persönlichen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. April 2014, IV/13/798, Seite 13

und beruflichen Faktoren abgestellt werden (AHI 1999 S. 240 E. 3b; Ent-
scheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG {heute BGer}] 
vom 30. Oktober 2002, I 517/02, E. 1.2).

4.1.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2011 IV Nr. 37 
S. 110 E. 4.1). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöh-
ne gemäss den vom Bundesamt für Statistik (BFS) herausgegebenen 
Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 135 V 297 
E. 5.2 S. 301; SVR 2010 IV Nr. 52 S. 162 E. 4.3.1).

4.2 Für den Einkommensvergleich ist der Zeitpunkt der allfälligen Ren-
tenrevision massgebend (vgl. Entscheide des EVG vom 12. Februar 2004, 
I 607/03, E. 7.2.1, und vom 21. Juli 2003, I 833/02, E. 4.1), welcher vorlie-
gend ins Jahr 2013 fällt (vgl. E. 4.4 hiernach). Da für das Jahr 2013 noch 
nicht alle statistischen Daten verfügbar sind, ist auf die Zahlen des Jahres 
2012 abzustellen.

4.2.1 Aufgrund der Angaben der Beschwerdeführerin kann davon ausge-
gangen werden, dass sie auch bei guter Gesundheit nicht mehr als … ar-
beiten würde, sondern – wie dies seit Januar 2008 der Fall ist (AB 34/3 
Ziff. 3.2) – als ... in diesem Bereich tätig wäre (vgl. AB 34/4 Ziff. 3.5; vgl. 
auch Beschwerde, S. 5 Ziff. 3.5). Entsprechend ging die Beschwerdegeg-
nerin bei der erstmaligen Rentenzusprache vom 3. Oktober 2008 noch von 
dem effektiv als … erzielten Einkommen aus (AB 27/5), während sie in der 
nunmehr angefochtenen Verfügung ein deutlich höheres Einkommen als ... 
berücksichtigt hat (AB 54/2; vgl. AB 34/5 f. Ziff. 3.9). Es lässt sich deshalb 
nicht beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin das Valideneinkommen 
nach Massgabe der LSE 2010, Tabelle TA 1, Niveau 2 (Verrichtung selbst-
ständiger und qualifizierter Arbeiten), Frauen, Zeile 85 (Erziehung und Un-
terricht), ermittelt hat, dies umso mehr, als die Beschwerdeführerin ihre 
Tätigkeit als ... bisher nicht in einem fixen Pensum, sondern je nach Bedarf 
der Schule bzw. der Belegung der ausgeschriebenen Kurse semesterweise 
(befristet) in einem je leicht variierenden Pensum (nach Anzahl Lektionen) 

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ausgeübt hat und eine Festanstellung mit einem fixen Pensum bisher oh-
nehin nicht erfolgt ist (vgl. AB 29/7 Ziff. 2.7; vgl. auch AB 34/4 Ziff. 3.5). 
Ausgehend von diesem statistischen Bruttolohn von Fr. 7'500.-- und auf 
das massgebende Jahr 2012 (vgl. E. 4.2 hiervor; BFS, Schweizerischer 
Lohnindex, Tabelle T1.1.10: Nominallohnindex nach Geschlecht, Zeile P 
[Erziehung und Unterricht], Frauen, Veränderung 2010 [100] zu 2012 
[101.7]) sowie auf die betriebsübliche Wochenarbeitszeit von 41.4 Stunden 
(BFS, Betriebsübliche Wochenarbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, 
Zeile P, 2012) aufgerechnet, resultiert daraus ein jährliches Einkommen 
von Fr. 94'733.55 (Fr. 7'500.-- / 100 x 101.7 / 40 x 41.4 x 12).

4.2.2 Da die Beschwerdeführerin ihre Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 
50% nicht (voll) ausschöpft (vgl. E. 3.2.2 zweiter Abschnitt hiervor) und es 
ihr in ihren bisherigen Anstellungsverhältnissen ohnehin nicht möglich wä-
re, in einem Pensum von 50% zu arbeiten (vgl. AB 29/7 Ziff. 2.6), ist zur 
Bestimmung des Invalideneinkommens auf dieselben statistischen Zahlen 
wie für das Valideneinkommen (vgl. E. 4.2.1 hiervor) abzustellen. Unter 
Berücksichtigung der 50%igen Arbeits- und Leistungsfähigkeit ergibt dies 
ein Invalideneinkommen von Fr. 47'366.80 (Fr. 94'733.55 x 0.5).

4.3 Geht man – wie die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Ver-
fügung (AB 54/2) – von einem Status 60% Erwerb und 40% Haushalt aus, 
resultiert bei einem Valideneinkommen von Fr. 56'840.15 (Fr. 94'733.55 x 
0.6) und einem Invalideneinkommen von Fr. 47'366.80 eine Erwerbsein-
busse von Fr. 9'473.35, was einer Einschränkung von 16.67% entspricht. 
Gewichtet besteht im Erwerbsbereich somit eine Einschränkung von 10% 
(60 / 100 x 16.67) und im Haushalt eine solche von 2.8% (40 / 100 x 7; vgl. 
E. 3.5 hiervor), womit der Gesamtinvaliditätsgrad 12.8% (10% + 2.8%) be-
trägt. Selbst bei einem Status 80% Erwerb und 20% Haushalt ergibt sich 
insgesamt ein Invaliditätsgrad von maximal 31.4% (Erwerb: Validenein-
kommen von Fr. 75'786.85 - Invalideneinkommen von Fr. 47'366.80 = Er-
werbseinbusse von Fr. 28'420.05 [37.50%] bzw. gewichtet 30%; Haushalt: 
1.4% [20 / 100 x 7]), was zu keiner Invalidenrente berechtigt (vgl. E. 2.2 
hiervor). Ein darüber hinausgehendes Arbeitspensum ist nach dem zu 
E. 3.2.2 hiervor Ausgeführten zu verneinen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. April 2014, IV/13/798, Seite 15

Sogar wenn zusätzlich, wie von der Beschwerdegegnerin in der Stellung-
nahme vom 26. September 2013 zum Abklärungsbericht vorgenommen, 
ein Abzug von maximal 5% aufgrund der Wechselwirkungen zwischen Er-
werbs- und Haushaltbereich (vgl. E. 2.3 dritter Abschnitt hiervor) gewährt 
wird, würde der Invaliditätsgrad immer noch unterhalb von 40% liegen. Al-
lerdings ist die Berechnung der Beschwerdegegnerin insofern zu korrigie-
ren, als zum Invaliditätsgrad im Erwerbsbereich von – ungewichtet – 37.5% 
ein Zuschlag von 5% zu erfolgen hat, welches Total alsdann entsprechend 
dem Status zu gewichten ist (vgl. Entscheid des BGer vom 28. Juli 2008, 
9C_49/2008, E. 5.3), so dass im Erwerbsbereich eine Invalidität von 34% 
(80 / 100 x 42.5) und damit auch unter zusätzlicher Berücksichtigung des 
Behinderungsgrades im Haushalt von 1.4% noch immer ein rentenaussch-
liessender Gesamtinvaliditätsgrad resultiert. Ein darüber hinausgehender 
Abzug rechtfertigt sich mit Blick auf die gesamten Umstände von vornher-
ein nicht, zumal die Beschwerdeführerin nicht näher ausführt und es auch 
nicht ersichtlich ist, worin diese Wechselwirkungen konkret zu erblicken 
sind und von einer offenkundigen und unvermeidbaren negativen gesund-
heitlichen Auswirkung nicht auszugehen ist. Soweit sie sich hingegen auf 
einen leidensbedingten Abzug von 20% beruft (Beschwerde, S. 8 oben), ist 
darauf hinzuweisen, dass ein solcher Abzug nicht automatisch, sondern nur 
dann erfolgen kann, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass 
die versicherte Person wegen eines oder mehrerer persönlicher und 
beruflicher Merkmale wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, 
Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad ihre 
gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen 
Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen verwerten kann 
(BGE 134 V 322 E. 5.2 S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481), und diese 
invaliditätsfremden Gesichtspunkte auch bei der Festsetzung des – 
ebenfalls statistisch erhobenen – Valideneinkommens zu berücksichtigen 
wären (Entscheid des BGer vom 19. Januar 2009, 8C_42/2008, E. 5).

4.4 Nach dem Gesagten kann letzten Endes offen bleiben, ob von ei-
nem Status 60% oder 80% Erwerbstätigkeit auszugehen ist, zumal so oder 
anders ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad resultiert (vgl. E. 4.3 
hiervor). Bei diesem Ergebnis kann ebenfalls offen bleiben, welches die 
Auswirkungen des vor Erlass der Verfügung erfolgten Wohnortswechsels 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. April 2014, IV/13/798, Seite 16

von ... nach ... sind, zumal angesichts des Wegfalls der Betreuungsmög-
lichkeit durch die Schwiegermutter zumindest nicht von einer Erhöhung des 
Anteils Erwerbstätigkeit ausgegangen werden kann. Folglich ist die Aufhe-
bung der Invalidenrente nicht zu beanstanden. Gleiches gilt in Bezug auf 
den Zeitpunkt der Renteneinstellung per 31. August 2013 gestützt auf Art. 
88bis Abs. 2 lit. a der Verordnung über die Invalidenversicherung vom 
17. Januar 1961 (IVV; SR 831.201). Damit ist die angefochtene Verfügung 
im Ergebnis nicht zu beanstanden und die hiergegen erhobene Beschwer-
de ist abzuweisen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Beschwerdefüh-
rerin die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf 
Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. April 2014, IV/13/798, Seite 17

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.