# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** efea1fcd-8987-5a32-9df8-06e27b06aea8
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-05-02
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 02.05.2024 725 2023 348 / 101 (725 23 348 / 101)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-2023-348---101_2024-05-02.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 2. Mai 2024 (725 23 348 / 101) 

____________________________________________________________________ 

 

Unfallversicherung 

 

Unfallbegriff beim Zweikampf im Fussball nicht erfüllt.  

 

Unfallähnliche Körperschädigung in Form der Re-Ruptur einer zuvor bereits operativ ver-

sorgten VKB-Ersatz-Plastik bejaht.  

 

Keine überwiegende Wahrscheinlichkeit für eine progrediente Ablösung der ursprüngli-

chen VKB-Ersatz-Plastik aus deren Verankerung. Statistische Erfahrungswerte vermögen 

die strengen Anforderungen an den mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu erbringen-

den Beweis für eine degenerativ oder krankheitsbedingte Abnutzung im konkreten Einzel-

fall ebenfalls nicht zu erbringen. Hat nicht eine allfällige Erkrankung oder ein über die Zeit 

fortschreitender Verschleiss, sondern ausschliesslich ein in der Vergangenheit erlittenes 

Unfallereignis zu einer signifikanten Vorschädigung geführt, ist der Entlastungsbeweis ge-

mäss Art. 6 Abs. 2 UVG ausgeschlossen.  

 

 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichterin Susanne Afheldt, 

Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiber Stephan Paukner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Mark A. Glavas, Rechts-
anwalt, c/o Advokatur Glavas AG, Dorfstrasse 33, 9313 Muolen 

  
 
gegen 
 
 

 AXA Versicherungen AG, Rechtsdienst, General Guisan-Strasse 
40, Postfach 357, 8401 Winterthur, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen  

 
 
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A. Der 2003 geborene A.____ war seit 6. Juni 2023 als Hilfspfleger bei der B.____ AG 
angestellt und in dieser Eigenschaft bei der AXA Versicherungen AG (AXA) obligatorisch gegen 
die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Am 21. März 2023 ging bei der AXA 
eine Schadenmeldung ein, wonach der Versicherte beim Fussballspiel während eines Zwei-
kampfs den Ball weggepasst und sein Körpergewicht mit dem rechten Bein aufgefangen habe. 
Dabei sei ein knackendes Geräusch im Knie erfolgt. Bereits zuvor hatte der Versicherte ebenfalls 
am rechten Knie am 22. September 2021 eine Ruptur des vorderen Kreuz- sowie Innenbands 
erlitten, in deren Folge es am 31. Januar 2022 zu einer operativen Versorgung mittels VKB-Plastik 
mit vierfach gebündelter Semitendinosus-Sehne gekommen war.  
 
B. Anlässlich der Bildgebung vom 23. März 2023 wurden eine distale Ruptur dieser VKB-
Ersatz-Plastik, intakte hintere Kreuzbänder, anamnestisch ein vertikaler Riss des Aussenmenis-
kushorns, zusätzlich kleine vertikale Risse der Pars intermedia, neu zur Voruntersuchung ein 
fokal tiefschichtiger Knorpeldefekt lateral, femorotibial und medial femoral sowie ein deutlicher 
Gelenkserguss und eine kleinste Bakerzyste erhoben. In der Folge wurde der Versicherte am 19. 
April 2023 operiert. Anlässlich dieses Eingriffs wurde erneut eine arthroskopische VKB-Ersatz-
Plastik am rechten Knie mittels eines Quadriceps-Sehnen-Transplantats vorgenommen. 
 
C. Gestützt auf eine Stellungnahme ihres Vertrauensarztes Dr. med. C.____, FMH Ortho-
pädische Chirurgie, vom 15. Mai 2023 lehnte die AXA mit Verfügung vom 23. Mai 2023 den An-
spruch auf Versicherungsleistungen mit der Begründung ab, es handle sich beim erlittenen Er-
eignis weder um einen Unfall noch um eine unfallähnliche Körperschädigung (UKS). Eine hierge-
gen erhobene Einsprache wies sie mit Einspracheentscheid vom 3. Oktober 2023 ab. 
 
D. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsan-
walt Mark A. Glavas, am 2. November 2023 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, 
Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Er beantragte, der Einspracheentscheid 
vom 3. Oktober 2023 sei aufzuheben und es seien ihm die gesetzlichen Leistungen auszurichten. 
Eventualiter sei die Angelegenheit zwecks weiterer Abklärungen an die Vorinstanz zurückzuwei-
sen, unter o/e-Kostenfolge. Zur Begründung liess er im Wesentlichen auf eine Beurteilung seines 
behandelnden Arztes Dr. med. D.____, FMH Chirurgie, speziell Allgemein- und Unfallchirurgie 
sowie Sporttraumatologie und Leitender Arzt, vom 25. Oktober 2023 verweisen.  
 
E. Unter Hinweis auf eine ergänzende Aktenbeurteilung ihres Vertrauensarztes 
Dr. med. E.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, schloss die AXA mit Ver-
nehmlassung vom 22. Januar 2024 auf Abweisung der Beschwerde.  
 
F. Mit verfahrensleitender Verfügung des Präsidenten des Kantonsgerichts vom 24. Januar 
2024 wurde die Angelegenheit dem Gericht zur Beurteilung überwiesen.  
 
Auf die einzelnen Vorbringen der Parteien ist soweit notwendig in den nachfolgenden Erwägun-
gen einzugehen.  

 
 
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Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1.1 Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, 
in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vorliegend 
befindet sich dieser im Kanton Basel-Landschaft, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantons-
gerichts zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwal-
tungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versiche-
rungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einspracheent-
scheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Behand-
lung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die am 2. November 2023 frist- und formge-
recht erhobene Beschwerde ist demnach einzutreten.  
 
1.2 Auf den 1. Januar 2017 sind die mit Bundesgesetz vom 25. September 2015 revidierten 
Bestimmungen des UVG sowie der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) vom 20. De-
zember 1982 in Kraft getreten. Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich nach dem Inkrafttre-
ten dieser revidierten Bestimmungen ereignet haben, werden nach diesem neuen Recht ausge-
richtet (Übergangsbestimmung in Art. 118 Abs. 1 UVG). So verhält es sich auch im vorliegenden 
Fall, weshalb nachfolgend jeweils auf das neue Recht und die dazu ergangene Rechtsprechung 
Bezug zu nehmen ist.  
 
2. Strittig ist, ob die Beschwerdegegnerin eine Leistungspflicht im Zusammenhang mit dem 
am 21. März 2023 erlittenen Ereignis trifft. Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer 
in der obligatorischen Unfallversicherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versi-
cherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren.  
 
2.1 Ein Unfall gemäss Art. 4 ATSG ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beein-
trächtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Der Unfall-
begriff enthält somit fünf Tatbestandsmerkmale (Körperverletzung [bzw. Tod], äussere Einwir-
kung, Plötzlichkeit, fehlende Absicht und die Ungewöhnlichkeit der äusseren Einwirkung; 
BGE 134 V 72 E. 2.3). 
 
2.2 Der äussere Faktor ist das zentrale Begriffscharakteristikum eines jeden Unfallereignis-
ses. Er ist Gegenstück zu einer – den Krankheitsbegriff konstituierenden – inneren Ursache. Der 
äussere Faktor ist dann ungewöhnlich, wenn er den Rahmen des im jeweiligen Lebensbereich 
Alltäglichen oder Üblichen überschreitet (BGE 142 V 219 E. 4.3.1; SVR 2022 UV Nr. 13 S. 55, 
8C_430/2021 E. 2.3). Ob dies zutrifft, beurteilt sich im Einzelfall unter Berücksichtigung grund-
sätzlich nur objektiver Umstände (BGE 134 V 72 E. 4.1; 129 V 402 E. 2.1; 122 V 233 E. 1; 121 V 

 
 
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35 E. 1a, je mit Hinweisen). Nach der Rechtsprechung bezieht sich das Begriffsmerkmal der Un-
gewöhnlichkeit allerdings nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, sondern nur auf diesen 
selbst. Ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist deshalb, dass der äussere Faktor 
allenfalls schwerwiegende oder unerwartete Folgen nach sich gezogen hat. Ausschlaggebend ist 
vielmehr, dass sich der äussere Faktor vom Normalmass an Umwelteinwirkungen auf den 
menschlichen Körper abhebt. Ungewöhnliche Auswirkungen alleine begründen deshalb noch 
keine Ungewöhnlichkeit (BGE 134 V 72 E. 4.3.1).  
 
2.3 Das Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors kann unter anderem in einer unko-
ordinierten Bewegung bestehen. Insbesondere bei Körperbewegungen gilt dabei der Grundsatz, 
dass das Erfordernis der äusseren Einwirkung lediglich dann erfüllt ist, wenn ein in der Aussen-
welt begründeter Umstand den natürlichen Ablauf einer Körperbewegung gleichsam "programm-
widrig" beeinflusst hat. Bei einer solchen unkoordinierten Bewegung ist der ungewöhnliche 
äussere Faktor stets zu bejahen, denn der äussere Faktor – nämlich die Veränderung zwischen 
Körper und Aussenwelt – ist wegen der erwähnten Programmwidrigkeit zugleich ein ungewöhn-
licher Faktor (BGE 130 V 117 E. 2.1 S. 118; SVR 2021 UV Nr. 21 S. 101, 8C_586/2020 E. 3.3; 
zum Ganzen: Urteil des Bundesgerichts vom 20. September 2022, 8C_24/2022, E. 3.2). Dies ist 
beispielsweise dann der Fall, wenn die versicherte Person stolpert, ausgleitet oder sich an einem 
Gegenstand anstösst, oder wenn sie, um ein Ausgleiten zu verhindern, eine reflexartige Abwehr-
bewegung ausführt oder auszuführen versucht. Wenn solche Umstände den normalen Bewe-
gungsablauf stören, handelt es sich um eine unkoordinierte Bewegung (Urteil des Eidgenössi-
schen Versicherungsgerichts [EVG; heute: Bundesgericht, öffentlich-rechtliche Abteilungen] vom 
7. Oktober 2003, U322/02, E. 4.1). Dass es tatsächlich zu einem Sturz kommt, wird nicht voraus-
gesetzt. Wo sich eine Schädigung auf das Körperinnere beschränkt und sie erfahrungsgemäss 
auch als alleinige Folge von Krankheiten, namentlich von degenerativen Veränderungen eines 
Körperteils innerhalb eines durchaus normalen Geschehensablaufs auftreten kann, muss die un-
koordinierte Bewegung als unmittelbare Ursache der Schädigung jedoch unter besonders sinn-
fälligen Umständen gesetzt worden sein. Hintergrund bildet der Umstand, dass ein Unfallereignis 
sich in der Regel in einer äusserlich wahrnehmbaren Schädigung manifestiert, während bei deren 
Fehlen eine erhöhte Wahrscheinlichkeit rein krankheitsbedingter Ursachen besteht (BGE 134 V 
80 E. 4.3.2.1 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 25. März 2011, 8C_693/2010, E. 5). 
Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist das Merkmal der Ungewöhnlichkeit ohne be-
sonderes Vorkommnis daher bei einer Sportverletzung zu verneinen (BGE 130 V 117 E. 2.2; SVR 
2014 UV Nr. 21 S. 67; Urteil des Bundesgerichts vom 20. September 2022, 8C_24/2022, E. 5.2). 
Der äussere Faktor bei Sportverletzungen ist insbesondere dann nicht gegeben, wenn ein Ge-
schehen noch in die gewöhnliche Bandbreite der Bewegungsmuster des betreffenden Sports fällt 
(SVR 2014 UV Nr. 21 S. 67, Urteil des Bundesgerichts vom 28. Januar 2014, 8C_835/2013, E. 
5.3; SVR 2011 UV Nr. 11 S. 39). So führt beispielsweise das Besteigen eines Steppers im Rah-
men einer Aerobic-Choreographie nicht zu einer unkontrollierten Bewegung (Urteil des Bundes-
gerichts vom 30. März 2015, 8C_11/2015, E. 3.2). Ebenso zu verneinen ist der Unfallbegriff im 
Zusammenhang mit einer aus der Hocke heraus ausgeführten «Squat-Jump-Übung», anlässlich 
welcher die Versicherte sich zwar das Kniegelenk verdreht, die entsprechende Sprungübung aber 
unter normalen äusseren Bedingungen vorgenommen hatte (Urteil des Kantonsgerichts vom 31. 
Oktober 2013, 725 13 224 / 258). 
 

 
 
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3.1 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungsverfahren und der Sozialversicherungs-
prozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach haben Versicherungsträger und 
das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen, aus eigener Initiative und ohne Bindung an 
die Vorbringen oder Beweisanträge der Parteien für die richtige und vollständige Abklärung des 
rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneinge-
schränkt. Er wird ergänzt durch die Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 E. 2, 122 
V 158 E. 1a, je mit Hinweisen). Zu beachten ist jedoch, dass der Untersuchungsgrundsatz die 
Beweislast im Sinne der Beweisführungslast begriffsnotwendig ausschliesst, da es Sache der 
verfügenden Verwaltungsstelle bzw. des Sozialversicherungsgerichts ist, für die Zusammentra-
gung des Beweismaterials besorgt zu sein. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Par-
teien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu 
Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ablei-
ten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im 
Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu 
ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 
117 V 264 E. 3b mit Hinweisen). 
 
3.2 Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – das Gericht dürfen 
eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. 
Im Sozialversicherungsrecht gilt, soweit das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, der Be-
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 353 E. 5b). Wird das Vorliegen 
eines Unfallereignisses nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, so hat es als unbe-
wiesen zu gelten, was sich zu Lasten der den Anspruch erhebenden Person auswirkt (BGE 116 
V 136 E. 4b mit Hinweis; Urteile des Bundesgerichts vom 31. Januar 2011, 8C_709/2010, E. 2.2 
und vom 20. Februar 2007, U 346/05, E. 2.2, je mit weiteren Hinweisen). 
 
3.3 Was im Speziellen den Unfallbeweis betrifft, sind die einzelnen Umstände eines Unfall-
geschehens von den Leistungsansprechenden glaubhaft zu machen. Zur Glaubhaftmachung ei-
nes Unfallereignisses müssen über das konkrete Geschehen genaue und möglichst detaillierte 
Angaben gemacht werden, aufgrund derer der Versicherer in die Lage versetzt wird, sich über 
die Ereignisumstände ein klares Bild zu machen und diese in objektiver Weise abzuschätzen 
(Urteil des EVG vom 25. November 2004, U 209/04, vom 15. September 2004, U 234/04 und 
vom 19. Mai 2004, U 236/03). Bei sich widersprechenden Angaben der versicherten Person über 
den Unfallhergang ist auf die Beweismaxime abzustellen, wonach die sogenannten spontanen 
"Aussagen der ersten Stunde" in der Regel unbefangener und zuverlässiger sind als spätere 
Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen versicherungs-
rechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können. Wenn die versicherte Person ihre Darstel-
lung im Laufe der Zeit wechselt, kommt den Angaben, die sie kurz nach dem Unfall gemacht hat, 
deshalb meist ein grösseres Gewicht zu als jenen nach Kenntnis einer Ablehnungsverfügung des 
Versicherers (BGE 121 V 45 E. 2a mit Hinweisen; Urteil des EVG vom 23. November 2006, U 
258/04, E. 3.1). 
 

3.4 Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche bedarf es im Übri-
gen verlässlicher medizinischer Entscheidungsgrundlagen. Das Gericht hat diese nach dem für 
den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c 

 
 
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des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG) – wie alle 
anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestat-
ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess 
nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa-
rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Be-
weiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me-
dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 
ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 
E. 5.1). 
 

3.5 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So kommt beispielsweise Berichten und Gutachten versiche-
rungsinterner Fachpersonen nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach Art. 44 
ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten. An 
die Beweiswürdigung sind deshalb strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Versicherungsfall 
ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen auch nur geringe 
Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststel-
lungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 E. 4.4 am Ende, mit 
Hinweis; Urteil des Bundesgerichts vom 26. März 2015, 8C_879/2014, E. 5.3). Reinen Aktengut-
achten kann allerdings dann ein voller Beweiswert zukommen, sofern ein lückenloser Befund 
vorliegt und es im Wesentlichen nur um die ärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden 
medizinischen Sachverhalts geht (RKUV 1993 Nr. U 167 S. 95; nicht publizierte Erwägung 5b 
des Urteils BGE 114 V 109, veröffentlicht in RKUV 1988 Nr. U 56 S. 366; vgl. auch Urteile U 
181/06 vom 21. Juni 2007, E. 2.3, und U 223/06 vom 8. Februar 2007, E. 5.1.2; vgl. auch HANS 
KIND, So entsteht ein medizinisches Gutachten, in: René Schaffhauser/Franz Schlauri [Hrsg.], 
Rechtsfragen der medizinischen Begutachtung in der Sozialversicherung, Veröffentlichungen des 
Schweizerischen Instituts für Verwaltungskurse an der Universität St. Gallen/Band 42, St. Gallen 
1997, S. 52). 
 

4. Der Schadenmeldung an die AXA vom 21. März 2023 ist zu entnehmen, dass der Ver-
sicherte beim Fussballspiel während eines Zweikampfs den Ball weggepasst und das ganze Kör-
pergewicht mit dem rechten Bein aufgefangen habe. Dabei habe es im Knie ein knackendes Ge-
räusch gegeben (Akt A1 der Beschwerdegegnerin zur Vernehmlassung). Aus den ergänzenden 
Schilderungen des Versicherten im Fragebogen vom 1. April 2023 geht hervor, dass es beim 
Fussballtraining zu einem Zweikampf gekommen sei, bei welchem der Gegenspieler von rechts 
hinten seitlich in den Zweikampf eingestiegen sei, so dass der Versicherte mit seinem Gewicht 

 
 
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auf dem linken Bein mit einem Mal versucht habe, sich mit dem rechten Bein aufzufangen. Dabei 
sei es zu einem knackenden und knirschenden bis reissenden Geräusch im rechten Knie gekom-
men. Die Frage, ob sich bei diesem Bewegungsablauf etwas Aussergewöhnliches oder Unerwar-
tetes ereignet habe, hat der Versicherte verneint (Akt A5 der Beschwerdegegnerin zur Vernehm-
lassung). Dem Eintrag in der Krankenakte des behandelnden Arztes vom 22. März 2023 ist 
schliesslich zu entnehmen, dass der Versicherte beim Versuch einen Ball zu passen, von hinten 
geschubst worden und mangels Körperspannung mit dem aktivierten Knie nach vorne wegge-
rutscht sei und sich dabei das Knie verdreht habe (Akt M3 der Beschwerdegegnerin zur Ver-
nehmlassung). Der Hergangsschilderung des Versicherten zufolge fand anlässlich des fraglichen 
Fussballtrainings keine unkoordinierte Bewegung in dem Sinne statt, dass der Bewegungsablauf 
beispielweise durch ein Ausgleiten oder ein Stolpern gestört worden wäre. In diesem Zusammen-
hang ist zu berücksichtigen, dass gemäss der wiederholten Ereignisschilderung durch den Ver-
sicherten selbst – abweichend zum Eintrag in der Krankenakte seines behandelnden Arztes – 
gerade kein Ausrutschen erwähnt, sondern lediglich von einem Auffangen des eigenen Körper-
gewichts gesprochen wird. Darauf ist den Aussagen der ersten Stunde zufolge abzustellen (oben, 
Erwägung 3.3). Ebenso wenig hat der Versicherte berichtet, sich das Knie verdreht zu haben. 
Unabhängig davon entspricht ein instabiler Halt und ein Weggleiten beim Passen des Balls beim 
Fussballspiel einer inhärenten Bewegung. Der Umstand alleine, dass der Versicherte beim Zwei-
kampf einen drohenden Sturz durch eine reflexartige Abwehr vermieden hat, lässt wegen der 
Natur des resultierenden Gesundheitsschadens alleine noch nicht auf eine Ungewöhnlichkeit des 
fraglichen Ereignisses schliessen. Dies gilt namentlich in Anbetracht der Tatsache, dass sich die 
initiale Verletzung im Rahmen eines Kontaktsports zugetragen hat, welcher offenbar ohne Re-
gelwidrigkeit verlaufen ist. Dass ein besonderes Vorkommnis zur erlittenen Sportverletzung ge-
führt hätte, lässt sich bei dieser Ausgangslage nicht erstellen und wird auch seitens des Versi-
cherten nicht geltend gemacht (Urteil des Bundesgerichts vom 26. Juli 2011, 8C_186/2011, E. 
6.3). Namentlich ist nicht ersichtlich, inwiefern sich die vom Beschwerdeführer selbst beschrie-
bene Bewegung nicht im Rahmen des üblichen Trainingsablaufs ereignet hat. Seiner eigenen 
Hergangsschilderung lassen sich namentlich keine unüblichen Abläufe oder Einwirkungen ent-
nehmen, wie beispielsweise ein eigentlicher Fehltritt mit einem Abknicken des Knöchels, welche 
über das Ausmass der beim Fussballspiel generell verbundenen und abrupten Belastungen hin-
ausgehen. Die Tatsache, dass sich der Versicherte das Knie verletzt hat, entspricht zwar nicht 
dem gewohnten Ablauf. Für die Annahme einer Ungewöhnlichkeit reicht es jedoch noch nicht 
aus, wenn die Abwehrbewegung nicht ideal verläuft, solange sich die Art der Ausführung noch in 
der Spannweite des Üblichen des betreffenden Sports bewegt (oben, Erwägung 2.3). Dies war 
den eigenen Schilderungen des Versicherten zufolge hier aber der Fall. Auch das Auftreten von 
Schmerzen nach Ausführung der entsprechenden Bewegung gilt für sich alleine noch nicht als 
äusserer ungewöhnlicher Faktor. Aufgrund eines fehlenden äusseren ungewöhnlichen Faktors 
ist der Unfallbegriff gemäss Art. 4 ATSG im vorliegenden Fall deshalb nicht erfüllt. Im Zusam-
menhang mit dem Ereignis vom 4. April 2021 ist zwischen den Parteien im vorliegenden Be-
schwerdeverfahren deshalb mittlerweile zu Recht unbestritten geblieben, dass unter dem Titel 
eines Unfalls keine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin besteht. 
 
5.1. Zu prüfen ist vielmehr, ob eine UKS vorliegt, für welche die Beschwerdegegnerin eine 
Leistungspflicht trifft. Gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG erbringt die Versicherung ihre Leistungen nicht 

 
 
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nur bei Unfällen, sondern auch bei nachfolgenden Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwie-
gend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind (sog. "unfallähnliche Körperschädi-
gungen" oder "Listenverletzungen"): Knochenbrüche (lit. a), Verrenkungen von Gelenken (lit. b), 
Meniskusrisse (lit. c), Muskelrisse (lit. d), Muskelzerrungen (lit. e), Sehnenrisse (lit. f), Bandläsio-
nen (lit. g) und Trommelfellverletzungen (lit. h).  
 
5.2 In systematischer Hinsicht ist zu berücksichtigen, dass das Institut der unfallähnlichen 
Körperschädigung mit der UVG-Revision vom 25. September 2015 (in Kraft seit 1. Januar 2017) 
neu auf Gesetzesstufe in Art. 6 Abs. 2 UVG verankert wurde. Die Gesetzessystematik legt nahe, 
dass Abs. 1 (Unfall) und Abs. 2 (Listenverletzung) unabhängig und einzeln voneinander zu prüfen 
sind (BGE 146 V 51 E. 8.5). Liegt eine Listenverletzung vor, so hat der Unfallversicherer nach 
deren Meldung die genauen Begleitumstände abzuklären. Ist die Listenverletzung auf ein Unfall-
ereignis im Sinne von Art. 4 ATSG zurückzuführen, so ist der Unfallversicherer nach Art. 6 Abs. 
1 UVG leistungspflichtig. Sind hingegen nicht sämtliche Kriterien des Unfallbegriffs nach Art. 4 
ATSG erfüllt, so wird der Unfallversicherer für eine Listenverletzung nach Art. 6 Abs. 2 UVG 
grundsätzlich leistungspflichtig, sofern er nicht den Nachweis dafür erbringt, dass die Verletzung 
vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist (vgl. nachfolgende Erwägungen 
6.1 ff.; BGE 146 V 51 E. 9.1). 
 
5.3 Vorliegend liegt insofern eine besondere Situation vor, als es sich bei der am 21. März 
2023 zugezogenen Verletzung um eine Re-Ruptur der ursprünglich am 31. Januar 2022 operativ 
vorgenommenen VKB-Ersatz-Plastik handelt, nachdem der Versicherte bereits im September 
2021 im Sportunterricht eine Kniegelenksdistorsion erlitten hatte (Vernehmlassung der Be-
schwerdegegnerin ad Ziffer 2.3.11). In rechtlicher Hinsicht stellt sich deshalb zunächst die Frage, 
ob mit Blick auf diesen ursprünglichen Sehnenersatz nunmehr überhaupt eine Listenverletzung 
gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG vorliegen kann. Keine Körperschädigungen stellen gemäss Art. 9 UVV 
nämlich jene nicht unfallbedingten Schäden an Sachen dar, die infolge einer Krankheit eingesetzt 
wurden. So verneinte das Bundesgericht das Vorliegen einer unfallähnlichen Körperschädigung 
unter der bis Ende 2016 gültigen, jedoch identischen Fassung von Art. 9 Abs. 3 UVV bei einer im 
Knochen verankerten Prothese mit der Begründung, dass die Bestimmung in Art. 9 Abs. 3 UVV 
eine klare Regelung für Sachen enthalte, welche infolge einer Krankheit eingesetzt worden seien 
und einen Körperteil oder eine Körperfunktion ersetzen würden (BGE 142 V 219 E. 5.3 in Pra 
2016 Nr. 103). Schäden an körperfremden Ersatzstrukturen, wie beispielsweise an Kunststoff-
bändern und Kunstgelenken mittels künstlicher Menisken, können deshalb dann nicht als UKS 
übernommen werden, wenn sie später wieder reissen, nachdem sie ursprünglich krankheitsbe-
dingt eingesetzt worden sind (Totalrevision der Empfehlungen der Ad-Hock-Kommission Scha-
den UVG Nr. 2/86 zur UKS vom 8. November 2002).  
 
5.4 Vorliegend war dem Versicherten anlässlich der ursprünglichen Versorgung am 31. Ja-
nuar 2022 eine VKB-Ersatz-Plastik mittels körpereigener Semitendinosus-Sehne eingesetzt wor-
den (Akt A17, M3 und M19 der Beschwerdegegnerin zur Vernehmlassung). Unbesehen der von 
der Beschwerdegegnerin in diesem Zusammenhang aufgeworfenen Frage, ob es sich bei der 
nunmehr erneut erlittenen Schädigung um eine Ruptur jener körpereigenen Sehne oder lediglich 
um ein Herauslösen aus deren distalen Verankerung im Sinne einer Sache gehandelt hat, wird 
die vorliegende Transplantat-Insuffizienz im vorliegenden Fall so oder anders von Art. 6 Abs. 2 

 
 
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UVG erfasst. So spielt es im vorliegenden Fall nämlich keine Rolle, ob es sich bei der erlittenen 
Schädigung an der ursprünglich eingesetzten VKB-Plastik um einen Schaden an einer Sache 
oder am körpereigenen Substrat gehandelt hat. Hintergrund bildet der soeben dargelegte und 
vom Bundesgericht bestätigte Grundsatz, dass Schäden an Sachen gemäss Art. 9 UVV lediglich 
dann nicht unter Art. 6 Abs. 2 UVG fallen, wenn die (erneut) geschädigte Sache ursprünglich 
infolge einer Krankheit eingesetzt worden ist. Dies ist hier gerade nicht der Fall. Wie die Be-
schwerdegegnerin selbst vorbringt, lässt sich den Akten in dieser Hinsicht vielmehr entnehmen, 
dass der Versicherte am 22. September 2021 beim Sportunterricht einen Unfall erlitten hatte, in 
dessen Folge die Indikation zur ursprünglichen VKB-Plastik erfolgt war (Akt M19, der Beschwer-
degegnerin zur Vernehmlassung, Ziffer 3, ad Vorschädigung; Vernehmlassung der Beschwerde-
gegnerin ad Ziffer 2.3.11). Allfällige Anhaltspunkte, wonach diese primäre VKB-Plastik krankheits-
bedingt eingesetzt worden wäre, bestehen somit keine. Die im Januar 2022 eingesetzte VKP-
Plastik wird vom Ausschluss gemäss Art. 9 UVV deshalb nicht erfasst. Ebenfalls offenbleiben 
kann die vom Vertrauensarzt der AXA aufgeworfene Frage, ob es sich bei dem ursprünglichen 
Transplantat von seiner Funktion her eher um ein Ligament oder um eine Sehne gehandelt hat 
(Akten M13, S. 4; M19, S. 8 der Beschwerdegegnerin zur Vernehmlassung). Geht man davon 
aus, dass der Schaden an der nunmehr geschädigten Ersatz-Plastik einem erneuten Sehnenriss 
entspricht, liegt eine UKS gemäss Art. 6 Abs. 2 lit. f UVG vor. Da aber Risse, Zerrungen und 
selbst blosse Dehnungen von Bändern durch Art. 6 Abs. 2 lit g UVG gedeckt werden (BGE 114 
V 298 E. 3d), fällt der am 21. März 2021 beim Fussballspiel erlittene Schaden an der ursprünglich 
unfallbedingt eingesetzten Ersatzstruktur so oder anders unter eine Listenverletzung gemäss Art. 
6 Abs. 2 UVG.  
 

6.1 Strittig ist im Weiteren, ob der eingetretene Schaden vorwiegend auf eine Erkrankung 
bzw. auf degenerative Ursachen zurückzuführen ist und der Beschwerdegegnerin damit der Ent-
lastungsbeweis gelingt. Mit Art. 6 Abs. 2 UVG wird die gesetzliche (Kausalitäts-)Vermutung sta-
tuiert, dass der Unfallversicherer bei erfüllter Listendiagnose leistungspflichtig ist. Er kann sich 
aber von seiner Leistungspflicht befreien, wenn er den Nachweis erbringt, dass die Körperschä-
digung vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist (Botschaft vom 30. Mai 
2008, BBl 2008 S. 5411, und Zusatzbotschaft vom 19. September 2014, BBl 2014 S. 7922; SZS 
2017 S. 33). Auf das Kriterium des äusseren Faktors wird dabei explizit verzichtet (BBl 2014 
S. 7922). Der Gegenbeweis einer vorwiegend abnützungs- oder krankheitsbedingten Verursa-
chung beschlägt den natürlichen Kausalzusammenhang. Nur der Nachweis eines rechtsgenü-
genden, d.h. vorwiegend in diesem Sinne degenerativ krankhaft verursachten Schadens kann zu 
einer Verneinung dieses natürlichen Kausalzusammenhangs bzw. der Leistungspflicht des Un-
fallversicherers führen (EVALOTTA SAMUELSSON, Neuregelung der unfallähnlichen Körperschädi-
gung, Das Beispiel des Meniskusrisses, in: SZS 2018 S. 358).  
 

6.2 Die entscheidende Rolle für die Beurteilung der Frage, ob eine diagnostizierte Listenver-
letzung vorwiegend auf Abnützung oder eine Erkrankung zurückzuführen ist, spielt die medizini-
sche Beurteilung. An den entsprechenden Gegenbeweis sind allerdings strenge Anforderungen 
zu stellen. Der vom Gesetzgeber mit der Revision verfolgte Zweck kann nämlich nur dann erfüllt 
werden, wenn bezogen auf den Einzelfall eindeutige Beweise von neutralen Stellen vorliegen. 
Auf allgemeinen Erfahrungstatsachen beruhende Prüfungsschemata genügen für den Gegenbe-
weis deshalb nicht. Verlangt werden Beurteilungen, die in materieller Hinsicht nachvollziehbar 

 
 
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und schlüssig sind, also den von der Praxis entwickelten Anforderungen an Gutachten genügen 
(oben, Erwägung 3.5). Auch wenn ein unfallähnliches Ereignis nicht Voraussetzung für die Leis-
tungspflicht ist, kann die Anknüpfung der Verletzung an ein Ereignis immerhin als Beweisfaktor 
bei der Deckungsprüfung dienen. Dabei sind auch allfällige Vorzustände wie frühere Unfälle, wel-
che durch einen anderen UVG-Versicherer gedeckt waren, bei der aktuellen Deckungsprüfung 
einer vorwiegenden Verursachung durch Abnützung oder Erkrankung (Kausalitätsanteil eines de-
generativen Vorzustands grösser als 50 %) mit zu berücksichtigen.  
 

6.3.1 Dem Verlaufseintrag des behandelnden Orthopäden Dr. D.____ vom 23. März 2023 zu-
folge habe ein MRI vom 23. März 2023 im medialen Kompartiment intakte Verhältnisse an Me-
niskus, Knorpel, Knochen sowie am medialen Kollateralband (Innenband-MCL) und an der Inse-
rtion des Musculus semimembranosus gezeigt. Im lateralen Kompartiment zeige sich ein vertika-
ler Riss des Aussenmeniskushinterhorns mit insgesamt volumenreduziert imponierendem Hinter-
horn. Zusätzlich bestünden vertikale bzw. schräg verlaufende Signalalterationen an der Pars in-
termedia und neu zur Vorunteruntersuchung ein fokal tiefschichtiger Knorpeldefekt des anterioren 
Femurkondylus. Das vormalige fleckige Ödem des Femurkondylus und das Tibiaplateau seien 
vollständig regredient mit nur minimalen fleckförmigen Residuen des Tibiaplateaus. Das laterale 
Kollateralband, die Insertion am Musculus biceps femoris, am Tractus iliotibialis und am Musculus 
popliteus seien intakt. Interkondylodär finde sich eine Inkongruenz der VKB-Plastik an der dista-
len Insertion mit irregulärem Verlauf. Knorpel und Knochen im femoropatellären Kompartiment 
sowie die übrigen Weichteile der Quadrizepssehne und des Ligamentum patellae seien regelge-
recht. Zu erkennen sei ein deutlicher Gelenkerguss, eine kleinste Bakerzyste sowie eine eutrophe 
Muskulatur. Anhand der Bildgebung vom 23. März 2023 zeige sich wie bereits klinisch vermutet 
eine VKB-Re-Ruptur, welche distal tibial zur Darstellung komme. Aktuell werde eine Bohrkanal-
untersuchung mittels CT zur Bestimmung der Bohrkanäle eingeleitet. Vom 25. März 2023 bis 23. 
April 2023 bestehe eine vollständige Arbeitsunfähigkeit (Akt M3 der Beschwerdegegnerin zur 
Vernehmlassung). 
 
6.3.2 Den Akten lässt sich in diesem Zusammenhang ein CT-Befund vom 23. März 2023 des 
F.____ entnehmen, wonach ein Status nach VKB-Rekonstruktion mit entsprechenden Bohrkanä-
len sowie entsprechend einliegendem Verankerungsmaterial vorliege (Akt M7 der Beschwerde-
gegnerin zur Vernehmlassung). 
 
6.3.3 Dem Verlaufseintrag des behandelnden Orthopäden Dr. D.____ vom 28. März 2023 zu-
folge ergebe die Auswertung der CT-Bildgebung eine ausreichende Bohrkanalweite, so dass eine 
Bohrkanalauffüllung nicht notwendig sei. Es könne daher eine einseitige VKB-Re-Plastik durch-
geführt werden (Akt M6 der Beschwerdegegnerin zur Vernehmlassung).  
 
6.3.4 Dem Operationsbericht der B.____ vom 19. April 2023 lässt sich entnehmen, dass am 
Intercondylicum eine vollständige Re-Ruptur der Kreuzbandplastik vorgelegen habe. Diese sei 
reseziert sowie der femorale und tibiale Bohrkanal aufgebohrt worden. Das hintere Kreuzband 
sei intakt und auf Tasthakenzug stabil gewesen. Am medialen und lateralen Kompartiment sei 
femoral und tibial ein unauffälliger Knorpelüberzug festgestellt worden, Innen- und Aussenmenis-
kusvorherhorn, Pars intermedia und das Hinterhorn seien jeweils intakt gewesen (Akt M8 der 
Beschwerdegegnerin zur Vernehmlassung).  

 
 
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6.3.5 Gemäss Aktenbeurteilung UVG von Dr. C.____ vom 15. Mai 2023 zeige sich im MRT 
vom 23. März 2023 eine ödematös veränderte VKB-Ersatz-Plastik und es ergebe sich der Ver-
dacht auf ein Ablösen aus der tibialen Verankerung bei deutlich erweitertem Bohrkanal. Detail-
liertere Angaben zur Pathologie liessen sich anhand der vorliegenden Dokumente leider nicht 
machen, da im Operationsbericht keine genaueren Angaben dazu vorlägen. Die intraoperativen 
Fotos würden bestätigen, dass der proximale Ansatz noch intakt sei und die Ersatz-Plastik korrekt 
nach distal ziehe, ohne dass aber deren tibialer Ansatz dargestellt worden sei. Somit bleibe letzt-
lich unklar, ob die Ersatz-Plastik per se verletzt worden sei oder ob sie sich in toto aus ihrer 
distalen Verankerung gelöst habe. Ungeachtet sämtlicher Überlegungen sei die vorliegende 
Problematik überwiegend wahrscheinlich ausschliesslich, zumindest jedoch vorwiegend auf Ab-
nutzung beziehungsweise auf den pathologischen Vorzustand nach der Operation vom 31. Ja-
nuar 2022 zurückzuführen. Das vom Versicherten detailliert beschriebene Ereignis vom 21. März 
2023 sei nicht geeignet gewesen, ein intaktes VKB zur Ruptur zu bringen. Die festgestellte Prob-
lematik habe nur deshalb entstehen können, weil eine noch nicht stabil eingeheilte VKB-Ersatz-
Plastik vorgelegen habe. Dass es sich um ein Trauma mit einer eher geringen Energieeinwirkung 
gehandelt habe, lasse sich in der MRT vom 23. März 2023 auch am völligen Fehlen von Bone 
bruises erkennen. Demgegenüber belege das MRT vom 8. Oktober 2021 im Vorfeld zur ersten 
VKB-Ersatz-Plastik in sehr ausgedehnter Weise derartige Veränderungen, was eine damals statt-
gehabte erhebliche Krafteinwirkung belege. Selbst wenn man das Vorliegen einer UKS formal 
bestätige, sei diese ausschliesslich oder zumindest vorwiegend auf Abnützung zurückzuführen 
(Akt M13 der Beschwerdegegnerin zur Vernehmlassung).  
 
6.3.6 Gemäss Stellungnahme des behandelnden Orthopäden vom 25. Oktober 2023 sei es 
eine Unterstellung, dass die Problematik überwiegend wahrscheinlich auf Abnutzung bzw. auf 
einen pathologischen Vorzustand nach der Operation vom 31. Januar 2022 zurückzuführen sei. 
Es lasse sich mit biomechanischen Analysen beweisen, dass das Knie stabil und motorisch adä-
quat stabilisiert gewesen sei und keinerlei Abnutzung vorgelegen habe. Eine entsprechende Sta-
bilisation sei im Rahmen der EMG-Untersuchung nachgewiesen worden. Es gebe keine einzige 
Studie, welche belege, wann ein regulär eingeheiltes Kreuzband wieder reisse. Das Kreuzband 
sei stabil gewesen. Die Argumentation von Dr. C.____, wonach es sich nunmehr um ein Trauma 
mit eher geringer Energieeinwirkung gehandelt habe, sei fehl am Platz, da es genügend VKB-
Rupturen gebe, die ohne grosse Rotationsbewegungen in einer Kniebeugung einhergingen und 
kein Bone bruise (Knochenmarksödem) hervorrufen würden. Aus Untersuchungen sei bekannt, 
dass bei nicht genügender Stabilisation und entspanntem Knie entsprechende Mechanismen 
auch ohne eine grössere Krafteinwirkung zu einer VKB-Ruptur führen könnten. Vorliegend hätten 
sich intraoperative Zeichen einer adäquaten Ruptur und keine degenerativen Veränderungen ge-
zeigt. Die Bohrkanäle seien bei korrekter Lage des Implantat-Materials adäquat und weder aus-
geleiert noch erweitert gewesen. Dies sei Voraussetzung gewesen, um eine einseitige Versor-
gung durchzuführen. Eine Bohrkanal-Auffüllung sei nicht notwendig gewesen, andernfalls eine 
zweiseitige VKB-Versorgung angezeigt gewesen wäre (Akt M18 der Beschwerdegegnerin zur 
Vernehmlassung). 
 
6.3.7 Der vertrauensärztlichen Beurteilung von Dr. E.____ vom 17. Januar 2024 zufolge werde 
auf der Erfahrungsbasis dutzender Gutachten im Zusammenhang mit Ereignissen nach einem 

 
 
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VKB-Ersatz das erneute Ereignis in der Regel durch die Behandler bevorzugt als adäquate Ur-
sache für eine frische Verletzung geschildert, um sich nichts zu Schulden kommen zu lassen. Um 
diese Frage gehe es aber nicht. Es gehöre zur Natur der Sache, dass nach einer VKB-Ersatz-
Operation ein Transplantatversagen akut oder chronisch auftreten könne, speziell häufig bei jun-
gen, männlichen Individuen mit hohen sportlichen Expositionen zumeist in der vulnerablen Phase 
innerhalb von ein bis zwei Jahren nach der Operation. Versuche man, die Schilderung des Ver-
sicherten zu interpretieren, falle auf, dass er drei Begriffe einsetze, die gut mit einer komplexen 
mehrphasigen Trennung von Gewebe- und Fixationsmaterial vereinbar seien, was wiederum für 
eine Ablösung nach einer durchgemachten Verankerung mit Fremdmaterial charakteristisch sei. 
Bei einer frischen Transplantatruptur wären eher ein Knall oder ein akutes Rissgefühl genannt 
worden. Bilanzierend im Zusammenhang mit dem morphologischen Schadensbild hätten sich 
anlässlich der Untersuchung am Tag nach dem fraglichen Ereignis weder ein augenfälliger Er-
guss noch Zeichen einer medialen oder lateralen ligamentären Begleitläsion gezeigt, was klar 
gegen eine relevante Distorsion spreche. Ob die vordere Instabilität frisch aufgetreten oder vor-
bestehend gewesen sei, könne nicht eindeutig aus der klinischen Untersuchung abgeleitet wer-
den. Die Serie von Verletzungsgeräuschen spreche wohl für ein gewisses akutes Ereignis, grund-
sätzlich gut vereinbar mit einem schrittweisen Ablösen der Transplantatinsertion an einer 
Schwachstelle. Auch die Angaben im Operationsbericht würden keine eindeutige topographische 
Ortung der Kontinuitätstrennung erlauben. Sie reichten auch nicht für eine Aussage über eine 
frische Verletzung nach abgeschlossener Transplantateinheilung. Gesamtbilanzierend zeige sich 
das Bild einer distalen Kontinuitätstrennung der VKB-Transplantats vom 31. Januar 2022. Man 
müsse wegen der subjektiven Wertung des komplexen Risserlebnisses in Form von Knacken, 
Knirschen und Reissen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass sich nach 
einer üblichen konzentrischen Bremsbelastung die distale Transplantatinsertion aus der Veran-
kerung gelöst habe. Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit sei das Transplantat nie im gewünsch-
ten Sinne eingeheilt gewesen, sondern habe eine gewisse Zeit vom Halt des künstlichen Fixati-
onsmaterials profitiert und somit ein erfolgreich stabilisiertes Knie vorgetäuscht, welches aber in 
charakteristischer Weise nach ein bis zwei Jahren Ermüdungsbrüche gezeigt habe. Ganz allge-
mein müsse mit derzeitigem Wissensstand davon ausgegangen werden, dass grundsätzlich nie 
eine Ausheilung einer VKB-Ruptur im eigentlichen Sinne erwartet werden könne. In casu sei bei 
der Bremsbelastung eher von einer Kompression oder Kontusion auszugehen, was bei entspre-
chend «adäquater» Energie mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem Bone bruise hätte führen 
müssen. Endogene VKB-Rupturen entstünden typischerweise bei Basketballspielerinnen unter 
hormonell prädisponierenden Rahmenbedingungen. Das abrupte Abbremsen beim Fussballspiel 
hingegen werde nicht als Risikofaktur für eine frische VKB-Ruptur gewertet. Eine Bohrkanalauf-
füllung sei ausserdem in erster Linie bei Fehlplatzierungen und nicht unbedingt bei konzentrisch 
leicht bis moderat erweiterten Bohrkanälen erforderlich (Akt M19 der Beschwerdegegnerin zur 
Vernehmlassung). 
 

6.4.1 Soweit die Beschwerdegegnerin davon ausgeht, dass die strittige UKS auf eine dege-
nerativ bedingte Abnutzung zurückzuführen sei und ihr deshalb der Entlastungsbeweis gelinge 
(oben, Erwägung 6.2), geht sie fehl. Dass die nunmehr in Frage stehende Re-Ruptur eine Folge 
allenfalls progredienter Veränderungen darstellt, welche ihrerseits auf den bereits im September 
2021 erlittenen Knieschaden und dessen operative Sanierung mittels VKB-Ersatz-Plastik zurück-
zuführen ist, mag zwar zutreffen. In diesem Zusammenhang ist der AXA auch beizupflichten, 

 
 
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dass Dr. E.____ in seiner Stellungnahme vom 17. Januar 2024 davon spricht, dass das ursprüng-
liche Transplantat überwiegend wahrscheinlich nie im gewünschten Mass eingeheilt sei und das 
Fixationsmaterial im weiteren Verlauf Ermüdungsbrüche gezeigt habe (Akt M19 der Beschwer-
degegnerin zur Vernehmlassung, Ziffer 8). Allerdings widerspricht der beratende Arzt der AXA 
damit seiner eigenen Aussage, wonach die Angaben namentlich im Operationsbericht gerade 
keine eindeutige Ortung der Kontinuitätstrennung im VKB-Transplantat erlauben würden (a.a.O., 
ad Ziffer 7). Zu diesem Ergebnis war bereits schon Dr. C.____ gelangt, der am 15. Mai 2023 
festgestellt hatte, dass sich nebst einem deutlich erweiterten Bohrkanal gerade keine detaillierten 
Angaben zur Pathologie machen lassen würden (oben, Erwägung 6.3.5). Soweit die beiden Ver-
trauensärzte der AXA in diesem Zusammenhang damit argumentieren, dass ein deutlich erwei-
terter Bohrkanal eine progrediente Lockerung der Transplantatverankerung belegen würde, kann 
diese Aussage allerdings nicht nachvollzogen werden. Dem CT-Befund vom 23. März 2023 lässt 
sich nämlich gerade keine solche Aussage entnehmen. Die Beurteilung des CT erwähnt keine 
entsprechenden Besonderheiten, sondern spricht im Gegenteil von einem unauffällig einliegen-
den Verankerungsmaterial (oben, Erwägung 6.3.2). Gegen das Vorliegen einer degenerativ be-
dingten Abnutzung des Bohrkanals und vielmehr gegen ein progredientes Herauslösen des Im-
plantats aus dem Bohrkanal spricht auch die Aussage des Operateurs in dessen Stellungnahme 
vom 25. Oktober 2023, wonach die Bohrkanäle intraoperativ eine korrekte Lage des Implantat-
Materials gezeigt hätten und insbesondere weder ausgeleiert noch erweitert gewesen seien 
(oben, Erwägung 6.3.6 a. E.). Ebenso wenig geht eine progredient degenerativ entstandene 
Bohrkanalerweiterung aus der Beurteilung der MRT vom 23. März 2023 hervor (oben, Erwägung 
6.3.1). Die von Dr. C.____ erwähnte deutliche Ausweitung auf tibialer Ebene, welche für eine 
kontinuierliche Auslockerung des Transplantats sprechen würde (Akt M13 der Beschwerdegeg-
nerin zur Vernehmlassung, S. 3, ad medizinsicher Sachverhalt), lässt sich bei dieser Aktenlage 
nicht belegen. Augenfällig sind zudem die sich in diesem Zusammenhang widersprechenden 
Aussagen der beiden Vertrauensärzte. So hält Dr. E.____ nämlich fest, dass der tibiale Ansatz 
intraoperativ nicht zur Darstellung komme und somit unklar bleibe, ob die Ersatz-Plastik per se 
verletzt worden sei oder sich aus ihrer distalen Verankerung gelöst habe (oben, Erwägung 6.3.5). 
Wie Dr. C.____ ohne eine bildgebende Darstellung der tibialen Ebene zuverlässig in der Lage 
gewesen sein soll, eine tibial deutliche Ausweitung zu erkennen, bleibt mit Blick auf die gegentei-
lige Aussage von Dr. E.____ mithin ebenfalls unklar. Dies gilt umso mehr, weil Dr. C.____ an 
gleicher Stelle selber davon spricht, gerade nicht abschliessend beantworten zu können, ob eine 
Ablösung aus der distalen Verankerung stattgefunden habe (Akt M13 der Beschwerdegegnerin 
zur Vernehmlassung, ad medizinischer Sachverhalt, a. E.). Mit Blick darauf, dass sich gemäss 
Dr. E.____ auch aus der klinischen Untersuchung nicht ableiten lässt, ob die vordere Instabilität 
frisch oder vorbestehend gewesen sei (oben, Erwägung 6.3.7), liegt bei dieser Aktenlage jeden-
falls keine überwiegende Wahrscheinlichkeit für eine progrediente Ablösung der ursprünglichen 
VKB-Ersatz-Plastik aus deren Verankerung vor.  
 
6.4.2 Die im Weiteren explizit als Versuch bezeichnete Argumentation der Vertrauensärzte, 
eine progrediente Ablösung der ursprünglich eingesetzten Semitendinosus-Sehne damit zu er-
klären, es habe eine noch nicht stabil eingeheilte VKB-Ersatz-Plastik vorgelegen, weil die Inter-
pretation der Hergangsschilderung durch den Versicherten gut mit einer mehrphasigen Trennung 
von Gewebe- und Fixationsmaterial vereinbar sei (oben, Erwägungen 6.3.5 und 6.3.7), vermag 
daran nichts zu ändern. Es ist in Erinnerung zu rufen, dass die entscheidende Frage, ob eine 

 
 
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diagnostizierte Listenverletzung vorwiegend auf Abnützung oder eine Erkrankung zurückzufüh-
ren ist, auf der Basis medizinischer Beurteilungen zu beantworten ist. Lediglich auf allgemeinen 
Erfahrungstatsachen beruhende Prüfungsschemata genügen für den Gegenbeweis gerade nicht 
(oben, Erwägung 6.2). Im hier vorliegenden Fall sprechen die Vertrauensärzte jedoch von einem 
Versuch, die Schilderungen des Versicherten dahingehend zu «interpretieren», dass die von ihm 
anlässlich seiner Hergangsschilderung verwendeten Begriffe gut mit einer Ablösung der Veran-
kerung «vereinbar» seien, andernfalls bei einer frischen Transplantatruptur «eher» ein Knall oder 
ein akutes Rissgefühl genannt worden wären. Dass derartige Thesen den für einen Entlastungs-
beweis erforderlichen Grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht erreichen können, ist 
offensichtlich. Insbesondere verbietet es sich aus grundsätzlichen Überlegungen, aufgrund einer 
«subjektiven Wertung» durch den Versicherten selbst und dessen rudimentären Beschreibung 
mittels weniger Begriffe von der einen oder anderen These auszugehen. Nichts anderes gilt hin-
sichtlich der übrigen Ausführungen namentlich von Dr. E.____, wonach endogene VKB-Rupturen 
nicht bei jungen männlichen Individuen mit hohen sportlichen Expositionen, sondern typischer-
weise bei Basketballspielerinnen unter hormonell prädisponierenden Rahmenbedingungen auf-
treten würden. Derart statistische Erfahrungswerte vermögen die strengen Anforderungen an den 
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu erbringenden Beweis für eine degenerativ oder krank-
heitsbedingte Abnutzung im konkreten Einzelfall ebenfalls nicht zu erbringen.  
 
6.5.1 Unbesehen dessen stellen allfällige progrediente Veränderungen im hier betroffenen 
Verankerungsmaterial nun aber so oder anders die ausschliessliche Folge eines zuvor erlittenen 
Unfalls dar. Dass die ursprüngliche Vorschädigung und deren operative Sanierung im Jahre 2022 
zusätzlich auf allfällige krankhafte, innere Ursachen zurückzuführen wäre, geht aus keiner der 
zitierten medizinischen Akten hervor und wird auch von keiner Seite behauptet. Indessen kann 
nur der Nachweis eines vorwiegend degenerativ oder krankhaft verursachten Schadens zu einer 
Verneinung der Leistungspflicht des Unfallversicherers führen. Das in Art. 6 Abs. 2 UVG statuierte 
Begriffspaar «Abnützung oder Erkrankung» ist einem Verschleiss gleichzusetzen. Mit Blick auf 
das Vorliegen einer Listenverletzung gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG sollen damit jene Sachverhalte 
ausgeschlossen werden, bei denen Körperschädigungen durch wiederkehrende, mehr oder min-
der stets gleiche Belastungen ohne eigentliche Sinnfälligkeit entstehen. Die vorwiegenden Folgen 
nur solcher Vorgänge sind nach Art. 6 Abs. 2 UVG von der Unfallversicherung nicht zu überneh-
men, was sich auch daran zeigt, dass Schäden an ursprünglich unfallbedingt eingesetzten Trans-
plantaten vom Ausschluss in Art. 9 UVV gerade nicht erfasst werden (oben, Erwägung 5.4). Glei-
ches resultiert in systematischer Hinsicht aus der Gegenüberstellung von Art. 4 ATSG (Unfall) 
und Art. 3 ATSG (Krankheit). Unter dem Begriff der Erkrankung werden Beeinträchtigungen der 
Gesundheit verstanden, welche nicht Folge eines Unfalls sind. Das Begriffspaar «Abnützung oder 
Erkrankung» ist deshalb als Gegenstück zu einer traumatischen Pathogenese zu verstehen 
(SAMUELSSON, a.a.O., S. 355 f.). Aus der Logik der in Art. 6 Abs. 2 UVG vorgesehenen Möglich-
keit des Entlastungsbeweises folgt damit, dass es sich bei dem Erfordernis der Abnutzung und 
Erkrankung um das ergänzende Gegenstück zu einem spezifischen Ereignis handeln muss (BGE 
146 V 51, E. 8.2.3).  
 

6.5.2 Vorliegend ist erstellt, dass nicht eine allfällige Erkrankung, sondern das am 22. Sep-
tember 2021 erlittene Unfallereignis, für dessen Folgen der Beschwerdeführer noch nicht bei der 

 
 
Seite 15   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

AXA, sondern bei der Assura versichert war (Akt A5 und M19 der Beschwerdegegnerin zur Ver-
nehmlassung), zu einer signifikanten Vorschädigung des rechten Knies geführt hat. Mit Blick auf 
die medizinischen Akten ist deshalb festzustellen, dass seither zwar eine Prädisposition für wei-
tere Knieverletzungen, namentlich offenbar auch in Form einer neuerlichen Implantat-Ruptur vor-
handen gewesen sein mag. Beruht dieser Vorzustand jedoch den Akten zufolge ausschliesslich 
auf einer traumatischen Genese aus dem Jahr 2021, liegt er nicht in einer krankhaften Abnutzung, 
sondern in einer unfallbedingten Ursache begründet. Damit ist ein Entlastungsbeweis gemäss 
Art. 6 Abs. 2 UVG so oder anders auch aus grundsätzlichen Überlegungen ausgeschlossen. 
Nachdem der Versicherte im Nachgang zur ersten VKB-Ersatz-Plastik im Jahre 2022 offenbar 
keine Beschwerden mehr zu beklagen hatte (Akt M18 der Beschwerdegegnerin zur Vernehmlas-
sung), ist ebenso auszuschliessen, dass die nunmehr zur Diskussion stehende Re-Ruptur aus-
schliesslich auf seinen ursprünglich am 22. September 2021 erlittenen Unfall zurückzuführen 
wäre. Dass der aktuell zur Diskussion stehende Knieschaden allenfalls eine indirekte Spätfolge 
der bereits im September 2021 erlittenen Ruptur darstellt, vermag die Leistungspflicht der Be-
schwerdegegnerin mit Blick auf die in Art. 36 UVG statuierte Haftung für jegliche Teilursächlich-
keit schliesslich ebenso wenig auszuschliessen. Die AXA ist bei diesem Ergebnis zu verpflichten, 
für das Ereignis vom 21. März 2023 die gesetzlichen Leistungen zu erbringen. Dies führt zur 
Gutheissung der Beschwerde.  

 
7.1 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss Art. 61 lit. fbis ATSG ist das Verfahren bei 
Streitigkeiten über Leistungen kostenpflichtig, wenn dies im betreffenden Einzelgesetz vorgese-
hen ist. Da das UVG keine grundsätzliche Kostenpflicht vorsieht, sind für das vorliegende Ver-
fahren keine Kosten zu erheben. 
 
7.2 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz ihrer Parteikosten. Dem obsiegenden und anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer ist 
demnach eine Parteientschädigung zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. Der 
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers wurde mit Verfügung des instruierenden Präsidenten der 
Abteilung Sozialversicherungsrecht des Kantonsgerichts vom 24. Januar 2024 aufgefordert, in-
nert unerstreckbarer Frist bis zum 8. Februar 2024 seine detaillierte Honorarnote nach Zeitauf-
wand einzureichen. Gleichzeitig wurde er darauf hingewiesen, dass das Honorar nach Ermessen 
festgesetzt werde, falls bis zum genannten Termin keine Honorarnote eingehen sollte. In der 
Folge hat er jedoch keine Kostennote eingereicht, so dass das Honorar androhungsgemäss nach 
richterlichem Ermessen festzusetzen ist. In Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und 
Rechtsfragen und im Quervergleich zu Parteientschädigungen, die vom Kantonsgericht in der 
Vergangenheit in vergleichbaren Beschwerdeverfahren zugesprochen worden sind, erscheint es 
angemessen, das Honorar des Rechtsvertreters auf der Basis eines Zeitaufwands von insgesamt 
sechs Stunden festzusetzen. Diese Bemühungen sind zu dem in Sozialversicherungsprozessen 
praxisgemäss zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von Fr. 250.— zu entschädigen. 
Dem Beschwerdeführer ist deshalb eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 1'615.55 (sechs 
Stunden à Fr. 250.—, inkl. Auslagen, zuzüglich noch 7,7% Mehrwertsteuer) zu Lasten der Be-
schwerdegegnerin zuzusprechen. 
 

  

 
 
Seite 16   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid der AXA 
Versicherungen AG vom 3. Oktober 2023 aufgehoben und es wird die 
AXA Versicherungen AG verpflichtet, für das Ereignis vom 21. März 
2023 die gesetzlichen Leistungen zu erbringen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die AXA Versicherungen AG hat dem Beschwerdeführer eine Parteient-
schädigung in der Höhe von Fr. 1'615.55 (inkl. Auslagen, mit Mehrwert-
steuer) zu bezahlen.  

 
 

Gegen diesen Entscheid wurde am 24. Juni 2024 Beschwerde beim Bundesgericht (siehe nach 
Vorliegen des Urteils: Verfahren-Nr. 8C_366/2024) erhoben.