# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** aa27ff44-8f61-5491-b399-410d8edbfc04
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-02-12
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 12.02.2021 I 2020 77
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2020-77_2021-02-12.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2020 77

Entscheid vom 12. Februar 2021 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
MLaw Tanja Marty, a.o. Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________,

gegen

1. IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

2. C.________,
Beigeladene,

Gegenstand Invalidenversicherung (Zwischenverfügung betreffend 
Anordnung einer bidisziplinären Abklärung)

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Sachverhalt:

A. A.________ (geb. am ________, Bürger von D.________, zum 3. Mal ver-
heiratet, Vater von 3 Söhnen mit Jahrgang 2010, 2012 und 2013) ist in Deutsch-
land aufgewachsen. Er hat eine höhere Ausbildung in Betriebswirtschaft (Fach-
hochschule für Wirtschaft Pforzheim, MBA in Boston) sowie weitere Ausbildun-
gen zum amerikanischen Wirtschaftsprüfer (Certified Public Accountant/ Certified 
Internal Auditor) absolviert. Unter anderem arbeitete er rund drei Jahre als inter-
ner Revisor für E.________, drei Jahre für F.________ (Betreuung von internati-
onalen Projekten als externer Revisor), ca. 4 1/2 Jahre als Leiter Konzernrevision 
für die Firma G.________ und u.a. 10 Jahre in diversen Managerfunktionen bei 
H.________ (IV-act. 67-6/16). Am 15. Dezember 2014 hat er einen Arbeitsver-
trag mit der I.________ als Chief Financial Officer (nachfolgend CFO) "mit Ver-
antwortung und Übersicht aller Finance Funktion der I.________ und der 
J.________" unterzeichnet (vgl. ALV-/KV-act. 2-84/115).

B. Mit mündlicher Kündigung vom 18. August 2017 (= letzter Arbeitstag) hat 
die I.________ das Arbeitsverhältnis unter Einhaltung der Kündigungsfrist been-
det (unter sofortiger Freistellung, vgl. ALV-/KV-act. 1-39/114; eine schriftliche 
Kündigung folgte später, vgl. IV-act. 11-36/47). Die Kündigungsfrist verlängerte 
sich infolge Krankheit ab 18. August 2017 (rückwirkend bescheinigt am 21.8.2017, 
vgl. IV-act. 11-32/47) bis zum 31. Mai 2018 (vgl. die der Arbeitslosenversiche-
rung abgegebene Arbeitgeberbescheinigung = IV-act. 11-18/47). 

C. Am 2. November 2017 erstattete der Psychiater Dr.med. K.________ 
(Zürich) der Taggeldversicherung (L.________) einen Bericht, in welchem er für 
A.________ die Diagnose einer depressiven Erkrankung, gegenwärtig schwer-
gradig ohne sichere psychotische Symptome (ICD-10 F32.2) stellte. In diesem 
Bericht verwies der mit einem Plausibilisierungsauftrag betraute Psychiater unter 
anderem darauf, dass der Explorand angegeben habe, seit mehr als einem Jahr 
"mindestens drei, teilweise fünf Biere jeden Abend zu trinken. Er bräuchte diese 
Biere zur Entspannung. Trotz Einnahme psychiatrischer Medikamente würde er 
weiterhin diese Menge Alkohol zu sich nehmen" (ALV-/KV-act. 1-102f./114). 

D. Die Psychiaterin Dr.med. M.________ (Zürich), welche (zusammen mit 
dem Psychologen lic.phil. N.________) A.________ seit seiner Freistellung ab 
18. August 2017 ambulant (mit wöchentlichen Terminen) behandelte, bestätigte 
in ihrem Bericht am 4. Februar 2018 an die Taggeldversicherung die bereits er-
wähnte Diagnose und wies u.a. darauf hin, dass A.________ seinen Alkoholkon-
sum massiv reduziert habe (ALV-/KV-act. 1-90/114). Am 26. Februar 2018 been-
dete A.________ die Behandlung bei Dr.med. M.________ (und beim genannten 

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Psychologen) mit der Begründung, dass er "aufgrund eines Schreibens an die 
Versicherung das Vertrauen in das Behandlungsteam ... verloren" habe (IV-act. 
8-4/12 unten). 

E. Am 19. Februar 2018 hat A.________ eine Anmeldung zum Bezug von IV-
Leistungen unterzeichnet (Eingang bei der IV-Stelle am 28.2.2018, vgl. IV- act. 
1). Die gesundheitlichen Beeinträchtigungen umschrieb er folgendermassen: 
"100% arbeitsunfähig im jetzigen Beruf (Finanzchef/ Chief Financial Officer). 
Gemäss Arzt am 4.2.2018 kann in absehbarer Zeit die Arbeitsfähigkeit nicht ge-
steigert werden da die Gefahr eines Rückfalls zu gross ist" (IV-act. 1-6/8 Ziff. 
6.1).

F. Ab dem 29. März 2018 war A.________ in Behandlung beim Psychiater 
Dr.med. O.________ in Pfäffikon SZ, welcher im Bericht vom 28. Mai 2018 an 
die Taggeldversicherung aktuell eine mittelgradige depressive Episode diagnos-
tizierte (sowie eine akzentuierte Persönlichkeit mit narzisstischen, emotional-
instabilen, zwanghaften und vermeidenden Zügen (ICD-10 Z 73, IV-act. 13-6/7). 
In diesem Bericht wurde darauf hingewiesen, dass die "gekündigte Stelle (Zer-
würfnis?) als Group CFO bei I.________ in D.________" "ihn in eine depressive 
Sinnkrise gestürzt" habe (IV 13-5/7). 

In einem Bericht vom 28. Juni 2018 an die Taggeldversicherung zur Kurzunter-
suchung zwecks Plausibilisierung der Arbeitsunfähigkeit hielt der Psychiater 
Dr.med. P.________ (Zürich) u.a. fest, dass A.________ nicht wisse, warum ihm 
gekündigt worden sei; als sein Anwalt eine Begründung eingefordert habe, seien 
"charakterliche Differenzen" angegeben worden (ALV-/KV-act. 3-85/96 unten).

Am 16. Oktober 2018 hat Dr.med. O.________ die Behandlung von A.________ 
von sich aus beendet mit der Begründung: "Therapieabbruch meinerseits (Ver-
trauensbruch)" (IV-act. 19-1/4, Ziff. 5). 

G. In der Folge liess sich A.________ ab 23. Oktober 2018 durch den Psych-
iater dipl. Arzt Q.________ (Wädenswil bzw. gemäss Bf-act. 3 nunmehr Bäch 
SZ) behandeln, welcher in einem Bericht vom 26. November 2018 an die IV-
Stelle die Diagnose einer mittelgradigen bis schweren Depression (ICD-10 
F32.2) stellte und eine Akzentuierung von Persönlichkeitszügen (anankastisch, 
narzisstisch, ICD-10 Z73) erwähnte, zudem einen Verdacht auf eine kombinierte 
Persönlichkeitsstörung mit narzisstischen und anankastischen Anteilen (IV-act. 
26-3/5). 

H. Die RAD-Ärztin R.________ empfahl am 13. August 2019 die Vornahme 
einer bidisziplinären Begutachtung (durch den Psychiater Dr.med. S.________, 

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Luzern) sowie eine neuropsychologische Abklärung durch den Fachpsychologen 
lic.phil. T.________ (Allschwil, vgl. IV-act. 38). Gleichentags teilte die IV-Stelle 
diese geplante Vorgehensweise und den entsprechenden Fragenkatalog mit (IV-
act. 40). Dazu nahm der zwischenzeitlich beanwaltete A.________ in einer Ein-
gabe vom 5. September 2019 Stellung (IV-act. 44). Nachdem die IV-Stelle den 
Begutachtungsauftrag am 10. September 2019 erteilt hatte (IV-act. 45), retour-
nierte der Psychiater Dr.med. S.________ am 23. Dezember 2019 den Begut-
achtungsauftrag mit dem Hinweis auf eine eigene schwere Erkrankung (IV-act. 
55). Daraufhin schlug die IV-Stelle am 22. Januar 2020 neu den Psychiater 
Dr.med. U.________ (Hochdorf) als Gutachter vor (IV-act. 58). Dagegen oppo-
nierte A.________ in einer Eingabe vom 6. Februar 2020 und schlug stattdessen 
(u.a.) die Gutachter Dr.med. V.________ und lic.phil. W.________ (Winterthur) 
vor (vgl. IV-act. 59). Am 4. März 2020 beharrte die IV-Stelle auf ihrem Begutach-
tungsvorschlag (IV-act. 61), welchen A.________ schliesslich akzeptierte, um 
nicht weitere Zeit zu verlieren (IV-act. 62). Die Begutachtung verzögerte sich auf-
grund der Corona-Situation (IV-act. 64). 

I. Am 4. April 2020 führte Dr.med. U.________ das psychiatrische Explorati-
onsgespräch durch (IV-act. 71). Die neuropsychologische Untersuchung durch 
lic.phil. T.________ folgte am 14. April 2020 in Allschwil. Das neuropsychologi-
sche Teilgutachten wurde am 21. April 2020 fertiggestellt (IV-act. 67). Das von 
beiden Gutachtern unterzeichnete bidisziplinäre Gutachten wurde am 18. Mai 
2020 erstattet (IV-act. 69). 

J. Dieses Gutachten vom 18. Mai 2020 wurde vom RAD-Psychiater Dr.med. 
X.________ am 15. Juni 2020 zusammenfassend als mangelhaft beurteilt, wes-
halb er eine neue Begutachtung empfahl (vgl. IV-act. 73). In einer Eingabe vom 
6. Juli 2020 kritisierte der Rechtsvertreter von A.________ die vom RAD-Arzt 
thematisierten Zweifel an der gutachterlichen Einschätzung (vgl. IV-act. 78). Am 
16. Juli 2020 teilte die IV-Stelle mit, dass eine neue Begutachtung durch den 
Psychiater Dr.med. Y.________ und den Neuropsychologen lic.phil. Z.________ 
vorgesehen sei (IV-act. 80). Dagegen opponierte A.________ bzw. sein Rechts-
vertreter in einer zusätzlichen Eingabe vom 31. Juli 2020 und forderte den Erlass 
einer beschwerdefähigen Zwischenverfügung (vgl. IV-act. 83).

Am 17. August 2020 verfügte die IV-Stelle, dass an der Abklärung durch Dr.med. 
Y.________ und lic.phil. Z.________ festgehalten werde (IV-act. 87).

K. Gegen diese am 19. August 2020 eingegangene Verfügung liess 
A.________ rechtzeitig am 16. September 2020 beim Verwaltungsgericht Be-
schwerde erheben mit den folgenden Rechtsbegehren:

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1. Die Zwischenverfügung vom 17. August 2020 sei aufzuheben und die Sache 
zur Zusprache der gesetzlichen Leistungen zurück zu weisen.

2. Eventualiter sei die Zwischenverfügung vom 17. August 2020 aufzuheben und 
die Beschwerdegegnerin sei dazu zu verpflichten, unmissverständliche und 
eindeutige Erläuterungs- und Ergänzungsfragen an die Gutachter Dr.med. 
U.________, Psychiater, sowie lic.phil. T.________ zu stellen, welche ausrei-
chend geeignet sind, auch für [die] Beschwerdegegnerin die Nachvollziehbar-
keit der beiden Einzel- sowie des Gesamtgutachtens - unter Berücksichtigung 
der bereits vorliegenden extensiven klinischen Berichte und Gutachten - in 
angemessener Weise herzustellen.

Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin 
(inkl. 7.7% MwSt.).

L. Mit Eingabe vom 30. September 2020 ersuchte die C.________ (nachfol-
gend C.________) als betroffene berufliche Vorsorgeeinrichtung um eine Beila-
dung in das laufende Beschwerdeverfahren. Mit gerichtlichen Schreiben vom 1. 
Oktober 2020 erhielten die Parteien Gelegenheit, sich zur Beiladung (der 
C.________) zu äussern. Mit Schreiben vom 6. Oktober 2020 teilte die IV-Stelle 
mit, dass gegen diese Beiladung nichts einzuwenden sei. Der Beschwerdeführer 
beantragte am 19. Oktober 2020, dass das Gesuch um Beiladung abzuweisen 
sei. Daraufhin erhielten die Beteiligten Gelegenheit, sich zur Beiladung zu äus-
sern, wovon die C.________ in einer Eingabe vom 6. November 2020 Gebrauch 
machte. Daraufhin hat der verfahrensleitende Richter am 9. November 2020 die 
C.________ ins Verfahren beigeladen.

M. Mit Vernehmlassung vom 10. November 2020 beantragte die IV-Stelle, die 
Beschwerde sei abzuweisen, unter Kostenfolge zu Lasten des Beschwerdefüh-
rers. 

Die C.________ beantragte in ihrer Eingabe vom 24. November 2020, dass die 
Beschwerde abzuweisen sei. Dazu äusserte sich der Beschwerdeführer in einer 
Stellungnahme vom 6. Januar 2021. Eine weitere Eingabe der IV-Stelle folgte am 
13. Januar 2021. Daraufhin reichten der Beschwerdeführer und die C.________ 
beide am 22. Januar 2021 zusätzliche Bemerkungen ein.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Gestützt auf Art. 61 ATSG i.V.m. § 14 des kantonalen Verwaltungsrechts-
pflegegesetzes (VRP, SRSZ 234.110) und auf einem entsprechenden Rechtsbe-
gehren ist die für den Versicherten zuständige Vorsorgeeinrichtung in das Be-
schwerdeverfahren vor Verwaltungsgericht beigeladen worden. Nach § 14 Abs. 2 
VRP kann die beigeladene Vorsorgeeinrichtung Parteirechte ausüben und Anträ-

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ge zu Gunsten oder zu Lasten der Hauptparteien stellen, wovon sie Gebrauch 
gemacht hat (hinsichtlich der Bedeutung einer Beiladung wird auf Ueli Kieser, 
Kommentar zum ATSG, 4. Aufl., 2020, Rz. 135ff. zu Art. 61 ATSG verwiesen).

2.1 In der vorliegenden Beschwerde (S. 5) wird vorab eine Gehörsverletzung 
gerügt, indem in der angefochtenen Zwischenverfügung (mit der Anordnung 
einer umfassenden Neubegutachtung) geltend gemacht werde, dass das psych-
iatrische Teilgutachten von Dr.med. U.________ erhebliche Mängel aufweise, 
welche die Nachvollziehbarkeit des Gesamtgutachtens auch durch Erläuterungs-/ 
Ergänzungsfragen nicht mehr herstellen liesse. Sinngemäss argumentiert der 
Beschwerdeführer, dass die IV-Stelle sich mit seinen Argumenten inhaltlich hätte 
auseinandersetzen und die Gründe angeben müssen, weshalb seinen Einwän-
den nicht gefolgt werde. Die angefochtene Verfügung genüge diesen Anforde-
rungen nicht.

2.2 Die aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör fliessende grundsätzliche 
Pflicht der Behörden, ihren Entscheid zu begründen, bedeutet nicht, dass sie sich 
mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzen und jedes einzelne 
Vorbringen ausdrücklich widerlegen müssen. Vielmehr können sie sich auf die für 
den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Die Begründung muss so ab-
gefasst sein, dass sich der Betroffene über die Tragweite des Entscheids Re-
chenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz 
weiterziehen kann. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen 
genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich 
ihr Entscheid stützt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_318/2019 vom 31.8.2020 
Erw. 4 mit Verweis auf BGE 142 II 49 Erw. 9.2 S. 65 mit Hinweisen). Diesen An-
forderungen genügt die angefochtene Verfügung grundsätzlich, indem darin auf 
die Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 15. Juni 2020 
verwiesen wird, wo der RAD-Psychiater seine Kritik am erwähnten Gutachten im 
Einzelnen auflistet (vgl. IV-act. 73-1/3 Mitte bis 73-3/3). Ob diese Kritik hinrei-
chend begründet ist, braucht nicht im Kontext mit der geltend gemachten 
Gehörsverletzung geprüft zu werden, denn der Versicherte (bzw. sein Rechtsver-
treter) konnte daraus entnehmen, von welchen wesentlichen Überlegungen sich 
die IV-Stelle beim Erlass der Zwischenverfügung leiten liess. Damit war es dem 
Beschwerdeführer offenkundig möglich, die betreffende Verfügung sachgerecht 
anzufechten. Dies dokumentiert denn auch die vorliegende, 28 Seiten umfassen-
de Beschwerde.

2.3 Und selbst dann, wenn entgegen den vorstehenden Ausführungen, an wel-
chen weiterhin festzuhalten ist, von einer relevanten Gehörsverletzung auszuge-

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hen wäre, verhielte es sich so, dass von einer Rückweisung der Sache an die 
Vorinstanz insbesondere deswegen abzusehen wäre, weil es dadurch zu einem 
formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, 
welche mit dem (der Anhörung gleichgestellten) Interesse der betroffenen Partei 
an einer beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären (vgl. 
Urteil des Bundesgerichts 2C_856/2013 vom 10.2.2014 Erw. 3.2 mit Hinweisen, 
u.a. auf BGE 137 I 195 Erw. 2.3.2 S. 197; siehe auch Kieser, a.a.O. Rz. 14 zu 
Art. 42 ATSG).

3. Art. 43 Abs. 1 ATSG statuiert die Sachverhaltsabklärung von Amtes wegen, 
wobei es im Ermessen des Versicherungsträgers liegt, darüber zu befinden, mit 
welchen Mitteln diese zu erfolgen hat. Im Rahmen der Verfahrensleitung kommt 
ihm ein grosser Ermessensspielraum bezüglich Notwendigkeit, Umfang und 
Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen zu. Was zu beweisen ist, ergibt 
sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz 
ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumin-
dest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden 
werden kann. Die für die Beurteilung des Leistungsanspruchs von Amtes wegen 
durchzuführenden notwendigen Abklärungen im Sinne von Art. 43 ATSG beinhal-
ten indessen rechtsprechungsgemäss nicht das Recht des Versicherungsträgers, 
eine "second opinion" zum bereits in einem Gutachten festgestellten Sachverhalt 
einzuholen, wenn ihm dieser nicht passt (vgl. das in der Beschwerde unter Ziffer 
16 in fine angeführte Urteil des Bundesgerichts 8C_957/2010 vom 1.4.2011 
Erw. 6.1 mit Verweis auf SVR 2007 UV Nr. 33 S. 111, U 571/06 Erw. 4.1 u. 4.2; 
siehe auch Kieser, a.a.O. Rz. 58 und 81 zu Art. 44 ATSG; VGE I 2019 7 vom 
16.5.2019 Erw. 2.1 mit Hinweisen).

Zutreffend sind auch die Ausführungen in der Beschwerde (Ziff. 12) zur Beweis-
würdigung sowie zur Mitwirkungspflicht der versicherten Person (Ziff. 28 der Be-
schwerde, mit Verweis auf Art. 43 Abs. 2 ATSG). Es kann darauf verwiesen wer-
den.

4. Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet im Wesentli-
chen die Fragestellung, ob die von der Vorinstanz in der angefochtenen Zwi-
schenverfügung vom 17. August 2020 angeordnete bidisziplinäre medizinische 
Abklärung (durch den Psychiater Dr.med. Y.________ sowie durch den Neuro-
psychologen lic.phil. Z.________) zulässig ist oder nicht. Während die Vorinstanz 
diese Zusatzabklärungen als unerlässlich erachtet (weil sinngemäss das bidiszi-
plinäre Gutachten vom 18.5.2020 von Dr.med. U.________ und lic.phil. 
T.________ mangelhaft bzw. nicht verwertbar sei), argumentiert der Beschwer-
deführer grundsätzlich dahingehend, dass der medizinische Sachverhalt mit dem 

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vorgenannten Gutachten vom 18. Mai 2020 hinreichend abgeklärt sei und mithin 
die von der IV-Stelle am 17. August 2020 verfügte Anordnung auf das Einholen 
einer unzulässigen "second opinion" hinauslaufe. Auf diese unterschiedlichen Ar-
gumentationsweisen ist nachfolgend näher einzugehen. Zu betonen ist an dieser 
Stelle, dass es im vorliegenden Beschwerdeverfahren (noch) nicht um eine mate-
rielle Prüfung von IV-Leistungsansprüchen, sondern ausschliesslich darum geht, 
ob noch die erwähnten Zusatzabklärungen einzuholen sind (= sinngemässer 
Standpunkt der IV-Stelle) oder nicht (= Hauptstandpunkt des Beschwerdeführers 
bzw. Hauptbegehren Ziffer 1 der Beschwerde; im Eventualstandpunkt, welcher 
im Rechtsbegehren Ziffer 2 enthalten ist, fordert der Beschwerdeführer, dass le-
diglich Erläuterungs- und Ergänzungsfragen an die bereits tätig gewordenen 
Gutachter Dr.med. U.________/ lic.phil. T.________ zu stellen seien).

5.1.1  Der Begutachtungsprozess dient grundsätzlich dem Ziel, nachvollziehbare 
Aussagen zur Diagnose und zur versicherungsmedizinischen Beurteilung, na-
mentlich der arbeitsbezogenen Leistungsfähigkeit, zu erhalten. Dazu kommt re-
gelmässig ein multimethodaler Ansatz zur Anwendung. Die Basisdiagnostik be-
steht aus Aktenanalyse, Exploration, klinische Untersuchung und Anwendung 
von fachspezifischen Instrumenten. Der methodische Ablauf umfasst unter ande-
rem die Bereiche Diagnostik/ Schweregrad/ Konsistenz, Validität, Plausibilität/ 
Prognose/ Leistungsfähigkeit, Aktivität/ Arbeitsfähigkeit (vgl. dazu die Qualitäts-
leitlinien für versicherungspsychiatrische Gutachten der Schweizerischen Gesell-
schaft für Psychiatrie und Psychotherapie, SGPP, und Schweizerische Gesell-
schaft für Versicherungspsychiatrie, sgvp, 3. Aufl., 2016, nachfolgend Qualitäts-
leitlinien, bzw. QL genannt, Grundlagen, S. 5). 

5.1.2  Ein psychiatrisches Gutachten beantwortet in erster Linie die Frage, ob 
und in welchem Umfang und/oder mit welchen Einschränkungen der versicherten 
Person das Ausüben der bisherigen (Berufs-)Tätigkeit oder einer anderen (Be-
rufs-)Tätigkeit aus medizinischer Sicht möglich ist. Es hat zu erklären, welche 
Tätigkeiten mit welchen Einschränkungen, in welchem Umfang, unter welchen 
medizinischen und beruflichen Massnahmen aus medizinischer Sicht von der 
versicherten Person ausgeübt werden können. Zudem liefert es medizinische 
Grundlagen für das Erkennen von invaliditätsfremden Faktoren wie Alter, Bil-
dung, Sprachkenntnisse, kulturelle Kontextfaktoren (vgl. QL S. 5 unten). 

5.1.3  Was das Verhältnis zwischen neuropsychologischer und psychiatrischer 
Untersuchung anbelangt, ist auf die höchstrichterliche Rechtsprechung hinzuwei-
sen, wonach es grundsätzlich Sache des psychiatrischen Facharztes ist, die Ar-
beitsfähigkeit unter Berücksichtigung allfälliger neuropsychologischer Defizite 

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einzuschätzen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_752/2018 vom 12.4.2019 Erw. 
5.3 mit Hinweisen; siehe auch Beschwerde Ziff. 23.2 in fine).

5.2 Soweit es um die Diagnostik und Schweregradbestimmung einer depressi-
ven Erkrankung geht, sind die involvierten Psychiater naturgemäss grundsätzlich 
auf subjektive Angaben des Exploranden angewiesen. Dabei versteht sich von 
selbst, dass falsche Angaben des Exploranden zu einer falschen Einschätzung 
der gesundheitlichen Situation des Betroffenen führen (können). In diesem Zu-
sammenhang ist die Thematik "Konsistenz, Validität, Plausibilität" (siehe Anhang 
4 QL) von besonderer Bedeutung. Ergeben die Abklärungen, dass (teilweise) in-
konsistente bzw. widersprüchliche Angaben gemacht wurden oder besonders 
auffällige Verhaltensweisen vorliegen, ist für den Beweiswert des Gutachtens 
entscheidend, dass die vorgenannten Aspekte im Einzelnen geprüft und gewür-
digt werden. Dabei ist namentlich auch zu thematisieren, ob es sich um bewusste 
oder bewusstseinsnahe Prozesse handelt. Soweit ein Explorand mit seinen An-
gaben den Gutachter täuscht oder zu täuschen versucht (um damit eine günsti-
gere Ausgangslage zur Zusprechung einer IV-Rente zu erhalten), und der Gut-
achter dies weder erkennt noch thematisiert, erweist sich sein Gutachten für eine 
IV-Abklärungsverfahren grundsätzlich als nicht verwertbar (auch nicht durch 
nachträgliche Rückfragen). 

6.1 Hinsichtlich des neuropsychologischen Gutachtens vom 21. April 2020, 
welches auf Gespräche/ Untersuchungen des Beschwerdeführers am 14. April 
2020 (10.00 Uhr bis 13.00 Uhr sowie 13.30 Uhr bis 16.30 Uhr) in der Praxis von 
lic.phil. T.________ in Allschwil (bei Basel) basiert (IV-act. 67-1/16):

- fällt zunächst auf, dass der Versicherte bei der vorgängigen telefonischen Ter-
minvereinbarung als eloquenter Gesprächspartner mit prompter Auffassungsga-
be auftrat und seine Anliegen klar und differenziert äussern und vertreten konnte 
(IV-act. 67-7/16 oben, nachfolgend Beobachtung I genannt);

- dass er dann bei der Explorationssituation am 14. April 2020 "einen leicht müden 
und antriebsgeminderten Eindruck" machte und "regelrecht wütend" wurde, als 
der begutachtende Neuropsychologe aufgrund der beobachteten Müdigkeit eine 
Verschiebung des Explorationsgesprächs auf einen anderen Tag vorschlug. 
Stattdessen beharrte der Beschwerdeführer auf der Fortsetzung der Abklärungen 
und "hielt in der Folge weitere vier Stunden Abklärungen ohne längere Pausen 
durch. An deren Ende wirkte er auch nicht wesentlich müder als zu deren Beginn. 
Im Weiteren war der Versicherte bewusstseinsklar und allseits stabil orientiert. Im 
Gespräch blieb er alert auf das aktuelle Thema und den Ref. fokussiert..." (vgl. 
IV-act. 67-7/16, nachfolgend Beobachtung II genannt),

- dass der Beschwerdeführer gegenüber dem neuropsychologischen Gutachter (in 
der Praxis in Allschwil) erklärte, "seine Frau habe ihn hergefahren" (IV-act. 67-

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4/16 oben; IV-act. 67-7/16 Mitte, nachfolgend Erklärung I des Beschwerdeführers 
genannt);

- dass der Beschwerdeführer gegenüber dem neuropsychologischen Gutachter er-
klärte, beim Autofahren sei seine Konzentration, Aufmerksamkeit und Reaktions-
bereitschaft zuverlässig gewährleistet, allerdings bewältige er "nur mehr Kurz-
fahrten von 5 bis 10', etwa zum Einkaufen mit der Frau" (vgl. IV-act. 67-12/16, 
nachfolgend Erklärung II des Beschwerdeführers genannt);

- und dass der neuropsychologische Gutachter u.a. im Ergebnis ausdrücklich fest-
hielt: "Die begleitend zur Abklärung vorgenommene, mehrfache Symptom-/ Leis-
tungsvalidierung weist - wie die klinischen Beobachtungen während der Testab-
klärungen auch - die vom Versicherten gezeigten Leistungen allerdings als nicht 
authentisch aus, sodass im vorliegenden Fall von neuropsychologischer Seite 
keine gesicherte Diagnose gestellt werden kann" (IV-act. 67-13f./16, nachfolgend 
Erkenntnis I genannt).

6.2.1  Der Psychiater Dr.med. U.________ hielt bei seinen Untersuchungsbefun-
den u.a. fest, dass die Durchhaltefähigkeit des Versicherten "mittelgradig beein-
trächtigt" sei und dass er bei der Arbeit viele Pausen brauche (vgl. IV-act. 71-
21/51). Wie diese (auf Angaben des Versicherten basierende) Erkenntnis mit der 
Beobachtung II des neuropsychologischen Gutachters vereinbar sei, wurde im 
psychiatrischen Gutachten nicht thematisiert (siehe dazu IV-act. 71-35/51 unten/ 
Mangel I).

6.2.2  Bei der Beurteilung von Konsistenz und Plausibilität (Ziff. 7.3 des Gutach-
tens = IV-act. 71-40f./51) wiederholte der Gutachter Dr.med. U.________, dass 
der Versicherte hinsichtlich der "Fähigkeit, hinreichend, ausdauernd und während 
der üblicherweise erwarteten Zeit im Beruf oder bei sonstigen Aufgaben anwe-
send zu sein und ein durchgehendes Leistungsniveau aufrechtzuhalten, sich an 
Regeln zu halten, Termine wahrzunehmen und sich in Organisationabläufe ein-
zuführen (Erfüllen von täglichen Routineabläufen, Einhaltung von Verabredun-
gen, pünktliches Erscheinen)" mittelgradig beeinträchtigt sei (IV-act. 71-40/51 un-
ten). Weshalb eine solche mittelgradige Beeinträchtigung in Anbetracht der Be-
obachtung II nachvollziehbar sein soll, wurde vom Gutachter nicht begründet.

6.2.3  Des Weiteren führte der Gutachter Dr.med. U.________ unter Ziffer 7.3 
seines Gutachtens aus, die gutachterliche Konsistenzprüfung habe Hinweise auf 
nicht im geklagten Umfang vorhandene Funktionsbeeinträchtigungen ergeben: 
Diskrepanzen zwischen schwerer subjektiver Beeinträchtigung und dem weitge-
hend intakten psychosozialen Funktionsniveau bei der Alltagsbewältigung seien 
durch "Beschwerdefreiheit in einem weitgehend selbstbestimmten Alltag" zu er-
klären (nachfolgend Begründung I). Zusammenfassend ergeben nach Einschät-
zung des Gutachters Dr.med. U.________ "die vorliegenden Befunde bei kriti-

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scher Würdigung ein in sich schlüssiges, konsistentes Bild" (vgl. IV-act. 71-41/51 
Mitte).

6.2.4  Dass der Versicherte mindestens teilweise ein täuschendes Verhalten an 
den Tag legte (wie nachfolgend dargelegt wird), wurde vom Gutachter nicht an-
gesprochen und erst recht nicht substantiiert geprüft, jedenfalls sind seinem Gut-
achten diesbezüglich keine Angaben zu entnehmen.

6.3 Wie bereits erwähnt, gelangte der neuropsychologische Gutachter (lic.phil. 
T.________) zur Erkenntnis, dass der Versicherte nicht authentische Leistungen 
zeigte. Dies hätte dem psychiatrischen Gutachter (Dr.med. U.________) Anlass 
geben müssen, sich damit vertiefter auseinanderzusetzen. Wenn der Rechtsver-
treter des Versicherten in seiner Eingabe vom 6. Januar 2021 (überzeugend) 
vorbringt, dass sich in den Akten keine Rohdaten zu den durch lic.phil. 
T.________ erhobenen neuropsychologischen Befunde befinden (was es "nicht 
nur dem fachfremden RAD-Arzt" verunmögliche, "sich fachkundig dazu zu äus-
sern"), fällt dieser Einwand auf den Psychiater Dr.med. U.________ zurück, wel-
cher es offenbar nicht für nötig hielt, Einblick in diese Rohdaten zu nehmen (je-
denfalls ist dem psychiatrischen Gutachten diesbezüglich nichts zu entnehmen). 
Bei dieser Sachlage hat der psychiatrische Gutachter das auffällige Ergebnis des 
neuropsychologischen Teilgutachtens (wonach nicht authentische neuropsycho-
logische Befunde vorliegen) im Wesentlichen mit einem Satz (vgl. Begründung I) 
"wegdiskutiert", ohne in Betracht zu ziehen, dass diesbezüglich ein täuschendes 
Verhalten des Versicherten möglich wäre.

6.4 Weshalb der psychiatrische Gutachter ein zumindest teilweise täuschendes 
Verhalten des Versicherten hätte prüfen und thematisieren müssen, ergibt sich 
aus den nachfolgenden Ausführungen. Beim Aktenstudium hätte der Gutachter 
Dr.med. U.________ bei pflichtgemässer Aufmerksamkeit folgenden Wider-
spruch erkennen müssen. In seinem Gutachten (S. 5) nahm der Gutachter Bezug 
auf einen Bericht des Psychiaters Dr.med. P.________ vom 28. Juni 2018. Auf 
Seite 3 dieses Berichts wird ausdrücklich folgende Aussage des Versicherten 
festgehalten: "Er könne ja seine Ehefrau nicht alleine lassen, sie habe keinen 
Führerschein, sei ohne ihn hilflos!" (vgl. ALV-/KV-act. 3-86/96, nachfolgend Tat-
sache I genannt). Anzufügen ist, dass die Ehefrau aus den Philippinen stammt 
(vgl. IV-act. 71-34/51 unterhalb der Mitte), was es als nachvollziehbar erscheinen 
lässt, dass die Ehefrau bislang keinen schweizerischen Führerausweis erworben 
hat (wie auch eine telefonische Rückfrage vom 18.1.2021 beim kantonalen Ver-
kehrsamt, Frau AA.________, ergeben hat).

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Demgegenüber hielt der neuropsychologische Gutachter in seinem Teilgutachten 
ausdrücklich fest, der Versicherte habe beim Explorationsgespräch vom 14. April 
2020 in der Praxis in Allschwil (bei Basel) erklärt, seine Ehefrau habe ihn chauf-
fiert (vgl. oben, Erklärung I = IV-act. 67-4/16 oben; IV-act. 67-7/16 Mitte). Zudem 
sagte der Versicherte gegenüber lic.phil. T.________ sinngemäss aus, dass er 
sich nur noch für Kurzfahrten im Umfange von 5 bis 10 Minuten in der Lage sehe 
(vgl. oben, Erklärung II = IV-act. 67-4/16 Mitte). Damit präsentierte sich der Ver-
sicherte gegenüber diesem Gutachter so, dass sein Leistungsvermögen nur 
mehr für Kurzfahrten in seiner Wohngegend (D.________, 5 bis 10 Minuten), 
nicht aber für eine Hin- und Rückfahrt von D.________ nach Allschwil (und 
zurück, je über 100 km) ausreichen würde. Dass der Versicherte diesbezüglich 
klar falsche Angaben machte, lässt sich im vorliegenden Kontext nur mit einem 
täuschenden Verhalten, nicht aber mit einer psychiatrischen Erkrankung erklären 
(denn der Versicherte wusste offenkundig bei der Befragung vom 14.4.2020, wie 
er die Reise von D.________ nach Allschwil absolvierte). Wenn aber der Versi-
cherte bei der einfachen Fragestellung, wie er zum Begutachtungsort angereist 
sei, wahrheitswidrige, auf Täuschung abzielende Aussagen machte, ist es 
grundsätzlich nicht aus-zuschliessen, dass der Versicherte, welcher eine Top-
Ausbildung (inkl. höhere Weiterbildungen in den USA) absolvierte und gemäss 
Arbeitgeberbescheinigung im letzten Jahr (2016) vor der Freistellung (ab 
18.8.2017) einen Jahresverdienst von über Fr. 770'000.-- erzielte (IV-act. 11-
19/47) auch hinsichtlich weiterer, für den Leistungsanspruch relevanter Aspekte 
mindestens teilweise wahrheitswidrige Angaben machte (und zwar nicht nur ge-
genüber den begutachtenden Dr.med. U.________/ lic.phil. T.________, sondern 
unter Umständen auch gegenüber den Behandlern.

6.5 Was diese (zuletzt angesprochenen) behandelnden Fachpersonen anbe-
langt, fällt auf, dass der Versicherte bereits nach einem halben Jahr die Behand-
lung bei Dr.med. M.________ beendete und dann zu Dr.med. O.________ 
wechselte, welcher nach weniger als 7 Monaten die Weiterbehandlung des Ver-
sicherten ablehnte, was sehr ungewöhnlich ist und dem Gutachter ebenfalls An-
lass gegeben hätte, bei der Konsistenzprüfung auch die auffälligen Wechsel in 
der Behandlung zu thematisieren. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch 
die vom behandelnden Psychiater in seinem Verlaufsbericht vom 7. September 
2020 hervorgehobene "Tendenz zur Instrumentalisierung zwischenmenschlicher 
Beziehungen" (Bf-act. 3). Hier stellt sich die Frage, ob und gegebenenfalls inwie-
fern das oben angeführte täuschende Verhalten in einem relevanten Zusammen-
hang mit der vom behandelnden Psychiater angesprochenen "Instrumentalisie-
rung zwischenmenschlicher Beziehungen" steht. Dies wird jedenfalls auch Ge-
genstand von Zusatzabklärungen bilden.

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6.6 Im Lichte all dieser vorstehenden Ausführungen ist der Kritik des RAD-
Psychiaters Dr.med. X.________ vom 15. Juni 2020, wonach das psychiatrische 
Gutachten von Dr.med. U.________ die nicht authentischen neuropsychologi-
schen Befunde in der Konsensbeurteilung mangelhaft integriert hat (IV-act. 73-
3/3), uneingeschränkt beizupflichten. Die trotz nicht authentischer Befunde vom 
(psychiatrischen) Gutachter vorgenommene Schlussfolgerung in Bezug auf die 
Arbeitsfähigkeit ist folglich weder schlüssig noch nachvollziehbar, weswegen eine 
zusätzliche neutrale medizinische Begutachtung unabdingbar ist, wie die Vorin-
stanz in ihrer Vernehmlassung zutreffend ausgeführt hat. Entgegen der Auffas-
sung des Beschwerdeführers kommt es hier nicht in Frage, die mangelhafte 
Konsistenzprüfung des betreffenden Gutachtens durch Ergänzungsfragen an die 
bereits tätig gewordenen Gutachter zu sanieren, zumal nicht zu erwarten ist, 
dass der begutachtende Psychiater seine unkritische Vorgehensweise bei der 
Konsistenzprüfung eingestehen würde (vgl. auch die Ausführungen in der vor-
instanzlichen Vernehmlassung, Ziff. 2 in fine). Abgesehen davon geht es hier 
nicht um einen Mangel, welcher sich für eine Rückfrage eignen würde, wie in der 
Eingabe der IV-Stelle vom 13. Januar 2021 nachvollziehbar und beispielhaft auf-
gelistet wurde. 

6.7 Bei dieser Sachlage kann schliesslich offen bleiben, ob es noch weitere 
Gründe gäbe, welche für die in der angefochtenen Zwischenverfügung enthalte-
ne Vorgehensweise sprechen könnten. In diesem Sinne ist auf die weiteren Erör-
terungen der Parteien zu den vorliegenden Gutachten hier nicht weiter einzuge-
hen. Darauf ist vielmehr gegebenenfalls bei der Entscheidung in der Sache im 
Rahmen der materiellen Beweiswürdigung zurückzukommen.

6.8 Am dargelegten Ergebnis, wonach die angefochtene Zwischenverfügung 
einer gerichtlichen Prüfung standhält, vermögen sämtliche weiteren Vorbringen 
(namentlich auch diejenigen in der Eingabe vom 22.1.2021) nichts zu ändern. 

6.8.1  Unbehelflich ist namentlich auch der sinngemässe Einwand, dass das 
Verhältnismässigkeitsprinzip verletzt werde und dem Versicherten weitere medi-
zinische Untersuchungen unzumutbar seien. Wer einem Gutachter die Unwahr-
heit sagt, um ihm gegenüber eine geringere Leistungsfähigkeit plausibel zu ma-
chen (siehe oben, Erw. 6.4), kann sich nicht darauf berufen, dass die in der Folge 
nötig werdenden Zusatzabklärungen unverhältnismässig oder unzumutbar seien. 

6.8.2  Sodann kann der Beschwerdeführer aus dem in der Eingabe vom 6. Janu-
ar 2021 (S. 6) angeführten Urteil des Bundesgerichts 9C_524/2020 vom 23. No-
vember 2020 nichts zu seinen Gunsten ableiten, da der dort beurteilte Fall nicht 
vergleichbar ist. Zum einen geht es im erwähnten Bundesgerichtsurteil um eine 

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andere Diagnose ("gemischte dissoziative Störung mit dissoziativen Krampfanfäl-
len, dissoziativen Sensibilitäts- und Empfindungsstörungen, dissoziativen Bewe-
gungsstörungen und möglichem Ganser-Syndrom " etc.). Zum andern wurde der 
dortige Beschwerdeführer - anders als im vorliegenden Fall - nicht falscher An-
gaben hinsichtlich des Leistungsvermögens im Strassenverkehr überführt. 

6.8.3  Schliesslich vermag auch das nachgereichte IV-Rundschreiben Nr. 404 
vom 17. Dezember 2020 mit Blick auf die vorliegend angefochtene Verfügung 
vom 17. August 2020 nichts zu ändern.

6.9 Aus all diesen Gründen erweist sich die Beschwerde als unbegründet, 
weshalb sie abzuweisen ist. Anzufügen ist, dass es dem Beschwerdeführer im 
Nachgang zu diesem Entscheid frei steht, nochmals die Durchführung eines 
Einigungsverfahrens zu fordern (siehe Beschwerde, S. 27; Eingabe vom 
22.1.2021, S. 3), indes muss er damit akzeptieren, dass sich das Abklärungs-
verfahren vor der IV-Stelle noch weiter verzögern wird. 

7. Dem vorliegenden Ergebnis entsprechend werden die Verfahrenskosten 
dem Beschwerdeführer auferlegt. Eine Parteientschädigung fällt ausser Betracht.

8. Kantonale Entscheide über Beschwerden gegen Verfügungen der IV-Stel-
len betreffend die Einholung von medizinischen Gutachten sind nicht an das 
Bundesgericht weiterziehbar, sofern nicht Ausstandsgründe beurteilt worden sind 
(vgl. Regeste zu BGE 138 V 271). Nachdem hier keine Ausstandsgründe vorge-
bracht wurden und solche nicht Gegenstand des vorliegenden Beschwerdever-
fahrens bilden, fällt es nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung ausser Be-
tracht, gegen diesen VGE eine Beschwerde ans Bundesgericht erheben zu kön-
nen. Damit wäre im Dispositiv dieses Entscheides an sich keine Rechtsmittelbe-
lehrung aufzuführen. Hingegen ist davon auszugehen, dass gegen die Verlegung 
der Verfahrenskosten eine Rechtsmittelmöglichkeit gegeben ist.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) 
werden auf Fr. 500.-- festgelegt und dem Beschwerdeführer auferlegt. Er 
hat einen Kostenvorschuss in gleicher Höhe bezahlt, so dass die Rechnung 
ausgeglichen ist. 

3. Gegen diesen Entscheid kann (soweit er die Kostenverlegung betrifft, siehe 
Erwägung 8) innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde* in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 
6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über 
das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungs-
beschwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rech-
ten gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

4. Zustellung an:
- den Vertreter des Beschwerdeführers (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- die Beigeladene (R)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV, 3003 Bern (A).

Schwyz, 12. Februar 2021

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die a.o. Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 
Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 15. Februar 2021