# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3b3e304c-4f85-5676-b3a7-36ff067ed603
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-11-04
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 04.11.2008 C-3828/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-3828-2007_2008-11-04.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-3828/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  4 .  N o v e m b e r  2 0 0 8

Richterin Ruth Beutler (Vorsitz), 
Richter Andreas Trommer, Richter Blaise Vuille, 
Gerichtsschreiber Thomas Segessenmann.

C._______,
vertreten durch Advokat Thomas Zajac,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Einreisebewilligungen für X._______, Y._______ und 
Z._______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-3828/2007

Sachverhalt:

A.
Mit Schreiben vom 22. Januar 2007 ersuchte C._______ (nachfolgend: 
Gastgeber bzw. Beschwerdeführer) für X._______, geboren 1966, und 
deren  Kinder  Y._______,  geboren  1998,  und  Z._______,  geboren 
2001,  (nachfolgend:  Gesuchstellende)  bei  der  Schweizerischen  Bot-
schaft in Colombo um Ausstellung von Einreisevisa. Nachdem die Bot-
schaft  dieses Gesuch am 31. Januar 2007 formlos verweigert  hatte, 
gelangte der Beschwerdeführer am 8. Februar 2007 an das Bundes-
amt für Migration (BFM), welches ihn mit Schreiben vom 20. Februar 
2007 darauf hinwies, dass Gesuche um Erteilung von Einreisevisa bei 
der zuständigen Schweizerischen Vertretung einzureichen seien. 

B.
Am 5. März 2007 reichte die Gesuchstellerin daraufhin bei der Schwei-
zerischen  Botschaft  in  Colombo ein  formelles  Gesuch  um Erteilung 
von Einreisevisa für sich und ihre beiden Kinder für einen einmonati-
gen Besuchsaufenthalt  in  der  Schweiz  ein. Nach  erneuter  formloser 
Verweigerung leitete die Schweizerische Vertretung das Gesuch an die 
Vorinstanz zur Prüfung und zum formellen Entscheid weiter.

C.
Nachdem das Amt für Migration des Kantons Basel-Landschaft beim 
Gastgeber  weitere  Abklärungen  getroffen  hatte,  wies  das  BFM  das 
Einreisegesuch mit  Verfügung vom 1. Mai  2007 ab. Zur  Begründung 
wurde im Wesentlichen festgehalten, dass die Gesuchstellenden aus 
einer Region stammen würden, aus welcher der Zuwanderungsdruck 
als Folge der dort  herrschenden wirtschaftlichen und soziokulturellen 
Verhältnisse bekanntermassen nach wie vor stark anhalte. Viele dieser 
Landsleute würden versuchen, ihren Aufenthalt in unserem Land durch 
Ausschöpfung sämtlicher rechtlicher Mittel zu verlängern und sich so 
in Umgehung der Begrenzungsmassnahmen eine vermeintlich bessere 
Zukunft aufzubauen. Den Gesuchstellenden würden im Ursprungsland 
sodann  weder  zwingende berufliche  oder  gesellschaftliche Verpflich-
tungen noch familiäre Verantwortlichkeiten obliegen. Schliesslich wür-
den auch keine Gründe vorliegen, welche eine Einreise trotzdem zwin-
gend notwendig machen würden.

D.
Gegen diese Verfügung erhob der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 

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31. Mai 2007 beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde und bean-
tragte die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung und die Bewilli-
gung  der  Einreise  für  die  Gesuchstellenden.  Der  Beschwerdeführer 
macht  zur  Begründung  seiner  Rechtsmitteleingabe  im  Wesentlichen 
geltend,  die  Vorinstanz  sei  ihrer  Pflicht  zur  Sachverhaltsabklärung 
nicht  nachgekommen. Er  stamme selber  aus  Sri  Lanka und ihm sei 
nicht  bekannt,  dass  in  der  Hauptstadt  Colombo und in  der  näheren 
Umgebung  die  von  der  Vorinstanz  beschriebenen  Verhältnisse  herr-
schen würden. Die vagen Behauptungen des BFM stützten sich man-
gels Abklärungen auf  keinerlei  Beweise. Bekannterweise herrsche in 
der Region, aus welcher die Gesuchstellenden stammten, seit langem 
Frieden.  Die  wirtschaftlichen  sowie  die  soziokulturellen  Verhältnisse 
seien stabil und würden keinen Anlass für die Annahme einer zuneh-
menden Auswanderung geben. Die Spannungen, die zur fluchtartigen 
Auswanderung führten, herrschten vorwiegend im Norden des Landes 
um  die  Stadt  Jaffna.  Nahezu  sämtliche  Flüchtlinge,  welche  in  der 
Schweiz leben würden, seien ursprünglich aus dieser Gegend. Dem-
gegenüber lebten die Gesuchstellenden in Mount Lavinia, das zehn Ki-
lometer von der Hauptstadt Colombo entfernt sei. Würde die Einreise 
alleine aufgrund der wirtschaftlichen Verhältnisse im Land verweigert, 
so  müsste die  Einreise  von Angehörigen unzähliger  Staaten verwei-
gert werden, wofür es indessen an einer gesetzlichen Grundlage fehle. 
Es sei vorliegend sodann davon auszugehen, dass die Gesuchstellen-
den die Schweiz wieder verlassen würden, da ihr Ehemann bzw. Vater 
im Heimatland lebe, einer geregelten Arbeit nachgehe und das Fami-
lienleben intakt sei. Indem sich das BFM mit allgemeinen Äusserungen 
begnüge und nicht  auf  den konkreten Sachverhalt  eingehe,  erwecke 
es den Anschein, dass sämtlichen Staatsangehörigen von Sri  Lanka 
die Einreise verweigert werden dürfe. Eine solche Vorgehensweise sei 
unsachlich  und  somit  willkürlich.  Werde  die  Einreise  hingegen  nicht 
sämtlichen srilankischen Staatsangehörigen per se verweigert, verlet-
ze die Vorinstanz das Rechtsgleichheitsgebot,  da es ohne sachliche 
Gründe den Familienmitgliedern des Beschwerdeführers die Einreise 
verweigere, während es anderen Staatsangehörigen von Sri Lanka die 
Einreise erlaube.

E.
Am 25. Juni  2007 reichten die  Gesuchstellenden Bestätigungen von 
zwei Arbeitgebern ihres Ehemannes bzw. Vaters zu den Akten.

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F.
In der Vernehmlassung vom 24. Juli 2007 beantragt die Vorinstanz die 
Abweisung der Beschwerde.

G.
Die Frist zur Einreichung einer Replik liess der Beschwerdeführer un-
genutzt verstreichen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss  Art.  31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 
2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht unter 
Vorbehalt der in Art. 32 VGG genannten Ausnahmen Beschwerden ge-
gen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 
1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), welche von 
einer in Art. 33 VGG aufgeführten Behörde erlassen wurden. Darunter 
fallen u.a. Verfügungen des BFM betreffend Einreisebewilligungen. Das 
Bundesverwaltungsgericht entscheidet endgültig (Art. 83 Bst. c Ziff. 1 
des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

1.2 Soweit das VGG nichts anderes bestimmt, richtet sich das Verfah-
ren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  nach  dem  VwVG  (Art.  37 
VGG).

1.3 Der Beschwerdeführer  ist  gemäss Art. 48 Abs. 1 VwVG zur  Be-
schwerde berechtigt. Auf  die  frist-  und formgerechte Beschwerde ist 
einzutreten (Art. 50 – 52 VwVG).

2.
Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann die Verletzung 
von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechts-
erheblichen Sachverhaltes und – sofern nicht eine kantonale Behörde 
als  Beschwerdeinstanz  verfügt  hat  –  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden (Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im Be-
schwerdeverfahren das Bundesrecht von Amtes wegen an. Es ist ge-
mäss Art. 62 Abs. 4 VwVG an die Begründung der Begehren nicht ge-
bunden und kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend 
gemachten  Gründen  gutheissen  oder  abweisen.  Massgebend  ist 

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grundsätzlich  die  Sachlage  zum  Zeitpunkt  seines  Entscheides  (vgl. 
E. 1.2 des in BGE 129 II 215 teilweise publizierten Urteils 2A.451/2002 
vom 28. März 2003).

3.
Am 1. Januar 2008 traten das neue Bundesgesetz vom 16. Dezember 
2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) sowie 
die dazu gehörigen Ausführungsverordnungen in Kraft (u.a. die Verord-
nung vom 24. Oktober  2007 über  das Einreise-  und Visumverfahren 
[VEV, SR 142.204]). Gemäss Art. 126 Abs. 1 AuG bleibt auf Gesuche, 
die vor dem Inkrafttreten des AuG eingereicht worden sind, das bishe-
rige Recht anwendbar. Das Gesuch, auf welches sich die angefochte-
ne Verfügung bezieht, erging vor dem Inkrafttreten des AuG. Die mate-
rielle Beurteilung der vorliegenden Beschwerde erfolgt somit nach der 
altrechtlichen  Regelung.  Massgebend  sind  daher  insbesondere  das 
Bundesgesetz vom 26. März 1931 über Aufenthalt und Niederlassung 
der Ausländer (ANAG, BS 1 121, zum vollständigen Quellennachweis 
vgl. Ziff. I des Anhangs zum AuG) und die Verordnung vom 14. Januar 
1998 über die Einreise und Anmeldung von Ausländerinnen und Aus-
ländern (VEA, AS 1998 194, zum vollständigen Quellennachweis vgl. 
Art. 39 VEV).

4.
4.1 Ausländerinnen  und  Ausländer  benötigen  zur  Einreise  in  die 
Schweiz einen Pass und ein Visum, sofern sie nicht aufgrund beson-
derer  Regelung  von  diesem  Erfordernis  ausgenommen  sind  (vgl. 
Art. 1 – 5 VEA). Die Gesuchstellenden können sich auf keine Ausnah-
meregelung  berufen;  sie  sind  aufgrund  ihrer  Staatsangehörigkeit  vi-
sumspflichtig.

4.2 Die schweizerische Rechtsordnung gewährt  grundsätzlich keinen 
Anspruch auf Bewilligung der Einreise. Der Entscheid darüber ist von 
der  Bewilligungsbehörde  in  pflichtgemässer  Ausübung  ihres  Ermes-
sens zu fällen (Art. 4 und Art. 16 Abs. 1 ANAG, Art. 9 Abs. 1 VEA; PE-
TER UEBERSAX,  Einreise  und  Anwesenheit,  in:  Peter  Uebersax/Peter 
Münch/ Thomas Geiser/Martin Arnold (Hrsg.), Ausländerrecht, Auslän-
derinnen und Ausländer im öffentlichen Recht, Privatrecht, Steuerrecht 
und Sozialrecht der Schweiz, Basel/Genf/München 2002, S. 143;  URS 
BOLZ, Rechtsschutz im Ausländer- und Asylrecht, Basel und Frankfurt 
a.M. 1990, S. 29 mit weiteren Hinweisen; PHILIP GRANT, La protection de 

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la vie familiale et de la vie privée en droit des étrangers, Basel/Genf/ 
München 2000, S. 24).

5.
5.1 Ein Einreisevisum wird verweigert, wenn die in Art. 1 VEA aufge-
führten Voraussetzungen nicht  erfüllt  sind  (vgl. Art.  14 Abs. 1  VEA). 
Insbesondere müssen gesuchstellende Personen, die in die Schweiz 
reisen möchten, Gewähr bieten, dass sie fristgerecht wieder ausreisen 
werden (Art. 1 Abs. 2 Bst. c VEA).

5.2 Zur Prüfung des Kriteriums der gesicherten Wiederausreise muss 
ein zukünftiges Verhalten beurteilt werden. Dazu lassen sich in der Re-
gel  keine gesicherten Feststellungen,  sondern  lediglich Voraussagen 
machen. Dabei  rechtfertigt  es  sich,  Einreisegesuchen  von Personen 
aus Staaten mit politisch oder wirtschaftlich vergleichsweise ungünsti-
gen Verhältnissen mit einer gewissen Zurückhaltung zu begegnen, da 
die persönliche Interessenlage in solchen Fällen häufig nicht mit dem 
Ziel  und  Zweck  einer  zeitlich  befristeten  Einreisebewilligung  in  Ein-
klang steht.  Es sind dabei jedoch auch die Umstände des konkreten 
Einzelfalles zu würdigen. Insbesondere ist zu überprüfen, ob die Vorin-
stanz  unter  Berücksichtigung  der  Verhältnisse  im  Herkunftsland  und 
der  persönlichen  Lebensumstände  einen  ermessensfehlerfreien  Ent-
scheid getroffen hat.

6.
6.1 Die Wirtschaft Sri Lankas ist im Jahr 2007 real um 7,4% gewach-
sen. Das jährliche Pro-Kopf-Einkommen betrug im gleichen Zeitraum 
ca. $ 1'350.-, während sich das Bruttoinlandprodukt auf rund 27 Mrd. 
belief. Für das Jahr 2008 wird erneut ein hohes Wirtschaftswachstum 
von über 6% erwartet. Ein Problem für die weitere wirtschaftliche Ent-
wicklung  ist  zunehmend die  Inflation,  die  2007  mit  einer  Jahresrate 
von deutlich über 15% nicht unter Kontrolle gebracht werden konnte. 
Die Arbeitslosigkeit beträgt seit längerer Zeit ungefähr 7%. Wirtschaftli-
ches Zentrum Sri Lankas ist die Region rund um Colombo, die fast die 
Hälfte der gesamten Wirtschaftsleistung erbringt. Die insgesamt ermu-
tigenden wirtschaftlichen Entwicklungen können nicht über die Tatsa-
che hinwegtäuschen, dass nach wie vor breite Bevölkerungsschichten 
von vergleichsweise schwierigen ökonomischen und sozialen Lebens-
bedingungen betroffen sind. 

6.2 Darüber hinaus hat sich die Sicherheitslage im ganzen Land seit 
Ende 2006 wieder verschlechtert,  nachdem erneut Kämpfe zwischen 

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dem Militär und der Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE) ausgebro-
chen sind. Davon besonders betroffen sind der Osten und Norden Sri 
Lankas. Anschläge  kommen jedoch  mittlerweile  auch  im Süden  und 
Südwesten sowie – seit Beendigung des Waffenstillstandes im Januar 
2008 – zunehmend auch in der Hauptstadt Colombo vor (Quellen: Län-
der- und Reiseinformationen auf der Website des deutschen Auswärti-
gen Amtes, www.auswaertiges-amt.de, Stand: 1. Oktober 2008 [Reise- 
und Sicherheitshinweis] bzw. Juni 2008 [Wirtschaft], Reisehinweise auf 
der Website des Eidgenössischen Departements für auswärtige Ange-
legenheiten [EDA], www.eda.admin.ch, Stand: 25. Juli 2008, beide Sei-
ten  besucht  am  21.  Oktober  2008;  vgl.  auch  BVGE  2008/2 
E. 7.2. – 7.5). Die geschilderten Verhältnisse in  Sri  Lanka widerspie-
geln sich in einer anhaltend hohen Emigrationsrate und einer relativ 
hohen Zahl von 636 Asylgesuchen von srilankischen Staatsangehöri-
gen in der Schweiz im Jahr 2007 bzw. von 819 Asylgesuchen in der 
Zeit von Januar bis September 2008 (Quelle: Asylstatistik auf der Web-
site des BFM, www.bfm.admin.ch, besucht am 21. Oktober 2008). Die 
Bereitschaft, das Land auf der Suche nach besseren Lebensbedingun-
gen  zu  verlassen,  wird  erfahrungsgemäss  dort  noch  begünstigt,  wo 
– wie im vorliegenden Fall – bereits Verwandte oder Bekannte im Aus-
land  leben  und  entsprechend  bereits  ein  gewisses  soziales  Bezie-
hungsnetz vorhanden ist. 

6.3 Vor diesem Hintergrund ist es grundsätzlich nicht zu beanstanden, 
dass die Vorinstanz das Risiko einer nicht fristgerechten Ausreise all-
gemein  als  hoch  einschätzte,  zumal  –  entgegen  den  Ausführungen 
des Beschwerdeführers in der Rechtsmitteleingabe – auch die Wohn-
region der Gesuchstellenden von der relativ schwierigen Situation im 
Land betroffen ist.

7.
7.1 Somit  ist  einem nächsten Schritt  zu  prüfen,  ob die  fristgerechte 
Wiederausreise der Gesuchstellenden – trotz der erwähnten allgemei-
nen Vorbehalte bei Einreisegesuchen von srilankischen Staatsangehö-
rigen  –  aufgrund  ihrer  besonderen  individuellen  Situation  als  hinrei-
chend gesichert betrachtet werden kann. 

7.2 Obliegt  einer gesuchstellenden Person im Heimatstaat  beispiels-
weise eine besondere berufliche, gesellschaftliche oder familiäre Ver-
pflichtung, kann ein solcher Umstand die Prognose für die anstandslo-
se Wiederausreise durchaus begünstigen. Der Beschwerdeführer weist 

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diesbezüglich darauf hin, dass die Gesuchstellerin in Sri Lanka verhei-
ratet sei. Diese familiäre Bindung an das Heimatland genügt indessen 
nicht,  um die Emigrationsgefahr in casu bereits als unbedeutend er-
scheinen zu lassen. Die Gesuchstellerin ist gemäss eigenen Angaben 
Hausfrau, während ihr Ehemann anscheinend als Busfahrer und Ange-
stellter ("clerk" bzw. "allrounder") einer Handelsfirma einer geregelten 
Arbeit nachgeht. Solche Tätigkeiten stellen jedoch praxisgemäss keine 
beruflichen  Verpflichtungen  dar,  welche  die  Gesuchstellenden  ernst-
haft  von einer  Auswanderung abzuhalten  vermöchten. Zudem liegen 
keine weiteren Angaben dazu vor, in welchen wirtschaftlichen Verhält-
nissen die Gesuchstellenden leben, obwohl dem Beschwerdeführer in 
der  Zwischenverfügung  vom  8.  Juni  2007  ausdrücklich  Gelegenheit 
eingeräumt worden war, entsprechende Beweismittel einzureichen.

7.3 Somit  ist  zwar anzunehmen, dass enge familiäre Bindungen be-
stehen, welche eine fristgerechte Wiederausreise der Gesuchstellen-
den  begünstigen.  Gleichzeitig  lassen  jedoch  die  wenigen,  über  die 
wirtschafliche  Situation  der  Familie  vorhandenen  Informationen  kon-
krete  Zweifel  an  der  gesicherten  Wiederausreise  aufkommen. Diese 
Einschätzung wird im Ergebnis offenbar nicht nur von der Vorinstanz, 
sondern auch von der mit  den örtlichen Verhältnissen gut  vertrauten 
Schweizerischen Vertretung geteilt,  welche das Gesuch um Erteilung 
von Einreisevisa ebenfalls abgelehnt hat.

8.
Bei dieser Sachlage durfte die Vorinstanz davon ausgehen, dass die 
fristgerechte  Wiederausreise  der  Gesuchstellenden nicht  hinreichend 
gewährleistet sei (vgl. Art. 14 Abs. 1 i.V.m. Art. 1 Abs. 2 Bst. c VEA). 
Diese ungünstige Prognose genügt, um die Erteilung einer Einreisebe-
willigung – auf  welche wie bereits  erwähnt kein Rechtsanspruch be-
steht – abzulehnen. Keine entscheidende Bedeutung kann in diesem 
Zusammenhang  dem  Wunsch  der  Gesuchstellenden  und  des  Be-
schwerdeführers beigemessen werden, die verwandtschaftlichen Kon-
takte in der Schweiz pflegen zu können. Diesbezüglich ist  einerseits 
festzuhalten,  dass  die  Pflege  dieser  Beziehungen  nicht  nur  in  der 
Schweiz, sondern auch in Sri Lanka oder in anderen Ländern erfolgen 
kann. Zudem handelt es sich bei der Gesuchstellerin – entgegen den 
Angaben im Schreiben des Beschwerdeführers vom 22. Januar 2007 – 
offenbar nicht um eine Schwester, sondern lediglich um eine Cousine 
des Beschwerdeführers.

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9.
Der  Vollständigkeit  halber  ist  schliesslich  festzuhalten,  dass  der  Be-
schwerdeführer zwar grundsätzlich zu Recht darauf hinweist, dass das 
BFM in der angefochtenen Verfügung offenbar massgeblich auf die all-
gemeine Situation in Sri Lanka abgestellt hat. Dieses Vorgehen kann 
indessen – entgegen der vom Beschwerdeführer vertretenen Auffas-
sung – weder als willkürlich noch als rechtsungleiche Behandlung be-
zeichnet werden, zumal aus den vorinstanzlichen Erwägungen hervor-
geht, dass auch die individuelle Situation der Gesuchstellenden in die 
Beurteilung miteinbezogen wurde. Im Übrigen kann dem Beschwerde-
führer auch nicht gefolgt werden, wenn er geltend macht, das BFM ha-
be  seine  Pflicht  zur  vollständigen  Abklärung  des  rechtserheblichen 
Sachverhalts verletzt (vgl. Art. 12 VwVG), indem bei der Einschätzung 
der allgemeinen Lage in Sri Lanka keine Beweise erhoben worden sei-
en. Es trifft zwar offenbar zu, dass die Vorinstanz im vorliegenden Ein-
zelfall diesbezüglich keine besondere Abklärungen getroffen hat. Das 
BFM durfte sich jedoch bei seinen Ausführungen auf amtsinterne Er-
kenntnisse abstützen, welche sich – wie die vorstehenden, auf allge-
mein  zugänglichen  Informationen  basierenden  Erwägungen  gezeigt 
haben – als im Ergebnis zutreffend erweisen (vgl. BGE 128 III 4 E. 4c/
bb S. 7 f.). 

10.
Daraus folgt, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht ver-
letzt.  Der  rechtserhebliche Sachverhalt  wurde  richtig  und  vollständig 
festgestellt  und  die  Vorinstanz  hat  das  ihr  zustehende  Ermessen 
pflichtgemäss und zutreffend ausgeübt  (vgl. Art. 49  VwVG). Die  Be-
schwerde ist daher abzuweisen.

11.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind dem Beschwerdeführer die 
Kosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Diese sind auf Fr. 600.- 
festzusetzen (vgl. Art. 2 f. des Reglements vom 21. Februar 2008 über 
die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 
[VGKE, SR 173.320.2]) und mit dem geleisteten Kostenvorschuss zu 
verrechnen.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 600.- verrechnet. 

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben)
- die Vorinstanz (Akten retour)
- das Amt für Migration des Kantons Basel-Landschaft 

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber:

Ruth Beutler Thomas Segessenmann

Versand: 

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