# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bfbe8c80-6683-5930-a2a7-0a964d3cd613
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-01-31
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Fürsorgerechtliche Kammer 31.01.2023 F 2023 3
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_003_F-2023-3_2023-01-31.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

FÜRSORGERECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: Dr. iur. Diana Oswald, Vorsitz 
lic. iur. Adrian Willimann und Ersatzrichter lic. iur. Bruno Bosshard
Gerichtsschreiberin: lic. iur. Claudia Meier

U R T E I L  vom 31. Januar 2023 [rechtskräftig]

in Sachen

A.________
zzT. Triaplus AG Klinik Zugersee, Widenstrasse 55, 6317 Oberwil b. Zug

Beschwerdeführer

gegen

Dr. med. B.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie für 
Neurologie

Triaplus AG Klinik Zugersee, Widenstrasse 55, 6317 Oberwil b. Zug
Verfahrensbeteiligte

betreffend

Fürsorgerische Unterbringung

F 2023 3

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Urteil F 2023 3

A. A.________, geboren 1996, wurde am 15. Januar 2023 von Notfallpsychiater Dr. 
med. B.________, Facharzt für Neurologie sowie Psychiatrie und Psychotherapie, mit 
ärztlicher fürsorgerischer Unterbringung in die Triaplus AG Klinik Zugersee eingewiesen. 

B. Hiergegen beschwerte er sich mit Schreiben vom Samstag, 21. Februar 2023, 
eingegangen auf der Kanzlei des Verwaltungsgerichts am Dienstag, 24. Februar 2023.

C. Am 31. Januar 2023 wurde A.________ von der fürsorgerechtlichen Kammer des 
Verwaltungsgerichts in den Räumlichkeiten der Triaplus AG Klinik Zugersee angehört. An 
der Verhandlung nahmen seitens der Klinik der fallführende Assistenzarzt C.________, 
sowie als Bezugsperson von der Pflege D.________ teil. Als gerichtlicher Gutachter wirkte 
Dr. med. E.________, Facharzt FMH Psychiatrie und Psychotherapie, mit, der sein 
Gutachten im Anschluss an die Anhörung mündlich erstattete. Die Verhandlung wurde 
anschliessend zur Beratung unterbrochen und der Urteilsspruch danach mündlich eröffnet 
und kurz begründet.

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Gegen eine ärztlich angeordnete Unterbringung kann die betroffene oder eine ihr 
nahestehende Person innert zehn Tagen seit Mitteilung des Entscheids schriftlich das Ge-
richt anrufen (Art. 439 Abs. 1 Ziff. 1 und Abs. 2 ZGB). Zuständiges Gericht für die 
Beurteilung von Beschwerden in den Fällen von Art. 439 ZGB ist gemäss § 58 Abs. 1 lit. b 
des Gesetzes betreffend die Einführung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches für den 
Kanton Zug (EG ZGB; BGS 211.1) das Verwaltungsgericht. Der Beschwerdeführer ist in 
der Stadt Zug von einem hier praktizierenden Arzt eingewiesen worden, so dass die 
örtliche und sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons Zug gegeben 
(BGE 146 III 377) und die den minimalen formellen Anforderungen genügende 
Beschwerde (Art. 439 Abs. 3 i.V.m. Art. 450e Abs. 1 ZGB) zu prüfen ist.

2.
2.1 Eine Person, die an einer psychischen Störung oder an geistiger Behinderung lei-
det oder schwer verwahrlost ist, darf in einer geeigneten Einrichtung untergebracht wer-
den, wenn die nötige Behandlung oder Betreuung nicht anders erfolgen kann (Art. 426 

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Urteil F 2023 3

Abs. 1 ZGB). Die Belastung und der Schutz von Angehörigen und Dritten sind mit zu 
berücksichtigen (Art. 426 Abs. 2 ZGB; Geiser/Etzensberger, Basler Kommentar 
Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl. 2022, Art. 426 N 8 ff., 41 ff.), wobei eine Fremdgefährlichkeit 
allein nicht ausreicht (BGE 145 III 441 E. 8.4). Die betroffene Person wird entlassen, 
sobald die Voraussetzungen für ihre Unterbringung nicht mehr erfüllt sind; die 
Entlassungskompetenz liegt bei der Einrichtung (Art. 426 Abs. 3 und Art. 429 Abs. 3 ZGB). 
Die ärztliche Unterbringung fällt spätestens nach sechs Wochen dahin, sofern nicht ein 
vollstreckbarer Unterbringungsentscheid der Erwachsenenschutzbehörde vorliegt (Art. 429 
Abs. 2 ZGB i.V.m. § 51 Abs. 3 und 53 Abs. 1 EG ZGB). Hat die betroffene Person gegen 
eine fürsorgerische Unterbringung Beschwerde erhoben, hört sie die gerichtliche Be-
schwerdeinstanz in der Regel als Kollegium an (Art. 450e Abs. 4 Satz 1 ZGB) und ent-
scheidet innert fünf Arbeitstagen seit Eingang der Beschwerde (Art. 450e Abs. 5 ZGB). Bei 
psychischen Störungen muss gestützt auf das Gutachten einer sachverständigen Person 
entschieden werden (Art. 450e Abs. 3 ZGB). 

2.2 Bei der fürsorgerischen Unterbringung handelt es sich um einen schweren Eingriff 
in die persönliche Freiheit der betroffenen Person, auch wenn ihre Dauer bei ärztlicher 
Anordnung befristet ist (Art. 10 Abs. 2 BV; BGE 143 III 189 E. 3.2 i.f.). Die Vor- und 
Nachteile, die sie der betroffenen Person bringt, sind sorgfältig gegeneinander 
abzuwägen. Das Gesetz nennt als Voraussetzung für eine fürsorgerische Unterbringung 
das Vorliegen eines Zustandes, der eine Behandlung oder Betreuung notwendig macht, 
die nicht anders als durch den Entzug der Freiheit erbracht werden kann (vgl. auch 
Geiser/Etzensberger, a.a.O., Art. 426 ZGB N 8). Zu ermitteln ist auf tatsächlicher Ebene 
zunächst, ob ein solcher Zustand vorliegt und ob bzw. inwiefern deshalb ein 
Fürsorgebedarf besteht. Letzteres ist aufgrund der konkreten Gefahr für die Gesundheit 
oder das Leben der betroffenen Person bzw. von Dritten, die besteht, wenn die 
Behandlung der psychischen Störung bzw. die Betreuung unterbleibt, zu beurteilen. 
Anhand dieser tatsächlichen Angaben ist in rechtlicher Hinsicht zu beurteilen, ob, und 
wenn ja, warum, eine Behandlung bzw. eine Betreuung "nötig" ist (vgl. BGer 5A_254/2013 
vom 17. April 2013 E. 2.2). 

Dabei ist auch die Verhältnismässigkeit zu prüfen. Die fürsorgerische Unterbringung muss 
erforderlich, geeignet und verhältnismässig im engeren Sinne sein. Die Grunderkrankung 
allein ist zwar notwendige, aber allein nicht ausreichende, Voraussetzung. Im Auge zu 
behalten ist bei der Überprüfung der Geeignetheit der Massnahme das Ziel der 
fürsorgerischen Unterbringung. Dieses besteht darin, die betroffene Person in die Selb-

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Urteil F 2023 3

ständigkeit zu führen, ihre Eigenverantwortung zu stärken und ihr ein menschenwürdiges 
Dasein zu ermöglichen. Lassen sich eine Störung oder ihre Auswirkungen beseitigen oder 
mindestens abschwächen, ist während der fürsorgerischen Unterbringung alles Nötige 
vorzukehren, damit die betroffene Person wieder aus der Einrichtung entlassen werden 
und ihr Leben nach ihren eigenen Vorstellungen, Neigungen und Fähigkeiten selber 
gestalten und organisieren kann. Jedenfalls muss die Unterbringung die Lebensqualität 
der betroffenen Person verbessern (vgl. etwa BGer 5A_567/2020 vom 18. September 
2020 E. 2.3; Geiser/
Etzensberger, a.a.O., vor Art. 426-439 ZGB N 14). Die freiheitsbeschränkende 
Unterbringung ist weiter nur gesetzeskonform, wenn der angestrebte Zweck nicht mit einer 
milderen Massnahme erreicht werden kann. 

3. Zunächst ist zu prüfen, ob eine Erkrankung im Sinne von Art. 426 Abs. 1 ZGB 
vorliegt. 

3.1 Die Klinikeinweisung erfolgte, nachdem der Beschwerdeführer am Abend des 
15. Januars 2023 zuhause randaliert, Gegenstände aus dem Fenster (nach seinen 
Ausführungen auf ein Fahrzeug) geworfen und seine Mutter bedroht hatte, woraufhin die 
Polizei aufgeboten werden musste. Auf dem Polizeiposten stellte der beigezogene 
Notfallpsychiater fest, es liege eine akute, wahnhafte Psychose vor mit erheblich 
reduzierter Steuerungsfähigkeit. Der Beschwerdeführer verhalte sich psychotisch, wirr und 
aggressiv, schreie und sei psychomotorisch unruhig. Aufgrund bejahter Selbst- und 
Fremdgefährdung verfügte Dr. B.________ die fürsorgerische Unterbringung in der 
Triaplus AG Klinik Zugersee. Auch beim Eintritt in die Klinik wurde übereinstimmend ein 
aggressives, manisch-psychotisches Zustandsbild beschrieben. 

3.2 Gemäss dem fallführenden Klinikarzt liegt beim Beschwerdeführer eine bipolare 
affektive Störung oder allenfalls eine Manie mit psychotischer Symptomatik vor. Der 
Gerichtsgutachter geht von ersterem aus, wobei er auf die letztlich geringe praktische 
Bedeutung der Unterscheidung hinweist (bei im Wesentlichen gleicher Behandlung). 
Umgangssprachlich spricht man auch von einem sogenannt manisch-depressiven 
Zustandsbild, wobei der Gutachter darauf hinweist, dass es sich um eine chronische 
Krankheit handelt, welche die Betroffenen lebenslang begleitet. Man könne sie gut 
behandeln, aber nicht heilen. Wie der behandelnde Arzt sowie der Gutachter 
übereinstimmend ausführen, wird eine solche Störung lege artis medikamentös behandelt, 
zunächst während einer akuten Manie mit neuroleptischen Medikamenten wie Aripiprazol 

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und Olanzapin, die der Beschwerdeführer gegenwärtig einnimmt, und hernach mit einem 
Stimmungsstabilisator (zur Phasenprophylaxe, damit weitere manische Episoden 
vermieden werden können). Die Diagnose einer bipolaren Störung wurde initial offenbar 
vor einem guten Jahr gestellt und nach erstmaligem Aufenthalt in der Klinik Zugersee 
anschliessend ambulant eine Depotmedikation mit u.a. Risperidon installiert. Nach 
Angaben des Beschwerdeführers in der Anhörung vom 31. Januar 2023 hat er diese dann 
wieder abgesetzt, nachdem ihm der ambulant behandelnde Arzt gesagt habe, es sei 
letztlich seine Entscheidung, ob er die Medikation – entsprechend der klaren ärztlichen 
Empfehlung – weiter nehme oder nicht.

3.3 Die übereinstimmenden Schilderungen von Polizei, Notfallpsychiater sowie Klinik 
zeigen – im Gleichklang mit der Einschätzung des Gerichtsgutachters sowie des 
fallführenden Arztes – ein typisch manisches Bild mit Enthemmung, Erregung, 
Angetriebenheit sowie offensichtlichen Grössenideen, verbunden mit einer erheblichen 
Geringschätzung anderer Personen im Vergleich zur eigenen Person und zum eigenen 
Erleben (mit beispielsweise Anrempeln von Pflegepersonal, Urinieren in deren 
Wasserflasche, mehrmaligem Übergiessen von Mitpatienten mit Wasser sowie 
Beschimpfung und Bedrohung von Personal und Mitpatienten; der Beschwerdeführer sei 
reich, sei besser als die Mitpatienten, werde von diesen sowie dem Personal nicht korrekt 
behandelt, er kenne viele berühmte Personen; wenn jemand sich an seinem Verhalten 
störe, dann sei das deren Problem, da er ein Recht habe, zu provozieren; andere 
Personen müssten sich seinen Respekt zuerst verdienen, etc.). Im Zeitpunkt der Anhörung 
durch das Gericht präsentierte sich der Beschwerdeführer zwar bereits in deutlich 
gebessertem Zustand. Spürbar war dennoch nach wie vor etwa der hohe Rededrang, die 
offensichtlich nur schwer – aber immerhin, was ihm zugute zu halten ist – kontrollierbare 
Unruhe sowie die nach wie vor bestehenden Grössenideen ohne wesentliche Einsicht in 
die krankhafte Natur seines Verhaltens. Weiterhin feststellbar waren sodann auch nach 
wie vor logisch nicht nachvollziehbare Gedankensprünge, etwa von einer Weigerung der 
zuständigen Oberärztin, aktuell ein Treffen mit der Arbeitgeberin zu organisieren hin zur 
Einstellung des Beschwerdeführers zu Russland (er sei "Russland-Sympathisant") oder zu 
diversen Staaten Osteuropas. 

3.4 Sowohl der behandelnde Arzt als auch der Gerichtsgutachter sehen im Zustand 
des Beschwerdeführers – der zweimalig zwangsmediziert wurde am 18. sowie am 25. 
Januar 2023 und seither Aripiprazol und Olanzapin freiwillig einnimmt – medizinisch 
bereits eine erhebliche Verbesserung. Dies bestätigt zusätzlich ihre Diagnose einer 

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bipolaren ("manisch-depressiven") Störung, die bereits auf die angebotene Medikation 
anspricht. Zusammenfassend ist nach dem Gesagten festzustellen, dass eine psychische 
Erkrankung zweifelsohne besteht, und mithin die erste Voraussetzung für eine 
fürsorgerische Unterbringung in einer Einrichtung erfüllt ist. Dies scheint denn auch der 
Beschwerdeführer nach seinem Gespräch mit dem gerichtlichen Gutachter grundsätzlich 
annehmen zu können, gab er in der Anhörung vom 31. Januar 2023 doch an, was der 
Gutachter ihm beschrieben habe, mache für ihn durchaus Sinn; es könne sein, dass dies 
auf ihn zutreffe. 

4. Zu prüfen ist im Weiteren, ob die beim Beschwerdeführer bestehende Krankheit 
eine Behandlung und/oder eine Betreuung im Beurteilungszeitpunkt (noch) nötig macht, 
was unter anderem anhand des Selbst- und/oder Fremdgefährdungspotentials zu diesem 
Zeitpunkt zu beurteilen ist (wobei ein Fremdgefährlichkeitspotenzial allein für eine 
fürsorgerische Unterbringung nicht ausreicht, vgl. oben E. 2.1). 

4.1 Bei der Beurteilung der Selbstgefährdung stellt sich einerseits die Frage nach 
einer allfälligen Suizidgefahr. Andererseits ist auch danach zu fragen, ob die Gesundheits-
schädigung bedrohliche Ausmasse annimmt, ob Anzeichen für ein Fortschreiten der Er-
krankung bestehen, oder ob die betroffene Person daran ist, in ihrer Lebensgestaltung, 
ihrem Verhalten in ihrer Umgebung, ihrer persönlichen Hygiene und ihrer 
Gesamtverfassung in einen Zustand von Selbstdestruktion zu geraten, der der 
Menschenwürde nicht mehr entspricht (vgl. bereits zum alten Recht R. Furger, 
Unterbringung Jugendlicher und Erwachsener im Sinne der FFE aus psychiatrischer Sicht, 
ZVW 38, 41 ff.).

4.1.1 Hinweise auf Suizidalität vermochten weder der behandelnde Arzt noch der 
Gerichtsgutachter zu benennen; der Beschwerdeführer selbst verneint eine solche denn 
auch klar. Dass bei diesem Krankheitsbild statistisch gesehen offenbar eine erhöhte 
Suizidrate besteht (vgl. etwa Klaus Lieb, Bipolare Störungen, in: Lieb/Frauenknecht 
[Hrsg.], Intensivkurs Psychiatrie und Psychotherapie, 9. Aufl. 2019, S. 223), reicht nicht 
aus. 

4.1.2 Akut und konkret ist hingegen absehbar, dass der Beschwerdeführer im Falle der 
sofortigen Entlassung aus der Klinik die begonnene Medikation wieder absetzen würde. 
Diesbezüglich sind seine Angaben nach wie vor wenig kohärent: So bekundete er zwar in 
seiner Anhörung vom 31. Januar 2023, dass er gerne die Behandlung ambulant fortführen 

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würde; gleichzeitig erklärte er aber auch, er nehme die Medikamente nur, damit er 
schneller aus der Klinik austreten könne. Er gab sowohl in der Klinik als auch in der 
gerichtlichen Anhörung immer wieder zu Protokoll, er nehme die Medikamente nur, wenn 
es ihm die Polizei befehle, aber nicht, wenn die Ärzte es empfehlen oder anordnen würden 
(wobei er nicht näher ausführen mochte, weshalb er der Polizei hinsichtlich der 
psychiatrischen Medikation eine höhere Vertrauenswürdigkeit attestiert als den 
verantwortlichen Fachärztinnen und Fachärzten). In der Gesamtschau bestehen 
erhebliche Zweifel an einer echten Behandlungsbereitschaft ausserhalb des stationären 
Rahmens, auf deren Basis die begonnene medikamentöse Einstellung ambulant zu Ende 
geführt werden könnte. Daran ändert nichts, dass (auch) im ambulanten Rahmen 
grundsätzlich die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) den Beschwerdeführer 
verpflichten könnte, sich einer therapeutischen Behandlung zu unterziehen (§ 54 Abs. 2 lit. 
b EG ZGB), zumal nicht zu erwarten wäre, dass er sich ohne Androhung unmittelbaren 
physischen Zwangs an deren Weisungen halten würde. Weder als praktikabel noch als 
klar mildere Massnahme erscheint es aber, mit schlimmstenfalls mehrmals täglichem 
polizeilichem Zwang eine initiale medikamentöse Einstellung ambulant durchzusetzen. 

Als Folge eines Absetzens der Medikation ist nach Ausführung des psychiatrischen 
Gutachters zu erwarten, dass sich das typische Verhalten einer manischen Enthemmung 
innert Kürze wieder verstärkt (mit eigenwilligen Interpretationen der Realität, Verletzungen 
von und Hinwegsetzen über Grenzen, Grössenphantasien sowie fehlender Rücksicht auf 
die Mitmenschen). Damit gefährdet sich der Beschwerdeführer insofern selbst, als er 
riskiert, mit seinem – nach Auffassung der Ärzte zumindest zur Hauptsache klar 
krankheitsbedingt – stark angriffigen und sozial auffälligen Verhalten sein bis anhin 
offenbar noch mehr oder weniger intaktes soziales Umfeld mit Familie, Freunden und 
Arbeitsstelle zu verlieren. So will seine Mutter mit ihm nur noch zusammenleben, wenn er 
erst unter adäquater Medikation in die Häuslichkeit zurückkehrt und ist offenbar im Begriff, 
sich eine andere Wohnung zu suchen. Weiter muss mit einem Verlust der Arbeitsstelle 
gerechnet werden, wenn er am Arbeitsplatz manisch-psychotisch auffällt und in diesem 
Zustand die dort anwesenden – körperlich, geistig oder psychisch beeinträchtigten – 
Klienten und Klientinnen bedroht oder gefährdet. Es versteht sich von selbst, dass gerade 
bei einer Arbeit mit z.T. sehr vulnerablen Personen nicht nur körperlich-tätliche Angriffe, 
sondern auch schon provokatives oder angriffiges Verhalten eines Fachmitarbeiters durch 
die Arbeitgeberin bei allem Verständnis für dessen eigene Erkrankung nicht toleriert 
werden könnte. Es liegt nahe, dass auch mit Blick darauf und im Bestreben, die 

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Arbeitsstelle nicht zu gefährden, der persönliche Kontakt mit der Vorgesetzten durch die 
verantwortliche Oberärztin vorläufig (bis nach der Anhörung) aufgeschoben wurde. 

Eine Fortführung der begonnenen medikamentösen Behandlung erscheint schliesslich 
auch angezeigt, weil es ohne diese lediglich eine Frage der Zeit sein dürfte, bis der 
Beschwerdeführer weitere Straftaten begeht (aktenkundig ist bereits die kürzliche 
Sachbeschädigung an einem fremden Fahrzeug; gemäss Angabe des psychiatrischen 
Gutachters bestünden wohl auch weitere Delikte in der Vergangenheit, wobei der Bezug 
zur Grunderkrankung unklar sei). Es gehört ebenfalls zum Schutzauftrag, der mit einer 
fürsorgerischen Unterbringung verwirklicht wird, eine offensichtlich kranke und verwirrte 
Person davor zu schützen, krankheitsbedingt Straftaten zu begehen und sich einer 
Haftpflicht auszusetzen (etwa: Geiser/Etzensberger, a.a.O., Art. 426 N 42 i.f.; Botschaft 
zur Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, 
Personenrecht und Kindesrecht, BBl 2006 7063]). Zusammenfassend besteht aktuell – bei 
gemäss sachkundiger Einschätzung des Gerichtsgutachters zwar beginnender, aber noch 
labiler, wenig fassbarer Krankheitseinsicht und Behandlungsbereitschaft – aus 
medizinischer Sicht im Falle eines sofortigen Klinikaustritts ein erhebliches Risiko eines 
Rückfalls und der Chronifizierung mit alsdann – bei erneuter Verschlimmerung des 
manisch-psychotischen Zustands – neuerlicher Hospitalisation. In sozialer Hinsicht ist eine 
Ausgrenzung des Beschwerdeführers zu befürchten, wenn er sich in seinem aktuellen 
Zustand sozial unmöglich macht, allenfalls sogar straffällig wird. Dass diese Gefahr sehr 
real ist und sich teilweise bereits verwirklicht hat, belegen seine Ausführungen anlässlich 
der Anhörung vom 31. Januar 2023, wonach seiner ehemaligen Freundin durch deren 
Familie der Kontakt zu ihm verboten worden sei, nachdem er mit Betäubungsmitteldelikten 
aufgefallen sei (Anbau von Cannabis). 

4.2 Bei der Beurteilung der Fremdgefährdung geht es nicht nur um die Gefahr für Leib 
und Leben von Drittpersonen, sondern ebenso sehr auch um elementare Gefährdungen 
des Wohlbefindens und der seelischen Gesundheit anderer. Neben der eigentlichen 
Fremdgefährdung ist auch die Drittgefährdung im Sinne der Belastung der Umgebung 
durch den Betroffenen mit zu berücksichtigen, die indes für sich allein nicht für eine 
Einweisung oder eine Rückbehaltung ausreicht (vgl. vorstehend E. 2.1). 

4.2.1 Vorliegend erfolgte die Einweisung nach Bedrohung der Mutter und 
Gewaltdurchbrüchen zuhause. Die Mutter ist offensichtlich massiv belastet durch das 
Verhalten des Beschwerdeführers und plant anscheinend, aus der gemeinsamen 

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Wohnung auszuziehen, wobei sie den Mietvertrag zwischenzeitlich offenbar auf den 
Beschwerdeführer überschrieben hat. Dieser hat ihr seinerseits das Vertrauen entzogen, 
weil sie den (nach seinen Angaben in F.________ lebenden und gesundheitlich 
angeschlagenen) Vater über seinen Zustand in Kenntnis gesetzt habe. 

4.2.2 Im Klinikrahmen sind weiter zahlreiche fremdaggressive Vorfälle aktenkundig. So 
hat der Beschwerdeführer mehrfach Personal der Klinik sowie Mitpatienten verbal bedroht. 
Ebenfalls ist ein Vorfall dokumentiert, bei dem er der 1:1-Betreuung in die Trinkflasche 
uriniert hat, als er sich unbeobachtet wähnte; eine andere Betreuungsperson hat er (nach 
deren Darstellung gezielt) angerempelt und immer wieder hat er Mitpatienten mit Wasser 
überschüttet. Der Beschwerdeführer streitet diese sowie weitere Vorfälle (etwa: er habe 
einen Pflanzenkübel umgestossen) ab und ist der Ansicht, in den Klinikberichten würde 
nicht die Wahrheit wiedergegeben; diese möchte er gerne nach seiner Entlassung der 
Presse darbieten. 

Gemäss übereinstimmender Auffassung des Gerichtsgutachters und des fallführenden 
Arztes muss erwartet werden, dass sich der Beschwerdeführer auch im Entlassungsfall im 
aktuellen Zustand gegenüber Drittpersonen innert kürzester Zeit wieder bedrohlich verhält, 
sobald sich diese nicht so verhalten, wie er sich dies wünscht und wie er – in seinem nach 
wie vor grössenwahnhaften Erleben – davon ausgeht, dass es ihm zusteht. Der 
Gerichtsgutachter weist dabei auf die für eine Manie typische Gefahr hin, dass Situationen 
eskalieren würden, wenn eine manische Person beim Gegenüber auf Widerstand treffe. 
Der Beschwerdeführer zeigte zwar immer wieder zumindest vordergründig Einsicht in die 
soziale Dysfunktionalität seines Verhaltens und entschuldigte sich bei den geschädigten 
Personen. Mittel- bis langfristig vermochte er indes bereits im geschützten Rahmen der 
Klinik sein Verhalten nicht entsprechend anzupassen. Jedenfalls ist nicht klar, inwiefern 
die geäusserte Reue auf ein echtes Bewusstsein für die Unangemessenheit der 
Grenzüberschreitungen zurückzuführen ist, oder schlicht auf den Wunsch, im 
Klinikrahmen mehr Privilegien wie etwa freie Rauchmöglichkeiten zu erhalten (was jeweils 
aufgrund selbst- und fremdgefährdenden Verhaltens eingeschränkt werden durfte, vgl. 
BGE 134 I 209 E. 2.4.2). Weiter ist – mit dem Gutachter – nicht davon auszugehen, dass 
der Beschwerdeführer im aktuellen Zustand bereits in der Lage ist, auch sein Handeln 
zuverlässig nach dieser allfälligen Erkenntnis auszurichten. 

4.2.3 Zu berücksichtigen ist schliesslich das Risiko, dass der Beschwerdeführer im 
Entlassungsfall ohne stabile medikamentöse Einstellung erneut ein akut wahnhaft 

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psychotisches Erleben entwickelt, wie es Polizei und Notfallpsychiater am 15. Januar 2023 
dokumentiert haben. In einem solchen Fall besteht die Gefahr, dass er sich selbst oder 
andere auch körperlich erheblich verletzt, handelt es sich doch beim Beschwerdeführer 
um einen kräftigen jungen Mann, der nach eigenem Bekunden überall viele 
Küchenmesser hat, wobei festzuhalten ist, dass es nach der allgemeinen Lebenserfahrung 
auch für einen Koch nicht üblich sein dürfte, Küchenmesser ausserhalb der Küche überall 
in der Wohnung zu deponieren. Aktenkundig hat der Beschwerdeführer denn auch schon 
einmal mit einem solchen Messer auf einen Schrank eingestochen, als er Stimmen gehört 
habe (u.a. in den Zwischenwänden der Wohnung), woran er sich indes in der Anhörung 
vom 31. Januar 2023 nicht zu erinnern vermochte. Erschwerend fällt ins Gewicht, dass er 
nach eigener Angabe gerne und regelmässig Alkohol, Cannabis und Kokain konsumiert 
(nach Ausführungen in seiner Anhörung vom 31. Januar 2023 würde er an einem freien 
Tag erst einmal einen Kaffee sowie einen Schnaps nehmen, dann nach einer kurzen 
Wanderung einen Joint rauchen; allenfalls rauche er statt "normaler" Joints künftig CBD-
Joints; an Arbeitstagen würde er dies erst am Abend tun). Bei den erwähnten Substanzen 
handelt es sich um solche, die gemäss Ausführungen der Ärzte das Risiko für eine 
erneute psychotische Dekompensation erheblich erhöhen. Der psychiatrische Gutachter 
führt zwar aus, der Drogenkonsum könne fraglich auch als eine Art 
Selbstmedikationsversuch verstanden werden. Das Risiko sei aber dabei immer, dass 
statt einer Beruhigung eine Verstärkung der manischen oder psychotischen Symptome 
eintrete und die Emotionalität labilisiert werde. Damit besteht beim Beschwerdeführer – 
auch wenn ihm zu glauben ist, dass er niemanden bewusst körperlich schädigen möchte – 
ein bedeutendes Risiko eines Rückfalls in einen Zustand und ein Verhalten, wie es zur 
polizeilichen Festnahme am 15. Januar 2023 geführt hat, wobei er in psychotischem Wahn 
Dritten einen erheblichen Schaden zufügen könnte (vgl. BGE 145 III 441 E. 8.4 mit 
Verweis auf Urteil des EGMR Nr. 1760/15 vom 30. April 2019 i.S. T.B. gegen Schweiz § 
54). 

4.3 Zusammenfassend besteht beim Beschwerdeführer ohne weitere Behandlung 
nach wie vor ein akutes und erhebliches Selbstgefährdungspotenzial einerseits im Sinne 
einer Gefahr der erneuten manischen oder psychotischen Dekompensation mit 
entsprechenden sozialen und juristischen Folgen. Hinzu kommt ein ebenfalls nicht zu 
unterschätzendes, mit Blick auf den Suchtmittelkonsum und die Waffenaffinität auch 
konkretes, Fremdgefährlichkeitspotenzial. Auch in seiner Anhörung durch das Gericht 
vermochte der Beschwerdeführer (noch) nicht überzeugend darzulegen, wie er im 
Entlassungsfall verhindern wolle, dass er sich erneut selbst durch seine Wutausbrüche 

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gefährde oder andere erheblich verletze, sondern liess es bei der Behauptung bewenden, 
er verhalte sich im Klinikrahmen lediglich deshalb sowohl gegenüber dem Personal als 
auch den Mitpatienten aggressiv und bedrohlich, weil er unfreiwillig in der Klinik sei und 
man seinen Respekt dort nicht verdient habe. Mit den – von verschiedenen Seiten 
dokumentierten und damit grundsätzlich ausgewiesenen – psychotischen Durchbrüchen 
mochte er sich noch gar nicht auseinandersetzen, sondern stellte deren Realität nach wie 
vor in Frage. Angesichts der übereinstimmenden Berichte der Polizei und des 
Notfallpsychiaters über einen psychotischen, wirren Zustand muss seine Darstellung, 
wonach am 15. Januar 2023 die Polizei gekommen sei, weil er gegenüber seiner Mutter 
laut geworden sei und ein teures Auto bestellt habe, als erheblich bagatellisierend und 
verzerrt gewürdigt werden. Demnach besteht im aktuellen Zeitpunkt weiterhin ein 
ausgewiesener Bedarf an medikamentöser und psychoedukativer Behandlung; weiter 
sollte den Ärzten zufolge vor der Entlassung eine ambulante Nachbehandlung organisiert 
werden, was möglich sei. Die begonnene Behandlung zeigt offenbar bereits eine Wirkung 
und verspricht offensichtlich weiterhin Aussicht auf Erfolg, zumal das Krankheitsbild 
grundsätzlich (medikamentös) gut behandelbar ist und sich beim Beschwerdeführer erste 
Ansätze von Krankheits- und Behandlungseinsicht erkennen lassen. 

5. Zu prüfen bleibt die Verhältnismässigkeit. Eine fürsorgerische Unterbringung ist 
nur dann zulässig und verhältnismässig, wenn dem Betroffenen die nötige persönliche 
Fürsorge nicht anderweitig erwiesen werden kann, beispielsweise durch eine ambulante 
Abgabe von Medikamenten. Bei der Beurteilung dieser Frage sind die folgenden Kriterien 
in die Entscheidung miteinzubeziehen: Krankheitseinsicht, Bereitschaft, in eine 
medizinische Behandlung einzuwilligen, soziale Begleitumstände (Wohnung, Arbeit, 
Beziehungsnetz) und die Folgen einer sofortigen Entlassung in medizinischer und sozialer 
Hinsicht. Ob die fürsorgerische Unterbringung aufrecht erhalten bleiben soll, beurteilt sich 
anhand der Lage im Zeitpunkt des jeweiligen Entscheides (vgl. etwa VGer ZG F 2013 60 
vom 4. Dezember 2013 E. 4, in: GVP 2013 1.1.9.2).

5.1. Vorliegend verneint der behandelnde Arzt Krankheitseinsicht und 
Behandlungsbereitschaft; der Gutachter geht davon aus, diese seien aktuell gerade im 
Entstehen begriffen. Letzteres erscheint auch nach den Ausführungen des 
Beschwerdeführers selber in der Anhörung vom 31. Januar 2023 plausibel, gab er doch 
glaubhaft an, die Ausführungen des Gerichtsgutachters auf sich beziehen zu können und 
entsprechend auch grundsätzlich zu einer weiteren ambulanten Behandlung bereit zu 
sein. Diese beginnende, noch labile Einsicht (vgl. bereits oben E. 4.2.1) ist indes (noch) 

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mit Vorsicht zu geniessen, zumal zuvor bereits einmal eine ambulante Nachbehandlung 
nach kurzer Zeit wieder abgebrochen wurde, wonach es im Verlauf zur aktuellen manisch-
psychotischen Dekompensation kam. Es soll aber nach dem Willen des Gesetzgebers 
eine sogenannte "Drehtürpsychiatrie" vermieden werden, bei der eine Entlassung erfolgt, 
sobald die akute Krise vorbei ist, ohne dass Zeit bliebe für eine eigentliche Stabilisierung 
und die Organisation einer Nachbetreuung (Botschaft Erwachsenenschutz, a.a.O., BBl 
2006 7063). 

Mit Blick auf das Gesagte ist aus objektiv-medizinischer Sicht hier eine Phasenprophylaxe 
dringend angezeigt. Gerichtsnotorisch (vgl. etwa VGer ZG F 2022 35 E. 5.2; F 2020 6 
E. 3.4) gehen bei bipolaren Erkrankungen manische Episoden in einem erheblichen Teil 
der Fälle mit einem kognitiven Abbau einher. Dies fällt hier umso stärker ins Gewicht, als 
der Beschwerdeführer noch sehr jung ist, und es deshalb umso mehr zu verhindern gilt, 
dass er sich in urteilsunfähigem, krankhaftem Zustand unwiederbringlich schädigt und 
wiederholt hospitalisiert werden muss. Dies gilt jedenfalls so lange, als die begründete 
Aussicht besteht, dass er mit der notwendigen Behandlung und Betreuung noch zur 
Krankheitseinsicht und Behandlungsbereitschaft findet und dann auf längere Frist ein 
weitgehend normales Leben nach seinen eigenen Wünschen und Vorstellungen leben 
kann, was ohne Weiteres zu bejahen ist (zur Unverhältnismässigkeit etwa bei nicht 
entzugswilligen Alkohol- oder Drogensüchtigen vgl. demgegenüber etwa Geiser/Etzens-
berger, a.a.O., Art. 426 ZGB N. 25). 

5.2 Die sozialen Begleitumstände erscheinen grundsätzlich nicht ungünstig. Allerdings 
scheint – wie dies auch der Gerichtsgutachter nachvollziehbar darlegt – für die Zukunft 
vieles davon abzuhängen, dass der Beschwerdeführer jetzt eine adäquate 
medikamentöse Behandlung seines akuten manischen Zustands erfährt und dann auch 
hinsichtlich der längerfristigen Krankheitsbewältigung eine Psychoedukation erfolgen 
kann. So ist die Mutter nur unter der Voraussetzung einer adäquaten Medikation bereit, 
ein weiteres Zusammenleben in Betracht zu ziehen. Im Bekannten- und Kollegenkreis 
scheint niemand zu sein, der sich traut, dem Beschwerdeführer bei Bedarf auch die Stirn 
zu bieten und ihn auf übergriffiges Verhalten hinzuweisen (nach seiner eigenen Aussage 
werden ihm nur in der Klinik Grenzen gesetzt). 

5.3 Nach dem Gesagten erscheint eine Fortsetzung der begonnenen Behandlung zur 
Stabilisierung und Einstellung der Medikation als zwingend notwendig, wobei der weitere 
stationäre Aufenthalt in diesem Zusammenhang (noch) alternativlos ist, erscheint dieser 

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Rahmen doch gegenwärtig als einziges Mittel, auf eine stabile Krankheitseinsicht und 
Behandlungsbereitschaft hinzuwirken. Mit Blick auf die akut drohende weitere 
Verschlechterung und auch die langfristige, irreversible Schädigung der kognitiven 
Funktionen des noch sehr jungen Beschwerdeführers im Falle fehlender adäquater 
Medikation ist die weitere stationäre Unterbringung zu deren Sicherstellung im 
gegenwärtigen Zeitpunkt notwendiges, mildest mögliches Mittel zur Abwendung akut 
drohender Gefahr vom Beschwerdeführer selber sowie seinem unmittelbaren Umfeld. Sie 
ist damit als verhältnismässig zu qualifizieren, und die Beschwerde ist demnach 
abzuweisen.

Angesichts der nur schwer zum Voraus prognostizierbaren Dauer der medikamentösen 
Einstellung von – laut dem behandelnden sowie dem begutachtenden Arzt – ca. einer bis 
drei Wochen, der Tatsache, dass sich der Beschwerdeführer im Urteilszeitpunkt bereits 
seit über zwei Wochen in der Klinik befand, sowie der ohnehin auf maximal sechs Wochen 
beschränkten Dauer der ärztlichen fürsorgerischen Unterbringung (vgl. oben E. 2.1), ist 
eine weitere Einschränkung von deren Dauer durch das Gericht nicht angezeigt. Es 
versteht sich von selbst, dass die Klinik den Beschwerdeführer bei entsprechendem 
Therapierfolg sowie Anbindung an eine ambulante Nachbehandlung auch vor Ablauf 
dieser Maximalfrist entlassen kann und soll (Art. 429 Abs. 1 und 3 ZGB; § 51 Abs. 3 EG 
ZGB). Ebenso ist klar, dass während der Dauer der Unterbringung grundsätzlich versucht 
werden sollte, die Strukturen sukzessive – soweit dies das Gefährdungspotenzial des 
Beschwerdeführers zulässt – zu öffnen, da Einschränkungen und Verhaltensregeln nicht 
der Disziplinierung des Patienten dienen, sondern nur verhängt werden sollten, wenn dies 
aus Gründen der Sicherheit (des Patienten selber, der Mitpatienten oder des Personals) 
notwendig (BGE 134 I 209 E. 2.4.2) oder zu Behandlungszwecken angezeigt ist (etwa: 
Reizabschirmung). 

5.4 Muss – wovon bei guter Kooperation nicht auszugehen ist – die Unterbringung 
über sechs Wochen hinaus weitergeführt werden, hat die Klinik rechtzeitig, d.h. spätestens 
acht Tage vor Ablauf der sechswöchigen Frist, die Kindes- und 
Erwachsenenschutzbehörde zu informieren und einen behördlichen Entscheid über die 
Fortführung der Unterbringung zu beantragen (§ 53 EG ZGB). Da den Klinikakten zufolge 
eine Gefährdungsmeldung an die KESB erfolgt ist, ist dieser Entscheid der KESB 
ebenfalls zuzustellen (Art. 453 ZGB; Thomas Geiser, Basler Kommentar Zivilgesetzbuch I, 
7. Aufl. 2022, Art. 453 ZGB N 7). 

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6. Das Gerichtsverfahren ist gemäss § 57 Abs. 2 EG ZGB im Bereich der 
fürsorgerischen Unterbringung kostenlos. Der unterliegende, nicht anwaltlich vertretene 
Beschwerdeführer hat keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung. 

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Urteil F 2023 3

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Lausanne Beschwerde in Zivilsachen 
eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Beschwerdeführer (via Chefarztsekretariat, mit ausführlicher 
Rechtsmittelbelehrung), an Dr. med. B.________, an die ärztliche Leitung der 
Triaplus AG Klinik Zugersee sowie an die Kindes- und 
Erwachsenenschutzbehörde des Kantons Zug.

Zug, 31. Januar 2023

Im Namen der
FÜRSORGERECHTLICHEN KAMMER
Die Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am