# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 36064828-c81b-569e-98d6-f787ffcb7a57
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-09-04
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe 04.09.2023 605 2022 197
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_011_605-2022-197_2023-09-04.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Rue des Augustins 3, case postale 630, 1701 Fribourg

T +41 26 304 15 00

www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

605 2022 197

Urteil vom 4. September 2023

I. Sozialversicherungsgerichtshof

Besetzung Präsident: Marc Boivin 
Richter: Dominique Gross, Marc Sugnaux 
Gerichtsschreiber-Berichterstatter: Bernhard Schaaf 

Parteien A.________, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt Lorenz 
Fivian

gegen

BASLER VERSICHERUNG AG, Vorinstanz, vertreten durch Rechtsanwalt 
Urs Hofer

Gegenstand Unfallversicherung – Rente; Bestimmung der Vergleichseinkommen und 
Berechnung des Invaliditätsgrades

Beschwerde vom 18. November 2022 gegen den Einspracheentscheid vom 
18. Oktober 2022

Kantonsgericht KG
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Sachverhalt

A. A.________, geboren 1968, verheiratet, wohnhaft in B.________, arbeitete seit dem 
13. Januar 2008 in einem Pensum von 70% als Verkäuferin bei der damaligen C.________ AG, mit 
Sitz in D.________. Sie war im Rahmen dieser Anstellung bei der Basler Versichung AG (nachfol-
gend: Basler) gegen Berufs- und Nichtberufsunfälle sowie Berufskrankheiten versichert.

Am 16. März 2011 stürzte sie auf der Arbeit auf den Hinterkopf und zog sich ein Schädelhirntrauma 
(SHT) zu und musste in der Folge zweimal operiert werden (Kraniotomie am 16. März 2011 und 
Hemikraniektomie am Folgetag). Die Basler übernahm die gesetzlichen Leistungen.

Per April 2012 arbeitete A.________ in einem Pensum von 80% und neu als Filialleiterin in einer 
neuen Bäckereifiliale mit Tearoom. Am 16. September 2012 verzichtete sie auf die weitere Ausrich-
tung von Leistungen. Am 14. November 2013 wurde ihr eine Palacos-Plastik implantiert. Sie kündig-
te ihre Stelle per 31. Mai 2014.

B. Die Invalidenversicherungsstelle des Kantons Freiburg (IV-Stelle) sprach ihr mit Verfügung 
vom 15. September 2017 ab dem 1. Mai 2017 eine halbe Invalidendrente (Invaliditätsgrad 55%) zu. 
Im Dezember 2017 wiederrief A.________ ihren Verzicht auf Leistungen und die Basler nahm die 
Erbringung der gesetzlichen Leistungen wieder auf.

Ein bei der E.________ eingeholtes psychiatrisches Gutachten vom 5. April 2018 ergab keine 
Einschränkung psychischer Art und empfahl die Aufnahme einer psychiatrischen Therapie. Da sie 
sich keiner Therapie unterziehen wollte, erklärte sie erneut einen Leistungsverzicht und die Basler 
stellte ihre Leistungen per 31. Dezember 2018 ein und sprach ihr eine Integritätsentschädigung von 
20% zu. Nachdem die Einsprache des zuständigen Krankenversicherer gutgeheissen wurde, nahm 
die Basler ihre Leistungspflicht wiederum auf.

Mit Vergleichsverfügung vom 6. November 2019 wurde A.________ ab dem 1. Januar 2018 eine 
Rente auf der Basis eines Invaliditätsgrades von 11% sowie die Übernahme der Heilbehandlungs-
kosten zugesprochen. Nachdem sie dagegen Einsprache erhoben hatte, hob die Basler mit Einspra-
cheentscheid vom 5. Mai 2020 die Vergleichsverfügung auf und gewährte rückwirkend ab dem 
18. Dezember 2017 ein Taggeld auf der Basis einer Arbeitsunfähigkeit von 50% und verpflichtete 
sie zur Aufnahme einer psychiatrischen Behandlung.

C. Am 23. Juni 2021 ordnete die Basler ein polydisziplinäres Gutachten (Psychiatrie, Neurolo-
gie, Neuropsychologie) bei der F.________ GmbH an. Aus dem Gutachten vom 7. Oktober 2021 
ergab sich in einer angepassten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 80%.

Gestützt darauf sprach die Basler A.________ mit Verfügung vom 30. März 2022 ab dem 1. Oktober 
2021 eine Invalidenrente auf der Basis eines Invaliditätsgrades von 29% und eine Integritätsent-
schädigung von 40%, sowie die Übernahme der Heilbehandlungskosten zu.

Während dem Einspracheverfahren wurde sie von der Basler darüber informiert, dass mit einer all-
fälligen reformatio in peius zu rechnen sei. Am 17. Oktober 2022 hielt sie an ihrer Einsprache fest.

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Mit Einspracheentscheid vom 18. Oktober 2022 sprach die Basler eine Invalidenrente gestützt auf 
einen Invaliditätsgrad von 15% zu.

D. Dagegen erhebt A.________, vertreten durch Rechtsanwalt Lorenz Fivian, am 18. November 
2022 Beschwerde an das Kantonsgericht Freiburg und stellt den Antrag, der Einspracheentscheid 
vom 18. Oktober 2022 sei aufzuheben und ihr seien die gesetzlichen Leistungen zuzusprechen, 
eventualiter sei die Angelegenheit für weitere Abklärungen an die Basler zurückzuweisen. Zur 
Begründung bringt sie vor, dem Gutachten der F.________ könne nicht gefolgt werden und die vor-
genommene Berechnung des Invaliditätsgrads sei nicht korrekt.

Die Basler, vertreten durch Rechtsanwalt Urs Hofer, bestätigt in ihren Bemerkungen vom 3. März 
2023 ihre Ausführungen im Einspracheentscheid und beantragt die Beschwerdeabweisung.

Im Rahmen des zweiten Schriftenwechsels werden keine wesentlichen neuen Argumente vorge-
bracht.

Die weiteren Elemente des Sachverhalts ergeben sich, soweit für die Urteilsfindung massgebend, 
aus den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen.

Erwägungen

1.

Die Beschwerde vom 18. November 2022 gegen den Einspracheentscheid vom 18. Oktober 2022 
ist fristgerecht durch einen ordentlich bevollmächtigten Vertreter bei der sachlich und örtlich zustän-
digen Beschwerdeinstanz eingereicht worden. Die Beschwerdeführerin hat ein schutzwürdiges Inte-
resse, dass das Kantonsgericht, I. Sozialversicherungsgerichtshof, ihren Rentenanspruch prüft.

Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2.

2.1. Nach Art. 6 des Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung (UVG; 
SR 832.20) werden die Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen 
und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt.

Gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialver-
sicherungsrechts (ATSG; SR 830.1), welches hier nach Art. 1 Abs. 1 UVG zur Anwendung kommt, 
gilt als Unfall die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen 
äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geisti-
gen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat.

2.2. Der Unfallversicherer haftet für einen Gesundheitsschaden nur insoweit, als dieser in einem 
natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zum versicherten Ereignis steht. Das Vorliegen 
eines natürlichen Kausalzusammenhanges ist eine Tatfrage und muss daher mit dem im Sozialver-
sicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen werden 
(Urteil BGer 8C_408/2019 vom 26. August 2019 E. 3.1 f. mit Hinweisen).

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2.3. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die strei-
tigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung 
der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch-
tend ist und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den 
Beweiswert ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der ein-
gereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 
E. 3a; 112 V 160 E. 1c). In Bezug auf Berichte von Hausärzten darf und soll der Richter der Erfah-
rungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche 
Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 
E. 3cc).

3.

Streitig ist der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin und dabei namentlich die Arbeitsfähigkeit 
in einer angepassten Tätigkeit sowie die Berechnung des Invaliditätsgrades. Die Basler sprach ihr 
ab dem 1. Oktober 2021 eine Rente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 15% zu. Die Beschwerde-
führerin beantragt eine höhere Rente.

3.1. Ist der Versicherte infolge des Unfalls zu mindestens 10% invalid (Art. 8 ATSG), hat er An-
spruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG ist Invalidität die 
voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge-
sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder 
teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind 
ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs-
unfähigkeit liegt nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung – und im Beschwerdefall das Ge-
richt – auf Unterlagen angewiesen, die der Arzt oder die Ärztin und gegebenenfalls andere Fachleute 
zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe der medizinischen Fachperson ist es, den Gesundheits-
zustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher 
Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind ärztliche Auskünfte eine wich-
tige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch 
zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4, 115 V 133 E. 2).

3.2. Die Basler stützte sich für ihren Entscheid auf das Gutachten der F.________ vom 7. Oktober 
2021 (UV-Akten S. 108 ff.). Nach einem Sturz mit/bei schwerem SHT mit akutem Sub- und Epidural-
hämatom temporo-parieto-okzipital links würden folgende Probleme persistierenden: ein organi-
sches Psychosyndrom nach SHT mit erhöhter Ermüdbarkeit, verminderter Belastbarkeit und leichten 
neuropsychologischen Defiziten, ohne wesentliche Beeinträchtigung von Motorik, Sensorik und Sen-
sibilität auf neurologischem Gebiet (F07.2) sowie eine strukturelle Epilepsie, aktuell seit Jahren unter 
fortgesetzter antikonvulsiver Medikation anfallsfrei (G40.5). Es liege keine krankheitswertige psychi-
sche Störung i. S. einer psychogenen Störung vor. Beim organischen Psychosyndrom nach SHT 
handle es sich um ein hirnorganisch bedingtes Störungsbild im Zusammenhang mit den erlittenen 
links-betonten Hirnverletzungen. Die bisherige Tätigkeit sei aufgrund der neuropsychologischen De-
fizite, der fehlenden Stresstoleranz sowie der eingeschränkten Ein- und Umstellfähigkeit nicht mehr 
möglich. Für angepasste Tätigkeiten einfacher bis durchschnittlicher geistiger Natur mit einfachen 

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bis durchschnittlichen Verantwortungsbereichen ohne Tätigkeiten unter Zeitdruck, an schnell laufen-
den Maschinen oder anderen Arbeitsplätzen, bei denen die Beschwerdeführerin sich oder andere 
durch einen epileptischen Anfall gefährden könnte, ergebe sich aus interdisziplinärer Sicht eine 
Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 80% (Vollpensum mit um 20% reduziertem Rendement).

Am 25. Januar 2022 (UV-Akten S. 105 ff.) hielten die Gutachter an ihrer Sichtweise fest und präzi-
sierten lediglich hinsichtlich der von ihnen erwähnten anderen Arbeiten, bei welchen sich die Be-
schwerdeführerin oder andere durch einen epileptischen Anfall gefährden könnte, dass damit Tätig-
keiten auf Treppen, Leitern, Gerüsten, absturzgefährdeten Stellen bzw. am oder im Wasser gemeint 
seien.

3.3. Die Beschwerdeführerin bringt vor, auf das Gutachten der F.________ könne nicht abgestellt 
werden. Die Gutachter würden zwar festhalten, sie leide hauptsächlich an neurologischen Be-
schwerden und sei in der angestammten Tätigkeit als Filialleiterin eines Tearooms nicht mehr 
arbeitsfähig. Jedoch würden sie die Frage der Restarbeitsfähigkeit nicht vollständig und schlüssig 
beantworten. Bei der Anamnese werde zwar ein chronisches Fatigue-Syndrom erwähnt, doch wür-
den sich die Gutachter damit nicht auseinandersetzen und es fehle bei den Diagnosen.

Weiter habe sie sich bei der G.________ begutachten lassen. Die Klinik habe umfangreiche neurolo-
gische und neuropsychologische Abklärungen vorgenommen und sei zum Schluss gekommen, eine 
den Beschwerden angepasste Tätigkeit sei im ersten Arbeitsmarkt nur schwer vorstellbar, womit 
feststehe, dass keine Arbeitsfähigkeit mehr vorliege.

3.4. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin setzten sich die Gutachter sehr wohl mit der 
Fatigue-Problematik auseinander. So fiel die Beschwerdeführerin bei jedem Gutachter gegen Ende 
der Untersuchung mit Ermüdung, Konzentrationsminderung und einzelnen Wortfindungsstörungen 
auf und der neuropsychologische Gutachter notierte, die im Untersuchungsverlauf (2h) zunehmende 
Ermüdung und Ermattung, mit zunehmender psychomotorischer Verlangsamung, entspreche einer 
klinisch manifesten Fatigue-Symptomatik. Diese genügte jedoch den Fachärzten offenbar nicht, um 
ein eigentliches Fatigue-Syndrom zu diagnostizieren. Der neuropsychologische Gutachter hielt fest, 
trotz möglichen leichten Verdeutlichungstendenzen liege ein plausibles neuropsychologisches Leis-
tungsprofil vor mit hirnorganisch begründbaren leichten neuropsychologischen Defiziten (leichte 
psychomotorische Verlangsamung, leicht verminderte kognitive Belastbarkeit und Leistungsfähig-
keit mit leichter Fatigue-Symptomatik, residuellen Wortfindungsstörungen). Vielmehr wurde diese 
Problematik im Rahmen des organischen Psychosyndroms explizit berücksichtigt. Dies deckt sich 
insofern mit den Akten, als keiner der übrigen involvierten Ärzte, auch nicht die behandelnden, je die 
Diagnose eines Fatigue-Syndroms (G93.3) gestellt haben, obwohl sich die Beschwerdeführerin seit 
Jahren regelmässig über Ermüdbarkeit beklagte. Ferner hielt der neuropsychologische Gutachter 
fest, die ab ca. 2014 geltend gemachte subjektive Verschlechterung der kognitiven Leistungsfähig-
keit könne aus neuropsychologischer Sicht weder mit den initial beim Unfall erlittenen Hirnverletzun-
gen, noch mit der Implantation einer Palacos-Plastik, dem epileptischen Anfallsgeschehen oder anti-
konvulsiven Medikation erklärt werden. Höhergradige neuropsychologische Defizite liessen sich auf 
der Grundlage objektiver Befunde nicht begründen. Gleicher Meinung war bereits der E.________-
Gutachter (vgl. Gutachten vom 5. April 2018; UV-Akten S. 154 ff.; S. 178). Zudem lasse die im Alltag 
recht aktive Versicherte, die regelmässig ihre Enkel betreue, Auto fahre und den Haushalt selbst-
ständig bewältige, in den Aktivitäten des täglichen Lebens ein recht hohes Funktionsniveau erken-
nen, das mit höhergradigen neuropsychologischen Defizite nicht vereinbar sei. Die Beschwerde-
führerin gab gegenüber dem psychiatrischen Gutachter an, sie stehe um 07.30 Uhr auf, dusche, 
frühstücke und gehe dann lange mit dem Hund nach draussen. Am Vormittag besorge sie den 

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Haushalt, müsse aber immer Pausen einlegen können. Am Mittag esse sie was Kleines und lege 
sich hin. Am Nachmittag mache sie Einkäufe, Rechnungen oder Bürosachen für den Ehemann, auch 
kämen Grosskinder oder Freunde vorbei. Sie mache ab und zu Gartenarbeit, gehe schwimmen oder 
betreibe mit dem Ehemann Karate. Am Abend schaue sie fern, lese, stricke oder spiele Gesell-
schaftsspiele. Gegen 23.00–23.30 Uhr gehe sie schlafen, der Schlaf sei gut. Gegenüber dem Neuro-
psychologen gab sie ferner an, sie hüte die Enkelkinder drei bis vier Tage die Woche, je nach Bedarf 
nur zwei Stunden oder auch länger. Schon anlässlich der psychiatrischen Begutachtung durch die 
E.________ berichtete die Beschwerdeführerin über zahlreiche private Freizeitaktivitäten, nament-
lich eine intensive Sportbetätigung (Yoga, Karate). Es kann deshalb nicht gehört werden, die 
Gutachter der F.________ hätten bei der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit die Fatigue-Symptoma-
tik ausgeblendet. Diese fällt jedoch aus objektiver Sicht geringer aus als von der Beschwerdeführerin 
subjektiv empfunden und objektiv betrachtet liegt eben gerade nicht eine schwere Fatigue-Sympto-
matik vor.

Die Gutachter gingen in einer angepassten Tätigkeit im Vollpensum von einer um 20% reduzierten 
Leistungsfähigkeit aus. Dabei haben sie auch die strukturelle Epilepsie berücksichtigt, welche seit 
Jahren zu keinem Anfall geführt hat, wie es den Berichten des G.________ zu der jährlich stattfin-
denden epileptologischen Sprechstunde entnommen werden kann. Die letzten Episoden mit Auren 
ereigneten sich im Mai 2016 und im aktuellen Bericht vom 13. Juni 2022 (UV-Akten S. 472 ff.) wurde, 
wie jeweils zuvor, zum durchgeführten EEG notiert, es lägen keine epilepsietypischen Signale vor. 
Die nächste Kontrolle wurde in zwei Jahren vorgesehen. In diesem Bericht wurde zudem, entgegen 
der Angabe in der Beschwerde, die Arbeitsfähigkeit aus epileptologischer Sicht, wie in den Vor-
berichten, explizit bestätigt. In neuropsychologischer Sicht sei die Arbeitsfähigkeit eingeschränkt und 
es wurde auf einen Bericht der Neuropsychologie vom Juli 2021 verwiesen. Ferner ist es von Inte-
resse, dass im Bericht vom 6. April 2016 zur epileptologischen Sprechstunde vom 24. März 2016 
(UV-Akten S. 669 ff.) notiert wurde, bezüglich der Epilepsie-Problematik gehe es im Alltag gut und 
die Beschwerdeführerin fühle sich durch die Episoden im Alltagsleben kaum beeinträchtigt.

Weiter kann nicht gehört werden, die Gutachter würden die Frage der Restarbeitsfähigkeit nicht 
vollständig und schlüssig beantworten. Gemäss den Gutachtern ist der bisherige Beruf nicht mehr 
möglich. Hingegen gingen sie in einer angepassten Arbeit insgesamt von einer Einschränkung von 
20% aus und wiesen im Detail darauf hin, welchen Anforderungen eine solche Arbeitsstelle zu genü-
gen hat. So muss es sich um eine Tätigkeit einfacher bis durchschnittlicher geistiger Natur handeln 
mit einfachen bis durchschnittlichen Verantwortungsbereichen ohne Tätigkeiten unter Zeitdruck, an 
schnell laufenden Maschinen oder anderen Arbeitsplätzen, bei denen die Beschwerdeführerin sich 
oder andere durch einen epileptischen Anfall gefährden könnte. Die funktionellen Anforderungen an 
eine angepasste Tätigkeit wurden damit klar spezifiziert. Demgegenüber ist es nicht Aufgabe der 
Gutachter, eine konkrete Arbeitsplatzbeschreibung vorzunehmen oder ein genaues Stellenprofil zu 
beschreiben.

Die Basler stellte somit zu Recht auf das überzeugende Gutachten der F.________ ab. Dieses erfüllt 
ferner die von der Rechtsprechung gestellten Anforderungen. Es ist umfassend, beruht auf allseiti-
gen Untersuchungen, berücksichtigt die beklagten Beschwerden, wurde in Kenntnis der Vorakten 
(Anamnese) abgegeben und die Beurteilung ist einleuchtend und die Schlussfolgerungen nachvoll-
ziehbar. Diesbezüglich ist es von Interesse, dass der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin in 
einer E-Mail an die Basler vom 27. Oktober 2021 (UV-Akten S. 212) selber angab, das Gutachten 
sei korrekt und einzig mit der seiner Meinung nach nur vage beschriebenen angepassten Tätigkeit 
nicht einverstanden war, was jedoch, wie gesehen, nicht gehört werden kann. Es ist damit mit der 

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Basler in einer angepassten Tätigkeit von einer Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 80% auszuge-
hen.

3.5. Zu keiner Änderung führen die aktuellen neuropsychologischen Berichte des G.________.

Im Bericht vom 14. Juli 2021 (UV-Akten S. 475 ff.) zur neuropsychologischen Untersuchung vom 
7. Juli 2021 stellten die Ärzte vereinzelt leichte bis mittelschwere kognitive Funktionsstörungen 
(visuelles Lernen, Visuo-Konstruktion, verbale und figurale Ideenproduktion, Verarbeitungsge-
schwindigkeit) fest. Klinisch liessen sich zudem diskrete Sprachauffälligkeiten (Wortfindungsstörun-
gen, stockende Sprache) beobachten. Die kognitive Belastbarkeit sei deutlich reduziert und zeichne 
sich durch Aufmerksamkeitsschwankungen und eine Verlangsamung sowie psychische Anspan-
nung im Verlauf der Untersuchung aus. Die objektiven Minderleistungen dürften durch die Ermüd-
barkeit zumindest mitbedingt sein. Es sei von einer deutlich reduzierten Arbeitsfähigkeit auszuge-
hen.

Der neuropsychologische Gutachter hielt zu diesem Bericht fest, die darin festgestellten leichten bis 
mittelschweren neuropsychologischen Störungen würden sich weder bei der aktuellen Untersu-
chung noch in den von ihm zitierten Voruntersuchungen abbilden. Die im Bericht vom Juli 2021 
notierten Störungen seien deshalb nicht nachvollziehbar. Auch hätten die Ärzte des G.________ 
weder eine Beschwerdevalidierung vorgenommen noch würden sie sich kritisch mit den vorher 
unauffälligen neuropsychologischen Vorbefunden auseinandersetzen und es fehle an einer Diskus-
sion der möglichen Gründe für die festgestellte Verschlechterung. Diese Ausführungen überzeugen. 
Zudem sind die Angaben zur Arbeitsfähigkeit im Bericht vom Juli 2021 in dem Sinne nicht klar, als 
nicht feststeht, ob sich die Ärzte zur bisherigen Tätigkeit, die auch gemäss den Gutachtern der 
F.________ nicht mehr möglich ist, oder zu einer dem Leiden angepassten Arbeit äusserten und die 
Einschränkung wurde nicht quantifiziert. Zusätzlich ist darauf hinzuweisen, dass eine neuropsycho-
logische Abklärung lediglich eine Zusatzuntersuchung darstellt und es grundsätzlich Aufgabe des 
psychiatrischen oder allenfalls neurologischen Facharztes bleibt, die Arbeitsfähigkeit unter Berück-
sichtigung allfälliger neuropsychologischer Defizite einzuschätzen, wie es beim Gutachten der 
F.________ der Fall war, weshalb der Bericht vom Juli 2021 allein das Gutachten der F.________ 
nicht in Frage zu stellen vermag (in diesem Sinne Urteil BGer 8C_380/2022 vom 27. Dezember 2022 
E. 10.2 mit Hinweisen). Bei 

Das Vorgesagte gilt ebenso für die beiden nachgereichten Berichte des G.________. Am 30. August 
2022 (Beschwerdebeilage Nr. 5) bestätigte die Fachpsychologin Dr. phil H.________ die Resultate 
der Voruntersuchung vom Juli 2021 und ging in einer anspruchsvollen beruflichen Tätigkeit mit Füh-
rungsfunktion von einer Arbeitsunfähigkeit von 50% aus. Sie steht damit nicht im Widerspruch zum 
Gutachten der F.________, gemäss welchem die bisherige Arbeit nicht mehr zumutbar ist und in 
einer Tätigkeit einfacher bis durchschnittlicher geistiger Natur mit einfachen bis durchschnittlichen 
Verantwortungsbereichen eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 80% besteht. Zudem wird in 
diesem Bericht eine Angst vor zukünftigen epileptischen Anfällen genannt, was gegenüber den 
Gutachtern explizit verneint worden war. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin wird in 
diesem Bericht weiter nicht ein letzter Anfall im Juni 2022 bestätigt, sondern einzig auf den letzten 
Verlaufsbericht der Epileptologen vom Juni 2022 verwiesen. Im Bericht vom 14. November 2022 
(Beschwerdebeilage Nr. 6) beantwortet die Fachpsychologin nicht bekannte Fragen des Rechtsver-
treters und ist der Ansicht, es sei nicht vorstellbar, dass auf dem ersten Arbeitsmarkt eine geeignete 
Stelle existiere. Dieser Bericht kann zusätzlich zu den oben genannten Punkten auch deshalb nicht 
berücksichtigt werden, da der hier relevante ausgeglichene Arbeitsmarkt auch sog. Nischenarbeits-
plätze umfasst, also Stellen- und Arbeitsangebote, bei welchen Behinderte mit einem sozialen 

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Entgegenkommen vonseiten des Arbeitgebers rechnen können (Urteil BGer 8C_94/2018 vom 
2. August 2018 E. 6.2 mit Hinweisen). Vorliegend ist davon auszugehen, dass der Beschwerdefüh-
rerin trotz den vorgenannten funktionellen Einschränkungen auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt 
genügend leichte Hilfstätigkeiten offenstehen, namentlich, weil sich aus rein körperlicher Sicht keine 
Einschränkungen ergeben, sodass nicht von realitätsfremden und in diesem Sinne unmöglichen und 
unzumutbaren Einsatzmöglichkeiten ausgegangen wird (vgl. Urteil BGer 8C_232/2008 vom 
26. August 2008).

4.

Bezüglich der Berechnung des Invaliditätsgrads kritisiert die Beschwerdeführerin, die Basler gehe 
zu ihren Ungunsten von einem sehr tiefen Valideneinkommen aus, welche sich auf nicht überprüf-
bare Daten stütze. Demgegenüber würden zu ihren Gunsten beim Invalideneinkommen die Löhne 
der Schweizerischen Lohnstrukturergebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik angewendet. Die-
ses Vorgehen sei nicht zulässig. Der bisherige Arbeitsplatz bestehe nicht mehr und sie habe seit 
über 10 Jahren nicht mehr gearbeitet. Dies stelle eine Verletzung des Gebots auf Parallelisierung 
des Einkommens dar. Wenn schon hätte auch das Valideneinkommen anhand der LSE-Tabellen 
ermittelt werden müssen.

Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person 
nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarkt-
lage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn 
sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG). Es ist unbestritten, dass die Rentenberechnung für 
das Jahr 2021 erfolgen muss.

Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des Beginns des Rentenanspruchs 
massgebend. Allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen sind bis zum Ein-
spracheentscheid zu berücksichtigen. Erhält der zuständige Unfallversicherer infolge einer Ein-
sprache die Gelegenheit, seine Verfügung vollumfänglich zu überprüfen, ist er grundsätzlich ver-
pflichtet, die verfügbare, neuste LSE-Tabelle anzuwenden. Im Beschwerdeverfahren ist es Sache 
des angerufenen Gerichts, die Rechtskonformität der Invaliditätsbemessung zu prüfen und gegebe-
nenfalls einen Tabellenlohnvergleich gestützt auf die LSE vorzunehmen. Das Gericht hat im Be-
schwerdeentscheid grundsätzlich ebenfalls von den Verhältnissen auszugehen, die sich bis zum 
Einspracheentscheid verwirklicht haben (BGE 143 V 295 E. 4.1.3 f. mit Hinweisen). Die Basler hat 
sich für das Invalideneinkommen auf die LSE 2018 abgestützt. Jedoch wurde die LSE 2020 am 
23. August 2022 (vgl. https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/aktuell/neue-veroeffentlichungen.as-
setdetail.22988243.html, besucht am 1. September 2023), und damit einige Monate vor dem Erlass 
des hier streitigen Einspracheentscheides, publiziert, weshalb die Basler auf die Zahlen der LSE 
2020 hätte abstellen müssen.

4.1. Die Ermittlung des Valideneinkommens hat so konkret wie möglich zu erfolgen. Dabei ist 
entscheidend, was der Beschwerdeführer im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach 
dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunder tatsächlich verdient hätte. 
Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommens-
entwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es der Erfahrung entspricht, dass die bisherige 
Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegen-
der Wahrscheinlichkeit erstellt sein (Urteil BGer 9C_225/20919 vom 11. September 2019 E. 4.2.1 
mit Hinweisen). Ein solcher Ausnahmefall liegt beispielsweise dann vor, wenn der Versicherte seine 

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Arbeitsstelle infolge konkursbedingter Betriebsschliessung verliert (Urteil BGer 8C_462/2014 vom 
18. November 2014 E. 4.2), weshalb die Basler zu Recht nicht vom Einkommen bei der ehemaligen 
Arbeitgeberin ausging, da diese heute nicht mehr existiert und 2019 in eine Immobilienfirma 
(I.________ AG) umgewandelt worden war (vgl. SHAB Publikation Nr. jjj vom 27. Dezember 2019).

Ferner missversteht die Beschwerdeführerin offenbar den Grundsatz der Parallelisierung der Ein-
kommen. So bedeutet dieser Grundsatz nicht, dass beide Einkommen auf der gleichen Grundlage 
berechnet werden müssen. Vielmehr ist gemäss diesem Grundsatz zu prüfen, ob eine versicherte 
Person aus invaliditätsfremden Gründen (z. B. geringe Schulbildung, fehlende berufliche Ausbil-
dung, usw.) ein deutlich unterdurchschnittliches Einkommen bezog. Falls dies zu bejahen ist, ist dem 
bei der Invaliditätsbemessung nach Art. 16 ATSG Rechnung zu tragen, sofern keine Anhaltspunkte 
dafür bestehen, dass sie sich aus freien Stücken mit einem bescheideneren Einkommensniveau 
begnügen wollte. Nur dadurch ist der Grundsatz gewahrt, dass die auf invaliditätsfremde Gesichts-
punkte zurückzuführenden Lohneinbussen entweder überhaupt nicht oder aber bei beiden Ver-
gleichseinkommen gleichmässig zu berücksichtigen sind (BGE 141 V 1 E. 5.4 mit Hinweisen). Ein 
deutlich unterdurchschnittliches Einkommen wird nicht geltend gemacht, weshalb sich weitere 
Äusserungen zur Parallelisierung erübrigen.

Lässt sich aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse das ohne gesundheitliche Beeinträchtigung rea-
lisierbare Einkommen nicht hinreichend genau beziffern, darf auf statistische Werte wie die LSE 
zurückgegriffen werden, sofern dabei die für die Entlöhnung im Einzelfall relevanten persönlichen 
und beruflichen Faktoren mitberücksichtigt werden (Urteil BGer 8C_505/2021 vom 30. Mai 2022 
E. 3.2 mit Hinweisen). Es besteht auch die Möglichkeit, auf den Gesamtarbeitsvertrag einer Branche 
(Urteil BGer I 664/06 vom 30. März 2007 E. 4 mit Hinweisen) oder auf die Salärrichtlinie des betref-
fenden Berufsverbandes (Urteil BGer 8C_116/2016 vom 29. März 2016 E. 3.3) abzustellen.

Die Basler hielt bezüglich des Valideneinkommens fest, die Beschwerdeführerin mache unter Ver-
weis auf das Portal Lohncheck (www.lohncheck.ch) für eine "Filialleiterin im Detailhandel" ein Jah-
reslohn zwischen CHF 58'541 und CHF 90'176.- bzw. dessen Mittelwert von CHF 74'358.50 geltend. 
Gemäss dem Lohnbuch der Schweiz 2022 (Ziff. 47, S. 247–265) umfasse jedoch der Detailhandel 
ein äusserst breites Spektrum von Branchen. Ferner sei zwischen der Grösse eines Betriebes sowie 
unabhängig der jeweiligen Funktion auch nach der Ausbildung zu unterscheiden. Die Beschwerde-
führerin habe das Gymnasium abgebrochen und keine eigentliche Berufsausbildung absolviert. Ge-
stützt auf den Gesamtarbeitsvertrag betrage gemäss dem Lohnbuch 2022 der Lohn für eine unge-
lernte Filialleiterin im Detailhandel mit Brot-, Back- und Süsswaren bei einer wöchentlichen Arbeits-
zeit von 42 Stunden CHF 4'040.- pro Monat (Lohnbuch Ziff. 47, S. 255). Inklusive 13. Monatslohn 
betrage das Valideneinkommen somit CHF 52'520.-.

Es kann offensichtlich nicht gehört werden, die Basler stütze sich für das Valideneinkommen auf 
nicht nachvollziehbare Daten. Vielmehr kam diese dem Grundsatz, wonach das Valideneinkommen 
so konkret wie möglich zu ermitteln ist, nach. Ihr ist darin zu folgen, dass der Bereich Detailhandelt 
offensichtlich ein zu breites Spektrum umfasst und deshalb nicht der Lohnberechnung auf Lohn-
check gefolgt werden kann. Dennoch überzeugt die Berechnung der Basler nicht. Sie stützte sich 
auf das Lohnbuch 2022 ab. Demgegenüber sind hier die Vergleichseinkommen für das Jahr 2021 
zu berechnen. Weiter sind die Lohnbücher im Gegensatz zur LSE nicht allgemein zugänglich, son-
dern werden von der Volksdirektion des Kantons Zürich, Amt für Wirtschaft und Arbeit, herausge-
geben und müssten erworben werden. Zudem hat sich, soweit ersichtlich, das Bundesgericht im 
Bereich der Sozialversicherungen nie auf die Lohnbücher abgestützt. Darüber hinaus ist es zwar 
richtig, dass die Beschwerdeführerin keine Lehre gemacht hat. Jedoch ist davon auszugehen, dass 

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sie sich bis 2021 eine grosse Erfahrung angeeignet hätte, welcher den Umstand der fehlenden Lehre 
zumindest zum Teil kompensiert hätte. Auch wenn die im Dossier vorhandenen Lohnangaben nicht 
sehr aufschlussreich sind, ergibt sich aus dem persönlichen Lohnkonto für 2012 ein ausbezahlter 
Jahreslohn inkl. Kinderzulagen von CHF 44'234.10 und für 2013 von CHF 39'068.25 (UV-Akten 
S. 347 f.), notabene für ein 80% Pensum, was umgerechnet auf ein Vollpensum für 2012 einen Lohn 
von CHF 55'292.65 und für 2013 von CHF 48'835.25 ergäbe. Überdies entfaltet zwar die Invaliditäts-
schätzung der Invalidenversicherung gegenüber dem Unfallversicherer keine Bindungswirkung und 
der Unfallversicherer hat die Invaliditätsbemessung in jedem einzelnen Fall selbstständig vorzuneh-
men und kann nicht einfach ohne eigene Prüfung den Invaliditätsgrad der IV-Stelle übernehmen 
(Urteil BGer 8C_684/2017 vom 4. April 2018 E. 5.1 mit Hinweisen). Dennoch ist es von Interesse, 
dass die Basler in ihrer Verfügung vom 30. März 2022 (UV-Akten S. 38 ff.) das von der IV-Stelle für 
das Jahr 2015 festgesetzte Valideneinkommen von CHF 60'568.75 für eine Filialleiterin im Vollpen-
sum dem Nominallohnindex anpasste und für das Jahr 2021 von einem Valideneinkommen von 
CHF 62'778.65. ausging. Insgesamt erscheint deshalb das von der Basler berechnete Validenein-
kommen als zu tief.

Praxisgemäss ist beim anhand der LSE vorgenommenen Einkommensvergleich von der Tabellen-
gruppe A (standardisierte Bruttolöhne) auszugehen. Üblich ist die Tabelle TA1. Dieser Grundsatz 
gilt jedoch nicht absolut, sondern kennt Ausnahmen. Es kann sich durchaus rechtfertigen, auf die 
Tabelle TA7 resp. T17 (ab 2012) abzustellen, wenn dies eine genauere Festsetzung des Invaliden-
einkommens erlaubt und wenn der versicherten Person der öffentliche Sektor auch offensteht (Urteil 
BGer 8C_111/2021 vom 30. April 2021 E. 4.2.1 mit Hinweisen). Es rechtfertigt sich ausnahmsweise 
auf die Tabelle T17 der LSE 2020 abzustützen, da damit der Situation der Beschwerdeführerin bes-
ser Rechnung getragen werden kann. Bei Verkaufskräften (Position 52) über 50 Jahre ergibt sich 
ein Basiseinkommen von CHF 4'798.-. Angepasst an die Wochenarbeitszeit von 41.7 Stunden und 
dem Nominallohnindex von 0% für das Jahr 2021 (Tabelle T.1.2.10) ergibt sich ein Valideneinkom-
men von CHF 60'022.98, gerundet CHF 60'023.-.

4.2. Hinsichtlich der Berechnung des Invalideneinkommens bringt die Beschwerdeführerin zwar 
keine konkrete Kritik vor. Dennoch kann der Basler nicht gefolgt werden. Zum einen hat sie die 
Teuerung offenbar nur bis und mit das Jahr 2020 berücksichtigt. So ging sie unter Verwendung der 
LSE 2018 Total Frauen (CHF 4'371.-/Monat), einer Wochenarbeitszeit von 41.7h, einer Arbeitsfähig-
keit von 80% sowie einem Nominallohnindex von 1.0% (2019) und 0.9% (2020) von einem Invali-
deneinkommen von CHF 44'580.05 aus. Würde zusätzlich der Nominallohnindex von 0.6% für 2021 
(Tabelle T.1.2.10) hinzugerechnet, ergäbe sich ein Invalideneinkommen von CHF 44'847.50.

Ferner hätte sie ohnehin, wie oben (supra E. 4) dargestellt, die LSE 2020 verwenden müssen. Damit 
ergibt sich ein Basiseinkommen von CHF 4'276.- (Total Frauen). Angepasst an die Wochenarbeits-
zeit von 41.7 Stunden, einer Arbeitszeit von 80% und einem Nominallohnindex von 0.6% für 2021 
(Tabelle 1.2.10) ergibt sich ein Invalideneinkommen von CHF 43'050.95. 

Die Beschwerdeführerin macht keinen konkreten Abzug auf das Invalideneinkommen geltend. Die 
einzig erwähnte langjährige Abstinenz vom Arbeitsmarkt kann dabei nicht berücksichtigt werden, 
weil diese sich aus objektiver Sicht auf gesundheitlichen Gründen stützt. Auch sonst sind keine 
Gründe ersichtlich, welche einen Abzug rechtfertigen würden.

4.3. Aus der Gegenüberstellung des Valideneinkommens von CHF 60'023.- und dem Invaliden-
einkommen von CHF 43'050.95 ergibt sich eine Erwerbseinbusse von CHF 16'972.05 und somit ein 
Invaliditätsgrad von 28.28%, gerundet 28%.

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Vorliegend kommt es aufgrund der Anwendung der LSE 2020 im Vergleich zur LSE 2018 zu einem 
höheren Invaliditätsgrad. Dies weil beim Invalideneinkommen das Basiseinkommen, auf welches 
sich die Berechnung stützt, von CHF 4'371.- (LSE 2018 Total Frauen) auf CHF 4'276.- (LSE 2020 
Total Frauen) sinkt aufgrund einer Abweichung zwischen der alle zwei Jahre erscheinenden LSE-
Lohnstatistik und der Nominallohnentwicklung für die Jahre 2019 (1.0%) und 2020 (0,9%), was im 
Rahmen einer erstmaligen Leistungsprüfung bzw. auch bei einem Rückfall nach vorausgegangener 
rechtskräftiger Ablehnung eines Rentenanspruchs als systemimmanent zu akzeptieren (BGE 143 V 
295 E. 4.2.2 in fine).

5.

5.1. Zusammenfassend hat sich die Basler zu Recht auf das überzeugende Gutachten der 
F.________ abgestützt und ist in einer angepassten Tätigkeit von einer Arbeits- und Leistungsfähig-
keit von 80% ausgegangen. Demgegenüber kann ihr bei der Berechnung des Invaliditätsgrades 
nicht gefolgt werden. Dieser beträgt nicht 15%, sondern vielmehr 28%. Der Einspracheentscheid 
vom 18. Oktober 2022 ist in diesem Sinne anzupassen und die Beschwerde teilweise gutzuheissen.

5.2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben, da hier das Prinzip der Kostenlosigkeit des Ver-
fahrens gestützt auf Art. 61 Bst. fbis ATSG weiter zur Anwendung kommt.

5.3. Da die Beschwerdeführerin im Grundsatz obsiegt und lediglich im Masslichen (teilweise) 
unterliegt, hat sie Anspruch auf die Zusprechung einer vollen Parteientschädigung (vgl. Urteile BGer 
9C_288/2015 vom 7. Januar 2016 E. 4 und 9C_178/2011 vom 20. Mai 2011 E. 3.3.1).

Die Entschädigung richtet sich nach Art. 146 ff. des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1991 über 
die Verwaltungsrechtspflege (VRG; SGF 150.1), dem Tarif vom 17. Dezember 1991 über die Ver-
fahrenskosten und Entschädigungen in der Verwaltungsjustiz (Tarif VJ; SGF 150.12) sowie der Kom-
plexität der Angelegenheit und des notwendigen Aufwandes.

Der Rechtsvertreter hat am 25. April 2023 eine Kostenliste über einen Betrag von CHF 4'459.40 
eingereicht, welche ein Honorar von CHF 4'020.- (13.4 Stunden à CHF 300.-), eine Kleinspesen-
pauschale (3% des Honorars) von CHF 120.60 sowie CHF 318.80 für die Mehrwertsteuer (7.7%) 
umfasst. Der fakturierte Stundenaufwand erweist sich nicht als unangemessen. Unter Verwendung 
des im Kanton Freiburg zu Anwendung kommenden Stundenansatzes von CHF 250.- beträgt das 
Honorar CHF 3'350.- (13.4 Stunden à CHF 250.-). Ferner sind die geltend gemachten Pauschalspe-
sen gesetzlich nicht vorgesehen. Die Auslagen sind daher ex aequo et bono auf CHF 60.- festzu-
setzen. Dies ergibt einen Betrag für Honorar und Auslagen von CHF 3'410.-. Unter Berücksichtigung 
der Mehrwertsteuer von CHF 262.55 (7.7% von CHF 3'410.-) ist die von der Basler zu leistende 
Parteientschädigung auf CHF 3'672.55 festzusetzen.

(Dispositiv auf der nächsten Seite)

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Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde von A.________ wird teilweise gutgeheissen.

Der Einspracheentscheid vom 18. Oktober 2022 wird in dem Sinne angepasst, dass die Be-
schwerdeführerin ab dem 1. Oktober 2021 Anspruch auf eine Invalidenrente auf der Basis 
eines Invaliditätsgrades von 28% hat.

II. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

III. A.________ wird zu Lasten der Basler Versicherung AG für das vorliegende Verfahren eine 
Parteientschädigung für Honorar und Auslagen des Rechtsvertreters von CHF 3'410.-, 
zuzüglich der Mehrwertsteuer von CHF 262.55 und damit insgesamt CHF 3'672.55 gewährt.

IV. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innerhalb einer Frist von 30 Tagen ab Erhalt beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten einge-
reicht werden. Diese Frist kann weder verlängert noch unterbrochen werden. Die Beschwerdeschrift 
muss in drei Exemplaren abgefasst und unterschrieben werden. Dabei müssen die Gründe ange-
geben werden, weshalb die Änderung dieses Urteils verlangt wird. Damit das Bundesgericht die 
Beschwerde behandeln kann, sind die verfügbaren Beweismittel und der angefochtene Entscheid 
mit dem dazugehörigen Briefumschlag beizulegen. Das Verfahren vor dem Bundesgericht ist 
grundsätzlich kostenpflichtig.

Freiburg, 4. September 2023/bsc 

Der Präsident Der Gerichtsschreiber-Berichterstatter