# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d7852fb6-43d3-5f9e-8b9c-4ca456e02e98
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-11
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 11.11.2025 100 2025 22
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2025-22_2025-11-11.pdf

## Full Text

100.2025.22U
HER/FRM/AMA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 11. November 2025

Verwaltungsrichterin Herzog, präsidierendes Mitglied
Verwaltungsrichter Stohner
Gerichtsschreiberin Fritschi

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

Sicherheitsdirektion des Kantons Bern
Kramgasse 20, 3011 Bern

betreffend Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA bzw. 
Verweigerung einer Aufenthaltsbewilligung nach AIG und Wegweisung 
(Entscheid der Sicherheitsdirektion des Kantons Bern vom 16. Dezember 
2024; 2024.SIDGS.69)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.11.2025, Nr. 100.2025.22U, 
Seite 2

Prozessgeschichte: 

A.

Die kenianische Staatsangehörige A.________, geb. … (Jg. 1999), reiste 
am 1. Februar 2019 in die Schweiz ein und erhielt eine Aufenthaltsbewilli-
gung zwecks Ausbildung. Am 25. Februar 2022 heiratete sie den ungari-
schen Staatsangehörigen B.________ (Jg. 1987). Gestützt auf die Ehe er-
hielt sie sodann eine bis 11. Juni 2024 gültige Aufenthaltsbewilligung 
EU/EFTA. Per 20. September 2023 meldete sich der Ehemann nach Ungarn 
ab. Mit Verfügung vom 8. Dezember 2023 widerrief das Amt für Bevölke-
rungsdienste des Kantons Bern (ABEV), Migrationsdienst (MIDI), die Aufent-
haltsbewilligung EU/EFTA von A.________ und wies sie unter Ansetzen ei-
ner Ausreisefrist aus der Schweiz sowie dem Schengen-Raum und der 
Europäischen Union (EU) weg.

B.

Gegen diese Verfügung erhob A.________ am 10. Januar 2024 Beschwerde 
bei der Sicherheitsdirektion des Kantons Bern (SID). Diese wies die Be-
schwerde mit Entscheid vom 16. Dezember 2024 ab und setzte A.________ 
eine neue Ausreisefrist auf den 12. Februar 2025.

C.

Hiergegen hat A.________ am 17. Januar 2025 Verwaltungsgerichtsbe-
schwerde erhoben. Sie beantragt, der angefochtene Entscheid sei aufzuhe-
ben und ihre Aufenthaltsbewilligung sei zu verlängern, eventuell sei dem 
Staatssekretariat für Migration (SEM) ihre vorläufige Aufnahme zu beantra-
gen, subeventuell sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz 
zurückzuweisen. Am 24. Januar 2025 hat A.________ um Gewährung der 
unentgeltlichen Rechtspflege ersucht. Mit Beschwerdevernehmlassung vom 
25. Februar 2025 hat die SID die Abweisung der Beschwerde beantragt; zum 
Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege hat sie sich eines Antrags enthalten. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.11.2025, Nr. 100.2025.22U, 
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Mit Eingabe vom 25. März 2025 hat A.________ an ihren Anträgen festge-
halten.

Am 24. Juni 2025 hat der MIDI die von B.________ initiierte E-Mail-Korre-
spondenz eingereicht, eingeschlossen dessen dem MIDI zugesandte Schei-
dungsklage vom 20. Juni 2025. Mit Eingabe vom 24. Juli 2025 hat 
A.________ an ihren Anträgen festgehalten. Die SID hat sich nicht mehr ver-
nehmen lassen. Der MIDI hat am 12. August 2025 Unterlagen betreffend 
Rückreisevisum von A.________ eingereicht.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte 
kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes 
vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 
zuständig. Die Beschwerdeführerin hat am vorinstanzlichen Verfahren teil-
genommen, ist durch den angefochtenen Entscheid besonders berührt und 
hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung 
(Art. 79 Abs. 1 VRPG). Die Bestimmungen über Form und Frist sind einge-
halten (Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG). Auf die Beschwerde ist einzutre-
ten.

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

1.3 Regelmässig bestätigte der MIDI der Beschwerdeführerin, dass sie 
während hängigem Verlängerungsverfahren den bisherigen Aufenthaltssta-
tus behält (act. 6 und 15), zuletzt am 23. Oktober 2025 (act. 19), weshalb 
sich die Behandlung des Antrags auf Erteilung einer Aufenthaltsbestätigung 
(Rechtsbegehren 3) erübrigt (vgl. auch die Verfügungen vom 3.3.2025 
[act. 8] sowie vom 5.8.2025 [act. 16]). Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde 
hat zudem hinsichtlich der Wegweisung von Gesetzes wegen aufschiebende 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.11.2025, Nr. 100.2025.22U, 
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Wirkung (Art. 82 VRPG), weshalb auf den Antrag, der Beschwerde sei die 
aufschiebende Wirkung zu gewähren (Rechtsbegehren 6), ebenfalls nicht 
einzugehen ist.

2.

2.1 Die Beschwerdeführerin war im Besitz einer bis am 11. Juni 2024 gül-
tigen Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA, welche das ABEV widerrufen hat 
(Verfügung des ABEV vom 8.12.2023 S. 2, Akten MIDI pag. 152 ff., insb. 
pag. 153; vorne Bst. A). Da die Gültigkeitsdauer der Bewilligung bereits 
während des vorinstanzlichen Verfahrens abgelaufen ist, geht es nicht mehr 
um den Widerruf einer bestehenden Bewilligung, sondern um deren Verlän-
gerung oder allenfalls um eine neue Bewilligung (angefochtener Entscheid 
E. 2; ebenso z.B. VGE 2023/5 vom 14.6.2023 E. 2.1 mit Hinweisen). Für die 
materielle Beurteilung macht dies insofern keinen Unterschied, als zur 
Hauptsache die ausländerrechtlichen Folgen der Auflösung der Ehegemein-
schaft im Streit liegen.

2.2 Gemäss Art. 3 Abs. 1 Anhang I des Freizügigkeitsabkommens (FZA; 
SR 0.142.112.681) haben die Familienangehörigen einer Person, die 
Staatsangehörige einer Vertragspartei ist und ein Aufenthaltsrecht hat, das 
Recht, bei ihr Wohnung zu nehmen. Dabei handelt es sich um ein sog. 
abgeleitetes Aufenthaltsrecht. Es kommt neben anderen der Ehegattin eines 
EU-Angehörigen ungeachtet ihrer Staatsangehörigkeit zu (Art. 3 Abs. 2 
Bst. a Anhang I FZA) und ermöglicht im Interesse einer wirksamen 
Freizügigkeit unter den Vertragsstaaten das gemeinsame Familienleben. 
Deshalb dauert das abgeleitete Aufenthaltsrecht nur so lange, als das 
originäre Aufenthaltsrecht des EU-Angehörigen besteht (vgl. BGE 144 II 1 
E. 3.1, 137 II 1 E. 3.2, 130 II 113 E. 7.2 [Pra 93/2004 Nr. 171]; 
BGer 2C_421/2024 vom 20.8.2025 E. 3.1). Nach der Rechtsprechung setzt 
dieses Recht grundsätzlich nur das formale Bestehen einer Ehe voraus, 
doch steht es unter dem Vorbehalt des Rechtsmissbrauchs. Fehlt der Wille 
zur Gemeinschaft und dient das formelle Eheband ausschliesslich dazu, die 
ausländerrechtlichen Zulassungsvorschriften zu umgehen, fällt der Anspruch 
dahin (BGE 144 II 1 E. 3.1, 139 II 393 E. 2.1, 130 II 113 E. 9 [Pra 93/2004 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.11.2025, Nr. 100.2025.22U, 
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Nr. 171]; BGer 2C_421/2024 vom 20.8.2025 E. 3.1). Abgesehen vom 
Verbleiberecht nach Art. 4 Anhang I FZA kennt das Freizügigkeitsrecht keine 
Rechtsansprüche von drittstaatsangehörigen Ehegattinnen, im Gastland zu 
verbleiben, wenn der EU-Angehörige, von dem sie ihre 
Aufenthaltsberechtigung abgeleitet haben, nicht mehr in diesem Land lebt 
oder wenn die anspruchsvermittelnde Ehe aufgelöst bzw. die Berufung 
darauf rechtsmissbräuchlich ist. Die drittstaatsangehörige Ehegattin eines 
EU-Angehörigen verliert dadurch ihren Status als Familienangehörige im 
Sinn von Art. 3 Anhang I FZA und damit auch ihr abgeleitetes 
Aufenthaltsrecht. In diesem Fall kann ihre Bewilligung nach dem nationalen 
Ausländerrecht widerrufen oder nicht (mehr) verlängert werden. Das ergibt 
sich ausdrücklich aus Art. 23 Abs. 1 der Verordnung vom 22. Mai 2002 über 
den freien Personenverkehr (VFP; SR 142.203) i.V.m. Art. 62 Abs. 1 Bst. d 
des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und 
Ausländer und über die Integration (Ausländer- und Integrationsgesetz, AIG; 
SR 142.20 [Nichteinhalten einer mit der Verfügung verbundenen 
Bedingung]; vgl. BGE 139 II 393 E. 2.1; zum Ganzen BGE 144 II 1 E. 3.1 mit 
Hinweisen u.a. auf die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs).

2.3 Die Beschwerdeführerin ist mit einem Unionsbürger verheiratet, wes-
halb ihr der Aufenthalt in der Schweiz gestützt auf die Ehe bewilligt wurde 
(Verfügung des ABEV vom 8.12.2023 S. 2, Akten MIDI pag. 153). Allerdings 
hat sich der Ehemann der Beschwerdeführerin per 20. September 2023 
nach Ungarn abgemeldet (Abmeldebestätigung vom 18.9.2023, Akten MIDI 
pag. 138; vgl. vorne Bst. A). Er verfügt aufgrund des Wegzugs nicht (mehr) 
über einen originären Aufenthaltstitel nach dem FZA, aufgrund dessen das 
Anwesenheitsrecht der Ehefrau ursprünglich bewilligt wurde (vgl. 
BGE 144 II 1 E. 3.2). Der abgeleitete Anwesenheitsanspruch der 
Beschwerdeführerin entfällt somit ungeachtet der Frage, ob die Berufung auf 
die anspruchsvermittelnde, formal noch bestehende, aber inhaltsleer 
gewordene Ehe im vorliegenden Fall rechtsmissbräuchlich wäre, weil sich 
die Ehegatten getrennt haben (vgl. hinten E. 3.2) und der Ehemann 
mittlerweile eine Scheidungsklage eingereicht hat (Beilagen zur Eingabe des 
MIDI vom 24.6.2025 [act. 11A1 und 11A2]; so BGer 2C_682/2021 vom 
3.11.2021 E. 1.2.1; vgl. auch angefochtener Entscheid E. 2.3).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.11.2025, Nr. 100.2025.22U, 
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3.

3.1 Die Beschwerdeführerin rügt, die Vorinstanz habe wichtige persönli-
che Gründe nach Art. 50 Abs. 1 Bst. b und Abs. 2 AIG zu Unrecht verneint 
(sog. nachehelicher Härtefall; vgl. Beschwerde S. 7 f.). Zu Recht blieb hin-
gegen unbestritten, dass die eheliche Gemeinschaft deutlich weniger als drei 
Jahre gedauert hat (vgl. vorne Bst. A) und daher ein Bleiberecht nach Art. 50 
Abs. 1 Bst. a AIG ausser Betracht fällt. Allerdings hat die SID die Anspruchs-
tatbestände von Art. 50 AIG bloss im Sinn einer Eventualbegründung ge-
prüft. Sie erwog zur Anwendbarkeit von Art. 50 AIG zusammenfassend, dass 
ein aus Art. 2 FZA i.V.m. Art. 50 AIG abgeleiteter Aufenthaltsanspruch nur 
solange bestehen könne, als der Ehegatte als Unionsbürger über ein Auf-
enthaltsrecht in der Schweiz verfüge. Mit der Abmeldung des ungarischen 
Ehemannes sei die Grundlage für den Familiennachzug und damit auch für 
eine Prüfung nach Art. 50 AIG entfallen (angefochtener Entscheid E. 2.4). – 
Diese vorinstanzlichen Erwägungen erweisen sich mit Blick auf die jüngere 
(präzisierte) bundesgerichtliche Praxis als nicht zutreffend. Nach dieser ist 
für die Anwendbarkeit von Art. 50 AIG nicht entscheidend, ob sich der frei-
zügigkeitsberechtigte Ehegatte im Zeitpunkt der behördlichen Beurteilung 
noch in der Schweiz aufhält, sondern ob er im Zeitpunkt der Auflösung der 
Ehegemeinschaft über ein Aufenthaltsrecht in der Schweiz verfügte. Tren-
nen sich die Eheleute, während sich der Ehegatte rechtmässig in der 
Schweiz aufhält, bleibt der abgeleitete Anspruch nach Art. 50 AIG bestehen, 
selbst wenn der originär Berechtigte in der Folge aus der Schweiz ausreist 
oder sein Aufenthaltsrecht durch Widerruf verliert (vgl. BGer 2C_214/2025 
vom 27.6.2025 E. 4.3 f. und 4.6.2, 2C_16/2024 vom 30.4.2025 E. 5.2.1 f., 
2C_63/2023 vom 15.11.2023 E. 4.2). Massgebend für die Anwendbarkeit 
von Art. 50 AIG ist somit der Zeitpunkt der Auflösung der Ehe- bzw. Famili-
engemeinschaft, was hiernach zu prüfen ist. Nachträgliche Veränderungen 
des aufenthaltsrechtlichen Status des Ehegatten sind demgegenüber in die-
sem Kontext unbeachtlich.

3.2 Das ABEV und die SID gingen gestützt auf die aktenkundigen Anga-
ben der Eheleute übereinstimmend davon aus, dass sich diese im Frühsom-
mer 2023 (Mai/Juni) getrennt hätten (angefochtener Entscheid Bst. A und 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.11.2025, Nr. 100.2025.22U, 
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E. 2.3; Verfügung des ABEV vom 8.12.2023 S. 6, Akten MIDI pag. 157). So 
gaben die Beschwerdeführerin und ihr Ehemann im Rahmen der Überprü-
fung ihres Aufenthalts aufgrund Trennung an, seit dem 12. Mai 2023 (Ehe-
mann) bzw. seit dem 4. Juni 2023 (Beschwerdeführerin) getrennt zu sein 
(Stellungnahmen vom 23.8.2023 bzw. vom 31.8.2023, Akten MIDI pag. 103 
bzw. 109). Nichts anderes brachte die Beschwerdeführerin im Rahmen der 
Gehörsgewährung durch das ABEV und mit Beschwerde an die SID vor (vgl. 
Stellungnahme vom 1.11.2023, Akten MIDI pag. 145; Beschwerde vom 
10.1.2024 S. 3, Akten SID pag. 16). Soweit die Beschwerdeführerin vor Ver-
waltungsgericht nun Gegenteiliges vorzubringen scheint (vgl. Beschwerde 
S. 4, 6 f. und 11; Eingabe vom 25.3.2025 S. 2 [act. 9]), ist dies vor diesem 
Hintergrund unbeachtlich, zumal sie nicht zu substanziieren vermocht hat, 
dass ein Ehewille des Ehemannes (zunächst) noch bestand.

3.3 Nach dem Gesagten ist davon auszugehen, dass sich das Paar vor 
der Abmeldung des Ehemannes ins Ausland getrennt hat. In diesem rele-
vanten Zeitpunkt bestand noch eine originäre Anspruchsberechtigung des 
Ehemannes, von der sich die (potenzielle) Anspruchsberechtigung der Be-
schwerdeführerin nach Art. 50 AIG ableitet (vorne E. 3.1). Die Beschwerde-
führerin kann sich daher auf diese Bestimmung berufen, weshalb im Folgen-
den die entsprechenden Anspruchsvoraussetzungen zu prüfen sind. Da die 
Ehegemeinschaft anerkanntermassen weniger als drei Jahre dauerte (vgl. 
vorne E. 3.1), beschränkt sich die Prüfung auf das Vorliegen «wichtiger per-
sönliche Gründe» im Sinn von Art. 50 Abs. 1 Bst. b und Abs. 2 AIG.

3.4 Am 1. Januar 2025 sind die Änderungen vom 14. Juni 2024 des AIG 
und vom 27. November 2024 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 über 
Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (VZAE; SR 142.201) in Kraft ge-
treten. Nach der Übergangsbestimmung von Art. 126g AIG ist auf Gesuche 
nach Art. 50 AIG das neue Recht anwendbar, was auch für das verwaltungs-
gerichtliche Verfahren gilt (VGE 2022/115 vom 12.8.2025 E. 3.1; vgl. auch 
BVR 2024 S. 505 E. 4.2).

3.5 Ein nachehelicher Härtefall liegt nach Art. 50 Abs. 1 Bst. b AIG vor, 
wenn wichtige persönliche Gründe den weiteren Aufenthalt in der Schweiz 
erforderlich machen. Diese Bestimmung bezweckt, schwerwiegende Härte-
fälle bei der Auflösung der ehelichen Gemeinschaft zu vermeiden. Wichtige 

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persönliche Gründe können gemäss Art. 50 Abs. 2 AIG namentlich vorlie-
gen, wenn die Ehegattin bzw. der Ehegatte oder ein Kind Opfer häuslicher 
Gewalt wurde, wobei die zuständigen Behörden insbesondere die Hinweise 
nach Bst. a berücksichtigen, die betroffene Person die Ehe nicht aus freiem 
Willen geschlossen hat (Bst. b) oder (alternativ oder kombiniert) die soziale 
Wiedereingliederung im Herkunftsland stark gefährdet erscheint (Bst. c; vgl. 
zum Ganzen BGE 140 II 129 E. 3.5, 138 II 229 E. 3.2.1 f., 136 II 1 E. 5.3 
[Pra 99/2010 Nr. 49]). Ein wichtiger persönlicher Grund kann sich aber auch 
aus anderen Umständen ergeben. Bei der Beurteilung sind sämtliche As-
pekte des Einzelfalls mitzuberücksichtigen, namentlich der Grad der Integra-
tion, die Respektierung der Rechtsordnung, die Familienverhältnisse, die fi-
nanziellen Verhältnisse, die Dauer der Anwesenheit in der Schweiz und der 
Gesundheitszustand sowie die Umstände, die zur Auflösung der ehelichen 
Gemeinschaft geführt haben (BGE 138 II 229 E. 3.1, 137 II 345 E. 3.2.2 f.). 
Als Richtlinie bleibt indes Folgendes zu beachten: Der Gesetzgeber setzt für 
einen nachehelichen Härtefall voraus, dass die Konsequenzen für das Pri-
vat- und Familienleben der ausländischen Person von erheblicher Intensität 
sind. Diese Folgen müssen mit der Lebenssituation verbunden sein, die nach 
Dahinfallen der aus der Ehegemeinschaft abgeleiteten Anwesenheitsbe-
rechtigung entstanden ist (BGE 143 I 21 E. 4.2.2, 140 II 289 E. 3.6.1, 
139 II 393 E. 6; BGer 2C_74/2025 vom 30.4.2025 E. 5.1). Hat sich die aus-
ländische Person nur kürzere Zeit in der Schweiz aufgehalten und keine en-
gen Beziehungen zum Land geknüpft, hat sie keinen Anspruch auf weiteren 
Verbleib, sofern sie sich ohne besondere Probleme erneut im Herkunftsland 
integrieren kann (BGE 138 II 229 E. 3.1, 137 II 345 E. 3.2.3). Hierbei ist ent-
scheidend, ob die persönliche, berufliche und familiäre Wiedereingliederung 
als stark gefährdet erscheint und nicht, ob ein Leben in der Schweiz einfa-
cher wäre (BGE 139 II 393 E. 6; BGer 2C_74/2025 vom 30.4.2025 E. 5.1 mit 
weiteren Hinweisen; BVR 2010 S. 481 E. 5.1.1; zum Ganzen etwa 
VGE 2024/395 vom 24.6.2025 E. 4.1). Im Rahmen der Prüfung der Wieder-
eingliederungsmöglichkeit im Herkunftsland sind auch Hindernisse zu 
berücksichtigen, die dem Wegweisungsvollzug entgegenstehen, weil solche 
Hindernisse nicht (ausschliesslich) in ein allfälliges Asyl- oder Vollzugsver-
fahren verwiesen werden dürfen (BGE 137 II 345 E. 3.3.2; 
BGer 2C_53/2023 vom 30.5.2023 E. 5.3.1 [betrifft VGE 2021/217 vom 
28.12.2022]). Eine starke Gefährdung der sozialen Wiedereingliederung im 

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Herkunftsland muss praxisgemäss objektiv nachvollziehbar konkretisiert und 
beweismässig unterlegt werden, sodass sie zumindest als glaubhaft er-
scheint (BGE 142 I 152 E. 6.2; BGer 2C_74/2025 vom 30.4.2025 E. 5.2 mit 
weiteren Hinweisen [betrifft VGE 2024/183 vom 12.12.2024]).

3.6 Zur Integration der Beschwerdeführerin in der Schweiz ist Folgendes 
festzustellen: Die 1999 geborene Beschwerdeführerin kam 2019 zwecks 
Ausbildung in die Schweiz und lebt hier seit gut sechs Jahren. Im Jahr 2022 
erhielt sie ein «Swiss Diploma in Hotel Operations Management» der Swiss 
Hotel Management School (vgl. Diplom vom 31.1.2022, Beschwerdebei-
lage [BB] 3; vgl. auch <www.shms.com>) und arbeitet seit mehreren Jahren 
im Gastronomiebereich, aktuell als «Ass. Restaurant Manager». In dieser 
Tätigkeit verdient sie einen monatlichen Bruttolohn von Fr. 5'416.-- (Schrei-
ben des Arbeitgebers vom 22.10.2023, Akten MIDI pag. 148 f.; Lohnabrech-
nungen Oktober bis Dezember 2024, BB 5). Die Beschwerdeführerin ist ent-
sprechend wirtschaftlich in der Schweiz integriert, wobei sie aber keine derart 
qualifizierte Tätigkeit ausführt, die sie für den schweizerischen Arbeitsmarkt 
unentbehrlich macht – trotz Fachkräftemangels (vgl. auch angefochtener 
Entscheid E. 3.2; Schreiben des Arbeitgebers vom 22.10.2023, Akten MIDI 
pag. 149). Gemäss den Akten ist sie zudem in der Vergangenheit weder 
straf- noch betreibungsrechtlich in Erscheinung getreten (vgl. Akten MIDI 
pag. 120 f.). Zu ihrer sprachlichen Integration kann gestützt auf die im ver-
waltungsrechtlichen Verfahren eingereichte Teilnehmerbeurteilung festge-
stellt werden, dass sie im Jahr 2023 einen Intensivkurs Deutsch Niveau A1 
belegt hat und sich zudem für einen weiteren Kurs im Januar 2025 für dieses 
Niveau angemeldet hat (Teilnehmerbeurteilung vom 4.7.2023 sowie Kurs-
bestätigung vom 15.1.2025, beide in BB 6). Die Beschwerdeführerin hat sich 
folglich bemüht, eine Landessprache zu erlernen (vgl. auch Schreiben des 
Arbeitgebers vom 22.10.2023, Akten MIDI pag. 149). Im Hinblick auf die so-
ziale Integration legt die Beschwerdeführerin lediglich dar, dass sie am Ar-
beitsplatz und mit Freunden in … Deutsch spreche bzw. verschiedene 
Freundschaften mit Personen aus Kenia sowie aus der Schweiz pflege, wo-
bei letztere ihr dabei helfen würden, die schweizerische Kultur besser zu ver-
stehen und sich im Alltag zurechtzufinden (Beschwerde S. 4; Stellungnahme 
vom 31.8.2023, Akten MIDI pag. 110). Abgesehen von ihrer demnach nicht 
vertieften sozialen Eingliederung, kann damit grundsätzlich von einer gelun-

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genen Integration in der Schweiz ausgegangen werden. Dies verleiht der Be-
schwerdeführerin nach ständiger Rechtsprechung jedoch noch keinen 
Rechtsanspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung im Rahmen von Art. 50 
Abs. 1 Bst. b AIG (statt vieler BGer 2C_10/2023 vom 31.5.2023 E. 3.2.3 [be-
trifft VGE 2022/55 vom 22.11.2022], 2C_53/2023 vom 30.5.2023 E. 5.4 [be-
trifft VGE 2021/217 vom 28.12.2022]).

3.7 Zur Zumutbarkeit der Wiedereingliederung im Heimatland ergibt sich 
Folgendes: 

3.7.1 Die Beschwerdeführerin macht geltend, ihre Wiedereingliederung im 
Herkunftsland sei ernsthaft gefährdet. Sie sei bei einer Rückkehr nach Kenia 
aufgrund der dortigen allgemeinen Gewaltlage, insb. der herrschenden Ge-
walt gegen Frauen, sowie wegen des drohenden Verhaltens ihres Ex-Freun-
des einer konkreten Gefahr für Leib und Leben ausgesetzt. Schwierig wäre 
ein Leben in Kenia auch als alleinerziehende Mutter und aufgrund der ange-
spannten Beziehung zu ihrem Vater. Auch die wirtschaftliche Wiedereinglie-
derung im Herkunftsland erscheine unrealistisch. Die Wirtschaftslage sei 
aufgrund der chaotischen und unsicheren Situation in ihrem Heimatland 
schwierig und verunmögliche es ihr, im Gastgewerbe eine Arbeit zu erhalten. 
Weiter sei es ihr nicht möglich, dort ihre Ausbildung weiterzuführen (Be-
schwerde S. 4 f. und 8 f.).

3.7.2 Die Vorinstanz hat zur beruflichen und sozialen Wiedereingliederung 
zutreffend ausgeführt, es könne davon ausgegangen werden, dass die Be-
schwerdeführerin mit den kulturellen und gesellschaftlichen Gepflogenheiten 
ihres Heimatlands nach wie vor vertraut ist und ihre in der Schweiz gesam-
melten Arbeitserfahrungen helfen, dort beruflich Fuss zu fassen (angefoch-
tener Entscheid E. 3.2). Die Beschwerdeführerin hat einen 2017 geborenen 
Sohn, der in Kenia lebt (Akten MIDI pag. 21 und 103; Beschwerde S. 4 f.). 
Sie bestätigt, über gute Beziehungen zu ihrer Mutter und Schwester zu ver-
fügen, die sie über tägliche Videotelefonate und gelegentliche Besuche in 
Kenia pflegt (Stellungnahme vom 31.8.2023, Akten MIDI pag. 110; letzte ak-
tenkundige Reise in die Heimat Sommer 2025 [act. 17A]); zudem hat sie laut 
ihrem Ehemann auch noch Freunde in Kenia (Stellungnahme vom 
23.8.2023, Akten MIDI pag. 103). Sie stellt nicht in Abrede, mit den Gepflo-
genheiten in der Heimat nach wie vor vertraut zu sein. Die angespannte Be-

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ziehung zu ihrem Vater, welche sie damit erklärt, dass dieser zunächst we-
gen ihrer Heirat und der nunmehrigen Trennung unzufrieden sei, geht nicht 
über übliche innerfamiliäre Spannungen hinaus. Die allgemeine Lage in Ke-
nia ist aktuell weder von Bürgerkrieg noch von allgemeiner Gewalt gekenn-
zeichnet, so dass der Vollzug der Wegweisung dorthin grundsätzlich zumut-
bar erscheint (vgl. BVGer E-5571/2025 vom 21.8.2025 E. 8.3.2). Zwar trifft 
wohl zu, dass die Lebensumstände als alleinerziehende Mutter schwieriger 
sind als in der Schweiz. Hiervon wären allerdings nicht allein die Beschwer-
deführerin, sondern alle Frauen in vergleichbarer Situation betroffen. Die Be-
schwerdeführerin hat ihren Sohn laut eigenen Angaben im Übrigen bereits 
vor ihrer Ausreise allein erzogen (Beschwerde S. 4; Beschwerde vom 
10.1.2024 S. 4, Akten SID pag. 17). Es kommt hinzu, dass sie schon bisher 
auf die Betreuung ihres Sohnes durch jene nahen Verwandte zählen konnte, 
welche sich während ihres Aufenthalts in der Schweiz um ihn kümmerten 
(vgl. Beschwerde vom 10.1.2024 S. 4, Akten SID pag. 17; BB 8). Sie bringt 
nicht vor, eine Unterstützung durch diese sei nicht mehr möglich. Soweit sie 
geltend macht, von ihrem Ex-Freund bedroht und verunglimpft worden zu 
sein bzw. immer noch zu werden (Beschwerde S. 5 sowie Eingaben vom 
25.3. und 24.7.2025), vermag die unmittelbar vor Einreichung der Be-
schwerde erstellte E-Mailkorrespondenz zwischen ihr und ihrer Schwester 
(BB 8) eine konkrete Gefährdung nicht glaubhaft zu machen. Sie enthält 
keine überprüfbaren Anhaltspunkte für eine aktuelle und ernsthafte Bedro-
hung, wie beispielsweise entsprechende Nachrichten ihres früheren Lebens-
partners, welche grundsätzlich bestehen müssten, bringt die Beschwerde-
führerin doch selbst vor, sie habe ihn aufgrund seines drohenden Verhaltens 
auf sämtlichen sozialen Medien gesperrt (Beschwerde S. 5). Auch ungünsti-
gere wirtschaftliche Bedingungen begründen praxisgemäss keinen nachehe-
lichen Härtefall (vgl. statt vieler BGer 2C_634/2023 vom 13.1.2025 E. 4.3; 
VGE 2024/395 vom 24.6.2025 E. 4.3.3). Mit ihrem «Swiss Diploma in Hotel 
Operations Management» und der in der Schweiz erworbenen Berufserfah-
rung im Gastronomiebereich dürfte die Beschwerdeführerin allerdings ver-
gleichsweise gute Voraussetzungen für eine Erwerbstätigkeit in Kenia mit-
bringen. Insgesamt gelingt es der Beschwerdeführerin nicht, darzutun, dass 
ihre Wiedereingliederung in Kenia unzumutbar wäre.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.11.2025, Nr. 100.2025.22U, 
Seite 12

3.8 Die Umstände, die zur Auflösung der ehelichen Gemeinschaft geführt 
haben, werden von den Ehegatten übereinstimmend im Wesentlichen auf 
den Schlaganfall des Ehemanns zurückgeführt, wobei sie deren konkrete 
Folgen und die damit zusammenhängenden Ursachen des Zerwürfnisses 
unterschiedlich schildern (vgl. Beschwerde S. 6 und 11; Stellungnahme des 
Ehemanns vom 23.8.2023 bzw. der Beschwerdeführerin vom 31.8.2023, 
Akten MIDI pag. 103 bzw. 109). Unabhängig von den genauen Umständen 
ist festzuhalten, dass die Erkrankung zwar den Anlass zur Auflösung der 
ehelichen Gemeinschaft bildete, daraus für die Beschwerdeführerin jedoch 
keine besonderen persönlichen Umstände hervorgehen, die als nacheheli-
cher Härtefall im Sinne von Art. 50 Abs. 1 Bst. b AIG zu werten wären. Es 
bestehen insbesondere keine Hinweise darauf, dass sie infolge der krank-
heitsbedingten Trennung in eine besondere Notlage geraten wäre oder die 
Auflösung der Ehe für sie unzumutbare Folgen gehabt hätte. Die Beschwer-
deführerin bringt dies im vorliegenden Verfahren im Übrigen auch nicht mehr 
vor (vgl. noch Beschwerde vom 10.1.2024 S. 4, Akten SID pag. 17).

3.9 Nach dem Erwogenen stellen die von der Beschwerdeführerin vorge-
brachten Umstände weder je für sich allein noch zusammen betrachtet einen 
wichtigen Grund im Sinn von Art. 50 Abs. 1 Bst. b und Abs. 2 AIG dar. Ein 
nachehelicher Härtefall und damit einen Anspruch auf Verlängerung ihrer 
Aufenthaltsbewilligung gestützt auf Art. 50 Abs. 1 Bst. b AIG ist mit der 
Vorinstanz zu verneinen (vgl. die zutreffenden Ausführungen im angefochte-
nen Entscheid E. 2.4).

4.

Die Beschwerdeführerin rügt weiter eine Verletzung des Rechts auf Achtung 
des Privat- und Familienlebens (Beschwerde S. 11 f.).

4.1 Den Schutz des Familienlebens nach Art. 8 der Europäischen Men-
schenrechtskonvention (EMRK; SR 0.101) und Art. 13 der 
Bundesverfassung (BV; SR 101) ruft die Beschwerdeführerin mit Bezug auf 
die Ehe mit B.________ an. Sie bringt vor, dass die Entfernungsmassnahme 
jede Hoffnung und Möglichkeit zerstöre, die Ehe zu retten (Beschwerde 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.11.2025, Nr. 100.2025.22U, 
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S. 11 f.). Dieses Vorbringen ist unbehelflich angesichts dessen, dass sich die 
Eheleute im Mai/Juni 2023 getrennt haben, ein Zusammenleben bis heute 
nicht wieder aufgenommen wurde und der Ehewille des Ehemannes definitiv 
erloschen ist (vgl. vorne E. 3.2).

4.2 Aus dem durch Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 BV ebenfalls geschützten 
Recht auf Achtung des Privatlebens kann sich gemäss der Rechtsprechung 
des Bundesgerichts unter folgenden Umständen ein Anspruch auf Aufenthalt 
ergeben: Bei einem zehnjährigen rechtmässigen Aufenthalt in der Schweiz 
wird in der Regel von einer guten Integration ausgegangen, sodass es für 
die Beendigung des Aufenthaltsrecht besonderer Gründe bedarf. Liegt noch 
keine zehnjährige Aufenthaltsdauer vor, wird hingegen eine besonders aus-
geprägte Integration verlangt (BGE 144 I 266 E. 3.9, 149 I 207 E. 5.3.1 
[Pra 113/2024 Nr. 9]).

4.2.1 Unbestritten ist, dass der Aufenthalt der Beschwerdeführerin ab der 
Einreise am 1. Februar 2019 (Aufenthaltsbewilligung zwecks Ausbildung) bis 
zum Widerruf der Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA mit Verfügung vom 
8. Dezember 2023 als rechtmässiger gilt (vgl. Bst. A). Danach beruhte die 
die Anwesenheit der Beschwerdeführerin einzig auf der Berechtigung, den 
Ausgang des Verfahrens auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung in der 
Schweiz abwarten zu dürfen bzw. auf der aufschiebenden Wirkung der Be-
schwerde gegen die in der Verfügung vom 8. Dezember 2023 angeordneten 
Wegweisung. Dem prozeduralen Aufenthalt wird praxisgemäss nicht der-
selbe Stellenwert beigemessen wie einem bewilligten Aufenthalt 
(BGE 149 I 66 E. 4.4).

4.2.2 Die Beschwerdeführerin kann bei diesen Gegebenheiten noch keinen 
zehnjährigen Aufenthalt vorweisen; es bedürfte folglich einer besonders aus-
geprägten und überdurchschnittlichen Integration. Die in der Beschwerde 
diesbezüglich angeführten Punkte (Beschwerde S. 11 f.) beziehen sich auf 
das Eheleben in der Schweiz, welche angesichts der gescheiterten Bezie-
hung und des Fehlens eines tatsächlich gelebten Familien- bzw. Ehelebens 
ins Leere gehen (vgl. vorne E. 4.1). Bezüglich des Schutzes des Privatlebens 
vermag die Beschwerdeführerin des Weiteren keine vertiefte soziale Integra-
tion vorzuweisen, geht ihre Integration doch – sie verfügt mindestens über 
die Grundkenntnisse einer Landessprache, ist arbeitstätig, vermag für ihren 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.11.2025, Nr. 100.2025.22U, 
Seite 14

Lebensunterhalt selber aufzukommen und ist weder straf- noch betreibungs-
rechtlich in Erscheinung getreten – insgesamt nicht über die üblicherweise 
zu Erwartende hinaus (vgl. hierzu vorne E. 3.6 sowie die zutreffenden Aus-
führungen zur Integration im angefochtenen Entscheid E. 2.4 und 3.2).

4.3 Folglich kann die Beschwerdeführerin auch aus dem in Art. 8 EMRK 
und Art. 13 BV verankerten Anspruch auf Achtung des Privat- und Familien-
lebens keinen Anspruch auf Verlängerung ihrer Aufenthaltsbewilligung ab-
leiten.

5.

Schliesslich rügt die Beschwerdeführerin, ihr sei die ermessensweise Ertei-
lung einer Aufenthaltsbewilligung zu Unrecht verweigert worden (Be-
schwerde S. 8 ff.).

5.1 Fehlt es an einem Anspruch auf Aufenthalt in der Schweiz, entschei-
det die zuständige Behörde nach pflichtgemässem Ermessen über die Be-
willigungsverlängerung (Art. 3, Art. 33 Abs. 3 sowie Art. 96 AIG). Die 
Vorinstanz hat die Verweigerung einer ermessensweisen Bewilligungsver-
längerung bestätigt (schwerwiegender persönlicher Härtefall, Art. 30 Abs. 1 
Bst. b AIG; angefochtener Entscheid E. 3). Dabei hat sie die massgebenden 
Gesichtspunkte und Interessen in Einklang mit der publizierten Praxis des 
Verwaltungsgerichts vollständig einbezogen und zutreffend gewichtet, ein-
geschlossen die Aufenthaltsdauer, die Integration, die Arbeitsmarktlage im 
Gastronomiebereich in der Schweiz und die Wiedereingliederungsmöglich-
keiten. Zudem vermerkte sie, dass die allgemeine Lage in Kenia sowie sons-
tige Umstände einen Wegweisungsvollzug nicht unzumutbar oder unmöglich 
machen würden (angefochtener Entscheid E. 3.2 f. und 4.1).

5.2 Diesen Ausführungen der Vorinstanz ist zuzustimmen, insbesondere 
mit Blick auf die vergleichsweise günstigen Bedingungen für eine berufliche 
und persönliche Reintegration der Beschwerdeführerin im Heimatland. Die 
Beschwerdeführerin setzt den überzeugenden Erwägungen der Vorinstanz – 
wie mit Bezug auf den nachehelichen Härtefall ausgeführt (vgl. vorne 
E. 3.7.1 f.) – nichts Stichhaltiges entgegen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.11.2025, Nr. 100.2025.22U, 
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5.3 Auch aus den Akten ergibt sich nichts, was die vorinstanzliche Über-
prüfung der Verweigerung einer ermessensweisen Bewilligung ihres Aufent-
halts als rechtsfehlerhaft erscheinen liesse.

6.

Anders als die Beschwerdeführerin im Übrigen sinngemäss ausführt (Ein-
gabe der Beschwerdeführerin vom 25.3.2025 S. 2 [act. 9]), ist der angefoch-
tene Entscheid folglich ausreichend begründet, nimmt rechtsgenüglich Be-
zug auf die von der Beschwerdeführerin angeführten Argumente und 
Beweismittel und erlaubte damit eine sachgerechte Anfechtung (vgl. zu den 
Anforderungen statt vieler BVR 2022 S. 51 E. 2.3 mit Hinweisen). Zumal die 
Gefährdung durch den Ex-Freund erst vor Verwaltungsgericht vorgebracht 
wurde (vgl. Beschwerde vom 10.1.2024 S. 1 ff., Akten SID pag. 14 ff.), kann 
darin ohnehin keine Verletzung des Anspruchs der Beschwerdeführerin auf 
rechtliches Gehör durch die Vorinstanz gesehen werden (so aber wohl die 
Rüge in den Eingaben vom 25.3.2025 S. 2 [act. 9] sowie vom 24.7.2025 S. 2 
[act. 14]).

7.

Zusammenfassend kommt das Verwaltungsgericht zum Schluss, dass die 
Aufenthaltsbewilligung der Beschwerdeführerin zu Recht widerrufen bzw. 
nicht verlängert worden ist. Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich 
unbegründet und ist abzuweisen. Das Verwaltungsgericht beurteilt offen-
sichtlich unbegründete Beschwerden in Zweierbesetzung (Art. 56 Abs. 3 des 
Gesetzes vom 11. Juni 2006 über die Organisation der Gerichtsbehörden 
und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]). Mit der Beschwerdeab-
weisung wird auch die Wegweisung der Beschwerdeführerin bestätigt, die 
Konsequenz der Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung ist (vgl. 
Art. 64 Abs. 1 Bst. c AIG). Da die von der Vorinstanz angesetzte Ausreisefrist 
abgelaufen ist, ist praxisgemäss eine neue festzulegen (Art. 64d Abs. 1 AIG; 
vgl. BVR 2019 S. 314 E. 7). Nach dem Gesagten besteht zudem kein Anlass, 

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die kantonale Ausländerbehörde zu veranlassen, beim SEM die vorläufige 
Aufnahme zu beantragen (vgl. vorne Bst. C). 

8.

Bei diesem Verfahrensausgang wird die unterliegende Beschwerdeführerin 
an sich verfahrenskostenpflichtig; ersatzfähige Parteikosten sind nicht ent-
standen (Art. 108 Abs. 1 und 3 i.V.m. Art. 104 VRPG). Sie hat indes für das 
verwaltungsgerichtliche Verfahren um unentgeltliche Rechtspflege ersucht 
(Gesuch vom 24.1.2025 [act. 4]).

8.1 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von 
den Verfahrenskosten, wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel 
verfügt und ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 111 Abs. 1 
VRPG; vgl. auch Art. 117 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 
19. Dezember 2008 [Zivilprozessordnung, ZPO; SR 272]). Ein Prozess ist 
nicht aussichtslos, wenn berechtigte Hoffnung besteht, ihn zu gewinnen, das 
heisst wenn Gewinnaussichten und Verlustgefahren sich ungefähr die 
Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese (statt vieler 
BVR 2019 S. 128 E. 4.1; BGE 142 III 138 E. 5.1; zum Ganzen Lucie von 
Büren, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 
2020, Art. 111 N. 29 ff.).

8.2 Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist als von vornherein aussichts-
los zu bezeichnen. Die Beschwerdeführerin wiederholt in ihrer Beschwerde 
grundsätzlich bloss ihre bereits im vorinstanzlichen Verfahren erhobenen 
Vorbringen, mit welchen sich die Vorinstanz auseinandergesetzt hat. Dabei 
hat diese die massgebenden Gesichtspunkte eingehend und überzeugend 
gewürdigt. Dies darf bei der Beurteilung der unentgeltlichen Rechtspflege im 
oberinstanzlichen Rechtsmittelverfahren berücksichtigt werden (BVR 2015 
S. 487 E. 7.2 mit Hinweisen; BGE 149 III 193 [BGer 5A_881/2022 vom 
2.2.2023] nicht publ. E. 7.1.2 [Pra 112/2023 Nr. 41]). Vor Verwaltungsgericht 
bringt die Beschwerdeführerin neu bloss eine nicht substanziierte Gefähr-
dung durch ihren Ex-Freund in Kenia vor. Dass der Beschwerde unter diesen 
Umständen kein Erfolg beschieden sein konnte, musste auch für die Be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.11.2025, Nr. 100.2025.22U, 
Seite 17

schwerdeführerin erkennbar sein. Das Gesuch um unentgeltliche Rechts-
pflege für das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht ist deshalb abzuwei-
sen, ohne dass die Prozessarmut zu prüfen wäre.

8.3 Da über das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege erst im Rahmen 
des Endentscheids befunden wird und die Beschwerdeführerin deshalb 
keine Gelegenheit hatte, die Beschwerde nach Abweisung des Gesuchs 
zurückzuziehen und damit Kosten zu sparen, sind diese praxisgemäss bloss 
in der Höhe der üblichen Abschreibungsgebühr zu erheben (BVR 2016 
S. 369 E. 4.3.1). Für das Gesuchsverfahren betreffend unentgeltliche 
Rechtspflege sind keine Kosten zu erheben (Art. 112 Abs. 1 VRPG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. Der Beschwerdeführerin wird eine 
neue Ausreisefrist gesetzt auf den 5. Januar 2026.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine reduzierte Pauschalgebühr von Fr. 500.--, werden der Beschwerde-
führerin auferlegt.

4. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

5. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführerin
- Sicherheitsdirektion des Kantons Bern
- Staatsekretariat für Migration

Das präsidierende Mitglied: Die Gerichtsschreiberin:

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Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 1000 
Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 
Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun-
desgericht (BGG; SR 173.110) oder, soweit es die Ermessensbewilligung betrifft, 
subsidiäre Verfassungsbeschwerde gemäss Art. 39 ff. und 113 ff. BGG geführt wer-
den.