# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1358e9fa-2278-52ea-8416-da227565aa1e
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-02-07
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 07.02.2013 725 2012 257 / 26 (725 12 257 / 26)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-2012-257---26_2013-02-07.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 7. Februar 2013 (725 12 257 / 26) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Leistungen, Kausalität 

 

 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantons-

richterin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiber i.V. Jodok Vogt 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Dr. Alex Hediger, Advo-
kat, Freie Strasse 82, Postfach, 4010 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 SUVA, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin, vertreten durch Andrea Tarnutzer, Advokat, Güterstrasse 
106, 4053 Basel 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 
 
A. A.____, geboren am 8. April 1974, arbeitete ab dem 3. Mai 2010 als Lagerarbeiter bei 
der B.____ AG und war in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen Unfallsversicherungsan-
stalt (SUVA) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfälle obligatorisch versichert. Am 
16. Oktober 2010 war der Versicherte damit beschäftigt, im Kühlraum seines Arbeitsortes Palet-
ten mittels Selbstfahrstapler zu verschieben, als diese ins Schwanken gerieten und gegen 
A.____ fielen. Dieser wurde von den herabstürzenden Paletten am Brustkorb getroffen und fiel 
rückwärts auf den Betonboden. Auf der Notfallstation des Spitals C.____ wurde der Verdacht 

 
 
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auf eine commotio spinalis, eine Myelonverlagerung Höhe  Brustwirbelkörper (BWK) 7 und der 
Verdacht auf eine Arachnoidalzyste diagnostiziert. Die SUVA erbrachte in der Folge die gesetz-
lichen Leistungen. Mit Verfügung vom 21. März 2012 teilte sie dem Versicherten mit, dass sie 
ab dem 1. April 2012 keine Versichertenleistungen mehr erbringen werde, da zwischen dem 
Unfall und den geltend gemachten Beschwerden kein sicherer oder wahrscheinlicher Kausalzu-
sammenhang mehr bestehe. Die dagegen vom Versicherten erhobene Einsprache wies die 
SUVA mit Entscheid vom 27. Juli 2012 ab. 
 
B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Advokat Dr. Alex Hediger, am 30. August 
2012 Beschwerde beim Kantonsgericht des Kantons Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversi-
cherungsrecht (Kantonsgericht). Er beantragte die Aufhebung des Einspracheentscheids sowie 
die Verpflichtung der Beschwerdegegnerin, die versicherten Leistungen, insbesondere Taggel-
der basierend auf einer 100%-igen Arbeitsunfähigkeit, auch nach dem 30. April 2011 zu erbrin-
gen. Eventualiter beantragte er die Ausrichtung einer 100%-igen Invalidenrente; unter o/e-
Kostenfolge. Weiter ersuchte der Beschwerdeführer um Bewilligung der unentgeltlichen Ver-
beiständung mit Advokat Dr. Hediger als unentgeltlichen Rechtsbeistand. 
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 15. November 2012 beantragte die Beschwerdegegne-
rin, vertreten durch Advokat Andrea Tarnutzer-Muench, die Abweisung der Beschwerde sowie 
die Bestätigung des angefochtenen Einspracheentscheids. Die Versichertenleistungen seien 
zurecht eingestellt worden, da zwischen dem Unfallereignis und den geltend gemachten Be-
schwerden keine Kausalität mehr bestehe. 
 
D. Mit Verfügung vom 21. März 2012 wurde dem Beschwerdeführer die unentgeltliche 
Verbeiständung mit Advokat Dr. Hediger bewilligt. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kan-
tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Bei 
Ausländern ist auf den Wohnsitz des Arbeitgebers abzustellen. Vorliegend befindet sich dieser 
in X.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen 
ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung 
(VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzi-
ge gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einspracheentscheide der Versiche-
rungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden 
Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht erhobene – Beschwerde ist 
demnach einzutreten. 

 
 
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2. Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht die Einstellung der 
Versicherungsleistungen ab dem 1. April 2012 verfügt hat. 
 
3.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat 
sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. 
 
3.2 Für Leistungen nach UVG hat der Unfallversicherer nur unter der Voraussetzung auf-
zukommen, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden ein na-
türlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen 
Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Er-
folg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit einge-
treten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natür-
lichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare 
Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen 
mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beein-
trächtigt hat, das Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch 
die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1). 
 
3.3 Hat der Unfallversicherer seine Leistungspflicht einmal anerkannt, entfällt sie erst, 
wenn der Unfall nicht mehr die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens 
darstellt, der Gesundheitsschaden mit anderen Worten nur noch und ausschliesslich auf unfall-
fremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der krankhafte Gesundheitszu-
stand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante), oder aber derjenige 
Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes 
auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (vgl. RKUV 
1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b). Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusam-
menhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines 
Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit gänzlich fehlen-
der ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Weil es dabei um eine anspruchsauf-
hebende Tatsache handelt, liegt die Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein leistungsbe-
gründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht bei der versicherten Person, 
sondern beim Unfallversicherer (vgl. RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2). Der Beweis des Weg-
falls des natürlichen Kausalzusammenhangs muss nicht durch den Nachweis unfallfremder Ur-
sachen erbracht werden. Ebenso wenig geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen 
Beweis zu verlangen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliegt oder die versicherte Person 
nunmehr bei voller Gesundheit ist. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen des Ge-
sundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben und weggefallen sind (vgl. Urteil 

 
 
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des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG], seit 1. Januar 2008 Bundesgericht, Sozial-
rechtliche Abteilungen, U 143/02, E. 3.2. vom 25. Oktober 2002). 
 
4.1 Zu prüfen ist, ob die vom Beschwerdeführer geltend gemachten persistierenden Be-
schwerden in einem natürlichen Kausalzusammenhang zum Unfall vom 16. Oktober 2010 ste-
hen. 
 
4.2 Zur Feststellung natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist die 
rechtsanwendende Behörde regelmässig auf Unterlagen angewiesen, die ihr vorab von Ärztin-
nen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind (vgl. BGE 122 V 158 f. E. 1b mit zahlreichen Hin-
weisen). Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle an-
deren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden 
hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspru-
ches gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander widersprechenden medizinischen 
Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die 
Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These ab-
stellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob dieser für 
die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in 
der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet 
sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines 
Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellung-
nahme als Bericht oder Gutachten (vgl. BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 f. E. 1c mit Hinwei-
sen).  
 
4.3 Rechtsprechungsgemäss kann auch reinen Aktengutachten voller Beweiswert zukom-
men, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die ärztliche Beur-
teilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht (RKUV 1993 Nr. U 167 
S. 95, 1988 Nr. U 56 S. 366 E. 5b; vgl. auch Urteile des Eidgenössischen Versicherungsge-
richts U 223/06 vom 8. Februar 2007 E. 5.1.2 oder U 458/00 vom 24. Oktober 2001 E. 3). Ak-
tengutachten sind insbesondere dann von Belang, wenn die relevanten Befunde mehrfach und 
ohne wesentlichen Widerspruch bereits erhoben worden sind, aber die Zuordnung zu einer Di-
agnose oder der Kausalzusammenhang und das Ausmass der Behinderung verschieden be-
wertet werden. In diesen Fällen kann sehr wohl in einem Aktengutachten das Für und Wider der 
verschiedenen Meinungen erwogen und die überwiegende Wahrscheinlichkeit für eine be-
stimmte Beurteilung deutlich gemacht werden (HANS KIND, So entsteht ein medizinisches Gut-
achten, in: René Schaffhauser/Franz Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der medizinischen Begut-
achtung in der Sozialversicherung, Veröffentlichungen des Schweizerischen Instituts für Verwal-
tungskurse an der Universität St. Gallen/Band 42, St. Gallen 1997, S. 52). 
 

 
 
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5.1 Zur Beurteilung der umstrittenen Frage sind folgende ärztliche Berichte zu berücksich-
tigen: 
 
5.2 Im Bericht der erstbehandelnden Ärzte des Spitals C.____ vom 18. Oktober 2010 wur-
de ein Verdacht auf commotio spinalis durch stumpfes Trauma, eine Myleonverlagerung Höhe 
BWK 7 und ein Verdacht auf eine Arachnoidalzyste diagnostiziert. 
 
5.3 Dr. D.____ diagnostizierte am 20. Dezember 2010 einen Status nach Sturz auf den 
flachen Rücken mit Traumatisierung thorako-lumbal, sakral und des Beckens. 
 
5.4 Am 3. Mai 2011 und am 3. Juni 2011 berichtete Dr. med. E.____, FMH Neurologie, 
über die Untersuchung des Beschwerdeführers vom 7. April 2011 und diagnostizierte eine 
commotio spinalis und eine commotio cerebri sowie ein persistierendes Thorakolumbovertebral-
Syndrom bei degenerativer BWS- und LWS-Veränderung. Zudem äusserte er den Verdacht auf 
funktionelle Überlagerung bzw. Aggravation, da sich der Patient massiv schmerzgeplagt und 
wie ein Frischverletzter präsentiere, obwohl der Unfall bereits ein halbes Jahr zurück liege. 
 
5.5 Nach einer neuerlichen Untersuchung bestätigte Dr. E.____ in seinem Bericht vom 
8. Juli 2011 die eben genannten Diagnosen. Zudem stellte er unter Hinweis auf die inzwischen 
stattgefundene MRI-Untersuchung eine partielle sensible Querschnittsymptomatik mit autono-
men Funktionsstörung fest. Die vorhandenen Schmerzen seien aber zum Teil nicht mit den ob-
jektivierbaren Befunden zu erklären. Er sei nach wie vor Meinung, dass, obwohl ein organi-
sches Korrelat zugrunde liegt, die Gesamtsymptomatik in erheblicher Weise funktionell überla-
gert respektive eigentlich aggraviert sei.  
 
5.6 In seinem Bericht vom 16. August 2011 führte E.____ aus, dass er nach einer erneuten 
Betrachtung der MRI-Bilder und einer Besprechung mit Dr. med. F.____, FMH Neuroradiologie, 
eine dorsale Arachnoidalzyste im Bereich BWK 6 habe ausmachen können. Diese sei auch 
schon auf den MRI-Bildern des Unfalltages ersichtlich und halte unverändert an, weshalb es 
unwahrscheinlich sei, dass sie durch den Unfall entstanden sei. Vielmehr scheine es sich beim 
Befund um einen vorbestehenden "locus minoris resistentiae" zu handeln, der durch den Unfall 
traumatisiert worden sei. Die Kausalitätsbeurteilung in diesem Falle sei nicht ganz einfach. 
Dr. E.____ empfahl deshalb eine paraplegiologische Standortbestimmung zur besseren Beur-
teilbarkeit der Situation. 
 
5.7 Am 24. Oktober 2011 stellten die Ärzte der Klinik G.____ folgende Diagnosen: ein Sta-
tus nach Sturz auf den Rücken mit commotio spinalis, eine dorsale Arachnoidalzyste, einen 
Verdacht auf ein lumboradikuläres sensibles Reizsyndrom und eine funktionelle Überlagerung 
bzw. eine Aggravation. 
 
5.8 Im Bericht vom 7. Februar 2012 beantworteten die behandelnden Ärzte der Klinik 
G.____ die Frage der SUVA, ob im Heilungsverlauf unfallfremde Faktoren mitspielen würde, mit 
"nein". Zudem hielten sie fest, dass an eine Wiederaufnahme der Arbeitstätigkeit aktuell nicht zu 
denken sei. 

 
 
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5.9 In seinem von der SUVA in Auftrag gegebenen Gutachten vom 19. März 2010 führt 
Kreisarzt Dr. med. H.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs-
apparates, aus, dass mit überwiegender Wahrscheinlichkeit strukturell objektivierbare Folgen 
des Unfalls fehlen würden. Auch lasse sich aufgrund der Befunde keine unfallbedingte Ver-
schlimmerung eines Vorzustandes ausmachen. Die Beschwerden seien nicht kongruent zu den 
objektivierbaren Auffälligkeiten in der Bildgebung, sie liessen sich aus medizinischer Sicht nicht 
erklären. Vielmehr sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer aggraviere bzw. an ei-
nem Schmerzsyndrom leide, dass in keinem medizinischem Zusammenhang zum Unfallereignis 
stehe. 
 
5.10 Dr. D.____ kommt in seinem "certificat medical" vom 4. April 2010 zum Schluss, dass 
die Ursache der vorhandenen Beschwerden im Unfallereignis vom 16. Oktober 2010 liegen 
würden. 
 
6.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich im angefochtenen Einspracheentscheid vom 
27. Juli 2012 bei der Beurteilung der Unfallkausalität hauptsächlich auf die Ergebnisse, zu de-
nen Kreisarzt Dr. H.____ in seinem Gutachten vom 19. März 2012 gelangte. Dieser kam zum 
Schluss, dass die geklagten Beschwerden nicht auf den Unfall zurückzuführen seien (vgl. 
E. 4.3.8). Die SUVA ging demzufolge davon aus, dass per 1. April 2012 keine unfallkausale 
Beeinträchtigung mehr bestehe und somit auch keine unfallbedingte Einschränkung der Arbeits-
fähigkeit mehr vorliege, weshalb ein Leistungsanspruch zu verneinen sei.  
 
6.2 Diese vorinstanzliche Beweiswürdigung ist nicht zu beanstanden. Im Rahmen des Ver-
waltungsverfahrens eingeholten Aktengutachten von Spezialärztinnen und -ärzte, die unter Ein-
bezug der vorhandenen Unterlagen Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu 
schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerken-
nen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertisen sprechen (vgl. 
BGE 134 V 231 f. E. 5.1 und nicht publ. E. 5b von BGE 114 V 109). Solche Indizien liegen hier 
keine vor. Das ausführliche Gutachten von Dr. H.____ weist in Bezug auf die Beurteilung des 
Gesundheitszustandes und der Unfallkausalität der vorhandenen gesundheitlichen Beeinträch-
tigungen weder formale noch inhaltliche Mängel auf, es ist - wie dies vom Bundesgericht ver-
langt wird (vgl. BGE 125 V 352 E. 3a und Urteil U 223/06 vom 8. Februar 2007, E. 5.1.2) - für 
die streitigen Belange umfassend, es berücksichtigt die geklagten Beschwerden, es ist unter 
Einbezug sämtlicher medizinischer Vorakten erstellt worden, es leuchtet in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge bzw. der Beurteilung der medizinischen Situation ein und es ist 
in den Schlussfolgerungen überzeugend. Insbesondere legte Dr. H.____ nachvollziehbar dar, 
dass die geltend gemachten Beeinträchtigungen mit grösster Wahrscheinlichkeit funktionell 
überlagert bzw. aggraviert seien und somit in keinem natürlichen Kausalzusammenhang mit 
dem Unfall stehen. Er zeigt ausführlich auf, dass sich die vorhandene Schmerzsymptomatik 
nicht auf die bildgebenden und neurologischen Abklärungen zurückführen liesse und deshalb 
strukturell objektivierbare Folgen des Unfalls fehlen. Auch die Ausführungen betreffend der 
Arachnoidalzyste, dessen Kausalitätsbeurteilung gemäss Bericht von Dr. E.____ vom 
16. August 2011 nicht ganz einfach sei, sind einleuchtend. Unter Bezugnahme auf die vorhan-

 
 
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denen Akten wird schlüssig begründet, warum die Zyste bereits vor dem Unfall existiert haben 
muss und weswegen auch eine Traumatisierung durch Unfall mit grosser Wahrscheinlichkeit 
ausgeschlossen werden kann. Dass Dr. H.____ den Beschwerdeführer nicht eigens untersucht 
hat, vermag an der Beweiskraft des Gutachtens nicht zu ändern. Der medizinische Sachverhalt 
wurde mehrfach abgeklärt und die gestellten Diagnosen werden nicht bestritten. Das Aktengut-
achten erfüllt somit die vom Bundesgericht gestellten Voraussetzungen (vgl. E. 4.3), weswegen 
den Ausführungen von Dr. H.____ voller Beweiswert zukommt. 
 
6.3 Die Berichte der Klinik G.____ und das "certificat medical" von Dr. D.____ vom 4. April 
2012, auf welches sich der Beschwerdeführer hauptsächlich beruft, vermögen an diesen Ein-
schätzungen nichts zu ändern. Zwar hat die Klinik G.____ in ihrem Bericht vom 7. Februar 2012 
die Frage der SUVA, ob im Heilungsverlauf auch unfallfremde Faktoren eine Rolle spielen wür-
den, mit "nein" beantwortet, diese Einschätzung wurde aber weder genauer erläutert noch me-
dizinisch begründet. Selbiges gilt auch für den erst nach Verfügungserlass erstellten Arztbericht 
von Dr. D.____. Auch in diesem Bericht wurde die Behauptung, die Beschwerden seien unfall-
bedingter Natur, nicht näher erklärt. Der Kreisarzt hat beim Erstellen des Gutachtens zudem 
sämtliche Berichte der Klinik G.____ berücksichtigt und es erscheint nachvollziehbar, warum 
auf dessen Ergebnisse nicht abgestellt werden kann. Die SUVA hat die natürliche Kausalität 
somit gestützt auf die kreisärztliche Aktenbeurteilung zu Recht verneint. 
 
7. Im Übrigen wäre auch die adäquate Kausalität zu verneinen. Dr. H.____ hat überzeu-
gend dargelegt, dass weitere Therapien beim Beschwerdeführer nicht erfolgversprechend wä-
ren, somit keine namhafte Verbesserung des Gesundheitszustandes im Sinne von Art. 19 UVG 
mehr zu erwarten sei und demzufolge ein medizinischer Endzustand vorliegt. Das den Versi-
cherungsanspruch auslösende Ereignis vom 16. Oktober 2010 ist im Verglich zu ähnlich gela-
gerten Fällen im unteren Bereich der mittelschweren Unfällen anzusiedeln, deshalb wäre es, 
um die Adäquanz bejahen zu können, mit Blick auf die Rechtsprechung erforderlich, dass meh-
rere der in BGE 115 V 133 aufgelisteten Kriterien zur Bewertung der Adäquanz-Frage (beson-
ders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; die Schwere 
oder besondere Art der erlittenen Verletzungen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eig-
nung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen; ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Be-
handlung; körperliche Dauerschmerzen; ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen er-
heblich verschlimmert; schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; Grad und 
Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit) vorliegen. In Würdigung der vorhandenen 
Akten kann aber festgestellt werden, dass nur eines der Kriterien, nämlich dasjenige der Dauer-
schmerzen erfüllt ist. Demnach wäre der adäquate Kausalzusammenhang ebenfalls zu vernei-
nen. Unter diesen Umständen fällt auch die vom Beschwerdeführer per Eventualantrag gefor-
derte Ausrichtung einer Invalidenrente ausser Betracht. 
 

8. Nach dem Gesagten ist festzuhalten, dass das Unfallereignis vom 16. Oktober 2010 
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in keinem Kausalzusammenhang zu den geklagten Be-
schwerden steht. Folglich ist nicht zu beanstanden, dass es die Beschwerdegegnerin abgelehnt 
hat, dem Versicherten im Zusammenhang mit dem Unfall über den 1. April 2012 hinaus Leis-
tungen aus der obligatorischen Unfallversicherung auszurichten. Die gegen den betreffenden 

 
 
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Einspracheentscheid vom 27. Juli 2012 erhobene Beschwerde erweist sich somit als unbegrün-
det, weshalb sie abzuweisen ist. 
 
9. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Partei-
en kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erhe-
ben. Mit Verfügung vom 10. September 2012 wurde dem Beschwerdeführer die unentgeltliche 
Rechtspflege mit Advokat Dr. Hediger bewilligt, weshalb dieser für seine Bemühungen aus der 
Gerichtskasse zu entschädigen ist. Gemäss § 3 Abs. 2 der Tarifordnung für die Anwältinnen 
und Anwälte vom 17. November 2003 beträgt das Honorar bei unentgeltlicher Verbeiständung 
Fr. 180.-- pro Stunde. Der Rechtsvertreter hat in seiner Honorarnote vom 22. November 2012 
für das vorliegende Beschwerdeverfahren einen Zeitaufwand von 10.25 Stunden geltend ge-
macht, was sich umfangmässig in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfra-
gen grundsätzlich als angemessen erweist. Allerdings ist nicht ersichtlich, inwiefern die gemäss 
Honorarnote für "Beilagen" geltend gemachten 0.5 Stunden (je 0.25 Stunden am 30. August 
2012 und am 6. September 2012) anwaltlicher Zeitaufwand darstellen, weswegen der Aufwand 
um 0.5 Stunden zu kürzen ist. Im Bezug auf die Auslagen sei darauf hingewiesen, dass die 
Entschädigung für Fotokopien gemäss § 15 Abs. 2 der Tarifordnung für die Anwältinnen und 
Anwälte vom 17. November 2003 mit Fr. 0.50 pro Seite zu berechnen ist. Dem Umfang des 
Falles entsprechend erscheint es angemessen, die Auslagen für Fotokopien bzw. Kopiaturen zu 
kürzen und mit pauschal Fr. 60.-- zu veranschlagen. Dem Rechtsvertreter ist demnach ein Ho-
norar in der Höhe von Fr. 1985.05 (9.75 Stunden à Fr. 180.-- zuzüglich Auslagen von Fr. 83.-- 
sowie 8% Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse auszurichten. 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird dem 
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers eine Parteientschädigung in 
der Höhe von Fr. 1'985.05 (inkl. Auslagen und 8 % Mehrwertsteuer) 
zulasten der Gerichtskasse ausgerichtet. 

 
 

 
 
 
 
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