# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2d36a741-59b2-5218-a38c-3f67b9ec3b80
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-01-26
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 26.01.2018 III 2017 201
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2017-201_2018-01-26.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2017 201

Entscheid vom 26. Januar 2018 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Ruth Mikšovic-Waldis, Richterin
Monica Huber-Landolt, Richterin
MLaw Joëlle Sigrist, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt M.A. HSG Andreas Jörger,
Färberstrasse 4, Postfach 423, 8832 Wollerau, 

gegen

1. Amt für Migration (AFM), Steistegstrasse 13,
Postfach 454, 6431 Schwyz,

2. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9,
Postfach 1260, 6431 Schwyz,
Vorinstanzen,

Gegenstand Ausländerrecht (Gesuch um Kantonswechsel)

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Sachverhalt:

A. A.________ (geb. ________, Staatsbürgerin von Bosnien-Herzegowina; ab 
dem 5. Lebensjahr in Deutschland lebend) heiratete am 15. April 2006 den Deut-
schen Staatsbürger B.________ und reiste am 12. März 2009 im Familiennach-
zug in die Schweiz ein. Am 18. Juni 2010 zog das Ehepaar von C.________ in 
den Kanton Schwyz (Vi-act. II-04 24). A.________ war im Besitz einer Aufent-
haltsbewilligung EU/EFTA, gültig bis 31. August 2013. Die Ehe wurde am 13. 
Dezember 2010 freiwillig getrennt. Am 24. Mai 2013 zog A.________ nach 
D.________ in den Kanton Zürich, wo ihr neuer Lebenspartner wohnte (Vi-act. 
II-04 30, 127). Am 27. Mai 2013 ersuchte sie um Erteilung einer Auf-
enthaltsbewilligung im Kanton Zürich (Kantonswechsel), was am 18. Juni 2013 
mit Verweis auf die seit dem 13. Dezember 2010 getrennte Ehegemeinschaft 
verweigert wurde. A.________ wurde aufgefordert, den Kanton Zürich bis 
spätestens 31. August 2013 zu verlassen (Vi-act. II-04 34). Nachdem 
A.________ mit dem ablehnenden Bescheid nicht einverstanden war, verfügte 
das Migrationsamt des Kantons Zürich am 11. Oktober 2013 die Ablehnung des 
Kantonswechsels und forderte A.________ auf, den Kanton bis am 29. Novem-
ber 2013 zu verlassen.

B. Am 24. September 2013 wurde die Ehe mit B.________ geschieden. Am 7. 
November 2013 heiratete A.________ den in der Schweiz geborenen und in 
Zürich niederlassungsberechtigten türkischen Staatsangehörigen E.________ 
(Vi-act. II-04 39), worauf sie am 11. November 2013 um Erteilung einer Aufent-
haltsbewilligung im Kanton Zürich ersuchte (Vi-act. II-04 91). Am 27. November 
2013 erhielt A.________ eine Aufenthaltsbewilligung nach Art. 43 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG; SR 142.20) vom 
16. Dezember 2005 (Vi-act. II-04 70). Die Aufenthaltsbewilligung wurde am 2. 
Dezember 2014 verlängert bis 6. November 2015. 

C. Nach der Trennung vom Ehemann zog A.________ 2015 erneut in den 
Kanton Schwyz. Am 17. Juli 2015 stellte sie hier das Gesuch um Erteilung eines 
Kantonswechsels (Vi-act. II-04 53, 55). Sie wohne in F.________ (SZ) und arbei-
te erneut bei der G.________ AG (Vi-act. II-04 50, 48). Am 7. und 26. August 
2015 reichte sie auf Aufforderung des Amtes für Migration weitere Unterlagen ein 
(Vi-act. II-04 192, 207). Mit Schreiben vom 13. Oktober 2015 stellte das Amt für 
Migration A.________ die Ablehnung des Gesuches sowie die Wegweisung aus 
dem Kanton Schwyz in Aussicht und es gewährte ihr das rechtliche Gehör (Vi-
act. II-04 213). In der Stellungnahme vom 3. November 2015 führte A.________ 
aus, sie habe am 27. Mai 2015 ihren gewalttätigen Ehemann verlassen. Mit dem 

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Entschluss, sich zu trennen, sei sie zur Firma G.________ AG in H.________ 
(SZ) gegangen und habe nach Arbeit gefragt, wo sie aufgrund ihrer früheren 
Tätigkeit willkommen gewesen sei und am 1. Juni 2015 mit der Arbeit habe an-
fangen können. Sie wolle diese Arbeit nicht verlieren, könne die Stelle aus dem 
Kanton Zürich mit öffentlichen Verkehrsmitteln indes nicht erreichen und müsse 
daher in H.________ (SZ) wohnen. Entsprechend ersuchte sie um Bewilligung 
des Kantonswechsels (Vi-act. II-04 216).

D. Mit Verfügung vom 24. November 2015 hat das Amt für Migration das Ge-
such um Kantonswechsel abgelehnt und A.________ angehalten, den Kanton 
Schwyz bis spätestens am 15. Januar 2016 zu verlassen. Am 15. Dezember 
2015 erhob A.________ gegen die abschlägige Verfügung Verwaltungsbe-
schwerde beim Regierungsrat. Mit Schreiben vom 30. Dezember 2015 ersuchte 
das Amt für Migration um Verfahrenssistierung, bis der Kanton Zürich rechts-
kräftig über die Aufenthaltsberechtigung von A.________ entschieden habe (Vi-
act. II-04 428). Mit Mitteilung vom 4. Januar 2016 wurde das Verfahren sistiert 
(Vi-act. II-04 429).

E. Am 26. Januar 2016 orientierte das Migrationsamt des Kantons Zürich 
A.________, ihr am 5. Januar 2016 gestelltes Gesuch um Verlängerung der Auf-
enthaltsbewilligung (die am 6. November 2015 auslief) werde voraussichtlich ab-
gelehnt. Gleichzeitig wurde sie zur Stellungnahme eingeladen (Vi-act. II-04 433). 
Am 18. Februar 2016 bestätigte das Amt für Migration A.________, sie dürfe sich 
bis zu einem rechtskräftigen Entscheid betreffend ihr Gesuch um Kantonswech-
sel rechtmässig im Kanton Schwyz aufhalten, längstens jedoch bis am 31. März 
2016. Sollte das Verfahren bis dahin nicht abgeschlossen sein, könne eine neue 
Bestätigung beantragt werden (vgl. Verlängerungen, letztmals am 30.5.2017 bis 
31.8.2017; Vi-act. II-04 437, 445, 458, 527, 531, 533, 535, 537). Mit Verfügung 
vom 6. Mai 2016 hat das Migrationsamt Zürich das Gesuch um Verlängerung der 
Aufenthaltsbewilligung abgewiesen (Vi-act. II-04 454). Dagegen erhob 
A.________ am 9. Juni 2016 Rekurs bei der Sicherheitsdirektion des Kantons 
Zürich (Vi-act. II-04 468). Mit Schreiben vom 9. Juni 2017 gelangte das Amt für 
Migration an den Regierungsrat und ersuchte um Fortsetzung des Verfahrens, da 
ein Entscheid im Kanton Zürich nicht absehbar und neu noch ein Verfahren be-
treffend die Wohnsitzfrage hängig sei (Vi-act. II-04 539). 

F. Nachdem am 13. Juni 2017 die Verfahrenssistierung aufgehoben wurde 
(Vi-act. II-04 541), wies der Regierungsrat mit Regierungsratsbeschluss Nr. 
740/2017 vom 26. September 2017 die Beschwerde gegen die Verfügung des 
Amtes für Migration vom 24. November 2015 ab und er hielt A.________ an, den 

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Kanton Schwyz innert drei Monaten ab Zustellung des Beschlusses zu verlassen 
und in den Kanton Zürich zurück zu kehren. 

G. Am 24. Oktober 2017 lässt A.________ gegen den Regierungsratsbe-
schluss fristgerecht Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz 
erheben mit den Rechtsbegehren:

1. Es sei der Beschwerdeentscheid RRB Nr. 740/2017 vom 26. September 2017 
aufzuheben und es sei der Beschwerdeführerin der Kantonswechsel zu ge-
nehmigen und ihr die Aufenthaltsbewilligung zu erteilen.
Eventualiter sei der Beschwerdeentscheid RRB Nr. 740/2017 vom 26. Septem-
ber 2017 aufzuheben und die Angelegenheit zur Ergänzung des Sachverhaltes 
und zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.
Subeventualiter sei der Beschwerdeführerin die Aufenthaltsbewilligung zu er-
teilen.
Subsubeventualiter sei der Beschwerdeführerin zu gestatten, den Ausgang des 
Verfahrens vor den Migrationsbehörden des Kantons Zürich im Kanton Schwyz 
abwarten zu können.
Subsubsubeventualiter sei der Beschwerdeführerin eine Frist von mindestens 
12 Monaten ab Rechtskraft des Verwaltungsgerichtsurteils anzusetzen, um den 
Kanton Schwyz zu verlassen.

2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zulasten der Vor-
instanzen bzw. des Staates.

und folgenden Prozessualen Anträgen:

1. Es sei der Beschwerdeführerin die unentgeltliche Rechtspflege zu bewilligen 
und RA Andreas Jörger M.A. HSG als unentgeltlicher Rechtsbeistand beizu-
geben.

2. Es sei der Beschwerdeführerin im Sinne einer vorsorglichen Massnahme zu 
gestatten, den Ausgang des Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahrens im 
Kanton Schwyz abzuwarten.

H. Mit Vernehmlassung vom 2. November 2017 beantragt das instruierende 
Sicherheitsdepartement, die Beschwerde sei unter Kostenfolge zulasten der 
Beschwerdeführerin abzuweisen. Abweisung der Beschwerde beantragt ebenso 
das Amt für Migration mit Vernehmlassung vom 13. November 2017. Mit Schrei-
ben vom 22. November 2017 nimmt die Beschwerdeführerin Stellung zu den 
Vernehmlassungen der Vorinstanzen, wobei an den Anträgen in der Verwal-
tungsgerichtsbeschwerde vom 24. Oktober 2017 festgehalten wird. 

I. Am 1. Dezember 2017 orientiert das Amt für Migration, die Beschwerdefüh-
rerin wolle sich bei der IV anmelden und auch wirtschaftliche Sozialhilfe bezie-
hen. Dazu nimmt die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 13. Dezember 2017 
Stellung. Die Fürsorgebehörde der Gemeinde H.________ (SZ) reicht am 19. 
Dezember 2017 ihren Beschluss vom 18. Dezember 2017 zur Kenntnisnahme 
ein. Am 4. Januar 2018 teilt die Beschwerdeführerin eine neue Wohnadresse mit.

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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Wollen Personen mit einer Kurzaufenthalts- oder Aufenthaltsbewilligung 
ihren Wohnort in einen anderen Kanton verlegen, müssen sie im Voraus eine 
entsprechende Bewilligung des neuen Kantons beantragen (Art. 37 Abs. 1 AuG). 
Die Bewilligung nach Art. 37 Abs. 1 AuG ist konstitutiver Natur. Erst wenn der 
neue Kanton den Kantonswechsel bewilligt und eine Aufenthaltsbewilligung für 
sein Kantonsgebiet erteilt hat, erlischt die frühere Aufenthaltsbewilligung der 
gesuchstellenden Person (Art. 61 Abs. 1 lit. b AuG) und ist diese berechtigt, im 
neuen Kanton Wohnsitz zu nehmen. Somit muss das Bewilligungsverfahren 
zwingend im angestammten Kanton abgewartet werden.

1.2 Personen mit einer Aufenthaltsbewilligung haben Anspruch auf den Kan-
tonswechsel, wenn sie nicht arbeitslos sind und keine Widerrufsgründe nach Art. 
62 AuG vorliegen (Art. 37 Abs. 2 AuG).

1.3 Angesichts der beschränkten Überprüfungsbefugnis der Behörden des 
neuen Kantons setzt die Bewilligung des Kantonswechsels voraus, dass die ge-
suchstellende Person im Zeitpunkt des Gesuchs wie auch im Entscheidzeitpunkt 
Inhaberin einer gültigen Aufenthaltsbewilligung ist (Bolzli, OFK-Migrationsrecht, 
4. Auflage, AuG Art. 37 N 8a). Insoweit bildet auch das Bestehen einer Auf-
enthaltsbewilligung im Entscheidzeitpunkt eine (dritte) Voraussetzung, damit ein 
Anspruch auf Kantonswechsel gemäss Art. 37 Abs. 2 AuG besteht. Verliert die 
gesuchstellende Person während des hängigen Verfahrens ihre Aufenthalts-
bewilligung, kann ihr der Kantonswechsel gestützt auf Art. 37 Abs. 2 AuG nicht 
bewilligt werden. Dasselbe gilt, wenn ihre Bewilligung mittlerweile abgelaufen ist 
(vgl. Art. 61 Abs. 1 lit. c AuG). Die gesuchstellende Person hat deshalb dafür 
besorgt zu sein, dass ihre Aufenthaltsbewilligung von den Behörden des Ur-
sprungskantons verlängert wird, bis über den Kantonswechsel entschieden wor-
den ist. Kein Anspruch besteht damit, wenn etwa verspätet um Verlängerung der 
Aufenthaltsbewilligung ersucht wurde (was die Bewilligung nicht zwingend unter-
gehen lässt, vgl. Urteil BGer 2C_1050/2012 vom 6.12.2013 Erw. 2) und/oder 
diese in einem Rechtsmittelverfahren strittig ist. Ein solcher tolerierter, prekärer 
Aufenthalt vermag keinen Anspruch auf Kantonswechsel zu rechtfertigen (vgl. 
Verwaltungsgericht des Kantons Zürich VB.2014.00172 vom 4.6.2014 Erw. 3.3). 
Etwas anderes könnte nur dann gelten, wenn aufgrund der Aktenlage von einer 
routinemässigen Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung auszugehen wäre (vgl. 
Verwaltungsgericht des Kantons Zürich VB.2013.00711 vom 22.1.2014 Erw. 2.3).

2.1 Die Beschwerdeführerin rügt die Verletzung des rechtlichen Gehörs, indem 
die Vorinstanz zahlreiche Beweisanträge nicht berücksichtigt habe und keine 

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Begründung der Nichtberücksichtigung erfolgt sei. Ungeprüft geblieben sei trotz 
entsprechender Vorbringen und Beweisofferten betreffend häusliche Gewalt ins-
besondere, ob ein Härtefall gemäss Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG vorliege. Sie sei so-
dann hinsichtlich ihres Arbeitsbeginns nicht angehört worden, was zur tat-
sachenwidrigen Feststellung geführt habe, sie könne ihren Arbeitsplatz mit dem 
ÖV aus dem Kanton Zürich rechtzeitig erreichen. Die Sache sei daher zur Neu-
beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.

2.2.1 Der Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV gebietet, dass 
die Behörde die Vorbringen der betroffenen Person auch tatsächlich hört, prüft 
und in der Entscheidfindung berücksichtigt. Daraus folgt die Verpflichtung der 
Behörde, ihren Entscheid zu begründen (BGE 139 V 496 Erw. 5.1). Dabei ist es 
nicht erforderlich, dass sie sich mit allen Parteistandpunkten einlässlich aus-
einandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr 
kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Die 
Begründung muss so abgefasst sein, dass sich die betroffene Person über die 
Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der 
Sache an die höhere Instanz weiterziehen kann. In diesem Sinn müssen wenigs-
tens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat 
leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt (vgl. BGE 138 IV 81 Erw. 2.2 
mit Hinweisen; Urteil BGer 2C_515/2017 vom 22.11.2017 Erw. 2.3.3). 

2.2.2 Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs führt grundsätzlich ungeachtet der 
Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sache selbst zur Aufhebung des ange-
fochtenen Entscheids (vgl. BGE 137 I 195 Erw. 2.2). Eine nicht besonders 
schwerwiegende Verletzung des rechtlichen Gehörs kann aber ausnahmsweise 
als geheilt gelten, wenn die betroffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor 
einer Rechtsmittelinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt als auch die 
Rechtslage frei überprüfen kann. Unter dieser Voraussetzung ist darüber hinaus - 
im Sinne einer Heilung des Mangels - selbst bei einer schwerwiegenden Verlet-
zung des Anspruchs auf rechtliches Gehör von einer Rückweisung der Sache an 
die Vorinstanz abzusehen, wenn und soweit die Rückweisung zu einem formalis-
tischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit 
dem (der Anhörung gleichgestellten) Interesse der betroffenen Partei an einer 
beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären (BGE 137 I 195 
Erw. 2.3.2; Urteil BGer 2D_16/2015 vom 29.10.2015 Erw. 2.3.1).

2.3 Die Vorinstanz hat die Grundsätze des rechtlichen Gehörs eingehalten, 
auch wenn sie nicht auf alle Vorbringen der Beschwerdeführerin in gleichem 
Masse eingegangen ist. Insbesondere ergibt sich aus der Begründung des an-

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gefochtenen Entscheids, dass sich die Vorinstanz namentlich mit den als Ver-
letzung des rechtlichen Gehörs dargestellten Punkten auseinandergesetzt hat, 
was der Beschwerdeführerin das Einreichen und Begründen einer Verwaltungs-
gerichtsbeschwerde ermöglicht hat. Dass die Vorinstanz dabei zu einem anderen 
Schluss gekommen ist, vermag noch keine Verletzung des rechtlichen Gehörs 
resp. der Begründungspflicht darzustellen. Soweit eine tatsachenwidrige Sach-
verhaltsfeststellung gerügt wird, ist dies Gegenstand der nachfolgenden materiel-
len Prüfung. 

3.1 Es ergibt sich aus den Akten, dass die Beschwerdeführerin nach der Heirat 
mit dem niederlassungsberechtigten Ehemann am 27. November 2013 vom 
Kanton Zürich eine Aufenthaltsbewilligung gemäss Art. 43 Abs. 1 AuG erhielt 
(Familiennachzug), welche am 2. Dezember 2014 bis am 6. November 2015 ver-
längert wurde. Im Mai 2015 trennte sie sich vom Ehemann und zog aus dem 
Kanton Zürich in den Kanton Schwyz, wo sie am 1. Juni 2015 eine Arbeitsstelle 
in der G.________ AG antrat und in F.________ (SZ) wohnhaft wurde. Am 17. 
Juli 2015 stellte sie im Kanton Schwyz das Gesuch um Erteilung eines Kantons-
wechsels. Am 5. Januar 2016 ersuchte sie den Kanton Zürich um Verlängerung 
der (ausgelaufenen) Aufenthaltsbewilligung. Das Amt für Migration des Kantons 
Schwyz lehnte das Gesuch um Kantonswechsel mit Verfügung vom 24. Novem-
ber 2015 ab; das Gesuch um Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung wurde 
vom Migrationsamt des Kantons Zürich am 6. Mai 2016 abgelehnt. Gegen beide 
Verfügungen sind Rechtsmittelverfahren hängig. 

Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet allein das Gesuch resp. die 
Ablehnung des Kantonswechsels durch den Kanton Schwyz.

3.2 Es ist damit erstellt, dass die Beschwerdeführerin entgegen der gesetz-
lichen Vorschrift nach Art. 37 Abs. 1 AuG noch vor der Bewilligung des Kantons-
wechsels in den Kanton Schwyz zog und hier eine Arbeitsstelle annahm, mithin 
den Entscheid über den Kantonswechsel nicht im Ursprungskanton Zürich ab-
wartete. Durch dieses gesetzeswidrige Verhalten kann die Beschwerdeführerin 
nichts zu ihren Gunsten ableiten, sollte sie aufgrund des verfrühten Kantons-
wechsels Dispositionen getroffen haben und eine Gesuchsablehnung deswegen 
nachteilige Folgen zeitigen.

3.3 Erstellt ist ebenso, dass die Beschwerdeführerin im Zeitpunkt der Gesuch-
stellung (17.7.2015) über eine formell gültige Aufenthaltsbewilligung im Kanton 
Zürich verfügte. Indes lief diese Bewilligung am 6. November 2015 aus, ohne 
dass sich die Beschwerdeführerin rechtzeitig (mindestens 14 Tage vor Ablauf, 
Art. 59 Abs. 1 der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit 

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[VZAE; SR 142.201] vom 24. Oktober 2007) um deren Verlängerung bemüht hät-
te. 

3.4 Nachdem aber feststeht, dass die Beschwerdeführerin im Zeitpunkt des 
Entscheides über den Kantonswechsel am 24. November 2015 keine gültige 
Aufenthaltsbewilligung besass, ist die vom Amt für Migration verfügte Ablehnung 
des Gesuches mangels Anspruch auf Kantonswechsel gemäss Art. 37 Abs. 2 
AuG nicht zu beanstanden. Dies gilt ebenso für den Regierungsratsbeschluss 
vom 26. September 2017.

Dabei gilt festzuhalten, dass weder dem Amt für Migration noch dem Regierungs-
rat vorgeworfen werden kann, das Verfahren bewusst verzögert und damit das 
Fehlen der vorausgesetzten Aufenthaltsbewilligung provoziert zu haben. Einer-
seits liegt es an der Beschwerdeführerin, sich rechtzeitig um die Bewilligungs-
verlängerung zu bemühen. Anderseits war ihr Gesuch um Kantonswechsel vom 
17. Juli 2015 unvollständig, so dass sie zweimal um Nachreichung von Akten 
ermahnt werden musste. Noch während der gültigen Aufenthaltsbewilligung wur-
de ihr am 13. Oktober 2015 die Gesuchsablehnung in Aussicht gestellt und das 
rechtliche Gehör gewährt (Vi-act. II-04 213). Sie selber hat erst am letzten Tag 
der Frist, am 3. November 2015, Stellung genommen. Und obwohl sie vom Amt 
für Migration aufmerksam gemacht wurde, dass für die Frage der Verlängerung 
der Aufenthaltsbewilligung das Migrationsamt des Kantons Zürich zuständig ist 
(vgl. Vi-act. II-04 211 Ziff. 9), hat sie dieses noch nicht um Verlängerung ersucht. 
Am 6. November 2015 lief die Aufenthaltsbewilligung aus, das Gesuch um Kan-
tonswechsel wurde am 24. November 2015 abgelehnt. Nachdem sie dagegen 
Verwaltungsbeschwerde erhob und am 5. Januar 2016 im Kanton Zürich um Ver-
längerung der Aufenthaltsbewilligung ersuchte, hat der Regierungsrat das Ver-
fahren sistiert bis ein rechtskräftiger Zürcher-Entscheid vorliegt. Mithin erfolgte 
dies zugunsten der Beschwerdeführerin, hätte doch so die Chance bestanden, 
dass sie über eine gültige Aufenthaltsbewilligung verfügt. Nachdem indes auch 
Zürich das Verlängerungsgesuch erstinstanzlich abwies, dagegen Rekurs einge-
reicht wurde und sich das Verfahren seither hinzieht, ist nicht zu beanstanden, 
dass der Regierungsrat die Sistierung aufhob und über den Kantonswechsel 
befand (zwischenzeitlich, seit dem 4.9.2017 ist das Rekursverfahren im Kanton 
Zürich sistiert bis zur Erledigung des Strafverfahrens wegen häuslicher Gewalt, 
vgl. angefochtener RRB Erw. 4.2). 

3.5.1 Von der Voraussetzung einer gültigen Aufenthaltsbewilligung kann im 
Rahmen einer Gesuchsprüfung für einen Kantonswechsel etwa dann abgesehen 
werden, wenn aufgrund der Aktenlage von einer routinemässigen Verlängerung 
der Aufenthaltsbewilligung auszugehen ist (vgl. Erw. 1.3). Dass vorliegend kein 

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Routinefall vorliegt, ist allein schon durch die Tatsache belegt, dass der Kanton 
Zürich die Verlängerung erstinstanzlich verweigert hat und das Verlängerungs-
gesuch mittlerweile seit fast zwei Jahren bearbeitet (und die Erledigung des 
Strafverfahrens abwartet). 

3.5.2 Nicht zu beanstanden sind die vom Amt für Migration im Rahmen der Ge-
suchsprüfung gemachten Feststellungen, dass die Beschwerdeführerin mit der 
befristeten Aufenthaltsbewilligung nach Art. 43 Abs. 1 AuG über ein derivatives 
Aufenthaltsrecht verfügte, dass dieses eine eheliche Gemeinschaft voraussetzt, 
dass die Beschwerdeführerin spätestens mit dem Zuzug in den Kanton Schwyz 
die eheliche Gemeinschaft verliess, resp. diese aufgelöst wurde, dass die Ehe 
erst 2013 geschlossen wurde, mithin im Zeitpunkt der Auflösung noch keine drei 
Jahre dauerte, dass damit eine wesentliche Voraussetzung für eine Bewilligungs-
verlängerung nach Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG fehlt und dass dem Amt für Migration 
im Übrigen keine wichtigen Gründe für einen getrennten Wohnsitz bekannt sind 
(Art. 49 AuG). Solche Gründe lieferte auch die Beschwerdeführerin im Rahmen 
des rechtlichen Gehörs in der Stellungnahme vom 3. November 2015 nicht. Zwar 
hielt sie fest, sie habe ihren Ehemann verlassen, nachdem dieser sie immer 
wieder geschlagen habe und jähzornig geworden sei (Vi-act. II-04 216). Soweit 
sie damit das Vorliegen häuslicher Gewalt geltend machen wollte, käme allenfalls 
eine Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung nach Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG in 
Frage. Keinesfalls wäre die Sache jedoch derart liquide gewesen, dass von einer 
routinemässigen Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung hätte gesprochen 
werden können (vgl. auch Erw. 4.3). Dies zu überprüfen war mithin nicht Sache 
des Kantons Schwyz. Vielmehr hielt das Amt für Migration zu Recht fest, für die 
Überprüfung des weiteren Aufenthaltes sei der Ursprungskanton Zürich zustän-
dig (Verfügung vom 24.11.2015 Ziff. 10). 

3.6 Damit aber steht fest, dass die Beschwerdeführerin im Zeitpunkt des Ent-
scheides über ihr Gesuch um Kantonswechsel über keine Aufenthaltsbewilligung 
verfügte, mithin keinen Anspruch auf Kantonswechsel hatte und die Gesuchs-
ablehnung damit nicht zu beanstanden ist. Den Entscheid über den Kantons-
wechsel hätte sie im Kanton Zürich abwarten müssen. Im Kanton Zürich verfügt 
sie auch über das Recht zu verbleiben, solange nicht rechtskräftig über ihr Ge-
such um Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung entschieden ist (Art. 59 Abs. 2 
VZAE). Dieses Verbleiberecht gibt ihr aber keinen Anspruch auf Bewilligung 
eines Kantonswechsels gemäss Art. 37 Abs. 2 AuG. 

4. Was die Beschwerdeführerin dagegen vorbringt, vermag nicht zu über-
zeugen. 

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4.1 Entgegen ihrer Darstellung setzt der Anspruch auf Kantonswechsel nicht 
nur fehlende Arbeitslosigkeit und fehlende Widerrufsgründe nach Art. 62 AuG 
voraus. Vielmehr ist dritte Voraussetzung das Vorliegen einer gültigen Aufent-
haltsbewilligung. Alle drei Voraussetzungen müssen aufgrund des Wortlauts von 
Art. 37 Abs. 2 AuG kumulativ erfüllt sein (vgl. auch Verwaltungsgericht Kanton 
Zürich VB.2014.00251 vom 23.10.2014 Erw. 3.2). Vorliegend mangelt es wie 
dargelegt an einer gültigen Aufenthaltsbewilligung. Unerheblich sind damit der 
Verweis auf die unbefristete Anstellung bei der G.________ AG sowie die Dar-
stellung, es lägen keine Widerrufsgründe nach Art. 62 AuG vor. Wie bereits ein-
leitend ausgeführt wurde, geht die Beschwerdeführerin sodann zu Unrecht davon 
aus, eine Aufenthaltsbewilligung müsse nur im Zeitpunkt der Gesuchseinrei-
chung, nicht aber im Entscheidzeitpunkt vorliegen (vgl. Erw. 1.3). 

4.2 Unerheblich sind auch die von der Beschwerdeführerin geltend gemachten, 
besonderen Lebensumstände im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung. Sie habe 
sich aufgrund der Gewalttätigkeit ihres Ehemannes zur Trennung von ihm ent-
schieden und ihr Leben neu ausgerichtet. Zudem habe sie arbeiten wollen, wes-
halb es naheliegend gewesen sei, wieder in den Kanton zurück zu kehren, wo sie 
bereits 2010 bis 2013 gelebt und gearbeitet habe.

Selbst wenn sich die Beschwerdeführerin in begründeter Weise von ihrem Ehe-
mann trennte (was offen bleiben kann), und selbst wenn sie bei der G.________ 
AG aufgrund ihrer früheren Anstellung willkommen war und umgehend angestellt 
wurde, so steht dennoch keinesfalls fest, dass sie nicht auch im Kanton Zürich 
eine Stelle gefunden hätte, sondern notgedrungen in den Kanton Schwyz wech-
seln musste. Immerhin hatte sie 2013 ihre Stelle bei der G.________ AG auf-
grund des Wegzugs in den Kanton Zürich aufgegeben, wo sie damals ebenso ei-
ne Arbeitsstelle fand und später die Stelle auch wechseln konnte. Mithin wäre es 
ihr zumutbar gewesen (und mit Blick auf die gesetzlichen Vorschriften auch ihre 
Pflicht gewesen), im Kanton Zürich zu verbleiben und da eine Anstellung anzu-
nehmen. Eine räumliche Trennung vom Ehemann wäre auch innerhalb des Kan-
tons Zürich möglich gewesen. Anderes wird von der Beschwerdeführerin denn 
auch nicht behauptet. Soweit sie geltend macht, der Wegzug aus dem Kanton 
Schwyz würde den Verlust ihrer Stelle bedeuten, kann sie daraus nichts zu ihren 
Gunsten ableiten, ist sie doch entgegen dem klaren Gesetzeswortlaut vor dem 
bewilligten Kantonswechsel in den Kanton Schwyz gezogen, um eine Stelle an-
zunehmen. 

4.3 Die Vorinstanzen verhielten sich entgegen der Darstellung der Beschwer-
deführerin nicht widersprüchlich, wenn sie einerseits festhielten, die Zuständig-
keit betreffend Aufenthaltsbewilligung liege bei den Zürcher Behörden und an-

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derseits gleichwohl Aussagen zur möglichen bzw. unmöglichen Verlängerung der 
Bewilligung machten. 

Wie oben ausgeführt, setzt ein Kantonswechsel eine Aufenthaltsbewilligung vor-
aus, was es durch das Amt für Migration zu prüfen gilt. Dieses stellte zu Recht 
fest, dass im Zeitpunkt der Verfügung keine Aufenthaltsbewilligung mehr vorlag. 
Ein Kantonswechsel kann aber dennoch bewilligt werden, wenn die Aufenthalts-
bewilligung zwar nicht vorliegt, die Verlängerung aber Routinesache ist. In die-
sem Sinne waren die Vorinstanzen gehalten, die Voraussetzungen zumindest 
rudimentär zu prüfen. Weder haben sie damit in die Zuständigkeit des Kantons 
Zürich eingegriffen, noch sich widersprüchlich verhalten, noch bestand eine 
Pflicht, die Voraussetzungen vertieft zu prüfen. Insbesondere bestand keine 
Pflicht, zu klären, ob die Beschwerdeführerin Opfer häuslicher Gewalt war, da 
diese Frage durch den Ursprungskanton zu klären ist. 

Wenn die Vorinstanzen festhielten, die Voraussetzungen für eine Verlängerung 
der Aufenthaltsbewilligung seien nicht liquide, so ist diese Feststellung keines-
wegs willkürlich. Einerseits steht fest, dass sich die Beschwerdeführerin vom 
Ehemann getrennt hat, bevor die eheliche Gemeinschaft drei Jahre dauerte. An-
derseits sind auch die Informationen betreffend häusliche Gewalt keineswegs 
eindeutig (was mitunter auch die Verfahrensdauer im Kanton Zürich zu erklären 
vermag). So liegt in den Akten ein Bericht der I.________ (Klinik) (Vi-act. II-04 
478) vom 8. Februar 2015, wohin die Beschwerdeführerin von ihrem damaligen 
Ehemann und Familienmitgliedern gebracht wurde. Der Ehemann berichtete, die 
Beschwerdeführerin habe seit 7 Tagen nicht mehr richtig geschlafen und immer 
wieder Ängste ihre Eltern in Bosnien betreffend geäussert. Sie habe diese innert 
kurzer Zeit 150mal angerufen. Die Situation habe sich dermassen zugespitzt, 
dass er es nicht mehr habe ertragen können und er sie auf die Nase geschlagen 
habe. Sie selbst habe ihn mehrmals attackiert. Im Zweiergespräch hat die 
Beschwerdeführerin gegenüber dem Arzt ausgeführt, sie sei froh gewesen, als er 
sie geschlagen habe, um nochmals aus ihrer Blockade an Gedanken und Angst 
herauszukommen und sie wolle ihn nicht anzeigen. Sie habe schon lange diese 
Ängste in Bezug auf Ihre Eltern gehabt und eine schwierige Kindheit hinter sich 
mit einem [geschwärzt] Vater. Im Austrittsbericht wird die Diagnose einer akuten 
wahnhaften psychotischen Störung notiert (Vi-act. II-04 480). Im Bericht vom 
5. Januar 2016 der J.________ (Klinik) zur 1. Hospitalisation (30.12. bis 
31.12.2015) wird dann von der Diagnose "F43.9 Reaktion auf schwere Belas-
tung, nicht näher bezeichnet" gesprochen und vermerkt, die Beschwerdeführerin 
habe beim Eintritt über regelmässige körperliche Misshandlung und psychischen 
Terror seitens des Ehemannes berichtet (Vi-act. I-03 Beilage 9). Ob die 
Beschwerdeführerin tatsächlich Opfer häuslicher Gewalt im Sinne von Art. 50 

12

Abs. 2 AuG geworden ist oder nicht, musste nun aber nicht im Rahmen eines 
Kantonswechsels geprüft werden, sondern ist Gegenstand des Hauptverfahrens 
zur Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung im Kanton Zürich. Eine routinemäs-
sige Verlängerung war auf jeden Fall ausgeschlossen.

4.4.1 Seitens der Vorinstanzen liegt auch keine Verletzung des Vertrauensschut-
zes vor, weil die Beschwerdeführerin nicht auf die notwendige Verlängerung der 
Aufenthaltsbewilligung aufmerksam gemacht worden sei und sie darauf habe 
vertrauen dürfen, dass der Kantonswechsel genehmigt werde, da sie die Kriteri-
en gemäss Art. 37 Abs. 2 AuG zum Zeitpunkt der Gesuchseinreichung erfüllt ha-
be. 

4.4.2 Art. 5 Abs. 3 BV enthält den allgemeinen rechtsstaatlichen Grundsatz, dass 
staatliche Organe und Private nach Treu und Glauben handeln. Dieses Prinzip 
wird in Art. 9 BV grundrechtlich ergänzt. Der grundrechtlich verstärkte Grundsatz 
von Treu und Glauben verleiht einer Person Anspruch auf Schutz des berechtig-
ten Vertrauens in behördliche Zusicherungen oder sonstiges, bestimmte Erwar-
tungen begründendes Verhalten der Behörden. Voraussetzung für eine Berufung 
auf Vertrauensschutz ist, dass die betroffene Person sich berechtigterweise auf 
die Vertrauensgrundlage verlassen durfte und gestützt darauf nachteilige Dispo-
sitionen getroffen hat, die sie nicht mehr rückgängig machen kann. Die Berufung 
auf Treu und Glauben scheitert, wenn ihr überwiegende öffentliche Interessen 
entgegenstehen (BGE 137 I 69 Erw. 2.5.1; Urteil BGer 1C_333/2017 vom 
22.11.2017 Erw. 3.2).

4.4.3 Vorab ist festzuhalten, dass die Pflicht, rechtzeitig für die notwendige Ver-
längerung der Bewilligung zu sorgen, in erster Linie die Beschwerdeführerin als 
Bewilligungsinhaberin trifft (Art. 59 VZAE). Sie kann sich nicht darauf berufen, 
keine Verfallsanzeige zugestellt erhalten zu haben. Im Übrigen hätte eine solche 
vom Kanton Zürich ausgestellt werden müssen.

Sodann ist zu vermerken, dass das Amt für Migration die Beschwerdeführerin im 
Rahmen des rechtlichen Gehörs darauf aufmerksam gemacht hat, dass ihre Be-
willigung nur bis am 6. November 2015 gültig sei und dass für die Überprüfung 
grundsätzlich das Migrationsamt Zürich zuständig sei (Vi-act. II-04 213).

Im vorliegenden Fall ist sodann von Bedeutung, dass sich die Beschwerdeführe-
rin nicht das erste Mal in einer vergleichbaren Situation befand. Als sie 2013 in 
den Kanton Zürich zog und dort das Gesuch um Kantonswechsel stellte, wurde 
ihr im Rahmen des rechtlichen Gehörs die Gesuchsablehnung in Aussicht ge-
stellt mit der Begründung, sie lebe nicht mehr in einer ehelichen Gemeinschaft, 
die eine Voraussetzung ihrer Aufenthaltsbewilligung sei und diese Gemeinschaft 

13

habe in der Schweiz weniger als drei Jahre gedauert (Vi-act. II-04 34). Auch zu 
jenem Zeitpunkt war sie noch im Besitze der Aufenthaltsbewilligung im Kanton 
Schwyz. Sie hatte damit bereits einmal konkret erlebt, dass eine bei Gesuchs-
einreichung formell bestehende Aufenthaltsbewilligung noch keinen Anspruch auf 
Kantonswechsel gibt.

Im Übrigen führt die Beschwerdeführerin nicht weiter aus, aufgrund welcher 
behördlicher Auskünfte oder Handlungen sie berechtigterweise davon ausgehen 
durfte, der Kantonswechsel zurück in den Kanton Schwyz sei problemlos und sie 
habe einen Anspruch darauf. Auch auf die weiteren Voraussetzungen des Ver-
trauensschutzes (vgl. BGE 137 II 182 Erw. 3.6.2) geht sie nicht ein und sie legt 
nicht dar, inwiefern diese erfüllt sind. 

4.5 Nachdem das Bestehen einer Aufenthaltsbewilligung (oder zumindest die 
Möglichkeit, eine Verlängerung routinemässig erteilen zu können) zwingende 
Voraussetzung eines Kantonswechsels ist und diese vorliegend nicht erfüllt war, 
ist auch nicht weiter auf die Rügen einzugehen, der Regierungsrat habe den 
Sachverhalt betreffend Erreichbarkeit des Arbeitsplatzes falsch festgestellt. Alle 
drei Voraussetzungen von Art. 37 Abs. 2 AuG müssen kumulativ vorliegen. 
Nachdem die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf Kantonswechsel hatte, 
vermag sie aus der Tatsache, dass sie ihren Arbeitsplatz aus dem Kanton Zürich 
nicht mit dem ÖV zu erreichen vermag, nichts zu ihren Gunsten ableiten. Bleibt 
anzufügen, dass die Beschwerdeführerin die Möglichkeit hätte, ihrer Arbeit in 
H.________ (SZ) als Wochenaufenthalterin nachzugehen und den offiziellen 
Wohnsitz weiterhin in Zürich zu haben. Der Aufenthalt als Wochenaufenthalterin 
benötigt keinen bewilligten Kantonswechsel (vgl. Art. 16 VZAE) und zumindest 
für die Dauer, bis im Kanton Zürich rechtskräftig über die Verlängerung der Auf-
enthaltsbewilligung entschieden ist, erscheint ein solcher Weg zumutbar.

4.6 Die Beschwerdeführerin rügt des Weitern, es wäre geboten gewesen, das 
Verfahren weiter zu sistieren, bis das Verfahren im Kanton Zürich abgeschlossen 
sei. Vorab gilt festzuhalten, dass der Beschwerdeführerin die Aufhebung der 
Sistierung angezeigt wurde und ihr anschliessend die Vernehmlassung des 
Amtes für Migration zugestellt wurde mit der Möglichkeit zur Stellungnahme. 
Davon machte sie am 4. September 2017 Gebrauch, ohne dass sie Antrag auf 
weitere Sistierung gestellt hätte. Zudem gilt es wiederum darauf hinzuweisen, 
dass ein Gesuch um Kantonswechsel von Gesetzes wegen vor dem Wohnsitz-
wechsel einzureichen ist und auch im Falle, da im Ursprungskanton ein Ver-
fahren betreffend Verlängerung der Aufenthaltsberechtigung im Gange ist, kein 
Anspruch auf Kantonswechsel besteht, sondern die Zeit im Ursprungskanton ab-
zuwarten ist. Nachdem das Verwaltungsbeschwerdeverfahren vor Regierungsrat 

14

rund 1 ½ Jahre sistiert war, sich ein Ende im zürcherischen Verfahren nicht 
abzeichnete (da auch dieses sistiert wurde) und die Beschwerdeführerin keinen 
Anspruch auf Verbleib im Kanton Schwyz hatte, ist nicht zu beanstanden, dass 
der Regierungsrat die Sistierung aufhob und das Verfahren betreffend Kantons-
wechsel mittels Entscheid abschloss. 

4.7 Schliesslich vermögen auch die von der Beschwerdeführerin zu Art. 50 
Abs. 1 lit. b AuG gemachten Ausführungen keinen Anspruch auf Kantonswechsel 
zu begründen. Der Kantonswechsel setzt eine Aufenthaltsbewilligung voraus; sie 
kann höchstens durch die Gewissheit einer routinemässigen Verlängerung er-
setzt werden. Dies ist vorliegend nicht der Fall. Ob ein Fall von Art. 50 Abs. 1 
lit. b AuG vorliegt ist nicht durch den Kanton Schwyz, sondern den Kanton Zürich 
zu überprüfen. 

5.1 Obwohl kein Anspruch auf Kantonswechsel gemäss Art. 37 Abs. 2 AuG 
besteht, hat der Regierungsrat geprüft, ob ein solcher im Rahmen des freien 
Ermessens zu bewilligen sei, was von ihm verneint wurde (angefochtener RRB 
Erw. 4). Dies stellt gemäss Beschwerdeführerin eine Rechts- und Ermessens-
verletzung dar.

5.2 Soweit die Beschwerdeführerin ausführt, eine ermessensweise Bewilligung 
verletze Recht, da ihr ein Anspruch auf Kantonswechsel zukomme, kann auf die 
obigen Ausführungen verwiesen werden, wonach ihr gestützt auf Art. 37 Abs. 2 
AuG kein Anspruch zukommt.

5.3 Besteht kein Anspruch auf Kantonswechsel, steht es den Behörden frei, die 
Bewilligung dennoch zu erteilen. Der Entscheid liegt dabei im Ermessen der 
Behörden. Dieses ist - wie der Regierungsrat korrekt ausführt - pflichtgemäss 
auszuüben (Tremp, in: Caroni/Gächter/Thurnherr, Handkommentar zum Bundes-
gesetz über die Ausländerinnen und Ausländer, Bern 2010, Art. 37 N 24).

5.4.1 Der Regierungsrat hat erwogen, selbst wenn die Beschwerdeführerin ihre 
Arbeitsstelle frühmorgens antreten müsse, könne sie aus dem Kanton Zürich mit 
dem ÖV anreisen. Eine zwingende Notwendigkeit, im Kanton Schwyz zu wohnen 
bestehe nicht. Die Beschwerdeführerin weist diesbezüglich nachvollziehbar nach, 
dass dies unmöglich ist. Ihre Arbeitsschicht beginnt um 03.00 Uhr. Eine Anreise 
aus dem Kanton Zürich nach H.________ (SZ) ist mit dem ÖV unmöglich. Selbst 
Schichten, welche um 07.00 Uhr beginnen, können aus dem Kanton Zürich mit-
tels Öffentlichem Verkehr höchstens knapp zeitgerecht erreicht werden. 

Diese fehlerhafte Feststellung des Regierungsrates vermag jedoch weder eine 
Bewilligung des Kantonswechsels zu begründen noch eine Rückweisung zur wei-

15

teren Sachverhaltsabklärung zu rechtfertigen. Einerseits kann als erstellt gelten, 
dass der Arbeitsplatz aus dem Kanton Zürich nicht zeitgerecht erreicht werden 
kann. Anderseits wurde bereits zuvor ausgeführt, dass es zumutbar ist, dass die 
Beschwerdeführerin den Wohnort - zumindest für die Dauer der laufenden Ver-
fahren - im Kanton Zürich belässt und in H.________ (SZ) als Wochenaufenthal-
terin arbeitet. Ihr Vollzeitpensum absolviert sie innert vier Tagen, drei Tage sind 
frei (Vi-act. I-04 Beleg 17), was ihr einen Lebensmittelpunkt in Zürich gut ermög-
licht. Dass dies mit gewissen Umständen verbunden ist, hängt vor allem damit 
zusammen, dass die Beschwerdeführerin umzog und in H.________ (SZ) eine 
Stelle annahm, bevor ihr der Kantonswechsel bewilligt wurde. Daraus kann sie 
nichts zu ihren Gunsten ableiten.

5.4.2 Nicht zu beanstanden ist sodann die Feststellung des Regierungsrates, 
auch der Einwand, die Beschwerdeführerin sei Opfer häuslicher Gewalt, vermö-
ge keine ermessensweise Bewilligung eines Kantonswechsels zu begründen. Ei-
nerseits ist die Frage, ob die Beschwerdeführerin Opfer häuslicher Gewalt wurde, 
keinesfalls liquid (vgl. Erw. 3.5 und 4.3). Die Frage muss auch nicht im Rahmen 
eines (pflichtgemässen) Ermessensentscheides betreffend Kantonswechsel ge-
prüft werden. Vor allem aber ist es nachvollziehbar, wenn der Regierungsrat aus-
führt, selbst wenn sie Opfer häuslicher Gewalt wurde, sei ein Kantonswechsel 
nicht notwendig. Auch innerhalb des Kantons Zürich ist eine räumliche Trennung 
vom Ehemann möglich und zumutbar. Zudem hat sie nach ihrem Umzug 2013 in 
den Kanton Zürich gezeigt, dass sie auch da rasch eine Anstellung (und später 
neue Stellen) finden konnte. Allein die Tatsache, dass die G.________ AG ihr 
umgehend eine Stelle anbot, rechtfertigt nicht, dass sie vor erhaltener Bewilli-
gung in den Kanton Schwyz zog. Es ist daher nicht zu beanstanden, wenn der 
Regierungsrat festhält, ein Verbleib im Kanton Zürich sei der Beschwerdeführerin 
zumutbar.

5.5 Zusammenfassend ist nicht zu beanstanden, dass der Regierungsrat der 
Beschwerdeführerin, die keinen Anspruch auf Kantonswechsel hat, den Kantons-
wechsel nicht im Rahmen eines freien Ermessensentscheides bewilligte.

6.1 Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde damit als unbegründet 
und ist abzuweisen, insoweit die Beschwerdeführerin die Bewilligung des Kan-
tonswechsels (Hauptantrag) resp. eventualiter die Aufhebung des Regierungs-
ratsbeschlusses und Rückweisung der Angelegenheit zur Ergänzung des Sach-
verhaltes und Neubeurteilung resp. subeventualiter die Erteilung einer Aufent-
haltsbewilligung beantragt. 

16

6.2 Abzuweisen sind ebenso die weiteren Unteranträge. Da ein Gesuch um 
Kantonswechsel von Gesetzes wegen vor dem Umzug zu beantragen und die 
Bewilligung im Ursprungskanton abzuwarten ist, die Beschwerdeführerin dessen 
ungeachtet bereits vor Gesuchseinreichung in den Kanton Schwyz zog und hier 
eine Arbeitsstelle annahm und sie daraus nichts zu ihren Gunsten ableiten kann, 
insbesondere nicht vorbringen kann, die Wegweisung aus dem Kanton sei mit 
nicht wieder gutzumachenden Nachteilen verbunden, und vor dem Hintergrund 
der Tatsache, dass die Verlängerung ihrer Aufenthaltsbewilligung im Kanton 
Zürich nicht routinemässig erteilt werden kann, besteht keine Grundlage, ihr den 
Verbleib im Kanton Schwyz bis zum Abschluss des Verfahrens im Kanton Zürich 
zu gestatten. Wie bereits erwähnt, hat die Beschwerdeführerin gestützt auf 
Art. 59 Abs. 2 VZAE das Recht im Kanton Zürich zu verbleiben, was ihr indes 
keinen Anspruch gibt, den Kanton zu wechseln. Hingegen bleibt es ihr un-
benommen, gestützt auf dieses Verbleiberecht im Kanton Zürich zu wohnen und 
ihrer Arbeitsstelle im Kanton Schwyz mit einer Wochenaufenthaltsbewilligung 
nachzugehen. Da sie ihre Vollzeitstelle innerhalb von vier Tagen leistet und der 
Freitag frei ist, ist ihr dies zumutbar. Damit besteht auch keine Veranlassung, für 
den Wegzug aus dem Kanton Schwyz eine Frist von 12 Monaten zu gewähren. 
Die vom Regierungsrat festgesetzte Frist von 3 Monaten erscheint als aus-
reichend. Nachdem diese Frist inzwischen verstrichen ist, wird die Ausreisefrist 
im vorliegenden Verfahren neu auf drei Monate ab Rechtskraft des vorliegenden 
Verwaltungsgerichtsentscheides festgesetzt. Sollte die Beschwerdeführerin den 
Kanton innert Frist nicht verlassen können, kann noch immer um Verlängerung 
nachgesucht werden. Allerdings setzt dies den Nachweis genügender, erfolg-
loser Anstrengungen voraus. 

7.1 Damit erweist sich die Beschwerde insgesamt als unbegründet und ist ab-
zuweisen.

7.2 Diesem Ergebnis entsprechend sind die Verfahrenskosten in der Höhe von 
Fr. 1'000.-- (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) der Beschwerde-
führerin aufzuerlegen. 

7.3 Die Beschwerdeführerin beantragt unentgeltliche Rechtspflege und unent-
geltliche Rechtsverbeiständung.

7.3.1 Gemäss Art. 29 Abs. 3 BV hat die bedürftige Partei in einem für sie nicht 
aussichtslosen Verfahren Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege; soweit es 
zur Wahrung ihrer Rechte notwendig ist, hat sie ausserdem Anspruch auf un-
entgeltlichen Rechtsbeistand. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts gilt 
diese verfassungsrechtliche Minimalgarantie im Straf- und Zivilprozess, im 

17

Verwaltungsbeschwerde- und Verwaltungsgerichtsverfahren und auch im nicht-
streitigen Verwaltungsverfahren (vgl. Urteil BGer 1P.345/2004 vom 1.10.2004 
Erw. 4.2 mit Verweis auf BGE 125 V 32 Erw. 4a mit zahlreichen Hinweisen auf 
die Entwicklung der Rechtsprechung und auf die Literatur). 

7.3.2 Ein Anspruch auf unentgeltliche Rechtsverbeiständung verlangt nach stän-
diger Praxis grundsätzlich das kumulative Vorliegen von drei Voraussetzungen, 
nämlich der finanziellen Bedürftigkeit des Rechtsuchenden, der Nichtaussichts-
losigkeit seines Parteistandpunktes und der sachlichen Notwendigkeit der Ver-
beiständung (vgl. Urteil BGer 1P.345/2004 vom 1.10.2004 Erw. 4.2 in fine, mit 
Verweis auf BGE 128 I 232 ff.; siehe auch ZB III 2010 103 vom 21.6.2010 
Erw. 2.2 mit weiteren Hinweisen, u.a. auf VGE III 2009 54 vom 27.10.2009 
Erw. 4.2.1).

7.3.3 Bedürftig ist eine Partei, welche zur Leistung der Prozess- und Parteikosten 
die Mittel zur Deckung des Grundbedarfs für sich und ihre Familie angreifen 
müsste. Massgebend zur Bestimmung der Mittellosigkeit ist die gesamte wirt-
schaftliche Situation des Rechtssuchenden im Zeitpunkt der Einreichung des 
Gesuchs (Bundesgerichtsurteile 8C_743/2010 vom 24.3.2011 Erw. 5.2; 
5A_707/2009 vom 23.11.2009 Erw. 2.1; 5D_40/2009 vom 9.4.2009 Erw. 3.2; 
Zeitpunkt der Entscheidung über das UR-Gesuch gemäss BGE 108 V 265). 

Als Einkünfte gelten alle tatsächlich erzielten oder ohne weiteres einforderbaren 
Einkünfte. 

Der nach prozessualen Regeln bemessene Lebensbedarf liegt etwas über dem 
unumgänglich Notwendigen und übersteigt das reine betreibungsrechtliche Exis-
tenzminimum (vgl. VGE I 2007 291 vom 12.12.2007 Erw. 3.2.1). Bei den Aus-
gaben wird daher der monatliche Grundbetrag gemäss den Richtlinien für die 
Berechnung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums nach Art. 93 SchKG 
(Notbedarf) vom 7. Dezember 2009 um 20% erhöht. Dem Grundbetrag werden 
u.a. die Miete, die Krankenkassenprämien, die Prämien der Hausrat- und 
Haftpflichtversicherung und die Steuern hinzugefügt. Zusatzversicherungen zur 
obligatorischen Krankenversicherung werden nur berücksichtigt, wenn von der 
versicherten Person nicht erwartet werden kann, dass sie den Vertrag kündigt 
(vgl. VGE II 2014 vom 17.12.2014 Erw. 3.2 mit Verweis auf VGE I 2007 291 vom 
12.12.2007 Erw. 3.2.1). 

Der Teil der finanziellen Mittel, der das zur Deckung der persönlichen Bedürfnis-
se Notwendige übersteigt, muss mit den für den konkreten Fall zu erwartenden 
Gerichts- und Anwaltskosten verglichen werden; dabei sollte es der monatliche 
Überschuss der gesuchstellenden Partei ermöglichen, die Prozesskosten bei 

18

weniger aufwändigen Prozessen innert eines Jahres, bei anderen innert zweier 
Jahre zu tilgen. Zudem hat es der monatliche Überschuss der gesuchstellenden 
Partei zu ermöglichen, die anfallenden Gerichts- und Anwaltskostenvorschüsse 
innert absehbarer Zeit zu leisten (BGE 135 I 221 Erw. 5.1; 141 III 369 Erw. 4.1; 
Urteil BGer 5A_331/2016 vom 29.11.2016 Erw. 2.1).

7.3.4 Die Beschwerdeführerin weist ein Brutto-Einkommen von Fr. 4'535.-- aus; 
die monatliche netto-Zahlung beträgt rund Fr. 3'750.--. 

Die Miete beträgt neu Fr. 1'350.--/Monat (vgl. Eingabe vom 4.1.2018); an Kran-
kenkassenprämie bezahlt die Beschwerdeführerin im 2018 Fr. 304.60/Monat re-
sp. Fr. 339.70/Monat inkl. VVG. Der um 20% erhöhte Grundbetrag beträgt für al-
leinstehende Personen Fr. 1'450.-- (Richtlinien des Kantonsgerichts Schwyz für 
die Berechnung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums nach Art. 93 
SchKG [Notbedarf] vom 7.12.2009). Zusätzlich macht die Beschwerdeführerin 
einen Nachtarbeitszuschlag von Fr. 5.50/Tag geltend, was ihr in Anbetracht der 
dauernden Nachtarbeit als Metzgerin im Umfang von Fr. 100.--/Monat zu ge-
währen ist (220 Tage x Fr. 5.50 / 12). Weitere geltend gemachte Auslagen wie 
Gesundheitskosten werden nicht weiter belegt. So führt sie zwar aus, in allen lau-
fenden Verfahren bislang Anwaltskosten von rund Fr. 11'000.-- bezahlt zu haben; 
es bleibt indes unklar, ob in jenen Verfahren URP beantragt resp. gewährt wurde 
und ob noch Anwaltskosten offen sind. Ins Recht legt sie eine Zwischenrechnung 
(Leistungen bis 7.11.2017) des Rechtsvertreters dieses Verfahrens sowie eine 
Rechnung über Fr. 1'600.-- eines andern Anwaltes (mit der Bemerkung, es solle 
nicht mehr viel dazukommen). Weiter legt sie eine Zahnarztrechnung in der Höhe 
von Fr. 224.20 ins Recht sowie Kosten einer Weiterbildung bei K.________ 
(Schule) von Fr. 660.--.

Dies ergibt anrechenbare monatliche Aufwendungen von rund Fr. 3'240.--, denen 
ein monatliches Nettoeinkommen von rund Fr. 3'750.-- gegenübersteht. Mithin 
verbleibt ein monatlicher Überschuss von rund 500.--. Dieser Betrag aber ermög-
licht es der Beschwerdeführerin die Gerichtskosten sowie Anwaltskosten innert 
nützlicher Frist abzuzahlen. Dies gilt selbst dann, wenn auch die weiteren An-
waltskosten für andere, hier nicht relevante Verfahren berücksichtigt werden und 
- trotz entsprechender Krankenversicherung - Gesundheitskosten zu tragen sind. 
Daran ändert auch die Mitteilung der Fürsorgebehörde der Gemeinde 
H.________ (SZ) vom 19. Dezember 2017 nichts, wonach die Beschwerdeführe-
rin erhaltene Fürsorgegelder in der Höhe von Fr. 280.-- in zwei Raten zurück zu 
zahlen hat. Entsprechend ist die Bedürftigkeit im Sinne der unentgeltlichen 
Rechtspflege zu verneinen und das Gesuch unabhängig der Prüfung, ob das 
Verfahren aussichtslos oder ein Rechtsbeistand sachgerecht ist, abzulehnen. 

19

8. Der vorliegende Entscheid kann mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
(BGG) angefochten werden, soweit ein Rechtsanspruch auf eine fremdenpolizei-
liche Bewilligung geltend gemacht wird. Andernfalls kann lediglich die subsidiäre 
Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG wegen der Verletzung verfas-
sungsmässiger Rechte ergriffen werden (Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG). Wird die 
Verweigerung des Kantonswechsels angefochten, steht nur die subsidiäre Ver-
fassungsbeschwerde zur Verfügung (Art. 83 lit. c Ziff. 6 BGG). Bei gleichzeitiger 
ordentlicher Beschwerde sind beide Rechtsmittel in der gleichen Rechtsschrift 
einzureichen (Art. 119 BGG).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. Die Beschwerdeführerin hat den Kanton 
Schwyz neu innert drei Monaten ab Rechtskraft des vorliegenden Verwal-
tungsgerichtsentscheides zu verlassen.

2. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) 
werden auf Fr. 1'000.-- festgesetzt und der Beschwerdeführerin auferlegt. 
Sie hat den Betrag innert 30 Tagen auf das Postkonto 60-22238-6 des 
Verwaltungsgerichts zu überweisen.

3. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und unentgeltliche Rechtsver-
beiständung wird abgewiesen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung gemäss Er-
wägung 8 Beschwerde* beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, erhoben 
werden.

5. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (2/R; inkl. Mitteilung der 

Fürsorgebehörde der Gemeinde H.________ (SZ) vom 19.12.2017)
- das Amt für Migration (inkl. Eingabe der Beschwerdeführerin vom 

13.12.2017 sowie Mitteilung der Fürsorgebehörde vom 19.12.2017)
- den Regierungsrat des Kantons Schwyz
- das Sicherheitsdepartement, Rechts- und Beschwerdedienst (inkl. Ein-

gabe der Beschwerdeführerin vom 13.12.2017 sowie Mitteilung der Für-
sorgebehörde vom 19.12.2017)

- und das Staatssekretariat für Migration SEM, 3003 Bern (A).

Schwyz, 26. Januar 2018

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 
Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 14. Februar 2018