# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8cf78084-5633-56be-ba8e-e5cf844dd8cf
**Source:** Glarus (GL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-12-13
**Language:** de
**Title:** Glarus Verwaltungsgericht 13.12.2018 VG.2018.00084 (VG.2018.731)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GL_Omni/GL_VG_001_VG-2018-00084_2018-12-13.html

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GLARUS

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  Urteil vom 13. Dezember 2018

  
	
   

  
	
   

  
	
  II. Kammer

  
	
   

  
	
   

  
	
  in Sachen

  
	
  VG.2018.00084

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  	
    A.______

    	
    Beschwerdeführer

    

  

  
	
   

  
	
  	
    vertreten durch
    Rechtsanwalt B.______

    

  

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  gegen

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  	
    IV-Stelle Glarus

    	
    Beschwerdegegnerin

    

  

  
	
   

  
	
   

  
	
  betreffend

  
	
   

  
	
   

  
	
  Invalidenrente

  
	
   

  
	
  Die Kammer zieht in Erwägung: 

  
	
  I. 

  
	
  1. 

  
	
  1.1 Der am […] geborene und früher im
  Baugewerbe berufstätige A.______ ist seit dem 30. August 2014 nicht mehr
  erwerbstätig. Er meldete sich am 27. Januar 2015 bei der IV-Stelle
  Glarus zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an.

  
	
   

  
	
  1.2 Mit Vorbescheid vom
  23. August 2017 stellte die IV-Stelle in Aussicht, A.______ eine ganze
  Invalidenrente vom 1. August 2015 bis zum 31. Mai 2016
  zuzusprechen. Ab Juni 2016 sei A.______ in einer angepassten
  Erwerbstätigkeit wieder zu 100 % arbeitsfähig, weshalb ihm kein weiterer
  Anspruch auf eine Invalidenrente zustehe. Am 25. Oktober 2017 erhob A.______
  gegen diesen Vorbescheid Einwände.
  Mit Verfügung 27. Juni 2018 teilte ihm die IV-Stelle mit, dass
  sie an ihrem Vorbescheid festhalte. 

  
	
   

  
	
  2.

  
	
  Am
  29. August 2018 gelangte A.______ mit Beschwerde ans Verwaltungsgericht
  und beantragte, die Verfügung vom 27. Juni 2018 sei aufzuheben und es
  sei ihm eine unbefristete Rente zu gewähren; unter Kosten- und
  Entschädigungsfolgen zu Lasten der IV-Stelle.

  
	
   

  
	
  Die
  IV-Stelle schloss am 31. Oktober 2018 auf Abweisung der Beschwerde.

  
	
   

  
	
  II. 

  
	
  1.

  
	
  Das Verwaltungsgericht ist
  gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die
  Invalidenversicherung vom 19. Juni 1959 (IVG) zur Behandlung der vorliegenden
  Beschwerde zuständig. Da auch die übrigen Prozessvoraussetzungen erfüllt
  sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

  
	
   

  
	
  2.

  
	
  2.1 Gemäss Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den
  Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 (ATSG) ist
  Invalidität die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
  oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist dabei der durch
  eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit
  verursachte und nach zumutbarer Behandlung sowie Eingliederung ganze oder
  teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden
  ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

  
	
   

  
	
  2.2 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht bei einem
  Invaliditätsgrad von mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertelsrente,
  bei einem solchen von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei
  mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und ab mindestens 70 %
  auf eine ganze Rente.

  
	
   

  
	
  3.

  
	
  3.1 Ändert sich der Invaliditätsgrad nach erstmaliger
  Entstehung des Rentenanspruchs, ist die Rente aufgrund von Art. 88a der
  Verordnung über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961 (IVV)
  anzupassen (Ulrich Meyer/Marco Reichmuth, in Hans-Ulrich Stauffer/Basile
  Cardinaux [Hrsg.], Rechtsprechung des Bundesgerichts zum
  Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung,
  3. A., Zürich/Basel/Genf 2014, S. 304). Nach der Rechtsprechung ist
  bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten
  Invalidenrente nebst der Revisionsbestimmung des Art. 17 Abs. 1
  ATSG die Bestimmung über die Änderung des Leistungsanspruchs bei einer
  Verbesserung der Erwerbsfähigkeit (Art. 88a Abs. 1 IVV) analog
  anzuwenden, weil noch vor Erlass der ersten Rentenverfügung eine
  anspruchsbeeinflussende Änderung eingetreten ist mit der Folge, dass
  gleichzeitig die Änderung mitberücksichtigt wird (BGE 109 V 125 E. 4a;
  BGer-Urteil 9C_996/2010 vom 5. Mai 2011 E. 8; Meyer/Reichmuth,
  S. 423). Gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV ist eine Verbesserung der
  Erwerbsfähigkeit von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen
  werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in
  jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung
  drei Monate gedauert hat und voraussichtlich andauern wird. Das Bundesgericht
  wendet in solchen Fällen in der Regel den zweiten Satz dieser Vorschrift an
  und gewährt oder bestätigt eine höhere Rente drei Monate über die Veränderung
  des Gesundheitszustandes hinaus (BGer-Urteil 9C_491/2008 vom 21. April
  2009 E. 2, mit Hinweisen).

  
	
   

  
	
  3.2 Ein Revisionsgrund, d.h. eine für den
  Rentenanspruch massgebliche Veränderung der Verhältnisse, ist unter anderem
  bei einer Besserung oder Verschlechterung des Gesundheitszustands gegeben,
  aber auch bei einer Erhöhung oder Verminderung des massgeblichen Validen-
  oder Invalideneinkommens sowie bei einer Änderung der spezifischen
  Arbeitsfähigkeit, insbesondere der Betätigungsfähigkeit im Aufgabenbereich. Keinen
  Revisionsgrund stellen hingegen eine nur vorübergehende Änderung des
  Gesundheitszustands oder die unterschiedliche Beurteilung eines im
  Wesentlichen unveränderten Sachverhalts dar (BGer-Urteil 9C_767/2008 vom 3.
  Oktober 2008 E. 1.2). Bei gleich gebliebenen tatsächlichen
  Verhältnissen muss ein Revisionsgrund, welcher zur Herabsetzung oder zur
  Aufhebung der Invalidenrente führt, aktenmässig zuverlässig ausgewiesen sein.
  Eine bloss andere Beurteilung der Arbeitsfähigkeit auf der Grundlage des im
  Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesundheitszustands stellt keinen
  Revisionsgrund dar (BGer-Urteil 9C_552/2007 vom 17. Januar 2008 E.
  3.1.2). 

  
	
   

  
	
  4.

  
	
  4.1 Nach dem für das gesamte Verwaltungs- und
  Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren geltenden Grundsatz der freien
  Beweiswürdigung haben Versicherungsträger und Sozialversicherungsrichter die
  Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend
  und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies,
  dass das Gericht alle Beweismittel unabhängig davon, von wem sie stammen,
  objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren
  Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs
  gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden Berichten den
  Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die
  Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische
  These abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a).

  
	
   

  
	
  Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall
  – der Richter dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie
  von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat der
  Richter dabei seinen Entscheid – sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes
  vorsieht – nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu
  fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den
  Beweisanforderungen nicht. Der Richter hat vielmehr jener
  Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die er von allen möglichen Geschehensabläufen
  als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 119 V 7 E. 3c/aa).

  
	
   

  
	
  4.2 Hinsichtlich des Beweiswerts eines ärztlichen
  Gutachtens ist entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen
  umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten
  Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der
  untersuchten Person auseinandersetzt, was vor allem bei psychischen
  Fehlentwicklungen nötig ist, in Kenntnis der und gegebenenfalls in
  Auseinandersetzung mit den Vorakten abgegeben worden ist, ob es in der
  Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die
  Schlussfolgerungen des medizinischen Experten in einer Weise begründet sind,
  dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, sowie ob der
  Experte nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche ihm die
  Beantwortung der Fragen erschweren, gegebenenfalls deutlich macht.
  Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft
  eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag
  gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen Inhalt
  (BGE 125 V 351 E. 3a).

  
	
   

  
	
  4.3 Dennoch hat es die Rechtsprechung mit dem
  Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar erachtet, in Bezug auf
  bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die
  Beweiswürdigung aufzustellen. Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens
  eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten, welche aufgrund eingehender
  Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht
  erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen
  gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange
  nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen
  (BGE 137 V 210 E. 1.3.4).

  
	
   

  
	
  4.4 Soll ein Versicherungsfall jedoch ohne Einholung
  eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung
  strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel in
  Hinblick auf die Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit einer
  versicherungsinternen ärztlichen Feststellung, so sind ergänzende Abklärungen
  mittels unabhängiger Begutachtung vorzunehmen (BGE 135 V 465 E. 4.4).

  
	
   

  
	
  4.5 Im Verzicht auf weitere Sachverhaltsabklärungen
  liegt dann keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör vor, wenn die
  im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes von Amtes wegen vorzunehmenden
  Abklärungen den Versicherungsträger oder das Gericht bei umfassender,
  sorgfältiger, objektiver und inhaltsbezogener Beweiswürdigung (BGE 132 V 393
  E. 4.1) zur Überzeugung führen, ein bestimmter Sachverhalt sei als
  überwiegend wahrscheinlich (BGE 126 V 353 E. 5b) zu betrachten und es
  könnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr
  ändern (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 136 I 229 E. 5.3, 134 I 140 E.
  5.3).

  
	
   

  
	
  5.

  
	
  5.1 Der Beschwerdeführer bringt vor, dass die Beschwerdegegnerin
  nicht sämtliche Akten der Krankentaggeldversicherung beigezogen habe, da sie
  diese nur einmal im Februar 2015 gesichtet habe, die Leistungen aber bis
  September 2016 gedauert hätten. Sie stütze sich somit auf eine unvollständige
  Aktenlage und habe den Sachverhalt nicht genügend ermittelt. Dem Bericht vom
  19. Juni 2018 von Dr. med. C.______, FMH allgemeine innere Medizin, könne entnommen werden, dass er,
  der Beschwerdeführer, an zahlreichen Beschwerden mit Auswirkungen auf die
  Arbeitsfähigkeit leide. Der Krankheitsverlauf werde im Bericht als chronisch
  progressiv beschrieben und eine vollschichtige angepasste Arbeitsfähigkeit
  werde verneint. Die Stellungnahme des regionalen ärztlichen Dienstes (RAD)
  datiere vom 10. August 2017 und berücksichtige die rechtserhebliche
  gesundheitliche Entwicklung bis zum Zeitpunkt der Verfügung naturgemäss
  nicht. Die per 31. Mai 2016 verfügte Aufhebung der Invalidenrente sei
  daher unbegründet. Überdies sei eine Rentenaufhebung per 1. Juni 2016
  aufgrund von Art. 88a Abs. 1 IVV ausgeschlossen, da – sollte
  man fälschlicherweise eine volle angepasste Arbeitsfähigkeit annehmen – sich
  diese erst nach drei Monaten auswirken würde. Ein Leidensabzug sei
  ausgewiesen. Der massgebliche Invaliditätsgrad müsse mittels Lohnvergleich
  ermittelt werden und die Einholung eines polydisziplinäres Gutachtens sei
  unerlässlich.

  
	
   

  
	
  5.2 Die Beschwerdegegnerin führt aus,
  dass sie gestützt auf die umfangreichen medizinischen Akten, das Gespräch mit
  dem Arbeitgeber des Beschwerdeführers sowie die versicherungsmedizinischen
  Überprüfungen durch den RAD sich ein umfassendes Bild über die
  gesundheitliche Situation des Beschwerdeführers habe machen können. Sie habe
  sich mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit davon überzeugt,
  dass der Beschwerdeführer Anspruch auf eine befristete IV-Rente gehabt habe
  und danach keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen mit IV-relevanten
  Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit mehr bestanden hätten. Der
  Beschwerdeführer sei in angepasster Tätigkeit seit Juni 2016 zu 100 %
  arbeitsfähig. Sie habe vorliegend sämtliche ihr obliegenden
  Abklärungspflichten unter anderem deshalb sorgfalts- und pflichtgemäss
  wahrgenommen, weil sie verschiedene medizinische Berichte eingeholt,
  konsultiert und gewichtet habe. Aus diesem Grund könne auf die Einholung
  eines medizinischen Gutachtens verzichtet werden.

  
	
   

  
	
  6.

  
	
  6.1 Der Beschwerdeführer ist seit dem
  30. August 2014 nicht mehr erwerbstätig. Er arbeitete zuvor als Maurer
  und berichtete über zunehmende Einschlaftendenzen beider Hände und über
  Rückenschmerzen, weshalb er sich ärztlich untersuchen liess. Gemäss dem
  Radiologiebefund des Spitals D.______ vom 29. August 2014 litt der
  Beschwerdeführer an Arthrosen an der mittleren und unteren Halswirbelsäule.
  Im Formular vom 20. September 2014 der Visana gab der Hausarzt des
  Beschwerdeführers Dr. C.______ an, dass der Beschwerdeführer aufgrund der
  Diagnose eines engen Spinalkanals bei Osteochondrose und Diskopathie C5/C6
  und Diskusprotrusion C5/C6 zu 100 % arbeitsunfähig sei. Dieser sei erst
  in ca. vier bis sechs Monaten wieder arbeitsfähig. Ob die berufliche
  Tätigkeit als Maurer wieder aufgenommen werden könne, liess Dr. C.______
  offen. Der klinische Verdacht eines engen Spinalkanals sei im MRI bestätigt
  worden. Der Beschwerdeführer wurde daraufhin am 23. September 2014 das
  erste Mal operiert. Gemäss der
  postoperativen Routinekontrolle des Spitals D.______ vom 11. November
  2014 lag ein unauffälliger und erfreulicher Heilungsverlauf vor und der
  Beschwerdeführer sei spätestens ab Januar 2015 wieder arbeitsfähig. Dr. med. E.______,
  FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates,
  berichtete in seinem Schreiben vom 17. Februar 2015 an Dr. C.______
  über eine zweite bevorstehende Operation des Beschwerdeführers. Die
  Parästhesien in den Händen seien zwar seit der ersten Operation deutlich
  besser geworden, jedoch habe der Beschwerdeführer anhaltende Schmerzen im
  Nacken- und Schulterbereich.
  Gemäss dem Arztbericht vom 5. März
  2015 von Dr. C.______ lag ein postoperativ guter Heilungsverlauf vor,
  bei jedoch persistierenden Schmerzen im Rücken, in den Beinen und Armen. Eine
  Prognose der Arbeitsfähigkeit sei aufgrund der noch bevorstehenden Operation
  des Rückens sehr schwierig zu stellen. Für eine volle Arbeitsfähigkeit als
  Bauarbeiter sehe er geringe Chancen. Aktuell könne die Arbeitsfähigkeit nicht
  beantwortet werden, weshalb eine Standortbestimmung ab Herbst 2015 angezeigt
  sei.

  
	
   

  
	
  6.2 Schliesslich erfolgte am 8. Dezember 2015 die
  zweite Rückenoperation des Beschwerdeführers. Gemäss dem postoperativen
  Arztbericht vom 19. Januar 2016 von Dr. E.______ hatte der
  Beschwerdeführer zehn Monate nach der Supraspinatussehnenrefixation nach wie
  vor Restschmerzen und stagnierte mit dem Bewegungsumfang bei ca. 120° Flexion
  und rund 30° Aussenrotation. Dr. E.______ habe darum eine
  MRI-Untersuchung veranlasst, da kaum Fortschritte beim Beschwerdeführer zu
  verzeichnen seien und dieser über anhaltende Kribbelparästhesien beim Anheben
  des rechten Armes in den Fingern drei bis fünf klage. Er werde deshalb
  wahrscheinlich auch noch eine neurologische Untersuchung veranlassen.

  
	
   

  
	
  6.3 Dem Arztbericht von Dr. C.______ vom
  12. Februar 2016 ist zu entnehmen, dass die Schulterprobleme auf der
  rechten Seite mit der Supraspinatusnaht vom März 2015 nicht zu beheben sind.
  Zurzeit seien noch spezialorthopädische und neurologische Abklärungen im
  Gange. Es sei offensichtlich, dass der Beschwerdeführer die Schulter in
  Zukunft nicht mehr werde belasten können und er daher als Maurer nicht mehr
  reintegrierbar sei. Aufgrund der postoperativen Phase könne nicht sofort mit
  einer Wiedereingliederung begonnen werden. 

  
	
   

  
	
  6.4 Gemäss dem von
  Dr. E.______ an Dr. C.______
  knapp neun Monate später verfassten Schreiben vom 24. Mai 2017 hatte der
  Beschwerdeführer seit rund vier Monaten zunehmende Leistenschmerzen. Das
  Röntgen zeigte keine Coxarthrosen (Hüftgelenkarthrosen), jedoch eine
  Taillierungsstörung am Kopf-Hals-Übergang. Zudem bestünden auch radiologische
  Zeichen eines Impingements (Funktionsbeeinträchtigung) im Sinne einer kleinen
  Zyste am rechten Pfannenerker. Es sei vorzugsweise ein Arthro-MRI
  durchzuführen.

  
	
   

  
	
  6.5 Schliesslich hatte sich der Gesundheitszustand des
  Beschwerdeführers auch in psychischer Hinsicht verschlechtert, weshalb Dr. C.______ den Beschwerdeführer mit
  Schreiben vom 2. Juni 2017 an Dr. med. F.______ zur
  psychologischen Betreuung überwiesen habe. Dies aufgrund einer zunehmend depressiven
  Symptomatik und aufgrund von Schlafstörungen, welche sich anlässlich seiner
  Arbeitsunfähigkeit entwickelt habe.

  
	
   

  
	
  6.6 Gemäss dem undatierten Feststellungsblatt des RAD
  sind folgende Diagnosen mit dauerhafter Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
  festgestellt worden: Operation HWS 9-2014 (Dekompression C 5/6 mit
  Fusion), Schulteroperation rechts (Supraspinatusnaht) 3-2015, Operation LWS
  12-2015 (Dekompression L5/S1), belastungsabhängige Leistenschmerzen
  beidseitig, keine Coxarthrose. Die im Arztbericht von Dr. C.______
  erwähnte depressive Symptomatik bestehe sekundär und vermöge aus
  versicherungsmedizinischer Sicht keine dauerhafte Einschränkung der
  Arbeitsfähigkeit zu bewirken. Auf Grund der verschiedenen Einschränkungen im
  Bereich des Bewegungsapparats sei die bisherige Tätigkeit nicht mehr möglich.
  Die Anforderungen einer Tätigkeit auf dem Bau würden das Belastungsprofil des
  Beschwerdeführers übersteigen. Es seien den vorliegenden Arztberichten keine
  detaillierten Angaben zum Belastungsprofil des Beschwerdeführers zu
  entnehmen. Aus arbeitsmedizinisch-theoretischer Sicht sei in einer körperlich
  leichten, wechselbelastenden Tätigkeit ohne dauerhaftes Gehen oder Stehen,
  ohne Überkopfarbeiten, ohne Heben und Tragen von schweren Lasten nicht von
  einer wesentlichen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auszugehen. In der
  bisherigen Tätigkeit als Bauarbeiter liege seit August 2014 eine dauerhafte
  Arbeitsunfähigkeit von 100 % vor. In angepasster Tätigkeit sei aus
  medizinisch-theoretischer Sicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit sechs
  Monate nach der letzten Operation der Lendenwirbelsäule – somit spätestens ab
  Juni 2016 – eine Arbeitsfähigkeit von 100 % möglich. Ob die
  medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit auf dem
  ersten Arbeitsmarkt umsetzbar sei, könne aus medizinischer Sicht nicht
  abschliessend beurteilt werden. Der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers
  werde sich mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht mehr ändern.

  
	
   

  
	
  6.7 In der Folge wurde dem
  Beschwerdeführer mit Verfügung vom 27. Juni 2018 eine befristete
  Invalidenrente vom 1. August 2015 bis zum 31. Mai 2016
  zugesprochen, da dieser ab dem 1. August 2014 erheblich in seiner
  Arbeitsfähigkeit eingeschränkt gewesen sei. Gemäss den Berichten von Dr. C.______
  und den Akten der Visana sei der Beschwerdeführer in angepassten Tätigkeiten
  sechs Monate ab der letzten Operation, mithin ab 31. Mai 2016 voll
  arbeitsfähig. Angepasste körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeiten
  ohne andauerndes Gehen und Stehen, ohne Überkopfarbeiten, ohne Heben und
  Tragen von schweren Lasten seien möglich. Ein Leidensabzug sei nicht
  ausgewiesen. Ein Rentenanspruch könne ab 1. Juni 2016 auch dann nicht
  entstehen, wenn ein Leidensabzug gewährt würde.

  
	
   

  
	
  7.

  
	
  7.1 Entgegen den Ausführungen der Beschwerdegegnerin
  genügen die von ihr vorgenommenen ärztlichen Abklärungen nicht, um mit
  überwiegender Wahrscheinlichkeit von einer Arbeitsfähigkeit des
  Beschwerdeführers von 100 % ab Juni 2016 auszugehen und damit sein
  Rentenbegehren gestützt auf die vorliegenden medizinischen Unterlagen
  abzuweisen.

  
	
   

  
	
  7.2 Es ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer
  nicht mehr als Mauer einsetzbar ist und dessen berufliche Eingliederung in
  der Baubranche nicht mehr möglich ist. Jedoch sind die Arztberichte
  betreffend die Arbeitsfähigkeit
  bzw. deren Veränderung in einem bestimmten Zeitraum nicht eindeutig und teils
  widersprüchlich. Damit ist es dem Gericht nicht
  möglich, aufgrund der vorhandenen Akten zu beurteilen, ob der
  Beschwerdeführer in einer angepassten Arbeitstätigkeit mit überwiegender
  Wahrscheinlichkeit tatsächlich zu 100 % arbeitsfähig ist.

  
	
   

  
	
  7.3 Ausführungen zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers sind
  vorliegend einzig den Berichten von Dr. C.______ zu entnehmen, wobei
  sich diese als nicht vollständig und widersprüchlich erweisen, wie
  nachfolgend aufgezeigt wird.

  
	
   

  
	
  Im Bericht vom
  27. Juli 2017 ging Dr. C.______ seit dem 30. August 2014 bis
  zum 2. Oktober 2016 von einer Arbeitsunfähigkeit von 100 % aus.
  Seit dem 3. Oktober 2016 bis andauernd sei der Beschwerdeführer noch zu
  80 % arbeitsunfähig. Aufgrund der Schmerzen seien auch leichtere
  Arbeiten kaum erfolgsversprechend, wobei eine Wiederaufnahme der beruflichen
  Tätigkeit nicht möglich sei. Betreffend die berufliche Eingliederung
  vermochte sich Dr. C.______ nicht festzulegen und hielt fest, dass für
  entsprechende Informationen eine Arbeitsplatzabklärung durchzuführen sei.

  
	
   

  
	
  Ein weiterer Bericht von
  ihm äusserte sich sehr widersprüchlich betreffend die Arbeitsfähigkeit in
  angestammter und angepasster Tätigkeit: Gemäss dem Arztbericht
  Formular E 213 vom 19. Juni 2018 ist beim Beschwerdeführer
  aufgrund der langen Anamnese, der multiplen Operationen sowie der
  protrahierten Arbeitslosigkeit seit gut drei Jahren an eine Rückkehr an den
  Arbeitsplatz nicht zu denken. Vor allem würden die Beschwerden im
  Bewegungsapparat der Schulter, des Rückens und des Nackens sowie neu
  auftretende Beschwerden im Bereich beider Hüften eine Arbeit als Maurer fast
  unmöglich machen. Der Krankheitsverlauf sei chronisch progressiv. Im
  Vergleich zur Voruntersuchung vor fünf Jahren habe sich der Zustand des
  Beschwerdeführers verschlechtert. Die letzte Tätigkeit könne gar nicht mehr
  verrichtet werden und auch die Möglichkeit einer angepassten Tätigkeit wird
  unter Punkt 11.5 verneint. Unter Punkt 11.07 gab Dr. C.______
  sodann an, dass für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit eine teilweise
  Invalidität bestehe, wobei der Beschwerdeführer jedoch nicht den Grad einer
  Arbeitsunfähigkeit erreiche, welcher zu einer Rente qualifiziere. Unter Punkt 11.07
  widerspricht Dr. C.______ somit gerade dem, was er eben noch unter Punkt 11.4
  bis 11.6 ausgeführt hat. Leichte Tätigkeiten werden unter Punkt 9
  wiederum als zumutbar erachtet, jedoch bestehe die festgestellte
  Einsatzbeschränkung seit 2015 dauerhaft, wobei keine Verbesserung des
  aktuellen Gesundheitszustands habe erzielt werden können. Ob
  Dr. C.______ schliesslich von einer Arbeitsfähigkeit in angestammter
  oder angepasster Tätigkeit ausgeht, ist aus dem Bericht nicht ersichtlich.

  
	
   

  
	
  7.4 Auch der RAD geht in seiner Stellungnahme davon
  aus, dass die bisherige Tätigkeit nicht mehr möglich ist, da die
  Anforderungen einer Tätigkeit auf dem Bau das Belastungsprofil des
  Beschwerdeführers übersteigen würden. Der RAD kann selber ärztliche
  Untersuchungen von versicherten Personen durchführen, wobei er die
  Untersuchungsergebnisse schriftlich festhält (Art. 49 Abs. 2 IVV).
  RAD-Berichte ohne eigene Untersuchungen der versicherten Person vermögen
  lediglich dazu Stellung zu nehmen, ob der einen oder anderen in den
  vorhandenen medizinischen Beurteilungen vertretenen Ansicht zu folgen oder
  aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen ist. Es handelt sich mithin um
  Empfehlungen zur weiteren Bearbeitung eines Leistungsbegehrens aus
  medizinischer Sicht (Susanne Bollinger, in Felix Frey/Hans-Jakob
  Mosimann/Susanne Bollinger, Kommentar zum AHVG und IVG, Zürich 2018,
  Art. 59 IVG N. 1).

  
	
   

  
	
  Der RAD bringt
  korrekterweise vor, dass die vorliegenden Akten keine detaillierten Angaben
  zum Belastungsprofil des Beschwerdeführers machen würden. Weiter führt er
  aus, dass eine Arbeitsfähigkeit von 100 % in angepasster Tätigkeit
  spätestens seit Juni 2016 möglich sei, wobei er sich aber weder auf eine
  eigens durchgeführte Untersuchung des Beschwerdeführers noch auf einen
  Arztbericht von Dr. C.______ stützt. Der RAD hält fest, dass aus
  medizinischer Sicht nicht abschliessend beurteilt werden könne, ob die
  medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit auf dem
  ersten Arbeitsmarkt umsetzbar sei, was ebenfalls auf eine unvollständige
  Aktenlage schliessen lässt.

  
	
   

  
	
  7.5 Der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers
  lässt sich insgesamt nur vage ermitteln, was nicht genügt, um den
  Invaliditätsgrad bemessen zu können. Aufgabe der Arztperson ist es, den
  Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem
  Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten der Versicherte arbeitsunfähig ist.
  Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die vom
  Rechtsanwender vorzunehmende Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen
  dem Versicherten noch zugemutet werden können (Meyer/Reichmuth,
  S. 385). Da beim Beschwerdeführer
  nach der zweiten Rückenoperation kaum Fortschritte zu verzeichnen waren und
  er weiterhin an Beschwerden litt, führte Dr. E.______ in seinem Bericht
  vom 19. Januar 2016 aus, dass zusätzlich noch eine neurologische
  Untersuchung zu veranlassen sei. Aus den Akten ist nicht ersichtlich, ob
  diese stattgefunden hat oder wie sich der Gesundheitszustand diesbezüglich
  weiterentwickelt hat. Zusätzlich lässt sich den Akten entnehmen, dass
  der Beschwerdeführer nebst den andauernden körperlichen Beschwerden auch
  psychische Probleme entwickelt habe. In den Akten findet sich jedoch kein
  entsprechender Bericht, was aber zur Beantwortung der Frage, wie sich der
  psychische Gesundheitszustand des Beschwerdeführers präsentiert und ob
  diesbezüglich allenfalls weitere Abklärungen vorzunehmen sind, unerlässlich
  ist. Aus den vorliegenden Unterlagen ist auch
  nicht ersichtlich, ob der psychische Gesundheitszustand durch
  Dr. F.______ abgeklärt worden ist. Der Bericht des RAD erwähnt zwar,
  dass die depressive Symptomatik nur sekundär bestehe und daher keine
  dauerhafte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bewirke, auf welche Akten er
  sich dabei stützt, lässt sich dem Bericht aber nicht entnehmen. Die
  psychischen Beschwerden des Beschwerdeführers sind zu untersuchen und die
  Auswirkung im Alltag sind darzulegen (vgl. Meyer/Reichmuth, S. 387).

  
	
   

  
	
  7.6 Aus den obigen Ausführungen folgt, dass der
  Gesundheitszustand des Beschwerdeführers und seine Arbeitsfähigkeit in angestammter und angepasster
  Tätigkeit von der Beschwerdegegnerin nicht
  genügend abgeklärt worden sind, womit sich die Ermittlung des
  massgeblichen Invaliditätsgrads erübrigt. Dies
  insbesondere darum, weil keine aktuelle interdisziplinäre Gesundheits- und
  Arbeitsfähigkeitseinschätzung des Beschwerdeführers bei den Akten liegt,
  welche die inhaltlichen und beweismässigen Anforderungen an eine zu
  erstattende ärztliche Expertise erfüllen (vgl. vorne E. II/4.1 ff.).
  Damit hat die Beschwerdegegnerin die ihr obliegende Untersuchungspflicht
  verletzt (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG).

  
	
   

  
	
  8.

  
	
  8.1 Gemäss neuer bundesgerichtlicher Rechtsprechung
  können die Sozialversicherungsgerichte nicht mehr frei entscheiden, ob sie
  eine Streitsache zur neuen Begutachtung an die Verwaltung zurückweisen. Die
  Beschwerdeinstanz hat vielmehr im Regelfall selbst ein Gerichtsgutachten
  einzuholen, wenn sie einen im Verwaltungsverfahren anderweitig erhobenen
  Sachverhalt überhaupt für gutachterlich abklärungsbedürftig hält oder wenn
  ein Administrativgutachten in einem rechtserheblichen Punkt nicht
  beweiskräftig ist. Eine Rückweisung an die Vorinstanz bleibt hingegen
  möglich, wenn sie allein in der notwendigen Erhebung einer bisher vollständig
  ungeklärten Frage begründet ist oder wenn lediglich eine Klarstellung,
  Präzisierung oder Ergänzung von gutachterlichen Ausführungen erforderlich ist
  (BGE 137 V 210 E. 4.4.1 ff.).

  
	
   

  
	
  8.2 Die Beschwerdegegnerin hat es im
  Verwaltungsverfahren vollständig unterlassen, den Gesundheitszustand des
  Beschwerdeführers gesamtheitlich abzuklären. Ebenso hat sie sich auf eine
  unvollständige und widersprüchliche ärztliche Berichterstattung abgestützt,
  ohne ein aktuelles Gutachten einer externen Fachstelle einzuholen. Es kann
  nicht Aufgabe des kantonalen Sozialversicherungsgerichts sein, im
  Verwaltungsverfahren versäumte medizinische Abklärungen zu veranlassen. Daher
  erweist sich die Rückweisung an die Beschwerdegegnerin als zulässig. Die
  Beschwerdegegnerin hat Auskunft über die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers
  in angestammter und angepasster Tätigkeit zu erteilen, wofür sie ein
  polydisziplinäres Gutachten einzuholen hat, welches sowohl die somatischen
  als auch die psychischen Beschwerden des Beschwerdeführers sowie deren
  Auswirkungen auf seine Arbeitsfähigkeit abklärt.

  
	
   

  
	
  8.3 Dies führt zur teilweisen Gutheissung der
  Beschwerde. Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 27. Juni 2018 ist aufzuheben und die Sache ist im Sinne der
  Erwägungen an diese zurückzuweisen.

  
	
   

  
	
  III. 

  
	
  1. 

  
	
  Nach Art. 134
  Abs. 1 lit. c des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom
  4. Mai 1986 (VRG) i.V.m. Art. 69 Abs. 1bis IVG hat die Partei,
  welche im Beschwerdeverfahren unterliegt, die amtlichen Kosten zu tragen. Als
  Obsiegen gilt hinsichtlich der Kosten- und Entschädigungsfolgen auch die
  Rückweisung der Sache zur ergänzenden Sachverhaltsabklärung und zum
  Neuentscheid an den Versicherungsträger (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 3. A.,
  Zürich/Basel/Genf 2015, Art. 61 N. 205), weshalb die Gerichtskosten von
  pauschal Fr. 600.- der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen sind.

  
	
   

  
	
  2.

  
	
  Der teilweise obsiegende
  und berufsmässig vertretene Beschwerdeführer hat gemäss Art. 1
  Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG Anspruch auf
  eine angemessene Parteientschädigung zu Lasten der Beschwerdegegnerin. Diese
  ist ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und
  der Schwierigkeit des Prozesses zu bemessen und vorliegend auf
  Fr. 1'600.- (inkl. Mehrwertsteuer) festzulegen.

  
	
  Demgemäss erkennt die Kammer:

  
	
  	
    1.

    	
    Die
    Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Die Verfügung der
    Beschwerdegegnerin vom 27. Juni 2018 wird aufgehoben und die Sache
    wird im Sinne der Erwägungen an diese zurückgewiesen.

    
	
    2.

    	
    Die
    Gerichtskosten von Fr. 600.- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt.
    Dem Beschwerdeführer wird der von ihm in gleicher Höhe geleistete
    Kostenvorschuss zurückerstattet.

    
	
    3.

    	
    Die
    Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer innert 30 Tagen
    nach Rechtskraft dieses Entscheids eine Parteientschädigung von
    Fr. 1'600.- (inkl. Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

    
	
    4.

    	
    Schriftliche
    Eröffnung und Mitteilung an:

    
	
     

    	
    […]