# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d748ff05-1b92-5290-a994-b5acbb0afb20
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2019-11-28
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 28.11.2019 BB.2019.275
**Docket/Reference:** BB.2019.275
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_BB-2019-275_2019-11-28

## Full Text

Hausdurchsuchung (Art. 244 f. StPO).;;Hausdurchsuchung (Art. 244 f. StPO).;;Hausdurchsuchung (Art. 244 f. StPO).;;Hausdurchsuchung (Art. 244 f. StPO).

Beschluss vom 28. November 2019 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter 

Giorgio Bomio-Giovanascini, Vorsitz, 

Andreas J. Keller und Roy Garré,  

Gerichtsschreiberin Chantal Blättler Grivet Fojaja  

   
 

Parteien 

  

A., vertreten durch Rechtsanwalt Fred Hofer,  

Beschwerdeführer 

 

 gegen 

   

BUNDESANWALTSCHAFT,  

Beschwerdegegnerin 

 

Gegenstand  Hausdurchsuchung (Art. 244 f. StPO) 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BB.2019.275 

 

 

 

- 2 - 

 

 

 

Die Beschwerdekammer hält fest, dass: 

 

- die Bundesanwaltschaft gegen A. ein Strafverfahren wegen Widerhandlung 

gegen das Kriegsmaterialgesetz (KGM) führt; 

 

- mit Durchsuchungs- und Sicherstellungsbefehl vom 7. Oktober 2019 die 

Bundesanwaltschaft die Kantonspolizei Zürich mit der Vornahme der Haus-

durchsuchung, der Durchsuchung von Aufzeichnungen, der Durchsuchung 

von Personen und Gegenständen sowie der vorläufigen Sicherstellung all-

fälliger Beweismittel, Vermögenswerte oder Gegenstände am Wohnort von 

A., beauftragte (act. 1.3); 

 

- der Durchsuchungs- und Sicherstellungsbefehl am 13. November 2019 

durch die Kantonspolizei Zürich unter Beisein von A. vollzogen worden ist 

(act. 1.2); 

 

- dagegen A. mit Beschwerde vom 25. November 2019 an die Beschwerde-

kammer des Bundesstrafgerichts gelangt und die Aufhebung des Durchsu-

chungs- und Sicherstellungsbefehls vom 7. Oktober 2019 sowie die unver-

zügliche Herausgabe der anlässlich der Hausdurchsuchung vom 13. No-

vember 2019 sichergestellten Gegenstände beantragt (act. 1); 

 

- auf die Durchführung eines Schriftenwechsels verzichtet wird (vgl. Art. 390 

Abs. 2 StPO e contrario). 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 

 

- gegen Verfügungen und Verfahrenshandlungen der Bundesanwaltschaft bei 

der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Beschwerde nach den 

Vorschriften der Art. 393 ff. StPO erhoben werden kann (Art. 393 Abs. 1 

lit. a StPO i.V.m. Art. 37 Abs. 1 StBOG);  

 

- zur Beschwerde jede Partei oder jeder andere Verfahrensbeteiligte berech-

tigt ist, welche oder welcher ein rechtlich geschütztes Interesse an der Auf-

hebung oder Änderung des angefochtenen Entscheides haben (Art. 382 

Abs. 1 StPO); 

 

- das Interesse an der Aufhebung oder Änderung eines Entscheides gemäss 

Art. 382 Abs. 1 StPO nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zudem 

ein aktuelles und praktisches zu sein hat (statt vieler: Urteil des Bundesge-

richts 6B_1153/2016 vom 23. Januar 2018 E. 2.3.1); 

- 3 - 

 

 

 

 

- die mit vorliegender Beschwerde angefochtene Hausdurchsuchung jedoch 

bereits abgeschlossen ist, weshalb es dem Beschwerdeführer an einem ak-

tuellen und praktischen Interesse an der Aufhebung oder Änderung der An-

ordnung der Hausdurchsuchung fehlt (BGE 118 IV 67 E. 1c; TPF 2004 34 

E. 2.2); 

 

- eine ausnahmsweise Überprüfung der Hausdurchsuchung in dieser Phase 

sich nicht aufdrängt, da die von der Rechtsprechung hierfür entwickelten 

Grundsätze offensichtlich nicht erfüllt sind (BGE 118 IV 67 E. 1d); 

 

- dem Betroffenen dagegen im weiteren Verfahren voller gerichtlicher Rechts-

schutz zusteht (Urteile des Bundesgerichts 1B_360/2013 vom 24. März 2013 

E. 2.2; 1B_310/2012 vom 22. August 2012 E. 2); 

 

- etwa die Frage, ob die Durchsuchung rechtens war, in einem Entsiegelungs-

verfahren oder Beschwerdeverfahren gegen eine allfällige Beschlagnahme 

geprüft werden kann; 

 

- dementsprechend auf die Beschwerde nicht einzutreten ist; 

 

- bei diesem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführer die Gerichtskos-

ten zu tragen hat (Art. 428 Abs. 1 StPO); 

 

- die Gerichtsgebühr auf Fr. 500.-- festzusetzen ist (vgl. Art. 73 StBOG i.V.m. 

Art. 5 und Art. 8 Abs. 1 BStKR). 

 

 

- 4 - 

 

 

 

Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 

 

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.  

 

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.  

 

 

Bellinzona, 28. November 2019 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- Rechtsanwalt Fred Hofer  

- Bundesanwaltschaft 

 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide der Beschwerdekammer über Zwangsmassnahmen kann innert 30 Tagen nach 
der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde geführt werden (Art. 
79 und 100 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005; BGG). Das 
Verfahren richtet sich nach den Artikeln 90 ff. BGG. 

Eine Beschwerde hemmt den Vollzug des angefochtenen Entscheides nur, wenn der 
Instruktionsrichter oder die Instruktionsrichterin es anordnet (Art. 103 BGG).