# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d3ccfbfc-b6d1-5904-ad94-e0ac9f6585e7
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2005-05-25
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 25.05.2005 VB 2005 1
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_VB-2005-1_2005-05-25.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Tribunale cantonale dei Grigioni
Dretgira chantunala dal Grischun

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 25. Mai 2005 Schriftlich mitgeteilt am:
VB 05 1 (nicht mündlich eröffnet)

Urteil
Kantonsgerichtsausschuss

Vorsitz Vizepräsident Bochsler
RichterInnen Rehli und Hubert 
Aktuarin Thöny

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In der verwaltungs(straf)rechtlichen Berufung

des X., Berufungskläger, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Guido Ranzi, Post-
fach 519, Quaderstrasse 5, 7001 Chur,

gegen

die Verfügung des Justiz-, Polizei- und Sanitätsdepartements vom 21. März 2005, 
mitgeteilt am 1. April 2005, in Sachen gegen den Berufungskläger,

betreffend Führerausweisentzug,

hat sich ergeben:

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A. Mit Verfügung vom 5. Juni 2003 entzog das Strassenverkehrsamt des 
Kantons Graubünden X. wegen Missachtung einer Auflage den Führerausweis auf 
unbestimmte Zeit, mindestens für drei Monate. Die Wiedererteilung des Führeraus-
weises wurde vom Nachweis einer kontrollierten und lückenlosen Drogenabstinenz 
während mindestens drei Monaten vor Stellung eines entsprechenden Gesuches 
abhängig gemacht. Diese Verfügung ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen. 
Der Führerausweis konnte jedoch erst am 29. Juli 2003 durch die Polizei eingezo-
gen werden. Mit Schreiben vom 6. Juni 2003 attestierte der Hausarzt X. eine kon-
trollierte Drogenabstinenz im Oktober 2002 und für die Zeitspanne vom 12. Februar 
2003 bis 6. Juni 2003. Am 31. Oktober 2003 bestätigte er zudem, dass die Urinpro-
ben vom 11. August 2003, vom 10. September 2003 und vom 14. Oktober 2003 
hinsichtlich Cannabinoide, Kokain und Heroin negativ waren. 

B. Anlässlich einer polizeilichen Einvernahme betreffend Widerhandlun-
gen gegen das Betäubungsmittelgesetz vom 23. September 2003 gestand X. ein, 
am 20. September 2003 letztmals Kokain konsumiert zu haben. Dafür wurde er mit 
Strafmandat vom 1. Dezember 2003 vom Kreispräsidenten Chur mit einer Busse 
von Fr. 300.-- bestraft. Aufgrund dieses Vorfalles wurde gleichzeitig ein Administra-
tivverfahren gegen X. eingeleitet. Mit Verfügung vom 29. Dezember 2003 entzog 
ihm das Strassenverkehrsamt des Kantons Graubünden den Führerschein auf un-
bestimmte Zeit, mindestens jedoch für 12 Monate und machte die Wiedererteilung 
vom Nachweis einer kontrollierten und lückenlosen Drogenabstinenz während min-
destens 12 Monaten vor Stellung eines entsprechenden Gesuches abhängig. Ge-
gen diese Verfügung liess X. am 23. Januar 2004 Beschwerde beim Justiz-, Polizei- 
und Sanitätsdepartement Graubünden erheben mit dem Begehren um Aufhebung 
der angefochtenen Verfügung. Mit Verfügung vom 22. März 2004, mitgeteilt am 26. 
März 2004, hiess das Justiz-, Polizei- und Sanitätsdepartement Graubünden die 
Beschwerde gut und entzog X. den Führerausweis gestützt auf Art. 14 und 16 in 
Verbindung mit Art. 35 Abs. 3 VZF vorsorglich auf unbestimmte Zeit. X. wurde an-
gewiesen, sich einer spezialärztlichen Begutachtung zu unterziehen, aufgrund wel-
cher das Strassenverkehrsamt sodann definitiv über die Fahrtauglichkeit zu befin-
den habe. Gestützt auf das forensisch-psychiatrische Gutachten der Klinik Beverin 
vom 14. Juni 2004 hob das Strassenverkehrsamt Graubünden den vorsorglichen 
Führerausweisentzug vom 22. März 2004 mit sofortiger Wirkung auf, wobei die Wie-
dererteilung des Führerausweises mit der Auflage verbunden wurde, die begon-
nene Drogenabstinenz bis zum 24. November 2004 weiterzuführen und dem Stras-
senverkehrsamt einen ärztlichen Zwischen- und Schlussbericht zuzustellen. 

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C. Am 20. und 22. Oktober 2003 beobachteten Beamte der Kantonspoli-
zei Graubünden, wie X. trotz Führerausweisentzugs einen Personenwagen lenkte. 
Aufgrund dieser Vorfälle verurteilte ihn der Kreispräsident Chur mit Strafmandat 
vom 9. März 2004, mitgeteilt am 15. März 2004, gestützt auf Art. 95 Ziff. 2 SVG zu 
20 Tagen Haft und einer Busse von Fr. 1'000.--, wobei der Vollzug der Freiheits-
strafe unter Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren aufgeschoben wurde. Gleich-
zeitig wurde wiederum ein Administrativverfahren eingeleitet. Mit Verfügung vom 
18. August 2004 entzog das Strassenverkehrsamt Graubünden X. gestützt auf die 
Art. 16 und 17 SVG und Art. 30 ff. VZV den Führerausweis für die Dauer von 6 
Monaten. 

D. Dagegen liess X. mit Eingabe vom 9. September 2004 Beschwerde 
an das Justiz-, Polizei- und Sanitätsdepartement Graubünden erheben mit dem Be-
gehren, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und der Führerausweis wieder 
auszuhändigen. Das Justiz-, Polizei- und Sanitätsdepartement Graubünden wies 
diese Beschwerde mit Verfügung vom 21. März 2004 (recte: 2005), mitgeteilt am 
21. April 2005, ab. Gegen diesen Entscheid liess X. mit Eingabe vom 22. April 2005 
beim Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden Berufung erheben mit folgendem 
Rechtsbegehren:

„1. Die angefochtene Departementsverfügung vom 21. März 2004/1. April 
2005 sei aufzuheben. 

2. Es sei dem Berufungskläger eine Entzugsdauer von nicht mehr als ei-
nem Monat aufzuerlegen und es sei der Beginn der Entzugsdauer auf 
29. Oktober 2003 festzulegen bzw. sei der in der Zeit vom 29. Juli 2003 
bis 19. Juni 2004 bereits erfolgte Führerausweisentzug auf die Entzugs-
dauer für den Warnungsentzug anzurechnen.

3. Der vorliegenden Berufung sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen.

4. Dem Berufungskläger sei für das Verfahren bei der Vorinstanz die un-
entgeltliche Prozessführung und anwaltliche Verbeiständung zu bewilli-
gen.

5. Dem Berufungskläger sei für das Berufungsverfahren beim Kantonsge-
richtsausschuss die unentgeltliche Prozessführung und anwaltliche Ver-
beiständung zu bewilligen.

6. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge für das erst- und zweitinstanz-
liche Verfahren zuzüglich 7,6% MWSt zulasten des Kantons Graubün-
den.“

E. Mit Vernehmlassung vom 4. Mai 2005 beantragte das Justiz-, Polizei- 
und Sanitätsdepartement Graubünden unter Verweis auf die Erwägungen in der an-
gefochtenen Departementsverfügung und die Vorakten die vollumfängliche Abwei-
sung der Berufung unter Kostenfolge zulasten des Berufungsklägers. 

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Auf die Begründung der Anträge und die Ausführungen in der angefochtenen 
Verfügung sowie in der Vernehmlassung wird, soweit erforderlich, in den nachste-
henden Erwägungen eingegangen. 

Der Kantonsgerichtsausschuss zieht in Erwägung :

1. Gegen Entscheide des Justiz-, Polizei- und Sanitätsdepartements 
über Administrativmassnahmen im Strassenverkehr kann der Betroffene beim Kan-
tonsgerichtsausschuss Berufung gemäss Art. 141 ff. StPO einlegen (Art. 19 Abs. 2 
der Ausführungsverordnung zum Bundesgesetz über den Strassenverkehr; GAV 
zum SVG). Die Berufung ist innert 20 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung der 
Verfügung beim Kantonsgerichtsausschuss einzureichen. Sie ist zu begründen und 
hat darzutun, welche Mängel des vorinstanzlichen Entscheides oder Verfahrens 
gerügt werden (Art. 142 Abs. 1 StPO). Diesen Anforderungen vermag die vorlie-
gende Berufung zu genügen. Auf sie ist daher einzutreten.

2. Am 1. Januar 2005 ist die vom Parlament am 14. Dezember 2001 ver-
abschiedete Revision des Strassenverkehrsgesetzes in Kraft getreten. Sie berührt 
unter anderem die Regelung des Führerausweisentzuges. Nach Abs. 1 der Schluss-
bestimmungen zur erwähnten Gesetzesrevision findet das neue Recht Anwendung, 
wenn die fragliche Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsvorschriften nach ih-
rem Inkrafttreten, also nach dem 1. Januar 2005, erfolgt ist. Für die im vorliegenden 
Fall zu beurteilenden Handlungen, die sich am 20. und 22. Oktober 2003 ereigne-
ten, ist daher noch das alte Recht massgebend.

3. X. beantragt, es sei der Berufung aufschiebende Wirkung zu erteilen. 
Die gegen Entscheide der Regierung, der kantonalen Departemente und anderer 
kantonaler Instanzen auf dem Gebiete des Straf-, Nebenstraf- und Verwaltungs-
strafrechts an den Kantonsgerichtsausschuss gerichtete Berufung gemäss Art. 141 
ff. hat von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung (Art. 142 Abs. 3 StPO). Zu sol-
chen Entscheiden zählen auch diejenigen des Justiz-, Polizei-, und Sanitätsdepar-
tements Graubünden, die verwaltungsrechtliche Massnahmen auf dem Gebiete des 
Strassenverkehrsrechts zum Gegenstand haben, bestimmt doch Art. 19 Abs. 2 GAV 
zum SVG, dass diese durch Berufung gemäss Art. 141 ff. StPO beim Kantonsge-
richtsausschuss angefochten werden können. Kann somit auch gegen diese Ent-
scheide Berufung gemäss Art. 141 ff. StPO eingelegt werden, wird durch diesen 
ausdrücklichen Verweis Art. 142 Abs. 3 StPO auch für die Berufung gegen Ent-
scheide betreffend Führerausweisentzüge anwendbar. Kommt der Berufung somit 

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von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung zu, bedarf es dazu keiner Präsidial-
verfügung.

4. In formeller Hinsicht rügt der Berufungskläger, die Vorinstanz habe 
ihm die Einsichtnahme in die Ergebnisse der Untersuchungen, die von seinem Arzt 
durchgeführt worden seien, verweigert. Damit sei sein rechtliches Gehör in ent-
scheidendem Masse verletzt worden, was zur Aufhebung der angefochtenen Ver-
fügung führen müsse. Diesbezüglich ist darauf hinzuweisen, dass der Rechtsver-
treter von X. mit Schreiben vom 2. September 2004 beim Strassenverkehrsamt Ein-
sicht in die Administrativakten beantragte, was ihm mit Antwortschreiben vom 7. 
September 2004 auch gewährt wurde. Dem Beschwerdeentscheid des Justiz-, Po-
lizei- und Sanitätsdepartements Graubünden wurden dieselben Administrativakten 
zugrunde gelegt, weshalb davon auszugehen ist, dass der Rechtsvertreter von X. 
Kenntnis sämtlicher entscheidungsrelevanter Akten hatte. Eine Verletzung des 
rechtlichen Gehörs ist damit nicht auszumachen. 

5. Der Berufungskläger beantragt, es sei ihm eine Entzugsdauer von 
nicht mehr als einem Monat aufzuerlegen. Zur Begründung macht er geltend, 
gemäss bundesgerichtlicher Praxis könne die gesetzliche Mindestentzugsdauer für 
Führerausweise von sechs Monaten gemäss Art. 17 Abs. 1 lit. c SVG unterschritten 
werden, wenn seit dem massnahmeauslösenden Ereignis verhältnismässig viel Zeit 
verstrichen sei, der fehlbare Lenker die lange Verfahrensdauer nicht verschuldet 
und sich in dieser Zeit wohl verhalten habe. Diese Voraussetzungen seien im vor-
liegenden Fall kumulativ erfüllt, weshalb die Entzugsdauer auf ein minimales Mass 
herabgesetzt werden müsse. Zunächst ist zu prüfen, ob die Dauer des Warnungs-
entzuges im vorliegenden Berufungsverfahren überhaupt Streitgegenstand ist.

a) Des Dispositionsgrundsatzes wegen sind das Verfahren und die rich-
terliche Urteilszuständigkeit grundsätzlich auf den Streitgegenstand begrenzt und 
müssen darauf begrenzt bleiben. In der nachträglichen Verwaltungsgerichtsbarkeit 
bedarf es der Unterscheidung zwischen dem Anfechtungsgegenstand (Anfech-
tungsobjekt) und dem Streitgegenstand. Anfechtungsgegenstand ist eine Verfü-
gung. Diese bildet den Anlass und die Begrenzung des Wirkungsbereiches der 
nachträglichen Verwaltungsrechtspflege. Die Verfügung regelt aufgrund eines be-
stimmten konkreten Sachverhalts ein Rechtsverhältnis. Der Streitgegenstand ergibt 
sich daraus, inwiefern nach dem Rechtsbegehren der Beschwerde die im Verfü-
gungsdispositiv angeordnete Rechtsfolge bestritten ist. Streitgegenstand ist mithin 
das in der Beschwerde enthaltene Begehren auf Änderung oder Aufhebung der an-

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gefochtenen Verfügung. Da die Beschwerdebegehren vielfach uniform auf die Auf-
hebung oder Änderung der angefochtenen Verfügung lauten, muss öfters auf die 
Beschwerdebegründung zurückgegriffen werden, um genau zu ermitteln, was nach 
dem massgebenden Willen des Beschwerdeführers Streitgegenstand ist. Es kommt 
also darauf an, wie das Dispositiv der angefochtenen Verfügung nach den Anträgen 
des Beschwerdeführers lauten soll sowie auf die Sachbehauptung, die er zur Be-
gründung dieses Begehrens vorträgt (Fritz Gygi, Bundesverwaltungsrechtspflege, 
2. Auflage 1983, S. 44 ff). Dieses Prinzip gilt sowohl im internen Verwaltungsverfah-
ren als auch im darauf folgenden gerichtlichen Verfahren. Im vorliegenden Fall be-
antragte X. in seiner Beschwerde an das Justiz-, Polizei- und Sanitätsdepartement 
Graubünden in materieller Hinsicht die Aufhebung der angefochtenen Verfügung, 
die Aushändigung des entzogenen Führerausweises und ersuchte zudem um un-
entgeltliche Prozessführung. In der Beschwerdebegründung führte er jedoch aus, 
dass nicht die 6-monatige Dauer des Entzuges angefochten werde, sondern der 
Umstand, dass ihm der Führerausweis bereits seit dem 29. Oktober 2003 wegen 
genau dieser Gesetzesübertretung, d.h. dem Fahren trotz Führerausweisentzugs, 
entzogen worden sei, was aus der Begründung der Verfügung vom 29. Dezember 
2003 hervorgehe. Deswegen und weil aufgrund der abgegebenen Proben und des 
Gutachtens keine Drogensucht und kein Grund für einen vorsorglichen Entzug be-
standen habe, müsse die Entzugsdauer zwingend ab 29. Oktober 2003 festgelegt 
und ihm der Führerausweis sogleich erstattet werden (act. 10 S. 6). Somit ist die 
Frage der Dauer des auferlegten Führerausweisentzugs im vorliegenden Verfahren 
nicht Streitgegenstand. Der diesbezügliche Antrag stellt vielmehr ein neues Begeh-
ren dar. Es bleibt daher zu prüfen, ob dies im verwaltungs(straf)rechtlichen Beru-
fungsverfahren zulässig ist. 

b) Neue Begehren bedeuten prozessrechtlich ausgedrückt eine Ände-
rung des Streitgegenstandes und damit eine Klageänderung. Sie beruht entweder 
darauf, dass aus dem gleichen Klagegrund heraus andere, zusätzliche oder weiter-
gehende Rechtsbegehren gestellt werden oder dem gleich bleibenden Begehren 
ein anderer oder weiterer Klagegrund (Sachverhalt) unterschoben wird. Im Verwal-
tungsgerichtsverfahren lässt die Rechtsprechung neue Begehren im Grundsatz 
nicht zu. Dies deshalb, weil das gerichtliche Verwaltungsverfahren grundsätzlich 
dazu bestimmt ist, Verwaltungsverfügungen justizmässig zu überprüfen. Eine Kla-
geänderung ist nur dann zuzulassen, wenn der Sachzusammenhang mit dem Streit-
gegenstand gewahrt bleibt, dieser also weder völlig ersetzt, noch durch einen 
selbstständigen neuen Streitgegenstand ergänzt wird. Es gilt jedoch die Klageän-
derung von der Rechtsanwendung von Amtes wegen zu unterscheiden. Die Ab-

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grenzung ergibt sich daraus, dass der Grundsatz iura novit curia lediglich bedeutet, 
dass ein bestimmter Sachverhalt (Lebensvorgang) unter einem anderen Rechtssatz 
subsumiert wird als in der angefochtenen Verfügung (vgl. zum Ganzen Gygi, a.a.O., 
S. 256 f.). Im vorliegenden Fall wird ein neues zusätzliches Rechtsbegehren, näm-
lich die Herabsetzung der Dauer des Führerausweisentzuges, gestellt. Dies ergibt 
sich bereits aus der Berufungsschrift, in welcher das Rechtsbegehren neu auch auf 
Auferlegung einer Entzugsdauer von nicht mehr als einem Monat lautet, während 
im verwaltungsinternen Verfahren - wie vorgängig ausgeführt - ausdrücklich darauf 
hingewiesen wurde, die Entzugsdauer werde nicht angefochten. Aus diesen Aus-
führungen geht zudem hervor, dass nicht eine vom Beschwerdeverfahren abwei-
chende Rechtsfolge geltend gemacht, sondern ein anderer Rechtsgrund aufgeführt 
wird, weshalb der Grundsatz iura novit curia nicht zur Anwendung gelangt. Somit 
liegt zweifellos eine Klageänderung vor, die im verwaltungs(straf)rechtlichen Beru-
fungsverfahren nicht zugelassen ist. Daran ändert auch nichts, dass sich die Vorin-
stanz dennoch zur Festsetzung der Entzugsdauer äusserte. Auf das Begehren um 
Reduktion der verfügten Entzugsdauer von 6 Monaten auf nicht mehr als einen Mo-
nat ist daher nicht einzutreten. In diesem Zusammenhang sei jedoch darauf hinge-
wiesen, dass der Vorwurf der überlangen Verfahrensdauer im vorliegenden Fall 
auch materiell unberechtigt wäre. Zwischen den fraglichen Vorfällen und der ent-
sprechenden Entzugsverfügung des Strassenverkehrsamtes ist weniger als ein 
Jahr verstrichen, was nach bundesgerichtlicher Praxis nicht als überlang bezeichnet 
werden kann, zumal die Verjährung des Delikts, welche als Massstab herangezo-
gen wird, noch nicht eingetreten ist und auch nicht kurz bevorsteht (vgl. hierzu auch 
BGE 127 II 297 E.3 S. 299 ff.). 

6. Des Weiteren wendet der Berufungskläger ein, die Vorfälle vom 
20. und 22 Oktober seien bereits in der Verfügung des Strassenverkehrsamtes vom 
29. Dezember 2003 behandelt worden, wogegen er erfolgreich Beschwerde geführt 
habe. Derselbe Tatbestand dürfe somit nicht noch ein zweites Mal zur Beurteilung 
oder gar zu einem nochmaligen Führerausweisentzug führen. 

Das Strassenverkehrsamt des Kantons Graubünden entzog X. mit Verfügung 
vom 29. Dezember 2003 den Führerausweis auf unbestimmte Zeit, mindestens je-
doch für 12 Monaten, mit Wirkung ab dem 20. September 2003 (letzter aktenkundi-
ger Kokainkonsum). Es ist zutreffend, dass in der Sachverhaltsdarstellung darauf 
hingewiesen wurde, X. habe am 20. und 22. Oktober 2003 trotz Führerausweisent-
zuges ein Fahrzeug gelenkt. Jedoch geht aus der Begründung der Verfügung aus-
drücklich hervor, dass der Ausweisentzug gestützt auf aArt. 14 Abs. 2 lit. c SVG 

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(Trunksucht oder andere, die Fahrfähigkeit herabsetzende Süchte) und aArt. 14 
Abs. 2 lit. d SVG (charakterliche Mängel) in Verbindung mit aArt. 17 Abs. 1bis SVG 
(Dauer des Führerausweisentzuges) und Art. 30 Abs. 1 VZV und Art. 33 Abs. 1 VZV 
(Sicherungsentzug) erfolgte. Das Führen eines Motorfahrzeuges trotz Entzugs oder 
Verweigerung des Führerausweises (aArt. 95 Ziff. 2 SVG) diente jedoch nachweis-
lich nicht als Rechtsgrundlage, woraus hervorgeht, dass dieser Tatbestand in der 
Verfügung vom 29. Dezember 2003 nicht mitbeurteilt wurde. Vielmehr wurden die 
Vorfälle vom 20. und 22. Oktober 2003 aufgeführt, um die allgemeinen Umstände 
zu illustrieren und darzulegen, dass der Führerausweis auch aufgrund charakterli-
cher Mängel nicht wiedererteilt werden dürfe. Gemäss Praxis bedeutet das Führen 
eines Motorfahrzeuges ohne den erforderlichen Ausweis ein gewichtiges Indiz 
dafür, dass die charakterliche Eignung im Sinne von aArt. 14 Abs. 2 lit. b SVG fehlt 
(Giger, Kommentar zum Strassenverkehrsgesetz, 6. Auflage 2002 S. 52; BGE 104 
Ib 103 E. 1 S. 105). Auch im Beschwerdeentscheid des Justiz-, Polizei- und Sa-
nitätsdepartements Graubünden vom 22. März 2004 ging es einzig um die Frage, 
ob aufgrund des bisherigen Verhaltens von X. und seines erneuten Drogenkonsums 
ausreichende Verdachtsmomente für die unmittelbare Aussprechung eines Siche-
rungsentzuges vorliegen würden, was in der Folge verneint wurde. Das Führen ei-
nes Motorfahrzeuges trotz Entzug des Führerausweises war damit weder in der Ver-
fügung des Strassenverkehrsamtes vom 29. Dezember 2003 noch in der Departe-
mentsverfügung vom 22. März 2004 Beurteilungsgegenstand, weshalb auch keine 
- wie der Berufungskläger geltend macht - unzulässige zweifache Beurteilung des-
selben Lebenssachverhalts vorlag. 

7. Der Berufungskläger bringt des Weiteren vor, dass ihm mit Verfügung 
vom 5. Juni 2003 der Führerausweis für die Dauer von mindestens drei Monaten 
entzogen worden sei, weil er die ihm auferlegten Abstinenznachweise nicht erbracht 
habe. Dies treffe jedoch nicht zu, denn er habe in der Zeit vom 15. Oktober 2002 
bis zum 17. August 2004 regelmässig Untersuchungen bei seinem Arzt durchführen 
lassen. Deren Ergebnisse seien jedoch nur nicht an das Strassenverkehrsamt wei-
tergeleitet worden. Ausserdem werde der Vorwurf der Drogenabhängigkeit durch 
die ärztlichen Untersuchungen und das spezialärztliche Gutachten widerlegt. Damit 
erweise sich zum einen der damalige Führerausweisentzug als ungerechtfertigt und 
zum anderen hätte ihm der Führerausweis nach der dreimonatigen Entzugsdauer 
am 29. Oktober 2003 wieder erstattet werden müssen, da er sich in dieser Zeit an 
die Auflagen gehalten habe. Dennoch habe er den Führerausweis erst am 19. Juni 
2004 zurückerhalten. Damit sei der am 18. August 2004 verfügte Warnungsentzug 
für die Dauer von 6 Monaten wegen Fahrens trotz Entzug des Führerausweises an 

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den vorangegangenen ungerechtfertigten Entzug anzurechnen und es sei der Be-
ginn der Entzugsdauer daher auf den 29. Oktober 2003 festzulegen. 

a) Zunächst ist festzuhalten, dass die Verfügung des Strassenverkehrs-
amtes vom 5. Juni 2003 unangefochten in Rechtskraft erwachsen ist und daher 
nicht mehr Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bilden kann. Dennoch ist dar-
auf hinzuweisen, dass der Führerausweis zum damaligen Zeitpunkt zu Recht nicht 
wiedererteilt wurde. Zum einen hat das Wiedererteilungsverfahren in jedem Fall 
vom Betroffenen auszugehen. Die Entzugsbehörde ist nicht gehalten, von sich aus 
tätig zu werden. Der Betroffene kann nach Ablauf der Entzugsdauer ein Gesuch um 
Wiedererteilung stellen. In diesem Gesuch hat er nachzuweisen, dass der Eig-
nungsmangel, das heisst der Grund, der zum Sicherungsentzug geführt hat, beho-
ben ist (vgl. Schaffhauser, Grundriss des schweizerischen Strassenverkehrsrecht, 
Band III: Die Administrativmassnahmen, Bern 1995, N 2222). Dies geht auch deut-
lich aus der Verfügung des Strassenverkehrsamtes hervor, in welcher unter Ziffer 3 
des Dispositivs ausgeführt wird, dass die Wiedererteilung des Führerausweises be-
ziehungsweise die Aufhebung der Massnahme nach einer Bewährungsfrist von drei 
Monaten erst in Betracht gezogen werden könne, wenn X. den Nachweis einer kon-
trollierten und lückenlosen Drogenabstinenz während mindestens drei Monaten vor 
der Stellung eines Gesuches um Wiedererteilung des Führerausweises nachzuwei-
sen imstande sei. Ein solches Gesuch hat X. jedoch nicht eingereicht, weshalb ihm 
der Führerausweis auch nicht wiedererteilt werden konnte. Zum anderen konnte X. 
den Nachweis einer lückenlosen Drogenabstinenz nicht erbringen. Zwar bestätigte 
sein Hausarzt mit Schreiben vom 31. Oktober 2003, dass die Urinproben vom 11. 
August, vom 10. September und vom 14. Oktober 2003 hinsichtlich Cannabinoide, 
Kokain und Haschisch negativ waren. X. gestand jedoch anlässlich einer polizeili-
chen Einvernahme am 23. September 2003 ein, letztmals am 20. September 2003 
Kokain konsumiert zu haben. Darin liegt insofern kein Widerspruch, als der Konsum 
von Kokain erfahrungsgemäss lediglich etwa 2-4 Tage lang im Urin nachgewiesen 
werden kann. Somit steht fest, dass der Arztbericht lediglich eine Abstinenz von 
wenigen Tagen vor der jeweiligen Urinprobe, jedoch nicht für die gesamte Zeit-
spanne von drei Monaten belegen konnte. Da der Führerausweis von X. nachweis-
lich erst am 29. Juli 2003 eingezogen werden konnte und er unbestrittenermassen 
bereits am 20. September 2003 wieder Kokain konsumierte, lag keine lückenlose 
Drogenabstinenz von drei Monaten vor. Aufgrund dieser klaren Sachlage hat die 
Vorinstanz auch zu Recht darauf verzichtet, die Testergebnisse weiterer Urinproben 
heranzuziehen, wie es der Berufungskläger vorgängig forderte. Auch für das vorlie-
gende Berufungsverfahren ist das Beweisergebnis schlüssig, so dass von der Er-

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hebung weiterer Beweismittel abgesehen werden kann. Zusammenfassend ist so-
mit festzuhalten, dass der Führerausweisentzug vom 5. Juni 2003 rechtmässig er-
folgte und auch zu Recht weiterhin andauerte. 

b) Mit Verfügung vom 29. Dezember 2003 entzog das Strassenverkehrs-
amt X. den Führerausweis aufgrund einer Drogenabhängigkeit auf unbestimmte 
Zeit, mindestens aber für 12 Monate. Damit wurde die immer noch wirksame Verfü-
gung vom 5. Juni 2003 abgelöst. Der darin verfügte Führerausweisentzug wurde 
alsdann durch den aufgrund der Verfügung des Justiz-, Polizei- und Sanitätsdepar-
tement Graubünden vom 22. März 2004 angeordneten vorsorglichen Entzug abge-
löst, welcher unangefochten in Rechtskraft erwachsen ist. Damit war der Führeraus-
weisentzug zu keinem Zeitpunkt unrechtmässig. Daran vermag auch der Umstand, 
dass keine die Fahreignung ausschliessende Drogenabhängigkeit bestand, nichts 
zu ändern. Der vorsorgliche Sicherungsentzug dient gerade zur Abklärung von Aus-
schlussgründen und trägt der besonderen Interessenlage Rechnung, welche bei der 
Zulassung von Fahrzeugführern zum Strassenverkehr zu berücksichtigen ist. Ange-
sichts des grossen Gefährdungspotentials, welches dem Führen eines Motorfahr-
zeugs eigen ist, erlauben schon Anhaltspunkte, die den Fahrzeugführer als beson-
deres Risiko für die anderen Verkehrsteilnehmer erscheinen lassen und ernsthafte 
Bedenken an seiner Fahreignung erwecken, den vorsorglichen Ausweisentzug. Der 
strikte Beweis für die Fahreignung ausschliessende Umstände ist nicht erforderlich; 
wäre dieser erbracht, müsste unmittelbar der Sicherungsentzug selber verfügt wer-
den (BGE 125 II 492 E. 2b S. 495 f.). 

c) Eine Anrechnung der Vollzugsdauer eines Warnungsentzuges an ei-
nen Sicherungsentzug ist ausserdem bereits im Grundsatz ausgeschlossen. Wurde 
ein Fahrzeug während des Vollzugs eines Sicherungsentzugs geführt, wird der War-
nungsentzug wegen Fahrens trotz Führerausweisentzugs - wie die Vorinstanz zu 
Recht ausführte - in der Regel auf den Zeitpunkt der Wiedererlangung der Fahreig-
nung gelegt. Weil Sicherungsentzüge auf unbestimmte Zeit ausgesprochen werden, 
hat der Betroffene bei Ablauf der Probezeit nicht ohne weiteres einen Anspruch auf 
Wiederzulassung; vielmehr ist zu diesem Zeitpunkt zu prüfen, ob der Eignungsman-
gel behoben ist. Der (anlässlich des Entzugs) hoheitlich festgestellte Eignungsman-
gel kann nur durch eine hoheitliche Feststellung, dass dieser Mangel behoben ist, 
Fahreignung also wieder vorliegt, beseitigt werden. Ist der Grund für den Siche-
rungsentzug dahingefallen, kann der Vollzug des Warnungsentzugs beginnen 
(Schaffhauser, a.a.O., N 2221 und 2490). Entgegen der Auffassung des Berufungs-
klägers wird die Fahreignung damit nicht bereits mit Ablauf der Probezeit, sondern 

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erst durch Aufhebung des Sicherungsentzuges durch das Strassenverkehrsamt 
wiedererlangt. Somit fällt eine Anrechnung an den vorherigen Entzug bereits aus 
diesem Grunde ausser Betracht. 

8. Der Berufungskläger beantragt die Aufhebung des vorinstanzlichen 
Entscheides betreffend unentgeltliche Rechtspflege und die Bewilligung der unent-
geltlichen Prozessführung für das Berufungsverfahren. 

a) Die Vorinstanz lehnte das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ab 
und führte diesbezüglich aus, dass zwar die Bedürftigkeit bei X. bejaht werden 
könne, er sich jedoch aufgrund der gesetzlichen Regelung sowie der klaren Akten-
lage der Aussichtslosigkeit des Beschwerdeverfahrens von Vornherein bewusst ge-
wesen sein müsse. Dagegen wendet X. ein, es gebe weder eine gesetzliche Rege-
lung über die Frage, wann der Warnungsentzug zu beginnen habe, noch könne im 
vorliegenden Fall von einer klaren Aktenlage gesprochen werden. Die Vorinstanz 
hätte sein Gesuch um unentgeltliche Prozessführung daher nicht abweisen dürfen. 

Gemäss Art. 39 des Gesetzes über das Verfahren in Verwaltungs- und Ver-
fassungssachen (VVG; BR 370.500) gelten für die unentgeltliche Rechtspflege im 
Beschwerdeverfahren die entsprechenden Bestimmungen des Verwaltungsge-
richtsgesetzes (VGG; BR 370.100). Da der Entscheid über ein Gesuch um unent-
geltliche Prozessführung gemäss Art. 25 Abs. 1 VGG als prozessleitende Verfügung 
zu qualifizieren ist, hat der Weiterzug gemäss Art. 76 VGG in Form einer Prozess-
beschwerde zu erfolgen. Die Rechtsmittelfrist hierfür beträgt - wie aus der genann-
ten Bestimmung ausdrücklich hervorgeht - zehn Tage. X. beantragte die Aufhebung 
des vorinstanzlichen Entscheides bezüglich unentgeltlicher Rechtspflege erst im 
Rahmen der verwaltungs(straf)rechtlichen Berufung am 22. April 2005, somit 20 
Tage nach Erhalt der angefochtenen Verfügung. Somit ist sein Begehren nicht frist-
gerecht eingegangen, weshalb auf diesen Punkt nicht eingetreten werden kann. 

b) Es bleibt damit noch zu prüfen, ob X. für das vorliegende Berufungs-
verfahren die unentgeltliche Rechtspflege zu bewilligen ist. Art. 25 Abs. 1 VGG be-
stimmt, dass einem Gesuch dann entsprochen werden kann, wenn eine Person ne-
ben dem notwendigen Lebensunterhalt für die Verfahrenskosten nicht aufkommen 
kann und wenn ihr Rechtsstreit nicht offenbar mutwillig oder grundlos ist. Diese zwei 
Voraussetzungen müssen kumulativ erfüllt sein. Als aussichtslos sind nach der bun-
desgerichtlichen Rechtsprechung Prozessbegehren anzusehen, bei denen die Ge-
winnaussichten beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren und die deshalb 

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kaum als ernsthaft bezeichnet werden können (BGE 124 I 304 E. 2c S. 306 mit 
Hinweisen). Die Berufung von X. richtete sich - wie er selbst ausführte - gegen die 
Dauer des Warnungsentzuges und gegen den Umstand, dass ihm auf den neuerli-
chen Entzug der vorangegangene, ungerechtfertigte Entzug nicht angerechnet wor-
den sei. Wie die vorstehenden Erwägungen zeigen, konnte auf den ersten Punkt 
aufgrund einer unzulässigen Klageänderung nicht eingetreten werden. Der zweite 
Punkt war abzuweisen, weil einerseits der vorangegangene Entzug nicht ungerecht-
fertigt war und andererseits eine Anrechnung eines Warnungsentzuges an einen 
Sicherungsentzug schon grundsätzlich nicht möglich ist. Damit erwies sich die Be-
rufung bereits zum Vornherein als aussichtslos, weshalb das Gesuch um unentgelt-
liche Rechtspflege nicht gutgeheissen werden kann. 

9. Muss nach dem Gesagten die Berufung abgewiesen werden, so ge-
hen die Kosten des Berufungsverfahrens zu Lasten des Berufungsklägers (Art. 160 
Abs. 1 StPO).

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Demnach erkennt der Kantonsgerichtsausschuss :

1. Die Berufung wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und anwaltliche Verbeistän-
dung wird abgewiesen.

3. Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 800.-- gehen zu Lasten des Be-
rufungsklägers. 

4. Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit erhaltener schriftlicher Mittei-
lung beim Bundesgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde gemäss Art. 97 ff. 
OG eingereicht werden.

5. Mitteilung an:

__________

Für den Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden 
Der Vizepräsident: Die Aktuarin: