# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e7cb5fa6-5ddd-57fb-871e-8edaad4a4333
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-06-04
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 04.06.2008 A-3614/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-3614-2008_2008-06-04.pdf

## Full Text

Abtei lung I

Postfach
CH-3000 Bern 14
Telefon +41 (0)58 705 25 02
Fax +41 (0)58 705 29 80
www.bundesverwaltungsgericht.ch

Geschäfts-Nr. A-3614/2008
koj/mot
{T 1/2}

4. Juni 2008

Zwischenverfügung vom 4. Juni 2008

1. Aero-Club der Schweiz, Lidostrasse 5, 6006 Luzern,
2. AOPA Switzerland, Mühlegasse 5, 8152 Opfikon,
3. Schweizer Flugplatzverein, Postfach 5206, 

1002 Lausanne,
4. SHV - Schweizerischer Hängegleiter-Verband, 

Seefeldstrasse 224, 8008 Zürich,
alle vertreten durch Rechtsanwalt Philip Bärtschi, 
HütteLAW Advokatur und Notariat, Poststrasse 24, 
Postfach 1435, 6301 Zug,

Beschwerdeführende,

gegen

Skyguide, 8602 Wangen bei Dübendorf, 

sowie

Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL), 3003 Bern,

Flugbeschränkungen Fussball-Europameisterschaft
(AIP SUP 007/08)

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Parteien

Gegenstand

A-3614/2008

Es wird festgestellt und in Erwägung gezogen: 

Vom 7. bis zum 29. Juni 2008 findet in der Schweiz und in Österreich 
die  Fussball-Europameisterschaft  statt.  In  der  Schweiz  werden  die 
Spiele in den Stadien von Basel, Bern, Genf und Zürich ausgetragen. 
Zur Wahrung der öffentlichen Sicherheit wurden für die Zeit vom 5. bis 
zum 30. Juni 2008 im grösseren Umfeld dieser Stadien Beschränkun-
gen für  den Sichtflugverkehr  (VFR)  angeordnet. In  den  betreffenden 
Luftraumblöcken sind sog. VFR-Aktivitäten sowie alle sonstigen VFR-
Flüge verboten. Die Anordnung datiert vom 22. Mai 2008 und wurde im 
Luftfahrthandbuch (AIP SUP 007/08) publiziert. 

Dagegen führen der Aero Club der Schweiz,  AOPA Switzerland,  der 
Schweizer Flugplatzverein und der Schweizerische Hängegleiter-Ver-
band  (Beschwerdeführende)  am  2.  Juni  2008  beim  Bundesverwal-
tungsgericht Beschwerde (Eingang am 4. Juni 2008). Mit ihrem Haupt-
antrag verlangen sie die Aufhebung der aus ihrer  Sicht im verfügten 
Umfang unnötigen und daher unverhältnismässigen Anordnungen. Sie 
ersuchen ausserdem darum, der Beschwerde die aufschiebende Wir-
kung nicht zu entziehen. 

Das Bundesverwaltungsgericht ist bei Luftraumanordnungen zuständig 
(vgl. Urteil A-1997/2006 vom 2. April 2008).

Der Beschwerde kommt von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung 
zu  (Art.  55  des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezember 1968  über  das 
Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR  172.021]).  Wenn  es  dafür  hinrei-
chende Gründe gibt, ist die Beschwerdebehörde befugt, die aufschie-
bende Wirkung von Amtes wegen zu entziehen. In dringenden Fällen 
kann sie dies auch superprovisorisch tun (vgl. Verfügung des Bundes-
gerichts  2A.457/2006  vom 4. August  2006). Die  aufschiebende  Wir-
kung ist namentlich dann zu entziehen, wenn Sicherheitsüberlegungen 
dies gebieten. Zuständig hierfür ist der Instruktionsrichter (Art. 39 des 
Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]). 

Um eine sichere Austragung der Spiele zu garantieren, ist u.a. sicher-
zustellen, dass rund um die Stadien weder von Flugzeugen noch von 
anderen  Flugkörpern  irgendwelche  Gefahren  ausgehen  können. 
Dieses Sicherheitsanliegen ist angesichts der möglichen Schäden von 
eminentem öffentlichem Interesse,  so  dass  Einschränkungen  für  die 
Fliegerei  grundsätzlich  gerechtfertigt  sind.  Ob  Grund  für  die  Anord-

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nung sicherheitspolitische oder  sicherheitstechnische  Momente  sind, 
ist aus jetziger Sicht nicht relevant. 

Würde der Beschwerde die aufschiebende Wirkung belassen, gäbe es 
in den Luftraumblöcken rund um die Stadien nicht einfach einen leicht 
geringfügigeren  Schutz;  Sicherheitsmassnahmen  würden  vielmehr 
weitgehend  fehlen.  Änderungen  am  vorgesehenen  Regime  können 
jedenfalls nicht innerhalb weniger Tage vorgenommen werden. Es ist 
daher, drei Tage vor Beginn der Europameisterschaft, sicherzustellen, 
dass  die  Massnahmen,  so  wie  sie  angeordnet  wurden,  einstweilen 
gelten.  In  diesem  Sinne  ist  der  Beschwerde  die  aufschiebende 
Wirkung superprovisorisch zu entziehen. 

Über die Frage der aufschiebenden Wirkung wird in einer weiteren, or-
dentlichen  Zwischenverfügung  zu  entscheiden  sein  (ALFRED KÖLZ/ 
ISABELLE HÄNER, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des 
Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, Rz. 337). Skyguide und dem Bundesamt 
für Zivilluftfahrt  (BAZL) ist Gelegenheit  zur Stellungnahme zu geben; 
angesichts  der  zeitlichen  Dringlichkeit  ist  eine  kurze  Frist  von  drei 
Arbeitstagen anzusetzen. 

Den Beschwerdeführenden ist die Besetzung des Gerichts bekannt zu 
geben sowie die Möglichkeit für ein allfälliges Ausstandsbegehren zu 
gewähren  (Art.  21,  Art.  38  VGG  i.V.m.  Art. 36  des  Bundesgerichts-
gesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). 

Das Bundesverwaltungsgericht teilt mit und verfügt:

1.
Das Bundesverwaltungsgericht bestätigt den Eingang der Beschwerde 
vom 2. Juni 2008 (Eingang: 4. Juni 2008).

2.
Der  Beschwerde  wird  superprovisorisch  die  aufschiebende  Wirkung 
entzogen.

3.
Skyguide  und  das  BAZL  erhalten  Gelegenheit  zur  Stellungnahme 
betreffend aufschiebende Wirkung bis  am 9. Juni 2008. Sie erhalten 
Kopien der Beschwerde sowie der Beschwerdebeilagen 2-9. 

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4.
Der Spruchkörper für den Entscheid in der Sache setzt  sich zusam-
men aus Richter Jürg Kölliker (Instruktionsrichter und möglicher Ein-
zelrichter),  Richterin  Marianne  Ryter  Sauvant  und  Richterin  Kathrin 
Dietrich. Thomas Moser ist als Gerichtsschreiber eingesetzt.

5.
Ein  allfälliges  Ausstandsbegehren gegen die  obgenannten Personen 
ist bis zum 9. Juni 2008 beim Bundesverwaltungsgericht einzureichen.

6.
Diese Zwischenverfügung geht an: 

- die Beschwerdeführenden (eingeschrieben, mit Rückschein, 
vorab per Fax 041 729 36 35)

- Skyguide, Wangen (eingeschrieben, mit Beilagen
vorab per Fax 043 931 61 19)

- das BAZL (eingeschrieben, mit Beilagen
vorab per Fax 031 325 80 32)

Der Instruktionsrichter: Der Gerichtsschreiber:

Jürg Kölliker Thomas Moser

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diese Zwischenverfügung kann innert 30 Tagen nach Eröffnung 
beim  Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzun-
gen  gemäss  den  Art.  82  ff.,  92  f. und  100  BGG gegeben  sind.  Die 
Rechtsschrift  hat  die  Begehren,  deren  Begründung  mit  Angabe  der 
Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene 
Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer 
in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).

Versand:

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