# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b709c1d9-e8cf-5708-af42-85c75f96f914
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2017-09-13
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 13.09.2017 C-6537/2016
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-6537-2016_2017-09-13.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-6537/2016 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 3 .  S e p t e m b e r  2 0 1 7  

Besetzung 
 Richterin Franziska Schneider (Vorsitz), 

Richter David Weiss, Richterin Caroline Bissegger,    

Gerichtsschreiberin Marion Sutter. 
 

 
 

Parteien 
 A._______,   

vertreten durch Dr. Patrick Somm, Advokat,  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Invalidenversicherung, Rentengesuch,  

Verfügung vom 20. September 2016. 

 

 

 

C-6537/2016 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A._______ (im Folgenden: Versicherter oder Beschwerdeführer) wurde am 

(…) 1961 geboren und ist österreichischer Staatsangehöriger. Er arbeitete 

in den Jahren 2002 bis 2006 in der Schweiz als Grenzgänger und leistete 

während dieser Zeit die obligatorischen Beiträge an die schweizerische 

AHV/IV (IV-act. 8). Anschliessend arbeitete er in Österreich, wobei er als 

Mineur-Facharbeiter im Tunnelbau tätig war (IV-act. 11). Am 21. November 

2015 erlitt er einen Schlaganfall. Am 10. Februar 2016 meldete er sich bei 

der IV-Stelle für Versicherte im Ausland (im Folgenden: IVSTA oder Vo-

rinstanz) zum Bezug einer schweizerischen Invalidenrente an (IV-act. 1 S. 

7). 

B.  

Im Rahmen des Abklärungsverfahrens gingen bei der IVSTA am 17. Mai 

2016 der (vom Hausarzt des Versicherten ausgefüllte) Fragebogen für den 

Versicherten (IV-act. 11 S. 14 bis 23) sowie der vom letzten Arbeitgeber 

des Versicherten ausgefüllte Fragebogen für Arbeitgeber vom 18. April 

2016 inkl. Auszüge aus dem Lohnkonto des Versicherten (IV-act. 11 S. 1 

bis 13) ein. Die hernach zusammengetragenen medizinischen Berichte  

(IV-act. 13-20) sowie insbesondere den ausführlichen ärztlichen Bericht 

(Formular E 213) vom 7. April 2016 (IV-act. 34) unterbreitete die IVSTA dem 

medizinischen Dienst, welcher in seiner Stellungnahme vom 16. Juni 2016 

die als sehr schwer bezeichnete angestammte Arbeit als Mineur für unzu-

mutbar erklärte, jedoch eine volle Arbeitsfähigkeit für eine angepasste 

leichte bis intermittierend mittelschwere berufliche Tätigkeit feststellte  

(IV-act. 36). Im Einkommensvergleich vom 30. Juni 2016 errechnete die 

IVSTA einen Invaliditätsgrad von (gerundet) 24 %. Mit Vorbescheid vom 

8. Juli 2016 kündigte sie dem Versicherten eine Abweisung seines Leis-

tungsbegehrens an (IV-act. 38).  

C.  

Als sinngemässen Einwand hiergegen reichte der Beschwerdeführer der 

IVSTA am 11. Juli 2016 Unterlangen der Pensionsversicherungsanstalt 

Landesstelle Steiermark (Österreich) ein, gemäss welchen ihm ab dem 

1. März 2016 eine (befristete) Invaliditätspension im Betrag von EUR 

1‘713.12 zuerkannt wurde. Ausserdem reichte er der IVSTA am 22. Juli 

2016 das Sachverständigengutachten (mit Untersuchung vom 22. März 

2016) vom 5. April 2016 ein (IV-act. 42). Mit Stellungnahme vom 13. August 

2016 hielt der medizinische Dienst an seiner bisherigen Stellungnahme 

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Seite 3 

fest (IV-act. 44). Mit Verfügung vom 20. September 2016 wies die IVSTA 

das Leistungsbegehren ab (IV-act. 45).  

D.  

Hiergegen erhob der Versicherte, nunmehr vertreten durch Advokat Dr. 

Patrick Somm, mit Eingabe vom 21. Oktober 2016 Beschwerde beim Bun-

desverwaltungsgericht mit dem Antrag, es sei ihm in Aufhebung der ange-

fochtenen Verfügung eine ganze Invalidenrente zu gewähren, unter Kos-

ten- und Entschädigungsfolge. Der Beschwerdeführer machte geltend, es 

sei ihm aufgrund seines Alters von 55 Jahren kein Berufswechsel weder 

subjektiv noch objektiv mehr zumutbar. Gemäss dem Sachverständigen-

gutachten vom 22. März 2016 liege der Behinderungsgrad bei 60 %. Auf-

grund der bei ihm vorliegenden verschiedenen Leiden hätte die Vorinstanz 

eine polydisziplinäre Begutachtung einholen müssen, was vom Bundesver-

waltungsgericht von Amtes wegen nachzuholen sei. Schliesslich machte er 

geltend, die Vorinstanz hätte bei der Berechnung des Invaliditätsgrads ei-

nen leidensbedingten Abzug von 25 % vornehmen müssen, da er seine 

Restarbeitsfähigkeit aufgrund seines Alters sowie seiner verminderten 

Leistungsfähigkeit (Gewichte heben nur noch bis 15 Kilogramm, nicht mehr 

gut einsetzfähige linke Hand) nur mit unterdurchschnittlichem Erfolg ver-

werten könne (BVGer-act. 1). 

E.  

Der mit Zwischenverfügung vom 27. Oktober 2016 beim Beschwerdeführer 

einverlangte Kostenvorschuss von Fr. 800.– ging am 4. November 2016 

bei der Gerichtskasse des Bundesverwaltungsgerichts ein (BVGer-act. 3 

und 4). 

F.  

In ihrer Vernehmlassung vom 15. Dezember 2016 beantragte die  

Vorinstanz, die Beschwerde sei abzuweisen und die angefochtene Verfü-

gung sei zu bestätigen. Sie hielt zur Begründung fest, sie habe den Sach-

verhalt wiederholt dem medizinischen Dienst unterbreitet. Dieser habe sich 

aufgrund der ausführlichen Dokumentation ein schlüssiges und nachvoll-

ziehbares Bild der vorliegenden Beschwerden machen können. Die Frage 

der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit lasse sich nicht nach einer all-

gemeinen Regel bemessen, sondern hänge von den Umständen ab, die 

mit Blick auf die Anforderungen der Verweisungstätigkeit massgebend 

seien. Der Versicherte habe einen erlernten Beruf als Maurer und sei zu-

letzt als Mineur im Tunnelbau tätig gewesen. Er weise daher qualifizierte 

Fähigkeiten auf, mit welchen er die vom medizinischen Dienst als zumutbar 

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Seite 4 

erachteten leichteren Verweisungstätigkeiten in Anbetracht der wirtschaft-

lichen Verhältnisse des österreichischen Arbeitsmarktes durchaus noch 

verwerten könne (BVGer-act. 7). 

G.  

Mit Replik vom 27. Januar 2017 reichte der Beschwerdeführer dem Bun-

desverwaltungsgericht drei neue Arztberichte von November und Dezem-

ber 2016 ein, gleichfalls wie die Bescheide der Pensionsversicherungsan-

stalt der Landesstelle Steiermark vom 23. Dezember 2016 betreffend un-

befristete Gewährung der anerkannten Invaliditätspension und vom 

24. November 2016 betreffend Anspruch auf Pflegegeld in der Höhe der 

Stufe zwei (BVGer-act. 9).  

H.  

In ihrer Duplik vom 21. April 2017 hielt die Vorinstanz unter Verweis auf die 

eingeholte Stellungnahme des medizinischen Dienstes vom 6. April 2017 

an ihren bisherigen Anträgen fest (BVGer-act. 13). 

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen 

wird – soweit erforderlich und rechtserheblich – in den nachfolgenden Er-

wägungen eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Be-

schwerde zuständig (Art. 31, 32 und 33 Bst. d VGG; Art. 69 Abs. 1 Bst. b 

IVG [SR 831.20]). Der Beschwerdeführer ist als Adressat der angefochte-

nen Verfügung durch diese besonders berührt und hat ein schutzwürdiges 

Interesse an deren Aufhebung oder Abänderung, weshalb er zur Erhebung 

der Beschwerde legitimiert ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG; siehe auch Art. 59 

ATSG [SR 830.1]). Nachdem auch der Kostenvorschuss rechtzeitig geleis-

tet wurde, ist auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ein-

zutreten (Art. 50 Abs. 1, Art. 52 Abs. 1 und Art. 63 Abs. 4 VwVG; siehe auch 

Art. 60 ATSG). 

2.  

Anfechtungsobjekt und damit Begrenzung des Streitgegenstands des vor-

liegenden Beschwerdeverfahrens (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1) bildet die 

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Seite 5 

Verfügung vom 20. September 2016, mit welcher die Vorinstanz das erst-

malige Leistungsgesuch des Beschwerdeführers mangels anspruchsbe-

gründender Invalidität abgelehnt hat. Prozessthema ist somit der Anspruch 

des Beschwerdeführers auf eine schweizerische Invalidenrente. 

3.  

Zunächst sind die zur Beurteilung der Streitsache massgebenden rechtli-

chen Bestimmungen darzulegen. 

3.1 Der Beschwerdeführer ist österreichischer Staatsangehöriger und lebt 

in Österreich, weshalb das am 1. Juni 2002 in Kraft getretene Abkommen 

vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft ei-

nerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihrer Mitgliedsstaaten 

andererseits über die Freizügigkeit (FZA, SR 0.142.112.681) sowie die ge-

mäss Anhang II des FZA anwendbaren Verordnungen (EG) des Europäi-

schen Parlaments und des Rates Nr. 883/2004 vom 29. April 2004 sowie 

Nr. 987/2009 vom 16. September 2009, welche am 1. April 2012 die Ver-

ordnungen (EWG) des Rates Nr. 1408/71 vom 14. Juni 1971 sowie Nr. 

574/72 vom 21. März 1972 abgelöst haben, anwendbar sind. Gemäss Art. 

8 Bst. a FZA werden die Systeme der sozialen Sicherheit koordiniert, um 

insbesondere die Gleichbehandlung aller Angehörigen der Vertragsstaaten 

zu gewährleisten. Soweit – wie vorliegend – weder das FZA und die ge-

stützt darauf anwendbaren gemeinschaftsrechtlichen Rechtsakte abwei-

chende Bestimmungen vorsehen noch allgemeine Rechtsgrundsätze da-

gegen sprechen, richtet sich die Ausgestaltung des Verfahrens und die 

Prüfung des Rentenanspruchs alleine nach der schweizerischen Rechts-

ordnung (vgl. BGE 130 V 257 E. 2.4), was sich auch mit dem Inkrafttreten 

der oben erwähnten Verordnungen am 1. April 2012 nicht geändert hat (vgl. 

Urteil BVGer C-3985/2012 vom 25. Februar 2013 E. 2.1). Demnach be-

stimmt sich vorliegend die Frage, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf 

Leistungen der schweizerischen Invalidenversicherung hat, alleine auf-

grund der schweizerischen Rechtsvorschriften.  

3.2 Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung einer Streit-

sache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen 

Verwaltungsverfügung (hier: 20. September 2016) eingetretenen Sachver-

halt ab (BGE 132 V 215 E. 3.1.1). Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither 

verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwal-

tungsverfügung sein (BGE 121 V 362 E. 1b). Diese sind indessen soweit 

zu berücksichtigen, als sie mit dem Streitgegenstand in engem Sachzu-

sammenhang stehen und geeignet sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des 

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Seite 6 

Erlasses der Verfügung zu beeinflussen (vgl. Urteil BGer 9C_24/2008 vom 

27. Mai 2008 E. 2.3.1).  

Die vom Beschwerdeführer dem Bundesverwaltungsgericht im Beschwer-

deverfahren neu eingereichten medizinischen Unterlagen von November 

und Dezember 2016 (Beilagen zu BVGer-act. 9) datieren erst nach dem 

massgebenden Stichtag. Nachdem diese Berichte mit dem vorliegenden 

Streitgegenstand in einem engem Sachzusammenhang stehen, können 

sie nachfolgend berücksichtigt werden, soweit sie den Gesundheitszu-

stand des Beschwerdeführers bis zum vorliegend massgebenden Zeit-

punkt der angefochtenen Verfügung umschreiben. Bezüglich einer allfälli-

gen, seither ergangenen Veränderung (insbesondere Verschlechterung) 

seines Gesundheitszustands ist der Beschwerdeführer demgegenüber auf 

den Weg der Neuanmeldung bei der Vorinstanz zu verweisen.  

3.3 In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze mass-

geblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechts-

folgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 132 V 215 E. 3.1.1), 

weshalb jene Vorschriften Anwendung finden, die spätestens beim Erlass 

der Verfügung vom 20. September 2016 in Kraft standen, weiter aber auch 

Vorschriften, die zu jenem Zeitpunkt bereits ausser Kraft getreten waren, 

die aber für die Beurteilung allenfalls früher entstandener Leistungsansprü-

che von Belang sind. 

4.  

Anspruch auf eine Rente der schweizerischen Invalidenversicherung hat, 

wer invalid im Sinne des Gesetzes ist (vgl. Art. 8 Abs. 1 ATSG) und beim 

Eintritt der Invalidität während der gesetzlich vorgesehenen Dauer Beiträge 

an die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV) geleis-

tet hat, das heisst während mindestens drei Jahren laut Art. 36 Abs. 1 IVG. 

Diese Voraussetzungen müssen kumulativ gegeben sein; ist eine davon 

nicht erfüllt, so entsteht kein Rentenanspruch, selbst wenn die andere zu 

bejahen ist.  

Der Beschwerdeführer hat unbestrittenermassen während mehr als drei 

Jahren Beiträge an die schweizerische AHV/IV geleistet, so dass die  

Voraussetzung der Mindestbeitragsdauer für den Anspruch auf eine or-

dentliche Invalidenrente erfüllt ist. Zu prüfen bleibt damit, ob und gegebe-

nenfalls ab wann und in welchem Umfang der Beschwerdeführer invalid im 

Sinne des Gesetzes ist. 

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Seite 7 

4.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invalidi-

tät kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 

Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körper-

lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zu-

mutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teil-

weise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des 

Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der 

gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä-

higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar 

ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchti-

gung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, 

volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich 

zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tä-

tigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 

ATSG). 

4.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 

Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungs-

massnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (Bst. a), 

während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min-

destens zu 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (Bst. b), und nach Ablauf 

dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (Bst. c). Art. 29 Abs. 1 IVG 

sieht vor, dass der Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs Mo-

naten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 

ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung des 18. Alters-

jahrs folgt, entsteht. 

4.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, 

wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreivier-

telsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad 

von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei ei-

nem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertels-

rente. Nach Art. 29 Abs. 4 IVG werden Renten, die einem Invaliditätsgrad 

von weniger als 50 % entsprechen, nur an Versicherte ausgerichtet, die 

ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz 

haben. Eine Ausnahme von diesem Prinzip gilt seit dem 1. Juni 2002 für 

Schweizer Staatsangehörige sowie – wie vorliegend – Staatsangehörige 

der Europäischen Gemeinschaft, denen bei einem Invaliditätsgrad ab 40 % 

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Seite 8 

eine Rente ausgerichtet wird, wenn sie in einem Mitgliedstaat der Europä-

ischen Gemeinschaft Wohnsitz haben. 

4.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und 

im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche 

und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-

ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es dabei, den Gesundheitszu-

stand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und 

bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im 

Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Be-

urteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet 

werden können (BGE 125 V 256 E. 4 m.w.H.). Die – arbeitsmedizinische – 

Aufgabe der Ärzte und Ärztinnen besteht darin, sich dazu zu äussern, in-

wiefern die versicherte Person in ihren körperlichen oder geistigen Funkti-

onen leidensbedingt eingeschränkt ist. Im Vordergrund stehen dabei vor 

allem jene Funktionen, welche für die nach der Lebenserfahrung im Vor-

dergrund stehenden Arbeitsmöglichkeiten der versicherten Person wesent-

lich sind (so etwa, ob diese sitzend oder stehend, im Freien oder in geheiz-

ten Räumen arbeiten kann oder muss, ob sie Lasten heben und tragen 

kann). Die Frage, welche konkreten beruflichen Tätigkeiten auf Grund der 

medizinischen Angaben und unter Berücksichtigung der übrigen Fähigkei-

ten der versicherten Person in Frage kommen, ist demgegenüber nicht von 

der Ärztin oder dem Arzt, sondern von der Verwaltung bzw. von der Berufs-

beratung zu beantworten (vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungs-

gerichts I 457/04 vom 26. Oktober 2004, in: SVR 2006 IV Nr. 10, E. 4.1 mit 

Verweis auf BGE 107 V 17 E. 2b).  

4.5 Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismittel zu 

würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und Beschwerdeverfahren 

gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versiche-

rungsträger und Sozialversicherungsgerichte die Beweise frei, das heisst 

ohne förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu wür-

digen. Dies bedeutet für das Gericht, dass es alle Beweismittel, unabhän-

gig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden 

hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strit-

tigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einan-

der widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledi-

gen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe an-

zugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische 

These abstellt (vgl. BGE 125 V 351 E. 3a).  

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Seite 9 

4.6 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob 

der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Unter-

suchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-

gung der Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situ-

ation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertinnen und Ex-

perten begründet sind (vgl. BGE 125 V 351 E. 3a und E. 3b/cc m.w.H.). 

Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die 

Herkunft des Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder 

in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder als Gutachten (vgl. 

dazu Urteil BGer I 268/2005 vom 26. Januar 2006 E. 1.2, mit Hinweis auf 

BGE 125 V 352 E. 3a).  

4.7 Aufgabe des medizinischen Dienstes der IVSTA (wie auch des regio-

nalen ärztlichen Dienstes [RAD]) ist es, aus medizinischer Sicht – gewis-

sermassen als Hilfestellung für die medizinischen Laien in Verwaltung und 

Gerichten, welche in der Folge über den Leistungsanspruch zu entschei-

den haben – den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu 

würdigen (vgl. SVR 2009 IV Nr. 50 [Urteil 8C_756/2008] E. 4.4 mit Hinweis; 

Urteil BGer 9C_692/2014 vom 22. Januar 2015 E. 3.3). Die Stellungnah-

men des medizinischen Dienstes (oder des RAD) müssen den allgemeinen 

beweisrechtlichen Anforderungen an einen ärztlichen Bericht (vgl. oben 

E. 3.6) genügen. Die Ärztinnen und Ärzte müssen über die im Einzelfall 

gefragten persönlichen und fachlichen Qualifikationen verfügen (Urteil 

BGer 9C_323/2009 vom 14. Juli 2009 E. 4.3.1 mit Hinweis auf BGE 125 V 

351 E. 3a; Urteil BGer 9C_904/2009 vom 7. Juni 2010 E. 2.2). Zu berück-

sichtigen ist zudem, dass die Ärztinnen und Ärzte des medizinischen 

Dienstes der IVSTA ihre Beurteilungen nicht aufgrund eigener Untersu-

chungen abgeben, sondern lediglich die vorhandenen Befunde aus versi-

cherungsmedizinischer Sicht zu würdigen haben. Ihre Stellungnahmen 

können – wie Aktengutachten – beweiskräftig sein, sofern ein lückenloser 

Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurtei-

lung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, mithin 

die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den Hinter-

grund rückt (vgl. Urteile BGer 9C_28/2015 vom 8. Juni 2015 E. 3.2 und 

9C_196/2014 vom 18. Juni 2014 E. 5.1.1 m.w.H.). Soll im Gerichtsverfah-

ren einzig oder im Wesentlichen gestützt auf die (versicherungsinterne) Be-

urteilung des medizinischen Dienstes der IVSTA entschieden werden, sind 

an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen in dem Sinne zu stellen, 

dass bei auch nur geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssig-

keit der ärztlichen Feststellungen ergänzende Abklärungen vorzunehmen 

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Seite 10 

sind (vgl. BGE 135 V 465; 122 V 157 E. 1d; Urteile BGer 8C_874/2013 vom 

14. Februar 2014 E. 3.3 und 9C_8/2011 vom 21. Februar 2011 E. 4.1.3). 

5.  

5.1 Die Vorinstanz führte in der Begründung ihrer Verfügung vom 20. Sep-

tember 2016 in medizinischer Hinsicht aus, es gehe aus den Akten hervor, 

dass nach der Rehabilitation von dem im November 2015 erlittenen Medi-

aninsult (aufgrund einer Thrombos der Arteria carotis interna rechts) eine 

leichte Facialisparese rechts und eine Sensibilitätsstörung am linken Arm 

verblieben seien, welche keine Funktionseinschränkungen verursachten. 

Gemäss dem Befund der Ergotherapie bestehe am rechten Arm proximal 

kein Kraftdefizit, und mit dem Dynamometer habe die Faustschlusskraft 

der Finger noch gut 21 Kilogramm betragen. Damit könnten jegliche grob- 

und feinmotorischen Griffe beidseits vollständig ausgeführt werden. Für die 

zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Mineur-Facharbeiter sei der Versicherte voll 

arbeitsunfähig. Für eine dem Gesundheitszustand angepasste berufliche 

Tätigkeit sei er indessen vollzeitig arbeitsfähig, unter Berücksichtigung ei-

ner Erwerbseinbusse von 24 % (IV-act. 45).  

In der Vernehmlassung vom 15. Dezember 2016 ergänzte die Vorinstanz, 

gemäss dem Entlassungsbrief vom 2. Dezember 2015 (nach Hospitalisie-

rung infolge Thrombendarteriektomie) sei eine Regredienz der Halbseiten-

schwäche mit gutem Therapieerfolg festgestellt worden, so dass der Ver-

sicherte in gutem Allgemeinzustand habe entlassen werden können. Der 

Endstatus der Ergotherapie habe dabei eine Verbesserung der Feinmotorik 

in dem Masse gezeigt, dass eine linksseitige Manipulation kurzzeitig wie-

der gezielter und koordinierter möglich sei, ansonsten grob- und feinmoto-

rische Griffe beidseits vollständig ausgeführt werden könnten, am rechten 

Arm kein Kraftdefizit bestehe und die Faustschlusskraft linksseitig immer 

noch die Hälfte des Wertes der rechten Körperseite gemäss Dynamometer 

ergeben habe. Die Kraft der linken adominanten Hand sei daher objektiv 

gut verblieben. Die bestehende Degeneration der Wirbelsäule sowie der 

Kniebeschwerden wiesen gemäss der Würdigung des medizinischen 

Dienstes eine normale Mobilität aus, so dass diese leichten bis mittel-

schweren Tätigkeiten nicht entgegenstünden (BVGer-act. 7). 

5.2 Der Beschwerdeführer hielt dem in seinen Eingaben im Beschwerde-

verfahren entgegen, das Zusammenwirken einer degenerativen Wirbel-

säulenerkrankung, der Arthrose des rechten Kniegelenks und des rechten 

Sprunggelenks, einer arteriellen Verschlusskrankheit beidseits sowie einer 

Kraftabschwächung der linken Hand nach Schlaganfall spreche eindeutig 

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Seite 11 

gegen eine verbleibende volle Arbeitsfähigkeit. Die aufgrund der verschie-

denen Erkrankungen einzuholende polydisziplinäre Begutachtung wäre 

deshalb zum selben Schluss wie die österreichischen Ärzte gekommen. Er 

beantragte beim Bundesverwaltungsgericht die Anordnung einer polydis-

ziplinären Begutachtung. Die im Beschwerdeverfahren neu eingereichten 

Berichte von November und Dezember 2016 stünden im Widerspruch zur 

Auffassung der Vorinstanz, dass er trotz seiner Leiden eine leichte berufli-

che Tätigkeit ausüben könne (BVGer-act. 1 und 9). 

6.  

6.1 In den vorinstanzlichen Akten liegen die folgenden medizinischen Un-

terlagen: 

- Arztbericht von Dr. med. B._______, Facharzt für Psychiatrie und Neurologie, 

vom 13. Januar 2015 (IV-act. 28); 

- Arztbericht von Dr. med. C._______, Facharzt für Orthopädie, vom 15. Januar 

2015 (IV-act. 29); 

- ärztlicher Entlassungsbericht des Kurzentrums D._______ vom 1. Oktober 

2015 (IV-act. 23); 

- Arztbericht von Dr. med. E._______, Oberarzt Dr. med. F._______ und Prof. 

Dr. med. G._______ des Landeskrankenhauses – Universitätsklinikums 

H._______, Universitätsklinik für Neurologie, vom 1. Dezember 2015 (IV-act. 22); 

- ärztlicher Entlassungsbericht von Dr. med. I._______, Oberarzt Dr. med. 

J._______ und Prof. Dr. med. K._______ des Landeskrankenhauses – Universi-

tätsklinikums H._______, Universitätsklinik für Neurologie, vom 2. Dezember 

2015  

(IV-act. 21); 

- Abschlussbericht Ergotherapie vom 26. Januar 2016 (IV-act. 19); 

- Bericht des Landeskrankenhauses L._______, Abteilung Orthopädie, vom 29. 

Januar 2016 (IV-act. 20);  

- Abschlussbericht Physiotherapie vom 2. Februar 2016 (IV-act. 18); 

- ärztlicher Entlassungsbericht der Privatklinik M._______, Fachbereich Neuro-

logie, vom 4. Februar 2016 (IV-act. 17); 

- zwei MRT-Berichte von Dr. med. N._______ vom 24. Februar 2016  

(IV-act. 14); 

- Bericht des Landeskrankenhauses L._______, Orthopädische Ambulanz, vom 

8. März 2016 (IV-act. 15); 

C-6537/2016 

Seite 12 

- Sachverständigengutachten (mit Untersuchung vom 22. März 2016) von 

Dr. med. O._______, Fachärztin für Allgemeinmedizin, vom 5. April 2016 zu Han-

den des Sozialministeriumservices, Landesstelle Steiermark (IV-act. 42); 

- „ausführlicher ärztlicher Bericht“ (Formular E 213) von Dr. med. P._______, 

Facharzt für Innere Medizin, vom 7. April 2016 (IV-act. 34); 

- Befundbericht von Dr. med. Q._______ vom 19. April 2016 (IV-act. 13). 

6.2 Aus den dargelegten medizinischen Unterlagen ist ersichtlich, dass der 

Beschwerdeführer am 21. November 2015 einen Schlaganfall (Mediain-

farkt rechts) erlitten hat. Nach dessen Behandlung verblieb beim Be-

schwerdeführer als Folgeerkrankung eine Kraftabschwächung der linken 

Hand. Daneben liegen beim Beschwerdeführer verschiedene orthopädi-

sche Erkrankungen vor, so (teilweise altersbedingte) degenerative Be-

schwerden an der Wirbelsäule sowie Arthrosen des rechten Kniegelenks 

und des rechten Sprunggelenks. Insgesamt sind in den erwähnten medizi-

nischen Berichten die nachfolgenden Diagnosen aufgeführt: 

 degenerative Wirbelsäulenerkrankung (insbesondere degenerative Disko-

pathie der gesamten Lendenwirbelsäule); 

 Lendenwirbelsäulensyndrom/Claudicationssymptomatik mit mässiggradi-

ger Funktionseinschränkung;  

 mittelgradige Funktionseinschränkung linke Hüfte; 

 Arthrose des rechten Kniegelenks (Gonarthrose rechts); 

 Arthrose des rechten Sprunggelenks; 

 Status nach Mediainfarkt/Medianinsult rechts vom 21. November 2015; 

 arterielle Verschlusserkrankung beidseits (Zustand nach Bypass-Opera-

tion beidseits und Dehnung rechts); 

 Zustand nach Halsschlagaderoperation vom 21. November 2015, wegen 

hochgradiger Verengung; 

 Thrombendarteriektomie bei 70 % Stenose der Arteria carotis interna 

rechts (ICD I65.2); 

 Kraftabschwächung/Gefühlsstörung linke Hand nach Schlaganfall; 

 geringe Facialisparese rechts, Hyposensibilität rechter Unterkiefer; 

 reaktive Verstimmung mit Schlafstörung ohne Therapie; 

 Hypertonie; 

 Hypogonadismus; 

 benigne Prostatahypertrophie. 

C-6537/2016 

Seite 13 

6.3 Eine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit enthalten lediglich das Sachver-

ständigengutachten vom 5. April 2016 sowie der „ausführliche ärztliche Be-

richt“ (Formular E 213) vom 7. April 2016. Gemäss dem Sachverständigen-

gutachten ergibt sich der Grad der Behinderung im Zusammenwirken aller 

Funktionseinschränkungen. Dr. med. O._______ gab für die degenerative 

Wirbelsäulenerkrankung sowie für die Arthrosen des rechten Kniegelenks 

und des rechten Sprunggelenks jeweils einen Behinderungsgrad von 40 % 

an, für die arterielle Verschlusserkrankung beidseits einen Behinderungs-

grad von 30 % sowie für die Kraftabschwächung der linken Hand nach 

Schlaganfall einen Behinderungsgrad von 20 %. Insgesamt betrage der 

Behinderungsgrad 60 % (IV-act. 42). Nach dem ärztlichen Bericht (Formu-

lar E 213) sind dem Versicherten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt befris-

tet für zwölf Monate keine Erwerbsarbeiten zumutbar (Ziff. 8). In der nach-

folgenden Ziffer 9 wurde aber im Widerspruch hierzu angekreuzt, der Ver-

sicherte könne leichte Arbeiten noch regelmässig verrichten. Hierbei seien 

die nachfolgenden Einschränkungen zu berücksichtigen: keine Wechsel-

schicht, Nachtschicht, kein Klettern oder Steigen, ohne Absturzgefahr oder 

besonderen Zeitdruck (Ziff. 10.1 bis 10.3). Ebenfalls sei keine Bildschirm-

arbeit möglich (Ziff. 11.1). Die Arbeit am Arbeitsplatz und zu Hause könne 

er nicht ohne die Hilfe einer anderen Person verrichten (Ziff. 11.2 und 11.3). 

Gemäss der Ziffer 11.5 und 11.6 sei keine angepasste Arbeit möglich. Für 

die zuletzt ausgeübte berufliche Tätigkeit als Mineur bestehe eine vollstän-

dige Arbeitsunfähigkeit (Ziff. 11.7; vgl. Ziff. 11.4). In Ziffer 11.10 wurden die 

Einsatzbeschränkungen auf den Zeitraum von 12 Monaten festgelegt und 

in Ziffer 12 die Erforderlichkeit einer Nachuntersuchung in zwölf Monaten 

festgehalten. Der Bericht enthält keine Angaben zur höchstzulässigen Ar-

beitszeit (IV-act. 34).  

6.4 In seiner Stellungnahme vom 16. Juni 2016 erklärte Dr. med. 

R._______, Facharzt für Allgemeine Medizin des medizinischen Dienstes 

der  

Vorinstanz, lediglich die Hauptdiagnosen Mediainsult rechts (ICD-10 I64) 

und Thrombendarteriektomie bei 70 % Stenose der Arteria carotis interna 

rechts (ICD-10 I65.2) hätten eine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit, an-

ders als die Nebendiagnosen der reaktiven Verstimmung, der Hypertonie, 

des Lendenwirbelsäulensyndroms mit mässiggradiger Funktionsein-

schränkung sowie der mittelgradigen Funktionseinschränkung der linken 

Hüfte. Seit dem 21. November 2015 sei der Versicherte in der bisherigen 

beruflichen Tätigkeit voll arbeitsunfähig. Gemäss dem Befund Ergothera-

pie habe am rechten Arm proximal kein Kraftdefizit bestanden, und mit dem 

C-6537/2016 

Seite 14 

Dynamometer habe die Faustschlusskraft der Finger noch gute 21 Kilo-

gramm betragen. Damit könnten jegliche grob- und feinmotorischen Griffe 

beidseits vollständig ausgeführt werden. Aufgrund der objektiv guten Kraft 

der Finger an der linken adominanten Hand sei dem Versicherten eine 

leichte bis leicht intermittierend mittelschwere angepasste Arbeit, ebenfalls 

seit dem 21. November 2015, durchaus zumutbar. Die angepasste Tätig-

keit sei ganztags zumutbar, in den Arbeitspositionen abwechselnd sitzend, 

stehend. Gewichte könne der Versicherte von 10 bis 15 Kilogramm tragen 

(IV-act. 36).  

Mit Stellungnahme vom 13. August 2016 ergänzte Dr. med. R._______, 

das nachgereichte Sachverständigengutachten ändere nichts an seiner 

Stellungnahme vom 16. Juni 2016. Die Beweglichkeit der Wirbelsäule sei 

mit Fingerkuppenbodenabstand von nur 10 Zentimetern ausgezeichnet. 

Die Mobilität des rechten Knie- und Sprunggelenks sei normal und unter 

Therapie mit NSAR-Tabletten ausreichend therapiert. Somit seien die De-

generationen am Bewegungsapparat nicht limitierend für leichte bis mittel-

schwere Tätigkeiten. Die Kraftabschwächung der linken Hand bei Faust-

schluss sei nicht schwerwiegend. Die arterielle Verschlusserkrankung limi-

tiere die Arbeitsfähigkeit nicht (IV-act. 44). 

6.5 In den im Beschwerdeverfahren durch den Beschwerdeführer einge-

reichten – erst nach Erlass der angefochtenen Verfügung datierenden (vgl. 

hierzu vorangehend E. 3.2) – Arztberichten von Dr. med. S._______, Fach-

arzt für Allgemeinmedizin, vom 14. November 2016, von Dr. med. 

T._______(Facharzttitel unbekannt) vom 24. November 2016 und von Dr. 

med. C._______, Facharzt für Orthopädie, vom 12. Dezember 2016 (vgl. 

Sachverhalt Bst. G) sind im Wesentlichen die bereits bekannten Diagnosen 

aufgeführt. Darüber hinaus stellte Dr. med. C._______ deutliche Muskel-

verspannungen und Bewegungseinschränkungen vor allem der Hals- und 

Lendenwirbelsäule fest. Dr. med. S._______ erwähnte neu – ohne eine 

entsprechende Begründung – die Diagnose einer somatoformen Schmerz-

störung, eines Tinnitus rechts sowie einer (abzuklärenden) Inkontinenz. 

Ausserdem führte er in Bezug auf die degenerative Wirbelsäulenerkran-

kung näher aus, es handle sich hierbei um hochgradige Bandscheiben-

schäden L2-S1 mit Osteochondrosen und Spondylosen mit rechtsbetonten 

Nervenirritationen L4-S1. Die Hyp- und Dysästhesie links habe einen Ver-

lust der groben Kraft und Feinmotorik zur Folge. Dr. med. S._______ fol-

gerte, der Versicherte bedürfe fremder Hilfe auch in den notwendigsten 

Dingen des täglichen Lebens (Beilagen zu BVGer-act. 9).  

C-6537/2016 

Seite 15 

6.6 Mit Stellungnahme vom 6. April 2017 hielt Dr. med. R._______ des me-

dizinischen Dienstes an seinen früheren Stellungnahmen fest. Der Tinnitus 

limitiere die Arbeitsfähigkeit nicht. Statt dem von Dr. med. S._______ er-

wähnten Verlust der groben Kraft und Feinmotorik links sei eine Kraft-

abschwächung (Faustschluss) der linken Hand nach Schlaganfall zu ver-

zeichnen. Die rohe Kraft des rechten Armes sei nicht limitiert. Die Muskel-

verspannungen an der Wirbelsäule seien behandelbar und nicht limitierend 

(Beilage zu BVGer-act. 13). 

7.  

7.1 Aufgrund der dargelegten Berichte steht für das Bundesverwaltungs-

gericht fest, dass der Beschwerdeführer an verschiedenen Erkrankungen 

in orthopädischer sowie auch in neurologischer Hinsicht leidet. Die in den 

vorinstanzlichen Akten liegenden Facharztberichte erlauben zwar im We-

sentlichen eine Klärung der beim Beschwerdeführer vorliegenden Diagno-

sen. Dagegen äussern sich diese Berichte nicht zu den aus den verschie-

denen Erkrankungen hervorgehenden funktionellen Einschränkungen res-

pektive deren Auswirkungen auf die verbliebende Restarbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers. Eine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit enthalten ledig-

lich das Sachverständigengutachten vom 5. April 2016 sowie der „ausführ-

liche ärztliche Bericht“ (Formular E 213) vom 7. April 2016 (vgl. E. 6.3). Die 

beiden Medizinalakten wurden von einer Fachärztin für Allgemeinmedizin 

respektive von einem Facharzt für Innere Medizin verfasst und nicht von 

dem jeweiligen entsprechenden Facharzt oder der jeweiligen entsprechen-

den Fachärztin. Die Beurteilung im Formular E 213 erweist sich überdies 

als widersprüchlich, nachdem in diesem einerseits eine angepasste leichte 

Verweisungstätigkeit unter Berücksichtigung verschiedener funktionellen 

Einschränkungen beschrieben wird sowie andererseits – im Zusammen-

hang mit der Prüfung der Arbeitsfähigkeit – die Zumutbarkeit einer ange-

passten beruflichen Tätigkeit verneint wird (vgl. IV-act. 34 und oben E. 6.3). 

Die im Sachverständigengutachten vom 5. April 2016 vorgenommene Be-

messung des Behinderungsgrads (vgl. IV-act. 42 und oben E. 6.3) ent-

spricht nicht der schweizerischen Praxis zur Festlegung des Invaliditäts-

grads (vgl. hierzu E. 4.2 sowie namentlich Art. 16 ATSG).  

7.2 Die Vorinstanz hat in der angefochtenen Verfügung – insbesondere für 

die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit – hauptsächlich auf die von ihr einge-

holten Stellungnahmen des medizinischen Dienstes abgestellt. Bei diesen 

Stellungnahmen handelt es sich um reine Aktenberichte, nachdem 

Dr. med. R._______ den Versicherten nicht persönlich untersucht hat. Da 

C-6537/2016 

Seite 16 

in den vorliegenden Akten keine fachärztlichen Einschätzungen der Ar-

beitsfähigkeit des Beschwerdeführers vorliegen, stellt sich indessen die 

Frage, ob die Voraussetzungen für den Erlass eines Aktengutachtens ge-

geben waren. Ein Aktengutachten setzt das Vorliegen eines lückenlosen 

Befunds voraus (E. 4.9), das heisst, dass die in den Akten vorliegenden 

medizinischen Berichte den Gesundheitszustand sowie auch die Arbeits-

fähigkeit der versicherten Person bereits in allen Fachbereichen ausführ-

lich und nachvollziehbar erhoben haben müssen. An die Beweiswürdigung 

von für sich allein genommen entscheidrelevanten Aktenberichten sind 

ausserdem strenge Anforderungen zu stellen (E. 4.9 letzter Satz). Die Stel-

lungnahmen von Dr. med. R._______ sind im Gegenzug hierzu relativ kurz 

und enthalten neben den Diagnosen und der Beurteilung Arbeitsfähigkeit 

nur wenige medizinische Ausführungen. Dr. med. R._______ hat sich in 

diesen insbesondere nicht im Detail mit sämtlichen in den Akten liegenden 

Befunden und Diagnosen ausführlich auseinandergesetzt. So hat er zum 

Beispiel in der im Beschwerdeverfahren nachgereichten Stellungnahme 

vom 6. April 2017 keinerlei Ausführungen zu der im Bericht von Dr. med. 

S._______ vom 14. November 2016 neu gestellten Diagnose der somato-

formen Schmerzstörung gemacht. Vor diesem Hintergrund erscheinen die 

Stellungnahmen des medizinischen Dienstes als weder vollständig noch 

ausreichend begründet. Überdies war Dr. med. R._______ als Facharzt für 

Allgemeinmedizin fachlich nicht prädestiniert, die neurologischen und or-

thopädischen Erkrankungen des Beschwerdeführers abschliessend zu be-

urteilen, insbesondere mit Blick auf die sich daraus ergebenden Auswir-

kungen auf die Arbeitsfähigkeit. Das von Dr. med. R._______ umschrie-

bene Zumutbarkeitsprofil einer angepassten beruflichen Tätigkeit erscheint 

daher nicht ohne Weiteres überzeugend. So bedarf namentlich die von ihm 

festgestellte zumutbare vollzeitige Arbeitstätigkeit in abwechselnder sitzen-

der respektive stehender Arbeitsposition insbesondere vor dem Hinter-

grund der abweichenden Beurteilungen durch die untersuchenden Ärztin-

nen und Ärzte genauerer fachmedizinischer Erläuterungen.  

7.3 In ihrer Vernehmlassung hat die Vorinstanz die von ihr angenommene 

volle Arbeitsfähigkeit ergänzend mit den Feststellungen des Entlassungs-

briefs vom 2. Dezember 2015 (IV-act. 21) sowie des Schlussberichts Ergo-

therapie vom 26. Januar 2016 (IV-act. 19) begründet, in welchen jeweils 

von einem (für den Moment) guten Therapieerfolg die Rede war. Indessen 

enthalten diese Berichte keine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit und geben 

auch nicht die funktionellen Einschränkungen gestützt auf die verschieden-

artigen Erkrankungen im Einzelnen wieder. Damit fehlt in den erwähnten 

Berichten eine effektive Beurteilung der verbleibenden Leistungsfähigkeit 

C-6537/2016 

Seite 17 

des Versicherten. Die von der Vorinstanz wiedergegebenen Schlussfolge-

rungen, die Kraft der linken Hand sei objektiv gut verblieben sowie das 

rechte Knie und die Wirbelsäule wiesen trotz bestehender Degenerationen 

eine normale Mobilität aus, beruht auf der Feststellung ihres medizinischen 

Dienstes, welcher seinerseits den Versicherten nicht einer persönlichen 

Untersuchung unterzogen hat. Die von der Vorinstanz in der Vernehmlas-

sung nachgereichten Argumente erlauben daher ebenfalls keine abschlies-

sende Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers sowie ins-

besondere nicht ohne Weiteres den von der Vorinstanz gezogenen Schluss 

einer verbleibenden vollen Arbeitsfähigkeit in einer Verweisungstätigkeit.  

7.4 Nach dem Gesagten liegen beim Beschwerdeführer mehrere gesund-

heitliche Faktoren vor, die sich auf dessen Arbeitsfähigkeit auswirken kön-

nen. Bei komplexen gesundheitlichen Beeinträchtigungen muss die Ein-

schätzung der Leistungsfähigkeit grundsätzlich auf einer umfassenden, die 

Teilergebnisse verschiedener medizinischer Disziplinen integrierender 

Grundlage erfolgen. Der Zweck solcher interdisziplinärer Gutachten ist es, 

alle relevanten gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu erfassen und die 

sich daraus je einzeln ergebenden Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit in 

ein Gesamtergebnis zu fassen (vgl. BGE 137 V 210 E. 1.2.4; SVR 2008 IV 

Nr. 15 S. 44, E. 2.1). Eine polydisziplinäre Expertise ist auch dann einzu-

holen, wenn der Gesundheitsschaden auf eine oder zwei medizinische Dis-

ziplinen fokussiert erscheint, die Beschaffenheit der Gesundheitsproble-

matik aber nicht vollends gesichert ist. In begründeten Fällen kann von ei-

ner polydisziplinären Begutachtung abgesehen und eine mono- oder bidis-

ziplinäre Begutachtung durchgeführt werden, sofern die medizinische Situ-

ation offenkundig ausschliesslich ein oder zwei Fachgebiete beschlägt. Es 

dürfen weder weitere interdisziplinäre Bezüge (z.B internistischer Art) not-

wendig sein, noch darf ein besonderer arbeitsmedizinischer bzw. einglie-

derungsbezogener Klärungsbedarf bestehen. Diese Voraussetzungen 

werden vor allem bei Verlaufsgutachten erfüllt sein (BGE 139 V 349, 352, 

E. 3.2). 

Der Beschwerdeführer rügt daher zu Recht, dass die Vorinstanz aufgrund 

der bei ihm vorliegenden verschiedenen Leiden eine polydisziplinäre Be-

gutachtung hätte durchführen müssen. Diesbezüglich genügt die im Sach-

verständigengutachten vom 5. April 2016 vorgenommene Bemessung des 

Behinderungsgrads (vgl. IV-act. 42 und oben E. 6.3) nicht den Ansprüchen 

an eine interdisziplinäre Beurteilung.  

C-6537/2016 

Seite 18 

Bezüglich der aktenkundigen Inkontinenz war gemäss dem Arztbericht 

vom 11. November 2016 eine urologische Abklärung geplant, weshalb auf 

Grund der aktuellen Aktenlage nicht bestimmt werden kann, ob es sich um 

eine neurologische oder eine urologische Begleiterkrankung mit Relevanz 

für die erwerbliche Eingliederung handelt. Das erstmalige Auftreten der In-

kontinenz wurde ferner nicht geklärt. Vorliegend sind daher ergänzende 

Expertisen in den Fachbereichen der Neurologie, der Orthopädie und der 

Urologie angezeigt. Ob neben den genannten Fachdisziplinen auch noch 

weitere Spezialisten beigezogen werden, ist dem pflichtgemässen Ermes-

sen der Gutachter zu überlassen, zumal es primär ihre Aufgabe ist, auf-

grund der konkreten Fragestellung über die erforderlichen Untersuchungen 

zu befinden (vgl. dazu Urteil des BGer 8C_124/2008 vom 17. Oktober 2008 

E.6.3.1). Nach dem Gesagten kann nicht auf die Abnahme weiterer Be-

weise verzichtet werden, da von einer zusätzlichen, medizinisch nachvoll-

ziehbar und schlüssig begründeten fachärztlichen Beurteilung neue ver-

wertbare und entscheidrelevante Erkenntnisse zu erwarten sind (vgl. dazu 

auch Urteil des BGer 8C_189/2008 vom 4. Juli 2008 E. 5 mit Hinweisen). 

Eine antizipierte Beweiswürdigung fällt demnach ausser Betracht.  

7.5 Da die Vorinstanz ihrer Untersuchungspflicht nicht nachgekommen ist 

und der rechtserhebliche Sachverhalt unvollständig festgestellt wurde, ist 

die angefochtene Verfügung aufzuheben. Die Sache ist an die Vorinstanz 

zurückzuweisen, damit sie in Zusammenarbeit mit dem medizinischen 

Dienst ein polydisziplinäres Gutachten im Sinne von Art. 72bis IVV (SR 

831.201) einhole und anschliessend erneut über das Leistungsbegehren 

entscheide (Art. 61 Abs. 1 VwVG). Hat die Verwaltung wie vorliegend we-

sentliche Fragen überhaupt nicht abgeklärt, steht die Rechtsprechung 

nach BGE 137 V 210 einer Rückweisung nicht entgegen (vgl. BGE 137 V 

210 E. 4.4.1.4; Urteil BGer 8C_633/2014 vom 11. Dezember 2014 E. 3.2).  

7.6 Die polydisziplinäre Begutachtung hat vorliegend in der Schweiz zu er-

folgen, zumal die Abklärungsstelle mit den Grundsätzen der schweizeri-

schen Versicherungsmedizin vertraut sein muss (vgl. dazu Urteil des BGer 

9C_235/2013 vom 10. September 2013 E. 3.2; Urteil des BVGer  

C-4677/2011 vom 18. Oktober 2013 E. 3.6.3). Es sind keine Gründe er-

sichtlich, welche eine Begutachtung in der Schweiz als unverhältnismässig 

erscheinen liessen. Dem Beschwerdeführer ist vor Vergabe des Gutach-

tensauftrags das rechtliche Gehör zu gewähren und es ist ihm Gelegenheit 

zu geben, Zusatzfragen zu stellen (BGE 137 V 210 E. 3.4.2.9 S. 258 ff.). 

C-6537/2016 

Seite 19 

Des Weiteren erfolgt die Gutachterauswahl bei polydisziplinären Begutach-

tungen in der Schweiz nach dem Zufallsprinzip (vgl. dazu BGE 139 V 349 

E. 5.2.1 S. 354), was im Interesse der Verfahrensbeteiligten liegt. 

7.7 Unter diesen Umständen erübrigt sich die Prüfung der vom Beschwer-

deführer vorgebrachten Rüge des höheren leidensbedingten Abzugs. Die 

Frage, ob der leidensbedingte Abzug korrekt ermittelt worden ist, wird von 

der Vorinstanz erneut zu prüfen sein, wenn das einzuholende Administra-

tivgutachten vorliegt.   

7.8 Zusammenfassend ist die angefochtene Verfügung aufzuheben und 

die Sache zur Einholung eines polydisziplinären Gutachtens sowie zum Er-

lass eines neuen Entscheids an die Vorinstanz zurückzuweisen. In diesem 

Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.  

8.  

Zu befinden bleibt über die Verfahrenskosten und eine allfällige Parteient-

schädigung. Eine Rückweisung gilt praxisgemäss als vollständiges Obsie-

gen der beschwerdeführenden Partei (vgl. BGE 132 V 215 E. 6, Urteil BGer 

9C_868/2013 vom 24. März 2014 E. 6). 

8.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis in Verbindung mit Art. 69 Abs. 2 IVG ist das 

Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder Verweige-

rung von IV-Leistungen vor dem Bundesverwaltungsgericht kostenpflichtig. 

Der unterliegenden Vorinstanz werden keine Verfahrenskosten auferlegt 

(Art. 63 Abs. 2 VwVG). Dem obsiegenden Beschwerdeführer ist der geleis-

tete Verfahrenskostenvorschuss von Fr. 800.– nach Eintritt der Rechtskraft 

des vorliegenden Urteils auf ein von ihm zu benennendes Konto zurückzu-

erstatten. 

8.2 Der anwaltlich vertretene Beschwerdeführer hat gemäss Art. 64 Abs. 1 

VwVG in Verbindung mit Art. 7 des Reglements vom 21. Februar 2008 über 

die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

(VGKE, SR 173.320.2) Anspruch auf eine Parteientschädigung zu Lasten 

der Verwaltung. Da er keine Kostennote eingereicht hat, ist die Entschädi-

gung aufgrund der Akten festzusetzen (Art. 14 Abs. 2 Satz 2 VGKE). Unter 

Berücksichtigung des Verfahrensausgangs, des gebotenen und aktenkun-

digen Aufwands, der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des 

vorliegend zu beurteilenden Verfahrens erscheint eine Parteientschädi-

gung von pauschal Fr. 2‘200.– angemessen (vgl. Art. 9 Abs. 1 i.V.m. Art. 10 

Abs. 2 VGKE). 

C-6537/2016 

Seite 20 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird gutgeheissen. Die angefochtene Verfügung wird auf-

gehoben und die Sache wird zur ergänzenden Abklärung im Sinne der Er-

wägungen sowie zum Erlass eines neuen Entscheids an die Vorinstanz 

zurückgewiesen. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Dem Beschwerdeführer wird 

der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 800.– nach Eintritt der Rechtskraft 

des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 

3.  

Dem Beschwerdeführer wird eine Parteientschädigung von Fr. 2‘200.–  

zugesprochen zu Lasten der Vorinstanz. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde;  

Beilage: Formular Zahladresse) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

 

Franziska Schneider Marion Sutter 

 

 

  

C-6537/2016 

Seite 21 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen 

gemäss Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG gegeben sind. Die Rechtsschrift hat 

die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Un-

terschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 

sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 

BGG). 

 

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