# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 73edcf20-4f5d-5d88-bf20-ad365b0d7b2f
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-09-11
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 11.09.2023 F-4778/2023
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-4778-2023_2023-09-11.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-4778/2023 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  11 .  S e p t e m b e r  2 0 2 3  

Besetzung 
 Einzelrichterin Regula Schenker Senn, 

mit Zustimmung von Richterin Muriel Beck Kadima;   

Gerichtsschreiberin Susanne Stockmeyer. 

   

Parteien 

 
x._______, geboren am (…), 

(…), 

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration SEM, 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin-Ver-

fahren - Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG); Verfügung des SEM 

vom 29. August 2023. 

 

 

 

F-4778/2023 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer am 1. August 2023 in der Schweiz um Asyl 

nachsuchte (Akten der Vorinstanz [SEM-act.] 1), 

dass ein Abgleich mit der europäischen Fingerabdruck-Datenbank (Euro-

dac) ergab, dass er am 28. April 2023 bereits in Deutschland ein Asylge-

such eingereicht hatte (SEM act. 8),  

dass am 11. August 2023 die Personalienaufnahme (PA) und am 14. Au-

gust 2023 das persönliche Gespräch (nachfolgend: Dublin-Gespräch) ge-

mäss Art. 5 der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 vom 26. Juni 2013 zur Fest-

legung der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der 

für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen 

gestellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist (nachfolgend: 

Dublin-III-VO), stattfanden (SEM act. 12, 13),  

dass dem Beschwerdeführer im Rahmen des Dublin-Gesprächs das recht-

liche Gehör zur mutmasslichen Zuständigkeit Deutschlands zur Durchfüh-

rung seines Asyl- und Wegweisungsverfahrens und zum beabsichtigten 

Nichteintreten auf sein Asylgesuch, zur Wegweisung aus der Schweiz nach 

Deutschland und zum medizinischen Sachverhalt gewährt wurde,  

dass das SEM die deutschen Behörden am 14. August 2023 um seine Wie-

deraufnahme ersuchte und gleichzeitig mitteilte, der Beschwerdeführer 

habe erklärt, er sei lediglich einen Tag in Deutschland gewesen und sei 

dann nach Ungarn gereist, wo er von der ungarischen Polizei nach Serbien 

gebracht worden sei; dort sei er drei Monate geblieben (SEM act. 14),  

dass die deutschen Behörden das Gesuch des SEM am 16. August 2023 

gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. b Dublin-III-VO guthiessen (SEM act. 17), 

dass das SEM mit Verfügung vom 29. August 2023 – eröffnet am 31. Au-

gust 2023 – in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31) 

auf das Asylgesuch nicht eintrat, die Wegweisung aus der Schweiz nach 

Deutschland anordnete und den Beschwerdeführer aufforderte, die 

Schweiz spätestens am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen 

(SEM act. 26, 27),  

dass es gleichzeitig feststellte, einer allfälligen Beschwerde gegen den Ent-

scheid komme keine aufschiebende Wirkung zu, und die Aushändigung 

der editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis an den Beschwer-

deführer verfügte, 

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dass die bisherige Rechtsvertretung ihr Mandat mit Schreiben vom 31. Au-

gust 2023 niederlegte,  

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 6. September 2022 (recte: 

2023) gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerde erhob und dabei beantragte, die Verfügung des SEM sei aufzu-

heben, auf sein Asylgesuch sei einzutreten, es sei festzustellen, dass der 

Wegweisungsvollzug unzulässig und unzumutbar sei, eventualiter sei die 

Souveränitätsklausel anzuwenden (Akten des Bundesverwaltungsgerichts 

[BVGer act. 1]),  

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht den Verzicht auf die Erhebung ei-

nes Kostenvorschusses, die Gewährung der unentgeltlichen Prozessfüh-

rung, eventualiter die Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung und 

(im Fall eines Schriftenwechsels) die Gewährung des Replikrechts bean-

tragte,  

dass die Instruktionsrichterin am 7. September 2023 gestützt auf Art. 56 

VwVG den Vollzug der Überstellung superprovisorisch aussetzte (BVGer 

act. 2), 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31‒33 

VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 3 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um eine solche handelt, weshalb das Ur-

teil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), 

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dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde und sich damit das in der Beschwerde gestellte Gesuch um 

Gewährung des Replikrechts als gegenstandslos erweist,  

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG), 

dass diesbezüglich die Dublin-III-VO zur Anwendung kommt, 

dass das Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Mitgliedstaates ein-

geleitet wird, sobald in einem Mitgliedstaat erstmals ein Asylantrag gestellt 

wird (Art. 20 Abs. 1 Dublin-III-VO), 

dass im Fall eines sogenannten Aufnahmeverfahrens nach Art. 21 und 22 

Dublin-III-VO (engl.: take charge) die in Kapitel III (Art. 8–15 Dublin-III-VO) 

genannten Kriterien in der dort aufgeführten Rangfolge (Prinzip der Hierar-

chie der Zuständigkeitskriterien; vgl. Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO) anzuwen-

den sind, und dabei von der Situation in dem Zeitpunkt auszugehen ist, in 

dem der Asylsuchende erstmals einen Antrag in einem Mitgliedstaat ge-

stellt hat (Art. 7 Abs. 2 Dublin-III-VO), 

dass dagegen im Rahmen eines sogenannten Wiederaufnahmeverfahrens 

nach Art. 23, 24 und 25 Dublin-III-VO (engl.: take back) grundsätzlich keine 

(erneute) Zuständigkeitsprüfung nach Kapitel III stattfindet, der zuständige 

Mitgliedstaat vielmehr gestützt auf Art. 18 Bst. b bis d beziehungsweise 

Art. 20 Abs. 5 Dublin-III-VO zu bestimmen ist (vgl. EuGH [Grosse Kammer] 

vom 2. April 2019, H. und R., C-582/17 und C-583/17, EU:C:2019:280, 

Rn. 61, 67, 80, 84; BVGE 2017 VI/5 E. 6.2 und 8.2.1 m.w.H.), 

dass der zuständige Mitgliedstaat gemäss Art. 18 Abs. 1 Dublin-III-VO ver-

pflichtet ist, einen Antragsteller, der während der Prüfung seines Antrags 

(Bst. b) oder nach Rückzug seines Antrags während der Antragsprüfung 

(Bst. c) oder nach Abweisung seines Antrags (Bst. d) in einem anderen 

Mitgliedstaat einen Antrag gestellt hat oder der sich im Hoheitsgebiet eines 

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anderen Mitgliedstaats ohne Aufenthaltstitel aufhält, nach Massgabe der 

Art. 23, 24, 25 und 29 Dublin-III-VO wieder aufzunehmen, 

dass diese Verpflichtung erlischt und ein neues Verfahren zur Bestimmung 

des zuständigen Mitgliedstaates ausgelöst wird, wenn der zuständige Mit-

gliedstaat nachweist, dass der Antragsteller das Hoheitsgebiet der Mit-

gliedstaaten für mindestens drei Monate verlassen hat, es sei denn, die 

betreffende Person ist im Besitz eines vom zuständigen Mitgliedstaat aus-

gestellten gültigen Aufenthaltstitels (Art. 19 Abs. 2 Dublin-III-VO), 

dass der Beschwerdeführer gemäss einem Abgleich mit der Zentraleinheit 

Eurodac am 28. April 2023 in Deutschland ein Asylgesuch eingereicht hatte 

(SEM act. 7), 

dass das SEM die deutschen Behörden am 14. August 2023 um Wieder-

aufnahme des Beschwerdeführers ersuchte, und diese das Gesuch am  

16. August 2023 gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. b Dublin-III-VO guthiessen 

(SEM act. 14, 17), 

dass der Beschwerdeführer geltend macht, er habe den Dublin-Raum für 

mehr als drei Monate verlassen und in diesem Zusammenhang am 25. Au-

gust 2023 das Dokument «Confirmation of the visitor’s stay at the accom-

modation facility» (Aufenthaltsbestätigung einer Unterkunft), welches sei-

nen Aufenthalt vom 29. April bis 30. Juli 2023 in einer Unterkunft in Serbien 

belegen soll, einreichte,  

dass das Bundesverwaltungsgericht in BVGE 2015/41 (E. 7–7.3, m.w.H.) 

zum Schluss kam, die Dublin-III-VO lege für die Bestimmung des für ein 

Asylgesuch zuständigen Mitgliedstaates ein reduziertes Beweismass fest 

und habe insbesondere zum Ziel, eine rasche Bestimmung des für ein Asyl-

verfahren zuständigen Dublin-Staates zu ermöglichen, die Zuständigkeit 

für ein Asylverfahren sei deshalb mit einem möglichst geringen Beweisauf-

wand zu bestimmen und die Dublin-III-VO definiere, um dieses Ziel zu er-

reichen, nicht nur Zuständigkeitskriterien, sondern äussere sich auch dazu, 

welche Beweismittel und Indizien die Dublin-Staaten zum Beleg ihrer Zu-

ständigkeit gelten lassen müssten,  

dass als «Beweismittel» etwa Ausreisestempel, Auszüge aus den Regis-

tern des Drittstaates oder eine amtliche Bescheinigung über die tatsächli-

che Rückführung der betroffenen Person (vgl. Anhang II, Verzeichnis A, 

Ziff. II.3 der Durchführungsverordnung [EU] Nr. 118/2014 der Kommission 

vom 30. Januar 2014 zur Änderung der Verordnung [EG] Nr. 1560/2003 mit 

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Durchführungsbestimmungen zur Verordnung [EG] Nr. 343/2003 des Ra-

tes zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mit-

gliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehörigen in 

einem Mitgliedstaat gestellten Asylantrags zuständig ist [nachfolgend: 

DVO]) und zu den Indizien für die Ausreise beispielsweise Hotelrechnun-

gen, Fahrausweise, Terminkarten für Arztbesuche in einem Drittstaat oder 

auch eine Bestätigung der Angaben durch Familienangehörige oder Mitrei-

sende zählen (vgl. Anhang II, Verzeichnis B, Ziff. II.3 DVO),  

dass das vom Beschwerdeführer vorgelegte Dokument “Confirmation of 

the visitor’s stay at the accommodation facility” einen mehr als dreimonati-

gen Aufenthalt ausserhalb des Schengenraums nicht zu belegen vermag,  

dass konkrete Zweifel an der Authentizität des Dokuments bestehen und 

bezüglich der sich daraus ergebenden Widersprüche und Unklarheiten auf 

die zutreffenden Ausführungen des SEM in der angefochtenen Verfügung 

zu verweisen ist (S. 4 ebenda),  

dass schliesslich Deutschland der Wiederaufnahme des Beschwerdefüh-

rers in Kenntnis seiner Vorbringen explizit zustimmte, dieser Mitgliedstaat 

somit zu seinen Lasten selbst nicht von einem Aufenthalt des Beschwer-

deführers ausserhalb des Dublin-Raums von mehr als drei Monaten Dauer 

ausgeht, 

dass es dem Beschwerdeführer damit auch auf der Grundlage eines redu-

zierten Beweismasses offensichtlich nicht gelungen ist, den behaupteten 

Aufenthalt ausserhalb des Dublin-Raums von mindestens drei Monaten 

Dauer zu belegen, 

dass auch die vom Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitteleingabe in 

Aussicht gestellte Hotelrechnung an dieser Einschätzung nichts zu ändern 

vermag,  

dass es unter diesen Umständen nicht zu beanstanden ist, wenn das SEM 

den diesbezüglichen Sachverhalt als genügend und korrekt erstellt erach-

tete,  

dass folglich die grundsätzliche Zuständigkeit Deutschlands zur Durchfüh-

rung des Asyl- und gegebenenfalls Wegweisungsverfahrens gegeben ist, 

dass es offensichtlich und praxisgemäss keine Gründe für die Annahme 

gibt, das Asylverfahren und die Aufnahmebedingungen in Deutschland wie-

sen systemische Schwachstellen im Sinne von Art. 3 Abs. 2 Sätze 2 und 3 

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Dublin-III-VO auf und daher eine Übernahme der Zuständigkeit gestützt auf 

die genannte Bestimmung nicht angezeigt ist,  

dass sodann jeder Mitgliedstaat abweichend von Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-

VO beschliessen kann, einen bei ihm gestellten Antrag auf internationalen 

Schutz zu prüfen, auch wenn er nach den in dieser Verordnung festgeleg-

ten Kriterien nicht für die Prüfung zuständig ist (Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dub-

lin-III-VO; sog. Selbsteintrittsrecht), 

dass dieses sogenannte Selbsteintrittsrecht ("Souveränitätsklausel") im 

Landesrecht durch Art. 29a Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 

1999 (AsylV 1, SR 142.311) konkretisiert wird und das SEM das Asylge-

such gemäss dieser Bestimmung "aus humanitären Gründen" auch dann 

behandeln kann, wenn dafür gemäss Dublin-III-VO ein anderer Staat zu-

ständig wäre,  

dass der Selbsteintritt zwingend ist, sofern individuelle völkerrechtliche 

Überstellungshindernisse vorliegen (vgl. BVGE 2015/9 E. 8.2.1),  

dass der Beschwerdeführer anlässlich des Dublin-Gesprächs lediglich in 

pauschaler Weise erklärte, Deutschland sei kein Rechtsstaat; er sei von 

deutschen Polizisten schlecht behandelt worden (SEM act. 13),  

dass er damit kein konkretes und ernsthaftes Risiko dargetan hat, die deut-

schen Behörden würden in seinem Fall ihren völkerrechtlichen Verpflich-

tungen nicht nachkommen, 

dass Deutschland überdies ein Rechtsstaat mit funktionierendem Jus-

tizsystem ist, weshalb der Beschwerdeführer gehalten ist, sich an die dor-

tigen Justizbehörden zu wenden, sollte er sich durch Behördenvertreter 

rechtswidrig behandelt sehen,  

dass sich weder in den Akten noch in den Ausführungen des Beschwerde-

führers Hinweise auf gravierende gesundheitliche Beschwerden ergeben, 

zumal der Beschwerdeführer, welcher gemäss eigenen Aussagen an (…) 

leide, medikamentös gut eingestellt zu sein scheint und sich anlässlich sei-

nes Aufenthaltes in der Schweiz deshalb nicht in ärztliche Behandlung be-

geben musste (SEM act. 22),  

dass auch kein Anlass für einen Selbsteintritt auf das Asylgesuch des Be-

schwerdeführers respektive für eine Anwendung der Ermessensklausel ge-

mäss Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO in Verbindung mit Art. 29a Abs. 3 

AsylV 1 ersichtlich ist,  

http://links.weblaw.ch/BVGE-2015/9

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Seite 8 

dass damit der in diesem Zusammenhang gestellte Antrag auf Anwendung 

der Souveränitätsklausel abzuweisen ist,  

dass die Vorinstanz demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 

Bst. b AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 

ist und in Anwendung von Art. 44 AsylG die Überstellung nach Deutschland 

angeordnet hat,  

dass unter diesen Umständen allfällige Vollzugshindernisse gemäss 

Art. 83 Abs. 3 und 4 AIG (SR 142.20) nicht mehr zu prüfen sind, da das 

Fehlen von Überstellungshindernissen bereits Voraussetzung des Nicht-

eintretensentscheides gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG ist (vgl. BVGE 

2015/18 E. 5.2 m.w.H.),  

dass die Beschwerde aus diesen Gründen abzuweisen und die Verfügung 

der Vorinstanz zu bestätigen ist,  

dass das Beschwerdeverfahren mit vorliegendem Urteil abgeschlossen ist, 

weshalb sich der Antrag auf Gewährung der aufschiebenden Wirkung als 

gegenstandslos erweist, 

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung ab-

zuweisen ist, da die Begehren – wie sich aus den vorstehenden Erwägun-

gen ergibt – als aussichtlos zu bezeichnen waren, weshalb die Vorausset-

zungen von Art. 65 Abs. 1 VwVG nicht erfüllt sind, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr.  750.– 

(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-

schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) 

dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

 

 

 

 

 

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.- werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Regula Schenker Senn Susanne Stockmeyer 

 

 

Versand: