# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7e7ffd33-c018-5761-bde2-f4c8f54824a9
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-04-13
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 13.04.2010 B 2009/19
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2009-19_2010-04-13.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2009/19

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 13.04.2010

Entscheiddatum: 13.04.2010

Urteil des Verwaltungsgerichtes vom 13. April 2010
Ortsbildschutz, Art. 98 Abs. 1 lit. c und Abs. 2 BauG (sGS 731.1), Art. 6 der 
Schutzverordnung der Politischen Gemeinde Mörschwil 
(Verwaltungsgericht, B 2009/19).

Anwesend: Präsident Prof. Dr. U. Cavelti; Verwaltungsrichter Dr. E. Oesch-Frischkopf, 

lic. iur. A. Linder, Dr. B. Heer; Ersatzrichterin lic. iur. D. Gmünder Perrig; 

Gerichtsschreiberin lic. iur. R. Haltinner-Schillig

_______________

 

In Sachen

Politische Gemeinde Mörschwil,

vertreten durch den Gemeinderat, 9402 Mörschwil,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. A. B., V-strasse 00, Postfach 000, 9001 St. Gallen,

gegen

 

Baudepartement des Kantons St. Gallen,Lämmlisbrunnenstrasse 54, 9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

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und

 

E. F.,X-strasse 0, 9402 Mörschwil,

G. H.,X-strasse 0, 9402 Mörschwil,

Beschwerdegegner,

beide vertreten durch Rechtsanwalt Dr. C. D., M-strasse 00, Postfach 00, 9004 St. 

Gallen,

 

betreffend

Abbruch Liegenschaft Freihof und Neugestaltung Freihof-Platz

 

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:

A./ Die Politische Gemeinde Mörschwil ist seit Februar 2001 Eigentümerin des im 

Dorfzentrum gelegenen Grundstücks Nr. 729, das mit der Liegenschaft Freihof, Assek.-

Nr. 69, (in der Folge: Freihof) überbaut ist und eine Fläche von 687 m  aufweist. Nach 

dem Zonenplan der Politischen Gemeinde Mörschwil vom 11. Juli 2005 ist die Parzelle 

der Kernzone 3 zugewiesen. Gemäss kommunaler Schutzverordnung vom 15. Juli 

2005 (in der Folge: SchutzVO) liegt der Freihof im Bereich des geschützten Ortsbilds 

"Dorf Mörschwil". Als Einzelobjekt ist er nicht geschützt.

Der Freihof stammt wahrscheinlich aus dem frühen 18. Jahrhundert und wurde 

ursprünglich als Wohnhaus und später als gastwirtschaftlicher Betrieb genutzt. Im Jahr 

1838 wurde eine Brauerei eingebaut, welche im Jahr 1882 in ein anderes Gebäude 

verlegt wurde. Im Jahr 1930 wurde das Haus von der Gebäudeversicherung als 

"Wohnhaus mit Theater und Tanzsaal" qualifiziert (Gebäudeversicherung des Kantons 

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St. Gallen, Lagerbücher im Staatsarchiv). Seit den frühen 1990-er Jahren bis Ende des 

Jahres 2006 diente das Gebäude als Asylunterkunft. Seither steht es leer.

B./ Am 29. April 2003 verfassten Arnold Flammer, dipl. Arch. ETH/SIA, und Fredy 

Lorenz, Grünenfelder + Lorenz AG, dipl. Bauingenieure ETH/SIA, im Auftrag des 

Gemeinderats Mörschwil eine Beurteilung des Freihofs bezüglich Ortsbild, 

Fassadengestaltung, Bausubstanz, Alter und Struktur, geschichtlicher Bedeutung und 

früherer Nutzung sowie im Hinblick auf Statik, baulichen Zustand, Umbaufähigkeit und 

Umbaukosten (in der Folge: Gutachten Flammer).

Im Amtsbericht 2005 informierte der Gemeinderat Mörschwil die Bevölkerung über die 

Ergebnisse einer Umfrage der Arbeitsgruppe "freihof - kultur im dorf". Danach ist eine 

ausschliesslich kulturelle Nutzung des Freihofs politisch kaum durchsetzbar. Die 

Bürgerversammlung vom 27. März 2006 hiess einen Kredit von Fr. 40'000.-- gut, der 

dazu dienen sollte, die Vor- und Nachteile der Varianten Sanierung des Gebäudes, 

Abbruch des Gebäudes mit adäquatem Wiederaufbau und Abbruch des Gebäudes mit 

anschliessender Gestaltung eines Platzes zu ermitteln.

Am 8. November 2006 führte der Gemeinderat Mörschwil einen Informationsabend 

durch, um der Bevölkerung die Geschichte des Freihofs und eine Studie des 

Architekturbüros Bollhalder & Eberle AG (Gewinnerin des Studienauftrags "Alti 

Moschti") zu erläutern. Im Amtsbericht 2006 informierte der Gemeinderat ebenfalls 

über die Studie und führte aus, warum der Abbruch der Liegenschaft und die 

Gestaltung eines Platzes aus seiner Sicht zu einer Aufwertung des Dorfkerns führen 

würden. Am 26. März 2007 stimmte die Bürgerversammlung der Erteilung eines Kredits 

von Fr. 400'000.-- für den Abbruch der Liegenschaft Freihof im Dorfzentrum sowie für 

die anschliessende Platzgestaltung sowie der Erteilung eines Kredits von Fr. 465'000.-- 

(gerundet) für die Überführung der Liegenschaft Freihof, Grundstück Nr. 729, vom 

Finanzvermögen in das Verwaltungsvermögen zu.

C./ Am 3. Dezember 2007 reichte der Gemeinderat Mörschwil ein Baugesuch für den 

Abbruch des Freihofs und die anschliessende Gestaltung eines Platzes ein. Es wurde in 

der Zeit vom 11. bis 24. Januar 2008 öffentlich aufgelegt. Das Projekt stammt von Paul 

Rutishauser, PR Landschaftsarchitektur, St. Gallen/Arbon. Nach dem Konzept entsteht 

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durch den Abbruch des Freihofs ein grosser, identitätsstiftender Platz. Er wird durch 

folgende Gebäude begrenzt: im Süden Bäckerei Füger/Restaurant Ochsen, im Osten 

Restaurant Adler, im Norden Gemeindezentrum und im Westen Überbauung "Alti 

Moschti". Die Mitte des Platzes wird durch eine grosse Kiesfläche geprägt. Diese wird 

westwärts, entlang der Adlerstrasse, auf einer Länge von rund 20 m durch eine rund 

2 m hohe Betonmauer räumlich abgeschlossen. Die Mauer soll zum Kiesplatz hin 

beleuchtet und auf ihrer Rückseite an das Farbkonzept der Bebauung "Alti Moschti" 

angepasst werden. Es ist geplant, vor der Mauer vier Rosskastanien zu pflanzen. Nach 

dem Konzept sind Mauer und Solitärbäume wesentliche Elemente des traditionellen 

Dorfplatzes. Die bestehende Pflästerung um den Adler und vor dem Hauptzugang zum 

Gemeindezentrum soll Richtung Kiesplatz ergänzt werden. Auch der Gehweg entlang 

der St. Gallerstrasse, ab der Adlerstrasse Richtung Osten, soll gepflästert werden, 

wodurch der Kiesplatz auf drei Seiten durch Natursteinpflaster begrenzt wird. 

Schliesslich soll die St. Gallerstrasse geringfügig in Richtung Freihof verschoben 

werden, um auf der Südseite einen durchgehenden Gehweg zur Kirche zu 

gewährleisten.

a) Am 22. Januar 2008 erhoben E. F. und G. H., beide Mörschwil, gemeinsam 

Einsprache gegen das Vorhaben. Die Gemeindeverwaltung stellte den Einsprechern in 

der Folge das Gutachten Flammer für eine allfällige Stellungnahme zu.

b) Am 1. April 2008 wies der Gemeinderat Mörschwil die Einsprache von E. F. und G. 

H. im Sinn der Erwägungen ab und hielt fest, die Bewilligung für den Abbruch der 

Liegenschaft Freihof und für die anschliessende Gestaltung eines Platzes werde mit 

separatem Entscheid mit Bedingungen und Auflagen erteilt. Der Entscheid wird damit 

begründet, das öffentliche Interesse am Abbruch des nur mit unverhältnismässig 

hohem Kostenaufwand sanierbaren Freihof und der dadurch ermöglichten Gestaltung 

des Platzes einschliesslich Fussgängerschutz überwiege gegenüber dem öffentlichen 

Interesse an der Erhaltung des Gebäudes als Bestandteil des Ortsbildes. Am 8. April 

2008 erteilte der Gemeinderat die Bewilligung für den Abbruch des Freihof und für die 

Neugestaltung eines Freihof-Platzes und die Erstellung einer Mauer gegen Westen 

(teilweise auf Grundstück Nr. 41).

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D./ a) Am 18. April 2008 erstattete der Verein zum Schutz des Ortsbildes von Mörschwil 

Anzeige bei der Regierung und ersuchte darum, der Gemeinderat Mörschwil sei 

anzuweisen, die Abbruchbewilligung zu widerrufen. Der Gemeinderat Mörschwil nahm 

am 7. Mai 2008 Stellung und beantragte, der Anzeige sei keine Folge zu geben.

b) Am 21. April 2008 erhoben E. F. und G. H., Mörschwil, vertreten durch Rechtsanwalt 

Dr. C. D., gegen den Einspracheentscheid vom 1. April 2008 und gegen die Abbruch- 

und die Baubewilligung vom 8. April 2008 Rekurs beim Baudepartement. Sie stellten 

die Rechtsbegehren, der Einspracheentscheid, die Abbruchbewilligung und die 

Baubewilligung für die Neugestaltung eines Freihof-Platzes seien aufzuheben und 

machten geltend, aus verschiedenen Gründen liege der Abbruch des Gebäudes und 

die Gestaltung der dadurch gewonnenen Fläche als Platz nicht im öffentlichen 

Interesse.

c) Am 14. Mai 2008 ersuchte das Baudepartement den Kunsthistoriker Dr. M. Flury-

Rova, Amt für Kultur, Abteilung Denkmalpflege, mit Bezug auf das Rekurs- und das 

aufsichtsrechtliche Verfahren um einen Amtsbericht.

Der Amtsbericht vom 3. Juni 2008 kommt im Wesentlichen zum Ergebnis, der Freihof 

sei aus verschiedenen Gründen als Zeuge für die Mörschwiler Wirtschaftsgeschichte 

und wegen der historischen Ausstattung ein Schutzobjekt im Sinn von Art. 98 ff. des 

Baugesetzes (sGS 731.1, abgekürzt BauG) und er sei als geschütztes Einzelobjekt in 

die SchutzVO aufzunehmen. Entgegen der vom Gemeinderat Mörschwil geäusserten 

Meinung sei der bauliche Zustand des Gebäudes gut. Noch höher einzustufen sei der 

Stellenwert des Freihof im Ortsbild von Mörschwil, das vom "Inventar der 

schützenswerten Ortsbilder der Schweiz" (ISOS) als regional bedeutend eingestuft 

werde.

d) Der Gemeinderat Mörschwil, vertreten durch Rechtsanwalt A. B., nahm am 3. Juli 

2008 Stellung und stellte folgende Anträge: der Rekurs sei abzuweisen (Ziff. 1), der 

Amtsbericht der Denkmalpflege sei nicht zu beachten (Ziff. 2) und, wenn es die 

Rekursinstanz für nötig erachte, sei ein Gutachten durch einen aussenstehenden 

unabhängigen Fachmann im Bereich Ortsbildschutz/Stadtplanung erstellen zu lassen 

(Ziff. 3).

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e) Am 10. September 2008 fand ein Augenschein statt, an dem auch der Leiter der 

kantonalen Denkmalpflege teilnahm.

f) Am 30. Januar 2009 entschied das Baudepartement wie folgt:

"1.

a) Der Rekurs von E. F. und G. H., beide Mörschwil, wird gutgeheissen.

b) Die aufsichtsrechtliche Anzeige des "Vereins zum Schutz des Ortsbilds von 

Mörschwil" wird infolge Gegenstandslosigkeit und ohne Erhebung von 

Verfahrenskosten von der Geschäftsliste des Baudepartements abgeschrieben.

2.

Der Einspracheentscheid vom 1. April 2008 und die Abbruch- und Baubewilligung vom 

8. April 2008 des Gemeinderates Mörschwil werden aufgehoben.

3.

a) Auf die Erhebung einer Entscheidgebühr bei der Politischen Gemeinde Mörschwil 

wird verzichtet.

b) Der von E. F. und G. H., beide Mörschwil, am 28. April 2008 geleistete 

Kostenvorschuss von Fr. 1'000.-- wird E. F. zurückerstattet.

4.

Die Politische Gemeinde Mörschwil hat die Rekurrenten ausseramtlich mit Fr. 3'000.-- 

zuzüglich Mehrwertsteuer zu entschädigen."

Das Baudepartement gelangte zum Ergebnis, der Entscheid des Gemeinderates 

Mörschwil vom 8. April 2008 verstosse gegen Art. 6 Abs. 5 SchutzVO. Es seien keine 

öffentlichen Interessen nachgewiesen, die es rechtfertigen

würden, eine Abbruchbewilligung ohne gleichzeitige Baubewilligung für einen 

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Ersatzbau zu erteilen. Sodann fehle ein Vorbehalt betreffend der nach Strassengesetz 

(sGS 732.1, abgekürzt StrG) erforderlichen kantonalen (Ausnahme)Bewilligungen.

E./ Am 12. Februar 2009 erhob die Politische Gemeinde Mörschwil, vertreten durch 

Rechtsanwalt A. B., gegen den Entscheid des Baudepartements vom 30. Januar 2009 

Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Innert erstreckter Frist beantragte sie am 

5. März 2009, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und der 

Einspracheentscheid vom 1. April 2008 sei zu bestätigen (Ziff. 1). Eventuell sei die 

Angelegenheit zur Ergänzung des Sachverhalts und zu neuer Entscheidung an die 

Vorinstanz zurückzuweisen (Ziff. 2). Die Politische Gemeinde Mörschwil vertrat den 

Standpunkt, zur weiteren Klärung des Sachverhalts sei ein Gutachten einer Fachperson 

in Bausachen sowie in Fragen der Denkmalpflege erforderlich.

a) Das Baudepartement nahm am 26. März 2009 Stellung und beantragte, die 

Beschwerde sei abzuweisen. E. F. und G. H., vertreten durch Rechtsanwalt Dr. C. D., 

liessen sich am 18. Mai 2009 vernehmen und hielten ebenfalls dafür, der Beschwerde 

sei keine Folge zu geben. Die Politische Gemeinde Mörschwil machte am 2. Juni 2009 

von der Möglichkeit Gebrauch, sich zu neuen tatsächlichen und rechtlichen 

Argumenten zu äussern.

b) Mit verfahrensleitender Verfügung vom 17. November 2009 beauftragte der 

Präsident des Verwaltungsgerichts Dr. phil. E. Sendner, Denkmalpflegerin des Kantons 

Thurgau, mit der Ausarbeitung eines kurzen Gutachtens. Es waren folgende Fragen zu 

beantworten:

1.   Wie charakterisieren Sie das heutige Ortsbild von Mörschwil in der Umgebung der 

Parzelle Nr. 729?

2.   Wie charakterisieren Sie das Ortsbild von Mörschwil nach Abbruch der 

Liegenschaft "Freihof" und der Neugestaltung des geplanten Freihof-Platzes unter dem 

Gesichtspunkt des Ortsbildschutzes?

3.   Kann ein Ersatzbau für den "Freihof" das Ortsbild besser schützen als der geplante 

Freihof-Platz? Wenn ja, unter welchen Voraussetzungen?

4.   Wie charakterisieren Sie die Liegenschaft Freihof?

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Der Gutachterin wurden folgende Unterlagen zur Verfügung gestellt:

-    Einschlägige Vorschriften des Baugesetzes des Kantons St. Gallen

-    Schutzverordnung der Politischen Gemeinde Mörschwil vom 15. Juli 2005

-    Gutachten Flammer/Grünenfelder + Lorenz AG vom 29. April 2003

-    Amtsbericht der Denkmalpflege vom 3. Juni 2008

-    Projektbeschrieb "Abbruch der Liegenschaft Freihof und Neugestaltung Freihof-

Platz" der PR-Landschaftsarchitektur, Paul Rutishauser, St. Gallen, vom 3. Dezember 

2007.

 Das Gutachten vom 28. Januar 2010 (in der Folge: Gutachten Sendner) wurde den 

Verfahrensbeteiligten am 2. Februar 2010 zur Stellungnahme zugestellt. Das 

Baudepartement liess sich am 12. Februar 2010 vernehmen. Der Rechtsvertreter von E. 

F. und G. H. äusserte sich am 15. Februar 2010 und derjenige der Politischen 

Gemeinde Mörschwil am 3. März 2010.

c) Das Verwaltungsgericht hat einen Augenschein an Ort und Stelle durchgeführt. Die 

Verfahrensbeteiligten wurden dazu eingeladen und erhielten Gelegenheit zur 

Stellungnahme.

 

Darüber wird in Erwägung gezogen:

1. Die Sachurteilsvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen:

1.1. Das Verwaltungsgericht ist zum Entscheid in der Sache befugt (Art. 59bis Abs. 1 

des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Weiter 

wurden die Beschwerde vom 12. Februar 2009 und ihre Ergänzung vom 5. März 2009 

innert Frist eingereicht, und sie entsprechen formal und inhaltlich den gesetzlichen 

Anforderungen (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 

VRP).

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1.2. Nach Art. 45 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 64 Abs. 1 VRP ist zur Beschwerde 

berechtigt, wer an der Änderung oder Aufhebung der Verfügung oder des Entscheids 

ein eigenes schutzwürdiges Interesse dartut. Dort wo das Gemeinwesen um eine 

Baubewilligung ersucht oder gegen eine solche Einwendungen erhebt, gelten für das 

Gemeinwesen die gleichen Regeln für die Zulassung zu den Rechtsmitteln wie für 

Private (Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, St. Gallen 

2003, Rz. 443). Die Politische Gemeinde Mörschwil will auf einem in ihrem Eigentum 

stehenden Grundstück ein Gebäude abbrechen und die Fläche gestalten, ohne einen 

Neubau zu erstellen. Insoweit hat sie ein eigenes schutzwürdiges Interesse, die 

Aufhebung des angefochtenen Entscheids zu beantragen. Dasselbe gilt bezüglich der 

ihr auferlegten Pflicht, E. F. und G. H. mit Fr. 3'000.-- (zuzüglich MWSt) ausseramtlich 

zu entschädigen (Ziff. 4 des angefochtenen Entscheids). Am eigenen schutzwürdigen 

Interesse fehlt es der Politischen Gemeinde Mörschwil indessen, soweit sie (auch) die 

Aufhebung von Ziff. 1 lit. b des angefochtenen Entscheids verlangt, womit die 

aufsichtsrechtliche Anzeige des Vereins zum Schutz des Ortsbildes von Mörschwil 

infolge Gegenstandslosigkeit abgeschrieben wird.

1.3. Auf die Beschwerde ist im Sinn der Erwägungen einzutreten.

2. Das Verwaltungsgericht darf den angefochtenen Entscheid im Beschwerdeverfahren 

nicht zum Nachteil des Beschwerdeführers abändern (Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 648). 

Strittig ist, ob der Abbruch des Freihofs bewilligt werden darf, ohne dass gleichzeitig 

eine Baubewilligung für einen Ersatzbau erteilt wird. Die Vorinstanz hält in ihrer 

Stellungnahme vom 12. Februar 2010 somit zu Recht fest, soweit im Gutachten 

Sendner davon ausgegangen werde, der Freihof müsse in seiner Substanz erhalten 

bleiben und dürfe nicht durch einen Neubau ersetzt werden, würden sich die 

Ausführungen ausserhalb des Streitgegenstands bewegen. Die Erstellung einer 

Ersatzbaute bedingt indessen neuerlich die Durchführung eines 

Baubewilligungsverfahrens.

3. Die Beschwerdeführerin stellt sich auf den Standpunkt, die Bürgerschaft habe sich 

anlässlich der ordentlichen Bürgerversammlung vom 26. März 2007 mit deutlichem 

Mehr für den Abbruch des Freihofs ausgesprochen, weshalb das öffentliche Interesse 

an der Neugestaltung eines Freihof-Platzes und an der Sicherstellung eines 

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angemessenen Schutzes für Fussgänger, Schüler, Velofahrer usw. höher gewichtet 

werde als die Erhaltung des Freihofs, dessen Renovation mit erheblichen Kosten 

verbunden wäre. Sodann werte die Neugestaltung eines Platzes das Ortsbild auf. 

Demgegenüber hält die Vorinstanz dafür, es seien keine öffentlichen Interessen 

nachgewiesen, die eine Abbruchbewilligung ohne gleichzeitige Baubewilligung für 

einen Ersatzbau rechtfertigen würden. Nicht in Frage gestellt wird, dass der Freihof im 

Bereich des geschützten Ortsbildes "Dorf Mörschwil" liegt, dass er aber als 

Einzelobjekt nicht geschützt ist.

3.1. Nach Art. 78 Abs. 1 der Bundesverfassung (SR 101, abgekürzt BV) sind die 

Kantone für den Natur- und Heimatschutz zuständig. Art. 98 Abs. 1 lit. c BauG schreibt 

vor, dass bedeutende Ortsbilder als Schutzgegenstände zu erhalten sind. Ortsbilder 

erweisen sich als bedeutend, wenn es sich um eine bauliche Gestaltung handelt, die 

der betreffenden Gegend ein besonderes Gepräge verleiht. Nach der Praxis des 

Verwaltungsgerichts muss es sich um Bauten handeln, die das Ortsbild als besonders 

schön hervortreten lassen und im Ortsbild einen wahrnehmbaren Schwerpunkt setzen. 

Schützenswert sind jene Baugruppen, deren ungeschmälerter Weiterbestand im 

Zonenplan, im Baureglement oder in einer Schutzverordnung festgelegt werden soll. 

Nach der Rechtsprechung kann einer Baute ungeachtet ihres Eigenwerts zusammen 

mit anderen Bauten ein künstlerischer oder geschichtlicher Wert zukommen oder ein 

Ortsbild besonders kennzeichnen (B. Heer, St. Gallisches Bau- und Planungsrecht, 

Bern 2003, Rz. 1050 mit Hinweis; GVP 2001 Nr. 12 mit Hinweis auf VerwGE vom 

13. Dezember 1991/27. April 1992; VerwGE vom 30. April 1989 i.S. Kt. SG). Mit dem 

Schutz von baulichen Gesamtheiten (Gruppen, Ensembles, Ortsbilder) ist immer ihre 

Erscheinungsform, das Gesamtbild, verbunden. Konstitutiv ist das Zusammenwirken 

von Baukörpern und Freiräumen an einem bestimmten Ort, wodurch ein 

unverwechselbares charakteristisches und siedlungsgestalterisch besonders wertvolles 

architektonisches Gepräge entsteht (W. Engeler, Das Baudenkmal im Schweizerischen 

Recht, Zürich/St. Gallen 2008, S. 123 mit Hinweisen). Ein Ortsbild wird somit nicht nur 

durch seine Häuser bestimmt, sondern auch durch die Räume zwischen ihnen, durch 

Plätze, Strassen, Gärten und durch das Verhältnis des Ortes zu seiner Landschaft, 

welche ihn umgibt (E. Wiederkehr Schuler, Denkmal- und Ortsbildschutz, Zürich 1999, 

S. 84). Die Schutzwürdigkeit baulicher Gesamtheiten ergibt sich weniger aus dem Wert 

ihrer Bestandteile, als vielmehr aus deren Zusammenwirken zu einem 

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charakteristischen Ganzen. Unbestritten ist, dass bei schutzwürdigen baulichen 

Gesamtheiten nicht jedes Element die Kriterien als Baudenkmal erfüllen muss. In 

diesem Sinn können auch Bauten und Freiflächen ohne selbständige Denkmalqualität 

Bestandteil eines Ensembles sein (Engeler, a.a.O., S. 123/24 mit Hinweisen).

Nach Art. 6 Abs. 1 SchutzVO, die ihre Rechtsgrundlage u.a. in Art. 98 ff. BauG hat, sind 

Ortsbilder in ihrer schützenswerten Substanz zu erhalten. Bauten und Anlagen haben 

sich nach Abs. 2 dieser Vorschrift an den für den Schutzgegenstand wesentlichen 

Merkmalen der bestehenden Überbauung (insbesondere Stellung, Firstrichtung, 

Gebäude- und Firsthöhe, Proportionen, Fassadengestaltung, Materialien, Farbgebung, 

Dachform, Umgebungsgestaltung) zu orientieren. Sie haben sich in das geschützte 

Ortsbild besonders gut einzufügen und es im positiven Sinne zu ergänzen. Art. 6 Abs. 3 

SchutzVO gestattet moderne Formen, sofern sie im Vergleich zur traditionellen Bauart 

mindestens gleichwertig sind und nicht störend in Erscheinung treten. Nach Art. 6 Abs. 

4 SchutzVO sind bestehende, das Ortsbild oder einzelne Bauten prägende Freiräume 

zu erhalten.

3.2. Nach Art. 98 Abs. 2 BauG darf die Beseitigung oder die Beeinträchtigung von 

Schutzgegenständen nur bewilligt werden, wenn sich ein gewichtiges, das Interesse an 

der Erhaltung überwiegendes Bedürfnis nachweisen lässt. Art. 6 Abs. 5 SchutzVO sieht 

vor, dass eine Abbruchbewilligung nur erteilt wird, wenn gleichzeitig die Baubewilligung 

für einen Ersatzbau, dessen Erstellung sichergestellt ist, erteilt werden kann. Davon 

kann abgesehen werden, wenn die Nichtüberbauung im öffentlichen Interesse liegt.

Die Beeinträchtigung des Ortsbildes durch den Verzicht auf einen Ersatzbau setzt 

somit voraus, dass ein gewichtiges öffentliches Interesse nachgewiesen ist, das 

gegenüber dem integralen Schutz des Erscheinungsbildes der baulichen Gesamtheit 

überwiegt. Wie die Vorinstanz mit Recht ausführt, geniesst eine Baute, die sich im 

Bereich des geschützten Ortsbildes befindet, keinen absoluten Schutz. Der Abbruch 

kann bewilligt werden, allerdings nur, wenn ein Ersatzbau erstellt wird, es sei denn, die 

Nichtüberbauung liege im überwiegenden öffentlichen Interesse.

3.3. Die Beschwerdeführerin beruft sich darauf, der bauliche Zustand der Liegenschaft 

spiele eine nicht unerhebliche Rolle und rügt, dem angefochtenen Entscheid liege 

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bezüglich der Höhe der Sanierungskosten ein unrichtiger, allenfalls unvollständiger 

Sachverhalt zu Grunde. Zur Klärung dieser Frage sei nicht nur ein Augenschein 

durchzuführen, sondern es sei ein Gutachten durch eine Fachperson in Bausachen 

sowie in Fragen der Denkmalpflege zu erstellen. Das Gutachten habe sich über den 

baulichen Zustand des Freihofs und die Kosten einer Erneuerung im Hinblick auf eine 

zeitgemässe Nutzung auszusprechen. Gegebenenfalls sei die Angelegenheit 

diesbezüglich zur Ergänzung des Sachverhalts und zur neuen Beurteilung an die 

Vorinstanz zurückzuweisen.

3.3.1. Im angefochtenen Entscheid wird in diesem Zusammenhang ausgeführt, aus 

dem Einspracheentscheid vom 1. April 2008 ergebe sich, dass die Kosten der beiden 

anderen Varianten (Renovation bzw. Neubau) mit je deutlich über drei Millionen 

Franken für die Wahl der Variante Abbruch/Platzgestaltung nicht unerheblich gewesen 

seien.

Finanzielle Interessen der Beschwerdeführerin seien indessen private Interessen, 

welche der Gemeinderat als Baupolizeibehörde im Zusammenhang mit Art. 6 Abs. 5 

SchutzVO nicht berücksichtigen dürfe. Er habe eine Interessenabwägung zwischen 

dem öffentlichen Interesse am Ortsbildschutz und dem öffentlichen Interesse an der 

Nichtüberbauung vorzunehmen. Die Beschwerdeführerin könnte die Berücksichtigung 

finanzieller Interessen einzig mit der optimalen Verwendung des Gemeindevermögens 

begründen. Es sei indessen zu bezweifeln, ob die Kosten für die Sanierung des 

Gebäudes oder die Erstellung eines Neubaus derart hoch ausfallen würden, wie die 

Beschwerdeführerin annehme. Hinzu komme, dass es im Zusammenhang mit 

schutzwürdigen Bauten ausserordentlicher Umstände bedürfe, damit wirtschaftliche 

Überlegungen eines privaten Eigentümers das öffentliche Interesse an einer 

Denkmalschutzmassnahme zu überwiegen vermöchten, was auch dann gelte, wenn 

vom in einer Schutzverordnung verankerten Grundsatz "Abbruch mit Ersatzbau" mit 

dem Kostenargument abgewichen werden solle.

3.3.2. Bezüglich der Frage, ob die Höhe der Sanierungskosten für den Freihof einer 

näheren Abklärung bedarf, ist vorab von Bedeutung, dass Art. 6 Abs. 5 SchutzVO den 

Grundsatz aufstellt, dass die Erteilung einer Abbruchbewilligung nur in Frage kommt, 

wenn gleichzeitig die Baubewilligung für einen Ersatzbau, dessen Erstellung 

sichergestellt ist, erteilt werden kann. Das kommunale Recht stellt somit den Grundsatz 

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auf, dass geschützte Ortsbilder im öffentlichen Interesse auch dann integral zu erhalten 

sind, wenn der Abbruch einzelner (nicht individuell geschützter) Bauten zur Diskussion 

steht. Davon darf nur abgewichen werden, wenn der Verzicht auf einen Neubau 

seinerseits im öffentlichen Interesse liegt. Der Gemeinderat der Beschwerdeführerin, 

der als örtliche Baupolizeibehörde für die Behandlung von Baugesuchen zuständig ist 

(Art. 2 Abs. 1 BauG in Verbindung mit Art. 136 lit. k des Gemeindegesetzes, sGS 151.2, 

und Art. 2 des Baureglements der Beschwerdeführerin) hat somit öffentlichen 

Interessen zum Durchbruch zu verhelfen bzw. er hat im konkreten Fall zu prüfen, ob ein 

anderes öffentliches Interesse nachgewiesen ist, das das öffentliche Interesse am 

integralen Ortsbildschutz durch Sanierung des Freihofs oder durch Ersatz der 

bestehenden Baute zu überwiegen vermag. Dementsprechend hat die Vorinstanz die 

Beschwerdeführerin mit dem angefochtenen Entscheid nicht verpflichtet, den Freihof 

zu erneuern. Es steht ihr frei, das Gebäude abzubrechen, allerdings nur, wenn 

gleichzeitig mit der Abbruchbewilligung die Baubewilligung für einen Ersatzbau erteilt 

wird, dessen Verwirklichung sichergestellt ist.

3.3.3. Zu prüfen ist, ob es aus finanziellen Gründen im öffentlichen Interesse liegt, den 

Freihof nicht zu sanieren und auch keinen Ersatzbau zu erstellen. Nach Art. 5 Abs. 2 BV 

muss staatliches Handeln im öffentlichen Interesse liegen und verhältnismässig sein. 

Öffentliche Interessen sind die Interessen der Gesellschaft, aber auch die Interessen 

des der Gesellschaft dienenden Staates. Dazu gehören auch die fiskalischen, d.h. die 

finanziellen Interessen des Staates (Hangartner, in: St. Galler Kommentar zu Art. 5 BV, 

Rz. 32, und Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 5. Aufl., Zürich/

Basel/Genf 2006, Rz. 552, anders: Imboden/Rhinow, Schweizerische 

Verwaltungsrechtsprechung I, Basel/Frankfurt 1986, S. 333). Die vielfältigen Interessen, 

die der Staat - aber auch eine Politische Gemeinde - verfolgt, führen zwangsläufig zu 

Kollisionen öffentlicher Interessen. Dementsprechend können fiskalische Interessen 

einer politischen Gemeinde gegenüber der ungeschmälerten Erhaltung eines 

geschützten Ortsbildes überwiegen, allerdings nur dann, wenn der Aufwand prohibitiv 

und unverhältnismässig wäre. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts 

rechtfertigen allein die finanziellen Folgen für den Gemeindehaushalt den Widerruf einer 

Unterschutzstellung nicht, vorbehältlich des Falls einer eigentlichen finanziellen Notlage 

(Heer, a.a.O., Rz. 1054 mit Hinweis auf Urteil des Bundesgerichts vom 28. April 1998, 

1P.98/1998, in: ZBl 2000, 41 ff.).

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3.3.4. Aus Sicht der Beschwerdeführerin fallen fiskalische Interessen für den Entscheid, 

das Gebäude abzubrechen und das Grundstück als freie Fläche zu gestalten, 

entscheidend ins Gewicht. Im Einspracheentscheid vom 1. April 2008 hält der 

Gemeinderat fest, nach einer umfassenden Abwägung der Vor- und Nachteile der drei 

Varianten habe man sich für die Variante "Abbruch/Platzgestaltung" entschieden, 

wobei auch die Kosten der beiden anderen Varianten mit je deutlich über drei Millionen 

Franken nicht unerheblich gewesen seien. Im Gutachten des Gemeinderats im 

Amtsbericht 2006 an die Bürgerversammlung vom 26. März 2007 wird in diesem 

Zusammenhang ausgeführt, der Gemeinderat habe sich für diese Variante entschieden, 

"dies insbesondere deshalb, weil die zu erwartenden Gesamtkosten der Varianten A 

und C (Renovation/Totalumbau bzw. Neubau) von rund Fr. 3'200'000.00 bzw. rund Fr. 

3'500'000.00 sehr hoch sind und die daraus resultierenden Bruttorenditen von 3.5 % 

resp. 4.7 % dem Gemeinderat - unter der Annahme einer Vollvermietung - zu tief 

erscheinen. Die Bruttorenditen wurden aus marktüblichen Mietzinseinnahmen 

errechnet". Die Beschwerdeführerin behauptet indessen nicht, dass die

Kosten, die nach ihren Angaben gestützt auf ein Gutachten des Architekturbüros 

Bollhalder & Eberle AG mit der Sanierung der Liegenschaft (oder mit der Erstellung 

einer Ersatzbaute) verbunden wären, derart hoch seien, dass sie ihren Finanzhaushalt 

in unzumutbarer Weise belasten würden. Finanzielle Interessen der Beschwerdeführerin 

sind deshalb keine öffentlichen Interessen, die es rechtfertigen, den Abbruch des 

Freihofs ersatzlos zu bewilligen. Die Tatsache, dass die Erneuerung und der 

zeitgemässe Umbau des Freihofs bzw. die Erstellung eines Ersatzbaus die 

Beschwerdeführerin finanziell wesentlich stärker belastet als der Abbruch des 

Gebäudes und der Verzicht auf eine Überbauung, vermag eine Ausnahme von einer 

möglichst vollständigen Erhaltung des Ortsbildes nicht zu begründen. Der Vorinstanz 

kann deshalb nicht vorgeworfen werden, sie habe den Sachverhalt diesbezüglich 

unrichtig festgestellt, und weitere Abklärungen im Zusammenhang mit den 

Sanierungskosten der Liegenschaft sind nicht erforderlich. Offen bleiben kann bei 

dieser Sachlage, ob im angefochtenen Entscheid mit Recht bezweifelt wird, dass die 

Sanierungskosten derart hoch ausfallen, wie sie der Gemeinderat der 

Beschwerdeführerin veranschlagt hat.

3.4. Die Beschwerdeführerin rügt weiter, die Vorinstanz sei nicht auf ihr Argument 

eingegangen, eine Sanierung des Freihofs sei angesichts der Raumhöhen von rund 

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2.10 bzw. 2.15 m nicht zweckmässig. Abgesehen davon, dass die Beschwerdeführerin 

mit dem angefochtenen Entscheid nicht verpflichtet worden ist, den Freihof zu erhalten 

und zu erneuern, schliessen diese relativ geringen Raumhöhen eine zeitgemässe Büro-, 

Praxis- und Wohnnutzung nicht aus. Sie sind nicht geeignet, den ersatzlosen Abbruch 

des Freihofs zu rechtfertigen.

3.5. Die Beschwerdeführerin macht der Vorinstanz sinngemäss den Vorwurf, sie habe 

ihr rechtliches Gehör verletzt bzw. den Sachverhalt unvollständig festgestellt, weil sie 

sich im angefochtenen Entscheid mit den Ausführungen des Gemeinderats, dem 

obersten Leitungs- und Verwaltungsorgan der Gemeinde, zu den örtlichen 

Verhältnissen kaum auseinandersetze und in erster Linie den Aussagen im Amtsbericht 

der Denkmalpflege vom 3. Juni 2008 Beachtung schenke.

Die Vorinstanz ist auf Grund detaillierter Erwägungen zum Ergebnis gelangt, dass 

gewichtige öffentliche Interessen gegen den Abbruch des Gebäudes sprechen, wenn 

kein Ersatzbau erstellt wird. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin hat sie 

sich in diesem Zusammenhang mit den Argumenten, die nach ihrer Ansicht für eine 

Nichtüberbauung sprechen, umfassend auseinandergesetzt (Ziff. 6.5.1. 

Bürgerbeschluss vom 26. März 2007; Ziff. 6.5.2. Sanierungskosten; Ziff. 6.5.3. 

Fussgängerschutz; Ziff. 6.5.4. öffentliches Interesse an der Nutzung des Platzes). Der 

Vorwurf, im Rekursverfahren sei das rechtliche Gehör der Beschwerdeführerin verletzt 

worden, erweist sich somit als unbegründet.

3.6. Die Beschwerdeführerin macht sinngemäss geltend, die Vorinstanz habe ihre 

Kompetenzen als Rekursinstanz überschritten. Sie sei in der eigenen Beurteilung dort 

zur Zurückhaltung verpflichtet, wo die Baupolizeibehörde über einen 

Beurteilungsspielraum verfüge. Ein solcher komme dem Gemeinderat, der örtlich und 

sachlich zuständigen Behörde, bezüglich des Begriffs "öffentliches Interesse" zu, 

zumal dann, wenn öffentliche Interessen der politischen Gemeinde zur Diskussion 

stehen würden. In derartigen Fällen komme der Kenntnis der örtlichen Gegebenheiten 

und der Interessen der Bevölkerung naturgemäss besonderes Gewicht zu.

Unbestritten ist, dass es sich beim Begriff des "öffentlichen Interesses" um einen 

unbestimmten Rechtsbegriff handelt. Ein unbestimmter Rechtsbegriff liegt vor, wenn 

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der Rechtssatz die Voraussetzungen der Rechtsfolge oder die Rechtsfolge selber in 

offener, unbestimmter Weise umschreibt (Häfelin/Müller/Uhlmann, a.a.O., Rz. 445). In 

verfahrensrechtlicher Hinsicht ist wesentlich, dass die nähere Bestimmung eines 

unbestimmten Rechtssatzes eine Rechtsfrage ist. Sowohl die Vorinstanz als auch das 

in der Kognition grundsätzlich auf Rechtskontrolle beschränkte Verwaltungsgericht sind 

somit befugt, die Konkretisierung durch die Vorinstanz frei zu überprüfen (vgl. zu 

letzterem Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 724 mit Hinweisen).

Wie ausgeführt (vgl. Ziff. 2.3.2. hievor), ist der Gemeinderat für die Behandlung von 

Baugesuchen zuständig. Das Gesetz sieht keine Ausnahme von seiner Funktion als 

Baupolizeibehörde vor, wenn ein Baugesuch für eine Baute oder Anlage auf einem 

Grundstück der politischen Gemeinde zur Diskussion steht. Rechtsmittel gegen 

Entscheide in derartigen Angelegenheiten werden indessen vom Baudepartement oder 

von der Regierung beurteilt, die an die Anträge der Beteiligten nicht gebunden sind 

(Art. 43bis lit. a VRP bzw. Art. 8 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 

Verfahrenskoordination in Bausachen, sGS 731.2 in Verbindung mit Art. 56 Abs. 1 

VRP). Die Rekursinstanz ist gehalten, den Entscheid der Baupolizeibehörde 

aufzuheben, wenn sie feststellt, dass sich diese von sachfremden Überlegungen leiten 

liess (VerwGE vom 9. Juli 2009 i.S. J.E. AG, in: www.gerichte.sg.ch). Zutreffend ist, 

dass bei der Überprüfung durch eine gerichtliche Instanz bei der Anwendung 

unbestimmter Rechtsbegriffe unter Umständen eine gewisse Zurückhaltung angezeigt 

ist (Häfelin/Müller/Uhlmann, a.a.O., Rz. 446c). Typische Bereiche, in denen Lehre und 

Rechtsprechung einen Beurteilungsspielraum der Verwaltung oder Vorinstanz achten, 

ist die Würdigung örtlicher oder persönlicher Verhältnisse, wenn kein begründeter 

Anlass für eine andere Entscheidung gegeben ist (Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 728 mit 

Hinweisen). Nach den Ausführungen der Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung vom 

26. März 2009 wird den örtlichen Behörden im Rekursverfahren denn auch ein 

gewisser Beurteilungsspielraum zugestanden. Weil Baubewilligungen keine im 

öffentlichen Recht begründeten Hindernisse entgegenstehen dürfen (Art. 87 BauG), 

muss die Rekursinstanz die Sachverhaltselemente, mit welchen die Baupolizeibehörde 

das Vorliegen eines öffentlichen Interesses für eine Ausnahme von der Regel 

begründet, indessen überprüfen können. Andernfalls wäre es möglich, Sinn und Zweck 

von rechtlichen Vorgaben zu umgehen. Im vorliegenden Fall hat die Vorinstanz sodann 

keine Abwägung zwischen verschiedenen öffentlichen Interessen vorgenommen. Sie 

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hat festgestellt, es sei kein öffentliches Interesse nachgewiesen, das es im Sinn von 

Art. 6 Abs. 5 SchutzVO rechtfertige, eine Abbruchbewilligung ohne gleichzeitige 

Baubewilligung für einen Ersatzbau zu erteilen.

Der Vorwurf, die Vorinstanz habe sich Kompetenzen angemasst, die ihr von Gesetzes 

wegen nicht zustehen, erweist sich somit als unbegründet.

3.7. Die Beschwerdeführerin stellt sich weiter auf den Standpunkt, der Gemeinderat 

habe die unter Ziff. 6.1 des angefochtenen Entscheids aufgeführten öffentlichen

Interessen beachtet und gewichtet. In diesem Zusammenhang habe er die Bedeutung, 

die der Liegenschaft Freihof als Bestandteil des Ortsbildes aus denkmalpflegerischer 

Sicht zukomme, nicht verkannt und sie gewürdigt. Im Einspracheentscheid vom 1. April 

2008 habe er darauf hingewiesen, der Freihof sei gemäss Gutachten Flammer im 

Verhältnis zum davor liegenden Raum zwischen Ochsen und Adler von erheblicher 

Bedeutung. Er habe aber auch ausgeführt, dass der Weiterbestand der Liegenschaft 

aus Sicht des Gutachters nur "wünschenswert und anzustreben", nicht aber zwingend 

erforderlich sei. Die Gestaltung eines Platzes, der durch eine Mauer abgeschlossen 

werde, werte das Dorfbild im Zentrum auf, "präge es neu", und sei der heutigen 

Situation unter dem Gesichtspunkt des Ortsbildschutzes mindestens ebenbürtig, zumal 

die Rosskastanien die dahinter liegende Überbauung "Alti Moschti" kaschieren würden.

3.7.1. Nach dem Gutachten Sendner setzt sich das engere Dorfbild von Mörschwil 

mehrheitlich aus zweigeschossigen Bauten mittlerer Grösse mit Giebeldächern 

zusammen, deren Erscheinungsbild vom 19. und frühen 20. Jahrhundert geprägt ist. 

Die Bauten sind eher vielgestaltig und stehen teilweise parallel, teilweise aber auch 

abgewinkelt zum Strassenverlauf. Die Verteilung der Bauten ist eher locker, verdichtet 

sich aber stellenweise um grössere Freiräume, so dass eine klare Mitte entsteht. Dieses 

Merkmal trifft insbesondere auf den Dorfplatz zwischen Kirche und den drei 

historischen Gasthöfen Ochsen, Freihof und Adler zu. Die Gestalt dieses Bereichs ist 

das Resultat von Siedlungsentwicklung und Strassenführung, wobei der entscheidende 

Impuls die Erbauung der Pfarrkiche St. Johannes Baptist im Jahr 1510 war. Der 

bedeutendste Partner der Kirche ist der Ochsen, der gegenüber der Eingangsfassade 

zwischen den Einmündungen der Kirchstrasse und der St. Gallerstrasse steht. Nördlich 

des Ochsen liegt ein weiterer Freiraum, der seinerseits im Westen durch den Freihof 

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und im Norden durch den Adler abgeschlossen ist. Die Übereckstellung der beiden 

Freiräume ergibt eine interessante Spannung. Seit dem 19. Jahrhundert durchstösst 

die St. Gallerstrasse den Platz zwischen den drei Wirtshäusern leicht schräg und sucht 

ihren Ausgang in der Ecke zwischen Freihof und Ochsen. Sowohl aus Distanz als auch 

aus dem Nahbereich behält der Raum aber seine Geschlossenheit durch die Fassade 

des Freihofs, der im Gegensatz zu den anderen traditionellen Bauten drei 

Vollgeschosse aufweist. Die der Kirche nördlich entlang verlaufende Schulstrasse war 

auf der gegenüberliegenden Seite um 1900 von Gebäuden eng begrenzt, so dass nur 

die beiden Freiräume vor der Kirche und zwischen den drei Gasthäusern als eigentliche 

Plätze zu erfahren waren. Nach dem Bau des Gemeindezentrums (Gemeindehaus/

Raiffeisenbank), welches von der Schulstrasse zurückversetzt ist, weitet sich der 

Strassenraum jetzt auch nördlich der Kirche. Was den Abbruch der Liegenschaft 

Freihof und die Neugestaltung mit einem Freihof-Platz anbetrifft, wird im Gutachten 

Sendner ausgeführt, der Abbruch des Freihofs stelle eine schwerwiegende 

Beeinträchtigung des Schutzgegenstands "Dorf Mörschwil" dar, weil er den Raumfluss 

des Ortsmittelpunktes gegen Norden wirksam abschliesse. Mit dem Abbruch des 

Gebäudes würde der Raum in diesem Bereich den Halt verlieren und der 

Flusscharakter des Strassenraums der St. Gallerstrasse würde überhand nehmen. Die 

von ihrer Funktion her zentrumsbildenden Objekte Kirche, Gemeindezentrum 

(Gemeindehaus/Raiffeisenbank), Ochsen und Adler würden an einer unangenehm 

aufgeweiteten Strasse stehen; Kirche und Gemeindezentrum in Längsrichtung, Ochsen 

und Adler quer dazu. Das Resultat wäre ein Raumgebilde ohne nachvollziehbare 

Qualität, das in Widerspruch zur Empfehlung im ISOS stehen würde, wonach die St. 

Gallerstrasse vor allem im Kernbereich zu reduzieren sei. Darüber hinaus würden durch 

den Abbruch des Freihofs weitere Einheiten der Überbauung "Alti Moschti", ein 

Fremdkörper ohne gestalterischen Zusammenhang mit dem historischen Ortsbild, 

dominierend auf den öffentlichen Raum einwirken, und zwar nicht nur wie heute auf die 

St. Gallerstrasse in ihrem westlichen Abschnitt, sondern auch auf den 

Zentrumsbereich. Bezüglich der Neugestaltung der Fläche mit einem Freihof-Platz 

kommt die Gutachterin zum Ergebnis, mit den Elementen (teilweise mit Kies bedeckte 

Fläche, die Fläche nach Westen begrenzende zwei Meter hohe Mauer, Baumreihe und 

nächtliche Beleuchtung) würde der zentrale Platzraum sowohl von Osten aus Distanz 

(von der Höhe Schulhaus) als auch aus der Nähe (Höhe Kirche), aber auch von Norden 

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gesehen, jeglichen Halt verlieren und zu einem anonymen Strassenabschnitt zwischen 

einigen verlorenen Bauten werden. Die angestrebte Grosszügigkeit des Platzes sei kein 

Gewinn, sondern vielmehr eine Qualitätsverminderung. Durch die Aufweitung des 

Strassenraums zwischen Kirche und Gemeindehaus/Raiffeisenbank und durch die 

topographische Öffnung nach Norden mit der Horchentalstrasse sei der zentrale 

Freiraum schon gefährlich schwach begrenzt; wenn er auch noch gegen Westen 

aufgebrochen werde, werde daraus ein von Autos befahrenes Niemandsland. Im 

Zusammenhang mit dem Projekt zur Neugestaltung des Freihof-Platzes wird zudem 

ausgeführt, nach Meinung der Beschwerdeführerin sollten Mauer und Baumreihe in der 

zweidimensionalen Darstellung in erster Linie dazu dienen, den Verlust des 

raumbegrenzenden Elements, des Freihofs, zu kaschieren. Im dreidimensionalen Raum 

seien diese Elemente nicht in der Lage, diese Funktion zu erfüllen, weil sie nicht wie der 

Freihof als gleichwertige Teile des Ensembles wahrgenommen würden. Die beiden 

ambitiöseren Bauten Ochsen und Adler seien auf den zurückhaltenderen Freihof als 

dritten Partner angewiesen, um richtig zur Geltung zu kommen. Erst dann werde die 

subtile Hierarchie erkennbar. Ausserdem gelte auch in der Architektur: "tres faciunt 

collegium".

3.7.2. Anlässlich seines Augenscheins hat das Verwaltungsgericht festgestellt, dass es 

sich beim Freihof um einen dreigeschossigen Bau mit regelmässig angeordneten 

Fensterachsen handelt. Die proportionale Ausgewogenheit zwischen horizontaler 

(Geschosse) und vertikaler (Fensterachsen) Ordnung ergibt ein biedermeierlich 

schlichtes Erscheinungsbild. Es hat sich gezeigt, dass der Abbruch des 

zurückhaltenden Baus das geschützte Ortsbild des Dorfes Mörschwil erheblich 

beeinträchtigt, zumindest dann, wenn im Anschluss daran kein Ersatzbau erstellt wird, 

der die markante Funktion des Bauwerks aus dem 18. Jahrhundert übernimmt. Der 

Dorfkern von Mörschwil wird durch die barocke Kirche mit dem neu gestalteten 

Vorplatz, das neu erstellte Gemeindehaus mit Raiffeisenbank und die drei Bauten 

Adler, Ochsen und Freihof gebildet. Weil die Schulstrasse von Osten nach Westen in 

einer Linkskurve leicht ansteigt, sehen Verkehrsteilnehmer vorerst nur die Kirche, die 

auf der südlichen Strassenseite liegt, und die gestaffelt zueinander versetzten Bauten 

Adler, Freihof und Gemeindehaus. Die Dachoberkante des Gemeindehauses liegt in der 

gleichen Flucht wie jene des Freihofs. Der Freihof befindet sich im Zentrum des 

Blickfelds, scheint auf der Strassenparzelle zu liegen und verdeckt die Sicht auf die 

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neue Überbauung "Alte Moschti" weitgehend. Es ist offensichtlich, dass die durch die 

charakteristische Staffelung der Baukörper bewirkte räumliche Abgrenzung des 

Dorfzentrums nach Westen durch den Abbruch des Freihofs ohne Ersatzbaute verloren 

ginge. Die Folge wäre eine Baulücke, die das charakteristische Erscheinungsbild der 

baulichen Gesamtheit empfindlich stören würde. Bereits auf der Höhe der Kirche käme 

die kürzlich erstellte Überbauung "Alte Moschti" ins Blickfeld, die das geschützte 

Ortsbild für den Betrachter nicht abzuschliessen und mitzuprägen vermag. Die 

Beschwerdeführerin vertritt zwar den Standpunkt, durch die geplante Gestaltung eines 

Freihof-Platzes entstehe eine dezent gesetzte visuelle Abgrenzung zwischen alt und 

neu bzw. sie sei eine adäquate Alternative zum Freihof bzw. zu einem Ersatzbau. Die 

rund zwei Meter hohe und rund 20 Meter breite Betonmauer, die den offenen Kiesplatz 

gemäss Projektbeschrieb westwärts, entlang der Adlerstrasse, abschliessen soll, 

erscheint indessen nicht geeignet, die ins Auge springende Baulücke zu beseitigen. 

Zutreffend ist zwar, dass die Mauer zu einem "Hauptakzent der Platzgestaltung" 

würde, wie im Projektbeschrieb festgehalten wird bzw. dass sich das Dorfbild von 

Mörschwil an diesem zentralen Ort in einem neuen Bild präsentieren würde. Es ist 

indessen zu bezweifeln, dass das beleuchtete Mauerelement einen 

"indentitätsstiftenden Akzent" zu setzen vermöchte. Das Projekt erscheint jedenfalls 

nicht geeignet, den Freihof oder einen Ersatzbau im Rahmen des geschützten 

Ortsbildes optisch zu ersetzen.

Das Verwaltungsgericht konnte sich weiter davon überzeugen, dass die Vorinstanz mit 

Recht davon ausgeht, die Einheit der drei Bauten Ochsen, Freihof und Adler und deren 

historische Bedeutung als Gasthäuser am Rande des der Kirche vorgelagerten Platzes 

sei augenfällig, insbesondere dann, wenn man sich vor dem Portal der Kirche oder vor 

dem Eingang des Freihofs befinde. Es ist nicht zu übersehen, dass die drei historischen 

Gebäude hinsichtlich Volumen, Traufen, Firsthöhen, Farben und Proportionen als 

Einheit wirken. Die Anordnung macht deutlich, dass sich hier das dörfliche Leben 

abgespielt hat, bevor der Platz vor dem Freihof im Jahr 1872 mit dem Bau der St. 

Gallerstrasse schräg durchschnitten wurde (vgl. Gutachten Flammer, Ziff. 3.1.1. und 

Amtsbericht vom 3. Juni 2008, Ziff. 2 a). Sodann ist davon auszugehen, dass das 

Gebäude-Ensemble in Verbindung mit dem Gemeindehaus, dem Kindergarten 

Häftlibach, dem Augartenschulhaus und den ausserhalb des geschützten Ortsbildes 

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gelegenen Schulanlagen auch heute noch das lebendige Zentrum des Dorfes 

Mörschwil bildet.

3.7.3. Zusammenfassend ergibt sich, dass der Schutz des Ortsbildes von Mörschwil 

wesentlich davon abhängt, wie das Grundstück Nr. 729 gestaltet bzw. bebaut ist. Der 

vorgesehene Freihof-Platz wird dem öffentlichen Interesse an einer integralen Erhaltung 

des Erscheinungsbildes des Dorfzentrums nicht gerecht. Wie im Gutachten Flammer 

ausgeführt wird, ist der Freihof bezüglich Substanz, Lage, Erscheinung und Nutzung 

ein traditioneller Bestandteil des Dorfes bzw. die Lage des Baukörpers und seine 

Erscheinungsform sind im Verhältnis zum davor liegenden Raum zwischen Ochsen und 

Adler von erheblicher Bedeutung. Dem Gutachter ist beizupflichten, dass der 

Weiterbestand des Freihofs wünschenswert und deshalb anzustreben ist, auch wenn er 

als Einzelobjekt nicht geschützt ist. Sodann geht das Verwaltungsgericht mit der 

Vorinstanz und mit dem Gutachter einig, dass sich ein Ersatzbau, nicht aber eine 

Gestaltung der Fläche als Platz, als bessere Lösung erweisen kann. In diesem Fall ist 

darauf zu achten, dass der Neubau die Formsprache des historischen Gebäudes 

bezüglich Massen, Form und Fläche übernimmt.

3.8. Zu prüfen ist weiter, ob im Gegensatz zur Auffassung der Vorinstanz öffentliche 

Interessen nachgewiesen sind, die den Abbruch des Freihofs und die anschliessende 

Gestaltung der Fläche als Platz rechtfertigen.

3.8.1. Die Beschwerdeführerin stellt sich u.a. mit Hinweis auf Urteile des 

Verwaltungsgerichts des Kantons Bern auf den Standpunkt, insbesondere vor dem 

Hintergrund des Entscheids der Bürgerschaft vom 26. März 2007 habe der 

Gemeinderat das öffentliche Interesse am Abbruch des Freihofs und an einer 

konzeptionell durchdachten Platzgestaltung als so gross beurteilen dürfen, dass der 

Verzicht auf einen Ersatzbau gerechtfertigt sei. Die Vorinstanz habe dem Entscheid der 

Bürgerschaft nicht jenen Stellenwert beigemessen, der ihm nach Lehre und 

Rechtsprechung zukommen könne. Andernfalls hätte sie nicht ohne zusätzliche 

Abklärung des Sachverhalts entscheiden dürfen, zumal die Bürgerschaft in Kenntnis 

aller Argumente, insbesondere auch denjenigen des Vereins zum Schutz des 

Ortsbildes, entschieden habe. Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger von Mörschwil 

seien umfassend und im Detail im Bild gewesen, was Gegenstand des Antrags des 

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Gemeinderats gewesen sei. Die öffentliche Meinung widerspiegle das öffentliche 

Interesse am Abbruch des Freihofs und an der Gestaltung der Fläche als Freihof-Platz 

mit den damit verbundenen Vorteilen für die Verkehrssicherheit und bezüglich des 

neugewonnenen öffentlichen Raums. Es gehe nicht an, dass die Vorinstanz Fragen der 

Verkehrssicherheit und des Bedarfs an öffentlichen Plätzen in Mörschwil anders 

beurteile als die Bürgerschaft.

3.8.1.1. Das Verwaltungsgericht des Kantons Bern hat am 27. November 2006 im 

Zusammenhang mit dem Projekt "Neuer Bahnhofplatz Bern" (Baldachin) erwogen, 

obwohl die Stimmberechtigten der Gemeinde Bern am 5. Juni 2005 nur über die 

Finanzierung des Projekts abgestimmt hätten, könne dieser demokratische 

Mitbestimmungsakt auch als eine

Willensäusserung zu sachlichen Fragen, insbesondere zur Frage, ob der Baldachin mit 

den Ästhetikbestimmungen und den Denkmalschutzvorschriften vereinbar sei oder 

nicht, angesehen werden. Voraussetzung sei allerdings, dass die Stimmberechtigten 

ihren Entscheid auf der Grundlage einer umfassenden Information hätten treffen 

können. Solche Informationen hätten vor allem die Behörden in den offiziellen 

Abstimmungsunterlagen zu liefern. Allein gestützt auf das Ergebnis der Abstimmung 

könne jedoch nicht gesagt werden, der Baldachin beeinträchtige die benachbarten 

Denkmäler nicht und sei mit Blick auf die städtebaulichen Ästhetikvorschriften 

unbedenklich. Das Abstimmungsergebnis sei nur ein weiteres massgebendes Element, 

das mehr für den Baldachin als gegen ihn spreche (BVR 2008 S. 131 f. Ziff. 4 b und c; 

BR 3/2008 S. 139).

Am 6. Mai 1988 hat das Verwaltungsgericht des Kantons Bern im Zusammenhang mit 

dem Abbruch einer spätklassizistischen Industriebaute ausgeführt, wenn die 

Schutzwürdigkeit aufgrund der Beweismassnahmen bejaht werde, vermöge daran 

auch eine Volksabstimmung in der Gemeinde, selbst wenn eine eindeutige Mehrheit für 

den Totalabbruch zustande komme, nichts zu ändern, weil sich eine 

Gemeindeversammlung nicht über kantonales Recht hinwegsetzen könne (BVR 1988 

S. 329).

Die Abhandlung "Denkmalpflege und Raumplanung" (BR 1/89 S. 4 ff.) befasst sich mit 

dem öffentlichen Interesse an Denkmalschutzmassnahmen. Danach wird die Meinung 

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der Stimmbürger messbar, wenn sich das Schutzobjekt im Eigentum der Gemeinde 

befindet und der für die Restauration erforderliche Kredit der Volksabstimmung 

unterliegt und es stellt sich die Frage, wie das Abstimmungsergebnis bei der 

Beurteilung der Schutzwürdigkeit zu berücksichtigen ist. Dabei kommt es wesentlich 

auf die Umstände des Einzelfalls an. Von Bedeutung sind die Abstimmungsfrage und 

das Abstimmungsergebnis. Geht es beispielsweise um den Abbruch einer angeblich 

schutzwürdigen Baute mit gleichzeitiger Kreditbewilligung für einen Neubau, bedeutet 

ein Nein der Stimmbürger nicht ohne weiteres, dass sie die Altbaute für schutzwürdig 

halten. Vielmehr kann das Abstimmungsergebnis auch dem Neubauvorhaben gelten, 

der vorgesehenen Nutzung oder den hohen Kosten. Insofern ist es oftmals schwierig 

oder gar unmöglich, die Motive des Stimmbürgers zu erkennen.

3.8.1.2. Am 26. März 2007 hat die Bürgerschaft der Beschwerdeführerin auf Antrag des 

Gemeinderats einen Kredit von total Fr. 865'000.-- genehmigt: Fr. 400'000.-- für den 

Abbruch der Liegenschaft Freihof und für die anschliessende Platzgestaltung und Fr. 

465'000.-- für die Überführung der Liegenschaft Freihof vom Finanz- in das 

Verwaltungsvermögen. Der Gemeinderat wurde ermächtigt, alle rechtlichen und 

administrativen Vorkehrungen im Zusammenhang mit dem Abbruch der Liegenschaft 

Freihof und der Platzgestaltung zu treffen. Ein Rückweisungsantrag wurde mit 298 

Nein-Stimmen gegen 138 Ja-Stimmen abgelehnt.

Unbestritten ist, dass das zur Diskussion stehende Vorhaben sowohl eine Abbruch- 

aus auch eine Baubewilligung bedingt. Nach Art. 87 Abs. 1 BauG ist die 

Baubewilligung zu erteilen, wenn keine im öffentlichen Recht begründeten Hindernisse 

entgegenstehen. Zum öffentlichen Recht gehört auch kommunales öffentliches Recht, 

somit auch die SchutzVO. Wie dargelegt, schreibt das kommunale Recht im konkreten 

Fall vor, dass ein Abbruch nicht vorbehaltlos bewilligt werden darf, sondern nur, wenn 

gleichzeitig eine Baubewilligung für einen Ersatzbau erteilt werden kann, dessen 

Verwirklichung sichergestellt ist. Von diesem Grundsatz darf nur abgewichen werden, 

wenn die Nichtüberbauung der Fläche in einem öffentlichen Interesse steht, das 

gegenüber dem öffentlichen Interesse am Ortsbildschutz überwiegt. Der Gemeinderat 

als Baupolizeibehörde hat das kommunale Recht anzuwenden und nach diesen 

Vorgaben im Einzelfall nach objektiven Kriterien darüber zu entscheiden, ob die 

Voraussetzungen erfüllt sind, um einem Gesuch um Abbruch der Baute und 

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anschliessender Platzgestaltung zu entsprechen. Abgesehen davon, dass sich auch ein 

von einer Bürgerversammlung gefällter Entscheid nicht über kommunales Recht 

hinwegsetzen darf, kann der Gemeinderat seine Aufgabe als Baupolizeibehörde nicht 

an diese delegieren und geltend machen, die öffentliche Meinung, die damit zum 

Ausdruck gebracht wird, belege das öffentliche Interesse an einer Nichtüberbauung im 

Sinn von Art. 6 Abs. 5 SchutzVO. Somit kann aus der Tatsache, dass die Bürgerschaft 

dem Kreditbegehren des Gemeinderats am 26. März 2007 entsprochen hat, nicht 

gefolgert werden, das Vorhaben sei mit den massgebenden rechtlichen Vorgaben 

vereinbar. Die Mehrheit der an der Bürgerversammlung anwesenden 

Stimmberechtigten hat damit lediglich zum Ausdruck gebracht, dass ihr am 

Weiterbestand des Freihofs nicht gelegen ist und dass sie es, aus welchen Motiven 

immer, vorzieht, dass das Gebäude ersatzlos abgebrochen wird. Bei dieser Sachlage 

kann offen bleiben, ob in der Bevölkerung von Mörschwil in der Zwischenzeit ein 

Meinungsumschwung stattgefunden hat und ob die an der Bürgerversammlung vom 

26. März 2007 anwesenden Stimmbürger in Kenntnis aller massgebenden Umstände 

entschieden haben. Zu erwähnen ist immerhin, dass der Gemeinderat im Gutachten an 

die Bürgerversammlung die Vor- und Nachteile der drei Varianten darlegt, dass er aber 

nicht zum Ausdruck bringt, dass die von ihm bevorzugte Variante nach den 

kommunalen Rechtsgrundlagen nur verwirklicht werden kann, wenn besondere 

Voraussetzungen erfüllt sind. Der Gemeinderat führt aus, der Freihof liege im Bereich 

des Ortsbildschutzes, sei gemäss SchutzVO aber weder geschützt noch erhaltenswert. 

Unter Berufung auf das Gutachten Flammer hält er sodann fest, das Gebäude sei "sehr 

baufällig" bzw. "jedoch baufällig". Dort wird indessen festgehalten, dass "die 

bestehende Tragstruktur in statischer Hinsicht gut" sei, dass das "Gebäude nur wenige 

und statisch unbedenkliche Risse" aufweise, dass "Mauern und Decken ausreichend 

dimensioniert" seien, dass die "Holzbalkendecken mit einer Ausnahme gesund" seien 

und auch "das Gebälk im Dachstuhl in gutem Zustand" sei.

3.8.1.3. Zusammenfassend ergibt sich, dass der Vorwurf, die Vorinstanz habe dem an 

der Bürgerversammlung vom 26. März 2007 gefällten Kreditbeschluss im Hinblick auf 

das Vorliegen öffentlicher Interessen zum ersatzlosen Abbruch des Freihofs nicht den 

ihm zukommenden Stellenwert beigemessen, unbegründet ist. Fest steht sodann, dass 

die Behauptung der Beschwerdeführerin nicht zutrifft, die Vorinstanz habe ohne weitere 

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Abklärungen des Sachverhalts entschieden. Sie hat einen Amtsbericht der kantonalen 

Denkmalpflege eingeholt und einen Augenschein durchgeführt.

3.8.2. Die Beschwerdeführerin ist sinngemäss der Auffassung, das öffentliche Interesse 

an einer Verbesserung der Verkehrssicherheit überwiege gegenüber dem Erhalt des 

Freihofs bzw. gegenüber der Erstellung eines Ersatzbaus. Sie begründet dies damit, 

der Durchgang zwischen Freihof und Ochsen sei unübersichtlich und gefährlich. Die 

Verbesserung der Verkehrssicherheit für Fussgänger und Velofahrer setze voraus, dass 

der ordentliche Strassenabstand eingehalten werde, was bedinge, dass die 

Liegenschaft ersatzlos abgebrochen werde oder aber, dass ein Ersatzbau deutlich 

kleiner ausfalle, was die Ensemble-Wirkung, welche für die Vorinstanz 

ausschlaggebend sei, weitgehend zerstören würde.

Nach Art. 104 lit. a StrG gelten ohne besondere Vorschriften als Strassenabstände für 

Bauten und Anlagen: 4,00 m an Kantonsstrassen und 3,00 m an Gemeindestrassen 

erster und zweiter Klasse. Die zuständige Behörde kann Ausnahmen von 

Strassenabstandsvorschriften u.a. bewilligen, wenn Schutzgegenstände nach Art. 98 

BauG zu erhalten sind (Art. 108 Abs. 2 lit. b StrG).

3.8.2.1. Das öffentliche Interesse an der Verbesserung der Verkehrssicherheit kann 

gegenüber dem öffentlichen Interesse am Ortsbildschutz überwiegen und den 

ersatzlosen Abbruch eines Gebäudes im Bereich des Ortsbildschutzes rechtfertigen. 

Voraussetzung ist aber, dass dieses Anliegen berechtigt ist und dass ihm auf andere 

Weise nicht Rechnung getragen werden kann.

Anlässlich seines Augenscheins stellte das Verwaltungsgericht fest, dass sich der 

Freihof auf der nördlichen und der Ochsen schräg gegenüber auf der südlichen 

Strassenseite befinden. Beide Gebäude stehen schräg zur St. Gallerstrasse, einer 

Kantonsstrasse, und grenzen mit jeweils einer Gebäudeecke an die Strassenparzelle. 

Die St. Gallerstrasse ist auf Höhe von Freihof und Ochsen gut 5 m breit und dank 

geradem Verlauf übersichtlich. Eine rund 15 m lange Aufpflästerung auf Höhe der 

beiden Engpässe trägt zur Verringerung der gefahrenen Geschwindigkeit bei. Vor und 

nach den Engpässen stehen den Fussgängern beidseits der Strasse Trottoirs zur 

Verfügung. Sodann ermöglichen Zebrastreifen auf Höhe der Überbauung "Alti 

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Moschti", zwischen Kirchplatz und Gemeindehaus, sowie zwischen Gemeindehaus und 

Adler/Freihof die Überquerung der Fahrbahn. Diese Dorfkerngestaltung wurde vor rund 

acht Jahren verwirklicht. Im Amtsbericht 2000 hat der Gemeinderat in diesem 

Zusammenhang festgehalten, der Dorfkernbereich sei eng gefasst. Die Kantonspolizei 

habe empfohlen, diesen nicht zu erweitern. Sinn und Zweck einer Verkehrsberuhigung 

würden dadurch in Frage gestellt. Erfahrungen zeigten, dass eine Verkehrsberuhigung 

nur dann auch tatsächlich erreicht werde, wenn der Bereich klein gehalten werde 

beziehungsweise die Strecken kurz seien. Zur Sicherheit der Fussgänger seien 

Zebrastreifen zwischen Kirchplatz und Vorplatz Gemeindehaus/Raiffeisenbank sowie 

zur Überquerung der Horchentalstrasse angebracht. Dies erhöhe die 

Schulwegsicherheit wesentlich und biete einen Schutz dort, wo erfahrungsgemäss 

auch gelaufen werde.

3.8.2.2. Zutreffend ist, dass es der ersatzlose Abbruch des Freihofs und die Gestaltung 

eines Freihof-Platzes ermöglichen würden, zum Schutz der Fussgänger auf der 

nördlichen Strassenseite allenfalls ein Trottoir zu erstellen. Dem Schutz der Fussgänger 

kann indessen durch weniger einschneidende Massnahmen Rechnung getragen 

werden. Denkbar ist, den Fussgängerbereich markierungstechnisch zu verbreitern. 

Sodann besteht die Option, dass die Beschwerdeführerin eine Änderung des 

Kantonsstrassenplans beantragt, womit der Kantonspolizei die Anordnung einer 

Tempolimite (Tempo 30), einer Fahrbahnverengung oder der Auframpung der Strasse 

vorgeschlagen werden kann.

3.8.2.3. Die Beschwerde erweist sich somit auch als unbegründet, soweit die 

Beschwerdeführerin geltend macht, das öffentliche Interesse an einer Verbesserung 

der Verkehrssicherheit rechtfertige den Abbruch des Freihof, ohne dass ein Ersatzbau 

erstellt werde.

3.8.3. Die Beschwerdeführerin bringt schliesslich vor, der Verzicht auf eine Überbauung 

des Grundstücks Nr. 729 liege im überwiegenden öffentlichen Interesse, weil dadurch 

ein neuer Platz geschaffen würde, der vielfältig genutzt werden könne. Die Vorinstanz 

habe ihre auf langjähriger Erfahrung beruhenden Kenntnisse bezüglich Bedarf und 

Möglichkeiten der Nutzung von Freiflächen im Bereich Kirche, Gemeindehaus und 

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Dorfzentrum, die sie in ihrer Stellungnahme vom 5. März 2009 zum Ausdruck gebracht 

habe, nicht entsprechend gewürdigt.

In der erwähnten Stellungnahme führt die Beschwerdeführerin aus, Mörschwil brauche 

einen Platz für vielfältige Nutzungen. Die Freifläche vor der Kirche und vor dem Ochsen 

sei dafür nur bedingt geeignet, insbesondere weil sich dort Parkplätze befinden 

würden. Sodann sei der Platz vor dem Adler nicht gross genug und diene ebenfalls als 

Parkfläche. Der Platz vor dem Gemeindehaus werde praktisch nicht genutzt. Dies wäre 

bei einem Freihof-Platz anders, weil er sich direkt an den Adler und an das 

Gemeindezentrum anlehnen würde.

Anlässlich des Augenscheins des Verwaltungsgerichts hat sich gezeigt, dass sich die 

Freifläche vor der Kirche und der Platz vor dem Adler für die Abhaltung von Dorffesten 

und anderen Veranstaltungen eignen. An dieser Beurteilung ändert nichts, dass dies 

zur Folge hat, dass einige Parkplätze vorübergehend nicht genutzt werden können, 

zumal in der näheren Umgebung zahlreiche Parkplätze zur Verfügung stehen.

4. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde abzuweisen ist, soweit darauf 

eingetreten werden kann. Die Beschwerdeführerin vermag keine öffentlichen Interessen 

nachzuweisen, die es rechtfertigen würden, den Abbruch des Freihofs zu bewilligen, 

ohne dass gleichzeitig eine Baubewilligung für einen Ersatzbau, dessen Erstellung 

sichergestellt ist, erteilt werden kann.

Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die amtlichen Kosten des 

Beschwerdeverfahrens der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine 

Entscheidgebühr von Fr. 5'000.-- ist angemessen (Art. 13, Ziff. 622 des 

Gerichtskostentarifs, sGS 941.12). Sodann hat die Beschwerdeführerin die 

Barauslagen für die Erstellung des Gutachtens von Dr. phil. E. Sendner, 

Denkmalpflegerin des Kantons Thurgau, von Fr. 2'897.40 zu bezahlen.

Die Beschwerdegegner haben Anspruch auf eine ausseramtliche Entschädigung für 

das Beschwerdeverfahren (Art. 98 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 98bis VRP). Ihr 

Rechtsvertreter hat keine Kostennote eingereicht, weshalb die Entschädigung nach 

Ermessen festzusetzen ist (Art. 6 der Honorarordnung für Rechtsanwälte und 

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Rechtsagenten, sGS 963.75, abgekürzt HonO). Das Gericht erachtet eine 

Entschädigung von Fr. 4'000.-- (inkl. Barauslagen, zuzüglich MWSt) für angemessen 

(Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO).

 

Demnach hat das Verwaltungsgericht

 

zu Recht erkannt:

1./ Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann.

2./ Die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 5'000.-- und die 

Barauslagen von Fr. 2'897.40, insgesamt Fr. 7'897.40, werden der Beschwerdeführerin 

auferlegt.

3./ Die Beschwerdeführerin hat die Beschwerdegegner für das Beschwerdeverfahren 

mit Fr. 4'000.-- (zuzüglich MWSt) ausseramtlich zu entschädigen.

 

V.          R.           W.

 

Der Präsident:                                   Die Gerichtsschreiberin:

 

 

Versand dieses Entscheides an:

-   die Beschwerdeführerin (durch Rechtsanwalt lic. iur. A. B., 9001 St. Gallen)

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-   die Vorinstanz

-   die Beschwerdegegner (durch Rechtsanwalt Dr. C. D., 9004 St. Gallen)

 

am:

  

Rechtsmittelbelehrung:

Sofern eine Rechtsverletzung nach Art. 95 ff. BGG geltend gemacht wird, kann gegen 

diesen Entscheid gestützt auf Art. 82 lit. a BGG innert 30 Tagen nach Eröffnung beim

Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde erhoben werden.

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	Urteil des Verwaltungsgerichtes vom 13. April 2010
	Ortsbildschutz, Art. 98 Abs. 1 lit. c und Abs. 2 BauG (sGS 731.1), Art. 6 der Schutzverordnung der Politischen Gemeinde Mörschwil (Verwaltungsgericht, B 2009/19).

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