# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 488efe2b-8ef3-5206-b442-27c036e4a9c9
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-06-18
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 18.06.2009 D-3814/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-3814-2009_2009-06-18.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-3814/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 8 .  J u n i  2 0 0 9

Einzelrichter Thomas Wespi, 
mit Zustimmung von Richter Pietro Angeli-Busi;
Gerichtsschreiberin Regula Frey.

A._______, geboren B._______, Nigeria,
alias C._______, geboren B._______, Nigeria,
c/o D._______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfü-
gung des BFM vom 11. Juni 2009 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-3814/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge sein Heimatland 
Nigeria im Februar 2009 auf dem Seeweg verliess, nach einer mehr-
wöchigen Reise an einen ihm unbekannten Ort gelangte, von wo aus 
er  seine Reise auf dem Landweg fortsetzte und via ihm unbekannte 
Länder am 23. April 2009 illegal in die Schweiz einreiste, wo er glei-
chentags im E._______ um Asyl nachsuchte, 

dass er am 19. Mai 2009 im F._______ befragt und am 3. Juni 2009 in 
Anwendung von Art. 29 Abs. 1  des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 
(AsylG,  SR  142.31)  durch  das  Bundesamt  zu  den  Asylgründen 
angehört wurde,

dass  er  zur  Begründung  des  Asylgesuchs  im  Wesentlichen  geltend 
machte,  am  19.  Oktober  2008  seien  drei  Männer  in  ihr  Haus  in 
G._______ eingedrungen und hätten seine Eltern mit Messern getötet,

dass diese Tat auf den seit Jahren zwischen seinem Vater und seinem 
Onkel bestehenden Streit um ein Stück Land zurückzuführen sei und 
er  erst  später  in  Erfahrung  habe  bringen  können,  dass  sein  in 
H._______ lebender Onkel die Mörder in ihr Haus geschickt habe, 

dass auch sein Bruder von drei  Männern  getötet  worden sei,  so sei 
dieser im Januar 2009 von drei Unbekannten auf dem Feld erstochen 
worden,

dass seine Schwester, die auch dort gewesen sei, seit diesem Vorfall 
verschwunden sei,

dass er zum Zeitpunkt der Tat ebenfalls auf dem Feld gearbeitet habe, 
jedoch  habe  flüchten  können und zum Pfarrer  gerannt  sei,  bei  wel-
chem er sich während zweier Wochen aufgehalten habe,

dass er jeweils Anzeige bei der Polizei erstattet habe, diese jedoch von 
seinem Onkel bestochen worden sei, 

dass ihn der Bruder des Pfarrers habe schützen wollen und ihn des-
halb nach Lagos gebracht habe, 

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dass dort eines Tages drei Männer erschienen seien und nach ihm ge-
sucht hätten, er sich aber bei einem Nachbarn habe verstecken kön-
nen,

dass die Männer  die Wohnung durchsucht,  den anwesenden Bruder 
des  Pfarrers  beschimpft  und  ihm gesagt  hätten,  sie  würden  zurück-
kommen,

dass ihm in der Folge der Bruder des Pfarrers zur Ausreise verholfen 
habe, 

dass der Beschwerdeführer keine Ausweisdokumente abgab,

dass das BFM mit Verfügung vom 11. Juni 2009 - eröffnet am gleichen 
Tag - gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Asylgesuch des 
Beschwerdeführers  nicht  eintrat  und  dessen  Wegweisung  aus  der 
Schweiz anordnete, wobei er diese am Tag nach Eintritt  der Rechts-
kraft zu verlassen habe,

dass die Vorinstanz zur Begründung ihres Entscheids im Wesentlichen 
ausführte,  der  Beschwerdeführer  habe  den  Asylbehörden  innerhalb 
der ihm dazu eingeräumten Frist von 48 Stunden ohne entschuldbare 
Gründe keine Identitätspapiere eingereicht,

dass die Angaben des Beschwerdeführers, wonach er nie einen Pass 
beantragt oder besessen habe, sowie sein Desinteresse, ein amtliches 
Ausweisdokument für den jederzeitigen Nachweis der Identität zu be-
schaffen,  grundsätzlich  wenig  plausibel  erscheinen  würden  und  als 
Schutzbehauptung einzustufen seien,

dass seine Aussage, ohne Papiere und Kontrollen unbehelligt auf dem 
Seeweg von Afrika nach Europa gelangt zu sein, realitätsfremd sei und 
der allgemeinen Erfahrung widerspreche, vor allem in Anbetracht der 
hohen Bussen, die Schiffseigner bei der Entdeckung von papierlosen 
Mitreisenden zu gewärtigen hätten,

dass  Kontrollen  in  den  Häfen  diesbezüglich  sehr  streng  seien,  da 
sämtliche  Schengen-Vertragsstaaten  gemäss  dem  Schengener  Ab-
kommen verpflichtet seien, die restriktiven EU-Einwanderungsbestim-
mungen mit Visa- und Passkontrollen einzuhalten,

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dass der Beschwerdeführer keine Angaben zu den Ländern machen 
könne, welche er bei seiner Reise passiert habe, obwohl diese Reise 
mehrere Wochen gedauert habe,

dass solche Aussagen als oberflächlich und stereotyp einzustufen sei-
en und zum Schluss führten, der Beschwerdeführer sei anders als in 
der geschilderten Weise in die Schweiz gelangt,

dass das Aussageverhalten des Beschwerdeführers darauf schliessen 
lasse, dass er nicht nur beabsichtigt  habe, die wahren Umstände zu 
seinem  Reiseweg  zu  verheimlichen,  sondern  auch  nicht  offenlegen 
wolle, mit welchen Reisepapieren er in Wirklichkeit in die Schweiz ge-
reist sei,

dass  das  BFM  betreffend  die  Aussagen  des  Beschwerdeführers  zu 
den asylbegründenden Vorbringen vorab festhielt, aufgrund der offen-
sichtlich realitätsfremden Angaben zum Reiseweg beziehungsweise zu 
den Reisemodalitäten würden sich grundsätzliche Zweifel an der per-
sönlichen Glaubwürdigkeit des Beschwerdeführers eröffnen,

dass die geschilderten Ausreisegründe mehrere Widersprüche enthiel-
ten, so habe er anlässlich der Kurzbefragung erklärt, seine Eltern sei-
en von drei  Männern  umgebracht  worden,  jedoch bei  der  Anhörung 
angegeben, es seien vier Täter gewesen,

dass er einerseits erklärt, sein Vater habe fünf Grundstücke besessen 
und andererseits angegeben habe, es seien sieben gewesen,

dass er auch nicht in der Lage gewesen sei, die festgestellten Wider-
sprüche aufzulösen,

dass er zudem in der Kurzbefragung erzählt habe, er und sein Bruder 
seien nach dem Tod ihrer Eltern immer wieder von Männern belästigt 
worden, und auf Vorhalt hin, weshalb er dies in der Anhörung nicht er-
wähnt habe, erklärt habe, er könne sich nicht mehr an alles erinnern,

dass abgesehen von der fehlenden Glaubhaftigkeit der Vorbringen dar-
auf  hinzuweisen  sei,  dass  es  sich  vorliegend  um  Übergriffe  Dritter 
handle, die vom nigerianischen Staat geahndet würden,

dass  der  nigerianische  Staat  grundsätzlich  sowohl  schutzfähig  als 
auch schutzwillig sei,

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dass der Beschwerdeführer denn auch angegeben habe, den Tod sei-
ner  Eltern  und seines Bruders  bei  der  lokalen Polizei  gemeldet  und 
ausgesagt zu haben, seinen Onkel hinter den Angriffen zu vermuten, 
worauf  die  Polizei  den Onkel  vorgeladen,  befragt,  dann  aber  wieder 
freigelassen habe, womit die nigerianische Polizei Untersuchungen in 
die Wege geleitet und sich des Konfliktes angenommen habe,

dass die Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art 3 und 7 AsylG nicht 
erfüllt  sei  und  aufgrund  der  Aktenlage  zusätzliche  Abklärungen  zur 
Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  von  Wegweisungsvoll-
zugshindernissen nicht erforderlich seien,

dass der Wegweisungsvollzug durchführbar sei,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 14. Juni 2009 (Poststem-
pel)  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerde erhob und dabei sinngemäss die Aufhebung der vorinstanzli-
chen Verfügung sowie eventualiter die Gewährung der vorläufigen Auf-
nahme beantragte,

dass die vorinstanzlichen Akten am 16. Juni 2009 beim Bundesverwal-
tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021]) des  BFM ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 - 34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der  Beschwerdeführer  durch den angefochtenen Entscheid  be-
sonders berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an dessen Auf-
hebung beziehungsweise Änderung hat und daher zur Einreichung der 
Beschwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist-  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG sowie Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 
VwVG),

dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 

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Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können 
(Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentschei-
de grundsätzlich auf die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  dementsprechend  im  Fall  der  Begründetheit  des  Rechtsmittels 
die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Ent-
scheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen ist (Entscheidungen und 
Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK] 
2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass bei dem am 1. Januar 2007 in Kraft getretenen Nichteintretenstat-
bestand von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG, auf welchen sich 
die hier angefochtene Verfügung stützt, die Besonderheit besteht, dass 
das BFM im Rahmen einer summarischen Prüfung das offenkundige 
Nichterfüllen der Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG und 
das  offenkundige  Fehlen  von  Wegweisungsvollzugshindernissen  zu 
beurteilen hat (vgl. Art. 32 Abs. 3 Bstn. b und c AsylG), weshalb inso-
weit bei dagegen erhobenen Beschwerden auch die Flüchtlingseigen-
schaft Prozessgegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass  in  der  Frage der  Wegweisung und deren  Vollzugs die  Beurtei-
lungszuständigkeit  des  Bundesverwaltungsgerichts  nicht  beschränkt 
ist, weil das BFM sich diesbezüglich gemäss Art. 44 AsylG in Verbin-
dung mit  Art. 83 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über 
die  Ausländerinnen  und Ausländer  (AuG,  SR 142.20)  auch materiell 
zur Sache zu äussern hatte,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung eines zweiten Richters entschie-
den wird (Art. 111 Abs. 1 Bst. e  AsylG),  und es sich vorliegend,  wie 
nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Be-
schwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 
AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel zu verzichten ist,

dass nach Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf ein Asylgesuch nicht einge-
treten wird, wenn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 48 

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Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere 
abgeben, 

dass diese Bestimmung keine Anwendung findet,  wenn Asylgesuch-
steller  glaubhaft  machen können, dass sie dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage sind oder auf Grund der Anhörung sowie 
gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigenschaft festgestellt 
wird oder zusätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingsei-
genschaft  oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses  nötig  sind 
(vgl. Art. 32 Abs. 3 AsylG),

dass  vorliegend  die  Nichtabgabe  von  Reisepapieren  im  Sinne  von 
Art. 32  Abs. 2  Bst.  a  AsylG  innerhalb  von  48  Stunden  nach  Einrei-
chung des Asylgesuches unbestritten ist,

dass der Beschwerdeführer bezüglich der nicht  eingereichten Identi-
tätsdokumente vorbrachte,  er  habe nie  einen Pass oder  eine  Identi-
tätskarte beantragt oder besessen (vgl. A 1/11, S. 3),

dass er bisher nichts zur Papierbeschaffung unternommen habe, weil 
er nicht wisse, wie er vorgehen solle (vgl. A 8/20, S. 3),

dass er den Pfarrer und dessen Bruder nicht kontaktieren könne, da er 
deren Telefonnummern nicht habe und diese auch nicht viel über ihn 
wüssten, weshalb sie auch nicht wüssten, wie sie ihm helfen könnten 
(vgl. A 8/20, S. 5),

dass in Übereinstimmung mit  der Vorinstanz die unplausiblen Aussa-
gen des Beschwerdeführers bezüglich der Nichtbeschaffung von Aus-
weisdokumenten als Schutzbehauptung zu qualifizieren sind,

dass der Beschwerdeführer zudem zu Zwischen- und Zieldestination 
keinerlei Angaben machen konnte und sich auch die weiteren Schilde-
rungen über den genaueren Reiseablauf auf stereotype und oberfläch-
liche Angaben beschränkten, was als Hinweis darauf zu werten ist, der 
Beschwerdeführer  wolle  seine  wahren  Reiseumstände  sowie  seine 
Identität gegenüber den Asylbehörden nicht offen legen,

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung ausführlich und - nach 
Prüfung der Vorakten auch aus Sicht des Bundesverwaltungsgerichts - 
überzeugend dargelegt hat, weshalb für das Nichteinreichen von Rei-
se- oder Identitätspapieren keine entschuldbaren Gründe vorliegen,

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dass der Beschwerdeführer in der Rechtsmitteleingabe an der Wahr-
heit seiner gemachten Angaben festhält und anführt, Identitätspapiere 
seien in Nigeria nicht üblich wie in Europa, aber er werde schauen, ob 
seine Schwester noch lebe, und sie allenfalls anfragen, einen Reise-
pass oder eine Identitätskarte für ihn ausstellen zu lassen, wozu er je-
doch sechs bis zwölf Monate Zeit benötige,

dass diesbezüglich anzufügen ist,  dass es sich  bei  der  48-Stunden-
Frist von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG nicht um die Beschaffung neuer 
Papiere, sondern um die Abgabe der schon existierenden, für die Rei-
se in die Schweiz verwendeten Papiere geht (vgl. EMARK 1999 Nr. 16 
E. 5c.aa  S. 109  f.),  weshalb  sich  an  dieser  Beurteilung  selbst  dann 
nichts ändern würde, wenn der Beschwerdeführer nachträglich Reise- 
oder Identitätspapiere einreichen würde,

dass deshalb dem Beschwerdeführer  auch keine Frist  zur  Papierbe-
schaffung anzusetzen und der diesbezügliche Antrag abzuweisen ist,

dass  es  dem  Beschwerdeführer  somit  nicht  gelingt,  entschuldbare 
Gründe für die Nichteinreichung der erforderlichen Dokumente glaub-
haft zu machen, 

dass mithin zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Anhörung zu 
Recht  weder  die  Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  noch  zusätzliche 
Abklärungen  zu  deren  Feststellung  beziehungsweise  derjenigen  von 
Wegweisungsvollzugshindernissen als erforderlich erachtet hat,

dass die Prüfung der Akten ergibt, dass die Vorinstanz die Anforderun-
gen an Art. 3 und 7 AsylG zu Recht als nicht erfüllt erachtete, wobei 
vorab auf die entsprechenden Erwägungen des BFM in der angefoch-
tenen Verfügung verwiesen werden kann,

dass es sich bei den geltend gemachten Übergriffen - unabhängig von 
deren Glaubhaftigkeit  -  um Übergriffe  privater  Dritter  handelt,  denen 
eine Asylrelevanz lediglich dann zukommt, wenn der Heimatstaat trotz 
einer  bestehenden  Schutzpflicht  und  -fähigkeit  den  erforderlichen 
Schutz nicht gewährt,

dass  in  casu  der  Zugang  des  Beschwerdeführers  zur  Schutz-Infra-
struktur vorhanden war und in Anbetracht der offensichtlich vorhande-
nen Schutzwilligkeit der Behörden - die Anzeige des Beschwerdefüh-
rers wurde durch die lokale Polizei entgegengenommen, der von ihm 

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Verdächtigte  vorgeladen,  befragt  und  anschliessend  jedoch  wieder 
freigelassen  -  es  dem Beschwerdeführer  zuzumuten  gewesen  wäre, 
mit der Unterstützung eines Anwalts gegen ein allfälliges Fehlverhalten 
von Behördenvertretern rechtlich vorzugehen,

dass es der Beschwerdeführer unterlassen hat, entsprechende Schrit-
te einzuleiten,

dass es der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitteleingabe vollstän-
dig unterlässt,  sich mit  den diesbezüglichen Erwägungen der Vorins-
tanz auseinanderzusetzen,  sondern  lediglich den bereits aktenkundi-
gen Sachverhalt wiederholt und anführt, es sei ersichtlich, dass er vie-
le Probleme habe und er, sobald seine Probleme gelöst seien, in sein 
Heimatland zurückkehren werde, 

dass sich aus der Beschwerdeschrift keine neuen Erkenntnisse erge-
ben und die Vorbringen insgesamt nicht  geeignet  sind,  zu einer von 
der Vorinstanz abweichenden Beurteilung zu führen,

dass  mit  der  Vorinstanz  übereinstimmend  festzuhalten  ist,  der  Be-
schwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 und 7 
AsylG nicht,

dass unter diesen Umständen von zusätzlichen Abklärungen im Sinne 
von Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG abgesehen werden konnte,

dass das BFM demnach zu Recht gestützt auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG auf  das  Asylgesuch des  Beschwerdeführers nicht  eingetreten 
ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Beschwerdeführer 
weder eine Aufenthaltsbewilligung besitzt noch einen Anspruch auf Er-
teilung einer solchen hat,  weshalb die verfügte Wegweisung im Ein-
klang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist 
(Art. 44 Abs. 1 AsylG, Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 vom 11. Au-
gust 1999 über Verfahrensfragen  [AsylV 1, SR 142.311]; vgl. EMARK 
2001 Nr. 21),

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-

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gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG),

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung der mass-
geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen nicht unzuläs-
sig ist, da aus den Ausführungen des Beschwerdeführers und den üb-
rigen  Akten insbesondere  keine Hinweise  auf  eine  menschenrechts-
widrige  Behandlung  ersichtlich  sind  (vgl.  Art.  3  der  Konvention  vom 
4. November 1950 zum Schutze der  Menschenrechte und Grundfrei-
heiten [EMRK, SR 0.101]), die ihm in Nigeria droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass vorliegend weder die allgemeine Lage in Nigeria noch individuel-
le  Gründe auf  eine  konkrete Gefährdung des Beschwerdeführers  im 
Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Vollzug der Weg-
weisung des Beschwerdeführers nicht unzumutbar ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführer nach Nigeria 
schliesslich auch nicht unmöglich ist, da keine Vollzugshindernisse be-
stehen (Art. 83 Abs. 2 AuG),  und es dem Beschwerdeführer obliegt, 
bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder  unangemessen  sei  (Art. 106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist, 

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dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten in der Höhe von 
Fr. 600.-- (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 1 bis 3 des Reglements 
vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem 
Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 173.320.2])  dem Beschwerde-
führer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, F._______ (per Telefax zu den Akten Ref.-Nr. N _______, 

mit  der  Bitte  um Eröffnung  des  Urteils  an  den  Beschwerdeführer 
und um Zustellung der beiliegenden Empfangsbestätigung an das 
Bundesverwaltungsgericht)

- das I._______ (per Telefax)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Thomas Wespi Regula Frey

Versand: 

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