# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f1a7136c-eef4-5914-8575-5335598587dc
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-06-16
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 16.06.2020 S 2019 171
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2019-171_2020-06-16.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Dr. iur. Matthias Suter
Gerichtsschreiberin: MLaw Andrea Henggeler

U R T E I L  vom 16. Juni 2020 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch RAin MLaw B.________

gegen

IV-Stelle Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Invalidenversicherung 
(Zwischenverfügung betreffend Begutachtung)

S 2019 171

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Urteil S 2019 171

A. Der Versicherte, A.________, Jahrgang 1964, meldete sich am 11. Mai 2018 
erstmals bei der IV-Stelle Zug zum Leistungsbezug an (IV-act. 1). Die IV-Stelle holte 
daraufhin im Rahmen ihrer Abklärungen bei den behandelnden Ärzten aktuelle Berichte 
ein und legte das Dossier dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) vor. Mit Vorbescheid 
vom 1. März 2019 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die Abweisung des 
Leistungsbegehrens in Aussicht (IV-act. 19). Dagegen erhob der Versicherte am 4. März 
2019 (IV-act. 21) bzw. 3. Juni 2019 (IV-act. 28) Einwand und reichte einen ärztlichen 
Bericht seines behandelnden Psychiaters ein. Mit Schreiben vom 8. Oktober 2019 teilte 
die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass zur Klärung des Leistungsanspruchs eine 
psychiatrische Begutachtung notwendig sei, womit Dr. med. C.________ beauftragt werde 
(IV-act. 44). Mit Schreiben vom 21. Oktober 2019 erklärte der Versicherte, dass er den 
vorgeschlagenen Gutachter aufgrund Anscheins der Befangenheit ablehne und im 
Rahmen des Einigungsverfahrens betreffend der zu beauftragenden 
Begutachtungsperson vorschlage, das Gutachten bei med. pract. D.________, 
Dr. med. E.________ oder Dr. med. F.________ in Auftrag zu geben. Zudem sei nach 
erneuter Rücksprache mit Dr. G.________ allenfalls eine weitere Begutachtung (Innere 
Medizin, Endokrinologie, Diabetologie) in Auftrag zu geben (IV-act. 45). Am 12. November 
2019 erliess die IV-Stelle eine Zwischenverfügung, in welcher sie an der Anordnung einer 
psychiatrischen Begutachtung durch Dr. C.________ festhielt (IV-act. 48).

B. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 13. Dezember 2019 liess A.________ 
beantragen, die Zwischenverfügung vom 12. November 2019 sei aufzuheben und es sei 
der Anschein der Befangenheit von Dr. C.________ festzustellen sowie die 
Beschwerdegegnerin zu verpflichten, das Gutachten nicht bei Dr. C.________ in Auftrag 
zu geben, sondern einen anderen Gutachter zu beauftragen unter Gewährung seiner 
Mitwirkungsrechte. Eventualiter sei eine Instruktionsverhandlung durchzuführen, um eine 
einvernehmliche Einigung betreffend Gutachterperson für das psychiatrische Gutachten 
herbeizuführen. In prozessualer Hinsicht verlangte der Beschwerdeführer die 
unentgeltliche Prozessführung und in der Person der Unterzeichnenden eine 
unentgeltliche Rechtsvertreterin (act. 1). 

C. Am 16. Januar 2020 bezahlte der Beschwerdeführer den Kostenvorschuss von 
Fr. 500.– (act. 3). 

D. Auf telefonische Anfrage vom 17. Januar 2020 hin teilte die Rechtsvertreterin des 
Beschwerdeführers dem Gericht mit, dass sich durch die Bezahlung des Kostenvorschus-

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ses sowohl das gestellte UP-Gesuch als auch dasjenige auf unentgeltliche 
Rechtsverbeiständung erledigt habe (act. 4). 

E. Mit Vernehmlassung vom 19. März 2020 beantragte die IV-Stelle die 
vollumfängliche Abweisung der Beschwerde (act. 7). 

F. Mit Schreiben vom 24. März 2020 wurde dem Beschwerdeführer die 
Vernehmlassung der IV-Stelle zur Kenntnisnahme zugestellt (act. 8). In der Folge gingen 
bei Gericht keine weiteren Eingaben mehr ein, weshalb der Schriftenwechsel per Ende 
März 2020 als abgeschlossen gilt.

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 
Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] in Verbindung mit § 77 des 
Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] und § 12 des Einführungsgesetzes 
zu den Bundesgesetzen über die Alters- und Hinterlassenenversicherung und die 
Invalidenversicherung [BGS 841.1]). Die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts 
des Kantons Zug ist vorliegend gestützt auf Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über 
die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) – Zuständigkeit am Ort der IV-Stelle – fraglos 
gegeben. Die IV-Stelle erliess die strittige Verfügung am 12. November 2019. In 
Anwendung von Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG ist dagegen direkt Beschwerde beim zuständigen 
Versicherungsgericht einzureichen. Die Beschwerdeschrift wurde am 13. Dezember 2019 
der Post übergeben und ging am 16. Dezember 2019 beim Verwaltungsgericht ein. Die 
gemäss Art. 60 Abs. 1 ATSG vorgesehene 30-tägige Beschwerdefrist wurde somit 
gewahrt. Bei der vorliegend angefochtenen Verfügung handelt es sich um eine 
Zwischenverfügung i.S.v. Art. 55 Abs. 1 ATSG i.V.m. Art. 5 Abs. 2 und Art. 46 des 
Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren (VwVG; SR 172.021), welche nach der 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung bei Vorliegen eines nicht wieder gutzumachenden 
Nachteils anfechtbar ist. Diese Eintretensvoraussetzung ist in casu erfüllt, nachdem die 
nicht sachgerechte Begutachtung in der Regel einen rechtlichen und nicht nur einen 
tatsächlichen Nachteil bewirken wird (BGE 137 V 210 E. 3.4.2.7). Der Beschwerdeführer 

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ist von der angefochtenen Verfügung direkt betroffen und zur Beschwerde legitimiert. Die 
Beschwerdeschrift enthält schliesslich auch Antrag und Begründung. Damit ist den 
formellen Anforderungen Genüge getan, weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist.

2. Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles 
grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung (in casu: 
12. November 2019) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. auch BGE 121 V 362 E. 1b). 
Dabei sind in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der 
Verwirklichung des zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 130 
V 445 E. 1.2.1).

3.
3.1 Nach Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die 
notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. 
Soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und 
zumutbar sind, hat sich die versicherte Person diesen zu unterziehen (Art. 43 Abs. 2 
ATSG). Muss der Versicherungsträger zur Abklärung des Sachverhalts ein Gutachten 
eines unabhängigen Sachverständigen einholen, so gibt er der Partei dessen Namen 
bekannt. Diese kann den Gutachter aus triftigen Gründen ablehnen oder Gegenvorschläge 
machen (Art. 44 ATSG). In seinem Urteil BGE 137 V 210 – einem Leading-case betreffend 
die Einholung von Administrativ- und Gerichtsgutachten bei Medizinischen 
Abklärungsstellen (MEDAS) und betreffend die Wahrung eines fairen Verwaltungs- und 
Beschwerdeverfahrens – verwies das Bundesgericht auf Art. 44 ATSG. In diesem 
Zusammenhang sei zwischen Einwendungen formeller und materieller Natur zu 
unterscheiden. Die gesetzlichen Ausstandsgründe zählten zu den Einwendungen formeller 
Natur, weil sie geeignet seien, Misstrauen in die Unparteilichkeit des Sachverständigen zu 
erwecken. Einwendungen materieller Natur beträfen dagegen nicht die Unparteilichkeit der 
Gutachterperson; sie seien von der Sorge getragen, das Gutachten könnte mangelhaft 
ausfallen oder jedenfalls nicht im Sinne der zu begutachtenden Person (BGE 137 V 210 
E. 3.4.1.2). Die Ausgestaltung der Beteiligungsrechte der versicherten Person im 
Abklärungsverfahren der IV-Stellen müsse den verfahrensbezogenen Garantien gemäss 
Art. 29 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK genügen (BGE 137 V 210 E. 3.4.2.2). Das Bestreben 
um eine einvernehmliche Gutachtenseinholung müsse im Vordergrund stehen. Es liege in 
der beiderseitigen Verantwortung von IV-Stelle und versicherter Person, vermeidbare 
Verfahrenserweiterungen abzuwenden. Zu bedenken sei auch, dass eine auf 
beiderseitigem Einverständnis beruhende Begutachtung zu tragfähigeren 

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Beweisergebnissen führe und bei der betroffenen Person zudem auf bessere Akzeptanz 
stosse (BGE 137 V 210 E. 3.4.2.6). Die Einholung einer Expertise sei bei vorhandenem 
Konsens in Form einer einfachen Mitteilung an die versicherte Person anzuordnen. Bei 
fehlendem Konsens sei diese Anordnung jedoch in die Form einer Verfügung zu kleiden 
(vgl. Art. 49 ATSG; BGE 137 V 210 E. 3.4.2.6 und 3.4.1.1). 

3.2 In Nachachtung von BGE 139 V 349 E. 5.1 sind die Anforderungen an die 
medizinische Begutachtung, wie sie in BGE 137 V 210 für polydisziplinäre MEDAS-Begut-
achtungen umschrieben worden sind, grundsätzlich sinngemäss auf mono- und 
bidisziplinäre Expertisierungen anwendbar. Das gilt sowohl für die justiziablen Garantien 
(Partizipationsrechte, Verfügungspflichten und Rechtsschutz) als auch für die appellativen 
Teilgehalte von BGE 137 V 210. In BGE 139 V 349 E. 5.2.2.2 erläutert das Bundesgericht 
sodann das genaue Vorgehen. Demnach hat die IV-Stelle der versicherten Person in 
einem ersten Schritt mitzuteilen, dass eine Expertise eingeholt werden solle, wobei 
gleichzeitig die Art der vorgesehenen Begutachtung (poly- oder mono- bzw. bidisziplinär) 
sowie die vorgesehenen Fachdisziplinen und Gutachterfragen bekannt zu geben sind. In 
diesem Stadium kann die versicherte Person erst einmal (nicht personenbezogene) 
materielle Einwendungen gegen eine Begutachtung an sich oder gegen Art oder Umfang 
der Begutachtung vorbringen (Bsp.: unnötige second opinion; unzutreffende Wahl der 
medizinischen Disziplinen). In einem zweiten Verfahrensschritt teilt die IV-Stelle der 
versicherten Person die durch SuisseMED@P zugeteilte Gutachterstelle (bzw. bei mono- 
und bidisziplinären Expertisen die von ihr ausgewählten Gutachter) und die Namen der 
Sachverständigen mit jeweiligem Facharzttitel mit. Mit der Bezeichnung der 
Sachverständigen kommt die Möglichkeit (materieller oder formeller) personenbezogener 
Einwendungen hinzu. Dies bedeutet, dass bei mono- und bidisziplinären Begutachtungen 
im Falle aller zulässigen Einwendungen konsensorientiert vorzugehen ist. Das 
Bundesgericht wiederholte auch in BGE 139 V 349, dass es sich lediglich um eine 
Obliegenheit von IV-Stelle und versicherter Person handelt, eine einvernehmliche 
Gutachtenseinholung anzustreben (vgl. E. 5.2 ff.). Erst wenn eine Einigung ausbleibt, 
ergeht eine (einheitliche) Zwischenverfügung über die Beweisvorkehr an sich 
(Notwendigkeit einer Begutachtung, Beschränkung auf eine oder zwei Fachdisziplinen, 
Bezeichnung der Disziplinen) und die Person der Gutachter (E. 5.2.2.3 mit Hinweis). Ein 
einvernehmliches Vorgehen bringt sicherlich Vorteile und ist demzufolge anzustreben. Ein 
eigentlicher Rechtsanspruch auf eine einvernehmliche Einigung besteht jedoch nicht (vgl. 
BGE 138 V 271 und Urteil BGer 9C_532/2012 vom 14. August 2012).

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4. Unbestritten ist vorliegend die Notwendigkeit einer psychiatrischen Begutachtung. 
Ebenfalls nicht mehr streitig ist, dass die Beschwerdegegnerin neben der psychiatrischen 
Begutachtung auf eine Begutachtung in somatischer Hinsicht verzichtet hat. Streitig ist 
aber die von der Beschwerdegegnerin angeordnete Begutachtung durch Dr. C.________. 
Im Folgenden ist daher zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin mit Zwischenverfügung 
vom 12. November 2019 zu Recht an dem von ihr angekündigten Gutachter festhielt oder 
nicht. Dabei wiederum sind die Einwendungen des Beschwerdeführers hinsichtlich ihrer 
Triftigkeit zu beurteilen. 

4.1 Der Beschwerdeführer macht insbesondere geltend, der beauftragte Gutachter 
Dr. C.________ sei wirtschaftlich von den IV-Stellen abhängig. Begründend führt der 
Beschwerdeführer aus, aus den Zahlungen der Zentralen Ausgleichsstelle (ZAS) an 
Dr. C.________ für Gutachten zuhanden der IV-Stelle Zug ergebe sich, dass kaum ein 
anderer Gutachter – mit Ausnahme von Dr. H.________ – derart viele Aufträge von der 
Beschwerdegegnerin erhalten habe wie Dr. C.________. Eine stark einseitige 
Auftragsvergabe sei gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung indes zu vermeiden 
(BGE 137 V 210 E. 2.4.3). Gesamtschweizerisch sehe das Bild nicht anders aus. Doktor 
C.________ habe zwischen 2012 und 2018 Zahlungen von Fr. 1'886'765.– erhalten und 
gehöre damit auch schweizweit zu den Top-Gutachtern. Aus der Kostenübersicht des BSV 
gehe sodann hervor, dass Dr. C.________ ca. 108 Gutachten pro Jahr bzw. jeden zweiten 
Tag ein Gutachten für die IV-Stellen anfertige, obwohl nicht davon auszugehen sei, dass 
ein Gutachten innerhalb von einem Tag erstellt werden könne. Darüber hinaus werde die 
Behauptung aufgestellt, dass Dr. C.________ zu den restriktivsten und strengsten – um 
nicht das Wort einseitigsten – psychiatrischen Gutachtern überhaupt zähle. Er, der 
Beschwerdeführer, gehe davon aus, dass Dr. C.________ stark unterdurchschnittlich, 
möglicherweise sogar nie eine rentenrelevante Arbeitsunfähigkeit attestiere. Das Ergebnis 
seiner Begutachtung erscheine nicht mehr als offen und vorherbestimmt. 

4.1.1 Vorliegend ist unbestritten, dass der genannte Gutachter von den IV-Stellen viele 
Aufträge erhält und damit in ausgedehnter Weise für Sozialversicherungsträger tätig ist. In 
Anbetracht der Tatsache aber, dass die Auswahl an zertifizierten Versicherungsgutachtern 
in der deutschsprachigen Schweiz wohl nicht allzu gross sein dürfte, überrascht es nicht, 
wenn immer wieder dieselben Gutachter von den Sozialversicherungsträgern beauftragt 
werden und damit auch eine gewisse wirtschaftliche Abhängigkeit zustande kommt bzw. 
besteht. Sodann versteht es sich von selbst, dass möglichst gute und erfahrene Gutachter 
für Fälle beigezogen werden, in welchen die entsprechenden Diagnosen und Einschät-

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zungen umstritten sind. Deswegen aber von einer mangelnden Objektivität bzw. 
Befangenheit zu sprechen, geht nicht an, wie das Bundesgericht in seiner Rechtsprechung 
immer wieder festgestellt hat. Unter dem Gesichtspunkt der wirtschaftlichen Abhängigkeit 
führen nach ständiger und weiterhin geltender Rechtsprechung jedenfalls weder der 
regelmässige Beizug eines Gutachters durch den Versicherungsträger noch die Anzahl 
der bei diesem Arzt in Auftrag gegebenen Gutachten sowie das daraus resultierende 
Honorarvolumen für sich allein genommen zum Ausstand (BGE 137 V 210 E. 1.3.3). Das 
Bundesgericht anerkennt zwar, dass eine stark überproportionale Berücksichtigung 
einzelner Fachärzte im Rahmen von mono- und bidisziplinären Expertisen der 
Gutachtensakzeptanz abträglich ist. Um die Akzeptanz der von der IV-Stelle eingeholten 
Gutachten zu erhöhen, ist gemäss Bundesgericht eine ausgewogene Verteilung der 
Aufträge und die Transparenz über die Auftragsvergabe erwünscht (Urteil BGer 
9C_57/2018 vom 30. August 2018 E. 4.2). Trotz dessen hält das Bundesgericht an seiner 
Praxis fest, wonach eine wiederholte Gutachtertätigkeit für die Sozialversicherungsträger 
keinen Befangenheitsgrund darstellt. Selbst dann nicht, wenn der betreffende Gutachter 
sein Einkommen vollständig durch Gutachtensaufträge der Invalidenversicherung erzielen 
sollte (Urteil BGer 9C_67/2007 vom 28. August 2007 E. 2.4). Vorliegend sind keine 
Gründe ersichtlich, die ein Abweichen von der soeben dargelegten, immer wieder 
bestätigten bundesgerichtlichen Rechtsprechung rechtfertigen würden. Angesichts dessen 
ist ungeachtet der Tatsache, dass Dr. C.________ von den IV-Stellen und insbesondere 
auch von der Beschwerdegegnerin viele Gutachtensaufträge erhält, ein Ausstandsgrund 
nicht gegeben. 

Selbst ein Anstellungsverhältnis eines Arztes zum Versicherungsträger liesse alleine nicht 
auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen. Auch den Berichten 
versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen hat die Rechtsprechung stets 
Beweiswert zuerkannt, sofern keine auch nur geringen Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit 
bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/ee). Wenn Dr. C.________, wie sinngemäss geltend 
gemacht wird, sein Einkommen weitgehend durch Gutachtensaufträge der 
Invalidenversicherung erzielen sollte und insoweit eine wirtschaftliche Abhängigkeit 
bestünde, so mag dies gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung allenfalls im Rahmen 
der Beweiswürdigung zu berücksichtigen sein, indem bereits geringe Zweifel genügen 
könnten, um dem Gutachten von Dr. C.________ den Beweiswert abzusprechen (vgl. 
Urteil BGer 8C_417/2019 vom 29. Oktober 2019 E. 4.2.2 mit Hinweis auf 8C_354/2016 
vom 25. Oktober 2016). Ob diese strengen Anforderungen an die Beweiswürdigung im 

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vorliegenden Fall zum Zug kommen sollen, kann mit Blick auf den momentanen 
Verfahrensstand allerdings offenbleiben.

4.1.2 Soweit der Beschwerdeführer darüber hinaus sinngemäss die Auffassung vertritt, 
die Gutachten von Dr. C.________ müssten als mangelhaft angesehen werden, da er 
praktisch jeden zweiten Tag ein Gutachten anfertige, kann er auch daraus nichts zu 
seinen Gunsten ableiten. Rügen dieser Art, die von der Sorge getragen sind, dass das 
Gutachten mangelhaft sein könnte, sind grundsätzlich anlässlich der Beweiswürdigung im 
Hauptverfahren zu prüfen (BGE 137 V 210 E. 3.4.1.2). Dem Gericht ist jedoch nicht 
bekannt, dass die Gutachten von Dr. C.________ im vorstehenden Sinne mangelhaft 
wären. Vielmehr erwiesen sie sich in der Vergangenheit regelmässig als verwertbar und 
voll beweiskräftig. 

4.1.3 Des Weiteren geht auch die Rüge des Beschwerdeführers, Dr. C.________ sei 
dafür bekannt, stark unterdurchschnittlich, möglicherweise sogar nie eine rentenrelevante 
Arbeitsunfähigkeit zu attestieren, fehl. Zuerst einmal ist nämlich darauf hinzuweisen, dass 
Gutachtern grundsätzlich keine Fälle unterbreitet werden, in welchen eine versicherte 
Person offenkundig vollständig arbeitsunfähig ist, zumal dies bereits die 
Beschwerdegegnerin bzw. der RAD erkennen und entsprechend verfügen würde. Bei 
Fällen, die einem Gutachter unterbreitet werden, dürfte es sich zum einen um solche 
handeln, bei welchen die Einschätzungen der behandelnden Ärzte von derjenigen des 
RAD abweichen, und zum anderen um solche, bei welchen die gesundheitlichen Probleme 
einer versicherten Person nicht objektiviert werden können, bei welchen aber dennoch – 
oder gerade deshalb – ein Gutachten zur definitiven Klärung des Gesundheitszustandes 
bzw. der Arbeitsfähigkeit eingeholt wird. Letztlich entbehrt es somit nicht einer gewissen 
Logik, dass in Gutachten nur selten hohe Arbeitsunfähigkeiten attestiert werden. Dabei ist 
aber auch darauf hinzuweisen, dass den Versicherten eine Arbeitsfähigkeit regelmässig 
nur für leidensangepasste Tätigkeiten attestiert wird. Weiter ist festzuhalten, dass es bei – 
für die versicherte Person – positiven Gutachten grundsätzlich nicht zum Rechtsstreit 
kommt. Es kann offenkundig nicht der Schluss gezogen werden, dass es überhaupt keine 
– für die versicherte Person – positiven Gutachten gibt. 

Den Zweifeln des Beschwerdeführers an der Unabhängigkeit von Dr. C.________ ist im 
Übrigen das Verfahren S 2014 114 entgegenzuhalten. In diesem Verfahren attestierte 
Dr. C.________ der versicherten Person eine Arbeitsunfähigkeit von 47,5 % 
(Arbeitsfähigkeit von sechs Stunden täglich bei einer zusätzlich um 30 % eingeschränkten 

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Leistungsfähigkeit), obwohl sowohl ein zuvor erstelltes Gutachten als auch der RAD von 
einer vollständigen Arbeitsfähigkeit ausgingen. Auch wenn dieses Beispiel für sich allein 
genauso wenig Aussagekraft hat wie die der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers 
bekannten Gutachten, so wird damit doch exemplarisch aufgezeigt, dass der Gutachter 
Dr. C.________ keineswegs voreingenommen ist und sich auch auf einen dem RAD und 
anderen Gutachtern widersprechenden Standpunkt stellt, wenn dies seiner 
Expertenmeinung entspricht. Die Bedenken des Beschwerdeführers an der 
Unabhängigkeit des Gutachters Dr. C.________ erweisen sich daher als unbegründet. 

4.1.4 Aus den soeben dargelegten Gründen (vgl. insbesondere E. 4.1.3 hiervor) ist 
schliesslich auch der Antrag des Beschwerdeführers, wonach die Gutachten bzw. eine 
Übersicht über die attestierten Arbeitsunfähigkeiten und Diagnosen von Dr. C.________ 
zu edieren seien, abzuweisen. Es wird nicht bestritten, dass für die versicherte Person ein 
gewisses Interesse daran besteht, zu wissen, ob ein gewisser Gutachter eher restriktiv 
oder eher grosszügig die Arbeitsfähigkeit festlegt. Dies hat offensichtlich auch die 
Beschwerdegegnerin anerkannt, indem sie im Verfahren V 2018 35 die Beschwerde 
zurückgezogen und sich dazu bereit erklärt hat, jeweils Deckblatt, Diagnose und 
Arbeitsfähigkeit von Gutachten über den gesamthaften Zeitraum vom 10. Mai 2014 bis 
7. März 2018 unter Leistung des entsprechenden Kostenvorschusses herauszugeben. Der 
Beschwerdeführer übersieht jedoch, dass nicht allein aufgrund von statistischen 
Erhebungen auf die Befangenheit eines Gutachters geschlossen werden kann. Wie das 
Bundesgericht dargelegt hat, ist es zwar nicht völlig ausgeschlossen, dass der (Anscheins-
)Beweis einer systematischen Voreingenommenheit eines Experten mittels verlässlicher 
Statistiken über die Gutachtenstätigkeit geführt werden kann. Da jedoch die Schätzung der 
Arbeitsunfähigkeit im Einzelfall nicht mathematisch exakt vorgenommen werden kann, 
sondern Ermessenselemente enthält, wäre bei einer Auswertung der Häufigkeitsverteilung 
der attestierten Arbeitsunfähigkeiten mit einem gewissen Streubereich zu rechnen; 
aussagekräftig könnten daher im Vornherein nur starke Abweichungen sein. Wäre nun 
aber erstellt, dass diese Häufigkeitsverteilung hoch signifikant von den Resultaten anderer 
Gutachtenspersonen abweicht, so würde dies Fragen aufwerfen. Auch beim Nachweis 
einer starken Abweichung könnte allerdings gemäss Bundesgericht nicht direkt auf eine 
Befangenheit der an der Erstellung der Gutachten beteiligten Fachpersonen geschlossen 
werden; vielmehr müsste zunächst noch überprüft werden, ob die Abweichung nicht durch 
andere Faktoren besser erklärbar wäre (Urteil BGer 8C_599/2014 vom 18. Dezember 
2015 E. 6.5). 

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Angesichts des soeben Ausgeführten ist somit nicht ersichtlich, inwiefern mit Angaben 
betreffend attestierte Arbeitsunfähigkeiten und Diagnosen Rückschlüsse auf die 
Befangenheit eines Gutachters gezogen werden könnten. Es würde jedenfalls für den 
vorliegenden Fall keinen relevanten Erkenntnisgewinn bedeuten, wenn bekannt wäre, 
welche Arbeitsunfähigkeiten der vorgesehene Gutachter für die Beschwerdegegnerin 
attestiert hat. Diese Zahlen sind für die vorliegend streitigen Belange schliesslich bereits 
deshalb uninteressant, weil nicht bekannt ist, welche Werte bei einem anderen, aus der 
Sicht des Beschwerdeführers neutralen Gutachters zu erwarten wären. Ohne 
Vergleichsdaten sind die Daten eines einzelnen Gutachters nutzlos (vgl. Urteil BGer 
8C_599/2014 vom 18. Dezember 2015 E. 6.6). Somit erübrigen sich Weiterungen hierzu. 

4.2 Schliesslich lässt der Beschwerdeführer die Durchführung einer 
Instruktionsverhandlung betreffend die Person des Gutachters durch das 
Verwaltungsgericht beantragen. 

Diesem Begehren kann, wie die nachfolgenden Ausführungen zeigen, indes ebenfalls 
nicht entsprochen werden. Denn wie die Beschwerdegegnerin unter Verweis auf die 
bundesgerichtliche Rechtsprechung korrekt ausgeführt hat, handelt es sich lediglich um 
eine Obliegenheit von Beschwerdegegnerin und versicherter Person, eine 
einvernehmliche Gutachtenseinholung anzustreben (BGE 139 V 349 E. 5.2 ff.). Erst wenn 
eine Einigung ausbleibt, ergeht eine Zwischenverfügung über die Beweisvorkehr an sich 
und die Person des Gutachters (BGE 139 V 349 E. 5.2.2.3). Ein eigentlicher 
Rechtsanspruch auf eine einvernehmliche Einigung besteht jedoch nicht. Im vorliegenden 
Fall teilte die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 8. Oktober 
2019 mit, dass die psychiatrische Begutachtung bei Dr. C.________ stattfinde (vgl. IV-
act. 44). Mit dieser Mitteilung bestand für den Beschwerdeführer die Gelegenheit, 
personenbezogene Einwendungen gegen Dr. C.________ vorzubringen. Wie vorstehend 
aufgezeigt, vermochte der Beschwerdeführer mit seinem Einwandschreiben vom 
21. Oktober 2019 (IV-act. 45) keine triftigen Einwendungen gegen die Begutachtung bei 
Dr. C.________ vorzubringen, weshalb es für die Beschwerdegegnerin nachvollziehbar 
und zu Recht keinen Anlass gab, ein Einigungsverfahren durchzuführen bzw. von ihrer 
Wahl Dr. C.________ abzusehen und sich auf einen vom Beschwerdeführer 
vorgeschlagenen Gutachter einzulassen. Selbst wenn ein Einwand begründet wäre, was 
vorliegend aber gerade nicht der Fall ist, so bedeutete dies nicht, dass Gegenvorschläge 
der versicherten Person ohne Weiteres zu folgen wäre. Ansonsten drohte wiederum eine – 
nunmehr freilich unter umgekehrten Vorzeichen – ergebnisorientierte Auswahl der 

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Gutachterstelle (BGE 139 V 349 E. 5.2.1). Vorliegend übersieht der Beschwerdeführer 
also, dass ein Einigungsverfahren nur dann durchzuführen ist, wenn zulässige 
Einwendungen gegen den Gutachter vorliegen. Wenn die versicherte Person trotz des 
Fehlens zulässiger Einwendungen dennoch andere Gutachter vorschlägt, so ist dies nicht 
weiter relevant. Jedenfalls ist es dann nicht an der Beschwerdegegnerin, Einwendungen 
gegen die Vorschläge der versicherten Person zu machen. Aus diesen Gründen erübrigt 
sich die Durchführung einer Instruktionsverhandlung, weshalb der diesbezügliche Antrag 
des Beschwerdeführers abzuweisen ist.

5. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich die Beschwerdegegnerin im 
Verfahren vor Erlass der Zwischenverfügung, d.h. bei der Auswahl von Dr. C.________ 
als Gutachter und bei der Gewährung der Mitwirkungsrechte, an die ständige 
Rechtsprechung des Bundesgerichts (BGE 137 V 210) gehalten hat und in jeder Hinsicht 
korrekt vorgegangen ist. Da der Beschwerdeführer keine zulässigen Einwendungen gegen 
den mit Zwischenverfügung vom 12. November 2019 eingesetzten Gutachter hat 
vorbringen können, ist die angefochtene Zwischenverfügung nicht zu beanstanden, 
weshalb sich die Beschwerde insgesamt als unbegründet erweist und daher 
vollumfänglich abgewiesen werden muss.

6. Gemäss Art. 61 lit. a ATSG sind sozialversicherungsrechtliche Verfahren in der 
Regel kostenlos. In Abweichung davon ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um 
die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen 
Versicherungsgericht kostenpflichtig (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Soweit der Beschwerdeführer 
vorliegend die Auffassung vertritt, es würden keine Gerichtskosten anfallen, da es in casu 
nicht um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen gehe, kann ihm nicht 
gefolgt werden. Ein Blick in die Rechtsprechung zeigt, dass das Bundesgericht – soweit 
ersichtlich – diese Frage bis heute nicht hat entscheiden müssen und in den Kantonen 
eine unterschiedliche Praxis herrscht. Das Bundesverwaltungsgericht schliesslich erhebt 
bei Streitigkeiten wie der vorliegenden Gerichtskosten mit der Begründung, dass die 
Bestimmung der Gutachterstelle und die Bestellung der Gutachter Bestandteil des 
Verfahrens zur Beurteilung des Leistungsanspruchs der versicherten Person bilden 
würden (Urteil BVGer C-2958/2015 vom 8. Juni 2016 E. 5.1). Diese Auffassung, wonach 
die Anordnung einer Begutachtung Bestandteil des Verfahrens zur Beurteilung des 
Leistungsanspruchs ist, entspricht auch der ständigen Praxis des Verwaltungsgerichts des 
Kantons Zug (vgl. zum Ganzen auch Susanne Bollinger, in: Basler Kommentar, 
Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, 2020, Art. 61 N. 19). Das vorliegende 

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Urteil S 2019 171

Verfahren betreffend die diesbezügliche Zwischenverfügung ist dementsprechend 
kostenpflichtig. Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 500.– festzulegen und 
ausgangsgemäss vom Beschwerdeführer zu tragen. Eine Parteientschädigung nach 
Art. 61 lit. g ATSG ist bei diesem Ausgang des Verfahrens nicht auszurichten. 

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Urteil S 2019 171

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Dem Beschwerdeführer wird eine Spruchgebühr von Fr. 500.– auferlegt, welche 
mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet wird.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (im Doppel), an die IV-
Stelle Zug, an das Bundesamt für Sozialversicherungen und zum Vollzug von 
Ziffer 2 im Dispositiv an die Finanzverwaltung des Kantons Zug.

Zug, 16. Juni 2020

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

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