# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 43cd59e3-0cca-5e6c-960c-94b27a720e2f
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-10-31
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 31.10.2016 SB160178
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB160178_2016-10-31.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 

 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB160178-O/U/jv 
 
Mitwirkend: Oberrichter Dr. iur. F. Bollinger, Präsident, Oberrichter lic. iur. 

S. Volken und Oberrichter lic. iur. Ch. Prinz sowie die Gerichts-

schreiberin lic. iur. S. Bussmann 

 
Urteil vom 31. Oktober 2016 

 

in Sachen 
 
A._____,  

Beschuldigte und I. Berufungsklägerin 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 
 

gegen 
 
B._____,  

Privatklägerin und II. Berufungsklägerin (Rückzug) 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ 
 

sowie 
 
Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich,  

vertreten durch Staatsanwalt lic. iur. M. Stammbach, 

Anklägerin 

betreffend  
vorsätzliche Tötung 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 9. Abteilung, vom  
16. März 2016 (DG150181) 

 

 

 

- 2 - 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 26. Juni 

2015 ist diesem Urteil beigeheftet (Urk. 55). 

Urteil der Vorinstanz: 
(Urk. 138 S. 99 ff.) 

"Es wird erkannt: 

1. Die Beschuldigte ist schuldig der vorsätzlichen Tötung im Sinne von Art. 111 StGB. 

2. Die Beschuldigte wird bestraft mit 13 Jahren Freiheitsstrafe, wovon bis und mit heu-

te 700 Tage durch Untersuchungshaft erstanden sind. 

3. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 20. Mai 2014 beschlagnahmten 

CHF 7'500.-- werden zur Deckung der Verfahrenskosten verwendet. 

4. Das Guthaben der Beschuldigten auf dem Konto Nr. … bei der C._____ Bank AG 

wird per sofort beschlagnahmt und nach Eintritt der Rechtskraft zur Deckung der 

Verfahrenskosten verwendet. 

Die C._____ Bank AG wird nach Eintritt der Rechtskraft angewiesen, das Konto zu 

saldieren und den Saldo der Kasse des Bezirksgerichts Zürich zu überweisen. 

5. Das Guthaben der Beschuldigten auf dem Konto Nr. … bei der Bank D._____ AG 

wird per sofort beschlagnahmt und nach Eintritt der Rechtskraft zur Deckung der 

Verfahrenskosten verwendet. 

Die Bank D._____ AG wird nach Eintritt der Rechtskraft angewiesen, das Konto zu 

saldieren und den Saldo der Kasse des Bezirksgerichts Zürich zu überweisen. 

6. Das Guthaben der Beschuldigten auf dem Konto Nr. … bei der E._____ AG wird 

per sofort beschlagnahmt und nach Eintritt der Rechtskraft zur Deckung der Verfah-

renskosten verwendet. 

Die E._____ AG wird nach Eintritt der Rechtskraft angewiesen, das Konto zu sal-

dieren und den Saldo der Kasse des Bezirksgerichts Zürich zu überweisen. 

7. Ein allfälliger Restbetrag nach Tilgung der ihr auferlegten Verfahrenskosten wird 

der Beschuldigten auf ein von ihr zu bezeichnendes Konto überwiesen. 

- 3 - 

8. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 24. August 2015 beschlagnahmten 

Mobiltelefone Sony Ericsson W910i und Sharp GX 30 inklusive zugehöriger Lade-

geräte, lagernd bei der Kasse des Bezirksgerichts Zürich (Sachkaution …), werden 

der Beschuldigten nach Eintritt der Rechtskraft auf erstes Verlangen herausgege-

ben. 

Bei Nichtabholung innert drei Monaten seit Eintritt der Rechtskraft werden diese 

Mobiltelefone samt Zubehör vernichtet. 

9. Die Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin B._____ Schadenersatz von 

CHF 6'385.-- zu bezahlen. 

Im Übrigen wird das Schadenersatzbegehren im Umfang von CHF 2'554.-- ab-

gewiesen und die Privatklägerin B._____ wird mit ihrem Schadenersatzbegehren 

im Mehrbetrag auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen. 

10. Die Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger F._____ Schadenersatz von 

CHF 432.-- zu bezahlen. 

Der Privatkläger F._____ wird mit seinem Schadenersatzbegehren im Mehrbetrag 

auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen. 

11. Die Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin B._____ CHF 8'000.-- als Ge-

nugtuung zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren 

abgewiesen. 

12. Die Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger F._____ CHF 8'000.-- als Ge-

nugtuung zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren 

abgewiesen. 

13. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 10'000.-- ; die weiteren Auslagen betragen: 

Fr. 4'778.85   Kosten der Kantonspolizei  

Fr. 12'000.--   Gebühr Anklagebehörde 

Fr. 
 

75'430.14 
 

  Auslagen Untersuchung 
  (inkl. Blutspurengutachten und zwei Monatsmieten) 

Fr. 63'279.15   amtliche Verteidigung 

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

- 4 - 

14. Die Kosten der Untersuchung, ausgenommen diejenigen für das Blutspurengutach-

ten in der Höhe von CHF 6'883.44 und der Kosten für zwei Monatsmieten für die 

Wohnung des Opfers in der Höhe von CHF 2'554.--, werden der Beschuldigten auf-

erlegt. 

15. Die gemäss Dispositiv-Ziff. 14 nicht der Beschuldigten auferlegten Kosten der Un-

tersuchung im Umfange von CHF 9'437.44 werden auf die Gerichtskasse ge-

nommen. 

16. Die Kosten des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen diejenigen der amtlichen 

Verteidigung, werden der Beschuldigten auferlegt. 

17. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; 

vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO. 

18. Rechtsanwalt lic. iur. X._____ wird für seine Aufwendungen als amtlicher Verteidi-

ger des Beschuldigten (unter Berücksichtigung der bereits erhaltenen Akontozah-

lungen in der Höhe von CHF 26'951.60) mit CHF 36'327.55 (inkl. Mwst.) aus der 

Gerichtskasse entschädigt. 

19. Die Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin B._____ für das gesamte Ver-

fahren eine Prozessentschädigung von CHF 3'272.90 (inkl. Mwst.) zu bezahlen. 

Im Mehrbetrag wird auf ihren Entschädigungsantrag nicht eingetreten. 

20. Die Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger F._____ für das gesamte Ver-

fahren eine Prozessentschädigung von CHF 5'859.60 (inkl. Mwst.) zu bezahlen. 

Im Mehrbetrag wird auf seinen Entschädigungsantrag nicht eingetreten. 

21. (Mitteilungen) 

22. (Rechtsmittel)" 

 

- 5 - 

Berufungsanträge: 
(Prot. II S. 5 ff.) 

a) Der Verteidigung der Beschuldigten: 

 (Urk. 172 S. 1 ff.) 

1. Es sei das Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 16. März 2016 aufzuheben 

und die Beschuldigte A._____ von Schuld und Strafe freizusprechen.  

2. Der Beschuldigten sei eine Prozessentschädigung im Betrag von 

CHF 186'000.– auszurichten.  

3. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 20. Mai 2014 beschlagnahm-

te Barschaft von CHF 7'500.– sei der Beschuldigten auf ihr erstes Verlangen 

herauszugeben. 

4. Die mit Urteil der Vorinstanz vom 16. März 2016 beschlagnahmten Gutha-

ben der Beschuldigten bei der C._____ Bank AG, Bank D._____ AG und 

E._____ AG (Urteil Disp. Ziff. 4-6) seien der Beschuldigten auf ihr erstes 

Verlangen herauszugeben.  

5. Die mit Urteil der Vorinstanz vom 16. März 2016 der Privatklägerschaft  

eingeräumten Schadenersatz- und Genugtuungsansprüche (Urteil Disp. 

Ziff. 9-12) seien aufzuheben (bzw. die von der Privatklägerschaft geltend 

gemachten Zivilansprüche abzuweisen). 

6. Die Kosten des Untersuchungsverfahrens sowie des erst- und zweitinstanz-

lichen Gerichtsverfahrens seien auf die Staatskasse zu nehmen. 

7. Die mit Urteil der Vorinstanz vom 16. März 2016 der Privatklägerschaft zu-

gesprochenen Prozessentschädigungen (Urteil Disp. Ziff. 19-20) seien auf-

zuheben (bzw. die von der Privatklägerschaft geltend gemachten Prozess-

entschädigungen abzuweisen). 

8. Unter ausgangsgemässer Regelung der Kostenfolgen.  

- 6 - 

Für den Fall, dass das Obergericht die Beschuldigte heute nicht freisprechen soll-

te, stellt die Verteidigung folgende  

Eventualanträge: 

9. Die Beschuldigte sei wegen vorsätzlicher Tötung mit einer Freiheitsstrafe 

von max. 7 Jahren zu bestrafen, unter Anrechnung der bereits erstandenen 

Polizei-, Untersuchungs- und Sicherheitshaft.  

10. Es sei der Beschuldigten von den mit Urteil der Vorinstanz vom 16. März 

2016 beschlagnahmten Guthaben bei der C._____ Bank AG, Bank D._____ 

AG und E._____ AG (Urteil Disp. Ziff. 4-6) einen Betrag von mind. 

CHF 25'000.– umgehend auf ein von ihr zu bezeichnendes Konto herauszu-

geben. 

11. Im Übrigen sei das Urteil der Vorinstanz vom 16. März 2016 zu bestätigen. 

12. Unter ausgangsgemässer Regelung der (zweitinstanzlichen) Kostenfolgen. 

b) Der Staatsanwaltschaft: 

(Urk. 174) 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils 

c) Der Vertretung der Privatklägerin 1, RA lic. iur. Y._____: 

(schriftlich, Urk. 140) 

Keine Anträge (Rückzug der Berufung) 

d) Der Vertretung des Privatklägers 2, RA lic. iur. Z._____:  

(schriftlich, Urk. 164) 

 Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils 

- 7 - 

Erwägungen: 

I. Prozessuales 

1. Mit dem eingangs im Dispositiv wiedergegebenen Urteil der Vorinstanz vom 

16. März 2016 wurde die Beschuldigte A._____ anklagegemäss der vorsätzlichen 

Tötung von †G._____ schuldig gesprochen und mit 13 Jahren Freiheitsstrafe be-

straft (Urk. 55 und Urk. 138 S. 99). Gegen diesen Entscheid liessen die Beschul-

digte durch ihren amtlichen Verteidiger mit Eingabe vom Folgetag sowie die Pri-

vatklägerin B._____ durch ihren Rechtsvertreter mit Eingabe vom 21. März 2016 

innert gesetzlicher Frist Berufung anmelden (Art. 399 Abs. 1 StPO; Urk. 123 und 

Urk. 125). Die Berufungserklärung der Verteidigung ging ebenfalls innert gesetzli-

cher Frist bei der Berufungsinstanz ein (Art. 399 Abs. 3 StPO; Urk. 14). Die An-

klagebehörde hat auf Anschlussberufung verzichtet (vgl. Urk. 145; Art. 400 Abs. 2 

f. und Art. 401 StPO). Die Privatklägerin 1 hat ihre Berufung mit Eingabe ihres 

Rechtsvertreters vom 21. April 2016 zurückgezogen (Urk. 140, vgl. Urk. 145). 

Beweisergänzungsanträge wurden im Berufungsverfahren – abgesehen von der 

Einreichung von Unterlagen (Prot. II S. 8) – nicht gestellt (Art. 389 Abs. 3 StPO; 

Urk. 143). Die Verteidigung hat die Berufung in ihrer Berufungserklärung aus-

drücklich nicht beschränkt (Urk. 143; Art. 399 Abs. 4 StPO). Die Anklagebehörde 

beantragt die Bestätigung des angefochtenen Entscheides (Urk. 174).  

2. Demnach ist das vorinstanzliche Urteil in keinem Punkt in Rechtskraft erwach-

sen und im Berufungsverfahren vollumfänglich angefochten (Art. 404 StPO). 

II. Schuldpunkt 

1.1. Die Anklagebehörde wirft der Beschuldigten A._____ in ihrer Anklageschrift 

vom 26. Juni 2015 vor, am 11. März 2014 im Zeitraum zwischen 11.17 und 16.17 

Uhr an der H.______-Strasse … in … Zürich in seiner Wohnung im vierten Stock 

das Opfer †G._____ mit einem unbekannten Gegenstand erschlagen zu haben 

(Urk. 55 S. 2).  

1.2. Die Beschuldigte hat ab initio im gesamten bisherigen Verfahren und auch 

heute die Tat bestritten. Sie sei im Tatzeitraum nicht in der Wohnung des Opfers, 

- 8 - 

sondern vielmehr in ihrer – damaligen – Wohnung an der I._____ … in … Zürich 

gewesen (Urk. 4/1 S. 15; Urk. 114 S. 7; Urk. 171 S. 5, Prot. II S. 14).  

1.3. Die Beschuldigte war seit 2000 die Lebenspartnerin von F._____, dem Sohn 

des Opfers †G._____. Zum näheren persönlichen Umfeld des Opfers gehörten 

weiter dessen Tochter B._____ und deren Lebenspartner J._____. Anklagebe-

hörde und Vorinstanz bezeichnen diesen Personenkreis – zutreffend – als "tatort-

berechtigte Bezugspersonen" (Urk. 138 S. 31), da – einzig – diese über einen 

Schlüssel zur Wohnung des Opfers respektive Zugang zu einem solchen verfüg-

ten. Mit der Verteidigung (Urk. 117 S. 50, Urk. 172 S. 21) ergänzend anzufügen 

ist, dass die Beschuldigte in der ersten Einvernahme erwähnt hatte, dass wäh-

rend ihrer und F._____s Ferienabwesenheit – welche offenbar von Mitte Dezem-

ber 2013 bis am 1. Februar 2013 dauerte (Urk. 5/2/4 S. 5, Urk. 117 S. 50, 

Urk. 172 S. 21) – ein Kollegenpaar von F._____ die Wohnung von †G._____ ge-

putzt habe (Urk. 4/1 S. 10), was im weiteren Verfahren aber von keiner Seite wei-

ter thematisiert wurde. Vor diesem Hintergrund kann letztlich nicht mit Sicherheit 

ausgeschlossen werden, dass dieses Kollegenpaar – zumindest zeitweise – auch 

im Besitz eines Schlüssels war. 

1.4. Allseits anerkanntermassen liegt im vorliegenden Fall kein schlagendes, di-

rektes, objektives, belastendes Beweismittel für die Täterschaft der Beschuldigten 

vor: Es gibt weder ein Geständnis der Beschuldigten, noch einen Tatzeugen noch 

die Beschuldigte als Täterin überführende Spuren am Tatort oder in ihrer – dama-

ligen – Wohnung. Das vorliegende Verfahren ist ein sog. Indizienprozess. Zur 

Problematik der Beurteilung von Indizien in der richterlichen Beweiswürdigung ist 

– zur Vermeidung von Wiederholungen – ein erstes Mal auf die entsprechenden 

theoretischen Erwägungen im angefochtenen Entscheid zu verweisen (Urk. 138 

S. 27 f.; Art. 82 Abs. 4 StPO; vgl. Entscheid des Bundesgerichts 6B_678/2013 

vom 3. Februar 2014 E. 3.3. m.V.). 

1.5. Für die Täterschaft der Beschuldigten liegen in der Tat Indizien vor, was auch 

die Verteidigung anerkennt. In der Folge versucht die Verteidigung, diese belas-

tenden Indizien zu entkräften respektive die Beschuldigte entlastende Indizien ins 

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Feld zu führen, um Zweifel an der Täterschaft der Beschuldigten zu wecken 

(Urk. 117 S. 5 und S. 16; Urk. 172 S. 11 ff.).  

2.1. In concreto ist vorentscheidend, ob von einem unbestimmt grossen, mögli-

chen Täterkreis auszugehen ist, oder ob dieser auf bestimmte Personen begrenzt 

werden kann.  

2.2. Gemäss ihren Aussagen hat B._____ das Opfer am Abend des Tattages ge-

funden. Die Wohnungstüre sei ge-, jedoch nicht verschlossen gewesen; der 

Schlüssel des Opfers habe auf der Innenseite im Türschloss gesteckt. Da  

B._____ (und auch ihr Lebenspartner J._____ zwingend als Täter ausscheiden, 

vgl. nachstehende Erwägungen), ist an dieser Sachdarstellung nicht zu zweifeln 

(Urk. 5/1/1-3).  

Die Anklagebehörde geht davon aus, das vorliegende Spurenbild lasse zweifels-

frei darauf schliessen, dass der Täter sich nicht gewaltsam Zugang zur Wohnung 

von †G._____ verschafft habe, sondern dass das Opfer den Täter in die Woh-

nung eingelassen habe, respektive dieser über einen Schlüssel verfügt habe und 

Wohnungs- und/oder zumindest die Hauseingangstüre selber habe öffnen kön-

nen. Das Opfer habe den Täter gekannt; es liege ein Beziehungsdelikt vor 

(Urk. 115 S. 24 Mitte, Urk. 174 S. 2 ff.).  

2.3. Die Verteidigung macht ausdrücklich nicht geltend, der Täter habe sich ge-

waltsam Zugang zum Tatort verschafft. Der mögliche Täterkreis sei jedoch nicht 

auf die bekannten vier Schlüsselinhaber (Kinder des Opfers sowie deren Partner) 

zu beschränken. Allenfalls habe das Opfer geheime Bekanntschaften gepflegt, so 

z.B. eine sexuelle Affäre oder Kontakte zu Prostituierten. Ferner sei nicht auszu-

schliessen, dass das Kollegenpaar, welches während der Ferienabwesenheit bei 

†G._____ geputzt habe, (noch) über einen Schlüssel verfügte. Ebenso denkbar 

sei, dass sich ein Unbekannter unter einem Vorwand in die möglicherweise un-

verschlossene Wohnung eingeschlichen habe. Allenfalls habe ein Unbekannter – 

ohne Wissen der Kinder des Opfers – über einen weiteren Schlüssel verfügt 

(Urk. 117 S. 46-53, Urk. 172 S. 18-22). 

2.4. Die Vorinstanz hat vorab die notwendigen theoretischen Ausführungen zur 

richterlichen Sachverhaltserstellung (Urk. 138 S. 16-19) und anschliessend eine 

- 10 - 

schon eigentlich beispielhaft gründliche, ausführliche und sorgfältige Beweis-

würdigung angestellt (Urk. 138 S. 20 ff.). Darauf wird im Folgenden wiederholt zu 

verweisen sein.  

2.5. Als B._____ das Opfer fand, war die Wohnungstüre geschlossen, jedoch un-

verschlossen und der Schlüssel des Opfers steckte auf der Innenseite im Tür-

schloss (Urk. 13/2 S. 8). Gewohnheitsmässig und gemäss Absprache mit seinen 

Kindern hielt †G._____ die Wohnungstüre verschlossen und hängte den Schlüs-

sel neben die Türe (vgl. Urk. 138 S. 29 mit Verweisen). Die angetroffene Situation 

lässt nun die folgenden Möglichkeiten offen:  

1) Der Täter wurde vom Opfer eingelassen und das Opfer liess seinen Schlüssel 

an der Türe hängen.   

2) Der Täter öffnete mit einem eigenen Schlüssel die Wohnungstüre und steckte 

beim Verlassen der Wohnung den Schlüssel des Opfers ins Schloss, um die Tat-

sache zu verschleiern, dass er sich mit einem eigenen Schlüssel Einlass ver-

schafft hatte. 

3) Der Täter schlich sich – da sowohl Haus- wie Wohnungstüre entgegen der Re-

gel offen waren – in die Wohnung. 

Version 1 erscheint grundsätzlich als möglich: Dazu ist relevant, dass der getötete 

†G._____ auf dem Sofa sass, mit dem Rücken Richtung Wohnzimmereingang 

(Urk. 13/2); er trug nur Unterwäsche und vor ihm stand auf dem Couchtisch eine 

gefüllte Urinflasche (Urk. 13/2); ein eigentlicher Kampf fand nicht statt, höchstens 

eine schützende Abwehrhaltung des Angegriffenen durch seine Arme oder Hände 

(Urk. 138 S. 30 mit Verweisen) und entgegen der Verteidigung (Urk. 117 S. 39) ist 

mit der Vorinstanz gestützt auf das entsprechende Untersuchungsergebnis auch 

erstellt, dass zahlreiche Schläge von seitlich hinten gegen den Kopf des Opfers 

geführt wurden (Urk. 138 S. 22 mit Verweisen).  

Sollte das Opfer den Täter also selber in die Wohnung gelassen haben, sprechen 

diese Umstände dagegen, dass es sich bei diesem um eine dem Opfer unbe-

kannte Person gehandelt hat: Abgesehen davon, dass †G._____ durch seinen 

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Sohn F._____ generell als "sehr vorsichtig" beschrieben wird (Urk. 5/2/1 S. 9), 

hätte er wohl kaum eine ihm nicht sehr vertraute Person nur in Unterhosen und 

mit einer vollen Urinflasche auf dem Tisch eingelassen. Er hätte sich wohl auch 

kaum auf das Sofa gesetzt und einem Unbekannten vertrauensvoll den Rücken 

zugewandt.  

Version 2 erscheint – entgegen der unbegründet gebliebenen Mutmassung im 

angefochtenen Entscheid (Urk. 138 S. 29 f.) – in jeder Hinsicht plausibel. Es 

spricht nichts dagegen. 

Version 3 schliesslich scheidet – da äusserst unrealistisch – praktisch aus: Ge-

mäss den übereinstimmenden Aussagen der nahen Bezugspersonen des Opfers 

(bereits verwiesen) entsprach diese hypothetische Schliesssituation weder betref-

fend Haus- noch betreffend Wohnungstüre dem Usus. Erstellter- und anerkann-

termassen wurde die Wohnung weder durchwühlt, noch wurden irgendwelche 

Wertgegenstände gestohlen, obschon solche vorhanden waren (Urk. 138 S. 30 f. 

mit Verweisen). Ein Einschleichdieb ist als Täter somit nicht zu vermuten. Auf das 

Opfer wurde sodann mit einer Gewalt eingewirkt, die weit über das Notwendige 

hinausging, um es einfach zu töten (vgl. Urk. 138 S. 30 mit Verweisen; vgl. 

rechtsmedizinisches Gutachten Urk. 10/6 S. 6). Diese Aggressions-Eruption lässt 

in der Tat auf eine sehr hohe und im Tatzeitpunkt unkontrollierte Emotionalität des 

Täters schliessen, was gegen einen Unbekannten als Täter spricht, wie bei-

spielsweise einen Einbrecher, der sich die Flucht sichern oder sich eines Zeugen 

entledigen will. Entsprechend hält auch die Verteidigung dafür, dass die Annahme 

eines Beziehungsdelikts "zugegebenermassen nicht von der Hand zu weisen" sei 

(Urk. 172 S. 11, 13, 18 f.). 

Somit ist davon auszugehen, dass der Täter gemäss Version 1 durch das Opfer 

eingelassen wurde oder gemäss Version 2 über einen eigenen Schlüssel ver-

fügte. Jedenfalls muss es sich um eine dem Opfer gut bekannte, vertraute Person 

gehandelt haben.  

Die Verteidigung mutmasste vor Vorinstanz und auch heute, †G._____ habe al-

lenfalls ein geheimes Doppelleben, so beispielsweise eine sexuelle Affäre, geführt 

- 12 - 

und eine geheime Geliebte oder eine Prostituierte in seine Wohnung eingelassen 

(Urk. 117 S. 51 f., Urk. 172 S. 19 f.). Die Anklagebehörde hat diesen Einwurf 

replicando zu Recht als "Nebelpetarde" bezeichnet (Prot. I S. 22): Das Opfer war 

zum Zeitpunkt seiner Tötung knapp 78 Jahre alt, gesundheitlich massiv ange-

schlagen und stark übergewichtig. Sein Sohn F._____ bezeichnete ihn als ge-

brechlich; er habe zum Atmen ein Sauerstoffgerät und zum Laufen einen Rollator 

benötigt (Urk. 5/2/1 S. 3). Er sass in seiner Unterwäsche und mit einem Schlauch 

an die Sauerstoffanlage angehängt auf dem Sofa, vor sich eine gefüllte Urinfla-

sche (Urk. 13/2). Ihm zu unterstellen, er habe in dieser Verfassung seiner Familie 

komplett verborgen gebliebenen Ausschweifungen gefrönt, ist wohl mehr als un-

realistisch. Hätte er tatsächlich Damenbesuch gehabt, stellte sich auch hier wie-

derum die Frage, weshalb er diesen in einer mehr als zwanglosen, unvorteilhaften 

Aufmachung empfangen hätte, respektive weshalb beispielsweise eine Prostitu-

ierte eine derart hochemotionale und unkontrollierte Gewaltorgie veranstalten soll-

te. Gleiches hat in Bezug auf das Kollegenpaar von F._____ zu gelten, das ge-

mäss der Darstellung der Beschuldigten während ihrer und F._____s Ferienab-

wesenheit die Wohnung von †G._____ geputzt haben soll. Die weitere – um bei 

der Formulierung der Anklagebehörde zu bleiben – Nebelpetarde, †G._____ habe 

ominösen Umgang mit iranischen Telefonverbindungen gepflegt (Urk. 117 S. 50 

f.), erwies sich umgehend als Rohrkrepierer, da es sich dabei nicht um iranische 

Anschlüsse, sondern vielmehr um lapidare Rufumleitungsnummern handelte 

(Urk. 138 S. 44 f. mit Verweisen). Die Vorinstanz hat die Darstellungen des in der 

Untersuchung ausnahmslos befragten – überschaubaren – sozialen Umfelds von 

†G._____ detailliert wiedergegeben und daraus korrekt geschlossen, es lägen 

keinerlei Hinweise für eine Dritttäterschaft vor. Die wenigen sozialen Kontakte, die 

†G._____ unterhielt (im Übrigen seit vielen Jahren immer mit denselben Perso-

nen), erfolgten ausserhalb seiner Wohnung (Urk. 138 S. 42 f.). Die Verteidigung 

ist in keiner Weise in der Lage, ein gespanntes Verhältnis des Opfers jedwelcher 

Art zu irgendjemanden auch nur ansatzweise zu substantiieren. Sie gibt dies auch 

unumwunden zu (Urk. 117 S. 48). Sie wirft vielmehr einfach pauschal in den 

Raum: "Wir wissen nicht, ob †G._____ irgendwelche Feinde hatte" (Urk. 117 

S. 52). Solches ist jedoch wie erwogen schlicht auszuschliessen.  

- 13 - 

Entgegen der Verteidigung gibt es somit keine "unbestimmte Zahl von möglichen 

Tätern" (Urk. 117 S. 48). Der mögliche Täterkreis beschränkt sich auf die "tatort-

berechtigten Bezugspersonen". Unbegründet ist der Einwand der Verteidigung, 

wonach es nicht weiter erstaunlich sei, dass es am Schluss keine Hinweise auf 

eine Dritttäterschaft geben könne, wenn man entsprechenden Hinweisen nicht 

einmal ansatzweise nachgehe (Urk. 172 S. 22). Zwar trifft es zu, dass aufgrund 

der Darstellung der Beschuldigten anlässlich der ersten polizeilichen Einver-

nahme zumindest nicht auszuschliessen ist, dass das Kollegenpaar von F._____, 

welches offenbar während der Ferienabwesenheit der Beschuldigten sowie 

F._____s die Wohnung geputzt hatte, möglicherweise über einen Schlüssel ver-

fügt haben könnte, wenn dies auch als eher unwahrscheinlich zu gelten hat, zu-

mal auch F._____ in seinen Einvernahmen konstant angegeben hatte, dass nur 

Personen aus dem engen Familienkreis über einen Schlüssel verfügten 

(Urk. 5/2/1 S. 5, Urk. 5/2/4 S. 9). Wie gesehen fällt das Kollegenpaar als mögliche 

Täterschaft aber schon deshalb ausser Betracht, weil aufgrund der Tatsituation 

(Gewaltexzess, spärliche Bekleidung des Opfers, Urinflasche auf dem Tisch, Po-

sition des Opfers auf dem Sofa sitzend mit dem Rücken Richtung Wohnzimmer-

eingang, keine Anzeichen für eine Kampfsituation) von einem Beziehungsdelikt 

auszugehen ist. Vor diesem Hintergrund ist nicht zu beanstanden, dass dem ein-

maligen Hinweis auf das Kollegenpaar nicht näher nachgegangen worden ist und 

erscheint es mit der Staatsanwaltschaft konstruiert, wenn die Verteidigung daraus 

eine mögliche Dritttäterschaft ableiten will, zumal sie es auch selbst unterlassen 

hat, diesem Hinweis in irgendeiner Form nachzugehen bzw. diesbezüglich Ergän-

zungsfragen oder Beweisanträge zu stellen (Prot. II S. 10). 

Mithin beschränkt sich der mögliche Täterkreis auf die "tatortberechtigten Be-

zugspersonen" aus dem engen Familienkreis des Opfers. Von diesen Personen 

verfügen alle ausser der Beschuldigten, nämlich F._____, B._____ und J._____, 

betreffend den gesamten möglichen Tatzeitraum über ein Alibi (vgl. Urk. 138 

S. 31-33 mit Verweisen), was auch die Verteidigung nicht bestreitet (Urk. 117 

S. 47, Urk. 172 S. 14). Anerkanntermassen kann "als einzige" die Beschuldigte 

"für einen Teil des möglichen Tatzeitraums unglücklicherweise kein Alibi vorwei-

sen" (Urk. 117 S. 16 ff.; S. 47; Urk. 172 S. 14). 

- 14 - 

Gemäss medizinischem Gutachten wurde †G._____ am Tattag zwischen 11'17 

und 16'17 Uhr getötet (Urk. 10/6 S. 5). Der langjährige Lotto-Freund K._____ hat-

te am Tattag – wie jeden Dienstag – eine Verabredung mit dem Opfer im Restau-

rant "…", zu welcher dieses nicht erschien, weshalb K._____ ca. um 15'30 Uhr an 

der Haustüre an der H.______-Strasse … klingelte, jedoch keine Antwort erhielt 

(Urk. 6/3). Dies lässt darauf schliessen, dass †G._____ um diese Zeit wohl bereits 

tot war. Die Verteidigung macht geltend, die Beschuldigte hätte nicht vor 12'52 

Uhr am Tatort sein können (Urk. 117 S. 18 f.). Die Vorinstanz geht davon aus, die 

Beschuldigte verfüge "für den Nachmittag des 11. März 2014 ab ca. 13 Uhr über 

kein Alibi" (Urk. 138 S. 36). 

Für die vorliegend in concreto zu erfolgende Beurteilung ist im Übrigen der dies-

bezügliche Verweis der Vorinstanz auf eine Statistik, wonach 70% der Opfer von 

Tötungsdelikten den Täter kannten (Urk. 138 S. 28), eigentlich irrelevant.  

3. Nebst dem vorstehend abgehandelten, zentralen Indiz der Tatortsituation und 

der daraus abgeleiteten Feststellung, dass von einem Beziehungsdelikt auszuge-

hen und die Täterschaft eines unbekannten Dritten auszuschliessen ist, liegen 

weitere belastende Indizien gegen die Beschuldigte vor:  

3.1. Die Vorinstanz hat sich äusserst detailliert mit den Aussagen der Beschuldig-

ten, wie sie sie im gesamten Verfahren deponiert hat, auseinandergesetzt 

(Urk. 138 S. 36-42 und S. 45-59) und zusammengefasst geschlossen, das Aus-

sageverhalten der Beschuldigten sei mit Widersprüchen und Ungereimtheiten ge-

spickt und mehrfach dem jeweils aktuellen Beweisergebnis angepasst worden 

(Urk. 138 S. 59).  

Auch wenn die Verteidigung die Aussagen der Beschuldigten vor Vorinstanz noch 

als "in zahlreichen Einvernahmen im Kerngehalt durchaus konstant und schlüs-

sig" bezeichnet hatte (Urk. 117 S. 10), stellte sie anlässlich der Berufungs-

verhandlung nicht in Abrede, dass es im Verlaufe der zahlreichen Einvernahmen 

der Beschuldigten zu einigen Ungereimtheiten und Widersprüchen gekommen sei 

und einzelne Aussagen der Beschuldigten durch die TK-Ergebnisse widerlegt 

werden konnten (Urk. 172 S. 23, 28). Dabei wird konzediert, dass es mit Bezug 

- 15 - 

auf die Ereignisse vom Vortag des Tattages "einige Abweichungen" gäbe und sie 

vorerst bestritten habe, am Vortag der Tat das Opfer angerufen zu haben 

(Urk. 117 S. 11, Urk. 172 S. 23). Die Ungereimtheiten seien eine Folge des  

Suizidversuchs sowie des Medikamentenkonsums; die anschliessende Aus-

sageverweigerung sei "legitim und nachvollziehbar" (Urk. 117 S. 10; Urk. 172 

S. 23 f., 28).  

Zutreffend ist, dass die Aussageverweigerung, wie sie die Beschuldigte ab Ende 

ihrer zweiten Befragung wiederholt an den Tag gelegt hat, "legitim", d.h. strafpro-

zessual zulässig, ist (Art. 158 Abs. 1 lit. b StPO). Nachvollziehbar ist sie mitnich-

ten und die Verteidigung begründet auch nicht, weshalb dies so sein sollte: Die 

Beschuldigte hätte auf Vorhalt von bisherigen Widersprüchen und Unklarheiten 

vielmehr die Gelegenheit gehabt, diese aufzuklären; vorausgesetzt, es hätte dafür 

eine plausible Klärungsmöglichkeit gegeben. Mit der Verweigerung der Aussage 

begann die Beschuldigte auffälligerweise nach einem ersten zusammenfassen-

den Vorhalt des aktuellen Ermittlungsergebnisses, verbunden mit der Frage, ob 

sie nun nicht die Wahrheit sagen wolle (Urk. 4/2 S. 22). 

Die Vorinstanz hat detailliert aufgezeigt, dass die Beschuldigte zu Beginn der Un-

tersuchung wahrheitswidrig bestritt, sich am Vorabend der Tat in der Nähe des 

Wohnortes des Opfers aufgehalten und diesen am Tat-Vortag auch telefonisch 

kontaktiert zu haben (Urk. 138 S. 45-51). Dies lässt mit der Vorinstanz und entge-

gen der Verteidigung zweifellos darauf schliessen, dass die Beschuldigte sich 

bemühte, mit †G._____ möglichst nicht in Zusammenhang gebracht zu werden 

und ihre tatsächlich kurz vor dessen Tod stattgefundenen Kontakte zu minimieren 

(Urk. 138 S. 45). Die Verteidigung führte aus, es sei nicht nachvollziehbar, wes-

halb die Untersuchungsbehörde auf den Geschehnissen des Vorabends der Tat 

"herumhacke", die Tat habe ja erst am 11. März 2014 nach 11'17 Uhr stattgefun-

den. Aus dem Umstand, dass sich die Beschuldigte am Vorabend während 50 

Minuten in relativer Nähe des Tatortes aufgehalten habe, ergäbe sich keine Be-

lastung (Urk. 117 S. 30 und 32). Natürlich ist eine Person, die sich am Vorabend 

einer Tat in der Nähe des Tatortes aufhält, nicht per se als Täter überführt. Wenn 

in concreto die Beschuldigte jedoch zuerst solches leugnet (in Verbindung mit 

- 16 - 

dem ebenfalls geleugneten Anruf offensichtlich mit dem Motiv, eine nicht dagewe-

sene innere Distanz zum Opfer vorzugeben), und wenn der Zweck dieses Aufent-

halts in der Nähe des Tatortes dann in keiner Weise plausibel gemacht wird (was 

wiederum das anfängliche Bestreiten und folgende Lavieren erklärt), ist dies ent-

gegen der Verteidigung äusserst suspekt!  

In der Folge hat die Vorinstanz wiederum in allen Details herausgearbeitet, dass 

die Angaben der Beschuldigten zu den Umständen ihrer Schlaftabletten-

Einnahme widersprüchlich sind und augenfällig darauf abzielen, ihr für den 

Nachmittag des Tattages ein Alibi zu verschaffen (Urk. 138 S. 51-56).  

Entgegen der Verteidigung lässt sich dieses durch Widersprüche geprägte Aus-

sageverhalten der Beschuldigten nicht durch eine Beeinträchtigung des Erinne-

rungsvermögens durch die Einnahme von Benzodiazepinen erklären. Es mag 

zwar zutreffen, wenn die Verteidigung – unter Verweis auf einen Online-Bericht 

von Prof. L._____ (Urk. 173/4 S. 6) sowie eines Wikipedia Artikels zur anterogra-

den Amnesie (Urk. 173/5) – geltend macht, dass Benzodiazepine bekannt dafür 

seien, dass sie Gedächtnislücken verursachten und gelegentlich gar zu Gedächt-

nisirrtümern sowie Konfabulationen führen könnten (Urk. 172 S. 29 ff.). Dadurch 

lässt sich aber nicht erklären, weshalb die Beschuldigte die Vorkommnisse vom 

10. und 11. März 2014 über Monate hinweg immer wieder anders schilderte. So 

passte sie beispielsweise auch ihr Aussageverhalten hinsichtlich der Frage, ob sie 

am Tattag Besuch erhalten habe, immer wieder an das Untersuchungsergebnis 

an. Gemäss den glaubhaften Aussagen von M._____, welche überdies mit den 

Ergebnissen der rückwirkenden Teilnehmeridentifikation vereinbar sind, ist davon 

auszugehen, dass M._____ am 11. März 2014 – auf Ersuchen seiner Mutter – 

zweimal (einmal um ca. 11:30 Uhr und dann nochmals um 16:30 Uhr) bei der Be-

schuldigten vorbeigegangen ist, um nach ihr zu schauen (Urk. 138 S. 40 ff. mit 

Verweis auf Urk. 6/9 S.5, Urk 6/10 S. 7). Am 12. Juni 2014 dazu befragt, erklärte 

die Beschuldigte zunächst, am Tattag überhaupt keinen Besuch erhalten zu ha-

ben. Auf erneute Frage und mit der Aussage von M._____ – wonach er bei ihr 

gewesen sei und sie aus dem Fenster geschaut habe – konfrontiert, erklärte sie 

dann, dass sie ja gesagt habe, nicht mehr zu wissen, wann er bei ihr gewesen sei 

- 17 - 

(Urk. 4/5 S. 7, 13) und auch am 3. Juli 2014 erklärte sie, nicht mehr zu wissen, ob 

M._____ am 10. oder 11. März 2011 vorbeigekommen sei (Urk. 4/6 S. 12). Erst 

nach Konfrontation mit den Aussagen von N._____, welcher – gemäss den über-

einstimmenden Aussagen von N._____ und M._____ (Urk. 6/18 S. 2; Urk. 6/19 

S. 3 f., 5; Urk. 6/9 S. 5; Urk. 6/10 S. 8) – zusammen mit seinem thailändischen 

Sohn und M._____ am späten Nachmittag vom 11. März 2011 vorbeigeschaut 

hat, erwähnte die Beschuldigte, dass sie an jenem Nachmittag gehört habe, dass 

jemand an ihrer Türe geklingelt habe, sie jedoch nicht rechtzeitig habe öffnen 

können, da sie auf dem WC gewesen sei (Urk. 4/8/8). Damit passte sie ihre Aus-

sagen betreffend den Besuch bzw. die Besuche von M._____ dreimal an das je-

weilige Untersuchungsergebnis an, wobei die letzte Version dann aber nicht mehr 

in Einklang mit ihren – ebenso nicht konstanten – Aussagen betreffend den Zeit-

punkt der Tabletteneinnahme am späteren Vormittag, Mittag oder frühen Nachmit-

tag zu bringen sind. Bei der geltend gemachten Überdosis von 100 bis 150 

Schlaftabletten hätte die Beschuldigte am späten Nachmittag die Türklingel jeden-

falls sicher nicht mehr gehört (Urk. 138 S. 54 f. mit Verweisen).  

Mit der Vorinstanz (Urk. 138 S. 57-59) immerhin bemerkenswert ist sodann die 

Tatsache, dass bei der Beschuldigten anlässlich ihrer Verhaftung Handnotizen si-

chergestellt wurden, mittels welchen sie in Frage- und Antwortform die bisherigen 

Einvernahmen festhielt (Anhang zu Urk. 4/10). Wer aus dem Gedächtnis heraus 

tatsächlich Erlebtes und Vorgefallenes schildert, braucht keine Notizen. Insbe-

sondere braucht er auch kein Memo dazu, was er auf welche Fragen geantwortet 

hat. Dies ist vielmehr das Vorgehen eines Befragten, der eine Geschichte zum 

Besten gegeben hat und befürchtet, sich in einer weiteren Befragung in Wider-

sprüche zu verstricken (was ja denn wie erwogen auch geschah), da er sich ja 

nicht an Erlebtes erinnern kann, sondern bestenfalls an seine früheren Aussagen.  

3.2. Mit der Darstellung der Anklagebehörde und der Vorinstanz und entgegen 

der Verteidigung ist ein aggressives Verhalten der Beschuldigten nicht nur gegen 

sich selber, sondern auch gegen andere Personen sodann alles andere als per-

sönlichkeitsfremd: Die Beschuldigte war von 1988 bis 1992 mit M._____ verheira-

tet (Urk. 6/10 S. 3). Im Jahr 1991 befand sich die Beziehung in der Auflösung, die 

- 18 - 

Ehe sollte geschieden werden. Im Rahmen einer geplanten Unterzeichnung der 

Scheidungskonvention schlug die Beschuldigte dem damaligen Noch-Ehemann 

M._____, welcher sich anschickte, sie zu verlassen, von hinten mit der scharfen 

Kante eines Gemüsemessers auf den Kopf. Dies gesteht die Beschuldigte aus-

drücklich ein (Urk. 4/5 S. 13). Sie wurde dafür rechtskräftig wegen Körperverlet-

zung verurteilt (Beizugsakten Urk. 25/3). Der Einwand der Verteidigung, dieser 

Angriff der Beschuldigten habe nichts mit der Trennung oder Scheidung zu tun 

gehabt und sei lediglich eine Reaktion auf einen Schlag von M._____ gewesen 

(Urk. 117 S. 34, Urk. 172 S. 32 f.), ist unbehelflich: Die Beschuldigte schlug 

M._____ mit einem gefährlichen Gegenstand von hinten auf den Kopf und die vo-

rausgegangene Auseinandersetzung hatte ihren Ursprung eindeutig in der Auflö-

sung der Beziehung. Ebenso unbehelflich ist die Behauptung, es gäbe keine Pa-

rallele zur heutigen Tat, da †G._____ nicht von hinten auf den Kopf geschlagen 

worden sei (Urk. 117 S. 39). Wie bereits vorstehend erwogen, ist diese Behaup-

tung durch das Untersuchungsergebnis des IRM klar widerlegt (vgl. Urk. 10/6).  

Im Folgenden war die Beschuldigte mit O._____ verheiratet. Kurz nach der Auflö-

sung dieser Ehe schoss die Beschuldigte mit einem Revolver in Richtung des auf 

der Toilette sitzenden Ex-Ehemannes und verfehlte diesen nur knapp. Es resul-

tierte im Jahr 1998 eine rechtskräftige Verurteilung wegen Gefährdung des Le-

bens (Beizugsakten, Urk. 69). Gemäss Verteidigung sei der Grund für die 

Schussabgabe nicht die Auflösung der Ehe durch O._____ gewesen (Urk. 117 

S. 35 und S. 37, Urk. 172 S. 33 f.). Wenn die Beschuldigte kurz nach Auflösung 

der Ehe unvermittelt in Richtung des auf der Toilette sitzenden Ex-Manns 

schiesst, ist jedoch schwerlich ein anderes Motiv denkbar als unverarbeitete Diffe-

renzen im Zusammenhang mit der problembeladenen Ehe und deren Auflösung. 

Auffällig ist auf jeden Fall die absolut überschiessende Handlungsweise der Be-

schuldigten! 

Der erste Ehemann M._____ bezeichnete die Beschuldigte in der Untersuchung 

als liebevoll, fürsorglich, häuslich, hilfsbereit, fleissig und freundlich, bei Mei-

nungsdifferenzen jedoch als gewalttätig, jähzornig, unbeherrscht und stark eifer-

süchtig (Urk. 6/9 S. 3). F._____ beschrieb sie als zurückhaltend, ruhig und ange-

- 19 - 

nehm, sie habe jedoch wegen Kleinigkeiten aufbrausend und aggressiv werden 

können und sich habe sich nicht mehr unter Kontrolle gehabt (vgl. Urk. 138 S. 61 

mit zahlreichen Verweisen; statt vieler: Urk. 5/2/2 S. 8). Es gibt entgegen der Ver-

teidigung (Urk. 117 S. 15) keinen Grund, an der Beschreibung von M._____ zu 

zweifeln; diejenige von F._____ kritisiert die Verteidigung nicht (Urk. 117 S. 12 ff.).  

Schliesslich wurde die Beschuldigte in der Untersuchung forensisch-psychiatrisch 

begutachtet: Der Gutachter attestierte der Beschuldigten nach ausführlicher Ex-

ploration neben einer depressiven Symptomatik ein eingeschliffenes Verhaltens-

muster, in Trennungssituationen gewalttätig zu werden, was sich – ausdrücklich 

ohne Berücksichtigung des vorliegend zu beurteilenden Tötungsdelikts – vor  

allem in kurzschlüssigen (impulsiven) Handlungsbereitschaften mit der Ausblen-

dung von rechtlichen Konsequenzen geäussert habe (Urk. 52/8/1 S. 71).  

Vor diesem Hintergrund wirkt sich die deliktische Vorgeschichte der Beschuldig-

ten entgegen der Behauptung der Verteidigung natürlich sehr wohl und zwar 

massiv belastend für die Beschuldigte aus. Dass die zwei Verurteilungen lange 

Zeit zurückliegen, hilft ihr dabei nicht (Urk. 117 S. 41, Urk. 172 S. 35): Die Be-

schuldigte befand sich ja die letzten 14 Jahre vor der Tat in einer konstanten Be-

ziehung und war somit nicht dem Stress einer Trennung ausgesetzt. Sie hatte 

über viele Jahre gar keinen Anlass, in das ihr fachärztlich als typisch attestierte 

Verhaltensmuster, in Trennungssituationen aggressiv zu werden, zu verfallen. 

Immerhin hat aber auch F._____ ausgesagt, sie habe gegen Ende der Bezie-

hung, als die Spannungen sich mehrten, begonnen, sich aggressiv und un-

kontrolliert zu verhalten (Urk. 5/2/4 S. 4 f.).  

3.3. Ergänzend hinzuzufügen ist das folgende belastende Indiz: Gemäss der ärzt-

lichen Beurteilung der tödlichen Verletzungen, die †G._____ zugefügt wurden, 

war das Tatwerkzeug mutmasslich ein Hammer mit 3,5 cm Kantenlänge 

(Urk. 10/6 S. 7). F._____ war sich zwar nicht "zu 100% sicher", aber es "war ihm 

so", dass es vor der Tat im Putzschrank der Wohnung des Opfers einen Hammer 

hatte (Urk. 5/2/4 S. 10). Die Beschuldigte putzte einmal wöchentlich die Wohnung 

des Opfers und kannte daher fraglos auch den Putzschrank und dessen Inhalt.  

- 20 - 

4.1. Die Verteidigung macht geltend, die Beschuldigte habe im Verlauf der viel-

jährigen Bekanntschaft mit dem Opfer nie eine Auseinandersetzung oder irgend-

welche Streitigkeiten gehabt. Sie habe nicht den geringsten Anlass gehabt, 

†G._____ etwas anzutun (Urk. 117 S. 37, Urk. 172 S. 35). F._____ hat rundweg 

bestätigt, dass zwischen †G._____ und der Beschuldigten kein Streit bestand 

(Urk. 5/2/2 S. 5). F._____ sagte hingegen aus, er habe dem Opfer mitgeteilt, dass 

er sich von der Beschuldigten trennen wolle. †G._____ habe ihm beigepflichtet; er 

sei auf seiner – F._____s – Seite gewesen (Urk. 5/2/1 S. 6). †G._____ habe ihm 

gegenüber bestätigt, er wisse schon lange, dass die Beschuldigte nicht gut zu 

F._____ sei, es sei halt eine Thailänderin (Urk. 5/2/2 S. 5). Es gäbe – so die 

Äusserung von †G._____ – nur eines, Trennen, die Wohnung auflösen und die 

Beschuldigte soll entweder zurück nach Thailand oder zum Sozialamt gehen 

(Urk. 5/2/2 S. 18). F._____ konnte sich auch vorstellen, dass die Beschuldigte das 

Gespräch mit dem Opfer gesucht habe (Urk. 5/2/2 S. 18). B._____ sagte aus, das 

Opfer habe sie am Vormittag des Tatvortages angerufen und erzählt, die Be-

schuldigte habe ihn angerufen und wegen der Trennungsabsicht von F._____ mit 

Selbstmord gedroht. †G._____ habe sie gefragt, ob er mit der Beschuldigten dar-

über sprechen solle. Sie habe ihm davon abgeraten, da er eine kühle und direkte 

Art gehabt habe. Er habe gesagt, man solle die Wohnung auflösen, sich trennen 

und zum Sozialamt gehen, wenn man finanziell nicht klarkomme. Sie, B._____, 

sei zwar auch "der härtere, direkte Typ", aber so etwas hätte sie nie gesagt 

(Urk. 5/1/2 S. 3 und S. 8; Urk. 5/1/3 S. 6). 

†G._____ hiess somit die Trennungsabsicht seines Sohnes F._____ zumindest 

gut oder unterstützte sie sogar. Natürlich ist offen, was allenfalls bei einem Be-

such der Beschuldigten in der Wohnung des Opfers vor dessen Tötung bespro-

chen wurde und wie genau sich das Opfer allenfalls geäussert hat. Falls sich 

†G._____ jedoch in seiner nüchternen, wenig empathischen Art dahingehend 

äusserte, dass die Trennung durch F._____ eine zu akzeptierende Tatsache sei, 

wäre es nicht persönlichkeitsfremd, wenn die Beschuldigte eruptiv einen grossen 

Hass auf †G._____ empfunden hätte und unkontrolliert gegen diesen aggressiv 

geworden wäre. Ein allenfalls sehr spontan entstandenes Motiv zur Tötung des 

Opfers ist somit entgegen der Verteidigung in keiner Weise realitätsfremd.  

- 21 - 

4.2. Nicht zielführend ist die weitere Bemerkung der Verteidigung, anlässlich der 

beiden zurückliegenden Trennungen habe sich die Beschuldigte aggressiv direkt 

gegen den jeweiligen Ex-Partner und nicht gegen einen Dritten verhalten 

(Urk. 117 S. 37, Urk. 172 S. 36). F._____ reiste nach der Eröffnung der Trennung 

nach P._____ und bestätigte diese telefonisch aus der Distanz. Er war für eine 

physische Konfrontation somit gar nicht erreichbar. Es ist heute müssig darüber 

zu spekulieren, was passiert wäre, wenn am 11. März 2014 der die Beschuldigte 

verlassende Lebenspartner F._____ nicht in P._____, sondern zuhause in Zürich 

gewesen wäre. Immerhin hat die Beschuldigte im Streit auch gegenüber F._____ 

geäussert, sie hätte am liebsten, wenn er tot wäre (Urk. 5/2/2 S. 4).  

4.3. Die Verteidigung machte weiter geltend, die Beschuldigte habe bis zu ihrer 

Verhaftung keinerlei Anstalten zur Flucht ins Ausland gemacht und während des 

Klinikaufenthaltes sogar von sich aus die Polizei kontaktiert (Urk. 117 S. 41 ff., 

Urk. 172 S. 39 ff.). Die Vorinstanz hat hiezu erwogen, dass die Beschuldigte nach 

der Tat hohe Geldbeträge von der Bank abgehoben und teilweise nach Thailand 

verschoben hat, ohne dafür eine plausible Erklärung liefern zu können (Urk. 114 

S. 13 f.; Urk. 138 S. 63 f.). Selbst wenn der Vorwurf des Fluchtversuchs – mit der 

Staatsanwaltschaft (Prot. II S. 11) – etwas konstruiert erscheinen mag, vermag 

dies die Beschuldigte aber auch nicht zu entlasten. Telefonate mit der Polizei mit 

rein organisatorischem Inhalt indizieren sodann ihre Unschuld in keiner Weise 

(vgl. Urk. 138 S. 66). Vielmehr hat sich die Beschuldigte so verhalten, wie jemand, 

der sich nicht verdächtig machen will.  

4.4. Schliesslich legt die Verteidigung grössten Wert darauf, dass der Beschuldig-

ten aufgrund der festgestellten Randdaten ihres Mobiltelefons nicht nachgewiesen 

werden kann, dass sie sich am Tattag in der Nähe des Tatortes befunden habe. 

Die entsprechenden Daten würden vielmehr belegen, dass sich das Mobiltelefon 

in jener Zeit, für welche die Beschuldigte kein Alibi aufweise, in ihrer Wohnung an 

der I._____ … befunden habe (Urk. 117 S. 20, Urk. 172 S. 15). Die ganzen Mut-

massungen, die die Verteidigung für den Tat- sowie den Folgetag im Zusammen-

hang mit dem Mobiltelefon der Beschuldigten anstellt (Urk. 117 S. 19 ff.), sind irre-

levant und gehen an der Sache vorbei: Es liegen tatsächlich keine Antennen-

- 22 - 

standort-Belege vor, welche die Beschuldigte überführen würden, sich am Tattag 

in der Nähe des Tatortes aufgehalten zu haben. Dieser Beweis ist durch andere 

Beweismittel und Indizien zu führen (wie in den vorstehenden Erwägungen aus-

führlich geschehen). Selbst wenn sich das Mobiltelefon jedoch den ganzen 

Nachmittag des Tattages – ob ein- oder ausgeschaltet – in der Wohnung an der 

I._____ … befand, widerlegt dies natürlich in keiner Weise, dass sich die Be-

schuldigte in diesem Zeitraum zum Tatort begeben hat. Ebenso wenig beweist es, 

dass sich die Beschuldigte die ganze massgebliche Zeitspanne in der Wohnung 

aufgehalten hat.  

5.1. Die Vorinstanz hat zum Abschluss ihrer Beweiswürdigung zusammengefasst 

erwogen, mit Blick auf die erörterte Indizienlage spreche alles für und nichts ge-

gen die Berechtigung des Anklagevorwurfs. Die Situation am Tatort sowie die 

Schliessverhältnisse sprächen deutlich dafür, dass das Opfer die Täterschaft ge-

kannt habe. Die Beschuldigte als langjährige Freundin des Sohnes von †G._____ 

habe ihn nicht nur gekannt, sondern auch über einen Schlüssel zu seiner Woh-

nung verfügt. Die Beschuldigte verfüge als einzige Schlüsselinhaberin nicht für 

den ganzen verfahrensrelevanten Zeitraum von 11.17 Uhr bis 16.17 Uhr am 

11. März 2014 über ein Alibi. Verstärkt werde diese Wirkung durch ihr Verhalten 

im Verfahren (insbesondere ihre in mehrfacher Hinsicht widersprüchlichen, teil-

weise dem Beweisergebnis angepassten, teilweise schlicht wahrheitswidrigen 

Angaben sowie das Vorhandensein von Handnotizen über ihre in der allerersten 

Einvernahme gemachten Kernaussagen, an denen sie im weiteren Verlauf der 

Untersuchung jedoch nicht festhalten konnte), das ungleich besser zu einer Per-

son passe, die etwas zu verbergen habe, als zu jemandem, der immer die Wahr-

heit gesagt habe. Als weiterer für die Beschuldigte belastender Umstand habe die 

Beschuldigte bereits früher bei Beziehungsproblemen, namentlich in vergleich-

baren Trennungssituationen ein gewalttätiges Verhalten an den Tag gelegt. Die 

Tat sei somit persönlichkeitsadäquat. Ferner fehlten jegliche Hinweise auf eine 

Dritttäterschaft und das Nachtatverhalten der Beschuldigten sei mit einer Flucht-

vorbereitung vereinbar. In Würdigung des gesamten Beweisergebnisses ergäben 

sich keine vernünftigen Zweifel daran, dass die Beschuldigte †G._____ getötet 

habe, indem sie am Nachmittag des 11. März 2014 mit einem stumpfen Gegen-

- 23 - 

stand zahlreiche Male massiv auf seinen Kopf geschlagen habe. Die davon ab-

weichende Sachverhaltsdarstellung der Beschuldigten sei eine unglaubhafte 

Schutzbehauptung. Der äussere Anklagesachverhalt sei rechtsgenügend erstellt.  

Dass eine Vielzahl von massiven Schlägen (die Zertrümmerung des Felsenbeins 

und damit des härtesten Knochens im menschlichen Körper belege die sehr gros-

se Schlagenergie) mit einem stumpfen Gegenstand gegen den Kopf für den der-

art traktierten Menschen tödlich ende, sei allgemein bekannt und dies habe auch 

die Beschuldigte gewusst. Wer auf diese Art und Weise gegen einen anderen 

Menschen vorgehe, wolle diesen Menschen töten (und nehme dessen Tod nicht 

bloss in Kauf). Anders könne ein derartiges Verhalten schlechterdings nicht inter-

pretiert werden. In diesem Sinne sei auch der innere Sachverhalt zweifelsfrei er-

stellt (Urk. 138 S. 68-70).  

5.2. Wie sich aus den vorstehenden Erwägungen ergibt, ist diese Gesamtwürdi-

gung der Vorinstanz in allen Teilen zutreffend und zu übernehmen. Während die 

Verteidigung sich vor Vorinstanz für den Fall eines Schuldspruchs noch auf den 

Standpunkt stellte, die Beschuldigte sei lediglich wegen Totschlags im Sinne von 

Art. 113 StGB zu verurteilen, anerkannt sie nunmehr die von der Vorinstanz vor-

genommene rechtliche Würdigung (Urk. 172 S. 51). Die Begründung der Vor-

instanz ist denn auch in allen Teilen überzeugend, insbesondere auch hinsichtlich 

des inneren Sachverhaltes. Wer einer praktisch wehrlosen Person mit äussert 

massiven und zahlreichen Schlägen mit einem Werkzeug nicht nur auf den Kopf 

schlägt, sondern ihr eigentlich wörtlich den Schädel einschlägt, will diese Person 

töten und nimmt den Todeseintritt nicht nur in Kauf. 

Und schliesslich doch noch, wenn auch nur zur Abrundung: Es ist in allerhöchs-

tem Masse unwahrscheinlich und darum schlicht auszuschliessen, dass der be-

tagte †G._____ auf mysteriöse Weise und ohne ersichtliches Motiv von einem 

Unbekannten bestialisch getötet wird, just nachdem sich sein Sohn von der lang-

jährigen Lebenspartnerin trennt, die darob psychisch dermassen derangiert ist, 

dass sie sich selber das Leben nehmen will, diese erwiesenermassen dazu neigt, 

in Trennungssituationen aggressiv zu reagieren und die Beherrschung zu verlie-

- 24 - 

ren und †G._____ mit der ehemaligen Lebenspartnerin Kontakt hatte, wobei er 

mutmasslich klar Position gegen sie bezogen hat.  

6. Die Beschuldigte ist damit in Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils der (di-

rekt-)vorsätzlichen Tötung im Sinne von Art. 111 StGB schuldig zu sprechen. 

III. Sanktion 

1.1. Die Anklagebehörde hat im Hauptverfahren (ausgehend von zumindest even-

tualvorsätzlicher Tötung) eine Freiheitsstrafe von 15 Jahren gefordert (Urk. 115 

S. 1). Vor Vorinstanz hat die Verteidigung eventualiter (ausgehend von Totschlag) 

eine Freiheitsstrafe von maximal 3,5 Jahren beantragt (Urk. 117 S. 61). Die Vor-

instanz hat die Beschuldigte (wie erwogen zutreffend wegen direktvorsätzlicher 

Tötung) mit 13 Jahren Freiheitsstrafe bestraft (Urk. 138 S. 99). Während die 

Staatsanwaltschaft die Bestätigung des vorinstanzlich festgesetzten Strafmasses 

beantragt (Urk. 174), erachtet die Verteidigung die Strafe als zu hoch und be-

antragt für den Fall eines Schuldspruchs wegen vorsätzlicher Tötung eine Frei-

heitsstrafe von maximal 7 Jahren (Urk. 172 S. 53). 

1.2. Die Vorinstanz hat vorab ausführliche theoretische Erwägungen zur Strafzu-

messung angestellt sowie den anwendbaren Strafrahmen korrekt umrissen 

(Urk. 138 S. 73-78), worauf zur Vermeidung von Wiederholungen zu verweisen 

ist. 

1.3. Zur Tatkomponente und dort zur objektiven Tatschwere hat die Vorinstanz 

erwogen, die Beschuldigte habe den Vater ihres langjährigen Lebenspartners ge-

tötet. Eine problematische Beziehung zum Opfer, die sich allenfalls verschuldens-

relativierend auswirken könnte, habe nicht vorgelegen. Die Tat habe sich gegen 

einen betagten, gesundheitlich angeschlagenen Mann gerichtet, der arg- und 

wehrlos auf dem Sofa sass. Die Tatverübung sei von aussergewöhnlicher, gera-

dezu erschreckender Brutalität und einer menschenverachtenden Gesinnung ge-

prägt gewesen. Die Hemmschwelle, die bei derartigen Gewalteinwirkungen gegen 

einen Menschen überwunden werden muss, sei ungleich höher, als bei der Ver-

wendung einer Schusswaffe aus grösserer Distanz. Entsprechend bedürfe es 

- 25 - 

auch einer höheren kriminellen Energie, um die besagte Schwelle in der gesche-

henen Art zu überwinden. Die Verwerflichkeit des Handelns rücke die Tat in die 

Nähe des Mordtatbestandes. Mit der Staatsanwaltschaft sei davon auszugehen, 

dass die Tat nicht von langer Hand geplant gewesen, sondern dass der entspre-

chende Entschluss vor Ort gefasst worden sei. Angesichts der am Tatort vorge-

fundenen Situation habe die Beschuldigte die Wohnung des Opfers nach der Tat 

nicht Hals über Kopf verlassen, sondern noch Verrichtungen vorgenommen, was 

eine abgebrühte Kaltblütigkeit belege. Die objektive Tatschwere sei als sehr 

schwer einzustufen, was eine Einsatzstrafe von etwa 18 Jahren angemessen er-

scheinen lasse (Urk. 138 S. 78 f.).  

Die Verteidigung hat im Hauptverfahren keinerlei Ausführungen zum Verschulden 

gemacht (Urk. 117 S. 61). Die Erwägungen der Vorinstanz sind zutreffend mit der 

einzigen Präzisierung, dass sich die abgebrühte Kaltblütigkeit nicht auf die Tat-

ausführung selber, sondern auf das Verbleiben und die mutmasslichen Aufräum-

arbeiten nach der Tat beziehen muss. Die Tat selber erfolgte wohl in keiner Weise 

kaltblütig, sondern vielmehr – worauf auch die Verteidigung verweist (Urk. 172 

S. 52) – in einem unkontrollierten Ausbruch von Aggressivität.  

1.4. Zur subjektiven Tatschwere wurde das über die Beschuldigte erstellte foren-

sisch-psychiatrische Gutachten zitiert, in welchem der Beschuldigten für den Tat-

zeitpunkt eine psychische Störung in Form einer rezidivierenden depressiven Stö-

rung mittelgradiger Ausprägung sowie einer Persönlichkeitsakzentuierung mit 

emotional-instabilen und dependenten Anteilen, die sich in konflikthaften gewalt-

haltigen Auseinandersetzungen mit Lebenspartnern, Reizbarkeit, Neigung zu 

selbstdestruktivem Verhalten mit parasuizidalen Handlungen und Suizid-

versuchen, starken Trennungsängsten, klammerndem Verhalten, geringem 

Selbstbewusstsein und depressiver Grundstimmung zeige, attestiert wird. Ausge-

hend von einer stark affektgetragenen, impulsiven Tathandlung im Rahmen eines 

Streites mit dem Opfer – wie ihn auch die Vorinstanz zu Gunsten der Beschuldig-

ten korrekt annimmt – führe dies aus psychiatrischer Sicht zu einer mittelgradigen 

Minderung der Schuldfähigkeit. Die Verminderung der Schuldfähigkeit muss sich 

gemäss Vorinstanz in casu bei der Gewichtung des Verschuldens deutlich aus-

- 26 - 

wirken. Das Verschulden der Beschuldigten relativiere sich aufgrund der Ver-

minderung der Schuldfähigkeit dahingehend, als sich das objektiv sehr schwere 

Verschulden auf ein erhebliches Verschulden reduziere. Schliesslich habe die 

Beschuldigte direktvorsätzlich gehandelt (Urk. 138 S. 79-82).  

Die Verteidigung kritisiert das psychiatrische Gutachten nicht und geht ebenfalls 

ausdrücklich von einer Verminderung der Schuldfähigkeit in mittlerem Masse aus 

(Urk. 117 S. 61, Urk. 172 S. 52).  

Auch diese Erwägungen der Vorinstanz sind korrekt. Zu ergänzen ist immerhin, 

dass das Motiv der Beschuldigten im Moment der Tatausführung äusserst egois-

tisch war: †G._____ hat sich zur Frage der Beziehungsauflösung auf die Seite 

seines Sohnes und somit gegen sie gestellt, was in ihr das überschiessende Be-

dürfnis auslöste, diesen eigentlich zu vernichten. 

1.5. Wenn die Vorinstanz nach der Beurteilung der Tatkomponente das Verschul-

den der Beschuldigten als insgesamt erheblich taxiert und im mittleren Bereich 

ansiedelt sowie eine hypothetische Einsatzstrafe von ca. 13 Jahren bemessen 

hat, erscheint dies – unter Berücksichtigung der verminderten Schuldfähigkeit im 

mittleren Massen – als angemessen.  

1.6. Zur Täterkomponente hat die Vorinstanz den Werdegang und die persönli-

chen Verhältnisse der Beschuldigten angeführt (Urk. 138 S. 83 f.). Nachdem die 

sich seither in Haft befindliche Beschuldigte anlässlich der heutigen Berufungs-

verhandlung nichts Neues vorgebracht hat (Urk. 171 S. 1 ff.), kann vollumfänglich 

auf die vorinstanzlichen Ausführungen verwiesen werden.  

Die persönlichen Verhältnisse der Beschuldigten wirken sich strafzumessungs-

neutral aus. Eine besondere Strafempfindlichkeit weist sie nicht auf. Da ihre frühe-

ren Verurteilungen infolge Zeitablaufs aus dem Strafregister gelöscht sind 

(Urk. 139), gilt sie als nicht vorbestraft, was ebenfalls neutral wiegt. Ein positives 

Nachtatverhalten in Form eines Geständnisses, von Reue oder Einsicht liegt nicht 

vor.  

- 27 - 

1.7. Auf die nach der Beurteilung der Tatkomponente bemessene hypothetische 

Einsatzstrafe wirkt sich die Beurteilung der Täterkomponente weder erhöhend 

noch senkend aus. Somit ist die Beschuldigte in Bestätigung des angefochtenen 

Entscheides mit 13 Jahren Freiheitsstrafe zu bestrafen.   

2. Die Freiheitsstrafe ist zu vollziehen (Art. 42 Abs. 1 und Art. 43 Abs. 1 StGB).  

3. Der Anrechnung von bis heute 930 Tagen erstandener Haft (vgl. Urk. 51/2) 

steht nichts entgegen (Art. 51 StGB).  

4. Die Verteidigung hat es im Hauptverfahren der Vorinstanz überlassen, ob eine 

ambulante Massnahme angeordnet werden soll (Urk. 117 S. 62). Die Vorinstanz 

hat davon mit zutreffender Begründung abgesehen (Urk. 138 S. 85 f.). Die Vertei-

digung ficht dies im Berufungsverfahren nicht an (Urk. 143). Somit hat es damit 

ohne weiteres sein Bewenden (Art. 391 Abs. 2 StPO; BGE 139 IV 282 E.2.).  

IV. Zivilforderungen 

1. Die Vorinstanz hat im angefochtenen Urteil über die Schadenersatzforderungen 

der Privatkläger 1 und 2 befunden (Urk. 138 S. 86-90). Die Verteidigung hat die 

entsprechende Regelung im Hauptverfahren dem Ermessen des Gerichts über-

lassen (Urk. 117 S. 63 unten) und beantragt berufungsweise für den Fall eines 

Schuldspruchs die Bestätigung der vorinstanzlichen Regelung (Urk. 172 S. 3, 55).   

Die Erwägungen der Vorinstanz sind in allen Teilen zutreffend und ihr Entscheid 

ist zu bestätigen.  

2. Die Vorinstanz hat mit überzeugender Begründung der Privatklägerin 1 und 

dem Privatkläger 2 je eine Genugtuung von Fr. 8'000.-- zugesprochen. Damit hat 

sie die gestellten Begehren erheblich gekürzt, wobei sie dem entsprechenden An-

trag der Verteidigung gefolgt ist (Urk. 117 S. 63; Urk. 138 S. 90-92). Die Privat-

kläger opponieren im Berufungsverfahren nicht. Auch dies ist zu bestätigen. 

- 28 - 

V. Beschlagnahmungen 

1. Die Verteidigung hat sich im Hauptverfahren für den Fall einer Verurteilung der 

Beschuldigten einer Einziehung der beschlagnahmten Barschaft sowie von Mobil-

telefonen nicht widersetzt (Urk. 117 S. 63). Die Vorinstanz hat in der Folge dar-

über entschieden (Urk. 138 S. 93 f.), was zu bestätigen ist.  

2.1 Ferner wurden die Guthaben auf den Bankkonten der Beschuldigten bei der 

C._____ Bank (Urk. 25), der Bank D._____ (Urk. 26) und der E._____ (Urk. 27) 

zur Deckung der ihr aufzuerlegenden Verfahrenskosten eingezogen (Urk. 138 

S. 94 f.). Auch dies ist zu bestätigen (Art. 268 Abs. 1 StPO). 

2.2 Nicht gefolgt werden kann dem Antrag der Verteidigung auf Herausgabe von 

mind. Fr. 25'000.– der beschlagnahmten Guthaben vor Eintritt der Rechtskraft des 

Obergerichtsurteils (Urk. 172 S. 52 ff.). Entgegen der Auffassung der Verteidigung 

ist es nicht angezeigt, auch nur einen Teil der beschlagnahmten Guthaben an die 

Beschuldigte herauszugeben, bevor nicht die Deckung sämtlicher der Beschuldig-

ten auferlegten Verfahrenskosten sichergestellt sind, was erst nach Rechtskraft 

des vorliegenden Entscheids gewährleistet sein wird. 

VI. Kosten 

1. Ausgangsgemäss ist die vorinstanzliche Kosten- und Entschädigungsregelung 

zu bestätigen, zumal auch die Verteidigung in diesem Sinne Antrag gestellt hat 

(Urk. 117 S. 64; Urk. 172 S. 3, 55). 

2. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist auf Fr. 5'000.-- festzu-

setzen. 

3. Die appellierende Beschuldigte unterliegt im Berufungsverfahren mit ihren An-

trägen vollumfänglich. Daher sind ihr die Kosten dieses Verfahrens (exklusive 

Kosten der amtlichen Verteidigung) aufzuerlegen (Art. 428 StPO). Die Kosten der 

amtlichen Verteidigung sind einstweilen und unter Vorbehalt der Rückzahlungs-

pflicht der Beschuldigten auf die Gerichtskasse zu nehmen (Art. 135 Abs. 4 

StPO).  

- 29 - 

4. Die Zusprechung einer Prozessentschädigung für das Berufungsverfahren zu-

gunsten der Privatklägerschaft fällt mangels entsprechendem Antrag ausser Be-

tracht (Art. 433 Abs. 2 StPO).   

Es wird erkannt: 

1. Die Beschuldigte A._____ ist schuldig der vorsätzlichen Tötung im Sinne 

von Art. 111 StGB. 

2. Die Beschuldigte wird bestraft mit 13 Jahren Freiheitsstrafe, wovon bis und 

mit heute 930 Tage durch Untersuchungs- und Sicherheitshaft erstanden 

sind. 

3. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 20. Mai 2014 beschlagnahm-

ten CHF 7'500.-- werden eingezogen und zur Deckung der Verfahrens-

kosten verwendet. 

4. Das Guthaben der Beschuldigten auf dem Konto Nr. … bei der C._____ 

Bank AG wird eingezogen und zur Deckung der Verfahrenskosten verwen-

det. 

Die C._____ Bank AG wird angewiesen, das Konto zu saldieren und den 

Saldo der Kasse des Bezirksgerichts Zürich zu überweisen. 

5. Das Guthaben der Beschuldigten auf dem Konto Nr. … bei der Bank 

D._____ AG wird eingezogen und nach Eintritt der Rechtskraft zur Deckung 

der Verfahrenskosten verwendet. 

Die Bank D._____ AG wird angewiesen, das Konto zu saldieren und den 

Saldo der Kasse des Bezirksgerichts Zürich zu überweisen. 

6. Das Guthaben der Beschuldigten auf dem Konto Nr. … bei der E._____ AG 

wird eingezogen und nach Eintritt der Rechtskraft zur Deckung der Verfah-

renskosten verwendet. 

- 30 - 

Die E._____ AG wird angewiesen, das Konto zu saldieren und den Saldo 

der Kasse des Bezirksgerichts Zürich zu überweisen. 

7. Die sich unter der Asservaten-Nummer A006950909 bei den Akten befin-

dende Rolex-Uhr wird eingezogen und verwertet. Der Verwertungserlös wird 

zur teilweisen Deckung der Verfahrenskosten verwendet. 

8. Ein allfälliger Restbetrag nach Tilgung der ihr auferlegten Verfahrenskosten 

wird der Beschuldigten auf ein von ihr zu bezeichnendes Konto überwiesen. 

9. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 24. August 2015 beschlag-

nahmten Mobiltelefone Sony Ericsson W910i und Sharp GX 30 inklusive zu-

gehöriger Ladegeräte, lagernd bei der Kasse des Bezirksgerichts Zürich 

(Sachkaution …), werden der Beschuldigten nach Eintritt der Rechtskraft auf 

erstes Verlangen herausgegeben. 

Bei Nichtabholung innert drei Monaten seit Eintritt der Rechtskraft werden 

diese Mobiltelefone samt Zubehör vernichtet. 

10. Die Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin B._____ Schadener-

satz von CHF 6'385.-- zu bezahlen. 

Im Übrigen wird das Schadenersatzbegehren im Umfang von CHF 2'554.-- 

abgewiesen und die Privatklägerin B._____ wird mit ihrem Schadenersatz-

begehren im Mehrbetrag auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen. 

11. Die Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger F._____ Schadenersatz 

von CHF 432.-- zu bezahlen. 

Der Privatkläger F._____ wird mit seinem Schadenersatzbegehren im Mehr-

betrag auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen. 

12. Die Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin B._____ CHF 8'000.-- 

als Genugtuung zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das 

Genugtuungsbegehren abgewiesen. 

- 31 - 

13. Die Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger F._____ CHF 8'000.-- 

als Genugtuung zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das 

Genugtuungsbegehren abgewiesen. 

14. Das erstinstanzliche Kosten- und Entschädigungsdispositiv (Ziff. 13-20) wird 

bestätigt. 

15. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 5'000.--  ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 18'157.95   amtliche Verteidigung 

16. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der 

amtlichen Verteidigung, werden der Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der 

amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse ge-

nommen. Die Rückzahlungspflicht der Beschuldigten bleibt gemäss Art. 135 

Abs. 4 StPO vorbehalten. 

17. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden der 
Beschuldigten (übergeben) 

− die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich (übergeben) 

− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 
Vollzugsdienste (unter Beilage einer Kopie der Haftverfügung)  

− die Vertretung der Privatklägerin 1, RA lic. iur. Y._____ im Doppel für 
sich und die Privatklägerin B._____  

− die Vertretung des Privatklägers 2, RA lic. iur. Z._____ im Doppel für 
sich und den Privatkläger F._____ 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden der 
Beschuldigten  

− die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich  

− die Vertretung der Privatklägerin 1, RA lic. iur. Y._____ im Doppel für 
sich und die Privatklägerin B._____ 

− die Vertretung des Privatklägers 2, RA lic. iur. Z._____ im Doppel für 
sich und den Privatkläger F._____ 

- 32 - 

− das Bundesamt für Justiz (gemäss Art. 6 des Bundesgesetzes über die 
Teilung eingezogener Vermögenswerte [TEVG])  

− die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung  

allfälliger Rechtsmittel an 

 

− die Vorinstanz 

− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 
Vollzugsdienste 

− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A  
− die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und 

Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- 
und Löschungsdaten 

− die Kasse des Bezirksgerichts Zürich gemäss Ziff. 3 (Beleg Nr. 1645), 
Ziff. 4-6, Ziff. 7 (unter Beilage der Rolex-Uhr [A006950909]), Ziff. 8 und 
Ziff. 9 (Sachkaution 10238) 

− die C._____ Bank AG, … [Adresse], im Dispositivauszug gemäss Dis-
positivziffer 4 

− die Bank D._____ AG, … [Adresse], im Dispositivauszug gemäss Dis-
positivziffer 5 

− die E._____ AG, … [Adresse], im Dispositivauszug gemäss Dispositiv-
ziffer 6. 

18. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 

begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 

- 33 - 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
Zürich, 31. Oktober 2016 

 
Der Präsident: 

 
 
 

Dr. iur. F. Bollinger 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. S. Bussmann 
 

 

	Urteil vom 31. Oktober 2016
	Anklage:
	Urteil der Vorinstanz: (Urk. 138 S. 99 ff.)
	"Es wird erkannt:
	1. Die Beschuldigte ist schuldig der vorsätzlichen Tötung im Sinne von Art. 111 StGB.
	2. Die Beschuldigte wird bestraft mit 13 Jahren Freiheitsstrafe, wovon bis und mit heute 700 Tage durch Untersuchungshaft erstanden sind.
	3. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 20. Mai 2014 beschlagnahmten CHF 7'500.-- werden zur Deckung der Verfahrenskosten verwendet.
	4. Das Guthaben der Beschuldigten auf dem Konto Nr. … bei der C._____ Bank AG wird per sofort beschlagnahmt und nach Eintritt der Rechtskraft zur Deckung der Verfahrenskosten verwendet.
	5. Das Guthaben der Beschuldigten auf dem Konto Nr. … bei der Bank D._____ AG wird per sofort beschlagnahmt und nach Eintritt der Rechtskraft zur Deckung der Verfahrenskosten verwendet.
	6. Das Guthaben der Beschuldigten auf dem Konto Nr. … bei der E._____ AG wird per sofort beschlagnahmt und nach Eintritt der Rechtskraft zur Deckung der Verfahrenskosten verwendet.
	7. Ein allfälliger Restbetrag nach Tilgung der ihr auferlegten Verfahrenskosten wird der Beschuldigten auf ein von ihr zu bezeichnendes Konto überwiesen.
	8. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 24. August 2015 beschlagnahmten Mobiltelefone Sony Ericsson W910i und Sharp GX 30 inklusive zugehöriger Ladegeräte, lagernd bei der Kasse des Bezirksgerichts Zürich (Sachkaution …), werden der Beschuldig...
	9. Die Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin B._____ Schadenersatz von CHF 6'385.-- zu bezahlen.
	10. Die Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger F._____ Schadenersatz von CHF 432.-- zu bezahlen.
	11. Die Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin B._____ CHF 8'000.-- als Genugtuung zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren abgewiesen.
	12. Die Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger F._____ CHF 8'000.-- als Genugtuung zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren abgewiesen.
	13. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	14. Die Kosten der Untersuchung, ausgenommen diejenigen für das Blutspurengutachten in der Höhe von CHF 6'883.44 und der Kosten für zwei Monatsmieten für die Wohnung des Opfers in der Höhe von CHF 2'554.--, werden der Beschuldigten auferlegt.
	15. Die gemäss Dispositiv-Ziff. 14 nicht der Beschuldigten auferlegten Kosten der Untersuchung im Umfange von CHF 9'437.44 werden auf die Gerichtskasse genommen.
	16. Die Kosten des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen diejenigen der amtlichen Verteidigung, werden der Beschuldigten auferlegt.
	17. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.
	18. Rechtsanwalt lic. iur. X._____ wird für seine Aufwendungen als amtlicher Verteidiger des Beschuldigten (unter Berücksichtigung der bereits erhaltenen Akontozahlungen in der Höhe von CHF 26'951.60) mit CHF 36'327.55 (inkl. Mwst.) aus der Gerichtska...
	19. Die Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin B._____ für das gesamte Verfahren eine Prozessentschädigung von CHF 3'272.90 (inkl. Mwst.) zu bezahlen.
	20. Die Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger F._____ für das gesamte Verfahren eine Prozessentschädigung von CHF 5'859.60 (inkl. Mwst.) zu bezahlen.
	21. (Mitteilungen)
	22. (Rechtsmittel)"
	Berufungsanträge: (Prot. II S. 5 ff.)
	1. Es sei das Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 16. März 2016 aufzuheben und die Beschuldigte A._____ von Schuld und Strafe freizusprechen.
	2. Der Beschuldigten sei eine Prozessentschädigung im Betrag von CHF 186'000.– auszurichten.
	3. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 20. Mai 2014 beschlagnahmte Barschaft von CHF 7'500.– sei der Beschuldigten auf ihr erstes Verlangen herauszugeben.
	4. Die mit Urteil der Vorinstanz vom 16. März 2016 beschlagnahmten Guthaben der Beschuldigten bei der C._____ Bank AG, Bank D._____ AG und E._____ AG (Urteil Disp. Ziff. 4-6) seien der Beschuldigten auf ihr erstes Verlangen herauszugeben.
	5. Die mit Urteil der Vorinstanz vom 16. März 2016 der Privatklägerschaft  eingeräumten Schadenersatz- und Genugtuungsansprüche (Urteil Disp. Ziff. 9-12) seien aufzuheben (bzw. die von der Privatklägerschaft geltend gemachten Zivilansprüche abzuweisen).
	6. Die Kosten des Untersuchungsverfahrens sowie des erst- und zweitinstanzlichen Gerichtsverfahrens seien auf die Staatskasse zu nehmen.
	7. Die mit Urteil der Vorinstanz vom 16. März 2016 der Privatklägerschaft zugesprochenen Prozessentschädigungen (Urteil Disp. Ziff. 19-20) seien aufzuheben (bzw. die von der Privatklägerschaft geltend gemachten Prozessentschädigungen abzuweisen).
	8. Unter ausgangsgemässer Regelung der Kostenfolgen.
	Für den Fall, dass das Obergericht die Beschuldigte heute nicht freisprechen sollte, stellt die Verteidigung folgende
	Eventualanträge:
	9. Die Beschuldigte sei wegen vorsätzlicher Tötung mit einer Freiheitsstrafe von max. 7 Jahren zu bestrafen, unter Anrechnung der bereits erstandenen Polizei-, Untersuchungs- und Sicherheitshaft.
	10. Es sei der Beschuldigten von den mit Urteil der Vorinstanz vom 16. März 2016 beschlagnahmten Guthaben bei der C._____ Bank AG, Bank D._____ AG und E._____ AG (Urteil Disp. Ziff. 4-6) einen Betrag von mind. CHF 25'000.– umgehend auf ein von ihr zu ...
	11. Im Übrigen sei das Urteil der Vorinstanz vom 16. März 2016 zu bestätigen.
	12. Unter ausgangsgemässer Regelung der (zweitinstanzlichen) Kostenfolgen.
	Keine Anträge (Rückzug der Berufung)
	Erwägungen:
	I.  Prozessuales

	II. Schuldpunkt
	1.1. Die Anklagebehörde wirft der Beschuldigten A._____ in ihrer Anklageschrift vom 26. Juni 2015 vor, am 11. März 2014 im Zeitraum zwischen 11.17 und 16.17 Uhr an der H.______-Strasse … in … Zürich in seiner Wohnung im vierten Stock das Opfer †G.____...
	1.2. Die Beschuldigte hat ab initio im gesamten bisherigen Verfahren und auch heute die Tat bestritten. Sie sei im Tatzeitraum nicht in der Wohnung des Opfers, sondern vielmehr in ihrer – damaligen – Wohnung an der I._____ … in … Zürich gewesen (Urk. ...
	1.3. Die Beschuldigte war seit 2000 die Lebenspartnerin von F._____, dem Sohn des Opfers †G._____. Zum näheren persönlichen Umfeld des Opfers gehörten weiter dessen Tochter B._____ und deren Lebenspartner J._____. Anklagebehörde und Vorinstanz bezeich...
	1.4. Allseits anerkanntermassen liegt im vorliegenden Fall kein schlagendes, direktes, objektives, belastendes Beweismittel für die Täterschaft der Beschuldigten vor: Es gibt weder ein Geständnis der Beschuldigten, noch einen Tatzeugen noch die Beschu...
	1.5. Für die Täterschaft der Beschuldigten liegen in der Tat Indizien vor, was auch die Verteidigung anerkennt. In der Folge versucht die Verteidigung, diese belastenden Indizien zu entkräften respektive die Beschuldigte entlastende Indizien ins Feld ...
	2.1. In concreto ist vorentscheidend, ob von einem unbestimmt grossen, möglichen Täterkreis auszugehen ist, oder ob dieser auf bestimmte Personen begrenzt werden kann.
	2.2. Gemäss ihren Aussagen hat B._____ das Opfer am Abend des Tattages gefunden. Die Wohnungstüre sei ge-, jedoch nicht verschlossen gewesen; der Schlüssel des Opfers habe auf der Innenseite im Türschloss gesteckt. Da  B._____ (und auch ihr Lebenspart...
	Die Anklagebehörde geht davon aus, das vorliegende Spurenbild lasse zweifelsfrei darauf schliessen, dass der Täter sich nicht gewaltsam Zugang zur Wohnung von †G._____ verschafft habe, sondern dass das Opfer den Täter in die Wohnung eingelassen habe, ...
	2.3. Die Verteidigung macht ausdrücklich nicht geltend, der Täter habe sich gewaltsam Zugang zum Tatort verschafft. Der mögliche Täterkreis sei jedoch nicht auf die bekannten vier Schlüsselinhaber (Kinder des Opfers sowie deren Partner) zu beschränken...
	2.4. Die Vorinstanz hat vorab die notwendigen theoretischen Ausführungen zur richterlichen Sachverhaltserstellung (Urk. 138 S. 16-19) und anschliessend eine schon eigentlich beispielhaft gründliche, ausführliche und sorgfältige Beweiswürdigung angest...

	III. Sanktion
	IV. Zivilforderungen
	V. Beschlagnahmungen
	VI. Kosten
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschuldigte A._____ ist schuldig der vorsätzlichen Tötung im Sinne von Art. 111 StGB.
	2. Die Beschuldigte wird bestraft mit 13 Jahren Freiheitsstrafe, wovon bis und mit heute 930 Tage durch Untersuchungs- und Sicherheitshaft erstanden sind.
	3. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 20. Mai 2014 beschlagnahmten CHF 7'500.-- werden eingezogen und zur Deckung der Verfahrenskosten verwendet.
	4. Das Guthaben der Beschuldigten auf dem Konto Nr. … bei der C._____ Bank AG wird eingezogen und zur Deckung der Verfahrenskosten verwendet.
	5. Das Guthaben der Beschuldigten auf dem Konto Nr. … bei der Bank D._____ AG wird eingezogen und nach Eintritt der Rechtskraft zur Deckung der Verfahrenskosten verwendet.
	6. Das Guthaben der Beschuldigten auf dem Konto Nr. … bei der E._____ AG wird eingezogen und nach Eintritt der Rechtskraft zur Deckung der Verfahrenskosten verwendet.
	7. Die sich unter der Asservaten-Nummer A006950909 bei den Akten befindende Rolex-Uhr wird eingezogen und verwertet. Der Verwertungserlös wird zur teilweisen Deckung der Verfahrenskosten verwendet.
	8. Ein allfälliger Restbetrag nach Tilgung der ihr auferlegten Verfahrenskosten wird der Beschuldigten auf ein von ihr zu bezeichnendes Konto überwiesen.
	9. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 24. August 2015 beschlagnahmten Mobiltelefone Sony Ericsson W910i und Sharp GX 30 inklusive zugehöriger Ladegeräte, lagernd bei der Kasse des Bezirksgerichts Zürich (Sachkaution …), werden der Beschuldig...
	10. Die Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin B._____ Schadenersatz von CHF 6'385.-- zu bezahlen.
	11. Die Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger F._____ Schadenersatz von CHF 432.-- zu bezahlen.
	12. Die Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin B._____ CHF 8'000.-- als Genugtuung zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren abgewiesen.
	13. Die Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger F._____ CHF 8'000.-- als Genugtuung zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren abgewiesen.
	14. Das erstinstanzliche Kosten- und Entschädigungsdispositiv (Ziff. 13-20) wird bestätigt.
	15. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	16. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung, werden der Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Die Rückzahlungspflicht der Besch...
	17. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden der Beschuldigten (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich (übergeben)
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste (unter Beilage einer Kopie der Haftverfügung)
	 die Vertretung der Privatklägerin 1, RA lic. iur. Y._____ im Doppel für sich und die Privatklägerin B._____
	 die Vertretung des Privatklägers 2, RA lic. iur. Z._____ im Doppel für sich und den Privatkläger F._____
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden der Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich
	 die Vertretung der Privatklägerin 1, RA lic. iur. Y._____ im Doppel für sich und die Privatklägerin B._____
	 die Vertretung des Privatklägers 2, RA lic. iur. Z._____ im Doppel für sich und den Privatkläger F._____
	 das Bundesamt für Justiz (gemäss Art. 6 des Bundesgesetzes über die Teilung eingezogener Vermögenswerte [TEVG])
	 die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich
	 die Vorinstanz
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A
	 die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- und Löschungsdaten
	 die Kasse des Bezirksgerichts Zürich gemäss Ziff. 3 (Beleg Nr. 1645), Ziff. 4-6, Ziff. 7 (unter Beilage der Rolex-Uhr [A006950909]), Ziff. 8 und Ziff. 9 (Sachkaution 10238)
	 die C._____ Bank AG, … [Adresse], im Dispositivauszug gemäss Dispositivziffer 4
	 die Bank D._____ AG, … [Adresse], im Dispositivauszug gemäss Dispositivziffer 5
	 die E._____ AG, … [Adresse], im Dispositivauszug gemäss Dispositivziffer 6.

	18. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.