# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c4746a84-dffc-5175-b840-9a7f7aea1d38
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2009-09-08
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Einzelrichter 08.09.2009 ERZ 2009 183
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_002_ERZ-2009-183_2009-09-08.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 08. September 2009 Schriftlich mitgeteilt am:
ERZ 09 183          16. September 2009

(Eine gegen dieses Urteil beim Bundesgericht erhobene Beschwerde ist mit Urteil 
vom 04. November 2009 als durch Rückzug der Beschwerde erledigt abgeschrieben 
worden).

Verfügung
Einzelrichter in Zivilsachen

Vorsitz Vizepräsident Schlenker
Redaktion Aktuar Blöchlinger

Im zivilrechtlichen Rekurs

des A.X., Gesuchsgegner und Rekurrent, 

gegen

die Verfügung des Bezirksgerichtspräsidenten Landquart vom 22. Juni 2009, mitgeteilt 
am 10. Juli 2009, in Sachen der B.X., Gesuchstellerin und Rekursgegnerin, vertreten 
durch Rechtsanwalt lic. iur. Andrin Perl, Tittwiesenstrasse 29, 7001 Chur, gegen den 
Gesuchsgegner und Rekurrenten, 

betreffend Eheschutz,

hat sich ergeben:

Seite  2 — 10

I. Sachverhalt

A. B.X. und A.X. sind seit dem 14. September 1990 verheiratet. Sie sind die Eltern 
von C., geboren am 1992, D., geboren am 1993, und E., geboren am 2005. 

B.1. Am 11. Juni 2008 gelangte B.X. erstmals an den Bezirksgerichtspräsidenten 
Landquart mit dem Gesuch um Erlass von Eheschutzmassnahmen. In jenem 
Verfahren schlossen die Parteien am 17. Juli 2008 eine Vereinbarung ab, worin sie 
das Besuchs- und Ferienrecht von A.X. wörtlich wie folgt regelten: 

Dem Vater, A.X., wird das Recht eingeräumt, die gemeinsamen Kinder am 
ersten und am dritten Wochenende eines jeden Monats von Samstag 09.00 Uhr 
bis Sonntag 18.00 Uhr sowie in geraden Jahren an Ostern, in ungeraden Jahren 
an Pfingsten, von Samstag 09.00 Uhr bis Montag 18.00 Uhr und in jedem Jahr 
am Weihnachtstag 25. Dezember zu sich auf Besuch nehmen zu dürfen. Zudem 
steht ihm das Recht zu, mit den gemeinsamen Kindern während 14 Tagen pro 
Jahr gemeinsame Ferien zu verbringen. Der Termin für die Ferien muss zwei 
Monate im Voraus festgelegt werden. Ausgefallene Besuchstage werden 
nachgeholt, wenn der Grund für den Ausfall bei der Inhaberin der Obhut liegt.

Bezüglich des Sohnes E. wird dem Vater sodann das Recht eingeräumt, den 
Sohn jeweils jede zweite Woche (Zwischenwoche) an seinem arbeitsfreien Tag 
zu sich zu nehmen mit der Möglichkeit zur Übernachtung am Vorabend des ar-
beitsfreien Tages.

Die vorstehende Regelung versteht sich als Minimallösung, wobei B.X. die 
Bereitschaft bekundet, weitere Besuchstage zu ermöglichen, wenn die 
Ausübung zu keinerlei Problemen führt bzw. geführt hat.

2. Mit Eheschutzverfügung vom 17. Juli 2008, mitgeteilt am 4. August 2008, 
erteilte der Bezirksgerichtspräsident Landquart der Vereinbarung die richterliche 
Genehmigung. 

C.1. Am 15. April 2009 liess B.X. beim Bezirksgerichtspräsidenten Landquart erneut 
ein Eheschutzgesuch einreichen, worin sie folgende Anträge stellte: 

1. In Abänderung der Eheschutzverfügung vom 17.07.2008, mitgeteilt am 
04.08.2008 (Proz.-Nr. 130-2008-83, sei das Besuchsrecht des Gesuchs-
gegners wie folgt neu zu regeln:

Dem Vater, A.X., wird das Recht eingeräumt, die gemeinsamen Kinder am 
ersten und am dritten Wochenende eines jeden Monats von Samstag 
09.00 Uhr bis Sonntag 18.00 Uhr sowie in geraden Jahren an Ostern, in 
ungeraden Jahren an Pfingsten von Samstag 09.00 Uhr bis Montag 18.00 
Uhr und in jedem Jahr am Weihnachtstag 25. Dezember zu sich auf 
Besuch nehmen zu dürfen. Zudem steht ihm das Recht zu, mit den ge-
meinsamen Kindern während 14 Tagen pro Jahr gemeinsame Ferien zu 
verbringen. Der Termin für die Ferien muss zwei Monate im Voraus festge-
legt werden. Ausgefallene Besuchstage werden nachgeholt, wenn der 
Grund für den Ausfall bei der Inhaberin der Obhut liegt.

Seite  3 — 10

2. Dem Gesuchsgegner sei richterlich zu verbieten, sich der Wohnung der 
Gesuchstellerin, zu nähern und mit der Gesuchstellerin und den Töchtern 
C., geb. 1992 und D., geb. 1993 in irgend einer Form in Kontakt zu treten. 
Dieses Verbot sei zu verbinden mit der Strafandrohung gemäss Art. 292 
StGB (Ungehorsam gegen amtliche Verfügungen), wonach mit Busse 
bestraft wird, wer der von einer zuständigen Behörde unter Hinweis auf die 
Strafdrohung dieses Artikels an ihn erlassenen Verfügung nicht Folge 
leistet.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Gesuchsgegners.

Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, das zwischen den Parteien 
vereinbarte Besuchsrecht habe sich nicht bewährt. A.X. interpretiere das Besuchsrecht 
immer ausgedehnter nach seinem Belieben. Die damalige Regelung sei deshalb 
getroffen worden, weil der Gesuchsgegner geltend gemacht habe, er wolle den Sohn 
E. an Werktagen, an denen er als … frei habe, zu sich auf Besuch nehmen. Inzwischen 
habe der Gesuchsgegner seine Freitage jedoch auf das Wochenende verlegt und 
wolle nun den Sohn praktisch jedes Wochenende auch zu sich auf Besuch nehmen. 
Das sei weder so vereinbart worden, noch stehe ein solches Besuchsrecht im 
Interesse von E.. Auf E. laste ein immenser Druck, dem er nicht gewachsen sei. Immer 
öfters durchlebe er im Zusammenhang mit der Besuchsrechtsausübung schlaflose 
Nächte. A.X. betreibe ein Stalking mit immer bedrohlicheren und stärker belästigenden 
Formen. 

2. In der Vernehmlassung vom 18. Mai 2009 beklagte sich A.X. über die grossen 
Probleme bei der Ausübung des Besuchsrechtes in der Vergangenheit. Er werde zu 
Unrecht dafür verantwortlich gemacht und wünsche sich, dass die ganze Problematik 
mit einem Kinderpsychologen aufgearbeitet werde. Die Weigerung der Ehefrau, an 
sich zu arbeiten und professionelle Hilfe anzunehmen, führe immer tiefer in eine 
Sackgasse. Die Leid Tragenden seien die Kinder. Die Gesuchstellerin wisse, dass ihr 
Auszug aus der ehelichen Wohnung eine falsche Affekthandlung gewesen sei. Er habe 
sein Besuchsrecht nicht missbraucht. Das Besuchsrecht habe er nur an jenen Daten, 
die ihm gemäss erster Eheschutzverfügung zugestanden worden seien. Eine 
Redzierung des Besuchsrechts könne er nicht akzeptieren. So habe er seiner Ehefrau 
schon mehrfach das Angebot gemacht, seinen Sohn unter Verzicht auf einen 
Besuchstag während der Woche einmal zu sehen. Sie habe jedes Mal abgelehnt. Die 
Stalkingvorwürfe seien haltlos. Er habe seiner Ehefrau und den gemeinsamen Kindern 
nicht nachgestellt und seine Versuche, mit ihnen Kontakt aufzunehmen, seien 
gerechtfertigt gewesen. 

Seite  4 — 10

3. Anlässlich der auf den 22. Juni 2009 angesetzten Verhandlung vor dem 
Bezirksgerichtspräsidenten Landquart erhielten beide Parteien Gelegenheit, sich 
nochmals eingehend zu äussern. Ausserdem wurden sie richterlich befragt. 

D. Mit Verfügung vom 22. Juni 2009, mitgeteilt am 10. Juli 2009, erkannte der 
Bezirksgerichtspräsident Landquart:

1. Die von den Parteien anlässlich der Hauptverhandlung vom 17. Juli 2008 
unterzeichnete Vereinbarung, die mit Eheschutzverfügung vom 
17.07./04.08.2008 (Proz. Nr. 130-2008-83) genehmigt worden ist, wird 
bezüglich der Ausübung des Besuchs- und Ferienrechts wie folgt geändert:

„Dem Vater, A.X., wird das Recht eingeräumt, die gemeinsamen Kinder am 
ersten und am dritten Wochenende eines jeden Monats von Samstag 
09.00 Uhr bis Sonntag 18.00 Uhr sowie in geraden Jahren an Ostern, in 
ungeraden Jahren an Pfingsten von Samstag 09.00 Uhr bis Montag 18.00 
Uhr und in jedem Jahr am Weihnachtstag 25. Dezember zu sich auf 
Besuch nehmen zu dürfen. Zudem steht ihm das Recht zu, mit den gemein-
samen Kindern während 14 Tagen pro Jahr gemeinsame Ferien zu verbrin-
gen. Der Termin für die Ferien muss zwei Monate im Voraus festgelegt 
werden. Ausgefallene Besuchstage werden nachgeholt, wenn der Grund 
für den Ausfall bei der Inhaberin der Obhut liegt.

Die vorstehende Regelung versteht sich als Minimallösung, wobei die 
Parteien im beidseitigen Einverständnis und unter Beachtung des 
Kindeswohls andere Besuchs- und Ferienzeiten festlegen können.

2. Dem Gesuchsgegner A.X. wird richterlich verboten, sich der Wohnung der 
Ehefrau, zu nähern und mit ihr und den Töchtern C., geb. 1992, und D., 
geb. 1993, in einer Form Kontakt aufzunehmen, welche die eheliche 
Auseinandersetzung zum Gegenstand hat.

Die Androhung ergeht unter den Straffolgen von Art. 292 StGB mit 
folgendem Wortlaut:

Wer der von einer zuständigen Behörde oder einem zuständigen Beamten 
unter Hinweis auf die Strafdrohung dieses Artikels an ihn erlassenen 
Verfügung nicht Folge leistet, wird mit Busse bestraft.

3. Die Kosten des Verfahrens vor Bezirksgerichtspräsidium Landquart, 
bestehend aus:

Gerichtsgebühr Fr. 745.00

Schreibgebühr Fr.  272.00

Barauslagen Fr. 83.00

Total Fr. 1100.00

werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt.

Die ausseramtlichen Entschädigungen werden wettgeschlagen.

4. (Mitteilung).

E.1. Gegen diese Verfügung erhob A.X. am 4. August 2009 Einsprache an das 
Kantonsgericht von Graubünden, worin er sich gegen die Kürzung seines 

Seite  5 — 10

Besuchsrechts zur Wehr setzte. Die Eingabe wurde vom Kantonsgericht als Rekurs 
entgegengenommen.

2. In seiner Stellungnahme vom 12. August 2009 wies der Bezirksgerichts-
präsident Landquart darauf hin, dass ihn zwischenzeitlich Dr. F.G., Kinder- und 
Jugendpsychologe, kontaktiert habe. Dieser sei von den Parteien eingeschaltet 
worden. Dr. F.G. habe den Parteien die Errichtung einer Beistandschaft nach Art. 308 
Abs. 2 ZGB geraten. Insofern empfehle sich ein Parteivergleich, welcher auch die 
Errichtung einer Beistandschaft vorsehe. In seinem Schreiben vom 14. August 2009 
informierte der Bezirksgerichtspräsident Landquart das Kantonsgericht darüber, dass 
die Rekursgegnerin offenbar bei der Kantonspolizei Anzeige gegen den Rekurrenten 
erhoben habe. Grund sei ein Kontakt zwischen dem Rekurrenten und dem Sohn E., 
den die Rekursgegnerin offenbar als Verstoss gegen die richterliche Verfügung 
auffasse. 

3. In ihrer Rekursantwort vom 31. August 2009 liess B.X. den Antrag stellen, es 
sei der Rekurs - soweit darauf einzutreten sei - kostenfällig abzuweisen. 

4. In seinem als "Beilage zur Einsprache vom 04.08.09" betitelten Schreiben vom 
3. September 2009 beschwerte sich A.X. darüber, dass der angefochtene Entscheid 
keine Rechtsmittelbelehrung enthalte. Er habe sich selber danach erkundigen müssen. 
Somit sei der angefochtene Entscheid ungültig. Alsdann führte A.X. aus, er sehe 
seinen Sohn derzeit nur im Drei-Wochentakt. Jedes Mal, wenn ein Monat 5 Wochen-
enden habe, werde dies schamlos ausgenutzt. Seine Töchter habe er nun monatelang 
nicht mehr gesehen. Das Ferienrecht mit dem Sohn sei nur mit Mühe und verzögert 
zustande gekommen. Des Weiteren legte der Rekurrent dar, welche Kontakte er mit 
den Töchtern wie auch dem Sohn in letzter Zeit gehabt habe. Dem Schreiben war ein 
Brief von Götti H. an Götti E., datiert vom 10. Mai 2008, beigelegt. Am 3. September 
2009 stellte A.X. dem Kantonsgericht zusätzlich separat ein weiteres Schreiben zu, 
das er offenbar zu Handen einer Drittperson - Frau I.K. - verfasst hat. 

II. Erwägungen

1. Entscheide des Bezirksgerichtspräsidenten zum Schutz der ehelichen 
Gemeinschaft können gemäss Art. 8 Ziff. 11 in Verbindung mit Art. 12 Abs. 1 des 
Einführungsgesetzes zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch (EGzZGB; BR 210.100) 
mit Rekurs beim Einzelrichter am Kantonsgericht angefochten werden. Zutreffend ist, 
dass der angefochtene Entscheid keine entsprechende Rechtsmittelbelehrung enthält. 
Der Rekurrent war gleichwohl in der Lage, fristgerecht Rekurs zu erheben. Weshalb 
der angefochtene Entscheid ungültig sein soll, ist deshalb vorweg nicht ersichtlich. 

Seite  6 — 10

2. Der Bezirksgerichtspräsident Landquart wie auch die Rekursgegnerin 
beantragen die Durchführung einer Einigungsverhandlung, an welcher die Parteien 
einvernehmlich die Einsetzung eines Besuchsbeistands vereinbaren könnten. Der 
Rekurrent hat in seinen verschiedenen Eingaben trotz Kenntnis der betreffenden 
Anträge keine Bereitschaft zu einem solchen Schritt signalisiert. Im Gegenteil. Er wehrt 
sich gegen jegliche Form der Einmischung Dritter. Bereits deshalb macht es nach 
Auffassung des Vorsitzenden wenig Sinn, die Parteien zu einer Einigungsverhandlung 
vorzuladen. Die Anordnung einer Besuchsbeistandschaft im Rekursverfahren ohne 
Zustimmung des Rekurrenten fällt schliesslich von vornherein ausser Betracht. 
Diesfalls würde dem Rekurrenten nämlich der Rechtmittelweg in unzulässiger Weise 
verkürzt. Wie sich schliesslich unschwer erkennen lässt, haben die Parteien nicht nur 
im Bereich des Besuchsrechts, sondern allgemein Probleme in der Kommunikation. 
Insofern lässt sich fragen, ob die Parteien nicht viel eher - wie der Bezirks-
gerichtspräsident Landquart es ja auch empfohlen hat - eine Fachperson beiziehen 
sollten, die sie allgemein bei der Überwindung ihrer Probleme im Umgang und in der 
Kommunikation unterstützt. Darüber hinaus ist auch nicht zu erwarten, dass eine 
Einigungsverhandlung sonstwie zur Verbesserung der Situation beitragen könnte. Der 
Bezirksgerichtspräsident Landquart hat die Parteien einlässlich angehört und ihnen die 
Notwendigkeit von Verbesserungen im Umgang aufgezeigt. Er hat - wie nachstehend 
noch dargelegt wird - einen sachgerechten Entscheid gefällt. Von den Parteien muss 
erwartet werden, dass sie diesem Entscheid strikte Beachtung schenken. Diesfalls 
kann auch mit einer Verbesserung der Verhältnisse im Bereich des Besuchsrechts 
gerechnet werden. 

3. Der Rekurrent hatte ursprünglich das Recht, seinen Sohn E. jeweils am ersten 
und dritten Wochenende eines jeden Monats zu sich auf Besuch zu nehmen. 
Zusätzlich hatte er die Möglichkeit, E. in den Zwischenwochen an seinem arbeitsfreien 
Tag (jeweils beginnend mit dem Vorabend) zu sich auf Besuch zu nehmen. Gegen 
diesen zusätzlichen fixen Besuchstag wehrte sich in der Folge die Rekursgegnerin, 
weil nach ihrer Behauptung der Rekurrent seine arbeitsfreien Tage auf das 
Wochenende verlegt hatte und nunmehr den Sohn praktisch jedes Wochenende zu 
sich auf Besuch nehmen wollte. Ausserdem warf die Rekursgegnerin dem 
Rekurrenten vor, er missbrauche das Besuchsrecht, um auf den Sohn Druck 
auszuüben. E. sei andauernd unruhig, bedrückt und verstört. Der 
Bezirksgerichtspräsident hat in der Folge das Besuchsrecht - dies im Sinne einer 
Minimallösung - auf das erste und dritte Wochenende von jeweils Samstag, 9.00 Uhr, 
bis Sonntag, 18.00 Uhr beschränkt. Die vom Rekurrenten gegen diesen Entscheid 
vorgebrachte Kritik erweist sich als unbegründet. 

Seite  7 — 10

a) Der Rekurrent hat zu keinem Zeitpunkt des Verfahrens bestritten, dass seine 
arbeitsfreien Tage nunmehr alle auf die Wochenenden fallen. Er kann demnach die 
während den Zwischenwochen gewährten Besuchsrechtstage gar nicht mehr in der 
ursprünglich vorgesehen Form ausüben. Entsprechend bestand für den 
Bezirksgerichtspräsidenten schon vorweg kein Anlass, zugunsten des Rekurrenten an 
diesem zusätzlichen Besuchstag festzuhalten. Zu prüfen bleibt somit lediglich, ob das 
nunmehr bestehende Besuchsrecht von zwei Wochenenden mit der Möglichkeit, im 
beidseitigen Einverständnis andere Besuchszeiten festzulegen, den Bedürfnissen der 
Parteien und der Kinder ausreichend Rechnung trägt oder aber - wie der Rekurrent 
offenbar mit seinem Rekurs will - ein zur ursprünglichen Regelung alternatives, 
grosszügigeres Besuchsrecht einzuräumen ist. 

b) Eltern, denen die elterliche Sorge oder Obhut nicht zusteht, und das unmündige 
Kind haben gegenseitig Anspruch auf angemessenen persönlichen Verkehr (Art. 273 
Abs. 1 ZGB). Im Kanton Graubünden stellt - wie im Übrigen auch in einer Vielzahl 
anderer Kantone - ein Besuchrecht an zwei Wochenenden pro Monat den Regelfall 
dar. Der vom Bezirksgerichtspräsidenten Landquart angeordnete Umfang entspricht 
mit anderen Worten dem bei durchschnittlichen Verhältnissen angemessenen 
Besuchsrecht. Zwar gilt die Regel von zwei Wochenenden im Monat nicht absolut. 
Genau so, wie etwa bei Spannungen zwischen den Elternteilen, die sich auf das Wohl 
der Kinder negativ auswirken, eine Kürzung unter dieses praxisgemässe Besuchsrecht 
möglich ist (BGE 130 III 585 E. 2 S. 587), kann bei guten Beziehungen auch eine 
Erweiterung in Betracht fallen. Als oberste Richtschnur für die Ausgestaltung des 
Besuchsrechts gilt immer das Kindeswohl, das anhand der Umstände des konkreten 
Einzelfalls zu beurteilen ist; allfällige Interessen der Eltern haben zurückzustehen. 
Auszugehen ist dabei davon, dass häufigere Kontakte zum besuchsberechtigten 
Elternteil nur dann vorteilhaft sind, wenn zwischen den Eltern keine schweren Konflikte 
vorliegen (Guy Bodenmann, Folgen der Scheidung für die Kinder aus psychologischer 
Sicht, in: Kind und Scheidung, 2006, S. 93). Letzteres ist vorliegend offensichtlich nicht 
der Fall. Die Parteien haben erhebliche Probleme im Umgang und in der Kommunika-
tion. Der Rekurrent sieht die Ursache dafür in der fehlenden Bereitschaft seiner 
Ehefrau, "eine offene Kommunikation" zu führen. Sie sei nicht gewillt, an sich zu 
arbeiten und endlich professionelle Hilfe anzunehmen. Er wirft ihr vor, auf ungeeignete 
und überforderte Personen zu hören, die nur gegen ihn hetzen würden und seinen 
Sohn als Druckmittel benutzten. Sie soll den Sohn E. regelrecht einsperren und die 
Kinder von ihm entfremden. Er selbst halte sich strikte an das ihm zugesprochene 
Besuchsrecht. Die Ehefrau wiederum sieht sich belästigt und wirft dem Rekurrenten 
ihrerseits vor, er betreibe ein intensives Stalking und missbrauche das Besuchsrecht, 

Seite  8 — 10

um auf E. immensen Druck auszuüben. Es braucht nicht auf alle diese Vorwürfe 
eingegangen zu werden. Tatsache ist, dass die Rekursgegnerin ursprünglich nichts 
gegen einen erweiterten Kontakt zwischen dem Rekurrenten und dem gemeinsamen 
Sohn hatte. Anderenfalls wäre sie ja wohl nicht bereit gewesen, eine entsprechende 
Vereinbarung zu schliessen. Selbst heute wehrt sich die Rekursgegnerin nicht gegen 
ein praxisübliches Besuchsrecht. Die zwei bereits etwas älteren Töchter - die 17-jäh-
rige C. und die bald 16-jährige D. - möchten derzeit offenbar gar nicht zu ihrem Vater 
auf Besuch gehen. Die beiden Töchter befinden sich in einem Alter, in welchem ihr 
Wille in Bezug auf solche Besuche zu respektieren ist. Ihre negative Haltung bestand 
zudem schon, als eine Kommunikation zwischen den Parteien noch einigermassen 
möglich war. Der Rekurrent hat damit schlicht keinen Grund, der Rekursgegnerin 
vorzuhalten, sie sei nicht bereit, ihm ein angemessenes Besuchsrecht zu ermöglichen. 

c) Ausser Frage steht jedoch, dass die zwischen den Parteien bestehenden 
Spannungen E. nicht unbeeinflusst lassen. Was sich mit dem Wohl von E. nicht 
vereinbaren lässt, ist der Umstand, dass er notgedrungen ständig in diese 
Auseinandersetzungen - und dies nachgerade im Zusammenhang mit der Frage der 
Ausübung des Besuchsrechts - einbezogen wird. So gesehen geht es denn auch nicht 
in erster Linie um das Ausmass des Besuchsrechts, sondern darum, dass jene 
Kontakte, die bestehen, möglichst nicht von den Spannungen zwischen den Parteien 
beeinflusst werden. Die Streitereien um die Ausübung und das Mass des 
Besuchsrechts, das Hin- und Hergerissensein zwischen Vater und Mutter und die 
gegenseitigen Anschuldigungen der Parteien müssen sich zwangsläufig negativ 
auswirken. So wurde dem Rekurrenten richterlich das Recht eingeräumt, seinen Sohn 
am ersten und dritten Wochenende zu sehen. Damit ist auch gesagt, dass der 
Rekurrent der Rekursgegnerin nicht vorwerfen kann, sie nutze die Regelung in Fällen, 
in denen ein Monat fünf Wochenende hat, "schamlos" zu ihren Gunsten aus. 
Ebensowenig nützt es E. und den Parteien, wenn der Rekurrent sich immer wieder in 
die Nähe der Wohnung der Rekursgegnerin begibt, um etwa E. oder den Töchtern 
zuzuwinken oder zu grüssen. Desgleichen wirken sich auch die ständigen Versuche 
des Rekurrenten, telefonisch oder sonstwie mit der Rekursgegnerin in Kontakt zu 
treten, um sie von der Richtigkeit seiner Auffassungen zu überzeugen, nur negativ aus. 
All dies führt nur zu immer grösseren Spannungen und in diesen zeigt sich wiederum, 
dass die Eltern mit der Trennung, die für die Kinder an sich schon sehr belastend ist, 
selbst nicht fertigen werden. Schon allein deshalb rechtfertigt sich das vom Bezirksge-
richtspräsidenten angeordnete Verbot der sachwidrigen Kontaktaufnahme. 
Schliesslich kann es ja wohl auch schwerlich sein, dass der vierjährige E. sich mit den 

Seite  9 — 10

Eheproblemen der Eltern, wie sie etwa in dem vom Rekurrenten eingereichten, an E. 
gerichteten Brief des Göttis Werner dargelegt werden, auseinandersetzen muss.

Wird das richterlich angeordnete Besuchsrecht ohne Probleme vollzogen, werden 
Vorfälle, wie sie vorstehend dargelegt wurden, vermieden, und kommt es namentlich 
seitens des Rekurrenten nicht mehr zu ständigen Versuchen, im Zusammenhang mit 
der Übergabe der Kinder oder bei anderer Gelegenheit unerwünschte Diskussionen 
über die Eheprobleme zu führen, werden sich die Verhältnisse beruhigen und es ist 
dann auch zu erwarten, dass es vermehrt zu Kontakten zwischen dem Rekurrenten 
und dem Sohn kommen wird. Die Bereitschaft dazu hat die Rekursgegnerin 
offenkundig schon mit der ursprünglich getroffenen Parteivereinbarung aber auch 
ihrem Antrag, trotz der für E. nicht einfachen Situation zumindest am üblichen 
Besuchsrecht festzuhalten, gezeigt. Erst dann, wenn sich die Verhältnisse beruhigt 
haben, lassen sich solche häufigeren Kontakte in Beachtung des Kindswohls aber 
überhaupt erst rechtfertigen. In diesem Sinn werden die Parteien in Abweisung des 
Rekurses nochmals ausdrücklich richterlich ermahnt, die mit Verfügung des 
Bezirksgerichtspräsidenten Landquart vom 22. Juni 2009 erlassenen Massnahmen 
konsequent zu beachten und auf eine Beruhigung der Verhältnisse hinzuwirken. 
Anderenfalls müssten zum Kindswohl weiter gehende richterlich angeordnete 
Massnahmen in Betracht gezogen werden. 

4. Bei diesem Ausgang gehen die gerichtlichen Kosten von Fr. 800.-- zuzüglich 
der Schreibegebühren von Fr. 176.--, total somit Fr. 976.--, zu Lasten des Rekurrenten. 
Desgleichen hat er die Rekursgegnerin ausseramtlich für das Rekursverfahren zu 
entschädigen. Unter Berücksichtigung des notwendigen prozessualen Aufwands und 
des üblichen Stundenansatzes gemäss Verordnung über die Bemessung des 
Honorars der Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte (BR 310.250) erscheint eine Ent-
schädigung in Höhe von Fr. 500.-- inklusive Mehrwertsteuer der Sache angemessen. 

Seite  10 — 10

III. Demnach wird erkannt:

1. Der Rekurs wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Rekursverfahrens, bestehend aus einer Gerichtsgebühr von Fr. 
800.-- und einer Schreibgebühr von Fr. 176.--, total somit Fr. 976.--, gehen zu 
Lasten des Rekurrenten, der überdies die Rekursgegnerin für das 
Rekursverfahren mit Fr. 500.-- inklusive Mehrwertsteuer zu entschädigen hat. 

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 Abs. 2 lit. b Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Zivilsachen an das 
Schweizerische Bundesgericht geführt werden. Diese ist dem Bundesgericht 
gestützt auf Art. 100 Abs. 2 lit. c BGG schriftlich, innert 10 Tagen seit Eröffnung 
der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG 
vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die 
Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen und das Verfahren der 
Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und 90 ff. BGG. 

4. Mitteilung an: