# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ae04f021-805a-5c1e-acbd-38a36a1844d4
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-05-18
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 18.05.2020 IV 2018/34
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_IV-2018-34_2020-05-18.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2018/34

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 05.01.2021

Entscheiddatum: 18.05.2020

Entscheid Versicherungsgericht, 18.05.2020
Art. 28 und 29 IVG. Neuanmeldung nach Abweisung eines ersten Gesuchs. 
Beweiswert eines polydisziplinären Gutachtens (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 18. Mai 2020, IV 2018/34).

Entscheid vom 18. Mai 2020

Besetzung

Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus (Vorsitz), Monika Gehrer-Hug und 

Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiberin Fides Hautle

Geschäftsnr.

IV 2018/34

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Marcel Kuhn, c/o Studer Anwälte AG, 

Hauptstrasse 11a, Postfach 2125, 8280 Kreuzlingen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

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Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.  

A.___ meldete sich am 21./26. August 2008 (IV-act. 1) zum Bezug von Leistungen 

der Invalidenversicherung an und beantragte namentlich Berufsberatung, Umschulung, 

Arbeitsvermittlung und eine Rente. Er sei seit 1971 in der Schweiz und sei hier zuletzt 

vom Februar 1980 bis ___ 2008 angestellt gewesen. Er sei ___leiter gewesen mit einem 

Bruttoeinkommen von monatlich Fr. 6'400.--. Seit dem __. August 2007 sei er wegen 

einer Depression zu 50 % arbeitsunfähig. - Dr. med. B.___, Allgemeinmedizin FMH, gab 

der zuständigen Ärztin des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) der 

Invalidenversicherung am 10. September 2008 (IV-act. 6 und 13) an, beim Versicherten 

liege eine depressive Störung im Rahmen einer schwierigen Situation am Arbeitsplatz 

vor. Er bestätigte die erwähnte Arbeitsunfähigkeit. Der Versicherte habe als ___leiter 

gekündigt und arbeite nun zu 50 % als ___. Die Einschränkung bestehe in erster Linie 

in einer verminderten Belastbarkeit. In einer wohlwollenden und konfliktarmen 

Arbeitsatmosphäre mit nur geringem Publikumsverkehr seien zeitlich flexibel zu 

gestaltende Tätigkeiten ohne permanenten Zeit- und Termindruck zunächst zu 50 % 

möglich. Bei gutem Verlauf sei eine rasche Steigerung der Arbeitsfähigkeit möglich. Bis 

vor kurzem habe eine psychotherapeutische Behandlung des Beschwerdeführers 

stattgefunden; es sei eine psychiatrische Behandlung geplant, doch erfolge vorläufig 

kein Therapeutenwechsel, da bisher ein sehr guter Erfolg habe erreicht werden können. 

In einem IV-Arztbericht vom 2. November 2008 (IV-act. 23) gab der Arzt bei der 

Diagnose einer depressiven Störung (nebst Polyarthrosen an Knie und Schulter) die 

detaillierten Arbeitsunfähigkeitsgrade des Versicherten in den einzelnen zeitlichen 

Phasen (ab 13. August 2007) an. Dieser leide an einer Depression, an Konzentrations­

störungen, black outs, Arbeitsblockaden und Antriebslosigkeit. Zurzeit arbeite er zu 50 

bis 70 %. Es gebe Tage, an denen er die Arbeit aus gesundheitlichen Gründen (wegen 

psychischer Blockaden) aussetzen müsse. Andere zumutbare Tätigkeiten wären zu 

evaluieren. - Dr. med. C.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, teilte 

A.a. 

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in ihrem zusammen mit der Fachpsychologin für Psychotherapie FSP lic. phil. D.___ 

unterzeichneten IV-Arztbericht vom 25. November 2008 (IV-act. 24) mit, diagnostisch 

bestünden eine Anpassungsstörung mit vorwiegender Beeinträchtigung von anderen 

Gefühlen bei Persönlichkeit mit narzisstischen Zügen und eine Mobbing-Erfahrung am 

Arbeitsplatz. Der Versicherte leide mitunter auch an starken Knieschmerzen links, die er 

aus Angst, etwas operieren zu müssen und dann nicht arbeiten zu können, nicht 

untersuchen lasse. Vor der Kündigung des früheren Arbeitsplatzes im Sommer 2008 

hätten vor allem depressive Verstimmung, Antriebslosigkeit, Gefühle von Erschöpfung 

und Widerwille gegenüber der einst hoch geschätzten Arbeit im Zentrum gestanden, 

seither zeige sich vor allem eine narzisstische Problematik. Im Alltag komme es immer 

wieder zu Stimmungseinbrüchen, die ihn lähmten und alles als sinn- und hoffnungslos 

erscheinen lassen würden. Die Arbeit als ___ sei dem Versicherten zurzeit zu 50 % (an 

vier Stunden pro Tag) zumutbar. An guten Tagen bestehe keine verminderte 

Leistungsfähigkeit, an schlechten müsse er der Arbeit im schlimmsten Fall fernbleiben. 

- Nach dem IK-Auszug (IV-act. 12-3) hatte der Versicherte in seiner früheren, 

langjährigen Anstellung schwankende Einkommen erzielt (so etwa 1998 Fr. 88'750.--, 

1999 Fr. 89'988.--, 2000 97'211.--, 2001 Fr. 93'335.--, 2002 Fr. 89'354.--, 2003 

Fr. 85'333.--, 2004 Fr. 84'941.--, 2005 Fr. 90'618.--, 2006 Fr. 83'806.-- und 2007 

Fr. 79'426.--). - Gemäss einem Arbeitsvertrag vom ___ 2008 (IV-act. 18-3 ff.) war er ab 

__. Juli 2008 stundenweise auf Abruf als Teilzeit-___ mit einem Minimalpensum von 

50 % angestellt. In einer Arbeitgeberbescheinigung vom __. Oktober 2008 (IV-act. 21) 

hatte die neue Arbeitgeberin erklärt, der Versicherte verdiene durchschnittlich 

Fr. 3'000.-- bis Fr. 3'500.-- brutto (monatlich). - Die IV-Eingliederungsverantwortliche 

hielt am 8. Januar 2009 (IV-act. 29) fest, der Versicherte leide noch sehr an der 

Kränkung, die er bei der ehemaligen Arbeitgeberin erfahren habe, und an der zurzeit 

vorherrschenden Depression. Die Erklärung der RAD-Ärztin, wonach sich eine 

Depression nicht linear, sondern stetig und in Wellen verbessere, habe den 

Versicherten sichtlich beruhigt. Er sei motiviert, das Arbeitsvolumen sobald möglich zu 

erhöhen. - Am 2. Februar 2009 (IV-act. 30) wurde dem Versicherten mitgeteilt, weitere 

berufliche Massnahmen seien nicht angezeigt, da er zurzeit angemessen eingegliedert 

sei. - Ein RAD-Arzt hielt in der Folge dafür, es liege noch kein stabiler Zustand vor. Es 

sollte vielleicht eine besser geeignete Stelle gesucht werden. - Die RAD-Ärztin schloss 

nach einer RAD-Untersuchung vom 8. Januar 2009 in ihrem Bericht vom 25. Juni 2009 

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(IV-act. 35), der Versicherte sei zu 50 % arbeitsfähig. An guten Tagen arbeite er voll, an 

schlechten gar nicht. Der Versicherte hatte unter anderem berichtet, in den letzten 

Jahren, insbesondere seit 2005, sei es zunehmend zu Mobbingsituationen gekommen. 

- Am 12. August 2009 (IV-act. 43) berichtete lic. phil. D.___, der Gesundheitszustand 

des Versicherten habe sich im letzten halben Jahr nicht wesentlich verändert, nur 

tendenziell insofern, als er nun auch einmal zwei bis drei Tage lang keine depressiven 

Einbrüche erlebe. Die Bereitschaft zum Engagement in der Psychotherapie und in der 

Erwerbstätigkeit sei klar gegeben. Ungewiss sei hingegen, in welchem Ausmass es ihm 

möglich sein werde, eine unbewusste und daher nicht kontrollierbare Psychodynamik 

dem Bewusstsein zugänglich zu machen, um sie bearbeiten zu können. - Am 

14. August 2009 (IV-act. 44) hielt die RAD-Ärztin fest, die Arbeitsunfähigkeit des 

Versicherten betrage 20 % (volle Arbeitsunfähigkeit an ca. zwei Halbtagen oder hälftige 

Arbeitsunfähigkeit an zwei ganzen Tagen). - Am 21. August 2009 (IV-act. 45) wurde 

dem Versicherten Arbeitsvermittlung zugesprochen. Dabei (vgl. IV-act. 46) wurde 

festgehalten, die Invalidität des Versicherten sei am 13. August 2007 eingetreten, er sei 

in der bisherigen Tätigkeit zu 80 % arbeitsunfähig und arbeite zurzeit als ___. In 

Absprache mit der IV kündigte der Versicherte auf Ende 2009 diese Stelle. Er werde ab 

Januar 2010 für seinen ___ arbeiten können (vgl. IV-act. 59-2). Am 9. Februar 2010 (IV-

act. 53) wurde ihm eine berufliche Abklärung während der Zeit vom 4. Januar 2010 bis 

3. April 2010 in Form eines Arbeitstrainings als ___ in der Unternehmung seines ___ 

zugesprochen (vgl. Zielvereinbarung, IV-act. 55). Gemäss dem Arbeitsvertrag (IV-

act. 58) erzielte er für das 50 %-Pensum jährlich Fr. 33'600.-- (Fr. 2'800.-- Monatslohn 

x 12). - Am 29. April 2010 (IV-act. 60) hielt die IV-Eingliederungsverantwortliche fest, 

der Versicherte könne seine Restarbeitsfähigkeit von 50 % verwerten und habe ab dem 

6. April 2010 eine Anstellung, so dass die Eingliederung abgeschlossen werde. 

Letzteres wurde ihm am 12. Mai 2010 mitgeteilt (IV-act. 62). - Auf Empfehlung eines 

neu zuständigen RAD-Arztes (IV-act. 68) wurde in der Folge eine psychiatrische 

Begutachtung veranlasst. - Dr. med. E.___, Arzt für Neurologie und Psychiatrie, gab in 

seinem Gutachten vom 14. September 2010 (IV-act. 72) an, es bestünden beim 

Versicherten eine Persönlichkeitsproblematik, eine Verbitterungsstörung, eine 

neurasthenische Leistungsminderung und Stimmungsschwankungen. Der Versicherte 

sei in seiner angestammten Tätigkeit zu 70 % arbeitsfähig, in einer angepassten 

Tätigkeit (___) zu 75 %. - Der RAD-Arzt hielt am 29. September 2010 (IV-act. 73) dafür, 

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B.  

die betreffende Arbeitsunfähigkeit liege ab Januar 2008 vor. - Nach einem Vorbescheid 

(IV-act. 76) und einem Einwand (IV-act. 77) wies die Sozialversicherungsanstalt/IV-

Stelle des Kantons St. Gallen einen Anspruch des Versicherten auf eine Rente (bei 

einem Invaliditätsgrad von 30 %; Valideneinkommen Fr. 77'740.--, Invalideneinkommen 

Fr. 54'418.--) mit Verfügung vom 26. November 2010 (IV-act. 81) ab.

Am 1./2. September 2015 (IV-act. 82) meldete sich der Versicherte erneut an. Er 

leide an starken Beschwerden nach einem Herzinfarkt und sei seit dem __. Oktober 

2014 voll arbeitsunfähig.

B.a. 

Gemäss dem in den Akten der Krankentaggeldversicherung (Fremd-act.) 

enthaltenen ärztlichen Erstbericht von Dr. B.___ vom 16. Februar 2015 (Fremd-

act. 1-84 ff.) hatte der Versicherte am __. Oktober 2014 einen akuten Herzinfarkt 

erlitten; daneben sei ein paroxysmales Vorhofflimmern von Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit. - Die Klinik für Kardiologie des Departements Innere Medizin am 

Kantonsspital St. Gallen hatte am 24. Oktober 2014 (Fremd-act. 1-77 ff.) über den 

Spitalaufenthalt des Versicherten vom __. bis 24. Oktober 2014 berichtet. In einem 

Bericht vom 9. Februar 2015 (IV-act. 1-42 ff.) über eine Austrittsuntersuchung nach 

einer ambulanten kardialen Rehabilitation hatten die Ärzte der Klinik erwähnt, im 

Vordergrund stünden für den Versicherten eine nicht klar beschreibbare 

Angstsymptomatik und Nervosität. Im Alltag gehe es dem Versicherten 

(kardiopulmonal) gut. In der Ergometrie habe sich eine eingeschränkte 

Leistungsfähigkeit bei vorzeitigem Abbruch wegen Arbeitshypertonie von knapp 

240 mmHg bei bereits in Ruhe hypertensiven Blutdruckwerten (um 160 mmHg) 

systolisch gezeigt. Diagnostiziert worden waren eine koronare 2-Gefässerkrankung und 

eine beginnende hypertensive Herzkrankheit, ein paroxysmales Vorhofflimmern, ein 

Diabetes mellitus Typ 2, eine pulmonale Raumforderung unklarer Dignität links und ein 

hochgradiger V.a. COPD. Bezüglich der letztgenannten beiden Leiden seien 

Abklärungen erforderlich (Lungenfunktionsprüfung; bildgebende Verlaufskontrolle). - 

Das Zentrum für Arbeitsmedizin, Ergonomie und Hygiene AG (kurz AEH) berichtete der 

Krankentaggeldversicherung am 3. November 2015 (Fremd-act. 1-2 ff.; Gutachten) 

über eine Funktionsorientierte Medizinische Abklärung (FOMA, umfassend ein 

B.b. 

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strukturiertes Interview, eine klinische Untersuchung, eine angepasste Form der 

Evaluation der arbeitsbezogenen funktionellen Leistungsfähigkeit EFL und die 

Beurteilung der vorliegenden bildgebenden Untersuchungen und Akten) und eine 

psychiatrische Beurteilung durch Dr. med. F.___, Facharzt für Psychiatrie und 

Psychotherapie FMH. Es lägen beim Versicherten als Diagnosen mit Auswirkung auf 

die Arbeitsfähigkeit rheumatologisch-orthopädisch klinisch eine Epikondylopathia 

humeri radialis und Schulterbeschwerden rechts unklarer Ätiologie, DD: beginnende 

Frozen shoulder (allfällig nach Herzinfarkt?) vor. Ohne Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit seien u.a. intermittierende belastungsabhängige Lumbalgien. 

Psychiatrisch gesehen lägen als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 

einerseits eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode 

mit somatischen Symptomen, und anderseits eine generalisierte Angststörung vor. 

Kardiologisch betrachtet lägen (verkürzt wiedergegeben) eine koronare 2-Gefäss- und 

beginnende hypertensive Herzkrankheit mit NSTEMI 10/2014, PTCA/ES des 1. DA, 

RCX, RIVA und ACD diffus wandverändert, kleinkalibrigem RIVP mittelschwer 

(50-70 %) stenosiert, Arbeitshypertonie LVEF 55 % 2015, atypische Angina pectoris 

und allgemeine Leistungsintoleranz, beginnende diastolische Dysfunktion, 

paroxysmales Vorhofflimmern, und eine pulmonale Raumforderung unklarer Dignität 

links vor. Der Versicherte sei in der angestammten Tätigkeit als ___ und in einer 

anderen mittelschweren Tätigkeit aus rheumatologisch-orthopädischer Sicht 

spätestens ab dem Berichtszeitpunkt (3. November 2015) voll, für Arbeiten über 

Schulterhöhe aber zurzeit nur manchmal arbeitsfähig. Die kardiovaskuläre 

Zusatzbeurteilung müsse, falls eine angepasste Tätigkeit z.B. im Strassenverkehr oder 

in einem anderen Risikobereich erfolgen würde, anderweitig erfolgen. Aus 

psychiatrischer Sicht bestehe jedoch eine volle Arbeitsunfähigkeit seit November 2014. 

- Dr. F.___ (Klinik Y.___) hatte im psychiatrischen [Teil-] Gutachten vom 23. Oktober 

2015 (Fremd-act. 1-25 ff.) erklärt, der Versicherte sei seit einer Verschlechterung des 

psychischen Zustands im November 2014 in allen Tätigkeiten voll arbeitsunfähig. Nach 

einer empfohlenen stationären psychosomatischen Rehabilitation werde er für eine 

verbleibende Arbeitsfähigkeit von 50 % sämtliche seinem Bildungsniveau 

entsprechenden Tätigkeiten mit Ausnahme von Nachtarbeit uneingeschränkt ausüben 

können. Ob eine 50 % übersteigende Arbeitsfähigkeit werde erreicht werden können, 

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lasse sich noch nicht beurteilen. Es liege keine Störung aus dem somatoformen 

Formenkreis vor.    

Mit Mitteilung vom 18. Dezember 2015 (IV-act. 94) hielt die 

Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des Kantons St. Gallen fest, zurzeit seien aufgrund 

des Gesundheitszustands des Versicherten keine beruflichen 

Eingliederungsmassnahmen möglich. - In einer Arbeitgeberbescheinigung vom 

7. Januar 2016 (Eingangsdatum SVA, IV-act. 96, ununterzeichnet) gab die 

Unternehmung des ___ des Versicherten an, dieser sei seit April 2010 angestellt und 

habe vor Eintritt des Gesundheitsschadens an 22 Stunden pro Woche gearbeitet, und 

zwar bis Oktober 2014. Ohne Gesundheitsschaden würde er monatlich Fr. 5'600.-- 

verdienen. - Am 22. Februar 2016 (IV-act. 99) berichtete der Versicherte, er sei den 

ganzen Monat Januar über stationär in der Klinik in Z.___ gewesen. Dr. B.___ habe ihn 

nun bei einem Psychotherapeuten angemeldet.

B.c. 

Die Klinik Z.___ gab in einem Kurzaustrittsbericht vom 1. Februar 2016 (IV-

act. 101-3 f.; vgl. Austrittsbericht Psychosomatik vom 4. April 2016, IV-act. 107) 

bekannt, es bestünden (nebst der Gefäss- und Herzkrankheit, der Epicondylitis humeri 

radialis rechts, der Frozen Shoulder rechts und der pulmonalen Raumforderung 

unklarer Dignität) eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige 

Episode, und eine generalisierte Angststörung. Der Versicherte habe am kompletten 

Behandlungsprogramm teilgenommen und es habe im Verlauf eine erfreuliche 

Stabilisierung des psychischen und physischen Zustandsbildes erreicht werden 

können. Der Versicherte nehme eine positivere Sichtweise ein und eine Abschwächung 

der Gereiztheit wahr bzw. er könne auf Ressourcen zurückgreifen, um mit der 

Impulsivität besser umzugehen. Bis zum 14. Februar 2016 sei er noch voll 

arbeitsunfähig, dann sei ein schrittweiser beruflicher Wiedereinstieg mit einem 

Anfangspensum von 50 % möglich. - Dr. B.___ gab im Arztbericht vom 7. März 2016 

(IV-act. 101-1 f.) an, der Versicherte sei wegen Antriebslosigkeit und intermittierenden 

täglichen Krisen mit völliger Verunmöglichung einer Aktivität ab 15. Februar 2016 noch 

zu 50 % arbeitsunfähig. In Frage kämen für ihn Hilfstätigkeiten ohne Verantwortung 

und mit zeitlichen Reserven (geschützter Rahmen). - Die Klinik Y.___ (Dr. F.___) erklärte 

in einem Arztbericht vom 10. Mai 2016 (IV-act. 108), beim Versicherten lägen eine 

rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode mit somatischen 

B.d. 

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Symptomen, und eine vorbestehende und gegenwärtig chronifizierte generalisierte 

Angststörung, entstanden ca. 2009 und akzentuiert seit dem Herzinfarkt im November 

2014, vor. Bis Ende Februar 2016 sei der Versicherte voll arbeitsunfähig gewesen, 

seither sei er zu 50 % arbeitsunfähig. Mit dem Erhaltenbleiben dieser Arbeitsfähigkeit 

sei zu rechnen, nicht aber mit einer weiteren Verbesserung. Nachtarbeit und 

Fliessbandarbeiten seien nicht möglich. Es bestünden eine reduzierte allgemeine 

körperliche und psychische Belastbarkeit mit rascher körperlicher und geistiger 

Ermüdung und Störungen der Affekt- und Impulskontrolle in belastenden Situationen, 

eine eingeschränkte Konzentrationsausdauer, Antriebsstörungen, verminderte 

Psychomotorik und Störungen der sozialen Fertigkeiten. - Die RAD-Ärztin bestätigte 

diese Arbeitsunfähigkeit am 14. Juni 2016 (IV-act. 110). - In einem weiteren Arztbericht 

vom 23. November 2016 (IV-act. 119) teilte die Klinik Y.___ (Dr. F.___) mit, nach einer 

erneuten Verschlechterung des psychischen Zustands mit latenter Suizidalität sei vom 

8. bis 12. August 2016 und vom 19. September bis 14. Oktober 2016 eine 

tagesklinische Behandlung des Versicherten erfolgt. Es seien dabei eine mässige 

Rückbildung der depressiven Symptomatik und ein Abbau der Vermeidungshaltung 

erzielt worden, der Versicherte klage jedoch immer noch über anhaltende Lust- und 

Freudlosigkeit und passive Todeswünsche bei gleichzeitigen Ängsten vor einem akuten 

Herzversagen. Der Versicherte sei seit November 2014 voll arbeitsunfähig. Als 

Diagnosen wurden eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige 

bis schwere Episode, und eine vorbestehende generalisierte Angststörung nach dem 

Herzinfarkt angegeben. - In einem Arztbericht vom 7. Juni 2016 (IV-act. 120-5 ff.) hatte 

Dr. med. G.___, Facharzt für Kardiologie, erklärt, von kardialer Seite her sei die 

Leistungsfähigkeit des Versicherten knapp erhalten und betrage die Arbeitsfähigkeit 

annähernd 100 %. Die allgemeine Leistungsintoleranz könne insofern eigentlich nicht 

begründet werden. Ob parallel zur depressiven Symptomatik eine Medikamenten-

Nebenwirkung bestehe, könne aber nicht ausgeschlossen werden, führend sei dies 

jedoch nicht. - Dr. B.___ gab im Arztbericht vom 29. November 2016 (IV-act. 120-1 bis 

4) bekannt, es lägen als Hauptdiagnosen eine depressive Störung und eine 

generalisierte Angststörung vor. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit sei die 

koronare und hypertensive Herzkrankheit. Der Versicherte sei seit dem __. Oktober 

2014 voll arbeitsunfähig infolge von Konzentrationsstörung, Erschöpfung und 

vermindertem Durchhaltevermögen. Er vermöge lediglich stundenweise in geschütztem 

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- akzentuierte Persönlichkeitszüge mit leistungsorientierten Anteilen im

- Übergang zu einer Persönlichkeitsstörung

- rezidivierend depressive Störung, gegenwärtig leichtgradig

- chronische Schulterschmerzen rechts bei klinisch Impingementsyndrom,

  Supraspinatus- und Subscapularis-Tendinose

- sonografisch 05/16 und 08/16 dokumentierte Bursitis subacromialis sowie                    

 08/16 subkutane Suffusion am distalen Oberarm

- anteriorer Knieschmerz rechtsbetont

- beginnende Gonarthrose rechts und Genua vara

- 2-Ast-KHK mit NSTEMI 05/14 und DE-Stent einer Diagonalast-1-Stenose,                    

       mit residueller RIVPO-Stenose

Rahmen zu arbeiten. - Die RAD-Ärztin bestätigte zunächst am 6. Dezember 2016 (IV-

act. 122), die Arbeitsunfähigkeit des Versicherten sei seit dem __. Oktober 2014 eine 

volle. Die Einschränkung beruhe auf den psychiatrischen Leiden. Die Prognose sei sehr 

ungünstig.

Mit Mitteilung vom 9. Dezember 2016 (IV-act. 125) lehnte die 

Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle einen Anspruch des Versicherten auf berufliche 

Massnahmen ab. Solche seien wegen des Gesundheitszustands nicht möglich. 

B.e. 

Nachdem die RAD-Ärztin am 28. Dezember 2016 (IV-act. 129) dafürgehalten hatte, 

vom 15. Februar bis 7. August 2016 sei der Versicherte zu 50 % arbeitsfähig gewesen, 

seither sei er es nicht mehr (Wiederaufnahme der tagesklinischen Behandlung wegen 

Verschlechterung), und die anhaltende volle Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer 

Sicht sei nicht plausibel, wurde eine Begutachtung vorgesehen (vgl. IV-act. 127). - Das 

Zentrum für Medizinische Begutachtung ZMB gab im Gutachten vom 13. Juli 2017 (IV-

act. 142) als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bekannt:

B.f. 

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- paroxysmales Vorhofflimmern.

Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit seien ein intermittierender brachioradialer 

Schmerz rechts unklarer Ursache, DD: atypische radikuläre Reizung; eine leichte 

muskuläre Dysbalance Nacken-Schultergürtel; anamnestisch ein Status nach Episoden 

von lumbalen Schmerzen, aktuell weitgehend remittiert; intermittierende geh- und 

positionsabhängige Schmerzen am ganzen Körper, nicht spezifisch zuordnungsfähig; 

arterielle Hypertonie; Adipositas; Diabetes mellitus II; Knöchelödeme beidseits, am 

ehesten Kalziumantagonisten-induziert; chronische Bronchitis bei Nikotinabusus und 

eine Umbilicalhernie (vgl. IV-act. 142-69 f.). Der Versicherte habe sein brüchiges 

Selbstwerterleben und die nur knapp ausreichende Konfliktfähigkeit durch eine deutlich 

nachweisbare Leistungsorientierung - beobachtbar bereits in der Volksschule in der 

Heimat - kompensiert. Kurzfristig habe er nach der Einreise hier seinen beruflichen 

Traum als ___ realisieren können. Dann habe er sich bei einer Arbeitgeberin vom 

Betriebsmitarbeiter bis zum Kaderangestellten emporgearbeitet. Bei der von ihm als 

Degradierung erlebten Rückstufung zum ___spezialisten sei für ihn (nach einem ersten 

Mal bei der Emigration seiner Eltern und einem zweiten bei seiner eigenen) sozusagen 

ein drittes Mal die Welt zusammengebrochen. Unter Inanspruchnahme psychiatrisch-

psychologischer Hilfe habe er sich wieder bis zu einem gewissen Grad stabilisieren 

können. Die zwei Arbeitsplätze hätten sich aber nicht wunschgemäss entwickelt 

(ungenügende ___ bei der einen Arbeitgeberin; Betriebsschliessung durch den ___; vgl. 

IV-act. 142-71 f.; zu Letzterem auch IV-act. 142-89, ca. 2016 infolge schleppenden 

Geschäftsgangs). Beim Versicherten bestehe aus gesamtheitlicher Sicht ab dem 

Gutachtenszeitpunkt eine erwerbsbezogene Leistungsminderung um 50 % unter 

Berücksichtigung des kardiologischen und rheumatologischen Profils. Es gebe eine 

gewisse Addition; zu der psychiatrisch begründeten Leistungsminderung addiere sich 

die rheumatologisch begründete infolge der diesbezüglichen Schmerzen (IV-

act. 142-82). Während dreier Monate ab dem Infarkt habe eine volle Arbeitsunfähigkeit 

bestanden (IV-act. 142-82).

B.g. Die RAD-Ärztin hielt am 7. August 2017 (IV-act. 145) dafür, insgesamt könne auf 

das Gutachten abgestellt werden. Es gebe aber eine Diskrepanz zwischen den 

geschilderten Beschwerden und den objektivierbaren Befunden und eine 

Malcompliance bezüglich der Einnahme der verordneten Medikamente.

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B.h. Der Rechtsdienst der Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des Kantons St. Gallen 

gelangte gemäss einer Stellungnahme vom 12. September 2017 (IV-act. 146) zur 

Auffassung, es liege keine psychische Störung mit invalidisierender Wirkung vor. Fehle 

einer entsprechenden Diagnose ein Bezug zum Schweregrad, sei die medizinische 

Anspruchsgrundlage für die Anerkennung einer Rente nicht gegeben, ungeachtet der 

ärztlich/gutachterlich attestierten Arbeitsunfähigkeit. Abzustellen sei daher einzig auf 

die somatisch-rheumatologisch bedingte Arbeitsunfähigkeit von 10 %.

B.i. Mit Vorbescheid vom 13. September 2017 (IV-act. 149) stellte die 

Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des Kantons St. Gallen dem Versicherten eine 

Abweisung seines Gesuchs um eine Rente in Aussicht. Der Invaliditätsgrad betrage 

26 % (Valideneinkommen Fr. 81'269.--, Invalideneinkommen Fr. 59'808.--).

B.j. Der Versicherte liess am 9. Oktober 2017 (IV-act. 150) durch die damalige 

Rechtsvertretung einwenden, es sei eine Invalidenrente auszurichten. In der Ergänzung 

vom 29. November 2017 (IV-act. 153) wurde unter Hinweis auf beigelegte Arztberichte 

vorgebracht, die bisherigen Behandlungsbemühungen und Versuche einer 

Arbeitswiederaufnahme würden für eine Therapieresistenz sprechen. Die Berichte von 

Dr. F.___ (vom 8. November 2017) und von Dr. B.___ (vom 22. Oktober 2017) und das 

MEDAS-Gutachten des ZMB würden die unbegründeten, von medizinischen Laien 

getroffenen und aus medizinischer Sicht falschen Annahmen im Vorbescheid 

widerlegen. Sollte nicht auf die Ausführungen von Dr. F.___ und des MEDAS-

Gutachtens abgestellt werden, werde die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle bei 

dieser eindeutigen Sachlage zwingend medizinische Rückfragen zu tätigen haben. - In 

dem beigelegten Bericht vom 24. August 2017 (IV-act. 153-8 f.) hatte die Klinik für 

Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates am Spital X.___ 

eine transmurale Partialruptur der Supraspinatussehne und einen gelenksseitigen 

Einriss der Subscapularissehne [gemäss MRI Schulter rechts (extern) vom 4. August 

2017] im Bereich der kranialen Insertion Schulter rechts diagnostiziert. Es bestehe 

ausserdem eine Bizepssehnentendinopathie. In Frage kämen eine operative Therapie 

mittels Schulterarthroskopie und Rotatorenmanschettennaht oder eine diagnostisch-

therapeutische Schultergelenksinfiltration. Der Versicherte wünsche Letzteres. - 

Dr. B.___ hatte am 22. Oktober 2017 (IV-act. 153-6 f.) berichtet, der Versicherte sei im 

August 2007 nach einer Lohnkürzung und späteren Kündigung nach jahrzehntelanger 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 12/34

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Arbeit in eine schwere Depression gefallen. Die psychischen Probleme hätten seither 

nie mehr aufgehört. Psychotherapien hätten zwar zeitweilige Besserungen gebracht, 

aber nie eine Heilung. Arbeitsversuche seien sämtliche fehlgeschlagen. Einzig im quasi 

"geschützten Rahmen" bei seinem ___ habe er zeitweise arbeiten können. Wegen der 

psychisch bedingten Krisen und Unregelmässigkeiten bei der Arbeit habe der ___ ihn 

aber nicht mehr weiter tragen können. Seither habe er keine Arbeit mehr, sondern 

betätige sich lediglich noch aushilfsweise bei seiner Frau, die ___ sei. Schon aus rein 

psychiatrischer Sicht sei der Versicherte mindestens zu 60 bis 70 % arbeitsunfähig, de 

facto voll, weil eine Arbeit wahrscheinlich nur noch in geschütztem Rahmen möglich 

sei. Das zweite Problem sei die koronare Herzkrankheit, die 2014 zu einem Herzinfarkt 

geführt habe. Diesbezüglich müsste eine Arbeitsfähigkeit bestehen, doch infolge der 

Depression und der Angststörung empfinde sich der Versicherte auch unter diesem 

Aspekt als deutlich eingeschränkt. Die kardiologische Erkrankung habe die 

psychiatrische verschlimmert. Das dritte arbeitsrelevante medizinische Problem, die 

Schulterschmerzen rechts bei zwei Sehnenteilrupturen, sei noch nicht ausbehandelt, 

doch dürfte sich daraus künftig höchstens eine Einschränkung bei schweren 

körperlichen Arbeiten (insbesondere Überkopfarbeiten) ergeben. Der Versicherte sei 

insgesamt aus psychiatrischer Sicht arbeitsunfähig. Nur in geschütztem Rahmen dürfte 

eine Arbeitsfähigkeit von rund 30 bis 40 % bestehen. - Die Klinik Y.___ (Dr. F.___) hatte 

im Bericht vom 8. November 2017 (IV-act. 153-5) erklärt, der psychische Zustand des 

Versicherten habe sich erneut verschlechtert. Es sei zu einer Zunahme der depressiven 

Symptomatik und der generalisierten Ängstlichkeit und zu funktionellen 

Herzbeschwerden gekommen. Eine verwertbare Arbeitsfähigkeit könne ihm 

gegenwärtig nicht attestiert werden. - Die RAD-Ärztin legte am 5. Dezember 2017 (IV-

act. 156) dar, es werde an der Beurteilung vom 7. August 2017 festgehalten. In allen 

Teilgutachten sei beschrieben worden, dass eine Diskrepanz zwischen den 

geschilderten Beschwerden und den objektivierbaren Befunden bestehe. Es könne 

lediglich auf objektivierbare Funktionseinschränkungen abgestellt werden.

B.k. Mit Verfügung vom 8. Dezember 2017 (IV-act. 157) wies die 

Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des Kantons St. Gallen einen Rentenanspruch des 

Versicherten (entsprechend dem Vorbescheid) ab.  

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 13/34

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C.

Gegen diese Verfügung richtet sich die von Rechtsanwalt lic. iur. Marcel Kuhn für den 

Betroffenen am 23. Januar 2018 erhobene Beschwerde. Der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers beantragt, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und dem 

Beschwerdeführer sei spätestens ab 1. März 2016 eine ganze Invalidenrente 

auszurichten, eventualiter sei ihm ab 1. März 2016 eine Dreiviertelsrente zuzusprechen, 

subeventualiter sei die Angelegenheit zur weiteren Abklärung an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Die Dres. F.___ und B.___ hätten 

nachvollziehbar und rechtsgenüglich begründet, dass der Beschwerdeführer für 

sämtliche Tätigkeiten im ersten Arbeitsmarkt voll arbeitsunfähig sei. Seit Ende Oktober 

2014 sei durchgehend von dieser Arbeitsunfähigkeit auszugehen. Selbst wenn auf die 

Arbeitsunfähigkeit von 50 % gemäss dem ZMB-Gutachten abgestellt werde, sei 

deshalb bis mindestens Ende Oktober 2017 (drei Monate nach der Verbesserung des 

Gesundheitszustands) ein Anspruch auf eine befristete ganze Rente ausgewiesen. Der 

Begründung der Abweisung durch die Beschwerdegegnerin könne nicht gefolgt 

werden. Der Beschwerdeführer habe sich sämtlichen möglichen und erforderlichen 

therapeutischen Massnahmen unterzogen. Von zusätzlichen Behandlungen neben der 

ambulanten Therapie sei keine Besserung des Gesundheitszustands und keine 

Steigerung der Arbeitsfähigkeit zu erwarten. Die Gutachter hätten denn auch keine 

entsprechenden Vorschläge gemacht, sondern ausdrücklich die Weiterführung der 

bisherigen Therapie zur Stabilisierung empfohlen. Die rechtlichen Ausführungen der 

Beschwerdegegnerin seien auf den vorliegenden Sachverhalt nicht anwendbar. Es sei 

von einer Therapieresistenz auszugehen. Allein mit fehlender Therapieresistenz liesse 

sich zudem eine invalidenversicherungsrechtlich relevante psychische 

Gesundheitsschädigung nach der Rechtsprechung (Bundesgerichtsurteil 9C_845/2016 

E. 3.4 mit Hinweis auf 8C_841/2016) nicht ausschliessen. Das Gutachten komme im 

Licht der beachtlichen Indikatoren zum Schluss auf eine Arbeitsunfähigkeit des 

Beschwerdeführers von 50 %. Explizit seien alle invalidenversicherungsfremden 

Faktoren ausgeschieden worden. Bei aus gesundheitlichen Gründen nur noch 

teilzeitlich erwerbsfähigen Männern werde wegen der statistisch weniger guten 

Entlöhnung ein Abzug (von den Tabellenlöhnen) anerkannt. Der Teilzeitabzug mache 

mindestens 10 % aus. Der Beschwerdeführer unterliege ausserdem selbst für leichte 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 14/34

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Tätigkeiten zahlreichen Einschränkungen. Ein potenzieller Arbeitgeber des 

Beschwerdeführers werde mit vermehrten Absenzen zu rechnen haben. Dem 

Beschwerdeführer stünden nur noch wenige Jahre aktiver Berufstätigkeit bevor. Da ihm 

die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als ___ nicht mehr zumutbar sei, müsse ein 

Berufswechsel erfolgen, was sich, da die entsprechenden Kenntnisse und Fähigkeiten 

fehlten, ebenfalls nachteilig auf den Lohn auswirken werde. Insgesamt sei ein 

Tabellenlohnabzug von mindestens 20 % angemessen. Bei einer Restarbeitsfähigkeit 

von 50 % ergebe sich ein Invaliditätsgrad von 67.3 % und Anspruch auf eine 

Dreiviertelsrente. Von einer Verwertbarkeit der medizinisch-theoretischen 

Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers könne bei realistischer Betrachtung nicht 

ausgegangen werden. Dr. B.___ habe ausgeführt, auf dem ersten Arbeitsmarkt könne 

der Beschwerdeführer keine Arbeitsfähigkeit mehr verwerten. Schon aus 

kardiologischen Gründen sei dem Beschwerdeführer nur noch eine leichte Tätigkeit 

möglich, aus orthopädischer Sicht kämen keine repetitiven Halte- oder 

Überkopfarbeiten mit dem rechten Arm, kein repetitives Treppengehen und keine lange 

Gehdauer in Frage. Ein Anforderungsprofil aus psychiatrischer Sicht lasse sich dem 

Gutachten nicht entnehmen. Bei der Zumutbarkeit der Erwerbstätigkeit in 

Selbsteingliederungspflicht sei das Alter eine die Invalidität beeinflussende persönliche 

Eigenschaft. Spätestens ab 1. März 2016 sei daher eine ganze Rente zuzusprechen.

D.

In ihrer Beschwerdeantwort vom 6. April 2018 beantragt die Beschwerdegegnerin die 

Abweisung der Beschwerde. Die zuletzt niedrige Frequenz der ambulanten Behandlung 

mit lediglich einmal pro Monat stattfindenden Konsultationen spreche gegen eine 

Behandlungsresistenz und einen erheblichen Leidensdruck. Im 

Begutachtungszeitpunkt sei nur noch eine leichte Depression festgestellt worden, 

während Dr. F.___ im November 2016 noch eine mittelgradige bis schwere depressive 

Symptomatik erwähnt habe. Das spreche für eine therapeutische Angehbarkeit der 

Störung. Schon im Rahmen des stationären Aufenthalts in der Klinik Z.___ habe sich 

eine erfreuliche Stabilisierung des psychischen Zustandsbildes gezeigt. Es könne nicht 

auf eine besondere Schwere der psychischen Gesundheitsstörung geschlossen 

werden. Abgesehen von einer festgestellten gewissen Tendenz, in schwierigen 

Situationen übereilte, nicht zu Ende gedachte Entschlüsse zu fassen, werde im 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 15/34

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Gutachten keine im Gesamtkontext (die Ressourcen) hemmende Wirkung der 

akzentuierten Persönlichkeitszüge erwähnt. Der Beschwerdeführer verfüge vielmehr 

über eine ansehnliche Ressourcenlage. Die körperlichen Beeinträchtigungen 

schränkten die Arbeitsfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten einzig aus rheumatologischer 

Sicht um 10 % leicht ein. Eine relevante organische Komorbidität liege also nicht vor. 

Es bestünden keine Hinweise darauf, dass das Leistungsvermögen des 

Beschwerdeführers durch seine Persönlichkeitsstruktur erheblich negativ beeinflusst 

werde. Der Beschwerdeführer habe gute familiäre Verhältnisse und pflege regen 

Kontakt zu Kollegen. Er habe ausserdem einen geregelten Tagesablauf, betreibe 

regelmässig körperliche Aktivitäten, gehe Hobbys nach und gebe sich mit den 

Grosskindern und einer Schwester ab. Das Aktivitätsniveau des Beschwerdeführers sei 

demnach nicht in allen mit der Erwerbstätigkeit - wo er sich voll arbeitsunfähig fühle - 

vergleichbaren Lebensbereichen gleichmässig eingeschränkt. Dazu komme, dass 

sowohl bei der psychiatrischen wie der rheumatologischen Begutachtung eine 

Diskrepanz zwischen der Beschwerdeschilderung und den erhobenen Befunden 

festgestellt worden sei. Schliesslich stehe beim Beschwerdeführer eine starke 

subjektive Krankheitsüberzeugung im Vordergrund. Die im psychiatrischen 

Teilgutachten festgestellten funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten 

Beeinträchtigungen könnten zusammengefasst nicht als überwiegend wahrscheinlich 

erstellt betrachtet werden. Sei ein rechtsgenüglicher Bezug zwischen den gestellten 

Diagnosen und deren funktionellen Auswirkungen im Sinn einer eingeschränkten 

Arbeitsfähigkeit nicht überwiegend wahrscheinlich ausgewiesen, habe die materiell 

beweisbelastete versicherte Person nach der Rechtsprechung (BGE 141 V 281 E. 6) die 

Folgen zu tragen. In Abweichung vom ZMB-Gutachten sei von einer Arbeitsfähigkeit 

des Beschwerdeführers von 90 % in einer angepassten Tätigkeit auszugehen. Dass die 

Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers nicht verwertbar wäre, sei nicht ersichtlich. 

In Industrie und Gewerbe gebe es verschiedene einfache Hilfsarbeiten, die leicht seien 

und keine repetitiven Halte- oder Überkopfarbeiten, keine Belastungen des rechten 

Arms, kein notwendiges repetitives Treppengehen und keine längeren Gehstrecken 

verlangten, nämlich beispielsweise leichte Überwachungs-, Prüf- und Kontrollarbeiten 

in der Industrie, die Bedienung und Überwachung von [halb-]automatischen Maschinen 

oder Produktionseinheiten und leichte Verpackungsarbeiten. Bei der Begutachtung sei 

der Beschwerdeführer 59 Jahre alt gewesen. In Anbetracht der relativ hohen Hürden, 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 16/34

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die das Bundesgericht für die Annahme von Unverwertbarkeit einer 

Restarbeitsfähigkeit älterer versicherter Personen entwickelt habe, sei dem 

Beschwerdeführer das Finden einer Stelle auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zwar 

erschwert, es sei aber nicht von vornherein als ausgeschlossen zu betrachten. Ein 

Teilzeitabzug sei nicht am Platz, weil die Arbeitsunfähigkeit von 10 % mit einem 

vermehrten Pausenbedarf (bei ganztägiger Präsenz) bzw. mit einem verminderten 

Rendement begründet worden sei. Hilfsarbeiten würden auf einem hypothetischen 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt altersunabhängig nachgefragt. Der Faktor Alter wirke sich 

nicht zwingend lohnsenkend, sondern bei einfachen und repetitiven Tätigkeiten des 

Anforderungsniveaus 4 (ab 2012: Kompetenzniveau 1) sogar lohnerhöhend aus. Unter 

dem Titel eines leidensbedingten Abzugs könnten nur Umstände berücksichtigt 

werden, die auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt als ausserordentlich zu 

bezeichnen seien. Solche seien hier nicht ersichtlich. Dass nur noch leichte körperliche 

Tätigkeiten zumutbar seien, biete keinen Grund für einen Abzug, weil das 

Kompetenzniveau 1 eine Vielzahl von leichten und mittelschweren Tätigkeiten umfasse. 

Der Invaliditätsgrad betrage gerundet 26 %. 

E.

Mit Replik vom 2. Mai 2018 wendet der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ein, die 

Darlegung, dass eine Therapie mit nur einer Konsultation pro Monat stattgefunden 

haben solle, sei aktenwidrig. Die Termine seien in (sc. ärztlicher) Absprache und nach 

Notwendigkeit durchgeführt worden und hätten daher in der Häufigkeit variiert. Die 

nicht medizinisch begründete Annahme der Beschwerdegegnerin, es habe sich bei 

einer Intensivierung der Behandlung ein gewisser Therapieerfolg einzustellen, sei nicht 

belegt. Diese sei kein Erfolgsgarant. Die Frequenz sei den behandelnden Fachärzten zu 

überlassen. Die Beurteilung im Gutachten erfülle die rechtsprechungsgemässen 

Anforderungen des strukturierten Beweisverfahrens und lege die funktionelle 

Leistungseinschränkung nachvollziehbar dar. Es könne auf seine Erkenntnisse 

abgestellt werden. Bezüglich der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit habe sich die 

Beschwerdegegnerin mit pauschalen Verweisen auf die Rechtsprechung begnügt, 

ohne den Einzelfall gebührend zu würdigen. Aus psychischen Gründen würden sich 

ausserdem weitere Einschränkungen ergeben, die im Leistungsprofil gemäss dem 

Gutachten noch nicht berücksichtigt worden seien. Unter Berücksichtigung sämtlicher 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 17/34

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relevanter Umstände und insbesondere bei einer Restarbeitsfähigkeit von höchstens 

50 % sei ein Abzug vom Tabellenlohn von 20 % angemessen.

F.

Die Beschwerdegegnerin hat am 18. Mai 2018 an ihrem Antrag festgehalten und auf 

die Erstattung einer Duplik verzichtet. 

Erwägungen

1.

Im Streit liegt die Verfügung vom 8. Dezember 2017, mit welcher die 

Beschwerdegegnerin einen Rentenanspruch des Beschwerdeführers abgewiesen hat. 

Sie hat damit eine Neuanmeldung des Beschwerdeführers vom 1./2. September 2015 

materiell (nach zu Recht erfolgtem Eintreten aufgrund des erlittenen Herzinfarkts des 

Beschwerdeführers) beurteilt, nachdem sie sein erstes Gesuch vom 21./26. August 

2008 mit Verfügung vom 26. November 2010 formell rechtskräftig abgewiesen hatte. 

Der Beschwerdeführer beantragt im Beschwerdeverfahren einzig Rentenleistungen, im 

Hauptstandpunkt die Zusprache einer ganzen Invalidenrente spätestens ab 1. März 

2016, eventualiter diejenige einer Dreiviertelsrente (subeventualiter eine Rückweisung 

der Sache an die Beschwerdegegnerin zur weiteren Abklärung). - Streitgegenstand 

bildet zunächst der allfällige Rentenanspruch. - Berufliche Eingliederungsmassnahmen 

zu treffen, hatte die Beschwerdegegnerin mit Mitteilung vom 18. Dezember 2015 als 

wegen des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers nicht möglich abgelehnt. 

Ergäbe sich, dass ohne Eingliederungsmassnahmen ein Rentenanspruch in Frage 

stünde, so gehörte zum Streitgegenstand notwendigerweise auch die Frage, ob die 

Verwaltung den Grundsatz "Eingliederung vor Rente" beachtet und eine allfällige Pflicht 

des Beschwerdeführers zu Massnahmen korrekt in Anspruch genommen habe.  

2.  

Nach Art. 28 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die 

versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie 

mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % 

besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 

40 % Anspruch auf eine Viertelsrente.

2.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 18/34

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Nach Art. 8 Abs. 1 ATSG ist Invalidität die voraussichtlich bleibende oder längere 

Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Diese wird gemäss Art. 7 

Abs. 1 ATSG verstanden als der durch die Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 

oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung oder 

Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf 

dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt. Für die Beurteilung des 

Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der 

gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt 

zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG, 

vgl. auch BGE 102 V 165). 

2.2. 

Sämtliche psychischen Erkrankungen sind nach der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung (vgl. BGE 143 V 418 E. 7.1 f.) grundsätzlich (bei Ausnahmen nach dem 

jeweiligen Beweisbedarf) einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu 

unterziehen. Für die Beurteilung des funktionellen Leistungsvermögens sind gemäss 

BGE 141 V 281 (vom 3. Juni 2015) also in der Regel diverse Standardindikatoren 

beachtlich, die in zwei Kategorien systematisiert werden, nämlich einerseits in der 

Kategorie des funktionellen Schweregrads und anderseits in jener der Konsistenz. 

Schon der Arzt bzw. die medizinisch sachverständige Person hat bei der Einschätzung 

des Leistungsvermögens den in der Judikatur umschriebenen einschlägigen 

Indikatoren zu folgen (vgl. BGE 141 V 281 E. 5.2.2). Zum funktionellen Schweregrad 

sind die Komplexe "Gesundheitsschädigung" (mit den Aspekten der Ausprägung der 

diagnoserelevanten Befunde, des Behandlungs- und Eingliederungserfolgs oder der 

entsprechenden Resistenz und der Komorbiditäten), "Persönlichkeit" (mit 

Persönlichkeitsdiagnostik und persönlichen Ressourcen) und "Sozialer Kontext" zu 

berücksichtigen. In der Kategorie der Konsistenz geht es um Gesichtspunkte des 

Verhaltens, namentlich um eine gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in 

allen vergleichbaren Lebensbereichen und um behandlungs- und 

eingliederungsanamnestisch ausgewiesenen Leidensdruck (vgl. BGE 141 V 281 

E. 4.1.3). Soweit die festgestellte Leistungseinschränkung auf Aggravation oder einer 

ähnlichen Erscheinung beruht oder unter dem Einfluss der Folgen der Erzielung eines 

sekundären Krankheitsgewinns steht (der rechtlich grundsätzlich unbeachtlich zu 

bleiben hat, vgl. BGE 130 V 352), liegt nach der Rechtsprechung regelmässig keine 

versicherte Gesundheitsschädigung vor. Hinweise darauf ergeben sich (im 

Zusammenhang mit einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung entwickelt) 

namentlich, wenn: eine erhebliche Diskrepanz zwischen den geschilderten Schmerzen 

und dem gezeigten Verhalten oder der Anamnese besteht; intensive Schmerzen 

angegeben werden, deren Charakterisierung jedoch vage bleibt; keine medizinische 

2.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 19/34

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3.  

Behandlung und Therapie in Anspruch genommen wird; demonstrativ vorgetragene 

Klagen auf den Sachverständigen unglaubwürdig wirken; schwere Einschränkungen im 

Alltag behauptet werden, das psychosoziale Umfeld jedoch weitgehend intakt ist (BGE 

141 V 281 E. 2.2). 

Im Zusammenhang mit dem vorliegend zu beurteilenden Verfahren der IV-

Neuanmeldung des Beschwerdeführers sind sein Gesundheitszustand und seine 

Arbeitsfähigkeit im April 2017 polydisziplinär durch eine MEDAS, das ZMB, begutachtet 

worden. Das Gutachten vom 13. Juli 2017 basiert zunächst auf einer jeweiligen 

Kenntnisnahme von den Vorakten. Die geklagten Beschwerden wurden erfragt. 

3.1. 

Bei der allgemeinmedizinischen Begutachtung beklagte der Beschwerdeführer 

vor allem psychische Probleme. Er habe Mühe, seine somatischen Krankheiten zu 

akzeptieren, fühle sich manchmal wie in einem Loch und habe Mühe, allein wieder 

herauszukommen. Er habe kein Selbstvertrauen mehr, leide unter 

Konzentrationsmangel und Kurzzeitgedächtnisstörungen. Seit etwa einem Jahr habe er 

zudem Schmerzen an der rechten Schulter und eine Bewegungseinschränkung. 

Ausserdem leide er an Knöchelödemen beidseits mit Spannungsgefühl und 

Schmerzen. Er habe Albträume und erwache nachts mehrfach (vgl. IV-act. 142-17). - 

Bei der Untersuchung wurden keine Erkrankungen erhoben, die Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit hätten. Im Übrigen wurden aber unter anderem eine arterielle 

Hypertonie, ein Diabetes mellitus II, ein Status nach Stent-Einlage 10/2014, 

wahrscheinlich Ca-Antagonist-induzierte Knöchelödeme beidseits und eine chronische 

Bronchitis diagnostisch erwähnt (vgl. IV-act. 142-19).  

3.1.1. 

Anlässlich der rheumatologischen Begutachtung gab der Beschwerdeführer an, 

nach dem Herzinfarkt Schmerzen am ganzen Körper, am deutlichsten im Bereich der 

Knie, der Ellenbogen und der Handgelenke beidseits, bekommen zu haben, die 

insgesamt tolerierbar seien. Noch während des Aufenthalts in der Klinik Z.___ im 

Januar 2016 sei plötzlich ein massiver Schmerz an der linken Schulter eingetreten, 

nach etwa drei bis vier Wochen aber wieder abgeklungen. Knapp einen Monat später 

sei es plötzlich zu Schulterschmerzen rechts gekommen, die aber nicht mehr aufgehört 

hätten, sondern immer schlimmer würden und mit einer zunehmenden 

Beweglichkeitseinschränkung einhergingen. Vor mehr als einem halben Jahr habe er 

dann sehr starke Schmerzen und anschliessend einen Bluterguss um den distalen 

Oberarm, Ellbogen und proximalen Unterarm rechts gehabt. Weder der Hausarzt noch 

der Gelenk-Ultraschallspezialist Dr. med. H.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin 

3.1.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 20/34

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FMH, hätten die klare Ursache feststellen können. Man sei davon ausgegangen, dass 

etwas gerissen sei. Ultraschallbehandlung und Infiltration der rechten Schulter hätten 

keine Schmerzlinderung gebracht. Am schlimmsten seien die Schmerzen bei 

Abduktionsbewegungen des Arms; teilweise könne er den Arm nicht mehr über 90° 

heben. Er habe (bis zu 100-mal pro Tag) attackenartige Schmerzen im Bereich des 

distalen Oberarms und brachioradialen Unterarms rechts, vor allem im Liegen und bei 

Belastungen. Teilweise erwache er deswegen nachts. Seit etwa vier bis fünf Monaten 

habe er ausserdem Schmerzen im Bereich des ventralen Halses, zum Teil bis gegen 

die rechte Schulter ziehend, verstärkt bei seitlichen Kopfbewegungen. Unter dreimal 

neun Sitzungen Physiotherapie (mit einer Art Elektrotherapie mit Zuckung der 

Muskulatur, mit Ultraschall und mit Übungen) hätten sich die Schmerzen verstärkt. 

Wenn die Schmerzen nicht zu schlimm seien, führe er zwei- bis dreimal täglich ein 

Heimprogramm durch. Auch die Akupunktur im Bereich des Nackens habe zu mehr 

Schmerzen geführt. Das dagegen verschriebene Schmerzmittel habe initial gut 

geholfen, im Verlauf nur noch ungenügend. Sehr störend seien ferner seit mindestens 

einem halben Jahr die geschwollenen, schweren Beine mit einer begleitenden starken 

Müdigkeit; vor allem abends habe er einen massiven Druck in den Beinen. Er helfe sich 

mit Hochlagern; Stützstrümpfe oder eine Lymphdrainage habe er bis anhin nicht 

bekommen. Des Weiteren komme es beim Gehen oder bei langem Verharren in der 

gleichen Position zu Schmerzen am ganzen Körper. Seit ca. zwei Jahren bestünden 

ferner beim Gehen ventralseitige Knieschmerzen beidseits. Er könne daher nur eine 

halbe Stunde bis maximal zwei Stunden lang gehen. Eine Arbeit als ___ könne er sich 

nicht mehr vorstellen, weil er im Rahmen der Depression das Vertrauen verloren und 

Angst vor einer solchen Tätigkeit habe, weil ihn die Schmerzen sehr störten und weil 

schon bei leichteren Anstrengungen eine Dyspnoe auftrete. - Die Gutachterin der 

Rheumatologie stellte beim Beschwerdeführer unter anderem einen Hohlrundrücken 

fest, ausserdem eine verminderte Schulterabduktion und -flexion rechts und 

Schmerzen, eine leichte Atrophie der Muskulatur der Schulter dorsal, vor allem im 

Supraspinatusbereich, eine Druckdolenz der distalen radialen Oberarm- und 

proximalen radialen Unterarmmuskulatur und in der Tiefe der radialen Ellenbeuge 

rechts, Genua vara, eine Druckdolenz am medialen Bandapparat rechts und eine 

leichte Lateralisierung der Patella bei Flexionsbewegungen beidseits, deutliche 

periphere Ödeme, leichte Degenerationen am Knie rechts, eine Verkalkung des 

Sehnenansatzes der Quadricepssehne am oberen Patellapol und eine Steilstellung und 

leicht- bis mässiggradige Degenerationen an der HWS, vor allem an der unteren HWS. 

Bei der neurologischen Untersuchung seien Schmerzen provozierbar gewesen, 

beispielsweise beim Prüfen der rohen Kraft der M. bizeps und M. trizeps rechts (vgl. IV-

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 21/34

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act. 142-23 ff.). Für eine axiale Spondyloarthritis seien bei der klinischen Untersuchung 

keine klassischen Befunde objektivierbar gewesen (vgl. IV-act. 142-29). Eine klassische 

Epicondylopathia humeri radialis sei zurzeit nicht objektivierbar, die Befunde in der 

Ellenbogenregion seien eher myotendinogener Genese. Die klare Ätiologie der 

Schulterschmerzen sei bei den entsprechenden positiven klinischen Tests am ehesten 

im Sinn eines Impingementsyndroms, einer Supraspinatus- und Subscapularis-

Tendinose zu sehen (vgl. IV-act. 142-30 f., bei der Auseinandersetzung mit der AEH-

Vorbegutachtung). Es wurde empfohlen, die Analgesie insgesamt neu zu evaluieren, 

namentlich die Dosis Olfen dringend zu reduzieren (vgl. IV-act. 142-31). - Die 

Gutachterin der Rheumatologie bezeichnete die Beurteilung des AEH-Gutachtens von 

2015 einer vollen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers für mittelschwere Arbeit nur 

teilweise für nachvollziehbar. Schon damals wie zurzeit seien Tätigkeiten mit repetitiver 

Belastung der rechten Schulter und Arbeiten mit Halten sowie Überkopfarbeiten 

eingeschränkt zumutbar gewesen, auch in der Tätigkeit als ___. Als ___ sei der 

Beschwerdeführer nicht mehr arbeitsfähig. Bei angepassten Tätigkeiten (auch ohne 

Belastungen des rechten Arms und ohne repetitives Treppensteigen oder längere 

Gehstrecken) bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 90 % mit vermehrtem Pausenbedarf 

von 10 %. Nach der Beschreibung der diagnostischen Diskrepanzen ihrer Beurteilung 

zu jener des AEH legte die ZMB-Gutachterin der Rheumatologie dar, diskrepant seien 

auch die Angaben des Beschwerdeführers zum Schmerzbeginn der rechten Schulter 

und in der Ellenbogenregion. - Eine lediglich zeitliche Differenz erscheint allerdings 

nicht relevant. - Die Gutachterin erklärte weiter, der Beschwerdeführer schildere seine 

Beschwerden glaubhaft und zum Teil könnten diese aufgrund der klinischen 

Untersuchung auch zugeordnet werden. Es bestehe aber eine Diskrepanz zwischen 

angegebener Qualität und beschriebenem Ausmass der Schmerzen sowie erlebter 

Behinderung einerseits und den erhobenen klinischen und bildgebenden 

Untersuchungsbefunden anderseits. Ein Teil der Schmerzen, vor allem die 

angegebenen Ganzkörperschmerzen und die heftigen Schmerzattacken um die 

Ellenbogenregion rechts, lasse sich rheumatologisch nicht spezifisch zuordnen (vgl. IV-

act. 142-30). - Bezüglich der Feststellung einer Diskrepanz des Schmerzausmasses zu 

den bildgebenden Untersuchungsbefunden ist festzuhalten, dass die bildgebenden 

Untersuchungen bei der rheumatologischen Begutachtung als dürftig zu betrachten 

sind. Obwohl der Beschwerdeführer hauptsächlich Schulterbeschwerden und 

Ellenbogenbeschwerden beklagte, begnügte sich die ZMB-Gutachterin im April 2017 

mit der Kenntnisnahme von zwei Ultraschallbefunden der Schulter rechts von Mai und 

August 2016 und hielt lediglich dafür, bei einer Persistenz der Schulterbeschwerden sei 

ein Arthro-MRI sinnvoll (IV-act. 142-31). Wie sich aus dem nachgelieferten Bericht der 

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Klinik für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates am 

Spital X.___ vom 24. August 2017 ergibt, zeigten sich bei einem MRI vom 4. August 

2017 eine transmurale Partialruptur der Supraspinatussehne und ein gelenksseitiger 

Einriss der Subscapularissehne im Bereich der kranialen Insertion Schulter rechts. Vom 

Ellenbogen wurden soweit ersichtlich keine Bilder erhoben. Da allerdings davon 

ausgegangen werden kann, dass die Gutachterin die klinischen Beschwerden bzw. 

deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit insgesamt ausreichend berücksichtigte, 

erscheint eine Ergänzung nicht erforderlich. 

Bei der kardiologischen Untersuchung nannte der Beschwerdeführer als aktuelle 

Beschwerden wiederum die Unterschenkelödeme (DD wegen Amlodipin), die Müdigkeit 

und geringere Belastbarkeit (DD Bilol-bedingt), einen thorakalen Druck und 

Anstrengungsdyspnoe. Dass er zur kardiologischen Anamnese selbst befragt worden 

wäre, ist nicht ersichtlich. - Ergometrisch wurden in der Folge gutachterlich eine auf 

etwa 70 % des Solls eingeschränkte physische Belastbarkeit und ein ungenügender 

Pulsanstieg festgestellt (vgl. IV-act. 142-33). Rein kardiologisch bestehe eine 

Arbeitsfähigkeit für Arbeiten ohne schwere und mittelschwere Anstrengungen. Falls 

nach einer Medikamentenmodifikation (Amlodipin ab- und ev. ersetzen, Bilolreduktion 

oder -Absetzung) die Belastbarkeit besser würde, wären auch mittelschwere Arbeiten 

unter diesem Aspekt möglich (vgl. IV-act. 142-34 f.). Dies sei seit drei Monaten nach 

dem Infarkt anzunehmen (vgl. IV-act. 142-34). - Bei dem zweiten Herzinfarkt, von dem 

der Beschwerdeführer anlässlich der psychiatrischen und der neuropsychologischen 

Untersuchung berichtete (vgl. unten), dürfte es sich nach der Aktenlage im Übrigen um 

das Vorkommnis gehandelt haben, das diagnostisch im Austrittsbericht vom 

30. Dezember 2014 als hypertensive Entgleisung erfasst wurde (vgl. Fremd-act. 1-47 ff, 

IV-act. 142-9 und 142-16).

3.1.3. 

Bei der neuropsychologischen Untersuchung zeigten sich bei diversen Tests im 

Sinn der selektiven Aufmerksamkeit durch eine Verlangsamung gekennzeichnete 

Aufmerksamkeitsfunktionen. Die Merkfähigkeit des Beschwerdeführers sei in der 

Muttersprache an der Grenze zur Norm gewesen und es habe eine deutliche kognitive 

Verlangsamung bestanden (vgl. IV-act. 142-67). 

3.1.4. 

Bei der psychiatrischen Begutachtung gab der Beschwerdeführer als 

Beschwerden unter anderem wiederum diejenigen im Bereich der rechten Schulter und 

der Beine an. Er könne ganz gute Tage haben, dann bekomme er plötzlich wieder "mit 

dem Hammer auf den Kopf", das könne lange dauern. Die Brustschmerzen würden 

Angst vor einem weiteren Herzinfarkt machen. Seit dem Burn-out im Zusammenhang 

3.1.5. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 23/34

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mit dem Mobbing 2007/08 sei er nicht mehr stabil gewesen und seit dem zweiten 

Herzinfarkt sei alles noch schlimmer geworden (vgl. IV-act. 142-47, vgl. auch IV-

act. 142-63). - Der Gutachter der Psychiatrie fand beim Beschwerdeführer eine leicht 

eingeengte Willensbildung und eine formal leichte Einengung des Gedankengangs auf 

die diversen körperlichen Beschwerden und die Stimmungsprobleme. Die 

Beschwerdeschilderung sei konzis gewesen. Der Beschwerdeführer sei in 

leichtgradiger depressiver Verstimmung gewesen. Es hätten eine leichte Freudlosigkeit, 

ein leichter Interessenverlust, ein leicht verminderter Antrieb, ein leicht vermindertes 

Selbstwertgefühl, ein leichtes negatives Gedankengrübeln und leichte Ängste vor 

einem neuerlichen Myokardinfarkt bestanden. Mit Ausnahme einer gewissen 

Verlangsamung hätten klinisch psychiatrisch keine kognitiven Störungen nachgewiesen 

werden können (vgl. IV-act. 142-48). Die Persönlichkeit sei mässig integriert, so die 

Selbst-/Fremdwahrnehmung, die Selbststeuerung, die emotionale Kommunikation, die 

innere Bindung/äussere Beziehung. Das Vollbild einer Persönlichkeitsstörung lasse sich 

aber nicht nachweisen (vgl. IV-act. 142-52). Sowohl in bisheriger wie in adaptierter 

Tätigkeit bestehe eine mittelgradige Einschränkung der Flexibilität/Umstellfähigkeit, der 

Anwendung fachlicher Kompetenzen, der Entscheidungs-/Urteilsfähigkeit, der 

Durchhaltefähigkeit, der Selbstbehauptungsfähigkeit, der Kontaktfähigkeit zu Dritten 

und der Gruppenfähigkeit bei ansonsten erhaltenen Items (vgl. IV-act. 142-59). - Im 

Vergleich zur psychiatrischen Begutachtung durch Dr. E.___ im September 2010 [mit 

dem Ergebnis einer Arbeitsunfähigkeit von 50 % in der angestammten Tätigkeit und 

von 30 % in einer adaptierten Arbeit wie als ___, vgl. IV-act. 142-53; vgl. aber IV-

act. 72-10: richtig 30 und 25 %] habe eine gewisse "Umwertung" stattzufinden. Seit 

dem kardialen Ereignis vom Oktober 2014 sei von psychiatrischer Seite eine moderate 

Verschlechterung eingetreten, so dass eine erwerbsbezogene Leistungsminderung von 

40 % anzunehmen sei (vgl. IV-act. 142-55 f.). Nachgewiesen werden könnten deutliche 

psychosoziale Faktoren und emotionale Konflikte; diese würden teilweise in der gut 

nachweisbaren Persönlichkeitsakzentuierung im Übergang zu einer 

Persönlichkeitsstörung aufgehen (vgl. IV-act. 142-56). - Bei der Auseinandersetzung 

mit dem Vor- [Teil-] Gutachten von Dr. F.___ vom Oktober 2015 wies der ZMB-

Gutachter darauf hin, dass bei einem Gutachten zuhanden der 

Krankentaggeldversicherung (sc. wie jenem von Dr. F.___) andere Fragestellungen im 

Vordergrund stünden als in einem IV-Gutachten. In einem IV-Gutachten seien die IV-

fremden Faktoren auszuscheiden. Die (von Dr. F.___) im November 2016 auf 100 % 

beurteilte Arbeitsunfähigkeit könne nicht nachvollzogen werden. Die Ängste des 

Beschwerdeführers würden gutachterlich (vom Gutachter des ZMB) einerseits unter die 

ausgeprägte Persönlichkeitsakzentuierung und anderseits unter die rezidivierende 

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depressive Störung subsumiert (vgl. IV-act. 142-60). - Der Gutachter der Psychiatrie 

hielt fest, es bestehe eine Diskrepanz zwischen der Intensität der 

Beschwerdeschilderung und dem präsentierten Beschwerdeverhalten (vgl. IV-

act. 142-48).

Zur psychiatrischen Begutachtung lässt sich im Einzelnen festhalten, dass der 

ZMB-Gutachter, was den funktionellen Schweregrad und die Komorbiditäten betrifft, 

nachvollziehbar darlegte, die deutlich ausgebildete Persönlichkeitsakzentuierung im 

Übergang zu einer Persönlichkeitsstörung und die rezidivierend depressive Störung, 

gegenwärtig leichtgradig, würden sich gegenseitig addieren. Die gesamte Störung sei 

knapp mittelgradig ausgeprägt (vgl. IV-act. 142-58). - Der Gutachter der Psychiatrie 

beschrieb die erhobenen Befunde (im Einzelnen vgl. IV-act. 142-48 f. und IV-

act. 142-57). Im Mini-ICF-APP ergaben sich mittelgradige Einschränkungen in 

mehreren arbeitsrelevanten Fähigkeiten (vgl. IV-act. 142-59). Es liege eine gewisse 

Somatisierung vor. Der Beschwerdeführer habe vordergründig von den Schmerzen und 

kardialen Problemen gesprochen, eher an zweiter Stelle von seinen Verstimmungen 

und Ängsten (vgl. IV-act. 142-57). - Wie im Gutachten dargelegt wurde, hat der 

Beschwerdeführer schon während der Dauer des langjährigen Arbeitsverhältnisses eine 

psychiatrische Behandlung aufgenommen, nämlich im November 2007 (vgl. IV-

act. 142-39, 142-52; vgl. Arztbericht Dr. C.___, IV-act. 24-2). Er wurde auch 

medikamentös behandelt (vgl. IV-act. 142-39 f.). Die von Dr. C.___ delegierte 

Fachpsychologin für Psychotherapie lic. phil. D.___ hatte am 12. August 2009 

ausdrücklich festgehalten, die Bereitschaft des Beschwerdeführers zum Engagement in 

der Psychotherapie und in der Erwerbstätigkeit sei klar gegeben. Er nehme die 

Therapie verantwortungsbewusst wahr (vgl. IV-act. 43-1). Diese Feststellung lässt sich 

im Übrigen auch bezüglich der Erwerbstätigkeit aufgrund der Aktenlage bestätigen. Der 

Beschwerdeführer trat (vor dem Herzinfarkt) jeweils ohne Unterbruch eine neue Stelle 

an. Auch bei der Begutachtung durch die Klinik Y.___ im Oktober 2015 war der 

Beschwerdeführer medikamentös (mit einem Mittel gegen Depressionen, Panik- und 

Zwangsstörungen) behandelt (vgl. Fremd-act. 1-31); der Gutachter Dr. F.___ erachtete 

in der Folge im Oktober 2015 eine Optimierung dieser Psychopharmakotherapie und 

eine intensivere psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung für nötig (vgl. Fremd-

act. 1-33). Entsprechend war der Beschwerdeführer vom 5. Januar bis 1. Februar 2016 

in der Klinik Z.___ hospitalisiert und wurde ab 5. März 2016 ambulant durch Dr. F.___ 

behandelt (vgl. IV-act. 108-2). Die Ergebnisse der Laboruntersuchungen entsprachen 

den Angaben des Beschwerdeführers und ergaben, dass der Serumspiegel für das 

Medikament Citalopram knapp oberhalb des unteren Referenzwertes, jener für 

3.1.6. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 25/34

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Olanzapin (als Einschlafhilfe/leichtes Entspannungsmittel) deutlich unterhalb des 

unteren Referenzwertes und jener für Diclofenac am unteren Referenzwert lag. 

Amisulprid lag im nicht nachweisbaren Bereich (der Beschwerdeführer hatte das 

entsprechende Mittel auch nicht erwähnt; IV-act. 142-77). - Aufgrund dieser Aktenlage 

ist nachvollziehbar, dass das ZMB in seinem Gutachten erklärte, im Zusammenhang 

mit der Wiederanmeldung bei der IV sei ein verzögert einsetzender, 

behandlungsanamnestisch nachweisbarer Leidensdruck zu attestieren (vgl. IV-

act. 142-61; seit der Arbeitsunfähigkeit im Rahmen des kardialen Ereignisses im 

Oktober 2014 fühle sich der Beschwerdeführer nicht in der Lage, wieder erwerbstätig 

zu werden, ein eingliederungsanamnestischer Leidensdruck sei nicht nachzuweisen, 

vgl. IV-act. 142-62). - Bezüglich des (bei den Standardindikatoren zu 

berücksichtigenden) Komplexes der Persönlichkeit ist darauf hinzuweisen, dass der 

Beschwerdeführer zwar nach gutachterlicher Beurteilung über eine ansehnliche 

Ressourcenlage in Form von tragfähigen familiären Verhältnissen verfügt (vgl. IV-

act. 142-51). Indessen ist, nachdem er früher jahrelang in Arbeitsverhältnissen hat 

bestehen können, von der gesundheitlichen Beeinträchtigung auch seine Persönlichkeit 

betroffen. Durch die schwierige berufliche Entwicklung ab 2005 ist nach gutachterlicher 

Beurteilung die Tragfähigkeit nachweisbar beeinträchtigt (vgl. IV-act. 142-51). Die 

Persönlichkeit sei mässig integriert (vgl. IV-act. 142-58, 142-52). Der Gutachter 

beschrieb ein brüchiges Selbstwerterleben, eine verminderte Konfliktfähigkeit und eine 

kompensatorische Leistungsbereitschaft (vgl. IV-act. 142-51). Dieses Zusammenfallen 

der psychiatrischen Leiden ist (wie erwähnt) als Erschwernis zu berücksichtigen. - Was 

den sozialen Kontext und das Aktivitätsniveau des Beschwerdeführers betrifft, hielt der 

Gutachter der Psychiatrie fest, der soziale Kontext sei erhalten (vgl. IV-act. 142-58). Die 

Gutachter haben die Alltagsaktivitäten des Beschwerdeführers (dieser pflegt familiäre 

Beziehungen, geht spazieren, fährt Velo, schwimmt, bastelt, und geht zweimal pro 

Woche seinem Hobby nach; bei Letzterem könne er die Probleme vergessen; vgl. IV-

act. 142-58) aufgenommen und bewertet. Es bestehe eine knapp mittelgradige 

Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen (vgl. IV-

act. 142-59). Diese Beurteilung kann angesichts der polydisziplinär attestierten, im 

Umfang von 50 % erhalten gebliebenen Arbeitsfähigkeit nachvollzogen werden. - Die 

Gutachter haben auch die Konsistenz geprüft, wie es die Rechtsprechung vorsieht. 

Dabei hielten sie im Ergebnis fest, die Beschwerdeschilderung sei aus psychiatrischer 

Sicht konzis gewesen, auch aus rheumatologischer Sicht seien die geschilderten 

Beschwerden glaubhaft. Es bestehe sowohl im somatischen wie im psychiatrischen 

Bereich eine konzise Pathologie (vgl. IV-act. 142-80). Sowohl bei der 

rheumatologischen wie bei der psychiatrischen Begutachtung sei eine gewisse 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 26/34

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Diskrepanz zwischen dem erlebten Schmerzausmass (bzw. der beklagten 

Leistungsinsuffizienz) und den erhobenen Befunden (bzw. der Pathologie) festgestellt 

worden. Angegeben habe der Beschwerdeführer eine volle Leistungsunfähigkeit (vgl. 

IV-act. 142-80). Die Gutachter gelangten indessen in einer Gesamtschau zur 

Beurteilung einer Arbeitsunfähigkeit von 50 %. Demnach liess sich gutachterlich nicht 

die gesamte beklagte Leistungsinsuffizienz, aber ein Teil davon objektivieren (vgl. zu 

den unvollständigen Bildgebungen ausserdem oben E. 3.1.2). Die Diskrepanz zum 

Schmerzerleben wurde somit von den Gutachtern vollumfänglich berücksichtigt und 

bietet keinen Grund, vom begründeten Ergebnis abzuweichen.

Angemerkt werden kann im Hinblick auf die Konsistenz im Übrigen, dass die EFL 

bei der AEH-Begutachtung ergeben hatte, dass der Beschwerdeführer zwar eine zu 

tiefe Selbsteinschätzung der Leistungsfähigkeit aufweise (PACT-Test, Fremd-

act. 1-15), aber keine Symptomausweitung bestehe. Die Schmerzbeschreibung sei 

differenziert gewesen, das Schmerzverhalten insgesamt adäquat, die 

Leistungsbereitschaft zuverlässig und die Konsistenz insgesamt gut (Fremd-act. 1-19). 

3.1.7. 

Gemäss der gutachterlichen Beurteilung des ZMB zeigte sich im Vergleich zu dem 

bei der psychiatrischen Begutachtung (durch Dr. E.___) von 2010 vorgefundenen 

Gesundheitszustand des Beschwerdeführers in psychiatrischer Hinsicht eine 

Verschlechterung. Nach dem kardialen Ereignis hätten sich die psychopathologischen 

Befunde verstärkt (vgl. IV-act. 142-60 i.V.m. 142-62). Dr. E.___ hatte wie erwähnt eine 

psychiatrisch bedingte Arbeitsunfähigkeit von 30 % in der angestammten und von 

25 % in einer angepassten Tätigkeit des Beschwerdeführers festgestellt. Es kann 

darauf hingewiesen werden, dass sich in seinem Gutachten vom 14. September 2010 

eine Auseinandersetzung mit der Frage der Überwindbarkeit der Beschwerden findet, 

wie sie nach der damaligen Rechtsprechung (gemäss BGE 130 V 352, die später, am 

3. Juni 2015, durch BGE 141 V 281 modifiziert wurde) erforderlich war. Massgebend 

waren damals das Vorliegen einer (mit einer somatoformen Schmerzstörung wirkenden) 

ausgewiesenen psychischen Komorbidität von erheblicher Schwere, Intensität, 

Ausprägung und Dauer oder aber das Vorhandensein anderer qualifizierter, mit 

gewisser Intensität und Konstanz erfüllter Kriterien, der sogenannten Foerster'schen 

Kriterien. Als Ressourcen des Beschwerdeführers waren damals die bisherige 

Bedeutung der beruflichen Tätigkeit für ihn und die stützenden Faktoren seitens seines 

familiären Umfelds genannt worden. Als (die Leistungsfähigkeit) hemmende Umstände 

waren die psychiatrische Komorbidität, der [damals bereits] chronifizierte Verlauf mit 

unveränderter Symptomatik, die bis dahin unbefriedigenden Behandlungsergebnisse, 

der bisherige Verlust an sozialer Integration, die limitierten persönlichen Ressourcen im 

3.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 27/34

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ausserberuflichen Bereich sowie der relative soziale Rückzug und nicht zuletzt die 

wirtschaftlichen Aspekte erwähnt worden (vgl. IV-act. 72-10). Gutachter Dr. E.___ hatte 

damals darauf hingewiesen, dass er die zumutbare Willensanspannung in die 

Beurteilung einbezogen habe (vgl. IV-act. 72-11), und hatte (vgl. zum Beweiswert 

früherer Gutachten BGE 141 V 281 E. 8; vgl. Bundesgerichtsentscheid vom 18. Mai 

2017, 8C_842/2016) somit ebenfalls bereits auf eine - auch unter dem Gesichtspunkt 

der nunmehr relevanten Standardindikatoren ausreichende - erforderliche 

Objektivierung geachtet. - Die gutachterliche psychiatrische Arbeitsfähigkeitsschätzung 

des ZMB mit dem Ergebnis einer Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers von 40 % 

(psychiatrisch bedingt) erscheint auch unter diesem Aspekt überzeugend, denn im 

Vergleich zum Begutachtungsergebnis von 2010 einer Arbeitsunfähigkeit von 25 % (in 

adaptierter Tätigkeit) und von 30 % (in angestammter Tätigkeit) war eine Verstärkung 

der Befunde (IV-act. 142-60 i.V.m. 142-62) eingetreten. Die psychiatrisch bedingte 

Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers in angestammter wie in adaptierter Tätigkeit 

habe auf 40 % zugenommen (vgl. IV-act. 142-81). Auf diese auf die Befunde 

abgestützte und durch beschriebene Beeinträchtigungen begründete 

Arbeitsunfähigkeitsschätzung ist abzustellen. 

Des Weiteren wurde im ZMB-Gutachten in rheumatologischer Hinsicht seit der 

Begutachtung vom November 2015 (durch das AEH) eine Verschlechterung 

festgestellt. Es bestehe ein um 10 % vermindertes Rendement infolge der 

rheumatologisch bedingten Schmerzen (vgl. IV-act. 142-81). Die psychiatrisch bedingte 

Arbeitsunfähigkeit in angestammter wie in adaptierter Tätigkeit habe auf 40 % 

zugenommen. Die Schulterproblematik habe sich verstärkt (vgl. IV-act. 142-81). Aus 

kardiologischer Sicht sei nach dem Herzinfarkt für drei Monate eine volle 

Arbeitsunfähigkeit eingetreten, danach bleibe eine Arbeitsunfähigkeit für mittelschwere 

und schwere Arbeiten bestehen (vgl. IV-act. 142-82).

3.3. 

Die vom ZMB-Gutachten nach den von den Gutachtern festgestellten 

zwischenzeitlichen gesundheitlichen Verschlechterungen aus gesamtheitlicher Sicht 

unter Berücksichtigung des kardiologischen und rheumatologischen Profils und der 

psychiatrisch begründeten Beeinträchtigungen attestierte Arbeitsunfähigkeit von 50 % 

zur Begutachtungszeit erscheint demnach nachvollziehbar. Sie ergab sich nach einer 

gutachterlichen Berücksichtigung der Standardindikatoren. Darauf kann nach dem 

Dargelegten vollumfänglich abgestellt werden.   

3.4. 

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4.  

Was die Sachverhaltsentwicklung im zurückliegenden Zeitablauf betrifft, wurde 

gutachterlich festgehalten, die Arbeitsunfähigkeit von insgesamt 50 % bestehe ab dem 

Gutachtensdatum (vgl. IV-act. 142-82). Eine Rückdatierung der psychiatrisch bedingten 

Leistungsminderung um 40 % sei angesichts der komplexen Aktenlage nicht möglich 

(vgl. IV-act. 142-62 und 142-81).

4.1. 

Bei der Auseinandersetzung mit der psychiatrischen Vor- [Teil-] Begutachtung (von 

Dr. F.___) des AEH-Gutachtens vom November 2015 hielt der ZMB-Gutachter der 

Psychiatrie dafür, dieses sei nicht in Kenntnis der vollen Aktenlage ergangen, es hätten 

für die Krankentaggeldversicherung andere Fragestellungen im Vordergrund gestanden 

und bei IV-Gutachten seien die invaliditätsfremden Faktoren auszuscheiden. Aufgrund 

der Aktenlage und der eigenen Exploration könne die dortige Schlussfolgerung einer 

vollen Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers nicht nachvollzogen werden (vgl. IV-

act. 142-60). - Die Begutachtung durch (den den Beschwerdeführer nachmalig 

behandelnden) Dr. F.___ vom 15. Oktober 2015 (Gutachten vom 23. Oktober 2015) 

basierte auf der Aktenlage nach dem Herzinfarkt. Neben der Aufnahme der klinischen 

Befunde setzte der Gutachter auch testpsychologische Instrumente ein. Dabei ergaben 

sich Hinweise auf eine mittelschwere depressive Symptomatik (Montgomery-Asberg 

Depression Scale MADRS), auf einen mittelschweren Grad der Beeinträchtigung durch 

die Angststörung (erhöhter Wert in allen Unterskalen der Panik- und Agoraphobie-

Skala PAS), mittelschwere bis schwere Beeinträchtigungen der Flexibilität und 

Umstellungs-, Durchhalte-, Selbstbehauptungs- und Gruppenfähigkeit (Mini-ICF-APP), 

qualitativ und quantitativ deutlich unterdurchschnittliche Sorgfalts- und 

Konzentrationsleistungen und ein ebensolches Bearbeitungstempo (Test d2 

Aufmerksamkeits-Belastungs-Test; vgl. Fremd-act. 1-31 f.). Der Gutachter attestierte 

dem Beschwerdeführer eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %, legte aber bereits fest, dass 

nach einer stationären psychosomatischen Rehabilitation innerhalb von vier bis sechs 

Wochen eine Arbeitsfähigkeit von 50 % bestehe, ohne zu erwähnen, dass es sich um 

eine bloss hypothetische Erwartung handle. Offen liess der Gutachter lediglich, ob eine 

weitere Verbesserung werde erzielt werden können (vgl. Fremd-act. 1-33). Zu einem 

dadurch begründeten gewissen Zweifel an der Stichhaltigkeit der Beurteilung voller 

Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers durch Dr. F.___ bzw. durch das AEH 

kommt, dass der ZMB-Gutachter der Psychiatrie selbst die volle Arbeitsunfähigkeit des 

Beschwerdeführers nicht nachvollziehen konnte (vgl. IV-act. 142-60), welche der 

dannzumal behandelnde Arzt Dr. F.___ dem Beschwerdeführer nach der Beschreibung 

4.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 29/34

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5.  

einer erneuten Verschlechterung dessen Gesundheitszustands attestierte (Bericht vom 

23. November 2016).

Unter diesen Umständen ist davon auszugehen, dass retrospektiv nicht auf eine 

volle Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht gemäss dem AEH-Gutachten 

abgestellt werden kann. Vielmehr ist nach der Aktenlage mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit ab November 2014, dem im AEH-Gutachten erwähnten Zeitpunkt 

des Eintritts einer psychiatrischen Verschlechterung, von einer Arbeitsunfähigkeit aus 

psychiatrischer Sicht von 40 % gemäss dem ZMB-Gutachten auszugehen.

4.3. 

Auch rheumatologisch betrachtet wurde festgehalten, die Arbeitsunfähigkeit von 

10 % liege sicherlich ab dem Gutachtensdatum vor. Die retrospektive Beurteilung sei 

schwierig (vgl. IV-act. 142-81). Immerhin wurde jedoch die Beurteilung einer 

diesbezüglich vollen Arbeitsfähigkeit durch das AEH als nicht nachvollziehbar 

bezeichnet, da damals bereits der Verdacht auf eine frozen shoulder geäussert worden 

sei (vgl. IV-act. 142-85). Die Verschlechterung ist daher bereits ab der Zeit des 

Herzinfarkts anzunehmen (vgl. dazu Fremd-act. 1-2 und 1-10). 

4.4. 

Zusammenfassend ist daher mit überwiegender Wahrscheinlichkeit anzunehmen, 

dass der Beschwerdeführer in einer adaptierten Tätigkeit ab __. Oktober 2014 während 

dreier Monate voll, danach zu 50 % arbeitsunfähig war. 

4.5. 

Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist gemäss 

Art. 28a Abs. 1 IVG Art. 16 ATSG anwendbar. Danach wird für die Bestimmung des 

Invaliditätsgrads das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der 

Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum 

Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Valideneinkommen). - Bei der vorliegenden Aktenlage kann (namentlich angesichts des 

Eintritts der Arbeitsunfähigkeit schon während des langjährigen Arbeitsverhältnisses 

trotz der schliesslich durch den Beschwerdeführer vorgenommenen Kündigung) 

angenommen werden, er wäre ohne Eintritt des Gesundheitsschadens an der 

betreffenden Arbeitsstelle verblieben. Der Durchschnitt aus den Einkommen der beiden 

Jahre vor Eintritt der Arbeitsunfähigkeit (2005 und 2006) macht für 2007 Fr. 89'150.-- 

aus (Fr. 90'618.-- aufgewertet um die Nominallohnentwicklung bis 2007, d.h. x 

2047/1992, sind Fr. 93'120.--; Fr. 83'806.-- aufgewertet bis 2007, d.h. x 2047/2014, 

sind Fr. 85'179.--; vgl. je T39 der Lohnentwicklung 2012 des Bundesamtes für Statistik, 

5.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 30/34

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S. 23, Männer). Es rechtfertigt sich daher, als Valideneinkommen des Jahres 2007 

diesen Betrag von Fr. 89'150.-- festzulegen. - Ein relevantes Auseinanderfallen der 

Lohnentwicklungen zwischen Valideneinkommen und Invalideneinkommen lässt sich 

angesichts der Schwankungen im tatsächlichen Einkommen, das der 

Beschwerdeführer als Gesunder erzielte, nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

annehmen. Auf eine Aufwertung der beiden Vergleichsgrössen auf 2014 kann daher 

verzichtet werden.

Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung primär 

von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person 

konkret steht. Übt sie keine Erwerbstätigkeit mehr aus, sind hierfür statistische Werte 

beizuziehen (vgl. BGE 129 V 472 E. 4.2.1, vgl. etwa auch Bundesgerichtsentscheid vom 

26. Januar 2016, 9C_762/2015). - Der Beschwerdeführer hat nach dem Herzinfarkt kein 

für ein zumutbares Invalideneinkommen repräsentatives Einkommen mehr erzielt, so 

dass auf die Tabellenlöhne zu greifen ist. Im Jahr 2007 erzielten Männer mit einfachen 

und repetitiven Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4) im statistischen Durchschnitt 

Fr. 60'167.-- (vgl. Textausgabe Invalidenversicherung und Allgemeiner Teil des 

Sozialversicherungsrechts der Informationsstelle AHV/IV, Ausgabe 2015, Anhang 2, 

S. 226). - Trotz der medizinisch begründeten Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit (aus 

rheumatologischen Gründen Pausenbedarf von 10 %, keine repetitiven Belastungen 

der Schulter rechts, Halte- und Überkopfarbeiten und Treppengehen, keine längeren 

Gehstrecken; psychiatrische Leistungsfähigkeit begrenzt auf 60 % wegen u.a. 

mangelnder Durchhaltefähigkeit und Gruppenfähigkeit) und seines Alters ist nicht 

anzunehmen, dass ein ausgeglichener Arbeitsmarkt nicht mehr eine genügende Zahl 

an Arbeitsplätzen enthielte, die seinen Anforderungen entspräche. Denn nach der 

Rechtsprechung des Bundesgerichts umfasst ein ausgeglichener Arbeitsmarkt selbst 

sogenannte Nischenarbeitsplätze, also Stellen- und Arbeitsangebote, bei welchen 

gesundheitlich Beeinträchtigte mit einem sozialen Entgegenkommen von Seiten des 

Arbeitgebers rechnen können (vgl. Bundesgerichtsurteile vom 18. Dezember 2019, 

9C_693/2019 E. 5.1.3, und vom 28. November 2014, 9C_485/2014). Realitätsfremde 

Einsatzmöglichkeiten dürfen bei der Invaliditätsbemessung aber nicht berücksichtigt 

werden (vgl. Bundesgerichtsurteil vom 5. November 2018, 9C_304/2018).    

5.2. 

Bestehen im Einzelfall Anhaltspunkte dafür, dass die versicherte Person ihre 

gesundheitlich zumutbare verbleibende (Rest-) Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen 

Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann, ist 

ein Abzug von den Tabellenlöhnen zu machen. Bei der Bestimmung der Höhe des 

Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das 

5.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 31/34

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Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu 

schätzen und insgesamt auf höchstens 25 % des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. 

BGE 134 V 322 E. 5.2 und BGE 126 V 75). - Die (oben erwähnten) diversen 

gesundheitlich bedingten Einschränkungen des Beschwerdeführers sind in der 

medizinisch begründeten Arbeitsunfähigkeitsschätzung enthalten. Diese berücksichtigt 

namentlich seinen Pausenbedarf. Die vorliegende medizinische 

Arbeitsunfähigkeitsschätzung erfasste aber auch bereits die mittelgradigen 

Einschränkungen der Flexibilität/Umstellfähigkeit, der Anwendung fachlicher 

Kompetenzen, der Entscheidungs-/Urteilsfähigkeit, der Durchhaltefähigkeit, der 

Selbstbehauptungsfähigkeit, der Kontaktfähigkeit zu Dritten und der Gruppenfähigkeit 

(vgl. IV-act. 142-77). Wie erwähnt ist dennoch nicht anzunehmen, dass für den 

Beschwerdeführer auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt kein genügend breites 

Spektrum an zumutbaren Verweisungstätigkeiten mehr besteht. Deshalb können unter 

dem Titel des leidensbedingten Abzuges grundsätzlich nur Umstände berücksichtigt 

werden, die auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt als ausserordentlich zu 

bezeichnen sind; somit kann ein Abzug etwa nicht wegen einer psychisch bedingt 

notwendigen verstärkten Rücksichtnahme seitens Vorgesetzter und Arbeitskollegen 

erfolgen (vgl. Bundesgerichtsurteil vom 30. November 2015, 9C_437/2015 E. 2.4). Da 

die Einschränkungen (namentlich jene in der Flexibilität) in der 

Arbeitsfähigkeitsschätzung berücksichtigt sind, rechtfertigen sie vorliegend keinen 

Abzug (vgl. auch Bundesgerichtsurteil vom 14. November 2018, 8C_563/2018 E. 7.2.3 

i.V.m. E. 5.1). Auch eine verminderte Flexibilität bezüglich des Leistens von 

Überstunden bildet rechtsprechungsgemäss in der Regel keinen Abzugsgrund (vgl. 

Bundesgerichtsurteil vom 30. April 2019, 8C_799/2018 E. 4.4). Ob das Merkmal "Alter" 

einen Abzug vom Tabellenlohn rechtfertigt, ist jeweils unter Berücksichtigung aller 

konkreter Umstände des Einzelfalls zu prüfen. Dies gilt insbesondere im Bereich der 

Hilfsarbeiten auf dem hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG), wo 

sich ein fortgeschrittenes Alter nicht zwingend lohnsenkend auswirken muss. 

Hilfsarbeiten werden auf dem massgebenden ausgeglichenen Stellenmarkt 

altersunabhängig nachgefragt. Der Umstand allein, dass höhere Lohnnebenkosten 

anfallen und eine kürzere Aktivitätsdauer vorliegt, rechtfertigt einen Abzug infolge des 

Faktors "Alter" nicht, da dies für alle Arbeitnehmer gilt und nicht die spezielle 

Einzelsituation berücksichtigt. Mangels zuverlässiger statistischer Grundlagen, welche 

die lohnwirksamen Nachteile des fortgeschrittenen Alters bei einem Stellenverlust 

aufzeigen, kann dies indessen nicht generell-abstrakt beurteilt werden (vgl. 

Bundesgerichtsurteile vom 14. Mai 2018, 8C_841/2017 E. 5.2.2.3 mit Hinweisen, und 

vom 18. Dezember 2019, 8C_378/2019 E. 7.2.1, zur Publikation vorgesehen). Unter 

diesen Umständen erscheint ein Abzug wegen des Alters des Beschwerdeführers nicht 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 32/34

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6.

Der Beschwerdeführer hatte, ohne über eine Ausbildung zu verfügen, in seiner 

langjährigen Berufstätigkeit als ___leiter eine hohe Qualifikation erreicht, so dass 

grundsätzlich ein Anspruch auf berufliche Massnahmen bestünde (vgl. Entscheid des 

Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 25. Juni 2009, IV 2007/388). Da er 

allerdings aus psychiatrischen Gründen in allen Tätigkeiten in seiner Arbeitsfähigkeit 

eingeschränkt ist (und ausserdem keine besonders lange Aktivitätsdauer mehr vor sich 

hat), stand keine verhältnismässige Eingliederung im Raum, von der eine Senkung des 

Invaliditätsgrads zu erwarten gewesen wäre.  

7.  

am Platz. Da seine Arbeitsfähigkeit gemäss dem ZMB-Gutachten nicht auf eine 

teilzeitliche Arbeit beschränkt ist, sondern mit der Teilarbeitsfähigkeit (nebst dem 

Pausenbedarf) einer Verlangsamung Rechnung getragen wird, kann auch ein 

Teilzeitabzug nicht erfolgen. Der Umstand, dass eine grundsätzlich vollzeitlich 

arbeitsfähige versicherte Person krankheitsbedingt lediglich reduziert leistungsfähig ist, 

rechtfertigt nämlich praxisgemäss keinen Abzug, der über die Berücksichtigung der 

eingeschränkten Leistungsfähigkeit und damit des Rendements hinausgeht (vgl. 

Bundesgerichtsurteile vom 16. Mai 2019, 8C_705/2018 E. 4.3, vom 13. Februar 2017, 

9C_762/2016 E. 5, vom 8. Mai 2018, 8C_211/2018 E. 4.4, und vom 12. Februar 2020, 

8C_190/2019 E. 4.2 mit Hinweisen). Demnach ist vorliegend kein Abzug vorzunehmen. 

  

Wird ein Valideneinkommen von Fr. 89'150.-- mit einem bei einer Arbeitsfähigkeit 

von 50 % erreichbaren Invalideneinkommen von Fr. 30'084.-- (Fr. 60'167.-- x 0.5) 

verglichen, ergibt sich ein Invaliditätsgrad von 66 % und damit ein Anspruch auf eine 

Dreiviertelsrente.   

5.4. 

Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG (in der seit 1. Januar 2008 

geltenden Fassung) Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare 

Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), 

während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 

40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres 

zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Ein wesentlicher Unterbruch der 

Arbeitsfähigkeit im Sinn von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG liegt vor, wenn die versicherte 

Person an mindestens 30 aufeinanderfolgenden Tagen voll arbeitsfähig war (Art. 29

IVV; Bundesgerichtsentscheide vom 16. Februar 2018, 8C_633/2017 E. 3.4, und vom 

7.1. 

ter

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8.  

10. August 2016, 9C_289/2016 E. 3.2). - Der Rentenanspruch entsteht frühestens nach 

Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach 

Art. 29 Abs. 1 ATSG (Art. 29 Abs. 1 IVG in der seit 1. Januar 2008 geltenden Fassung). 

Die Schaffung dieser Bestimmung hat keine Veränderung des (nämlich in Art. 4 IVG 

und Art. 28 IVG geregelten) Zeitpunkts des Eintritts des Versicherungsfalls mit sich 

gebracht (vgl. Bundesgerichtsentscheid vom 14. Dezember 2015, 9C_655/2015 E. 4; 

Entscheide des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 19. Oktober 2015, 

IV 2013/52 E. 1.2, vom 2. Mai 2016, IV 2013/641 E. 1.1, und vom 15. März 2016, 

IV 2013/572 E. 6.4). - Art. 29  IVV sieht Folgendes vor: Wurde die Rente nach 

Verminderung des Invaliditätsgrades aufgehoben, erreicht dieser jedoch in den 

folgenden drei Jahren wegen einer auf dasselbe Leiden zurückzuführenden 

Arbeitsunfähigkeit erneut ein rentenbegründendes Ausmass, so werden bei der 

Berechnung der Wartezeit nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG früher zurückgelegte Zeiten 

angerechnet.

bis

Beim Beschwerdeführer hatte bereits ab 13. August 2007 (vgl. IV-act. 23-1 und 46) 

eine längerdauernde Arbeitsunfähigkeit vorgelegen. Am 26. November 2010 war ein 

Rentenanspruch bei einer Arbeitsunfähigkeit in adaptierter Tätigkeit von 25 % infolge 

eines unter 40 % liegenden Invaliditätsgrads abgelehnt worden. Mehr als drei Jahre 

später, in denen soweit ersichtlich keine Arbeitsunfähigkeit mehr attestiert worden war, 

erfolgte die Neuanmeldung. Bei diesen Gegebenheiten hat das relevante Wartejahr erst 

mit dem Eintritt der Arbeitsunfähigkeit am __. Oktober 2014 begonnen. Die einjährige 

Wartezeit war mit einem ausreichenden Durchschnitt an Arbeitsunfähigkeit im Oktober 

2015 erfüllt. Angesichts der Anmeldung vom 1./2. September 2015 kann eine 

Auszahlung des Anspruchs auf die Dreiviertelsrente allerdings erst ab 1. März 2016 

erfolgen.  

7.2. 

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung der 

angefochtenen Verfügung vom 8. Dezember 2017 teilweise gutzuheissen und dem 

Beschwerdeführer ist ab 1. März 2016 eine Dreiviertelsrente zuzusprechen.  

8.1. 

Es rechtfertigt sich angesichts des Obsiegens des Beschwerdeführers, der 

Beschwerdegegnerin die Gerichtskosten, die nach dem Verfahrensaufwand und 

unabhängig vom Streitwert festgelegt werden (Art. 69 Abs. 1  IVG), gesamthaft 

aufzuerlegen (vgl. Art. 95 Abs. 1 VRP/SG). Eine Entscheidgebühr von Fr. 600.-- 

erscheint angemessen. Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist dem 

Beschwerdeführer zurückzuerstatten.

8.2. 

bis

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 34/34

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St.Galler Gerichte

Entscheid

1.

Die Beschwerde wird unter Aufhebung der angefochtenen Verfügung vom 8. Dezember 

2017 im Sinn der Erwägungen teilweise gutgeheissen und dem Beschwerdeführer wird 

ab 1. März 2016 eine Dreiviertelsrente zugesprochen.

2.

Die Beschwerdegegnerin hat die Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen.

3.

Der vom Beschwerdeführer geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird ihm 

zurückerstattet.

4.

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von 

pauschal Fr. 3'500.-- (einschliesslich MWSt und Barauslagen) zu bezahlen.

Der Beschwerdeführer hat bei diesem Verfahrensausgang Anspruch auf Ersatz der 

Parteikosten, die vom Gericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung 

der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen werden (Art. 61 

lit. g ATSG; vgl. auch Art. 98 ff. VRP). Der Bedeutung der Streitsache und dem 

Aufwand angemessen erscheint eine Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- 

(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer).   

8.3. 

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	Entscheid Versicherungsgericht, 18.05.2020
	Art. 28 und 29 IVG. Neuanmeldung nach Abweisung eines ersten Gesuchs. Beweiswert eines polydisziplinären Gutachtens (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 18. Mai 2020, IV 2018/34).

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