# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f13494de-69fa-5ce4-8c06-017134e8abb5
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2015-09-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.09.2015 C-5284/2013
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-5284-2013_2015-09-23.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
 
 

 

 

  

 
 Abteilung III 

C-5284/2013 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 3 .  S e p t e m b e r  2 0 1 5  

Besetzung 
 Richter Michael Peterli (Vorsitz), 

Richterin Franziska Schneider,  

Richter Vito Valenti,    

Gerichtsschreiberin Sandra Tibis. 
 

 
 

Parteien 
 X._______, Kroatien,  

vertreten durch Rechtsanwalt Claude Wyssmann, 

Schachenstrasse 34b, Postfach 368, 4702 Oensingen,  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100,  

1211 Genf 2,    

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Invalidenversicherung, Wiedererwägungsweise Aufhebung 

der Rente, Verfügung vom 15. August 2013. 

 

 

 

C-5284/2013 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der am (…) 1965 geborene, verheiratete bosnische Staatsangehörige 

X._______ war während 7 Jahren und 3 Monaten als Metzger und Chauf-

feur in der Schweiz erwerbstätig und leistete dabei Beiträge an die schwei-

zerische Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung. Am 9. Januar 

1997 meldete er sich zum Bezug einer Invalidenrente an. Mit Verfügung 

vom 14. August 1998 sprach ihm die IV-Stelle des Kantons Solothurn mit 

Wirkung ab 1. Dezember 1997 eine ganze Rente zu. Dieser Verfügung la-

gen namentlich folgende ärztliche Berichte zugrunde: die Arztberichte des 

A._______ vom 8. Januar 1997, 4. Februar 1997 und vom 11. September 

1997 sowie ein Formularbericht von Dr. med. B._______, praktischer Arzt, 

vom 17. November 1997. 

Gemäss diesen medizinischen Unterlagen wurden beim Beschwerdeführer 

folgende Diagnosen und Befunde erhoben: radikuläres Reiz- und senso-

motorisches Ausfallsyndrom L5 bei nach kaudal luxierter, relativ grosser 

Diskushernie L4/L5 rechts, lumbovertebrales Schmerzsyndrom bei Status 

nach lumbaler Diskushernienoperation L4/L5 rechts (12/1996), postopera-

tiv komplikationsloser Verlauf, dennoch rezidivierende belastungsabhän-

gige Schmerzen im Dermatom L5 rechts, die trotz aller Therapieversuche 

persistieren. Die Ärzte gingen aufgrund der Schmerzen von einer vollen 

Arbeitsunfähigkeit in jeglichen Tätigkeiten aus. 

B.  

Mit Verfügung vom 19. August 1999 (IV-act. 3) sprach die SUVA X._______ 

mit Wirkung ab 1. September 1999 eine 35%-Rente sowie eine Integritäts-

entschädigung von 25% (Fr. 24'300.-) zu. 

C.   

C.a Im Februar 1999 leitete die IV-Stelle Solothurn von Amtes wegen mit 

einem Fragebogen für den Versicherten eine Rentenrevision ein (vgl. IV-

act. 9).  

C.b Gestützt auf den Fragebogen für den Versicherten teilte die IV-Stelle 

Solothurn X._______ mit Schreiben vom 24. Februar 1999 mit, es habe 

sich keine rentenbeeinflussende Änderung des Gesundheitszustands er-

geben, weshalb weiterhin Anspruch auf die bisherigen Leistungen bestehe. 

D.   

C-5284/2013 

Seite 3 

D.a Im März 2002 leitete die IV-Stelle Solothurn eine weitere Rentenrevi-

sion ein und holte nebst dem Fragebogen für den Versicherten zusätzlich 

beim Hausarzt von X._______, Dr. med. B._______, einen Verlaufsbericht 

ein.  

D.b Gestützt auf den Fragebogen für den Versicherten und den Verlaufs-

bericht von Dr. med. B._______ vom 19. März 2002 (IV-act. 10), mit wel-

chem dieser X._______ einen stationären Gesundheitszustand attestierte, 

teilte die IV-Stelle X._______ mit Schreiben vom 25. März 2002 (IV-act. 12) 

mit, es bestehe immer noch Anspruch auf die bisherige Rente. 

E.  

Im August 2009 leitete die inzwischen aufgrund des Wegzugs von 

X._______ ins Ausland zuständige IV-Stelle für Versicherte im Ausland 

(nachfolgend: IVSTA oder Vorinstanz) eine Rentenrevision von Amtes we-

gen ein (vgl. IVSTA-act. 6 f.).  

F.  

Mit Verfügung vom 15. August 2013 (IVSTA-act. 145) hob die IVSTA die 

bisherige Rente von X._______ wiedererwägungsweise mit Wirkung ab 

1. Oktober 2013 auf. 

Dieser Verfügung lagen im Wesentlichen folgende ärztliche Berichte zu-

grunde: diverse Kurzberichte aus der Heimat des Versicherten (vgl. IVSTA-

act. 29 ff.), ein multidisziplinäres Gutachten des C._______ vom 6. Juni 

2011 (IVSTA-act. 58), die Stellungnahmen von Dr. med. D._______, Fach-

arzt für Allgemeinmedizin beim medizinischen Dienst der IVSTA, vom 

28. August 2011 (IVSTA-act. 74) und vom 12. März 2012 (IVSTA-act. 89) 

sowie die Stellungnahme von Dr. med. E._______, Fachärztin für Psychi-

atrie und Psychotherapie beim medizinischen Dienst der IVSTA, vom 

24. März 2012 (IVSTA-act. 90). 

Die Ärzte des C._______ stellten in ihrem Gutachten folgende Diagnosen 

mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit: ein chronisches lumbovertebrales 

Schmerzsyndrom ohne akute radikuläre Symptomatik (ICD-10 M54.5) 

mit/bei residueller sensomotorischer Ausfallsymptomatik L5 rechts, klinisch 

und bildgebend keine Hinweise für eine akute Nervenwurzelkompression 

(ICD-10 G54.4) und ein Status nach Diskushernienresektion L4/L5 rechts 

bei Diskushernie mit radikulärer Reizung und sensomotorischem Ausfall-

syndrom L5 rechts (12/1996; ICD-10 Z98.8). Ferner hielten sie als Diagno-

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sen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit fest: eine Schmerzverarbeitungs-

störung mit/bei teilweise inadäquat wirkendem Schmerzverhalten und 

Symptomausweitung, Medikamenten-Malcompliance (ICD-10 Z91.1), ak-

tuell erhöhter Blutdruck und leichte kontrollbedürftige Tachykardie. Aus den 

übrigen Kurzberichten gingen zudem folgende Diagnosen hervor: Radi-

kulopathie L4/S1 rechts (ICD-10 M54.1) und lumbosakrale Beschwerden 

(ICD-10 G54.1). 

G.  

Gegen die Verfügung vom 15. August 2013 erhob X._______ (nachfol-

gend: Beschwerdeführer), vertreten durch Rechtsanwalt Claude Wyss-

mann, mit Eingabe vom 18. September 2013 (BVGer-act. 1) Beschwerde 

beim Bundesverwaltungsgericht. Er beantragte die Aufhebung der ange-

fochtenen Verfügung und die Weitergewährung der bisherigen Invaliden-

rente, eventualiter die Einholung eines interdisziplinären Gerichtsgutach-

tens. Ferner ersuchte er um Durchführung einer öffentlichen Verhandlung 

nach Art. 6 Ziff. 1 EMRK sowie um Erteilung der aufschiebenden Wirkung 

der Beschwerde. Zur Begründung führte er aus, eine wiedererwägungs-

weise Aufhebung der Rente sei nur bei zweifelloser Unrichtigkeit der ur-

sprünglichen Verfügung möglich. Diese Voraussetzung sei vorliegend ein-

deutig nicht gegeben, da die Unrichtigkeit nicht einmal dem Arzt des medi-

zinischen Dienstes trotz mehrfacher Befassung mit dem Dossier aufgefal-

len sei, könne wohl kaum von einer zweifellosen Unrichtigkeit gesprochen 

werden. Überdies handle es sich beim aufgehobenen "Entscheid" vom 

25. März 2002 lediglich um eine formlose Mitteilung und nicht um eine Ver-

fügung. Abschliessend wies er noch darauf hin, dass nach langjährigem 

Rentenbezug zu prüfen gewesen wäre, ob ihm die Selbsteingliederung zu-

mutbar sei, oder ob er Eingliederungsmassnahmen benötige; dies habe die 

IVSTA unterlassen. 

H.   

H.a Mit Stellungnahme vom 10. Oktober 2013 (BVGer-act. 3) beantragte 

die IVSTA die Abweisung des Antrags auf Wiederherstellung der aufschie-

benden Wirkung der Beschwerde. 

H.b Mit Zwischenverfügung vom 22. Oktober 2013 (BVGer-act. 4) wies der 

Instruktionsrichter den Antrag des Beschwerdeführers auf Wiederherstel-

lung der aufschiebenden Wirkung ab. 

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Seite 5 

I.  

Mit Vernehmlassung vom 6. Dezember 2013 (BVGer-act. 6) beantragte die 

IVSTA die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung führte sie aus, 

grundsätzlich könne auf die umfangreichen Akten verwiesen werden. Zu-

dem sei es unerheblich, dass es sich beim in Wiedererwägung gezogenen 

Entscheid um eine formlose Mitteilung gehandelt habe. Rechtsprechungs-

gemäss würden auch solche Bescheide in Rechtskraft erwachsen, wes-

halb die Wiedererwägungsregeln auch bei diesen anzuwenden seien. Was 

die Selbsteingliederung anbelange, sei vorliegend vom Regelfall auszuge-

hen, gemäss welchem die Selbsteingliederung zumutbar sei. Im konkreten 

Fall stehe seit der Abschlussuntersuchung der SUVA vom 19. April 1999 

fest, dass der Beschwerdeführer grundsätzlich einer leichten Erwerbstätig-

keit nachgehen könnte. Überdies sei gemäss übereinstimmender Beurtei-

lung der SUVA und des C._______ davon auszugehen, dass aufgrund der 

beim Beschwerdeführer vorliegenden subjektiven Krankheits- und Arbeits-

unfähigkeitsüberzeugung und der daraus folgenden Selbstlimitierung be-

rufliche Abklärungs- und Eingliederungsmassnahmen ohnehin aussichts-

los seien. 

J.  

Am 19. Dezember 2013 (vgl. BVGer-act. 9) ist der mit Zwischenverfügung 

vom 12. Dezember 2013 (BVGer-act. 7) einverlangte Kostenvorschuss in 

der Höhe von Fr. 400.- beim Bundesverwaltungsgericht eingegangen. 

K.  

Der Beschwerdeführer liess sich nicht mehr vernehmen. 

L.  

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Beweis-

mittel ist – soweit für die Entscheidfindung erforderlich – in den nachfolgen-

den Erwägungen einzugehen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.   

1.1 Gemäss Art. 31 VGG (SR 173.32) in Verbindung mit Art. 33 lit. d VGG 

und Art. 69 Abs. 1 lit. b IVG (SR 831.20) beurteilt das Bundesverwaltungs-

gericht Beschwerden von Personen im Ausland gegen Verfügungen der IV-

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Stelle für Versicherte im Ausland. Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32 

VGG liegt nicht vor. 

1.2 Aufgrund von Art. 3 lit. dbis VwVG (SR 172.021) findet das VwVG keine 

Anwendung in Sozialversicherungssachen, soweit das ATSG (SR 830.1) 

anwendbar ist. Gemäss Art. 1 Abs. 1 IVG sind die Bestimmungen des 

ATSG auf die Invalidenversicherung (Art. 1a bis 26bis IVG und 28 bis 70 

IVG) anwendbar, soweit das IVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom 

ATSG vorsieht. Dabei finden nach den allgemeinen intertemporalrechtli-

chen Regeln in formellrechtlicher Hinsicht mangels anderslautender Über-

gangsbestimmungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze Anwendung, 

welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilung Geltung haben 

(BGE 130 V 1 E. 3.2). 

1.3 Der Beschwerdeführer ist als Verfügungsadressat durch die angefoch-

tene Verfügung berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Auf-

hebung oder Änderung, so dass er im Sinne von Art. 59 ATSG beschwer-

delegitimiert ist. 

1.4 Da die Beschwerde im Übrigen frist- und formgerecht (Art. 60 Abs. 1 

ATSG und Art. 52 Abs. 1 VwVG) eingereicht und der Kostenvorschuss frist-

gerecht geleistet wurde, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

2.   

2.1 Nach dem Zerfall der Föderativen Volksrepublik Jugoslawien blieben 

zunächst die Bestimmungen des Abkommens vom 8. Juni 1962 zwischen 

der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Föderativen Volksrepub-

lik Jugoslawien über Sozialversicherung (nachfolgend: Abkommen Jugo-

slawien, SR 0.831.109.818.1) für alle Staatsangehörigen des ehemaligen 

Jugoslawiens anwendbar (BGE 126 V 198 E. 2b, 122 V 381 E. 1 mit Hin-

weis). Zwischenzeitlich hat die Schweiz mit mehreren Nachfolgestaaten 

des ehemaligen Jugoslawiens (Kroatien, Mazedonien), nicht aber mit Bos-

nien und Herzegowina, neue Abkommen über Soziale Sicherheit abge-

schlossen. Für den Beschwerdeführer als Bürger von Bosnien und Herze-

gowina, der in Kroatien wohnt, findet demnach weiterhin das schweize-

risch-jugoslawische Sozialversicherungsabkommen vom 8. Juni 1962 An-

wendung. Nach Art. 2 dieses Abkommens stehen die Staatsangehörigen 

der Vertragsstaaten in ihren Rechten und Pflichten aus den in Art. 1 ge-

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Seite 7 

nannten Rechtsvorschriften, zu welchen die schweizerische Bundesge-

setzgebung über die Invalidenversicherung gehört, einander gleich, soweit 

nichts anderes bestimmt ist. 

Unter Vorbehalt der Bestimmungen dieses Abkommens und seines 

Schlussprotokolls erhalten schweizerische und jugoslawische Staatsange-

hörige, die auf Grund der in Artikel 1 genannten Gesetzgebungen Leistun-

gen beanspruchen können, diese Leistungen in vollem Umfange und ohne 

jede Einschränkung, solange sie im Gebiete eines der beiden Vertrags-

staaten wohnen. Unter dem gleichen Vorbehalt werden die genannten 

Leistungen vom einen Vertragsstaat den Angehörigen des anderen Ver-

tragsstaates, die in einem Drittstaat wohnen, unter den gleichen Voraus-

setzungen und in gleichem Umfange gewährt wie den eigenen Staatsan-

gehörigen, die in diesem Drittstaat wohnen (Art. 3). 

Im Übrigen bestimmt sich der Anspruch des Beschwerdeführers auf Leis-

tungen der schweizerischen Invalidenversicherung nach dem innerstaatli-

chen schweizerischen Recht, insbesondere nach dem IVG, der Verord-

nung über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961 (IVV, 

SR 832.201), dem ATSG sowie der ATSV (SR 830.11). 

2.2 Nach der Rechtsprechung stellt das Sozialversicherungsgericht bei der 

Beurteilung einer Streitsache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des 

Erlasses der streitigen Verwaltungsverfügung (hier: 15. August 2013) ein-

getretenen Sachverhalt ab (BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweis). 

2.3 Weiter sind in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze 

massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbe-

standes Geltung hatten (BGE 132 V 220 E. 3.1.1, 131 V 11 E. 1). Ein all-

fälliger Leistungsanspruch ist für die Zeit vor einem Rechtswechsel auf-

grund der bisherigen und ab diesem Zeitpunkt nach den neuen Normen zu 

prüfen (pro rata temporis; BGE 130 V 445). Da vorliegend der Rentenan-

spruch ab 1. Oktober 2013 strittig ist, ist bei den materiellen Bestimmungen 

vorliegend auf die Fassung gemäss den am 1. Januar 2012 in Kraft getre-

tenen Änderungen (erstes Massnahmenpaket der 6. IV-Revision, IVG in 

der Fassung vom 18. März 2011 [AS 2011 5659]) abzustellen.  

2.4 Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerdever-

fahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Missbrauchs 

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Seite 8 

oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder unvollstän-

dige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie Unangemes-

senheit des Entscheids rügen (Art. 49 VwVG). 

3.  

Vorweg ist der Verfahrensantrag des Beschwerdeführers auf Durchführung 

einer "öffentlichen Verhandlung nach Art. 6 Ziff. 1 EMRK, mit zusätzlicher 

Parteibefragung" zu behandeln. 

3.1 Soweit zivilrechtliche Ansprüche oder strafrechtliche Anklagen im 

Sinne von Art. 6 Ziff. 1 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze 

der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) zu beurteilen 

sind, ordnet der Instruktionsrichter beziehungsweise die Instruktionsrichte-

rin eine öffentliche Parteiverhandlung an, wenn eine Partei es verlangt 

(Art. 40 Abs. 1 lit. a VGG) oder gewichtige öffentliche Interessen es recht-

fertigen (Art. 40 Abs. 1 lit. b VGG). 

Rechtsprechungsgemäss muss ein Antrag auf Parteiverhandlung im Sinne 

von Art. 6 Ziff. 1 EMRK klar und unmissverständlich vorliegen. Liegt ein 

solcher vor, so rechtfertigt es sich nur in Ausnahmefällen, in einem Pro-

zess, in welchem es um die Beurteilung von Ansprüchen im Sinne von 

Art. 6 Ziff. 1 EMRK geht, von einer Verhandlung abzusehen. Als Ausnah-

megründe fallen dabei in erster Linie diejenigen im zweiten Teil von Art. 6 

Ziff. 1 EMRK genannten in Betracht. Ferner hat das Bundesgericht aner-

kannt, dass von einer Verhandlung abzusehen ist, wenn der Antrag im Ver-

fahren zu spät gestellt worden ist, wenn die Beschwerde offensichtlich un-

begründet respektive unzulässig ist, wenn die hohe Technizität der Materie 

ein ausschliesslich schriftliches Verfahren gebietet oder wenn aufgrund der 

Akten ohne Weiteres von einer Gutheissung der Beschwerde auszugehen 

ist (vgl. zum Ganzen BGE 122 V 47 E. 3 mit weiteren Hinweisen; vgl. auch 

Urteil des Bundesverwaltungsgerichts [BVGer] C-1994/2010 vom 4. Okto-

ber 2010 E. 11.2 mit weiteren Hinweisen). 

3.2 Der Beschwerdeführer hat es unterlassen, seinen Antrag auf Durchfüh-

rung einer Verhandlung zu begründen. Gemäss bundesgerichtlicher 

Rechtsprechung ist es jedoch notwendig, einen solchen Antrag hinrei-

chend zu begründen; ein einfaches Gesuch um Anhörung der Parteien, 

Anhören von Zeugen oder das Gesuch um Durchführung eines Augen-

scheins vermag diesen Anforderungen nicht zu genügen (vgl. 

BGE 125 V 37 E. 2 und Urteile des Bundesgerichts [BGer] I.305/2005 

E. 1.1 vom 6. Juni 2006 und U.146/2002 E. 2.1 vom 10. Februar 2003). 

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Aus den Akten ist im vorliegenden Fall nicht ersichtlich, inwiefern eine öf-

fentliche Parteiverhandlung für die Beurteilung der Sache dienlich sein 

könnte, zumal es dem Gericht möglich ist, die Sachlage gestützt auf die 

ausführlichen Akten zu beurteilen. In Anbetracht des durchgeführten Schrif-

tenwechsels hatten die Parteien zudem ausreichend Gelegenheit, ihre 

Standpunkte darzulegen. Der Antrag auf Durchführung einer öffentlichen 

Parteiverhandlung ist daher abzuweisen. 

4.   

4.1 Gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG wird eine Rente von Amtes wegen oder 

auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder 

aufgehoben, wenn sich der Invaliditätsgrad des Rentenbezügers erheblich 

verändert hat. 

4.1.1 Zu einer Änderung des Invaliditätsgrades Anlass geben kann einer-

seits eine wesentliche Verbesserung oder Verschlechterung des Gesund-

heitszustandes mit entsprechender Beeinflussung der Erwerbsfähigkeit 

und anderseits eine erhebliche Veränderung der erwerblichen Auswirkun-

gen eines an sich gleich gebliebenen Gesundheitsschadens 

(BGE 125 V 369 E. 2, 113 V 275 E. 1a, 107 V 221 E. 2 mit Hinweisen; 

SVR 2004 IV Nr. 5 S. 13 E. 2). Ist die Invalidität nach der Einkommensver-

gleichsmethode gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG zu bemessen, so kann jede 

Änderung eines der beiden Vergleichseinkommen zu einer für den An-

spruch erheblichen Erhöhung oder Verringerung des Invaliditätsgrades 

führen. 

Dagegen ist die unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen unver-

ändert gebliebenen Sachverhalts kein Revisionsgrund; unterschiedliche 

Beurteilungen sind revisionsrechtlich nur dann beachtlich, wenn sie Aus-

druck von Änderungen der tatsächlichen Verhältnisse sind (siehe nur 

BGE 115 V 313 E. 4a/bb mit Hinweisen; SVR 1996 IV Nr. 70 S. 204 E. 3a). 

Identisch gebliebene Diagnosen schliessen eine revisionsrechtlich erheb-

liche Steigerung des tatsächlichen Leistungsvermögens (Arbeitsfähigkeit) 

grundsätzlich nicht aus. Dies gilt namentlich dann, wenn der Schweregrad 

eines Leidens sich verringert hat oder es der versicherten Person gelungen 

ist, sich besser an das Leiden anzupassen. Ob eine derartige tatsächliche 

Änderung vorliegt oder aber eine revisionsrechtlich unbeachtliche abwei-

chende ärztliche Einschätzung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen 

Gesundheitszustands, bedarf auch mit Blick auf die mitunter einschneiden-

den Folgen für die versicherte Person einer sorgfältigen Prüfung. Dabei gilt 

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der Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit; die blosse Mög-

lichkeit einer Verbesserung tatsächlicher Art genügt nicht (Urteil des BGer 

9C_88/2010 vom 4. Mai 2010 E. 2.2.2 mit Hinweis). Bei den Renten der 

Invalidenversicherung ist grundsätzlich jede Änderung des Sachverhalts, 

die zu einer Über- oder Unterschreitung eines Schwellenwertes (vgl. Art. 28 

Abs. 2 IVG) führt, als erheblich zu betrachten (BGE 133 V 545 E. 6 f.; 

SVR 2010 IV Nr. 53 S. 165, 9C_8/2010 E. 3.1). Liegt in diesem Sinne ein 

Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher 

Hinsicht allseitig zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen 

besteht (vgl. zum Ganzen: BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen). 

4.1.2 Ob eine unter revisionsrechtlichen Gesichtspunkten erhebliche Än-

derung eingetreten ist, beurteilt sich durch den Vergleich des Sachverhal-

tes, wie er im Zeitpunkt der letzten, der versicherten Person eröffneten 

rechtskräftigen Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Ren-

tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdi-

gung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten 

für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszu-

stands) beruht, mit demjenigen zur Zeit der streitigen Revisionsverfügung 

respektive des Einspracheentscheides; vorbehalten bleibt die Rechtspre-

chung zur Wiedererwägung und prozessualen Revision (BGE 133 V 108 

E. 5.4). 

Vorliegend ist daher für die Frage, ob sich der Gesundheitszustand des 

Beschwerdeführers verändert hat und somit ein Revisionsgrund vorliegt, 

der Sachverhalt im Zeitpunkt der erstmaligen, in Rechtskraft erwachsenen 

Rentenzusprache (Verfügung vom 14. August 1998) mit dem Sachverhalt 

im Zeitpunkt der vorliegend angefochtenen Revisionsverfügung vom 

15. August 2013 zu vergleichen, da anlässlich der in den Jahren 1999 und 

2002 durchgeführten Rentenrevisionen keine eingehenden Abklärungen 

stattgefunden haben, sondern jeweils lediglich der Fragebogen für den 

Versicherten und einmal zusätzlich ein Verlaufsbericht des Hausarztes ein-

geholt worden sind.  

4.2  

4.2.1 Gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 IVG kann 

die IV-Stelle auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheent-

scheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn 

ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Unter diesen Vorausset-

zungen kann die Verwaltung eine Rentenverfügung auch dann abändern, 

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Seite 11 

wenn die Revisionsvoraussetzungen des Art. 17 Abs. 1 ATSG nicht erfüllt 

sind.  

4.2.2 Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Kor-

rektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung – unter Einschluss 

unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhalts (Urteil 

des BGer 9C_215/2007 vom 2. Juli 2007 E. 3.1; vgl. auch BGE 117 V 8 

E. 2c; Urteil des BGer I 545/02 vom 17. August 2005, publiziert in 

SVR 2006 IV Nr. 21 E. 1.2). Ein Verwaltungsakt ist zweifellos unrichtig, 

wenn kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit möglich ist. Es ist nur 

ein einziger Schluss – derjenige der Unrichtigkeit der Verfügung – möglich. 

Bei Renten der Invalidenversicherung im Besonderen ist zu beachten, 

dass die Ermittlung des Invaliditätsgrades verschiedene Ermessenszüge 

aufweisende Elemente und Schritte umfasst. Dies gilt namentlich bei der 

Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit. Hier bedarf es für die Annahme einer 

zweifellosen Unrichtigkeit einer qualifiziert rechtsfehlerhaften Ermessens-

betätigung. Scheint die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit vor dem Hinter-

grund der Sach- und Rechtslage, wie sie sich im Zeitpunkt der rechtskräf-

tigen Rentenzusprechung darbot, als vertretbar, scheidet die Annahme ei-

ner zweifellosen Unrichtigkeit aus (Urteil des BGer 9C_215/2007 E. 3.1 mit 

Hinweisen). Zu berücksichtigen ist dabei auch die zu diesem Zeitpunkt gel-

tende Verwaltungs- und Gerichtspraxis (BGE 117 V 8 E. 2c; Urteil des BGer 

I 545/02 vom 17. August 2005, publiziert in SVR 2006 IV Nr. 21 E. 1.2). 

4.3   

4.3.1 Gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG ist 

Invalidität die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze 

oder teilweise Erwerbsunfähigkeit als Folge von Geburtsgebrechen, Krank-

heit oder Unfall. Erwerbsunfähigkeit ist gemäss Art. 7 ATSG der durch Be-

einträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit verursachte und 

nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder 

teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen-

den ausgeglichenen Arbeitsmarkt. Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Be-

einträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 

bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufga-

benbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die 

zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berück-

sichtigt (Art. 6 ATSG). 

C-5284/2013 

Seite 12 

4.3.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 

auch psychische Gesundheitsschäden eine Invalidität bewirken (Art. 8 in 

Verbindung mit Art. 7 ATSG). Gemäss Rechtsprechung setzt die Annahme 

einer invalidisierenden (psychischen) Gesundheitsstörung im Sinne von 

Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG zunächst eine fach-

ärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich an-

erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 132 V 65 E. 3.4, 130 V 352 

E. 2.2.3 und 2.2.4, 130 V 396).  

4.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und 

im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche 

und gegebenenfalls andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Auf-

gabe des Arztes im schweizerischen Invalidenversicherungsverfahren ist 

es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, 

in welchem Umfang und gegebenenfalls bezüglich welcher Tätigkeiten der 

Versicherte arbeitsunfähig ist. Die ärztlichen Auskünfte sind sodann eine 

wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen 

dem Versicherten konkret noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 

E. 4, 115 V 134 E. 2; AHI-Praxis 2002, S. 62, E. 4b/cc). 

4.5 Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismittel zu 

würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und Beschwerdeverfahren 

gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versiche-

rungsträger und Sozialversicherungsgerichte die Beweise frei, das heisst 

ohne förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu wür-

digen.  

Bezüglich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-

chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-

nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der 

medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 

Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Experten begrün-

det sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit we-

der die Herkunft des Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereich-

ten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder als Gutach-

ten (vgl. dazu das Urteil des BGer I 268/2005 vom 26. Januar 2006 E. 1.2, 

mit Hinweis auf BGE 125 V 351 E. 3.a).  

C-5284/2013 

Seite 13 

Gleichwohl erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien 

Beweiswürdigung als vereinbar, Richtlinien für die Beweiswürdigung in Be-

zug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten aufzu-

stellen (vgl. hierzu BGE 125 V 351 E. 3b; AHI 2001 S. 114 E. 3b; Urteil des 

BGer I 128/98 vom 24. Januar 2000 E. 3b). So ist den im Rahmen des 

Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärzte, wel-

che aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie 

nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Be-

funde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung 

volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die 

Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb, mit wei-

teren Hinweisen). Berichte der behandelnden Ärzte schliesslich sind auf-

grund deren auftragsrechtlicher Vertrauensstellung zum Patienten mit Vor-

behalt zu würdigen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Dies gilt für den allgemein 

praktizierenden Hausarzt wie auch für den behandelnden Spezialarzt (Ur-

teil des BGer I 655/05 vom 20. März 2006 E. 5.4 mit Hinweisen; vgl. aber 

Urteil des BGer 9C_24/2008 vom 27. Mai 2008 E. 2.3.2). 

4.6 Vor der Berechnung des Invaliditätsgrades muss jeweils beurteilt wer-

den, ob die versicherte Person als (teil-)erwerbstätig oder nichterwerbstätig 

einzustufen ist, was entsprechenden Einfluss auf die anzuwendende Me-

thode der Invaliditätsgradbemessung hat (allgemeine Methode des Ein-

kommensvergleichs, gemischte Methode, spezifische Methode des Betäti-

gungsvergleichs, vgl. Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a IVG). 

Zu prüfen ist, was die versicherte Person bei im Übrigen unveränderten 

Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. 

Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie 

sie sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung entwickelt haben, 

wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten 

(Teil-)Erwerbstätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ausreicht (vgl. BGE 133 V 504 

E. 3.3, 133 V 477 E. 6.3, 125 V 146 E. 2c, je mit Hinweisen).  

4.6.1 Beim Einkommensvergleich wird das Erwerbseinkommen, das die 

versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen 

durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage er-

zielen könnte (sogenanntes Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt 

zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 

C-5284/2013 

Seite 14 

geworden wäre (sogenanntes Valideneinkommen). Der Einkommensver-

gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothe-

tischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ei-

nander gegenüber gestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdiffe-

renz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Ein-

kommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1). Für den 

Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hypotheti-

schen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und 

Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfälli-

ge rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfü-

gungserlass respektive bis zum Einspracheentscheid zu berücksichtigen 

sind (BGE 129 V 222 E. 4).  

4.6.2 Für die Ermittlung des Einkommens, welches der Versicherte ohne 

Invalidität erzielen könnte (Valideneinkommen), ist entscheidend, was er 

im fraglichen Zeitpunkt nach dem im Sozialversicherungsrecht allgemein 

gültigen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (vgl. 

BGE 126 V 360 E. 5b, BGE 125 V 195 E. 2, je mit Hinweisen) als Gesunder 

tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nö-

tigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepass-

ten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die 

bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. 

Ausnahmen von diesem Grundsatz müssen ebenfalls mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit erwiesen sein, damit sie berücksichtigt werden können.  

4.6.3 Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der be-

ruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Per-

son konkret steht. Ist – wie hier – kein tatsächlich erzieltes Erwerbseinkom-

men nach Eintritt der Invalidität mehr gegeben, namentlich weil die versi-

cherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder zumin-

dest keine zumutbare Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so sind nach der 

Rechtsprechung die gesamtschweizerischen Tabellenlöhne gemäss den 

vom BFS periodisch herausgegebenen LSE heranzuziehen (vgl. 

BGE 129 V 472 E. 4.2.1). Für die Bestimmung des Invalideneinkommens 

anhand von Tabellenlöhnen bei Versicherten, die nach Eintritt des Gesund-

heitsschadens lediglich noch leichte und intellektuell nicht anspruchsvolle 

Arbeiten verrichten können, ist in der Regel vom durchschnittlichen monat-

lichen Bruttolohn für Männer oder Frauen bei einfachen und repetitiven Tä-

tigkeiten (Anforderungsniveau 4 des Arbeitsplatzes) auszugehen. Dabei 

sind in erster Linie die Lohnverhältnisse (monatlichen Bruttolöhne [Zentral-

werte]) im privaten Sektor massgebend (vgl. SVR 2002 UV Nr. 15 E. 3c 

C-5284/2013 

Seite 15 

cc). Da den Tabellenlöhnen generell eine Arbeitszeit von 40 Wochenstun-

den zu Grunde liegt, ist eine Umrechnung auf eine betriebsübliche durch-

schnittliche Wochenarbeitszeit erforderlich (BGE 126 V 75 E. 3b bb). 

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 

die selbst bei leichten Hilfsarbeitstätigkeiten behindert sind, im Vergleich 

zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 

lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-

schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-

nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 124 V 321 

E. 3b bb; SVR 2007 IV Nr. 11 S. 41 E. 3.2; RKUV 2003 U 494 S. 390 

E. 4.2.3). Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzu-

setzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umstän-

den des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, Alter, 

Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad). 

Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach 

pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf 

insgesamt höchstens 25% zu begrenzen ist (BGE 129 V 472 E. 4.2.3, 

126 V 75 E. 5b bb und cc; AHI 2002 S. 69 ff. E. 4b). 

4.7 Versicherte haben Anspruch auf eine Viertelsrente, wenn sie zu min-

destens 40 Prozent invalid sind, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 

50 Prozent besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente, bei mindestens 

60 Prozent auf eine Dreiviertelsrente und bei mindestens 70 Prozent auf 

eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 

5.   

5.1   

5.1.1 Die rentenzusprechende Verfügung vom 14. August 1998 erfolgte 

insbesondere gestützt auf den Bericht des A._______ vom 4. Februar 1997 

sowie auf den Formularbericht von Dr. med. B._______, praktischer Arzt, 

vom 17. November 1997. In diesen Berichten wurde Folgendes festgestellt: 

chronisches Lumbovertrebralsyndrom L5 rechts bei Status nach lumbaler 

Diskushernienoperation L4/L5 rechts (12/1996) bei posttraumatischer pa-

ramedianer rechtsseitiger nach kaudal luxierter, relativ grosser Diskusher-

nie L4/L5 mit Kompression der linken L5-Wurzel und postoperativ kompli-

kationslosem Verlauf. Die Arbeitsunfähigkeit wurde durch 

Dr. med. B._______ mit 100% seit 2. Dezember 1996 bis auf weiteres an-

C-5284/2013 

Seite 16 

gegeben und die Ärzte des A._______ gingen für die Zeit vom 20. Dezem-

ber 1996 bis zum 31. März 1997 ebenfalls von einer vollen Arbeitsunfähig-

keit aus. Ferner wiesen die Ärzte des A._______ darauf hin, dass das He-

ben von schweren Lasten im beruflichen Alltag künftig zu vermeiden und 

daher allenfalls eine Umschulung zu prüfen sei. 

5.1.2 Aufgrund der obgenannten medizinischen Erkenntnisse, die im Ver-

fügungszeitpunkt vorlagen, war es vertretbar, dem Beschwerdeführer bei 

attestierter voller Arbeitsunfähigkeit in jeglichen Tätigkeiten eine ganze 

Rente zuzusprechen. Auch wenn im Nachhinein in Bezug auf die Dauer 

der vollen Arbeitsunfähigkeit Unklarheiten bestehen, und man wohl bereits 

damals hätte davon ausgehen müssen, dass sich der Gesundheitszustand 

und damit auch die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers nach Ab-

schluss der postoperativen Rehabilitationsphase verbessern würden (vgl. 

die Beurteilung des C._______ vom 6. Juni 2011), kann nicht der Schluss 

gezogen werden, die Verfügung sei zweifellos unrichtig gewesen. Die Vo-

raussetzungen für eine Wiedererwägung sind somit mangels Vorliegens 

einer zweifellosen Unrichtigkeit nicht erfüllt. 

5.2 Zu prüfen bleibt, ob sich der Gesundheitszustand des Beschwerdefüh-

rers wesentlich verändert hat und die Voraussetzungen für eine revisions-

weise Abänderung der Rente erfüllt sind. Anlässlich des strittigen Revisi-

onsverfahrens sind folgende medizinische Unterlagen ins Verfahren einge-

bracht worden. 

5.2.1 Die Berichte von Dr. med. F._______, Facharzt für Neuropsychiatrie, 

vom 21. April 2010 (IVSTA-act. 29), Dr. med. G._______, Facharzt für Or-

thopädie, vom 23. April 2010 (IVSTA-act. 30), Dr. med. H._______ vom 

4. Juni 2010 (IVSTA-act. 28) und Dr. med. I._______, Facharzt für Radio-

logie, vom 30. Juni 2010 (IVSTA-act. 31) sowie die multidisziplinäre Ge-

samtbeurteilung des C._______ vom 6. Juni 2011 (IVSTA-act. 58). Die 

Ärzte des C._______ stellten in ihrem Gutachten folgende Diagnosen mit 

Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit: ein chronisches lumbovertebrales 

Schmerzsyndrom ohne akute radikuläre Symptomatik (ICD-10 M54.5) 

mit/bei residueller sensomotorischer Ausfallsymptomatik L5 rechts, klinisch 

und bildgebend keine Hinweise für eine akute Nervenwurzelkompression 

(ICD-10 G54.4) und ein Status nach Diskushernienresektion L4/L5 rechts 

bei Diskushernie mit radikulärer Reizung und sensomotorischem Ausfall-

syndrom L5 rechts (12/1996; ICD-10 Z98.8). Ferner hielten sie als Diagno-

sen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit fest: eine Schmerzverarbeitungs-

störung mit/bei teilweise inadäquat wirkendem Schmerzverhalten und 

C-5284/2013 

Seite 17 

Symptomausweitung, Medikamenten-Malcompliance (ICD-10 Z91.1), ak-

tuell erhöhter Blutdruck und leichte kontrollbedürftige Tachykardie. Aus den 

übrigen Berichten gingen zudem folgende Diagnosen hervor: Radikulopa-

thie L4/S1 rechts (ICD-10 M54.1), Diskushernienrezidiv L4-S1 und lum-

bosakrale Beschwerden (ICD-10 G54.1). 

Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass der Beschwerdeführer 

nach wie vor Rückenprobleme hat, dass sich aber der Zustand seit Verfü-

gungserlass am 14. August 1998 insofern verändert hat, als die Rehabili-

tationsphase nach der Diskushernienresektion seit längerer Zeit abge-

schlossen und somit die Problematik nicht mehr akut ist. Früher festge-

stellte Reflexanomalien sind verschwunden, verschiedene Gangvarianten 

gelingen wieder nahezu unauffällig, der Einbeinstand beidseits ist ohne 

Trendelenburg-Zeichen durchführbar, es ist kein tastbarer Hartspann an 

der durchschnittlich entwickelten paravertebralen Muskulatur vorhanden 

und auch das Mennell-Zeichen ist beidseits negativ (vgl. IVSTA-act. 58 

S. 14 ff.). Nur beim Heben der Zehen sind noch Defizite, die sich gut mit 

der Vorgeschichte erklären lassen, feststellbar. Anlässlich der eingehen-

den Untersuchung des C._______ konnte das angebliche Diskushernien-

rezidiv (vgl. Bericht von Dr. med. G._______, Facharzt für Orthopädie, vom 

23. April 2010 [IVSTA-act. 30]) mit bildgebenden Untersuchungen nicht be-

stätigt werden. Die Bilder zeigten indes postoperative Veränderungen mit 

einer deutlichen Osteochondrose aber ansonsten unauffälligen Verhältnis-

sen ohne erneute Kompression von neuralen Strukturen. Zusätzlich zu den 

orthopädischen Beschwerden hat sich gemäss den C._______-Gutachtern 

seit 1998 zwar eine Schmerzverarbeitungsstörung entwickelt, aber keine 

depressive Störung. Für die vom Beschwerdeführer mit Hinweis auf den 

Bericht von Dr. med. J._______, Facharzt für Psychiatrie, vom 19. Juni 

2013 (IVSTA-act. 141) geltend gemachte schwere Depression liegen indes 

keine nachvollziehbare Befunderhebung respektive Diagnosestellung vor, 

da sich der Arzt in seinem Kurzbericht auf ein paar wenige, unbegründete 

Feststellungen beschränkt, ferner Angaben zur Medikation macht und den 

ICD-10-Code F33.2 angibt. Ein derartiger Arztbericht vermag weder ernst-

hafte Zweifel an den fundierten Feststellungen der ausführlicheren Be-

richte aufkommen zu lassen noch gibt er Anlass zu weiteren Abklärungen. 

5.2.2 Zu prüfen bleibt, inwiefern sich die Veränderung des Gesundheitszu-

standes auf die Arbeitsfähigkeit auswirkt. 

In den diversen Kurzberichten finden sich zumeist keine Angaben zur Ar-

beitsfähigkeit oder nur sehr rudimentäre Ausführungen (vgl. den Bericht 

C-5284/2013 

Seite 18 

von Dr. med. K._______ vom 26. April 2010 [IVSTA-act. 34], die ohne nä-

here Begründung von einer erheblichen Einschränkung der Arbeitsfähig-

keit ausging). Dr. med. H._______ schätzte die Arbeitsunfähigkeit des Be-

schwerdeführers in der bisherigen Tätigkeit auf über 70% und zur Arbeits-

fähigkeit in angepassten Tätigkeiten machte sie keine Angaben. Die Gut-

achter des C._______ attestierten dem Beschwerdeführer aus orthopädi-

scher Sicht eine volle Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als 

Metzger und Chauffeur, da eine verminderte Belastbarkeit des unteren 

Rumpfes als plausibel erachtet werde. Sie erachteten den Beschwerdefüh-

rer indes nach Abschluss der Rehabilitationsphase im Zusammenhang mit 

der Diskushernien-Operation in leichten und angepassten Tätigkeiten wie-

der als voll arbeitsfähig. Da die Gutachter rückwirkend keine konkreten An-

gaben mehr über den Abschluss der Rehabilitationsphase machen konn-

ten, gingen sie davon aus, dass der Beschwerdeführer spätestens seit dem 

Zeitpunkt der von ihnen durchgeführten Begutachtung (9. Mai 2011) in kör-

perlich angepassten Tätigkeiten wieder arbeitsfähig sei. Aus psychiatri-

scher Sicht konnten die Ärzte keine für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit 

relevanten Einschränkungen feststellen. Sie hielten in Bezug auf die psy-

chische Situation fest, der im Labor gemessene Medikamentenspiegel 

zeige, dass der Beschwerdeführer keine regelmässige medikamentöse 

Therapie verfolge und gemäss anamnestischen Angaben auch nur etwa 

alle zwei bis drei Monate einen Psychiater aufsuche, was grundsätzlich ge-

gen das Vorliegen einer relevanten psychischen Störung mit entsprechend 

grossem Leidensdruck und einer konsequent verfolgten Therapie spreche. 

Der Beschwerdeführer schränke sich ohnehin überwiegend durch Selbstli-

mitierung ein, was aber keinen Einfluss auf die objektive Arbeitsfähigkeit 

habe. Überdies stellten die Gutachter fest, dass auch Dr. med. L._______ 

anlässlich der Abschlussuntersuchung der SUVA vom 19. April 1999 (IV-

act. 1) bereits zum selben Schluss gekommen sei, weshalb davon auszu-

gehen sei, dass dieser Zustand schon seit längerer Zeit bestehe und somit 

stabil sei. 

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass in Übereinstimmung mit den 

Feststellungen der Gutachter des C._______ davon auszugehen ist, dass 

sich die gesundheitliche Situation bezüglich der orthopädischen Leiden 

des Beschwerdeführers nach Abschluss der postoperativen Rehabilitati-

onsphase weiter verbessert und stabilisiert hat und die medizinisch-psychi-

atrisch nicht begründbare Selbstlimitierung nicht als invalidisierende Ge-

sundheitsschädigung anzuerkennen ist (Urteil des BGer 9C_492/2014 vom 

3. Juni 2015 E. 3.7.1). Die diagnostizierte Schmerzverarbeitungsstörung 

hindert den Beschwerdeführer aus medizinischen Gründen nicht daran, 

C-5284/2013 

Seite 19 

eine körperlich angepasste Arbeit aufzunehmen. Ferner ist festzuhalten, 

dass – entgegen der Annahme des Beschwerdeführers – ein nach altem 

Verfahrensstandard eingeholtes Gutachten nicht per se seinen Beweiswert 

verliert, sondern es ist im konkreten Fall zu prüfen, ob das abschliessende 

Abstellen auf die vorhandenen Beweisgrundlagen im angefochtenen Ent-

scheid vor Bundesrecht standhält (vgl. BGE 137 V 210 E. 6 und Urteil des 

BGer 9C_492/2014 vom 3. Juni 2015 E. 8), was – wie die vorstehende 

Prüfung ergeben hat – vorliegend der Fall ist. Dem Beschwerdeführer ist 

somit spätestens seit der Feststellung der Gutachter am 9. Mai 2011 eine 

Arbeitstätigkeit in angepassten Verweistätigkeiten zu 100% zumutbar. 

6.  

Zu prüfen bleibt, ob der Beschwerdeführer die ihm von den Gutachtern at-

testierte Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten tatsächlich verwerten 

kann, oder ob allenfalls ein Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen zu 

prüfen gewesen wäre. 

6.1 Diesbezüglich ist darauf hinzuweisen, dass im Gebiet der Invalidenver-

sicherung ganz allgemein der Grundsatz gilt, dass die versicherte Person, 

bevor sie Leistungen verlangt, alles ihr Zumutbare selber vorzukehren hat, 

um die Folgen ihrer Invalidität bestmöglich zu mildern. Es ist primär Sache 

des Einzelnen, sich um eine angemessene Eingliederung zu bemühen. 

Kann eine versicherte Person ihre erwerbliche Beeinträchtigung in zumut-

barer Weise selber beheben, so besteht gar keine Invalidität, womit es an 

der unabdingbaren Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der 

Invalidenversicherung – auch für Eingliederungsmassnahmen – fehlt. Die 

Selbsteingliederung als Ausdruck der allgemeinen Schadenminderungs-

pflicht geht nicht nur dem Renten-, sondern auch dem gesetzlichen Ein-

gliederungsanspruch vor (BGE 113 V 22 E. 4a). Daher geht die ständige 

Rechtsprechung vom Regelfall aus, der darin besteht, dass eine medizi-

nisch attestierte Verbesserung der Arbeitsfähigkeit grundsätzlich auf dem 

Weg der Selbsteingliederung verwertbar ist; praktisch bedeutet dies, dass 

aus einer medizinisch attestierten Verbesserung der Arbeitsfähigkeit unmit-

telbar auf eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit geschlossen und damit 

ein entsprechender Einkommensvergleich vorgenommen werden kann, 

und zwar auch bei langjährigem Rentenbezug. Dennoch hat die Recht-

sprechung in ganz besonderen Ausnahmefällen nach langjährigem Ren-

tenbezug trotz medizinisch (wieder) ausgewiesener Leistungsfähigkeit vor-

derhand weiterhin eine Rente zugesprochen, bis mit Hilfe medizinisch-re-

habilitativer und/oder beruflich-erwerblicher Massnahmen das theoretische 

C-5284/2013 

Seite 20 

Leistungspotential ausgeschöpft werden kann. Im Sinne eines rechtslo-

gisch gebotenen Schrittes muss sich die Verwaltung nach dem Gesagten 

vor der Herabsetzung oder Aufhebung einer Invalidenrente vergewissern, 

ob sich ein medizinisch-theoretisch wiedergewonnenes Leistungsvermö-

gen ohne Weiteres in einem entsprechend tieferen Invaliditätsgrad nieder-

schlägt oder ob dafür – ausnahmsweise – im Einzelfall eine erwerbsbezo-

gene Abklärung und/oder die Durchführung von Eingliederungsmassnah-

men im Rechtssinne vorausgesetzt ist (vgl. Urteil des BGer 9C_163/2009 

vom 10. September 2010 E. 4.2.2 mit weiteren Hinweisen). Diese Recht-

sprechung ist jedoch dahingehend zu präzisieren, dass sie grundsätzlich 

auf Sachverhalte zu beschränken ist, in denen die revisions- oder wieder-

erwägungsweise Herabsetzung oder Aufhebung der Invalidenrente eine 

versicherte Person betrifft, die das 55. Altersjahr zurückgelegt oder die 

Rente seit mehr als 15 Jahren bezogen hat (Urteil des BGer 9C_228/2010 

vom 26. April 2011 E. 3.3, vgl. aber auch Urteil des BGer 9C-367/2011 vom 

10. August 2011 E. 3.2 f.). Die Übernahme der beiden Abgrenzungskrite-

rien bedeutet nicht, dass die darunter fallenden Rentnerinnen und Rentner 

in dem revisionsrechtlichen (Art. 17 Abs. 1 ATSG) Kontext einen Besitz-

standsanspruch geltend machen könnten; es wird ihnen lediglich zuge-

standen, dass – von Ausnahmen abgesehen – aufgrund des fortgeschrit-

tenen Alters oder einer langen Rentendauer die Selbsteingliederung nicht 

mehr zumutbar ist (Urteile des BGer 9C_367/2011 vom 10. August 2011 

E. 3.3, 8C_161/2012 vom 5. Juni 2012 E. 5.2). Wenn sich in diesen Fällen 

keinerlei Anknüpfungspunkte für eine zumutbare Selbsteingliederung bie-

ten, ist ein Aufhebungsentscheid, welchem keine Prüfung der Eingliede-

rungsfrage vorangegangen ist, beziehungsweise welchem keine den Ver-

hältnissen angepasste befähigenden Massnahmen vorangegangen sind, 

bundesrechtswidrig (vgl. Urteile des BGer 9C_183/2015 vom 19. August 

2015 E. 5 und 9C_768/2009 vom 10. September 2010 E. 4.2). 

6.2 Im massgebenden Zeitpunkt (Datum der Verfügung: 15. August 2013) 

war der im Jahr 1965 geborene Beschwerdeführer 48 Jahre alt und hatte 

seit knapp 16 Jahren eine IV-Rente bezogen. Die Selbsteingliederung kann 

daher im vorliegenden Verfahren nicht ohne Weiteres vorausgesetzt wer-

den, sondern es sind diesbezügliche Abklärungen unter Berücksichtigung 

aller konkreten Umstände erforderlich. 

Die Vorinstanz führte bezüglich Selbsteingliederung aus, eine Tätigkeit als 

Chauffeur für kleine Lieferungen sei mit den funktionellen Einschränkungen 

C-5284/2013 

Seite 21 

vereinbar und verlange keine Wiedereingliederungsmassnahmen. Die Ar-

beitsfähigkeit könne daher auf dem Weg der Selbsteingliederung verwertet 

werden. 

Wie die Vorinstanz zutreffend festgehalten hat, war der Beschwerdeführer 

bis anhin als Metzger und Chauffeur tätig. Gemäss der Beurteilung der Ar-

beitsfähigkeit durch das C._______, welche der vorinstanzlichen Beurtei-

lung zugrunde lag, sind dem Beschwerdeführer die bisherigen Tätigkeiten 

nicht mehr zumutbar. Lediglich für angepasste Tätigkeiten wurde dem Be-

schwerdeführer eine Arbeitsfähigkeit attestiert. Es ist – entgegen der An-

sicht der Vorinstanz – nicht davon auszugehen, dass vorliegend die Selbst-

eingliederung zumutbar sei, indem man einfach das mögliche Betätigungs-

feld auf eine Chauffeurtätigkeit "für kleine Lieferungen" einschränkt. Der 

vorinstanzlichen Feststellung betreffend Eingliederung kann demnach – 

wie der Beschwerdeführer zu Recht geltend macht – in dieser Hinsicht 

nicht zugestimmt werden. Die Vorinstanz hat sich demnach zwar oberfläch-

lich mit der Frage der Selbsteingliederung auseinandergesetzt, ist aller-

dings – entgegen ihren früheren Feststellungen im Vorbescheid vom 

11. November 2011 (IVSTA-act. 77) – von unzutreffenden Annahmen in 

Bezug auf die noch möglichen Tätigkeiten ausgegangen. Da die frühere 

Chauffeurtätigkeit von den Gutachtern generell als nicht mehr zumutbar 

erachtet wurde, ist zu prüfen, ob dem Beschwerdeführer die Selbsteinglie-

derung in anderen, medizinisch zumutbar erachteten Tätigkeiten möglich 

ist und somit ein Ausnahmefall im Sinne der Rechtsprechung vorliegt. Der 

Beschwerdeführer hat zwar eine Berufsausbildung und Praxiserfahrung, 

aber aus den Akten sind keine konkreten Anhaltspunkte ersichtlich, die den 

Schluss zuliessen, dass sich der Beschwerdeführer trotz langer Absenz 

vom Arbeitsmarkt ohne Hilfestellung wieder in das Erwerbsleben integrie-

ren könne. Da gestützt auf die vorhandenen Akten demnach nicht ab-

schliessend beurteilbar ist, ob es dem Beschwerdeführer im Zeitpunkt des 

Erlasses der angefochtenen Verfügung möglich und zumutbar war, seine 

Arbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt in Hinblick auf die 

Selbsteingliederung zu verwerten, ist auch nicht erstellt, dass ihm ein be-

ruflicher Wiedereinstieg in Tätigkeiten wie sie ihm aus medizinischer Sicht 

möglich und zumutbar wären, tatsächlich gelänge. Mit anderen Worten 

schlägt sich das medizinisch-theoretisch wiedergewonnene Leistungsver-

mögen nicht ohne Weiteres in einem entsprechend tieferen IV-Grad nieder. 

In den genannten Umständen liegt eine unvollständige Sachverhaltsabklä-

rung (Art. 43 ff. ATSG) und eine Rückweisung der Sache in Nachachtung 

des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) an die Vorinstanz 

zur weiteren Abklärung ist angebracht, da sie in der notwendigen Erhebung 

C-5284/2013 

Seite 22 

der bisher weitgehend ungeklärten Fragen begründet liegt (vgl. 

BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4). Die Beschwerde ist somit gutzuheissen, und 

der angefochtene Entscheid ist aufzuheben. Die Vorinstanz hat insbeson-

dere die Verwertbarkeit der wiedergewonnenen Arbeitsfähigkeit zu prüfen 

beziehungsweise gegebenenfalls Eingliederungsmassnahmen an die 

Hand zu nehmen und anschliessend eine neue Verfügung zu erlassen (vgl. 

hierzu Urteile des BGer 9C_183/2015 vom 19. August 2015 E. 5, 

9C_368/2010 vom 31. Januar 2011 E. 5.4 und 9C_720/2007 vom 28. April 

2008 E. 4.2). 

7.  

Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige Par-

teientschädigung. 

7.1 Gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG sind die Verfahrenskosten der unterlie-

genden Partei aufzuerlegen. Die Rückweisung der Sache an die Verwal-

tung zu weiteren Abklärung und neuer Verfügung gilt im Sozialversiche-

rungsrecht praxisgemäss als volles Obsiegen der Beschwerde führenden 

Partei (BGE 137 V 210 E. 7.1 und 132 V 215 E. 6). Der geleistete Kosten-

vorschuss in der Höhe von Fr. 400.- ist dem Beschwerdeführer nach Eintritt 

der Rechtskraft des vorliegenden Urteils auf ein von ihm bekannt zu ge-

bendes Konto zurückzuerstatten.  

Der unterliegenden Vorinstanz sind als Bundesbehörde keine Verfahrens-

kosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 2 VwVG). 

7.2 Der obsiegenden Partei kann von Amtes wegen oder auf Begehren 

eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnismässig 

hohe Kosten zugesprochen werden (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Die Parteient-

schädigung umfasst die Kosten der Vertretung sowie allfällige weitere not-

wendige Auslagen der Partei (Art. 8 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]). Der Beschwerdeführer war im vorliegenden Ver-

fahren anwaltlich vertreten, weshalb ihm zu Lasten der unterliegenden Vo-

rinstanz eine Parteientschädigung zuzusprechen ist. Da keine Kostennote 

eingereicht wurde, ist die Parteientschädigung unter Berücksichtigung des 

aktenkundigen und gebotenen Aufwands auf Fr. 2'500.- festzulegen (vgl. 

Art. 14 Abs. 2 VGKE). 

Der unterliegenden Vorinstanz ist keine Parteientschädigung zuzuspre-

chen (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario). 

C-5284/2013 

Seite 23 

  

C-5284/2013 

Seite 24 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird in dem Sinn gutgeheissen, dass die angefochtene 

Verfügung vom 15. August 2013 aufgehoben und die Sache an die Vo-

rinstanz zurückgewiesen wird, damit diese im Sinn der Erwägung 6.2 den 

Sachverhalt abkläre und über den Rentenanspruch erneut verfüge. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der geleistete Kostenvor-

schuss in der Höhe von Fr. 400.- wird dem Beschwerdeführer nach Eintritt 

der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 

3.  

Dem Beschwerdeführer wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteientschä-

digung in der Höhe von Fr. 2'500.- zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde; Beilage: Formular Zahl-

adresse) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. …; Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Michael Peterli Sandra Tibis 

 

  

C-5284/2013 

Seite 25 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen 

gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG gegeben sind. Die Rechtsschrift 

hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die 

Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismit-

tel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen 

(Art. 42 BGG). 

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