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**Case Identifier:** 365e56e0-984a-5a5d-be73-897949c3c2ee
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2011-08-17
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 17.08.2011 UV 2010/67
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2010-67_2011-08-17.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2010/67

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 30.03.2020

Entscheiddatum: 17.08.2011

Entscheid Versicherungsgericht, 17.08.2011
Art. 53 Abs. 1 und 2 ATSG: Verneinung eines Rückkommens auf die 
ursprüngliche Verfügung unter den Rückkommenstiteln Wiedererwägung 
und prozessuale Revision. Art. 11 UVV: Rückweisung der Sache an die 
Beschwerdegegenerin zur Verfügung über die Rückfallmeldung/
Neuanmeldung (Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen 
vom 17. August 2011, UV 2010/67).

Präsident Martin Rutishauser, Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider 

und Karin Huber-Studerus; Gerichtsschreiber Ralph Jöhl

Entscheid vom 17. August 2011

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Stephanie Schwarz, Sigg Schwarz Advokatur, 

Theaterstrasse 3, Postfach 2336, 8401 Winterthur,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

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Versicherungsleistungen; Eintretensfrage

Sachverhalt:

A.     

A.a   A.___ war für die Temporärfirma B.___ AG tätig und dadurch bei der Suva gegen 

die Folgen von Unfällen versichert. Laut Schadenmeldung UVG vom 19. Februar 2008 

verletzte sich die Versicherte am 17. Januar 2008 am Unterarm (Suva-act. 1). Dr. med. 

C.___, Ärztin für Allgemeine Medizin, diagnostizierte bei der Erstbehandlung vom 18. 

Januar 2008 eine Kontusion des linken Handgelenks sowie des linken Vorderarms mit 

konsekutiven Muskelverspannungen im Schulter-/Nackenbereich links und attestierte 

der Versicherten ab 17. Januar 2008 eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit. Die Versicherte 

sei auf der Treppe ausgerutscht, habe sich mit dem linken Arm am Treppengeländer 

festhalten wollen und habe dabei mit dem linken Handgelenks- und Vorderarmbereich 

gegen das Geländer geschlagen. Trotz nachfolgender Schmerzen habe sie weiter 

gearbeitet, was zu zunehmenden Schmerzen im ganzen linken Arm- und 

Nackenbereich geführt habe (Suva-act. 2; vgl. dazu auch Suva-act. 8). Die Suva 

erbrachte für den Unfall vom 17. Januar 2008 die gesetzlichen Leistungen (Heilkosten- 

und Taggeldleistungen).

A.b   Wegen persistierender Schmerzen im linken Handgelenk ulnarseits wurden in der 

Folge verschiedene ärztliche Untersuchungen durchgeführt. Eine MR-Arthrographie 

des linken Handgelenks in der Radiologie D.___ vom 18. März 2008 zeigte eine kleine 

Läsion des Discus triangularis (TFCC) im Bereich der Insertion am Radius. Im Übrigen 

fanden sich keine Pathologien, insbesondere kein Nachweis eines signifikanten bone 

bruise des Handwurzelskeletts bzw. von Radius und Ulna und vor allem keine Hinweise 

auf Frakturen (Suva-act. 11, 12). Am 9. Juni 2008 wurde die Versicherte in der Klinik 

Valens durch Dr. med. E.___, Facharzt FMH Innere Medizin und Rheumatologie, 

untersucht. Dieser diagnostizierte ein Schulter-Armsyndrom links nach Sturz auf der 

Treppe mit Anschlagen der linken Hand mit/bei protrahierten Schmerzen, kleinem Riss 

im TFCC linke Hand sowie Verdacht auf eine zusätzliche neuropathische Komponente 

(Suva-act. 27). In der gleichentags von Dr. med. F.___, Facharzt FMH Neurologie, Klinik 

Valens, durchgeführten Untersuchung fanden sich elektroneurographisch in der 

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Ulnaris- und Medianus-Neurographie links durchwegs normale Befunde ohne Zeichen 

einer peripheren Nervenläsion. Als etwas auffällig wurde die Störung der autonomen 

Innervation mit reduzierter Hauttemperatur und Durchblutung der linken Hand 

bezeichnet, weshalb die Frage nach einer zusätzlichen chronischen Sudeck-Dystrophie 

bzw. einem komplexen regionalen Schmerzsyndroms CRPS I gestellt wurde (Suva-act. 

28). Am 13. August 2008 wurde der Versicherte durch Dr. med. G.___, Leitender Arzt 

Handchirurgie des Kantonsspitals Graubünden, untersucht und am 15. September 

2008 erfolgte abschliessend eine kreisärztliche Untersuchung durch Dr. med. H.___, 

Facharzt FMH orthop. Chirurgie (Suva-act. 41).

A.c   Mit Verfügung vom 16. September 2008 stellte die Suva ihre Leistungen per 

16. September 2008 mit der Begründung ein, dass aufgrund ihrer Abklärungen keine 

objektivierbaren behandlungsbedürftigen Unfallfolgen mehr vorliegen würden (Suva-

act. 44). Diese Verfügung erwuchs in Rechtskraft.

B.       

B.a   Mit Schreiben vom 26. August 2009 machte die damalige Rechtsvertreterin der 

Versicherten einen Rückfall zum Unfallereignis vom 15. (recte: 17) Januar 2008 geltend 

und reichte dazu einen Bericht der Neurologischen Abteilung des Regionalen 

Krankenhauses in I.___ ein (Suva-act. 52, 53). Die Suva teilte daraufhin der 

Rechtsvertreterin der Versicherten mit Schreiben vom 28. August 2009 mit, dass sie für 

einen Gesundheitsschaden nur insoweit hafte, als dieser mindestens mit 

Wahrscheinlichkeit in einem Zusammenhang mit einem versicherten Ereignis stehe. Die 

Verfügung vom 16. September 2008 sei in Rechtskraft erwachsen. Die im 

Krankenhausbericht von I.___ erwähnten Untersuchungen seien bereits in der Schweiz 

durchgeführt worden. Es lägen somit keine neuen Erkenntnisse vor. Aufgrund dieser 

Sachlage könnten keine Versicherungsleistungen erbracht werden (Suva-act. 53).

B.b   Mit Schreiben vom 28. September 2009 gelangte Rechtsanwältin lic. iur. 

Stephanie Schwarz, Winterthur, als neue Rechtsvertreterin der Versicherten an die 

Suva und bezog sich auf das Schreiben vom 28. August 2009, mit dem auf die 

Rückfallmeldung vom 26. August 2009 formlos nicht eingetreten worden sei. Sie 

ersuchte die Suva, sich nochmals mit dem Rückfallgesuch auseinander zu setzen und 

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beantragte, auf die Sache sei einzutreten, andernfalls sei eine anfechtbare 

Nichteintretensverfügung zu erlassen. Ausserdem sei die Rentenfrage zu prüfen, über 

welche im Schreiben vom 16. September 2009 nicht entschieden worden sei. Die 

Rechtsvertreterin stellte sodann neue ärztliche Untersuchungsergebnisse in Aussicht 

(Suva-act. 56). Am 18. November 2009 reichte sie Arztberichte von Dr. C.___ und 

Dr. med. J.___, Leitender Arzt Schmerztherapie, Spital Altstätten, vom 27. Oktober 

2009 sowie von Prof. Dr. med. K.___, Facharzt FMH Neurologie, vom 3. November 

2009 ein und hielt gestützt darauf fest, sie erachte die Voraussetzungen eines Rückfalls 

als gegeben und ersuche um Erbringung der gesetzlichen Leistungen (Suva-act. 58, 

61, 61/1, 61/2).

B.c   Am 18. Februar 2010 verfassten Dr. med. L.___, Facharzt für Chirurgie FMH, und 

Dr. med. M.___, Facharzt für Neurologie FMH, von der Abteilung Versicherungsmedizin 

der Suva eine ärztliche Beurteilung zur Frage, ob neue Befunde vorlägen, die 

mindestens wahrscheinlich im Zusammenhang mit dem Unfall vom 15. (richtig:17.) 

Januar 2008 stünden und wenn ja, um welche Befunde es sich handle. Die Ärzte 

führten dazu aus, die Kontusion des linken Handgelenks und des linken Vorderarms 

vom 15. (recte: 17.) Januar 2008 habe zu keiner objektivierbaren strukturellen 

Verletzung geführt. Dass ein Hämatom aufgetreten sei, wie die Beschwerdeführerin 

nachträglich gegenüber Dr. E.___ angegeben habe, sei echtzeitlich nicht dokumentiert. 

Zum Stellenwert der kernspintomographisch am 19. März 2008 dargestellten Läsion 

des TFCC hätten sich bereits die beiden Handchirurgen Dr. med. N.___, Handchirurgie 

FMH, und Dr. G.___ geäussert und diesem Befund keine pathologische, die 

Beschwerden erklärende Bedeutung beigemessen. Auch eine Bandverletzung habe in 

der Kern-spintomographie nicht nachgewiesen werden können. Echtzeitlich zum Unfall 

seien auch keine neurologischen Ausfälle dokumentiert (Berichte Dr. C.___ bezüglich 

Untersuchung vom 18. Januar 2008 und Bericht Dr. N.___ mit Untersuchungen vom 

11. und 19. März 2008). Eine Nervenverletzung (Läsion des linken Nervus medianus 

oder des linken Nervus ulnaris), aufgrund derer sich ein neuropathisches 

Schmerzsyndrom hätte entwickeln können, habe im Grundfall von Dr. F.___, Dr. E.___ 

und Dr. G.___ (Suva-act. 27, 28, 37) nicht objektiviert werden können. Wie die Akten 

zeigten, sei ein CRPS bereits von Dr. F.___ im Grundfall in Erwägung gezogen worden 

(Suva-act. 28). Die Diagnose habe jedoch nicht erhärtet werden können. Die mit einem 

CRPS einhergehenden trophischen Störungen (ein diagnostisches Kriterium gemäss 

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IASP) seien einzig anlässlich der Untersuchung durch Dr. G.___ im August 2008 

beschrieben worden, bei der einen Monat später vorgenommenen kreisärztlichen 

Untersuchung durch Dr. H.___ vom 15. September 2008 jedoch nicht mehr. Dr. F.___ 

habe ein CRPS wegen einer reduzierten Hauttemperatur (als Hinweis auf eine Störung 

der autonomen Innervation) in Betracht gezogen. Eine kühlere Hauttemperatur sei 

allerdings insofern unspezifisch, als sie auch durch alleinige Schonung einer Extremität 

erklärt werden könne. In der klinisch-neurophysiologischen Zusatzdiagnostik durch Dr. 

F.___ am 9. Juni 2008 (Suva-act. 28) hätten sich keine Zeichen für Läsionen des linken 

Nervus medianus oder des linken Nervus ulnaris gefunden. Die definitive Diagnose 

eines CRPS sei von Dr. F.___ nicht gestellt worden. Zudem habe Dr. H.___ bei seiner 

kreisärztlichen Untersuchung vom 15. September 2008 eine symmetrische 

Hauttemperatur an beiden Händen gefunden. Der Befund einer kühleren Temperatur 

links sei somit nicht konstant vorhanden gewesen. Aus den im Speichersystem PACS 

dokumentierten konventionellen Aufnahmen des Handgelenks vom 11. März und 

22. August 2008 und der Zielaufnahme des Pisotriquetralgelenks vom 13. August 2008 

seien keine Hinweise auf traumatische Läsionen abzuleiten. Nach dem als bagatellär 

einzustufenden Trauma vom 17. Januar 2008 sei es jedoch zu einem chronischen 

Schmerzsyndrom (mit seither anhaltender Arbeitsunfähigkeit) gekommen, welches sich 

trotz wiederholter Abklärungen diagnostisch nicht klar habe eingrenzen lassen. In 

diesem Kontext stelle sich die Frage, ob das von Dr. J.___ in seinem Bericht vom 27. 

Oktober 2008 diagnostizierte neurogene Schmerzsyndrom (Suva-act. 61/2) bzw. das 

von Prof. Dr. K.___ in seinem Bericht vom 3. November 2009 diagnostizierte CRPS der 

linken Hand (Suva-act. 58) als neuer Befund gewertet werden müsse, der zumindest 

wahrscheinlich ursächlich auf den Unfall vom 15. (recte: 17.) Januar 2008 

zurückzuführen sei. Dr. J.___ habe eine neurogene Schmerzkomponente postuliert. Die 

von ihm angeführten Befunde wie morgendliche sowie belastungsabhängige 

Schmerzzunahme, starke Druckdolenz und Kältegefühl stellten jedoch keine 

anerkannten diagnostischen Kriterien für einen neuropathischen Schmerz dar. Im 

Bericht des Neurologen aus I.___ (Suva-act. 53) werde ausschliesslich die Vermutung 

einer posttraumatischen Neuropathie des Nervus ulnaris links ausgesprochen. Ein 

klinisch-neurophysiologischer Nachweis sei jedoch nicht dokumentiert. Prof. K.___ 

stütze sich bei seiner Diagnose auf eine reduzierte Reaktion beim sympathischen 

Hautreflex in der Elektrophysiologie. Dieser isolierte Testbefund sei jedoch im Hinblick 

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auf die Diagnostik eines CRPS ungenügend validiert. Die von ihm am 2. November 

2009 (Suva-act. 58) durchgeführte Messung der "sympathetic skin reaction" (SSR) 

stelle eine Überprüfung der Funktionsfähigkeit der im Nervus medianus verlaufenden 

Anteile des sympathischen Nervensystems dar. Während er ausführe, er "vermute am 

ehesten noch eine leichte Form eines komplexen regionalen Schmersyndroms", werde 

eine derartige Diagnose auf der ersten Seite seines Berichts offensichtlich definitiv 

gestellt. Seine Untersuchungsbefunde liessen jedoch nach den anerkannten Kriterien 

der IASP für ein CRPS eine definitive Diagnose eines solchen aus neurologischer Sicht 

nicht zu. Die fragliche Diagnose werde klinisch gestellt. Im Fall der Beschwerdeführerin 

sei ein entscheidendes Kriterium, nämlich dasjenige einer Allodynie und Hyperpathie, 

nicht erfüllt. Prof. K.___ beschreibe bei seiner Untersuchung eine leichte Hypalgesie 

und Hyposensibilität an der linken Hand. Auch er halte klinisch keine trophischen 

Störungen an der linken Hand fest. Damit fehlten wesentliche Kriterien, die bereits im 

Grundfall gefehlt hätten, weswegen die Diagnose eines CRPS weder im Längsschnitt 

noch sekundär im Querschnitt zu einem bestimmten Zeitpunkt erhärtet werden könne. 

Als Fazit sei festzuhalten, dass im Rückfall keine anderen Beschwerden geschildert 

und keine anderen klinischen Befunde erhoben worden seien als im Grundfall. Sie 

seien lediglich in diagnostischer Hinsicht anders gedeutet worden. Dabei müsse die 

diagnostische Validität eines CRPS hinterfragt werden, welches zwar bereits im 

Grundfall erwogen worden sei, aber nicht habe bestätigt werden können. Auf 

neurologischem Gebiet hätten weder im Grundfall noch nach der Rückfallmeldung 

Hinweise für unfallbedingte Schädigungen des peripheren Nervensystems vorgelegen. 

Weiterführende neurologische Abklärungen seien nicht indiziert, da diese keinen 

Nachweis von unfallbedingten neurologischen Schädigungen erwarten liessen. Da 

keine neuen medizinischen Befunde vorlägen, bestehe kein Anlass, von der Beurteilung 

des Kreisarztes vom 15. September 2008 (Suva-act. 41) abzuweichen, wonach keine 

wesentlichen, strukturellen fassbaren und organisch eingrenzbaren Befunde festgestellt 

werden könnten, eine deutliche Somatisierung bei weitgehend fehlendem 

Verletzungssubstrat vorhanden sei, keine Indikation für weitere Abklärungen oder 

Operationen bestehe und auch keine kausale Therapie angeboten werden könne. Dass 

sich letzteres bewahrheitet habe, hätten die später von Dr. J.___ veranlassten, jedoch 

gescheiterten therapeutischen Bemühungen aufgezeigt (Suva-act. 68).

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B.d   Mit Verfügung vom 24. Februar 2010 erklärte die Suva, dass sie das Schreiben 

der Rechtsvertreterin der Versicherten vom 28. September 2009 sowie die weiteren 

Eingaben als Wiedererwägungsgesuch und Revisionsgesuch zur Verfügung vom 

16. September 2008 betrachte. Aufgrund der Beurteilung der Ärzte der Abteilung 

Versicherungsmedizin stehe fest, dass die längst in Rechtskraft erwachsene Verfügung 

vom 16. September 2008 nicht zweifellos unrichtig sei, weshalb auf das 

Wiedererwägungsgesuch nicht eingetreten werden könne. Nachdem auch die 

formellen Voraussetzungen für eine Revision infolge fehlender neuer Tatsachen nicht 

erfüllt seien, könne auch auf das Revisionsgesuch nicht eingetreten werden. Die 

Verfügung vom 16. September 2008, wonach keine objektivierbaren Unfallfolgen 

vorliegen würden, habe also nach wie vor Gültigkeit (Suva-act. 69).

C.     

C.a   Die Rechtsvertreterin der Versicherten erhob am 24. März 2010 Einsprache gegen 

die Verfügung vom 24. Februar 2010. Sie beantragte, die Verfügung sei aufzuheben 

und es sei festzustellen, dass seitens der Suva auf die Sache wiedererwägungsweise 

eingetreten worden sei. Ausserdem sei über den Leistungsanspruch nach ergänzenden 

Abklärungen materiell zu entscheiden (Suva-act. 70).

C.b   Mit Entscheid vom 10. August 2010 wies die Suva die Einsprache ab (Suva-

act. 77).

D.       

D.a   Gegen diesen Einspracheentscheid liess die Versicherte durch ihre 

Rechtsvertreterin mit Eingabe vom 13. September 2010 unter Beilage eines von der IV-

Stelle des Kantons St. Gallen in Auftrag gegebenen psychiatrisch-orthopädischen 

Gutachtens von Dr. med. O.___, Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, 

und Dr. med. P.___, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparats, vom 31. Juli 2010 Beschwerde erheben. Darin wird beantragt, die 

Verfügung vom 24. Februar 2010 sowie der Einspracheentscheid der 

Beschwerdegegnerin vom 10. August 2010 seien aufzuheben und es sei festzustellen, 

dass auf die Sache wiedererwägungsweise eingetreten worden sei. Über den 

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Leistungsanspruch sei mit Wirkung ab 16. September 2008 materiell zu entscheiden 

und der Beschwerdeführerin seien Leistungen der Unfallversicherung zuzusprechen, 

unter Kosten- und Entschädigungsfolge.

D.b   In der Beschwerdeantwort vom 11. Oktober 2010 beantragte die 

Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde.

D.c   Mit Replik vom 17. Januar 2011 bestätigte die Rechtsvertreterin der 

Beschwerdeführerin ihre Anträge. Die Beschwerdegegnerin hat auf die Einreichung 

einer Duplik verzichtet.

D.d   Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die Ausführungen 

in den medizinischen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

1.      

1.1    Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) setzt zunächst voraus, dass zwischen dem 

Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein 

natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ob zwischen einem schädigenden Ereignis 

und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist 

eine Tatfrage, worüber die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 

der diesen Instanzen obliegenden Beweiswürdigung nach dem im 

Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

zu befinden haben. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die 

Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 338 E. 1, 

118 V 289 E. 1b, je mit Hinweisen). Weiter ist das Vorhandensein des adäquaten 

Kausalzusammenhangs zu prüfen. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als 

adäquate Ursache eines Erfolgs zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 

Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von 

der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolgs also durch das 

Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 181 E. 3.2, 125 V 461 E. 5a mit 

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Hinweisen). Während es Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist, den natürlichen 

Kausalzusammenhang zu beurteilen, obliegt es dem Gericht, die Frage nach dem 

adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (BGE 123 III 110 E. 3a).

1.2    Gemäss Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) 

werden Versicherungsleistungen auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt. 

Praxisgemäss handelt es sich bei einem Rückfall um das Wiederaufflackern einer 

vermeintlich geheilten Krankheit bzw. vermeintlich geheilter Unfallfolgen, so dass es zu 

ärztlicher Behandlung, möglicherweise zu einer weiteren Arbeitsunfähigkeit kommt, 

während von Spätfolgen dann gesprochen wird, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden 

im Lauf längerer Zeit organische oder psychische Folgen bewirkt, die zu einem 

andersgearteten Krankheitsbild führen können. Rückfälle und Spätfolgen schliessen 

begrifflich an ein Unfallereignis in der Vergangenheit an. Dementsprechend können sie 

eine Leistungspflicht des (damals haftbaren Unfallversicherers) nur dann auslösen, 

wenn zwischen den erneut vorgebrachten Beschwerden und der seinerzeit erlittenen 

Gesundheitsschädigung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht (BGE 118 V 296 

f. E. E. 2c). Wurde anlässlich der ursprünglichen Verfügung die Einstellung von 

Versicherungsleistungen verfügt, stellt die Rückfallmeldung eine Neuanmeldung dar.

1.3    Gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und 

Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder 

der Versicherungsträger nach dem Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder 

Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war (prozessuale 

Revision). Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger auf formell 

rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese 

zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist 

(Wiedererwägung). Während die ein Wiedererwägungsgesuch stellende Person 

grundsätzlich keinen rechtlich durchsetzbaren Anspruch hat, dass die Verwaltung auf 

das Gesuch eintritt und es materiell behandelt, ist auf eine prozessuale Revision von 

Amtes wegen einzutreten, ohne dass dem Versicherungsträger diesbezüglich ein 

Ermessen zustände. Bei Vorliegen eines Wiedererwägungsgesuchs ist die Verwaltung 

befugt, eine Verfügung in Wiedererwägung zu ziehen. Tritt sie auf das 

Wiedererwägungsgesuch nicht ein, gibt es gegen diesen Entscheid kein Rechtsmittel 

(U. Kieser, ASTG-Kommentar, 2. Aufl. Zürich 2009, Art. 53 N 21, 35).

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2.      

2.1    Die Beschwerdegegnerin erbrachte für das Unfallereignis vom 17. Januar 2008 

zunächst formlos Heilkosten- und Taggeldleistungen. Mit Verfügung vom 16. 

September 2008 stellte sie ihre Leistungen dann mit der Begründung ein, dass keine 

objektivierbaren behandlungsbedürftigen Unfallfolgen mehr vorlägen (Suva-act. 44). 

Diese Verfügung erwuchs in formelle Rechtskraft. Am 26. August 2009 machte die 

damalige Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin einen Rückfall zum Unfallereignis 

vom 17. Januar 2008 geltend (Suva-act. 53). Die Beschwerdegegnerin entgegnete 

darauf mit Schreiben vom 28. August 2009, dass die Verfügung vom 16. September 

2008 in Rechtkraft erwachsen sei und auch mit dem neu aufgelegten 

Krankenhausbericht von I.___ keine neuen Erkenntnisse vorliegen würden. Daraus 

folgernd hielt sie fest, dass sie nicht leistungspflichtig sei und keine 

Versicherungsleistungen erbringen könne (Suva-act. 53). Das ablehnende Schreiben 

beinhaltete wohl gewisse Elemente einer Verfügung (Begründung sowie Aussage über 

die Leistungsablehnung), war aber weder als solche bezeichnet noch mit einer 

Rechtsmittelbelehrung versehen (vgl. dazu U. Kieser, a.a.O., Art. 49 N 30 ff.). Die 

Leistungsablehnung auf die Neuanmeldung in Form einer Rückfallmeldung hin erfolgte 

mithin formlos und nicht wie vom Gesetz vorgeschrieben (vgl. dazu Art. 49 Abs. 1 

ATSG) im Rahmen einer anfechtbaren Verfügung. Mit Schreiben vom 28. September 

2009 liess sich die neue Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin zur 

Leistungsablehnung vernehmen. Sie nahm Bezug auf das Schreiben vom 28. August 

2009, mit dem auf die Rückfallmeldung vom 26. August 2009 formlos nicht eingetreten 

worden sei, und ersuchte die Suva darum, sich nochmals mit dem Rückfallgesuch 

auseinanderzusetzen (Suva-act. 56). Damit knüpfte sie ausdrücklich an das von der 

früheren Rechtsvertreterin eingereichte Rückfallgesuch bzw. die Neuanmeldung an und 

verlangte dazu konkludent eine formrichtige Verfügung.

2.2    In der Folge erliess die Beschwerdegegnerin die Verfügung vom 24. Februar 2010 

(Suva-act. 69). Anstatt aber darin die Neuanmeldung in Form einer Rückfallmeldung 

abzuweisen, erklärte sie plötzlich trotz des Fehlens eines entsprechenden Gesuchs und 

obwohl sich ihre medizinische Sachverhaltsabklärung bei der Abteilung 

Versicherungsmedizin ausschliesslich auf die Frage der Rückfallkausalität beschränkt 

hatte (vgl. dazu auch Erwägung 5.4), dass sie das Schreiben der Rechtsvertreterin der 

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Beschwerdeführerin vom 28. September 2009 und fortfolgende als 

Wiedererwägungsgesuch und Gesuch um prozessuale Revision betrachte. Sie 

beurteilte nachfolgend den Schadenfall auch nur unter diesen zwei Titeln (Suva-act. 

69). Auch der angefochtene Einspracheentscheid vom 10. August 2010 befasst sich 

nur mit den Rechtsinstituten der Wiedererwägung und der prozessualen Revision 

(Suva-act. 77), obwohl nie entsprechende Gesuche gestellt worden waren. In der 

Einsprache vom 24. März 2010 (Suva-act. 70) sowie in den Eingaben des 

Beschwerdeverfahrens liess sich daraufhin auch die Rechtsvertreterin der 

Beschwerdeführerin auf die Thematik der Wiedererwägung ein, indem sie den Antrag 

stellte, es sei festzustellen, dass die Beschwerdegegnerin auf die Sache 

wiedererwägungsweise eingetreten sei, weshalb über den Leistungsanspruch nach 

ergänzenden Abklärungen materiell zu entscheiden sei. Im Rahmen der Begründung 

machte sie zudem Ausführungen zu diesen beiden Rechtsinstituten. Diese Sachlage 

zwingt das Gericht zu einer Auseinandersetzung mit den Themen der Wiedererwägung 

und der prozessuale Revision.

3.        

3.1    In Bezug auf die Wiedererwägung macht die Beschwerdegegnerin geltend, sie 

habe mit ihrer Verfügung vom 24. Februar 2010 einen Nichteintretensentscheid gefällt, 

der mit dem Einspracheentscheid vom 10. August 2010 bestätigt worden sei. Sie 

übersieht dabei allerdings, dass von beschwerdeführender Seite nie ein 

Wiedererwägungsgesuch gestellt und die Wiedererwägung erstmals von ihr selbst in 

der Verfügung vom 24. Februar 2010 thematisiert worden ist. Damit stellt diese 

Verfügung faktisch eine Wiedererwägung von Amtes wegen dar und die Eintretensfrage 

kann sich insofern überhaupt nicht mehr stellen. Die Beschwerdegegnerin hat sich mit 

dem Institut der Wiedererwägung materiell auseinandergesetzt, was sich insbesondere 

auch der Feststellung in der Verfügung entnehmen lässt, aufgrund der ärztlichen 

Beurteilung der Abteilung Versicherungsmedizin vom 18. Februar 2010 stehe eindeutig 

fest, dass die längst in Rechtskraft erwachsene Verfügung vom 16. September 2008 

nicht zweifellos unrichtig sei. Zusammenfassend ist mithin festzuhalten, dass mit der 

Verfügung vom 24. Februar 2010 bzw. dem Einspracheentscheid vom 10. August 2010 

ein materieller Abweisungsentscheid im Rahmen eines Wiedererwägungsverfahrens 

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vorliegt. Dieser neue Sachentscheid ist im Folgenden zu prüfen, allerdings nur unter 

der besonderen Voraussetzung der zweifellosen Unrichtigkeit.

3.2    Wie bereits erwähnt prüften die Ärzte der Abteilung Versicherungsmedizin, ob 

neue Befunde vorlägen, die mindestens wahrscheinlich im Zusammenhang mit dem 

Unfall vom 17. Januar 2008 stünden. Damit wurde - wie auch die Beschwerdegegnerin 

in der Beschwerdeantwort vom 11. Oktober 2010 einräumt - eindeutig die 

Rückfallkausalität geprüft. Dies schliesst jedoch nicht aus, dass die Beurteilung auch 

Aussagen zur Frage enthält, ob die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung erfüllt 

sind, d. h. ob die Verneinung der natürlichen Kausalität zwischen den geklagten 

Beschwerden und dem Unfallereignis vom 17. Januar 2008 zweifellos unrichtig war und 

die Berichtigung der Verfügung vom 16. September 2008 von erheblicher Bedeutung 

ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG).

3.3    Weil die Kausalität zwischen Unfall und gesundheitlichen Beschwerden die 

Grundvoraussetzung für eine Leistungspflicht des Unfallversicherers bildet, wäre die 

Wiedererwägungsvoraussetzung der erheblichen Bedeutung der Berichtigung im 

vorliegenden Fall offensichtlich erfüllt. Anders verhält es sich hingegen mit der 

Wiedererwägungsvoraussetzung der zweifellosen Unrichtigkeit der Verfügung vom 16. 

September 2008. Wann die Unrichtigkeit zweifellos ist, beurteilt sich nicht nach der 

Grobheit des Fehlers. Massgebend ist vielmehr das Ausmass der Überzeugung, dass 

die bisherige Entscheidung unrichtig war. Mit der Zweifellosigkeit wird dabei ein hoher 

Grad umschrieben. Es darf kein vernünftiger Zweifel daran möglich sein, dass eine 

Unrichtigkeit vorliegt; es ist ein einziger Schluss - eben derjenige auf eine Unrichtigkeit 

- möglich. Die Frage der Unrichtigkeit beurteilt sich dabei nach dem ursprünglichen 

Sachverhalt und nach dem im Zeitpunkt des Verfügungserlasses herrschenden 

Rechtszustand, wozu auch die seinerzeitige Rechtspraxis gehört (U. Kieser, a.a.O., Art. 

53 N 31; René Schaffhauser/Franz Schlauri, Die Revision von Dauerleistungen in der 

Sozialversicherung, Veröffentlichungen des Schweizerischen Instituts für 

Verwaltungskurse an der Universität St. Gallen, Neue Reihe, St. Gallen 1999, S. 22 f.; 

BGE 117 V 17 E. 2c). Nach Erlass der ursprünglichen Verfügung hinzugekommene 

bzw. beigebrachte Akten können in die Entscheidfindung mit einbezogen werden, 

sofern sie auf den ursprünglichen Sachverhalt Bezug nehmen.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/21

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3.4    Die Ärzte der Abteilung Versicherungsmedizin legten ausführlich und anhand der 

ursprünglichen ärztlichen Unterlagen überzeugend dar, dass sich im Anschluss an das 

Unfallereignis vom 17. Januar 2008 keine strukturellen Läsionen, insbesondere keine 

unfallbedingte Schädigung des peripheren Nervensystems, objektivieren liessen. Der 

kernspintomographisch am 19. März 2008 erhobenen Läsion des TFCC wurde von den 

untersuchenden Ärzten keine pathologische, die Beschwerden erklärende Bedeutung 

beigemessen (Suva-act. 11, 12, 37). Als Diagnose wurde in Folge des Unfallereignisses 

lediglich eine Kontusion des linken Handgelenks und des linken Vorderarms gestellt 

(Suva-act. 11, 12, 37). Es ist eine medizinische Erfahrungstatsache, dass harmlose 

Traumen mit fehlenden strukturellen Schädigungen der Gelenke und Knochen, wie 

beispielsweise Prellungen (Kontusionen), Verstauchungen oder Zerrungen auch bei 

degenerativen Vorzuständen normalerweise innert kurzer Zeit abheilen und sich die 

damit verbundenen Beschwerden gänzlich zurückbilden. Allerdings gibt es auch 

anerkannte unfallkausale organische Schmerzsyndrome wie das komplexe regionale 

Schmerzsyndrom (CRPS) bzw. der Morbus Sudeck, die eintreten, obwohl die 

Verheilung einer strukturellen Läsion grundsätzlich günstig verlaufen ist (vgl. dazu 

Alfred M. Debrunner, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, S. 695 ff.). Kreisarzt Dr. 

H.___ hielt dementsprechend in seinem Untersuchungsbericht vom 28. April 2008 fest, 

es gehe um die weitere Einstufung des bei der Beschwerdeführerin anhaltenden 

Schmerzsyndroms im Bereich der linken dominanten Hand und empfahl weitere 

fachärztliche Untersuchungen (Suva-act. 22). Ein CRPS wurde sodann zwar im 

Rahmen dieser Untersuchungen erwogen, liess sich aber - wie von Dr. L.___ und Dr. 

M.___ zutreffenderweise festgehalten und ausführlich dargelegt - bis zum Erlass der 

Verfügung vom 16. September 2008 nicht bestätigen. Dr. E.___ erhob in seinem Bericht 

vom 10. Juni 2008 (Suva-act. 27) lediglich den Verdacht auf eine zusätzliche 

neuropathische Komponente und im Bericht der Neurologen aus I.___ (Suva-act. 53) 

wurde die Vermutung einer posttraumatischen Neuropathie des Nervus ulnaris 

ausgesprochen. Eine Verdachtsdiagnose bzw. eine Vermutung reichen zur 

Anerkennung unfallkausaler Restfolgen nicht aus. Gleiches gilt für die Aussage von Dr. 

E.___, die anamnestischen Hinweise für Gefühlsstörungen und 

Durchblutungsstörungen könnten auf eine mögliche zusätzliche neuropathische 

Schmerzkomponente hindeuten. Den Beweisanforderungen im 

Sozialversicherungsrecht, d.h. dem bei der Feststellung der für den materiellen 

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Leistungsanspruch erheblichen Tatsachen zur Anwendung gelangenden Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit, ist damit nicht Genüge getan (BGE 120 V 37 E. 

3c; Th. Locher, Grundriss des Sozialversicherungsrecht, 3. Aufl. Bern 2003, S. 451 f.). 

Der allgemeine Hinweis auf eine neuropathische Komponente kann sodann nicht einer 

konkreten, objektivierten Diagnose gleichgesetzt werden. Direkte Hinweise für ein 

beginnendes CRPS I liessen sich laut Dr. E.___ nicht finden. Diesbezüglich sei auch die 

MRI-Untersuchung vom März 2003 (vgl. Suva-act. 11) unauffällig gewesen. Die 

neurologische Untersuchung von Dr. F.___ vom 9. Juni 2008 ergab in der Ulnaris- und 

Medianus-Neurographie links ebenfalls durchwegs normale Befunde ohne Zeichen 

einer peripheren Nervenläsion bzw. Entrapment. Auch er stellte eine chronische 

Sudeck-Dystrophie bzw. ein CRPS I lediglich in den Raum und fügte an, dass sich 

dafür im MRI vom März 2008 keine Hinweise ergeben hätten (Suva-act. 28). Dr. G.___ 

erachtete die Schmerzen der Beschwerdeführerin in seinem Bericht vom 14. August 

2008 (Suva-act. 37) insofern objektivierbar, als er eine deutliche Schwellung der ganzen 

Hand mit leichter livider Verfärbung mit Rötung der Palma manus feststellte. Er glaube, 

dass sie tatsächlich Schmerzen habe, auch wenn kein pathologisch/anatomisches 

Substrat in den bildgebenden Untersuchungen bestehe. Es dürfte sich hier um eine 

Kausalgie handeln, die jetzt fixiert sei und die er als Teilsymptom einer Algodystrophie 

(Sudeck) beurteilen würde. Seine Diagnose lautete jedoch letztlich nicht auf eine 

Algodystrophie, sondern lediglich allgemein auf ein Schmerzsyndrom nach 

Bagatelltrauma (Kausalgie) Handgelenk und Vorderarm links. Die Diagnose von 

Schmerzsyndromen bedeutet nun aber keinesfalls automatisch das Vorliegen 

unfallkausaler Gesundheitsschädigungen. Laut Roche Lexikon Medizin (5. Aufl., S. 

1791) handelt es sich bei einem Syndrom um ein sich stets mit etwa den gleichen 

Krankheitszeichen, d.h. einer Symptomatik mit weitgehend identischem "Symp­

tommuster" manifestierendes Krankheitsbild mit unbekannter, vieldeutiger, durch 

vielfältige Ursachen bedingter oder nur teilweise bekannter Ätiogenese. Zur Diagnose 

führe mithin eher das vom jeweiligen Patienten subjektiv angegebene 

"Symptommuster" als ein objektiv erhobener organischer Befund. Die von Dr. G.___ für 

die Objektivierung als massgebend angeführten Befunde liessen sich bei der 

kreisärztlichen Untersuchung von Dr. H.___ vom 15. September 2008 (Suva-act. 41) - 

wie von den Ärzten der Versicherungsmedizin festgehalten - nicht mehr erheben. Auch 

bestätigte Dr. G.___, dass sich anhand der neu angefertigten Spezialaufnahmen des 

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Pisotriquetralgelenks keine Pathologie finden liessen, welche die Schmerzen erklären 

könnten. Wenig überzeugend ist im Übrigen seine wiederholt gewählte Formulierung 

"ich glaube", denn damit hat er lediglich eine Möglichkeit und nicht einen überwiegend 

wahrscheinlich ausgewiesenen Sachverhalt dargetan. Gestützt auf die dargelegte 

medizinische Sachlage sowie die eigenen Untersuchungsergebnisse hielt Dr. H.___ in 

seinem Bericht vom 15. September 2008 fest, dass keine wesentlichen, strukturell 

fassbaren und organisch eingrenzbaren Befunde festgestellt werden könnten. Es 

bestehe keine abstützbare Indikation für weitere organische Abklärungen. Die beklagte 

Beschwerdesymptomatologie korreliere mit einer deutlichen Somatisierung bei nicht 

korrelierendem bzw. organisch weitgehend fehlendem Verletzungssubstrat (Suva-act. 

41).

3.5    Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Verneinung der natürlichen 

Kausalität zwischen den geklagten Beschwerden und dem Unfallereignis vom 17. 

Januar 2008 per 16. September 2008 angesichts der Aktenlage nicht als zweifellos 

unrichtig bezeichnet bzw. von einer zweifellosen Unrichtigkeit der Verfügung vom 16. 

September 2008 nicht gesprochen werden kann. Ein Zurückkommen auf dem Weg der 

Wiedererwägung ist deshalb ausgeschlossen. Da nicht anzunehmen ist, dass weitere 

medizinische Abklärungen für die Beurteilung des vorliegend relevanten Sachverhalts 

neue Erkenntnisse bringen, kann darauf verzichtet werden (antizipierte 

Beweiswürdigung; vgl. BGE 124 V 94 E. 4b, 122 V 157 E. 1d).

4.        

4.1    Zu prüfen ist im Weiteren, ob in Bezug auf die Verfügung vom 16. September 

2008 die Möglichkeit der prozessualen Revision besteht. Diese betrifft gemäss Art. 53 

Abs. 1 ATSG die Ausgangslage, dass ein Entscheid von Anfang an auf fehlerhaften 

tatsächlichen Grundlagen beruhen muss (BGE 115 V 313 E. 4a/aa). Als neu gelten 

Tatsachen, die sich bis zum Zeitpunkt, da im Hauptverfahren noch tatsächliche 

Vorbringen prozessual zulässig waren, verwirklicht haben, jedoch der um Revision 

ersuchenden Person trotz hinreichender Sorgfalt nicht bekannt waren. Demgegenüber 

bilden neue Tatsachen, die erst nach diesem Zeitpunkt eintrafen, keinen 

Revisionsgrund. Eben so wenig als neu wird eine Tatsache dann betrachtet, wenn das 

im Revisionsverfahren vorgebrachte Element lediglich eine neue Würdigung einer 

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bereits bekannten Tatsache in sich schliesst (vgl. BGE 127 V 358). Neue Beweismittel 

müssen sich ebenfalls auf vorbestehende Tatsachen beziehen. Sie haben entweder 

dem Beweis der die Revision begründenden neuen Tatsachen oder dem Beweis von 

Tatsachenbehauptungen zu dienen, die zwar im früheren Verfahren bekannt gewesen, 

aber zum Nachteil der gesuchstellenden Person unbewiesen geblieben sind. Sollen 

bereits vorgebrachte Tatsachen mit neuen Mitteln bewiesen werden, so hat der 

Gesuchsteller auch darzutun, dass er die Beweismittel im früheren Verfahren nicht 

beibringen konnte. Damit können - wie bei den neuen Tatsachen - nur diejenigen 

Beweismittel angerufen werden, die trotz hinreichender Sorgfalt bisher nicht bekannt 

waren bzw. nicht in das Verfahren eingebracht werden konnten (vgl. dazu BGE 122 V 

273 E. 4). Eine Revision ist mithin zum vornherein ausgeschlossen, wenn die 

vorgebrachten neuen Tatsachen und Beweismittel bereits im Rahmen des 

vorangehenden Verfahrens oder auf dem Weg der Beschwerde hätten geltend 

gemacht werden können (BGE 110 V 141 E. 2; RKUV 2001 Nr. KV 150 S. 68, 1991 Nr. 

K 85 S. 16, je mit Hinweisen; SVR 1997 IV Nr. 104 S. 319; Th. Locher, a.a.O., S. 467 f.). 

Beim Beweismittel hat der Gesetzgeber bewusst das Kriterium der Erheblichkeit nicht 

verwendet. Massgebendes Kriterium für die Anerkennung eines - neu aufgefundenen - 

Beweismittels als Revisionsgrund bildet einzig die Frage, ob es vor Entscheidfällung 

beigebracht werden konnte. Diese besondere Betrachtungsweise erklärt sich dadurch, 

dass angesichts der oft komplexen sachverhaltlichen Fragen das Kriterium der 

Erheblichkeit eines Beweismittels gelegentlich kaum zu klären ist, weshalb es nicht im 

Rahmen der Eintretensprüfung, sondern bei der materiellen Entscheidung 

Berücksichtigung finden soll (U. Kieser, a.a.O., Art. 53 N 16). Die konkretisierenden 

Grundsätze, welche vor Inkrafttreten des ATSG zum Kriterium der Erheblichkeit beim 

Beweismittel festgelegt worden sind, finden jedoch auch im Rahmen der materiellen 

Entscheidung analog Anwendung. So ist ausschlaggebend, dass das Beweismittel 

nicht bloss der Sachverhaltswürdigung, sondern der Sachverhaltsermittlung dient. Es 

genügt daher beispielsweise nicht, dass ein neues Gutachten den Sachverhalt anders 

bewertet; vielmehr bedarf es neuer Elemente tatsächlicher Natur, welche die 

Entscheidgrundlagen als objektiv mangelhaft erscheinen lassen. Für die Revision eines 

Entscheids genügt es nicht, dass der Gutachter aus den im Zeitpunkt des Haupturteils 

(oder des verwaltungsmässigen Hauptentscheids) bekannten Tatsachen nachträglich 

andere Schlussfolgerungen zieht als das Gericht (oder die Verwaltung). Auch ist ein 

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Revisionsgrund nicht schon gegeben, wenn die Verwaltung bereits im Hauptverfahren 

bekannte Tatsachen möglicherweise unrichtig gewürdigt hat. Notwendig ist vielmehr, 

dass die unrichtige Würdigung erfolgte, weil für den Entscheid wesentliche Tatsachen 

nicht bekannt waren oder unbewiesen blieben (Urteil des Bundesgerichts vom 20. Juli 

2005 i/S A. [U 34/05], E. 2.2.2; BGE 110 V 141 E. 2, 293 E. 2a, 108 V 171 E. 1).

4.2    Das psychiatrisch-orthopädische Gutachten von Dr. O.___ und Dr. P.___ vom 31. 

Juli 2010 (act. G 1.3/3) erfüllt die Revisionsvoraussetzungen im oben beschriebenen 

Sinn nicht. Zwar wird darin die Diagnose eines CRPS Typ I Stadium 2 der linken oberen 

Extremität (M89.09) gestellt. Vorne (Erw. 3.4) ist jedoch einlässlich dargelegt worden, 

dass sich bis zum Erlass der Verfügung vom 16. September 2008 ein CRPS nicht habe 

objektivieren lassen und dass das Gutachten keinerlei Ausführungen enthalte, aus 

denen der Schluss gezogen werden könnte, dass die fragliche Diagnose bereits im 

Zeitpunkt des Verfügungserlasses bestanden hätte. Selbst wenn aber das 

diagnostizierte CRPS nicht als neue Tatsache betrachtet würde, läge damit nur eine 

neue Würdigung einer bereits bekannten Tatsache und kein neues Beweismittel vor. Im 

Übrigen wäre es ohne Weiteres auch schon früher möglich gewesen, bei Dr. O.___ und 

Dr. P.___ ein psychiatrisch-orthopädisches Gutachten einzuholen. Nicht anders verhält 

es sich in Bezug auf den Bericht von Prof. K.___ vom 3. November 2009 bzw. die von 

ihm darin gestellte Diagnose eines komplexen regionalen Schmerzsyndroms linke 

Hand (Morbus Sudeck).

5.      

5.1    Wie vorstehend dargelegt kann im vorliegenden Fall keine Abänderung der 

Verfügung vom 16. September 2008 unter den Rückkommenstiteln der 

Wiedererwägung oder der prozessualen Revision erfolgen. Die Ausrichtung von 

Versicherungsleistungen für das Unfallereignis vom 17. Januar 2008 über den 

Zeitpunkt der Leistungseinstellung (16. September 2008) hinaus entfällt damit. Eine 

erneute Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin könnte indessen auch durch einen 

Rückfall ausgelöst werden. So gilt es nachfolgend zu klären, wie mit der 

Rückfallmeldung vom 26. August (Suva-act. 53) bzw. 28. September 2009 (Suva-act. 

56) zu verfahren ist (vgl. Erwägung 2.1), zumal die Rechtsvertreterin der 

Beschwerdeführerin auch in der Einsprache vom 24. März 2010 (Suva-act. 70) sowie in 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/21

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den Eingaben des Beschwerdeverfahrens wiederholt hat, dass sie das Nichteintreten 

auf die Rückfallmeldung als unzulässig erachte.

5.2    Das Rückfallverfahren umfasst zunächst die Eintretensprüfung und 

gegebenenfalls nachfolgend eine neue materiell-rechtliche Entscheidung in der Sache. 

Wird von der versicherten Person eine Rückfallmeldung eingereicht, ist zunächst das 

Verwaltungsverfahren zu eröffnen und in Analogie zu Art. 87 Abs. 4 der Verordnung 

über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) zu prüfen, ob ein 

Gesundheitsschaden glaubhaft gemacht worden sei. Anschliessend erfolgt die 

eigentliche Prüfung der Unfallkausalität. Prüft ein Versicherungsträger die 

Unfallkausalität, muss er verfahrenslogisch vorab auf die Neuanmeldung eingetreten 

sein.

5.3    Aus dem Schreiben der Suva vom 28. August 2009 ergibt sich nicht eindeutig, ob 

diese auf die Neuanmeldung vom 26. August 2009 eingetreten ist und sich auch zur 

materiell-rechtlichen Kausalitätsfrage geäussert hat. Sie hat vorerst dargelegt, unter 

welchen materiell-rechtlichen Voraussetzungen der Unfallversicherer für einen 

Gesundheitsschaden haftet - nämlich bei Vorliegen einer überwiegend 

wahrscheinlichen Kausalität - und hat dann den neu eingereichten Krankenhausbericht 

von I.___ geprüft. Letztlich ist sie jedoch zum Schluss gekommen, dass damit keine 

neuen Erkenntnisse vorlägen. Die Verneinung der Leistungspflicht ist dann aber auch 

noch mit dem Verweis auf die Rechtskraft der Verfügung vom 16. September 2008 

erfolgt. Letztlich kann jedoch die Frage, wie das fragliche Schreiben der 

Beschwerdegegnerin zu verstehen ist, offen bleiben. Entscheidend ist, dass die 

Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin in ihrem Schreiben vom 28. September 2009 

ausdrücklich auf die Rückfallmeldung vom 26. August 2009 Bezug nimmt, dabei auf die 

Formwidrigkeit des Schreibens vom 28. August 2009 hinweist und im Sinn von Art. 51 

Abs. 2 ATSG den Erlass einer ("Nichteintretens-")Verfügung verlangt. Ihre weiteren 

Ausführungen betreffend die seit der letzten Beurteilung im September 2008 

aufgetretenen gesundheitlichen Verschlechterungen sowie der Hinweis, dass die 

Ursache der Beschwerden in einer posttraumatischen Neuropathie ulnar links beruhe, 

sprechen ohne Weiteres für die Absicht einer Rückfall- bzw. Neuanmeldung. Diese hat 

sie im Schreiben vom 18. November 2009 (Suva-act. 61) bestätigt, in dem sie 

bezugnehmend auf die beigelegten ärztlichen Berichte (Suva-act. 58, 61/1, 61/2) 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/21

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geltend gemacht hat, dass die Beschwerdeführerin nach wie vor unter erheblichen, 

unfallbedingten Beschwerden - konkret unter einem Morbus Sudeck - leide und dass 

sie die Voraussetzungen eines Rückfalls als gegeben erachte.

5.4    Wie dargelegt unterbreitete die Beschwerdegegnerin die Akten im Anschluss an 

den in den Erwägungen 2.1 und 5.3 geschilderten Verfahrensablauf ihrer Abteilung 

Versicherungsmedizin mit der rückfallspezifischen Frage vor, ob neue Befunde 

vorlägen, die mindestens wahrscheinlich im Zusammenhang mit dem Unfall vom 15. 

(recte: 17.) Januar 2008 stünden, wenn ja, um welche Befunde es sich handle. Weil die 

Beurteilung der natürlichen Kausalität Sache des Arztes oder der Ärztin ist (vgl. dazu 

die Erwägung 1.1), ist damit von der Beschwerdegegnerin materiell-rechtlich ein 

Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin betreffend Rückfallkausalität geprüft 

worden. Entsprechend hält die SUVA in der Beschwerdeantwort vom 11. Oktober 2010 

denn auch fest, die ärztliche Beurteilung der Dres. L.___ und M.___ vom 18. Februar 

2010 (Suva-act. 68) sei lediglich zur Klärung der Frage erfolgt, ob ein von der 

Beschwerdeführerin behaupteter Rückfall zum Unfall vom 17. Januar 2008 vorliege. Die 

Ausführungen dieser beiden Ärzte beantworten denn auch ohne Weiteres die Fragen, 

die sich ein Arzt im Zusammenhang mit einer Rückfallkausalität stellt. Überprüft wurden 

die vorliegenden medizinischen Akten dahingehend, ob sie mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit eine Rückfallkausalität belegten. Im Rahmen der 

Kausalitätsbeurteilung nachfolgend auftretender Gesundheitsschäden bilden die bei 

einem Unfall ursprünglich erlittenen Verletzungen den massgebenden Ausgangspunkt. 

Entsprechend führten die Ärzte der Abteilung Versicherungsmedizin aus, die Kontusion 

des linken Handgelenks und des linken Vorderarms vom 15. (recte: 17) Januar 2008 

habe zu keiner objektivierbaren strukturellen Verletzung geführt. In der Folge setzten 

sie sich mit der für die Rückfallkausalität zentralen Frage auseinander, ob das im 

Rückfall diagnostizierte neurogene Schmerzsyndrom (Bericht von Dr. J.___ vom 27. 

Oktober 2008) bzw. das von Dr. K.___ diagnostizierte CRPS der linken Hand (Bericht 

vom 3. November 2009) als neuer Befund gewertet werden müsse, der zumindest 

wahrscheinlich ursächlich auf den Unfall vom 15. (recte: 17.) Januar 2008 

zurückzuführen sei. Als "Fazit" hielten sie fest, dass "im Rückfall" keine anderen 

Beschwerden geschildert und keine anderen klinischen Befunde erhoben worden seien 

als im Grundfall. Diese seien lediglich in diagnostischer Hinsicht anders gedeutet 

worden. Dabei müsse die diagnostische Validität eines CRPS hinterfragt werden, 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/21

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welches zwar bereits im Grundfall erwogen worden sei, aber nicht habe bestätigt 

werden können. Auf neurologischem Gebiet hätten weder im Grundfall noch nach der 

Rückfallmeldung Hinweise für unfallbedingte Schädigungen des peripheren 

Nervensystems der Beschwerdeführerin vorgelegen.

5.5    Mit der Einholung einer ärztlichen Beurteilung bei der Abteilung 

Versicherungsmedizin hat die Beschwerdegegnerin indirekt eingeräumt, dass der 

Schadenfall materiell-rechtlich durch einen Arzt abgeklärt bzw. die natürliche Kausalität 

zwischen dem geltend gemachten Gesundheitsschaden und dem Unfallereignis hat 

geprüft werden müssen. Auch wenn nicht abschliessend beurteilt werden kann, ob das 

Schreiben der Beschwerdegegnerin vom 28. August 2009 (Suva-act. 53) als Eintreten 

auf die Rückfallmeldung zu betrachten ist, muss doch die Einholung einer Beurteilung 

durch die Ärzte der Abteilung Versicherungsmedizin so gewertet werden. Mit der 

Einholung der Beurteilung hat sogar eine materiell-rechtliche Prüfung des Rückfalls 

stattgefunden. Die Beschwerdegegnerin hat darüber aber letztlich nicht verfügt. Dieses 

Verhalten muss (weitgehend analog einer Rechtsverweigerungsbeschwerde) als 

rechtswidrig bezeichnet werden. Daran ändert auch der Umstand nichts, dass sich die 

Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin in ihrer Einsprache gegen die Verfügung vom 

24. Februar 2010 ebenfalls von der Kausalitätsfrage bezüglich Rückfallmeldung 

abkehrte und den Antrag stellte, die Verfügung sei aufzuheben und es sei festzustellen, 

dass von Seiten der Beschwerdegegnerin auf die Sache wiedererwägungsweise 

eingetreten worden sei, und es sei über den Leistungsanspruch nach ergänzenden 

Abklärungen materiell zu entscheiden (Suva-act. 70).

6.      

6.1    Unter den gegebenen Umständen ist der angefochtene Einspracheentscheid 

insofern zu bestätigen, als darin ein Rückkommen auf die Verfügung vom 16. 

September 2008 unter den Rückkommenstiteln der Wiedererwägung und prozessualen 

Revision abgelehnt wird. Hingegen ist die Sache zur Verfügung über die 

Rückfallmeldung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

6.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Hingegen hat die 

obsiegende Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Parteientschädigung für die Kosten 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 21/21

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der Vertretung und Prozessführung (Art. 61 lit. g ATSG). Hierbei ist zu berücksichtigen, 

dass die Beschwerdeführerin nicht vollumfänglich obsiegt hat. Entsprechend 

rechtfertigt sich, die Entschädigung - ausgehend von einer wie in vergleichbaren 

Verfahren üblichen Pauschale von Fr. 3'500.-- (einschliesslich Barauslagen und 

Mehrwertsteuer) - auf Fr. 1'500.-- festzulegen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird insoweit abgewiesen, als damit ein Rückkommen auf die 

Verfügung vom 16. September 2008 unter den Rückkommenstiteln der 

Wiedererwägung und prozessualen Revision verlangt wird.

2.       Zur Verfügung über die Rückfallmeldung wird die Sache an die 

Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

3.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

4.       Die Beschwerdegegnerin hat die Beschwerdeführerin mit Fr. 1'500.-- zu 

entschädigen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 17.08.2011
	Art. 53 Abs. 1 und 2 ATSG: Verneinung eines Rückkommens auf die ursprüngliche Verfügung unter den Rückkommenstiteln Wiedererwägung und prozessuale Revision. Art. 11 UVV: Rückweisung der Sache an die Beschwerdegegenerin zur Verfügung über die Rückfallmeldung/Neuanmeldung (Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 17. August 2011, UV 2010/67).

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