# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a4c10713-fa1d-5bfb-a9c5-4568f5cf699e
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-03-25
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 25.03.2009 BB.2009.22
**Docket/Reference:** BB.2009.22
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_BB-2009-22_2009-03-25

## Full Text

Erläuterung (Art. 31 Abs. 1 SGG i.V.m. Art. 129 Abs. 1 BGG);;Erläuterung (Art. 31 Abs. 1 SGG i.V.m. Art. 129 Abs. 1 BGG);;Erläuterung (Art. 31 Abs. 1 SGG i.V.m. Art. 129 Abs. 1 BGG);;Erläuterung (Art. 31 Abs. 1 SGG i.V.m. Art. 129 Abs. 1 BGG)

Entscheid vom 25. März 2009  
I. Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Emanuel Hochstrasser, Vorsitz, 
Tito Ponti und Alex Staub, 
Gerichtsschreiber Stefan Graf 

   
 
Parteien 

  
BUNDESANWALTSCHAFT, 
 

Gesuchstellerin 
 

 gegen 
   

1. A., vertreten durch Rechtsanwalt Marcel Boson-
net, 

 
2. B., vertreten durch Rechtsanwalt Adrian Blättler, 
 

Gesuchsgegner 
 

Gegenstand  Erläuterung 
(Art. 31 Abs. 1 SGG i.V.m. Art. 129 Abs. 1 BGG) 

 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

Geschäftsnummer:  BB.2009.22 
 
 
 

 

 

- 2 - 

 

 

 
Die I. Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 

 
- sie mit Entscheiden vom 13. März 2009 zwei Entsiegelungsgesuche der 

Gesuchstellerin gutgeheissen hat und diese ermächtigte, die am 20. Januar 
2009 versiegelten Unterlagen und elektronischen Datenträger der jeweili-
gen Gesuchsgegnerschaft zu entsiegeln und zu durchsuchen (TPF 
BE.2009.3 und BE.2009.4 jeweils vom 13. März 2009); 

 
- sie in der Begründung ihrer Entscheide u. a. festhielt, dass es an der Ge-

suchstellerin sein werde, nach erfolgter Durchsuchung mittels beschwerde-
fähiger Verfügung zu entscheiden, welche Papiere und Datenträger sie be-
schlagnahmeweise zu den Akten nehmen wolle (mit Hinweis auf TPF 
BE.2008.2 vom 18. Februar 2008); 

 
- die Gesuchstellerin mit Eingabe vom 17. März 2009 an die I. Beschwerde-

kammer gelangte, hierbei auf die bereits erfolgten Hausdurchsuchungs- 
und Beschlagnahmebefehle vom 20. Januar 2009 hinwies und diesbezüg-
lich um Erläuterung ersuchte, wie die oben erwähnte Erwägung betreffend 
Erlass einer Beschlagnahmeverfügung nach erfolgter Durchsuchung zu 
verstehen sei (act. 1); 

 
- für die Revision, Erläuterung und Berichtigung von Entscheiden der I. Be-

schwerdekammer die Art. 121 – 129 BGG sinngemäss gelten (Art. 31 
Abs. 1 SGG); 

 
- die I. Beschwerdekammer auf schriftliches Gesuch einer Partei oder von 

Amtes wegen die Erläuterung oder Berichtigung vornimmt, wenn das 
Dispositiv eines ihrer Entscheide unklar, unvollständig oder zweideutig ist, 
seine Bestimmungen untereinander oder mit der Begründung im Wider-
spruch stehen oder es Redaktions- oder Rechnungsfehler enthält (Art. 31 
Abs. 1 SGG i.V.m. Art. 129 Abs. 1 BGG); 

 
- die Gesuchstellerin demgegenüber die Erläuterung von zwei Erwägungen 

verlangt und geltend macht, dass auch Erwägungen einer Erläuterung zu-
gänglich seien, wenn sich wie vorliegend, erst aus den Erwägungen die 
Tragweite des Dispositivs ergebe (mit Hinweis auf VOCK in Spühler/Dolge/ 
Vock, Bundesgerichtsgesetz Kurzkommentar, Zürich 2006, Art. 129 BGG 
N. 2); 

 

- 3 - 

 

 

- vorliegend nicht gesagt werden kann, dass sich erst aus den genannten 
Erwägungen die Tragweite des Dispositivs ergibt und sich damit die Erläu-
terung im konkreten Fall als unzulässig erweist; 

 
- immerhin angefügt werden kann, dass die Rechtsprechung der 

I. Beschwerdekammer zu dem von der Gesuchstellerin angesprochenen 
Verhältnis zwischen Hausdurchsuchung, Sicherstellung von Papieren, de-
ren Durchsuchung und anschliessend allenfalls erfolgender Beschlagnah-
me beispielsweise in TPF 2006 307 E. 1.2 und 2.1 konsultiert werden kann; 

 
- sich gestützt darauf die vorliegend auf Seiten der Gesuchstellerin beste-

hende Unklarheit ausräumen lässt; 
 

- keine Gerichtskosten zu erheben sind (Art. 66 Abs. 4 BGG); 

- 4 - 

 

 

und erkennt: 
 
1. Auf das Gesuch um Erläuterung ist nicht einzutreten. 
 
2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben. 

 
 

Bellinzona, 25. März 2009 
 
Im Namen der I. Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zustellung an 
 
- Bundesanwaltschaft 
- Rechtsanwalt Marcel Bosonnet 
- Rechtsanwalt Adrian Blättler 
 
 
 
 
Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.