# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 80f0c466-ef54-5d9b-93e3-b16bca6864d3
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-06-04
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 04.06.2021 C-2493/2020
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2493-2020_2021-06-04.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-2493/2020 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  4 .  J u n i  2 0 2 1  

Besetzung 
 Richter Beat Weber (Vorsitz), 

Richter Michael Peterli,  

Richterin Viktoria Helfenstein,    

Gerichtsschreiberin Yvette Märki. 
 

 
 

Parteien 
 A._______,  

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 
 

Stiftung Antidoping Schweiz, Eigerstrasse 60, 3007 Bern,    

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Einziehung und Vernichtung von Dopingmitteln; Verfügung 

der Stiftung Antidoping Schweiz vom 22. April 2020. 

 

 

 

C-2493/2020 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Mit Meldung vom 29. November 2019 zeigte die Eidgenössische Zoll-

verwaltung (nachfolgend: EZV) der Stiftung Antidoping Schweiz (nachfol-

gend: Antidoping Schweiz oder Vorinstanz) an, das Zollinspektorat Genf-

Flughafen habe im Rahmen einer Postkontrolle eine Sendung mit 12 Am-

pullen Somatotropin (nachfolgend: Wachstumshormon oder HGH) à 4 mg, 

12 Ampullen Saline (B-12) sowie 270 Kapseln Melatonin à 3 mg zurückge-

halten, welche an A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) adres-

siert sei. Mit der gleichen Meldung überwies die EZV die Angelegenheit zur 

Überprüfung und allfälligen Einleitung der erforderlichen Massnahmen an 

die Vorinstanz (Akten im Beschwerdeverfahren [nachfolgend: B-act.] 7 Bei-

lage 1).     

A.b Mit Vorbescheid vom 23. Januar 2020 informierte die Vorinstanz die 

Beschwerdeführerin, unter Einräumung der Gelegenheit zur Stellung-

nahme, über die Zurückhaltung der Wachstumshormone ("Produkt: 

12 Stechampullen mit Pulver 4MG, HGH / dry"), deren unzulässige Einfuhr 

sowie die dabei anfallende Gebühr in Höhe von Fr. 400.– für die Einzie-

hung und Vernichtung (B-act. 7 Beilage 2).  

A.c Mit Mail vom 1. Februar 2020 ersuchte die Beschwerdeführerin um 

Freigabe und rasche Zustellung der Sendung, da sie krankheitshalber auf 

die Wachstumshormone angewiesen sei. Gleichzeitig bekundete sie ihr 

Nichteinverständnis mit dem Vorbescheid und begründete dies damit, dass 

die Wachstumshormone für den Eigengebrauch bestimmt seien und einem 

medizinisch legitimierten Zweck dienten (B-act. 7 Beilage 3). Dabei ver-

wies sie unter anderem auf die entsprechende ärztliche Bestätigung von 

B._______, M.D., D._______, E._______, vom 27. Januar 2020 (B-act. 1 

Beilagen 4-8 und B-act. 7 Beilage 3 S. 2 ff.).  

A.d Mit Verfügung vom 22. April 2020 ordnete die Vorinstanz die Einzie-

hung und Vernichtung der zurückgehaltenen Inhalte an und auferlegte der 

Beschwerdeführerin eine Gebühr in der Höhe von Fr. 400.–. Zur Begrün-

dung führte sie an, es fehle ein aktuelles, vor dem Import ausgestelltes 

Arztrezept, weshalb nicht von einem medizinisch legitimierten Zweck aus-

gegangen werden könne (B-act. 7 Beilage 5). 

  

C-2493/2020 

Seite 3 

B.  

B.a Hiergegen erhob die Beschwerdeführerin beim Bundesverwaltungsge-

richt mit Eingabe vom 12. Mai 2020 Beschwerde und beantragte sinnge-

mäss die Aufhebung der Verfügung vom 22. April 2020. Sie machte die 

unrichtige und unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachver-

haltes, Unangemessenheit sowie die Verletzung von Bundesrecht ein-

schliesslich der Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens geltend 

(B-act. 1). Zur Begründung führte sie aus, sie habe die Wachstumshor-

mone zum Eigengebrauch und gestützt auf ein Rezept bestellt, wobei un-

abhängig vom Ausstellungsdatum des Rezeptes ein medizinisch legitimier-

ter Zweck vorliegen würde (B-act. 1 Beilage 1).  

B.b Der mit Zwischenverfügung vom 20. Mai 2020 (B-act. 3) eingeforderte 

Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 800.– ging am 3. Juni 2020 bei der 

Gerichtskasse ein (B-act. 9). 

B.c Mit Vernehmlassung vom 23. Juli 2020 beantragte die Vorinstanz, die 

Beschwerde sei abzuweisen und die Verfügung vom 22. April 2020 zu be-

stätigen, unter Kostenfolge zulasten der Beschwerdeführerin (B-act. 13). 

Zur Begründung brachte sie vor, es sei kein aktuelles, vor dem Import aus-

gestelltes Rezept von einem in der Schweiz zugelassenen und hiesig täti-

gen Arzt eingereicht worden. Dazu erläuterte die Vorinstanz ihre Praxis zu 

den Ausnahmefällen bei Vorliegen eines medizinisch berechtigten Zwecks 

(B-act. 13 Rz. 18 ff.).  

B.d Mit Replik vom 4. September 2020 hielt die Beschwerdeführerin an ih-

ren Anträgen fest und führte nunmehr aus, der Zweck der Antidoping Stif-

tung sei die Bekämpfung von Doping im Sport und nicht die Verfolgung 

einer 90-jährigen Pensionärin. Zudem hielt sie an ihrer Begründung fest, 

wonach sie über ein Dauerrezept verfüge und ein medizinisch legitimierter 

Zweck vorliege (B-act. 15).  

B.e Mit Zwischenverfügung vom 9. September 2020 brachte das Gericht 

die Replik der Vorinstanz zur Kenntnis und schloss den Schriftenwechsel 

ab (B-act. 16).  

C. Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten 

wird, soweit entscheidrelevant, im Rahmen der nachfolgenden Erwägun-

gen eingegangen. 

  

C-2493/2020 

Seite 4 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich im We-

sentlichen nach dem VwVG und dem VGG.  

1.2 Die Zuständigkeit zur Beurteilung der vorliegenden Streitsache richtet 

sich nach Art. 31 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun-

desverwaltungsgericht (Verwaltungsgerichtsgesetz, VGG, SR 173.32). 

Danach beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Ver-

fügungen der Instanzen oder Organisationen ausserhalb der Bundesver-

waltung, die in Erfüllung der ihnen übertragenen öffentlich-rechtlichen Auf-

gaben des Bundes verfügen (Art. 33 Bst. h VGG). Da die Stiftung Antido-

ping Schweiz eine solche Organisation darstellt (vgl. Art. 19 Abs. 2 und 20 

des Bundesgesetzes über die Förderung von Sport und Bewegung vom 

17. Juni 2011 [SpoFöG; SR 415.0] und Art. 73 Abs. 1 und 2 der Verordnung 

über die Förderung von Sport und Bewegung vom 23. Mai 2012 [Sportför-

derungsverordnung, SpoFöV; SR 415.01]), die angefochtene Anordnung 

ohne Zweifel als Verfügung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 des Bundesgesetzes 

über das Verwaltungsverfahren (Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG, 

SR 172.021) zu qualifizieren ist und zudem keine Ausnahme gemäss 

Art. 32 VGG vorliegt, ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung der 

vorliegenden Beschwerde zuständig.  

1.3 Die Beschwerdeführerin hat als Adressatin der angefochtenen Verfü-

gung vom 22. April 2020 am vorinstanzlichen Verfahren als Partei teilge-

nommen, ist durch diesen Entscheid besonders berührt und hat an dessen 

Aufhebung oder Änderung ein schutzwürdiges Interesse (Art. 48 Abs. 1 

VwVG). Nachdem auch der Verfahrenskostenvorschuss innert der aufer-

legten Frist geleistet wurde, ist auf die frist- und formgerecht eingereichte 

Beschwerde (vgl. Art. 22a in Verbindung mit Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 

Abs. 1 sowie Art. 63 Abs. 4 VwVG) einzutreten.  

2.  

2.1 Die Beschwerdeführerin kann im Rahmen des Beschwerdeverfahrens 

die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Missbrauchs oder 

der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige 

Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie die Unangemes-

senheit des Entscheids rügen (Art. 49 VwVG).  

C-2493/2020 

Seite 5 

2.2 Das Bundesverwaltungsgericht ist gemäss dem Grundsatz der Rechts-

anwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der Begehren der 

Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG).  

2.3 Nach den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln sind in verfah-

rensrechtlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, welche im 

Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 130 V 1 

E. 3.2), unter Vorbehalt spezialgesetzlicher Übergangsbestimmungen. In 

materiell-rechtlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze 

massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Sach-

verhalts Geltung haben (BGE 130 V 329 und 130 V 445).   

2.4 Vorliegend wurden die in Frage stehenden Wachstumshormone seit 

dem 29. November 2019 von der Eidgenössischen Zollverwaltung zurück-

gehalten und die Vorinstanz hat am 22. April 2020 darüber verfügt. In ma-

teriell-rechtlicher Hinsicht sind die Bestimmungen des SpoFöG und der 

SpoFöV in derjenigen Fassung anwendbar, die bis zum Zeitpunkt des Er-

lasses der angefochtenen Verfügung vom 22. April 2020 bzw. des zu 

Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Kraft gewesen sind (vgl. BGE 129 

V 1 E. 1.2 mit Hinweisen), das heisst die Bestimmungen des SpoFöG in 

der Fassung vom 1. Januar 2019, die SpoFöV in der Fassung vom 1. Ja-

nuar 2019, die Verordnung des VBS über die Gebühren des Bundesamts 

für Sport vom 15. November 2017 in der Fassung vom 1. Januar 2018 

(GebV-BASPO, SR 415.013) und die Allgemeine Gebührenverordnung 

vom 8. September 2004 in der Fassung vom 1. Januar 2013 (AllgGebV, 

SR 172.041.1). 

3.  

3.1 Strittig und vorliegend zu prüfen ist, ob die Vorinstanz zu Recht die Ein-

ziehung und Vernichtung des Inhalts der zurückgehaltenen Sendung ver-

fügt hat.   

3.2 Nach Art. 19 Abs. 2 SpoFöG kann der Bundesrat die Kompetenz,  

Massnahmen gegen Doping zu ergreifen, ganz oder teilweise an eine na-

tionale Agentur zur Bekämpfung von Doping übertragen. Diese erlässt die 

erforderlichen Verfügungen. Dieser Kompetenzeinräumung ist der Bundes-

rat mit der Schaffung der Nationalen Agentur zur Bekämpfung von Doping, 

Antidoping Schweiz (Vorinstanz), nachgekommen (vgl. Art. 73 SpoFöV). 

Die Vorinstanz ist beauftragt worden, Massnahmen gegen Doping durch 

Ausbildung, Beratung, Dokumentation, Forschung und Information sowie 

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Seite 6 

die Massnahmen nach Art. 20 Abs. 3 SpoFöG zu ergreifen (Art. 73 Abs. 2 

SpoFöV). 

3.3 Gemäss Art. 20 SpoFöG arbeiten die Verwaltungseinheiten des Bun-

des, das Schweizerische Heilmittelinstitut, die zuständigen kantonalen 

Stellen sowie die nach Art. 19 für Massnahmen gegen Doping zuständige 

Stelle zusammen, um die Verfügbarkeit von Dopingmitteln und -methoden 

einzuschränken (Abs. 1). Die Zollverwaltung ist berechtigt, bei Verdacht ei-

ner Zuwiderhandlung gegen dieses Gesetz Dopingmittel an der Grenze o-

der in Zolllagern zurückzuhalten und die nach Art. 19 für Massnahmen ge-

gen Doping zuständige Stelle beizuziehen. Diese nimmt die weiteren Ab-

klärungen vor und trifft die erforderlichen Massnahmen (Abs. 3). Die nach 

Art. 19 für Massnahmen gegen Doping zuständige Stelle kann unabhängig 

von einem allfälligen Strafverfahren die Einziehung und Vernichtung von 

Dopingmitteln oder von Gegenständen, die der unmittelbaren Entwicklung 

und Anwendung von Dopingmethoden dienen, verfügen (Abs. 4).  

3.4 Gemäss Art. 19 Abs. 3 SpoFöG legt der Bundesrat in der Verordnung 

die Mittel und die Methoden fest, deren Verwendung oder Anwendung 

strafbar sind. Wer zu Dopingzwecken Mittel nach Artikel 19 Absatz 3 her-

stellt, erwirbt, einführt, ausführt, durchführt, vermittelt, vertreibt, ver-

schreibt, in Verkehr bringt, abgibt oder besitzt oder Methoden nach Arti-

kel 19 Absatz 3 bei Dritten anwendet, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei 

Jahren oder Geldstrafe bestraft (Art. 22 Abs. 1 SpoFöG). Soweit Herstel-

lung, Erwerb, Einfuhr, Ausfuhr, Durchfuhr oder Besitz ausschliesslich zum 

Zweck des eigenen Konsums erfolgen, bleibt die Täterin oder der Täter 

allerdings straflos (vgl. Art. 22 Abs. 4 SpoFöG). 

3.5 Verbotene Dopingmittel im Sinne von Art. 19 Abs. 3 SpoFöG sind ge-

mäss Art. 74 Abs. 1 SpoFöV: a) die im Anhang aufgeführten Stoffe; b) de-

ren Salze, Ester, Ether und optische Isomere; c) die Salze, Ester und Ether 

der optischen Isomere; und d) Präparate, die diese Stoffe enthalten. Die 

verbotenen Stoffe sind im Anhang zur SpoFöV in Ziffer I aufgelistet. Dazu 

gehören unter anderem Anabolika, Erythropoiese stimulierende Substan-

zen, Wachstumshormone, insulinähnliche Wachstumsfaktoren und andere 

Wachstumsfaktoren.  

4.  

4.1 Vorliegend hat die EZV eine verdächtige Sendung mit 12 Ampullen 

Wachstumshormonen (HGH, Somatotropin) à 4 mg, gestützt auf Art. 20 

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Seite 7 

Abs. 3 SpoFöG zurückgehalten und an die Vorinstanz zur weiteren Abklä-

rung weitergeleitet. Die Vorinstanz kann die erforderlichen Massnahmen, 

wie hier die Einziehung und Vernichtung nach Art. 20 Abs. 4 SpoFöG, ver-

fügen (s. E. 3.3 hiervor). 

4.2 In der fraglichen Sendung wurden Wachstumshormone (HGH, Soma-

totropin) gefunden, die unter den verbotenen Mitteln in Ziffer I.4 des An-

hangs SpoFöV aufgeführt werden (vgl. Art. 74 Abs. 1 SpoFöV). Damit sind 

die eingeführten Wachstumshormone Substanzen, die gemäss Art. 74 

Abs. 1 SpoFöV unter die aufgezählten Dopingmittel fallen (s. E. 3.5 hier-

vor). Der geltend gemachte Eigengebrauch ist für die verwaltungsrechtli-

chen Massnahmen nicht von Relevanz (s. E. 3.4 hiervor). Diesbezüglich 

nimmt Art. 22 Abs. 4 SpoFöG dahingehend eine Differenzierung vor, dass 

der Erwerb und die Einfuhr zum Zweck des eigenen Konsums straflos blei-

ben.  

4.3  

4.3.1 Die Beschwerdeführerin bringt replikweise vor, die Vorinstanz bezwe-

cke in erster Linie die Bekämpfung von Doping im Sport und nicht die Ver-

folgung einer Pensionärin (B-act. 15, B-act. 15 Beilage 6). 

4.3.2 Hierzu ist festzuhalten, dass kein strafrechtliches Verfahren eingelei-

tet wurde, zumal der (hier unstreitige) Eigenkonsum straflos bleibt (s. E. 4.2 

hiervor). Allerdings zielt das SpoFöG auf die Einschränkung der Verfügbar-

keit von Dopingmitteln ab, indem unabhängig von einem allfälligen Straf-

verfahren die Einziehung und Vernichtung von Dopingmittel als verwal-

tungsrechtliche Massnahmen gegen Doping in Art. 20 Abs. 4 SpoFöG vor-

gesehen ist. Gemäss Botschaft des Bundesrates sollen Bund und Vo-

rinstanz Massnahmen gegen den Handel von Dopingmitteln ergreifen 

(vgl. Botschaft des Bundesrates vom 11. November 2009 zum Sportförd-

erungsgesetz und zum Bundesgesetz über die Informationssysteme des 

Bundes im Bereich Sport [BBl 2009 8189 S. 8220 ff., nachfolgend: Bot-

schaft SpoFöG 2009]). Nach Auffassung des Bundesverwaltungsgerichts 

verbietet der Gesetzgeber damit bereits die Einfuhr von Mitteln, die zu Do-

ping dienen könnten, ohne dabei an eine Sportlereigenschaft anzuknüpfen 

(vgl. BVGE 2015/46 E. 3.4; Urteil des BVGer C-1351/2013 vom 19. Feb-

ruar 2015 E. 10).  

C-2493/2020 

Seite 8 

4.3.3 Damit fällt der Erwerb von Wachstumshormonen inkl. deren Import in 

die Schweiz unabhängig von einer sportlichen Betätigung der Beschwer-

deführerin unter die vom SpoFöG untersagte Einfuhr. Dieses Importverbot 

sowie die verfügten Massnahmen, die Einziehung und Vernichtung, be-

zwecken die Dopingbekämpfung. Im Unterschied zum Strafverfahren, wel-

ches einen Vorsatz in Bezug auf den Dopingzweck verlangt, was sich aus 

dem Begriff "zu Dopingzwecken" ergibt (vgl. Botschaft SpoFöG 2009, 

8240) ist im Verwaltungsverfahren bereits der Erwerb inkl. der Import ohne 

Dopingabsicht untersagt.  

4.4 Die Beschwerdeführerin stellt sich im Weiteren auf den Standpunkt, es 

liege gestützt auf einen medizinisch legitimierten Zweck eine Ausnahme 

zum Importverbot von Dopingmitteln vor. 

4.4.1 Der Botschaft SpoFöG 2009 ist zu entnehmen, dass der Bund mit 

seinem Beitritt zu internationalen Übereinkommen unter anderem Mass-

nahmen zur Einschränkung der Verfügbarkeit von verbotenen Substanzen 

und Methoden ergreifen muss, mit Ausnahme bei Vorliegen eines legitimen 

medizinischen Zweckes (vgl. Botschaft SpoFöG 2009, 8220). Art. 20 

Abs. 4 SpoFöG wiederum ermächtigt die Vorinstanz im Sinne einer Kann-

Bestimmung, die Einziehung und Vernichtung von Dopingmitteln als Mass-

nahme zur Dopingbekämpfung zu verfügen. Daraus folgt, dass die Vor-

instanz beim Vorliegen legitimer medizinischer Zwecke von einer Einzie-

hung und Vernichtung absehen kann. Gemäss Internetseite der Vorinstanz 

könne ein medizinisch berechtigter Zweck die Freigabe verbotener Pro-

dukte im Sinne eines Ausnahmefalles allenfalls erlauben. Dazu müssten 

innert vorgeschriebener Frist ein Auszug des medizinischen Dossiers 

und/oder ein gültiges Schweizer Arztrezept (Ausstellungsdatum vor dem 

Import) sowie ein schriftlicher Antrag um Freigabe eingereicht werden (vgl. 

"Ausnahmefälle", < https://www.antidoping.ch/recht/importverbot >, abge-

rufen am 9.4.2021).   

4.4.2 Vorliegend beruft sich die Beschwerdeführerin auf das Vorliegen ei-

nes legitimen medizinischen Zweckes und legt beschwerdeweise eine ärzt-

liche Bestätigung von B._______, M.D., D._______, E._______, vom 

27. Januar 2020 für das besagte Wachstumshormon und ein ärztliches Re-

zept von C._______, M.D., D._______, E._______, vom 30. Januar 2013 

(B-act. 1 Beilagen 5 und 8) sowie die Berichte vom 30. Januar 2013 (un-

vollständig), 7. Februar 2013 und 9. März 2015 (ebenfalls unvollständig) 

(B-act. 1 Beilagen 4, 6 und 7) ins Recht. Replikweise reicht sie zudem wis-

senschaftliche Artikel von B._______, M.D., ein, welche die Lebensqualität 

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Seite 9 

unter Einnahme von Hormonen aufzeigen sollen (B-act. 15 Beilage 1). Sie 

führte zudem aus, dass sie seit 2002 ein Dauerrezept habe und 

B._______, M.D., der ihr die Wachstumshormone verschrieben habe, auf 

dem Gebiet des Anti-Agings eine Autorität sei (B-act. 15).  

4.4.3 Im vorliegenden Fall wurde zwar eine ärztliche Bestätigung (vom 

27.1.2020) eingereicht, diese ist jedoch erst nach der Meldung der EZV am 

29. November 2019 ausgestellt worden. Die Vorinstanz bringt vernehm-

lassungsweise dazu vor, praxisgemäss würde sie eingezogene Doping-

mittel freigeben, wenn ein legitimer medizinscher Grund vorliege. Dafür sei 

ein medizinisches Dossier bzw. ein Arztzeugnis eines in der Schweiz zu-

gelassenen und tätigen Arztes einzureichen. Darüber hinaus müsse der 

Sachverhalt plausibel erscheinen, wobei für die Bewertung der Plausibilität 

das Heilmittelgesetz vom 15. Dezember 2000 (HMG, SR 812.21) und die 

Arzneimittelverordnung vom 17. Oktober 2001 (VAM, SR 812.212.21) her-

anzuziehen seien (B-act. 13 Rz. 18).  

4.4.4 Das Bundesverwaltungsgericht hat sich bereits früher mit der Aus-

nahme zum Importverbot auseinandergesetzt, wobei es im Urteil C-

1351/2013 vom 19. Februar 2015 in Erwägung 8.6 die Frage mangels Vor-

liegens einer ärztlichen Verschreibung offenliess und im Urteil C-864/2018 

vom 16. Oktober 2020 in den Erwägungen 6.6. und 9.3 erwogen hat, dass 

die Voraussetzungen nicht erfüllt seien, zumal das Arztrezept verspätet 

eingereicht worden sei und das medizinische Dossier fehle.  

4.4.5 Der Vorinstanz ist beizupflichten, dass im vorliegenden Fall kein ak-

tuelles, vor dem Import ausgestelltes Rezept eingereicht wurde. Die Bestä-

tigung vom 27. Januar 2020 wurde nach dem Import ausgestellt und ist 

deshalb als nachträglicher Legitimierungsversuch einer grundsätzlich un-

zulässigen Handlung (vgl. E. 4.3) zu werten. Die vorinstanzliche Praxis, vor 

dem Import ein entsprechendes Zeugnis zu verlangen, erweist sich auch 

insofern als angemessen, als damit eine bessere Kontrolle durch die Zoll-

behörden und durch die Vorinstanz möglich ist. Wäre die nachträgliche Ein-

reichung zuzulassen, schwächte sich die Kenntnisnahme durch die Behör-

den auf die durch den Zoll stichprobeweise erhobenen Fälle ab, was die 

Marktüberwachung erheblich erschwert. 

4.4.6 Zum "medizinischen Dossier" ist festzuhalten, dass der Arztbericht 

vom 30. Januar 2013, der auf Laboruntersuchungen vom 17. Dezember 

2012 abstützt, keine Hinweise auf eine krankheitsbedingte Behandlung mit 

Wachstumshormonen enthält; dem gleichentags ausgestellten Rezept ist 

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Seite 10 

jedoch u.a. eine Verschreibung von 0.2 mg Genotropin pro Tag zu entneh-

men. Diesbezüglich enthält die Fachinformation den Hinweis, dass Genot-

ropin bei Erwachsenen bei einem Mangel an Wachstumshormonen ver-

schrieben werde, mit einer Dosierung bei über 60-jährigen Patienten initial 

von 0.1-0.2 mg/Tag, danach "individuell" (https://compendium.ch/pro-

duct/103393-genotropin-trockensub-12-mg-mit-solv). Der ärztlichen Be-

stätigung vom 7. Februar 2013, der auf Laboruntersuchungen vom 30. Ja-

nuar 2013 Bezug nimmt, ist zu entnehmen, dass sich der Wachstumshor-

mon-Spiegel bei der Beschwerdeführerin mit einem IGF-1 Wert von 101.0 

auf tiefem normalem Niveau ("low normal range") bewege. Ungeachtet 

dessen wird der Beschwerdeführerin empfohlen, die bisherige Dosis von 

0.2 mg/Tag auf 0.4 mg/Tag zu erhöhen, um ihren IGF-1 Level (mit dem die 

Aktivität an Wachstumshormonen gemessen werde) näher an das Opti-

mum zu führen ("to bring your IGF-1 level closer to optimum"). Der unvoll-

ständig eingereichten Bestätigung vom 9. März 2015 wiederum ist der Hin-

weis zu entnehmen, dass der IGF-1 Wert infolge Nichteinnahme von HGH 

zum Zeitpunkt der Labormessung mit 66.2 abnormal tief sei. Ein solcher 

Wert entspricht jedoch gemäss Pschyrembel, gemäss welchem der Wert 

bei Erwachsenen ab 55 Jahren bei 70-290 ng/dl liege <https://www.pschy-

rembel.de/lnsulin-like%20Growth-Factors/KOAJB>, abgerufen am 

29.3.2021), einem knapp unter dem Grenzwert liegenden Wachstumshor-

mongehalt (vgl. dazu auch E. 4.). Keinem dieser Berichte ist zu entneh-

men, dass ein krankhafter "GH-Mangel beim Erwachsenen infolge hypo-

thalamischer oder hypophysärer Erkrankung, mit Beginn im Kindes- oder 

Erwachsenenalter" (vgl. Fachinformation) vorliege und behandelt werde. 

Damit sind die Hinweise in den Arzt- und Laborberichten nicht geeignet, 

eine aktuelle Behandlungsnotwendigkeit im Sinne eines medizinisch legiti-

mierten Zweckes für den Import des Wachstumshormons aufzuzeigen. 

4.5  

4.5.1 Eine eigenständige Regelung des Eigengebrauchs von Arzneimit-

teln, die auf der Dopingliste geführt werden, fehlt im Sportförderungsrecht. 

Die Botschaft SpoFöG 2009 lässt wie gesagt Ausnahmen gestützt auf ei-

nen medizinisch legitimierten Zweck zu (s. E. 4.4.1 hiervor); SpoFöG und 

SpoFöV enthalten jedoch keine konkretisierenden Bestimmungen. Eine 

solche Ausnahme ist daher, worauf die Vorinstanz zu Recht hinweist, im 

Lichte des Heilmittelrechts auszulegen, das eine entsprechende Regelung 

bereits kennt. 

C-2493/2020 

Seite 11 

4.5.2 Nach Art. 20 Abs. 2 Bst. a HMG kann der Bundesrat erlauben, dass 

nicht zugelassene, verwendungsfertige Arzneimittel in kleinen Mengen ein-

geführt werden von Einzelpersonen für den Eigengebrauch. Weiter kann 

der Bundesrat gemäss Abs. 3 vorschreiben, dass die Einfuhr bestimmter 

Arzneimittel, die zum Schutz der Gesundheit einer besonderen Kontrolle 

bedürfen, im Einzelfall durch das Institut bewilligt werden muss (Bst. a) und 

die Einfuhr bestimmter Arzneimittel beschränken oder verbieten, wenn aus 

den Umständen erkennbar ist, dass sie für widerrechtliche Zwecke oder 

missbräuchliche Verwendung bestimmt sein könnten (Bst. b). In Art. 48 der 

Arzneimittel-Bewilligungsverordnung vom 17. Oktober 2001 (AMBV, 

SR 812.212.1; in ihrer Fassung gültig ab 16. Juli 2019 [AS 2019 2195]) hat 

der Bundesrat von dieser Regelungskompetenz Gebrauch gemacht und 

die Einfuhrvorschriften dahingehend konkretisiert, dass eine Einzelperson 

verwendungsfertige Arzneimittel, die in der Schweiz nicht zugelassen sind, 

in der für den Eigengebrauch erforderlichen kleinen Menge dennoch ein-

führen darf. In Analogie zur Regelung der nicht zugelassenen Arzneimittel 

in Art. 48 AMBV und in Übereinstimmung mit der Botschaft SpoFöG 2009 

ist bei Vorliegen eines medizinisch legitimierten Zweckes die Einfuhr von 

kleinen Mengen eines Arzneimittels zum Eigengebrauch durch Einzelper-

sonen folglich zu erlauben. Da jedoch ein medizinisch legitimer Zweck – 

wie oben (E. 4.4) dargelegt – zu verneinen ist, ist auch ein Import unter 

dem Aspekt des Eigengebrauchs nicht zu bestätigen. 

4.6 Für eine Ausnahme vom Importverbot ist nach Praxis der Vorinstanz 

ein Arztrezept (vgl. B-act. 13 Rz. 19) eines in der Schweiz zugelassenen 

und tätigen Arztes erforderlich. 

4.6.1 Nach Art. 6 Bst. g i.V.m. Art. 2 Abs. 1 Bst. a des Bundesgesetzes 

über die universitären Medizinalberufe vom 23. Juni 2006 (MedBG, 

SR 811.11) kennen die Absolventen eines Medizinalberufs die gesetzli-

chen Grundlagen des schweizerischen Systems der sozialen Sicherheit 

und des Gesundheitswesens und können diese die erworbenen Kennt-

nisse in der beruflichen Tätigkeit umsetzen; ein ausländisches Diplom kann 

(nur) unter den Voraussetzungen von Art. 15 MedBG anerkannt werden. 

Das Eidgenössische Departement des Innern EDI führt ein Register mit 

sämtlichen Personen, die einen universitären Medizinalberuf ausüben 

(Art. 51 Abs. 1 MedBG). Dass B._______, M.D., über eine schweizerische 

Zulassung verfügt, wird vorliegend nicht geltend gemacht. 

4.6.2 Sodann sieht das Schweizerische Gesundheitssystem zum Schutze 

der Gesundheit des Einzelnen ein Arzneimittelabgabesystem vor, welches 

C-2493/2020 

Seite 12 

durch das Heilmittelgesetz und die Arzneimittelverordnung geregelt wird. 

Gemäss Art. 23 Abs. 1 HMG werden die Arzneimittel in Kategorien mit und 

ohne Verschreibungspflicht eingeteilt. Die Kategorien mit Verschreibungs-

pflicht sind in Art. 41 f. VAM geregelt. Art. 41 VAM regelt die Arzneimittel, 

die einmalig auf ärztliche oder tierärztliche Verschreibung abgegeben wer-

den (verschärft verschreibungspflichtige Arzneimittel; Abgabekategorie A). 

Nach Art. 41 VAM wird ein Arzneimittel in die Kategorie der verschärft ver-

schreibungspflichtigen Arzneimittel (Abgabekategorie A) eingeteilt, wenn 

die Therapiedauer begrenzt ist und aus Gründen der Sicherheit nicht ohne 

ärztliche oder tierärztliche Verschreibung verlängert werden darf (Bst. a); 

sein Gebrauch ohne ärztliche oder tierärztliche Diagnose und Überwa-

chung der Anwendung zu ernsten Schäden führen kann (Bst. b); durch 

eine falsche Anwendung die spätere Behandlung ernsthafter Leiden ent-

scheidend beeinträchtigt werden könnte (Bst. c).  

Mit Blick auf die Einfuhr von Arzneimitteln aus dem Ausland durch Privat-

personen ist die Beachtung desselben Regelungsstandards, wie er auch 

für den Bezug von Arzneimitteln im Inland vorgeschrieben ist, angezeigt. 

Zur Sicherstellung dieses Regelungsstandards ist es für Arzneimittel – die 

auf der Dopingliste geführt werden – erforderlich, dass ein in der Schweiz 

zugelassener Arzt, der mit der schweizerischen Behandlungs- und Arznei-

mittelabgabepraxis vertraut ist, das Vorliegen eines medizinisch legitimier-

ten Zweckes mittels ärztlicher Verschreibung bestätigt.  

Vorliegend genügt das in Erwägung 4.4.3 nur als ärztliche Bestätigung ge-

würdigte Dokument vom 27. Januar 2020 nicht den Anforderungen an eine 

ärztliche Verschreibung eines in der Schweiz zugelassenen und im Medi-

zinalberuferegister eingetragenen Arztes. Auch die weiteren ärztlichen Be-

richte wurden ausnahmslos durch einen amerikanischen Arzt ausgestellt 

und sind mit Blick auf den Schutzgedanken des schweizerischen Heilmit-

telrechts (vgl. E. 4.6.2) nicht zu akzeptieren. Angesichts der Einteilung von 

Wachstumshormonen in die Abgabekategorie A ist (a) eine ärztliche Ver-

schreibung eines in der Schweiz zugelassenen Arztes unabdingbar.  

Selbst wenn – wie von der Beschwerdeführerin replikweise behauptet, je-

doch nicht belegt wird – ein Dauerrezept eines Arztes vorliegen würde, 

kann ein solches Dauerrezept nicht akzeptiert werden, da für die Abgabe-

kategorie A eine verschärfte Verschreibungspflicht gilt, wonach die Abgabe 

grundsätzlich einmalig ist (s. E. 4.6.2 hiervor).  

C-2493/2020 

Seite 13 

4.7 Es ist schliesslich zu fragen, ob ein medizinisch legitimierter Zweck vor-

liegt, wenn der Einsatz des Medikaments im Off-Label-Use (Art. 71a-d der 

Verordnung über die Krankenversicherung [KVV, SR 832.102]; vgl. dazu 

BGE 146 V 240) erfolgt: Im Verwaltungsverfahren behauptete die Be-

schwerdeführerin, dass sie die Wachstumshormone krankheitshalber be-

zogen habe (s. Bst. B.b hiervor). Gemäss Fachinformation dient das 

Wachstumshormon Genotropin, das bei der Beschwerdeführerin bereits im 

Februar 2013 eingesetzt wurde [B-act. 1 Beilage 4) und den hier streitigen 

Wirkstoff Somatotropin enthalt, zur Behandlung einer hypothalamischen o-

der hypophysären Erkrankung der Erwachsenen, mit Beginn im Kindes- 

oder Erwachsenenalter (https://compendium.ch/product/103393-genotro-

pin-trockensub-12-mg-mit-solv/mpro#Mpro7100, abgerufen am 

29.3.2021). Eine solche Behandlung ist – wie oben aufgezeigt (E. 4.4) – 

vorliegend nicht ersichtlich. Vielmehr ist aus den weiteren Ausführungen 

der Beschwerdeführerin (s. insbesondere Replik) zu entnehmen, dass die 

Wachstumshormone nicht zur Behandlung einer eigentlichen Krankheit 

eingesetzt werden, sondern der Vorbeugung im Sinne eines Anti-Agings 

dienen. Auch der Bestätigung vom 27. Januar 2020 sind keine Hinweise 

auf eine diagnostisch relevante Erkrankung zu entnehmen: B._______, 

M.D., bestätigte einzig, dass seine Patientin die Injektionen (mit Wachs-

tumshormonen) "zur Erhaltung ihrer guten Gesundheit" benötige ("to con-

tinue her good health"). Weiteren Berichten, die im Internet frei zugänglich 

sind, ist zu entnehmen, dass B._______s, M.D., Behandlung darauf be-

ruhe, Mängel im Hormonhaushalt des menschlichen Körpers mittels Hor-

monersatz auf den Stand einer ca. 20-jährigen Person zu korrigieren (sog. 

"total hormone replacement therapy"), dabei kommen u.v. Wachstumshor-

mone zum Einsatz (vgl. https://regenerativemc.com/growth-hormone-the-

anti-aging-movement-controversy-from-the-beginning/; https://www.fuer-

sie.de/beauty/anti-aging/artikel/hormon-cocktails-fuer-ein-juengeres-aus-

sehen; http://www.life-extension.de/studie.php; https://www.bild.de/ratge-

ber/gesundheit/zur-person-3373804.bild.html; https://www.welt.de/print-

wams/article599456/Jung-fuer-immer.html; alle abgerufen am 18. Mai 

2021). Auch die mit Replik ins Recht gelegten vier Publikationen von 

B._______, M.D., rücken das Anti-Aging als medizinisch legitimierten 

Zweck in den Vordergrund (B-act. 15 Beilage 1; vgl. auch https://ca-

selaw.findlaw.com/us-dc-circuit/1124982.html; abgerufen am 18. Mai 

2021). Damit liegt keine ärztliche Behandlung eines krankheitswertigen Zu-

standes vor. Wird ein Medikament jedoch ausserhalb des eigentlichen Be-

handlungsziels eingesetzt, was sich an der Fachinformation zu bemessen 

C-2493/2020 

Seite 14 

hat, liegt ein Off-Label-Use im obgenannten Sinne vor und ist ein medizi-

nisch legitimierter Zweck zu verneinen (so im Ergebnis bereits Urteil des 

BVGer C-5098/2013 vom 30. Juli 2014 E. 5.2). 

5.  

Nach dem Gesagten steht fest, dass die zurückgehaltenen Wachstumshor-

mone verbotene Dopingmittel gemäss Anhang Ziff. I.4 SpoFöV sind. Die 

nach Art. 19 Abs. 2 und Art. 20 SpoFöG in Verbindung mit Art. 73 SpoFöV 

zuständige Vorinstanz hat zu Recht die Einziehung und Vernichtung der 

am 29. November 2019 zurückgehaltenen Wachstumshormone angeord-

net. Eine Ausnahme vom Importverbot liegt mangels Vorliegen eines legi-

timen medizinischen Grundes bzw. mangels Einreichung der erforderlichen 

Unterlagen nicht vor.  

6.  

Nachfolgend ist abschliessend die Erhebung einer Verwaltungsgebühr in 

der Höhe von Fr. 400.– zu beurteilen. 

6.1 Die Vorinstanz kann in Anwendung von Art. 20 Abs. 3 und 4 i.V.m. 

Art. 19 Abs. 2 SpoFöG Abklärungen vornehmen und erforderliche Mass-

nahmen verfügen. Die Gebührenpflicht der Beschwerdeführerin für die ver-

fügten Massnahmen stützte sie auf die Verordnung des VBS über die Ge-

bühren des Bundesamtes für Sport und die Allgemeine Gebührenverord-

nung. Für amtliche Leistungen werden gemäss Art. 1 GebV-BASPO und 

Art. 2 GebV-BASPO i.V.m. Art. 2 AllgGebV vom Veranlasser Gebühren er-

hoben. Aufgrund der Einfuhr und des versuchten Erwerbs von Dopingmit-

teln ist die Beschwerdeführerin als direkte Verursacherin der verfügten Ein-

ziehung und Vernichtung der Dopingmittel zu betrachten, womit sie gebüh-

renpflichtig erscheint.  

6.2 Die Gebühr wird nach Zeitaufwand berechnet, falls im Anhang kein An-

satz festgelegt ist (Art. 6 Abs. 2 GebV-BASPO). Der Stundenansatz beträgt 

zwischen Fr. 50.– und Fr. 250.–. Die verfügungsweise auferlegte Gebühr 

in der Höhe von Fr. 400.– entspricht, ausgehend von einem durchschnittli-

chen Stundenansatz von Fr. 120.–, einem Zeitaufwand von nicht einmal 

3.5 Stunden, was aufgrund des aktenkundigen Aufwandes der Vorinstanz 

angemessen ist.  

7.  

Zu befinden bleibt über die Verfahrenskosten und eine allfällige Parteient-

schädigung. 

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Seite 15 

7.1 Als unterliegende Partei hat die Beschwerdeführerin die Verfahrens-

kosten zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Die Prozesskosten, welche auf 

Fr. 800.– festgesetzt werden, sind der Beschwerdeführerin aufzuerlegen 

und aus dem bereits geleisteten Kostenvorschuss zu entnehmen.  

7.2 Weder der unterliegenden Beschwerdeführerin noch der obsiegenden 

Vorinstanz ist eine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 

e contrario und Art. 7 Abs. 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über 

die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

(VGKE, SR 173.320.2). 

  

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Seite 16 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 800.– werden der Beschwerdeführerin auf-

erlegt und dem bereits geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ent-

nommen. 

3.  

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr.[…]; Gerichtsurkunde) 

– das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport 

(VBS; Einschreiben)  

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Beat Weber Yvette Märki 

 

 

  

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Seite 17 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist ist 

gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim 

Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen 

Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Ver-

tretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift hat 

die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Un-

terschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 

sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen 

(Art. 42 BGG). 

 

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