# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3e4aadcf-2484-548e-9ac6-9ab917c7ef56
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-09-04
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 04.09.2009 C-4688/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-4688-2009_2009-09-04.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-4688/2009/
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  4 .  S e p t e m b e r  2 0 0 9

Richterin Marianne Teuscher (Vorsitz), 
Richter Bernard Vaudan, 
Richterin Elena Avenati-Carpani, 
Gerichtsschreiber Adrian Brand.

A._______,
Gesuchsteller,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Gesuch um Wiederherstellung der Frist zur Leistung des 
Kostenvorschusses.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-4688/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  23.  Dezember  2008  gegen 
A._______ (geboren [...] 1982) ein Einreiseverbot verhängt hat,

dass der Gesuchsteller diese Verfügung mit Beschwerde vom 12. Ja-
nuar 2009 beim Bundesverwaltungsgericht angefochten hat,

dass der Gesuchsteller mit Zwischenverfügung vom 12. März 2009 zur 
Leistung eines Kostenvorschusses innert 30 Tagen ab Erhalt der Verfü-
gung aufgefordert wurde, ansonsten auf das Rechtsmittel nicht einge-
treten werde,

dass  der  Gesuchsteller  den  einverlangten  Kostenvorschusses  innert 
Frist nicht geleistet hat,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  deshalb  mit  Urteil  vom  9.  Juni 
2009 androhungsgemäss auf die Beschwerde nicht eingetreten ist,

dass der Gesuchsteller mit Eingabe vom 26. Juni 2009 sinngemäss um 
Wiederherstellung der Frist zur Leistung des einverlangten Kostenvor-
schusses  im  Sinne  von  Art.  24  Abs.  1  des  Bundesgesetzes  vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 
172.021) ersucht,

dass  Art. 24  Abs. 1  VwVG die  Wiederherstellung  einer  Frist  erlaubt, 
wenn  der  Gesuchsteller  oder  sein  Vertreter  von  der  Einhaltung  der 
Frist unverschuldet abgehalten worden ist (materielle Voraussetzung), 
binnen  30  Tagen  nach  Wegfall  des  Hindernisses  unter  Angabe  des 
Grundes  für  das  Versäumnis  darum  ersucht  und  die  versäumte 
Rechtshandlung nachholt (formelle Voraussetzungen), 

dass ein Versäumnis nur dann unverschuldet ist, wenn dafür objektive 
Gründe vorliegen und weder der Partei noch der Vertretung oder ande-
ren beigezogenen Hilfspersonen eine Nachlässigkeit vorgeworfen wer-
den kann (vgl.  ALFRED KÖLZ / ISABELLE HÄNER, Verwaltungsverfahren und 
Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, N. 345),

dass nach Lehre und Rechtsprechung nur solche Gründe als erheblich 
zu betrachten sind, die dem Gesuchsteller bzw. dessen Rechtsvertre-
ter  auch  bei  Anwendung  der  üblichen  Sorgfalt  die  Wahrung  seiner 

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Interessen verunmöglicht oder unzumutbar erschwert hätten (vgl. u.a. 
URSINA BEERLI-BONORAND, Die ausserordentlichen Rechtsmittel in der Ver-
waltungsrechtspflege  des  Bundes  und  der  Kantone,  Zürich  1985, 
S. 227 ff. mit diversen Hinweisen),

dass der Gesuchsteller in seiner Eingabe vom 26. Juni 2009 geltend 
macht, der zu überweisende Betrag sei zwar von seiner Bank zuguns-
ten des Bundesverwaltungsgerichts überwiesen worden, aufgrund ei-
nes Fehlers sei die Zahlung aber zurückgeweisen worden,

dass der Gesuchsteller zur Untermauerung dieses Vorbringens unter 
anderem eine Kopie eines Bankformulars vom 3. April 2009 zu den Ak-
ten reichte,

dass Abklärungen bei der PostFinance ergeben haben, der überwiese-
ne  Betrag sei  aufgrund  einer  nicht  korrekten  International  Bank Ac-
count Number (IBAN) nie einem schweizer Konto gutgeschrieben wor-
den,

dass  bei  der  auf  dem Bankformular  vom 3. April  2009 aufgeführten 
IBAN des Empfängers eine Ziffer fehlt, weshalb die Überweisung fehl-
geschlagen ist,

dass der Gesuchsteller dieses Bankformular eigenhändig unterschrie-
ben und somit die Kenntnisnahme des Inhalts bestätigt hat,

dass der Gesuchsteller bei Anwendung der üblichen Sorgfalt die Anga-
ben auf  dem Bankformular  auf  ihre  Korrektheit  hin  hätte  überprüfen 
und dabei die Fehlerhaftigkeit der IBAN erkennen müssen,

dass der Gesuchsteller somit keine objektiven, unverschuldeten Grün-
de für  das  Verpassen der  Frist  zur  Leistung des Kostenvorschusses 
geltend machen kann, sondern vielmehr seine Nachlässigkeit dazu ge-
führt hat,

dass sich somit das Gesuch um Wiederherstellung der Frist zur Leis-
tung  des  einverlangten  Kostenvorschusses  als  unbegründet  erweist 
und deshalb abzuweisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des Verfahrens die  aufgelaufenen Kosten 
dem  Gesuchsteller  aufzuerlegen  (Art. 63  Abs. 1  VwVG)  und  auf 
Fr. 250.-- festzusetzen sind (Art. 1, 2 und 3 Bst. a des Reglements vom 

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21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-
desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Das Gesuch um Wiederherstellung der Frist zur Leistung des Kosten-
vorschusses wird abgewiesen.

2.
Die Verfahrenskosten von Fr. 250.-- werden dem Gesuchsteller aufer-
legt. Der Betrag ist innert 30 Tagen nach Versand des vorliegenden Ur-
teils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Gesuchsteller (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. [...])

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber:

Marianne Teuscher Adrian Brand

Versand: 

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