# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1ff986c1-47ed-57ac-9e40-6ec1adc01eb2
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-10-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.10.2025 E-8018/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-8018-2024_2025-10-24.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-8018/2024 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 4 .  O k t o b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Kaspar Gerber, 

mit Zustimmung von Richter Lorenz Noli, 

Gerichtsschreiberin Jessica Püringer. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Burundi,  

(…),   

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 20. November 2024 / N (…). 

 

 

 

E-8018/2024 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer ersuchte am 5. Oktober 2022 in der Schweiz um 

Asyl und wurde dem Bundesasylzentrum (BAZ) der Region B._______ zu-

gewiesen.  

B.  

Das SEM hörte den Beschwerdeführer am 16. Februar 2024 vertieft zu den 

Asylgründen an (Protokoll in den SEM-Akten […] [A]20). Am 23. Februar 

2024 wurde sein Asylgesuch der Behandlung im erweiterten Verfahren zu-

geteilt. In der Folge fand am 16. September 2024 eine ergänzende Anhö-

rung statt (A32). 

C.  

C.a Zur Begründung seines Asylgesuches machte der Beschwerdeführer 

im Wesentlichen geltend, er sei burundischer Staatsangehöriger und eth-

nischer Hutu. Er habe bis zu seiner Ausreise in C._______, in der Ge-

meinde D._______ gelebt. Am 26. April 2015 sei es in Burundi zu Demonst-

rationen gegen die Regierung gekommen. Er habe nicht an den Demonst-

rationen teilgenommen, sei aber als Zuschauer zugegen gewesen. Vier 

Tage nach den Demonstrationen seien rund zwanzig Polizisten mit Gewalt 

in sein Elternhaus eingedrungen und hätten seinen Vater, welcher Spre-

cher der Oppositionspartei (…) (Union pour la Paix et le Dévéloppement) 

in D._______ gewesen sei, beschuldigt, ihn (den Beschwerdeführer) auf 

die Demonstration geschickt zu haben. Man habe ihm Fotos und ein Video 

von ihm gezeigt, wie er bei der Demonstration anwesend gewesen sei. Un-

ter Gewalteinwirkung sei seine gesamte Familie zum (…) gebracht worden. 

Dort sei er zusammen mit seinen beiden Brüdern und dem Vater in eine 

Zelle gesteckt worden. Seine Schwester und seine Mutter seien getrennt 

von ihm eingesperrt gewesen. Zunächst seien er und seine Brüder in der 

Zelle befragt worden, danach habe man seinen älteren Bruder E._______ 

mitgenommen. Nach ein paar Stunden seien die Polizisten zurückgekom-

men und hätten ihm ein Video gezeigt, wie sie seinen Bruder getötet hät-

ten. Die Polizisten hätten daraufhin seinen Vater aufgefordert, zuzugeben, 

dass er ihn auf die Demonstration geschickt habe, ansonsten würde man 

sie alle töten. Daraufhin seien die Polizisten zur Zelle gegangen, wo seine 

Schwester und seine Mutter festgehalten worden seien, hätten seine 

Schwester mitgenommen und sie vergewaltigt. Danach seien sie wieder zu 

ihm in die Zelle gekommen, hätten ihm ein Video von der Vergewaltigung 

gezeigt und ihn später zu einem Haus in einem Wald gebracht, wo man ihn 

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gefoltert habe. Dann sei ein Mitglied der Imbonerakure gekommen, wel-

ches er gekannt habe. Diese Person habe ihn dort vergewaltigt. Später sei 

ein anderer lmbonerakure gekommen und habe angefangen, ihn mit einem 

Messer und einem Metallspiess zu foltern. Danach habe man ihn gezwun-

gen Blut zu trinken, bevor man ihn wieder zurück zum (…) gebracht habe. 

Im (…) habe er seinen Vater blutend vorgefunden. Man habe ihm zwei 

Zähne ausgeschlagen. Sein Bruder F._______ sei unversehrt gewesen. 

Am 13. Mai 2015 sei es in Burundi zu einem versuchten Staatsstreich ge-

kommen. Im Zuge dieser Ereignisse sei er von Demonstranten aus dem 

Gefängnis befreit worden. Er sei zunächst nach Hause gegangen. Als er 

aber nach ein paar Stunden erfahren habe, dass der Putsch gescheitert 

sei, habe er sich entschieden, zu einem Freund seines Vaters nach 

G._______ zu gehen. Dort habe er sich ein halbes bzw. ein ganzes Jahr 

lang aufgehalten. Nach einiger Zeit habe es Gerüchte gegeben, dass die 

lmbonerakure in G._______ erfahren hätten, dass der Freund seines Va-

ters ihn und seine Familie aufgenommen habe. Deshalb habe er sich zu-

sammen mit seiner Familie entschieden, Burundi zu verlassen. Er sei über 

H._______ nach I._______ gereist, wo er in einem Flüchtlingslager unter-

gekommen sei. Da es aber im Flüchtlingslager Imbonerakure gegeben 

habe, habe sein Vater entschieden, ihn und seinen Bruder nach J._______ 

zu schicken. Dort habe er bei einer Trommlergruppe gearbeitet. Nach eini-

ger Zeit habe man ihm und seinem Bruder vorgeworfen, zu einer Rebel-

lengruppe zu gehören, die Burundi angreifen wolle. Auch seien zwei Mit-

glieder seiner Trommlergruppe getötet worden. Zudem habe die Regierung 

von Burundi mit der Regierung von I._______ ausgehandelt, dass burun-

dische Staatsangehörige nach Burundi zurückkehren müssten. Er habe 

sich deshalb entschieden, in die K._______ zu gehen. lm (…) 2019 habe 

er ein (…) Visum erhalten und habe nach dessen Ablauf illegal in der 

K._______ gelebt. 

Ein Verantwortlicher der burundischen Regierungspartei sei in die 

K._______ gekommen und habe die (…) Behörden gebeten, alle burundi-

schen Staatsangehörigen zurück in ihr Heimatland zu schicken, da sie alle 

an Demonstrationen teilgenommen hätten. Deshalb habe er die K._______ 

mit dem Flugzeug verlassen und sei nach L._______ geflogen. Von dort 

sei er zu Fuss nach M._______ gereist und später nach N._______ ge-

langt. Von N._______ sei er mit dem Zug in die Schweiz gefahren. 

ln der Schweiz habe er sich einer Gruppe von burundischen Trommlern 

angeschlossen. Die Mitglieder dieser Gruppe würden vom burundischen 

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Staat gesucht. Als er sich noch in I._______ aufgehalten habe, habe der 

Sender (…) über diese Personen berichtet. Der burundische Staat be-

haupte aber, diese Personen nicht zu kennen. Er sei zusammen mit diesen 

Personen auf Fotos zu sehen, die auf Instagram und Facebook geteilt wor-

den seien. Dies stelle für ihn ein Problem dar. 

C.b Anlässlich des vorinstanzlichen Verfahrens reichte er zum Nachweis 

seiner Identität und zur Stützung seiner Vorbringen folgende Beweismittel 

ein: 

- seinen burundischen Reisepass, Nr. (…), ausgestellt am (…) Februar 
2019 (Kopie)  

- seinen Ausweis von Burundi  

- eine Refugee lD Uganda 

- ein UNHCR Proof of verification 

- eine Refugee Family attestation Uganda 

- seinen Parteiausweis der U.P.D. 

- die lD-Karte seiner Mutter 

- den Parteiausweis der U.P.D. seiner Mutter  

- ein Foto mit seinen Eltern und Neffen  

- ein Foto von ihm vor der Grenze zu Ruanda 

 

D.  

Mit Verfügung vom 20. November 2024 verneinte das SEM die Flüchtlings-

eigenschaft des Beschwerdeführers und lehnte sein Asylgesuch ab. 

Gleichzeitig ordnete es die Wegeweisung aus der Schweiz sowie den Voll-

zug an und händigte die editionspflichtigen Akten aus. 

E.  

Mit Eingabe vom 18. Dezember 2024 erhob der Beschwerdeführer gegen 

diese Verfügung Beschwerde. Er beantragte darin die Aufhebung der an-

gefochtenen Verfügung, die Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft und 

die Gewährung von Asyl, eventualiter sei festzustellen, der Vollzug der 

Wegweisung sei unzulässig, unzumutbar und unmöglich und die vorläufige 

Aufnahme sei anzuordnen, subeventualiter sei die Sache zur Neubeurtei-

lung an die Vorinstanz zurückzuweisen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht 

ersuchte er um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung inklusive 

Kostenvorschussverzicht sowie um Beiordnung eines amtlichen Rechts-

beistands. 

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Seite 5 

F.  

Mit Zwischenverfügung vom 15. Januar 2025 wies die damals zuständige 

Instruktionsrichterin die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Pro-

zessführung und der Beiordnung eines amtlichen Rechtsbeistandes ab 

und erhob einen Kostenvorschuss, welcher in der Folge fristgerecht geleis-

tet wurde.  

G.  

Per 12. August 2025 wurde das Verfahren aus organisatorischen Gründen 

auf den rubrizierten vorsitzenden Richter übertragen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls – in der Regel und auch vorliegend – end-

gültig (Art. 105 AsylG [SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

1.2 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Der 

Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist 

durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutz-

würdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Er ist 

daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und Art. 108 

Abs. 2 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Be-

schwerde ist einzutreten, nachdem der Kostenvorschuss fristgerecht ge-

leistet wurde. 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise 

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einer zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-

hend aufgezeigt wird, handelt es sich um ein solches Rechtsmittel, weshalb 

das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). 

Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines 

Schriftenwechsels verzichtet. 

4.  

4.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

4.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die 

Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-

geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen 

Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa-

chen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte 

Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). Das Bundesverwaltungsge-

richt hat die Anforderungen an das Glaubhaftmachen der Vorbringen in 

verschiedenen Entscheiden dargelegt und folgt dabei ständiger Praxis 

(vgl. dazu BVGE 2015/3 E. 6.5.1).  

5.  

5.1 Die Vorinstanz stufte in der angefochtenen Verfügung die geltend ge-

machten Fluchtgründe entweder als nicht glaubhaft oder nicht asylrelevant 

ein. Wie den beiden Anhörungsprotokollen entnommen werden könne, sei 

dem Beschwerdeführer mehrfach die Gelegenheit eingeräumt worden, de-

tailliert zu schildern, wie die Polizisten zu ihm nach Hause gekommen seien 

und ihn in Haft genommen hätten, wie er die Haft erlebt habe und wie er 

aus der Haft wieder freigekommen sei. Seine Aussagen dazu würden je-

doch nicht die Qualität aufweisen, welche zu erwarten gewesen wäre, 

wenn er solche Ereignisse tatsächlich erlebt hätte. 

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Beispielsweise sei es ihm trotz mehrfachem Nachfragen nicht gelungen, 

seinen letzten Tag im Gefängnis und die Freilassung detailliert zu schildern. 

Seine Aussagen dazu würden allgemein und oberflächlich ausfallen. Auch 

als er nach dem Wiedersehen mit seiner Mutter und seiner Schwester ge-

fragt worden sei, habe er sich in seinen Aussagen darauf konzentriert, wie-

derholend darzulegen, dass er sich gefreut habe, seine Schwester wieder-

zusehen. Seine Aussagen zu diesem Schlüsselereignis und zu seinen üb-

rigen Vorbringen würden jedoch keinerlei persönliche Noten aufweisen. 

Daher könne nicht davon ausgegangen werden, dass dieses Ereignis, so 

wie es von ihm geschildert worden sei, tatsächlich stattgefunden habe. 

 

Ebenso seien seine Schilderungen darüber, wie er und seine Familienan-

gehörigen verhaftet worden seien, durchwegs gehaltlos ausgefallen. Seine 

Aussagen zu diesem Geschehnis hätten sich mehrheitlich darauf be-

schränkt, in stereotyper Weise darzulegen, wie die Polizei bei ihm einge-

drungen sei, seinem Vater das Video von ihm gezeigt habe und ihn unter 

Gewalteinwirkung mitgenommen habe. Auch seien seine Schilderungen zu 

seinem Alltag in Haft substanzarm ausgefallen und würden keine prägnan-

ten Realkennzeichen enthalten. Seine Aussagen würden ferner nicht über 

die stereotype Beschreibung einer Haft im Kontext von Burundi hinausge-

hen. Aufgefordert, detailliert zu erzählen, habe er sich insgesamt auf eine 

allgemeine Schilderung der Situation konzentriert und die bereits gemach-

ten Aussagen wiederholt. Insgesamt seien seine Schilderungen zu den gel-

tend gemachten Vorbringen vage und substanzarm geblieben.  

 

Sodann seien die eingereichten Beweismittel nicht geeignet, seine Vorbrin-

gen glaubhaft zu machen, da diese die geltend gemachte Inhaftierung nicht 

beweisen könnten. Auch sein Parteiausweis sei nicht tauglich, den asylre-

levanten Sachverhalt glaubhaft zu machen. Zudem handle es sich bei die-

ser Art von Ausweisen um leicht fälschbare Dokumente, weshalb ihnen nur 

geringer Beweiswert zugesprochen werde. 

 

Ferner scheine er keine enge Verbindung zu den angeblich vom burundi-

schen Staat verfolgten Personen dieser Gruppierung zu haben. Er habe 

weder die geltend gemachten Posts noch sonstige Beweise für seine Zu-

gehörigkeit zu einer regierungskritischen Trommlergruppe zu den Akten 

gereicht. Aus seinen Aussagen ergäben sich auch keine Hinweise darauf, 

dass er aufgrund der geltend gemachten Fotos in Burundi eine Verfolgung 

zu befürchten habe. Er gab lediglich an, dies mache ihm Probleme, habe 

dies jedoch nicht konkretisiert. Es sei fraglich, ob die burundischen 

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Behörden das Foto gesehen und ihn darauf identifiziert hätten. Daher 

werde eine begründete Furcht vor Verfolgung aufgrund dieses Vorbringens 

verneint. 

 

5.2 In seiner Rechtsmitteleingabe wiederholt der Beschwerdeführer haupt-

sächlich den Sachverhalt und macht sinngemäss geltend, seine Vorbrin-

gen würden die Anforderung von Art. 7 AsylG an das Glaubhaftmachen 

ebenso erfüllen wie jene an die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG 

und reichte weitere Beweismittel zu den Akten, um die schwere Lage in 

Burundi darzulegen. 

Entgegen der Ansicht der Vorinstanz seien seine Aussagen weder allge-

mein noch detailarm ausgefallen. Es sei ihm einfach sehr schwer gefallen, 

über diese Zeit zu sprechen. Zudem sei ihm nicht klar, welche weiteren 

Details er hierzu noch hätte nennen sollen. Im Gefängnis verliere man das 

Zeitgefühl und alles verschmelze ineinander.  

6.  

6.1 Nach Prüfung der Akten gelangt das Bundesverwaltungsgericht zum 

Schluss, dass die angefochtene Verfügung zu stützen ist. Das SEM ist mit 

überzeugender und ausführlicher Begründung zum Schluss gelangt, dass 

die Vorbringen des Beschwerdeführers weder den Anforderungen von 

Art. 3 AsylG an die Flüchtlingseigenschaft noch (dort wo behandelt) denje-

nigen von Art. 7 AsylG an das Glaubhaftmachen genügen. Der Beschwer-

deführer vermag den zutreffenden vorinstanzlichen Erwägungen nichts 

Stichhaltiges entgegenzusetzen, zumal sich die Beschwerdeeingabe im 

Wesentlichen in der blossen Wiederholung des bereits bekannten Sach-

verhaltes und allgemeinen Ausführungen zur politischen Situation in Bu-

rundi erschöpft. Zur Vermeidung von Wiederholungen diesbezüglich kann 

daher mit den nachfolgenden Ergänzungen auf die zutreffenden Ausfüh-

rungen der Vorinstanz verwiesen werden (vgl. a.a.O., E. II). 

6.2 Die Vorinstanz hat – unter Berücksichtigung der Grundsätze der 

Glaubhaftigkeitsprüfung (vgl. E. 4.2) – mit eingehender und überzeugender 

Begründung dargelegt, weshalb die Vorbringen des Beschwerdeführers zu 

den fluchtbegründenden Ereignissen namentlich zur Verhaftung, zum 

Haftalltag sowie zur späteren Freilassung, den Anforderungen an das 

Glaubhaftmachen eines asylrelevanten Sachverhalts im Sinne von Art. 7 

AsylG nicht zu genügen vermögen, zumal sich seine Vorbringen 

massgeblich auf leicht fälschbare Beweismittel mit geringem Beweiswert 

abstützen. Diese Einschätzung wird dadurch untermauert, dass seine 

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Schilderungen im Rahmen der Befragungen generell zwar sehr ausführlich 

und wortreich waren, seine Angaben zu den wesentlichen Elementen 

seiner Asylgründe aber, auch auf wiederholte Nachfragen hin, auffallend 

vage, stereotyp und substanzarm ausfielen und er oft lediglich bereits 

Gesagtes wiederholte (vgl. A20 F89-101, F82, F105f. und A32 F36, F58-

62 und F63f.). Der Beschwerdeführer war denn auch auf mehrfache 

Nachfrage der befragenden Person hin entweder nicht in der Lage oder 

nicht gewillt, genaue Angaben zum letzten Tag im Gefängnis sowie zur 

anschliessenden Freilassung zu machen, und konnte auf diese Frage bis 

zum Schluss der ergänzenden Anhörung keine klare und nachvollziehbare 

Antwort geben (vgl. A32 F37-F43). Insgesamt fehlt es seinen 

Schilderungen an einem persönlichen Erlebnisbezug. Namentlich machte 

er zum Wiedersehen mit seiner Mutter und seiner Schwester lediglich 

ausweichende Ausführungen und konzentrierte sich darauf, wiederholend 

darzulegen, dass er sich gefreut habe, seine Schwester wiederzusehen 

(vgl. A32 F43-47). Da er – laut eigenen Angaben – aufgrund der geltend 

gemachten Verfolgung flüchten musste und sein Leben aus den Bahnen 

geworfen wurde, wären mehr detailliertes Wissen und ein entsprechender 

Erlebnisbezug von ihm zu erwarten gewesen.  

6.3 Selbst bei Wahrunterstellung der diesbezüglichen Vorbringen des Be-

schwerdeführers ist nicht davon auszugehen, dass die geltend gemachte 

Bedrohung durch die Imbonerakure beziehungsweise die burundische Re-

gierung auf einem flüchtlingsrechtlichen Motiv im Sinne von Art. 3 AsylG 

beruht. Insbesondere ist nicht plausibel, dass die Polizei wenige Tage nach 

den Demonstrationen Ressourcen dazu gebraucht haben soll, um in Erfah-

rung zu bringen, welche Personen daran teilgenommen hätten, um danach 

vermeintliche Demonstranten zu Hause festzunehmen. Sodann erschliesst 

sich dem Gericht nicht, welches Interesse die Sicherheitskräfte an der 

plötzlichen Ergreifung und Verhaftung des Beschwerdeführers und seiner 

Familie gehabt haben sollten, zumal er eigenen Angaben zufolge weder in 

nennenswertem Masse politisch aktiv gewesen ist, noch jemals irgendwel-

che Probleme mit den burundischen Behörden gehabt hat. Auch die wohl 

eher niederschwellige politische Tätigkeit des Vaters als Sprecher der Op-

positionspartei (…) in D._______, dessen Hauptaufgabe darin bestand, 

Versammlungen zu organisieren, vermag ein solches, plötzliches Interesse 

der Behörden an seiner Familie nicht zu rechtfertigen. 

6.4 Sodann ist der Vorinstanz darin zuzustimmen, dass die vom 

Beschwerdeführer geltend gemachte Verfolgung im Zusammenhang mit 

einer regierungskritischen Trommlergruppe, welcher er sich nach seiner 

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Ausreise in der Schweiz angeschlossen habe, aufgrund von Fotos, die ihn 

mit dieser Gruppe zeigen und in den sozialen Medien gepostet worden 

seien, nicht asylrelevant ist. Aus den Akten ist keine enge Verbindung zu 

dieser Gruppierung ersichtlich und es liegen keine Hinweise vor, wonach 

ihm aufgrund dessen eine Verfolgung droht.  

6.5 In gleicher Weise sprechen auch die gewählten Ausreisemodalitäten 

schliesslich deutlich gegen eine Verfolgungslage. So hat der Beschwerde-

führer eigenen Angaben zufolge zuerst für rund drei Jahre in I._______ 

gelebt und sich anschliessend etwa drei Jahre in der K._______ ohne Auf-

enthaltsbewilligung aufgehalten bis er das Land schliesslich legal mit dem 

Flugzeug verlassen und nach L._______ geflogen ist. Von dort aus ist er 

zu Fuss nach M._______ und weiter nach N._______ gereist und schliess-

lich mit dem Zug in die Schweiz gelangt. Das vom Beschwerdeführer gel-

tend gemachte Verhalten nach seiner Ausreise entspricht nicht demjenigen 

einer Person, die sich vor akuten Nachstellungen fürchtet, zumal er insbe-

sondere weder in der K._______, wo er sich seit (…) 2019 aufgehalten hat, 

noch in L._______, M._______ oder N._______ um Schutzgewährung er-

suchte. Folglich ist auch in subjektiver Hinsicht nicht von einer begründeten 

Furcht vor ernsthafter Verfolgung auszugehen.   

6.6 Zusammenfassend ist demnach festzustellen, dass die Vorinstanz zu 

Recht die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers verneint und sein 

Asylgesuch abgelehnt hat.   

7.  

7.1 Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so 

verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den 

Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie 

(Art. 44 AsylG). 

7.2 Der Beschwerdeführer verfügt insbesondere weder über eine auslän-

derrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Ertei-

lung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach ebenfalls zu Recht 

angeordnet (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.). 

8.  

8.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). 

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Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss 

Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei 

der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen, 

wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft 

zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

8.2  

8.2.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den 

Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 

AIG). 

8.2.2 So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land 

gezwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). 

8.2.3 Gemäss Art. 25 Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. De-

zember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder er-

niedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu 

Art. 3 EMRK darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedri-

gender Strafe oder Behandlung unterworfen werden. 

8.2.4 Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend da-

rauf hin, dass das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulement nur 

Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es dem 

Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefähr-

dung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der in Art. 5 AsylG 

verankerte Grundsatz der Nichtrückschiebung im vorliegenden Verfahren 

keine Anwendung finden. Eine Rückkehr des Beschwerdeführers in den 

Heimatstaat ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig. 

8.2.5 Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des 

Beschwerdeführers noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für 

den Fall einer Ausschaffung in den Heimatstaat dort mit beachtlicher Wahr-

scheinlichkeit einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe 

oder Behandlung ausgesetzt wäre. Gemäss der Praxis des Europäischen 

Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti-Fol-

terausschusses müsste der Beschwerdeführer eine konkrete Gefahr ("real 

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risk") nachweisen oder glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer Rück-

schiebung Folter oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. Ur-

teil des EGMR Saadi gegen Italien vom 28. Februar 2008, Grosse Kammer 

37201/06, §§ 124–127 m.w.H.). Nach den vorstehenden Ausführungen ge-

lingt ihm das nicht. Auch die allgemeine Menschenrechtssituation im Hei-

matstaat lässt den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht als 

unzulässig erscheinen. 

8.2.6 Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im 

Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig. 

8.3  

8.3.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-

grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-

dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung 

festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläufige 

Aufnahme zu gewähren. 

8.3.2 In Burundi herrscht zurzeit weder Krieg oder Bürgerkrieg noch eine 

Situation allgemeiner Gewalt. Das Bundesverwaltungsgericht geht denn in 

seiner Praxis auch nicht von einer generellen Unzumutbarkeit des Weg-

weisungsvollzugs nach Burundi aus, auch wenn die allgemeine Lage in 

einigen Provinzen insbesondere in sicherheitspolitischer und wirtschaftli-

cher Hinsicht als heikel bezeichnet werden kann (vgl. dazu das Urteil des 

BVGer D-3735/2024 vom 21. Juni 2024 E. 9.3.1, m.w.H.).  

In individueller und gesundheitlicher Hinsicht sind keine Gründe erkennbar, 

welche zu einer Unzumutbarkeit des Vollzugs der Wegweisung führen 

könnten. Wie die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung zutreffend 

festhält, handelt es sich beim Beschwerdeführer um einen gesunden, jun-

gen Mann mit einer abgeschlossenen Ausbildung als Informatiker, der zu-

dem über diverse Arbeitserfahrung verfügt (vgl. A20 F21 und F31). Seinen 

Angaben zufolge hat er zwar keinen Kontakt mehr zu seinen Onkeln und 

Tanten in Burundi (vgl. A20 F34 und F48), jedoch lebt ein Bekannter seines 

Vaters, bei welchem er bereits vor seiner Ausreise gelebt hat, in der Provinz 

G._______. Es sind mithin keine konkreten Hinweise ersichtlich, wonach 

er bei einer Rückkehr nach Burundi in eine existenzbedrohende Lage  

geraten wird. In der Beschwerde wird dem nichts Stichhaltiges entgegen 

gehalten, womit die zutreffenden vorinstanzlichen Erwägungen zu bestäti-

gen sind. 

E-8018/2024 

Seite 13 

8.3.3 Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung auch 

als zumutbar. 

8.4 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der zuständi-

gen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen Rei-

sedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 

2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu 

bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AIG). 

8.5 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

Das Eventualbegehren ist abzuweisen. 

9.  

Nach dem Gesagten besteht kein Anlass zur Rückweisung der Sache an 

die Vorinstanz. Das Subeventualbegehren ist ebenfalls abzuweisen. 

10.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und – soweit diesbezüglich 

überprüfbar – angemessen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen.  

11.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt 

Fr. 750.– festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]). Der bereits geleistete Kostenvorschuss in gleicher 

Höhe ist zur Bezahlung der Verfahrenskosten zu verwenden. 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

E-8018/2024 

Seite 14 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Der geleistete Kostenvorschuss in gleicher Höhe wird zur Bezahlung 

der Verfahrenskosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Kaspar Gerber Jessica Püringer 

 

 

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