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**Case Identifier:** 8d53d795-560b-5314-971e-4f627120bea7
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-06-10
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 10.06.2024 200 2024 261
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2024-261_2024-06-10.pdf

## Full Text

200 24 261 IV
ISD/IMD/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 10. Juni 2024

Verwaltungsrichter Isliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Ackermann, Verwaltungsrichterin Frey
Gerichtsschreiber Imhasly

A.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 13. März 2024

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Juni 2024, IV/24/261, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1987 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich im Mai 2023 unter Hinweis auf seit 17 Jahren bestehende 
psychische Leiden bei der Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug 
an (Akten der IV [act. II] 1). Die IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegeg-
nerin) tätigte erwerbliche sowie medizinische Abklärungen. Gestützt auf 
den Untersuchungsbericht des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 
29. Dezember 2023 (act. II 27) stellte sie mit Vorbescheid vom 1. Februar 
2024 (act. II 28) die Verneinung eines Anspruchs auf Leistungen der IV 
mangels invalidisierenden Gesundheitsschadens in Aussicht. Nach dage-
gen erhobenen Einwänden (act. II 29 f.) verfügte die IVB am 13. März 2024 
(act. II 34) wie angekündigt.

B.

Hiergegen erhob der Versicherte mit Fax-Eingabe vom 8. April 2024 bzw. 
mit verbesserter Eingabe vom 24. April 2024 (vgl. prozessleitende Verfü-
gung vom 9. April 2024) Beschwerde mit den sinngemässen Anträgen auf 
Aufhebung der angefochtenen Verfügung und Zusprache einer Rente. 

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 22. Mai 
2024 auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 

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6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 13. März 2024 
(act. II 34). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers 
auf eine Rente der Invalidenversicherung. Soweit die umfassende Verfü-
gung das Bestehen weiterer Ansprüche verneint, ist sie mangels Anfech-
tung (vgl. Beschwerde S. 5) in Rechtskraft erwachsen (BGE 125 V 413 
E. 1b S. 414 f.).

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Parteien haben Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 
der Bundesverfassung [BV; SR 101]). Das rechtliche Gehör dient einerseits 
der Sachaufklärung, anderseits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mit-
wirkungsrecht der Verfahrensbeteiligten beim Erlass von Verfügungen dar, 
die ihre Rechtsstellung betreffen. Dazu gehört insbesondere das Recht der 

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Betroffenen, sich vor Erlass eines solchen Entscheides zur Sache zu äus-
sern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, 
mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung 
wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Be-
weisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu be-
einflussen. Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst als Mitwirkungs-
recht somit alle Befugnisse, die einer Partei einzuräumen sind, damit sie in 
einem Verfahren ihren Standpunkt wirksam zur Geltung bringen kann 
(BGE 143 V 71 E. 4.1 S. 72; SVR 2021 AHV Nr. 17 S. 53 E. 2.1).

2.2 Der Beschwerdeführer rügt sinngemäss eine Verletzung des recht-
lichen Gehörs durch die Beschwerdegegnerin, indem diese ihm vor Erlass 
der angefochtenen Verfügung keine Akteneinsicht gewährt habe 
(vgl. Art. 47 Abs. 1 lit. a ATSG; Beschwerde, S. 2).

Mit der Beschwerdegegnerin (Beschwerdeantwort, S. 3 Rz. 10) ist festzu-
halten, dass der Beschwerdeführer im Verwaltungsverfahren gemäss Ak-
tenlage zu keinem Zeitpunkt – insbesondere auch nicht im Rahmen des 
Vorbescheidverfahrens (act. II 28 f.) – ein Gesuch um Akteneinsicht einge-
reicht hat. Insofern bestand für die Beschwerdegegnerin denn auch keine 
Verpflichtung, dem Beschwerdeführer eine Kopie der ihn betreffenden Ak-
ten zuzustellen. Damit ist eine Verletzung des rechtlichen Gehörs zu ver-
neinen.

3.

3.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-

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glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

3.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden kön-
nen auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. 
Art. 7 ATSG). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 
Abs. 1 IVG sowie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die 
medizinische Befundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann 
immer nur dann anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesund-
heitsbeeinträchtigung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden 
ist (BGE 145 V 215 E. 5.1 S. 221).

Die Sachverständigen sollen die Diagnose so begründen, dass die Rechts-
anwender nachvollziehen können, ob die klassifikatorischen Vorgaben 
tatsächlich eingehalten sind (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 141 V 281 
E. 2.1.1 S. 285). Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung erfolgt die 
Prüfung, ob ein psychischer Gesundheitsschaden eine rentenbegründende 
Invalidität zu bewirken vermag, schliesslich anhand eines strukturierten 
normativen Prüfungsrasters (BGE 143 V 418 E. 7 S. 427, 141 V 281 E. 4.1 
S. 296). Dies gilt für sämtliche psychischen Störungen (BGE 143 V 418 
E. 7.2 S. 429). 

Eine invalidenversicherungsrechtlich erhebliche Gesundheitsbeeinträchti-
gung liegt nur vor, wenn die Diagnose im Rahmen einer Prüfung auf der 
ersten Ebene auch unter dem Gesichtspunkt der Ausschlussgründe nach 
BGE 131 V 49 standhält. Danach liegt regelmässig keine versicherte Ge-
sundheitsschädigung vor, soweit die Leistungseinschränkung auf Aggrava-
tion oder einer ähnlichen Erscheinung beruht. Hinweise auf solche und 
andere Äusserungen eines sekundären Krankheitsgewinns ergeben sich 
namentlich, wenn eine erhebliche Diskrepanz zwischen den geschilderten 
Schmerzen und dem gezeigten Verhalten oder der Anamnese besteht, 
intensive Schmerzen angegeben werden, deren Charakterisierung jedoch 
vage bleibt, keine medizinische Behandlung und Therapie in Anspruch ge-
nommen wird, demonstrativ vorgetragene Klagen auf den Sachverständi-
gen unglaubwürdig wirken oder schwere Einschränkungen im Alltag be-
hauptet werden, das psychosoziale Umfeld jedoch weitgehend intakt ist. 

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Nicht per se auf Aggravation weist blosses verdeutlichendes Verhalten hin. 
Besteht im Einzelfall Klarheit darüber, dass nach plausibler ärztlicher Beur-
teilung die Anhaltspunkte auf eine Aggravation eindeutig überwiegen und 
die Grenzen eines bloss verdeutlichenden Verhaltens klar überschritten 
sind, ohne dass das aggravatorische Verhalten auf eine verselbstständigte, 
krankheitswertige psychische Störung (vgl. BGE 127 V 294 E. 5a S. 299) 
zurückzuführen wäre, fällt eine versicherte Gesundheitsschädigung ausser 
Betracht und ein Rentenanspruch ist ausgeschlossen, selbst wenn die 
klassifikatorischen Merkmale einer psychischen Störung gegeben sein soll-
ten (vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG erster Satz). Soweit die betreffenden Anzei-
chen neben einer ausgewiesenen verselbstständigten Gesundheitsschädi-
gung (BGE 127 V 294 E. 5a S. 299) auftreten, sind deren Auswirkungen 
derweil im Umfang der Aggravation zu bereinigen (BGE 141 V 281 E. 2.2 
und 2.2.1 S. 287; SVR 2021 IV Nr. 76 S. 257 E. 4.2.1).

3.3 Um den Leistungsanspruch beurteilen zu können, ist die Verwal-
tung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die 
Ärzte und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen 
haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand 
zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und be-
züglich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weite-
ren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2021 IV 
Nr. 54 S. 181 E. 2.3).

4.

4.1 In medizinischer Hinsicht ergibt sich aus den Akten – soweit ent-
scheidwesentlich – das Folgende:

4.1.1 Im Austrittsbericht der B.________ AG vom 22. Januar 2019 
(act. II 13/9 ff.) über die stationäre Behandlung vom 23. bis zum 28. De-
zember 2018 wurden die Hauptdiagnose Verdacht auf paranoide Schizo-
phrenie (ICD-10: F20.0), Differentialdiagnose schwere depressive Episode 
mit psychotischen Symptomen (ICD-10: F32.3), sowie die weiteren Dia-

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gnosen Status nach rezidivierenden depressiven Episoden (ICD-10: F33.x) 
und Zwangsstörung mit vorwiegend Zwangshandlungen (ICD-10: F42.1) 
erwähnt. Die stationäre Aufnahme sei per Zuweisung über den psychiatri-
schen Notfalldienst bei Erstmanifestation einer psychotischen Episode er-
folgt. Bei Eintritt hätten neben einer depressiven Verstimmung psychoti-
sche Symptome in Form von Beeinträchtigungsideen und einem diffusen 
Bedrohungserleben imponiert. Ferner habe der Patient von Ein- und 
Durchschlafstörungen berichtet. Bei klarer und glaubhafter Distanzierung 
von Suizidalität hätten sich in der Eintrittssituation keine Hinweise auf eine 
akute Selbst- oder Fremdgefährdung ergeben. Es sei eine antipsychotische 
Therapie mit Zyprexa (Olanzapin) implementiert worden. Hierunter habe 
der Patient über eine ausgeprägte Müdigkeit geklagt und im Verlauf ferner 
eine ausgeprägte affektive Labilität mit innerer Unruhe präsentiert. Daher 
sei das Olanzapin reduziert und Valproat (Orfiril) zur Affektstabilisierung 
installiert worden. Im stationären Alltag habe sich der Patient nur schwer 
strukturierbar gezeigt, Zeitabsprachen betreffend Ausgänge und Tagesur-
laube seien selten eingehalten worden. Mehrfach habe der Patient darauf 
gedrängt, täglich Übernachtungsurlaube beziehen zu dürfen. Als ihm erklärt 
worden sei, dass dies im stationären Rahmen nicht möglich sei, habe er 
den Austritt verlangt. Bei fehlenden Hinweisen auf eine akute Selbst- oder 
Fremdgefährdung sei der Patient am 28. Dezember 2018 in die bestehen-
den Verhältnisse ausgetreten.

Im Austrittsbericht der B.________ AG vom 11. Januar 2019 (act. II  17/11 
ff.) betreffend die vom 6. bis 7. Januar 2019 dauernde stationäre Behand-
lung wurde eine paranoide Schizophrenie (ICD-10: F20.0) diagnostiziert. 
Die Zuweisung sei durch den ambulanten Psychiater Dr. med. C.________, 
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, auf freiwilliger Basis bei zu-
nehmenden Schlafstörungen im Rahmen eines vorbekannten Verdachts 
auf paranoide Schizoprenie erfolgt. Bei Eintritt seien Zyprexa und Stilnox 
verabreicht worden. Auf Wunsch des Patienten sei am Folgetag Sertralin 
verordnet worden. Der Patient habe geäussert, er sei momentan noch nicht 
bereit, stationär zu bleiben. Er habe daraufhin von der Notwendigkeit eines 
längeren stationären Aufenthalts zur diagnostischen Abklärung und Einstel-
lung der medikamentösen Therapie überzeugt werden können und er habe 

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den Wunsch geäussert, in etwa einer Woche elektiv wieder eintreten zu 
wollen.

Dem Austrittsbericht derselben Klinik vom 17. Januar 2019 (act. II 13/13 ff.) 
über die stationäre Behandlung vom 10. bis zum 15. Januar 2019 sind die 
Diagnosen schwere depressive Episode mit psychotischen Symptomen 
(ICD-10: F32.3), DD: Vordiagnostizierte paranoide Schizophrenie (ICD-10: 
F20.0), DD: Sonstige spezifische Persönlichkeitsstörungen: Narzisstische 
(ICD-10: F60.8), zu entnehmen. Die Wiedervorstellung sei aufgrund von 
Schlafstörungen sowie einer depressiven Verstimmung in diesem Zusam-
menhang erfolgt. Der Patient habe psychotische Symptome wie Stimmen-
hören, Ich-Störungen oder Wahn verneint. Er habe gewünscht, in ein Ein-
zelzimmer zu kommen, um schlafen zu können. Der Patient habe im Stati-
onsalltag teilweise ein bizarres Verhalten an den Tag gelegt, der Koopera-
tionswille habe gefehlt. Im Verlauf habe der Patient den Austrittswunsch 
geäussert, da er sich in der Klinik unwohl fühle und nicht bereit sei, vor Ort 
zu übernachten. Bei fehlenden Rückhaltegründen sei er gegen den ärztli-
chen Rat in die bestehenden Verhältnisse entlassen worden. Zum Zeit-
punkt des Austritts sei die Diagnose nach wie vor unklar gewesen. Eine 
diagnostische Abklärung sei geplant gewesen, habe jedoch aufgrund des 
vorzeitigen Austritts nicht erfolgen können.

Seitens der B.________ AG wurde zwischen dem 10. und dem 14. Januar 
2019 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit attestiert (act. II 11/26).

4.1.2 Dr. med. C.________ führte im Bericht vom 25. Mai 2023 
(act. II 13/1 ff.) aus, der Beschwerdeführer sei seit dem 10. Januar 2019 
sein Patient. Als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte 
er eine paranoide Schizophrenie (ICD-10: F20.0) sowie einen Verdacht auf 
eine unverarbeitete posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10: F43.1). 
Behandlungen würden wöchentlich bis 14-tägig stattfinden. Er sei zeitlich, 
örtlich, situativ und autopsychisch orientiert. Das Denken sei sprunghaft 
und umständlich. Er mache einen gehetzten, gestressten, misstrauischen 
und ängstlichen Eindruck. Jedoch könne er sich im Laufe eines Ge-
spräches beruhigen. Immer wieder berichte er, dass er sich vom Vater ver-
folgt fühle. Die Äusserungen von Verfolgung seien uneinfühlbar. Zu den 
objektiven Befunden führte der Arzt aus, der Patient sei wach und allseits 

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orientiert. Er mache einen unruhigen, logorrhoischen Eindruck. Es bestehe 
eine Konzentrationsstörung und eine erhöhte Ablenkbarkeit. Das formale 
Denken sei beschleunigt, es liege eine erhöhte Sensibilität vor. Wahnideen 
seien verneint worden, seien aber nicht auszuschliessen. Immer wieder 
fühle er sich vom Vater bevormundet. Deutungsweise seien Vater und Arzt 
gegen ihn. Aktuell bestehe keine Arbeitsfähigkeit. Wie weit der Gesund-
heitszustand grundlegend verbessert werden könne, sei nicht abzuschät-
zen.

4.1.3 Der RAD-Arzt Dr. med. D.________ (nach eigenen Angaben 
Facharzt für Psychosomatik und Psychotherapie [D]; im Medizinalberufere-
gister ohne anerkannten Facharzttitel verzeichnet [vgl. <https://www.me-
dregom.admin.ch/>]) hielt im Untersuchungsbericht vom 29. Dezember 
2023 (act. II 27) zusammenfassend fest, in der Untersuchung vom 13. De-
zember 2023 habe sich der Versicherte insbesondere misstrauisch, deut-
lich aversiv und nicht mitwirkungsbereit gezeigt, sodass nur eingeschränkte 
Anknüpfungstatsachen im Rahmen der Anamnese hätten erhoben werden 
können. Zudem habe sich eine ausgeprägt vage Schilderung anamnesti-
scher Angaben und der Beschwerden gefunden. Es habe immer wieder 
nachgefragt werden müssen, erst dann habe der Versicherte kurze Antwor-
ten gegeben. Inhaltlich hätten sich darüber hinaus deutliche Inkonsistenzen 
zwischen den vorliegenden Befundberichten und den Angaben des Versi-
cherten gezeigt. Unklar blieben zudem auch die aktuellen Aktivitäten im 
Alltag. Letztlich habe sich auch im Rahmen des beschwerdevalidierenden 
Verfahrens Self-Report Symptom Inventory (SRSI) ein deutlicher Hinweis 
auf negative Antwortverzerrungen gezeigt, die im Rahmen einer schweren 
Aggravation zu beurteilen seien. Dabei könne eine Simulation nicht 
vollständig ausgeschlossen werden. Ob die vorliegende schwere Aggrava-
tion/Simulation vor dem Hintergrund einer psychiatrischen Gesundheits-
störung zu beurteilen sei, könne aufgrund der fehlenden Anknüpfungstat-
sachen nicht seriös beurteilt werden. Vor diesem Hintergrund sei eine se-
riöse, versicherungsmedizinische Beurteilung nicht möglich.

4.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 

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ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

4.2.1 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352). 

4.2.2 Sofern RAD-Untersuchungsberichte den Anforderungen an ein 
ärztliches Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352) genügen, auch hin-
sichtlich der erforderlichen ärztlichen Qualifikationen, haben sie einen ver-
gleichbaren Beweiswert wie ein anderes Gutachten (SVR 2018 IV Nr. 4 
S. 12 E. 3.2, 2009 IV Nr. 53 S. 165 E. 3.3.2). Soll ein Versicherungsfall oh-
ne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an 
die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur 
geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs-
internen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzu-
nehmen. Insbesondere sind die von der versicherten Person aufgelegten 
Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte mitzuberücksichtigen. Wird 
die Schlüssigkeit der Feststellungen der versicherungsinternen Fachperso-
nen durch einen nachvollziehbaren Bericht eines behandelnden Arztes in 
Zweifel gezogen, so genügt der pauschale Hinweis auf dessen auftrags-
rechtliche Stellung (BGE 125 V 351 E. 3a cc S. 353) nicht, um solche Zwei-
fel auszuräumen. Vielmehr wird das Gericht entweder ein Gerichtsgutach-
ten anzuordnen oder die Sache an den Versicherungsträger zurückzuwei-

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sen haben, damit dieser im Verfahren nach Art. 44 ATSG eine Begutach-
tung veranlasst (BGE 142 V 58 E. 5.1 S. 65, 139 V 225 E. 5.2 S. 229, 
135 V 465 E. 4.4 - 4.6 S. 469; SVR 2021 UV Nr. 34 S. 155 E. 2.3).

4.3 Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfü-
gung vom 13. März 2024 (act. II 34) auf den Untersuchungsbericht des 
RAD-Arztes Dr. med. D.________ vom 29. Dezember 2023 (act. II 27) und 
führte aus, insgesamt lägen mit der festgestellten Aggravation und den 
Inkonsistenzen ausreichende Ausschlussgründe vor, welche die Annahme 
eines invalidisierenden Gesundheitsschadens verbieten würden (vgl. dazu 
E. 3.2 hiervor). Wie nachfolgend dargelegt wird, genügt der RAD-Untersu-
chungsbericht allerdings nicht als entscheidende medizinische Basis für die 
gerichtliche Beurteilung des vorliegenden Falles.

Der RAD-Arzt Dr. med. D.________ schloss gestützt auf den anlässlich der 
Untersuchung gewonnenen klinischen Eindruck, die von ihm erkannten 
Widersprüche zwischen den Angaben des Beschwerdeführers und den 
fremdanamnestischen Angaben dessen Vaters sowie aufgrund einer test-
psychologischen Symptomvalidierung, welche auffällig war, auf eine 
schwere Aggravation bzw. eine nicht vollständig auszuschliessende Simu-
lation (vgl. act.  II 27/10). Demgegenüber wurden durch die behandelnden 
Fachärzte wiederholt eine paranoide Schizophrenie bzw. ein diesbezügli-
cher Verdacht (ICD-10: F20.0; vgl. act. II 13/4, 13/9, 13/13), eine schwere 
depressive Episode mit psychotischen Symptomen (ICD-10: F32.3; 
act. II 13/9, 13/13) und eine emotional-instabile Persönlichkeitsstörung (oh-
ne ICD-10-Codierung; act. II 16/4) diagnostiziert und eine vollständige Ar-
beitsunfähigkeit attestiert (act. II 13/4). Mit diesen Einschätzungen der be-
handelnden Ärzte setzte sich der RAD-Arzt nicht auseinander. Es fehlt eine 
Würdigung der Berichte der behandelnden Ärzte bzw. des vom Beschwer-
deführer gezeigten auffälligen Verhaltens, wobei vom RAD-Arzt insbeson-
dere nicht diskutiert wurde, ob und allenfalls inwieweit dieses wie auch das 
eigenmächtige Absetzen der verordneten Medikation (vgl. act. II 27/8 un-
ten) mit Blick auf die in den Akten diskutierte paranoide Schizophrenie 
krankheitsbedingt sein könnte bzw. ob die vom RAD-Arzt erwähnte Aggra-
vation allenfalls Symptom eines Gesundheitsschadens ist resp. dies ver-
neint werden kann. Damit ist entgegen der Annahme der Beschwerdegeg-

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nerin in der angefochtenen Verfügung nicht abschliessend erstellt, dass es 
sich beim vom Beschwerdeführer gezeigten Verhalten um Aggravation 
bzw. Simulation handelte. So hielt der RAD-Arzt Dr. med. D.________ 
denn auch fest, er könne nicht seriös beurteilen, ob die von ihm beschrie-
bene Aggravation/Simulation vor dem Hintergrund einer psychiatrischen 
Gesundheitsstörung zu beurteilen sei (act. II 27/10), ohne sich aber zu den 
anderen ärztlichen Einschätzungen in den Akten zu äussern. Mit anderen 
Worten konnte der RAD-Arzt das Vorliegen einer psychischen Gesund-
heitsstörung nicht ausschliessen. Unter diesen Umständen ist nicht nach-
vollziehbar, weshalb die Beschwerdegegnerin letztlich allein gestützt auf 
die angenommene Aggravation einen anspruchsrelevanten Gesundheits-
schaden kurzerhand verneinte (vgl. act. II 34).

Damit bestehen inhaltlich zumindest geringe Zweifel am Untersuchungsbe-
richt des RAD-Arztes Dr. med. D.________ vom 29. Dezember 2023 
(act. II 27), weshalb gestützt darauf eine abschliessende Beurteilung des 
anspruchsrelevanten medizinischen Sachverhalts nicht möglich ist. Bei 
diesem Ergebnis und mit Blick auf Art. 54a Abs. 2 und 4 IVG (vgl. auch 
BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354; SVR 2008 IV Nr. 22 S. 70 E. 2.4) ist nicht 
weiter auf die pauschalen Vorbringen des Beschwerdeführers hinsichtlich 
einer angeblichen Befangenheit des RAD-Arztes einzugehen (vgl. Be-
schwerde, S. 3).

4.4 Des Weiteren bilden auch die Berichte der behandelnden Ärzte 
keine genügende Basis für eine Beurteilung des Leistungsanspruchs des 
Beschwerdeführers. Weder wurde in den Berichten der B.________ AG 
vom 11., 17. und 22. Januar 2019 (act. II  17/11 ff., 13/13 ff., 13/9 ff.) eine 
Gesundheitsbeeinträchtigung abschliessend fachärztlich einwandfrei dia-
gnostiziert (vgl. E. 3.2 und 4.1.1) noch äusserten sich die Ärzte zur medizi-
nisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit. Ebenso 
wenig kann allein auf den Bericht des behandelnden Psychiaters Dr. med. 
C.________ vom 25. Mai 2023 (act. II 13/1 ff.) abgestellt werden. Dieser 
attestierte zwar "aktuell" eine Arbeitsunfähigkeit (act. II 13/4 Ziff. 2.7), konn-
te jedoch bezüglich der Funktionseinschränkungen und der Arbeitsfähigkeit 
in einer angepassten Tätigkeit keine Angaben machen. Zudem ist 
rechtsprechungsgemäss bei unklaren Verhältnissen – wie dies hier der Fall 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Juni 2024, IV/24/261, Seite 13

ist – bzw. sich widersprechenden ärztlichen Berichten grundsätzlich nicht 
allein gestützt auf die Berichte der behandelnden Ärzte zu entscheiden, 
sondern als objektive Beurteilungsgrundlage in der Regel ein 
medizinisches Gutachten einzuholen (Entscheid des BGer vom 9. 
Dezember 2020, 9C_577/2020, E. 3.3.1).

4.5 Mit Blick auf das Gesagte ist zusammenfassend festzuhalten, dass 
zumindest geringe Zweifel (BGE 142 V 58 E. 5.1 S. 65) an der Schlüssig-
keit der versicherungsinternen Beurteilung des RAD-Arztes Dr. med. 
D.________ vom 29. Dezember 2023 (act. II 27) gegeben sind bzw. die 
vorhandenen medizinischen Akten keine hinreichend zuverlässige Grund-
lage für die Beurteilung der medizinischen Situation bzw. deren Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers bilden. Erforderlich ist somit 
eine externe psychiatrische Begutachtung (vgl. E. 4.2.2 hiervor).

5.

Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde begründet. Die angefochtene 
Verfügung vom 13. März 2024 (act. II 34) ist in Gutheissung der Beschwer-
de aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuwei-
sen, damit diese den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers im 
Rahmen eines versicherungsexternen psychiatrischen Gutachtens im Sin-
ne von Art. 44 ATSG, gegebenenfalls zuzüglich weiterer Fachdisziplinen 
und vorgängiger Aufforderung zur Mitwirkung bei der Begutachtung mittels 
Mahn- und Bedenkzeitverfahren (vgl. Art. 43 Abs. 2 und 3 ATSG), abkläre 
und anschliessend erneut über den Rentenanspruch verfüge.

Dabei wird die Beschwerdegegnerin auch die versicherungsmässigen Vor-
aussetzungen (vgl. insbesondere Art. 6 Abs. 2 IVG) zu prüfen haben, be-
stehen doch Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdeführer im Dezem-
ber 2018 (act. II 14 Ziff. 4.1, 11/18) bereits mit einem Gesundheitsschaden 
in die Schweiz eingereist sein könnte: So gab er in der Anmeldung vom 
Mai 2023 an, die gesundheitliche Beeinträchtigung bestehe seit 17 Jahren 
(act. II 1/7 Ziff. 6.1). In dem vom Staatssekretariat für Migration SEM im 
Asylverfahren erstellten Protokoll vom 21. Januar 2020 (act. II 11/5 ff.) fin-
den sich zahlreiche Hinweise auf bereits vor der Einreise in die Schweiz 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Juni 2024, IV/24/261, Seite 14

bestandene psychische Beschwerden (vgl. insbesondere act. II  11/6 f., 
/22, /24 f.). Zudem hielten die Ärzte der B.________ AG im Austrittsbericht 
vom 17. Januar 2019 fest, bei seit fünf Jahren bestehender Beschäfti-
gungslosigkeit und fehlender Tagesstruktur sei davon auszugehen, dass 
die Probleme bereits länger bestünden (act. II 13/15 unten). Schliesslich 
führten sie im Austrittsbericht vom 22. Januar 2019 aus, der Patient habe 
darüber berichtet, dass es ihm seit November 2017 zunehmend schlechter 
gegangen sei (act. II 13/9).

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

Die Verfahrenskosten werden auf Fr. 800.-- festgesetzt und der unterlie-
genden Beschwerdegegnerin auferlegt (Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 
S. 186 E. 4). Der vom Beschwerdeführer geleistete Kostenvorschuss von 
Fr. 800.-- ist ihm nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils zurückzuerstatten.

6.2 Trotz seines Obsiegens hat der Beschwerdeführer keinen An-
spruch auf eine Parteientschädigung, da der Aufwand zur Wahrung seiner 
Interessen vorliegend den Rahmen dessen nicht überschritten hat, was der 
Einzelne üblicher- und zumutbarerweise nebenbei zur Besorgung seiner 
persönlichen Angelegenheiten auf sich zu nehmen hat (vgl. BGE 127 V 205 
E. 4b S. 207; SVR 2019 KV Nr. 7 S. 51 E. 9.2.1).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Juni 2024, IV/24/261, Seite 15

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Bern vom 13. März 2024 aufgehoben und die Sache an die 
Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie – nach Vornahme der 
Abklärungen im Sinne der Erwägungen – neu verfüge.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. Der vom Beschwerdeführer geleistete Kos-
tenvorschuss von Fr. 800.-- wird ihm nach Eintritt der Rechtskraft des 
Urteils zurückerstattet.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- A.________
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.