# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ee169226-9f19-5893-a874-20f580e8c750
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-09-03
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 03.09.2008 D-5415/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5415-2008_2008-09-03.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-5415/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 .  S e p t e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Hans Schürch, 
mit Zustimmung von Richter Walter Lang;
Gerichtsschreiberin Eva Zürcher.

Z._______, geboren _______, Nigeria,
_______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 13. August 2008 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-5415/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge sein Heimatland 
am 5. November 2007 verlassen hat und über ihm unbekannte Länder 
am 2. Dezember 2007 in die Schweiz einreiste, wo er am gleichen Tag 
um Asyl nachsuchte,

dass  er  anlässlich  der  Kurzbefragung  im  Empfangs-  und 
Verfahrenszentrum  A._______  vom  12.  Dezember  2007  sowie  der 
direkten  Anhörung  vom  19. Juni  2008  zur  Begründung  des 
Asylgesuchs im Wesentlichen geltend machte,  er  gehöre  der  Ethnie 
der Igbo an und stamme aus dem Dorf B._______ in C._______ State, 
wo er mit seinen Eltern und einer Schwester gelebt habe,

dass er in den Jahren 2001 bis 2003 beim Finanzchef des C._______ 
State in D._______ gelebt  und dort  die Schule besucht  habe, bis er 
nach einem Autounfall während einem Jahr rekonvaleszent geworden 
sei,

dass  sein  Vater  als  Folge eines  Arbeitsunfalles  das  Schulgeld  nicht 
mehr  habe  bezahlen  können,  worauf  sich  der  Finanzchef  des 
C._______  States  am  30.  Dezember  2006  bereit  erklärt  habe,  ihm 
behilflich zu sein, sofern er bereit sei, für ihn zu arbeiten,

dass er daraufhin im Februar 2007 nach E._______ gezogen sei, um 
dort  bei  einem  Freund  des  Finanzchefs  des  C._______  States  zu 
arbeiten,

dass  er  am  10.  Oktober  2007  vom  Finanzchef  zusammen  mit  drei 
weiteren Personen beauftragt  worden sei,  dessen Gegenspieler,  der 
Anspruch  auf  den  einflussreichen  Posten  des  Finanzchefs  geltend 
gemacht habe und dessen Sohn, der sein bester Schulfreund gewesen 
sei, umzubringen,

dass die vier Beauftragten am 13. Oktober 2007 den Gegenspieler des 
Finanzchefs  und  dessen  Wächter  erschossen  hätten  und  er  sich 
anschliessend noch während sieben Tagen im Haus des Finanzchefs 
aufgehalten habe,

dass  er  in  der  Folge  aus  Angst,  als  Mitwisser  und  Täter  beiseite 
geschafft zu werden, nach E._______ geflohen sei, wo er von einem 

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Nachbarn  von  der  Verwüstung  seines  Hauses  und  der  Inhaftierung 
seines Vaters an seiner Stelle erfahren habe,

dass er sich zu einem Freund in der Nähe des Hafens begeben und 
dieser ihm bei der Ausreise geholfen habe,

dass  er  keine  Identitätskarte,  keinen  Reisepass  und  keine 
Geburtsurkunde  besessen  habe,  weshalb  er  keine  Identitätspapiere 
abgeben könne, 

dass  er  dazu  ausführte,  er  sei  im  Jahr  2003,  als  in  Nigeria 
Identitätskarten ausgestellt worden seien, zu jung dafür gewesen und 
nach 2003 seien keine Identitätskarten mehr ausgestellt worden,

dass  das  BFM  auf  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  mit 
Verfügung  vom  13.  August  2008  –  eröffnet  am  18.  August  2008  – 
gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 
(AsylG, SR 142.31) nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz 
sowie den Vollzug anordnete,

dass das BFM zur Begründung seines Entscheids im Wesentlichen an-
führte, der Beschwerdeführer habe keine Reisepapiere im Sinne von 
Art. 1  Bst. b  und c der Asylverordnung 1 vom 11. August  1999 über 
Verfahrensfragen (AsylV 1, SR 142.311) eingereicht, 

dass seine diesbezüglichen Erklärungsversuche nicht zu überzeugen 
vermöchten und mithin keine entschuldbaren Gründe für die Papierlo-
sigkeit vorlägen, 

dass  das  BFM  weiter  festhielt,  der  Beschwerdeführer  erfülle  die 
Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 und 7 AsylG nicht, wobei zusätz-
liche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder ei-
nes  Wegweisungsvollzugshindernisses  aufgrund  der  Aktenlage  nicht 
erforderlich seien, 

dass  es  sich  bei  den  geltend  gemachten  respektive  befürchteten 
staatlichen Massnahmen im Zusammenhang mit  der Ermordung von 
zwei Personen, an welchem der Beschwerdeführer beteiligt  gewesen 
sei, insbesondere der Suche nach der Person des Beschwerdeführers 
und  einer  allfälligen  Einleitung  eines  Strafverfahrens  gegen  ihn  um 
legale  strafrechtliche  Verfolgungsmassnahmen  handle,  die  nicht  als 
asylrelevante Verfolgungsmassnahmen zu qualifizieren seien,

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dass die Angaben des Beschwerdeführers zudem widersprüchlich und 
realitätsfremd ausgefallen  seien,  weshalb  sie  nicht  geglaubt  werden 
könnten,

dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 22. August gegen diesen 
Entscheid  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  erhob  und 
dabei  beantragte,  die  angefochtene  Verfügung  sei  vollumfänglich 
aufzuheben und auf das Asylgesuch sei einzutreten,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zumutbar  und  deshalb  die 
vorläufige Aufnahme anzuordnen sei,

dass  in  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  um  die  Gewährung  der 
unentgeltlichen Rechtspflege und um Verzicht auf die Erhebung eines 
Kostenvorschusses ersucht wurde,

dass  die  Akten dem Bundesverwaltungsgericht  am 25. August  2008 
übermittelt wurden,

und zieht in Erwägung,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  endgültig  über  Beschwerden 
gegen  Verfügungen  (Art. 5  des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezember 
1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) des BFM 
entscheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 31-34  des 
Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32]; 
Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni 2005 
[BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der 
Beschwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  form-  und  fristgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 50 ff. VwVG),

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dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass  über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden  in 
einzelrichterlicher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten 
Richters  beziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  wird 
(Art. 111  Bst. e  AsylG)  und  es  sich  vorliegend,  wie  nachfolgend 
aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der 
Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist  (Art. 111a 
Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art.  111a  Abs.  1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass  das  BFM  den  angefochtenen  Nichteintretensentscheid  auf  der 
Grundlage von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG getroffen hat,

dass  bei  Beschwerden  gegen  Nichteintretensentscheide  die 
Beurteilungszuständigkeit  der  Beschwerdeinstanz  grundsätzlich  auf 
die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht 
auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass bei  Begründetheit  der Beschwerde die angefochtene Verfügung 
aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz 
zurückzuweisen ist (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schwei-
zerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2000 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 
f.),

dass gemäss der revidierten,  am 1. Januar 2007 in  Kraft  getretenen 
Bestimmung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf ein Asylgesuch nicht 
eingetreten  wird,  wenn  Asylsuchende  den  Behörden  nicht  innerhalb 
von 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitäts-
papiere abgeben,

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder wenn auf 
Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht-
lingseigenschaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs. 3  Bst.  b  AsylG)  oder 
wenn sich auf Grund der Anhörung die Notwendigkeit zusätzlicher Ab-

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klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Weg-
weisungsvollzugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass mithin nach erfolgter Gesetzesrevision neu auch die Flüchtlings-
eigenschaft Prozessgegenstand des Beschwerdeverfahrens bildet, wo-
bei  im Rahmen der summarischen Prüfung das offenkundige Fehlen 
der  Flüchtlingseigenschaft,  sei  es,  weil  die  Vorbringen  offensichtlich 
unglaubhaft sind, oder sei es, weil sie offensichtlich keine flüchtlings-
rechtliche Relevanz nach Art. 3 AsylG aufweisen, und das offenkundi-
ge  Fehlen  von  Wegweisungsvollzugshindernissen  zu  beurteilen  sind 
(vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1),

dass  vorliegend  der  Beschwerdeführer  innerhalb  vom  48  Stunden 
nach Einreichung des Asylgesuchs keine Identitäts- oder Reisepapiere 
im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG abgab,

dass  er  dazu  geltend  machte,  es  sei  nicht  möglich,  heimatliche 
Identitätspapiere zu beschaffen, da er keine solchen besitze,

dass  seine  Angaben  über  die  Umstände  der  Reise  in  die  Schweiz 
substanzlos und realitätsfremd ausgefallen sind,

dass ihm – ungeachtet seiner Behauptung, keine Identitätspapiere zu 
besitzen – insbesondere nicht geglaubt werden kann, er sei ohne ein 
solches Papier  von Nigeria in die Schweiz gereist  und kein einziges 
Mal  einer  (Grenz)-Kontrolle  unterzogen  worden,  weil  dies  mit  der 
Realität nicht zu vereinbaren ist,

dass  zudem  seine  Aussagen  über  die  Finanzierung  der  Ausreise 
wenig  überzeugen,  weil  ihm nicht  einmal  bekannt  sein  soll,  wer  die 
Reise finanziert haben will, 

dass er ferner nicht angeben konnte, über welche Örtlichkeiten seine 
Reise  geführt  habe  oder  mit  welchen  Schiffs-  respektive 
Busgesellschaften er gereist sei, 

dass  somit  aufgrund  der  unglaubhaften  Angaben  des 
Beschwerdeführers über die Reise in die Schweiz auch nicht geglaubt 
werden kann, er besitze keine Identitäts- oder Reisepapiere,

dass der diesbezüglichen Argumentation der Vorinstanz vollumfänglich 
zuzustimmen ist, weshalb die Vorinstanz zu Recht zum Schluss kam, 

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es  würden  keine  entschuldbaren  Gründe  vorliegen,  die  es  dem 
Beschwerdeführer verunmöglicht hätten, den Behörden innerhalb von 
48 Stunden nach Einreichung des Asylgesuchs Dokumente über seine 
Identität einzureichen,

dass die in der Beschwerde dargelegte Argumentation nicht zu einer 
andern Einschätzung zu führen vermag,

dass mithin zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Befragungen zu 
Recht  weder  die  Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  noch  zusätzliche 
Abklärungen  zu  deren  Feststellung  beziehungsweise  derjenigen  von 
Wegweisungshindernissen als erforderlich erachtet hat,

dass die Vorinstanz die Asylvorbringen des Beschwerdeführers – sollte 
ihnen geglaubt werden können – zu Recht als nicht relevant im Sinne 
des  Gesetzes  qualifizierte,  zumal  die  Suche  nach  dem 
Beschwerdeführer  im  Zusammenhang  mit  einem  Tötungsdelikt 
stattfand, was im Hinblick auf die vom Beschwerdeführer zugegebene 
Teilnahme  als  rechtsstaatlich  legitime  Handlung  der  nigerianischen 
Strafverfolgungsbehörden zu betrachten ist,

dass der Beschwerdeführer nicht nur die Teilnahme am Raubüberfall 
sondern  zusätzlich zugab, er  habe auf  eine Person geschossen und 
sie  anlässlich  der  Schiesserei  umgebracht,  was als  strafbare  Tat zu 
qualifizieren wäre,

dass  er  unter  diesen  Umständen  in  jedem  Land  mit  einer 
Strafverfolgung und allenfalls auch mit einer strafrechtlich motivierten 
Verurteilung zu rechnen hätte,

dass  aus  der  geltend  gemachten  drohenden  Verfolgung  somit  kein 
flüchtlingsrechtlich relevantes Motiv ersichtlich ist,

dass in diesem Zusammenhang ferner auch keine konkreten Indizien 
vorliegen, wonach der Beschwerdeführer im Falle einer möglichen Be-
strafung aus Gründen gemäss Art. 3 AsylG mit einer unverhältnismäs-
sig hohen Strafe im Sinne eines Politmalus (vgl. EMARK 2004 Nr. 2) zu 
rechnen hätte,

dass  somit  nicht  nur  die  Strafverfolgung  an  sich,  sondern  ebenfalls 
eine allfällige Verurteilung und Bestrafung des Beschwerdeführers in 
Nigeria  offensichtlich  nicht  aus  den  im  Asylgesetz  genannten 

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Verfolgungsgründen erfolgte, wie die Vorinstanz in der angefochtenen 
Verfügung zutreffend argumentierte,

dass zusätzlich in der Beschwerdeschrift sinngemäss geltend gemacht 
wurde,  in  Nigeria  könne  er  nicht  mit  einem  fairen  Strafverfahren 
rechnen, weil ihm die Todesstrafe drohe,

dass  dieses  pauschale  und  nicht  näher  begründete  Vorbringen 
indessen  vorliegend  nicht  zu  überzeugen  vermag,  weshalb  seine 
Furcht,  er  sei  in  seinem  Heimatland  Menschenrechtsverletzungen 
ausgesetzt, nicht begründet ist,

dass  ferner  –  in  Übereinstimmung  mit  der  Argumentation  in  der 
angefochtenen  Verfügung  –  die  Vorbringen  des  Beschwerdeführers 
nicht als glaubhaft zu erachten sind,

dass er insbesondere unterschiedlich darstellte, ob zwei (Akte A1/10 
S. 5) oder drei seiner Begleiter (Akte 10/19 S. 8 f.) in den Garten des 
danach umgebrachten Gegenspielers gekommen sind,

dass er zudem einmal angab, der getötete Gegenspieler sei mit seiner 
Ehefrau im Salon gewesen (Akte A1/10 S. 5), während er das andere 
Mal vorbrachte, er wisse nicht, wo die Ehefrau des Getöteten gewesen 
sei,  nehme aber  an,  sie  habe  sich  im Wohnzimmer  befunden  (Akte 
A10/19 S. 16),

dass er auch unterschiedlich angab, ob er sich im Haus des Getöteten 
befunden  habe,  indem  er  einerseits  darlegte,  er  sei  –  nachdem  er 
nach dem Vater seines Freundes gefragt habe – wieder aus dem Haus 
gekommen  (Akte  A1/10  S.  5),  was  einen  Aufenthalt  des 
Beschwerdeführers im Haus voraussetzt, jedoch andererseits nicht mit 
seiner Angabe, er sei nicht ins Haus hineingegangen (Akte A10/19 S. 
16), vereinbart werden kann,

dass er ferner vorbrachte, er sei von einem der Begleiter gezwungen 
worden, den sich im Haus befindenden Wächter zu töten (Akte A1/10 
S. 5),  was  nicht  in  Einklang  zu  bringen  ist  mit  seiner  Aussage,  der 
Wächter (Polizist)  sei  von aussen gekommen, als er von seinen drei 
Begleitern aufgefordert worden sei, diesen Mann zu erschiessen (Akte 
A10/19 S. 10),

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dass somit die Aussagen des Beschwerdeführers auch nicht glaubhaft 
sind,

dass  gestützt  auf  die  Aktenlage  und  die  vorstehenden  Erwägungen 
das Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft nach Art. 3 und 7 AsylG 
– und wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen zum Vollzug der 
Wegweisung  ergibt  –  das  Fehlen  von  Wegweisungshindernissen 
offenkundig erscheinen und sich aus den Akten keine Anhaltspunkte 
für  die  Annahme  ergeben,  das  BFM  habe  eine  mehr  als  bloss 
summarische  materielle  Prüfung  vorgenommen  oder  zusätzliche 
Abklärungen getroffen,

dass das BFM somit zu Recht keine weiteren Abklärungen vornahm 
und der Sachverhalt rechtsgenüglich festgestellt wurde,

dass in der Beschwerdeschrift zudem keine neuen Erkenntnisse oder 
Tatsachen  vorgebracht  wurden,  welche  an  den  zutreffenden 
vorinstanzlichen Erwägungen etwas zu ändern vermöchten,

dass das BFM somit zu Recht gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist, 

dass  das  Nichteintreten  auf  ein  Asylgesuch  in  der  Regel  die 
Wegweisung  aus  der  Schweiz  zur  Folge hat  (Art. 44  Abs. 1  AsylG), 
vorliegend  der  Beschwerdeführer  weder  eine  Aufenthaltsbewilligung 
besitzt noch einen Anspruch auf Erteilung einer solchen hat, weshalb 
die  verfügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen 
Bestimmungen  steht  und  demnach  vom  Bundesamt  zu  Recht 
angeordnet wurde,

dass  zu  prüfen  bleibt,  ob  es  Gründe  gibt,  die  dem  Vollzug  der 
Wegweisung  entgegenstehen,  da  im  Fall  eines  unzulässigen, 
unzumutbaren oder unmöglichen Vollzugs das Anwesenheitsverhältnis 
des Beschwerdeführers nach den Bestimmungen des Bundesgesetzes 
vom  16.  Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer 
(AuG, SR 142.20) über die vorläufige Aufnahme zu regeln ist (Art. 44 
Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG),

dass die Untersuchungspflicht der Asylbehörden hinsichtlich Zulässig-
keit, Zumutbarkeit und Möglichkeit des Vollzugs nach Treu und Glau-
ben ihre Grenzen an der Mitwirkungspflicht der Beschwerde führenden 
Person  findet  (Art.  8  AsylG),  die  im  Übrigen  auch  die  Sub-

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stanziierungslast  trägt  (Art.  7  AsylG),  und  es  bei  nicht  belegter 
beziehungsweise zweifelhafter Identität oder Herkunft nicht Sache der 
Behörde  sein  kann,  nach  allfälligen  Wegweisungshindernissen 
hypothetischer Natur zu forschen,

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung der mass-
geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da 
der Beschwerdeführer keine Hinweise auf  eine Verfolgung oder eine 
begründete Furcht vor Nachteilen darzulegen vermag, welche geeignet 
wäre, seine Flüchtlingseigenschaft zu begründen, und auch keine An-
haltspunkte  für  eine  andere  menschenrechtswidrige  Behandlung  er-
sichtlich  sind,  die  ihm  in  seinem  Heimat-  oder  Herkunftsstaat  droht 
(vgl.  Art.  83  Abs.  3  AuG),  da  seine  Ausführungen  unglaubhaft 
ausgefallen sind,

dass – wie den vorangehenden Erwägungen entnommen werden kann 
–  an  dieser  Einschätzung  auch  eine  allfällige  strafrechtliche 
Untersuchung  und  mögliche  Verurteilung  des  Beschwerdeführers  in 
Nigeria mangels überzeugender und substanziierter Hinweise auf eine 
menschrechtswidrige Behandlung nichts zu ändern vermag,

dass  zudem  weder  die  allgemeine  Lage  im  Heimatland  noch 
individuelle Gründe gegen die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs 
des Beschwerdeführers sprechen,

dass  der  –  gestützt  auf  die  Aktenlage  gesunde,  junge  und 
ungebundene – Beschwerdeführer darlegte, er habe vor der Ausreise 
begonnen,  den Beruf  des  Elektrikers  zu  erlernen,  womit  er  sich  die 
ersten  Grundlagen  für  eine  spätere  Möglichkeit,  seinen 
Lebensunterhalt zu verdienen, geschaffen hat,

dass zudem gemäss den Aussagen des Beschwerdeführers die Eltern 
und  eine  Schwester  in  Nigeria  leben  und  den  Beschwerdeführer 
zumindest anfänglich unterstützen können,

dass  somit  der  Vollzug  der  Wegweisung  nach  Nigeria  auch  als 
zumutbar zu erachten ist,

dass  der  Vollzug der  Wegweisung  des Beschwerdeführers in  seinen 
Herkunftsstaat schliesslich möglich ist (Art. 83 Abs. 2 AuG), da es ihm 
obliegt, bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 
Abs. 4 AsylG),

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dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist (Art. 83 Abs. 1-4 AuG),

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder  unangemessen  ist  (Art. 106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist, 

dass die Beschwerde aufgrund der voranstehenden Erwägungen als 
aussichtslos zu qualifizieren und deshalb das Gesuch um Gewährung 
der  unentgeltlichen  Rechtspflege  nach  Art.  65  Abs.  1  VwVG 
abzuweisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nachfolgende Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird 
abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Beschwerdeführer  (eingeschrieben;  Beilage:  Einzahlungs-
schein)

- das  BFM,  Abteilung  Aufenthalt  und  Rückkehrförderung,  mit  den 
Akten Ref.-Nr. N _______ (per Kurier; in Kopie)

- _______ (in Kopie)

Der Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Hans Schürch Eva Zürcher

Versand:

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