# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 94271cab-3c19-5fed-bad7-cab3a0355903
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-08-27
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 27.08.2019 200 2019 222
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2019-222_2019-08-27.pdf

## Full Text

200 19 222 IV
SCP/ZID/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 27. August 2019

Verwaltungsrichter Schütz, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schwegler, Verwaltungsrichter Furrer
Gerichtsschreiber Zimmermann

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 14. Februar 2019

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Aug. 2019, IV/19/222, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1967 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich im Januar 2016 unter Hinweis auf seit der Geburt bestehende 
Minderleistungen beim sprachlichen Gedächtnis, der verbalen Merkspanne, 
beim Lesen und Schreiben, in Teilbereichen der exekutiven Funktionen, 
der Aufmerksamkeitsaktivierung sowie bei der kognitiven Verarbeitungsge-
schwindigkeit bei der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) zum 
Leistungsbezug an (Akten der IVB, Antwortbeilage [AB] 2, 4). Im Rahmen 
erwerblicher und medizinischer Abklärungen führte die IVB eine berufliche 
Grundabklärung (vom 6. Juli bis 5. Oktober 2016 in der Abklärungsstelle 
C.________ [AB 23]; zudem Arbeit zur Zeitüberbrückung in derselben Insti-
tution vom 10. Juli bis 10. September 2017 [AB 44] mit anschliessender 
befristeter Anstellung [AB 43; vgl. auch AB 54]) durch und liess den Versi-
cherten neuropsychologisch begutachten (Expertise vom 18. September 
2017 [AB 42.1]). Mit Vorbescheid vom 9. Oktober 2017 stellte sie bei einem 
ermittelten Invaliditätsgrad von 10 % die Abweisung des Leistungsbegeh-
rens in Aussicht (AB 45). Auf Einwand des Versicherten (AB 52, 55) und 
Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD; AB 79) hin liess 
die IVB den Versicherten polydisziplinär begutachten (Expertise vom 8. Ok-
tober 2018 [AB 104.1] mitsamt neuropsychologischem Teilgutachten vom 
13. September 2018 [AB 1042] und Stellungnahme vom 14. November 
2018 [AB 106; vgl. AB 105). Mit (weiterem) Vorbescheid vom 6. Dezember 
2018 stellte die IVB mangels eines Gesundheitsschadens mit invalidisie-
render Wirkung im Rechtssinne erneut die Abweisung des Leistungsbegeh-
rens in Aussicht (AB 107). Nach erhobenem Einwand (AB 110) verfügte sie 
am 14. Februar 2019 entsprechend (AB 112).

B.

Hiergegen lässt der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, mit Eingabe vom 18. März 2019 Beschwerde erheben und 
beantragen, unter Aufhebung der angefochtenen Verfügung sei ihm eine 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Aug. 2019, IV/19/222, Seite 3

Rente gestützt auf die Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 19. Juni 
1959 über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) zuzusprechen, 
eventualiter seien die Akten an die Beschwerdegegnerin zur Neubeurtei-
lung und Neuberechnung zurückzuweisen, unter Kosten- und Entschädi-
gungsfolge. Zur Begründung lässt er im Wesentlichen vorbringen, die dia-
gnostizierte dissoziierte Intelligenzminderung wirke sich überproportional 
negativ auf die Arbeitsfähigkeit aus mit der Folge, dass medizinisch 
bestätigt eine Arbeitsunfähigkeit im ersten Arbeitsmarkt sowohl in der bis-
herigen wie auch in einer adaptiven Tätigkeit von 80 % bestehe.

Mit Verzicht auf eine ausführliche Beschwerdeantwort vom 15. April 2019 
beantragt die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG). Da auch die Bestimmungen über Frist 
(Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 
des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechts-
pflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde ein-
zutreten.

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1.2 Angefochten ist die Verfügung vom 14. Februar 2019 (AB 112). 
Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf Leistungen der Invalidenversi-
cherung, insbesondere auf eine Invalidenrente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen 
Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zu-dem 
nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 
ATSG).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ab-
lauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und 
c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine Dreivier-
telsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad 

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von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 

2.3.1 Sache des (begutachtenden) Mediziners ist es zunächst, den Ge-
sundheitszustand zu beurteilen und wenn nötig seine Entwicklung im Laufe 
der Zeit zu beschreiben, d.h. mit den Mitteln fachgerechter ärztlicher Unter-
suchung unter Berücksichtigung der subjektiven Beschwerden die Befunde 
zu erheben und gestützt darauf die Diagnose zu stellen. Hiermit erfüllt der 
Sachverständige seine genuine Aufgabe, wofür Verwaltung und Gerichte 
nicht kompetent sind. Bei der Folgenabschätzung der erhobenen gesund-
heitlichen Beeinträchtigungen für die Arbeitsfähigkeit kommt der Arztperson 
hingegen keine abschliessende Beurteilungskompetenz zu. Vielmehr 
nimmt die Arztperson zur Arbeitsunfähigkeit Stellung, d.h. sie gibt eine 
Schätzung ab, welche sie aus ihrer Sicht so substanziell wie möglich be-
gründet. Schliesslich sind die ärztlichen Angaben eine wichtige Grundlage 
für die juristische Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Per-
son noch zugemutet werden können. Nötigenfalls sind, in Ergänzung der 
medizinischen Unterlagen, für die Ermittlung des erwerblich nutzbaren 
Leistungsvermögens die Fachpersonen der beruflichen Integration und 
Berufsberatung einzuschalten (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195; SVR 2017 IV 
Nr. 75 S. 231 E. 4.1.1). 

2.3.2 Demgegenüber fällt es nicht in den Aufgabenbereich des Arztes 
oder der Ärztin, sich zur Höhe einer allfälligen Rente zu äussern, da der 
Begriff der Invalidität nicht nur von medizinischen, sondern auch von er-
werblichen Faktoren bestimmt wird (vgl. Art. 16 ATSG).

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3.

3.1 Zum Gesundheitszustand sowie zur Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
lässt sich den Akten im Wesentlichen Folgendes entnehmen:

3.1.1 Gemäss Bericht des Spitals D.________ vom 20. November 2015 
wurde bei einem IQ von 109 im nonverbalen Bereich und von 67 im verba-
len Bereich (AB 4/2 Mitte) die Verdachtsdiagnose einer Sprachentwick-
lungsstörung mit/bei durchschnittlicher Grundintelligenz und kognitiven 
Hirnfunktionsstörungen beim sprachlichen Gedächtnis, der verbalen Merk-
spanne, beim Lesen und Schreiben, in Teilbereichen der exekutiven Funk-
tionen (sprachliche Ideenproduktion, sprachliche Inhibition, Arbeitsge-
dächtnis), der Aufmerksamkeitsaktivierung sowie bei der kognitiven Verar-
beitungsgeschwindigkeit (Verlangsamung) diagnostiziert (AB 4/3). Die Leis-
tungen der übrigen höheren Hirnfunktionen (nicht-sprachliches Gedächtnis, 
Visuokonstrutkion, höhere visuelle Wahrnehmung, Teilbereiche der exeku-
tiven Funktionen, Aufmerksamkeit, Zahlenverarbeitung) seien altersa-
däquat mit normaler Leistungsvariabilität. In einem sprachfreien Intelligenz-
verfahren ergebe sich eine gut durchschnittliche Grundintelligenz. Die ge-
schätzte verbale intellektuelle Leistungsfähigkeit sei unterdurchschnittlich, 
liege im Bereich einer Lernbehinderung und zeige eine deutliche Diskre-
panz zur nicht-sprachlichen Leistungsfähigkeit. Aufgrund der Befunde 
könnten die Schwierigkeiten im beruflichen Setting (aktuell und in der Ver-
gangenheit) nachvollzogen werden. Dem Beschwerdeführer könnten hand-
lungsbezogene Routinetätigkeiten ohne permanente Arbeitswechsel und 
ohne erhebliche sprachliche Gedächtnisanforderungen zugemutet werden 
(AB 4/2 f.; vgl. auch AB 14).

3.1.2 Im Fragebogen für Arbeitgebende vom 25. Januar 2016 führte die 
damalige Arbeitgeberin des Beschwerdeführers aus, dessen Lohn für ein 
volles Pensum per September 2015 von Fr. 3'000.-- auf Fr. 1'500.-- redu-
ziert zu haben, was nunmehr seiner Arbeitsleistung entspreche (AB 10/3 f. 
Ziff. 2.10 f.). Gemäss Protokolleintrag vom 26. April 2017 (in den Gerichts-
akten) wurde diese Stelle auf Ende Juni 2017 gekündigt und der Be-
schwerdeführer hätte dort fortan noch auf Abruf zu einem Stundenlohn von 
Fr. 8.90 tätig sein können.

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3.1.3 Die RAD-Ärztin Dr. med. E.________, Fachärztin für Allgemeine 
Innere Medizin, anerkannte im Bericht vom 6. April 2016 die diagnostizierte 
kognitive Hirnfunktionsstörung (vgl. E. 3.1.1 hiervor) vor allem für die Ar-
beitssuche als behindernd, nicht aber – bei durchschnittlicher Grundintelli-
genz – für eine geeignete Arbeit. Zudem habe mindestens zeitweise schäd-
licher Gebrauch von Alkohol in der Vergangenheit bestanden. Der bisheri-
ge Lebenslauf (mit lange Zeit normalen Verdiensten und mit Erwerb des 
Fahrausweises und anderen Fähigkeitsbezeugungen) und auch die neuro-
psychologische Prüfung (vgl. E. 3.1.1 hiervor) seien denn auch nicht in 
Übereinstimmung zu bringen mit der jetzt geltend gemachten Einschrän-
kung der Leistungsfähigkeit um 50 %. Der Beschwerdeführer habe doch 
erhebliche intellektuelle Fähigkeiten, auch wenn er sprachlich gewisse Ein-
schränkungen aufweise. Am geeignetsten wäre eine vollschichtige Tätig-
keit, bei welcher er nach kurzer Einführungszeit seine Aufgaben kenne, 
sodass er nicht ständig von mehreren Seiten Anweisungen erhalten müsste 
(AB 16/3 f.).

3.1.4 Gemäss Bericht der Abklärungsstelle C.________ vom 6. Oktober 
2016 über die berufliche Grundabklärung vom 6. Juli bis 5. Oktober 2016 
erreichte der Beschwerdeführer in verschiedenen praktischen Bereichen 
eine Leistung von 35 % bis 65 % und in der Administration von 15 %, was 
insgesamt einer Leistung von 55 % entspreche. Das Auffassungs- und 
Umsetzungsvermögen sei bei einfachen und kognitiv anspruchslosen 
Tätigkeiten vorhanden gewesen, doch habe er auch hier zusätzliche In-
struktion und eine längere Einarbeitungsphase benötigt (AB 23/5 f.).

3.1.5 In der im Rahmen des Gutachtens vom 18. September 2017 von lic. 
phil. F.________, Fachpsychologe für Neuropsychologie FSP, durchgeführ-
ten neuropsychologischen Untersuchung zeigten sich in kognitiver Hinsicht 
deutliche Beeinträchtigungen von sprach- und schulleistungsassoziierten 
Fähigkeiten bei erhaltener nichtsprachlicher Leistungsfähigkeit. Besonders 
stark vermindert – im Ausmass einer leichten geistigen Behinderung (IQ-
Wert unter 70) – seien das Lesen, die Rechtschreibung, die verbale Merk-
spanne, das verbale Arbeitsgedächtnis, das Lernen einer Wortliste sowie 
die Bearbeitungsgeschwindigkeit bei Aufgaben mit Anforderungen an das 
Lesen und Benennen. Im Ausmass einer Lernbehinderung vermindert (IQ-

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Wert zwischen 70 und 84) seien das Denken mit Sprachmaterial, das un-
mittelbare Wiedergeben von mündlich vorgegebenen Geschichten, die ver-
bale Ideenproduktion, der Wortschatz, das Kopfrechnen sowie der Testwert 
zu einer Aufgabe mit Anforderungen an die Bearbeitungsgeschwindigkeit 
ohne Sprachleistungen; in diesem Ausmass vermindert seien auch der 
Gesamt-IQ-Wert von 72 Punkten sowie die Unterindices zu sprachassozi-
ierten Leistungen (71 IQ-Punkte) und zur Verarbeitungsgeschwindigkeit 
(81 IQ-Punkte). Normgemäss (IQ-Werte zwischen 85 und 115) seien das 
Denken mit visuellem Material, das visuelle Gedächtnis, die visuell-
räumlichen und visuokonstruktiven Leistungen, die Gestaltwahrnehmung, 
die meisten Aufmerksamkeitsleistungen sowie die meisten Leistungen im 
Bereich der Exekutivfunktionen sowie als sprachassoziierte Leistung auch 
das Abrufen und Wiedererkennen einer zuvor gelernten Wortliste. Der Un-
terindex zu sprachfernen Leistungen sei mit 87 IQ-Punkten knapp norm-
gemäss (AB 42.1/10 oben). Dieses Befundbild deute darauf hin, dass im 
Mittelpunkt der kognitiven Funktionsbeeinträchtigungen eine deutlich aus-
geprägte Lese- und Rechtschreibstörung gemäss ICD-10 F81.0 stehe 
(Legasthenie), deren Ursache mit grosser Wahrscheinlichkeit in einer Be-
einträchtigung der phonologischen Bewusstheit liege (AB 42.1/10 unten). 
Bei der neuropsychologischen Voruntersuchung (vgl. E. 3.1.1 hiervor) habe 
sich ein sehr ähnliches Befundbild gezeigt, doch überzeuge die im Spital 
D.________ gestellte Diagnose einer Entwicklungsstörung der Sprache 
nicht. Zum deutlich höheren Wert von 108 (richtig wohl: 109) Punkten in 
einem nichtsprachlichen Intelligenztest bei der Voruntersuchung merkte lic. 
phil. F.________ an, die von ihm festgestellte nichtsprachliche Leistungs-
fähigkeit im unteren Normbereich passe deutlich besser zur Schul-, Ausbil-
dungs- und Berufslaufbahn des Beschwerdeführers (Regelklasse, Oberstu-
fe auf Realschulniveau, Anlehre als …, Berufstätigkeit in einfachen prakti-
schen Hilfstätigkeiten in oft langjährigen Anstellungen) als eine solche im 
oberen Durchschnittsbereich. Für das Nachlassen der Leistungsfähigkeit in 
den letzten Jahren dürften andere Faktoren als die kognitiven Funktionsbe-
einträchtigungen eine Rolle gespielt haben, in erster Linie eine Alkohol-
problematik vor ca. vier bis fünf Jahren (ambulant behandelt und seither 
anamnestisch sistiert; bei der aktuellen Untersuchung hätten sich im klini-
schen Eindruck keine offensichtlichen Hinweise auf eine aktuelle Alkohol-
problematik gezeigt). Neben den kognitiven Funktionsbeeinträchtigungen 

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sei eine Beeinträchtigung der Feinmotorik vorhanden (AB 42.1/11 f.). Die 
Beeinträchtigungen der kognitiven Leistungsfähigkeit hätten in den bisheri-
gen, gut an sein Leistungsprofil angepassten Hilfstätigkeiten in praktischen 
Aufgabenstellungen mit geringen Anforderungen an sprachassoziierte Leis-
tungen und das Lesen und Schreiben zu einer Einschränkung der qualitati-
ven Leistungsfähigkeit im Ausmass von ca. 10 % geführt; eine Einschrän-
kung wegen den Hirnfunktionsstörungen um 50 % könne aus rein neuro-
psychologischer Sicht nicht nachvollzogen werden, sei der Beschwerdefüh-
rer doch früher langjährig berufstätig gewesen und seien seine spezifischen 
kognitiven Funktionsbeeinträchtigungen nicht geeignet, in einer angepass-
ten Tätigkeit zu einer derart starken Einschränkung der Leistungsfähigkeit 
zu führen (AB 42.1/17 f. Ziff. 17).

3.1.6 Gemäss Bericht der Abklärungsstelle C.________ vom 14. Sep-
tember 2017 über die Arbeit zur Zeitüberbrückung vom 10. Juli bis 10. Sep-
tember 2017 arbeitete der Beschwerdeführer meist in guter Qualität, jedoch 
mit einer durchschnittlichen Leistungsfähigkeit von 52 %. Er verfüge über 
eine gute Grobmotorik, jedoch sei ein feinmotorisches Geschick nicht sehr 
ausgeprägt. Je nach Komplexität des Arbeitsabschnittes habe er mehrma-
lige Instruktion benötigt (AB 44/4 f.). 

3.1.7 Dem polydisziplinären Gutachten der MEDAS G.________ vom 
8. Oktober 2018 zufolge wirkt sich aus psychiatrischer und neuropsycholo-
gischer Sicht hauptsächlich eine dissoziierte Intelligenzminderung (ICD-10 
F74) auf die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers aus, lebensge-
schichtlich mit Beginn ab Geburt und bereits Auffälligkeiten in der (früh-) 
kindlichen Entwicklung wie auch im weiteren Verlauf schulisch, ausbil-
dungsmässig und beruflich sowie im Alltag. Eine Störung durch Alkohol 
(richtig wohl: ein Alkoholabusus) zeige sich anhand der Angaben des Be-
schwerdeführers (seit rund sechs Jahren werde subjektiv kein problemati-
scher Konsum mehr angeführt) sowie aktuell laborchemisch (normwertige 
Leberwerte und CDT) für die jüngere Vergangenheit nachvollziehbar bzw. 
validierbar sistiert, sodass aktuell keine Diagnose einer Störung durch Al-
kohol gestellt werden könne. Die aktuellen neuropsychologischen Defizite 
hätten sich aus gutachterlicher Sicht nicht primär als Folgen einer Störung 
durch Alkohol bedingt gezeigt, zumal sich die dissoziierte Intelligenzminde-

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rung schon vor dem Beginn des Alkoholkonsums manifestiert habe und 
sich die Zunahme des Alkoholkonsums im Jahr 2011 zeitlich nicht direkt mit 
den von beruflicher Seite angeführten Leistungseinschränkungen (ab ca. 
September 2014) korrelieren lasse. Auch neurologisch zeigten sich keine 
Folgen eines Alkoholkonsums pathophysikalisch nachweisbar (AB 104.1/4 
f.). Aus gesamtgutachterlicher Sicht sei der Beschwerdeführer in einer ad-
aptierten Tätigkeit im geschützten Rahmen (Abklärungsstelle C.________) 
zu 100 % arbeitsfähig. Für eine angepasste Tätigkeit im ersten Arbeits-
markt imponierten die Defizite bzw. Funktionseinschränkungen aus psych-
iatrischer und neuropsychologischer Sicht jedoch zu ausgeprägt, sodass 
dabei nur von einer 20%-igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werde (AB 
104.1/6 f.).

Die neuropsychologische Gutachterin der MEDAS G.________, Dipl.-
Psych. H.________, Fachpsychologin für Neuropsychologie FSP, schätzte 
das allgemeine Intelligenzniveau des Beschwerdeführers bei einem unter-
durchschnittlichen Gesamt-IQ von 74 ein (AB 104.2/7 Mitte). Es habe sich 
ein heterogenes Leistungsbild gezeigt (wahrnehmungsgebundenes Denken 
im Durchschnittsbereich, verbal-intellektuelle Leistungen im deutlich unter-
durchschnittlichen Bereich an der Grenze zur leichten Intelligenzminde-
rung, Arbeitsgedächtnis mit einem weit unterdurchschnittlichen Indexwert 
von 66 im Bereich einer leichten Intelligenzminderung; AB 104.2/6 Mitte). 
Es könne eine unterdurchschnittliche intellektuelle Begabung im Sinne ei-
ner dissoziierten Intelligenzminderung (ICD-10 F74) mit Stärken im nonver-
balen logischen Denken und unterdurchschnittlich bis weit unterdurch-
schnittlichen Leistungen in den übrigen Intelligenzbereichen festgestellt 
werden. Weiter bestünden deutliche Leistungsdefizite in den schulischen 
Fertigkeiten (AB 104.2/7 Mitte). Am ehesten sei von einer kognitiven Leis-
tungsschwäche unklarer Ätiologie seit der Geburt auszugehen (AB 104.2/8 
oben). Hinsichtlich der diagnostischen Einordnung der Befunde ergäben 
sich leichte Differenzen zu den Vorgutachten (vgl. E. 3.1.1 und 3.1.5 hier-
vor). Die Auswirkungen der kognitiven Leistungsschwächen auf die medizi-
nisch-theoretische Arbeitsfähigkeit seien indessen deutlich gravierender 
einzuschätzen, als dies die Vorgutachter getan hätten. Unter Berücksichti-
gung des offensichtlichen Unterstützungsbedarfs in Alltags- und administra-
tiven Dingen durch Angehörige und der Tatsache, dass dem Beschwerde-

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führer im letzten Nischenarbeitsplatz gekündigt worden sei, bestehe keine 
verwertbare Arbeitsfähigkeit in der freien Wirtschaft; eine Arbeitsfähigkeit 
bestehe lediglich im geschützten Rahmen für einfache vorstrukturierte 
Tätigkeiten mit geringen Anforderungen an das verbal-intellektuelle Vermö-
gen und die schulischen Fertigkeiten (AB 104.2/8 unten). Es sei davon 
auszugehen, dass der Beschwerdeführer zu einem früheren Zeitpunkt bei 
guter Unterstützung durch die Arbeitgeber im ersten Arbeitsmarkt habe 
tätig sein können. Wahrscheinlich sei es in den letzten Jahren zusätzlich zu 
einem vorzeitigen kognitiven Abbau bei niedriger kognitiver Reservekapa-
zität gekommen. Im Vorgutachten (vgl. E. 3.1.5 hiervor) sei der Gesamt-
kontext, also der offensichtliche Unterstützungsbedarf in Alltags- und admi-
nistrativen Dingen durch Angehörige und die Berichte der beruflichen Ab-
klärung (vgl. E. 3.1.4 und 3.1.6 hiervor), nicht angemessen gewürdigt wor-
den (AB 106/2).

Der psychiatrische Gutachter der MEDAS G.________, Dr. med. 
I.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie praktischer 
Arzt, wies darauf hin, dass die Defizite und Funktionseinschränkungen bis-
her anhand der Diagnosen nicht ein stringentes Störungsbild beschrieben 
bzw. teils widersprüchlich imponierten. Das allgemeine Intelligenzniveau 
zeige sich unterdurchschnittlich bei einem Gesamt-IQ von 74 Punkten. 
Diagnostisch ergebe sich somit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine 
unterdurchschnittliche intellektuelle Begabung im Sinne einer dissoziierten 
Intelligenzminderung (ICD-10 F74) mit Stärken im nonverbalen logistischen 
Denken und unterdurchschnittlichen bis weit unterdurchschnittlichen Leis-
tungen in den übrigen Intelligenzbereichen (AB 104.1/27 unten). Aus 
psychiatrischer Sicht sei der Beschwerdeführer im geschützten Rahmen 
voll arbeitsfähig; im ersten Arbeitsmarkt werde die Arbeitsfähigkeit aufgrund 
seiner dissoziativen Intelligenzminderung und der damit einhergehenden 
Limitation durch eine reduzierte Leistungsfähigkeit bzw. sein reduziertes 
Arbeitstempo, aber auch aufgrund der eingeschränkten Möglichkeit zur 
Bewältigung komplexerer Arbeitsaufgaben und der Schwächen bei genau-
en und feinmotorisch anspruchsvolleren Tätigkeiten mit 20 % eingeschätzt 
(AB 104.1/33 Mitte). Mit Stellungnahme vom 14. November 2018 hielt er an 
seiner Einschätzung fest, zumal sich beim Beschwerdeführer lebenslang 
Funktionseinschränkungen zeigten und gezeigt hätten (Goodwill von Seiten 

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der Lehrer, mehrheitlich Hilfstätigkeiten, militärische Ausmusterung als ein-
facher Soldat nach drei WK, Unterstützung in haushaltlichen und finanziel-
len/administrativen Aspekten durch die Eltern bzw. die Schwester), die sich 
nicht durch einen Verdienst über Fr. 50'000.-- in Abrede stellen liessen. Die 
Diskrepanz zur Einschätzung von lic. phil F.________ (vgl. E. 3.1.5 hiervor) 
ergebe sich überwiegend wahrscheinlich durch die Andersbewertung der 
Funktionseinschränkungen, die dieser primär einer Alkoholproblematik zu-
geschrieben habe (AB 106/1 unten). In Bezug auf die Diskrepanz zur Ein-
schätzung der Arbeitsfähigkeit durch die Abklärungsstelle C.________ (vgl. 
E. 3.1.4 und 3.1.6 hiervor) zeigten die von dieser beschriebenen Tätigkei-
ten und Defizite, dass eine über 20 % hinausgehende Arbeitsfähigkeit nicht 
realistisch sei, sodass deren Einschätzung der Arbeitsfähigkeit nur für den 
geschützten Bereich angenommen werden könne (AB 106/2).

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

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3.3 Der Beschwerdeführer wurde dreimal neuropsychologisch unter-
sucht. Bei weitgehend deckungsgleichem Befundbild mit kognitiven Ein-
schränkungen – deutliche Beeinträchtigungen von sprach- und schulleis-
tungsassoziierten Fähigkeiten bei erhaltener nichtsprachlicher Leistungs-
fähigkeit (AB 4/2 unten, 42.1 oben, 104.2/7 unten) – resultierten jeweils 
leicht abweichende Diagnosen. Initial wurde der Verdacht auf eine Spra-
chentwicklungsstörung mit/bei durchschnittlicher Grundintelligenz und ko-
gnitiven Hirnfunktionsstörungen beim sprachlichen Gedächtnis, der verba-
len Merkspanne, beim Lesen und Schreiben, in Teilbereichen der exekuti-
ven Funktionen, der Aufmerksamkeitsaktivierung sowie bei der kognitiven 
Verarbeitungsgeschwindigkeit (Verlangsamung) diagnostiziert (AB 4/3), 
wobei kein ICD-10-Code angegeben wurde. Lic. phil. F.________ diagnos-
tizierte eine Lese- und Rechtschreibstörung (ICD-10 F81.0) mit assoziierten 
Beeinträchtigungen von sprachlichen Leistungen (AB 42.1/15 oben); ihn 
überzeugte die frühere Diagnose einer Entwicklungsstörung der Sprache 
nicht (AB 42.1/11 oben), was er indessen nicht weiter begründete. Die Gut-
achter der MEDAS G.________ schliesslich diagnostizierten eine dissozi-
ierte Intelligenzminderung (ICD-10 F74; AB 104.1/5 Ziff. 4.2.1) und merkten 
zu der von lic. phil. F.________ gestellten Diagnose bloss an, aus gutach-
terlicher Sicht imponiere dies nicht vollumfänglich nachvollziehbar bzw. 
widersprüchlich und scheine nicht die Funktionseinschränkungen des Be-
schwerdeführers vollumfänglich abzubilden, zumal dieser lebensgeschicht-
lich immer Unterstützung im familiären Umfeld erhalten habe und heute 
noch erhalte und die Funktionseinschränkungen deutlich über eine Lese- 
und Rechtschreibstörung hinausgingen (AB 104.1/27 Mitte). Dies verdeut-
licht, dass vorliegend eine genaue diagnostische Zuordnung nur schwer 
vorzunehmen ist. Übereinstimmend kann indessen von einer unterdurch-
schnittlichen intellektuellen Begabung des Beschwerdeführers ausgegan-
gen werden. 

3.4 An sich gibt nach den klinisch-diagnostischen Leitlinien (vgl. DIL-
LING/MOMBOUR/SCHMIDT [HRSG.], Internationale Klassifikation psychischer 
Störungen: ICD-10 Kapitel V [F], Klinisch diagnostische Leitlinien, 10. Aufl. 
2015, S. 311) erst ein IQ im Bereich von 50 - 69 ein Hinweis auf eine leich-
te Intelligenzminderung im Sinne von ICD-10 F70, wogegen die hier fest-
gestellte Intelligenz im unteren Normbereich (IQ zwischen 70 und 84) 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Aug. 2019, IV/19/222, Seite 14

grundsätzlich nicht als gesundheitliche Beeinträchtigung im Sinne von 
Art. 7 Abs. 2 ATSG zu betrachten ist (Entscheide des Bundesgerichts 
[BGer] vom 16. März 2015, 8C_741/2013, E. 3.2.1 und vom 20. September 
2018, 9C_291/2017, E. 8.2; MEYER/REICHMUTH, Bundesgesetz über die 
Invalidenversicherung [IVG], 3. Aufl. 2014, S. 37). Darauf verweisend, dass 
vorliegend der Gesamt-IQ bei 74 (AB 104.2/7 Mitte bzw. 104.1/27 unten; 
vgl. auch AB 42.1/10 oben, wo von einem Gesamt-IQ-Wert von 72 Punkten 
ausgegangen wird) liege, begründete die Beschwerdegegnerin denn auch 
die Abweisung des Leistungsbegehrens (AB 112/2 oben). Indessen liegt 
der festgestellte Gesamt-IQ im Grenzbereich zu einem allenfalls relevanten 
Gesundheitsschaden, weshalb sich eine vertiefte Abklärung rechtfertigt 
(vgl. auch E. 3.5 nachfolgend). Dabei gilt es denn auch zu beachten, dass 
vorliegend nicht eine leichte Intelligenzminderung (ICD-10 F70) an sich 
diagnostiziert wurde, sondern eine Lese- und Rechtschreibstörung mit as-
soziierten Beeinträchtigungen von sprachlichen Leistungen bzw. eine dis-
soziierte und damit unterschiedlich ausgeprägte Intelligenzminderung 
(AB 104.1/5 Ziff. 4.2.1), wobei eine deutliche Diskrepanz von mindestens 
15 IQ-Punkten (vgl. DILLING/MOMBOUR/ SCHMIDT [HRSG.], a.a.O., S. 314) 
zwischen dem normgerechten Index "wahrnehmungsgebundenes logisches 
Denken" (Indexwert von 94 Punkten) und allen anderen Indices (Verarbei-
tungsgeschwindigkeit: Indexwert von 79 Punkten [unterdurchschnittlich]; 
Sprachverständnis: Indexwert von 71 Punkten [deutlich unterdurchschnitt-
lich an der Grenze zur leichten Intelligenzminderung]; Arbeitsgedächtnis: 
Indexwert von 66 Punkten [weit unterdurchschnittlich im Bereich einer 
leichten Intelligenzminderung]; AB 104.2/6 oben) besteht. Letztlich ist die 
genaue diagnostische Zuordnung nicht entscheidend, sondern vielmehr die 
erwerbliche Auswirkung der laut beiden Administrativgutachten bestehen-
den Beeinträchtigungen, sofern sie einem invalidenversicherungsrechtlich 
massgeblichen Gesundheitsschaden zugeordnet werden können. Unbe-
sehen dessen ist und bleibt es jedoch Aufgabe des medizinischen Gutach-
tens, den Gesundheitsschaden leitliniengerecht festzustellen. Aufgrund der 
unterdurchschnittlichen intellektuellen Begabung des Beschwerdeführers 
attestierten die Gutachter im ersten Arbeitsmarkt in einer angepassten 
Tätigkeit – Hilfstätigkeiten in praktischen Aufgabenstellungen mit geringen 
Anforderungen an sprachassoziierte Leistungen und das Lesen und 
Schreiben [AB 42.1/17 Ziff. 17] bzw. einfache vorstrukturierte Tätigkeiten 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Aug. 2019, IV/19/222, Seite 15

mit geringen Anforderungen an das verbal-intellektuelle Vermögen und die 
schulischen Fertigkeiten [AB 104.2/8 Mitte) – eine Einschränkung der Ar-
beitsfähigkeit, lic. phil. F.________ in bescheidenem Umfang von ca. 10 % 
(AB 42.1/17 unten) und die Gutachter der MEDAS G.________ in deutlich 
höherem Umfang von 80 % (AB 104.1/7 Ziff. 4.8). Damit bestehen erhebli-
che Diskrepanzen hinsichtlich der Frage, in welchem arbeitsplatzbezoge-
nen und zeitlichen Rahmen sich das von den Gutachtern ansonsten im 
Wesentlichen übereinstimmend umschriebene Zumutbarkeitsprofil erwerb-
lich verwerten lässt.

3.5 Selbst wenn eine Intelligenzschwäche gesundheitlich bedingt ist, 
mithin Krankheitswert aufweist, besagt dies allein noch nicht, dass auch 
das Leistungsvermögen im erwerblichen Bereich in invalidenversicherungs-
rechtlich relevantem Ausmass beeinträchtigt wäre. Wie bei jeder anderen 
auf den Gesundheitszustand zurückzuführenden Verminderung der Ar-
beitsfähigkeit auch stellt sich zusätzlich die Frage, inwiefern sich ein allfälli-
ger Intelligenzmangel konkret auf die zumutbarerweise mögliche Leis-
tungserbringung auswirkt. Dabei kann es durchaus sein, dass die Behinde-
rung wegen Intelligenzmangels kein rentenrelevantes Ausmass erreicht. 
Arbeitgeberberichte und bisherige Erfahrungen etwa können Aufschlüsse 
liefern, die trotz der medizinisch-theoretischen Bestätigung der Krankheits-
wertigkeit einer Intelligenzschwäche eine invalidenversicherungsrechtlich 
nicht leistungsrelevante Verminderung der Arbeitsfähigkeit annehmen las-
sen. So kann sich aus entsprechenden Arbeitgeberberichten allenfalls eine 
effektiv geringfügigere Beeinträchtigung des Leistungsvermögens ergeben, 
als aufgrund der Angaben von Fachleuten zum IQ zu erwarten wäre. Dies-
falls kann ein Abweichen von der ärztlichen Arbeitsfähigkeitsschätzung 
zulässig sein (BGer 8C_741/2013, E. 3.2.1).

3.5.1 Unter Berücksichtigung des eben und des unter E. 2.3.1 hiervor 
Ausgeführten geht es bei der Frage der Verwertbarkeit des medizinisch-
theoretischen Zumutbarkeitsprofils im Gegensatz zur Umschreibung einer 
zumutbaren Arbeitstätigkeit nicht primär um eine medizinische, sondern 
vielmehr um eine erwerbliche Frage, worüber sich die Gutachter nicht ab-
schliessend zu äussern haben. Die Einschätzungen der Gutachter, wonach 
der Beschwerdeführer in der freien Wirtschaft seine Arbeitsfähigkeit nur 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Aug. 2019, IV/19/222, Seite 16

noch zu 20 % (AB 104.1/7 Ziff. 4.8) bzw. immerhin zu ca. 90 % (AB 42.1/17 
unten) verwerten könne, stehen sowohl in krassem Widerspruch unterein-
ander, als auch zu den Abklärungsergebnissen der Abklärungsstelle 
C.________ (verwertbare Leistung von 55 % [AB 23/6 oben] bzw. 52 % 
[AB 44/4 Mitte] und zu den Angaben des letzten Arbeitgebers (Beschäfti-
gung zu einem Leistungslohn von 50 % [AB 10/3 f. Ziff. 2.10 f.; Protokol-
leintrag vom 26. April 2017 {in den Gerichtsakten}]).

Lic. phil. F.________ wies darauf hin, dass der Beschwerdeführer einer-
seits früher langjährig im ersten Arbeitsmarkt voll berufstätig gewesen sei 
und andererseits die nunmehr vom bisherigen Arbeitgeber (vgl. E. 3.1.2 
hiervor) sowie der Abklärungsstelle C.________ (vgl. E. 3.1.4 und 3.1.6 
hiervor) geltend gemachte Einschränkung von rund 50 % nicht lediglich mit 
seinen kognitiven Funktionsbeeinträchtigungen begründet werden könne 
(AB 42.1/18 oben). Seiner Ansicht nach dürften für das Nachlassen der 
Leistungsfähigkeit in den letzten Jahren andere Faktoren als die kognitiven 
Funktionsbeeinträchtigungen – in erster Linie eine Alkoholproblematik vor 
ca. vier bis fünf Jahren – eine Rolle gespielt haben (AB 42.1/11 unten). 
Dem entgegen schlossen die Gutachter der MEDAS G.________ eine 
Störung durch Alkohol anhand der Angaben des Beschwerdeführers sowie 
der aktuellen laborchemischen Werte aus, zumal sich die dissoziierte Intel-
ligenzminderung schon vor dem Beginn des Alkoholkonsums manifestiert 
habe und sich die Zunahme des Alkoholkonsums im Jahr 2011 zeitlich 
nicht direkt mit den von beruflicher Seite angeführten Leistungseinschrän-
kungen (ab ca. September 2014) korrelieren lasse (AB 104.1/4). Die Dis-
krepanzen zum Gutachten des lic. phil. F.________ würden sich überwie-
gend wahrscheinlich durch die Andersbewertung der Alkoholproblematik 
ergeben (AB 106/1 unten). Zudem habe lic. phil. F.________ den Gesamt-
kontext nicht angemessen gewürdigt, nämlich den offensichtlichen Unter-
stützungsbedarf in Alltags- und administrativen Dingen durch Angehörige 
und denjenigen, wie er ihn gemäss den Berichten der beruflichen Ab-
klärung (vgl. E. 3.1.4 und 3.1.6 hiervor) benötigte. Es sei denn auch davon 
auszugehen, dass der Beschwerdeführer zu einem früheren Zeitpunkt bei 
guter Unterstützung durch die Arbeitgeber im ersten Arbeitsmarkt habe 
tätig sein können. Wahrscheinlich sei es in den letzten Jahren zusätzlich zu 
einem vorzeitigen kognitiven Abbau bei niedriger kognitiver Reservekapa-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Aug. 2019, IV/19/222, Seite 17

zität gekommen. Schliesslich könne Einschätzung der Arbeitsfähigkeit 
durch die Abklärungsstelle C.________ (vgl. E. 3.1.4 und 3.1.6 hiervor) nur 
für den geschützten Bereich angenommen werden (AB 106/2).

3.5.2 Vorstehende Ausführungen verdeutlichen, dass die gutachterlichen 
Einschätzungen der Arbeitsfähigkeit weitgehend auf anamnestischen An-
gaben des Beschwerdeführers und auch teilweise auf (blossen) Annahmen 
der Gutachter beruhen. Lic. phil. F.________ konnte das Nachlassen der 
Leistungsfähigkeit in den letzten Jahren nicht auf die kognitiven Funktions-
beeinträchtigungen zurückführen und erwog deshalb andere Gründe, so in 
erster Linie eine Alkoholproblematik, obschon er selber einräumte, dass 
diese ambulant behandelt und seither anamnestisch sistiert sei und sich 
denn auch bei der aktuellen Untersuchung im klinischen Eindruck keine 
offensichtlichen Hinweise auf eine aktuelle Alkoholproblematik gezeigt hät-
ten (AB 42.1/11 unten). Im Gutachten der MEDAS G.________ wird auf-
grund der Labordaten mit nachvollziehbarer Begründung ausgeschlossen, 
dass die kognitiven Einschränkungen durch die Folgen eines übermässigen 
Alkoholkonsums überlagert werden (AB 104.1/4 unten). Da sich ein Alko-
holabusus nicht erhärten bzw. aktuell von den Gutachtern der MEDAS 
G.________ gar mittels Labordaten ausschliessen liess, ist die Beurteilung 
des lic. phil F.________ mit einem Mangel behaftet. Ein Nachlassen der 
Leistungsfähigkeit in den letzten Jahren lässt sich damit weder durch kogni-
tive Funktionsbeeinträchtigungen noch eine Alkoholproblematik begründen 
und ist medizinisch somit nicht genügend ausgewiesen. Entsprechend ist 
davon auszugehen, dass heute im Vergleich zu den bis 2009 (vgl. AB 8/3) 
ausgeübten Tätigkeiten ein vergleichbares Leistungsprofil vorliegt. Der 
Umstand, dass der Beschwerdeführer in früheren Jahren längere Zeit im 
ersten Arbeitsmarkt erwerbstätig war, indiziert, dass er seine Arbeitsfähig-
keit – entgegen der Annahme der Gutachter der MEDAS G.________ – 
trotz Vorliegens einer unterdurchschnittlichen intellektuellen Begabung 
nicht nur in einem geschützten Umfeld verwerten kann. Sollte sich die Ein-
schätzung der Abklärungsstelle C.________, wonach eine Leistungsfähig-
keit von rund 50 % vorliegen soll (vgl. E. 3.1.4 und 3.1.6), tatsächlich, wie 
von den Gutachtern der MEDAS G.________ angenommen (AB 106/2 
oben), ausschliesslich auf den geschützten Bereich beziehen, blieben sie 
eine Erklärung dafür schuldig, warum sie ihn ihrerseits im geschützten Be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Aug. 2019, IV/19/222, Seite 18

reich voll und in einer angepassten Tätigkeit immerhin zu 20 % leistungs-
fähig (AB 104.1/7 f.) erachten. Dabei gilt es denn auch zu berücksichtigen, 
dass der letzte Arbeitgeber den Beschwerdeführer, wenn auch auf Abruf, 
mit einem Leistungslohn von 50 % weiterbeschäftigt hätte (Protokolleintrag 
vom 26. April 2017 [in den Gerichtsakten]). Weil sowohl der letzte Arbeit-
geber als auch die Abklärungsstelle C.________ von einer Leistung von 
50 - 55 % ausgingen, womit die seitens der MEDAS G.________ attestierte 
Arbeitsfähigkeit von 20 % (als zu tief) nicht überzeugt, kann auch dieser 
gutachterlichen Beurteilung nicht gefolgt werden. Soweit in Bezug auf die 
früher insbesondere bei der J.________ AG und der K.________ AG (vgl. 
AB 8/3 f.) langjährig ausgeübten Tätigkeiten von der neuropsychologischen 
Gutachterin der MEDAS G.________ eine gute Unterstützung durch die 
Arbeitgeber vermutet wird (AB 106/2 oben) und der Beschwerdeführer sel-
ber sinngemäss einen Soziallohn geltend macht (vgl. Beschwerde, S. 8 
Art. 7), wird dies weder belegt noch wurde dies von der Beschwerdegegne-
rin abgeklärt.

3.5.3 Die Beschwerdegegnerin wird deshalb bei den besagten Arbeitge-
bern weitere Abklärungen über den Verlauf (insbesondere betreffend Leis-
tung und erforderlicher Betreuung) der seinerzeitigen Arbeitsverhältnisse 
einzuholen und gestützt darauf eine Begutachtung in Auftrag zu geben ha-
ben, im Rahmen welcher unter Berücksichtigung der bei den erwähnten 
Arbeitgebern getroffenen Abklärungen die Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
des Beschwerdeführers aus medizinisch-theoretischer Sicht neu zu definie-
ren sein wird.

3.6 Aufgrund des Dargelegten erweist sich der massgebende Sachver-
halt als ungenügend abgeklärt. Damit erübrigen sich Ausführungen zu der 
von der Beschwerdegegnerin vorgenommenen Indikatorenprüfung und zu 
den Vorbringen des Beschwerdeführers zu den Vergleichseinkommen. Die 
Sache ist daher in teilweiser Gutheissung der Beschwerde im Sinne des 
Eventual-Rechtsbegehrens an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, 
damit sie nach Vornahme der Abklärungen gemäss E. 3.5.3 hiervor über 
die Leistungsansprüche des Beschwerdeführers neu verfüge. Im Übrigen 
(Hauptbegehren) ist die Beschwerde abzuweisen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Aug. 2019, IV/19/222, Seite 19

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzulegen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4).

Der vom Beschwerdeführer geleistete Kostenvorschuss von Fr. 800.-- ist 
ihm nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils zurückzuerstatten.

4.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten (Art. 61 lit. g ATSG). Nach der Rechtsprechung gilt 
es unter dem Gesichtspunkt des (bundesrechtlichen) Anspruchs auf eine 
Parteientschädigung im Streit um eine Sozialversicherungsleistung bereits 
als Obsiegen, wenn die versicherte Person ihre Rechtsstellung im Ver-
gleich zu derjenigen nach Abschluss des Administrativverfahrens insoweit 
verbessert, als sie die Aufhebung einer ablehnenden Verfügung und die 
Rückweisung der Sache an die Verwaltung zu ergänzender Abklärung und 
neuer Beurteilung erreicht (BGE 137 V 57 E. 2.1 S. 61). Dies gilt unabhän-
gig davon, ob die Rückweisung beantragt oder ob das entsprechende Be-
gehren im Haupt- oder im Eventualantrag gestellt wird (SVR 2017 KV Nr. 9 
S. 43 E. 9.1)

Entsprechend der angemessenen Kostennote von Rechtsanwalt 
B.________ vom 22. Mai 2019 wird die Parteientschädigung auf 
Fr. 2'433.10 festgesetzt (Aufwand von 8 Stunden à Fr. 270.-- zuzüglich 
Auslagen von Fr. 99.15 sowie Mehrwertsteuer von Fr. 173.95). Diesen Be-
trag hat die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer zu ersetzen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Aug. 2019, IV/19/222, Seite 20

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Ver-
fügung der IV-Stelle Bern vom 14. Februar 2019 aufgehoben und die 
Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie – nach 
Vornahme der Abklärungen im Sinne der Erwägungen – über die Leis-
tungsansprüche des Beschwerdeführers neu verfüge. Im Übrigen wird 
die Beschwerde abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt.

3. Der vom Beschwerdeführer geleistete Kostenvorschuss von Fr. 800.-- 
wird ihm nach Rechtskraft des Urteils zurückerstattet.

4. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 2'433.10 (inkl. Auslagen und MWSt.), zu 
ersetzen.

5. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern (samt Kostennote vom 22. Mai 2019)
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.