# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8d134897-4b4e-51e3-9ff9-83ffb44f4655
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-10-18
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe 18.10.2022 605 2021 220
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_011_605-2021-220_2022-10-18.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 630, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00
tribunalcantonal@fr.ch
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

605 2021 220

Urteil vom 18. Oktober 2022

I. Sozialversicherungsgerichtshof

Besetzung Präsident: Marc Boivin 
Richter: Yann Hofmann, Marc Sugnaux 
Gerichtsschreiber-Berichterstatter: Bernhard Schaaf 

Parteien A.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Josef Flury

gegen

SUVA, Vorinstanz    

Gegenstand Unfallversicherung – Fallabschluss; Rente; Integritätsentschädigung 

Beschwerde vom 11. Oktober 2021 gegen den Einspracheentscheid vom 
9. September 2021

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Sachverhalt

A. A.________, geboren 1957, verheiratet, wohnhaft in B.________ arbeitete seit dem 
5. Januar 2015 als Lastwagen-Chauffeur bei der C.________ S.A., mit Sitz in D.________. Er war 
im Rahmen dieser Anstellung bei der Suva, Luzern, gegen Berufs- und Nichtberufsunfälle sowie 
Berufskrankheiten versichert. 

Am 17. September 2019 verunfallte er mit dem Lastwagen auf der Autobahn und touchierte eine 
Tunnelwand. Dabei zog er sich eine Acetabulumfraktur rechts mit einer dorsalen Absprengung zu. 
Am 28. Oktober 2019 erfolgte in E.________ eine offe Reposition durch mehrdimensionale Osteo-
tomie der konsolidierten Fraktur und Stabilisierung mittels Plattenosteosynthese Acetabulum rechts. 
Die Suva übernahm die gesetzlichen Leistungen.

B. Am 28. August 2020 stolperte er zu Hause und fiel auf die rechte Hüfte. Eine diagnostizierte 
pertrochantäre Femurfraktur rechts wurde am Folgetag operativ saniert (Geschlossene Reposition 
und Gammanagel, Osteosynthese). Auch hierfür übernahm die Suva die gesetzlichen Leistungen.

Mit Schreiben vom 31. März 2021 informierte die Suva, die Taggelder würden per 31. Mai 2021 
eingestellt.

Mit Verfügung vom 5. Mai 2021, bestätigt durch Einspracheentscheid vom 9. September 2021, ver-
neinte die Suva den Rentenanspruch gestützt auf einen Invalditätsgrad von 6%. Demgegenüber 
sprach sie eine Integritätsentschädigung basierend auf einer Integritätseinbusse von 30% zu.

C. Gegen diesen Einspracheentscheid erhebt A.________, vertreten durch Rechtsanwalt Josef 
Flury, am 11. Oktober 2021 Beschwerde an das Kantonsgericht Freiburg und stellt den Antrag, der 
Einspracheentscheid vom 9. September 2021 sei aufzuheben und die Suva sei zu verpflichten, bis 
zum Vorliegen des Endzustandes die gesetzlichen Leistungen auszurichten. Ferner sei sie zu 
verpflichten, die erforderlichen Abklärungen in Bezug auf den Endzustand, das Zumutbarkeitsprofil, 
die Restarbeitsfähigkeit sowie die Integritätsentschädigung vorzunehmen und anschliessend den 
Anspruch auf die gesetzlichen Leistungen neu zu prüfen und zu berechnen. Eventualiter sei sie zu 
verpflichten, den Beschwerdeführer durch einen Kreisarzt/Kreisärztin mit den erforderlichen 
Fachkenntnissen persönlich untersuchen zu lassen, um den aktuellen Gesundheitszustand, das Zu-
mutbarkeitsprofil, die Resterwerbsfähigkeit und den Umfang des Integritätsschadens festzustellen. 
Subeventualiter sei die Sache an die Suva zurückzuweisen, damit diese bei den behandelnden 
Ärzten und Therapeuten einen aktuellen Verlaufs- und Untersuchungsbericht einhole und gestützt 
darauf neu verfüge. Subsubeventualiter sei die Suva zu verpflichten, den Endzustand, die Rester-
werbsfähigkeit und den Integritätsschaden mittels neutralen Gutachten abzuklären. Zur Begründung 
bringt er u. a. vor, die Suva habe ihre Abklärungspflicht verletzt und den Fall zu früh abgeschlossen.

Die Suva bestätigt in ihren Bemerkungen vom 28. Dezember 2021 ihre Ausführungen im Ein-
spracheentscheid und beantragt die Abweisung der Beschwerde.

Am 7. Februar 2022 reicht der Beschwerdeführer seine Gegenbemerkungen ein und hält an seiner 
Sichtweise fest. In ihren Schlussbemerkungen vom 30. Juni 2022 bekräftigt die Suva ihren Stand-
punkt gestützt auf eine orthopädisch-chirurgische Beurteilung von Dr. med. F.________, Facharzt 
für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates der Suva.

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Die weiteren Elemente des Sachverhalts ergeben sich, soweit für die Urteilsfindung massgebend, 
aus den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen.

Erwägungen

1.

Die Beschwerde vom 11. Oktober 2021 gegen den Einspracheentscheid der Suva vom 9. Septem-
ber 2021 ist fristgerecht durch einen ordentlich bevollmächtigten Vertreter bei der sachlich und örtlich 
zuständigen Beschwerdeinstanz gemäss Art. 58 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1), welches hier aufgrund 
von Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung (UVG; 
SR 832.20) zur Anwendung gelangt, eingereicht worden. Der Beschwerdeführer hat ein schutzwür-
diges Interesse, dass das Kantonsgericht, I. Sozialversicherungsgerichtshof, prüft, ob die Suva die 
Höhe der Rente und der Integritätsentschädigung korrekt festgesetzt hat.

Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2.

2.1. Nach Art. 6 UVG werden die Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen, Nichtbe-
rufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt.

Gemäss Art. 4 ATSG gilt als Unfall die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines 
ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der kör-
perlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat.

2.2. Der Unfallversicherer haftet für einen Gesundheitsschaden nur insoweit, als dieser in einem 
natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zum versicherten Ereignis steht. Das Vorliegen 
eines natürlichen Kausalzusammenhanges ist eine Tatfrage und muss daher mit dem im Sozialver-
sicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen werden 
(Urteil BGer 8C_408/2019 vom 26. August 2019 E. 3.1 f. mit Hinweisen). Die blosse Möglichkeit 
eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 
E. 3.1 mit Hinweisen). Ferner kommt die Formel "post hoc, ergo propter hoc", wonach eine gesund-
heitliche Schädigung schon dann als durch den Unfall verursacht gilt, wenn sie nach diesem aufge-
treten ist, nicht zur Anwendung (BGE 119 V 335 E. 2b/bb).

2.3. Ist der Versicherte infolge des Unfalls zu mindestens 10% invalid (Art. 8 ATSG), hat er An-
spruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG ist Invalidität die 
voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge-
sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder 
teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind 
ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs-
unfähigkeit liegt nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

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Gemäss Art. 19 Abs. 1 UVG entsteht der Rentenanspruch, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen 
Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes des Versicherten mehr erwartet 
werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen 
sind. Zu diesem Zeitpunkt kann der Unfallversicherer die Adäquanz prüfen und je nach Resultat den 
Fall abschliessen. Die Besserung bestimmt sich namentlich nach Massgabe der zu erwartenden 
Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit unfallbedingt beeinträchtigt, wobei 
die durch weitere Heilbehandlung zu erwartende Besserung ins Gewicht fallen muss. Unbedeutende 
Verbesserungen genügen nicht (Urteil BGer 8C_210/2018 vom 17. Juli 2018 E. 3.2.3.1. mit Hin-
weisen). So verleihen weder eine weit entfernte Möglichkeit eines positiven Resultats einer Fortset-
zung der ärztlichen Behandlung noch ein von weiteren Massnahmen zu erwartender geringfügiger 
therapeutischer Fortschritt Anspruch auf deren Durchführung. Der Gesundheitszustand muss 
prognostisch und nicht retrospektiv beurteilt werden (Urteil BGer 8C_888/2013 vom 2. Mai 2014 
E. 4.1 mit Hinweisen). Der Fallabschluss bedingt nicht, dass eine ärztliche Behandlung nicht länger 
erforderlich ist, sondern bestimmt sich vielmehr danach, ob weitere ärztliche Behandlungen eine 
namhafte Besserung erwarten lassen (vorerwähntes Urteil 8C_888/2013 E. 4.2.2).

2.4. Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung – und im Beschwerdefall das 
Gericht – auf Unterlagen angewiesen, die der Arzt oder die Ärztin und gegebenenfalls andere Fach-
leute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe der medizinischen Fachperson ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher 
Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind ärztliche Auskünfte eine wich-
tige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch 
zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4, 115 V 133 E. 2).

Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person 
nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarkt-
lage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn 
sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG). Entscheidend ist, was der Versicherte trotz der Un-
fallfolgen zumutbarerweise noch zu erwerben fähig ist (BGE 115 V 133; RKUV 1993 S. 100 E. 3b).

Bei der Ermittlung des Invalideneinkommens auf der Grundlage von statistischen Lohndaten wie 
namentlich der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebung (LSE) ist der 
so erhobene Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen wer-
den, dass persönliche und berufliche Merkmale wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, 
Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die 
Lohnhöhe haben können und die versicherte Person je nach Ausprägung deswegen die verbliebene 
Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem er-
werblichem Erfolg verwerten kann. Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Wür-
digung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und 
darf 25 % nicht übersteigen (Urteil BGer 8C_193/2022 vom 16. September 2022 E. 3.2 mit Hinweis 
auf BGE 148 V 174 E. 6.3 mit Hinweisen).

Das medizinische Anforderungs- und Belastungsprofil stellt eine zum zeitlich zumutbaren Arbeits-
pensum hinzutretende qualitative oder quantitative Einschränkung der Arbeitsfähigkeit dar. Lediglich 
wenn – auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt – unter Berücksichtigung solcher Einschrän-
kungen, die personen- oder arbeitsplatzbezogen sein können, kein genügend breites Spektrum an 
zumutbaren Verweisungstätigkeiten mehr besteht, rechtfertigt sich allenfalls ein (zusätzlicher) Abzug 
vom Tabellenlohn (Urteil BGer 8C_48/2021 vom 20. Mai 2021 E. 4.3.3 mit Hinweis). Zudem ist der 

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Umstand, dass nur mehr mindestens leichte bis mittelschwere, wechselbelastende Arbeiten zumut-
bar sind, auch bei eingeschränkter Leistungsfähigkeit kein Grund für einen zusätzlichen leidensbe-
dingten Abzug, weil der Tabellenlohn im Kompetenzniveau 1 bereits eine Vielzahl von leichten 
Tätigkeiten umfasst (vorerwähntes Urteil BGer 8C_48/2021 E. 4.3.4 mit Hinweisen).

Dem Alter kommt im Zusammenhang mit dem Leidensabzug nur beschränkte Bedeutung zu. So 
wirkt sich das Alter gemäss den LSE-Erhebungen bei Männern im Alterssegment von 50 bis 64/65 
bei Stellen ohne Kaderfunktion sogar eher lohnerhöhend aus. Des Weiteren wird dem Umstand, 
dass die Stellensuche altersbedingt erschwert sein mag, als invaliditätsfremder Faktor regelmässig 
keine Bedeutung beigemessen (Urteil BGer 8C_466/2021 vom 1. März 2022 E. 3.6.1 mit Hin-
weisen). Ebenso ist kein Abzug wegen fehlender Ausbildung gerechtfertigt, wenn der statistische 
Durchschnittslohn für einfache und repetitive Tätigkeiten (Kompetenzniveau 1) angewendet wird 
(Urteil BGer 8C_139/2020 vom 30. Juli 2020 E. 6.3.4 mit Hinweis). Ferner hat es das Bundesgericht 
bisher offen gelassen, ob das Merkmal des fortgeschrittenen Alters in der obligatorischen Unfallver-
sicherung grundsätzlich überhaupt einen Abzug vom Tabellenlohn rechtfertigen könnte oder ob der 
Einfluss des Alters auf die Erwerbsfähigkeit nur im Rahmen der Sonderregelung von Art. 28 Abs. 4 
der Verordnung vom 20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) zu berück-
sichtigen ist (Urteil BGer 8C_50/2022 vom 11. August 2022 E. 6.4 mit Hinweisen).

2.5. Erleidet der Versicherte durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperli-
chen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat er Anspruch auf eine angemessene Integritäts-
entschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Nach Art. 36 UVV gilt der Integritätsschaden als dauernd, wenn 
er voraussichtlich während des ganzen Lebens mindestens in gleichem Umfang besteht. Er ist er-
heblich, wenn die körperliche, geistige oder psychische Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähig-
keit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird (Abs. 1).

Die Integritätsentschädigung wird laut Art. 25 UVG in Form einer Kapitalleistung gewährt. Sie darf 
den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Verdienstes nicht übersteigen und wird 
entsprechend der Schwere des Integritätsschadens abgestuft (Abs. 1). Der Bundesrat regelt die Be-
messung der Entschädigung (Abs. 2). Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 UVV Gebrauch gemacht. 
Gemäss Abs. 2 dieser Vorschrift gelten für die Bemessung der Integritätsentschädigung die Richtli-
nien des Anhangs 3. Darin hat der Bundesrat in einer als gesetzmässig anerkannten, nicht ab-
schliessenden Skala häufig vorkommende und typische Schäden prozentual gewichtet. Die Ent-
schädigung für spezielle und nicht aufgeführte Integritätsschäden wird nach dem Grad der Schwere 
vom Skalenwert abgeleitet. In diesem Zusammenhang hat die Suva in Weiterentwicklung der bun-
desrätlichen Skala weitere Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form (sog. Feinraster) erar-
beitet. Diese stellen zwar keine Rechtssätze dar und sind für den Richter nicht bindend. Soweit sie 
jedoch Richtwerte enthalten, mit denen die Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet wer-
den soll, sind sie mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (Urteil BGer 8C_19/2017 vom 22. Mai 2017 
E. 4.2 mit Hinweisen).

2.6. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die strei-
tigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung 
der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch-
tend ist und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den 
Beweiswert ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der ein-
gereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 
E. 3a; 112 V 160 E. 1c). In Bezug auf Berichte von Hausärzten darf und soll der Richter der Erfah-

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rungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche 
Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 
E. 3cc). Dies gilt auch für den behandelnden Spezialarzt und erst recht für den schmerztherapeu-
tisch tätigen Arzt mit seinem besonderen Vertrauensverhältnis und dem Erfordernis, den geklagten 
Schmerz zunächst bedingungslos zu akzeptieren (Urteil BGer 9C_337/2017 vom 27. Oktober 2017 
E. 3.3.6 mit Hinweisen). Auch Gutachten, welche der Unfallversicherer während des Administrativ-
verfahrens von seinen eigenen Ärzten einholt, sind beweistauglich, solange ihre Richtigkeit nicht 
durch konkrete Indizien erschüttert wird (BGE 125 V 351 E. 3b/ee). Ebenso sind ärztliche Beurtei-
lungen aufgrund der Akten nicht an sich unzuverlässig, wenn es um die ärztliche Beurteilung der 
natürlichen Kausalität bei einem an sich feststehenden medizinischen Sachverhalt und lückenlosen 
Befund geht. So erweist sich eine klinische Untersuchung nicht als notwendig, wenn ein komplettes 
Dossier inklusive Berichte zu bildgebenden Untersuchungen vorliegt und sich einzig die Frage nach 
der natürlichen Kausalität zwischen den Gesundheitsbeschwerden und dem Unfall stellt (Urteil BGer 
8C_265/2019 vom 3. September 2019 E. 6.2 sowie Urteil BGer 8C_108/2020 vom 22. Dezember 
2020 E. 4.4.1, je mit Hinweis).

Auch unter Berücksichtigung der neueren Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes für 
Menschenrechte besteht kein förmlicher Anspruch auf versicherungsexterne Begutachtung. Eine 
solche ist indessen aber anzuordnen, wenn auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und 
Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen bestehen (BGE 135 V 465 E. 4).

Im Sozialversicherungsrecht besteht kein Rechtsgrundsatz, wonach die Verwaltung oder der Richter 
im Zweifelsfall zugunsten des Versicherten zu entscheiden hätte. Vielmehr haben die Versicherten 
die für die Beurteilung des Sachverhalts notwendigen Beweise im Rahmen des ihnen Zumutbaren 
zu erbringen, andernfalls sie die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen haben (BGE 126 V 319 E. 5a; 
ARV 1990 Nr. 12 S. 67).

3.

Es ist streitig, ob die Suva den Fallabschluss zu früh vornahm, ob ein allfälliger Anspruch auf eine 
Invalidenrente besteht sowie die Höhe der Integritätsentschädigung.

Nachfolgend werden die Akten betreffend den Unfall von 2019 zitiert mit Suva-Akten Nr. 19/Akten-
nummer sowie diejenigen hinsichtlich des Unfalls von 2020 mit Suva-Akten Nr. 20/Aktennummer.

3.1. Der Beschwerdeführer bringt vor, die Suva habe sich sehr beeilt, den Fall abzuschliessen. 
Dies obwohl er sich erst verzögert einer komplizierten Operation habe unterziehen müssen, ein 
Arbeitsversuch gescheitert sei, er weiterhin in ärztlicher Behandlung sei und Therapien besuche, 
trotz einer ärztlich attestierten Arbeitsunfähigkeit und ohne die von der Kreisärztin Dr. med. 
G.________, Fachärztin für Neurochirurgie der Suva, geforderten Berichte abzuwarten. Diese 
verfüge überdies als Neurochirurgin nicht über genügend Kenntnisse im Fachbereich der Orthopädie 
und habe es unterlassen, ihn persönlich zu untersuchen.

Auch nach der Einstellung der Taggeldleistung per 31. Mai 2021 habe er sich in ärztlicher Behand-
lung befunden und habe Therapien in Anspruch genommen, weshalb davon ausgegangen werden 
müsse, dass der Endzustand noch nicht erreicht sei und weiterhin von einer namhaften Besserung 
ausgegangen werden könne. Drei Wochen vor der Leistungseinstellung sei er von seinem Hausarzt 
wegen persistierenden Beschwerden an einen Orthopäden überwiesen worden. Die Suva habe ihre 
Abklärungspflicht verletzt. Da die Kreisärztin nicht über alle erforderlichen Unterlagen verfügt habe, 
habe ihre Einschätzung keinen Beweiswert.

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3.2. Wie dargestellt (vgl. supra E. 2.3), kann der Fall abgeschlossen werden, wenn von der Fort-
setzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr er-
wartet werden kann. Die durch weitere Heilbehandlung zu erwartende Besserung muss ins Gewicht 
fallen, unbedeutende Verbesserungen genügen nicht. So verleihen weder eine weit entfernte Mög-
lichkeit eines positiven Resultats einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch ein von weiteren 
Massnahmen zu erwartender geringfügiger therapeutischer Fortschritt Anspruch auf deren Durch-
führung. Ferner bedingt der Fallabschluss nicht, dass eine ärztliche Behandlung nicht länger erfor-
derlich ist.

Die Umstände, dass nach der Sichtweise des Beschwerdeführers weiterhin eine Arbeitsunfähigkeit 
besteht, die Behandlung noch nicht abgeschlossen ist und er weiterhin in Therapie ist, genügen für 
sich allein also nicht, damit der Fall nicht abgeschlossen werden kann. Ebenso nicht von Bedeutung 
ist, dass ein Arbeitsversuch gescheitert ist und die Acetabulumfraktur erst verzögert operativ behan-
delt worden war. Relevant ist einzig und allein die Frage, ob von einer weiteren Behandlung eine 
namhafte Besserung erwartet werden kann oder nicht, was nachfolgend geprüft wird.

Der behandelnde Orthopäde Dr. med. H.________, Facharzt für Chirurgie sowie orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, stellte am 11. September 2020 (Suva-
Akten Nr. 19/153) fest, die hüftgelenksnahe Fraktur vom zweiten Unfall müsse nun ausheilen. Es 
bestehe bis zum Zeitpunkt sechs Wochen postoperativ plus zwei Wochen eine Arbeitsunfähigkeit. 
Sodann sei bei zu erwartendem Verheilen der Fraktur Vollmobilisation mit Vollbelastung nach 
Massgabe der Beschwerden vorzunehmen. Ferner solle eine neurologische Evaluation der 
residuellen und aktuell funktionell verschlechterten Fussheberschwäche auf der rechten Seite 
erfolgen. Die Acetabulumfraktur, auf der gleichen Seite wie die aktuelle hüftgelenksnahe Fraktur, sei 
längstens knöchern ausgeheilt.

Die verlangte neurologische Evaluation fand am 16. November 2020 (Suva-Akten Nr. 19/164) bei 
Dr. med. I.________, Fachärztin für Neurologie, statt. Sie notierte, zusammenfassend finde sich in 
der fokalneurologischen Untersuchung weiterhin ein ausgeprägtes Trendelenburg Zeichen rechts 
bei sonst unauffälliger fokalneurologischer Untersuchung. Intensive Krankengymnastik sei weiterhin 
empfehlenswert.

Die Suva-Kreisärztin erklärte am 19. Januar 2021 (Suva-Akten Nr. 19/174), in Bezug auf das Ereig-
nis von 2019 sei die Situation stabilisiert und eine Integritätsentschädigung geschuldet. Demgegen-
über sei hinsichtlich des Ereignisses von 2020 die Situation noch nicht stabilisiert und mit intensiver 
Physiotherapie eine namhafte Besserung möglich.

Gleichentags (Suva-Akten Nr. 20/68 f.) schickte die Deutsche Verbindungsstelle Unfallversicherung 
Ausland (DVUA), welche beim behandelnden Orthopäden einen aktuellen Verlaufsbericht einver-
langt hatte, der Suva die Antwort des Facharztes per E-Mail, gemäss welcher der Beschwerdeführer 
keinen neuen Termin vereinbart habe.

Aus der Standortbestimmung mit dem Beschwerdeführer vom 25. Januar 2021 (Suva-Akten 
Nr. 20/71) ergab sich, dass die letzte Untersuchung bei Dr. med. H.________ am 28. Oktober 2020 
stattgefunden hatte. Er gehe einmal im Monat zu seinem Hausarzt Dr. med. J.________, Facharzt 
für Innere Medizin. Er sei weiterhin vollständig arbeitsunfähig, gehe zweimal in der Woche in die 
Physiotherapie, mache täglich Eigenübungen, habe immer noch Schmerzen am rechten 
Oberschenkel und Schwierigkeiten beim Laufen und nehme täglich Medikamente gegen die 
Schmerzen.

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Der nächsten Standortbestimmung vom 19. März 2021 (Suva-Akten Nr. 20/77) sind keine relevan-
ten Änderungen zu entnehmen. Gemäss den Angaben des Beschwerdeführers bleibe der Heilver-
lauf am rechten Oberschenkel stabil.

Am 29. März 2021 (Suva-Akten Nr. 19/175) gab die Kreisärztin wieder, gemäss der vorstehenden 
Standortbestimmung habe die letzte fachorthopädische Untersuchung am 28. Oktober 2020 stattge-
funden. Es seien keine weiteren Kontrollen geplant. Es erfolge zweimal pro Woche Physiotherapie 
sowie tägliche Übungen zu Hause. Der Heilverlauf am rechten Oberschenkel bleibe stabil mit persis-
tierenden Schmerzen und Schwierigkeiten beim Laufen sowie Einnahme von Medikamenten gegen 
die Schmerzen. Der Beschwerdeführer werde aktuell von seinem Hausarzt einmal pro Monat unter-
sucht. Die Situation bezüglich des Unfalls von 2020 sei stabilisiert und nicht mehr verbesserbar. 
Weiterhin sei Physiotherapie notwendig: 3 x 9 Serien pro Jahr und Eigenübungen.

Gemäss den dargestellten Unterlagen hat zwar der Beschwerdeführer weiterhin Beschwerden und 
sowohl Physiotherapie als auch Eigenübungen sind notwendig. Jedoch ergibt sich aus beiden Stan-
dortbestimmungen, dass sich keine relevanten Änderungen mehr ergeben haben und die Situation 
somit stabilisiert ist. Hierfür spricht auch der Umstand, dass keine Kontrollen mehr bei Dr. med. 
H.________ stattfanden und der Beschwerdeführer einzig einmal im Monat zum Hausarzt geht. Zu 
keiner anderen Sichtweise führt der Bericht von Dr. med. K.________, Facharzt für Orthopädie und 
Unfallchirurgie, vom 14. Mai 2021 (Beschwerdebeilage Nr. 3). Vielmehr hält dieser fest, hinsichtlich 
des persistierendem Hinkens sei von einem Dauerzustand auszugehen, was ebenfalls für eine 
Stabilisierung spricht.

Zwar mag es auf den ersten Blick erstaunen, dass die Kreisärztin im Januar 2021 um einen Ver-
laufsbericht des Hausarztes in vier Monaten ersuchte und zwei Monate später von einer stabilisierten 
Situation ausging. Jedoch ist sie nicht derart an ihre vorherigen Aussagen gebunden, als sie nicht 
eine neue Beurteilung vornehmen könnte, was sie im März 2021 getan hat. Hinsichtlich des von ihr 
verlangten Verlaufsberichts des Hausarztes ist anzumerken, dass die DVUA bereits in einer E-Mail 
vom 11. Januar 2021 (Suva-Akten Nr. 20/62) darauf hingewiesen hatte, Hausärzte würden in der 
Regel keine Berichte erstellen. Die Kreisärztin verfügte also über ein vollständiges Dossier.

Was die Kritik an den Fachkenntnissen der Suva-Kreisärztin betrifft, ist der Beschwerdeführer darauf 
hinzuweisen, dass es sich zwar bei ihr nicht um eine Fachärztin in orthopädischer Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates handelt. Ihren Berichten kann jedoch nicht schon deshalb 
der Beweiswert abgesprochen werden. So handelt es sich bei Suva-Kreisärzten, unabhängig von 
ihrer Fachdisziplin, allgemein um Fachärzte der Unfallmedizin mit besonders ausgeprägten trauma-
tologischen Kenntnissen und Erfahrungen (Urteil BGer 8C_59/2020 vom 14. April 2020 E. 5.2 mit 
Hinweisen). Ferner stützte sie sich auf die vorhandenen, auch bildgebenden, Unterlagen und hatte 
damit Kenntnis von den Berichten des behandelnden Orthopäden Dr. med. H.________.

Ferner führt ebenso der Umstand, dass die Kreisärztin keine persönliche Untersuchung vornahm 
nicht zu einer Reduktion des Beweiswertes ihrer Berichte. Wie dargestellt, erweist sich eine klinische 
Untersuchung nicht als notwendig, wenn ein komplettes Dossier inklusive bildgebenden Berichten 
vorliegt. Auch für die Einschätzung der Integritätseinbusse genügt eine Einschätzung aufgrund der 
Akten (vgl. Urteil BGer U 121/06 vom 23. April 2007 E. 5.2).

Gemäss den Angaben von Dr. med. F.________ der Suva vom 27. Juni 2022 (mit 
Schlussbemerkungen nachgereicht), konnte spätestens ab dem Bericht von Dr. med. K.________ 
vom 14. Mai 2021 eine Besserung des unfallbedingten Gesundheitszustandes nicht mehr erwartet 
werden, weshalb es am Fallabschluss der Suva per 31. Mai 2022 nichts auszusetzen gibt. Der 

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Beschwerdeführer legt auch keine Unterlagen vor, aus welchen sich eine weiterhin mögliche 
namhafte Verbesserung ergibt.

4.

Den Rentenanspruch verneinte die Suva gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 6%. Sie ging von 
einem unbestrittenen Valideneinkommen von CHF 70'150.- und einem Invalideneinkommen von 
CHF 66'001.- unter Berücksichtigung einer angepassten Tätigkeit im Vollpensum und eines leidens-
bedingten Abzugs von 5%, aus.

Gemäss den Angaben von Dr. med. F.________ führte der Unfall von 2019 mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit zu einer Acetabulumfraktur rechts mit Entwicklung einer sekundären 
Coxarthrose, Parese der Hüftabduktoren (Musculus gluteus medius) und elektroneurografisch 
dokumentierten axonalen Störung des Nervus peroneus rechts sowie Nervus tibialis bei sonst 
unauffälliger fokalneurologischer Untersuchung. Der Sturz von 2020 habe mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit zu einer pertrochantären Fraktur des rechten Oberschenkels geführt, welcher 
chirurgisch behandelt worden und komplikationslos anatomisch ausgeheilt sei.

4.1. Der Beschwerdeführer kritisiert, die Kreisärztin habe nach dem zweiten Unfall ein weniger 
einschränkendes Zumutbarkeitsprofil definiert, als nach dem ersten Unfall. Ferner habe die Suva 
einzig einen leidensbedingten Abzug von 5% vorgenommen. Vielmehr sei von einem Abzug von 
mindestens 15% auszugehen. Er stehe kurz vor der Pensionierung, habe keine Ausbildung absol-
viert und wegen der unfallbedingten Einschränkungen müsse davon ausgegangen werden, dass 
ihm nur noch ein Teilpensum möglich sei.

4.2. Was das von der Kreisärztin definierte Zumutbarkeitsprofil betrifft, ging sie am 18. August 
2020 (Suva-Akten Nr. 19/127) von einer vollen Arbeitsfähigkeit in einer leichten überwiegend sitzen-
den Tätigkeit ohne Heben von schweren Lasten, ohne Gehen auf unebenem Gelände oder Treppen, 
mit der Möglichkeit die Position zu verändern, aus.

Im Anschluss an den zweiten Unfall von 2020 erklärte sie am 29. März 2021 (Suva-Akten 
Nr. 19/175), in einer wechselbelastenden Arbeit, ohne Heben von Lasten von mehr als 5 kg und mit 
der Möglichkeit der Positionsänderung, bestehe eine volle Arbeitsfähigkeit.

Es kann also nicht gesagt werden, das Zumutbarkeitsprofil nach dem zweiten Unfall sei weniger 
einschränkend als jenes nach dem ersten Unfall. Zwar wird im zweiten das Gehen auf unebenen 
Gelände oder Treppen nicht mehr erwähnt. Dafür sind aber nur Lasten von maximal 5 kg möglich, 
wobei im ersten einzig schwere Lasten nicht erlaubt waren. Ferner hat die Suva in ihrer Verfügung 
vom 5. Mai 2021 (Suva-Akten Nr. 19/182) nachfolgendes Zumutbarkeitsprofil angegeben, welches 
alle von der Kreisärztin in ihren beiden Zumutbarkeitsprofilen erwähnten Einschränkungen berück-
sichtigte: leichte, wechselbelastende resp. vorwiegend sitzende Tätigkeit mit der Möglichkeit der 
Positionsänderung, ohne Heben von Lasten von mehr als 5 kg und ohne Gehen auf unebenem 
Gelände oder Treppen ganztags. Dieses Zumutbarkeitsprofil wurde von Dr. med. F.________ 
bestätigt.

Ebenso nicht zu kritisieren ist die von den Suva-Ärzten festgehaltene volle Arbeitsfähigkeit in einer 
angepassten Tätigkeit. So attestierte Dr. med. H.________ einzig für acht Wochen nach der 
Operation eine Arbeitsunfähigkeit. Zwar liegen Zeugnisse des Hausarztes vor, welcher über den 
Fallabschluss hinaus bis zum 29. Oktober 2021 eine volle Arbeitsunfähigkeit bestätigte (vgl. Suva-
Akten Nr. 20/96, 20/101, 20/106 f., 20/110 und 20/116). Jedoch sind diese nicht weiter begründet 

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und es muss davon ausgegangen werden, dass er sich dabei auf die bisherige Arbeit bezieht, 
welche unbestritten dem Beschwerdeführer nicht mehr möglich ist. So ist es nicht ersichtlich, 
weshalb dem Beschwerdeführer eine vollständig auf seine Beschwerden angepasste Tätigkeit nicht 
im Vollpensum möglich sein soll. Er legt überdies keine Berichte in diesem Sinne vor.

Hinsichtlich der geltend gemachten Fussheberparese rechts wurde zwar eine solche im Überwei-
sungsbericht von Dr. med. L.________ vom 28. Oktober 2020 (Suva-Akten Nr. 20/43) bei den Diag-
nosen neben einer posttraumatischen Coxarthrose mit Insuffizienz der Glutealmuskulatur nach 
Fraktur und Osteosynthese der hinteren Acetabulumwand rechts erwähnt. Auch Dr. med. 
I.________ notierte, initial habe eine Fussheberschwäche rechts bestanden. Anlässlich ihrer 
Untersuchung war die Fusshebung und -senkung jedoch vollkräftig, worauf Dr. med. F.________ zu 
Recht hinwies.

4.3. Was den von der Suva vorgenommenen leidensbedingten Abzug von 5% betrifft, legte sie 
im Einspracheentscheid dar, es sei nicht ersichtlich, dass Arbeitsstellen, welche einen regelmäs-
sigen Wechsel zwischen sitzen, stehen und gehen erlauben, schlechter entlöhnt würden, als andere 
Tätigkeiten im Kompetenzniveau 1, weshalb deswegen kein Abzug vorzunehmen sei. Jedoch sei 
aufgrund der Beschränkung auf Gewichte unter 5 kg ein Abzug von 5% gerechtfertigt.

Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, führt nicht zu einer anderen Einschätzung. Entgegen 
seiner Ansicht ist eine Arbeit im Vollpensum möglich. Ferner rechtfertigt der Umstand, dass er über 
keine Ausbildung verfügt, wie dargestellt, keinen Abzug. Was das Alter angeht, wirkt sich dieses, 
wie gesehen, bei Männern im Alterssegment von 50 bis 64/65 bei Stellen ohne Kaderfunktion sogar 
eher lohnerhöhend aus und wird dem Umstand, dass die Stellensuche altersbedingt erschwert sein 
mag, als invaliditätsfremder Faktor, regelmässig keine Bedeutung beigemessen. Vorliegend fehlen 
Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdeführer auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt wegen seines 
Alters verglichen mit anderen Beschäftigten seiner Alterskategorie mit einem geringeren Lohn rech-
nen müsste. Schliesslich hat es das Bundesgericht bisher offen gelassen, ob das Merkmal des fort-
geschrittenen Alters in der obligatorischen Unfallversicherung überhaupt einen Abzug rechtfertigen 
könnte.

Die Suva hat somit mit der Festsetzung des leidensbedingten Abzugs auf 5% ihr Ermessen nicht 
überschritten und der Abzug ist zu bestätigen. Auch im Übrigen erweist sich die Berechnung des 
Invaliditätsgrades als korrekt. Es ist einzig darauf hinzuweisen, dass bei der Anpassung an die Lohn-
entwicklung nach Geschlechtern zu differenzieren ist (vgl. Urteil BGer 8C_72/2019 vom 11. Juni 
2019 E. 4.1 mit Hinweis auf BGE 129 V 408), weshalb die Tabelle T.1.1.15 und nicht T.1.15 zur 
Anwendung kommen müsste. Insofern sich aus beiden Tabellen die gleiche Nominallohnentwick-
lung ergibt, führt dies aber zu keiner Änderung. Der von der Suva festgestellte Invaliditätsgrad von 
6% ist damit zu bestätigen, weshalb der Rentenanspruch zu verneinen ist.

5.

Schliesslich ist der Anspruch auf eine Integritätsentschädigung streitig. Die Suva ging von einer Inte-
gritätseinbusse von 30% aus.

5.1. Diesbezüglich ist der Beschwerdeführer der Ansicht, ebenfalls der Umfang des Integritäts-
schadens sei zu früh bzw. gar nicht richtig abgeklärt worden. So sei die Einschätzung des Integritäts-
schadens bereits 3½ Monate nach dem zweiten Unfall vorgenommen worden. Es handle sich um 
einen schweren Fall und neben der Nervenschädigung und der Arthrose sei auch mit einer bleiben-
den Gehbehinderung zu rechnen.

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5.2. Am 16. Dezember 2020 (Suva-Akten Nr. 19/169) erklärte die Kreisärztin, die Beurteilung der 
Integritätseinbusse basiere auf Tabelle 2 des Feinrasters, Funktionsstörung der unteren Extremitä-
ten, entsprechend einer Gluteus-Lähmung 10% sowie bei Coxarthrose nach Acetabulumfraktur 20% 
[Tabelle 5 Feinraster]. Insgesamt 30% basierend auf dem Befund von Dr. med. I.________ vom 
16. November 2020. Der Beschwerdeführer sei gehfähig mit Trendelenburg-Zeichen rechts positiv. 
Prüfung der groben Kraft für Hüftbeugung voll kräftig, Hüfte Abduktion rechts eingeschränkt gegen-
über links, Kniebeugung und -streckung und Fusshebung und -senkung voll kräftig, Sensibilität un-
auffällig.

In ihrer vorerwähnten Beurteilung vom 29. März 2020 hielt die Kreisärztin fest, eine Integritätsent-
schädigung sei schon hinsichtlich des Unfalls von 2019 zugesprochen worden. Dabei seien die neu-
rologischen Beeinträchtigungen mitberücksichtigt worden. Demgegenüber sei die pertrochantäre 
Femurfraktur nach Reposition und Gammanagel-Osteosynthese komplikationsfrei abgeheilt, wes-
halb hierfür keine Entschädigung geschuldet sei.

Dr. F.________ der Suva wies am 27. Juni 2022 darauf hin, die zweite Fraktur befinde sich 
ausserhalb des Hüftgelenks. Die Indikation für eine Hüft-TEP sei nicht auf den zweiten Unfall 
zurückzuführen und die Coxarthrose sei nicht mit der pertrochantären Fraktur zu begründen. Die 
neurologischen Auffälligkeiten seien vor dem zweiten Unfall festgestellt worden. Insgesamt sei die 
Acetabulumfraktur (Unfall 2019) die gravierendere der beiden Verletzungen und hinterlasse, anders 
als die pertrochantäre Fraktur, relevante sekundäre Folgen. Hinsichtlich des Integritätsschadens 
bestätigte er einen solchen von 30%. Nach Tabelle 5 Feinraster sei eine mässige Coxarthrose mit 
10–30% bzw. eine schwere mit 30–40% zu bewerten. Vorliegend sei von 35% auszugehen. Eine 
röntgenologisch bereits am Unfalltag, dem 17. September 2019, zur Darstellung gelangte 
Degeneration sei mit 10% in Abzug zu bringen. Gemäss der Tabelle 2 des Feinrasters, werde eine 
Glutaeuslähmung mit 10% bewertet. Dr. med. I.________ habe beschrieben, die Hüft-Abduktion sei 
rechts gegenüber links eingeschränkt, was nicht einer kompletten Lähmung entspreche, weshalb 
eine Schätzung von insgesamt 30% gerechtfertigt sei. 

5.3. Diese Ausführungen überzeugen. Namentlich Dr. med. F.________ erklärt im Detail, wie der 
Integritätsschaden einzuschätzen ist Der Beschwerdeführer hat diese detaillierte Erklärungen 
konkret nicht bestritten, Insofern die durch den zweiten Unfall verursachte Fraktur komplikationslos 
abgeheilt ist, erfolgte die Einschätzung des Integritätsschadens nicht zu früh. So ist daran zu 
erinnern, dass zu diesem Zeitpunkt die Behandlung beim behandelten Orthopäden Dr. med. 
H.________ seit mehr als einem Monat abgeschlossen gewesen war. Ferner wurde sowohl die 
Nervenschädigung als auch die Arthrose berücksichtigt.

6.

Zusammenfassend verfügte die Suva über umfassenden Unterlagen, um über den Fall zu entschei-
den, weshalb sich weitere Abklärungen, wie vom Beschwerdeführer beantragt, erübrigen und diese 
Anträge abgewiesen werden (antizipierte Beweiswürdigung). Ferner nahm die Suva zu Recht den 
Fallabschluss per 31. Mai 2021 vor, da nicht mehr von einer namhaften Besserung des Gesund-
heitszustandes ausgegangen werden konnte. Ebenso keinen Anlass zur Kritik gibt die Verneinung 
des Rentenanspruchs aufgrund eines Invaliditätsgrades von 6% sowie die Zusprache einer Integri-
tätsentschädigung auf der Basis einer Integritätseinbusse von 30%. Der Einspracheentscheid vom 
9. September 2021 ist zu bestätigen und die Beschwerde abzuweisen.

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Es werden keine Gerichtskosten erhoben, da hier das Prinzip der Kostenlosigkeit des Verfahrens 
gestützt auf Art. 61 Bst. fbis ATSG in seiner Fassung seit dem 1. Januar 2021 weiter zur Anwendung 
kommt.

Der mit seinen Anträgen unterliegende Beschwerdeführer hat keinen Anspruch auf Parteientschädi-
gung.

Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde von A.________ wird abgewiesen.

II. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

III. Es besteht kein Anspruch auf Parteientschädigung.

IV. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innerhalb einer Frist von 30 Tagen ab Erhalt beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
eingereicht werden. Diese Frist kann weder verlängert noch unterbrochen werden. Die 
Beschwerdeschrift muss in drei Exemplaren abgefasst und unterschrieben werden. Dabei müssen 
die Gründe angegeben werden, weshalb die Änderung dieses Urteils verlangt wird. Damit das 
Bundesgericht die Beschwerde behandeln kann, sind die verfügbaren Beweismittel und der 
angefochtene Entscheid mit dem dazugehörigen Briefumschlag beizulegen. Das Verfahren vor dem 
Bundesgericht ist grundsätzlich kostenpflichtig.

Freiburg, 18. Oktober 2022/bsc

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber-Berichterstatter: