# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a49905bb-bef3-52cd-af85-cdac8d0679ba
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** NH250001-O3
**Docket/Reference:** NH250001-O3
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/NH250001-O3.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer  

Geschäfts-Nr.: NH250001-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. A. Strähl und Oberrichter Dr. E. Pahud sowie 

Gerichtsschreiber MLaw S. Widmer

Beschluss vom 20. Mai 2025

in Sachen

A._____,

Klägerin

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____

gegen

B._____,

Beklagter

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Y._____

sowie

C._____,

Verfahrensbeteiligte

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Z._____

betreffend Rückführung eines Kindes

- 2 -

Rechtsbegehren:

der Klägerin (act. 2 S. 2):

1.

2.

Es sei in Anwendung des Haager Übereinkommens über die zivil-
rechtlichen Aspekte internationaler Kindsentführung (HKÜ) vom 
25. Oktober 1980 die Rückführung von C._____, geboren 
tt.mm.2010, wohnhaft bei Mutter in 1 D._____ Street, E._____, … 
USA, in die USA anzuordnen.

Es sei der Beklagte unter der Strafandrohung von Art. 292 StGB 
zu verpflichten, das Kind C._____ bis spätestens 31. Mai 2025 
auf seine Kosten nach F._____, USA, zurückzuführen oder von 
der Klägerin auf seine Kosten zurückführen zu lassen und jeweils 
die Reisedokumente von C._____ der Klägerin bzw. C._____ 
auszuhändigen.

3.

Es seien zum Schutze des Kindes sowie zur Sicherstellung seiner 
Rückreise sämtliche geeignete Massnahmen anzuordnen, wie 

-

-

Die Anordnung der Hinterlegung sämtlicher Ausweis- und 
Reisedokumente des Kindes durch den Beklagten bei Ge-
richt oder an einer anderen durch das Gericht bezeichneten 
Stelle während der Dauer des Rückführungsverfahrens.

Die Einräumung eines angemessenen Kontaktrechts zu 
Gunsten der Klägerin.

Alles und Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich gesetzliche 
Mehrwertsteuer zu Lasten des Beklagten.

des Beklagten (act. 24 S. 3):

1.

2.

3.

4.

5.

Das Rückführungsgesuch vom 1. Mai 2025 sei vollumfänglich ab-
zuweisen und es sei festzustellen, dass C._____, geb. 
tt.mm.2010, beim Beklagten in der Schweiz verbleiben darf.

Das superprovisorisch verfügte Aufenthaltswechselverbot gemäss 
Ziffer 5 der Verfügung vom 6. Mai 2025 sei aufzuheben.

Der superprovisorisch verfügte Einzug der Reisepapiere gemäss 
Ziffer 6 der Verfügung vom 6. Mai 2025 sei aufzuheben und es 
seien der Verfahrensbeteiligten sämtliche Reisepapiere herauszu-
geben.

Die superprovisorisch erlassene Meldeanweisung gemäss Ziffer 7 
der Verfügung vom 6. Mai 2025 sei aufzuheben.

Die superprovisorisch verfügte Eintragung im RIPOL und SIS ge-
mäss Ziffer 9 der Verfügung vom 6. Mai 2025 sei aufzuheben;

unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. MwSt. zulasten der Klä-
gerin.

- 3 -

Es wird beschlossen: 

1.

Die nachstehende Vereinbarung der Parteien wird vorgemerkt bzw. geneh-

migt:

Die Parteien treffen die nachfolgende Vereinbarung:

1.

C._____ soll gemäss ihrem derzeitigen Willen beim Vater in der Schweiz 

wohnen. 

2.

Die Parteien vereinbaren, dass die elterliche Sorge über C._____ dem Vater 

alleine zugeteilt werden soll. Damit steht dem Vater das Recht zu, über sämt-

liche wesentlichen Fragen der Pflege, Erziehung und Ausbildung von 

C._____ alleine zu entscheiden. 

3.

Die Parteien vereinbaren, dass die Obhut über C._____ dem Vater zugeteilt 

werden soll. C._____ soll ihren Wohnsitz beim Vater haben.

4.

Der Vater verpflichtet sich, beim Bezirksgericht Horgen um Abänderung des 

Urteils vom 11. Juni 2018 Geschäfts-Nr. FE180053 zu ersuchen. Die Mutter 

erklärt sich mit der Abänderung des Urteils im Sinne der vorliegenden Verein-

barung einverstanden. Die Parteien tragen die Gerichtskosten des Abände-

rungsverfahrens je zur Hälfte und verzichten gegenseitig auf Parteientschädi-

gungen.

5.

Die Mutter ist einverstanden, dass C._____ ab 26. Mai 2025 die G._____ 

[Schule], H._____-strasse 2, I._____, besuchen wird.

6.

Die Parteien vereinbaren, dass der Vater ab Juni 2025 keine Unterhaltsbei-

träge für C._____ an die Mutter mehr bezahlen muss. Der Vater kommt ab 

Juni 2025 alleine für die Kosten von C._____ auf. Die Parteien halten fest, 

dass die Mutter keine Unterhaltsbeiträge für C._____ an den Vater zu bezah-

len hat. 

7.

Die Mutter erklärt sich damit einverstanden, dass die Reisepapiere von 

C._____ erneuert werden. Die Mutter verpflichtet sich, auf erstes Verlangen 

alle dafür notwendigen Unterschriften abzugeben.

- 4 -

8.

Auf eine Regelung des Kontakts zwischen der Mutter und C._____ wird ange-

sichts des Alters von C._____ verzichtet. Die Mutter ist offen für einen Kon-

takt mit C._____, sobald C._____ dazu bereit ist.

9.

Der Vater sichert zu, alles zu unternehmen, was den Kontakt von C._____ zur 

Mutter fördert, und C._____ entsprechend zu motivieren. 

10. Die Mutter zieht ihre Strafanzeige gegen den Vater, B._____, bei der Staats-

anwaltschaft zurück. Sie verpflichtet sich, den Rückzug der Strafanzeige oder, 

sofern ein Rückzug nicht möglich ist, eine Desinteresseerklärung am Strafver-

fahren umgehend der Staatsanwaltschaft mitzuteilen, spätestens bis zum 30. 

Mai 2025. 

11. Die Parteien vereinbaren, gemeinsam an einer Therapie teilzunehmen. Sie 

verpflichten sich, mindestens 10 Therapiesitzungen durchzuführen. Die Mut-

ter schlägt dem Vater eine Therapeutin oder einen Therapeuten vor.

12. Die Mutter zieht ihr Rückführungsbegehren vom 2. Mai 2025 zurück.

13. Die Mutter sichert zu, in den USA keine gerichtlichen oder sonstigen Verfah-

ren einzuleiten, die auf die Rückkehr von C._____ in die USA abzielen.

14. Die Parteien übernehmen die Gerichtskosten für das vorliegende Rückfüh-

rungsverfahren je zur Hälfte und verzichten gegenseitig auf eine Parteient-

schädigung.

Das Rückführungsverfahren wird abgeschrieben.

Der gestützt auf die Verfügung der Kammer vom 6. Mai 2025 sichergestellte 

Reisepass von C._____, geboren am tt.mm.2010, wird dem Beklagten durch 

das Obergericht des Kantons Zürich auf erstes Verlangen nach Voranmel-

dung am Obergericht ausgehändigt. 

2.

3.

4.

Die mit Verfügung der Kammer vom 6. Mai 2025 für C._____, geboren am 

tt.mm.2010, und den Beklagten angeordneten Ausschreibungen im RIPOL 

und SIS werden unverzüglich widerrufen. Die Kantonspolizei wird mit dem 

Vollzug beauftragt. 

- 5 -

5.

Das dem Beklagten mit Verfügung der Kammer vom 6. Mai 2025 auferlegte 

Verbot, C._____, geboren am tt.mm.2010, aus dem Gebiet des Kantons Zü-

rich wegzubringen oder wegbringen zu lassen oder den Wohnort des Kindes 

zu ändern, wird aufgehoben.

6.

Die mit Verfügung der Kammer vom 6. Mai 2025 angeordnete Meldepflicht 

des Beklagten mit C._____ auf dem Polizeiposten J._____ wird aufgehoben.

7.

Die Entscheidgebühr für dieses Verfahren wird auf Fr. 1'200.– festgesetzt. 

Die Übersetzungskosten betragen Fr. 600.–.

Verzichten die Parteien auf eine Begründung des Entscheids, wird die 

Entscheidgebühr auf zwei Drittel ermässigt. 

8.

Über das Honorar der Kindesvertreterin wird mit separatem Beschluss ent-

schieden.

9.

Die Gerichtskosten (Entscheidgebühr, Übersetzungskosten sowie mit sepa-

ratem Beschluss festzusetzende Kosten der Kindesvertreterin) werden den 

Parteien je zur Hälfte auferlegt. 

10. Vom gegenseitigen Verzicht der Parteien auf eine Parteientschädigung wird 

Vormerk genommen. Es werden keine Parteientschädigungen zugespro-

chen.

11. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Kindesvertreterin und an die 

Kantonspolizei Zürich sowie je gegen Empfangsschein an das Bundesamt 

für Justiz, Dienste für internationale Kindesentführungen, Bundesrain 20, 

3003 Bern und an das Amt für Jugend und Berufsberatung des Kantons Zü-

rich (AJB).

12. Dieser Entscheid erwächst in Rechtskraft, wenn nicht innert 10 Tagen ab 

der schriftlichen Zustellung von einer Partei schriftlich beim Obergericht des 

Kantons Zürich, II. Zivilkammer, Postfach, 8021 Zürich, eine Begründung 

verlangt wird (Art. 318 Abs. 2 ZPO i.V.m. Art. 239 ZPO). Wird eine Begrün-

- 6 -

dung verlangt, so läuft den Parteien die Frist zur Erklärung eines Rechtsmit-

tels ab Zustellung des begründeten Entscheides. 

Wird keine Begründung verlangt, so gilt dies als Verzicht auf die Anfechtung 

des Entscheides mit Beschwerde ans Bundesgericht. 

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer

Die Vorsitzende:

Der Gerichtsschreiber:

lic. iur. E. Lichti Aschwanden

MLaw S. Widmer

versandt am: