# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 49bcb6e4-fceb-5d2d-a102-1bfe470ce968
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-01-04
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 04.01.2023 D-5982/2022
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5982-2022_2023-01-04.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
 
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-5982/2022 

 

 
469 

  U r t e i l  v o m  4 .  J a n u a r  2 0 2 3  

Besetzung 
 Einzelrichterin Chiara Piras, 

mit Zustimmung von Richter Gérald Bovier; 

Gerichtsschreiberin Kathrin Rohrer. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Aserbaidschan, 

(…), 

Beschwerdeführer, 

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung 

(Dublin-Verfahren); 

Verfügung des SEM vom 19. Dezember 2022 / N (…). 

 

 

D-5982/2022 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass A._______ (nachfolgend: der Beschwerdeführer) am 28. Oktober 

2022 in der Schweiz um Asyl nachsuchte, 

dass die durchgeführten Abgleiche mit dem zentralen Visa-Informations-

system (CS-VIS) und der europäischen Fingerabdruck-Datenbank (Zent-

raleinheit Eurodac) ergaben, dass der Beschwerdeführer durch die öster-

reichischen Behörden in Aserbaidschan am (…) 2022 ein Schengen-Visum 

mit Gültigkeit vom (…) 2022 bis am (…) 2022 ausgestellt worden war, 

dass er am 5. November 2022 die ihm zugewiesene Rechtsvertretung des 

Bundesasylzentrums (BAZ) der Region B._______ mandatierte, 

dass das Staatssekretariat für Migration (SEM) am 15. November 2022 das 

persönliche Gespräch (nachfolgend: Dublin-Gespräch) mit dem Beschwer-

deführer gemäss Art. 5 der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäi-

schen Parlaments und des Rats vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kri-

terien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prü-

fung eines von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem 

Mitgliedstaat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist 

(nachfolgend: Dublin-III-VO) führte, 

dass er dabei angab, sein Heimatland am (…) 2022 per Flugzeug in Rich-

tung C._______ verlassen zu haben und im Weiteren bestätigte, das ihm 

ausgestellte Visum für die Einreise nach Österreich benutzt zu haben, er 

sich einen Tag in D._______ aufgehalten habe ohne ein Asylgesuch einzu-

reichen und anschliessend nach E._______ weitergereist sei, 

dass er im Rahmen des ihm gewährten rechtlichen Gehörs zur möglichen 

Zuständigkeit Österreichs für die Durchführung des Asyl- und Wegwei-

sungsverfahrens beziehungsweise zur Wegweisung dorthin, vorbrachte, er 

habe gehört, dass Leute aus Aserbaidschan von Österreich zurückge-

schickt werden würden und da er noch nie vernommen habe, dass jemand 

von der Schweiz nach Aserbaidschan zurückgewiesen worden sei, habe er 

sich entschlossen hierher zu kommen, 

dass er zu seinem Gesundheitszustand ausführte, es gehe ihm zwar kör-

perlich gut, er aber mental angeschlagen sei, da er Angst habe, seinen 

beiden Kindern, welche sich nach wie vor in Aserbaidschan aufhalten wür-

den, passiere etwas, 

D-5982/2022 

Seite 3 

dass die Vorinstanz die österreichischen Behörden am 16. November 2022 

gestützt auf Art. 12 Abs. 2 oder Abs. 3 Dublin-III-VO um Wiederaufnahme 

des Beschwerdeführers ersuchte, 

dass die österreichischen Behörden dem Gesuch am 12. Dezember 2022 

gestützt auf Art. 12 Abs. 4 Dublin-III-VO zustimmten, 

dass das SEM mit tags darauf eröffneter Verfügung vom 19. Dezember 

2022 in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b des Asylgesetzes vom 

26. Juni 1998 (AsylG; SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat, die 

Wegweisung aus der Schweiz nach Österreich anordnete und den 

Beschwerdeführer aufforderte, die Schweiz spätestens am Tag nach Ablauf 

der Beschwerdefrist zu verlassen, 

dass es gleichzeitig den Kanton B._______ mit dem Vollzug der Wegwei-

sung beauftragte, feststellte, einer allfälligen Beschwerde gegen den Ent-

scheid komme keine aufschiebende Wirkung zu, und die Aushändigung 

der editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis an den 

Beschwerdeführer verfügte, 

dass die zugewiesene Rechtsvertretung dem SEM mit Schreiben vom 

21. Dezember 2022 mitteilte, dass das Mandat beendet sei, 

dass der Beschwerdeführer mit Formular-Eingabe vom 22. Dezember 

2022 (Datum des Poststempels) gegen diesen Nichteintretensentscheid 

beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und dabei beantragte, 

die angefochtene Verfügung vom 19. Dezember 2022 sei aufzuheben und 

sein Asylgesuch sei vom SEM in der Schweiz zu prüfen, 

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Erteilung der aufschiebenden 

Wirkung der Beschwerde sowie um Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtspflege inklusive Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-

ses ersuchte, 

dass der Beschwerde – entgegen dem Beilagenverzeichnis – lediglich eine 

Kopie der angefochtenen Verfügung beilag, 

dass die vorinstanzlichen Akten dem Bundesverwaltungsgericht am 

27. Dezember 2022 in elektronischer Form vorlagen (Art. 109 Abs. 3 

AsylG), 

D-5982/2022 

Seite 4 

dass gleichentags der Vollzug der Überstellung des Beschwerdeführers mit 

superprovisorischer Massnahme gestützt auf Art. 56 des Bundesgesetzes 

über das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 1986 (VwVG; 

SR 172.021) per sofort einstweilen ausgesetzt wurde, 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31‒33 

des Bundesgesetzes über das Bundesverwaltungsgericht vom 17. Juni 

2005 [VGG]; SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgesetzes über 

das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 [BGG]; SR 173.110), 

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 3 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden kann (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es die 

Vorinstanz ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu über-

prüfen (Art. 31a Abs. 1–3 AsylG), die Beurteilungskompetenz der Be-

schwerdeinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vor-

instanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2017 

VI/5 E. 3.1, 2012/4 E. 2.2, je m.w.H.), 

dass sich die Beschwerde – wie nachfolgend aufgezeigt – im Zeitpunkt des 

Entscheids als offensichtlich unbegründet erweist, weshalb sie im Verfah-

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Seite 5 

ren einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Rich-

ters beziehungsweise einer zweiten Richterin (Art. 111 Bst. e AsylG) ohne 

Durchführung eines Schriftenwechsels und mit summarischer Begründung 

zu behandeln ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG), 

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG) und diesbezüglich die Dublin-III-VO zur Anwendung 

kommt, 

dass die Vorinstanz zur Begründung ihres Nichteintretensentscheids im 

Wesentlichen ausführte, gestützt auf Art. 12 Dublin-III-VO seien die öster-

reichischen Behörden aufgrund des ausgestellten Visums für die Durch-

führung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig 

und diese der Übernahme des Beschwerdeführers zugestimmt hätten, 

dass im Weiteren auf die Erwägungen in der angefochtenen Verfügung 

verwiesen wird (vgl. SEM-Akte […]-20/12), 

dass der Beschwerdeführer zur Begründung seiner Rechtsbegehren zu-

sammengefasst geltend machte, Österreich werde ihn wie andere Flücht-

linge aus Aserbaidschan in sein Heimatland zurückschicken, 

dass er ausserdem per (…) Drohungen vom Geheimdienst erhalten habe 

und dieser wisse, dass er sich in Österreich befinde und er dort von diesem 

gesucht werde, 

dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO jeder Asylantrag von einem einzi-

gen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapitels III 

(Art. 8–15 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird (vgl. Art. 7 

Abs. 1 Dublin-III-VO), 

dass bei Asylgesuchen mit einem Visum die Zuständigkeit bei demjenigen 

Staat liegt, welcher dieses erteilt hat (vgl. Art. 12 Abs. 2 Dublin-III-VO), 

dass bei einem seit weniger als sechs Monaten abgelaufenen Visum der-

jenige Staat zuständig bleibt, welcher das Visum ausgestellt hat, sofern der 

Asylsuchende das Hoheitsgebiet der Dublin-Mitgliedstaaten zwischenzeit-

lich nicht verlassen hat (vgl. Art. 12 Abs. 4 Dublin-III-VO), 

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dass der Beschwerdeführer mit einem von Österreich ausgestellten und 

bis am (…) 2022 gültigen Visum in die Schweiz eingereist ist und das Ho-

heitsgebiet der Dublin-Mitgliedstaaten seither nicht verlassen hat, 

dass die österreichischen Behörden ihre auf Art. 12 Abs. 4 Dublin-III-VO 

gestützte Zuständigkeit zur Durchführung des Asylverfahrens mit Zustim-

mung vom 12. Dezember 2022 anerkannt haben (vgl. SEM-Akte […]-19/2 

[nachfolgend: SEM-Akte 19/2]), 

dass der Vollständigkeit halber festzuhalten ist, dass die Dublin-III-VO den 

Schutzsuchenden kein Recht einräumt, den ihren Antrag prüfenden Staat 

selber auszuwählen (vgl. BVGE 2010/45 E. 8.3), 

dass die grundsätzliche Zuständigkeit Österreichs für die Durchführung 

des Asyl- und Wegweisungsverfahrens somit gegeben ist, 

dass es keine Gründe für die Annahme gibt, das Asylverfahren und die Auf-

nahmebedingungen für Antragsteller in Österreich weise systemische 

Schwachstellen im Sinne von Art. 3 Abs. 2 zweiter und dritter Satz Dublin-

III-VO auf, die eine Gefahr einer unmenschlichen oder entwürdigenden Be-

handlung im Sinne des Art. 4 der EU-Grundrechtecharta mit sich bringen 

würden (vgl. hierzu statt vieler Urteile des BVGer D-5757/2022 vom 20. De-

zember 2022 E. 7.1, D-5329/2022 vom 25. November 2022 S. 8 und 

F-5074/2022 vom 11. November 2022 S. 5), 

dass der Beschwerdeführer sowohl im vorinstanzlichen Verfahren als auch 

auf Beschwerdeebene geltend machte, er befürchte, von Österreich nach 

Aserbaidschan zurückgeschickt zu werden, 

dass er diesbezüglich darauf hinzuweisen ist, dass Österreich sich aus-

drücklich bereit erklärt hat, ihn aufzunehmen (vgl. SEM-Akte 19/2), 

dass er ferner die Möglichkeit hat, in Österreich ein Asylgesuch einzu-

reichen, 

dass Österreich Signatarstaat der Konvention zum Schutze der Menschen-

rechte und Grundfreiheiten vom 4. November 1950 (EMRK; SR 0.101), 

des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere 

grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe 

(FoK; SR 0.105) und des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechts-

stellung der Flüchtlinge (FK; SR 0.142.30) sowie des Zusatzprotokolls der 

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FK vom 31. Januar 1967 (SR 0.142.301) ist und seinen diesbezüglichen 

völkerrechtlichen Verpflichtungen nachkommt, 

dass auch davon ausgegangen werden darf, dieser Staat anerkenne und 

schütze die Rechte, die sich für Schutzsuchende aus den Richtlinien des 

Europäischen Parlaments und des Rats 2013/32/EU vom 26. Juni 2013 zu 

gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung des inter-

nationalen Schutzes (sog. Verfahrensrichtlinie) sowie 2013/33/EU vom 

26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die Aufnahme von Personen, 

die internationalen Schutz beantragen (sog. Aufnahmerichtlinie) ergeben, 

dass unter diesen Umständen die Anwendbarkeit von Art. 3 Abs. 2 Dublin-

III-VO nicht gerechtfertigt ist, 

dass jeder Mitgliedstaat abweichend von Art. 3 Abs. 1 beschliessen kann, 

einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen gestell-

ten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch wenn er nach den in 

dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die Prüfung zuständig ist 

(Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO), 

dass dieses sogenannte Selbsteintrittsrecht im Landesrecht durch Art. 29a 

Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1; SR 142.311) 

konkretisiert wird und das SEM das Asylgesuch gemäss dieser Bestim-

mung "aus humanitären Gründen" auch dann behandeln kann, wenn dafür 

gemäss Dublin-III-VO ein anderer Staat zuständig wäre, 

dass der Beschwerdeführer mit seinem Befürchtungen hinsichtlich einer 

Kettenrückschiebung nach Aserbaidschan durch die österreichischen Be-

hörden implizit die Anwendung von Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO respektive 

Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 fordert, 

dass er kein konkretes und ernsthaftes Risiko dargetan hat, die österrei-

chischen Behörden würden sich weigern ihn wieder aufzunehmen und 

seinen Antrag auf internationalen Schutz unter Einhaltung der Regeln der 

erwähnten Richtlinien zu prüfen, 

dass den Akten sodann keine Gründe für die Annahme zu entnehmen sind, 

dass seine Überstellung nach Österreich zu einer Kettenabschiebung füh-

ren würde, beziehungsweise die österreichischen Behörden in seinem Fall 

den Grundsatz des Non-Refoulement missachten und ihn zur Ausreise in 

ein Land zwingen, in dem sein Leib, sein Leben oder seine Freiheit aus 

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Seite 8 

einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem er Gefahr 

laufen würde, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden, 

dass Österreich ferner ein Rechtsstaat mit funktionierendem Justizsystem 

und Polizeibehörden ist, weshalb sich der Beschwerdeführer mit einer Be-

schwerde an die zuständigen Stellen wenden oder eine Anzeige einreichen 

könnte, sollte er weiterhin von Drittpersonen bedroht werden, 

dass schliesslich auch sein Gesundheitszustand einer Überstellung nach 

Österreich nicht entgegensteht, zumal er – soweit aus den vorliegenden 

Akten ersichtlich – nicht an behandlungsbedürftigen (psychischen) Proble-

men leidet, 

dass Österreich zudem ohnehin über eine ausreichende medizinische Inf-

rastruktur verfügt und keine Anhaltspunkte bestehen, wonach dem Be-

schwerdeführer dort eine adäquate medizinische Behandlung verweigert 

würde, 

dass dem SEM bei der Anwendung von Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 Ermessen 

zukommt (vgl. BVGE 2015/9 E. 7 f.) und den Akten keine Hinweise auf eine 

gesetzeswidrige Ermessensausübung (vgl. Art. 106 Abs. 1 Bst. a AsylG) 

durch die Vorinstanz zu entnehmen sind, 

dass das Bundesverwaltungsgericht sich unter diesen Umständen weiterer 

Ausführungen zur Frage eines Selbsteintritts enthält, 

dass nach dem Gesagten kein Grund für die Ausübung des Selbsteintritts-

rechts gemäss Art. 17 Dublin-III-VO respektive Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 be-

steht und Österreich somit der für die Behandlung des Asylgesuchs des 

Beschwerdeführers zuständige Mitgliedstaat gemäss Dublin-III-VO bleibt, 

dass das SEM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b 

AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist und 

– weil der Beschwerdeführer nicht im Besitz einer gültigen Aufenthalts- 

oder Niederlassungsbewilligung ist – in Anwendung von Art. 44 AsylG die 

Überstellung nach Österreich angeordnet hat (Art. 32 Bst. a AsylV 1), 

dass die Beschwerde aus diesen Gründen abzuweisen und die Verfügung 

des SEM zu bestätigen ist, 

dass das Beschwerdeverfahren mit vorliegendem Urteil abgeschlossen ist, 

weshalb sich der Antrag auf Gewährung der aufschiebenden Wirkung nach 

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Seite 9 

Art. 107a Abs. 2 AsylG wie auch das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung 

eines Kostenvorschusses gemäss Art. 63 Abs. 4 VwVG als gegenstands-

los erweisen, 

dass das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der unent-

geltlichen Prozessführung abzuweisen ist, da die Begehren – wie sich aus 

den vorstehenden Erwägungen ergibt – als aussichtlos zu bezeichnen wa-

ren, weshalb die Voraussetzungen von Art. 65 Abs. 1 VwVG nicht erfüllt 

sind, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.– (Art. 1‒

3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE; SR 173.320.2]) dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Chiara Piras Kathrin Rohrer 

 

 

Versand: