# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bb535a68-6df8-57a9-8858-a683e3b13203
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-09-27
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 27.09.2023 UV 2023/6
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2023-6_2023-09-27.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2023/6

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 27.11.2023

Entscheiddatum: 27.09.2023

Entscheid Versicherungsgericht, 27.09.2023
Art. 6 UVG. Art. 10 UVG. Würdigung ärztlicher Berichte. Frage, ob eine 
unfallkausale strukturelle Verletzung vorliegt, gestützt auf eine Beurteilung 
des behandelnden Spezialarztes bejaht. Die Beschwerdegegnerin hat über 
das Leistungseinstellungsdatum hinaus für die Unfallfolgen aufzukommen. 
Die Beschwerdegegnerin wird weitere Abklärungen tätigen und gestützt 
darauf den Zeitpunkt der Leistungseinstellung neu festlegen sowie die 
weiteren Ansprüche des Beschwerdeführers beurteilen müssen. 
Gutheissung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 27. September 2023, UV 2023/6). Aufgehoben durch 
Urteil des Bundesgerichts 8C_828/2023.

Entscheid vom 27. September 2023

Besetzung

Versicherungsrichterin Mirjam Angehrn (Vorsitz), Versicherungsrichterin Christiane 

Gallati Schneider und Versicherungsrichter Michael Rutz; Gerichtsschreiberin Katja 

Blättler

Geschäftsnr.

UV 2023/6

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

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vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Andreas Wiget, rtwp rechtsanwälte & notare, 

Rosenbergstrasse 42b, 9000 St. Gallen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.  

A.___ war bei der B.___ AG tätig und dadurch bei der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend: Suva) obligatorisch gegen die Folgen von 

Unfällen versichert. Am 19. Januar 2022 meldete die Arbeitgeberin der Suva, der 

Versicherte habe am Tag zuvor mit einem Trommelmischer Beton in Kübel abgeladen. 

Der Kübel sei jeweils mit dem Kran einer Baufirma in Position gebracht worden. Durch 

ein ungenaues Manöver sei ein Kübel an den Trommelmischer und den Versicherten 

geraten. Dieser habe dabei eine Sehnenverletzung an Schulter/Oberarm links erlitten 

(Suva-act. 1). Die am 19. Januar 2022 erstbehandelnde Dr. med. C.___, 

Landeskrankenhaus D.___, hielt als Befund unter anderem eine nur eingeschränkt 

mögliche Elevation sowie eine zwar mögliche, aber schmerzhafte Abduktion der 

Schulter links fest. Sie attestierte dem Versicherten vom 19. bis 21. Januar 2022 eine 

Arbeitsunfähigkeit und verordnete Kühlung, Schonung sowie Bedarfsanalgesie (Suva-

act. 23-1, vgl. Suva-act. 7). Die Suva kam für die Folgen des Unfalls auf (Suva-act. 3, 

vgl. Suva-act. 5, 10).

A.a. 

Die Arbeitgeberin teilte der Suva am 3. Februar 2022 mit, der Versicherte habe am 

24. Januar 2022 seine Arbeit zwar wiederaufnehmen können, sei allerdings noch immer 

A.b. 

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nicht gesund. Deshalb sei die Durchführung einer Magnetresonanztomographie (MRT) 

geplant (Suva-act. 7).

Am 28. Februar 2022 wurde in der Radiologie E.___ eine MRT der linken Schulter 

durchgeführt. Diese ergab unter anderem einen subtotalen, durchgehenden Riss der 

Supraspinatusansatzsehne (Suva-act. 22).

A.c. 

Dr. med. F.___, Facharzt für Unfallchirurgie und Sporttraumatologie, 

Landeskrankenhaus D.___, berichtete am 17. März 2022, er habe dem Versicherten 

aufgrund der Beschwerden und des deutlichen Risses eine arthroskopische 

Refixierung der Supraspinatussehne, gegebenenfalls eine Bizepstenotomie, empfohlen 

(Suva-act. 23-4 f.). Er führte die genannte Operation am 24. März 2022 durch (Suva-

act. 23-6 f.). Der behandelnde Arzt des Landeskrankenhauses D.___ hatte dem 

Versicherten ab 16. März 2022 eine Arbeitsunfähigkeit attestiert (Suva-act. 12-2).

A.d. 

Suva-Kreisarzt Dr. med. G.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie (D), beurteilte am 24. Mai 2022, der operierte Schaden sei nicht mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit unfallkausal entstanden, sondern degenerativ 

vorbestehend und durch das angegebene Ereignis allenfalls vorübergehend, jedoch 

nicht richtunggebend verschlimmert worden. Unfallfolgen spielten nach einer 

dokumentierten Contusio des Oberarmes nach ca. drei bis vier Wochen in der Regel 

keine Rolle mehr (Suva-act. 28).

A.e. 

Die Suva teilte dem Versicherten mit Schreiben vom 25. Mai 2022 mit, sie stelle die 

Versicherungsleistungen per 20. Februar 2022 ein. Die Operation vom 24. März 2022 

adressiere an einen krankheitsbedingten Vorzustand und könne daher von der Suva 

nicht übernommen werden (Suva-act. 30). Damit erklärte sich der Versicherte am 31. 

Mai 2022 nicht einverstanden (Suva-act. 32).

A.f. 

Dr. G.___ nahm am 17. Juni 2022 erneut Stellung zum Fall (Suva-act. 36).A.g. 

Mit Verfügung vom 20. Juni 2022 stellte die Suva die Versicherungsleistungen per 

20. Februar 2022 ein und lehnte die Übernahme der Operation vom 24. März 2022 ab 

(Suva-act. 38).

A.h. 

Dagegen erhob der Versicherte am 6. Juli 2022 Einsprache (Suva-act. 42).A.i. 

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B.  

C.  

Dr. med. H.___, Facharzt für Unfallchirurgie und Sporttraumatologie, 

Landeskrankenhaus D.___, berichtete am 13. Juli 2022, die Beweglichkeit der linken 

Schulter sei noch eingeschränkt. Der Versicherte sei seit der vorangehenden Woche 

wieder arbeitsfähig, er mache aber noch Physiotherapie (Suva-act. 48).

A.j. 

Mit Schreiben vom 17. Oktober 2022 hiess die Suva die Einsprache des 

Versicherten vom 6. Juli 2022 gut und nahm ihre Verfügung vom 20. Juni 2022 zurück 

(Suva-act. 54). Mit Verfügung vom 17. Oktober 2022 stellte sie die 

Versicherungsleistungen per 25. Mai 2022 ein und lehnte die Übernahme der Operation 

vom 24. März 2022 sowie der daraus resultierenden Arbeitsunfähigkeit ab (Suva-act. 

55).

A.k. 

Dagegen erhob der Versicherte am 24. Oktober 2022 Einsprache (Suva-act. 56).B.a. 

Mit Entscheid vom 20. Dezember 2022 hiess die Suva die Einsprache insofern 

teilweise gut, als sie die Kosten der Operation vom 24. März 2022 übernahm. Im 

Übrigen wies sie die Einsprache ab (Suva-act. 59).

B.b. 

 Dagegen erhob der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer), vertreten durch 

Rechtsanwalt Dr. iur. A. Wiget, St. Gallen, am 20. Januar 2023 Beschwerde. Er 

beantragte, der Einspracheentscheid vom 20. Dezember 2022 sei aufzuheben, soweit 

die Einsprache vom 24. Oktober 2022 nicht geschützt worden sei. Die Suva 

(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) sei zu verpflichten, ihm Leistungen (Taggelder und 

Heilungskosten) über den 25. Mai 2022 hinaus auszurichten. Eventualiter sei die Sache 

zur weiteren Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen; unter Kostenfolge 

(act. G1).

C.a. 

Die Beschwerdegegnerin beantragte am 10. Februar 2023 die Abweisung der 

Beschwerde (act. G3).

C.b. 

Mit Replik vom 17. März 2023 liess der Beschwerdeführer an seinen Anträgen 

festhalten. Ausserdem liess er beantragen, es sei ihm eine angemessene 

Parteientschädigung zuzusprechen und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, 

C.c. 

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Erwägungen

1.

Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der Anspruch des 

Beschwerdeführers gegenüber der Beschwerdegegnerin auf vorübergehende 

Versicherungsleistungen über den 25. Mai 2022 hinaus.

ihm die Kosten für das Privatgutachten von Dr. F.___ im Betrag von EUR 400.-- zu 

ersetzen (act. G8). Er liess eine Stellungnahme von Dr. F.___ vom 10. März 2023 

einreichen (act. G8.1).

Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 26. April 2023 auf die Einreichung einer 

umfassenden Duplik und verwies auf die Begründung in ihrem Einspracheentscheid 

sowie der Beschwerdeantwort. Das Begehren um Erstattung der Kosten der 

Beurteilung von Dr. F.___ sei abzuweisen (act. G10).

C.d. 

Ist die versicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig 

(Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

[ATSG; SR 830.1]), so hat sie Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]). Die versicherte Person 

hat zudem Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Art. 10 UVG).

1.1. 

Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der Unfallversicherung bildet die 

Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht besteht demnach nur für Gesundheitsschäden, 

die natürlich und adäquat-kausal mit einem versicherten Unfallereignis 

zusammenhängen (BGE 129 V 181 E. 3.1 f.; André Nabold, N 48 ff. zu Art. 6, in: Marc 

Hürzeler/Ueli Kieser [Hrsg.], Bundesgesetz über die Unfallversicherung, Kommentar 

zum schweizerischen Sozialversicherungsrecht, 2018 [nachfolgend zitiert: KOSS UVG]; 

Irene Hofer, N 66 zu Art. 6, in: Ghislaine Frésard-Fellay/Susanne Leuzinger/Kurt Pärli 

[Hrsg.], Unfallversicherungsgesetz, Basler Kommentar, 2019 [nachfolgend zitiert: BSK 

UVG]; Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, in: Erwin Murer/Hans-Ulrich Stauffer [Hrsg.], Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl. 2012, S. 53 ff.). Für die 

Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher Kausalzusammenhänge im 

Bereich der Medizin ist das Gericht in der Regel auf Angaben medizinischer 

Sachverständiger angewiesen. Die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang 

ist demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht nach den von Doktrin und Praxis 

1.2. 

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entwickelten Regeln zu beurteilen ist (KOSS UVG-Nabold, N 53 zu Art. 6; BSK UVG-

Hofer, N 66 zu Art. 6; Rumo-Jungo/ Holzer, a.a.O., S. 55, 58). Im Bereich klar 

ausgewiesener organischer Unfallfolgen spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung 

der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des 

Unfallversicherers praktisch keine Rolle (vgl. BGE 117 V 365 E. 5d/bb mit Hinweisen 

auf Lehre und Rechtsprechung; BGE 118 V 291 f. E. 3a).

Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit 

nachgewiesen bzw. hat der Unfallversicherer seine Leistungspflicht für einen 

Gesundheitsschaden einmal anerkannt, so entfällt seine Leistungspflicht erst dann, 

wenn der Unfall nicht (mehr) die natürliche oder adäquate Ursache des 

Gesundheitsschadens darstellt, wenn also letzterer nur noch auf unfallfremden 

Ursachen beruht. Dies trifft zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, 

wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige 

Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften 

Vorzustands auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), 

erreicht ist. Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang 

muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines 

Gesundheitsschadens mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit gänzlich fehlender ursächlicher 

Auswirkungen des Unfalles genügt nicht (vgl. zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts 

vom 8. Juli 2022, 8C_734/2021, E. 2.2.2 mit Hinweisen; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 f. 

E. 3b mit Hinweisen; vgl. auch Rumo-Jungo/Holzer, a. a. O., S. 54). Da es sich dabei 

um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – anders als bei 

der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist 

– nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer. Dieser hat nicht 

den Beweis für unfallfremde Ursachen zu erbringen, sondern nur darzutun, dass die 

unfallbedingten Ursachen des Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren 

haben (Urteil des Bundesgerichts vom 7. Juli 2021, 8C_80/2021, E. 2.2 mit Hinweisen).

1.3. 

Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Um den Gesundheitszustand beurteilen zu können, ist die Verwaltung und 

im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

1.4. 

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2.  

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben (BGE 125 V 261 

E. 4). Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht 

für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch 

die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der 

Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Fachperson begründet und 

nachvollziehbar sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen). Den Berichten und 

Gutachten, welche die Versicherungen während des Administrativverfahrens von ihren 

eigenen oder von beratenden Ärzten und Ärztinnen einholen, kann 

rechtsprechungsgemäss ebenfalls Beweiswert beigemessen werden (BGE 135 V 467 

ff. E. 4 und BGE 125 V 353 f. E. 3b/ee, je mit Hinweisen). In solchen Fällen sind an die 

Beweiswürdigung jedoch strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe 

Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen 

Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 471 E. 4.7; 

RKUV 1997 Nr. U 281 S. 281 f. E. 1a). Aus dem Grundsatz der Waffengleichheit folgt 

das Recht der versicherten Person, mittels eigener Beweismittel die Zuverlässigkeit 

und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen der versicherungsinternen 

Fachpersonen in Zweifel zu ziehen. Diese von der versicherten Person eingereichten 

Beweismittel stammen regelmässig von behandelnden Ärztinnen und Ärzten oder von 

anderen medizinischen Fachpersonen, die in einem auftragsrechtlichen Verhältnis zur 

versicherten Person stehen. Da sich die behandelnden Ärztinnen und Ärzte zudem in 

erster Linie auf die Behandlung zu konzentrieren haben, verfolgen deren Berichte nicht 

den Zweck einer den abschliessenden Entscheid über die Versicherungsansprüche 

erlaubenden objektiven Beurteilung des Gesundheitszustandes und erfüllen deshalb 

kaum je die materiellen Anforderungen an ein Gutachten. Aus diesen Gründen und 

aufgrund der Erfahrungstatsache, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihrer 

auftragsrechtliche Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten 

aussagen, wird im Streitfall eine direkte Leistungszusprache einzig gestützt auf die 

Angaben der behandelnden Ärztinnen und Ärzte denn auch kaum je in Frage kommen. 

Diese Erfahrungstatsache befreit das Gericht indessen nicht von seiner Pflicht zu einer 

korrekten Beweiswürdigung, bei der auch die von der versicherten Person aufgelegten 

Berichte mitzuberücksichtigen sind (BGE 135 V 465, E. 4.5 f.).

Die Beschwerdegegnerin anerkannte zu Recht, dass der Beschwerdeführer am 18. 

Januar 2022 einen Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG mit einer schädigenden Einwirkung 

2.1. 

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3.  

auf den Körper erlitten hat und erbrachte entsprechend – zumindest vorläufig – die 

gesetzlichen Versicherungsleistungen. Mit Einspracheentscheid vom 20. Dezember 

2022 (Suva-act. 59) hat die Beschwerdegegnerin ihre Versicherungsleistungen per 25. 

Mai 2022 eingestellt, da – insbesondere gestützt auf die Beurteilungen von Kreisarzt 

Dr. G.___ – davon ausgegangen werden müsse, dass der operierte Schulterschaden 

nicht überwiegend wahrscheinlich unfallkausal entstanden sei und die rein 

kontusionsbedingten Beschwerden spätestens drei bis vier Wochen nach dem Unfall 

abgeklungen gewesen seien (Suva-act. 28, 36). Der Beschwerdeführer macht jedoch 

einen Anspruch auf Versicherungsleistungen über den 25. Mai 2022 hinaus geltend 

(act. G 1).

Für die Annahme unfallkausaler somatischer Restfolgen werden grundsätzlich eine 

unfallkausale strukturelle Läsion bzw. eine schlecht verheilte strukturelle Läsion als 

objektivierbares Korrelat verlangt. Objektivierbar sind Ergebnisse, die reproduzierbar 

und von der untersuchenden Person und den Angaben des Patienten bzw. der 

Patientin unabhängig sind. Folglich kann von objektiv ausgewiesenen organisch-

strukturellen Unfallfolgen dann gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit – 

wissenschaftlich anerkannten – apparativen/bildgebenden Abklärungen (wie Röntgen, 

MRT, CT, Arthroskopie) bestätigt werden (vgl. BGE 134 V 232 E. 5.1 mit Hinweisen; 

Urteil des Bundesgerichts vom 3. Juli 2015, 8C_139/2015, E. 4.1.1 mit Hinweisen). 

Vorerst ist somit zu prüfen, ob das Unfallereignis vom 18. Januar 2022 beim 

Beschwerdeführer überwiegend wahrscheinlich zu strukturellen Gesundheitsschäden 

geführt hat.

2.2. 

Als unfallkausaler struktureller Gesundheitsschaden kommt vorliegend der 

aufgrund des MRT-Untersuchs vom 28. Februar 2022 (Suva-act. 22) nachgewiesene 

subtotale, durchgehende Riss der Supraspinatusansatzsehne an der linken Schulter 

des Beschwerdeführers in Frage. Nachfolgend gilt es zu prüfen, ob zwischen diesem 

Gesundheitsschaden und dem Unfallereignis vom 18. Januar 2022 ein natürlicher 

Kausalzusammenhang besteht. Die Beschwerdegegnerin verneinte dies, wie bereits 

erwähnt, im Wesentlichen gestützt auf die Beurteilungen von Kreisarzt Dr. G.___ (Suva-

act. 28, 36).

3.1. 

Die Frage, ob und inwiefern Anpralltraumen geeignet sind, 

Rotatorenmanschettenläsionen zu verursachen, wird in der medizinischen Literatur 

kontrovers diskutiert. Die Klärung dieser Frage kann vorliegend insofern offenbleiben, 

als dem Unfallmechanismus gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung keine 

3.2. 

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übergeordnete Bedeutung zukommt, sondern er nur als ein einzelnes Indiz unter 

mehreren zu werten ist, zumal er oftmals nicht mehr rekonstruiert werden kann (vgl. 

Urteile des Bundesgerichts vom 16. Dezember 2021, 8C_167/2021, E. 4.1, vom 15. 

April 2021, 8C_672/2020, E. 4.1.3, und vom 7. April 2021, 8C_740/2020, E. 4.2). 

Vorliegend ist der genaue Unfallhergang zwischen den Parteien umstritten. Die 

Arbeitgeberin meldete der Beschwerdegegnerin am 19. Januar 2022, der 

Beschwerdeführer habe am Tag zuvor mit einem Trommelmischer Beton in Kübel 

abgeladen. Der Kübel sei jeweils mit dem Kran einer Baufirma in Position gebracht 

worden. Durch ein ungenaues Manöver "sei ein Kübel an den Trommelmischer und den 

Versicherten geraten" (Suva-act. 1). In weiteren Aktenstücken ist erwähnt, dass der 

Beschwerdeführer von einem Gegenstand bzw. von einem am Kran hängenden 

Betonkübel getroffen worden sei (Suva-act. 11, 23-1). Aus diesen Schilderungen 

schloss Dr. G.___, der Beschwerdeführer habe lediglich eine Kontusion der linken 

Schulter erlitten (vgl. Suva-act. 28, 36). Der Beschwerdeführer führte jedoch am 15. 

März 2022 gegenüber Dr. F.___ aus, er habe bei der Arbeit einen schweren 

Gegenstand aufgefangen und dabei einen heftigen Riss in der linken Schulter verspürt 

(Suva-act. 23-4). Anlässlich eines Telefongesprächs vom 23. Mai 2022 mit der 

Beschwerdegegnerin gab der Beschwerdeführer an, am 18. Januar 2022 sei ein am 

Kran hängender, mit Beton gefüllter, Kübel ein wenig ausser Kontrolle geraten. Dieser 

sei zuerst am Betonmischer/Fahrzeug angeschlagen, sei abgeprallt und in seine 

Richtung geschwenkt. Er habe dann mit gestrecktem Arm den Kübel "abfedern" 

wollen. Dies sei ihm nicht gelungen und es habe ihm den Kübel an die linke Schulter 

geschlagen (Suva-act. 27). Dr. H.___ berichtete sodann am 13. Juli 2022 anamnestisch, 

der Beschwerdeführer habe den ausschwenkenden, am Kran befestigten, Betonkübel 

fangen wollen. Dabei habe es ihm die Schulter nach aussen verrissen und er habe 

sofort einen stechenden Schmerz verspürt (Suva-act. 48-1). Angesichts dieser - 

entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin (act. G3) nicht per se unglaubhaften - 

Schilderungen des Beschwerdeführers kann nicht ohne Weiteres nur von einem 

direkten Aufprall des Betonkübels auf die Schulter ausgegangen werden. Soweit Dr. 

G.___ in seinen Beurteilungen vom 24. Mai und 17. Juni 2022 davon ausgeht, es sei 

lediglich zu einer Kontusion gekommen und diese sei nicht geeignet, eine traumatische 

Supraspinatussehnenläsion hervorzurufen (Suva-act. 28, 36), bestehen daran 

zumindest geringe Zweifel und kann darauf nicht abgestellt werden. Stattdessen sind 

nachfolgend unabhängig vom genauen Unfallhergang die Indizien für und gegen eine 

traumatische Verursachung der strukturellen Verletzung der linken Schulter zu prüfen.

Die am 19. Januar 2022 erstbehandelnde Dr. C.___ hielt als Befund fest, die 

Abduktion sei möglich, allerdings schmerzhaft. Die Elevation sei nur eingeschränkt 

3.3. 

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möglich. Die Innen- und Aussenrotation sei beschwerdefrei und es sei kein lokaler 

Druckschmerz auslösbar. Die Röntgenuntersuchung habe keinen eindeutigen Hinweis 

auf eine frische knöcherne Läsion ergeben (Suva-act. 23-1 f.). Dr. G.___ führte am 17. 

Juni 2022 aus, im Falle einer unfallkausal frischen Ruptur der Supraspinatussehne wäre 

bei der Erstuntersuchung ein sogenanntes "Drop arm sign" zu erwarten gewesen, das 

heisse, der Beschwerdeführer wäre nicht in der Lage gewesen, den Arm aktiv 

abzuspreizen. Dieses fehlende Zeichen sei ein deutlicher Hinweis dafür, dass 

überwiegend wahrscheinlich ein degenerativer Erkrankungsvorschaden der 

Supraspinatussehne der linken Schulter vorliege, welcher bis anhin klinisch nicht 

evident gewesen sei. Die dokumentierte klinische Untersuchung im Erst- und 

Echtzeitbefund gebe keinen Hinweis für eine frische traumatische Läsion der 

Supraspinatussehne (Suva-act. 36). Im Gegensatz dazu hielt Dr. F.___ am 10. März 

2023 fest, ein "Drop arm sign" sei keine conditio sine qua non für eine frische 

Rotatorenmanschettenruptur. Dies hänge von der Grösse der Ruptur ab. Sei nur ein 

Teil der Supraspinatussehne gerissen, sei eine Bewegung und ein Halten des Armes 

möglich. Es sei auch bekannt, dass eine Schulter mit einem "Loch" in der 

Supraspinatussehne mitunter gut funktionieren könne. Die klinische Symptomatik bei 

einer traumatischen Läsion der Supraspinatussehne reiche von Schmerzen bis zum 

kompletten Funktionsausfall – wiederum in Abhängigkeit der Rissgrösse. Somit 

schliesse lediglich eine schmerzfreie, frei bewegliche Schulter mit Sicherheit einen 

frischen Riss der Supraspinatussehne aus (act. G8.1). Angesichts dieser 

nachvollziehbaren Kritik an der Einschätzung von Dr. G.___ kann rein aus dem 

anlässlich der Erstuntersuchung fehlenden "Drop arm sign" nicht geschlossen werden, 

dass keine frische traumatische Läsion der Supraspinatussehne vorlag. Dies 

insbesondere deshalb, weil das MRT vom 28. Februar 2022 einen subtotalen, 

durchgehenden Riss der Supraspinatusansatzsehne mit ventral noch durchgehend 

abgrenzbaren Sehnenfasern (Suva-act. 22), mithin also keinen totalen Riss der 

Supraspinatussehne, ergeben hatte. Soweit die Beschwerdegegnerin in ihrer Duplik 

geltend macht, die Beurteilung von Dr. F.___ sei widersprüchlich, da er argumentiere, 

bei einer geringen Rissgrösse könne das "Drop arm sign" fehlen, aber ansonsten von 

einem beträchtlichen Riss ausgehe (act. G10), ist dies nicht nachvollziehbar. Wie Dr. 

F.___ ausführte, ist das Fehlen eines "Drop arm sign" bei einem – wie vorliegend – nicht 

vollständigen Riss der Supraspinatussehne möglich. Seiner Argumentation ist nicht zu 

entnehmen, dass er beim Beschwerdeführer von einem lediglich geringfügigen Riss 

ausging.

Dr. G.___ führte am 17. Juni 2022 aus, ein weiterer Hinweis, welcher gegen eine 

unfallkausale Läsion der Supraspinatussehne der linken Schulter spreche, sei die 

3.4. 

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Tatsache, dass in der zeitnah durchgeführten MRT vom 28. Februar 2022, also ca. fünf 

Wochen nach dem Unfall, keinerlei Hinweise für eine schwere Gewalteinwirkung an der 

linken Schulter durch den Schlag mit einem Betonkübel zu eruieren gewesen seien. Es 

hätten sich weder ein Ödem im Bereich des Musculus deltoideus, noch eine 

Hämatombildung oder ein Bone bruise im Bereich des Humeruskopfes gezeigt, was 

auf eine schwere Gewalteinwirkung hätte schliessen lassen können (Suva-act. 36). Wie 

Dr. F.___ jedoch am 10. März 2023 zu Recht vorbrachte, hatte das MRT der linken 

Schulter vom 28. Februar 2022 eine deutlich vermehrte Flüssigkeitsansammlung in der 

Bursa subacromialis/subdeltoidea gezeigt (vgl. Suva-act. 22). Dr. F.___ befand, dies sei 

ein starker Hinweis für ein Trauma. Soweit Dr. G.___ ein Bone bruise vermisse, sei 

festzuhalten, dass ein solches entweder durch einen direkten Anprall oder durch eine 

chronische Reizung, aber auch im Rahmen eines Band- oder Sehnenrisses, wenn 

dieser direkt vom bzw. mit einem Stück Knochen abgerissen sei, entstehen könne. 

Dies sei hier aber nicht der Fall. Die Supraspinatussehne sei ganz typisch ansatznahe 

gerissen, wobei noch Restfasern am Knochen vorhanden gewesen seien. Man könne 

also davon ausgehen, dass die Hauptenergie in die Sehne und weniger in den 

angrenzenden Knochen gegangen sei, womit ein guter Grund für das fehlende Bone 

bruise vorliege (act. G8.1). Vor dem Hintergrund der überzeugenden Ausführungen von 

Dr. F.___ ist damit die Feststellung von Dr. G.___, wonach kein Hinweis auf eine 

Gewalteinwirkung an der linken Schulter vorliege, nicht nachvollziehbar.  

Dr. G.___ beurteilte, bei der im MRT sichtbaren und radiologisch beschriebenen 

Läsion der Supraspinatussehne handle es sich um einen degenerativen 

Erkrankungsvorschaden, wie er sich auch in den ebenfalls zur Rotatorenmanschette 

zugehörigen Sehnen im Bereich des Musculus subscapularis und des Musculus 

infraspinatus zeige. Die radiologisch beschriebenen Restfasern im vorderen Abschnitt 

des Schultergelenks seien ein weiterer Hinweis für den altersbedingten 

Degenerationsprozess der gesamten Rotatorenmanschette beim 57-jährigen 

Beschwerdeführer, welcher in aller Regel aufgrund der anatomischen engen Lage unter 

dem Schulterdach im Musculus supraspinatus als erstes beginne (Suva-act. 36). Dr. 

F.___ hält den Ausführungen von Dr. G.___ ebenfalls schlüssig entgegen, dass eine 

degenerative Veränderung der Rotatorenmanschette und der Bicepssehne bis zu 

einem gewissen Ausmass als physiologischer Alterungsprozess zu sehen und im Alter 

des Beschwerdeführers absolut normal sei. Degenerative Signalalterationen (beim 

Beschwerdeführer an der Infraspinatusansatzsehne; vgl. Suva-act. 22) seien im Alter 

des Beschwerdeführers die Regel und nicht zwingend pathologisch (act. G8.1). Dr. 

G.___ führte weiter aus, die im MRT vom 28. Februar 2022 sichtbare Stumpfretraktion 

der Supraspinatussehne bei gleichzeitig vorliegenden Geröllzysten am ehemaligen 

3.5. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/18

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Ansatz des Musculus supraspinatus seien ein weiterer deutlicher Hinweis für einen 

vorbestehenden degenerativen Erkrankungsvorschaden, an welchen die durchgeführte 

Operation adressiert gewesen sei (Suva-act. 36). Dr. F.___ brachte diesbezüglich 

nachvollziehbar und schlüssig vor, eine Stumpfretraktion könne zwar ein Hinweis auf 

einen länger bestehenden Schaden sein, dies hänge aber auch vom Ausmass des 

Defektes ab und könne nur im Gesamtkontext als klarer Hinweis für einen 

vorbestehenden Schaden dienen (ein grosser Defekt bewirke eine rasche starke 

Retraktion). Hier liege aber nur eine leichte Retraktion vor. Bei der vorliegenden Grösse 

des Risses wäre eine wesentlich grössere Retraktion zu erwarten, wenn der Riss schon 

längere Zeit bestanden hätte. Sollte die Retraktion aufgrund eines seit längerer Zeit 

bestehenden Risses entstanden sein, sei auf alle Fälle auch eine Muskelatrophie zu 

erwarten, was beim Beschwerdeführer aber nicht vorliege. Eine fehlende grössere 

Sehnenretraktion habe sich auch intraoperativ bestätigt; die Sehne sei problemlos zu 

refixieren gewesen. Es sei zwar richtig, dass Geröllzysten ein Hinweis auf degenerative 

Prozesse seien. Hierfür gelte aber ebenso wie für die Sehnendegeneration, dass dies 

mit fortschreitendem Alter physiologisch sei (act. G8.1). Insgesamt vermag der 

Umstand, dass beim Beschwerdeführer gewisse degenerative Veränderungen an der 

linken Schulter festgestellt worden sind, für sich alleine genommen die fehlende 

Unfallkausalität der Ruptur der Supraspinatussehne nicht überwiegend wahrscheinlich 

nachzuweisen. Vielmehr liefert Dr. F.___ einleuchtende Gründe dafür, dass trotz der 

degenerativen Veränderungen von einer unfallkausalen Supraspinatussehnenruptur 

ausgegangen werden kann.

Damit bestehen insgesamt erhebliche Zweifel an der Einschätzung von Dr. G.___. 

Stattdessen ist aufgrund der überzeugenden Beurteilung von Dr. F.___ davon 

auszugehen, dass die festgestellte strukturelle Verletzung im Sinne des bildgebend 

erhobenen subtotalen, durchgehenden Risses der Supraspinatusansatzsehne (Suva-

act. 22) mindestens teilweise unfallkausal war. Wie er plausibel darlegte, stehen die 

nach dem Unfall erhobene Symptomatik sowie die in der MRT vom 28. Februar 2022 

dargestellten Befunde im Einklang mit einer traumatischen Läsion der 

Supraspinatussehne. Für einen gewissen Vorzustand sprechen gemäss der 

schlüssigen Stellungnahme von Dr. F.___ einzig die degenerierten Biceps- und 

Infraspinatussehnen sowie die Geröllzysten im Oberarmkopf. Diese alleine hätten 

gemäss seiner Beurteilung jedoch den Riss der Supraspinatussehne nicht bewirken 

können (act. G8.1). Für eine traumatische Sehnenruptur spricht sodann – wie 

nachfolgend ausgeführt – auch der Verlauf der Beschwerden und Behandlungen.

3.6. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/18

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Der Beschwerdeführer begab sich am 19. Januar 2022, dem Tag nach seinem 

Unfall, ins Landeskrankenhaus D.___, wo er von Dr. C.___ behandelt wurde. Diese 

verordnete dem Beschwerdeführer Kühlung und Schonung sowie Bedarfsanalgesie mit 

Ibuprofen. Sie hielt fest, bei Beschwerdepersistenz über zwei Wochen erfolge eine 

Überweisung zu einer MRT (Suva-act. 23-1). Die Arbeitgeberin hielt in einer E-Mail vom 

3. Februar 2022 an die Beschwerdegegnerin fest, der Beschwerdeführer sei noch 

immer nicht gesund, weshalb nun eine MRT geplant sei (Suva-act. 7). Der 

Beschwerdeführer gab auf einem im Februar 2022 (Eingang bei der 

Beschwerdegegnerin: 21. Februar 2022) ausgefüllten Formular ebenfalls an, er habe 

immer noch Schmerzen (Suva-act. 11). Die MRT wurde sodann am 28. Februar 2022, 

mithin gut einen Monat nach dem Unfall, durchgeführt und brachte den erwähnten 

subtotalen Riss der Supraspinatusansatzsehne zur Darstellung (Suva-act. 22). Der 

Beschwerdeführer litt damit zwischen dem Unfallereignis und der MRT vom 28. 

Februar 2022 unter persistierenden Beschwerden, insbesondere Schmerzen. Dr. I.___, 

Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie des Landeskrankenhauses D.___, hielt am 

23. März 2022 zwar fest, der Beschwerdeführer schildere derzeit keine Beschwerden, 

insbesondere keine Schmerzen (Suva-act. 23). Es ist jedoch davon auszugehen, dass 

weiterhin gewisse Einschränkungen bestanden, sonst wäre tags darauf kaum der 

erwähnte operative Eingriff durchgeführt worden (Suva-act. 23-6 f.). Dafür spricht auch, 

dass Dr. F.___ bei einer am 15. März 2022, also wenige Tage zuvor, stattgefundenen 

Untersuchung als Befund festhielt, die Abduktion gegen Widerstand sei massiv 

kraftreduziert und gewisse Bewegungen (Bogen ab 70 Grad, Schürzen- und 

Nackengriff endlagig) seien schmerzhaft (Suva-act. 23-4). Soweit die 

Beschwerdegegnerin vorbringt (act. G3), Dr. I.___ habe mangels Beschwerden am Tag 

vor der Operation sogar die Identität des Beschwerdeführers überprüfen und den 

Eingriffsort an der linken Schulter bestätigen müssen, so ist diese Interpretation den 

Akten nicht zu entnehmen. Es ist vielmehr davon auszugehen, dass vor operativen 

Eingriffen aus Sicherheitsgründen standardmässig die Identität der Patienten überprüft 

und der zu operierende Körperteil festgehalten wird (vgl. Suva-act. 23-2). Dr. C.___ 

attestierte dem Beschwerdeführer vom 19. bis 21. Januar 2022 eine Arbeitsunfähigkeit 

(Suva-act. 23-1). Die Arbeitgeberin teilte der Beschwerdegegnerin mit E-Mail vom 3. 

Februar 2022 mit, der Beschwerdeführer habe zwar am 24. Januar 2022 seine Arbeit 

wieder zu 100 % aufnehmen können, sei allerdings noch immer nicht gesund (Suva-

act. 7). Wie sich aus der in der Replik zitierten E-Mail der Arbeitgeberin vom 20. 

Februar 2023 und einer solchen vom 13. Mai 2022 ergibt, sei der Beschwerdeführer 

zwar vom 24. Januar 2022 bis zur Operation am 16. März 2022 nicht krankgeschrieben 

gewesen, er habe aufgrund seiner Schulterbeschwerden aber nicht voll eingesetzt 

werden können. Die Arbeitgeberin habe seinen Tätigkeitsbereich dann entsprechend 

3.7. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/18

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seinen Möglichkeiten angepasst (act. G8, vgl. Suva-act. 26). Vom 16. März bis 16. Juli 

2022 attestierten die behandelnden Ärzte dem Beschwerdeführer sodann wieder eine 

Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. 12-2, 26, 34-4). Insgesamt sprechen die seit dem Unfall 

vom 18. Januar 2022 durchgehend bestehenden Beschwerden mit Einschränkung der 

(qualitativen) Arbeitsfähigkeit sowie die bildgebende Abklärung und der operative 

Eingriff in relativer zeitlicher Nähe zum Unfall (MRT vom 28. Februar 2022 [Suva-act. 

22], Operation vom 24. März 2022 [Suva-act. 23-6 f.]) für eine traumatische 

Verursachung der festgestellten Sehnenruptur.

Der Beschwerdeführer brachte vor, er habe vor dem Unfall vom 18. Januar 2022 

nicht unter Schulterbeschwerden links gelitten (Suva-act. 27, 32). Wie die 

Beschwerdegegnerin in ihrem Einspracheentscheid zu Recht ausführt (Suva-act. 59) ist 

die Tatsache, dass Beschwerden erst nach einem Unfall eingetreten sind, grundsätzlich 

beweisrechtlich untauglich. Die sogenannte Formel "post hoc ergo propter hoc" 

vermag juristisch gesehen grundsätzlich nichts über eine allfällige Unfallkausalität 

auszusagen (vgl. BGE 119 V 340 ff., E. 2b/bb; vgl. ferner nebst vielen das Urteil des 

Bundesgerichts vom 17. April 2020, 8C_158/2020, E. 3.2). Die blosse zeitliche Abfolge 

stellt jedoch nur in solchen Fällen einen ungenügenden Beweis dar, in denen das 

Vorliegen einer strukturellen Verletzung mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit verneint werden kann. Eine Gesamtbetrachtung lässt vorliegend 

jedoch nicht die Schlussfolgerung zu, dass die am 28. Februar 2022 bildgebend 

erhobene (Suva-act. 22) und am 24. März 2022 arthroskopisch bestätigte und 

behandelte Ruptur der Supraspinatussehne (Suva-act. 23-6 f.) überwiegend 

wahrscheinlich unfallfremd war. Wie in Erwägung 3.2 dargelegt, ist bereits die 

Annahme von Dr. G.___, es liege (nur) ein Anpralltrauma vor, nicht überwiegend 

wahrscheinlich nachgewiesen. Weiter ist zu berücksichtigen, dass keinerlei Hinweise 

gegen eine Beschwerdefreiheit des Beschwerdeführers im Bereich der linken Schulter 

vor dem Unfall bestehen. Dagegen hatte der Beschwerdeführer unmittelbar nach dem 

Unfall Schulterbeschwerden und eine ärztliche Behandlung wurde nötig (Suva-act. 

23-1). Insgesamt ist mithin von einem für den Wahrscheinlichkeitsbeweis bedeutsamen 

zeitlichen Zusammentreffen zwischen Unfall und bildgebender Objektivierung der 

Sehnenruptur auszugehen, mit dessen Beachtung man sich nicht nur der 

Beweismaxime "post hoc ergo propter hoc" bedienen kann.

3.8. 

Zusammenfassend ist durch die medizinischen Akten überwiegend wahrscheinlich 

ausgewiesen, dass die festgestellte strukturelle Verletzung im Sinne des bildgebend 

erhobenen subtotalen, durchgehenden Risses der Supraspinatusansatzsehne (Suva-

act. 22) mindestens teilweise unfallkausal war. Es ist darauf hinzuweisen, dass die 

3.9. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/18

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4.

Weiter zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht ihre Leistungen per 25. Mai 

2022 eingestellt hat (Suva-act. 59).

Beschwerdegegnerin die (teil-)unfallkausale strukturelle Schädigung insofern anerkannt 

hat, als sie die Kosten der Operation vom 24. März 2022 mit der teilweisen 

Gutheissung der Einsprache übernommen hat. Entgegen ihren Ausführungen im 

angefochtenen Einspracheentscheid vom 20. Dezember 2022 hätte sie die Kosten 

nicht übernehmen dürfen, wenn mit der Operation ausschliesslich krankheitsbedingte 

Schäden therapiert worden wären (Suva-act. 59).

Dr. G.___ beurteilte, wie erwähnt, der Unfall habe zu keiner zusätzlichen 

strukturellen Läsion im Bereich der linken Schulter geführt. Die Operation sei daher an 

einen degenerativen Erkrankungsvorschaden adressiert gewesen. Unfallfolgen spielten 

bei Status nach stattgehabter Prellung in der Regel nach drei bis vier Wochen keine 

Rolle mehr (Suva-act. 28, 36). Diese Argumentation überzeugt insofern nicht, als – wie 

bereits ausgeführt – durch die medizinischen Akten überwiegend ausgewiesen ist, dass 

der Unfall zu einer strukturellen Verletzung und nicht "nur" zu einer Prellung geführt hat. 

Es kann damit nicht auf die Erfahrungstatsache abgestellt werden, wonach "in der 

Regel" nach einer Prellung von einem Dahinfallen der unfallkausalen Schädigung nach 

drei bis vier Wochen auszugehen sei.

4.1. 

Die Beschwerdegegnerin hat entgegen der Beurteilung von Dr. G.___ die 

vorübergehenden Leistungen nicht bereits drei bis vier Wochen nach dem Unfall, also 

Anfang/Mitte Februar 2022, sondern erst per 25. Mai 2022 eingestellt (Suva-act. 59). 

Wie der Beschwerdeführer zu Recht geltend macht (act. G1), ist die Festsetzung dieses 

Datums jedoch nicht nachvollziehbar. Dr. G.___ nahm erstmals am 23./24. Mai 2022 

Stellung zur Unfallkausalität der strukturellen Schulterverletzung sowie des operierten 

Schadens (Suva-act. 28). Die Beschwerdegegnerin teilte dem Beschwerdeführer 

sodann am 25. Mai 2022 mit, sie stelle ihre Leistungen per 20. Februar 2022 ein (Suva-

act. 30). Später korrigierte sie den Zeitpunkt der Leistungseinstellung auf das Datum 

des genannten Schreibens vom 25. Mai 2022 (vgl. Suva-act. 55, 59). Die Wahl des 

Zeitpunkts erscheint jedoch insofern willkürlich, als keine ärztliche Beurteilung und kein 

anderer plausibler Grund besteht, welcher für das Dahinfallen der unfallkausalen 

Schädigung per 25. Mai 2022 sprechen würde.

4.2. 

Der zuständige Arzt des Landeskrankenhauses D.___ attestierte dem 

Beschwerdeführer aktenkundig bis zum 16. Juli 2022 eine Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. 

4.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/18

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5.

Der Beschwerdeführer beantragt weiter, es seien ihm die Kosten der Stellungnahme 

von Dr. F.___ vom 10. März 2023 in der Höhe von EUR 400.-- zurückzuerstatten (act. 

G8, vgl. act. G8.2). Gemäss Art. 45 Abs. 1 ATSG übernimmt der Versicherungsträger 

die Kosten der Abklärung, soweit er die Massnahmen angeordnet hat. Hat er keine 

solchen angeordnet, so übernimmt er deren Kosten dennoch, wenn die Massnahmen 

für die Beurteilung des Anspruchs unerlässlich waren oder Bestandteil nachträglich 

zugesprochener Leistungen bilden. Die Stellungnahme von Dr. F.___ hat sich für die 

Beurteilung des Leistungsanspruchs des Beschwerdeführers insofern als notwendig 

erwiesen, als sie erhebliche Zweifel an der Beurteilung von Dr. G.___ erweckte und auf 

diese abgestellt wird. Damit hat die Beschwerdegegnerin die Kosten der 

Stellungnahme von Dr. F.___ in der Höhe von EUR 400.-- zu tragen.

34). Dr. H.___ hatte den Beschwerdeführer am 13. Juli 2022 behandelt und über eine 

noch eingeschränkte Beweglichkeit sowie eine leichte Kraftminderung bei Abduktion 

berichtet. Der Beschwerdeführer mache noch Physiotherapie und habe dafür 

ausreichende Zuweisungen. Weitere Kontrolluntersuchungen fänden bei Dr. F.___ statt. 

Der Beschwerdeführer sei seit der vorangehenden Woche wieder arbeitsfähig (Suva-

act. 48). Spätere ärztliche Berichte sind nicht aktenkundig. Der Beschwerdeführer 

brachte in seiner Beschwerde jedoch vor, er habe bis anfangs des Jahres 2023 eine 

physiotherapeutische Behandlung benötigt (act. G1).

Grundsätzlich ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin bis zur Heilung der 

unmittelbaren Operationsfolgen leistungspflichtig ist. Aufgrund vorstehender 

Erwägungen ist nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, dass per 

25. Mai 2022 bereits keine Operationsfolgen mehr vorlagen. Die Beschwerdegegnerin 

hat über dieses Datum hinaus für die Schulterproblematik links aufzukommen und 

insbesondere Taggelder zu leisten sowie die Kosten der Heilbehandlung zu tragen. 

Gemäss Angaben des Beschwerdeführers nahm er die Arbeit (abweichend vom 

ärztlichen, bis 16. Juli 2022 ausgestellten Arbeitsunfähigkeitsattest [Suva-act. 34-4]) am 

4. Juli 2022 wieder auf (act. G1). Aus den Akten lässt sich jedoch nicht abschliessend 

entnehmen, wie lange er sich in medizinischer Behandlung befand. Die 

Beschwerdegegnerin wird diesbezüglich weitere Abklärungen tätigen, gestützt darauf 

den Zeitpunkt der Leistungseinstellung neu festlegen und die weiteren Ansprüche des 

Beschwerdeführers beurteilen müssen.

4.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/18

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6.  

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird unter Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids vom 

20. Dezember 2022 insofern gutgeheissen, als die Beschwerdegegnerin verpflichtet 

wird, über den 25. Mai 2022 hinaus für die Folgen des Unfalls vom 18. Januar 2022 

aufzukommen. Die Sache wird zur Prüfung und Ausrichtung der geschuldeten 

Leistungen an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 

4'000.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung des 

angefochtenen Einspracheentscheids vom 20. Dezember 2022 insofern gutzuheissen, 

als die Beschwerdegegnerin zu verpflichten ist, über den 25. Mai 2022 hinaus für die 

Folgen des Unfalls vom 18. Januar 2022 aufzukommen. Die Sache ist zur Prüfung und 

Ausrichtung der geschuldeten Leistungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

6.1. 

Im vorliegenden Verfahren sind keine Gerichtskosten zu erheben (Art. 61 lit. f

ATSG).

6.2. bis

Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In 

der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 

22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung (HonO; sGS 963.75) pauschal Fr. 1'500.-- bis 

Fr. 15'000.--. Im hier zu beurteilenden Fall erscheint eine pauschale 

Parteientschädigung von Fr. 4'000.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) als 

angemessen.

6.3. 

Die Beschwerdegegnerin hat die für die Stellungnahme von Dr. F.___ vom 10. März 

2023 angefallenen Kosten von EUR 400.-- zu tragen (act. G8.2).

6.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/18

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4.

Die Beschwerdegegnerin hat die für die Stellungnahme von Dr. F.___ angefallenen 

Kosten von EUR 400.-- zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 27.09.2023
	Art. 6 UVG. Art. 10 UVG. Würdigung ärztlicher Berichte. Frage, ob eine unfallkausale strukturelle Verletzung vorliegt, gestützt auf eine Beurteilung des behandelnden Spezialarztes bejaht. Die Beschwerdegegnerin hat über das Leistungseinstellungsdatum hinaus für die Unfallfolgen aufzukommen. Die Beschwerdegegnerin wird weitere Abklärungen tätigen und gestützt darauf den Zeitpunkt der Leistungseinstellung neu festlegen sowie die weiteren Ansprüche des Beschwerdeführers beurteilen müssen. Gutheissung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 27. September 2023, UV 2023/6). Aufgehoben durch Urteil des Bundesgerichts 8C_828/2023.

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