# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e6f9a7d2-0c9a-527f-b614-f4e5da5dfbf4
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-09-05
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 05.09.2023 BB.2023.102
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_BB-2023-102_2023-09-05.pdf

## Full Text

Beschluss vom 5. September 2023 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter 
Roy Garré, Vorsitz, 
Miriam Forni und Nathalie Zufferey, 
Gerichtsschreiberin Chantal Blättler Grivet Fojaja 

   
 
Parteien 

  
A., vertreten durch Rechtsanwalt Walter M. Haefelin,  

Beschwerdeführer 
 

 gegen 
   

BUNDESANWALTSCHAFT, 
Beschwerdegegnerin 

 
 

Gegenstand  Nichtanhandnahmeverfügung  
(Art. 310 i.V.m. Art. 322 Abs. 2 StPO) 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BB.2023.102 
 
 
 
 

- 2 - 

 

 

Sachverhalt: 
 

A. Am 2. Dezember 2022 erstattete A. bei der Luzerner Polizei Strafanzeige 
gegen Bundesrat C. wegen Amtsmissbrauchs und konstituierte sich als Pri-
vatkläger (Verfahrensakten Bundesanwaltschaft [nachfolgend «Verfahrens-
akten BA»], pag. 05-01-001; pag. 15-01-0001). A. führte in seiner Strafan-
zeige aus, der […] C. habe am 27. Oktober 2021, einen Monat vor der Ab-
stimmung die Aufrechterhaltung der Zertifikatspflicht, erklärt, man könne mit 
dem Zertifikat zeigen, dass man nicht mehr ansteckend sei. Doch am glei-
chen Tag habe das BAG gemeldet, dass zehn geimpfte Personen wegen 
Covid-Erkrankung hospitalisiert worden seien. Erkrankte Geimpfte seien 
mehrere Tage ansteckend. C. habe […] weder die eigene […]-Statistik noch 
die Aussagen der US-Gesundheitsbehörde CDC noch diejenigen von D., 
[…], noch den Befund der Task-Force des Bundes respektiert. D. habe be-
reits am 3. August 2021 eingeräumt, dass COVID-19-Geimpfte das Corona-
virus genauso häufig verbreiten könnten wie Ungeimpfte. C. habe damit be-
wusst die Unwahrheit gesagt und gelogen. Er habe offensichtlich zumindest 
grobfahrlässig gehandelt, wenn nicht sogar vorsätzlich (Verfahrensakten BA, 
pag. 05-01-0001).  

 
 
B. Mit Schreiben vom 22. Dezember 2022 teilte die Bundeanwaltschaft A. mit, 

dass sie die Behandlung seiner Strafanzeige vom 2. Dezember 2022 zustän-
digkeitshalber übernommen habe und räumte A. Gelegenheit ein, schriftlich 
darzulegen, ob und inwiefern er durch das von ihm angezeigte Verhalten in 
seinen Rechten verletzt worden sei (Verfahrensakten BA,  
pag. 15-01-0014 f.).  

 
 
C. Mit Schreiben vom 23. Januar 2023 ergänzte A. seine Strafanzeige gegen 

C. und brachte zusätzliche Straftatbestände zur Anzeige, nämlich einfache 
und schwere Körperverletzung (Art. 123 Ziff. 1 und 3 und Art. 122 StGB), 
Stimm- und Wahlbestechung (Art. 281 StGB), Widerhandlung gegen das 
Epidemiengesetz (Art. 82 Abs. 1 lit. c und d EpG, evtl. Art. 83 EpG) sowie 
Verbreiten menschlicher Krankheiten (Art. 231 StGB; Verfahrensakten BA, 
pag. 05-01-0004 ff.). Mit Eingaben u.a. vom 10., 15., 16., 17. und  
20. Februar sowie 14., 21. und 23. März 2023 liess A. der Bundesanwalt-
schaft weitere Dokumente und Stellungnahmen zukommen (Verfahrensak-
ten BA, pag. 05-01-0012 ff.).   

 
 

- 3 - 

 

 

D. Mit Vereinigungs- und Nichtanhandnahmeverfügung vom 24. April 2023 ver-
fügte die Bundesanwaltschaft in der Strafsache gegen C. unter anderem we-
gen obgenannter Straftatbestände die Nichtanhandnahme der Sache (vgl. 
Dispositiv-Ziffer 2 der Verfügung; act. 1.2). 

 
 
E. Dagegen liess A. mit Eingabe vom 6. Mai 2023 bei der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts Beschwerde erheben und folgende Anträge stellen 
(act. 1 S. 2): 

 
 «1. Die beschwerdegegnerische Verfügung vom 24. April 2023 betreffend 

die Nichtanhandnahme des Strafverfahrens wegen Amtsmissbrauchs 
i.S.v. Art. 312 StGB sei aufzuheben und es sei die Bundesanwaltschaft 
anzuweisen, eine Strafuntersuchung gemäss der beschwerdeführeri-
schen Strafanzeige vom 2. Dezember 2022 i.S.v. Art. 300 Abs. 1 lit. b 
i.V.m. Art. 309 Abs. 1 lit. a StPO zu eröffnen und durchzuführen.  

 
  2. Die Verfahrenskosten seien auf die Staatskasse zu nehmen. 
 
  3. Dem Beschwerdeführer sei eine angemessene Entschädigung i.S.v. 

Art. 429 Abs. 1 lit. a StPO zuzusprechen». 
 
 
F. Die Bundesanwaltschaft beantragt in ihrer Beschwerdeantwort vom 

26. Mai 2023 die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei 
(act. 6). Der Beschwerdeführer liess sich innert Frist nicht weiter vernehmen.  

 
 Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit 

erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.  
 
 
 
Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 
 

1. 
1.1 Gegen eine Nichtanhandnahmeverfügung der Bundesanwaltschaft kann bei 

der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Beschwerde nach den 
Vorschriften der Art. 393 ff. StPO erhoben werden (Art. 310 Abs. 2 i.V.m. 
Art.  322 Abs. 2 StPO und Art. 37 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 
19. März 2010 über die Organisation der Strafbehörden des Bundes [Straf-
behördenorganisationsgesetz, StBOG; SR 173.71]). Die Beschwerde gegen 
schriftlich oder mündlich eröffnete Entscheide ist innert zehn Tagen 

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schriftlich und begründet bei der Beschwerdeinstanz einzureichen (Art. 396 
Abs. 1 StPO).  

 
1.2 Zur Beschwerde legitimiert sind die Parteien, sofern sie ein rechtlich ge-

schütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen 
Entscheids haben (Art. 310 Abs. 2 i.V.m. Art. 322 Abs. 2 und Art. 382 
Abs. 1 StPO).  

 
 Die geschädigte Person ist grundsätzlich nur insoweit zur Beschwerde legi-

timiert, als sie sich im Sinne der Art. 118 f. StPO als Privatklägerschaft kon-
stituiert hat bzw. als sie – was gerade bei der Nichtanhandnahmeverfügung 
der Fall sein kann – noch keine Gelegenheit hatte, sich als Privatkläger zu 
konstituieren (vgl. Beschluss des Bundesstrafgerichts BB.2019.196 vom 
11. Dezember 2019 E. 1.2.1). Als geschädigte Person gilt die Person, die 
durch die Straftat in ihren Rechten unmittelbar verletzt worden ist (Art. 115 
Abs. 1 StPO). In seinen Rechten ist unmittelbar verletzt, wer Träger des 
durch die verletzte Strafnorm geschützten oder zumindest mitgeschützten 
Rechtsguts ist (BGE 143 IV 77 E. 2.2; 141 IV 454 E. 2.3.1).  

 
 Im Zusammenhang mit Strafnormen, die nicht primär Individualrechtsgüter 

schützen, gelten praxisgemäss nur diejenigen Personen als Geschädigte, 
die durch die darin umschriebenen Tatbestände in ihren Rechten beeinträch-
tigt werden, sofern diese Beeinträchtigung unmittelbare Folge der tatbe-
standsmässigen Handlung ist (BGE 141 IV 454 E. 2.3.1; 140 IV 155 
E. 3.2 S. 157 f.; Beschluss des Bundesstrafgerichts BB.2012.117 vom 5. Ok-
tober 2012 E. 1.4). 

 
 Im Rahmen der Begründung gemäss Art. 385 Abs. 1 lit. b StPO muss der 

Beschwerdeführer auch die Tatsachen darlegen, aus denen sich namentlich 
seine Beschwerdeberechtigung ergeben soll, sofern dies nicht offensichtlich 
ist (Urteile des Bundesgerichts 1B_339/2016 vom 17. November 2016 
E. 2.1; 1B_324/2016 vom 12. September 2016 E. 3.1 in fine; 1B_242/2015 
vom 22. Oktober 2015 E. 4.2).  

 
1.3 
1.3.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, dass sich die Strafanzeige und damit 

auch die Beschwerde gegen die Nichtanhandnahmeverfügung ausschliess-
lich auf den Tatbestand des Amtsmissbrauchs i.S.v. Art. 312 StGB beschrän-
ken würden. Die weiteren C. vorgeworfenen Straftatbestände würden einst-
weilen nicht weiterverfolgt (act. 1 S. 3). 

 

https://entscheide.weblaw.ch/cache.php?link=07.06.2016_BB.2016.24

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1.3.2 Der Straftatbestand des Amtsmissbrauchs (Art. 312 StGB) schützt sowohl 
individuelle als auch kollektive Interessen, nämlich einerseits das Interesse 
des Staates an zuverlässigen Beamten, welche mit der ihnen anvertrauten 
Machtposition pflichtbewusst umgehen, und andererseits das Interesse der 
Bürger, nicht unkontrollierter und willkürlicher staatlicher Machtentfaltung 
ausgesetzt zu sein (BGE 127 IV 209 E. 1b; Urteile des Bundesgerichts 
1C_395/2018 vom 21. Mai 2019 E. 1.2; 1C_57/2018 vom 19. Novem-
ber 2018 E. 1.2; 6B_1318/2017 vom 9. Februar 2018 E. 7.2.3).  Es gilt aller-
dings zu berücksichtigen, dass der Tatbestand inhaltlich weit formuliert ist 
und dementsprechend auf vielfältige Weise begangen werden kann. Daher 
hat die Person, die aus Art. 312 StGB Rechte abzuleiten gedenkt, exakt da-
zulegen, inwieweit die behauptete amtliche Handlung ihre privaten Interes-
sen verletzt (Urteile des Bundesgerichts 6B_1318/2017 vom 9. Februar 2018 
E. 7.2.3; 6B_837/2018 vom 9. November 2018 E. 4.2). 

 
1.3.3 Der Beschwerdeführer äussert sich nicht zu seiner Legitimation. Insbeson-

dere legt er nicht dar, inwiefern er durch den (angeblichen) Amtsmissbrauch 
von C. unmittelbar geschädigt worden sein soll. Zwar macht der Beschwer-
deführer Folgendes geltend: Unter anderem sich darauf verlassend, dass die 
Erklärungen von C. belastbar, faktenbasiert, korrekt und wahr seien, habe er 
sich als kerngesunder Mensch zwischen Mai und Dezember 2021 gegen Co-
vid impfen lassen. Im Jahre 2022 habe sich sein Gesundheitszustand zuse-
hends verschlechtert. Er sei aufgrund des amtsmissbräuchlichen Verhaltens 
von C., der Falschinformationen des von ihn geleiteten Bundesamtes […] 
und der entsprechenden, von den Systemmedien verbreitenden Staatspro-
paganda schwer und bleibend gesundheitlich geschädigt, und seine Lebens-
erwartung sei erheblich verkürzt worden. Die irreparable Langzeiterkrankung 
sei durch das injizierte, von E. hergestellte mRNA-Produkt hervorgerufen 
worden (act. 1 S. 10 f.). Was der Beschwerdeführer damit vorbringt, vermag 
allenfalls eine mittelbare Betroffenheit zu begründen: dies genügt jedoch für 
die Bejahung der Beschwerdelegitimation diesen Tatbestand betreffend – 
wie bereits dargelegt – nicht.  

 
1.4 Damit ist mangels Legitimation auf die Beschwerde nicht einzutreten.  
 
 
2. 
2.1 Die Beschwerde wäre indes auch materiell abzuweisen. 
 

  

http://links.weblaw.ch/BGE-127-IV-209
http://links.weblaw.ch/1C_395/2018
http://links.weblaw.ch/1C_57/2018
http://links.weblaw.ch/6B_1318/2017

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2.2  
2.2.1 Die Staatsanwaltschaft eröffnet eine Untersuchung, namentlich wenn sich 

aus den Informationen und Berichten der Polizei, aus der Strafanzeige oder 
aus ihren eigenen Feststellungen ein hinreichender Tatverdacht ergibt 
(Art. 309 Abs. 1 lit. a StPO). Sie verzichtet auf die Eröffnung, wenn sie sofort 
eine Nichtanhandnahmeverfügung oder einen Strafbefehl erlässt (Art. 309 
Abs. 4 StPO). Die Staatsanwaltschaft verfügt die Nichtanhandnahme ge-
mäss Art. 310 Abs. 1 StPO, sobald aufgrund der Strafanzeige oder des Po-
lizeirapports feststeht, dass die fraglichen Straftatbestände oder die Pro-
zessvoraussetzungen eindeutig nicht erfüllt sind (lit. a), Verfahrenshinder-
nisse bestehen (lit. b) oder aus den in Art. 8 StPO genannten Gründen auf 
eine Strafverfolgung zu verzichten ist (lit. c). Da dieser Bestimmung zwin-
gender Charakter zukommt, muss die Staatsanwaltschaft bei Vorliegen ei-
nes in Art. 310 Abs. 1 StPO genannten Nichtanhandnahmegrundes eine 
Nichtanhandnahmeverfügung erlassen (OMLIN, Basler Kommentar, 
2. Aufl. 2014, N. 8 zu Art. 310 StPO). 

 
2.2.2 Mit dem sofortigen Entscheid, kein Untersuchungsverfahren durchzuführen, 

soll verhindert werden, dass Personen durch grundlose Anzeigen oder Er-
mittlungen Nachteile erleiden und nutzlose Umtriebe anfallen. Da eine Nicht-
anhandnahmeverfügung nur dann erlassen wird, wenn keine Untersu-
chungshandlungen vorgenommen werden (Art. 309 Abs. 4 StPO), muss es 
sich folglich um sachverhaltsmässig und rechtlich klare Fälle handeln, wobei 
sich dies allein aus den Akten zu ergeben hat (LANDSHUT/BOSSHARD, Zür-
cher Kommentar, 3. Aufl. 2020, N. 1 zu Art. 310 StPO). Die Frage, ob die 
Strafverfolgungsbehörde ein Strafverfahren durch Nichtanhandnahme erle-
digen kann, beurteilt sich nach dem aus dem strafprozessualen Legalitäts-
prinzip abgeleiteten Grundsatz «in dubio pro duriore» (Art. 2 Abs. 1 StPO 
i.V.m. Art. 319 Abs. 1 und Art. 324 Abs. 1 StPO; BGE 138 IV 86 E. 4.2). 
Danach darf die Nichtanhandnahme gestützt auf Art. 310 Abs. 1 lit. a und 
lit. b StPO nur in sachverhaltsmässig und rechtlich klaren Fällen ergehen, so 
bei offensichtlicher Straflosigkeit, wenn der Sachverhalt mit Sicherheit nicht 
unter einen Straftatbestand fällt, oder bei eindeutig fehlenden Prozessvo-
raussetzungen. Im Zweifelsfall muss das Verfahren eröffnet werden (vgl. 
BGE 143 IV 241 E. 2.2; 137 IV 285 E. 2.3). 

 
2.3 
2.3.1 Des Amtsmissbrauchs gemäss Art. 312 StGB machen sich Mitglieder einer 

Behörde oder Beamte schuldig, die ihre Amtsgewalt missbrauchen, um sich 
oder einem andern einen unrechtmässigen Vorteil zu verschaffen oder ei-
nem andern einen Nachteil zuzufügen. Erfasst wird nicht jeder Missbrauch 
des Amtes per se, sondern nur der der mit dem Amt verbundenen Gewalt 

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(WYLER/MICHLIG, Art. 312 N. 4, in Graf (Hrsg.), Annotierter Kommentar 
StGB, 2020). Nach der Rechtsprechung ist der Straftatbestand angesichts 
der sehr unbestimmt umschriebenen Tathandlung insofern einschränkend 
auszulegen, dass nur derjenige die Amtsgewalt missbraucht, welcher die 
Machtbefugnisse, die ihm sein Amt verleiht, unrechtmässig anwendet, d. h. 
kraft seines Amtes verfügt oder Zwang ausübt, wo es nicht geschehen dürfte 
(BGE 127 IV 209 E. 1b S. 213; Urteil des Bundesgerichts 1C_584/2017 vom 
1. Juni 2018 E. 3.2). Der Täter muss demnach in Grundfreiheiten anderer 
eingreifen, ohne dass die dazu gesetzlich notwendigen Voraussetzungen 
gegeben sind (HEIMGARTNER, Basler Kommentar, 4. Aufl. 2018, N. 7 f. zu 
Art. 312 StGB). Diese Voraussetzung ist auch gegeben, wenn der Beamte 
zwar legitime Ziele verfolgt, aber zur Erreichung derselben in unverhältnis-
mässiger Weise Gewalt anwendet (BGE 127 IV 209 E. 1 a/aa S. 211; 104 IV 
22 E. 2; 113 IV 29 E. 1). In subjektiver Hinsicht wird vorsätzliches Handeln 
gefordert, wobei Eventualvorsatz ausreicht (HEIMGARTNER, a.a.O., N. 22 zu 
Art. 312 StGB). Überdies muss die Absicht vorliegen, sich oder einem Dritten 
einen unrechtmässigen Vorteil zu verschaffen oder einem anderen einen un-
rechtmässigen Nachteil zuzufügen (Art. 312 StGB).  

 
2.3.2 Der Beschwerdeführer führt in der Anzeige bzw. in den Ergänzungen aus, 

dass C. im Zusammenhang mit der Covid-Impfung öffentlich Aussagen wie 
«Der Impfstoff ist wirksam, sicher, er wurde ebenso streng geprüft, wie jeder 
andere Impfstoff, bevor er bei uns auf den Markt kommt», «Die Impfung ist 
wirksam», «Mit dem Zertifikat kann man zeigen, dass man nicht ansteckend 
ist», «Die Impfung ist sicher und von hoher Qualität. Das hat man auf der 
ganzen Welt milliardenfach sehen können» gemacht habe. Diese Worte hät-
ten objektiv den Eindruck erzeugt, dass die mRNA-basierten Arzneimittel vor 
ihrer Zulassung hinsichtlich ihrer Sicherheit und ihrer Wirksamkeit ebenso 
streng geprüft worden seien, wie gewöhnliche Impfstoffe. Das Gegenteil sei 
jedoch der Fall. Was den Impfstoff von E. anbelange, sei eindeutig und selbst 
vom Hersteller unbestritten, dass dieser im Zeitpunkt der Erstzulassung 
([…]) noch nicht erfolgreich auf seine Schutzwirkung hin getestet worden sei. 
Diese sehr wesentliche Tatsache sei im Oktober 2022 von der Managerin 
von E., F., in einer öffentlichen Anhörung vor Parlamentariern des Europa-
parlaments zugegeben worden. Die Aussage von C. am Tag der offiziellen 
Erstzulassung des Impfstoffes am […], wonach der Impfstoff wirksam und 
sicher sei und ebenso streng geprüft werde, wie jeder andere Impfstoff, be-
vor er bei uns auf den Markt komme, sei somit falsch und irreführend gewe-
sen. Diese Aussage von C. hätten ihn (den Beschwerdeführer) und viele an-
dere Menschen dazu veranlasst an die Wirksamkeit und Sicherheit der sog. 
Covid-19-Impfstoffe zu glauben und eine grundlegend falsche Entscheidung 
zu treffen. Dabei sei zu beachten, dass mit dem Amt des schweizerischen 

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Bundesrates prinzipiell die Vermutung erhöhter Integrität verbunden sei, 
weshalb er (der Beschwerdeführer) den Aussagen von C. habe Vertrauen 
schenken und sie zur Basis für seine Entscheidungen habe machen dürfen, 
ohne sie selber überprüfen zu müssen.  

 
 Eine allenfalls fehlerhafte, unrichtige oder irreführende Aussage eines Be-

hördenmitglieds, und sei es auch eines Bundesrates, ist nicht per se ein tat-
bestandsmässiges Handeln im Sinne von Art. 312 StGB. Amtsmissbrauch 
käme nur dann in Betracht, wenn missbräuchlich Amtsgewalt ausgeübt wor-
den ist. Selbst wenn man die von C. im Zusammenhang mit den Covid-Imp-
fungen gemachten Aussagen als unwahr und irreführend bezeichnen 
müsste, ist nicht ersichtlich, inwiefern C. damit auf die Bürger Zwang oder 
Gewalt ausgeübt hätte. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers ist 
nicht erkennbar, inwiefern C. mit seinen Aussagen die Bevölkerung dazu ge-
zwungen oder genötigt haben soll, sich gegen Covid zu impfen. Auch ist nicht 
ansatzweise erkennbar und wird nicht dargetan, dass C. die Aussagen ge-
tätigt hätte, um sich oder einem anderen einen unrechtmässigen Vorteil zu 
verschaffen.  

 
 Damit ist der Straftatbestand des Amtsmissbrauchs im Sinne von Art. 312 

StGB eindeutig nicht erfüllt, weshalb sich die angefochtene Nichtanhandnah-
meverfügung als rechtmässig erweist. 

 
 
3. Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer die Kosten 

zu tragen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Gerichtsgebühr ist auf Fr. 2'000.-- fest-
zusetzen (Art. 73 StBOG und Art. 5 und 8 Abs. 1 BStrKR) und mit dem ge-
leisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu verrechnen.  

 
 

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Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 
 
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 
 
2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 2'000.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.  

 
 

Bellinzona, 6. September 2023 
 
Im Namen der Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zustellung an 
 
- Rechtsanwalt Walter M. Haefelin 
- Bundesanwaltschaft 
- C. 
 
 
 
 
Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.