# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3a8c0547-be30-53ee-a38b-0e959fb33a29
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-11-07
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 07.11.2008 E-6798/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6798-2008_2008-11-07.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-6798/2008/
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  7 .  N o v e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichterin Regula Schenker Senn, 
mit Zustimmung von 
Richterin Jenny de Coulon Scuntaro;
Gerichtsschreiber Marco Abbühl.

A._______, Nigeria,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 22. Oktober 2008 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-6798/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge seinen Heimat-
staat  am  9.  Juli  2008  verliess  und  am  10. Juli 2008  illegal  in  die 
Schweiz einreiste, wo er noch am gleichen Tag im Empfangs- und Ver-
fahrenszentrum (EVZ) B._______ um Asyl nachsuchte,

dass  am  5.  August  2008  die  Erstbefragung  im  Transitzentrum 
D._______  erfolgte  und  am  2.  Oktober  2008  die  direkte 
Bundesanhörung stattfand,

dass der Beschwerdeführer dabei im Wesentlichen vorbrachte, er sei 
nigerianischer  Staatsangehöriger  mit  letztem Wohnsitz  in  C._______ 
beziehungsweise  E._______,  Yenagoa  Local  Government  Area, 
Bayelsa State,

dass er seine Eltern bereits im Alter von fünf Jahren verloren habe, als 
diese beim Fischen umgekommen seien,

dass er seither als Hausjunge bei seinem Onkel väterlicherseits gelebt 
und diesem beim Fischen geholfen habe, 

dass er nie die Schule besucht habe und weder Lesen noch Schreiben 
könne,

dass seine Schwester im Jahre 2006 bei einem Autounfall ums Leben 
gekommen sei,

dass die Regierung die Bewohner aufgefordert habe, das Dorf zu ver-
lassen,

dass  mehrmals  Leute  des  „Movement  for  the  Emancipation  of  the 
Niger Delta“ (MEND) ins Dorf gekommen seien und Listen mit Namen 
von Jugendlichen erstellt hätten,

dass Angehörige des MEND damit begonnen hätten, Armee und Poli-
zei zu bekämpfen und im Jahre 2007 viele Leute umgebracht hätten,

dass  Regierungssoldaten  am 10. April  2008 in  das  Dorf  gekommen 
seien und zahlreiche Leute getötet und Häuser angezündet hätten,

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dass er von den Soldaten mit Gewehrkolben geschlagen worden und 
erst im Spital von E._______ wieder zu sich gekommen sei,

dass man im Spital seine Wunden am Kopf und an der Nase behandelt 
habe,

dass der Pfarrer, welcher ihn ins Spital gebracht habe, ihn dort aufge-
sucht und ihm mitgeteilt habe, dass das Haus seines Onkels niederge-
brannt worden und dabei dessen Frau umgekommen sei,

dass sein Onkel weggelaufen sei und er diesen seither nicht mehr fin-
den könne,

dass der  Pfarrer  ihn  später  erneut  besucht  und ihn informiert  habe, 
dass er gesucht werde, da sein Name auf einer Liste der MEND aufge-
taucht sei,

dass er rund einen Monat im Spital zugebracht habe, bevor der Pfarrer 
ihm zur Flucht verholfen, ihn nach Lagos gebracht und dort mit einem 
Schlepper bekannt gemacht habe,

dass er die Zeit bis zu seiner Ausreise in einem Zimmer im Haus des 
Schleppers verbracht und dieses nie verlassen habe,

dass  er  seinen  Heimatstaat  am  9.  Juli  2008  zusammen  mit  dem 
Schlepper über den Flughafen von Lagos verlassen habe und über ein 
ihm unbekanntes Land am 10. Juli 2008 in die Schweiz eingereist sei,

dass der Schlepper für  ihn einen Pass mitgeführt,  diesen jedoch nie 
aus der Hand gegeben habe,

dass er  selbst  nie Reise- oder Identitätspapiere besessen habe und 
sich auch keine solchen Papiere im Heimatstaat beschaffen könne, zu-
mal er dort niemanden mehr habe,

dass der Pastor seine Ausreise in die Schweiz finanziert habe, nach-
dem er ihm seine Probleme geschildert habe,

dass der Beschwerdeführer zur Untermauerung seiner Vorbringen an-
lässlich der Erstbefragung vom 5. August 2008 verschiedene Fotos zu 
den Akten reichte, welche verschiedene Kopfverletzungen zeigen,

dass für die übrigen Aussagen auf die Akten verwiesen wird.

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dass das BFM mit Verfügung vom 22. Oktober 2008 – eröffnet am 24. 
Oktober 2008 – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgeset-
zes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf  das Asylgesuch nicht 
eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anord-
nete,

dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen ausführte, dass dem 
Beschwerdeführer nicht geglaubt werden könne, er habe keine Reise-
papiere auf sich getragen und sei von Nigeria bis in die Schweiz ge-
reist, ohne jemals – insbesondere an den Flughäfen – selber kontrol-
liert worden zu sein,

dass  dem  Beschwerdeführer  auch  nicht  geglaubt  werden  könne,  er 
wisse nicht, welche Flughäfen sie angeflogen hätten, zumal diese In-
formationen während des Fluges mehrmals und mehrsprachig wieder-
holt würden,

dass  die  Schilderungen  zu  den  Umständen  seiner  Ausreise  sodann 
den stereotypen Vorbringen von Asylsuchenden entsprechen würden, 
welche nicht bereit seien, ihre Identität mit Ausweispapieren zu bele-
gen,

dass die Ausführungen des Beschwerdeführers zu den fehlenden Aus-
weisdokumenten und den Umständen der Ausreise nicht geglaubt wer-
den könnten und somit  keine entschuldbaren Gründe vorliegen wür-
den, die es dem Beschwerdeführer verunmöglicht hätten, Reise- oder 
Identitätspapiere einzureichen,

dass  sich  der  Beschwerdeführer  im Laufe  des  Verfahrens  in  seinen 
Vorbringen zu seinem letzten Wohnsitz, zum Dorf E._______ wie auch 
zu  seinem  Spitalaufenthalt  in  eine  Vielzahl  von  Widersprüchen 
verstrickt habe,

dass der Beschwerdeführer überdies neben den vielen wesentlichen 
Widersprüchen auf viele Fragen nur ausweichende Antworten gegeben 
habe,  wodurch die erheblichen Zweifel  an der  Glaubhaftigkeit  seiner 
Schilderungen untermauert worden seien,

dass der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 
und 7 AsylG nicht erfülle und zusätzliche Abklärungen zur Feststellung 
der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungsvollzugshindernis-
ses aufgrund der Aktenlage nicht erforderlich seien,

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dass in Nigeria  keine Situation allgemeiner Gewalt  herrsche,  welche 
für den Beschwerdeführer im Falle einer Rückkehr eine konkrete Ge-
fahr darstellen würde und weder die herrschende politische Situation 
noch andere  Gründe  gegen  die  Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvoll-
zugs sprechen würden, 

dass der Vollzug ausserdem technisch möglich und praktisch durch-
führbar sei,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 28. Oktober 2008 gegen 
diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde erhob 
und  dabei  unter  anderem  beantragte,  es  sei  ihm  die  unentgeltliche 
Rechtspflege zu gewähren,

dass die vorinstanzlichen Akten am 29. Oktober 2008 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. 
Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

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dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

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dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs.  3  Bst.  b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass die Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG eine summari-
sche  materielle  Prüfung  der  Glaubwürdigkeit  der  gesuchstellenden 
Person voraussetzt,  aus der sich das offensichtliche Fehlen von Hin-
weisen auf  die Erfüllung der Flüchtlingseigenschaft  beziehungsweise 
der  Voraussetzungen für  die  Gewährung vorübergehenden Schutzes 
ergeben muss (vgl. EMARK 2004 Nr. 22 S. 147 ff.),

dass im Rahmen von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG lediglich – wie von 
der Vorinstanz korrekt vorgenommen – eine summarische Glaubhaftig-
keitsprüfung der Verfolgungsvorbringen vorzunehmen ist,

dass hinsichtlich  der  zur  Begründung des Asylgesuches geltend ge-
machten  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  vorweg  auf  dessen  im 
Transitzentrum  D._______  am  5.  August  2008  im  Rahmen  der 
Erstbefragung  protokollierten  Aussagen  sowie  auf  das  Protokoll  der 
direkten Bundesanhörung vom 2. Oktober 2008 zu verweisen ist,

dass  zunächst  zu  prüfen ist,  ob  für  das  Nichteinreichen  von Reise- 
oder Identitätspapieren entschuldbare Gründe vorliegen,

dass vorliegend die Nichtabgabe von Reise- oder Identitätspapieren im 
Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG innerhalb von 48 Stunden nach 
Einreichung des Asylgesuchs nicht bestritten ist,

dass der Beschwerdeführer diesbezüglich geltend machte, er habe nie 
irgendwelche Identitäts- oder Reisepapiere besessen und könne keine 
Papiere beschaffen (vgl. A12/ S. 3),

dass seine Eltern und seine Schwester tot seien und er seinen Onkel 
seit den Vorfällen vom 10. April 2008 nicht mehr finden könne (vgl. A1/ 
S. 2 und A12/ S. 7),

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dass der Beschwerdeführer gemäss eigenen Aussagen die Natelnum-
mer von Pastor F._______ kennt (vgl. A12/ S. 11 f.) und dieser ihm bei 
der  Beschaffung  von  Identitätsdokumenten  im  Heimatstaat  behilflich 
sein könnte,

dass der Beschwerdeführer sodann keine erkennbaren Anstrengungen 
zur Beschaffung von Identitätsdokumenten unternommen hat,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  aufgrund der  Ausführungen des 
Beschwerdeführers davon ausgeht, er habe für seine Reise authenti-
sche Identitäts- und Reisepapiere verwendet, welche er jedoch innert 
48  Stunden  und  bis  heute  in  Verletzung  seiner  gesetzlichen  Mitwir-
kungspflicht (vgl. Art. 8 Abs. 1 Bst. b AsylG) den schweizerischen Be-
hörden nicht aushändigte, zumal in der Beschwerde nichts geltend ge-
macht  wird,  was diesbezüglich  zu  einer  anderen  Beurteilung  führen 
könnte,

dass im Übrigen auf die entsprechenden Erwägungen der Vorinstanz 
verwiesen werden kann, ohne diese im Einzelnen zu wiederholen,

dass sich die Vorbringen in der knapp gehaltenen Beschwerdeschrift 
sodann lediglich auf eine Wiederholung der bereits vor der Vorinstanz 
gemachten Aussagen beschränken, ohne sich jedoch konkret mit den 
Erwägungen  der  Verfügung  vom  22.  Oktober  2008  auseinanderzu-
setzen,

dass  somit  keine  entschuldbaren  Gründe  für  das  Nichtvorlegen  von 
Reise- oder Identitätspapieren ersichtlich sind und die Vorinstanz das 
Vorliegen solcher Gründe zu Recht verneint hat,

dass mithin zu prüfen bleibt, ob die Vorinstanz aufgrund der Anhörung 
zu Recht  weder die Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  noch zusätzli-
che Abklärungen zu deren Feststellung beziehungsweise zur Feststel-
lung  von  Wegweisungsvollzugshindernissen  als  erforderlich  erachtet 
hat,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  im Urteil  BVGE 2007/8  festhält, 
dass auf ein Asylgesuch nicht einzutreten sei, wenn bereits auf Grund 
einer summarischen Prüfung festgestellt werden könne, dass die asyl-
suchende Person die Flüchtlingseigenschaft  nicht  erfülle,  wobei  sich 
die Offensichtlichkeit der fehlenden Flüchtlingseigenschaft aus der Un-

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glaubhaftigkeit der Vorbringen, aber auch aus der fehlenden Asylrele-
vanz ergeben könne,

dass die Vorbringen des Beschwerdeführers in zentralen Punkten un-
auflösbare Widersprüche enthalten,

dass er anlässlich der Erstbefragung vom 5. August 2008 zu Protokoll 
gab,  Polizisten  und  Soldaten  hätten  die  Dorfbewohner  am  10.  April 
2008 aufgefordert,  das  Dorf  zu verlassen,  weil  eine  Pipeline  gebaut 
werden sollte (vgl. A1/ S. 4),

dass er demgegenüber im Rahmen der direkten Bundesanhörung vom 
2. Oktober 2008 aussagte, die Regierung habe die Bewohner im Jahre 
2006 aufgefordert,  das  Dorf  zu verlassen,  weil  es aufgrund des Öls 
nicht mehr gut wäre zum Fischen (vgl. A12/ S. 5),

dass er anlässlich der direkten Bundesanhörung vorbrachte, in seinem 
Heimatdorf E._______ gebe es keine Schule und kein Spital (vgl. A12/ 
S. 5),

dass er im Widerspruch dazu aussagte, das Spital, in welchem er be-
handelt  worden  sei  liege  innerhalb  von  E._______  und  habe  zwei 
Stockwerke mit je fünf Zimmern (vgl. A12/ S. 8),

dass  er  zu  Protokoll  gab,  in  E._______  gebe  es  keine  Häuser,  nur 
Häuser auf dem Wasser aus Holz (vgl. A12/ S. 4),

dass er am 10. April 2008 aufgrund seiner Verletzungen in Ohnmacht 
gefallen und erst im Spital wieder zu Bewusstsein gekommen sei (vgl. 
A12/ S. 6 f.),

dass  der  Beschwerdeführer  anlässlich  der  Erstbefragung  vom  5. 
August 2008 zur Untermauerung seiner Vorbringen verschiedene Fo-
tos als Beweismittel einreichte, welche den Beschwerdeführer zeigen, 
wie er sich mit blutenden Kopfwunden und bei Bewusstsein in einem 
Parkhaus aufhält, was nicht mit seinen Schilderungen vereinbar ist,

dass bezüglich der fehlenden Glaubhaftigkeit der Vorbringen im Übri-
gen  auf  die  entsprechenden  Erwägungen  der  Vorinstanz  verwiesen 
werden kann, ohne diese im Einzelnen zu wiederholen,

dass der Beschwerdeführer nach dem Gesagten keine Vorbringen gel-
tend macht, die geeignet wären, die Flüchtlingseigenschaft zu begrün-

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den und auch keine weiteren Abklärungen im Sinne von Art. 32 Abs. 2 
Bst. c AsylG vorzunehmen sind, weshalb es sich erübrigt, auf die übri-
gen Vorbringen in der Beschwerde einzugehen,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 

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und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder Herkunfts-
staat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- bzw. Herkunftsstaat des 
Beschwerdeführers  noch  individuelle  Gründe  auf  eine  konkrete  Ge-
fährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Voll-
zug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass die Beschwerde aufgrund der vorstehenden Erwägungen als aus-
sichtslos zu qualifizieren ist, weshalb das Gesuch um Gewährung der 
unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG ab-
zuweisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art.  1-3  des  Reglements  vom 11. Dezember  2006  über  die  Kosten 
und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss 
Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer  (vorab per Telefax;  Einschreiben; Beilagen: 
vorinstanzliche Verfügung im Original, Einzahlungsschein)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung (per Telefax, 
zu den Akten Ref.-Nr. N_______)

- das Amt für Polizeiwesen und Zivilrecht G._______ (per Telefax)

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Regula Schenker Senn Marco Abbühl

Versand: 

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