# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4075ff04-c4ea-5281-9943-32822c6d4013
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-12-04
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Beschwerdekammer in Strafsachen 04.12.2025 BK 2025 95
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_008_BK-2025-95_2025-12-04.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

Beschwerdekammer in 
Strafsachen

Cour suprême
du canton de Berne

Chambre de recours pénale

Beschluss
BK 25 95

Hochschulstrasse 17
Postfach
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 09
Fax +41 31 634 50 54
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 4. Dezember 2025

Besetzung Oberrichter Bähler (Präsident), Oberrichter Schmid,
Oberrichter Horisberger
Gerichtsschreiber Pittet

Verfahrensbeteiligte A.________
v.d. Rechtsanwalt B.________

Beschuldigter 1

C.________
a.v.d. Fürsprecherin D.________

Beschuldigte 2

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, 
Postfach, 3001 Bern

E.________ GmbH
v.d. Rechtsanwalt F.________ und/oder Rechtsanwalt 
G.________

Straf- und Zivilklägerin/Beschwerdeführerin

Gegenstand Einstellung

Strafverfahren wegen Veruntreuung, evtl. ungetreue Geschäfts-
besorgung

Beschwerde gegen die Verfügung der Regionalen Staatsanwalt-
schaft Berner Jura-Seeland vom 31. Januar 2025
(BJS 22 9151)

2

Erwägungen:

1. Mit Verfügung vom 31. Januar 2025 stellte die Regionale Staatsanwaltschaft Ber-
ner Jura-Seeland (nachfolgend: Staatsanwaltschaft) das Verfahren gegen 
A.________ (nachfolgend: Beschuldigter 1) und C.________ (nachfolgend: Be-
schuldigte 2) ein. Dagegen erhob die E.________ GmbH (nachfolgend: Beschwer-
deführerin), vertreten durch die Rechtsanwälte F.________ und/oder G.________, 
am 27. Februar 2025 Beschwerde und beantragte die Aufhebung der angefochte-
nen Verfügung hinsichtlich des Beschuldigten 1 sowie die Weisungen an die 
Staatsanwaltschaft, das Verfahren gegen den Beschuldigten 1 fortzusetzen und die 
mit Eingabe vom 5. Juni 2024 beantragten Beweismassnahmen durchzuführen. Mit 
Verfügung vom 10. März 2025 bot die Verfahrensleitung der Generalstaatsanwalt-
schaft sowie dem Beschuldigten 1 Gelegenheit zur Stellungnahme. Die General-
staatsanwaltschaft reichte am 31. März 2025 eine Stellungnahme ein, der Beschul-
digte 1, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, am 9. April 2025.

2. Gegen Verfügungen und Verfahrenshandlungen der Staatsanwaltschaft kann bei 
der Beschwerdekammer in Strafsachen innert zehn Tagen schriftlich und begrün-
det Beschwerde geführt werden (Art. 393 Abs. 1 Bst. a i.V.m. Art. 396 Abs. 1 der 
Schweizerischen Strafprozessordnung [StPO; SR 311.0]; Art. 35 des Gesetzes 
über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; 
BSG 161.1] i.V.m. Art. 29 Abs. 2 des Organisationsreglements des Obergerichts 
[OrR OG; BSG 162.11]). Die Beschwerdeführerin hat als Straf- und Zivilklägerin im 
vorliegenden Strafverfahren Parteistellung (Art. 118 Abs. 1 i.V.m. Art. 104 Bst. b 
StPO). Sie ist durch die angefochtene Verfügung unmittelbar in ihren rechtlich ge-
schützten Interessen betroffen und somit zur Beschwerdeführung legitimiert 
(Art. 382 Abs. 1 StPO). Auf die frist- und formgerechte Beschwerde ist einzutreten.

3. Die Beschwerdeführerin rügt eine Verletzung des rechtlichen Gehörs. Die Staats-
anwaltschaft habe sie erst in der Einstellungsverfügung mit dem Bericht des 
K.________ (Verwaltungseinheit) konfrontiert.

3.1 Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst als Mitwirkungsrecht all jene Befug-
nisse, die einem Betroffenen einzuräumen sind, damit er seinen Standpunkt wirk-
sam zur Geltung bringen kann. Dazu gehört insbesondere das Recht des Betroffe-
nen, sich vor Erlass eines in seine Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zur 
Sache zu äussern. Voraussetzung des Äusserungsrechts sind genügende Kennt-
nisse über den Verfahrensverlauf, was auf das Recht hinausläuft, in geeigneter 
Weise über die entscheidwesentlichen Vorgänge und Grundlagen vorweg orientiert 
zu werden. Wie weit dieses Recht geht, lässt sich nicht generell, sondern nur unter 
Würdigung der konkreten Umstände beurteilen. Entscheidend ist, ob dem Betroffe-
nen ermöglicht wurde, seinen Standpunkt wirksam zur Geltung zu bringen (Urteil 
des Bundesgerichts 7B_1408/2024 vom 1. Oktober 2025 E. 3.2.2 mit Hinweisen). 
Die Parteien sind über wichtige Verfahrenshandlungen und vorzunehmende Be-
weismassnahmen zu unterrichten. Sie sind beispielsweise über die Durchführung 
von Augenscheinen, das Einholen von Gutachten oder die Einvernahme von Aus-
kunftspersonen in Kenntnis zu setzen (WIEDERKEHR/ROSALES-GEYER, Anspruch 
auf Orientierung nach Art. 29 Abs. 2 BV, AJP 10/2018, S. 1266). Die formelle Natur 

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des rechtlichen Gehörs soll nicht zu prozessualen Leerläufen führen, sondern ver-
hindern, dass sich die Verletzung von Teilnahmerechten auf den Entscheid aus-
wirkt. Sofern nicht ersichtlich ist, inwiefern dies zutreffen sollte, bleibt der angefoch-
tene Entscheid trotz beeinträchtigtem Mitwirkungsrecht bestehen (Urteil des Bun-
desgerichts 6B_1238/2022 vom 21. Dezember 2022 E. 3.4.3 mit Verweis auf BGE 
143 IV 380 E. 1.4.1).

3.2 Am 27. Juni 2024 holte die Staatsanwaltschaft einen Amtsbericht i.S.v. Art. 195 
StPO beim K.________ (Verwaltungseinheit) ein, welcher am 12. Juli 2024 bei der 
Staatsanwaltschaft einging. Den Akten lässt sich nicht entnehmen, dass dieser Be-
richt den Parteien zugestellt oder von seiner Existenz auf einer anderen Art Kennt-
nis gegeben worden wäre. Dies wäre spätestens im Rahmen der zweiten Mitteilung 
gemäss Art. 318 Abs. 1 StPO möglich und geboten gewesen. Der eingeholte 
Amtsbericht beschäftigt sich mit Fragen der Finanzierung von L.________ (Ge-
schäftstätigkeit) und stellt damit in einem Verfahren, bei dem solche Fragen eine 
wesentliche Rolle spielen, ohne Weiteres eine entscheidwesentliche Grundlage 
dar, über welche die Parteien proaktiv zu informieren gewesen wären. Entspre-
chend verletzte die Staatsanwaltschaft das rechtliche Gehör der Beschwerdeführe-
rin, indem sie dies unterliess.

3.3 Die Gehörsverletzung kann vorliegend durch die Beschwerdekammer geheilt wer-
den. Obwohl der Amtsbericht ein sehr relevantes Thema beschlägt, trägt er nur ei-
nen untergeordneten Teil zur Begründung der angefochtenen Verfügung bei. Damit 
ist gleichzeitig gesagt, dass es sich um keine schwerwiegende Gehörsverletzung 
handelt und eine Aufhebung der angefochtenen Verfügung nicht mehr als prozes-
sualen Leerlauf bedeuten würde.

4.

4.1 Die Staatsanwaltschaft verfügt die vollständige oder teilweise Einstellung des Ver-
fahrens, wenn kein Tatverdacht erhärtet ist, der eine Anklage rechtfertigt (Art. 319 
Abs. 1 Bst. a StPO). Der Tatverdacht hat sich auf eine Straftat im materiellrechtli-
chen Sinne zu beziehen (statt vieler: ACKERMANN, Tatverdacht und Cicero – in du-
bio contra suspicionem maleficii, in: Festschrift für Franz Riklin, 2007, S. 328). Da-
mit reicht bereits ein fehlendes Tatbestandsmerkmal, um den Tatverdacht zu zer-
streuen.

4.2 Die Beschwerdeführerin hat genau anzugeben, welche (tatsächlichen und/oder 
rechtlichen) Gründe einen anderen Entscheid nahe legen. In der Begründung ist 
schlüssig zu behaupten, dass und weshalb ein Beschwerdegrund gegeben ist. Die 
Beschwerdebegründung hat sich – zumindest in minimaler Form – mit den Erwä-
gungen des angefochtenen Entscheids bzw. der angefochtenen hoheitlichen Ver-
fahrenshandlung auseinanderzusetzen. Daran mangelt es, wenn die Richtigkeit der 
tatsächlichen oder rechtlichen Erwägungen der angefochtenen Handlung bloss 
pauschal bestritten wird oder wenn nicht einmal ansatzweise darlegt wird, weshalb 
z. B. eine beantragte Genugtuung zuzusprechen ist (GUIDON, in: Basler Kommen-
tar, Schweizerische Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2023, N. 9c zu Art. 396 StPO).

4.3 Der Veruntreuung macht sich schuldig, wer sich eine ihm anvertraute fremde be-
wegliche Sache aneignet, um sich oder einen andern damit unrechtmässig zu be-

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reichern, wer ihm anvertraute Vermögenswerte unrechtmässig in seinem oder ei-
nes anderen Nutzen verwendet (Art. 138 Ziff. 1 Abs. 1 und 2 StGB). Der ungetreu-
en Geschäftsbesorgung gemäss Art. 158 Ziff. 1 StGB macht sich schuldig, wer 
aufgrund des Gesetzes, eines behördlichen Auftrages oder eines Rechtsgeschäfts 
damit betraut ist, Vermögen eines andern zu verwalten oder eine solche Vermö-
gensverwaltung zu beaufsichtigen, und dabei unter Verletzung seiner Pflichten be-
wirkt oder zulässt, dass der andere am Vermögen geschädigt wird. Der ungetreuen 
Geschäftsbesorgung gemäss Art. 158 Ziff. 2 StGB macht sich schuldig, wer in der 
Absicht, sich oder einen andern unrechtmässig zu bereichern, die ihm durch das 
Gesetz, einen behördlichen Auftrag oder ein Rechtsgeschäft eingeräumte Ermäch-
tigung, jemanden zu vertreten, missbraucht und dadurch den Vertretenen am Ver-
mögen schädigt.

4.4 Dem Beschuldigten 1 wird Veruntreuung, eventualiter ungetreue Geschäftsbesor-
gung vorgeworfen. Gemeinsames Tatbestandsmerkmal ist ein Vermögensschaden. 
Es genügt daher an dieser Stelle, das Vorliegen eines hinreichenden Tatverdachts 
auf Eintritt eines Vermögensschadens zu prüfen. Ist dies zu verneinen, so besteht 
pars pro toto kein hinreichender Tatverdacht auf Erfüllung der Straftatbestände.

4.5 Die angefochtene Verfügung hält hinsichtlich des Vermögensschadens fest, was 
folgt: Der Fehlbetrag sei durch die Beschwerdeführerin anhand einer Gegenüber-
stellung von Registrierungen und Kreditkartenzahlungen errechnet worden, nicht 
anhand verwendeter L.________ (Geschäftstätigkeit). Es sei möglich gewesen, 
Registrierungen im System zu übersteuern, in gewissen Fällen habe dies sogar 
gemacht werden müssen. Es erscheine daher fraglich, ob die im System erfassten 
Registrierungen bzw. durchgeführten L.________(Geschäftstätigkeit) tatsächlich 
korrekt seien. Ab einem gewissen Punkt hätten sich die Mitarbeitenden für ihre 
L.________(Geschäftstätigkeit) wie Kunden im System registrieren müssen. Diese 
L.________(Geschäftstätigkeit) hätten nicht bezahlt werden müssen. Es sei unklar, 
ob diese L.________(Geschäftstätigkeit) bei der Berechnung des Deliktsbetrags 
berücksichtigt worden seien. Dass im O.________ (Geschäftsniederlassung) in 
M.________ (Ort) Bargeld eingenommen worden sei, sei unbestritten. Unklar und 
nicht nachprüfbar sei, ob, und wenn ja, wie oft und in welchem Umfang der Be-
schuldigte 1 Bargeld an H.________ abgeliefert habe. Gemäss Bericht des 
K.________(Verwaltungseinheit) sei es nicht möglich, den exakten Umsatz eines 
O.________ (Geschäftsniederlassung) im hier interessierenden Zeitraum festzu-
stellen. H.________ habe selbst eingeräumt, dass über die erzielten Bareinnahmen 
nicht Buch geführt worden sei und er darüber zumindest anfänglich keine Kontrolle 
gehabt habe.

4.6 Hinsichtlich der Bezifferung des Deliktsbetrags bringt die Beschwerdeführerin kor-
rekt vor, dass sie nicht gehalten sei, ihre Zivilklage bereits im Vorverfahren exakt zu 
beziffern und beruft sich dabei auf Art. 123 Abs. 2 aStPO (in der Fassung bis 31. 
Dezember 2023) sowie Art. 123 Abs. 1 und Art. 331 Abs. 2 StPO. Wenn sie diese 
Argumentation auf den Vermögensschaden als Tatbestandsmerkmal übertragen 
will, vermag sie damit aber nicht durchzudringen. Die Staatsanwaltschaft begründet 
die angefochtene Verfügung unter anderem dahingehend, dass sich der Verdacht 
hinsichtlich des Vermögensschadens verflüchtigte. Der Tatverdacht muss sich auf 

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eine Straftat im materiellrechtlichen Sinne beziehen. Das bedeutet, dass sich der 
Tatverdacht in globo erübrigt, wenn er hinsichtlich eines Tatbestandsmerkmales 
dahinfällt. Im vorliegenden Fall ist hinsichtlich des Vermögensschadens nicht (nur) 
dessen Höhe unklar, wie dies die Beschwerdeführerin mit ihren Ausführungen insi-
nuiert. Vielmehr ist unklar, ob ein solcher überhaupt eingetreten ist.

4.7 Die Beschwerdeführerin beschränkt sich hinsichtlich des Vermögensschadens in 
der Beschwerde darauf festzustellen, dass das Fehlen von Geld unstrittig sei 
(Rz. 26). Sie legt nicht dar, worauf sie sich hierbei stützt. Dies erstaunt umso mehr 
als sie in Rz. 19 die Argumentation der angefochtenen Verfügung dahingehend 
wiedergibt, wonach das Vorliegen eines Vermögensschadens in Frage gestellt 
werde.

An anderen Stellen der Beschwerde legt die Beschwerdeführerin dar, dass es sich 
beim Delta zwischen durchgeführten L.________(Geschäftstätigkeit) und Kreditkar-
teneinnahmen um unerlaubte Bareinnahmen handeln müsse (Rz. 18) sowie dass 
sie entgegen den Ausführungen in der angefochtenen Verfügung nie eingeräumt 
habe, vom Personal selbst verwendete L.________(Geschäftstätigkeit) bisher un-
berücksichtigt gelassen zu haben; vielmehr habe es sich dabei um Zertifikate für 
das Personal gehandelt (Rz. 21). Zum Bericht des K.________(Verwaltungseinheit) 
räumt sie ein, dass ihr die Problematik bewusst sei. Sie habe nicht ohne Grund den 
Schaden über eine Triangulation zwischen registrierten 
L.________(Geschäftstätigkeit) und Kreditkarteneinnahmen bestimmen müssen 
(Rz. 30). Dennoch sei der Schluss, die Ermittlung des exakten Umsatzes sei un-
möglich, in dieser Absolutheit unzutreffend, da die zitierte Aussage des Berichts 
nur in Bezug auf gewisse Stellen getroffen werde (Rz. 31). Auch zu diesen Aus-
führungen ist festzustellen, dass die Beschwerdeführerin nicht ausführt, was an der 
Bestimmung des Vermögensschadens durch die Staatsanwaltschaft falsch gewe-
sen sein soll. Sie beschränkt sich darauf, dass die Staatsanwaltschaft den Unter-
suchungsgrundsatz verletzt haben soll.

Zusammengefasst lässt sich festhalten, dass es die Beschwerdeführerin darzule-
gen versäumt, inwiefern die Staatsanwaltschaft den Vermögensschaden falsch be-
stimmt haben soll. Damit verletzt die Beschwerdeführerin ihre Begründungspflicht, 
weshalb diese Rügen nicht zu hören sind.

4.8 Vom Fehlen eines Tatbestandsmerkmals kann dennoch nicht ohne Weiteres darauf 
geschlossen werden, dass eine Strafbarkeit entfällt. Beim Versuch (Art. 22 StGB) 
ist es begriffsnotwendig, dass nicht alle Tatbestandsmerkmale eintreten. Hierfür 
lassen sich den Akten jedoch keine Anhaltspunkte entnehmen. Gegen die Annah-
me eines Versuchs spricht nicht zuletzt die Aussage von H.________ (Geschäfts-
führer der Beschwerdeführerin), wonach er erfahren habe, dass in 
M.________(Ort) weiterhin Bargeld angenommen werde und dies N.________ 
(Ort) nicht erfahren dürfe, worauf er Berechnungen angestellt habe (Einvernahme 
vom 13. Dezember 2023 Z. 238 ff.). Der Verdacht auf eine strafbare Handlung des 
Beschuldigten 1 entstand damit bei der Privatklägerin aufgrund eigener Berech-
nungen, die sich nach dem Gesagten nicht mehr stützen lassen. Nach dem Gesag-
ten besteht kein hinreichender Verdacht für eine tatbestandsmässige Handlung des 

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Beschuldigten 1 ohne Eintritt des Erfolgs (des Vermögensschadens), mit anderen 
Worten einen Versuch.

4.9 Damit entfällt in Ermangelung eines Vermögensschadens und eines Versuchs eine 
Strafbarkeit des Beschuldigten 1.

5. Die Beschwerdeführerin beantragt, die Staatsanwaltschaft sei anzuweisen, die am 
5. Juni 2024 gestellten Beweisanträge durchzuführen, soweit dies nicht bereits er-
folgt sei. 

5.1 Erachtet die Staatsanwaltschaft die Untersuchung als vollständig, so erlässt sie 
einen Strafbefehl oder kündigt den Parteien mit bekanntem Wohnsitz schriftlich den 
bevorstehenden Abschluss an und teilt ihnen mit, ob sie Anklage erheben oder das 
Verfahren einstellen will. Gleichzeitig setzt sie den Parteien eine Frist, Beweisan-
träge zu stellen (Art. 318 Abs. 1 StPO). Sie kann Beweisanträge nur ablehnen, 
wenn damit die Beweiserhebung über Tatsachen verlangt wird, die unerheblich, of-
fenkundig, der Strafbehörde bekannt oder bereits rechtsgenügend erwiesen sind 
(Art. 318 Abs. 2 Satz 1 StPO). 

5.2 Mit Verfügung vom 16. Januar 2025 lehnte die Staatsanwaltschaft Anträge auf fünf 
Editionen sowie drei Einvernahmen ab. Von diesen Beweisanträgen bezog sich nur 
einer, nämlich derjenige auf Einvernahme von I.________, nicht auf P.________ 
(berufliche Tätigkeit), die der Beschuldigte 1 durchgeführt haben soll. Es ist weder 
dargetan noch ersichtlich, inwiefern die Frage, ob diese P.________(berufliche 
Tätigkeit) stattgefunden haben, für die Frage des Vermögensschadens von direkter 
Relevanz sein könnten.

5.3 Der Antrag auf Einvernahme von I.________ (Standortleiterin des O.________ 
(Geschäftsniederlassung) N.________ (Ort)) wird in der Beschwerde dahingehend 
begründet, dass der Beweiswert ihrer Aussagen nicht von der Hand zu weisen wä-
re, wenn sich ihre Anwesenheit im O.________ (Geschäftsniederlassung) 
N.________ (Ort) mit schon nur einer einzigen der vom Beschuldigten 1 geltend 
gemachten und von der Beschwerdeführerin bestrittenen Bargeldlieferungen über-
schnitten hätte. Die Beschwerdekammer teilt diese Ansicht nicht. Einerseits wäre 
der Beweiswert einer Aussage, wonach I.________ keine Bargeldübergaben erlebt 
habe, sehr gering. Die Staatsanwaltschaft hält in diesem Zusammenhang korrekt 
fest, dass unklar sei, ob I.________ überhaupt zur fraglichen Zeit vor Ort gewesen 
sei, da der Beschuldigte 1 die Beträge jeweils nach Feierabend abgeliefert haben 
will. Andrerseits wäre die Aussage, wonach sie eine oder mehrere Bargeldüberg-
aben erlebt hätte, unerheblich, da dies am Ergebnis der Verfahrenseinstellung 
nichts zu ändern vermöchte.

5.4 Die Staatsanwaltschaft hat die Beweisanträge damit zu Recht abgewiesen. Der 
Antrag auf Anweisung der Staatsanwaltschaft zur Durchführung der Beweisanträge 
ist abzuweisen.

6.

6.1 Der Untersuchungsgrundsatz verpflichtet das Gericht nicht, von Amtes wegen Be-
weiserhebungen vorzunehmen, wenn es sich aufgrund der bereits erhobenen Be-

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weise seine Überzeugung gebildet hat und ohne Willkür in vorweggenommener 
Beweiswürdigung annehmen darf, dass die zusätzlichen Beweise nichts an seiner 
Überzeugung zu ändern vermöchten. Die beschuldigte Person kann den Behörden 
grundsätzlich zudem nicht vorwerfen, gewissen Beweisen nicht nachgegangen zu 
sein, wenn sie es unterliess, rechtzeitig und formgerecht entsprechende Beweisan-
träge zu stellen (Urteil des Bundesgerichts 1B_115/2021 vom 3. Mai 2021 E. 2.1 
mit Hinweisen).

6.2 Die zitierte bundesgerichtliche Rechtsprechung benennt explizit die beschuldigte 
Person. Folgt man den jeweiligen Verweisen (Urteile des Bundesgerichts 
6B_212/2017 vom 4. August 2017 E. 2.4, 6B_288/2015 vom 12. Oktober 2015 
E. 1.3.2), so führt dies zu BGE 131 I 476 E. 2.1 und BGE 125 I 127 E. 6c/bb. In 
letzterem hielt das Bundesgericht Folgendes fest:
Nach konstanter Rechtsprechung des Bundesgerichts untersteht das Recht, Belastungs- und Entlas-
tungszeugen zu befragen, dem (kantonalen) Verfahrensrecht. Entsprechende Gesuche um Zeugen-
befragungen sind daher den Behörden formgerecht einzureichen. Der Beschuldigte kann den Behör-
den grundsätzlich keinen Vorwurf machen, gewisse Zeugen nicht vorgeladen zu haben, wenn er es 
unterlässt, rechtzeitig und formgerecht die entsprechenden Beweisanträge zu stellen (…). In ähnlicher 
Weise verneinte der Gerichtshof trotz Fehlens der Anhörung eines Zeugen durch das Gericht eine 
Verletzung der Konvention, weil der Rechtsvertreter die erforderlichen Schritte nicht unternommen 
und insbesondere die Anhörung nicht verlangt hatte.

Das Bundesgericht bezieht sich an dieser Stelle auf das Konfrontationsrecht 
gemäss Art. 6 Ziff. 3 Bst. d der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und 
Grundfreiheiten (EMRK; SR 0.101), ein Recht, auf das sich nur die beschuldigte 
Person berufen kann. Es kann davon ausgegangen werden, dass die Nennung der 
beschuldigten Person in E. 6.1 des zitierten Entscheids auf das Konfrontationsrecht 
zurückzuführen ist. In dieser Lesart wurde damit nicht beabsichtigt, diese Recht-
sprechung auf die beschuldigte Person zu beschränken. Das bedeutet, dass diese 
Rechtsprechung auch auf andere Parteien anwendbar ist, womit sie im vorliegen-
den Fall zur Anwendung gelangen kann. Dies ist jedoch nicht von entscheidender 
Bedeutung.

6.3 Bereits in der Strafanzeige vom 9. Mai 2022 stellt die Beschwerdeführerin Berech-
nungen zum Deliktsbetrag an (Rz. 19 ff.). H.________, der Geschäftsführer der 
Beschwerdeführerin, wurde am 26. August 2022 sowie am 13. Dezember 2023 
einvernommen. Mit Schreiben vom 22. Dezember 2022 äusserte sich die Privatklä-
gerin zu den Diskrepanzen zum Vermögensschaden, nämlich zwischen den Zahlen 
in der Strafanzeige und der eingereichten Excel-Tabelle. Die nach der ersten Frist 
gemäss Art. 318 StPO hinsichtlich des Vermögensschadens durch die Beschwer-
deführerin gestellten Beweisanträge wurden mit Verfügung vom 16. Januar 2025 
vollumfänglich gutgeheissen. Die restlichen Beweisanträge wurden in diesem Be-
schluss (E. 5) behandelt. Im Nachgang der zweiten Frist gemäss Art. 318 StPO 
stellte die Beschwerdeführerin keine weiteren Beweisanträge.

6.4 Die Beschwerdeführerin bringt vor, dass der Schluss, den die Staatsanwaltschaft 
aus dem Bericht des K.________(Verwaltungseinheit) zieht, wonach die Ermittlung 
des exakten Umsatzes unmöglich sei, in dieser Absolutheit nicht zutreffe. Die zitier-
te Aussage des Berichts werde nur in Bezug auf gewisse Stellen getroffen. Damit 

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weiss die Beschwerdeführerin nicht zu überzeugen. Auf die Frage, ob es eine Mög-
lichkeit zur genauen Bezifferung der mit verschiedenen L.________ (Geschäft-
stätigkeit) erzielten Umsätze eines O.________(Geschäftsniederlassung) gäbe, 
wird im Bericht des K.________(Verwaltungseinheit) doch das Folgende ausge-
führt:
(…) Dem Bund waren die Rechnungen der Versicherer bzw. der Kantone zu diesem Zweck quartals-
weise (gesammelt) zuzusenden (…). Dem Bund liegen daher grundsätzlich keine individuellen Ab-
rechnungen vor. Je nachdem, wie die Abrechnungen im besagten O.________ (Geschäftsniederlas-
sung) erfolgten, könnten Versicherer oder der betreffende Kanton ggf. über genauere Daten verfügen. 
Aus diesen Daten kann allerdings nicht mit Sicherheit auf den exakten Umsatz eines 
O.________(Geschäftsniederlassung) geschlossen werden, da es die besagten unterschiedlichen 
Abrechnungswege gab (und darüber hinaus in aller Regel eine Vielzahl von Versicherern, über die 
abgerechnet wurde). (…)

Gestützt auf diese Ausführungen durfte die Staatsanwaltschaft darauf verzichten, 
die im Bericht des K.________(Verwaltungseinheit) angesprochenen Daten beizu-
ziehen, da keine Gewähr bestand, dass diese die durchgeführten 
L.________(Geschäftstätigkeit) vollständig und korrekt abgebildet hätten.

6.5 Die Beschwerdeführerin stellte keine weiteren relevanten Beweisanträge. Darüber 
hinaus sind keine sachdienlichen Beweiserhebungen ersichtlich. Damit liegt keine 
Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes vor.

7. Die Beschwerde ist abzuweisen.

8.

8.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die Beschwerdeführerin kostenpflichtig 
(Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden bestimmt 
auf CHF 2’000.00. Aufgrund der festgestellten Gehörsverletzung rechtfertigt es 
sich, dass der Kanton Bern die Verfahrenskosten im Umfang von CHF 500.00 trägt. 
Die Restanz wird der Beschwerdeführerin zur Bezahlung auferlegt. 

8.2 Der Kostenentscheid präjudiziert die Entschädigungsfrage (BGE 147 IV 47 E. 4.1). 
Der Beschwerdeführerin ist somit ein Viertel ihrer Aufwände zu entschädigen. 
Gemäss Art. 41 Abs. 2 des Kantonalen Anwaltsgesetzes (KAG; BSG 168.11) be-
steht die Tarifordnung für Strafrechtssachen aus Rahmentarifen. Innerhalb des 
Rahmentarifs bemisst sich der Parteikostenersatz nach dem in der Sache gebote-
nen Zeitaufwand, der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Pro-
zesses (Art. 41 Abs. 3 KAG). Der Tarifrahmen für das Beschwerdeverfahren reicht 
von CHF 12.50 bis zu CHF 12'500.00 (Art. 17 Abs. 1 Bst. f i.V.m. Bst. b und e 
PKV). Mit Kostennote vom 16. April 2025 machte Rechtsanwalt F.________ Auf-
wände in der Höhe von CHF 6'271.15 geltend (22 Stunden und 45 Minuten à CHF 
250.00 pro Stunde, 2% Spesenpauschale sowie MWST). Diese Aufwände sind 
deutlich überhöht. Die Bedeutung der Streitsache ist als knapp durchschnittlich zu 
bezeichnen, der gebotene Zeitaufwand und die Schwierigkeit des Prozesses als 
leicht unterdurchschnittlich. Die Entschädigung ist somit auf pauschal CHF 
5'000.00 inkl. Auslagen und MWST festzusetzen. Davon ist ein Viertel, ausma-
chend CHF 1'250.00, durch den Kanton Bern auszurichten.

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8.3 Die der Beschwerdeführerin auszurichtenden Verfahrenskosten sind mit der auszu-
richtenden Entschädigung zu verrechnen (Art. 442 Abs. 4 StPO). Es verbleibt eine 
Differenz von CHF 250.00 zulasten der Beschwerdeführerin.

8.4 Die Entschädigung der beschuldigten Person, welche gegen die Privatklägerschaft, 
die eine Einstellung mit Beschwerde anficht, obsiegt, richtet sich nach Art. 436 Abs. 
1 StPO i.V.m Art. 432 Abs. 2 StPO; bei Offizialdelikten trägt der Kanton die Ent-
schädigung für die angemessenen Aufwendungen der beschuldigten Person im 
Rechtsmittelverfahren, wenn die Privatklägerschaft erfolglos Beschwerde gegen 
eine Einstellungsverfügung einlegt (BGE 147 IV 47 E. 4.2.5 f.; 141 IV 476 E. 1). Die 
Beschwerde der Beschwerdeführerin richtete sich gegen die Einstellung eines 
Strafverfahrens, das einzig Offizialdelikte zum Gegenstand hat. Die Entschädigung 
des Beschuldigten wird entsprechend durch den Kanton getragen. Rechtsanwalt 
B.________ macht mit Kostennote vom 26. November 2025 ein Honorar von 
CHF 2'578.20 geltend (10.5 Stunden à CHF 250.00 zzgl. MWST). Die Kostennote 
gibt zu keinen Bemerkungen Anlass. In Anwendung von Art. 429 Abs. 3 StPO ist 
die Entschädigung von CHF 2'578.20 direkt Rechtsanwalt B.________ auszurich-
ten, unter Vorbehalt der Abrechnung mit der Klientschaft.

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Die Beschwerdekammer in Strafsachen beschliesst:

1. Die Beschwerde wird insoweit gutgeheissen, als festgestellt wird, dass die Regionale 
Staatsanwaltschaft Berner Jura-Seeland das rechtliche Gehör der Beschwerdeführe-
rin verletzt hat. Soweit weitergehend wird die Beschwerde abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestimmt auf CHF 2'000.00, werden im Um-
fang von CHF 1’500.00 der Beschwerdeführerin auferlegt. Die verbleibenden Kosten 
von CHF 500.00 trägt der Kanton Bern.

3. Der Beschwerdeführerin wird für ihre Aufwendungen im Beschwerdeverfahren eine 
Teilentschädigung von CHF 1’250.00 (inkl. Auslagen und MWST) zugesprochen. Die-
se wird mit den auferlegten Verfahrenskosten von CHF 1’500.00 verrechnet. Die Be-
schwerdeführerin hat entsprechend noch Verfahrenskosten von CHF 250.00 zu be-
zahlen. 

4. Die Entschädigung des Beschuldigten wird auf CHF 2'578.20 festgesetzt und Rechts-
anwalt B.________ ausgerichtet. 

5. Zu eröffnen:
- der Straf- und Zivilklägerin/Beschwerdeführerin, v.d. Rechtsanwalt F.________ 

und/oder Rechtsanwalt G.________ (per Einschreiben)
- dem Beschuldigten 1, v.d. Rechtsanwalt B.________ (per Einschreiben)
- der Generalstaatsanwaltschaft (per Kurier)

Mitzuteilen:
- der Regionalen Staatsanwaltschaft Berner Jura-Seeland, Staatsanwalt J.________

(mit den Akten – per Einschreiben)
- der Beschuldigten 2, a.v.d. Rechtsanwältin D.________ (per B-Post)

Bern, 4. Dezember 2025 Im Namen der Beschwerdekammer
in Strafsachen

Der Präsident:

Oberrichter Bähler

Der Gerichtsschreiber:

Pittet

Die Entschädigung für das Beschwerdeverfahren wird durch die Beschwerdekammer in Strafsachen entrichtet. 
Es wird um Zustellung eines Einzahlungsscheins ersucht. 

11

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden durch die Beschwerdekammer in Strafsachen in Rechnung 
gestellt.

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung beim Bundesgericht, Av. du Tribunal fédéral 29, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. und 90 ff. des Bundesgerichtsgeset-
zes (BGG; SR 173.110) geführt werden. Die Beschwerde muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entspre-
chen.