# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 81286830-305d-5447-8861-8cdabf52402e
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2020-10-20
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 20.10.2020 C-7014/2018
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-7014-2018_2020-10-20.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-7014/2018 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 0 .  O k t o b e r  2 0 2 0   

Besetzung 
 Richter Daniel Stufetti (Vorsitz), 

Richterin Madeleine Hirsig-Vouilloz,  

Richter Beat Weber,    

Gerichtsschreiberin Marion Sutter. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, (Mazedonien),   

vertreten durch Dr. iur. Axel Delvoigt, Advokat,  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Invalidenversicherung, Anspruch auf eine Invalidenrente  

bei einer Neuanmeldung, Verfügung IVSTA  

vom 8. November 2018. 

 

 

 

C-7014/2018 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A._______ (vormals: B._______ [IV-act. 45.1/8, 22 und 26]; nachfolgend: 

Beschwerdeführer) wurde 1975 geboren und ist nordmazedonischer (vor-

mals: madezonischer) Staatsangehöriger. Am 29. April 1990 reiste er in die 

Schweiz ein und arbeitete in den Jahren 1993 bis 2001 in einer eigenen 

Reinigungsfirma (IV-act. 4; IK-Auszug in Beilage zu BVGer-act. 20). Am 

19. März 2002 meldete er sich erstmals bei der IV-Stelle des Kantons 

C._______ (nachfolgend: kantonale IV-Stelle) zum Bezug von Leistungen 

der schweizerischen Invalidenversicherung an. Als Krankheitsgrund gab er 

eine Depression an (IV-act. 4). Mit Verfügung vom 2. Dezember 2002 

sprach die kantonale IV-Stelle dem Beschwerdeführer eine ganze Invali-

denrente (inklusive Zusatzrenten für den Ehegatten und die [zu jenem Zeit-

punkt vier] Kinder) mit Wirkung ab dem 1. August 2002 zu (IV-act. 27). 

Diese Rentenleistungen bestätigte die kantonale IV-Stelle mit Mitteilung 

vom 8. Januar 2007 (IV-act. 31). 

A.a Am 16. März 2009 gewährte die Staatsanwaltschaft C._______ der 

kantonalen IV-Stelle die Gelegenheit, im Rahmen eines gegen den Be-

schwerdeführer laufenden Strafverfahrens eine Entschädigungsforderung 

zu stellen (IV-act. 32). Am 11. November 2009 leitete die kantonale  

IV-Stelle ein Revisionsverfahren betreffend die dem Beschwerdeführer 

ausgerichteten Rentenleistungen ein (IV-act. 33). Mit Verfügung vom 

20. November 2009 sistierte die kantonale IV-Stelle die Rentenleistungen 

des Beschwerdeführers mit sofortiger Wirkung, da aufgrund eines laufen-

den Strafverfahrens betreffend Verdacht auf gewerbsmässige Geldwä-

scherei und gewerbsmässigen Betrug, eventualiter mehrfache Veruntreu-

ung, ein unrechtmässiger Leistungsbezug vorliegen könnte (IV-act. 34).  

A.b Mit Stellungnahme vom 9. April 2010 empfahl der regionale ärztliche 

Dienst (nachfolgend: RAD) der kantonalen IV-Stelle, einen Bericht des 

Hausarztes des Beschwerdeführers einzuholen sowie anschliessend eine 

psychiatrische Begutachtung anzuordnen (IV-act. 59). Am 21. April 2010 

betraute die kantonale IV-Stelle Dr. med. D._______ mit der Erstellung ei-

ner psychiatrischen Begutachtung des Beschwerdeführers (IV-act. 70). 

Das Gutachten vom 12. Juni 2010 ging am 15. Juni 2010 bei der kantona-

len IV-Stelle ein (IV-act. 78). Nach der Durchführung des Vorbescheidver-

fahrens (IV-act. 101) hob die kantonale IV-Stelle mit Verfügung vom 

3. März 2011 die dem Beschwerdeführer bisher ausgerichtete ganze Inva-

lidenrente rückwirkend ab dem 31. Dezember 2005 infolge eines unter 

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Seite 3 

40 % liegenden Invaliditätsgrades sowie einer Verletzung der Meldepflicht 

des Beschwerdeführers auf (IV-act. 108). Hiergegen erhob der anwaltlich 

vertretene Beschwerdeführer mit Eingabe vom 28. März 2011 Beschwerde 

beim Sozialversicherungsgericht C._______ (IV-act. 114).  

A.c Mit Urteil vom 30. Mai 2011 erklärte das Strafgericht des Kantons 

C._______ den Beschwerdeführer des mehrfachen gewerbsmässigen Be-

trugs, unter anderem zu Lasten der Invalidenversicherung (vgl. ergän-

zende Anklageschrift vom 28. Dezember 2010 in IV-act. 113), der Misswirt-

schaft, der mehrfachen Urkundenfälschung und der mehrfachen Erschlei-

chung einer falschen Beurkundung schuldig (IV-act. 118). Der Beschwer-

deführer erhob gegen dieses Urteil mit Eingabe vom 26. September 2011 

Berufungserklärung beim (…) gericht des Kantons C._______  

(IV-act. 120). Im laufenden Berufungsverfahren in Strafsachen reichte der 

Beschwerdeführer das Privatgutachten von Dr. med. E._______ vom 

17. März 2014 (adressiert an den behandelnden Psychiater Dr. med. 

F._______) beim (…) gericht des Kantons C._______ ein (IV-act. 218). Das 

(…) gericht des Kantons C._______ bestätigte mit Urteil vom 4. April 2014 

das Urteil des Strafgerichts des Kantons C._______ vom 30. Mai 2011 wei-

testgehend (IV-act. 151).  

A.d Am 12. Januar 2015 ging bei der kantonalen IV-Stelle die Neuanmel-

dung des Beschwerdeführers mittels Formular "Anmeldung für Erwach-

sene: Berufliche Integration/Rente" vom 9. Januar 2015 ein. Als Krank-

heitsgrund gab der Beschwerdeführer "Schizoaffektive-Psychose" an  

(IV-act. 161). Mit Mitteilung vom 21. Januar 2015 teilte die kantonale  

IV-Stelle dem nach wie vor anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer mit, 

die von ihm eingereichte Beschwerde gegen die Aufhebungsverfügung 

vom 3. März 2011 sei noch beim Sozialversicherungsgericht C._______ 

hängig. Sie werde erst nach Abschluss jenes Beschwerdeverfahrens wei-

tere Abklärungen vornehmen und über das Gesuch entscheiden (IV-act. 

167). Mit Urteil 6B_734/2014 vom 5. Mai 2015 wies das Bundesgericht die 

vom Beschwerdeführer gegen das Urteil des (…) gerichts des Kantons 

C._______ vom 4. April 2014 erhobene Beschwerde ab (IV-act. 181 S. 2-

5). Mit Urteil vom 18. April 2016 bestätigte das Sozialversicherungsgericht 

C._______ die Rentenaufhebung gemäss der Verfügung der kantonalen 

IV-Stelle vom 3. März 2011 (IV-act. 185).  

A.e Mit Schreiben vom 16. September 2016 teilte die kantonale IV-Stelle 

dem Beschwerdeführer mit, sie könne auf die neue IV-Anmeldung nur ein-

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Seite 4 

treten, wenn der Beschwerdeführer eine gegenüber März 2011 aufgetre-

tene erhebliche Verschlechterung seines Gesundheitszustands glaubhaft 

mache und bat ihn um die Zustellung entsprechender medizinischer Unter-

lagen (IV-act. 187). Daraufhin reichte der Beschwerdeführer bei der kanto-

nalen IV-Stelle das Privatgutachten von Dr. G._______, (…) (Nordmaze-

donien) vom 13. Oktober 2016 samt Übersetzung ein (IV-act. 189).  

B.  

Am 1. März 2015 verlegte der Beschwerdeführer seinen Wohnsitz nach 

Nordmazedonien (IV-act.193 S.6 [Anm.: infolge Ausweisung aus der 

Schweiz per 28. Februar 2015; vgl. IV-act. 189 S. 19]). In der Folge nahm 

die nunmehr zuständige IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA (nach-

folgend: Vorinstanz; vgl. IV-act. 195) die medizinischen sowie wirtschaftli-

chen Abklärungen betreffend die Neuanmeldung des Beschwerdeführers 

vom 9. Januar 2015 (vgl. Sachverhalt Bst. A.d) an die Hand.  

B.a Mit Stellungnahme vom 24. Januar 2017 empfahl der medizinische 

Dienst, zur Überprüfung der vom Beschwerdeführer geltend gemachten 

Verschlechterung seines Gesundheitszustands eine psychiatrische Begut-

achtung einzuholen (IV-act. 198). Mit Mitteilung vom 1. Mai 2017 infor-

mierte die kantonale IV-Stelle den Beschwerdeführer, dass sie Facharzt 

Dr. med. H._______ mit der psychiatrischen Begutachtung betraue (IV-

act. 213). Am 19. Oktober 2017 wurde der Beschwerdeführer von Dr. med. 

H._______ psychiatrisch untersucht. Das daraufhin von Dr. med. 

H._______ verfasste Gutachten datiert vom 15. Januar 2018 (IV-act. 232). 

Mit Vorbescheid vom 21. März 2018 kündigte die Vorinstanz dem Be-

schwerdeführer an, sie werde sein (neues) Leistungsbegehren abweisen, 

da gemäss dem eingeholten Gutachten vom 15. Januar 2018 keine aus-

reichende durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit während eines Jahres vor-

liege (IV-act. 239).  

B.b Hiergegen erhob der Beschwerdeführer, nunmehr vertreten durch Ad-

vokat Dr. iur. Delvoigt (vgl. Anwaltsvollmacht in IV-act. 240), mit Eingabe 

vom 26. April 2018 Einwand bei der Vorinstanz (IV-act. 241). In der Ein-

wandbegründung vom 26. Juni 2018 kritisierte der Beschwerdeführer in 

verschiedener Hinsicht das Gutachten von Dr. med. H._______ vom 

15. Januar 2018 und ersuchte um Gewährung der unentgeltlichen Rechts-

pflege (IV-act. 247). Mit Bericht vom 28. August 2018 nahm Dr. med. 

I._______ des medizinischen Dienstes zum Einwand des Beschwerdefüh-

rers Stellung (IV-act. 254). Mit Verfügung vom 22. Oktober 2018 hiess die 

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Vorinstanz das Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Verbei-

ständung im Vorbescheidverfahren gut (IV-act. 269). Mit Verfügung vom 

8. November 2018 wies die Vorinstanz das Leistungsbegehren des Be-

schwerdeführers ab. Zum Einwand des Beschwerdeführers gegen den 

Vorbescheid vom 21. März 2018 hielt sie fest, die vom Beschwerdeführer 

gegen das Gutachten vom 15. Januar 2018 vorgebrachten Argumente 

seien keinesfalls derart schwerwiegend, als dass sie die Qualität des Gut-

achtens in Zweifel zu ziehen vermöchten (IV-act. 271).  

C.  

Hiergegen erhob der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 10. Dezember 

2018 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht mit den Anträgen, es 

sei die Verfügung vom 8. November 2018 aufzuheben sowie ihm mit Wir-

kung spätestens ab Juni 2015 eine ganze Invalidenrente auszurichten. Un-

ter dem Eventualstandpunkt beantragt er, die Angelegenheit sei zur weite-

ren Abklärung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Ausserdem stellt der Be-

schwerdeführer ein Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechts-

pflege (BVGer-act. 1). 

D.  

Mit Zwischenverfügung vom 1. Februar 2019 hiess das Bundesverwal-

tungsgericht das Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche 

Rechtspflege gut, verzichtete entsprechend auf die Erhebung von Verfah-

renskosten und gewährte dem Beschwerdeführer die unentgeltliche 

Rechtsverbeiständung durch Rechtsanwalt Delvoigt (BVGer-act. 6). 

E.  

In ihrer Vernehmlassung vom 5. März 2019 beantragt die Vorinstanz, die 

Beschwerde sei abzuweisen und die angefochtene Verfügung sei zu be-

stätigen (BVGer-act. 9). 

F.  

Mit Replik vom 24. Mai 2019 hält der Beschwerdeführer an seinen Rechts-

anträgen fest (BVGer-act. 13). 

G.  

Mit Eingabe vom 24. Juni 2019 verzichtet die Vorinstanz auf die Einrei-

chung einer Duplik (BVGer-act. 15). 

H.  

Mit Verfügung vom 28. Juni 2019 schloss das Bundesverwaltungsgericht 

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den Schriftenwechsel – unter Vorbehalt weiterer Instruktionsmassnahmen 

– ab (BVGer-act. 16). 

I.  

Mit Instruktionsverfügung vom 26. Juni 2020 wies das Bundesverwaltungs-

gericht darauf hin, dass es gemäss BGE 141 V 281 der rechtsanwenden-

den Behörde (Verwaltung) obliege, die Standardindikatoren (respektive die 

diesbezüglich vorhandenen gutachterlichen Feststellungen) zu prüfen und 

gestützt darauf gesamthaft zu beurteilen, ob aus rechtlicher Sicht eine Ar-

beits(un)fähigkeit anzunehmen sei. Da in den vorliegenden Akten eine sol-

che Prüfung der Standardindikatoren durch die Vorinstanz fehle, ersuchte 

das Bundesverwaltungsgericht die Vorinstanz, diese Prüfung – unter Ein-

bezug des RAD – nachzuholen (BVGer-act. 21). 

J.  

Mit Eingabe vom 28. Juli 2020 reichte die Vorinstanz beim Bundesverwal-

tungsgericht die Stellungnahme des medizinischen Dienstes vom 20. Juli 

2020 ein, in welcher dieser die Standardindikatoren geprüft und gestützt 

darauf das Vorliegen einer relevanten Arbeitsunfähigkeit des Beschwerde-

führers verneint hatte (BVGer-act. 24). 

K.  

Mit Eingabe vom 30. September 2020 nahm der Beschwerdeführer seiner-

seits zur Prüfung der Standardindikatoren durch die Vorinstanz Stellung 

(BVGer-act. 26). 

L.  

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen 

wird – soweit erforderlich und rechtserheblich – in den nachfolgenden Er-

wägungen eingegangen.  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach 

den Vorschriften des VGG, des VwVG [vgl. auch Art. 37 VGG]) sowie des 

ATSG (SR 830.1; vgl. auch Art. 3 Bst. dbis VwVG). 

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Seite 7 

1.2 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG, sofern – wie im vorlie-

genden Fall – keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Als Vorinstanzen 

gelten die in Art. 33 VGG genannten Behörden. Zu diesen gehört die  

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA (Art. 33 Bst. d VGG; vgl. Art. 69 

Abs. 1 Bst. b IVG [SR 831.20]). Das Bundesverwaltungsgericht ist somit 

zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig. 

1.3 Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenom-

men; er ist als Adressat der angefochtenen Verfügung durch diese beson-

ders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung  

oder Abänderung, weshalb er zur Erhebung der Beschwerde legitimiert ist 

(Art. 48 Abs. 1 VwVG; siehe auch Art. 59 ATSG).  

1.4 Nachdem ausserdem mit Verfügung vom 1. Februar 2019 auf die Er-

hebung von Verfahrenskosten infolge Bewilligung der unentgeltlichen 

Rechtspflege verzichtet wurde, ist auf die frist- und formgerecht einge-

reichte Beschwerde einzutreten (Art. 50 Abs. 1, Art. 52 Abs. 1 und Art. 63 

Abs. 4 VwVG; siehe auch Art. 60 ATSG). 

2.  

Anfechtungsobjekt und damit Begrenzung des Streitgegenstands des vor-

liegenden Beschwerdeverfahrens (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1) bildet die 

Verfügung vom 8. November 2018, mit welcher die Vorinstanz das neue 

Leistungsgesuch des Beschwerdeführers mangels anspruchsbegründen-

der Invalidität abgelehnt hat. Vorliegend streitig sowie vom Bundesverwal-

tungsgericht zu prüfen ist somit der Anspruch des Beschwerdeführers auf 

eine schweizerische Invalidenrente im Rahmen einer Neuanmeldung.  

3.  

In formeller Hinsicht rügt der Beschwerdeführer eine Verletzung des recht-

lichen Gehörs, indem die Vorinstanz auf seine im Einwand vorgebrachte 

Begründung nicht näher eingegangen sei.  

3.1 Der Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 42 ATSG) 

gewährleistet der vom Entscheid in ihrer Rechtsstellung betroffenen Per-

son insbesondere das Recht, sich vor Erlass des Entscheids zur Sache zu 

äussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu neh-

men, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhe-

bung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest 

zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid 

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zu beeinflussen (BGE 132 V 368 E. 3.1). Der Gehörsanspruch verpflichtet 

die Behörde, die Vorbringen der betroffenen Person auch tatsächlich zu 

hören, zu prüfen und in der Entscheidfindung zu berücksichtigen, weshalb 

sie ihren Entscheid zu begründen hat (BGE 134 I 83 E. 4.1). Die Pflicht der 

Behörde, ihre Verfügungen – sofern sie den Begehren der Parteien nicht 

voll entsprechen (Art. 49 Abs. 3 Satz 2 ATSG) – zu begründen, bezweckt 

insbesondere, die betroffene Person in die Lage zu versetzen, eine Verfü-

gung gegebenenfalls sachgerecht anfechten zu können (BGE 124 V 180 

E. 1a, vgl. auch 134 I 83 E. 4.1 m.w.H., Urteil C-1169/2019 des BVGer vom 

19. Februar 2020 E. 5.1). 

3.2 Der Beschwerdeführer macht in seiner Beschwerde geltend, er habe in 

seinem Einwand auf mehreren Seiten begründet, dass das psychiatrische 

Gutachten von Dr. med. H._______ vom 15. Januar 2018 die Anforderun-

gen der einschlägigen Qualitätsleitlinien nicht erfülle. Diese Begründung 

habe die Vorinstanz mit einigen "lapidaren" Vermerken beiseitegeschoben.  

3.3 In ihrer Vernehmlassung vom 5. März 2019 weist die Vorinstanz darauf 

hin, dass sie aufgrund des Einwands des Beschwerdeführers eine zusätz-

liche ärztliche Stellungnahme eingeholt und diese in der angefochtenen 

Verfügung berücksichtigt habe.  

3.4 Im Vorbescheidverfahren hat die Vorinstanz die zahlreichen Rügen des 

Beschwerdeführers zum psychiatrischen Gutachten von ihrem RAD prüfen 

lassen. Dieser hat diesbezüglich am 28. August 2018 ausführlich Stellung 

genommen (IV-act. 254). Diese Stellungnahme hat die Vorinstanz in ihrer 

Verfügung berücksichtigt, ohne jedoch explizit darauf Bezug zu nehmen. 

Damit hat sie die Einwände des Beschwerdeführers zwar materiell gewür-

digt, diese Würdigung in der Verfügungsbegründung jedoch nur rudimentär 

dargelegt. Immerhin enthält die Verfügungsbegründung indessen die we-

sentlichen Überlegungen, von denen sich die Vorinstanz in Bezug auf die 

Einwände des Beschwerdeführers hat leiten lassen. Ausserdem war es 

dem Beschwerdeführer augenscheinlich möglich, die Verfügung vom 

8. November 2018 trotz der eher kurzen Begründung sachgerecht beim 

Bundesverwaltungsgericht anzufechten. Unter diesen Umständen ist vor-

liegend keine Verletzung des rechtlichen Gehörs des Beschwerdeführers 

auszumachen. 

  

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Seite 9 

4.  

4.1 Der Beschwerdeführer ist nordmazedonischer Staatsangehöriger und 

lebt in Nordmazedonien, weshalb vorliegend das Abkommen vom 9. De-

zember 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der 

Republik Mazedonien über Soziale Sicherheit (SR 0.831.109.520.1; nach-

folgend: Sozialversicherungsabkommen) zur Anwendung gelangt. Nach 

Art. 4 Abs. 1 des Sozialversicherungsabkommens sind die Staatsangehö-

rigen des einen Vertragsstaates in ihren Rechten und Pflichten aus den 

Rechtsvorschriften des anderen Vertragsstaates, zu denen gemäss Art. 1 

Abs. 1 Bst. a in Verbindung mit Art. 2 A Bst. ii des Sozialversicherungsab-

kommens auch die Bundesgesetzgebung über die schweizerische Invali-

denversicherung gehört, den Staatsangehörigen dieses Vertragsstaates 

gleichgestellt; abweichende Bestimmungen in diesem Abkommen bleiben 

vorbehalten. Mangels vorliegend anwendbarer, abweichender Vorschriften 

bestimmt sich der Anspruch des Beschwerdeführers auf Leistungen der In-

validenversicherung demnach ausschliesslich nach schweizerischem 

Recht.  

4.2 In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze mass-

gebend, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechts-

folgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 132 V 215 E. 3.1.1), 

weshalb jene Vorschriften Anwendung finden, die spätestens beim Erlass 

der Verfügung vom 8. November 2018 in Kraft standen; weiter aber auch 

Vorschriften, die zu jenem Zeitpunkt bereits ausser Kraft getreten waren, 

die aber für die Beurteilung allenfalls früher entstandener Leistungsansprü-

che von Belang sind.  

4.3 Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung einer Streit-

sache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen 

Verwaltungsverfügung (hier: 8. November 2018) eingetretenen Sachver-

halt ab (BGE 132 V 215 E. 3.1.1). Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither 

verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwal-

tungsverfügung sein (BGE 121 V 362 E. 1b). Diese sind indessen soweit 

zu berücksichtigen, als sie mit dem Streitgegenstand in engem Sachzu-

sammenhang stehen und geeignet sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des 

Erlasses der Verfügung zu beeinflussen (vgl. Urteil des BGer 9C_24/2008 

vom 27. Mai 2008 E. 2.3.1).  

  

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Seite 10 

5.  

5.1 Wurde eine Rente auf der Basis eines früheren Leistungsbegehrens 

wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so richtet sich die 

Prüfung eines neuen Leistungsgesuches grundsätzlich nach den Regeln 

der Rentenrevision (BGE 130 V 71 E. 3.1). Gemäss Art. 87 Abs. 3 IVV (SR 

831.201) wird eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzun-

gen gemäss Abs. 2 dieser Verordnungsbestimmung erfüllt sind. Danach ist 

vom Versicherten im Gesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der 

Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat (Urteil 

des Bundesgerichts I 556/02 vom 25. März 2003 und BGE 109 V 262 zu 

aArt. 87 Abs. 4 IVV). 

5.2 Nach Eingang der Neuanmeldung ist die Verwaltung zunächst zur Prü-

fung verpflichtet, ob die versicherte Person die genannte Veränderung 

glaubhaft dargelegt hat. Verneint sie dies, so erledigt sie das Gesuch ohne 

weitere Abklärungen durch Nichteintreten. Dabei hat sie unter anderem zu 

berücksichtigen, ob die frühere Verfügung nur kurze oder schon längere 

Zeit zurückliegt, um dementsprechend an die Glaubhaftmachung höhere 

oder weniger hohe Anforderungen zu stellen. Insofern steht ihr ein gewis-

ser Beurteilungsspielraum zu, den das Gericht grundsätzlich zu respektie-

ren hat. Daher prüft das Gericht die Behandlung der Eintretensfrage durch 

die Verwaltung nur, wenn diese streitig ist, das heisst wenn die Verwaltung 

gestützt auf Art. 87 Abs. 3 IVV Nichteintreten beschlossen hat, und die ver-

sicherte Person deswegen Beschwerde führt; hingegen unterbleibt eine 

richterliche Beurteilung der Eintretensfrage, wenn die Verwaltung auf die 

Neuanmeldung eingetreten ist (Urteil des BGer I 888/05 vom 7. Juni 2006 

E. 2; BGE 109 V 108 E. 2b, 109 V 262 E. 3; Urteil des BVGer  

C-2520/2006 vom 3. September 2007 E. 4.1).  

Vorliegend ist die Vorinstanz mit Verfügung vom 8. November 2018 auf das 

neue Leistungsgesuch des Beschwerdeführers vom 9. Januar 2015 einge-

treten und hat dieses aufgrund einer materiellen Beurteilung abgewiesen. 

Vom Bundesverwaltungsgericht ist damit ausschliesslich die Frage zu prü-

fen, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine schweizerische Invaliden-

rente hat (siehe E. 2). Ob die Vorinstanz zu Recht auf die Neuanmeldung 

des Beschwerdeführers vom 9. Januar 2015 eingetreten ist, hat das Bun-

desverwaltungsgericht hingegen nicht zu überprüfen.  

5.3 Eine Änderung des Invaliditätsgrads setzt stets auch eine Änderung 

der tatsächlichen Verhältnisse voraus. Ausgangspunkt zur Beurteilung die-

C-7014/2018 

Seite 11 

ser Veränderung ist dabei der Sachverhalt im Zeitpunkt der letzten der ver-

sicherten Person eröffneten rechtskräftigen Verfügung, welche auf einer 

materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachver-

haltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommens-

vergleichs beruht. 

Dieser Ausgangspunkt bestimmt sich vorliegend nach Massgabe der ren-

tenaufhebenden Verfügung vom 3. März 2011 (Sachverhalt Bst. A.b). Ihm 

ist als aktuellen Referenzzeitpunkt der Zeitpunkt des Erlasses der ange-

fochtenen Verfügung, das heisst der 8. November 2018, gegenüberzustel-

len (vgl. BGE 131 V 242 E. 2.1).  

5.4 Die Veränderung der Verhältnisse zwischen den beiden Referenzzeit-

punkten muss erheblich sein (Art. 17 ATSG). Erheblichkeit bedeutet vorlie-

gend, dass diese Veränderung einen Einfluss auf den Invaliditätsgrad und 

damit auf den Rentenanspruch der versicherten Person hat (BGE 130 V 

343 E. 3.5 m.w.H).  

5.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und 

im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche 

und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-

ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand 

zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und be-

züglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im 

Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Be-

urteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person 

noch zugemutet werden können. Es sind somit nicht nur die Erwerbsmög-

lichkeiten im angestammten Beruf, sondern auch in zumutbaren Verwei-

sungstätigkeiten zu prüfen (leidensangepasste Verweisungstätigkeit; ZAK 

1986 S. 204 f.). Bei der Bemessung der Invalidität ist auf die objektiven 

wirtschaftlichen Folgen der funktionellen Behinderung abzustellen, welche 

nicht zwingend mit dem vom Arzt festgelegten Grad der funktionellen Ein-

schränkung übereinstimmen müssen (BGE 125 V 256 E. 4, BGE 115 V 133 

E. 2, BGE 110 V 275 E. 4a).  

5.6 Für das gesamte Verwaltungs- und Beschwerdeverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträ-

ger und Sozialversicherungsgerichte die Beweise frei, das heisst ohne 

förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. 

Dies bedeutet für das Gericht, dass es alle Beweismittel, unabhängig, von 

wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 

C-7014/2018 

Seite 12 

die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen 

Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander wider-

sprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne 

das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa-

rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt 

(BGE 125 V 351 E. 3a; 122 V 157 E. 1c).  

5.7 Gleichwohl erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 

freien Beweiswürdigung als vereinbar, Richtlinien für die Beweiswürdigung 

in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten auf-

zustellen (vgl. hierzu BGE 125 V 352 E. 3b; AHI 2001 S. 114 E. 3b; Urteil 

des BGer I 128/98 vom 24. Januar 2000 E. 3b). So ist den im Rahmen des 

Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärzte, wel-

che aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie 

nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Be-

funde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung 

volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die 

Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb, mit wei-

teren Hinweisen). Ein Parteigutachten besitzt demgegenüber nicht den 

gleichen Rang wie ein vom Gericht oder vom Versicherungsträger nach 

dem vorgegebenen Verfahrensrecht eingeholtes Gutachten. Es verpflichtet 

indessen das Gericht, den von der Rechtsprechung aufgestellten Richtli-

nien für die Beweiswürdigung folgend, zu prüfen, ob es in rechtserhebli-

chen Fragen die Auffassung und Schlussfolgerungen des vom Gericht oder 

vom Versicherungsträger förmlich bestellten Gutachters derart zu erschüt-

tern vermag, dass davon abzuweichen ist (vgl. BGE 125 V 351) oder zu-

mindest weitere Abklärungen angezeigt sind (vgl. Urteil des BGer 

8C_412/2013 vom 11. Dezember 2013 E. 4.2). Berichte der behandelnden 

Ärzte sind aufgrund deren auftragsrechtlicher Vertrauensstellung zum Pa-

tienten mit Vorbehalt zu würdigen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Dies gilt für 

den allgemein praktizierenden Hausarzt wie auch für den behandelnden 

Spezialarzt (Urteil des BGer I 655/05 vom 20. März 2006 E. 5.4 mit Hin-

weisen; vgl. aber das Urteil des BGer 9C_24/2008 vom 27. Mai 2008 

E. 2.3.2).  

5.8 Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob 

der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Unter-

suchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurtei-

lung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medi-

C-7014/2018 

Seite 13 

zinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Exper-

ten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich 

somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der 

eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahmen als Bericht oder 

Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a).  

5.9 Die Stellungnahmen des RAD oder des medizinischen Dienstes der 

IVSTA, welche nicht auf eigenen Untersuchungen beruhen (Art. 49 Abs. 3 

IVV), können beweiskräftig sein, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und 

es im Wesentlichen um die Beurteilung eines an sich feststehenden medi-

zinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der 

versicherten Person in den Hintergrund rückt (vgl. Art. 59 Abs. 2bis IVG; Art. 

49 Abs. 3 IVV; vgl. Urteil des BGer 9C_335/2015 vom 1. September 2015 

E. 3.1). Ein förmlicher Anspruch auf eine versicherungsexterne Begutach-

tung besteht mithin nicht. Eine solche ist indes anzuordnen, wenn auch nur 

geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versiche-

rungsinternen ärztlichen Feststellungen bestehen. Ein externes, meist po-

lydisziplinäres Gutachten ist namentlich einzuholen, wenn der interdiszipli-

näre Charakter einer medizinischen Problemlage dies gebietet, wenn der 

RAD oder der medizinische Dienst nicht über die nötigen fachlichen Res-

sourcen verfügt, sowie wenn zwischen der Stellungnahme des RAD oder 

des medizinischen Dienstes und dem allgemeinen Tenor im medizinischen 

Dossier eine relevante Differenz besteht (vgl. BGE 137 V 210 E. 1.2.1; 135 

V 465 E. 4.6).  

5.10 Geht es um psychische Erkrankungen, namentlich eine anhaltende 

somatoforme Schmerzstörung, ein damit vergleichbares psychosomati-

sches Leiden (vgl. BGE 140 V 8 E. 2.2.1.3) oder depressive Störungen 

leicht- bis mittelgradiger Natur (BGE 143 V 409), sind für die Beurteilung 

der Arbeitsfähigkeit systematisierte Indikatoren (sog. Standardindikatoren) 

beachtlich, die – unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Be-

lastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotentialen (Ressourcen) 

anderseits – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen ein-

zuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; 143 V 418 E. 6 ff.). 

Ausgangspunkt der Prüfung und damit erste Voraussetzung bildet eine 

psychiatrische, lege artis gestellte Diagnose (vgl. BGE 141 V 281 E. 2.1; 

143 V 418 E. 6 und E. 8.1). Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit er-

wähnten Indikatoren hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 

141 V 281 E. 4.1.3): Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3) mit 

den Komplexen «Gesundheitsschädigung» (Ausprägung der diagnosere-

levanten Befunde und Symptome; Behandlungs- und Eingliederungserfolg 

C-7014/2018 

Seite 14 

oder -resistenz; Komorbiditäten [E. 4.3.1]), «Persönlichkeit» (Persönlich-

keitsentwicklung und -struktur, grundlegende psychische Funktionen 

[E. 4.3.2]) und «sozialer Kontext» (E. 4.3.3) sowie Kategorie «Konsistenz» 

(Gesichtspunkte des Verhaltens [E. 4.4]) mit den Faktoren gleichmässige 

Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleichbaren Lebensbe-

reichen (E. 4.4.1) und behandlungs- und eingliederungsanamnestisch aus-

gewiesener Leidensdruck (E. 4.4.2). 

6.  

In der – mit Urteil des Sozialversicherungsgerichts C._______ vom 18. Ap-

ril 2016 bestätigten (vgl. Sachverhalt Bst. A.d) und – mittlerweile in Rechts-

kraft getretenen Verfügung vom 3. März 2011 erklärte die kantonale  

IV-Stelle, es sei aus ärztlicher Sicht davon auszugehen, dass der Be-

schwerdeführer seit 2006 lediglich noch zu 20 % arbeitsunfähig sei. Des-

sen Geschäftsaktivitäten untermauerten die diesbezüglichen medizini-

schen Feststellungen (IV-act. 108). In medizinischer Hinsicht stützte sich 

die kantonale IV-Stelle hauptsächlich auf das von ihr eingeholte psychiatri-

sche Gutachten vom 12. Juni 2010. 

Im Gutachten vom 12. Juni 2010 erkannte Dr. med. D._______ als Diag-

nose mit einer Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine schizoaffektive Stö-

rung mit einem leichtgradig depressiven Syndrom (ICD-10 F25.1). Keine 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit habe die Haft gemäss ICD-10 Z65 

(Kontaktanlässe mit Bezug auf andere psychosoziale Umstände). Der Gut-

achter wies indessen darauf hin, dass Hinweise auf eine zumindest im Ver-

lauf stattgefundene Aggravation deuteten. In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit 

hielt er fest, es sei aus psychiatrischer Sicht von einer Arbeitsfähigkeit von 

80 % (bei einem zeitlichen Arbeitspensum von 100 % und einer leichten 

Einschränkung der Leistungsfähigkeit von 20 %) in jeder den Fähigkeiten 

des Beschwerdeführers entsprechenden Tätigkeit auszugehen. In die Be-

urteilung der medizinisch-theoretischen Zumutbarkeit einer beruflichen Tä-

tigkeit seien die IV-fremden Faktoren (geringe kulturelle Integration, gerin-

ger Ausbildungsstand, Dekonditionierung, finanzielle Probleme, hängiges 

Strafverfahren und laufendes versicherungsrechtliches Verfahren) nicht 

eingeflossen (IV-act. 77).  

Diese Beurteilung stellt vorliegend den rechtlich entscheidenden Aus-

gangspunkt für die Beurteilung, ob beim Beschwerdeführer eine erhebliche 

Veränderung seines Gesundheitszustands eingetreten ist, dar (vgl. 

E. 5.3 f.). 

C-7014/2018 

Seite 15 

7.  

In der angefochtenen Verfügung vom 8. November 2018 hielt die  

Vorinstanz in medizinischer Hinsicht fest, sie habe zur Abklärung des Ge-

sundheitszustands des Beschwerdeführers eine mono-disziplinäre Begut-

achtung in der Schweiz organisiert. Die Begutachtung in der Fachrichtung 

Psychiatrie habe am 19. Oktober 2017 stattgefunden. Aus dem Gutachten 

vom 15. Januar 2018 gehe hervor, dass keine ausreichende durchschnitt-

liche Arbeitsunfähigkeit von mindestens 40 % während eines Jahres vor-

liege. Die diagnostizierte schizoaffektive Störung zeige sich einzig durch 

eine Dysthymie. Eine solche könne keine für die Invalidenversicherung re-

levante Arbeitsunfähigkeit begründen. Somit lägen keine wesentlichen 

funktionellen Einschränkungen vor, die der Ausübung einer Erwerbstätig-

keit im Wege stünden. Obwohl beim Beschwerdeführer ein gewisser Lei-

densdruck gegeben sei, gelte dieser als invaliditätsfremd, da er mit psy-

chosozialen Faktoren und nicht mit einem Gesundheitsschaden von Krank-

heitswert zu begründen sei (IV-act. 108).  

7.1 In dem von der Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung zitierten 

Gutachten vom 15. Januar 2018 stellte Dr. med. H._______ die Diagnose 

einer schizoaffektiven Störung (ICD-10 F25) mit Dysthymia (ICD-10 F34.1). 

Keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit habe die Diagnose der depres-

siven Episode/Störung, gegenwärtig remittiert (ICD-10 F32.4/F33.4), bei 

vielfältigen sozialen Belastungen. Es sei eine Verdeutlichungstendenz/Ag-

gravation seit März 2014 bekannt, die sich aktuell als bewusstseinsnahe 

Aggravation bei einem Rentenbegehren bestätige. Die subjektive Schilde-

rung der affektiven und kognitiven Beschwerde bleibe spärlich; das  

beobachtbare Verhalten und die objektivierbaren psychopathologischen 

Befunde seien weitgehend unauffällig. Die Limitierung des Aktivitäten- 

niveaus sei weit überwiegend durch die Selbsteinschätzung des Be-

schwerdeführers zu begründen. Aus rein psychiatrisch-psychotherapeuti-

scher Sicht könne beim Beschwerdeführer aufgrund der leichten schizoaf-

fektiven Störung mit Dysthymia und den damit verbundenen objektiv maxi-

mal gering ausgeprägten Defiziten zu keinem Zeitpunkt eine relevante, das 

heisst über 20 % liegende, anhaltende Arbeitsunfähigkeit für ausserhäusli-

che Tätigkeiten sowie für Hausarbeiten angenommen werden. In Bezug 

auf das Gutachten von Dr. med. D._______ vom 12. Juni 2010 sei insofern 

von keiner wesentlichen tatsächlichen Veränderung (Verschlechte-

rung/Verbesserung) des Gesundheitszustands auszugehen. Es könne da-

her weiterhin auf die dort erläuterte Einschätzung zur Arbeitsfähigkeit ab-

gestellt werden (IV-act. 232). 

C-7014/2018 

Seite 16 

7.2 In seiner Beschwerde ans Bundesverwaltungsgericht kritisiert der Be-

schwerdeführer das Gutachten von Dr. med. H._______ in vielerlei Hin-

sicht. Er macht geltend, dieses genüge den Anforderungen gemäss den 

Qualitätsleitlinien für versicherungspsychiatrische Gutachten nicht.  

Im Einzelnen rügt der Beschwerdeführer, der Gutachter Dr. med. 

H._______ habe auf die Erhebung einer sorgfältigen und umfassenden 

Anamnese verzichtet. Die gesamte Kindheit, Jugend und Adoleszenz habe 

er in nur einem Satz umschrieben. Über die Kindheit, die Beziehung zu den 

Eltern sowie die schulische Laufbahn stehe kein Wort. Auf Nachfragen, wie 

der Beschwerdeführer die Geschehnisse persönlich erlebt habe, habe der 

Gutachter verzichtet, sondern diesbezüglich aus anderen Arztberichten ab-

geschrieben. Damit sei keine Reflexion der Wechselwirkungen zwischen 

Gutachter und Exploranden möglich gewesen, wie dies die Qualitätsricht-

linien erforderten. Auch über die Entwicklung des Beschwerdeführers so-

wie seinen aktuellen Zustand sei aus dem Gutachten wenig zu erfahren. 

Im Gutachten werde nicht einmal erwähnt, dass der Beschwerdeführer ak-

tuell bei seiner Mutter lebe, geschweige denn die Beziehung zu ihr erläu-

tert. Dasselbe gelte für die Beziehung zu einem Cousin, der den Beschwer-

deführer offenbar betreue und ihn unterstütze, sowie zu der schwerstbe-

hinderten Schwester des Beschwerdeführers. Indem der Gutachter bezüg-

lich der Anamnese aus anderen Gutachten abgeschrieben habe, ergäben 

sich Widersprüche, die der Gutachter in der Folge nicht auflöse. Darüber 

hinaus sei auch der im Gutachten gestellte Befund widersprüchlich und 

nicht nachvollziehbar. So werde der Beschwerdeführer einerseits als nur 

mässig kooperativ bis unwillig beschrieben, andererseits habe der Be-

schwerdeführer im freien Bericht spontan, flüssig, differenziert und meist 

strukturiert gesprochen. Dieser Widerspruch werde ebenfalls nicht aufge-

löst. Die vom Gutachter beschriebene ausweichende Schilderung der Be-

schwerden stehe im Gegensatz zu der ebenfalls im Gutachten erwähnten 

elegischen Selbstdarstellung. Aus der anfangs beschriebenen Verdeutli-

chungstendenz mache der Gutachter schliesslich ohne entsprechende Be-

gründung eine bewusstseinsnahe Aggravation. Die im Gutachten behaup-

tete minimale Anstrengungsbereitschaft widerspreche dem Umstand, dass 

der Beschwerdeführer angegeben habe, er würde gerne in der Baufirma 

seines Cousins arbeiten. Entgegen den Anforderungen der Qualitätsleitli-

nien habe der Gutachter sodann nicht nach der eigenen Einschätzung des 

Beschwerdeführers bezüglich seiner Arbeitsfähigkeit gefragt. Die rückwir-

kende Verneinung einer Arbeitsunfähigkeit widerspreche schliesslich den 

C-7014/2018 

Seite 17 

fachärztlich bestätigten Arbeitsunfähigkeiten. Insgesamt enthalte das Gut-

achten weder einen korrekten Befund noch sei es insgesamt nachvollzieh-

bar.  

7.3 Bezüglich der bereits im vorinstanzlichen Vorbescheidverfahren erho-

benen Kritiken des Beschwerdeführers gegen das Gutachten von Dr. med. 

H._______ vom 15. Januar 2018 hat die kantonale IV-Stelle die Stellung-

nahme des medizinischen Dienstes vom 28. August 2018 eingeholt. 

Dr. med. I._______, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, führte 

darin aus, der Beschwerdeführer behaupte immer wieder, der Gutachter 

habe von anderen Gutachten abgeschrieben. Diese Behauptung sei nicht 

nachvollziehbar. Dass es zu Wiederholungen komme, wenn ein Versicher-

ter mehrfach begutachtet werde, sei unvermeidlich. Ausserdem gehe aus 

der Erörterung der Vorakten eindeutig hervor, dass sich der Gutachter ein-

gehend mit den Vorakten auseinandergesetzt habe. Der Hinweis des Be-

schwerdeführers, dass er gemäss Gutachten einerseits im freien Bericht 

spontan, flüssig, differenziert und meist strukturiert gesprochen habe, der 

Gutachter jedoch an einer anderen Stelle schreibe, der Beschwerdeführer 

antworte auf Fragen nur mässig kooperativ bis unwillig, stelle keinen Wi-

derspruch dar, da es sich bei dem einen um den freien Bericht und beim 

anderen um Antworten zu direkten Fragen handle. Auch wenn der Gutach-

ter in einigen, meist weniger wichtigen Dingen nicht nachgefragt haben 

möge, um den Lauf der Begutachtung nicht übermässig zu stören und in 

die Länge zu ziehen, sei es unzutreffend, dass das Gutachten unsorgfältig 

erstellt worden sei und die Schlussfolgerungen nicht nachvollziehbar oder 

nicht plausibel begründet worden seien. Vielmehr sei die Erörterung der 

Vorakten hervorragend gelungen, was in diesem Fall besonders wichtig 

gewesen sei. Im Übrigen wies der RAD darauf hin, dass der Beschwerde-

führer gegen die erhobene Diagnose keine Einwände erhoben habe. Ins-

gesamt seien die Kritiken des Beschwerdeführers keineswegs derart 

schwerwiegend, als dass sie das hervorragende Gutachten in Frage stel-

len könnten (IV-act. 254). 

7.4 In ihrer Vernehmlassung vom 5. März 2019 führt die Vorinstanz dies-

bezüglich ergänzend aus, Dr. med. H._______ sei entgegen der Auffas-

sung des Beschwerdeführers auf allfällige Diskrepanzen beziehungsweise 

Widersprüche eingegangen. So habe er dargelegt, dass eine Diskrepanz 

zwischen der subjektiven Einschätzung und den objektivierbaren depres-

siven Befunden bestehe. Diese Diskrepanz erkläre sich weit überwiegend 

durch eine Aggravation bei einem Rentenbegehren sowie anhaltenden be-

ziehungsweise neuen sozialen Belastungen.  

C-7014/2018 

Seite 18 

7.5 Aufgrund der bundesverwaltungsgerichtlichen Nachinstruktion (vgl. 

Sachverhalt Bst. I f.) nahm Dr. med. J._______, Facharzt für Psychiatrie 

und Psychotherapie des medizinischen Dienstes, sodann am 20. Juli 2020 

zu den Standardindikatoren gemäss der bundesgerichtlichen Rechtspre-

chung (vgl. hierzu vorangehend E. 5.10) Stellung. Er prüfte auf der Basis 

der im Gutachten von Dr. med. H._______ enthaltenen Angaben jeden 

vom Bundesgericht vorgegebenen Standardindikator einzeln. Zusammen-

fassend ergänzte er so beispielsweise die gutachterlichen Angaben bezüg-

lich Komplex "Gesundheitsschädigung" dahingehend, dass gemäss dem 

Gutachter Dr. med. H._______ die Diagnose der depressiven Störung weit 

überwiegend im Vordergrund gestanden habe, ohne dass dieser die Diag-

nose der schizoaffektiven Störung, welche bereits in den Jahren 2001/2002 

aufgrund der vom Beschwerdeführer deklarierten Wahrnehmungsstörun-

gen gestellt worden sei, formell in Frage gestellt hätte. Ein Behandlungser-

folg sei zu bejahen, indem die durchgeführte fachärztliche Behandlung ver-

mutlich zu einer Verbesserung der depressiven Symptomatik und der Sta-

bilisierung auf dem Niveau einer Dysthymia beigetragen habe. Der Fortbe-

stand der residuellen, sehr leichten depressiven Symptomatik sei mit ex-

ternen sozialen Faktoren zu erklären. Arbeitsversuche seien nicht doku-

mentiert. Es lägen ebenfalls keine Komorbiditäten vor, welche mit den psy-

chischen Störungen in einer direkten Wechselwirkung stünden oder die 

psychischen Ressourcen des Beschwerdeführers negativ beeinflussen 

würden. Bezüglich Komplex "Persönlichkeit" (Persönlichkeitsdiagnostik, 

persönliche Ressourcen) erklärte Dr. med. J._______, in den Akten werde 

keine Pathologie der Persönlichkeit beschrieben, die über das Ausmass 

akzentuierter Persönlichkeitszüge hinausgehe. Trotz des wenig strukturier-

ten sozialen Kontextes bestünden beim Versicherten genügend persönli-

che Ressourcen, um seinen täglichen Verpflichtungen mehrheitlich selb-

ständig nachzukommen. Hinsichtlich der Kategorie "Konsistenz" (Ge-

sichtspunkte des Verhaltens) wies Dr. med. J._______ darauf hin, dass seit 

März 2014 eine Verdeutlichungstendenz / Aggravation bekannt sei, die sich 

anlässlich der Untersuchung von Dr. med. H._______ im Sinne einer be-

wusstseinsnahen Aggravation bestätigt habe. Ausserdem habe Dr. med. 

H._______ eine aussergewöhnliche Diskrepanz zwischen der subjektiv 

wahrgenommenen und der objektivierbaren Arbeitsunfähigkeit mit einer 

ungleichmässigen Einschränkung des Aktivitätenniveaus (indem der Be-

schwerdeführer zwar nicht arbeite, aber dennoch seinen Haushalt teilweise 

selbständig besorge, Kontakte pflege etc.) festgestellt. Bezüglich der Com-

pliance des Beschwerdeführers lägen aufgrund der Befunde von Dr. med. 

H._______ immerhin Zweifel vor. Insgesamt verneinte Dr. med. J._______ 

C-7014/2018 

Seite 19 

im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens das Vorliegen einer rele-

vanten Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers und bestätigte die Er-

gebnisse gemäss dem Gutachten von Dr. med. H._______. Er empfahl, 

weiterhin auf dieses Gutachten abzustellen (Beilage zu BVGer-act. 24). 

7.6 Mit Stellungnahme vom 30. September 2020 wiederholte der Be-

schwerdeführer mehrere seiner bereits beschwerdeweise erhobenen Kriti-

ken am Gutachten von Dr. med. H._______. Insbesondere führte er aus, 

dieses sei in mehreren Hinsichten widersprüchlich. So stelle es zwar die 

Diagnose einer schizoaffektiven Störung, behaupte jedoch gleichzeitig, die 

damit verbundenen psychopathologischen Befunde seien gar nicht ausge-

prägt. Ebenfalls schreibe der Gutachter, dass die depressiven Symptome 

weit im Vordergrund stünden, behaupte jedoch im Gegensatz hierzu eine 

Remission der Depression. Schliesslich beschreibe das Gutachten eine 

aussergewöhnliche Diskrepanz zwischen der subjektiv wahrgenommenen 

und der objektivierbaren Arbeitsfähigkeit, bejahe aber das Vorliegen einer 

subjektiven Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers. Im Gutachten sei fer-

ner die Komorbidität nicht rechtsgenügend geprüft worden. So habe Dr. 

med. H._______ die im Gutachten von Dr. med. E._______ diagnostizierte 

andauernde Persönlichkeitsänderung nicht diskutiert, sondern eine be-

wusstseinsnahe Aggravation behauptet. Ebenso wenig habe der Gutachter 

die Ressourcen geprüft. Dass die Vorinstanz nun im Zirkelschluss ableite, 

die Limitierung der Aktivitäten sei nicht krankheitsbedingt, genüge nicht. 

Der soziale Komplex sei ebenfalls nicht richtig geprüft worden. Die be-

wusstseinsnahe Aggravation habe der Gutachter lediglich behauptet, aber 

nicht begründet (BVGer-act. 26). 

7.7 Wie Dr. med. I._______ in der Stellungnahme vom 28. August 2018 

dargelegt hat, ist das Gutachten von Dr. med. H._______ beweiskräftig. Es 

ist für die streitigen Belange umfassend, beruht auf allseitigen Untersu-

chungen, berücksichtigt auch die geklagten Beschwerden, wurde in Kennt-

nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben und leuchtet in der Beurteilung 

der medizinischen Situation ein. Die darin gestellten Befunde und Diagno-

sen sowie auch die Beurteilung der verbleibenden Arbeitsfähigkeit des Be-

schwerdeführers wurden nachvollziehbar begründet (E. 5.8). Überdies hat 

der Gutachter auf den Seiten 37 bis 45 des Gutachtens die Standardindi-

katoren geprüft und in seine Beurteilung einbezogen. Mit dieser Beurtei-

lung hat sich sodann auch Dr. med. J._______ des medizinischen Dienstes 

in seiner Stellungnahme vom 20. Juli 2020 vertieft auseinandergesetzt, in-

dem er eine eingehende Prüfung der Standardindikatoren vorgenommen 

C-7014/2018 

Seite 20 

und aufgrund dieser Beurteilung die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit ge-

mäss dem Gutachten von Dr. med. H._______ bestätigt hat (Beilage zu 

BVGer-act. 24). Die Stellungnahme des RAD-Arztes überzeugt und bekräf-

tigt den Beweiswert des Gutachtens.  

7.8 Die vom Beschwerdeführer beschwerdeweise gegen das Gutachten 

von Dr. med. H._______ vom 15. Januar 2018 erhobenen Kritiken betreffen 

allesamt die gutachterliche Erhebung der Anamnese sowie der Befunde. 

Gegen die im Gutachten gestellte Diagnose sowie festgestellte Arbeitsfä-

higkeit hat der Beschwerdeführer hingegen keine Einwände erhoben. Die 

Rügen gegen die vom Gutachten Dr. med. H._______ erstellte Anamnese 

hat der Beschwerdeführer sodann bereits im vorinstanzlichen Verfahren 

vorgebracht. Diesbezüglich ist abzustellen auf die Einschätzung des RAD-

Arztes vom 28. August 2018, wonach die vom Beschwerdeführer vorge-

brachten Einwände lediglich unbedeutendere Elemente der Anamnese be-

träfen und daher nicht derart schwerwiegend seien, als dass sie die im 

Gutachten getroffenen Schlussfolgerungen in Frage zu ziehen vermöch-

ten. Indem der Beschwerdeführer in seiner Stellungnahme vom 30. Sep-

tember 2020 bezüglich der Prüfung der Standardindikatoren rügt, der Gut-

achter Dr. med. H._______ habe die Fragen der Komorbidität, Ressourcen 

und des sozialen Komplexes nicht genügend geprüft, übersieht er, dass 

das Bundesverwaltungsgericht zu diesem Zweck eine nachträgliche Stel-

lungnahme der Vorinstanz eingeholt hat und sich Dr. med. J._______ des 

medizinischen Dienstes in diesem Zusammenhang auf der Seite 2 seiner 

Stellungnahme vom 20. Juli 2020 einlässlich sowie ergänzend zum Gut-

achten von Dr. med. H._______ geäussert hat (vgl. vorangehend E. 7.1 

und 7.3). Nachdem damit keine hinreichenden Gründe gegen die Zuver-

lässigkeit des Gutachtens von Dr. med. H._______ vom 15. Januar 2018 

sprechen, durfte die Vorinstanz diesem die volle Beweiskraft zuzuerkennen 

und auf dieses für die Beurteilung des Gesundheitszustands des Be-

schwerdeführers im vorliegenden Vergleichspunkt abstellen (vgl. vorange-

hend E. 5.7). Damit steht vorliegend aufgrund der Feststellungen von Dr. 

med. H._______ in Ergänzung der Beurteilung von Dr. med. J._______ 

fest, dass beim Beschwerdeführer seit der Begutachtung von Dr. med. 

D._______ vom 12. Juni 2010 keine wesentliche tatsächliche Veränderung 

des Gesundheitszustands eingetreten ist. 

7.9 Der Beschwerdeführer fordert sodann, es sei auf das Gutachten von 

Dr. med. E._______ vom 17. März 2014 abzustellen, da dieses wider-

spruchfrei, nachvollziehbar und umfassend seinen Gesundheitszustand 

C-7014/2018 

Seite 21 

aufzeige. Ausserdem enthalte dieses eine ausführliche Exploration des Be-

schwerdeführers und berücksichtigte die bei der Ehefrau und dem Bruder 

des Beschwerdeführers erhobenen Fremdanamnesen.   

7.9.1 Der Beschwerdeführer hatte das Privatgutachten von Dr. med. 

E._______ vom 17. März 2014 in dem damals laufenden Strafverfahren 

vor dem (…) gericht des Kantons C._______ eingereicht, um eine depres-

sionsbedingte Unfähigkeit, die angeklagten deliktischen Tätigkeiten auszu-

üben, zu belegen (vgl. IV-act. 163 S. 16 und Sachverhalt Bst. A.c).  

7.9.2 Dr. med. H._______ hat in seinem Gutachten vom 15. Januar 2018 

unter anderem auch das Gutachten von Dr. med. E._______ vom 17. März 

2014 berücksichtigt (vgl. IV-act. 232 S. 10). Diesbezüglich hielt er im Gut-

achten fest, Dr. med. E._______ habe bei der Einordnung des depressiven 

Syndroms und dem Postulat einer (eigenständigen) Panikstörung fast voll-

ständig auf die Selbstbeschreibung des Beschwerdeführers sowie teil-

weise der Ehefrau des Beschwerdeführers abgestellt (IV-act. 232 S. 17). 

Hingegen habe Dr. med. E._______ nicht erörtert, dass seine Art der Ex-

ploration zumindest das Risiko berge, durch eine suggestive ("aktiv umfas-

sende") Befragung unglaubhafte Antworten zu erhalten. Dies überrasche 

insofern, als er selbst eine Verdeutlichungstendenz beziehungsweise Ag-

gravation durch den Beschwerdeführer anlässlich der Untersuchung er-

kannt habe (IV-act. 232 S. 27). 

7.9.3 Das (…) gericht des Kantons C._______ hat im Urteil vom 4. April 

2014 auf den Seiten 16 ff. festgehalten, die im Gutachten von Dr. med. 

E._______ vorgenommene Einschätzung des psychischen Leistungsver-

mögens basiere in erster Linie auf anamnestischen Angaben des Be-

schwerdeführers, seines Bruders und seiner Mutter. Deren Angaben seien 

jedoch unter den gegebenen Umständen mit familiärer Abhängigkeit und 

der drohenden Ausschaffung des Beschwerdeführers aufgrund seiner 

Straffälligkeit als höchst fragwürdig einzustufen. Überdies falle auch einem 

medizinischen Laien auf, dass sich die von Dr. med. E._______ diagnosti-

zierte schizoaffektive Störung ebenfalls einzig auf die Angaben des Be-

schwerdeführers sowie der Familienangehörigen stütze, wonach er kom-

mentierende und dialogische Stimmen höre. Es sei bekannt, dass der Vater 

des Beschwerdeführers an Stimmenhören gelitten habe. Ob hier nicht ein-

fach Symptome des Vaters als eigene angegeben würden, sei höchst frag-

lich. Auch die im Gutachten geschilderten Panikattacken, welche der Gut-

achter als der Depression untergeordnete Panikstörung interpretiert habe, 

basierten ausschliesslich auf den Angaben des Beschwerdeführers. Der 

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Gutachter habe nicht in Erwägung gezogen, dass das Herzrasen und die 

Angstträume auch von der drohenden Ausweisung herrühren könnten. 

Schliesslich wies auch das (…) gericht des Kantons C._______ darauf hin, 

dass gemäss Gutachter Dr. med. E._______ (auf der Seite 13 des Gutach-

tens) der Beschwerdeführer seine Schwächen verdeutlicht und aggraviert 

habe (IV-act. 163, S. 3-131 [Anm.: Die Seiten des Urteils sind in den Vorak-

ten nicht chronologisch geordnet]). 

Aufgrund dieser Feststellungen des (…) gerichts des Kantons C._______ 

und der Einschätzung des Gutachters Dr. med. H._______, sowie auch 

aufgrund des Umstands, dass das Gutachten von Dr. med. E._______ vom 

17. März 2014 im Zeitpunkt der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 

8. November 2018 bereits über viereinhalb Jahre alt war, ist dieses eben-

falls nicht geeignet, das aktuelle Gutachten von Dr. med. H._______ vom 

15. Januar 2018 in Frage zu stellen.  

7.10 In den vorinstanzlichen Akten liegt sodann das Privatgutachten von 

Dr. G._______, (…) (Nordmazedonien) vom 13. Oktober 2016. Dieses hat 

der Beschwerdeführer zur Glaubhaftmachung einer Verschlechterung sei-

nes Gesundheitszustands bei der Vorinstanz eingereicht (vgl. IV-act. 189 

S. 1 f.). Tatsächlich beschreibt das Privatgutachten, dass sich der Gesund-

heitszustand des Beschwerdeführers seit seiner Wohnsitznahme in Nord-

mazedonien zunehmend verschlechtert habe; dies insbesondere auch in-

folge der (aus IV-rechtlicher Sicht unbeachtlichen) Trennung von seiner Fa-

milie. Im Gutachten wird die Diagnose einer rezidivierenden depressiven 

Störung (ICD-10 F33.2) gestellt (IV-act. 189). Angaben zum Grad der Ar-

beitsunfähigkeit fehlen demgegenüber in dem Gutachten, weshalb dieses 

vorliegend ebenfalls nicht zur Entkräftung des Gutachtens von Dr. med. 

H._______ herangezogen werden kann, was der Beschwerdeführer je-

doch zu Recht auch nicht geltend macht.   

7.11 Schliesslich beantragt der Beschwerdeführer, es sei ein psychiatri-

sches Gerichtsgutachten einzuholen, sofern das Gericht dem Gutachten 

von Dr. med. E._______ nicht folge. Nachdem das Bundesverwaltungsge-

richt indessen bereits festgestellt hat, dass dem Gutachten von Dr. med. 

H._______ volle Beweiskraft zukommt und die Vorinstanz auf dieses ab-

stellen durfte (E. 7.4), erübrigt sich vorliegend die Einholung eines Ober-

gutachtens. Durch ein solches sind denn auch keine neuen Erkenntnisse 

zu erwarten. Damit ist der Antrag des Beschwerdeführers auf die Einholung 

eines psychiatrischen Gerichtsgutachtens in antizipierter Beweiswürdigung 

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(vgl. hierzu z.B. Urteil des BGer 4A_601/2018 vom 13. März 2019 E. 4.2.2 

m.w.H.) abzuweisen.  

8.  

Zusammenfassend hat die Vorinstanz für die Prüfung, ob seit dem vorlie-

genden Ausgangspunkt der rentenaufhebenden Verfügung vom 3. März 

2011 eine erhebliche Veränderung des Gesundheitszustands des Be-

schwerdeführers eingetreten ist, zu Recht auf das Gutachten von Dr. med. 

H._______ vom 15. Januar 2018 abgestellt. In diesem hat Dr. med. 

H._______ diese Frage verneint und festgestellt, dass die Arbeitsunfähig-

keit des Beschwerdeführers nach wie vor nicht über 20 % liege. Diese Fest-

stellung hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers hat der 

RAD in seiner Stellungnahme vom 20. Juli 2020 nach einer einlässlichen 

Prüfung der Standardindikatoren im Rahmen des strukturierten Beweisver-

fahrens bestätigt. Die Vorinstanz hat in der angefochtenen Verfügung ge-

stützt auf die erwähnten gutachterlichen Feststellungen gefolgert, dass 

beim Beschwerdeführer keine gemäss Art. 28 IVG ausreichende durch-

schnittliche Arbeitsunfähigkeit während eines Jahres vorliege. Tatsächlich 

setzt Art. 28 Abs. 1 Bst. b IVG für die Entstehung eines Rentenanspruches 

unter anderem voraus, dass ein Versicherter während eines Jahres ohne 

wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40 Prozent ar-

beitsunfähig war. Die Erfüllung dieses Wartejahres ist vorliegend trotz des 

früheren Bezugs von Rentenleistungen durch den Beschwerdeführer für 

die Entstehung eines neuerlichen Rentenanspruchs vorausgesetzt (Art. 

29bis IVV e contrario). Nachdem damit vorliegend weder das Wartejahr ge-

mäss Art. 28 Abs. 1 Bst. b IVG abgelaufen noch eine erhebliche Verände-

rung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers gegenüber dem 

Zeitpunkt der rentenaufhebenden Verfügung vom 3. März 2011 eingetreten 

ist, erweist sich die angefochtene Verfügung vom 8. November 2018 als 

rechtens und die Beschwerde ist abzuweisen.  

9.  

9.1 Als unterliegende Partei hat der Beschwerdeführer grundsätzlich die 

Verfahrenskosten zu tragen. Indes wurde ihm im Beschwerdeverfahren mit 

Zwischenverfügung vom 1. Februar 2019 die unentgeltliche Rechtspflege 

bewilligt (Sachverhalt Bst. D). Damit sind ihm keine Verfahrenskosten auf-

zuerlegen. 

9.2 Das Bundesverwaltungsgericht hat dem Beschwerdeführer mit Zwi-

schenverfügung vom 1. Februar 2019 ausserdem die unentgeltliche Ver-

beiständung durch Advokat Dr. iur. Axel Delvoigt gewährt. Advokat Dr. iur. 

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Seite 24 

Delvoigt ist daher für die unentgeltliche Verbeiständung des Beschwerde-

führers eine pauschale Entschädigung von Fr. 2'800.– (inkl. Barauslagen) 

auszurichten. Beizufügen bleibt, dass die begünstigte Partei gemäss Art. 

65 Abs. 4 VwVG der Gerichtskasse Ersatz zu leisten hat, wenn sie später 

zu hinreichenden Mitteln gelangt. 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege werden keine Ver-

fahrenskosten erhoben. 

3.  

Dem Vertreter des Beschwerdeführers wird zufolge Bewilligung der unent-

geltlichen Rechtspflege eine Entschädigung aus der Gerichtskasse in der 

Höhe von Fr. 2'800.– zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde; Beilage: Formular  

Zahladresse) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Daniel Stufetti Marion Sutter 

  

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Seite 25 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten 

Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der 

Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 

konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die 

Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, 

deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu 

enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit 

sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 

BGG). 

 

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