# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ec4d59f9-944a-5be8-a5b2-085be9841cb5
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-08-20
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 20.08.2013 UV 2013/12
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2013-12_2013-08-20.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2013/12

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 23.08.2019

Entscheiddatum: 20.08.2013

Entscheid Versicherungsgericht, 20.08.2013
Art. 6 UVG: Beweislosigkeit betreffend Dahinfallen unfallkausaler 
Verletzungsfolgen zu Ungunsten des Unfallversicherers. Rückweisung zu 
weiteren radiologischen Abklärungen (Entscheid des Versicherungsgerichts 
des Kantons St. Gallen vom 20. August 2013, UV 2013/12).

Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Miriam Lendfers und

Lisbeth Mattle Frei; Gerichtsschreiber Walter Schmid

Entscheid vom 20. August 2013

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Roland Hochreutener, St. Leonhard-Strasse 20, 

Postfach, 9001 St. Gallen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

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Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.  

A.a  A.___ war als Bauzimmermann bei der B.___ AG angestellt und dadurch bei der 

Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen von Unfällen 

versichert, als er beim Verschrauben von Dachplatten aus einer Höhe von ca. 5 Metern 

vom Dach auf einen schneebedeckten Kiesboden stürzte (Suva-act. 1). Der Versicherte 

trat gleichentags ins Kantonsspital Winterthur ein, wo die behandelnden Ärzte nach 

Durchführung einer klinischen sowie einer CT-Untersuchung des gesamten Körpers, 

insbesondere des gesamten Achsen- und Extremitätenskeletts, ein Minor head injury 

Grad I mit Monokelhämatom rechts mit Verdacht auf Fissur im Bereich der Lamina 

papyracea rechts und Schleimhautläsion der Seitenwand des Nasenostium rechts 

sowie eine Kontusion des ISG und der Hüfte rechts diagnostizierten. Am 7. Februar 

2012 konnte der Versicherte wieder aus dem Spital entlassen werden (Suva-act. 8). Der 

nachbehandelnde Hausarzt, Dr. med. C.___, Allgemeine Medizin FMH, attestierte dem 

Versicherten vom 6. bis 26. Februar 2012 eine 100%ige und vom 27. Februar bis 3. 

März 2012 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. 9, 11). Im ärztlichen 

Zwischenbericht vom 18. März 2012 beschrieb er eine kontinuierliche, aber langsame 

Schmerzregredienz, wobei die Kopf- und Gesichtsverletzungen nicht mehr 

beeinträchtigend seien. Im Vordergrund stünden die ISG-Gluteal-

Oberschenkelschmerzen rechts (Suva-act. 13). Im Unfallschein UVG vom 18. April 

2012 vermerkte Dr. C.___ eine letzte Konsultation am 16. April 2012 sowie eine 

weiterhin andauernde 50%ige Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. 17). Die Suva erbrachte für 

den Unfall die gesetzlichen Leistungen (Taggeld- und Heilbehandlungsleistungen).

A.b  Nachdem Dr. C.___ in einem weiteren ärztlichen Zwischenbericht vom 20. April 

2012 darüber informiert hatte, dass die im Vordergrund stehenden ISG-Gluteal-

Oberschenkelschmerzen rechts nun seit 3 - 4 Wochen keine weitere 

Besserungstendenz mehr zeigten (Suva-act. 18), beauftragte die Suva Dr. med. D.___, 

Facharzt für Orthopädische Chirurgie, mit einer spezialärztlichen Beurteilung. Dieser 

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untersuchte den Versicherten am 1. Juni 2012 und erstellte gleichentags einen 

Untersuchungsbericht (Suva-act. 19 ff.).

A.c  Am 15. Juni 2012 erfolgte eine kreisärztliche Untersuchung durch Prof. Dr. med. 

E.___, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie FMH, der im gleichentags erstellten 

Untersuchungsbericht insbesondere vermerkte, dass in Anbetracht der noch deutlich 

ausgeprägten subjektiven Beschwerdesymptomatik trotz erfolgter CT-Abklärung eine 

weitere diagnostische Abklärung mittels MRI erforderlich sei (Suva-act. 29). Am 21. 

Juni 2012 wurde im Röntgeninstitut F.___ eine MRI-Untersuchung beider Hüftgelenke 

durchgeführt (Suva-act. 31), deren Ergebnis die Suva am 16. Juli 2012 durch Prof. Dr. 

E.___ beurteilen liess (Suva-act. 36). Ab dem 3. Juli 2012 nahm der Versicherte seine 

Arbeit wieder vollständig auf (Suva-act. 35).

A.d  Mit Verfügung vom 19. Juli 2012 stellte die Suva ihre Leistungen auf den 2. August 

2012 mit der Begründung ein, dass gestützt auf die Beurteilung von Prof. Dr. E.___ vom 

16. Juli 2012 davon auszugehen sei, dass die heute bestehenden Beschwerden mit 

dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht mehr unfallbedingt, 

sondern ausschliesslich krankhafter Natur seien. Sie sei demzufolge nicht mehr 

leistungspflichtig (Suva-act. 40).

B.

Die gegen diese Verfügung vom Versicherten am 12. September 2012 erhobene 

Einsprache (Suva-act. 51) wies die Suva mit Einspracheentscheid vom 17. Dezember 

2012 ab (Suva-act. 56). Der Krankenversicherer hatte eine vorsorglich erhobene 

Einsprache (Suva-act. 43) wieder zurückgezogen (Suva-act. 49).

C.  

C.a  Gegen den Einspracheentscheid vom 17. Dezember 2012 liess der Versicherte 

durch Rechtsanwalt lic. iur. R. Hochreutener, St. Gallen, mit Eingabe vom 28. Januar 

2013 Beschwerde erheben. Der Rechtsvertreter beantragte, der angefochtene 

Einspracheentscheid vom 17. Dezember 2012 sei aufzuheben und die Streitsache sei 

zur Durchführung weiterer Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 

Eventualiter seien dem Beschwerdeführer die gesetzlichen Leistungen nach UVG auch 

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für die Zeit nach dem 2. August 2012 weiterhin zu erbringen, unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge (act. G 1). Am 4. März 2013 ergänzte Rechtsanwalt Hochreutener 

die Beschwerdebegründung (act. G 3) und reichte ausserdem einen von ihm 

eingeholten Bericht von Dr. med. G.___, Facharzt für Chirurgie, Fähigkeitsausweis 

Manuelle Chirurgie (SAMM), vom 3. Januar 2013 ein (act. G 3.1).

C.b  In der Beschwerdeantwort vom 9. April 2013 beantragte die Beschwerdegegnerin 

Abweisung der Beschwerde.

C.c  Mit Replik vom 13. Mai 2013 hielt der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers an 

seinen Anträgen fest (act. G 13) und reichte eine weitere Stellungnahme von Dr. G.___ 

vom 22. April 2013 ein (act. G 7.1). Mit Duplik vom 10. Juni 2013 bestätigte die 

Beschwerdegegnerin ihrerseits ihr Rechtsbegehren (act. G 9).

C.d  Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften und die Ausführungen in 

den medizinischen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

1. 

Vorliegend ist streitig, ob die Beschwerdegegnerin die Versicherungsleistungen, welche 

sie im Anschluss an das Unfallereignis vom 6. Februar 2012 ausgerichtet hatte, zu 

Recht auf den 2. August 2012 einstellte.

2. 

Die Beschwerdegegnerin legte im angefochtenen Einspracheentscheid (Erwägung Ziff. 

1) die rechtlichen Voraussetzungen des Vorliegens eines natürlichen und adäquaten 

Kausalzusammenhangs zwischen Unfallereignis und gesundheitlicher Schädigung 

gemäss Art. 6 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20; BGE 

129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen) sowie die Grundsätze des Entfallens einer 

Leistungspflicht des Unfallversicherers bzw. des Dahinfallens des 

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leistungsbegründenden Kausalzusammenhangs zutreffend dar. Darauf ist zu 

verweisen.

3. 

3.1 Für die Annahme unfallkausaler somatischer Restfolgen wird im Regelfall eine 

strukturelle Läsion bzw. eine schlecht verheilte strukturelle Läsion als objektivierbares 

Korrelat verlangt. Als objektiviert gilt eine solche Läsion, wenn sie durch einen 

entsprechenden radiologischen Untersuchungsbefund erhoben wird. Im 

Unfallversicherungsrecht gibt es allerdings Fälle, bei denen die Unfallfolgen bzw. deren 

Anteil an einer Gesundheitsschädigung im Rahmen des posttraumatischen Verlaufs nie 

wirklich sichtbar gemacht werden konnten. Dennoch wird bei einem geeigneten bzw. 

adäquaten Ereignis - beispielsweise einer Kontusion - in einer ersten Phase von einer 

schädigenden Wirkung dieses Ereignisses (Unfall) auf den Körper ausgegangen, die in 

der Folge aufgetretenen bzw. ausgelösten Beschwerden werden nach einem 

bestimmten Zeitraum - trotz ihres möglichen Fortdauerns - aber nicht mehr dem Unfall 

zugerechnet (vgl. dazu Urteile des Bundesgerichts [bis 31. Dezember 2006 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts, EVG] vom 28. Oktober 2009, 8C_216/2009, E. 

2 mit Hinweis, und vom 5. September 2011, 8C_310/2011, E. 4.1; Urteil des EVG vom 

18. September 2002, U 60/02, E. 2.2., 3.2 mit Hinweisen auf die medizinische Literatur; 

Urteil des Bundesgerichts vom 28. Februar 2007, U 357/06, E. 4.6). Die beim 

Beschwerdeführer am Unfalltag im Kantonsspital Winterthur durchgeführte CT-

Untersuchung des ganzen Körpers brachte eine infraorbitale Weichteilschwellung 

rechts sowie eine Obliteration einzelner Ethmoidalzellen rechts zutage. Eine Läsion der 

Lamina papyracea liess sich nicht ausschliessen. Im Weiteren zeigte sich ein 

Weichteilhämatom der Hüfte rechts. Nachweise einer intrakraniellen Blutung, einer 

Organläsion oder intraabdominalen Blutung, eines Hämato- oder Pneumothorax sowie 

einer frischen Fraktur am Achsenskelett oder den Extremitäten konnten keine erhoben 

werden. Die im Austrittsbericht vom 13. Februar 2012 gestellten Diagnosen lauteten 

sodann: Minor head injury Grad I mit Monokelhämatom rechts mit Verdacht auf Fissur 

im Bereich der Lamina papyracea rechts und Schleimhautläsion der Seitenwand des 

Nasenostium rechts; Kontusion des ISG und der Hüfte rechts (Suva-act. 8). Am 21. 

Juni 2012 wurde im Röntgeninstitut F.___ eine MRI-Untersuchung beider Hüftgelenke 

durchgeführt, wobei eine beidseitige beginnende Coxarthrose mit Verdacht auf 

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beidseitiges CAM/Pincer Impingement sowie eine beidseitige degenerative 

Labrumveränderung festgestellt wurden (Suva-act. 31).

3.2 Unbestritten ist, dass hinsichtlich der Gesichtsverletzungen ein komplikationsloser 

Heilungsverlauf stattgefunden hat (vgl. dazu Suva-act. 13, 18) und diese damit im 

vorliegenden Beschwerdeverfahren nicht weiter zu erörtern sind. Sowohl die klinische 

Untersuchung durch Dr. D.___ am 1. Juni 2012 (Suva-act. 21) als auch diejenige durch 

Kreisarzt Prof. Dr. E.___ vom 15. Juni 2012 (Suva-act. 29) zeigten hingegen eine 

beiderseitige Bewegungseinschränkung der Hüftgelenke. Von Seiten des 

Rechtsvertreters des Beschwerdeführers wird jedoch nicht in Frage gestellt und ist in 

den medizinischen Akten belegt, dass der Beschwerdeführer durch den Unfall vom 6. 

Februar 2012 keine bleibende strukturelle Schädigung der rechten Hüfte erlitten hat, er 

in diesem Bereich degenerative Veränderungen aufweist und im Zeitpunkt der 

Leistungseinstellung (2. August 2012) ein ursächlicher Einfluss der Kontusion auf die 

rechte Hüfte bzw. die hier bestehenden Vorzustände verneint werden kann. Aufgrund 

des beiderseitigen, gleichartigen degenerativen, keine traumatisch bedingten Schäden 

am rechten Hüftgelenk dokumentierenden MRI-Befundes scheidet laut Prof. Dr. E.___ 

ein kausaler Zusammenhang zum Unfall vom 6. Februar 2012 aus (Suva-act. 36). Die 

Berichte von Dr. G.___ vom 3. Januar und 22. April 2013 (act. G 3.1, G 7.1) enthalten 

keine dieser Schlussfolgerung widersprechende Ausführungen, sondern lediglich den 

Hinweis auf das unfallunabhängige CAM/Pincer-Impingement mit einer beginnenden 

Coxarthrose sowie die Feststellung, dass die Schmerzlokalisation nicht durch das 

Hüftgelenk generiert werde.

4.   

4.1 Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers wendet nun aber ein, die Beurteilung 

des Kreisarztes Prof. Dr. E.___ erweise sich insoweit als unvollständig, als sie 

ausschliesslich die Hüftgelenksproblematik prüfe. Die vom Beschwerdeführer 

kontinuierlich angegebene Schmerzsymptomatik werde laut überzeugender Darstellung 

von Dr. G.___ oberhalb des Hüftgelenks generiert. Insofern müsse eine unfallbedingte 

Schädigung bzw. Kontusion des ISG und der unteren LWS ausgeschlossen werden 

können. Es bedürfe dementsprechend noch einer klinischen und bildgebenden 

Abklärung dieser Möglichkeit, was bis zum heutigen Zeitpunkt zu Unrecht unterblieben 

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sei. Im Folgenden gilt es mithin zu prüfen, ob mit den radiologischen 

Untersuchungsergebnissen des rechten Hüftgelenks das Bestehen unfallkausaler 

Verletzungsfolgen mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

ausgeschlossen werden kann.

4.2 Laut Schadenmeldung UVG vom 9. Februar 2012 stürzte der Beschwerdeführer 

aus einer Höhe von 5 Meter auf einen schneebedeckten Kiesboden rechtsseitig auf 

sein Becken (Suva-act. 1). Im Austrittsbericht des Kantonsspitals Winterthur vom 13. 

Februar 2012 wurde als Unfallereignis ein Sturz aus einer Höhe von 5 Metern auf das 

Gesäss und den unteren Rücken vermerkt. Anlässlich der klinischen Untersuchung am 

Unfalltag gab der Beschwerdeführer weder einen Hüftkompressions- noch einen 

Symphysendruckschmerz an. Auch sein Becken zeigte sich stabil. Hingegen konnte 

eine lokale Druckdolenz über dem Trochanter Major und dem ISG rechts erhoben 

werden. Die umfassende CT-Untersuchung brachte zwar, wie bereits erwähnt, lediglich 

ein Weichteilhämatom der Hüfte rechts zutage. Entsprechend der klinischen sowie 

radiologischen Untersuchungsergebnisse diagnostizierten die Ärzte des Kantonsspitals 

Winterthur sodann aber neben einer Hüftkontusion rechts auch eine Kontusion des ISG 

rechts (Suva-act. 8). Dr. C.___ verordnete dem Beschwerdeführer am 6. März 2012 

eine Physiotherapie-Serie in der H.___, Physiotherapie und Rehabiliationszentrum. Als 

Unfalldiagnose vermerkte er einen Status nach Sturz aus mehreren Metern Höhe mit 

multiplen Kontusionen; aktuell Becken-/ISG-Schmerz rechts sowie verspannte 

paravertebrale Muskulatur lumbal rechts. Entsprechend wurden als 

physiotherapeutische Massnahmen eine muskuläre Detonisierung, eine Mobilisation 

LWS/ISG rechts sowie eine Korrektur der muskulären Dysbalance vermerkt (Suva-act. 

12). Auch der ärztliche Zwischenbericht von Dr. C.___ vom 18. März 2012 enthält 

sowohl die Diagnose einer Hüftkontusion rechts als auch diejenige einer ISG-

Kontusion. Dr. C.___ führte sogar an, dass die ISG-Gluteal-Oberschenkelschmerzen im 

Vordergrund stehen würden (Suva-act. 13). Am 5. April 2012 teilte der 

Beschwerdeführer der Beschwerdegegnerin telefonisch mit, dass das Ziehen im 

Rücken weg sei. Es ziehe nur noch von der Hüfte aus in die Beine (Suva-act. 14). Im 

ärztlichen Zwischenbericht vom 20. April 2012 wiederholte Dr. C.___ seine Diagnose 

vom 18. März 2012 und hielt fest, dass die im Vordergrund stehenden ISG-Gluteal-

Oberschenkelschmerzen rechts nun seit 3 - 4 Wochen keine Besserungstendenz 

zeigen würden (Suva-act. 18). Am 1. Juni 2012 wurde der Beschwerdeführer im Auftrag 

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der Beschwerdegegnerin durch Dr. D.___ untersucht. Laut gleichentags erstelltem 

Untersuchungsbericht gab der Beschwerdeführer ihm gegenüber weiterhin 

persistierende Schmerzen im Bereich der Hüfte und des ISG rechts an. Die 

ausstrahlenden Schmerzen würden vom ISG über das Hüftgelenk bis in die Adduktoren 

Höhe Kniegelenk medialseitig ziehen. Die klinische Untersuchung zeigte ein 

unauffälliges Gangbild sowie einen gut möglichen Zehen- und Fersengang. Der 

Einbeinstand sei beidseits problemlos möglich gewesen. Ausserdem habe keine 

Glutealinsuffizienz erhoben werden können. Hingegen habe sich eine Druckdolenz im 

Bereich des rechten ISG und eine deutlich schmerzhaft eingeschränkte 

Hüftgelenksbeweglichkeit gezeigt. Entsprechend stellte auch Dr. D.___ die Diagnose 

unklarer, persistierender Hüft-/ISG-Beschwerden rechts nach Kontusion. Die Ursache 

der Beschwerden beurteilte er aufgrund der klinischen Untersuchung und auch des 

vorliegenden CT als nur schwer fassbar. Möglicherweise handle es sich um eine 

posttraumatische Entzündung, welche die Beschwerdesymptomatik erklären könnte. 

Auffällig sei die erheblich eingeschränkte Hüftgelenksbeweglichkeit, die jedoch auch 

auf der Gegenseite festzustellen sei. Da die Beschwerden nun bereits über knapp 4 

Monate anhalten würden, empfehle er eine Weiterabklärung mittels MRI. Zum aktuellen 

Zeitpunkt sei der Beschwerdeführer aus orthopädischer Sicht weiterhin zu 50% 

arbeitsunfähig. Eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit sei bei entsprechendem 

Zumutbarkeitsprofil (Vermeiden von Heben schwerer Lasten > 10kg, Vermeiden von 

Steigen auf Leitern und entsprechenden Gerüsten) möglich (Suva-act. 21). Anlässlich 

der kreisärztlichen Untersuchung vom 15. Juni 2012 gab der Beschwerdeführer 

gegenüber Prof. Dr. E.___ laut Untersuchungsbericht vom 18. Juni 2012 an, dass nach 

längerer Belastung Schmerzen in der rechten Hüfte auftreten würden, die von der 

Leiste medial in die rechte Oberschenkelmitte ausstrahlten. Nachts könne er nicht auf 

der rechten Hüfte liegen. Die Beschwerden hätten sich seit dem Unfall mässig 

gebessert, bestünden jedoch weiterhin. Vor dem Unfall habe er weder 

Rückenschmerzen noch Beschwerden im Becken, respektive im rechten Hüftgelenk, 

gehabt und sei diesbezüglich auch nicht ärztlich behandelt worden. Die klinische 

Untersuchung des Kreisarztes zeigte im Bereich des Achsenorgans (BWS/LWS) einen 

unauffälligen Befund mit Betonung der sagitalen Schwingungen. Die Beweglichkeit des 

Achsenorgans sei nicht eingeschränkt, altersentsprechend, jedoch zeige sich bei der 

heutigen Untersuchung eine beiderseitige Bewegungseinschränkung der Hüftgelenke, 

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die bereits von Dr. D.___ in der Untersuchung vom 1. Juni 2012 beschrieben worden 

seien. Als Befund vermerkte Prof. Dr. E.___ einen Druckschmerz der Spina dorsalis 

superior posterior rechts. Als Diagnose hielt er eine unklare Schmerzsymptomatik des 

rechten Hüftgelenks bzw. rechten Oberschenkels sowie einen Zustand nach Kontusion 

des ISG und der rechten Hüfte am 6. Februar 2012 fest. Abschliessend legte er sodann 

dar, dass in Anbetracht der noch deutlich ausgeprägten subjektiven 

Beschwerdesymptomatik trotz erfolgter CT-Abklärung eine weitere diagnostische 

Abklärung mittels MRI erforderlich sei. Der Beschwerdeführer sei mit dem Vorgehen 

einverstanden. Über den Hausarzt werde ein entsprechender MRI-Termin vereinbart. 

Nach erfolgter diagnostischer Abklärung werde aus kreisärztlicher Sicht erneut Stellung 

zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers und zur Notwendigkeit weiterer 

Therapiemassnahmen genommen (Suva-act. 29). Auch anlässlich eines 

Telefongesprächs vom 15. Juni 2012 hatte Prof. Dr. E.___ der Beschwerdegegnerin 

erklärt, erst nach Durchführung einer MRI-Untersuchung abschliessend Stellung 

nehmen zu können (Suva-act. 27), worauf diese den neuen Hausarzt des 

Beschwerdeführers, Dr. med. I.___, Facharzt für Rheumatologie und Innere Medizin, 

um schnellstmögliche Veranlassung der fraglichen Abklärung ersuchte (Suva-act. 26). 

Am 21. Juni 2012 wurde eine MRI-Untersuchung beider Hüftgelenke mit dem in 

Erwägung 3.2 festgehaltenen Ergebnis durchgeführt (Suva-act. 31), worauf Prof. Dr. 

E.___ in seiner Beurteilung vom 16. Juli 2012 einen Kausalzusammenhang zwischen 

den nunmehr geklagten Beschwerden im Bereich des rechten Hüftgelenks und dem 

Unfall vom 6. Februar 2012 ausschloss (Suva-act. 36).

4.3 Dr. G.___ hält der kreisärztlichen Beurteilung angesichts des in Erwägung 4.2 

dargelegten Sachverhalts nachvollziehbarerweise dagegen, dass sie in keiner Weise 

die unfallbedingte Schmerzlokalisation des Gesässes und des dorsalen 

Beckenbereichs berücksichtige, und fordert für eine Klarheit über die mit dem Unfall 

bedingte Schmerzsymptomatik die Durchführung einer MRI-Abklärung sowohl der 

unteren LWS wie auch des ISG (act. G 3.1). Prof. Dr. E.___ habe unabhängig von der 

unfallbedingten Quetschung der pelvitrochanteren Muskulatur und der Kontusion des 

ISG die dorsal liegenden Beschwerden nun nach vorne auf die Hüftgelenke verlagert, 

für die beidseits radiologisch ein Impingement bestehe, das aber überhaupt nichts mit 

dem Unfallereignis zu tun habe (act. G 7.1). In den medizinischen Akten bildet das ISG 

rechts Teil jeder im Verlauf der ärztlichen Abklärungen gestellten Diagnosen, liessen 

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sich klinisch sowohl im Bereich des ISG, aber auch im Bereich der Spina dorsalis 

superior posterior rechts Druckdolenzen erheben und wurden vom Beschwerdeführer 

lückenlos Beschwerden im Bereich des Gesässes, Beckens bzw. ISG, aber auch im 

Bereich der LWS beklagt. Von seinem damaligen Hausarzt Dr. C.___ wurden die ISG-

Gluteal-Oberschenkelschmerzen sogar als im Vordergrund stehend bezeichnet. Die 

Argumentation der Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort vom 9. April 2013, 

der Beschwerdeführer habe vor Leistungseinstellung über keine ISG- bzw. 

Rückenbeschwerden geklagt (act. G 5), ist damit aktenwidrig. Gerade die 

Beschwerdesymptomatik im Bereich des ISG führte denn auch - trotz ihrer unklaren 

und damit nicht ohne weiteres anzunehmenden Unfallursächlichkeit - dazu, dass 

sowohl Dr. D.___ als auch Prof. Dr. E.___ eine MRI-Untersuchung der Hüftgelenke, 

aber auch des Beckens, als erforderlich erachteten. Weder die CT-Untersuchung, mit 

welcher sich keine strukturellen Unfallfolgen im Rückenbereich objektivieren liessen, 

noch die MRI-Untersuchung beider Hüftgelenke vermag die von Dr. D.___ und 

zunächst auch Prof. Dr. E.___ übereinstimmend als erforderlich erachtete MRI-

Abklärung des ISG überzeugend zu ersetzen. Gerade in Bezug auf den konkreten Fall 

ist sodann insgesamt zu beachten, dass die Lokalisation von Schmerzen für den 

Betroffenen nicht immer einfach ist. Ihre Fähigkeit zur Ausstrahlung erscheint auch dem 

medizinischen Laien als möglich (vgl. dazu Alfred M. Debrunner, Orthopädie, 

Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2005, S. 205). Die Feststellung von Dr. G.___ in 

seinem Bericht vom 3. Januar 2013, dass es bei einem Sturz aus 5 m Höhe mit einer 

Kontusion des Gesässes und der rechten Körperhälfte auch zu einem 

Stauchungsmechanismus des ISG kommen kann, erscheint nachvollziehbar und wurde 

in den unfallnahen medizinischen Akten offensichtlich auch angenommen (Suva-act. 8, 

12 f., 18). Es ist selbstredend, dass der eindeutige Ausschluss einer ISG- und LWS-

Problematik nicht mit einer radiologischen Untersuchung der Hüftgelenke erbracht 

werden kann. Hierfür ist - wie von ärztlicher Seite übereinstimmend empfohlen - eine 

radiologische Untersuchung des ISG erforderlich. Dr. D.___ und Prof. Dr. E.___ 

empfahlen ausdrücklich eine MRI-Untersuchung und damit - wie von Dr. G.___ 

festgestellt (act. G 7.1) - problemadäquat eine Untersuchung zur Diagnostik eventuell 

bestehender Weichteilprobleme. Ein solches Untersuchungsergebnis liegt jedoch nicht 

vor und es ist in keiner Weise nachvollziehbar, weshalb sich nun Prof. Dr. E.___ in 

seiner Beurteilung vom 16. Juli 2012 entgegen seiner früheren Empfehlung mit dem 

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MRI-Untersuchungsergebnis nur der Hüftgelenke begnügte. Die Beschwerdegegnerin 

wäre gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz zur Vornahme einer solche Abklärung 

verpflichtet gewesen. Dies wird sie daher nachzuholen haben. Der Vollständigkeit 

halber erscheint - wie von Dr. G.___ vorgeschlagen - auch eine MRI-Untersuchung der 

LWS sinnvoll.

4.4 Ein Anspruch auf Heilbehandlung und Taggeld bedingt grundsätzlich das Vorliegen 

unfallkausaler Verletzungsfolgen (vgl. Art. 10 Abs. 1 und Art. 16 Abs. 1 UVG). Entfällt 

die natürliche Kausalität, entfällt von vornherein ein Anspruch auf Heilbehandlung und 

Taggeld, womit auch nicht mehr geprüft werden muss, inwiefern noch eine ärztliche 

Behandlung stattfindet bzw. ob von deren Fortsetzung eine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustands erwartet werden kann (vgl. Art. 19 Abs. 1 UVG). Der 

Beschwerdeführer arbeitet seit 3. Juli 2012 wieder zu 100%, dies jedoch nach eigener 

Aussage nur deshalb, weil er von der Beschwerdegegnerin gezwungen worden sei. Er 

wollte sehen, wie sich die Schmerzen dabei entwickeln (Suva-act. 35). In der Replik 

vom 13. Mai 2013 wird sodann auf eine Arbeitsfähigkeit unter Inkaufnahme von 

erheblichen Beschwerden hingewiesen (act. G 7). Inwieweit der Beschwerdeführer 

noch einen Anspruch auf weitere Heilkosten- sowie allenfalls Taggeldleistungen hat, 

kann erst dann abschliessend beurteilt werden, wenn die Beschwerdegegnerin die im 

konkreten Fall erforderlichen medizinischen Abklärungen vorgenommen hat.

5. 

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass in Bezug auf das Vorliegen von 

Unfallrestfolgen des Beschwerdeführers von einer unvollständigen Beweislage 

auszugehen ist und die Beschwerdegegnerin insofern den Nachweis für eine 

Leistungseinstellung per 2. August 2012 nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit erbracht hat. Die Angelegenheit ist zur Veranlassung einer MRI-

Untersuchung des ISG und der LWS bzw. zur Prüfung von Verletzungen in diesen 

Körperbereichen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

6. 

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Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung des 

Einspracheentscheids vom 17. Dezember 2012 gutzuheissen und die Angelegenheit 

zur Vornahme weiterer Abklärungen im Sinn der Erwägungen und zu neuer Verfügung 

an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu erheben 

(Art. 61 lit a des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Hingegen hat der Beschwerdeführer bei 

diesem Verfahrensausgang Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 61 lit. g 

ATSG). Angesichts der Art und des Umfangs der Bemühungen erscheint eine 

Parteientschädigung, wie in vergleichbaren Fällen üblich, von Fr. 3'500.-- 

einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer angemessen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 

VRP entschieden:

1.  Die Beschwerde wird unter Aufhebung des Einspracheentscheids vom 17. 

Dezember 2012 gutgeheissen und die Angelegenheit zu weiteren Abklärungen im Sinn 

der Erwägungen und neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2.  Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.  Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von 

Fr. 3'500.-- einschliesslich Mehrwertsteuer und Barauslagen zu erbringen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 20.08.2013
	Art. 6 UVG: Beweislosigkeit betreffend Dahinfallen unfallkausaler Verletzungsfolgen zu Ungunsten des Unfallversicherers. Rückweisung zu weiteren radiologischen Abklärungen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 20. August 2013, UV 2013/12).

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		2025-07-19T10:31:32+0200
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