# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 599a64fe-dafe-5097-bc53-797c240d9211
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-09-08
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Fürsorgerechtliche Kammer 08.09.2020 F 2020 33
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_003_F-2020-33_2020-09-08.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

FÜRSORGERECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Gisela Bedognetti-Roth, Vorsitz 
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Ersatzrichterin lic. iur. Judith Fischer
Gerichtsschreiber: lic. iur. Albert Dormann

U R T E I L  vom 8. September 2020 [rechtskräftig]

in Sachen

A.________, zzt. Triaplus AG Klinik Zugersee, Oberwil b. Zug
Beschwerdeführerin

gegen

Triaplus AG Klinik Zugersee, Oberwil b. Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Fürsorgerische Unterbringung

F 2020 33

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Urteil F 2020 33

A. A.________, Jahrgang 1992, wurde am 29. August 2020 von der Notfallpsychi-
aterin Dr. med. B.________ mittels ärztlicher fürsorgerischer Unterbringung (FU) 
zwangsweise in die Triaplus AG Klinik Zugersee eingewiesen. 

B. Gegen diese Einweisung beschwerte sich A.________ am 30. August 2020 (der 
Post übergeben am 31. August und eingegangen auf der Gerichtskanzlei am 1. Sep-
tember 2020) beim Verwaltungsgericht. Sie verlangte die sofortige Aufhebung der FU und 
die Entlassung aus der Klinik. Zur Begründung führte sie aus, dass sie keine psychischen 
Beschwerden habe. Sofern man der Meinung sei, dass sie krank sei, müsste man dies 
beweisen.

C. Am 8. September 2020 wurde die Beschwerdeführerin von der fürsorgerechtlichen 
Kammer des Verwaltungsgerichts in der Triaplus AG Klinik Zugersee persönlich angehört. 
An dieser Anhörung nahmen seitens der Klinik Oberarzt Dr. med. C.________, Assis-
tenzärztin med. pract. D.________ und Unterassistenz cand. med. E.________ sowie als 
gerichtlicher Gutachter Dr. med. F.________, Facharzt FMH für Psychiatrie und 
Psychotherapie, teil, der im Anschluss an die Anhörung sein Gutachten mündlich er-
stattete. Die Parteien erhielten Gelegenheit zur Stellung von Ergänzungsfragen und zu 
einer abschliessenden Stellungnahme. Die Beschwerdeführerin hielt dabei an ihrem An-
trag auf umgehende Entlassung fest, während Dr. C.________ seitens der Klinik die 
Abweisung der Beschwerde beantragte. Anschliessend wurde die Verhandlung für die Be-
ratung und Urteilsfällung unterbrochen und danach wurde der Urteilsspruch mündlich er-
öffnet und kurz begründet. 

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Gegen die ärztlich angeordnete Unterbringung kann die betroffene oder eine ihr 
nahestehende Person innert zehn Tagen seit Mitteilung des Entscheids schriftlich das Ge-
richt anrufen (Art. 439 Abs. 1 Ziff. 1 i.V.m. Art. 439 Abs. 2 ZGB in der seit 1. Januar 2013 
geltenden Fassung). Zuständiges Gericht für die Beurteilung von Beschwerden in den Fäl-
len von Art. 439 ZGB ist gemäss der seit 1. Januar 2013 geltenden Fassung von § 58 
Abs. 1 lit. b des Einführungsgesetzes zum ZGB (EG ZGB, BGS 211.1) das Verwaltungs-
gericht. Örtlich zuständig ist das Verwaltungsgericht, wenn die betroffene Person Wohnsitz 

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im Kanton Zug hat oder wenn die Massnahme von einer Arztperson oder Einrichtung im 
Kanton Zug angeordnet wurde und die betroffene Person sich im Kanton Zug aufhält (§ 58 
Abs. 2 EG ZGB). Die Beschwerdeführerin hat ihren offiziellen Wohnsitz in G.________ 
ZG, sodass die örtliche und sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts gegeben und 
die fristgerecht eingereichte und den minimalen formellen Anforderungen genügende 
Beschwerde (Art. 439 Abs. 3 i.V.m. Art. 450e Abs. 1 ZGB) zu prüfen ist. 

2. Eine Person, die an einer psychischen Störung oder an geistiger Behinderung lei-
det oder schwer verwahrlost ist, darf in einer geeigneten Einrichtung untergebracht wer-
den, wenn die nötige Behandlung oder Betreuung nicht anders erfolgen kann (Art. 426 
Abs. 1 ZGB in der seit 1. Januar 2013 geltenden Fassung). Die Belastung und der Schutz 
von Angehörigen und Dritten sind zu berücksichtigen (Art. 426 Abs. 2 ZGB). Die betroffene 
Person wird entlassen, sobald die Voraussetzungen für die Unterbringung nicht mehr er-
füllt sind; über die Entlassung entscheidet die Einrichtung (Art. 426 Abs. 3 und Art. 429 
Abs. 3 ZGB). Die ärztliche Unterbringung fällt spätestens nach sechs Wochen dahin, so-
fern nicht ein vollstreckbarer Unterbringungsentscheid der Erwachsenenschutzbehörde 
vorliegt (Art. 429 Abs. 2 ZGB i.V.m. § 51 Abs. 3 EG ZGB). Hat die betroffene Person ge-
gen eine fürsorgerische Unterbringung Beschwerde erhoben, hört sie die gerichtliche Be-
schwerdeinstanz in der Regel als Kollegium an (Art. 450e Abs. 4 Satz 1 ZGB) und ent-
scheidet in der Regel innert fünf Arbeitstagen seit Eingang der Beschwerde (Art. 450e 
Abs. 5 ZGB). Bei psychischen Störungen muss zudem gestützt auf das Gutachten einer 
sachverständigen Person entschieden werden (Art. 450e Abs. 3 ZGB). 

2.1 Das Gesetz nennt als Voraussetzung für eine fürsorgerische Unterbringung das 
Vorliegen eines Schwächezustandes, der eine Behandlung oder Betreuung notwendig 
macht, die nicht anders als durch den Entzug der Freiheit erbracht werden kann. Die Vor-
aussetzungen bedingen sich gegenseitig und sind nur in ihrem Zusammenhang verständ-
lich. Der Schwächezustand allein vermag eine FU nie zu rechtfertigen, sondern immer nur 
zusammen mit der Notwendigkeit einer Behandlung oder Betreuung. Schliesslich werden 
die Voraussetzungen auch mit Blick auf die Rechtsfolge weiter eingeschränkt. Die frei-
heitsbeschränkende Unterbringung ist selbst bei Vorliegen der genannten Voraussetzun-
gen nur gesetzeskonform, wenn der Zweck nicht mit einer milderen Massnahme erreicht 
werden kann. Insofern gilt das Verhältnismässigkeitsprinzip. Zudem muss die Unterbrin-
gung für den angestrebten Zweck tauglich sein. Die Zulässigkeit der fürsorgerischen Un-
terbringung lässt sich deshalb immer nur mit Bezug auf die Einweisung in eine bestimmte 
Einrichtung beurteilen; insofern stellt der Begriff der geeigneten Einrichtung eine weitere 

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Einschränkung dar (Geiser/Etzensberger, Basler Kommentar Erwachsenenschutz, 
Art. 426 N 7). Ziel der fürsorgerischen Unterbringung ist es, die betroffene Person in die 
Selbständigkeit zu führen, ihre Eigenverantwortung zu stärken und ein menschenwürdiges 
Dasein zu ermöglichen. Lässt sich der Schwächezustand beseitigen oder mindestens ab-
schwächen, ist mit der fürsorgerischen Unterbringung dafür zu sorgen, dass die betroffene 
Person wieder aus der Einrichtung entlassen werden und ihr Leben nach ihren eigenen 
Vorstellungen, Neigungen und Fähigkeiten selber gestalten und organisieren kann (Gei-
ser/Etzensberger, a.a.O., vor Art. 426-439 N 14). Die FU dient in jedem Fall dem Schutz 
der betroffenen Person. Voraussetzung ist deshalb immer, dass der Betroffene eines be-
sonderen Schutzes bedarf, der eben nur mit einer Freiheitsentziehung erbracht werden 
kann; diese muss die persönliche Fürsorge sicherstellen (Geiser/Etzensberger, a.a.O., 
Art. 426 N 8). Schliesslich gilt für die FU der Grundsatz der Verhältnismässigkeit; sie stellt 
einen schweren Eingriff in die persönliche Freiheit der betroffenen Person dar und ist des-
halb nur zulässig, wenn keine leichteren Massnahmen der betroffenen Person einen genü-
genden Schutz gewähren, mit dieser Massnahme hingegen ein solcher voraussichtlich er-
reicht werden kann. Als verhältnismässig erscheint eine FU nur, wenn mit ihr das ange-
strebte Ziel - in erster Linie die Wiedererlangung der Selbständigkeit und der Eigenverant-
wortung - überhaupt erreicht werden kann. Die Vor- und Nachteile, welche eine FU der be-
troffenen Person bringt, sind gegeneinander abzuwägen. Interessen der Umgebung und 
der Öffentlichkeit haben insoweit zurückzutreten. Die Belastung für die Umgebung ist nur 
mitzuberücksichtigen (Geiser/Etzensberger, a.a.O., Art. 426 N 22 ff.).

2.2 Eine fürsorgerische Unterbringung oder Zurückbehaltung ist nur dann zulässig, 
wenn bei der betroffenen Person einer der in Art. 426 Abs. 1 ZGB aufgeführten Schwäche-
zustände vorliegt. Zudem muss wegen dieses Schwächezustands ein Fürsorgebedarf hin-
sichtlich Behandlung und/oder Betreuung bestehen, was anhand der konkreten Gefahr für 
die Gesundheit oder das Leben der betroffenen Person bzw. von Dritten, die besteht, 
wenn die Behandlung der psychischen Störung bzw. die Betreuung unterbleibt, zu beurtei-
len ist. Danach ist in rechtlicher Hinsicht zu beurteilen, ob und wenn ja warum eine Be-
handlung einer festgestellten geistigen Störung bzw. eine Betreuung "nötig" ist (vgl. Urteil 
des Bundesgerichts vom 17. April 2013, 5A_254/2013 Erw. 2.2).

3. Zunächst ist zu prüfen, ob bei der Beschwerdeführerin ein Schwächezustand im 
Sinne von Art. 426 Abs. 1 ZGB vorliegt. 

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3.1 Zur Vorgeschichte lässt sich den Akten - insbesondere den Verfahren F 2012 12, 
F 2014 55, F 2017 60 und F 2020 31 - entnehmen, dass die Beschwerdeführerin schon 
seit Jahren erhebliche psychische Probleme hat, was bereits 2011 mit der Diagnose einer 
Borderline-Persönlichkeitsstörung zu einer ersten Hospitalisation in der Klinik H.________ 
führte. Danach folgten weitere Klinikaufenthalte in I.________ und in der Klinik Zugersee. 
Zur aktuellen Einweisung zum 25. Aufenthalt in der Triaplus AG Klinik Zugersee sah sich 
die Notfallpsychiaterin Dr. med. B.________ am 29. August 2020 veranlasst, da die 
Beschwerdeführerin akustische Halluzinationen und imperative Stimmen vernahm, die ihr 
befahlen, sich zu ritzen und die Wunde mit Erde zu verunreinigen, um sich auf diese Wei-
se zu suizidieren.

3.2 Im Eintrittsbericht der Klinik vom 1. September 2020 ist nachzulesen, dass die Pa-
tientin schweigsam sei, nicht von sich aus spreche und zögerlich und einsilbig antworte. 
Sie berichte, dass sie am Tag zuvor vergessen habe, das Rexulti einzunehmen, worauf 
sie "den inneren Kampf gegen die Stimmen verloren" habe. Die Stimmen hätten ihr befoh-
len sich zu ritzen und Erde in die Wunde reinzutun, damit es zur Blutvergiftung kommen 
und sie dann sterben würde. Die Patientin lasse eine Reinigung oder Desinfektion der 
Wunde trotz Aufklärung über die Konsequenzen nicht zu. Imperative Stimmen seien bei ihr 
in der Vergangenheit mehrfach aufgetreten, wobei etwas unklar sei, ob es sich um tat-
sächliche Halluzinationen oder eher um ein Gedankenlautwerden handle. Jedenfalls sei 
deren Handlungsrelevanz nicht gänzlich ausgeschlossen. Die Patientin gebe Suizidwün-
sche an und könne nicht garantieren, dass sie die Befehle der Stimmen nicht in die Tat 
umsetze. Da sie sich zunächst als nicht absprachefähig erweise, werde sie isoliert. Bei der 
Patientin sei seit vielen Jahren eine Borderline-Persönlichkeitsstörung bekannt mit sehr 
vielen stationären Aufenthalten in verschiedenen Kliniken, so zuletzt vor einem Monat 
auch in der Klinik Zugersee. Sie berichte von einem weitgehenden Absetzen der Medika-
mente. Sie wolle es lieber ohne diese versuchen. Gegenwärtig nehme sie keinen Stim-
mungsstabilisierer oder Antidepressivum ein. Auch lehne sie das Haldol, das ihr in der 
Vergangenheit durchaus geholfen habe, strikt ab. Die Diagnose sei auch aktuell eine emo-
tional instabile Persönlichkeitsstörung Borderline-Typ (ICD-10 F 60.31). 

3.3 An der Anhörung vom 8. September 2020 führte Oberarzt Dr. C.________ aus, 
dass man nach wie vor von einer Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typ ausgehe. 
Der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin sei aktuell deutlich schlechter als noch 
beim 24. Aufenthalt ab dem 18. Juli 2020, wo sie stabiler und eine akute Gefährdung nicht 
ersichtlich gewesen sei, weshalb sie nach ca. einer Woche relativ zügig habe entlassen 

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werden können. Man strebe an, die Klinikaufenthalte jeweils möglichst kurz zu halten. 
Derzeit befinde sich die Beschwerdeführerin allerdings in einem starken Anspannungszu-
stand. Während ihres erst kurzen Aufenthalts sei es bereits zu schwerwiegendem selbst-
verletzendem Verhalten gekommen. Es bestehe eine starke Dynamik, die befürchten las-
se, dass es zu weiteren Selbstverletzungen kommen werde. Es wäre angezeigt, die Wun-
de der Beschwerdeführerin im Kantonsspital chirurgisch reinigen und versorgen zu lassen, 
was sie jedoch vehement ablehne. Die Beschwerdeführerin leide an einer seit langem be-
stehenden komplizierten Erkrankung, bei der es nicht unbedingt sinnvoll sei, den Klinik-
aufenthalt zu lange andauern zu lassen. Gegenwärtig sei die Situation jedoch akut und die 
Klinik könne eine Entlassung nicht verantworten.

3.4 Der gerichtliche Gutachter Dr. F.________ führte aus, dass bei der Beschwerde-
führerin seiner Ansicht nach eine schwere Borderline-Persönlichkeitsstörung vorliege, 
auch wenn zu dieser Diagnose die Konstanz der Stimmen und deren Ansprechen auf 
Neuroleptika nicht passen würden. Dies spreche eher gegen eine psychodynamische und 
für eine psychotische Ursache dieser Stimmen. Abschliessend könne man dies jedoch 
nicht beurteilen und diese Frage habe zurzeit auch keine praktischen Konsequenzen für 
die Behandlung, da in beiden Fällen Neuroleptika eingesetzt würden. 

3.5 Gestützt auf die Vorgeschichte, die ärztlichen Angaben und auch das sichtlich 
schwer leidende Verhalten der Beschwerdeführerin, die von imperativen Stimmen und 
Selbstverletzungsabsichten berichtet und deren Unterarm von tiefen, nicht versorgten 
Schnittwunden übersät ist, besteht kein Zweifel, dass sie seit langem an einer schwerwie-
genden psychischen Störung leidet und damit offensichtlich ein Schwächezustand im Sin-
ne von Art. 426 Abs. 1 ZGB besteht, weshalb die erste Voraussetzung für eine fürsorgeri-
sche Unterbringung jedenfalls erfüllt ist.

4. Zu prüfen ist im Weiteren, ob die bei der Beschwerdeführerin bestehende psychi-
sche Störung eine Behandlung und/oder eine Betreuung nötig macht, was unter anderem 
anhand des Fremd- und/oder Selbstgefährdungspotentials zu beurteilen ist.

4.1 Bei der Beurteilung der Selbstgefährdung stellt sich einerseits die Frage nach 
einer allfälligen Suizidgefahr. Andererseits ist auch danach zu fragen, ob die Gesundheits-
schädigung bedrohliche Ausmasse annimmt, ob Anzeichen für ein Fortschreiten der Er-
krankung bestehen, ob der Betroffene daran ist, in seiner Lebensgestaltung, seinem Ver-
halten in seiner Umgebung, seiner persönlichen Hygiene und seiner Gesamtverfassung in 

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einen Zustand von Selbstdestruktion zu geraten, der der Menschenwürde nicht mehr ent-
spricht (vgl. hierzu R. Furger, Unterbringung Jugendlicher und Erwachsener im Sinne der 
FFE aus psychiatrischer Sicht, ZVW 38, 41 ff.).

4.1.1 Klinikarzt Dr. C.________ führte aus, dass die Beschwerdeführerin zwar akut 
keine Suizidäusserungen gemacht habe. Angesichts der starken Anspannung, unter der 
sie leide, sei allerdings zu befürchten, dass es auch im Klinikrahmen zu weiteren 
schweren Selbstverletzungen - letztlich auch zu Suizidalität - kommen könne. Suizidale 
Vorfälle seien aus der Vorgeschichte bekannt. Im Falle einer baldigen Entlassung sei von 
stark selbstschädigendem bis hin zu suizidalem Verhalten auszugehen. Eine Mangeler-
nährung, wie sie in der Vergangenheit wiederholt vorgekommen sei, liege aktuell nicht vor. 

4.1.2 Nach Ansicht des gerichtlichen Gutachters Dr. F.________ besteht aktuell eine 
akute und erhebliche Selbstgefährdung im Sinne von Suizidalität. Der Zustand der Be-
schwerdeführerin sei zurzeit unberechenbar und sie tendiere zu Selbstverletzungen; der 
Übergang zur Suizidalität sei fliessend. Diese Selbstgefährdung bestehe auch im Falle 
einer baldigen Entlassung. Zudem liege auch eine Selbstgefährdung im weiteren Sinne 
vor, da sich die Beschwerdeführerin sozial zurückziehe und da sie auch die Ausbildung, 
die sie eben begonnen habe, kaum fortsetzen könne. 

4.1.3 Die Selbstgefährdung im Sinne von Suizidalität ist gestützt auf diese ärztlichen 
Angaben sowohl im Klinikrahmen wie auch im Falle einer baldigen Entlassung erheblich 
und unmittelbar drohend. Aus der Vorgeschichte sind Suizidversuche hinlänglich bekannt 
und vor Klinikeintritt hat sich die Beschwerdeführerin in suizidaler Absicht eine schwere 
Schnittverletzung am Arm zugefügt und mit Erde verunreinigt, um auf diese Weise eine 
Blutvergiftung und damit auch ihren Tod herbeizuführen. Auch im Klinikrahmen hat sie 
sich bereits wieder verletzt und mutmasslich Scherben beiseite geschafft, mit denen sie 
sich - wie sie selber erklärte - weiter verletzen möchte. Sie ist auch nicht bereit, die Wun-
den reinigen und desinfizieren zu lassen, obwohl die Klinik der Meinung ist, dass eine chi-
rurgische Versorgung im Kantonsspital dringend angezeigt wäre. Auch die Selbstgefähr-
dung in einem weiteren Sinne im Fall einer sofortigen Entlassung ist ebenfalls klar zu be-
jahen. Die Beschwerdeführerin läuft Gefahr, dass ihr mit hohem Leidensdruck behafteter 
Gesundheitszustand bestehen bleibt oder sich gar noch verschlechtert. Ohne Verbesse-
rung des Gesundheitszustandes wird sie auch nicht in der Lage sein, die soeben begon-
nene KV-Lehre fortzusetzen. Die Selbstgefährdung sowohl im Sinne von Suizidalität wie 
auch in einem weiteren Sinne ist daher als akut und unmittelbar drohend zu beurteilen. 

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4.2 Bei der Beurteilung der Fremdgefährdung geht es nicht nur um die Gefahr für Leib 
und Leben von Drittpersonen, sondern ebenso sehr auch um elementare Gefährdungen 
des Wohlbefindens und der seelischen Gesundheit anderer. Neben der eigentlichen 
Fremdgefährdung ist auch die Drittgefährdung im Sinne der Belastung der Umgebung 
durch den Betroffenen mitzuberücksichtigen, auch wenn eine solche Belastung für sich 
allein nicht für eine Einweisung oder eine Rückbehaltung ausreichen kann (Spirig, Zürcher 
Kommentar, N 336 ff. zu altArt. 397a ZGB). Die fürsorgerische Unterbringung dient dem 
Schutz der betroffenen Person, nicht ihrer Umgebung; entsprechend ist die Fremdgefähr-
dung weder eine Unterbringungsvoraussetzung noch für eine Unterbringung ausreichend 
(Geiser/Etzensberger, a.a.O., Art. 426 N 41 mit Hinweisen). Das geltende Recht hält im 
Gegensatz zum früheren ausdrücklich fest, dass nicht nur die Belastung sondern auch der 
Schutz Angehöriger und Dritter zu berücksichtigen ist (Geiser/Etzensberger, a.a.O., 
Art. 426 N 42).

4.2.1 Klinikarzt Dr. C.________ sieht keine von der Beschwerdeführerin ausgehende 
Fremdgefährdung. Die Situation sei jedoch für ihre Eltern sehr belastend, insbesondere 
dann, wenn sie bald wieder nach Hause zurückkehren würde. Auch nach Ansicht von Dr. 
F.________ geht von der Beschwerdeführerin keine Fremdgefährdung aus.  

4.2.2 In Berücksichtigung dieser Angaben besteht bei der Beschwerdeführerin keine 
Fremdgefährdung im Sinne fremdaggressiven oder bedrohlichen Verhaltens. Nicht ausser 
Acht gelassen werden darf allerdings die Belastung für ihre Eltern, wenn sie in ihrem aktu-
ellen Zustand nach Hause zurückkehren würde.  

4.3 Zusammenfassend lässt sich damit festhalten, dass das bei der Beschwerdeführe-
rin bestehende Selbstgefährdungspotential insbesondere im Sinne von selbstverletzen-
dem und suizidalem Verhalten als sehr schwerwiegend und auch als unmittelbar drohend 
zu qualifizieren ist. Dies gilt sowohl im Klinikrahmen als auch im Falle einer baldigen Ent-
lassung in die alten Verhältnisse. Wegen des bestehenden Gefährdungspotentials ist mit-
hin der Behandlungs- und Betreuungsbedarf klar ausgewiesen.

5. Unter dem Aspekt der Verhältnismässigkeit ist schliesslich zu prüfen, ob der Be-
schwerdeführerin die nötige persönliche Fürsorge im Zusammenhang mit ihrer Erkrankung 
auch anders als im Rahmen eines stationären Klinikaufenthalts erwiesen werden könnte, 
beispielsweise durch eine ambulante Psychotherapie bzw. eine ambulante Abgabe von 

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Medikamenten und eine betreute Unterbringungsform. Bei der Beurteilung dieser Frage 
sind die folgenden Kriterien in die Entscheidung miteinzubeziehen: Krankheitseinsicht, Be-
reitschaft, in eine medizinische Behandlung einzuwilligen, soziale Begleitumstände (Woh-
nung, Arbeit, Beziehungsnetz) und die Folgen einer sofortigen Entlassung in medizinischer 
und sozialer Hinsicht. Diese Kriterien sind gegeneinander abzuwägen. Ob die fürsorgeri-
sche Unterbringung aufrecht erhalten bleiben soll, beurteilt sich anhand der Lage der be-
troffenen Person im Zeitpunkt des jeweiligen Entscheides.

5.1 Nach Ansicht von Klinikarzt Dr. C.________ wechselt die Krankheitseinsicht bei 
der Beschwerdeführerin; sie wisse zwar, dass sie krank sei, ziehe daraus aber keine 
Konsequenzen. Eine Behandlungsbereitschaft sei nicht vorhanden. Doktor F.________ 
beurteilt die Krankheitseinsicht als partiell vorhanden, indem sie zwar wisse, dass sie 
krank sei. Sie sei jedoch nicht gewillt, sich adäquat behandeln zu lassen. Es fehle ihr an 
Behandlungsbereitschaft. Gestützt auf die ärztlichen Einschätzungen und auch die eige-
nen Angaben der Beschwerdeführerin, die eine Einnahme der angebotenen Medikamente 
explizit und vehement ablehnt und auch eine Versorgung ihrer Wunden verweigert, fehlt 
es ihr offensichtlich an einer echten Krankheitseinsicht und an einer ernsthaften Behand-
lungsbereitschaft. 

5.2 Die sozialen Begleitumstände sind eher ungünstig. Die 28 Jahre alte Beschwerde-
führerin wohnt zwar bei ihren Eltern und dürfte nach einer Entlassung auch wieder dorthin 
zurückkehren können. Ausser den Eltern scheint sie sehr wenige soziale Kontakte zu an-
deren Personen zu pflegen. Sie ist IV-Rentnerin und hat soeben eine KV-Lehre begonnen, 
bei der es jedoch fraglich ist, ob sie diese wird weiterführen können. Sie hat eine Beistän-
din, die sich um ihre finanziellen und administrativen Belange kümmert und die sie offen-
bar auch sehr schätzt. Nach eigenen Angaben ist die Beschwerdeführerin in professionel-
ler psychiatrischer Behandlung beim Psychiater J.________, wobei Termine alle zwei 
Wochen vom gerichtlichen Gutachter als aktuell eindeutig zu wenig intensiv beurteilt wer-
den. Das bestehende, vorwiegend professionelle Beziehungsnetz war insgesamt nicht in 
der Lage, die aktuelle Krisensituation zu verhindern, und ist damit auch nicht tragfähig ge-
nug, um die Beschwerdeführerin mit ihrer sehr schwerwiegenden Erkrankung in ausrei-
chender Weise im ambulanten Rahmen betreuen zu können. 

5.3 Ein weiterer stationärer Aufenthalt ist aus Sicht von Klinikarzt Dr. C.________ für 
mindestens zwei bis drei weitere Wochen, allenfalls auch länger, notwendig. Bei einer 
Borderline-Persönlichkeitsstörung sei es typisch, dass sich der Zustand innert kurzer Zeit 

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verbessern oder aber auch länger hinziehen könne. Dieses Krankheitsbild gehe mit einer 
schweren Kalkulierbarkeit einher. Im Fall einer sofortigen Entlassung sei wegen des 
Anspannungszustands der Beschwerdeführerin damit zu rechnen, dass es zu weiterem 
selbstverletzendem Verhalten bis hin zu Suizidalität komme. Es sei auch davon auszuge-
hen, dass sie aufgegriffen und sofort wieder in die Klinik gebracht würde. 

5.4 Gemäss Dr. F.________ ist ein stationärer Aufenthalt notwendig. Die Dauer sei 
allerdings nicht absehbar. Es brauche jedoch sicher zwei bis drei Wochen, um beurteilen 
zu können, ob eine Stabilisierung eingetreten sei. Eine Prognose sei jedoch sehr schwie-
rig, da sich ihr Zustand von Minute zu Minute ändern könne. Borderline-Störungen könn-
ten auf der Verhaltensebene mit Skills-Training behandelt werden. Bei der Beschwerde-
führerin sei sodann die Wirksamkeit von Neuroleptika nachgewiesen. Diese wären sicher-
lich indiziert, allerdings verweigere sie die Einnahme. Im Falle einer sofortigen Entlassung 
wäre sie akut und hoch gefährdet, sich sehr schnell selbst zu verletzen und allenfalls auch 
suizidal zu werden. Nach wie vor befinde sie sich unter dem Druck der Stimmen, die ihr 
dies befehlen würden. Die Einnahme von Medikamenten würde diesen Druck abschwä-
chen. 

5.5 Eine Zurückbehaltung gegen den Willen der betroffenen Person ist - wie erwähnt - 
nur dann zulässig und verhältnismässig, wenn ihr die nötige persönliche Fürsorge nicht 
anderweitig erwiesen werden kann. Die Beschwerdeführerin leidet offenkundig an einer 
sehr schwerwiegenden psychischen Störung und damit an einem Schwächezustand im 
Sinne des Gesetzes. Sie weist zudem ein erhebliches Selbstgefährdungspotential auf und 
ist daher auch in besonderem Masse schutzbedürftig. Sie ist zudem kaum krankheitsein-
sichtig und nicht behandlungsbereit. Würde sie in ihrem aktuellen Zustand aus der Klinik 
entlassen, wäre innert kürzester Frist mit weiterem selbstverletzendem und damit auch 
suizidalem Verhalten zu rechnen. Dies würde im besten Fall zu einer weiteren notfallmäs-
sigen Einweisung führen. Der stationäre Aufenthalt in der Klinik ist derzeit die einzige Mög-
lichkeit, der Beschwerdeführerin die nötige persönliche Fürsorge zu erweisen. Erst wenn 
sich ihr Zustand stabilisiert hat, wird eine Entlassung möglich sein. Die weitere zwangswei-
se Zurückbehaltung ist auch in zeitlicher Hinsicht nicht unverhältnismässig, da die Folgen 
einer sofortigen Entlassung gravierend wären und die Beschwerdeführerin sehr wahr-
scheinlich nach kurzer Zeit wieder eingewiesen werden müsste. Eine Entlassung im ge-
genwärtigen Zeitpunkt wäre jedenfalls offenkundig verfrüht. Die Einweisung in die Klinik, 
die im Sinne von Art. 426 Abs. 1 ZGB eine geeignete Einrichtung für die Beschwerdefüh-
rerin ist, ist daher zu Recht erfolgt und die weitere Zurückbehaltung ist in Berücksichtigung 

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aller Umstände auch im Urteilszeitpunkt angesichts der zu erwartenden gravierenden Fol-
gen einer vorzeitigen Entlassung rechtens, verhältnismässig und nicht zu beanstanden. 
Die Beschwerde erweist sich daher als unbegründet und muss abgewiesen werden.

6. Das Verfahren ist kostenlos (§ 57 Abs. 2 EG ZGB), weshalb vorliegend keine Ge-
richtskosten zu erheben sind. Eine Parteientschädigung ist der vollumfänglich unterliegen-
den und ohnehin nicht anwaltlich vertretenen Beschwerdeführerin nicht zuzusprechen.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Lausanne Beschwerde in Zivilsachen 
eingereicht werden.

5. Mitteilung an die Beschwerdeführerin (mit ausführlicher Rechtsmittelbelehrung) 
und an die ärztliche Leitung der Triaplus AG Klinik Zugersee. 

Zug, 8. September 2020

Im Namen der
FÜRSORGERECHTLICHEN KAMMER
Die Vorsitzende

Der Gerichtsschreiber

versandt am