# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 80e6ea90-4950-5be4-86af-67299542c99f
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** PS250173-O1
**Docket/Reference:** PS250173-O1
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/PS250173-O1.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer  

Geschäfts-Nr.: PS250173-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichter lic. iur. et phil. D. Glur und Oberrichterin lic. iur. A. Strähl 

sowie Gerichtsschreiber MLaw S. Widmer

Beschluss und Urteil vom 23. Juni 2025

in Sachen

A._____ GmbH, 

Schuldnerin und Beschwerdeführerin

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____, 

gegen

B._____, 

Gläubigerin und Beschwerdegegnerin

betreffend Konkurseröffnung

Beschwerde gegen ein Urteil des Konkursgerichtes des Bezirksgerichtes 

Zürich vom 10. Juni 2025 (EK250937)

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Erwägungen:

1.

1.1. Die Schuldnerin und Beschwerdeführerin (nachfolgend: Schuldnerin) ist seit 

dem tt.mm.2020 als Gesellschaft mit beschränkter Haftung im Handelsregister 

des Kantons Zürich eingetragen. Sie bezweckt den Verkauf von Backwaren und 

Getränken aller Art (act. 8).

1.2. Mit Urteil vom 10. Juni 2025 eröffnete das Konkursgericht des Bezirksge-

richts Zürich (nachfolgend: Vorinstanz) auf Antrag der Gläubigerin und Beschwer-

degegnerin (nachfolgend: Gläubigerin) den Konkurs über die Schuldnerin und be-

auftragte das Konkursamt Altstetten-Zürich (nachfolgend: Konkursamt) mit dem 

Vollzug (act. 3 = act. 6 [Aktenexemplar] = act. 7/8).

2.

2.1. Dagegen erhob die Schuldnerin am 18. Juni 2025 rechtzeitig Beschwerde 

beim Obergericht des Kantons Zürich (act. 2). Sie ersucht das Obergericht sinn-

gemäss darum, den angefochtenen Entscheid aufzuheben und das Konkursbe-

gehren abzuweisen (act. 2 S. 2). In prozessualer Hinsicht beantragt sie die Ge-

währung der aufschiebenden Wirkung (act. 2 S. 2). Bereits vor der Beschwerdeer-

hebung, d.h. am 17. Juni 2025, leistete die Schuldnerin bei der Obergerichtskasse 

den Kostenvorschuss für das Beschwerdeverfahren von praxisgemäss Fr. 750.– 

(act. 5/14). Am 20. Juni 2025 reichte die Schuldnerin noch innert der Beschwerde-

frist eine Ergänzung ihrer Beschwerde ein (act. 9; vgl. act. 7/11).

2.2. Die vorinstanzlichen Akten (act. 7/1-13) wurden von Amtes wegen beigezo-

gen. Auf die Einholung einer Beschwerdeantwort ist aufgrund vollständiger Befrie-

digung der Gläubigerin (vgl. E. 3.2 f. und 4.1 f.) praxisgemäss zu verzichten. Das 

Verfahren ist spruchreif. Das Gesuch um aufschiebende Wirkung ist mit dem vor-

liegenden Entscheid in der Sache als gegenstandslos abzuschreiben.

3.

3.1. Der erstinstanzliche Entscheid über die Konkurseröffnung kann innert 10 Ta-

gen mit Beschwerde nach der ZPO angefochten werden (Art. 174 Abs. 1 SchKG). 

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Die Rechtsmittelinstanz kann die Konkurseröffnung aufheben, wenn die Schuld-

nerin ihre Zahlungsfähigkeit glaubhaft macht und durch Urkunden beweist, dass 

inzwischen die Schuld getilgt ist (Tilgung), der geschuldete Betrag beim oberen 

Gericht zuhanden der Gläubigerin hinterlegt ist (Hinterlegung) oder die Gläubige-

rin auf die Durchführung des Konkurses verzichtet hat (vgl. Art. 174 Abs. 2 

SchKG). Was die Zulässigkeit neuer Tatsachenbehauptungen und Beweismittel 

betrifft, weicht das SchKG für dieses Beschwerdeverfahren von den allgemeinen 

zivilprozessualen Regeln ab (vgl. Art. 326 ZPO): Neue Tatsachen, die vor dem 

erstinstanzlichen Entscheid eingetreten sind, können mit der Beschwerdeschrift 

ohne Einschränkung geltend gemacht werden. Zudem können mit der Beschwer-

deschrift auch bestimmte im Gesetz vorgesehene Konkurshinderungsgründe, die 

sich nach dem erstinstanzlichen Entscheid ereignet haben (Tilgung, Hinterlegung, 

Gläubigerverzicht), geltend gemacht werden, wenn die Schuldnerin gleichzeitig 

ihre Zahlungsfähigkeit glaubhaft macht (Art. 174 Abs. 1 und 2 SchKG).

3.2. Die Schuldnerin macht geltend, sie habe die der Konkurseröffnung vom 

10. Juni 2025 zugrunde liegende Forderung samt Zinsen und Kosten bereits am 

27. Mai 2025, also rund 2 Wochen vor der Konkurseröffnung, beim Betreibungs-

amt Zürich 9 bezahlt. Zufolge Krankheit ihres Geschäftsführers und einzigen 

Zeichnungsberechtigten sei sie an der Konkursverhandlung nicht vertreten gewe-

sen und habe sie der Vorinstanz die Zahlung der Konkursforderung nicht nach-

weisen können. Sie sei in keiner Weise zahlungsunfähig. Sie verfüge über genü-

gend flüssige Mittel, um die Forderungen in den noch hängigen Betreibungen so-

wie ihre laufenden Verbindlichkeiten und offenen Kreditoren zu bezahlen. Die 

Konkurseröffnung sei auf organisatorische Mängel zurückzuführen, zu deren Be-

hebung sie sofort zuverlässige administrative und organisatorischen Massnahmen 

ergreifen werde (act. 2 Rz. 5-25).

3.3. Mit der eingereichten Abrechnung des Betreibungsamtes Zürich 9 (nachfol-

gend: Betreibungsamt) vom 27. Mai 2025 weist die Schuldnerin nach, dass sie 

gleichentags und damit noch vor der Konkurseröffnung vom 10. Juni 2025 die 

Konkursforderung einschliesslich Zinsen und Kosten beim Betreibungsamt be-

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zahlt hat (act. 5/5). Mit der Zahlung an das Betreibungsamt erlischt die Schuld 

(vgl. Art. 12 SchKG).

3.4. Weil die Gläubigerin die Kosten des Konkursamtes und des erstinstanzli-

chen Konkursgerichtes vorgeschossen hat (vgl. act. 6 S. 2) und gemäss Art. 169 

SchKG für diese Kosten haftet, hat die Schuldnerin zur Tilgung der Schuld gegen-

über der Gläubigerin weiter auch die Kosten des Konkursamtes und des erstin-

stanzlichen Konkursgerichtes sicherzustellen (Art. 172 Ziff. 3 und Art. 174 Abs. 2 

Ziff. 1 SchKG ; KUKO SchKG-DIGGELMANN/ENGLER, 3. Aufl. 2025, Art. 172 N 3, 

Art. 174 N 10). Die Schuldnerin leistete am 17. Juni 2025 beim Konkursamt einen 

Kostenvorschuss in Höhe von Fr. 1'400.–. Das Konkursamt bestätigt, dass dieser 

Kostenvorschuss ausreicht, um die Kosten des Konkursverfahrens inklusive der 

Kosten der Vorinstanz zu decken (act. 5/13). Folglich sind die Kosten des erstin-

stanzlichen Konkursgerichtes und des Konkursamtes sichergestellt. 

3.5. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Schuldnerin die Konkursforde-

rung samt Kosten und Zinsen vor der Konkurseröffnung getilgt hat. Innert der Be-

schwerdefrist hat sie sodann auch die erstinstanzlichen Gerichtskosten sowie die 

Kosten des Konkursamtes sichergestellt. Auf die Prüfung der Zahlungsfähigkeit ist 

unter diesen Umständen praxisgemäss zu verzichten (ZR 110/2011 Nr. 79; statt 

Vieler: OGer ZH PS250037 vom 7. Februar 2025 E. 3.3). Die Voraussetzungen 

für die Aufhebung des Konkurses sind erfüllt. Die Beschwerde ist gutzuheissen, 

das angefochtene Urteil der Vorinstanz vom 10. Juni 2025 aufzuheben und das 

Konkursbegehren der Gläubigerin abzuweisen.

4.

4.1. Gestützt auf das Verursacherprinzip (Art. 108 ZPO) sind die Kosten beider 

Instanzen der Schuldnerin aufzuerlegen. Sie hat sowohl das erstinstanzliche als 

auch das zweitinstanzliche Verfahren veranlasst: das erstinstanzliche Verfahren, 

weil sie ihre Schuld erst tilgte, nachdem die Gläubigerin das Konkursbegehren ge-

stellt hatte, und das Beschwerdeverfahren, weil sie es unterliess, der Vorinstanz 

ihre Zahlung nachzuweisen und die Gerichtskosten zu begleichen. Die Schuldne-

rin trägt durchaus auch für Letzteres die Verantwortung. Sie belegt zwar, dass ihr 

Geschäftsführer vom 10. Juni 2025 bis 11. Juni 2025 und damit am Tag der Kon-

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kursverhandlung infolge Krankheit zu 100% arbeitsunfähig war (act. 5/4). Die Ab-

rechnung des Betreibungsamtes über die Zahlung der Konkursforderung hätte je-

doch auch ein nicht zeichnungsberechtigter Gesellschafter oder Angestellter der 

Schuldnerin bei der Vorinstanz abgeben können. Zudem verstrichen zwischen der 

Zahlung der Konkursforderung (27. Mai 2025) und der Konkursverhandlung/-eröff-

nung (10. Juni 2025) zwei Wochen. Es sind keine Gründe ersichtlich, die den Ge-

schäftsführer der Schuldnerin daran gehindert hätten, den Nachweis der Zahlung 

vor dem 10. Juni 2025 zu erbringen. Das Betreibungsamt ist  falls es überhaupt 

von einem Konkursbegehren Kenntnis hat  nicht verpflichtet, von sich aus das 

Konkursgericht über die erhaltene Zahlung zu orientieren (BGer 5A_519/2019 

vom 29. Oktober 2019 E. 3.4.1 f. m.H. auf FRITSCHI, Verfahrensfragen bei der 

Konkurseröffnung, 2010, S. 294). Das wäre vielmehr Aufgabe der Schuldnerin ge-

wesen. Die Entscheidgebühr für das Beschwerdeverfahren ist auf Fr. 750.– fest-

zusetzen (vgl. Art. 61 Abs. 1 i.V.m. Art. 52 lit. b GebV SchKG), der Schuldnerin 

aufzuerlegen und mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe 

zu verrechnen (Art. 111 Abs. 1 ZPO).

4.2. Unter diesen Umständen hat die Schuldnerin keinen Anspruch auf eine Par-

teientschädigung. Der Gläubigerin ist ebenfalls keine Parteientschädigung zuzu-

sprechen, weil ihr im Beschwerdeverfahren keine entschädigungspflichtigen Auf-

wendungen entstanden sind. Das Konkursamt ist anzuweisen, von dem bei ihm 

einbezahlten Totalbetrag von Fr. 2'800.– (Fr. 1'400.– Zahlung der Schuldnerin so-

wie Fr. 1'400.– Rest des von der Gläubigerin der Vorinstanz geleisteten Vor-

schusses) der Gläubigerin Fr. 1'800.– und der Schuldnerin einen nach Abzug sei-

ner Kosten allfällig verbleibenden Restbetrag auszuzahlen.

Es wird beschlossen:

1.

Das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung wird abgeschrieben.

2. Mitteilung und Rechtsmittelbelehrung mit nachfolgendem Urteil.

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Es wird erkannt:

1.

In Gutheissung der Beschwerde wird das angefochtene Urteil des Kon-

kursgerichtes des Bezirksgerichtes Zürich vom 10. Juni 2025 aufgehoben. 

Das Konkursbegehren wird abgewiesen. 

2.

Die erstinstanzliche Entscheidgebühr von Fr. 400.– wird bestätigt und der 

Schuldnerin auferlegt. 

3.

Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 750.– festgesetzt, der 

Schuldnerin auferlegt und mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss ver-

rechnet. 

4.

5.

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

Das Konkursamt Altstetten-Zürich wird angewiesen, von dem bei ihm einbe-

zahlten Totalbetrag von Fr. 2'800.– (Fr. 1'400.– Zahlung der Schuldnerin so-

wie Fr. 1'400.– Rest des von der Gläubigerin der Vorinstanz geleisteten Vor-

schusses) der Gläubigerin Fr. 1'800.– und der Schuldnerin einen nach Ab-

zug seiner Kosten allfällig verbleibenden Restbetrag auszuzahlen.

6.

Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gläubigerin unter Beilage des 

Doppels von act. 2, sowie an das Konkursgericht des Bezirksgerichtes Zü-

rich (unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten) und das Konkursamt 

Altstetten-Zürich, ferner im Urteils-Dispositiv an das Handelsregisteramt des 

Kantons Zürich und an das Betreibungsamt Zürich 9, je gegen Empfangs-

schein.

7.

Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 

innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-

richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

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Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.

Es handelt sich um einen Entscheid des Konkurs- oder Nachlassrichters oder der 
Konkurs- oder Nachlassrichterin im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. d BGG.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer

Der Gerichtsschreiber:

MLaw S. Widmer

versandt am:
23. Juni 2025