# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0756edac-7858-5c6d-87c8-6bc27053a7ef
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2015-05-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.05.2015 A-4211/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-4211-2014_2015-05-28.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung I 

A-4211/2014 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 8 .  M a i  2 0 1 5  

Besetzung 
 Richter Maurizio Greppi (Vorsitz), 

Richter Jérôme Candrian, Richter Christoph Bandli,    

Gerichtsschreiberin Flurina Peerdeman. 
 

 
 

Parteien 
 Suissephone Communications GmbH,  

Zustelladresse: c/o Herr Arben Ademi,  

Steigstrasse 26, 8406 Winterthur,   

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 
 

ombudscom, Bundesgasse 26, 3011 Bern,    

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Gebühren Schlichtungsverfahren. 

 

 

 

A-4211/2014 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Am 14. Februar 2014 ging bei der Stiftung ombudscom Schlichtungsstelle 

Telekommunikation (nachfolgend: ombudscom) ein vom 7. Februar 2014 

datiertes Begehren um Durchführung eines Schlichtungsverfahrens sei-

tens A._______ gegen die Suissephone Communications GmbH (nachfol-

gend: Suissephone) ein. Darin führte sie aus, ihr Bruder habe ein telefoni-

sches Angebot einer Angestellten der Suissephone angenommen, (monat-

lich) eine Stunde gratis ins Ausland zu telefonieren. Dass danach alle Kos-

ten über Suissephone abgewickelt würden, sei aber nicht klar gewesen. 

Da der Telefonanschluss auf sie laute, sei ferner fraglich, ob ihr Bruder die-

ses Angebot überhaupt habe annehmen können. Ziel des Schlichtungsver-

fahrens sei die Vertragsauflösung, ohne entsprechende Kosten oder Rech-

nungen bezahlen zu müssen.  

B.  

Die ombudscom eröffnete am 26. März 2014 ein Schlichtungsverfahren 

(Nr. C34861) und lud die Suissephone zur Stellungnahme ein. Mit E-Mail 

vom 28. März 2014 informierte die Suissephone die ombudscom, sie habe 

auf alle Forderungen verzichtet sowie alle Gesprächsgebühren (inkl. 

Mahngebühren) storniert, um weitere Umtriebe zu vermeiden. Der Vertrag 

sei somit per Saldo aller Ansprüche aufgelöst. Da kein Streit mehr vorliege, 

fehle es an einer Voraussetzung für das Schlichtungsverfahren. Entspre-

chend müsse kein Schlichtungsvorschlag ausgearbeitet werden und man 

erwarte die Abschreibung des Verfahrens. Am 1. April 2014 stellte die om-

budscom den Parteien einen Schlichtungsvorschlag zu, welcher im We-

sentlichen die Parteivorbringen wiedergab sowie den Forderungsverzicht 

und die Vertragsauflösung per Saldo aller Ansprüche als Vorschlag zur 

Schlichtung auswies. Gleichzeitig setzte sie den Parteien eine Frist an, um 

den Schlichtungsvorschlag zu unterzeichnen oder einen begründeten Ge-

genvorschlag zu unterbreiten. Nachdem die Parteien auch innert Nachfrist 

der Aufforderung der ombudscom nicht nachkamen, schloss diese das 

Schlichtungsverfahren als gescheitert ab.  

C.  

Mit Verfügung vom 16. Juni 2014 sowie Rechnung gleichen Datums aufer-

legte die ombudscom der Suissephone eine Verfahrensgebühr in Höhe von 

Fr. 1'417.– (inkl. Fallzahlerzuschlag von 20 %) zuzüglich 8 % Mehrwert-

steuer, insgesamt ausmachend Fr. 1'530.35. 

A-4211/2014 

Seite 3 

D.  

Mit Eingabe vom 6. August 2014 erhebt die Suissephone (nachfolgend: 

Beschwerdeführerin) gegen die Verfügung der ombudscom (samt Rech-

nung) Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht und beantragt, das 

Verfahren sei bis zum rechtskräftigen Entscheid im Verfahren  

A-6494/2013 zu sistieren und mit den im Verfahren A-2567/2014 zusam-

mengefassten Verfahren zu vereinigen. Die Verfügung der ombudscom sei 

aufzuheben, eventualiter sei die Gebühr angemessen herabzusetzen.  

E.  

Mit Zwischenverfügung vom 12. August 2014 vereinigt das Bundesverwal-

tungsgericht zwei weitere Beschwerdeverfahren der Beschwerdeführerin 

(A-4389/2014 und A-4394/2014) mit dem vorliegenden Verfahren  

A-4211/2014. Das Bundesverwaltungsgericht sistiert sodann die Verfahren 

mit Zwischenverfügung vom 20. August 2014 bis zum rechtskräftigen Ab-

schluss des vergleichbaren Verfahrens A-6494/2013.  

F.  

Das Bundesverwaltungsgericht wies die Beschwerden im Verfahren  

A-6494/2013 mit Urteil vom 27. August 2014, welches am 2. Oktober 2014 

in Rechtskraft erwuchs, ab. Das Gericht fordert die Beschwerdeführerin mit 

Zwischenverfügung vom 24. Oktober 2014 auf, Stellung zu nehmen, ob sie 

an den vorliegenden Beschwerden festhält oder diese zurückzieht.  

G.  

Am 10. November 2014 zieht die Beschwerdeführerin zwei Beschwerden 

betreffend die Schlichtungsverfahren Nr. C35814 (A-4394/2014) und 

Nr. C35022 (A-4389/2014) zurück. Das Bundesverwaltungsgericht schreibt 

diese Beschwerdeverfahren mit Entscheid vom 18. November 2014 ab. An 

der verbleibenden Beschwerde im Schlichtungsverfahren Nr. C34861 (A-

4211/2014) hält die Beschwerdeführerin fest.  

H.  

In ihrer Vernehmlassung vom 9. Dezember 2014 beantragt die ombudscom 

(nachfolgend: Vorinstanz) die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf 

einzutreten sei. Die Vorinstanz legt dar, sie halte vollumfänglich an der Be-

gründung in ihrer Verfügung fest.  

A-4211/2014 

Seite 4 

I.  

In ihren Schlussbemerkungen vom 26. Januar 2015 beantragt die Be-

schwerdeführerin die Aufhebung der Verfügung der Vorinstanz. Eventuali-

ter seien die Verfahrensgebühren angemessen herabzusetzen.  

J.  

Mit Eingabe vom 2. Februar 2015 reicht die Beschwerdeführerin ein an sie 

adressiertes E-Mail vom 30. Januar 2015 seitens der Vorinstanz unter ent-

sprechender Stellungnahme ein. 

K.  

Die Vorinstanz stellt mit Eingabe vom 21. April 2015 aufforderungsgemäss 

den Nachweis über die zeitlichen Aufwendungen im Schlichtungsverfahren 

Nr. C34861 zu.  

L.  

Mit Eingabe vom 8. Mai 2015 nimmt die Beschwerdeführerin zum Nach-

weis betreffend die zeitlichen Aufwendungen der Vorinstanz Stellung.  

M.  

Auf weitere Vorbringen der Parteien sowie die sich bei den Akten befindli-

chen Unterlagen wird – soweit entscheidrelevant – in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht beurteilt gemäss Art. 31 des Verwal-

tungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) Beschwerden 

gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 

20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021), sofern keine Ausnahme nach 

Art. 32 VGG vorliegt und eine Vorinstanz im Sinne von Art. 33 VGG ent-

schieden hat. Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet 

sich nach dem VwVG, sofern das VGG nichts anderes vorsieht (Art. 37 

VGG). 

1.2 Die Vorinstanz ist als Schlichtungsstelle der Telekombranche gemäss 

Art. 12c Abs. 1 des Fernmeldegesetzes vom 30. April 1997 (FMG, 

SR 784.10) und Art. 42 Abs. 1 der Verordnung über Fernmeldedienste vom 

A-4211/2014 

Seite 5 

9. März 2007 (FDV, SR 784.101.1) eine Organisation ausserhalb der Bun-

desverwaltung, welche in Erfüllung der ihr übertragenen öffentlich-rechtli-

chen Aufgaben des Bundes verfügt. Folglich ist sie eine Vorinstanz des 

Bundesverwaltungsgerichts im Sinne von Art. 33 Bst. h VGG (vgl. BVGE 

2010/34 E. 1.3; Urteil des BVGer A-5643/2014 vom 8. April 2014 E. 1.2). 

Da keine Ausnahme gemäss Art. 32 VGG vorliegt, ist das Bundesverwal-

tungsgericht zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig. 

1.3 Das Vorhandensein einer Verfügung stellt eine Sachurteilsvorausset-

zung des Beschwerdeverfahrens vor dem Bundesverwaltungsgericht dar. 

Die Verfügung ist Anfechtungsobjekt und deren zu Grunde liegenden 

Rechtsverhältnisse bilden den Streitgegenstand, sofern sie im Streit liegen 

(ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, Prozessieren vor 

dem Bundesverwaltungsgericht, 2. Aufl. 2013, Rz. 2.6 f.). Als Verfügungen 

gelten gemäss Art. 5 Abs. 1 VwVG Anordnungen der Behörden im Einzel-

fall, die sich auf öffentliches Recht des Bundes stützen und die Begrün-

dung, Änderung oder Aufhebung von Rechten oder Pflichten (Bst. a); die 

Feststellung des Bestehens, Nichtbestehens oder Umfanges von Rechten 

oder Pflichten (Bst. b); oder die Abweisung von Begehren auf Begründung, 

Änderung, Aufhebung oder Feststellung von Rechten oder Pflichten, oder 

Nichteintreten auf solche Begehren (Bst. c) zum Gegenstand haben (vgl. 

ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, Allgemeines Verwal-

tungsrecht, 6. Aufl. 2010, Rz. 854 ff.; PIERRE TSCHANNEN/ULRICH ZIM-

MERLI/MARKUS MÜLLER, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. Aufl. 2014, § 28, 

Rz. 1 ff.; RENÉ WIEDERKEHR/PAUL RICHLI, Praxis des allgemeinen Verwal-

tungsrechts, Band I, 2012, Rz. 2142 ff. [nachfolgend: Band I]). 

Die (nicht unterschriebene) Gebührenverfügung und die Rechnung zusam-

men bilden ein taugliches Anfechtungsobjekt, gegen welches grundsätzlich 

die Beschwerde ans Bundesverwaltungsgericht ergriffen werden kann (vgl. 

Urteile des BVGer A-6762/2013 vom 13. April 2015 E. 1.1;  

A-5643/2014 E. 1.3; A-6494/2013 vom 27. August 2014 E. 1.1;  

A-5556/2013 vom 18. Juni 2014 E. 1.2.1 m.w.H.; vgl. insbesondere Urteil 

des BVGer A-557/2011 vom 2. Dezember 2011 E. 3.).  

1.4 Gemäss Art. 48 Abs. 1 VwVG ist zur Beschwerde berechtigt, wer vor 

der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen hat oder keine Möglichkeit zur 

Teilnahme erhalten hat (Bst. a); durch die angefochtene Verfügung beson-

ders berührt ist (Bst. b); und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhe-

bung oder Änderung hat (Bst. c). Die Beschwerdelegitimation erfordert, 

dass die drei Voraussetzungen kumulativ erfüllt sind (vgl. MOSER/ 

A-4211/2014 

Seite 6 

BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 2.60). Als Verfügungsadressatin hat die 

Beschwerdeführerin ein aktuelles, schutzwürdiges Interesse an der Aufhe-

bung respektive Anpassung der sie belastenden Verfügung der  

Vorinstanz. Die Beschwerdeführerin ist somit beschwerdelegitimiert. 

1.5 Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde (Art. 50 und 

Art. 52 VwVG) ist einzutreten. 

2.  

Das Bundesverwaltungsgericht überprüft die angefochtenen Verfügungen 

auf Verletzungen von Bundesrecht – einschliesslich der unrichtigen oder 

unvollständigen Feststellung des Sachverhalts und Überschreitung und 

Missbrauch des Ermessens – sowie auf Angemessenheit (Art. 49 VwVG). 

3.  

3.1 Die Beschwerdeführerin wendet ein, die Vorinstanz hätte das Schlich-

tungsbegehren abweisen müssen, da sie die Eintretensvoraussetzungen 

bei dessen Einreichung als nicht gegeben erachtet habe. Die Vorinstanz 

habe aber im Bemühen, einen Fall zu erhalten, die Kundin aufgefordert, 

die Anbieterin nochmals zu kontaktieren, um offenbar den Versuch der güt-

lichen Einigung darzulegen. Sie habe die Kundin mithin aktiv beraten. Die 

Vorinstanz sei der Auffassung gewesen, das Schlichtungsbegehren erfülle 

die Voraussetzungen zur Einleitung eines Schlichtungsverfahrens nicht. 

Sie habe die Kundin aufgefordert, nochmals mit der Beschwerdeführerin 

Kontakt aufzunehmen, da bei der Sachbearbeiterin eine offensichtliche Un-

sicherheit bestanden habe, wann ein Schreiben als ernsthafter Lösungs-

versuch zu verstehen sei. Entgegen der Behauptung der  

Vorinstanz, sie habe darauf bestanden, dass sich die Kundin insbesondere 

zur erhaltenen Aufzeichnung des Verkaufsgespräches äussern müsse, 

lasse sich den Unterlagen nichts Derartiges entnehmen. Die Kundin be-

ziehe sich in ihrem E-Mail vom 11. März 2014 nicht auf die Gesprächsauf-

zeichnung. Dieses E-Mail könne ferner nicht als Einigungsversuch gewer-

tet werden, da die Kundin lediglich ihren Standpunkt dargelegt habe. Die 

Vorinstanz habe am 26. März 2014 dennoch das Schlichtungsverfahren 

eröffnet.  

Die Vorinstanz entgegnet, sie prüfe die Eintretensvoraussetzungen jeweils 

genau und Unklarheiten würden innerhalb des Teams und mit dem Om-

budsmann besprochen und geklärt. Bei Erhalt des Schlichtungsbegehrens 

am 14. Februar 2014 seien die Eintretensvoraussetzungen noch nicht ge-

geben gewesen. Die Vorinstanz habe insbesondere darauf bestanden, 

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Seite 7 

dass die Kundin zu der von der Beschwerdeführerin erhaltenen Aufzeich-

nung des Verkaufsgesprächs Stellung nehme, was sie mit E-Mail vom 

11. März 2014 getan habe. Die Antwort der Beschwerdeführerin, welche 

keine neuen Fakten enthalten habe, sei am 13. März 2014 zugestellt wor-

den und daraufhin habe die Vorinstanz am 26. März 2014 das Schlich-

tungsverfahren eingeleitet. 

3.2 Das Bundesverwaltungsgericht hat sich in seiner Rechtsprechung be-

reits damit auseinandergesetzt, ob die Vorinstanz im Zuge der Prüfung der 

Eintretensvoraussetzungen von Amtes wegen überhaupt auf ein Schlich-

tungsbegehren eintreten durfte (vgl. Urteile des BVGer  

A-4040/2009 vom 10. April 2012 E. 4.2 f. und A-8603/2010 vom 23. August 

2011 E. 4). Darf die Vorinstanz mangels Eintretensvoraussetzungen ein 

Schlichtungsverfahren nicht einleiten, so fehlt der Gebührenverfügung die 

Grundlage und sie ist aufzuheben (Urteil A-8603/2010 E. 4.7; Urteil des 

BGer 2C_781/2011 vom 20. Februar 2012 E. 4.4).  

Die Schlichtungsstelle ist gemäss Art. 12c Abs. 1 FMG i.V.m. Art. 43 Abs. 1 

FDV für zivilrechtliche Streitigkeiten zwischen Kundinnen und Kunden und 

ihren Anbieterinnen von Fernmelde- oder Mehrwertdiensten (nachfolgend: 

Anbieter) zuständig. Gemäss Art. 45 Abs. 2 FDV ist ein Schlichtungsbe-

gehren nur zulässig, wenn die einreichende Partei zuvor versucht hat, sich 

mit der anderen Streitpartei zu einigen (Bst. a); es zu den im Verfahrens-

reglement der Schlichtungsstelle festgelegten Bedingungen eingereicht 

wird (Bst. b); es nicht offensichtlich missbräuchlich ist (Bst. c); und kein 

Gericht oder Schiedsgericht mit der Sache befasst ist (Bst. d). Ein Schlich-

tungsverfahren wird gemäss Art. 8 Abs. 1 Bst. b des Verfahrens- und Ge-

bührenreglements der Stiftung ombudscom vom 1. Juli 2013 (genehmigt 

durch das Bundesamt für Kommunikation [BAKOM] mit Verfügung vom 

18. Juni 2013 [nachfolgend: Verfahrens- und Gebührenreglement]) na-

mentlich eingeleitet, wenn im Schlichtungsbegehren glaubhaft dargelegt 

wird, dass die begehrende Partei vorher versucht hat, mit der anderen Par-

tei eine Einigung zu finden, wobei der letzte Kontakt in der strittigen Ange-

legenheit in der Regel nicht länger als zwölf Monate zurückliegen darf.  

Das Bundesverwaltungsgericht hat es im Urteil A-6384/2011 vom 11. Ok-

tober 2012 als erforderlich erachtet, dass die Vorinstanz namentlich im 

Lichte der Grundsätze der Transparenz und Fairness ihre Behördenpraxis 

– wann etwa ein gescheiterter Einigungsversuch vorliege – veröffentlicht 

(Urteil des BVGer A-6384/2011 vom 11. Oktober 2012 E. 6.2). Die Vo-

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Seite 8 

rinstanz publiziert nunmehr seit Juli 2013 ihre Praxis zu den Eintretensvo-

raussetzungen auf ihrer Homepage (< http://www.ombudscom.ch > Verfah-

ren > Praxis > Praxis der Schlichtungsstelle zu den Eintretensvorausset-

zungen, abgerufen am 30.04.2015 [nachfolgend: Praxis Eintretensvoraus-

setzungen]; Jahresbericht ombudscom 2013,  

< http://www.ombudscom.ch > Verfahren > Jahresberichte, S. 7, abgerufen 

am 30.04.2015 [nachfolgend: Jahresbericht ombudscom Jahr]). Dieser ist 

zu entnehmen, dass ein Einigungsversuch im Allgemeinen etwa geschei-

tert ist, wenn auf ein klares und einigermassen plausibles Beanstandungs-

schreiben des Kunden folgend der Anbieter die Beanstandung ausdrück-

lich ablehnt oder diese ignoriert, d.h. nicht darauf eingeht und kein Inte-

resse an einer Lösung zeigt (Praxis Eintretensvoraussetzungen, 

Ziff. 3.1.1.). Beanstandet ein Kunde hingegen, dass am Telefon kein Ver-

trag zustande gekommen ist und bittet um die Zustellung der Gesprächs-

aufnahme, so muss der Kunde den Anbieter nochmals kontaktieren, wenn 

Letzterer die Gesprächsaufnahme zusendet und eine Einigung nicht aus-

drücklich oder sinngemäss ablehnt (Praxis Eintretensvoraussetzungen, 

Ziff. 3.4.1.). Handelt es sich um ein Schreiben des Kunden, in welchem 

ohne weitere Beanstandung um die Zustellung der Gesprächsaufnahme 

gebeten wird, so muss der Kunde auf die Zusendung der Gesprächsauf-

nahme beim Anbieter reagieren und den Inhalt der Gesprächsaufnahme 

beanstanden (Praxis Eintretensvoraussetzungen, Ziff. 3.4.2.). 

3.3 Dem Schlichtungsbegehren vom 7. Februar 2014 lagen betreffend die 

Darlegung des gescheiterten Einigungsversuchs das Schreiben der Kun-

din vom 24. Dezember 2013 sowie die Schreiben der Beschwerdeführerin 

vom 31. Dezember 2013 und 17. Januar 2014 bei. Die Kundin führte in 

ihrem Schreiben vom 24. Dezember 2013 – kurz zusammengefasst – aus, 

ihr Bruder habe ein telefonisches Angebot einer Mitarbeiterin der Be-

schwerdeführerin angenommen. Da sie aber nicht mit dem Vertrag einver-

standen sei, sei dieser als nichtig zu erachten. Die Beschwerdeführerin 

ging in ihrem Antwortschreiben vom 31. Dezember 2013 nicht auf die Vor-

bringen der Kundin ein, sondern stellte fest, dass mit dieser ein Vertrag mit 

einer Mindestdauer vereinbart worden sei. Entsprechend könne man ihre 

Kündigung nicht per sofort entgegennehmen, sondern erst per 22. Novem-

ber 2014. Falls sie den Vertrag vor diesem Datum beenden möchte, müsse 

sie eine Auflösungsgebühr in Höhe von Fr. 289.– bezahlen. Dem Schreiben 

vom 17. Januar 2014 ist zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin der 

Kundin (wie von dieser verlangt) die Gesprächsaufzeichnung auf CD zu-

stellte. Die Beschwerdeführerin wies darauf hin, sie stehe der Kundin bei 

A-4211/2014 

Seite 9 

allfälligen Fragen zur Verfügung. Obwohl die Beschwerdeführerin die Vor-

bringen der Kundin im Schreiben vom 24. Dezember 2013 ignorierte, kei-

nen Einigungswillen zeigte oder auch nur sinngemäss noch abzuklärende 

Sachverhaltsfragen thematisierte, forderte die Vorinstanz die Kundin noch-

mals auf, der Beschwerdeführerin einen auf deren Schreiben vom 17. Ja-

nuar 2014 folgenden Beschwerdebrief zuzusenden. Diese Vorgehens-

weise entspricht der seitens der Vorinstanz veröffentlichten Praxis, von der 

Kundin nochmals eine Beanstandung des Inhalts der Gesprächsaufnahme 

respektive des Zustandekommens des Vertrages beim Anbieter zu verlan-

gen, wenn dieser die Gesprächsaufnahme beim mündlichen Vertrag zu-

sendet und eine Einigung weder ausdrücklich noch sinngemäss ablehnt 

(Praxis Eintretensvoraussetzungen, Ziff. 3.4.). Da die Schwelle, wann von 

einem gescheiterten Einigungsversuch auszugehen ist, gemäss Recht-

sprechung des Bundesverwaltungsgerichts nicht zu niedrig angesetzt wer-

den darf (vgl. Urteil A-6384/2011 E. 5.5 und E. 6.4.3) und die Vorinstanz 

die Eintretensvoraussetzungen von Amtes wegen zu prüfen hat (Urteil A-

4040/2009 E. 4.2), musste sie sich vergewissern, ob ein gescheiterter Ei-

nigungsversuch gemäss Art. 8 Abs. 1 Bst. b Verfahrens- und Gebührenreg-

lement vorlag. Es ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz die Kundin 

nochmals bat, einen Beschwerdebrief an die Anbieterin zu richten. Die Vo-

rinstanz empfiehlt ihren Kunden regelmässig, sich schriftlich an den be-

troffenen Anbieter zu wenden, wenn aus der Anfrage nicht hervorgeht, dass 

der Kunde bereits eine Lösung mit dem Anbieter angestrebt hat (vgl. Jah-

resbericht ombudscom 2013, S. 10; Jahresbericht ombudscom 2012, 

S. 12). Ob die Vorinstanz eine Anfrage respektive ein entsprechendes 

Schlichtungsbegehren zur Verbesserung zurückweist oder den Kunden auf 

die Einreichung weiterer erforderlicher Dokumente hinweist, ist eine Frage 

der Verfahrensführung. Hierbei hat die Vorinstanz jedoch als unabhängige 

Instanz einen Gestaltungsspielraum (vgl. Art. 43 Abs. 2 FDV; vgl. Ausfüh-

rungen unter E. 5.4). Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin hat ein 

Kunde zur glaubhaften Darlegung eines Einigungsversuchs gemäss Art. 8 

Abs. 1 Bst. b Verfahrens- und Gebührenreglement ferner nicht zwingend 

dem Anbieter ein Angebot zu unterbreiten, ein klares und einigermassen 

plausibles Beanstandungsschreiben des Kunden, beispielsweise in Bezug 

auf den Inhalt der Gesprächsaufnahme, ist gemäss der Praxis der Vo-

rinstanz grundsätzlich bereits ausreichend (Praxis Eintretensvorausset-

zungen Ziff. 3.4.2. und 3.1.1.). 

Die Beschwerdeführerin stellte mit E-Mail vom 13. März 2014 klar, dass sie 

keinen Einigungswillen hatte, da sie den seitens der Kundin dargelegten 

Sachverhalt (wie insbesondere die unwirksame Angebotsannahme seitens 

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Seite 10 

ihres Bruders) in Abrede stellte und wiederholte, die Kundin könne den Ver-

trag per 22. November 2014 kündigen. Entsprechend waren die Eintretens-

voraussetzungen spätestens im Zeitpunkt der Verfahrenseinleitung am 

26. März 2014 erfüllt. Die Beschwerde erweist sich diesbezüglich als un-

begründet.  

4.  

Die Beschwerdeführerin kritisiert, das Vorgehen der Vorinstanz betreffend 

die Beratung der Kundin zur Erstellung und Beibringung weiterer Unterla-

gen zur Verfahrenseröffnung lasse angesichts dieser umfangreichen Vor-

befasstheit Zweifel an der vom Gesetz- und Verordnungsgeber geforderten 

Unabhängigkeit und Neutralität der Vorinstanz aufkommen. Ferner ver-

trage sich der privatwirtschaftliche Entscheid der Vorinstanz, auch eine Be-

ratungsfunktion wahrzunehmen, nicht mit der geforderten Neutralität der 

Schlichtungsstelle. Inwiefern die Vorinstanz durch ihre Hinweise zur Bei-

bringung weiterer Unterlagen durch die Kundin als vorbefasst zu gelten hat 

respektive die Neutralität der Vorinstanz durch ihre Beratungstätigkeit be-

einträchtigt wird, substantiiert die Beschwerdeführerin dagegen nicht wei-

ter. Ohnehin betreffen diese Vorbringen nicht die hier zu beurteilende Fest-

setzung und Höhe der Verfahrensgebühr. 

5.  

5.1 Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Vorinstanz hätte das Ver-

fahren nach Zustellung des Forderungsverzichts vom 28. März 2014 ab-

schreiben sollen, da damit keine zivilrechtliche Streitigkeit mehr gegeben 

gewesen und folglich eine Eintretensvoraussetzung weggefallen sei. Den-

noch habe die Vorinstanz den Parteien einen Schlichtungsvorschlag unter-

breitet. Dieser sei jedoch unnütz, da zu diesem Zeitpunkt gar kein Vertrag 

mehr zwischen den Parteien bestanden habe. Der Hinweis der Vorinstanz 

auf das Urteil des BVGer A-6494/2013 vom 27. August 2014 gehe ferner 

fehl. Dabei habe es sich um die Praxisänderung der  

Vorinstanz gehandelt, selbst dann einen Schlichtungsvorschlag auszuar-

beiten, wenn die Anbieterin in ihrer schriftlichen Stellungnahme ein Ver-

gleichsangebot mache. Der vorliegende Fall liege jedoch anders, da die 

Beschwerdeführerin der Kundin schriftlich einen Forderungsverzicht sowie 

die Bestätigung der Vertragsauflösung zugestellt habe. Im gleichentags an 

die Vorinstanz gerichteten Schreiben sei ausdrücklich darauf hingewiesen 

worden, es handle sich nicht um eine Stellungnahme, sondern der Fall 

könne damit abgeschrieben werden. Ferner habe das Bundesverwaltungs-

gericht in diesem Entscheid ausdrücklich offengelassen, ob es notwendig 

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Seite 11 

sei, in jedem Fall einen Schlichtungsvorschlag auszuarbeiten. Diesen of-

fenbar weiten Spielraum der Vorinstanz bei ihrer Verfahrensführung sei 

auch damit begründet worden, dass der Schlichtungsvorschlag teilweise 

weitergehender sei als die Vertragsauflösung oder der Forderungsverzicht. 

Im konkreten Fall würde aber das Ziel des Schlichtungsbegehrens vollum-

fänglich mit dem Auflösungsschreiben übereinstimmen. Damit sei klar eine 

Eintretensvoraussetzung nachträglich dahingefallen. Eine derart weitge-

hende Eigenmacht in der Verfahrensführung überschreite bei weitem das, 

was der Vorinstanz zugestanden werden dürfe. Dies gelte vor allem, wenn 

die Praxisänderung – in jedem Fall einen Schlichtungsvorschlag zu unter-

breiten – faktisch zu einer Änderung des eigenen Reglements ohne die 

Zustimmung der Aufsichtsbehörde führe. Diese Vorgehensweise der Vo-

rinstanz übersteige auch die Vorgaben der Verordnung, gemäss welcher 

die Schlichtungsstelle einen sachgerechten Schlichtungsvorschlag mache, 

wenn sich die Parteien nicht auf eine Verhandlungslösung einigen können. 

Eine vollständige Anerkennung der Forderungen des Schlichtungsbegeh-

rens müsse jedoch zweifellos einer Verhandlungslösung mindestens 

gleichgesetzt werden. Eine Delegationsnorm könne aber nicht mehr 

Rechte delegieren, als sie selber habe. Daher sei die Praxis der Vorinstanz 

weder durch die Fernmeldedienstverordnung noch durch die entspre-

chende Delegationsnorm und somit auch nicht durch das eigene Verfah-

rensreglement gedeckt.  

In ihrer Vernehmlassung vom 9. Dezember 2014 entgegnet die  

Vorinstanz, im Zeitpunkt der Einleitung des Schlichtungsverfahrens habe 

eine zivilrechtliche Streitigkeit bestanden. Die Beschwerdeführerin habe 

der Vorinstanz mit Schreiben vom 28. März 2014 ein an die Kundin gerich-

tetes Schreiben mit der Bestätigung der Vertragsauflösung weitergeleitet. 

Unter Verweis auf das Urteil des BVGer A-6494/2013 vom 27. August 2014 

führt die Vorinstanz aus, sie habe gemäss ständiger Praxis daraufhin einen 

kurzen Schlichtungsvorschlag versandt, welcher die Einigungsabsicht der 

Beschwerdeführerin festgehalten habe. Da die Beschwerdeführerin hierauf 

trotz Mahnung nicht reagiert habe, sei die  

Vorinstanz dazu gezwungen gewesen, das Schlichtungsverfahren als ge-

scheitert abzuschliessen.  

5.2 Wie bereits ausgeführt, ist die Vorinstanz als Schlichtungsstelle für zi-

vilrechtliche Streitigkeiten zwischen Kunden und ihren Anbietern zuständig. 

Sie darf keiner allgemeinen oder besonderen Weisung zur Streitbeilegung 

unterliegen (Art. 43 FDV). Die Vorinstanz erlässt ein Verfahrensreglement 

und legt dieses sowie ihr Gebührenreglement und Änderungen hiervon 

A-4211/2014 

Seite 12 

dem BAKOM zur Genehmigung vor (Art. 44 FDV). Die Vorinstanz kann alle 

nötigen Massnahmen zur Beilegung einer Streitigkeit, für die sie angerufen 

wird, ergreifen. Wenn sich die Parteien nicht auf eine Verhandlungslösung 

einigen können, macht sie einen sachgerechten Schlichtungsvorschlag 

(Art. 45 Abs. 4 Satz 1 und Satz 2 FDV). Gemäss Art. 45 Abs. 5 FDV endet 

das Schlichtungsverfahren mit dem Rückzug des Begehrens, der Einigung 

der Parteien, dem Schlichtungsvorschlag oder der Ablehnung des Begeh-

rens als offensichtlich missbräuchlich. Gemäss dem Erläuterungsbericht 

des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und 

Kommunikation (UVEK) vom 9. März 2007 zur Totalrevision der FDV defi-

niert die Vorinstanz die Modalitäten des Verfahrens selbst in einem inter-

nen Reglement und das BAKOM kann mittels dessen Genehmigung kon-

trollieren, ob die Verfahrensgrundsätze nach Art. 45 FDV eingehalten wer-

den (< www.bakom.admin.ch > Das BAKOM > Rechtliche Grundlagen > 

Verordnungen > Telekommunikationsdienste > Weitere Informationen > Er-

läuterungsbericht zur Totalrevision der FDV vom 09.03.2007, S. 17, abge-

rufen am 30.04.2015 [nachfolgend: UVEK Erläuterungsbericht]).  

5.3 Ob die Vorinstanz in jedem Fall einen Schlichtungsvorschlag ausarbei-

ten darf, anstatt ein Verfahren etwa nach einem Forderungsverzicht seitens 

der Anbieterin abzuschreiben, ist eine Frage der Verfahrensführung. Das 

Bundesverwaltungsgericht legte in seinem Urteil A-6494/2013 vom 27. Au-

gust 2014 die neue Praxis der Vorinstanz seit dem Jahr 2012 dar (vgl. Jah-

resbericht ombudscom 2012, S. 7; Jahresbericht ombudscom 2013, S. 8), 

wonach diese in jedem Fall – selbst wenn die Anbieterin in ihrer schriftli-

chen Stellungnahme ein Vergleichsangebot macht – eine zumindest kurze 

Begutachtung vornimmt und gestützt darauf einen Schlichtungsvorschlag 

ausarbeitet, den sie den Parteien unterbreitet  

(Urteil A-6494/2013 E. 4.3.2). Gemäss MEIER/SIEGWART entspricht diese 

Vorgehensweise den Bedürfnissen der Konsumenten, indem diese nun-

mehr den Vergleichsvorschlag des Anbieters (vor dessen allfälligen An-

nahme) mit dem Resultat der Beurteilung des betreffenden Falles durch 

die Vorinstanz vergleichen können (ISAAK MEIER/DAVID SIEGWART, Om-

budsstellen für Konsumentenstreitigkeiten, AJP 2012 S. 1532 f.). Der vor-

liegende Sachverhalt ist mit jenem im Verfahren A-6494/2013 vergleichbar, 

da der Anbieter ebenfalls Schreiben an die Kunden richtete, wonach der 

Vertrag aufgelöst und auf die Forderungen verzichtet werde (Urteil  

A-6494/2013 E. 4.1). Das Bundesverwaltungsgericht hat es in der Folge 

offen gelassen, ob es tatsächlich notwendig ist, in jedem Fall einen Schlich-

tungsvorschlag auszuarbeiten, da die Vorinstanz in ihrer Eigenschaft als 

A-4211/2014 

Seite 13 

unabhängige Instanz über formelle Aspekte ihres Verfahrens, wie das Be-

enden eines Schlichtungsverfahrens, selbständig entscheiden und diesbe-

züglich eine eigene Praxis bilden könne. Ferner halte namentlich Art. 43 

Abs. 2 FDV fest, die Vorinstanz dürfe keiner allgemeinen oder besonderen 

Weisung zur Streitbeilegung unterliegen. Durch die entsprechenden ge-

setzlichen Grundlagen ermächtigt sei die Verfahrensführung ein Teil eines 

jeden Schlichtungsverfahrens, über welchen die Vorinstanz in eigener 

Kompetenz zu entscheiden habe. Die Bildung einer Praxis mache die Ar-

beitsweise der Vorinstanz transparent und trage zu deren Konstanz und 

zur Fortführung einer berechenbaren Behandlung von Streitigkeiten sowie 

der sich in diesem Zusammenhang stellenden Fragen bei. Das Bundesver-

waltungsgericht brachte als zusätzliches Argument vor, diese Vorgehens-

weise finde auch darin ihre Berechtigung, als die konkreten Schlichtungs-

vorschläge teilweise weitergehender gewesen seien als die Vertragsauflö-

sung bzw. der Forderungsverzicht. So enthielten beispielsweise alle 

Schlichtungsvorschläge unter anderem eine Saldoklausel. Das Bundesver-

waltungsgericht erachtete es zudem als plausibel, dass durch die Ausar-

beitung eines Schlichtungsvorschlags ein gewisser Mehraufwand – verur-

sacht insbesondere durch Rückfragen von Kunden – vermieden werden 

könne. Abschliessend beurteilte das Bundesverwaltungsgericht vor die-

sem Hintergrund die Vorgehensweise der Vorinstanz – einen Schlichtungs-

vorschlag trotz Vorliegens eines Angebots seitens der Anbieterin auszuar-

beiten – als berechtigt (Urteil A-6494/2013 E. 4.3.3).  

5.4 Im vorliegenden Fall entsprach die Beschwerdeführerin mit Schreiben 

vom 28. März 2014 dem Schlichtungsbegehren der Kundin vollumfänglich. 

Der Schlichtungsvorschlag vom 1. April 2014 ging in der Folge nicht über 

das Angebot der Beschwerdeführerin bzw. ihren Forderungsverzicht sowie 

deren Vertragsauflösung per Saldo aller Ansprüche hinaus.  

Das Verfahrens- und Gebührenreglement der Vorinstanz stützt sich auf 

Art. 12c Abs. 4 FMG i.V.m. Art. 44 FDV als Delegationsnorm und wurde 

durch das BAKOM mit Verfügung vom 18. Juni 2013 genehmigt. Soweit die 

Beschwerdeführerin rügt, die Vorinstanz hätte das Verfahren abschreiben 

und keinen Schlichtungsvorschlag ausarbeiten sollen, kann vollumfänglich 

auf die vorgängig dargelegte Rechtsprechung des Bundesverwaltungsge-

richts verwiesen werden (Urteil A-6494/2013 E. 4.3.3). Es ist zu unterstrei-

chen, dass die Vorinstanz gemäss Art. 43 Abs. 2 FDV keiner Weisung zur 

Streitbeilegung unterliegen darf. Die Vorinstanz ist mithin befugt, im Rah-

men ihrer Verfahrensführung eine eigenständige Praxis zu entwickeln. 

Dies gereicht der Beschwerdeführerin insofern nicht zum Nachteil, als sie 

A-4211/2014 

Seite 14 

auch bei Abschreibung des Verfahrens eine Verfahrensgebühr zu entrich-

ten gehabt hätte (vgl. Art. 49 Abs. 3 Satz 1 FDV; Art. 13 Abs. 1 Verfahrens- 

und Gebührenreglement; UVEK Erläuterungsbericht, S. 18).  

6.  

6.1 Die Beschwerdeführerin beanstandet, dass die Auferlegung von Ge-

bühren für Schlichtungsverfahren in Höhe von Fr. 200.– bis Fr. 3'000.– ei-

ner unzulässigen Konzessionsgebühr gleichkomme und im Vergleich zu 

Kausalhaftungen in gefährlichen Bereichen strenger sei. Ferner bestehe 

die Gefahr, dass sich einige Kunden eines Anbieters organisieren und 

(noch so unbegründete) Anträge auf ein Schlichtungsverfahren stellen.  

6.2 Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin handelt es sich bei der 

Verfahrensgebühr nicht um ein Entgelt für die Verleihung des Rechtes zur 

Ausübung einer dem Gemeinwesen durch Regal oder Monopol vorbehal-

tenen Tätigkeit oder für ein Sondernutzungsrecht an einer öffentlichen Sa-

che (vgl. zur Konzessionsgebühr ADRIAN HUNGERBÜHLER, Grundsätze des 

Kausalabgabenrechts, ZBl 104/2003 S. 509). Vielmehr darf die  

Vorinstanz für ihre Verfügungen und Leistungen im Rahmen ihrer Schlich-

tungstätigkeit kostendeckende Verwaltungsgebühren erheben (Art. 40 

Abs. 1 Bst. c FMG). Es handelt sich bei deren Erhebung nicht um eine 

Kausalhaftung, sondern sie betrifft die Inanspruchnahme der Dienstleis-

tung der Schlichtungsstelle. Die Finanzierung durch Verfahrensgebühren 

ist zudem verursachergerecht, da nur Unternehmen, welche es zu einem 

Streit mit Kunden kommen lassen, die Schlichtungsstelle finanzieren (Bot-

schaft vom 12. November 2003 zur Änderung des Fernmeldegesetzes 

[FMG], BBl 2003 7951, 7974 [nachfolgend: Botschaft FMG]). Der Gefahr 

missbräuchlicher Schlichtungsbegehren wurde im Rahmen der Änderung 

des Fernmeldegesetzes ferner so begegnet, dass das Schlichtungsverfah-

ren für die Kunden nicht kostenlos ist (Botschaft FMG, S. 7974). Der Ver-

ordnungsgeber sowie die Vorinstanz haben dieser zudem entgegenge-

wirkt, indem ein Schlichtungsbegehren nur zulässig ist, wenn es nicht of-

fensichtlich missbräuchlich ist (Art. 45 Abs. 2 Bst. c FDV; Art. 8 Abs. 1 Bst. c 

Verfahrens- und Gebührenreglement). Ferner kann die Schlichtungsstelle 

bei Schlichtungsverfahren, welche ein Kunde offensichtlich missbräuchlich 

eingeleitet hat, auf die Gebührenerhebung verzichten (Art. 49 Abs. 3 Satz 2 

FDV) respektive vom Kunden eine Gebühr bis Fr. 500.– verlangen (Art. 12 

Abs. 2 Verfahrens- und Gebührenreglement). Die Beschwerde erweist sich 

folglich in diesem Punkt als unbegründet. 

7.  

A-4211/2014 

Seite 15 

7.1 Die Beschwerdeführerin kritisiert, es könne nicht sein, dass die Min-

destgebühr von Fr. 200.– gar nie zum Tragen komme. Aufgrund des Min-

destansatzes müsse davon ausgegangen werden, alle Bemühungen der 

Vorinstanz bis zur Information des Anbieters über die Verfahrenseröffnung 

müssten durch die Minimalgebühr gedeckt sein. Mindestens müsse sie 

aber die Prüfung der Eintretensvoraussetzungen abdecken. 

7.2 Gemäss Art. 14 Abs. 1 des Verfahrens- und Gebührenreglements be-

tragen die Verfahrensgebühren (exkl. MwSt.) für die Anbieter zwischen 

Fr. 200.– und Fr. 3'000.– respektive für Fallzahler Fr. 240.– bis  

Fr. 3'600.–. Die Vorinstanz kann innerhalb dieses Gebührenrahmens die 

Verfahrensgebühr namentlich aufgrund der Komplexität des Falles, des 

Streitwerts und des Arbeitsaufwands festsetzen (Art. 14 Abs. 2 Verfahrens- 

und Gebührenreglement). Wie das Bundesverwaltungsgericht bereits im 

Urteil A-6494/2013 vom 27. August 2014 festhielt, kann die Prüfung der 

Eintretensvoraussetzungen je nach den Gegebenheiten des Einzelfalles 

unterschiedlich viel Zeit in Anspruch nehmen und es ist daher nicht mög-

lich, dafür einen pauschalen Betrag festzusetzen (Urteil  

A-6494/2013 E. 5.2). Die Vorinstanz hat vielmehr in jedem Einzelfall an-

hand der Kriterien gemäss Art. 14 Abs. 2 Verfahrens- und Gebührenregle-

ment die Höhe der Gebühr konkret festzusetzen.  

8.  

8.1 Die Beschwerdeführerin wendet sinngemäss ein, Vorauszahler und 

Fallzahler würden ungleich behandelt. Es lasse sich nicht begründen, für 

Fallzahler die Gebühren um 20 % zu erhöhen. Entgegen der Auffassung 

des Bundesverwaltungsgerichts im Verfahren A-6494/2013 ergebe sich 

aus dem Vorauszahlervertrag nicht, dass Vorauszahler einen anteilsmäs-

sigen Verlust der Vorinstanz tragen müssten. Des Weiteren entstehe der  

Vorinstanz kein administrativer Minderaufwand, da Anbieter durch einen 

Vorauszahlervertrag nicht auf das Recht einer Gebührenverfügung und da-

mit verbunden auf deren Anfechtungsmöglichkeit verzichteten. Der admi-

nistrative Minderaufwand beschränke sich lediglich auf das Inkasso. Ein 

Zuschlag von 20 % im Einzelfall lasse sich damit nicht rechtfertigen.  

Die Vorinstanz entgegnet, es stehe der Beschwerdeführerin frei, einen Vo-

rauszahlervertrag abzuschliessen. Im E-Mail vom 30. Januar 2015 an die 

Beschwerdeführerin präzisiert die Vorinstanz, Vorauszahler könnten nicht 

einzelne Rechnungen vor Bundesverwaltungsgericht anfechten. Für Vo-

rauszahler würden keine Gebührenverfügungen erstellt, da diese vertrag-

lich verpflichtet seien, die Gebühren zu bezahlen. 

A-4211/2014 

Seite 16 

8.2  

8.2.1 Art. 8 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenos-

senschaft (BV, SR 101) erfordert von Behörden Gleiches nach Massgabe 

seiner Gleichheit gleich zu behandeln sowie Ungleiches nach Massgabe 

seiner Ungleichheit ungleich (vgl. REGINA KIENER/WALTER KÄLIN, Grund-

rechte, 2. Aufl. 2013, S. 414; JÖRG PAUL MÜLLER/MARKUS SCHEFER, 

Grundrechte in der Schweiz, 4. Aufl. 2008, S. 654; HÄFELIN/ MÜLLER/UHL-

MANN, a.a.O., Rz. 495). Der Anspruch auf rechtsgleiche Behandlung wird 

namentlich verletzt, wenn hinsichtlich einer entscheidwesentlichen Tatsa-

che rechtliche Unterscheidungen getroffen werden, für die ein vernünftiger 

Grund in den zu regelnden Verhältnissen nicht ersichtlich ist, oder wenn 

Unterscheidungen unterlassen werden, die aufgrund der Verhältnisse hät-

ten getroffen werden müssen (vgl. BGE 135 V 361 E. 5.4.1). 

8.2.2 Anbieter können mit der Vorinstanz einen Vertrag über die Voraus-

zahlung der Verfahrensgebühren abschliessen (Art. 16 Abs. 1 Verfahrens- 

und Gebührenreglement). Diese sogenannten Vorauszahler kommen für 

die nach Art. 14 des Verfahrens- und Gebührenreglements festgesetzten 

Verfahrensgebühren betreffend ihre zu erwartenden künftigen Schlich-

tungsfälle jeweils halbjährlich im Voraus auf (Art. 16 Abs. 2 Satz 1 Verfah-

rens- und Gebührenreglement). Die Höhe der im Voraus zu bezahlenden 

Verfahrensgebühren werden von der Schlichtungsstelle grundsätzlich auf-

grund der in Rechnung gestellten Verfahrensgebühren des vorangehenden 

Semesters festgesetzt; verzinst werden die einbezahlten Vorauszahlungen 

nicht. Besteht keine Referenzgrösse, entscheidet die Schlichtungsstelle 

über die Höhe der im Voraus zu bezahlenden Verfahrensgebühren (Art. 16 

Abs. 3 Verfahrens- und Gebührenreglement). Konstituieren sich Anbieter 

nicht als Vorauszahler, bezahlen sie die Verfahrensgebühren pro Fall, an 

dem sie beteiligt sind oder sein sollten und die Verfahrensgebühren werden 

um 20 % erhöht (Art. 14 Abs. 3 und Art. 17 Verfahrens- und Gebührenreg-

lement). Bereits im Erläuterungsbericht des UVEK wurde festgehalten, es 

sei durchaus denkbar, dass einige Anbieterinnen der Branche den Dienst 

mit einem Jahresbeitrag mitfinanzieren, um eine solide und langfristig effi-

ziente Funktionsweise der Schlichtungsstelle sicherzustellen (UVEK Erläu-

terungsbericht, S. 19).  

8.3 Zentral ist, dass die Vorauszahler die Grundfinanzierung der  

Vorinstanz im Laufe des Jahres sicherstellen, während die Fallzahler die 

Verfahrensgebühr jeweils pro Schlichtungsverfahren per Verfügung in 

Rechnung gestellt erhalten. Im Gegensatz zu den Vorauszahlern besteht 

für die Vorinstanz bei Fallzahlern mithin auch ein gewisses Inkassorisiko. 

A-4211/2014 

Seite 17 

Vorauszahler profitieren auch nicht von einer Verzinsung ihrer im Voraus 

geleisteten Beträge, während Fallzahler ihr Geld bis zur Bezahlung der 

Einzelfallgebühr allenfalls zinstragend anlegen können. Letztlich kann sich 

ein Anbieter oder eine Anbieterin entscheiden, ob sie sich als Vorauszahler 

oder als Fallzahler zu konstituieren wünscht. Unter Berücksichtigung aller 

Umstände und in Übereinstimmung mit der bisherigen Rechtsprechung ist 

nicht ersichtlich, inwiefern Vorauszahler gegenüber Fallzahlern bevorzugt 

behandelt werden (Urteil A-6494/2013 E. 6). Ferner ergibt sich aus den 

Darlegungen der Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung sowie deren Erfolgs-

rechnung 2013, dass zumindest die Fernmeldedienstanbieter, welche so-

wohl Vorauszahler als auch Stifter sind, d.h. die Swisscom (Schweiz) AG, 

Orange Communications SA, upc cablecom GmbH sowie Sunrise Commu-

nications AG, anteilsmässig für den Verlust des Geschäftsjahres 2013 auf-

kamen (Jahresbericht ombudscom 2013, S. 38). Es bestehen vernünftige 

und sachliche Gründe dafür, die Kostenerhebung unterschiedlich zu ge-

stalten, d.h. bei Fallzahlern die Gebühren um 20 % zu erhöhen.  

8.4 Die Beschwerdeführerin wendet schliesslich ein, der zufolge des Ab-

schlusses eines Vorauszahlervertrages im Voraus angelegte Verzicht auf 

begründete Gebührenverfügungen sowie der im Voraus für unbestimmt 

viele Fälle erklärte Rechtsmittelverzicht auf Verwaltungsakte sei unzuläs-

sig. Im vorliegenden Fall handelt es sich bei der Beschwerdeführerin um 

eine Fallzahlerin, welche einen Zuschlag von 20 % gemäss Art. 14 Abs. 3 

Verfahrens- und Gebührenreglement zu bezahlen hat. Soweit die Rügen 

die Zulässigkeit des Verzichts der Vorauszahler auf Gebührenverfügungen 

samt Rechtsmittel betreffen, liegen sie folglich ausserhalb des Streitgegen-

stands des vorliegenden Beschwerdeverfahrens.  

9.  

9.1 Die Beschwerdeführerin kritisiert, die Mitarbeitenden der Vorinstanz 

seien offenbar zu nur einem Drittel für die eigentliche Fallbearbeitung ein-

gesetzt. Die Vorinstanz sei wohl der Meinung, mit 20 % an effektiven Fällen 

müssten die übrigen 80 % der Anfragen mitfinanziert werden. Die Gebüh-

ren seien jedoch im Verwaltungsrecht so anzusetzen, dass grundsätzlich 

die für den einzelnen Verwaltungsakt entstandenen Aufwendungen in 

Rechnung gestellt werden. Dazu gehöre auch ein gewisser Anteil an Infra-

strukturkosten. Ein Verhältnis von 80 % zu 20 % stelle jedoch ein krasses 

Missverhältnis dar. Vielmehr seien die Anfragen, welche nicht zu Fällen 

wurden, richtigerweise durch die verschiedenen Konsumentenschutzinsti-

tutionen zu finanzieren. Darüber hinaus habe die Vorinstanz ihr neues Ver-

fahrens- und Gebührenreglement so angepasst, dass sie nunmehr ihr 

A-4211/2014 

Seite 18 

Mandat auf Rechtsauskünfte und Gutachten ausweiten könne, wobei die 

Kosten – nach Ansicht der Vorinstanz – von den Anbietern getragen wür-

den. Vom Gesetz und der Verordnung gedeckt sei hingegen allein die ei-

gentliche Tätigkeit als "Schlichtungsstelle". Entsprechend werde auch der 

für das Kostendeckungsprinzip massgebende betroffene Verwaltungs-

zweig durch das Gesetz klar auf die Tätigkeit als "Schlichtungsstelle" be-

schränkt. Alle anderen Tätigkeiten wie insbesondere die Beratung, die auf-

wändige Medienpräsenz sowie die Imagepflege würden ausserhalb des 

gesetzlichen Auftrages bzw. des betroffenen Verwaltungszweigs liegen 

und könnten nicht auf die Anbieter überwälzt werden. Die Beschwerdefüh-

rerin wendet ferner unter Bezugnahme auf das Kostendeckungsprinzip ein, 

nicht jeder, sondern nur jeder notwendige und vernünftige Aufwand müsse 

durch die Gebühren gedeckt sein. 

Die Vorinstanz legt in ihrer Vernehmlassung dar, sie habe sich ausschliess-

lich aus den Verfahrensgebühren der Anbieter, abzüglich der Behandlungs-

gebühren für Kunden in Höhe von Fr. 20.– zu finanzieren. Aus den Verfah-

rensgebühren für Schlichtungsverfahren müsse der gesamte Betriebsauf-

wand der Stiftung und der Schlichtungsstelle gedeckt werden. Zum Be-

triebsaufwand gehörten namentlich die Gehälter der Mitarbeitenden, die 

Ausgaben für Personal-, Sach- und Sozialversicherungen, die Miete der 

Büroräumlichkeiten etc. Zu berücksichtigen sei ferner, dass die Mitarbei-

tenden der Schlichtungsstelle lediglich rund einen Drittel ihrer Arbeitszeit 

für die effektive Fallbehandlung einsetzen könnten. Die restliche Arbeitszeit 

werde grösstenteils für die Behandlung von telefonischen und schriftlichen 

Anfragen von Kunden aufgewendet. In Bezug auf die Gesamtzahl von Fäl-

len und Anfragen hätten die Anfragen im letzten Jahr rund 80 % ausge-

macht. Für die Finanzierung bedeute dies, dass mit den effektiven Fällen 

(rund 20 %), bei denen Verfahrensgebühren eingefordert werden könnten, 

auch die Anfragen (rund 80 %) finanziert werden müssten. Damit die Vo-

rinstanz im Jahr 2014 kostendeckend arbeiten könne, müssten die Verfah-

rensgebühren bei insgesamt ca. 1'176 Fällen, einem Aufwand von 

Fr. 987'760.– und einem budgetierten Ertrag von Fr. 993'000.– pro Fall 

durchschnittlich Fr. 884.40 (ohne Berücksichtigung der Komplexität, Auf-

wand und Streitwert im Einzelfall) betragen. Ferner optimiere die Vo-

rinstanz laufend ihre Abläufe und sei bestrebt, die Betriebskosten so nied-

rig wie möglich zu halten, ohne Einbussen bei der Qualität hinnehmen zu 

müssen. Obwohl die Vorinstanz im Vergleich zu 2012 im Jahr 2013 annäh-

rend gleich bleibende Anfrage- und Fallzahlen gehabt habe, sehe das 

Budget 2014 eine Reduktion des Betriebsaufwands um 13.27 % vor.  

A-4211/2014 

Seite 19 

9.2  

9.2.1 Das Kostendeckungsprinzip bedeutet, dass der Gesamtertrag der 

Gebühren die gesamten Kosten des betroffenen Verwaltungszweigs nicht 

oder nur geringfügig übersteigen darf (vgl. BGE 132 II 371 E. 2.1; HÄFE-

LIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 2637; TSCHANNEN/ZIMMERLI/MÜLLER, 

a.a.O., § 58, Rz. 13; RENÉ WIEDERKEHR/PAUL RICHLI, Praxis des allgemei-

nen Verwaltungsrechts, Band II, 2014, Rz. 682 [nachfolgend: Band II]). Der 

Verwaltungszweig definiert sich dabei in erster Linie nach sachlich zusam-

mengehörenden Verwaltungsaufgaben, d.h. nach funktionellen Kriterien 

(BGE 126 I 180 E. 3b/cc). Anhaltspunkte für die anrechenbaren Kostenfak-

toren betreffend die Gesamtkosten ergeben sich aus den gesetzlich vorge-

sehenen Aufgaben (DANIELA WYSS, Kausalabgaben, 2009, S. 94). Nebst 

den laufenden Ausgaben des betreffenden Verwaltungszweiges (inkl. all-

gemeine Unkosten) sind auch angemessene Rückstellungen, Abschrei-

bungen und Reserven zum massgebenden Gesamtaufwand hinzuzurech-

nen (BGE 126 I 180 E. 3a.; HUNGERBÜHLER, a.a.O., S. 520). Im Einzelnen 

werden unter den Gesamtkosten mithin etwa auch Personalkosten, Ar-

beitsplatzkosten, besondere Material- und Betriebskosten erfasst (WYSS, 

a.a.O., S. 94; vgl. auch Urteil A-5998/2010 E. 4.2).  

9.2.2 Die Schlichtungsstelle im Sinne von Art. 12c Abs. 1 FMG erhebt ge-

mäss Art. 40 Abs. 1 Bst. c FMG kostendeckende Verwaltungsgebühren für 

ihre Verfügungen und Leistungen für die Schlichtung von Streitigkeiten zwi-

schen Kunden und Anbietern (vgl. Botschaft FMG, S. 7986). Gemäss 

Art. 12c Abs. 2 FMG tragen Anbieter die Verfahrenskosten abzüglich der 

Behandlungsgebühr von Kunden. Die Finanzierung durch Verfahrenskos-

ten ist gemäss der Botschaft FMG verursachergerecht, denn nur Unterneh-

men, welche es zum Streit mit Kunden kommen lassen, finanzieren die 

Schlichtungsstelle (Botschaft FMG, S. 7974). Gemäss den Erläuterungen 

des UVEK müsse die Schlichtungsstelle, um dem in Art. 12c Abs. 2 FMG 

erwähnten Verursacherprinzip zu entsprechen, zu einem grossen Teil 

durch Verfahrensgebühren finanziert werden, welche die an Schlichtungs-

verfahren beteiligten Anbieter entrichten. Dies biete für Anbieter auch den 

Anreiz, durch korrektes Verhalten gegenüber ihren Kunden zu verhindern, 

dass es zu Streitigkeiten komme (Botschaft FMG, S. 7974; UVEK Erläute-

rungsbericht, S. 19; vgl. auch MATTHIAS AMGWERD/SIMON SCHLAURI, Kapi-

tel 6: Telekommunikation, in: Fachhandbuch Verwaltungsrecht, 2015, 

Rz. 6.194). Bei der Übertragung der Schlichtungstätigkeit auf eine Beauf-

tragte müsse sich das BAKOM ferner vergewissern, dass der Fortbestand 

der Schlichtungsstelle gewährleistet ist. Entsprechend müsse die Beauf-

tragte in der Lage sein, die Schlichtungstätigkeit langfristig zu finanzieren 

A-4211/2014 

Seite 20 

(UVEK Erläuterungsbericht, S. 15). Die Schlichtungsstelle hat ihre Schlich-

tungsaufgabe unabhängig, unparteiisch, transparent und effizient auszu-

üben (Art. 42 Abs. 2 Bst. c und Art. 43 Abs. 2 FDV). Das UVEK hielt in 

seinen Erläuterungen zur FDV fest, die Schlichtungsstelle habe zu Guns-

ten der Transparenz namentlich alle zweckmässigen Informationen zu ver-

öffentlichen. Den Kunden seien die Beschreibung der Tätigkeit der Schlich-

tungsstelle, ihr Reglement, Leitfäden und Musterdokumente, welche die 

Einreichung eines Schlichtungsbegehrens vereinfachen, sowie die Liste 

der mit der Behandlung der Streitigkeit beauftragten Personen und ihre 

Qualifikationen in verschiedenen Sprachen zur Verfügung zu stellen 

(UVEK Erläuterungsbericht, S. 15). Die Schlichtungsstelle müsse zudem 

einen Tätigkeitsbericht (Art. 42 Abs. 2 Bst. d FDV) sowie eine anonymi-

sierte Zusammenfassung ihrer wichtigsten Vorschläge (vgl. Art. 48 Abs. 4 

FDV) veröffentlichen (UVEK Erläuterungsbericht, S. 15). Durch den Begriff 

der Streitigkeit gemäss Art. 43 FDV werde die Zuständigkeit der Schlich-

tungsstelle auf konkrete zivilrechtliche Streitfälle beschränkt. Dabei sei die 

Schlichtungsstelle keine Beraterin, der man allgemeine wirtschaftliche oder 

rechtliche Fragen unterbreiten oder die man um Rechtsgutachten ersu-

chen könne (UVEK Erläuterungsbericht, S. 16).  

9.2.3 Die Vorinstanz ist namentlich zur transparenten Ausübung ihrer Auf-

gabe verpflichtet und hat damit jene Informationen zu veröffentlichen, wel-

che hierzu beitragen. Die Vorinstanz kommt insbesondere dem Anliegen 

nach Transparenz durch eine übersichtlich gestaltete Homepage nach, 

welche verschiedene Informationen unter anderem über das Verfahren vor 

der Schlichtungsstelle bereithält. Ferner ist nicht von der Hand zu weisen, 

dass mit der Wahrnehmung der öffentlichen Aufgabe als Schlichtungsstelle 

und damit auch als Anlaufstelle für Konsumenten eine gewisse Informa-

tions- und Beratungstätigkeit einhergeht (vgl. auch Urteil A-5556/2013 

E. 5.3.2). Gerade bei rechtsunkundigen Kunden kann etwa im Rahmen ei-

nes telefonischen Kontakts niederschwellig eruiert werden, ob die Voraus-

setzungen zur Einleitung eines Schlichtungsverfahrens erfüllt sind. Eine 

gewisse Medienpräsenz ist des Weiteren nicht zu beanstanden, als damit 

in effizienter Weise ein grosser Adressatenkreis über die Tätigkeit der 

Schlichtungsstelle effektiv informiert werden kann und sich damit die Be-

kanntheit der Vorinstanz zum Vorteil der Konsumenten vergrössert. Die Be-

schwerdeführerin hat ferner nicht weiter substantiiert, inwiefern die Vo-

rinstanz tatsächlich Rechtsgutachten erstellt – eine derartige Praxis ergibt 

sich denn nebst der seitens der Vorinstanz dargelegten Tätigkeit der Aus-

arbeitung von Vernehmlassungen bei Gesetzgebungsverfahren oder Ver-

waltungsgerichtsbeschwerden nicht aus den Akten.  

A-4211/2014 

Seite 21 

Soweit die Beschwerdeführerin einwendet, es sei nur der notwendige und 

vernünftige Aufwand der Vorinstanz zu berücksichtigen, ist darauf hinzu-

weisen, dass das Bundesverwaltungsgericht keine Aufsichtsfunktion über 

die Vorinstanz hat. Dennoch ist anzumerken, dass die Vorinstanz in ihrer 

Vernehmlassung unter Einreichung des projektierten Budgets 2014 glaub-

haft darlegte, dass sie stets um Kosteneffizienz bemüht ist (vgl. auch Jah-

resbericht ombudscom 2011, S. 3). Entgegen der Ansicht der Beschwer-

deführerin sind Gebühren zudem nicht so anzusetzen, dass die für den 

einzelnen Verwaltungsakt entstandenen Aufwendungen in Rechnung ge-

stellt werden. Vielmehr darf der Gesamtertrag der Gebühren nicht oder nur 

geringfügig die Kosten des betroffenen Verwaltungszweigs übersteigen. 

Eine Beurteilung der Angemessenheit der Gebühr im Einzelfall erfolgt hin-

gegen unter dem Aspekt des Äquivalenzprinzips (vgl. Ausführungen unter 

E. 9.3).  

Aus den Akten ist ersichtlich, dass die Vorinstanz im Jahr 2012 einen ge-

ringfügigen Ertragsüberschuss von ca. Fr. 67'000.– generierte, welchen sie 

den Anbietern zurückerstattete (Jahresbericht ombudscom 2013, S. 38; 

vgl. auch Jahresbericht ombudscom 2012, S. 8 und 49 und insbesondere 

auch Jahresbericht ombudscom 2011, S. 43). Im Jahr 2013 vermochte die 

Vorinstanz ihren Gesamtaufwand hingegen nicht durch ihren Nettoerlös zu 

decken. Der Verlust in Höhe von rund Fr. 220'786.– wurde anteilsmässig 

von den Vorauszahlern Swisscom (Schweiz) AG, Orange Communications 

SA, upc cablecom GmbH sowie Sunrise Communications AG getragen 

(Jahresbericht ombudscom 2013, S. 38). Gemäss Projektierung der Vo-

rinstanz werden für das Geschäftsjahr 2014 insgesamt Erträge von 

Fr. 993'000.– erwartet und ein Gesamtaufwand in Höhe von Fr. 987'760.–. 

Mit anderen Worten ist im Geschäftsjahr 2014 von einem mutmasslichen 

Gewinn von Fr. 5'240.– auszugehen. Die Vorinstanz arbeitet demzufolge 

nicht gewinnorientiert und verletzt angesichts ihres Verlustes im Jahr 2013 

respektive ihres budgetierten geringfügigen Gewinnes im Jahr 2014 das 

Kostendeckungsprinzip nicht. 

  

A-4211/2014 

Seite 22 

9.3  

9.3.1 Die Beschwerdeführerin wendet ein, die Vorinstanz habe wohl einen 

erheblichen Aufwand zur internen Schulung von neuem, unsicherem Per-

sonal, zur Abklärung und Koordination betrieben. Dieser sowie der Auf-

wand, welcher dadurch entstehe, dass der Kunde die Dokumente in meh-

reren Teilen der Vorinstanz zustelle, die Unterlagen unvollständig sind oder 

die Vorinstanz beim Kunden Nachfragen anstellt, könnten nicht der Anbie-

terin auferlegt werden. Bis kurz vor dem 26. März 2014 sei die  

Vorinstanz offenbar der Ansicht gewesen, die Eintretensvoraussetzungen 

seien nicht erfüllt. Anstatt das Verfahren abzuweisen, habe die Vorinstanz 

die Kundin wohl zur Dokumentation von Einigungsbemühungen angehal-

ten, nochmals die Beschwerdeführerin insbesondere wegen der Verkaufs-

gesprächsaufzeichnung zu kontaktieren. Bei einem Streitwert von unter 

Fr. 100.– könne des Weiteren wohl kaum von einem mittleren Streitwert 

gesprochen werden. Es bestehe ein offensichtliches Missverhältnis zwi-

schen der Gebühr von Fr. 1'417.– und dem Streitwert von unter Fr. 100.–. 

Darüber hinaus müsse wohl ein notwendiger Zusammenhang zwischen 

"Komplexität des Falles" und dem "Arbeitsaufwand" bestehen. Ferner hätte 

die Vorinstanz das Verfahren zufolge Forderungsverzichts abschreiben 

und keinen Schlichtungsvorschlag ausarbeiten sollen. Die Aktivitäten der 

Vorinstanz nach dem Forderungsverzicht seien unnötig und unzulässig ge-

wesen, da die Vorinstanz gar nicht mehr zuständig gewesen sei. Die Vo-

rinstanz habe ebenfalls den Aufwand für die Bemühungen vor dem 

26. März 2014 nicht verrechnen dürfen, da die Eintretensvoraussetzungen 

vorher noch nicht erfüllt gewesen seien. Die Vorinstanz könne lediglich je-

nen Zeitaufwand verrechnen, welcher für eine einmalige Prüfung der Ein-

tretensvoraussetzungen, die Tätigkeit zwischen Einleitung des Schlich-

tungsverfahrens und des Forderungsverzichts vom 28. März 2014 sowie 

die Abschreibung des Verfahrens entstanden sei respektive wäre. Keines-

falls könne sie jedoch einen nach der Verfügung vom 16. Juni 2014 ent-

standenen Aufwand berücksichtigen, wie dies dem seitens der Vorinstanz 

eingereichten Nachweis über die zeitlichen Aufwendungen zu entnehmen 

sei. Die Vorinstanz habe in einem Fall unterdurchschnittlicher Komplexität 

einen ungerechtfertigten zeitlichen Aufwand betrieben. Gemäss Art. 10 

Abs. 2 des Verfahrens- und Gebührenreglements würden die vertraglichen 

Vereinbarungen unter den Parteien erst bei der Ausarbeitung des Schlich-

tungsvorschlags berücksichtigt. Erst nach der Stellungnahme des Anbie-

ters stehe fest, ob ein Schlichtungsvorschlag ausgearbeitet werden müsse. 

Bis dahin könne der Anbieter etwa vorbringen, eine Eintretensvorausset-

zung sei nicht erfüllt. Erst jetzt könne es allenfalls notwendig sein, die Ver-

tragsunterlagen der Kundin genauer zu prüfen oder nachzufordern. Der 

A-4211/2014 

Seite 23 

Aufwand, namentlich vor Einleitung des Schlichtungsverfahrens, sei nicht 

durch das Verfahrens- und Gebührenreglement gedeckt. Die Beschwerde-

führerin wendet schliesslich ein, die Vorinstanz verletze das Prinzip der 

Nachvollziehbarkeit der Gebührenhöhe. Die Vorinstanz lege die Zahlen 

über den Wert einer Stunde sowie des Streitwertäquivalents nicht offen. 

Unklar bleibe weiter, was ein hoher, mittlerer oder geringer Streitwert sei. 

Ferner sei der Nachweis über die zeitlichen Aufwendungen der Vorinstanz 

nicht transparent. 

Die Vorinstanz legt in ihrer Vernehmlassung unter Verweis auf ihr Verfah-

rens- und Gebührenreglement dar, der Rechnungsbetrag in Höhe von 

Fr. 1'530.35 (inkl. Mehrwertsteuer und Fallzahlerzuschlag von 20 %) be-

rücksichtige die Faktoren Komplexität, Streitwert und Arbeitsaufwand. Die 

Komplexität des Falles sei niedrig, der Streitwert in Höhe von rund Fr. 289.– 

werde als mittel qualifiziert und der Arbeitsaufwand in zeitlicher Hinsicht 

habe insgesamt drei Stunden und 50 Minuten betragen und sei als hoch 

zu bezeichnen. Ebenfalls im Vergleich zu den durchschnittlichen Kosten in 

Höhe von Fr. 884.40 pro Fall (ohne Berücksichtigung der Komplexität, Auf-

wand und Streitwert im Einzelfall) zur Kostendeckung des Gesamtauf-

wands der Vorinstanz im Jahr 2014 sei das Äquivalenzprinzip bei den in 

Rechnung gestellten Verfahrensgebühren gewahrt. Die Vorinstanz legte in 

ihrer Vernehmlassung ebenfalls dar, jede Stunde habe nominal den glei-

chen Wert (Total Kosten dividiert durch Total der produktiven Stunden, ex-

klusive Anfragen). Diese würden danach mit dem Streitwertäquivalent (wel-

ches das ganze Jahr über unverändert bleibe) gewichtet (Untergewichtung 

bei tiefen bis mittleren Streitwerten, Übergewichtung bei hohen Streitwer-

ten). Auf das Produkt von Anzahl Stunden X CHF pro Stunde X Streitwert-

äquivalent werde die Komplexität in der Form eines Einmalzuschlages 

(Fr. 0.–, Fr. 50.– oder Fr. 100.–) aufgerechnet. Das Resultat entspreche der 

zu entrichtenden Gebühr. 

9.3.2 In Konkretisierung des Verhältnismässigkeitsprinzips verlangt das 

Äquivalenzprinzip insbesondere, dass eine Gebühr in keinem offensichtli-

chen Missverhältnis zum objektiven Wert der bezogenen Leistungen steht, 

sondern sich in vernünftigen Grenzen hält (vgl. BGE 132 II 371 E. 2.1; 

TSCHANNEN/ZIMMERLI/MÜLLER, a.a.O., § 58, Rz. 19; HÄFELIN/  

MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 2625b). Der Wert der Leistung bestimmt 

sich entweder nach dem Nutzen, den sie dem Pflichtigen bringt, oder nach 

dem Kostenaufwand der konkreten Inanspruchnahme im Verhältnis zum 

gesamten Aufwand des entsprechenden Verwaltungszweiges bzw. der be-

A-4211/2014 

Seite 24 

treffenden Behörde; allerdings bleibt auch hier eine gewisse Pauschalisie-

rung zulässig. Die Gebühren müssen zudem nicht in jedem Fall genau dem 

Verwaltungsaufwand entsprechen, sollen aber nach sachlich vertretbaren 

Kriterien bemessen sein und nicht Unterscheidungen treffen, für die keine 

vernünftigen Gründe ersichtlich sind. Werden vergleichbare Leistungen 

auch von Privaten angeboten, kann auf den Marktwert abgestellt werden. 

Lässt sich der Wert der Leistung nur schwer beziffern, verfügt der Gesetz-

geber über einen weiten Entscheidungsspielraum (vgl. Urteile A-

6494/2013 E. 7.4.1 und A-5556/2013 E. 5.4; HÄFELIN/  

MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 2642; WIEDERKEHR/RICHLI, in: Band II, 

Rz. 561 ff.; RICHARD LÖTSCHER, Das Äquivalenzprinzip im Bereich der öf-

fentlichen Abgaben, AJP 3/2015 S. 471 f.). Im Unterschied zum Kostende-

ckungsprinzip bezieht sich das Äquivalenzprinzip nicht auf die Gesamtheit 

der Erträge und Kosten in einem bestimmten Verwaltungszweig, sondern 

immer nur auf das Verhältnis von Abgabe und Leistung im konkreten Fall 

(vgl. Urteile des BVGer A-5556/2013 E. 5.4 und A-5998/2010 vom 29. März 

2012 E. 5; WIEDERKEHR/RICHLI, in: Band II, Rz. 562; LÖTSCHER, a.a.O., 

S. 473). Ferner ist dem Umstand Rechnung zu tragen, dass die Gebühren 

von Gesetzes wegen die Kosten der Vorinstanz decken sollen (vgl. Art. 40 

Abs. 1 Bst. c FMG). In Verfahren mit einem geringen Streitwert ist mithin 

grundsätzlich in Kauf zu nehmen, dass die erhobenen Gebühren den 

Streitwert übersteigen (Urteil A-5998/2010 E. 5). Ferner besteht der Wert 

eines Schlichtungsverfahrens auch darin, eine Streitigkeit möglichst rasch 

zu beenden und damit deutlich höhere Folgekosten, etwa eines Zivilpro-

zesses, zu vermeiden (vgl. Urteile  

A-6494/2013 E. 7.3.2; A-5556/2013 E. 5.3.1; A-5998/2010 E. 5). 

9.3.3 Vorab ist festzuhalten, dass ein Prinzip der Nachvollziehbarkeit der 

Gebührenhöhe der Schweizer Rechtsordnung nicht bekannt ist. Hingegen 

ist die Vorinstanz insbesondere zur Transparenz verpflichtet (Art. 42 Abs. 2 

Bst. c und Art. 43 Abs. 2 FDV) und hat entsprechend eine standardisierte 

Kosten- und Arbeitserfassungsmethodik entwickelt, um eine transparente 

und differenzierte Rechnungsstellung zu gewährleisten (Jahresbericht om-

budscom 2013, S. 3). Die Vorinstanz weist ihren zeitlichen Aufwand unter-

teilt nach ihren Tätigkeiten (Telefonat, Korrespondenz, Eintretensvoraus-

setzungen, Schlichtungsvorschlag, Diverses) aus und legt ihre Methode 

zur Berechnung der Verfahrensgebühren dar. Sie spezifiziert ihren Auf-

wand, definiert die Komplexität des Schlichtungsfalles und legt die Bewer-

tung der Höhe des konkreten Streitwerts offen. Mithin weist sie allen voran 

jene Kriterien aus, basierend auf welchen die Verfahrensgebühr festge-

setzt wird (Art. 14 Abs. 2 Verfahrens- und Gebührenreglement). Die Rüge 

A-4211/2014 

Seite 25 

der Beschwerdeführerin betreffend Intransparenz erweist sich daher als 

unbegründet. 

9.3.4 Wie bereits erwähnt, steckt Art. 14 Abs. 1 Verfahrens- und Gebühren-

reglement einen Rahmen für die den Anbietern aufzuerlegenden Verfah-

rensgebühren zwischen Fr. 200.– und Fr. 3'000.– respektive für Fallzahler 

Fr. 240.– und Fr. 3'600.–. Abs. 2 hält die Vorinstanz dazu an, die Verfah-

rensgebühren namentlich aufgrund der Komplexität des Falles, des Streit-

werts und des Arbeitsaufwands festzusetzen. Das Bundesverwaltungsge-

richt hatte bereits mehrfach Gebühren der Vorinstanz auf ihre Rechtmäs-

sigkeit hin zu überprüfen (vgl. Urteile A-5643/2014 E. 4.4.2;  

A-6494/2013 E. 7.4.2; A-5998/2010 E. 5.1). Im Lichte dieser Rechtspre-

chung ist der vorliegende Sachverhalt zu prüfen, wobei namentlich die drei 

nachfolgend dargelegten Fallkonstellationen als Vergleich herangezogen 

werden können.  

Dem Urteil A-5556/2013 vom 18. Juni 2014 lag ein Sachverhalt zu Grunde, 

wonach zur Ausarbeitung von zwei ausführlichen Schlichtungsvorschlägen 

ein erheblicher Aufwand von 11.75 Stunden betrieben wurde. Es handelte 

sich um einen Fall durchschnittlicher Komplexität, mit einem mittleren 

Streitwert (Fr. 456.–). Die Verfahrensgebühr von Fr. 1'510.– (inkl. Fallzah-

lerzuschlag von 20 %, exkl. MwSt.) wurde als angemessen erachtet, da 

der erhebliche Zeitaufwand zufolge des fundierten Aktenstudiums sowie 

der Rechtsprechung und der rechtlichen Auseinandersetzung resultierte 

und namentlich unter Berücksichtigung der Mitarbeit einer Praktikantin als 

gerechtfertigt erschien. Dies auch deshalb, weil eine Reduktion des Auf-

wandes bei der Festsetzung der Verfahrenskosten nicht signifikant ins Ge-

wicht gefallen wäre, weil nur ein kleiner Teil der tatsächlichen Kosten in 

Rechnung gestellt wurde (Urteil A-5556/2013 E. 5.4.4).  

Das Bundesverwaltungsgericht hatte im Urteil A-6494/2013 vom 27. Au-

gust 2014 namentlich die Angemessenheit einer Gebühr von Fr. 1'097.– 

(inkl. Fallzahlerzuschlag von 20 %, exkl. MwSt.) angesichts eines strittigen 

Betrags von Fr. 289.– zu beurteilen. Die Vorinstanz begründete die Gebüh-

renhöhe mit der durchschnittlichen Komplexität, dem mittleren Aufwand so-

wie dem mittleren Streitwert. Die Vorinstanz machte in diesem Fall einen 

Aufwand von zwei Stunden und 55 Minuten geltend, da ihr insbesondere 

erst nach der vierten Aufforderung sämtliche relevanten Unterlagen für die 

Prüfung der Eintretensvoraussetzungen vorlagen. Die Vorinstanz musste 

nur einen kurzen Schlichtungsvorschlag ausarbeiten, da die Anbieterin den 

A-4211/2014 

Seite 26 

Begehren des Kunden vollumfänglich entsprach und rechtliche Abklärun-

gen mithin nicht erforderlich waren. Das Bundesverwaltungsgericht erach-

tete die Gebühr aufgrund des im Vergleich zu den anderen Verfahren deut-

lich höheren Zeitaufwands als noch mit dem Äquivalenzprinzip vereinbar 

(Urteil A-6494/2013 E. 7.4.8). 

Das Bundesverwaltungsgericht hatte im Urteil A-5998/2010 vom 29. März 

2012 verschiedene seitens der Vorinstanz auferlegte Verfahrensgebühren 

auf ihre Angemessenheit hin zu überprüfen. In einigen Verfahren verwen-

dete die Vorinstanz insgesamt rund zwei Stunden für Telefonate, für die 

Lektüre und Ausarbeitung der Korrespondenz und die Ausarbeitung des 

Schlichtungsvorschlags, welcher grundsätzlich die Wiederholung der Par-

teistandpunkte und deren Einigung enthielt. Die Vorinstanz musste ledig-

lich die recht umfangreiche Eingabe des Kunden samt Beilagen ins Infor-

matiksystem einlesen, die Anbieterin zur Stellungnahme auffordern, diese 

anschliessend dem Kunden zustellen sowie seine Gegenofferte an die Be-

schwerdeführerin übermitteln, deren Annahme feststellen sowie schliess-

lich im Schlichtungsvorschlag festhalten. Das Bundesverwaltungsgericht 

erachtete sodann Verfahrensgebühren, die Fr. 700.– übersteigen, für nicht 

allzu aufwändige Schlichtungsverfahren, in welchen sich die Parteien wäh-

rend des Schriftenwechsels einigten und mithin einen Aufwand bis zu zwei 

Stunden verursachten, als das Äquivalenzprinzip verletzend. Die Gebüh-

ren wurden entsprechend auf Fr. 700.– festgesetzt (Urteil A-5998/2010 

Bst. A.a und E. 5.3.1). Bei den ebenfalls beurteilten Schlichtungsverfahren, 

in welchen die Parteien für die Einigung länger verhandelten, also mehr 

Angebote und Gegenangebote austauschten, entstand bei der Vorinstanz 

hingegen ein Aufwand von zwei bis knapp drei Stunden. Jedoch konnte 

auch in diesen Verfahren eine eigene rechtliche Beurteilung bzw. Sachver-

haltsanalyse unterbleiben. Das Bundesverwaltungsgericht erachtete leicht 

höhere Verfahrenskosten zufolge zusätzlicher Vergleichsangebote und 

Stellungnahme als gerechtfertigt, beurteilte jedoch nur eine Gebühr von 

Fr. 816.– noch mit dem Äquivalenzprinzip vereinbar. Die höheren Verfah-

rensgebühren für die entsprechenden Schlichtungsverfahren wurden auf 

je Fr. 820.– festgesetzt (Urteil  

A-5998/2010 Bst. A.b und E. 5.3.2).  

9.3.5 Dass es sich vorliegend um einen Fall geringer Komplexität handelte, 

stellen sowohl die Beschwerdeführerin als auch die Vorinstanz nicht in 

Frage. Umstritten ist hingegen, ob der seitens der Vorinstanz geltend ge-

machte Aufwand in Höhe von drei Stunden und 50 Minuten gerechtfertigt 

A-4211/2014 

Seite 27 

war, es sich um einen mittleren Streitwert handelte und die Gebühr in ei-

nem offensichtlichen Missverhältnis zum Leistungswert steht.  

Entgegen den Behauptungen der Beschwerdeführerin ist vorab festzuhal-

ten, dass mit dem Schlichtungsverfahren vorwiegend erfahrene Sachbear-

beiterinnen betraut waren (vgl. Jahresbericht ombudscom 2008, S. 21; 

Jahresbericht ombudscom 2009, S. 31; Jahresbericht ombudscom 2010, 

S. 42; Jahresbericht ombudscom 2011, S. 45; Jahresbericht ombudscom 

2012, S. 51; Jahresbericht ombudscom 2013, S. 7) und die internen Be-

sprechungen über das Vorliegen eines Einigungsversuchs angesichts der 

Praxis der Vorinstanz zu den Eintretensvoraussetzungen nachvollziehbar 

sind (vgl. E. 3.3). Die Ansicht der Beschwerdeführerin, wonach der Auf-

wand vor Einleitung des Schlichtungsverfahrens nicht bei der Gebühren-

festsetzung berücksichtigt werden darf, geht insofern fehl, als sich dieser 

Aufwand nicht klar vom übrigen Verfahrensaufwand trennen lässt. So kann 

die Vorinstanz ein Verfahren erst einleiten, wenn die Eintretensvorausset-

zungen zufolge deren Überprüfung als gegeben erachtet werden. Ferner 

kann eine sorgfältige Überprüfung der Unterlagen im Zuge der Beurteilung 

der Eintretensvoraussetzungen unter Umständen sogar eine speditivere 

Behandlung des Schlichtungsverfahrens ermöglichen. Der Zeiterfassung 

der Vorinstanz ist bis und mit 16. Juni 2014 (Datum der Gebührenverfü-

gung) ein Aufwand von drei Stunden und 40 Minuten zu entnehmen. Ge-

mäss der zeitlichen Auflistung der Vorinstanz nahm die Ausarbeitung des 

Schlichtungsvorschlags sowie die Prüfung der Eintretensvoraussetzungen 

jeweils 30 Minuten, Telefonate 25 Minuten und die Korrespondenz bis am 

16. Juni 2014 eine Stunde 55 Minuten in Anspruch. Jedoch ergibt die 

Durchsicht des Falldossiers, dass die  

Vorinstanz beispielsweise das Antwortschreiben der Beschwerdeführerin 

vom 31. Dezember 2013 mehrmals seitens der Kundin einverlangte, ob-

wohl dieses bereits mit dem Schlichtungsbegehren eingereicht worden 

war. Ferner hat die Vorinstanz die Kundin drei Mal gebeten, auf das Schrei-

ben vom 17. Januar 2014 der Beschwerdeführerin respektive die Zustel-

lung der Aufzeichnung der Gesprächsaufnahme mit einem Beschwerde-

brief zu reagieren. Hätte die Vorinstanz die Kundin bereits zu Beginn über 

ihre Praxis zu den Eintretensvoraussetzungen informiert und mithin explizit 

und für einen rechtsunerfahrenen Konsumenten klar verständlich auf das 

Erfordernis zur erneuten Kontaktaufnahme nach Zustellung der Ge-

sprächsaufnahme durch den Anbieter hingewiesen, wäre die mehrfache 

Korrespondenz nicht notwendig gewesen. Ferner verursachte die Ausar-

beitung des Schlichtungsvorschlags wenig Aufwand, da die Beschwerde-

führerin dem Schlichtungsbegehren der Kundin vollumfänglich entsprach 

A-4211/2014 

Seite 28 

und die Vorinstanz mithin – abgesehen von der vorgängigen Prüfung der 

Eintretensvoraussetzungen – auf eigene rechtliche Überlegungen und 

Sachverhaltsanalysen verzichten konnte. Insgesamt kann davon ausge-

gangen werden, dass der vorliegende Fall geringer Komplexität bei Ver-

meidung missverständlicher und teilweise doppelspuriger Korrespondenz 

einen gerechtfertigten Aufwand bis zu rund drei Stunden zu verursachen 

vermochte. Der Streitwert bestehend aus der Auflösungspauschale von 

Fr. 289.–, der Novemberrechnung in Höhe von Fr. 34.90 (inkl. Mahnge-

bühr), der Dezemberrechnung von Fr. 55.55 (inkl. Mahngebühr) sowie der 

Januarrechnung von Fr. 6.45, beträgt Fr. 385.90 und kann mithin in Über-

einstimmung mit der Vorinstanz als mittel erachtet werden. Angesichts des 

mittleren Streitwerts, des zu rechtfertigenden Aufwands von bis zu rund 

drei Stunden und der geringen Komplexität des vorliegenden Falles erweist 

sich jedoch eine Verfahrensgebühr in Höhe von Fr. 1'417.– (exkl. MwSt., 

inkl. Fallzahlerzuschlag von 20 %) auch im Lichte der bisherigen Recht-

sprechung als in einem offensichtlichen Missverhältnis zum konkreten Wert 

der Leistung der Vorinstanz. Die  

Vorinstanz verletzt das Äquivalenzprinzip und die Beschwerde ist in diesem 

Punkt begründet. 

10.  

10.1 Ist eine Beschwerde ganz oder teilweise gutzuheissen, entscheidet 

die Beschwerdeinstanz gemäss Art. 61 Abs. 1 VwVG in der Sache selbst 

oder weist diese ausnahmsweise mit verbindlichen Weisungen an die  

Vorinstanz zurück. Sie entscheidet insbesondere selbst in der Sache, wenn 

sie die Entscheidungsreife selber herbeiführen kann (vgl. Urteile des 

BVGer A-6384/2011 vom 11. Oktober 2012 E. 7.7 und A-5998/2010 E. 5.3; 

MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 3.194). Die Bemessungskriterien 

für die Gebührenhöhe sind im vorliegenden Fall bekannt, weshalb ein re-

formatorischer Entscheid möglich und geboten ist. 

10.2 Vorliegend handelt es sich um einen Fall mittleren Streitwerts, welcher 

eine geringe Komplexität aufweist. So entsprach die Beschwerdeführerin 

vollumfänglich dem Schlichtungsbegehren der Kundin. Dennoch war im 

Unterschied zu bis zu zweistündigen, nicht allzu aufwändigen Verfahren 

ein gewisser zeitlicher Mehraufwand notwendig, um das Vorliegen der Ein-

tretensvoraussetzungen zu prüfen und im Lichte der Praxis der Vorinstanz 

zu den Eintretensvoraussetzungen die Kundin um die erneute Kontaktie-

rung der Beschwerdeführerin zu ersuchen. Der vorliegende Fall ist mithin 

allen voran mit jener Sachverhaltskonstellation des Urteils  

A-6494/2013 vergleichbar, wonach eine Verfahrensgebühr von Fr. 1'097.– 

A-4211/2014 

Seite 29 

mit dem Äquivalenzprinzip als noch vereinbar erachtet wurde (Urteil  

A-6494/2013 E. 7.4.8). Weiter besteht eine Parallele zu den Schlichtungs-

verfahren im Urteil A-5998/2010, welche zufolge längerer Verhandlungen 

der Parteien bis zur Erreichung einer Einigung einen Aufwand der Vo-

rinstanz von zwei bis knapp drei Stunden verursachten. Die Verfahrensge-

bühren wurden entsprechend auf Fr. 820.– festgesetzt (Urteil  

A-5998/2010 E. 5.3.2). Die Verfahrensgebühr hat sich vorliegend in diesem 

Rahmen zu bewegen, wobei jedoch zu berücksichtigen ist, dass die Vo-

rinstanz kostendeckende Gebühren zu erheben hat (Art. 40 Abs. 1 Bst. c 

FMG). Entsprechend ist im Zuge der Festsetzung der Verfahrensgebühren 

nebst den Kriterien gemäss Art. 14 Abs. 2 Verfahrens- und Gebührenreg-

lement auch in einem gewissen Masse der relevante Gesamtaufwand der 

Vorinstanz zu berücksichtigen. Die Vorinstanz wies in ihrer Vernehmlas-

sung aus, zur Deckung ihres Aufwands im Jahr 2014 müsse sie durch-

schnittlich Verfahrensgebühren in Höhe von Fr. 884.40 erheben. Unter Be-

rücksichtigung aller Umstände des vorliegenden Falles sowie der bisheri-

gen Rechtsprechung ist die Verfahrensgebühr auf Fr. 900.– (inkl. Fallzah-

lerzuschlag von 20 %) festzusetzen.  

11.  

Die Verfahrenskosten werden in der Regel der unterliegenden Partei nach 

Massgabe deren Unterliegens auferlegt (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Der Vo-

rinstanz sind keine Verfahrenskosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 2 VwVG). 

Das für die Kostenverlegung massgebende Ausmass des Unterliegens 

hängt vorab von den im konkreten Fall in der Beschwerde gestellten 

Rechtsbegehren ab, wobei auf das materiell wirklich Gewollte abzustellen 

ist (MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 4.43). Die Beschwerdeführe-

rin, die in ihrem Hauptbegehren sinngemäss die gänzliche Aufhebung der 

Gebühr verlangte, ist zu etwa drei Fünfteln als unterliegend zu betrachten. 

Die Verfahrenskosten sind auf Fr. 800.– festzusetzen, wovon die Be-

schwerdeführerin Fr. 480.– zu tragen hat. Sie werden dem geleisteten Kos-

tenvorschuss entnommen, wobei ihr die Differenz von Fr. 320.– nach Ein-

tritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückzuerstatten ist.  

12.  

Der Beschwerdeführerin ist keine Parteientschädigung zuzusprechen, da 

sie nicht anwaltlich vertreten ist und ihr keine unverhältnismässig hohen 

Kosten entstanden sind (Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 ff. des Regle-

ments vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor 

dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

A-4211/2014 

Seite 30 

  

A-4211/2014 

Seite 31 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Die Gebühr für das Schlich-

tungsverfahren Nr. C34861 wird neu auf Fr. 900.– (inkl. Fallzahlerzuschlag 

von 20 %) festgesetzt.  

2.  

Der Beschwerdeführerin werden Verfahrenskosten von Fr. 480.– auferlegt. 

Dieser Betrag wird dem geleisteten Kostenvorschuss in Höhe von Fr. 800.– 

entnommen. Der Restbetrag von Fr. 320.– wird ihr nach Eintritt der Rechts-

kraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. Hierzu hat sie dem Bundes-

verwaltungsgericht einen Einzahlungsschein zuzustellen  

oder ihre Kontonummer bekannt zu geben.  

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. C34861; Gerichtsurkunde) 

– das Generalsekretariat UVEK (Gerichtsurkunde) 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Maurizio Greppi Flurina Peerdeman 

 

  

A-4211/2014 

Seite 32 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichts-

gesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in 

einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung 

mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange-

fochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerde-

führer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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