# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 35f57652-bb79-5331-8e0f-7097682e9f21
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-02-27
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 27.02.2014 LE130068
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LE130068_2014-02-27.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: LE130068-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende, Oberrichter 

lic. iur. M. Spahn und Oberrichter Dr. M. Kriech sowie Gerichts-

schreiberin lic. iur. B. Jucker-Demuth 

Urteil vom 27. Februar 2014 

 

in Sachen 

 
A._____, 

Gesuchsteller und Berufungskläger 

 

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 
B._____, 

Gesuchsgegnerin und Berufungsbeklagte 

 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Y._____ 

 
betreffend Eheschutz (Unterhaltsbeiträge) 
 
Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren 
am Bezirksgericht Dietikon vom 4. Oktober 2013 (EE130040-M) 

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Rechtsbegehren: 
(Urk. 2 S. 2 sinngemäss) 

1. Es sei dem Gesuchsteller das Getrenntleben zu bewilligen; 

2. Es sei die eheliche Liegenschaft an der C._____-Strasse …, D._____, dem 
Gesuchsteller zur alleinigen Benützung zuzuweisen, und es sei der Gesuchs-
gegnerin eine Frist bis zum 1. Juli 2013 zum Auszug anzusetzen; 

3. Es sei die gemeinsame Tochter E._____, geb. tt.mm.2007, für die Dauer des 
Getrenntlebens unter die Obhut des Vaters zu stellen; 

4. Es sei der Gesuchsgegnerin ein angemessenes Besuchsrecht einzuräumen; 

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Gesuchsgegnerin. 

Urteil des Bezirksgerichtes Dietikon vom 4. Oktober 2013: 
(Urk. 36 = Urk. 39) 

Es wird verfügt: 

1. Das Begehren des Gesuchstellers um Anordnung vorsorglicher Massnahmen wird als ge-

genstandslos geworden abgeschrieben. 

2. Es wird davon Vormerk genommen, dass sich der Gesuchsteller zur Leistung von Prozess-

kostenvorschüssen an die Gesuchsgegnerin im Gesamtbetrag von Fr. 6'000.– verpflichtet 

hat. 

3. [Schriftliche Mitteilung] 

Sodann wird erkannt: 

1. Es wird davon Vormerk genommen, dass die Parteien seit dem 16. August 2013 auf unbe-

stimmte Zeit getrennt leben.  

2. Die Obhut über die Tochter E._____, geboren am tt.mm.2007, wird der Gesuchs-gegnerin 

zugeteilt. 

3. Der Gesuchsteller wird für berechtigt erklärt, die Tochter E._____  

- jedes Wochenende von Freitag, 18.00 Uhr bis Sonntag, 18.00 Uhr, 

- jeden Mittwochnachmittag, von 13.30 Uhr bis 17.30 Uhr  

auf eigene Kosten zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen.  

Zudem wird der Gesuchsteller berechtigt erklärt, die Tochter E._____ für die Dauer von 

sechs Wochen pro Jahr, davon maximal zwei Wochen am Stück, auf eigene Kosten zu sich 

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oder mit sich in die Ferien zu nehmen. Die Ausübung des Ferienbesuchsrechts hat der Ge-

suchsteller der Gesuchsgegnerin mindestens zwei Monate im Voraus mitzuteilen.  

4. Die eheliche Wohnung, inkl. Hausrat und Mobiliar, an der C._____-Strasse …, in D._____ 

wird für die Dauer des Getrenntlebens dem Gesuchsteller zur alleinigen Benützung zuge-

wiesen. 

Es wird davon Vormerk genommen, dass die Gesuchsgegnerin die eheliche Wohnung an 

der C._____-Strasse …, in D._____ bereits verlassen hat. 

5. Der Gesuchsteller wird verpflichtet, der Gesuchsgegnerin an den Unterhalt und die Erzie-

hung der gemeinsamen Tochter E._____ einen monatlichen Unterhaltsbeitrag in der Höhe 

von Fr. 1'000.–, zuzüglich vertraglicher und/oder gesetzlicher Kinderzulagen, zu bezahlen; 

zahlbar monatlich im Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats. 

6. Der Gesuchsteller wird verpflichtet, der Gesuchsgegnerin für sich persönlich monatliche Un-

terhaltsbeiträge in der Höhe von Fr. 3000.– zu bezahlen; zahlbar monatlich im Voraus, je-

weils auf den Ersten eines jeden Monats, rückwirkend ab 16. August 2013. 

7. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf Fr. 2'700.– (Pauschalgebühr). Allfällige weitere 

Auslagen bleiben vorbehalten. 

8. Die Kosten werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt und aus dem durch den Gesuchstel-

ler geleisteten Vorschuss bezogen. 

9. Die Gesuchsgegnerin wird verpflichtet, dem Gesuchsteller ihren hälftigen Kostenanteil, mit-

hin Fr. 1'350.–, zu erstatten. Darüber hinaus wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

10.  [Schriftliche Mitteilung] 

11.  [Rechtsmittel] 

Berufungsanträge: 

des Gesuchstellers und Berufungsklägers (Urk. 38): 
 
"Es sei Ziff. 6 des Dispositivs des angefochtenen Entscheids aufzuheben und der von der Vor-
instanz festgelegte persönliche Unterhaltsbeitrag für die Gesuchsgegnerin/Berufungsbeklagte auf 
Fr. 1'420.00 pro Monat zu reduzieren; 
 
unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zuzüglich 8% Mehrwertsteuer) zu Lasten der Berufungs-
beklagten." 

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der Gesuchsgegnerin und Berufungsbeklagten (Urk. 45): 
 
" 1. Die Berufung sei abzuweisen, soweit eine Reduktion des persönlichen Unterhaltsbeitrages 

für die Berufungsbeklagte unter Fr. 2'840.00 gefordert wird. 
 
 2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich 8% Mehrwertsteuer) zulasten des Be-

rufungsklägers." 

Erwägungen: 

1. Sachverhalt / Prozessgeschichte 

1.1. Die Parteien standen seit dem 23. Mai 2013 vor Vorinstanz in einem Ehe-

schutzverfahren (Urk. 2). Das vom Gesuchsteller und Berufungskläger (fortan 

Gesuchsteller) gleichentags gestellte Begehren um Anordnung von vorsorglichen 

Massnahmen im Sinne einer einstweiligen superprovisorischen Massnahme wur-

de mit Verfügung vom 24. Mai 2013 abgewiesen (Urk. 5). Anlässlich der Haupt-

verhandlung sowie der Verhandlung über vorsorgliche Massnahmen vom 19. Juli 

2013 konnte zwischen den Parteien eine Teilvereinbarung betreffend vorsorgliche 

Massnahmen hinsichtlich der Aufhebung des gemeinsamen Haushaltes, der Zu-

weisung der ehelichen Wohnung an der C._____-Str. … in D._____ für die Dauer 

des Verfahrens an den Gesuchsteller sowie der Verpflichtung des Gesuchstellers, 

der Gesuchsgegnerin und Berufungsbeklagten (fortan Gesuchsgegnerin) einen 

Prozesskostenvorschuss in der Höhe von Fr. 3'000.– zu bezahlen, getroffen wer-

den (Urk. 18). Am 22. Juli 2013 fand die Anhörung der gemeinsamen Tochter der 

Parteien, E._____, geboren am tt.mm.2007, statt (Urk. 19). Mit Eingaben vom 

14. sowie 16. August 2013 nahmen die Parteien zum Ergebnis der Kinderanhö-

rung sowie zur persönlichen Befragung anlässlich der Verhandlung vom 19. Juli 

2013 Stellung (Urk. 23 und 24). Die Gesuchsgegnerin wurde in der Folge aufge-

fordert, zu den vom Gesuchsteller eingereichten Noven Stellung zu nehmen, wel-

cher Aufforderung sie mit Eingabe vom 4. September 2013 nachkam, wobei sie 

zugleich einen Antrag auf Leistung eines weiteren Prozesskostenvorschusses 

stellte (Urk. 28). Der Gesuchsteller erklärte sich mit Eingabe vom 20. September 

2013 damit einverstanden (Urk. 32). Mit Verfügung und Urteil vom 4. Oktober 

2013 entschied die Vorinstanz wie eingangs erwähnt über das Eheschutzverfah-

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ren und schrieb das Begehren um Anordnung von vorsorglichen Massnahmen als 

gegenstandslos geworden ab (Urk. 36 = Urk. 39). 

1.2. Gegen diesen Entscheid erhob der Gesuchsteller mit Eingabe vom 

21. Oktober 2013 rechtzeitig (vgl. Urk. 37/1) Berufung mit dem eingangs aufge-

führten Rechtsbegehren (Urk. 38). Mit Verfügung vom 24. Oktober 2013 wurde 

dem Gesuchsteller Frist zur Leistung eines Kostenvorschusses angesetzt, wel-

cher fristgerecht einging (Urk. 43). Die Berufungsantwort der Gesuchsgegnerin 

datiert vom 18. November 2013 (Urk. 45) und wurde dem Gesuchsteller zur 

Kenntnis gebracht (Urk. 46). Die daraufhin unaufgefordert eingereichte Stellung-

nahme des Gesuchstellers vom 16. Dezember 2013 (Urk. 47) wurde wiederum 

der Gesuchsgegnerin zur Kenntnisnahme zugestellt (Prot. S. 5). 

1.3. Das Verfahren erweist sich als spruchreif. 

2. Vorbemerkungen 

Im Berufungsverfahren liegen lediglich die Unterhaltsbeiträge an die Gesuchs-

gegnerin persönlich im Streit. Die Höhe der Kinderunterhaltsbeträge sowie die üb-

rigen im vorinstanzlichen Entscheid geregelten Punkte wurden nicht angefochten. 

Sie sind in Rechtskraft erwachsen, wovon Vormerk zu nehmen ist. 

3. Materielles 

3.1. Einkommen des Gesuchstellers 

a) Die Vorinstanz hat das monatliche Einkommen des Gesuchstellers mit 

Fr. 11'280.– beziffert, wobei sie sich auf den Lohnausweis aus dem Jahr 2012 

stützte und den Anteil am 13. Monatslohn sowie am Bonus (Zielbonus und Alters-

zulage) dazu rechnete (Urk. 39 S. 26). 

b) Der Gesuchsteller moniert in der Berufung, die Vorinstanz habe bei der 

Berechnung seines Einkommens die Dienstalterszulage im Umfang von 

Fr. 1'250.– fälschlicherweise zum Einkommen hinzugerechnet. Es handle sich 

dabei um eine einmalige Zahlung im Zusammenhang mit der zehnjährigen Dauer 

des Dienstverhältnisses, welche allenfalls in neun Jahren wieder anfalle (Urk. 38 

S. 3). Das monatliche Einkommen des Gesuchstellers betrage inklusive Kinderzu-

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lagen Fr. 8'946.20 netto, wozu der monatliche Anteil am 13. Monatslohn von 

Fr. 728.85 sowie ein pro rata-Anteil am Bonus von Fr. 1'547.– netto zu zählen 

seien, was im Resultat Fr. 11'222.50 [recte: Fr. 11'222.05] ergebe. Exklusive Kin-

derzulagen von monatlich Fr. 200.– betrage das Einkommen somit Fr. 11'022.50 

[recte: Fr. 11'022.05] (Urk. 38 S. 4). 

c) Die Gesuchsgegnerin lässt hierzu ausführen, die Einwände des Ge-

suchstellers seien berechtigt und sein monatliches Einkommen daher auf 

Fr. 11'022.50 [recte: Fr. 11'022.05] festzusetzen (Urk. 45 S. 3). 

d) Da die Parteien bezüglich des Einkommens des Gesuchstellers über-

einstimmende Anträge stellen, steht einer entsprechenden Korrektur nichts im 

Weg. Das monatliche Einkommen des Gesuchstellers ist – rechnerisch korrekt – 

auf Fr. 11'022.05 (inklusive Anteil 13. Monatslohn und Bonus, exklusive Kinderzu-

lagen) festzusetzen. 

3.2. Bedarf des Gesuchstellers 

a) Die Vorinstanz hat dem Gesuchsteller neben dem ausgewiesenen Hy-

pothekarzins von Fr. 2'864.58 Wohnnebenkosten in der Höhe von Fr. 475.– (Un-

terhaltskosten) sowie Fr. 283.07 (Kosten für Elektrizität/Gas/Wasser) in den Be-

darf eingerechnet, was einem Betrag von insgesamt Fr. 3'622.65 entspricht. Die 

vom Gesuchsteller geltend gemachten Unterhaltskosten der Jahre 2010 bis 2012 

wurden dabei um diejenigen Ausgaben, welche nicht jährlich anfallen (wie bei-

spielsweise die neue Heizung, der neue Geschirrspüler, eine neue Waschma-

schine mit Tumbler und ein neuer Tiefkühler), sowie um die bereits im monatli-

chen Betrag von Fr. 283.07 berücksichtigten Kosten für das Wasser gekürzt. Dies 

mit der Begründung, Investitionen zur Werterhaltung oder Wertverbesserung sei-

en im Rahmen der Festlegung des Unterhalts nicht zu berücksichtigen, zumal der 

Gesuchsteller nicht genügend glaubhaft gemacht habe, dass die von ihm geltend 

gemachten grösseren Renovationsarbeiten unmittelbar bevorstünden (Urk. 39 

S. 28). 

Der Gesuchsteller macht hierzu geltend, es treffe zwar bis zu einem gewis-

sen Grad zu, dass es sich bei den geltend gemachten Kosten um solche handle, 

die der Werterhaltung dienten und die nicht jedes Jahr anfielen. Hingegen würden 

diese Kosten 'nun einmal anfallen', während in einem Mietverhältnis wie demjeni-

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gen der Gesuchsgegnerin der Vermieter diese Kosten zu bezahlen habe, was in 

aller Regel im Mietzins berücksichtigt werde. Das Steueramt habe sodann den 

durchschnittlich angefallenen jährlichen Betrag von Fr. 16'860.– für den Unterhalt 

der Liegenschaft, welcher als Basis für die geltend gemachten Fr. 1'405.– pro 

Monat diente, ebenfalls akzeptiert. Indessen seien im Durchschnitt wohl bis 

zu 20% der Unterhaltskosten wertvermehrend bzw. werterhaltend gewesen, wes-

halb monatlich noch Fr. 1'124.– (80% von Fr. 1'405.–) zu berücksichtigen seien. 

Sodann habe die Gesuchsgegnerin dem Gesuchsteller für die Nebenkosten mo-

natlich Fr. 500.– zugestanden, was von der Vorinstanz ausser Acht gelassen 

worden sei (Urk. 38 S. 4 f.). 

Die Gesuchsgegnerin hält die Berechnung der Vorinstanz für korrekt und 

weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass im Bedarf des Gesuchstellers 

zusätzlich zu den bereits erwähnten Fr. 475.– für Wohnnebenkosten Fr. 283.70 

für Elektrizität/Gas/Wasser berücksichtigt worden seien, obwohl gemäss den 

Richtlinien für die Berechnung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums der 

Verwaltungskommission des Obergerichtes des Kantons Zürich die Energiekos-

ten mit Ausnahme der Kosten für die Heizungsenergie im Grundbetrag inbegriffen 

seien (Urk. 45 S. 5). 

Die Vorinstanz hat die nicht jährlich anfallenden Unterhaltskosten aus der 

vom Gesuchsteller eingereichten Aufstellung herausgelöst und den daraus resul-

tierenden Restbetrag von Fr. 475.– als Wohnnebenkosten in seinem Bedarf be-

rücksichtigt. Der Gesuchsteller setzt sich in der Berufung damit aber nicht weiter 

auseinander, sondern erklärt lediglich pauschal, dass bis zu 20% der von ihm gel-

tend gemachten Kosten werterhaltende oder wertvermehrende Investitionen be-

träfen, weshalb neu Fr. 1'124.– in seinem Bedarf zu berücksichtigen seien. Wel-

che der von ihm geltend gemachten und von der Vorinstanz von der Berücksichti-

gung ausgeschlossenen Kosten damit genau gemeint sein könnten, legt der Ge-

suchsteller indes nicht dar. Der pauschale Hinweis darauf, dass solche Kosten 

'nun einmal anfallen' reicht nicht, um sie genügend glaubhaft zu machen und im 

Bedarf zu berücksichtigen. Aus den Vorbringen des Gesuchstellers erschliesst 

sich nicht, was konkret an der vorinstanzlichen Berechnung der im Bedarf zu be-

rücksichtigenden Wohnnebenkosten falsch sein soll bzw. welche der ausge-

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schlossenen Posten entgegen der Ansicht der Vorinstanz doch jährlich anfielen 

und daher in die Rechnung hätten Eingang finden sollen. An der vorinstanzlichen 

Berechnung der Wohnnebenkosten ist daher nichts zu ändern. Dem Gesuchstel-

ler sind monatlich Fr. 475.– für den Unterhalt der Liegenschaft sowie Fr. 283.07 

für Elektrizität/Gas/Wasser, insgesamt also Fr. 758.07 an Wohnnebenkosten im 

Bedarf zu berücksichtigen. Zusammen mit dem ausgewiesenen Hypothekarzins 

von Fr. 2'864.58 ergeben sich damit monatliche Wohnkosten des Gesuchstellers 

von Fr. 3'622.65. 

b) Hinsichtlich der Mobilitätskosten bringt der Gesuchsteller vor, die Vor-

instanz habe die von ihm geltend gemachten Fr. 1'500.– zu Unrecht auf Fr. 600.– 

gekürzt (Urk. 38 S. 5). Sein Arbeitsweg betrage 96 km, was bei einem Fahrkos-

tenansatz von Fr. 0.70 pro Kilometer und einer durchschnittlichen Arbeitsleistung 

von 240 Arbeitstagen pro Jahr allein zu monatlichen Fahrkosten von Fr. 1'344.– 

führe (240 x 96 km x Fr. 0.70 / 12). Die Homeoffice-Lösung habe er sich vom Ar-

beitgeber ausdrücklich für den Fall bewilligen lassen, dass ihm die Obhut über 

E._____ zugeteilt würde. Da E._____ nun aber bei der Gesuchsgegnerin lebe, 

gäbe es keinen Grund für ihn, die Arbeit nicht im Geschäft zu verrichten. Zwar 

werde er künftig aufgrund der vom Gericht verfügten Regelung jeweils am Mitt-

wochnachmittag "Homeoffice machen", am Vormittag jedoch trotzdem ins Ge-

schäft fahren, womit die Fahrkosten also auch an jenen Tagen anfielen. Eine 

Kombination des Arbeitsweges mit spesenberechtigten Auswärtsterminen sei so-

dann nicht möglich, fielen diese doch höchstens zweimal im Monat an, da in der 

Regel die Lieferanten zum Kunden kommen würden und nicht umgekehrt. Selbst 

wenn ein solcher Termin stattfinde, dauere dieser nicht den ganzen Tag und er 

müsse daher trotzdem noch ins Geschäft fahren. Hinzu komme, dass er E._____ 

an jedem Wochenende und an jedem Mittwochnachmittag bei der Gesuchsgeg-

nerin abhole und wieder zu ihr zurückbringe. Die Distanz zwischen D._____ und 

F._____ betrage 23.7 km, was bei 4 Fahrten pro Woche oder 18 Fahrten pro Mo-

nat Kosten von Fr. 584.60 generiere (18 x 46.6 km x Fr. 0.70). Insgesamt über-

stiegen die monatlichen Fahrkosten damit die von ihm geltend gemachten 

Fr. 1'500.– sogar (Urk. 38 S. 6). 

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Die Gesuchsgegnerin stellt sich auf den Standpunkt, der Gesuchsteller ma-

che keine Gründe geltend, die eine Erhöhung seiner Mobilitätskosten rechtfertig-

ten, und wiederholt die Argumentation der Vorinstanz, dass der Gesuchsteller den 

Arbeitsweg mit spesenberechtigten Auswärtsterminen verbinden könne (Urk. 45 

S. 5). 

Die Vorinstanz hat dem Gesuchsteller unter dem Titel Mobilitätskosten 

Fr. 600.– in den Bedarf eingerechnet. Dies mit der Begründung, ihm sei die Ar-

beitstätigkeit via Homeoffice ausdrücklich bewilligt worden, weshalb davon aus-

zugehen sei, dass er den Arbeitsweg von 96 km nicht jeden Tag zurücklegen 

müsse und er ihn überdies mit spesenberechtigten Auswärtsterminen kombinie-

ren könne (Urk. 38 S. 30). Dem Gesuchsteller wurde die Verrichtung seiner Arbeit 

via Homeoffice zwar bewilligt (Urk. 25/3), allerdings betrifft dies die Randstunden 

jeweils von 6 Uhr bis 7 Uhr morgens oder von 21 Uhr bis 22 Uhr abends. Dazwi-

schen sieht der vom Gesuchsteller eingereichte Wochenplan vor, dass er im 'Bü-

ro' arbeitet. Damit dürfte wohl der Arbeitsort in G._____/LU gemeint sein, was sich 

im Übrigen auch mit dem Vorbringen des Gesuchstellers deckt, am Mittwoch trotz 

Homeoffice am Morgen jeweils ins Büro fahren zu müssen, um dort zu arbeiten 

(Urk. 38 S. 6). Ausserdem hat der Gesuchsteller die Homeoffice-Lösung aus-

drücklich für den Fall beantragt und organisiert, dass ihm die Obhut über E._____ 

zugesprochen würde. Da E._____ aber gemäss dem vorinstanzlichen Entscheid 

weiterhin bei der Gesuchsgegnerin wohnen wird, erübrigt sich dies nunmehr und 

es ist davon auszugehen, dass der Gesuchsteller wie bis anhin regulär im Büro 

arbeiten wird, mit Ausnahme des Mittwochnachmittags, an dem er E._____ be-

treut und darum zu Hause arbeitet. Dass der Gesuchsteller Auswärtstermine nicht 

mit seinem Arbeitsweg verbinden und sich diesen daher über die Spesen vergü-

ten lassen kann, erscheint glaubhaft. Dass solche Termine überdies nicht den 

ganzen Tag dauern und er daher vorher oder nachher jeweils trotzdem noch ins 

Geschäft fahren muss, erscheint ebenfalls glaubhaft. Der Weg vom Wohnort des 

Gesuchstellers in D._____ bis zum Arbeitsort in G._____/LU dauert mit den öf-

fentlichen Verkehrsmitteln eine Stunde und 47 Minuten, während er mit dem Auto 

in rund 40 Minuten zurückzulegen ist (vgl. https://maps.google.ch/maps). Es ist dem 

Gesuchsteller daher nicht zuzumuten, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur 

https://maps.google.ch/maps

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Arbeit zu gelangen, zumal er ab und zu auch auswärts Termine wahrnehmen 

muss, die sich nicht mit dem Arbeitsweg verbinden lassen. In seinem Bedarf ist 

somit ein Betrag für die (Auto-)Fahrkosten zu berücksichtigen. 

Die vom Gesuchsteller angewandte Berechnungsmethode mit einem pau-

schalen Ansatz von Fr. 0.70 pro Kilometer überzeugt jedoch nicht, zumal er die-

sen im vorinstanzlichen Verfahren erst in der Stellungnahme zur Duplik erstmals 

erwähnt und auch nicht weiter aufgeschlüsselt hat, was davon alles umfasst ist 

(vgl. Vi Prot. S. 31). Anzunehmen ist deshalb, dass darin die gesamten Betriebs-

kosten einschliesslich des Kaufpreises enthalten sind. Gemäss dem Kreisschrei-

ben der Verwaltungskommission des Obergerichts betreffend die Richtlinien zur 

Berechnung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums vom 16. September 

2009 sind für ein Auto indes nur die festen und veränderlichen Kosten – ohne 

Amortisation – einzusetzen (Abschnitt III Ziff. 3.4 e) des Kreisschreibens). In der 

Regel handelt es sich dabei um die Kosten für das Benzin, die Strassenverkehrs-

abgabe, die Versicherungsprämien und den Service. Berücksichtigt man die Ben-

zinkosten mit durchschnittlich Fr. 1.80 pro Liter, resultiert bei einem Arbeitsweg 

von 96 km an durchschnittlich 21.7 Arbeitstagen pro Monat und einem Verbrauch 

von einem Liter Benzin für 10 km ein Betrag von rund Fr. 375.– (21.7 x 96 km / 10 

x Fr. 1.80) Die Versicherung ist mit Fr. 125.– belegt (vgl. Urk. 10/25) und die 

Strassenverkehrsabgabe dürfte sich im Rahmen von Fr. 30.– bewegen, was total 

zu Fr. 530.– führt (Fr. 375.– + Fr. 125.– + Fr. 30.–). Der Gesuchsteller hat sodann 

weder Reparatur- noch Servicekosten behauptet oder belegt. Berücksichtigt man 

diese zusätzlich im Umfang von Fr. 70.–, erscheint der von der Vorinstanz dem 

Gesuchsteller im Bedarf zugestandene Betrag an Autokosten von monatlich 

Fr. 600.– gerechtfertigt und bedarf keiner Korrektur.  

Die dem Gesuchsteller im Zusammenhang mit der Ausübung des Besuchsrechts 

für das Abholen und Zurückbringen von E._____ entstehenden Kosten sind unter 

dem Titel 'Fahrkosten' – wovon lediglich diejenigen zum Arbeitsplatz und retour 

erfasst sind (vgl. Abschnitt III Ziff. 3.4 e) des Kreisschreibens) – nicht zusätzlich 

zu berücksichtigen. Darauf wird an anderer Stelle zurückzukommen sein (vgl. Zif-

fer 3.3. d)). 

 

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3.3. Bedarf der Gesuchsgegnerin 

a) Die Vorinstanz hat im Bedarf der Gesuchsgegnerin monatliche Mobili-

tätskosten von Fr. 166.– für ein übertragbares Jahresabonnement des ZVV für 

fünf Zonen berücksichtigt (Urk. 39 S. 30). Der Gesuchsteller macht geltend, dieser 

Betrag sei zu hoch. Der Gesuchsgegnerin fielen für die Ausübung des Besuchs-

rechts – nicht wie bei der von ihm angestrebten Lösung, dass er die Obhut über 

E._____ bekommen würde – keine Kosten an und sie sei überdies nicht erwerbs-

tätig. Es seien daher die von der Gesuchsgegnerin geltend gemachten Fr. 80.– in 

ihrem Bedarf zu berücksichtigen. Die von ihm anerkannten Fr. 177.– hätten sich 

darauf bezogen, dass der Gesuchsgegnerin zur Ausübung des Besuchsrechts 

gewisse Kosten angefallen wären, wenn die Obhut über E._____ ihm zugeteilt 

worden wäre. 

Die Gesuchsgegnerin hält die Berücksichtigung von Fr. 166.– unter dem Ti-

tel Mobilitätskosten in ihrem Bedarf für richtig. Im Übrigen habe der Gesuchsteller 

ihr diesen Betrag ausdrücklich und vorbehaltlos zugestanden (Urk. 45 S. 6). 

Zwar ist die Gesuchsgegnerin nicht erwerbstätig, weshalb ihr in diesem Zu-

sammenhang keine Mobilitätskosten anfallen. Trotzdem muss sie in der Lage 

sein, sich fortzubewegen und mit E._____ etwas zu unternehmen. Auch darf an-

genommen werden, dass sie E._____ doch einmal zum Gesuchsteller bringen 

oder bei ihm abholen muss. Nachdem sie weder in der Stadt wohnt noch ein Auto 

besitzt, rechtfertigt es sich – auch in Anbetracht der finanziellen Verhältnisse der 

Parteien – ihr den monatlichen Betrag für ein Jahresabonnement des ZVV über 

fünf Zonen in der Höhe von Fr. 166.– im Bedarf zu berücksichtigen. 

b) Bezüglich der Steuern bringt der Gesuchsteller vor, die vorinstanzliche 

Berechnung erscheine unglaubwürdig, da diese einerseits von der Höhe der Un-

terhaltsbeiträge abhingen und anderseits die Gesuchsgegnerin die Kinderabzüge 

machen könne und zum Verheiratetentarif besteuert werde, während bei ihm der 

Alleinstehendentarif [recte: Grundtarif] zur Anwendung gelange (Urk. 38 S. 7). 

Bei den Steuern ist es nicht möglich, diese exakt zu berechnen. Es wird da-

her eine ungefähre Schätzung vorgenommen und ein entsprechender Betrag im 

Bedarf berücksichtigt. Üblicherweise wird in der Gerichtspraxis das Unterhaltsbe-

rechnungsprogramm von Martin Farner angewendet, um die mutmassliche Steu-

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erbelastung der Parteien zu berechnen (http://www.gerichte-zh.ch/themen/ehe-und-

familie/hilfen/unterhaltsberechnung.html). Der Gesuchsteller geht in der Berufungsschrift 

ebenfalls von dieser Berechnungsmethode aus und kommt dabei für sich auf eine 

monatliche Steuerbelastung von Fr. 487.24 (Urk. 38 S. 10). Die Gesuchsgegnerin 

kritisiert weder die von der Vorinstanz dem Gesuchsteller für Steuern zugebilligten 

Fr. 550.– noch den vom Gesuchsteller im Berufungsverfahren beanspruchten Be-

trag, weshalb in seinem Bedarf unter diesem Titel Fr. 487.24 zu berücksichtigen 

sind. Die mutmassliche monatliche Steuerbelastung der Gesuchsgegnerin beläuft 

sich bei einem Einkommen von rund Fr. 74'000.– (12 x [Fr. 2'540.– zuzüglich 

Fr. 3'620.–]) und Abzügen von rund Fr. 14'200.– (Kanton) bzw. Fr. 9'750.– (Bund) 

auf Fr. 400.–. 

c) Der Gesuchsteller ist der Ansicht, die Wohnnebenkosten der Gesuch-

stellerin im Umfang von Fr. 300.– seien nicht ausgewiesen, weshalb sie in ihrem 

Bedarf nicht zu berücksichtigen seien. Auf dem Mietvertrag finde sich lediglich ein 

handschriftlicher Vermerk, dass die Nebenkosten geschätzt etwa so viel betragen 

würden. Zudem habe die Gesuchsgegnerin für die Garage und den Abstellplatz 

gar keine Verwendung, weshalb sie diese untervermieten könne (Urk. 38 S. 8). 

Die Gesuchsgegnerin lässt dazu ausführen, es sei gerichtsnotorisch, dass 

die mutmasslichen Nebenkosten mit Zurückhaltung geschätzt würden. Ausser-

dem generiere sie zusammen mit E._____ Wohnkosten von Fr. 2'438.45, derweil 

beim Gesuchsteller Fr. 3'622.65 anfielen (Urk. 45 S. 6). 

Die mutmasslichen Nebenkosten sind auf dem Mietvertrag lediglich hand-

schriftlich mit Fr. 300.– vermerkt (Urk. 17/5), indes bewegen sie sich für ein Ein-

familienhaus mit fünf Zimmern in einem angemessenen und realistischen Bereich, 

weshalb sie im Bedarf der Gesuchsgegnerin so zu berücksichtigen sind. Was die 

Vermietung des Abstellplatzes und der Garage betrifft, wäre dies zwar denkbar. 

Indes ist die Gesuchsgegnerin angesichts der finanziellen Verhältnisse der Par-

teien und mit Blick auf die massiv höheren Wohnkosten des Gesuchstellers nicht 

zu verpflichten, ihrerseits die Wohnkosten zu senken, indem sie den in der Miete 

inbegriffenen Abstellplatz und die Garage untervermietet. 

d) Schliesslich moniert der Gesuchsteller, der Grundbetrag sei bei ihm 

nach dem Alleinstehendentarif berechnet worden, der Grundbetrag für E._____ 

http://www.gerichte-zh.ch/themen/ehe-und-familie/hilfen/unterhaltsberechnung.html
http://www.gerichte-zh.ch/themen/ehe-und-familie/hilfen/unterhaltsberechnung.html

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sei – zuzüglich der Kinderzulagen – vollumfänglich im Bedarf der Gesuchsgegne-

rin berücksichtigt worden und der Überschuss sei im Verhältnis 1/3 zu 2/3 zu-

gunsten der Gesuchsgegnerin aufgeteilt worden (Urk. 38 S. 8). Hinsichtlich des 

Grundbetrages sei es angesichts des sehr ausgedehnten Besuchsrechts des Ge-

suchstellers üblich, bei beiden Parteien den Grundbetrag für Alleinerziehende 

einzusetzen und den Grundbetrag für das Kind im ungefähren Verhältnis der Be-

treuungszeiten aufzuteilen. Dies sei im vorliegenden Fall umso mehr angebracht, 

als die Kosten für praktisch sämtliche Freizeitaktivitäten (Eintrittstickets, Skilift-

abonnemente, Reisekosten etc.) bei ihm anfielen. E._____ habe sodann erklärt, 

auch bei ihm einen Vorrat an Bastelmaterial, Farbstiften und Zeichnungspapier 

haben zu wollen, damit sie nicht immer alles hin- und hertransportieren müsse 

(Urk. 38 S. 8). Die Aufteilung des Überschusses – sollte ein solcher resultieren – 

wäre im Verhältnis 50:50 vorzunehmen. Aufgrund des ausgedehnten Besuchs-

rechts des Gesuchstellers entstünden ihm auch entsprechende Kosten, sodass 

eine andere Aufteilung den Verhältnissen nicht gerecht würde (Urk. 38 S. 9). 

Die Gesuchsgegnerin lässt hierzu ausführen, bei den vom Gesuchsteller er-

wähnten zusätzlichen Kosten für E._____ handle es sich ausschliesslich um frei-

willige Kosten, wobei es seine Sache sei, zu entscheiden, welche Wünsche er 

E._____ erfüllen wolle und welche kostspieligen Freizeitaktivitäten sie ausüben 

können solle. Dagegen würden bei ihr als Obhutsinhaberin sämtliche nicht ver-

meidbaren Kosten anfallen. Sie müsse beispielsweise den Selbstbehalt der Arzt-

rechnungen sowie die Zahnarztrechnungen berappen, sodann Kosten für den 

Kindergarten übernehmen und auch die Kleider für E._____ bezahlen. Beim Ge-

suchsteller würden indes keine solchen unvermeidbaren Kosten anfallen. Über-

dies sei E._____ bis anhin nicht Ski gefahren (Urk. 45 S. 4). Ein allfälliger Über-

schuss sei angemessen zwischen den Parteien aufzuteilen. Die Zuweisung von 

zwei Dritteln an sie sei hierbei gerechtfertigt, da sie ja wie erwähnt mit allen für 

E._____ zwingend anfallenden Kosten konfrontiert sei (Urk. 45 S. 7). 

Der Grundbetrag wird in Übereinstimmung mit den bereits erwähnten Richt-

linien zur Berechnung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums gemäss 

dem Kreisschreiben der Verwaltungskommission des Obergerichts beim obhuts-

berechtigten Elternteil praxisgemäss mit Fr. 1'350.– und beim nicht obhutsberech-

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tigten Elternteil mit Fr. 1'200.– berücksichtigt. Von diesem Grundbetrag sind Kos-

ten für Nahrung, Kleidung und Wäsche sowie deren Instandhaltung, Unterhalt der 

Wohnungseinrichtung, Kulturelles und sämtliche Energiekosten ohne die Hei-

zungskosten umfasst, wobei dem obhutsberechtigten Elternteil regelmässig ein im 

konkreten Fall um Fr. 150.– erhöhter Grundbetrag zugestanden wird. E._____ ist 

zwar verhältnismässig oft beim Gesuchsteller zu Besuch. Ihren Wohnsitz hat sie 

aber bei der Gesuchsgegnerin, welche die Obhut über sie innehat und wo sie 

nichtsdestotrotz den grösseren Teil der Zeit verbringt. Die von der Vorinstanz vor-

genommene Berücksichtigung der Grundbeträge von Fr. 1'350.– bei der obhuts-

berechtigten Gesuchsgegnerin und von Fr. 1'200.– beim allein lebenden Gesuch-

steller erscheint daher gerechtfertigt und bedarf keiner Korrektur. 

Der Grundbetrag für E._____ in der Höhe von Fr. 400.– wurde von der Vor-

instanz vollumfänglich im Bedarf der Gesuchsgegnerin berücksichtigt (Urk. 39 

S. 27). Der Gesuchsteller hat den Unterhaltsbeitrag für E._____ nicht angefoch-

ten, sondern nur denjenigen für die Gesuchsgegnerin persönlich. Es rechtfertigt 

sich daher nicht, im Bedarf der Gesuchsgegnerin bei Positionen, die ausschliess-

lich den Bedarf von E._____ betreffen, Änderungen vorzunehmen. Im Unterhalts-

beitrag für E._____, der von der Vorinstanz auf Fr. 1'000.– festgesetzt und vom 

Gesuchsteller so akzeptiert wurde, sind die im Bedarf der Gesuchsgegnerin ein-

gesetzten Fr. 400.– für E._____ enthalten. Daher hat es dabei zu bleiben. Der 

Gesuchsteller hat aber unbestrittenermassen ein sehr ausgedehntes Besuchs-

recht für E._____, verbringt sie doch jeden Mittwochnachmittag und jedes Wo-

chenende bei ihm. Es liegt überdies auf der Hand, dass bei der Ausübung des 

Besuchsrechts Kosten entstehen, welche direkt mit dessen Umfang zusammen-

hängen. Der Gesuchsteller hat sodann glaubhaft dargetan, dass er mit E._____ 

oft unterwegs ist und sie sowohl in kultureller als auch sportlicher Hinsicht fördert, 

was zwangsläufig mit finanziellem Aufwand verbunden ist. Überdies isst E._____ 

beim Gesuchsteller unter Umständen bis zu vier Mal pro Woche (Mi, Fr, Sa, So) 

zu Abend, drei mal zu Mittag (Mi, Sa, So) und zweimal frühstückt sie bei ihm (Sa 

und So). Diesem Umstand ist daher dadurch Rechnung zu tragen, dass der Frei-

betrag zwischen den Parteien im Verhältnis 50:50 aufzuteilen ist, wodurch dem 

Gesuchsteller zusätzlich rund Fr. 200.– für die Betreuung von E._____ zur Verfü-

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gung stehen (vgl. Erw. 3.4 lit.b). Damit finden auch die dem Gesuchsteller im Zu-

sammenhang mit der Ausübung des Besuchsrechts entstehenden, nicht unerheb-

lichen Fahrkosten angemessene Berücksichtigung. 

3.4. Unterhaltsberechnung 

a) Aufgrund der abgeänderten und korrigierten Bedarfszahlen der Partei-

en ergibt sich unter Berücksichtigung der ungefähren Steuerbelastung folgendes 

Bild: 

 

b) Der Unterhaltsbeitrag an die Gesuchstellerin und E._____ berechnet 

sich somit wie folgt: 

Einkommen Gesuchsteller Fr. 11'022.05
Einkommen Gesuchsgegnerin Fr. 2'540.00
Gesamteinkommen Fr. 13'562.05
./. Gesamtbedarf Fr. 12'257.00
Überschuss Fr. 1'305.05
Anteil Gesuchsgegnerin (50%) Fr. 652.53

Unterhaltsanspruch Gesuchstellerin
Bedarf Fr. 5'503.45
Anteil Überschuss Fr. 652.53
./. eigenes Einkommen Fr. 2'540.00
Unterhaltsanspruch (gerundet) Fr. 3'620.00  

c) Der monatliche Unterhaltsbeitrag für E._____ in der Höhe von 

Fr. 1'000.– zuzüglich vertraglicher oder gesetzlicher Kinderzulagen wurde nicht 

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angefochten, weshalb es dabei bleibt. In teilweiser Gutheissung der Berufung ist 

der Gesuchsteller daher neu zu verpflichten, der Gesuchsgegnerin für sie persön-

lich monatliche Unterhaltsbeiträge von Fr. 2'620.– zu bezahlen, zahlbar monatlich 

im Voraus, jeweils auf den ersten eines jeden Monats, rückwirkend ab 16. August 

2013. 

4. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

a) Die Kosten- und Entschädigungsfolgen des vorinstanzlichen Verfah-

rens wurden nicht angefochten. Demzufolge bleibt es bei der entsprechenden 

Regelung. 

b) Die Entscheidgebühr für das Berufungsverfahren ist in Anwendung von 

§ 5 i.V.m. § 6 und § 12 Abs. 1 und 2 der Gebührenverordnung des Obergerichts 

(GebV OG) auf Fr. 3'000.– festzusetzen. Der Gesuchsteller obsiegt mit seiner Be-

rufung zu rund einem Viertel, weshalb ihm die Gerichtskosten zu drei Viertel und 

der Gesuchsgegnerin zu einem Viertel aufzuerlegen sind (Art. 106 ZPO). Der Ge-

suchsteller ist in Anwendung der Verordnung der Obergerichts über die Anwalts-

gebühren (AnwGebV) überdies zu verpflichten, der Gesuchsgegnerin eine auf die 

Hälfte reduzierte Parteientschädigung von Fr. 1'250.– (zuzüglich 8% MwSt.) zu 

bezahlen. 

Es wird erkannt: 

1. Es wird vorgemerkt, dass der Entscheid des Bezirksgerichts Dietikon, Ein-

zelgericht im summarischen Verfahren, vom 4. Oktober 2013 mit Ausnahme 

von Dispositiv-Ziffer 6 in Rechtskraft erwachsen ist. 

2. Der Gesuchsteller wird verpflichtet, der Gesuchsgegnerin für sie persönlich 

monatliche Unterhaltsbeiträge von Fr. 2'620.– zu bezahlen; zahlbar monat-

lich im Voraus, jeweils auf den Ersten eines jeden Monats, rückwirkend ab 

16. August 2013. 

3. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 3'000.– festgesetzt. 

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4. Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden dem Ge-

suchsteller zu drei Viertel und der Gesuchsgegnerin zu einem Viertel aufer-

legt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. Die Gesuchsgeg-

nerin wird verpflichtet, dem Gesuchsteller den geleisteten Vorschuss im Be-

trag von Fr. 750.– zu ersetzen. 

5. Der Gesuchsteller wird verpflichtet, der Gesuchsgegnerin für das Beru-

fungsverfahren eine reduzierte Parteientschädigung von Fr. 1'350.– zu be-

zahlen. 

6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie an das Bezirksgericht Dietikon, 

Einzelgericht im summarischen Verfahren, je gegen Empfangsschein. 

Nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück. 

7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG und ein Entscheid über 
vorsorgliche Massnahmen im Sinne von Art. 98 BGG. 

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert übersteigt 
Fr. 30'000.–. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 
 
Zürich, 27. Februar 2014 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 

Die Gerichtsschreiberin 
 
 

lic. iur. B. Jucker-Demuth 
versandt am: se 

	Urteil vom 27. Februar 2014
	Rechtsbegehren: (Urk. 2 S. 2 sinngemäss)
	Urteil des Bezirksgerichtes Dietikon vom 4. Oktober 2013: (Urk. 36 = Urk. 39)
	Es wird verfügt:
	1. Das Begehren des Gesuchstellers um Anordnung vorsorglicher Massnahmen wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben.
	Sodann wird erkannt:
	1. Es wird davon Vormerk genommen, dass die Parteien seit dem 16. August 2013 auf unbestimmte Zeit getrennt leben.
	2. Die Obhut über die Tochter E._____, geboren am tt.mm.2007, wird der Gesuchs-gegnerin zugeteilt.
	3. Der Gesuchsteller wird für berechtigt erklärt, die Tochter E._____
	- jedes Wochenende von Freitag, 18.00 Uhr bis Sonntag, 18.00 Uhr,
	- jeden Mittwochnachmittag, von 13.30 Uhr bis 17.30 Uhr
	auf eigene Kosten zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen.
	Zudem wird der Gesuchsteller berechtigt erklärt, die Tochter E._____ für die Dauer von sechs Wochen pro Jahr, davon maximal zwei Wochen am Stück, auf eigene Kosten zu sich oder mit sich in die Ferien zu nehmen. Die Ausübung des Ferienbesuchsrechts hat...
	4. Die eheliche Wohnung, inkl. Hausrat und Mobiliar, an der C._____-Strasse …, in D._____ wird für die Dauer des Getrenntlebens dem Gesuchsteller zur alleinigen Benützung zugewiesen.
	Es wird davon Vormerk genommen, dass die Gesuchsgegnerin die eheliche Wohnung an der C._____-Strasse …, in D._____ bereits verlassen hat.
	5. Der Gesuchsteller wird verpflichtet, der Gesuchsgegnerin an den Unterhalt und die Erziehung der gemeinsamen Tochter E._____ einen monatlichen Unterhaltsbeitrag in der Höhe von Fr. 1'000.–, zuzüglich vertraglicher und/oder gesetzlicher Kinderzulagen...
	6. Der Gesuchsteller wird verpflichtet, der Gesuchsgegnerin für sich persönlich monatliche Unterhaltsbeiträge in der Höhe von Fr. 3000.– zu bezahlen; zahlbar monatlich im Voraus, jeweils auf den Ersten eines jeden Monats, rückwirkend ab 16. August 2013.
	7. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf Fr. 2'700.– (Pauschalgebühr). Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.
	8. Die Kosten werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt und aus dem durch den Gesuchsteller geleisteten Vorschuss bezogen.
	9. Die Gesuchsgegnerin wird verpflichtet, dem Gesuchsteller ihren hälftigen Kostenanteil, mithin Fr. 1'350.–, zu erstatten. Darüber hinaus wird keine Parteientschädigung zugesprochen.
	10. [Schriftliche Mitteilung]
	11. [Rechtsmittel]
	Berufungsanträge:
	Erwägungen:
	1. Sachverhalt / Prozessgeschichte
	1.1. Die Parteien standen seit dem 23. Mai 2013 vor Vorinstanz in einem Eheschutzverfahren (Urk. 2). Das vom Gesuchsteller und Berufungskläger (fortan Gesuchsteller) gleichentags gestellte Begehren um Anordnung von vorsorglichen Massnahmen im Sinne ei...
	1.2. Gegen diesen Entscheid erhob der Gesuchsteller mit Eingabe vom 21. Oktober 2013 rechtzeitig (vgl. Urk. 37/1) Berufung mit dem eingangs aufgeführten Rechtsbegehren (Urk. 38). Mit Verfügung vom 24. Oktober 2013 wurde dem Gesuchsteller Frist zur Lei...
	1.3. Das Verfahren erweist sich als spruchreif.

	2. Vorbemerkungen
	Im Berufungsverfahren liegen lediglich die Unterhaltsbeiträge an die Gesuchsgegnerin persönlich im Streit. Die Höhe der Kinderunterhaltsbeträge sowie die übrigen im vorinstanzlichen Entscheid geregelten Punkte wurden nicht angefochten. Sie sind in Rec...

	3. Materielles
	3.1. Einkommen des Gesuchstellers
	3.2. Bedarf des Gesuchstellers
	3.3. Bedarf der Gesuchsgegnerin
	3.4. Unterhaltsberechnung
	b) Der Unterhaltsbeitrag an die Gesuchstellerin und E._____ berechnet sich somit wie folgt:
	c) Der monatliche Unterhaltsbeitrag für E._____ in der Höhe von Fr. 1'000.– zuzüglich vertraglicher oder gesetzlicher Kinderzulagen wurde nicht angefochten, weshalb es dabei bleibt. In teilweiser Gutheissung der Berufung ist der Gesuchsteller daher ne...

	4. Kosten- und Entschädigungsfolgen
	Es wird erkannt:
	1. Es wird vorgemerkt, dass der Entscheid des Bezirksgerichts Dietikon, Einzelgericht im summarischen Verfahren, vom 4. Oktober 2013 mit Ausnahme von Dispositiv-Ziffer 6 in Rechtskraft erwachsen ist.
	2. Der Gesuchsteller wird verpflichtet, der Gesuchsgegnerin für sie persönlich monatliche Unterhaltsbeiträge von Fr. 2'620.– zu bezahlen; zahlbar monatlich im Voraus, jeweils auf den Ersten eines jeden Monats, rückwirkend ab 16. August 2013.
	3. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 3'000.– festgesetzt.
	4. Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden dem Gesuchsteller zu drei Viertel und der Gesuchsgegnerin zu einem Viertel auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. Die Gesuchsgegnerin wird verpflichtet, dem Gesuch...
	5. Der Gesuchsteller wird verpflichtet, der Gesuchsgegnerin für das Berufungsverfahren eine reduzierte Parteientschädigung von Fr. 1'350.– zu bezahlen.
	6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie an das Bezirksgericht Dietikon, Einzelgericht im summarischen Verfahren, je gegen Empfangsschein.
	7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...