# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 905704f7-948a-58bf-9eff-f82e96680aa1
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-04-23
**Language:** de
**Title:** Bern Steuerrekurskommission 23.04.2024 100 2022 407
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Steuerrekurs/BE_SRK_001_100-2022-407_2024-04-23.pdf

## Full Text

100 22 407
100 22 408
200 22 299
Gemeinde: C.________
ZPV-Nr.: ._______
Eröffnung: 25.4.2024 RNA/TMI/aae

STEUERREKURSKOMMISSION DES KANTONS BERN

Sitzung vom 23. April 2024

Es wirken mit: die hauptamtliche Richterin Nanzer, die Fachrichter Fankhauser und Maleta 
sowie Mion als Gerichtsschreiber 

In der Rekurs- und Beschwerdesache 

von

A.________, c/o Rechtsanwalt B.________

vertreten durch 

B.________, Rechtsanwalt 

gegen

Steuerverwaltung des Kantons Bern, Brünnenstrasse 66, Postfach, 3001 Bern

betreffend Widerruf der Befreiung von den kantonalen Steuern (Gewinn-, Kapital-, Erbschafts- 
und Schenkungssteuer) und der direkten Bundessteuer ab Steuerperiode 2019

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hat die Steuerrekurskommission den Akten entnommen:

A. Die A.________ (fortan: Rekurrentin) ist im Jahr 2005 gegründet worden. Es handelt sich 
um eine Stiftung im Sinn von Art. 80 ff. des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB; SR 210), 

deren Zweck in den Statuten wie folgt umschrieben wird (Beilage 7 zum Rekurs und zur Be-

schwerde vom 5.12.2022):

Artikel 2

2.1 Die Stiftung bezweckt die Linderung von humanitärer Not, die Unterstützung der beruflichen 

Ausbildung von Kindern und Jugendlichen, die Unterstützung von kulturellen Einrichtungen und 

Institutionen, stets soweit anderweitig keine Unterstützungsgelder verfügbar sind (Subsidiarität 

gegenüber öffentlichen, kirchlichen und privaten Institutionen).

2.2 Sobald nach etwa 6 Jahren das Haus der Stiftung in D.________, in E.________) verkauft 

worden ist, verfolgt die Stiftung zudem den Zweck, den Verkaufserlös – via Kinderhilfswerk 

Schweizer Freunde der SOS-Kinderdörfer, Wabern bei Bern – SOS-Kinderdörfern in G.________ 

zukommen zu lassen und zwar zu mindestens 50 % speziell SOS-Kinderdörfern in H.________. 

2.3 Die Stiftung hat gemeinnützigen Charakter und verfolgt keinen Erwerbszweck.

Die Rekurrentin wurde mit Verfügung vom 21. April 2006 rückwirkend per 7. Juli 2005 wegen 

Verfolgung gemeinnütziger Zwecke von den (damaligen) Staats- und Gemeindesteuern sowie 

von der direkten Bundessteuer befreit.

B. Mit Schreiben vom 21. Dezember 2018 stellte die Steuerverwaltung des Kantons Bern, 
Abteilung Recht und Koordination (fortan: Steuerverwaltung), der Rekurrentin in Aussicht, dass 

die Steuerbefreiung per 31. Dezember 2018 widerrufen werde, da die Voraussetzungen für die 

Steuerbefreiung nicht mehr gegeben seien. Gleichzeitig wurde der Rekurrentin das rechtliche 

Gehör gewährt. Mit Eingabe vom 30. Januar 2019 nahm die Rekurrentin Stellung zum Schrei-

ben der Steuerverwaltung. Nach mehreren Schriftenwechseln widerrief die Steuerverwaltung 

mit Verfügung vom 28. Januar 2022 die Steuerbefreiung per 31. Dezember 2018. Sie begrün-

dete dies hauptsächlich damit, dass bei der Stiftung die zweckentsprechenden bzw. grundsätz-

lich steuerbefreiungswürdigen Unterstützungsleistungen seit Jahren lediglich einen Nebenaus-

gabeposten darstellen würden. Dagegen mache der Verwaltungsaufwand, namentlich die Ent-

schädigungen der Stiftungsräte und die Honorare, teils das Doppelte der ausgerichteten Verga-

bungen aus. Es sei Tatsache, dass die Hauptausgabeposten nicht die Ausrichtung finanzieller 

Hilfe an Dritte (weswegen die Stiftung steuerbefreit worden sei), sondern vielmehr die anderen 

Tätigkeiten der Stiftung ausmachen würden. Somit stehe die grundsätzlich unbestrittene Unter-

stützungstätigkeit der Stiftung über die Jahre hinweg nicht mehr im Mittelpunkt. Im 2018 hätten 

die Entschädigungen der Stiftungsräte und das Buchhaltungshonorar die ausgerichteten Unter-

stützungsleistungen überstiegen. Ausgabeposten wie die Entschädigung des Geschäftsführers 

würden sich auf ca. CHF 160'000.-- belaufen, was beinahe das Fünffache der ausgerichteten 

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Spenden ausmache. Entgegen der Argumentation der Rekurrentin habe die nunmehr beendete 

«Umbruchsituation» kein anderes Bild gezeigt. Das selbständige Realisieren eines Bauprojekts 

mit anschliessender Vermietung der Räumlichkeiten falle weder unter die Gemeinnützigkeit 

noch weise dies einen Zusammenhang zur gemeinnützigen Zweckverfolgung auf (beispielswei-

se günstiger Wohnraum für Bedürftige). Insgesamt sei festzustellen, dass die finanziellen Mittel 

der Rekurrentin nicht hauptsächlich für die Erfüllung des gemeinnützigen Zwecks, weswegen 

sie steuerbefreit worden sei, eingesetzt würden. Daher werde der gemeinnützige Zweck nicht 

mehr ausreichend verfolgt. Die Rekurrentin sei klar kommerziell tätig. Einerseits habe die Re-

kurrentin jahrelang in ein eigenes Bauprojekt investiert. Andererseits seien diese Investitionen 

und die Bewirtschaftung der Liegenschaften offensichtlich auf die Erzielung eines Gewinnes 

ausgerichtet gewesen, denn unterdessen werde auch ein erheblicher Liegenschaftsertrag er-

wirtschaftet. Auch sei eine gewisse Organisation gegeben, seien doch immerhin zwei Banken 

mit der Wertschriftenverwaltung, ein Immobilienunternehmen mit der professionellen Vermie-

tung des Neubaus, ein Anwalt als Geschäftsführer und ein Drittunternehmer mit der Buch-

führung beauftragt worden. Insgesamt sei bezüglich des Neubaus in F.________ von einem 

unternehmerischen Zweck auszugehen, sodass die Rekurrentin nicht mehr von der Steuer-

pflicht befreit werden könne. Selbst wenn die Meinung vertreten würde, die Vermietung der Lie-

genschaft falle nicht unter die kommerzielle Tätigkeit und diene lediglich der Finanzbeschaf-

fung, sei festzuhalten, dass das blosse Kapitalansammeln keine Tätigkeit im Sinne des ge-

meinnützigen Zwecks darstelle. Zudem würden die Schilderungen, wonach die Steigerung des 

Stiftungsvermögens auch das Potential der gemeinnützigen Tätigkeit gesteigert habe, nicht zu-

treffen. Auch nach der Baurealisierung sei ein erheblicher Liegenschaftsgewinn von 

CHF 340'000.-- ausgewiesen worden, ohne dass die ausgerichteten Spenden derart angestie-

gen wären. Im Weiteren sei die Steuerbefreiung auch aufgrund fehlender Uneigennützigkeit zu 

widerrufen, da Selbst- und Erwerbszwecke verfolgt würden. 

C. Die dagegen von der Rekurrentin am 2. März 2022 erhobene Einsprache wurde von der 
Steuerverwaltung mit Einspracheentscheid vom 2. November 2022 abgewiesen. 

D. Mit Eingabe vom 5. Dezember 2022 hat B.________ (Vertreter) im Namen der Rekurren-
tin gegen den Einspracheentscheid Rekurs betreffend die kantonalen Steuern und Beschwerde 

betreffend die direkte Bundessteuer bei der Steuerrekurskommission des Kantons Bern (fortan: 

Steuerrekurskommission) erhoben. Er beantragt, dass der Einspracheentscheid vom 2. No-

vember 2022 aufzuheben und der Rekurrentin weiterhin die Steuerbefreiung zu gewähren sei. 

Zudem sei die Verfügung vom 28. Januar 2022 betreffend Widerruf der verfügten Steuerbefrei-

ung aufzuheben, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. Zunächst bringt er vor, dass die 

Steuerverwaltung kein hinreichendes schutzwürdiges Interesse am vorliegenden Verfahren ha-

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be, da auch bei Widerruf der Steuerbefreiung bei der Rekurrentin kein grosser Steuerertrag zu 

erwarten sei. Die Steuerverwaltung habe in ihrem Entscheid nicht erwähnt, dass im Wesentli-

chen sämtliche Umstände, welche sie zum Widerruf der Steuerbefreiung verwenden möchte, 

auch schon weit in der Vergangenheit vorgelegen und nie als ein Hindernis für die weitere Ge-

währung der Steuerbefreiung der Rekurrentin angesehen worden seien. Soweit die Steuerver-

waltung gestützt auf die gleichen, schon seit über sechs Jahren bekannten Tatsachen die Steu-

erbefreiung widerrufe, stelle sie sich damit in Widerspruch zu ihrem eigenen, früheren Verhalten 

(sog. venire contra factum proprium), worin ein unzulässiger Verstoss gegen Treu und Glauben 

liege. Die Tatsache, dass zu Beginn der Stiftungstätigkeit diverse Liegenschaften verkauft und 

auf ein vorbestehendes bzw. gestiftetes Grundstück nach erfolgreicher Landumlegung ein Er-

satzbau erstellt worden sei, beweise, dass es sich beim Bauprojekt in 

F.________ nicht um eine unternehmerische Tätigkeit, sondern um eine optimale Vermögens-

verwaltung der Stiftung gehandelt habe. Weiter habe die Steuerverwaltung nicht gewürdigt, 

dass nicht nur während der Bauphase des Ersatzbaus während mehrerer Jahre eine ausser-

gewöhnliche Situation vorgelegen habe, welche zu einem ausserordentlichen Aufwand bei der 

Stiftung geführt habe, sondern dass danach im Jahr 2019 der Buchhaltungs-, Revisions-, wie 

auch übrige Verwaltungsaufwand im Vergleich zu den Jahren 2017 und 2018 deutlich gesunken 

und erst ab 2020 aufgrund einer weiteren Umbruchsphase wieder angestiegen sei. Namentlich 

habe im Jahr 2020 der Wechsel in der Geschäftsführung zu einem Zusatzaufwand geführt. 

Massgeblich sei nicht die Höhe des Verwaltungsaufwands und ob dieser als hoch oder ange-

messen erscheine, sondern vielmehr, ob die Weiterführung der beantragten Steuerbefreiung 

bei Beachtung des Massgeblichkeitsprinzips und des grossen Ermessensspielraums des Stif-

tungsrats bei der Beurteilung des in der Frage stehenden Zeitperiode konkret entstandenen 

Verwaltungsaufwands und dessen Angemessenheit im Vergleich zu den effektiv erbrachten 

Leistungen als vertretbar erscheine. Diese Frage sei zu bejahen. Aufgrund des Massgeblich-

keitsprinzips seien sämtliche bei der Rekurrentin ordnungsgemäss verbuchten Aufwände 

grundsätzlich auch für die Steuerverwaltung massgebend. Die Auffassung der Steuerverwal-

tung, dass der Verwaltungsaufwand bei der Rekurrentin zu hoch sei, finde deshalb keine 

Grundlage. Der Entscheid der Steuerverwaltung sei demnach unangemessen und verstosse 

gegen die Grundsätze von Treu und Glauben, Gleichbehandlung und des Willkürverbots. Zur 

tatsächlichen Zweckverfolgung sei hervorzuheben, dass nicht nur die unmittelbare Projektarbeit 

(Prüfung der Unterstützungsgesuche und Dossiers und Ausrichtung von Spenden, Unterstüt-

zungsleistungen und Projektförderungsbeiträgen) eine tatsächliche Zweckverfolgung bedeute, 

sondern auch die Mittelbeschaffung, die zur Aufrechterhaltung des Betriebs einer Stiftung nöti-

gen administrativen, rechtlichen, organisatorischen und steuerlichen Arbeiten oder Abklärun-

gen. Zwar sei es zutreffend, dass in der in Frage stehenden Zeitperiode während der Dauer des 

Ersatzneubauprojekts und mit der damit verbundenen Umbruchssituation nicht unbedeutender 

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Mehraufwand entstanden sei. Doch würden diese Sachverhalte im Wesentlichen vor der im 

vorliegenden Verfahren zu beurteilenden Periode 2019-2020 liegen und aufgrund der bereits 

erfolgten Beurteilung durch die Steuerverwaltung am 4. Dezember 2018 nicht mehr Gegen-

stand des vorliegenden Verfahrens bilden. Wenn das Stiftungsvermögen gemäss Statuten end-

gültig dem gemeinnützigen Zweck gewidmet sei, dann würde es keine Rolle spielen, wenn eine 

gewisse Zeit lang selbst ein vollständiger Unterbruch in der gemeinnützigen Tätigkeit stattge-

funden hätte. Im Weiteren sei der von der Rekurrentin verbuchte Geschäftsführungsaufwand 

keineswegs unangemessen gewesen. Hinsichtlich eines allfälligen kommerziellen Zwecks sei 

vorliegend entscheidend, dass eine Abgrenzung zwischen einer unternehmerischen Tätigkeit 

und Vermögensverwaltung erfolgen müsse. Die Rekurrentin habe nicht Gewinne aus der Anla-

ge in Liegenschaften in weitere Immobilien investiert, um ein Liegenschaftsunternehmen aufzu-

bauen, sondern sie habe gestiftete, sich im Nachlassvermögen des Stifters bereits vorbeste-

hende Grundstücke umstrukturiert, z.T. verkauft und nach einer Landumlegung einen Ersatzbau 

in F.________ erstellt. 

E. Am 20. Januar 2023 hat sich die Steuerverwaltung vernehmen lassen und die Abweisung 
von Rekurs und Beschwerde unter Kostenfolge beantragt. In Bezug auf die Gründe für den Wi-

derruf der Steuerbefreiung verweist sie auf die Verfügung vom 28. Januar 2022 und den Ein-

spracheentscheid vom 2. November 2022 und macht weitere Ausführungen.

F. Am 21. Februar 2023 hat der Vertreter namens der Rekurrentin zur Vernehmlassung der 
Steuerverwaltung Stellung genommen und an den bisherigen Anträgen festgehalten. Im Weite-

ren beantragt sie, die Rückmeldung der Steuerverwaltung zum Schreiben der bernischen 

BVG- und Stiftungsaufsicht (BBSA) als Beweismittel zu edieren. Zudem macht er geltend, die 

Steuerverwaltung habe ihre Untersuchungspflicht verletzt. 

G. Die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) hat sich nicht vernehmen lassen.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien wird, soweit für den Entscheid von Bedeutung, in 

den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

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Die Steuerrekurskommission zieht in Erwägung:

1. Einspracheentscheide der Steuerverwaltung betreffend die Steuerbefreiung juristischer 
Personen können bei der Steuerrekurskommission durch Rekurs bzw. Beschwerde angefoch-

ten werden (Art. 195 ff. des Steuergesetzes vom 21. Mai 2000 [StG; BSG 661.11] und Art. 140 

des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer [DBG; SR 642.11] 

i.V.m. Art. 9 der Verordnung vom 18. Oktober 2000 über den Vollzug der direkten Bundessteuer 

[BStV; BSG 668.11]). Die Steuerrekurskommission ist deshalb sachlich und örtlich zuständig. 

Die Rekurrentin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträgen nicht durchgedrungen. Sie 

ist daher beschwert und zur Anfechtung befugt (Art. 195 Abs. 2 StG und Art. 140 ff. DBG i.V.m. 

Art. 3 BStV i.V.m. Art. 86 und 65 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungs-

rechtspflege [VRPG; BSG 155.21]). Auf die form- und fristgerecht eingereichte Eingabe ist des-

halb, unter Vorbehalt der nachstehenden Präzisierung, einzutreten.

1.1 Der Vertreter beantragt im Rechtsbegehren Ziff. 2 die Aufhebung der Verfügung vom 
28. Januar 2022, mit welcher der Widerruf erstmals formal eröffnet wurde. Durch die erhobene 

Einsprache ist der Einspracheentscheid vom 2. November 2022 an die Stelle der genannten 

Verfügung getreten und bildet das allein massgebliche Anfechtungsobjekt. Eine formelle Aufhe-

bung der Verfügung ist daher weder erforderlich noch vom VRPG vorgesehen. Insofern ist auf 

das Rechtsbegehren nicht einzutreten. 

1.2 Die vorliegende Streitsache wird von der Steuerrekurskommission in Dreierbesetzung 
beurteilt, da der Streitwert nicht bestimmbar ist (Art. 70 Abs. 3 und Abs. 4 Bst. c des Gesetzes 

vom 11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft 

[GSOG; BSG 161.1]).

2. Vorab bringt die Rekurrentin verschiedene formelle Einwände gegen das Vorgehen der 
Steuerverwaltung vor.

2.1 Zunächst macht sie geltend, dass die Steuerverwaltung kein hinreichendes schutzwürdi-
ges Interesse am vorliegenden Verfahren habe, da auch bei Widerruf der Steuerbefreiung bei 

der Rekurrentin kein grosser Steuerertrag zu erwarten sei. Diesem Argument ist entgegenzuhal-

ten, dass für eine Steuerbefreiung die gesetzlich vorgegebenen Bestimmungen erfüllt sein 

müssen, unabhängig von einem allfälligen Steuerertrag, der sich über die Jahre allenfalls auch 

erhöhen kann. Sodann übersieht die Rekurrentin, dass die Steuerbefreiung für Spender die 

Möglichkeit eröffnet, Spenden an steuerbefreite Institutionen vom steuerbaren Einkommen ab-

zuziehen (Art. 38a Bst. a StG bzw. Art. 33a DBG). Liegen die Voraussetzungen der Steuerbe-

freiung nicht mehr vor, d.h. ist nicht gewährleistet, dass die entsprechenden Mittel tatsächlich 

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für den gemeinnützigen Zweck eingesetzt werden, sind diese Abzüge nicht gerechtfertigt 

(VGE 100 2022 13/14 vom 27.12.2023, E. 5.1). Die Steuerbefreiung hat daher nicht nur bei der 

Rekurrentin steuerliche Auswirkungen, sondern auch bei allen Personen, die ihr unentgeltlich 

Leistungen zuwenden. Deswegen besteht unabhängig von einem Steuerertrag bei der Rekur-

rentin ein hinreichendes Interesse an der Durchsetzung der Vorgaben des Gesetzgebers für die 

Steuerbefreiung.

2.2 Im Weiteren wendet die Rekurrentin ein, es sei unverständlich, weshalb die Steuerverwal-
tung die bestehende Steuerbefreiung aufheben wolle, zumal sich weder die einschlägigen 

Rechtsgrundlagen noch die Tätigkeiten der Rekurrentin wesentlich geändert hätten. Soweit die 

Steuerverwaltung gestützt auf die gleichen, früheren, schon seit über Jahren bekannten 

Tatsachen die Steuerbefreiung widerrufe, stelle sie sich damit in Widerspruch zu ihrem eigenen, 

früheren Verhalten (sog. venire contra factum proprium), worin ein unzulässiger Verstoss gegen 

Treu und Glauben liege. 

2.3 Damit nicht jedes Jahr eine Verfügung betreffend die Steuerbefreiung eingeholt werden 
muss, ist es zwar zulässig, dass eine einmal, auf unbestimmte Zeit zugestandene subjektive 

Steuerbefreiung auch für künftige Steuerperioden weiter wirksam bleibt, dies jedoch nur so lan-

ge die Steuerverwaltung nicht zur Überprüfung der Voraussetzungen schreitet (Greter/Greter in: 

Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer 

[DBG], 4. Aufl., 2023, N. 2a zu Art. 56 DBG). Diese Überprüfung kann in jeder Steuerperiode 

erfolgen (Art. 19 der Verordnung über die Steuerbefreiung juristischer Personen vom 18. Okto-

ber 2000 [SBV; BSG 661.261]; BGE 114 Ib 277 E. 3 a), ohne dass dabei neue Tatsachen oder 

Beweismittel vorliegen müssten. Ein Widerruf kann folglich auch darin begründet liegen, dass 

die Steuerverwaltung zur Ansicht gelangt, dass die Steuerbefreiung seinerzeit zu Unrecht er-

folgt ist (vgl. VGE 22830/22831 vom 6.3.2008, in BVR 2008 S. 320 ff. E. 4.4). Folglich ist es der 

Steuerverwaltung vorliegend nicht verwehrt, unabhängig von einem konkreten Anlass die 

Voraussetzungen einer Steuerbefreiung zu überprüfen. Die Überprüfung stellt daher auch kei-

nen Verstoss gegen den Grundsatz von Treu und Glauben und das Rückwirkungsverbot dar.

2.4 Weiter vertritt die Rekurrentin die Auffassung, die von der Steuerverwaltung vorgebrach-
ten Sachverhalte würden im Wesentlichen vor der im vorliegenden Verfahren zu beurteilenden 

Periode 2019-2020 liegen und aufgrund der bereits erfolgten Beurteilung durch die Steuerver-

waltung am 4. Dezember 2018 nicht mehr Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bilden. 

Beim Schreiben der Steuerverwaltung vom 4. Dezember 2018 (vgl. Beilage 11 zum Rekurs- 

und Beschwerdeschreiben vom 5.12.2022) handelt es sich um eine Bestätigung gegenüber 

einer anderen Stiftung, dass der Rekurrentin die Steuerbefreiung gewährt wurde und dass es 

aus Sicht der Steuerverwaltung zulässig sei, den Liquidationserlös der anderen Stiftung der 

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Rekurrentin zuzuwenden. Der Bestätigung vom 4. Dezember 2018 war keine erneute Prüfung 

der gesetzlichen Voraussetzungen der Steuerbefreiung vorausgegangen. Die Rekurrentin kann 

somit aus dem genannten Schreiben nichts zu ihren Gunsten ableiten, da es auf dem Stand 

gemäss der Verfügung vom 21. April 2006 basiert.  

3. In der Hauptsache strittig ist, ob die Aufhebung der am 21. April 2006 rückwirkend per 
7. Juli 2005 wegen Gemeinnützigkeit verfügten Steuerbefreiung der Rekurrentin mit Wirkung ab 

dem Steuerjahr 2019 zu Recht erfolgt ist.

4. Gemäss Art. 83 Abs. 1 Bst. g StG und Art. 56 Bst. g DBG können juristische Personen, 
die öffentliche oder gemeinnützige Zwecke verfolgen, für den Gewinn und das Kapital, die 

ausschliesslich und unwiderruflich diesen Zwecken gewidmet sind, von der Steuerpflicht befreit 

werden. Unternehmerische Zwecke sind grundsätzlich nicht gemeinnützig. Nach Art. 6 Abs. 1 

des Gesetzes über die Erbschafts- und Schenkungssteuer vom 23. November 1999 (ESchG; 

BSG 662.1) besteht ausserdem eine Befreiung von der Erbschafts- und Schenkungssteuer-

pflicht, soweit eine juristische Person nach Art. 83 StG von den Steuern befreit ist.

4.1 Die Voraussetzungen und die Verfahrensvorschriften der Steuerbefreiung gemäss Art. 83 
Abs. 1 Bst. g StG werden in der SBV näher umschrieben. Zur analogen Bestimmung in Art. 56 

Bst. g DBG hat die ESTV das Kreisschreiben Nr. 12 über die Steuerbefreiung juristischer Per-

sonen vom 8. Juli 1994 (abrufbar unter: <www.taxinfo.sv.fin.be.ch>, Menu "Themen > 3. Ge-

winn- und Kapitalsteuern > Steuerbefreiung wegen Gemeinnützigkeit, öffentlicher Aufgabener-

füllung oder Kultustätigkeiten > Kreisschreiben der Eidgenössischen Steuerverwaltung zur 

Steuerbefreiung juristischer Personen" [abgerufen am: 20.3.2024]; nachfolgend: KS Nr. 12) 

erlassen. Aufgrund der im Wesentlichen identischen Wortlaute der Art. 56 Bst. g DBG und 

Art. 83 Abs. 1 Bst. g StG findet das KS Nr. 12 auch auf die kantonale Bestimmung Anwendung 

(Leuch/Witschi in: Praxiskommentar zum Berner Steuergesetz, Band 1, Artikel 1 bis 125, 2014, 

N. 25 zu Art. 83 StG). Schliesslich dienen die Praxishinweise der Schweizerischen Steuerkonfe-

renz (SSK) vom 18. Januar 2008 zur Steuerbefreiung juristischer Personen (abrufbar unter: 

<https://www.steuerkonferenz.ch>, Menu "Themen > Steuerbefreiung" [abgerufen am: 

20.3.2024]; nachfolgend: Praxishinweise SSK) der Konkretisierung und einheitlichen Entscheid-

findung im Bereich der Steuerbefreiung juristischer Personen, indem sie sich zu ausgewählten 

Themen des KS Nr. 12 äussern und dabei bestimmte Regelungsweisen bspw. von Privatschu-

len oder Alters- und Pflegeheimen vorschlagen (vgl. Praxishinweise SSK, S. 5). Beim KS Nr. 12 

wie auch bei den Praxishinweisen SSK handelt es sich um reine Verwaltungsverordnungen, die 

keine Rechtssatzqualität aufweisen und daher für die Gerichte grundsätzlich nicht bindend sind. 

Soweit ihre Anwendung nicht in Widerspruch zur Rechtsordnung steht und eine einzelfallge-

rechte Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen zulässt, sind sie jedoch zu 

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berücksichtigen (BGE 142 II 182 E. 2.3.2; BGer 2C_1050/2019 vom 22.7.2020, E. 5.3; 

VGE 100 2020 10 vom 16.2.2021, E. 3.3.2).

4.2 Für eine Steuerbefreiung wegen Gemeinnützigkeit wird nebst den vorstehend aufgeführ-
ten allgemeinen Voraussetzungen (E. 4.1 hiervor) verlangt, dass die Tätigkeit der juristischen 

Person im Allgemeininteresse liegt (objektives Element) und auf uneigennützigen Motiven 

gründet, mithin selbstlos erfolgt (subjektives Element; Art. 10 Abs. 2 SBV; Ziff. II/3 des 

KS Nr. 12; Greter/Greter a.a.O., N. 28 zu Art. 56 DBG).

4.2.1 Ob eine bestimmte Tätigkeit im Interesse der Allgemeinheit liegt, beurteilt sich nach der 
jeweils massgebenden Volksauffassung. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist das 

Allgemeininteresse nicht bereits dann anzunehmen, wenn eine Tätigkeit im Dienst der 

Allgemeinheit erbracht wird und in irgendeiner Weise auf die wirtschaftliche oder soziale Förde-

rung einzelner Bevölkerungskreise gerichtet ist. Vielmehr müssen die verfolgten Zwecke aus 

gesellschaftlicher Gesamtsicht als fördernswert gelten (BGE 114 Ib 277 E. 2b). Als fördernswert 

gelten etwa die soziale Fürsorge, Kunst und Wissenschaft, Unterricht, Natur- und Heimatschutz, 

die Menschenrechte sowie Entwicklungshilfe, von welchen eine Vielzahl bereits in der Verfas-

sung verankert ist. Ein Allgemeininteresse wird ferner regelmässig nur dann angenommen, 

wenn der Destinatärkreis grundsätzlich offen ist. Auch wenn eine Eingrenzung auf einen vorde-

finierten Kreis von Begünstigten oftmals unumgänglich ist, schliesst doch immerhin ein allzu 

enger Destinatärkreis (z.B. Begrenzung auf Vereins- oder Familienmitglieder) eine Steuerbe-

freiung wegen Gemeinnützigkeit aus (Ziff. II/3a des KS Nr. 12; Greter/Greter, a.a.O., N. 30 zu 

Art. 56 DBG; Leuch/Witschi, a.a.O., N. 31 zu Art. 83 StG).

4.2.2 Uneigennützig ist ein Handeln dann, wenn es das Wohl Dritter unter völliger Ausschal-
tung der persönlichen Interessen der Beteiligten fördert (Art. 10 Abs. 2 SBV). Die juristische 

Person darf nicht gleichzeitig den eigenen Interessen oder denjenigen ihrer Mitglieder dienen 

(Ziff. II/3b des KS Nr. 12). Für den im Allgemeininteresse liegenden Zweck sind von der juristi-

schen Person bzw. deren Mitgliedern oder von Dritten folglich erhebliche personelle oder finan-

zielle Opfer, bspw. durch unentgeltliche Arbeit, Mitgliederbeiträge oder Spenden, zu erbringen 

(BGE 113 Ib 7 E.2b; Leuch/Witschi, a.a.O., N. 29 zu Art. 83 StG; Richner/Frei/Kauf-

mann/Rohner, Handkommentar zum DBG, 4. Aufl., 2023, N. 72 zu Art. 56 DBG). Diese müssen 

gemessen an den verfügbaren Mitteln bedeutend sein (BGer 2C_835/2016 vom 21.3.2017, 

E. 2.3.2). Wird die fragliche Tätigkeit eigenwirtschaftlich geführt oder massgeblich von der öf-

fentlichen Hand subventioniert, werden i.d.R. keine Opfer im vorstehenden Sinne erbracht 

(BGE 113 Ib 7 E. 2b m.w.H.; BVR 2001 S. 106, E. 4). Ein Unternehmen, das Gewinne erwirt-

schaftet und diese nur mittelbar gemeinnützigen Zwecken zuführt, erbringt keine Opfer, sondern 

nimmt am Wirtschafsleben teil und ist daher im Sinne der Wettbewerbsneutralität steuerlich 

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entsprechend den übrigen Wirtschaftssubjekten zu behandeln (Greter/Greter, a.a.O., N. 33 zu 

Art. 56 DBG; Richner/Frei/Kaufmann/Rohner, a.a.O., N. 41 zu Art. 56 DBG). Werden nebst ge-

meinnützigen Zielen auch Erwerbszwecke oder sonstige unmittelbare Eigeninteressen der juris-

tischen Person oder ihrer Mitglieder verfolgt, handelt die juristische Person folglich grundsätzlich 

nicht uneigennützig (Ziff. II/3b des KS Nr. 12; BGer 2C_251/2012 vom 17.8.2012, E. 2.1; 

vgl. auch Art. 83 Abs. 1 Bst. g Satz 2 StG und Art. 56 Bst. g Satz 2 DBG). 

4.3 Da es sich bei der Frage, ob die Voraussetzungen der Steuerbefreiung erfüllt sind, um 
eine steuermindernde bzw. -aufhebende Tatsache handelt, trägt die steuerpflichtige Person – 

entgegen der Auffassung der Rekurrentin – die objektive Beweislast. Kann das Vorliegen einer 

relevanten Tatsache betreffend die Steuerbefreiung nicht bewiesen werden, trägt somit die 

steuerpflichtige Person die Folgen der Beweislosigkeit (statt vieler: BGE 133 II 153 E. 4.3; 

VGE 100 2016 6 vom 7.2.2018, E. 3.2; Richner/Frei/Kaufmann/Rohner, a.a.O., N. 77 zu 

Art. 123 DBG).

5. Gemäss ihren Statuten bezweckt die Rekurrentin die Linderung von humanitärer Not, die 
Unterstützung der beruflichen Ausbildung von Kindern und Jugendlichen und die Unterstützung 

von kulturellen Einrichtungen und Institutionen (vgl. Bst. A hiervor). Dass der Stiftungszweck der 

Rekurrentin grundsätzlich im Allgemeininteresse liegt, wird von der Steuerverwaltung nicht be-

stritten. Vielmehr ist strittig, ob die effektiv ausgeübten Tätigkeiten und Aktivitäten der Rekurren-

tin tatsächlich uneigennützig im Sinne des unter E. 4.2.2 Ausgeführten sind. 

5.1 Die Rekurrentin macht geltend, dass im Zeitpunkt der Errichtung der Stiftung das Vermö-
gen der Rekurrentin überwiegend aus Liegenschaften bestanden habe. Die Rekurrentin bewirt-

schafte, verwalte und vermiete die Liegenschaften, um das Stiftungsvermögen zu erhalten und 

damit die gemeinnützige Tätigkeit, nämlich das Ausrichten von Unterstützungsleistungen und 

Spenden, zu erfüllen. Die Rekurrentin habe sich von baufälligen Liegenschaften getrennt, bei 

denen sehr hohe Unterhaltskosten drohten. Dadurch habe ein überdurchschnittlicher Vermö-

gensverzehr der Rekurrentin vermieden werden können. Weiter habe sich auf einem im Nach-

lass befundenen Grundstück in F.________ ein Asbest verseuchtes Bauernhaus befunden, 

welches zur Erfüllung der vom Stifter vorgesehenen Stiftungszwecke völlig ungeeignet war. 

Deswegen sei das Bauernhaus aufgrund eines Entscheids des Stiftungsrats der Rekurrentin 

durch einen Neubau ersetzt worden. Der damit bzw. mit dem Bau und der Vermietung des neu-

en Mehrfamilienhauses in F.________ verbundene Aufwand in den vergangenen Jahren und 

insbesondere im Jahr 2018 habe ebenfalls – gerade bei einer mehrjährigen Betrachtungswei-

se – ausschliesslich der möglichst wirkungsvollen Erfüllung des Stiftungszwecks gedient. Die 

Bewirtschaftung der Liegenschaften und der Handel mit Wertschriften seien deshalb als reine 

Vermögensverwaltung der Rekurrentin zu qualifizieren. 

- 11 -

5.2 Der Rekurrentin ist grundsätzlich beizupflichten, dass eine Vermögensverwaltung für eine 
optimale Zweckverfolgung unumgänglich ist. So muss jede juristische Person mit privilegierter 

Zwecksetzung das ihr zustehende Vermögen verwalten. Aus der Vermögensverwaltung allein 

kann sodann nicht geschlossen werden, die juristische Person verfolge ausser dem steuerlich 

privilegierten einen nicht privilegierten Zweck, nämlich die Verwaltung ihres Vermögens. Auch 

ist in casu nicht zu bezweifeln, dass die von der Rekurrentin vorgenommenen Bauprojekte län-

gerfristig höhere Erträge generieren. Die Vorgehensweise der Rekurrentin und ihre wirtschaftli-

chen Tätigkeiten gehen in ihrem Umfang und Struktur jedoch über die blosse Vermögensver-

waltung hinaus. Vielmehr weisen die Handlungen der Rekurrentin Merkmale einer gewerblichen 

Tätigkeit auf. Juristische Personen, die sich gemeinnützigen Zwecken widmen, können indes 

nur von der Steuerpflicht befreit werden, wenn sie keine Erwerbszwecke verfolgen. Solche ver-

folgt, wer im wirtschaftlichen Konkurrenzkampf oder in Monopolstellung, also planmässig oder 

nachhaltig unter Einsatz von Kapital und Arbeit nach kaufmännischer Art gewerbsmässig tätig 

ist (Richner/Frei/Kaufmann/Rohner, a.a.O., N. 43 zu Art. 56 DBG). Dafür spricht vorliegend bei-

spielsweise der Beizug und die Beauftragung von Dritten bzw. Fachpersonen für die Immobili-

enverwaltung, Buchhaltung und Finanzverwaltung. 

5.3 Unter Umständen kann zwar eine wirtschaftliche Betätigung unumgängliche Vorausset-
zung zur Erreichung des im Allgemeininteresse liegenden Zwecks sein. Eine Steuerbefreiung 

kann ausserdem trotz Erwerbstätigkeit in Frage kommen, wenn dieser Tätigkeit im Rahmen des 

gesamten Wirkens der Institution nur untergeordnete Bedeutung zukommt oder die ideellen, 

altruistischen oder öffentlichen Zwecke im Vordergrund stehen (vgl. KS Nr. 12, Ziff. 3.b). Vorlie-

gend ist dies jedoch nicht der Fall. Vielmehr ist der Steuerverwaltung dahingehend beizupflich-

ten, dass mit der jahrelangen Investmenttätigkeit und der damit verbundenen Gewinnausrich-

tung die Rekurrentin unternehmerische Zwecke zur Kapitalvermehrung verfolgt hat. Eine derart 

umfangreiche wirtschaftliche Betätigung schliesst eine Steuerbefreiung regelmässig aus. Ein 

nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten geführtes Unternehmen, das Gewinne erzielt und diese 

gemeinnützigen Zwecken zuführt, erbringt keine Opfer; der unmittelbare Zweck der Institution 

besteht darin, ein wirtschaftliches Unternehmen zu führen, dessen Erträge nur mittelbar einem 

allfällig gemeinnützigen Zweck zukommen. Aus diesem Grund ist auch ein intensiver Liegen-

schaftshandel mit der Steuerbefreiung unvereinbar und kann auch nicht mit der blossen Verwal-

tung des Stiftungsvermögens begründet werden (vgl. BGer 2C_564/2016 vom 9.5.2017, 

E. 2.4.1). Die Rekurrentin macht hierzu geltend, dass der Neubau in F.________ und die Im-

mobilienbewirtschaftung wesentlich zur Ertragsverbesserung beigetragen hätten und damit 

auch die Unterstützungsleistungen beträchtlich erhöht hätten werden können. Dies mag durch-

aus zutreffen. Die Rekurrentin verkennt jedoch, dass selbst wenn der erwirtschaftete 

- 12 -

Reingewinn vollumfänglich dem gemeinnützigen Zweck gewidmet wird, die hauptsächliche ge-

winnstrebige Erwerbstätigkeit eine Steuerbefreiung ausschliesst.

5.4 Dass die Immobilienbewirtschaftung eine hauptsächliche Tätigkeit der Rekurrentin dar-
stellt und im Mittelpunkt steht, spiegelt sich denn im verbuchten Verwaltungsaufwand wider 

(vgl. Rechenschaftsberichte 2019 und 2020 und Stundenblätter 2019 und 2020, Beilagen 23-26 

zum Rekurs und zur Beschwerde vom 5.12.2022). Die nachstehende Tabelle zeigt, dass die 

Verwaltungskosten in den letzten Jahren jeweils sehr hoch angefallen sind (Beträge in CHF).

Jahr Liegen-
schafts-
ertrag

Wertschrif-
tenertrag

Spenden 
und Unter-
stützungs-
leistungen 

Verwaltungs-
aufwand

davon 
Geschäfts-
führungs-
honorar 

2014 176'717 53'367 79'740 162'054 115'991

2015 84'392 -142'395 76'240 186'817 142'695

2016 -53'054 10'506 87'240 200'702 159'911

2017 21'745 155'756 73'240 207'128 162'445

2018 87'093 - 92'991 34'240 202'257 159'273

2019 297'093 72'354 115'240 149'443 109'764

2020 343'407 -42'698 101'240 175'669 136'271

Dabei geht es nicht darum, ob diese grundsätzlich geschäftsmässig begründet gewesen waren 

oder nicht. Vielmehr ist unter dem Blickwinkel der Steuerbefreiung ausschlaggebend, dass die 

Erträge einer gemeinnützigen Organisation ausschliesslich für die gemeinnützigen Zwecke ein-

gesetzt werden und nicht für eigenwirtschaftliche Zwecke oder unverhältnismässig hohe Ver-

gütungen. Die Erträge des Stiftungsvermögens sind damit hauptsächlich dem eigentlichen 

Stiftungszweck zu widmen und Verwaltungskosten sind auf das Notwendige zu beschränken. 

Verwaltungskosten sind zwar eine Voraussetzung dafür, dass eine Organisation die Förderung 

des Stiftungszwecks überhaupt umsetzen kann. Werden vorliegend jedoch die Verwaltungskos-

ten der letzten Jahre in das Verhältnis zu den gemeinnützigen Unterstützungsleistungen und 

Spenden gesetzt, erweist sich, dass der Verwaltungsaufwand jeweils mindestens das einein-

halbfache der ausgerichteten Unterstützungsleistungen ausmacht (in den Jahren vor 2019 so-

gar weit über das Doppelte). Für eine Steuerbefreiung ist jedoch unumgängliche Vorausset-

zung, dass der grösste Anteil der Mittel unmittelbar und effektiv dem steuerbefreiten gemeinnüt-

zigen Zweck zugutekommen muss. Wenn der Verwaltungsaufwand konstant und in einem 

derart deutlichen Ausmass die Ausrichtung von Leistungen gemäss dem Stiftungszweck 

- 13 -

übersteigt, kommt der gemeinnützigen Tätigkeit nur noch untergeordnete Bedeutung zu, welche 

keine Steuerbefreiung zulässt. Von einer positiven Dynamik, wie sie die Rekurrentin geltend 

macht und damit von einem Rückgang des Geschäftsführungsaufwands bei 

gleichzeitiger Erhöhung der Anzahl der ausgerichteten Unterstützungsleistungen, dass sich 

daraus ein grundlegend anderes Verhältnis zwischen Verwaltungsaufwand und Unterstützungs-

leistungen ergeben würde, ist nicht auszugehen (vgl. N. 2.13 von Rekurs und Beschwerde vom 

5.12.2022). Wenn im Jahr 2020, also nach der Umbruchsituation im Jahr 2018, die Unterstüt-

zungsleistungen immer noch tiefer ausfallen als der Verwaltungsaufwand (vgl. die vorstehende 

Tabelle) und somit das Missverhältnis nach wie vor gegeben ist, sind die Voraussetzungen für 

eine weitere Gewährung der Steuerbefreiung nicht vorhanden. 

5.5 Im Weiteren finden sich in den Akten keine Hinweise, dass die Rekurrentin ihre Liegen-
schaften gezielt an finanziell schwächere Bevölkerungsschichten vermietet. Vielmehr dürften 

die Mietverhältnisse wohl zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen werden. Wenn die Re-

kurrentin mit einer gewerblich orientierten Struktur (E. 5.2) auf dem Mietmarkt auftritt und Woh-

nungen zu marktüblichen Konditionen anbietet, steht sie in Konkurrenz mit privatwirtschaftlichen 

Unternehmen, welche im gleichen Markt tätig sind. Die Gewährung einer Steuerbefreiung würde 

damit das Prinzip der Wettbewerbsneutralität verletzen. 

5.6 Das von der Rekurrentin geltend gemachte Massgeblichkeitsprinzip ändert an dieser Be-
urteilung der Kriterien für die Steuerbefreiung nichts. Dieses besagt, dass die Handelsbilanz 

Ausgangspunkt und Grundlage der steuerlichen Gewinnermittlung bildet (Art. 58 DBG und 

Art. 85 StG; BGE 143 II 8 E. 7.1). Wie bereits ausgeführt, ist vorliegend die Frage der ge-

schäftsmässigen Begründetheit des Verwaltungsaufwands nicht zu prüfen, da nicht die Ge-

winnermittlung strittig ist (E. 5.4). Vielmehr ist bei der Beurteilung einer allfälligen Steuerbefrei-

ung entscheidend, ob die Kriterien der Gemeinnützigkeit erfüllt sind. Ein erhöhter Verwaltungs-

aufwand kann somit, auch wenn dieser in der Handelsbilanz als geschäftsmässig begründeter 

Aufwand akzeptiert wird, einer Steuerbefreiung entgegenstehen. Die von der Rekurrentin erho-

bene Rüge der Nichtbeachtung des Massgeblichkeitsprinzips seitens der Steuerverwaltung ist 

daher ebenso unbegründet wie der Vorwurf, diesbezüglich die Untersuchungspflicht zu verlet-

zen (vgl. N. 2.14 des Rekurs- und Beschwerdeschreibens vom 5.12.2022). 

5.7 Das Kriterium der Uneigennützigkeit erfordert grundsätzlich nicht, dass die Leitungsorga-
ne ehrenamtlich tätig sind. Die Honorierung von Stiftungsratsmitgliedern wird von der herr-

schenden Lehre wie auch vom Bundesgericht als zulässig erachtet, sofern die steuerbefreite 

Institution selbst uneigennützig tätig und die Entschädigung angemessen ist (Greter/Greter, 

a.a.O., N. 31 zu Art. 56 DBG; BGer 6B_85/2017 vom 16.10.2017, E. 3.4). Vorliegend hat die 

Steuerverwaltung beanstandet, dass der Stiftungsratspräsident, der gleichzeitig 

- 14 -

Geschäftsführer ist, einen Honoraransatz von CHF 410.-- in Rechnung stellt. Die Rekurrentin 

hält diesen Ansatz für angemessen und beruft sich dabei auf eine Studie des Schweizerischen 

Instituts für Klein- und Mittelunternehmen der Universität St. Gallen, welche im Jahre 2005 ein 

Mittel von CHF 425.-- pro Stunde für "Ertragsgemeinschaften" ermittelt haben will (Rekurs- und 

Beschwerdeschreiben vom 5.12.2023, Ziff. 2.5). Inwiefern diese Studie für die Rekurrentin bzw. 

inwiefern der Begriff "Ertragsgemeinschaft" ganz allgemein auf eine gemeinnützige Stiftung mit 

Steuerbefreiung anwendbar sein soll, erschliesst sich nicht aus den Ausführungen in der Einga-

be des Vertreters. Die Studie befindet sich nicht in den Akten. Deren Ergebnis muss ohnehin 

als nicht repräsentativ angesehen werden, da die Treuhandkammer im Jahr 2002 folgende 

Honorarempfehlung herausgegeben hat (abrufbar in Internet unter der Adresse <htt-

ps://www.yumpu.com/de/document/view/5805254/honorarempfehlung-der-treuhand-kammer>, 

abgerufen am 20.3.2024).

Daraus ist ersichtlich, dass die Treuhandkammer damals ein Honorar von CHF 410.-- im obers-

ten Bereich angesiedelt hat für anspruchsvolle Arbeiten, Spezialfragen, welche von qualifizier-

ten Beratern mit langjähriger Erfahrung bearbeitet werden. Diesbezüglich ist festzuhalten, dass 

der Stiftungsratspräsident und Geschäftsführer Anwalt ist und nicht diplomierter Immobilien-

treuhänder. Es lässt sich daher nicht sagen, dass es sich bei ihm um eine höher qualifizierte 

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Fachperson für Immobilienfragen handelt, obwohl die Rekurrentin den hohen Verwaltungsauf-

wand gerade im Zusammenhang mit den Liegenschaften begründet. Sodann hat die Rekurren-

tin damit argumentiert, dass das Jahr 2018 einen Umbruch darstellte. Aus der Tabelle in E. 5.2 

ist ersichtlich, dass sich im Jahr 2019 (dem hier massgeblichen Steuerjahr) die Liegenschaftser-

träge massiv erhöht haben, woraus zu schliessen ist, dass nach einer intensiven Bauphase 

nunmehr die normale Vermietungs- und Bewirtschaftungsphase begonnen hat. Demnach wäre 

auch nicht der Ansatz für anspruchsvolle Arbeiten, sondern derjenige eines durchschnittlichen 

Immobilientreuhänders bei der Vornahme der herkömmlichen Verwaltungstätigkeit 

herbeizuziehen. Verschiedene Quellen im Internet nennen übereinstimmend aktuell 

hierfür einen Honoraransatz von CHF 140.-- bis CHF 200.-- als gängig (<htt-

ps://www.gryps.ch/produkte/immobilienverwaltung-162/kosten-immobilienverwaltung/#toc-

section-1>, <https://blog.fairwalter.com/de-ch/welche-kosten-fallen-fuer-die-verwaltung-von-

immobilien-an>, <https://immolution.ch/immobilienverwaltung-winterthur/was-kostet-eine-

immobilienverwaltung-in-der-schweiz>; <https://www.cash.ch/news/top-news/immobilien-

verwalten-lassen-wann-es-sich-lohnt-was-es-kostet-419274>; alle abgerufen am 20.3.2024). 

Von daher kann der vom Stiftungsratspräsidenten und Geschäftsführer verlangte Honorarsatz 

von CHF 410.-- pro Stunde kaum als angemessen für eine gemeinnützige Stiftung bezeichnet 

werden. 

5.8 Der Stiftungsrat fungiert gemäss Art. 83a ZGB als oberstes Führungsorgan der Stiftung. 
Primäres und vordringlichstes Ziel des Stiftungsrats ist es, den Stiftungszweck ordnungsgemäss 

zu verwirklichen (Andrea Opel, Ehrenamtlichkeit als Voraussetzung der Steuerbefreiung – ein 

alter Zopf?, in: Steuerrevue 74/2019, S. 86). Nebst der strategischen Führung der Stiftung und 

der Ausgestaltung der Fördertätigkeit gilt die Vermögensbewirtschaftung als Aufgabe des Stif-

tungsrats. Laut den Praxishinweisen SSK ist es mit Blick auf die Steuerbefreiung indes heikel, 

wenn Mitglieder des Stiftungsrates gleichzeitig auf der Basis eines Arbeitsvertrages oder eines 

Mandates für die Institution arbeiten. Jedenfalls dürfen diese «in keinem Fall» zugleich ge-

schäftsleitende Funktionen (Direktion, Geschäftsführung, Sektionsverantwortliche) ausüben. Die 

Steuerbefreiung ist diesfalls zu verweigern (Praxishinweise der SSK, S. 40). Vorliegend liegt bei 

der Rekurrentin jedoch genau diese Konstellation vor. Der Stiftungsratspräsident hat auch die 

Funktion als Geschäftsführer der Rekurrentin inne und bezieht wie vorstehend ausgeführt be-

achtliche Geschäftsführungshonorare (vgl. Tabelle in E. 5.4 hiervor). Bei dieser Ausgangslage 

ist ein Konflikt zwischen der Verfolgung des im Allgemeininteresse liegenden Stiftungszwecks 

und den Eigeninteressen des Stiftungsratspräsidenten und gleichzeitigen Geschäftsführers je-

denfalls nicht auszuschliessen, zumal nicht geltend gemacht wird, dass Vorkehrungen getroffen 

worden wären, welche die Unabhängigkeit sicherstellen (vgl. BGer 2C_385/2020 vom 

15.6.2020, E. 5.3). Dass das Doppelmandat als Stiftungsratspräsident und Geschäftsführer die 

- 16 -

kosteneffizienteste Lösung für die Rekurrentin darstellen soll – wie sie es geltend macht 

(vgl. Rekurs- und Beschwerdeschreiben vom 5.12.2022, S. 29) – erscheint jedenfalls anhand 

der verbuchten Kosten nicht schlüssig. Bereits aus diesem Grund wäre deshalb der Rekurrentin 

die Steuerbefreiung zu verweigern. Daran ändert auch nichts, dass die Vergütung der Stif-

tungsorgane in den Statuten und im Organisationsreglement der Rekurrentin geregelt ist. 

6. Soweit der Vertreter weitere Beweiserhebungen beantragt, ist nicht ersichtlich, inwiefern 
sich dadurch neue Erkenntnisse ergeben könnten, welche an den vorstehenden Ergebnissen 

(Missverhältnis zwischen Verwaltungsaufwand und Unterstützungsleistungen, Verletzung der 

Wettbewerbsneutralität, fehlende Uneigennützigkeit durch unangemessene Entschädigungen) 

etwas ändern würden. Dies betrifft namentlich die beantragte Edition der Rückmeldung der 

Steuerverwaltung zum Schreiben der bernischen BVG- und Stiftungsaufsicht (BBSA) als Be-

weismittel. Im Rahmen einer antizipierten Beweiswürdigung ist der Antrag daher abzuweisen 

(vgl. zur Zulässigkeit der antizipierten Beweiswürdigung VGE 100 2020 277/278 vom 

26.7.2021, E. 7.2). 

7. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Rekurrentin die Voraussetzungen der 
Steuerbefreiung wegen Gemeinnützigkeit nicht erfüllt. Die Steuerverwaltung hat die Steuerbe-

freiung zu Recht aufgehoben, weshalb Rekurs und Beschwerde abzuweisen sind. 

8. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die Rekurrentin kostenpflichtig. Sie hat die ge-
samten Verfahrenskosten zu tragen (Art. 144 Abs. 1 und 5 DBG sowie Art. 200 Abs. 1 StG 

i.V.m. Art. 1, 2, 53, 58 und 59 des Dekrets vom 24. März 2010 betreffend die Verfahrenskosten 

und die Verwaltungsgebühren der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [Verfahrens-

kostendekret, VKD; BSG 161.12]). Demnach sind die Verfahrenskosten, festgesetzt auf einen 

Pauschalbetrag von CHF 2'000.--, der Rekurrentin aufzuerlegen und mit dem geleisteten Kos-

tenvorschuss zu verrechnen. 

9. Da die Rekurrentin im vorliegenden Fall unterliegt, werden keine Parteikosten gesprochen 
(Art. 200 Abs. 4 StG sowie Art. 144 Abs. 4 DBG i.V.m. Art. 64 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 

20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG; 

SR 172.021]).

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Aus diesen Gründen wird erkannt:

1. Der Rekurs betreffend Widerruf der Befreiung von den kantonalen Steuern (Gewinn-, Ka-

pital-, Erbschafts- und Schenkungssteuer) ab Steuerperiode 2019 wird abgewiesen, so-

weit darauf eingetreten werden kann.

2. Die Beschwerde betreffend Widerruf der Befreiung von der direkten Bundessteuer ab 

Steuerperiode 2019 wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann.

3. Die Kosten des Verfahrens vor der Steuerrekurskommission, bestimmt auf eine Pau-

schalgebühr von CHF 2'000.--, werden der Rekurrentin zur Bezahlung auferlegt.

4. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

5. Gegen den Entscheid betreffend die kantonalen Steuern kann innert 30 Tagen seit 
der Eröffnung beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Speichergasse 12, 
3011 Bern, Beschwerde erhoben werden. Die Frist ist eingehalten, wenn die Rechts-
schrift am letzten Tag der Frist einer schweizerischen Poststelle übergeben wird. Die Be-

schwerdeschrift ist in 3-facher Ausfertigung einzureichen. Sie muss von der beschwer-
deführenden Person selbst oder von einem zur Prozessführung vor bernischen Gerichten 

ermächtigten Anwalt verfasst und unterzeichnet sein (Art. 15 Abs. 4 VRPG). Die Rechts-

schrift hat insbesondere das Rechtsbegehren und die Begründung zu enthalten. Der 
angefochtene Entscheid ist beizulegen. 

Gegen den Entscheid betreffend die direkte Bundessteuer kann innert 30 Tagen seit 
der Eröffnung beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Speichergasse 12, 
3011 Bern, Beschwerde erhoben werden (Art. 145 DBG i.V.m. Art. 9 Abs. 3 BStV). 
Die Frist ist eingehalten, wenn die Rechtsschrift am letzten Tag der Frist einer schweizeri-

schen Poststelle übergeben wird. Die Beschwerdeschrift ist in 3-facher Ausfertigung 
einzureichen. Sie muss von der beschwerdeführenden Person selbst oder von einem zur 

Prozessführung vor bernischen Gerichten ermächtigten Anwalt verfasst und unterzeichnet 

sein (Art. 15 Abs. 4 VRPG). Die Rechtsschrift hat insbesondere das Rechtsbegehren und 
die Begründung zu enthalten. Der angefochtene Entscheid ist beizulegen. 

Wird beim Verwaltungsgericht für die kantonalen Steuern und die direkte Bundes-
steuer Beschwerde erhoben, können diese, soweit den gleichen Gegenstand betref-
fend, in einer gemeinsamen Rechtsschrift eingereicht werden. Sie hat insbesondere 
die jeweiligen Rechtsbegehren sowie die Begründungen zu enthalten.

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6. Zu eröffnen an:

▪ B.________, Rechtsanwalt zuhanden von A.________ 

▪ Steuerverwaltung des Kantons Bern 

▪ Eidgenössische Steuerverwaltung

▪ Einwohnergemeinde C.________ 

IM NAMEN DER STEUERREKURSKOMMISSION
DES KANTONS BERN

Die Richterin Die Gerichtsschreiber

Nanzer Mion