# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 14285bdb-f77a-5c61-a73a-158df9bfe63e
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-08-24
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 24.08.2016 200 2014 1221
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-1221_2016-08-24.pdf

## Full Text

200 14 1221 IV
KNB/JAP/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 24. August 2016

Verwaltungsrichter Knapp, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schwegler, Verwaltungsrichter Ackermann
Gerichtsschreiber Jakob

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 2. Dezember 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2016, IV/14/1221, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1962 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich am 23. Februar 2006 bei der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Be-
schwerdegegnerin) zum Leistungsbezug an (Akten der IVB, Antwortbeilage 
[AB] 2). Diese sprach ihr mit Verfügung vom 2. April 2008 (AB 44) bei ei-
nem Invaliditätsgrad von 48 % ab 1. März 2006 eine Viertelsrente zu. Eine 
hiergegen erhobene Beschwerde (AB 47/18 ff.) zog die Versicherte hin-
sichtlich des Rentenanspruchs zurück (AB 50/3), worauf das Beschwerde-
verfahren diesbezüglich mit Urteil des Verwaltungsgerichts vom 10. Sep-
tember 2009, IV/2008/69370 (AB 66), als gegenstandslos geworden vom 
Geschäftsverzeichnis abgeschrieben wurde. Im Rahmen einer ordentlichen 
Rentenrevision wies die IVB mit Verfügung vom 27. August 2010 (AB 81) 
ein sinngemäss gestelltes Gesuch um Erhöhung der Invalidenrente (AB 69) 
ab und bestätigte den bisherigen Rentenanspruch.

Anlässlich einer erneut von Amtes wegen eingeleiteten Rentenrevision 
machte die Versicherte wiederum eine Verschlechterung des Gesundheits-
zustandes geltend (AB 90). Daraufhin ermittelte die IVB gestützt auf ein 
polydisziplinäres Gutachten (AB 119) sowie eine Stellungnahme des Regi-
onalen Ärztlichen Dienstes (RAD; AB 126 f.) einen Invaliditätsgrad von 
33 % und stellte mit Vorbescheid vom 21. August 2014 (AB 128) die Ren-
tenaufhebung in Aussicht. Nach erhobenem Einwand (AB 130) hob sie die 
laufende Rente entsprechend dem Vorbescheid mit Verfügung vom 2. De-
zember 2014 (AB 135) auf Ende des der Verfügung folgenden Monats auf.

B.

Mit Eingabe vom 18. Dezember 2014 erhob die Versicherte Beschwerde 
und beantragte sinngemäss, die angefochtene Verfügung sei ersatzlos 
aufzuheben, eventualiter sei die Sache zur weiteren Abklärung an die Be-
schwerdegegnerin zurückzuweisen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2016, IV/14/1221, Seite 3

In ihrer Beschwerdeantwort vom 2. Februar 2015 schloss die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Die angefochtene Verfügung ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Verfügun-
gen. Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren 
Anträgen nicht durchgedrungen, durch die angefochtene Verfügung berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung, weshalb sie zur 
Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gege-
ben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über 
Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungs-
rechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwer-
de einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 2. Dezember 2014 
(AB 135). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente 
und dabei insbesondere, ob die Beschwerdegegnerin die laufende Viertels-
rente zu Recht auf Ende des der Verfügung folgenden Monats – mithin per 
31. Januar 2015 – aufhob.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und 
damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschrän-
kungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung 
allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-
wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 
bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 
2014 IV Nr. 2 S. 5 E. 3.1). Entscheidend ist, ob und inwiefern es der versi-
cherten Person trotz ihres Leidens sozialpraktisch zumutbar ist, die Restar-
beitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgegli-
chenen Arbeitsmarkt zu verwerten, und ob dies für die Gesellschaft tragbar 
ist. Dies ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu prüfen 
(BGE 136 V 279 E. 3.2.1 S. 281).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2016, IV/14/1221, Seite 5

2.3 Liegt eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung vor, sind die 
nachfolgenden Grundsätze zu beachten, wobei diese auch für vergleichba-
re Beschwerden gelten, denn aus Gründen der Rechtssicherheit ist es ge-
boten, sämtliche psychosomatischen Leiden den gleichen sozialversiche-
rungsrechtlichen Anforderungen zu unterstellen (BGE 141 V 281 E. 4.2 
S. 298, 139 V 346 E. 2 S. 346, 137 V 64 E. 4.3 S. 69, 136 V 279 E. 3.2.3 
S. 283).

2.3.1 Die Sachverständigen sollen die Diagnose einer anhaltenden soma-
toformen Schmerzstörung (ICD-10: F45.40) so begründen, dass die 
Rechtsanwender nachvollziehen können, ob die klassifikatorischen Vorga-
ben tatsächlich eingehalten sind. Die auf die Begrifflichkeit des medizini-
schen Klassifikationssystems abstellende Diagnose der anhaltenden soma-
toformen Schmerzstörung führt im Weiteren nur dann zur Feststellung einer 
invalidenversicherungsrechtlich erheblichen Gesundheitsbeeinträchtigung, 
wenn die Diagnose auch unter dem Gesichtspunkt der Ausschlussgründe 
nach BGE 131 V 49 standhält. Danach liegt regelmässig keine versicherte 
Gesundheitsschädigung vor, soweit die Leistungseinschränkung auf Ag-
gravation oder einer ähnlichen Erscheinung beruht. Hinweise auf solche 
und andere Äusserungen eines sekundären Krankheitsgewinns ergeben 
sich namentlich, wenn eine erhebliche Diskrepanz zwischen den geschil-
derten Schmerzen und dem gezeigten Verhalten oder der Anamnese be-
steht, intensive Schmerzen angegeben werden, deren Charakterisierung 
jedoch vage bleibt, keine medizinische Behandlung und Therapie in An-
spruch genommen wird, demonstrativ vorgetragene Klagen auf den Sach-
verständigen unglaubwürdig wirken oder schwere Einschränkungen im 
Alltag behauptet werden, das psychosoziale Umfeld jedoch weitgehend 
intakt ist. Nicht per se auf Aggravation weist blosses verdeutlichendes Ver-
halten hin. Besteht im Einzelfall Klarheit darüber, dass solche Ausschluss-
gründe die Annahme einer Gesundheitsbeeinträchtigung verbieten, so be-
steht von vornherein keine Grundlage für eine Invalidenrente, selbst wenn 
die klassifikatorischen Merkmale einer somatoformen Schmerzstörung ge-
geben sein sollten (vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG erster Satz). Soweit die betref-
fenden Anzeichen neben einer ausgewiesenen verselbständigten Gesund-
heitsschädigung (BGE 127 V 294 E. 5a S. 299) auftreten, sind deren Aus-

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Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2016, IV/14/1221, Seite 6

wirkungen derweil im Umfang der Aggravation zu bereinigen (BGE 141 V 
281 E. 2.1.1 S. 285 und E. 2.2 S. 287).

2.3.2 Mit BGE 141 V 281 hat das Bundesgericht die Vermutung, wonach 
eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung oder ein vergleichbarer 
ätiologisch unklarer syndromaler Zustand mit zumutbarer Willensanstren-
gung überwindbar ist, aufgegeben (E. 3.5). Unverändert ist jedoch auch in 
Zukunft dem klaren Willen des Gesetzgebers gemäss Art. 7 Abs. 2 ATSG 
Rechnung zu tragen, wonach im Zuge einer objektivierten Betrachtungs-
weise von der grundsätzlichen «Validität» der versicherten Person auszu-
gehen ist (E. 3.7.2). Das bisherige Regel/Ausnahme-Modell wird – gemäss 
erwähntem Entscheid – durch einen strukturierten, normativen Prüfungs-
raster ersetzt. Anhand eines Kataloges von Indikatoren erfolgt eine ergeb-
nisoffene symmetrische Beurteilung des – unter Berücksichtigung leis-
tungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kompensati-
onspotentialen (Ressourcen) anderseits – tatsächlich erreichbaren Leis-
tungsvermögens (E. 3.6). Es gilt neu im Regelfall nach gemeinsamen Ei-
genschaften systematisierte Standardindikatoren zu beachten (E. 4.1.3), 
welche sich in die Kategorien «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3) und 
«Konsistenz» einteilen lassen (E. 4.4). Der Prüfungsraster ist rechtlicher 
Natur (E. 5). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgra-
des ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch 
festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand 
der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) 
überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat 
die Folgen der Beweislosigkeit nach wie vor die materiell beweisbelastete 
versicherte Person zu tragen (E. 6). 

2.4 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.5 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 

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Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG).

2.5.1 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen 
(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben. Dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer 
Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung. Ein Revisionsgrund ist 
ferner unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der 
Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des 
Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 10, 130 V 343 
E. 3.5 S. 349).

2.5.2 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b 
S. 200; SVR 2011 IV Nr. 37 S. 109 E. 1.1).

2.5.3 Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeit-
punkt der ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur 
Zeit der streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 
E. 3.5.2 S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369; SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1).

Wurde die Rente zuvor bereits revidiert oder bestätigt, so ist als zeitliche 
Vergleichsbasis die letzte rechtskräftige Verfügung heranzuziehen, sofern 
eine materielle Überprüfung des Leistungsanspruches tatsächlich stattge-
funden hat, d.h. eine rechtskonforme (medizinische) Sachverhaltsab-
klärung, eine Beweiswürdigung und gegebenenfalls – sofern Hinweise für 
eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszu-
stands bestanden – ein Einkommensvergleich durchgeführt worden sind 
(BGE 133 V 108 E. 5.4 S. 114; SVR 2013 IV Nr. 44 S. 135 E. 3.1.2). Die 

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Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2016, IV/14/1221, Seite 8

weitere Ausrichtung einer Invalidenrente nach einer von Amtes wegen 
durchgeführten Revision, sofern dabei keine leistungsbeeinflussende Ände-
rung der Verhältnisse festgestellt wurde, bedarf gemäss Art. 74ter lit. f der 
Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV; SR 
831.201) keiner Verfügung. Die blosse Mitteilung eines solchen Revisions-
ergebnisses ist, wenn keine Verfügung verlangt wurde (Art. 74quater Abs. 1 
IVV; bis 31. Dezember 2011 Art. 74quater IVV), in Bezug auf den Vergleichs-
zeitpunkt einer rechtskräftigen Verfügung gleichzustellen (SVR 2013 IV Nr. 
44 S. 135 E. 3.1.2, 2010 IV Nr. 4 S. 8 E. 3.1).

3.

3.1 Der Anspruch auf die am 2. April 2008 (AB 44) zugesprochene Vier-
telsrente wurde mit Verfügungen vom 27. August 2010 (AB 81) bestätigt. 
Dieser Verwaltungsakt fusste indes nicht auf einer allseitigen Sachver-
haltsabklärung und Beweiswürdigung, es wurden lediglich Verlaufsberichte 
der behandelnden Ärzte eingeholt (AB 71, 74) bzw. von der Ausgleichskas-
se der Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug; AB 70) ediert und 
die Akten dem RAD vorgelegt (AB 75). Weil diese Verfügung keine auf um-
fassenden Abklärungen beruhende Vergleichsbasis darstellt, ist der Sach-
verhalt im Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenverfügung vom 2. April 2008 
(AB 44) mit jenem der angefochtenen Verfügung vom 2. Dezember 2014 
(AB 135) zu vergleichen und zu prüfen, ob in den tatsächlichen Verhältnis-
sen eine erhebliche Veränderung eintrat, die geeignet ist, den Invaliditäts-
grad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen (vgl. E. 2.5.1 hiervor).

3.2 Die rechtskräftige Verfügung vom 2. April 2008 (AB 44) basierte in 
medizinischer Hinsicht auf dem polydisziplinären (internistischen, neurolo-
gischen und psychiatrischen) Gutachten der MEDAS B.________ vom 
28. November 2007 (AB 33). Darin wurden die folgenden Diagnosen mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vermerkt (AB 33/9 lit. A Ziff. 4.1):

1. Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige de-
pressive Episode (ICD-10: F33.1)

2. Anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F45.4)
3. Zustand nach linkshirnigem Insult (im Jahr 2004)
4. Chronisch rezidivierendes Lumbovertebralsyndrom bei/mit:

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 kongenitaler statisch ungünstiger lumbosakraler Übergangs-
anomalie mit Nearthrose zwischen den Querfortsätzen L5 und 
dem Sakrum beidseits

 dekompensiertem Hohl-Rundrücken, verschlimmert durch eine 
anhaltende statische Fehl- und Überbelastung bei Adipositas 
(Body-Mass-Index [BMI] 34 kg/m2)

5. Beginnende Retropatellararthrose beider Kniegelenke bei kongenita-
ler statisch ungünstiger Patelladysplasie

Die Gutachter attestierten sowohl für die bisherige Beschäftigung als auch 
für eine Verweisungstätigkeit (wechselbelastende bzw. einfache geistige 
Arbeiten mit geringer Verantwortung, maximaler Sitz- und Stehdauer von 
jeweils 15 Minuten sowie einem Hebe- und Tragelimit von fünf Kilogramm) 
eine Restarbeitsfähigkeit von sechs Stunden täglich bei einer Leistungs-
fähigkeit von 80 % (AB 33/11 ff. lit. C Ziff. 4 f. und 13 f.). Sie erklärten unter 
anderem, prognostisch könne bei laufender psychiatrischer und psychothe-
rapeutischer Fachbehandlung das Niveau der Arbeitsfähigkeit auf 100 % 
angehoben werden, die orthopädische Pathologie begründe hingegen dau-
erhaft eine Leistungsminderung von 20 % (AB 33/11 lit. B).

3.3 Die angefochtene Verfügung vom 2. Dezember 2014 (AB 135) 
stützt sich hauptsächlich auf die polydisziplinäre (allgemeininternistische, 
neurologische, psychiatrische, orthopädische) Expertise der Stiftung 
MEDAS C.________ vom 24. April 2014 (AB 119). Darin figurieren die 
nachstehenden Diagnosen mit Einschränkung der zumutbaren Arbeits-
fähigkeit (AB 119.1/54 Ziff. 8.1.1):

 Rezidivierende depressive Störung, leichte bis mittelgradige depres-
sive Episode

 Anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F45.1)
 Beginnende Femoropatellararthrose beidseits (ICD-10: M17.1)
 Spondylarthrose und Übergangsstörungen lumbosakral (ICD-10: 

M19.8)
 Chronische Migräne ohne Aura

 aktuell keine Hinweise auf einen Analgetika-Übergebrauchs-
kopfschmerz

 Verdacht auf transitorisch ischämische Attacke in den Jahren 2004 
und 2006 mit/bei:
 klinisch: brachio-fasziales, senso-motorisches Hemisyndrom, 

Seite unklar, im Verlauf unvollständig regredient, jedoch ohne 
relevante funktionelle Beeinträchtigung

 Differentialdiagnose: Konversionsstörung
 vaskuläre Risikofaktoren: arterielle Hypertonie, Hypercholeste-

rinämie/Dyslipidämie, Adipositas

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Die Experten gelangten zum Schluss, dass sich der Gesundheitszustand 
insgesamt nicht verschlechtert habe. Vielmehr sei aus psychiatrischer Sicht 
eine leichte, aber relevante Besserung mit weniger ausgeprägter depressi-
ver Symptomatik eingetreten (AB 119.1/39 f. Ziff. 5.4.2 f., 119.1/58 
Ziff. 8.2.3 f.). Sie erachteten die angestammte Tätigkeit seit Dezember 
2007 als nicht mehr zumutbar, wobei die orthopädische Einschätzung 
führend sei (AB 119.1/59 Ziff. 9.1.1 f.). Für leidensadaptierte Tätigkeiten 
(einfache und angelernte körperlich wechselbelastende Arbeiten, die keine 
speziell erhöhten Anforderungen an die Konzentrationsfähigkeit, Ausdauer 
oder die emotionale Belastbarkeit bzw. an feinmechanische, bimanuelle 
Verrichtungen stellen, unter Ausschluss von: rein stehenden Arbeiten, ei-
nem Verharren in Inklination des Oberkörpers, Rotationsbewegung, wie-
derholtem Überwinden von Treppen und Leitern, ausgesprochenem Stress 
und Lärm sowie unregelmässigen Arbeitszeiten) bescheinigten sie eine 
Restarbeitsfähigkeit von 60-70 %, wobei die orthopädische und psychiatri-
sche Sicht führend seien (AB 119.1/60 Ziff. 9.2.1). Sie empfahlen eine 
schrittweise Wiedereingliederung – beginnend mit etwa fünf bis sechs 
Stunden täglich und einer weiteren Steigerung innerhalb von einem Monat 
bis zwei Monate auf sieben Stunden, dabei sei eine Leistungsminderung 
von etwa 10 % zu beachten (AB 119.1/61 Ziff. 9.3).

3.4 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.5 Das Verlaufsgutachten der MEDAS C.________ (AB 119) erfüllt die 
vorerwähnten höchstrichterlichen Anforderungen (vgl. E. 3.4 hiervor) und 
erbringt vollen Beweis. Zwar fällt auf, dass die MEDAS C.________ die 

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diagnostizierte anhaltende somatoforme Schmerzstörung – anders als 
noch die MEDAS B.________ (AB 33/9 Ziff. 4.1 Ziff. 2) – mit F45.1 der 
ICD-10 (undifferenzierte Somatisierungsstörung) klassifizierte (AB 119.1/41 
Ziff. 5.5.1 Lemma 2, 119.1/54 Ziff. 8.1.1 Lemma 2). Dies ist jedoch nicht 
relevant, da die Gutachter rein bezogen auf diese Diagnose keine Verände-
rung ausgemacht haben. Gleichzeitig ändert dies nichts daran, dass sie 
anhand der Befundlage nachvollziehbar Veränderungen dargestellt und 
daraus geringere Einschränkungen abgeleitet haben.

Es bestehen keine Arztberichte, die geeignet wären, die überzeugende 
Expertise in Zweifel zu ziehen. Zwar beschrieb der behandelnde Dr. med. 
D.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, am 30. Oktober 
2012 noch einen stationären Verlauf (AB 91) und auch der Hausarzt Dr. 
med. E.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, berichtete 
am 1. November 2012 von einem unveränderten Gesundheitszustand 
(AB 92). Die RAD-Ärzte Dres. med. F.________, Facharzt für Orthopädi-
sche Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, und 
G.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, gingen 
damals jedoch nachvollziehbar von einem unklaren Gesundheitszustand 
aus (AB 96, 98), weshalb die polydisziplinäre Verlaufsbegutachtung letzt-
endlich erforderlich wurde. In ihren neuerlichen Stellungnahmen vom 
15. bzw. 16. Juli 2014 (AB 126 f.) schlossen sich die beiden RAD-Ärzte 
dem gutachterlichen Zumutbarkeitsprofil an. Die Beschwerdeführerin hat 
nicht näher dargelegt, inwiefern auf die Beurteilung im besagten Gutachten 
bzw. auf die damit übereinstimmende Einschätzung der Dres. med. 
F.________ und G.________ ihres Erachtens nicht abgestellt werden kön-
nen soll. Sie beschränkte sich im Wesentlichen darauf zu erklären, sie sei 
psychisch sehr labil, die Rentenaufhebung bedeute für sie einen psychi-
schen Absturz und sie möchte nochmals durch die MEDAS-Gutachter un-
tersucht werden. Wohl postulierten die neu behandelnden Dres. med. 
H.________ (ohne Facharzttitel) und I.________, Facharzt für Psychiatrie 
und Psychotherapie, im undatierten (am 3. November 2014 eingelangten) 
Bericht (AB 134) tatsächlich eine Zustandsverschlechterung nach der in 
Aussicht gestellten Rentenrevision mit vollständiger Arbeitsunfähigkeit. 
Dabei handelt es sich jedoch offensichtlich um ein reaktives Geschehen, 
welches keinen invalidisierenden Gesundheitsschaden darstellt (vgl. Ent-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2016, IV/14/1221, Seite 12

scheid des Bundesgerichts [BGer] vom 17. Februar 2016, 9C_668/2015, 
E. 3). Angesichts des uneingeschränkten Beweiswerts des Verlaufsgutach-
tens besteht auch keine Veranlassung zur Vornahme weiterer medizini-
scher Erhebungen bzw. zur erneuten Untersuchung der Beschwerdeführe-
rin durch die MEDAS-Experten.

3.6 Nach dem Gesagten steht aufgrund des beweiskräftigen Gutach-
tens der MEDAS C.________ vom 24. April 2014 (AB 119) fest, dass im 
Vergleich zum Referenzzeitpunkt eine relevante Änderung des psychi-
schen Gesundheitszustandes eingetreten ist, die sich nicht nur in einer 
günstigeren Diagnose (indem neu allein eine leichte bis mittelgradige de-
pressive Episode diagnostiziert wurde [AB 119.1/54 Ziff. 8.1.1]), sondern 
auch in einer medizinisch-theoretisch höheren Restarbeitsfähigkeit nieder-
schlägt: Während aus psychiatrischer Optik ursprünglich noch eine Ar-
beitspensum von 70 % mit um 20 % reduziertem Rendement möglich war 
(AB 33/34 Ziff. 4) – mithin eine Arbeits- bzw. Leistungsfähigkeit von 56 % 
bestand –, beträgt die Arbeitsfähigkeit gemäss psychiatrischem Teilgutach-
ten nunmehr 60-70 % (AB 119.1/42 Ziff. 5.6.3). Wie die Beschwerdegegne-
rin richtigerweise dargelegt hat (Beschwerdeantwort S. 3 lit. C lit. b Ziff. 8), 
ist bei dieser Ausgangslage das Vorliegen eines Revisionsgrundes erstellt 
und der Rentenanspruch frei zu prüfen (vgl. E. 2.5.2 hiervor). Vor diesem 
Hintergrund kann offen bleiben, ob die ursprüngliche Rentenverfügung vom 
2. April 2008 (AB 44) im wiedererwägungsrechtlichen Sinn (vgl. Art. 53 
Abs. 2 ATSG) zweifellos unrichtig war, weil die anhaltende somatoforme 
Schmerzstörung bereits auch nach der damaligen höchstrichterlichen Pra-
xis als überwindbar hätte qualifiziert werden müssen (vgl. prozessleitende 
Verfügung vom 3. Juni 2008 [AB 49]). Die Frage nach der invalidisierenden 
Wirkung dieser Diagnose stellt sich allerdings auch im vorliegenden Verfah-
ren, denn gemäss MEDAS-Verlaufsexpertise besteht aus rein somatischer 
Sicht aufgrund der orthopädischen Beeinträchtigungen eine 80%ige Resta-
rbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten Tätigkeit (AB 119.1/46 Ziff. 6.6.3). 
Es ist somit anhand der sog. Standardindikatoren (vgl. E. 2.3.2 hiervor) zu 
prüfen, ob die aus psychiatrischer Optik attestierte höhere Arbeitsunfähig-
keit überhaupt zu berücksichtigen ist. Im noch vor der Praxisänderung er-
stellten psychiatrischen Verlaufsgutachten (AB 119) ist dabei in intertempo-
ralrechtlicher Hinsicht eine schlüssige Beurteilung im Lichte des mittlerweile 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2016, IV/14/1221, Seite 13

massgeblichen Prüfungsrasters zu erblicken (vgl. BGE 141 V 281 E. 8 
S. 309).

4.

4.1 Vorab nachzugehen ist der Frage, ob die diagnostizierte anhaltende 
somatoforme Schmerzstörung unter dem Gesichtspunkt der Ausschluss-
gründe nach BGE 131 V 49 standhält (vgl. E. 2.3.1 hiervor). Diesbezüglich 
ist augenfällig, dass sich im Rahmen der Verlaufsbegutachtung Hinweise 
auf eine Aggravation sowie diverse Inkonsistenzen ergaben. So fanden 
sich gemäss dem psychiatrischen Gutachter Aggravationstendenzen sowie 
ein deutlicher sekundärer Krankheitsgewinn bei einem dysfunktionalen 
Krankheits-, Schon- und Vermeidungsverhalten; die Explorandin soll es 
geschafft haben, sich ein dysfunktionales Hilfesystem einzurichten, das sie 
überwiegend selber kontrolliere (AB 119.1/42 Ziff. 5.9, 119.1/58 Ziff. 8.2.4). 
Zudem war sie anlässlich der neurologischen Exploration desorientiert (fal-
scher Wochentag, falscher Monat, falsches Jahr [AB 119.1/49 Ziff. 7.3.1]), 
während die Hauptgutachterin sie kurz vorher (AB 108/1) noch als klar im 
Bewusstsein beschrieb (AB 119.1/34 Ziff. 4.1). Des Weiteren wies der neu-
rologische Gutachter im Zusammenhang mit der Symptomatik der fragli-
chen zerebralen Ischämie auf Widersprüchlichkeiten zwischen den subjek-
tiven Angaben und den medizinischen Berichten hin (AB 119.1/51 
Ziff. 7.4.3). Der Orthopäde bezeichnete die Kooperation der Explorandin als 
mässig (AB 119.1/43 Ziff. 6.1) und erklärte, es finde sich an ihrem Körper 
keine Stelle, die palpatorisch nicht zu Schmerzen führe, wobei der grösste 
Teil dieser Beschwerden nicht objektiviert werden könne, so dass die 
schlechte Selbsteinschätzung der Beschwerdeführerin nicht nachvollzieh-
bar sei (AB 119.1/47 Ziff. 6.9). Angesichts dieser Ausschlussgründe 
verbietet sich die Annahme einer invalidisierenden 
Gesundheitsbeeinträchtigung, zudem sprechen auch die 
Standardindikatoren gegen eine funktionelle Auswirkung der somatoformen 
Schmerzstörung (vgl. E. 4.2 f. hiernach).

4.2 Zu prüfen sind zunächst die einzelnen Komplexe der Kategorie 
«funktioneller Schweregrad» (BGE 141 V 281 E. 4.3 S. 298 ff.):

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2016, IV/14/1221, Seite 14

4.2.1 Mit Bezug auf den Komplex Gesundheitsschädigung (BGE 141 V 
281 E. 4.3.1 S. 298 ff.) ergibt sich Folgendes: 

4.2.1.1 Die Beschwerdeführerin ist in der Lage, Spaziergänge zu machen, 
sich mit ihren Kindern zu unterhalten, mit ihnen Unternehmungen 
durchzuführen und auch mit ihrer Schwester regelmässig Kontakt zu halten 
(AB 119.1/41 Ziff. 5.4.4). Dies deutet auf in weiten Teilen erhaltene 
Alltagsfunktionen hin, was mit den Schmerzangaben (diffuse ubiquitäre 
Schmerzen bei blosser Palpation [AB 119.1/47 Ziff. 6.9]) nicht vereinbar ist. 
Eine schwere Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde und Symptome 
(vgl. BGE 141 V 281 E. 4.3.1.1 S. 298 f.) fällt vor diesem Hintergrund 
ausser Betracht (vgl. Entscheid des BGer vom 21. April 2016, 
9C_367/2015, E. 3.3.2)

4.2.1.2 Bezüglich Behandlungserfolg bzw. -resistenz (vgl. BGE 141 V 281 
E. 4.3.1.2 S. 299 f.) fällt auf, dass die Beschwerdeführerin anlässlich der 
Verlaufsbegutachtung angab, lediglich alle drei bis vier Wochen mit Dr. 
med. D.________ ein Gespräch von etwa 10-50 Minuten zu führen und 
dass sie dabei meist von den Kindern begleitet werde (AB 119.1/33 
Ziff. 3.4.2, 119.1/37 Ziff. 5.2.1). Sie zeigte zudem in Bezug auf eine 
adäquate psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung inkl. 
Psychopharmakotherapie eine eher ambivalente Motivation (AB 119.1/39 
Ziff. 5.3.1). Dass sich dabei kein eigentlicher Behandlungserfolg einstellte, 
dürfte auf das Therapiesetting und die motivationalen Aspekte 
zurückzuführen sein. Problematisch erscheint insbesondere, dass die 
Kurzsitzungen im Beisein der Kinder stattfanden, zumal dabei wohl 
ebenfalls die psychosozialen Belastungsfaktoren in Form der gravierenden 
Eheprobleme zu thematisieren gewesen wären (AB 119.1/31 Ziff. 3.1.3, 
119.1/33 Ziff. 3.5, 119.1/36 Ziff. 5.2.1, 119.1/38 Ziff. 5.2.3, 119.1/39 Ziff. 
5.4.1). Die ab September 2014 behandelnden Dres. med. H.________ und 
I.________ äusserten sich nicht zur Frequenz bzw. zum Setting der 
ambulanten Therapie, sie empfahlen jedoch eine teilstationäre Behandlung 
im … der … (…; AB 134/2 Ziff. 1.5), was auf weiterhin vorhandene 
Therapieoptionen hindeutet. Bei dieser Ausgangslage verbietet sich die 
Annahme einer Behandlungsresistenz. Dieser Indikator spricht somit gegen 
eine rechtserhebliche Einschränkung der funktionellen Leistungsfähigkeit.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2016, IV/14/1221, Seite 15

4.2.1.3 Die bisherigen Kriterien der «psychiatrischen Komorbidität» und 
«körperlichen Begleiterkrankung» wurden zu einem einheitlichen Indikator 
zusammengefasst. Relevant ist die Gesamtbetrachtung der 
Wechselwirkungen und sonstigen Bezüge des psychosomatischen Leidens 
zu sämtlichen begleitenden krankheitswertigen Störungen (BGE 141 V 281 
E. 4.3.1.3 S. 301). Die degenerativen Veränderungen am 
Bewegungsapparat führen zu einer verminderten Belastbarkeit der 
Wirbelsäule und beider Knie (AB 119.1/46 Ziff. 6.4.4), dies schlägt sich 
aber höchstens in einem vermehrten Pausenbedarf und einer 
belastungsabhängig eingeschränkten Leistungsfähigkeit nieder 
(AB 119.1/46 Ziff. 6.6.3). Die leichte bis mittelgradige depressive Episode 
der rezidivierenden depressiven Störung fällt nicht ins Gewicht, da sie mit 
adäquater antidepressiver Medikation gut behandelbar ist und es damit an 
einer therapieresistenten invalidisierenden psychischen Störung sowie 
folglich auch an einer relevanten psychischen Komorbidität fehlt (vgl. 
Entscheid des BGer vom 13. April 2016, 9C_168/2015, E. 4.2).

4.2.2 Dafür, dass der Komplex Persönlichkeit (BGE 141 V 281 E. 4.3.2 
S. 302) einer Erwerbstätigkeit entgegenstünde, bestehen keine 
Anhaltspunkte. Es fanden sich lediglich Hinweise auf akzentuierte 
Persönlichkeitszüge mit abhängigen und selbstunsicher-vermeidenden 
Anteilen, diese unter Z73 der ICD-10 zu klassifizierenden Probleme stellen 
keine Krankheit oder Schädigung dar (vgl. SVR 2008 IV Nr. 15 S. 43, E. 
2.2.2.2) und der entsprechenden Nebendiagnose wurde folgerichtig keine 
wesentliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zuerkannt (AB 119.1/54 
Ziff. 8.1.2).

4.2.3 Der Komplex Sozialer Kontext (BGE 141 V 281 E. 4.3.3 S. 303) 
spricht klar gegen die rechtliche Anerkennung der geltend gemachten 
Einschränkungen, hält das soziale Umfeld doch bedeutende Ressourcen 
bereit. Der soziale Rückzug wurde seitens der Experten denn auch als 
geringgradig betrachtet (AB 119.1/40 Ziff. 5.4.3). Die Beschwerdeführerin 
unternimmt mit ihren Kindern längere Spaziergänge, geht gerne im Laden 
neben dem Haus einkaufen, es war ihr möglich Ferien in ihrer Heimat zu 
verbringen und sie steht in regelmässigem Kontakt zu ihrer Schwester 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2016, IV/14/1221, Seite 16

(AB 119.1/31 Ziff. 3.1.3, 119.1/36 Ziff. 5.2.1, 119.1/37 Ziff. 5.2.3, 119.1/39 
Ziff. 5.4.1, 119.1/41 Ziff. 5.4.4).

4.3 In der Gesamtbetrachtung fehlt es am erforderlichen funktionellen 
Schweregrad der anhaltenden somatoformen Schmerzstörung. Die 
Indikatorenprüfung gemäss BGE 141 V 281 zeigt weder im Komplex 
Gesundheitsschaden (psychische/somatische Komorbidität; Behandlungs- 
und Eingliederungserfolg bzw. -resistenz) noch im Komplex Persönlichkeit 
(persönliche Ressourcen; sozialer Kontext) eine negative Beeinflussung. 
Eine Konsistenzprüfung (BGE 141 V 281 E. 4.4 S. 303 f.) erübrigt sich vor 
diesem Hintergrund (vgl. BGer 9C_367/2015, E. 4). Damit ist aus 
rechtlicher Sicht allein die somatisch begründete Einschränkung von 20 % 
massgebend. Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen dieser 
Ausgangslage.

5.

5.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass 
die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst 
genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus 
der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Insoweit die 
fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden 
können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu 
schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu ver-
gleichen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 29 
E. 1 S. 30, 104 V 135 E. 2b S. 136).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2016, IV/14/1221, Seite 17

5.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325). 

5.1.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV Nr. 37 
S. 133 E. 7.1). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöh-
ne gemäss den vom Bundesamt für Statistik (BFS) herausgegebenen 
Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 
E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV Nr. 37 S. 133 E. 7.1). Es gilt zu berücksichti-
gen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten 
Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen 
und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern lohnmässig benachteiligt 
sind und deshalb in der Regel mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen 
rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit einem Abzug vom Tabellenlohn 
Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 
481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzuset-
zen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen 
des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, Alter, 
Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad). 
Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach 
pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf 
insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 
134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2015 IV Nr. 1 S. 1 E. 2.2).

5.2

5.2.1 Die Beschwerdegegnerin hat für das Valideneinkommen den Jah-
reslohn von Fr. 53‘300.-- aus der Verfügung vom 2. April 2008 (AB 44) 
übernommen und auf das Jahr 2014 aufindexiert (AB 135/2). Das damalige 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2016, IV/14/1221, Seite 18

Valideneinkommen basierte auf den Angaben der letzten Arbeitgeberin 
betreffend das Jahr 2004 (Fr. 4‘100.-- x 13 Monate; AB 10/2 Ziff. 20). Unter 
Berücksichtigung der seitherigen branchen- und geschlechtsspezifischen 
Lohnentwicklung ergibt sich für das Jahr 2014 ein Valideneinkommen von 
Fr. 61‘410.-- (Fr. 53‘300.-- / 115.7 x 127.2 [BFS, Tabelle T1.2.93, Nominal-
lohnindex, Frauen, NOGA-Abschnitt G/H, Index 2004 bzw. 2010] / 100 x 
104.8 [BFS, Tabelle T1.2.10, Nominallohnindex, Frauen, NOGA-
Abschnitt G, Indexbasis 2010 bzw. Index 2014]).

5.2.2 Die Beschwerdeführerin hat keine neue Erwerbstätigkeit aufge-
nommen, weshalb die Beschwerdegegnerin sich beim Invalideneinkommen 
zulässigerweise auf die statistischen Werte der LSE stützte. Ausgehend 
von der LSE 2012, aufindexiert auf das Jahr 2014 sowie angepasst an die 
Restarbeitsfähigkeit von 80 %, resultiert ein hypothetisches Jahresgehalt 
von Fr. 41‘798.-- (Fr. 4‘112.-- [BFS, LSE 2012, Tabelle TA1, Frauen, Total, 
Kompetenzniveau 1] x 12 Monate / 40 Wochenarbeitsstunden x 41.7 Wo-
chenarbeitsstunden [BFS, Betriebsübliche Arbeitszeit {BUA}, Total 2014] / 
102.0 x 103.6 [BFS, Tabelle T1.2.10, Nominallohnindex, Frauen, Total 
2012 bzw. 2014] x 80 % Restarbeitsfähigkeit). Die Beschwerdegegnerin hat 
ohne Begründung einen zusätzlichen leidensbedingten Abzug von 10 % 
zugelassen, was jedoch nicht gerechtfertigt ist. Denn der Beschwerdeführe-
rin ist eine 80%ige Arbeitsfähigkeit im Rahmen einer ganztägigen Präsenz 
(vollschichtig) zumutbar. In dieser Konstellation ist kein Abzug wegen Teil-
zeitarbeit vorzunehmen (Entscheid des BGer vom 27. April 2015, 
8C_7/2015, E. 5.2.3; SVR 2014 IV Nr. 37 S. 133 E. 9.2), zudem fallen auch 
die anderen möglichen Aspekte hier nicht ins Gewicht. 

5.3 Aus der Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen re-
sultiert ein aufgerundeter (vgl. BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123) und 
rentenausschliessender (vgl. E. 2.4 hiervor) Invaliditätsgrad von 32 % 
([Fr. 61‘410.-- ./. Fr. 41‘798.--] / Fr. 61‘410.-- x 100). Selbst unter Berück-
sichtigung eines an sich nicht gerechtfertigten leidensbedingten Abzugs 
von 10 % ergäbe sich kein anspruchsbegründender Invaliditätsgrad. Dies-
falls würden das Invalideneinkommen Fr. 37‘618.-- (Fr. 41‘798.-- ./. 10 %) 
und der Invaliditätsgrad aufgerundet 39 % betragen ([Fr. 61‘410.-- ./. 
Fr. 37‘618.--] / Fr. 61‘410.-- x 100). Der verfügte Zeitpunkt der Rentenauf-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2016, IV/14/1221, Seite 19

hebung (AB 135/3) ist korrekt. Die angefochtene Verfügung vom 2. De-
zember 2014 (AB 135) ist im Ergebnis somit nicht zu beanstanden und die 
dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen.

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, werden entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführerin zur Bezah-
lung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss entnommen.

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdeführerin 
keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 
Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2016, IV/14/1221, Seite 20

4. Zu eröffnen (R):
- A.________
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.