# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 977b8c0c-8066-50ab-b109-5dcf688433d4
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** LB240061-O8
**Docket/Reference:** LB240061-O8
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/LB240061-O8.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer  

Geschäfts-Nr.: LB240061-O/U

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. A. Huizinga, Vorsitzender, Oberrichterin 

Dr. D. Scherrer und Oberrichterin lic. iur. B. Schärer 

sowie Gerichtsschreiberin MLaw N. Paszehr

Urteil vom 18. Juni 2025

A._____, 

Klägerin und Berufungsklägerin

in Sachen

gegen

Stockwerkeigentümergemeinschaft B._____-str. 1, 

Beklagte und Berufungsbeklagte

vertreten durch Rechtsanwalt MLaw X1._____ und / oder

Rechtsanwalt MLaw, LL.M. X2._____

betreffend Nachbarrecht

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 1. Abteilung, 

im ordentlichen Verfahren vom 26. September 2024 (CG210105-L)

- 2 -

Rechtsbegehren der Klägerin:
(Urk. 2 S. 2)

"1 - Es  sei  gerichtlich  festzustellen,  dass  die  15.  ordentlichen  Stock-
werkeigentümer Versammlung vom 12. März 2021 nicht statuten-
gemäss einberufen wurde.

2 - Es sei gerichtlich festzustellen, dass sämtliche Beschlüsse der 15. 
ordentlichen  Stockwerkeigentümer  Versammlung  vom  12. März 
2021 nichtig seien.

3 - Alle  Beschlüsse  der  15.  ordentlichen  Stockwerkeigentümer  Ver-
sammlung am 12. März 2021 seien für nichtig zu erklären und auf-
zuheben.

4 - Alles  unter  Kosten  und  Entschädigungsfolge  zu  Lasten  der  Be-

klagte."

Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 1. Abteilung, 
im ordentlichen Verfahren vom 26. September 2024:
(Urk. 83 S. 23 f. = Urk. 89 S. 23 f.)

Die Klage wird abgewiesen.

Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 11'310.– festgesetzt. 

Die Gerichtskosten werden der Klägerin auferlegt und mit ihrem geleisteten 

Vorschuss verrechnet. Der Fehlbetrag von Fr. 6'010.– wird von der Klägerin 

nachgefordert.

1.

2.

3.

4.

Die  Klägerin  wird  verpflichtet,  der  Beklagten  eine  Parteientschädigung  von 

Fr. 15'767.30 zu bezahlen.

(Schriftliche Mitteilung)

(Rechtsmittel: Berufung, Frist: 30 Tage)

5.

6.

- 3 -

Berufungsanträge der Berufungsklägerin und Klägerin:
(Urk. 88 S. 1–3)

"1 - Die Urteilen vom 26. September 2024 im Bezug auf CG210105 & 
CG210106  seien  für  nichtig  zu  erklären  und  aufzuheben  und  die 
Sache sei der Vorinstanz für neue Beurteilung zurückzuweisen.

2 - Die Zustellung der Urteilen vom 26. September 2024 im Bezug auf 
CG210105 & CG210106 an RA X3._____ seien für nichtig zu er-
klären und aufzuheben und die Sache sei der Vorinstanz neue Zu-
stellung an der Beklagte.

3 - Dispositiv  1  der  Urteilen  vom  26.  September  2024  im  Bezug  auf 
CG210105 & CG210106 seien für nichtig zu erklären und aufzuhe-
ben und Klagen im Bezug auf CG210105 & CG210106 seien voll-
umfänglich gutzuheissen.

4 - Dispositiv  2  der  Urteilen  vom  26.  September  2024  im  Bezug  auf 
CG210105 & CG210106 seien für nichtig zu erklären und aufzuhe-
ben  die  Entscheidgebühr  im  Bezug  auf  CG210105  sei  von 
CHF11310 auf CHF0 zu reduzieren und Entscheidgebühr im Be-
zug auf CG210105 [recte: CG210106] sei von CHF6000 auf CHF0 
zu reduzieren.

5 - Dispositiv  3  der  Urteilen  vom  26.  September  2024  im  Bezug  auf 
CG210105 & CG210106 seien für nichtig zu erklären und aufzuhe-
ben und die Fehlbetrag im Bezug auf CG210105 sei von CHF6010 
auf CHF0 zu reduzieren und Entscheidgebühr [recte: Fehlbetrag] 
im Bezug auf CG210105 [recte: CG210106] sei von CHF2100 auf 
CHF0 zu reduzieren.

6 - Dispositiv  4  der  Urteilen  vom  26.  September  2024  im  Bezug  auf 
CG210105 & CG210106 seien für nichtig zu erklären und aufzuhe-
ben  die  Entscheidgebühr  im  Bezug  auf  CG210105  sei  von 
CHF11310 auf CHF0 zu reduzieren und Entscheidgebühr im Be-
zug auf CG210105 [recte: CG210106] sei von CHF6000 auf CHF0 
zu reduzieren.

7 - Die Klagebewilligungen seien für nichtig zu erklären und aufzuhe-
ben und das Friedensrichteramt Kreis … sei gerichtlich anzuwei-
sen,  erneut  zur  Schlichtungsgesuch  vorzuladen  und  diesmal 
Stockwerkeigentümerschaft  bestehend  folgenden  persönlich  vor-
zuladen:

a)  C._____,  geboren  tt.  Juli  1985,  Staatsangehörigkeit  Deutsch-
land , B._____-strasse 1, … Zürich (5. OG)

b) D._____, geboren tt. März 1960 von E._____ und F.____ [Hei-
matorte], B._____-strasse 1, … Zürich (4. OG)

c)  G._____  geboren  tt.  März  1955,  von  H._____  [Heimatort], 
B._____-strasse 1, … Zürich (4. OG)

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d)  I._____,  geboren  tt.  September  1961,  von  J._____,  K._____ 
[Strasse] 2, … Zürich (3. OG)

e)  L._____,  gebören  tt.  August  1959,  von  Zürich  und  M._____, 
B._____-strasse 1, … Zürich (51 OG)

f)  N._____,  geboren 
Deutschland, B._____-strasse 1, … Zürich (1. OG)

tt.  Oktober  1961,  Staatsangehörigkeit 

g) O._____, gehören tt. März 1943, vom P._____, Q._____-strasse 
3, … Zürich (EG)

h)  R._____,  geboren  tt.  August  1969,  von  S._____,  T._____-
strasse 4, U._____ [Ortschaft] (Tiefgarage)

8 - Es  sei  gerichtlich  festzustellen,  dass  die  15.  ordentlichen  Stock-
werkeigentümerversammlung vom 12. März 2021 nicht statutenge-
mäss einberufen wurde.

9 - Es sei gerichtlich festzustellen, dass sämtliche Beschlüsse der 15. 
ordentlichen  Stockwerkeigentümerversammlung  vom  12. März 
2021 nichtig seien.

10 - Alle  Beschlüsse  der  15.  ordentlichen  Stockwerkeigentümerver-
sammlung vom 12. März 2021 seien für nichtig zu erklären und auf-
zuheben.

11 - (Antrag in Bezug auf CG210106)

12 - (Antrag in Bezug auf CG210106)

13 - (Antrag in Bezug auf CG210106)

14 - (Antrag in Bezug auf CG210106)

15 - Alles  unter  Kosten  und  Entschädigungsfolgen  zu  Lasten  der  Be-

schwerdegegnerin bzw RA X3._____ persönlich.

16 - Die Akten der Friedensrichteramt Kreis … seien beizuziehen bzw 
die Vorinstanz sei gerichtlich anzuweisen, die Akten der Friedens-
richteramt Kries … beizuziehen."

Erwägungen:

I. Sachverhalt und Prozessgeschichte

1.

Die  Klägerin  und  Berufungsklägerin  (fortan  Klägerin)  ist  Mitglied  der  Stock-

werkeigentümergemeinschaft  B._____-strasse  1  (Beklagte  und  Berufungsbe-

klagte, fortan Beklagte) und seit mehreren Jahren mit den übrigen Stockwerkeigen-

tümern  wegen  diverser  Themen  der  gemeinschaftlichen  Verwaltung  und  wegen 

Kosten  im  Streit.  Vorliegend  geht  es  um  die  Einberufung  und  Beschlussfassung 

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anlässlich der schriftlich durchgeführten 15. ordentlichen Stockwerkeigentümerver-

sammlung vom 12. März 2021.

2. Mit Eingabe vom 22. Oktober 2021 machte die Klägerin unter Beilage der Kla-

gebewilligung  des  Friedensrichteramtes  der  Stadt  Zürich,  Kreise  …  und  …,  vom 

15. September  2021  die  vorliegende  Klage  bei  der  Vorinstanz  anhängig  (Urk.  1; 

Urk. 2). Zum erstinstanzlichen Prozessverlauf kann auf die Erwägungen des ange-

fochtenen Entscheids verwiesen werden (Urk. 89 E. I. 2). Am 26. September 2024 

erliess die Vorinstanz den oben aufgeführten Entscheid (Urk. 89).

3.

Dagegen erhob die Klägerin mit Eingabe vom 18. November 2024 rechtzeitig 

(vgl. Art. 311 Abs. 1 ZPO und Urk. 84) Berufung mit den vorgenannten Anträgen 

(Urk. 88). Die in derselben Eingabe erhobene Berufung gegen das Urteil im Ver-

fahren  CG210106-L  wird  unter  der  Geschäftsnummer  LB240062-O  geführt.  Am 

22. November 2024 reichte die Klägerin eine weitere Eingabe ein (Urk. 93). Der mit 

Verfügung vom 26. November 2024 einverlangte Vorschuss für die Gerichtskosten 

in der Höhe von Fr. 5'650.– (Urk. 94) wurde fristgerecht geleistet (Urk. 95). Mit Ein-

gabe vom 13. Februar 2025 zeigte die Beklagte an, neu von Rechtsanwalt MLaw 

X1._____  und  Rechtsanwalt  MLaw  X2._____  vertreten  zu  werden  (Urk.  96).  Die 

Klägerin wurde hierüber mit Verfügung vom 18. Februar 2025 in Kenntnis gesetzt 

(Urk. 99). Mit Verfügung vom 14. März 2025 wurde der Klägerin auf deren Ersuchen 

(Urk. 100; Urk. 102) Frist zur Einreichung einer Stellungnahme zu den Urk. 96–98 

angesetzt (Urk. 103), welche mit Verfügung vom 11. April 2025 letztmals bis zum 

5. Mai 2025 erstreckt wurde (Urk. 107). Mit Eingabe vom 5. Mai 2025 reichte die 

Klägerin eine Stellungnahme ein und stellte gleichzeitig ein Ausstandsgesuch ge-

gen  Oberrichter  lic.  iur.  A.  Huizinga  sowie  Gerichtsschreiberin  MLaw  N. Paszehr 

(Urk. 108). Ferner verlangte sie die Nichtigerklärung der Verfügungen vom 26. No-

vember 2024, 16. Februar 2025, 14. März 2025 und 11. April 2025 (Urk. 108 S. 1). 

Mit Beschluss vom 14. April 2025 wurde auf das Ausstandgesuch nicht eingetreten 

und der Beklagten die Eingabe der Klägerin vom 5. Mai 2025 zur freigestellten Stel-

lungnahme zugestellt (Urk. 111). Am 20. Mai 2025 reichte die Klägerin eine weitere 

Eingabe ein (Urk. 112), welche der Beklagten am 22. Mai 2025 zur Kenntnis ge-

bracht wurde (Urk. 114; Prot. II S. 9).

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4.

Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (Urk. 1–87). Da sich die Beru-

fung – wie nachfolgend aufgezeigt wird – sogleich als offensichtlich unbegründet 

erweist,  kann  auf  das  Einholen  einer  Berufungsantwort  verzichtet  werden  (vgl. 

Art. 312 Abs. 1 ZPO). Das Verfahren ist spruchreif.

II. Prozessuale Vorbemerkungen

1.1. Mit der Berufung kann die unrichtige Rechtsanwendung und eine unrichtige 

Feststellung  des  Sachverhalts  geltend  gemacht  werden  (Art.  310  ZPO).  In  der 

schriftlichen Berufungsbegründung (Art. 311 ZPO) ist hinreichend genau aufzuzei-

gen,  inwiefern  der  erstinstanzliche  Entscheid  in  den  angefochtenen  Punkten  als 

fehlerhaft zu betrachten ist bzw. an einem der genannten Mängel leidet. Das setzt 

(im Sinne einer von Amtes wegen zu prüfenden Eintretensvoraussetzung) voraus, 

dass der Berufungskläger die vorinstanzlichen Erwägungen bezeichnet, die er an-

ficht, sich argumentativ mit diesen auseinandersetzt und mittels genügend präziser 

Verweisungen auf die Akten aufzeigt, wo die massgebenden Behauptungen, Erklä-

rungen, Bestreitungen und Einreden erhoben wurden bzw. aus welchen Aktenstel-

len sich der geltend gemachte Berufungsgrund ergeben soll. Die pauschale Ver-

weisung  auf  frühere  Vorbringen  oder  deren  blosse  Wiederholung  genügen  nicht 

(vgl. BGE 141 III 569 E. 2.3.3; BGE 138 III 374 E. 4.3.1; BGer 5A_751/2014 vom 

28. Mai 2015 E. 2.1). Was nicht oder nicht in einer den gesetzlichen Begründungs-

anforderungen entsprechenden Weise beanstandet wird, braucht von der Rechts-

mittelinstanz nicht überprüft zu werden; diese hat sich – abgesehen von offensicht-

lichen  Mängeln  –  grundsätzlich  auf  die  Beurteilung  der  Beanstandungen  zu  be-

schränken, die in der schriftlichen Begründung formgerecht gegen den erstinstanz-

lichen  Entscheid  erhoben  werden  (vgl.  BGE  142  III  413  E. 2.2.4  m.w.H.;  BGer 

5A_111/2016 vom 6. September 2016 E. 5.3). 

1.2. Soweit die Klägerin in ihrer Berufungsschrift diverse rechtliche Ausführungen 

macht,  ohne  Bezug  auf  die  vorinstanzlichen  Erwägungen  zu  nehmen  bzw.  ohne 

eine konkrete und begründete Rüge zu erheben (Urk. 88 S. 3 Ziff. 1, S. 4 Ziff. 4–6, 

S. 5 Ziff. 7 und 10 f., S. 6 Ziff. 12–14, S. 7 Ziff. 17 f. sowie S. 10 Ziff. 26), genügt 

dies den vorstehend aufgezeigten Begründungsanforderungen nicht. Es ist daher 

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nicht weiter darauf einzugehen. Dasselbe gilt auch für ihre pauschalen Rügen der 

Verletzung  des  Anspruchs  auf  rechtliches  Gehör  (Urk. 88  S. 4  Ziff. 3),  von  Art. 5 

Abs. 1–4  BV  (Urk. 88  S. 5  Ziff. 8 f.),  des  Willkürverbots  (Urk. 88  S. 4  Ziff. 2),  von 

Art. 6, Art. 14 und Art. 17 EMRK (Urk. 88 S. 8 Ziff. 20), von Art. 59 Abs. 2 lit. c ZPO 

(Urk. 88 S. 8 Ziff. 21) sowie der Dispositions- und Verhandlungsmaxime (Urk. 88 

S. 9 Ziff. 22–25). Die Klägerin unterlässt es, konkret aufzuzeigen, inwiefern die Vor-

instanz diese Bestimmungen und Grundsätze verletzt haben soll. Ebenso wenig ist 

auf ihren offensichtlich haltlosen Vorwurf, der vorinstanzliche Entscheid sei in kei-

ner Art und Weise begründet und verstosse klar gegen das Willkürverbot (Urk. 88 

S. 6 Ziff. 15), weiter einzugehen.

2.

Neue  Tatsachen  und  Beweismittel  (Noven)  können  im  Berufungsverfahren 

nur  unter  den  Voraussetzungen  von  Art. 317  Abs.  1  ZPO  berücksichtigt  werden, 

d.h. wenn sie – kumulativ – ohne Verzug vorgebracht wurden (lit. a) und trotz zu-

mutbarer  Sorgfalt  nicht  schon  vor  erster  Instanz  vorgebracht  werden  konnten 

(lit. b). Wer sich auf (unechte) Noven beruft, hat deren Zulässigkeit darzutun und 

ihre Voraussetzungen notwendigenfalls zu beweisen (BGE 143 III 42 E. 4.1; BGer 

5A_86/2016 vom 5. September 2016 E. 2.1; je m.w.H.). Werden Tatsachenbehaup-

tungen  oder  Beweisanträge  im  Berufungsverfahren  bloss  erneuert,  ist  unter  Hin-

weis auf konkrete Aktenstellen aufzuzeigen, dass und wo sie bereits vor Vorinstanz 

eingebracht wurden; andernfalls gelten sie als neu (OGer ZH LB210053 vom 8. De-

zember 2021 E. III. 4).

3.

Die  Klägerin  bestritt  mit  Eingabe  vom  5.  Mai  2025  die  Vertretungsbefugnis 

von Rechtsanwalt X1._____ und Rechtsanwalt X2._____ für die Beklagte im vor-

liegenden Berufungsverfahren. Wie bereits im Beschluss vom 14. April 2025 fest-

gehalten wurde, bestehen jedoch keine Zweifel an der Echtheit und Gültigkeit der 

eingereichten  Vollmacht  und  des  dieser  zugrundeliegenden  Ermächtigungsbe-

schlusses. Auf ihre diesbezüglichen haltlosen Vorbringen ist nicht weiter einzuge-

hen (Urk. 111 S. 2 f.). Sodann hat auch ein Wechsel in der Stockwerkeigentümer-

gemeinschaft – entgegen der Ansicht der Klägerin (Urk. 112) – keinen Einfluss auf 

die Vertretungsbefugnis von Rechtsanwalt X3._____, Rechtsanwalt X1._____ und 

Rechtsanwalt X2._____ im vorliegenden Prozess.

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III. Beurteilung der Berufung

1.

Nichtigkeit

Mit ihren Anträgen Ziff. 1, 3, 4, 5 und 6 der Berufungsschrift verlangt die Klägerin, 

das Urteil der Vorinstanz sei für nichtig zu erklären (Urk. 88 S. 1 f.). Die Klägerin 

bringt jedoch keinerlei Sachumstände vor, die in irgendeiner Weise auf Nichtigkeit 

des angefochtenen Urteils schliessen lassen könnten und solche sind auch nicht 

ersichtlich. Die geltend gemachte Nichtigkeit des Urteils vom 26. September 2024 

ist daher nicht gegeben.

Soweit die Klägerin ferner mit ihrer Eingabe vom 5. Mai 2025 die Nichtigerklärung 

von vier in diesem Verfahren erlassenen prozessleitenden Verfügungen verlangt 

(Urk. 108 S. 1 Anträge Ziff. 1–4), ist sie diesbezüglich auf den Rechtsmittelweg zu 

verweisen. 

2.

Klagebewilligung

Die Vorinstanz führte in der Prozessgeschichte auf, dass der Antrag der Klägerin 

auf Nichtigerklärung der Klagebewilligung mit Beschluss vom 5. November 2021 

abgewiesen worden sei (Urk. 89 E. I. 2.1). Der Einwand der Klägerin, ihr Antrag auf 

Nichtigerklärung werde im angefochtenen Entscheid nicht erwähnt (Urk. 88 S. 10 

Ziff. 1), ist damit offensichtlich unbegründet. Sodann macht die Klägerin in der Be-

rufungsschrift selbst geltend, die "Stockwerkeigentümerschaft, B._____-strasse 1, 

…  bestehend  aus  […]"  eingeklagt  zu  haben  (Urk.  88  S.  10  Ziff.  3)  und  nicht  die 

einzelnen Stockwerkeigentümer. Nicht erforderlich ist es, die Stockwerkeigentümer 

aufzuführen, aus welchen die Stockwerkeigentümerschaft besteht (BGE 145 III 121 

E. 4.3.3). Entgegen der Ansicht der Klägerin liegt somit keine Verletzung der Dis-

positionsmaxime vor. Die Klagebewilligung wurde korrekt ausgestellt und ist gültig. 

Der Beizug der Friedensrichterakten kann daher unterbleiben.

3.

Vertretung der Beklagten durch Rechtsanwalt X3._____

3.1. Die Vorinstanz erwog, Rechtsanwalt X3._____ sei gestützt auf den Zirkular-

beschluss und die Vollmacht aller Stockwerkeigentümer mit Ausnahme der Kläge-

rin je vom 10. Juni 2020 bevollmächtigt, die Beklagte auch im vorliegenden Verfah-

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ren zu vertreten. Ein Zirkularbeschluss setze im Sinne von Art. 66 Abs. 2 ZGB eine 

einstimmige und schriftliche Zustimmung sämtlicher Stockwerkeigentümer voraus. 

Ausnahmsweise könne der Zirkulationsbeschluss ohne die Unterschrift eines ein-

zelnen  Stockwerkeigentümers  zustande  kommen.  Dies  sei  der  Fall,  wenn  dieser 

Stockwerkeigentümer – wie vorliegend – nicht am Beschluss mitwirken dürfe, da 

gegen  ihn  (bzw.  von  ihm  gegen  die  Stockwerkeigentümergemeinschaft)  geklagt 

werde. Rechtsanwalt X3._____ sei zudem am 31. Dezember 2022 von der Beklag-

ten auch explizit für das vorliegende Verfahren bevollmächtigt worden. Auf die halt-

losen, von der Klägerin standardmässig vorgetragenen Behauptungen betreffend 

Urteilsunfähigkeit  der  einzelnen  Stockwerkeigentümer  bzw.  von  Rechtsanwalt 

X3._____  sowie  durch  sie  begangene  Urkundenfälschungen  müsse  nicht  weiter 

eingegangen werden. Mit diesen unsubstantiierten Behauptungen sei die Klägerin 

nicht zu hören. Es bedürfe deshalb auch weder amtlicher Ausweise, um die Unter-

schriften  zu  überprüfen,  noch  Handlungsfähigkeitszeugnisse.  Zusammengefasst 

seien die geltend gemachten Zweifel der Klägerin an der Vertretungsbefugnis von 

Rechtsanwalt  X3._____  unbegründet.  Damit  erübrige  sich  auch  die  Vorlage  des 

Originals des Zirkularbeschlusses bzw. der Vollmacht (Urk. 89 E. I. 3.1). 

3.2. Die Klägerin hält auch im Berufungsverfahren an ihrem Standpunkt fest, dass 

Rechtsanwalt X3._____ nicht bevollmächtigt worden und daher nicht berechtigt sei, 

die  Stockwerkeigentümergemeinschaft  im  vorliegenden  Verfahren  zu  vertreten. 

Entgegen den Ausführungen der Vorinstanz habe Rechtsanwalt X3._____ nicht be-

hauptet, auf dem Weg des Zirkularbeschlusses am 10. Juni 2020 bevollmächtigt 

worden zu sein. Weder Rechtsanwalt X3._____ noch die Vorinstanz wüssten, wer 

den Zirkularbeschluss sowie die Vollmacht vom 10. Juni 2020 unterschrieben habe. 

Es seien keine Personenangaben zu den Unterschriften gemacht worden. Sie habe 

Kontakt mit den anderen Miteigentümern, welche ihr bestätigt hätten, keine Kennt-

nis des Verfahrens und Rechtsanwalt X3._____ für dieses nicht bevollmächtigt zu 

haben.  Sie  selbst  sei  Mitglied  der  Stockwerkeigentümergemeinschaft  und  habe 

Rechtsanwalt X3._____ mit Sicherheit nicht bevollmächtigt. Zudem gebe es ausser 

ihr nur einen anderen Stockwerkeigentümer, nämlich C._____; alle anderen seien 

entweder Miteigentümer (L._____, N._____, D._____ und G._____), nicht im Haus 

wohnhaft  (O._____  und  I._____)  oder  Miteigentümer  der  Tiefgarage  (R._____). 

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Rechtsanwalt  X3._____  habe  auch  nie  behauptet,  von  den  anderen  Miteigentü-

mern bevollmächtigt worden zu sein. Vielmehr habe er fälschlicherweise angege-

ben, von der Verwaltung, U._____ bzw. der V._____ GmbH, bevollmächtigt worden 

zu  sein.  U._____  habe  ihr  gegenüber  jedoch  bestätigt,  Rechtsanwalt  X3._____ 

nicht zu kennen und diesen nicht beauftragt zu haben. Ausserdem sei gerichtsno-

torisch, dass U._____ bzw. die V._____ GmbH per 30. Juni 2023 als Verwaltung 

zurückgetreten sei. Somit sei Rechtsanwalt X3._____ seit diesem Datum definitiv 

nicht mehr bevollmächtigt, die Beklagte zu vertreten. Sämtliche der eingereichten 

Fotokopien der Vollmachten seien ersichtlich Fälschungen, weshalb die Originale 

vorzulegen seien (Urk. 88 S. 11–15 und S. 27).

3.3. Um  seine  Vertretungsbefugnis  zu  belegen,  reichte  Rechtsanwalt  X3._____ 

mit  der  Klageantwort  (Urk.  20)  die  Vollmacht  der  Verwaltung  (V._____  GmbH 

[U._____]) vom 17. Dezember 2021 (Urk. 21A), die Vollmacht und den Zirkularbe-

schluss vom 10. Juni 2020 (Urk. 21/B–C) sowie den Bewirtschaftungsvertrag mit 

der W._____ AG vom 11. Juni/1. Juli 2021 (Urk. 21/D) ein. Damit stützte er sich 

entgegen der Behauptung der Klägerin sehr wohl (auch) auf den Zirkularbeschluss 

vom 10. Juni 2020. Auch bestehen keine Zweifel, dass der Zirkularbeschluss sowie 

die Vollmacht vom 10. Juni 2020 von sämtlichen Stockwerkeigentümern mit Aus-

nahme der Klägerin – ihre Zustimmung war für die Mandatierung von Rechtsanwalt 

X3._____ auch nicht erforderlich (vgl. Wermelinger, Der Querulant im Stockwerk-

eigentum: Wie geht man mit ihm um?, in Luzerner Tag des Stockwerkeigentums 

2015, Bern 2015, S. 79 ff., S. 122) – unterzeichnet wurden (Urk. 21/B–C). Bei sämt-

lichen dieser Personen handelt es sich um Stockwerkeigentümer (vgl. Urk. 3/15). 

Entgegen der Auffassung der Klägerin ist nicht von Belang, ob sie ihre Stockwerk-

einheit 

selbstbewohnen 

oder 

vermieten 

oder Allein- oder Miteigentümer derselben sind.

Soweit die Klägerin behauptet, die anderen Stockwerkeigentümer wüssten nichts 

vom  vorliegenden  Verfahren  und  hätten  ihr  gegenüber  bestätigt,  Rechtsanwalt 

X3._____ nicht beauftragt zu haben, zeigt sie nicht auf, wo sie dies vor Vorinstanz 

bereits vorbrachte oder weshalb es ihr nicht möglich war, dies bereits in das vor-

instanzliche Verfahren einzubringen. So erwähnt sie insbesondere nicht, wann ihr 

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dies von den anderen Stockwerkeigentümern bestätigt worden sein soll. Ihre Be-

hauptung gilt daher als neu und damit im Berufungsverfahren verspätet (vgl. oben 

E. II. 2). Ohnehin ist die Behauptung nicht plausibel. Es ist gerichtsnotorisch, dass 

die Klägerin seit mehreren Jahren in diversen Rechtsstreitigkeiten mit den übrigen 

Stockwerkeigentümern steht. Zudem wurde Rechtsanwalt X3._____ – wie die Vor-

instanz  ebenfalls  zutreffend  ausführte  und  worauf  die  Klägerin  in  ihrer  Berufung 

nicht eingeht – am 31. Dezember 2022 von der Beklagten nochmals explizit für das 

vorliegende Verfahren bevollmächtigt (Urk. 69/F Traktandum 10.3.4). Die entspre-

chende Vollmacht vom 9. Januar 2023, unterzeichnet von U._____ für die V._____ 

GmbH (Urk. 69/E), wurde mit der Replikschrift vom 6. November 2023 eingereicht 

(Urk. 68). Betreffend die Behauptung der Klägerin, auch U._____ habe ihr bestätigt, 

Rechtsanwalt X3._____ nicht zu kennen und nie beauftragt zu haben, kann auf das 

Ausgeführte zu den Stockwerkeigentümern verwiesen werden. Ebenso ist sie mit 

ihrem Vorbringen, wonach die V._____ GmbH ihr Mandat per 30. Juni 2023 nieder-

gelegt habe, im Berufungsverfahren nicht mehr zu hören (oben E. II. 2). Im Übrigen 

würde dies nichts an der Vertretungsbefugnis von Rechtsanwalt X3._____ ändern.

Auch die Behauptungen der Klägerin zur am 17. April 2024 beschlossenen Forde-

rungsstundung betreffend die Verfahren FV220152 und FV220153 (Urk. 88 S. 14) 

gelten mangels Verweis auf ihre vorinstanzlichen Vorbringen als neu und sind da-

her vorliegend nicht mehr zu berücksichtigen (oben E. II. 2). Entgegen ihrer Ansicht 

vermag dies aber ohnehin keine Urteilsunfähigkeit der Stockwerkeigentümer zu be-

gründen.

Soweit  die  Klägerin  zudem  erneut  einen  Interessenkonflikt  von  Rechtsanwalt 

X3._____ behauptet (Urk. 88 S. 15), ohne sich mit den diesbezüglichen – zutref-

fenden – Erwägungen der Vorinstanz (Urk. 89 E. I. 3.2) auseinanderzusetzen, ist 

darauf nicht weiter einzugehen (oben E. II. 1.1).

Zusammengefasst  bestehen  demnach  in  Übereinstimmung  mit  der  Vorinstanz 

keine Zweifel an der Vertretungsbefugnis von Rechtsanwalt X3._____ für die Be-

klagte im vorliegenden Verfahren bis zum Zeitpunkt des Anwaltswechsels, sodass 

die Vorlage der Originale der Zirkularbeschlüsse bzw. der Vollmachten nicht not-

wendig ist (vgl. Art. 180 Abs. 1 ZPO).

- 12 -

4.

Beschlüsse der 15. ordentlichen Stockwerkeigentümerversammlung vom 

12. März 2021

4.1. Zum Rechtlichen der Beschlussfassung im Stockwerkeigentum sowie der An-

fechtung bzw. Nichtigkeit solcher Beschlüsse kann vollumfänglich auf die zutreffen-

den Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 89 E. II. 2.1.1 f.).

4.2. Einberufung der Versammlung 

4.2.1. Die  Vorinstanz  erwog,  die  Klägerin  mache  sinngemäss  geltend,  die  Ver-

sammlung sei nicht durch die zuständige Person einberufen worden, da O._____ 

seit mindestens zehn Jahren urteilsunfähig sei. Die von der Klägerin angeführten 

Indizien liessen nicht auf eine Urteilsunfähigkeit von O._____ schliessen. O._____ 

habe mit Schreiben vom 23. Februar 2021 zwar seinen Rücktritt im Laufe des Jah-

res 2021 angekündigt. Er habe dargelegt, er werde sein Amt noch so lange weiter-

führen, bis eine neue Verwaltung ihre Tätigkeit aufgenommen haben werde, spä-

testens per 31. Mai 2021. Entgegen seiner Absichtserklärung sei O._____ anläss-

lich  der  15.  ordentlichen  Stockwerkeigentümerversammlung  bis  Ende  Mai  2021 

bzw. bis zur Wahl einer neuen Verwaltung und deren Mandatsantritt als Verwalter 

gewählt worden (Urk. 3/14 Traktandum 4a; angesichts des Rücktritts des Verwal-

ters O._____ habe es dem von der Klägerin erwähnten gerichtlichen Abberufungs-

verfahren  ES210033  bereits  bei  Einreichung  des  Gesuches  an  der  materiellen 

Grundlage  gefehlt,  was  ein  Nichteintreten  zur  Folge  gehabt  habe).  Bekanntlich 

habe die nachfolgende Verwaltung W._____ AG ihre Tätigkeit gestützt auf einen 

Beschluss der Stockwerkeigentümer vom 10. Mai 2021 per 1. Juli 2021 aufgenom-

men  (die  Rechtmässigkeit  dieses  Beschlusses  werde  im  Parallelverfahren 

CG210106 zu beurteilen sein). Damit sei O._____ bis am 30. Juni 2021 rechtmäs-

siger Verwalter der Beklagten gewesen. Dass er sein Schreiben vom 24. Juni 2021 

(allenfalls unter falscher Bezugnahme auf die 14. statt auf die vorliegende 15. or-

dentliche Stockwerkeigentümerversammlung) verfasst habe bzw. am 28. Juni 2021 

im Verfahren ES210033 noch Rechtsanwalt X3._____ bevollmächtigt habe, sei so-

mit  kein  Hinweis  für  eine  Urteilsunfähigkeit.  Auch  eine  vorerst  erfolglose  Eintrei-

bung einer Forderung (u.a. infolge des Nichterscheinens von O._____ als Verwalter 

an der Schlichtungsverhandlung und der alleinigen Anwesenheit von Rechtsanwalt 

- 13 -

X3._____)  gegenüber  der  Klägerin  im  Betrag  von  Fr. 47'503.60  (vgl.  Verfahren 

ES190059, FV200155 und FV210210) stelle selbstredend kein Indiz für eine Ur-

teilsunfähigkeit dar. Es bestünden zusammenfassend keine Gründe, an der Urteils-

fähigkeit von O._____ zu zweifeln. Damit sei die Einberufung der 15. ordentlichen 

Stockwerkeigentümerversammlung durch ihn als Verwalter nicht zu beanstanden 

(Urk. 89 E. II. 2.4.2).

4.2.2. Mit ihrer Berufung macht die Klägerin geltend, O._____ sowie die anderen 

Stockwerkeigentümer hätten ihr bestätigt, dass O._____ die Versammlung vom 12. 

März 2021 nicht einberufen habe (Urk. 88 S. 21 f.). Wo sie dies bereits vor Vorin-

stanz vorbrachte, zeigt die Klägerin nicht auf, sodass sie damit im Berufungsver-

fahren nicht mehr zu hören ist (oben E. II. 2). 

4.2.3. Sodann stellt sich die Klägerin – wie bereits vor Vorinstanz – auf den Stand-

punkt, O._____ sei nicht urteilsfähig (Urk. 88 S. 16, S. 21 und S. 24). Sie behauptet 

in diesem Zusammenhang unter anderem, seine Tochter AA._____ hätte ihr bestä-

tigt, dass er unter Demenz und Alzheimer leide und die Urteilsunfähigkeit ärztlich 

attestiert worden sei (Urk. 88 S. 24). Auch diesbezüglich unterlässt es die Klägerin, 

aufzuzeigen, wo sie entsprechendes bereits vor Vorinstanz vorbrachte, sodass sie 

damit nicht mehr zu hören ist (oben E. II. 2). Nicht weiter einzugehen ist ferner auf 

ihre pauschale Behauptung, sie habe O._____ seit 2021 mehrmals gesehen und 

es  sei  offensichtlich,  dass  er  aufgrund  von  Altersschwäche  und  diversen  psychi-

schen Störungen urteilsunfähig sei (Urk. 88 S. 16). Anzumerken ist, dass das Alter 

alleine noch nicht zur Umkehr der Vermutung der Urteilsfähigkeit führt (BSK ZGB 

I-Fankhauser, Art. 16 N 22). Des Weiteren vermögen auch ihre Ausführungen zu 

einer Rechnung über Fr. 47'503.60 für die Nebenkosten 2020 (Urk. 88 S. 24) sowie 

eine an Rechtsanwalt X3._____ erteilte Vollmacht vom 28. Juni 2021 in einem an-

deren Verfahren (Urk. 88 S. 23) keine Urteilsunfähigkeit von O._____ zu begrün-

den. Was die behauptete Forderungsstundung betrifft (Urk. 88 S. 24), kann auf das 

hierzu bereits Ausgeführte verwiesen werden (oben E. III. 3.3). Zusammenfassend 

bestehen in Übereinstimmung mit der Vorinstanz keine Zweifel an der Urteilsfähig-

keit von O._____ im Zusammenhang mit der 15. ordentlichen Stockwerkeigentü-

merversammlung vom 12. März 2021.

- 14 -

4.2.4. Die Klägerin macht weiter geltend, O._____ sei nie der Verwalter der Be-

klagten gewesen. Es sei von Rechtsanwalt X3._____ weder behauptet noch belegt 

worden, dass O._____ der Verwalter gewesen sei. So sei insbesondere kein Ver-

waltungsvertrag eingereicht worden. Auch habe O._____ nie Leistungen als Ver-

walter  erbracht.  Sie  habe  bestritten,  dass  O._____  der  Verwalter  gewesen  sei 

(Urk. 88 S. 19, S. 22 f. und S. 26).

4.2.5. Entgegen der Ansicht der Klägerin wurde in der Klageantwort behauptet, 

dass O._____ der bisherige Verwalter der Beklagten war (Urk. 20 S. 7 f.). Ausser-

dem  sprach  die  Klägerin  in  der  Klagebegründung  vom  20.  Oktober  2021  selbst 

noch  ausdrücklich  vom  "ehemaligen  Verwalter  O._____"  und  führte  aus,  dessen 

Abberufung beantragt zu haben (Urk. 2). Dies macht kaum Sinn, wenn sie nicht der 

Ansicht gewesen wäre, dass O._____ einmal als Verwalter gewählt wurde. Über 

ihren  Antrag  wurde  ebenfalls  anlässlich  der  Stockwerkeigentümerversammlung 

vom  12. März  2021  entschieden  (Urk. 3/14  S.  8  Antrag  9a).  Ihre  Behauptung, 

O._____ sei nie der Verwalter der Beklagten gewesen, erweist sich damit als of-

fensichtlich  unwahr.  Ob  ein  Verwaltungsvertrag  eingereicht  wurde  oder  nicht,  ist 

daher nicht weiter von Belang. O._____ war als damaliger Verwalter der Beklagten 

für die Einberufung der Versammlung vom 12. März 2021 zuständig.

4.2.6. Die Vorinstanz erwog weiter, gemäss dem Reglement der Stockwerkeigen-

tümergemeinschaft vom 22. August 2002 werde die Versammlung vom Verwalter 

unter Beachtung einer Frist von mindestens zehn Tagen und mit Angabe der zu 

behandelnden Geschäfte schriftlich einberufen. Die Jahresrechnung sowie die An-

träge  betreffend  die  Verteilung  der  gemeinschaftlichen  Kosten  seien  den  Stock-

werkeigentümern spätestens mit der Einberufung zuzustellen. Die Beklagte habe 

ihre Einladung an die Klägerin am 24. Februar 2021 versandt, die Klägerin habe 

sie  erst  am  3. März  2021  abgeholt.  Die  Einladung  sei  empfangsbedürftig.  Die 

Stockwerkeigentümerversammlung vom 12. März 2021 sei gestützt auf die Covid-

19-Verordnung  3  schriftlich  durchgeführt  worden,  womit  gemäss  deren  Art. 27 

Abs. 2 eine Einberufungsfrist von nur vier Tagen bestanden habe. Damit erweise 

sich die Einladung an die Klägerin als rechtzeitig. Selbst wenn die zehntägige Ein-

berufungsfrist gegolten hätte, hätte die Klägerin vor dem 12. März 2021 beanstan-

- 15 -

den müssen, dass – infolge ihrer späten Entgegennahme – die zehntägige Einbe-

rufungsfrist nicht eingehalten worden sei. Berufe sich eine Stockwerkeigentümerin 

nämlich auf einen Verfahrensfehler, zwinge der Grundsatz von Treu und Glauben 

gemäss Art. 2 ZGB sie dazu, den Mangel vor der Beschlussfassung zu beanstan-

den, um dessen Behebung zu ermöglichen (Urk. 89 E. II. 2.4.1).

4.2.7. Die Klägerin moniert, es seien keine Beweise eingereicht worden, dass die 

Versammlung  statutenmässig  einberufen  worden  sei.  Die  Vorinstanz  fixiere  sich 

darauf,  ob  sie  rechtzeitig  eingeladen  worden  sei.  Es  fehlten  jedoch  Nachweise, 

dass die anderen Stockwerkeigentümer innert der notwendigen Frist von zehn Ta-

gen die Einladungen mit den Traktandenlisten und sämtlichen weiteren Unterlagen 

erhalten hätten. Die Stockwerkeigentümer hätten ihr bestätigt, keine Einladungen 

erhalten zu haben (Urk. 88 S. 16, S. 18–22, S. 24 und S. 27). 

4.2.8. Was die behauptete Bestätigung der anderen Stockwerkeigentümer anbe-

langt, zeigt die Klägerin nicht auf, wo sie dies bereits vor Vorinstanz vorbrachte, 

sodass  sie  damit  im  Berufungsverfahren  nicht  mehr  zu  hören  ist  (oben  E.  II.  2). 

Sodann  sind  die  eingereichten  Stimmzettel  der  anderen  Stockwerkeigentümer 

(Urk. 23/2–7) ausreichender Beleg dafür, dass diese die Einladung zur Versamm-

lung am 12. März 2021 samt den Traktanden erhalten haben. Es gibt keine Gründe, 

um an der Echtheit der Stimmzettel zu zweifeln (unten E. III. 4.3.4). Hätten weitere 

Unterlagen gefehlt, wäre es Sache der Stockwerkeigentümer gewesen, nach Treu 

und Glauben den Mangel vor der Beschlussfassung zu beanstanden, um die Be-

hebung zu ermöglichen. Dasselbe gilt auch betreffend die Einhaltung der Einberu-

fungsfrist (vgl. Urk. 89 E. II. 2.4.1). 

Soweit  die  Klägerin  zudem  einerseits  bestreitet,  am  3.  März  2021  die  Einladung 

abgeholt zu haben (Urk. 88 S. 20) und andererseits ausführt, nur sie sei zur Ver-

sammlung eingeladen worden (Urk. 88 S. 20 und S. 22), widerspricht sie sich, so-

dass nicht weiter darauf einzugehen ist.

Ebenfalls  können  Ausführungen  zum  erneuten  Einwand  der  Klägerin,  es  seien 

keine Beweise eingereicht worden, dass die von den Stockwerkeigentümern ein-

gebrachten Anträge Ziffern 6 bis 8 bis zum 30. Dezember 2020 eingereicht worden 

- 16 -

seien (Urk. 88 S. 24), unterbleiben. Die Vorinstanz wies zutreffend darauf hin, dass 

die Klägerin dies sofort, spätestens bei ihrer Stimmabgabe, hätte bemängeln müs-

sen (Urk. 89 E. II. 2.4.3).

4.3. Beschlussfassung

4.3.1. Die Vorinstanz erwog, dem Protokoll der 15. ordentlichen Stockwerkeigen-

tümerversammlung  vom  12. März  2021  sei  zu  entnehmen,  dass  diese  auf  dem 

schriftlichen Weg stattgefunden habe und sämtliche Stimmzettel der Stockwerkei-

gentümer rechtzeitig eingegangen seien. Die schriftliche Beschlussfassung sei auf-

grund der Covid-19-Pandemie und des zu dieser Zeit geltenden Art. 27 der Verord-

nung 3 über Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus nicht zu beanstanden 

–  insbesondere  vor  dem  Hintergrund,  dass  die  Klägerin  die  damit  notwendiger-

weise  wegfallenden  Diskussionen  vor  der  Beschlussfassung  vor  dem  12. März 

2021 nicht gerügt habe (gemäss Protokoll habe sie eigene Anträge stellen können). 

Entgegen der Klägerin bestünden keine ernsthaften Hinweise, dass die Stimmzettel 

nicht von den betreffenden Stockwerkeigentümern unterschrieben und rechtzeitig 

abgeschickt worden seien. Wenn die Klägerin dies für sämtliche Stimmzettel der 

anderen Stockwerkeigentümer ohne weitere Begründung in Abrede stelle, obschon 

die  Unterschriftsdaten  auf  den  Stimmzetteln  mit  den  protokollierten  (Eingangs- 

bzw.)  Poststempeldaten  –  bis  auf  zwei  Ausnahmen  (C._____  und  R._____,  hier 

dürfte es sich um die Eingangsdaten handeln) – übereinstimmten, sei darauf man-

gels hinreichender Substantiierung nicht weiter einzugehen. Betreffend die Stock-

werkeigentümer L._____/N._____ und D._____/G._____ mache die Klägerin gel-

tend, es könne nur eine Person das Stimmrecht ausüben und es sei ein Vertreter 

zu ernennen. Nähmen beide Miteigentümer einer Stockwerkeinheit an der Stock-

werkeigentümerversammlung teil, hätten sie lediglich eine Stimme, die sie durch 

einen Vertreter abgäben (Art. 712o Abs. 1 ZGB und Reglement Ziffer 34). Sinn die-

ser Gesetzesbestimmung sei, dass nur eine Stimme je Stockwerkanteil abgeben 

werden dürfe. Aus dem Protokoll sowie den eingereichten Stimmzetteln der Stock-

werkeigentümer  L._____/N._____  und  D._____/G._____  ergebe  sich,  dass  der 

Gesetzeszweck im Rahmen der schriftlichen Beschlussfassung vom 12. März 2021 

eingehalten  worden  sei.  Dass  die  Stockwerkeigentümer  L._____/N._____  und 

- 17 -

D._____/G._____ dabei nicht jeweils eine Partei (wie anlässlich einer Versamm-

lung gestützt auf Art. 712o Abs. 1 ZGB) bevollmächtigt, sondern den Stimmzettel 

(wie  bei  einem  Zirkularbeschluss  gestützt  auf  Art.  66  Abs.  2  ZGB)  beide  unter-

schrieben hätte, könne angesichts der schriftlichen Beschlussfassung nicht scha-

den (Urk. 89 E. II. 2.5.1). 

4.3.2. Soweit die Klägerin mit ihrer Berufung pauschal rügt, eine schriftliche Be-

schlussfassung sei nicht zulässig gewesen (Urk. 88 S. 25), ohne sich mit den vor-

instanzlichen Erwägungen auseinanderzusetzten, ist darauf nicht weiter einzuge-

hen (oben E. II. 1.1),

4.3.3. Die Klägerin moniert, es seien keine Beweise eingereicht worden, dass die 

Stimmzettel rechtzeitig der Post übergeben worden seien und der Protokollführer 

diese erhalten habe. Dass die protokollierten Eingangs- und Poststempel teilweise 

mit den Daten im Protokoll übereinstimmten, reiche entgegen der Ansicht der Vor-

instanz nicht aus, um zu beweisen, dass die Stimmzettel rechtzeitig übergeben wor-

den seien. Rechtsanwalt X3._____ habe selber zugegeben, dass die Stimmzettel 

nicht der Post übergeben worden seien, wie dies auf dem Protokoll stehe. Dass die 

Stimmzettel von C._____ und R._____ nicht übereinstimmten, beweise die Nich-

tigkeit. Das Protokoll sei somit gefälscht. Indem die Zeugenbefragung der anderen 

Miteigentümer offeriert worden sei, um die persönliche Übergabe der Stimmzettel 

an O._____ zu bestätigen, werde anerkannt, dass es sich beim Protokoll um eine 

gefälschte Urkunde handle. Die anderen Miteigentümer hätten ihr auch bestätigt, 

dass sie keine Stimmzettel unterschrieben und rechtzeitig der Post übergeben hät-

ten (Urk. 88 S. 16–18, S. 25 und S. 27). 

4.3.4. Was diese letzte Behauptung anbelangt, zeigt die Klägerin nicht auf, wo sie 

dies  vor  Vorinstanz  bereits  vorbrachte,  sodass  sie  damit  im  Berufungsverfahren 

nicht mehr zu hören ist (oben E. II. 2). Sodann gibt es keine Gründe, um daran zu 

zweifeln,  dass  die  Stimmzettel  (Urk.  23/2–7)  von  den  richtigen  Personen  unter-

zeichnet wurden; die Klägerin bringt auch keine solche vor. Es ist somit von deren 

Echtheit auszugehen (vgl. Art. 180 Abs. 1 ZPO). Des Weiteren unterlässt es die 

Klägerin, aufzuzeigen, wo Rechtsanwalt X3._____ zugegeben haben soll, dass die 

Stimmzettel der Post nicht übergeben worden seien, und dies ist auch nicht ersicht-

- 18 -

lich. Ferner stellt auch die Offerte des Zeugenbeweises für die rechtzeitige Überg-

abe der Stimmzettel keine Anerkennung der Fälschung des Protokolls dar. Wie die 

Vorinstanz zutreffend ausführte, genügt die pauschale Bestreitung der Klägerin der 

rechtzeitigen Abgabe sämtlicher Stimmzettel nicht, um Zweifel an der Richtigkeit 

der protokollierten (Eingangs- bzw.) Poststempeldaten zu wecken. Die vorinstanz-

liche Erwägung, wonach es sich bei den von den Stimmzetteln abweichende Daten 

(C._____ und R._____) um das Eingangsdatum beim Verwalter und nicht um das 

Datum der Postaufgabe handeln dürfte, wird von der Klägerin nicht als unzutreffend 

gerügt. Entgegen ihrer Ansicht vermag diese Abweichung keine Nichtigkeit des Be-

schlusses zu begründen. Im Ergebnis hat es damit betreffend Rechtzeitigkeit der 

Stimmabgaben beim vorinstanzlichen Entscheid zu bleiben.

4.3.5. Soweit die Klägerin in ihrer Berufungsschrift erneut rügt, die Stockwerkei-

gentümer L._____/N._____ und D._____/G._____ hätten keinen Vertreter ernannt, 

sodass die Stimmzettel nicht gültig seien (Urk. 88 S. 25), ohne sich mit den vorin-

stanzlichen Erwägungen auseinanderzusetzen, ist darauf nicht weiter einzugehen 

(oben E. II. 1.1). Wie bereits erwähnt (oben E. III. 3.3), sind – entgegen der Ansicht 

der Klägerin (Urk. 88 S. 22 und S. 26) – nicht nur sie und C._____ Stockwerkeigen-

tümer und stimmberechtigt. Auch die übrigen Stockwerkeigentümer hatten in Be-

zug auf diese Abstimmung ein Stimmrecht, mit Ausnahme von R._____ (dazu so-

gleich). Auch war O._____ als Stockwerkeigentümer berechtigt, sich selbst als Ver-

walter der Stockwerkeigentümergemeinschaft zu wählen (Urk. 88 S. 26).

4.3.6. Betreffend R._____ (Urk. 88 S. 19) übersieht die Klägerin, dass die Vorin-

stanz – in ihrem Sinne – dessen Stimme bereits mangels Stimmberechtigung wie 

eine enthaltene behandelte (Urk. 89 E. II. 2.5.1). Auf die weiteren Ausführungen 

der Vorinstanz in diesem Zusammenhang geht die Klägerin nicht ein, sodass es 

beim vorinstanzlichen Entscheid zu bleiben hat (oben E. II. 1.1).

4.3.7. Weiter erwog die Vorinstanz, dass es zwar stimme, wenn die Klägerin sich 

darauf berufe, es habe auch unter Geltung der Corona-Massnahmen eine physi-

sche  Restversammlung  stattfinden  müssen.  Gemäss  Reglement  der  Beklagten 

leite der Verwalter die Versammlung. Die Beschlüsse seien zu protokollieren. Trak-

tandiert  worden  sei  die  Protokollführung  durch  O._____;  ebenso  sei  seine  Wahl 

- 19 -

zum Stimmenzähler vorgeschlagen worden. Mit beidem seien alle Stockwerkeigen-

tümer ausser der Klägerin einverstanden gewesen. Damit habe die physische Rest-

versammlung in der Person von O._____ bestanden (Urk. 89 E. II. 2.5.1). 

4.3.8. Die Klägerin moniert, die Vorinstanz behaupte zu Unrecht, dass die Hälfte 

der Stockwerkeigentümer, die zugleich die Hälfte der Wertquoten besässen, an der 

Versammlung  anwesend  oder  vertreten  gewesen  seien.  Die  Vorinstanz  nenne 

keine Namen, wer konkret an der Versammlung anwesend gewesen sei. Die Ver-

sammlung  sei  nicht  beschlussfähig  gewesen.  Eine  physische  Restversammlung 

habe nicht stattgefunden, denn es werde kein Ort der Versammlung genannt. Am 

12.  März  2021  habe  keine  Versammlung  bzw.  Restversammlung  stattgefunden. 

Das Protokoll sei nicht am 12. März 2021 unterzeichnet worden (Urk. 88 S. 19 und 

S. 26 f.).

4.3.9. Absatz 1 von Art. 27 der Covid-19-Verordnung 3 ist so zu verstehen, dass 

Beschlüsse ungeachtet der Anzahl der anwesenden Personen gefasst werden kön-

nen,  womit  sich  die  Frage  stellt,  ob  die  Verordnung  Art.  712p  ZGB,  der  die  Be-

schlussfähigkeit regelt, nicht ohnehin ausser Kraft setzte, sodass keine Beschluss-

fähigkeit erforderlich war (Wermelinger, Erbrecht und Sachenrecht / Der Verwalter 

von  Stockwerkeigentum  und  das  Coronavirus,  in:  Müller/Schwarz  [Hrsg.],  Auf  zu 

neuen Ufern! Festschrift für Walter Fellmann, Bern 2021, S. 325 ff., S. 333). Das 

Vorgehen des Verwalters der Beklagten, die eingegangen Stimmzettel als Anwe-

sende im Sinne von Art. 712p ZGB zu zählen, ist daher auch nicht zu beanstanden. 

Ausserdem bestand, wie die Vorinstanz zutreffend ausführte, eine physische Rest-

versammlung  in  der  Person  von  O._____.  Mit  den  diesbezüglichen  Erwägungen 

setzt sich die Klägerin nicht ausreichend auseinander (oben E. II. 1.1). Dass der 

Ort dieser physischen Restversammlung nicht genannt wurde, spielt keine Rolle. 

Zudem war auch nicht erforderlich, dass das Protokoll am 12. März 2021 erstellt 

oder unterzeichnet wurde.

4.4.

Protokoll

4.4.1. Betreffend  das  Protokoll  hielt  die  Vorinstanz  fest,  dass  dieses  sämtliche 

Beschlüsse  aufführen  müsse,  inklusive  der  Erreichung  der  Beschlussfähigkeit 

- 20 -

(Art. 712n  Abs. 2  ZGB  i.V.m.  Art. 712p  Abs. 1  ZGB)  sowie  des  genauen  Abstim-

mungsergebnisses, damit später auch überprüft werden könne, ob das notwendige 

Mehr  erreicht  werden  könne.  Das  Reglement  der  Beklagten  enthalte  betreffend 

Protokollierung  keine  zusätzlichen  Regeln.  Damit  sei  der  zwingend  erforderliche 

Inhalt  dem  Protokoll  zu  entnehmen:  Es  seien  im  Protokoll  der  15.  ordentlichen 

Stockwerkeigentümer-"Versammlung"  statt  der  Anwesenden  die  eingegangenen 

Stimmzettel  (und  damit  die  Erreichung  der  Beschlussfähigkeit  gemäss  Art.  712p 

ZGB)  sowie  sämtliche  Beschlüsse  inklusive  Abstimmungsergebnis  festgehalten. 

Der Inhalt des Protokolls sei somit nicht zu beanstanden, ebenso wenig die Unter-

schrift  durch  Protokollführer  O._____.  Das  Protokoll  sei  der  Klägerin  schliesslich 

am 31. März 2021 – und damit innert der im Reglement Ziffer 32 festgesetzten Mo-

natsfrist – per eingeschriebener Postsendung zugestellt worden, womit die Frist für 

die Anfechtung zu laufen begonnen habe. Der Vollständigkeit halber bleibe festzu-

halten, dass die Behauptung der Klägerin, O._____ habe sie aufgefordert, die ge-

fassten Beschlüsse ohne Akteneinsicht zu akzeptieren, aktenwidrig sei. In Ziffer 11 

des Protokolls sei festgehalten, dass die Abstimmungsunterlagen und die Verwal-

tungsakten  im  Sitzungszimmer  der  Kanzlei  von  Rechtsanwalt  X3._____  gestützt 

auf dessen Schreiben vom 26. Januar 2021 nach Voranmeldung hätten eingese-

hen werden können (Urk. 89 E. II. 2.5.2 f.). 

4.4.2. Die Klägerin macht geltend, es sei nicht bewiesen worden, dass die ande-

ren Stockwerkeigentümer das Protokoll innerhalb der Monatsfrist erhalten hätten, 

denn es stehe im Protokoll nur, dass ihnen dieses per E-Mail zugestellt worden sei. 

Die anderen Miteigentümer hätten ihr bestätigt, keine Kopie des Protokolls erhalten 

zu haben (Urk. 88 S. 16, S. 18–22, S. 24). Ihr sei das Protokoll entgegen der Be-

hauptung der Vorinstanz auch nicht am 31. März 2021 zugestellt worden. O._____ 

habe ihr bestätigt, weder die Beschlüsse erfasst bzw. das Protokoll erstellt noch 

das Protokoll unterschrieben zu haben, was sie vor Vorinstanz auch gerügt habe 

und von Rechtsanwalt X3._____ nicht bestritten worden sei. Das Protokoll sei nicht 

sorgfältig geführt worden, sondern eine verfälschte Urkunde (Urk. 88 S. 27).

4.4.3. Die Klägerin zeigt nicht auf, wo sie vor Vorinstanz bereits vorbrachte, dass 

ihr O._____ bestätigt habe, das Protokoll nicht erstellt und unterschrieben zu ha-

- 21 -

ben, sodass darauf nicht weiter einzugehen ist (oben E. II. 2). Im Übrigen ist dies 

auch  nicht  plausibel,  denn  das  Protokoll  trägt  zweifelsfrei  die  Unterschrift  von 

O._____ (vgl. Urk. 3/14; Urk. 21/B; Urk. 21/C; Urk. 23/4). Es sind keine Gründe für 

die Annahme einer Fälschung ersichtlich und die Klägerin bringt auch keine vor. 

Was sodann die Zustellung des Protokolls innert Monatsfrist anbelangt, hat die Be-

klagte mit der Sendungsverfolgung (Urk. 69/14) bewiesen, dass der Klägerin das 

Protokoll  am  31. März  2021  zugestellt  wurde.  Es  bestehen  keine  Zweifel,  dass 

diese Sendung das Protokoll enthielt. Dieses wurde am 22. März 2021 ausgefertigt 

und am Folgetag zur Post gebracht (Urk. 3/14; Urk. 69/14). Sodann kann die Klä-

gerin nichts zu ihren Gunsten ableiten, wenn die anderen Miteigentümer das Pro-

tokoll nicht innert Monatsfrist erhalten hätten, denn dies hat weder die Nichtigkeit 

noch die Anfechtbarkeit der Beschlüsse zu Folge.

4.4.4. Die Klägerin moniert, entgegen der Behauptung der Vorinstanz seien die 

gefassten Beschlüsse und Verwaltungsakten nicht im Sitzungszimmer der Kanzlei 

von Rechtsanwalt X3._____ gewesen (Urk. 88 S. 27). Was die Klägerin daraus zu 

ihren Gunsten ableiten möchte, führt sie nicht aus. Auch setzt sie sich nicht mit der 

vorinstanzlichen Erwägung auseinander, wonach ihr das Schreiben von Rechtsan-

walt X3._____ vom 26. Januar 2021, mit welchem ihr mitgeteilt worden sei, dass 

die Verwaltungsakten infolge der eingeschränkten Vorschriften der Covid-19-Pan-

demie  in  der  Kanzlei  von  Rechtsanwalt  X3._____  zur  Verfügung  stünden,  am  3. 

Februar 2021 zugestellt worden sei (Urk. 89 E. II. 2.3 und 2.5.3). Es hat daher beim 

vorinstanzlichen Entscheid zu bleiben (oben E. II. 1.1).

4.5.

Soweit die Klägerin ferner pauschal geltend macht, die Beschlüsse enthiel-

ten  gravierende  Widerrechtlichkeiten,  welche  die  Struktur  der  Stockwerkeigentü-

merschaft schwerwiegend verletzten, der Beschluss sei nicht vereinbar mit Bestim-

mungen,  welche  die  Gläubiger  oder  das  öffentliche  Interesse  schützten,  der  Be-

schluss  sei  unmoralisch  oder  habe  einen  unmöglichen  Inhalt  und  der  Beschluss 

verletze die Persönlichkeitsrechte ohne Rechtfertigungsgrund (Urk. 88 S. 18), ohne 

aufzuzeigen, weshalb dem so sein soll, ist darauf nicht weiter einzugehen (oben 

E. II. 1.1).

5.

Erstinstanzliche Kosten- und Entschädigungsfolgen

- 22 -

5.1. Die Vorinstanz erwog, der Streitwert sei umstritten. Gemäss der Klägerin be-

trage er null, wobei sie bereits im Startbeschluss darauf hingewiesen worden sei, 

dass diese Ansicht unzutreffend sei (act. 5 S. 2). Gemäss der Beklagten betrage 

der Streitwert insgesamt Fr. 1'467'285.57. Der Streitwert werde durch das Rechts-

begehren bestimmt (Art. 91 Abs. 1 ZPO). Laute das Rechtsbegehren nicht auf eine 

bestimmte Geldsumme, so setze das Gericht den Streitwert fest, sofern sich die 

Parteien  darüber  nicht  einigten  oder  ihre  Angaben  offensichtlich  unrichtig  seien 

(Art. 91 Abs. 2 ZPO). Die Anfechtung von Beschlüssen der Stockwerkeigentümer-

versammlung sei grundsätzlich eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Die strei-

tigen Rechte hätten einen Geldwert, der geschätzt werden könne. Auf den Anfech-

tungsgrund könne es dabei nicht ankommen. Streitwertbestimmend sei in der Re-

gel das Interesse der beklagten Stockwerkeigentümergemeinschaft als Gesamtes 

und nicht dasjenige der klagenden Stockwerkeigentümerin (Urk. 89 E. III. 1 f.).

Die Beklagte weise dem Grossteil der traktandierten Geschäfte einen Streitwert zu 

(keine Streitwertzuweisung sei für die Beschlüsse 5a, 6, 7a und 10c-e erfolgt). Es 

rechtfertige sich vorliegend, lediglich die gefassten – ohne die abgelehnten – Be-

schlüsse  für  die  Streitwertberechnung  zu  addieren.  Damit  fielen  die  abgelehnten 

Traktanden 8b_a und 9a-n ausser Ansatz (welchen die Beklagte insgesamt einen 

Streitwert von Fr. 1'141'700.– beigemessen habe; es handle sich dabei vorwiegend 

um  von  der  Klägerin  eingebrachte  Traktanden).  Zudem  seien  bei  den  gefassten 

Beschlüssen nur diejenigen relevant, an denen die Beklagte als Ganzes ein Inter-

esse habe. Dies habe zur Folge, dass für die Streitwertberechnung die Traktanden 

7c und 7e wegfielen, da sie Installationen und Bauten beträfen, die lediglich dem 

Stockwerkeigentümer C._____ zu Gute kämen und von ihm finanziert würden (die 

Beklagte  habe  diesen  Traktanden  einen  Streitwert  von  Fr. 102'000.–  beigemes-

sen). Damit seien die Streitwerte der Traktanden 1a-b, 2, 3a-b, 4a-b, 5a-b, 7b+d, 

8a+b_b+b_c sowie 10a+b zu addieren. Folgende, von der Beklagten veranschlagte 

Streitwerte  seien  nicht  zu  beanstanden:  1a.  "Wahl  Protokollführer:  Verwalter 

O._____" Fr. 500.–; 1b. "Wahl Stimmzähler: Verwalter O._____" Fr. 500.–; 2. "Ge-

nehmigung  Protokoll  der  14.  Stockwerkeigentümer-Versammlung  vom  13. März 

2020" Fr. 500.–; 3a. "Genehmigung Jahresrechnung 2020 (…) Budget 2021 (…)" 

Fr. 77'522.55 (Jahresrechnung) und Fr. 37'240.– (Budget); 3b. "Entlastung Verwal-

- 23 -

tung"  Fr. 1'000.–;  4a.  "Bestätigung  O._____  als  Verwalter"  Fr. 5'169.–  (Verwal-

tungshonorar); 4b. "Bestätigung G._____ als Stellvertreter" Fr. 1'000.–; 7b. "Ange-

bot für die defekte Tür-Videoanlage im Haus und Entscheid über weitere Vorge-

hensweise" Fr. 8'984.– (genehmigte Offerte); 7d. "Kostenbeteiligung der Gemein-

schaft von 10-15 % der Totalsanierung der Südterrasse Wohnung C._____ über 

den Erneuerungsfonds" Fr. 3'517.25 (15 % v. Fr. 23'448.40); 8a. "Antrag L._____ 

(…) Regelung Zweiradabstellplätze in Garage" Fr. 3'500.– (bereits ein Veloabstell-

platz von mtl. Fr. 25.– ergäbe kapitalisiert auf 20 Jahre gem. Art. 92 Abs. 2 ZPO Fr. 

6'000.–); 8b_b "Die Fahrradparkplätze zum Aufhängen würden durch Beschriftung 

der  entsprechenden  Wohnung  gekennzeichnet"  Fr. 500.–  (vgl.  Anmerkungen  zu 

Traktandum 8a); 10a. "Kameraüberwachung in der Garage gem. Traktandum 7a" 

Fr. 3'702.75 (genehmigte Offerte); 10b. "Genehmigung Montage Blechdach Woh-

nung 3. OG zulasten der STWEG (…)" Fr. 2'500.–. Der von der Beklagten geltend 

gemachte Streitwert von Fr. 66'049.42 betreffend Traktandum 5. "Information: Er-

neuerungsfonds Kontostand 31.12.2020: CHF 66'049.42" sei hingegen nicht zu be-

rücksichtigen, da es sich nicht um einen Beschluss, sondern lediglich um eine In-

formation handle. Im Gegenzug seien für die Traktanden 5a. "Genehmigung Kon-

toführung Erneuerungsfons 2020" und 5b. "Genehmigung Äufnung Erneuerungs-

fonds 2021 CHF 8'400.00" zweimal je Fr. 8'400.– zu berücksichtigen, davon aus-

gehend, dass der Erneuerungsfonds 2020 mit demselben Betrag geäufnet worden 

sei. Schliesslich sei beim Traktandum 8b_c. "Bei Verstoss gegen die Regelung der 

Zweirad-Parkplätze (Haken und Markierung)" statt von Fr. 3'000.– von einem Streit-

wert  von  Fr. 1'000.–  auszugehen  (eine  Umtriebsentschädigung  pro  Jahr  von 

Fr. 50.– kapitalisiert auf 20 Jahre). Es resultiere ein Streitwert von Fr. 163'935.55. 

Die Entscheidgebühr betrage aufgrund des Streitwertes (sowie des Zeitaufwandes 

und der Schwierigkeit) Fr. 11'310.– (§ 4 Abs. 1 und Abs. 2 GebV OG). Sie sei aus-

gangsgemäss  der  Klägerin  aufzuerlegen.  Dasselbe  gelte  für  die  Kosten  des 

Schlichtungsverfahrens (Urk. 89 E. III. 2 und III. 3.1).

Die Parteientschädigung für die Beklagte betrage gestützt auf § 2, § 4 Abs. 1 und 

Abs. 2 sowie § 11 Abs. 1 und Abs. 2 AnwGebV Fr. 14'640.–. Angesichts dessen, 

dass der gesetzliche Mehrwertsteuersatz per 1. Januar 2024 von 7,7 % auf 8,1 % 

erhöht worden und praktisch der gesamte Aufwand noch vor Ende 2023 entstanden 

- 24 -

sei, rechtfertige es sich, den alten Mehrwertsteuersatz von 7,7 % für die gesamte 

Parteientschädigung  anzuwenden,  womit  die  Parteientschädigung  insgesamt 

Fr. 15'767.30 betrage (Urk. 89 E. III. 3.2).

5.2. Die Klägerin macht geltend, der Streitwert der Klage sei null, sodass auch die 

Gerichtsgebühr und die Parteienschädigung null seien (Urk. 88 S. 28 und S. 30). 

Soweit die Klägerin zur Begründung pauschal die von der Vorinstanz den einzelnen 

Traktanden zugemessenen Streitwerte bestreitet (Urk. 88 S. 28–30), ohne sich mit 

den Erwägungen der Vorinstanz auseinanderzusetzen und aufzuzeigen, von wel-

chen Streitwerten stattdessen auszugehen sei, kommt sie ihrer Rüge- und Begrün-

dungspflicht  nicht  ausreichend  nach,  sodass  nicht  weiter  darauf  einzugehen  ist 

(oben E. II. 1.1). Dies gilt insbesondere auch für ihren Einwand, die Vorinstanz habe 

die von der Beklagten angegebenen Streitwerte einfach übernommen habe, ohne 

diese zu überprüfen (Urk. 88 S. 30). Ferner hat – entgegen der Ansicht der Klägerin 

(Urk. 88 S. 28–30) – eine zeitweise Forderungsstundung nicht zur Folge, dass die 

Traktanden keinen Streitwert mehr hätten. Betreffend die behauptet Urteilsunfähig-

keit von O._____ sowie die Vertretungsbefugnis von Rechtsanwalt X3._____ kann 

auf das hierzu bereits Ausgeführte (oben E. III. 3. und III. 4.2.3) verweisen werden.

Weitere Gründe gegen die Höhe der erstinstanzlichen Entscheidgebühr und Par-

teientschädigung  bringt  die  Klägerin  nicht  vor.  Infolge  ihres  Unterliegens  hat  die 

Vorinstanz zu Recht die Entscheidgebühr vollumfänglich der Klägerin auferlegt und 

sie  dazu  verpflichtet,  der  Beklagten  eine  Parteientschädigung  zu  bezahlen  (vgl. 

Art. 106 Abs. 1 und Art. 95 Abs. 3 ZPO). Es hat daher bei den erstinstanzlichen 

Kosten- und Entschädigungsfolgen zu bleiben.

6.

Ergebnis

Nach dem Gesagten erweist sich die Berufung der Klägerin in sämtlichen Punkten 

als offensichtlich unbegründet. Sie ist demgemäss abzuweisen, soweit auf sie ein-

zutreten ist, und das vorinstanzliche Urteil ist zu bestätigen.

- 25 -

IV. Zweitinstanzliche Kosten- und Entschädigungsfolgen

1.

Die  Entscheidgebühr  für  das  Berufungsverfahren  ist  ausgehend  von  einem 

Streitwert von Fr. 163'935.55 in Anwendung von § 12 Abs. 1 und Abs. 2 i.V.m. § 4 

Abs. 1 und Abs. 2 GebV OG auf Fr. 5'650.– festzusetzen.

2.

Die  Gerichtskosten  sind  ausgangsgemäss  der  Klägerin  aufzuerlegen 

(Art. 106  Abs. 1  ZPO)  und  mit  dem  von  ihr  geleisteten  Kostenvorschuss  von 

Fr. 5'650.– (Urk. 95) zu verrechnen.

3.

Für das zweitinstanzliche Verfahren sind keine Parteientschädigungen zuzu-

sprechen, der Klägerin zufolge ihres Unterliegens (Art. 106 Abs. 1 ZPO) und der 

Beklagten mangels relevanter Umtriebe (Art. 95 Abs. 3 ZPO).

Es wird beschlossen:

1.

Auf die Anträge der Klägerin vom 5. Mai 2025, es seien die Verfügungen vom 

26. November 2024, 16. Februar 2025, 14. März 2025 und 11. April 2025 für 

nichtig zu erklären und aufzuheben, wird nicht eingetreten.

2.

Schriftliche Mitteilung und Rechtsmittelbelehrung mit nachfolgendem Erkennt-

nis.

Es wird erkannt:

1.

Die Berufung wird im Übrigen abgewiesen und das Urteil des Bezirksgerichts 

Zürich, 1. Abteilung, im ordentlichen Verfahren vom 26. September 2024 wird 

bestätigt.

2.

3.

Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 5'650.– festgesetzt.

Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden der Klägerin 

auferlegt und mit ihrem Kostenvorschuss verrechnet.

4.

Für das zweitinstanzliche Verfahren werden keine Parteientschädigung zuge-

sprochen.

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5.

Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beklagte unter Beilage von Ko-

pien von Urk. 88, Urk. 90, Urk. 91/3–4 und Urk. 93, sowie an die Vorinstanz, 

je gegen Empfangsschein.

Nach  unbenutztem  Ablauf  der  Rechtsmittelfrist  gehen  die  erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück.

6.

Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30  Tagen  von  der  Zustellung  an  beim  Schweizerischen  Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14,  einzureichen.  Zulässigkeit  und  Form  einer  solchen  Be-

schwerde  richten  sich  nach  Art. 72 ff.  (Beschwerde  in  Zivilsachen)  oder 

Art. 113 ff.  (subsidiäre  Verfassungsbeschwerde)  in  Verbindung  mit  Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es  handelt  sich  um  eine  vermögensrechtliche  Angelegenheit.  Der  Streitwert  beträgt 
Fr. 163'935.55.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.

Zürich, 18. Juni 2025

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer

Der Vorsitzende:

Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. A. Huizinga

MLaw N. Paszehr

versandt am:
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