# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** efc75624-fda5-5837-ab96-75c6a5179ffb
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-05-26
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 26.05.2020 140 2019 18
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_140-2019-18_2020-05-26.pdf

## Full Text

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Bau- und Verkehrsdirektion

Reiterstrasse 11
3011 Bern
Telefon +41 31 633 30 11
info.ra.bvd@be.ch
www.bvd.be.ch/ra

BVD 140/2019/18

Entscheid der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD)
vom 26. Mai 2020

in der Beschwerdesache zwischen

Frau C.________
Beschwerdeführerin

vertreten durch Herrn Fürsprecher D.________

und

F.________
Beschwerdegegnerin

sowie

Amt für Wasser und Abfall (AWA), Rechtsdienst, Reiterstrasse 11, 3011 Bern

Einwohnergemeinde Kehrsatz, Gemeindeverwaltung, Zimmerwaldstrasse 6, 3122 Kehrsatz

betreffend die Verfügung des Amts für Wasser und Abfall vom 18. September 2019 
(Transportleitung)

I. Sachverhalt

1. Die Überbauungsordnung (UeO) der Beschwerdegegnerin für die Transportleitung 
G.________strasse - H.________strasse wurde durch das Amt für Wasser und Abfall (AWA) am 
24. August 2018 vorgeprüft. In der Folge wurde das Vorhaben im Amtsblatt des Kantons Bern 
und im Anzeiger Region Bern publiziert. Innert der Auflagefrist erhob die Beschwerdeführerin 
Einsprache. Die Überbauungsordnung wurde von der Beschwerdegegnerin am 2. September 
2019 beschlossen. Mit Gesamtentscheid vom 18. September 2019 erteilte das AWA der 
Beschwerdegegnerin die Gesamtbewilligung. Diese umfasst die Sicherung der öffentlichen 
Wasserleitung inklusive zugehörigen Sonderbauwerken und Nebenanlagen sowie die 
Baubewilligung.

2. Dagegen reichte die Beschwerdeführerin am 24. Oktober 2019 Beschwerde bei der Bau-, 
Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern (BVE; seit 1. Januar 2020: Bau- und 
Verkehrsdirektion des Kantons Bern, BVD) ein. Sie beantragt die Aufhebung des 
Gesamtentscheids vom 18. September 2019 und die Erteilung des Bauabschlags.

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3. Das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren für die BVD leitet1, führte den 
Schriftenwechsel durch und holte die Vorakten ein. Die Beschwerdegegnerin beantragt in ihrer 
Beschwerdeantwort vom 22. November 2019 die Beschwerde sei abzuweisen, soweit auf sie 
einzutreten sei. Die Gemeinde Kehrsatz beantragt in ihrer Stellungnahme die Abweisung der 
Beschwerde. Das AWA beantragt in seiner Vernehmlassung vom 2. Dezember 2019 ebenfalls 
die Abweisung der Beschwerde. In ihrer abschliessenden Stellungnahme vom 28. April 2020 
stellen die Beschwerdeführenden unter anderem zusätzliche Verfahrensanträge.

4. Auf die Rechtsschriften und Vorakten wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den 
nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Eintreten

a) Angefochten ist ein Gesamtentscheid nach Art. 9 KoG2 des AWA, mit welchem dieses eine 
Überbauungsordnung zur Sicherung von öffentlichen Leitungen genehmigt und gleichzeitig die 
Baubewilligung erteilt hat. Laut Art. 11 Abs. 1 KoG kann ein Gesamtentscheid – unabhängig von 
den geltend gemachten Einwänden – nur mit dem Rechtsmittel angefochten werden, das für das 
Leitverfahren massgeblich ist. Das Leitverfahren ist im vorliegenden Fall das 
Nutzungsplanverfahren zum Erlass der Überbauungsordnung (Art. 5 Abs. 3 Bst. b KoG). Die 
Wasserversorgungen können die Durchleitungsrechte für öffentliche Leitungen durch eine 
Überbauungsordnung öffentlichrechtlich sichern (Art. 21 Abs. 1 WVG3). Die 
Überbauungsordnung wird durch die zuständigen Organe der Wasserversorgungen 
beschlossen. Überbauungsordnungen bedürfen der Genehmigung der zuständigen Stelle der 
BVD. Gegen den Beschluss kann bei der BVD Beschwerde geführt werden (Art. 22 WVG). Die 
BVD ist somit zur Beurteilung der Beschwerden gegen den Gesamtentscheid des AWA 
zuständig.

b) Zur Beschwerde ist befugt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen hat, durch 
den angefochtenen Entscheid besonders berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an der 
Aufhebung des Entscheids hat (Art. 65 Abs. 1 VRPG4). Die Beschwerdeführerin hat am 
vorinstanzlichen Verfahren als Einsprecherin teilgenommen. Sie ist Eigentümerin mehrerer von 
der Leitungssicherung betroffenen Parzellen (Kehrsatz Grundbuchblätter Nrn. A.________, 
B.________ und L.________). Sie ist somit durch den angefochtenen Entscheid formell und 
materielle beschwert und daher zur Beschwerde befugt. Auf ihre form- und fristgerecht 
eingereichte Beschwerde ist einzutreten.

2. Notwendigkeit des Projekts

a) Die Beschwerdeführerin rügt, beim vorliegenden Projekt gehe es lediglich um eine 
zusätzliche Speisemöglichkeit, die bis anhin nicht vorhanden und notwendig gewesen sei. Auch 
im technischen Bericht würden keine bis anhin vorhandenen Probleme der Wasserversorgung 

1 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau- und Verkehrsdirektion 
(Organisationsverordnung BVD, OrV BVD; BSG 152.221.191)
2 Koordinationsgesetz vom 21. März 1994 (KoG; BSG 724.1)
3 Wasserversorgungsgesetz vom 11. November 1996 (WVG; BSG 752.32)
4 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21)

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genannt, die Massnahmen erforderten. Die Behauptung der Vorinstanz, die hydraulische 
Kapazität reiche mit der bestehenden Verbindungsleitung zur Druckzone "Breitägerten" nicht 
aus, sei eine blosse Behauptung. Tatsächlich handle es sich um eine blosse Notfallleitung, was 
sich aus der vorinstanzlichen Begründung ergebe. Die Beschwerdegegnerin selber spreche 
davon, dass das Projekt lediglich eine redundante Funktion habe. Damit fehle es dem Projekt an 
der Notwendigkeit. Diese sei jedoch Voraussetzung dafür, dass die Beschwerdegegnerin ein 
Projekt umzusetzen habe, zumal privater Grund beansprucht werde.

b) Bei dieser Argumentation übersieht die Beschwerdeführerin, dass die Wasserversorgung 
im fraglichen Gebiet gerade nicht im bisherigen Rahmen fortgeführt, sondern aufgrund der 
Stilllegung von Reservoirs erheblich umgebaut werden soll. Was die hier umstrittene 
Transportleitung betrifft, so ist der Hintergrund die Stilllegung des alten und 
sanierungsbedürftigen Reservoirs "Breitägerten". Diese Stilllegung wurde von der 
Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde nicht in Frage gestellt. In ihrer Stellungnahme vom 
28. April 2020 macht sie jedoch neu geltend, die Aufgabe von drei Reservoirs sei nicht 
angezeigt, die heute bestehenden und funktionierenden Anlagen könnten problemlos saniert 
werden. Es sei nicht ersichtlich, wie die Versorgungssicherheit erhöht werden solle, in dem drei 
bestehende Reservoirs aufgegeben würden. Dadurch werde die Versorgungssicherheit 
verringert. Tatsächlich gehe es der Beschwerdegegnerin nicht um die Versorgungssicherheit, 
sondern um falsche wirtschaftliche Überlegungen.

Soweit diese Rüge, die Reservoirs dürften nicht aufgegeben werden, nicht zu spät kommt, ist sie 
auch unbegründet. Dass der Betrieb von Reservoirs für die Wasserversorgungen kostenintensiv 
ist, bedarf keiner weiteren Begründung. Somit können durch die Aufgabe von nicht mehr 
benötigten Reservoirs Kosten gespart werden. Wie die Beschwerdeführerin an anderer Stelle zu 
Recht geltend macht, ist gemäss Art. 19 WVG bei der Projektierung von 
Wasserversorgungsanlagen unter anderem die Wirtschaftlichkeit zu berücksichtigen. Somit 
entspricht die Aufgabe von nicht mehr benötigten Reservoris der gesetzlichen Vorgabe, die 
Wasserversorgung mit möglichst geringen Kosten zu gewährleisten. Gleichberechtigt ist aber bei 
der Projektierung von Wasserversorgungsanlagen gemäss Art. 19 WVG auch die 
Versorgungssicherheit zu berücksichtigen. Soweit sich die Aufgabe von Reservoirs negativ auf 
die Versorgungssicherheit auswirkt, müssen daher entsprechende Massnahmen ergriffen 
werden, um die Versorgungssicherheit weiterhin gewährleisten zu können. Eben dies wird hier 
mit der umstrittenen Transportleitung angestrebt.

c) Das Reservoir "Breitägerten", das bis anhin das primär nördlich der H.________strasse 
gelegene Gebiet am Südhang des Gurtens (Versorgungsgebiet "Breitägerten") versorgte, liegt 
unmittelbar oberhalb des Versorgungsgebiets "Breitägerten" ebenfalls am Südhang des Gurtens. 
Aufgrund der Stilllegung dieses Reservoirs wird das Versorgungsgebiet "Breitägerten" neu vom 
Reservoir "Halten" versorgt. Dieses Reservoir, das bis anhin das primär westlich der 
G.________strasse gelegene Gebiet am Nordhang des Längenbergs (Versorgungsgebiet 
"Halten") versorgte, liegt unmittelbar oberhalb des Versorgungsgebiets "Halten" ebenfalls am 
Nordhang des Längenbergs. Das Wasser für das Versorgungsgebiet "Breitägerten" muss also 
neu aus dem Reservoir "Halten" am Nordhang des Längenbergs via Versorgungsgebiet "Halten" 
in das Versorgungsgebiet "Bereitägerten" am Südhang des Gurtens transportiert werden. 
Zwischen den beiden Versorgungsgebieten "Breitägerten" und "Halten" bestand zwar bereits 
bisher eine Verbindung.5 Dass diese offenbar bereits bisher benötigte Verbindung mit der neuen 
Versorgungssituation nicht mehr ausreicht, ist plausibel. Ob die Transportleitung nur der 
Redundanz dient, ist dabei unerheblich. Die Versorgungssicherheit ist ein wichtiger Aspekt der 
Wasserversorgung (vgl. Art. 19 Abs. 1 Bst. c WVG), so dass auch die Redundanz des 

5 Siehe dazu Ziff. 3 der Beschwerdeantwort der Beschwerdegegnerin

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Versorgungsnetzes zum gesetzlichen Auftrag gehört. Dass für die Stilllegung des Reservoirs 
"Breitägerten" eine zusätzliche Versorgung des Versorgungsgebiets "Breitägerten" erforderlich 
ist, ergibt sich bereit aus dem technischen Konzept AQUABERN. Im entsprechenden 
Übersichtsplan 1:25'000 vom 1. März 2007 ist die hier umstrittene Transportleitung bereits als 
Massnahme 5.601 vorgesehen.6 Dementsprechend wurden die Stilllegung des Reservoirs 
"Breitägerten" und die hier umstrittene Transprotleitung im Situationsplan 1:500 vom 7. August 
2017 der "Massnahmen für zukünftiges Konzept Kehrsatz" als Massnahme 2 und 6 
übernommen.7 Dass der Bau und Unterhalt einer 200 m langen Transportleitung wirtschaftlich 
der Sanierung und dem Unterhalt eines alten Reservoirs vorzuziehen ist, ist ohne Weiteres 
nachvollziehbar. Im Übrigen ist nicht erkennbar und wird von der Beschwerdeführerin auch nicht 
dargelegt, welches Interesse die Beschwerdegegnerin hätte, eine 200 m lange Transportleitung 
zu bauen, wenn diese nicht notwendig wäre. Die Notwendigkeit wird denn auch vom AWA als 
der zuständigen Fachbehörde des Kantons bestätigt. Demzufolge erweist sich diese Rüge als 
unbegründet, die Notwendigkeit des Projekts ist gegeben.

d) Der Einbezug eines neutralen Sachverständigen zur Frage des Sinns und der 
Notwendigkeit des Projekts (unter Berücksichtigung der Frage, weshalb drei bestehende 
Reservoirs aufgegeben werden), wie dies die Beschwerdeführerin in ihrer Stellungnahme vom 
28. April 2020 fordert, ist nicht erforderlich. Mit der Beurteilung des Vorhabens durch das AWA 
als für die Wasserversorgung zuständige Fachbehörde des Kantons liegt bereits eine 
sachverständige Einschätzung einer neutralen Stelle vor.

3. Alternative Verbindung

a) Die Beschwerdeführerin macht geltend, mit der Transportleitung solle angeblich eine 
Verbindung zwischen den bestehenden Wasserleitungszonen "Breitägerten" und "Halten" 
geschaffen werden. Diese beiden Zonen würden jedoch bei der Kreuzung 
H.________strasse/I.________strasse zusammentreffen. Der Hydrant Nr. K.________ der Zone 
"Breitägerten" befinde sich ca. 11 m vom Hydranten Nr. S.________ der Zone "Halten" entfernt. 
Somit könnte und müsste die Verbindungsleitung zwischen diesen beiden Hydranten erstellt 
werden. Dafür wären weniger als 11 m neue Leitung erforderlich, die zudem auf der 
gemeindeeigenen Parzelle der Gemeinde Kehrsatz ohne Inanspruchnahme von privatem Grund 
erstellt werden könnte.

Letztlich habe auch die Vorinstanz bestätigt, dass die alternative Verbindung zwischen den 
Hydranten Nrn. K.________ und S.________ eine Lösung darstelle. Der gegen diese Lösung 
geltend gemachte Druckunterschied könne technisch gelöst werden. Ob dabei neben einem 
Druckreduziersystem auch ein Stufenpumpwerk notwendig wäre, sei nicht abgeklärt worden.

b) Im angefochtenen Entscheid hat das AWA zu einer alternativen Verbindung zwischen den 
Hydranten Nrn. K.________ und S.________ ausgeführt, dies sei technisch aufgrund eines 
Druckunterschieds von rund 7 bar nicht möglich. Zur Überwindung des grossen 
Druckunterschieds wäre ein dafür ausgelegtes Stufenpumpwerk mit entsprechenden 
technischen Installationen notwendig. Aber selbst diese Massnahme würde das hydraulische 
Defizit zur Sicherstellung aller Versorgungsfälle und der Betriebssicherheit nicht erfüllen.

Auch die Beschwerdegegnerin verweist in ihrer Beschwerdeantwort darauf, dass angesichts der 
verschiedenen Druckverhältnisse es technisch ausgeschlossen sei, die beiden Hydranten 

6 Siehe Register 6 in der Beilage zum Schreiben des AWA vom 16. März 2020
7 Siehe Beilage zum Schreiben der Beschwerdegegnerin vom 11. März 2020

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Nrn. K.________ und S.________ zu verbinden. Der Druckunterschied zwischen den beiden 
Netzen betrage rund 6.7 bar. Aufgrund des ungenügend druckfesten Leitungsmaterials im 
Gebiet des Hydranten Nr. S.________ könne der Betriebsdruck in diesem Gebiet nicht auf den 
für die Versorgung des Gebiets Breitägerten mit dem Hydranten Nr. K.________ erforderlichen 
Betriebsdruck erhöht werden. Zudem würde eine Verbindung dieser beiden Hydranten keine 
redundante Versorgung des Gebiets Breitägerten gewährleisten.

c) Diese Aussagen der Beschwerdegegnerin und dem AWA überzeugen. Dass zwei 
Hydranten, die je an ein Leitungssysteme mit einem Druckunterschied von rund 7 bar 
angeschlossen sind, grundsätzlich nicht mit einer (Transport-)Leitung verbunden werden 
können, ist plausibel. Zwar behauptete die Beschwerdegegnerin ohne nähere Begründung, der 
geltend gemachte Druckunterschied könne technisch mit Druckreduziersystem und 
möglicherweise mit Stufenpumpwerk gelöst werden. Aus den Ausführungen des AWA und der 
Beschwerdegegnerin kann jedoch geschlossen werden, dass eine solche Lösung technisch 
zwar nicht völlig unmöglich wäre, mit einer solchen Lösung die hydraulischen Defizite aber nicht 
für alle Versorgungsfälle behoben und die Anforderungen an die Betriebssicherheit nicht erfüllet 
werden könnten. Auch dies ist nachvollziehbar: Eine Transportleitung, die (auch) der Redundanz 
und damit der Versorgungssicherheit dient, muss möglichst wenig fehleranfällig und damit 
technisch möglichst einfach sein. Unter diesen Umständen ist es ungeachtet der Frage, ob dies 
technisch überhaupt möglich wäre, keine Lösung, das Wasser aus dem Reservoir Halten für die 
Versorgung des Gebiets zwischen der G.________strasse und der H.________strasse bis zur 
Abzweigung I.________strasse (wozu auch der Hydrant Nr. S.________ gehört) mit zwei 
Druckreduzierventilen für das weniger druckfeste Leitungsmaterial in diesem Gebiet nutzbar zu 
machen und anschliessend für die Sicherstellung der Versorgungssicherheit des Gebiets 
"Breitägerten" (wozu auch der Hydrant Nr. K.________ gehört) mit einem Stufenpumpwerk 
wieder aufzubereiten.8 Vielmehr ist eine direkte Transportleitung zwischen den Gebieten 
"Halten" und "Breitägerten" mit den gleichen Druckverhältnissen zu erstellen, wie sie das 
vorliegende Projekt vorsieht. Die BVD sieht somit keinen Grund von der Darlegung des AWA als 
der für die Wasserversorgung zuständigen Fachbehörde des Kantons abzuweichen.

Der Einbezug eines neutralen Sachverständigen zur Frage, ob die Hydranten Nrn. K.________ 
und S.________ miteinander verbunden werden können, wie ihn die Beschwerdeführerin in ihrer 
Stellungnahme vom 28. April 2020 fordert, ist nicht erforderlich. Mit der Beurteilung des 
Vorhabens durch das AWA als für die Wasserversorgung zuständige Fachbehörde des Kantons 
liegt bereits eine sachverständige Einschätzung einer neutralen Stelle vor.

Im Übrigen ist nicht erkennbar und wird von der Beschwerdeführerin auch nicht dargelegt, 
welches Interesse die Beschwerdegegnerin hätte, eine 200 m lange Transportleitung zu bauen, 
wenn sie das gleiche Ergebnis mit einer 11 m langen Leitung erreichen könnte. Demzufolge 
erweist sich diese Rüge als unbegründet.

d) Soweit die Beschwerdeführerin in ihrer Stellungnahme vom 28. April 2020 neu bestreitet, 
dass das bestehende Leitungsmaterial über eine ungenügende Druckfestigkeit verfüge und 
deshalb eine Verbindung der Hydranten Nrn. K.________ und S.________ nicht möglich sei, 
verhält sie sich widersprüchlich. Sie selber geht ansonsten davon aus, dass für eine solche 
Verbindung technische Vorkehrungen wie Druckreduzierventile und allenfalls Stufenpumpwerke 
nötig wären. Dies ist jedoch nur dann der Fall, wenn der Druck im Versorgungsgebiet zwischen 
der G.________strasse und der H.________strasse bis zur Abzweigung I.________strasse 
(wozu auch der Hydrant Nr. S.________ gehört) nicht einfach um rund 7 bar erhöht werden 
kann. Im Übrigen sieht die BVD keinen Anlass, aufgrund der nicht näher begründeten 

8 Vgl. Ziff. 3.2 der Beschwerdeantwort der Beschwerdegegnerin

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Bestreitung durch die Beschwerdeführerin an der Einschätzung der Beschwerdegegnerin zu 
zweifeln, wonach die Druckfestigkeit des Leitungsmaterials im Versorgungsbiet mit dem 
Hydranten Nr. S.________ eine Verbindung mit dem Versorgungsgebiet mit dem Hydranten 
Nr. K.________ ohne Druckreduktion nicht erlaubt. Dies umso mehr, als diese Einschätzung 
vom AWA zumindest implizit geteilt wird.

4. Alternative Leitungsführung

a) Die Beschwerdeführerin macht geltend, die gemeindeeigene Parzelle Kehrsatz 
Grundbuchblatt Nr. J.________ verlaufe während rund 115 m parallel entlang den Parzellen 
Nr. A.________ und B.________ der Beschwerdeführerin. Es sei folglich möglich, die geplante 
Leitung auf der Parzelle Nr. J.________ zu verlegen. Auf dieser Parzelle befinde sich nebst 
einer Hecke ein bestehender Weg. Dieser sei geeignet, die projektierte Leitung aufzunehmen, 
wobei die Hecke nicht tangiert werde. Die angeblich höheren Projektkosten für diese Variante 
würden bestritten.

Hinsichtlich der Behauptung der Vorinstanz, für die Inanspruchnahme der Parzelle 
Nr. J.________ könnten die erforderlichen Bewilligungen nicht erteilt werden, existierten keine 
seriösen Abklärungen. Die Reaktionsfrist der betroffenen Fachstellen auf die Anfrage der 
Vorinstanz habe wenige Stunden bis maximal einen Tag gedauert. Aus diesem geringen 
Zeitbedarf sei zu schliessen, dass die Äusserungen der Fachstellen unseriös gewesen seien. 
Die entsprechenden Personen dieser Fachstellen hätten daher im vorliegenden Verfahren 
wegen Vorbefassung in Ausstand zu treten und es sei von einem neutralen Sachverständigen 
abzuklären, ob für die alternative Leitungsführung über die Parzelle Nr. J.________ die 
erforderlichen Bewilligungen erteilt werden könnten.

b) Die Parzelle Nr. J.________, die der Gemeinde Kehrsatz gehört, hat im Süden während 
gut 100 m eine gemeinsame Grenze mit den Parzellen Nr. A.________ und B.________, die der 
Beschwerdeführerin gehören. Die Parzelle Nr. J.________ liegt in der Grünzone. Im Bereich der 
nördlichen Parzellengrenze (angrenzend an die Parzellen Nrn. M.________, N.________, 
O.________ und P.________) fliesst der Q.________bach als offenes Gewässer. Weiter 
westlich ab Mitte der Parzelle Nr. M.________ ist der Q.________bach eingedolt. Entlang zur 
Grenze mit der Parzelle Nr. A.________ und südlich entlang des offen fliessenden Q.________ 
befinden sich auf der Parzelle Nr. J.________ gemäss dem Zonenplan der Gemeinde Kehrsatz 
vom 13. September 2020 Naturobjekte (Schutzobjekte). Dabei handelt es sich um Hecken.9

c) Die Beschwerdegegnerin hat im Rahmen der Projektplanung eine alternative 
Leitungsführung über die Parzelle Nr. J.________ geprüft. Während dem die vom AWA 
genehmigte Variante im konventionellen Grabenbauverfahre umgesetzt werden soll, würde die 
Alternative mittels Spül- oder Richtpressbohrung realisiert.10 Die alternative Leitungsführung 
verläuft wie von der Beschwerdeführerin vorgeschlagen im Osten zunächst über den 
bestehenden Weg auf der Parzelle Nr. J.________, der teilweise einseitig und teilweise 
beidseitig von den Hecken gesäumt wird. Anschliessend quert sie im westlichen Zipfel der 
Parzelle Nr. J.________ die Hecken. Danach verläuft die alternative Leitungsführung über die 
Parzelle Nr. M.________, wo sie gleich zu Beginn den hier noch offen fliessenden 
Q.________bach quert. Weiter verläuft sie über die Parzelle Nr. R.________ und mündet 

9 Vgl. unter anderem Beschwerdebeilage Nr. 4; Inventarblatt 14107 in der Beilage zur Stellungnahme der Gemeinde 
Kehrsatz vom 25. November 2019; Ziff. 2.2 und 3.5 des technischen Berichts in den Vorakten pag. 4.
10 Ziff. 2.2 und 2.3.1 des technischen Berichts, Vorakten pag. 4

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schliesslich in die H.________strasse.11 Gemäss dem technischen Bericht wurde diese Variante 
jedoch verworfen, weil die alternative Leitungsführung die Hecken tangiere, weil die 
Platzverhältnisse der Installation der Gerätschaften für die Spülbohrung sehr beengt seien, weil 
die Risiken der Spülbohrung schwer abzuschätzen seien und weil die Alternative höhere Kosten 
verursache.12

Das AWA hat im Genehmigungsverfahren eine weitere alternative Leitungsführung über die 
Parzelle Nr. J.________ geprüft. Diese verläuft anders als die Alternative der 
Beschwerdegegnerin im Osten nicht über den bestehenden Weg, sondern nördlich davon. Nach 
einem Linksknick führt diese Alternative zunächst parallel entlang dem offenen 
Q.________bach, quert anschliessend die Hecken, mündet auf der Parzelle Nr. A.________ in 
die vom AWA genehmigte Leitungsführung und verläuft anschliessend im Westen analog dieser 
genehmigten Leitungsführung über die Parzellen Nrn. A.________ und L.________.13 Diese 
Alternative hat das AWA dem Oberingenieurkreis II (OIK II) und der Abteilung Naturförderung 
(ANF) zur Stellungnahme unterbreitet. Im angefochtenen Entscheid hat das AWA ausgeführt, 
beide alternativen Leitungsführungen wären nicht bewilligungsfähig.

d) Bei der Prüfung von alternativen Leitungsführungen über die kommunale Parzelle 
Nr. J.________ sind insbesondere der Q.________bach und die Hecken zu beachten. 
Hinsichtlich des Q.________bachs ist ein Gewässerraum zu berücksichtigen (Art. 36a GSchG14, 
Art. 41a GSchV15 und Art. 21 Abs. 3 WBV16). Dieser beträgt im vorliegenden Fall gemäss 
Fachbericht Wasserbau des OIK II vom 22. August 201917 8 m plus Gerinnebreite (gemessen ab 
Böschungsoberkante). Gemäss Amtsbericht Wasserbaupolizei des OIK II vom 18. Oktober 
201818 wird für die hier zu beurteilende projektierte Leitungsführung eine wasserbaupolizeiliche 
Ausnahmebewilligung nach Art. 48 WBG19 erteilt; dabei überquert die Transportleitung den 
eingedolten Q.________bach auf der Parzelle Nr. L.________. Demgegenüber kann gemäss 
Fachbericht Wasserbau des OIK II vom 22. August 2019 für die alternative Leitungsführung des 
AWA keine wasserbaupolizeiliche Ausnahmebewilligung nach Art. 48 WBG in Aussicht gestellt 
werden. Dies weil die projektierte Leitungsführung, die weiter weg vom Q.________bach und 
weniger stark im Gewässerraum liege, zu einer geringeren Beeinträchtigung des Wasserbaus 
führe. Zur alternativen Leitungsführung der Beschwerdegegnerin äussert sich der OIK II in 
seinem Fachbericht vom 22. August 2019 nicht. Es ist jedoch anzunehmen, dass diese 
Alternative hinsichtlich des Wasserbaus besser wäre, als die Alternative des AWA, da auch sie 
ähnlich wie die projektierte Leitungsführung weiter weg vom Q.________bach und weniger stark 
im Gewässerraum liegt.

Dafür dürfte die Alternative der Beschwerdegegnerin hinsichtlich der Hecken schlechter 
abschneiden als die Alterative des AWA, da letztere den Hecken mehr ausweicht. Gemäss 
Amtsbericht Naturschutz der ANF vom 8. Januar 201920 sind die Hecken nach Art. 18 Abs. 1bis 
NHG21 und Art. 27 Naturschutzgesetz22 in ihrem Bestand geschützt. Gemäss diesem 

11 Vgl. den Werkleitungsplan zur Variante Bohrung, Vorakten pag. 2
12 Ziff. 2.2 des technischen Berichts, Vorakten pag. 4
13 Vgl. dazu den Plan in der Beilage 3 zum Schreiben des AWA vom 16. März 2020
14 Bundesgesetz vom 24. Januar 1991 über den Schutz der Gewässer (Gewässerschutzgesetz, GSchG; SR 814.20)
15 Gewässerschutzverordnung des Bundesrats vom 28. Oktober 1998 (GSchV; SR 814.201)
16 Verordnung des Bundesrats vom 2. November 1994 über den Wasserbau (Wasserbauverordnung, WBV; 
SR 721.100.1)
17 Vorakten pag. 90
18 Vorakten pag. 23
19 Gesetz vom 14. Februar 1989 über Gewässerunterhalt und Wasserbau (Wasserbaugesetz, WBG; BSG 751.11)
20 Vorakten pag. 66
21 Bundesgesetz vom 1. Juli 1966 über den Natur- und Heimatschutz (NHG; SR 451)
22 Naturschutzgesetz vom 15. September 1992 (BSG 426.11)

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Amtsbericht wird für das hier zu beurteilende Projekt, das eine Leitungsführung auf den 
Parzellen Nrn. A.________ und B.________ mit einem Mindestabstand von 3 m gegenüber den 
Hecken vorsieht, für den temporären Eingriff in die Hecken im Zusammenhang mit den 
Grabarbeiten die erforderliche Ausnahmebewilligung erteilt. Demgegenüber erachtet die ANF 
gemäss E-Mail vom 21. August 201923 die alternative Leitungsführung des AWA als nicht 
bewilligungsfähig. Dies unter anderem weil bei dieser Alternative ein breiter Heckenabschnitt 
gequert werden müsste und daher die projektierte Leitungsführung klar zu bevorzugen sei. Zwar 
hat sich die ANF nicht zur Alternative der Beschwerdegegnerin geäussert. Da diese die Hecke 
noch stärker beeinträchtig als die Alternative des AWA, ist aber nicht davon auszugehen, dass 
die Beurteilung anders lauten würde.

e) Gegen diese Stellungnahmen der Fachbehörden bringt die Beschwerdeführerin 
grundsätzlich nichts Konkretes vor, inwiefern diese nicht korrekt wären. Sie bemängelt 
grundsätzlich nur die kurze Reaktionsfrist der betroffenen Fachstellen ANF und OIK II zur 
alternativen Leitungsführung. Aus der kurzen Reaktionsfrist der betroffenen Fachstellen auf die 
Anfrage des AWA zur seiner alternativen Leitungsführung kann jedoch nicht geschlossen 
werden, dass die Äusserungen der Fachstellen unseriös waren. Es ist offensichtlich, dass die 
alternativen Leitungsführungen im Vergleich mit der projektierten Leitungsführung sowohl 
hinsichtlich des Gewässerraums als auch hinsichtlich der Hecken mit erheblichen Nachteilen 
verbunden und daher deutlich unterlegen sind. Somit kann auf die entsprechenden Äusserungen 
der Fachstellen im vorinstanzlichen Verfahren abgestellt werden und es besteht diesbezüglich 
kein weiterer Abklärungsbedarf. Folglich kommt auch kein Ausstand der entsprechenden 
Personen dieser Fachstellen wegen Vorbefassung in Frage (vgl. Art. 9 Abs. 1 VRPG), zumal 
diese Personen im vorliegenden Beschwerdeverfahren nicht mehr involviert sind. Soweit die 
Beschwerdeführerin fordert, es sei von einem neutralen Sachverständigen abzuklären, ob für die 
alternative Leitungsführung über die Parzelle Nr. J.________ die erforderlichen Bewilligungen 
erteilt werden könnten, wäre dies im Übrigen ohnehin nicht möglich. Für die Erteilung der 
erforderlichen Bewilligungen sind die jeweiligen Fachstellen abschliessend zuständig, ein 
neutraler Sachverständiger hat diesbezüglich keine Kompetenzen. Abgesehen davon wären 
diese Fachstellen selbst dann nicht handlungsunfähig, wenn die fraglichen Personen in den 
Ausstand treten müssten: Von einer Ausstandspflicht betroffen können lediglich Einzelpersonen, 
nicht aber ganze Behörden sein.24

f) In der Sache macht die Beschwerdeführerin lediglich geltend, die Leitung könne im 
bestehenden Weg auf der Parzelle Nr. J.________ verlegt werden, wobei die Hecken nicht 
tangiert würden. Diese Aussage ist jedoch falsch. Der bestehende Weg könnte die Leitung nur 
im östlichen Bereich der Parzelle Nr. J.________ aufnehmen. Bei einer Breite des Weges von 
rund 2 m würde der Abstand zu den Hecken dabei lediglich 1 m betragen, womit der von der 
ANF geforderte Mindestabstand von 3 m zum Schutz des Wurzelwerks der Hecken (vgl. 
Ziff. 1.5.1 des Amtsberichts Naturschutz vom 8. Januar 2019) deutlich unterschritten würde. 
Weiter westlich auf der Parzelle Nr. J.________ müsste die Leitung sogar quer durch die 
Hecken geführt werden.

Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, die Verbindung könne vollumfänglich auf 
öffentlichem Grund realisiert werden, ist ihr im Zusammenhang mit den alternativen 
Leitungsführungen entgegenzuhalten, dass auch bei diesen Alternativen privater Boden in 
Anspruch genommen werden müsste. Dabei würde es sich bei den Parzellen Nrn. R.________ 
und M.________ im Unterschied zu den Parzellen Nrn. A.________ und B.________, die in der 
Landwirtschaftszone liegen, um Bauland handeln. Welche Nachteile die Beschwerdeführerin 

23 Vorakten pag. 9B
24 Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 9 N. 7

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konkret aus dem vorliegenden Projekt erleidet, legt sie nicht dar. Erhebliche Nachteile sind denn 
auch nicht erkennbar. Die Leitung soll in einer Tiefe von mindestens 1.2 m verlegt werden, so 
dass die Bewirtschaftung der beiden Landwirtschaftsparzellen Nrn. A.________ und B.________ 
aktuell kaum beeinträchtigt wird. Ob eine Einzonung der beiden Parzellen zur Diskussion steht, 
ist nicht bekannt. Gegen eine Einzonung spricht, dass sich beide Parzellen im 
Landschaftsschutzgebiet befinden. Sollten die beiden Parzelle zukünftig dennoch eingezont 
werden, dürfte die Bebaubarkeit aufgrund des Leitungsverlaufs im Grenzabstandsbereich zur 
Nachbarparzelle Nr. J.________ ebenfalls kaum eingeschränkt werden. Bei der Parzelle 
Nr. L.________ handelt es sich um eine Strasse in der Wohnzone W2. Auch hier ist keine 
wesentliche Beeinträchtigung durch das vorliegende Projekt erkennbar, weder aktuell noch 
zukünftig.

g) Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass alternative Leitungsführungen über die 
Parzelle Nr. J.________ im Vergleich mit der projektierten Leitungsführung mit Blick auf den 
Heckenschutz und den Gewässerraum mit erheblichen Nachteilen verbunden und daher deutlich 
unterlegen sind. Hinsichtlich der Inanspruchnahme von privatem Grund müssten die alternativen 
Leitungsführungen zwar über eine deutlich kürzere Distanz solchen in Anspruch nehmen (rund 
40 m bei der Alternative der Beschwerdegegnerin bzw. rund 80 m bei der Alternative des AWA 
anstatt rund 180 m beim vorliegenden Projekt). Dafür wären bei der Alternative der 
Beschwerdegegnerin Bauparzellen betroffen, während bei der projektierten Variante nur 
Landwirtschaftsland und eine Strasse in der Wohnzone betroffen sind. Letzteres trifft zwar auch 
auf die Alternative des AWA zu, auch diese beansprucht keine privaten Bauparzellen. Da jedoch 
nicht erkennbar ist und von der Beschwerdeführerin auch nicht dargelegt wird, welche 
(wesentlichen) Nachteile sie konkret aus der Beanspruchung ihrer Parzellen durch die 
projektierte Leitungsführung erleidet, vermag dies die Nachteile hinsichtlich Heckenschutz und 
den Gewässerraum nicht zu überwiegen. Unter diesen Umständen erweist sich die projektierte 
Leitungsführung als klar vorteilhaft, zumal alternative Leitungsführungen über die Parzelle 
Nr. J.________ vermutlich nicht bewilligungsfähig wären. Ob grabenloser Leitungsbau und 
Gewässerunterquerungen nicht automatisch Projektrisiken beinhalten, wie dies die 
Beschwerdeführerin in ihrer Stellungnahme vom 28. April 2020 geltend macht, ist dabei 
unerheblich. Diesen Fragen muss daher nicht weiter nachgegangen werden. Die gewählte 
Leitungsführung ist nicht zu beanstanden.

h) In ihrer Stellungnahme vom 28. April 2020 macht die Beschwerdeführerin zusätzlich 
geltend, für die neue Leitung müsse das Trassee der bereits bestehenden Verbindungsleitung 
verwendet werden. Soweit diese Rüge nicht zu spät kommt, ist sie auch unbegründet. Würde 
man die zusätzlich benötigte Transportkapazität vom Versorgungsgebiet Halten in das 
Versorgungsgebiet Breitägerten am alten Standort ausbauen, wäre mit Blick auf einen Störfall 
wenig bis nichts gewonnen. Käme es im Bereich des alten Standorts zu einem Problem bei der 
Transportleitung, könnte das Versorgungsgebiet Breitägerten nicht mehr versorgt werden. Mit 
Blick auf die Betriebs- bzw. Versorgungssicherheit ist der vorgesehene Ausbau der 
Transportkapazität am neuen Standort daher deutlich vorteilhafter. Inwiefern ein Ausbau am 
bestehenden Standort ansonsten überhaupt möglich und sinnvoll wäre, braucht unter diesen 
Umständen nicht geprüft zu werden. Zumindest die Hydraulik des Leitungssystems dürfte aber 
ebenfalls gegen einen Ausbau am alten Standort sprechen.

5. Eigentumsgarantie

Die Beschwerdeführerin rügt eine Verletzung der Eigentumsgarantie. Sie begründet dies damit, 
die Beschwerdegegnerin sei aufgrund der alternativen Verbindung und der alternativen 
Leitungsführung nicht auf ihr Grundeigentum angewiesen. Wie sich in den Erwägungen 3 und 4 

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gezeigt hat, sind die von der Beschwerdeführerin geltend gemachte Verbindung und 
Leitungsführung jedoch keine Alternativen. Damit ist diese Rüge unbegründet.

6. Enteignung

Die Beschwerdeführerin rügt, die Überbauungsordnung solle dazu dienen, ein allfälliges 
Enteignungsverfahren gegen sie vorzubereiten. Mit Blick auf die alternative Verbindung und die 
alternative Leitungsführung seien die Voraussetzungen für eine Enteignung nicht erfüllt, da die 
Beschwerdegegnerin nicht auf privaten Grund angewiesen sei. Ein Enteignungsverfahren ist 
jedoch nicht Gegenstand dieses Beschwerdeverfahrens. Insoweit kann auf diese Rüge nicht 
eingetreten werden. Im Übrigen sind die von der Beschwerdeführerin geltend gemachte 
Verbindung und Leitungsführung keine Alternativen (siehe Erwägung 3 und 4). Insofern wäre die 
Rüge auch unbegründet.

7. Wasserversorgungsgesetz

a) Die Beschwerdeführerin rügt, gemäss Art. 19 WVG seien bei der Projektierung von 
Wasserversorgungsanlagen die Wirtschaftlichkeit und die Umweltbelange zu berücksichtigen. 
Die wirtschaftlichste Verbindung sei die alternative Verbindung der beiden Hydranten 
Nrn. K.________ und S.________. Hinsichtlich der alternativen Leitungsführung würden zwar im 
technischen Bericht höhere Kosten im Vergleich mit dem aktuellen Leitungsführung geltend 
gemacht. Diese Kosten würden jedoch weder aufgeführt noch substantiiert.

Mit Blick auf die Umweltbelange werde im technischen Bericht hinsichtlich der alternativen 
Leitungsführung die bestehende Hecke fälschlicherweise als Problem ausgemacht. Auf der 
Parzelle Nr. J.________ befinde sich eine begrünte Wegverbindung mit einem Zugangstor. 
Diese Verbindung diene idealerweise als Trasse für die Leitung, so dass die Umweltbelange 
nicht gegen die alternative Leitungsführung sprächen.

b) Auch für diese Rüge stützt sich die Beschwerdeführerin letztlich ausschliesslich auf die 
von ihr geltend gemachte alternative Verbindung und alternative Leitungsführung. Diese 
Verbindung und Leitungsführung sind jedoch keine Alternativen (siehe Erwägung 3 und 4), 
weshalb auch die Rügen im Zusammenhang mit dem Wasserversorgungsgesetz unbegründet 
sind.

8. Gesuchsunterlagen

a) Die Beschwerdeführerin rügt unvollständige Gesuchsunterlagen. Gemäss dem 
technischen Bericht beabsichtige die E.________ auf dem geplanten Trassee ein 
Kabelschutzrohr mit zu verlegen, trete im vorliegenden Verfahren jedoch nicht als 
Gesuchstellerin auf. Ihre Anliegen seien daher nicht zu berücksichtigen und sie müsste für ihr 
eigenes Projekt ein separates Baubewilligungsverfahren durchlaufen. Abgesehen davon sei aus 
den Baugesuchsakten nicht ersichtlich, zu welchem Zweck das Kabelschutzrohr verwendet 
werden solle. Falls es zum Transport von Hochspannung verwendet werden sollte, wären 
weitere Abklärungen notwendig. Diese lägen nicht vor, weshalb die Gesuchsunterlagen 
unvollständig seien.

b) Gemäss Beschwerdeantwort der Beschwerdegegnerin sind die Plan- und 
Gesuchsunterlagen vollständig. Dass gleichzeitig ein Kabelschutzrohr für die E.________ 

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verlegt werden solle, sei in den Gesuchsunterlagen offen dargelegt worden und nicht zu 
beanstanden. Daraus kann geschlossen werden, dass die Beschwerdeführerin das 
Kabelschutzrohr als Bestandteil des vorliegenden Verfahrens betrachtet.

Dazu in Widerspruch steht die Aussage des AWA in seiner Vernehmlassung, wonach das 
Kabelschutzrohr nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens sei. Diese Aussage deckt sich 
mit dem bewilligten Plan. In der Legende wird das Kabelschutzrohr zwar unter "Projektiert" 
erwähnt. Unter "Überbauungsordnung (zu sichernde Anlagen)" ist jedoch nur die Wasserleitung 
mit dem Bereich der zu sichernden Anlagen erwähnt. Dies ist auch richtig, ist doch das AWA 
gemäss Art. 21 f. WVG nur für die öffentlichrechtliche Sicherung von öffentlichen Leitungen der 
Wasserversorgung, nicht aber für Kommunikationsleitungen von Energieunternehmen zuständig. 
Somit ist das Kabelschutzrohr nicht Gegenstand der Überbauungsordnung. Dementsprechend 
wird für das Kabelschutzrohr mit der Genehmigung der Überbauungsordnung auch nicht die 
Baubewilligung erteilt.

Dies ergibt sich im Übrigen auch aus den Projektplänen der Überbauungsordnung.25 Zwar ist 
das Kabelschutzrohr in den Normalprofilen und im Schnitt A-A eingezeichnet. Im 
Werkleitungsplan fehlt das Kabelschutzrohr jedoch, so dass der genaue Leitungsverlauf nicht 
ersichtlich ist. Dies wäre jedoch eine Voraussetzung dafür, dass die Baubewilligung auch für das 
Kabelschutzrohr gelten könnte. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass das 
Kabelschutzrohr nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens ist. Auf die Rüge der 
unvollständigen Gesuchsunterlagen kann daher nicht eingetreten werden.

c) Im Übrigen wären die von der Beschwerdeführerin in diesem Zusammenhang 
vorgebrachten Einwände auch unbegründet. Aus Ziff. 2.1.4 des technischen Berichts ergibt sich, 
dass das Kabelschutzrohr dem Ausbau des Kommunikationsleitungsnetzes dienen soll. Der 
Transport von Hochspannung steht somit nicht zur Diskussion. Ebenfalls unbegründet wäre der 
Vorwurf, die E.________ müsste im vorliegenden Verfahren selber als Gesuchstellerin auftreten. 
Ein persönliches Auftreten einer Person im Baubewilligungsverfahren ist nur dann erforderlich, 
wenn die Erteilung der Baubewilligung vom Nachweis besonderer Voraussetzungen abhängig ist 
(vgl. Art. 42 Abs. 1 BauG26). Welche Voraussetzungen dies hier wären, wird von der 
Beschwerdeführerin nicht ausgeführt.

9. Wasserbaugesetz

a) Die Beschwerdeführerin rügt, die beabsichtigte Querung des Q.________bachs 
beeinträchtige das Gewässer, den Gewässerunterhalt und den Wasserbau. Daher benötige das 
Projekt eine Ausnahme nach Art. 48 Abs. 4 WBG. Die entsprechenden Voraussetzungen seien 
jedoch nicht erfüllt. Aufgrund der alternativen Verbindung bestehe kein wichtiger Grund für eine 
neue Querung des Q.________bachs, es sei die bereits bestehende Querung zu nutzen. Da das 
Projekt zudem weder der Wirtschaftlichkeit noch den Umweltbelangen Rechnung trage, würden 
der Ausnahme auch überwiegende öffentliche Interessen entgegenstehen.

b) Wie sich in den Erwägungen 3 und 7 gezeigt hat, besteht die von der Beschwerdeführerin 
ins Spiel gebrachte alternative Verbindung nicht und ist auch die Rüge der mangelhaften 
Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit und der Umweltbelange gemäss Art. 19 WVG 
unbegründet. Damit sind sämtliche im Zusammenhang mit der Ausnahme nach Art. 48 Abs. 4 

25 Vorakten pag. 97
26 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0)

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WBG vorgebrachten Mängel entkräftet. Die Rüge, das Wasserbaugesetz sei verletzt, ist somit 
unbegründet.

10. Begründung

a) Soweit die Beschwerdeführerin die Begründung des angefochtenen Gesamtentscheids 
rügt, kann ihr nicht gefolgt werden. Der Anspruch auf rechtliches Gehör verlangt, dass die 
Behörde die Vorbringen der Betroffenen sorgfältig prüft und beim Entscheid berücksichtigt. 
Daraus ergibt sich die Pflicht der Behörde, ihre Verfügung zu begründen (Art. 52 Abs. 1 Bst. b 
VRPG). Die Begründung muss so abgefasst sein, dass die Betroffenen die Verfügung 
sachgerecht anfechten können. Es müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, 
von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt. Die Behörde 
muss jedoch nicht auf jedes Argument der Parteien eingehen; es genügt, wenn sie sich mit den 
wesentlichen Gesichtspunkten auseinandergesetzt hat.27 Diesen Anforderungen genügt der 
angefochtene Entscheid, wie die Beschwerde belegt, war die Beschwerdeführerin in der Lage, 
den Entscheid sachgerecht anzufechten.

b) Soweit die Beschwerdeführerin rügt, im angefochtene Entscheid werde nicht dargelegt, 
weshalb keine Alternativprojekte möglich seien, welche ohne Beanspruchung des 
Grundeigentums der Beschwerdeführerin auskomme, ist ihr entgegenzuhalten, dass die von ihr 
vorgeschlagenen alternative Verbindung und alternative Leitungsführung beide wie dargelegt 
nicht möglich sind (siehe oben Erwägungen 3 und 4). Welche weiteren Varianten zur Verfügung 
stünden, vermag auch die Beschwerdeführerin nicht zu benennen, erst recht nicht solche, bei 
denen kein Privateigentum in Anspruch genommen werden müsste.

c) Demzufolge erweist sich die Beschwerde in allen Punkten als unbegründet. Sie wird daher 
abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann. Der angefochtene Gesamtentscheid wird 
bestätigt.

11. Kosten

a) Bei diesem Ausgang des Verfahrens gilt die Beschwerdeführerin als unterliegende Partei. 
Sie hat daher die oberinstanzlichen Verfahrenskosten zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese 
werden bestimmt auf eine Pauschalgebühr von Fr. 2'000.-- (Art. 103 Abs. 2 VRPG i.V.m. Art. 19 
Abs. 1 GebV28).

b) Die unterliegende Beschwerdeführerin hat keinen Anspruch auf Parteikostenersatz 
(Art. 108 Abs. 3 VRPG). Demzufolge werden keine Parteikosten gesprochen.

III. Entscheid

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann. Der 
Gesamtentscheid des AWA vom 18. September 2019 wird bestätigt.

27 BVR 2013 S. 443 E. 3.1.1; Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 52 N. 5
28 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; 
BSG 154.21)

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2. Die Verfahrenskosten von Fr. 2'000.-- werden der Beschwerdeführerin zur Bezahlung 
auferlegt. Eine separate Zahlungseinladung folgt, sobald dieser Entscheid in Rechtskraft 
erwachsen ist.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

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IV. Eröffnung

- Herrn Fürsprecher D.________, eingeschrieben
- F.________, eingeschrieben
- Amt für Wasser und Abfall (AWA), Rechtsdienst, per Mail
- Einwohnergemeinde Kehrsatz, Gemeindeverwaltung, eingeschrieben

Bau- und Verkehrsdirektion

Der Direktor

Christoph Neuhaus
Regierungsrat

Rechtsmittelbelehrung

Dieser Entscheid kann innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung mit Beschwerde beim 
Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Speichergasse 12, 3011 Bern, angefochten werden. Eine 
allfällige Verwaltungsgerichtsbeschwerde, die mindestens in vier Exemplaren einzureichen ist, 
muss einen Antrag, die Angabe von Tatsachen und Beweismitteln, eine Begründung sowie eine 
Unterschrift enthalten; der angefochtene Entscheid und andere greifbare Beweismittel sind 
beizulegen.