# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 93481e3a-e532-580b-bff9-78e1643dd4a9
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-01-18
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 18.01.2024 PQ230082
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PQ230082_2024-01-18.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: PQ230082-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. A. Strähl und Ersatzoberrichterin Dr. Ch. Scho-

der sowie Gerichtsschreiberin MLaw C. Widmer 

Beschluss und Urteil vom 18. Januar 2024 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschwerdeführer 

 

unentgeltlich vertreten durch Rechtsanwältin MLaw X._____,  

 

gegen 

 

B._____,  
Beschwerdegegnerin 

 

betreffend persönlicher Verkehr  
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Bezirksrates Dietikon vom 30. November 
2023 i.S.C._____, geb. tt.mm.2015 und D._____, geb. tt.mm.2017; VO.2023.13 
(Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Dietikon) 
 
  

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Erwägungen: 

1. Ausgangslage und Verfahrensverlauf 

1.1. B._____ und A._____ sind die Eltern von C._____, geb. tt.mm.2015, und 

D._____, geb. tt.mm.2017. Am 21. Januar 2023 stellte die Kantonspolizei Zürich 

der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Bezirk Dietikon (nachfolgend KESB) 

einen Rapport zu, aus dem hervorgeht, dass der Vater gegenüber der Mutter und 

den Kindern wiederholt Tätlichkeiten begangen und Todesdrohungen geäussert 

haben soll (KESB act. 1). Die KESB bestellte Rechtsanwältin lic. iur. X._____ als 

Prozessbeiständin der Kinder für das Strafverfahren (KESB act. 4, 7-9).  

1.2. Das Zwangsmassnahmengericht des Bezirksgerichts Dietikon verlängerte 

mit Urteil vom 2. Februar 2023 die von der Kantonspolizei am 20. Januar 2023 

angeordneten Schutzmassnahmen (einschliesslich das Kontaktverbot gegenüber 

der Mutter und den Kindern) bis zum 30. April 2023 (KESB act. 19/3). Nachdem 

der Vater am 7. März 2023 aus der Untersuchungshaft entlassen worden war, 

ordnete das Zwangsmassnahmengericht des Bezirksgerichts Zürich mit Verfü-

gung vom 13. März 2023 strafprozessuale Ersatzmassnahmen (u.a. ein Kontakt-

verbot gegenüber der Mutter und den Kindern) an (KESB act. 19/4).  

1.3. Die Prozessbeiständin der Kinder beantragte der KESB mit Eingabe vom 

5. April 2023, der persönliche Verkehr der Kinder mit dem Vater sei zu sistieren, 

es sei ein Erziehungsfähigkeitsgutachten über den Vater einzuholen und es sei 

das Kontaktbedürfnis und die Kontaktbereitschaft der Kinder zum Vater im Rah-

men einer Therapie vertieft abzuklären (KESB act. 18). Die KESB hörte darauf die 

Mutter (KESB act. 36) und die Kinder (KESB act. 37) an. Der Vater ersuchte – da 

er den angesetzten Termin nicht wahrnehmen konnte – um telefonische Anhö-

rung (KESB act. 35). Diese musste aufgrund des Beizugs einer Rechtsvertreterin 

verschoben werden (KESB act. 40-42). Mit superprovisorischem Entscheid vom 

8. Juni 2023 sistierte die KESB – im Hinblick auf die ablaufenden strafprozessua-

len Ersatzmassnahmen – das Recht des Vaters auf persönlichen Verkehr mit den 

Kindern (KESB act. 46). Die zwischenzeitlich beigezogene Rechtsvertreterin des 

Vaters, Rechtsanwältin MLaw X._____, beantragte der KESB mit Eingabe vom 

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22. Juni 2023 in der Hauptsache, dem Vater sei ein angemessenes Besuchsrecht 

einzuräumen und vorsorglich, für die Dauer des Verfahrens, sei der Vater mindes-

tens berechtigt und verpflichtet zu erklären, die Kinder an jedem zweiten Samstag 

für die Dauer von ein paar Stunden in Begleitung einer neutralen Drittperson oder 

im Rahmen eines institutionalisierten Besuchsrechtstreff zu betreuen. Zudem sei 

eine Besuchsrechtsbeistandschaft im Sinne von Art. 308 Abs. 2 ZGB zu errichten 

(KESB act. 48/1). Die KESB hörte den Vater in Begleitung seiner Rechtsvertrete-

rin am 26. Juli 2023 an (KESB act. 64a) und beauftragte am 22. August 2023 

E._____, Praxis F._____, mit der Erstellung eines psychiatrischen Gutachtens 

über den Vater (KESB act. 77). Mit Entscheid vom 24. August 2023 bestätigte die 

KESB vorsorglich die superprovisorisch erfolgte Sistierung des Besuchsrechts 

und wies den Antrag des Vaters auf Regelung eines begleiteten Besuchsrechts 

ab. Gleichzeitig errichtete sie für C._____ und D._____ vorsorglich eine Beistand-

schaft gemäss Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB und ernannte G._____, kjz Dietikon, als 

Beiständin (KESB act. 78).  

1.4. Gegen diesen Entscheid erhob der Vater mit Eingabe vom 8. September 

2023 Beschwerde beim Bezirksrat (BR act. 1). Er erneuerte seine vor der KESB 

gestellten Anträge (BR act. 1 S. 2). Nachdem die Mutter die Beschwerdeantwort 

erstattet (BR act. 10) und der Vater dazu Stellung genommen hatte (BR act. 12), 

wies der Bezirksrat die Beschwerde mit Urteil vom 30. November 2023 ab, wobei 

er das Gesuch des Vaters um unentgeltliche Rechtspflege bewilligte und in der 

Person seiner Rechtsvertreterin eine unentgeltliche Rechtsbeiständin bestellte 

(BR act. 14). Der Entscheid des Bezirksrats vom 30. November 2023 wurde der 

Rechtsvertreterin des Vaters am 19. Dezember 2023 zugestellt (BR act. 15/2). 

1.5. Mit Noveneingabe vom 12. Dezember 2023 stellte der Vater beim Bezirks-

rat den Antrag, die Sistierung des Besuchsrechts sei aufzuheben und nach vier 

begleiteten Besuchen in Begleitung einer neutralen Drittperson oder im Rahmen 

eines institutionalisierten Besuchstreffs seien für die weitere Dauer des Verfah-

rens unbegleitete Besuche einmal pro Woche an jedem Sonntag für die Dauer 

von sechs Stunden von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr festzulegen (KESB act. 107/1 = 

BR act. 16). Zur Begründung wies der Vater auf die Verfügung des Zwangsmass-

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nahmengerichts des Bezirksgerichts Dietikon vom 8. Dezember 2023, mit der die 

strafprozessualen Ersatzmassnahmen gegenüber den Kindern aufgehoben wor-

den waren (KESB act. 105/1). Der Bezirksrat übermittelte der KESB die nach Ab-

schluss des Verfahrens eingegangene Eingabe des Vaters (BR act. 18).  

1.6. Mit Eingabe vom 28. Dezember 2023 erhob der Vater (nachfolgend Be-

schwerdeführer) gegen das Urteil des Bezirksrats (nachfolgend Vorinstanz) Be-

schwerde beim Obergericht des Kantons Zürich (act. 2). Den Parteien wurde der 

Beschwerdeeingang am 28. Dezember 2023 mitgeteilt (act. 7/1-2). Die Akten der 

Vorinstanz (act. 13/1-18, zitiert als BR act.) und die Akten der KESB (act. 16/1-

118, zitiert als KESB act.) wurden von Amtes wegen beigezogen (act. 6). Die Ak-

ten der KESB trafen aufgrund eines Versehens (act. 15) erst am 12. Januar 2024 

bei der Kammer ein. Am 8. Januar 2024 ging das erwachsenenpsychiatrische 

Gutachten von E._____ bei der KESB ein (KESB act. 117 und 118). Gleichentags 

teilte die KESB dem Beschwerdeführer mit, die Kammer sei nun für die Regelung 

des persönlichen Verkehrs und damit für die Behandlung seiner Eingabe vom 

12. Dezember 2023 zuständig (act. 14). Weiterungen erübrigen sich. Der Mutter 

(nachfolgend Beschwerdegegnerin) ist die Beschwerdeschrift mit dem vorliegen-

den Entscheid zuzustellen. 

2. Prozessuales 

2.1. Angefochten ist ein Entscheid über vorsorgliche Massnahmen im Sinne 

von Art. 445 ZGB. Gegen Entscheide über vorsorgliche Massnahmen kann innert 

10 Tagen nach deren Mitteilung Beschwerde erhoben werden (Art. 445 Abs. 3 

ZGB). Die Beschwerde wurde rechtzeitig eingereicht (BR act. 15/2). Sie enthält 

Anträge und eine Begründung (Art. 450 Abs. 3 ZGB). Der Beschwerdeführer ist 

der Vater von C._____ und D._____, er ist am Verfahren beteiligt und durch den 

Entscheid der Vorinstanz beschwert (Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB). Er ist zur Be-

schwerde legitimiert.  

2.2. Das Beschwerdeverfahren in Kindes- und Erwachsenenschutzsachen rich-

tet sich nach den Bestimmungen des ZGB und des Einführungsgesetzes zum 

Kindes- und Erwachsenenschutzrecht (EG KESR). Enthalten diese Gesetze keine 

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Bestimmungen, gelten die Bestimmungen des Gerichtsorganisationsgesetzes 

(GOG) und subsidiär die Bestimmungen der ZPO sinngemäss als kantonales 

Recht (Art. 314 Abs. 1 i.V.m. Art. 450 ff. ZGB; § 40 ff. EG KESR). Der Kanton 

Zürich kennt zwei gerichtliche Beschwerdeinstanzen, als erste Beschwerde- 

instanz den Bezirksrat und als zweite das Obergericht (§ 62 ff. EG KESR). Ge-

genstand des zweitinstanzlichen Beschwerdeverfahrens können nur Entscheide 

des Bezirksrates als Vorinstanz sein. 

2.3. Mit der Beschwerde kann (neben Rechtsverweigerung und Rechtsverzöge-

rung) eine Rechtsverletzung, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 

rechtserheblichen Sachverhaltes oder Unangemessenheit des Entscheides ge-

rügt werden (Art. 450a Abs. 1 ZGB). Der Rechtsmittelbehörde kommt sowohl in 

rechtlicher wie auch in tatsächlicher Hinsicht umfassende Überprüfungsbefugnis 

zu; dazu gehört auch die volle Ermessensüberprüfung (BSK ZGB I-DROESE/ 

STECK, 7. Aufl., 2022, Art. 450a N 3, 9 und 10). Im Verfahren vor der KESB und 

vor den gerichtlichen Beschwerdeinstanzen ist der Sachverhalt von Amtes wegen 

zu erforschen und das Gericht ist an die Anträge der Parteien nicht gebunden 

(Art. 446 ZGB, § 65 EG KESR; BGer 5A_770/2018 vom 6. März 2019 E. 3.2). Von 

der Beschwerde führenden Partei ist indes darzulegen und aufzuzeigen, inwiefern 

der angefochtene Entscheid als fehlerhaft erachtet wird. Sie muss sich sachbezo-

gen mit den Entscheidgründen des angefochtenen Entscheides auseinanderset-

zen und darlegen, inwiefern die Vorinstanz das Recht falsch angewendet bzw. 

den Sachverhalt unrichtig festgestellt haben soll. Dies gilt auch im Bereich der Un-

tersuchungsmaxime (BGE 141 III 569 E. 2.3.3 und BGE 138 III 374 E. 4.3.1). 

3. Erwägungen der KESB und der Vorinstanz 

3.1. Die KESB begründete die vorsorgliche Sistierung des Besuchsrechts zwi-

schen dem Beschwerdeführer und den Kindern damit, dass bei einer Wiederauf-

nahme der Vater-Kind-Kontakte zum aktuellen Zeitpunkt eine ernstzunehmende 

Gefahr einer Retraumatisierung bestünde. Es sei zunächst abzuklären, ob und  

inwiefern der Vater psychisch belastet bzw. eingeschränkt sei und wie sich dies 

gegebenenfalls auf seine Betreuungs- und Erziehungsfähigkeit auswirke. Ein ent-

sprechendes Gutachten sei bereits in Auftrag gegeben worden. Zudem sei abzu-

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warten, bis sich die Kinder zu einem erneuten Kontakt mit ihrem Vater bereit er-

klärten. Bis zum Vorliegen dieser Informationen sei der superprovisorische Ent-

scheid zu bestätigen und der persönliche Verkehr zwischen dem Vater und 

C._____ und D._____ vorsorglich zu sistieren (KESB act. 78 S. 8).  

3.2. Die Vorinstanz hielt fest, beim angefochtenen Entscheid der KESB handle 

es sich um einen Zwischenentscheid. Die KESB sei mit weiteren Sachverhaltsab-

klärungen beschäftigt, um einen Entscheid treffen zu können, der das Wohl der 

Kinder in ihrer schwierigen Situation am besten wahre. So habe die KESB am 

22. August 2023 einen Auftrag zur Erstellung eines Gutachtens erteilt, das sich 

zur psychischen Verfassung des Beschwerdeführers und zu den Auswirkungen 

von Kontakten mit den Kindern äussern solle. Sodann kläre eine Fachperson im 

Rahmen einer Therapie die Kontaktbereitschaft der Kinder genau ab. Das Kin-

deswohl gelte als oberste Richtschnur im Kindesschutz. Das von der KESB the-

matisierte Risiko einer Retraumatisierung durch die umgehende Wiederherstel-

lung von Besuchskontakten könne aufgrund der Aktenlage nicht mit an Sicherheit 

grenzender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden. Auch das Bedürfnis des 

Beschwerdeführers nach umgehenden Kontakten zu den Kindern sei ernst zu 

nehmen. Ein Kontaktabbruch über eine längere Zeit berge das Risiko einer Ent-

fremdung, was ebenfalls schädigend für das Kindeswohl sei. Sollten die Vorwürfe 

gegenüber dem Beschwerdeführer zutreffen, würde die ablehnende Haltung der 

Kinder auf selbst Erlebtem gründen und nicht lediglich aufgrund von Äusserungen 

der Mutter übernommen worden sein. Die Sicht der Kinder sei deshalb sehr wohl 

relevant und entsprechend ihrem Alter zu würdigen. Die KESB habe im weiteren 

Verfahren zu prüfen, ob gestützt auf Art. 314abis Abs. 2 ZGB eine Kindesverfah-

rensvertreterin zu ernennen sei. Der Entscheid über die Ausgestaltung der Besu-

che des Beschwerdeführers sei aufgrund von Abklärungen durch psychologisch 

ausgebildete Fachpersonen zu fällen, um mögliche weitere Schädigungen der 

Kinder zu verhindern. Der Wunsch des Beschwerdeführers habe keinen Vorrang 

vor dem Bedürfnis der Kinder. Aufgrund einer summarischen Prüfung der Sach- 

und Rechtslage sei der KESB beizupflichten, dass zunächst die Ergebnisse der 

laufenden Sachverhaltsabklärungen abzuwarten seien und anschliessend eine 

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Regelung des persönlichen Verkehrs zwischen den Kindern und dem Beschwer-

deführer zu treffen sei (act. 12 S. 9 f.).  

4. Beschwerdegründe 

4.1. Der Beschwerdeführer bringt vor, die Vorinstanz sei zu Unrecht davon 

ausgegangen, dass durch die Wiederherstellung der Besuchskontakte ein mögli-

ches Risiko für eine Retraumatisierung bestehen könnte. Eine Retraumatisierung 

setze voraus, dass eine Traumatisierung vorbestehe und eine solche aktenkundig 

sei und ein konkreter Zusammenhang zwischen Trauma und begleiteten Besu-

chen bestehe. Dazu habe sich die Vorinstanz aber nicht geäussert. Er habe dar-

gelegt, dass begleitete Besuche gerade geeignet seien, allfälligen Verunsicherun-

gen der Kinder Rechnung zu tragen. Die Vorinstanz setze sich mit keinem Wort 

mit dem von ihm vorgebrachten sog. "TurTur"-Effekt auseinander, obwohl sie an-

erkenne, dass ein länger dauernder Kontaktabbruch das Risiko einer Entfrem-

dung berge. Dem Entscheid der Vorinstanz lasse sich nicht entnehmen, weshalb 

die vollständige Sistierung des Besuchsrechts trotz des Risikos der Entfremdung 

dem Kindeswohl besser entspreche. Es sei weder aufgrund der Erwägungen der 

Vorinstanz noch aufgrund der Akten ersichtlich, weshalb bei begleiteten Besuchs-

kontakten eine konkrete Kindeswohlgefährdung bestehe. 

 Mit Bezug auf den Kindeswillen führt der Beschwerdeführer aus, die Vor-

instanz sei lediglich auf die Äusserungen der Kinder anlässlich der Anhörung vom 

26. Mai 2023 eingegangen, welche zu einem Zeitpunkt geäussert worden seien, 

als sie ihren Vater mehr als vier Monate nicht mehr gesehen hätten. Die Vor-

instanz habe sich mit der von ihm aufgezeigten Entwicklung der ablehnenden Hal-

tung der Kinder über die drei Anhörungen hinweg nicht auseinander gesetzt. Dem 

Entscheid sei auch nicht zu entnehmen, weshalb der Kindeswille in Abweichung 

von der bundesgerichtlichen Rechtsprechung trotz des jungen Alters der Kinder 

zu berücksichtigen sei. Es sei von einem massiven Loyalitätskonflikt der Kinder 

auszugehen, wobei die Beschwerdegegnerin explizit darlege, nichts zu unter-

nehmen, um das Feindbild gegenüber dem Vater zu beheben. Dies zeige sich da-

rin, dass sie in der Vergangenheit begleitete Besuche befürwortet habe, diese nun 

aber erbittert bekämpfe. Die Vorinstanz habe festgehalten, dass die Therapeutin 

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der Kinder deren Kontaktbereitschaft genau abzuklären habe. Indem die Vor-

instanz, ohne einen Verlaufsbericht einzuholen, angenommen habe, eine Ret-

raumatisierung könne nicht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit aus-

geschlossen werden, habe sie den Sachverhalt willkürlich festgestellt. Weder den 

Akten noch den Ausführungen der Vorinstanz lasse sich entnehmen, dass sich 

die nachteiligen Auswirkungen des persönlichen Verkehrs für C._____ und 

D._____ nicht in vertretbaren Grenzen halten würden. Demnach sei die Sistierung 

des Besuchsrechts als ultima ratio nicht gerechtfertigt. Der Vorinstanz hätte es 

oblegen, gestützt auf Art. 446 ZGB konkrete Abklärungen zum Kindeswillen zu 

treffen. Indem sie dies unterlassen habe, habe sie den Untersuchungsgrundsatz 

verletzt. 

 Der Beschwerdeführer weist zudem darauf hin, dass das Zwangsmassnah-

mengericht mit Entscheid vom 8. Dezember 2023 das Kontaktverbot gegenüber 

den Kindern vollumfänglich aufgehoben habe. Die entsprechende Noveneingabe 

an die Vorinstanz habe sich leider mit dem angefochtenen Entscheid gekreuzt. 

Ende November 2023 hätten erste Kontakte zwischen ihm und den Kindern statt-

gefunden. Nachdem die Beiständin die Kontaktbereitschaft der Kinder abgeklärt 

habe, habe er ihnen ein Geburtstagsgeschenk zukommen lassen. Damit stehe 

fest, dass sich die Kinder einem Kontakt mit ihm nicht verwehrten. Sollte das 

Obergericht dieser Einschätzung nicht folgen, hätte es bei der Therapeutin der 

Kinder und der Beiständin eine schriftliche Auskunft einzuholen. Eventualiter wäre 

das Verfahren zur Ergänzung des Sachverhalts an die Vorinstanz zurückzuwei-

sen.  

 Weiter rügt der Beschwerdeführer, er habe zwecks Wiederaufbau der Kon-

takte und des Vertrauensverhältnisses stets begleitete Besuche beantragt. Es lie-

ge kein Sachverhalt vor, der eine konkrete Kindeswohlgefährdung im Rahmen 

begleiteter Besuche in sich berge. Begleitete Besuche seien geeignet, den Kon-

taktaufbau zwischen dem Beschwerdeführer und den Kindern behutsam aufzu-

gleisen. Die Vorinstanz habe den Entscheid der KESB bestätigt, ohne festzustel-

len, dass eine konkrete Kindeswohlgefährdung vorliege und begleitete Besuche 

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im Interesse der Kinder nicht vertretbar seien. Dadurch liege eine Rechtsverlet-

zung vor.  

 Schliesslich ist der Entscheid der Vorinstanz nach Auffassung des Be-

schwerdeführers unangemessen, weil sie nicht geprüft habe, ob begleitete Besu-

che als mildere Massnahme zum vollständigen Kontaktabbruch geeignet wären. 

Unangemessen sei auch, dass die Vorinstanz zwar die Gefahr einer Entfremdung 

durch den Kontaktabbruch anerkenne, aber dennoch die Ergebnisse der laufen-

den Sachverhaltsabklärungen abwarten wolle. Abklärungen dauerten bekanntlich 

viele Monate. Ursprünglich sei das Gutachten bis zum 15. Dezember 2023 erwar-

tet worden, aufgrund eines Systemfehlers verzögere es sich nun bis Januar 2024. 

Ob es tatsächlich im Januar 2024 eingehen werde, sei offen (act. 2 Rz. 4 ff.).  

4.2. Mit vorsorglichen Massnahmen im Sinne von Art. 445 ZGB verfügt die Kin-

desschutzbehörde über ein Instrument, um bei Dringlichkeit vorübergehende An-

ordnungen zum Schutz des Kindes treffen zu können. Vorsorgliche Massnahmen 

ermöglichen, dass im Hauptverfahren vertiefte Abklärungen vorgenommen wer-

den können. Die Voraussetzungen für vorsorgliche Massnahmen müssen bei  

einer summarischen Prüfung der Sach- und Rechtslage erfüllt sein. Es genügt 

das Beweismass der Glaubhaftmachung. Je einschneidender die vorsorgliche 

Massnahme und je zweifelhafter der Verfahrensausgang ist, desto höhere Anfor-

derungen sind an die Verhältnismässigkeit der Anordnung und an die Dringlichkeit 

zu stellen. Eingehende Auseinandersetzungen mit der Sach- und Rechtslage ha-

ben im Rahmen vorsorglicher Massnahmen nicht zu erfolgen (vgl. BSK ZGB II-

MARANTA, 7. Aufl. 2022, Art. 445 N 2, 6 und 11).  

4.3. Die Vorinstanz wies zutreffend darauf hin, dass vorsorgliche Massnahmen 

definitionsgemäss vorübergehender Natur sind. Vorliegend holt die KESB zur Ab-

klärungen des Sachverhalts ein erwachsenenpsychiatrisches Gutachten über den 

Beschwerdeführer ein (KESB act. 77) und die Kontaktbereitschaft der Kinder wird 

im Rahmen einer von der Beschwerdegegnerin selbst aufgegleisten Therapie bei 

H._____ abgeklärt (vgl. KESB act. 36, act. 64a S. 2). Gegen diese Abklärungen 

wendet der Beschwerdeführer nichts ein. Dass die KESB ein Gutachten einer 

sachverständigen Person einholt, manifestiert, dass ihr – obwohl sie als das inter-

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disziplinär zusammengesetzte Behörde auf ein gewisses Fachwissen zurück grei-

fen kann – das nötige Fachwissen fehlt, um über die Ausgestaltung des Besuchs-

rechts zu entscheiden. Im vorliegenden Fall hat die KESB ein psychiatrisches 

Gutachten in Auftrag gegeben, um den psychischen Zustand des Beschwerdefüh-

rers einschätzen zu können und gestützt darauf den persönlichen Verkehr zwi-

schen ihm und den Kindern zu regeln. Die KESB geht von einem stark impulsiven 

Verhalten des Beschwerdeführers aus und vermutet, dass ihm die Fähigkeit fehle, 

einen Perspektivenwechsel einzunehmen und die Auswirkungen seines Verhal-

tens auf die Entwicklung der Kinder zu reflektieren (KESB act. 77 S. 3 f.). Gegen-

stand des Strafverfahrens ist die jahrelang ausgeübte psychische und physische 

Gewalt des Beschwerdeführers gegenüber den Kindern und der Beschwerdegeg-

nerin. Der Beschwerdeführer erklärte vor Vorinstanz, dass er die ihm im Strafver-

fahren gemachten Vorhalte – mit Ausnahme der Sexualdelikte – anerkenne (vgl. 

BR act. 12 Rz. 9). Es ist deshalb aufgrund der vorliegenden Akten davon auszu-

gehen, dass die Kinder in der Vergangenheit regelmässig von psychischer und 

physischer Gewalt des Beschwerdeführers betroffen waren. Dass derartige Er-

lebnisse die Kinder in ihrer gesunden Entwicklung gefährden, braucht keiner wei-

teren Erörterung. Aus den Schilderungen der Beschwerdegegnerin geht denn 

auch hervor, dass es den Kindern viel besser gehe, seit der Beschwerdeführer 

nicht mehr zu Hause sei. C._____ habe keine Einschlafstörungen mehr und auch 

ihre Panikattacken seien weg. D._____ brauche seither keine Windeln mehr. Ins-

gesamt seien die Kinder viel ruhiger geworden. C._____s "Anfälle" seien "sehr 

viel weniger" geworden. Sie habe dieses Verhalten bisher nicht mit der Situation 

zu Hause und dem Beschwerdeführer in Verbindung gebracht. Die Kinder seien 

jedoch viel ausgeglichener und aufgestellter, seit der Vater weg sei und würden 

kaum nach ihm fragen (KESB act. 36 S. 2). Aufgrund dieser Schilderungen der 

Beschwerdegegnerin ist davon auszugehen, dass die Kinder unter dem Verhalten 

des Beschwerdeführers gelitten haben. Da es sich nicht um einen einmaligen Vor-

fall handelte, sondern vielmehr ein von Gewalt geprägtes Erziehungsmuster des 

Beschwerdeführers im Raum steht, kann der Beschwerdeführer aus dem von ihm 

geltend gemachten "TurTur"-Effekt nichts zu seinen Gunsten ableiten. Ob ein so-

fortiger physischer Kontakt zwischen dem Beschwerdeführer und den Kindern bei 

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letzteren eine Retraumatisierung auslösen würde, lässt sich ohne die von der 

KESB in die Wege geleiteten Abklärungen nicht mit Sicherheit beantworten. Eine 

entsprechende Gefahr ist aufgrund der im Raum stehenden Vorfälle jedenfalls 

glaubhaft. Mit der Vorinstanz ist deshalb festzuhalten, dass die Sistierung des Be-

suchsrechts während der Abklärungen zum Schutze der Kinder geboten und des-

halb verhältnismässig ist. Damit soll verhindert werden, dass das Wohl der Kinder 

durch die Wiederaufnahme der Kontakte mit dem Beschwerdeführer erneut ge-

fährdet werden könnte. 

4.4. Dem Beschwerdeführer ist beizupflichten, dass begleitete Besuchskontakte 

grundsätzlich geeignet sind, eine erneute Gefährdung der Kinder auszuschlies-

sen. Ebenso sind begleitete Besuche grundsätzlich für den Kontaktaufbau zwi-

schen dem Beschwerdeführer und den Kindern geeignet. Die Sistierung des Be-

suchsrechts erscheint angesichts der Unsicherheiten, die mit Bezug auf die psy-

chische Verfassung des Beschwerdeführers wie auch mit Bezug auf die Bedürf-

nisse der Kinder bestehen, indessen nachvollziehbar. Wie erwähnt, ist aufgrund 

der Akten von sich regelmässig wiederholenden Exzessen körperlicher und psy-

chischer Gewalt zum Nachteil der Kinder auszugehen. Der Entscheid der KESB 

bzw. der Vorinstanz, unter den gegebenen Umständen zunächst die Ergebnisse 

der in die Wege geleiteten Abklärungen abzuwarten, bevor ein begleitetes Be-

suchsrecht aufgegleist wird, ist vertretbar und liegt innerhalb des Ermessensspiel-

raums. Es steht ausser Zweifel, dass C._____ und D._____ möglichst bald wieder 

Kontakt zum Beschwerdeführer haben und die Kontakte nach und nach ausge-

baut und intensiviert werden sollen. Ziel aller involvierter Fachpersonen wird sein, 

dass die Kinder eine gute und vertrauensvolle Bindung zu ihrem Vater aufbauen 

können. Die Gefahr einer Entfremdung fällt im Rahmen des vorsorglichen Mass-

nahmenverfahren deshalb nicht ins Gewicht, weil mit den getätigten Abklärungen 

gerade sicher gestellt werden soll, dass der Kontakt bzw. der Kontaktaufbau zwi-

schen dem Beschwerdeführer und den Kindern deren Bedürfnissen entsprechend 

ausgestaltet wird.  

4.5. Es trifft zwar zu, dass gestützt auf § 65 EG KESR i.V.m. Art. 446 ZGB die 

Untersuchungsmaxime auch im Beschwerdeverfahren anwendbar ist. Allerdings 

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verkennt der Beschwerdeführer, dass weitergehende Abklärungen durch die 

KESB vorgenommen werden und die vorsorglichen Massnahmen für die Dauer 

der Abklärungen angeordnet wurden. Gestützt auf die gewonnenen Erkenntnisse 

soll der Entscheid in der Hauptsache gefällt werden. Tatsächlich ist das Gutach-

ten von E._____ am 8. Januar 2024 bei der KESB eingegangen (KESB act. 117 

und 118). Die Bedürfnisse der Kinder werden im Rahmen der von der Beschwer-

degegnerin initiierten, laufenden Therapie abgeklärt. Damit ist die Rüge des Be-

schwerdeführers, wonach die Vorinstanz weitere Abklärungen hätte vornehmen 

bzw. einen Verlaufsbericht der Therapeutin oder der Beiständin hätte einholen 

sollen, ebenso unbegründet wie sein Antrag, die Kammer hätte – falls von einer 

ablehnenden Haltung der Kinder ausgegangen werde – bei der Therapeutin der 

Kinder und bei der Beiständin eine schriftliche Auskunft einzuholen (act. 2 

Rz. 15). Die von der KESB gestützt auf Art. 446 ZGB veranlassten Abklärungen 

wie auch der Hauptsachenentscheid sind nicht im Beschwerdeverfahren vorweg 

zu nehmen. 

4.6. Der Beschwerdeführer kritisiert, die Vorinstanz sei lediglich auf die Aussa-

gen der Kinder in der Anhörung vom 26. Mai 2023 eingegangen und habe sich mit 

der von ihm aufgezeigten Entwicklung der Aussagen der Kinder nicht auseinander 

gesetzt. Der Wille der Kinder und deren Bedürfnisse sollen wie erwähnt im Rah-

men der laufenden Therapie durch eine kompetente Fachperson abgeklärt wer-

den. Darauf hat die Vorinstanz zutreffend hingewiesen. Es ist deshalb nicht zu 

beanstanden, dass die Vorinstanz keine eigene Interpretation der von den Kin-

dern im Rahmen der verschiedenen Anhörungen getätigten Aussagen vorge-

nommen hat. Der Beschwerdeführer weist sodann zutreffend darauf hin, dass 

nicht die Kinder über die Ausgestaltung des Kontakts zu entscheiden hätten. Die 

diesbezüglichen Bedenken des Beschwerdeführers erscheinen aufgrund der Tat-

sache, dass die Kontaktbereitschaft der Kinder durch eine Fachperson abgeklärt 

wird, jedoch als unbegründet. 

4.7. Die in der Zwischenzeit erfolgte Aufhebung des im Rahmen der Ersatz-

massnahmen angeordneten Kontaktverbots lässt darauf schliessen, dass im 

Strafverfahren aus ermittlungstechnischen Gründen nichts mehr gegen einen 

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Kontakt zwischen dem Beschwerdeführer und den Kindern spricht, mithin die 

Verdunkelungsgefahr weggefallen ist. Für das Kindesschutzverfahren bedeutet 

dies lediglich, dass unbegleitete Kontakte zwischen dem Beschwerdeführer und 

den Kindern grundsätzlich möglich sind bzw. nicht durch Ersatzmassnahmen ver-

unmöglicht werden. Darüber hinaus kommt dem Wegfall der Ersatzmassnahmen 

vorliegend keine Bedeutung zu.  

4.8. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Sistierung des Besuchsrechts 

während der laufenden Abklärungen in der gegebenen Konstellation zum Schutze 

der Kinder vertretbar ist. Der Entscheid der Vorinstanz ist deshalb zu bestätigen, 

auch wenn der Wunsch des Beschwerdeführers, möglichst bald wieder Kontakt 

zu einen Kindern haben zu können, nachvollziehbar ist. Die Beschwerde ist ab-

zuweisen. 

4.9. Wie erwähnt, wurden die vorsorglichen Massnahmen für die Dauer der Ab-

klärungen angeordnet. Mit der Erstellung des Gutachtens durch E._____ (KESB 

act. 117 und 118) liegt nun eine wichtige Grundlage für den Entscheid im Haupt-

verfahren vor. Die KESB wird deshalb umgehend die Einschätzungen der Kin-

dertherapeutin einzuholen und nach Anhörung der Eltern zeitnah über die Rege-

lung der Kontakte zwischen dem Beschwerdeführer und den Kindern zu entschei-

den haben.  

5. Kosten- und Entschädigungsfolgen und unentgeltliche Rechtspflege 

5.1. Die Entscheidgebühr für das vorliegende Beschwerdeverfahren ist auf 

Fr. 800.– festzusetzen (§ 5 Abs. 1 und § 8 Abs. 1 GebV OG). Ausgangsgemäss 

sind die Kosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Par-

teientschädigungen sind keine zuzusprechen, dem Beschwerdeführer nicht, da er 

unterliegt, der Beschwerdegegnerin nicht, da ihr keine Aufwendungen entstanden 

sind, die zu entschädigen wären.  

5.2. Der Beschwerdeführer stellt für das obergerichtliche Verfahren ein Gesuch 

um unentgeltliche Rechtspflege, inklusive unentgeltliche Rechtsverbeiständung. 

Eine Person hat Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, wenn sie nicht über 

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die erforderlichen Mittel verfügt, um den Prozess zu finanzieren, und ihr Rechts-

begehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 117 lit. a und b ZPO). Die Mittellosig-

keit des Beschwerdeführers ergibt sich aus den bei den Akten liegenden Unterla-

gen (act. 2 Rz. 28 f., act. 4/5-12). Auch wenn die Beschwerde abzuweisen ist, ist 

davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer im Sinne des von ihm subjektiv 

wahrgenommenen Kindesinteresses handelte. Dem Beschwerdeführer ist des-

halb die unentgeltliche Rechtspflege für das obergerichtliche Verfahren zu bewilli-

gen und Rechtsanwältin MLaw X._____ als unentgeltliche Rechtsbeiständin zu 

bestellen. Der Beschwerdeführer ist darauf hinzuweisen, dass er zur Nachzahlung 

verpflichtet ist, sobald er dazu in der Lage ist (Art. 123 ZPO). Die Rechtsbeistän-

din wird der Kammer eine Aufstellung über ihre Auslagen und Bemühungen ein-

zureichen haben, so dass in einem separaten Beschluss über die Entschädigung 

befunden werden kann. Gleichzeitig ist sie darauf hinzuweisen, dass die Festle-

gung der Entschädigung für das bezirksrätliche Verfahren in die Zuständigkeit der 

Vorinstanz fällt (vgl. act. 8 und 9).  

Es wird beschlossen: 

1. Dem Beschwerdeführer wird die unentgeltliche Rechtspflege bewilligt und 

Rechtsanwältin MLaw X._____ als unentgeltliche Rechtsbeiständin bestellt. 

2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.  

Es wird erkannt:  

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 800.– festgesetzt und dem Beschwerde-

führer auferlegt, aber zufolge bewilligter unentgeltlicher Rechtspflege einst-

weilen auf die Gerichtskasse genommen. Die Nachzahlungspflicht gemäss 

Art. 123 ZPO bleibt vorbehalten. 

3. Die unentgeltliche Rechtsbeiständin des Beschwerdeführers, Rechtsanwäl-

tin MLaw X._____, wird ersucht, ihre Kostennote einzureichen. Über die 

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Entschädigung für das obergerichtliche Verfahren wird mit separatem Be-

schluss entschieden. 

4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, die Kindes- und Erwachsenenschutz-

behörde Bezirk Dietikon sowie an den Bezirksrat Dietikon, je unter 

Rücksendung der eingereichten Akten gegen Empfangsschein. 

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).  

Dies ist ein Entscheid über vorsorgliche Massnahmen im Sinne von Art. 98 BGG. 

Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 
 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer 

 
Der Gerichtsschreiberin: 

 
 
 

MLaw C. Widmer  
 
 
versandt am: 
 
 
 

	Beschluss und Urteil vom 18. Januar 2024
	Erwägungen:
	1. Ausgangslage und Verfahrensverlauf
	1.1. B._____ und A._____ sind die Eltern von C._____, geb. tt.mm.2015, und D._____, geb. tt.mm.2017. Am 21. Januar 2023 stellte die Kantonspolizei Zürich der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Bezirk Dietikon (nachfolgend KESB) einen Rapport zu, aus...
	1.2. Das Zwangsmassnahmengericht des Bezirksgerichts Dietikon verlängerte mit Urteil vom 2. Februar 2023 die von der Kantonspolizei am 20. Januar 2023 angeordneten Schutzmassnahmen (einschliesslich das Kontaktverbot gegenüber der Mutter und den Kinder...
	1.3. Die Prozessbeiständin der Kinder beantragte der KESB mit Eingabe vom 5. April 2023, der persönliche Verkehr der Kinder mit dem Vater sei zu sistieren, es sei ein Erziehungsfähigkeitsgutachten über den Vater einzuholen und es sei das Kontaktbedürf...
	1.4. Gegen diesen Entscheid erhob der Vater mit Eingabe vom 8. September 2023 Beschwerde beim Bezirksrat (BR act. 1). Er erneuerte seine vor der KESB gestellten Anträge (BR act. 1 S. 2). Nachdem die Mutter die Beschwerdeantwort erstattet (BR act. 10) ...
	1.5. Mit Noveneingabe vom 12. Dezember 2023 stellte der Vater beim Bezirksrat den Antrag, die Sistierung des Besuchsrechts sei aufzuheben und nach vier begleiteten Besuchen in Begleitung einer neutralen Drittperson oder im Rahmen eines institutionalis...
	1.6. Mit Eingabe vom 28. Dezember 2023 erhob der Vater (nachfolgend Beschwerdeführer) gegen das Urteil des Bezirksrats (nachfolgend Vorinstanz) Beschwerde beim Obergericht des Kantons Zürich (act. 2). Den Parteien wurde der Beschwerdeeingang am 28. De...

	2. Prozessuales
	2.1. Angefochten ist ein Entscheid über vorsorgliche Massnahmen im Sinne von Art. 445 ZGB. Gegen Entscheide über vorsorgliche Massnahmen kann innert 10 Tagen nach deren Mitteilung Beschwerde erhoben werden (Art. 445 Abs. 3 ZGB). Die Beschwerde wurde r...
	2.2. Das Beschwerdeverfahren in Kindes- und Erwachsenenschutzsachen richtet sich nach den Bestimmungen des ZGB und des Einführungsgesetzes zum Kindes- und Erwachsenenschutzrecht (EG KESR). Enthalten diese Gesetze keine Bestimmungen, gelten die Bestimm...
	2.3. Mit der Beschwerde kann (neben Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung) eine Rechtsverletzung, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes oder Unangemessenheit des Entscheides gerügt werden (Art. 450a Abs...

	3. Erwägungen der KESB und der Vorinstanz
	3.1. Die KESB begründete die vorsorgliche Sistierung des Besuchsrechts zwischen dem Beschwerdeführer und den Kindern damit, dass bei einer Wiederaufnahme der Vater-Kind-Kontakte zum aktuellen Zeitpunkt eine ernstzunehmende Gefahr einer Retraumatisieru...
	3.2. Die Vorinstanz hielt fest, beim angefochtenen Entscheid der KESB handle es sich um einen Zwischenentscheid. Die KESB sei mit weiteren Sachverhaltsabklärungen beschäftigt, um einen Entscheid treffen zu können, der das Wohl der Kinder in ihrer schw...

	4. Beschwerdegründe
	4.1. Der Beschwerdeführer bringt vor, die Vorinstanz sei zu Unrecht davon ausgegangen, dass durch die Wiederherstellung der Besuchskontakte ein mögliches Risiko für eine Retraumatisierung bestehen könnte. Eine Retraumatisierung setze voraus, dass eine...
	Mit Bezug auf den Kindeswillen führt der Beschwerdeführer aus, die Vorinstanz sei lediglich auf die Äusserungen der Kinder anlässlich der Anhörung vom 26. Mai 2023 eingegangen, welche zu einem Zeitpunkt geäussert worden seien, als sie ihren Vater me...
	Der Beschwerdeführer weist zudem darauf hin, dass das Zwangsmassnahmengericht mit Entscheid vom 8. Dezember 2023 das Kontaktverbot gegenüber den Kindern vollumfänglich aufgehoben habe. Die entsprechende Noveneingabe an die Vorinstanz habe sich leider...
	Weiter rügt der Beschwerdeführer, er habe zwecks Wiederaufbau der Kontakte und des Vertrauensverhältnisses stets begleitete Besuche beantragt. Es liege kein Sachverhalt vor, der eine konkrete Kindeswohlgefährdung im Rahmen begleiteter Besuche in sich...
	Schliesslich ist der Entscheid der Vorinstanz nach Auffassung des Beschwerdeführers unangemessen, weil sie nicht geprüft habe, ob begleitete Besuche als mildere Massnahme zum vollständigen Kontaktabbruch geeignet wären. Unangemessen sei auch, dass di...
	4.2. Mit vorsorglichen Massnahmen im Sinne von Art. 445 ZGB verfügt die Kindesschutzbehörde über ein Instrument, um bei Dringlichkeit vorübergehende Anordnungen zum Schutz des Kindes treffen zu können. Vorsorgliche Massnahmen ermöglichen, dass im Haup...
	4.3. Die Vorinstanz wies zutreffend darauf hin, dass vorsorgliche Massnahmen definitionsgemäss vorübergehender Natur sind. Vorliegend holt die KESB zur Abklärungen des Sachverhalts ein erwachsenenpsychiatrisches Gutachten über den Beschwerdeführer ein...
	4.4. Dem Beschwerdeführer ist beizupflichten, dass begleitete Besuchskontakte grundsätzlich geeignet sind, eine erneute Gefährdung der Kinder auszuschliessen. Ebenso sind begleitete Besuche grundsätzlich für den Kontaktaufbau zwischen dem Beschwerdefü...
	4.5. Es trifft zwar zu, dass gestützt auf § 65 EG KESR i.V.m. Art. 446 ZGB die Untersuchungsmaxime auch im Beschwerdeverfahren anwendbar ist. Allerdings verkennt der Beschwerdeführer, dass weitergehende Abklärungen durch die KESB vorgenommen werden un...
	4.6. Der Beschwerdeführer kritisiert, die Vorinstanz sei lediglich auf die Aussagen der Kinder in der Anhörung vom 26. Mai 2023 eingegangen und habe sich mit der von ihm aufgezeigten Entwicklung der Aussagen der Kinder nicht auseinander gesetzt. Der W...
	4.7. Die in der Zwischenzeit erfolgte Aufhebung des im Rahmen der Ersatzmassnahmen angeordneten Kontaktverbots lässt darauf schliessen, dass im Strafverfahren aus ermittlungstechnischen Gründen nichts mehr gegen einen Kontakt zwischen dem Beschwerdefü...
	4.8. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Sistierung des Besuchsrechts während der laufenden Abklärungen in der gegebenen Konstellation zum Schutze der Kinder vertretbar ist. Der Entscheid der Vorinstanz ist deshalb zu bestätigen, auch wenn der ...
	4.9. Wie erwähnt, wurden die vorsorglichen Massnahmen für die Dauer der Abklärungen angeordnet. Mit der Erstellung des Gutachtens durch E._____ (KESB act. 117 und 118) liegt nun eine wichtige Grundlage für den Entscheid im Hauptverfahren vor. Die KESB...

	5. Kosten- und Entschädigungsfolgen und unentgeltliche Rechtspflege
	5.1. Die Entscheidgebühr für das vorliegende Beschwerdeverfahren ist auf Fr. 800.– festzusetzen (§ 5 Abs. 1 und § 8 Abs. 1 GebV OG). Ausgangsgemäss sind die Kosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Parteientschädigungen sind kei...
	5.2. Der Beschwerdeführer stellt für das obergerichtliche Verfahren ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege, inklusive unentgeltliche Rechtsverbeiständung. Eine Person hat Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, wenn sie nicht über die erforderlic...

	Es wird beschlossen:
	1. Dem Beschwerdeführer wird die unentgeltliche Rechtspflege bewilligt und Rechtsanwältin MLaw X._____ als unentgeltliche Rechtsbeiständin bestellt.
	2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 800.– festgesetzt und dem Beschwerdeführer auferlegt, aber zufolge bewilligter unentgeltlicher Rechtspflege einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Die Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO bleibt vorbehalten.
	3. Die unentgeltliche Rechtsbeiständin des Beschwerdeführers, Rechtsanwältin MLaw X._____, wird ersucht, ihre Kostennote einzureichen. Über die Entschädigung für das obergerichtliche Verfahren wird mit separatem Beschluss entschieden.
	4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Bezirk Dietikon sowie an den Bezirksrat Dietikon, je unter Rücksendung der eingereichten Akten gegen Empfangsschein.
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...