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**Case Identifier:** f0e96ce9-5a70-5606-b5b5-78ebf55c739b
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-01-20
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 20.01.2021 810 20 223
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-20-223_2021-01-20.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht 
 
vom 20. Januar (810 20 223)  
____________________________________________________________________ 
 
 
 
Kindes- und Erwachsenenschutzrecht 
 
 
Wechsel der Mandatsperson  
 
 
Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Claude Jeanneret,  

Markus Clausen, Hans Furer, Stefan Schulthess, Gerichtsschreiberin 
i.V. Daniela Hottiger 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____, Vorinstanz 
 
C.____, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Ozan Polatli, Advokat 
 

  
  
Betreff Wechsel der Mandatsperson  

(Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ vom 
18. August 2020) 

 
 
A. D.____, geb. XX.XX.2013, ist das gemeinsame Kind von C.____ und A.____. Sie wa-
ren nie miteinander verheiratet. Ende 2015 haben sich die Kindeseltern getrennt und die Toch-
ter lebt seither bei der Kindesmutter. Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde des Kantons 
E.____ übertrug am 9. Juni 2016 den Eltern die gemeinsame elterliche Sorge über die Tochter. 
Am 19. Oktober 2016 reichte die Tochter beim Zivilgericht des Kantons E.____ (Zivilgericht) 

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eine Unterhaltsklage gegen den Vater ein, woraufhin dieser Anträge betreffend die übrigen Kin-
derbelange stellte. Bezüglich der Obhut und des persönlichen Verkehrs wurde ein neues Ver-
fahren eröffnet und das Verfahren zur Unterhaltspflicht bis zum rechtskräftigen Entscheid über 
die Obhut und den persönlichen Verkehr sistiert. Die Eltern schlossen anlässlich einer Ver-
gleichsverhandlung am 25. September 2018 eine Vereinbarung betreffend die vorsorgliche Re-
gelung der Obhut sowie des Besuchs- und Ferienrechts, welche gleichentags vom Gericht ge-
nehmigt wurde. Der Mutter wurde die alleinige Obhut über die Tochter übertragen und dem Va-
ter ein Besuchsrecht für jedes zweite Wochenende sowie jeweils Mittwochmittag bis Donners-
tagmorgen eingeräumt. Mit Entscheid vom 8. November 2018 errichtete das Zivilgericht vor-
sorglich eine Besuchs- und Erziehungsbeistandschaft i.S.v. Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB, um die 
vereinbarte Besuchs- und Ferienregelung zu überwachen, und beauftragte die Kindes- und Er-
wachsenenschutzbehörde B.____ (KESB) mit der Ernennung einer Beistandsperson.  
 
B. Am 26. Februar 2019 ernannte die KESB F.____, Sozialdienst G.____, zur Beiständin. 
 
C. Mit Urteil vom 18. September 2019 erkannte das Zivilgericht auf alternierende Obhut 
der Kindesmutter und des Kindesvaters und stellte fest, dass die Tochter in G.____ bei der Mut-
ter angemeldet sei und dort auch zur Schule gehe (Ziffer 1). Zudem wurden den Eltern Betreu-
ungsanteile von je 50 % zugewiesen und sie wurden verpflichtet, der Tochter den Kontakt zum 
jeweils nicht betreuenden Elternteil zu ermöglichen. Bei Streitigkeiten im Zusammenhang mit 
den Betreuungsanteilen und der Ferienregelung sollte die zuständige Kindesschutzbehörde 
entscheiden (Ziffer 2). Die Therapie bei Dr. med. H.____ sollte im Sinne einer Kindesschutz-
massnahme weitergeführt werden (Ziffer 3) und die mit Entscheid vom 8. November 2019 er-
richtete Beistandschaft sollte fortgeführt werden (Ziffer 4). Gegen dieses Urteil erhob die Kin-
desmutter am 28. November 2019 Berufung beim Appellationsgericht des Kantons E.____ (Ap-
pellationsgericht) und beantragte am 14. Januar 2020, dass ihr die alleinige Entscheidung in 
Bezug auf die Arztwahl des Kindes zugeteilt werden solle. 
 
D. Am 11. Februar 2020 reichte der Kindesvater bei der KESB einen Antrag auf Wechsel 
der Mandatsperson ein, welchen er mit Eingabe vom 28. Februar 2020 begründete. 
 
E. Mit Bericht vom 25. Februar 2020 beantragte die Beiständin bei der KESB, aus dem 
Mandat entlassen zu werden, mit der Begründung, dass der Kindesvater gemäss seiner Aussa-
ge nicht mehr bereit sei, mit ihr weiterzuarbeiten, und sie es für unwahrscheinlich halte, dass er 
sich auf eine weitere Zusammenarbeit einlassen werde.   
 
F. Mit Eingabe vom 13. März 2020 gelangte der Kindesvater erneut an die KESB und 
verlangte von dieser, den von ihm beantragten Wechsel der Mandatsperson innert 10 Tagen 
vorzunehmen. 
 
G. Am 27. März 2020 reichte der Kindesvater beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Ab-
teilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), eine Beschwerde wegen Rechts-
verweigerung/Rechtsverzögerung ein, mit der Begründung, dass die KESB noch keinen Ent-
scheid im Hinblick auf seinen Antrag auf Beistandswechsel gefällt habe.  
 

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H. Die Beiständin nahm am 7. April 2020 zum Antrag auf Wechsel der Beistandsperson 
Stellung und hielt an ihrem Antrag auf Entlassung aus dem Amt fest.  
 
I. Am 17. April 2020 reichte die Kindesmutter, nachfolgend immer vertreten durch Ozan 
Polatli, Advokat in Liestal, zum Antrag des Kindesvaters auf Mandatspersonenwechsel eine 
Stellungnahme ein. Ferner beantragte sie die Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege. 
 
J. Das Appellationsgericht wies am 6. Mai 2020 den Antrag der Kindesmutter auf Zutei-
lung des alleinigen Sorgerechts ab (Ziffer 1). Es entschied, die Tochter unter die alleinige Obhut 
der Kindesmutter zu stellen. Der Vater sei für die Betreuung der Tochter jeweils Mittwochmittag 
bis Montagmorgen alle 14 Tage und die Hälfte der Ferien zuständig. Die Fortführung der The-
rapie der Tochter bei Dr. med. H.____ wurde angeordnet und deren Organisation der Beistän-
din übertragen. Die Erziehungsbeistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB wurde mit 
angepasstem Aufgabenbereich bestätigt (Ziffer 2). Die Eltern wurden angewiesen, sich im Be-
darfsfall an Dr. med. I.____, den früheren Kinderarzt von D.____, zu wenden, sofern nicht we-
gen Dringlichkeit ein anderer Kinderarzt konsultiert werden müsse, und der Kindesmutter wurde 
erlaubt, die Tochter weiterhin am Ponyreitunterricht teilhaben zu lassen (Ziffer 3). Dieser Ent-
scheid wurde vom Kindesvater am 7. September 2020 beim Bundesgericht angefochten.   
 
K. Am 7. Mai 2020 wurde die Beschwerde des Kindesvaters wegen Rechtsverweige-
rung/Rechtsverzögerung mit Urteil der Präsidentin der Abteilung Verfassungs- und Verwal-
tungsrecht vom 7. Mai 2020 (810 20 104) abgewiesen. 
 
L. Mit Entscheid vom 18. August 2020 wies die KESB den Antrag des Kindesvaters auf 
Wechsel der Mandatsperson ab und bestätigte die Beiständin in ihrem Amt. Sie begründete 
ihren Entscheid im Wesentlichen damit, dass die erfahrene Beiständin ihre Aufgabe gut erfülle, 
sie vorbildlich die Interessen des Kindes vertrete und es keine Hinweise gebe, die an ihrer Un-
parteilichkeit oder Professionalität Zweifel aufkommen lassen würden. Der elterliche Konflikt 
und die Unfähigkeit der Kindeseltern, die offenen Themen gemeinsam anzugehen, würden sich 
auch mit einem Beistandswechsel nicht beheben lassen. Zudem sei aufgrund des vergangenen 
Verhaltens des Kindesvaters gegenüber Fachpersonen zu erwarten, dass dieser sich auch mit 
einer neuen Beistandsperson überwerfen würde. Mit Blick auf das Kindesinteresse stehe im 
vorliegenden Fall Kontinuität im Vordergrund.   
 
M. Der Kindesvater reichte am 16. September 2020 beim Kantonsgericht Beschwerde 
gegen diesen Entscheid ein. Er verlangt, dass der angefochtene Entscheid der KESB vom 
18. August 2020 aufzuheben, die Beiständin F.____ abzusetzen und eine neue, geeignete Bei-
ständin einzusetzen sei. Eventualiter sei die Sache zwecks Neubeurteilung im Sinne der Erwä-
gungen an die Vorinstanz zurückzuweisen. Ausserdem beantragt der Beschwerdeführer, dass 
die Kosten für das vorinstanzliche Verfahren der KESB, eventualiter der Kindesmutter aufzuer-
legen seien. Alles unter o/e-Kostenfolge.  
 
N. In der Vernehmlassung vom 18. September 2020 beantragt die KESB sinngemäss, 
dass die Beschwerde abzuweisen sei, und verweist zur Begründung auf den angefochtenen 
Entscheid.  

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O. Die Beschwerdegegnerin verlangt in ihrer Stellungnahme vom 21. Oktober 2020 die 
kostenfällige Abweisung der Beschwerde und die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege. 
Am 5. November 2020 reichte sie das ausgefüllte Formular "Gesuch um unentgeltliche Rechts-
pflege" ein. 
 
P. Mit Verfügung vom 26. November 2020 wurde der Fall der Kammer zur Beurteilung 
überwiesen. 
 
Q. Der Beschwerdeführer äussert sich mit Eingabe vom 2. Dezember 2020 erneut zur 
Sache.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss Art. 450 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB) vom 
10. Dezember 1907 i.V.m. Art. 314 Abs. 1 ZGB kann gegen Entscheide einer Kindesschutzbe-
hörde Beschwerde beim zuständigen Gericht erhoben werden. Zuständiges Gericht im Sinne 
dieser Bestimmung ist nach § 66 Abs. 1 des kantonalen Gesetzes über die Einführung des Zi-
vilgesetzbuches (EG ZGB) vom 16. November 2006 das Kantonsgericht, Abteilung Verfas-
sungs- und Verwaltungsrecht. Das Verfahren richtet sich nach den Art. 450 ZGB bis Art. 450e 
ZGB. Im Übrigen sind die Bestimmungen des kantonalen Verwaltungsprozessrechts anwendbar 
(§ 66 Abs. 2 EG ZGB; §§ 43 ff. des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess-
ordnung [VPO] vom 16. Dezember 1993).  
 
1.2 Nach Art. 450 Abs. 2 ZGB sind Personen zur Beschwerde befugt, die am Verfahren 
beteiligt sind (Ziff. 1), die der betroffenen Person nahestehen (Ziff. 2) oder die ein rechtlich ge-
schütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids haben 
(Ziff. 3). Als direkter Verfahrensbeteiligter und Kindesvater ist der Beschwerdeführer ohne wei-
teres zur Beschwerdeerhebung legitimiert. 
 
1.3.1 Das Kantonsgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (§ 16 Abs. 2 VPO). Es 
prüft insbesondere, ob die Eintretens- bzw. Sachurteilsvoraussetzungen erfüllt sind. Diese um-
schreiben die Erfordernisse, die erfüllt sein müssen, damit ein Begehren im Verfahren vor dem 
Kantonsgericht materiell behandelt werden kann. Zu prüfen ist, ob auf alle Rechtsbegehren des 
Beschwerdeführers eingetreten werden kann. Vorliegend sind die Ziffern 1 und 3 des Entschei-
des der KESB vom 18. August 2020 angefochten und bilden damit Beschwerdeobjekt. Das Be-
schwerdeobjekt ist jedoch nicht identisch mit dem Streitgegenstand. In der nachträglichen Ver-
waltungsrechtspflege (worunter auch das vorliegende Beschwerdeverfahren vor Kantonsgericht 
fällt) ist Streitgegenstand das Rechtsverhältnis, das Gegenstand der angefochtenen Verfügung 
bildet, soweit es im Streit liegt (RENÉ RHINOW/HEINRICH KOLLER/ CHRISTINA KISS/DANIELA 
THURNHERR/DENISE BRÜHL-MOSER, Öffentliches Prozessrecht, 3. Auflage, Basel 2014, Rz. 987 
und 1051). Streitgegenstand kann somit nur sein, was bereits Gegenstand des erstinstanzli-
chen Verfahrens war oder allenfalls hätte sein sollen und was gemäss der Dispositionsmaxime 
zwischen den Parteien noch strittig ist, was sich wiederum aus den Parteibegehren ergibt 

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(BGE 136 II 462 E. 4.2). Gegenstände, über welche die erstinstanzlich verfügende Behörde 
nicht entschieden hat und über welche sie nicht entscheiden musste, darf die obere Instanz – 
abgesehen von hier nicht vorliegenden äusserst seltenen Ausnahmefällen – nicht beurteilen, da 
sie sonst in die funktionelle Zuständigkeit der Vorinstanz eingreifen würde. Ein Antrag, der über 
das hinausgeht, was von der Vorinstanz entschieden wurde, oder der mit dem Gegenstand der 
angefochtenen Verfügung nichts zu tun hat, ist ungültig (Entscheid des Bundesverwaltungsge-
richts A-5781/2007 vom 18. Juni 2008 [BVGE 2009/37] E. 1.3.1; Urteil des Kantonsgerichts, 
Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV], vom 19. Dezember 2018 [810 18 260] 
E. 1.2.1 und KGE VV vom 18. März 2015 [810 14 186] E. 1.3; RHINOW/KOLLER/KISS/
THURNHERR/BRÜHL-MOSER, a.a.O., Rz. 988). 
 
1.3.2 In der vorliegend angefochtenen Verfügung wurde der Antrag auf Wechsel der Man-
datsperson abgewiesen und die aktuelle Beiständin in ihrem Amt bestätigt. Der Beschwerdefüh-
rer beantragt im Hauptbegehren die Aufhebung des Entscheids der KESB in Bezug auf die 
Wiedereinsetzung der Beiständin F.____ und die Einsetzung einer neuen Beiständin für die im 
Entscheid des Appellationsgerichts vom 6. Mai 2020 präzisierte Erziehungsbeistandschaft. Eine 
Beiständin zu ernennen, fällt in die Zuständigkeit der KESB (Art. 400 ZGB) und bei einer Gut-
heissung der Beschwerde würde das Gericht die KESB anweisen, einen neuen Beistand oder 
eine neue Beiständin zu ernennen, und keine neue Mandatsperson einsetzen. Auf das Begeh-
ren, es sei eine neue Beiständin einzusetzen, kann deshalb nicht eingetreten werden. Auf die 
weiteren Rechtsbegehren kann ohne weiteres eingetreten werden. Da die übrigen Prozessvor-
aussetzungen nach Art. 450 ff. ZGB i.V.m. § 66 Abs. 2 EG ZGB und §§ 43 ff. VPO erfüllt sind, 
ist auf die Beschwerde mit Ausnahme des Begehrens auf Einsetzung einer neuen Mandatsper-
son einzutreten.  
 
2. Gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen 
(Ziff. 1), die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die Un-
angemessenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Dem Kantonsgericht kommt bei der Beurteilung der 
vorliegenden Beschwerde somit volle Kognition zu.  
 
3. Streitgegenstand bildet die Frage, ob die KESB den Antrag des Beschwerdeführers auf 
Wechsel der Beiständin zu Recht abgewiesen hat. 
 
4.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, dass neben ihm auch die Beiständin den Antrag 
gestellt habe, aus dem Mandat entlassen zu werden, und sich die Vorinstanz nicht mit diesem 
Vorbringen befasst habe. Er rügt, dass nicht geprüft worden sei, ob ein wichtiger Grund für eine 
Entlassung aus dem Amt auf Begehren der Beiständin gemäss Art. 422 Abs. 2 ZGB vorliege. Er 
stellt sich zudem auf den Standpunkt, dass dieser Antrag der Beiständin als Zeichen von 
Amtsmüdigkeit zu werten und damit ein wichtiger Grund für eine Entlassung aus dem Amt ge-
mäss Art. 423 Abs. 1 Ziff. 2 ZGB gegeben sei. Des Weiteren habe die Beiständin diverse Sorg-
faltspflichtverletzungen begangen, welche ebenfalls wichtige Gründe für eine Entlassung aus 
dem Amt nach Art. 423 Abs. 1 Ziff. 2 ZGB darstellen würden. Konkret habe sie das Kindeswohl 
gefährdet, indem sie ihn nicht darin unterstützt habe, die kontraindizierte Behandlung eines 
Hautausschlags seiner Tochter durch den Kinderarzt zu unterbinden, und vor dem Zivilgericht in 

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ihrer Eingabe vom 3. Dezember 2019 den Antrag gestellt habe, es solle ihm das Recht zur 
Arztwahl seiner Tochter entzogen werden. Mit diesem Vorgehen habe sie gezeigt, dass ihre 
Haltung im Elternkonflikt nicht neutral sei und sie die Kindesmutter unterstütze und auf seine 
Anliegen nicht eingehe. Zudem hätte sie das Zivilgericht auf dem Laufenden halten müssen, 
dass keine gemeinsamen Gespräche zwischen ihr und beiden Elternteilen mehr stattfinden 
würden, sondern aufgrund der Konfliktsituation nur noch Einzelgespräche durchgeführt werden 
könnten. Die Vorinstanz habe sich nicht mit diesem Argument auseinandergesetzt und damit 
sein rechtliches Gehör verletzt. Eine weitere Sorgfaltspflichtverletzung bestehe darin, dass die 
Beiständin einem Hinweis seinerseits nicht nachgegangen sei, dass seine Tochter ohne genü-
gende Schutzbekleidung reiten würde. Zudem habe sie lediglich aufgrund der Auskunft der Kin-
desmutter dem Gericht die Einschätzung abgegeben, dass Reiten als Hobby Wunsch seiner 
Tochter sei. Dabei vertrete sie wiederum nur die Interessen der Kindesmutter und nicht diejeni-
gen des Kindes. Schliesslich befürchte er, dass die Beiständin künftig auf seine berechtigten 
Anliegen nicht eingehen werde. 
 
4.2 Die Vorinstanz führt in der Vernehmlassung aus, dass es sich bei der eingesetzten 
Beiständin um eine Berufsbeiständin handle, die aufgrund ihrer Ausbildung und jahrzehntelan-
ger Berufserfahrung über die notwendige Fachkenntnis zur Führung eines solch anspruchsvol-
len Mandats verfüge. Sie habe den Eltern stets – zuerst gemeinsam und dann aufgrund des 
Elternkonflikts einzeln – Gesprächstermine zur Verfügung gestellt. Die Beiständin könne zwar 
die Eltern beraten und zwischen ihnen vermitteln, sie sei jedoch in keiner Weise Vollzugsstelle 
für die Einhaltung des Kontaktrechts. In Ihren Anträgen und Empfehlungen in Bezug auf die 
ärztliche Behandlung der Tochter und das Reiten habe sich die Beiständin an das gehalten, 
was von ihrer professionellen Einschätzung her dem Kindeswohl am besten gedient habe. Wel-
che Behandlung bei Hautproblemen angebracht sei und ob Reiten ein Hochrisikosport darstelle, 
müsse sie nicht beurteilen. Ihre Empfehlungen sollten vielmehr dazu beitragen, dem Kind Si-
cherheit und Kontinuität im Alltag zu bieten. Sowohl aus den ihr vorliegenden Akten als auch 
aus den Entscheiden der Gerichte des Kantons E.____ würden sich keine Anhaltspunkte erge-
ben, die an einer grundsätzlichen, persönlichen oder fachlichen Eignung der Beiständin oder an 
ihrer Unparteilichkeit oder Professionalität Zweifel aufkommen lassen würden. Die Tatsache, 
dass sie verschiedentlich nicht den Ansichten des Vaters folgen würde, sei indes kein Indiz für 
eine mangelhafte Mandatsführung. Es lägen keine wichtigen Gründe für eine Entlassung vor, 
weder im Hinblick auf Art. 422 Abs. 2 ZGB noch im Hinblick auf Art. 423 Abs. 1 Ziff. 2 ZGB, und 
es müsse zudem davon ausgegangen werden, dass ein Wechsel der Mandatsperson die be-
stehenden Probleme nicht lösen würde, sondern es nur eine Frage der Zeit sei, bis sich der 
Kindesvater mit der neuen Mandatsperson überwerfen würde, falls diese seine Ansichten über 
das Kindesinteresse nicht teile, wie dies auch schon mit der Psychiaterin, dem Kinderarzt und 
der Rechtsvertreterin seiner Tochter geschehen sei. Die gegenwärtige Beiständin habe den 
nötigen Zugang zur Tochter erreicht und im gegenwärtigen Zeitpunkt stehe Kontinuität im Vor-
dergrund. 
 
5.1 Gemäss Art. 400 Abs. 1 ZGB kann das Amt eines Beistandes oder einer Beiständin 
von einer natürlichen Person ausgeübt werden, die für die vorgesehenen Aufgaben persönlich 
und fachlich geeignet ist. Die Eignung ist ein relativer Begriff und bezieht sich auf die Aufgaben 

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der Mandatsperson. Die Frage der Eignung bedarf einer Bilanzierung der vorhandenen und 
fehlenden Fähigkeiten der Mandatsperson in Bezug auf Sozial-, Selbst-, Methoden- und Fach-
kompetenz für das konkrete Mandat (vgl. DANIEL ROSCH, in: Büchler/Häfeli/Leuba/Stettler 
[Hrsg.], FamKomm Erwachsenenschutz, Bern 2013, N 7 zu Art. 423 ZGB; KGE VV vom 
28. Oktober 2020 [810 20 140], E. 5.1). 
 
5.2 Gemäss Art. 423 Abs. 1 ZGB entlässt die KESB eine Person unabhängig von ihrem 
Willen aus dem Amt, wenn die Eignung für die Aufgabe nicht mehr besteht (Ziff. 1) oder wenn 
ein anderer wichtiger Grund vorliegt (Ziff. 2). Die Entlassung eines Beistandes ist auch auf An-
trag der betroffenen oder einer ihr nahestehenden Person möglich (Art. 423 Abs. 2 ZGB). Der 
KESB kommt bei der Beurteilung der Entlassung grosses Ermessen zu. Sie hat sich dabei nach 
den Interessen und dem Wohl der betroffenen Person zu richten (BGE 143 III 65 E. 6.1). Für 
die Entlassung ist eine erhebliche (ernstliche) Gefährdung der Interessen bzw. des Wohls der 
betroffenen Person zu verlangen (vgl. PATRICK FASSBIND, in: Kren Kostkiewicz/Nobel/
Schwander/Wolf [Hrsg.], ZGB Kommentar, 3. Auflage, Bern 2016, N 1 zu Art. 423 ZGB). Es gilt 
eine Interessensabwägung zwischen den Interessen an der Weiterführung des Mandats und 
denjenigen an dessen Beendigung vorzunehmen. Dabei ist insbesondere das Vertrauensver-
hältnis zwischen Mandatsträger und schutzbedürftiger Person zu beachten (vgl.  ROSCH, a.a.O., 
N 7 zu Art. 423 ZGB). Ein wichtiger Grund für die Entlassung einer Mandatsperson kann bei-
spielsweise dann gegeben sein, wenn die verbeiständete Person generell das Vertrauen zur 
Mandatsperson verliert, Streitigkeiten vorliegen oder eine unüberwindbar gestörte Beziehung 
besteht (BGE 143 III 65 E. 6.1; Urteil des Bundesgerichts 5A_401/2015 vom 7. September 2015 
E. 6). Das Vorliegen eines wichtigen Grundes darf jedoch nicht leichthin angenommen werden. 
Oftmals sind gerade die gestörten persönlichen Beziehungen zur Mandatsperson Teil des Prob-
lems, welche in der grundlegenden Problematik des Schwächezustands der von der Massnah-
me betroffenen Person begründet sind und zu einer angeordneten Betreuung und damit nicht 
selbstbestimmten Beziehung führen. Ein Wechsel der Mandatsperson ist in einer solchen Situa-
tion meist nicht zielführend, zumal die Störung resp. der Vertrauensverlust nicht von der indivi-
duellen Persönlichkeit der das Amt ausführenden Person abhängig ist und bei jeder neu einge-
setzten Person über kurz oder lang eintreten würde (KGE VV vom 28. Oktober 2020 [810 20 
140] E. 5.2; VOGEL, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], a.a.O., N 24 f. zu Art. 421-424 ZGB).  
 
5.3 Es sind keine Indizien ersichtlich, die darauf hinweisen, dass die Beiständin persönlich 
nicht geeignet wäre, das Mandat zu führen. Dasselbe gilt auch für ihre fachliche Eignung. Bei 
der Beiständin handelt es sich um eine Berufsbeiständin, die als Sozialarbeiterin beim Sozial-
dienst G.____ angestellt ist. Ihre fachliche Qualifikation zur Ausübung eines solchen Mandates 
ist gegeben und wird vom Beschwerdeführer auch nicht in Frage gestellt. Wegen fehlender Eig-
nung kann in diesem Fall kein Wechsel erfolgen. 
 
5.4.1 Zunächst ist die Rüge des Beschwerdeführers, die Beiständin habe im Zusammenhang 
mit der medizinischen Behandlung der Tochter eine Pflichtverletzung begangen, zu behandeln. 
Den Verfahrensakten kann entnommen werden, dass der Kinderarzt bei der Tochter eine peri-
orale Dermatitis diagnostizierte, welche er mit Elocom behandelte. Der Kindesvater wandte sich 
an die Beiständin und die Kindesmutter, weil diese Behandlung aus seiner Sicht kontraindiziert 

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sei. Entgegen seines Vorwurfs, die Beiständin habe seinen Einwand unberücksichtigt gelassen, 
kann gestützt auf die Akten festgestellt werden, dass diese aufgrund des entsprechenden Hin-
weises des Kindesvaters, die Kindesmutter aufforderte, umgehend einen Dermatologen aufzu-
suchen. In den Akten befindet sich ein Bericht von Dr. med. J.____, Assistenzarzt, Universitäts-
spital Basel, Dermatologie, vom 4. Dezember 2019. Die Beiständin hat mit ihrer Aufforderung 
an die Mutter, einen Spezialisten aufzusuchen, im Interesse des Kindes interveniert, und es ist 
nicht ersichtlich, inwiefern sie diesbezüglich eine Pflichtverletzung begangen haben soll. 
 
5.4.2 Der Kindesvater wirft der Beiständin sodann fehlende Unparteilichkeit vor, weil sie im 
Verfahren vor dem Appellationsgericht beantragt habe, ihm die elterliche Sorge in Bezug auf die 
medizinischen Belange zu entziehen. Es ist zutreffend, dass die Beiständin einen solchen An-
trag gestellt hat. Die Beiständin stellte den Antrag, dass die Arztwahl alleine der Kindesmutter 
übertragen werden solle, um die kontinuierliche ärztliche Behandlung der Tochter sicherzustel-
len, und der Antrag erfolgte, nachdem der Kindesvater dem bisherigen Kinderarzt ohne Rück-
sprache mit der Kindesmutter und ohne deren Einverständnis diesem die Behandlungserlaubnis 
entzogen hatte. Inwiefern aufgrund dieses Antrags eine Unparteilichkeit vorliegen soll, ist nicht 
ersichtlich. Ihr Antrag erfolgte im Hinblick auf das zu wahrende Kindeswohl und nicht im Sinne 
einer Parteiergreifung für den einen oder andern Elternteil. Ihr Vorgehen gefährdete auch in 
keiner Weise das Wohl von D.____. Demgegenüber kann ein Konflikt der Eltern bezüglich der 
Kinderarztwahl zu einer Kindeswohlgefährdung führen, weshalb die Beiständin vorliegend ge-
halten war, zu handeln. Um eine solche Kindeswohlgefährdung zu verhindern, hat das Appella-
tionsgericht angeordnet, dass sich die Kindeseltern im Konfliktfall künftig an den früheren Kin-
derarzt der Tochter zu wenden haben. Nach dem Gesagten ist im Vorgehen der Beiständin kei-
ne einseitige Parteiergreifung zu sehen, mit welcher eine Kindeswohlgefährdung einherging. 
Der Beschwerdeführer leitet ferner eine Parteilichkeit der Beiständin daraus ab, dass diese ge-
genüber dem Appellationsgericht nicht ausgeführt haben soll, weshalb keine gemeinsamen Ge-
spräche zwischen der Beiständin und den Eltern mehr stattfinden würden. Inwiefern deshalb 
eine Parteilichkeit der Beiständin vorliegen soll, ist nicht ersichtlich. Aus den Akten ergibt sich 
nichts, was auf eine Unparteilichkeit der Beiständin in ihren diesbezüglichen Ausführungen ge-
genüber dem Gericht schliessen lässt. Seine Rüge, die Vorinstanz habe sich nicht mit diesem 
Argument auseinandergesetzt und damit sein rechtliches Gehör verletzt, ist ebenfalls nicht zu 
hören, weil sich die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid entgegen seiner Darstellung mit 
der geltend gemachten Unparteilichkeit der Beiständin auseinandergesetzt hat. Was den Vor-
wurf des Kindesvaters der fehlenden Neutralität anbelangt, ist schliesslich darauf hinzuweisen, 
dass es nicht Aufgabe der Beistandsperson ist, die Interessen des einen oder andern Elternteils 
zu wahren, sondern sie hat einzig für die Interessen des Kindes einzutreten (DIANA WIDER/
DANIEL PFISTER-WIEDERKEHR in: Rosch/Fountoulakis/Heck [Hrsg.], Handbuch Kindes- und Er-
wachsenenschutz, 2. Auflage 2018, Rz. 811). Nach dem Gesagten kann im Vorgehen der Bei-
ständin kein wichtiger Grund erblickt werden, der einen Beistandswechsel gemäss Art. 423 
ZGB rechtfertigen würde.  
 
5.5 Der Kindesvater macht schliesslich geltend, dass durch die angeblich ungenügende 
Schutzbekleidung beim Reiten das Wohl von D.____ gefährdet werde. Die Abklärungen der 
Beiständin hierzu haben ergeben, dass die Reitstunden in einem anerkannten Reitstall stattfän-

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den und D.____ die notwendige Schutzbekleidung trage (vgl. Bericht der Beiständin vom 
3. Dezember 2019 an das Appellationsgericht). Vor diesem Hintergrund ist nicht ersichtlich, 
inwiefern mit dem Reiten eine Kindeswohlgefährdung einhergehen soll.  
 
5.6 Aus den obigen Ausführungen ergibt sich, dass die Beiständin in der Vergangenheit 
stets im Hinblick auf das Kindeswohl gehandelt hat, und es ist auch nicht ersichtlich, inwiefern 
sie auf die berechtigten Anliegen des Beschwerdeführers nicht eingegangen wäre. Nach dem 
Gesagten ist die Befürchtung des Beschwerdeführers, dass die Beiständin ihn zukünftig als 
"Störenfried" abstempeln würde und nicht auf seine berechtigten Anliegen eingehen werde, 
unbegründet. Die Beiständin muss im Interesse des Kindes handeln und es ist nicht ihre Aufga-
be, die Interessen des einen oder andern Elternteils zu vertreten (vgl. E. 5.4.2). Ein ständiger 
Wechsel von Beistandspersonen ist zudem für das Kindeswohl nicht förderlich. In Anbetracht 
aller Umstände überwiegt demnach das Interesse an der Beibehaltung der erfahrenen Beistän-
din gegenüber einem durch die bisherige Mandatsführung nicht gebotenen Beistandswechsel. 
 
6.1 Eine Beistandsperson hat nach Art. 422 ZGB frühestens nach vier Jahren im Amt An-
spruch auf Entlassung (Abs. 1). Sie hat jedoch auch vor Ablauf der vier Jahre Anspruch auf 
Entlassung, wenn "wichtige Gründe" vorliegen. Als wichtige Gründe für eine Amtsentlassung 
nach Art. 422 Abs. 2 ZGB kommen die nachträgliche mangelnde Eignung im Sinne von Art. 400 
ZGB infrage sowie persönliche Gründe wie gesundheitliche Probleme, wesentliche Verände-
rungen in beruflicher oder familiärer Hinsicht, Wohnortswechsel, Übernahme anderer öffentli-
cher Aufgaben oder Bedarf an andern Kompetenzen in der Mandatsführung (ROSCH, a.a.O., 
N 13 zu Art. 422 ZGB; URS VOGEL, in: Breitschmid/Jungo [Hrsg.], Handkommentar zum 
Schweizer Privatrecht, 3. Auflage, Zürich 2016, N 2 zu Art. 422-423 ZGB; URS VOGEL, in: Gei-
ser/Fountoulakis [Hrsg.], a.a.O., N 20 zu Art. 421-424 ZGB; CHRISTOPH HÄFELI, Grundriss zum 
Kindes- und Erwachsenenschutz, 2. Auflage, Bern 2016, Rz. 20.07). Amtsmüdigkeit oder Amts-
verdruss bei schwierigen Mandaten können an sich keine wichtigen Gründe für die Amtsentlas-
sung darstellen (Botschaft zur Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Erwachse-
nenschutz, Personenrecht und Kindesrecht] vom 28. Juni 2006, Bundesblatt [BBl] 2006 7001, 
S. 7060). Die Beurteilung der Entlassung eines amtsmüden Beistands muss im Hinblick auf die 
Interessen der betroffenen Person beurteilt werden (ERNST LANGENEGGER in: Rosch/Büchner/
Jakob [Hrsg.], Erwachsenenschutzrecht - Einführung und Kommentar zu Art. 360 ff. ZGB und 
VBVV, 2. Auflage, Basel 2015, N 6 zu Art. 421 - 425 ZGB).  
 
6.2 Vorliegend begründet die Beiständin ihren Antrag auf Entlassung aus dem Amt einzig 
mit der Schwierigkeit der Zusammenarbeit mit dem Beschwerdeführer und der Befürchtung, 
dass dieser nach dem Antrag auf Beistandswechsel nicht mehr gewillt sei, mit ihr zusammen-
zuarbeiten. Sie führt insbesondere keine persönlichen Gründe an. Wenn der Beschwerdeführer 
geltend macht, dieser Antrag sei als Anzeichen für ihre Amtsmüdigkeit zu werten, kann ihm 
nicht gefolgt werden. Weder ihr Antrag noch die Verfahrensakten enthalten Anhaltspunkte für 
die Annahme einer fehlenden Motivation zur Amtsausübung ihrerseits. Sie macht auch nicht 
geltend, dass das Kindeswohl aufgrund der schwierigen Zusammenarbeit gefährdet wäre. 
Demzufolge sind keine persönlichen Gründe für eine Amtsentlassung erkennbar. Gestützt auf 
die vorstehenden Ausführungen kann im vorliegenden Fall auch keine nachträgliche fehlende 

Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Eignung der Beiständin festgestellt werden (vgl. auch E. 5 hiervor). Im Gegenteil kann gestützt 
auf die Verfahrensakten festgehalten werden, dass das Besuchsrecht des Vaters bereits einen 
Monat nach Einsetzung der Beiständin nach fünf Monaten Unterbruch wieder ausgeübt werden 
konnte und seither relativ gut funktioniert. Im angefochtenen Entscheid hat die KESB – wenn 
auch in knapper Weise – das Vorliegen wichtiger Gründe nach Art. 422 Abs. 2 ZGB als auch 
Art. 423 Abs. 1 Ziffer 2 ZGB verneint. Damit hat die KESB das rechtliche Gehör des Beschwer-
deführers gewahrt und seine diesbezügliche Rüge geht ins Leere. Folglich rechtfertigt sich auch 
unter diesem Titel keine Entlassung der Beiständin aus ihrem Amt.  
 
7. Der Beschwerdeführer beantragt, es sei Ziffer 3 des Entscheids der Vorinstanz aufzu-
heben und es seien die ordentlichen und ausserordentlichen Kosten für das vorinstanzliche 
Verfahren der KESB oder eventualiter der Kindesmutter aufzuerlegen. Die Begründung für sei-
nen Antrag beschränkt sich darauf, dass die Kosten bei einer Aufhebung der vorinstanzlichen 
Verfügung und damit einer Gutheissung der Beschwerde anders zu verteilen seien und dem-
nach die ordentlichen und ausserordentlichen Kosten der KESB, eventualiter der Kindesmutter 
aufzuerlegen seien. Damit verlangt er lediglich für den Fall seines Obsiegens eine Neuvertei-
lung der Kosten im Vorverfahren. Eine darüber hinausgehende Begründung für seinen Antrag 
liefert der Beschwerdeführer nicht. Würde die vorliegende Beschwerde gutgeheissen und der 
Entscheid der KESB aufgehoben, würde dies auch die Kostenregelung umfassen und bedeu-
ten, dass die KESB die Kosten ohnehin neu verlegen müsste. Zumal der Beschwerdeführer im 
kantonsgerichtlichen Verfahren jedoch unterliegt, fällt eine Neuverteilung der Kosten des  
vorinstanzlichen Verfahrens in diesem Sinn ausser Betracht. Es ist nicht ersichtlich, dass er sich 
mit seinem Antrag gegen die hälftige Kostenverteilung wendet. Die Kostenverteilung im  
vorinstanzlichen Verfahren ist demnach nicht zu beanstanden und es erübrigt sich, näher auf 
diesen Antrag einzugehen. 
 
8.1 Es bleibt über die Kosten dieses Verfahrens zu entscheiden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO 
ist das Verfahren vor Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Ge-
richtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der Regel in angemessenem Ausmass der 
ganz oder teilweise unterliegenden Partei auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Dem Ausgang des Ver-
fahrens entsprechend sind die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- dem unterliegen-
den Beschwerdeführer aufzuerlegen und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von 
Fr. 1'400.-- zu verrechnen. 
 
8.2 Gemäss § 21 Abs. 1 VPO kann der ganz oder teilweise obsiegenden Partei für den 
Beizug eines Anwalts bzw. einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung zulasten der 
Gegenpartei zugesprochen werden. Der Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin macht in 
seiner Honorarnote vom 21. Oktober 2020 einen Stundenaufwand von 4.75 Stunden à  
Fr. 200.-- für sich und 0.0833 Stunden à Fr. 100.-- für die Volontärin sowie Auslagen im Betrag 
von Fr. 77.70, d.h. Fr. 1'036.03, zuzüglich 7.7 % MWST geltend. Dieser Aufwand ist nicht zu 
beanstanden. Demzufolge hat der Beschwerdeführer der Beschwerdegegnerin eine Parteient-
schädigung in der Höhe von Fr. 1'115.80 (inkl. Auslagen und 7.7 % MWST) zu bezahlen. Im 
Übrigen sind die Parteikosten wettzuschlagen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens erübrigt 
sich die Prüfung des Gesuchs der Kindesmutter um unentgeltliche Rechtspflege.  

Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden 

kann. 
   
 2. Die Verfahrenskosten in Höhe von Fr. 1'400.-- werden dem Beschwer-

deführer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in Höhe 
von Fr. 1'400.-- verrechnet. 

   
 3. Der Beschwerdeführer hat der Beschwerdegegnerin für das Verfahren 

vor Kantonsgericht eine Parteientschädigung in der Höhe von 
Fr. 1'115.80 (inkl. Auslagen und 7.7 % MWST) zu bezahlen. Im Übri-
gen werden die Parteikosten wettgeschlagen. 
 

 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin i.V. 
 
 
 
 
 
 

 
 
 
Gegen diesen Entscheid wurde am 25. Mai 2021 Beschwerde beim Bundesgericht (Verfah-
rensnummer 5A_443/2021) erhoben.