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**Case Identifier:** 96593957-20fc-5f6e-a54a-d2d6e15be4fb
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-06-05
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 05.06.2024 SB220439
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB220439_2024-06-05.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer  

Geschäfts-Nr.: SB220439-O/U/jv

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. B. Gut, Präsident, lic. iur. C. Maira und 

Ersatzoberrichterin lic. iur. C. Keller sowie Gerichtsschreiber 

MLaw W. Dharshing

Urteil vom 5. Juni 2024

in Sachen

A._____,
Beschuldigter und Berufungskläger

amtlich verteidigt durch Rechtsanwältin lic. iur. X1._____, 

gegen

Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat, 
Anklägerin und Berufungsbeklagte sowie Anschlussberufungsklägerin

betreffend Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz etc. 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 9. Abteilung, 
vom 5. Juli 2022 (DG210184)

sowie

B._____, Dr. iur.,
Beschwerdeführer

gegen

-   2   -

Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat,
Beschwerdegegnerin

betreffend Entschädigung der amtlichen Verteidigung

Beschwerde gegen Dispositiv-Ziffer 25 des Urteils des Bezirksgerichts 
Zürich, 9. Abteilung, vom 5. Juli 2022 (DG210184)

-   3   -

Anklage:

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 18. Oktober 2021 

(Urk. 160000) ist diesem Urteil beigeheftet.

Urteil der Vorinstanz:
(Urk. 195 S. 250 ff.).

"Es wird erkannt:

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig

 der mehrfachen Widerhandlung gegen das Bundesgesetz über die Betäubungsmittel 

im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. b, c und d BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a 

BetmG sowie teilweise in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. b und c BetmG;

 der mehrfachen Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziff. 1 StGB.

2. Der Beschuldigte A._____ wird vom Vorwurf der Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis 

Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 305bis Ziff. 2 lit. b und c StGB betreffend den Vorgang 20 

freigesprochen.

3. Der Beschuldigte C._____ ist schuldig

 der mehrfachen Widerhandlung gegen das Bundesgesetz über die Betäubungsmittel 

im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. b, c und d BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a 

BetmG sowie teilweise in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. b und c BetmG;

 der mehrfachen Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziff. 1 StGB.

4. Der Beschuldigte C._____ wird vom Vorwurf der Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis 

Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 305bis Ziff. 2 lit. b und c StGB betreffend den Vorgang 20 

freigesprochen.

5. Der Beschuldigte A._____ wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 8 ¼ Jahren, wovon bis 

und mit heute 732 Tage durch Untersuchungs- und Sicherheitshaft erstanden sind.

6. Die Freiheitsstrafe des Beschuldigten A._____ wird vollzogen.

7. Der Beschuldigte C._____ wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 5 ½ Jahren, wovon bis 

und mit heute 747 Tage durch Untersuchungs- und Sicherheitshaft erstanden sind, sowie 

mit einer Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu CHF 70. 

-   4   -

8. Die Freiheitsstrafe des Beschuldigten C._____ wird vollzogen. Die Geldstrafe des Beschul-

digten C._____ wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.

9. Der Beschuldigte A._____ wird im Sinne von Art. 66a StGB für 8 Jahre des Landes verwie-

sen.

10. Die Ausschreibung der Landesverweisung im Schengener Informationssystem wird nicht 

angeordnet.

11. Der mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 1. Oktober 2020 beschlag-

nahmte und bei der Kasse des hiesigen Bezirksgerichts befindliche Bargeldbetrag in der 

Höhe von CHF 40'000 wird eingezogen.

12. Die Beschuldigten A._____ und C._____ werden verpflichtet, dem Staat als Ersatz für nicht 

mehr vorhandenen, widerrechtlich erlangten Vermögensvorteil je CHF 20'000 zu bezahlen.

Die Kasse des Bezirksgerichts Zürich wird angewiesen, die Ersatzforderungen gegen die 

Beschuldigten A._____ und C._____ beim zuständigen Betreibungsamt in Betreibung zu 

setzen und die für den Fortgang des Verfahrens erforderlichen Schritte zu veranlassen, so-

fern die Beschuldigten nicht innert drei Monaten nach Eintritt der Rechtskraft dieses Ent-

scheids die Ersatzforderungen bezahlen.

13. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 1. Oktober 2020 beschlag-

nahmten und bei der Kasse des hiesigen Bezirksgerichts befindlichen Bargeldbeträge in 

Höhe von CHF 2'650, EUR 440 und USD 65 sowie die auf den mit Verfügung vom 19. Juni 

2020 gesperrten Bankkonten bei der Aargauischen Kantonalbank befindlichen Beträge 

(Saldo per 24. August 2021) in Höhe von 

 CHF 3'247.89 auf Privatkonto-Nr. 1

 CHF 3'066.73 auf Privatkonto Nr. 2

 CHF 12'372.89 auf Privatkonto Nr. 3  

werden zur teilweisen Deckung der Verfahrenskosten des Beschuldigten C._____ verwendet.

14. Das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 27. August 2021 beschlag-

nahmte und bei der Kasse des hiesigen Bezirksgerichts befindliche Bargeld in Höhe von 

CHF 3'300 wird zur teilweisen Deckung der Verfahrenskosten des Beschuldigten A._____ 

verwendet.

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15. Die folgenden sichergestellten und bei der Stadtpolizei Zürich lagernden Betäubungsmittel 

und Betäubungsmittelutensilien sowie die damit zusammenhängenden DNA-Spuren bzw. 

Spurenträger werden eingezogen und der Lagerbehörde nach Eintritt der Rechtskraft des 

Entscheids zur Vernichtung überlassen:

 zwei Blöcke Kokain (1'004 Gramm netto; A013'902'266, verpackt in einen Abfallsack, 
A013'903'167; Lagernummer S01129-2020), sichergestellt anlässlich der Verhaftung 
des Beschuldigten C._____ am 18. Juni 2020;

 zwei Blöcke Kokain (1'003 Gramm netto; A013'902'426, verpackt in einen Abfallsack, 
A013'902'471; Lagernummer S01130-2020), sichergestellt anlässlich der Durchsu-
chung vom 18. Juni 2020;

 eine Probeentnahme Amphetamin (A013'675'575; Lagernummer Nr. S00595-2020), 
sichergestellt anlässlich der Hausdurchsuchung vom 1. April 2020;

 Betäubungsmittelutensilien/Verpackungsmaterialen und Spuren:

• gemäss Lagernummer S00595-2020 (diverse teilweise aufgeschnittene 
Vakuumsäcke, ein paar Gummi-Handschuhe, ein schwarzer Abfallsack sowie 
zerknittertes Haushaltspapier, A013'672'372; DNA-Spur, A013'675'199), sicher-
gestellt am 31. März 2020;

• gemäss Lagernummer S00809-2020 (ein schwarzer Abfallsack, A013'753'214; 
eine leere PET-Flasche, A013'754'524; zerknüllte Papiertücher, A013'754'546; 
ein Paar grüne Haushaltshandschuhe, A013'754'568; eine grüne Kartonverpa-
ckung, A013'754'591; eine rote Stoff-Einkaufstasche, A013'754'615; eine trans-
parente Verpackung, A013'754626; sechs weisse Knistersacktaschen, 
A013'754'671; sieben aufgeschnittene Vakuumbeutel, A013'754'682; mehrere 
DNA-Spuren bzw. -Spurenträger, A013'754'739, A013'754'944, A013754'740), 
sichergestellt am 5. Mai 2020;

• gemäss Lagernummer S01244-2020 (ein schwarzer Abfallsack, A013'903'349; 
ein Paar orange Haushaltshandschuhe, A013'903'645; 9 aufgeschnittene 
Vakuumbeutel, A013'903'678; ein Stück Haushaltpapier, A013'903'690; eine 
Lebensmittelverpackung, A013'903'703; DNA-Spur, A013'912'715), sicherge-
stellt am  18. Juni 2020;

• gemäss Lagernummer S01130-2020 (eine Haushaltpapierrolle, A013'902'404; 
ein grosser weisser Abfallsack, A013'902'437; DNA-Spur, A013'902'437), sicher-
gestellt am 18. Juni 2020;

• sowie Betäubungsmittel-Saug-Asservate (A013'903'689, A013'903'725) und 
Fingernagelschmutzspuren (A013'903'883).

16. Der im Verfahren DG210036-L des Bezirksgerichts Zürich bei D._____ sichergestellte und 

bei der Stadtpolizei Zürich lagernde Beutel mit CBD-Hanf (136 Gramm; A013'902'277; La-

gernummer S01129-2020) wird nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Entscheids 

auf erstes Verlangen an D._____, … [Adresse], oder an eine von diesem bezeichnete Per-

son herausgegeben. Bei Nichtabholung innert drei Monaten seit Eintritt der Rechtskraft die-

ses Entscheids wird der CBD-Hanf durch die Lagerbehörde vernichtet.

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17. Der mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 22. Juni 2020 beschlag-

nahmte Personenwagen der Marke VW, Typ Golf, blau, ZH 4, Fahrgestell-Nummer 5 (La-

gerort: Stadtpolizei Zürich, SPA-VP-ABSCHL, Abschleppdienst) wird eingezogen und nach 

Eintritt der Rechtskraft des Entscheids durch die Lagerbehörde vernichtet.

18. Der mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 27. August 2021 beschlag-

nahmte Personenwagen der Marke BMW, Typ 540i, schwarz, ZH 6, Fahrgestell-Nummer: 7 

(Lagerort: Stadtpolizei Zürich, SPA-VP-ABSCHL, Abschleppdienst) wird zur teilweisen De-

ckung der Verfahrenskosten des Beschuldigte A._____ verwendet. Die Kasse des Bezirks-

gerichts wird angewiesen, den Personenwagen nach Eintritt der Rechtskraft zu verwerten 

und den Erlös (nach Abzug der Verwertungskosten) zur teilweisen Deckung der Verfahrens-

kosten des Beschuldigten A._____ zu verwenden.

19. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 27. August 2021 beschlag-

nahmten und bei der Kantonspolizei Zürich, Asservatetriage, lagernden (gefälschten) Arm-

banduhren der Marke Rolex, Modell Submariner Date, Oyster, 40 (A014'136'197) und der 

Marke Patek Philippe, Nr. 8 (A014'136'211) werden eingezogen und nach Eintritt der 

Rechtskraft des Entscheids vernichtet.

20. Die nachfolgend aufgeführten, bei der Stadtpolizei Zürich lagernden Gegenstände werden 

dem Beschuldigten C._____ nach Eintritt der Rechtskraft auf erstes Verlangen herausgege-

ben. Bei Nichtabholung innert drei Monaten nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheids 

sind diese Gegenstände zu vernichten: ein Rucksack, schwarz, Marke POSO 

(A013'903'156); ein Vakuumiergerät der Marke Solis (A013'904'546); zwei Rollen mit 

Vakuumbeuteln (A013'904'524); diverse einzelne Vakuumbeutel (A013'904'557) sowie 

diverse unbenutzte Minigrip (A013'904'422; je Lagernummer S01193-2020).

21. Die nachfolgend aufgeführten, in Zusammenhang mit dem vorliegenden Verfahren er-

hobenen DNA-Spuren werden nach Eintritt der Rechtskraft vernichtet: A013'677'786, 

A013'903'407, A013'903'430, A013'903'441, A013'903'452, A013'903'463, A013'911'518, 

A013'911'563, A013'911'585, A013'911'621, A013'911'665, A013'911'689, A013'911'767, 

A013'911'858, A013'911'870, A013'911'892.

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22. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf

CHF 24'000.00   die weiteren Auslagen betragen:

CHF 15'000.00   Gebühr Strafuntersuchung Beschuldigter 1

CHF 15'000.00   Gebühr Strafuntersuchung Beschuldigter 2

CHF 7'906.75 Auslagen Beschuldigter 1

CHF 7'906.74 Auslagen Beschuldigter 2

CHF 42'227.00 Telefonkontrolle Beschuldigte 1

CHF 42'227.00 Telefonkontrolle Beschuldigte 2

CHF 4'139.40 Entschädigung Dolm. Beschuldigter 1

CHF 4'139.35 Entschädigung Dolm. Beschuldigter 2

CHF 1'000.00 Kosten des Beschwerdeverfahrens UB200137 (OGer ZH)

CHF 1'000.00 Kosten des Beschwerdeverfahrens UB210081 (OGer ZH)

CHF 86'022.90   amtliche Verteidigung des Beschuldigten 1, (RA B._____)

CHF 64'862.00 amtliche Verteidigung des Beschuldigten 2, (RA X2._____)

CHF 8'978.65 amtliche Verteidigung des Beschuldigten 2 (RA X3._____)

CHF 4'200.00 diverse Kosten.

Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten. 

23. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen diejenigen 

der amtlichen Verteidigung werden den Beschuldigten A._____ und C._____ je zur Hälfte 

auferlegt.

24. Die Kosten der amtlichen Verteidigungen werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbe-

halten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.

25. Rechtsanwalt Dr. iur. B._____ wird für seine Bemühungen und Auslagen als amtlicher Ver-

teidiger des Beschuldigten A._____ mit CHF 86'022.90 (inkl. Mehrwertsteuer, abzüglich 

Akontozahlungen in der Höhe von gesamthaft CHF 68'881.40) aus der Gerichtskasse ent-

schädigt.

26. Rechtsanwalt lic. iur. X2._____ wird für seine Bemühungen und Auslagen als amtlicher Ver-

teidiger des Beschuldigten C._____ mit CHF 64'862 (inkl. Mehrwertsteuer und Akontozah-

lungen in der Höhe von gesamthaft CHF 41'855.60) aus der Gerichtskasse entschädigt.

27. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens UB200137 des Obergerichts des Kantons Zürich 

(betreffend Anordnung Untersuchungshaft) in Höhe von CHF 1'000 sowie die Kosten des 

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Beschwerdeverfahrens UB210081 des Obergerichts des Kantons Zürich (betreffend Verlän-

gerung Untersuchungshaft) in Höhe von CHF 1'000 werden dem Beschuldigten A._____ 

auferlegt.

28. [Mitteilung]

29. [Rechtsmittel]"

Anträge der Parteien:

a) des Beschuldigten (Urk. 203 S. 2; Urk. 386 S. 2):

" 1. Es seien die Dispositiv-Ziffern 1, 5, 6, 9, 10, 14, 18, 27 des Urteils des Bezirksgerichts 
Zürich vom 5. Juli 2022 vollumfänglich aufzuheben und der Beschuldigte A._____ von 

Schuld und Strafe freizusprechen.

2. Es seien die Dispositiv-Ziffern 12, 23 betreffend den Beschuldigten A._____ teilweise 

aufzuheben.

3. Es sei dem Beschuldigten für die erstandene Haft von 1431 Tagen als Genugtuung eine 

Entschädigung von CHF 200.00 pro Tag zu bezahlen.

4. Es sei das gemäss Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 27. August 2021 

beschlagnahmte Bargeld in der Höhe von CHF 3'300.-- an den Beschuldigten herauszuge-

ben.

5. Es sei der gemäss Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 27. August 2021 

beschlagnahmte BMW, 540i, schwarz, an den Beschuldigten herauszugeben.

Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich Mehrwertsteuer zulasten der Staatskasse."

b) der Staatsanwaltschaft (Urk. 225 S. 2; Urk. 389 S. 2):

"- zusätzlicher Schuldspruch wegen Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziff. 1 StGB in 
Verbindung mit Art. 305bis Ziff. 2 lit. b und c StGB, auch mit Bezug auf Vorgang 20

- Bestrafung mit einer Freiheitsstrafe von mindestens 10 Jahren

- Vollzug der Freiheitsstrafe

- Anordnung einer Landesverweisung für 10 Jahre

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- Verpflichtung zur Ablieferung von CHF 100'000.-- als Ersatzforderung für den nicht mehr 

vorhandenen, widerrechtlich erlangten Vermögensvorteil an den Staat.

Im Übrigen wird die Bestätigung des erstinstanzlichen Urteils beantragt."

Erwägungen:

I. Verfahrensgang, Umfang der Berufung und Prozessuales

1. Verfahrensgang

1.1. Zum Verfahrensgang bis zum vorinstanzlichen Urteil kann zwecks Ver-

meidung von Wiederholungen auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz im 

angefochtenen Entscheid verwiesen werden (Urk. 195 S. 8 ff. E. I.).

1.2. Mit Urteil der Vorinstanz wurden die Beschuldigten A._____ und C._____ 

gemäss dem eingangs wiedergegebenen Urteilsdispositiv verurteilt. Gegen dieses 

Urteil meldete der Beschuldigte A._____ innert Frist Berufung an und erklärte Be-

rufung (Urk. 178 und 203; vgl. dazu auch Urk. 194/2). Der Beschuldigte C._____ 

focht das vorinstanzliche Urteil nicht an.

1.3. Mit Verfügung vom 9. September 2022 wurde die Kontrolle der ein- und aus-

gehenden Post des Beschuldigten während der Sicherheitshaft der Staatsanwalt-

schaft übertragen und ihr unter Zustellung einer Kopie der Berufungserklärung Frist 

angesetzt, um zu erklären, ob Anschlussberufung erhoben wird oder um begründet 

ein Nichteintreten auf die Berufung zu beantragen (Urk. 221). Mit Eingabe vom 

20. September 2022 erklärte sie Anschlussberufung (Urk. 225).

1.4. Mit Verfügung vom 12. Oktober 2022 wurde die Sicherheitshaft bis zum 

Endentscheid der Berufungsinstanz verlängert (Urk. 234; vgl. dazu auch Urk. 226 

und 231). Mit Verfügung vom 1. November 2022 wurde von einer vorzeitigen Ver-

wertung des gemäss vorinstanzlicher Dispositivziffer 18 beschlagnahmten Fahr-

zeugs (BMW, Typ 540i, schwarz, ZH 6) abgesehen. Weiter wurde die Kasse des 

Bezirksgerichts Zürich ersucht, das Fahrzeug des Beschuldigten C._____ (VW, 

Typ Golf, blau, ZH 4) gemäss vorinstanzlicher Dispositivziffer 17 von der Lagerbe-

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hörde vernichten zu lassen (Urk. 245; vgl. dazu auch Urk. 236 f. und 242 f.). Mit 

Verfügung vom 29. November 2022 wurde Rechtsanwalt Dr. iur. B._____ als amt-

licher Verteidiger des Beschuldigten entlassen und ersucht, dem Gericht seine Ho-

norarnote zukommen zu lassen (Urk. 260; vgl. dazu auch Urk. 247, 254, 256 und 

258). Letzterem kam er mit Eingabe vom 8. Dezember 2022 nach, worauf er an-

tragsgemäss entschädigt wurde (Urk. 264, 266 und 266A). Mit Verfügung vom 

12. Dezember 2022 wurde Rechtsanwältin lic. iur. X1._____ als amtliche Verteidi-

gerin des Beschuldigten bestellt (Urk. 267; vgl. dazu auch Urk. 260 und Urk. 262). 

Mit Verfügung vom 7. Juni 2023 wurde ein Haftentlassungsgesuch des Beschuldig-

ten abgewiesen (Urk. 296). Mit Verfügung vom 5. Juli 2023 wurden dem Beschul-

digten Vollzugslockerungen gewährt (Urk. 307).

1.5. Mit Eingabe vom 30. August 2023 stellte die Verteidigung im Berufungs-

verfahren verschiedene Beweisanträge (Urk. 323). Mit Verfügung vom 31. August 

2023 ging die Eingabe zur Stellungnahme an die Staatsanwaltschaft (Urk. 324). Mit 

Eingabe vom 6. September 2023 nahm die Staatsanwaltschaft dazu Stellung 

(Urk. 328). Mit Verfügung vom 7. September 2023 wurden die Beweisanträge ab-

gewiesen (Urk. 329).

1.6. Die Vorinstanz entschied, dass der ehemals amtliche Verteidiger des Be-

schuldigten, Rechtsanwalt Dr. iur. B._____, für das vorinstanzliche Verfahren mit 

insgesamt Fr. 86'022.90 zu entschädigen sei, wogegen dieser Beschwerde erhob. 

Mit Beschluss vom 4. Oktober 2022 sistierte die III. Strafkammer des Obergerichts 

des Kantons Zürich ihr Beschwerdeverfahren bis zum Vorliegen eines Entscheids 

des Berufungsgerichts betreffend Eintreten auf die Berufung gegen das vorinstanz-

liche Urteil (Urk. 233). Mit Beschluss vom 6. Januar 2023 hob sie die Sistierung auf, 

überwies die Honorarbeschwerde zur weiteren Behandlung zuhanden des vorlie-

genden Verfahrens und schrieb ihr Verfahren ab (Urk. 270). Damit ist im vorliegen-

den Verfahren auch über die für das erstinstanzliche Verfahren festgesetzte Höhe 

der Entschädigung von Rechtsanwalt Dr. iur. B._____ zu entscheiden. 

1.7. Am 18. September 2023 fand die Berufungsverhandlung statt, zu welcher 

der Beschuldigte in Begleitung seiner amtlichen Verteidigerin, Rechtsanwältin 

lic. iur. X1._____, sowie Staatsanwalt lic. iur. E._____ erschienen (Prot. II S. 20). 

-   11   -

Nach den Vorbringen der Parteien zu den Vorfragen (Prot. II S. 21-30) und ansch-

liessender mündlicher Eröffnung hinsichtlich der gestellten Anträge (Prot. II S. 30 

f.) wurde die Berufungsverhandlung unterbrochen (Prot. II S. 32). Im Anschluss 

wurde den Parteien der schriftliche Beschluss (Urk. 343) zugestellt, worin die 

Staatsanwaltschaft eingeladen wurde, diverse Unterlagen einzureichen. Es wurden 

ausserdem die Akten des Strafverfahrens gegen F._____ und G._____ beigezo-

gen. Nachdem diese Unterlagen und die Akten der amtlichen Verteidigerin zur Ein-

sicht zugestellt wurden, wurde die Fortsetzung der Berufungsverhandlung auf den 

3. Juni 2024 anberaumt (Urk. 369). Zu dieser erschienen der Beschuldigte in Be-

gleitung seiner amtlichen Verteidigerin, Rechtsanwältin lic. iur. X1._____ und 

Rechtsanwältin MLaw X4._____ sowie Staatsanwalt lic. iur. E._____ (Prot. II 

S. 37 ff.).

2. Umfang der Berufung

Soweit das vorinstanzliche Dispositiv nicht den Beschuldigten C._____ betrifft, der 

das vorinstanzliche Urteil akzeptiert hat, blieben die Dispositiv-Ziffern 10, 11, 15, 

16, 19, 21 und 22 [mit Ausnahme des Honorars von Rechtsanwalt Dr. iur. B._____] 

des vorinstanzlichen Entscheids vom Beschuldigten und der Staatsanwaltschaft im 

Berufungsverfahren unangefochten. In diesem Umfang ist das Urteil in Rechtskraft 

erwachsen, was mit Beschluss vorzumerken ist. Im übrigen Umfang steht der 

vorinstanzliche Entscheid zur Disposition. Das Verschlechterungsverbot gilt nicht 

(Art. 391 Abs. 2 StPO, e contrario).

3. Prozessuales

3.1. Allgemeines

Wenn für die tatsächliche und rechtliche Würdigung des eingeklagten Sachverhal-

tes auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen wird, so erfolgt dies in Anwen-

dung von Art. 82 Abs. 4 StPO, auch ohne dass dies jeweils explizit Erwähnung 

findet. Weiter ist an dieser Stelle festzuhalten, dass aus dem Anspruch auf recht-

liches Gehör die Pflicht des Gerichts folgt, seinen Entscheid zu begründen. Die 

Begründung muss kurz die wesentlichen Überlegungen nennen, von denen sich 

-   12   -

das Gericht hat leiten lassen und auf die es seinen Entscheid stützt. Es darf sich 

aber auf die wesentlichen Gesichtspunkte beschränken und muss sich nicht aus-

drücklich mit jeder tatsächlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand aus-

einandersetzen und diese widerlegen. Es kann sich mithin auf die für den Entscheid 

wesentlichen Punkte beschränken. Ein unverhältnismässiger Motivationsaufwand 

kann nicht eingefordert werden. Ebenso wenig lässt sich Art. 6 Ziff. 1 EMRK in der 

Weise auslegen, dass eine detaillierte Antwort auf jedes Argument gefordert würde 

(vgl. dazu statt Weiterer Urteil des Bundesgerichtes 6B_689/2019 vom 25. Oktober 

2019, E. 1.5.2., mit Hinweisen).

3.2. Ermittlungshandlungen

Das Beweisfundament der vorliegenden Anklage ist das Ergebnis sehr umfang-

reicher Ermittlungen. Die Anklage stützt sich unter anderem wesentlich auf ver-

schiedenste Überwachungsmassnahmen. Die Vorinstanz hat in ihrem Entscheid 

die relevanten Überwachungsmassnahmen unter Hinweis auf die jeweilige Ge-

nehmigungsinstanz aufgeführt (Urk. 195 S. 18-21 E. I.D.), darauf kann verwiesen 

werden. Wie die Staatsanwaltschaft zu Recht festhält (Prot. II S. 42), ist entgegen 

den Vorbringen der Verteidigung (Urk. 386 S. 5 ff.) nicht ersichtlich, inwiefern die 

Vorinstanz auf belastende Ermittlungsergebnisse aus nicht bewilligten Über-

wachungen abgestellt hätte. Soweit Erkenntnisse zulasten des Beschuldigten ver-

wendet werden, liegen die (nachträglichen) Genehmigungen vor. Weiter wurden 

diverse internationale Rechtshilfeersuchen gestellt, die zu weiteren Beweismitteln 

führten, welche im vorinstanzlichen Urteil ebenfalls zutreffend aufgeführt sind 

(a.a.O., S. 21-25 E. I.E.). Sodann kam es zu zahlreichen (Haus-)Durchsuchungen, 

Kontosperrungen, Sicherstellungen und Beschlagnahmungen, auch diese sind im 

vorinstanzlichen Entscheid richtig dargestellt (a.a.O., S. 25-33, E. I.F.). Schliesslich 

wurden Editions- und Herausgabeverfügungen erlassen und in der Folge die ent-

sprechenden Unterlagen beigezogen sowie verschiedene Gutachten und Berichte 

eingeholt, was ebenfalls im vorinstanzlichen Entscheid zutreffend Niederschlag 

fand (a.a.O., S. 33-35 E. I.G. f.). 

-   13   -

3.3. Beweisanträge

Die Vorinstanz hat verschiedene Beweisanträge der Verteidigung behandelt, die 

teilweise bereits in der Untersuchung gestellt worden waren. Soweit erforderlich, ist 

darauf bei den jeweiligen Anklagepunkten einzugehen (Urk. 195 S. 36 f. E. I.I.). Die 

im Berufungsverfahren gestellten Beweisanträge wurden mit Verfügung vom 

7. September 2023 behandelt (Urk. 329), darauf kann verwiesen werden bzw. es 

wird diesbezüglich auch bei den jeweiligen Anklagepunkten darauf eingegangen.

3.4. Prozessuale Vorbringen der Verteidigung

3.4.1. Zeitpunkt Untersuchungseröffnung / Entfernung von Aktenstücken

Die Verteidigung moniert zunächst, dass sich keine Eröffnungsverfügung gegen 

den Beschuldigten in den Akten finde. Mit Verweis auf die zutreffenden Aus-

führungen der Vorinstanz ist festzuhalten, dass einer solchen Verfügung nur dekla-

ratorische Bedeutung zukommt (Urk. 195 S. 8). Der Einwand der Verteidigung 

(Urk. 338 S. 11), dass schon im Jahr 2018 ein hinreichender Verdacht gegen den 

Beschuldigten bestanden hätte und ihm ab diesem Zeitpunkt Teilnahmerechte ein-

zuräumen gewesen wären, zielt insofern ins Leere, als die Untersuchung zu diesem 

Zeitpunkt unbestrittenermassen (vgl. Urk. 338 S. 2) noch nicht auf den Beschuldig-

ten ausgedehnt worden war, weder in formeller noch in materieller Hinsicht. Soweit 

die Verteidigung beantragt, der nach Anklageerhebung durch die Staatsanwalt-

schaft eingeholte polizeiliche Bericht sei aus dem Recht zu weisen (Urk. 338 S. 2), 

kann ihr ebenfalls nicht gefolgt werden: Das Recht der Staatsanwaltschaft zur Ein-

holung eines polizeilichen Berichts und zur Eingabe als Beweismittel besteht un-

abhängig von der Verfahrensherrschaft des Gerichts, weshalb der fragliche Bericht 

(Urk. 157/2) ohne Weiteres verwertbar ist. 

3.4.2. Anklageprinzip

Im Berufungsverfahren brachte die Verteidigung vor, das Anklageprinzip in Zusam-

menhang mit den Vorgängen 11 und "H._____" sei verletzt (Urk. 338 S. 2). Unter 

Hinweis auf die einschlägigen rechtlichen Grundlagen hat die Vorinstanz auf 

entsprechende Rüge der Verteidigung bezüglich des Vorgangs "H._____" (Urk. 

-   14   -

158 S. 2 und S. 7) richtig festgestellt, dass keine Verletzung des Anklageprinzips 

festzustellen ist (Urk. 195 S. 38-40 E. I.J.1.). Darauf kann verwiesen werden. Re-

kapitulierend und teilweise ergänzend ist festzuhalten, dass der in der Anklage-

schrift betreffend den Vorgang "H._____" (Urk. 160005, 1.1.2.) genannte Zeitraum 

von rund einem Jahr zwar relativ weit gefasst ist, dem Beschuldigten indes auf-

grund der weiteren in der Anklageschrift genannten Umstände, namentlich der er-

wähnten Tatbeteiligten sowie der umschriebenen Tatmodalitäten (Drogenart, 

Menge, Preis), ohne Weiteres klar war bzw. ist, gegen welchen Vorwurf er sich zu 

verteidigen hat, was sich nicht zuletzt darin zeigt, dass die Verteidigung in ihren 

Plädoyers zum Vorwurf substantiiert Stellung nehmen konnte (Urk. 164 S. 10 ff., 

Urk. 386 S. 31 ff.). Ebenfalls liegt keine Verletzung des Anklageprinzips bezüglich 

des Vorgangs 11 vor, zumal nicht die detaillierten Umstände der Absprache bezüg-

lich der Ein- und Ausfuhr den Kern des Vorwurfs trifft, gegen den sich der Beschul-

digte zu verteidigen hat, sondern der Umstand, dass die (bezüglich Ort, Zeit) genü-

gend konkretisierten Tathandlungen in Absprache zwischen C._____ und dem Be-

schuldigten erfolgt seien. 

3.4.3. Verwertbarkeit einzelner Einvernahmen

3.4.3.1. Vor Vorinstanz und erneut im Berufungsverfahren wurde von der Verteidi-

gung der Einwand erhoben, die Einvernahmen des Beschuldigten C._____, von 

I._____, von D._____, von F._____ und von G._____ seien nicht zum Nachteil des 

Beschuldigten als Beweismittel zuzulassen bzw. als unverwertbar zu erachten. Da 

die Vorgenannten anlässlich der parteiöffentlichen Einvernahmen von ihrem Aus-

sageverweigerungsrecht Gebrauch gemacht oder ihre früheren Aussagen auf blos-

sen Vorhalt hin bestätigt hätten, seien auch die früheren Einvernahmen nicht ver-

wertbar, da es dem Beschuldigten verunmöglicht worden sei, seine Verteidigungs-

rechte wirksam wahrzunehmen (Urk. 158 S. 2 f. und S. 7 ff.; Urk. 386 S. 14 ff.).

3.4.3.2. Die Vorinstanz hat zutreffende theoretische Ausführungen zu diesem 

Thema gemacht, auf die verwiesen werden kann (Urk. 195 S. 40 f. E. J.2.1.). Teil-

weise rekapitulierend und ergänzend ist dazu festzuhalten, was folgt: Damit eine 

hinreichende Konfrontation stattfindet, muss sich der Befragte an der Konfronta-

tionseinvernahme inhaltlich nochmals zur Sache äussern, sodass die beschuldigte 

-   15   -

Person ihr Fragerecht tatsächlich ausüben kann (BGE 140 IV 172 E. 1.5 S. 176 mit 

Verweisung auf das Urteil 6B_369/2013 vom 31. Oktober 2013 E. 2.3.3). Dabei ist 

keineswegs erforderlich, dass die befragte Person ihre Angaben wortwörtlich wie-

derholt. Macht sie Angaben zur Sache, so darf im Rahmen einer Gesamtwürdigung 

auch auf die Ergebnisse der früheren Beweiserhebung ergänzend zurückgegriffen 

werden. Denn die Frage, ob bei widersprüchlichen Aussagen oder späteren 

Erinnerungslücken auf die ersten, in Abwesenheit des Beschuldigten erfolgten 

Aussagen abgestellt werden kann, betrifft nicht die Verwertbarkeit, sondern die 

Würdigung der Beweise (Urteile 6B_1133/2019 vom 18. Dezember 2019 E. 1.3.2; 

6B_369/2013 vom 31. Oktober 2013 E. 2.3.3; je mit Hinweisen; vgl. zum Ganzen 

statt Weiterer BGE 6B_1003/2020 vom 21. April 2021, E. 2.2.).

3.4.3.3. Betreffend den Mitbeschuldigten C._____ ist festzuhalten, dass im Laufe 

der Untersuchung immer wieder Konfrontationseinvernahmen mit dem Beschuldig-

ten A._____ stattfanden, wobei jeweils beide weitgehend von ihrem Aussagever-

weigerungsrecht Gebrauch machten (vgl. dazu die diversen Einvernahmen in den 

Ordnern 15 und 16). An der Hauptverhandlung machte der Beschuldigte C._____ 

dann aber in Anwesenheit des Beschuldigten auch diverse Aussagen zur Sache 

und zwar nicht derart, dass er frühere Aussagen bloss formal bestätigt hätte 

(Urk. 161 S. 4 ff.), wobei es dem Beschuldigten bzw. seiner Verteidigung unbe-

nommen war, Ergänzungsfragen zu stellen, worauf sie allerdings verzichteten 

(a.a.O., S. 11). Vor diesem Hintergrund ist keine Verunmöglichung einer wirksamen 

Wahrnehmung der Verteidigungsrechte festzustellen (vgl. in diesem Sinne auch 

Urk. 195 S. 41 E. J.2.2.).

3.4.3.4. I._____ verweigerte die Aussage an der Konfrontationseinvernahme vom 

16. Dezember 2020, weshalb auch davon auszugehen ist, dass er auf Er-

gänzungsfragen des Beschuldigten bzw. seiner Verteidigung nichts gesagt hätte, 

womit seine früheren Aussagen unverwertbar sind (Urk. 031339 ff. = Urk. 033148; 

vgl. in diesem Sinne auch Urk. 195 S. 41 f. E. J.2.3.).

3.4.3.5. D._____ verwies an der Konfrontationseinvernahme vom 16. Dezember 

2020 weitgehend auf seine bisherigen Aussagen. Auf mehrere Vorhalte hin depo-

nierte er aber doch Aussagen, namentlich hinsichtlich der Fragen, wem er das je-

-   16   -

weils vom Beschuldigten C._____ bezogene Kokain weitergegeben habe, welche 

Kommunikationsplattformen hierfür genutzt worden und wie viele Abgaben des 

vom Beschuldigten C._____ bezogenen Kokains an eine unbekannte Person bzw. 

an den ursprünglichen Auftraggeber erfolgt seien. D._____ hat die mehrfachen 

Übernahmen des Kokains vom Beschuldigten C._____ also nicht bloss formal be-

stätigt, sondern sich auch inhaltlich mit den diesbezüglichen Vorhalten 

auseinandergesetzt. Es kann damit davon ausgegangen werden, dass er die Vor-

würfe in der parteiöffentlichen Befragung in wesentlichen Punkten bestätigte, und 

zwar nicht nur formal, sondern indem er sich zur Sache äusserte. Nachdem sich 

D._____ auf Vorhalte betreffend die mehrfachen Kokainübernahmen vom Beschul-

digten C._____ bzw. die Weitergaben des Kokains einliess, kann nicht ausge-

schlossen werden, dass er auf diesbezügliche Ergänzungsfragen des Beschuldig-

ten bzw. seines Verteidigers Aussagen gemacht hätte. Eine Verunmöglichung einer 

wirksamen Wahrnehmung der Verteidigungsrechte liegt nicht vor. Auch die frühe-

ren Aussagen von D._____ zu den Kokainübernahmen von C._____, auf die er an 

der Konfrontationseinvernahme verwies, sind damit verwertbar (Urk. 031339 ff. = 

Urk. 033148; vgl. in diesem Sinne auch Urk. 195 S. 42 E. J.2.4.).

3.4.3.6. F._____ verweigerte an der Konfrontationseinvernahme vom 18. Januar 

2021 die Aussage ebenfalls weitgehend, sagte aber doch zu diversen Vorhalten 

aus. So insbesondere betreffend den durch ihn für das Kokain bezahlten Preis pro 

Kilogramm, die durch ihn von seinem Hauptlieferanten bezogenen Mengen pro Be-

zug, über die Verpackung und die Konsistenz des von ihm bezogenen Kokains, 

über dessen geographische Herkunft und sogar über den auf der bei ihm sicherge-

stellten Einkaufsliste aufgeführten Namen "J._____". Damit hat er die Vorwürfe in 

einer parteiöffentlichen Befragung in wesentlichen Punkten bestätigt. Nachdem 

sich F._____ auf Vorhalte betreffend die mehrfachen Kokainübernahmen einliess, 

kann nicht ausgeschlossen werden, dass er auch auf diesbezügliche Ergänzungs-

fragen hin Aussagen gemacht hätte. Auch seine früheren Aussagen betreffend die 

Kokainübernahmen sind deshalb verwertbar (Urk. 343450 ff.; vgl. in diesem Sinne 

auch Urk. 195 S. 42 f. E. J.2.5.). 

-   17   -

3.4.3.7. G._____ machte anlässlich der Konfrontationseinvernahme vom 1. Fe-

bruar 2021 zwar Erinnerungslücken geltend, sagte im Übrigen jedoch weitgehend 

einlässlich aus, weshalb auch seine früheren Aussagen verwertbar sind 

(Urk. 034711 ff.; vgl. in diesem Sinne auch Urk. 195 S. 43 E. J.2.6.). Entgegen dem 

Vorbringen der Verteidigung (Urk. 386 S. 15 f.) war G._____ einvernahmefähig. Die 

von ihr angeführten Umstände führen nicht grundsätzlich zu Einvernahmeunfähig-

keit. G._____ deponierte denn auch zu Beginn der Einvernahme von sich aus, dass 

er sich melden werde, wenn er der Einvernahme nicht mehr folgen könne. Aus dem 

Protokoll geht weiter hervor, dass er bis zuletzt in der Einvernahme ausführliche, 

zusammenhängende und grundsätzlich kohärente Aussagen machte und den Fra-

gen sowie Vorhalten scheinbar mühelos folgen konnte. Auch der (damalige) Ver-

teidiger des Beschuldigten scheint nichts wahrgenommen zu haben, was die Ein-

vernahmefähigkeit von G._____ in Frage gestellt hätte. Schliesslich machte 

G._____ selbst weder anlässlich der Einvernahme noch im Nachgang geltend, auf-

grund seines Zustandes nicht einvernahmefähig gewesen zu sein. Mangels kon-

kreter objektiver Hinweise auf einer relevanten Beeinträchtigung von G._____ ist 

von seiner Einvernahmefähigkeit auszugehen.

3.4.3.8. Soweit die Verteidigung geltend macht, dass die Einvernahme des Be-

schuldigten vom 31. Juli 2020 (Urk. 031788 ff.) in einer verwirrlichen Art geführt 

worden sei (Urk. 386 S. 17 f.), ist dieser Einwand nicht stichhaltig. Wie die Vertei-

digung selbst anführt, wurden dem Beschuldigten die relevanten Tatvorwürfe zu 

Beginn der Einvernahme präsentiert, bevor er im Einzelnen dazu befragt wurde. 

Soweit sich für den Beschuldigten später Unklarheiten aufgrund des Fragestils bzw. 

der Reihenfolge ergeben hätten, wäre es an ihm gelegen, dies kundzutun bzw. sich 

mit Rückfragen zu vergewissern, dass er die Frage oder den Vorwurf richtig ver-

standen hätte. Aus dem Einvernahmeprotokoll deutet jedenfalls nichts auf eine 

Konfusion des Beschuldigten oder gar eine täuschende Befragungstechnik des 

Polizeibeamten hin. 

3.4.4. Verdeckte bzw. geheime Hausdurchsuchungen

Soweit die Verteidigung vor Vorinstanz monierte, es seien ohne zwangsmassnah-

mengerichtliche Genehmigung geheime Hausdurchsuchungen durchgeführt wor-

-   18   -

den, welche nicht verwertbar seien (Urk. 158 S. 10), machte die Vorinstanz unter 

Hinweis auf die einschlägigen rechtlichen Grundlagen zutreffende Ausführungen, 

auf die vollumfänglich verwiesen werden kann (Urk. 195 S. 43 f. E. J.3.). 

3.4.5. Auslieferungsrechtlicher Spezialitätsgrundsatz betreffend Vorgänge 21 und 

"H._____"

3.4.5.1. Die Vorinstanz setzte sich im Zusammenhang mit Vorgang 21 mit der ver-

teidigerseits aufgeworfenen Frage auseinander, ob der diesem Vorgang zugrunde-

liegende Vorwurf (Urk. 160004 f.) durch den auslieferungsrechtlichen Spezialitäts-

grundsatz gedeckt ist oder nicht. Unter Hinweis auf Art. 14 Ziff. 1 lit. a des 

Europäischen Auslieferungsübereinkommens vom 13. Dezember 1957 (EAUe; 

SR 0.353.1) erwog sie, die Staatsanwaltschaft habe im vorliegenden Verfahren 

nach Aufdeckung zusätzlicher möglicher Straftaten noch während des Vorverfah-

rens einen nachträglichen Haftbefehl erlassen und auch ein nachträgliches Auslie-

ferungsersuchen gestellt, worauf die Auslieferungsgründe entsprechend erweitert 

worden seien. Der Beschuldigte A._____ habe sich mit dem nachträglichen Auslie-

ferungsersuchen nicht einverstanden erklärt. Dennoch sei eine nachträgliche Aus-

weitung der Auslieferungsgründe zur Wahrung des Spezialitätsprinzips gestützt auf 

Art. 14 Ziff. 1 lit. a EAUe und Art. 39 IRSG zulässig (Urk. 195 S. 63 f. E. II.D.2., 

unter Hinweis auf die einschlägigen Aktenstellen).

3.4.5.2. Dem ist ohne Weiteres beizupflichten. Sogenannte Nachtragsausliefe-

rungsbegehren sind anerkanntermassen zulässig (vgl. dazu statt Weiterer BSK-

IRSG, FIOLKA, N 19 zu Art. 39). Das Vorgehen der Staatsanwaltschaft ist damit 

nicht zu beanstanden, was analog auch bezüglich des Vorgangs "H._____" gilt.

3.4.5.3. Weiter setzte sich die Vorinstanz mit der Rüge auseinander, dass Auffor-

derungen der Behörden, gemäss welchen nur zu Sachverhalten hätte befragt wer-

den dürfen, die durch die Auslieferungsgründe gedeckt seien, nicht nachgekom-

men worden sei, worin sie implizit auch geltend gemacht sah, die vor Erweiterung 

der Auslieferungsgründe erfolgten Untersuchungshandlungen, insbesondere die 

Einvernahmen, seien teilweise unverwertbar (Urk. 195 S. 64 E. II.D.3., unter Hin-

weis auf Urk. 156A S. 1). Dazu erwog sie, in zeitlicher Hinsicht sei darauf hinzuwei-

-   19   -

sen, dass der internationale Haftbefehl den Anklagezeitraum grundsätzlich bereits 

zu Beginn abgedeckt habe. So sei dem Beschuldigten A._____ im ersten internati-

onalen Haftbefehl vorgeworfen worden, dass er seit unbestimmter Zeit, mindestens 

seit dem Januar 2018, mehrere Kilogramm Kokain und Amphetamin in die Schweiz 

eingeführt habe (Urk. 130375). Die Analysen von Betäubungsmitteln durch das 

Drogeninformationszentrum Zürich (welche 2016, 2017 und 2018 erfolgten) stün-

den inhaltlich in unmittelbarem Zusammenhang mit dem im internationalen Haftbe-

fehl genannten Vorwurf des Betäubungsmittelhandels. Insofern sei der Beschul-

digte nicht zu Taten befragt worden, die nicht Gegenstand der Auslieferung gewe-

sen seien. Selbst wenn man es als fraglich erachten würde, ob sich die Umschrei-

bung des Tatzeitraums im internationalen Haftbefehl mit "seit unbestimmter Zeit" 

als genügend konkretisiert erweise, um dem Spezialitätsprinzip zu genügen, sei – 

sowohl in zeitlicher als auch in inhaltlicher Hinsicht – eine nachträgliche Ausweitung 

der Auslieferungsgründe im Vorverfahren in Anbetracht der konkreten rechtlichen 

Grundlagen, namentlich Art. 14 Ziff. 1 lit. a EAUe und Art. 39 IRSG, zulässig. Von 

einer Unverwertbarkeit von Einvernahmen, die vor einem solchen Nachtragsersu-

chen bzw. der entsprechenden Bewilligung stattgefunden haben, sei dabei nicht 

auszugehen. Die Wiederholung sämtlicher Einvernahmen zu verlangen, die vor Be-

willigung eines Nachtragsersuchens erfolgt sind, würde an überspitzten Formalis-

mus grenzen. Der Beschuldigte werde, jedenfalls aus heutiger Sicht, nicht wegen 

Straftaten abgeurteilt, die nicht Gegenstand der Auslieferungs- und Nachtragser-

suchen seien. Im Untersuchungsverfahren seien zwar einzelne Einvernahmethe-

men aufgegriffen worden, die damals (noch) nicht von den bewilligten Ausliefe-

rungsgründen gedeckt gewesen seien. Dieser formelle Mangel sei jedoch durch die 

Bewilligung des Nachtragsersuchens rückwirkend geheilt. Dabei sei darauf hinzu-

weisen, dass das Bundesgericht bei Ermächtigungsdelikten davon ausgehe, dass 

die Ermächtigung zur Strafverfolgung durch eine Behörde sogar noch zu Beginn 

des Rechtsmittelverfahrens erfolgen könne. Dabei führe eine nachträgliche Ertei-

lung der Ermächtigung zur Heilung des gesamten an sich bis anhin durchgeführten 

Verfahrens. Die der nachträglichen Beibringung einer Ermächtigung 

vorausgegangenen prozessualen Handlungen seien dabei nicht nichtig (BGE 110 

IV 46; bestätigt in Urteil des Bundesgerichts 6B_142/2012 vom 28. Februar 2013). 

-   20   -

Die Lehre kritisiere die diesbezügliche Rechtsprechung des Bundesgerichts zwar 

partiell, wolle es aber ebenfalls genügen lassen, wenn eine Ermächtigung noch vor 

Beginn des Hauptverfahrens eingeholt wurde (BSK-StPO, RIEDO/BONER, N 29 ff. 

zu Art. 303). Dabei gehe auch die Lehre teilweise davon aus, dass sich im 

Auslieferungsrecht Analogien zu den Ermächtigungsdelikten aufdrängen, sofern 

sichernde Massnahmen betroffen sind (BSK-IRSG, FIOLKA, N 33 zu Art. 39). Vor 

diesem Hintergrund dränge es sich auf, die bundesgerichtliche Rechtsprechung be-

treffend die Ermächtigungsdelikte auf Ermächtigungen betreffend die Auslieferung 

durch einen fremden Staat in analoger Art und Weise anzuwenden (Urk. 195 

S. 64 f. E. II.D.3.).

3.4.5.4. Diesen Überlegungen ist beizupflichten, sie können übernommen werden. 

Vor dem Hintergrund, dass wie bereits ausgeführt Nachtragsauslieferungsbegeh-

ren im Anwendungsbereich des IRSG anerkanntermassen zulässig sind sowie im 

Lichte der zitierten bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu Ermächtigungsdelikten 

(insbesondere Urteil des Bundesgerichts 6B_142/2012 vom 28. Februar 2013 

E. 2.5) und der einschlägigen, überzeugenden Lehre, wonach sich im Anwen-

dungsbereich des IRSG Analogien zu Ermächtigungsdelikten aufdrängen, besteht 

vorliegend kein Anlass, von einer (auch nicht partiellen) Unverwertbarkeit von Ein-

vernahmen bzw. Verwertungshindernissen aufgrund des auslieferungsrechtlichen 

Spezialitätsgrundsatzes auszugehen. Gerade in komplexen Fällen wie dem vorlie-

genden ist es regelmässig der Fall, dass im Zuge der umfangreichen Ermittlungs-

handlungen (mitunter laufend) neue, allenfalls strafrechtlich relevante Sachverhalte 

hinzu- und im Rahmen der damit einhergehenden Einvernahmen zur Sprache 

kommen und eben gerade deshalb sind ja auch Nachtragsersuchen zulässig.

3.4.6. Weitere prozessuale Fragen

Weitere prozessuale Fragen, die in Zusammenhang mit einzelnen Anklagepunkten 

stehen, sind gegebenenfalls bei der Beurteilung der jeweiligen Vorwürfe zu prüfen.

-   21   -

II. Schuldpunkt

1. Anklagevorwurf

Der eingeklagte Sachverhalt ergibt sich aus der beigehefteten Anklageschrift 

(Urk. 160000), darauf kann verwiesen werden.

2. Allgemeine Beweiswürdigungsregeln

Die Vorinstanz hat die allgemeinen Beweiswürdigungsregeln zutreffend dargestellt 

(Urk. 195 S. 44-47, E. II.A.1.1.-1.3.), darauf kann verwiesen werden.

Ergänzend ist dazu festzuhalten, dass nach konstanter Rechtsprechung für den 

Schuldbeweis auch ein indirekter Beweis zulässig ist, wenn keine direkten Beweise 

vorliegen. Beim Indizienbeweis wird aus bestimmten Tatsachen, die nicht unmittel-

bar rechtserheblich, aber bewiesen sind (Indizien), auf die zu beweisende, unmit-

telbar rechtserhebliche Tatsache geschlossen. Eine Mehrzahl von Indizien, welche 

für sich alleine nur mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auf die Täterschaft oder 

die Tat hinweisen und einzeln betrachtet die Möglichkeit des Andersseins offen las-

sen, können in ihrer Gesamtheit ein Bild erzeugen, das bei objektiver Betrachtung 

keine Zweifel bestehen lässt, dass sich der Sachverhalt so verwirklicht hat. Der 

Indizienbeweis ist dem direkten Beweis gleichwertig (vgl. dazu statt Weiterer 

BGE 6B_1427/2016, Urteil vom 27. April 2017, E. 3., mit Verweisen, sowie jüngst 

in diesem Sinne auch BGE 6B_931/2021, Urteil vom 15. August 2022, E. 4.3.1.).

3. Ausgangslage

3.1. Die Anklageschrift hält einleitend fest, die Beschuldigten A._____ und 

C._____ hätten im Rahmen von diversen Vorgängen im Ausland Betäubungsmittel 

(Kokain und Amphetamin) eingekauft, dieses in die Schweiz transportiert und hier 

verkauft. Dabei sei der Beschuldigte A._____ in der Regel für die Organisation/Ad-

ministration bzw. den Einkauf der Betäubungsmittel im Ausland und hinsichtlich der 

Verhandlungen mit den Abnehmern in der Schweiz zuständig gewesen. Der Be-

schuldigte C._____ demgegenüber habe in der Regel den Transport der Betäu-

bungsmittel vom Ausland in die Schweiz und die hier erforderlichen administrativen 

-   22   -

Handlungen sowie den Verkauf bzw. die Übergabe der Betäubungsmittel vorge-

nommen. Insgesamt hätten die Beschuldigten im Zeitraum von mindestens Oktober 

2016 bis zum 18. Juni 2020 mindestens sieben Kilogramm Kokain und mindestens 

sechs Liter flüssiges Amphetamin in die Schweiz eingeführt und durch den Verkauf 

der Betäubungsmittel einen Umsatz von mindestens Fr. 277'500 erzielt (Urk. 

160002 f.).

3.2. Der Beschuldigte C._____ zeigte sich an der Hauptverhandlung geständig, 

machte jedoch keine Aussagen betreffend Dritte und wich in seinem Geständnis 

hinsichtlich der Kokainmenge teilweise von den Vorhalten in der Anklageschrift ab 

(vgl. dazu Urk. 161 S. 4 ff. bzw. nachstehend bei den einzelnen Vorwürfen).

3.3. Eine erneute Einvernahme des Beschuldigten C._____ ist entgegen dem 

Antrag der Verteidigung (Urk. 386A S. 2) nicht notwendig. Wie bereits mit Verfü-

gung vom 7. September 2023 festgehalten wurde, wurde C._____ bereits mehrfach 

einvernommen und bereits einmal wirksam mit dem Beschuldigten konfrontiert 

(Urk. 329 S. 3). Alleine aus dem Umstand, dass er nunmehr formell in einer ande-

ren Rolle zu befragen wäre, ergibt sich keine entscheidende Veränderung des Be-

weiswerts seiner Aussagen. Nicht die Glaubwürdigkeit einer Aussageperson unter 

Bezugnahme auf ihre formelle Rolle im Strafverfahren ist entscheidend, sondern 

die Glaubhaftigkeit der Aussagen, weshalb von einer erneuten Einvernahme abzu-

sehen ist.

3.4. Der Beschuldigte A._____ hielt in der Schlusseinvernahme fest, dass er 

nichts mit dem ihm vorgeworfenen Handel von Betäubungsmittel zu tun habe, wo-

bei er auf seine früheren Aussagen verwies, gemäss welchen er nichts vom Betäu-

bungsmittelhandel gewusst haben und in keiner Art und Weise in diesen involviert 

gewesen sein will (Urk. 031698 f.). An der Hauptverhandlung blieb er dabei, nichts 

mit den Betäubungsmittelimporten zu tun zu haben (Urk. 160 S. 5 ff.). Auch anläss-

lich der Berufungsverhandlung hielt der Beschuldigte daran fest und machte gel-

tend, er habe sich lediglich als Gold- Möbel- und Uhrenhändler sowie Geldwäscher 

betätigt. (Urk. 384; Urk. 385).

-   23   -

4. Eingangsvorhalt zu den BetmG-Delikten und allgemeine Vorbemerkungen

4.1. Ob bzw. inwieweit der Eingangsvorhalt der Anklageschrift zu den BetmG-

Delikten (Urk. 160002 f.) erstellt werden kann, ist anhand der Beurteilung der kon-

kret vorgeworfenen einzelnen Vorgänge zu erstellen. 

4.2. Mit der Vorinstanz drängen sich einige einleitende Erwägungen zu den in 

allgemeiner Hinsicht gemachten Aussagen der Beschuldigten A._____ und 

C._____ (und weiterer Personen) sowie zu den finanziellen Verhältnissen des Be-

schuldigten A._____ auf, nachdem beide Beschuldigten wiederholt vorbrachten, 

ihre Treffen in K._____ [Niederlande] hätten mit dem Import von Möbeln in die 

Schweiz im Zusammenhang gestanden. Bereits das vorliegende Geständnis des 

Beschuldigten C._____ zeigt klar, dass es dabei nicht nur um Möbel ging. Die Vor-

instanz hat die diesbezüglich von den Beschuldigten gemachten Aussagen und die 

Aussagen weiterer Personen dazu soweit relevant dargestellt sowie zu Letzteren 

zutreffende Erwägungen zu deren Verwertbarkeit gemacht, darauf kann verwiesen 

werden (Urk. 195 S. 49-53 E. II.A.3.-6.). Was die Treffen der Beschuldigten 

C._____ und A._____ in K._____ sowie den von ihnen behaupteten Import von 

Möbeln in die Schweiz betrifft, stellte sie sodann zutreffende Überlegungen an, die 

ebenfalls übernommen werden können (a.a.O., S. 53-58 E. II.A.7.-11.). Mit ihr ist 

teilweise rekapitulierend festzuhalten, dass selbst wenn es zum Vertrieb von Mö-

beln von der L._____ über die M._____ gekommen sein mag und auch nicht aus-

geschlossen werden kann, dass es in diesem Zusammenhang zu Treffen zwischen 

den Beschuldigten und L._____ kam, nicht zuletzt vor dem Hintergrund der umfas-

senden Zugeständnisse des Beschuldigten C._____, die sich mit dem Untersu-

chungsergebnis decken, davon ausgegangen werden muss, dass sich die Beschul-

digten nicht nur zwecks Möbelhandel oder wegen der dazu offenbar nötigen Über-

setzungsdienstleistungen des Beschuldigten A._____ in K._____ trafen, sondern 

es dabei jedenfalls auch um die Einfuhr von Betäubungsmitteln aus der Nieder-

lande in die Schweiz ging. Die Vorinstanz hat in diesem Zusammenhang unter an-

derem sorgfältig dargelegt, dass mindestens die Ausstellung und Verwendung ei-

nes Einladungsschreibens der L._____ vom 22. April 2020, von welchem Schrei-

ben auch der Beschuldigte A._____ wusste, sowie mehrere aufgezeichnete Ge-

-   24   -

spräche des Beschuldigten C._____ klar darauf hindeuten, dass der Möbelimport 

als Tarngeschichte vorgeschoben wurde (a.a.O., S. 55 f. E. II.A.8. f.). Ein weiterer 

Hinweis dafür, dass auch der Beschuldigte A._____ bereits im Jahr 2016 in Dro-

genschmuggelaktivitäten involviert war, ist sodann darin zu sehen, dass dieser 

schon damals mit einem für den Drogenschmuggel präparierten VW Rabbit zu tun 

hatte, diesen namentlich eingestandenermassen kaufte, in der Folge dem Beschul-

digte C._____ weiterverkaufte und diesen während seiner Aufenthalte in der 

Schweiz auch benutzte, wobei er sich in wenig überzeugende Widersprüche ver-

strickte, als es um Fragen bezüglich einer von ihm veranlasste Abschleppung nach 

einer Panne des Fahrzeugs ging (a.a.O., S. 56-58 E. II.A.10.). Schliesslich zeigte 

die Vorinstanz minutiös und ebenfalls überzeugend auf, dass sich die finanziellen 

Verhältnisse des Beschuldigten A._____ als höchst undurchsichtig erweisen, auch 

darauf kann verwiesen werden (a.a.O., S. 58-61 E. II.B.). So vermochte er nament-

lich seine geltend gemachten Einnahmen aus seiner Tätigkeit als Spielervermittler, 

als Leiter einer Fussballschule und als Goldverkäufer weitestgehend nicht zu bele-

gen und will über diese Tätigkeiten auch keinerlei Buchhaltung geführt haben. Au-

genfällig ist weiter, dass sich aus der Dokumentation seiner Bankverbindungen nur 

sehr spärliche Hinweise auf seine angeblich vielseitigen Tätigkeiten ergeben. An-

hand der tatsächlich dokumentierten finanziellen Verhältnisse lässt sich jedenfalls 

nicht nachvollziehbar erklären, wie der Beschuldigte A._____ seinen Lebensunter-

halt finanziert haben will.

5. Vorgang 21

5.1. Die Vorinstanz hat das Beweisfundament dargestellt, Ausführungen zur Ver-

wertbarkeit einzelner Beweise gemacht, die relevanten Beweise unter Abhandlung 

der Vorbringen der Verteidigung gewürdigt und schliesslich deren Beweisanträge 

abgehandelt. Auf die sorgfältigen und zutreffenden vorinstanzlichen Ausführungen 

kann vorab verwiesen werden (Urk. 195 S. 65-72 E. II.D.4.-14).

5.2. Punktuell rekapitulierend und ergänzend ist festzuhalten, dass entgegen den 

unglaubhaften Aussagen des Beschuldigten der eingeklagte Sachverhalt aufgrund 

der glaubhaften Belastungen von N._____ erstellt ist (vgl. dazu insbesondere 

Urk. 034614 ff.). Der Beschuldigte konnte nicht überzeugend dartun, weshalb 

-   25   -

N._____ ihn – und nicht nur ihn, sondern auch sich selbst und seinen eigenen Sohn 

O._____ – zu Unrecht belastet haben sollte. N._____ schildert die belastenden 

Treffen mit dem Beschuldigten A._____ in freier Erzählung und mit vielen lebens-

nahen Details (vgl. (Urk. 034594 ff.): So berichtete N._____ vom Umstand, dass er 

beim zweiten Mail nichts von der Probe konsumiert habe, da er gerade aus dem 

Spital gekommen sei, oder von der konspirativen Art der Übergabe, als A._____ 

eine Probe während des Händeschüttelns übergeben habe. Auch die individuell auf 

den Beschuldigten A._____ bezogene Nebensächlichkeit, dass dieser "alle" Bar-

damen gekannt habe, so auch diejenige im Restaurant, in welchem die Treffen 

stattgefunden hätten, spricht für den Wahrheitsgehalt seiner Aussagen. N._____ 

gab ebenfalls unumwunden Unklarheiten zu, ohne etwa belastende Umstände ge-

gen den Beschuldigten A._____ zu konstruieren, wie betreffend die Frage, wofür 

der Beschuldigte A._____ die Tests wohl gebraucht habe. Belastungseifer ist nicht 

ersichtlich. Weiterhin erschliesst sich nicht, inwiefern N._____ seinen Sohn durch 

die Involvierung des Beschuldigten hätte entlasten sollen. Schliesslich ist festzu-

halten, dass selbst wenn der Beschuldigte am 10. September 2017 einen Flug nach 

P._____ [Niederlande] angetreten hätte (vgl. Urk. 386/2), dies eine nachfolgende 

Übergabe des Analyseergebnisses in Zürich nicht ausschliesst.

5.3. Aufgrund des erstellten Vorwurfs steht weiter zweifelsfrei fest, dass der Be-

schuldigte A._____ bereits in den Jahren 2016, 2017 und 2018 mit Kokain (aber 

auch mit MDMA) zu tun hatte. Auch dass die Drogenübergaben und Auftragsver-

gaben zur Reinheitsanalyse im Hinblick auf den mit dem Beschuldigten C._____ 

zusammen betriebenen Drogenhandel getätigt wurden, kann vor dem Hintergrund 

der vorne unter E. II.4. gemachten Ausführungen sowie in Anbetracht der Würdi-

gung der nachfolgenden Vorgänge als erstellt erachtet werden.

5.4. Die von der Verteidigung und vom Beschuldigten im Berufungsverfahren er-

neuerten Einwände (Urk. 164 S. 9; Urk. 386 S. 21 ff.; Urk. 384 S. 3 ff.) wurden von 

der Vorinstanz wie bereits erwähnt überzeugend entkräftet (vgl. dazu im Einzelnen 

insbesondere Urk. 195 S. 69 E. II.D.9.), auf die entsprechenden Ausführungen 

kann verwiesen werden. Die Vorinstanz hat sich im Übrigen mit den Beweisanträ-

gen zutreffend auseinandergesetzt (a.a.O., S. 71 E. II.D.13.), auch darauf ist zu 

-   26   -

verweisen. Hinsichtlich des erneuten Beweisantrags auf eine Untersuchung der 

DIZ-Meldung (Urk. 386 A S. 2) ist festzuhalten, dass die Beweiskraft des Unter-

suchungsergebnisses, nunmehr 7 Jahre nach dem relevanten Zeitpunkt und nach-

dem der fragliche Gegenstand in dieser Zeit unkontrollierten äusseren Einflüssen 

ausgesetzt war, von vornherein als unbedeutend einzustufen ist. Auch vor dem Hin-

tergrund der glaubhaften Belastungen N._____s kann darauf verzichtet werden, 

weitere Abklärungen beim Forensischen Institut Zürich bzw. weitere Spurenaus-

wertungen vorzunehmen (vgl. dazu Urk. 329). Vor dem Hintergrund der vorgenom-

menen Beweiswürdigung drängen sich auch im Berufungsverfahren keine Bewei-

sergänzungen auf.

6. Vorgang "H._____"

6.1. Die Vorinstanz hat das auch in diesem Zusammenhang umfangreiche Be-

weismaterial im Hinblick auf den strittigen Sachverhalt minutiös, umfassend und 

überzeugend gewürdigt, weshalb auch hier zur Vermeidung entbehrlicher Wieder-

holungen vorab auf deren zutreffende Ausführungen verwiesen werden kann 

(Urk. 195 S. 72-87 E. II.E.). Dabei hat die Vorinstanz auch erwogen, was sich nicht 

erstellen lässt (vgl. dazu u.a. a.a.O., S. 83 E. II.E.9.6. bzw. nachfolgend unter 

E. II.6.3.). Vor dem Hintergrund der sorgfältigen und zutreffenden Beweiswürdi-

gung der Vorinstanz sind die nachfolgenden Erwägungen als teilweise rekapitulie-

rende und ergänzende zu verstehen.

6.2. Wesentlich für die Erstellung des eingeklagten Sachverhalts sind unter an-

derem die belastenden Aussagen von G._____. Diese fielen zwar widersprüchlich 

aus. So hielt G._____ bei der Polizei noch unmissverständlich fest, es habe sich 

beim Beschuldigten A._____ um den Kokain-Lieferanten von F._____ gehandelt 

(vgl. dazu im Einzelnen Urk. 011854 ff., [vgl. insbesondere Urk. 011866] = 

Urk. 034635 ff.). Anlässlich der Konfrontation mit den Beschuldigten A._____ und 

C._____ bei der Staatsanwaltschaft wollte er sich später zunächst nicht mehr an 

diese Aussage erinnern, wogegen er dann aber – im Widerspruch dazu – geltend 

machte, es sei eine blosse Vermutung gewesen. Zu guter Letzt führte er sogar aus, 

es habe sich um einen blossen Spass gehandelt (vgl. dazu im Einzelnen 

Urk 034711 ff.). Davon abgesehen, dass sich die Aussagen von G._____, er könne 

-   27   -

sich nicht mehr an seine Aussage erinnern bzw. er habe bloss eine Vermutung 

geäussert, bereits widersprechen, erscheint es auch höchst unglaubhaft, dass 

G._____ den Beschuldigten A._____ gegenüber der Polizei aus blossem Spass als 

Kokain-Lieferanten und als "Schneewittchen" von F._____ bezeichnet haben will. 

Das Aussageverhalten von G._____ in der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme 

weist vielmehr darauf hin, dass er aufgrund der Situation der Konfrontation mit den 

beiden Beschuldigten während des Verlaufs der Einvernahme immer stärker von 

seinen früheren Aussagen abrückte. Dies ändert jedoch nichts daran, dass seine 

ursprünglichen Belastungen nicht zuletzt vor dem Hintergrund der übrigen Ermitt-

lungsergebnisse, namentlich den aufgezeichneten Telefongesprächen, den polizei-

lichen Beobachtungen und Feststellungen, den Hausdurchsuchungen sowie den 

Zugeständnissen weiterer im eingeklagten Drogenhandel involvierter Protagonis-

ten (vgl. dazu im Einzelnen Urk. 195 S. 78-85 E. II.E.9.), glaubhaft sind und seine 

späteren Relativierungen unglaubhaft, weshalb auf Erstere abzustellen ist. Zwei-

felsfrei steht deshalb fest, dass es sich beim Beschuldigten A._____ um "J._____" 

und damit um den Kokain-Lieferanten von F._____ handelte.

6.3. Wie bereits erwähnt, stützt sich das Beweisergebnis neben den vorliegen-

den Aussagen auch auf umfangreiche polizeiliche Ermittlungsergebnisse wie auf-

gezeichnete Telefongespräche, polizeiliche Beobachtungen und Feststellungen 

sowie Hausdurchsuchungen. In zutreffender Würdigung dieser Ermittlungsergeb-

nisse erwog die Vorinstanz unter anderem richtig, dass sich ein Treffen zwischen 

F._____ mit dem Beschuldigten A._____ und/oder dem Beschuldigten C._____ am 

6. Juni 2018 nicht erstellen lässt. F._____ sagte zwar aus, er habe am 5. Juni 2018 

500 Gramm Kokain von seinem Hauptlieferanten erhalten, wobei die Aussagen von 

G._____ nicht daran zweifeln lassen, dass es sich dabei um A._____ gehandelt 

haben muss. Dennoch lässt sich letztlich nicht zweifelsfrei erstellen, wann genau 

bzw. ob überhaupt F._____ diese 500 Gramm von C._____ und/oder A._____ er-

halten hat. Hinsichtlich eines Treffens vom 5. oder 6. Juni 2018 zwischen F._____ 

und/oder C._____ liegen keine konkreten Beweismittel vor. Zweifelhaft erscheint 

eine Übergabe von 500 Gramm Kokain am 5. oder 6. Juni 2018 auch deshalb, da 

F._____ am 5. oder 6. Juni 2018 anscheinend nicht genug Geld hatte, um das 

Kokain zu beziehen, war er doch auch am 7. Juni 2018 nach wie vor auf der Suche 

-   28   -

nach über Fr. 25'000.–, wie bereits vor dem angeblichen Treffen mit A._____ 

und/oder C._____. Dass am 5. oder 6. Juni 2018 500 Gramm Kokain von den Be-

schuldigten A._____ oder C._____ an F._____ übergeben wurden, kann somit 

nicht zweifelsfrei erstellt werden (vgl. in diesem Sinne auch Urk. 195 S. 83 

E. II.E.9.6., unter Hinweis auf die einschlägigen Aktenstellen). 

6.4. Anlässlich einer Hausdurchsuchung bei F._____ am 3. Juli 2018 wurde ein 

handschriftlicher Notizzettel sichergestellt, auf dem offensichtlich Einnahmen von 

verschiedenen Betäubungsmittelabnehmern Ausgaben für Betäubungsmittel-

einkäufe gegenübergestellt werden. Bei den Ausgaben findet sich der "J._____" 

zugeordnete Eintrag "-45'000" (Urk. 012008). Die Ermittlungsbehörden hielten 

dazu fest, dass während der gesamten Zeitspanne der Ermittlungen im Rahmen 

der Aktion "H._____" lediglich ein einziger Kontakt seitens F._____ zu einem 

"J._____" festgestellt werden konnte, nämlich zum Beschuldigten A._____ 

(Urk. 011418). Dem sichergestellten Mobiltelefon von F._____ konnte ein Kon-

takteintrag betreffend "J'._____" entnommen werden, wobei die diesem Kontakt zu-

geordnete Rufnummer auf den Sohn des Beschuldigten A._____ registriert war. 

Aktenkundig ist, dass der Beschuldigte A._____ ein Studio der Hotelkette Q._____ 

gemietet hatte (vgl. dazu u.a. Urk. 011810 f.). Weiter konnte festgestellt werden, 

dass der Beschuldigte A._____ die auf seinen Sohn registrierte Rufnummer für die 

Buchung eines den Beschuldigten A._____ betreffenden Flugs nutzte. Die Rufnum-

mer des Beschuldigten C._____ hatte F._____ dabei – bezeichnenderweise – als 

"Driver" abgespeichert (Urk. 011418). Aufgrund des sichergestellten Notizzettels 

bzw. der darauf im Zusammenhang mit "J._____" vermerkten "-45'000" ist ohne 

Weiteres davon auszugehen, dass durch F._____ vom Duo C._____/A._____ zu-

mindest ein Kilogramm Kokain bezogen wurde. Dass F._____ und (der wegen Be-

täubungsmitteldelikten in einem weiteren Verfahren abgeurteilten) R._____ jeweils 

Fr. 45'000.– für ein Kilogramm Kokain an die Beschuldigten A._____ und C._____ 

bezahlten, kann einem Audiogespräch zwischen F._____ und R._____ vom 1. Juni 

2018 entnommen werden, in dem F._____ im Zusammenhang mit den Betäu-

bungsmittelpreisen unter anderem sagte: "Das Problem ist einfach, vom J._____, 

zahlen wir 45, muss es ihm für 50 geben" (vgl. dazu u.a. Urk. 011704 und 011660). 

F._____ verweigerte hierzu zunächst die Aussage, bestätigte dann aber, dass es 

-   29   -

schon so sein werde, dass er sich hier mit R._____ darüber unterhalten habe, dass 

er seinem Kokainlieferanten 45 bezahlen müsse (Urk. 0344462). Auf Vorhalt, dass 

es sich bei "J._____" um den Beschuldigten A._____ handelt, hielt F._____ fest, 

dass er nicht nur einen J._____ in seinem Mobiltelefon abgespeichert habe und 

dass es sich bei J._____ ja auch um einen Kosenamen handeln könne (a.a.O.). 

Auf Vorhalt, dass seitens der Polizei kein Kontakt zu einem anderen "J._____" als 

zur Rufnummer von "J'._____" festgestellt worden sei, die dem Beschuldigten 

A._____ zuzuordnen sei, verweigerte F._____ die Aussage (Urk. 034463). In An-

betracht der gesamten Umstände ist der eingeklagte Sachverhalt mit der Vorin-

stanz insofern zweifelsfrei erstellt, als die Beschuldigten A._____ und C._____ im 

Zeitraum von ca. Sommer 2017 bis ca. Anfang Juli 2018 1 Kilogramm Kokain an 

F._____ übergeben haben (Verkaufspreis: Fr. 45'000.– pro Kilogramm). Hinsicht-

lich der weiteren zur Anklage gebrachten 500 Gramm Kokain bestehen jedoch wie 

aufgezeigt Zweifel, weshalb es diesbezüglich nicht zu einem Schuldspruch kom-

men kann. Des Weiteren ist als erstellt zu erachten, dass G._____ im Auftrag von 

F._____ am 14. März 2018, um ca. 10.00 Uhr, beim S._____-Hotel an der T._____-

strasse … in U._____ dem Beschuldigten A._____ Fr. 14'000.– als Bezahlung für 

Kokain übergeben hat (vgl. in diesem Sinne auch Urk. 195 S. 85 f. E. II.E.9.9.-11., 

unter Hinweis auf die einschlägigen Aktenstellen). Unter Verweis auf die vorin-

stanzlichen Ausführungen ist festzuhalten, dass die Behauptung des Beschuldig-

ten, wonach es dabei um den Verkauf einer Rolex gehandelt habe und er wütend 

geworden sei, da er entgegen der Vereinbarung kleine Scheine erhalten habe (vgl. 

Urk. 384 S. 6), nicht plausibel erscheint (vgl. Urk. 195 S. 79 f.).

6.5. Schliesslich kann festgehalten werden, dass der eingeklagte Vorwurf selbst 

dann als erstellt erachtet werden könnte, wenn die Aussagen von F._____ – der 

Ansicht der Verteidigung folgend (vgl. Urk. 386 S. 15) – als unverwertbar erachtet 

würden. C._____ hat eingestanden, im eingeklagten Zeitraum Kokain an einen Ab-

nehmer übergeben zu haben. Aufgrund der dargelegten Überwachungsergebnisse 

ist zweifellos erstellt, dass es sich beim Abnehmer um F._____ handelte. Auch die 

Menge des Kokains kann anhand der Audio-Überwachung (Preis pro Kilo, "vom 

J._____ zahlen wir 45") und der Sicherstellungen (Einkaufsliste: "J._____ -45'000") 

erstellt werden. Dass C._____ das Kokain jeweils vom Beschuldigten A._____ 

-   30   -

hatte, ist vor dem Hintergrund der gesamten Ermittlungsergebnisse ebenfalls – und 

zwar auch ohne die belastenden Aussagen von F._____ – klar erstellt (vgl. in die-

sem Sinne auch Urk. 195 S. 86 f. E. II.E.12.).

6.6. Die Verteidigung brachte dazu nichts vor, was eine andere Beweiswürdi-

gung zuliesse (Urk. 164 S. 10-15; Urk. 386 S. 41 ff.), vor allem vor dem Hintergrund, 

dass zweifelsfrei erstellt ist, dass es sich beim Beschuldigten A._____ um "J._____" 

und damit um den Kokain-Lieferanten von F._____ handelte. Vor diesem Hinter-

grund sind – entgegen der Verteidigung – namentlich die polizeilichen Interpreta-

tionen der Überwachungsmassnahmen bzw. jene der Vorinstanz schlüssig. Im 

Übrigen kann, was die Vorbringen der Verteidigung betrifft, wie bereits erwähnt auf 

die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden, die sich damit hinreichend 

auseinandergesetzt hat.

7. Vorgang 11

7.1. Wiederum kann zunächst auf die sorgfältigen Erwägungen der Vorinstanz 

verwiesen werden, die auch im vorliegenden Zusammenhang die relevanten 

Beweismittel dargestellt, einlässlich geprüft und zutreffend gewürdigt hat (Urk. 195 

S. 87-92 E. II.F.).

7.2. Punktuell rekapitulierend und ergänzend ist zu den vorinstanzlichen Aus-

führungen festzuhalten, dass sich das Anklagefundament erneut auf zahlreiche aus 

umfangreichen Überwachungsmassnahmen und Sicherstellungen gewonnene Er-

kenntnisse stützt, die keine Zweifel daran aufkommen lassen, dass sich der Vorwurf 

wie eingeklagt zugetragen hat. Sodann hat sich der Beschuldigte C._____ auch in 

diesem Zusammenhang grundsätzlich geständig gezeigt (Urk. 161 S. 7), wobei 

sich sein Geständnis mit dem Untersuchungsergebnis deckt. Das stellt für sich ge-

nommen selbstredend keinen Beweis für die Schuld des Beschuldigten A._____ 

dar, spielt für die Beurteilung der Glaubhaftigkeit von dessen Aussagen jedoch sehr 

wohl eine Rolle, zumal es klar gegen die Glaubhaftigkeit seiner Bestreitungen 

spricht. Kommt hinzu, dass der Beschuldigte C._____ mit seinem Geständnis je-

denfalls implizit bestätigte, dass es bei den bei sämtlichen Vorwürfen zu würdigen-

den Erkenntnissen aus den zahlreichen Überwachungsmassnahmen um Drogen-

-   31   -

delikte ging, mithin die dahingehenden Interpretationen der Strafverfolgungsbehör-

den, die von der Vorinstanz weitgehend übernommen wurden, zutreffen. Unter an-

derem ist vor diesem Hintergrund alles andere als glaubhaft, dass der Beschuldigte 

A._____ am eingeklagten Ereignis völlig unbeteiligt gewesen sein soll, wogegen 

nicht zuletzt spricht, dass sich der für den Betäubungsmitteltransport benutzte 

VW Golf (ZH 4) damals nur gerade 55 Meter entfernt vom Wohnort seiner damali-

gen Verlobten V._____ in K._____ parkiert, wo er vom Beschuldigten C._____ 

dann übernommen wurde (vgl. dazu im Einzelnen Urk. 010518 ff., insbesondere 

Urk. 010521 und 010532). 

7.3. Was die eingeklagte Drogenmenge betrifft, so ist mit der Vorinstanz festzu-

halten, dass der Beschuldigte C._____ in einem Gespräch mit dem für den Einbau 

der Betäubungsmittel zuständigen Automechaniker am 4. Mai 2020 – also just beim 

in zeitlicher Hinsicht nächsten den Beschuldigten vorgeworfenen Vorgang – fest-

hielt, dass "sie" letztes Mal zwölf Flaschen plus "vier von diesen Stücken" gehabt 

hätten (Urk. 010604 = Urk. 010790; vgl. dazu auch Urk. 010598 ff. und 010745 f.). 

Dies deutet klar darauf hin, dass am 31. März 2020 (neben zwölf Flaschen mit 

Amphetamin) auch vier Blöcke Kokain importiert wurden. Wie anhand der weiteren 

erstellbaren Vorgänge festgestellt werden kann, wurden durch die beiden Beschul-

digten jeweils Kokain-Blöcke zu 500 Gramm in die Schweiz eingeführt. Vor diesem 

Hintergrund ist deshalb erstellt, dass am 31. März 2020 neben den sechs Litern an 

flüssigem Amphetamin auch 2 Kilogramm Kokain (mithin vier Blöcke Kokain à je 

500 Gramm) importiert wurden. In Anbetracht der im Zusammenhang mit den 

übrigen Vorgängen erstellten Tathandlungen des Beschuldigten A._____ und des 

Umstands, dass die Ermittlungen zweifelsfrei ergaben, dass der Beschuldigte 

C._____ den VW Golf (ZH 4) und die Betäubungsmittel beim Beschuldigten 

A._____ bzw. am Wohnort seiner Verlobten in K._____ abholte, kann auch ohne 

Weiteres davon ausgegangen werden, dass die Ausfuhr der Betäubungsmittel aus 

den Niederlanden und deren Einfuhr in die Schweiz wie eingeklagt in Absprache 

mit dem Beschuldigten A._____ erfolgten. Dass diese in der Folge veräussert wur-

den, ist ebenfalls unzweifelhaft (vgl. in diesem Sinne auch Urk. 195 S. 91 f. 

E. II.F.7.-9.).

-   32   -

7.4. Schliesslich sind auch die eingeklagten Verkaufspreise erstellt: Der für das 

Kokain angenommene Verkaufspreis von Fr. 40'000.– pro Kilogramm unterschrei-

tet die durch die Beschuldigten bei den weiteren Vorgängen verlangten rund 

Fr. 45'000.– pro Kilogramm Kokain. Der für 6 Liter Amphetamin (entsprechend 

4 Kilogramm Amphetaminbase bzw. ca. 5.5 Kilogramm Amphetaminsulfat) einge-

setzte Verkaufspreis von Fr. 5'000.– pro Liter Amphetamin erscheint angemessen. 

Die Vorinstanz hat diesbezüglich unter Hinweis auf verfügbare Quellen ebenfalls 

zutreffende Ausführungen gemacht, auf die zu verweisen ist (Urk. 195 S. 92 

E. II.F.10.).

7.5. Auch im vorliegenden Zusammenhang führen die Ausführungen der Ver-

teidigung (Urk. 164 S. 15 f.; Urk. 386 S. 40 ff.) zu keinem anderen Ergebnis und ist 

entgegen der Verteidigung davon auszugehen, dass der eingeklagte Sachverhalt 

hinreichend erstellt ist.

8. Vorgang 12

8.1. Auch dieser Vorwurf stützt sich auf ein solides Beweisfundament und auch 

hier hat die Vorinstanz chronologisch entlang der Anklageschrift die erheblichen 

Beweise – teilweise unter Bezugnahme auf die Vorbringen des Beschuldigten 

(Urk. 164 S. 17-24; Urk. 386 S. 43 ff.) – im Hinblick auf den strittigen Sachverhalt 

minutiös, umfassend und überzeugend gewürdigt, weshalb auf die entsprechenden 

Ausführungen zur Vermeidung unnötiger Wiederholungen zunächst verwiesen wer-

den kann (Urk. 195 S. 94-107 E. II.G.2.-11.). Vor dem Hintergrund der sorgfältigen 

und zutreffenden Beweiswürdigung der Vorinstanz sind die nachstehenden Er-

wägungen als teilweise rekapitulierende und ergänzende zu verstehen.

8.2. Vorab gilt auch in diesem Zusammenhang, dass sich das Geständnis des 

Beschuldigen C._____ (Urk. 161 S. 8), das sich mit dem übrigen Ermittlungsergeb-

nis deckt, sowie die übrigen erstellten Anklagepunkte grundsätzlich insofern stark 

belastend auf den Beschuldigten A._____ auswirken, als sie klar gegen die Glaub-

haftigkeit seiner Bestreitungen sprechen. Insbesondere spricht das Geständnis wie 

bereits erwähnt auch klar für die richtige Interpretation der anhand der Überwa-

chungsmassnahmen gewonnen Erkenntnisse durch die Strafverfolgungsbehörden. 

-   33   -

Die Vorinstanz hat sodann überzeugend aufgezeigt, dass die Darstellung des Be-

schuldigten A._____, soweit damit der eingeklagte Vorwurf in Abrede gestellt wird, 

nicht überzeugt. So erweisen sich beispielsweise seine Aussagen zum 

hydraulischen Schmuggelversteck im bereits mehrfach erwähnten VW Golf als 

widersprüchlich und abwegig. Namentlich dass der Beschuldigte A._____ dieses 

Versteck verschwieg, um sich hinsichtlich der von ihm behaupteten Goldgeschäfte 

zu schützen (vgl. Urk. 384 S. 10), ist nicht nachvollziehbar und erscheint höchst 

unglaubhaft, nicht zuletzt da er sich doch auf den Standpunkt stellte, seine Gold-

geschäfte seien legal gewesen (vgl. dazu Urk. 195 S. 95 E. II.G.3., unter Hinweis 

auf die einschlägigen Aktenstellen). Auch lassen die aufgezeichneten Gespräche 

zwischen den Beschuldigten A._____ und C._____ vor dem Hintergrund der übri-

gen Ermittlungsergebnisse und dem Geständnis C._____s vernünftigerweise kei-

nen anderen Schluss zu, als dass das nämliche Schmuggelversteck im Wissen und 

in der klaren Absicht beider für Betäubungsmitteltransporte bzw. den Transport für 

den durch Drogenhandel generierten Gelderlös konzipiert und genutzt wurde (vgl. 

dazu einlässlich a.a.O., S. 99-104 E. II.G.7.3.-7.7., unter Hinweis auf die einschlä-

gigen Aktenstellen). Der von der Verteidigung angeführte Dialog zwischen den Be-

schuldigten A._____ und C._____ (Urk. 386 S. 45) weist gerade darauf hin, dass 

A._____ detailliertere Kenntnis über das Versteck bzw. dessen Nutzung hatte, zu-

mal auf der Audio-Aufnahme hörbar ist, wie er C._____ über die Bedienung des 

Verstecks bzw. bezüglich der Vorsichtsmassnahmen im Falle einer Zollkontrolle 

instruiert (und nicht umgekehrt), was auch einen Rückschluss auf die Rollenver-

teilung zwischen den beiden erlaubt.

8.3. Die Anklage stützt sich sodann auch im vorliegenden Fall neben aufgezeich-

neten Gesprächen und polizeiliche Observationen auf diverse Sicherstellungen. 

Was die eingeklagte Drogenmenge bzw. den in diesem Zusammenhang erzielten 

Erlös betrifft, so wurden am 28. Mai 2020 im erwähnten Schmuggelversteck ein 

Kokainblock à 500 Gramm sowie Bargeld im Umfang von EUR 44'000.– sicherge-

stellt (Urk. 011277 ff. und Urk. 010598 ff.; vgl. dazu auch Urk. 034833 ff., [Zeugen-

einvernahme des an der vorerwähnten Hausdurchsuchung beteiligten Polizisten 

W._____]). Dies spricht klar dafür, dass zuvor 1.5 Kilogramm Kokain eingeführt 

wurden bzw. dass im Zeitpunkt der Kontrolle des Schmuggelverstecks bereits 

-   34   -

insgesamt 1 Kilogramm Kokain für EUR 44'000.– verkauft werden konnte. Zudem 

spricht auch die Kommunikation des Beschuldigten C._____ mit dem Automecha-

niker vom 4. Mai 2020 klar dafür, dass drei Pakete Kokain, die jeweils circa ein 

halbes Kilogramm umfassten, verbaut wurden ("Das ist jetzt das dritte, richtig?", "Ja 

zweite, nein, dritte.", "Es ist das dritte?", "Ja. Ich glaube auch.", […], "Das dritte Mal 

jetzt?", "He?", "Ja, das dritte. Das ist das letzte.", Urk. 010788 f.). In Anbetracht 

dieser Umstände ist zweifelsfrei erstellt, dass der Beschuldigte C._____ am 5. Mai 

2020, absprachegemäss mit dem Beschuldigten A._____, im Benzintank des VW 

Golf, 1.5 Kilogramm Kokain (drei Kokainblöcke à je rund 500 Gramm) aus der Nie-

derlande in die Schweiz einführte. Es kann dabei auch ohne Weiteres davon aus-

gegangen werden, dass die gesamten eingeführten 1.5 Kilogramm Kokain durch 

den Beschuldigten C._____ weiterveräussert wurden. Auch der diesbezüglich in 

der Anklageschrift genannte Preis von Fr. 40'000.– pro Kilogramm erscheint in An-

betracht der beschlagnahmten EUR 44'000.– nicht als zu hoch (vgl. in diesem 

Sinne auch Urk. 195 S. 105 f. E. II.G.7.11.-9.).

8.4. Weiter ist schliesslich erstellt, dass der Beschuldigte C._____ am 8. Mai 

2020, ca. zwischen 16.00 Uhr und 17.45 Uhr, an der …-Tankstelle in AA._____ 

mindestens 500 Gramm Kokain an D._____ übergab, wobei diesbezüglich auf die 

Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden kann (Urk. 195 S. 106 f. 

E. II.G.10., unter Hinweis auf die einschlägigen Aktenstellen). Dazu bleibt anzu-

fügen, dass der Sachverhalt auch ohne die Aussagen von D._____ erstellt werden 

könnte, falls diese als unverwertbar erachtet würden (vgl. dazu bereits vorne unter 

E. I.3.4.3.5.). Der Beschuldigte C._____ hat eingestanden, im eingeklagten Zeit-

raum 1.5 Kilogramm Kokain importiert zu haben. Die Menge des importierten Ko-

kains wird im Übrigen nicht aufgrund der Aussagen von D._____ erstellt. So wurden 

wie erwähnt 500 Gramm Kokain und EUR 44'000.– als Erlös aus dem Verkauf ei-

nes Kilogramms Kokain sichergestellt und auch die Audio-Überwachung zeigt wie 

ausgeführt, dass drei Blöcke Kokain importiert wurden. Dass der Beschuldigte 

C._____ das Kokain vom Beschuldigten A._____ bezog wird auch ohne die Aus-

sagen von D._____ klar. Einzig die an D._____ übergebene Menge von 500 

Gramm liesse sich nicht erstellen, was im Resultat aber keinen Unterschied ma-

chen würde, da irrelevant ist, wem die verbleibenden 500 Gramm Kokain letztlich 

-   35   -

verkauft wurden (vgl. in diesem Sinne auch Urk. 195 S. 107 E. II.G.11). Der einge-

klagte Sachverhalt ist damit zweifelsfrei erstellt.

8.5. Entgegen den Ausführungen der Verteidigung (Urk. 164 S. 17; Urk. 386 

S. 10) sind die durchgeführten Hausdurchsuchungen nicht zu beanstanden, dies-

bezüglich kann auf die Erwägungen vorne unter E. I.3.4.3. verwiesen werden. Mit 

dem Einwand, die Garage sei angemietet worden, weil der Beschuldigte ein Boot 

gekauft habe, das er dort habe unterbringen wollen, und dass die beiden Beschul-

digten am 4. Mai 2020 in der Garage einen Schrank abgebaut hätten, damit das 

Boot Platz finde (a.a.O., S. 17 ff.), hat sich bereits die Vorinstanz zutreffend aus-

einandergesetzt (Urk. 195 S. 101 E. II.G.7.4.). Im Übrigen sind die Interpretationen 

der Audioaufnahmen durch die Verteidigung vor dem Hintergrund der wie aufge-

zeigt schlüssigen Beweiswürdigung durch die Vorinstanz nicht haltbar.

9. Vorgang 15

9.1. Die Vorinstanz hat das im vorliegenden Zusammenhang ebenfalls sehr um-

fangreiche Beweismaterial – wiederum unter Bezugnahme auf die Einwände des 

Beschuldigen (Urk. 164 S. 24-27; Urk. 386 S. 49 ff.) – soweit relevant dargestellt, 

im Hinblick auf die eingeklagten Vorgänge akribisch nachgezeichnet und überzeu-

gend gewürdigt, weshalb auch hier zunächst auf deren zutreffende Ausführungen 

verwiesen werden kann (Urk. 195 S. 109-120 E. II.H.2.-8.). Vor dem Hintergrund 

der sorgfältigen und zutreffenden Beweiswürdigung der Vorinstanz sind die nach-

folgenden Erwägungen deshalb als teilweise rekapitulierende und ergänzende zu 

verstehen. Einmal mehr ist vorab auch in diesem Zusammenhang festzustellen, 

dass sich das Geständnis des Beschuldigen C._____ (Urk. 161 S. 8), das sich mit 

dem Beweisergebnis deckt, sowie die übrigen erstellten Anklagepunkte belastend 

auf den Beschuldigten A._____ auswirken und gegen die Glaubhaftigkeit seiner 

Bestreitungen sprechen.

9.2. Die Vorinstanz hat unter Bezugnahme auf die vorliegenden Einvernahmen 

aufgezeigt, dass die Aussagen des Beschuldigten A._____ bezüglich "AB._____" 

sehr widersprüchlich ausfielen (Urk. 195 S. 109-111 E. II.H.3., unter Hinweis auf 

-   36   -

die einschlägigen Aktenstellen). Mit ihr ist im Ergebnis davon auszugehen, dass es 

sich auch dabei um unglaubhafte Schutzbehauptungen handelt.

9.3. Was die Vorgänge vom 26. Mai 2020 betrifft, so hat die Vorinstanz vor dem 

Hintergrund der bereits erwähnten zahlreichen Überwachungsmassnahmen bzw. 

unter Darstellung der massgeblichen Beweismittel detailliert aufgezeigt, dass die 

Staatsanwaltschaft die polizeilichen Ermittlungsergebnisse zutreffend interpretiert 

hat und richtig festgestellt, dass die eingeklagten Vorgänge zweifelsfrei erstellt sind 

(Urk. 195 S. 112-114 E. II.H.6.1.f., unter Hinweis auf die einschlägigen Akten-

stellen). Nochmals ist darauf hinzuweisen, dass aufgrund der polizeilichen Erkennt-

nisse feststeht, dass das Mobiltelefon von I._____ ("AB._____") zeitgleich mit 

demjenigen des Beschuldigten C._____ einen Antennenstandort am Treffpunkt in 

AC._____ generierte (Urk. 012175). Dies lässt neben den Ermittlungsergebnissen 

betreffend die weiteren Vorgänge (u.a. Vorgang 16), keinerlei Zweifel daran auf-

kommen, dass das vorstehende Treffen zwischen dem Beschuldigten C._____ und 

I._____ stattfand, wobei ohne Weiteres auch davon ausgegangen werden kann, 

dass I._____ durch die Beschuldigten A._____ und C._____ mit dem Decknamen 

"AB._____" bezeichnet wurde (Urk. 012282 und 012175 ff.; Urk. 030668 ff.). Die 

Interpretation des Gesprächs durch die Staatsanwaltschaft bzw. die Vorinstanz, 

wonach anlässlich des Treffens dem Beschuldigten C._____ ein Geldbetrag in 

Euro übergeben worden sei ("Ich habe Euro"), I._____ ausgeführt habe, er habe 

das weitere Geld in zehn Tagen oder zwei Wochen auf der Seite ("Hast Du schon 

auf der Seite?", "zehn Tage, zwei Wochen") und sie ins Geschäft kämen, wenn der 

Preis stimme ("Ich kann es wirklich nur machen, wenn die Preise"), ist zutreffend 

und lässt sich nicht zuletzt zwanglos mit dem Geständnis des Beschuldigten 

C._____ in Einklang bringen. Ebenfalls als erstellt erachtet werden kann, dass der 

Beschuldigte C._____ in Bezug auf die Preisverhandlungen auf seinen Partner 

[also auf den Beschuldigten A._____] verwies ("Du musst es mit ihm besprechen.", 

"verhandeln, das tu' ich nicht."). Richtig ist sodann auch die Interpretation, wonach 

die nächste Einfuhr von Betäubungsmitteln mehr als drei Kilogramm umfassen 

werde ("Mehr als drei, oder was?", "Einfach mehr.", "Drei und mehr?", "Richtig.") 

und in den kommenden zwei Wochen erfolgen sollte ("Ich tu' wirklich schauen, dass 

ich in den nächsten zwei Wochen dort bin.") und dass der Beschuldigte C._____ 

-   37   -

dies mit seinem Partner [dem Beschuldigten A._____] am folgenden Donnerstag 

oder Freitag besprechen und man dann wieder Bescheid geben würde ("Donners-

tag, am Freitag […], tun das mit ihm besprechen und dann äh soll er den Kontakt 

aufnehmen. Soll mit Dir Kontakt aufnehmen und […], dann hörst Du dann von mir."; 

Urk. 011192 und 011223 ff.; Urk. 012175 f.; vgl. in diesem Sinne auch Urk. 195 

S. 113 f. E. II.H.6.2.).

9.4. Auch die Vorgänge vom Tag darauf wurden von der Vorinstanz aufgrund der 

vorliegenden Beweise mit zutreffender Begründung erstellt (Urk. 195 S. 114-116 

E. II.H.6.3. f.). Namentlich die SMS-Konversation zwischen den Beschuldigten 

C._____ und A._____ spricht Bände und lässt keinerlei Zweifel offen, dass es um 

Absprachen im organisierten Drogenhandel ging (Urk. 011196 f. und 011229 ff.; 

Urk. 012194 ff.; Urk. 030678 ff.). Dass es, wie der Beschuldigte A._____ während 

der Untersuchung glauben machen wollte, bei der Konversation um Stühle ging 

(Urk. 032340 f.), ist völlig unglaubhaft. Schliesslich steht mit der Vorinstanz auch 

zweifelsfrei fest, dass die Mobiltelefonnummer 10, mit der die erwähnte SMS-Kon-

versation mit dem Beschuldigten C._____ geführt wurde, dem Beschuldigten 

A._____ zugeordnet werden kann, wobei sich dazu weitere Ausführungen unter 

Hinweis auf jene der Vorinstanz erübrigen. 

9.5. Was den 28. Mai 2020 betrifft, so lassen sich diese Vorgänge mit der Vor-

instanz insbesondere gestützt auf die gemachen Sicherstellungen und die Erkennt-

nisse aus den (Audio-)Überwachungsmassnahmen erstellen, die sich zwanglos mit 

den Depositionen von D._____ in Einklang bringen lassen. Dafür, dass rund 500 

Gramm Kokain an D._____ übergeben wurden, spricht im Übrigen nicht zuletzt der 

Umstand, dass I._____ dem Beschuldigten C._____ am Tag vor der Betäubungs-

mittelübergabe einen Geldbetrag in Euro übergab, worauf in einem der im VW-Golf 

aufgefundenen Couverts EUR 22'600.– sichergestellt werden konnten, welcher 

Betrag in etwa dem von den Beschuldigten C._____ und A._____ verlangten Preis 

für rund 500 Gramm Kokain entspricht, bei einem durch sie jeweils angebotenen 

Preis von Fr. 45'000.– pro Kilogramm Kokain (vgl. dazu bereits vorne zum Vorgang 

"H._____" unter E. II.6. sowie zum Ganzen in diesem Sinne auch Urk. 195 S. 116 

f. E. II.H.6.6., unter Hinweis auf die einschlägigen Aktenstellen). Mit der Vorinstanz 

-   38   -

ist an dieser Stelle schliesslich anzufügen, dass sich der Sachverhalt auch ohne 

die Aussagen von D._____ erstellt lässt, falls diese als unverwertbar erachtet wür-

den (vgl. dazu bereits vorne unter E. I.3.4.3.5. sowie in diesem Sinne Urk. 195 

S. 120 E. H.8.).

9.6. In Bezug auf den 2. Juni 2020 ist sodann nochmals festzuhalten, dass sich 

namentlich gestützt auf die GPS-Standortdaten, die teilweisen Zugaben des Be-

schuldigten A._____ – so räumte er ein, den VW Golf ZH 4 in AD._____ [Deutsch-

land] übernommen zu haben (Urk. 032356) – sowie die Erkenntnisse aus den Au-

dioüberwachungsmassnahmen auch diese Vorgänge wie eingeklagt erstellen las-

sen. Zu den Bestreitungen des Beschuldigten A._____ ist mit der Vorinstanz fest-

zuhalten, dass entgegen seinen unglaubhaften Aussagen betreffend den Goldhan-

del (vgl. dazu auch nachfolgend unter E. II.11. ff. zu den eingeklagten Geldwäsche-

reivorgängen) unzweifelhaft ist, dass er in jenem Zeitpunkt das mindestens seit 

dem 28. Mai 2020 im hydraulischen Versteck des VW Golf befindliche Geld aus 

dem Drogenhandel – und nicht etwa einen durch ihn rund ein Jahr zuvor erworbe-

nen Goldbarren – nach K._____ transportierte (vgl. in diesem Sinne auch Urk. 195 

S. 117-119, E. H.6.7., unter Hinweis auf die einschlägigen Aktenstellen). Weiter ist 

aufgrund der vorhandenen Beweise erstellt, dass der Beschuldigte C._____ dem 

Beschuldigten A._____ am 2. Juni 2020 die gesamten im VW Golf befindlichen 

EUR 43'810.– übergab. Im hydraulischen Schmuggelversteck befanden sich ein 

weisses Couvert mit EUR 17'500.–, ein blaues Couvert mit EUR 3'710.– und ein 

blaues Couvert mit EUR 22'600.–. Wie bereits ausgeführt, ist davon auszugehen, 

dass es am 26. Mai 2020 zu einer Geldübergabe von I._____ an den Beschuldigten 

C._____ kam und dass die Beträge separiert in den Couverts gelagert wurden. Der 

Betrag von EUR 3'710.– wurde anlässlich eines (nicht eingeklagten) Treffens von 

"AE._____" dem Beschuldigten C._____ übergeben (vgl. zum Treffen mit 

"AE._____" Urk. 011251 ff. sowie dazu Urk. 195 S. 114 f. E. H.6.3. ["AE._____ 

brought 3,7"]). Einer Audio-Überwachung ist darüber hinaus zu entnehmen, wie der 

Beschuldigte C._____ nach diesem Treffen mit "AE._____" bei der Bedienung des 

hydraulischen Verstecks auf 17 zählte ("fünf, vier, sechs, drei, siebzehn", 

Urk. 011228, 011196 und 011212), worauf die Ermittler die aufgefundenen EUR 

17'500.– ebenfalls dem Treffen mit "AE._____" zuordneten (Urk. 011212). In An-

-   39   -

betracht dieser Erkenntnisse gelangten diese dann zum richtigen Schluss, dass die 

verbleibenden EUR 22'600.– am 26. Mai 2020 von I._____ dem Beschuldigten 

C._____ übergeben worden sein müssen. Auch wenn mit der Vorinstanz gewisse 

Zweifel verbleiben, ob die EUR 17'500.– tatsächlich dem Drogenabnehmer 

"AE._____" zuzuordnen sind (v.a. aufgrund der Äusserung "AE._____ brought 3,7 

and needs another 3 weeks for the rest of the furniture"), so erscheint die Zuord-

nung der EUR 22'600.– zu I._____ dennoch schlüssig und zwar bereits aufgrund 

des Umstands, dass der Betrag in dieser Höhe – wie schon erwähnt – auch in etwa 

dem Preis entspricht, den die Beschuldigten C._____ und A._____ für die rund 500 

Gramm Kokain verlangten, wobei sich diese Menge (548 Gramm brutto) vor dem 

Treffen mit I._____ noch im Sack im Armaturenbrett des VW Golf befanden, worauf 

diese erwiesenermassen an D._____ ausgehändigt wurden. Insofern ist auch er-

stellt, dass I._____ dem Beschuldigten C._____ am 26. Mai 2020 EUR 22'600.– 

übergab (vgl. zum Ganzen in diesem Sinne auch Urk. 195 S. 119 f. E. H.6.8.). Der 

eingeklagte Sachverhalt ist damit zweifelsfrei erstellt.

9.7. Entgegen der Auffassung der Verteidigung (Urk. 164 S. 25 ff.; Urk. 386 

S. 50 f.) lässt sich die Mobiltelefonnummer 10, mit der die erwähnte Konversation 

mit dem Beschuldigten C._____ geführt wurde, wie ausgeführt zweifelsfrei dem Be-

schuldigten A._____ zuordnen und steht ebenso zweifelsfrei fest, dass die aufge-

zeichneten Konversationen zwischen den beiden Beschuldigten stattgefunden ha-

ben, womit dem Argumentarium der Verteidigung, mit dem sich ebenfalls bereits 

die Vorinstanz auseinandergesetzt hat (Urk. 195 S. 115 f. E. H.6.4.), auch in die-

sem Punkt nicht gefolgt werden kann.

10. Vorgang 16

10.1. Die Vorinstanz hat zunächst die relevanten Aussagen der Befragten, so 

diese denn verwertbare Angaben machten, wiedergegeben, wobei sie diese Aus-

sagen zum Teil direkt würdigte, und hernach das weitere, wiederum sehr umfang-

reiche Beweismaterial chronologisch entlang der Anklageschrift – teilweise unter 

Bezugnahme auf die Aussagen und Einwände der Beschuldigten bzw. die Vorbrin-

gen ihrer Verteidiger (Urk. 164 S. 27-33) – im Hinblick auf den strittigen Sachverhalt 

minuziös und überzeugend gewürdigt, weshalb auch hier zur Vermeidung unnöti-

-   40   -

ger Wiederholungen zunächst vollumfänglich auf die entsprechenden Ausführun-

gen verwiesen werden kann (Urk. 195 S. 124-142 E. II.I.2.-11.). Vor dem Hinter-

grund der sorgfältigen und zutreffenden Beweiswürdigung durch die Vorinstanz 

sind die nachfolgenden Ausführungen als teilweise rekapitulierende und ergän-

zende zu verstehen.

10.2. Auch im vorliegenden Zusammenhang gilt das letztmals vorne unter 

E. II.9.1. zu Vorgang 15 Ausgeführte, nämlich dass sich das mit dem Beweisergeb-

nis in Einklang stehende Geständnis des Beschuldigen C._____ (Urk. 161 S. 8 f.) 

sowie die übrigen erstellten Anklagepunkte belastend auf den Beschuldigten 

A._____ auswirken und auch im vorliegenden Fall gegen seine Bestreitungen spre-

chen. Gestützt auf die erstellten Anklagepunkte, die Zugaben des Beschuldigten 

C._____ sowie die übrigen Beweise bestehen erneut keine vernünftigen Zweifel 

daran, dass es sich beim Beschuldigten A._____ um seinen Partner bei der Bege-

hung der eingeklagten Vorgänge handelte, auch wenn der Beschuldigte C._____ – 

aus welchen Gründen auch immer – seinen Kompagnon nicht direkt belasten 

wollte. Die Vorinstanz hat dazu auch bei diesen Vorgängen zutreffende Ausführun-

gen gemacht, auf die wie bereits ausgeführt verwiesen werden kann (Urk. 195 

S. 124-127 E. II.I.2.f.). Weiter hat die Vorinstanz Ausführungen zu den Depositio-

nen des Beschuldigen A._____ gemacht und mehrfach aufgezeigt, weshalb diese 

erneut alles andere als glaubhaft sind (vgl. u.a. a.a.O., S. 127-129 E. II.I.5.), auch 

darauf kann wie gesagt erwiesen werden. Völlig unglaubhaft sind unter anderem 

die geltend gemachten Uhrenverkäufe, mit denen der Beschuldigte A._____ die 

Geldflüsse zu erklären suchte (a.a.O., S. 134 f. E. II.I.9.6.). Schliesslich ist in die-

sem Zusammenhang mit der Vorinstanz rekapitulierend festzuhalten, dass die Aus-

sagen des als polizeiliche Auskunftsperson befragten AF._____ (Urk. 034338 ff.) 

mangels Konfrontation mit dem Beschuldigten A._____ nur entlastend berücksich-

tigt werden dürfen, sich daraus indes nichts diesen massgeblich Entlastendes er-

gibt (vgl. in diesem Sinne Urk. 195 S. 130 f. E. II.I.8.).

10.3. Was den eingeklagten Sachverhalt im Einzelnen betrifft, so spricht auch im 

vorliegenden Kontext das umfassende Beweisfundament für sich, neben den 

Aussagen der Befragten namentlich die gewonnen Erkenntnisse aus zahlreichen 

-   41   -

polizeilichen Wahrnehmungen, Auswertungen von GPS-Daten, Sicherstellungen, 

Videoüberwachungen sowie SMS- und Telefonaufzeichnungen. Mit der Vorinstanz 

lässt sich jeder eingeklagte Punkt anhand des jeweils einschlägigen Beweismittels 

bzw. anhand der jeweils zutreffenden Interpretation desselben zweifelsfrei erstellen 

(Urk. 195 S. 131-142 E. II.I.9.-10., unter Hinweis auf die einschlägigen Aktenstel-

len), auch darauf kann verwiesen werden. Dies gilt unter anderem für den Einwand, 

der Beschuldigte A._____ habe die slowenische Rufnummer 11 nicht verwendet 

habe bzw. dass ihm diese nicht zugeordnet werden könne (a.a.O., S. 32; vgl. dazu 

Urk. 195 S. 141 f. E. II.I.9.20.). Der Beschuldigte C._____ gab in diesem Zusam-

menhang auch an, dass die Person, die ihn betreffend die Kurierdienste instruiert 

habe, gebeten habe, eine slowenische SIM-Karte zu kaufen, woraufhin C._____ 

mehrere slowenische SIM-Karten gekauft habe (Urk. 030037). Der Beschuldigte 

A._____ bestätigte sodann, eine slowenische SIM-Karte von C._____ erhalten zu 

haben (Urk. 031801). Die von der Verteidigung erwähnte (vgl. Urk. 386 S. 63) slo-

wenischsprachige SMS-Nachricht, welche von der Nummer 11 versandt wurde, 

weckt keine vernünftigen Zweifel am vorinstanzlichen Schluss, handelt es sich da-

bei aufgrund der Formulierung doch offenkundig um eine automatisch generierte 

SMS des (slowenischen) Providers dieser SIM-Karte.

10.4. Was den Reinheitsgehalt der sichergestellten Kokainblöcke betrifft, so ist 

von der unteren Grenze des Vertrauensbereichs auszugehen, weshalb vom vorlie-

gend festgestellten Reinheitsgehalt von 96% 5.5% in Abzug zu bringen sind, womit 

ein Reinheitsgehalt von 90.5% resultiert, auch dazu hat die Vorinstanz zutreffende 

Ausführungen gemacht (Urk. 195 S. 140 f. E. II.I.9.17. f.).

10.5. In Bezug auf Vorgang 16 hat sich die Vorinstanz wie bereits ausgeführt 

ebenfalls ausreichend mit den Vorbringen des Beschuldigten (Urk. 164 S. 27-33; 

Urk. 386 S. 55 ff.) auseinandergesetzt und auch hier gilt, dass die erhobenen Ein-

wände keine andere Beweiswürdigung richtig erscheinen lassen..

11. Eingangsvorhalt zur Geldwäscherei und allgemeine Vorbemerkungen

11.1. Ob bzw. inwieweit der Eingangsvorhalt der Anklageschrift zur Geldwäsche-

rei (Urk. 160015 f.) erstellt werden kann, ist anhand der Beurteilung der konkret 

-   42   -

vorgeworfenen einzelnen Vorgänge zu erstellen. Im Übrigen gelten auch im vor-

liegenden Zusammenhang die vorne unter E. II.4. gemachten allgemeinen Vorbe-

merkungen.

11.2. Zum vom Beschuldigten A._____ geltend gemachten Goldhandel sind be-

treffend Vorgang 20 (vgl. dazu nachfolgend unter E. II.12.) sowie im Hinblick auf 

die Aussagen zu den weiteren Vorgängen die nachfolgenden allgemeinen Vorbe-

merkungen anzubringen:

11.3. Die Vorinstanz hat die wesentlichen Aussagen des Beschuldigten A._____ 

zu diesem Themenkomplex sowie den Inhalt der Stellungnahmen seiner Verteidi-

gung vom 16. März bzw. 28. April 2021 dazu festgehalten, darauf ist zu verweisen 

(Urk. 195 S. 144-147 E. II.K.2.1.-2.4., unter Hinweis auf die einschlägigen Akten-

stellen), wobei nochmals festzuhalten ist, dass der Beschuldigte, obgleich ihm die 

Staatsanwaltschaft dazu Gelegenheit bot, zu keiner der von ihm zu seiner Entlas-

tung angerufenen insgesamt acht Personen Randdaten liefern konnte, die den Er-

mittlungsbehörden eine Kontaktaufnahme mit diesen ermöglicht hätte.

11.4. Die Vorinstanz erwog dazu unter anderem, der Beschuldigte A._____ habe 

zu all den von ihm erwähnten Personen und deren jeweiligen Sachverhaltsbezug 

zwar teilweise detaillierte Aussagen gemacht. Dass er hinsichtlich all dieser acht 

Personen, die er mehrheitlich wiederholt persönlich getroffen haben wolle, keinerlei 

konkrete Kontaktdaten (insbesondere weder konkrete Adressen, noch konkrete Te-

lefonnummern oder E-Mail-Adressen) habe nennen können und er auch nicht zu 

bezeichnen vermocht habe, wo genau in seinen Unterlagen oder elektronischen 

Geräten sich entsprechende Hinweise auffinden lassen könnten, lasse seine Aus-

sagen in einem schlechten Licht erscheinen. Seine Aussagen betreffend das ver-

schwundene Telefon, das sämtliche Daten enthalten haben solle, sei nicht über-

zeugend. Dabei irritiere insbesondere, dass der Beschuldigte betreffend AG._____ 

ja vorgebracht habe, dass er mit diesem bis zum heutigen Zeitpunkt ein freund-

schaftliches Verhältnis und regelmässig Kontakt pflege, dann aber nicht einmal hin-

sichtlich ihm hilfreiche Angaben habe liefern können. Es erscheine kaum nachvoll-

ziehbar, dass der Beschuldigte A._____ zwar das gesamte berufliche Netzwerk von 

AH._____ übernommen haben wolle, nun aber hinsichtlich keiner einzigen Person 

-   43   -

konkrete Kontaktdaten nennen könne. Sodann sei an die merkwürdige Aussage 

des Beschuldigten zu Beginn des Strafverfahrens erinnert, gemäss welcher er all 

seine türkischen Geschäftspartner "AB._____" genannt haben will, aber keinerlei 

Echtnamen nennen könne, wogegen er im weiteren Verlauf dann plötzlich AI._____ 

(und im Übrigen auch I._____, betreffend welchem keine Zweifel bestünden, dass 

der Beschuldigte A._____ dessen Namen entgegen seiner ursprünglichen Aussa-

gen gekannt habe) zu seiner Entlastung vorgebracht habe (Urk. 195 S. 147 f. E. 

II.K.2.5., unter Hinweis auf die einschlägigen Aktenstellen). Die Polizei habe im Ver-

lauf des Verfahrens sämtliche Kommunikationsmittel der beiden Beschuldigten 

nach den Personen AJ._____, AH._____, AI._____, AG._____ und 

AK._____/AL._____ durchsucht. Gleichzeitig sei auch eine entsprechende Inter-

net-Recherche vorgenommen worden. Dabei seien teilweise auch unterschiedliche 

Schreibweisen berücksichtigt worden. Die entsprechenden Recherchen hätten 

aber keinerlei brauchbare Ergebnisse geliefert, wofür der Beschuldigte A._____ 

keine nachvollziehbare Erklärung habe liefern können. Bereits in Anbetracht dieser 

Umstände seien die entlastenden Aussagen des Beschuldigten A._____ im Zu-

sammenhang mit seinem Goldhandel bzw. mit den vorgenannten Personen als 

äusserst zweifelhaft zu erachten (Urk. 195 S. 148 E. II.K.2.6., unter Hinweis auf die 

einschlägigen Aktenstellen). Das durch den Beschuldigten A._____ geltend ge-

machte Geschäftsmodell des Goldhandels sei sodann auch dem Unternehmen 

AM._____ AG zur Stellungnahme unterbreitet worden. Hierauf habe AN._____, 

Geschäftsführer der AM._____ AG, festgehalten, dass niemand freiwillig zu den 

durch den Beschuldigten als Beispiel genannten Konditionen Gold kaufen würde, 

da die Preise für physische Barren im Goldhandel äusserst transparent seien. Auch 

die Namen der durch den Beschuldigten A._____ bezeichneten internationalen 

Goldhändler AH._____, AI._____ und AG._____ hätten AN._____ – selbst nach 

Prüfung seines Netzwerks – überhaupt nichts gesagt. Er denke nicht, dass es sich 

bei den genannten Personen um Goldhändler handle. Der Beschuldigte A._____ 

habe zu diesen Ermittlungen einzig festgehalten, dass es ihm zu blöd sei, hierzu 

etwas zu sagen (Urk. 195 S. 149 E. II.K.2.7., unter Hinweis auf die einschlägigen 

Aktenstellen).

-   44   -

11.5. Die soeben wiedergegebenen vorinstanzlichen Erwägungen sind zu über-

nehmen. Die auch im Berufungsverfahren zu seiner Entlastung gemachten Aus-

führungen im Zusammenhang mit dem Goldhandel bzw. mit den vorgenannten Per-

sonen sind äusserst zweifelhaft und unglaubhaft. Sodann zeigte sich der Beschul-

digte C._____ auch im vorliegenden Zusammenhang teilweise geständig (vgl. dazu 

Urk. 195 S. 149 E. II.K.3., unter Hinweis auf die einschlägigen Aktenstellen, u.a. 

Urk. 161 S. 9), was neben den übrigen erstellten Anklagepunkten die Aussagen 

des Beschuldigten A._____ ebenfalls unglaubhaft erscheinen lässt und auch hier 

für die zutreffende Interpretation der Ermittlungsergebnisse durch die Strafverfol-

gungsbehörden und die Vorinstanz spricht.

12. Vorgang 20

12.1. Die Vorinstanz hat das Beweisfundament dieses Anklagepunktes dargelegt 

(Urk. 195 S. 149-155 E. II.K.4. f.), darauf kann verwiesen werden. Augenfällig ist 

dabei, dass AO._____, ehemaliger Mitarbeiter der AM._____ AG, unter anderem 

aussagte, der Beschuldigte A._____, den er verschiedene Male zum Apéro getrof-

fen habe, habe über eine Tätigkeit im Möbelhandel oder den Verkauf von Uhren 

nie etwas erzählt. Er habe vielmehr gesagt, er arbeite nicht mehr als eine Stunde 

pro Tag als Fussball-Scout (Urk. 031544 ff. = Urk. 033353 ff., = Urk. 034735 ff.; 

Urk. 034751 ff.). AP._____ sagte sodann aus, er habe Fr. 300.– für seine Dienste 

erhalten. Das Ganze sei ihm schon seltsam vorgekommen, aber wenn etwas "nicht 

ganz koscher" sei, wolle man ja nicht zu viel wissen. Der Beschuldigte C._____ 

habe ihm versichert, dass es legal sei. Er selbst (AP._____) habe aber nie dieses 

Gefühl gehabt (Urk. 031533 ff.; Urk. 034486 ff.). Auch diese Aussagen – selbst 

wenn jene von AP._____ durchaus etwas spekulativ erscheinen mag – belasten 

den Beschuldigten A._____ grundsätzlich und lassen seine Darstellung der Ge-

schehnisse einmal mehr unglaubhaft erscheinen.

12.2. Die Vorinstanz würdigte die Beweise abschliessend wie folgt: Auch wenn die 

Aussagen des Beschuldigten A._____ hinsichtlich des Goldhandels allgemein als 

auch betreffend die spezifischen unter Vorgang 20 zusammengefassten Sachver-

halte überhaupt nicht überzeugten und sich die tatsächlichen Verhältnisse auch 

weitestgehend im Sinne der Anklage erstellen liessen, so sei dennoch festzu-

-   45   -

stellen, dass es hinsichtlich Vorgang 20 aufgrund der zeitlichen Verhältnisse nicht 

möglich sei, im Sinne der Anklage bzw. des eingeklagten Tatbestands zu erstellen, 

dass die Goldkäufe "mit aus dem Drogenhandel gelösten Bargeld" erfolgt seien. 

Die Anklage mache den beiden Beschuldigten A._____ und C._____ für das zeitlich 

nähere Vorfeld der Tat nämlich keine Vorwürfe betreffend Drogenhandel. Es habe 

zwar erstellt werden können, dass die beiden Beschuldigten im Zeitraum von ca. 

Sommer 2017 bis ca. Anfang Juli 2018 ein Kilogramm Kokain für Fr. 45'000.– an 

F._____ verkauft hätten. Dieser Verkauf habe sich aber bereits ein bis zwei Jahre 

vor den vorliegend zu beurteilenden Goldkäufen abgespielt, womit der zeitliche 

Konnex deutlich zu lose sei, um zweifelsfrei davon auszugehen, dass die Gelder, 

mit denen das Gold gekauft worden sei, zumindest teilweise aus dem 

Drogenhandel stammten. Zwar erscheine die Vorgehensweise betreffend den 

Goldkauf an sich und der Umstand, dass jeweils Gold just unter der Grenze von 

Fr. 25'000.– erstanden worden sei (ab welcher eine Registrierung notwendig ge-

worden wäre) verdächtig, entgegen der Staatsanwaltschaft genüge dies aber nicht, 

um zu erstellen, dass die Gelder aus dem Drogenhandel stammten. Trotz der völlig 

unglaubhaften Aussagen des Beschuldigten A._____ sei er (wie auch der Beschul-

digte C._____) folglich betreffend den Vorgang 20 vom Vorwu