# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5439f6fe-5ef1-5bd4-a868-af78ba203a3f
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-12-17
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 17.12.2018 IV 2018/50
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2018-50_2018-12-17.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2018/50

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 25.09.2019

Entscheiddatum: 17.12.2018

Entscheid Versicherungsgericht, 17.12.2018
Art. 17 IVG. Anspruch auf Umschulung verneint, da der Beschwerdeführer 
bereits rentenausschliessend eingegliedert ist. Abweisung der Beschwerde 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 17. 
Dezember 2018, IV 2018/50).

Besetzung

Präsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Christiane

Gallati Schneider und Miriam Lendfers; Gerichtsschreiberin Katja Meili

Geschäftsnr.  

IV 2018/50

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Daniel Ehrenzeller, Engelgasse 214, 9053 Teufen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

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Gegenstand 

berufliche Massnahmen

Sachverhalt

A. 

A.a  Am 1. Juni 2003 meldete sich der damals als Hilfsverchromer tätige A.___, 

angelernter Restaurationsangestellter/Küche (vgl. IV-act. 31), erstmals zum Bezug von 

Leistungen der Invalidenversicherung an (IV-act. 1). Dr. med. B.___, Spezialarzt für 

Ohren-, Nasen- und Halsheilkunde, hatte am 16. Dezember 2002 eine vasomotorische 

Rhinopathie diagnostiziert (IV-act. 13-7 f.). Dr. med. C.___, Abteilung Arbeitsmedizin 

der Suva, hatte am 14. April 2003 festgehalten, die vasomotorische Rhinopathie werde 

durch die berufliche Tätigkeit bzw. die beruflichen Einflüsse in Form von Chromsäure 

und Tensiden richtungsgebend verschlimmert (Fremd¬akten 1-14). Mit Verfügung vom 

2. Juni 2003 erklärte die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva) den 

Versicherten ab sofort als nicht geeignet für alle Arbeiten mit Exposition zu Chromsäure 

und Tensiden (IV-act. 3, vgl. IV-act. 7). Die IV-Stelle wies das Leistungsbegehren um 

berufliche Massnahmen mit Verfügung vom 17. September 2003 bzw. 

Einspracheentscheid vom 11. Dezember 2003 ab (IV-act. 17, 26). Auf das erneute 

Gesuch um berufliche Massnahmen trat die IV-Stelle am 15. März 2006 nicht ein (IV-

act. 46). Die dagegen erhobene Einsprache (IV-act. 50) wies sie mit Entscheid vom 23. 

November 2006 ab (IV-act. 63).

A.b  Im Mai 2011 (Posteingang IV-Stelle 1. Juni 2011) meldete sich der Versicherte 

erneut bei der Invalidenversicherung an (IV-act. 77, vgl. IV-act. 68). Mit Vorbescheid 

vom 22. September 2011 stellte die IV-Stelle dem Versicherten ein Nichteintreten auf 

das Leistungsbegehren in Aussicht (IV-act. 90). Die Suva erklärte den Versicherten mit 

Verfügung vom 14. November 2011 rückwirkend auf den 17. August 2011 als nicht 

geeignet für die Tätigkeit als Koch (Fremdakten 8). Am 5. Januar 2012 verfügte die IV-

Stelle entsprechend dem Vorbescheid (IV-act. 105). Die vom Versicherten dagegen 

erhobene Beschwerde (IV-act. 106) hiess das Versicherungsgericht St. Gallen mit 

Entscheid vom 21. Januar 2013 dahingehend gut, dass es die 

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Nichteintretensverfügung vom 5. Januar 2012 aufhob und durch einen 

Eintretensentscheid ersetzte. Es wies die IV-Stelle an, die berufliche Eingliederung des 

Versicherten zu prüfen und gegebenenfalls durchzuführen (IV-act. 118).

A.c  Am 20. März 2013 gewährte die IV-Stelle dem Versicherten Berufsberatung und 

Abklärung der beruflichen Eingliederungsmöglichkeiten (IV-act. 124). Die IV-Stelle 

übernahm die Kosten der beruflichen Abklärung vom 12. August bis 10. November 

2013 sowie des Arbeitstrainings vom 11. November 2013 bis 10. Mai 2014 im D.___ 

und entrichtete Taggelder (IV-act. 137, 150 f.). Danach übernahm die IV-Stelle die 

Kosten für eine Umschulung zum Logistiker mit eidgenössischem Berufsattest (EBA) 

mit einer Vorbereitung vom 1. Mai bis 31. Juli 2014 und der Ausbildung vom 1. August 

2014 bis 31. Juli 2016 bei der E.___ AG. Sie entrichtete ein Taggeld für die Dauer der 

Massnahme (IV-act. 159, 163).

A.d  Am 19. November 2014 teilte der Versicherte der IV-Stelle mit, aufgrund der 

Trockenheit im Lager seines Lehrbetriebs habe er ernsthafte Probleme mit der Nase 

und den Augen. Er nehme dagegen viele Medikamente und hoffe, dass er die Anlehre 

trotzdem abschliessen könne (IV-act. 168). Dr. med. F.___, Assistenzarzt der zentralen 

Notfallaufnahme des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG), diagnostizierte am 28. 

November 2014 eine akute Lumbago bei chronisch rezidivierenden lumbalen 

Rückenschmerzen. Er attestierte dem Versicherten vom 28. November bis 1. Dezember 

2014 eine Arbeitsunfähigkeit von 100% (IV-act. 169-1 f.). Dr. med. G.___, Facharzt 

FMH für Allgemeinmedizin, berichtete am 20. Februar 2015 über ein schweres 

Lumbovertebralsyndrom bei Diskushernie L4/L5. Er erachtete den Versicherten vom 

28. November bis 21. Dezember 2014 als zu 100%, vom 12. Januar bis 22. Februar 

2015 als zu 50%, vom 23. Februar bis 6. April 2015 als zu 40% und ab 7. April 2015 als 

zu 25% arbeitsunfähig (IV-act. 194, vgl. Fremdakten 14-6 ff., 14-13).

A.e  Dr. med. H.___, Allgemeine Medizin FMH, hatte am 16. Februar 2015 berichtet, er 

befürworte die Absicht des Versicherten, seine Lehre weiterzuführen. Es könne davon 

ausgegangen werden, dass er nun jeden Monat mehr arbeiten könne (IV-act. 190). Dr. 

G.___ befand am 17. Dezember 2015, der Versicherte arbeite sehr engagiert in seiner 

Umschulung mit. Wenn er schliesslich in einer passenden Arbeit sei und nicht mehr 

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sehr streng körperlich arbeiten müsse, werde die 100%ige Integration möglich werden 

(IV-act. 195).

A.f  Am 31. Juli 2016 schloss der Versicherte die Ausbildung zum Logistiker EBA 

erfolgreich ab (IV-act. 231). Dr. G.___ befand am 17. August 2016, der Versicherte sei 

für leichtere wechselbelastende Tätigkeiten voll arbeitsfähig (IV-act. 232). Er berichtete 

über ein massives und zeitweise schwierig therapierbares Lumbovertebralsyndrom, 

welches sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirke. Ab 11. Juli 2016 habe er dem 

Versicherten versuchsweise eine volle Arbeitsfähigkeit attestiert (IV-act. 233-1 ff.). Dr. 

H.___ stimmte dieser Arbeitsfähigkeitsschätzung zu. Es gehe darum, einen 

rückenschonenden Arbeitsplatz zu finden, wo eine gute Ausstattung mit Hilfsmitteln 

vorhanden sei (IV-act. 235).

A.g  Die IV-Stelle teilte dem Versicherten am 30. November 2016 mit, seit dem 

erfolgreichen Abschluss der Umschulung werde er vom RAV bei der Stellensuche 

unterstützt. Weitere berufliche Massnahmen seien nicht angezeigt, er sei 

rentenausschliessend eingegliedert (IV-act. 240). Der Versicherte liess am 21. 

Dezember 2016 vorbringen, er könne nur noch leichte Tätigkeiten ausführen, was als 

Logistiker nicht gehe. Er habe die Lehre nur dank des Entgegenkommens seines 

Lehrbetriebs abschliessen können. Als Logistiker sei er bereits seit längerem 

arbeitsunfähig und somit nicht rentenausschliessend eingegliedert (IV-act. 242). Die IV-

Stelle widerrief darauf ihre Mitteilung (IV-act. 245).

A.h  Die Ärzte der Klinik für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates des KSSG berichteten am 13. Januar 2017 über eine 

Diskusprotrusion C4 bis C6 rechtsbetont ohne Neurokompression sowie eine mediale 

Diskusprotrusion L4/5 (black disc) ohne Neurokompression (IV-act. 248). Im Auftrag der 

IV-Stelle (IV-act. 259) wurde der Versicherte am 10. Juli 2017 durch Ärzte der ABI 

Begutachtungsinstitut GmbH polydisziplinär (internistisch, orthopädisch, psychiatrisch) 

abgeklärt. In ihrem Gutachten vom 31. August 2017 listeten diese als Diagnosen mit 

Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches zervikal und lumbal betontes 

panvertebrales Schmerzsyndrom ohne radikuläre Symptomatik (ICD-10: M54.80) und 

eine vasomotorische, hyperreflektorische Rhinopathie auf. Die Arbeitsunfähigkeit als 

Hilfsgalvaniker und Koch sei zu bestätigen. Körperlich leichte bis mittelschwere, 

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wechselbelastende Tätigkeiten ohne dauernde Zwangshaltungen von Rumpf und 

Nacken und unter Vermeidung der irritativen Substanzen seien ganztags ohne 

Leistungseinschränkung zumutbar. Die Tätigkeit als Logistiker erscheine zumutbar, aus 

medizinischer Sicht seien dem Belastungsprofil entsprechende Arbeitsplätze 

vorhanden (IV-act. 263).

A.i Mit Vorbescheid vom 25. Oktober 2017 stellte die IV-Stelle dem Versicherten erneut 

die Abweisung des Begehrens um berufliche Massnahmen in Aussicht (IV-act. 268). 

Dagegen erhob der Versicherte am 27. November 2017 Einwand (IV-act. 269). IV-

Berufsberater I.___ führte am 11. Dezember 2017 aus, es gebe zahlreiche Firmen in der 

Dienstleistungs- oder Handelsbranche, bei welchen der Versicherte die 

Adaptionskriterien als Logistiker einhalten könne. Einem Logistiker stünden bei der 

Arbeit verschiedene Hilfsmittel zur Verfügung, welche ein rückenschonendes Arbeiten 

ermöglichten. In einer grösser gefassten Region beurteile er die Arbeitsmarktsituation 

als gut (IV-act. 270). Am 11. Dezember 2017 verfügte die IV-Stelle entsprechend dem 

Vorbescheid (IV-act. 272).

B. 

B.a  Gegen die Verfügung vom 11. Dezember 2017 richtet sich die vorliegende 

Beschwerde vom 29. Januar 2018. Der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer) 

beantragte darin deren Aufhebung. Es seien ihm weitere berufliche Massnahmen 

(Umschulung zum Speditionskaufmann mit Fachrichtung Zolldeklarant) zu gewähren; 

unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Weiter sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege 

zu gewähren. Er brachte vor, er habe eine Arbeitsstelle gefunden, bei der ein Kurs als 

Zolldeklarant Voraussetzung sei. Diesen habe er auf eigene Kosten begonnen, er (wie 

auch die Probezeit bei der neuen Arbeitgeberin) dauere bis März 2018. Die dauerhafte 

Einkommenssituation sei jedoch im Moment ungewiss und es lägen viele Monate ohne 

entsprechende Verdienste im Jahr 2017 vor. Mit der Umschulung zum Logistiker EBA 

sei er nicht genügend und rentenausschliessend eingegliedert. Die körperlich strenge 

Tätigkeit könne er aufgrund seiner seit 2014 bestehenden Rückenbeschwerden nicht 

mehr ausüben (act. G1).

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B.b  In ihrer Beschwerdeantwort vom 16. März 2018 beantragte die IV-Stelle 

(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde. Sie machte 

geltend, das Berufsbild des Logistikers EBA sei sehr vielseitig und es gebe zahlreiche 

Firmen, die Tätigkeiten anböten, bei denen die Adaptionskriterien des 

Beschwerdeführers eingehalten würden. Es sei dem Beschwerdeführer möglich und 

zumutbar, im Rahmen der ihm obliegenden Selbsteingliederung eine entsprechende 

Stelle als Logistiker EBA zu finden. Ein Anspruch auf berufliche Massnahmen im Sinne 

einer erneuten Umschulung sei zu verneinen. In Frage komme lediglich eine 

Unterstützung bei der Stellensuche. Diesbezüglich habe der Beschwerdeführer jedoch 

ein separates Gesuch zu stellen (act. G4).

B.c  Der Beschwerdeführer zog seinen Antrag um unentgeltliche Rechtspflege am 20. 

März 2018 telefonisch zurück (act. G5). Mit Replik vom 7. Juni 2018 hielt er an seinen 

weiteren Anträgen fest. Er führte aus, es seien immer Nischenarbeitsplätze denkbar. In 

der Realität gebe es aber keine Stellen als Logistiker EBA, die mit seinen 

Einschränkungen möglich seien. Auch wenn teilweise Hilfsmittel zur Verfügung 

stünden, bleibe die körperliche Robustheit das primäre Anforderungsprofil (act. G11).

B.d  Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung einer Duplik (act. G13).

Erwägungen

1. 

Zwischen den Parteien umstritten und vorliegend zu prüfen ist der Anspruch des 

Beschwerdeführers auf berufliche Massnahmen. Neben einer Umschulung käme 

grundsätzlich auch ein Anspruch auf Arbeitsvermittlung in Betracht. Mit der 

angefochtenen Verfügung vom 11. Dezember 2017 wies die Beschwerdegegnerin zwar 

das Leistungsbegehren um (sämtliche) berufliche Massnahmen ab, die Begründung 

bezog sich entsprechend den Anträgen des Beschwerdeführers jedoch lediglich auf 

den Anspruch auf eine Umschulung (vgl. IV-act. 272). Auch in der vorliegenden 

Beschwerde beantragte der Beschwerdeführer lediglich berufliche Massnahmen in 

Form einer finanziellen Unterstützung seiner bereits begonnenen Umschulung zum 

Speditionskaufmann mit Fachrichtung Zolldeklarant (act. G1). Wie die 

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Beschwerdegegnerin zu Recht geltend macht (act. G4), ist ein allfälliger Anspruch auf 

Arbeitsvermittlung damit vorliegend nicht Streitgegenstand. Einzig zu prüfen ist der 

Anspruch auf Umschulung.

1.1  Die versicherte Person hat Anspruch auf Umschulung auf eine neue 

Erwerbstätigkeit, wenn die Umschulung infolge Invalidität notwendig ist und dadurch 

die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich erhalten oder verbessert werden kann (Art. 17 Abs. 

1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Der Anspruch 

auf Umschulung setzt voraus, dass die versicherte Person wegen der Art und Schwere 

des Gesundheitsschadens in den bisher ausgeübten und in den für sie ohne 

zusätzliche berufliche Ausbildung offenstehenden zumutbaren Erwerbstätigkeiten bei 

ausgeglichener Arbeitsmarktlage eine bleibende oder längere Zeit dauernde 

Erwerbseinbusse von etwa 20% erleidet, wobei es sich um einen blossen Richtwert 

handelt (BGE 139 V 403 E. 5.3; BGE 130 V 489 f., E. 4.2; Urteile des Bundesgerichts 

vom 10. August 2009, 9C_341/2009, E. 3, und vom 15. Oktober 2015, 9C_511/2015, E. 

3).

1.2  Besteht im Grundsatz ein Anspruch auf Umschulung, richtet sich die Bestimmung 

der konkreten Umschulungsmassnahmen nach dem Erfordernis der annähernden 

Gleichwertigkeit (SILVIA BUCHER, Eingliederungsrecht der Invalidenversicherung, Bern 

2011, N 728). Die konkrete Umschulungsmassnahme muss notwendig und geeignet 

sein, der vor Eintritt der Invalidität bereits erwerbstätig gewesenen versicherten Person 

eine ihrer früheren annähernd gleichwertige Erwerbsmöglichkeit zu vermitteln. Dabei 

bezieht sich der Begriff der "annähernden Gleichwertigkeit" nicht in erster Linie auf das 

Ausbildungsniveau als solches, sondern auf die nach erfolgter Eingliederung zu 

erwartende Verdienstmöglichkeit (BGE 130 V 489 f. E. 4.2). Die Umschulung hat die 

versicherte Person in die Lage zu versetzen, eine ihrer früheren Tätigkeit möglichst 

gleichwertige Erwerbstätigkeit auszuüben (BUCHER, a.a.O., N 729).

2. 

Vorerst ist zu prüfen, welche Erwerbsmöglichkeiten dem Beschwerdeführer ohne 

zusätzliche berufliche Ausbildung (weitere Umschulung) auf dem ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt offenstehen.

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2.1  Der Beschwerdeführer ist unbestritten in seinen angestammten Tätigkeiten als 

Koch sowie als Hilfsverchromer bzw. in sämtlichen Arbeiten mit Exposition zu 

Chromsäure und Tensiden nicht mehr arbeitsfähig. Die Suva hatte am 2. Juni 2003 und 

14. November 2011 entsprechende Nichteignungsverfügungen erlassen (vgl. IV-act. 3, 

Fremdakten 8).

2.2  Zu Beginn der Umschulung zum Logistiker EBA bestanden keine ernsthaften 

Bedenken bezüglich der Vereinbarkeit dieses Berufs mit den gesundheitlichen 

Einschränkungen des Beschwerdeführers. Am 19. November 2014 teilte der 

Beschwerdeführer der Beschwerdegegnerin mit, bei der Tätigkeit im Lager des 

Lehrbetriebs habe er Probleme mit Nase und Augen bekommen. Im Lager sei es zu 

trocken. Er nehme viele Medikamente, um die Zeit durchzustehen, und hoffe, dass er 

die Anlehre trotzdem abschliessen könne (IV-act. 168). Im weiteren Verlauf standen 

jedoch die Rückenbeschwerden im Vordergrund. Der Beschwerdeführer zweifelte in 

seinem Einwand und der Beschwerde auch nicht substantiiert an, dass auf dem 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt genügend Stellen als Logistiker EBA vorhanden sind, 

welche seiner vasomotorischen, hyperreflektorischen Rhinopathie Rechnung tragen, 

mithin keinen Kontakt mit irritativen Substanzen erfordern (vgl. bzgl. Diagnosen und 

Adaptionskriterien IV-act. 263, bzgl. Vereinbarkeit mit dem Beruf als Logistiker IV-act. 

185).

2.3  Während der Ausbildung zum Logistiker EBA kam es beim Beschwerdeführer 

indessen zu Rückenproblemen (vgl. Bericht von Dr. F.___ vom 28. November 2014; IV-

act. 169). Die ABI-Gutachter hielten diesbezüglich als Diagnose mit Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit ein chronisches zervikal und lumbal betontes panvertebrales 

Schmerzsyndrom ohne radikuläre Symptomatik (ICD-10: M54.80) bei MR-

tomographisch als leichtgradig zu beurteilenden Diskusveränderungen HWK4-7 und 

LWK4/5 ohne Kompromittierung neuraler Strukturen (ICD-10: M51.2) fest (IV-act. 263, 

S. 22). Sie erachteten den Beschwerdeführer für eine körperlich leichte bis 

mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeit ohne Zwangshaltung als zu 100% arbeits- 

und leistungsfähig. Der orthopädische Teilgutachter führte ergänzend aus, die Hebe- 

und Traglimite von 10kg solle nur ausnahmsweise und von 15kg gar nicht überschritten 

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werden. Länger dauernde Zwangshaltungen von Rumpf und Nacken sowie repetitive 

Überkopfbewegungen der Arme sollten vermieden werden. Er befand zwar, inwieweit 

dieses Belastungsprofil bei der Arbeit als Logistiker eingehalten werden könne, müsse 

wahrscheinlich am individuellen Arbeitsplatz überprüft werden. In ihrer 

Konsensbeurteilung befanden die ABI-Gutachter jedoch, die Tätigkeit als Logistiker 

erscheine zumutbar, aus medizinischer Sicht seien dem Belastungsprofil 

entsprechende Arbeitsplätze vorhanden (IV-act. 263, S. 20, 23). Die vom 

orthopädischen Teilgutachter als notwendig erachtete Überprüfung des individuellen 

Arbeitsplatzes ist damit nicht als grundsätzlicher Zweifel an der Geeignetheit des 

Berufs des Logistikers EBA zu verstehen. Vielmehr waren die ABI-Gutachter der 

Ansicht, dass es sowohl Arbeitsstellen gibt, welche den Adaptionskriterien des 

Beschwerdeführers entsprechen, als auch andere, für ihn nicht geeignete. Folglich 

muss die Einhaltung der Kriterien jeweils individuell geprüft werden. Wie die 

Beschwerdegegnerin korrekt ausführt, trägt ein medizinisches Anforderungsprofil 

zudem naturgemäss nur den funktionellen Beeinträchtigungen Rechnung und berührt 

die weiterführende Frage nach der berufspraktischen Umsetzbarkeit nicht (act. G4). 

Auch frühere aktenkundige Einschätzungen sprechen dafür, dass genügend Stellen als 

Logistiker EBA vorhanden sind, welche der Beschwerdeführer trotz seiner 

Einschränkungen ausüben kann. Dr. G.___ attestierte dem Beschwerdeführer vom 28. 

November bis 21. Dezember 2014 eine Arbeitsunfähigkeit von 100%, senkte diese aber 

schrittweise, bis sie ab 7. April 2015 noch 25% betrug (IV-act. 194, vgl. Fremdakten 

14-6 ff., 14-13). Ab 11. Juli 2016 attestierte Dr. G.___ versuchsweise eine volle 

Arbeitsfähigkeit (IV-act. 233-1 ff.). Er ging damit selbst in der damals offenbar nicht 

ideal adaptierten Tätigkeit bei der E.___ AG von einer nicht bzw. kaum eingeschränkten 

Arbeitsfähigkeit aus. Am 17. Dezember 2015 hatte Dr. G.___ berichtet, der 

Beschwerdeführer sei hochmotiviert und mache sehr engagiert in seiner Umschulung 

mit. Wenn er schliesslich eine passende Arbeit gefunden habe und nicht mehr sehr 

streng körperlich arbeiten müsse, werde die 100%ige Integration möglich werden (IV-

act. 195). Dr. H.___ hatte am 16. Februar 2015 die Weiterführung der Umschulung 

befürwortet. Es dürfe davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer nun 

jeden Monat mehr arbeiten könne (IV-act. 190). Im Oktober 2016 erklärte er sich mit 

der Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. G.___ einverstanden und hielt fest, es gehe 

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darum, dass der Beschwerdeführer einen Arbeitsplatz finde, bei dem eine gute 

Ausstattung mit Hilfsmitteln vorhanden sei (IV-act. 235). 

2.4  Der von der Beschwerdegegnerin befragte Berufsberater I.___ führte am 11. 

Dezember 2017 aus, das Berufsfeld des Logistikers EBA sei sehr vielseitig und lasse 

verschiedene Tätigkeiten zu. Es sei deshalb nicht korrekt, nur den Bereich eines 

Produktionsbetriebs für den Beschwerdeführer in Betracht zu ziehen. Vielmehr gebe es 

zahlreiche Firmen in der Dienstleistungs- oder Handelsbranche, bei welchen der 

Beschwerdeführer die Adaptionskriterien einhalten könne. Das Gewicht von Waren in 

der Medizin-, Gesundheits-, Elektro- und Kleinteilbranche sei im Vergleich zu einem 

reinen Produktionsbetrieb viel kleiner. Bei der täglichen Arbeit stünden einem Logistiker 

verschiedene Hilfsmittel, wie z.B. Handhubwagen, Deichselgeräte und Stapler zur 

Verfügung, um ein rückenschonendes Arbeiten zu ermöglichen. In sämtlichen 

Arbeitsbereichen sei eine wechselbelastende Tätigkeit möglich. Beim Erfassen und 

Verbuchen von Waren sei eine Arbeit am Computer vorgesehen und der Logistiker 

arbeite überwiegend in einem Arbeitsteam, das sich gegenseitig helfe. In einem voll 

automatisierten Lager fielen weniger Handarbeiten an und die Tätigkeiten seien 

überwiegend mechanisiert. In einer grösser gefassten Region (Thurgau, St. Gallen, 

Appenzellerland) sei die Arbeitsmarktsituation als gut zu beurteilen (IV-act. 270). Wie 

der Beschwerdeführer zu Recht geltend macht, ist der Beruf des Logistikers EBA 

gemäss Bildungsplan zur Verordnung des SBFI über die berufliche Grundbildung für 

Logistikerin/Logistiker EBA vom 16. November 2015 ideal für Menschen, die gerne 

anpacken (vgl. https://www.svbl.ch/wp-content/uploads/Logistiker-EBA_BiPla-V2.0-M

%C3%A4rz-2016.pdf, S. 8, zuletzt abgerufen am 30. November 2018). Diese 

Beschreibung ist aber nicht zwingend wörtlich zu verstehen. Jedenfalls bedeutet es 

nicht, dass sämtliche Arbeitsstellen als Logistiker das Heben und Tragen von Lasten 

über den vom orthopädischen ABI-Teilgutachter spezifizierten Gewichtslimiten 

erfordern oder generell nicht mit den Einschränkungen des Beschwerdeführers zu 

vereinbaren wären. Dies insbesondere auch dank des Einsatzes der vom Berufsberater 

genannten und auch im Bildungsplan erwähnten Hilfsmittel (vgl. Bildungsplan, a.a.O., 

S. 9). Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, ihm sei vom Lehrbetrieb das Lenken 

eines Gabelstaplers aus gesundheitlichen Gründen untersagt worden (vgl. act. G1) ist 

darauf hinzuweisen, dass sich gemäss ABI-Gutachten eine solche Limitation für die 

Tätigkeit als Staplerfahrer aufgrund der Situation am Bewegungsapparat nicht 

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begründen lässt (IV-act. 263, S. 22). Das Heben und Tragen von schwereren Lasten 

von Hand kann damit weitgehend vermieden werden. Schliesslich ist darauf 

hinzuweisen, dass es dem Beschwerdeführer möglich war, die Ausbildung zum 

Logistiker EBA erfolgreich abzuschliessen (IV-act. 231). Dies war ihm gemäss eigenen 

Angaben zwar nur dank des Entgegenkommens seines Lehrbetriebs möglich. Er sei 

von körperlich anspruchsvollen Tätigkeiten dispensiert worden (IV-act. 242, 269). Im 

konkreten Lehrbetrieb kann das nur als zeitlich begrenzte Lösung betrachtet werden. 

Dies veranschaulicht jedoch die vom Berufsberater erwähnte Teamarbeit, die es an 

einer besser adaptierten Arbeitsstelle ermöglichen würde, dass allenfalls gelegentlich 

anfallende, für den Beschwerdeführer körperlich zu belastende Tätigkeiten durch 

andere Mitarbeiter erledigt würden. 

2.5  Zusammenfassend sind auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt für Logistiker EBA 

mit überwiegender Wahrscheinlichkeit genügend Arbeitsstellen vorhanden, welche den 

Adaptionskriterien des Beschwerdeführers entsprechen. Daran ändert auch der 

Umstand nichts, dass der Beschwerdeführer im Zeitraum vom August 2016 bis Januar 

2017 zahlreiche erfolglose Bewerbungen geschrieben hat (vgl. IV-act. 269, act. G1).

3. 

Die Beschwerdegegnerin ging davon aus, dass der Beschwerdeführer als Logistiker 

EBA in der Lage wäre, einen Lohn in der Höhe von Fr. 4'200.-- bis Fr. 4'500.-- x 13, 

entsprechend Fr. 54'600.-- bis Fr. 58'500.-- pro Jahr zu erzielen (vgl. IV-act. 230). 

Dieser potentielle Verdienst liegt, abgesehen von dem im Jahr 2002 erzielten 

Einkommen als Hilfsverchromer von Fr. 72'737.--, deutlich über den vor dem Eintritt 

der gesundheitlichen Beschwerden generierten jährlichen Einkünften (vgl. IV-act. 122). 

Dies wurde sodann vom Beschwerdeführer auch nicht substantiiert bestritten. Er ist 

damit rentenausschliessend eingegliedert.

4. 

4.1  Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung vom 11. Dezember 2017 nicht 

zu beanstanden und die Beschwerde abzuweisen.

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4.2  Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1‘000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem Ausgang des 

Verfahrens entsprechend ist sie dem Beschwerdeführer aufzuerlegen. Der geleistete 

Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist ihm anzurechnen.

4.3  Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 

Der Beschwerdeführer hat die Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu bezahlen. Der 

geleistete Kostenvorschuss wird ihm im Betrag von Fr. 600.-- angerechnet.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 17.12.2018
	Art. 17 IVG. Anspruch auf Umschulung verneint, da der Beschwerdeführer bereits rentenausschliessend eingegliedert ist. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 17. Dezember 2018, IV 2018/50).

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		2025-07-19T05:22:11+0200
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