# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6a851553-3890-5d04-96a0-9af85e9f1e62
**Source:** Glarus (GL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-02-18
**Language:** de
**Title:** Glarus Obergericht 18.02.2022 OG.2022.00011 (OGZ.2023.124)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GL_Omni/GL_OG_001_OG-2022-00011_2022-02-18.html

## Full Text

Kanton Glarus

  
	
   

  
	
  Obergericht

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  Es wirken mit: Obergerichtspräsidentin Dr. iur. Petra Hauser,
  Oberrichter André Pichon  und Oberrichter
  Roger Feuz  sowie Gerichtsschreiber lic. iur. Sebastian Micheroli. 

  
	
   

  
	
   

  
	
  Urteil
  vom 18. Februar 2022

  
	
   

  
	
   

  
	
  Verfahren
  OG.2022.00011

  
	
   

  
	
   

  
	
  A.______

  
	
  Beschwerdeführer

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  gegen

  
	
   

  
	
   

  
	
  B.______

  
	
  Beschwerdegegnerin

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  betreffend

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  Anordnungen
  an Willensvollstrecker

  
	
   

  
	
  Rechtsbegehren
  des Beschwerdeführers (gemäss Eingaben vom 14. Januar 2022,
  act. 17, und vom 20. Januar 2022, act. 25, sinngemäss):

  
	
   

  
	
  	
    1.

    	
    Es sei die Verfügung des
    Kantonsgerichtspräsidiums vom 30. Dezember 2021 (ZG.2021.00794)
    vollumfänglich aufzuheben.

    
	
     

    	
     

    
	
    2.

    	
    Es sei der Beschwerde die
    aufschiebende Wirkung zuzuerkennen.

    
	
     

    	
     

    
	
    3.

    	
    Es sei act. 18 im Verfahren vor
    Obergericht in materieller Hinsicht überhaupt nicht zu beachten.

    
	
     

    	
     

    
	
    4.

    	
    Es sei festzustellen, dass
    Kantonsgerichtspräsident Andreas Hefti im vor­instanzlichen Verfahren seine
    Ausstandspflicht verletzt habe, und der angefochtene Entscheid auch deshalb
    aufzuheben.

    
	
     

    	
     

    
	
    5.

    	
    Alles unter Kosten- und
    Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin.

    

  

  
	
  ____________________

  
	
   

  
	
   

  
	
  Das
  Gericht zieht in Betracht:

  
	
   

  
	
  1.

  
	
  1.1 B.______ ist die durch
  letztwillige Verfügung eingesetzte Alleinerbin des am 30. Januar 2021
  verstorbenen C.______, wobei der Erblasser zugleich in der Person von
  Rechtsanwalt A.______ einen Willensvollstrecker ernannt hatte (siehe dazu
  act. 5 und 7). Mit Schreiben vom 24. August 2021 erhob B.______ gegen die
  Mandatsführung von Rechtsanwalt A.______ Beschwerde und beantragte darin
  dessen Absetzung als Willensvollstre­cker (act. 1; siehe dazu auch act. 8).

  
	
   

  
	
  1.2 Der Präsident des
  Kantonsgerichts Glarus lehnte mit Verfügung vom 30. Dezember 2021 die
  Absetzung des Willensvollstreckers ab. Indes ermahnte er den Willensvoll­strecker,
  seine Mandatspflichten einzuhalten und wies ihn namentlich an, die Allein­erbin
  fortlaufend über seine Honorarbezüge und Tätigkeiten umfassend zu informie­ren;
  zudem verpflichtete er den Willensvollstrecker dazu, bis zum 15. Februar 2022
  die Erbschaftssteuererklärung bzw. das Erbschaftsinventar für den Nachlass
  einzu­reichen sowie die sich im Nachlass befindende Liegenschaft in Glarus
  Nord der Allein­erbin zu übertragen. All diese Anweisungen ergingen an den Willensvollstrecker
  unter der Androhung, ihn [bei Säumnis] in seiner Funktion als
  Willensvollstrecker abzusetzen (siehe zum Ganzen act. 12 S. 11
  Dispositiv-Ziff. 1-6). 

  
	
   

  
	
  1.3 Dagegen erhob der
  Willensvollstrecker mit Eingabe vom 14. Januar 2022 (act. 17) innert
  Frist Beschwerde mit dem Begehren, es sei die angefochtene Verfügung voll­umfänglich
  aufzuheben; zugleich stellte er das Gesuch, es sei der Beschwerde auf­schiebende
  Wirkung zu erteilen.

  
	
   

  
	
  1.4 Die
  Obergerichtspräsidentin wies das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden
  Wirkung mit Verfügung vom 21. Januar 2022 ab (vgl. act. 27).

  
	
   

  
	
  1.5 Mit unaufgeforderter
  Eingabe vom 15. Februar 2022 (inkl. Beilagen; act. 29 und 30/1–4) informierte
  der Beschwerdeführer die Obergerichtspräsidentin insbesondere darüber, dass
  die Liegenschaft in Glarus Nord beim Grundbuch zur Übertragung an die Erbin
  angemeldet worden sei (act. 29 und act. 30/4). Auch sei das Inventar bei der
  kantonalen Steuerverwaltung Glarus eingereicht worden bzw. es sei bereits die
  definitive Veranlagung  erfolgt, wogegen er eine Einsprache vorbereite. Er
  werde dann den Einspracheentscheid den Tessiner Steuerbehörden zukommen
  lassen (act. 29 und act. 30/1).

  
	
   

  
	
  2. 

  
	
  2.1 Die Verfügung des
  Kantonsgerichtspräsidenten vom 30. Dezember 2021 (ZG.2021.00794) ist in
  analoger Anwendung der ZPO im summarischen Verfahren ergangen (vgl. act. 12
  S. 2 f. Ziff. 2). 

  
	
  Der Streitwert erreicht CHF
  10'000.— nicht (vgl. dazu auch act. 12 S. 10 Ziff. 9). 

  
	
  Der betreffende Entscheid ist
  daher mit Beschwerde anfechtbar (vgl. Art. 308 Abs. 2 ZPO e contrario i.V.m.
  Art. 319 Bst. a ZPO).

  
	
   

  
	
  2.2 Die Beschwerde wurde
  frist- und formgerecht erhoben (vgl. act. 16 i.V.m. act. 17). Der
  Beschwerdeführer leistete den verlangten Kostenvorschuss fristgemäss (vgl.
  act. 19 i.V.m. act. 20). 

  
	
  Das Obergericht ist zuständig für
  die Behandlung der Beschwerde (vgl. Art. 16 Abs. 1 Bst. c GOG, GS III
  A/2). 

  
	
   

  
	
  2.3 Der Beschwerdeführer
  ficht mit der Beschwerde auch die vorinstanzliche Anordnungen an, welche ihn
  verpflichten, das Erbschaftsinventar bei den Glarner Steuerbehörden
  einzureichen und die grundbuchliche Übertragung der Liegenschaft in Glarus
  Nord auf die Erbin vorzunehmen (vgl. act. 12 Dispositiv-Ziff. 4 und 5).
  Beides hat der Beschwerdeführer seit Einreichung der Beschwerde unternommen,
  weshalb im entsprechenden Umfang die Beschwerde gegenstandslos geworden und
  abzuschreiben ist (vgl. Art. 241 f. ZPO).  Im Hinblick auf die Verteilung der
  Prozesskosten (siehe hierzu unten Ziff. 5) wird nachfolgend dennoch auf
  den hypothetischen Prozessausgang bezüglich des abgeschriebenen
  Beschwerdegegenstandes einzugehen sein.

  
	
   

  
	
  2.4 

  
	
  2.4.1 Der
  Kantonsgerichtspräsident bejaht in der angefochtenen Verfügung vom
  30. Dezember seine Zuständigkeit zur Behandlung von Aufsichtsbeschwerden
  gegen einen Willensvollstrecker, dies im Rahmen der Lückenfüllung in analoger
  Anwendung von Art. 7 Abs. 1 Bst. b EG ZPO (GS III C/1), was auch langjähriger
  kantonaler Praxis entspreche (vgl. act. 12 S. 2 f. Ziff. 2). 

  
	
   

  
	
  2.4.2 Der Beschwerdeführer
  vertritt die Ansicht, dass nicht der Kantonsgerichtspräsident, sondern die
  KESB zuständig sei für Aufsichtsbeschwerden gegen die Mandatsführung eines
  Willensvollstreckers (vgl. act. 17 S. 2 ff.). Namentlich bringt er vor,
  dass sich die Zuständigkeit der KESB für die Aufsicht über die Willensvollstrecker
  aus Art. 9a Abs. 4 EG ZGB (GS III B/1/1) ergebe, wonach die KESB
  erbrechtliche Aufgaben wahrnehme, welche das Bundesrecht der zuständigen
  Behörde zuweise. Entgegen der Vorinstanz bestünde daher in Bezug auf die
  Zuständigkeit für die Aufsicht über die Willensvollstrecker keine
  Gesetzeslücke, welche unter analoger Anwendung von Art. 7 Abs. 1 Bst. b EG
  ZPO (GS III C/1) gefüllt werden müsste.

  
	
   

  
	
  2.4.3 Die Vorinstanz weist
  zu Recht darauf hin, dass die Zuständigkeit des Kantonsgerichtspräsidiums für
  die Behandlung von Aufsichtsbeschwerden gegen einen Willensvollstrecker einer
  langjährigen und gefestigten Praxis entspricht. So wurde im Zuge der 
  Revision  des Gerichtsorganisationsgesetzes (GOG, GS III A/2) unter Hinweis
  auf die bereits bestehende langjährige Praxis Art. 7 Abs. 1 EG ZPO (GS III
  C/1) mit Bst. h bezüglich der Aufsicht über die Willensvollstrecker und mit
  Bst. i betreffend Aufsicht über den Erbschaftsliquidator ergänzt (vgl.
  Memorial für die Landsgemeinde des Kantons Glarus 2021, 2. Teil, S. 47 und
  65). Diese Vorlage wurde unverändert an der Landsgemeinde vom 5. September
  2021 angenommen und wird voraussichtlich auf den 1. Juli 2022 in Kraft
  treten.  

  
	
   

  
	
  Die bisherige Praxis ist aufgrund
  der folgenden Überlegungen gerechtfertigt:

  
	
  Art. 7 EG ZPO (GS III C/1)
  regelt, für welche Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit das
  Kantonsgerichtspräsidium im summarischen Verfahren «insbesondere» zuständig
  ist. Es handelt sich somit nicht um eine abschliessende Aufzählung. 

  
	
  Nach Art. 7 Abs. 1 Bst. b EG ZPO
  (GS III C/1) entscheidet das Kantonsgerichtspräsidium im summarischen
  Verfahren namentlich über die «Anordnung der amtlichen Liquidation einer
  Erbschaft (Art. 593 ff. ZGB)». Daneben werden dem Kantonsgerichtspräsidium in
  Art. 7 Abs. 1 EG ZPO (GS III C/1) weitere Zuständigkeiten für erbrechtliche
  Angelegenheiten, nämlich für die folgenden, zugewiesen: Entgegennahme von
  mündlichen letztwilligen Verfügungen (Art. 507 ZGB), Bestellung eines
  Vertreters für die Erbengemeinschaft (Art. 602 Abs. 3 ZGB), Verschiebung der Erbteilung und Sicherung der Ansprüche der Miterben gegenüber zahlungsunfähigen Erben (Art. 604 ZGB), Losbildung (Art. 611 ZGB) sowie der Entscheid über die Versteigerungs- oder Teilungsart vor Anhebung des Erbteilungsprozesses (Art. 612 f. ZGB).
  Es ist hervorzuheben, dass die Verweise auf die Artikel des Zivilgesetzbuches
  in den erwähnten Bestimmungen des EG ZPO (GS III C/1) enthalten sind.   

  
	
  Es kann somit bereits
  festgehalten werden, dass entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers (vgl.
  act. 17 S. 3) das kantonale Recht nicht alle erbrechtlichen Aufgaben der KESB
  zuweist. Hingegen ist dem Beschwerdeführer zuzustimmen, dass Art. 9a Abs. 4
  EG ZGB (GS III B/1/1) eine Generalklausel darstellt, d.h. die KESB ist dann
  zuständig, wenn das kantonale Recht die in Frage stehende erbrechtliche
  Aufgabe nicht einer anderen Behörde zuweist.  Vorliegend ergibt sich die
  Zuständigkeit des Kantonsgerichtspräsidiums jedoch – wie von der Vorinstanz
  richtig erkannt – bereits aus Art. 7 Abs. 1 Bst. b EG ZPO (GS III C/1). Diese
  Spezialbestimmung geht der Generalklausel von Art. 9a Abs. 4 EG ZGB (GS III
  B/1/1) vor. Entgegen der Vorinstanz liegt jedoch in Bezug auf die
  Zuständigkeit für die Aufsicht über die Willensvollstrecker keine zu füllende
  Gesetzeslücke vor. Vielmehr umfasst Art. 7 Abs. 1 Bst. b EG ZPO (GS III C/1)
  gemäss einer systematischen Gesetzesauslegung auch die Aufsicht über die
  Willensvollstrecker. Die Willensvollstrecker stehen nämlich nach Art. 518
  Abs. 1 ZGB, soweit der Erblasser nichts anderes verfügt, in den Rechten und
  Pflichten des amtlichen Erbschaftsverwalters. Gemäss praktisch einhelliger
  Lehre und Praxis ist damit der Verweis auf den Erbschaftsliquidator gemäss
  Art. 595 ZGB gemeint. Daraus folgt, dass gemäss Art. 595 Abs. 3 ZGB nebst dem
  Erbschaftsliquidator auch der Willensvollstrecker einer Behördenaufsicht
  unterworfen ist und ein entsprechendes Beschwerderecht der Erben besteht, wie
  bereits die Vorinstanz zutreffend festgehalten hat (vgl. act. 12 S.
  2 f. Ziff. 2 m.H.; vgl. z.B. auch Urteil BGer 5A_672/2013 vom 24.
  Februar 2014 E. 2.1;  Karrer/Vogt/Leu, in: Basler Kommentar,
  Zivilgesetzbuch II, Rz. 1 und 97 zu Art. 518; Rz. 61 zu Art. 554; Rz. 20
  zu Art. 595). 

  
	
   

  
	
  Art. 595 Abs. 1 und 3 ZGB haben
  den folgenden Wortlaut:

  
	
  «1 Die amtliche Liquidation wird von der
  zuständigen Behörde oder in deren Auftrag von einem oder mehreren
  Erbschaftsverwaltern durchgeführt.

  
	
  2 (…).

  
	
  3 Der Erbschaftsverwalter steht unter der Aufsicht der
  Behörde, und die Erben sind befugt, bei dieser gegen die von ihm beabsichtigten
  oder getroffenen Massregeln Beschwerde zu erheben.»

  
	
   

  
	
  Aus dem Wortlaut von Art. 595
  Abs. 1 und 3 ZGB kann gefolgert werden, dass die gleiche Behörde für die
  Beauftragung und Aufsicht des mit der amtlichen Liquidation beauftragten
  Erbschaftsverwalters zuständig ist, sofern das kantonale Recht nicht
  ausdrücklich eine davon abweichende Regelung trifft (vgl. Art. 54 SchlT
  ZGB;   Karrer/Vogt/Leu, a.a.O.,
  Rz. 32 zu Art. 595). 

  
	
  Nach Art. 7 Abs. 1 Bst. b EG ZPO
  (GS III C/1) entscheidet das Kantonsgerichtspräsidium im summarischen
  Verfahren über die «Anordnung der amtlichen Liquidation einer Erbschaft (Art.
  593 ff. ZGB)». Der Gesetzeswortlaut verweist dabei explizit auf die Art. 593
  ff. ZGB, womit der Gesetzgeber zum Ausdruck bringt, dass auch die Aufsicht
  (Art. 595 Abs. 3 ZGB) in die Zuständigkeit des Kantonsgerichtspräsidiums
  fällt. Aufgrund der Verweisung von Art. 518 Abs. 3 ZGB auf Art. 595 Abs. 3
  ZGB ist letztere Bestimmung – wie bereits erwähnt – auch die rechtliche
  Grundlage für die Aufsicht über die Willensvollstrecker. Diese ist somit von
  der Kompetenzzuweisung in Art. 7 Abs. 1 Bst. b EG ZPO (GS III C/1) ebenfalls
  erfasst. Diese Spezialregelung geht folglich der allgemeinen
  Kompetenzzuweisung an die KESB in Art. 9a Abs. 4 EG ZGB (GS III B/1/1) vor. 

  
	
   

  
	
  Auch aus Art. 108 Abs. 2 EG ZGB
  (GS III B/1/1) lässt sich die Zuständigkeit der KESB für die Aufsicht über
  die Willensvollstrecker nicht ableiten. Art. 108 Abs. 2 EG ZGB (GS III B/1/1)
  hält fest, dass die KESB auch in Fällen von Artikel 554 ZGB die
  Erbschaftsverwaltung anordnet, die in Artikel 555 ZGB vorgesehenen
  öffentlichen Aufforderungen erlässt und allfällige weitere Massregeln zur
  Sicherung des Erbganges trifft. In der Gesetzessystematik befindet sich diese
  Bestimmung im EG ZGB (GS III B/1/1) unter dem Titel «Sicherung des Erbganges
  (Art. 551 ff. ZGB)» und verweist damit auf den Abschnitt «Die
  Sicherungsmassregeln» von Art. 551–559 ZGB. Die Aufsicht über den
  Willensvollstrecker stellt keine Sicherungsmassregel dar und ist auch nicht
  in diesem Teil des ZGB geregelt, sondern ergibt sich aus Art. 595 Abs. 3 ZGB.
  Aus Art. 108 Abs. 2 EG ZGB (GS III B/1/1) kann daher weder gestützt auf eine
  wörtliche Auslegung noch aufgrund einer systematischen Auslegung die
  Zuständigkeit der KESB für die Aufsicht über die Willensvollstrecker
  abgeleitet werden. Eine solche kann auch nicht aus dem vom Beschwerdeführer
  angerufenen Art. 110 Abs. 2 EG ZGB (GS III B/1/1) abgeleitet werden.
  Gemäss dieser Bestimmung muss die KESB dem bestellten Willensvollstrecker darüber
  sofort Mitteilung machen und bei Annahme des Auftrages die im Gesetz
  vorgesehenen Verrichtungen und Befugnisse übertragen (vgl. Art. 517 und 518
  ZGB). Diese Bestimmung äussert sich nicht zur Aufsicht. Zwar macht der
  Beschwerdeführer geltend, es bestehe ein allgemeiner Grundsatz des
  Aufsichtsrechts, wonach die Einsetzungsinstanz auch zuständig für die
  Absetzung und Aufsicht sei. Abgesehen davon, dass von einem solchen
  allgemeinen Grundsatz nicht ausgegangen werden kann, kann es im Einzelfall
  gerade einer funktionierenden Aufsicht dienen, wenn die Einsetzung und
  Aufsicht von unterschiedlichen Behörden vorgenommen wird. Bei der Einsetzung
  des Willensvollstreckers kommt hinzu, dass dieser vom Erblasser ernannt wird;
  der KESB kommt bei der Auswahl des Willensvollstreckers und der Übertragung
  der «Verrichtungen und Befugnisse» keinerlei Ermessen zu. 

  
	
   

  
	
  Bei dieser Sachlage ist daher
  folgerichtig, dass der Kantonsgerichtspräsident gestützt auf Art. 7 Abs. 1
  Bst. b EG ZPO (GS III C/1) der langjährigen Praxis entsprechend sich zur
  Behandlung der vorliegenden Aufsichtsbeschwerde für sachlich zuständig
  erklärt hat. 

  
	
   

  
	
  Die vom Beschwerdeführer
  geäusserten Bedenken, wonach sich ein zivilprozessuales Verfahren für ein
  Aufsichtsverfahren nicht eigne (vgl. act. 17 S. 3), sind
  unbegründet. Insbesondere gilt bei Anordnungen der freiwilligen
  Gerichtsbarkeit der Untersuchungsgrundsatz (vgl. Art. 255 Bst. b ZPO).

  
	
   

  
	
  Im Rahmen der Geltung des
  uneingeschränkten Untersuchungsgrundsatzes erfolgt die Sachverhaltsermittlung
  von Amtes wegen im öffentlichen Interesse, um möglichst ein mit den
  wirklichen Verhältnissen übereinstimmendes Urteil zu garantieren. Hingegen
  verpflichtet der einfache (oder soziale) Untersuchungsgrundsatz nicht zur
  eigentlichen Erforschung des Sachverhaltes, sondern dient in erster Linie
  dazu, eine unbeholfene oder die schwächere Partei zu unterstützen (vgl.
  Urteil BGer 4A_229/2017 vom 7. Dezember 2017 E. 3.3.1 m.H.).

  
	
   

  
	
  Die Aufsichtsbehörde kann nicht
  nur auf Beschwerde eines materiell an der Erbschaft Beteiligten, sondern auch
  von Amtes wegen, sei es auf Anzeige durch einen unbeteiligten Dritten oder
  infolge sonstwie gemachter Wahrnehmungen, gegen den Willensvollstrecker
  einschreiten (vgl. BGE 90 II 376 E. 3). Grund dafür ist das allgemeine, über
  den konkreten Fall hinausgehende öffentliche Interesse daran, dass
  Willensvollstrecker ihre Aufgaben pflichtgemäss erfüllen. Entsprechend hat
  das Verfahren vor der Aufsichtsbehörde so ausgestaltet zu sein, dass
  möglichst ein gestützt auf die wirklichen Verhältnisse erfolgender Entscheid
  garantiert ist. Folglich gilt bei Aufsichtsbeschwerden gegen
  Willensvollstrecker der uneingeschränkte Untersuchungsgrundsatz.

  
	
   

  
	
  Für das vorliegende
  Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass Noven uneingeschränkt zu
  berücksichtigen sind (vgl. BGE 144 III 349 E. 4.2.1; Urteil BGer 5A_770/2018
  vom 6. März 2019 E. 3.2 m.H.).

  
	
   

  
	
  Auf die weiteren Ausführungen des
  Beschwerdeführers, weshalb die KESB die geeignetere Behörde für die Aufsicht
  über die Willensvollstrecker sei, ist nicht weiter einzugehen. 

  
	
   

  
	
  2.5 Da (auch) die
  (übrigen) Prozessvoraussetzungen erfüllt sind, ist auf die Beschwerde
  einzutreten (vgl. Art. 59 ZPO).

  
	
   

  
	
  3.

  
	
  3.1 Mit Beschwerde kann
  geltend gemacht werden, die Vorinstanz habe das Recht unzutreffend angewendet
  und/oder den Sachverhalt offensichtlich nicht richtig fest-gestellt (Art. 320
  ZPO).

  
	
   

  
	
  Der Beschwerdeführer macht
  geltend, die Vorinstanz habe den Sachverhalt offensichtlich nicht richtig
  festgestellt und/oder das Recht nicht richtig angewendet (siehe unten Ziff.
  4.2).

  
	
   

  
	
  3.2 Auf die Einwendungen
  des Beschwerdeführers gegen act. 18 ist nicht einzugehen, da sich der
  vorliegende Entscheid in materieller Hinsicht nicht auf dieses Aktenstück
  abstützt.

  
	
   

  
	
  3.3

  
	
  3.3.1 Der Beschwerdeführer
  bringt erstmals mit Eingabe vom 20. Januar 2022 vor Obergericht vor, dass der
  Kantonsgerichtspräsident im vorinstanzlichen Verfahren seine Ausstandpflicht
  verletzt habe. Es liege eine vom Kantonsgerichtspräsidenten inszenierte
  Intrige gegen ihn vor. Möglicherweise wolle sich dieser am Beschwerdeführer rächen,
  da dieser seinerzeit das Anwaltsschenkpatent des Kantonsgerichtspräsidenten
  kritisiert habe. Der Kantonsgerichtspräsident habe die Verfügung vom 30.
  Dezember 2021 (ZG.2021.00794) rechtswidrig der Steuerverwaltung mitgeteilt.
  Nachdem der Kantonsgerichtspräsident am Morgen des 17. Januars 2022 von der
  Beschwerde an das Obergericht erfahren habe, habe er versucht, das
  obergerichtliche Verfahren zu manipulieren über D.______ resp. dessen E-Mail
  (act. 18), das unwahre Angaben enthalte. Dies begründe die Annahme der
  Befangenheit in Form der Feindschaft. Die Feindseligkeit des
  Kantonsgerichtspräsidenten sei auch im angefochtenen Entscheid klar spürbar,
  «indem mit schier unglaublicher Akribie nach angeblichen Fehlern des [Beschwerdeführers]
  geforscht werde» (vgl. zum Ganzen act. 25 S. 1 und S. 4 f.). 

  
	
   

  
	
  3.3.2 Nach Art. 51 Abs. 3
  ZPO gelten die Bestimmungen über die Revision, wenn der Ausstandsgrund erst
  nach Abschluss des Verfahrens entdeckt wird. Art. 51 Abs. 3 ZPO ist nach
  der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht bereits nach Eintritt der
  Rechtskraft eines mit Beschwerde anfechtbaren Entscheides anwendbar. Vielmehr
  ist ein während der noch laufenden Frist zur Beschwerde und damit umso mehr
  ein nach Beschwerdeerhebung entdeckter Ausstandsgrund betreffend vorinstanzliche
  Gerichtspersonen im Beschwerdeverfahren geltend zu machen (vgl. BGE 139
  III 466 E. 3.4). 

  
	
   

  
	
  Nach Art. 49 Abs. 1 ZPO hat eine
  Partei, die eine Gerichtsperson ablehnen will, dem Gericht unverzüglich ein
  entsprechendes Gesuch zu stellen, sobald sie vom Ausstandsgrund Kenntnis
  erhalten hat, wobei die den Ausstand begründenden Tatsachen glaubhaft zu
  machen sind. Anderenfalls verwirkt der Anspruch auf Anrufung des
  Ausstandsgrundes (vgl. z.B. BGE 141 III 210 E. 5.2).

  
	
   

  
	
  Das so genannte «Schenkpatent»
  ist im Kanton Glarus seit gut zwanzig Jahren abgeschafft. Soweit der
  Beschwerdeführer somit die Befangenheit des Kantonsgerichtspräsidenten mit
  einem zwei Jahrzehnte zurückliegenden Anlass begründet, ist er mit diesem
  Vorbringen offensichtlich verspätet.  

  
	
   

  
	
  3.3.3 Insofern der
  Beschwerdeführer geltend macht, die Feindschaft des
  Kantonsgerichtspräsidenten gegen ihn komme darin zum Ausdruck, dass dieser
  «in schier unglaublicher Akribie» nach Fehlern des Beschwerdeführers gesucht
  habe, wirft er dem Kantonsgerichtspräsidenten nichts anderes vor, als dass
  dieser im Rahmen der Aufsicht seriös geprüft hat, ob Pflichtverletzungen
  vorliegen. Damit ist der Kantonsgerichtspräsident der ihm vom Gesetzgeber
  übertragenen Aufgabe nachgekommen. Ein Ausstandsgrund kann damit nicht
  begründet werden. 

  
	
   

  
	
  3.3.4
  In Dispositiv-Ziff. 4 des vorinstanzlichen Urteils wird der
  Beschwerdeführer angewiesen, die Erbschaftssteuererklärung bzw. das
  Erbschaftsinventar bis am 15. Februar 2022 den zuständigen
  Steuerbehörden einzureichen. Die Mitteilung des vorinstanzlichen Entscheides
  an die Steuerverwaltung steht damit im sachlichen Zusammenhang und dient der
  Kontrolle. Selbst wenn die Mitteilung an die Steuerbehörde nicht zulässig
  gewesen sein sollte, wäre darin noch kein Ausstandsgrund zu sehen (vgl.
  Urteil
  BGer 4A_377/2014 vom 25. November 2014 E. 6.1).

  
	
   

  
	
  3.3.5 Auch der
  Manipulationsvorwurf gegen den Kantonsgerichtspräsidenten in Bezug auf die
  E-Mail-Korrespondenz mit D.______ vom 17. Januar 2022 (act. 14 und 18)
  resp. vom 18. Januar 2022 (act. 24) ist unbegründet. 

  
	
   

  
	
  In der E-Mail vom 17. Januar 2022
  (act. 14. und 18) reagiert D.______ auf das ihm zugestellte Urteil. Es war
  ihm ein Anliegen, darauf hinzuweisen, dass die lange Verfahrensdauer nie an
  der Steuerverwaltung liege. Diese E-Mail sendete er um 8:49 Uhr an den
  Kantonsgerichtspräsidenten und die das Urteil unterzeichnete
  Gerichtsschreiberin des Kantonsgerichts und um 11:13 Uhr an den
  Gerichtsschreiber des Obergerichts. Nachdem diese E-Mail dem Beschwerdeführer
  zugestellt wurde (act. 21), schrieb dieser D.______ am 18. Januar 2022, 8:27
  Uhr, Folgendes per E-Mail (act. 24 S. 2): «Ich beziehe mich auf die erwähnte
  E-Mail und ersuche Sie um Mitteilung und Dokumentierung Ihrer Aussage, dass
  ich wiederholt gemahnt wurde, selbstverständlich unter Angabe auch der Daten.»
  Daraufhin reagierte D.______ mit E-Mail vom gleichen Tag, 8:50 Uhr, und
  führte drei Beispiele an, bei welchen der Beschwerdeführer in seiner Funktion
  als Willensvollstrecker – teils mehrfach – gemahnt wurde oder das
  Nachlassinventar wegen fehlender Unterlagen noch nicht erstellt werden
  konnte. Diese E-Mail sendete D.______ an den Beschwerdeführer sowie im cc an
  den Obergerichtsschreiber und an den Kantonsgerichtspräsidenten (act. 24 S.
  1). Es erscheint als sehr weit hergeholt, aus diesen Vorgängen eine
  Befangenheit des Kantonsgerichtspräsidenten ableiten zu wollen.

  
	
   

  
	
  3.3.6 Nach dem
  Ausgeführten ist, entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers (siehe oben
  Ziff. 3.3.1), beim Kantonsgerichtspräsidenten kein Ausstandsgrund
  ersichtlich.

  
	
   

  
	
  Damit kann offenbleiben, ob am
  20. Januar 2022 der Anspruch auf Anrufung des geltend gemachten
  Ausstandsgrundes überhaupt (noch) bestand oder aber verwirkt war, weil der
  Beschwerdeführer das Ausstandsgesuch nicht unverzüglich nach Erhalt des
  vorinstanzlichen Entscheides am 4. Januar 2022 (vgl. act. 16) stellte.

  
	
   

  
	
  4.

  
	
  4.1 Die Vorinstanz sieht
  es als erstellt an, dass der Beschwerdeführer seine Informations- und
  Auskunftspflicht als Willensvollstrecker und als Rechtsanwalt verletzt hat,
  da er die Beschwerdegegnerin gar nicht oder immer nur auf Nachfrage hin über
  seine Tätigkeit und Honorarbezüge informiert habe. Es sei auch
  äusserst fraglich, ob der Beschwerdeführer im vorliegenden Fall mit solch
  einfachen Verhältnissen überhaupt berechtigt gewesen sei, selbstständig
  Honorarbezüge zu tätigen. Zudem habe der Beschwerdeführer als
  Willensvollstrecker und Rechtsanwalt pflichtwidrig gehandelt, indem er über
  mehrere Wochen nicht erreichbar gewesen sei, ohne die Beschwerdegegnerin über
  seine längere Abwesenheit zu informieren (vgl. zum Ganzen act. 12 S. 5 f.
  Ziff. 6.1.2). Weiter stellte die Vorinstanz fest, dass der Beschwerdeführer
  seine Pflicht als Willensvollstrecker, die nicht mehr benötigten
  Vermögenswerte herauszugeben, verletzt habe, da er der Beschwerdegegnerin die
  Liegenschaft im Kanton Glarus noch nicht übertragen habe und dies gemäss
  seiner Stellungnahme in nächster Zeit auch nicht beabsichtige. Ausserdem
  habe der Beschwerdeführer die Pflicht verletzt, seine Aufgaben als
  Willensvollstrecker so schnell wie möglich zu erledigen, da er mit der
  Einreichung der Erbschaftssteuererklärung aus nicht ersichtlichen Gründen zugewartet
  habe (vgl. zum Ganzen act. 12 S. 7 ff. Ziff. 6.2.2).

  
	
   

  
	
  Die Vorinstanz gelangte zum
  Schluss, dass zwar verschiedene Pflichtverletzungen des Beschwerdeführers als
  Willensvollstrecker vorliegen würden, diese aber nicht derart gravierend
  seien, dass sie zurzeit eine Absetzung als Willensvollstrecker rechtfertigen
  würden, zumal vorliegend kein Ersatzwillensvollstrecker eingesetzt werden
  könne und es sich um die erste Beschwerde gegen den Willensvollstrecker im
  vorliegenden Nachlass handle (vgl. act. 12 S. 9 f. Ziff. 7.2). Stattdessen
  ermahnte der Kantonsgerichtspräsident den Beschwerdeführer, seine Pflichten
  als Willensvollstrecker einzuhalten, und erteilte er ihm die bereits
  erwähnten Anweisungen, jeweils unter Androhung der Absetzung als
  Willensvollstrecker [bei Säumnis] (vgl. act. 12 S. 9 f. Ziff. 7.2
  und S. 11 Dispositiv-Ziff. 2-6; siehe auch oben Ziff. 1.2).

  
	
   

  
	
  4.2 Die Beschwerdeschrift
  (act. 17) enthält neben ausschweifenden Ausführungen, Wiederholungen und
  abfälligen Äusserungen gegenüber der Beschwerdegegnerin resp. deren Sohn kaum
  etwas Substanzielles. Der Beschwerdeführer macht geltend, es handle sich um
  eine relativ komplexe Angelegenheit, bei der er aufwändige Abklärungen und
  zahlreiche andere Verrichtungen habe vornehmen müssen. Er habe den Sohn der
  Beschwerdeführerin laufend informiert. Im Widerspruch dazu schreibt der
  Beschwerdeführer aber auch, der Sohn der Beschwerdegegnerin sei nicht dazu in
  der Lage gewesen, seinen Erklärungen und Ausführungen zu folgen. Weiter weist
  der Beschwerdeführer darauf hin, dass er im Juli 2021 wie jedes Jahr seit 30
  Jahren in den Ferien gewesen sei. Es habe keine Veranlassung bestanden, wegen
  einer normalen Ferienabwesenheit eine Stellvertretung zu organisieren. Es
  habe viele Monate gedauert, bis die ordentlichen Steuern für die Jahre 2020
  und 2021 erledigt gewesen seien. Die Steuerverwaltung sei dann im
  Wesentlichen über den Vermögensstand informiert gewesen. Er habe keine
  Pflichten verletzt, indem er mit der Einreichung des Steuerinventars
  zugewartet habe. Die Beschwerdegegnerin habe auch keine derartigen
  Beschwerden geltend gemacht. Dies gelte auch hinsichtlich der grundbuchlichen
  Übertragung der Liegenschaften, wobei er der Beschwerdegegnerin den Besitz
  zugestanden habe, sodass die Grundbuchübertragung eine reine Formalität
  darstelle. Es lägen somit keine Pflichtverletzungen vor. Zudem liege ein
  Verstoss gegen den Dispositionsgrundsatz vor, da die vorinstanzlichen
  Anordnungen nicht beantragt gewesen seien. Ausserdem seien diese Anordnungen
  resp. die angesetzten Fristen unverhältnismässig, zumal die Vorinstanz sich
  für den Entscheid über vier Monate Zeit gelassen habe (vgl. zum Ganzen act.
  17 S. 2 und S. 4 ff.).

  
	
   

  
	
  4.3

  
	
  4.3.1 Nach Art. 518 Abs. 2
  ZGB gelten Willensvollstrecker insbesondere als beauftragt, die Erbschaft zu
  verwalten, wozu auch die mit steuerlichen Belangen verbundenen Aufgaben
  gehören (Karrer/Vogt/Leu, a.a.O.,
  Rz. 33 ff. zu Art. 518). Nach Art. 177 Abs. 1 StG (GS VI C/1/1) wird innerhalb von zwei Wochen nach Tod des
  Steuerpflichtigen ein amtliches Inventar aufgenommen. Die Erbschaftssteuer wird aufgrund
  des Inventars oder eines Erbeninventars sowie der Teilungsakten veranlagt
  (Art. 163 StG, GS VI C/1/1). Der Willensvollstrecker  ist sowohl gemäss
  Bundesrecht wie auch nach kantonalem Recht mitwirkungspflichtig (Art. 157
  Abs. 1 DBG; Art. 180 Abs. 1 StG, GS VI C/1/1). Für die weiteren zutreffenden
  Ausführungen zum kantonalen Steuerrecht kann auf die Vorinstanz verwiesen
  werden (act. 12 S. 6 ff. Ziff. 6.2). 

  
	
  Der Willensvollstrecker ist auch aus erbrechtlicher
  Sicht verpflichtet, bei Beginn der Tätigkeit ein vollständiges Inventar zur
  Feststellung des Nettonachlasses aufzunehmen, wobei es als genügend erachtet
  wird, wenn er sich aufs Steuerinventar abstützt (Karrer/Vogt/Leu, a.a.O., Rz. 16 zu Art. 518).  

  
	
   

  
	
  Der Willensvollstrecker ist
  verpflichtet, die Aufgabe zeitlich und ökonomisch effizient abzuwickeln (Karrer/Vogt/Leu, a.a.O, Rz.  518 Rz.
  16); die Einrichtung einer  «Dauerverwaltung» stellt eine Pflichtverletzung
  darstellt.

  
	
   

  
	
  In analoger Anwendung von Art.
  398 Abs. 2 OR hat der Willensvollstrecker für die getreue und sorgfältige
  Ausführung des ihm übertragenen Geschäfts einzustehen (vgl. BGE 144 III 217
  E. 5.2.2).

  
	
   

  
	
  Wie schon die Vorinstanz
  zutreffend ausgeführt hat, ist der Beschwerdeführer als Willensvollstrecker
  und Rechtsanwalt verpflichtet, die Erbin laufend über seine Tätigkeit und
  Honorarbezüge zu informieren, sowie die Nachlassabwicklung zügig und
  effizient durchzuführen und ihr währenddessen die nicht benötigten
  Erbschaftssachen auszuhändigen (vgl. act. 12 S. 4 ff. m.H.).

  
	
   

  
	
  Der Willensvollstrecker hat
  Anspruch auf eine angemessene Vergütung für seine Tätigkeit (Art. 517 Abs. 3
  ZGB). Die Vergütung ist grundsätzlich bei Beendigung der Tätigkeit fällig.
  Bei länger dauerndem Mandat hat der Willensvollstrecker das Recht,
  selbständig zu Lasten des Nachlasses Akontozahlungen zu
  beziehen               (Karrer/Vogt/Leu,
  a.a.O., Rz. 32 zu Art. 517).

  
	
   

  
	
  4.3.2 Entgegen der Ansicht
  des Beschwerdeführers ist nicht ersichtlich, dass es sich vorliegend um eine
  komplexe Nachlassabwicklung handelt. Eine solche hat der Beschwerdeführer
  auch nicht dargetan. Der Beschwerdeführer macht hauptsächlich geltend, die
  Komplexität ergebe sich aus dem Umstand, dass er sich zu Beginn der
  Willensvollstreckung einen Überblick verschaffen musste, zumal der Erblasser
  vor seinem Tod längere Zeit hospitalisiert gewesen sei und auch zuvor nicht
  mehr in seiner Liegenschaft, sondern im Pflegeheim gelebt habe. Ausserdem
  habe er aufgrund der Adressumleitung fast täglich an den Erblasser
  adressierte Post erhalten (act. 17 S. 4 f). 

  
	
  Dies sind jedoch übliche
  Umstände, wenn ein Erblasser betagt stirbt und begründet noch nicht eine
  komplexe Nachlassabwicklung. Der Beschwerdeführer führt selber aus, dass er –
  wenn auch nicht ganz aktuelle – Auskünfte vom Treuhänder des Erblassers
  erhielt (act. 17 S. 4), was darauf hinweist, dass die finanziellen
  Verhältnisse des Erblassers geordnet waren. Die Vermögensverhältnisse sind
  denn auch klar, wie sich aus den vom Beschwerdeführer eingereichten Unterlagen
  (act. 11/1-11/3) ergibt, und die Beschwerdegegnerin ist Alleinerbin
  (vgl. act. 5 und act. 7). Folglich entfällt die Notwendigkeit, eine
  Erbteilung vorzunehmen. Es ist daher der Vorinstanz zuzustimmen, wonach es
  bereits zu Beginn der Willensvollstreckung ersichtlich war, dass es sich
  nicht um ein länger dauerndes Mandat handeln werde. Es ist daher tatsächlich
  fraglich, ob unter den konkreten Umständen Akontobezüge bereits ab Beginn der
  Willensvollstreckung zulässig waren (total CHF 25'000.— für den Zeitraum von
  Februar 2021 bis August 2021). Im Übrigen kann auf die zutreffenden vorinstanzlichen
  Ausführungen verwiesen werden (vgl. act. 12 S. 4 ff. Ziff. 6.1). Es stellt
  sich überdies auch aus steuerrechtlicher Sicht die Frage der Zulässigkeit der
  Akontobezüge durch den Beschwerdeführer. Sowohl nach Bundesrecht (Art. 156
  Abs. 1 DBG) wie auch gemäss kantonalem Recht (Art. 179 Abs. 1 StG, GS VI
  C/1/1) darf der Willensvollstrecker über das Nachlassvermögen vor Aufnahme
  des Steuerinventars nur mit Zustimmung der Inventarbehörde verfügen. Ein
  Steuerinventar lag zum Zeitpunkt der Einreichung der Beschwerde
  offensichtlich noch nicht vor (siehe hierzu nachfolgend Ziff. 4.3.3). 

  
	
   

  
	
  4.3.3 Der Beschwerdeführer
  bestreitet bei Einreichung der Beschwerde nicht, dass zu diesem Zeitpunkt
  noch kein Steuerinventar erstellt werden konnte. Vielmehr reicht er selber
  das Schreiben der Steuerverwaltung vom 4. Januar 2022 ins Recht (act. 26/1),
  worin ihn die Steuerverwaltung daran erinnert, den Fragebogen zur
  Inventaraufnahme sowie die gelisteten Unterlagen (Konto- und
  Wertschriftenbescheinigungen per Todestag; Bescheinigungen über Hypotheken
  und andere Schulden; Erbbescheinigung; Kopie Erb- und/oder Ehe- und
  Erbvertrag, Testament; Belege über Todesfallkosten; Belege über offene Rechnungen
  vor dem Hinschied; Angaben, wer eine allfällige Liegenschaft versteuert)
  einzureichen. Die Steuererklärung des Erblassers für das Jahr 2021 war am 1.
  Juli 2021 erstellt (vgl. act. 11/3/110049 ff.). Es ist daher nicht
  nachvollziehbar, weshalb der Beschwerdeführer seiner Mitwirkungspflicht
  hinsichtlich des Steuerinventars gegenüber der Glarner Steuerverwaltung
  offensichtlich erst nach Einreichung der vorliegenden Beschwerde nachgekommen
  ist, weshalb bis dahin die Grundlage für die Veranlagung der Erbschaftssteuern
  fehlte. Wenn der Beschwerdeführer ausführt, er habe mit dem Zuwarten der
  Einreichung der Steuererklärung bzw. des Inventars keine Pflicht verletzt, so
  verkennt er, dass er zu einer zeitlich effizienten Abwicklung der
  Willensvollstreckung verpflichtet ist. 

  
	
   

  
	
  Bezüglich seiner Pflichten
  gegenüber den Tessiner Steuerbehörden führt der Beschwerdeführer in seiner
  Stellungnahme vom 15. Februar 2022 aus, dass er gegen die Veranlagung der
  Glarner Steuerverwaltung Einsprache machen und dann den Einspracheentscheid
  den Tessiner Steuerbehörden einreichen werde. Wie der Beschwerdeführer
  darlegt, ist es ausreichend, wenn den Tessiner Steuerbehörden eine Kopie des
  Glarner Erbinventars eingereicht wird (act. 29 u. 30/3). Die Absicht des
  Beschwerdeführers, gegen die Glarner Veranlagung der Erbschaftssteuern
  Einsprache zu machen, ist kein ausreichender Grund, um mit der Einreichung
  des Inventars im Kanton Tessin zuzuwarten, zumal er nicht darlegt, inwiefern
  die Einsprache auch Auswirkungen auf die Tessiner Erbschaftssteuern hätte.
  Zudem kann er auch die Tessiner Steuerverwaltung bei Einreichung der
  Unterlagen über eine – allenfalls – hängige Einsprache im Kanton Glarus
  informieren. Es ist somit festzuhalten, dass die im vorinstanzlichen Urteil
  getroffene Anordnung betreffend Einreichung der Steuererklärung im Kanton
  Tessin (act. 12 S. 11 Dispositiv-Ziff. 4) mit der Glarner Veranlagung nicht
  gegenstandslos geworden ist.

  
	
   

  
	
  4.3.4 Der Beschwerdeführer
  macht vorinstanzlich geltend, dass die Steuern die letzte Pendenz vor der
  Übertragung der Liegenschaften in Glarus Nord und im Tessin auf die
  eingesetzte Erbin sei. 

  
	
   

  
	
  Wie die Vorinstanz zu Recht
  ausführt (act. 12 S. 7 ff. Ziff. 6.2.2) ist es aufgrund der solidarischen
  Haftung des Willensvollstreckers für die Erbschaftssteuern im Kanton Tessin
  nachvollziehbar, dass die Liegenschaft im Tessin noch nicht auf die Erbin
  übertragen worden ist (vgl. Art. 152 Abs. 2 LT, RL 640.100). Der Steuerwert
  der Liegenschaft im Tessin ist im Liegenschaftsverzeichnis der
  Steuererklärung 2021 mit CHF 47'927.— aufgeführt (vgl. act. 11/3/110059). Der
  Steuerausscheidung (act. 11/3/10069) kann entnommen werden, dass die
  Tessiner Liegenschaft mit einer Forderung von CHF 25'540.— belastet ist. Die
  Differenz zum Steuerwert der Liegenschaft gemäss Liegenschaftsverzeichnis
  beträgt somit CHF 22'387, was gerundet 47 % des Steuerwertes gemäss
  Liegenschaftsverzeichnis entspricht. Wie die Vorinstanz zu Recht erkannt hat,
  bietet die Liegenschaft im Tessin somit ausreichend Sicherheit im Hinblick
  auf die Solidarhaftung des Beschwerdeführers als Willensvollstrecker nach dem
  Tessiner Steuergesetz (vgl. Art. 152 Abs. 2 LT, RL 640.100), weshalb die
  solidarische Haftung des Willensvollstreckers nach Tessiner Steuerrecht keine
  Rechtfertigung darstellt, um mit der Übertragung der Liegenschaft in Glarus
  Nord auf die Erbin zuzuwarten. Auch sonst ist kein Grund ersichtlich, weshalb
  die Liegenschaft in Glarus Nord nicht unverzüglich auf die Erbin übertragen
  werden konnte, weshalb der vorinstanzliche Entscheid auch in Bezug auf die
  vorgenommene Anweisung betreffend die Übertragung der Liegenschaft in Glarus
  Nord (act. 12 S. 11 Dispositiv-Ziff. 5) nicht zu beanstanden ist.

  
	
   

  
	
  4.3.5 Gegen die
  zutreffenden vorinstanzlichen Vorbringen, wonach es zu den Pflichten eines
  Willensvollstreckers gehöre, bei längerer Ferienabwesenheit einen
  Stellvertreter zu benennen (act. 12 S. 4 ff. Ziff. 6.1), bringt der
  Beschwerdeführer lediglich vor, es habe diesbezüglich keine Veranlassung
  bestanden bzw. es sei nicht einzusehen, weshalb er seine Ferien nicht hätte
  beziehen können (act. 17 S. 5). Diese Vorbringen vermögen nicht zu
  überzeugen. In Ergänzung zu den vorinstanzlichen Ausführungen ist zu
  bemerken, dass es gemäss Art. 12 Bst. a BGFA auch zu der sorgfältigen und
  gewissenhaften Berufsausübung eines Rechtsanwaltes gehört, für Klienten und
  Behörden erreichbar zu sein. 

  
	
   

  
	
  4.3.6 Nach dem
  Ausgeführten (siehe oben Ziff. 4.3.1 ff.) hat die Vorinstanz in zutreffender
  Weise diverse Pflichtverletzung des Beschwerdeführers als Willensvollstrecker
  resp. Rechtsanwalt festgestellt (vgl. auch die Ausführungen der Vorinstanz,
  act. 12 S. 4 ff. Ziff. 6).

  
	
   

  
	
  Im Übrigen wird diese
  Feststellung von den im Verfahren OG.2021.00067 erlangten Kenntnissen über
  die Arbeitsweise des Beschwerdeführers als Willensvollstrecker gestützt,
  welche als gerichtsnotorisch anzusehen sind (Art. 151 ZPO). In diesem
  Verfahren bestätigt das Obergericht mit Entscheid vom 18. Februar 2022 die
  Absetzung des Beschwerdeführers als Willensvollstrecker aufgrund von
  zahlreichen schweren Pflichtverletzungen, namentlich wegen Verletzung der
  Pflicht zur zügigen und effizienten Aufgabenerfüllung. Insbesondere verstarb
  in diesem anderen Fall die Erblasserin bereits im Oktober 2013, jedoch war
  die Teilung auch im Zeitpunkt des obergerichtlichen Urteils noch nicht
  vollzogen. Auch kam es im Jahr 2018 zu einer provisorischen
  Erbschaftssteuerveranlagung, da der Beschwerdeführer die Unterlagen für die
  Inventaraufnahme trotz erster Aufforderung im Oktober 2013 und wiederholter
  Erinnerung durch die Steuerverwaltung nicht einreichte. Ebenfalls kam der
  Willensvollstrecker auch in diesem anderen Fall seinen Informationspflichten
  gegenüber den Erben nicht nach.

  
	
   

  
	
  4.3.7 Die Aufsichtsbehörde
  kann einen Willensvollstrecker wegen Unfähigkeit oder grober Pflichtwidrigkeit
  von seinem Amt abberufen. Auch im Bereich der Willensvollstreckung gilt als
  Grundregel, dass Prävention (z.B. Empfehlungen, Weisungen, Ermahnung) vor
  Sanktion (z.B. Verweis, Absetzung) und mildere vor schärferer Anordnung geht.
  Eine Amtsenthebung muss sich als notwendig und verhältnismässig erweisen
  (vgl. Urteil BGer 5D_136/2015 vom 6. resp. 18. April 2016 E. 5.3 m.H.).

  
	
  Im Hinblick auf die
  Pflichtverletzungen des Beschwerdeführers erscheinen die vorinstanzlichen
  Anordnungen samt der angesetzten Fristen (vgl. act. 12 S. 11
  Dispositiv-Ziff. 2-6) als vernünftig, sachgerecht und verhältnismässig
  zur Sicherung eines ordnungsmässigen Erbganges. Daran ändert die
  Verfahrensdauer vor der Vorinstanz nichts, zumal der Beschwerdeführer auch
  während des vorinstanzlichen Verfahrens entsprechende Handlungen von sich aus
  hätte vornehmen können und müssen. In Anbetracht sämtlicher Umstände
  erscheint es auch als angemessen, dass die Vorinstanz den Beschwerdeführer
  ermahnt, seine Pflichten als Willensvollstrecker einzuhalten und namentlich
  die Erbin unaufgefordert und fortlaufend über das bezogene Honorar sowie über
  die Willensvollstreckungstätigkeiten zu informieren (act. 12 S. 11
  Dispositiv-Ziff. 2 und 3). Zwar kann festgehalten werden, dass der
  Beschwerdeführer mit Schreiben vom 9. Februar 2022 die Erbin über die
  Erbschaftssteuerveranlagung durch die Glarner Steuerverwaltung und seine
  Absicht, dagegen Einsprache zu erheben, unverzüglich informierte (act. 30/2).
  Dass der Beschwerdeführer in diesem Fall seiner Informationspflicht
  nachgekommen ist, ändert nichts an der obigen Beurteilung der
  vorinstanzlichen Ermahnung, ist doch die Informationspflicht bis zum
  Abschluss des Willensvollstreckungsmandates zu beachten.

  
	
   

  
	
  Ob und gegebenenfalls inwieweit
  Aufsichtsbeschwerden gegen Willensvollstrecker dem Dispositionsgrundsatz
  unterliegen, oder ob im Hinblick auf das öffentliche Interesse daran, dass
  Willensvollstrecker ihre Aufgaben pflichtgemäss erfüllen (siehe oben Ziff.
  2.4.2), vielmehr der Offizialgrundsatz gilt, muss vorliegend nicht geklärt
  werden. Wie bereits in der Verfügung der Obergerichtspräsidentin vom 21.
  Januar 2022 betreffend aufschiebende Wirkung erwähnt (vgl. act. 27 S. 3),
  sind im Begehren auf Absetzung des Willensvollstreckers mildere
  Aufsichtsmassnahmen nach dem Grundsatz in maiore minus mit enthalten (vgl.
  allgemein z.B. Urteil BGer 4C.66/2001 vom 15. Mai 2001 E. 3c). Es liegt somit
  kein Verstoss gegen den Dispositionsgrundsatz vor, soweit dieser überhaupt
  gilt. 

  
	
   

  
	
  5. 

  
	
  Vor dem Hintergrund, dass die
  vorinstanzlichen Anordnungen an den Beschwerdeführer verhältnismässig und im
  Begehren auf Absetzung des Willensvollstreckers mildere Aufsichtsmassnahmen
  nach dem Grundsatz in maiore minus mit enthalten sind (siehe oben Ziff.
  4.3.7), ist kein sachlicher Grund ersichtlich für eine Änderung der
  vorinstanzlichen Kostenregelung. Auch dass die Beschwerde zu einem Teil
  gegenstandslos geworden ist, ändert daran nichts, da der Willensvollstrecker
  im entsprechenden Umfang unterlegen wäre.

  
	
  Folglich ist die Beschwerde
  vollständig abzuweisen, soweit sie nicht als gegenstandslos geworden
  abzuschreiben ist.

  
	
   

  
	
  6.

  
	
  Beim vorliegenden Ausgang des
  Verfahrens sind die Prozesskosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (vgl.
  Art. 106 Abs. 1 und Art. 107 Abs. 1 Bst. e ZPO). Prozesskosten sind die
  Gerichtskosten und die Parteientschädigung (vgl. Art. 95 Abs. 1 ZPO).

  
	
  Der Streitwert erreicht nicht CHF
  10'000.—.

  
	
   

  
	
  Die Gerichtskosten für das
  obergerichtliche Beschwerdeverfahren sind auf CHF 1'000.— festzusetzen
  (vgl. Art. 3 Abs. 1 Bst. a der Zivil- und Strafprozesskostenverordnung, GS
  III A/5) und mit dem geleisteten Vorschuss zu verrechnen (vgl. Art. 111
  Abs. 1 ZPO).

  
	
   

  
	
  Der Beschwerdegegnerin ist im
  obergerichtlichen Beschwerdeverfahren kein Aufwand entstanden, weshalb keine
  Parteientschädigung zuzusprechen ist.

  
	
   

  
	
  7.

  
	
  Unter der Marginalie
  «Meldepflicht» sieht Art. 15 Abs. 1 BGFA vor, dass die kantonalen
  Gerichtsbehörden Vorfälle, welche die Berufsregeln verletzen könnten,
  unverzüglich der Aufsichtsbehörde über die Anwältinnen und Anwälte melden. 

  
	
  Ausgangsgemäss stellt sich die
  Frage, ob der Berufungskläger bei der Ausübung seines
  Willensvollstreckermandates auch gegen anwaltliche Berufsregeln verstossen
  hat, weshalb eine Mitteilung an die Anwaltskommission als die kantonale
  Aufsichtsbehörde (vgl. Art. 7 Abs. 1 Anwaltsgesetz des Kantons Glarus, GS III
  I/1) als angezeigt erscheint.

  
	
   

  
	
  ____________________

  
	
   

  
	
  Das
  Gericht erkennt:

  
	
   

  
	
  	
    1.

    	
    Die Beschwerde wird vollständig
    abgewiesen, soweit das Verfahren nicht als gegenstandslos geworden
    abgeschrieben wird. 

    
	
     

    	
     

    
	
    2.

    	
    Die Gerichtsgebühr wird
    festgesetzt auf CHF 1'000.—.

    
	
     

    	
     

    
	
    3.

    	
    Die Gerichtskosten werden dem
    Beschwerdeführer auferlegt und vom geleisteten Kostenvorschuss bezogen.

    
	
     

    	
     

    
	
    4.

    	
    Es werden keine
    Parteientschädigungen zugesprochen.

    
	
     

    	
     

    
	
    5.

    	
    Schriftliche Mitteilung an:

    
	
     

    	
    [...]