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**Case Identifier:** e80844d5-519d-5bed-9dc8-dbd553612e87
**Source:** Zürich Steuerrekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2011-07-12
**Language:** de
**Title:** Direkte Bundessteuer 2007 sowie Staats- und Gemeindesteuern 2007
**Docket/Reference:** DB.2011.76
**URL:** https://www.strgzh.ch/assets/entscheide/StRG_DB_2011_76_ui.pdf

## Full Text

Steuerrekursgericht  
des Kantons Zürich 

1. Abteilung 

1 DB.2011.76 
1 ST.2011.112 

Entscheid 

 12. Juli 2011 

Mitwirkend: 

Abteilungspräsident Anton Tobler, Steuerrichter Walter Balsiger, Steuerrichterin Rhea 
Schircks Denzler und Gerichtsschreiber Fabian Steiner 

In Sachen 

A ,    

vertreten durch Gähwiler Ruckstuhl Treuhand AG,  
Eleonorenstrasse 2, 8032 Zürich,  

gegen 

Beschwerdeführer/ 
Rekurrent,  

1.  S c h w e i z e r i s c h e   E i d g e n o s s e n s c h a f t ,    

2.  S t a a t   Z ü r i c h ,    

vertreten durch das kant. Steueramt,  
Division Konsum,  
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

Beschwerdegegnerin,  

Rekursgegner,  

Direkte Bundessteuer 2007 sowie Staats- und Gemeindesteuern 2007 

betreffend 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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hat sich ergeben: 

A. A (nachfolgend der Pflichtige) ist Alleinaktionär der B ag, C. Diese Gesell-

schaft wurde am 22./23. April 2009 hinsichtlich der Geschäftsjahre 2006 und 2007 ei-

ner  steueramtlichen Buchprüfung  unterzogen.  Der  Revisor  stellte  dabei fest,  dass  die 

Gesellschaft je ein Darlehen dem Pflichtigen und der D GmbH, E, gewährt hatte. Wäh-

rend  er  das  Darlehen  an  den  Pflichtigen  akzeptierte,  qualifizierte  er  das  Darlehen  an 

die D GmbH als simuliertes Rechtsgeschäft. Dementsprechend schlug er vor, die auf 

diesem  Darlehen 

im  Geschäftsjahr  2007  vorgenommene  Rückstellung  von 

Fr. 240'000.- beim steuerbaren Reingewinn 2007 der B ag aufzurechnen. Gleichzeitig 

veranlasste  er  eine  Meldung  in  das  Steuerdossier  des  Pflichtigen,  weil  dieser  (Min-

derheits-)Aktionär der F AG, ebenfalls in E, war und letztere Gesellschaft per 1. Janu-

ar 2008 den Betrieb der D GmbH übernommen hatte. 

Mit  Entscheid  vom  1.  November  2010  schätzte  der  Steuerkommissär  den 

Pflichtigen  für  die  Steuerperiode  2007  mit  einem  steuerbaren  Einkommen  von 

Fr. 388'600.- und einem steuerbaren Vermögen von Fr. 64'000.- ein. Beim steuerbaren 

Einkommen  rechnete  er  dabei  neben  zwei  weiteren  Positionen  Fr.  240'000.-  als  ver-

deckte Gewinnausschüttung bzw. als "simuliertes Aktionärsdarlehen gegenüber der D 

GmbH" auf. Mit Hinweis gleichen Datums stellte er die entsprechende Veranlagung der 

direkten  Bundessteuer  2007  mit  einem  steuerbaren  Einkommen  von  Fr. 389'300.-  in 

Aussicht (formell eröffnet mit Steuerrechnung vom 15. November 2010). 

B. Hiergegen erhob der Pflichtige am 24. November 2010 Einsprache mit dem 

sinngemässen  Antrag,  von  sämtlichen  Aufrechnungen,  insbesondere  von  derjenigen 

von Fr. 240'000.- bezüglich des Darlehens an die D GmbH abzusehen. Das kantonale 

Steueramt wies die Einsprachen am 7. April 2011 ab. 

C. Mit Beschwerde bzw. Rekurs vom 6. Mai 2011 liess der Pflichtige die Ein-

spracheanträge hinsichtlich des Darlehens erneuern. Die übrigen Aufrechnungen blie-

ben  unbestritten.  Das  kantonale  Steueramt  schloss  am  31.  Mai  2011  auf  Abweisung 

der Rechtsmittel. Die Eidgenössische Steuerverwaltung liess sich nicht vernehmen. 

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Die Kammer zieht in Erwägung: 

1. a) Nach Art. 20 Abs. 1 lit. c des Bundesgesetzes über die direkte Bundes-

steuer vom 14. Dezember 1990 (DBG) und § 20 Abs. 1 lit. c des Steuergesetzes vom 

8. Juni 1997 (StG) sind u.a. Einkünfte aus beweglichem Vermögen steuerbar, wie Divi-

denden, Gewinnanteile, Liquidationsüberschüsse, Kapitalrückzahlungen für Gratisakti-

en und geldwerte Vorteile aus Beteiligungen aller Art. Zu den letztgenannten Leistun-

gen  gehören  namentlich  auch  offene  und  verdeckte  Gewinnausschüttungen  sowie 

Zuwendungen von Aktiengesellschaften an die Anteilsinhaber oder ihnen nahestehen-

de  Dritte,  die  einem  Aussenstehenden  nicht  oder  zumindest  nicht  in  gleichem  Masse 

gewährt würden. 

Die  verdeckte  Gewinnausschüttung  kann  nicht  nur  in  einem  Wertzufluss  an 

den Aktionär oder eine ihm nahestehende Person liegen, sondern auch in der Verhin-

derung  eines  entsprechenden  Wertabflusses.  Eine  derartige  Vorteilszuwendung  wird 

insbesondere  angenommen,  wenn  eine  Gesellschaft  den  genannten  Personen  ohne 

betrieblichen Grund ein Darlehen gewährt im Bewusstsein, auf eine Rückzahlung allen-

falls verzichten zu müssen (StE 1990 B 24.4 Nr. 25 mit Hinweisen, auch zum Folgen-

den).  Unter  solchen  Umständen  erscheint  das  hingegebene  Darlehen  als  simuliertes, 

ungültiges Rechtsgeschäft (Art. 18 Abs. 1 OR). 

b) aa) Als Empfänger von verdeckten Gewinnausschüttungen kommen vorab 

die Anteilseigner  der  ausschüttenden Gesellschaft  in Betracht.  Dabei  spielt  es  grund-

sätzlich keine Rolle, ob diese die Gesellschaft beherrschen oder nur über eine Minder-

heitsbeteiligung verfügen. Empfängt jedoch nur ein Minderheitsaktionär eine Leistung, 

deren  geschäftsmässige  Begründetheit  zu  prüfen  ist,  erscheint  eine  verdeckte  Ge-

winnausschüttung eher als fraglich. Denn eine Ausschüttung kann regelmässig nur der 

beherrschende Aktionär oder ein Minderheitsaktionär gemeinsam mit andern Aktionä-

ren,  die  zusammen  eine  Mehrheit  der  Anteilseigner  bilden,  veranlassen.  Fliesst  eine 

Leistung  nur  einem  Minderheitsbeteiligten  zu,  muss  daher  zusätzlich  die  Beherr-

schungsmöglichkeit der bzw. des Begünstigten gegenüber der leistenden Gesellschaft 

geprüft  werden.  Sowohl  die  herrschende Lehre  als  auch  das  Bundesgericht  vertreten 

die  Meinung,  dass  zusätzlich  zur  Gesellschafterstellung  eine  massgebliche  Beherr-

schung  des  Gesellschafters  auf  das  Unternehmen  vorliegen  muss,  damit  der  Tatbe-

stand einer verdeckten Gewinnausschüttung erfüllt ist (Brülisauer/Poltera, in: Kommen-

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tar  zum  Schweizerischen  Steuerrecht,  Band  I/2a,  2. A.,  2008,  Art. 58  N 109  DBG  mit 

Hinweis  u.a.  auf  Markus  Reich,  Die  Realisation  stiller  Reserven  im  Bilanzsteuerrecht, 

1983,  S. 113;  Reimann/Zuppinger/Schärrer,  Kommentar  zum  Zürcher  Steuergesetz, 

3. Band,  1969,  § 45  N 73;  BGr,  28. Oktober  1977  =  ASA  48,  64  ff.  und  4. November 

1987 = StE 1988 B 72.13.22 Nr. 10; a.M. Peter Locher, Kommentar zum DBG, II. Teil, 

2004, Art. 58 N 107 mit Verweis auf Entscheid des Bundesgerichts vom 30. April 2002 

[StR 2002, 558], gemäss welchem die Tatsache, dass der Empfänger blosser Minder-

heitsaktionär war, die geschäftsmässige Begründetheit der Leistung nicht zu rechtferti-

gen vermochte). 

Die massgebliche Beherrschung ist dabei von der massgeblichen Beteiligung 

zu unterscheiden. Das Bundesgericht hat entschieden, dass auch Minderheitsbeteiligte 

oder gar Nichtgesellschafter mit Organstellung einen entscheidenden Einfluss auf das 

Unternehmen haben können, wenn besondere Umstände vorliegen (vgl. ASA 24, 330 

ff., wo das oberste Gericht feststellte, dass eine verdeckte Gewinnausschüttung auch 

dann gegeben sein kann, wenn der Leistungsempfänger nicht Allein- oder Mehrheits-

aktionär  ist [im konkreten Fall  besass  er  40%  des  Aktienkapitals],  aber  in  der  Gesell-

schaft  eine  beherrschende  Stellung  einnimmt).  Solche  Situationen  liegen  vor,  wenn 

sich  Minderheitsaktionäre,  z.B.  durch  Abschluss  eines  Aktionärbindungsvertrags,  zu-

sammenschliessen (vgl. ASA 24, 331) und dadurch einen massgeblichen Einfluss auf 

die Aktiengesellschaft  ausüben können (vgl.  ASA  19,  297 ff.),  oder  wenn der  Minder-

heitsaktionär  eine  Schlüsselstellung  im  Verwaltungsrat  einnimmt  (Brülisauer/Poltera, 

Art. 58 N 110 f., auch zum Folgenden). 

Das Bundesgericht spricht ebenfalls von einer massgebenden Beherrschung, 

wenn die leistende Gesellschaft mittelbar durch eine zwischengeschaltete Gesellschaft 

beherrscht  wird.  Das heisst,  der  Leistungsempfänger  beherrscht  die  leistende  Gesell-

schaft indirekt über die unmittelbar gehaltene Muttergesellschaft, und wird steuerlich so 

betrachtet, als ob er die leistende Tochtergesellschaft selbst beherrschen würde. Das 

Tatbestandsmerkmal der Gesellschaftereigenschaft wird somit durch das Kriterium der 

massgeblichen Beherrschung ergänzt, wobei diese Beherrschung mehr qualitativer als 

quantitativer  Natur  ist.  Die  kapitalmässige Beherrschung  allein  ist  gemäss  Bundesge-

richt grundsätzlich unerheblich, stellt aber immerhin ein gewichtiges Indiz dar, dass das 

Gesellschaftsverhältnis das Motiv einer verdeckten Gewinnausschüttung ist.  

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bb) Empfänger von verdeckten Gewinnausschüttungen sind aber auch  nahe-

stehende  Dritte.  Als  solche  gelten  natürliche  oder  juristische  Personen,  die  zum  be-

herrschenden  Gesellschafter  wirtschaftliche  oder  persönliche  enge  Verbindungen  be-

sitzen.  Dabei  begründet  der  Umstand,  dass  der  Dritte  eine  aussergewöhnliche 

Leistung  empfängt,  allein  noch  keine  derartige  Verbindung  zum  Gesellschafter.  Viel-

mehr ist eine zusätzliche, objektiv feststellbare Beziehung zu diesem wie Freundschaft, 

Verwandtschaft,  geschäftliche  Beziehung  etc.  erforderlich  (Brülisauer/Poltera,  Art. 58 

N 120 ff., welche sich mit der abweichenden Auffassung des Bundesgerichts im Recht 

der direkten Bundessteuer auseinandersetzen und diese verwerfen).  

Fliesst  der  geldwerte  Vorteil  einer  verdeckten  Gewinnausschüttung  dem  na-

hestehenden  Dritten  zu,  erfolgt  die  Besteuerung  dieses  Vorteils  gleichwohl  beim  (be-

herrschenden)  Aktionär,  da  nur  er  kraft  seines  Beherrschungsverhältnisses  die  Aus-

schüttung  der  Gesellschaft  herbeiführen  kann.  Es  kommt  die  so  genannte  Dreiecks-

theorie zur Anwendung, bei der von einem Fluss der verdeckten Gewinnausschüttung 

von  der  Gesellschaft  über  den  beherrschenden  Aktionär  zum  nahestehenden  Dritten 

ausgegangen  wird 

(VGr,  3. Oktober  1989  =  StE 1991  B 24.4  Nr. 27  sowie 

Kuhn/Brühlisauer  in:  Kommentar  zum  Schweizerischen  Steuerrecht,  Band  I/1,  2. A., 

2002,  Art. 24  N 85  ff.  StHG).  Der  nahestehende  Dritte  kann  mangels  Anteilseigner-

schaft  keinen  Beteiligungsertrag  erzielen,  sodass  der  Zufluss  bei  ihm  (als  natürliche 

Person)  nur  der  Schenkungssteuer  unterliegt  bzw. – im  Fall,  dass  es  sich  bei  der 

Empfängerin um eine Schwestergesellschaft der leistenden Gesellschaft handelt – als 

steuerfreie Kapitaleinlage gilt. 

c) Das Zufliessen von Vermögensertrag im Sinn von  Art. 20 Abs. 1 lit. c DBG 

bzw. § 20 Abs. 1 lit. c StG ist eine steuerbegründende Tatsache, welche die Steuerbe-

hörden nachzuweisen haben (RB 1990 Nr. 36 = StE 1990 B 92.51 Nr. 3). Demgegen-

über 

trägt  der  Steuerpflichtige  die  Beweislast  für  die  steuermindernden  bzw.  

-aufhebenden Tatsachen (RB 1987 Nr. 35). 

Die  Steuerbehörden  sind  bei  der  Ermittlung  der  steuerbegründenden  Tatsa-

chen aus allgemein bekannten Gründen in hohem Mass auf die Mitwirkung des Steu-

erpflichtigen  angewiesen.  Diese  Feststellung  gilt  insbesondere  für  die  im  Massenver-

waltungsverfahren  durchgeführte  Festsetzung  der  direkten  Steuern  von  Einkommen 

bzw.  Ertrag  und Vermögen bzw.  Kapital.  Es  ist  daher folgerichtig,  an  die rechtsgenü-

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gende Darlegung derartiger Tatsachen durch die Behörden keine allzu hohen Anforde-

rungen zu stellen (RB 1990 Nr. 36 = StE 1990 B 92.51 Nr. 3). 

2.  Der  Pflichtige  ist  Alleinaktionär  der  B  ag  und liess  sich  von  dieser  Gesell-

schaft im Jahr 2006 ein Darlehen aus einem Kontokorrentverhältnis ausrichten (Revisi-

onsbericht).  Revisor  und  Steuerkommissär  erachten  das  Darlehen  (einstweilen)  nicht 

als  simuliert,  da  ein  schriftlicher  Darlehensvertrag  mit  angemessener  Verzinsung  und 

einem  verbindlichen Rückzahlungsplan  existiert  (Revisionsbericht).  Das Steuerrekurs-

gericht  sieht  keinen  Anlass,  eine  andere  Beurteilung  dieses  Darlehensverhältnisses 

vorzunehmen.  Mithin  drängt  sich  in  diesem  Zusammenhang  beim  Pflichtigen  keine 

Aufrechnung  einer  geldwerten  Leistung  auf.  Es  wird  Aufgabe  des  Revisors  sein,  die 

Entwicklung des Darlehens im Auge zu behalten.  

3.  a)  Die  B  ag  gewährte  daneben  auch  der  D  GmbH  ein  Darlehen.  Dieses 

Darlehen belief sich per 31. Dezember 2006 auf Fr. 840'350.- und wurde im vorliegend 

streitbetroffenen  Geschäftsjahr  2007  um  Fr.  480'000.-  auf  Fr. 1'320'350.-  erhöht.  Die 

Darlehensgeberin  (B  ag)  bildete  darauf  Rückstellungen  per  Ende  2006  von 

Fr. 840'349.- und im Geschäftsjahr 2007 von weiteren Fr. 240'000.-, was einen Netto-

buchwert des Darlehens per Ende 2007 von Fr. 240'001.- ergab. Revisor und Steuer-

kommissär  erachteten  dieses  Darlehen  als  simuliert,  weil  ein  schriftlicher  Darlehens-

vertrag, eine Verzinsung sowie Sicherheiten fehlten und laufende Erhöhungen gewährt 

wurden. Sie rechneten in der Folge dem steuerbaren Ertrag 2007 der B ag unter dem 

Titel  "Veränderung  der  als  Gewinn  versteuerten  stillen  Reserven"  im  Umfang  der  auf 

dem Darlehen 2007 gebildeten Rückstellung von Fr. 240'000.- hinzu.  

Um denselben Betrag von Fr. 240'000.- erhöhten sie jedoch auch das steuer-

bare  Einkommen  2007  des  Pflichtigen,  allerdings  ohne  diese  Aufrechnung  näher  zu 

begründen. Im Einspracheentscheid führte das kantonale Steueramt diesbezüglich nur 

aus,  der  Pflichtige  habe  im  Umfang  der  von  der  B  ag  auf  dem  Darlehen  gebildeten 

Rückstellung von Fr. 240'000.- eine geldwerte Leistung empfangen, weil das Darlehen 

insofern nicht werthaltig sei. 

Mit  der  Beschwerde/dem  Rekurs  hält  der  Pflichtige  entgegen,  das  Darlehen 

sei von der B ag nicht ihm, sondern der D GmbH gewährt worden. An letzterer Gesell-

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schaft sei er im Jahr 2007 nicht beteiligt gewesen und habe dort auch nicht irgendeine 

Funktion ausgeübt. Es habe ihm im Zusammenhang mit diesem Darlehen daher auch 

keine  verdeckte  Gewinnausschüttung  zufliessen  können.  Das  Darlehen  sei  zudem 

nicht  simuliert,  da  es von  der  B  ag gewährt  worden sei,  um  von  der  D  GmbH künftig 

Beratungsumsätze zu generieren. 

Das kantonale  Steueramt  äussert  sich  zu  diesen  Einwendungen  des  Pflichti-

gen  in  der  Beschwerde-/Rekursantwort  nicht,  sondern  verweist  lediglich  auf  die  Ein-

spracheentscheide.  

b)  Das  streitige  Darlehen  wurde  von  der  B  ag  der  D  GmbH  und  nicht  dem 

Pflichtigen  gewährt.  Demnach  kann  dem  Pflichtigen  als  Beherrscher  der  B  ag  im  Zu-

sammenhang  mit  dieser  Darlehensgewährung  nur  dann  ein  geldwerter  Vorteil  zuge-

flossen  sein,  wenn  dies  in  Anwendung  der  erwähnten  Dreieckstheorie  möglich  wäre. 

Dies  setzte  voraus,  dass  der  Pflichtige  die  D GmbH  ebenfalls  –  massgeblich  im  Sinn 

der erwähnten bundesgerichtlichen Rechtsprechung, d.h. qualitativ – beherrschte, weil 

der geldwerte Vorteil nur kraft dieser Eigenschaft ihm und nicht der D GmbH als Darle-

hensschuldnerin zugerechnet werden könnte.  

Gemäss  den  Feststellungen  des  Revisors  waren  einzige  Gesellschafter  der 

D GmbH im Jahr 2007 G und H. Der Pflichtige war damit in diesem Jahr, in welchem 

das  streitige  Darlehen  um  Fr.  480'000.-  erhöht  wurde  und  ihm  von  den  Vorinstanzen 

ein  damit  verbundener  geldwerter  Vorteil  zugerechnet  wird,  nicht  Anteilseigner  dieser 

Gesellschaft. Die genannten zwei Personen amteten auch als einzige Geschäftsführer 

der D GmbH (Handelsregisterauszug), sodass der Pflichtige bei der darlehensempfan-

genden Gesellschaft auch insofern nicht engagiert war. Mithin handelte es sich bei der 

D GmbH im Jahr 2007 nicht um eine nahestehende Person des Pflichtigen bzw. nicht 

um  eine  Schwestergesellschaft  der  vom  Pflichtigen  beherrschten  B  ag. Als  Folge da-

von  kann  dem  Pflichtigen  bei  der  Darlehensgewährung  bzw.  –erhöhung  der  B  ag  an 

die D GmbH im Jahr 2007 auch kein geldwerter Vorteil zugeflossen sein, weil die Drei-

eckstheorie nicht zur Anwendung gelangt. 

c) Der Pflichtige ist indessen seit ihrer Gründung am … (Minderheits-)Aktionär 

der F AG. Dabei handelt es sich um eine von der D GmbH verschiedene Gesellschaft.  

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Die F AG übernahm rückwirkend per 1. Januar 2008 den Betrieb der D GmbH. 

Dabei ging auch das streitbetroffene (Passiv-)Darlehen der D GmbH mit der B ag als 

Gläubigerin auf die F AG über. Weil der Pflichtige an der F AG beteiligt war, wurde die 

nun  als  Darlehensschuldnerin  geltende  F  AG  insofern  zur  Schwestergesellschaft  der 

B ag. Allerdings war der Pflichtige bei der F AG nur Minderheitsaktionär im Umfang von 

36%. Trotz der damit auf den Pflichtigen als gemeinsamen Aktionär der beiden Gesell-

schaften (B ag und F AG) nun anwendbaren Dreieckstheorie kann diesem jedoch wie-

derum keine geldwerte Leistung im Zusammenhang mit der fraglichen Darlehenserhö-

hung  aufgerechnet  werden.  Denn  die  Darlehenserhöhung  und  eine  damit  allenfalls 

einhergehende  verdeckte  Gewinnausschüttung  erfolgte  eben  schon  im  Geschäftsjahr 

2007, als Darlehensschuldnerin noch die D GmbH und der Pflichtige an dieser Gesell-

schaft nicht beteiligt war.  

Anders  zu  entscheiden  wäre  höchstens  dann,  wenn  der  Pflichtige  bei  der 

D GmbH im Geschäftsjahr 2007 zumindest eine massgebliche Funktion ausgeübt hätte 

und so  die Darlehenserhöhung  in diesem  Jahr sowie  den anschliessenden  Übergang 

des  Darlehens  auf  die  von  ihm  mitbeherrschte  F  AG  hätte  veranlassen  können.  Dies 

liesse  den  Pflichtigen  nämlich  im  Licht  der  erwähnten  bundesgerichtlichen  Praxis  im 

Jahr  2007  zwar  weiterhin  als  Nichtgesellschafter,  jedoch  als  solcher  mit  (massgebli-

cher) Organstellung der D GmbH und damit als (indirekter) Empfänger des fraglichen 

geldwerten  Vorteils  bei  der  Darlehenserhöhung  an  die  D  GmbH  erscheinen,  was  die 

Aufrechnung  dieses  Vorteils  bei  ihm  zu  rechtfertigten  vermöchte.  Indessen  sind  An-

haltspunkte  für  eine  solche  Einflussnahme  des  Pflichtigen  bei  der  D  GmbH  im  Jahr 

2007 aus den Akten nicht ersichtlich und werden vom kantonalen Steueramt auch gar 

nicht geltend gemacht. Es ist nicht Sache des Steuerrekursgerichts, die Angelegenheit 

in  dieser  Hinsicht  zu  untersuchen,  äussert  sich  das  kantonale  Steueramt  in  der  Be-

schwerde-/Rekursantwort  doch  mit keinem Wort zu den  Vorbringen  des Pflichtigen  in 

der Beschwerde bzw. im Rekurs und damit auch nicht zur genannten Problematik. 

d)  Damit  fehlt  es  schon hinsichtlich  der  Person  der  Darlehensschuldnerin  an 

der sachverhaltlichen Grundlage, um beim Pflichtigen im Zusammenhang mit der Dar-

lehenserhöhung der B ag an die D GmbH im Jahr 2007 einen geldwerten Vorteil aufzu-

rechnen. In der Folge erübrigt es sich zu prüfen, ob ein solcher Vorteil überhaupt ge-

geben ist, d.h. ob ein simuliertes Darlehen vorliegt. 

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4. Diese Erwägungen führen zur Gutheissung der Rechtsmittel. Ausgangsge-

mäss sind die Verfahrenskosten der Beschwerdegegnerin/dem Rekursgegner aufzuer-

legen  (Art.  144  Abs.  1  DBG,  §  151  Abs.  1  StG).  Dem  Pflichtigen  ist  hinsichtlich  der 

Staats-  und  Gemeindesteuern  keine  Parteientschädigung  zuzusprechen,  da  er  keine 

verlangt hat (§ 152 StG i.V.m. § 17 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 

24. Mai 1954/8. Juni 1997). Bezüglich der direkten Bundessteuer steht ihm von Amtes 

wegen  eine  (angemessene)  Parteientschädigung  zu  (Art.  144  Abs.  4  DBG  i.V.m. 

Art. 64  Abs.  1  - 3  des  Bundesgesetzes  über  das  Verwaltungsverfahren  vom 

20. Dezember 1968). 

Demgemäss erkennt die Kammer: 

1.  Die Beschwerde wird gutgeheissen. Der Beschwerdeführer wird für die Steuerperi-

ode 2007 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 149'300.- veranlagt (Tarif ge-

mäss Art. 214 Abs. 1 DBG; Alleinstehendentarif). 

2.  Der Rekurs wird gutgeheissen. Der Rekurrent wird für die Steuerperiode 2007 mit 

einem  steuerbaren  Einkommen  von  Fr.  148'600.-  und  einem  steuerbaren  Vermö-

gen von Fr. 64'000.- eingeschätzt (Tarif gemäss § 35 Abs. 1 bzw. § 47 Abs. 1 StG; 

Grundtarif). 

[…] 

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