# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1c1fc0ec-4efd-5b6d-9cfb-ffb6801ae6a8
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-06-05
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 05.06.2024 810 2023 37 (810 23 37)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-2023-37_2024-06-05.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht 
 
vom 5. Juni 2024 (810 23 37) 
____________________________________________________________________ 
 
 
 
Raumplanung, Bauwesen 
 
 
Gewässerraumausscheidung / Methodik und Kriterien bei der Bestimmung von dicht 
überbautem Gebiet 
 
 
 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsrichter Stefan 

Schulthess, Markus Clausen, Hans Furer, Niklaus Ruckstuhl, 
Gerichtsschreiber Stefan Suter 
 
 

Beteiligte Kantonale Natur- und Landschaftsschutzkommission, Ebenrain-
Zentrum für Landwirtschaft, Natur und Ernährung, Ebenrainweg 27, 
4450 Sissach, Beschwerdeführerin, vertreten durch René Brigger, 
Advokat 

  
 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, 4410 Liestal,  
Vorinstanz 
 
Stadt Laufen, Vorstadtplatz 2, Postfach, 4242 Laufen, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  
Betreff Zonenplan Siedlung, Mutation Festlegung Gewässerraum  

(RRB Nr. 84 vom 24. Januar 2023) 
 
 

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A. Die Einwohnergemeindeversammlung der Stadt Laufen beschloss am 9. Dezember 
2021 die Mutation Festlegung Gewässerraum zum Zonenplan Siedlung. Mit der Planung wird 
der Gewässerraum im Zonenplan Siedlung, Teilzonenplan (TZP) Güterbahnhof, TZP Kernzone 
Vorstadtgebiet, TZP Kernzone Altstadt, und teilweise im Zonenplan Landschaft der Stadt Lau-
fen erstmals ausgeschieden. 
 
B. Im Rahmen der öffentlichen Planauflage wurden verschiedene Einsprachen erhoben, 
die im Rahmen des Verständigungsverfahrens zum Teil zurückgezogen wurden. Mit Schreiben 
vom 4. Juli 2022 unterbreitete der Stadtrat die Planungsbeschlüsse dem Regierungsrat des 
Kantons Basel-Landschaft zur Genehmigung, wobei er um die Abweisung der verbliebenen 
Einsprachen ersuchte. 
 
C. Mit Beschluss Nr. 84 vom 24. Januar 2023 wies der Regierungsrat die Einsprachen, 
darunter diejenige der kantonalen Natur- und Landschaftsschutzkommission, als unbegründet 
ab, soweit darauf eingetreten werden konnte und sie nicht gegenstandslos oder erledigt waren. 
Er genehmigte die Mutation Festlegung Gewässerraum zum Zonenplan Siedlung im Sinne der 
Erwägungen und unter diversen Auflagen. Soweit nachfolgend noch relevant erwog er stark 
zusammengefasst, die beidseitige Reduktion des Gewässerraums entlang verschiedener Ab-
schnitte der Birs sei zulässig, weil es sich um zentrumsnahe, dicht überbaute Gebiete mit gröss-
tenteils bereits baulich ausgenutzten Parzellen handle. Die mitbetroffene Zentrumszone sei zu-
dem im kantonalen Richtplan teilweise als Entwicklungsgebiet ausgewiesen, für welches ein 
prioritäres Interesse an einer Verdichtung bestehe. Aufgrund der überwiegenden Interessen an 
einer verdichteten baulichen Nutzung könne der Gewässerraum im gesamten Betrachtungspe-
rimeter auf die bestehenden Gewässerbaulinien reduziert werden. Weiter sei der Verzicht auf 
die Ausscheidung eines Gewässerraums an bestimmten eingedolt verlaufenden Abschnitten 
des Wahlenbachs und des Güschbachs als recht- und zweckmässig anzusehen, weil eine Aus-
dolung aufgrund der bestehenden Nutzung und dem langfristigen Bestand der lnfrastrukturan-
lagen nicht möglich sei. Beim Wahlenbach sei einzig im Bereich der Zone mit Quartierplan-
pflicht das Potential für eine Ausdolung gegeben. Mittels Auflage im regierungsrätlichen Be-
schluss werde sichergestellt, dass bei der künftigen Quartierplanung der Gewässerraum neu 
beurteilt werden müsse. 
 
D. Mit Eingabe vom 6. Februar 2023 hat die Natur- und Landschaftsschutzkommission des 
Kantons Basel-Landschaft (NLK) gegen den regierungsrätlichen Genehmigungsentscheid beim 
Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), verwaltungsge-
richtliche Beschwerde erhoben. Sie stellt die folgenden Rechtsbegehren: 
 
"1. Es sei in Aufhebung des Entscheides des Regierungsrates Nr. 2023-84 vom 24. Januar 

2023 der von der Einwohnergemeindeversammlung Laufen am 9. Dezember 2021 be-
schlossenen Mutation Festlegung Gewässerraum zum Zonenplan Siedlung die Geneh-
migung zu verweigern. 

2. Es sei in Aufhebung des Entscheides des Regierungsrates und in Gutheissung der von 
der Beschwerdeführerin im vorinstanzlichen Verfahren erhobenen Einsprache der Muta-

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tion Zonenplan Siedlung Festlegung Gewässerraum wie folgt die Genehmigung zu ver-
weigern: 

- wegen Nichtberücksichtigung der minimalen Gewässerraumbreite: 
o beidseits der Birs im Abschnitt Ziegelschürbächli bis Bahnhofstrasse im Bereich 

der Gewerbezone, Zone mit Quartierplanpflicht und Zentrumszone 
o linksufrig der Birs im Abschnitt D «Laufen Nord» im Gebiet Norimatt im Bereich 

der Zentrumszone 
- wegen Verzicht auf Ausscheidung eines Gewässerraums: 

o Wahlenbach, Abschnitt A «Vorstadt» im Bereich Zonen mit Quartier[plan]-pflicht 
o Güschbach, Abschnitt A «Vorstadt» im Bereich der öW+A-Zone 

3. Unter o/e Kostenfolge." 
 
In der Beschwerdebegründung vom 4. April 2023 rügt die Beschwerdeführerin eine unrichtige 
Feststellung des Sachverhalts sowie eine rechtsfehlerhafte Anwendung der gesetzlichen Best-
immungen über die Festlegung des Gewässerraums. Der Gewässerraum sei unzulässigerweise 
vermindert worden, indem entweder ein reduzierter oder gar kein Gewässerraum ausgeschie-
den worden sei. Die Beschwerdeführerin bestreitet insbesondere, dass es sich bei den beiden 
streitbetroffenen Perimetern an der Birs um dicht überbautes Gebiet handelt. Wer in den fragli-
chen Gebieten der Birs entlanggehe, sehe ein lose überbautes Ufergebiet mit längeren grünen, 
unverbauten Uferpartien - keine durchgehende Häuserfront, allenfalls unterbrochen nur durch 
vereinzelte Baulücken. Mit einer detaillierten eigenen Berechnung und Visualisierung legt die 
Beschwerdeführerin dar, dass bei richtiger Vorgehensweise nicht von einer dichten Überbauung 
ausgegangen werden könne. Ihr vom Planungsbericht abweichendes Ergebnis rühre haupt-
sächlich aus der unterschiedlichen Behandlung der Nebenbauten. Entgegen der Planungsbe-
hörde und der Vorinstanz sei zur Beurteilung der vorbestehenden Überbauung grundsätzlich 
nur auf die Hauptbauten abzustellen. Bei dieser Betrachtungsweise tangierten in beiden Peri-
metern weniger als die Hälfte der Gebäude den Gewässerraum, weshalb der Gewässerraum 
nicht mehrheitlich überbaut sei. Von der streitbetroffenen Gesamtfläche des Gewässerraums 
(ohne Wasserfläche) sei nur ein einstelliger Prozentsatz überbaut. Darüber hinaus könne im 
Bereich der beiden Flussabschnitte auch nicht von einem eigentlichen Hauptsiedlungsgebiet 
gesprochen werden. Abgesehen davon fehle es an einer rechtsgenüglichen Interessenabwä-
gung und Begründung. Das Interesse an einer baulichen Entwicklung werde übergewichtet und 
dasjenige des Natur- und Landschaftsschutzes untergewichtet. Bezüglich des Verzichts auf die 
Ausscheidung des Gewässerraums in eingedolten Abschnitten des Wahlenbachs und des 
Güschbachs fehle es ebenfalls an einer umfassenden Interessenabwägung. Es sei dort Raum 
und Potential für eine Ausdolung vorhanden, weshalb dieser Raum im Hinblick auf künftige 
Nutzungen planerisch gesichert werden müsse. 
 
E. Die Stadt Laufen (Beschwerdegegnerin) beantragt in der Vernehmlassung vom 26. Mai 
2023 die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde. Sie betont, dass sie gemäss dem kanto-
nalen Richtplan ein Regionalzentrum mit überkommunaler Bedeutung sei. Dementsprechend 
seien eine Bündelung und Entwicklung von Wohnen, Arbeiten, Einkaufen und Dienstleistungen 
im Siedlungsgebiet von Laufen von kantonalem Interesse. Die angefochtene Planung sei mit 

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dem rechtskräftigen kantonalen Hochwasserschutzprojekt abgestimmt. Zusammen mit dem 
Hochwasserschutz werde der gesamte Birsraum auch renaturiert und aufgewertet. Nach der 
Realisierung des Projekts werde dieser Raum für viele Jahrzehnte gebaut sein und nicht mehr 
verändert werden. Sie habe die Gewässerraumausscheidung in einem aufwändigen Verfahren 
mit der notwendigen Sorgfalt und Gründlichkeit geplant. Der Gewässerraum sei zweckmässig, 
korrekt und rechtmässig ausgeschieden worden. 
 
F. Der Regierungsrat schliesst in seiner Vernehmlassung vom 5. Juni 2023 auf Abweisung 
der Beschwerde unter o/e-Kostenfolge. Er widerspricht der Beschwerdeführerin namentlich hin-
sichtlich der Behandlung von Nebenbauten im Gewässerraum. Bei den vorliegend interessie-
renden Nebenbauten handle es sich um einstöckige Gebäude ohne Wohnnutzung wie etwa 
Garagen, Lagerhallen oder Werkstattgebäude. Diese Nebenbauten seien - anders als leicht 
entfernbare Gartenhäuschen oder Geräteschuppen - in die Beurteilung zur Frage einer dichten 
Überbauung miteinzubeziehen. Unter Beachtung dieser Fakten sei die Qualifikation der beiden 
strittigen Gebiete als dicht überbaute Gebiete nicht zu beanstanden. Die im Planungsbericht 
gewählte Berechnungsweise folge der vom kantonalen Amt für Raumplanung herausgegebe-
nen Arbeitshilfe Gewässerraum und entspreche der kantonalen Praxis. In einem Siedlungsge-
biet respektive Regionalzentrum wie Laufen könne das Gewässer seine natürlichen Funktionen 
nicht mehr vollständig erfüllen. Die bestehende Bebauungssituation bilde eine Ausgangslage, in 
der kein natürlicher, dynamischer Lauf der Birs mehr möglich sei. Der festgelegte Gewässer-
raum folge den bestehenden Bebauungsstrukturen und sichere so den noch unbebauten Ufer-
bereich entlang der Birs. Er berücksichtige sowohl die Interessen des Natur- und Landschafts-
schutzes wie auch die Interessen einer qualitätsvollen Siedlungsentwicklung nach innen. Die 
Planung sei des Weiteren mit den Zielen des Regionalen Entwässerungsplans Birs (REP) und 
dem bewilligten Hochwasserschutzprojekt abgestimmt. Bezüglich des Verzichts auf die Aus-
scheidung des Gewässerraums bei zwei eingedolten Gewässern vermöge die Beschwerdefüh-
rerin schliesslich nicht aufzuzeigen, welches überwiegende Interesse diesem entgegenstehe. 
Dass am Wahlenbach bei einer zukünftigen Quartierplanung eine Ausdolung potentiell möglich 
sei, ändere nichts daran, dass die Voraussetzungen für einen Verzicht aufgrund der aktuellen 
Lage erfüllt seien. 
 
G. Die Beschwerdeführerin, mittlerweile vertreten durch René Brigger, Advokat, repliziert 
unaufgefordert mit Eingabe vom 30. August 2023. Sie hält darin an den Beschwerdeanträgen 
vollumfänglich fest und geht nochmals auf die Frage ein, welche der Bauten im Perimeter ihrer 
Ansicht nach massgeblich sind für die Eruierung, ob eine Mehrheit der Gebäude im Gewässer-
raum liegt. Seitens der Stadt Laufen seien Nebenbauten mitgezählt worden, Bauten, die diesen 
nur marginal berühren, als vollständig im Gewässerraum liegend qualifiziert worden, bereits 
abgerissene Bauten berücksichtigt worden sowie die Betrachtungsperimeter eng gefasst wor-
den, um möglichst ein Verhältnis von Bauten im und ausserhalb des theoretischen Gewässer-
raums zu erhalten, das für eine Reduktion des Gewässerraums spreche. Die Beschwerdeführe-
rin insistiert, dass bei beiden Betrachtungsperimetern klar weniger als die Hälfte der Bauten im 
Perimeter im theoretischen Gewässerraum liegen würden. Das Gebiet sei lediglich locker über-
baut und es beständen somit genügend Möglichkeiten, wie eine allfällige Verdichtung auch oh-
ne Einschränkung des Gewässerraums erreicht werden könne, wobei ohnehin nicht die reine 

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Einstufung im Zonenplan, sondern die (fehlende) tatsächliche Zentrumsfunktion der Gebiete 
ausschlaggebend sein müsse. 
 
H. In der Duplik vom 29. September 2023 schliesst sich die Beschwerdegegnerin den Aus-
führungen des Regierungsrats an. Bezüglich des Verzichts auf den Gewässerraum beim 
Güschbach anerkennt sie die ökologische Bedeutung des Mündungsbereichs in die Birs. Für 
sie stehe aber der Hochwasserschutz klar im Vordergrund. In besagtem Bereich sei ein Über-
laufbauwerk geplant, das bei Hochwasser den Rückfluss der Birs via Güschbach in die Altstadt 
verhindere. Ohne dieses seien alle anderen Massnahmen des kantonalen Hochwasserschutz-
projektes nutzlos. Eine Offenlegung sei zwar theoretisch wünschenswert, praktisch aber nicht 
umsetzbar. 
 
I. Der Regierungsrat hält in der Duplik vom 1. November 2023 im Wesentlichen an seinen 
bereits geäusserten Standpunkten fest. 
 
J. Das Kantonsgericht führte am Morgen des 10. April 2024 unter Anwesenheit der Partei-
en einen Augenschein entlang der streitbetroffenen Fluss- und Bachabschnitte durch. Die 
nachmittägliche Parteiverhandlung wurde unterbrochen und am 17. April 2024 fortgesetzt. In 
ihren Plädoyers hielten die Parteien an den schriftlich gestellten Begehren fest. Die Beschwer-
deführerin hält nach zwischenzeitlicher Einsicht in die Akten des Hochwasserschutzprojekts neu 
dafür, dass die Weichen für die Reduktion des Gewässerraums bereits im vorgelagerten Hoch-
wasserschutzprojekt gestellt worden seien. Dieses Projekt sei für die erstmalige Gewässer-
raumfestlegung jedoch nicht von Belang; falls doch werde eine Verletzung der raumplanungs-
rechtlichen Koordinationspflicht gerügt. Auf die weiteren Ausführungen der Parteien 
wird - soweit erforderlich - im Rahmen der Erwägungen eingegangen. 
 
K. Die öffentliche Urteilsberatung fand am 5. Juni 2024 statt. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessord-
nung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügungen und Entscheide des Regierungs-
rates die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgericht zulässig. Da weder ein 
Ausschlusstatbestand nach § 44 VPO noch ein spezialgesetzlicher Ausschlusstatbestand vor-
liegt, ist die Zuständigkeit des Kantonsgerichts gegeben. 
 
1.2 Die Beschwerdeführerin erläutert in der Beschwerdebegründung, dass sie Ziffer 1 der 
Rechtsbegehren, mit welcher die Nichtgenehmigung der ganzen Zonenplanmutation beantragt 
wird, nur für den Fall stellt, dass das Kantonsgericht der Auffassung sein sollte, die Festlegung 
des Gewässerraums könne nur als Ganzes genehmigt oder nicht genehmigt werden. Sie habe 
aber grundsätzlich kein Interesse, dass die von ihr nicht konkret angefochtenen Teile der Pla-
nung nicht in Rechtskraft erwachsen. Sie verlangt dementsprechend bloss, dass die von ihr als 
rechtwidrig erachteten Teile der Gewässerraumausscheidung, wie sie in Ziffer 2 der Rechtsbe-

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gehren spezifiziert werden, nicht genehmigt werden. Die Rechtsbegehren sind in diesem Sinne 
zu interpretieren. 
 
1.3 Vor Kantonsgericht kann der Verfahrensgegenstand gegenüber dem vorinstanzlichen 
Verfahren weder geändert noch erweitert werden (§ 6 Abs. 1 VPO). Streitgegenstand einer Pla-
nungsbeschwerde kann nur sein, was vom Planungsträger im Verfahren der Nutzungsplanung 
beschlossen wurde oder allenfalls hätte beschlossen werden müssen (vgl. Urteil des Kantons-
gerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV], vom 21. Mai 2024 [810 23 
100] E. 2.2). Soweit sich die Beschwerde gegen die Reduktion des Gewässerraums linksufrig 
der Birs im Gebiet Norimatt im Bereich der Zentrumszone bezieht, ist festzustellen, dass die 
Planung in diesem Bereich teilweise sistiert wurde (im Planabschnitt D, Laufen Nord, kariert 
dargestellt). Aus Gründen des Hochwasserschutzes soll der Gewässerraum im betroffenen Ab-
schnitt erst nach der Überarbeitung der Naturgefahrenkarte festgelegt werden (vgl. Planungsbe-
richt vom 30. Juni 2022, S. 63). Für diesen Bereich wurde folglich gar kein Gewässerraum aus-
geschieden. Der übergangsrechtliche Gewässerraum bleibt bestehen. Daraus folgt, dass es 
diesbezüglich am Anfechtungsobjekt fehlt. Soweit sich die Beschwerde gegen den sistierten 
Planabschnitt richtet, ist darauf nicht einzutreten. 
 
1.4 Die Natur- und Landschaftsschutzkommission ist in allen Belangen des Natur- und 
Landschaftsschutzes einsprache- und beschwerdeberechtigt (§ 20 Abs. 2 des Gesetzes über 
den Natur- und Landschaftsschutz [NLG] vom 20. November 1991). Die Beschwerdeführerin 
macht im vorliegenden Fall Anliegen des Natur- und Landschaftsschutzes geltend und ist dem-
nach gestützt auf § 47 Abs. 1 lit. b VPO durch besondere Vorschrift zur Beschwerde befugt (vgl. 
KGE VV vom 19. Februar 2020 [810 19 94] E. 1.2). Die Beschwerdeführerin hat sich mit einer 
Einsprache am vorinstanzlichen Verfahren beteiligt, weshalb das auch für beschwerdeberech-
tigte Organisationen geltende Erfordernis der formellen Beschwer erfüllt ist (§ 47 Abs.  2 VPO; 
vgl. KGE VV vom 30. März 2021 [810 21 153]). 
 
1.5 Beschwerden sind innert der gesetzlich vorgeschriebenen Frist schriftlich einzureichen 
(§ 5 Abs. 1 VPO). Gemäss § 48 Abs. 1 VPO beträgt die Frist für verwaltungsgerichtliche Be-
schwerden 10 Tage. Der angefochtene Entscheid wurde der Beschwerdeführerin am 25. Janu-
ar 2023 zugestellt. Da der letzte Tag der Frist auf Samstag, den 4. Februar 2023 fiel, ist die 
Frist mit der Postaufgabe der Beschwerde am 6. Februar 2023 unter Berücksichtigung des 
durch das Wochenende herausgeschobenen Fristablaufs (§ 46 Abs. 2 des Gesetzes über die 
Organisation der Gerichte [GOG] vom 22. Februar 2001) gewahrt. Die Beschwerde erfolgte 
somit frist- und formgerecht. 
 
1.6 Auf die verwaltungsgerichtliche Beschwerde ist mit Ausnahme des gegen den sistierten 
Planabschnitt gerichteten Aufhebungsantrags einzutreten. 
 
2. Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können gemäss § 45 Abs. 1 VPO Rechts-
verletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des Ermessens 
(lit. a) sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (lit. b) gerügt wer-
den. Die Angemessenheit kann nach § 45 Abs. 1 lit. c VPO nur in den in dieser Bestimmung 

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genannten Ausnahmefällen überprüft werden. Entscheide betreffend die Genehmigung von 
Nutzungsplänen fallen nicht darunter (vgl. KGE VV vom 19. Februar 2020 [810 19 94] E. 2.1). 
 
3. Streitig ist im vorliegenden Verfahren, ob die Gewässerraumausscheidung der Stadt 
Laufen den gesetzlichen Anforderungen genügt. Einerseits dreht sich der Streit um die Frage, 
ob der Gewässerraum in gewissen Abschnitten der Birs die gesetzlich geforderte Breite auf-
weist. Andererseits geht es um zwei eingedolte Bachabschnitte am Wahlenbach und am 
Güschbach, wo die Gemeinde auf die Ausscheidung des Gewässerraums verzichtet hat. Nach-
folgend werden zunächst die gesetzlichen (E. 4) und sachverhaltlichen (E. 5) Grundlagen der 
vorliegenden Gewässerraumfestlegung dargestellt. Danach wird näher auf den Rechtsbegriff 
des "dicht überbauten Gebiets" eingegangen (E. 6) und die Methodik und Kriterien bei der Be-
stimmung von dicht überbautem Gebiet gemäss der kantonalen Arbeitshilfe erörtert (E. 7). Es 
folgen die konkrete Überprüfung, ob es sich bei den umstrittenen Abschnitten "Birs Süd" (E. 8) 
und Norimatt (E. 9) um dicht überbautes Gebiet handelt, sowie die raumplanerische Interessen-
abwägung (E. 10) mit einem abschliessenden Gesamtfazit (E. 11). Schliesslich wird der Ver-
zicht auf die Ausscheidung von Gewässerraum bei den eingedolten Bachabschnitten geprüft 
(E. 12-14). 
 
4.1 Der im Rahmen eines indirekten Gegenentwurfs zur (später zurückgezogenen) Volksini-
tiative "Lebendiges Wasser" neu in das Gesetz eingefügte Art. 36a des Bundesgesetzes über 
den Schutz der Gewässer (GSchG) vom 24. Januar 1991 verpflichtet die Kantone, nach Anhö-
rung der betroffenen Kreise den Raumbedarf der oberirdischen Gewässer festzulegen. Dieser 
Gewässerraum gewährleistet nach Art. 36a Abs. 1 GSchG die natürlichen Funktionen der Ge-
wässer (lit. a), den Schutz vor Hochwasser (lit. b) und die Gewässernutzung (lit. c). Die Kantone 
sorgen dafür, dass der Gewässerraum bei der Richt- und Nutzungsplanung berücksichtigt so-
wie extensiv gestaltet und bewirtschaftet wird (Art. 36a Abs. 3 Satz 1 GSchG). Die Gewässer-
schutzverordnung (GSchV) vom 28. Oktober 1998 macht in den Art. 41a (Fliessgewässer) und 
Art. 41b (stehende Gewässer) detaillierte (Minimal-)Vorgaben für die Ausscheidung des Ge-
wässerraums. Die Übergangsbestimmungen der GSchV zur Änderung vom 4. Mai 2011 schrei-
ben den Kantonen vor, den Gewässerraum bis Ende Dezember 2018 festzulegen. Ausserhalb 
der Bauzonen setzt der Kanton Basel-Landschaft diese Vorgaben des Bundesrechts um, indem 
er den Gewässerraum in der Form kantonaler Nutzungspläne ausscheidet (vgl. § 12a Abs. 1 
des kantonalen Raumplanungs- und Baugesetzes [RBG] vom 8. Januar 1998). Der Gewässer-
raum innerhalb des Siedlungsgebietes und in Bauzonen ausserhalb des Siedlungsgebietes wird 
von den Gemeinden im Rahmen ihrer Nutzungsplanung ausgeschieden (§ 12a Abs. 2 RBG). 
Die kommunale Planung bedarf der Genehmigung des Regierungsrates, der sie auf ihre 
Rechtmässigkeit und - sofern kantonale Anliegen betroffen sind - auf ihre Zweckmässigkeit prüft 
(vgl. § 31 Abs. 5 RBG; Art. 26 des Bundesgesetzes über die Raumplanung [RPG] vom 22. Juni 
1979). 
 
4.2 Der Gewässerraum besteht aus dem Raum für eine natürliche Gerinnesohle und den 
beiden Uferbereichen. Er stellt einen Korridor dar, wobei das Gerinne nicht in der Mitte dieses 
Korridors liegen muss. Mit der Sicherung des Raumbedarfs der oberirdischen Gewässer soll für 
die Gewässer hinreichend Fläche reserviert werden, damit sie ihre vielfältigen Funktionen erfül-

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len können. Der Gewässerraum gewährleistet damit die natürlichen Funktionen des Gewässers: 
Den Transport von Wasser und Geschiebe, die Ausbildung einer naturnahen Strukturvielfalt in 
den aquatischen, amphibischen und terrestrischen Lebensräumen, die Entwicklung standortty-
pischer Lebensgemeinschaften, die dynamische Entwicklung des Gewässers und die Vernet-
zung der Lebensräume. Der Gewässerraum gewährleistet auch den Schutz vor Hochwasser; 
ein ausreichender Gewässerraum dient der Gefahrenprävention und ermöglicht es, erforderli-
che Hochwasserschutzbauten wesentlich kostengünstiger zu erstellen (Bundesamt für Umwelt 
[BAFU], Erläuternder Bericht zur Initiative "Schutz und Nutzung der Gewässer" [07.492] - Ände-
rung der Gewässerschutz-, Wasserbau-, Energie- und Fischereiverordnung vom 20. April 2011, 
S. 10 [zit. Erläuternder Bericht]; HANS W. STUTZ, Uferstreifen und Gewässerraum, URP 2012, 
S. 97). 
 
4.3 Die Festlegung des Raumbedarfs der oberirdischen Gewässer ist der erste planerische 
Schritt im Rahmen des generationenübergreifenden Gesamtprojekts zur Renaturierung der 
Gewässer. Ziel ist die langfristige Sicherung des Gewässerraums. Bei dessen Festlegung müs-
sen daher nicht nur die aktuellen Verhältnisse berücksichtigt werden, sondern es ist auch eine 
mittel- und langfristige Perspektive erforderlich. Der dereinst einmal möglichst zu erreichende 
Zustand des Gewässers muss im Auge behalten werden (STUTZ, a.a.O., S. 99). Deswegen ist 
nicht entscheidend, ob ein konkretes Hochwasserschutz- resp. Revitalisierungsprojekt geplant 
ist. Die Freihaltung des für die Förderung der Biodiversität erforderlichen minimalen Raumbe-
darfs ist grundsätzlich auch innerhalb von Siedlungsgebieten sinnvoll (BGE 148 II 198 E. 4.4). 
Der Gewässerraum ist so auszuscheiden, dass der Handlungsspielraum der nachmaligen Pla-
ner nicht beschränkt und die künftige Revitalisierungsplanung nicht erschwert wird bzw. ihr (so-
weit sie bereits konkretisiert ist) nicht widerspricht (KGE VV vom 7. September 2022 [810 21 
147] E. 6.3.3; BGE 143 II 77 E. 2.8; BGE 140 II 437 E. 6.2). 
 
4.4 In Art. 41a GSchV wird der Gewässerraum für Fliessgewässer konkretisiert. Danach 
muss der Gewässerraum eine von der Gerinnesohle abhängige Mindestbreite aufweisen. 
Art. 41a Abs. 1 und 2 GSchV bezeichnen die minimale Breite des Gewässerraums, die (vorbe-
hältlich von Abs. 4) nicht unterschritten werden darf. Abs. 1 findet auf Fliessgewässer in be-
stimmten, für die Förderung der Biodiversität vorrangigen Gebieten Anwendung, Abs. 2 betrifft 
die übrigen Fliessgewässer. Die nach diesen Absätzen berechnete Breite des Gewässerraums 
muss gemäss Art. 41a Abs. 3 GSchV erhöht werden, soweit dies erforderlich ist zur Gewährleis-
tung des Schutzes vor Hochwasser (lit. a), des für eine Revitalisierung erforderlichen Raumes 
(lit. b) und der Schutzziele von Objekten nach Abs. 1 sowie anderer überwiegender Interessen 
des Natur- und Landschaftsschutzes (lit. c). In dicht überbauten Gebieten kann die Breite des 
Gewässerraums den baulichen Gegebenheiten angepasst werden, soweit der Hochwasser-
schutz gewährleistet ist (Art. 41a Abs. 4 lit. a GSchV). Schliesslich kann unter anderem dann 
ganz auf die Ausscheidung eines Gewässerraums verzichtet werden, wenn das Gewässer ein-
gedolt ist und keine überwiegenden Interessen entgegenstehen (Art. 41a Abs. 5 lit. b GSchV). 
 
5.1 Südwestlich vom Kanton Jura her kommend erreicht die Birs in der Schwemmebene des 
Laufentals im sogenannten Laufen-Becken das Gemeindegebiet der Stadt Laufen. Hier wurde 
die einst stark mäandrierende Birs mit dem Bahnbau, den Kraftwerken und der zunehmenden 

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Besiedlung stark korrigiert und in ihr heutiges Flussbett im ansonsten stark durch die Stadt be-
anspruchten Talboden gezwängt. Der Fluss durchschneidet das Siedlungsgebiet in zwei Schlei-
fen, bevor er Laufen durch die nördliche Klus bei Lochbrugg in Richtung Zwingen wieder ver-
lässt. Da die alten Mäander in der Ebene verfüllt und zu grossen Teilen bebaut wurden, fliesst 
die Birs heute im Siedlungsgebiet Laufens grösstenteils zwischen gleichförmigen, hart verbau-
ten Ufern ohne grosse Breiten- und Tiefenvariabilität. Die Längsvernetzung ist infolge verschie-
dener Wanderhindernisse (Kraftwerke, Querschwellen) nicht vollumfänglich gewährleistet. In 
diesem Bereich ist der Flusslauf hinsichtlich der Ökomorphologie als "stark beeinträchtigt" klas-
sifiziert. 
 
5.2 Im August 2007 führte ein Hochwasser zu massiven Überschwemmungen in den Ge-
meinden entlang der Birs. Dabei wurden alle birsnahen Quartiere Laufens einschliesslich der im 
Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) verzeichneten historischen Alt-
stadt überflutet und schwer in Mitleidenschaft gezogen. Die nachfolgenden Untersuchungen 
förderten an vielen Stellen des Siedlungsgebiets gravierende Schutzdefizite mit einer beträchtli-
chen Gefährdung zu Tage. Der Kanton erarbeitete in der Folge ein ganzheitliches Hochwasser-
schutzprojekt, welches einerseits den Hochwasserschutz bestmöglich sicherstellen und ander-
seits den hohen Anforderungen vor allem im Bereich der denkmalgeschützten Altstadt und im 
Zentrum von Laufen gerecht werden soll. Der Gesamtprojektperimeter umfasst die Birs ab dem 
Kraftwerk Juramill bis zur nördlichen Gemeindegrenze und den direkten Rückstaubereich der 
einmündenden Nebenbäche Lützel, Wahlenbach und Diebach. Mit dem Projekt soll die Kapazi-
tät der Birs zum Schutz vor Hochwasser mit verschiedenen baulichen Massnahmen erhöht und 
ihre Fliessgeschwindigkeit reguliert werden. Es sind diverse uferflankierende Bauten, die An-
passung und der Neubau von vier Brücken sowie Aufweitungen in den Bereichen Birsmill, Nau 
und Norimatt vorgesehen. Durch die Verbreiterung des Querschnitts an diesen Stellen erhält 
die Birs einen grösseren Abflussquerschnitt im Hochwasserfall. Mit der Schaffung neuer Über-
flutungsräume soll auch die Gewässerökomorphologie der Birs stark profitieren. Da die Verbrei-
terungen alleine die Hochwassergefahr nicht einzudämmen vermögen, sind weitere Massnah-
men geplant. Diese bestehen zumeist aus diversen Ufererhöhungen zwischen 0.5 m bis über 
1 m, die in Form von Stützwänden und Schutzwällen realisiert werden. Wo solche Massnahmen 
z.B. aus Platzgründen oder Gestaltungssicht ungünstig sind, ist ein Objektschutz vorgesehen. 
Die Variante einer Sohlabsenkung wurde für das Siedlungsgebiet aufgrund überwiegender 
Nachteile verworfen. Parallel zu den Massnahmen des Hochwasserschutzes werden für die 
Birs und die Seitengewässer ökologische Verbesserungsmassnahmen mit dem Ziel einer ver-
besserten Längsvernetzung und einer ökologischen Aufwertung des Gewässers erarbeitet. Das 
in sieben Teilprojektperimeter unterteilte Bauprojekt "Stadt Laufen Hochwasserschutz Birs" 
wurde von der Bau- und Umweltschutzdirektion des Kantons Basel-Landschaft (BUD) am 
25. Juni 2018 in der Form eines kantonalen Nutzungsplans beschlossen. Nachdem die letzten 
Einsprachen rechtskräftig erledigt waren, bescheinigte die BUD am 18. Januar 2021 die 
Rechtskraft der zuletzt noch umstrittenen Projektpläne. Der Baubeginn ist für den Herbst dieses 
Jahres vorgesehen. 
 
5.3 Die Birs soll im Rahmen des Hochwasserschutzprojekts soweit wie aktuell möglich rena-
turiert werden. Um den für die Revitalisierungsmassnahmen benötigten Raum zu sichern, wur-

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den kantonale Gewässerbaulinien festgelegt. Die vorliegend strittige Gewässerraumausschei-
dung orientiert sich an diesen Baulinien. Wo die Revitalisierungsplanung eine Aufweitung des 
Flusslaufs vorsieht, wurde der ausgeschiedene Gewässerraum demnach über die gesetzliche 
Mindestbreite hinaus bis zu den Baulinien aufgeweitet. Umgekehrt wurden die Minimalvorgaben 
zur Gewässerraumbreite dort unterschritten, wo im Hochwasserschutzprojekt eine Verbreite-
rung des bestehenden Flussbetts aufgrund der baulichen Gegebenheiten als unrealisierbar er-
achtet worden war und der Hochwasserschutz mittels Ufererhöhungen in Form von Stützwän-
den und Schutzwällen entlang des bestehenden Ufers realisiert werden soll. 
 
6. Die Beschwerdeführerin beanstandet, an zwei Flussabschnitten im Siedlungsbereich sei 
die minimale Gewässerraumbreite unzulässigerweise unterschritten worden. 
 
6.1 Ausgangspunkt für die Bestimmung des Gewässerraums bildet die natürliche Gerinne-
sohlenbreite eines Fliessgewässers. Da die Birs im Siedlungsgebiet von Laufen eine einge-
schränkte oder gar fehlende Breitenvariabilität aufweist und die gemessene Gerinnesohlenbrei-
te stark variiert, musste die natürliche Gerinnesohlenbreite hergeleitet werden. Die kantonalen 
Fachstellen ermittelten auf Grundlage der vorhandenen Daten einen gemittelten einheitlichen 
Wert von 30 m (vgl. Planungsbericht vom 30. Juni 2022, S. 19). Daraus resultiert eine minimale 
Gewässerraumbreite von 60 m (Art. 41a Abs. 1 lit. c GschV). Diese Zahlen sind unumstritten. 
 
6.2 Rechtliche Grundlage für die Reduktion der Gewässerraumbreite in den streitgegen-
ständlichen Abschnitten bildet Art. 41a Abs. 4 lit. a GschV. Gemäss dieser Bestimmung kann 
die Breite des Gewässerraums in dicht überbauten Gebieten den baulichen Gegebenheiten 
angepasst werden, soweit der Hochwasserschutz gewährleistet ist. Vorliegend ist allseits unbe-
stritten, dass der Hochwasserschutz gewährleistet ist. Dies ergibt sich aus der speziellen Aus-
gangslage, dass ein nach dem aktuellen Stand der Technik konzipiertes und vom Bund geprüf-
tes Hochwasserschutzprojekt kurz vor der Verwirklichung steht, das für das Siedlungsgebiet 
generell auf den vollständigen Schutz für ein hundertjährliches Hochwasser (HQ100) ausgelegt 
ist. Aufgrund der Wahl des Freibords besteht sogar ein gewisser Schutz über das Dimensionie-
rungsereignis HQ100 hinaus, so dass Hochwasserereignisse bis zu einem HQ300 bordvoll ab-
geführt werden können (vgl. Technischer Bericht Bauprojekt vom 20. Dezember 2020, 
S. 129 f.). Die angefochtene Gewässerraumausscheidung trägt diesen Bedürfnissen des Hoch-
wasserschutzes Rechnung (vgl. oben E. 5.3). Wo diesbezüglich noch Unsicherheiten bestan-
den, wurde die Planung gerade deswegen sistiert (vgl. oben E. 1.3). Ist der Hochwasserschutz 
vorliegend in Bezug auf die streitgegenständlichen Parzellen unbestrittenermassen gewährleis-
tet, kann der Gewässerraum gestützt auf die gesetzlichen Grundlagen grundsätzlich reduziert 
werden. 
 
6.3 Der gesetzlich vorgeschriebene minimale Raumbedarf des Gewässers darf allerdings 
nur unterschritten werden, wenn es sich um dicht überbautes Gebiet handelt. 
 
6.3.1 Der Begriff "dicht überbautes Gebiet" knüpft nicht an vorbestehende raumplanerische 
Begriffsbildungen an, sondern wurde mit Blick auf die Gewässerraumthematik neu geschaffen. 
Was darunter zu verstehen ist, wird weder im Gesetz noch der Verordnung näher umschrieben. 

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Es handelt sich um einen durch den Bundesgesetzgeber neu geschaffenen unbestimmten 
Rechtsbegriff, der durch Lehre und Rechtsprechung zu konkretisieren bzw. auszulegen ist (vgl. 
STUTZ, a.a.O., S. 103 f.; BGE 140 II 428 E. 3.1). Die Grundüberlegung hinter der Möglichkeit zur 
Unterschreitung der bundesrechtlichen Minimalvorgaben ist darin zu erblicken, dass in dicht 
überbauten Gebieten die Ausscheidung des Gewässerraums oft nicht oder nur an die baulichen 
Gegebenheiten angepasst sinnvoll ist. Dabei besteht das Ziel darin, Siedlungsgebiete zu ver-
dichten und im Sinne einer erwünschten Siedlungsentwicklung nach innen Baulücken zu 
schliessen, wenn das Interesse an der baulichen Nutzung überwiegt. Es soll dort eine Ausnah-
me von den Mindestbreiten ermöglicht werden, wo der Gewässerraum die natürlichen Funktio-
nen (Art. 36a Abs. 1 GSchG) auch auf lange Sicht nicht erfüllen kann (BGE 143 II 77 E. 2.8; 
CHRISTOPH FRITZSCHE, in: Hettich/Jansen/Norer [Hrsg.], Kommentar zum Gewässerschutzge-
setz und zum Wasserbaugesetz, Zürich 2016, Art. 36a GSchG Rz. 76 f.; BEATRICE WAGNER 
PFEIFER, Umweltrecht, Besondere Regelungsbereiche, 2. Aufl., Zürich 2021, Rz. 1030). 
 
6.3.2 Als Ausnahmebestimmung ist der Begriff des "dicht überbauten Gebiets" nach der bun-
desgerichtlichen Rechtsprechung restriktiv auszulegen (BGE 140 II 428 E. 7; Urteil des BGer 
1C_282/2020 vom 10. Februar 2021 E. 6.1). Eine "weitgehende" Überbauung genügt nicht 
(BGE 143 II 77 E. 2.7). Eine wichtige Rolle spielt dabei, ob es sich um ein zentral oder peripher 
gelegenes Gebiet handelt. Typische Fälle dichter Überbauung sind Ortsteile mit zentrumsbil-
denden Funktionen, wo städtische Quartiere und Dorfzentren von Flüssen durchquert werden. 
Der Bundesrat wollte eine Anpassung des Gewässerraums vor allem in solchen Siedlungszen-
tren zulassen, um die raumplanerisch erwünschte städtebauliche Verdichtung und die Sied-
lungsentwicklung nach innen zu ermöglichen und Baulücken schliessen zu können (BGE 143 II 
877 E. 2.7 m.w.H.; FRITZSCHE, a.a.O., Art. 36a GSchG Rz. 93). Dagegen besteht in peripheren 
Gebieten, die an ein Fliessgewässer angrenzen, regelmässig kein überwiegendes Interesse an 
einer verdichteten Überbauung des Gewässerraums. Hier muss daher der minimale Raumbe-
darf des Gewässers grundsätzlich respektiert und von nicht standortgebundenen Anlagen frei-
gehalten werden (BGE 140 II 428 E. 7). Dies gilt erst recht für noch nicht überbaute Gebiete, für 
die lediglich Überbauungsabsichten bestehen: Hier muss sich die Bauplanung und -projektie-
rung den Gewässerräumen anpassen und nicht umgekehrt (zum Ganzen: Urteil des BGer 
1C_522/2022 vom 25. März 2024 E. 8.2; Urteil des BGer 1C_282/2020 vom 10. Februar 2021 
E. 6.1). 
 
6.3.3 Die Rechtsprechung misst für die Auslegung des Begriffs "dicht überbautes Gebiet" den 
von den Fachbehörden veröffentlichten Merkblättern und Erläuterungen seit jeher grosses Ge-
wicht bei (vgl. CORDELIA BÄHR, Neun Jahre Gewässerraum - ein Rechtsprechungsbericht, URP 
2020, S. 48). Diese Leitfäden sollen Unklarheiten bei der Umsetzung des Gewässerraums klä-
ren und praxistaugliche Lösungen zum Umgang mit Interessenskonflikten aufzeigen. Die frühe-
ren Merkblätter wurden im Juni 2019 von der aktuell gültigen neuen Arbeitshilfe für die Kantone 
abgelöst. Die von verschiedenen Bundesämtern und kantonalen Direktorenkonferenzen verab-
schiedete "Modulare Arbeitshilfe zur Festlegung und Nutzung des Gewässerraums in der 
Schweiz" behandelt konkrete Fragen der Festlegung und Nutzung der Gewässerräume (Bau-, 
Planungs- und Umweltdirektoren-Konferenz [BPUK]/Konferenz der kantonalen Landwirtschafts-
direktoren [LDK]/Bundesamt für Umwelt [BAFU]/Bundesamt für Raumentwicklung [ARE]/

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Bundesamt für Landwirtschaft [BLW], Modulare Arbeitshilfe zur Festlegung und Nutzung des 
Gewässerraums in der Schweiz, 2019 [zit. Modulare Arbeitshilfe]). Ziel der Arbeitshilfe ist es, 
den Rahmen und die Spielräume bei der Festlegung und Nutzung des Gewässerraums 
schweizweit zu erläutern und mögliche Lösungen aufzuzeigen. Sie soll zu einer koordinierten 
Umsetzung der Gewässerraumvorschriften beitragen (Modulare Arbeitshilfe, a.a.O., S. 4). Sie 
zeigt anhand von Umsetzungsbeispielen auf, welchen Rahmen und welche Spielräume die 
Kantone haben und wie die Festlegung und Nutzung gesetzeskonform umgesetzt werden kön-
nen. Die Arbeitshilfe enthält eine Kriterienliste zur Bestimmung des dicht überbauten Gebiets. 
Die Kriterien sind aber nicht abschliessend und müssen fallweise gewichtet werden (vgl. BGE 
140 II 428 E. 3.4). Das kantonale Amt für Raumplanung hat zudem die Arbeitshilfe Gewässer-
raum / Merkblatt B2 / Dicht überbaute Gebiete (letzter Stand: 14. November 2022) herausgege-
ben, welche die planerischen Gedankenschritte und die einzelnen Beurteilungsmassstäbe bei 
der Bestimmung von dicht überbautem Gebiet weiter strukturiert und detailliert. Anders als Ge-
setze (und Rechtsverordnungen) sind die beiden Arbeitshilfen als vollzugslenkende Verwal-
tungsverordnungen (vgl. dazu KGE VV vom 5. April 2017 [810 16 256] E. 2.3) für das Kantons-
gericht zwar nicht verbindlich. Das Gericht stützt sich aber in seiner Praxis bei der Bestimmung 
von "dicht überbautem Gebiet" massgeblich auf die Hilfsmittel der Fachbehörden ab (vgl. KGE 
VV vom 7. September 2022 [810 21 154] E. 5.4; KGE VV vom 26. Mai 2021 [810 20 186] 
E. 5.2; KGE VV vom 22. März 2017 [810 16 180] E. 5.2.3). 
 
7. Die in der Arbeitshilfe des Kantons festgehaltenen Kriterien zur Bestimmung der dicht 
überbauten Gebiete und das Ablaufschema zum methodischen Vorgehen werden von den Par-
teien kontrovers diskutiert. 
 
7.1 Klar ist, dass die konkrete Bebauungssituation bzw. der Vorbestand an Bauten im be-
troffenen Uferabschnitt das wichtigste Kriterium für die Abgrenzung des dicht überbauten Ge-
biets ist. Wenn die Beschwerdeführerin für die Bejahung einer dichten Überbauung eine durch-
gehende Häuserfront - allenfalls durchbrochen durch vereinzelte Baulücken - im Ufergebiet ver-
langt, überspannt sie allerdings die Anforderungen. In der Vollzugspraxis des Kantons Basel-
Landschaft wird im festgelegten Perimeter entlang des Gewässers die Anzahl der Gebäude 
innerhalb des theoretischen Gewässerraums der Anzahl der Gebäude ausserhalb des Gewäs-
serraums gegenübergestellt. Tangieren weniger als 50 % der Gebäude im Perimeter den Ge-
wässerraum, soll kein dicht überbautes Gebiet vorliegen. Dieses Prinzip führt im vorliegenden 
Verfahren dazu, dass die Parteien verbissen um den Einbezug oder Ausschluss jeder einzelnen 
Baute im in Frage kommenden Gebiet streiten, um den gewünschten Wert von entweder über 
50 % oder darunter zu behaupten. Vergessen geht dabei, dass die 50 %-Regel bloss ein Hilfs-
mittel darstellt für eine erste grobe Einschätzung, ob ein dicht überbautes Gebiet vorliegen 
könnte (so auch die Auffassung des BAFU; vgl. dessen Vernehmlassung vom 14. Januar 2022 
[S. 3] im bundesgerichtlichen Verfahren 1C_540/2021 betreffend KGE VV vom 26. Mai 2021 
[810 20 186], Gewässerraum an der Ergolz in Liestal). Im Anschluss an die Erstbetrachtung ist 
immer im Einzelfall unter Berücksichtigung und Abwägung sämtlicher relevanter Kriterien die 
definitive Beurteilung vorzunehmen. Eine starre Anwendung der 50 %-Regel, also die alleinige 
Betrachtung des Verhältnisses von Bauten im Gewässerraum zu solchen, die sich nicht im Ge-
wässerraum befinden, wird den bundesrechtlichen Anforderungen nicht gerecht. Zurecht be-

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zeichnet die kantonale Arbeitshilfe diese Regel denn auch in den Erläuterungen als "Faustregel" 
für eine "Verdachtsfläche" (S. 3). Soweit das Entscheidungsdiagramm (S. 2) im Widerspruch 
dazu bei weniger als der Hälfte der Bauten im Gewässerraum die automatische Verneinung 
dicht überbauten Gebiets impliziert, kann dieser Auffassung in ihrer Absolutheit nicht beige-
pflichtet werden. Als Leitsatz zu gelten hat vielmehr: Befinden sich ungefähr die Hälfte (oder 
mehr) der Bauten und Anlagen im Gewässerraum, stellt dies lediglich einen - wenn auch ge-
wichtigen - Anhaltspunkt für das Vorliegen eines dicht überbauten Gebiets dar. 
 
7.2 Die Beschwerdeführerin übt grundsätzliche Kritik an dieser Methode. Sie hält aber selbst 
fest, dass diese "der kantonalen Praxis und der Arbeitshilfe" entspricht. Obwohl die Kritik durch-
aus nachvollziehbar ist und geeignetere Alternativen denkbar sind oder gar als wünschbar er-
scheinen mögen, ist es nicht Sache des Gerichts, in diese etablierte und vom BAFU für grund-
sätzlich tauglich erachtete kantonale Vollzugspraxis einzugreifen. 
 
7.3 Prozentangaben beschreiben das Verhältnis zweier Zahlen. Die Prozentzahl ist relativ 
zum Grundwert. Im vorliegenden Kontext hängt der zu ermittelnde Prozentwert der Bauten im 
Gewässerraum deshalb von der Ausgangsgrösse, dem Betrachtungsperimeter, ab. Je grösser 
diese Zone ausfällt und je mehr auch vom Ufer entfernte Parzellen einbezogen werden, desto 
tiefer wird die Prozentzahl der Bauten im Gewässerraum relativ zur Gesamtzahl der Bauten 
ausfallen. Die Beschwerdeführerin verlangt vorliegend denn auch, dass gewisse Parzellen aus-
serhalb des Ufergebiets in die Rechnung einfliessen müssen. Dieses Ansinnen, das auf einen 
nach subjektiven Gesichtspunkten festgelegten Perimeter hinausläuft, ist aus grundsätzlichen 
Überlegungen abzulehnen, denn so liesse sich letztlich jedes beliebige Resultat herleiten und 
ginge der Nutzen der Faustregel verloren. Soll die 50 %-Regel einfach und zuverlässig erste 
Anhaltspunkte liefern und eine gewisse Vergleichbarkeit gewährleisten, muss die Ausgangs-
grösse nach klaren und leicht zu handhabenden Regeln festgelegt werden. Der Fokus ist dabei 
auf das Land entlang des Ufers und nicht das Hinterland zu legen (vgl. auch BGE 140 II 437 
E. 5.4). Als Richtschnur sind nur Parzellen zu berücksichtigen, die direkt am Gewässer liegen 
und den theoretischen Gewässerraum tangieren. Wird der Uferbereich durch Uferparzellen ab-
geschirmt, sind gegebenenfalls die hinterliegenden Parzellen der ersten Reihe in den Betrach-
tungsraum aufzunehmen. Parzellen ohne direkten Bezug zum Gewässer scheiden dagegen 
aus. 
 
7.4.1 Kommt der Anzahl der Bauten im Gewässerraum nach der kantonalen Arbeitshilfe derart 
grosse Bedeutung zu, rückt automatisch die Frage in den Fokus, welche Bauten darunterfallen. 
Insbesondere liegt vorliegend im Streit, ob neben Hauptbauten auch Nebenbauten in die Rech-
nung miteinzubeziehen sind. Die Arbeitshilfe spricht in den Erläuterungen allgemein von 
"rechtmässig erstellten Bauten (insbesondere Hauptbauten)." 
 
7.4.2 Die Beschwerdeführerin folgert daraus im Umkehrschluss, dass Nebenbauten nicht re-
levant seien, und will diese unter Verweis auf die kantonsgerichtliche Rechtsprechung nicht in 
die Betrachtung aufgenommen haben. Nebenbauten würden den Gewässerraum weniger be-
lasten als Hauptbauten. Die Kriterien zur Bestimmung einer Nebenbaute seien gemäss der 
Rechtsprechung des Kantonsgerichts und dem Wortlaut des Raumplanungs- und Baugesetzes 

Seite 14 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

sowie der dazugehörigen Verordnung der fehlende Wohnzweck, die Eingeschossigkeit sowie 
ein funktionaler Zusammenhang zur Hauptbaute. Kein Kriterium sei hingegen die leichte Ent-
fernbarkeit einer Baute. 
 
7.4.3 Die Vorinstanz entgegnet - ebenfalls mit Verweis auf die Rechtsprechung des Kantons-
gerichts -, ob Nebenbauten bei der Berechnung einzubeziehen seien, sei vom Kantonsgericht 
explizit offengelassen worden. Nebenbauten seien zudem grundsätzlich mit der Nummer des 
Hauptgebäudes sowie durch einen zusätzlichen Kleinbuchstaben gekennzeichnet. Als unbe-
achtliche Nebenbauten seien Gartenhäuser und Schöpfe zu zählen. Diese seien leicht zu ent-
fernen. Es erschliesse sich nicht, inwiefern die von der Beschwerdeführerin vorgebrachten Kri-
terien einen erkennbaren Zusammenhang zu Sinn und Zweck des Gewässerraums hätten. 
 
7.4.4 Das Kantonsgericht bezeichnete im von den Parteien zitierten Urteil vom 26. Mai 2021 
die Auffassung der Baurekurskommission, wonach Nebenbauten den Gewässerraum weit we-
niger beeinträchtigen würden als Hauptbauten, als überzeugend. Dabei bezog sich das Gericht 
auf die Aussagen im dortigen angefochtenen Entscheid und in der Vernehmlassung der Kom-
mission, wonach "Nebenbauten wie Geräteschuppen, Gartenhäuschen usw." die Raumverhält-
nisse für das Gewässer nicht im gleichen Masse beengen würden wie Hauptbauten. Ob Ne-
benbauten einzubeziehen sind, wurde mangels Entscheidrelevanz allerdings ausdrücklich of-
fengelassen (vgl. KGE VV vom 26. Mai 2021 [810 20 186] E. 5.3.2). Das von der Beschwerde-
führerin in der Replik zusätzlich angeführte Urteil vom 3. April 2019 ist demgegenüber nicht ein-
schlägig, ging es dort doch um die Auslegung einer kommunalen Zonenvorschrift (vgl. KGE VV 
vom 3. April 2019 [810 18 220] E. 7.5). 
 
7.4.5 Wie sich zumindest indirekt auch aus den vorerwähnten gerichtlichen Erwägungen her-
auslesen lässt, geht es bei der Frage der dichten Überbauung darum, ob der Gewässerraum 
aufgrund der konkreten baulichen Verhältnisse vor Ort die natürlichen Funktionen auch auf lan-
ge Sicht nicht wird erfüllen können und damit um das Ausmass der längerfristigen Beeinträchti-
gung des Gewässerraums durch die bestehenden Bauten (vgl. oben E. 6.3.1, s. auch Modulare 
Arbeitshilfe, a.a.O., S. 12). Es geht somit um eine wirkungsbezogene Betrachtungsweise über 
einen längeren Betrachtungshorizont. Aus der von der Beschwerdeführerin herangezogenen 
baurechtlichen Definition einer Nebenbaute lässt sich kein direkter Schluss über das Ausmass 
der Belastung des Gewässerraums ziehen. Es kann also weder auf das Merkmal der Einge-
schossigkeit, den fehlenden Wohnzweck oder den funktionalen Zusammenhang mit einer 
Hauptbaute abgestellt werden. Ebenso wenig lässt sich aus der reinen Bezeichnung als Ne-
benbaute (anhand der Gebäudenummer) oder der Art der Nutzung etwas zur Lösung herleiten. 
Die schematische Unterscheidung von Haupt- und Nebenbauten unter Rückgriff auf öffentliche 
Register ist aber aufgrund der gebauten Realität von Vornherein nicht zielführend, wie der vor-
liegende Fall exemplarisch illustriert: So hat der Augenschein gezeigt, dass Nebenbauten grös-
ser sein können als Hauptbauten und der funktionale Bezug zum Hauptgebäude mit der Zeit 
verloren gegangen sein kann, wie das Beispiel des Architekturbüros (Nr. 61a) neben dem Ge-
bäude von Karrer Sport vor Augen führt. Dieses angeblich eingeschossige, unbeheizte Werk-
stattgebäude älteren Datums entpuppte sich als voll ausgebautes modernes Bürogebäude. 
Teilweise wurden die Nebenbauten auch auf einer massiven tiefgründigen Fundation erbaut. 

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Der vermeintliche Holzschopf des Karrer-Outlet (Nr. 54) weist etwa Stahlbau- und Mauerwerk 
auf. Das Denken in abstrakten Gebäudekategorien greift demnach zu kurz und erweist sich als 
für die Lösungsfindung unergiebig. 
 
7.4.6 Massgebliche Bezugspunkte für den Verbauungsgrad müssen in erster Linie die Raum-
wirksamkeit und die Beständigkeit der Bauten sein. In Anlehnung an den bundesrechtlichen 
Begriff der baubewilligungspflichtigen "Bauten und Anlagen" (Art. 22 Abs. 1 RPG) sind als Bau-
ten im Gewässerraum jene künstlich geschaffenen und auf Dauer angelegten Einrichtungen zu 
qualifizieren, die in fester Beziehung zum Erdboden stehen und geeignet sind, die natürlichen 
Funktionen des Gewässers auf lange Sicht zu beeinträchtigen. Neben ober- wie unterirdischen 
Gebäuden und gebäudeähnlichen Objekten kommen dafür auch technische Einrichtungen und 
überhaupt sämtliche befestigten Strukturen in Frage. Konkret bedeutet dies, dass für die Be-
stimmung des Überbauungsgrads im Rahmen der 50 %-Regel alle auf Dauer angelegten Hoch- 
und Tiefbauten zu berücksichtigen sind, zumindest soweit sie nicht - wie etwa einfache Geräte-
schuppen, Gartenhäuschen oder vergleichbare Strukturen ohne Fundament - leicht entfernbar 
sind. Für die Gesamtbeurteilung sind aber zusätzlich Verkehrsanlagen wie Strassen und 
Bahntrassees sowie befestigte Parkplätze und Einstellhallen zu berücksichtigen (vgl. auch 
Art. 41c Abs. 1 GschV). Schliesslich kommen unter Umständen auch künstlich angelegte Ter-
rainveränderungen mit Dämmen, Mauern und hart verbaute Böschungen hinzu (vgl. BGE 140 II 
437 E. 5.4; FRITZSCHE, a.a.O., Art. 36a GSchG Rz. 113). 
 
7.5 Uneinig sind sich die Parteien schliesslich darüber, wie mit Bauten zu verfahren ist, die 
den Gewässerraum lediglich tangieren. Auch in dieser Hinsicht erweist sich die Diskussion als 
unergiebig: Ob ein grosses Gebäude teilweise im Gewässerraum liegt oder ob an derselben 
Stelle ein kleineres Objekt gänzlich vom Gewässerraum umschlossen ist, spielt letztlich keine 
Rolle, denn beide Bauten beeinträchtigen die Gewässerfunktion in gleichem Ausmass. Deshalb 
sind auch Bauten in der Berechnung zu berücksichtigen, die in den Gewässerraum ragen. 
 
7.6 Zusammenfassend ist im Hinblick auf die nachfolgende Betrachtung der streitgegen-
ständlichen Uferbereiche festzuhalten, dass die in der Arbeitshilfe beschriebene Methode der 
kantonalen Fachorgane ein grundsätzlich taugliches Instrument zur Bestimmung des Verbau-
ungsgrads darstellt. Aus der Anzahl der Bauten im Gewässerraum lassen sich valide Aussagen 
dazu herleiten, ob ein Gebiet dicht überbaut ist, wobei es sich beim Resultat nur um ein Hilfs-
mittel für die in jedem Fall erforderliche Gesamtbeurteilung handelt. Der Betrachtungsperimeter 
hat dabei grundsätzlich nur Parzellen zu umfassen, die entlang des Ufers liegen. Befindet sich 
im untersuchten Perimeter (mindestens) ungefähr die Hälfte der Bauten im Gewässerraum, 
stellt dies einen wichtigen Indikator für ein dicht überbautes Gebiet dar. Im Prüfprogramm wer-
den diejenigen künstlich geschaffenen Einrichtungen betrachtet, die im theoretischen Gewäs-
serraum liegen oder diesen tangieren. Dabei sind grundsätzlich sämtliche bestehenden und 
nicht leicht entfernbaren ober- und unterirdischen Bauten zu berücksichtigen. 
 
8.1 Der erste umstrittene Gewässerabschnitt wird von der Beschwerdeführerin als "Birs 
Süd" bezeichnet. Sie lehnt sich dabei an den von der Beschwerdegegnerin im Planungsbericht 
unter dem Namen "Laufen Süd" beschriebenen Abschnitt an, wobei sie diesen Bereich je-

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doch - so zumindest ihr Rechtsbegehren - um die Strecke zwischen dem Wasserfall-Steg 
(Fussgängerbrücke) und der Bahnhofstrasse-Brücke erweitert, der im Planungsbericht dem 
Abschnitt "Laufen Altstadt" zugewiesen wurde. Dieser Altstadtbereich wird in der Beschwer-
debegründung (und von den Gegenparteien) nicht näher thematisiert. In einem gewissen Wi-
derspruch zum Rechtsbegehren wird in der Beschwerdebegründung (Rz. 36) sogar der vor-
instanzlichen Auffassung beigepflichtet, wonach das Gebiet Altstadt als dicht überbaut gelten 
könne. Der Abschnitt sei beispielhaft für eine derartige bauliche Situation in Laufen (Rz. 56). 
Nichtsdestotrotz wird dieser Teilabschnitt nachfolgend entsprechend dem Rechtsbegehren mit-
beurteilt. 
 
8.2 Der streitgegenständliche Abschnitt "Birs Süd" befindet sich im Planabschnitt A, Vor-
stadt. Der ausgeschiedene Gewässerraum der Birs unterschreitet dort (in Fliessrichtung) kurz 
nach Erreichen des Baugebiets ab etwa der Mitte der linksufrigen Parzelle Nr. 1940, wo die 
Gewässerbaulinie einsetzt - rechtsufrig ungefähr auf der Höhe des Ziegelschürbächlis -, eine 
Breite von 60 m. Anschliessend schwankt die Breite bis zum Erreichen der Altstadt zwischen 
43 m und 54 m. Dort bildet die Bahnhofstrasse-Brücke den Abschluss. Die Strecke weist eine 
Länge von rund 750 m (handgemessen ab Plan) auf. 
 
8.3 Für das linke Birsufer ergibt sich was folgt: 
 
8.3.1 Der für die Bestimmung des Verbauungsgrads massgebliche Betrachtungsperimeter ist 
hier unumstritten. Die Beschwerdeführerin stützt sich für ihre Argumentation ausdrücklich auf 
den dem Planungsbericht zugrunde gelegten Bereich. Die Länge des Korridors - der gesamte 
soeben beschriebene Abschnitt - wird damit von keiner Seite in Frage gestellt. Insbesondere 
verlangt die Beschwerdeführerin nicht, dass der Abschnitt in kürzere Einzelsektoren zu untertei-
len sei. In der Tiefe werden die Parzellen zwischen dem Ufer und der Delsbergerstrasse be-
rücksichtigt. In diesem Perimeter gehen die Parteien übereinstimmend von insgesamt 23 Ge-
bäuden aus. Davon stehen unstrittig 10 Gebäude im Gewässerraum. Soweit die Beschwerde-
führerin in der Grafik der Beschwerdebegründung suggeriert, die Gebäude Nr. 69 und Nr. 141a 
lägen ausserhalb des Gewässerraums, ist diese Darstellung falsch. Auch kann nicht von einer 
unmassgeblichen Tangierung ausgegangen werden. Beide Gebäude ragen um mehrere Me-
ter - und damit deutlich - in den Gewässerraum hinein und sind daher nach dem oben Gesagten 
(vgl. oben E. 7.5) zu berücksichtigen. Dementsprechend befinden sich 12 der 23 Gebäude in-
nerhalb des Gewässerraums. Ausser Acht lassen die Parteien das Altstadtgebiet zwischen den 
zwei Brücken. Dort befindet sich direkt am Ufer eine historische Schachtelüberbauung (ausma-
chend 9 Einzelobjekte), so dass alle Bauten vollständig oder teilweise im Gewässerraum ste-
hen. Somit zeigt sich, dass im Betrachtungsperimeter in jedem Fall mehr als die Hälfte der Ge-
bäude innerhalb des Gewässerraums liegen. Die Bebauungssituation des Uferbereiches weist 
folglich darauf hin, dass es sich um dicht bebaute Gebiete handeln könnte. 
 
8.3.2 Der Betrachtungskorridor liegt entlang der Delsbergerstrasse. Im südlichen Bereich des 
Perimeters befinden sich zwischen der Strasse und der Birs teilweise zwei Reihen mit Parzel-
len, wobei die dicht am Ufer liegenden Uferparzellen gleichsam sogenannte "Hosenträgerpar-
zellen" sind, die nicht sinnvoll bebaut werden können. Auch eine Erschliessung der Parzellen 

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dürfte aufgrund deren Lage nicht möglich sein. Sie sind daher als Einheit mit der jeweils hinter-
liegenden, überbauten Parzelle zu betrachten. Dabei zeigt sich, dass im ganzen Gebiet "Birs 
Süd" lediglich zwei Baulücken bestehen, auf denen eine Bebauung vernünftigerweise möglich 
wäre. Diese befinden sich auf den Parzellen Nr. 1066 sowie Nr. 1664. Solche Lücken schlies-
sen die Annahme eines dicht bebauten Gebiets nicht per se aus. Mit einer Reduktion des Ge-
wässerraums soll gerade die Möglichkeit geschaffen werden, die Lücken zum Zweck der raum-
planerisch erwünschten inneren Verdichtung zu schliessen. Mitten im Siedlungsgebiet gelege-
ne, eingezonte Grundstücke sollen im Sinne einer haushälterischen Nutzung des Bodens durch 
den Gewässerraum nicht so zerschnitten werden, dass sie unüberbaubar werden (vgl. 
FRITZSCHE, a.a.O., Art. 36a GSchG Rz. 77 und Rz. 97). Dass die Gemeinde vorliegend eine 
solche Lückenschliessung beabsichtigt, hat sie am Augenschein betont und zeigt sich auch 
bereits dadurch, dass sie das Gebiet im Zonenplan als Zentrumszone klassiert hat (vgl. so-
gleich E. 8.3.3). Die in den vergangenen Jahren nördlich davon neu erstellten mehrstöckigen 
Mehrfamilienhäuser bezeugen die Nachfrage nach zusätzlichem Wohnraum an diesem Ort. 
Dazu kommt vorliegend, dass die Hochwasserschutzmassnahmen an diesen Stellen eine sinn-
volle (zusätzliche) Ausweitung der bestehenden Gerinnesohle und des Uferbereichs oder wei-
tergehende Revitalisierungsmassnahmen langfristig nicht zulassen: Auf der Parzelle Nr. 1664 
kommen Teile der neu zu erstellenden Unterhaltszufahrt zu liegen, überdies wird die bestehen-
de Mauer erhöht und der Treppenabgang ersetzt. Im Bereich der Parzelle Nr. 1066 verläuft eine 
vom heutigen Ufer leicht rückversetzte 180 m lange Stützmauer mit Böschungsabtrag und neu-
er Uferbestockung. 
 
8.3.3 Gemäss dem Zonenplan Siedlung der Stadt Laufen befindet sich der nördliche Teil des 
Betrachtungsperimeters im Gebiet des Teilzonenplans "Kernzone Vorstadtgebiet" und nicht wie 
von der Beschwerdeführerin in der Replik behauptet in der Wohn- und Geschäftszone WG2. 
Dort befindet sich der historische Siedlungskern der ehemaligen selbständigen Gemeinde "Lau-
fen Vorstadt", die im 19. Jahrhundert mit der Stadt Laufen fusionierte. Es handelt sich deswe-
gen nicht um ein Quartier mit Vorortcharakter, wie der trügerische Name "Vorstadt" suggerieren 
mag, sondern um ein altes Ortszentrum. Nach der Fussgängerbrücke folgt in südlicher Richtung 
die Zentrumszone 1 mit Überlagerung Ortsbildschutzzone. Ab Parzelle Nr. 1627 endet die 
Überlagerung mit der Ortsbildschutzzone, die Zentrumszone 1 wird indessen bis zum Ende des 
streitgegenständlichen Abschnitts weitergeführt. Soweit sich die Parteiausführungen auf die 
südlich davon gelegene Wohnzone W2 beziehen, wo die Delsbergerstrasse direkt an der Ufer-
mauer geführt wird, ist zu bemerken, dass diese Zone ausserhalb des Perimeters liegt und dort 
der Gewässerraum die gesetzliche Mindestbreite aufweist. Raumplanungsrechtlich befindet 
sich der relevante Betrachtungsperimeter somit in einem Gebiet, in dem ein grosses raumpla-
nerisches Interesse an der Siedlungsentwicklung nach innen und Verdichtung (auch) im Ge-
wässerraum ausgewiesen ist.  
 
8.4 Für das rechte Birsufer ergibt sich was folgt: 
 
8.4.1 Hier ist die Ausgestaltung des Betrachtungsperimeters zwar nicht in der Länge, aber in 
der Tiefe umstritten. Die Beschwerdeführerin verlangt einen Korridor, der sowohl das Gebäude 
Nr. 28 auf der Parzelle Nr. 2932 (Müller Bau AG) als auch das Gebäude Nr. 40 auf der Parzelle 

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Nr. 3848 (McDonald's-Restaurant) einbezieht. Beide Liegenschaften liegen mehr als 50 m vom 
Ufer entfernt und tangieren den Gewässerraum nicht. Da die Parzellen keinen direkten Bezug 
zum Gewässer aufweisen, sind sie entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin vorlie-
gend auszuklammern (vgl. oben E. 7.3). Es bleibt damit beim ursprünglichen Perimeter gemäss 
Planungsbericht. Weiter differieren die Parteien bezüglich der Anzahl der Bauten. Ursache ist 
hauptsächlich der unterschiedliche Umgang mit Nebenbauten. Anders als die Beschwerdefüh-
rerin geltend macht, sind sämtliche Nebenbauten zu berücksichtigen (vgl. oben E. 7.4.6). Wer-
den die von der Beschwerdeführerin ausgeblendeten Nebenbauten im theoretischen Gewässer-
raum (Gebäude Nr. 54, Nr. 61, Nr. 61a sowie Nr. 66) in die Berechnung aufgenommen, erhöht 
sich die Zahl der Gebäude im Gewässerraum auch nach der Zählweise in der Beschwerde-
schrift von 7 auf 11 und die Gesamtzahl der Bauten von 15 (bei korrektem Perimeter) auf 19. Zu 
Unrecht ausser Acht gelassen haben die Parteien die Nebenbauten Nr. 58 (Trafostation) und 
Nr. 62a (Gerätehaus), die sich im Gewässerraum befinden, sowie die Nebenbauten Nr. 50a 
(Carports) und Nr. 50b (Velounterstand) ausserhalb des Gewässerraums. Werden diese mitbe-
rücksichtigt, stehen 13 von 23 Bauten im Gewässerraum. Auch in diesem Gebiet befinden sich 
also mehr als die Hälfte der Bauten und Anlagen im Gewässerraum. Umso mehr gilt dies unter 
Erweiterung des Betrachtungsperimeters bis hin zur Bahnhofstrasse. Auf der rechten Birsufer-
seite befindet sich dort im Uferbereich auf ganzer Länge ein monolithisches Wohn- und Ge-
schäftshaus sowie direkt am Fluss ein Kleinwasserkraftwerk. Ohne dass an dieser Stelle auf die 
weiteren Bauten und Anlagen (dazu sogleich) eingegangen werden muss, zeigt sich in einer 
Erstbetrachtung ein Bebauungsgrad von deutlich über 50 %, was eine dichte Überbauung indi-
ziert. 
 
8.4.2 Dieser erste Eindruck wird verstärkt, wenn man sich vor Augen hält, dass jede einzelne 
Uferparzelle Bauten im Gewässerraum aufweist. Von den Parteien unerwähnt ist sodann der 
Umstand, dass im südlichen Teil des Perimeters das dreigleisige Trassee der SBB mit dem 
Ausläufer des Bahnhofs Laufen direkt am Ufer entlangführt. Zudem hat der Augenschein ge-
zeigt, dass der Uferbereich stark mit hohen Mauern befestigt und Fundamenten verbaut ist, die 
seit langer Zeit wohl auch dem Hochwasserschutz dienen. Bei einer senkrecht und nicht gestaf-
felt ausgestalteten Höhendifferenz von bis zu ca. 5 m zwischen Wasseroberfläche und Bebau-
ungsrand dürfte eine Renaturierung wohl nur mit sehr grossem Aufwand und unter Verlust er-
heblicher Baulandanteile erreicht werden können. Es erscheint unwahrscheinlich, dass der Ge-
wässerraum, wenn er vollständig ausgeschieden würde, je wieder seine ursprüngliche Funktion 
würde wahrnehmen können. Zusätzlich ist die Uferzone durch bis dicht an den Gewässerrand 
geführte gewerbliche Umschlagsplätze verbaut (z.B. beim Coop-Parkplatz und beim Busdepot). 
Dieser Hartverbau spricht zusätzlich für ein dicht überbautes Gebiet. Die im kantonalen Geopor-
tal verfügbaren Orthofotos (Swissimage Kt. BL 2021) führen eindrücklich vor Augen, dass aus 
der Luft gesehen - wo überhaupt - nur ein schmaler grüner Saum mit höchstens einer Baumrei-
he die Siedlung vom Wasser trennt. Angemerkt sei überdies, dass bereits eine historische Luft-
aufnahme aus dem Jahr 1918 eine weitgehende Überbauung des gesamten Betrachtungsperi-
meters zeigt (Bundesamt für Landestopografie, Fotografie abrufbar bei map.geo.admin.ch, 
Luftbilder Dritte [Laufen, Tonwarenfabrik]). 
 

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8.4.3 Zonenrechtlich ist der nördlichste Teil des Betrachtungsperimeters zwischen den Brü-
cken Teil des nach bernischem Recht beschlossenen Quartierplans ("Überbauungsordnung") 
"Bahnhofstrasse Süd - Birscenter Laufen". Südlich davon, auf der anderen Seite der Portland-
strasse, fällt auf dem Coop-Parkplatz ein kleiner Spickel der Überbauungsordnung "Bahnhofs-
areal" in das Betrachtungsgebiet. Daran in südlicher Richtung anschliessend folgt die Zent-
rumszone 1 bis zur Parzelle Nr. 1600 (Karrer), welche einer Zone mit Quartierplanpflicht zuge-
wiesen ist. Den Abschluss des Korridors bildet eine Gewerbezone, die am Gleisareal der SBB 
endet. Soweit die Beschwerdeführerin aus dem Umstand, dass sich die Parzellen nur teilweise 
in einer Zentrumszone befinden, folgert, dass im Gebiet kein überwiegendes raumplanerisches 
Interesse an einer verdichteten Bebauung bestehe, ist ihr grösstenteils zu widersprechen. Zu-
nächst ist das Quartierplanareal im Norden praktisch von der Zentrumszone umschlossen. Ne-
ben dem Bau des grossen Blocks mit Wohnungen und Gewerbebetrieben ermöglichte der Plan 
auch die Errichtung des danebenliegenden Einkaufs- und Gesundheitszentrums "Birscenter". 
Es mutet reichlich absurd an, hier eine (planerisch vorgegebene) verdichtete Bauweise analog 
einer Zentrumszone zu verneinen. Sodann verkennt die Beschwerdeführerin, dass Quartierplä-
ne eine haushälterische Nutzung des Bodens bezwecken (vgl. § 37 Abs. 1 RBG). Zonen mit 
Quartierplanpflicht sind auf Gebiete zugeschnitten, welche dicht(er) bebaut werden sollen (KGE 
VV vom 14. März 2018 [810 17 152] E. 8.2). So hält auch § 15 Abs. 3 lit. a RBG fest, dass die 
verdichtete Bauweise durch Quartierpläne sicherzustellen ist. Quartierpläne sind damit geeigne-
te Instrumente, um die Siedlungsentwicklung nach innen voranzutreiben (vgl. KGE VV vom 
2. November 2022 [810 21 331] E. 4.1.2; KGE VV vom 14. August 2019 [810 18 292] E. 7.4; 
MICHAEL PLETSCHER, Der Gestaltungsplan i.e.S., Basel 2021, Rz. 71). Insofern ist auch die Zo-
ne mit Quartierplanpflicht von der raumplanerischen Zielsetzung her durchaus mit einer Zent-
rumszone vergleichbar. Einzig die Gewerbezone ist grundsätzlich nicht bestimmt für eine dichte 
Überbauung und zur Weiterentwicklung des Stadtzentrums. Vorliegend ist aber nicht zu über-
sehen, dass die Zone faktisch baulich stark ausgenutzt ist. Auf der Parzelle Nr. 2772 bestehen 
98 % der Grundstücksfläche aus Gebäuden und befestigten Flächen. Beim Nachbargrundstück 
Nr. 2714 beträgt diese Ziffer 82 %, wobei die verbleibende Grünfläche auf die spitz zulaufende 
Parzellenform zurückzuführen ist, die im südlichen Zipfel eine Bebauung schlicht nicht zulässt 
(Angaben gemäss Grundstückstatistik des kantonalen Amts für Daten und Statistik, abrufbar 
unter geoview.bl.ch). Sodann beherbergt die erstgenannte Liegenschaft das Busdepot, das aus 
operativen Gründen in kurzer und direkter Verbindung zum Busterminal beim Bahnhof Laufen, 
einer regionalen Verkehrsdrehscheibe, stehen muss. Dem Busdepot kommt eine zentrumsdie-
nende Funktion zu und die Liegenschaft kann nicht als klassische Gewerbefläche verstanden 
werden, wie sie auch an einer peripheren Lage stehen könnte. 
 
8.5 Für die siedlungsbezogene Betrachtung des streitgegenständlichen Gewässerkorridors 
ist für das linke Ufer relevant, dass der Betrachtungsperimeter entlang der Nationalstrasse N18 
("Delsbergerstrasse") liegt, welche die Kantone Jura und Basel-Landschaft verbindet. Auf der 
gegenüberliegenden, westlichen Seite der Nationalstrasse besteht eine Bebauung über mehre-
re Häuserreihen. Auf der rechten Uferseite führt der Betrachtungsperimeter entlang der Gleis-
anlagen des Bahnhofs Laufen. Die Überbauung setzt sich auch auf der östlichen Seite der Ge-
leise fort. Der Betrachtungsraum grenzt nirgends an ein grösseres Grüngebiet. Der gesamte 
Betrachtungsperimeter ist eingebettet in das zusammenhängende Siedlungsgebiet der Stadt 

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Laufen und wird auf beiden Seiten - entweder von Strasse oder von Schiene - von der Haupt-
verkehrsachse der Juraverbindung Delémont - Basel flankiert. Im nördlichen Bereich durch-
schneidet der Korridor das Herzstück des Siedlungszentrums zwischen der historischen Altstadt 
und dem Bahnhof. In südlicher Richtung verläuft er weg vom Stadtkern, ohne aber die zentrale 
Lage innerhalb der bestehenden Baustruktur des Gemeindegebiets zu verlieren. 
 
8.6 Nach dem Gesagten ist im Abschnitt "Birs Süd" die Qualifikation als dicht bebautes Ge-
biet für beide Ufer nicht zu beanstanden. 
 
9.1 Der zweite strittige Gewässerabschnitt der Birs betrifft das Gebiet Norimatt im Planab-
schnitt D, Laufen Nord. Die Beschwerdeführerin moniert dort die Ausscheidung eines reduzier-
ten Gewässerraums linksufrig der Birs im Bereich der Zentrumszone. Dass der Gewässerraum 
teilweise asymmetrisch festgelegt wurde, wird nicht beanstandet. 
 
9.2 Das gesamte Plangebiet reicht über eine Strecke von ca. 800 m von der Naubrücke bis 
an die Gemeindegrenze. Auf der linksufrigen Seite verläuft parallel zum Fluss die Nationalstras-
se N18 ("Baselstrasse"). Am gegenüberliegenden rechten Ufer wurden die Geleise der SBB-
Linie direkt auf der Böschungskrone verlegt. In diesem Abschnitt befinden sich die oben be-
schriebenen beiden Flussschleifen (vgl. oben E. 5.1), wo die Birs ihre Richtung zunächst von 
nordwärts zu ostwärts und danach wieder zurück zu nordwärts ändert. In der kurveninneren 
Seite der zweiten Schleife befindet sich auf einer Länge von ca. 250 m der vom Hochwasser-
schutzprojekt vorgesehene Aufweitungsbereich Norimatt, wo die verbreiterte Gewässersohle 
die Entstehung von Überflutungsbereichen mit Kies- und Sandbänken zulassen soll. Wie ein-
gangs erwähnt (vgl. oben E. 1.3), wurde die Gewässerraumausscheidung für diesen in der Mitte 
der streitgegenständlichen Strecke liegenden Abschnitt sistiert. In Flussrichtung vor dem sistier-
ten Bereich (westlicher Teil des Gebiets Norimatt) wurde der Gewässerraum nur teilweise redu-
ziert. Ab der Höhe der Naubrücke weist er eine Breite von mehr als 60 m auf. Die Reduktion 
des Gewässerraums auf unter 60 m beginnt auf der Höhe der Parzelle Nr. 70. Wenige Meter 
später folgt der sistierte Bereich. Danach wird der reduzierte Gewässerraum über rund 150 m 
fortgesetzt, bis die Zentrumszone (und die Reduktion) bei der Brücke Neugut endet. 
 
9.3.1 Wiederum ist der für die Bestimmung des Verbauungsgrads massgebliche Betrach-
tungsperimeter umstritten. Die Beschwerdeführerin fordert diesbezüglich, dass sämtliche Par-
zellen südlich der Baselstrasse bis zur Birs in die Berechnung einzubeziehen seien. Eine Be-
schränkung nur auf die direkt an das Gewässer angrenzenden Parzellen sei nicht zu rechtferti-
gen. Wie bereits erwähnt, ist ein solches Vorgehen als nicht zielführend abzulehnen (vgl. oben 
E. 7.3). Der Fokus ist deshalb auch hier auf die Parzellen entlang des Ufers zu legen. Es gilt 
somit der im Planungsbericht festgelegte Perimeter. Dies bedeutet konkret, dass die nachfol-
genden Gebäude im Bereich Norimatt entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin von 
der Betrachtung auszuklammern sind: Gebäude Nr. 134 auf Parzelle Nr. 1323, Gebäude 
Nrn. 124 und 126 auf Parzelle Nr. 2122, Gebäude Nr. 3 auf Parzelle Nr. 3373, Gebäude Nr. 1 
auf Parzelle Nr. 3372, Gebäude Nr. 114 auf Parzelle Nr. 4647, Gebäude Nr. 116 auf Parzelle 
Nr. 4646, Gebäude Nrn. 118 und 118a auf Parzelle Nr. 1278. Der Augenschein hat weiter die 
Ausführungen in der Beschwerdeschrift bestätigt, wonach im Bereich der Parzelle Nr. 21 drei im 

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Planungsbericht erwähnte Gebäude (wovon eines den Gewässerraum berührte) zwischenzeit-
lich zurückgebaut wurden. Selbstverständlich scheiden diese abgerissenen Gebäude bei der 
Berechnung aus. Im Gegenzug ist das auf der Parzelle Nr. 70 innerhalb des theoretischen Ge-
wässerraums neu erstellte vierstöckige Mehrfamilienhaus aufzunehmen. Unter Berücksichti-
gung dieser Änderungen befinden sich im Betrachtungsperimeter 17 Bauten. Von diesen liegen 
10 im Gewässerraum oder tangieren diesen. Übersehen haben die Parteien die unterirdische 
Autoeinstellhalle der Überbauung Norimatt (Gebäude Nr. 1b), die unter mehreren Parzellen 
verläuft und auf den Parzellen Nr. 3374 und 3376 den Gewässerraum tangiert. So oder anders 
befinden sich aber auch im Bereich Norimatt mehr als 50 % der Bauten und Anlagen im Ge-
wässerraum. 
 
9.3.2 Der vorliegende Betrachtungsperimeter zeichnet sich dadurch aus, dass es sich bei den 
(noch vorhandenen) Bauten im Gewässerraum praktisch ausschliesslich um vierstöckige Mehr-
familienhäuser handelt, die in erster Linie der Überbauung Norimatt zuzuordnen sind (die nicht 
dazugehörende Liegenschaft Feuerwehrweg 4 ist ein kombiniertes Wohn- und Restaurations-
gebäude). Die Gartensitzplätze (und Balkone) der am nächsten zur Birs situierten Baukörper 
liegen im Gewässerraum, ebenso Teile der unterirdischen Einstellhalle. Die Gartenanlage reicht 
bis an den Uferweg, der direkt auf der Böschung verläuft. Im Bereich dieser Wohnüberbauung 
weist jede Uferparzelle Bauten im Gewässerraum auf. Mit den dicht gruppierten, mehrstöckigen 
Gebäuden der Überbauung weist das Quartier optisch durchaus einen gewissen urbanen Cha-
rakter auf. Anders präsentiert sich die Situation im sistierten Abschnitt, wo die Bauten im Ge-
wässerraum abgebrochen wurden. Dies geschah im Hinblick auf das Hochwasserschutzprojekt, 
soll dieser Bereich doch als Installations- und Materiallagerplatz dienen. Da dort gar kein Ge-
wässerraum ausgeschieden wurde, spielt er vorliegend auch keine Rolle, wobei zu bemerken 
ist, dass angesichts der angestrebten Aufweitung des Gewässerraums (vgl. oben E. 5.2) die 
minimale Gewässerraumbreite im Rahmen der wiederaufgenommenen Planung dereinst wohl 
ohnehin nicht unterschritten werden wird. 
 
9.3.3 Das fragliche Gebiet liegt gemäss dem Zonenplan Siedlung der Stadt Laufen vollständig 
in der Zentrumszone 1. 
 
9.4.1 Zur Lage des Quartiers Norimatt innerhalb der Siedlung bringt die Beschwerdeführerin 
vor, es handle sich um ein peripheres Gebiet. Es sei etwa 800 m vom Zentrum der Stadt Laufen 
entfernt und liege beinahe an der Gemeindegrenze zu Zwingen. Nördlich grenze es an die In-
dustriezone Ritzimatt an. Auf der nördlichen Birsseite befinde sich eine grossflächige öW+A-
Zone mit grossen Grünflächen. Auf der gegenüberliegenden Seite der Baselstrasse befinde 
sich weiter das Werk der Ricola AG, ein Industriebetrieb. Dem Gebiet fehle es auch an einer 
Zentrumsfunktion. So fänden sich dort keine die Zentrumszone typischerweise auszeichnende 
Einrichtungen wie Musiklokale und Handwerksbetriebe. 
 
9.4.2 Die Vorinstanz entgegnet, das Gebiet Norimatt befinde sich ganzheitlich in der Zent-
rumszone. Damit sei die dichte Überbauung laut dem kantonalen Merkblatt bereits zu bejahen. 
Das Gebiet grenze direkt an die Kernzone und sei als zentrales Siedlungsgebiet der Stadt Lau-
fen zu betrachten. 

Seite 22 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

9.4.3 Anders als die Beschwerdeführerin Glauben machen will, erscheint das Quartier Nori-
matt keineswegs als Randgebiet von Laufen. So grenzt es im Westen unmittelbar an den Park-
platz vor der Altstadt. Die Gehdistanz von der westlichsten Parzelle Nr. 2777 bis in die Altstadt 
beträgt gemäss Geoview BL nicht wie von der Beschwerdegegnerin behauptet 800 m, sondern 
160 m. Selbst vom äussersten, am weitesten östlich gelegenen Zipfel des Quartieres sind es 
"nur" 550 m. Nördlich entlang des Perimeters führt die Baselstrasse. Auf der gegenüberliegen-
den Seite dieser Strasse befindet sich (von Westen nach Osten) zuerst ein Gebiet in der Zent-
rumszone 2 und anschliessend eine Zone mit Quartierplanpflicht. In dieser wurden sowohl 
Wohnbauten als auch die Ricola-Fabrik errichtet. Auf der nordöstlichen Seite des Betrach-
tungsperimeters, wo der Fluss seine Richtung von ostwärts zu nordwärts ändert, folgt nach der 
Brücke Neugut der Privatparkplatz der Ricola sowie ein Bürokomplex. Die Bebauung setzt sich 
in sämtlichen angrenzenden Quartieren fort. Es ist nicht klar, wo das Gebiet - wie dies die Be-
schwerdeführerin behauptet - an eine grössere öW+A-Zone mit viel Grünumschwung angren-
zen soll. Eine solche findet sich auf der gegenüberliegenden Uferseite hinter den Geleisen. Dort 
befindet sich eine eingezäunte grössere Rasenfläche mit vereinzelten Bäumen. Dabei handelt 
es sich um das Schwimmbad "Nau" der Stadt Laufen. Tatsächlich befindet sich nördlich entlang 
der Birs nach ca. 200 m die Gemeindegrenze (zu Dittingen, nicht Zwingen). Die Bebauung setzt 
sich jedoch ungeachtet davon fort, der Grenzverlauf wäre von blossem Auge nicht erkennbar. 
Im Norimatt-Quartier befindet sich zudem ein Restaurant, ein Sportgeschäft, ein Kleidergeschäft 
sowie eine Tankstelle mit Werkstatt. Es ist also sehr wohl Gewerbe in diesem Gebiet anzutref-
fen. Inwiefern, wie von der Beschwerdegegnerin behauptet, die Präsenz von Musiklokalen für 
die Einstufung als zentrale Lage zwingend erforderlich sein soll, erschliesst sich nicht. Objektiv 
betrachtet liegt der gesamte Betrachtungsperimeter eingebettet in das geschlossene Sied-
lungsgebiet der Stadt Laufen. Eine Abtrennung vom restlichen Siedlungsgebiet oder gar eine 
periphere Lage ist nicht erkennbar. 
 
9.5 Gestützt auf die vorstehenden Überlegungen ist auch das Gebiet Norimatt als dicht 
überbaut zu qualifizieren. 
 
10. Ist das Kriterium des dicht überbauten Gebiets erfüllt, ist in einem zweiten Schritt im 
Rahmen einer umfassenden Interessenabwägung zu prüfen, ob der Gewässerraumreduktion 
überwiegende Interessen entgegenstehen. 
 
10.1 Bei der Ausscheidung des Gewässerraums handelt es sich um eine raumwirksame Tä-
tigkeit, bei welcher der Planungsbehörde Handlungsspielräume eingeräumt werden (FRITZSCHE, 
a.a.O., Art. 36a GSchG Rz. 39). Nach Art. 3 Abs. 1 der Raumplanungsverordnung (RPV) vom 
28. Juni 2000 haben die Behörden, denen bei Erfüllung und Abstimmung raumwirksamer Auf-
gaben Handlungsspielräume zustehen, alle berührten Interessen zu ermitteln, diese einzeln zu 
beurteilen und dabei besonders die Vereinbarkeit mit der anzustrebenden räumlichen Entwick-
lung und die möglichen Auswirkungen zu berücksichtigen sowie den Interessen aufgrund der 
Beurteilung im Entscheid möglichst umfassend Rechnung zu tragen; diese Interessenabwä-
gung ist in der Begründung darzulegen (Art. 3 Abs. 2 RPV). Lenkender Massstab der Interes-
senabwägung ist vorliegend das von Art. 36a GSchG verfolgte Anliegen der Verhinderung und 
Behebung nachteiliger Einwirkungen auf Gewässer. Überwiegende Interessen, welche die Ein-

Seite 23 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

haltung zumindest der minimalen Breite auch in solchen Fällen erfordern, sind insbesondere 
Interessen des Hochwasserschutzes, des Natur- und Landschaftsschutzes, der Gewässernut-
zung, einer angestrebten Revitalisierung oder die Sicherung der Funktionen des Gewässer-
raums. Eine Reduktion des Gewässerraums ist nur insoweit denkbar, als ansonsten eine raum-
planungsrechtlich erwünschte Verdichtung verunmöglicht oder unzumutbar eingeschränkt wird 
(vgl. KGE VV vom 7. September 2022 [810 21 147] E. 6.1; CHRISTOPH FRITZSCHE, Die Bedeu-
tung des Begriffs "dicht überbaut", URP 2016, S. 781). 
 
10.2 Als Rechtsfrage kann das Kantonsgericht insbesondere voll überprüfen, ob der Plan auf 
einer umfassenden und inhaltlich korrekt vorgenommenen Interessenabwägung beruht. Eine 
fehlerhafte Interessenabwägung kann entweder auf einer ungenügenden oder unvollständigen 
Sachverhaltsabklärung oder aber auf einer unzureichenden Ermittlung, Gewichtung und Abwä-
gung der beteiligten Interessen gründen. Bei ausgesprochenen Fachfragen und komplexen In-
teressenabwägungen ist den planerischen Fachbehörden allerdings ein Beurteilungsspielraum 
bei der Interessengewichtung und -abwägung zu belassen und ist aufgrund der beschränkten 
Sachkunde des Gerichts Zurückhaltung angezeigt (vgl. KGE VV vom 28. März 2018 [810 17 
119] E. 2.2; STEPHAN WULLSCHLEGER, Die Rolle der Verwaltungsgerichte bei umweltrechtlichen 
Interessenabwägungen, URP 2018, S. 131 ff.; HEINZ AEMISEGGER/STEPHAN HAAG, Praxiskom-
mentar zum Rechtsschutz in der Raumplanung, Zürich 2010, Art. 33 RPG Rz. 74). 
 
10.3.1 Die Stadt Laufen ist gemäss Einstufung im kantonalen Richtplan (KRIP, Stand: Januar 
2024) ein Regionalzentrum mit überkommunaler Bedeutung (Objektblatt RK [Raumkonzept Ba-
sel-Landschaft]). Dementsprechend sind eine Bündelung und Weiterentwicklung von Wohnen, 
Arbeiten, Einkaufen und Dienstleistungen im Siedlungsgebiet von Laufen von kantonalem Inte-
resse. Das Bahnhofsgebiet ist im Plan als Entwicklungsschwerpunkt definiert und die nähere 
Umgebung, namentlich der altstadtnahe Teil des Abschnitts "Birs Süd", ist als Entwicklungsge-
biet gekennzeichnet. Der Bahnhof mit dem Busterminal ist als Drehscheibe des öffentlichen 
Verkehrs konzipiert. Weitere angestrebte Verbesserungen der ÖV-Infrastruktur in Kombination 
mit einer neuen Birsbrücke sollen Laufen als regionales Zentrum im Laufental zusätzlich stär-
ken. Potentiale für Wohnen und Arbeiten im Bahnhofsgebiet sollen genutzt werden (vgl. KRIP 
Objektblatt V 2.3). Gemäss dem KRIP Objektblatt S 2.2 sind die Entwicklungsgebiete die zent-
ralen Verdichtungs- und Transformationsgebiete im Kanton. Mit der Verdichtung sollen gleich-
zeitig Qualität und Identität geschaffen oder erhalten werden (lit. a). Als Planungsgrundsatz sol-
len Entwicklungsgebiete zu hochwertigen Verdichtungsgebieten für Wohn-, Geschäfts- und 
Zentrumsnutzungen entwickelt werden. Im Abschnitt "Ausgangslage" wird im Dokument festge-
halten, dass die Verdichtung primär an geeigneten Standorten (gute ÖV-Erschliessungsgüte) 
erfolgen soll. Dies geschehe insbesondere durch die Erneuerung und Verdichtung bestehender 
Wohnareale sowie durch Transformation von Arbeitsgebieten oder Gebieten für die öffentliche 
Nutzung hin zu Wohn- und/oder Zentrumsnutzungen (Transformationsgebiete). Die von der 
Beschwerdeführerin gezogene Schlussfolgerung, wonach "eine Reduktion in unüberbauten 
Arealen und Transformationsgebieten nicht begründet werden [könne], zumal ökologische 
Mehrwerte gerade im Birsbereich einzufordern und zu schaffen sind", ergibt sich aus dem 
Richtplan nicht. Auch aus den Planungsgrundsätzen auf dem Objektblatt S 2.2 lässt sich ein 
solcher Schluss nicht ableiten: Der KRIP sieht gerade in Entwicklungsgebieten vor, dass diese 

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zu hochwertigen Verdichtungsgebieten ausgebaut werden sollen. Dabei sollen Verdichtungsak-
tivitäten prioritär in Entwicklungsgebieten und Bahnhofsgebieten erfolgen. Verdichtung kann 
semantisch nicht anders verstanden werden, als dass dicht überbautes Gebiet be- bzw. entste-
hen soll. Dies bedeutet nicht, dass sämtliche Flächen zu überbauen sind. Die intendierte Ver-
besserung der Siedlungsqualität beinhaltet auch Massnahmen zur Erhaltung, Aufwertung oder 
Entwicklung der Aussenräume und der siedlungsinternen Grün- und Freiraumqualitäten (vgl. die 
Planungsgrundsätze im Objektblatt S 2.1). Der Richtplan dokumentiert ein öffentliches Interesse 
an der Siedlungsentwicklung nach innen. Dass Entwicklungsgebiete so zu gestalten sind, dass 
soziale, räumliche, ökonomische und ökologische Mehrwerte geschaffen werden, schmälert 
dieses Interesse nicht. Der Beschwerdeführerin ist insoweit zuzustimmen, dass die Designation 
als Entwicklungsgebiet für sich alleine noch keine Rechtfertigung für eine Reduktion des Ge-
wässerraums darstellt und dass nicht alle streitgegenständlichen Gewässerabschnitte im (nicht 
parzellenscharf definierten) Entwicklungsgebiet liegen. Dennoch stellt die vom Richtplan vorge-
nommene Weichenstellung eine gewichtige und im Rahmen der Interessenabwägung zu be-
rücksichtigende raumplanerische Zielsetzung dar, die für die Reduktion des Gewässerraums in 
den betroffenen Gebieten spricht. 
 
10.3.2 Dieses öffentliche Interesse widerspiegelt sich auch auf der Stufe der Nutzungsplanung. 
Wie vorstehend für die jeweiligen Abschnitte erörtert wurde, befindet sich ein überwiegender 
Teil der streitgegenständlichen Gebiete in der Zentrumszone. Zentrumszonen umfassen Gebie-
te, die zur Entwicklung von Orts- und Quartierzentren bestimmt sind (§ 22 Abs. 2 RBG). Dass 
auch die betroffene Zone mit Quartierplanpflicht die verstärke bauliche Ausnutzung des Areals 
bezweckt, wurde ebenfalls dargelegt (vgl. oben E. 8.4.3). Das Interesse an einer raumplanungs-
rechtlich erwünschten Verdichtung ist auch auf dieser Ebene ausgewiesen. 
 
10.4 Die Beschwerdeführerin beanstandet sodann in allgemeiner Art, dass die Ziele des Re-
gionalen Entwässerungsplans missachtet worden seien. 
 
10.4.1 Der von den fünf Anrainerkantonen der Birs in den Jahren 2003 bis 2009 gemeinsam 
erarbeitete Regionale Entwässerungsplan Birs (REP) dient als übergeordnetes Leitbild und 
Grundlage für die Zielfindung und Formulierung der Planung entlang der Birs. Der REP formu-
liert Oberziele bezüglich des Raums, der Gewässerstruktur und der Längsvernetzung. Die 
Oberziele verstehen sich als Ziele einer langfristigen Planung und sind auf den Zeithorizont 
2050 ausgerichtet. 
 
10.4.2 Im Planungsbericht wird festgehalten, dass die gesamte Gewässerraumausscheidung 
auf die Massnahmen des Regionalen Entwässerungsplans abgestimmt worden sei. Es seien für 
die vorliegende Planung die Massnahmenblätter 23 bis 25 und 27 und 28 der Birs und das 
Massnahmenblatt 1 der Lützel von Bedeutung. Alle Massnahmen seien im festgelegten Ge-
wässerraum realisierbar oder würden ausserhalb des Planungsperimeters umgesetzt (vgl. Pla-
nungsbericht vom 30. Juni 2022, S. 15; vgl. auch Technischer Bericht Bauprojekt vom 20. De-
zember 2020, S. 30 ff.). Mit der reinen Bestreitung vermag die Beschwerdeführerin an diesen 
Ausführungen nicht zu rütteln. Dass gemäss REP möglichst grosse, naturnahe Uferberei-
che - im Idealfall auf Biodiversitätsbreite - angestrebt werden, entspricht der geltenden Rechts-

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lage und beinhaltet keine darüber hinausgehende raumplanerische Verpflichtung für den streit-
gegenständlichen Bereich, zumal die Aussage unter der Vorbedingung der entsprechenden 
Möglichkeit zur naturnahen Gestaltung steht. Die Beschwerdeführerin vermag in ihrer Be-
schwerde insgesamt nicht plausibel aufzuzeigen, wie unter Zugrundelegung sämtlicher tatsäch-
licher Gegebenheiten und realistischer Erwartungen in den kommenden Jahrzehnten die dafür 
benötigte signifikante Verbreiterung der Gerinnesohle und des Uferbereichs erreicht werden 
könnte (vgl. auch nachfolgend E. 10.6). Die von ihr ins Spiel gebrachte Massnahme einer Ver-
legung der bestehenden ufernahen Nutzungen (Gebäude, Industrie, Freizeitnutzung, etc.) ist 
jedenfalls realitätsfremd. Wie die Vorinstanz in der Vernehmlassung zutreffend einwirft, wäre 
das hinter der Zulässigkeit der Unterschreitung der bundesrechtlichen Minimalvorgaben bei 
dichter Bebauung stehende gesetzgeberische Konzept (vgl. oben E. 6.3.1) hinfällig, wenn man 
dieser Argumentation der Beschwerdeführerin folgen würde. Welche Ziele des REP inwiefern 
konkret missachtet sein sollen, erschliesst sich dementsprechend nicht. Die diesbezügliche Rü-
ge erweist sich als unbegründet. 
 
10.5 Wie vorstehend ausgeführt wurde, ist der reduzierte Gewässerraum den Baulinien des 
Hochwasserschutzprojekts angepasst, womit Rücksicht auf den Hochwasserschutz genommen 
wird (vgl. oben E. 5.3). Die beiden Planungen wurden - entgegen dem Vorbringen der Be-
schwerdeführerin - inhaltlich zwischen der Gemeinde und dem Kanton koordiniert (vgl. auch 
Planungsbericht vom 30. Juni 2022, S. 7). Insofern stehen der Reduktion des Gewässerraums 
keine Interessen des Hochwasserschutzes entgegen. 
 
10.6.1 Hauptsächlich geht es Beschwerdeführerin um die Belange des Naturschutzes und um 
die Sicherung des Gewässerraums für die Gewährleistung der natürlichen Gewässerfunktionen. 
Sie bringt in diesem Zusammenhang vor, der Gewässerraum sei nach der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung unabhängig vom Bestehen konkreter Revitalisierungs- oder Hochwasser-
schutzprojekte auszuscheiden. Das rechtskräftige Hochwasserschutzprojekt sei dementspre-
chend für die vorliegende erstmalige Gewässerraumfestlegung nicht von Belang. 
 
10.6.2 Dieser Auffassung kann nicht beigepflichtet werden. Schon das für die Raumplanung 
umfassend geltende Koordinationsgebot (Art. 25a RPG, hier spezifisch auch Art. 46 GschV) 
gebietet, dass die gewässerschutzrechtlichen Massnahmen materiell aufeinander abgestimmt 
sind (vgl. WAGNER PFEIFER, a.a.O., Rz. 956). Die vorliegend unterbliebene verfahrensrechtliche 
Koordination, die angesichts des rechtskräftigen Hochwasserschutzprojekts zum heutigen Zeit-
punkt auch nicht mehr nachgeholt werden kann (in dieser Hinsicht anders die Ausgangslage im 
Entscheid des Verwaltungsgerichts Thurgau vom 14. November 2018, TVR 2018 Nr. 24), kann 
nicht dazu führen, dass das Wasserbauprojekt bei der nachgelagerten Festsetzung des Ge-
wässerraums zu ignorieren wäre. Die Gewässerraumausscheidung hat auf dem Boden der Tat-
sachen zu erfolgen, nämlich dass die vorliegend im Einzelnen geplanten Hochwasserschutz-
bauten den Gewässerraum de facto sehr wohl determinieren, zumal systemisch das Ziel der 
neu konzipierten und dimensionierten Hochwasserschutzbauten gerade ist, dass dahinter kein 
Wasser mehr fliesst oder steht. Die Uferbereiche erscheinen angesichts der tatsächlichen bau-
lichen Verhältnisse überdies als wenig schutzwürdig. Die Bebauungssituation bildet eine Aus-
gangslage, in der kein natürlicher, dynamischer Lauf der Birs mehr möglich ist. Daran wird sich 

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voraussichtlich auf Jahrzehnte hinaus nichts ändern. Ist auch längerfristig mit dem Fortbestand 
von hohen Ufermauern zu rechnen, wiegt das ökologische Interesse an einer vollständigen 
Freihaltung des dahinter liegenden Landstreifens gering (FRITZSCHE, a.a.O., Art. 36a GschG 
Rz. 130). Die langfristige Raumsicherung für das Gewässer ist entgegen dem Dafürhalten der 
Beschwerdeführerin kein Selbstzweck. Sie verliert ihren Sinn, wenn der Gewässerraum die na-
türlichen Funktionen auch auf lange Sicht nicht oder nur eingeschränkt erfüllen kann. 
 
10.6.3 Die Beschwerdeführerin blendet überdies aus, dass mit dem Hochwasserschutzprojekt 
auch eine Revitalisierungsplanung einhergeht. Im Rahmen der Realisierung des rechtskräftigen 
Hochwasserschutzprojektes werden sowohl in räumlicher als auch in qualitativer Hinsicht er-
hebliche Revitalisierungen vorgenommen. So wird etwa der Bereich Norimatt zu einer frei aus-
laufenden und mäandrierenden Flusslandschaft umgestaltet, was unter ökologischen Aspekten 
zweifellos eine erhebliche Aufwertung und Verbesserung der Vernetzung der Lebensräume mit 
sich bringt (vgl. oben E. 5.2). Die von den Bauarbeiten betroffenen Uferabschnitte, namentlich 
das linke Ufer im Abschnitt "Birs Süd", werden wiederhergestellt und mit einheimischem und 
standortgerechtem Saatgut begrünt, wodurch - so der Umweltverträglichkeitsbericht - eine stark 
positive Lebensraumbilanz erreicht wird. Projektintegrierte Massnahmen wie die Erstellung von 
Eisvogelbrutwänden sowie das Gestalten von Amphibienlaichgewässern sollen einzelne Leit- 
und Zielarten gezielt fördern und die Artenvielfalt verbessern (vgl. Umweltverträglichkeitsbericht 
vom 31. Oktober 2016, S. 17). Auch die von der Beschwerdeführerin speziell angesprochene 
Bibergängigkeit soll mit den Längsvernetzungsmassnahmen (Ersatz von Schwellen durch 
Blocksteinrampen) gefördert werden (a.a.O., S. 18). Die angefochtene Planung ermöglicht die-
se Revitalisierungsmassnahmen. Angesichts der konkreten baulichen Verhältnisse sind zusätz-
liche Verbreiterungen der Gewässerrinne oder weitergehende Aufwertungsmassnahmen im 
Uferbereich der streitbetroffenen Abschnitte auf lange Sicht schlicht nicht umsetzbar, weshalb 
sich das öffentliche Interesse an einer Freihaltung des Gewässerraums noch einmal deutlich 
relativiert. 
 
10.7 Insgesamt zeigt sich, dass in den dicht überbauten Abschnitten der Birs, wo raumplane-
risch eine Verdichtung angestrebt wird, das Interesse an der baulichen Nutzung mit einer An-
passung des Gewässerraums an die baulichen Gegebenheiten überwiegt. Gegen die konkrete 
Ausgestaltung der Gewässerraumlinien erhebt die Beschwerdeführerin keine Rügen. Das kon-
krete Vorgehen - die Gewässerraumlinie wurde entlang der bestehenden Baulinien oder Bauten 
an beiden Ufern neu gezogen, wobei auf sehr nahe am Wasser stehende Gebäude keine 
Rücksicht genommen wurde - erweckt dabei keine grundlegenden Bedenken. Insgesamt er-
scheint der reduzierte Gewässerraum adäquat an die Gegebenheiten angepasst. 
 
11. Zusammenfassend zeigt sich, dass die Gewässerabschnitte im Bereich "Birs Süd" an 
beiden Ufern sowie im Bereich Norimatt linksufrig als dicht überbaute Zentrumsgebiete zu quali-
fizieren sind, weshalb eine Unterschreitung der gesetzlichen Minimalbreite gesetzlich zulässig 
ist. Der Reduktion des Gewässerraums stehen keine überwiegenden öffentlichen Interessen 
entgegen. Der Gewässerraum wurde zudem an die baulichen Gegebenheiten angepasst. So-
weit sich die Beschwerde gegen die Gewässerraumfestsetzung an der Birs richtet, erweist sie 
sich damit als unbegründet. 

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12. Weiterer Verfahrensgegenstand bildet der Verzicht auf die Ausscheidung von Gewäs-
serraum. Die Beschwerdeführerin rügt, dass an zwei Stellen bei eingedolten Bächen zu Unrecht 
kein Gewässerraum ausgeschieden worden sei. 
 
12.1 Auf die Festlegung des Gewässerraums kann - wie bereits eingangs erwähnt - gemäss 
Art. 41a Abs. 5 lit. b GSchV verzichtet werden, wenn das Gewässer eingedolt ist und keine 
überwiegenden Interessen entgegenstehen. Ein solcher Verzicht steht im Ermessen der Pla-
nungsbehörde, er setzt aber eine vertiefte Einzelfallbetrachtung mit der erforderlichen Interes-
senabwägung voraus. Überwiegende Interessen, die eine Ausscheidung des Gewässerraums 
in jedem Fall erfordern, sind insbesondere Interessen des Hochwasserschutzes, des Natur- und 
Landschaftsschutzes, der Gewässernutzung, einer angestrebten Revitalisierung oder die Siche-
rung der Funktionen des Gewässerraums (vgl. KGE VV vom 7. September 2022 [810 21 147] 
E. 8.2; FRITZSCHE, a.a.O., Art. 36a GschG Rz. 62; Modulare Arbeitshilfe, a.a.O., S. 12). 
 
12.2 Mit der Ausscheidung des Gewässerraums über eingedolten Bächen wird der Raum für 
eine allfällige Ausdolung der Fliessgewässer gesichert. Diese Raumsicherung stellt denn auch 
ein stark zu gewichtendes öffentliches Interesse dar. Die umweltrechtlichen und sicherheitspoli-
zeilichen Ziele der Gewässerraumausscheidung können nur erreicht werden, wenn die Aus-
scheidung von Gewässerräumen grundsätzlich bei allen Fliessgewässern und damit auch bei 
den eingedolten Gewässern vorgenommen wird (KGE VV vom 28. März 2018 [810 17 116] 
E. 6.3; Urteil des BGer 1C_15/2019 vom 13. Dezember 2019 E. 7.2). Gemäss Art. 38a GSchG 
sind die Kantone zur Planung von Revitalisierungen verpflichtet, was in Art. 41d GSchV konkre-
tisiert wird. Zu revitalisieren sind auch überdeckte oder eingedolte Fliessgewässer (FRITZSCHE, 
a.a.O., Art. 38a GSchG Rz. 10). Die planerische Sicherung des künftigen Raumbedarfs für Re-
vitalisierungen ist ein tragendes Element des wirksamen Vollzugs der gewässerschutzrechtli-
chen Revitalisierungspflicht. Der Raum über den eingedolten Gewässern soll insbesondere 
nicht durch irgendwelche neuen Anlagen verbaut und damit das gesetzliche Ausdolungsgebot 
unterlaufen werden können. Insoweit handelt es sich bei der Gewässerraumfestlegung um eine 
vorbereitende Arbeit für inskünftige wasserbauliche Massnahmen. Aber selbst wenn noch nicht 
feststeht, ob überhaupt und wenn ja, mit welchem Gewässerverlauf eine Ausdolung erfolgen 
werde, liegt die Raumsicherung im öffentlichen Interesse (Urteil des BGer 1C_15/2019 vom 
13. Dezember 2019 E. 7.2). Auch bei Gewässern, bei denen kein aktueller Handlungsbedarf 
besteht, ist der Gewässerraum nach der Praxis des Kantonsgerichts grundsätzlich auszuschei-
den (KGE VV vom 7. September 2022 [810 21 147] E. 8.6; KGE VV vom 28. März 2018 [810 17 
116] E. 6.4; vgl. auch STUTZ, a.a.O., S. 118). 
 
13.1 Die erste von der Beschwerdeführerin beanstandete Stelle betrifft den Wahlenbach. 
Dieser fliesst von Südosten, vom namensgebenden Dorf Wahlen her in Richtung Laufen, wo er 
ab dem Stadtrand von Laufen verschiedentlich eingedolt wird. Soweit vorliegend interessierend 
unterquert er eingedolt die Güterstrasse, die Gleisanlagen der SBB, die Ziegeleistrasse und 
danach in der Zone mit Quartierplanpflicht die Parzellen Nr. 3873 (Busdepot), den dahinführen-
den Zufahrtsweg und die Parzelle Nr. 1600 (Karrer), wo der Bach schliesslich in die Birs mün-
det. Der Planabschnitt A, Vorstadt, weist für diese Strecke den Verzicht auf die Ausscheidung 

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des Gewässerraums aus, was die Beschwerdeführerin für die Zone mit Quartierplanpflicht als 
rechtswidrig kritisiert. 
 
13.2 Die Beschwerdeführerin betont, dass für den Verzicht auf die Ausscheidung des Ge-
wässerraums eine umfassende Interessenabwägung verlangt werde, welche vorliegend unter-
blieben sei. Den Gewässerfunktionen, die einen besonderen Bezug zu Natur- und Landschaft 
aufweisen würden, sei bei der Interessenabwägung zu wenig Rechnung getragen worden. Hin-
sichtlich dieser ökologischen Interessen fehle es schon an einer Ermittlung der betroffenen Inte-
ressen. 
 
13.3 Im Planungsbericht wird ausgeführt, dass die Dole unter Infrastrukturanlagen und Er-
schliessungsstrassen verlaufe. Die Umgebung sei weitestgehend überbaut. Eine Ausdolung sei 
langfristig nur in der Zone mit Quartierplanpflicht möglich und werde im Quartierplanverfahren 
geprüft. Eine offene Wasserführung und deren Lage könne somit erst bei der Umsetzung der 
Quartierplanung definiert werden, weshalb auch der Gewässerraum erst zu diesem Zeitpunkt 
festgelegt werden solle. In ihrer Stellungnahme zu den Einsprachen unterstrich die Beschwer-
degegnerin sodann, dass eine Ausdolung des Wahlenbachs im Quartierplanbereich auch in 
ihrem Sinne sei. Die Vorinstanz stimmt ihr im angefochtenen Entscheid dahingehend zu, dass 
eine Ausdolung weder an der bestehenden Lage noch mit einer Verlegung möglich sei, solange 
die heutige Nutzung Bestand habe. Würden allerdings erheblich geänderte Verhältnisse vorlie-
gen, sei die Ausdolung zu prüfen bzw. der Gewässerraum neu zu bestimmen. Werde das Areal 
im Rahmen des Quartierplanverfahrens neu gedacht und gestaltet, sei der Gewässerraum ent-
lang des eingedolten Wahlenbachs zu überprüfen, was durch eine entsprechende Auflage im 
regierungsrätlichen Beschluss sichergestellt werde. 
 
13.4 Weder die Vorinstanz noch die Beschwerdegegnerin bestreiten, dass im betroffenen 
Gebiet Potential für eine Ausdolung besteht. Sie wollen diesbezügliche Abklärungen jedoch auf 
den Zeitpunkt der inskünftigen Arealentwicklung verschieben. Dieses geplante resp. bewilligte 
Vorgehen widerspricht jedoch der raumplanerischen Stufenfolge. Sinn und Zweck der Gewäs-
serraumfestlegung ist es gerade, den für mögliche Ausdolungen benötigten Raum so früh wie 
möglich zu sichern. Es ist in sich widersprüchlich, den Verzicht auf die Ausscheidung eines 
Gewässerraums zu genehmigen, nur um genau das Gegenteil - die planerische Freihaltung des 
Raums - mittels Auflage erreichen zu wollen. Die angestrebte Raumsicherung hat im Rahmen 
der kommunalen Planfestsetzung zu geschehen und kann nicht im Genehmigungsverfahren 
nachgeschoben werden. Selbst wenn noch nicht bekannt ist, wann und ob überhaupt eine Aus-
dolung erfolgen wird, liegt die Sicherung des Raumes im öffentlichen Interesse. Liegt Potential 
für eine Ausdolung vor, ist es unerheblich, ob der Handlungsbedarf bereits zum jetzigen Zeit-
punkt besteht oder erst zukünftig womöglich entstehen wird (vgl. oben E. 12.2). Ist auf der 
Grundlage eines Gestaltungsplans die Überbauung des entsprechenden Raumes vorgesehen, 
stellt das Interesse an der Freihaltung zugunsten einer künftigen Ausdolung ein überwiegendes 
Interesse dar, das die Festlegung eines Gewässerraums für das eingedolte Gewässer erfordert 
(Modulare Arbeitshilfe, a.a.O., S. 16). Der Beschwerdeführerin ist deswegen im Ergebnis beizu-
pflichten, dass die im Planungsbericht vorgenommene Interessenabwägung rechtsfehlerhaft 
ausgefallen ist. 

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13.5 Somit zeigt sich, dass die Begründung für den Verzicht auf die Ausscheidung eines Ge-
wässerraums beim Wahlenbach nicht trägt und die angefochtene Planung diesbezüglich nicht 
genehmigungsfähig ist. Der angefochtene Entscheid ist dementsprechend soweit den Wahlen-
bach in der Zone mit Quartierplanpflicht betreffend mitsamt der entsprechenden Auflage aufzu-
heben und dem angefochtenen Plan ist diesbezüglich die Genehmigung zu versagen. Die An-
gelegenheit ist zur Überarbeitung an die Planungsinstanz zurückzuweisen. 
 
14.1 Der zweite umstrittene Bachabschnitt betrifft den Güschbach. Dieser entspringt westlich 
der Altstadt und unterquert diese in östlicher Richtung unter der Amtshausgasse, bis er aus-
serhalb der Stadtmauern nach dem öffentlichen Parkplatzareal und dem in einer kleinen Grün-
anlage eingebetteten Kinderspielplatz in die Birs mündet. Der Güschbach verläuft auf der gan-
zen Strecke eingedolt. Der Planabschnitt C, Altstadt, weist für die Strecke unter der Altstadt bis 
zur Mündung den Verzicht auf die Ausscheidung des Gewässerraums aus. Die Beschwerdefüh-
rerin verlangt mit ihrem Rechtsbegehren, dass der Verzicht auf die Ausscheidung eines Ge-
wässerraums am Güschbach, Abschnitt A, Vorstadt (richtig: Abschnitt C, Altstadt), im Bereich 
der öW+A-Zone nicht zu genehmigen sei. Die betreffende Zone für öffentliche Werke und Anla-
gen, Areal Nr. 15 (Öffentlicher Parkplatz, Spiel- und Freizeitanlagen Amthausareal), beginnt an 
der Amthausgasse auf der Höhe der in Fliessrichtung gesehen letzten Parkplatzreihe. Die Dole 
verläuft dort auf einer Strecke von rund 50 m in östlicher Richtung unter der Strasse und biegt 
dann unter dem Spielplatz nach Süden in Richtung Birs ab. Gemäss dem rechtskräftig bewillig-
ten Bauprojekt der Stadt Laufen, mit dessen Realisierung bereits begonnen wurde, wird der 
Güschbach in der Abbiegung mit dem ebenfalls eingedolten Stadtbach in einem unterirdischen 
Überlaufbauwerk zusammengeführt und von dort in die Birs geleitet. 
 
14.2 Die