# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** dc5c0376-7220-5a15-afb8-a2d1b3a40bfe
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-03-22
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 22.03.2021 I 2020 88
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2020-88_2021-03-22.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2020 88

Entscheid vom 22. März 2021 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
MLaw Tanja Marty, a.o. Gerichtsschreiberin

Parteien A.________, 
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt MLaw B.________,

gegen

IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Invalidenversicherung (Leistungen)

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Sachverhalt:

A. A.________ (geb. _____) hat in C.________ und D.________ die Primar- 
und Sekundarschule absolviert. Die Ausbildung zur Kindergärtnerin im Seminar 
E.________ in F.________ hat sie vor dem Diplomabschluss aus gesundheitli-
chen Gründen (depressive Episoden mit Schwindelzuständen, Müdigkeit etc.) 
abgebrochen (IV-act. 4). Am 5. April 2000 ging bei der IV-Stelle H.________ eine 
Anmeldung zum Bezug von IV-Leistungen (Berufsberatung, Arbeitsvermittlung, 
Umschulung) ein (IV-act. 15). Ab 6. November 2000 konnte A.________ ein Ar-
beitstraining in einer Spielgruppen-Einrichtung absolvieren. Dabei zeigte sich, 
dass sie aufgrund ihrer praktisch vollständigen Ausbildung als Kindergärtnerin 
(ohne Abschluss) an sich sehr gute Arbeit leistete, indessen ihre häufigen, nicht 
voraussehbaren gesundheitlichen Ausfälle/Absenzen (infolge Schwindel) eine 
berufliche Eingliederung behinderten (IV-act. 22). Am 24. Oktober 2001 erstattete 
Dr.med. G.________ einen psychiatrischen Abklärungsbericht (IV-act. 34). Mit 
Verfügung vom 10. Januar 2002 hat die IV-Stelle H.________ A.________ mit 
Wirkung ab 1. Mai 2001 eine ganze IV-Rente zugesprochen (IV-Grad 70%, vgl. 
IV-act. 23).

B. Im Rahmen einer IV-Rentenrevision liess die IV-Stelle H.________ eine 
psychiatrische Untersuchung von A.________ durch den Regionalen Ärztlichen 
Dienst (RAD) anordnen. Der entsprechende Bericht von Dr.med. I.________ 
folgte am 3. Juni 2005 (IV-act. 42). Nachdem A.________ ihren Wohnsitz in den 
Kanton Schwyz verlegt hatte, übergab die IV-Stelle H.________ am 28. Juni 
2005 das IV-Dossier an die IV-Stelle Schwyz (IV-act. 56). Die IV-Stelle Schwyz 
gewährte am 26. August 2005 Beratung und Unterstützung für eine Stellenver-
mittlung in einer geschützten Werkstätte (IV-act. 66).

C. Ab 1. Dezember 2005 begann A.________ in der J.________ in 
K.________ in der Abteilung "Aufbaugruppe" mit 50%. Ab 1. März 2006 arbeitete 
sie an einem geschützten Arbeitsplatz (im Service) im Restaurant L.________ in 
M.________, welches ebenfalls zur J.________-Gruppe gehört (IV-act. 79). Am 
5. Mai 2006 erfolgte die Heirat mit N.________ (geb. _____, IV-act. 92-4/4). An-
fangs August 2006 wechselte sie wieder in die Aufbaugruppe in K.________ 
(was auch im Zusammenhang mit der eingetretenen Schwangerschaft erfolgte, 
IV-act. 82). Die Geburt des Sohnes O.________ erfolgte am _____ (IV-act. 92). 
Nach Eingang eines Haushaltberichts vom 27. März 2007 (IV-act. 85) kündigte 
die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 30. April 2007 an, die IV-Rente einzustellen 
(IV-act. 98). Daran hielt die IV-Stelle mit Verfügung vom 18. Mai 2007 fest (IV-
act. 101). Eine dagegen erhobene Beschwerde hat das Verwaltungsgericht mit 

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Entscheid I 2007 168 vom 14. November 2007 abgewiesen (IV-act. 104). Am 9. 
Februar 2009 wurde A.________ Mutter eines zweiten Sohnes (P.________, vgl. 
IV-act. 109-3/7). Der dritte Sohn folgte am _______ (Q.________, vgl. IV-act. 
140-3/8).

D. Am 17. September 2012 war bei der IV-Stelle eine neue Anmeldung zum 
Bezug von IV-Leistungen eingegangen. Die gesundheitlichen Beeinträchtigungen 
wurden mit "Schwindel- und Angstzustände" umschrieben (IV-act. 109). Nach 
Abklärungen teilte die IV-Stelle am 10. Januar 2014 mit, dass eine polydisziplinä-
re medizinische Untersuchung nötig sei (IV-act. 128). Der Begutachtungsauftrag 
wurde der R.________-Gutachterstelle (R.________ GmbH, S.________) zuge-
lost (IV-act. 130). Das am 2. Juni 2014 fertiggestellte R.________-Gutachten 
ging bei der IV-Stelle am 11. Juni 2014 ein (IV-act. 135). Daraufhin hielt die IV-
Stelle mit Vorbescheid vom 30. Juli 2014 (IV-act. 138) sowie anschliessend mit 
Verfügung vom 25. September 2014 fest, dass das Leistungsbegehren abgewie-
sen werde (IV-act. 139).

E. Vom 16. Oktober 2017 bis zum 9. November 2017 war A.________ zum 
ersten Mal in der Klinik T.________ hospitalisiert (vgl. Fremdakten 1-1/17). An-
schliessend folgte am 12. Dezember 2017 (= Eingangsdatum bei der IV-Stelle) 
eine erneute IV-Anmeldung mit der Begründung "Schwindelzustände und De-
pressionen nach Autounfall (Schleudertrauma)" (IV-act. 140-6/8; zudem wurde 
auf die Trennung der Ehegatten seit 1.12.2016 hingewiesen, IV-act. 140-2/8). 
Vom 8. November 2018 bis 26. April 2019 hielt sich A.________ zum zweiten 
Mal in der Klinik T.________ auf (IV-act. 167). Am 23. Juli 2019 teilte die IV-
Stelle mit, dass eine weitere medizinische Abklärung beim Psychiater Dr.med. 
U.________ (V.________) nötig sei (IV-act. 171). Das entsprechende Gutachten 
wurde am 2. Oktober 2019 erstattet (IV-act. 175). Mit Vorbescheid vom 23. Okto-
ber 2019 kündigte die IV-Stelle an, das Leistungsbegehren abzuweisen (IV-act. 
177). Gegen diesen Vorbescheid liess A.________ am 26. Februar 2020 Ein-
wände einreichen (IV-act. 185). Am 11. September 2020 verfügte die IV-Stelle, 
dass das Leistungsbegehren abgewiesen werde (IV-act. 193).

F. Gegen diese Verfügung erhob A.________ am 12. Oktober 2020 fristge-
recht beim Verwaltungsgericht Beschwerde mit dem Hauptbegehren, wonach ei-
ne IV-Rente zuzusprechen sei. Im Eventualbegehren wurde die Anordnung einer 
Eingliederungsmassnahme oder eine Rückweisung der Sache zur Vornahme ei-
ner polydisziplinären Begutachtung beantragt (unter Kosten- und Entschädi-
gungsfolgen). Zudem wurde die unentgeltliche Rechtspflege (inkl. unentgeltliche 

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Rechtsverbeiständung, bei einer Rückweisung auch für das Verfahren vor der IV-
Stelle) beantragt. 

G. Mit Vernehmlassung vom 14. Dezember 2020 beantragte die IV-Stelle, die 
Beschwerde sei abzuweisen (unter Kostenfolge zulasten der Beschwerdeführe-
rin). Dazu liess die Beschwerdeführerin in einer Eingabe vom 11. Februar 2021 
Stellung nehmen, worauf sich die IV-Stelle in einer Eingabe vom 2. März 2021 
äusserte. Eine zusätzliche Stellungnahme der Beschwerdeführerin folgte am 
15. März 2021.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Im vorliegenden Fall hat das Gericht die von der IV-Stelle am 18. Mai 2007 
verfügte Rentenaufhebung mit Entscheid I 2007 168 vom 14. November 2007 
bestätigt (IV-act. 104; dieser rechtskräftige Entscheid basiert auf der Anwendung 
der gemischten Methode mit einer Teilerwerbstätigkeit im Gesundheitsfall von 
40% und einem Einkommensvergleich, vgl. IV-act. 104-7/10).

Am 17. September 2012 ging bei der IV-Stelle eine neue IV-Anmeldung ein (IV-
act. 109). Gestützt auf das eingeholte W.________-Gutachten vom 2. Juni 2014 
(IV-act. 135) hat die IV-Stelle einen Rentenanspruch mit Verfügung vom 25. Sep-
tember 2014 verneint (IV-act. 139). Diese Verfügung ist unangefochten in 
Rechtskraft erwachsen.

Am 12. Dezember 2017 ging bei der IV-Stelle ein weiteres Leistungsbegehren 
der gleichen Versicherten ein (IV-act. 140). In einer solchen Konstellation hängt 
die Beantwortung der Fragestellung, ob und inwiefern ungeachtet des nach Ein-
holung eines W.________-Gutachtens mit Verfügung vom 25. September 2014 
abgelehnten Rentenanspruchs zwischenzeitlich wieder ein Rentenanspruch ent-
standen ist, grundsätzlich nach höchstrichterlicher Rechtsprechung davon ab, ob 
eine anspruchsbegründende Veränderung stattgefunden hat (sei es hinsichtlich 
des Gesundheitszustandes, sei es hinsichtlich der erwerblichen Auswirkung), 
wobei die Grundsätze zur Rentenrevision analog Anwendung finden (vgl. BGE 
133 V 108, v.a. Erw. 5.2).

1.2 Ändert sich der Grad der Invalidität eines Rentenbezügers erheblich, so 
wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft 
entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 
Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; 
SR 830.1] vom 6.10.2000). Anlass zur Revision von Invalidenrenten gibt jede 
Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den 

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Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen (vgl. BGE 130 V 
343 Erw. 3.5).

1.3 Als Vergleichsbasis für die Beurteilung der Frage, ob bis zum Abschluss 
des aktuellen Verwaltungsverfahrens eine anspruchserhebliche Änderung 
eingetreten ist, dient die letzte rechtskräftige Verfügung bzw. Entscheidung, 
welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer 
Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines 
Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den 
erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts 9C_382/2018 vom 21.1.2019 Erw. 2 mit Verweis auf BGE 133 V 
108). 

1.4 Hier bildet die mit Verfügung vom 25. September 2014 angeordnete 
Ablehnung eines Rentenanspruchs grundsätzlich Ausgangspunkt für die 
Fragestellung, ob zwischenzeitlich eine anspruchserhebliche Änderung 
eingetreten ist (oder nicht).

1.5 Im Übrigen wurde bereits im Gerichtsentscheid I 2007 168 vom 14. 
November 2007 dargelegt, welche Bestimmungen und Regelungen für einen 
Rentenanspruch und die entsprechenden Abklärungen von Bedeutung sind. Es 
kann darauf verwiesen werden (IV-act. 104).

1.6.1  Ergänzend ist festzuhalten, dass in der Rechtsprechung die Aufgaben von 
Rechtsanwender und Arztperson im Rahmen der Invaliditätsbemessung seit je-
her wie folgt verteilt worden sind: Sache des (begutachtenden) Mediziners ist es 
erstens, den Gesundheitszustand zu beurteilen und wenn nötig seine Entwick-
lung im Laufe der Zeit zu beschreiben, d.h. mit den Mitteln fachgerechter ärztli-
cher Untersuchung unter Berücksichtigung der subjektiven Beschwerden die Be-
funde zu erheben und gestützt darauf die Diagnose zu stellen. Hiermit erfüllt der 
Sachverständige seine genuine Aufgabe, wofür die Verwaltung und im Streitfall 
Gerichte nicht kompetent sind (z.B. Urteil des Bundesgerichts 9C_437/2012 vom 
6.11.2012 Erw. 3.2). Bei der Folgenabschätzung der erhobenen gesundheitlichen 
Beeinträchtigungen für die Arbeitsfähigkeit kommt der Arztperson hingegen keine 
abschliessende Beurteilungskompetenz zu. Vielmehr nimmt die Arztperson zur 
Arbeitsunfähigkeit Stellung, d.h. sie gibt eine Schätzung ab, welche sie aus ihrer 
Sicht so substanziell wie möglich begründet. Die ärztlichen Angaben sind eine 
wichtige Grundlage für die juristische Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleis-
tungen der Person noch zugemutet werden können (so die mit BGE 105 V 156 
Erw. 1 begründete und in vielen Urteilen bestätigte Rechtsprechung, z.B. BGE 
132 V 93 Erw. 4).

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1.6.2  Die psychiatrische Exploration kann von der Natur der Sache her nicht er-
messensfrei erfolgen. Sie eröffnet dem begutachtenden Psychiater daher prak-
tisch immer einen gewissen Spielraum, innerhalb dessen verschiedene medizi-
nisch-psychiatrische Interpretationen möglich, zulässig und zu respektieren sind, 
sofern der Experte lege artis vorgegangen ist (siehe Urteil des Bundesgerichts 
I 676/05 vom 13.3.2006 Erw. 2.4 mit Verweis auf die Leitlinien der Schweizeri-
schen Gesellschaft für Versicherungspsychiatrie für die Begutachtung psychi-
scher Störungen, in: SAeZ 2004 S. 1050 f., zwischenzeitlich 3. Aufl. der Qua-
litätsleitlinien für versicherungspsychiatrische Gutachten von 2016, nachfolgend 
Qualitätsleitlinien bzw. QL abgekürzt). 

1.6.3  Bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit haben sich sowohl die medizini-
schen Sachverständigen als auch die Organe der Rechtsanwendung an den 
normativen Vorgaben zu orientieren, die Gutachter im Idealfall gemäss der ent-
sprechend formulierten Fragestellung (BGE 141 V 281 Erw. 5.2). Die Rechts-
anwender prüfen die medizinischen Angaben frei, insbesondere daraufhin, ob die 
Ärzte sich an die massgebenden normativen Rahmenbedingungen gehalten ha-
ben und ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der 
rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen (BGE 143 
V 418 Erw. 6). Im Rahmen der Beweiswürdigung obliegt es den Rechtsanwen-
dern zu überprüfen, ob in concreto ausschliesslich funktionelle Ausfälle bei der 
medizinischen Einschätzung berücksichtigt wurden und ob die Zumutbarkeitsbe-
urteilung auf einer objektivierten Grundlage erfolgte (BGE 141 V 281 Erw. 5.2.2; 
Art. 7 Abs. 2 ATSG). Eine rentenbegründende Invalidität ist nur dann anzuneh-
men, wenn funktionelle Auswirkungen medizinisch anhand der Indikatoren 
schlüssig und widerspruchsfrei festgestellt sind und somit den versicherungsme-
dizinischen Vorgaben Rechnung getragen wurde (vgl. Urteile des Bundesgerichts 
8C_821/2018 vom 18.6.2019 Erw. 3.2 mit Verweis auf BGE 141 V 281 Erw. 6; 
8C_260/2017 vom 1.12.2017 Erw. 4.2.4).

1.6.4  Entscheidend bleibt letztlich immer die Frage der funktionellen Auswirkun-
gen einer Störung, welche im Rahmen des Sozialversicherungsrechts abschlies-
send nur aus juristischer Sicht beantwortet werden kann. Nach BGE 141 V 281 
kann somit der Beweis für eine lang andauernde und erhebliche gesundheitsbe-
dingte Arbeitsunfähigkeit nur dann als geleistet betrachtet werden, wenn die Prü-
fung der massgeblichen Beweisthemen im Rahmen einer umfassenden Betrach-
tung ein stimmiges Gesamtbild einer Einschränkung in allen Lebensbereichen 
(Konsistenz) für die Bejahung einer Arbeitsunfähigkeit zeigt. Fehlt es daran, ist 
der Beweis nicht geleistet und nicht zu erbringen, was sich nach den Regeln über 

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die (materielle) Beweislast zuungunsten der rentenansprechenden Person aus-
wirkt (vgl. zit. Urteil 8C_821/2018 vom 18.6.2019 Erw. 3.2 mit Hinweisen).

1.7 Im Übrigen erstreckt sich der gerichtliche Überprüfungszeitraum 
grundsätzlich nur auf den Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass der streitigen 
Verfügung (hier vom 11.9.2020) verwirklicht hat. Spätere Arztberichte sind nicht 
in die Beurteilung einzubeziehen, soweit sie keine Rückschlüsse auf die im 
Zeitpunkt des Abschlusses des Verwaltungsverfahrens bestehende Situation 
erlauben (vgl. statt vieler Urteil des Bundesgerichts I 514/06 vom 25.5.2007 mit 
Verweis auf BGE 131 V 242 Erw. 2.1). 

2.1.1  Ausgangspunkt der letzten (rechtskräftigen) Ablehnung eines Rentenan-
spruchs bildete das W.________-Gutachten vom 2. Juni 2014, an welchem fol-
gende Sachverständige mitwirkten (IV-act. 135-30/45):

- Dr.med. X.________ (FMH Allgem. Innere Medizin/ Fallführung)
- Dr.med. Y.________ (FMH Psychiatrie und Psychotherapie)
- Dr.med. Z.________ (FMH Otorhinolaryngologie)
- Dr.med. AA.________ (FMH Neurologie)
- Dr.med. AB.________ (FMH Rheumatologie)

2.1.2  Diese Gutachter konnten im Rahmen eines interdisziplinären Konsensus 
keine Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit stellen. Als Diagnosen ohne 
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hielten die Gutachter was folgt fest (IV-act. 135-
27/45):

1. Sonstige somatoforme Störung (ICD-10 F45.8)
- Intermittierende Schwankschwindel-Symptomatik (ICD-10 H82)

- DD zervikogen-proprioceptiv bedingt (…)
- Psychosomatischer Schwindel (ICD-10 R42)

- Initial 1996 möglicherweise organische Komponente

2. Intermittierendes zervikales bis zervikozephales Schmerzsyndrom (ICD-10 
M53.0)
- Wirbelsäulenfehlform/-fehlhaltung (Streckhaltung der oberen HWS, betonte 

Lordose im zervikothorakalen Uebergang, betonte Kyphose der oberen 
BWS mit konsekutiv HWS- und Schulterprotraktionsfehlstellung)

- muskuläre Dysbalance mit schmerzloser reaktiver Myogelose der Subokzi-
pital-, Trapezius- und interskapulären Muskelgruppen im Rahmen einer 
allgemeinen muskulären Dekonditionierung mit Abschwächung der abdo-
minellen und rückenstabilisierenden Muskelgruppen

- radiomorphologisch (MRT HWS 18.12.2012) normales Alignement der 
dargestellten Halswirbelkörper. Gute Bandscheibenhydrierung in den T2-
Aufnahmen. Unauffällige ossäre Verhältnisse. Spinalkanal unauffällig. Be-
tonte Lordosierung zwischen C4 bis C7, proximal C4 Streckhaltung. Beton-
te Kyphose der ebenfalls mit abgebildeten oberen BWS. Diskrete Erniedri-
gung der dorsalen Bandscheibenabschnitte zwischen C4 bis C7. Leichte 
ventrale Spondylose Grundplatte C5. Keine Diskusprotrusion oder -herni-

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ation. Die zusätzlich durchgeführten Schrägaufnahmen der HWS ergaben 
keine Einengung der Foramina intervertebralia.

- zervikales Schmerzsyndrom DD begünstigt bei deutlicher Mamma-
Hypertrophie.

3. Intermittierendes unspezifisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom (ICD-10 
M54.59)
- leichte Fehlstatik mit betonter lumbaler Lordose
- muskuläre Dysbalance mit Abschwächung der abdominellen und rücken-

stabilisierenden Muskelgruppen
4. Hypothyreose (ICD-10 E03.9)

- unter medikamentöser Substitution kompensiert
5. Uebergewicht (BMI 29 kg/m2) (ICD-10 E66.0)

2.1.3  Im Rahmen der Arbeitsfähigkeitsbeurteilung in der angestammten Tätigkeit 
und in anderen Tätigkeiten hielten die Gutachter u.a. sinngemäss fest (IV-act. 
135-28ff/45):

- dass im Vordergrund der gesundheitlichen Beeinträchtigungen bei den gutachtli-
chen Untersuchungen die subjektiv von der Versicherten angegebenen Schwin-
delbeschwerden standen;

- dass bei den otorhinolaryngologischen und neurologischen Untersuchungen kei-
ne wesentlichen organischen Ursachen gefunden werden konnten (bei normalem 
Gehör), namentlich die klinisch-neurologische Untersuchung unauffällig ausfiel;

- dass bei der psychiatrischen Untersuchung als Ursache für die somatisch nicht 
ausreichend objektivierbaren Schwindelbeschwerden eine sonstige somatoforme 
Störung diagnostiziert wurde;

- dass keine depressive Symptomatik vorlag;
- dass bei der rheumatologischen Untersuchung v.a. ein intermittierendes zervika-

les bis zervikozephales Schmerzsyndrom bei muskulärer Dysbalance und Hal-
tungsinsuffizienz diagnostiziert wurde;

- und dass zusammengefasst die Arbeitsfähigkeit der Versicherten aus polydiszi-
plinärer Sicht für eine körperlich leichte bis intermittierend mittelschwere, wech-
selbelastende Tätigkeiten auf 100% zu veranschlagen sei, allerdings Arbeiten an 
gefährlichen Maschinen, mit Absturzgefährdungen und schnelle Rotationsbewe-
gungen (rasche Körperbewegungen) ungeeignet seien. Bei der Haushalttätigkeit 
bestehe ebenfalls keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit.

2.1.4  Im Übrigen empfahlen die Gutachter aus somatischer Sicht ein kräftigen-
des und stabilisierendes Training sowie eine Gewichtsreduktion, zudem ein 
Gleichgewichtstraining (IV-act. 135-29/45 unten).

2.2 Der RAD-Arzt Dr.med. AC.________ (Allgemeinmedizin FMH) bejahte den 
Beweiswert des eingeholten W.________-Gutachtens und verneinte - bezogen 
auf die frühere Ablehnung eines Rentenanspruchs (VGE I 2007 168) - das Vor-
liegen eines (medizinischen) Revisionsgrundes (IV-act. 136).

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2.3 Nachdem die Versicherte auf den (für einen Rentenanspruch negativ lau-
tenden) Vorbescheid vom 30. Juli 2014 nicht reagierte (IV-act. 138), verfügte die 
IV-Stelle am 25. September 2014 unter ausdrücklichem Hinweis auf die im er-
wähnten W.________-Gutachten bescheinigte Arbeitsfähigkeit von 100% für ent-
sprechend angepasste Tätigkeiten, dass kein Rentenanspruch bestehe (IV-act. 
139). Anzufügen ist, dass mit der Übernahme der im W.________-Gutachten 
enthaltenen Arbeits- und Leistungsfähigkeitsbeurteilung (von 100% für ange-
passte Tätigkeiten sowie für den Haushaltbereich) sich aus der Sicht der IV-
Stelle im Vergleich zur letzten Ablehnung eines Rentenanspruchs (VGE I 2007 
168) kein Revisionsgrund ergab (IV-act. 136-3/3) und sich (konkludent) sowohl 
eine Änderung der im rechtskräftigen VGE I 2007 168 vom 14. November 2007 
berücksichtigten gemischten Methode der Invaliditätsbemessung (Teilerwerbs-
tätigkeit von 40% im Gesundheitsfall und 60% Haushaltbereich mit Kinderbetreu-
ung, IV-act. 104-7/10) als auch ein neuer Einkommensvergleich erübrigten. Die 
erwähnte Verfügung vom 25. September 2014, welche einen Rentenanspruch 
verneinte, ist in der Folge unangefochten in Rechtskraft erwachsen.

3.1 Bei der neuen IV-Anmeldung vom 12. Dezember 2017 machte die Versi-
cherte neu geltend, unter Depressionen zu leiden (IV-act. 140-6/8 unten). Auch 
der Facharzt AD.________ (FMH Psychiatrie und Psychotherapie), welcher die 
Versicherte seit dem 2. Oktober 2017 behandelte, stellte in seinem bei der IV-
Stelle am 14. Februar 2018 eingegangenen Bericht folgende Hauptdiagnose (IV-
act. 146-1/6, Ziff. 1.1):

ICD 10 F 33.1 rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Epi-
sode. Status nach schwergradiger Episode. Symptomatik rezidivierend seit ca. 
1996.

Zudem verwies er auf eine unklare Schwindelsymptomatik seit einem Autounfall 
1996. Bei Behandlungsbeginn (Okt. 2017) habe die Arbeitsunfähigkeit 100% be-
tragen, seit anfangs Februar 2018 sei eine Erwerbsfähigkeit von maximal 20% 
anzunehmen (IV-act. 146-3/6 Ziff. 1.6). Eine angepasste Tätigkeit sei aktuell ma-
ximal an zwei Tagen halbtags möglich mit allenfalls langsamer Steigerungsmög-
lichkeit (IV-act. 146-4/6 Ziff. 1.7 in fine). Bei Ansprechen auf die durchgeführte 
Behandlung und Zustandsverbesserung sei eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit 
denkbar (IV-act. 146-4/6 Ziff. 1.8 in fine).

3.2 Beim Erstgespräch vom 7. März 2018 führte die Versicherte sinngemäss 
aus, dass sie seit Dezember 2016 von ihrem Ehemann getrennt lebe; es bestehe 
ein belastendes Verhältnis zu ihm, die Kommunikation sei schwierig. Schwierig 
sei auch die Organisation der Kinderbetreuung, namentlich wenn dies ihr ge-
sundheitlich nicht möglich sei (IV-act. 149-3/5 unten). Seit 1. November 2016 

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habe sie mit einem Pensum zwischen 20 bis 40% im Kleiderverkauf in einem 
Einkaufscenter gearbeitet, wobei sie seit August 2017 arbeitsunfähig geschrie-
ben sei (IV-act. 149-2/5). Im Übrigen sei das Verhältnis zum Arbeitgeber schwie-
rig, die Chefin sei eine schwierige Person, weshalb es viele Wechsel bei den An-
gestellten gebe (IV-act. 149-4/5 oben). 

3.3 Die Taggeldversicherung (AE.________) veranlasste medizinische Unter-
suchungen. Am 21. Juni 2018 fand am AF.________ (AF.________, Oberärztin 
Dr.med. AG.________, mit abschliessender Konsensbeurteilung unter Mitwir-
kung des Klinikdirektors Prof. Dr. AH.________) eine internistische Untersu-
chung statt. Am 22. Juni 2018 folgte eine psychiatrische Untersuchung durch 
Dr.med. AI.________ (FMH Psychiatrie und Psychotherapie, H.________). Letz-
terer stellte in seinem Bericht vom 22. Juni 2018 an die Taggeldversicherung fol-
gende Diagnosen (Fremdakten 2-32/53 oben):

1. Gemischte Angststörung F41.3
- durch Schwindel getriggerte panikartige Schreckreaktionen, mit teilweise 

Übergang in generalisierte Angstzustände mit Depersonalisationserleben, 
Agitation und depressiver Verzweiflung

- Vermehrtes Sorgen, Vermeidungsverhalten bzgl. Schwindel-Triggern 
(Menschenmengen, Einkaufen, Lift, etc.), Vermeidung von Situationen, in 
denen Schwindel ein Problem sein könnte (tiefes Wasser, Tunnels), 
Höhenangst, Vermeidung von Alleinsein etc.

2. Psychosoziale Belastungssituation bei Trennung 2016, alleinerziehend/ drei 
Kinder, vorgängig zusätzlich externer Tätigkeit 2016-2017, finanzielle Proble-
me, Konflikte mit Kindesvater, Umzug 6/2018

3. Chronische psychophysische Erschöpfung mit entsprechender Antriebsstörung
4. Chronischer Schwindel und andere Residualbeschwerden nach HWS-

Distorsionstrauma, seit 1996
5. Chronischer Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren, 

F45.41, seit 1996
- Dauerschmerzen im Nacken (NRS 3) und unterem Rücken
- Somatische Faktoren: Unfall 1996, Muskelverspannungen, Haltung etc.
- Psychische Faktoren: Durchhalteverhalten, Ängste/ Katastrophisieren, in-

termittierende Verzweiflung

Zur Arbeitsfähigkeit führte der psychiatrische Gutachter u.a. aus (Fremdakten 2-
32/53 unten):

Wenn man die im Alltag erbrachte Performance auf die zuletzt ausgeübte Tätigkeit 
überträgt, unter der Voraussetzung, dass A.________ sonst keine häuslich-
familiären Verpflichtungen hätte, wäre grundsätzlich, abgesehen von den seit einer 
Woche bestehenden zusätzlichen akuten Rückenschmerzen, ein Teilzeitpensum 
als Verkäuferin im Bereich von 50-80% möglich. Spezifisch einschränkend wären 
nur Schmerzanstiege bei längerem Stehen vorwiegend im unteren Rücken im Zu-
sammenhang mit der Chronischen Schmerzstörung F45.41. Durch die Ängste ist 
die Schmerztoleranz reduziert, bei verstärkten Schmerzen und allenfalls noch zu-
sätzlichem angstbedingtem Schwindel kommt es dann rasch zur psychischen 
Überforderung, Ängste und Schwindel würden dann das Bewusstsein bestimmen, 

11

so dass eine geordnete Tätigkeit und insbesondere die freundliche offene Bera-
tung von Kunden nicht mehr möglich wäre. Faktisch kann A.________ diese medi-
zinisch-theo-retische Arbeitsfähigkeit als Verkäuferin aber nicht realisieren, weil ih-
re Tätigkeit als alleinerziehende Mutter von niemand sonst übernommen werden 
kann. Auch wenn sie während der Arbeitszeiten eine externe Kinderbetreuung hat, 
muss sie trotzdem mindestens 40 Stunden pro Woche familiär arbeiten. Diese 
Doppelbelastung würde rasch zur Dekompensation mit Schwindelanstiegen, agi-
tierten Ängsten, Verzweiflung und Erschöpfung führen (…).

In der abschliessenden Konsensbeurteilung stellten die mit der internistischen 
Untersuchung betrauten Dres. AG.________ und Prof. AH.________ unter Ein-
bezug der Einschätzung des Psychiaters Dr.med. AI.________ in ihrem Bericht 
an die Taggeldversicherung vom 16. August 2018 folgende Diagnosen (Frem-
dakten 2-10/53):

1. Chronischer Schwindel DD. Zervikogen, teilweise aggravierbar durch psycho-
soziale Belastungssituation (ICD-10 R 42), bei gemischter Angststörung (…)

2. Gemische Angststörung (…)
3. Psychosoziale Belastungssituation bei Trennung 2016 (ICD-10 F43) (…)
4. Chronische psychophysische Erschöpfung mit entsprechender Antriebsstörung
5. Chronische Schmerzstörung mit somatischen (Unfall 1996, Muskelhartspann, 

Haltung) und psychischen (Durchhaltevermögen, Ängste/Katastrophisieren, in-
termitt. Verzweiflung) Faktoren seit 1996

a) Akute Exazerbation lumbaler Beschwerden bei chronisch lumbospon-
dylogenen Schmerzen im Rahmen der Umzugsvorbereitung und bei 
Fehlhaltung ICD-10 M54) (…)

b) Dauerschmerzen Nacken

Als Hausfrau sei die Versicherte 100% arbeitsfähig und nicht eingeschränkt, aber 
aufgrund der psychosozialen Belastungssituation und der Angststörung komme 
sie schnell an ihre Belastungsgrenze. Die zeige sich dann in einer Aggravation 
des Schwindels, der Müdigkeit und Erschöpfung sowie Zunahme der Angstzu-
stände. Aufgrund der familiären Belastung und der psychiatrischen Diagnosen 
würde eine zusätzliche berufliche Einbindung im Sinne einer Doppelbelastung 
(für die Familie schauen und Arbeiten gehen) die Situation zur Dekompensation 
bringen, so dass aktuell keine berufliche Tätigkeit möglich sei (Fremdakten 2-
11/53 oben, 2. Abs.). Medizinisch-theoretisch bestehe an sich hinsichtlich der zu-
letzt ausgeübten Tätigkeit in einem Kleiderladen eine Arbeitsfähigkeit von 50% 
bis 80% (Fremdakten 2-11/53, Ziff. 5 in fine).

3.4 Vom 8. November 2018 bis zum 26. April 2019 hielt sich die Versicherte 
zum zweiten Mal in der psychiatrischen Klinik T.________ auf. Der freiwillige Ein-
tritt erfolgte mit der Diagnose einer rezidivierenden Depression (gegenwärtig 
schwere Episode) sowie einer schweren Angstsymptomatik (IV-act. 167-1/7). Im 
Austrittsbericht vom 10. Mai 2019 stellte die Oberärztin Dr.med. AJ.________ 

12

(unter Mitwirkung der Psychologin lic.phil. AK.________) folgende Diagnosen 
(IV-act. 167-2/7):

- F44.9 Dissoziative Störung (Konversionsstörung), nicht näher bezeichnet
- F51.0 Nichtorganische Insomnie
- F41.1 Generalisierte Angststörung
- F33.2 Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode

ohne psychotische Symptome

Während des Klinikaufenthalts wurde eine Arbeitsfähigkeit von 0% veranschlagt, 
derweil für die Folgezeit auf die Einschätzung der Nachbehandler verwiesen 
wurde (IV-act. 167-3/7 oben). Im Austrittsbericht wurde u.a. ausgeführt, dass di-
verse Angehörigengespräche mit dem Vater der Versicherten stattfanden, wobei 
vor allem die Kinderbetreuung thematisiert worden sei. Aufgrund des komplexen 
Gesamtbildes der Symptomatik habe sich gezeigt, dass die Versicherte aktuell 
und in absehbarer Zeit nicht in der Lage sei, die Kinderbetreuung im gleichen 
Umfang wie bisher zu übernehmen. Es habe mit der Beiständin der Kinder und 
dem Ex-Partner (Kindsvater) eine langfristige Lösung erarbeitet werden können, 
wonach die Kinderbetreuung künftig auf beide Eltern verteilt würde (wobei die 
Versicherte wieder an den Wohnort des Ex-Partners umziehen werde, um die 
Betreuung der Kinder besser sicherzustellen) sowie um den Grossvater der Kin-
der (= Vater der Versicherten) von der Kinderbetreuung zu entlasten. Gegen En-
de der stationären Behandlung habe sich bei der Versicherten zunehmend auch 
eine endogene interpersonelle Symptomatik mit emotional-instabilem Kern ge-
zeigt, was eine rasche Überforderung bzw. hohe Stressanfälligkeit und damit 
eine verringerte Belastungsfähigkeit bewirke. (…) Trotz einer Verbesserung der 
Symptomatik habe das Zustandsbild der Versicherten während des gesamten 
Behandlungsverlaufs sich weiterhin schwankend gezeigt. Gegen Ende der Be-
handlung habe die Versicherte zunehmend Belastungsurlaube zu Hause wahr-
nehmen können (teilweise mit Übernachtungen, teilweise mit minimaler Kinder-
betreuung, IV-act. 167-5/7 unten).

3.5 Im Bericht vom 5. Juli 2019 an die IV-Stelle führten die ambulant behan-
delnden Fachpersonen der AL.________ AG (AM.________, Oberärztin Dr.med. 
AN.________/ Psychotherapeutin AO.________) u.a. aus, dass hinsichtlich der 
Versicherten sich der Gesundheitszustand verschlechtert habe, dass aktuell eine 
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradig (ICD-10 F33.1) dia-
gnostiziert werde sowie ein dissoziativer Schwindel (ICD-10 F44.4) seit der Ju-
gendzeit, dass ein Eingliederungspotential auf dem 1. Arbeitsmarkt verneint wer-
de (lediglich ein minimales Pensum von 20% an einem geschützten Arbeitsplatz 
veranschlagt werde). Der Krankheitsverlauf zeige sich bislang über mehr als zwei 
Jahrzehnte chronifiziert und im systemischen Kontext sowie in der Wechselwir-

13

kung zwischen psychologischen und somatischen Faktoren als komplex. Die An-
forderungen an die Versicherte seien im familiären Alltag mit den kleinen Kindern 
längerfristig erhöht und könnten von ihr nur mit einem breiten Unterstützungs-
netzwerk bewältigt werden. Die prognostische Einschätzung falle ungünstig aus 
(IV-act. 168). 

3.6.1  In der Folge veranlasste die IV-Stelle eine psychiatrische Begutachtung 
der Versicherten. Der beauftragte Dr.med. U.________ (Psychiatrie und Psycho-
therapie FMH, zertif. mediz. Gutachter SIM, AP.________) untersuchte die Ver-
sicherte am 22. August 2019 (inkl. testpsychologische Untersuchungen). Das 
entsprechende Gutachten wurde am 2. Oktober 2019 erstattet (IV-act. 175). Da-
bei stellte der Sachverständige folgende Diagnosen (IV-act. 175-29/34):

7.1 Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
1. Generalisierte Angststörung
2. Verdacht auf Panikstörung

7.2 Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
1. Z.n. Anpassungsstörungen mit kurzen depressiven Reaktionen, gegen-
wärtig vollständig remittierte depressive Symptomatik (ICD10: F43.20/21)

3.6.2  Was die Frage der Arbeitsfähigkeit anbelangt, gelangte der Gutachter zum 
Ergebnis, dass die Versicherte - abgesehen von den Zeiträumen mit stationärer 
psychiatrischer Behandlungen - im Längsschnitt nie über längere Zeit als ar-
beitsunfähig zu beurteilen sei, und zwar weder in der Haushalttätigkeit, noch in 
der bisherigen (Teil)Erwerbstätigkeit, noch in anderen (adaptierten) Tätigkeiten 
(vgl. IV-act. 175-31/34 unten i.V.m. IV-act. 175-32/34 Ziff. 10.2.1). Als (nicht inva-
lidisierende) psychosoziale Belastungsfaktoren seien bei der Versicherten die 
Notwendigkeit der Kinderbetreuung, die Haushaltaufgaben als alleinerziehende 
Mutter und die finanziellen Sorgen festzustellen (IV-act. 175-33/34 unten).

3.7 Der RAD-Arzt Dr.med. AC.________ beurteilte das psychiatrische Gutach-
ten als schlüssig und nachvollziehbar, weshalb darauf abgestellt werden könne 
(IV-act. 176-10/10).

3.8.1  Nach Kenntnisnahme des einen Leistungsanspruch verneinenden Vorbe-
scheids vom 23. Oktober 2019 verwies die nunmehr beanwaltete Beschwerde-
führerin in ihrer Eingabe vom 26. Februar 2020 u.a. darauf, dass sie sich in 
psychiatrische Behandlung von Dr. AQ.________ (H.________) begeben habe, 
welcher bis Ende März 2020 eine fachärztliche Stellungnahme abgeben werde 
(IV-act. 185-2f./3). Zudem wurde um eine zusätzliche medizinische Abklärung am 
Kantonsspital AR.________ (AS.________, Fachstelle für Hirnschädigungen und 
neurologische Probleme) nachgesucht. 

14

3.8.2  Eine Rückfrage der IV-Stelle beim Rechtsvertreter blieb erfolglos (am 
18.5.2020 notierte die zuständige Mitarbeiterin der IV-Stelle, dass diesbezüglich 
nichts eingegangen sei, IV-act. 187). Am 19. Mai 2020 fasst der zuständige RAD-
Arzt Dr.med. AC.________ die medizinische Situation der Versicherten u.a. wie 
folgt zusammen (IV-act. 189-1/2):

Diese Versicherte wurde bisher in zwei Gutachten, unabhängig voneinander (…) 
als zu 100% arbeitsfähig beurteilt, d.h. die gesundheitlichen Einschränkungen wur-
de als - mit gutem Willen - überwindbar eingeschätzt.
Es sind dies
GA W.________ R.________ 2014 und
GA Psychiater U.________ 2019.
Im Dossier fällt auf, dass generell neben der rezidivierenden depressiven Störung 
und der generalisierten Angststörung recht vage Diagnosen gestellt werden wie 
dissoziative Störung nicht näher bezeichnet, dissoziativer Schwindel, sonstige so-
matoforme Störung, Schmerzstörung, psychophysische Erschöpfung, usw. Es ist 
also schwierig bis unmöglich, die Klagen der Versicherten über Schwindel, Er-
schöpfung, Schmerzen einer klaren Diagnose zuordnen zu können.
Fazit: Ich sehe keinen Grund, nicht weiterhin auf die beiden Gutachten abzustellen.
Zusatzbemerkung: Das AS.________ ist eine Abklärungsstelle für organisch hirn- 
oder neurologisch geschädigten Menschen (Hirnschlag, Hirnblutung, multiple Skle-
rose, usw.) - dorthin gehört die Versicherte nun wirklich gar nicht.

4.1 Mit der Eingabe vom 11. Februar 2021 hat der Rechtsvertreter eine von 
Dr.med. AT.________ (Assistenzarzt AM.________) und von med.pract. 
AU.________ (Oberärztin AM.________) am 25. Januar 2021 verfasste medizi-
nische Stellungnahme eingereicht [nachfolgend "AM.________-Stellungnahme 
(v. Jan. 2021)" genannt], welche sich insbesondere mit dem psychiatrischen 
Gutachten von Dr.med. M. U.________ auseinandersetzt. 

Zu dieser "AM.________-Stellungnahme (v. Jan. 2021)" bringt der Rechtsvertre-
ter der Beschwerdeführerin in seiner Eingabe vom 15. März 2021 (S. 2/ Mitte) 
vor:

A.________ war aber nie in Behandlung bei Dr. AT.________, welcher für die Stel-
lungnahme zum Gutachten U.________ verantwortlich war. Insofern ist also der 
von der Vorinstanz verwendete Begriff "Bericht der behandelnden Ärzte der 
AL.________" etwas verwirrlich. Der Bericht befasst sich grundsätzlich mit dem 
Gutachten U.________ und damit mit dem Gesundheitszustand der Bf vor Erlass 
der angefochtenen Verfügung, auch wenn er "erst" im Januar 2021 verfasst wurde. 
(…)

Mit diesen Ausführungen setzt sich der Rechtsvertreter in klarem Widerspruch zu 
den eigenen Ausführungen in der Eingabe vom 11. Februar 2021 (S. 3), wo er 
u.a. ausführt:

(…) und der Tatsache, dass die Beschwerdeführerin sich in Behandlung der 
AL.________ AG befindet und befand, ersuchte sie die sie behandelnden Fachärz-
te Dr.med. O.________ AT.________ und med.pract. AU.________ über ihren ef-
fektiven Gesundheitszustand eine Begutachtung durchzuführen. (…). Diese aktuel-

15

le fachmedizinische Beurteilung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführe-
rin ist bei der Beurteilung dieser Beschwerde angemessen zu berücksichtigen. Die 
beurteilenden Ärzte kennen die Beschwerdeführerin und deren Krankheitsge-
schichte bestens und können auch am besten über die hier im Vordergrund ste-
hende Frage des Invaliditätsgrades Auskunft geben.
Die fachärztliche Stellungnahme stützt sich auf sieben in den Monaten Oktober bis 
Dezember 2020 erfolgte Therapiesitzungen sowie auf aktuelle testpsychologische 
Untersuchungen sowie die ebenfalls beigelegten Betreuungs-Dokumentationen.

Analog wird zu Beginn dieser fachärztlichen Stellungnahme vom 25. Januar 2021 
ausdrücklich festgehalten (vgl. Bf-act. 8, S. 1 unten):

Für die Ausführungen in dieser Stellungnahme stützen wir uns auf sieben in den 
Monaten Oktober bis Dezember 2020 erfolgte Therapiesitzungen (real und telefo-
nisch), aktuelle testpsychologische Untersuchungen (…).

Bei dieser Sachlage stützt sich diese AM.________-Stellungnahme (v. Jan. 
2021) explizit auf Therapiesitzungen bzw. Behandlungen, welche nach dem hier 
massgebenden Stichtag (Verfügung vom 11.9.2020) durchgeführt wurden (vgl. 
oben, Erw. 1.7). Damit handelt es sich bei dieser fachärztlichen Stellungnahme 
um eine solche aus der Sicht der behandelnden Fachpersonen, auch wenn 
Dr.med. O.________ AT.________ sich offenbar nicht selber an den Therapie-
sitzungen beteiligt hat, sondern grundsätzlich uneingeschränkten Einblick in die 
Behandlungsunterlagen hat(te) und mit den behandelnden Fachpersonen mit be-
ruflichen Alltag zusammenarbeitet. Dementsprechend wird bei dieser 
AM.________-Stellungnahme weiterhin von einem fachärztlichen Bericht aus 
behandelnder Sicht gesprochen.

Soweit aber nach dem Erlass der Verfügung vom 11. September 2020, welche 
einen IV-Leistungsanspruch verneint, sich der Gesundheitszustand verschlech-
terte und die Versicherte deshalb wieder ab 2. Oktober 2020 eine Behandlung 
bei AM.________ aufnahm, ist eine solche nach dem gerichtlichen Überprü-
fungszeitraum eingetretene Entwicklung gegebenenfalls im Rahmen einer Neu-
anmeldung bei der IV-Stelle zu behandeln. 

Soweit aber mit dieser nach dem gerichtlichen Überprüfungszeitraum verfassten 
AM.________-Stellungnahme sinngemäss geltend gemacht wird, dass damit 
Rückschlüsse auf das von der IV-Stelle eingeholte Gutachten (vom 2.10.2019) 
möglich seien und insofern die Beweiskraft dieses Gutachtens in Frage gestellt 
werden könne, ist nachfolgend darauf zurückzukommen. Anzufügen ist, dass 
gemäss dieser AM.________-Stellungnahme (v. Jan. 2021) eine rezidivierende 
depressive Störung zu diagnostizieren sei (AM.________-Stellungnahme v. Jan. 
2021, S. 3 oben, S. 10 in fine).

4.2.1  In der vorliegenden Beschwerde (S. 14) wird unter anderem vorgebracht, 
dass die Versicherte "unter akuten Rückenschmerzen" leide, welche sie stark 

16

einschränken würden. Eine Abklärung der Rückenschmerzen sei "von der IV-
Stelle völlig ausser Acht gelassen" worden. Ein allfälliger Verweis auf das poly-
disziplinäre Gutachten von 2014 und die dortigen Ergebnisse ginge fehl, da die-
ses Gutachten "mehr als sechs Jahre zurückliegt und somit nicht mehr aktuell 
ist".

4.2.2  Diese soeben angeführte Argumentation verkennt, dass ein Anspruch auf 
eine IV-Rente im Falle der Versicherten (nach der Aufhebung der von der IV-
Stelle H.________ 2002 zugesprochenen IV-Rente) bereits zweimal geprüft und 
abgelehnt wurde (siehe Ingress). Für eine (abweichend von diesen früheren Ver-
fahren) anzunehmende Bejahung eines Rentenanspruchs ist grundsätzlich das 
Vorhandensein einer entscheidungserheblichen Differenz in den (i.d.R. den me-
dizinischen Unterlagen zu entnehmenden) Tatsachen nötig (zumal die beanwal-
tete Beschwerdeführerin vor Gericht nicht geltend macht, dass die Invalidität 
nicht mehr nach der gemischten Methode zu bemessen sei). Soweit in der Be-
schwerde (S. 18 oben) sinngemäss eingewendet wird, dass - abweichend von 
der gerichtlichen Festlegung eines Erwerbsanteils im Gesundheitsfall von 40% 
gemäss VGE I 2007 168 (siehe IV-act. 104-7/10 oben) - bei guter Gesundheit die 
Versicherte zu 50% erwerbstätig wäre, fällt ein höherer Erwerbsanteil im Ge-
sundheitsfall allein schon deshalb ausser Betracht, weil zwischenzeitlich 3 Kinder 
zu betreuen sind (beim Erlass des VGE I 2007 168 war erst der 1. Sohn gebo-
ren).

Einer für sich allein betrachtet vollständigen, nachvollziehbaren und schlüssigen 
medizinischen Beurteilung, die im Hinblick auf eine erstmalige Beurteilung der 
Rentenberechtigung beweisend wäre, fehlt es nach höchstrichterlicher Recht-
sprechung in der Regel am rechtlich erforderlichen Beweiswert, wenn sich die 
(von einer früheren abweichende) ärztliche Einschätzung nicht hinreichend darü-
ber ausspricht, inwiefern eine effektive Veränderung des Gesundheitszustandes 
stattgefunden hat (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_244/2017 vom 26.10.2017, 
publ. in SVR-Rechtsprechung 3/2018, Regeste mit Verweis auf Erw. 4.2.1 und 
dort enthaltene Hinweise). 

4.2.3  Im konkreten Fall klagte die Versicherte bereits im früheren Abklärungsver-
fahren über intermittierende lumbale Beschwerden und Beckengürtelbeschwer-
den, über eine Zunahme der Lumbalgien bei längerem Sitzen, über intermittie-
rende Spannungsbeschwerden im gesamten Nacken- / Schultergürtelbereich 
(z.T. mit Ausstrahlung, vgl. IV-act. 135-15/45 unten). Diese (somatischen) Be-
schwerden wurden im damaligen W.________-Gutachten vom 2. Juni 2014 als 
intermittierendes zervikales bis zervikozephales Schmerzsyndrom (ICD-10 

17

M53.0) sowie als intermittierendes unspezifisches lumbovertebrales Schmerz-
syndrom (ICD-10 M54.5) kodiert und beurteilt (IV-act. 135-27/45). 

4.2.4  Es wäre nun - unter Hinweis auf die dargelegte höchstrichterliche Recht-
sprechung - Sache der beanwalteten Versicherten gewesen, substantiiert darzu-
legen, inwiefern sich die vorerwähnten somatischen Beschwerden (im Vergleich 
zur damaligen Erfassung und Beurteilung im W.________-Gutachten) verändert 
bzw. verschlechtert haben. In der vorliegenden Konstellation reicht es grundsätz-
lich nicht aus, der IV-Stelle vorzuwerfen, dass sie die unklaren Rückenschmerzen 
nicht weiter abgeklärt habe. 

Ebensowenig kann die Versicherte aus den Vorbringen in der Eingabe vom 
11. Februar 2021 (S. 10):

Dass die Rückenschmerzen nur während des Umzugs nach M.________ aufgetre-
ten sind und nur vorübergehend gewesen seien, ist nicht richtig. Auch heute noch 
leidet die Beschwerdeführerin darunter. (…)

hier nichts zu ihren Gunsten ableiten. Vielmehr fällt massgeblich ins Gewicht, 
dass die beanwaltete Beschwerdeführerin weder vor der IV-Stelle noch vor Ge-
richt näher dargelegt hat, wann (wie oft) welche den Bewegungsapparat betref-
fenden Schmerzen in welcher Intensität auftreten, wie die konkrete medizinische 
Behandlung solcher (somatischer) Beschwerden seit der erneuten IV-Anmeldung 
ausgefallen ist (Medikation? Behandlungskadenz bei welchen Fachpersonen? 
Physiotherapie? etc.). Abgesehen davon wurde in der vorinstanzlichen Vernehm-
lassung (Ziff. 16) im Einzelnen dargelegt, inwiefern in den Akten Hinweise auf ge-
legentliche Rückenbeschwerden enthalten sind (u.a. IV-act. 175-9/34 oben; 
Fremdakten 2-7/53 unten, 2-23/53 oben, 2-25f./53 betr. alltagsbezogene Ein-
schränkungen). Es kann darauf verwiesen werden. Inwiefern diese Darstellung in 
der Vernehmlassung der IV-Stelle falsch oder lückenhaft sei, wurde von der Be-
schwerdeführerin (wie vorstehend bereits erwähnt) weder in der Eingabe vom 
11. Februar 2021 (Ziff. 7), noch in derjenigen vom 15. März 2021 vorgebracht. Im 
Einklang damit steht auch, dass die Beschwerdeführerin bei der Auflistung der 
Einschränkungen in der "Alltags-Performance" zahlreiche Elemente wie An-
triebsmangel, Müdigkeit, verminderte Selbstwertgefühle, Ein- und Durch-
schlafstörungen, Energielosigkeit etc. aufführt (siehe Eingabe vom 11.2.2021, 
S. 8 oben), indessen nach ihren eigenen Angaben Rückenschmerzen bei der Li-
mitierung der "Alltags-Performance" nicht im Vordergrund stehen (andernfalls sie 
bei dieser Auflistung ebenfalls erwähnt worden wären). Ferner ist anzufügen, 
dass die Beschwerdeführerin in ihrer Eingabe vom 11. Februar 2021 (S. 9) aus-
drücklich bemerkte, dass sie "durchaus auch gute Tage" habe (siehe auch IV-act. 
149-3/5 oben, rechte Spalte, 2. Abs.).

18

Mithin ist in somatischer Hinsicht im Vergleich zu den früheren, abgeschlossenen 
Verfahren, mit welchen ein IV-Rentenanspruch verneint wurde, keine entschei-
dungserhebliche Differenz zu erblicken, aus welcher ein IV-Leistungsanspruch 
hergeleitet werden könnte (vgl. aber auch noch nachfolgend, Erw. 4.7.3 betref-
fend Einbezug von allfälligen intermittierenden Rückenbeschwerden).

4.3 Hingegen ergibt sich eine massgebliche Änderung hinsichtlich des psychi-
schen Gesundheitszustands, indem im damaligen W.________-Gutachten "kei-
nerlei Hinweise auf eine depressive Erkrankung" feststellbar waren (IV-act. 135-
14/45 oben), hingegen nach der neuen IV-Anmeldung (vom 12.12.2017) sowohl 
der damals behandelnde Psychiater AD.________ das Vorliegen einer rezidivie-
renden depressiven Störung (ICD 10 F33.1, gegenwärtig mittelgradig) diagnosti-
zierte (IV-act. 146-1/6 Ziff. 1.1), als auch im Rahmen der zweiten Hospitalisation 
in der Klinik T.________ 8.11.2018 bis 26.4.2019) eine rezidivierende depressive 
Störung (gegenwärtig schwere Episode) in der Diagnosenliste aufgeführt wurde 
(IV-act. 167-2/7). Damit liegt im Vergleich zur früheren Abklärung und Beurteilung 
des psychischen Gesundheitszustands der Versicherten grundsätzlich eine 
tatsächliche Änderung vor. Dafür spricht auch die Einschätzung des RAD-Arztes 
Dr.med. AC.________ vom 19. April 2018, welcher zum abgeschlossenen Ver-
fahren bemerkte, damals sei es aus psychiatrischer Sicht "rein um eine somato-
forme Störung" gegangen, während neu "hauptsächlich eine affektive Störung 
(sprich: Depression)" bestehe (IV-act. 150-6/6).

4.4 In der soeben angeführten Stellungnahme vom 19. April 2018 wies der 
RAD-Arzt in überzeugender Weise (und nachvollziehbarer prognostischer Ein-
schätzung) auf die Schwierigkeit hin, dass diese affektive Störung möglicherwei-
se problematisch zu beurteilen sein werde, "nicht zuletzt wegen des somatofor-
men Krankheitsanteils" (siehe dazu auch den Arztbericht des Psychiaters 
AD.________: "Inwiefern psychosomatische Anteile die Symptomatik bedingen 
bleibt momentan unklar", vgl. IV-act. 150-6/6 i.V.m. IV-act. 146-3/6 oben). 

Dies zeigt sich im Vergleich des an sich lege artis erstellten psychiatrischen Gut-
achtens vom 2. Oktober 2019 einerseits (wonach die gestellten Diagnosen mit 
generalisierter Angststörung, Verdacht auf Panikstörung und Zustand nach An-
passungsstörungen mit kurzen depressiven Reaktionen bzw. remittierter depres-
siver Symptomatik grundsätzlich zu keiner relevanten Einschränkung der Arbeits-
fähigkeit führen) und den Angaben der aktuell behandelnden Fachpersonen an-
dererseits (welche die Versicherte - mit unterschiedlichen Diagnosen, vgl. oben - 
weitgehend als vollständig arbeitsunfähig erachten, vgl. IV-act. 167-3/7 oben, IV-
act. 167-5/7 unten, IV-act. 168-2/2 Ziff. 4; Bf-act. 8, S. 9f.).

19

4.5.1  Was die der Versicherten verbliebene Leistungsfähigkeit im Haushaltsbe-
reich mit Kinderbetreuung (60%, siehe oben) anbelangt, drängen sich folgende 
Bemerkungen auf. Im W.________-Gutachten wurde keine Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit im Haushaltbereich festgestellt (IV-act. 135-29/45 oben, Ziff. 6.4).

4.5.2  Der damals behandelnde Psychiater AD.________ erwähnte in seinem 
Bericht vom 5. Februar 2018 (d.h. nicht ganz 2 Monate nach der erneuten IV-
Anmeldung) unter anderem, dass die Kinderbetreuung schwierig sei und die El-
tern helfen würden, ohne allerdings das Ausmass dieser Unterstützung zu the-
matisieren (vgl. IV-act. 146-2/6 oben). In diesem Zusammenhang ist darauf hin-
zuweisen, dass einerseits eine Unterstützung der Grosseltern in der Betreuung 
der Enkelkinder durchaus oft vorkommt und regelmässig nicht IV-relevant ist, 
sowie andererseits eine schwierige (strittige) Trennungssituation zwischen 
Kindsmutter und Kindsvater als solche grundsätzlich noch keine IV-Leistungen 
zu begründen vermag.

4.5.3  Anlässlich der Untersuchung vom 21. Juni 2018 erklärte die Versicherte 
gegenüber der AF.________-Oberärztin Dr.med. AG.________ u.a. sinngemäss, 
dass sie den Haushalt (mit 3 Kindern) selber erledige; bei Bedarf könne sie Kol-
leginnen zur Unterstützung anfragen; gelegentlich - so wie beim erwähnten Un-
tersuchungstermin - gehe ihr Vater für sie einkaufen (vgl. Fremdakten 2-8/53, un-
terhalb der Mitte). Hinsichtlich der Kinderbetreuung erwähnte die Versicherte, ih-
re Eltern würden ca. 30 Minuten entfernt wohnen und seien eine grosse Stütze, 
namentlich ihr Vater sei immer für sie da und auch belastbar (ihre Mutter leide 
selber unter psychischen Problemen und sei daher nicht belastbar, siehe zit. 
Fremdakten 2-8/53 unterhalb der Mitte). Zum Umfang der Unterstützung durch 
den Grossvater (mütterlicherseits = ms) wurde im erwähnten Bericht nichts fest-
gehalten. Aus den von der Beschwerdeführerin am 11. Februar 2021 eingereich-
ten Unterlagen (= Bf-act. 8/ Anhang) ist zu entnehmen, dass bereits während den 
früheren IV-Abklärungsverfahren immer wieder Verwandte der Versicherten un-
terstützend beistanden und nach der erneuten IV-Anmeldung (vom 12.12.2017) 
insbesondere der Grossvater (ms) oft mithalf (teilweise mit Übernachtungen bzw. 
mehrere Tage nacheinander). Bei dieser angeführten, im Februar 2011 einge-
reichten Zusammenstellung fällt auf, dass im Jahre 2020 lediglich 10 Unterstüt-
zungstermine (ohne Übernachtungen) vorgebracht werden (wovon 5 bis zum 
18.2.2020, 1 Termin im Juni 2020 sowie je 2 Termine im August und September 
2020), was mutmasslich in einem Zusammenhang mit der Corona-Situation 
steht. Allerdings zeigt dieser Rückgang der Unterstützungstermine aber auch, 
dass die Versicherte grundsätzlich in der Lage war, die Kinderbetreuung auch 
ohne massgebliche Unterstützung durch die Grosseltern bzw. den Grossvater 

20

(ms) zu meistern. Ob dazu auch eine andere Aufteilung der Betreuung der Kinder 
zwischen den Eltern (bzw. der vermehrte Einbezug des Kindsvaters) erheblich 
beiträgt, ist schwierig zu beurteilen (vgl. dazu noch nachfolgend). 

4.5.4  Im Bericht vom 21. Februar 2019 und mithin während der Hospitalisation in 
der Klinik T.________ attestierte die Oberärztin Dr.med. AV.________, dass die 
Versicherte eine gute Bindungsfähigkeit und Sensibilität im Umgang mit den Kin-
dern aufweise; auch habe sie ein gutes Netz an Kolleginnen und Freundinnen, 
welche sie unterstützen würden, ebenso ihr Bruder und ihr Vater (vor allem hin-
sichtlich der Entlastung bei der Kinderbetreuung, vgl. IV-act. 161-6/8 unten). 
Ausserdem bestätigte diese Oberärztin, dass die Versicherte hinsichtlich Haus-
haltsführung und Kinderbetreuung "derzeit auf klare Unterstützung zur Entlastung 
angewiesen" sei (IV-act. 161-7/8 Ziff. 4.5). Im Bericht der Klinik vom 10. Mai 2019 
wurde u.a. ergänzt, dass gegen Ende der Behandlung in der Klinik die Versicher-
te "zunehmend Belastungsurlaube zu Hause wahrnehmen" konnte (teilweise mit 
Übernachtungen sowie "teilweise minimaler Kinderbetreuung", vgl. IV-act. 167-
5/7 unten). Zur Unterstützung der Wiedereingliederung in den Alltag sowie der 
Belastungserprobung zu Hause mit Kinderbetreuung sei eine teilstationäre Be-
handlung an 3 Tagen pro Woche vereinbart worden (IV-act. 167-6/7 oben). In ei-
nem weiteren Bericht vom 5. Juli 2019 der ambulant behandelnden Fachperso-
nen (AM.________) wurde u.a. ausgeführt, dass die Anforderungen an die Versi-
cherte hinsichtlich des familiären Alltags mit kleinen Kindern längerfristig erhöht 
seien und dass sie diese Anforderungen nur mit einem breiten Unterstützungs-
netzwerk bewältigen könne (IV-act. 168-1/2). Zudem wurde in diesem Bericht 
darauf hingewiesen, dass die Aufteilung des Kinderbetreuungspensums (mit dem 
Kindsvater) einerseits entlastend wirke, andererseits "durch die Notwendigkeit 
von gemeinsamen Absprachen innerhalb konfliktbelastender Beziehungen" (zu-
sätzliche) Belastungen entstünden (IV-act. 168-2/2 oben).

4.5.5  Gegenüber dem psychiatrischen Gutachter Dr.med. U.________ erläuterte 
die Versicherte, dass nach ihrem zweiten Aufenthalt in der Klinik T.________ der 
Kindsvater sich stärker in der Kinderbetreuung engagiere, indem er (zusammen 
mit seiner neuen Partnerin) während einer Woche von Donnerstagabend bis 
Samstagmorgen und in der Folgewoche von Donnerstagabend bis Sonntag-
abend die Kinderbetreuung übernehme, wobei die Kinder ein gutes Verhältnis 
zur neuen Partnerin des Kindsvaters hätten (IV-act. 175-25/34). Seit dem Austritt 
aus der Klinik werde sie einmal in der Woche durch ihre Eltern, zweimal pro Wo-
che durch die Psychiatrie-Spitex [Gespräche von 1 bis 1½ h Dauer] und einmal in 
der Woche durch die Spitex (Haushalthilfe) unterstützt (IV-act. 175-26/34f.). Un-
geachtet dessen beurteilte dieser Gutachter die Leistungsfähigkeit der Versicher-

21

ten im Haushaltbereich als uneingeschränkt (IV-act. 175-31/34 unterhalb der Mit-
te und unten sowie IV-act. 175-33/34 unten).

4.5.6  In der vorliegenden Beschwerde vom 12. Oktober 2020 umschrieb die 
Versicherte die aktuelle Situation dahingehend, dass sie grundsätzlich jeweils 
von Sonntagabend bis Donnerstagabend und jedes zweite Wochenende die Kin-
der betreue, derweil der Kindsvater jeweils von Donnerstagabend bis Samstag-
morgen sowie jedes zweite Wochenende die Kinder betreue. Einmal pro Woche 
komme der Grossvater (ms) und übernehme an diesem Tag den Haushalt und 
die Kinderbetreuung. Die Spitex-Unterstützung sei aus finanziellen Gründen auf-
gegeben worden (vgl. Beschwerde, S. 8, Ziff. 15). Damit wird konkludent aner-
kannt, dass die Versicherte gesundheitlich grundsätzlich in der Lage ist, unter 
Einbezug des Entlastungseinsatzes ihres Vaters (1 Tag pro Woche) den Haus-
halt mit der dargelegten Kindesbetreuung zu bewältigen.

4.5.7  In der AM.________-Stellungnahme (von Jan. 2021) wurde ausgeführt, 
dass die Auswirkungen der Erkrankung im häuslichen Umfeld als stark ein-
schränkend beurteilt werden, indem die Versicherte die Kinderbetreuung nicht al-
leine bewältigen könne. Diese Reduktion der Kinderbetreuung durch die Versi-
cherte werde psychiatrisch-medizinisch mit der Grunderkrankung begründet. Ei-
ne Aufstellung der lokalen Sektion des AW.________ belege, dass die Versicher-
te bereits in den Jahren 2012 und 2013 auf eine massgebliche Unterstützung 
angewiesen gewesen sei u.a. (in einer Bandbreite von 145 bis 178 Stunden pro 
Monat von September 2012 bis November 2012, anschliessend kontinuierlich 
weniger, vgl. Anhang zu Bf-act. 8). Aktuell würden die Kinder zu ca. 2/3 durch die 
Versicherte und ca. 1/3 durch den Kindsvater betreut, eine vollständige und allei-
nige Betreuung der Kinder könne die Versicherte nicht gewährleisten (Bf-act. 8, 
Anhang S. 8 oben).

4.6.1  Hinsichtlich der zumutbaren Leistungsfähigkeit für den im Gesundheitsfall 
massgebenden Erwerbsanteil von 40% ergibt sich aus den Akten, dass die Ver-
sicherte gemäss Angaben in der neuen IV-Anmeldung vom 12. Dezember 2017 
im August 2016 eine Teilerwerbstätigkeit im Kleiderverkauf im Umfange eines 
Pensums von 20-30% aufgenommen hatte (IV-act. 140-6/8 oben). Gegenüber 
dem damals behandelnden Psychiater AD.________ erklärte die Versicherte 
gemäss Arztbericht vom 5. Februar 2018, dass eine Konfliktsituation am Arbeits-
platz bestehe und dass sie sich "gemobbt" fühle sowie die Kündigung erwarte, 
indessen durch die Krankschreibung des Hausarztes vorderhand Kündigungs-
schutz aufweise (IV-act. 146-2/6 oben). Nachdem dieser behandelnde Psychiater 
im Vergleich zu Oktober 2017 eine deutliche Zustandsverbesserung feststellte, 

22

schätzte er prognostisch, dass die Versicherte mittelfristig (bis Ende 2018) keine 
Arbeitsfähigkeit von mehr als 40% erreiche (mithin e contrario keine vollständige 
Arbeitsunfähigkeit veranschlagt wurde, vgl. IV-act. 146-3/6 oben). Analog hielt 
dieser Facharzt in seinem Bericht vom 8. Oktober 2018 an die IV-Stelle fest: "Bei 
Behandlungsabschluss Erwerbsfähigkeit ca. 20-40%" (vgl. IV-act. 157-1/2 unten). 
Im Einklang damit steht auch, dass die Versicherte anlässlich des Erstgesprächs 
vom 7. März 2018 das Arbeitsverhältnis als "nicht gut" beurteilte und deswegen 
(und nicht wegen gesundheitlichen Problemen) nicht mehr an diese Teilzeitbe-
schäftigung im Kleiderverkauf zurückkehren wollte (IV-act. 149-2/5 unten, siehe 
auch IV-act. 149-4/5 oben: "Sie fühle sich gemobbt von der Chefin"; IV-act. 149-
4/5 unten: "… da das Verhältnis mit der Chefin schwierig sei"). Zu ergänzen ist, 
dass die Versicherte gemäss Bericht vom 16. August 2018 gegenüber der unter-
suchenden Ärztin Dr.med. AG.________ hinsichtlich des Pensums von etwa 
40% als Verkäuferin in einem Kleiderladen ausführte: "Dieser Job hat ihr gefallen 
und war auch körperlich nicht zu anstrengend" (Fremdakten 2-9/53 oben). 

Hinzu kommt, dass die Versicherte bei der psychiatrischen Untersuchung vom 
22. Juni 2018 gegenüber Dr.med. AI.________ ein von ihr geführtes Online-
Geschäft für Kindergartentaschen (http://www._________.ch) erwähnte, wonach 
sich jährlich rund 30 bis 40 Taschen herstelle und verkaufe (pro Tasche resultie-
re ein Aufwand von 4-6 h, vgl. Fremdakten 2-25/53 unten und 2-31/53 unten). 

4.6.2  Der begutachtende Psychiater Dr.med. U.________ erwog nach einer Prü-
fung der medizinischen Aktenlage und der eigenen klinischen Untersuchung (mit 
testpsychologischen Befunden) in seiner Beurteilung unter anderem, dass die 
von der Explorandin geschilderten täglichen Aktivitäten bei erhaltenem Tag-/ 
Nachtrhythmus im Untersuchungszeitpunkt jegliche Störung aus dem affektiven 
Formenkreis (inkl. einer depressiven Reaktion im Rahmen einer Anpassungs-
störung) ausschliesse. Aufgrund der anamnestischen Angaben und der medizini-
schen Aktenlage könne bei ihr eine genetische Vorbelastung für die Entwicklung 
psychiatrischer Erkrankungen nicht mit Sicherheit ausgeschlossen, jedoch eher 
verneint werden. Die frühe Kindheit sei ohne gravierende traumatische Ereignis-
se verlaufen; es ergäben sich keine Hinweise auf die Bildung einer Persönlich-
keitsstörung in der frühen Kindheit. Indes könne von Verlustängsten während der 
Kindheit ausgegangen werden, welcher zur Bildung einer Persönlichkeit mit vor-
dergründig ängstlichen Zügen sowie von einem maladaptiven Verhalten in belas-
tenden Situationen (Angstzunahme mit vordergründig körperlichen Symptomen) 
geführt hätten (IV-act. 175-30/34 unten). Nachvollziehbar sei, dass bei der Explo-
randin es nach dem Unfall 1996 zum Ausbruch einer generalisierten Angst-
störung mit vordergründig vegetativer Übererregbarkeit und motorischen An-

23

spannungen mit typischen funktionellen Beschwerden inkl. Schwindelgefühlen 
gekommen sei. Gegen eine dissoziative Störung spreche die für die generalisier-
te Angststörung typische Symptomzunahme bei psychosozialen Belastungen, 
Verlustereignissen oder neuen Lebenssituationen. Gleichzeitig würden gegen 
somatische Schwindelhintergründe sprechen, dass es während Schwindelatta-
cken nie zu Bewusstseinsstörungen und Verletzungen gekommen sei. Bei der 
Explorandin könne aktenmässig von einigen depressiven Episoden/ depressiven 
Reaktionen ausgegangen werden, welche aber sowohl aktenmässig als auch 
anamnestisch stets in Verbindung zu belastenden psychosozialen Situationen 
gebracht worden seien und deswegen nicht einer eigenständigen und selbstun-
terhaltenden depressiven Störung nach ICD 10 zugeordnet werden könnten. Man 
könne bei der Versicherten in belastenden Lebenssituationen und akzentuierter 
Angstsymptomatik von vorübergehenden depressiven Reaktionen im Rahmen 
von Anpassungsstörungen ausgehen (IV-act. 175-31/34 oben). Die festgestellte 
medikamentöse Behandlung (bezüglich das Antidepressivum Sertralin und Tra-
zodon sowie Olanzapin als schlaffördernde und angstdämpfende psychopharma-
kologische Behandlung) erachtete der Gutachter als "absolut fachgerecht" (IV-
act. 175-31/45 Mitte). Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nahm der Gutachter 
"ohne Mitberücksichtigung IV-fremder Faktoren, insbesondere die Notwendigkeit 
der Kinderbetreuung" dahingehend vor, dass die Versicherte sowohl auf dem 
freien Wirtschaftsmarkt als auch im Haushalt 100% arbeitsfähig sei (IV-act. 175-
31/45 unten).

4.6.3  Demgegenüber erachten die behandelnden Fachpersonen die Versicherte 
als vollständig arbeitsunfähig. Allerdings nehmen sie in ihren Berichten nicht 
substantiiert Bezug auf die von der Versicherten ab August 2015 ausgeübte Tei-
lerwerbstätigkeit und die Beendigung dieser Tätigkeit aufgrund von "Schwierig-
keiten mit der Chefin"; ebensowenig äussern sie sich zum Umstand, wonach die 
Versicherte nach der Aktenlage nebst ihrer Haushalttätigkeit (mit Kinderbetreu-
ung) noch ein kleines Online-Geschäft führt (siehe oben, Erw. 4.6.1 in fine; je-
denfalls hat die Versicherte vor Gericht nicht vorgebracht, sie habe diese kleine 
Beschäftigung zwischenzeitlich aufgegeben; im Einklang damit steht, dass die 
betreffende Homepage mit Bestellungsangeboten im Urteilszeitpunkt immer noch 
existiert). 

Auf diese vorerwähnten Aspekte wird von den behandelnden Fachpersonen 
weder im Bericht vom 21. Februar 2019 eingegangen (vgl. IV-act. 161, v.a. 161-
5/8 Ziff. 3.1 in fine), noch in demjenigen vom 10. Mai 2019 (IV-act. 167), noch im 
Verlaufsbericht vom 5. Juli 2019 (IV-act. 168), noch in der Stellungnahme vom 
25. Januar 2021 (Bf-act. 8). Damit blenden die behandelnden Fachpersonen (in-

24

kl. Dr.med. AT.________) zu Unrecht aus, dass die Versicherte grundsätzlich 
durchaus ein Eingliederungspotential im ersten Arbeitsmarkt aufweist, welches 
indessen beim Versuch als Verkäuferin in einem Kleiderladen aufgrund IV-
fremder Aspekte ("Schwierigkeiten mit Chefin") scheiterte.

4.7.1  Nach der Aktenlage leuchtet ohne weiteres ein, dass die Versicherte, wel-
che nach den glaubhaften Angaben bereits in den Jahren 2012 und 2013 um-
fangreiche Unterstützung bei der Betreuung der drei Kinder benötigte (vgl. 
AW.________-Zusammenstellung und Auflistung der grosselterlichen Unterstüt-
zung), weiterhin mit der Kinderbetreuung stark in Anspruch genommen wird und 
dass eine zusätzliche Teilerwerbstätigkeit sie grundsätzlich an eine Belastungs-
grenze bringt (vgl. Fremdakten 2-11/53). Sodann leuchtet offenkundig ein, dass 
die Trennung vom Vater der gemeinsamen Kinder (Dezember 2016) die Versi-
cherte zusätzlich belastet und im Kontext mit den Absprachen für die alternieren-
de Kinderbetreuung durch die Eltern weiterhin belastet (IV-act. 168-2/2 oben). 
Zudem ist im Lichte der kürzlich bekanntgewordenen Rechtsprechung des Bun-
desgerichts (wonach bei Scheidungen Frauen - selbst wenn sie über 45 Jahre alt 
sind - grundsätzlich zugemutet wird, vermehrt selber für ihren Unterhalt zu sor-
gen und dafür eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen, vgl. NZZ vom 12.3.2021, S. 
10 mit Hinweisen auf die Bundesgerichtsurteile 5A_907/2018, 5A_311/2019, 
5A_891/2018, 5A_104/2018 und 5A_800/2019) im konkreten Fall, in welchem die 
bald 43-jährige Versicherte zu rund 2/3 (und der Kindsvater zu ca. 1/3) für die 
Kinderbetreuung zuständig ist, davon auszugehen, dass sie im Gesundheitsfall 
teilerwerbstätig wäre. Auf diese vom Bundesgericht eingeleitete Praxisänderung 
wird in der Eingabe vom 15. März 2021 (S. 5) zu Recht hingewiesen.

4.7.2  Wie nun in dieser vorstehend dargelegten Konstellation der psychisch 
wenig stabile Zustand der Versicherten durch psychosoziale (an sich IV-fremde) 
Belastungsaspekte einerseits und durch eine verselbständigte psychische Ge-
sundheitsbeeinträchtigung (im Sinne von Angst- und Anpassungsstörungen) an-
dererseits genährt wird, lässt sich offenkundig kaum exakt auseinanderdividieren. 
Vielmehr ist in diesem Zusammenhang von einer erheblichen Wechselwirkung 
auszugehen. 

4.7.3  Analog wie das Bundesgericht erst kürzlich in einem Urteil vom 23. No-
vember 2020 festgehalten hat, dass sinngemäss bei psychischen Leiden es ge-
boten sein kann, neben einer ausgewiesenen verselbständigten Gesundheits-
schädigung den Umfang einer (zusätzlich) festgestellten Aggravation auszu-
scheiden, rechtfertigt es sich im konkreten Fall, hinsichtlich der gutachtlich aner-
kannten psychiatrischen Diagnosen (IV-act. 175-29/34 oben: generalisierte 

25

Angststörung und Verdacht auf Panikstörung) eine verselbständigte Gesund-
heitsschädigung anzuerkennen, von welcher die angesprochenen psychosozia-
len Belastungsfaktoren auszuscheiden sind. Dafür spricht, dass die im Zeitpunkt 
der psychiatrischen Begutachtung als remittiert kodierte depressive Symptomatik 
im Längsschnitt mehrfach - gemäss den behandelnden Fachpersonen - als rezi-
divierend beurteilt wurde. Eine solche Bereinigung (Ausscheidung) der psycho-
sozialen Belastungsfaktoren lässt sich grundsätzlich nur durch eine (ermessens-
weise) Schätzung vornehmen, wobei hinsichtlich des erwerblichen Teils an die 
Einschätzung des ursprünglich behandelnden Psychiaters AD.________ anzu-
knüpfen ist, welcher von einer Erwerbsfähigkeit von mindestens 20% ausging 
(vgl. IV-act. 157-1/2 unten), was bezogen auf einen Erwerbsanteil nach der ge-
mischten Methode (von 40%, zu 60% Haushaltanteil) faktisch einer Ar-
beits(un)fähigkeit für erwerbliche Arbeit von 50% entspricht. Damit resultiert für 
den erwerblichen Anteil ein Teilinvaliditätsgrad von 20% (50% x 0.40), nachdem 
sich ein eigentlicher Einkommensvergleich nach Massgabe der Tabellenlöhne 
mangels entsprechender effektiv ausgeübter Erwerbstätigkeiten erübrigt. Hin-
sichtlich des Haushaltsanteils (mit Kinderbetreuung) sind die gesundheitlichen 
Beeinträchtigungen (unter Einbezug allfälliger Rückenbeschwerden, siehe oben) 
nach Ausscheidung der erwähnten psychosozialen Belastungsaspekte auf ma-
ximal 33 1/3% zu veranschlagen, womit ein Teilinvaliditätsgrad für den Haushal-
tanteil von 19.98% (33.33 x 0.60) resultiert. Zusammen ergeben die beiden Teil-
invaliditätsgrade aufgerundet einen massgebenden IV-Grad von 40%, welcher 
Anspruch auf eine IV-Viertelsrente ergibt.

4.7.4  Anzufügen ist, dass dieses dargelegte Ergebnis in erheblichem Masse 
Züge einer (zwischen den Parteien) vermittelnden Position aufweist und damit 
einer gerichtlichen Vergleichslösung nahekommt, welche sämtliche Eventua-
litäten in die Beurteilung miteinschliesst. Insbesondere wird den Besonderheiten 
des konkreten Einzelfalles (mit stark divergierenden Einschätzungen der psychi-
schen Beeinträchtigungen der Versicherten) und letztlich auch einer Einzelfallge-
rechtigkeit hinreichend Rechnung getragen.

4.8 Am dargelegten Ergebnis vermögen die weiteren Vorbringen der Be-
schwerdeführerin grundsätzlich nichts zu ändern. Unbehelflich ist namentlich 
auch die Argumentation in der Eingabe vom 11. Februar 2021 (S. 5, Ziff. 3.2.1), 
wonach fraglich sei, ob der psychiatrische Gutachter sämtliche 10 Items der 
Montgomery-Asberg Depression Rating Scale (MADRS) geprüft habe. Diesbe-
züglich wird auf die Ausführungen der Vorinstanz in ihrer Eingabe vom 2. März 
2021 (Ziff. 6 i.V.m. mit der entsprechenden Stellungnahme des Gutachters) ver-
wiesen, ohne dass sich dazu weitere Ausführungen aufdrängen (zumal in der 

26

Eingabe der Beschwerdeführerin vom 15. März 2021 darauf nicht mehr Bezug 
genommen wird). Ferner liegt keine relevante Verletzung des rechtlichen Gehörs 
vor. Und selbst dann, wenn dennoch von einer Gehörsverletzung auszugehen 
wäre, verhielte es sich so, dass ein solcher Mangel im verwaltungsgerichtlichen 
Beschwerdeverfahren geheilt worden wäre.

5. Nach dem Gesagten ist die Beschwerde insoweit teilweise gutzuheissen, 
als der Versicherten ein Anspruch auf eine Viertelsrente gewährt wird. Die Fest-
legung des Rentenbeginns sowie der Nachzahlungen für die betreffenden Ren-
tenbeträge ist Sache der Vorinstanz.

6.1 Dem vorliegenden Ergebnis entsprechend werden die Verfahrenskosten zu 
2/5 der Vorinstanz und zu 3/5 der Beschwerdeführerin auferlegt. Auf das Inkasso 
des die Beschwerdeführerin betreffenden Anteils wird derzeit unter Gewährung 
der unentgeltlichen Rechtspflege verzichtet.

6.2 Analog wird der beanwalteten Beschwerdeführerin für das dargelegte 
Obsiegen zulasten der Vorinstanz eine (reduzierte) Parteientschädigung zuge-
sprochen. 

Für die Höhe des Honorars ist auf den kantonalen Gebührentarif für Rechtsan-
wälte (GebTRA, SRSZ 280.411) abzustellen, welcher in Verfahren vor dem Ver-
waltungsgericht in § 14 einen Rahmen von Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- vorsieht. 
Nach § 2 GebTRA ist die Vergütung nach der Wichtigkeit der Streitsache, ihrer 
Schwierigkeit, dem Umfang und der Art der Arbeitsleistung sowie dem notwendi-
gen Zeitaufwand zu bemessen. Nach § 6 Abs. 1 GebTRA kann eine Partei eine 
spezifizierte Kostennote über ihre Tätigkeit einreichen; erscheint sie angemes-
sen, ist sie der Festsetzung der Vergütung zugrunde zu legen, andernfalls wird 
die Vergütung nach pflichtgemässem Ermessen festgesetzt. Von dieser Möglich-
keit hat der Rechtsvertreter in seiner Eingabe vom 15. März 2021 Gebrauch ge-
macht. Die in der Honorarnote aufgeführten Arbeitsstunden (von über 30 h) er-
weisen sich als übersetzt und können nicht tel quel akzeptiert werden, zumal das 
Aktendossier nicht besonders umfangreich ist (und der erste Teil bis und mit IV-
act. 139 abgeschlossene Verfahren betrifft). Als Vergleichsmassstab ist hier zu 
berücksichtigen, dass eine Rechtsanwältin (aus der gleichen Kanzlei) in einem 
bezüglich Aktenumfang und Komplexität des IV-Verfahrens grundsätzlich auf-
wändigeren Beschwerdeverfahren einen Arbeitsaufwand von rund 20 Stunden 
bzw. gesamthaft ein Honorar von Fr. 3'900.-- geltend machte, was im gerichtli-
chen Verfahren I 2020 72 als angemessen beurteilt und auch akzeptiert wurde. 
In Anlehnung daran rechtfertigt es sich hier, ein gesamthaftes Honorar von ma-
ximal Fr. 3'500.-- (zuzüglich Spesen von aufgerundet Fr. 100.--) zuzusprechen. 

27

Dass die vom Rechtsvertreter eingesetzte Praktikantin gemäss Honorarnote 
mehr Zeit benötigte, als wenn der Erstgenannte die Beschwerde selber verfasst 
hätte, vermag nicht zu einer höheren Entschädigung zu führen. Mithin ist das 
hinsichtlich des Obsiegens zuzusprechende Honorar auf Fr. 1'440.-- (inkl. Ausla-
gen und MwSt) festzulegen. 

Soweit die Beschwerdeführerin vor Gericht nicht obsiegt, wird ihr die unentgeltli-
che Rechtsverbeiständung gewährt und das entsprechende Honorar nach den 
gleichen, vorerwähnten Grundsätzen auf Fr. 2'160.-- festgelegt (Total 3'600.--).

7. Was die Rechtsmittelbelehrung anbelangt, drängen sich folgende Bemer-
kungen auf. Im Entscheid VGE I 2017 108 vom 14. März 2018 hatte das Verwal-
tungsgericht eine Beschwerde einer Versicherten A insoweit im Sinne der Erwä-
gungen gutgeheissen, als die angefochtene Verfügung aufgehoben, ein An-
spruch auf eine Viertelsrente (IV-Grad 41%) anerkannt und die Sache an die IV-
Stelle zurückgewiesen wurde, damit letztere darüber befinde, wann der Renten-
anspruch entstand und ab wann die Viertelsrente auszuzahlen sei. Dagegen be-
schwerte sich die Versicherte A beim Bundesgericht und beantragte eine halbe 
IV-Rente. Mit Urteil 9C_348/2018 vom 23. Januar 2019 ist das Bundesgericht auf 
die Beschwerde nicht eingetreten mit der sinngemässen Begründung, dass es 
sich dabei um einen Zwischenentscheid handle, welcher nur unter den Voraus-
setzungen von Art. 93 BGG anfechtbar sei, was in der erwähnten Konstellation 
nicht gegeben war. 

Bei dieser Sach- und Rechtslage ist fraglich, ob der vorliegende Entscheid direkt 
mit einer Beschwerde ans Bundesgericht anfechtbar wäre. Um allen Eventua-
litäten gerecht zu werden, wird der vorliegende Entscheid dennoch mit einer 
Rechtsmittelbelehrung versehen, wobei die Beschwerdeführerin daraus bei 
einem allfälligen Weiterzug nichts zu ihren Gunsten ableiten kann.

28

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird insoweit im Sinne der Erwägungen teilweise gutge-
heissen, als der Beschwerdeführerin auf der Basis eines IV-Grades von 
40% ein Anspruch auf eine Viertelsrente gewährt wird. Die Sache wird zur 
Festlegung des Rentenbeginns und der nachzuzahlenden Rentenbeträge 
an die Vorinstanz zurückgewiesen. Im Übrigen wird die Beschwerde abge-
wiesen.

2. Die Verfahrenskosten werden auf Fr. 500.-- festgelegt und der Vorinstanz 
zu 2/5 (Fr. 200.--) sowie der Beschwerdeführerin zu 3/5 (Fr. 300.--) aufer-
legt. Die Vorinstanz hat ihren Verfahrenskostenanteil von Fr. 200.-- innert 
30 Tagen seit Zustellung dieses Entscheids auf das Konto der Postfinance 
60-22238-6 des Verwaltungsgerichts zu bezahlen. Der andere (der Be-
schwerdeführerin auferlegte) Verfahrenskostenanteil von Fr. 300.-- wird in-
folge Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und mit Vorbehalt der 
Rückerstattungspflicht auf die Gerichtskasse genommen.

3. Der Beschwerdeführerin wird zu Lasten der IV-Stelle für das dargelegte 
Obsiegen im Verfahren vor Gericht eine reduzierte Parteientschädigung 
von Fr. 1'440.-- (inkl. Auslagen und MwSt) zugesprochen. 

Soweit sie unterliegt, wird ihr die unentgeltliche Rechtsverbeiständung ge-
währt und Rechtsanwalt MLaw B.________ als unentgeltlicher Rechts-
beistand bestellt. Das ihm zu Lasten des Verwaltungsgerichts zustehende 
Honorar (inkl. Auslagen und MwSt) wird auf Fr. 2'160.-- (inkl. Auslagen und 
MwSt) festgelegt.

4. Die Beschwerdeführerin hat die Beträge von Fr. 300.-- (Verfahrenskosten-
anteil und Fr. 2'160.-- (unentgeltliche Rechtsverbeiständung) dem Gericht 
zurückzuerstatten, wenn sie dazu innert 10 Jahren seit Rechtskraft dieses 
Entscheides in der Lage ist (§ 75 Abs. 3 VRP).

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 AR.________, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. BGG, 
siehe aber auch Erwägung 7).

29

6. Zustellung an:
- den Vertreter der Beschwerdeführerin (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV, 3003 Bern (A).

Schwyz, 22. März 2021

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die a.o. Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 22. März 2021