# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 385a22ea-e96e-5d84-8466-273855372d47
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-02-12
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 12.02.2025 100 2023 144
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2023-144_2025-02-12.pdf

## Full Text

100.2023.144U
DAM/REC/SRE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 12. Februar 2025

Verwaltungsrichter Daum, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichter Bürki, Verwaltungsrichterin Marti
Gerichtsschreiberin Reichelt

A.________
vertreten durch Fürsprecher …
Beschwerdeführer

gegen

Kanton Bern
handelnd durch die Finanzdirektion, Generalsekretariat, Rechtsdienst, 
Münsterplatz 12, 3011 Bern
Beschwerdegegner

betreffend Entschädigung für ausgefallene Dolmetschertätigkeit während 
der Corona-Pandemie (Entscheid der Finanzdirektion des Kantons Bern 
vom 19. April 2023; 99069055 / 2022.FINGS.24)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12.02.2025, Nr. 100.2023.144U, 
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Prozessgeschichte:

A.

A.________ ist seit dem 18. Januar 2014 im Dolmetsch-Verzeichnis der Jus-
tiz- und Strafverfolgungsbehörden des Kantons Bern eingetragen und wird 
jeweils stundenweise als Dolmetscher eingesetzt, insbesondere zur Über-
setzung der Sprachen …. Nachdem er während der Corona-Pandemie auf-
grund eingeschränkter Tätigkeit der Behörden weitaus weniger als vorher 
eingesetzt worden war, ersuchte er beim Personalamt des Kantons Bern 
(PA) um Kurzarbeitsentschädigung. Dieses erklärte ihm mit E-Mail vom 
17. Juli 2020 sowie mit Schreiben vom 29. Januar 2021, dass er als Dolmet-
scher keinen Anspruch auf eine solche Entschädigung habe, da er nicht in 
einem Arbeitsverhältnis zum Kanton stehe.

Am 23. April 2021 reichte A.________ bei der Schlichtungsbehörde 
Bern-Mittelland ein Schlichtungsgesuch ein. Er verlangte für seinen 
Lohnausfall im Jahr 2020 während des Corona-Lockdowns einen Betrag von 
Fr. 61'809.-- brutto abzüglich der Sozialversicherungsbeiträge (Arbeitneh-
mer) und zuzüglich der Pensionskassenbeiträge (Arbeitgeber); die Geltend-
machung weiterer Lohnforderungen behielt er ausdrücklich vor. Das PA be-
antragte mangels sachlicher Zuständigkeit Nichteintreten auf das Gesuch, 
eventuell die Weiterleitung an das Obergericht zum Meinungsaustausch 
über die Zuständigkeit und subeventuell die Abweisung des Rechtsbegeh-
rens. Mangels Einigung an der Schlichtungsverhandlung wurde A.________ 
am 1. Juni 2021 die Klagebewilligung erteilt.

Mit Schreiben vom 29. Juni 2021 ersuchte A.________ beim PA um Erlass 
einer anfechtbaren Verfügung. Mit Verfügung vom 6. Dezember 2021 stellte 
das PA fest, dass zwischen A.________ und dem Kanton Bern kein Arbeits-
verhältnis besteht und wies die Lohnforderung für die während des Co-
rona-Lockdowns entgangenen Aufträge ab.

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B.

Gegen diese Verfügung erhob A.________ am 3. Januar 2022 Beschwerde 
bei der Finanzdirektion des Kantons Bern (FIN). Diese wies die Beschwerde 
mit Entscheid vom 19. April 2023 ab.

C.

Hiergegen hat A.________ am 19. Mai 2023 Verwaltungsgerichtsbe-
schwerde erhoben. Er beantragt, ihm sei ab 15. März 2020 bis 31. Dezember 
2020 der Durchschnittslohn der sechs Monate vor dem Corona-Lockdown 
zu entrichten, nach Abzug der bezahlten Entschädigungen ausmachend ins-
gesamt Fr. 61'809.-- brutto, abzüglich der Sozialversicherungsbeiträge 
(AHV/IV/ALV; Arbeitnehmer) und der Pensionskassenbeiträge (Arbeitneh-
mer) sowie zuzüglich Zins von 5 % ab 1. August 2021. Eventuell sei ihm 
80 % dieses Lohns analog der Kurzarbeitsentschädigung auszuzahlen.

Mit Beschwerdeantwort vom 16. Juni 2023 beantragt die FIN namens des 
Kantons Bern die Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht beurteilt gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 
und 77 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
(VRPG; BSG 155.21) als letzte kantonale Instanz Beschwerden gegen Ver-
fügungen und Entscheide, die sich auf öffentliches Recht stützen (nachträg-
liche Verwaltungsrechtspflege). Im Rahmen der Rechtsanwendung von Am-
tes wegen (Art. 20a Abs. 1 VRPG) prüft das Verwaltungsgericht, in welchem 
Verfahren die Streitsache richtigerweise zu beurteilen und welches Rechts-
mittel zulässig ist (BVR 2019 S. 344 [VGE 2016/39 vom 5.3.2019] nicht publ. 

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E. 1.1, 2018 S. 528 E. 1, 2011 S. 458 E. 1.1.1). Die Vorinstanz qualifizierte 
das Rechtsverhältnis zwischen dem Kanton und dem Beschwerdeführer für 
dessen Tätigkeit als Dolmetscher als öffentlich-rechtlichen Auftrag. Streitig-
keiten aus öffentlich-rechtlichen Verträgen, zu denen der Auftrag gehört, sind 
im Klageverfahren zu beurteilen, soweit die zuständige Behörde die Streitig-
keit nach dem Gesetz nicht durch Verfügung zu regeln hat (vgl. Art. 88 Bst. d 
bzw. auch Art. 87 Bst. b VRPG; ursprüngliche Verwaltungsrechtspflege). Der 
Beschwerdeführer macht hier allerdings Ansprüche aus einem öf-
fentlich-rechtlichen Arbeitsverhältnis geltend. Wenn bei Streitigkeiten aus 
dem Arbeitsverhältnis keine Einigung zu Stande kommt, erlässt der Arbeit-
geber gemäss Art. 107 Abs. 1 des Personalgesetzes vom 16. September 
2004 (PG; BSG 153.01) – unter Vorbehalt anders lautender Vorschriften die-
ses Gesetzes oder besonderer Gesetze – eine Verfügung. Aus diesem 
Grund hat die Vorinstanz zu Recht darauf geschlossen, dass es sich um ein 
Verfahren der nachträglichen Verwaltungsrechtspflege handelt (angefochte-
ner Entscheid E. 1.1). Das Verwaltungsgericht ist somit zur Beurteilung der 
Beschwerde gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 VRPG zuständig.

1.2 Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenom-
men, ist durch den angefochtenen Entscheid besonders berührt und hat ein 
schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 79 
Abs. 1 VRPG). Die Bestimmungen über Form und Frist sind eingehalten 
(Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.

1.3 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

2.

Die Parteien sind sich einig, dass sie einen Vertrag abgeschlossen haben. 
Strittig ist allerdings dessen Qualifikation.

2.1 Der Beschwerdeführer geht von einem öffentlich-rechtlichen Arbeits-
verhältnis aus und leitet daraus ab, der Kanton habe ihn für die während der 
Corona-Pandemie weggefallenen Einsätze als Dolmetscher zu entschädi-
gen (Beschwerde S. 4 ff.). Demgegenüber liegt nach Ansicht des Kantons 

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ein öffentlich-rechtlicher Auftrag vor. Wäre ein (öffentlich-rechtliches) Ar-
beitsverhältnis gegeben, handelte es sich zudem um sog. unechte Arbeit auf 
Abruf. In beiden Fällen müsse der Kanton den Beschwerdeführer für die aus-
gefallene Dolmetscher-Tätigkeit während der Pandemie nicht entschädigen 
(angefochtener Entscheid E. 2.28).

2.2 Für die Frage, ob der Beschwerdeführer Gehaltsfortzahlungsan-
sprüche für nicht geleistete Arbeit geltend machen kann, ist entscheidend, 
ob der Vertrag als öffentlich-rechtliches Arbeitsverhältnis oder als Auftrag zu 
qualifizieren ist. Denn im Gegensatz zu öffentlich-rechtlichen Arbeitsverhält-
nissen sieht das Auftragsrecht nach Art. 394 ff. des Schweizerischen 
Obligationenrechts (OR; SR 220) keine Pflicht zur Gehaltsfortzahlung vor 
(vgl. für Arbeitsverhältnisse Art. 324 Abs. 1 OR; Hans-Ulrich Zürcher, 
Schlaglichter auf die Treuepflicht und die Fürsorgepflicht im Covid-19-Um-
feld, in Schweizerische Vereinigung für Verwaltungsorganisationsrecht SV-
VORV [Hrsg.], Verwaltungsorganisationsrecht – Staatshaftungsrecht – öf-
fentliches Dienstrecht, Jahrbuch 2020/2021, 2022, S. 45 ff., 49; für das Bun-
despersonalrecht BVGer A-6586/2018 vom 26.6.2019 E. 4.2 ff. sowie Jas-
min Malla, in Portmann/Uhlmann [Hrsg.], Handkommentar Bundespersonal-
gesetz [BPG], 2013, Art. 15 N. 169 f.; allgemein zur Anwendung von privat-
rechtlichen Bestimmungen im bernischen Personalrecht BVR 2006 S. 529 
E. 5.3; VGE 2021/102 vom 17.5.2023 E. 6.1 mit weiteren Hinweisen).

2.3 Das Gericht hat eine vertragliche Beziehung von Amtes wegen recht-
lich zu qualifizieren; die (fehlerhafte) Bezeichnung eines Vertrags durch die 
Parteien ist in diesem Zusammenhang nicht entscheidend (vgl. Art. 18 
Abs. 1 OR; BGE 143 II 297 E. 6.4.1, 131 III 217 E. 3 [Pra 95/2006 Nr. 6]; 
darauf verweisend BGer 4A_64/2020 vom 6.8.2020 E. 5 und 6.4; BVR 2010 
S. 180 E. 3.2.1). Öffentliches Personalrecht findet dann Anwendung, wenn 
(vertraglich) ein Arbeitsverhältnis begründet wurde (vgl. Art. 1 ff. PG; Hans 
Ulrich Zürcher, Personalrecht, in Müller/Feller [Hrsg.], Bernisches Verwal-
tungsrecht, 3. Aufl. 2021, S. 51 ff., 59 N. 19). Weil es an einer Bestimmung 
fehlt, welche die Voraussetzungen für ein Arbeitsverhältnis näher definiert, 
sind für dessen Abgrenzung von einem Auftrag die gleichen Kriterien wie im 

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Privatrecht massgebend (vgl. für das Bundespersonalrecht BV-
Ger A-4779/2019 vom 16.3.2020 E. 3.2 mit Hinweis auf Peter Helbling, in 
Portmann/Uhlmann [Hrsg.], Handkommentar BPG, 2013, Art. 1 N. 52).

2.4 Ein Arbeitsverhältnis bzw. ein Arbeitsvertrag zeichnet sich dadurch 
aus, dass Arbeit gegen Entgelt in einem Dauerschuldverhältnis geschuldet 
ist und in einer fremden Arbeitsorganisation und damit in einem Unterord-
nungsverhältnis (Subordination) geleistet wird (vgl. Art. 319 Abs. 1 OR). Von 
anderen Verträgen auf Arbeitsleistung, namentlich vom Auftrag, unterschei-
det sich der Arbeitsvertrag durch das Merkmal der Subordination, mithin die 
rechtliche Unterordnung der angestellten Person in persönlicher, betriebli-
cher, zeitlicher und in gewisser Weise auch in wirtschaftlicher Hinsicht (zum 
Ganzen BGE 148 II 426 E. 6.3 [Pra 111/2022 Nr. 96]; BGer 4A_93/2022 
vom 3.1.2024, in ARV 2024 S. 173 E. 3.2 ff.).

2.5 Ob eine solche Unterordnung vorliegt, ist nach materiellen Kriterien 
zu beurteilen. Für den Arbeitsvertrag ist entscheidend, dass die angestellte 
Person in eine fremde Arbeitsorganisation eingegliedert ist und von be-
stimmten Vorgesetzten Weisungen erhält. Sie wird in eine hierarchische 
Struktur eingebettet. Die Schwierigkeit liegt darin, dass auch bei anderen 
Verträgen auf Arbeitsleistung, zum Beispiel beim Auftrag, ein Weisungsrecht 
besteht (BGE 148 II 426 E. 6.3 [Pra 111/2022 Nr. 96]; BGer 4A_64/2020 
vom 6.8.2020 E. 6.3.1). So ergibt sich das Weisungsrecht bei öf-
fentlich-rechtlichen Beauftragten häufig aus dem Umstand, dass die Verant-
wortung für die Qualität der Erfüllung staatlicher Aufgaben regelmässig bei 
der auftraggebenden Behörde verbleibt. Sie ist bei der Aufgabenerfüllung an 
Vorgaben durch Gesetz oder Verordnung gebunden und muss durch Kon-
trollen die Qualität der Aufgabenerfüllung überprüfen (vgl. Robert Schibli, 
Der öffentlich-rechtliche Auftrag, Diss. Zürich 2023 [nachfolgend: öf-
fentlich-rechtlicher Auftrag], N. 178 mit weiteren Hinweisen). Entscheidend 
für die Qualifikation als Arbeitsvertrag ist das Mass der Weisungsgebunden-
heit (BGE 136 III 518 E. 4.4; darauf verweisend etwa BGer 4A_64/2020 vom 
6.8.2020 E. 6.3.1 mit weiteren Hinweisen). Für einen Arbeitsvertrag spricht 
ein hohes Mass an Weisungsgebundenheit. Die Weisungen beschränken 
sich nicht auf blosse allgemeine Weisungen über die Erfüllung der Aufgabe, 

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sondern sie beeinflussen unmittelbar den Gang und die Gestaltung der Ar-
beit und geben der vorgesetzten Person eine Kontrollbefugnis 
(BGer 4A_64/2020 vom 6.8.2020 E. 6.3.1 mit weiteren Hinweisen). Abgese-
hen von diesen umfassenden Weisungs- und Kontrollbefugnissen der Arbeit-
geberin bzw. des Arbeitgebers spricht für eine arbeitsvertragliche Eingliede-
rung namentlich, wenn die oder der Arbeitsleistende geringe Freiheit in der 
Ausgestaltung der Arbeit geniesst, an vorgeschriebene Arbeitszeiten gebun-
den ist, einen Arbeitsplatz zugewiesen erhält, kein Unternehmerrisiko trägt, 
mit Arbeitsgeräten und Material ausgerüstet wird, rechenschaftspflichtig ist, 
regelmässige Lohnzahlungen empfängt, Ferien beziehen kann, vollzeitlich 
oder vorwiegend für nur eine Vertragspartnerin bzw. einen Vertragspartner 
tätig ist, eine Probezeit durchlaufen muss oder wenn eine ordentliche Kündi-
gungsmöglichkeit vorgesehen ist (vgl. BGer 4A_64/2020 vom 6.8.2020 
E. 6.3.2 ff. mit Hinweisen; Portmann/Rudolph, in Basler Kommentar, 7. Aufl. 
2020, Art. 319 OR N. 16). Demgegenüber kennzeichnen den Auftrag die 
Treuepflicht der beauftragten Person, das besondere Vertrauensverhältnis 
zwischen den Parteien, der Persönlichkeitsbezug (etwa aufgrund fachlicher 
Qualitäten der beauftragten Person), die oft vorhandene inhaltliche Unbe-
stimmtheit bzw. die Anpassung des Inhalts an die jeweiligen Umstände so-
wie die selbständige Stellung der beauftragten Person; die beauftragte Per-
son handelt auf fremde Rechnung und fremde Gefahr (Oser/Weber, in Basler 
Kommentar, 7. Aufl. 2020, Art. 394 OR N. 3 mit Hinweisen; zu den Abgren-
zungskriterien zwischen einem öffentlich-rechtlichen Arbeitsvertrag und ei-
nem Auftrag vgl. auch BGer 1C_252/2007 vom 5.3.2008 E. 5.2, 
2A.658/2005 vom 28.6.2006 E. 2.1; BVR 2010 S. 180 E. 3.2.2 mit weiteren 
Hinweisen; Peter Helbling, a.a.O., Art. 1 N. 52 ff.).

2.6 Neben diesen materiellen Merkmalen haben die formellen Kriterien 
für die Qualifikation als Arbeitsvertrag nur eine untergeordnete Bedeutung 
(BGE 148 II 426 E. 6.3 [Pra 111/2022 Nr. 96]). Formelle Merkmale sind etwa 
das Abführen von Sozialversicherungsbeiträgen, das Ausstellen von Lohn-
abrechnungen, die Einstufung der Tätigkeit als unselbständige Erwerbstätig-
keit im Steuer- oder Sozialversicherungsrecht oder andere Qualifikationen 
durch das übrige öffentliche Recht (vgl. etwa BGer 4A_500/2018 vom 
11.4.2019 E. 4.1 und 4.2.6; Robert Schibli, öffentlich-rechtlicher Auftrag, 
N. 168 mit Hinweisen). Die Qualifikation aus diesen Rechtsgebieten ist 

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schon deshalb nicht massgeblich, weil dort von eigenen Begriffsumschrei-
bungen ausgegangen wird (BGE 128 III 129 E. 1a/aa). Zwar ist die von den 
Parteien gewählte Bezeichnung des Vertrages nicht entscheidend, denn die 
rechtliche Qualifikation eines Rechtsgeschäfts ist dem Parteiwillen entzogen 
(vgl. vorne E. 2.3). Immerhin kann die Bezeichnung der Vereinbarung als 
Arbeitsvertrag oder die Qualifikation der Parteien als arbeitgebende und ar-
beitnehmende Person unter Umständen ein Indiz dafür sein, dass die ge-
wählte Bezeichnung mit allen ihren Konsequenzen dem Willen der Parteien 
entspricht (zum Ganzen BGer 4A_64/2020 vom 6.8.2020 E. 6.4 mit Hinwei-
sen).

3.

Es stellt sich somit die Frage, wie das zwischen den Parteien bestehende 
Vertragsverhältnis nach Massgabe der vorstehend wiedergegebenen Krite-
rien zu qualifizieren ist.

3.1 Zu prüfen ist in materieller Hinsicht zunächst, ob der Beschwerdefüh-
rer einem umfassenden Weisungsrecht untersteht (vgl. dazu Beschwerde 
S. 6 f.). Der Beschwerdeführer ist seit dem 18. Januar 2014 im Dol-
metsch-Verzeichnis der Justiz- und Strafverfolgungsbehörden des Kantons 
Bern eingetragen. Er wird jeweils auf Anfrage von unterschiedlichen Behör-
den stundenweise als Dolmetscher eingesetzt (Akten FIN Beilage 2 zur Be-
schwerde an die Vorinstanz). Er ist damit keiner Person direkt unterstellt. 
Wird er als Dolmetscher an einer Gerichtsverhandlung oder an einer Einver-
nahme eingesetzt, ist es zwar durchaus möglich, dass ihm die verfahrenslei-
tende Person wie beispielsweise die zuständige Richterin oder der zustän-
dige Richter gewisse Anweisungen gibt (Beschwerde S. 6). Dies hängt je-
doch in erster Linie mit seiner Funktion zusammen, die zur staatlichen Tätig-
keit gehört (BGE 140 II 112 E. 3.1.1; BGer 1P.58/2004 vom 15.11.2004, in 
ZBl 2006 S. 309 E. 2.2). Dolmetscherinnen und Dolmetscher werden unter 
anderem beansprucht, wenn die verfahrensleitende Person selber nicht über 
die notwendigen Fremdsprachenkenntnisse verfügt (vgl. Robert Schibli, Ver-
fahren und Rechtsschutz betreffend die Akkreditierung von Gerichts- und 
Behördendolmetschern, in AJP 2024 S. 440 ff. [nachfolgend: Verfahren und 

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Rechtsschutz], S. 440; vgl. auch Art. 68 Abs. 1 der Schweizerischen Straf-
prozessordnung vom 5. Oktober 2007 [Strafprozessordnung, StPO; 
SR 312.0] sowie Art. 6 Abs. 1 und 2 des Dekrets vom 24. März 2010 über 
die Gerichtssprachen [GSD; BSG 161.13]). Die Tätigkeit von Dolmetscherin-
nen und Dolmetschern dient somit direkt der Wahrung der Verfahrensrechte 
der Beteiligten und ist für die Sachverhaltsermittlung bedeutend (Robert 
Schibli, Verfahren und Rechtsschutz, S. 445; Sutter-Somm/Seiler, in dies. 
[Hrsg.], Handkommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 
19. Dezember 2008 [Zivilprozessordnung, ZPO; SR 272], 2021, Art. 47 N 4). 
Damit sie diese Funktion wahrnehmen können, ist es unabdingbar, dass sie 
sich an Verfahrensvorschriften halten und die Verfahrungsleitung ihnen ge-
genüber auch Anweisungen geben kann. Schliesslich liegt es in deren Ver-
antwortung, dass das jeweilige Verfahren rechtmässig durchgeführt wird. Die 
Ermahnung zur Wahrheit stützt sich sodann direkt auf Art. 307 Abs. 1 des 
Schweizerischen Strafgesetzbuches (StGB; SR 311.0). Die Unterstellung 
unter die gesetzlichen Ausstandsregeln ergibt sich aus dem Umstand, dass 
Dolmetscherinnen und Dolmetscher im Verfahren als Sachverständige ein-
gesetzt werden (vgl. Art. 68 Abs. 5 i.V.m. Art. 183 Abs. 3 und Art. 56 StPO; 
vgl. auch Art. 6 Abs. 1 GSD; Michel Daum, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kom-
mentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 35 N. 9 f.). Entgegen der 
Auffassung des Beschwerdeführers (Beschwerde S. 6 f.) sind die Weisun-
gen im Rahmen von Gerichtsverhandlungen oder Einvernahmen somit nicht 
Ausdruck eines Subordinationsverhältnisses, sondern dienen direkt der Um-
setzung der gesetzlichen Vorgaben zum Verfahren und dem reibungslosen 
Ablauf desselben. Die Anweisungen an Dolmetscherinnen und Dolmetscher 
sind denn auch in erster Linie organisatorischer Art (z.B. Weisungen zum 
zeitlichen Ablauf der Verhandlung [vgl. Beschwerde S. 6]). Auch das Merk-
blatt für Dolmetscherinnen und Dolmetscher der Justiz und der Strafverfol-
gungsbehörden des Kantons Bern (Version 14.1.14, S. 2; Akten FIN Bei-
lage 11 zur Beschwerde an die Vorinstanz [nachfolgend Merkblatt Dol-
metschwesen]) geht nicht über solche administrativen Regelungen hinaus 
(Beschwerde S. 12). In seiner Kerntätigkeit, dem Dolmetschen, ist der Be-
schwerdeführer nicht weisungsgebunden. Er behauptet auch nicht, dass ihm 
bezüglich des Dolmetschens konkrete Anweisungen gemacht werden. 
Daran ändert der Umstand nichts, dass teilweise Richterinnen oder Richter 
korrigierend in die Übersetzung eingreifen (Beschwerde S. 7). Insgesamt 

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überschreiten diese Anweisungen das Mass des beschränkten Weisungs-
rechts im Auftragsverhältnis (vgl. Art. 397 OR) nicht.

3.2 Der Beschwerdeführer ist ferner in Bezug auf die Gestaltung seiner 
Arbeitszeit frei, da ihn keine Einsatzpflicht trifft. So wird er jeweils von einer 
Behörde des Kantons Bern für einen möglichen Dolmetsch-Einsatz ange-
fragt. Dabei ist es ihm überlassen, ob er das Angebot annimmt oder ablehnt, 
wie der vom Beschwerdeführer eingereichten Anfrage zu entnehmen ist. Die 
Formulierung der Mitarbeiterin der Behörde in der erwähnten Anfrage, sie 
suche «einen …-Übersetzer», lässt zudem darauf schliessen, dass die 
Behörde auch nicht erwartet, der Beschwerdeführer werde dem Angebot 
Folge leisten (Akten FIN Beilage 13 zur Beschwerde an die Vorinstanz). Der 
Beschwerdeführer behauptet sodann auch nicht, dass er ohne seine Zustim-
mung für einen Termin aufgeboten werden könnte oder sich für kurzfristige 
Einsätze auf Abruf bereithalten müsste (Beschwerde S. 7). Dass er nach der 
Zusage zu einem Angebot von der jeweiligen Behörde vorgeladen wird und 
damit verpflichtet ist, an dem Termin persönlich zu erscheinen (vgl. als Bei-
spiel Akten FIN Beilage 13 zur Beschwerde an die Vorinstanz), ist kein Indiz 
für eine arbeitsrechtliche Eingliederung (Beschwerde S. 7 und 10 f.). So sind 
auch Beauftragte in zeitlicher Hinsicht nicht einfach frei, sondern können bei-
spielweise ihr Mandat nur niederlegen, sofern dies nicht zur Unzeit geschieht 
(Art. 404 OR). Dies gilt umso mehr, als sich die persönliche Erscheinungs-
pflicht der Dolmetscherinnen und Dolmetscher im Strafverfahren direkt aus 
der StPO ergibt (vgl. Art. 205 StPO). Schliesslich ist der Beschwerdeführer 
neben der Tätigkeit beim Kanton Bern auch für andere Unternehmen bzw. 
Behörden, unter anderem beim …, als Berater, Case-Manager und Dolmet-
scher tätig und erzielt dafür ein jährliches Einkommen von knapp Fr. 50'000.-
- (gemäss Berechnung 2020 der Ausgleichskasse des Kantons Bern, vgl. 
Akten PA Beilage 4; Beschwerde S. 3). Dieser Umstand ist ein weiteres Indiz 
dafür, dass der Beschwerdeführer in Bezug auf die Gestaltung seiner Ar-
beitszeit grundsätzlich frei und auch wirtschaftlich unabhängig ist (angefoch-
tener Entscheid E. 2.16; Vernehmlassung S. 2). Kommt hinzu, dass er mit 
Blick auf seine weiteren Beschäftigungen keiner Meldepflicht untersteht. 
Demgegenüber sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verpflichtet, alle ent-
schädigten Nebenbeschäftigungen zu melden (Art. 53 Abs. 4 PG i.V.m. 
Art. 203 Abs. 2 der Personalverordnung vom 18. Mai 2005 [PV; 

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BSG 153.011.1]). Auch die fehlende Meldepflicht ist ein Argument dafür, das 
zwischen den Parteien bestehende Vertragsverhältnis nicht als (öf-
fentlich-rechtlichen) Arbeitsvertrag zu qualifizieren.

3.3 Daneben sprechen zahlreiche weitere Kriterien gegen die Annahme 
eines Arbeitsverhältnisses: So erfasst bzw. kontrolliert die Behörde weder 
die Arbeitszeit des Beschwerdeführers noch bestehen Abmachungen zum 
Ferienbezug, was bei einem Arbeitsverhältnis üblich wäre (vgl. dazu z.B. 
BGer 4A_553/2008 vom 9.2.2009 E. 4.1). Leistung und Verhalten des Be-
schwerdeführers werden sodann nicht bewertet (vgl. dazu die Bestimmun-
gen für Mitarbeitende des Kanton Bern in Art. 161 ff. PV). Der Kanton ge-
währt dem Beschwerdeführer gemäss dem Merkblatt Dolmetschwesen 
(S. 2) zudem kein Gehalt bei Krankheit und Unfall. Der Beschwerdeführer 
bringt auch nicht vor, dass ihm ein solches jemals ausbezahlt wurde. Mitar-
beitende des Kantons haben demgegenüber gestützt auf Art. 65 PG einen 
Anspruch auf solche Gehaltsfortzahlungen. Nicht ersichtlich ist, was der Be-
schwerdeführer für sich ableiten möchte, wenn er ausführt, die fehlende Ge-
haltsfortzahlung bei Krankheit sei ein «Problem, das der Kanton negier[e]». 
Soweit er damit rügt, der Beschwerdegegner zahle zu Unrecht kein Gehalt 
bei Krankheit (Beschwerde S. 10), ist darauf hinzuweisen, dass im vorliegen-
den Verfahren zunächst anhand der gesamten Umstände des Einzelfalls zu 
entscheiden ist, ob es sich beim vertraglich begründeten Rechtsverhältnis 
zwischen Beschwerdeführer und Beschwerdegegner um ein Arbeitsverhält-
nis handelt. Erst nach dieser Vertragsqualifikation kann beurteilt werden, ob 
eine bestimmte Vertragsregelung zulässig ist oder eben nicht (vgl. auch 
BGer 4A_64/2020 vom 6.8.2020 E. 8.7.2).

3.4 Schliesslich trägt der Beschwerdeführer auch ein gewisses Unter-
nehmerrisiko, bemisst sich seine Entschädigung doch nach dem Umfang der 
von ihm erbrachten Leistungen. Er bringt zwar nachvollziehbar vor, er könne 
sich bei längerer, in etwa konstanter Abrufhäufigkeit auf ein bestimmtes Pen-
sum verlassen (Beschwerde S. 11 f.). Eine Vereinbarung darüber besteht al-
lerdings nicht. Gemäss Merkblatt Dolmetschwesen (S. 2) hat er keinen An-
spruch darauf, dass ihm eine bestimmte Anzahl Einsätze zugewiesen wird, 
sondern der Einsatz richtet sie nach Bedarf der zuständigen Behörde (vgl. 
zum zeitlichen Element auch hinten E. 3.6). Weiterer Risikofaktor ist, dass 

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der Beschwerdeführer bei Krankheit oder Unfall kein Gehalt erhält (vgl. 
E. 3.3 hiervor). Demgegenüber ist das finanzielle Risiko des Kantons äus-
serst gering. Eine solche Risikoverteilung zu Ungunsten des Beschwerde-
führers spricht ebenfalls gegen das Vorliegen eines Arbeitsvertrags (vgl. 
BGer 4A_64/2020 vom 6.8.2020 E. 8.7; für ein Gegenbeispiel BV-
Ger A-4779/2019 vom 16.3.2020 E. 4.2.2).

3.5 In formeller Hinsicht gegen ein Arbeitsverhältnis sprechen schliess-
lich die Umstände, dass die Parteien keinen schriftlichen Vertrag im Sinn von 
Art. 16 Abs. 1 PG abgeschlossen haben (Beschwerde S. 4; angefochtener 
Entscheid E. 2.2), das Merkblatt Dolmetschwesen (S. 2) den Dolmetschver-
trag als «Auftragsverhältnis im Sinne von Art. 394 ff. [OR]» qualifiziert und 
Dolmetscherinnen und Dolmetscher gemäss Art. 6 Abs. 1 GSD als Sachver-
ständige gelten (vgl. vorne E. 3.1), womit deren Einsätze gestützt auf 
Art. 184 Abs. 5 StPO grundsätzlich jederzeit widerrufen werden können (an-
gefochtener Entscheid E. 2.15).

3.6 Demgegenüber kann der Beschwerdeführer daraus, dass er bereits 
seit mehreren Jahren für die bernischen Justiz- und Strafverfolgungsbehör-
den Einsätze leistet (vgl. Beschwerde S. 11), nichts Entscheidendes für sich 
ableiten. Allein die Dauer der fraglichen Tätigkeit eignet sich grundsätzlich 
nicht, um den Auftrag und den Arbeitsvertrag klar voneinander abzugrenzen 
(vgl. Robert Schibli, öffentlich-rechtlicher Auftrag, N. 179 mit Hinweisen). 
Wäre dieses Kriterium entscheidend für die Qualifikation des Rechtsverhält-
nisses, könnte dies dazu führen, dass Behörden (um der Qualifikation als 
Arbeitsverhältnis zu entgehen) einzelne Geschäfte auf eine Vielzahl von Per-
sonen vergeben würden, anstatt regelmässig auf dieselben qualifizierten und 
geeigneten Personen zu setzen (vgl. Robert Schibli, öffentlich-rechtlicher 
Auftrag, N. 180). Das zeitliche Element könnte allenfalls mehr Gewicht ha-
ben, wenn Dolmetscherinnen und Dolmetscher beispielsweise für die Kom-
munikationsüberwachung über lange Zeit regelmässig für die gleiche 
Behörde tätig sind (vgl. Robert Schibli, öffentlich-rechtlicher Auftrag, N. 190; 
ders., Verfahren und Rechtsschutz, S. 450; vgl. aber 
VGer ZH PB.2006.00035 vom 27.6.2007 [bestätigt durch 
BGer 1C_252/2007 vom 5.3.2008], in welchem ein Dolmetscher wegen feh-
lender Subordination nicht als Arbeitnehmer qualifiziert wurde, obwohl er 

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über mehrere Jahre und im Durchschnitt während über 60 Stunden pro Wo-
che für dieselbe Amtsstelle im Rahmen der Telefonüberwachung tätig war). 
Die Situation des Beschwerdeführers liegt aber anders, ist er doch im Kanton 
Bern jeweils für unterschiedliche Behörden und im Einzelfall tätig (vgl. 
Lohnausweise und Gehaltsabrechnungen; Akten FIN Beilagen 4 und 9 zur 
Beschwerde an dieVorinstanz). Weiter lässt die Tatsache, dass der Be-
schwerdeführer seine Arbeit in den Räumlichkeiten kantonaler Behörden 
verrichtet (Beschwerde S. 5), nicht auf eine arbeitsvertragliche Eingliederung 
schliessen. Denn wie der Kanton zu Recht vorbringt, ist es eine notwendige 
Begleiterscheinung der Dolmetschtätigkeit, dass diese in den Räumlichkei-
ten jener Behörde geleistet wird, welche die jeweilige Dolmetscherin bzw. 
den jeweiligen Dolmetscher engagiert hat (angefochtener Entscheid E. 2.12; 
vgl. auch Tanja Huber et al., Sprachdienstleistungen in juristischen Verfah-
ren, in 
Justice-Justiz-Giustizia 2023/1, Rz. 28).

3.7 Ausschlaggebend für die Annahme eines Arbeitsverhältnisses ist 
gemäss dem Beschwerdeführer vor allem die Tatsache, dass der Kanton 
von seiner Entschädigung Sozialversicherungsbeiträge abzieht, ihn bei der 
bernischen Pensionskasse und gegen Unfälle versichert und ihm eine Feri-
enentschädigung auszahlt. Zudem hat ihm der Kanton eine Personal-Num-
mer zugewiesen und stellt ihm Gehaltsabrechnungen aus, in welchen er die 
Beschäftigung als «Anstellung» bezeichnet (Beschwerde S. 5 f. und 8 ff.). – 
Dem Beschwerdeführer ist insoweit zuzustimmen, als diese Merkmale bei 
der Gesamtbetrachtung als Indizien für einen Arbeitsvertrag durchaus zu 
berücksichtigen sind. Entgegen seiner Auffassung kommt ihnen als formelle 
Kriterien bei der Vertragsqualifikation allerdings nur untergeordnete Bedeu-
tung zu (vgl. vorne E. 2.6). So mag zwar der Vermerk «Anstellung» in den 
Gehaltsabrechnungen für einen Arbeitsvertrag sprechen (Akten FIN Bei-
lage 9 zur Beschwerde an die Vorinstanz; vgl. vorne E. 2.6). Zu beachten ist 
aber, dass im Merkblatt Dolmetschwesen (S. 2) der Dolmetschvertrag aus-
drücklich als «Auftragsverhältnis im Sinne von Art. 394 ff. [OR]» benannt 
wird. Die gegensätzlichen Bezeichnungen geben mithin kaum Aufschluss 
über die rechtliche Qualifikation des Rechtsverhältnisses. Analoges gilt für 
den Umstand, dass der Kanton Sozialabzüge tätigt, den Beschwerdeführer 

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bei der Pensionskasse und gegen Unfälle versichert und eine Ferienent-
schädigung ausbezahlt. Diese Leistungen beruhen auf einer Regelung im 
Merkblatt Dolmetschwesen (S. 2), in welchem der Dolmetschvertrag – wie 
erwähnt – als Auftrag qualifiziert wird und zudem Gehaltsfortzahlungen bei 
Krankheit oder Unfall ausgeschlossen werden. Die Intention hinter diesen 
Leistungen dürfte eher auf einem sozialen Gedanken beruhen als Ausdruck 
der Absicht sein, einen Arbeitsvertrag abzuschliessen. Auch aus dem Ge-
sichtspunkt, dass der Kanton Gehaltsabrechnungen mit einer individuellen 
Personal-Nummer ausstellt (vgl. Akten FIN Beilage 9 zur Beschwerde an die 
Vorinstanz), kann der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten ableiten, 
zumal die FIN nachvollziehbar darlegt, dass es sich bei den Gehaltsabrech-
nungen um Standardformulare handelt (angefochtener Entscheid E. 2.17). 
Diesen administrativen Formalitäten kommt für die strittige Frage der Ver-
tragsqualifikation keine wesentliche Bedeutung zu.

3.8 Schliesslich bringt der Beschwerdeführer vor, es könne politisch und 
rechtlich nicht gewollt sein, dass er sozialversicherungsrechtlich als Un-
selbständiger qualifiziert wird und damit von der Ausgleichskasse keine Co-
rona-Erwerbsersatzentschädigung erhält, ihm aber gleichzeitig für die Zeit 
während der Pandemie keine Lohnfortzahlung gewährt wird (Beschwerde 
S. 9). Dem ist entgegenzuhalten, dass die Einheit der Rechtsordnung zwar 
ein Rechtsideal ist, dieses allerdings nicht überall erreicht wird (vgl. dazu 
Rehbinder/Stöckli, in Berner Kommentar, 2010, Art. 319 OR N. 45). Die so-
zialversicherungs- und zivilrechtlichen Rechtsgebiete gehen von eigenen 
Begriffsumschreibungen aus (vgl. vorne E. 2.6; zur Massgeblichkeit der zi-
vilrechtlichen Abgrenzungskriterien bei den hier interessierenden öffentlich-
rechtlichen Rechtsverhältnissen vorne E. 2.3). So wird der sozialversiche-
rungsrechtliche Begriff der unselbstständigen Erwerbstätigkeit weiter gefasst 
als der zivilrechtliche (BVR 2010 S. 180 E. 3.2.2). Die zivilrechtlichen Ver-
hältnisse geben zwar allenfalls gewisse Anhaltspunkte für die AHV-rechtli-
che Qualifikation der Entschädigung, binden die Sozialversicherungsträger 
aber nicht (Ueli Kieser, Kommentar zum ATSG, 4. Aufl. 2020, Art. 10 N. 9).

3.9 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass eine Vielzahl gewichtiger 
Kriterien gegen die Annahme eines Arbeitsvertrags sprechen. So untersteht 

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der Beschwerdeführer lediglich einem beschränkten Weisungsrecht und be-
steht für ihn keine Einsatzpflicht. Er kann seine Arbeitszeit wie auch seine 
Ferien frei organisieren. Zudem werden weder seine Arbeitsleistung noch 
sein Verhalten beurteilt. Er hat auch keinen Anspruch auf Gehalt bei Krank-
heit oder Unfall und trägt, im Gegensatz zum Kanton, auch ein gewisses 
unternehmerisches Risiko. Schliesslich ist in formeller Hinsicht zu berück-
sichtigen, dass kein Arbeitsvertrag unterzeichnet wurde, im einschlägigen 
Merkblatt Dolmetschwesen (S. 2) das Vertragsverhältnis als Auftrag qualifi-
ziert wird und Dolmetscherinnen und Dolmetscher gemäss GSD als Sach-
verständige gelten, was allerdings nur untergeordnete Bedeutung hat. We-
niger Gewicht beizumessen ist auch den an sich gegenläufigen, aber bloss 
formellen Merkmalen wie dem Abzug von Sozialbeiträgen, der Auszahlung 
von Ferienentschädigungen, der Versicherung bei der Pensionskasse und 
für Unfälle, dem Ausstellen von Gehaltsabrechnungen, in welchem von «An-
stellung» die Rede ist, und der Zuteilung einer Personal-Nummer. In Würdi-
gung der Gesamtumstände überwiegen die Kriterien, die gegen das Vorlie-
gen eines Arbeitsverhältnisses bzw. für ein Auftragsverhältnis sprechen. Vor 
diesem Hintergrund kann offengelassen werden, ob die durch Art. 59 des 
Dekrets vom 24. März 2010 betreffend die Verfahrenskosten und die Ver-
waltungsgebühren der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft (Ver-
fahrenskostendekret, VKD; BSG 161.12) und einen Regierungsratsbe-
schluss (Merkblatt Dolmetscherwesen S. 2) geregelte Entschädigung von 
Dolmetscherinnen und Dolmetschern zusätzlich für die Annahme eines Ar-
beitsvertrags spricht oder im Gegenteil für ein Auftragsverhältnis (Be-
schwerde S. 10; angefochtener Entscheid E. 2.21). Es besteht schliesslich 
auch kein Grund, das Auftragsverhältnis wegen Umgehung gesetzlicher 
Schutzbestimmungen als Arbeitsverhältnis anzusehen, soweit eine solche 
«Umdeutung» des Vertrags im Fall eines öffentlich-rechtlichen Auftrags 
überhaupt in Betracht kommen sollte (weiterführend dazu Felix Uhlmann, 
Der öffentlich-rechtliche Auftrag, in Belser/Waldmann [Hrsg.], Mehr oder we-
niger Staat?, Festschrift für Peter Hänni zum 65. Geburtstag, 2015, 
S. 277 ff., 281 f.).

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4.

Das Vertragsverhältnis zwischen den Parteien ist somit nicht als Arbeitsver-
trag zu qualifizieren. Bei diesem Ergebnis kann auf Weiterungen zur Frage, 
ob hier sog. «unechte» Arbeit auf Abruf zur Diskussion steht (vgl. angefoch-
tener Entscheid E. 2.23 ff.; Beschwerde S. 14), verzichtet werden. Die
Vorinstanz hat mithin zu Recht auf das Vorliegen eines (öffentlich-rechtli-
chen) Auftragsverhältnisses geschlossen und die aus dem Bestehen eines 
Arbeitsverhältnisses abgeleiteten Ansprüche des Beschwerdeführers ver-
worfen.

5.

Nach dem Erwogenen hält der angefochtene Entscheid der Rechtskontrolle 
stand. Die Beschwerde erweist sich als unbegründet und ist abzuweisen. Bei 
diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer die Verfahrens-
kosten zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Parteikosten sind keine zu spre-
chen (Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 VRPG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 3'500.--, werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe entnom-
men.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

4. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführer
- Beschwerdegegner

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Der Abteilungspräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 
Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun-
desgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden. Der Streitwert im Sinn von Art. 51 ff. 
i.V.m. Art. 85 Abs. 1 BGG erreicht Fr. 15'000.--.