# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 40f9189d-5a32-566a-a974-b08ff9cf3ed6
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2006-01-13
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 13.01.2006 S 2005 124
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2005-124_2006-01-13.pdf

## Full Text

S 05 124
2. Kammer als Versicherungsgericht

URTEIL
vom 13. Januar 2006

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

1. …, geboren am 26. August 1965, war als Schichtarbeiter bei der Firma … AG 

in … angestellt und somit bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt 

(SUVA) obligatorisch versichert. Am 22. Dezember 2000 reinigte der 

Versicherte eine Maschine und schlug beim Aufrichten den Kopf an einer 

Eisenplatte an, was zu einer Rissquetschwunde führte. Anamnetisch ist 

unklar, ob posttraumatisch eine Bewusstlosigkeit bestanden hat. Ebenfalls 

unklar ist, ob Schwindelbeschwerden nach dem Unfall vorhanden waren. Der 

Versicherte war in der Folge während einigen Tagen arbeitsunfähig, ab dem 

01. Januar 2001 bestand wieder eine volle Arbeitsfähigkeit. Ein im Oktober 

2001 erlittenes Knalltrauma blieb ohne erkennbare Folgen.

2. Am 22. September 2004 traten beim Versicherten plötzlich 

Schwindelbeschwerden mit Falltendenz nach rechts auf und es erfolgte eine 

Rückfallmeldung an die SUVA. Der konsultierte ORL-Spezialarzt Dr. … 

diagnostizierte in seinem Bericht vom 08. Oktober 2004 rezidivierende 

Schwindelbeschwerden bei Hinweisen für Lagerungsschwindel, ev. 

posttraumatisch. Dr. …, Facharzt ORL der SUVA-Abteilung Arbeitsmedizin, 

kam im Bericht vom 12. November 2004 zum Schluss, dass die aktuellen 

Schwindelbeschwerden mit Wahrscheinlichkeit Folge des Unfalles vom 22. 

Dezember 2000 seien und die Abklärungs- und Behandlungskosten von der 

SUVA übernommen werden sollten. Eine Arbeitsunfähigkeit bestand nach 

seiner Auffassung nur bei Tätigkeiten, welche mit Sturz- oder 

Absturzgefährdung verbunden waren. Der Hausarzt des Versicherten, Dr. …, 

schrieb ihn ab 23. September 2004 voll und ab 01. Dezember 2004 zu 50% 

arbeitsunfähig. Die SUVA anerkannte den Rückfall und erbrachte die 

gesetzlichen Leistungen.

3. Am 22. Dezember 2004 erfolgte eine ambulante Untersuchung im 

Interdisziplinären Zentrum für Schwindel und Gleichgewichtsstörungen am 

Universitätsspital Zürich. Dr. … und Dr. …, Fachärzte ORL, kamen im Bericht 

vom 22. Dezember 2004 zum Schluss, dass beim Beschwerdeführer keine 

unfallbedingte oto-neurologische Pathologie bestehe, sondern eine 

Depression mit chronischen, rechtsseitigen Kopfschmerzen und einem 

phobischen Schwankschwindel. Gestützt auf diesen Bericht stellte die SUVA 

mit Verfügung vom 15. März 2005 die Versicherungsleistungen per 31. März 

2005 ein. Zur Begründung wurde ausgeführt, dass beim Versicherten keine 

behandlungsbedürftigen Unfallfolgen mehr vorliegen würden. Die noch 

geklagten Beschwerden seien organisch als Folgen des erlittenen Unfalls 

nicht mehr erklärbar. Verantwortlich dafür seien psychische Gründe, welche 

zum Unfall nicht in einem rechtserheblichen Zusammenhang stünden. Gegen 

diese Verfügung hat der Versicherte am 15. April 2005 Einsprache erhoben, 

welche mit Entscheid vom 15. Juni 2005 vollumfänglich abgewiesen wurde.

4. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob der Versicherte am 19. September 

2005 frist- und formgerecht Beschwerde beim Verwaltungsgericht des 

Kantons Graubünden. Er beantragte dessen Aufhebung, die Ausrichtung von 

Taggeldern auf der Basis einer 50%-igen Arbeitsunfähigkeit sowie die 

Übernahme der Heilungskosten rückwirkend ab 01. April 2005. Eventualiter 

sei der Fall im Sinne der Erwägungen an die SUVA zur Neubeurteilung 

zurückzuweisen. Als Beweismittel wurden ein Bericht der psychiatrischen 

Dienste Graubünden, Klinik …, von Dr. … vom 02. Juni 2005 und ein 

ausführliches ärztliches Zeugnis von Dr. … vom 09. September 2005 zu den 

Akten gereicht. In der Begründung wird im Wesentlichen ausgeführt, dem 

Bericht des Interdisziplinären Zentrums für Schwindel und 

Gleichgewichtsstörungen vom 22. Dezember 2004 stehe das ausführliche 

ärztliche Zeugnis des Hausarztes, Dr. …, vom 09. September 2005 entgegen, 

welcher die Kausalitätswahrscheinlichkeit der beiden Unfälle für die aktuellen 

Schwindelbeschwerden als gross erachte. Fest stehe ferner, dass Dr. … und 

Dr. … nur wenige Wochen vor der Beurteilung durch das Interdisziplinäre 

Zentrum für Schwindel und Gleichgewichtsstörungen von klaren Unfallfolgen 

mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ausgegangen seien. Aus der 

Tatsache, dass die Psychiaterin Dr. … festgestellt habe, dass aus 

psychiatrischer Sicht die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers nicht 

eingeschränkt sei, könne der Schluss gezogen werden, dass die 

unbestrittenermassen bestehende (teilweise) Arbeitsunfähigkeit des 

Beschwerdeführers organisch bedingt sei.

5. In ihrer Vernehmlassung vom 08. November 2005 beantragte die SUVA die 

Abweisung der Beschwerde und hält am Einspracheentscheid vom 15. Juni 

2005 fest. Aufgrund der ärztlichen Berichte, insbesondere der Beurteilung 

durch das Interdisziplinäre Zentrum für Schwindel und 

Gleichgewichtsstörungen vom 22. Dezember 2004, ergebe sich, dass beim 

Beschwerdeführer keine somatischen Unfallfolgen mehr vorliegen würden, 

weshalb unter Berücksichtigung dieses Aspekts auch keine 

Heilbehandlungen mehr notwendig seien und auch keine Arbeitsunfähigkeit 

bestehe. Hingegen ergebe sich beim Beschwerdeführer aufgrund der 

ärztlichen Berichte klar ein psychisches Beschwerdebild. Dafür habe die 

Beschwerdegegnerin aber nur einzustehen, wenn ein natürlicher und 

adäquater Kausalzusammenhang zum Unfallereignis bestehe. Da der 

adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den psychischen 

Störungen des Beschwerdeführers verneint werden müsse, bestehe keine 

Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin. Die Frage nach dem natürlichen 

Kausalzusammenhang könne deshalb offen bleiben.

Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften wird, soweit 

erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Gegenstand der rechtlichen Auseinandersetzung bilden vorliegend die 

Fragen, ob bezogen auf die Forderung nach Ausrichtung von Taggeldern 

sowie Heilkosten rückwirkend ab 01. April 2005 noch Unfallfolgen vorliegen, 

welche die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigen und ob die Beschwerdegegnerin 

den Sachverhalt genügend abgeklärt hat.

2. a) Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 

werden bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten 

Versicherungsleistungen gewährt. Die SUVA haftet jedoch für einen 

Gesundheitsschaden nur insoweit, als dieser nicht nur in einem natürlichen, 

sondern auch in einem adäquaten Kausalzusammenhang zu einem 

versicherten Ereignis steht (BGE 119 V 338 Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b). 

Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhanges sind alle 

Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als 

eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit 

eingetreten gedacht werden kann. Ob zwischen dem versicherten Ereignis 

und dem Gesundheitsschaden ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, 

ist anhand der medizinischen Unterlagen zu prüfen. Diese Tatfrage beurteilt 

sich nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit. Die blosse Möglichkeit des 

Zusammenhanges genügt für die Begründung eines Leistungsanspruches 

nicht (BGE 119 V 338 Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b). Ob bei Vorliegen eines 

natürlichen Kausalzusammenhanges zwischen dem versicherten Ereignis 

und der eingetretenen gesundheitlichen Schädigung auch der erforderliche 

adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalzusammenhang besteht, ist eine 

Rechtsfrage, deren Beantwortung der Verwaltung (und im Beschwerdefall 

dem Richter) und nicht dem Arzt obliegt. Nach der Rechtsprechung hat ein 

Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach 

dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen 

Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des 

eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das 

Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 115 V 405 Erw. 4a und 135 

Erw. 4a).

b) Dr. …, Spezialarzt FMH ORL, berichtete am 08. Oktober 2004, dass beim 

Beschwerdeführer am 22. September 2004 beim Aufstehen plötzlich 

Schwindelbeschwerden mit Falltendenz nach rechts aufgetreten seien, 

teilweise lageabhängig. Dr. … ersuchte die Beschwerdegegnerin um 

Abklärungen, ob die Behandlung des möglicherweise posttraumatischen 

Lagerungsschwindels zulasten der Beschwerdegegnerin durchgeführt 

werden könne. Zu diesem Zweck wurde das Dossier der Abteilung 

Arbeitsmedizin der Beschwerdegegnerin unterbreitet. Dr. …, Facharzt ORL, 

nahm am 12. November 2004 Stellung. Er führte die von Dr. … festgestellte 

Problematik “mit Wahrscheinlichkeit“ auf den Unfall vom 22. Dezember 2000 

zurück und befürwortete die Übernahme der Behandlung der noch 

notwendigen Kontrollen bei Dr. … zulasten der Beschwerdegegnerin. Am 12. 

Oktober 2004 ersuchte Dr. … das Interdisziplinäre Zentrum für Schwindel und 

Gleichgewichtsstörungen des Universitätsspitals Zürich um weitere 

Abklärungen. Das von Dr. … veranlasste MRI durch das Zentrale 

Röntgeninstitut, Radiologie Kantonsspital, ergab keinen Befund und 

insbesondere keinen Nachweis eines Schädelbasisprozesses. Dr. … und Dr. 

…, Fachärzte ORL, hielten in ihrem Neuro-Otologie Bericht vom 22. 

Dezember 2004 fest, beim Beschwerdeführer bestehe eine Depression mit 

chronischen, rechtsseitigen Kopfschmerzen und einem phobischen 

Schwankschwindel. Aus ihrer Sicht sei es zentral, den Patienten wieder 

psychiatrisch abzuklären und eine antidepressive Therapie zu beginnen. 

Bezüglich des Schwankschwindels sei der Beschwerdeführer über die 

Gutartigkeit aufgeklärt worden. Ihm sei auch empfohlen worden, sich 

möglichst wieder aktiv zu bewegen und evtl. Ballsportarten zu betreiben. Eine 

unfallbedingte oto-neurologische Pathologie bestehe nicht. Am 17. Februar 

2005 berichtete Dr. …, dass der Beschwerdeführer nach wie vor über 

rechtsseitige Kopfbeschwerden klage, welche seit dem Unfall bestünden. 

Ebenso bestehe eine an Intensität wechselnde Vergesslichkeit, welche 

subjektiv seit dem Unfall zugenommen habe. Anlässlich der Untersuchung 

hätten sich keine Hinweise mehr für einen Lagerungsschwindel gezeigt. Dr. 

… kam am 01. März 2005 zum Ergebnis, dass beim Beschwerdeführer keine 

organischen Unfallfolgen mehr bestünden und die Arbeitsfähigkeit im Rahmen 

organischer Unfallfolgen nicht mehr eingeschränkt sei. Wegen des 

phobischen Schwankschwindels sei er nicht geeignet für Tätigkeiten auf 

ungesicherten Gerüsten und Leitern, sonst jedoch nicht in der Arbeitsfähigkeit 

eingeschränkt. Dr. …, Spezialarzt FMH für Neurologie, hielt in seinem Bericht 

vom 17. Februar 2005 fest, der Neurostatus zeige keine Befunde, welche für 

eine aktuelle periphere oder zentrale vestibuläre bzw. eine cerebelläre Läsion 

sprechen würden – aus diesem Grund sei auch aus neurologischer Sicht den 

Beurteilungen von Dr. … und dem Interdisziplinären Zentrum für Schwindel 

und Gleichgewichtsstörungen zuzustimmen. Dr. …, Oberärztin an der 

Psychiatrischen Klinik Waldhaus, ging in ihrem Bericht vom 02. Juni 2005 

davon aus, der Beschwerdeführer sei aus psychiatrischer Sicht zu 100% 

arbeitsfähig unter Berücksichtigung, dass er nicht mehr an exponierten 

Stellen, auf Leitern und unter anderen grösseren Belastungen arbeiten könne. 

Der Hausarzt, Dr. …, erachtete in seinem ärztlichen Zeugnis vom 09. 

September 2005 die Kausalitätswahrscheinlichkeit der beiden Unfälle für die 

aktuellen Schwindelbeschwerden als gross.

c) Der Beschwerdeführer versucht, die Aussagekraft des Berichts von Dr. … und 

Dr. …, Interdisziplinäres Zentrum für Schwindel und 

Gleichgewichtsstörungen, vom 22. Dezember 2004 mit dem Hinweis auf die 

Einschätzung von Dr. …, welche den Beschwerdeführer aus psychiatrischer 

Sicht als zu 100% arbeitsfähig ansah, abzuwerten, da diese beim 

Beschwerdeführer eine Depression und einen phobischen Schwankschwindel 

festgestellt haben. Dem ist in Übereinstimmung mit der Beschwerdegegnerin 

zu entgegnen, dass die zentrale Aussage im Bericht der ORL-Klinik nicht in 

der psychiatrischen Diagnose besteht, sondern darin, dass beim 

Beschwerdeführer keine unfallbedingte oto-neurologische Pathologie besteht. 

Die Berichte widersprechen sich in ihrer wesentlichen Aussage also 

keineswegs. Das Interdisziplinäre Zentrum für Schwindel und 

Gleichgewichtsstörungen wurde nicht angefragt, um die psychische 

Problematik des Beschwerdeführers exakt zu beschreiben, sondern zu einer 

eingehenden Schwindelabklärung, wie dies Dr. … am 12. Oktober 2004 

formulierte - offensichtlich um Hinweise für die weiterführende Behandlung zu 

erhalten. Ob die Umschreibung der psychischen Problematik exakt mit jener 

von Dr. … übereinstimmt, ist für die Beurteilung der Unfallkausalität nicht von 

Bedeutung und kann letztlich offen gelassen werden (vgl. dazu die 

Ausführungen unter E.3b hienach). Der Beschwerdeführer vertritt weiter die 

Auffassung, dass für die Beurteilung des Kausalzusammenhangs zwischen 

seinen Schwindelbeschwerden und dem Unfall auf den Bericht seines 

Hausarztes Dr. … vom 09. September 2005 abzustellen sei. Diesbezüglich 

hat die Beschwerdegegnerin zutreffend ausgeführt, dass der Bericht eines 

Hausarztes von vorneherein mit einer gewissen Zurückhaltung zu würdigen 

ist, da Hausärzte wegen ihrer Vertrauensposition eher zugunsten ihrer 

Patienten aussagen (BGE 125 V 353 Erw. 3b/cc). Daneben überzeugt der 

fragliche Bericht von Dr. … aber auch inhaltlich nicht. Zu beurteilen war eine 

ausgesprochene ORL-Problematik, für welche sogar der Spezialarzt Dr. … 

die entsprechende Fachklinik des Universitätsspitals Zürich beizog. 

Es ist sachlich wenig überzeugend, wenn der Beschwerdeführer unter 

Berufung auf den Allgemeinpraktiker Dr. … den Aussagewert des Berichts der 

ORL-Klinik in Frage stellen will. In der Sache selbst bringt Dr. … nichts vor, 

was die Überlegungen der ORL-Klinik oder von Dr. … als zweifelhaft oder gar 

als unrichtig würden erscheinen lassen. Dr. … führt für seine Auffassung keine 

inhaltlichen und nachvollziehbaren Argumente an. Er referiert im 

Wesentlichen die Krankengeschichte, die Erfolglosigkeit der medikamentösen 

Behandlung mit Psychopharmaka und macht dann einen Hinweis darauf, 

dass Dr. … eine medizinische Beurteilung abgegeben habe, ohne den 

Patienten gesehen zu haben. Weiter führt er einfach die beiden 

Unfallereignisse vom 22. Dezember 2000 sowie das Knalltrauma vom 08. 

Oktober 2001 an – das zweite ist unbestrittenermassen aber vorliegend gar 

nicht von Bedeutung. Dann erwähnt er die Vorgeschichte des 

Beschwerdeführers, wobei nach seiner Auffassung die psychischen 

Belastungen keine Hauptrolle spielen würden. An diese Überlegungen 

schliesst seine Beurteilung der Kausalität an. Diese Schlussfolgerung steht 

völlig isoliert im Bericht, und sie folgt in keiner Art und Weise nachvollziehbar 

oder auch nur plausibel aus den vorausgehenden Überlegungen. Weiter 

macht der Beschwerdeführer geltend, Dr. … und Dr. … seien nur wenige 

Wochen vor der Beurteilung durch die ORL-Klinik des Universitätsspitals 

Zürich von klaren Unfallfolgen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit 

ausgegangen. Dieser Standpunkt steht in klarem Widerspruch zur Aktenlage: 

Weder Dr. … noch Dr. … sind von eindeutigen Unfallfolgen ausgegangen. Dr. 

… hat die Schwindelbeschwerden in seinem Bericht vom 12. November 2004 

ausdrücklich “mit Wahrscheinlichkeit“ als Folge des Unfalls angesehen, so 

dass die Abklärungs- und Behandlungskosten zu übernehmen seien. Weder 

er noch Dr. … haben sich in anderer Form über den Kausalzusammenhang 

ausgesprochen. Im Gegenteil: Gerade Dr. … wollte die näheren Umstände 

durch die ORL-Klinik des Universitätsspitals Zürich abklären lassen. Am 17. 

Februar 2005 hat er zuhanden der Beschwerdegegnerin ausgeführt, bei der 

Lagerungsprüfung des Beschwerdeführers hätten sich keine Hinweise mehr 

für einen Lagerungsschwindel finden lassen. Dr. … hat am 01. März 2005 – 

gestützt auf den ORL-Bericht des Universitätsspitals Zürich vom 22. 

Dezember 2004 und auf den aktuellen Bericht von Dr. … vom 17. Februar 

2005 - festgehalten, die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers sei rein im 

Rahmen organischer Unfallfolgen nicht mehr eingeschränkt. Die 

Einschätzungen dieser beiden Ärzte stehen somit keineswegs im 

Widerspruch zur Beurteilung von Dr. … und Dr. … vom 22. Dezember 2004, 

wie dies der Beschwerdeführer geltend machen will.

Aufgrund der ärztlichen Einschätzungen, insbesondere derjenigen von Dr. … 

und Dr. … vom 22. Dezember 2005, muss davon ausgegangen werden, dass 

beim Beschwerdeführer keine somatischen Unfallfolgen mehr vorliegen. 

Gestützt wird dies im Weiteren auch durch die Tatsache, dass Dr. … am 16. 

Februar 2005 beim Beschwerdeführer keine neurologischen Befunde hat 

erheben können. Die Beschwerde erweist sich somit in diesem Punkt als 

unbegründet und ist abzuweisen. Hingegen ergibt sich beim 

Beschwerdeführer aufgrund der ärztlichen Berichte ein psychisches 

Beschwerdebild. Dafür hat die Beschwerdegegnerin aber nur einzustehen, 

wenn ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang zum 

Unfallereignis besteht. Diese Frage ist im Folgenden zu prüfen.

3. a) Das EVG hat in BGE 115 V 133 ff. erkannt und seither in konstanter 

Rechtsprechung (BGE 124 V 44 Erw. 5c/bb, BGE 121 V 355) bestätigt, dass 

für die Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhanges an das 

Unfallereignis anzuknüpfen ist. Die Bejahung des adäquaten 

Kausalzusammenhanges setzt voraus, dass dem Unfall eine massgebende 

Bedeutung zukommt. Die Frage, ob sich das Unfallereignis und eine 

psychisch bedingte Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit im Sinne eines 

adäquaten Verhältnisses von Ursache und Wirkung entsprechen, ist u.a. im 

Hinblick auf die Gebote der Rechtssicherheit und der rechtsgleichen 

Behandlung der Versicherten aufgrund einer objektivierten 

Betrachtungsweise zu prüfen. Ausgehend vom augenfälligen 

Geschehensablauf wurde folgende Einteilung vorgenommen: banale bzw. 

leichte Unfälle einerseits, schwere Unfälle andererseits, und schliesslich der 

dazwischenliegende mittlere Bereich, sog. mittelschwere Unfälle. 

Massgebend für die Einteilung der Unfälle ist das objektiv erfassbare 

Unfallereignis, nicht das Unfallerlebnis der betroffenen Person (RKUV 1995 

S. 90).

b) Der Beschwerdegegnerin ist zuzustimmen, wenn der vorliegende Unfall des 

Beschwerdeführers im unteren mittleren Bereich angesiedelt wurde. Dem 

Unfallereignis wurde in Prüfung der entsprechenden Kriterien (besonders 

dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; 

die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen, insbesondere 

ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen 

auszulösen; ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung; 

körperliche Dauerschmerzen; ärztliche Fehlbehandlung, welche die 

Unfallfolgen erheblich verschlimmert; schwieriger Heilungsverlauf und 

erhebliche Komplikationen; Grad und Dauer der physisch bedingten 

Arbeitsunfähigkeit) keine massgebende Bedeutung für die Entstehung der 

psychischen Störungen im Sinne der zitierten Rechtsprechung beigemessen, 

weshalb der adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den 

psychischen Beeinträchtigungen des Beschwerdeführers zu Recht verneint 

wurde.

4. a) Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwaltung 

oder den Richter bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, ein 

bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten 

und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden 

Ergebnis nichts mehr ändern, so ist auf die Abnahme weiterer Beweise zu 

verzichten (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. BGE 122 II 469 Erw. 4a, 122 III 

223 Erw. 3c, 120 Ib 229 Erw. 3c mit Hinweis). In einem solchen Vorgehen liegt 

kein Verstoss gegen das rechtliche Gehör (BGE 124 V 94 Erw. 4b, 122 V 162 

Erw. 1d mit Hinweis).

b) Der Beschwerdeführer beantragt die Einholung eines Fachgutachtens durch 

einen ORL-Spezialisten, da divergierende ärztliche Stellungnahmen zur 

Frage der Unfallkausalität vorliegen würden. Wie ausgeführt wurde (vgl. E.3c 

hievor), kann entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers in dieser 

Frage sehr wohl auf den Bericht von Dr. … und Dr. …, Fachärzte ORL, vom 

22. Dezember 2004 abgestellt werden. Es ist der Beschwerdeschrift nicht zu 

entnehmen und sachlich nicht nachvollziehbar, welche neuen Erkenntnisse 

eine weitere Begutachtung bringen könnte. Im angefochtenen 

Einspracheentscheid ist aufgrund der vorhandenen Akten zu Recht und mit 

guten Gründen festgestellt worden, dass beim Beschwerdeführer keine 

somatischen Unfallfolgen mehr vorliegen, sondern sich ein psychisches 

Beschwerdebild ergibt, für welches indessen der adäquate 

Kausalzusammenhang fehlt (vgl. E.4 hievor). Der Beweisantrag nach 

Einholung eines zusätzlichen Fachgutachtens durch einen ORL-Spezialisten 

wird aus diesen Gründen abgewiesen.

5. Der angefochtene Einspracheentscheid erweist sich somit als rechtmässig, 

und die dagegen erhobene Beschwerde ist vollumfänglich abzuweisen.

Gemäss Art. 61 lit. a ATSG ist das kantonale Beschwerdeverfahren ausser in 

Fällen leichtsinniger oder mutwilliger Beschwerdeführung kostenlos. 

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.