# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 18c3330d-fffb-5771-9743-8f15d1b97ccc
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-04-12
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 12.04.2021 D-506/2019
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-506-2019_2021-04-12.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-506/2019 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 2 .  A p r i l  2 0 2 1  

Besetzung 
 Richterin Nina Spälti Giannakitsas (Vorsitz), 

Richterin Roswitha Petry,  

Richter Simon Thurnheer, 

Gerichtsschreiber Linus Sonderegger. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Sri Lanka,   

vertreten durch Marcel Bosonnet, Rechtsanwalt,  

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 21. Dezember 2018 / N (…). 

 

 

 

D-506/2019 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer gelangte gemäss eigenen Angaben am  

23. Dezember 2015 in die Schweiz, wo er gleichentags um Asyl ersuchte. 

B.  

Er wurde am 28. Dezember 2015 zu seiner Person, dem Reiseweg sowie 

summarisch zu den Gründen der Flucht befragt (Befragung zur Person 

[BzP]). Eine eingehende Anhörung zu den Asylgründen fand am  

8. September 2017 statt. 

Der Beschwerdeführer begründete sein Asylgesuch im vorinstanzlichen 

Verfahren damit, zwei seiner Geschwister seien als Mitglieder der Libera-

tion Tigers of Tamil Eelam (LTTE) getötet worden. Er selbst sei von den 

LTTE zwangsrekrutiert und nach Kriegsende festgenommen sowie inhaf-

tiert worden. Dabei sei er verhört und misshandelt worden. Nach seiner 

Freilassung habe er regelmässig Unterschrift leisten müssen. Im Septem-

ber 2015 habe er sich als Wahlhelfer engagiert und sei daraufhin gesucht 

worden.  

C.  

Mit Verfügung vom 21. Dezember 2018 (Eröffnung am 27. Dezember 2018) 

stellte das SEM fest, dass der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigen-

schaft nicht erfülle, lehnte sein Asylgesuch ab und ordnete die Wegweisung 

aus der Schweiz sowie den Vollzug an.  

D.  

Diese Verfügung focht der Beschwerdeführer mit Eingabe seines Rechts-

vertreters vom 28. Januar 2019 beim Bundesverwaltungsgericht an. Er be-

antragte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung, die Feststellung der 

Flüchtlingseigenschaft und die Gewährung von Asyl. Eventualiter sei die 

Sache zur erneuten Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Sub-

eventualiter sei die Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs festzustel-

len und eine vorläufige Aufnahme anzuordnen. In prozessualer Hinsicht 

wurde um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und amtlichen 

Rechtsverbeiständung gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG in Verbindung mit 

aArt. 110a AsylG (SR 142.31) ersucht. 

In seiner Beschwerde führte er aus, seine wahre Tätigkeit bisher ver-

schwiegen zu haben. So sei er freiwillig den LTTE beigetreten und sei für 

den Schutz einer führenden Person der LTTE zuständig gewesen. 

D-506/2019 

Seite 3 

E.  

Mit Zwischenverfügung vom 8. Februar 2019 wurde der Beschwerdeführer 

aufgefordert, entweder einen Bedürftigkeitsnachweis einzureichen oder ei-

nen Kostenvorschuss zu zahlen. Ferner wurde er aufgefordert, eine Über-

setzung der fremdsprachigen Texte auf den mit Beschwerde eingereichten 

Fotos nachzureichen. 

F.  

Am 11. Februar 2019 reichte er eine Fürsorgebestätigung ein. 

G.  

Mit Eingabe vom 25. Februar 2019 wurde eine Umschreibung der Inhalte 

der Fotos nachgereicht. 

H.  

Mit Eingabe vom 4. März 2019 wurde die Übersetzung zu den Fotos und 

zwei Bestätigungsschreiben eingereicht.  

I.  

Mit Zwischenverfügung vom 6. März 2019 wurde das Gesuch um Gewäh-

rung der unentgeltlichen Prozessführung gutgeheissen. Das Gesuch um 

amtliche Rechtsverbeiständung wurde ebenfalls gutgeheissen und der 

rubrizierte Rechtsvertreter amtlich beigeordnet. 

J.  

Mit Eingabe vom 12. März 2019 wurden Kopien von vier Aufenthaltsbewil-

ligungen eingereicht und geltend gemacht, diese Personen wären bereit, 

über die Tätigkeit des Beschwerdeführers auszusagen. Zudem wurde ein 

Bestätigungsschreiben, mit einer Übersetzung und einem Foto eingereicht. 

K.  

Mit Vernehmlassung vom 20. März 2019 äusserte sich das SEM zur Be-

schwerdeschrift, worauf der Beschwerdeführer mit Eingabe vom  

29. April 2019 replizierte, unter Einreichung von fünf Bestätigungsschrei-

ben, samt Übersetzung und Kopien von Ausländerausweisen. 

 

 

 

D-506/2019 

Seite 4 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls endgültig, ausser bei Vorliegen eines Auslie-

ferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Per-

son Schutz sucht (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). Eine solche 

Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG liegt nicht vor, weshalb 

das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet. 

1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

1.3 Am 1. März 2019 ist eine Teilrevision des AsylG in Kraft getreten 

(AS 2016 3101); für das vorliegende Verfahren gilt das bisherige Recht 

(vgl. Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung des AsylG vom 

25. September 2015). 

1.4 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Der Be-

schwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist 

durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutz-

würdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Er ist 

daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und aArt. 108 

Abs. 1 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Be-

schwerde ist einzutreten. 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

3.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

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Seite 5 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

3.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die 

Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-

geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen 

Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa-

chen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte 

Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 

4.  

4.1 Der Beschwerdeführer begründete sein Asylgesuch im vorinstanzli-

chen Verfahren damit, er sei sri-lankischer Staatsbürger tamilischer Ethnie 

und stamme aus B._______ (Nordprovinz).  

Sein Bruder und seine Schwester seien in den Jahren 1993 und 1995 im 

Dienst für die LTTE getötet worden. Er selbst sei im Jahre 2006 von den 

LTTE zwangsrekrutiert und trainiert worden. Er habe eine Waffenausbil-

dung erhalten, sei aber in der (…)abteilung tätig gewesen, welche den 

Truppen von C._______ angegliedert gewesen sei. Dort sei er bei der Su-

che nach Landminen, nicht aber an der Front eingesetzt worden. Am 16. 

Mai 2009, nach Kriegsende, sei er festgenommen und in ein Camp in 

D._______ verbracht worden. Nach zehn Tagen sei er nach E._______ in 

ein weiteres Camp verbracht worden und dort rund einen Monat inhaftiert 

gewesen. Nach einer Verlegung ins (…) Camp habe man ihn eine Woche 

später ins (…) Camp in F._______ transferiert. Während seiner Haft sei er 

verhört, gefoltert und sexuell belästigt worden. Am (…) Januar 2010 sei er 

freigelassen worden, habe sich aber bis im Mai 2010 regelmässig zur Un-

terschrift melden müssen.  

Im September 2015 habe er den Kandidaten G._______ im Wahlkampf 

unterstützt und Plakate aufgehängt sowie Flyer verteilt. Wegen dieser 

Wahlkampfhilfe sei er an seinem gemeldeten Wohnort gesucht worden, 

woraufhin er sich bei seiner Tante versteckt habe. Im Dezember 2015 habe 

er Sri Lanka schliesslich per Flugzeug unter der Verwendung eines fal-

schen, auf einen anderen Namen ausgestellten Passes, verlassen. 

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Der Beschwerdeführer reichte im vorinstanzlichen Verfahren einen Ge-

burtsschein, eine Identitätskarte, einen Totenschein des Vaters, ein Unter-

stützungsschreiben, eine Bestätigung seiner Haft durch das Internationale 

Komitee des Roten Kreuzes (IKRK) und eine IKRK-Karte, eine Haftbestä-

tigung respektive ein Reintegration Certificate betreffend seinen Bruder 

H._______, eine Haftbestätigung betreffend seinen Bruder I._______, ein 

Foto des Beschwerdeführers in LTTE-Uniform, einen Zeitungsausschnitt, 

zwei Message Form der sri-lankischen Polizei vom (…) 2016 sowie (…) 

2016 ein. 

4.2 Das SEM begründete seine Verfügung damit, angesichts der Angaben 

zu seinen Tätigkeiten für die LTTE sei, trotz seiner angeblichen Angliede-

rung an die Truppen von C._______ und seiner niedrigen LTTE-Nummer, 

davon auszugehen, dass er eine untergeordnete Funktion wahrgenommen 

habe und von der sri-lankischen Regierung daher nicht als überzeugter 

Anhänger mit separatistischem Gedankengut wahrgenommen worden sei. 

Hierfür spreche, dass er sich nach der Haftentlassung im Januar 2010 bis 

im Dezember 2015 in Sri Lanka aufgehalten habe, ohne dass es – abge-

sehen von der Pflicht zur Unterschrift – zu einem weiteren persönlichen 

Behördenkontakt gekommen sei. Es sei zudem überraschend, dass er in 

der BzP angegeben habe, sich gemeinsam mit anderen Zivilisten ergeben 

zu haben, während er auf Nachfrage in der Anhörung erklärt habe, bei 

Kriegsende mit den LTTE zufällig im Heimatdorf stationiert gewesen zu 

sein und zuerst zu seinem Vater und seinem Bruder nach Hause zurück-

gekehrt zu sein, bevor er sich gemeinsam mit ihnen der sri-lankischen Ar-

mee ergeben habe. Trotz dieser Vorbehalte sei eine Mitgliedschaft bei den 

LTTE als überwiegend wahrscheinlich zu erachten.  

Seine Ausführungen zur Haft und den Umständen der Freilassung seien 

ebenfalls nicht frei von Vorbehalten. Er habe in der Anhörung erklärt, im 

Januar 2010 von einem Gericht freigesprochen worden zu sein, unter der 

Verpflichtung, bis im Mai desselben Jahres regelmässig zur Unterschrift zu 

erscheinen. Erst auf Nachfrage habe er ergänzt, er sei nicht offiziell freige-

sprochen worden, sondern mit der Drohung, das Land nicht zu verlassen, 

freigelassen worden. In der BzP habe er noch erklärt, allein aufgrund einer 

hinterlegten Kaution freigekommen zu sein. Auf Nachfrage habe er die un-

terschiedlichen Darlegungen nicht zu begründen vermocht. Da es sich 

beim (…) Camp um ein Rehabilitierungslager und beim (…)  um ein vor-

maliges Camp für intern Vertriebene handle, sei eine Entlassung vorstell-

bar. Der Vollständigkeit halber sei noch zu erwähnen, dass eine subjektive 

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Furcht aufgrund der Pflicht zur Unterschrift nachvollziehbar sei, es sich da-

bei aber nicht um eine Massnahme handle, welche ein menschenwürdiges 

Leben in Sri Lanka verunmögliche.  

Hinsichtlich der Aufenthaltsorte vor der Ausreise sei es zu widersprüchli-

chen Angaben gekommen. In der BzP habe er ausgesagt, von 1990 bis im 

Dezember 2015 bei seiner Mutter in B._______ gemeldet gewesen zu sein, 

sich aber hauptsächlich bei seiner Tante in J._______ aufgehalten zu ha-

ben. Er habe seine Mutter aber einige Male besucht, etwa zur Beerdigung 

des Vaters. In der Anhörung habe er demgegenüber ausgeführt, nach der 

Haftentlassung drei Jahre in B._______ und die restliche Zeit bis zur Aus-

reise in K._______ gelebt zu haben. Weiter habe er angegeben, aus Furcht 

nicht zur Beerdigung des Vaters nach B._______ zurückgekehrt zu sein. 

Die Aussagen zur behördlichen Suche nach seiner Person seien vage, un-

bestimmt und wenig erlebnisgeprägt ausgefallen. Bezeichnenderweise 

habe er auf die Frage, was genau zwischen 2010 und 2015 vorgefallen sei, 

ausgesagt, er könne sich nicht erinnern. Konkrete Aussagen dazu, wie sich 

die Situation nach der Wahlkampfbeteiligung gestaltet habe, seien auch 

auf wiederholte Nachfrage ausgeblieben. Insbesondere bleibe unklar, wes-

halb man ihn nach dem Wahlkampf im Distrikt K._______ bei seiner Mutter 

in B._______ und an seinem Geburtsort L._______ gesucht habe.  

Schliesslich habe er versichert, behördlich gesucht worden zu sein. Seine 

inkonsistenten Angaben habe er damit zu erklären versucht, dass er bei 

der Freilassung nur die Adressen in B._______ und M._______, nicht je-

doch die der Tante in J._______ angegeben habe. Darauf hingewiesen, 

dass er angegeben habe, nach der Entlassung drei Jahre in B._______ 

ansässig gewesen zu sein, habe er erklärt, er habe den Behörden nicht die 

genaue Adresse gegeben respektive sich bei Freunden aufgehalten. 

Er habe verneint, nach der Entlassung je persönlich von den Behörden an-

getroffen worden zu sein. Diesbezüglich sei schleierhaft, wie es ihm ange-

sichts der angeblich intensiven Suche für fünf Jahre gelungen sein solle, 

jeglichen Kontrollen zu entgehen. Seine diesbezüglichen Erklärungen ver-

möchten nicht zu überzeugen. Insbesondere sei offengeblieben, weshalb 

er sich trotz der behördlichen Suche am Wahlkampf beteiligt habe. Ange-

sichts der geltend gemachten Exponierung wäre mit einem erhöhten Ent-

deckungsrisiko zu rechnen gewesen. Seine Ausführung, wie er auf ein 

Ende der Verfolgung gehofft habe, überzeuge wenig.  

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Schliesslich sei anzufügen, dass eine Aufführung in der Stop-List aufgrund 

der LTTE-Vergangenheit und der illegalen Ausreise nicht gänzlich ausge-

schlossen werden könne, aufgrund des Gesagten aber eher unwahr-

scheinlich sei. 

An dieser Einschätzung vermöge das eingereichte Unterstützungsschrei-

ben nichts zu ändern, da solche naturgemäss einen geringen Beweiswert 

aufweisen und als Gefälligkeitsschreiben zu werten seien. 

Seine Vorbringen betreffend die behördliche Suche aufgrund der Mitglied-

schaft bei den LTTE seien folglich nicht glaubhaft. Es bleibe zu prüfen, ob 

er im Falle der Rückkehr nach Sri Lanka dennoch begründete Furcht vor 

künftigen Verfolgungsmassnahmen habe. Gemäss bundesverwaltungsge-

richtlicher Rechtsprechung sei diese Prüfung anhand von Risikofaktoren 

vorzunehmen.  

Rückkehrer, die illegal ausgereist seien, über keine gültigen Identitätsdo-

kumente verfügen würden, im Ausland ein Asylverfahren durchlaufen hät-

ten oder behördlich gesucht würden, würden am Flughafen zu ihrem Hin-

tergrund befragt. Diese Befragung allein und das allfällige Eröffnen eines 

Strafverfahrens wegen illegaler Ausreise würden keine asylrelevante Ver-

folgungsmassnahme darstellen. Regelmässig würden Rückkehrer auch 

am Herkunftsort zwecks Registrierung, Erfassung der Identität, bis hin zur 

Überwachung der Aktivitäten der Person befragt. Auch diese Kontrollmass-

nahmen am Herkunftsort würden grundsätzlich kein asylrelevantes Aus-

mass annehmen. Der Beschwerdeführer habe nicht glaubhaft darlegen 

können, dass er vor seiner Ausreise asylrelevanten Verfolgungsmassnah-

men ausgesetzt gewesen sei. Vielmehr sei er bis (…) 2015 in Sri Lanka 

wohnhaft gewesen, habe nach Kriegsende also noch sechs Jahre im Hei-

matstaat gelebt. Allfällige, im Zeitpunkt der Ausreise bestehende Risikofak-

toren hätten folglich kein Verfolgungsinteresse ausgelöst und es sei auf-

grund der Aktenlage nicht ersichtlich, weshalb er bei einer Rückkehr nun-

mehr in den Fokus der Behörden geraten könnte. 

4.3 In der Beschwerdeschrift wurde diesen Erwägungen entgegnet, dass 

der Beschwerdeführer seine tatsächliche Funktion für die LTTE in der An-

hörung verschwiegen habe. Er sei damals nicht juristisch vertreten gewe-

sen und ihm sei empfohlen worden, nicht seine wirkliche Funktion anzuge-

ben. Ferner habe er beim Eintritt in die LTTE schwören müssen, in Zukunft 

niemandem von seiner Tätigkeit zu erzählen. Entgegen seinen bisherigen 

Aussagen sei er den LTTE im Jahre 1999 freiwillig beigetreten. Er habe die 

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Nummer (…) erhalten. Anlässlich der Anhörung habe sich der Befrager zu 

Recht über die tiefe Nummer gewundert. Bis zum (…) 2000 habe er eine 

militärische Grundausbildung absolviert und anschliessend für drei Jahre 

in einer (…) gearbeitet. Im Jahre 2004 sei er in die Gruppe "(…)" auch 

genannt "(…)" versetzt worden, welche für den Schutz von LTTE-Kadern 

zuständig gewesen sei (zuvor habe die Gruppe "[…]" geheissen). Dort sei 

er der Gruppe "(…)" zugeteilt worden, welche für den Schutz von 

C._______, (…), zuständig gewesen sei. Bereits in der Anhörung habe er 

Tätigkeiten für C._______ erwähnt. Für den Schutz (…) habe der (…) aus 

naheliegenden Gründen nur besonders vertrauensvolle und loyale Perso-

nen ausgewählt. Der unmittelbare Vorgesetzte des Beschwerdeführers 

habe N._______ geheissen, welcher seit Kriegsende als verschollen gelte. 

Nach der Ausbildung habe er (Beschwerdeführer) eine Pistole 4.5 erhalten, 

welche nur einem ausgewählten Personenkreis zur Verfügung gestellt wor-

den sei. Er habe zudem einen Tarnanzug mit vertikalen Streifen erhalten, 

der sich von den allgemeinen Tarnanzügen der LTTE-Soldaten unter-

scheide. Im Zusammenhang mit dem Schutz von C._______ sei er unter 

anderem für dessen Sicherheit auf den Strassen zuständig gewesen und 

habe dabei beispielsweise die Fahrwege nach allfälligen Minen absuchen 

müssen. Bei Luftangriffen der sri-lankischen Luftwaffe sei er mit der Sicher-

heit in den Bunkern beauftragt gewesen. Entgegen seinen bisherigen Aus-

sagen sei er nie für (…) zuständig gewesen. Alle seine Tätigkeiten habe er 

stets freiwillig ausgeübt. 

Bei Kriegsende sei er aufgrund der Angaben eines ehemaligen Kollegen 

und LTTE-Mitglieds verhaftet und inhaftiert worden. Die Inhaftierungen 

seien durch die eingereichten Unterlagen belegt. Während der Haft sei er 

misshandelt worden, wovon er zwei Narben davongetragen habe. (…) 

habe er während des Krieges eine Splitterverletzung erlitten. Am Kopf 

trage er eine Folternarbe und leide heute noch an regelmässigen Kopf-

schmerzen. Am (…) seien tiefe Vernarbungen von der Folter sichtbar. 

Gegen den Beschwerdeführer sei ein Strafverfahren eröffnet worden, wel-

ches bis heute nicht abgeschlossen sei.  

Am (…) 2010 sei er gegen Bezahlung eines hohen Geldbetrags freigelas-

sen worden. Es sei aber verfügt worden, dass er sich während zwei Jahren 

regelmässig bei einem Geheimdienstmitarbeitenden zur Unterschrift melde 

und er zudem regelmässig Informationen über andere Leute liefern müsse, 

welche mit ihm für die LTTE gearbeitet hätten. Er habe sich fünf Monate 

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regelmässig beim zuständigen Beamten gemeldet, welcher ihm dann er-

klärt habe, dass seine erneute Verhaftung anstehe. Danach sei er seiner 

Meldepflicht nicht mehr nachgekommen und habe seine Ausreise organi-

siert. 

Im Jahre 2011 sei er mit gefälschten Papieren nach Indien gereist. Da Per-

sonen, welche von den indischen Behörden als LTTE-Mitglieder oder Sym-

pathisanten eingestuft würden, verhaftet und teils nach Sri Lanka zurück-

geschafft würden, sei er in die Schweiz gereist. 

Seine ältere Schwester und sein älterer Bruder seien als LTTE-Kämpfer 

gefallen und würden als Helden verehrt. Ein weiterer Bruder sei Mitglied 

der LTTE gewesen und nach O._______ geflüchtet, wo er Asyl erhalten 

habe. Ein weiterer Bruder, der ebenfalls für die LTTE gearbeitet habe, sei 

nach Kriegsende inhaftiert, 2017 aber wieder entlassen worden und lebe 

derzeit in Sri Lanka. Der Beschwerdeführer stehe in regelmässigem Tele-

fonkontakt mit seiner Mutter, welche ihm berichte, dass er von sri-lanki-

schen Sicherheitskräften gesucht werde. Darauf deute auch ein "Message 

Form" der sri-lankischen Polizei hin, wonach er zu einer Gerichtsverhand-

lung am (…) 2016 vorgeladen worden sei. 

Ferner engagiere sich der Beschwerdeführer in der Schweiz für Tamilen in 

Sri Lanka und arbeite in einem tamilischen Verein mit. (…) in der Schweiz 

habe er an einer Demonstration (…) teilgenommen. Dieses Engagement 

dürfte den sri-lankischen Behörden bekannt sein. 

Der Beschwerdeführer weise somit sämtliche Risikofaktoren gemäss der 

bundesverwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung auf, weshalb ein ernst-

haftes Risiko bestehe, dass die sri-lankischen Behörden den Beschwerde-

führer im Falle einer Rückkehr aufgrund seiner vormaligen Stellung bei den 

LTTE und seiner Aktivitäten für diese zur Rechenschaft ziehen würden. Zu-

dem könnte er verdächtigt werden, ein Interesse am Wiederaufflammen 

des tamilischen Separatismus zu haben. Er sei daher einem erhöhten Ver-

folgungsrisiko ausgesetzt und erfülle die Flüchtlingseigenschaft.  

Der Beschwerdeführer reichte zwei Online-Artikel zur indischen Polizei, 

zwei Fotos von zwei seiner Geschwister, eine Kopie des bereits bei der 

Vorinstanz eingereichten Message Form der sri-lankischen Polizei vom  

(…) 2016 sowie eine Kopie der ebenfalls bereits eingereichten Überset-

zung des Message Form vom (…) 2016 und zwei Pressemitteilungen zu 

einer Demonstration in der Schweiz ein. 

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Seite 11 

Am 4. März 2019 reichte er eine Übersetzung der Texte auf den Fotos sei-

ner Geschwister sowie zwei Bestätigungsschreiben nach. Am 12. März 

2019 wurde ein weiteres Bestätigungsschreiben nachgereicht. 

4.4 In seiner Vernehmlassung erwog das SEM, die vom Beschwerdeführer 

neu vorgebrachten Sachverhaltselemente seien nachgeschoben und da-

mit grundsätzlich unglaubhaft, zumal sie im vorinstanzlichen Verfahren 

auch nicht ansatzweise vorgebracht worden seien und kein plausibler 

Grund dafür ersichtlich sei. Das Argument, er habe aufgrund seines Ge-

heimhaltungsversprechens nicht alles dargelegt, könne angesichts des-

sen, dass er über die Verschwiegenheitspflicht der Asylbehörden sowie 

seine Mitwirkungspflicht aufgeklärt worden sei, nicht überzeugen. Als Be-

leg für seine angebliche Tätigkeit habe er die Namen von Personen, wel-

che seine Funktion bezeugen könnten, sowie ein Unterstützungsschreiben 

eingereicht. Diese Dokumente seien als verspätet eingereicht zu betrach-

ten, zumal es ihm ohne Weiteres möglich gewesen wäre, diese bereits frü-

her einzureichen. Sie seien auch nicht erheblich, da daraus nicht in glaub-

hafter Weise hervorgehe, dass er die von ihm behauptete Funktion inne-

gehabt habe. So werde in einem Bestätigungsschreiben zwar erwähnt, 

dass der Beschwerdeführer derselben Kämpfergruppe der LTTE angehört 

habe, wie die Verfasserin. Eine genaue Funktion werde aber nicht näher 

substanziiert, weshalb es als blosses Gefälligkeitsschreiben zu qualifizie-

ren sei.  

Weiter mache er geltend, das gegen ihn eingeleitete Verfahren sei noch 

nicht abgeschlossen und er werde gesucht, wofür er ein "Message Form" 

zu den Akten reiche. Das SEM verweise diesbezüglich auf die Ausführun-

gen in der angefochtenen Verfügung. Es sei zu ergänzen, dass Meldefor-

mulare der Polizei nicht dazu geeignet seien, eine Gefährdung zu unter-

mauern, da Originale dieses Vordrucks auch ausserhalb der Polizei zirku-

lieren würden und dieses Dokument sehr fälschungsanfällig sei. 

Der Beschwerdeführer berufe sich auf Beschwerdeebene auf ein exilpoliti-

sches Engagement. Ein solches habe er an der Anhörung nicht erwähnt, 

obschon er explizit danach gefragt worden sei. Es komme daher die Ver-

mutung auf, er versuche mit einer dokumentierten Demonstrationsteil-

nahme einen Asylgrund zu konstruieren. Es gelinge ihm nicht, eine erkenn-

bare, exponierte politische Tätigkeit glaubhaft zu machen und es sei davon 

auszugehen, dass er aufgrund seiner äusserst niederschwelligen Aktivität 

nicht ins Visier der Sicherheitskräfte geraten sei. Bezüglich des Vorbrin-

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gens, aufgrund der beiden im Kampf für die LTTE gestorbenen Geschwis-

ter gefährdet zu sein, sei zu bemerken, dass drei weitere Brüder nach wie 

vor in Sri Lanka leben würden und nicht geltend gemacht werde, dass 

diese von behördlichen Massnahmen betroffen wären. 

4.5 In der Replik erklärte der Beschwerdeführer, dass er fünf Bestätigungs-

schreiben von fünf ebenfalls für die LTTE tätig gewesenen Personen ein-

reichen könne, welche seine Aussagen bestätigen würden. Es sei somit als 

erstellt zu erachten, dass der Beschwerdeführer tatsächlich für (…) tätig 

gewesen sei und daher bei einer Rückkehr mit einer sofortigen Verhaftung 

rechnen müsste und aufgrund seines mutmasslichen Wissens die ernst-

hafte Gefahr von Folter bestehe. Es sei zwar bedauerlich, dass der Be-

schwerdeführer seine tatsächliche Funktion zuerst verschwiegen habe. Es 

sei aber offensichtlich schlecht beraten worden und es sei zu beachten, 

dass jemand, der aufgrund seiner Erfahrungen mit den Behörden seines 

Landes in Furcht gelebt habe, gegenüber jeder behördlichen Stelle Furcht 

empfinde. Dies gelte ausgeprägt für Mitglieder von Organisationen, die im 

Untergrund operieren würden, da eine für den eigenen Erfolg notwendige 

Schweigepflicht insbesondere gegenüber Staatsorganen tief internalisiert 

sei, und solche Personen daher Mühe hätten, sich gegenüber Befragern 

zu öffnen, solange sie nicht darauf vertrauen würden, dass ihnen die Be-

hörden des Asyllandes helfen wollten.  

5.   

5.1 Der Beschwerdeführer beruft sich vor Bundesverwaltungsgericht auf 

andere Fluchtgründe als noch bei der Vorinstanz, indem er geltend macht, 

dass er freiwillig und in einer anderen, exponierenderen Position, und zwar 

als (…) für die LTTE tätig gewesen sei sowie sein Heimatland nicht erst im 

Jahre 2015, sondern bereits 2011 verlassen habe. Es gilt nun, die Glaub-

haftigkeit dieser neuen Vorbringen zu prüfen. 

5.2 Glaubhaftmachung im Sinne des Art. 7 Abs. 2 AsylG bedeutet – im Ge-

gensatz zum strikten Beweis – ein reduziertes Beweismass und lässt 

durchaus Raum für gewisse Einwände und Zweifel an den Vorbringen. Ent-

scheidend ist, ob die Gründe, die für die Richtigkeit der Sachverhaltsdar-

stellung sprechen, überwiegen oder nicht. Dabei ist auf eine objektivierte 

Sichtweise abzustellen. Eine wesentliche Voraussetzung für die Glaubhaft-

machung eines Verfolgungsschicksals ist eine die eigenen Erlebnisse be-

treffende, substantiierte, im Wesentlichen widerspruchsfreie und konkrete 

Schilderung der dargelegten Vorkommnisse. Die wahrheitsgemässe Schil-

derung einer tatsächlich erlittenen Verfolgung ist gekennzeichnet durch 

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Korrektheit, Originalität, hinreichende Präzision und innere Übereinstim-

mung. Unglaubhaft wird eine Schilderung von Erlebnissen insbesondere 

bei wechselnden, widersprüchlichen, gesteigerten oder nachgeschobenen 

Vorbringen. Bei der Beurteilung der Glaubhaftmachung geht es um eine 

Gesamtbeurteilung aller Elemente (Übereinstimmung bezüglich des we-

sentlichen Sachverhaltes, Substantiiertheit und Plausibilität der Angaben, 

persönliche Glaubwürdigkeit usw.), die für oder gegen den Beschwerde-

führer sprechen. Glaubhaft ist eine Sachverhaltsdarstellung, wenn die po-

sitiven Elemente überwiegen. Für die Glaubhaftmachung reicht es dem-

nach nicht aus, wenn der Inhalt der Vorbringen zwar möglich ist, aber in 

Würdigung der gesamten Aspekte wesentliche und überwiegende Um-

stände gegen die vorgebrachte Sachverhaltsdarstellung sprechen (vgl. 

BVGE 2012/5 E. 2.2). 

5.3  

5.3.1 Das SEM bemerkt zu Recht, dass bei ohne entschuldbare Motive erst 

spät ins Verfahren eingebrachten Verfolgungsvorbringen gewichtige 

Gründe gegen deren Glaubhaftigkeit sprechen. Die Erklärungen des Be-

schwerdeführers, er habe aufgrund schlechter Beratung sowie eines 

Schweigeversprechens seine nunmehr geltend gemachte wahre Tätigkeit 

nicht offengelegt, vermag nur beschränkt zu überzeugen. Die erste nicht 

weiter substanziierte Begründung erweckt stark den Eindruck einer 

Schutzbehauptung. Hinsichtlich der zweiten Behauptung machte er in der 

Replik geltend, Mitglieder von klandestin agierenden Organisationen hät-

ten aufgrund ihrer tief internalisierten Schweigepflicht Mühe, sich gegen-

über Befragern zu öffnen, solange sie nicht darauf vertrauen würden, dass 

ihnen die Behörden des Asyllandes helfen wollten. Allerdings ist – mangels 

hinreichender Substanziierung – nicht ersichtlich, weshalb der Beschwer-

deführer anfangs kein Vertrauen in die schweizerischen Asylbehörden ge-

habt haben sollte. Dies umso weniger, als nicht ganz klar wird, inwiefern 

die nunmehr geltend gemachte Rolle des Beschwerdeführers derart bri-

sant sein soll, dass ein hohes Vertrauensverhältnis notwendig wäre. Wei-

terhin macht der Beschwerdeführer geltend, lediglich in einer Schutzfunk-

tion ohne jegliche politische Verantwortung für die LTTE tätig gewesen zu 

sein. Gänzlich nicht erklärt wird aber der Umstand, weshalb er den tatsäch-

lichen Zeitpunkt seiner Ausreise im vorinstanzlichen Verfahren verschwie-

gen haben soll, zumal sich dies mit den angerufenen Gründen nicht erklä-

ren lässt. Hinsichtlich des angeblichen mehrjährigen Aufenthalts in Indien 

ist ferner zu bemerken, dass er dazu weder substanziierte Angaben 

machte noch entsprechende Beweismittel einreichte. 

D-506/2019 

Seite 14 

5.3.2 Es ist jedoch anzumerken, dass in den Akten durchaus auch Anhalts-

punkte vorhanden sind, die für die Glaubhaftigkeit der neu angerufenen 

Tätigkeit für die LTTE sprechen. So nannte der Beschwerdeführer bereits 

in der Anhörung seine tiefe LTTE-Nummer sowie seine Verbindung zu den 

Truppen von C._______ (vgl. act. A24 F109 f.) und beschrieb schon da-

mals sein gemäss Beschwerdeschrift angebliches Hauptbetätigungsfeld 

(Minenräumung sowie Schutz bei Luftangriffen) (vgl. act. A24 F85 bis F87 

und F96). Hinsichtlich seiner Ausreise findet sich die Aussage, dass er den 

gefälschten Pass bereits im Jahre 2011 beschafft habe, ohne dass er nach-

vollziehbar darlegen konnte, weshalb er trotzdem erst 2015 ausgereist sei 

(act. A24 F210 bis F216). Hinzu kommt, dass seine Angaben auf Be-

schwerdeebene betreffend seine wahre Tätigkeit für die LTTE eine gewisse 

Substanz aufweisen. 

5.4 Der Beschwerdeführer reichte ferner mehrere Bestätigungsschreiben 

von angeblichen Weggefährten während seines Dienstes für die LTTE ein. 

Dabei ist allerdings zu bemerken, dass die Beweiskraft solcher Schreiben 

bereits aufgrund ihres möglichen Gefälligkeitscharakters zu relativieren ist. 

Zudem äussern sich diese Schreiben sehr allgemein (vgl. Schreiben von 

P._______ [ohne Datum], von Q._______ [ohne Datum] und von 

R._______ vom (…) 2019) respektive sogar im Widerspruch zu seinen ei-

genen Angaben. So wird im Schreiben von L._______ (ohne Datum) er-

klärt, der Beschwerdeführer habe auch als (…) gearbeitet und Q._______ 

erklärt in ihrem Schreiben vom (…) 2019, sie habe – wie auch der Be-

schwerdeführer – in der Abteilung für (…) gearbeitet. Dem widersprechend 

wurde in der Beschwerdeschrift explizit geltend gemacht, dass der Be-

schwerdeführer entgegen seinen früheren Angaben nie für (…) zuständig 

gewesen sei. Der Beweiswert dieser Schreiben ist folglich als relativ gering 

einzustufen. Auf eine Anhörung der Personen durch das Gericht kann ver-

zichtet werden, da keine über die Schriftstücke hinausgehenden Erkennt-

nisse zu erwarten sind. 

5.5 In Würdigung dieser Elemente ist es dem Beschwerdeführer nicht ge-

lungen, eine über die bereits vom SEM festgestellte Tätigkeit hinausge-

hende Aktivität für die LTTE glaubhaft zu machen, da seine Begründung 

für die verspätete Geltendmachung nur beschränkt zu überzeugen vermag 

und die nachgereichten Bestätigungsschreiben einen zu geringen Beweis-

wert aufweisen, als dass sie die Vorbehalte gegenüber verspätet vorge-

brachten Fluchtgründen aufzuwiegen vermögen.  

D-506/2019 

Seite 15 

Ferner ist es ihm auch nicht gelungen, glaubhaft darzulegen, dass er Sri 

Lanka bereits im Jahre 2011 verlassen hat, zumal er nicht erklären konnte, 

inwiefern es ihm nicht möglich gewesen sein soll, das Datum der Ausreise 

bereits früher zu nennen und er auch keine Dokumente einreicht, welche 

den Aufenthalt in Indien belegen könnten.  

5.6 Als Zwischenfazit ist mithin in Übereinstimmung mit dem SEM festzu-

halten, dass lediglich für glaubhaft zu erachten ist, dass der Beschwerde-

führer während drei Jahren in untergeordneter Funktion für die LTTE tätig 

gewesen und nach Kriegsende bis 2010 inhaftiert worden ist. Dass der Be-

schwerdeführer in Haft misshandelt wurde, ist ebenfalls glaubhaft. 

5.7 Hinsichtlich der Modalitäten der Entlassung sowie des Zeitraums zwi-

schen der Haftentlassung und der Ausreise ist dem SEM dahingehend zu-

zustimmen, dass es für unglaubhaft zu erachten ist, dass der Beschwerde-

führer in dieser Zeit tatsächlich im Fokus der Behörden gestanden hat. So 

ist bereits seine Angabe, er sei nur aufgrund einer hohen Geldzahlung aus 

der Haft entlassen worden, aufgrund der bereits vom SEM erörterten Un-

stimmigkeiten, für unglaubhaft zu befinden (vgl. angefochtene Verfügung 

Ziff. 1.2 zweiter Absatz), weshalb davon auszugehen ist, dass er ohne Be-

zahlung eines Geldbetrags freigelassen worden ist. Die lediglich pauschal 

ausgefallenen Angaben zur regelmässigen behördlichen Suche nach sei-

ner Person in den darauffolgenden Jahren (vgl. act. A24 F17 bis F21, F171 

bis F179, F188 bis 194 und F198 bis F204) vermögen – wiederum in Über-

einstimmung mit den Ausführungen des SEM – kein glaubhaftes Bild eines 

tatsächlichen Verfolgungsinteresses respektive tatsächlicher Verfolgungs-

handlungen seitens der sri-lankischen Behörden zu vermitteln.  

Die im Recht liegenden zwei "Message Form" der sri-lankischen Polizei, 

mit welchen der Beschwerdeführer ein weiterhin aktuelles behördliches In-

teresse nachzuweisen versucht, besitzen – wie das SEM zutreffend aus-

führt – nur einen beschränkten Beweiswert, welcher die soeben abgehan-

delten Vorbehalte gegenüber der Glaubhaftigkeit seiner Angaben nicht auf-

zuwiegen vermag. Aufgrund eines möglichen Gefälligkeitscharakters ist 

schliesslich auch dem kirchlichen Bestätigungsschreiben vom (…) 2019 

ein sehr geringer Beweiswert beizumessen. 

5.8 Es ist folglich davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer nach 

seiner Entlassung im Jahre 2010, welche nicht aufgrund einer Geldzahlung 

erfolgte, bis zu seiner Ausreise im Jahre 2015 ein von den Behörden un-

behelligtes Leben geführt hat.  

D-506/2019 

Seite 16 

5.9 Somit ist nicht glaubhaft, dass er im Zeitpunkt seiner Flucht einer asyl-

relevanten Verfolgungsgefahr ausgesetzt war. 

6.  

6.1 Zu prüfen bleibt, ob ihm trotz fehlender Vorverfolgung bei einer Rück-

kehr in sein Heimatland ernsthafte Nachteile im Sinne von Art. 3 AsylG dro-

hen würden. Personen, die erst wegen ihrer Ausreise oder ihrem Verhalten 

danach solchen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind respektive begrün-

dete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden, sind nach 

Art. 54 AsylG zwar als Flüchtlinge vorläufig aufzunehmen, indes wegen so-

genannter subjektiver Nachfluchtgründe von der Asylgewährung auszu-

schliessen. Anspruch auf Asyl nach schweizerischem Recht hat demnach 

nur, wer im Zeitpunkt der Ausreise ernsthaften Nachteilen im Sinne von 

Art. 3 AsylG ausgesetzt war (Vorfluchtgründe) oder aufgrund von äusse-

ren, nach der Ausreise eingetretenen Umständen, auf die er keinen Ein-

fluss nehmen konnte, bei einer Rückkehr ins Heimatland solche ernsthaf-

ten Nachteile befürchten müsste (sogenannte objektive Nachfluchtgründe). 

6.2 Der blosse Umstand, dass er aus der Schweiz nach Sri Lanka zurück-

kehren würde, vermag kein erhebliches Verfolgungsrisiko zu begründen, 

da nicht alle der aus Europa respektive der Schweiz zurückkehrenden ta-

milischen Asylsuchenden per se einer Gefahr ausgesetzt sind, bei ihrer 

Rückkehr ernsthafte Nachteile im Sinne von Art. 3 AsylG zu erleiden (vgl. 

Referenzurteil des BVGer E-1866/2015 vom 15. Juli 2016).  

6.3 Vielmehr hat das Bundesverwaltungsgericht im Referenzurteil 

E-1866/2015 vom 15. Juli 2016 festgestellt, dass Angehörige der tamili-

schen Ethnie bei einer Rückkehr nach Sri Lanka nicht generell einer ernst-

zunehmenden Gefahr von Verhaftung und Folter ausgesetzt sind. Zur Be-

urteilung des Risikos von Rückkehrenden, Opfer ernsthafter Nachteile in 

Form von Verhaftung und Folter zu werden, wurden verschiedene Risiko-

faktoren identifiziert. Eine tatsächliche oder vermeintliche, aktuelle oder 

vergangene Verbindung zu den LTTE, ein Eintrag in der „Stop-List“ und die 

Teilnahme an exilpolitischen regimekritischen Handlungen wurden als 

stark risikobegründende Faktoren eingestuft, da sie unter den im Entscheid 

dargelegten Umständen bereits für sich alleine genommen zur Bejahung 

einer begründeten Furcht führen könnten. Demgegenüber stellen das Feh-

len ordentlicher Identitätsdokumente bei der Einreise in Sri Lanka, Narben 

und eine gewisse Aufenthaltsdauer in einem westlichen Land schwach ri-

sikobegründende Faktoren dar. Von den Rückkehrenden, die diese weit-

D-506/2019 

Seite 17 

reichenden Risikofaktoren erfüllen, hat jedoch nur jene kleine Gruppe tat-

sächlich mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit ernsthafte Nachteile im Sinne 

von Art. 3 AsylG zu befürchten, die nach Ansicht der sri-lankischen Behör-

den bestrebt ist, den tamilischen Separatismus wiederaufleben zu lassen, 

und so den sri-lankischen Einheitsstaat gefährdet. Mit Blick auf die darge-

legten Risikofaktoren sind in erster Linie jene Rückkehrer gefährdet, deren 

Namen in der am Flughafen in Colombo abrufbaren "Stop-List" vermerkt 

sind und der Eintrag den Hinweis auf eine Verhaftung beziehungsweise 

einen Strafregistereintrag im Zusammenhang mit einer tatsächlichen oder 

vermuteten Verbindung zu den LTTE enthält. Entsprechendes gilt für sri-

lankische Staatsangehörige, die sich im Ausland regimekritisch betätigt ha-

ben. 

6.4 Wie bereits vom SEM festgestellt und in Erwägung 5.5 bestätigt, ist für 

glaubhaft zu erachten, dass der Beschwerdeführer, wenn auch nicht in ei-

ner Führungsposition so doch als Kämpfer der LTTE während drei Jahren 

aktiv war. Er ist nach Kriegsende als solcher registriert und während meh-

rerer Monate inhaftiert worden. Schwere Misshandlungen während dieser 

Haft sind ebenfalls glaubhaft. Ferner ist aufgrund der konsistenten diesbe-

züglichen Ausführungen (vgl. act. A7 Ziff. 3.01 und A24 F36) sowie der ein-

gereichten Fotos für glaubhaft zu erachten, dass zwei seiner Geschwister 

im Dienst für die LTTE gefallen sind. Der Beschwerdeführer erwähnt einen 

weiteren Bruder (I._______), der aufgrund seiner LTTE-Vergangenheit in 

O._______ Asyl erhalten habe. Der Beschwerdeführer äusserte sich in der 

Anhörung zwar nur vage und hinsichtlich der Zugehörigkeit dieses Bruders 

zu den LTTE anders als in der Beschwerdeschrift (vgl. act. A24 F37 bis 

F41). Trotzdem ist aufgrund der eingereichten Haftbestätigung für glaub-

haft zu erachten, dass dieser Bruder in den Augen der sri-lankischen Be-

hörden Verbindungen zu den LTTE unterhielt, während das genaue Aus-

mass dieser Verbindung offenbleiben kann. Gleiches gilt für einen weiteren 

Bruder (H._______), welcher gemäss Angaben in der Beschwerdeschrift 

bei den LTTE gewesen und erst 2017 entlassen worden sei. Auch hierzu 

sind die Angaben des Beschwerdeführers in der Anhörung eher vage (vgl. 

act. A24 F36 und F42 f.) und zudem nicht vollständig konsistent, zumal er 

in der BzP nicht angab, dass dieser Bruder in Haft sei, sondern vielmehr 

ausführte, er lebe in S._______. Gemäss dem eingereichten Reintegration 

Certificate ist der Bruder denn auch im Jahre 2011 aus der Rehabilitation 

entlassen worden. Trotz dieser Unstimmigkeiten kann aber für glaubhaft 

erachtet werden, dass dieser Bruder in den Augen der sri-lankischen Be-

hörden Verbindungen zu den LTTE unterhielt, während das tatsächliche 

Ausmass der Verbindung wiederum offenbleiben kann.  

D-506/2019 

Seite 18 

Folglich ist festzuhalten, dass nicht nur der Beschwerdeführer selbst, son-

dern auch andere Familienangehörige Verbindungen zu den LTTE aufwei-

sen. Dies stellt einen stark risikobegründenden Faktor dar. In Übereinstim-

mung mit dem SEM kann auch eine Eintragung in eine Stop-List nicht 

gänzlich ausgeschlossen werden. 

Darüber hinaus trägt der Beschwerdeführer verschiedene Narben. So 

habe er gemäss eigenen Angaben im oberen Teil der Brust eine Splitter-

verletzung erlitten und eine Narbe am Kopf sowie am Arm seien auf erlit-

tene Misshandlungen zurückzuführen (vgl. act. A7 Ziff. 8.02, act. A24 F57 

und F120 sowie Beschwerdeschrift S. 12). Die Vernarbung am Arm wurde 

vom SEM in der Anhörung visuell bestätigt (vgl. act. A24 F120). Dies stellt 

einen weiteren, wenn auch nur schwach risikobegründenden Faktor dar.  

Im Umstand, dass der Beschwerdeführer seit Ende 2015 in der Schweiz 

weilt, ist ein weiterer schwach risikobegründender Faktor zu erblicken. 

Der Beschwerdeführer bringt schliesslich vor, dass er sich in der Schweiz 

exilpolitisch betätigt habe. Dazu erwog das SEM in der Vernehmlassung 

zu Recht, dass er in der Anhörung eine entsprechende Tätigkeit noch ex-

plizit verneinte (vgl. act. A24 F219 f.). Hinzu tritt, dass das Engagement auf 

Beschwerdestufe nicht hinreichend substanziiert wird. So verwies er in 

pauschaler Weise darauf, dass er sich exilpolitisch engagiere und in einem 

Verein tätig sei, konkretisierte seine Angaben aber nur dahingehend, dass 

er an einer Demonstration (…) teilgenommen habe. Sein exilpolitisches 

Wirken ist folglich, wenn überhaupt, als nicht exponiert und somit als ver-

nachlässigbar einzustufen.  

6.5 In Würdigung des starken sowie der zwei schwachen Risikofaktoren 

besteht die beachtliche Wahrscheinlichkeit, dass er nach Ansicht der sri-

lankischen Behörden als ernstzunehmende Gefahr für den Staat angese-

hen wird und bei einer Rückkehr daher in asylrelevanter Weise gefährdet 

wäre. Der Beschwerdeführer hat damit begründete Furcht vor erneuten 

ernsthaften Nachteilen im Falle der Wiedereinreise und erfüllt somit auf-

grund subjektiver Nachfluchtgründe die Flüchtlingseigenschaft, weshalb er 

als Flüchtlinge vorläufig aufzunehmen ist. 

7.  

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde gutzuheissen, soweit die Aufhe-

bung der Dispositivziffern eins, vier und fünf der angefochtenen Verfügung 

beantragt wurde. Die diesbezüglichen Dispositivziffern der Verfügung des 

D-506/2019 

Seite 19 

SEM vom 21. Dezember 2018 sind aufzuheben. Das SEM ist anzuweisen, 

den Beschwerdeführer als Flüchtling anzuerkennen und ihn vorläufig auf-

zunehmen (Art. 83 Abs. 8 AIG). Im Übrigen ist die Beschwerde abzuwei-

sen. 

8.  

8.1 Die Kosten des Beschwerdeverfahrens und die Parteientschädigung 

sind grundsätzlich nach dem Verhältnis von Obsiegen und Unterliegen auf-

zuerlegen beziehungsweise zuzusprechen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Der Be-

schwerdeführer ist bezüglich der Anträge auf Feststellung der Asylgewäh-

rung und der Aufhebung der Wegweisung unterlegen. Bezüglich der Aner-

kennung der Flüchtlingseigenschaft und der Anordnung des Wegwei-

sungsvollzugs hat er obsiegt. Praxisgemäss bedeutet dies ein Obsiegen 

zu zwei Drittel.  

8.2 Aufgrund der Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung gemäss 

Art. 65 Abs. 1 VwVG sind keine reduzierten Verfahrenskosten zu erheben. 

8.3 Dem vertretenen Beschwerdeführer ist angesichts seines teilweisen 

Obsiegens in Anwendung von Art. 64 VwVG und Art. 7 Abs. 1 VGKE eine 

um einen Drittel reduzierte Entschädigung für die ihm notwendigerweise 

erwachsenen Parteikosten zuzusprechen. Der Rechtsvertreter des Be-

schwerdeführers hat keine Kostennote eingereicht. Auf die Nachforderung 

einer solchen kann jedoch verzichtet werden, da sich der Aufwand zuver-

lässig abschätzen lässt (Art. 14 Abs. 2 VGKE). Die von der Vorinstanz zu 

entrichtende reduzierte Parteientschädigung ist in Berücksichtigung der 

massgeblichen Bemessungsfaktoren (vgl. Art. 8 ff. VGKE) auf Fr. 2'000.– 

festzusetzen. 

8.4 Für den unterlegenen Teil ist ihm durch das Gericht ein amtliches Ho-

norar zu entrichten, welches – nach denselben Bemessungsgrundsätzen 

wie die Parteientschädigung (vgl. Art. 12 VKGE) – auf Fr. 1'000.– festzu-

stehen ist. 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

D-506/2019 

Seite 20 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird betreffend die Flüchtlingseigenschaft und den Weg-

weisungsvollzug (Dispositivziffern 1, 4 und 5 der angefochtenen Verfü-

gung) gutgeheissen. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen, soweit 

darauf eingetreten wird. 

2.  

Der Beschwerdeführer wird als Flüchtling anerkannt. Das SEM wird ange-

wiesen, ihn vorläufig aufzunehmen. 

3.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

4.  

Das SEM wird angewiesen, dem Beschwerdeführer für das Verfahren vor 

dem Bundesverwaltungsgericht eine Parteientschädigung von Fr. 2'000.– 

auszurichten. 

5.  

Rechtsanwalt Marcel Bosonnet wird ein amtliches Honorar von Fr. 1'000.– 

ausgerichtet. 

6.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: 

Nina Spälti Giannakitsas Linus Sonderegger 

 

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