# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6fa61980-0d64-58fa-b8c9-f5802eb78223
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-04-23
**Language:** de
**Title:** Zug Obergericht Beschwerdeabteilung 23.04.2024 BS 2023 96
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Obergericht/ZG_OG_003_BS-2023-96_2024-04-23.pdf

## Full Text

20240313_140524_ANOM.docx

I. Beschwerdeabteilung

Oberrichter St. Scherer, Abteilungspräsident
Oberrichter M. Siegwart
Oberrichter A. Staub
Gerichtsschreiber I. Cathry

BS 2023 96
BS 2023 97
BS 2023 100

Beschluss vom 23. April 2024 [rechtskräftig]

in Sachen

A.________ AG,
vertreten durch Rechtsanwalt B.________,
Beschwerdeführerin 1,

und

C.________,
vertreten durch Rechtsanwalt D.________,
Beschwerdeführer 2 und Beschuldigter 1,

und

E.________,
vertreten durch Rechtsanwalt F.________,
Beschwerdeführer 3 und Beschuldigter 2,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons Zug, II. Abteilung, An der Aa 4, Postfach, 6301 Zug,
vertreten durch Staatsanwältin G.________,
Beschwerdegegnerin,

betreffend

Einstellung

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Sachverhalt

1.1 Die Geschwister H.________ und C.________ befinden sich seit langem in einem Streit um 
den Nachlass ihrer Eltern. Sie sind Eigentümer von je 45 % der Aktien der I.________ AG. 
Die restlichen 10 % der Aktien sind im Eigentum von J.________, der Tochter von 
H.________. Die I.________ AG hält ihrerseits alle Aktien der K.________ AG, die wiederum 
alleinige Aktionärin der A.________ AG ist. Die I.________ AG ist zudem Alleinaktionärin der 
L.________ AG und der M.________ AG. Bis zum Verkauf am 14. September 2017 war die 
K.________ AG Eigentümerin der Liegenschaft a.________ und die A.________ AG Ei-
gentümerin der Liegenschaft b.________ in ________ (Gemeinde/ZG) (nachfolgend zusam-
men: ab.________-Liegenschaften). Die Gültigkeit dieser Grundstückverkäufe ist umstritten. 

1.2 Zwischen H.________ und C.________ wie auch zwischen den involvierten Gesellschaften, 
Gesellschaftsorganen und weiteren Akteuren waren oder sind zahlreiche Verfahren zivil-, 
verwaltungs- und strafrechtlicher Natur hängig. Hauptsächlich geht es dabei um die Vorgän-
ge rund um den Verkauf der ab.________-Liegenschaften.

1.3 Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bilden hingegen die Umstände rund 
um das Abhandenkommen von diversem Mobiliar, das sich einst in der 3,5-Zimmer-Wohnung 
(im 3. OG) an der ________-strasse in ________ (Gemeinde/GR) befunden hat (nachfol-
gend: GR.________-Mobiliar). Diese Wohnung war im Eigentum der A.________ AG (nach-
folgend: Beschwerdeführerin 1).

2.1 Am 10. September 2021 erstattete die Beschwerdeführerin 1 bei der Staatsanwaltschaft des 
Kantons Zug Strafanzeige gegen die Beschuldigten C.________ (nachfolgend: Beschwerde-
führer 2 oder Beschuldigter 1) und E.________ (nachfolgend: Beschwerdeführer 3 oder Be-
schuldigter 2), gegebenenfalls gegen weitere unbekannte Dritte, wegen Verdachts auf unge-
treue Geschäftsbesorgung und/oder weitere Delikte. Zusammengefasst machte sie geltend, 
die Beschuldigten hätten das Mobiliar im Wert von mindestens CHF 80'000.00 oder einen 
diesbezüglichen Veräusserungserlös selbst behändigt.

2.2 In der Folge eröffnete die Staatsanwaltschaft des Kantons Zug eine Strafuntersuchung ge-
gen die Beschwerdeführer 2 und 3 wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung, eventualiter 
weiterer Tatbestände (Verfahren Nr. 2A 2021 196/197).

2.3 Die Zuger Polizei führte im Auftrag der Staatsanwaltschaft Ermittlungen durch und befragte 
am 17. Januar 2023 den Beschwerdeführer 3, am 30. Mai 2023 H.________ (Verwaltungs-
rätin der Beschwerdeführerin 1) und am 30. Mai 2023 N.________ von O.________ AG. 
Ausserdem zog die Staatsanwaltschaft aus einer anderen Strafuntersuchung die Jahres-
rechnungen der Beschwerdeführerin 1 von 2009/2010 bis 2017/2018 bei und liess Akten 
edieren. 

2.4 Mit Schreiben vom 25. August 2022 teilte Rechtsanwalt B.________ der Staatsanwaltschaft 
mit, dass er anstelle von Rechtsanwalt P.________ ab sofort die Interessen der Beschwerde-
führerin 1 vertrete, und reichte eine von H.________ namens der Beschwerdeführerin 1 am 
3. August 2022 unterzeichnete Vollmacht ein (Vi act. 4/31 ff.).

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2.5 Mit Verfügung vom 26. Oktober 2023 stellte die Staatsanwaltschaft die Strafuntersuchung 
gegen die Beschwerdeführer 2 und 3 betreffend ungetreue Geschäftsbesorgung ein (Zif-
fer 1 des Dispositivs). Auf die Zivilforderungen trat die Staatsanwaltschaft nicht ein (Zif-
fer 2 des Dispositivs). Die Verfahrenskosten von CHF 16'360.50 auferlegte sie dem Be-
schwerdeführer 2 im Umfang von CHF 8'624.90 und dem Beschwerdeführer 3 im Umfang 
von CHF 7'735.60 (Ziffer 3 des Dispositivs). Der amtliche Verteidiger des Beschwerdefüh-
rers 2 wurde mit CHF 7'490.90 und der amtliche Verteidiger des Beschwerdeführers 3 mit 
CHF 6'601.60 abzüglich eines bereits geleisteten Kostenvorschusses von CHF 3'000.00, er-
gebend CHF 3'601.60, aus der Staatskasse entschädigt (Ziffern 4.1 und 4.2 des Dispositivs; 
act. 1/2).

3.1 Mit Eingabe vom 8. November 2023 reichte Rechtsanwalt B.________ namens der Be-
schwerdeführerin 1 eine Beschwerde mit folgenden Anträgen ein (act. 1 im Verfahren 
BS 2023 96):

1. Es sei die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft des Kantons Zug, Aktenzeichen 
2A 2021 196/197, vom 26. Oktober 2023 vollumfänglich aufzuheben.

2. Es sei die Staatsanwaltschaft des Kantons Zug anzuweisen, die eingestellte Untersuchung voll-
umfänglich fortzusetzen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MWST) zulasten der Staatskasse.

Das Obergericht eröffnete ein Beschwerdeverfahren unter der Nummer BS 2023 96. In ihrer 
Stellungnahme vom 22. November 2023 beantragte die Staatsanwaltschaft die kostenfällige 
Abweisung der Beschwerde (act. 4 im Verfahren BS 2023 96).

3.2 Am 9. November 2023 reichte Rechtsanwalt D.________ namens des Beschwerdeführers 2 
eine Beschwerde beim Obergericht ein und beantragte Folgendes (act. 1 im Verfahren 
BS 2023 97):

1. Dem Beschwerdeführer 2 sei in der Person des Unterzeichneten eine amtliche Verteidigung zu 
bestellen.

2. Ziff. 3 der Verfügung vom 26. Oktober 2023 im Verfahren 2A 2019 229 sei aufzuheben und die 
Sache zur neuen Beurteilung der Kosten- und Entschädigungsfolgen an die Staatsanwaltschaft 
des Kantons Zug zurückzuweisen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MWST) zu Lasten der Staatskasse.

3.3 Ebenfalls am 9. November 2023 reichte Rechtsanwalt F.________ namens des Beschwerde-
führers 3 eine Beschwerde beim Obergericht ein und beantragte Folgendes (act. 1 im Ver-
fahren BS 2023 100):

1. Dem Beschwerdeführer 3 sei in der Person des Unterzeichnenden für das Beschwerdeverfahren 
eine amtliche Verteidigung zu bestellen. Eventualiter sei auf die Auflage einer Prozesskaution zu 
verzichten.

2. Das Verfahren sei mit der Beschwerde von C.________ gegen dieselbe Einstellungsverfügung 
zu vereinigen.

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3. Es sei die Ziffer 3 der Verfügung der Staatsanwaltschaft Zug vom 26. Oktober 2023 aufzuheben 
und dem Beschwerdeführer 3 seien keine Verfahrenskosten aufzuerlegen.

4. Eventualiter sei die Sache zur neuen Beurteilung der Kosten- und Entschädigungsfolgen an die 
Staatsanwaltschaft des Kantons Zug zurückzuweisen.

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zzgl. MWST) zu Lasten der Staatsanwaltschaft. 

3.4 Mit Eingabe vom 27. November 2023 stellte Rechtsanwalt D.________ namens des Be-
schwerdeführers 2 im Verfahren BS 2023 96 den Antrag, auf die Beschwerde der Beschwer-
deführerin 1 sei nicht einzutreten, unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der 
Staatskasse. Er machte im Wesentlichen geltend, infolge eines Organisationsmangels sei die 
Beschwerdeführerin 1 weder handlungs- noch prozessfähig.

3.5 Die Verfahrensakten 2A 2021 196/197 der Staatsanwaltschaft wurden beigezogen.

Erwägungen

1. Vorab ist in prozessualer Hinsicht festzuhalten, dass Rechtsanwalt B.________ gestützt auf 
die von H.________ namens der Beschwerdeführerin 1 unterzeichneten Vollmacht vom 
3. August 2022 zur Vertretung befugt ist. Dies ist gerichtsnotorisch und die entsprechenden 
Urteile sind den Parteien bekannt. Es ist diesbezüglich etwa auf den Beschluss des Oberge-
richts Zug BS 2022 69 vom 27. Oktober 2023 E. 1.3.2 zu verweisen.

2. Die form- und fristgerecht eingereichten Beschwerden aller Beschwerdeführer richten sich 
gegen die gleiche Verfügung der Staatsanwaltschaft. Es ist daher angezeigt, alle Beschwer-
den in einem Entscheid zu behandeln. Damit entfällt die Einzelrichterzuständigkeit gemäss 
Art. 395 lit. b StPO für die Kostenbeschwerden. Da die Kostenbeschwerden gegenstandslos 
würden, wenn die Einstellungsverfügung aufzuheben wäre, erscheint es zweckmässig, 
zunächst die Beschwerde der Beschwerdeführerin 1 zu beurteilen. 

3. Gemäss Art. 324 Abs. 1 StPO erhebt die Staatsanwaltschaft beim zuständigen Gericht An-
klage, wenn sie aufgrund der Untersuchung die Verdachtsgründe als hinreichend erachtet 
und keinen Strafbefehl erlassen kann. Nach Art. 319 Abs. 1 StPO verfügt sie die Einstellung 
des Verfahrens u.a. dann, wenn kein Tatverdacht erhärtet ist, der eine Anklage rechtfertigt 
(lit. a), und wenn kein Straftatbestand erfüllt ist (lit. b). Der Entscheid über die Einstellung des 
Verfahrens richtet sich nach dem aus dem Legalitätsprinzip fliessenden Grundsatz "in dubio 
pro duriore" (vgl. Art. 5 Abs. 1 BV und Art. 2 Abs. 1 StPO i.V.m. Art. 319 Abs. 1 StPO und 
Art. 324 Abs. 1 StPO). Danach darf eine Einstellung durch die Staatsanwaltschaft nur bei kla-
rer Straflosigkeit, namentlich fehlendem Tatverdacht, bzw. offensichtlich fehlenden Prozess-
voraussetzungen verfügt werden. Ist eine Verurteilung wahrscheinlicher als ein Freispruch, 
ist, sofern die Erledigung mit einem Strafbefehl nicht in Frage kommt, Anklage zu erheben. 
Dasselbe gilt in der Regel, wenn ein Freispruch ebenso wahrscheinlich wie eine Verurteilung 
erscheint. Der Grundsatz, dass im Zweifelsfall nicht eingestellt werden darf, ist unter Würdi-
gung der im Einzelfall gegebenen Umstände anzuwenden. Bei zweifelhafter Beweis- bzw. 
Rechtslage hat mithin nicht die Untersuchungs- oder Anklagebehörde über die Stichhaltigkeit 
des strafrechtlichen Vorwurfs zu entscheiden, sondern das für die materielle Beurteilung zu-

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ständige Gericht. Jedoch sind Sachverhaltsfeststellungen unter Berücksichtigung des Grund-
satzes "in dubio pro duriore" auch bei Einstellungen zulässig, soweit gewisse Tatsachen 
"klar" bzw. "zweifelsfrei" feststehen, so dass im Fall einer Anklage mit grosser Wahrschein-
lichkeit keine abweichende Würdigung zu erwarten ist. Der Staatsanwaltschaft ist es mithin 
nur bei unklarer Beweislage untersagt, der gerichtlichen Beweiswürdigung vorzugreifen. Im 
Rahmen von Art. 319 Abs. 1 lit. b und c StPO sind Sachverhaltsfeststellungen der Staatsan-
waltschaft in der Regel gar notwendig. Auch insoweit gilt aber, dass der rechtlichen Würdi-
gung der Sachverhalt "in dubio pro duriore", d.h. der klar erstellte Sachverhalt, zugrunde ge-
legt werden muss. Der Grundsatz, dass im Zweifel nicht eingestellt werden darf, ist auch bei 
der Überprüfung von Einstellungsverfügungen zu beachten. Den kantonalen Instanzen steht 
bei der Überprüfung von Einstellungsverfügungen ein gewisser Spielraum des Ermessens zu 
(BGE 143 IV 241 E. 2.2.1; 138 IV 186 E. 4.1; Urteil des Bundesgerichts 6B_1195/2019 vom 
28. April 2019 E. 3.1 m.H.).

4. Die Staatsanwaltschaft begründete die Einstellung betreffend den Vorwurf der ungetreuen 
Geschäftsbesorgung (Art. 158 StG) damit, dass ein Vermögensschaden nicht ansatzweise 
gerichtsverwertbar ermittelbar sei (dazu E. 6-8) und den Beschuldigten kein vorsätzlich ge-
sellschaftsschädigendes Verhalten nachgewiesen werden könne (dazu E. 9).

5. Zum Vermögensschaden führte die Staatsanwaltschaft im Wesentlichen Folgendes aus:

5.1 Alle Beteiligten seien sich zum damaligen Zeitpunkt [gemeint ist ein Zeitpunkt im Jahr 2018] 
einig gewesen, dass es sich beim Mobiliar [gemeint ist im Folgenden das GR.________-
Mobiliar] um Eigentum der Beschwerdeführerin 1 handle (act. 1/1 E. 4.2). Den Jahresrech-
nungen der Beschwerdeführerin 1 seit 2010 sei zu entnehmen, dass dem Mobiliar bereits 
damals ein Wert von CHF 1.00 zugewiesen worden sei. Mithin sei bereits damals das Mobili-
ar wertmässig abgeschrieben gewesen, obwohl H.________ ausgesagt habe, man habe die 
Wohnung glaublich im Jahr 2010 renoviert und neu eingerichtet bzw. ab dann immer wieder 
Ersatzmobiliar beschafft (act. 1/1 E. 5.1.1). Dass sich der Beschwerdeführer 2 das Mobiliar 
mittels mutmasslich illegalen Mobiliarentzugs "unter den Nagel gerissen" habe, gehe aus 
dem Beschlussprotokoll einer Erbenverhandlung vom 20. Januar 2014 nicht hervor, ebenso 
wenig ein mutmasslicher Wert des Mobiliars. Im Gegenteil, habe doch Q.________, [damali-
ger] Willensvollstrecker im Nachlass von R.________ sel., in seinem Schreiben vom 11. Fe-
bruar 2016 an die damaligen Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 2 und von H.________ 
festgehalten, er gedenke, den Rest des Mobiliars (gemeint sei jenes Mobiliar, auf das weder 
H.________ noch der Beschwerdeführer 2 im Vorfeld Anspruch erhoben hätten) "einer kari-
tativen Organisation zur Verfügung" zu stellen. In Bezug auf den Wert des Mobiliars und die 
Begehrlichkeiten der Geschwister H.________ und C.________ lasse sich daraus schlies-
sen, dass H.________ nichts davon gewollt habe, der Beschwerdeführer 2 gewisse Dinge 
für sich moniert habe und der Rest als nicht eben werthaltig empfunden worden sei (act. 1/1 
E. 5.1.2). 

5.2 Ein Vermögensschaden sei nicht ansatzweise gerichtsverwertbar ermittelbar. Dabei komme 
es nicht auf das Vorhandensein von einzelnem Mobiliar und einzelnen Gegenständen an. 
Dass werthaltiges Mobiliar vorhanden gewesen sein solle, möge bei subjektiver Betrachtung 
zutreffen, sei allerdings in keiner Weise objektivier- und schlicht nicht mehr beweisbar. Mithin 

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fehle es bei einer Anklageerhebung bereits am objektiven Tatbestandselement des Vermö-
gensschadens (act. 1/1 E. 5.1.5).

5.3 Aufgrund der Aussageverweigerung des Beschwerdeführers 3 könne diesem bzw. beiden 
Beschuldigten mit Blick auf den Vermögensschaden nicht nachgewiesen werden, dass sie 
mit ihrem pflichtwidrigen Verhalten als Verwaltungsräte der Gesellschaft einen solchen zum 
Nachteil der Gesellschaft verursacht hätten und in welcher Höhe sich dieser gegebenenfalls 
"befinden" würde. Es würden weder Beschaffungsbelege allfällig noch werthaltigen Mobiliars 
noch Nachweise entsprechender allfälliger Wiederverkaufswerte existieren. Letztlich sei zum 
Schaden nochmals auf die schriftliche Aussage von Q.________ zu verweisen, wonach die-
ser das Mobiliar einer karitativen Organisation habe zur Verfügung stellen wollen. Dies lasse 
nicht auf einen offensichtlich vielversprechenden Wiederverkaufswert allfällig noch werthalti-
gen Mobiliars schliessen (act. 1/1 E. 5.2.2).

5.4 Die Staatsanwaltschaft verzichtete auf eine Befragung von Q.________ (damaliger Willens-
vollstrecker im Nachlass von R.________ sel.), S.________ (Wirtschaftsprüfer bei 
T.________ AG und damaliger Buchhalter der Beschwerdeführerin 1), U.________ (Mitarbei-
ter der V.________ AG) und C.________ (Beschwerdeführer 2).

6. Die Beschwerdeführerin 1 bringt vor, Q.________ sei Willensvollstrecker gewesen und habe 
im Hinblick auf das Mobiliar mit den Geschwistern H.________ und C.________ korrespon-
diert. Q.________ habe geltend gemacht, es handle sich um Mobiliar des Nachlasses. Ent-
sprechend sei davon auszugehen, dass er sich Überlegungen zum Wert des Mobiliars ge-
macht habe. Das sei eine der Pflichten eines Willensvollstreckers und gehe auch aus einem 
Schreiben vom 15. Dezember 2015 an den Vertreter von H.________, wonach ein Experte 
den Wert gewisser Gegenstände in der Wohnung ermittelt habe, hervor. Vor diesem Hinter-
grund dränge es sich auf, Q.________ auch zum Mobiliar, zu dessen Wert und den diesbe-
züglichen Überlegungen und Grundlagen zu befragen. Gleiches gelte mit Bezug auf die Um-
stände der Wohnungsräumung, habe Q.________ doch auch zu diesem Themenkreis mit 
den Beschuldigten immer wieder Kontakt gehabt. Die Erwägung der Staatsanwaltschaft, wo-
nach Q.________ nichts Relevantes wisse, werde durch die Akten nicht gestützt (act. 1 
Rz 13).

In diesem Punkt erweist sich die Beschwerde als begründet. Nach aktuellem Stand der Er-
mittlungen kann nämlich nicht ausgeschlossen werden, dass Q.________ sachdienliche 
Hinweise machen kann. Er wurde zwar bereits zur Edition von Dokumenten aufgefordert. 
Diese Edition betraf allerdings nicht den Wert des GR.________-Mobiliars, sondern ein Pro-
tokoll einer Erbenverhandlung sowie Nachweise über ausgehändigtes Mobiliar, verstanden 
wohl als Inventarliste und dergleichen (vgl. das Editionsersuchen [act. 5/1] und die Eingabe 
von Q.________ [act. 27/1]). Die Befragung von Q.________ kann allenfalls auch zum 
Schluss führen, dass die Lagerkosten für das GR.________-Mobiliar den Wert des eingela-
gerten Mobiliars überstiegen hätten. Doch auch in diesem Fall könnte die ungetreue Ge-
schäftsbesorgung nicht ohne Weiteres verneint werden, sofern nämlich werthaltiges Mobiliar 
verschenkt anstatt verkauft, werthaltiges Mobiliar selbst einbehalten oder ein allfälliger Ver-
kaufserlös nicht der Beschwerdeführerin 1 überlassen wurde. Q.________ ist deshalb zu den 
Umständen der Wohnungsräumung sowie zum Verbleib und Wert des GR.________-
Mobiliars zu befragen.

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7. Die Beschwerdeführerin 1 moniert weiter, ihr damaliger Buchalter, S.________, sei zu Un-
recht nicht einvernommen worden. Die Staatsanwaltschaft lehnte dessen Befragung ab mit 
der Begründung, das Buchhaltungs-Konto 1510 der Beschwerdeführerin 1 "Mobiliar Woh-
nung ________ (Gemeinde/GR)" sei [zwar] in der Bilanz per 20. Juni 2013 in "Boje" umbe-
nannt und fortan so geführt worden. Selbst wenn aber Q.________ S.________ instruiert 
habe, in der Buchhaltung rückwirkend ab 1. Juli 2013 neu den Begriff "Boje" zu verwenden, 
sei nicht zu erkennen, inwiefern diese Frage zur Beurteilung eines tatbestandsmässigen 
Handelns oder Unterlassens etwas beitragen könnte (act. 1/1 E. 5.1.1 und 5.4.4). 

Dieser Begründung der Staatsanwaltschaft kann nicht gefolgt werden. Es erscheint nämlich 
nicht ausgeschlossen, dass S.________ sachdienliche Hinweise machen kann. Das Ver-
schwinden des Mobiliars aus den Büchern der Beschwerdeführerin 1 – im Zusammenhang 
mit dem "realen" Verschwinden des Mobiliars – wirft offensichtlich zahlreiche Fragen auf. 
Obwohl dieser Sachverhalt bereits über ein Jahrzehnt zurückliegt, ist es möglich, dass 
S.________ aus seiner Erinnerung nähere Angaben dazu machen kann. Es darf davon aus-
gegangen werden, dass er sich damals Gedanken zu Umfang, Wert und Abschreibung des 
Mobiliars sowie zur "Umbenennung" des Kontos 1510 gemacht hat. Zudem verfügt er wahr-
scheinlich auch noch über Belege.

8. Die Beschwerdeführerin 1 rügt weiter, der Beschwerdeführer 2 sei nicht befragt worden, ob-
schon es sich bei der Befragung von Beschuldigten um die zentrale Pflicht der Staatsanwalt-
schaft handle. Der Grund für dieses Vorgehen werde in der Einstellungsverfügung nicht ge-
nannt (act. 1 Rz 12).

Weder aus der Einstellungsverfügung noch aus der Stellungnahme der Staatsanwaltschaft 
im Beschwerdeverfahren geht hervor, weshalb der Beschuldigte 1 (Beschwerdeführer 2) 
nicht einvernommen wurde. Ein Grund, dies nicht zu tun, ist nicht ersichtlich. Die Staatsan-
waltschaft wird daher entweder den Beschwerdeführer 2 einzuvernehmen oder aber in einer 
allfälligen neuerlichen Einstellungsverfügung begründet darzulegen haben, weshalb sie auf 
dessen Einvernahme verzichtet.

9. Ob auch "Personen aus dem Umfeld der V.________ AG, insbesondere U.________", ein-
zuvernehmen sind, wie die Beschwerdeführerin 1 weiter verlangt (act. 1 Rz 16), kann und 
muss hier nicht beurteilt werden. Denn ob aufgrund der Erkenntnisse, die mit der Befragung 
von Q.________, von S.________ und allenfalls des Beschwerdeführers 2 gewonnen wer-
den, eine Befragung weiterer Mitarbeiter der V.________ AG erforderlich ist, wird die Staats-
anwaltschaft zu gegebener Zeit (neu) zu beurteilen haben.

10. Die Beschwerdeführerin 1 macht weiter geltend, die Staatsanwaltschaft hätte auch die Haus-
wartin, W.________, befragen müssen, sofern die Staatsanwaltschaft suggeriere, dass je-
mand anders als die Beschuldigten für eine Entwendung des Mobiliars in Frage kommen 
könnte (act. 1 Rz 19).

Solange sich keinerlei Hinweise ergeben, dass W.________ GR.________-Mobiliar entwen-
det haben könnte, erscheint eine Befragung von W.________, die zwar über einen Schlüssel 
zur Wohnung verfügt haben soll, nicht notwendig. Anzumerken bleibt Folgendes: Für den 

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Fall, dass sich nicht zuverlässig ermitteln oder beweisen liesse, was mit jenem 
GR.________-Mobiliar passiert ist, das nicht bei der V.________ AG eingelagert wurde, so 
könnte sich die weitere Strafverfolgung allenfalls auch auf die eingelagerten Gegenstände 
beschränken.

11. Die Staatsanwaltschaft wird zudem näher zu untersuchen haben, ob das verschwundene 
GR.________-Mobiliar werthaltig war, sodass dessen Verschwinden überhaupt einen Scha-
den im Sinne von Art. 158 StGB bewirken kann. Hinsichtlich des Werts des Mobiliars ist – 
entgegen dem Vorbringen der Beschwerdeführerin 1 – grundsätzlich der Zeitwert (Verkehrs-
wert) bzw. Wiederbeschaffungswert massgebend. Bei wertbeständigen Gütern (dazu können 
Bilder namhafter Künstler zählen) divergiert der Zeitwert kaum vom Neuwert. Sachen hinge-
gen, deren Wert sich mit der Zeit vermindert, sind für die Schadensermittlung zum Zeitwert 
zu berücksichtigen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_377/2020 vom 21. Juli 2021 E. 3.5.4; 
BGE 127 III 73 E. 5b; je m.H.). 

Sollten sich nach der Befragung weiterer Personen Anhaltspunkte dafür ergeben, dass das 
GR.________-Mobiliar nicht wertlos war, hat die Staatsanwaltschaft zum Wert des Mobiliars 
allenfalls weitere Abklärungen vorzunehmen. Ob sie einen Experten beizuziehen hat, wie die 
Beschwerdeführerin 1 fordert (act. 1 Rz 24 zweites Lemma), muss und kann vorliegend nicht 
beurteilt werden. Aus dem Umstand, dass H.________ angeblich nichts vom Mobiliar haben 
wollte, kann jedenfalls – sofern dies zutrifft – noch nicht auf die Wertlosigkeit geschlossen 
werden. Dass sie nämlich nichts wollte, lag offenbar darin begründet, dass sie sich auf den 
Standpunkt stellte, das Mobiliar sei nicht im Eigentum des Nachlasses, sondern in jenem der 
Beschwerdeführerin 1 (vgl. act. 1 Rz 23 zweites Lemma). Zudem hätte H.________s Reakti-
on genauso bedeuten können, dass sie nicht am Mobiliar in natura interessiert war, was aber 
nicht ausschliesst, dass sie am Wert oder Wertersatz desselben interessiert war.

12. Betreffend den subjektiven Tatbestand erwog die Staatsanwaltschaft, ein vorsätzlich gesell-
schaftsschädigendes Verhalten könne den Beschwerdeführern 2 und 3 nicht nachgewiesen 
werden. Beim Beschwerdeführer 2 sei nicht erkennbar, weshalb er mit einer 45%-Beteiligung 
an der Familienholding und damit auch an der Beschwerdeführerin 1 sich selber vorsätzlich 
hätte einen finanziellen Schaden zufügen wollen. Beim Beschwerdeführer 3 fehle es an 
einem plausiblen Motiv für ein solches Verhalten (act. 1/1 E. 5.3).

Diese Ausführungen überzeugen nicht. Wenn der Beschwerdeführer 2 allenfalls Gegenstän-
de aus dem GR.________-Mobiliar verkauft und den Erlös einbehalten hat, profitierte er da-
von finanziell, indem er am Verkaufserlös zu 100 % anstatt bloss zu 45 % partizipierte. Aus-
serdem weist die Beschwerdeführerin 1 zu Recht darauf hin, dass mit diesem Argument auch 
der Vorsatz des Beschwerdeführers 2 anlässlich des Verkaufs der ab.________-
Liegenschaften von vornherein verneint werden müsste. Dies war aber gerade nicht der Fall, 
erhob doch die Staatsanwaltschaft dort Anklage. Inwiefern es dem Beschwerdeführer 3 an 
einem plausiblen Motiv fehlen sollte, ist nicht nachvollziehbar. Denkbar ist, dass er sich am 
Mobiliar oder Erlös bediente.

13. Anzufügen bleibt abschliessend, dass mit Bezug auf die Tatbestandselemente unter Um-
ständen auch ein Indizienbeweis erbracht werden kann. Eine tatbestandsmässige, zum 
Schuldspruch beitragende Tatsache ist nämlich auch dann rechtserheblich festgestellt, wenn 

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das Gericht erkennt, dass die Zuverlässigkeit des Beweisergebnisses nicht ernsthaft zu be-
zweifeln ist. Abstrakte und theoretische Zweifel lassen sich kaum je ganz ausräumen (vgl. 
BGE 144 IV 345 E. 2.2.1 und E. 2.2.3.3). 

Mitzuberücksichtigen ist dabei auch die Verweigerung der Aussage durch den Beschwerde-
führer 3. Selbstverständlich darf er als Beschuldigter die Aussage und Mitwirkung verwei-
gern, ohne dass ihm dies zum Nachteil gereicht (Art. 113 Abs. 1 StPO). Gemäss bundesge-
richtlicher Rechtsprechung ist es jedoch mit den strafprozessualen Grundsätzen, insbeson-
dere dem Verbot des Selbstbelastungszwanges und der Unschuldsvermutung, unter gewis-
sen Umständen vereinbar, das Aussageverhalten der beschuldigten Person in die Beweis-
würdigung miteinzubeziehen. Dies ist insbesondere der Fall, wenn sich die beschuldigte Per-
son weigert, zu ihrer Entlastung erforderliche Angaben zu machen, indem sie es unterlässt, 
entlastende Behauptungen näher zu substanziieren, obschon eine Erklärung angesichts der 
belastenden Beweiselemente vernünftigerweise erwartet werden darf. Mit anderen Worten 
darf das Schweigen der beschuldigten Person in Situationen, die nach einer Erklärung rufen, 
bei der Gewichtung belastender Elemente mitberücksichtigt werden, es sei denn, die be-
schuldigte Person berufe sich zu Recht auf ein Zeugnisverweigerungsrecht. Unter den er-
wähnten Umständen darf die fehlende Mitwirkung des Beschuldigten ausnahmsweise in die 
Beweiswürdigung miteinfliessen. Diese Rechtsprechung führt nicht zu einer Beweislastum-
kehr, sondern lediglich dazu, dass auf die belastenden Beweise abgestellt werden darf (statt 
Vieler: Urteil des Bundesgericht 6B_1205/2022 vom 22. März 2023 E. 2.4.1 m.H.). 

Vorliegend ist die gesamte Einrichtung einer 3,5-Zimmer-Wohnung spurlos verschwunden 
und die mutmasslich hauptverantwortliche Person für die – entgeltliche oder unentgeltliche – 
Räumung, die zur Klärung der Umstände wesentlich beitragen könnte, verweigert die Aussa-
ge. Dies darf bei der Beweiswürdigung durchaus berücksichtigt werden.

14. Die Einstellungsverfügung vom 26. Oktober 2023 ist somit aufzuheben und die Staatsanwalt-
schaft anzuweisen, die Strafuntersuchung im Sinne der Erwägungen weiterzuführen. Bei die-
sem Ausgang erweisen sich die Kostenbeschwerden der Beschwerdeführer 2 und 3 (BS 2023 
97 und BS 2023 100) als gegenstandslos.

15. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten des Rechtsmittelverfahrens auf die 
Staatskasse zu nehmen und die Rechtsvertreter der Beschwerdeführer angemessen 
zu entschädigen.

Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin 1 erhob in der Beschwerde nahezu dieselben 
Einwände, die er bereits im Verfahren BS 2022 99 namens der L.________ AG vorgebracht 
hatte. Seine Parteientschädigung ist folglich auf CHF 1'500.00 (inkl. MWST) festzusetzen. 
Der amtliche Verteidiger des Beschwerdeführers 2 macht für das Beschwerdeverfahren BS 
2023 97 Kosten von CHF 2'656.41 (inkl. MWST) und der amtliche Verteidiger des Beschwer-
deführers 3 für das Beschwerdeverfahren BS 2023 100 Kosten von CHF 5'840.55 (inkl. 
MWST) geltend. Auch wenn einem Verteidiger bei der Beurteilung der Frage, ob ein bestimm-
ter Verteidigungsaufwand notwendig ist, ein weiter Ermessensspielraum eingeräumt werden 
muss, erscheinen die geltend gemachten Aufwendungen dennoch als zu hoch. In den Ver-
fahren BS 2023 97 und BS 2023 100 ging es einzig um die Frage der Kostenauflage. Hinzu 
kommt, dass sich dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 2 die nahezu gleiche Frage 

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bereits im Verfahren BS 2022 101 stellte. Unter Berücksichtigung der Aufwendungen im Ver-
fahren BS 2023 96 erscheint eine Entschädigung von CHF 1'000.00 (inkl. MWST) für den 
Verteidiger des Beschwerdeführers 2 und von CHF 2'000.00 für den Verteidiger des Be-
schwerdeführers 3 angemessen (Art. 428 Abs. 4 StPO; Art. 436 Abs. 3 StPO). 

16. Wird die beschuldigte Person zu den Verfahrenskosten verurteilt, so ist sie verpflichtet, dem 
Bund oder dem Kanton die Entschädigung zurückzuzahlen, sobald es ihre wirtschaftlichen 
Verhältnisse erlauben (Art. 135 Abs. 4 StPO). Die Staatsanwaltschaft oder – bei einer Ankla-
geerhebung – das Gericht werden eine allfällige Rückzahlungspflicht der Beschuldigten in ih-
rem Entscheid regeln müssen. In der angefochtenen Einstellungsverfügung ist dies nicht er-
folgt.

Beschluss

1.1 In Gutheissung der Beschwerde der Beschwerdeführerin 1 wird die Verfügung der Staatsan-
waltschaft des Kantons Zug vom 26. Oktober 2023 aufgehoben und die Sache im Sinne der 
Erwägungen an die Staatsanwaltschaft zurückgewiesen.

1.2 Die Beschwerden der Beschwerdeführer 2 und 3 werden zufolge Gegenstandslosigkeit ab-
geschrieben.

2. Die Kosten der drei Beschwerdeverfahren betragen insgesamt

CHF 1'600.00Gebühren
CHF 80.00 Auslagen
CHF 1'680.00Total

und werden auf die Staatkasse genommen. Der von der Beschwerdeführerin 1 geleistete 
Kostenvorschuss von CHF 1'000.00 wird dieser zurückerstattet.

3.1 Die Beschwerdeführerin 1 wird für ihre Aufwendungen im Beschwerdeverfahren mit 
CHF 1'500.00 (inkl. MWST) entschädigt.

3.2 Rechtsanwalt D.________, amtlicher Verteidiger des Beschwerdeführers 2, wird für seine 
Aufwendungen im Beschwerdeverfahren mit CHF 1'000.00 (inkl. MWST) aus der Staatskasse 
entschädigt.

Ob und inwieweit der Beschwerdeführer 2 zur Rückzahlung dieser Entschädigung verpflichtet 
ist, wird – soweit keine Anklage erhoben wird – von der Staatsanwaltschaft des Kantons Zug 
festzulegen sein.

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3.3 Rechtsanwalt F.________, amtlicher Verteidiger des Beschwerdeführers 3, wird für seine 
Aufwendungen im Beschwerdeverfahren mit CHF 2'000.00 (inkl. MWST) aus der Staatskasse 
entschädigt.

Ob und inwieweit der Beschwerdeführer 3 zur Rückzahlung dieser Entschädigung verpflichtet 
ist, wird – soweit keine Anklage erhoben wird – von der Staatsanwaltschaft des Kantons Zug 
festzulegen sein.

4. Gegen diesen Entscheid ist die Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 78 ff. des Bundesge-
richtsgesetzes (BGG) zulässig; die Beschwerdegründe richten sich nach Art. 95 ff. BGG. Die 
Beschwerde ist innert 30 Tagen seit Zustellung des Entscheids schriftlich, begründet und mit 
bestimmten Anträgen sowie unter Beilage des Entscheides und der Beweismittel (vgl. Art. 42 
BGG) beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.

5. Mitteilung an:
- Parteien (an die Staatsanwaltschaft unter Rückgabe der eingereichten Akten)
- Gerichtskasse (im Dispositiv)

Obergericht des Kantons Zug 
I. Beschwerdeabteilung

St. Scherer I. Cathry
Abteilungspräsident Gerichtsschreiber

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