# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 862a76cb-63ef-5fff-bb52-cb935e966934
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-05-05
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 05.05.2020 LF200029
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LF200029_2020-05-05.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: LF200029-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. M. Stammbach und Oberrichter Dr. M. Sarbach 

sowie Gerichtsschreiber lic. iur. M. Isler 

Beschluss vom 5. Mai 2020 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Berufungsklägerin 

 

betreffend Testamentseröffnung 
 
 im Nachlass von B._____, geboren tt. August 1938, von C._____, gestorben 

tt.mm 2020, wohnhaft gewesen D._____-Str. …, E._____ 

Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichtes s.V. des Bezirksgerichtes Dielsdorf 

vom 31. März 2020 (EL200025) 

 

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Erwägungen: 

1. Mit Urteil vom 31. März 2020 eröffnete das Einzelgericht im summarischen Ver-
fahren des Bezirksgerichtes Dielsdorf im Nachlass der am tt.mm 2020 verstorbe-

nen B._____ drei Testamentsfragmente der Erblasserin, die bei ihm eingereicht 

worden waren. Es stellte den ermittelten vier gesetzlichen Erben die Ausstellung 

eines Erbscheins in Aussicht und ordnete den Bezug der Kosten bei den Erben 

an. 

Mit Schreiben vom 24. April 2020 wendet sich Erbin A._____ an das Obergericht. 

Sie erklärt, das Urteil nicht zu verstehen und nicht zu wissen, wie sie sich verhal-

ten solle. Sie erkundigt sich, ob es rechtens sei, dass ihre Miterbin F._____ die 

Sache in die Hand nehme, und möchte wissen, was sie erbe. 

2. Das Einzelgericht hat darauf hingewiesen, dass das Obergericht Berufungs-
instanz ist und dass der einzelgerichtliche Entscheid innert einer in den Gerichts-

ferien nicht stillstehenden Frist von 10 Tagen von der Zustellung an beim Ober-

gericht angefochten werden könne, wobei Anträge zu stellen und zu begründen 

seien. Die Eingabe von A._____ enthält weder einen Antrag, dass der einzelge-

richtliche Entscheid abzuändern sei, noch eine Beanstandung des einzel-

gerichtlichen Entscheides. A._____ hat auch die Rechtsmittelfrist von 10 Tagen 

ab der Zustellung des Entscheides (3. April 2020) nicht gewahrt. Sie ficht den ein-

zelgerichtlichen Entscheid nicht an, sondern ersucht um Auskunft. Das beim 

Obergericht eröffnete Berufungsverfahren ist deshalb ohne Weiterungen abzu-

schreiben.  

3. A._____ wird darauf hingewiesen, dass das Obergericht aus grundsätzlichen 
Überlegungen keine Rechtsauskünfte erteilt. Hinweise zum Erbgang finden sich 

jedoch auf den Internetseiten der Notariate, Grundbuch- und Konkursämter des 

Kantons Zürich sowie der Gerichte des Kantons Zürich: 

–  https://www.notariate.zh.ch/deu/notariat/erbrecht/ 

–  https://www.gerichte-zh.ch/themen/erbschaft/erbgangssicherung/

testamentseroeffnung.html 

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–  https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/Dokumente/Themen/

Erbschaft/Formulare_und_Merkblaetter/M_Erbschein_allg.pdf 

Adressen von Rechtsauskunftsstellen finden sich beispielsweise im Internet. Über 

die Höhe des Nachlasses und dessen Zusammensetzung kann das Obergericht 

keine Auskunft erteilen. Informationen über das von der Erblasserin versteuerte 

Vermögen sind allenfalls bei den Steuerbehörden erhältlich. Eventuell findet sich 

in den Akten des Einzelgerichtes des Bezirksgerichtes ein Hinweis. 

Im Kanton Zürich gibt es keine Teilungsbehörden. Die Teilung der Erbschaft ist 

grundsätzlich Sache der Erben. Sind mehrere Personen erbberechtigt, können sie 

nur gemeinsam über die Erbschaft verfügen.  

Es wird beschlossen: 

1. Das Verfahren wird abgeschrieben. 

2. Es werden keine Kosten erhoben. 

3. Schriftliche Mitteilung an A._____ und das Einzelgericht s.V. des Bezirksge-

richtes Dielsdorf, je gegen Empfangsschein. 

4. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 
30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert ist unbe-
stimmt.  

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 

- 4 - 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer 

 
Der Gerichtsschreiber: 

 
 
 

lic. iur. M. Isler 
 
 
versandt am: 
 
 

	Beschluss vom 5. Mai 2020
	Erwägungen:
	1. Mit Urteil vom 31. März 2020 eröffnete das Einzelgericht im summarischen Verfahren des Bezirksgerichtes Dielsdorf im Nachlass der am tt.mm 2020 verstorbenen B._____ drei Testamentsfragmente der Erblasserin, die bei ihm eingereicht worden waren. Es ...
	2. Das Einzelgericht hat darauf hingewiesen, dass das Obergericht Berufungsinstanz ist und dass der einzelgerichtliche Entscheid innert einer in den Gerichtsferien nicht stillstehenden Frist von 10 Tagen von der Zustellung an beim Obergericht ange...
	3. A._____ wird darauf hingewiesen, dass das Obergericht aus grundsätzlichen Überlegungen keine Rechtsauskünfte erteilt. Hinweise zum Erbgang finden sich jedoch auf den Internetseiten der Notariate, Grundbuch- und Konkursämter des Kantons Zürich sowi...

	Es wird beschlossen:
	1. Das Verfahren wird abgeschrieben.
	2. Es werden keine Kosten erhoben.
	3. Schriftliche Mitteilung an A._____ und das Einzelgericht s.V. des Bezirksgerichtes Dielsdorf, je gegen Empfangsschein.
	4. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff....