# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 65d22471-fb75-5050-a44a-dcbf7c7d50d6
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-10-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.10.2008 C-1160/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-1160-2008_2008-10-23.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-1160/2008

{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 3 .  O k t o b e r  2 0 0 8

Richter Michael Peterli (Vorsitz), 
Richter Jürg Kölliker, 
Richter Francesco Parrino, 
Gerichtsschreiberin Dominique Gross.

I._______, Österreich,
vertreten durch Fürsprecher lic. iur. Gerhard Lanz, 
Kirchenfeldstrasse 68, 3005 Bern,
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Invalidenrente.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-1160/2008

nach Einsicht:

in die Verfügung der IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: 
IV-Stelle) vom 17. Januar 2008, mit der das Gesuch von I._______ um 
Gewährung einer Invalidenrente abgelehnt worden ist,

in die gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde vom 22. Februar 
2008,  ergänzt  am  30.  April  2008,  mit  der  I._______  (nachfolgend: 
Beschwerdeführerin)  beantragt  hat,  ihr  eine  Invalidenrente  zu 
gewähren,  eventualiter  die  Sache  zur  Einholung  eines  poly-
disziplinären Gutachtens zurückzuweisen, 

in  die  Stellungnahme  von  Dr.  med.  W._______  vom 30.  September 
2008,  wonach  aufgrund  der  Akten  nicht  mit  überwiegender 
Wahrscheinlichkeit  von  einer  vollständigen  Arbeitsfähigkeit  für 
angepasste  Verweisungstätigkeiten  ausgegangen  werden  könne  und 
deshalb  ein  bidisziplinäres,  psychiatrisch-rheumatologisches  Gutach-
ten,  welches  den  Anforderungen  des  schweizerischen 
Invalidenversicherungssystems  (insbesondere  auch  hinsichtlich  der 
zumutbaren  Willensanstrengung  bei  bestimmten  gesundheitlichen 
Störungen) gerecht werde, eingeholt werden sollte, 

in die Vernehmlassung der IV-Stelle vom 7. Oktober 2008, in der diese 
beantragte, die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache im 
Sinne der  erwähnten IV-ärztlichen Stellungnahme an die  Verwaltung 
zurückzuweisen.

In Erwägung:

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32)  in Verbindung 
mit Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 (IVG, SR 831.20) zur Beurteilung von Be-
schwerden gegen Verfügungen von Vorinstanzen gemäss Art. 33 und 
34 VGG zuständig ist,

dass die IV-Stelle eine Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d VGG ist, und 
vorliegend keine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG vorliegt,

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C-1160/2008

dass die Beschwerdeführerin im Sinne von Art. 59 des Bundesgeset-
zes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversi-
cherungsrechts (ATSG, SR 830.1) beschwerdelegitimiert ist,

dass  die  Beschwerde  im  Übrigen  frist-  und  formgerecht  eingereicht 
wurde (Art. 60 ATSG und Art. 52 des Bundesgesetzes vom 20. Dezem-
ber 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) und so-
mit darauf einzutreten ist,

dass nach dem Zugeständnis der IV-Stelle  in Verbindung mit  der IV-
ärztlichen Stellungnahme die Verfügung vom 17. Januar 2008 auf ei-
nem mangelhaft eruierten Sachverhalt beruhe und sich die Einholung 
eines  pluridisziplinären,  psychiatrisch-rheumatologischen  Gutachtens 
als notwendig erweise,

dass die  Beschwerdeführerin  in  ihrer  Beschwerde eventualiter  bean-
tragt hat, die Sache zur Einholung eines polydisziplinären Gutachtens 
an die Vorinstanz zurückzuweisen,

dass  sich  –  nach  Einsicht  in  die  Akten (vgl.  insbesondere  auch  die 
Stellungnahme von Dr. med. P._______ vom 25. September 2007) – 
die Einholung eines  psychiatrisch-rheumatologischen Gutachtens als 
notwendig erweist,

dass Art. 49 Bst. b VwVG die unvollständige Feststellung des rechtser-
heblichen Sachverhalts ausdrücklich als Beschwerdegrund nennt,

dass  mangels  ausreichender  Abklärung  des  Sachverhalts  über  den 
Antrag  des  Beschwerdeführers  auf  Gewährung  einer  Invalidenrente 
zur Zeit nicht entschieden werden kann,

dass eine Sache gemäss Art. 61 Abs. 1 VwVG mit verbindlichen Wei-
sungen an die Vorinstanz zurückgewiesen werden kann,

dass keine Verfahrenskosten zu erheben sind  (Art.  63 Abs. 1  und 2 
VwVG),

dass der obsiegenden Beschwerdeführerin  zu Lasten der  Vorinstanz 
eine  Parteientschädigung  zuzusprechen  ist,  welche  auf  Fr. 1'500.- 
festgesetzt  wird  (Art.  64  VwVG  in  Verbindung  mit  Art.  7  ff.  des 
Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschä-
digungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).

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C-1160/2008

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen und die angefochtene Verfügung 
vom 17. Januar 2008 aufgehoben.

2.
Die Sache wird zur Feststellung des Sachverhalts im Sinne der Erwä-
gungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die Vorinstanz zu-
rückgewiesen.

3.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

4.
Der Beschwerdeführerin wird eine Parteientschädigung von Fr. 1'500.- 
zu Lasten der Vorinstanz zugesprochen. 

5.
Dieses Urteil geht an: 

- die  Beschwerdeführerin  (Gerichtsurkunde;  Beilage:  Vernehmlas-
sung  vom  7.  Oktober  2008  mit  IV-ärztlicher  Stellungnahme  vom 
30. September 2008)

- die Vorinstanz 
- das Bundesamt für Sozialversicherungen 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Michael Peterli Dominique Gross

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C-1160/2008

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit 
Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange-
fochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die  be-
schwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

Versand: 

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