# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 11d883a9-41d4-56c3-89fd-fc10eccc5bb5
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-03-03
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 03.03.2016 UV 2014/49
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2014-49_2016-03-03.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2014/49

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 03.03.2016

Entscheiddatum: 03.03.2016

Entscheid Versicherungsgericht, 03.03.2016
Art. 6 UVG. Prüfung der adäquaten Unfallkausalität nach HWS-Trauma 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 3. März 
2016, UV 2014/49).Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 
8C_285/2016.Entscheid vom 3. März 2016

Besetzung

Präsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Miriam 

Lendfers ; Gerichtsschreiber Markus Jakob

Geschäftsnr.

UV 2014/49

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Nicole Gierer Zelezen, Knus Gnädinger Landolt 

Rechtsanwälte, Molkereistrasse 1, Postfach, 8645 Jona,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

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Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Reto Bachmann, Lischer, Zemp & Partner, 

Schwanenplatz 4, 6004 Luzern,

Gegenstand

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.       

A.a      A.___ (nachfolgend Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war bei der B.___ AG 

als Lastwagenchauffeur im Bauhauptgewerbe tätig und dadurch bei der Suva 

unfallversichert, als er am 21. Januar 2013 einen Verkehrsunfall auf der nicht 

richtungsgetrennten Autostrasse mit frontal-seitlicher Kollision mit einem ihm 

entgegenkommenden Fahrzeug erlitt, welches nach Kollision mit einem Sattelschlepper 

auf seine Fahrbahn geschleudert wurde (UV-act. 1; 24 S. 2; 27 S. 5 f.; 64; 72 S. 8 f.).

A.b     Vom 21. bis am 25. Januar 2013 war der Versicherte im Spital C.___ 

hospitalisiert (UV-act. 24). Im Austrittsbericht diagnostizierten Dr. med. D.___, Leitender 

Arzt Chirurgie, Dr. med. E.___, Arzt Chirurgie, und Dr. med. F.___, Assistenzärztin 

Chirurgie, ein posttraumatisch innerhalb von fünf bis sechs Stunden remittierendes 

sensomotorisches Hemisyndrom brachiokrural links sowie wohl ein Distorsionstrauma 

der Halswirbelsäule. Die CT- und MRI-Untersuchungen von Schädel, Wirbelsäule, 

Thorax und Abdomen ergaben keine frische traumatische Läsion (UV-act. 57 S. 14 bis 

21). Die am 22. Januar 2013 von Dr. med. G.___, Facharzt für Neurologie FMH, 

durchgeführte Untersuchung ergab einen unauffälligen Neurostatus, jedoch 

schmerzhaft eingeschränkte HWS-Beweglichkeit ohne Meningismus und 

Lhermittephänomen (UV-act. 57 S. 12 f.). Nach dem Spitalaustritt stand der Versicherte 

in Behandlung bei Dr. med. H.___, Allgemeine und Innere Medizin FMH, und Dr. med. 

I.___, Innere Medizin FMH, (UV-act. 28 und 52).

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A.c      Am 4. und 5. März 2013 fanden erstmals Arbeitsversuche mit reduzierter 

Belastung statt. Wegen starker Kopfschmerzen mussten diese jedoch nach wenigen 

Stunden abgebrochen werden (UV-act. 32).

A.d     Am 7. März 2013 fand eine Untersuchung durch Kreisarzt Dr. med. J.___, 

Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates 

FMH, statt. Dieser erkannte keine strukturellen Unfallfolgen und empfahl die 

Fortsetzung der physiotherapeutischen Behandlung (UV-act. 33). Am 2. April 2013 

erfolgte eine neurologische Untersuchung durch Dr. med. K.___, Facharzt für 

Neurologie FMH. Der Arzt stellte ausser chronischen Spannungskopfschmerzen sowie 

einer Verspannung der paravertebralen zervikalen Muskulatur keine neurologischen 

Auffälligkeiten fest (UV-act. 43). Am 15. April 2013 wurde an der Rehaklinik Bellikon ein 

ambulantes Assessment durchgeführt. Die Ärzte empfahlen die Fortsetzung der 

Physiotherapie, die Durchführung einer medizinischen Trainingstherapie (MTT) sowie 

eine psychiatrische Konsiliaruntersuchung (UV-act. 57). Vom 17. Juni bis 19. Juli 2013 

erfolgte ein Rehabilitationsaufenthalt in der Zürcher Höhenklinik in Davos. 

Diagnostiziert wurde u.a. eine Anpassungsstörung mit depressiver Reaktion (UV-act. 

85 und 88 f.).

A.e      Die am 29. August 2013 am Zentrum L, erfolgte MRI-Untersuchung der HWS 

zeigte ausschliesslich degenerative Veränderungen (UV-act. 101 und 104). Im 

Arztbericht vom 5. November 2013 hielt Dr. med. M.___, Fachärztin für Psychiatrie und 

Psychotherapie FMH, Ärztin am psychiatrischen Ambulatorium N.___, fest, dass aktuell 

keine psychiatrische Diagnose gestellt werden könne, weshalb die Fortsetzung der 

psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung gegenwärtig nicht indiziert sei (UV-

act. 130).

A.f       An vier Tagen im November 2013 fanden bei der bisherigen Arbeitgeberin 

erneut Arbeitsversuche, diesmal jedoch in einer leichten Tätigkeit, statt. Wegen 

auftretenden Genick- und Kopfschmerzen mussten die Arbeitsversuche aber jeweils 

nach zwei bis drei Stunden abgebrochen werden (UV-act. 120).

A.g     Mit Verfügung vom 12. Februar 2014 eröffnete die Suva dem Versicherten die 

Einstellung der Versicherungsleistungen per 28. Februar 2014. Zur Begründung legte 

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sie dar, dass die noch geklagten Beschwerden organisch nicht hinreichend 

nachweisbar seien und nach Prüfung der massgebenden Kriterien die Adäquanz zu 

verneinen sei (UV-act. 137). Die gegen diesen Entscheid erhobene Einsprache vom 

18. März 2014 (UV-act. 146) wies die Suva mit Einspracheentscheid vom 22. Mai 2014 

ab (UV-act. 157).

B.       

B.a      Gegen den Einspracheentscheid liess der Versicherte durch Rechtsanwältin 

lic. iur. Nicole Gierer Zelezen, Jona, am 24. Juni 2014 Beschwerde erheben mit 

folgenden Rechtsbegehren (act. G 1): 1. Der Einspracheentscheid vom 22. Mai 2014 

sei aufzuheben. 2. Die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, auch nach dem 

28. Februar 2014 die gesetzlichen Leistungen nach dem Unfall vom 21. Januar 2013 zu 

erbringen. 3. Eventualiter sei die Sache zur ergänzenden medizinischen Beurteilung an 

die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 4. Die aufschiebende Wirkung der 

Beschwerde sei wiederherzustellen und dem Beschwerdeführer während der Dauer 

des Verfahrens weiterhin das Taggeld auszurichten. 5. Alles unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge (zuzüglich MwSt) zulasten der Beschwerdegegnerin. Im Weiteren 

wurde eine persönliche Anhörung des Beschwerdeführers verlangt. Zur Begründung 

führte die Rechtsvertreterin u.a. aus, dass der Beschwerdeführer seit dem Unfall unter 

den typischen Beschwerden nach einem Schleudertrauma leide. Bereits leichte 

Arbeiten wie Gartenarbeiten würden ihn seither massiv überfordern. Er benötige nach 

Anstrengungen jeweils ausgiebige Erholungsphasen. Sämtliche durchgeführten 

Arbeitsversuche seien wegen der massiv aufgetretenen Beschwerden fehlgeschlagen. 

Ungenügend von der Beschwerdegegnerin abgeklärt worden sei, ob sich durch den 

Unfall ein vorbestehendes, jedoch unproblematisches Krankheitsbild verschlimmert 

habe, respektive die Ursache der eingetretenen Arbeitsunfähigkeit in der 

unfallbedingten Einwirkung auf die vorbestehende Osteochondrose im Segment C4/5 

und C5/6 liege. Sollte dies zutreffen, würde sich die Adäquanzprüfung gestützt auf die 

Schleudertrauma-Praxis erübrigen. Es dränge sich deshalb die Einholung eines 

polydisziplinären Gutachtens auf. Im Weiteren wird verlangt, von einer 

Geschwindigkeitsänderung von mehr als 20 bis 30 km/h auszugehen. Es handle sich 

nicht, wie im biomechanischen Bericht erhoben, um einen mittelschweren Unfall im 

Grenzbereich zu den leichten Ereignissen, sondern wegen der höheren 

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kollisionsbedingten Geschwindigkeitsänderung um einen mindestens mittelschweren 

Unfall. Zudem sei davon auszugehen, dass der Unfall die adäquat kausale Ursache für 

die Beschwerden und damit die eingetretene Arbeitsunfähigkeit sei, denn fünf von 

sieben massgeblichen Kriterien zur Bejahung der adäquaten Kausalität seien 

vorliegend erfüllt (besonders dramatische Begleitumstände oder besondere 

Eindrücklichkeit des Unfalls, Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen, 

fortgesetzte spezifische, belastende ärztliche Behandlung, Dauerbeschwerden, 

erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen).

B.b     In der Beschwerdeantwort vom 4. September 2014 (act. G 5) beantragte die 

Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Reto Bachmann, Luzern, 

die Abweisung der Beschwerde und Bestätigung des angefochtenen 

Einspracheentscheids. Im Weiteren wurde beantragt, das Gesuch um 

Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung abzuweisen, da das Interesse der 

Beschwerdegegnerin an der sofortigen Vollstreckbarkeit der Verfügung überwiege und 

der Beschwerdeführer den Antrag auch nicht begründet habe. Zur Begründung ihrer 

Anträge verwies die Beschwerdegegnerin auf die Darlegungen im angefochtenen 

Entscheid und führte unter anderem aus, dass beim Beschwerdeführer keine 

objektivierbaren Unfallfolgen ausgewiesen seien. Die vom Beschwerdeführer geklagten 

Schmerzen seien weder organisch erklärbar noch mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit unfallkausaler Natur. Es handle sich auch nicht um einen schweren 

Unfall. Zudem sei lediglich eines der Adäquanz-Prüfkriterien vorliegend knapp erfüllt. 

Der Fallabschluss sei zu Recht erfolgt, da gemäss den medizinischen Beurteilungen 

keine weiteren medizinischen Behandlungen angezeigt seien und von solchen auch 

keine namhafte Verbesserung des Gesundheitszustandes mehr zu erwarten wäre. Mit 

Verweis auf die Rechtsprechung wird vorgebracht, dass eine traumatische 

Verschlimmerung eines klinisch stummen degenerativen Vorzustandes an der 

Wirbelsäule in der Regel nach sechs bis neun Monaten, spätestens aber nach einem 

Jahr als abgeschlossen zu betrachten sei. Ein interdisziplinäres Gutachten sei nicht 

erforderlich, da bereits mehrere medizinische Spezialberichte vorlägen.

B.c      Mit Präsidialentscheid vom 10. September 2014 wurde das Gesuch um 

Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde abgewiesen (act. G 6).

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B.d     Mit Replik vom 2. Oktober 2014 hielt der Beschwerdeführer an den in der 

Beschwerdeschrift gestellten Rechtsbegehren unverändert fest (act. G 8). Ausgeführt 

wird u.a., dass der Fallabschluss zu früh erfolgt sei. Der Gesundheitszustand des 

Beschwerdeführers habe sich verbessert und weitere Verbesserungen seien 

längerfristig zu erwarten. Zurzeit sei er in einem durch das RAV vermittelten 

Beschäftigungsprogramm im Umfang von ca. 60% in einer leidensangepassten 

Tätigkeit tätig. Im Weiteren wird gerügt, dass die Beschwerdegegnerin sich nur auf die 

„eigenen“ Arztberichte abstützte und den weiteren Berichten (bspw. vom Hausarzt und 

von der Rehaklinik) weniger Bedeutung zugemessen habe. Ein unabhängiges 

Gutachten würde Klarheit schaffen.

B.e      Mit Duplik vom 15. Oktober 2014 hielt der Rechtsvertreter der 

Beschwerdegegnerin am gestellten Rechtsbegehren fest (act. G 10).

Erwägungen

1.        

Streitig ist vorliegend, ob die Beschwerdegegnerin die im Nachgang zum Unfall vom 

21. Januar 2013 erbrachten Leistungen auf den 28. Februar 2014 zu Recht einstellte 

oder nicht. Die Beschwerdegegnerin legte im angefochtenen Entscheid (UV-act. 157, 

E. 1 und 5a) die rechtlichen Voraussetzungen des Vorliegens eines natürlichen und 

adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen Unfall und Gesundheitsschädigung sowie 

die Beweisanforderungen zutreffend dar; darauf wird verwiesen.

2.       

2.1      Am 7. März 2013 führte der Kreisarzt Dr. J.___ eine Untersuchung des 

Beschwerdeführers durch (UV-act. 33). Er diagnostizierte ein belastungs-, bewegungs- 

und haltungsabhängiges Cervicobrachial-Syndrom links mit intermittierenden 

Schwindelattacken bei Zustand nach HWS-Distorsionstrauma am 21. Januar 2013 mit 

posttraumatisch innerhalb ca. fünf bis sechs Stunden remittierendem, 

sensomotorischem Hemisyndrom brachiocrural links. Festgestellt wurde eine 

eingeschränkte Beweglichkeit der HWS links mehr als rechts, schmerzhaft verspannte 

Schultergürtelmuskulatur im Bereich des Musculus trapezius und Musculus levator 

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scapulae sowie druckschmerzhafte Facettengelenke polyetager links mehr als rechts. 

Strukturelle Unfallfolgen konnten nicht nachgewiesen werden.

2.2      Anlässlich der am 2. April 2013 von Dr. K.___ durchgeführten neurologischen 

Untersuchung (UV-act. 43) berichtete der Beschwerdeführer über ständige Schmerzen 

an der linken Seite des Nackens, die sich bis in die Schulter ausbreiten würden. Von 

dort aus könnten sie in drückender Qualität in den gesamten Kopf ausstrahlen. 

Auslösend für die Kopfschmerzen seien bereits kleinste Belastungen wie max. 30 

Minuten Fernsehen oder wenige Minuten Autofahren. Der Facharzt stellte fest, dass der 

Beschwerdeführer an einem chronischen Spannungskopfschmerz und Schmerzen aus 

der verspannten paravertebralen zervikalen Muskulatur leide. Neurologisch seien die 

Druckdolenzen der paravertebralen zervikalen Muskulatur und des Musculus trapezius 

links und die Hypertrophie des Musculus trapezius links fassbar. Der übrige 

neurologische Befund sei unauffällig. So seien auch im MRI des Kopfes, der MR-

Angiographie der hirnversorgenden Gefässe und im MRI der gesamten Wirbelsäule 

strukturelle Unfallfolgen nicht fassbar.

2.3      Am 15. April 2013 wurde in der Rehaklinik Bellikon ein ambulantes Assessment 

durchgeführt (UV-act. 57). Als aktuelle Probleme wurden genannt: Nacken- und 

Kopfschmerzen, Schlafstörungen mit gedrückter Stimmung und 

Konzentrationsstörungen, Schwindelphasen intermittierend sowie eine leichte 

Einschränkung der Beweglichkeit OSG links. Anhand der CT-/MRI-Bilder vom 21. und 

24. Januar 2013 diagnostizierten

Dr. med. O.___, Spitalfacharzt, und Dr. med. P.___, Facharzt für Physikalische Medizin 

und Rehabilitation, u.a. eine degenerative Veränderung der LWS (flache subligamentäre 

Diskushernie L4/L5 mit hypertrophen Spondylarthrosen, bilaterale Einengung der 

lateralen Recessi mit möglichen Reizungen der Wurzeln L5) und eine moderate 

degenerative Veränderung der HWS (diskale und ossäre Einengung der Foramina auf 

allen Etagen mit möglichen Wurzelreizungen). Empfohlen wurde eine intensivierte, 

ambulante Therapie (Einzelphysiotherapie und MTT).

2.4      Vom 17. Juni bis 19. Juli 2013 erfolgte eine psychosomatische Rehabilitation in 

der Zürcher Höhenklinik in Davos (UV-act. 89). Die Ärzte prakt. med. Q.___, Oberarzt, 

und Dr. med. R.___, Assistenzärztin, diagnostizierten eine Anpassungsstörung mit 

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depressiver Reaktion (ICD-10: F32.21) bei beruflicher Belastungssituation und Status 

nach Contusio spinalis bei PKW-Frontalkollision. Zudem wurden festgestellt u.a. eine 

frei bewegliche HWS sowie ein deutlicher muskulärer Hartspann paravertebral und 

cervical. Die Schmerzsymptomatik mit Kopfschmerzen sei fluktuierend, provoziert 

insbesondere durch körperliche Mehrbelastung oder statische Gegebenheiten (längere 

Inklination beim Lesen oder Reklination). Eine berufliche Re-Integration wurde wegen 

der belastungsabhängigen Schmerzen als wenig realistisch eingeschätzt. Empfohlen 

wurden die Weiterführung der vorbestehenden Psychotherapie und die Fortsetzung 

einer ambulanten Physiotherapie.

2.5      Am 19. August 2013 attestierte Dr. I.___ die Reisefähigkeit des 

Beschwerdeführers für den geplanten Urlaub vom 6. bis 22. September 2013 (UV-act. 

100 und act. G 8 S. 2).

2.6      Die am 29. August 2013 erfolgte MRI-Untersuchung der HWS am Zentrum L.___ 

zeigte ausschliesslich degenerative Veränderungen. Festgestellt wurde eine mässige 

degenerative Veränderung mit Osteochondrosen, wobei diese am ausgeprägtesten 

seien im Segment C4/5 und C5/6. Beim Letztgenannten komme es bei bilateralen 

foraminalen Engen gemischter Genese zu einer möglichen C6-Wurzel-Beeinträchtigung 

beidseits. Eine C5-Wurzel-Beeinträchtigung beidseits im Segment C4/5 könne nicht 

ausgeschlossen werden (UV-act. 101 und 104).

2.7      Kreisarzt Dr. S.___ hielt in seiner Stellungnahme vom 22. November 2013 fest, 

dass aktives Training zur Verbesserung und Stabilisation notwendig sei. Nach drei 

Monaten Training sei jedoch eine Besserung des Gesundheitszustandes nicht mehr 

überwiegend wahrscheinlich zu erwarten (UV-act. 122).

2.8      Im Arztbericht vom 5. November 2013 erklärte die Fachärztin Dr. E.___, dass 

aktuell keine psychiatrische Diagnose im Sinne einer schweren Depression, einer 

posttraumatischen Belastungsstörung oder einer somatoformen Schmerzstörung 

gestellt werden könne, weshalb die Fortsetzung der psychiatrisch-

psychotherapeutischen Behandlung gegenwärtig nicht indiziert sei (UV-act. 130).

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2.9      Im Arztbericht vom 26. März 2013 beurteilte Kreisarzt Dr. S.___ die Unfallfolgen 

aus medizinischer Sicht (UV-act. 149). Der Facharzt für Chirurgie hielt fest, dass der 

Beschwerdeführer mehrmals spezialärztlich und auch radiologisch untersucht worden 

sei. Strukturelle Läsionen wie auch neurologische Pathologien hätten nicht 

überwiegend wahrscheinlich bestätigt werden können. Mit der stationären 

Rehabilitation habe eine deutliche Besserung des Gesundheitszustandes erreicht 

werden können. Seither habe jedoch keine namhafte Verbesserung mehr erreicht 

werden können. Es sei daher davon auszugehen, dass mittlerweile nicht mehr mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit eine namhafte Verbesserung des 

Gesundheitszustandes erreicht werden könnte.

3.          

3.1      Den medizinischen Akten ist zu entnehmen, dass die vom Beschwerdeführer 

über den 28. Februar 2014 hinaus geklagten Beschwerden nicht mit klar 

ausgewiesenen organischen Befunden im Sinn nachweisbarer struktureller 

Veränderungen erklärbar sind. Die während der nach dem Unfall erfolgten 

Hospitalisierung durchgeführten bildgebenden Untersuchungen (CT/MRI) ergaben 

keine frischen Läsionen (UV-act. 24 und 57 S. 14 bis 21).

3.2      Die in den Berichten vom 7. März 2013, 2. April 2013, 15. April 2013 und 24. Juli 

2013 (UV-act. 33, 43, 57 und 89) festgehaltenen muskulären Veränderungen im 

Schulterbereich stellen ebenfalls keine objektivierbaren Befunde im Sinn einer 

nachweisbaren strukturellen Veränderung dar, denn klinisch erhobene Druckdolenzen, 

Muskelhartspann sowie Bewegungseinschränkungen im Bereich der HWS stellen 

praxisgemäss kein klar fassbares organisches Substrat dar (vgl. Urteile des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007 sozialrechtliche 

Abteilung des Bundesgerichts] vom 3. August 2005, U 9/05, E. 4 und vom 

23. November 2004, U 109/04, E. 2.2).

3.3      In diesem Zusammenhang ist sodann festzuhalten, dass beim 

Beschwerdeführer degenerative Veränderungen der LWS und der HWS festgestellt 

wurden (vgl. Erwägung 2.3). Gemäss der einschlägigen Literatur (E. Bär/B. Kiener, 

Prellung, Verstauchung oder Zerrung der Wirbelsäule, Medizinische Mitteilungen Nr. 67 

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der Suva, S. 45 ff.) ist nach einem Unfall mit fehlenden strukturellen Schädigungen der 

Wirbelsäule eine vorübergehende Verschlimmerung eines degenerativen Vorzustands 

nach spätestens einem Jahr als abgeschlossen zu betrachten. Eine eigentliche 

Verursachung bzw. eine richtunggebende (dauernde) Verschlimmerung einer 

Wirbelsäulenpathologie durch das in Frage stehende Unfallereignis fällt angesichts der 

geschilderten medizinischen Gegebenheiten sowie des Unfallsachverhalts ausser 

Betracht. Eine allfällige vorübergehende unfallbedingte Verschlimmerung wäre 

demzufolge längst als abgeheilt anzusehen.

3.4      Zum Vorbringen der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers, dass sich die 

Beschwerdegegnerin nur auf die „eigenen“ Berichte abgestützt habe, ist festzustellen, 

dass die „anderen“ Arztberichte durchaus gewürdigt worden sind, wurde doch der 

Kreisarzt Dr. S.___ mehrmals um eine Stellungnahme zu ärztlichen Berichten gebeten 

(act. G 8 S. 3, vgl. UV-act. 93, 104, 122 und 149). Dazu ist anzumerken, dass auch den 

Berichten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte rechtsprechungsgemäss 

Beweiswert beigemessen werden kann, sofern sie als schlüssig erscheinen, 

nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien 

gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 353 E. 3b/ee mit Hinweis). Art. 8 BV 

und Art. 6 Ziff. 1 EMRK geben denn auch keinen formellen Anspruch auf eine 

versicherungsexterne Begutachtung, wenn Leistungsansprüche streitig sind. 

Vorliegend gibt es keine konkreten Anhaltspunkte, aufgrund welcher die begründeten 

Schlussfolgerungen des Kreisarztes Dr. S.___ in Frage zu stellen wären.

4.        

4.1      Ist ein Schleudertrauma oder eine äquivalente Verletzung der HWS 

diagnostiziert und liegt – wie vorliegend – kein fassbarer organischer (unfallbedingter) 

Befund an der HWS vor, muss für die Bejahung der natürlichen Kausalität ein typisches 

Beschwerdebild mit einer Häufung von Beschwerden wie diffuse Kopfschmerzen, 

Schwindel, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit 

und Visusstörungen, Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung usw. 

gegeben sein (BGE 117 V 359 E. 4b; vgl. auch BGE 117 V 369 E. 3e; Bestätigung in 

BGE 134 V 109 E. 9). Dieses Beschwerdebild mit einer Häufung von Beschwerden 

muss jedoch nicht in seiner umfassenden Ausprägung innerhalb von 24 bis höchstens 

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72 Stunden nach dem Unfall auftreten. Vielmehr genügt es, wenn sich in diesem 

Zeitraum Beschwerden in der Halsregion oder an der HWS manifestieren (Urteile des 

Bundesgerichts vom 30. Januar 2007, U 215/05 und vom 15. März 2007, U 258/06; 

RKUV 2000 Nr. U 359 S. 29 E. 5e). Im Weiteren muss nach der Rechtsprechung (vgl. 

z.B. Urteil des EVG vom 4. November 2005, U 312/05) nicht der gesamte 

Beschwerdekatalog vorliegen, um von einer Unfallkausalität ausgehen zu können.

4.2      Gemäss dem Austrittsbericht des Spitals C.___ (UV-act. 24) bestanden ein 

innerhalb von fünf bis sechs Stunden remittierendes sensomotorisches Hemisyndrom 

brachiokrural links und wohl ein Distorsionstrauma der Halswirbelsäule. Festgestellt 

wurde auch eine eingeschränkte HWS Beweglichkeit. Im Dokumentationsbogen für 

Erstkonsultationen nach kranio-zervikalem Beschleunigungstrauma gab der 

Beschwerdeführer gemäss den Einträgen von Dr. H.___ vom 28. Januar 2013 an, nach 

dem Unfall an Brustschmerzen und linksseitigen Lähmungserscheinungen, Nacken- 

und Kopfschmerzen sowie Schlafstörungen gelitten zu haben (UV-act. 8). Der 

Beschwerdeführer konnte sich jedoch nicht mit Sicherheit daran erinnern, ob und wo er 

den Kopf angeschlagen und ob er eine Schreck-/Angstreaktion erlebt hatte. Eine 

Bewusstlosigkeit verneinte er allerdings. Im Weiteren gab er an, vor dem Unfall nicht an 

Kopf- oder Nackenschmerzen gelitten zu haben. Der Arzt ging diagnostisch von einem 

Grad II der Quebec Task Force (QTF)-Klassifikation aus (Nackenbeschwerden und 

muskuloskelettale Befunde [verminderte Beweglichkeit und punktuelle 

Druckschmerzhaftigkeit mit eingeschlossen]). Aus dem Erhebungsblatt der 

Beschwerdegegnerin für die Abklärung von HWS-Fällen vom 29. Januar 2013 können 

wegen der fehlenden Zuverlässigkeit der enthaltenen Informationen keine zusätzlichen 

Erkenntnisse gewonnen werden, wurden doch alle Fragen zu vorbestehenden 

Krankheiten wie Schulter-, Nacken-, Kopf- und psychische Beschwerden mit ja 

beantwortet (UV-act. 9). Angesichts der Aktenlage kann trotzdem vom Auftreten eines 

typischen Beschwerdebilds unmittelbar nach dem Unfall gesprochen werden, das mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit als natürlich-kausale Unfallfolge eines HWS-

Traumas zu betrachten ist. Entsprechend anerkannte die Beschwerdegegnerin einen 

Leistungsanspruch des Beschwerdeführers bis zum 28. Februar 2014.

5.        

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5.1      Die Leistungspflicht des Unfallversicherers entfällt erst, wenn das Dahinfallen 

jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens 

mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen ist. Da es 

sich dabei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – 

anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher 

Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim 

Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2 mit Hinweisen). Dabei muss nicht 

etwa der Beweis für unfallfremde Ursachen erbracht werden. Welche Ursachen ein 

nach wie vor geklagtes Leiden hat, ist unerheblich. Denn es ist nicht so, dass der 

Unfallversicherer bei einmal bejahter Unfallkausalität so lange haftet, als er unfallfremde 

Ursachen nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachzuweisen vermag. 

Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen eines Gesundheitsschadens ihre 

kausale Bedeutung verloren haben, also dahin gefallen sind (RKUV 1994 Nr. U 206 

S. 329 E. 3b). Ebenso wenig geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen 

Beweis zu verlangen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliegt oder dass die 

versicherte Person nun bei voller Gesundheit sei (Urteile des EVG vom 18. Dezember 

2003, U 258/02, vom 25. Oktober 2002, U 143/02, und vom 31. August 2001, 

U 285/00).

5.2      Aufgrund der in den Erwägungen 2.1 bis 2.9 dargelegten medizinischen Akten 

und der weiteren fachmedizinischen Untersuchungen können die nach dem streitigen 

Einstellungszeitpunkt (28. Februar 2014) weiter bestehenden Gesundheitsstörungen an 

der HWS nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit als natürliche (Teil-) Folge des 

versicherten Unfalls angesehen werden. Aber selbst wenn dies zweifelhaft wäre, würde 

sich eine Rückweisung der Sache zwecks weiterer Abklärung des natürlichen 

Zusammenhangs erübrigen, weil es – wie nachstehend zu zeigen sein wird – an der 

Adäquanz des Kausalzusammenhangs fehlt.

5.3      Zu prüfen ist sodann, ob per 28. Februar 2014 noch eine unfallbedingte 

Behandlungsbedürftigkeit vorlag bzw. ob von einem Fallabschluss im Sinn von Art. 19 

Abs. 1 UVG – als Voraussetzung für die Adäquanzprüfung (BGE 134 V 109 E. 4) – 

ausgegangen werden durfte oder nicht. Der Abschluss des Falls durch den 

Unfallversicherer bedingt dabei lediglich, dass von weiteren medizinischen 

Massnahmen keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands mehr erwartet 

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werden kann, nicht aber, dass eine ärztliche Behandlung nicht länger erforderlich ist 

(vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 4. November 2008, 8C_467/2008, E. 5.2.2.2.; BGE 

137 V 199 E. 2.2.3.1).

5.3.1  Für die Annahme einer Weiterdauer der Behandlungskostenübernahme genügt 

es nicht, dass eine Therapie lediglich eine unbedeutende Besserung erhoffen lässt oder 

dass für eine namhafte Besserung nur eine weit entfernte Möglichkeit besteht 

(A. Maurer, Unfallversicherungsrecht, 2. A., Bern 1989, 274). Von einer namhaften 

Besserung des Gesundheitszustandes kann auch dann nicht gesprochen werden, 

wenn eine therapeutische Massnahme mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nur die 

sich aus einem stationären Gesundheitsschaden ergebenden Beschwerden für eine 

begrenzte Zeit zu lindern vermag (RKUV 2005, 388). Für die Bejahung eines 

medizinischen Endzustandes wird denn auch keine vollständige Schmerzfreiheit 

vorausgesetzt (vgl. A. Rumo-Jungo/A. P. Holzer, Rechtsprechung des Bundesgerichts 

zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. A., S. 143 

f.).

5.3.2  In psychischer Hinsicht ist aufgrund des Arztberichts vom 5. November 2013 von 

der Fachärztin Dr. M.___ von einem stabilen nicht mehr behandlungsbedürftigen 

Zustand auszugehen (vgl. Erwägung 2.8; UV-act. 130).

5.3.3  Zur Verbesserung des physischen Zustandes wurden verschiedene 

Therapieformen angewandt. Im Bericht des Rehaklinik Bellikon vom 24. April 2013 

wurde empfohlen, eine intensivierte, ambulante Therapie durchzuführen (täglich 

Einzelphysiotherapie mit Betonung auf aktiver Bewegungstherapie, mit Übergang in 

MTT; UV-act. 57). Im Abschlussbericht vom 24. Juli 2013 des 

Rehabilitationsaufenthaltes in der Zürcher Höhenklinik in Davos wurde festgehalten, 

dass physiotherapeutisch das Hauptaugenmerk auf Aktivierung und Entspannung 

gelegt worden sei. Empfohlen wurde die Fortführung einer ambulanten Physiotherapie 

(UV-act. 89). Spätestens im September 2013 musste sich der Gesundheitszustand des 

Beschwerdeführers gebessert bzw. stabilisiert haben, denn der Hausarzt gab seine 

Zustimmung zur geplanten gut zweiwöchigen Ferienreise mit dem Wohnmobil (UV-act. 

100 und act. G 8 S. 2), obwohl dies einen Unterbruch der Therapie bedeutete und der 

Beschwerdeführer bei früheren Untersuchungen angeben hatte, dass er nicht längere 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/22

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Zeit in einem Auto (mit-) fahren könne, da es ihm schwindelig werde (vgl. UV-act. 43 

S. 1 f.). In der Stellungnahme vom 22. November 2013 erklärte Kreisarzt Dr. S.___, dass 

der Beschwerdeführer gemäss seiner Erkenntnis zurzeit noch Osteopathie-

Behandlungen habe (UV-act. 122). Der Kreisarzt empfahl anstelle von passiven 

Massnahmen bzw. Behandlungen, da diese nur kurzzeitige Verbesserungen brächten, 

aktives Training zur Stabilisation und Verbesserung der Situation. Er erklärte aber auch, 

dass nach drei Monaten Training eine Besserung des Gesundheitszustandes nicht 

mehr überwiegend wahrscheinlich sei.

5.3.4  Damit kann nicht als belegt gelten, dass mit Behandlungen nach Ende Februar 

2014 eine namhafte Besserung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers 

erwartet werden konnte. Die geschilderte tatsächliche und rechtliche Situation spricht 

bei ausgebliebenen weiteren Erfolgen der Therapien dafür, dass spätestens auf Ende 

Februar 2014 von den Unfallfolgen her zu Recht von einem Behandlungsabschluss im 

vorerwähnten Sinn ausgegangen wurde (vgl. UV-act. 130 und 149 S. 3). Aber selbst 

wenn von einer unfallbedingten Notwendigkeit einer therapeutischen Weiterbetreuung 

über das erwähnte Datum hinaus auszugehen wäre, müsste – wie nachstehend zu 

zeigen sein wird – die Adäquanz verneint werden.

5.3.5  Von einer interdisziplinären Begutachtung im Sinn einer Gesamtschau (vgl. dazu 

BGE 134 V 109 E. 10.2.4) kann vor diesem Hintergrund abgesehen werden, zumal der 

Beschwerdeführer auch neurologisch (UV-act. 43 und 57 S. 12 f.) und psychiatrisch 

(UV-act. 89 und 130) umfassend abgeklärt wurde. Zudem sind 

rechtsprechungsgemäss weitere Abklärungen bezüglich der natürlichen Unfallkausalität 

dann nicht erforderlich, wenn der adäquate Kausalzusammenhang zu verneinen ist (vgl. 

Urteil des Bundesgerichts vom 20. März 2008, 8C_217/2008, E. 7.3). Sodann bedarf es 

eines poly-/interdisziplinären Gutachtens für die Klärung von bei der Prüfung einzelner 

Adäquanzkriterien zuweilen auftauchenden Problemen nicht zwingend, wenn – wie hier 

– Berichte von Ärzten verschiedener in Betracht fallender Fachrichtungen vorliegen, 

welche eine schlüssige Gesamtbeurteilung zulassen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

vom 27. November 2008. 8C_527/2008, E. 3.2.2).

6.        

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/22

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6.1      Sind Unfallfolgen organisch nicht (hinreichend) fassbar, ist eine eigenständige 

Adäquanzbeurteilung durchzuführen, bei welcher wie folgt zu differenzieren ist: Hat die 

versicherte Person beim Unfall kein Schleudertrauma bzw. keine 

schleudertraumaähnliche Verletzung erlitten, gelangt die Rechtsprechung gemäss BGE 

115 V 140 E. 6c/aa zur Anwendung. Ergeben die Abklärungen indessen das Vorliegen 

eines Schleudertraumas oder einer diesem ähnlichen Verletzung, muss geprüft werden, 

ob die zum typischen Beschwerdebild einer solchen Verletzung gehörenden 

Beeinträchtigungen zwar teilweise vorliegen, im Vergleich zur psychischen Problematik 

aber ganz in den Hintergrund treten. Trifft dies zu, sind für die Adäquanzbeurteilung 

ebenfalls die in BGE 115 V 140 E. 6c/aa für Unfälle mit psychischen Unfallfolgen 

aufgestellten Grundsätze massgebend (BGE 123 V 99 E. 2a). Andernfalls erfolgt die 

Beurteilung der Adäquanz gemäss den in BGE 117 V 359 festgelegten und in BGE 134 

V 109 präzisierten Kriterien. Die Anwendung der Rechtsprechung zum adäquaten 

Kausalzusammenhang bei Schleudertraumen der HWS sowie bei äquivalenten 

Verletzungen setzt voraus, dass die psychischen Beschwerden aus dem Unfall 

hervorgehen und zusammen mit den organischen Beschwerden, die ebenfalls auf das 

Unfallereignis zurückzuführen sind, ein komplexes Gesamtbild ergeben (RKUV 2000 Nr. 

U 397 S. 328 E. 3b).

6.2      Angesichts der geschilderten medizinischen Gegebenheiten ist die Adäquanz 

nach Massgabe der in BGE 117 V 359 E. 6 entwickelten und in BGE 134 V 109 E. 10 

präzisierten Kriterien zu beurteilen und dabei auf eine Differenzierung zwischen 

psychischen und physischen Komponenten zu verzichten, kann doch nach Lage der 

Akten eine eindeutige Dominanz psychischer Probleme (vgl. BGE 123 V 98 E. 2a) 

ausgeschlossen werden bzw. als nicht nachgewiesen gelten.

6.3      Hinsichtlich der Unfallschwere ist insbesondere auf die Erkenntnisse aus der 

biomechanischen Kurzbeurteilung abzustellen (UV-act. 131).

6.3.1  Gemäss dem Bericht vom 16. Dezember 2013 lag aufgrund der gegebenen 

technischen Informationen die kollisionsbedingte Geschwindigkeitsänderung (Delta-v) 

für das Fahrzeug des Beschwerdeführers innerhalb oder oberhalb eines Bereiches von 

20-30 km/h. Die Geschwindigkeitsänderung trat dabei hauptsächlich im Sinne einer 

Verlangsamung der Fahrzeuggeschwindigkeit bzw. hauptsächlich in einer vorwärts 

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gerichteten Relativbewegung des Körpers des Beschwerdeführers auf. Gemäss 

Gutachter liegt der Harmlosigkeitsbereich für nicht unerhebliche HWS-Beschwerden 

nach frontalen Kollisionen im Normalfall für das verzögerte Fahrzeug in einem Bereich 

der kollisionsbedingten Geschwindigkeitsänderung von 20-30 km/h. Individuelle 

Faktoren können ein Abweichen vom Normalfall begründen. Gemäss Bericht sind 

vorliegend keine biomechanisch relevanten Faktoren erkennbar bzw. aktenkundig, 

weshalb von einem Normalfall auszugehen sei. Die Gutachter folgerten aufgrund der 

technischen Bewertung und der medizinischen Unterlagen, dass die im Anschluss an 

das Ereignis beim Beschwerdeführer festgestellten, von der HWS ausgehenden 

Beschwerden und Befunde durch die Kollisionseinwirkung im Normalfall „eher 

erklärbar“ seien. Anzumerken ist, dass bei Frontalkollisionen – einschliesslich Nahezu-

Frontalkollisionen, d.h. solchen, die eine Fahrzeug-Seite etwas stärker betrafen als die 

andere – die sog. Harmlosigkeitsgrenze für HWS-Beschwerden bei einem Delta-v-Wert 

von 20-30 km/h liegt und demnach deutlich höher ist als bei den klassischen 

Heckauffahrunfällen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 22. Juli 2010, 8C_327/2010, 

E. 5.2.1, mit Hinweis auf Urteile vom 4. Januar 2010, 8C_786/2009, E. 4.6.1, vom 

29. April 2008, 8C_582/2007, E. 4.1 mit Hinweisen). Sodann ist zu beachten, dass der 

Beschwerdeführer den Sicherheitsgurt trug und der Airbag durch den Aufprall aktiviert 

wurde (UV-act. 8, 27 S. 5 und 125 S. 11), wodurch sich eine erhebliche Verminderung 

der aufprallbedingten Krafteinwirkung ergab (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 7. 

August 2008, 8C_239/2007, E. 6.3).

6.3.2  Beim Ereignis vom 21. Januar 2013 mit frontal-seitlicher Kollision ist in 

Anbetracht der Unfallumstände sowie der dokumentierten Fahrzeugschäden (UV-act. 

27, 34, 125 und 131) nicht von einem ausserordentlich schweren, lebensbedrohlichen 

Geschehen im Sinn der Praxis (dargestellt in RKUV 1995, Nr. U 215, S. 91; vgl. auch 

Urteile des EVG vom 20. Juli 2005, U 338/04, und vom 13. Juni 2005, U 276/04, E. 2.3), 

sondern (höchstens) von einem mittelschweren Unfall auszugehen (vgl. dazu etwa die 

Sachverhalte in den Urteilen des EVG vom 14. April 2000, U 257/99, und des 

Bundesgerichts vom 24. August 2007, U 497/06, E. 4.2, sowie vom 22. August 2008, 

8C_609/2007, E. 4.1.3). Weitere Abklärungen zum Unfallereignis bzw. zur Unfallursache 

vermöchten an der Einstufung als (höchstens) mittelschweres Ereignis im eigentlichen 

Sinn nichts zu ändern.

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6.4      Bei Unfällen im mittelschweren Bereich müssen nach der Praxis mehrere 

Kriterien erfüllt sein, um die Adäquanz bejahen zu können, wobei die Zahl umso 

geringer sein kann, je näher das Ereignis bei den schweren Unfällen liegt (vgl. dazu 

BGE 115 V 133 E. 6c/bb; vgl. die Kasuistik zu diesem Kriterium in Rumo-Jungo/Holzer, 

a.a.O., S. 59 bis 69). So kann bei mittelschweren Unfällen im Grenzbereich zu leichten 

Unfällen die Unfalladäquanz nur bejaht werden, wenn mindestens vier von sieben 

Adäquanzkriterien erfüllt sind oder eines besonders ausgeprägt vorliegt (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts vom 7. Dezember 2009, E. 5). Bei mittelschweren Unfällen müssen 

mindestens drei Adäquanzkriterien in der einfachen Form oder aber eines in besonders 

ausgeprägter Weise erfüllt sein, damit der adäquate Kausalzusammenhang bejaht 

werden kann (SVR 2010 UV Nr. 25, 100 [8C_897/2009 E. 4.5]; Urteil des 

Bundesgerichts vom 7. September 2011, 8C_465/2011, E. 8.2). Vorliegend müssen 

aufgrund der Unfallschwere zumindest drei Adäquanzkriterien erfüllt oder eines 

besonders ausgeprägt sein.

6.4.1  Eine gewisse Eindrücklichkeit für den Beschwerdeführer kann dem Ereignis nicht 

abgesprochen werden, war doch ein Lastwagen in das Unfallgeschehen involviert. Die 

Lenkerin des vorausfahrenden Fahrzeuges konnte das Entstehen des Unfallereignisses 

(Kollision PW mit LKW und Abdriften des PW auf die Gegenfahrbahn) beobachten und 

dem sich auf ihrer Fahrbahn befindenden Personenwagen gerade noch ausweichen. 

Da im Unfallrapport nichts vermerkt ist, muss davon ausgegangen werden, dass der 

Beschwerdeführer die vorgängige Kollision des Personenwagens mit dem Lastwagen 

nicht beobachtet hatte. Der Beschwerdeführer nahm „lediglich“ den sich auf seiner 

Fahrbahnhälfte befindlichen Personenwagen wahr. Trotz Vollbremsung kam es zur 

Kollision. Weitere besondere dramatische Umstände wie besondere Örtlichkeiten oder 

schlechte Sichtverhältnisse (bspw. Unfall auf unbeleuchteter Strasse nachts oder in 

einem Tunnel) sind nicht ersichtlich. Der Beschwerdeführer konnte sich zudem selbst 

aus dem Auto befreien und sich auf den Rücksitz hinlegen, woran ihn offensichtlich 

auch die geltend gemachte „halbseitige Lähmung“ nicht hinderte. Der vom 

Beschwerdeführer bemerkte Rauch stammte auch nicht von einem Brand, denn ein 

solches Ereignis wäre sicherlich im Unfallbericht vermerkt worden. Wahrscheinlicher 

ist, dass es sich beim „Rauch“ um ausgetretene, verdampfende Kühlerflüssigkeit 

handelte oder dieser durch die bei der Kollision ausgelösten Airbags verursacht wurde. 

Wäre der Beschwerdeführer von einem Fahrzeugbrand ausgegangen, hätte er sich 

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kaum auf den Rücksitz seines Fahrzeuges hingelegt. Die gefahrene Geschwindigkeit 

war auch nicht aussergewöhnlich hoch (etwa im Vergleich zu den gefahrenen 

Geschwindigkeiten auf Autobahnen), denn die Höchstgeschwindigkeit auf diesem 

Autostrassenabschnitt ist auf 80 km/h beschränkt (UV-act. 27 S. 4). Anzumerken ist, 

dass es sich beim Beschwerdeführer zudem um einen erfahrenen Berufschauffeur 

(LKW) handelt. Eine besondere Eindrücklichkeit oder dramatische Begleitumstände 

sind auch nicht anderweitig belegt, zumal das objektive Unfallgeschehen massgebend 

ist (vgl. die Kasuistik zu diesem Kriterium in Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 69 bis 71, 

sowie Urteile des EVG vom 23. November 2004, U 109/04, E. 2.3 und vom 2. März 

2005, U 309/03, E. 5.1; Urteile des Bundesgerichts vom 25. Januar 2008, U 56/07, 

E. 6.1, und vom 22. August 2008, 8C_623/2007, E. 8.1 [Massenkollision auf der 

Autobahn]).

6.4.2  Beim erlittenen Trauma handelt es sich nicht um eine Gesundheitsschädigung, 

die durch ihre Schwere oder besondere Art charakterisiert ist (vgl. Urteile des 

Bundesgerichts vom 17. August 2007, 8C_101/2007, E. 5.2 und 5.3, und vom 

21. Dezember 2007, U 558/06, E. 4.2.2, sowie Urteil des EVG vom 9. August 2004, 

U 116/04). Das Trauma traf konkret auch keine im Zervikal-Bereich erheblich 

vorgeschädigte, die Leistungsfähigkeit einschränkende Wirbelsäule (vgl. UV-act. 57, 

101 und 8 S. 2). Unmittelbar nach dem Unfall bestätigte der Beschwerdeführer sodann, 

dass er auf die Kollision gefasst war und eine gerade Kopfhaltung beim Aufprall hatte 

(UV-act. 8 f.). Zwar machte der Beschwerdeführer eine linksseitige Lähmung geltend, 

jedoch konnte er offensichtlich das Fahrzeug verlassen und sich auf die Rückbank 

legen. Die geltend gemachten psychischen Beschwerden erforderten bereits ein halbes 

Jahr nach dem Unfall keine Behandlung mehr (vgl. UV-act. 130). Eine Verletzung 

besonderer Art (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts vom 11. Juni 2008, 8C_785/2007, 

E. 4.4) ist damit nicht ersichtlich, zumal hierfür das Vorliegen von (vorbestehenden) 

degenerativen Veränderungen an der Wirbelsäule (vgl. UV-act. 57 und 101) allein nicht 

genügt (Urteil des Bundesgerichts vom 19. November 2010, 8C_726/2010, E. 4.1.2.2).

6.4.3  Was das Kriterium der fortgesetzt spezifischen, belastenden ärztlichen 

Behandlung (vgl. BGE 134 V 109 E. 10.2.3) betrifft, ist festzuhalten, dass der 

Beschwerdeführer nach dem Unfall vom 21. Januar 2013 mit initialer Behandlung im 

Spital C.___ und anschliessender konservativer Therapie einen einmonatigen 

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Rehabilitationsaufenthalt in der Zürcher Höhenklinik in Davos absolvierte (UV-act. 85 

und 88). Daran anschliessend folgten weitere Behandlungen. Anfänglich insbesondere 

MTT und Einzelphysiotherapie, später auch Osteopathie-Sitzungen. Reine 

Abklärungsmassnahmen bei Spezialärzten sowie Verlaufskontrollen fallen in diesem 

Zusammenhang ausser Betracht (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 16. Mai 2008, 

8C_57/2008, E. 9.3.3, und vom 26. August 2008, 8C_687/2007, E. 5.3). Spätestens 

Ende Februar 2014 war von weiteren Behandlungsmassnahmen keine namhafte 

Besserung mehr zu erwarten (vgl. vorstehende Erwägung 5.3). In Anbetracht dieser 

Aktenlage kann eine fortgesetzt spezifische, den Beschwerdeführer belastende 

ärztliche Behandlung im Sinn der Rechtsprechung (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 

13. Juni 2008, 8C_331/2007, E. 4.2.3) weder hinsichtlich der Art der Behandlungen 

noch aufgrund der Behandlungsdauer oder des Behandlungsumfangs bejaht werden.

6.4.4  Adäquanzrelevant können im Weiteren in der Zeit zwischen dem Unfall und dem 

Fallabschluss nach Art. 19 Abs. 1 UVG ohne wesentlichen Unterbruch bestehende 

erhebliche Beschwerden sein. Die Erheblichkeit beurteilt sich nach den glaubhaften 

Schmerzen und nach der Beeinträchtigung, welche die verunfallte Person durch die 

Beschwerden im Lebensalltag erfährt (BGE 134 V 109 E. 10.2.4). Gemäss den 

Arztberichten klagte der Beschwerdeführer wiederholt über Schmerzen, welche 

insbesondere bei körperlichen Belastungen auftreten würden (UV-act. 43 und 89; vgl. 

Erwägungen 2.2 und 2.4). Gegenüber den Ärzten der Rehaklinik Bellikon gab der 

Beschwerdeführer das Bestehen von Nacken- und Kopfschmerzen, Schlafstörungen, 

intermittierende Schwindelphasen und leichte Einschränkung der Beweglichkeit OSG 

links an (UV-act. 57 S. 2). Der Beschwerdeführer machte wiederholt geltend, dass die 

Beschwerden dazu führten, dass er bereits bei leichten Arbeiten eingeschränkt sei und 

jeweils ausgiebige Erholungsphasen danach benötige (vgl. bspw. UV-act. 109 S. 3, 

121, 136 und 149 sowie act. G 1 und G 8). Angesichts dieser Aktenlage kann das 

Kriterium von ohne wesentlichen Unterbruch bestehenden erheblichen Beschwerden 

allenfalls in geringem Umfang als erfüllt gelten.

6.4.5  Demgegenüber können ein schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche 

Komplikationen angesichts der medizinischen Aktenlage nicht als gegeben erachtet 

werden. Der Beschwerdeführer absolvierte zwar während mehrerer Monate 

Physiotherapiesitzungen und Trainingseinheiten (MTT; vgl. UV-act. 78, 79, 87, 90, 92, 

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106) und ab dem Herbst 2013 auch Osteopathie-Sitzungen (vgl. UV-act. 143). Den ihn 

behandelnden Arzt konsultierte er bis zum Aufenthalt in der Zürcher Höhenklinik in 

Davos (17. Juni bis 19. Juli 2013) wöchentlich und ab August 2013 meist noch einmal 

pro Monat (vgl. UV-act. 74, 84, 115). Zudem unterzog er sich mehreren 

Untersuchungen zur Klärung seiner Schmerzen. Aus der Behandlungsintensität und 

dem Umstand, dass trotz der regelmässigen Therapien weder eine Beschwerdefreiheit 

noch eine (vollständige) Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit erreicht werden 

konnten, kann jedoch nicht schon auf ein Erfüllen des Kriteriums des schwierigen 

Heilungsverlaufes geschlossen werden. Dazu bedürfte es nach der 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung besonderer Gründe, welche die Heilung 

beeinträchtigt haben (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 16. Mai 2008, 8C_252/2007, 

E. 7.6. und 8C_57/2008, E. 9.6.1, vom 3. Januar 2012, 8C_786/2011, E 3.2, vom 

1. April 2015, 8C_791/2014, E. 4.2.5 und vom 4. August 2015, 8C_108/2015 E. 4.5.3). 

Solche Gründe bestehen hier nach Lage der Akten nicht und könnten auch nicht in 

dem vom Beschwerdeführer aufgeführten Gesichtspunkt der langen Dauer der 

Behandlung gesehen werden (vgl. act. G 1 S. 11), denn diese ist gemäss 

bundesgerichtlicher Rechtsprechung nicht mehr massgebend (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts vom 7. August 2008, 8C_239/2007 E. 6.4.3). Auch nichts zu ändern 

vermag, dass der Beschwerdeführer verschiedene Therapien absolvierte und 

verschiedentlich hinsichtlich der Schmerzursache abgeklärt wurde. Vom 

Beschwerdeführer wurde auch nicht geltend gemacht, dass die ärztlichen 

Untersuchungen oder die Therapien mit erheblichen (zusätzlichen) Schmerzen 

verbunden waren oder dass erhebliche Komplikationen auftraten (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts vom 14. Februar 2014, 8C_682/2013, E. 11.3 und vom 20. Oktober 

2015, 8C_510/2015, E. 6.3). Zu den Schwierigkeiten am Arbeitsplatz ist anzumerken, 

dass solche gemäss Rechtsprechung nicht als erhebliche Komplikationen gelten (vgl. 

Urteil des Bundesgerichts vom 2. September 2015, 8C_436/2015; E. 3.2.3.6). 

Anzufügen ist, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers im Laufe der 

Zeit verbesserte. So ergab eine ärztliche Untersuchung anfangs November 2013, dass 

keine psychotherapeutische Behandlung mehr erforderlich sei (vgl. UV-act. 130). 

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass zwar verschiedene Therapien Anwendung 

fanden, jedoch liegen weder besondere, den Heilungsverlauf beeinträchtigenden 

Gründe noch Komplikationen vor. Dieses Kriterium ist deshalb nicht erfüllt. Ebenso 

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wenig steht eine die Unfallfolgen erheblich verschlimmernde ärztliche Fehlbehandlung 

zur Diskussion.

6.4.6  Was schliesslich das Kriterium der Arbeitsfähigkeit anbelangt, ist gemäss BGE 

134 V 109 E. 10.2.7 dem Umstand Rechnung zu tragen, dass bei leichten bis 

mittelschweren Schleudertraumen der HWS und leichten Schädelhirntraumen ein 

längerer oder gar dauernder Ausstieg aus dem Arbeitsprozess vom medizinischen 

Standpunkt aus eher ungewöhnlich erscheint. Nicht die Dauer der Arbeitsunfähigkeit ist 

daher massgebend, sondern eine erhebliche Arbeitsunfähigkeit als solche, die zu 

überwinden die versicherte Person ernsthafte Anstrengungen unternimmt. Konkret 

muss ihr Wille erkennbar sein, sich durch aktive Mitwirkung raschmöglichst wieder in 

den Arbeitsprozess einzugliedern. Solche Anstrengungen der versicherten Person 

können sich insbesondere in ernsthaften Arbeitsversuchen trotz allfälliger persönlicher 

Unannehmlichkeiten manifestieren. Sodann können Bemühungen um alternative, der 

gesundheitlichen Einschränkung besser Rechnung tragende Tätigkeiten ins Gewicht 

fallen. Nur wer in der Zeit bis zum Fallabschluss nach Art. 19 Abs. 1 UVG in 

erheblichem Masse arbeitsunfähig ist und solche Anstrengungen auszuweisen vermag, 

kann das Kriterium erfüllen (BGE 134 V 109 E. 10.2.7). Der Beschwerdeführer 

unternahm innerhalb eines Jahres wiederholt aus eigener Initiative mehrtägige 

Arbeitsversuche, wenn auch immer im bisherigen Betrieb. Die Arbeitsversuche betrafen 

sowohl die bisherige Tätigkeit als Lastwagenchauffeur als auch leidensangepasste 

Tätigkeiten. Die erbrachte Leistung in der angestammten Tätigkeit betrug dabei 

weniger als 50%. Regelmässig musste der Beschwerdeführer wegen Schmerzen die 

Arbeitsversuche abbrechen (vgl. UV-act. 47, 50, 52 und 120). Das Kriterium der 

erheblichen (unfallbedingten) Arbeitsunfähigkeit trotz Anstrengungen kann bei diesem 

Sachverhalt als erfüllt betrachtet werden, wenn auch nicht im besonderen Umfange.

6.5      Zusammenfassend ist festzuhalten, dass kein Adäquanzkriterium im besonders 

ausgeprägten Umfang gegeben ist und lediglich zwei Kriterien in nicht sehr 

ausgeprägten Umfange vorliegen. Selbst bei der Einstufung des Unfalls als 

mittelschweres Ereignis kommt diesem bei Erfüllung von zwei Adäquanzkriterien in 

nicht sehr ausgeprägtem Umfang keine adäquanzrechtlich massgebende Bedeutung 

für die andauernden gesundheitlichen Beschwerden zu.

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6.6      Bei fehlendem bzw. mit Erreichen des medizinischen Endzustands 

weggefallenem adäquatem Unfallkausalzusammenhang ist ein Anspruch auf Rente und 

Integritätsentschädigung nicht weiter zu prüfen.

7.          

7.1      Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung 

des Einspracheentscheids vom 22. Mai 2014 abzuweisen.

7.2      Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.    

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.     

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 03.03.2016
	Art. 6 UVG. Prüfung der adäquaten Unfallkausalität nach HWS-Trauma (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 3. März 2016, UV 2014/49).Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_285/2016.Entscheid vom 3. März 2016

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