# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 75126d52-2c5f-5ffe-af26-7ff3e341ed6c
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-10-19
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 19.10.2009 E-6422/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6422-2009_2009-10-19.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-6422/2009/ame
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 9 .  O k t o b e r  2 0 0 9

Einzelrichter Bruno Huber, 
mit Zustimmung von Richter Bendicht Tellenbach;
Gerichtsschreiber Peter Jaggi.

A._______, Nigeria,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 2. Oktober 2009 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-6422/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge Nigeria im Feb-
ruar  2009  auf  dem  Seeweg  verliess,  über  ihm  unbekannte  Länder 
nach Italien reiste und am 6. Juli 2009 in die Schweiz gelangte, wo er 
am 7. Juli 2009 um Asyl nachsuchte,

dass er  im B._______ am 20. Juli 2009 summarisch befragt  und am 
15. September 2009  gemäss  Art.  29  Abs.  1  des  Asylgesetzes  vom 
26. Juni  1998  (AsylG,  SR  142.31)  zu  seinen  Asylgründen  angehört 
wurde, 

dass er zur Begründung seines Asylgesuchs vorbrachte, er sei nigeria-
nischer  Staatsangehöriger,  römisch-katholischer  Religionszugehörig-
keit und er stamme aus C._______, Imo State,

dass  in  C._______  eine  Pythonschlange  als  Gottheit  verehrt  werde 
und nicht getötet werden dürfe, 

dass er seit dem Jahr (...) in D._______ gewohnt habe und im Dezem-
ber (...) für das Weihnachtsfest nach C._______ zurückgekehrt sei, 

dass die Schlange während dieser Zeit mehrmals in das Haus seiner 
Familie eingedrungen sei und er sie jeweils hinausgetragen habe, 

dass er die Schlange schliesslich auf dem Sofa vorgefunden habe, wo-
rauf er sie aus Wut hinausgeworfen habe, wobei sie mit dem Kopf auf 
dem Boden aufgeschlagen und gestorben sei,

dass die Dorfbewohner ihn daraufhin aufgefordert hätten, eine Trauer-
feier für die Schlange abzuhalten, 

dass er  sich wegen seines Glaubens geweigert  habe,  dieser Forde-
rung nachzukommen und nach D._______ zurückgekehrt sei, 

dass  er  auch  dort  von  Dorfbewohnern  aus  C._______  aufgefordert 
worden sei, die Schlange beizusetzen, 

dass ihn eines Tages vor seinem Haus drei Männer angehalten hätten, 
wobei  einer davon ein Tuch in der Hand gehalten habe, er  sein Be-
wusstsein verloren habe und erst in C._______ wieder zu sich gekom-
men sei, 

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dass die Dorfältesten ihm erklärt hätten, dass viele Menschen wegen 
des Todes der Schlange im Sterben liegen würden und er eine Trauer-
feier für die Schlange abhalten müsse, 

dass nach Tradition getötet werden müsse, wer die Schlange töte und 
sich weigere, für sie eine Trauerfeier abzuhalten,

dass er während der Diskussion der Dorfältesten über sein Schicksal 
habe fliehen können, weil die Wache Karten gespielt habe,

dass das BFM auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfü-
gung vom 2. Oktober 2009 – eröffnet  am 7. Oktober 2009 – gestützt 
auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG nicht eintrat und die Wegweisung aus 
der Schweiz und den Vollzug anordnete,

dass das Bundesamt zur Begründung anführte, der Beschwerdeführer 
habe  den  Asylbehörden  innerhalb  der  ihm  eingeräumten  Frist  von 
48 Stunden keine Reise- oder Identitätspapiere abgegeben, 

dass dessen Angaben, er habe im Jahr (...) zwar eine Identitätskarte 
beantragt, diese jedoch nie abgeholt, jeglicher Logik widersprächen, 

dass die Vorbringen zum Reiseweg realitätsfremd seien, und die Be-
hauptung, er sei zuvor nie in Europa gewesen, widerlegt werden kön-
ne und für die gezielte Nichtabgabe von Papieren sprechen würden, 

dass demnach keine entschuldbaren Gründe für die unterlassene frist-
gerechte  Einreichung  von  Reise-  oder  Identitätspapieren  vorliegen 
würden, 

dass die Ausführungen des Beschwerdeführers zu der angeblich erlit-
tenen Verfolgung zahlreiche Ungereimtheiten aufweisen und nicht den 
Eindruck der Darstellung realer Erlebnisse vermitteln würden,

dass er die Tötung der Schlange unplausibel beschreibe und weitere 
Ausführungen in diesem Zusammenhang nie den Eindruck aufkommen 
liessen, er habe sich im Zentrum des Geschehens befunden,

dass auch feststehe, dass er im Jahre (...) in Österreich erfolglos ein 
Asylverfahren durchlaufen habe und realitätswidrig  angebe,  es  habe 
sich dabei um eine andere Person gehandelt,

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dass seine Asylvorbringen offensichtlich haltlos seien,  

dass der Beschwerdeführer somit  die Flüchtlingseigenschaft  gemäss 
Art. 3 und 7 AsylG nicht erfülle und zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nicht erforderlich seien, 

dass  die  Folge  eines  Nichteintretensentscheides  gemäss  Art.  44 
Abs. 1 AsylG in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und der 
Vollzug zulässig, zumutbar und möglich sei,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 12. Oktober 2009 gegen 
diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsgericht  eine  Formularbe-
schwerde mit handschriftlichen Ergänzungen erhob, 

dass er in materieller Hinsicht – unter Kosten- und Entschädigungsfol-
ge – die Aufhebung der  angefochtenen Verfügung,  die Anerkennung 
als Flüchtling und die Gewährung von Asyl beantragt, 

dass er in prozessualer Hinsicht, unter Verzicht auf die Erhebung eines 
Kostenvorschusses, die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege 
beantragt  und  im  Sinne  einer  vorsorglichen  Massnahme  darum  er-
sucht,  die  Vollzugsbehörden  anzuweisen,  die  Kontaktaufnahme  mit 
dem Heimat- oder Herkunftsstaat sowie jede Weitergabe von Daten an 
denselben bis zum Entscheid über dieses Verfahren zu unterlassen, 

dass  er  eventualiter  beantragt,  die  aufschiebende  Wirkung  der  Be-
schwerde sei wiederherzustellen und er sei über eine allfällig bereits 
erfolgte Datenweitergabe mittels separatem Entscheid zu informieren,

dass  die  vorinstanzlichen Akten am 14. Oktober 2009 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG), 

dass  das  Zentrum  für  Asylsuchende  E._______  mit  Schreiben  vom 
13. Oktober 2009  die  Fürsorgeabhängigkeit  des  Beschwerdeführers 
bestätigte, 

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und erwägt,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet  (Art. 105  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni 1998  [AsylG, 
SR 142.31]  i.V.m.  Art. 31-33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesge-
richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde  legitimiert  ist  (Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 37  VGG  und 
Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Be-
schwerde –  mit  Ausnahme des Antrags  auf  Feststellung  der  Flücht-
lingseigenschaft unter Gewährung von Asyl (Entscheidungen und Mit-
teilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 
Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.) – einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 und Art. 105 
AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentschei-
de praxisgemäss auf die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich die Beurteilungszuständigkeit der Beschwerdeinstanz somit 
darin erschöpft, bei Begründetheit des Rechtsmittels die angefochtene 
Verfügung aufzuheben und die Sache zur neuen Entscheidung an die 
Vorinstanz zurückgehen zu lassen (a.a.O. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (Ent-

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scheide  des  Schweizerischen  Bunddesverwaltungsgerichts  [BVGE] 
2007/8 insbes. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs dage-
gen  bereits  materiell  geprüft  hat,  weshalb  dem  Bundesverwal-
tungsgericht diesbezüglich volle Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung eines zweiten Richters entschie-
den wird (Art. 111 Bst. e AsylG), und es sich vorliegend, wie nachfol-
gend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeent-
scheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  kein  Schriften-
wechsel durchgeführt wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs  Reise-  oder  Identitätspapiere  abgeben  (Art. 32 Abs. 2 
Bst. a AsylG),

dass diese Bestimmung keine Anwendung findet, wenn Asylsuchende 
glaubhaft  machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren Grün-
den nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), aufgrund der Anhö-
rung sowie gestützt auf Art. 3 und Art. 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft festgestellt wird (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG) oder sich aufgrund 
der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Feststellung 
der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungsvollzugshindernis-
ses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass es sich gemäss BVGE 2007/7 beim Begriff "Reise- und Identitäts-
papiere"  um Dokumente  handelt,  die  "sowohl  die  einwandfreie  Fest-
stellung  der  Identität  als  auch  die  sichere  Durchführung  der  Rück-
schaffung ermöglichen" sollen (E. 6),

dass unter Vorbehalt des Vorliegens entschuldbarer Gründe ein Nicht-
eintretensentscheid selbst dann zu erfolgen hätte, wenn trotz fehlender 
Ausweispapiere keine Zweifel über die Identität des oder der Asylsu-
chenden bestehen (a.a.O. E. 5.3. in fine),

dass der Beschwerdeführer beim BFM keine Reise- oder Identitätspa-
piere eingereicht und das Bundesamt in rechtsgenüglicher Weise dar-

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gelegt hat, weshalb für das Nichteinreichen von Reise- oder Identitäts-
papieren keine entschuldbaren Gründe vorliegen,

dass  mit  der  Vorinstanz  einig  zu  gehen ist,  dass  den Ausführungen 
des Beschwerdeführers zu seiner Reise nach Europa ohne Identitäts-
papiere und die Behauptung,  er  habe sich in  Nigeria  nie ausweisen 
müssen und ohne jegliche Papiere eine Identitätskarte beantragt (Ak-
ten BFM A1/11 S. 4), nicht geglaubt werden kann,

dass ebenso unglaubhaft ist, nicht mehr zu wissen, wann er die Identi-
tätskarte  beantragt  habe,  diese nie  abgeholt  habe  und  darum ohne 
Reisepapiere aus Nigeria ausgereist sei (A1/11 S. 4), 

dass er  diesbezüglich indessen später nachschob, er habe im Jahre 
(...) oder (...) eine Identitätskarte beantragt, welche aber bis zur Aus-
reise nicht ausgestellt worden sei, und zugab, einen Führerausweis zu 
besitzen (A 21/19 S. 3 und 8), 

dass auch die Vorbringen bezüglich des angeblichen Erhaltes der von 
ihm vor Jahren beantragten Identitätskarte und des umgehenden Ver-
lustes derselben jeglicher Logik widersprechen (A 21/19 S. 4), 

dass es dem Beschwerdeführer möglich und zumutbar gewesen wäre, 
sich über seine Schwestern in Nigeria oder über die nigerianische Ver-
tretung in der Schweiz Identitätspapiere seines Heimatstaates zu be-
schaffen  oder  angeblich  bereits  existierende  Dokumente  in  die 
Schweiz senden zu lassen, 

dass  er  aber  keinerlei  erkennbare  Anstrengungen  zur  Beschaffung 
entsprechender Papiere unternommen hat, 

dass den diesbezüglichen Ausführungen der Vorinstanz zu folgen und 
davon  auszugehen  ist,  der  Beschwerdeführer  halte  den  schweizeri-
schen  Asylbehörden  in  Verletzung  seiner  gesetzlichen  Mitwirkungs-
pflicht  (Art. 8 Abs.1 Bst. b AsylG)  seine  Reise-  und  Identitätspapiere 
zwecks  Verschleierung seiner  wahren  Identität  beziehungsweise von 
Aufenthalten  in  Europa und  zur  Erschwerung oder  Verunmöglichung 
eines allfälligen Wegweisungsvollzuges vor, 

dass an dieser Beurteilung die nachträgliche Einreichung von gültigen 
Reise-  oder  Identitätspapieren  nichts  ändern  würde,  weil  es  bei  der 
Frist von 48 Stunden gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG nicht um die 

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Beschaffung neuer Papiere, sondern um die Abgabe der schon existie-
renden, für die Reise in die Schweiz verwendeten Papiere geht,

dass die Identität des Beschwerdeführers bis heute nicht zweifelsfrei 
feststeht und dadurch auch seine persönliche Glaubwürdigkeit in Fra-
ge gestellt ist,

dass mithin zu prüfen bleibt, ob die Vorinstanz aufgrund der Anhörung 
zu Recht  weder die Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  noch zusätzli-
che Abklärungen zu deren Feststellung beziehungsweise zur Feststel-
lung  von  Wegweisungsvollzugshindernissen  als  erforderlich  erachtet 
hat, 

dass aufgrund der Ausführungen in der angefochtenen Verfügung und 
den Akten in Beachtung der im Urteil BVGE 2007/8 festgelegten Richt-
linien (E. 5.6) der Schluss zu ziehen ist, es bestehe weder Anlass zur 
Vornahme zusätzlicher Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingsei-
genschaft  oder  eines  Wegweisungshindernisses  noch  zur  direkten 
Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  (Art. 32  Abs. 3  Bstn. b  und 
c AsylG),

dass  die  gesuchsbegründenden  Vorbringen  des  Beschwerdeführers 
den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit nicht standhalten, da er sich 
anlässlich der Befragungen in Widersprüche verwickelte und mehrere 
Sachverhaltsvorbringen jeder Logik entbehren,

dass mit  dem BFM einig zu gehen ist,  dass die Vorbringen des Be-
schwerdeführers bezüglich der Tötung der Schlange unglaubhaft sind, 

dass seine Vorbringen zur Frage, wie die Dorfbevölkerung vom Tod der 
Schlange und seiner angeblichen Verantwortlichkeit dafür erfahren ha-
ben soll, unsubstanziiert sind, 

dass die Ausführungen der Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung 
zur Unglaubhaftigkeit der Vorbringen vollumfänglich und ohne weiteren 
Begründungsaufwand zu schützen sind, 

dass sich bei dieser Sachlage Ausführungen zur Asylrelevanz der ge-
schilderten unglaubhaften Vorbringen erübrigen. 

dass der Beschwerdeführer in der Rechtsmitteleingabe an der Glaub-
haftigkeit seiner Vorbringen festhält und darauf hinweist, die nigeriani-

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schen Behörden seien nicht in der Lage, ihm adäquaten Schutz zu ge-
währen, 

dass  sich  die  Rechtsmitteleingabe  im  Wesentlichen  darin  erschöpft, 
die Vorbringen anlässlich der Anhörungen im Rahmen des erstinstanz-
lichen Verfahrens zu wiederholen,  ohne in überzeugender Weise auf 
die Erwägungen der Vorinstanz einzugehen,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 
der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein An-
spruch auf Erteilung einer solchen besteht (EMARK 2001 Nr. 21), wes-
halb die verfügte Wegweisung vom Bundesamt zu Recht angeordnet 
wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist  (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom  16. Dezember 2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet  ist  oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist,  da keine Anhaltspunkte für  eine menschenrechtswidrige Behand-
lung im Sinne von Art. 3 der  Konvention vom 4. November 1950 zum 
Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) 

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oder Art. 1 des Übereinkommens gegen Folter und andere grausame, 
unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe  vom 
10.  Dezember  1984  (FoK, SR 0.105)  ersichtlich  sind,  die  dem  Be-
schwerdeführer in seinem Heimat- oder Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Si-
tuationen  wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner  Gewalt  und  medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  weder  die  allgemeine  Lage  im  Heimatstaat  noch  individuelle 
Gründe einem Vollzug der Wegweisung entgegenstehen,

dass  der  Beschwerdeführer  anlässlich  der  Anhörung  zwar  geltend 
machte, es gehe ihm gesundheitlich nicht gut, er es in der Folge aber 
unterliess, die angeblichen gesundheitlichen Beschwerden mit Bewei-
sen zu unterlegen, und den Akten nicht zu entnehmen ist, er leide an 
einer  Krankheit,  welche zwingend in  der  Schweiz  behandelt  werden 
müsste, 

dass der junge und alleinstehende Beschwerdeführer eigenen Anga-
ben zufolge in Nigeria mit seinem Onkel und seinen beiden Schwes-
tern auch über ein familiäres Beziehungsnetz verfügt,

dass  demnach  nichts  auf  eine  konkrete  Gefährdung  im  Falle  einer 
Rückkehr schliessen lässt, weshalb der Vollzug der Wegweisung vor-
liegend zumutbar ist,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  in  den  Heimatstaat  schliesslich 
möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse  bestehen  (Art. 83  Abs. 2 
AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der Beschaffung gül-
tiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde, so- 
weit darauf einzutreten ist, abzuweisen ist, 

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dass mit dem Entscheid in der Hauptsache die Verfahrensanträge ge-
genstandslos geworden sind, das Gesuch um Gewährung der unent-
geltlichen Rechtspflege (Art. 65 Abs. 1 VwVG) unbesehen der nachge-
wiesenen  Bedürftigkeit  infolge  Aussichtslosigkeit  abzuweisen  ist  und 
die  Kosten  des  Verfahrens  von  Fr. 600.–  (Art. 16 Abs. 1  Bst. a  VGG 
i.V.m. Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten 
und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird, soweit darauf einzutreten ist, abgewiesen.

2.
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird 
abgewiesen. 

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.–  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM und  die  zu-
ständige kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiber:

Bruno Huber Peter Jaggi

Versand: 

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