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**Case Identifier:** 952f4e35-ba62-576c-b04b-ec337bad0a9d
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-12-13
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 13.12.2023 UV 2023/7
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_UV-2023-7_2023-12-13.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2023/7

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 15.02.2024

Entscheiddatum: 13.12.2023

Entscheid Versicherungsgericht, 13.12.2023
Art. 18 Abs. 1 UVG, Art. 16 ATSG; Invalidenrente. Auf die 
versicherungsinterne Beurteilung hinsichtlich der 100%igen 
Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers kann abgestellt werden. Im 
Rahmen der Berechnung des Invalideneinkommens hat die 
Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer zu Unrecht im 
Kompetenzniveau 2 (statt 1) eingestuft. Mit Blick auf das im vorliegenden 
Fall definierte Anforderungsprofil, die entsprechend eingeschränkte Auswahl 
an Arbeitstätigkeiten und die fehlende Möglichkeit eines flexiblen 
Arbeitseinsatzes des Beschwerdeführers, ist überwiegend wahrscheinlich 
davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer mit einer Lohneinbusse im 
Vergleich zum Tabellenlohn (Medianwert) rechnen muss. Der Abzug vom 
Tabellenlohn im Umfang von 5 % erscheint vorliegend aufgrund der 
gesamten Umstände als zu tief und wird auf 10 % erhöht. Damit resultiert 
ein rentenbegründender Invaliditätsgrad von 16 %. Teilweise Gutheissung 
der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. 
Gallen vom 13. Dezember 2023, UV 2023/7). Beim Bundesgericht 
angefochten.

Entscheid vom 13. Dezember 2023

Besetzung

Versicherungsrichter Michael Rutz (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Mirjam Angehrn 

und Corinne Schambeck; Gerichtsschreiberin Anita Hüsler

Geschäftsnr.

UV 2023/7

Parteien

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A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Eric Schuler, Beeler Schuler Rechtsanwälte, 

Pilatusstrasse 30, Postfach 2219, 6002 Luzern,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Invalidenrente

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter) war aufgrund seiner Tätigkeit als Maschinist für 

die B.___ AG bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) obligatorisch 

gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert, als ihm am 

4. September 2019 bei der Arbeit ein Palettenrahmen aus den Händen rutschte und er 

durch den entsprechenden Rückschlag ein reissendes Gefühl in der linken Schulter 

verspürte (vgl. dazu die Schadenmeldung vom 2. Oktober 2019 [Suva-act. 1] und das 

Arztzeugnis UVG von Dr. med. C.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, vom 

21. Oktober 2019 [Suva-act. 10]).

A.a. 

Aufgrund der anhaltenden Schulter- und Oberarmschmerzen/ beschwerden 

wurden diverse bildgebende sowie neurologische und fachorthopädische 

Untersuchungen beim Beschwerdeführer durchgeführt und er begab sich im Spital 

D.__ in eine schmerztherapeutische Behandlung. Bei all diesen Untersuchungen konnte 

A.b. 

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die Ursache der weiterhin persistierenden Beschwerden des Versicherten nicht 

vollends ermittelt werden. Letztlich gingen die involvierten Ärztinnen und Ärzte davon 

aus, dass die Beschwerden auf einen – mittlerweile wohl abgeheilten – Muskelfaserriss 

zurückzuführen seien. Die Unfallkausalität der geklagten Beschwerden wurde von 

keiner der involvierten medizinischen Fachpersonen in Frage gestellt, vielmehr wurde 

diese von den Versicherungsmedizinern der Suva ebenfalls bestätigt (vgl. zum Ganzen 

die Zusammenfassung der medizinischen Aktenlage im kreisärztlichen 

Abschlussbericht vom 9. Juni 2021 [Suva-act. 147]). Aufgrund der anhaltenden 

Beschwerden sowie der Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers richtete die Suva 

demnach weiterhin die gesetzlichen Leistungen, namentlich Taggelder, aus (vgl. dazu 

die detaillierte Taggeldübersicht [Suva-act. 212]).

Am 9. Juni 2021 fand die kreisärztliche Abschlussuntersuchung bei Dr. med. 

E.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates, statt. Im Bericht dazu hielt dieser als Diagnose chronisch 

posttraumatische Oberarmschmerzen links nach Traktionstrauma der linken Schulter 

vom 4. September 2019 mit funktioneller Bewegungseinschränkung der linken 

Schulter, Status nach vermutlich abgeheiltem Muskelfaserriss im Trizepsbereich links 

bei anhaltenden muskulären Restbeschwerden mit tendomyotischer Ausstrahlung in 

den linken Nacken und den linken Arm, fest. Im Rahmen der kreisärztlichen 

Untersuchung habe sich im Bereich der oberen Extremitäten kein muskuläres Defizit 

gezeigt, was auf eine vermehrte Schonung des linken Armes hinweisen würde. Ebenso 

habe sich für die Schulter kein klinischer Hinweis für eine strukturelle 

Schulterverletzung, sondern lediglich eine Hyperästhesie im Bereich des mittleren 

Musculus trizeps am Oberarm dorsalseitig mit leicht tastbarer Delle daselbst gezeigt. 

Inzwischen würden unfallkausal stabile Verhältnisse vorliegen und es könne nicht mehr 

überwiegend wahrscheinlich mit einer erheblichen Zustandsverbesserung gerechnet 

werden. Hinsichtlich des Belastungsprofils hielt Dr. E.___ fest, dem Versicherten seien 

leichte bis selten mittelschwere körperliche Tätigkeiten beidhändig durchaus noch 

vollschichtig ganztags zumutbar. Diese Auffassung werde vom Versicherten allerdings 

nicht geteilt, er selbst halte sich allenfalls noch für 50 % arbeitsfähig, weil er es 

aufgrund seines Alters und der Situation auf dem Arbeitsmarkt als aussichtlos erachte, 

wieder eine 100 % Stelle zu finden, noch dazu mit seinen Beschwerden. Der 

A.c. 

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B.  

Untersuchungsbefund rechtfertige jedoch trotz bestehendem chronischen 

Schmerzsyndrom mit der Notwendigkeit der Einnahme peripher wirkender Analgetika 

keine zeitliche Limitierung im Belastungsprofil, wohl aber eine qualitative Limitierung: 

So sollen keine Arbeiten erfolgen, in welchen der Versicherte Kälte, Nässe oder Zugluft 

ausgesetzt sei, da dies die myogene Schmerzkomponente verstärke. Aus demselben 

Grund sollen keine wiederholt repetitiven Tätigkeiten mit dem linken Arm durchgeführt 

werden, ebenso keine statischen Tätigkeiten mit dem linken Arm. Häufiges 

Überkopfarbeiten mit der linken Schulter solle ebenfalls vermieden werden, dies solle 

allenfalls nur selten erfolgen. Arbeiten, welche eine erhöhte Anforderung an die 

Griffkraft links beinhalten, sollen ebenfalls unterbleiben (Suva-act. 147).

Mit Schreiben vom 10. Juni 2021 informierte die Suva den Versicherten unter 

anderem, dass – gestützt auf die kreisärztliche Abschlussuntersuchung vom 9. Juni 

2021 – nicht mehr mit einer wesentlichen Zustandsbesserung zu rechnen sei. Dies sei 

der Zeitpunkt, in dem sie die Taggeldleistungen einstelle und die Rentenprüfung 

vornehme. Das Taggeld werde noch bis zum 31. Juli 2021 ausbezahlt. Die 

Rentenverfügung werde dem Versicherten direkt zugestellt (Suva-act. 151).

A.d. 

Mit Verfügung vom 23. Juni 2021 verneinte die Suva – gestützt auf die 

Abschlussuntersuchung von Dr. E.___ vom 9. Juni 2021 – einen Anspruch des 

Versicherten auf eine Integritätsentschädigung und/oder eine Invalidenrente. Bei der 

Ermittlung des Invaliditätsgrads stellte die Suva für das Invalideneinkommen auf den 

Tabellenlohn gemäss der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung des Bundesamts für 

Statistik (LSE), Schweiz, privater Sektor, Kompetenzniveau 2, Männer, ab. Von diesem 

nahm sie einen Tabellenlohnabzug von 5 % vor. Demnach ging die Suva von einem 

(nicht rentenbegründenden) Invaliditätsgrad von 2 % aus (Suva-act. 162).

A.e. 

Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte, vertreten durch die Gewerkschaft 

Syna, am 2. Juli 2021 vorsorglich Einsprache, ersuchte um Akteneinsicht sowie um 

Gewährung einer Fristerstreckung zur Einsprachebegründung (Suva-act. 165).

B.a. 

Mit Eingabe vom 20. August 2021 erhob der Versicherte, vertreten durch 

Rechtsanwalt lic. iur. Andreas Schuler, Luzern, nochmals Einsprache gegen die 

B.b. 

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Verfügung vom 23. Juni 2021. Darin beantragte er deren Aufhebung sowie die 

Zusprache einer Invalidenrente sowie einer Integritätsentschädigung. Für eine 

ausführliche Begründung der Einsprache wurde wiederum um eine Fristerstreckung 

ersucht (Suva-act. 172). Mit ergänzender Begründung vom 16. September 2021 

beantragte der Versicherte neu, die Verfügung vom 23. Juni 2021 sei aufzuheben und 

ihm seien ab 1. August 2021 eine Invalidenrente aufgrund einer Erwerbsunfähigkeit von 

mindestens 63 % sowie eine Integritätsentschädigung von mindestens 7.5 % 

zuzusprechen. Zur Begründung brachte der Versicherte im Wesentlichen vor, er leide 

aufgrund der Unfallfolgen an Dauerschmerzen, welche sich bereits unter geringer 

Belastung verstärken würden. Er nehme deshalb täglich Schmerzmedikamente ein. 

Seine linke Hand könne er oft nur während zirka einer Viertelstunde als Hilfshand 

gebrauchen. Danach benötige er eine längere Pause, um Kraft zu tanken und sich von 

den Schmerzen zu erholen. Von der Möglichkeit, beidhändig zu arbeiten, könne somit 

keine Rede sein. Zeitlich und leistungsmässig unlimitiertes Arbeiten sei ihm auch 

wegen den in den Nacken ausstrahlenden Oberarmschmerzen sowie der schmerzhaft 

eingeschränkten Schulterbeweglichkeit nicht mehr zumutbar. Es sei ihm auch in 

angepassten Tätigkeiten weder möglich noch zumutbar, ganztags und ohne zeitliche 

und leistungsmässige Einschränkungen zu arbeiten. Zudem bemängelte der 

Versicherte, dass die Suva zur Berechnung des Invalideneinkommens auf die Werte 

des Kompetenzniveaus 2 abgestellt hatte. Vielmehr seien in seinem Fall die Werte des 

Kompetenzniveaus 1 heranzuziehen. Ausserdem sei – aufgrund der eingeschränkten 

Einsetzbarkeit der linken Hand und des linken Armes – im Vergleich zu nicht 

behinderten Arbeitnehmern mit einer stark unterdurchschnittlichen Entlöhnung zu 

rechnen. Das durchschnittliche Lohnniveau von gesundheitlich beeinträchtigten 

Personen liege in etwa bei der ersten Quartilsgrenze gemäss LSE. Somit würde sich 

bei ihm ein Leidensabzug von 25 % rechtfertigen (Suva-act. 177-1 ff.). Seiner 

Einsprache legte der Versicherte ein Schreiben von Dr. C.___ vom 8. September 2021 

bei. Darin beurteilte Dr. C.___ das Zumutbarkeitsprofil wie folgt: "Wechselbelastende 

Tätigkeit ohne Überkopfarbeiten mit Schutz vor Witterung (Kälte, Nässe, Wind), keine 

repetitiven Arbeiten und statischen Belastungen des linken Arms. Der linke Arm kann 

nur mit sehr leichten Arbeiten belastet werden. Frei einteilbare Arbeitszeit." Unter exakt 

diesen Umständen erachte er eine zeitliche Arbeitsfähigkeit von 80 % und eine 

leistungsmässige Arbeitsfähigkeit von 100 % als gegeben. Leider sei dies keine reale 

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Arbeitssituation – solch ein Beruf existiere nicht, ohne dass der Patient grosse 

Umschulungsprogramme durchlaufen müsse. Er erachte eine witterungsgeschützte 

Arbeit mit leichter wechselbelastender Tätigkeit ohne Überkopfarbeiten und unter 

Schonung des linken Arms mit einer teils körperlichen, teils administrativen 

Komponente als reelle Möglichkeit für den Patienten Arbeit im Anstellungsverhältnis 

oder als Selbstständigerwerbender zu finden. Auf die starken Einschränkungen des 

linken Arms könne unter Berücksichtigung des Ausbildungsstands des Patienten kein 

Arbeitgeber angemessen eingehen. Unter solchen Umständen, d. h. einer Anstellung 

mit Kompromissen bezüglich optimalem Tätigkeitsprofil, erachte er eine zeitliche 

Arbeitsfähigkeit von 60 bis 80 % und eine leistungsmässige Arbeitsfähigkeit von 50 bis 

60 % als realistisch. Dies ergebe eine 30 bis knapp 50%ige Gesamtarbeitsfähigkeit im 

reellen Arbeitsmarkt. Er erachte die kreisärztliche Abschlussuntersuchung bezüglich 

der Beurteilung der Akten und Integration der Befunde der einzelnen Experten als gut 

gemacht und realistisch, könne jedoch nicht verstehen, dass die Schlussfolgerung der 

Arbeitsfähigkeit auf ein dermassen unrealistisches Tätigkeitsprofil bezogen werde. 

Zudem würden die Beurteilungen von Physiotherapeuten und Ergotherapeuten fehlen. 

Bezugnehmend auf die Suva-Tabellen begründete Dr. C.___ zudem, weshalb von einer 

Integritätseinbusse von 5 bis 10 % auszugehen sei (Suva-act. 177-6 f.).

Aufgrund der erfolgten Einsprache des Versicherten legte die Suva den Fall 

nochmals Dr. E.___ für eine ergänzende Stellungnahme vor. In dieser Beurteilung vom 

3. Januar 2022 führte Dr. E.___ unter anderem aus, die versicherungsmedizinische 

Beurteilung des Belastbarkeitsprofils habe rein medizinisch-theoretisch (ohne 

Berücksichtigung von Alter, Ausbildung, Sprache, sozioökonomischem Umfeld oder 

Migrationshintergrund unter Zugrundelegung des allgemeinen ausgeglichenen 

Arbeitsmarkts der Schweiz) zu erfolgen. Die Zumutbarkeit von Arbeitsleistungen werde 

formell vom Rechtsanwender beurteilt. Die klinischen Befunde gemäss der 

kreisärztlichen Abschlussuntersuchung vom 9. Juni 2021 bezüglich der nahezu 

seitengleichen Bemuskelung der oberen Extremitäten und des eingeschränkten 

Bewegungsradius der linken Schulter hätten keinen Anlass zur zeitlichen Limitierung 

des Leistungsvermögens des Versicherten geboten. Die Diskrepanz zur subjektiv 

gefühlten Leistungsminderung seitens des Versicherten sei im Rahmen der 

versicherungsmedizinischen Untersuchung auch offen thematisiert worden und sei 

B.c. 

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C.  

dem Untersuchungsbericht ebenfalls zu entnehmen. Dr. C.___ sehe in seinem 

Schreiben vom 8. September 2021 den Versicherten in seiner zeitlichen 

Arbeitsfähigkeit zunächst nur noch bei 80 %. Als Begründung führe Dr. C.___ an, dass 

ein Beruf mit den entsprechenden qualitativen Einschränkungen nicht existiere und 

dies keine reale Arbeitssituation sei, ferner das Tätigkeitsprofil als unrealistisch erachtet 

werde. Er führe dann über eine nicht verständliche Berechnung weiter aus, dass er für 

den Versicherten schlussendlich nur noch eine 50%ige Gesamtarbeitsfähigkeit im 

realen Arbeitsmarkt sehe. Eine medizinisch nachvollziehbare Begründung für das 

Herunterrechnen der Arbeitsfähigkeit bis auf 50 % sei nicht zu erkennen. Diese 

entspreche vielmehr den subjektiven Äusserungen und Wünschen des Versicherten, 

die dieser bereits im Rahmen der kreisärztlichen Untersuchung gegenüber dem 

Unterzeichner zur Kenntnis gebracht habe. Als Grund hierfür habe der Versicherte 

damals ebenfalls die wenig realistischen Aussichten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt 

genannt. Die Bedenken des Versicherten wie auch die Einwände des Hausarztes Dr. 

C.___ seien vom menschlichen Standpunkt aus zwar durchaus nachvollziehbar, diese 

würden jedoch aus versicherungsmedizinischer Sicht keinen medizinischen Grund für 

eine quantitative Einschränkung des Leistungsvermögens auf dem allgemeinen 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt darstellen. Hinsichtlich der Integritätsentschädigung 

erscheine der Einwand des Rechtsbeistands des Versicherten hingegen gerechtfertigt. 

Nach nochmaliger Überprüfung der UVG-Tabellen erscheine aufgrund der 

Beweglichkeitseinschränkung der linken Schulter eine Integritätsentschädigung von 

5 % als angemessen (Suva-act. 203).

Die Einsprache des Versicherten hiess die Suva mit Einspracheentscheid vom 

21. Dezember 2022 teilweise gut. Sie sprach ihm eine Integritätsentschädigung 

basierend auf einer Integritätseinbusse von 5 % zu. Im Übrigen wies sie die Einsprache 

ab und verneinte damit weiterhin einen Anspruch des Beschwerdeführers auf eine 

Invalidenrente (Suva-act. 227).

B.d. 

Am 20. Januar 2023 erhob der weiterhin durch Rechtsanwalt Schuler vertretene 

Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer) Beschwerde gegen den 

Einspracheentscheid der Suva (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) vom 21. Dezember 

C.a. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 8/25

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2022. Darin beantragte er, der Einspracheentscheid sei teilweise aufzuheben und es sei 

die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerdeführer ab dem 1. August 

2021 eine Invalidenrente aufgrund eines Invaliditätsgrads von 61 % zu bezahlen; unter 

Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin (act. G 1). 

Zusammen mit seiner Beschwerde reichte er neu eine Beurteilung der RAD-Ärztin Dr. 

med. F.___ vom 30. November 2021 ein. Darin war Dr. F.___ im Wesentlichen zu dem 

Schluss gekommen, der Beschwerdeführer sei vollschichtig arbeitsfähig für eine 

leidensadaptierte Tätigkeit, welche den vom Kreisarzt der Beschwerdegegnerin 

formulierten Kriterien entspreche. Eine geringe Leistungsminderung aufgrund eines 

erhöhten Pausenbedarfs sei plausibel. Der Hausarzt Dr. C.___ bezweifle, dass eine 

Tätigkeit, wie sie der Kreisarzt beschreibe, auf dem freien Arbeitsmarkt existiere und 

beurteile die Arbeitsfähigkeit im Zeugnis vom 8. September 2021 deshalb deutlich 

tiefer. Dabei handle es sich aber um eine abweichende Arbeitsfähigkeitseinschätzung 

aus nicht medizinischen Gründen. Die Beurteilung der Arbeitsmarktsituation betreffe 

schliesslich den Kompetenzbereich der IV-Stelle. Unter idealen Konditionen halte sie 

den Beschwerdeführer für 80 % arbeitsfähig (act. G 1.6).

Mit Beschwerdeantwort vom 14. Februar 2023 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde und Bestätigung des 

Einspracheentscheids vom 21. Dezember 2022 (act. G 3). Aufgrund der vom 

Beschwerdeführer neu eingereichten Beurteilung von Dr. F.___ hatte die 

Beschwerdegegnerin nochmals eine Stellungnahme seitens Dr. E.___ eingeholt, welche 

sie dem Versicherungsgericht zusammen mit ihrer Beschwerdeantwort einreichte. In 

dieser Beurteilung vom 30. Januar 2023 führte Dr. E.___ im Wesentlichen aus, eine 

Konkretisierung des von Dr. F.___ vorgebrachten erhöhten Pausenbedarfs liege ebenso 

wenig vor, wie eine medizinische Begründung, weshalb sie einen solchen für plausibel 

halte. Ferner habe sie den Beschwerdeführer nicht persönlich untersucht, weshalb der 

von ihr erwähnte erhöhte Pausenbedarf aus fachorthopädischer Sicht nicht 

nachvollziehbar erscheine (act. G 3.1).

C.b. 

Der Beschwerdeführer hielt in seiner Replik vom 16. März 2023 an den gestellten 

Anträgen fest (act. G 5). Aufgrund des Festhaltens der Beschwerdegegnerin an ihrem 

Entscheid bzw. ihrer Argumentation holte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 

C.c. 

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Erwägungen

1.

Vorliegend strittig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers gegenüber 

der Beschwerdegegnerin auf eine Invalidenrente. Im Rahmen des vorliegenden 

Verfahrens nicht mehr umstritten ist hingegen der Anspruch des Beschwerdeführers 

auf eine Integritätsentschädigung bzw. die Höhe derselben. In dieser Hinsicht ist der 

Einspracheentscheid vom 21. Dezember 2022 demnach in (Teil-)Rechtskraft 

erwachsen (vgl. BGE 144 V 358 f. E. 4.3).

2.  

Verlaufsberichte bei Dr. C.___ (act. G 5.3) und der Ergotherapeutin G.___ (act. G 5.4) 

ein, welche er dem Versicherungsgericht zusammen mit der Replik einreichte.

Die Beschwerdegegnerin hielt am 19. April 2023 duplikweise an ihrem Antrag auf 

Abweisung der Beschwerde fest (act. G 7). Aufgrund der mit der Replik eingereichten 

neuen medizinischen Berichte hatte die Beschwerdegegnerin zudem nochmals eine 

Stellungnahme von Dr. E.___ eingeholt (act. G 7.1).

C.d. 

Mit Schreiben vom 24. April 2023 teilte der Beschwerdeführer mit, er halte an der 

Beschwerde und seinen Anträgen fest (act. G 9).

C.e. 

Mit Eingabe vom 11. Mai 2023 (act. G 11) liess der Beschwerdeführer dem 

Versicherungsgericht eine E-Mail der Ergotherapeutin G.___ vom 11. Mai 2023 

zukommen, in welcher diese ihre Aussagen im Verlaufsbericht klarstellte/präzisierte 

(act. G 11.1).

C.f. 

Auf den Inhalt der Rechtsschriften sowie der medizinischen Unterlagen wird 

nachfolgend – soweit entscheidrelevant – näher eingegangen.

C.g. 

Ist die versicherte Person infolge eines Unfalls zu mindestens 10 % invalid, so hat 

sie Anspruch auf eine Invalidenrente der Unfallversicherung (Art. 18 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]). Invalidität ist gemäss 

Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die voraussichtlich bleibende oder längere 

Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der 

2.1. 

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durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 

verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze 

oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Der Rentenanspruch entsteht, wenn 

von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustands der versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige 

Eingliederungsmassnahmen der IV abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen 

die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG; sog. 

Fallabschluss, vgl. dazu auch: Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, 

Bundesgesetz über die Unfallversicherung, in: Erwin Murer/Hans-Ulrich Stauffer [Hrsg.], 

Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl. 2012, S. 

143).

Der Grad der für den Rentenanspruch massgebenden Invalidität ist gemäss Art. 16 

ATSG durch einen Einkommensvergleich zu ermitteln, bei dem das Einkommen, das 

die versicherte Person nach dem Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte 

(Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt wird zum Erwerbseinkommen, das sie 

erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Um den 

Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das 

Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere 

Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, 

den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem 

Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist 

(BGE 125 V 261 E. 4).

2.2. 

Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d. h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Um den Gesundheitszustand und insbesondere das Ausmass der 

Arbeitsfähigkeit beurteilen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das 

Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere 

Fachleute zur Verfügung zu stellen haben (BGE 125 V 261 E. 4). Hinsichtlich des 

Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

2.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 11/25

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3.  

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben 

worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 

Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der 

medizinischen Fachperson begründet und nachvollziehbar sind (BGE 125 V 352 E. 3a 

mit Hinweisen). Den Berichten und Gutachten, welche die Versicherungen während des 

Administrativverfahrens von ihren eigenen oder von beratenden Ärzten und Ärztinnen 

einholen, kann rechtsprechungsgemäss ebenfalls Beweiswert beigemessen werden 

(BGE 135 V 467 ff. E. 4 und BGE 125 V 353 f. E. 3b/ee, je mit Hinweisen). In solchen 

Fällen sind an die Beweiswürdigung jedoch strenge Anforderungen zu stellen. 

Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 

versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen 

vorzunehmen (BGE 135 V 471 E. 4.7; RKUV 1997 Nr. U 281 S. 281 f.).

Rechtsprechungsgemäss hat das Sozialversicherungsgericht auf den bis zum 

Zeitpunkt des Erlasses des streitigen Einspracheentscheids (vorliegend: 21. Dezember 

2022) eingetretenen Sachverhalt abzustellen (BGE 142 V 341 E. 3.2.2; Urteil des 

Bundesgerichts vom 6. Oktober 2020, 8C_505/2020, E. 5.1 mit Hinweisen). Später 

eingetretene Tatsachen, die zu einer Änderung des Sachverhalts geführt haben, sind 

grundsätzlich nicht im Rahmen des hängigen, sondern im Rahmen eines weiteren 

Verfahrens zu berücksichtigen (BGE 121 V 366 E. 1b mit Hinweisen). Indes sind 

Tatsachen, die sich erst später verwirklichen, im hängigen Verfahren soweit zu 

berücksichtigen, als sie mit dem Streitgegenstand in engem Sachzusammenhang 

stehen und geeignet sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung zu 

beeinflussen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 27. Mai 2008, 9C_24/2008, E. 2.3.1).

3.1. 

Die Einholung kreisärztlicher Stellungnahmen durch die Beschwerdegegnerin im 

Beschwerdeverfahren war zulässig, nachdem der Beschwerdeführer zusammen mit 

seiner Beschwerde und seiner Replik neue medizinische Beweismittel vorgelegt hatte 

(vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 1. April 2019, 8C_18/2019, E. 5.2).

3.2. 

Nach Gesagtem sind die im Rahmen des vorliegenden Verfahrens von den 

Parteien eingereichten Berichte und Beurteilungen ohne Weiteres zu berücksichtigen, 

da sie – soweit sie nicht ohnehin noch vor dem angefochtenen Einspracheentscheid 

ergangen sind – Rückschlüsse auf den (unveränderten) Gesundheitszustand des 

Beschwerdeführers im Zeitpunkt des angefochtenen Einspracheentscheids zulassen.

3.3. 

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4.

Hinsichtlich des Zeitpunkts des Fallabschlusses (vgl. dazu vorstehende E. 2.1), ist die 

Schlussfolgerung von Dr. E.___ in seiner Abschlussbeurteilung vom 9. Juni 2021 (Suva-

act. 147), wonach stabile Verhältnisse vorliegen würden und mit einer erheblichen 

Zustandsverbesserung beim Beschwerdeführer nicht mehr zu rechnen sei, angesichts 

der medizinischen Aktenlage ohne Weiteres nachvollziehbar. Insbesondere hatte auch 

Dr. med. H.___, Oberärztin in der Schmerzambulanz im Spital D.___, in ihrem Bericht 

vom 5. Mai 2021 zur schmerztherapeutischen Kontrolle vom selben Tag festgehalten, 

sie könne keine neuen Therapieoptionen (mehr) anbieten, der Beschwerdeführer wolle 

aber trotzdem in grösseren Abständen zur Kontrolle kommen (Suva-act. 133-2). Daraus 

ergibt sich, dass auch Dr. H.___ zum damaligen Zeitpunkt nicht mehr mit einer 

namhaften Besserung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers rechnete, 

sondern die nachfolgenden Konsultationen (vom 11. August 2021 [Suva-act 171] und 

3. November 2021 [Suva-act. 187]) lediglich noch der Kontrolle bzw. Aufrechterhaltung 

des bestehenden Gesundheitszustands dienten. Demnach ist der Zeitpunkt des 

Fallabschlusses (per 31. Juli 2021, vgl. dazu auch das Schreiben der Suva vom 

10. Juni 2021 [Suva-act. 151]) und mithin der Beginn eines allfälligen Rentenanspruchs 

des Beschwerdeführers per 1. August 2021 zwischen den Parteien zu Recht nicht 

umstritten.

5.  

Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte 

Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird 

in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen 

Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es der empirischen 

Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden 

fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

erstellt sein (Urteile des Bundesgerichts vom 3. Mai 2022, 8C_528/2021, E. 4.2.2, und 

vom 11. September 2019, 9C_225/2019, E. 4.2.1, je mit Hinweisen).

5.1. 

Es liegen keine Hinweise darauf vor, dass der Beschwerdeführer in gesundem 

Zustand seine bisherige Tätigkeit bei der B.___ AG aufgegeben hätte. Vielmehr ergibt 

sich aus dem Bericht von Dr. C.___ vom 11. Dezember 2020, dass dem 

Beschwerdeführer dort aus gesundheitlichen Gründen gekündigt worden war (Suva-

act. 82-2). Gemäss Auskunft der ehemaligen Arbeitgeberin des Beschwerdeführers, 

hätte dieser im Jahr 2021 einen Lohn von Fr. 5'425.  monatlich erzielt (Suva-act. 

5.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 13/25

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6.

Um das Invalideneinkommen berechnen zu können, muss zuerst die Arbeitsfähigkeit 

des Beschwerdeführers in einer angepassten Tätigkeit mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststehen. Die Beschwerdegegnerin stellte in 

dieser Hinsicht im Wesentlichen auf die Beurteilungen ihres Versicherungsmediziners 

Dr. E.___ ab. Der Beschwerdeführer bestreitet diese und beruft sich in diesem 

Zusammenhang auf die Einschätzungen seiner behandelnden Ärzte sowie des RAD (im 

IV-Verfahren). Vorderhand ist somit zu prüfen, ob auf die Beurteilungen des 

Versicherungsmediziners Dr. E.___, namentlich diejenige zur Abschlussuntersuchung 

vom 9. Juni 2021 (Suva-act. 147), abgestellt werden kann.

141-1). Es ist davon auszugehen, dass es sich dabei um den Bruttolohn ohne Anteil 

13. Monatslohn handelte, da der Beschwerdeführer gemäss den entsprechenden 

Lohnabrechnungen im Jahr 2019 bereits einen monatlichen Bruttolohn von Fr. 5'400.

erzielt hatte (Suva-act. 141-6 ff.). Dies ergibt – in Übereinstimmung mit der (vom 

Beschwerdeführer nicht beanstandeten) Berechnung der Beschwerdegegnerin (vgl. 

Suva-act. 157) – ein Valideneinkommen von Fr. 70'525.  jährlich.

Die Abschlussbeurteilung von Dr. E.___ vom 9. Juni 2021 erfüllt die allgemeinen 

beweisrechtlichen Anforderungen an eine versicherungsmedizinische Beurteilung (vgl. 

dazu vorstehende E. 2.3), insbesondere beruht sie auf einer (zum damaligen Zeitpunkt) 

vollständigen medizinischen Aktenlage, berücksichtigt die erhobenen Befunde sowie 

die geklagten Beschwerden, ist begründet und nachvollziehbar. Der Beurteilung kommt 

somit im Grundsatz voller Beweiswert zu. Nachfolgend ist somit zu prüfen, ob aufgrund 

der übrigen medizinischen Unterlagen und/oder Einwände des Beschwerdeführers 

Zweifel an der Einschätzung der (Rest )Arbeitsfähigkeit durch Dr. E.___ bestehen.

6.1. 

Dr. E.___ definierte das Zumutbarkeitsprofil in seiner Beurteilung vom 9. Juni 2021 

wie folgt: Leichte bis selten mittelschwere körperliche Tätigkeiten beidhändig, ohne 

Arbeiten, bei welchen der Beschwerdeführer Kälte, Nässe oder Zugluft ausgesetzt ist, 

keine wiederholt repetitiven oder statischen Tätigkeiten mit dem linken Arm, nur 

seltenes Überkopfarbeiten mit der linken Schulter, keine Arbeiten mit erhöhter 

Anforderung an die Griffkraft links (Suva-act. 147-8). Die Definition des 

Zumutbarkeitsprofils gemäss Hausarzt Dr. C.___ (Suva-act. 177-6) unterscheidet sich 

von derjenigen des Kreisarzts im Wesentlichen darin, dass Dr. C.___ nur noch von der 

Zumutbarkeit von leichten (statt leichten bis selten mittelschweren) körperlichen 

Tätigkeiten sowie zusätzlich von der Notwendigkeit einer wechselbelastenden Tätigkeit 

und einer frei einteilbaren Arbeitszeit ausgeht. Dr. C.___ begründet diese abweichende 

6.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 14/25

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Einschätzung bzw. zusätzlichen Einschränkungen jedoch nicht weiter. Es ist nicht 

nachvollziehbar, weshalb bei den vorliegenden Schulterbeschwerden bzw. der in dieser 

Hinsicht vorliegenden und im Wesentlichen unumstrittenen Befundlage eine 

wechselbelastende Tätigkeit (d. h. abwechselnd im Sitzen, Gehen und Stehen) 

notwendig sein soll. Insbesondere hat der Beschwerdeführer weder im Bereich des 

Rückens noch des Unterkörpers (unfallkausale) Beschwerden. Ebenso kann nicht 

nachvollzogen werden, weshalb eine frei einteilbare Arbeitszeit notwendig sein soll. 

Insbesondere ist nicht ersichtlich, dass plötzliche, unvorhergesehene und längere 

Beschwerdeschübe auftreten würden, welche die Arbeitsaufnahme bzw. -fortsetzung 

verunmöglichen würden. Diese von Dr. C.___ geltend gemachten Adaptionskriterien 

sind nach Gesagtem nicht überwiegend wahrscheinlich nachgewiesen und müssen 

somit im Folgenden unberücksichtigt bleiben. Hinsichtlich der bloss noch leichten 

körperlichen Tätigkeiten ist festzuhalten, dass auch die RAD-Ärztin Dr. F.___ in ihrer 

Beurteilung davon ausging, dass nur noch solche zumutbar sind (act. G 1.6 3). Auch 

sie begründete diese Einschätzung jedoch nicht weiter. Vorliegend kann offen bleiben, 

ob dem Beschwerdeführer tatsächlich nur noch leichte – und nicht auch selten 

mittelschwere – körperliche Tätigkeiten zugemutet werden können bzw. ob er 

(teilweise) noch schwere Tätigkeiten ausführt (vgl. dazu auch die Diskussion um den 

Bericht der Ergotherapeutin G.___ vom 7. März 2023 [act. G 5.4], insbesondere in act. 

7.1 und 11.1). Auch wenn man nachfolgend zu Gunsten des Beschwerdeführers von 

der Zumutbarkeit bloss noch leichter körperlicher Tätigkeiten ausgeht, ist – wie die 

nachfolgenden Erwägungen zeigen werden – die verbleibende Arbeitsfähigkeit 

trotzdem verwertbar (vgl. dazu nachfolgende E. 7) und ändert dies auch nichts an der 

Berechnung des Invalideneinkommens des Beschwerdeführers (vgl. dazu 

nachfolgende E. 8).

Während Dr. E.___ in seiner Beurteilung vom 9. Juni 2021 im Rahmen einer optimal 

angepassten Tätigkeit von einer vollen Arbeitsfähigkeit ausging (Suva-act. 147-8), 

führte Dr. C.___ in seiner Stellungnahme vom 8. September 2021 aus, auf die starken 

Einschränkungen des linken Arms könne unter Berücksichtigung des 

Ausbildungsstands des Beschwerdeführers kein Arbeitgeber angemessen eingehen. 

Unter solchen Umständen, d. h. einer Anstellung mit Kompromissen bezüglich 

optimalem Tätigkeitsprofil, erachte er eine zeitliche Arbeitsfähigkeit von 60 bis 80 % 

und eine leistungsmässige Arbeitsfähigkeit von 50 bis 60 % als realistisch. Dies ergebe 

eine 30 bis knapp 50%ige Gesamtarbeitsfähigkeit im reellen Arbeitsmarkt (Suva-act. 

177-6). Wie auch Dr. E.___ in seiner Beurteilung vom 3. Januar 2022 (Suva-act. 203-4 

f.) korrekt ausgeführt hatte, hat die Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit jedoch rein 

medizinisch-theoretisch zu erfolgen. Ob bzw. inwieweit diese Restarbeitsfähigkeit (auf 

6.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 15/25

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dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt, vgl. Art. 7 und 16 ATSG) verwertbar ist, stelle eine 

vom Rechtsanwender zu beurteilende Rechtsfrage (und keine Tatfrage) dar. 

Massgebend ist somit einzig die Aussage von Dr. C.___ direkt nach seiner Definition 

des Zumutbarkeitsprofils, wonach er "unter exakt diesen Umständen", d. h. bei 

vollumfänglicher Einhaltung des von ihm definierten Zumutbarkeitsprofils, eine zeitliche 

Arbeitsfähigkeit von 80 % und leistungsmässig 100 % als gegeben erachte (Suva-act. 

177-6). Inwiefern die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in zeitlicher Hinsicht 

eingeschränkt sein solle, begründet Dr. C.___ jedoch nicht und ist auch nicht 

ersichtlich. Seine pauschale Einschätzung vermag mithin keine Zweifel an der 

Beurteilung Dr. E.___s zu erwecken, zumal dieser in seiner Beurteilung vom 3. Januar 

2022 – in Kenntnis der anderslautenden Einschätzung Dr. C.___s – nochmals explizit 

festhielt, die klinischen Befunde anlässlich der Untersuchung vom 9. Juni 2021 hätten 

keinen Anlass zur zeitlichen Limitierung der medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit 

des Beschwerdeführers geboten (Suva-act. 203-5).

Soweit die RAD-Ärztin Dr. F.___ in ihrer Beurteilung vom 30. November 2021 (act. 

G 1.6) ausführte, beim Beschwerdeführer sei eine geringe Leistungsminderung 

aufgrund eines erhöhten Pausenbedarfs plausibel und sie letztlich von einer 80%igen 

Arbeitsfähigkeit ausging, kann ihr ebenfalls nicht gefolgt werden, zumal sie – wie auch 

die Beschwerdegegnerin korrekt ausführt (act. G 3-3 Ziff. 5.1) – den Beschwerdeführer 

nicht persönlich untersucht hatte. Ein erhöhter Pausenbedarf des Beschwerdeführers 

geht aus der vorliegenden Aktenlage nicht überwiegend wahrscheinlich hervor. Es 

liegen auch keine Hinweise darauf vor, dass die vorliegende Aktenlage unvollständig 

wäre und Dr. F.___ zusätzliche relevante Informationen vorgelegen hätten. Vielmehr hat 

der Beschwerdeführer weder anlässlich des Standortgesprächs vom 12. Januar 2021 

mit dem Case Manager der Beschwerdegegnerin (Suva-act. 93) noch anlässlich der 

beruflichen Standortbestimmung am 17. März 2021 in der Rehaklinik Z.___ (Suva-act. 

125) oder der Abschlussuntersuchung vom 9. Juni 2021 bei Dr. E.___ (Suva-act. 147) 

einen erhöhten Pausenbedarf erwähnt. Einzig im Bericht des Spitals D.___ zur 

Erstkonsultation vom 8. Januar 2021 war als kurzfristiges Ziel die Reduktion der 

Pausen beim Arbeiten aufgeführt worden (Suva-act. 100-4). Allerdings hatte der 

Beschwerdeführer kurz zuvor eine neue Stelle in einem 100 % Pensum angetreten, 

welche nicht dem vorstehend dargelegten Zumutbarkeitsprofil entsprach (vgl. dazu 

auch den Bericht von Dr. C.___ vom 11. Dezember 2020). Nach Gesagtem kann aus 

der Erwähnung im Bericht des Spitals D.___ – selbst bei Annahme eines damals 

effektiv bestehenden erhöhten Pausenbedarfs – kein erhöhter Pausenbedarf im 

Zeitpunkt des Rentenbeginns und in einer (tatsächlich) adaptierten Tätigkeit abgeleitet 

werden. Der Beschwerdeführer selbst machte sodann erst in seiner ergänzenden 

6.4. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 16/25

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Einsprachebegründung vom 16. September 2021 einen erhöhten Pausenbedarf geltend 

(Suva-act. 177-3 Ziff. 6), mithin erst nach Kenntnis der leistungsabweisenden 

Verfügung vom 23. Juni 2021 (Suva-act. 162). Demnach kann auf diese Aussagen nicht 

abgestellt werden, da nicht ausgeschlossen werden kann, dass sie – bewusst oder 

unbewusst – von versicherungsrechtlichen oder anderweitigen Überlegungen geprägt 

sind/waren (vgl. dazu die Beweismaxime der "Aussage der ersten Stunde": BSK UVG-

Hofer, N 9 f. zu Art. 6; KOSS UVG-Nabold, N 9 ff. zu Art. 6; Rumo-Jungo/Holzer, 

a. a. O., S. 29 f.; BGE 121 V 47 E. 2a mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 18. 

September 2018, 8C_470/2018, E. 4.1 mit Hinweisen). Demnach vermag der 

Beschwerdeführer auch mit seiner Parteibehauptung einen erhöhten Pausenbedarf 

nicht glaubhaft zu machen.

Unter den gegebenen Umständen erscheint die zwischen den Parteien 

aufgeworfene Diskussion, ob der Beschwerdeführer seine Schmerzmitteleinnahme 

reduzieren konnte (vgl. insbesondere act. G 1-6 und act. G 3-3), nicht weiter von 

Relevanz: Zwar ist korrekt, dass im Bericht des Spitals D.___ vom 3. November 2021 

zur Abschlusskonsultation die Analgetika Einnahme mit dem Vermerk "bB" (bei Bedarf) 

aufgeführt wird (Suva-act. 187-4), weshalb Dr. E.___ in seiner Stellungnahme vom 

3. Januar 2022 (Suva-act. 203-6) grundsätzlich nachvollziehbar davon ausging, der 

Beschwerdeführer habe die Einnahme reduzieren können, da der Beschwerdeführer 

ihm gegenüber anlässlich der Abschlussuntersuchung vom 9. Juni 2021 noch 

angegeben hatte, er nehme täglich Schmerzmittel ein (Suva-act. 147-5). Jedoch hielt 

Dr. H.___ in ihrer Beurteilung im Bericht zur Abschlusskonsultation im Spital D.___ vom 

3. November 2021 fest, dass der Beschwerdeführer im Alltag soweit kompensiert sei, 

solange er "weiterhin seine [...] Analgetika-Einnahme" weiterführe (Suva-act. 187-4), 

was darauf schliessen lässt, dass der Beschwerdeführer weiterhin regelmässig 

Schmerzmittel einnahm und die Bemerkung "bei Bedarf" vielmehr dahingehend 

gemeint war, dass der Beschwerdeführer über die Einnahme selbst bestimmen kann/

soll und diese nicht von den behandelnden Ärzten im Rahmen einer spezifischen 

Therapie vorgegeben wird. Entscheidend erscheint letztlich jedoch – mit Blick auf die 

vorliegend im Ergebnis streitigen und zu prüfenden Restarbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers –, dass sich – unabhängig von der Notwendigkeit einer 

Schmerzmitteleinnahme – auch aus dem Bericht zur Abschlusskonsultation im Spital 

D.___ am 3. November 2021 keine Hinweise auf eine zeitlich oder leistungsmässig 

eingeschränkte Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer optimal angepassten 

Tätigkeit ergeben.

6.5. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 17/25

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7.

Als nächstes ist die Verwertbarkeit der medizinisch-theoretischen Restarbeitsfähigkeit 

des Beschwerdeführers zu prüfen.

Zusammengefasst vermögen weder die übrigen medizinischen Akten noch die 

Vorbringen des Beschwerdeführers Zweifel an der Annahme einer 100%igen 

Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit seitens Dr. E.___ zu erwecken. Auf seine 

Beurteilung kann mithin vollumfänglich abgestellt werden.

6.6. 

Massgeblich für die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit ist der ausgeglichene 

Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 und Art. 16 ATSG), der als theoretische Grösse durch ein 

gewisses Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage nach Arbeitskräften 

gekennzeichnet ist und einen Fächer verschiedenster Tätigkeiten aufweist. Das gilt 

sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen 

wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes. Der ausgeglichene Arbeitsmarkt 

umfasst auch sogenannte Nischenarbeitsplätze, also Stellen- und Arbeitsangebote, bei 

welchen Behinderte mit einem sozialen Entgegenkommen seitens des Arbeitgebers 

rechnen können (Urteil des Bundesgerichts vom 19. Mai 2022, 8C_55/2022, E. 4.3). 

Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit ist erst anzunehmen, wenn die zumutbare 

Tätigkeit in nur so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der ausgeglichene 

Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder sie nur unter nicht realistischem 

Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden 

einer entsprechenden Stelle daher von vorneherein als ausgeschlossen erscheint (vgl. 

zum Ganzen: Urteil des Bundesgerichts vom 17. Dezember 2021, 8C_202/2021, E. 5.1 

mit Hinweisen).

7.1. 

Angesichts des vorstehend dargelegten Zumutbarkeitsprofils (leichte körperliche 

Tätigkeiten beidhändig [vgl. vorstehende E. 6.2], ohne Arbeiten, bei welchen der 

Beschwerdeführer Kälte, Nässe oder Zugluft ausgesetzt ist, keine wiederholt repetitiven 

oder statischen Tätigkeiten mit dem linken Arm, nur seltenes Überkopfarbeiten mit der 

linken Schulter, keine Arbeiten mit erhöhter Anforderung an die Griffkraft links) und der 

in zeitlicher sowie leistungsmässiger Hinsicht uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers (vgl. vorstehende E. 6) ist zwar von einer erheblichen 

Einschränkung der Verwendung der linken Schulter/des linken Armes für eine 

berufliche Tätigkeit auszugehen. Trotzdem kann der Beschwerdeführer die linke 

Schulter/den linken Arm für leichte Tätigkeiten und insbesondere als Hilfs /Zudienhand 

weiterhin voll einsetzen. Zudem bezeichnete sich der Beschwerdeführer gegenüber Dr. 

E.___ anlässlich der Abschlussuntersuchung vom 9. Juni 2021 selbst als "Beidhänder" 

7.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 18/25

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8.  

und gab an, sowohl mit der rechten als auch mit der linken Hand schreiben zu können 

(Suva-act. 147-6; vgl. dazu auch den Sprechstundenbericht vom 9. November 2019 

von Dr. med. I.___, leitender Arzt der chirurgischen Klinik Orthopädie im Spital J.___, in 

welchem dieser den Beschwerdeführer als "ambidexter" bezeichnete [Suva-act. 17-2]). 

Mithin kann auch nicht davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer 

hinsichtlich seiner dominanten Körperseite eingeschränkt wäre. Mit Blick auf die 

bundesgerichtliche Rechtsprechung, wonach selbst bei vollständig fehlender 

Einsetzbarkeit der dominaten Hand/des dominanten Arms (sog. faktische 

Einhändigkeit) die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit wiederholt bestätigt wurde 

(vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 19. Mai 2022, 8C_55/2022, E. 4.4.1 m. w. H.), kann 

vorliegend demnach nicht von einer Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers ausgegangen werden.

Der Beschwerdeführer stand im für die Beurteilung der Verwertbarkeit 

massgebenden Zeitpunkt der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung vom 9. Juni 2021 

kurz vor seinem 58. Geburtstag und somit noch rund sieben Jahre vor dem 

Pensionsalter. Entsprechend ist davon auszugehen, dass er trotz seines Alters seine 

Restarbeitsfähigkeit verwerten kann, zumal Hilfsarbeiten erfahrungsgemäss keines 

grossen Einarbeitungsaufwands bedürfen (Urteil des Bundesgerichts vom 10. Juli 

2016, 9C_825/2016, E. 4.5). Auch unter diesem Blickwinkel ist nach Gesagtem nicht 

von einer Unverwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit auszugehen.

7.3. 

Demnach ist nachfolgend – basierend auf einer Restarbeitsfähigkeit von 100 % – 

das Invalideneinkommen zu ermitteln.

7.4. 

Der Beschwerdeführer geht aktuell keiner Erwerbstätigkeit nach (vgl. act. G 1-3 

Ziff. 3). Damit schöpft er die ihm verbleibende Erwerbsfähigkeit (100 % in angepasster 

Tätigkeit) nicht aus. Demnach hat die Beschwerdegegnerin vorliegend zu Recht das 

Invalideneinkommen gestützt auf die statistischen Werte gemäss LSE 2020 berechnet. 

In diesem Zusammenhang ist zwischen den Parteien jedoch umstritten, ob auf den 

Totalwert für Männer über alle Wirtschaftszweige im Kompetenzniveau 1 oder im 

Kompetenzniveau 2 abzustellen ist.

8.1. 

Die Kompetenzniveaus gemäss LSE unterscheiden sich wie folgt: Das 

Kompetenzniveau 1 umfasst einfache Tätigkeiten körperlicher und handwerklicher Art, 

das Kompetenzniveau 2 praktische Tätigkeiten wie Verkauf/Pflege/Datenverarbeitung 

und Administration/Bedienen von Maschinen und elektronischen Geräten/

Sicherheitsdienst/Fahrdienst, das Kompetenzniveau 3 komplexe praktische 

8.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 19/25

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Tätigkeiten, welche ein grosses Wissen in einem Spezialgebiet voraussetzen und das 

Kompetenzniveau 4 Tätigkeiten mit komplexer Problemlösung und 

Entscheidungsfindung, welche ein grosses Fakten- und theoretisches Wissen in einem 

Spezialgebiet voraussetzen. Wenn die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität 

nicht auf einen angestammten Beruf zurückgreifen kann, rechtfertigt sich die 

Anwendung von Kompetenzniveau 2 nach der bundesgerichtlichen Praxis nur dann, 

wenn sie über besondere Fertigkeiten und Kenntnisse verfügt. Ansonsten ist der 

Durchschnittslohn gemäss Kompetenzniveau 1 heranzuziehen (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts vom 11. Oktober 2017, 8C_457/2017, E. 6.3 m. w. H.).

Im angefochtenen Einspracheentscheid begründet die Beschwerdegegnerin das 

Abstellen auf das Kompetenzniveau 2 damit, dass der Beschwerdeführer über eine 

abgeschlossene Lehre als Auto Servicemann, eine von der Invalidenversicherung 

mitfinanzierte Ausbildung im Bereich des technischen Hausdiensts, mehrjährige 

Berufserfahrung als Maschinist und stellvertretender Deponiechef sowie gute PC-

Kenntnisse verfüge (Suva-act. 227-7 E. 2.3.3). Wie der Beschwerdeführer 

beschwerdeweise jedoch korrekt vorträgt (act. G 1-7 Ziff. 11), hatte er – entgegen der 

Annahme der Beschwerdegegnerin – lediglich eine Ausbildung zum Automobil-

Assistenten absolviert (Suva-act. 125-8) und war nach Abschluss dieser Ausbildung 

nicht mehr in dieser Branche tätig. Auch im Bereich des technischen Hausdienst hatte 

er lediglich während zwei Jahren gearbeitet (Suva-act. 125 6 ff.). Zudem geht aus dem 

Arbeitszeugnis des Unternehmens B.___ AG (Suva-act. 125-14) keine Tätigkeit als 

stellvertretender Deponiechef (vgl. dazu die Aussage des Beschwerdeführers anlässlich 

des Gesprächs vom 7. Februar 2020 [Suva-act. 36-2]) hervor, weshalb höchst fraglich 

erscheint, welche Aufgaben diese Funktion tatsächlich umfasst hat bzw. ob dem 

Beschwerdeführer – wie die Beschwerdegegnerin suggeriert – bei seinem ehemaligen 

Arbeitgeber tatsächlich eine höhere Position/Funktion zukam. Entscheidend erscheint 

vorliegend aber letztlich, dass der Beschwerdeführer angesichts des definierten 

Zumutbarkeitsprofils (insbesondere dem Bedürfnis nach einer leichten körperlichen 

Tätigkeit, ohne erhöhte Anforderungen an die Griffkraft links und ohne der Witterung 

ausgesetzt zu sein) seine bisherigen Ausbildungen und Kenntnisse/Berufserfahrungen 

nicht weiter verwenden kann. Sowohl die Tätigkeiten als Automobil-Assistent, als auch 

im technischen Hausdienst und (als Maschinist) auf dem Bau erfüllen diese Kriterien 

nicht.

8.3. 

Hinsichtlich der Computer Kenntnisse des Beschwerdeführers ist festzuhalten, 

dass sich seine Aussage im Standortgespräch vom 12. Januar 2021, wonach er über 

"gute PC-Kenntnisse" verfüge (Suva-act. 93-2), darauf bezog, dass er das IV-

8.4. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 20/25

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Anmeldeformular selber ausdrucken, ausfüllen und zustellen werde. In diesem Kontext 

gesehen ist die Aussage des Beschwerdeführers – wie er dies auch in der Beschwerde 

(act. G 1 7 Ziff. 11) geltend macht – dahingehend zu relativieren, dass es sich um 

durchschnittliche Anwenderkenntnisse handelt. Der Beschwerdeführer hat die 

Realschule absolviert (Suva-act. 125-8). Eine Ausbildung im kaufmännischen Bereich 

hat er hingegen nie absolviert. Auch hat er nie Büro- bzw. administrative Tätigkeiten 

ausgeübt, vielmehr ergibt sich aus seinem Lebenslauf, dass er stets Tätigkeiten 

manueller Art ausgeführt hat (Suva-act. 125-6 ff.).

Mithin ist – angesichts seines Bildungsstands sowie der relativ einseitigen 

beruflichen Erfahrung auf dem Bau – nicht ersichtlich, inwiefern der Beschwerdeführer 

"breit aufgestellt" und in der Lage sein soll, sich innert kurzer Frist die für die 

Erwerbstätigkeit im Kompetenzniveau 2 erforderlichen Fertigkeiten und Kenntnisse 

anzueignen (vgl. act. G 3-4 Ziff. 6). Demnach ist der Beschwerdeführer für die 

Ermittlung des Invalideneinkommens im Kompetenzniveau 1 einzustufen.

8.5. 

Daran vermögen auch die neben-/ehrenamtlichen Tätigkeiten des 

Beschwerdeführers als J.___-Übungsleiter bzw. in seiner eigenen K.___ sowie als 

"Rettungssanitäter" (Suva-act. 125-9) nichts zu ändern. Zum einen ist nicht ersichtlich, 

dass der Beschwerdeführer über eine anerkannte Ausbildung als Rettungssanitäter 

verfügen würde, zudem wäre ihm auch diese Tätigkeit aufgrund ihrer körperlichen 

Anforderungen nicht mehr zumutbar. Hinsichtlich der Tätigkeit in der K.___ bzw. als 

Übungsleiter ist festzuhalten, dass es sich dabei – wie sich bereits aus der 

Bezeichnung im Lebenslauf ergibt – eine Nebentätigkeit handelt. Der Beschwerdeführer 

hatte denn auch im Standortgespräch vom 12. Januar 2021 angegeben, dass er mit 

seiner eigenen K.___ "gescheitert" sei (Suva-act. 93-2). Mithin kann nicht davon 

ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer diese Tätigkeit professionell 

ausgeführt hätte und sich daraus spezifisch oder generell nützliche oder wichtige 

Fertigkeiten (z. B. für eine Selbständigkeit im Allgemeinen) angeeignet hätte, die er 

nunmehr in einer seiner Invalidität angepassten Tätigkeit verwerten könnte.

8.6. 

Soweit die Beschwerdegegnerin in ihrer Beschwerdeantwort vom 14. Februar 2023 

beispielhaft auf die höchstrichterliche Rechtsprechung verweist (vgl. act. G 3 3 f. 

Ziff. 6), ist festzuhalten, dass es im Urteil des Bundesgerichts vom 11. Oktober 2017, 

8C_457/2017, zwar ebenfalls um einen ungelernten Arbeiter in der Baubranche ging. 

Dieser hatte jedoch im Zeitpunkt des Eintritts des Versicherungsfalls bereits seit fünf 

Jahren erfolgreich ein eigenes Bauunternehmen geführt und damit ein deutlich höheres 

Einkommen erzielt, als er es als Angestellter getan hätte (vgl. E. 6.3). Im Unterschied 

dazu und wie vorstehend (E. 8.6) bereits ausgeführt, war der Beschwerdeführer jedoch 

8.7. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 21/25

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9.  

10.

Zu prüfen bleibt, ob von diesem Tabellenlohn – wie vom Beschwerdeführer geltend 

gemacht – ein höherer Abzug als die von der Beschwerdegegnerin gewährten 5 % 

vorzunehmen ist.

– im Zusammenhang mit seiner K.___ – nicht in der Lage, sich selbständig zu machen 

und war in der Folge auch weiterhin stets unselbständig erwerbstätig (vgl. Lebenslauf 

[Suva-act. 125-6 ff.]). Im Entscheid des EVG vom 22. Juni 2004, I 779/03, ging es 

sodann um einen ehemaligen Spitzensportler, der über einen Maturaabschluss verfügte 

und der im Zeitpunkt der Rentenzusprache erst 30-jährig war. Der Beschwerdeführer 

verfügt jedoch – wie bereits ausgeführt (vgl. E. 8.3) – über einen Realschulabschluss 

und ist überdies erheblich älter als es der Versicherte im vorerwähnten Fall war. Der 

vorliegende Fall des Beschwerdeführers ist nach Gesagtem nicht mit den von der 

Beschwerdegegnerin erwähnten Gerichtsurteilen vergleichbar.

Der Totalwert für alle Wirtschaftszweige gemäss LSE 2020, TA1, Kompetenzniveau 

1, Männer, beträgt Fr. 5'261.  monatlich (inkl. 13. Monatslohn).

9.1. 

Da der LSE-Wert auf einer Arbeitszeit von 40 Stunden pro Woche basiert, ist er auf 

die betriebsübliche Arbeitszeit in Stunden pro Woche aufzurechnen. Gemäss der 

Statistik über die "Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen (NOGA 

2008), in Stunden pro Woche" (abrufbar unter: www.bfs.admin.ch) betrug die 

betriebsübliche Arbeitszeit für das Total aller Wirtschaftszweige im Jahr 2021 41.7 

Stunden. Demnach ergibt sich nach Aufrechnung ein Einkommen von Fr. 5'484.60 

monatlich (Fr. 5'261.-- / 40 * 41.7).

9.2. 

Zudem ist eine Anpassung an die Nominallohnentwicklung zwischen 2020 und 

2021 (-0.2 % [vgl. Medienmitteilung des BFS vom 1. Juni 2022, abrufbar unter: 

www.bfs.admin.ch]) vorzunehmen. Demnach ergibt sich ein statistisches Einkommen 

von Fr. 5'473.65 monatlich (Fr. 5'484.60 * 0.998) bzw. Fr. 65'683.80 jährlich (*12).

9.3. 

Die Berechnung des Invaliditätsgrads richtet sich auf dem Gebiet der 

Unfallversicherung nach Art. 16 ATSG, wonach ein Einkommensvergleich vorzunehmen 

ist (vgl. bereits vorstehende E. 2.2). Dazu sind die beiden hypothetischen 

Erwerbseinkommen rechtsprechungsgemäss ziffernmässig möglichst genau zu 

ermitteln (vgl. namentlich BGE 128 V 30 E. 1) bzw. hat eine möglichst realitätsgerechte 

Bestimmung des Invaliditätsgrads mittels Einkommensvergleichs zu erfolgen (vgl. auch 

10.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 22/25

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BGE 148 V 191 E. 9.2.3). Diesem Ziel dient insbesondere bei der Ermittlung des 

Invalideneinkommens unter anderem das in ständiger Rechtsprechung angewendete 

Instrument der Kürzung der Tabellenlöhne um bis zu 25 % (BGE 126 V 75; vgl. auch 

BGE 148 V 191 E. 9.2.3). Mit dem leidensbedingten Abzug soll der Tatsache Rechnung 

getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der 

Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und 

Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 142 V 178 E. 

1.3; vgl. auch BGE 124 V 322 f. E. 3b/aa) und je nach Ausprägung die versicherte 

Person im Einzelfall die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann 

(BGE 126 V 79 f. E. 5b/aa i.f.). Ohne für jedes zur Anwendung gelangende Merkmal 

separat quantifizierte Abzüge vorzunehmen, ist der Einfluss aller Merkmale auf das 

Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach 

pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen (BGE 126 V 80 E. 5b/bb). Auch 

wenn dem kantonalen Versicherungsgericht bei der Überprüfung der 

Verwaltungsverfügung bzw. des Einspracheentscheids volle Kognition zukommt (vgl. 

zur Kognition Art. 57 und 61 lit. c ATSG), darf es bei der Beurteilung der 

Angemessenheit des Verwaltungsentscheids sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund 

an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen (Urteile des Bundesgerichts vom 

8. November 2022, 8C_250/2022, E. 1.4, und vom 30. Mai 2023, 8C_304/2022, E. 1.4, 

je mit Hinweisen).

Der Beschwerdeführer begründet den von ihm geltend gemachten 

Tabellenlohnabzug von 15 % damit, dass er auch in einer angepassten Tätigkeit nicht 

voll leistungsfähig sei und das Lohnniveau von gesundheitlich beeinträchtigten 

Personen – im Vergleich zu gesunden Personen – statistisch gesehen 15 % tiefer liege 

(act. G 1-8 Ziff. 11). Er verweist in diesem Zusammenhang auf Philipp Egli/Martina 

Filippo/Thomas Gächter/ Michael E. Meier (Grundprobleme der Invaliditätsbemessung 

in der Invalidenversicherung, 2021, RZ 784), welche wiederum auf das statistische 

Gutachten "Nutzung Tabellenmedianlöhne LSE zur Bestimmung der Vergleichslöhne 

bei der IV-Rentenbemessung" des Büros für arbeits- und sozialpolitische Studien 

BASS AG vom 8. Januar 2021 (Autoren: Jürg Guggisberg, Markus Schärrer, Céline 

Gerber und Severin Bischof) Bezug nehmen.

10.2. 

Wie auch das Bundesgericht in seiner jüngsten Rechtsprechung mehrfach 

ausgeführt hatte (vgl. anstelle vieler das Urteil des Bundesgerichts vom 5. August 2022, 

8C_104/2022, E. 5.2, mit Hinweis auf BGE 148 V 174), kann der Argumentation des 

Beschwerdeführers grundsätzlich entgegengehalten werden, dass der Medianlohn der 

10.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 23/25

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LSE teilweise auch von Personen mit gesundheitlicher Beeinträchtigung erzielt wird. 

Gestützt auf eine Statistik kann im Einzelfall somit keine überwiegend wahrscheinliche 

Lohneinbusse nachgewiesen werden. Bei der Ermittlung des Invalideneinkommens ist 

jedoch zu berücksichtigen, dass Menschen mit Behinderungen gegebenenfalls 

aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen auch bei Hilfsarbeitertätigkeiten 

auf tiefstem Kompetenzniveau gewisse Arbeiten nicht ausführen können und dass das 

Lohniveau auch bei ihnen zumutbaren Tätigkeiten tiefer ist als bei gesunden Personen, 

was nach Ansicht des Parlaments im Rahmen der bisherigen Rechtslage bzw. 

Rechtsprechungspraxis zur Ermittlung des Invalideneinkommens nicht genügend 

berücksichtigt wurde (Motion der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit 

des Nationalrates [20.3377], «Invaliditätskonforme Tabellenlöhne bei der Berechnung 

des IV-Grads», der National- und Ständerat zugestimmt haben). Diesem Umstand ist 

mithin im Bereich der Unfallversicherung im Rahmen der individuellen Prüfung des 

leidensbedingten Abzugs, dem als Korrekturinstrument bei der Festsetzung eines 

möglichst konkreten Invalideneinkommens laut Bundesgericht überragende 

Bedeutung zukommt (BGE 148 V 190 ff. E. 9.2.2 und E. 9.2.3; vgl. auch die Urteile des 

Bundesgerichts vom 30. Juni 2023, 9C_555/2022, E. 4.1, und vom 12. Januar 2023, 

8C_623/2022, E. 5.2.1), unter Berücksichtigung der konkreten Umstände des 

Einzelfalls ebenfalls ausreichend Rechnung zu tragen.

Aufgrund des im vorliegenden Fall definierten Anforderungsprofils für eine optimal 

angepasste Tätigkeit (vgl. dazu vorstehende E. 6), muss davon ausgegangen werden, 

dass der Beschwerdeführer im Kompetenzniveau 1 keine schweren und – wenn 

überhaupt (vgl. vorstehende E. 6.2) – nur noch selten mittelschwere körperliche 

Arbeiten mehr ausführen und faktisch seine linke Hand nur noch als Zudienhand 

benutzen kann. Eine Vielzahl von Tätigkeiten, welche im Bereich der Hilfsarbeiten 

bekanntlich vergleichsweise hoch entlöhnt werden, fällt somit für den 

Beschwerdeführer bereits von vornherein ausser Betracht. Neben der aus dem 

Anforderungsprofil resultierenden eingeschränkten Auswahl an Arbeitstätigkeiten ist zu 

beachten, dass selbst bei einer geeigneten Tätigkeit kein flexibler Arbeitseinsatz 

seitens des Beschwerdeführers möglich ist, sodass der Beschwerdeführer für einen 

potentiellen Arbeitgeber nicht denselben ökonomischen Wert aufweist, wie ein 

gesunder Arbeitnehmer in derselben Position. Es ist daher damit zu rechnen, dass der 

Beschwerdeführer im vorliegenden Fall seine Arbeitsfähigkeit auch in einer ihm 

zumutbaren Tätigkeit nicht mit demselben ökonomischen Erfolg verwerten kann wie 

eine gesunde Person, weshalb er überwiegend wahrscheinlich mit einer Lohneinbusse 

im Vergleich zum Tabellenlohn (Medianwert) rechnen muss. Unter zusätzlicher 

Berücksichtigung seines Alters sowie dem notwendigen Branchenwechsel erscheint 

10.4. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 24/25

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11.

Ausgehend von einem Valideneinkommen von Fr. 70'525.  (vgl. vorstehende E. 5.2) 

und einem Invalideneinkommen von Fr. 59'115.40 (vgl. vorstehende E. 10.6) resultiert 

beim Beschwerdeführer eine Erwerbseinbusse von Fr. 11'409.60 bzw. ein 

Invaliditätsgrad von 16.18 %, d. h. mathematisch gerundet 16 % ([Fr. 11'409.60 / 

Fr. 70'525. ] x 100).

12.  

vorliegend mit Blick auf die gesamten Umstände der von der Beschwerdegegnerin –

 ohne nähere Begründung – gewährte Abzug vom Tabellenlohn von 5 % daher als zu 

tief. Vielmehr rechtfertigt sich vorliegend mit Blick auf die gesamten Umstände ein 

Abzug von 10 % vom Tabellenlohn.

Da die Beschwerdegegnerin den von ihr gewährten Tabellenlohnabzug im 

Umfang von 5 % weder in der Verfügung vom 23. Juni 2021 (UV-act. 162) noch im 

Einspracheentscheid vom 21. Dezember 2022 (UV-act. 227) näher begründet hatte, ist 

nicht überwiegend wahrscheinlich erstellt, dass sie dem erfahrungsgemäss tieferen 

Lohnniveau von gesundheitlich beeinträchtigten Personen im Sinne der vorstehenden 

Erwägungen (vgl. E. 10.3) genügend Rechnung getragen hatte, zumal die Verfügung 

bereits vor Einreichung der vorerwähnten Motion 20.3377 erlassen und der 

Tabellenlohnabzug im Rahmen des Einspracheentscheids auch nicht erhöht worden 

war. Mithin liegt ein triftiger Grund für das Eingreifen des Versicherungsgerichts in das 

Ermessen der Beschwerdegegnerin vor.

10.5. 

Das Invalideneinkommen des Beschwerdeführers beträgt demnach – unter 

Berücksichtigung des Tabellenlohnabzugs von 10 % – Fr. 59'115.40 (Fr. 65'683.80 * 

0.9).

10.6. 

Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde vom 20. Januar 2023 

(act. G 1) unter (teilweiser) Aufhebung des Einspracheentscheids vom 21. Dezember 

2022 (Suva-act. 227) dahingehend gutzuheissen, dass die Beschwerdegegnerin 

verpflichtet wird, dem Beschwerdeführer ab dem 1. August 2021 eine Rente basierend 

auf einem Invaliditätsgrad von 16 % auszurichten. Zur Festsetzung und Ausrichtung 

der Rentenleistung ist die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Soweit 

der Beschwerdeführer einen höheren Invaliditätsgrad geltend macht, ist die 

Beschwerde abzuweisen.

12.1. 

Gerichtskosten sind mangels gesetzlicher Grundlage im UVG keine zu erheben 

(vgl. dazu Art. 61 lit. f  ATSG).

12.2. 
bis

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 25/25

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Entscheid

1.

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird Dispositivziffer 1 zweiter Satz des 

Einspracheentscheids vom 21. Dezember 2021 dahingehend abgeändert, dass die 

Beschwerdegegnerin verpflichtet wird, dem Beschwerdeführer ab dem 1. August 2021 

eine Rente basierend auf einem Invaliditätsgrad von 16 % auszurichten. Zur 

Festsetzung und Ausrichtung der Rentenleistung wird die Sache an die 

Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2.

Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

3.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

4.

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 

4'000.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Zwar wird die Beschwerde vorliegend nicht 

vollständig gutgeheissen, jedoch obsiegt der Beschwerdeführer im Wesentlichen mit 

seinem Antrag auf Ausrichtung einer Invalidenrente. Unter den gegebenen Umständen 

rechtfertigt es sich mithin dem Beschwerdeführer eine volle Parteientschädigung 

zuzusprechen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 9. Dezember 2020, 8C_500/2020, E. 

4.4 m. w. H.). Die Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und 

ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der 

Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das 

Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung 

(sGS 963.75) pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 15'000.--. In der vorliegend zu beurteilenden 

Angelegenheit erscheint mit Blick auf den eingeschränkten Streitgegenstand und den 

notwendigen Aufwand für die Beschwerdeführung eine pauschale Parteientschädigung 

von Fr. 4'000.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen.

12.3. 

	Publikationsplattform
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	Entscheid Versicherungsgericht, 13.12.2023
	Art. 18 Abs. 1 UVG, Art. 16 ATSG; Invalidenrente. Auf die versicherungsinterne Beurteilung hinsichtlich der 100%igen Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers kann abgestellt werden. Im Rahmen der Berechnung des Invalideneinkommens hat die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer zu Unrecht im Kompetenzniveau 2 (statt 1) eingestuft. Mit Blick auf das im vorliegenden Fall definierte Anforderungsprofil, die entsprechend eingeschränkte Auswahl an Arbeitstätigkeiten und die fehlende Möglichkeit eines flexiblen Arbeitseinsatzes des Beschwerdeführers, ist überwiegend wahrscheinlich davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer mit einer Lohneinbusse im Vergleich zum Tabellenlohn (Medianwert) rechnen muss. Der Abzug vom Tabellenlohn im Umfang von 5 % erscheint vorliegend aufgrund der gesamten Umstände als zu tief und wird auf 10 % erhöht. Damit resultiert ein rentenbegründender Invaliditätsgrad von 16 %. Teilweise Gutheissung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 13. Dezember 2023, UV 2023/7). Beim Bundesgericht angefochten.

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