# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 56658fe8-2bcb-5385-af73-46143cf697a2
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-01-09
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 09.01.2012 E-6916/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6916-2011_2012-01-09.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung V
E­6916/2011

U r t e i l   v om   9 .   J a nua r   2 0 1 2

Besetzung Einzelrichterin Regula Schenker Senn,
mit Zustimmung von Richterin Gabriela Freihofer;  
Gerichtsschreiber Urs David.

Parteien A._______,
Tunesien, 
(…),  
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Asyl und Wegweisung (Flughafenverfahren);
Verfügung des BFM vom 21. Dezember 2011 / N (…).

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  sich  der  Beschwerdeführer  im  Jahre  2010  beziehungsweise  2011 
mehrere  Monate  in  Italien  aufgehalten  habe  und  am  4.  Juli  2011  ein 
erstes Asylgesuch  in  der Schweiz  stellte,  dieses  aber  am 25.  Juli  2011 
wieder zurückzog,

dass  er  am  (…)  2011  freiwillig  auf  dem  Luftweg  in  seine  Heimat 
zurückkehrte,  woraufhin  das  BFM  das  Asylverfahren  am  8.  September 
2011 als gegenstandslos geworden abschrieb,

dass  er  am  (…) Dezember  2011  von B._______  herkommend auf  dem 
Luftweg nach Zürich gelangte und am 12. Dezember 2011 am Flughafen 
erneut um Asyl ersuchte,

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  12.  Dezember  2011  dem 
Beschwerdeführer die Einreise  in die Schweiz vorläufig verweigerte und 
ihm  für  die  Dauer  von  maximal  60  Tagen  den  Transitbereich  des 
Flughafens Zürich als Aufenthaltsort zuwies, 

dass der Beschwerdeführer anlässlich der Befragung vom 16. Dezember 
2011  zur  Person  und  der  Anhörung  vom  19.  Dezember  2011  zu  den 
Asylgründen geltend machte, am (…) 2011 nach Tunesien zurückgekehrt 
zu sein, um nach seinem Bruder zu schauen,

dass  er  nicht  politisch  tätig  gewesen  sei  und  seine  Heimat  im 
Wesentlichen  aus  den  gleichen  Gründen  wie  beim  ersten  Asylgesuch 
(weitgehend  fehlende  Bezugspersonen  in  Tunesien  nach  Scheidung 
beziehungsweise  Versterben  seiner  Eltern,  Heimatlosigkeitsgefühl, 
wirtschaftliche  Gründe,  Probleme  mit  der  ihn  und  seinen  Bruder 
pflegenden Familie) verlassen habe,

dass  zwischenzeitlich  keine  verfolgungsbegründenden  Ereignisse 
hinzugetreten seien beziehungsweise er nunmehr von der Polizei gesucht 
werde, weil er sich für seinen von der Pflegefamilie schlecht behandelten 
Bruder eingesetzt habe und deshalb von letzterer angezeigt worden sei, 

dass er kontrolliert, mit den kurz zuvor erhältlich gemachten Reise­ und 
Identitätsdokumenten  (Pass,  Identitätskarte)  sowie  seinem 
Asylbewerberausweis  aus  dem  ersten  Asylverfahren,  jedoch  ohne 
gültiges Visum, auf dem Luftweg in das Zielland Schweiz gereist sei,

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dass  er  nebst  Pass,  Identitätskarte  und  Asylbewerberausweis 
insbesondere  auch  seinen  Führerschein  und  ein  Arbeitszeugnis  zu  den 
Akten  gab  beziehungsweise  ihm  diese  Dokumente  bei  der  Einreise 
abgenommen worden seien,

dass  der  Reisepass  und  die  Identitätskarte  von  der  Flughafenpolizei 
Zürich einer Dokumentenprüfung unterzogen wurden, welche das Fehlen 
objektiver Fälschungsmerkmale ergab,

dass  das  BFM  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  mit  Verfügung 
vom 21. Dezember  2011  –  eröffnet  am 23. Dezember  2011  –  ablehnte 
und dessen Wegweisung aus dem Transitbereich des Flughafens Zürich 
sowie den Vollzug anordnete,

dass  das  Bundesamt  seinen  ablehnenden  Asylentscheid  damit 
begründete, dass die Schilderungen des Beschwerdeführers sowohl den 
Anforderungen  von Art.  7  des Asylgesetzes  vom 26.  Juni  1998  (AsylG, 
SR 142.31)  an  das  Glaubhaftmachen  eines  Asyl  begründenden 
Sachverhalts als auch jenen an die flüchtlingsrechtliche Beachtlichkeit im 
Sinne von Art. 3 AsylG nicht genügten,

dass  die  allgemeinen  politischen,  wirtschaftlichen  und  sozialen 
Lebensbedingungen  in einem Land keine asylbeachtliche Verfolgung  im 
Sinne  von  Art.  3  AsylG  darstellten  und  insbesondere  die  geltend 
gemachten  fehlenden  wirtschaftlichen  Zukunftsperspektiven  des 
Beschwerdeführers  zwar  angesichts  der  Betroffenheit  breiter 
Bevölkerungskreise  in Tunesien unbestritten und bedauerlich, nicht aber 
relevant im Sinne des Asylgesetzes seien,

dass dies auch  für die angebliche polizeiliche Suche nach  ihm aufgrund 
einer  Anzeige  durch  Drittpersonen  gelte,  da  die  Behörden  legitimiert 
seien,  in  solchen  Streitfällen  zum  Schutz  der  öffentlichen Ordnung  und 
Sicherheit der involvierten Personen einzugreifen,

dass  angesichts  dieser  offensichtlichen  Feststellungen  bezüglich 
fehlender Asylrelevanz auf eine Glaubhaftigkeitsprüfung nach Massgabe 
von Art.  7  AsylG  verzichtet  werden  könnte,  vorliegend  aber  auch  diese 
klar  negativ  ausfalle,  da  die  Vorbringen  zum  Streitfall  und  zu  den 
Fahndungsumständen  substanz­  und  detailarm  und  die  Angaben  zu 
seiner  familiären  Situation  ebenfalls  substanzarm  und  zudem 
widersprüchlich seien,

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dass die Wegweisung die Regelfolge eines ablehnenden Asylentscheides 
darstelle  und  keine  zureichenden  Gründe  ersichtlich  seien,  die  auf 
Unzulässigkeit,  Unzumutbarkeit  oder  Unmöglichkeit  eines 
Wegweisungsvollzugs schliessen lassen würden,

dass  mangels  Erfüllung  der  Flüchtlingseigenschaft  der  Grundsatz  der 
Nichtrückschiebung gemäss Art. 5 Abs. 1 AsylG keine Anwendung finde 
und  keine  Anhaltspunkte  für  eine  den  Beschwerdeführenden  mit 
beachtlicher  Wahrscheinlichkeit  drohende,  durch  Art.  3  der  Konvention 
vom  4. November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und 
Grundfreiheiten  (EMRK,  SR  0.101)  verbotene  Bestrafung  oder 
Behandlung ersichtlich seien,

dass ferner von der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs auszugehen 
sei,  da  in  Tunesien  trotz  häufiger  Demonstrationen  und 
Protestbewegungen  derzeit  keine  Bürgerkriegslage  oder  eine  Situation 
allgemeiner  Gewalt  herrsche,  der  Beschwerdeführer  jung  und  gesund 
und  gut  ausgebildet  sei  und  –  angesichts  der  diesbezüglich 
unglaubhaften  Schilderungen  des  Beschwerdeführers  –  von  einem 
funktionierenden familiären und sozialen Netzwerk auszugehen sei,

dass  der  Vollzug  schliesslich  technisch  möglich  und  praktisch 
durchführbar sei,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  arabischsprachiger  Eingabe  vom  24. 
Dezember  2011  gegen  diese Verfügung  vom 21. Dezember  2011  beim 
Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  erhob  und  darin  ­  nebst  den 
prozessualen  Begehren  um  Wiederherstellung  der  aufschiebenden 
Wirkung,  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  für  die 
Verfahrenskosten  und  Vorschusserhebung  sowie  Vornahme  einer 
amtlichen Übersetzung  ­  die Aufhebung des angefochtenen Entscheids, 
die  Gewährung  von  Asyl  unter  Zuerkennung  der  Flüchtlingseigenschaft 
und  eventualiter  die  Anordnung  der  vorläufigen  Aufnahme  unter 
Feststellung  der  Unzulässigkeit  und  Unzumutbarkeit  des 
Wegweisungsvollzuges beantragt, 

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  antragsgemäss  eine  Übersetzung 
der  Beschwerdeschrift  in  eine  schweizerische  Amtssprache  bei  der 
Flughafenpolizei eingefordert hat, welche am 28. Dezember 2011 (1. Teil) 
und am 4. Januar 2012 (2. Teil) beim Gericht eingegangen ist,

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dass  der  Beschwerdeführer  in  der  Begründung  vorab  die  für  das  Asyl 
beziehungsweise  die  Wegweisung  massgeblichen  Gesetzesartikel 
erwähnt, dass er sodann seine "vielen Probleme" mit "mehreren Familien" 
in  Tunesien  im  Zusammenhang  mit  seinem  Bruder  sowie  das  Fehlen 
eines familiären und verwandtschaftlichen Beziehungsnetzes bekräftigt,

dass  er  deshalb  darum  bitte,  nicht  nach  Italien  oder  Tunesien 
zurückgeschickt  zu  werden,  zumal  ihn  in  seinem  Heimatland  das 
Gefängnis erwarte,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 
über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG, 
SR 172.021])  des  BFM  entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines 
Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die 
beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht  (Art. 105  AsylG  i. V. m. 
Art. 31 – 33  des Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005  [VGG, 
SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht 
vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet,

dass  sich  das  Verfahren  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem  BGG 
richtet,  soweit  das  AsylG  nichts  anderes  bestimmt  (Art. 37  VGG  und 
Art. 6 AsylG),

dass  der  Beschwerdeführer  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 
ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an deren Aufhebung beziehungsweise 
Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist 
(Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG),

dass Parteieingaben vor den Behörden des Bundes grundsätzlich in einer 
schweizerischen  Amtssprache  abzufassen  wären  (Art.  70  Abs.  1  der 

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Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 
1999  [BV,  SR  101]  und  Art.  33a  Abs.  1  VwVG),  vorliegend  aber  aus 
prozessökonomischen  Gründen  auf  eine  Rückweisung  der 
arabischsprachigen  Beschwerdebegründung  verzichtet  und 
antragsgemäss eine amtliche Übersetzung veranlasst wurde,

dass  der  vorliegende  Entscheid  indessen  in  deutscher  Sprache  ergeht 
(vgl. Art. 33a Abs. 2 VwVG i.V.m. Art. 6 AsylG),

dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise 
einer zweiten Richterin entschieden wird  (Art. 111 Bst. e AsylG) und es 
sich  vorliegend,  wie  nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt, 
weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist 
(Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art.  111a  Abs.  1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass  vorab  klarzustellen  ist,  dass  eine  Wegweisung  des 
Beschwerdeführers  nach  Italien  entgegen  seiner  Befürchtung  in  casu 
nicht zur Diskussion steht, da eine solche Massnahme nicht Gegenstand 
des Dispositivs und/oder der Begründung der angefochtenen Verfügung 
bildet, weshalb darauf nicht näher einzugehen ist,

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl  gewährt  (Art. 2 Abs. 1 
AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die  in  ihrem Heimatstaat oder 
im  Land,  in  dem  sie  zuletzt  wohnten,  wegen  ihrer  Rasse,  Religion, 
Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder 
wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt 
sind  oder  begründete  Furcht  haben,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu 
werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 
gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

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dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde 
ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender  Wahrscheinlichkeit  für  gegeben 
hält,

dass  Vorbringen  insbesondere  dann  unglaubhaft  sind,  wenn  sie  in 
wesentlichen  Punkten  zu  wenig  begründet  oder  in  sich  widersprüchlich 
sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte 
oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden,

dass  die Vorinstanz  gesetzes­  und  praxiskonform erkannt  hat,  dass  die 
Vorbringen  des  Beschwerdeführers  betreffend  seine  angebliche 
Verfolgungs­  und  Gefährdungssituation  den  Anforderungen  von  Art.  3 
und 7 AsylG offensichtlich nicht genügen,

dass  zur  Vermeidung  von  Wiederholungen  auf  die  betreffenden 
Erwägungen  gemäss  angefochtener  Verfügung  und  die 
zusammenfassende  Darstellung  oben  vollumfänglich  verwiesen  werden 
kann,

dass eine Überprüfung von Amtes wegen keine Unzulänglichkeiten in der 
Sachverhaltsfeststellung  oder  Rechtsfindung  durch  das  BFM  erkennen 
lässt,

dass  auch  die  Beschwerdeschrift  keine  zureichenden Anhaltspunkte  für 
eine  von  den  vorinstanzlichen  Erkenntnissen  abweichende 
Betrachtungsweise enthält, 

dass  sie  sich  im Wesentlichen auf  eine Wiedergabe der massgeblichen 
Gesetzesbestimmungen,  die Bekräftigung der  vor dem BFM gemachten 
Asylvorbringen  und  das  Aufstellen  blosser  Gegenbehauptungen 
beschränkt,  die  einzelnen  Erwägungsargumente  gemäss  angefochtener 
Verfügung jedoch substanziell unbestritten belässt, 

dass  zudem  mit  der  unbestrittenerweise  legalen  und  kontrollierten 
Ausreise  aus  Tunesien  nebst  den  weiteren  erkannten 
Unglaubhaftigkeitselementen  ein  deutliches  Indiz  für  eine  fehlende 
behördliche Suche nach dem Beschwerdeführer vorliegt, unbesehen der 
Frage, ob diese behördliche Suche flüchtlingsrechtlich relevant ist,

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  darüber  hinaus  mehrere  weitere 
Ungereimtheiten enthalten, welche die bisherigen Erkenntnisse zusätzlich 

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stützen, jedoch angesichts des bisher Erwogenen nicht näher zu erörtern 
sind,

dass  es  dem  Beschwerdeführer  somit  nicht  gelingt,  die 
Flüchtlingseigenschaft  nachzuweisen  oder  zumindest  glaubhaft  zu 
machen,  weshalb  das  Bundesamt  das  Asylgesuch  zu  Recht  abgelehnt 
hat,

dass  die  Ablehnung  eines  Asylgesuchs  oder  das Nichteintreten  auf  ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 
(Art. 44  Abs. 1  AsylG),  vorliegend  der  Kanton  keine 
Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung 
einer  solchen  besteht  (vgl.  BVGE  2009/50  E.  9),  weshalb  die  verfügte 
Wegweisung  im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und 
demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen 
Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  regelt, 
wenn  der  Vollzug  der Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar  oder 
nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG;  Art. 83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass  bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen 
gemäss  ständiger  Praxis  des  Bundesverwaltungsgerichts  der  gleiche 
Beweisstandard  wie  bei  der  Flüchtlingseigenschaft  gilt,  das  heisst,  sie 
sind  zu  beweisen, wenn  der  strikte  Beweis möglich  ist,  und  andernfalls 
wenigstens  glaubhaft  zu  machen  (vgl.  WALTER  STÖCKLI,  Asyl,  in: 
Uebersax/Rudin/Hugi  Yar/Geiser  [Hrsg.],  Ausländerrecht,  2. Aufl.,  Basel 
2009, Rz. 11.148),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig  ist,  wenn 
völkerrechtliche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der 
Ausländerin oder des Ausländers  in den Heimat­, Herkunfts­ oder einen 
Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land 
gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem  Grund  nach  Art. 3  Abs. 1  AsylG  gefährdet  ist  oder  in  dem  sie 
Gefahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu  werden 
(Art. 5  Abs. 1  AsylG;  vgl.  ebenso  Art. 33  Abs. 1  des  Abkommens  vom 
28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]),

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dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker­ und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, 
da  es  dem  Beschwerdeführer  nicht  gelungen  ist,  eine  asylrechtlich 
erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen, 
weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non­Refoulements  im  vorliegenden  Verfahren  keine  Anwendung  findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung im 
Sinne  von  Art. 25  Abs. 3  BV,  von  Art. 3  des  Übereinkommens  vom 
10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche 
oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe  (FoK,  SR 0.105)  und  der 
Praxis  zu  Art. 3  EMRK)  ersichtlich  sind,  die  im  Heimat­  oder 
Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 
erweist,  wenn  sie  im  Heimat­  oder  Herkunftsstaat  auf  Grund  von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer 
Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  weder  die  allgemeine  Lage  in  Tunesien  noch  individuelle  Gründe 
auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, 
weshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist, 

dass  in  diesem  Zusammenhang  erneut  auf  die  begünstigenden 
Zumutbarkeitselemente  hinzuweisen  ist,  insbesondere  das  junge  Alter 
des Beschwerdeführers, dessen gemäss den Akten nicht beeinträchtigte 
Gesundheit,  das  trotz  anderslautender  Behauptung  offensichtlich 
bestehende  soziale  Beziehungsnetz  im  Heimatland,  die 
überdurchschnittliche  Schul­  und  Berufsbildung  und  ­erfahrung 
(Maturaabschluss, Diplom als […], Erfahrung im Gastgewerbe) sowie die 
Sprachkenntnisse (Arabisch, Französisch und Italienisch),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  nach 
Tunesien schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen 
(Art. 83  Abs. 2  AuG),  und  es  ihm  im  Bedarfsfall  obliegt,  bei  der 
Beschaffung  gültiger Reisepapiere mitzuwirken  (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG 
und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 – 515),

dass  nach  dem  Gesagten  der  vom  Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass  es  dem  Beschwerdeführer  demnach  nicht  gelungen  ist  darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 

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rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder 
unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen 
ist,

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.­­ 
(Art. 1 – 3  des Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG), 

dass  das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege 
gemäss Art.  65 Abs. 1 VwVG ungeachtet der behaupteten Bedürftigkeit 
des  Beschwerdeführers  abzuweisen  ist,  da  die  Beschwerdebegehren 
nach dem Gesagten als aussichtslos zu bezeichnen sind,

dass  die  prozessualen  Gesuche  um  Wiederherstellung  der 
aufschiebenden  Wirkung  und  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines 
Kostenvorschusses  mit  dem  instruktionslosen  Entscheid  in  der 
Hauptsache  hinfällig  geworden  sind,  der  Vollständigkeit  halber  aber 
dennoch klarzustellen ist, dass das BFM die aufschiebende Wirkung der 
Beschwerde gar nicht entzogen hat.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  nach 
Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen.

3.  
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.­­  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4. 
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Regula Schenker Senn Urs David

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