# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e9c9e26e-3d95-552e-8029-708394cf25c6
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-10-20
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 20.10.2014 200 2014 203
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-203_2014-10-20.pdf

## Full Text

200 14 203 UV
MAW/ABE/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 20. Oktober 2014

Verwaltungsrichter Matti, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schwegler, Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiberin Abenhaim

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

SUVA 
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 24. Januar 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Okt. 2014, UV/14/203, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1985 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer), bei 
der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA bzw. Beschwerde-
gegnerin) unfallversichert, erlitt am 28. Januar 2005 sowie am 31. März 
2006 je einen Verkehrsunfall (Akten der SUVA [act. II] act. IIC 1; act. IIB 1). 
Die SUVA erbrachte jeweils Leistungen, wobei sie das Taggeld im ersten 
Fall per Ende Februar 2006 einstellte (act. IIC 36) und den zweiten Fall am 
22. Dezember 2006 abschloss (act. IIB 17).

Am 12. September 2007 erlitt der Versicherte einen Motorradunfall, wobei 
er sich diverse Frakturen (Unterarm, Handwurzel, Finger und Schienbein), 
Kontusionen und ein mildes Schädelhirntrauma zuzog (act. II 1, 5, 7, 14). 
Die SUVA erbrachte im Zusammenhang mit diesem Unfallereignis wieder-
um die gesetzlichen Leistungen in Form von Heilbehandlung und Taggeld. 
Vom 8. April bis 25. Mai 2009 hielt sich der Versicherte in der Rehaklinik 
C.________ auf (act. II 89); am 29. Juni 2010 wurde er im Auftrag der Inva-
lidenversicherung durch die X.________ (MEDAS) untersucht (Expertise 
vom 16. August 2010 [act. II 134]). In der Folge veranlasste die SUVA eine 
(weitere) psychiatrische Exploration (Gutachten vom 18. September 2011 
[act. IIA 171]). 

Mit Verfügung vom 4. Dezember 2012 (act. IIA 248) sprach die SUVA dem 
Versicherten auf der Basis einer Integritätseinbusse von 7.5% eine Inte-
gritätsentschädigung und bei einer 13%-igen Erwerbsunfähigkeit eine Inva-
lidenrente ab dem 1. Januar 2013 zu. Unter Berücksichtigung eines versi-
cherten Jahresverdienstes von Fr. 20‘209.-- ergab dies eine Monatsrente 
von Fr. 175.15.

Die vom Versicherten (act. IIA 255 f., 274) erhobene Einsprache wies die 
SUVA mit Entscheid vom 24. Januar 2014 (act. IIA 280) ab.

B.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Okt. 2014, UV/14/203, Seite 3

Hiergegen erhob der Versicherte am 27. Februar 2014 Beschwerde. Er 
beantragt sinngemäss die Zusprechung einer höheren Invalidenrente.

Mit Beschwerdeantwort vom 22. Mai 2014 beantragt die Beschwerdegeg-
nerin die Abweisung der Beschwerde.

Am 27. Juni 2014 teilte Rechtsanwalt B.________ mit, der Beschwerdefüh-
rer habe ihn mit der Interessenwahrung beauftragt. Nachdem ihm der In-
struktionsrichter auf entsprechendes Begehren hin die Akten zugestellt und 
Gelegenheit zur Einreichung einer Replik gewährt hatte, teilte der Be-
schwerdeführer am 18. August 2014 mit, er verzichte auf eine Replik. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Ver-
waltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über den 
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 Abs. 2 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist 
(Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 
des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 
1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzu-
treten.

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1.2 Anfechtungsobjekt bildet der auf der Verfügung vom 4. Dezember 
2012 (act. IIA 248) basierende Einspracheentscheid vom 24. Januar 2014 
(act. IIA 280). Gegen die mit der genannten Verfügung ebenfalls gewährte 
Integritätsentschädigung wurde keine Einsprache erhoben (vgl. act. IIA 
274), weshalb die Verfügung diesbezüglich in (Teil-)Rechtskraft erwachsen 
ist (BGE 125 V 413 E. 1b S. 414). Streitig und zu prüfen ist demnach einzig 
der Rentenanspruch.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung vom 20. März 1981 [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.2 Gestützt auf Art. 19 Abs. 1 UVG sowie gemäss konstanter Recht-
sprechung hat der Versicherer – sofern allfällige Eingliederungsmassnah-
men der Invalidenversicherung abgeschlossen sind – die Heilbehandlung 
(und das Taggeld) nur solange zu gewähren, als von der Fortsetzung der 
ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszu-
standes erwartet werden kann. Trifft dies nicht mehr zu, ist der Fall unter 
Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung des 
Anspruchs auf eine Invalidenrente und auf eine Integritätsentschädigung 
abzuschliessen (BGE 137 V 199 E. 2.1 S. 201). 

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2.3 Ist die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10% 
invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 
Abs. 1 UVG). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit 
dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). 
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geisti-
gen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Be-
handlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der 
Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99). 

3.

3.1 In medizinischer Hinsicht lassen sich den Akten im Wesentlichen 
die folgenden Angaben entnehmen:

3.1.1 Im Austrittsbericht der Rehaklinik C.________ vom 28. Mai 2009 
(act. II 89) wurde dargelegt, im Zusammenhang mit dem Motorradunfall 
vom 12. September 2007 bestehe noch eine schmerzhafte Funktions-
störung des Hand- und des distalen Radioulnargelenks, des Zeigefingers 
und des Knies (jeweils links). Von den 2005 und 2006 erlittenen Verkehrs-
unfällen herrührend bestehe ein persistierendes zervikales Schmerzsyn-
drom. Zudem wurde eine schwere Anpassungsstörung mit beeinträchtigter 
Persönlichkeitsentwicklung, mit Verdacht auf dissoziative Phänomene (Ab-
senzen) bei Status nach multiplen Traumatisierungen erwähnt. Die bisheri-
ge Tätigkeit als … sei nicht mehr zumutbar; die Anforderungen seien zu 
hoch (Hand- und Kniebelastung, Sicherheitsrisiko wegen Schwindel). 

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Leichte bis mittelschwere wechselbelastende Arbeiten ohne häufige kraft-
volle Einsätze der linken Hand, ohne häufig wiederholte Handgelenks- oder 
Drehbewegungen der Hand/des Unterarms, ohne hohe feinmotorische An-
forderungen und ohne Schläge oder Vibrationen in Bezug auf die linke 
Hand, ohne häufiges Treppensteigen oder Arbeiten auf Leitern, Gerüsten 
oder sonst in absturzgefährdeten Positionen und ohne gefährliche Maschi-
nen, seien aus körperlicher Sicht ganztags zumutbar. Aus psychiatrischer 
Sicht bestehe aktuell eine Leistungseinschränkung von 50%. Zum aktuellen 
Zeitpunkt sei der Patient nicht genügend leistungsfähig und belastbar für 
eine direkte Wiedereingliederung in der freien Wirtschaft. Deshalb sei mit 
der Invalidenversicherung beschlossen worden, als ersten Schritt ein Ar-
beitstraining durchzuführen (vgl. act. II 91). 

Im neurologischen Konsilium vom 17. Juni 2009 der Rehaklinik 
C.________ (act. II 92) wurde ausgeführt, beim Unfall vom 12. September 
2007 sei es zu einer leichten traumatischen Hirnverletzung gekommen. Im 
Rahmen der aktuellen Kernspintomographie des Gehirns habe sich der 
Neurostatus jedoch als regelrecht erwiesen. Die geklagten Gedächtniss-
törungen seien nicht auf die Hirnverletzung zurückzuführen, sondern multi-
faktorieller Genese und könnten im Zusammenhang mit der psychiatri-
schen Problematik, der depressiven Symptome und Schmerzproblematik 
gesehen werden. Aus neurologischer Sicht seien Arbeiten mit mittleren 
kognitiven Anforderungen ganztags zumutbar. 

3.1.2 Im MEDAS-Gutachten vom 16. August 2010 (act. II 134) wurden 
folgende Angaben gemacht: 

Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 
1. Chronisch intermittierende Vorderarm-Handschmerzen links (ICD-10 

M79.63/M79.64)
2. Chronisch intermittierende Knieschmerzen rechts (ICD-10 M25.56)
3. Leicht verminderte Belastungsfähigkeit Vorderarm und Hand rechts (ICD-

10 M79.63/M79.64)

Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 
1. Leichte depressive Episode (ICD-10 F32.0)
2. Chronisch intermittierende Nackenschmerzen (ICD-10 M54.2)
- Status nach Heckauffahrkollision 2005 (ICD-10 V43.5)
- derzeit keine objektivierbaren funktionellen Defizite

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3. Zustand nach Motorradunfall 9/07 mit Polytrauma mit u.a. leichtem 
Schädelhirntrauma (lCD-10 S06.9) mit Commotio cerebri (ICD-10 
S06.0)

- Zustand nach Schussverletzung am Ellenbogen rechts 1999 mit par-
tieller Läsion des Nervus medianus

4. Zustand nach Verkehrsunfällen 2005 und 2006 mit jeweiligen HWS-
Distorsionen (ICD-10 S13.4) und leichtem HWS-Syndrom (lCD-10 
M54.2) ohne radikuläre oder medulläre Symptomatik

Bei der orthopädischen Untersuchung sei eine deutliche Selbstlimitation 
aufgefallen. Insgesamt hätten leichte funktionelle Defizite an beiden Vor-
derarmen und Händen sowie eine verminderte Belastbarkeit des rechten 
Kniegelenks objektiviert werden können. Für mittelschwere bis schwere 
Tätigkeiten wie auch für die bisherige Tätigkeit als … bestehe eine volle 
Arbeitsunfähigkeit. Körperlich leichte Tätigkeiten in Wechselposition mit 
einer Hebe- und Tragelimite von 10kg und ohne höhere Ansprüche an die 
Feinmotorik beider Hände seien zeitlich und leistungsmässig uneinge-
schränkt zumutbar. Abgesehen von einer leichten Minderempfindung im 
Medianusversorgungsgebiet rechts hätten keine neurologischen Ausfälle 
objektiviert werden können. Anhaltspunkte für eine hirnorganische Leis-
tungsminderung hätten sich nicht ergeben. Unter Ausschluss von Tätigkei-
ten mit erhöhten Anforderungen an die Berührungsempfindlichkeit bestehe 
aus neurologischer Sicht eine volle Arbeitsfähigkeit. In psychiatrischer Hin-
sicht habe einzig die leichte depressive Episode diagnostiziert werden kön-
nen. Die Arbeitsfähigkeit sei aus psychiatrischer Sicht nicht eingeschränkt. 
Auch aus allgemein-internistischer Sicht beständen keine Einschränkun-
gen. Insgesamt bzw. aus polydisziplinärer Sicht seien körperlich mittel-
schwere bis schwerbelastende Tätigkeiten sowie die bisherige Tätigkeit als 
… nicht mehr zumutbar. Für körperlich leichte, angepasste Tätigkeiten be-
stehe eine 100%-ige Arbeits- und Leistungsfähigkeit. 

3.1.3 Dr. med. D.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie 
FMH, diagnostizierte im Gutachten vom 18. September 2011 (act. IIA 171) 
eine narzisstische Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.8). Der Explorand 
habe die Tendenz, Personen zu entwerten; dahinter dürfte eine tiefe Insuf-
fizienz resp. Not stecken. Kompensatorisch für diese innere Not, seinen 
tiefen Selbstwert, greife er zu narzisstischen und grandiosen Phantasien, 
die teilweise psychosenah anmuteten. Mit dem Schwanken zwischen gran-
dioser Erhöhung und tiefer Selbstentwertung illustriere er die beiden Kehr-

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seiten des Narzisstischen. Diagnostisch sei die narzisstische Störung im 
Bereich der Persönlichkeitsstörungen anzusiedeln. Die Persönlichkeits-
pathologie sei unfallvorbestehend (S. 57). Ein kausaler Zusammenhang 
zwischen den psychischen Beschwerden und dem dritten Unfall sei zu ver-
neinen; ein teilkausaler Zusammenhang sei höchstens möglich (S. 59). Der 
beruflichen Selbstfindung sei der Explorand nicht abgeneigt. Da er eine 
sehr kränkbare Seite habe und Kritik schlecht ertrage, sei hinsichtlich der 
Berufsberatung ein hohes Mass an Geduld für ihn aufzubringen (S. 60). 
Aus rein psychiatrischer Sicht beständen keine Einschränkungen in der 
Arbeits- und Leistungsfähigkeit (S. 63). 

3.1.4 Dr. med. E.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, legte im kreisärztlichen 
Untersuchungsbericht vom 15. November 2011 (act. IIA 183) dar, die an-
gestammte Tätigkeit als … sowie mittelschwere und schwer belastende 
manuelle Tätigkeiten seien nicht mehr zumutbar. Körperlich leichte Tätig-
keiten in Wechselposition, ohne regelmässiges Heben und Tragen von 
Lasten über 10kg und ohne höhere Ansprüche an die Feinmotorik beider 
Hände seien ganztags und ohne weitere Einschränkung zumutbar. Den 
geklagten Nackenschmerzen bei Status nach Verkehrsunfall mit Distorsion 
der HWS am 28. Januar 2005 und am 31. März 2006 entspreche kein or-
ganisches Substrat im Sinne einer unfallbedingten strukturellen Verände-
rung, so dass diese Beschwerden als organisch nicht hinreichend nach-
weisbar zu werten seien. 

3.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

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Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass das 
Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, unab-
hängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

3.3 Unbestritten und durch die Akten belegt ist, dass der Beschwerde-
führer am 12. September 2007 einen weiteren Unfall im Rechtssinne (vgl. 
E. 2.1 hiervor) erlitten hat und danach unfallkausale Beschwerden aufgetre-
ten sind. Die Beschwerdegegnerin hat denn auch Leistungen erbracht. 
Auch die Rechtmässigkeit des Fallabschlusses ist zu Recht nicht streitig 
(vgl. E. 2.2 hiervor; betreffend die [abgeschlossenen] beruflichen Mass-
nahmen der Invalidenversicherung vgl. act. IIA 251).

Die umfassenden medizinischen Abklärungen zeigen ein konsistentes Bild. 
Sowohl die MEDAS-Gutachter (act. II 134) als auch der in der Folge beige-
zogene psychiatrische Experte (act. IIA 171) sowie der Kreisarzt der Be-
schwerdegegnerin (act. IIA 183) attestierten dem Beschwerdeführer in ei-
ner den somatischen Leiden angepassten Tätigkeit eine volle Arbeitsfähig-
keit ohne Leistungseinschränkung. Die entsprechenden Beurteilungen er-
füllen die Anforderungen der Rechtsprechung an beweiskräftige ärztliche 
Berichte (E. 3.2 hiervor) und überzeugen (vgl. auch act. II 146, S. 3), womit 
ohne weiteres darauf abzustellen ist.

Was die psychischen Beschwerden anbelangt, hat der MEDAS-Psychiater 
schlüssig und nachvollziehbar dargelegt, dass die im Austrittsbericht der 
Rehaklinik C.________ vom 28. Mai 2009 (act. II 89) erwähnte Diagnose 
einer schweren Anpassungsstörung mit beeinträchtigter Persönlichkeits-
entwicklung und Verdacht auf dissoziative Phänomene (Absenzen) bei Sta-
tus nach Traumatisierungen nicht bestätigt werden könne: Anlässlich der 
im Juni 2010 durchgeführten Begutachtung habe der Beschwerdeführer 
nicht über Absenzen geklagt und solche seien auch nicht feststellbar ge-
wesen. Der Gutachter hielt fest, aus psychiatrischer Sicht könne nicht be-

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gründet werden, warum einfache, den körperlichen Einschränkungen an-
gepasste Tätigkeiten nicht zumutbar sein sollten; vielmehr würde sich eine 
Arbeit günstig auf den Umgang mit den Beschwerden auswirken und zu 
einem besseren Selbstwert führen (act. II 134, Ziff. 4.1.8). Diese Einschät-
zung überzeugt; ausserdem ist der Beschwerdeführer weder in psychia-
trisch-psychotherapeutischer Behandlung noch findet eine psychopharma-
kologische Therapie statt (vgl. act. II 134, Ziff. 6.2). Damit ist von der in der 
Rehaklinik C.________ aus psychiatrischer Sicht attestierten 50%-igen 
Leistungseinschränkung (act. II 89, S. 3) nicht (mehr) auszugehen. Die von 
Dr. med. D.________ erwähnte Persönlichkeitspathologie ist unfallvorbe-
stehend (act. IIA 171, S. 57). Eine bloss mögliche Teilkausalität der psychi-
schen Beschwerden (act. IIA 171, S. 59) genügt für die Begründung eines 
Leistungsanspruchs nicht; ein natürlicher Kausalzusammenhang müsste 
vielmehr überwiegend wahrscheinlich sein (vgl. BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 
181). Hinsichtlich der nach wie vor geklagten, organisch nicht objektiv aus-
gewiesenen Nackenbeschwerden (act. IIA 183, S. 15 f.) kann letztlich offen 
bleiben, ob diese noch in einem natürlichen und adäquaten Kausalzusam-
menhang mit einem der in den Jahren 2005 und 2006 erlittenen Verkehrs-
unfällen stehen (vgl. Beschwerdeantwort, S. 7). Denn abgesehen davon, 
dass den chronisch intermittierenden Nackenschmerzen aus gutachterli-
cher Sicht keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit beigemessen wurde 
(act. II 134, Ziff. 5.2), trägt das von den MEDAS-Gutachtern zuhanden der 
(finalen) Invalidenversicherung formulierte (act. II 134, Ziff. 6.2) und in der 
Folge vom Kreisarzt der Beschwerdegegnerin bestätigte (act. IIA 183, 
S. 15) Zumutbarkeitsprofil den entsprechenden Beschwerden insoweit 
genügend Rechnung, als die angepasste Tätigkeit eine körperlich leichte ist 
und in Wechselposition sowie unter Berücksichtigung der Gewichtslimiten 
ausgeübt werden sollte. Schliesslich sind im Rahmen der Zumutbarkeits-
beurteilung – entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers – auch die 
Kniebeschwerden hinreichend berücksichtigt (vgl. act. II 134, Ziff. 5.1. [dort 
Ziff. 2], act. IIA 183, S. 15). Im Übrigen decken sich die ärztlichen Einschät-
zungen betreffend die Restarbeitsfähigkeit mit dem Ergebnis der von der 
Invalidenversicherung veranlassten beruflichen Abklärung, wurde im Be-
richt der Abklärungsstelle Y.________ vom 18. Oktober 2012 (act. IIA 237, 
S. 20) doch festgehalten, dem Beschwerdeführer sei bei vollzeitiger Prä-
senz in angepassten Tätigkeiten eine Gesamtleistung von 100% zumutbar. 

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Gestützt auf das entsprechende Zumutbarkeitsprofil ist die Invaliditätsbe-
messung vorzunehmen.

4.

4.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

4.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
überwiegend wahrscheinlich als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei 
wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der 
realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft. Lässt 
sich aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse das ohne gesundheitliche Be-
einträchtigung realisierbare Einkommen nicht hinreichend genau beziffern, 
ist auf Erfahrungs- und Durchschnittswerte gemäss Tabellenlohn abzustel-
len (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30).

4.1.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht. Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesund-
heitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Er-
werbstätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung entwe-
der Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch 
herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) oder Lohnangaben aus 
der Dokumentation von Arbeitsplätzen (DAP) der SUVA herangezogen 
werden (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 129 V 472 E. 4.2.1 S. 475).

4.2

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4.2.1 Das von der Beschwerdegegnerin ermittelte Valideneinkommen von 
Fr. 61‘940.-- (act. IIA 248) basiert auf dem vom Beschwerdeführer im Mo-
nat vor dem Unfall vom 12. September 2007 erzielten Einkommen bei der 
Unternehmung F.________. Gemäss dem Auszug aus dem individuellen 
Konto (IK) belief sich der entsprechende Lohn für den Monat August 2007 
auf Fr. 4‘853.-- (act. IIA 200). Diesen Betrag hat die Beschwerdegegnerin 
auf einen Jahreslohn aufgerechnet und auf das Jahr 2012 aufindexiert (vgl. 
act. IIA 245). 

Ob der Beschwerdeführer im Gesundheitsfall weiterhin die gleiche Stelle 
als … inne hätte – wovon die Beschwerdegegnerin ausgeht – ist fraglich. 
Zunächst geht aus den Akten nicht eindeutig hervor, aus welchen Gründen 
das Arbeitsverhältnis bei der F.________ aufgelöst wurde. Einerseits wies 
die Arbeitgeberin im Kündigungsschreiben vom 22. November 2007 (act. II 
23) auf „Unstimmigkeiten“ hin; anderseits erwähnte sie aber auch eine un-
gewisse Zukunft. Damit ist davon auszugehen, dass die unfallbedingten 
Umstände, d.h. die lange Abwesenheit nach dem Unfall vom 12. Septem-
ber 2007, mit ein Grund für die fehlende Tragbarkeit im Betreib waren (vgl. 
aber act. IIA 234). Abgesehen davon bestehen gewisse Zweifel, dass der 
Beschwerdeführer den Beruf als … bei guter Gesundheit überhaupt noch 
ausüben könnte. Denn angesichts seines bisherigen Verhaltens im … (di-
verse … und wiederholte … [act. IIA 171, S. 10 f. und S. 25 ff.; act. II 44]), 
erscheint die charakterliche Tauglichkeit für den …-Beruf fraglich. Selbst 
der Hausarzt hat dem Beschwerdeführer abgeraten, wieder als … zu arbei-
ten (act. II 134, S. 11). Den Akten ist indessen nicht zu entnehmen, dass 
dem Beschwerdeführer die … definitiv entzogen wurde. Im Rahmen des 
vierten …-Gutachtens vom 18. März 2009 und der psychiatrischen Begut-
achtung zuhanden des … vom 29. September 2009 wurde die Eignung 
zum … zwar wieder bejaht (act. IIA 171, S. 30 ff.). Ob der Beschwerdefüh-
rer wieder über die … verfügt, ist aber nicht ersichtlich. Zudem ist fraglich, 
ob er mit seiner Vorgeschichte wieder eine Anstellung als … erhalten wür-
de.

Ist damit weder überwiegend wahrscheinlich, dass der Beschwerdeführer 
im Gesundheitsfall bei der F.________ arbeiten würde, noch, dass er über-
haupt als … tätig wäre, wäre an sich zu prüfen, ob für die Ermittlung des 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Okt. 2014, UV/14/203, Seite 13

Valideneinkommens statistische Werte heranzuziehen wären (LSE, Total, 
Anforderungsniveau 4). Diesfalls wäre auch das Invalideneinkommen auf 
dieser Basis zu berechnen, was zu einer Schlechterstellung des Be-
schwerdeführers führen könnte. Denn wo Validen- und Invalideneinkom-
men vom gleichen Tabellenlohn ausgehend zu berechnen sind, entspricht 
der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit (vgl. Entscheid des 
Bundesgerichts [BGer] vom 9. März 2007, I 697/05, E. 5.4). Da in einer 
angepassten Tätigkeit eine uneingeschränkte Arbeits- und Leistungsfähig-
keit besteht, resultierte keine unfallbedingte Invalidität. Selbst wenn zu 
Gunsten des Beschwerdeführers ein Abzug vom Tabellenlohn gewährt 
würde, der maximal auf 10% festzulegen wäre, resultierte ein tieferer Inva-
liditätsgrad (10%) als derjenige, den die Beschwerdegegnerin errechnete 
(13%).

Zu beachten ist jedoch das Folgende: Dass bei einer gerichtlichen Berech-
nung des Invaliditätsgrades dieser tiefer ausfällt, ist damit nicht primär auf 
das andere Valideneinkommen zurückzuführen, sondern in den unter-
schiedlichen Bemessungsweisen des Invalideneinkommens begründet. 
Das Gericht stellt daher in Fällen wie dem vorliegenden grundsätzlich auf 
Tabellenlöhne ab. Wenn die Beschwerdegegnerin auf Einkommen nach 
DAP abstellt, so liegt dies in deren Ermessensbereich und wird, fehlerhafte 
Anwendungen vorbehalten, vom Gericht nicht geändert (vgl. E. 4.2.2 hier-
nach). Das von der Beschwerdegegnerin angenommene Valideneinkom-
men (Fr. 61‘940.-- [act. IIA 248]) und das auf der Basis der Tabellenlöhne 
(LSE 2010, TA1) berechnete Einkommen (Fr. 62‘693.-- [Fr. 4‘901.-- x 12 : 
40 x 41.6 {Wochenstunden} : 100 x 102.5 {aufindexiert pro 2013}]) liegen 
lediglich rund Fr. 60.-- pro Monat auseinander. Da es sich bei der Festle-
gung des Valideneinkommens ohnehin um eine Schätzung handelt, erüb-
rigt es sich, weitere Abklärungen zu treffen bzw. anzuordnen, um allenfalls 
nachher korrigierend einzugreifen. Demnach hat es beim Valideneinkom-
men von Fr. 61‘940.-- sein Bewenden. 

4.2.2 Da der Beschwerdeführer seine Arbeitsfähigkeit nicht verwertet, ist 
das Invalideneinkommen hypothetisch zu ermitteln. Da weder den LSE 
noch den DAP ein Vorrang zukommt (BGE 129 V 471 E. 4.2.1 S. 477) und 
die Voraussetzungen der Rechtsprechung an das Abstellen auf sog. DAP-

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Löhne (BGE 129 V 472 E. 4.2.2 S. 480) vorliegend erfüllt sind (vgl. act. IIA 
246), lässt sich das von der Beschwerdegegnerin ermittelte Invalidenein-
kommen in der Höhe von Fr. 53‘609.-- nicht beanstanden; der Beschwerde-
führer erhebt diesbezüglich denn auch keine Einwände. 

4.2.3 Aus der Gegenüberstellung von Validen- (Fr. 61‘940.--) und Invali-
deneinkommen (Fr. 53‘609.--) resultiert eine Erwerbseinbusse von 
Fr. 8‘331.--. Dies entspricht einem Invaliditätsgrad von rund 13% (zur Run-
dung vgl. BGE 130 V 121 E. 3.2 S. 123).

4.3 Umstritten ist schliesslich der versicherte Jahresverdienst, den die 
Beschwerdegegnerin auf Fr. 20‘209.-- festlegte. Der Beschwerdeführer 
macht geltend, er habe vor dem Unfallereignis von 2007 wegen der frühe-
ren Unfälle nur ein reduziertes Einkommen erzielen können.

4.3.1 Taggelder und Renten werden nach dem versicherten Verdienst 
bemessen (Art. 15 Abs. 1 UVG). Als versicherter Verdienst gilt im Regelfall 
der nach der Bundesgesetzgebung über die AHV massgebende Lohn 
(Art. 22 Abs. 2 der Verordnung über die Unfallversicherung vom 20. De-
zember 1982 [UVV; SR 832.202]). Als Grundlage für die Rentenbemes-
sung gilt der innerhalb eines Jahres vor dem Unfall bei einem oder mehre-
ren Arbeitgebern bezogene Lohn, einschliesslich noch nicht ausbezahlter 
Lohnbestandteile, auf die ein Rechtsanspruch besteht. Dauerte das Ar-
beitsverhältnis nicht das ganze Jahr, so wird der in dieser Zeit bezogene 
Lohn auf ein volles Jahr umgerechnet (Art. 22 Abs. 4 UVV). In Fällen, in 
denen die Rente mehr als fünf Jahre nach dem Unfall beginnt, ist der Lohn 
massgebend, den der Versicherte ohne den Unfall im Jahre vor dem Ren-
tenbeginn bezogen hätte, sofern er höher ist als der letzte vor dem Unfall 
erzielte Lohn (Art. 24 Abs. 2 UVV).

4.3.2 Da sich der hier zur Diskussion stehende Unfall am 12. September 
2007 ereignete, ist für die Bemessung des versicherten Verdienstes die 
Periode vom 12. September 2006 bis 11. September 2007 massgebend. 
Es wird weder geltend gemacht noch bestehen Anhaltspunkte dafür, dass 
die von der Beschwerdegegnerin berücksichtigten Tätigkeiten in dieser 
Zeitspanne oder die konkreten Lohnzahlen (act. II 245) nicht korrekt wären. 
Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers wäre es ihm in gesund-

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heitlicher Hinsicht ohne weiteres möglich gewesen, ein erheblich höheres 
Einkommen zu erzielen. Nach dem ersten Unfall wurde das Taggeld per 
Ende Februar 2006 eingestellt, weil der Beschwerdeführer für andere als 
die …-Tätigkeit wieder als voll arbeitsfähig beurteilt wurde (act. IIC 36); der 
Fallabschluss betreffend das zweite Unfallereignis wurde ihm sodann im 
Dezember 2006 mitgeteilt (act. IIB 17). Indem er seinen Verdienst trotzdem 
nicht gesteigert hat und während der hier massgeblichen Periode zeitweise 
auch bloss teilzeitlich erwerbstätig war (vgl. act. II 91, S. 8; act. II 134, Ziff. 
3.2.2), ist von einem freiwilligen Verzicht auf ein höheres Einkommen aus-
zugehen. Die zugegebenermassen eher bescheidenen Einkünfte sind je-
denfalls nicht unfallbedingt (vgl. auch act. IIA 223). Vielmehr ist zu beach-
ten, dass dem Beschwerdeführer zufolge entsprechender … wiederholt … 
worden war (vgl. act. IIA 171, S. 10 f., 25 ff.). 

Nicht zu beanstanden ist ferner, dass die Beschwerdegegnerin im Rahmen 
der Berechnung des versicherten Verdienstes die aus der selbstständigen 
(Nebenerwerbs-)Tätigkeit erwirtschafteten Einkünfte unberücksichtigt liess 
(vgl. Beschwerdeantwort, Ziff. 9.4). Abgesehen davon ist nicht ersichtlich, 
dass jene Tätigkeit UVG-versichert gewesen wäre (vgl. aber act. IIB 26 f.). 
Schliesslich hat die Beschwerdegegnerin die erzielten Einkünfte zu Recht 
der Lohnentwicklung angepasst, begann der Rentenanspruch doch am 
1. Januar 2013 und damit mehr als fünf Jahre nach dem Unfallereignis vom 
12. September 2007 (vgl. E. 4.3.1 hiervor). Die Berechnung des versicher-
ten Verdienstes erweist sich als korrekt.

4.4 Nach dem Dargelegten erweist sich der angefochtene Einspra-
cheentscheid vom 24. Januar 2014 (act. IIA 280) als rechtens. Die Be-
schwerde ist abzuweisen.

5.

5.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG sind 
keine Verfahrenskosten zu erheben.

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5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- SUVA 
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.