# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c170e206-c3a6-5da4-a30c-110b06833654
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2015-04-28
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 28.04.2015 BG.2015.4
**Docket/Reference:** BG.2015.4
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_BG-2015-4_2015-04-28

## Full Text

Anfechtung des Gerichtsstands (Art. 41 Abs. 2 StPO).;;Anfechtung des Gerichtsstands (Art. 41 Abs. 2 StPO).;;Anfechtung des Gerichtsstands (Art. 41 Abs. 2 StPO).;;Anfechtung des Gerichtsstands (Art. 41 Abs. 2 StPO).

Beschluss vom 28. April 2015  
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz, 

Emanuel Hochstrasser und Patrick Robert-Nicoud,  

Gerichtsschreiberin Chantal Blättler Grivet Fojaja  

   
Parteien  A., 

Beschwerdeführer 

 

 

 gegen 

   

1. KANTON BASEL-LANDSCHAFT,  

 

2. KANTON BASEL-STADT,  

Beschwerdegegner 

  

Gegenstand  Anfechtung des Gerichtsstands (Art. 41 Abs. 2 

StPO) 

 
  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BG.2015.4 

 

 

 

- 2 - 

 

 

Die Beschwerdekammer hält fest, dass: 

 

- die Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Landschaft gestützt auf eine 

Übernahmeverfügung vom 31. Juli 2013 ein Strafverfahren gegen A. wegen 

einfacher Körperverletzung führt (Verfahrensakten, Lasche "Nebenakten"); 

 

- die Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Stadt A. der Fälschung von Aus-

weisen verdächtigt und gegen ihn diesbezüglich seit dem 9. Dezember 2014 

ein Strafverfahren führt (Verfahrensakten, Lasche "zur Person"); 

 

- die Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Stadt am 15. Dezember 2014 an 

die Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Landschaft gelangte und diese 

um Verfahrensübernahme betreffend A. ersuchte (Verfahrensakten, Lasche 

"Nebenakten"); 

 

- die Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Landschaft diesem Ersuchen mit 

Übernahmeverfügung vom 6. Januar 2015 nachkam (act. 1.1); 

 

- dagegen A. mit Beschwerde vom 12. Januar 2015 und mit Ergänzung vom 

22. Januar 2015 an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts ge-

langte und beantragt, das Strafverfahren gegen ihn wegen Fälschung von 

Ausweisen sei durch die Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Stadt wei-

terzuführen (act. 1, 2 und 3); 

 

- die Beschwerdegegner in ihren Beschwerdeantworten vom 26. Januar und 

3. Februar 2015 jeweils die Abweisung der Beschwerde beantragen (act. 5 

und 7); 

 

- sich der Beschwerdeführer innert Frist nicht weiter vernehmen liess, was den 

Beschwerdegegnern mit Schreiben vom 24. Februar 2015 zur Kenntnis ge-

bracht wurde (act. 9). 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 

 

- sich die Parteien gegen die von den beteiligten Staatsanwaltschaften ge-

troffene Entscheidung über den Gerichtsstand (Art. 39 Abs. 2 StPO) innert 

10 Tagen bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts beschweren 

können (Art. 41 Abs. 2 Satz 1 StPO i.V.m. Art. 37 Abs. 1 StBOG);  

 

-  gemäss Art. 34 Abs. 1 StPO für die Verfolgung und Beurteilung sämtlicher 

Taten die Behörden des Ortes zuständig sind, an dem die mit der schwer-

- 3 - 

 

 

sten Strafe bedrohte Tat begangen worden ist, wenn eine beschuldigte Per-

son mehrere Straftaten an verschiedenen Orten verübt hat; bei gleicher 

Strafdrohung die Behörden des Ortes zuständig sind, an dem zuerst Ver-

folgungshandlungen vorgenommen worden sind; 

 

-  den Verfahrensakten zu entnehmen ist, dass im Kanton Basel-Landschaft 

zuerst Verfolgungshandlungen erfolgten; angesichts der gleichen Strafdro-

hung sich die verfügte Übernahme des im Kanton Basel-Stadt geführten 

Strafverfahrens durch die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft demnach zu 

Recht auf Art. 34 Abs. 1 StPO stützt;  

 

-  die Beschwerdekammer einen anderen als den in den Artikeln 31 – 37 StPO 

vorgesehenen Gerichtsstand festlegen kann, wenn der Schwerpunkt der de-

liktischen Tätigkeit oder die persönlichen Verhältnisse der beschuldigten 

Person es erfordern oder andere triftige Gründe vorliegen (Art. 40 

Abs. 3 StPO);  

 

-  der Wohnsitz des Beschwerdeführers im Kanton Basel-Stadt keinen triftigen 

Grund darstellt, der ein Abweichen vom gesetzlichen Gerichtsstand rechtfer-

tigen würde; ein solcher Grund auch anhand der Akten nicht ersichtlich ist;  

 

-  sich die Beschwerde gegen die Übernahmeverfügung daher als unbegrün-

det erweist und abzuweisen ist;  

 

- bei diesem Ausgang des Verfahrens die Gerichtskosten dem Beschwerde-

führer aufzuerlegen sind (Art. 428 Abs. 1 StPO);  

 

-  die Gerichtsgebühr auf Fr. 400.-- festzusetzen ist (Art. 73 StBOG sowie Art. 5 

und Art. 8 Abs. 1 des Reglements des Bundesstrafgerichts vom 31. Au-

gust 2010 über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bundesstraf-

verfahren, BStKR; SR 173.713.162). 

- 4 - 

 

 

Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 

 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 400.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.  

 

 

Bellinzona, 28. April 2015  

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- A. 

- Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Landschaft 

- Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Stadt 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.