# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ff5e33e8-5623-5120-b8bb-1c60e6e6da4e
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-06-15
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 15.06.2021 C-1064/2021
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-1064-2021_2021-06-15.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-1064/2021 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 5 .  J u n i  2 0 2 1  

Besetzung 
 Einzelrichter Christoph Rohrer, 

Gerichtsschreiberin Nadja Francke. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, (Schweden) 

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Invalidenversicherung, Eintretensvoraussetzungen 

(Verfügung vom 29. Oktober 2020). 

 

 

 

C-1064/2021 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: IVSTA oder Vor-

instanz) mit Verfügung vom 29. Oktober 2020 das Leistungsbegehren von 

A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) abgewiesen hat, weil die 

versicherungsmässigen Voraussetzungen für einen Leistungsbezug auf-

grund fehlender Beitragszeiten nicht erfüllt sind (vgl. Akten im Beschwer-

deverfahren [nachfolgend: BVGer-act.] 1, Beilage),  

dass die in Schweden wohnhafte Beschwerdeführerin diese Verfügung mit 

Beschwerde vom 26. Februar 2021 (Datum Postaufgabe) beim Bundes-

verwaltungsgericht angefochten hat (BVGer-act. 1),  

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Verfügung vom 12. März 2021 das 

Instruktionsverfahren vorerst auf die Frage der Rechtzeitigkeit der Be-

schwerde beschränkt hat (BVGer-act. 2),  

dass die Vorinstanz unter Verweis auf die aufforderungsgemäss einge-

reichten vorinstanzlichen Akten (BVGer-act. 3) mit Vernehmlassung vom 

15. April 2021 beantragt hat, auf die Beschwerde sei nicht einzutreten, da 

sich diese als verspätet erweise (BVGer-act. 4),  

dass diese Vernehmlassung der Vorinstanz mit Verfügung vom 20. April 

2021 zur Kenntnis an die Beschwerdeführerin ging und ihr gleichzeitig Ge-

legenheit erteilt wurde, innert 30 Tagen aber Erhalt der Verfügung eine 

Replik und entsprechende Beweismittel einzureichen (BVGer-act. 5),  

dass der Beschwerdeführerin diese Verfügung gemäss unterzeichnetem 

Rückschein spätestens am 9. Mai 2021 zugestellt wurde (Eingangsdatum 

des Rückscheins beim Bundesverwaltungsgericht am 10. Mai 2021, 

BVGer-act. 6),  

dass die Beschwerdeführerin sich in der Folge nicht mehr vernehmen liess,  

dass gemäss Art. 31 VGG (SR 173.32) das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG (SR 172.021) beurteilt, 

sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt, 

dass als Vorinstanzen die in Art. 33 VGG genannten Behörden gelten, zu 

welchen auch die IVSTA gehört (Art. 33 Bst. d VGG; vgl. auch Art. 69 Abs. 1 

Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversiche-

rung [IVG, SR 831.20]), welche mit Verfügungen über Leistungen der Inva-

lidenversicherung befindet, 

C-1064/2021 

Seite 3 

dass die Zuständigkeit des Bundesverwaltungsgerichts zur Instruktion der 

vorliegenden Beschwerde mithin gegeben ist, weshalb weiter zu prüfen ist, 

ob die Eintretensvoraussetzungen erfüllt sind,  

dass gemäss Art. 60 ATSG (SR 830.1) eine Beschwerde innerhalb von 

30 Tagen nach der Eröffnung der Verfügung einzureichen ist (vgl. auch Art. 

50 Abs. 1 VwVG), wobei die Frist, welche sich nach Tagen oder Monaten 

berechnet und der Mitteilung an die Parteien bedarf, am Tag nach ihrer 

Mitteilung zu laufen beginnt (Art. 38 Abs. 1 i.V.m. Art. 60 Abs. 2 ATSG; vgl. 

auch Art. 20 Abs. 1 VwVG), 

dass schriftliche Eingaben spätestens am letzten Tag der Frist der Behörde 

einzureichen oder zu deren Handen der Schweizerischen Post oder einer 

schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung zu über-

geben sind (Art. 21 Abs. 1 VwVG),  

dass nach ständiger Rechtsprechung der Zustellnachweis der angefochte-

nen Verfügung der verfügenden Behörde obliegt (BGE 109 Ia 184 E. 3b, 

99 Ib 356), 

dass sich aus den von der Vorinstanz eingereichten Akten ergibt, dass die 

per Einschreiben an die Beschwerdeführerin versandte vorliegend ange-

fochtene Verfügung vom 29. Oktober 2020 gemäss Sendungsverlauf der 

schweizerischen Post der Beschwerdeführerin am 3. November 2020 

nachweislich zugestellt und damit eröffnet wurde (vgl. Verlauf der Sen-

dungsnummer "[…]", Akten der Vorinstanz [nachfolgend: act.] 24, S. 2 und 

3),   

dass die zugestellte Verfügung vom 29. Oktober 2020 eine korrekte 

Rechtsmittelbelehrung, worin auf die 30-tägige Beschwerdefrist ab Eröff-

nung der Verfügung hingewiesen wurde, enthält (act. 15, S. 3),  

dass die 30-tägige Beschwerdefrist somit am 4. November 2020 zu laufen 

begann und folglich am 3. Dezember 2020 abgelaufen ist,  

dass gesetzliche Fristen nicht erstreckt werden können (Art. 40 Abs. 1 

ATSG), 

dass auch nicht um Fristwiederherstellung nach Art. 24 Abs. 1 VwVG er-

sucht wurde, 

dass Gründe für eine Wiederherstellung der Frist weder geltend gemacht 

worden sind, noch ersichtlich sind,  

C-1064/2021 

Seite 4 

dass sich somit die vorliegend erst am 26. Februar 2021 und damit klar 

nach Ablauf der 30-tägigen Beschwerdefirst der schwedischen Post über-

gebene Beschwerde als offensichtlich verspätet erweist,  

dass mangels Rechtzeitigkeit somit auf die Beschwerde im einzelrichterli-

chen Verfahren nicht einzutreten ist (vgl. Art. 23 Abs. 1 Bst. b VGG), 

dass die Verfahrenskosten ganz oder teilweise erlassen werden können, 

wenn Gründe in der Sache oder in der Person der Partei es als unverhält-

nismässig erscheinen lassen, diese der Partei aufzuerlegen (Art. 6 Bst. b 

des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigun-

gen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]),  

dass im vorliegenden Fall auf die Erhebung von Verfahrenskosten umstän-

dehalber zu verzichten ist,  

dass keine Parteientschädigung zuzusprechen ist (Art. 7 Abs. 1 und 3 

VGKE),  

dass für das Dispositiv auf die nächste Seite verwiesen wird.  

 

  

C-1064/2021 

Seite 5 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.  

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Einschreiben mit Rückschein) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Christoph Rohrer Nadja Francke 

 

  

C-1064/2021 

Seite 6 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten 

Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der 

Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 

konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die 

Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, 

deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu 

enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit 

sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 

BGG). 

 

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