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**Case Identifier:** 8dc306c1-bc12-57ae-a28c-b6670b54b10c
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-07-09
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 09.07.2020 720 19 325/164
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-19-325-164_2020-07-09.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 9. Juli 2020 (720 19 325 / 164) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

Medizinischer Sachverhalt nicht hinreichend abgeklärt; Rückweisung an die Vo-

rinstanz. 

 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Jürg Pulver, Kantons-

richter Christof Enderle, Gerichtsschreiberin Margit Campell 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Ana Dettwiler, Advokatin, 
Fischmarkt 12, 4410 Liestal 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  

 
 
 
A.1 Der 1984 geborene A.____ meldete sich erstmals am 11. Mai 2005 unter Hinweis auf 
eine massive Anpassungsstörung und eine Polytoxikomanie (seit dem 12. Lebensjahr) bei der 
Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle des Kantons 
Zürich untersuchte den medizinischen und den erwerblichen Sachverhalt und sprach dem Versi-
cherten mit Verfügung vom 10. März 2007 ab 1. August 2004 eine ganze Rente zu. Am 23. Au-
gust 2011 verfügte die IV-Stelle des Kantons Zürich aufgrund der festgestellten Verbesserung 
der gesundheitlichen Situation die Aufhebung des Rentenanspruchs des Versicherten per 30. 
September 2011.  

 

 
 
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A.2 A.____ absolvierte während eines Massnahmevollzugs im B.____ eine Lehre als Kauf-
mann Profil E, welche er im Juli 2011 erfolgreich abschloss. Er arbeitete zuletzt vom 3. Februar 
2014 bis 30. September 2014 über die C.____ AG temporär als Sachbearbeiter Hauptbuch bei 
der D._____ AG. Am 26. März 2015 meldete er sich unter Hinweis auf starke Schwindelanfälle, 
Gelenkschmerzen und psychische Beschwerden erneut bei der IV zum Bezug von Leistungen 
an. Die nunmehr zuständige IV-Stelle Basel-Landschaft untersuchte in der Folge den rechtser-
heblichen Sachverhalt und holte bei der E._____ ein polydisziplinäres Gutachten ein, welches 
am 13. August 2018 erging. Gestützt auf die Ergebnisse dieser Abklärung lehnte sie das Leis-
tungsgesuch von A.____ mit Verfügung vom 23. August 2019 – nach durchgeführtem Vorbe-
scheidverfahren – bei einem rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 0 % ab.  
 
B. Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Advokatin Ana Dettwiler, am 23. Sep-
tember 2019 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsge-
richt), und beantragte, es sei die Verfügung vom 23. August 2019 unter o/e-Kostenfolge aufzu-
heben und es sei ihm mit Wirkung ab 1. Oktober 2015 eine ganze Rente zuzusprechen. Eventu-
aliter sei eine unabhängige polydisziplinäre Begutachtung anzuordnen und sodann über den Ren-
tenanspruch neu zu entscheiden. In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte er die Bewilligung 
der unentgeltlichen Prozessführung und der unentgeltlichen Ver-beiständung mit Advokatin Ana 
Dettwiler als Rechtsvertreterin. Zur Begründung wurde im Wesentlichen vorgebracht, dass die 
IV-Stelle ihren Entscheid auf ungenügende medizinische Unterlagen stütze. Insbesondere sei 
das Gutachten der E.____ nicht beweistauglich.  
 
C. Mit Verfügung vom 24. September 2019 wurde dem Beschwerdeführer für das vorlie-
gende Verfahren die unentgeltliche Prozessführung und die unentgeltliche Verbeiständung mit 
Advokatin Ana Dettwiler bewilligt. 
 
D. Am 31. Oktober 2019 liess sich die IV-Stelle Basel-Landschaft vernehmen und bean-
tragte die Abweisung der Beschwerde. Gestützt auf die Ergebnisse im Gutachten der E.____ vom 
13. August 2018 sei dem Beschwerdeführer sowohl die bisherige kaufmännische als auch eine 
Verweistätigkeit zumutbar.  
 
E. Das Kantonsgericht holte mit Verfügung vom 18. November 2019 die Akten des B.____ 
ein und stellte den Parteien einzelne Aktenstücke zur Stellungnahme zu.  
 
F. Die IV-Stelle Basel-Landschaft liess sich dazu am 6. Dezember 2019 vernehmen und 
hielt an ihrem Abweisungsantrag fest. Advokatin Ana Dettwiler äusserte sich am 17. Januar 2020 
namens und im Auftrag des Beschwerdeführers und hielt ebenfalls an den bisherigen Ausführun-
gen sowie an den bereits gestellten Anträgen fest. Zudem reichte sie den Bericht von lic. phil. 
F.____, Psychologe FSP, vom 30. Januar 2003 ein.  
 
G.  Die Parteien liessen sich je ein weiteres Mal verlauten (IV-Stelle Basel-Landschaft am 
3. Februar 2020, Beschwerdeführer am 23. März 2020).  
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  

 

 
 
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1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kan-
tonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden 
gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vor-
liegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht erhobene – Be-
schwerde vom 23. September 2019 ist demnach einzutreten. 
 
2. Streitig und zu prüfen ist der Leistungsanspruch des Beschwerdeführers. Massgebend 
ist der Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 23. August 
2019 entwickelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der 
richterlichen Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 4 E. 1.2 mit Hinweis). 
 
3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während ei-
nes Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig ge-
wesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c).  
 
3.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähig-
keit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer 
Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berück-
sichtigt (Satz 2).  
 
3.3 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebre-
chen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Be-
einträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach 
zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen 
(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach dem 
im Rahmen der 5. IV-Revision am 1. Januar 2008 in Kraft gesetzten Art. 7 Abs. 2 ATSG aus-
schliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen (Satz 1). Eine 
Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 
2).  
 
4.1 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine 

 

 
 
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halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 
40 % invalid ist.  
 
4.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach ist der Invaliditätsgrad aufgrund eines Einkommensver-
gleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Ein-
tritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Einglie-
derungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage 
erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie 
erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommens-
vergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbsein-
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden. Aus 
der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Ein-
kommensvergleichs; BGE 128 V 30 E. 1, 104 V 136 E. 2a und b).  
 
5.1 Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrads bildet die Frage, in welchem Aus-
mass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsunfähig 
ist. 
 
5.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde – die Ver-
waltung und im Streitfall das Gericht – auf Unterlagen angewiesen, die vorab von Ärztinnen und 
Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurtei-
len und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 
versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c, 105 V 158 E. 1). 
Darüber hinaus bilden die ärztlichen Stellungnahmen eine wichtige Grundlage für die Beurteilung 
der Zumutbarkeit, also der Frage, welche anderen Erwerbstätigkeiten als die zuletzt ausgeübte 
Berufsarbeit von der versicherten Person auf dem allgemeinen, ausgeglichenen und nach ihren 
persönlichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumutbarerweise noch verrichtet 
werden können (ULRICH MEYER-BLASER, Zur Prozentgenauigkeit in der Invaliditätsschätzung, in: 
René Schaffhauser/Franz Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozialversicherung, 
St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 
 
5.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle ande-
ren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle relevanten 
Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden 
hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 
gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 

 

 
 
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berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung 
der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch-
tet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlagge-
bend für den Beweiswert ist somit grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die 
Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gut-
achten (vgl. BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c; AHI-Praxis 2001 S. 113 E. 3a). 
 
5.4 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdi-
gung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richt-
linien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen dieser 
Richtlinien in BGE 125 V 352 ff. E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit weiteren 
Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer 
Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen 
sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüs-
sigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange 
nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 
3b/bb mit weiteren Hinweisen). In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll das 
Gericht der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auf-
tragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Pati-
enten aussagen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag 
des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und von Begutachtungsauftrag des amtlich 
bestellten fachmedizinischen Experten anderseits (vgl. Urteil des damaligen Eidgenössischen 
Versicherungsgerichts [EVG; heute: Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilungen] vom 13. Juni 
2001, I 506/00, E. 2b) lässt nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu 
stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu an-
derslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abwei-
chende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver 
ärztlicher Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung 
unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 
514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). 
 
6.1 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchti-
gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich an-
erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 49 E. 1.2, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Zu 
betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltenden psychischen Leiden belastenden 
psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen kein Krankheitswert zukommt. Ein 
invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 
IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit 
wesentlich beeinträchtigt. Ist eine psychische Störung von Krankheitswert schlüssig erstellt, 
kommt der weiteren Frage zentrale Bedeutung zu, ob und inwiefern, allenfalls bei geeigneter 
therapeutischer Behandlung, von der versicherten Person trotz des Leidens willensmässig erwar-
tet werden kann, zu arbeiten und einem Erwerb nachzugehen (BGE 127 V 294 E. 5a mit Hinwei-
sen). Zur Annahme einer durch eine psychische Gesundheitsbeeinträchtigung verursachten Er-
werbsunfähigkeit genügt es also nicht, dass die versicherte Person nicht hinreichend erwerbstätig 

 

 
 
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ist; entscheidend ist vielmehr, ob anzunehmen ist, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit sei ihr 
sozial-praktisch nicht mehr zumutbar oder – als alternative Voraussetzung – sogar für die Gesell-
schaft untragbar (BGE 102 V 165; vgl. auch BGE 127 V 294 E. 4c in fine). 
 
6.2.1 Zu ergänzen ist, dass das Bundesgericht mit BGE 143 V 418 entschieden hat, dass 
grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen einem strukturierten Beweisverfahren nach 
BGE 141 V 281 zu unterziehen sind. Dieses Verfahren definiert systematisierte Indikatoren, die 
– unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kom-
pensationspotentialen (Ressourcen) anderseits – im Regelfall erlauben, das tatsächlich erreich-
bare Leistungsvermögen ergebnisoffen und symmetrisch zu beurteilen (BGE 141 V 281 E. 3.6). 
Entscheidend ist dabei, unabhängig von der diagnostischen Einordnung des Leidens, ob es ge-
lingt, auf objektivierter Beurteilungsgrundlage den Beweis einer rechtlich relevanten Arbeits- und 
Erwerbsunfähigkeit zu erbringen, wobei die versicherte Person die materielle Beweislast zu tra-
gen hat (BGE 143 V 409 E. 4.5.2 mit Hinweis auf BGE 141 V 281 E. 3.7.2). 
 
6.2.2 Das Bundesgericht hat mit BGE 145 V 215 ff. weiter erkannt, dass auch fachärztlich 
einwandfrei diagnostizierte Abhängigkeitssyndrome und Substanzkonsumstörungen nicht zum 
vornherein jede invalidenversicherungsrechtliche Relevanz abgesprochen werden kann. Primäre 
Abhängigkeitssyndrome sind daher – wie sämtliche psychischen Erkrankungen – grundsätzlich 
einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen. Mithin fallen Suchter-
krankungen als invalidenversicherungsrechtlich beachtliche (psychische) Gesundheitsschäden 
nunmehr ebenfalls in Betracht. Diese Rechtsprechungsänderung ist im Grundsatz sofort und 
überall anwendbar. Sie gilt nicht nur für künftige, sondern für alle im Zeitpunkt der Änderung 
hängigen Fälle, weshalb sie auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle 
anzuwenden ist (Urteil des Bundesgerichts vom 7. Mai 2018, 8C_756/2017, E. 4 mit Hinweisen).  
 
7.1 Zur Beurteilung des vorliegenden Falls liegen zahlreiche medizinische Unterlagen vor, 
die vom Gericht gesamthaft gewürdigt wurden. Im Folgenden werden indessen lediglich diejeni-
gen Gutachten und Berichte wiedergegeben, welche sich nach Auffassung des Gerichts für die 
Beurteilung der Angelegenheit als zentral erweisen. 
 
7.2.1 Nach Eingang der IV-Anmeldung vom 11. Mai 2005 holte die IV-Stelle des Kantons Zü-
rich verschiedene Arztberichte bei den behandelnden Ärzten ein. Im Bericht der Klinik G.____ 
vom 29. Dezember 2006 wurden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine somatoforme 
Schmerzstörung, eine generalisierte Angststörung und Panikattacken, eine rezidivierende de-
pressive Störung, ein adultes ADHS, differentialdiagnostisch (DD) eine emotional instabile Per-
sönlichkeitsstörung (impulsiver Typus), eine Bulimie, eine Störung durch Cannabisabhängigkeit, 
ein Status nach schwerem Schädel-Hirntrauma und ein Status nach Latarjet-Operation rechts im 
Mai 2006 diagnostiziert. Der Beschwerdeführer sei tätigkeitsunabhängig 100 % arbeitsunfähig. 
Gestützt auf diese medizinische Einschätzung sprach die IV-Stelle des Kantons Zürich dem Be-
schwerdeführer mit Verfügung vom 19. März 2007 ab 1. August 2004 eine ganze Rente zu. Diese 
wurde jedoch ab April 2007 sistiert, weil sich der Beschwerdeführer ab diesem Zeitpunkt zunächst 
in der H.____ und ab Februar 2008 im B.____ im Massnahmevollzug befand. 
 

 

 
 
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7.2.2 Am 8. Juni 2010 wurde von Amtes wegen eine Revision des Rentenanspruchs in die 
Wege geleitet. Die IV-Stelle des Kantons Zürich holte bei Dr. med. I.____, FMH Psychiatrie und 
Psychotherapie, einen Bericht ein, welcher am 1. April 2011 erstattet wurde. Dr. I.____ kam zum 
Schluss, dass sich der Gesundheitszustand während des Massnahmevollzugs verbessert habe 
und keine behandlungsbedürftige psychiatrische Störung mehr vorliege. Der Beschwerdeführer 
sei deshalb nicht in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt, weshalb nach Abschluss der Lehre bzw. 
der strafrechtlichen Massnahme im B.____ keine Rente mehr auszurichten sei. Mit Verfügung 
vom 23. August 2011 hob die IV-Stelle des Kantons Zürich die Rente per 30. September 2011 
auf. Dieser Entscheid erwuchs in Rechtskraft.  
 
7.3.1 Nach Eingang des Leistungsgesuchs des Versicherten vom 26. März 2015 holte die IV-
Stelle Basel-Landschaft beim behandelnden Arzt Dr. med. J.____, FMH Allgemeine Innere Me-
dizin, einen Bericht ein. Am 13. Juni 2015 diagnostizierte er (1) ein radiologisch isoliertes Syn-
drom (RIS) mit im MRI des Neurokraniums erkennbaren 7 signalreichen Marklagerveränderun-
gen, vereinbar mit einer demyelinisierenden entzündlichen Erkrankung, (2) eine Lumbalpunktion 
und ein neurologisches Konsilium am 3. September 2014, eine neurologische Testung im Form 
von visuell und sensiblen evozierten Potenzialen (VEP und SEP), einer Magnetstimulation (MEP) 
und einer Elektroenzephalografie (EEG) am 19. November 2014 mit Normalbefunden, (3) ein 
intermittierendes Unwohlsein mit Präsynkopen, Schwankschwindel und verschwommenen Se-
hen, (4) ein HNO-Konsil am 18. August 2014 ohne Anhaltspunkte für eine peripher-vestibuläre 
Funktionsstörung, (5) einen Verdacht auf ein depressives Syndrom (DD: zunehmende Somati-
sierungstendenz unter antidepressiver Therapie mit einem selektiven Serotonin-Wiederaufnah-
mehemmer [SSRI]), (6) multiple somatische Beschwerden mit Schwindel, Kopfschmerzen, 
Bauchschmerzen, Stuhlunregelmässigkeiten, Pollakisurie mit dauernder Blasenreizung, (7) einen 
diffusen Symptomenkomplex ohne sicheren Beleg für eine somatische Ursache, (8) chronisch 
rezidivierende Episoden von Absenzen seit Juni 2014 (DD: Panikstörung, kein Hinweis für Epi-
lepsie), (9) einen Schwindel und Sehstörungen ohne Anhaltspunkt für eine peripher-vestibuläre 
Funktionsstörung mit 7 signalreiche Marklagerveränderungen vereinbar mit einer entzündlich-
demyelinisierenden Erkrankung, (10) ein 24-Stunden Elektrokardiogramm (EKG) am 30. Sep-
tember 2014 ohne klinisch relevante Rhythmusstörungen und (11) einen chronisch-rezidivieren-
den bifrontalen Kopfschmerz seit 2012 (DD: Spannungskopfschmerzen, im Rahmen von über-
mässigem Coffein [Red Bull]-Konsum, rezidivierende Kopfschmerzen vom Spannungstyp seit 
Kindheit). Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestünden ein Nikotinabusus, ein Status 
nach Spaltung des 1. Strecksehnenfachs bei Tendovaginitis de Quervain/Karpaltunnelsyndrom 
links, ein Status nach Dekompression des Nervus medianus links und anamnestisch ein aktuell 
inaktives allergisches Asthma bronchiale bei Polyallergie. Dr. J.____ führte in seiner Befundauf-
nahme aus, dass beim Beschwerdeführer körperliche und mentale Leistungsminderungen vorlä-
gen in Form von ausgeprägten Konzentrationsstörungen, Schwindel und Ineffizienz. Er leide bei 
Arbeiten am Bildschirm sehr unter dem Schwindel und dem schwankenden Gefühl, das ihn beim 
Blick auf den Bildschirm befalle. Auch fühle er sich ausserhalb der Wohnung, besonders, wenn 
er alleine sei, sehr unsicher und habe ab und zu auch anfallsmässige Schwindelattacken. Er 
müsse sich dann hinsetzen und finde kaum nach Hause. Die Prognose sei unklar, aber bei ent-
sprechender Behandlung der phobischen Komponente könnte der Beschwerdeführer eventuell 

 

 
 
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in einer leichteren, wechselbelastenden Tätigkeit wieder in die Arbeit integriert werden. Eine psy-
chiatrisch-psychotherapeutische Behandlung sei indiziert. Der Beschwerdeführer sei seit dem 15. 
August 2014 als kaufmännischer Angestellter nicht mehr arbeitsfähig, da das Konzentrationsver-
mögen, die Anpassungsfähigkeit und die Belastbarkeit eingeschränkt seien.  
 
7.3.2 In der Folge holte die IV-Stelle Basel-Landschaft zur Klärung des medizinischen Sach-
verhalts bei der E.____ ein polydisziplinäres Gutachten ein, welches am 13. August 2018 erging.  
 
Dem neurologischen Gutachten von Dr. med. K.____, Facharzt für Psychiatrie und Psychothera-
pie und für Neurologie, vom 24. April 2018 sind als Diagnosen ein RIS einer möglichen Multiplen 
Sklerose (MS) ohne klinisches Korrelat, ein Spannungskopfschmerz bei multipler Kopf-
schmerzsymptomatik und deutlicher psychischer Überlagerung sowie psychische und Verhal-
tensstörungen durch Cannabinoide zu entnehmen. In Bezug auf die im September 2014 erho-
bene Verdachtsdiagnose einer MS sei der weitere Verlauf unspezifisch geblieben und es seien 
keine Krankheitsschübe aufgetreten, so dass sich – selbst wenn eine MS vorliegen sollte – diese 
nicht auf die Arbeitsfähigkeit auswirke. Hinweise auf einen chronisch progredienten Verlauf hätten 
sich aktuell bei einem völlig unauffälligen neurologischen Status nicht ergeben. Die Kopfschmerz- 
und vor allem die Schwindelsymptomatik seien diffus und abhängig von der Stressbelastung, so 
dass eine psychische Komponente diesbezüglich sehr wahrscheinlich sei. Es bestünden erheb-
liche psychogene Überlagerungen seit der Kindheit mit zwischenzeitlichem Drogengenuss und 
Straffälligkeit wegen Drogenhandels. Dr. K.____ führte weiter aus, dass in der Vergangenheit 
wegen des auffälligen psychopathologischen Befunds der Verdacht auf ein Asperger-Syndrom 
gestellt worden sei, welcher aber durch den psychologischen Befundbericht der L.____ vom 
10. August 2016 nicht habe erhärtet werden können. Vielmehr sei der Verdacht auf ein ADHS 
geäussert worden. Hinweise auf diese Diagnose habe die aktuelle neurologische Untersuchung 
nicht ergeben. Der Versicherte sei über den gesamten Untersuchungszeitraum aufmerksam und 
weder abschweifend noch geistig abwesend gewesen. Zudem hätten sich keine Hyperaktivitäts-
merkmale gezeigt. Aus neurologischer Sicht läge keine die Arbeitsfähigkeit beeinflussende Er-
krankung vor, weshalb der Beschwerdeführer ganztags uneingeschränkt arbeitsfähig sei. 
 
Im allgemein-internistischen Teilgutachten diagnostizierte Dr. med. M.____, FMH Allgemeine In-
nere Medizin, am 8. Juni 2018 ein Asthma bronchiale, einen diffusen Schwankschwindel, eine 
Endangiitis obliterans Bürger sowie einen Nikotin- und Cannabisabusus. Diese internistischen 
Diagnosen würden allesamt nicht zu einer Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit führen, welche 
alleine durch die Persönlichkeitsstörung des Beschwerdeführers begründet werde. Seine Fähig-
keiten und auch seine Ressourcen sowie die Selbsteinschätzung seien hoch, die Kooperations-
bereitschaft jedoch unterschiedlich. Die Beendigung des Nikotin-, des Cannabis- und des Red 
Bull-Konsums wäre aus Sicht von Dr. M.____ eine entscheidende Massnahme, um die Arbeits-
fähigkeit zu verbessern. Diese Faktoren könnten auch Ursache für die Kopfschmerzen und die 
Schwindelattacken sein. 
 
Dr. med. N.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, diagnostizierte im psychiatrischen Teil-
gutachten vom 15. Juli 2018 einen schädlichen Gebrauch von Cannabis mit Substanzgebrauch 
(ICD-10 F12.25), Störungen durch Alkohol (Abhängigkeitssyndrom, gegenwärtig abstinent, ICD-

 

 
 
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10 F10.20), psychische und Verhaltensstörungen durch Tabak: (Abhängigkeitssyndrom, ICD-10 
F17.2), eine kombinierte Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F61.0) und ein ADHS (ICD-10 F98.0). 
Vom Beschwerdeführer und seinen behandelnden Ärzten würden Kommunikationsstörungen und 
Störungen des Sozialverhaltens bei normaler bis überdurchschnittlicher Intelligenz berichtet. Es 
hätten sich Hinweise für das Vorliegen eines ADHS ergeben, wobei der Versicherte diese Diag-
nose in Frage stelle. Hingegen hätten keine ausreichenden diagnostischen Anhaltspunkte für das 
Vorliegen eines Asperger-Syndroms erbracht werden können. Es lägen seit der Kindheit und Ju-
gend abgrenzbare und rigide Persönlichkeitszüge vor, die ein unangepasstes Verhaltensmuster 
in unterschiedlichen sozialen Situationen bedingen würden. Auch seien beim Versicherten be-
sondere kognitive Erfahrungs- und Verhaltensmuster in der Affektivität, speziell der emotionalen 
Ansprechbarkeit und Reaktion sowie der Impulskontrolle zu bestätigen. Sein Verhaltensmuster 
sei in vielen persönlichen und sozialen Situationen unangepasst, unflexibel und unzweckmässig. 
Eine Komorbidität mit einem ADHS sei wahrscheinlich und gemäss Aktenlage in der Vergangen-
heit auch diagnostisch belegt worden. Zum Drogenkonsum gebe der Versicherte an, im Wesent-
lichen immer nur Cannabis geraucht zu haben. Damit habe er mit 16 angefangen, zwischen 2008 
und 2011 (während der Massnahme im B.____) habe er aber darauf verzichtet. Alkohol trinke er 
schon seit drei Jahren nicht mehr. Dr. N.____ hielt dazu fest, dass der regelmässige langjährige 
Gebrauch von Cannabis die psychischen Störungen noch verstärkt und die Ausübung bestimmter 
Tätigkeiten erschwert oder gar verunmöglicht habe. Deswegen sei die dauerhafte Einnahme von 
Cannabis als sehr ungünstig für den weiteren Werdegang und die Persönlichkeitsentwicklung 
des Beschwerdeführers anzusehen. Das vorrangige Ziel wäre es somit, einen Verzicht auf den 
Konsum zu initiieren, wofür gegenwärtig jedoch keine Motivation bestehe. Bei durchschnittlicher 
bis guter Intelligenz, sonstigen guten Fähigkeiten und dem Fehlen einer komorbiden psychischen 
Störung sei beim Beschwerdeführer trotz der Diagnose einer kombinierten Persönlichkeitsstö-
rung und einer psychischen Verhaltensstörung durch psychotrope Substanzen (Cannabis) nicht 
von einer dauerhaften Arbeitsunfähigkeit auszugehen. Die kombinierte Persönlichkeitsstörung 
beeinträchtige die Arbeitsfähigkeit in qualitativer, jedoch nicht in quantitativer Hinsicht. Die be-
sonderen Stärken lägen speziell im erlernten kaufmännischen Bereich und in den berufsbezoge-
nen Kompetenzen. Es werde deshalb empfohlen, die beruflichen Bedingungen an die Schwierig-
keiten des Versicherten anzupassen. Dies gelte insbesondere auch für eine ideal angepasste 
Verweistätigkeit. 
 
In der Gesamtbeurteilung vom 16. Juli 2018 wurden keine Diagnosen mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit erhoben. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit lägen ein schädlicher Ge-
brauch von Cannabis mit aktuellem Substanzgebrauch (ICD-10 F12.25), Störungen durch Alko-
hol, Abhängigkeitssyndrom, gegenwärtig abstinent (ICD-10 F10.20), psychische und Verhaltens-
störungen durch Tabak, Abhängigkeitssyndrom (ICD-10 F17.20), eine kombinierte Persönlich-
keitsstörung (ICD-10 F61.0), ein ADHS (ICD-10 F98.0), ein Asthma bronchiale, ein diffuser 
Schwankschwindel, eine Endagiitis obliterans Bürger, ein RIS einer möglichen MS (kein klini-
sches Korrelat, versicherungsmedizinisch irrelevant) und Spannungskopfschmerzen vor. Die 
funktionellen Auswirkungen der Diagnosen und Befunde seien leicht. Als Belastungsfaktoren be-
stünden vorwiegend dysfunktionale und psychosoziale Faktoren sowie Suchtprobleme. Es be-
stünden aber gute Ressourcen in allen Fachgebieten. Eine Therapieresistenz, speziell bei der 
psychischen Problematik, welche durch den Cannabiskonsum und nicht durch andere Ursachen 

 

 
 
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verstärkt werde, bestehe nicht. Der Beschwerdeführer sei aktuell und retrospektiv sowohl in der 
angestammten als auch in einer angepassten Tätigkeit 100 % arbeitsfähig. In allen medizinischen 
Fachgebieten sei bei Wegfall der Suchtkomponenten (Nikotin-, Cannabis- und Red Bull-Abusus) 
von einer deutlichen Besserung des Allgemeinzustands auszugehen, so dass sich auch die Ar-
beitsfähigkeit normalisiere. Zudem handle es sich nur um leichte qualitative Einschränkungen.  
 
7.3.3 Der RAD-Arzt Dr. med. O.____, Facharzt für Allgemeinmedizin, führte am 20. August 
2018 zum Gutachten der B.____ aus, dass dieses gut strukturiert und umfassend sei. Alle we-
sentlichen medizinischen Unterlagen seien von den Gutachtern zur Kenntnis genommen worden. 
Die geklagten Beschwerden seien allesamt berücksichtigt und es seien diesbezüglich allseitige 
fachärztliche Untersuchungen durchgeführt worden. Die Feststellungen von anderen beteiligten 
Ärzten seien mit den eigenen erhobenen Befunden verglichen und diskutiert sowie die offenen 
Fragen vollständig und nachvollziehbar, d.h. verständlich, beantwortet worden. Die Schlussfolge-
rungen seien medizinisch begründet und widerspruchsfrei. Betreffend die Standardindikatoren 
sei nach eigener Prüfung festzuhalten, dass diese im Gutachten zwar nicht Punkt für Punkt ab-
gearbeitet worden seien. Alle wesentlichen Indikatoren seien aber ausreichend erfasst und dis-
kutiert worden. Die gutachterlich festgestellten Krankheiten und Beschwerden seien daher hin-
sichtlich ihrer Symptomatologie, des Krankheitsverlaufs und ihrer Auswirkungen auf den Alltag 
anhand der fachärztlich erhobenen Befunde einleuchtend festgestellt und bewertet worden. Zur 
Behebung des Gesundheitsschadens seien bereits Therapien durchgeführt worden und der Be-
schwerdeführer habe dabei mitgewirkt. Hinweise für eine Aggravation oder eine Simulation hätten 
sich grundsätzlich nicht ergeben. Jedoch sei eine Inkonsistenz bezüglich des angegebenen Ni-
kotinabusus im Vergleich zum festgestellten Cotinin-Spiegel erkennbar. Die Gutachter würden 
auf den positiven Effekt beim Wegfall der Suchtkomponente mit zu erwartender deutlicher Bes-
serung des Allgemeinzustands und einer hieraus resultierenden Normalisierung der qualitativen 
Arbeitsfähigkeit hinweisen. Offensichtlich bestünde diesbezüglich kein Leidensdruck und keine 
Motivation für die dringlich indizierte Therapie. Zusammengefasst könne die gutachterlich festge-
stellte Arbeitsfähigkeit auch nach Prüfung der Standardindikatoren vollumfänglich nachvollzogen 
werden. Dem Beschwerdeführer sei in der bisherigen Tätigkeit wie auch in einer Verweistätigkeit 
unter Berücksichtigung folgender Einschränkungen eine 100%ige Arbeitsfähigkeit zu attestieren: 
zumutbar seien körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeiten in einer möglichst ruhigen Ar-
beitsumgebung ohne übergrosse Stressbelastung, ohne häufigen Kontakt zu Mitarbeitenden und 
ohne Arbeiten in grösseren Menschenansammlungen (am besten ohne Kundenkontakte). 
Schwere Arbeiten seien grundsätzlich nicht ausgeschlossen. Wegen des angegebenen subjekti-
ven Schwindels könnten dem Beschwerdeführer aber keine absturzgefährdenden Arbeiten auf 
Leitern oder Gerüsten und auch keine Arbeiten an gefährlichen Maschinen oder Arbeitsplätzen 
zugemutet werden.  
 
8.1 Die IV-Stelle Basel-Landschaft stützte ihre Verfügung vom 23. August 2019 bei der Be-
urteilung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers vollumfäng-
lich auf das Gutachten der B.____ vom 13. August 2018. Sie ging davon aus, dass der Versi-
cherte keinen Gesundheitsschaden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit aufweise und daher 
zu 100 % arbeitsfähig sei. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 5.4 hiervor), ist den im Rahmen des 

 

 
 
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Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, die auf-
grund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht 
erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zu-
verlässigkeit der Expertisen sprechen. Solche Anhaltspunkte sind vorliegend in Bezug auf das 
Gutachten der B.____ jedoch nicht von der Hand zu weisen. Einzig das allgemein-internistische 
Teilgutachten der E.____ vom 8. Juni 2018 ist im Sinne der bundesgerichtlichen Vorgaben be-
weistauglichen. Es weist weder formale noch inhaltliche Mängel auf und ist – wie dies vom Bun-
desgericht verlangt wird (vgl. E. 5.3 hiervor) – für die streitigen Belange umfassend, beruht auf 
allseitigen Untersuchungen, berücksichtigt die geklagten Beschwerden, ist in Kenntnis der Vorak-
ten abgegeben worden, leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge bzw. der 
Beurteilung der medizinischen Situation ein, setzt sich mit den vorhandenen abweichenden ärzt-
lichen Einschätzungen hinreichend auseinander und ist in den Schlussfolgerungen überzeugend. 
Es wird deutlich, dass die aus allgemein-internistischer Sicht erhobenen Befunde den Beschwer-
deführer nicht in der Arbeitsfähigkeit einschränken. Das im Jahr 2011 als Verdachtsdiagnose er-
hobene Asthma bronchiale konnte weder aufgrund der Untersuchung noch durch die Aussagen 
des Beschwerdeführers bestätigt werden. Er selbst gab an, es sei bei der Diagnosestellung keine 
Therapie eingeleitet worden und er habe im Alltag auch bei seinen langen Spaziergängen keine 
Atemnot. Zudem leide er nicht an jahreszeitlichen Atembeschwerden. Der im Jahr 2014 festge-
stellte Schwankschwindel wurde nicht im Zusammenhang mit einer MS, aber mit einer parasym-
pathikotonen Reaktion angesehen, was aufgrund der Erhebungen plausibel erscheint. Hingegen 
liegen unbestritten ein erheblicher Nikotin- und Cannabisabusus vor (vgl. die aufgrund der Urin-
proben stark erhöhten Cannabis- und Cotinin-Werte; Seite 59/82 unten im Gutachten der 
B.____). Vor diesem Hintergrund ist auch die weitere Diagnose der Endangiitis obliterans Bürger 
mit Verschluss bzw. Einengung der Arterien des vierten und fünften Fingers der Hände beidseits 
und eines Beingefässes im Bereich der rechten Wade nachvollziehbar. Unter diesen Umständen 
ist entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers nicht zu kritisieren, dass Dr. M.____ ihm 
aus allgemein-internistischer Sicht eine 100%ige Arbeitsfähigkeit attestierte.  
 
8.2 Im Übrigen kann den Ausführungen im Gutachten der B.____ nicht gefolgt werden. Das 
neurologischen Teilgutachten von Dr. K.____ weist zwar keine formalen Fehler auf. Seine Aus-
führungen überzeugen aber nur zum Teil. So verneint Dr. K.____ das Vorliegen eines adulten 
ADHS mit dem Hinweis, dass der Versicherte über den gesamten Untersuchungszeitraum auf-
merksam und weder abschweifend noch geistig abwesend gewesen sei. Hyperaktivitätsmerk-
male hätten sich ebenfalls nicht gezeigt und das in früheren Zeiten offenbar unter der Vorstellung 
dieses Befunds eingenommene Ritalin sei zwischenzeitlich abgesetzt worden. Diese Begründung 
ist zu oberflächlich, um nachvollziehen zu können, dass der Beschwerdeführer an keinem ADHS 
im Erwachsenenalter leidet. Insbesondere fehlt es an einer vertieften Auseinandersetzung mit 
dieser Diagnose. Dazu kommt, dass diese Beurteilung im Widerspruch zu den Befunden im psy-
chiatrischen Teilgutachten steht, wo das Vorliegen eines adulten ADHS bestätigt wurde. Dieser 
Divergenz wurde von den Gutachtern aber nicht diskutiert. Entgegen der Auffassung des Be-
schwerdeführers schliesst Dr. K.____ sodann das Vorliegen einer MS nicht aus. Er weist aber 
wohl zu Recht darauf hin, dass die Zuordnung dieser Diagnose sowohl in der Vergangenheit als 
auch aktuell nicht ganz eindeutig ist. Diese Auffassung stützt sich auf die vorhandenen Akten und 

 

 
 
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die im Rahmen der Untersuchung erhobenen Feststellungen, wonach ein neurologischer Nor-
malbefund vorliegt. Dabei ist zu bedenken, dass die Verdachtsdiagnose einer MS gestützt auf 
einen Liquorbefund am 3. September 2014 erhoben wurde, in der Folge aber nicht konkret be-
stätigt werden konnte. Sie war immer durch diffuse Symptomangaben des Beschwerdeführers 
geprägt, die sich nicht klar einordnen liessen und schon früh eine psychogene Überlagerung 
deutlich machten (vgl. die Berichte des Spitals P.____ vom 3. September 2014, von Dr. med. 
Q.____, FMH Neurologie, vom 22. September 2014 und des R.____ vom 18. Februar 2015). 
Auch im Verlauf blieben die Beschwerden unklar und es ergaben sich keine Hinweise auf MS-
Schübe oder einen chronisch progredienten Verlauf dieser Verdachtsdiagnose, welche wohl eher 
keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hat. 
 
8.3.1 Weiter erweist sich das psychiatrische Teilgutachten als nicht beweistauglich. Es über-
zeugt weder in Bezug auf die erhobenen Diagnosen noch betreffend die vorgenommene Zumut-
barkeitsbeurteilung. So diagnostizierte Dr. N.____ neben dem schädlichen Gebrauch von Can-
nabis mit Substanzgebrauch (ICD:10 F12.25) auch eine Störung durch Alkohol, psychische und 
Verhaltensstörungen, eine kombinierte Persönlichkeitsstörung und ein ADHS. Dabei fokussierte 
er sich bei seiner Befunderhebung aber in erster Linie auf den jahrelangen und regelmässigen 
Cannabiskonsum. In der Folge fehlt es im Gutachten aber an einer überzeugenden und rechts-
genügenden Begründung der übrigen Diagnosen und an einer Auseinandersetzung mit der Frage 
der Komorbidität des Cannabiskonsums und der anderen psychischen Störungen. Zudem befasst 
sich Dr. N.____ nur oberflächlich mit dem ADHS und der Persönlichkeitsstörung und bezieht bi-
ographische Fakten (vgl. dazu den Bericht von lic. phil. F.____ vom 30. Januar 2003) sowie die 
bereits im damaligen Zeitpunkt als Verdachtsdiagnose genannte emotional-instabile Persönlich-
keitsstörung vom impulsiven Typ ungenügend in seine Beurteilung ein.  
 
Dr. N.____ erachtet den Cannabiskonsum sodann als ungünstig für die weitere berufliche und 
persönliche Entwicklung sowie den Therapieverlauf. In diesem Zusammenhang weist er darauf 
hin, dass der Beschwerdeführer ein gutes Ressourcenpotential habe, wenn er kein Cannabis 
rauche. So habe er während des Massnahmevollzugs, in welchem er abstinent gewesen sei, eine 
Berufsausbildung in einem angemessenen zeitlichen Rahmen absolvieren können. Zwar trifft es 
zu, dass der Beschwerdeführer während seines Aufenthalts im B.____ eine kaufmännische Aus-
bildung Profil E gemacht hat. Hierbei ist aber zu berücksichtigen, dass Dr. N.____ die Akten des 
B.____ für seine Begutachtung nicht beigezogen hat. Ein Blick auf die im Rahmen des vorliegen-
den Verfahrens eingeholten Unterlagen ergibt nämlich ein differenzierteres als das vom Gutach-
ter vertretene Bild. Im Abschlussbericht vom 29. Dezember 2011 wurden eine kombinierte Per-
sönlichkeitsstörung mit narzisstischen, dissozialen und impulsiven Anteilen, ein cannabioides Ab-
hängigkeitssyndrom (gegenwärtig abstinent, aber in beschützender Umgebung) und ein schädli-
cher multipler Substanzgebrauch diagnostiziert (Abschlussbericht Ziffer 2.2.2; vgl. auch psychi-
atrisches Gutachten des S.____ vom 13. November 2007). Es wurde von einem stark rückfallge-
fährdeten Beschwerdeführer und zahlreichen Vorkommnissen und Schwierigkeiten im Massnah-
mevollzug berichtet, welche letztlich dazu führten, dass er ab Februar 2011 nicht mehr in der 
Verwaltung, sondern in der Gärtnerei des B._____ arbeiten musste. Aus dem Abschlussbericht 
wird deutlich, dass der B.____ einen erheblichen Aufwand betrieb, damit der (nicht sehr koope-
rative) Beschwerdeführer seinen Lehrabschluss absolvieren konnte. Auch wird auf das zum Teil 

 

 
 
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grenzüberschreitende und deliktische Verhalten hingewiesen. Schliesslich wurde dem Beschwer-
deführer in Bezug auf seine psychische Störung eine sehr ungünstige Prognose gestellt, negiert 
er diese doch fast gänzlich (Abschlussbericht Ziffer 5). Diese aus den Akten des B.____ gewon-
nen Erkenntnisse machen deutlich, dass der Beschwerdeführer auch ohne Cannabiskonsum nur 
mit Mühe seine Lehre abschliessen konnte und wohl kaum über genügend Ressourcen für die 
Ausübung einer 100%igen Tätigkeit verfügte. Dr. N.____ verkannte dabei vor allem, dass aus 
einer im geschützten Rahmen und nur aufgrund einer engmaschigen Betreuung abgeschlosse-
nen Berufsausbildung nicht ohne weiteres eine dauerhafte 100%ige Arbeitsfähigkeit im ersten 
Arbeitsmarkt abgeleitet werden kann. Dies zeigte auch die berufliche Entwicklung des Versicher-
ten nach der Entlassung aus dem B.____. Zwar arbeitete er zunächst während 17 Monaten bis 
Ende Dezember 2012 bei der T.____ AG, wobei zu beachten ist, dass er in dieser Zeit noch 
Bewährungshilfe hatte. Danach war er nur noch von Januar bis November 2013 bei der U.____ 
und vom Februar bis August 2014 bei der D.____ angestellt. Die Annahme, dass der Beschwer-
deführer aus psychiatrischer Sicht eine 100%ige Arbeitsfähigkeit aufweist, leuchtet bereits unter 
Berücksichtigung dieser Ausführungen nicht ein. 
 
Soweit im Gutachten weiter ausgeführt wurde, dass die im Frühling 2016 eingeleitete berufliche 
Massnahme insbesondere wegen des Cannabiskonsums gescheitert sei, widerspricht dies den 
Angaben im Abschlussbericht vom 21. Oktober 2016. Daraus geht hervor, dass sich der Be-
schwerdeführer in einem desolaten gesundheitlichen Zustand befand, weshalb eine Integration 
in den ersten Arbeitsmarkt momentan nicht realistisch war. Dazu äusserte sich der Gutachter 
ebenso wenig wie zur Diskrepanz zwischen der mehrfach attestierten hohen Intelligenz und dem 
Unvermögen, trotz Lehrabschluss im ersten Arbeitsmarkt Fuss zu fassen. 
 
Dem psychiatrischen Gutachter kann auch nicht gefolgt werden, wenn er in Bezug auf den The-
rapieverlauf festhält, der Beschwerdeführer habe – zum Zwecke der Akutintervention in Konflikt-
situationen bzw. wegen Suchtproblemen – lediglich kurze Therapien gemacht. Er übersieht dabei, 
dass der Beschwerdeführer während des gesamten vierjährigen Massnahmevollzugs psychothe-
rapeutisch behandelt wurde. Zudem wird er seit 2008 durch den dipl. Psychologen FH V.____ 
begleitet. Zu dessen Ausführungen vom 20. September 2019 ist festzustellen, dass es entgegen 
seiner Ansicht fraglich ist, ob beim Beschwerdeführer ein Asperger-Syndrom vorliegt, liess sich 
diese Diagnose doch bereits im psychologischen Befundbericht der L.____ vom 10. August 2016 
nach eingehender Untersuchung nicht erhärten. Wie es sich damit verhält, kann an dieser Stelle 
letztlich aber offenbleiben. Die Angelegenheit wird nämlich – wie nachfolgend festgehalten – an 
die Beschwerdegegnerin zur weiteren Abklärung des medizinischen Sachverhalts zurückzuwei-
sen sein. 
 
Schliesslich überzeugt die Zumutbarkeitsbeurteilung von Dr. N.____ nicht. Einerseits attestiert er 
dem Beschwerdeführer eine 100%ige Arbeitsfähigkeit sowohl in der angestammten als auch in 
einer angepassten Tätigkeit. Gleichzeitig weist er aber auf Schwierigkeiten des Beschwerdefüh-
rers hin, die im Bereich der sozialen und emotionalen Anforderungen, speziell in der zwischen-
menschlichen Interaktion lägen. Wie und ob sich diese Schwierigkeiten auf die Arbeitsfähigkeit 
konkret auswirken, führt Dr. N.____ aber nicht näher aus. Weiter ist dem psychiatrischen Gut-
achten nicht plausibel zu entnehmen, weshalb die kombinierte Persönlichkeitsstörung lediglich 

 

 
 
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Einfluss auf die quantitative, jedoch nicht auf die qualitative Arbeitsfähigkeit des Versicherten ha-
ben soll.  
 
8.3.2 Entgegen der Auffassung des RAD-Arztes Dr. O.____ (vgl. Bericht vom 20. August 2018, 
oben E. 7.7) enthält das psychiatrische Teilgutachten von Dr. N.____ auch keine Indikatorenprü-
fung nach einem strukturierten normativen Prüfungsraster. Eine solche wäre aber mit Blick auf 
das in BGE 145 V 215 publizierte Urteil des Bundesgerichts vom 11. Juli 2019, 9C_724/2018, 
erforderlich gewesen. Wie zuvor erwähnt (vgl. oben E. 6.2.2), hat das Bundesgericht in diesem 
Urteil entschieden, dass auch Abhängigkeitssyndrome und Substanzkonsumstörungen dem 
strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind. Eine solche Überprü-
fung fehlt im psychiatrischen Teilgutachten von Dr. N.____. Entsprechend der früheren Recht-
sprechung hat er es in seinem Gutachten vom 8. Juni 2018 unterlassen, die Folgen der Suchter-
krankung des Versicherten anhand der normativen Vorgaben eines strukturierten Beweisverfah-
rens darauf hin zu überprüfen, ob und inwieweit sich das von ihm fachärztlich diagnostizierte 
Abhängigkeitssyndrom auf dessen Arbeitsfähigkeit auswirkt. Unter diesen Umständen ist insbe-
sondere die Frage offengeblieben, ob die willentliche Natur eines fortgesetzten Substanzkon-
sums durch den Versicherten vorbehaltlos bejaht werden kann. Damit ist aber letztlich ungeklärt 
geblieben, ob dem Beschwerdeführer eine Abstinenz, wie sie für die Verwirklichung seiner Ar-
beitsfähigkeit vorausgesetzt wäre, überhaupt zumutbar ist. Das Teilgutachten von Dr. N.____ 
vom 8. Juni 2018 vermag mit Blick auf die neue Rechtsprechung des Bundesgerichts folglich 
nicht zu überzeugen. Die gesundheitlichen Verhältnisse des Versicherten sind daher unter Be-
rücksichtigung einer Indikatorenprüfung erneut abzuklären. Diese drängt sich auch unter Berück-
sichtigung der Tatsache auf, dass die Gutachter beim Beschwerdeführer das Vorliegen einer Si-
mulation oder Aggravation nicht bestätigen konnten (vgl. BGE 141 V 281 E. 2.2.1).  
 
8.3.3 Das psychiatrische Teilgutachten stützt sich somit auf unvollständige Akten und ist we-
der in Bezug auf die Befunderhebung noch betreffend die vorgenommene Zumutbarkeitsbeurtei-
lung überzeugend. Zudem enthält es keine rechtsgenügende Indikatorenprüfung, weshalb darauf 
nicht abgestellt werden kann.  
 
8.4 Schliesslich überzeugt auch die Konsensbeurteilung im Gutachten der E.____ vom 
13. August 2018 nicht. Dabei ist insbesondere auf die mangelhafte Auseinandersetzung mit den 
widersprüchlichen Angaben im neurologischen und im psychiatrischen Gutachten zum adulten 
ADHS hinzuweisen. Während Dr. K.____ diese Diagnose nicht mehr bestätigen konnte, attes-
tierte Dr. N.____ dem Beschwerdeführer ein ADHS im Erwachsenenalter. Weshalb die Gutachter 
in der Folge gesamthaft den Ausführungen von Dr. K.____ folgten, ist nicht ersichtlich und nicht 
plausibel.  
 
8.5 Zusammenfassend ist aufgrund der vorstehenden Ausführungen festzustellen, dass das 
Gutachten der E._____ nicht überzeugt und nicht beweistauglich ist, weist es doch erhebliche 
inhaltliche Mängel auf. So fehlt eine retrospektive Auseinandersetzung mit der Krankenge-
schichte sowie eine Beurteilung der Wechselwirkungen zwischen den erhobenen Befunden. Be-
sonders schwerwiegend ist jedoch, dass die Gutachter sich auf unvollständige Akten stützten, 
indem sie es unterliessen, die Akten des B.____ beizuziehen. Bereits aus diesen Gründen kann 
auf das Gutachten der E.____ nicht abgestellt werden. Zudem fehlt eine Indikatorenprüfung im 

 

 
 
Seite 15   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Sinne der in BGE 145 V 215 geänderten Rechtsprechung. Dies ist vorliegend unverständlich, 
denn die Gutachter betrachteten bei der Beurteilung der medizinischen Situation und der Arbeits-
fähigkeit des Beschwerdeführers den Cannabiskonsum als zentral. Die IV-Stelle Basel-Land-
schaft hätte daher vor Erlass des angefochtenen Entscheids bei der E.____ eine entsprechende 
Ergänzung des Gutachtens verlangen müssen. Indem sie sich diesbezüglich einzig auf die An-
gaben des RAD-Arztes Dr. O.____ vom 20. August 2018 stützte, fehlt es an einer lege artis durch-
geführten Indikatorenprüfung, weshalb sie den rechtserheblichen Sachverhalt ungenügend ab-
geklärt hat. Eine erneute Prüfung des Rentenbegehrens in Form ergänzender Abklärungen im 
Sinne der Erwägungen ist bei dieser Aktenlage unerlässlich.  
 
8.6 Gemäss neuerer bundesgerichtlicher Rechtsprechung können die Sozialversicherungs-
gerichte nicht mehr frei entscheiden, ob sie eine Streitsache zur neuen Begutachtung an die Ver-
waltung zurückweisen. Die Beschwerdeinstanz hat vielmehr im Regelfall selbst ein Gerichtsgut-
achten einzuholen, wenn sie einen im Verwaltungsverfahren anderweitig erhobenen Sachverhalt 
überhaupt für gutachtlich abklärungsbedürftig hält oder wenn eine Administrativexpertise in einem 
rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig ist. Eine Rückweisung an die IV-Stelle bleibt hinge-
gen möglich, wenn sie allein in der notwendigen Erhebung einer bisher vollständig ungeklärten 
Frage begründet ist oder wenn lediglich eine Klarstellung, Präzisierung oder Ergänzung von gut-
achterlichen Ausführungen erforderlich ist (BGE 137 V 210 ff. E. 4.4.1 ff.). Vorliegend hat die 
Beschwerdegegnerin – wie vorstehend ausgeführt – nicht alle notwendigen Abklärungen für die 
Beurteilung des Leistungsanspruchs des Beschwerdeführers vorgenommen und ihren Entscheid 
auf ein unvollständiges und somit nicht beweistaugliches Gutachten gestützt. Aus diesem Grund 
ist es im vorliegenden Verfahren nicht die Aufgabe des kantonalen Gerichts, im Verwaltungsver-
fahren versäumte medizinische Abklärungen nachzuholen. Einer Rückweisung der Sache an die 
Vorinstanz steht daher nichts entgegen. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat den Gesundheitszu-
stand und die Arbeitsfähigkeit des Versicherten nochmals umfassend in erster Linie psychiatrisch 
gutachtlich abzuklären. Gestützt auf die Ergebnisse dieser Aktenergänzung wird sie anschlies-
send über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers neu zu befinden haben. Die vorlie-
gende Beschwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen. 
 
9.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be-
willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen 
ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten 
in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach § 
20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemes-
senem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist die IV-Stelle unterliegende Partei, weshalb die Verfah-
renskosten ihr aufzuerlegen sind.  
 
9.2 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch 
auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Gericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den 
Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses be-
messen. Nach ständiger Praxis des Bundesgerichts genügt für den bundesrechtlichen Anspruch 
auf eine Parteientschädigung auch ein formelles Obsiegen in dem Sinne, dass der Beschwerde 

 

 
 
Seite 16   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

führenden Person durch die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und der Rückweisung der 
Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Beurteilung alle Rechte im Hinblick 
auf eine beanspruchte Leistung gewahrt bleiben (BGE 132 V 215 E. 6.2). Nachdem die Be-
schwerde gutzuheissen und die Sache zur erneuten Abklärung im Sinne der Erwägungen an die 
Vorinstanz zurückzuweisen ist, hat diese dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung aus-
zurichten. Seine Rechtsvertreterin machte in der Honorarnote vom 20. April 2020 einen Zeitauf-
wand von 21.91 Stunden geltend, welcher sich in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- 
und Rechtsfragen sowie unter Berücksichtigung des erheblichen Aktenumfangs noch als ange-
messen erweist. Diese Bemühungen sind zu dem in Sozialversicherungsprozessen praxisge-
mäss für durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von Fr. 250.-- zu 
entschädigen. Nicht zu beanstanden sind die in der Honorarnote ausgewiesenen Auslagen von 
Fr. 228.30. Die IV-Stelle hat dem Beschwerdeführer somit eine Parteientschädigung in der Höhe 
von Fr. 6'145.15 (21.91 Stunden à Fr. 250.-- plus Fr. 228.30 und 7.7 % Mehrwertsteuer) zu be-
zahlen.  

 
10. Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 
ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig ge-
gen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenentscheide sind 
– mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbegehren 
(vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten anfechtbar, 
wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) 
oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit 
einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen 
würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handelt es sich 
bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und an-
schliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenent-
scheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückweisungsentscheid, mit 
dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiell-rechtlichen Anspruchsvorausset-
zungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2). Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid 
handelt es sich um solchen einen Zwischenentscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn 
eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den 
in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet 
das Bundesgericht. Die nachstehende Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrückli-
chen Vorbehalt. 

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als die angefochtene 
Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 23. August 2019 aufge-
hoben und die Angelegenheit zur weiteren Abklärung im Sinne der Er-
wägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die Beschwerde-
gegnerin zurückgewiesen wird. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der Beschwer-
degegnerin auferlegt. 

 3. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat dem Beschwerdeführer eine Partei-
entschädigung in der Höhe von Fr. 6'145.15 (inkl. Auslagen und 7.7 % 
Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 
Vermerk eines allfälligen Weiterzugs 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 http://www.bl.ch/kantonsgericht