# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b801227a-e83f-5f16-a2f5-9170f832d323
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-07-16
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 16.07.2010 E-461/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-461-2009_2010-07-16.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-461/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 6 .  J u l i  2 0 1 0

Richterin Regula Schenker Senn (Vorsitz), 
Richterin Emilia Antonioni, Richter Markus König, 
Gerichtsschreiberin Anna Poschung.

A._______,
Sri Lanka,
vertreten durch (...),
c/o Freiplatzaktion Basel,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 
19. Dezember 2008 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-461/2009

Sachverhalt:

A.
Gemäss  eigenen  Angaben  verliess  der  Beschwerdeführer  seinen 
Heimatstaat Sri Lanka am 18. September 2007 von Colombo aus per 
Flugzeug via  Dubai  nach  Moskau. Nach  einem dortigen sieben-  bis 
achttägigen  Aufenthalt  durchquerte  er  im  Auto  eines  Schleppers 
mehrere ihm unbekannte Länder. Am 3. Oktober 2007 reiste er illegal 
in  die  Schweiz  ein,  wo  er  im  Empfangs-  und  Verfahrenszentrum 
B._______  (EVZ)  gleichentags  um  Asyl  nachsuchte.  Anlässlich  der 
Befragung  vom  10. Oktober 2007  im  EVZ  und  der  Anhörung  vom 
20. Februar 2008 zu den Asylgründen durch das BFM machte der Be-
schwerdeführer im Wesentlichen Folgendes geltend:

Er sei tamilischer Ethnie und in C._______ (Nordprovinz) geboren, wo 
er bis am 10. Mai 2007 gelebt habe. Nach dem Abschluss der Schule 
in seinem Heimatort im Jahr 2004 habe er einen Buchhaltungskurs in  
Jaffna  besucht,  diesen  aufgrund  der  damaligen  Situation  aber  nicht 
beenden können. Anfangs 2007 habe er während drei Monaten bei (...) 
aushilfsweise  als  Büroangestellter  gearbeitet.  Während seiner  Arbeit 
sei er durch die LTTE ausgebildet worden; zweimal pro Woche hätten 
"Kampfhandlungstrainings"  stattgefunden,  welche  körperliches 
Training  sowie  Propaganda  der  LTTE  beinhaltet  hätten.  Abgesehen 
von diesen Trainings habe er keinen Militärdienst geleistet und sei nie 
politisch  aktiv  gewesen.  Seine  Arbeitsstelle  bei  (...)  habe  er 
aufgegeben, weil diese Hand in Hand mit den LTTE gearbeitet habe 
und  letztere  ihn  systematisch  bedrängt  hätten,  in  Kampfhandlungen 
einzutreten. Kurz vor seiner Abreise aus der Heimatstadt sei er zwecks 
Zwangsrekrutierung  von  der  LTTE zu  Hause  gesucht  worden,  habe 
sich aber im Haus und anschliessend bei Tanten in der Umgebung von 
seiner Heimatstadt verstecken können. Um nicht das gleiche Schicksal 
wie ein Cousin zu erleiden, der von der LTTE mitgenommen worden 
sei,  habe  ein  Kollege  seines  Vaters  ihn  auf  illegalem  Weg  nach 
D._______ (Nordprovinz)  zu einem anderen Cousin gebracht,  wo er 
am 15. (Mai 2007) angekommen sei. Am 19. Mai 2007 hätten die LTTE 
an seiner Stelle seinen jüngeren kranken Bruder mitgenommen sowie 
alle  Familienmitglieder  separat  zu  seinem  Aufenthaltsort  befragt.  In 
D._______ habe er aufgrund seiner in C._______ ausgestellten Identi-
tätskarte  bei  Kontrollen  durch  die  srilankischen  Behörden  immer 
wieder Probleme gehabt und es sei für ihn schwierig gewesen, dort zu 
leben und sich frei zu bewegen; namentlich sei er am 14. oder 15. Juli 

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2007  mitgenommen  und  drei  Tage  lang  auf  der  Polizeistation  in 
D._______ festgehalten worden, wo ihm vorgeworfen worden sei, den 
LTTE  anzugehören.  Er  sei  jedoch  nicht  gefoltert  worden.  Als  sein 
Cousin interveniert und Schmiergeld bezahlt beziehungsweise sich für 
ihn verbürgt habe, sei er freigelassen und aufgefordert worden, nach 
C._______ zurückzukehren. Er habe sich indessen weiterhin versteckt 
in D._______ aufgehalten. Sein Vater habe in der Folge einen Traktor 
und ein Grundstück verkauft, um ihn mit dem Verkaufserlös mit einem 
singhalesischen  Schlepper  ins  Ausland  zu  schicken.  Am 
18. September 2007 habe er sein Heimatland via Colombo verlassen 
können.  Bei  einer  Rückkehr  drohe  ihm  die  Verhaftung  durch  die 
srilankischen Soldaten und die Verfolgung durch die LTTE.

Der  Beschwerdeführer  gab  als  Beweismittel  seine  (...)  in  Colombo 
ausgestellte srilankische Identitätskarte, ein Foto eines Bruders, zwei 
Briefe und ein medizinisches Attest betreffend denselben Bruder, eine 
Todesbestätigung  eines  Cousins,  verschiedene  Schulzeugnisse  und 
Zertifikate, einen in der Heimatstadt  ausgestellten Studentenausweis 
sowie  eine  Inhaftierungsbestätigung  durch  einen  Friedensrichter  zu 
den Akten. Für den detaillierten Inhalt der Aussagen und Beweismittel 
wird  auf  die  Akten  und,  soweit  wesentlich,  auf  die  nachfolgenden 
Erwägungen verwiesen.

B.
Mit  Verfügung vom 19. Dezember 2008 – eröffnet am 22. Dezember 
2008 – stellte das BFM fest, der Beschwerdeführer erfülle die Flücht -
lingseigenschaft nicht und lehnte das Asylgesuch ab. Gleichzeitig ver-
fügte es die Wegweisung aus der Schweiz und ordnete die vor läufige 
Aufnahme des Beschwerdeführers in der Schweiz an, da der Vollzug 
der Wegweisung als unzumutbar erachtet wurde.

C.
Mit  Beschwerdeeingabe  vom  22.  Januar  2009  an  das  Bundesver-
waltungsgericht beantragte der Beschwerdeführer die Aufhebung der 
vorinstanzlichen  Verfügung  sowie  die  Feststellung  der  Flüchtlings-
eigenschaft  und die Asylgewährung. Ferner  sei  in  prozessualer  Hin-
sicht  die  unentgeltliche  Rechtspflege  und  Rechtsverbeiständung  zu 
gewähren  und  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvorschusses  zu  ver-
zichten.  Auf  die  Begründung  wird,  soweit  wesentlich,  in  den  Er-
wägungen eingegangen.

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D.
Mit  Zwischenverfügung  des  Bundesverwaltungsgerichts  vom 
4. Februar 2009  wurde  das  Gesuch  um  unentgeltliche  Rechtspflege 
nach  Art. 65 Abs. 1  des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021)  gutgeheissen, 
während  das  Gesuch  um  unentgeltliche  Rechtsverbeiständung  im 
Sinne von Art. 65 Abs. 2 VwVG abgewiesen wurde. Die Beschwerde 
wurde der Vorinstanz zur Vernehmlassung überwiesen (Art. 57 Abs. 1 
VwVG).

E.
Mit Vernehmlassung vom 11. Februar 2009, welche dem Beschwerde-
führer am 1. September 2009 zur Kenntnis gebracht wurde, beantragte 
das BFM die Abweisung der Beschwerde.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005  (VGG,  SR 173.32)  beurteilt  das  Bundesverwaltungs-
gericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das BFM 
gehört  zu  den  Behörden  nach  Art. 33  VGG und  ist  daher  eine  Vor-
instanz  des  Bundesverwaltungsgerichts.  Eine  das  Sachgebiet  be-
treffende  Ausnahme im  Sinne  von  Art.  32  VGG liegt  nicht  vor. Das 
Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der 
vorliegenden Beschwerde; es entscheidet  auf  dem Gebiet  des Asyls 
endgültig  (Art. 105  AsylG;  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichts-
gesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem 
BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 6 AsylG).

1.3 Die  Beschwerde  ist  frist-  und  formgerecht  eingereicht;  der  Be-
schwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist 
durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt,  hat  ein 
schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise 
Änderung  und  ist  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert 

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(Art. 108  und  Art. 105  AsylG  i.V.m. Art. 37  VGG und  Art. 48  Abs. 1 
sowie Art. 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.

1.4 Der Gegenstand der vorliegenden Beschwerde ist zufolge der von 
Vorinstanz  gewährten  vorläufigen  Aufnahme zufolge  Unzumutbarkeit 
des Wegweisungsvollzugs auf die Ziffern 1-3 des Dispositivs der vor-
instanzlichen  Verfügung  vom  19.  Dezember  2008 (Verneinung  der 
Flüchtlingseigenschaft,  Ablehnung  des  Asylgesuchs,  Wegweisungs-
anordnung als solche) beschränkt. Im Rahmen des vorliegenden Be-
schwerdeverfahrens  sind  demnach  die  Flüchtlingseigenschaft,  die 
Asylgewährung und die Wegweisung als solche zu prüfen.

2.
Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

3.  

3.1 Gemäss  Art.  2  Abs.  1  AsylG  gewährt  die  Schweiz  Flüchtlingen 
grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person an-
erkannt, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zu-
letzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit 
zu  einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder  wegen  ihrer  politischen 
Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete 
Furcht hat,  solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte 
Nachteile  gelten  namentlich  die  Gefährdung  von  Leib,  Leben  oder 
Freiheit  sowie  Massnahmen,  die  einen  unerträglichen  psychischen 
Druck bewirken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist  Rechnung 
zu tragen (Art. 3 AsylG).

3.2 Wer um Asyl  nachsucht,  muss  die  Flüchtlingseigenschaft  nach-
weisen  oder  zumindest  glaubhaft  machen.  Diese  ist  glaubhaft  ge-
macht,  wenn  die  Behörde  ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender 
Wahrscheinlichkeit  für  gegeben  hält.  Unglaubhaft  sind  insbesondere 
Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in 
sich  widersprüchlich  sind,  den  Tatsachen  nicht  entsprechen  oder 
massgeblich  auf  gefälschte  oder  verfälschte  Beweismittel  abgestützt 
werden (Art. 7 AsylG).

4.  

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4.1 Die Vorinstanz führte zur Begründung ihres Entscheides aus, der 
Beschwerdeführer  habe  im  Verlaufe  des  Asylverfahrens  angegeben, 
die LTTE hätten ihn zwangsrekrutieren wollen und er habe sich durch 
einen  Wohnortswechsel  nach  D._______  dieser  Rekrutierung 
entziehen  können.  Seine  Schilderungen  würden  jedoch  viele 
Ungereimtheiten enthalten. So habe er ausgeführt,  er habe während 
der ersten drei Monate des Jahres 2007 bis zum 20. April 2007 bei (...)  
gearbeitet,  während  ihn  die  LTTE erstmals  und  dann  immer  wieder 
Ende Februar/Anfang März 2007 für "diesen" Dienst hätten rekrutieren 
wollen. Die Vorinstanz argumentierte,  dass es ein Leichtes gewesen 
wäre,  ihn  am  Arbeitsplatz  festzunehmen,  sollte  er  tatsächlich  für 
diesen Dienst bei den LTTE bestimmt gewesen sein. Weiter ginge aus 
seinen  Erklärungen  während  der  Erstbefragung  hervor,  dass  er  nie 
irgendwelche militärischen Trainings bei den LTTE absolviert habe und 
sich  aus Angst  davor  zu  Hause versteckt  habe,  während er  bei  der 
Anhörung  durch  das  BFM  angegeben  habe,  er  habe  während  drei 
Monaten  an  "Kampfhandlungstrainings"  teilgenommen.  Überdies  sei 
sein Verhalten der angeblichen Gefährdungssituation nicht angepasst, 
da  er  sich  trotz  der  Bedrängung  durch  die  LTTE  seit  Ende 
Februar/Anfang  März  2007  weiterhin  bis  Mitte  Mai  2007  zu  Hause 
aufgehalten habe. Diese Vorbringen würden somit den Anforderungen 
an die Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 AsylG nicht standhalten, so dass 
ihre Asylrelevanz nicht  geprüft  werden müsse. Zudem argumentierte 
die  Vorinstanz,  die  Vorbringen  des  Beschwerdeführers,  die 
srilankischen Behörden hätten ihn  im Juli  2007 während drei  Tagen 
wegen  seiner  Herkunft  aus  C._______  in  D._______  festgehalten, 
wobei  es  während  dieser  Haft  keine  besonderen  Vorkommnisse 
(beispielsweise keinerlei  Gewaltanwendungen) gegeben habe und er 
nach einer  Intervention  eines  Cousins  wieder  entlassen worden sei,  
seien nicht asylrelevant. Diese Vorbringen würden den Anforderungen 
an die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG nicht genügen.

4.2 Der Beschwerdeführer entgegnet in der Beschwerdeeingabe ein-
leitend, die Vorinstanz habe ihm gestützt auf seine Angaben betreffend 
seine Herkunft aus C._______ eine vorläufige Aufnahme gewährt und 
ihn somit nicht als grundsätzlich unglaubwürdig erachtet, was bezüg-
lich der Beurteilung der Glaubhaftigkeit der strittigen Sachverhalte zu 
berücksichtigen sei. Betreffend des Vorwurfs der Unglaubhaftigkeit der 
Vorbringen des Beschwerdeführers durch die Vorinstanz führt er aus, 
er habe während dreien Monate unter Zwang ein Trainingsprogramm 
absolvieren müssen, wie es für  alle  Angestellten der (...)  Pflicht  sei. 

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Das  Training  habe  sowohl  Krafttraining  als  auch  LTTE-Propaganda 
umfasst  und  habe  darauf  gezielt,  geeignete  Kandidaten  für  eine 
Rekrutierung  zu  eruieren.  Nach  Abschluss  des  Trainings  sei  er  zu-
nächst vergleichsweise "mild" von den LTTE dazu angehalten worden, 
ein  "richtiges"  Kampftraining  zu  absolvieren,  was  den  von  der  Vor-
instanz  gemachten  Vorwurf  der  Unstimmigkeit  der  Daten  widerlege. 
Bezüglich  seines  von  der  Vorinstanz  als  der  angeblichen  Ge-
fährdungssituation  nicht  angepasst  gewerteten  Verhaltens 
argumentiert  er,  die  LTTE würden  Mitnahmen beziehungsweise  Ver-
haftungen in den Büros der  (...)  aufgrund der  dortigen Präsenz von 
internationalen Organisationen vermeiden, weshalb er zu Beginn der 
Rekrutierungsmassnahmen  keiner  unmittelbaren  Gefahr  am  Arbeits-
platz ausgesetzt  gewesen sei. Die unmittelbare Bedrohungslage und 
damit  das fluchtauslösende Ereignis  sei  erst  entstanden,  als  ihn die 
LTTE zu Hause gesucht hätten. 

Betreffend Erfüllung der Flüchtlingseigenschaft verweist er auf die bei 
der Vorinstanz geschilderte Bedrohung durch die LTTE sowie die drei-
tägige Inhaftierung durch die srilankischen Behörden. Weiter  würden 
von  seinen  ursprünglich  neun  Tanten  und  Onkeln  mütterlicherseits 
mittlerweile  nur  noch  fünf  leben,  die  restlichen seien als  "(vermeint-
liche)  LTTE-Unterstützer"  dem  Krieg  zwischen  der  tamilischen 
Minderheit  und  der  singhalesischen  Regierung  zum  Opfer  gefallen. 
Diese Ereignisse seien ein starkes Indiz für die Gezieltheit seiner Ver-
folgung,  handle  es  sich  bei  seiner  Familie  doch  um einen  aufgrund 
bestimmter  Merkmale eingegrenzten Personenkreis. Er  selber  werde 
der LTTE-Unterstützung verdächtigt und sei deshalb zum direkten Ziel 
geworden.  Er  könne  sich  weder  in  seinem  Heimatort,  welcher  in-
zwischen ohnehin unter der Kontrolle der srilankischen Armee stehe, 
noch  in  den  übrigen  unter  der  Macht  der  srilankischen  Regierung 
stehenden  Gebieten  aufhalten.  Er  sei  sowohl  gezielter  Verfolgung 
durch die LTTE als auch durch die Regierung ausgesetzt. Im Weiteren 
stelle die gezielte dreitägige Verhaftung ein entscheidendes Indiz für 
die  begründete  Furcht  vor  künftiger  Verfolgung  dar,  und  bei  einer 
weiteren,  sehr  wahrscheinlichen  Verhaftung  würde  er  mit  Sicherheit 
keine Sonderbehandlung im positiven Sinn mehr erfahren. 

4.3 Mit  Vernehmlassung  vom 11.  Februar  2009  hielt  die  Vorinstanz 
fest,  die  Beschwerdeschrift  enthalte  keine  neuen  erheblichen  Tat-
sachen oder Beweismittel, welche eine Änderung ihres Standpunktes 
rechtfertigen könnten.

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5.  

5.1 Glaubhaft sind die Vorbringen eines Asylsuchenden grundsätzlich 
dann, wenn sie genügend substanziiert, in sich schlüssig und plausibel 
sind.  Sie  dürfen  sich  nicht  in  vagen  Schilderungen  erschöpfen,  in 
wesentlichen  Punkten  nicht  widersprüchlich  sein  oder  der  inneren 
Logik entbehren und auch nicht den Tatsachen oder der allgemeinen 
Erfahrung  widersprechen. Darüber  hinaus muss die  gesuchstellende 
Person  persönlich  glaubwürdig  erscheinen,  was  insbesondere  dann 
nicht  der  Fall  ist,  wenn sie  ihre  Vorbringen auf  gefälschte  oder  ver-
fälschte Beweismittel abstützt, aber auch dann, wenn sie wichtige Tat-
sachen unterdrückt  oder  bewusst  falsch darstellt,  im Laufe des Ver-
fahrens  Vorbringen  auswechselt,  steigert  oder  unbegründet  nach-
schiebt, mangelndes Interesse am Verfahren zeigt oder die nötige Mit-
wirkung verweigert. Glaubhaftmachung bedeutet  ferner  – im Gegen-
satz  zum  strikten  Beweis  –  ein  reduziertes  Beweismass  und  lässt 
durchaus Raum für gewisse Einwände und Zweifel an den Vorbringen 
des Gesuchstellers. Entscheidend ist,  ob  im Rahmen einer  Gesamt-
würdigung  die  Gründe,  die  für  die  Richtigkeit  der  Sachverhaltsdar -
stellung des Asylsuchenden sprechen, überwiegen oder nicht. Dabei 
ist auf eine objektivierte Sichtweise abzustellen (vgl. Art.  7 Abs. 2 und 
3 AsylG; EMARK 2005 Nr. 21 E. 6.1 S. 190 f.).

5.2 Die Vorinstanz kam in der angefochtenen Verfügung zum Schluss, 
die Vorbringen des Beschwerdeführers betreffend der Bedrängungen 
durch die LTTE seien nicht glaubhaft.  Diese Auffassung ist wie nach-
folgend dargelegt  vom Bundesverwaltungsgericht  im Resultat  zu  be-
stätigen.

Die  Vorinstanz  begründet  die  Unglaubhaftigkeit  der  Vorbringen  des 
Beschwerdeführers zum einen damit, dass seine Aussagen bezüglich 
der  Rekrutierung durch die  LTTE beziehungsweise  durch  die  (...)  in 
zeitlicher Hinsicht widersprüchlich seien. Dieser Ansicht der Vorinstanz 
kann von Seiten des Bundesverwaltungsgerichts nicht gefolgt werden. 
Aus den Befragungs- und Anhörungsprotokollen geht hervor, dass der 
Beschwerdeführer  während  seiner  Tätigkeit  als  Büroangestellter  für 
die (...) von der LTTE gedrängt worden sei, sich dieser anzuschliessen 
und  in  Kampfhandlungen  einzutreten.  So  ist  rein  aufgrund  der 
Angaben  des  Beschwerdeführers  zum  zeitlichen  Ablauf   nicht 
ausgeschlossen, dass er während dreier Monate bis am 20. April 2007 
bei  der (...)  gearbeitet  haben und seit  Ende Februar 2007 durch die 

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LTTE bedrängt  worden  sein  könnte. Weiter  ist  der  Schlussfolgerung 
der  Vorinstanz  nicht  beizupflichten,  wonach  aus  den  Angaben  des 
Beschwerdeführers  im  EVZ  hervorgehe,  er  hab  nie  irgendwelche 
militärischen Trainings bei den LTTE absolviert, hingegen bei der An-
hörung  durch  das  Bundesamt  geltend  gemacht,  während  dreier 
Monate an "Kampfhandlungstrainings" teilgenommen zu haben. In der 
Anhörung hat er zwar die Frage, ob er Militärdienst geleistet habe, be -
jaht (vgl. vorinstanzliche Akten A8 S. 5), indessen anschliessend aus-
geführt,  die  Trainings  hätten  aus  körperlichen  Übungen  und 
Propaganda der LTTE bestanden (vgl. A8 S. 6). Hingegen ändert diese 
Einschränkung in Bezug auf  die vorinstanzlichen Erwägungen nichts 
daran,  dass  die  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  insgesamt  als 
überwiegend unglaubhaft  zu qualifizieren sind. Die Vorinstanz hat zu 
Recht erwogen, dass die Schilderungen des Beschwerdeführers viele 
Ungereimtheiten enthalten würden. So mangelt es den Ausführungen 
des  Beschwerdeführers  insgesamt  an  Detailreichtum und  Realkenn-
zeichen und sein Aussageverhalten ist durch ausweichende Antworten 
geprägt.  Insbesondere  hat  er  die  Frage  nach  der  Dauer  einer 
Trainingseinheit nicht auf Anhieb beantwortet können, sondern ledig-
lich auf seinen Cousin verwiesen, der direkt an den Kampfhandlungen 
beteiligt  gewesen  sei,  weshalb  es  für  ihn  (den  Beschwerdeführer) 
schwierig sei, diese Frage richtig zu beantworten (vgl. A8 S. 6). Hätte  
der Beschwerdeführer tatsächlich an Trainings teilgenommen, so wäre 
eine  substanziiertere  Antwort  zu  erwarten  gewesen,  zumal  zweimal 
pro Woche solche Trainings stattgefunden haben sollen. Ausweichend 
ist  auch die Antwort auf die Frage nach der behaupteten versuchten 
Zwangsrekrutierung durch die LTTE ausgefallen. Die diesbezüglichen 
Schilderungen des Beschwerdeführers sind äusserst vage und lassen 
den objektiven Eindruck von tatsächlich Erlebtem vermissen (vgl. A8 
S. 8). Im Weiteren erscheint der erst nach mehrmaligem Nachfragen 
geschilderte Sachverhalt  wenig plausibel. Insbesondere ist als  reali -
tätsfremd zu beurteilen, dass es dem Beschwerdeführer gelungen sein 
soll, sich vor den Aktivisten der LTTE im Haus seiner Familie zu ver -
stecken (vgl. A8 S. 9). Es wäre zu erwarten gewesen, dass sich diese 
Zutritt zum Haus verschafft und sich nicht mit der blossen Nachricht an 
den Vater  begnügt  hätten,  der  Beschwerdeführer  solle  sich  im Büro 
der  LTTE melden. Zusammenfassend ist  festzuhalten,  dass  die  Vor-
bringen  des  Beschwerdeführers  bezüglich  der  behaupteten  Be-
drängungen durch die LTTE den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit 
gemäss Art. 7 AsylG nicht standhalten.

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5.3 Der Vollständigkeit halber ist zu erwähnen, dass selbst wenn von 
der  Wahrheit  der  vom Beschwerdeführer  vorgebrachten Verfolgungs-
situation  ausgegangen würde,  aufgrund der  veränderten Situation in 
Sri Lanka wohl deren Aktualität nicht mehr gegeben wäre.

5.4 Soweit  der  Beschwerdeführer  aufgrund  der  dreitägigen  In-
haftierung eine Verfolgung durch die srilankischen Behörden geltend 
macht,  kann  die  Glaubhaftigkeit  dieses  Vorbringens  offengelassen 
werden,  da dieses den Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft 
gemäss Art. 3 AsylG - wie nachfolgend dargelegt - nicht standzuhalten 
vermag.

6.  

6.1 Nach Lehre und Rechtsprechung erfüllt eine asylsuchende Person 
die Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG, wenn sie Nach -
teile  von  bestimmter  Intensität  erlitten  hat  beziehungsweise  mit  be-
achtlicher  Wahrscheinlichkeit  und  in  absehbarer  Zukunft  be-
rechtigterweise befürchten muss, welche ihr gezielt und aufgrund be-
stimmter,  in  Art.  3  Abs. 1  AsylG aufgezählter  Verfolgungsmotive  zu-
gefügt  worden  sind  beziehungsweise  zugefügt  zu  werden  drohen, 
ohne  dass  im  Heimatstaat  effektiver  Schutz  geboten  würde  (vgl. 
EMARK  2006  Nr.  18  E.  10  S.  201  ff.).  Begründete  Furcht  vor  Ver-
folgung im Sinne von Art. 3 Abs. 1 AsylG liegt vor, wenn konkreter An -
lass zur Annahme besteht, letztere hätte sich – aus Sicht im Zeitpunkt 
der Ausreise – mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit und in absehbarer 
Zeit  verwirklicht  beziehungsweise  werde  sich  –  auch  aus  heutiger 
Sicht  –  mit  ebensolcher  Wahrscheinlichkeit  in  absehbarer  Zukunft 
verwirklichen.  Eine  bloss  entfernte  Möglichkeit  künftiger  Verfolgung 
genügt nicht; es müssen konkrete Indizien vorliegen, welche den Ein-
tritt  der  erwarteten  –  und  aus  einem der  vom Gesetz  aufgezählten 
Motive  erfolgenden  –  Benachteiligung  als  wahrscheinlich  und  dem-
entsprechend die Furcht davor als realistisch und nachvollziehbar er-
scheinen lassen. Massgeblich kann indessen nicht allein sein, was ein 
vernünftig  denkender,  besonnener  Mensch  angesichts  geschehener 
oder  drohender  Verfolgungshandlungen  zu  Recht  empfunden  hätte. 
Vielmehr ist  diese rein objektive Betrachtungsweise zusätzlich durch 
das von der betroffenen Person selbst bereits Erlebte und das Wissen 
um Konsequenzen  in  vergleichbaren  Fällen  zu  ergänzen. Dabei  hat 
eine Person, die bereits früher staatlicher Verfolgung ausgesetzt war, 
objektive  Gründe  für  eine  ausgeprägtere  Furcht,  selbst  wenn  die 

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frühere Verfolgung für sich allein mangels der erforderlichen Intensität  
keine  flüchtlingsrechtliche  Relevanz  aufweisen  sollte  (vgl.  EMARK 
2005 Nr. 21 E. 7 S. 193 f., EMARK 2004 Nr. 1 E. 6a S. 9). Die erlittene 
Verfolgung  beziehungsweise  die  begründete  Furcht  vor  künftiger 
Verfolgung muss zudem sachlich und zeitlich kausal für die Ausreise 
aus  dem  Heimat-  oder  Herkunftsstaat  und  grundsätzlich  auch  im 
Zeitpunkt  des  Asylentscheids  noch  aktuell  sein.  Im  Übrigen  muss 
feststehen,  dass  die  von  einer  Verfolgung  bedrohte  asylsuchende 
Person über  keine innerstaatliche Fluchtalternative  verfügt  (vgl. zum 
Ganzen EMARK 2005 Nr. 7 E. 7.1 S. 69 f. mit weiteren Hinweisen).

6.2 Der Beschwerdeführer macht nebst den Bedrängungen durch die 
LTTE  begründete  Furcht  vor  künftiger  Verfolgung  durch  die 
srilankischen Behörden aufgrund seiner Inhaftierung geltend. Bei der 
behaupteten  und  von der  Vorinstanz  unbestrittenen  dreitägigen  Haft 
des  Beschwerdeführers  auf  einem  srilankischen  Polizeiposten  in 
D._______ handelt es sich um einen Eingriff in die persönliche Freiheit 
des  Beschwerdeführers.  Die  relativ  kurze  Haftdauer  und  die  Haft-
umstände  –  insbesondere  werden  keine  Eingriffe  in  die  körperliche 
Integrität  geltend  gemacht  –  vermögen  jedoch  keinen  Nachteil  von 
asylbeachtlicher Intensität zu begründen.
 
Die dreitägige Haft stellt auch keinen objektiven Anhaltspunkt für be-
gründete Furcht vor künftiger Verfolgung dar. Den Schilderungen des 
Beschwerdeführers lassen sich keine Hinweise auf konkrete Umstände 
entnehmen, welche auf  eine drohende Verfolgung in absehbarer Zu-
kunft schliessen lassen würden. So wurde er nach der Haft ohne An-
klageerhebung mit der einzigen Auflage, in die Heimatstadt zurückzu-
kehren, entlassen, was dafür spricht, dass die srilankischen Behörden 
in der Person des Beschwerdeführers kein Sicherheitsrisiko gesehen 
haben, und er somit keine weitere Verhaftung zu befürchten hat. Die 
geschilderten Umstände der Verhaftung – zwei Polizeibeamte hätten 
die Identitätskarten von Passanten kontrolliert (vgl. A8 S. 10) –  deuten 
auf eine zum damaligen Zeitpunkt gängige Personenkontrolle hin, was 
keine  gezielte  Verfolgung  darstellt.  An  dieser  Einschätzung  vermag 
auch der in der Beschwerde gemachte Einwand, Verwandte des Be-
schwerdeführers seien dem Krieg zwischen der tamilischen Minderheit  
und  der  singhalesischen  Regierung  zum  Opfer  gefallen,  was  ein 
starkes Indiz für die Gezieltheit der Verfolgung des Beschwerdeführers 
sei, nichts zu ändern. Vielmehr ist dieser Einwand als nachgeschoben 
zu bewerten, hat der Beschwerdeführer in der Anhörung doch lediglich 

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bemerkt,  von  den  ursprünglich  neun  Geschwistern  seiner  Mutter 
würden nur noch fünf  leben (A8 S. 4). Dem Beschwerdeführer kann 
somit  insgesamt  keine  objektiv  begründete  Furcht  vor  zukünftiger 
Verfolgung durch die srilankischen Behörden zuerkannt werden.

6.3 Zusammenfassend folgt,  dass der Beschwerdeführer die Voraus-
setzungen  zur  Zuerkennung  der  Flüchtlingseigenschaft  nicht  erfüllt.  
Die  Vorinstanz hat  daher  das Asylbegehren zu Recht  abgelehnt. Es 
erübrigt sich, auf die weiteren Ausführungen in der Eingabe des Be-
schwerdeführers  sowie auf  die  bei  der  Vorinstanz eingereichten und 
von dieser zutreffend beurteilten Beweismittel  einzugehen, da sie an 
dieser Würdigung nichts zu ändern vermögen.

7.

7.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht 
ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und 
ordnet  den  Vollzug  an;  es  berücksichtigt  dabei  den  Grundsatz  der 
Einheit der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).

7.2 Der  Beschwerdeführer  verfügt  weder  über  eine  ausländerrecht-
liche Aufenthaltsbewilligung noch über  einen Anspruch auf  Erteilung 
einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet 
(Art. 44 Abs. 1 AsylG; vgl. EMARK 2001 Nr. 21).

7.3 Im  Weiteren  hat  die  Vorinstanz  den  Beschwerdeführer  zufolge 
Unzumutbarkeit  eines  Wegweisungsvollzugs  vorläufig  aufgenommen, 
weshalb  sich  zum  jetzigen  Zeitpunkt  Ausführungen  hinsichtlich  Zu-
lässigkeit und Möglichkeit eines Wegweisungsvollzugs erübrigen.

8.
Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 
Bundesrecht  nicht  verletzt,  den rechtserheblichen Sachverhalt  richtig 
und  vollständig  feststellt  und  angemessen  ist  (Art.  106  AsylG).  Die 
Beschwerde ist nach dem Gesagten abzuweisen.

9.
Aufgrund der mit Zwischenverfügung vom 4. Februar 2009 gewährten 
unentgeltlichen  Rechtspflege  ist  auf  die  Erhebung  von  Verfahrens-
kosten zu verzichten.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3.
Dieses  Urteil  geht  an  die  Rechtsvertreterin  des  Beschwerdeführers, 
das BFM und die kantonale Behörde.

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Regula Schenker Senn Anna Poschung

Versand: 

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