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**Case Identifier:** 96799603-f901-58d4-b262-e23e7b20325d
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-06-15
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Zivilkammer 15.06.2020 ZK2 2019 48
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_007_ZK2-2019-48_2020-06-15.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

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Urteil vom 15. Juni 2020

Referenz ZK2 19 48

Instanz II. Zivilkammer 

Besetzung Hubert, Vorsitzender
Brunner und Nydegger
Riesen, Aktuarin ad hoc

Parteien A._____
Berufungskläger
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. utr. Wilfried Caviezel, Advo-
catur am Nicolai, Kornplatz 2, Postfach 21, 7001 Chur 

gegen

B._____
Berufungsbeklagte
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Christoph Suenderhauf, 
Gäuggelistrasse 29, Postfach, 7001 Chur

Gegenstand Vorsorgliche Beweisführung nach Art. 158 ZPO – Kostenentscheid

Anfechtungsobj. Entscheid Regionalgericht Plessur vom 13. Juni 2019, mitgeteilt 
am 19. Juni 2019 (Proz. Nr. Z.2_____)

Mitteilung 22. Juni 2020

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I. Sachverhalt

A. A._____ ist (Mit-)Eigentümer der Parzelle Nr. Z.1_____ an der E._____ in 
O.1_____. Im Jahre 2013 wurde dieses Grundstück mit einem Zweifamilienhaus 
überbaut. A._____ wohnt im Erd- und ersten Obergeschoss. Das Haus ist von ei-
nem Garten umgeben, an dem A._____ – mit Ausnahme der gemeinschaftlichen 
Fläche im Eingangsbereich – ein ausschliessliches Nutzungsrecht hat.

B. Am 17. Juni 2013 schlossen A._____ und die B._____ einen Werkvertrag 
über Gärtnerarbeiten ab. Zu den bezüglich des Gartens zu erbringenden Arbeiten 
gehörte unter anderem der Einbau des Unter- und des Oberbodens. Weiter war 
Gartenrasen auszubringen. Die B._____ führte diese Arbeiten aus.

C.1. Am 7. Mai 2014 fand eine Abnahme der Gartenarbeiten statt. In der Beilage 
zum Abnahmeprotokoll wurden verschiedene Mängel festgehalten. Bezüglich des 
Rasens hiess es unter anderem: 

Auf der Südseite gibt es eine Stelle, die sehr nass ist. Falls dies bis im 
Herbst 2014 nicht besser wird, muss eine Drainage ausgeführt werden.

C.2. Mit E-Mail vom 16. Januar 2015 wies A._____ gegenüber der B._____ un-
ter anderem darauf hin, dass der Rollrasen an verschiedenen Stellen nicht an-
wachse, es gebe kahle Stellen an zwei Seiten.

C.3. Nachdem die B._____ verschiedene Arbeiten im Zusammenhang mit Män-
geln ausgeführt hatte, erfolgte am 8. Mai 2015 eine weitere Abnahme. Bezüglich 
der nassen Stelle hielten die Parteien im Protokoll der Abnahme fest:

Auf der Südseite gibt es eine Stelle, die sehr nass ist. Falls dies bis im 
Herbst 2014 nicht besser wird, muss eine Drainage ausgeführt werden.
In einem 1. Schritt wird die Bewässerungsanlage besser eingestellt/redu-
ziert und der betroffene Rasen nachgesät. Falls das Problem damit nicht 
behoben werden kann, wird eine Drainage eingebaut (-> B._____, in Ku-
lanz KW 18/19).

C.4. Anlässlich einer gemeinsamen Begehung am 17. März 2017 wurden an 
verschiedenen Stellen Bodenproben entnommen und fotografisch dokumentiert. 
Diese Proben wurden einem externen Fachmann zur Beurteilung übergeben. 
Dessen Befunde akzeptierte A._____ nicht, da sie nach seiner Auffassung nicht 
geeignet waren, die von ihm gerügten Mängel zu entkräften.

C.5. In der Folge beauftragte A._____ die F._____, ein Parteigutachten zu er-
stellen. Dieses datiert vom 8. September 2017. Mit Schreiben vom 13. Oktober 
2017 konfrontierte A._____ die B._____ mit den Ausführungen des Privatgutach-
ters. Die B._____ hielt in ihrem Schreiben vom 16. Oktober 2017 fest, dass sie 

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Mängel, die von ihr verursacht worden seien, selbstverständlich auf ihre Kosten 
beheben werde.

C.6. Am 5. Dezember 2017 fand eine weitere Besprechung zwischen den Par-
teien statt. Mit E-Mail vom 23. Dezember 2017 teilte die B._____ A._____ darauf-
hin mit, dass der Parteigutachter das Konzept mit Drainageschlitzen unterstütze. 
Sie schlage vor, bis Anfang Februar 2018 eine Planskizze zu erstellen, wo die 
Drainageschlitze zu liegen kämen, und diese Skizze A._____ zuzusenden. Nach 
dessen Rückbestätigung könne dann bei geeigneter Witterung die Arbeit in Angriff 
genommen werden. Auf diesen Vorschlag erwiderte A._____ in seiner E-Mail vom 
29. Dezember 2017, dass er keine Kenntnisse darüber habe, wie die Mängelfrei-
heit des Werkes erreicht werden könne, weshalb er es ablehne zu erklären, er sei 
mit der einen oder der anderen Art der Mängelbehebung einverstanden. Weiter 
bestritt er, dass der Parteigutachter die Drainageschlitze als genügend erachtet 
habe. Schliesslich hielt er fest, er habe nicht zu bestimmen, wie die Mängelbehe-
bung vorgenommen werden müsse.

C.7. Am 6. Februar 2018 bestritt die B._____ gegenüber A._____ das Vorliegen 
von rechtsrelevanten Mängeln; insbesondere bestritt sie die Schlussfolgerungen 
des Privatgutachters. Im Sinne einer gütlichen Erledigung der Angelegenheit und 
ohne Anerkennung einer Rechtspflicht offerierte sie das Einbringen einer zusätzli-
chen Drainage. A._____ wies mit Schreiben vom 16. Februar 2018 sämtliche Be-
hauptungen zurück. Weiter setzte er der B._____ Frist zur Behebung der Mängel. 
Diese Frist verstrich unbenutzt.

D. Mit Eingabe vom 9. April 2018 betreffend Werksprüfung (Art. 367 Abs. 2 
OR) und vorsorgliche Massnahme (Art. 158 ZPO) wandte sich A._____ an das 
Regionalgericht Plessur. Er beantragte:

1. Es sei durch das Gericht gestützt auf Art. 183 ff. ZPO und Art. 367 
Abs. 2 OR ein Sachverständiger zu bestellen und mit der Prüfung des 
Werkes und der Beurkundung des Befundes zu beauftragen bezüglich 
der von der Gesuchsgegnerin im Auftrag des Gesuchstellers auf Par-
zelle Nr. Z.1_____, O.1_____, E._____, gemäss Werkvertrag vom 
17.06.2013 ausgeführten Gartenarbeiten gem. BKP 711 ff. Hierbei sei 
zu prüfen, ob 

• der vorhandene Oberboden als Rasentragschicht geeignet ist und 
der Norm entspricht,

• sich ausreichend Luft/Sauerstoff im Boden befindet, so dass das 
Begrünungsziel erreicht werden kann,

• im Boden eine ausreichende Nährstoffversorgung für ein Pflan-
zenwachstum gegeben ist,

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• der vorhandene Schichtaufbau des Untergrundes, des Unterbo-
dens und des Oberbodens einen Wasserabfluss und Luftaus-
tausch zulassen,

• eine Entwässerungsschicht notwendig ist,

• die Bodenoberfläche an allen Stellen des Gartens ein ausreichen-
des Gefälle aufweist.

2. Der Gutachter sei zu beauftragen,

a. seine Feststellungen zu dokumentieren hinsichtlich der festgestell-
ten Schäden/des Zustandes des Werkes;

b. die Ursache des festgestellten Zustandes des Werkes zu eruieren; 
hierbei möge er sich auch detailliert zur Beurteilung der Ursachen 
des Zustandes des Werkes durch den Experten der F._____ äus-
sern.

Trifft der Inhalt des Experten des Gutachters der F._____ zu?

c. die Sanierungsmöglichkeiten und konkrete Sanierungsvorschläge 
für die festgestellten Mängel detailliert festzustellen;

d. die Kosten der vorgeschlagenen Sanierungsarbeiten zu beziffern.

3. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der 
Gesuchsgegnerin.

E. In ihrer Stellungnahme und Expertennomination vom 24. Mai 2018 bean-
tragte die B._____ was folgt:

1. Es sei vorfrageweise festzustellen, dass die Mängelrechte des Ge-
suchstellers nach Art. 178 SIA 118 verjährt sind, da bis Ablauf der 
zweijährigen Garantiefrist das Begrünungsziel nicht bemängelt wurde.

2. Allenfalls möge der Experte feststellen, dass eine Veränderung des 
Begrünungszustandes nach Ablauf der 2-jährigen Garantiefrist nicht 
mehr im Einflussbereich des Gesuchgegners liegt.

3. Da es sich bei der Beurteilung von C._____ vom 8. September 2017 
(KB17) um ein reines Parteigutachten handelt, sei der Experte anzu-
halten, seine Feststellungen unabhängig von diesem Gutachten vor-
zunehmen.

4. Kostenfolge zulasten des Gesuchstellers.

Am 18. Juni 2018 reichte A._____ seine Stellungnahme zur Stellungnahme der 
B._____ vom 24. Mai 2018 ein. Er hielt an seinen Rechtsbegehren fest. 

F. Nachdem die B._____ bereits in ihrer Stellungnahme vom 9. April 2018 ei-
nen Experten vorgeschlagen hatte, benannte A._____ am 26. April 2018 zwei Ex-
perten. In der Folge einigten sich die Parteien jedoch auf den vom Gericht vorge-
schlagenen Experten. 

G. Mit Entscheid vom 6. September 2018 ernannte der Einzelrichter in Zivilsa-
chen am Regionalgericht Plessur Dr. sc. agr. D._____ zum Experten und legte 

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ihm die von A._____ beantragten Fragen weitgehend unverändert vor; er nahm 
einzig davon Abstand, dem Experten das Parteigutachten zur Beurteilung vorzule-
gen. Weiter setzte er für die Parteien bereits eine Frist von zehn Tagen nach er-
folgter Zustellung des Gutachtens an für allfällige Bemerkungen oder Ergänzungs-
fragen gemäss Art. 187 Abs. 1 ZPO. Dieselbe Frist galt, um eine Würdigung der 
Feststellungen des Privatgutachters durch die sachverständige Person zu bean-
tragen.

H. Das Gutachten datiert vom 15./20. November 2018. Es ging dem Regional-
gericht Plessur sowie den Parteien am 22. November 2018 zu. Am 23. November 
2018 setzte der Einzelrichter in Zivilsachen am Regionalgericht Plessur A._____ 
Frist an zur Stellungnahme bezüglich der Rechnung des Experten für die Experti-
se.

I. Nachdem die bereits im Entscheid über die Anordnung einer Expertise an-
gesetzte Frist verlängert worden war, reichte die B._____ mit Schreiben vom 11. 
Dezember 2018 mehrere Ergänzungsfragen ein. 

A._____ beantragte mit Stellungnahme vom 13. Dezember 2018 was folgt:

1. Es seien dem Gutachter die im Text unter Ziffer II./B der nachfolgen-
den Stellungnahme fettgedruckt aufgeführten Fragen zur Beantwor-
tung zu unterbreiten.

2. Der Gutachter sei ferner damit zu beauftragen, sich auch detailliert zur 
Beurteilung der Ursachen des Zustands des Werkes durch den Exper-
ten der F._____ zu äussern. Trifft der Inhalt des Experten des Gutach-
ters der F._____ zu?

3. Eventualiter sei ein Obergutachter einzusetzen und mit der Beantwor-
tung der Fragen gemäss Gesuch vom 09.04.2018 zu beauftragen.

4. Unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Ge-
suchsgegnerin.

Die Stellungnahme von A._____ zu den Ergänzungsfragen der B._____ datiert 
vom 14. Januar 2019; A._____ beantragte, die Ergänzungsfragen der B._____ 
nicht zuzulassen. 

In ihrer Stellungnahme vom 24. Januar 2019 zur Stellungnahme von A._____ vom 
13. Dezember 2018 beantragte die B._____ was folgt:

1. Es sei festzustellen, dass das gerichtliche Gutachten von Dr. sc. agr. 
D._____ vollständig ist und dass der Experte das zugrunde liegende 
Thema umfassend beantwortet hat.

2. Auf den Beizug des Privatgutachtens des Gesuchstellers des F._____ 
sei zu verzichten.

3. Auf eine Oberexpertise sei zu verzichten.

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4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Gesuchstellers.

J. Mit Schreiben vom 1. Februar 2019 leitete der Einzelrichter in Zivilsachen 
am Regionalgericht Plessur die jeweiligen Ergänzungsfragen der Parteien unver-
ändert an den Experten weiter. Gleichzeitig liess er dem Experten auch das Par-
teigutachten der F._____ zukommen. Er setzte für die Beantwortung der Ergän-
zungsfragen Frist bis zum 25. Februar 2019. 

Die Beurteilung des Parteigutachtens und die Beantwortung der Ergänzungsfra-
gen der Parteien durch den Gerichtsexperten datiert vom 12. Februar 2019. 

K. Am 25. Februar 2019 reichte A._____ beim Regionalgericht Plessur einen 
Antrag auf Einholung eines Obergutachtens ein. Er machte geltend, das gerichtli-
che Gutachten sei unvollständig, unklar, nicht gehörig begründet und in sich wi-
dersprüchlich. Das Gutachten samt Ergänzungen sei daher unbrauchbar. Weil 
sich der Gutachter immer wieder in Widersprüche verstricke und sich sogar weige-
re, die ihm gestellten Fragen zu beantworten, mache es keinen Sinn, ihn sein 
Gutachten ergänzen zu lassen.

In ihrer Stellungnahme vom 19. März 2019 zum Gesuch um Einholung eines 
Obergutachtens beantragte die B._____, das Gesuch sei abzuweisen. 

Der Experte äusserte sich in seiner Stellungnahme vom 28. März 2019 zum von 
A._____ geäusserten Verdacht, der Experte sei möglicherweise von der gesuchs-
gegnerischen Partei beeinflusst worden.

In seiner Stellungnahme vom 3. April 2019 zur Stellungnahme der B._____ vom 
19. März 2019 hielt A._____ an seinem Rechtsbegehren fest.

L. Mit Entscheid vom 13. Juni 2019 erkannte der Einzelrichter in Zivilsachen 
am Regionalgericht Plessur was folgt:

1. Der Antrag von A._____ um Einholung eines Obergutachtens wird ab-
gewiesen.

2. a) Die Gerichtskosten von insgesamt CHF 12‘882.80 gehen unter 
Vorbehalt einer anderslautenden Kostenverteilung in einem allfäl-
ligen Hauptprozess zu Lasten von A._____ und werden mit dem 
geleisteten Kostenvorschuss von CHF 8‘200.00. verrechnet. Den 
Fehlbetrag von CHF 4‘682.80 hat A._____ dem Kanton Graubün-
den nachzuzahlen.

b) A._____ hat der B._____ unter Vorbehalt einer Rückerstattung 
entsprechend dem Ausgang des allfälligen Hauptprozesses eine 
Parteientschädigung von CHF 11‘980.55 (inkl. Barauslagen und 
MwSt.) zu bezahlen.

3. a) (Rechtsmittelbelehrung.)

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b) (Rechtsmittelbelehrung Kostenentscheid.)

c) Im vorliegend anwendbaren summarischen Verfahren erfolgt kein 
Fristenstillstand durch Gerichtsferien (Art. 145 Abs. 2 lit. b ZPO).

4. (Mitteilung.)

M. Gegen diesen Entscheid des Einzelrichters in Zivilsachen am Regionalge-
richt Plessur führt A._____ mit Eingabe vom 1. Juli 2019 Berufung beim Kantons-
gericht von Graubünden. Er beantragt: 

1. Es seien die Dispositivziffern

• 1.

• 2. a), soweit es um die Kosten der vorsorglichen Beweisführung in 
Höhe von CHF 11‘382.80 geht

des angefochtenen Entscheids des Einzelrichters am Regionalgericht 
Plessur (Proz. Nr. Z.2_____) zu kassieren und durch folgende Neure-
gelung zu ersetzen:

• „1. Es wird ein Obergutachter eingesetzt und damit beauftragt, die 
im Gesuch vom 09.04.2018 beauftragte Werksprüfung vorzuneh-
men und die dort gestellten Fragen zu beantworten.

• 2. a) Die Kosten für das Gutachten des Sachverständigen D._____ 
in Höhe von CHF 11‘382.80 werden mangels korrekter Auftrags-
ausführung nicht an den Gutachter erstattet.“

2. Unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Ge-
suchsgegnerin und Berufungsbeklagten für das Berufungsverfahren 
vor dem Kantonsgericht Graubünden.

Mit Berufungsantwort vom 11. Juli 2019 beantragt die B._____ die kostenfällige 
Abweisung der Berufung.

Die Replik von A._____ datiert vom 29. Juli 2019, die Duplik der B._____ vom 13. 
August 2019. Beide Parteien halten in ihrer Rechtsschrift an ihren Rechtsbegeh-
ren unverändert fest. 

N. Auf die Erwägungen im angefochtenen Entscheid und die Ausführungen in 
den Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, im Folgenden eingegangen.

II. Erwägungen

1.1. Der angefochtene Entscheid des Einzelrichters am Bezirksgericht Plessur 
vom 13. Juni 2019 betreffend vorsorgliche Beweisführung nach Art. 158 ZPO ist 
wie ein Entscheid über eine vorsorgliche Massnahme nach Art. 308 Abs. 1 lit. b 
ZPO grundsätzlich mit Berufung anfechtbar (vgl. Art. 158 Abs. 2 ZPO). Offensicht-
lich ist der vorinstanzliche Entscheid in einer vermögensrechtlichen Angelegenheit 
ergangen, beabsichtigt doch der Berufungskläger, mittels der beantragten vorsorg-

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lichen Beweisabnahme allfällige Ansprüche aus Mängelhaftung gegenüber der 
Berufungsbeklagten zu sichern. Demnach ist die Berufung nur unter der Voraus-
setzung der Erfüllung des Streitwerterfordernisses nach Art. 308 Abs. 2 ZPO 
zulässig, wobei zur Bemessung des Streitwertes für die Berufungsinstanz einzig 
die bei Erlass des erstinstanzlichen Entscheids noch aufrechterhaltenen Rechts-
begehren massgebend sind (vgl. die Urteile des Bundesgerichts 5D_13/2017 vom 
4. Dezember 2017 E. 5.2 und 5A_261/2013 vom 19. September 2013 E. 3.3). 
Weiter ist zur Bestimmung des für die Berufung erforderlichen Streitwerts auf den 
mit der beantragten vorsorglichen Beweisführung zu beweisenden Hauptanspruch 
(Anspruch aus Mängelhaftung) abzustellen (vgl. Mark Schweizer, Vorsorgliche 
Beweisabnahme nach schweizerischer Zivilprozessordnung und Patentgesetz, 
ZZZ 2010, S. 26; Walter Fellmann, in: Thomas Sutter-Somm/Franz Hasenböh-
ler/Christoph Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozess-
ordnung [ZPO], 3. Auflage, Zürich 2016, N 26b zu Art. 158 ZPO; Urteil der II. Zivil-
kammer ZK2 12 10 vom 3. Mai 2012 E. 2.b). Unter Berücksichtigung dieser 
Grundsätze und der im Gutachten geschätzten Kosten für eine Sanierung des Ra-
sens (Akten der Vorinstanz, act. IX/2.1, S. 15, „Sanierungsmassnahmen“) gelangt 
die II. Zivilkammer des Kantonsgerichts zum Schluss, dass vorliegend der für die 
Berufung erforderliche Streitwert erreicht ist. Davon gehen offenbar übereinstim-
mend auch die Parteien aus, zumal sie in ihren Rechtsschriften mit keinem Wort 
auf die Problematik des Streitwerts eingehen und eine – ausdrücklich als solche 
bezeichnete – „Berufung“ sowie eine „Berufungsantwort“ eingereicht haben. Da 
die Berufung vom 1. Juli 2019 überdies zeitig ist und auch alle übrigen Sachur-
teilsvoraussetzungen erfüllt sind, ist darauf einzutreten.

Im Sinne von Art. 112 Abs. 1 lit. d des Bundesgerichtsgesetztes (BGG; SR 
173.110) ist weiter festzustellen, dass die II. Zivilkammer des Kantonsgerichts die 
für die zivilrechtliche Beschwerde an das Bundesgericht erforderliche Streitwert-
grenze von CHF 30'000.00 (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG) angesichts der im Gutachten 
genannten Sanierungskosten als nicht erreicht erachtet.

2. Der Berufungskläger hat in der Berufung eine „Bekräftigungsklausel“ ange-
bracht, gemäss der er an allen seinen Darlegungen in seinen Eingaben vor der 
Vorinstanz festhält und auf seine diesbezüglichen Rechtsschriften verweist. Eine 
solche „Bekräftigungsklausel“ erfüllt die Anforderungen an die Begründung einer 
Berufung jedoch nicht.

Gemäss Art. 311 Abs. 1 ZPO ist die Berufung schriftlich und begründet einzurei-
chen. Das Bundesgericht hat in konstanter Rechtsprechung erklärt, begründen im 
Sinne von Art. 311 Abs. 1 ZPO bedeute aufzuzeigen, inwiefern der angefochtene 

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Entscheid als fehlerhaft erachtet werde. Dieser Anforderung genüge der Beru-
fungskläger nicht, wenn er lediglich auf die vor erster Instanz vorgetragenen Vor-
bringen verweise, sich mit Hinweisen auf frühere Prozesshandlungen zufrieden 
gebe oder den angefochtenen Entscheid in allgemeiner Weise kritisiere (vgl. zum 
Ganzen statt vieler die Urteile des Bundesgerichts 5A_801/2018 vom 30. April 
2019 E. 4.4 und 5A_466/2016 vom 12. April 2017 E. 2.3 sowie BGE 141 III 569 E. 
2.3.3 und 138 III 374 E. 4.3.1). Weiter muss die Begründung hinreichend genau 
und eindeutig sein, um von der Berufungsinstanz mühelos verstanden werden zu 
können. Dies setzt voraus, dass der Berufungskläger im Einzelnen die vorinstanz-
lichen Erwägungen bezeichnet, die er anficht, und die Aktenstücke nennt, auf de-
nen seine Kritik beruht (vgl. BGE 141 III 569 E. 2.3.3). Das erwähnte Verwei-
sungsverbot ist keine Schikane, sondern verfolgt den doppelten Zweck, einerseits 
der Berufungsinstanz die Arbeit zu erleichtern und andererseits den Berufungsklä-
ger dazu zu zwingen, sich mit dem angefochtenen Entscheid auseinanderzuset-
zen, was zwangsläufig nicht geschehen kann, wenn lediglich auf frühere und da-
mit vor Erlass des angefochtenen Entscheids erstellte Eingaben verwiesen und in 
erster Instanz Vorgebrachtes praktisch wörtlich wiederholt wird (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts 5A_801/2018 vom 30. April 2019 E. 4.4). 

Damit steht fest, dass der Berufungskläger mittels der „Bekräftigungsklausel“ kei-
ne Argumente aus dem erstinstanzlichen Verfahren ins Berufungsverfahren ein-
führen konnte. Die II. Zivilkammer des Kantonsgerichts hat sich nur mit jenen Ar-
gumenten und Darlegungen zu beschäftigen, die der Berufungskläger in den 
Rechtsschriften des Berufungsverfahrens vorgebracht hat. 

3. Der Berufungskläger moniert, die Vorinstanz habe seinen Antrag auf Einho-
lung eines Obergutachtens ohne weitere Begründung abgelehnt und damit seinen 
Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt.

3.1. Im Verfahren vor den kantonalen Instanzen (Art. 1 ZPO) gewährleistet Art. 
53 ZPO den Anspruch der Parteien auf rechtliches Gehör, wie ihn Art. 29 Abs. 2 
BV umschreibt (BGE 142 III 48 E. 4.1.1). Danach verlangt das rechtliche Gehör, 
dass das Gericht die Vorbringen des vom Entscheid in seiner Rechtsstellung Be-
troffenen auch tatsächlich hört, prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt. 
Daraus folgt die Verpflichtung des Gerichts, seinen Entscheid zu begründen. Da-
bei ist es nicht erforderlich, dass sich das Gericht mit allen Parteistandpunkten 
einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich wider-
legt. Vielmehr kann es sich auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte be-
schränken. Die Begründung muss so abgefasst sein, dass sich der Betroffene 
über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis 

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der Sache an die höhere Instanz weiterziehen kann. In diesem Sinn müssen we-
nigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich das Gericht hat 
leiten lassen und auf die sich sein Entscheid stützt (Urteil des Bundesgerichts 
5A_801/2018 vom 30. April 2019 E. 3.3; BGE 134 I 83 E. 4.1; 143 III 65 E. 5.2). Zu 
begründen ist das Ergebnis des Entscheides, das im Urteilsspruch zum Ausdruck 
kommt und das allein die Rechtsstellung der betroffenen Person berührt. Die Be-
gründung ist also nicht an sich selbst, sondern am Rechtsspruch zu messen (BGE 
145 III 324 E. 6.1 mit Hinweis).

Diese verfassungsrechtlichen Minimalanforderungen an die Begründung gelten 
auch für die Anordnung von vorsorglichen Massnahmen. Daran ändert nichts, 
dass diese regelmässig aufgrund einer summarischen Beurteilung der Anspruchs-
grundlage erfolgen und ihrem Zweck nach rasch erlassen werden müssen und 
dass damit nicht endgültig über materielle Gebrauchsrechte oder Unterlassungs-
ansprüche der Parteien entschieden wird (BGE 134 I 83 E. 4.1).

3.2. Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist formeller Natur, womit seine Verlet-
zung grundsätzlich ungeachtet der materiellen Begründetheit des Rechtsmittels 
zur Gutheissung der Beschwerde und zur Aufhebung des angefochtenen Ent-
scheids führt (BGE 135 I 187 E. 2.2 mit Hinweisen). Jedoch kann nach der Recht-
sprechung eine nicht besonders schwerwiegende Verletzung des rechtlichen 
Gehörs ausnahmsweise als geheilt gelten, wenn die betroffene Person die Mög-
lichkeit erhält, sich vor einer Rechtsmittelinstanz zu äussern, die sowohl den 
Sachverhalt als auch die Rechtslage frei überprüfen kann (BGE 127 V 431 E. 
3d/aa). Unter dieser Voraussetzung ist darüber hinaus – im Sinn einer Heilung des 
Mangels – selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des Anspruchs auf recht-
liches Gehör von einer Rückweisung der Sache an die Vorinstanz abzusehen, 
wenn und soweit die Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu 
unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem (der Anhörung gleichgestell-
ten) Interesse der betroffenen Partei an einer beförderlichen Beurteilung der Sa-
che nicht zu vereinbaren wären (Urteil des Bundesgerichts 5A_801/2018 vom 30. 
April 2019 E. 3.3; BGE 137 I 195 E. 2.3.2; 142 III 218 E. 2.8.1; vgl. auch BGE 144 
III 394 E. 4).

3.3. Die Vorinstanz hat im angefochtenen Entscheid bezüglich des Antrags, ein 
Obergutachten einzuholen, wörtlich ausgeführt: „Soweit die gesuchstellende Partei 
um Einholung eines Obergutachtens ersucht, wird der Antrag abgewiesen. Die 
gesuchstellende Partei ist augenscheinlich mit den Befunden des Gutachters nicht 
einverstanden. Es besteht indes kein Interesse an einer vorsorglichen Beweis-
führung, wenn es der gesuchstellenden Partei lediglich darum geht, ein bereits 

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vorliegendes Gutachten mit einem weiteren Gutachten in Frage zu stellen (BGE 
140 III 16 E. 2.2.2; BGE 140 III 24 E. 3.3.1.1 ff.; Urteil Obergericht Zürich vom 3. 
März 2015, 11382.82, E. 3.8.2)“ (angefochtener Entscheid, act. B.1, S. 2 Ziff. 3). 
Aus dieser Erwägung geht deutlich hervor, dass die Vorinstanz den Antrag auf 
Einholung eines Obergutachtens abgelehnt hat, weil der Berufungskläger nach 
ihrer Auffassung mit seinem Antrag einzig bezweckte beziehungsweise erhoffte, 
das bereits eingeholte Gutachten mittels eines weiteren Gutachtens in Frage stel-
len zu können. Das wiederum bedeutet, dass der Berufungskläger gemäss Beur-
teilung der Vorinstanz keine überzeugenden Argumente gegen das eingeholte 
Gutachten vorbringen konnte, sondern solche Argumente erst durch ein weiteres 
Gutachten zu finden hoffte. Dazu aber ist ein Obergutachten – wie die Vorinstanz 
zu Recht festgehalten hat – nicht da. Die Vorinstanz hat mithin die Argumente des 
Berufungsklägers als nicht überzeugend beurteilt. Die weitere Feststellung der 
Vor-instanz, der Berufungskläger sei augenscheinlich mit dem Gutachten nicht 
einverstanden, weist darauf hin, dass der Berufungskläger gemäss Würdigung der 
Vorinstanz dem bereits eingeholten Gutachten einzig seine eigene Meinung ent-
gegengehalten hat, also keine objektiv begründeten Unzulänglichkeiten des Gut-
achtens aufzeigt, sondern allein subjektiv empfundene Fehlleistung nennt. Allein 
dass ein Gutachten nicht der Auffassung einer Partei entspricht, macht das Gut-
achten aber nicht mangelhaft. Als Meinungsäusserung des Berufungsklägers war 
im Übrigen auch das Privatgutachten zu werten, denn es durfte von der Vorinstanz 
nicht als Beweismittel, sondern nur als Parteibehauptung berücksichtigt werden 
(vgl. BGE 140 III 16 E. 2.5). Die Vorinstanz hat mithin das gerichtliche Gutachten 
durch die Argumente des Berufungsklägers nicht erschüttert gesehen. Daneben 
finden sich auch in den Erwägungen zur Verlegung der Gerichtskosten Aus-
führungen dazu, weshalb die Vorinstanz den Antrag auf Einholung eines Obergut-
achtens abgelehnt hat. So hat die Vorinstanz festgestellt: „Dass der Experte am 
Schluss seines Gutachtens eine zusammenfassende Bewertung vorgenommen 
hat, ist nicht zu beanstanden. Der Experte hat die nötigen Messungen vorgenom-
men und die ihm gestellten Fragen beantwortet“ (angefochtener Entscheid, act. 
B.1, S. 3 Ziff. 4). Die Vorinstanz hat sich offensichtlich mit den Rügen des Beru-
fungsklägers, es sei nicht Aufgabe des Experten gewesen, eine zusammenfas-
sende Bewertung abzugeben, der Experte habe nicht genügend Messungen vor-
genommen und er habe die an ihn gestellten Fragen nicht beantwortet, auseinan-
dergesetzt und sie hat diese verworfen. Insgesamt ergibt sich, dass aus den Er-
wägungen der Vorinstanz die Gründe, die zur Ablehnung des Antrags auf Einho-
lung einer Oberexpertise geführt haben, durchaus zu erkennen sind. Die Begrün-
dung ist zwar sehr knapp ausgefallen, sie vermag den an sie zu stellenden Anfor-
derungen aber zu genügen.

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Selbst wenn die Begründung als ungenügend erachtet werden müsste, wäre im 
Übrigen trotzdem keine Rückweisung an die Vorinstanz angebracht. Zum einen 
prüft die Rechtsmittelinstanz im Berufungsverfahren sowohl Sachverhalt als auch 
Rechtslage frei (vgl. Art. 310 ZPO), so dass eine Heilung im Berufungsverfahren 
möglich ist. Zum andern würde eine Rückweisung zu einem formalistischen Leer-
lauf führen. Der anwaltlich vertretene Berufungskläger war offensichtlich ohne 
Weiteres in der Lage, die Tragweite des vorinstanzlichen Entscheids zu erkennen 
und diesen sachgerecht anzufechten. Beides lässt sich aus der ausführlichen Be-
rufungsschrift ableiten. Eine eingehendere Begründung der Vorinstanz würde dar-
an nichts ändern. Eine Rückweisung an die Vorinstanz würde daher einzig zu ei-
nem Leerlauf führen und Zeit kosten. Sie ist folglich nicht angezeigt.

3.4. Aus dem Gesagten erhellt, dass keine Verletzung des rechtlichen Gehörs 
vorliegt und dass eine Rückweisung an die Vorinstanz selbst dann nicht erfolgen 
würde, wenn eine Verletzung des rechtlichen Gehörs bejaht werden müsste, weil 
eine Rückweisung nur zu einem formalistischen Leerlauf führen würde.

4. Der Berufungskläger hält dafür, die von der Vorinstanz in ihrer Begründung 
angeführten bundesgerichtlichen Urteile seien nicht einschlägig. Das Bundesge-
richt habe in jenen Urteilen festgestellt, es liege kein schutzwürdiges Interesse an 
einem weiteren Gutachten vor, wenn bereits ein taugliches Gutachten vorhanden 
sei. Das von der Vorinstanz eingeholte Gutachten erweise sich aber als untaug-
lich, was er vor Vorinstanz in seinen Stellungnahmen aufgezeigt habe. Mit dieser 
Argumentation setzt der Berufungskläger der Feststellung der Vorinstanz, das 
Gutachten sei durchaus tauglich, einfach seine eigene Meinung, wonach dem 
Gutachten die Tauglichkeit abgehe, entgegen und folgert daraus, dass die von der 
Vorinstanz angeführten Bundesgerichtsurteile nicht einschlägig seien. Das über-
zeugt nicht. Wie die nachfolgenden Erwägungen zeigen, ist das Gutachten sehr 
wohl tauglich und die Entscheidung der Vorinstanz korrekt. 

4.1. Bezüglich der an den Experten gestellten Frage 1 ist festzuhalten, dass die 
Parteien im Werkvertrag eine Vegetationstragschicht und keine Rasentragschicht 
vereinbart haben (Akten der Vorinstanz, act. II/3, S. 23, BKP 711). Die Frage 1, ob 
der vorhandene Oberboden als Rasentragschicht geeignet sei und der Norm ent-
spreche, erweist sich damit als irrelevant, da das von der Berufungsbeklagten ab-
zuliefernde Werk nicht die Anforderungen für eine Rasentragschicht erfüllen muss-
te. Wenn der gerichtliche Gutachter sich bei der Beantwortung dieser Frage in 
seinem Gutachten nicht so sehr mit einer Rasentragschicht beschäftigt hat, son-
dern vielmehr von einer Vegetationstragschicht ausgegangen ist, so ist dies ent-
gegen der Auffassung des Berufungsklägers nicht ein Zeichen dafür, dass der 

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Gutachter die Frage nicht beantwortet hat. Vielmehr zeigt es die genaue Arbeits-
weise des Gutachters. Der Berufungskläger moniert weiter, der gerichtliche Gut-
achter stelle einerseits fest, die Vegetationstragschicht entspreche den Anforde-
rungen der SIA Norm 318, andererseits führe er aber aus, die Bodenschicht weise 
Schwächen bei der Belastbarkeit in nassem Zustand auf. Ein der Norm entspre-
chender Oberboden dürfe aber nach allgemeinem Verständnis keine Schwächen 
aufweisen, da er andernfalls nicht der Norm entspreche. Dem ist entgegen zu hal-
ten, dass der Gutachter in seiner Stellungnahme vom 12. Februar 2019 deutlich 
ausgeführt hat, dass in der SIA Norm 318 keine Anforderungen bezüglich der 
Qualität einer Vegetationstragschicht gemacht werden (Akten der Vorinstanz, act. 
IX/3.4, S. 7, Ergänzungsfrage 4). Die Vegetationstragschicht konnte daher durch-
aus der SIA Norm 318 entsprechen, indem sie nämlich tatsächlich eine Vegetati-
onstragschicht war, und trotzdem gewisse Schwächen für den konkreten Standort 
aufweisen. Der gerichtliche Experte hat in seiner Stellungnahme vom 12. Februar 
2019 denn auch klar ausgeführt, die Vegetationstragschicht müsse den örtlichen 
Gegebenheiten angepasst werden, was eine planerische Aufgabe sei bezie-
hungsweise es müssten im Rahmen der Ausschreibung oder des Werkvertrages 
erweiterte, das heisst über die normale Rasennutzung hinausgehende Ansprüche 
formuliert werden, wenn solche bestünden (vgl. Akten der Vorinstanz, act. IX/3.4, 
S. 7 Ziff. 4). Aus den Feststellungen des Experten ergibt sich damit, dass in der 
SIA Norm 318 nur gewissermassen die Grundform der Vegetationstragschicht er-
wähnt ist, die jedoch auf den konkreten Standort noch angepasst werden muss. 
Vorliegend hat der Gutachter die Vegetationstragschicht als der in der SIA Norm 
318 enthaltenen Grundform entsprechend erachtet; gleichzeitig hat er jedoch er-
kannt, dass für den konkreten Standort Anpassungen notwendig gewesen wären. 
Der vom Berufungskläger monierte Widerspruch in den Ausführungen des Exper-
ten besteht folglich nicht. Dasselbe ist mit Bezug auf das Argument des Beru-
fungsklägers zu sagen, der gerichtliche Gutachter erkläre einerseits, eine Vegeta-
tionstragschicht sei für eine normale Rasennutzung geeignet, andererseits aber 
führe er aus, im vorliegend zu beurteilenden Fall sei eine normale Nutzung der 
Rasenfläche im nassen Zustand nur eingeschränkt möglich. Auch hier geht es 
darum, dass eine Vegetationstragschicht grundsätzlich für eine normale Rasen-
nutzung geeignet ist, dass aber bei besonderen Gegebenheiten – wie zum Bei-
spiel bei einer übermässig nassen Stelle – Anpassungen vorgenommen werden 
müssen, da die Anforderungen dort wegen der veränderten Verhältnisse über eine 
normale Rasennutzung hinausgehen. Auch hier ist mithin kein Widerspruch in den 
Ausführungen des gerichtlichen Gutachters erkennbar. Im Übrigen scheint der 
Berufungskläger davon auszugehen, dass ein Rasen im nassen Zustand gleich 
wie im trockenen Zustand genutzt werden können muss. Das trifft nicht zu. Der 

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Gutachter hat in seiner Stellungnahme vom 12. Februar 2019 klar festgehalten, 
dass alle Rasenflächen bei Nässe geschont werden müssen (Akten der Vor-
instanz, act. IX/3.4, S. 18, Ergänzungsfrage 59). Der Berufungskläger geht daher 
von einer falschen Vorstellung aus, welchen Anforderungen ein Rasen zu genü-
gen hat, wenn er meint, jede Nutzung, die bei einem trockenen Rasen möglich sei, 
müsse auch bei einem nassen Rasen möglich sein.

Der Berufungskläger moniert weiter, der Gutachter habe die sich aus seinen eige-
nen Ausführungen ergebenden Schlussfolgerungen nicht gezogen. Damit will er 
geltend machen, obwohl sich aus den Ausführungen des Gutachters das Vorlie-
gen von Mängeln ergebe, habe der Gutachter keine solchen festgestellt. Dies war 
jedoch auch nicht die Aufgabe des Gutachters. Ob ein Mangel im rechtlichen Sin-
ne vorliegt, ist nämlich eine Rechtsfrage. Rechtsfragen aber sind vom Gericht zu 
beantworten und nicht vom Gutachter. Dass der Gutachter die aus seinen Aus-
führungen fliessenden Schlussfolgerungen nicht gezogen beziehungsweise fest-
gestellte Mängel nicht als solche benannt haben soll, ist daher kein Argument ge-
gen die Tauglichkeit des Gutachtens. Die vom Berufungskläger genannten Hin-
weise auf angeblich fehlende Schlussfolgerungen überzeugen im Weiteren nicht. 
Wie bereits erwähnt, verkennt der Sachverständige entgegen der Auffassung des 
Berufungsklägers nicht, dass an einer besonders nassen Stelle eine normale Ra-
sennutzung nur eingeschränkt möglich ist. Er stellt aber auch fest, dass im Werk-
vertrag keine weiteren Anforderungen an den Rasen formuliert worden sind, de-
nen das Werk der Berufungsbeklagten hätte genügen müssen. Gemäss Gutachter 
liegt das Problem damit nicht in der Ausführung, sondern in der Planung. Das er-
gibt sich deutlich aus den Feststellungen des Gutachters, auch wenn er es in die-
ser Klarheit unter dem Titel „Ursachen des festgestellten Zustands des Werks“ 
nicht ausgeführt haben mag. Das genügt. Wie der Berufungskläger zu Recht fest-
stellt, ist es im Übrigen Aufgabe des Gerichts und nicht des Gutachters, darüber 
zu entscheiden, wem die Planung oblegen hat. Die weiteren Ausführungen des 
Berufungsklägers, die sich mit der Rasentragschicht befassen, sind vorliegend 
irrelevant, da die Parteien im Werkvertrag wie gesehen keine Rasentragschicht 
vereinbart haben. 

4.2. Bezüglich der Frage 2, ob sich genügend Luft/Sauerstoff im Boden befinde, 
so dass das Begrünungsziel erreicht werden könne, moniert der Berufungskläger, 
der Gutachter beantworte diese gar nicht. Das trifft nicht zu. Aus der vom Beru-
fungskläger in seiner Berufung zitierten Stelle aus dem Gutachten ergibt sich klar, 
dass bei trockenen Bedingungen bis zu einer Tiefe von 10 bis 15 cm genügend 
Sauerstoff vorhanden ist, auch wenn sich Störzonen finden lassen, die die Luft- 

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und Wasserbewegung im Boden einschränken (vgl. Gutachten, Akten der Vor-
instanz, act. IX/2.1, S. 13). Aus dieser Aussage muss zweifellos geschlossen wer-
den, dass bei nassen Verhältnissen eine weitergehende Einschränkung möglich 
ist. Dies ergibt sich auch aus der Stellungnahme des Gutachters vom 12. Februar 
2019, wo dieser ausführt, dass auch ein optimal drainender Boden bei starken 
Niederschlägen oder im Winterhalbjahr oder bei andauernder starker Beschattung 
vorübergehend Luftmangel aufweisen kann (Akten der Vorinstanz, act. IX/3.4, S. 9 
oben). Eine vorübergehende Unterversorgung mit Sauerstoff kann folglich auch 
bei einem optimalen Boden aufgrund der äusseren Bedingungen eintreten. Au-
genscheinlich gibt es auf die Frage des Berufungsklägers nach dem ausreichen-
den Sauerstoff im Boden nicht eine einfache ja/nein Antwort, da nicht jederzeit die 
gleichen Verhältnisse herrschen. Aus diesem Grund hat der Gutachter nähere 
Ausführungen gemacht. Klar wird aus den Feststellungen des Gutachters, dass 
andauernde Nässe und starke Beschattung ein Problem darstellen, weil dann kei-
ne oder nur selten trockene Bedingungen eintreten. Wichtig ist zudem die Aussa-
ge des Gutachters in seiner Stellungnahme vom 12. Februar 2019, dass in einer 
Tiefe von 10 bis 15 cm immer wieder mit Sauerstoffmangel zu rechnen sei. Dies 
sei aber für einen Rasen nicht problematisch, wenn diese Grenze nicht höher stei-
ge. Aufgrund der bei der Beweisaufnahme gefundenen Durchwurzelung schloss 
der Gutachter, dass im für das Wurzelwachstum relevanten Bereich kein Sauer-
stoffmangel herrsche und es auch aus dem Boden unterhalb dieses Bereiches 
nicht wiederholt zu einem längerdauernden Wasserstau gekommen sei. Weiter 
zeigten die abgestorbenen Wurzeln auch in grösserer Tiefe, wie sie auf den Bil-
dern der Bodenprofile zu sehen seien, dass es sich nicht um eine Momentauf-
nahme handle (Akten der Vorinstanz, act. IX/3.4, S. 9, Ergänzungsfrage 11). Der 
Gutachter hat mithin den Luft-/Sauerstoffgehalt im Boden als grundsätzlich für ei-
nen Rasen genügend beurteilt. Das ergibt sich ebenso aus weiteren Ausführungen 
in der Stellungnahme vom 12. Februar 2019. Der Gutachter hat dort erklärt, dass 
aktive Wurzeln und Rostflecken im Boden unterhalb einer Tiefe von 10 cm zeig-
ten, dass auch hier – zumindest zeitweise – Sauerstoffeinfluss herrsche (Akten 
der Vorinstanz, act. IX/3.4, S. 9, Ergänzungsfrage 12; vgl. auch S. 15, Ergän-
zungsfrage 44 und 45). Weiter führt er in seiner Stellungnahme aus, die gefunde-
nen Verhältnisse könnten dazu führen, dass bei nassen Verhältnissen (andauern-
der Wasserüberschuss während einer bestimmten Periode) Wurzeln im Boden ab 
einer bestimmten Tiefe für eine gewisse Zeit keinen Sauerstoff für ihre Atmung zur 
Verfügung hätten und diese daraufhin ihr Wachstum einstellten oder später auch 
„verfaulen“ könnten. Dies sei aber nicht dauerhaft der Fall. Für den Rasen seien 
die Verhältnisse im Bodenraum bis 10 cm Tiefe von elementarer Bedeutung, nicht 
aber der Bodenraum darunter, wenn von diesem keine anhaltend negativen Aus-

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wirkungen auf die darüber liegende Schicht ausgingen (Akten der Vorinstanz, act. 
IX/3.4, S. 9, Ergänzungsfrage 13). Schliesslich hat der Gutachter in seiner Stel-
lungnahme vom 12. Februar 2019 im Rahmen der Beurteilung des Privatgutach-
tens erklärt, da bei allen untersuchten Bodenproben eine als mittel eingestufte 
Luftkapazität gefunden worden sei, könne nicht davon gesprochen werden, dass 
eine ausreichende Luftzufuhr nicht gegeben sei (Akten der Vorinstanz, act. IX/3.4, 
S. 2, „ausreichende Luftzufuhr nicht gegeben“). Aus dem Gutachten und der Stel-
lungnahme vom 12. Februar 2019 lässt sich ohne Weiteres die Frage beantwor-
ten, ob der Boden ausreichend mit Luft/Sauerstoff versorgt ist. Dabei ist insbeson-
dere zu berücksichtigen, dass die Frage einzig den Rasen betrifft (vgl. Erwägung 
4.3). Ob für andere Pflanzen genügend Sauerstoff im Boden vorhanden wäre, hat-
te der Gutachter mithin nicht zu untersuchen. 

Mit Bezug auf das Begrünungsziel hält der Gutachter in seinem Gutachten aus-
drücklich fest, wenn der Boden von oben immer wieder abtrocknen könne, sei das 
Begrünungsziel erreichbar; sei der Boden aber andauernd feucht bis nass und 
kämen noch eine Beschattung und kalte Bodentemperaturen dazu, sei das Begrü-
nungsziel nur teilweise bis nicht erreichbar (vgl. Akten der Vorinstanz, act. IX/3.4, 
S. 13 Mitte). Damit aber stellt der Gutachter fest, dass bei Verhältnissen, wie sie 
im Westen des Gartens gegeben sind, das Begrünungsziel erreicht werden kann, 
bei Verhältnissen, wie sie im Süden/Südwesten des Gartens vorliegen, das Be-
grünungsziel aber nur teilweise bis gar nicht erreicht wird. In seiner Stellungnahme 
vom 12. Februar 2019 führt der Gutachter zum Begrünungsziel auf der Süd-
/Südwestseite des Gartens weiter aus, das Erreichen des Begrünungsziels könne 
nicht direkt aus dem vorhandenen oder nicht vorhandenen Sauerstoff im Boden 
abgeleitet werden. Hauptproblem für die Gräser in diesem Bereich sei die Unter-
versorgung mit dem Wachstumsfaktor Licht und weitere Schattenwirkungen wie 
weniger Wärme, langsameres Abtrocknen der Blattoberflächen und so weiter. 
Weitere Grössen wie der degradierte Zustand des Bodens, besonders im Bereich 
der Problemfläche im Südwesten, träten erschwerend hinzu. Wäre dieser Boden 
jedoch normal besonnt und nicht degradiert, wäre das Begrünungsziel im Süden 
und Südwesten erreichbar (Akten der Vorinstanz, act. IX/3.4, S. 9, Ergänzungsfra-
ge 16). Der Gutachter lastet den Umstand, dass das Begrünungsziel im Süden 
und Südwesten nicht gänzlich oder gar nicht erreicht wird, somit nicht fehlendem 
Sauerstoff im Boden an, sondern anderen Faktoren. Offensichtlich hat der Gutach-
ter die Frage nach dem Begrünungsziel, die klarerweise in Verbindung mit dem 
Sauerstoffgehalt des Bodens gestellt worden ist, sehr wohl beantwortet. 

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4.3. Die Antwort des Gutachters auf die Frage 3, ob eine ausreichende Nähr-
stoffversorgung für das Pflanzenwachstum gegeben sei, bemängelt der Beru-
fungskläger als nicht nachvollziehbar und widersprüchlich. Einerseits führe der 
Sachverständige im Gutachten aus, dass in der aufgelagerten Schicht, die wohl 
dem Substrat des ehemaligen Fertigrasens entspreche und damit eine Mächtigkeit 
von 4 cm aufweise, ausreichend Nährstoffe vorhanden seien. Andererseits komme 
er für den darunter liegenden Oberboden zum Ergebnis, dass die Nährstoffversor-
gung eher knapp sei. Weiter habe der Gutachter festgestellt, dass der Hauptwur-
zelhorizont bis in eine Tiefe von 14 cm reiche. Das heisse, dass die Wurzeln sich 
ab einer Tiefe von 4 cm in einem Bereich mit knapper Nährstoffversorgung befän-
den. Trotzdem folgere der Sachverständige, dass die Verhältnisse unproblema-
tisch seien, da die Nährstoffversorgung erst in einem Bereich knapp werde, der 
deutlich unter dem Hauptwurzelhorizont liege. Das sei nicht nachvollziehbar und 
widersprüchlich. Es trifft zu, dass aus dem Gutachten nicht ohne Weiteres klar 
wird, was mit der vom Gutachter erwähnten „aufgelagerten Schicht“ gemeint ist. In 
der Stellungnahme vom 12. Februar 2019 äussert sich der Gutachter aber deutlich 
zum Nährstoffgehalt im Boden. Er führt aus, bei der bisherigen Rasenpflege sei 
bezüglich Düngung aufgrund des Geländebefundes von einer „ordentlichen“ und 
nicht von einer überdurchschnittlich aufwändigen Rasenpflege auszugehen. Bei 
einer sehr hohen Düngung wären vermehrt Nährstoffe in tiefere Schichten verla-
gert worden, was sich in den Untersuchungsergebnissen widergespiegelt hätte. 
Dennoch sei auch in diesem untergelagerten Bereich für die Gräser ein ausrei-
chend hoher Nährstoffgehalt gegeben, so dass intensives Wurzelwachstum in der 
Regel bis in 10 bis 14 cm Tiefe reiche (Akten der Vorinstanz, act. IX/3.4, S. 9, Er-
gänzungsfrage 23). Im Lichte dieser Ausführungen wird die Antwort im Gutachten 
durchaus nachvollziehbar und klar. Offensichtlich finden sich im Boden bis zur Tie-
fe des Hauptwurzelhorizontes genügend Nährstoffe für einen dichten, gesunden 
Rasen. Im darunter liegenden Boden können die Nährstoffe als eher knapp be-
zeichnet werden. Dies erweist sich aber als unproblematisch, weil der Hauptwur-
zelhorizont nicht so tief reicht. Ein Widerspruch ist damit nicht auszumachen. Im 
Übrigen ist zweifellos davon auszugehen, dass der Übergang von genügend 
Nährstoffen zu eher knappen Verhältnissen fliessend ist, so dass von vornherein 
keine klare Grenze bei 4 cm gezogen werden könnte. Schon das spricht gegen 
eine Auslegung, wie sie der Berufungskläger macht.

Der Berufungskläger beanstandet weiter, dass der Gutachter das Werk lediglich 
hinsichtlich der Rasenfläche beurteilt habe, nicht aber hinsichtlich der Pflanzen in 
den Beeten. Der Gutachter könne insoweit die Frage nach einer ausreichenden 
Nährstoffversorgung hinsichtlich der übrigen Pflanzen (ohne Rasenfläche) nicht 

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beantworten. Jedenfalls hätte er eine Einschränkung im Gutachten machen müs-
sen, was er aber nicht getan habe. Dem ist entgegen zu halten, dass der Gutach-
ter gemäss seinem Kostenvoranschlag vom 13. August 2018 ausdrücklich nur die 
Untersuchung der betroffenen Rasenflächen angeboten hat (Akten der Vorinstanz, 
act. IX/1.3). Dass die Vorinstanz den Gutachter darauf hingewiesen hätte, dass 
weitere Untersuchungen notwendig würden und die Feststellungen zu sämtlichen 
Böden und Pflanzungen zu treffen seien, ergibt sich weder aus den Akten noch 
aus der Ernennung des Gutachters (Akten der Vorinstanz, act. IV/7). Die erste 
vom Gesuchsteller formulierte Frage an den Gutachter bezieht sich im Weiteren 
klar auf die Rasenfläche; in den weiteren Fragen wird – auch wenn sie soweit of-
fen formuliert sind – kein Bezug auf andere Bepflanzungen genommen (vgl. Ge-
such, Akten der Vorinstanz, act. I/1, S. 2 f., Rechtsbegehren). Vor allem aber wird 
in der Begründung des Gesuchs nur über die Probleme mit dem Rasen gespro-
chen, auch wenn im Kontext darauf hingewiesen wird, dass bezüglich der Gärt-
nerarbeiten bei der Abnahme verschiedene Mängel festgestellt worden seien. Es 
bleibt bezüglich weiterer Mängel lediglich bei solchen Kontextinformationen, 
während im Zusammenhang mit den behaupteten Problemen des Rasens der 
ganze Sachverhalt, die ganze Entwicklung zwischen den Parteien minutiös darge-
stellt wird (Gesuch, Akten der Vorinstanz, act. I/1). Aus dem Gesuch kann nur ge-
schlossen werden, dass es dem Berufungskläger um eine Begutachtung des Ra-
sens geht. Daran ändert nichts, dass der Besteller gemäss Art. 367 Abs. 2 OR die 
Möglichkeit hat, das Werk durch einen Sachverständigen prüfen zu lassen. Der 
Besteller kann diese Prüfung selbstredend auch auf einen Teil des Werkes be-
schränken. Dasselbe ist mit Bezug auf die vorsorgliche Beweisführung zu sagen; 
auch hier kann der Gesuchsteller die Beweisführung auf bestimmte Punkte be-
schränken. Schliesslich ist noch in die Überlegungen miteinzubeziehen, dass sich 
die Untersuchungen vor Ort, an welchen zumindest der Rechtsvertreter des Beru-
fungsklägers anwesend war, allein auf den Rasen bezogen haben (vgl. Gutachten, 
Akten der Vorinstanz, act. IX/2.1). Dass sich der Berufungskläger oder sein 
Rechtsvertreter dagegen verwahrt hätten beziehungsweise dem Gutachter oder 
dem Gericht gegenüber eine weitergehende Untersuchung verlangt hätten, ergibt 
sich weder aus den Akten noch aus dem Gutachten und wird vom Berufungsklä-
ger auch nicht geltend gemacht. Insgesamt zeigt sich damit, dass lediglich eine 
Begutachtung des Rasens verlangt und mit dem Gutachter vereinbart war. Dass 
sich der Gutachter nicht zu Themen geäussert hat, die mit dem Rasen in keinem 
Zusammenhang standen, ist bei dieser Ausgangslage nicht zu beanstanden.

4.4. Mit der Frage 4 verlangt der Berufungskläger Aufklärung darüber, ob der 
vorhandene Schichtaufbau des Untergrundes, des Unterbodens und des Oberbo-

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dens einen Wasserabfluss und Luftaustausch zulasse. Er moniert in der Berufung, 
der Gutachter habe diese Frage nicht beantwortet. Die Antwort des Gutachters sei 
unklar und es ergebe sich nicht, ob respektive an welchen Stellen des Gartens der 
vorhandene Schichtaufbau einen Wasserabfluss und Luftaustausch zulasse und 
an welchen nicht. Der Gutachter hat bei seinen Ausführungen über den Wasser-
abfluss und den Luftaustausch festgestellt, dies sei teilweise der Fall. Von derzeit 
grösserer Relevanz sei der Befund einer teilweise ungenügenden Wasserdurch-
lässigkeit des Oberbodens. Dies sei insbesondere dann der Fall, wenn dieser ver-
dichtet sei oder in seinem Gefüge gestört (diese Beschreibung passt gemäss Gut-
achten auf die Beprobungsfläche 2; vgl. Gutachten, Akten der Vorinstanz, act. 
IX/2.1, S. 3, „Verdichtungssituation“; S. 5, Abb. 5, und S. 6, Abb. 8; S. 8, „Aufnah-
mefläche 2“). Aufgrund dann fehlender Versickerung werde auch kein Wasser 
nachgezogen. Da aber überall Rostflecken festzustellen seien, sei ein solcher 
Luftaustausch wohl doch immer wieder gegeben (Akten der Vorinstanz, act. 
IX/2.1, S. 13 unten; vgl. auch Akten der Vorinstanz, act. IX/3.4, S. 15, Ergänzungs-
frage 44 und 45). Nachdem die Frage einzig dahin geht, ob der Schichtaufbau des 
Untergrundes, des Unterbodens und des Oberbodens Wasserabfluss und Luftaus-
tausch zuliessen, und nicht nach der Häufigkeit von Abfluss und Austausch ge-
fragt wird oder ob diese ausreichend vorhanden seien, hat der Gutachter die Fra-
ge eindeutig und klar beantwortet: Ein Wasserabfluss und Luftaustausch muss 
aufgrund der gefundenen Rostflecken immer wieder gegeben sein und zwar im 
ganzen Rasenbereich. Mit seinem Hinweis darauf, welche Böden derzeit über eine 
teilweise ungenügende Wasserdurchlässigkeit des Oberbodens verfügten, gestat-
tet es das Gutachten aufgrund des festgehaltenen allgemeinen Beschriebs der 
Bodenproben auch, diese Böden im Rasenbereich zu lokalisieren. Dass der Gut-
achter genau(er) hätte aufzeigen müssen, an welchen Stellen des Gartens Was-
serabfluss und Luftaustausch möglich oder nur beschränkt möglich seien, ergibt 
sich aus der Fragestellung nicht. Daneben übersieht der Berufungskläger auch, 
dass der Gutachter in seiner Stellungnahme vom 12. Februar 2019 explizit die 
Luftkapazität als mittel eingestuft und festgestellt hat, es könne nicht davon ge-
sprochen werden, dass eine ausreichende Luftzufuhr nicht gegeben sei (Akten der 
Vorinstanz, act. IX/3.4, S. 2, „ausreichende Luftzufuhr nicht gegeben“). Daraus 
muss gefolgert werden, dass eine ausreichende Luftzufuhr grundsätzlich gegeben 
ist. Das wiederum heisst, dass ein Wasserabfluss und Luftaustausch stattfindet, 
unbesehen des Schichtaufbaus des Untergrundes, des Unterbodens und des 
Oberbodens. Auch die Messungen des Gutachters zur Infiltration, die im Gutach-
ten dokumentiert sind (Akten der Vorinstanz, act. IX/2.1, S. 9, Tab. 2), zeigen auf, 
dass grundsätzlich Wasser abfliesst. Abfliessendes Wasser aber zieht entweder 
weiteres Wasser, wenn vorhanden, oder Luft nach (vgl. Akten der Vorinstanz, act. 

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IX/3.4, S. 16, Ergänzungsfrage 47). Auch die Infiltrationsversuche belegen mithin, 
dass ein Wasserabfluss und Luftaustausch stattfindet, wenn auch in der Bepro-
bungsfläche 2 offensichtlich nicht optimal. Wobei die allenfalls schwierigeren Ver-
hältnisse bei der Beprobungsfläche 2 gemäss Gutachter nicht mehr dem Zustand 
im Zeitpunkt der Abnahme des Werkes entsprechen (Akten der Vorinstanz, act. 
IX/3.4, S. 12, Ergänzungsfrage 27; S. 15, Ergänzungsfrage 42; S. 17, Ergän-
zungsfrage 53). Der Gutachter hat die Frage 4 sehr wohl klar beantwortet. Im Üb-
rigen hat der Gutachter entgegen der Behauptung des Berufungsklägers nicht 
festgestellt, dass das Wasser bei dem vorhandenen Boden mit der gegebenen 
Qualität nahezu nicht abfliesse. Er hat an der vom Berufungskläger verwiesenen 
Stelle des Gutachtens lediglich festgestellt, dass eine Entwässerungsschicht nur 
eingeschränkte Wirksamkeit hätte, weil das Wasser nur sehr langsam dort hinein-
gelangen würde (Akten der Vorinstanz, act. IX/2.1, S. 14 oben). Sehr langsam ist 
nicht dasselbe wie nahezu nicht. Im Bereich bis zu 10 cm, der für den Rasen wich-
tig ist, zeigt der Wurzelwuchs gemäss Gutachter denn auch, dass Wasserabfluss 
und Luftaustausch durchaus gegeben sind (Akten der Vorinstanz, act. IX/3.4, S. 9, 
Ergänzungsfrage 11).

Der Berufungskläger beanstandet weiter einen Widerspruch bezüglich des 
Schichtaufbaus. Im Gutachten stelle der Gutachter fest, dass ein eigentlicher 
Schichtaufbau so nicht ausgeprägt sei. In der Stellungnahme vom 12. Februar 
2019 führe er dann aber aus, er habe feststellen können, dass flächig Oberboden 
mit einer Mächtigkeit von 20 bis 25 cm eingebaut gewesen sei sowie dass sich 
darunter eine mindestens 10 cm mächtige Unterbodenschicht befunden habe. Im 
Gutachten erkläre der Gutachter aber wieder, dass der Oberboden mit teilweise 
beträchtlichen Schwankungen und Vermischungen mit Baugrund und Unterboden 
eingebaut worden sei. Gutachten und Stellungnahme würden sich daher wider-
sprechen. Dem kann nicht zugestimmt werden. Die Feststellung, dass ein 
Schichtaufbau nicht ausgeprägt sei, ist nicht zwingend so zu verstehen, dass kei-
ner vorhanden wäre, sondern es kann auch heissen, dass dieser nicht ausge-
prägt, also nicht stark ausgebildet ist. Genau das hat der Gutachter in seiner Stel-
lungnahme vom 12. Februar 2019 denn auch im Zusammenhang mit der Beurtei-
lung des Parteigutachtens festgestellt, als er ausführte, die Differenz zwischen 
Unter- und Oberboden sei nach seinem Befund zwar nicht sehr ausgeprägt, je-
doch durchaus vorhanden (Akten der Vorinstanz, act. IX/3.1, S. 1, zu Punkt 8 des 
Parteigutachtens). Ein Schichtaufbau war folglich gegeben, wenn auch nicht stark 
ausgebildet. Daran ändert nichts, dass der Oberboden gemäss Gutachten mit be-
trächtlichen Schwankungen und Vermischungen eingebaut worden ist; dies 
bestätigt einzig, dass der Schichtaufbau nicht ausgeprägt, aber doch erkennbar 

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war, ansonsten weder die Schwankungen noch die Vermischungen hätten festge-
stellt werden können. Ein Widerspruch zwischen Gutachten und Stellungnahme 
vom 12. Februar 2019 ist daher nicht gegeben.

Weiter moniert der Berufungskläger, der Gutachter habe nur bis zu einer Tiefe von 
35 cm Feststellungen getroffen. Das genüge aber nicht, um verlässliche Aus-
führungen zu Wasserabfluss und Luftaustausch in Untergrund, Unterboden und 
Oberboden zu machen. Dem ist zum einen entgegen zu halten, dass der Gutach-
ter allein bezüglich des Rasens Feststellungen treffen musste und der Hauptwur-
zelhorizont des Rasens 10 cm beträgt (Gutachten, Akten der Vorinstanz, act. 
IX/3.4, S. 9, Ergänzungsfrage 11). Die Schicht bis 10 cm konnte der Gutachter 
aufgrund der Bodenproben ohne Weiteres beurteilen. Zum andern hat der Gutach-
ter festgestellt, aufgrund des Wurzelwuchses müsse davon ausgegangen werden, 
dass kein länger dauernder Wasserrückstau aus dem Boden unterhalb 10 cm er-
folge (Akten der Vorinstanz, act. IX/3.4, S. 9, Ergänzungsfrage 11). Und schliess-
lich hat der Gutachter in seiner Stellungnahme vom 12. Februar 2019 auf die Fra-
ge des Berufungsklägers, wie der Gutachter den Wasserabfluss in einer Tiefe von 
mehr als 8 cm beurteilen könne, wenn er diesen nicht gemessen habe, geantwor-
tet, dass ihm seine Erfahrung und sein Fachwissen erlaubten, aus den Bodenpro-
filen Rückschlüsse auf den Bodenwasserhaushalt zu ziehen. Ebenso erlaube die 
Ableitung der Infiltrationsrate aus der Bodenart Rückschlüsse auf tiefere Schichten 
(Akten der Vorinstanz, act. IX/3.4, S. 13, Ergänzungsfrage 31 und 32). Diese Ar-
gumentation überzeugt. Da der Gutachter zudem nur bezüglich des Rasens Un-
tersuchungen machen und Feststellungen treffen musste, interessieren die Ver-
hältnisse unterhalb von 35 cm nur insoweit, als sie einen Einfluss auf den Rasen 
haben könnten. Dass dies bezüglich Wasserabfluss und Lufthaushalt nicht der Fall 
ist, ergibt sich deutlich aus der Tatsache, dass keine Anzeichen für einen länger-
dauernden Wasserrückstau in den Hauptwurzelhorizont des Rasens vorhanden 
waren. Die vom Gutachter vorgenommene Prüfung des Rasens war vollkommen 
ausreichend, um die gestellten Fragen bezüglich des Rasens zu beantworten.

4.5. Auch bezüglich der Entwässerungsschicht beanstandet der Berufungsklä-
ger, dass der Gutachter die Frage nicht beantworte. Der Gutachter habe lediglich 
festgestellt, dass er eine Entwässerungsschicht nicht als sinnvoll erachte. Es sei 
jedoch gefragt worden, ob eine Entwässerungsschicht notwendig sei. Das sei eine 
andere Frage. Diese habe der Gutachter nicht beantwortet. Diese Argumentation 
ist nicht nachvollziehbar. Zu Recht weist die Berufungsbeklagte darauf hin, dass 
eine Entwässerungsschicht, die nicht sinnvoll sei, gar nicht notwendig sein könne. 
Mit seiner Einschätzung, dass eine Entwässerungsschicht beim gegebenen Bo-

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denmaterial nicht sinnvoll sei, hat der Gutachter die Notwendigkeit einer solchen 
Entwässerungsschicht klarerweise verneint. Ob eine Entwässerungsschicht vom 
Werkvertrag vorgesehen wäre, ist eine Rechtsfrage und vom Gutachter nicht zu 
beantworten. Zudem erstreckt sich die Fragestellung nicht auf den Werkvertrag.

4.6. Bezüglich der Frage 6, ob die Bodenoberfläche an allen Stellen des Gar-
tens ein ausreichendes Gefälle aufweise, bemängelt der Berufungskläger, der 
Gutachter könne diese aufgrund seiner getroffenen Feststellungen nicht beantwor-
ten. Der Berufungskläger nimmt damit Bezug auf die Tatsache, dass der Gutach-
ter einzig den Rasen und nicht den ganzen Garten untersucht hat. Wie bereits ein-
lässlich dargestellt, erstreckte sich der Auftrag an den Gutachter nur auf die Ra-
senfläche. Dass der Gutachter keine Aussagen zum übrigen Teil des Gartens ge-
macht hat, ist daher nicht zu beanstanden.

Weiter führt der Berufungskläger aus, auch im Zusammenhang mit der Rasen-
fläche beantworte der Gutachter die Frage nach dem ausreichenden Gefälle nicht. 
Er stelle lediglich fest, dass das in SIA Norm 318 geforderte Gefälle nach Praxiser-
fahrung nicht ausreiche, um den Oberflächenabfluss von Überschusswasser zu 
gewährleisten, und dass im Werkvertrag keine höheren Anforderungen formuliert 
seien. Wenn aber feststehe, dass höhere Anforderungen im Werkvertrag nicht 
definiert worden seien, dann hätte der Gutachter zum Ergebnis kommen müssen, 
dass ein Projektierungsfehler vorliege und er hätte diesen bei den Ursachen des 
festgestellten Zustandes des Werkes aufführen müssen. – Aus dem Werkvertrag 
ergibt sich, dass die Parteien die Anwendbarkeit der SIA Norm 318 vereinbart ha-
ben (Akten der Vorinstanz, act. II/3, S. 3). Die SIA Norm 318 gibt in ihrer Ziffer 
2.3.2.2 für Rasenflächen ein Minimalgefälle von 0.5 % vor (vgl. Akten der Vor-
instanz, act. II/27, S. 9, Ziff. 2.3.2.2, Tabelle 1, letzte Zeile). Indem die Parteien die 
Anwendbarkeit der SIA Norm 318 vereinbart haben, haben sie die darin enthalte-
nen Vorgaben als verbindlich erklärt. Bezüglich des Gefälles der Rasenfläche ha-
ben die Parteien daher ein solches von mindestens 0.5 % vereinbart. Zu Recht 
weist der Berufungskläger darauf hin, dass der Gutachter festgestellt hat, es seien 
im Werkvertrag keine höheren Anforderungen an das Gefälle formuliert worden 
(Akten der Vorinstanz, act. IX/2.1, S. 14). Es erstaunt unter diesen Umständen 
nicht, dass der Gutachter die bestehenden Verhältnisse an den vereinbarten Vor-
gaben gemessen hat, auch wenn die Frage lediglich von einem ausreichenden 
Gefälle spricht und die SIA Norm 318 nicht erwähnt. Der Gutachter hat weiter 
festgestellt, dass das nach SIA Norm 318 vorgegebene Gefälle die gegebene Si-
tuation nicht entschärfen könne (Akten der Vorinstanz, act. IX/2.1, S. 14) bezie-
hungsweise, es sei für die Feuchtigkeit der Rasenfläche nicht von Bedeutung, ob 

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dieses Gefälle ausgebildet sei oder nicht (Akten der Vorinstanz, act. IX/3.4, S. 3, 
Punkt 3 zu Frage 2). Da das von der SIA Norm 318 vorgegebene Gefälle keinen 
Einfluss auf die Verhältnisse im Garten des Berufungsklägers hat, hat der Gutach-
ter ohne Weiteres darauf verzichten können, die Einhaltung dieser Vorgabe zu 
überprüfen. Weiter ergibt sich aus dem Gutachten, dass für den Rasen im westli-
chen Teil des Gartens grundsätzlich gute Verhältnisse herrschen, insbesondere 
ein genügender Wasserabfluss gegeben ist, und das Begrünungsziel zu 99 % er-
reicht wird (Akten der Vorinstanz, act. IX/2.1, S. 7, Tab. 1; S. 11, Zusammenset-
zung des Rasens; S. 14, Ursachen des festgestellten Zustands des Werkes; act. 
IX/3.4, S. 13, Ergänzungsfrage 30; S. 15, Ergänzungsfrage 42; S. 16, Ergän-
zungsfragen 49 und 50; S. 17, Ergänzungsfragen 57 und 58; vgl. auch S. 2, „Was-
serabfluss nicht möglich aufgrund Bodenart“). Daraus kann nur geschlossen wer-
den, dass das Gefälle in diesem Teil des Gartens ausreichend ist. Was nun den 
südlichen und südwestlichen Teil der Rasenfläche betrifft, so hat der Gutachter 
deren Problem klar in der Beschattung und den damit zusammenhängenden 
Schattenwirkungen sowie in der Degradierung des Bodens erkannt. Insbesondere 
hat er ausdrücklich ausgeführt, dass das Problem nicht im Wasserabfluss liege 
(Akten der Vorinstanz, act. IX/3.4, S. 3, Frage 1 in fine; S. 8, Ergänzungsfrage 9; 
S. 10, Ergänzungsfrage 16; S. 11, Ergänzungsfrage 21; S. 12, Ergänzungsfrage 
27; S. 13 Ergänzungsfrage 28 in fine und Ergänzungsfrage 29; S. 21, Ergänzungs-
frage 6). Insoweit erscheint das tatsächliche Gefälle auch mit Bezug auf die 
Teilflächen des Rasens im Süden und Südwesten als irrelevant beziehungsweise 
ausreichend. Auch wenn der Gutachter nicht explizit davon spricht, dass das Ge-
fälle der Rasenfläche ausreichend sei, so ergibt sich dies doch aus dem Gutach-
ten und der Stellungnahme vom 12. Februar 2019 insgesamt. Die Frage nach dem 
Oberflächengefälle findet daher in diesen Dokumenten eine genügende Antwort. 
Da der Gutachter das Gefälle offensichtlich als ausreichend eingestuft hat, musste 
er bei der Darstellung der Ursachen des Zustands des Werks nicht darauf Bezug 
nehmen. 

4.7. Mit Bezug auf die Aufgabe 7, wonach der Sachverständige seine Feststel-
lungen hinsichtlich der festgestellten Schäden/des Zustandes des Werkes zu do-
kumentieren habe, bringt der Berufungskläger vor, der Gutachter sei dieser Auf-
gabe nicht hinreichend nachgekommen. Er führt zwei Beispiele an, die seiner 
Meinung nach eine fehlende Dokumentation belegen sollen, unterlässt es aber, 
seine Behauptung weiter zu substantiieren. Die zwei angeführten Beispiele ver-
mögen im Übrigen nicht zu überzeugen. Es ist bereits festgestellt worden, dass 
die Aussage des Gutachters, er sei aufgrund der erhobenen Bodenprofile und sei-
ner Erfahrung und seines Fachwissens in der Lage, Aussagen über Wasserab-

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fluss und Luftaustausch im Unterboden und Untergrund zu treffen, auch wenn er 
Infiltrationsversuche nur bis zu einer Tiefe von 8 cm gemacht habe, überzeugt. 
Zudem hat der Gutachter durchaus nachvollziehbar erklärt, welche Gegebenhei-
ten in den Bodenprofilen ihn aus welchen Gründen zu seinen Schlüssen bezüglich 
Wasserabfluss und Luftaustausch geführt haben. Eine fehlende Dokumentation ist 
nicht gegeben. Bezüglich des Oberflächengefälles ist schon dargelegt worden, 
weshalb der Gutachter darauf verzichten durfte, dieses konkret zu messen. Auch 
hier ist eine fehlende Dokumentation nicht ersichtlich. Die Argumentation des Be-
rufungsklägers überzeugt nicht.

4.8. Weiter moniert der Berufungskläger, der Gutachter habe Aufgabe 8 – die 
Ursache des festgestellten Zustands des Werkes zu eruieren – nicht erfüllt. Es 
mag zutreffen, dass der Gutachter in seinem Gutachten unter der Überschrift Ur-
sachen des festgestellten Zustands des Werkes nicht sämtliche Ursachen (erneut) 
aufführt, die im Gutachten und der Stellungnahme vom 12. Februar 2019 Erwäh-
nung finden. Das mindert den Wert des Gutachtens aber in keiner Weise, ist zur 
Klärung der Frage nach der Ursache des Zustands des Werks doch klarerweise 
das gesamte Gutachten mitsamt der ergänzenden Stellungnahme vom 12. Febru-
ar 2019 heranzuziehen und zu berücksichtigen. Es muss für die Erfüllung der Auf-
gabe 8 genügen, wenn sich die Ursachen aus dem Gutachten und der Stellung-
nahme vom 12. Februar 2019 ergeben, selbst wenn sie nicht alle unter dem Titel 
Ursachen des festgestellten Zustands des Werkes aufscheinen sollten. Im Übrigen 
hat der Gutachter entgegen der Auffassung des Berufungsklägers sehr wohl fest-
gestellt, ob die verwendeten Böden den Anforderungen der SIA Norm 318 ent-
sprechen. In seiner Stellungnahme vom 12. Februar 2019 hat der Gutachter dazu 
ausgeführt, die eingesetzten Böden, der Schichtaufbau und die Oberflächenge-
staltung ermöglichten im Sinne der SIA Norm 318 und der anerkannten fachlichen 
Praxis (in Ermangelung weiterreichender Regelungen durch die SIA Norm 318) 
die ordnungsgemässe Erstellung von Gebrauchsrasenflächen und entsprächen 
somit den Anforderungen nach SIA Norm 318 (Akten der Vorinstanz, act. IX/3.4, 
S. 19, Ergänzungsfrage 2). Deutlicher hätte er es nicht sagen können. Mit Bezug 
auf die vom Berufungskläger ebenso erwähnten Prüfungen und Prüfungsschritte 
hat der Gutachter festgehalten, seines Kenntnisstandes nach sei es bei der Pro-
jektierung zu deutlichen Abweichungen von der SIA Norm 318 gekommen. Gera-
de vor dieser Feststellung hat der Gutachter aber auch erklärt, dass ihm bezüglich 
dieser Prüfungen und Prüfungsschritte keine Informationen vorliegen würden und 
im Werkvertrag zu diesen Punkten keine Angaben vorhanden seien (Akten der 
Vorinstanz, act. IX/3.4, S. 20, Ergänzungsfrage 2). Daraus muss geschlossen 
werden, dass der Gutachter nicht über genügend Informationen verfügte, um eine 

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abschliessende, definitive Beurteilung vorzunehmen. Aus diesem Grund wies er ja 
auch darauf hin, dass er die Aussage basierend auf seinem damaligen Kenntniss-
tand traf. Und dieser Kenntnisstand war, weil jegliche Informationen fehlten, für 
eine verlässliche Beurteilung nicht umfassend genug. Zudem nennt der Gutachter 
zu jeder Prüfung die Fundstelle in der SIA Norm 318, so dass ohne Weiteres klar 
ist, von welchen Prüfungen und Prüfungsschritten der Gutachter spricht. Die Ar-
gumentation des Berufungsklägers überzeugt nicht.

4.9. Der Berufungskläger beanstandet, der Gutachter habe entgegen Aufgabe 9 
nur Sanierungsvorschläge gemacht, aber nicht ausgeführt, welche Sanierungs-
möglichkeiten überhaupt bestünden. Es trifft zu, dass der Gutachter den Auftrag 
erhalten hat, die Sanierungsmöglichkeiten und konkrete Sanierungsvorschläge für 
die festgestellten Mängel detailliert festzustellen. Dabei aber kann es von vornher-
ein nicht darum gegangen sein, jede auch nur entfernt mögliche Sanierungsmass-
nahme aufzulisten. Ziel einer Sanierung muss eine dauerhafte Verbesserung be-
ziehungsweise der vertragsgemässe Zustand des Werks sein. Eine Auflistung von 
Sanierungsmöglichkeiten, die den Rasen diesem Ziel nicht oder kaum näherbrin-
gen würden, wäre weder hilfreich noch angezeigt. Der Berufungskläger hat nur 
Anspruch auf die Abnahme von tauglichen Beweisen (vgl. PKG 2015 Nr. 5). Der 
Gutachter durfte diese Aufgabe daher so interpretieren, dass er Sanierungsmög-
lichkeiten nennen sollte, die zielführend waren und nach seiner Einschätzung eine 
dauerhafte Verbesserung bringen beziehungsweise den vertragsgemässen Zu-
stand des Werkes herstellen würden. Genau dies hat der Gutachter getan. Allein, 
dass der Berufungskläger gerne eine grössere Auswahl gehabt hätte, spricht nicht 
gegen das Gutachten.

4.10. Der Berufungskläger wendet ein, der Gutachter habe nur einmalige Kosten 
aufgeführt, obwohl auch in Zukunft infolge der von ihm vorgesehenen Sanierung 
erhöhte Kosten anfallen würden. Der Gutachter habe folglich Aufgabe 10, die Kos-
ten der vorgeschlagenen Sanierung zu beziffern, nicht erfüllt. Der Berufungskläger 
unterlässt es aber aufzuzeigen, dass nach der vorgeschlagenen Sanierung 
tatsächlich ein Mehraufwand verbleiben wird. Der Gutachter hat bezüglich der Ra-
senfläche im Westen ausgeführt, dass für die nach der Sanierung notwendige 
Pflege eine fachgerechte Rasenpflege und die üblichen Regenerationsarbeiten 
genügen (vgl. Akten der Vorinstanz, act. IX/3.4, S. 18). Beides ist sowieso erfor-
derlich, Mehrkosten fallen hier also nicht an. Für die Rasenflächen im Süden und 
Südwesten hat der Gutachter einen vollständig neuen Aufbau vorgeschlagen. Sei-
ne geschätzten Kosten umfassen auch die Erstellungspflege. Warum anschlies-
send noch Mehrkosten im Vergleich zu einer ohnehin notwendigen fachgerechten 

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Rasenpflege und den üblichen Regenerationsarbeiten anfallen sollten, ist nicht 
einsichtig. Der Gutachter hat mit Bezug auf die Sanierung des Rasens im Süden 
und Südwesten schliesslich noch festgehalten, welche Kosten in seiner Schätzung 
nicht enthalten sind. Diese nicht enthaltenen Kosten fallen jedoch nur einmal im 
Zusammenhang mit der Sanierung an. Damit aber ist in keiner Weise dargetan, 
dass aufgrund der Sanierung in Zukunft überhaupt Mehrkosten anfallen werden. 
Die Rüge des Berufungsklägers ist zu wenig substantiiert und überzeugt nicht.

4.11. Aus dem Dargelegten erhellt, dass der Gutachter entgegen der Darstellung 
des Berufungsklägers die ihm gestellten Fragen vollständig und nachvollziehbar 
beantwortet hat. Ebenso hat er die ihm gestellten Aufgaben bezüglich Dokumenta-
tion des festgestellten Zustands des Werks sowie bezüglich Sanierungsmass-
nahmen und deren Kosten korrekt und angemessen erfüllt. Das Gutachten ist 
nicht zu beanstanden. 

5. Der Berufungskläger kritisiert in der Berufung, es lägen weitere Wider-
sprüche im Gutachten beziehungsweise in der Stellungnahme vom 12. Februar 
2019 vor.

5.1. Der Berufungskläger wirft dem Gutachter vor, dass dieser seine vorge-
schlagenen Sanierungsmassnahmen als Mängelbehebungsmassnahmen ein-
schätze, gleichzeitig aber zum Ergebnis gelange, das Werk stehe sowohl mit dem 
Werkvertrag als auch mit den Regelungen der SIA Norm 318 im Einklang und es 
liege somit kein Mangel vor. Das stelle einen Widerspruch dar. Dem kann nicht 
zugestimmt werden. Der Gutachter stellt in der Stellungnahme vom 12. Februar 
2019 bezüglich der Rasenfläche im Westen fest, da der verwendete Boden nach 
anerkannter fachlicher Praxis bei grundsätzlicher Eignung dennoch keine optimale 
Qualität und Schwächen im Gefüge und im Wasser- und Lufthaushalt aufweise, 
handle es sich aus Sicht des Gutachters um eine Mängelbehebung (Akten der 
Vorinstanz, act. IX/3.4, S. 20, Ergänzungsfrage 3). Der Gutachter stellt mithin auch 
hier fest, dass der Boden grundsätzlich geeignet ist. Da die SIA Norm 318 gemäss 
Gutachten keine weiterreichenden Anforderungen an die Böden stellt (Akten der 
Vorinstanz, act. IX/3.4, S. 19, Ergänzungsfrage 2), ist diese Norm ohne Weiteres 
erfüllt. Der Gutachter leitet seine Einschätzung, dass die Sanierung einer Mängel-
behebung entspreche, denn auch allein aus seinen Feststellungen ab, dass der 
Boden keine optimale Qualität aufweise und Schwächen habe. Offenbar liegt der 
Mangel nach Ansicht des Gutachters darin, dass mit entsprechenden Massnah-
men eine bessere Qualität des Bodens von Anfang an hätte erreicht werden kön-
nen, diese Massnahmen aber nicht ergriffen worden sind. Zur Qualität der Böden 
trifft die SIA Norm 318 keine Regelung (Akten der Vorinstanz, act. IX/3.4, S. 7, 

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Ergänzungsfrage 4). Auch der Werkvertrag stellt bezüglich der Böden keine von 
der SIA Norm 318 abweichenden Anforderungen auf (Akten der Vorinstanz, act. 
IX/3.4, S. 7, Ergänzungsfrage 4 in fine). Damit kann der Gutachter sehr wohl eine 
Übereinstimmung mit der SIA Norm 318 und dem Werkvertrag und gleichzeitig die 
Notwendigkeit einer Mängelbehebungsmassnahme feststellen, ohne in einen Wi-
derspruch zu verfallen. Ob aus rechtlicher Sicht ein Mangel vorliegt, wird im Übri-
gen durch das Gericht in einem allfälligen Hauptsacheverfahren zu entscheiden 
sein. Was nun die Rasenfläche im Süden und Südwesten betrifft, so führt der Gut-
achter in seiner Stellungnahme ausdrücklich aus, die Sanierung sei seiner Mei-
nung nach nur eine Mängelbehebungsmassnahme, wenn der Gärtner für die Pro-
jektierung verantwortlich gewesen sei (Akten der Vorinstanz, act. IX/3.4, S. 20, 
Ergänzungsfrage 4). Über die Projektierungsverantwortung trifft der Gutachter je-
doch zu Recht keine Feststellungen. Wem die Projektierung oblegen hat, ist eine 
Rechtsfrage, die nicht vom Gutachter zu entscheiden war. Auch darüber wird in 
einem allfälligen Hauptsacheverfahren das Gericht zu entscheiden haben. Da aber 
die Verantwortlichkeit für die Projektierung vom Gutachter weder zu untersuchen 
noch darüber zu entscheiden war, konnte der Gutachter ohne Weiteres keinen 
Mangel feststellen und trotzdem von einer Mangelbehebungsmassnahme für den 
Fall dass sprechen. Ein Widerspruch ist nicht erkennbar.

5.2. Der Berufungskläger hält weiter fest, die Berufungsbeklagte sei für die Pro-
jektierung verantwortlich gewesen, denn gemäss Art. 369 OR setze eine Befreiung 
des Unternehmers von der Haftung voraus, dass der Unternehmer den Besteller 
vor Ausführung des Werkes ausdrücklich abmahne. Der Besteller müsse darauf-
hin an der erteilten Weisung trotz Abmahnung festhalten. Andernfalls werde der 
Unternehmer von der Haftung nicht befreit. Eine solche Abmahnung sei von der 
Berufungsbeklagten weder vorgetragen noch behauptet worden. Der Sachver-
ständige habe daher für das Gutachten von der Verantwortlichkeit der Berufungs-
beklagten für die Projektierung ausgehen müssen. Hier vermischt der Berufungs-
kläger zwei unterschiedliche Sachverhalte: Zum einen die Projektierungsverant-
wortung und zum andern die Haftung des Unternehmers. Ein Unternehmer kann 
auch nach Art. 369 OR haftbar werden, wenn die Planung nicht bei ihm gelegen 
hat. Dies nämlich dann, wenn er – ohne Planer zu sein – im Rahmen der Aus-
führung erkennt, dass die vorgesehene Ausführung zu einem Mangel führen wird, 
und er dies nicht abmahnt. Insoweit gibt Art. 369 OR keine Antwort auf die Frage 
nach der Planungsverantwortung. Was der Berufungskläger zu Art. 369 OR aus-
führt, bringt ihn daher nicht weiter. Bezüglich Planungsverantwortung wiederum 
gibt der Werkvertrag deutliche Hinweise darauf, dass die Projektierung nicht in 
den Händen der Berufungsbeklagten lag (Akten der Vorinstanz, act. II/3, S. 1: Der 

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Werkvertrag wurde nicht von der Berufungsbeklagten erstellt und sie ist einzig als 
Unternehmerin aufgeführt; S. 5: Die Berufungsbeklagte erscheint nicht unter den 
Planern). Die Berufungsbeklagte hat im gesamten Verfahren bestritten, Planerin 
gewesen zu sein. Der Gutachter konnte in dieser Situation nicht einfach von der 
Berufungsbeklagten als Verantwortliche für die Projektierung ausgehen. Dies ins-
besondere auch unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die Frage, wer für die 
Projektierung des Gartens zuständig war, eine Rechtsfrage ist, die vorliegend un-
ter den Parteien umstritten ist. Rechtsfragen sind nicht vom Gutachter, sondern 
allein vom Gericht zu beantworten. Der Gutachter durfte daher entgegen der Auf-
fassung des Berufungsklägers nicht einfach die Berufungsbeklagte als Planerin 
annehmen. Zu Recht hat der Gutachter auf Planungsfehler hingewiesen, wo er 
solche gefunden hat, ohne sie jedoch der Berufungsbeklagten anzulasten.

5.3. Der Berufungskläger bemängelt weiter, der Gutachter führe hinsichtlich der 
Projektierung auf der einen Seite aus, insoweit seien die Anforderungen der SIA 
Norm 318 eingehalten, am Ende derselben Frage aber halte er fest, es sei zu 
deutlichen Abweichungen von der SIA Norm 318 gekommen. Hier übernimmt der 
Berufungskläger die Aussagen im Gutachten ungenau. An der in der Berufungs-
schrift verwiesenen Stelle der Stellungnahme vom 12. Februar 2019 hat der Gut-
achter das Werk in seiner Gesamtheit überwiegend den Anforderungen der SIA 
Norm 318 entsprechend eingestuft, soweit diese überprüfbar seien (Akten der Vor-
instanz, act. IX/3.4, S. 19, Frage 2, Anfang). „Überwiegend“ weist von Anfang an 
auf gewisse Abweichungen hin. Bei der Kommentierung der Projektierung hat der 
Gutachter dann schon im zweiten Satz festgestellt, es ergäben sich mehrere Ab-
weichungen (Akten der Vorinstanz, act. IX/3.4, S. 19, Frage 2, unten). Gegen En-
de der Antwort auf die Frage 2 hat der Gutachter dann tatsächlich festgehalten, 
dass es im Bereich der Projektierung seines Kenntnisstandes nach zu deutlichen 
Abweichungen von der SIA Norm 318 gekommen sei, indem verschiedene Prü-
fungen und daraus folgende Prüfungsschritte unterblieben seien (Akten der Vor-
instanz, act. IX/3.4, S. 20, Frage 2). Es ist bereits darauf hingewiesen worden, 
dass dem Gutachter nach seinen eigenen Feststellungen keine Unterlagen oder 
Auskünfte zu den Prüfungen vorlagen (Akten der Vorinstanz, act. IX/3.4, S. 19, 
Frage 2, Anfang). Der Gutachter verfügte damit nicht über die notwendigen Infor-
mationen, um eine definitive Beurteilung vorzunehmen. Darauf hat er hingewie-
sen, indem er von seinem Kenntnisstand sprach. Es geht hier also nicht um 
Fachwissen des Experten, mit dem er in der Lage ist, aus Daten gewisse Rück-
schlüsse zu ziehen, vielmehr liegen keine oder nicht genügend Daten vor. Es ist 
daher eine andere Situation als bei der Beurteilung des Wasserabflusses im Un-
terboden und Untergrund, wo der Gutachter aufgrund vorhandener Daten mit sei-

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nem Fachwissen und seinen Kenntnissen fundierte Rückschlüsse ziehen konnte. 
Damit steht fest, dass der Gutachter zum einen das gesamte Werk als überwie-
gend mit der SIA Norm 318 eingestuft hat, was Abweichungen zulässt, und dass 
zum andern die vom Berufungskläger monierten Abweichungen vom Gutachter 
nicht verbindlich festgestellt worden sind. Ein Widerspruch ist damit nicht gege-
ben.

5.4. Schliesslich moniert der Berufungskläger, der Gutachter beantworte die 
Frage, ob dem Gärtner bei der Errichtung des Gartens bezüglich der süd-/süd-
westlichen Rasenfläche ein Projektierungsfehler unterlaufen sei, widersprüchlich 
beziehungsweise gar nicht. Seine Begründung stützt der Berufungskläger ansch-
liessend darauf, dass die Berufungsbeklagte für die Projektierung des Gartens 
verantwortlich gewesen sei. Er nimmt mithin einfach seine Auffassung, dass die 
Projektierung Aufgabe der Berufungsbeklagten gewesen sei, als richtig an. Nach-
dem die Berufungsbeklagte bestreitet, für die Projektierung des Gartens zuständig 
gewesen zu sein, geht dies nicht an. Wie bereits festgestellt, wird es Aufgabe des 
Gerichts in einem allfälligen Hauptsacheverfahren sein, über die Frage der Projek-
tierungsverantwortung zu entscheiden. Denn im Verfahren der vorsorglichen Be-
weisführung ist weder eine Beweiswürdigung vorzunehmen, noch über Rechtsfra-
gen definitiv zu entscheiden, noch ein materieller Anspruch zu prüfen (vgl. Urteil 
des Bundesgerichts 4A_307/2017 vom 20. Juli 2017 E. 2.4). Wenn aber nicht von 
einer Projektierungsverantwortung der Berufungsbeklagten ausgegangen werden 
darf, fällt die Argumentation des Berufungsklägers in sich zusammen. 

Mit Bezug auf die gemäss Gutachter im Rahmen der Projektierung fehlende Bear-
beitung der Problematik der Beschattung kritisiert der Berufungskläger, dass der 
Gutachter zwar zum Ergebnis gelangt sei, es liege ein Projektierungsfehler vor, 
dass er aber keinen Mangel festgestellt habe. Der Berufungskläger sieht wohl 
auch darin einen Widerspruch. Dem ist aber nicht so. Es genügt, dass der Gutach-
ter die tatsächlichen Gegebenheiten feststellt und beurteilt, inwieweit diese den 
fachlichen Anforderungen genügen. Ob Abweichungen von fachlichen Vorgaben 
als Mängel im rechtlichen Sinne zu verstehen sind, darüber hat das Gericht zu 
entscheiden. Allein, dass ein Gutachter nicht explizit von einem Mangel spricht, 
hindert nicht, dass das Gericht in der Beurteilung zum Ergebnis kommen kann, es 
liege ein Mangel im Rechtssinne vor. Ein Widerspruch ist mithin nicht auszuma-
chen.

5.5. Die vom Berufungskläger beanstandeten Widersprüche in Gutachten und 
Stellungnahme vom 12. Februar 2019 erweisen sich allesamt als nicht gegeben.

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6. Schliesslich gilt es, noch kurz auf die Replik einzugehen. Unter der Über-
schrift „Sachverhalt“ wendet sich der Berufungskläger zunächst der Projektierung 
zu. Er behauptet, diese habe der Berufungsbeklagten oblegen. Das will er aus 
Ziffer R.290 des Werkvertrages ableiten. Die Berufungsbeklagte habe sich in die-
ser Ziffer verpflichtet, Spezialpläne, Studien und Werkzeichnungen für den Garten 
zu liefern. Hieraus ergebe sich, dass die Berufungsbeklagte sehr wohl die Projek-
tierung des Gartens übernommen habe. Bei der vom Berufungskläger angespro-
chenen Ziffer des Werkvertrages handelt es sich um Ziff. R 791.290 (Akten der 
Vorinstanz, act. II/3, S. 11). Um diese Ziffer richtig einordnen zu können, ist der 
gesamte Kontext zu sehen, in welchem sie steht. Ziffer R 790 zeigt an, dass es 
nachfolgend um Änderungen und Ergänzungen von Normen geht. Ziffer R 791 
weist darauf hin, dass die anschliessenden Ziffern Änderungen der SIA Norm 118 
enthalten. Ziffer R 791.200 legt fest, dass Änderungen mit Bezug auf einzelne Ar-
tikel erfolgen. Ab Ziffer R 790.210 werden diese Änderungen aufgeführt, jeweils 
mit Hinweis auf den Artikel der SIA Norm 118, auf den die Änderung sich bezieht. 
Ziff. R 791.290 ändert offenbar Art. 101 Abs. 1 der SIA Norm 118; die Parteien 
haben vereinbart, dass der Unternehmer abweichend von der SIA Norm 118 Spe-
zialpläne, Studien und Werkzeichnungen unentgeltlich liefert. Dass die Berufungs-
beklagte solche Pläne, Studien und Werkzeichnungen tatsächlich zu erstellen hat-
te, ergibt sich aus dem Werkvertrag und insbesondere aus Ziff. R 791.290 nicht, 
denn die Regelung kann ohne Weiteres auch einzig aufgestellt worden sein, um 
für alle Eventualitäten abgesichert zu sein. Dass die im Werkvertrag aufgeführten 
Abänderungen der SIA Norm 118 auch Situationen betreffen, die sich vorliegend 
nicht oder kaum ergeben würden, lässt sich auch aus Ziff. R 791.260 und R 
791.300 schliessen; aus den Akten ergibt sich nicht, dass die Berufungsbeklagte 
überhaupt plante, eine Subunternehmerin beizuziehen, und dass für den Garten, 
so wie er vorgesehen war, Muster angefertigt und angebracht werden würden, war 
sehr unwahrscheinlich. Die im Werkvertrag aufgeführten Änderungen der SIA 
Norm 118 sind daher als allgemein und nicht auf den vorliegenden konkreten Fall 
zugeschnitten zu betrachten. Zu Recht weist die Berufungsbeklagte in ihrer Duplik 
im Weiteren darauf hin, dass zum einen der Werkvertrag von der Bauleitung und 
nicht von der Berufungsbeklagten erstellt worden ist und dass sich Ziff. R 791.290 
zum andern unter den allgemeinen Bedingungen des Werkvertrags befindet. Wie 
bereits ausgeführt, finden sich im Werkvertrag sehr starke Hinweise dafür, dass 
die Berufungsbeklagte nicht Planerin war. Formulierungen in allgemeinen Bedin-
gungen, die nicht auf den konkreten Fall zugeschnitten worden sind, vermögen 
das nicht abzuändern. Aus Ziff. R 791.290 lässt sich daher nicht ableiten, dass der 
Berufungsbeklagten die Planung des Gartens oblegen hätte. Der weitere Hinweis 
des Berufungsklägers auf die Verpflichtung des Unternehmers, den Bauherrn über 

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eine Unmöglichkeit der Umsetzung eines Wunsches in Kenntnis zu setzen oder 
eben abzumahnen, hilft dem Berufungskläger nicht weiter. Wie bereits dargestellt, 
betrifft dies nicht die Projektierung, sondern es ist eine Frage der Haftung des Un-
ternehmers. Darüber ist im vorliegenden Verfahren der vorsorglichen Beweis-
führung nicht zu entscheiden.

Was das Begrünungsziel betrifft, so kommt es für die Beurteilung, ob das Gutach-
ten genügt, nicht darauf an, wie die Berufungsbeklagte das Gutachten auslegt. 
Der Berufungskläger zeigt nicht auf, dass der Gutachter festgestellt hätte, im süd-
/südwestlichen Teil des Gartens sei das Begrünungsziel erreicht worden. Der Gut-
achter hat vielmehr festgestellt, dass das Begrünungsziel auf der Westseite des 
Rasens erreicht ist (Akten der Vorinstanz, act. IX&2.1, S. 7, Tab. 1; S. 11, „Zu-
sammensetzung des Rasens“), während es auf der Süd- und der Südwestseite 
teilweise bis gar nicht eingehalten ist (Akten der Vorinstanz, act. IX/2.1, S. 11, 
„Zusammensetzung des Rasens“; S. 16 Mitte). Es mag sein, dass der Parteigut-
achter zu einem anderen Ergebnis gelangt ist. Das Parteigutachten ist jedoch als 
Parteibehauptung zu werten. Insoweit vermag es die Aussagen des gerichtlichen 
Gutachtens nicht zu entkräften, ohne dass weitere, plausible Umstände gegeben 
sind. Das ist vorliegend nicht der Fall, das Gerichtsgutachten überzeugt. Zudem 
hat der gerichtliche Experte in seiner Stellungnahme vom 12. Februar 2019 aus-
führlich und vor allem überzeugend begründet, weshalb er zu anderen Ergebnis-
sen gelangt ist als das Parteigutachten. Die Argumentation des Berufungsklägers 
zielt ins Leere.

Bezüglich Wasserabfluss hat der Gutachter Infiltrationsversuche vorgenommen 
und deren Resultate dokumentiert (Akten der Vorinstanz, act. IX/2.1, S. 9, Tab. 2). 
Aus diesen Versuchen ergibt sich klar, dass ein Wasserabfluss gegeben ist und 
zwar auch an der Problemstelle im Südwesten des Gartens. Daran ändert nichts, 
dass gemäss Parteigutachten kein Wasserabfluss festgestellt worden sein soll. 
Der gerichtliche Gutachter hat in seiner Stellungnahme vom 12. Februar 2019 in 
Kenntnis des Parteigutachtens an seinem Gutachten festgehalten. Er hat zudem 
erklärt, es sei bei den Versuchen des Privatgutachters vielleicht zu einer Ver-
schlämmung durch die offenen Profilwände gekommen oder die Bodenporen sei-
en durch die Grabung verschlossen worden (Akten der Vorinstanz, act. IX/3.4, S. 
2 oben). Nachdem das Parteigutachten als Parteibehauptung gewertet werden 
muss, vermag es das gerichtliche Gutachten nicht in Zweifel zu ziehen, nur weil es 
zu einem anderen Ergebnis gelangt ist. Bezüglich des Arguments, dass der ge-
richtliche Sachverständige auf der Südseite des Gartens keinen feuchten und teil-
weise nassen Boden festgestellt hätte, wenn ein Wasserabfluss gegeben wäre, ist 

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zu sagen, dass der Berufungskläger offenbar einem Denkfehler unterliegt. Er geht 
augenscheinlich davon aus, dass ein gegebener Wasserabfluss zwingend zu tro-
ckenen Verhältnissen führen muss. Dass dem nicht so ist, zeigt der vorliegende 
Fall in optima forma. Sieht man die Resultate der Infiltrationsversuche des gericht-
lichen Gutachters durch, so zeigt sich, dass durchwegs Werte über dem Optimal-
bereich gefunden wurden, ausser an der einen Stelle im Südwesten des Rasens 
(vgl. Akten der Vorinstanz, act. IX/2.1, S. 9, Tab. 2, in Verbindung mit act. IX/3.4, 
S. 7, Ergänzungsfrage 5). Trotzdem hat der Gutachter anlässlich des Augen-
scheins den Boden im Westen des Gartens als trocken beschrieben, jenen im Sü-
den jedoch als feucht (Akten der Vorinstanz, act. IX/2.1, S. 2, „Allgemeiner Ein-
druck“). Allein aus der Feststellung, dass ein Boden feucht oder trocken ist, kann 
daher nicht geschlossen werden, ob ein Wasserabfluss gegeben ist oder nicht, 
denn das Abtrocknen des Bodens wird durch weitere äussere Bedingungen beein-
flusst (vgl. Akten der Vorinstanz, act. IX/3.4, S. 8 f., Ergänzungsfrage 10). Der Be-
rufungskläger vermag mit seiner Argumentation das gerichtliche Gutachten nicht 
in Zweifel zu ziehen.

7. Damit aber ergibt sich, dass die vom Berufungskläger gegen das von der 
Vorinstanz eingeholte gerichtliche Gutachten vorgebrachten Argumente nicht 
überzeugen. Das Gutachten ist vollständig, schlüssig und nachvollziehbar. Die 
vom Berufungskläger behaupteten Widersprüche haben sich allesamt als nicht 
vorhanden erwiesen. Entgegen der Auffassung des Berufungsklägers ist das Gut-
achten keineswegs mangelhaft. Da es dem Berufungskläger nicht gelingt, in we-
sentlichen Punkten Zweifel an der Einschätzung des Gutachters zu wecken, konn-
te die Vorinstanz auf die Anordnung eines Obergutachtens verzichten; der Beru-
fungskläger hat keinen Anspruch auf ein Obergutachten. Damit aber ist der vor-
instanzliche Entscheid zu bestätigen und die Berufung ist in diesem Punkt abzu-
weisen.

8. Schliesslich wendet sich der Berufungskläger gegen die Kostenverteilung 
der Vorinstanz. Er macht geltend, der Sachverständige habe für ein unbrauchba-
res Gutachten keinen Anspruch auf Entschädigung. Die Vorinstanz habe daher 
das Recht falsch angewandt, als sie dem Berufungskläger die Kosten des Gutach-
tens auferlegt habe. Wie sich gezeigt hat, überzeugen die vom Berufungskläger 
gegen das Gutachten vorgebrachten Argumente nicht; das Gutachten ist keines-
wegs unbrauchbar, im Gegenteil. Damit aber ist kein Grund ersichtlich, weshalb 
die Kosten nicht vom Berufungskläger, dem Gesuchsteller, zu tragen wären (vgl. 
zur Kostentragung durch den Gesuchsteller: BGE 140 III 30 E. 3.2; 139 III 33 E. 4; 
PKG 2015 Nr. 13; siehe auch Art. 367 Abs. 2 OR). Zu Recht hat die Vorinstanz 

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weiter festgestellt, dass diese Kostentragung unter dem Vorbehalt einer anderen 
Kostenverteilung in einem allfälligen Hauptsachenprozess stehe. Die von der Vor-
instanz bezüglich der Kosten des Gutachtens vorgenommene Kostenauflage an 
den Berufungskläger erweist sich mithin als rechtens. Die Berufung ist auch in 
diesem Punkt abzuweisen. Dass die Vorinstanz neben den Gutachterkosten auch 
die Entscheidgebühr dem Berufungskläger auferlegt sowie der Berufungsbeklag-
ten zu Lasten des Berufungsklägers eine Parteientschädigung zugesprochen hat, 
beides unter Vorbehalt einer anderslautenden Kostenverteilung in einem allfälligen 
Hauptsachenprozess, beanstandet der Berufungskläger im Berufungsverfahren 
nicht. Es bleibt diesbezüglich folglich beim vorinstanzlichen Entscheid. 

9. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Berufung bezüglich des An-
trags, ein Obergutachten einzuholen, abzuweisen ist. Ebenso hat sich die Kritik 
des Berufungsklägers an der Kostenverteilung durch die Vorinstanz als nicht 
stichhaltig erwiesen. Die Berufung ist damit gänzlich abzuweisen und der vor-
instanzliche Entscheid ist im Ergebnis zu bestätigen.

10. Abschliessend sind die Prozesskosten des Berufungsverfahrens (Gerichts-
kosten und Parteientschädigung; Art. 95 Abs. 1 ZPO) zu verlegen. Anders als im 
(eigenständigen) erstinstanzlichen Verfahren um vorsorgliche Beweisführung, bei 
welchem das Unterliegerprinzip nicht gilt und die Prozesskosten grundsätzlich zu-
lasten des Gesuchstellers gehen (BGE 140 III 30 E. 3.2), sind für das Rechtsmit-
telverfahren die Verteilungsgrundsätze gemäss Art. 106 ZPO massgebend (vgl. 
Urteil der II. Zivilkammer des Kantonsgerichts ZK2 16 53 vom 4. Januar 2017 E. 
5a mit Hinweisen, siehe auch Walter Fellmann, a.a.O., N 44c zu Art. 158 ZPO). 
Entsprechend des Ausgangs des Verfahrens wird der Berufungskläger somit voll-
umfänglich kostenpflichtig (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Gestützt auf den geltenden Ge-
bührenrahmen für Berufungsentscheide (Art. 9 der Verordnung über die Gerichts-
gebühren in Zivilverfahren [VGZ; BR 320.210]) erscheint eine Gerichtsgebühr in 
der Höhe von CHF 6'000.00 angemessen. Diese wird mit dem vom Berufungsklä-
ger geleisteten Kostenvorschuss in Höhe von CHF 4'000.00 verrechnet. Der Fehl-
betrag von CHF 2'000.00 wird A._____ durch das Kantonsgericht separat in 
Rechnung gestellt.

b) Der Berufungskläger hat überdies die anwaltlich vertretene Berufungsbeklagte 
aussergerichtlich zu entschädigen. Da der Rechtsvertreter der Berufungsbeklag-
ten für das Berufungsverfahren keine Kostennote eingereicht hat, ist die beantrag-
te Parteientschädigung nach Ermessen festzusetzen (Art. 105 Abs. 2 ZPO). An-
gesichts der sich stellenden Sach- und Rechtsfragen sowie unter Berücksichti-
gung der eingereichten Rechtsschriften erscheint der II. Zivilkammer des Kan-

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tonsgerichts eine Entschädigung von pauschal CHF 5'000.00 (inklusive Barausla-
gen und Mehrwertsteuer) angemessen.

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Berufung wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Berufungsverfahrens von CHF 6'000.00 gehen zu Lasten 
von A._____ und werden mit dem von ihm geleisteten Kostenvorschuss in 
Höhe von CHF 4‘000.00 verrechnet. Der Fehlbetrag von CHF 2'000.00 wird 
A._____ durch das Kantonsgericht separat in Rechnung gestellt.

3. A._____ hat die B._____ für das Berufungsverfahren aussergerichtlich mit 
CHF 5'000.00 (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädi-
gen.

4. Gegen diese, einen Streitwert von weniger als 30'000 Franken betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 2 lit. a des Bundesge-
richtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Zivilsachen an das Schweizerische 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt werden, falls sich eine Rechts-
frage von grundsätzlicher Bedeutung stellt. Die Beschwerde ist dem Bun-
desgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Aus-
fertigung der Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen 
Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die 
weiteren Voraussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die 
Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 ff. BGG.

5. Mitteilung an: