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**Case Identifier:** 9aa5eca7-e0c6-500c-b393-5e944712e936
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-24
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 24.04.2025 BV 2024/1
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_BV-2024-1_2025-04-24.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/21

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: BV 2024/1

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: BV - berufliche Vorsorge

Publikationsdatum: 22.05.2025

Entscheiddatum: 24.04.2025

Entscheid Versicherungsgericht, 24.04.2025
Art. 23 BVG. Die invalidisierende Arbeitsunfähigkeit ist während dem 
Vorsorgeverhältnis mit der Beklagten 1 eingetreten; der sachliche Konnex ist 
zu bejahen und der zeitliche Konnex wurde weder durch spätere 
Arbeitstätigkeiten noch durch Bezugszeiten von Arbeitslosenentschädigung 
unterbrochen; Überweisung zur Renten- und Zinsberechnung (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 24. April 2025, BV 
2024/1).

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Kanton St.Gallen  
Gerichte 
 
 

 
 
 
 

 
 1/20 

 

 
 
Versicherungsgericht 

Abteilung III 

 

 

 

 

 

 

 Entscheid vom 24. April 2025 

Besetzung  Versicherungsrichter Michael Rutz (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen 
Mirjam Angehrn und Marie Löhrer; Gerichtsschreiberin Karin Kobelt  

   

Geschäftsnr.   BV 2024/1 

   

Parteien 

 

 A.___,  

Klägerin,  

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Lorenz Gmünder, Schwager  

Mätzler Schneider, Poststrasse 23, Postfach 1936, 9001 St. Gallen,  
 
 

  gegen 

  1. P e r s o n a l v o r s o r g e s t i f t u n g  B . _ _ _ ,  

2. S a m m e l s t i f t u n g  C . _ _ _ ,   

3. S t i f t u n g  D . _ _ _ ,  

Beklagte,  

 

 

 
  

Gegenstand  Invalidenleistungen aus beruflicher Vorsorge 
 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

BV 2024/1 
 

 

2/20 

Sachverhalt 

A.  

A.a A.___ (nachfolgend: Versicherte) wurde am 7. Juli 2010 von der E.___ als zuständige 

Krankentaggeldversicherung bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zur Früherfassung 

angemeldet (IV-act. 18). Die Versicherte sei seit 28. Januar 2008 mit 100%igem Arbeitspensum als 

Tiermedizinische Praxisassistentin in der F.___ (bis Dezember 2007: G.___, nachfolgend: F.___) 

angestellt und seit 3. Mai 2010 zu 100 % arbeitsunfähig (IV-act. 18-1). Nach einem Gespräch vom 

16. Juli 2010 (IV-act. 21) empfahl die zuständige Eingliederungsberaterin der Versicherten die IV-

Anmeldung (IV-act. 22). Diese datiert vom 24. Juli 2010 (IV-act. 23), wobei die Versicherte insbesondere 

um finanzielle Unterstützung für eine Umschulung ersuchte (IV-act. 26) und erklärte, noch bis 31. Juli 

2010 zu 100 % krankgeschrieben zu sein (IV-act. 23-7; vgl. auch den von der F.___ ausgefüllten 

Fragebogen für Arbeitgebende in IV-act. 36). Am 14. August 2010 erlitt die Versicherte einen Reitunfall 

und bezog in der Folge Unfalltaggelder für Teilarbeitsunfähigkeiten bis 31. Januar 2011 (act. G1 Rz. 8 

und act. G1.15). 

A.b Nach der Anmeldung vom 24. Juli 2010 hatte die IV-Stelle Abklärungen eingeleitet und die 

involvierten Ärzte und Kliniken äusserten alle den Verdacht auf eine polymorphe psychotische Störung 

mit Symptomen einer Schizophrenie (IV-act. 37-1, 37-3, 39 und 44). Die IV-Stelle teilte der Versicherten 

am 14. September 2010 mit, dass eine medizinische Abklärung bei Dr. med. H.___, Facharzt für 

Psychiatrie und Psychotherapie, notwendig sei (IV-act. 42). Den auf den 16. Mai 2011 geplanten 

Begutachtungstermin sagte die Versicherte ab (IV-act. 46). Der IV-Stelle teilte sie am 1. Juli 2011 mit, 

dass sie wieder mit einem Pensum von 90 % bei der F.___ arbeite (IV-act. 47). Der Regionale Ärztliche 

Dienst (RAD) der IV erachtete das psychiatrische Gutachten jedoch weiterhin als notwendig, da er 

Zweifel an dieser Arbeitsfähigkeit hegte (IV-act. 48). Deshalb leitete die IV-Stelle am 11. Juli 2011 ein 

Mahn- und Bedenkzeitverfahren ein (IV-act. 49). Da die Versicherte sich der Begutachtung dennoch 

nicht unterziehen wollte, teilte die IV-Stelle ihr am 4. August 2011 mit, dass ihr Leistungsbegehren 

abgewiesen werde (IV-act. 53). 

A.c Per 31. Oktober 2012 wurde das Arbeitsverhältnis mit der F.___ beendet (vgl. act. G7.10). In der 

Folge wechselten sich bei der Versicherten Zeiten von Arbeitslosigkeit mit Zeiten relativ kurzer 

Arbeitseinsätze für verschiedene Arbeitgebende ab (IV-act. 102). 

A.d Mit am 16. Mai 2018 unterzeichnetem Formular (Eingang: 6. Mai 2019) meldete die Versicherte 

sich mit Unterstützung der I.___ (nachfolgend: PSGN) und unter Hinweis auf eine Schizophrenie erneut 

bei der IV an. Sie erklärte, dass sie im Jahr 2010 ein „Clearing“ gemacht habe. Damit hätten die 

gesundheitlichen Probleme begonnen (IV-act. 57). Die PSGN wies im Begleitschreiben vom 15. April 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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2019 ergänzend darauf hin, dass der Gesundheitszustand der Versicherten schwankend sei (IV-act. 

58). Seit 1. Juni 2017 war die Versicherte in einem Arbeitsverhältnis mit der J.___ AG gestanden, 

welches per 31. Juli 2018 geendet hatte (IV-act. 103-2). Vom 15. Oktober bis 30. November 2018 war 

die Versicherte für die K.___ tätig gewesen (act. G16.7). Davor und danach bezog sie 

Arbeitslosenentschädigung (act. G16.1). 

A.e Am 3. Juli 2020 erstattete Prof. Dr. med. L.___, IME - Interdisziplinäre Medizinische Abklärung, 

im Auftrag der IV-Stelle ein psychiatrisches Gutachten betreffend die Versicherte (IV-act. 96). Er 

diagnostizierte eine paranoide Schizophrenie (IV-act. 96-23) und erklärte, es sei eine 

Restarbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit zu vermuten (IV-act. 96-25). Aus gutachterlicher Sicht 

bestehe die Schwierigkeit, die Quantitäten der Leistbarkeit in einer adaptierten Tätigkeit exakt zu 

bestimmen. Dies bedürfe unbedingt einer arbeitspraktischen Überprüfung und Ermittlung. 

Umschulungsfähigkeit liege jedoch nicht vor (IV-act. 96-26 f.). 

A.f Nachdem während einer Tätigkeit in einer geschützten Werkstatt (M.___) keine verwertbare 

Leistungsfähigkeit für den ersten Arbeitsmarkt beobachtet werden konnte (vgl. IV-act. 108), verneinte 

die IV-Stelle mit Mitteilungen vom 16. Dezember 2020 und 7. Januar 2021 einen Anspruch auf 

berufliche Massnahmen der Versicherten (IV-act. 110 und 112). Mit Vorbescheid vom 17. Februar 2021 

stellte sie der Versicherten unter Berücksichtigung einer 50%igen Arbeitsfähigkeit auf dem geschützten 

Arbeitsmarkt und eines errechneten Invaliditätsgrades von 90 % die Zusprache einer ganzen Rente ab 

1. November 2019 in Aussicht (IV-act. 116). Diese ganze Rente verfügte die IV am 3. Mai 2021 (IV-act. 

122 i.V.m. 120). 

A.g Mit Schreiben vom 9. Februar 2022 teilte die Sammelstiftung C.___ als berufsvorsorgerechtliche 

Versicherung der J.___ AG der Versicherten mit, dass der Beginn der berufsvorsorgerechtlich 

relevanten Arbeitsunfähigkeit bereits vor Eintritt in den Vertrag mit ihr liege. Die Tätigkeit der 

Versicherten mit der J.___ AG gelte als Arbeitsversuch (act. G1.31). 

A.h Mit Schreiben vom 5. September 2022 ersuchte Rechtsanwalt lic. iur. L. Gmünder, St. Gallen, als 

Rechtsvertreter der Versicherten die Personalvorsorgestiftung (nachfolgend: B.___) als Versicherung 

für die berufliche Vorsorge der F.___ um Ausrichtung einer ganzen Invalidenrente ab November 2019 

(act. G1.27). Die B.___ antwortete am 7. September 2022, dass der zeitliche Konnex unterbrochen 

worden sei, weshalb ihr gegenüber kein Anspruch auf Rentenleistungen bestehe (act. G1.28). Mit 

Schreiben vom 4. Oktober 2022 verzichtete die B.___ bis 31. Dezember 2023 auf die Einrede der 

Verjährung (act. G7.10). 

A.i Am 17. August 2023 gelangte Rechtsanwalt Gmünder erneut an die B.___ und teilte dieser mit, 

dass die Leistungsablehnung nicht akzeptiert werde (act. G1.29). Mit Schreiben vom 22. August 2023 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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verzichtete die B.___ bis 31. Dezember 2024 auf die Einrede der Verjährung (act. G7.10). Am 13. 

September 2023 antwortete sie auf das Schreiben vom 17. August 2023, dass die rentenrelevante 

Arbeitsunfähigkeit von der IV rechtskräftig per Juli 2018 festgestellt worden sei. Zu diesem Zeitpunkt 

sei die Versicherte nicht mehr bei ihr versichert gewesen (act. G1.30). 

B.  

B.a Am 29. Dezember 2023 (Postaufgabe) erhob Rechtsanwalt Gmünder für die Versicherte 

(nachfolgend: Klägerin) Klage gegen die B.___ (nachfolgend: Beklagte 1), eventualiter die C.___ 

(nachfolgend: Beklagte 2), subeventualiter die Stiftung D.___ als BVG-Versicherung der Arbeitslosen 

(nachfolgend: Beklagte 3). Er beantragte unter Kosten- und Entschädigungsfolge, die Beklagte 1, 

eventualiter die Beklagte 2, subeventualiter die Beklagte 3, sei zu verpflichten, der Klägerin ab Juli 2019 

die im Rahmen der beruflichen Vorsorge gesetzlich und reglementarisch geschuldeten 

Invaliditätsleistungen zzgl. Zins von 5 % seit 1. Juli 2019 zu bezahlen. Subsubeventualiter seien weitere 

medizinische Abklärungen, insbesondere ein medizinisches Gutachten, einzuholen (act. G1).  

B.b Das Versicherungsgericht zog die Akten der IV bei (act. G2). 

B.c Mit Klageantwort vom 8. Februar 2024 beantragte die Beklagte 1 unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge die Abweisung der Klage gegen sie (act. G7). 

B.d Die Beklagte 2 reichte am 11. März 2024 die Klageantwort ein und ersuchte unter Kosten- und 

Entschädigungsfolgen um Abweisung der Klage gegen sie (act. G13). 

B.e Am 24. April 2024 erstattete die Beklagte 3 die Klageantwort und beantragte unter Kostenfolge, 

die ihr gegenüber erhobene Klage sei vollumfänglich abzuweisen (act. G16). 

B.f Mit Replik vom 20. September 2024 liess die Klägerin an ihren Klagebegehren festhalten (act. 

G24). Auch die Beklagte 2 und die Beklagte 3 hielten mit Duplik vom 2. Oktober 2024 respektive 

Duplikverzicht vom 3. Oktober 2024 an ihren Rechtsbegehren fest (act. G26 und G27). Die Beklagte 1 

liess die Frist zur Erstattung einer Duplik unbenutzt verstreichen (act. G25 und G28). 

B.g Am 20. November 2024 teilte Rechtsanwalt Gmünder dem Versicherungsgericht mit, dass das 

Verfahren einen grossen anwaltlichen Aufwand von über Fr. 6'500.-- verursacht habe. Er ersuche 

deshalb darum, der Klägerin eine Parteientschädigung von mindestens Fr. 5'000.-- zuzusprechen 

(act. G29). 

B.h Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der übrigen Akten wird, 

soweit entscheidwesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Erwägungen 

1.  

Gemäss Art. 73 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und 

Invalidenvorsorge (BVG; SR 831.40) bezeichnet jeder Kanton als letzte kantonale Instanz ein Gericht, 

das über die Streitigkeiten zwischen Vorsorgeeinrichtungen, Arbeitgebern und Anspruchsberechtigten 

entscheidet. Im Kanton St. Gallen ist nach Art. 65 Abs. 1 lit. ebis des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege (VRP; sGS 951.1) das Versicherungsgericht zuständig für Streitigkeiten nach 

Art. 73 BVG. Gerichtsstand ist nach Art. 73 Abs. 3 BVG der Sitz oder Wohnsitz des Beklagten oder der 

Ort des Betriebes, bei dem die versicherte Person angestellt wurde. Bei der Beklagten 3 obligatorisch 

versicherten Bezügern von Arbeitslosenentschädigung steht als alternativer Gerichtsstand der Ort der 

Erfüllung der Kontrollvorschriften und des Bezugs von Arbeitslosenentschädigung offen (MARC 

HÜRZELER/BARBARA BÄTTIG-LISCHER, N 53 zu Art. 73 mit Hinweisen, in: Marc Hürzeler/Hans-Ulrich 

Stauffer [Hrsg.], Berufliche Vorsorge, Basler Kommentar, 2021). Vorliegend ist die örtliche Zuständigkeit 

des Versicherungsgerichts für die Klagen gegen alle drei Beklagten zu bejahen, weil die Beklagten 1 

und 2 ihren Sitz im Kanton St. Gallen haben und die Klägerin in St. Gallen die Kontrollvorschriften 

erfüllte. Infolge der passiven subjektiven Klagehäufung besteht ohnehin ein einheitlicher Gerichtsstand 

und die örtliche Zuständigkeit ist ohne Weiteres zu bejahen. Da auch sämtliche übrigen prozessualen 

Voraussetzungen erfüllt sind, ist auf die Klage einzutreten. 

2.  

Zwischen den Parteien umstritten und vorliegend zu prüfen ist der Anspruch der Klägerin auf eine 

Invalidenrente gegenüber der Beklagten 1, der Beklagten 2 beziehungsweise der Beklagten 3.  

2.1 Nach Art. 23 lit. a BVG haben (im Obligatoriumsbereich) Personen Anspruch auf 

Invalidenleistungen, die im Sinn der Invalidenversicherung zu mindestens 40 % invalid (vgl. zum 

Invaliditätsbegriff BGE 120 V 108 E. 3c sowie Art. 8 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil 

des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]) sind und bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren 

Ursache zur Invalidität geführt hat, versichert waren. Die Invalidenleistungen nach BVG sind von 

derjenigen Vorsorgeeinrichtung geschuldet, bei der die ansprechende Person bei Eintritt der 

Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität geführt hat, versichert gewesen ist (vgl. BGE 120 V 

112 mit Hinweisen; Urteile des Bundesgerichts vom 21. Juni 2018, 9C_52/2018, E. 3.1, und vom 17. 

November 2021, 9C_388/2021, E. 2.1.1, je mit Hinweisen). Die Arbeitsunfähigkeit ist relevant, wenn sie 

mindestens 20 % beträgt bzw. betrug und sich auf das Arbeitsverhältnis ausgewirkt hat; mithin 

arbeitsrechtlich in Erscheinung getreten ist, so dass die versicherte Person im bisherigen Beruf an 

Leistungsvermögen eingebüsst hat (vgl. zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts vom 21. Juni 2018, 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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6/20 

9C_52/2018, E. 3.1 f. mit Hinweisen). Nach der Rechtsprechung muss eine Einbusse an 

Leistungsvermögen arbeitsrechtlich in Erscheinung treten, so etwa durch einen Abfall der Leistungen 

mit entsprechender Feststellung oder gar Ermahnung des Arbeitgebers oder durch gehäufte, aus dem 

Rahmen fallende gesundheitlich bedingte Arbeitsausfälle. Eine erst nach Jahren rückwirkend 

festgelegte medizinisch-theoretische Arbeitsunfähigkeit, ohne dass der frühere Arbeitgeber die 

Leistungseinbusse bemerkt hätte, genügt nicht. Es sind die vertraglich festgesetzte Pflicht zur 

Erbringung von Arbeit und die dafür vorgesehene Entlöhnung sowie weitere im Rahmen des 

Arbeitsverhältnisses getroffene Vereinbarungen in der Regel als den realen Gegebenheiten 

entsprechend zu werten. Nur beim Vorliegen besonderer Umstände darf die Möglichkeit einer von der 

arbeitsrechtlich zu Tage tretenden Situation in Wirklichkeit abweichenden Lage - etwa in dem Sinne, 

dass ein Arbeitnehmer zwar zur Erbringung einer vollen Arbeitsleistung verpflichtet war und auch 

entsprechend entlöhnt wurde, tatsächlich aber eben doch keine volle Arbeitsleistung hat erbringen 

können - in Betracht gezogen werden. Dabei ist gegebenenfalls äusserste Zurückhaltung geboten, da 

ansonsten die Gefahr bestünde, den Versicherungsschutz zu vereiteln. Indessen gilt hier ebenfalls, 

dass die Leistungseinbusse auch und vor allem dem Arbeitgeber aufgefallen sein muss (Urteile des 

Bundesgerichts vom 24. April 2007, I 687/06, E. 5.1 mit Hinweisen).  

2.2 Der Zeitpunkt des Eintritts der berufsvorsorgerechtlich relevanten Arbeitsunfähigkeit muss mit 

dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

grundsätzlich echtzeitlich nachgewiesen sein. Dieser Nachweis darf nicht durch nachträgliche 

Annahmen und spekulative Überlegungen ersetzt werden (Urteil des Bundesgerichts vom 17. Juni 

2013, 9C_91/2013, E. 4.1.2 mit Hinweisen). Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts 

genügt den Beweisanforderungen nicht. Der Richter und die Richterin haben vielmehr jener 

Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die sie von allen möglichen Geschehensabläufen als die 

wahrscheinlichste würdigen (BGE 126 V 360 E. 5b). 

2.3 Die Versicherteneigenschaft muss nur bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit gegeben sein, dagegen 

nicht notwendigerweise auch im Zeitpunkt des Eintritts oder der Verschlimmerung der Invalidität (Urteil 

des Bundesgerichts vom 21. Juni 2018, 9C_52/2018, E. 3.1 mit Hinweisen). Allerdings setzt der 

berufsvorsorgerechtliche Anspruch auf eine Invalidenrente einen engen zeitlichen und sachlichen 

Zusammenhang zwischen der Arbeitsunfähigkeit, die während des Vorsorgeverhältnisses 

(einschliesslich der Nachdeckungsfrist nach Art. 10 Abs. 3 BVG) bestanden hat, und der allenfalls erst 

später eingetretenen Invalidität voraus (BGE 134 V 22 E. 3.2 mit Hinweis). Der sachliche Konnex ist 

gegeben, wenn der Gesundheitsschaden, der zur Arbeitsunfähigkeit geführt hat, im Wesentlichen 

derselbe ist, wie er der Erwerbsunfähigkeit zugrunde liegt (BGE 138 V 419 E. 6.2 und 134 V 22 E. 3.2; 

Urteil des Bundesgerichts vom 21. Juni 2018, 9C_100/2018, E. 2.2). Die zeitliche Konnexität setzt 

voraus, dass zwischen der früheren Arbeitsunfähigkeit und der späteren Invalidität bzw. deren 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Verschlimmerung keine längere Periode der Arbeitsfähigkeit liegt. Dabei sind die gesamten Umstände 

des Einzelfalls zu würdigen. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung bedarf es zum 

rechtsgenüglichen Nachweis einer berufsvorsorgerechtlich relevanten Einbusse an funktionellem 

Leistungsvermögen nicht zwingend einer echtzeitlich attestierten Arbeitsunfähigkeit. Eine zuverlässige 

Einschätzung des zeitlichen Zusammenhangs ist nur möglich, wenn die Entwicklung gesamthaft 

betrachtet wird; wobei die Frage, ob eine nachhaltige Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit möglich 

war, auch im Licht von erst später gewonnenen Erkenntnissen zu beurteilen ist (vgl. zum Ganzen: Urteil 

des Bundesgerichts vom 21. Juni 2018, 9C_100/2018, E. 2.2 und 4.2.2 mit Hinweisen). Eine 

Unterbrechung des zeitlichen Konnexes ist grundsätzlich dann anzunehmen, wenn während mehr als 

dreier Monate eine Arbeitsfähigkeit von über 80 % in einer angepassten Erwerbstätigkeit gegeben ist 

(BGE 144 V 58; Urteile des Bundesgerichts vom 21. Juni 2018, 9C_100/2018, E. 2.2 mit Hinweisen, 

und vom 28. Mai 2018, 9C_533/2017, E. 2.1.2 und E. 4.2) und – kumulativ bezogen auf die 

angestammte Tätigkeit – ein rentenausschliessendes Einkommen erzielt werden kann (Urteil des 

Bundesgerichts vom 21. Juli 2023, 9C_100/2023, E. 3.2). Eine Arbeitsfähigkeit von 80 % genügt nicht 

(BGE 144 V 62 E. 4.4 mit Hinweisen). Der zeitliche Zusammenhang kann auch bei einer länger als drei 

Monate dauernden Tätigkeit gewahrt sein, etwa weil die Tätigkeit (allenfalls auch erst im Rückblick) als 

Eingliederungsversuch zu werten ist oder massgeblich auf sozialen Erwägungen des Arbeitgebers 

beruht (Urteil des Bundesgerichts vom 25. Juni 2021, 9C_143/2021, E. 3.3 mit Hinweisen).  

3.  

3.1 Mit Verfügung vom 3. Mai 2021 wurde der Klägerin von der IV ab 1. November 2019 basierend 

auf einem Invaliditätsgrad von 90 % aufgrund einer paranoiden Schizophrenie eine ganze Rente 

zugesprochen (IV-act. 122, 120 und 115). Streitig ist vorliegend, wann bei der Klägerin die relevante 

Arbeitsunfähigkeit von mindestens 20 % auftrat, welche in sachlichem und zeitlichem Zusammenhang 

zu der von der IV anerkannten Invalidität steht, und mithin die Frage, bei welcher Vorsorgeeinrichtung 

die Klägerin zu diesem Zeitpunkt im Rahmen der beruflichen Vorsorge versichert war. 

3.2 Die Beklagte 1 stellt sich unter anderem auf den Standpunkt, dass die Feststellung der IV, dass 

der Beginn der invalidisierenden Arbeitsunfähigkeit der Klägerin im Juli 2018 liege, auch im 

vorliegenden Verfahren Gültigkeit habe (act. G7 Rz. 26). Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts 

sind die Vorsorgeeinrichtungen im Bereich der gesetzlichen Mindestvorsorge an die Feststellungen der 

Organe der IV gebunden, sofern sie in das invalidenversicherungsrechtliche Verfahren einbezogen 

wurden, die konkrete Fragestellung für die Beurteilung des Rentenanspruchs gegenüber der IV 

entscheidend war und die invalidenversicherungsrechtliche Betrachtungsweise aufgrund einer 

gesamthaften Prüfung der Akten nicht als offensichtlich unhaltbar erscheint (BGE 133 V 67 E. 4.3.2; 

130 V 270 E. 3.1). Aufgrund des Zeitpunkts der IV-Anmeldung, welche am 6. Mai 2019 bei der IV-Stelle 

eingegangen ist und von dieser als verspätet qualifiziert wurde (IV-act. 57 und 115-2), bestand 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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invalidenversicherungsrechtlich kein Anlass, den Verlauf der Arbeitsunfähigkeit der Klägerin mehr als 

sechs Monate vor dem Zeitpunkt der Anmeldung zu prüfen (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b und 29 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Hinsichtlich weiter zurückliegender 

Zeiten fallen daher verbindlichkeitsrechtlich massgebende Feststellungen und Beurteilungen der IV-

Organe von vornherein ausser Betracht. Dabei ist nicht entscheidend, ob die IV-Stelle den – weiter als 

sechs Monate vor der Anmeldung zurückliegenden – Zeitpunkt des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit offen 

lässt oder wie vorliegend bestimmt (Urteil des Bundesgerichts vom 16. Dezember 2016, 9C_896/2015, 

E. 4.2 mit Hinweisen). Im vorliegenden Verfahren ist deshalb unabhängig von den Feststellungen der 

IV der Zeitpunkt des Eintritts der invalidisierenden Arbeitsunfähigkeit frei überprüfbar. 

4.  

4.1 Hinsichtlich des Gesundheitszustandes der Klägerin ist das Folgende aktenkundig.  

4.1.1 Die Klägerin führt ihre gesundheitlichen Probleme auf ein „Clearing“ vom April 2010 zurück (IV-

act. 21-2 und 37-3). Hinsichtlich psychischer Beeinträchtigungen sind ärztliche Berichte ab jenem Jahr 

vorhanden. Vom 24. bis 28. Juni 2010 war die Klägerin bei Verdacht auf eine polymorphe psychotische 

Störung mit Symptomen einer Schizophrenie auf Veranlassung ihres Hausarztes dipl. med. N.___, 

erstmals in der Psychiatrischen Klinik O.___l (nachfolgend: Klinik) hospitalisiert (IV-act. 37-3). Während 

der kurzen Beobachtung hätten eine Wahnstimmung und das Derealisationserleben im Vordergrund 

gestanden. Ausserdem hätten Beziehungsideen vorgelegen. Auch sei der Affekt stark verändert 

gewesen. Bei fehlender Selbst- und Fremdgefährdung sei die Klägerin auf eigenen Wunsch und 

entgegen ärztlicher Empfehlung bereits nach fünf Tagen wieder ausgetreten (IV-act. 37-4 und 44-3). 

Die Arbeitsfähigkeit habe bei Austritt 0 % betragen (IV-act. 37-5). Dipl. med. N.___ berichtete der IV am 

9. August 2010, die Prognose sei ungünstig. Die Klägerin lasse sich leider nur sehr schlecht behandeln. 

Sie sei in diesem Zustand mehr oder weniger arbeitsunfähig. Sie gehe zwar zur Arbeit, jedoch recht 

wenig. Ob sich dies verbessert habe, sei ihm unklar, es seien weitere Abklärungen notwendig (IV-act. 

39-2). Dr. med. P.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, vom RAD notierte am 

13. September 2010, dass eine psychiatrische Begutachtung erforderlich sei mit unter anderem der 

Frage nach der Kooperationsfähigkeit der Klägerin (IV-act. 41). Die Klägerin befand diese Begutachtung 

nicht als notwendig und wies die IV-Stelle am 1. Juli 2011 darauf hin, dass sie wieder mit 90%igem 

Pensum für die F.___ arbeite (IV-act. 46 ff.). Die RAD-Ärztin Dr. med. Q.___, Fachärztin für Psychiatrie 

und Psychotherapie, zweifelte am 4. Juli 2011 aufgrund der bei psychotischen Störungen typischen 

Krankheitsuneinsichtigkeit und Non-Compliance die von der Klägerin berichtete Arbeitsfähigkeit von 

90 % an und erachtete das Gutachten weiterhin als notwendig (IV-act. 48). Einzig weil sich die Klägerin 

der Begutachtung nicht unterziehen wollte, stellte die IV-Stelle ihre Abklärungen ein und verneinte am 

4. August 2011 einen Leistungsanspruch der Klägerin (IV-act. 53).  

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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4.1.2 Vom 26. Mai bis 2. Juni 2016 war die Klägerin zum zweiten Mal in der Klinik hospitalisiert, wobei 

es sich um eine fünftägige fürsorgerische Unterbringung (FU) handelte. Diese war veranlasst worden, 

da die Klägerin das aufgrund ihres Adrenogenitalsyndroms täglich benötigte Medikament nicht mehr 

eingenommen hatte. Die zuständigen medizinischen Fachpersonen berichteten bei Austritt (zwei 

zusätzliche Tage blieb die Klägerin auf freiwilliger Basis in der Klinik [IV-act. 62-3]), dass die 

Anamneseerhebung sich schwierig gestaltet habe, da die Klägerin sehr in sich gekehrt gewesen sei, 

die meiste Zeit abwesend gewirkt und sich auch an wenig erinnert habe, was in letzter Zeit geschehen 

sei. Bei Eintritt habe die Klägerin leicht verwahrlost gewirkt (IV-act. 62-1 f.). Anlässlich des dritten 

Aufenthalts der Klägerin in der Klinik vom 24. September bis 12. Oktober 2016 wurde eine nicht näher 

bezeichnete, episodisch remittierende Schizophrenie diagnostiziert (IV-act. 61-1). Bei Eintritt seien 

Mimik und Gestik stark reduziert gewesen, maskenhaft, die Klägerin sei deutlich reduziert 

schwingungsfähig gewesen. Der Eintritt sei aufgrund einer amtsärztlichen FU erfolgt (IV-act. 61-2). Am 

14. November 2016 nahm die Klägerin eine ambulante Behandlung im Ambulatorium der I.___ (PSGN) 

in R.___ auf. Sie besuchte alle drei bis vier Wochen ein Einzelgespräch mit dipl. Pflegefachfrau S.___. 

Eine Behandlung durch einen Arzt lehnte sie ab. Die Klägerin zeigte sich weiterhin in der Interaktion 

auffällig, erklärte sich ihre berufliche Situation eigenlogisch und geriet in Konflikte (IV-act. 80). Die vierte, 

freiwillige Hospitalisation in der Klinik dauerte vom 14. bis 22. März 2017. Neu lautete die Diagnose auf 

eine paranoide Schizophrenie (IV-act. 59). Dipl. med. N.___ erklärte der IV-Stelle am 9. August 2019 

(Eingang), dass die Klägerin ihn nur bei Bedarf konsultiere, zuletzt sei sie am 20. Februar 2019 bei ihm 

gewesen. Fragen zu ihrer Arbeits- und Leistungsfähigkeit könne er nicht beantworten (IV-act. 78-3). Am 

13. Mai 2020 notierte der RAD, dass eine Begutachtung notwendig sei (IV-act. 91). Am 3. Juli 2020 

erstattete der von der IV-Stelle mit diesem Gutachten beauftragte Prof. Dr. L.___ ein psychiatrisches 

Fachgutachten. Er bestätigte die Diagnose der paranoiden Schizophrenie. Leider sei die fehlende 

Krankheits- und unzureichende Behandlungseinsicht ein krankheitsimmanenter Faktor, welcher bei 

Schizophrenie stark verbreitet sei (IV-act. 96-23). Hinsichtlich eines Vergleichs zur Situation im Jahr 

2010 erklärte er, ein seriöser Vergleich sei aufgrund der unzureichenden echtzeitlichen 

Dokumentationen nicht möglich. Es sei jedoch anzunehmen, dass im Krankheitsverlauf keine 

Verbesserung eingetreten sei, eher sei bei dieser chronischen Erkrankung mit einer schleichenden 

Verschlechterung zu rechnen (IV-act. 96-27). Die von Prof. Dr. L.___ als notwendig befundene 

arbeitspraktische Tätigkeit zur Feststellung der Leistungsfähigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt in der 

Werkstatt Rosengarten (Juli bis November 2020) zeigte auf, dass die Klägerin über keine verwertbare 

Arbeitsfähigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt verfügte (IV-act. 105, 107 und 108). 

4.2 In erwerblicher Hinsicht stellt sich der relevante Zeitraum folgendermassen dar (IV-act. 102, 108-

1, act. G7 Rz. 6, act. G16.1 bis 16.7; BG gibt den Beschäftigungsgrad in % wieder). 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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10/20 

Zeitraum BG Arbeitgeber oder 

Einkommensart 

Einkommen 

[Fr.] 

28.01.2008 - 
31.10.2012  

100  F.___  273'771.-- 

01.11.2012 - Juni 
2014  

??  Unia (ALE) 46'800.--  

 Juni -  
August 2014 

?? T.___ 4'625.--  

11.03.2015 bis 
31.08.2015 

70  U.___ 8'286.-- 

01.10.2015 - 
30.11.2015  

?? V.___ 5'350.-- 

24.12.2015 - 
03.04.2016 

?? W.___ 11'058.-- 

02.03.2017 - 
31.05.2017  

77.37  Unia (ALE) 5'606.--  

01.06.2017 - 
31.07.2018  

80  J.___ AG 59'147.--  

August - 
September 2018  

80 Unia (ALE) 2’380.-- 

15.10.2018 - 
30.11.2018  

80  K.___  5'400.-- 

Dezember 2018 - 
Juli 2019  

80 Unia (ALE) 21'700.-- 

seit November 
2019 

 ganze Rente der IV  

01.07.2020 - 
30.11.2020 

40 Werkstatt M.___ (geschützter 
Arbeitsmarkt) 

 

5.  

5.1 Es ist nach dem vorstehend in E. 4.1.1 Dargelegten mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon 

auszugehen, dass bei der Klägerin im Frühjahr 2010 eine schizophrene Problematik mit Auswirkung 

auf die Arbeitsfähigkeit ihren Anfang nahm. Aufgrund der echtzeitlichen ärztlichen Bescheinigungen 

und Feststellungen sowie der damit korrelierenden späteren fachärztlichen Ausführungen (vgl. 

vorstehend E. 4.1.2) ist bei der Klägerin mit überwiegender Wahrscheinlichkeit während der 

Versicherungsdeckung bei der Beklagten 1 (1. Januar 2008 bis 30. November 2012 [inklusive 

Nachdeckungsfrist]; IV-act. 24 und act. G7.3) entgegen deren Argumentation in act. G7 Rz. 20 bis 28 

eine berufsvorsorgerechtlich relevante Arbeitsunfähigkeit eingetreten. Das Vorbringen der Beklagten 1, 

die Klägerin sei während der Versicherungszeit bei ihr im Jahr 2010 aufgrund eines Reitunfalles und 

infolge eines Verdachts auf psychische Beeinträchtigungen, welcher im Rahmen eines fünftägigen 

Klinikaufenthalts erhoben worden sei, nur kurzzeitig arbeitsunfähig gewesen (act. G7 Rz. 24), gibt die 

dargelegten Akten nur unvollständig wieder. Insbesondere blendet die Beklagte 1 mit dieser 

Argumentation die für schizophrene Krankheitsbilder laut den Fachärztinnen und Fachärzten typische 

und bei der Klägerin einhellig beobachtete (vgl. vorstehend E. 4.1.1 und 4.1.2) fehlende 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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11/20 

Krankheitseinsicht und Non-Compliance aus, zumal diese unweigerlich zu spärlicher ärztlicher 

Dokumentation und fehlenden Arbeitsunfähigkeitsattesten führen. Laut in der Klinik zuständigem Arzt 

beruhte die erste diagnostische Einschätzung im Juni 2010 auf dem Querschnittsbefund. Wichtige 

Informationen, wie beispielsweise ein Längsschnittverlauf, eine Fremdanamnese und 

Zusatzuntersuchungen, fehlten zum damaligen Zeitpunkt (IV-act. 44-3) situationsbedingt. Die 

Beobachtungsdauer umfasste aufgrund des von der Klägerin gewünschten Klinikaustritts nur wenige 

Tage, der Verlauf konnte offensichtlich noch nicht bekannt sein und die Diagnose ist ohnehin erst beim 

Andauern der schizophrenen Symptome in Schizophrenie zu ändern (vgl. 

https://www.therapie.de/psyche/info/index/icd-10-diagnose/ schizophrenie/f23-akute-

voruebergehende-psychotische-stoerungen/; zuletzt abgerufen am 24. April 2025). Zu diesem 

Zeitpunkt konnte nach dem Gesagten seriös und ohne Aufstellung von Hypothesen nur eine 

Verdachtsdiagnose auf eine vorübergehende psychotische Störung erhoben werden. Es sind jedoch 

keinerlei Umstände ersichtlich, welche gegen einen einheitlichen Verlauf des im Frühjahr 2010 seinen 

Anfang nehmenden schizophrenen Gesundheitsschadens der Klägerin sprechen würden. Nicht nur 

bestanden schon im Frühjahr 2010 deutliche Hinweise auf das Zustandsbild einer Schizophrenie. Ohne 

die Erfüllung der diagnostischen Kriterien einer Schizophrenie hätte nämlich die Verdachtsdiagnose 

einer polymorphen psychotischen Störung mit Symptomen einer Schizophrenie gar nicht gestellt 

werden dürfen (vgl. https://www.pschyrembel.de/ 

Akute%20polymorphe%20psychotische%20St%C3%B6rung/B11AW; zuletzt abgerufen am 24. April 

2025). Zurecht weist die Beklagte 3 des Weiteren darauf hin, dass die von der Klinik laut Austrittsbericht 

vom 30. Juni 2010 erhobenen Befunde im Wesentlichen mit den von Prof. Dr. L.___ am 22. Juni 2020 

erhobenen Befunden übereinstimmen (act. G16 S. 7 Ziff. 2.1 mit Hinweis auf IV-act. 37 und 96). 

Entscheidend ist auch, dass alle späteren ärztlichen Beurteilungen die damalige Verdachtsdiagnose 

bestätigten (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 31. Juli 2008, 9C_752/2008, E. 2.3.1) respektive 

aufgrund der längeren Beobachtungszeit weiterentwickelten. Unter diesen Umständen drängt sich der 

Schluss auf, dass sich die echtzeitlich festgehaltene Verdachtsdiagnose überwiegend wahrscheinlich 

nachträglich erhärtet hat und dass die Störung aufgrund ihres Andauerns in eine Schizophrenie 

übergegangen ist. Bei der Klägerin manifestierte sich nach dem Gesagten im Frühjahr 2010 erstmals 

die Schubkrankheit einer chronischen paranoiden Schizophrenie im unter E. 5.2.1 nachfolgend 

angeführten Sinne. Es besteht also nicht nur zwischen der im Berentungszeitpunkt diagnostizierten 

Schizophrenie, sondern auch zwischen der im Jahr 2010 erhobenen Verdachtsdiagnose einer 

polymorphen psychotischen Störung mit Symptomen einer Schizophrenie und der Invalidität ein enger 

sachlicher Zusammenhang. Es kommen folglich keine Zweifel daran auf, dass sowohl die 2010 erstmals 

dokumentierte Arbeitsunfähigkeit als auch die ab 2018 dokumentierte und zur Invalidität führende 

Arbeitsunfähigkeit auf die schizophrene Gesundheitsstörung der Klägerin zurückzuführen sind. Damit 

steht der sachliche Konnex zwischen den ersten einer schizophrenen Problematik zugeordneten 

Symptomen und der ab November 2019 anerkannten Invalidität ausser Frage (vgl. mit ähnlichem 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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12/20 

Sachverhalt ein Urteil des Bundesgerichts vom 22. August 2019, 9C_877/2018, E. 3.2). Hieran vermag 

der von der Beklagten 1 angeführte Umstand, dass die F.___ in der „Austrittsmeldung Arbeitnehmer“ 

am 15. Oktober 2012 erklärte, die Klägerin sei voll erwerbsfähig (act. G7 Rz. 25 mit Hinweis auf act. 

G7.3), nichts zu ändern. Dieser sagt einzig darüber etwas aus, ob der Klägerin zu diesem Zeitpunkt 

ärztlicher- oder versicherungsseits eine Arbeits- oder Erwerbsunfähigkeit attestiert worden ist oder 

nicht, nicht jedoch über die effektive Leistungsfähigkeit der Klägerin.   

5.2 Währenddem die Klägerin sowie die Beklagten 2 und 3 davon ausgehen, dass die Klägerin nach 

dem Auftreten der schizophrenen Symptomatik nie mehr eine Arbeitsfähigkeit von über 80 % zu 

erreichen vermochte, stellt sich die Beklagte 1 auf den Standpunkt, dass der zeitliche Konnex durch 

Arbeitstätigkeiten der Klägerin unterbrochen worden sei. Im Zeitraum von August 2011 bis November 

2016 – und damit über fünf Jahre lang – würden mit zwei Ausnahmen keine 

Arbeitsunfähigkeitszeugnisse der Klägerin vorliegen. Vielmehr zeige die Aktendokumentation, dass sie 

über fünf Jahre voll erwerbsfähig gewesen sei (act. G7 Rz. 32 ff.). Spätestens mit der 

vierzehnmonatigen Anstellung bei der J.___ AG von Juni 2017 bis Juli 2018 sei der zeitliche Konnex 

unterbrochen worden (act. G7 Rz. 35). 

5.2.1 Bei der Prüfung der Frage des engen zeitlichen Zusammenhangs sind die gesamten Umstände 

des konkreten Einzelfalles zu berücksichtigen, namentlich die Art des Gesundheitsschadens, dessen 

prognostische medizinische Beurteilung sowie die Beweggründe, welche die versicherte Person zur 

Wiederaufnahme oder Nichtwiederaufnahme der Arbeit veranlasst haben. Zu den für die Beurteilung 

des zeitlichen Konnexes relevanten Umständen zählen auch die in der Arbeitswelt nach aussen in 

Erscheinung tretenden Verhältnisse, wie etwa die Tatsache, dass eine versicherte Person über längere 

Zeit hinweg als vermittlungsfähige Stellensuchende Taggelder der Arbeitslosenversicherung bezieht. 

Allerdings kann solchen Zeiten nicht die gleiche Bedeutung beigemessen werden wie Zeiten effektiver 

Erwerbstätigkeit. So schliesst namentlich die Vermittlungsfähigkeit im 

arbeitslosenversicherungsrechtlichen Sinne das Vorliegen einer berufsvorsorgerechtlich relevanten 

Arbeitsunfähigkeit nicht per se aus (Urteil des Bundesgerichts vom 22. August 2019, 9C_877/2018, E. 

3.3 mit Hinweisen; vgl. ergänzend vorstehend E. 2.3). Bei Schubkrankheiten – wie der Schizophrenie 

(Urteil des Bundesgerichts vom 25. Januar 2019, 9C_333/2018, E 6.1) – ist zu prüfen, ob eine länger 

als drei Monate dauernde, isoliert betrachtet unauffällige Phase von Erwerbstätigkeit tatsächlich mit der 

Perspektive einer dauerhaften Berufsausübung verbunden war. Selbst eine länger dauernde Phase der 

Erwerbstätigkeit zeigt keine gesundheitliche Erholung mit weitgehender Wiederherstellung des 

Leistungsvermögens an, wenn jegliche berufliche Belastung nach einer gewissen Zeit regelhaft zu 

schweren Krankheitssymptomen mit erheblicher Einschränkung der Arbeitsfähigkeit führt. [...] Daher 

kommt bei Schubkrankheiten den gesamten Umständen des Einzelfalls besondere Bedeutung zu (Urteil 

des Bundesgerichts vom 22. Oktober 2019, 9C_515/2019, E. 2.1.1 mit Hinweisen). Bei 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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13/20 

Schubkrankheiten ist für die Beurteilung der zeitlichen Konnexität zwischen Arbeitsunfähigkeit und 

Invalidität kein allzu strenger Massstab anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts vom 16. August 2022, 

9C_170/2022, E. 2.1.3 mit Hinweisen).  

5.2.2 Angesichts der vierzehnmonatigen Dauer des Arbeitsverhältnisses der Klägerin mit der J.___ AG 

und der Hervorhebung dieses Arbeitsverhältnisses durch die Beklagte 1 (act. G7) wird als Erstes 

geprüft, ob mit dieser Arbeitstätigkeit der zeitliche Konnex zwischen der 2010 aufgetretenen 

Arbeitsunfähigkeit und der Invalidität (vgl. vorstehende E. 5.1) unterbrochen worden ist. Die 

wöchentliche Arbeitszeit betrug 34 Stunden. Dies entspricht entweder einem Pensum von 80 % (80 % 

gemäss Angabe der Klägerin in IV-act. 57-6 und gemäss Angabe der J.___ AG „4 x 8.5“ Stunden bei 

einer üblichen Arbeitszeit von implizit 5 x 8.5 Stunden [42.5 Stunden] gemäss IV-act. 103-3) oder von 

80.95 % (42 Stunden gemäss Angabe der J.___ AG in IV-act. 69-3). Die Tätigkeit der Klägerin umfasste 

Verkauf und Beratung am Telefon, Aufträge, Lieferschein erstellen, Hühnerverkauf ab Hof, allgemeine 

Korrespondenz, Fakturierung, Mahnwesen sowie Avisierung der Mäster (IV-act. 103-4). Der 

Betriebsleiter GL der J.___ AG erklärte der zuständigen Arbeitslosenkasse am 24. August 2018 

betreffend Grund für die Kündigung, die Klägerin treffe keine Schuld, sondern eher eine Umorganisation 

des Hühnerverkaufs. Die Klägerin sei sehr gewillt gewesen, sie habe jedoch die Anforderungen im 

Buchhaltungs- und Administrationsbereich nicht erfüllen können. Trotz hohem Einsatz hätten sie sich 

laufend umorganisieren und Kompetenzen verlagern müssen. Dadurch sei die Klägerin vermehrt im 

Hühnerverkauf eingesetzt worden. Der Hühnerverkauf in Mörschwil sei im Frühling 2018 eingestellt 

worden. Am neuen Aussenstandort habe die Klägerin nicht eingesetzt werden können, da dieser mit 

dem öffentlichen Verkehr nicht zu erreichen sei. Am alten Standort hätten sie nicht mehr genügend 

Aufgaben gehabt, welche der Klägerin übertragen werden konnten (IV-act. 69-11). Laut Klägerin lag 

der Grund der Kündigung von Seiten J.___ AG darin, dass sie ihre Arbeit nicht so ausgeführt habe, wie 

diese es gewollt habe. Die J.___ AG habe eine andere Arbeit von ihr erwartet, als sie geleistet habe 

(act. G16.10). Der PSGN erklärte die Klägerin, dass es bei ihrer Tätigkeit für die J.___ AG zu 

Schwierigkeiten gekommen sei (IV-act. 80-2). Aufgrund all dieser Fakten kann nicht davon 

ausgegangen werden, dass die im Jahr 2010 aufgetretene schizophrene Problematik bei Antritt der 

Arbeitsstelle bei der J.___ AG und auch während deren Dauer keine Auswirkungen zeitigte. Vielmehr 

ist aufgrund der Akten davon auszugehen, dass die Klägerin ihre gesundheitlichen Probleme nicht 

wahrhaben wollte, sich entsprechend nicht behandeln liess und so zwar arbeiten konnte, dies jedoch 

mit reduzierter Leistungsfähigkeit auch innerhalb des vereinbarten Teilzeitpensums. Dem Schreiben 

der J.___ AG an die Unia ist zu entnehmen, dass sie sich immer wieder um die Klägerin herum 

umorganisieren musste. Sie musste jeweils nach Aufgaben suchen, die von der Klägerin erfüllt werden 

konnten. Laut Klägerin beanstandete die J.___ AG darüber hinaus ihre Arbeitsweise. Es kann folglich 

nicht von einer wiederhergestellten Leistungsfähigkeit der Klägerin ausgegangen werden. Es bestehen 

– abgesehen von der fehlenden Dokumentation – keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass die von Prof. Dr. 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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14/20 

L.___ festgestellte produktive Symptomatik der Schizophrenie mit unter anderem neurokognitiven und 

interpersonellen Problemen (IV-act. 96-26) während der Tätigkeit für die J.___ AG nicht vorhanden 

gewesen sein soll. Die Beklagte 1 weist zwar zu Recht darauf hin, dass sich Prof. Dr. L.___ aufgrund 

der unzureichenden Dokumentation im Jahr 2010 nicht in der Lage sah, einen konkreten Vergleich des 

Gesundheitszustandes im Begutachtungszeitpunkt zum damaligen Gesundheitszustand vorzunehmen 

(act. G7 Rz. 15 mit Hinweis auf IV-act. 96-27 ff.). Der Gutachter äusserte sich aber dennoch 

dahingehend, dass nicht von einer Verbesserung im Krankheitsverlauf auszugehen sei, sondern bei 

dieser chronischen Erkrankung eher mit einer schleichenden Verschlechterung zu rechnen sei (IV-act. 

96-27). Die von ihm festgestellte vollständige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit gelte 

seit Jahren (IV-act. 96-28). Es ist also davon auszugehen, dass die Klägerin nach 2010 nie mehr eine 

über 80%ige Arbeitsfähigkeit erreichte. Diese Schlussfolgerung gilt trotz der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung, dass eine volle Arbeits- respektive Leistungsfähigkeit nicht mit einer vollständigen 

Symptomfreiheit gleichzusetzen ist. Es kann nämlich nicht davon ausgegangen werden, dass die 

Klägerin ihre Krankheitssymptome und die damit einhergehende Leistungseinschränkung während der 

Zeit bei der J.___ AG kompensieren konnte. Vielmehr ist davon auszugehen, dass die J.___ AG der 

Klägerin sehr entgegen kam und immer wieder nach Aufgaben suchte, welche von der Klägerin 

ausgeführt werden konnten. Auch spricht die am 26. Mai 2018 und damit während noch ungekündigtem 

Arbeitsverhältnis mit der J.___ AG ausgefüllte IV-Anmeldung mit dem Hinweis auf Gedächtnisprobleme, 

„das was genau eben noch war“ (IV-act. 57-6) dafür, dass sogar die Klägerin – trotz gemäss Ärztinnen 

und Ärzten unzureichender Krankheitseinsicht – zu diesem Zeitpunkt von einer Einschränkung ihrer 

Leistungsfähigkeit ausging, auch wenn sie die IV-Anmeldung letztendlich erst am 15. April 2019 durch 

die PSGN einreichen liess (IV-act. 57 und 25). Da sich neurokognitive und interpersonelle 

Einschränkungen in sämtlichen Arbeitstätigkeiten negativ auswirken, ist von einer eingeschränkten 

Leistungsfähigkeit in sämtlichen Tätigkeiten auszugehen. Insgesamt ist – in Übereinstimmung mit der 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. zu dieser vorstehend E. 2.3 und 5.2.1) – davon auszugehen, 

dass trotz der vierzehnmonatigen 80%igen oder 80.95%igen Tätigkeit bei der J.___ AG der enge 

zeitliche Zusammenhang zu der zuvor während dem Versicherungsverhältnis bei der Beklagten 1 

aufgetretenen Arbeitsunfähigkeit nicht unterbrochen wurde. Im Rückblick ist daher mit der Klägerin und 

den Beklagten 2 und 3 davon auszugehen, dass eine dauerhafte berufliche Wiedereingliederung 

objektiv unwahrscheinlich war und die Anstellung bei der J.___ AG als Eingliederungsversuch zu werten 

ist. Darüber hinaus ist auch im Rahmen des Art. 23 BVG zu berücksichtigen, dass arbeitsunfähig nicht 

nur ist, wer gesundheitsbedingt die bisherige Tätigkeit nicht mehr oder nur noch beschränkt ausüben 

kann, sondern auch eine Person, welcher die weitere Verrichtung ihrer Berufsarbeit nur unter der 

Gefahr, ihren Gesundheitszustand zu verschlimmern, möglich ist (Urteil des Bundesgerichts vom 18. 

Februar 2014, 9C_569/2013, E. 6.1 mit Hinweisen). Angesichts des gesundheitlichen Verlaufs bei der 

Klägerin (vgl. vorstehende E. 4.1.1 und 4.1.2) bestehen durchaus Anhaltspunkte dafür, dass die 

Tätigkeit für die J.___ AG die Leistungsfähigkeit der Klägerin überfordert, die Krankheitssymptome 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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15/20 

verstärkt und dazu geführt hat, dass seither keinerlei Tätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt mehr 

denkbar ist. Da aufgrund der vorhandenen Unterlagen und Information bereits mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit erstellt ist, dass die Leistungsfähigkeit der Klägerin während dem Arbeitsverhältnis 

mit der J.___ AG eingeschränkt war, was auch arbeitsrechtlich zutage getreten ist, erweist sich die von 

der Klägerin als Beweis offerierte Befragung von Z.___ von der J.___ AG (vgl. act. G24 Rz. 4 und 5) 

nicht als notwendig (vgl. antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 94 E. 4b und BGE 134 I 148 E. 5.3). 

5.2.3 Dass es auch nach dem Ende des Arbeitsverhältnisses mit der J.___ AG bis zum Eintritt der 

Invalidität zu keiner relevanten zeitlichen Unterbrechung der Arbeitsunfähigkeit mehr kam, wird 

angesichts der Angaben der K.___ zu Recht von keiner Partei in Frage gestellt. Die Klägerin war vom 

15. Oktober bis 30. November 2018 für diese Arbeitgeberin in ihrer angestammten Tätigkeit als 

Tiermedizinische Praxisassistentin tätig, wobei das Arbeitsverhältnis von der Arbeitgeberin aufgrund 

des Verhaltens der Klägerin aufgelöst wurde. Es sei keine Steigerung der Leistungen erkenntlich 

gewesen, die Klägerin sei teilweise zu den Kunden unfreundlich gewesen, im Team habe sie mehrmals 

nicht geeignete, fast freche Antworten gegeben. Ihre Auffassungsgabe und Reaktionen auf 

Anweisungen seien ungenügend und unpassend gewesen. Zusammenfassend erklärte die 

Arbeitgeberin, die Klägerin sei sehr fleissig, aber ihre Leistungen seien nicht gut gewesen, der 

Kundenkontakt katastrophal und ihre Art gegenüber den Mitarbeitenden eigenartig (IV-act. 74-2 und -

7, 74-9, act. G16.7 und 16.9). Diese Schilderungen zeigen genau die von Prof. Dr. L.___ festgestellte 

neurokognitive und interpersonelle Problematik als Symptomatik der paranoiden Schizophrenie auf (IV-

act. 96-26). 

5.2.4 Auch mit keiner ihrer früheren Tätigkeiten (vgl. Übersicht in E. 4.2) hat die Klägerin den zeitlichen 

Konnex zwischen der während der Tätigkeit für die F.___ eingetretenen Arbeitsunfähigkeit und ihrer 

Invalidisierung unterbrochen, da rückblickend objektiv nie die Perspektive einer dauerhaften 

Berufsausübung gegeben war. Es konnte während keiner Phase der Erwerbstätigkeit der Klägerin von 

einer gesundheitlichen Erholung mit weitgehender Wiederherstellung des Leistungsvermögens 

ausgegangen werden. Vielmehr ist anzunehmen, dass bei der Klägerin aufgrund der fehlenden 

Krankheitseinsicht und Behandlungscompliance jegliche berufliche Belastung nach einer gewissen Zeit 

regelhaft zu schweren Krankheitssymptomen mit erheblicher Einschränkung der Arbeitsfähigkeit führte 

(vgl. vorstehende E. 2.3 und 5.2.1).  

5.2.5 Bei der Arbeitslosenversicherung war die Klägerin sodann jeweils nur mit einem 

Beschäftigungsgrad von maximal 80 % angemeldet (IV-act. 73 sowie act. G1.7 und 1.8 sowie 

vorstehende E. 4.2). Unter den in E. 4.1.1, 4.1.2, 5.1, 5.2.2 und 5.2.4 dargelegten Umständen und 

insbesondere angesichts der von den Fachärztinnen und Fachärzten festgestellten psychischen 

Störung mit fehlender Krankheitseinsicht vermögen auch die Phasen, in welchen die Klägerin als 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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16/20 

vermittlungsfähige Stellensuchende Taggelder der Arbeitslosenversicherung bezogen hat, nicht zu 

einer Unterbrechung des zeitlichen Zusammenhangs zu führen.  

5.3 Zusammenfassend erschien aus medizinischer Sicht ab Juni 2010 eine dauerhafte 

Wiedererlangung der Erwerbsfähigkeit der Klägerin nie mehr objektiv wahrscheinlich. Zwar wird hierfür 

nicht die aus damaliger Sicht zu stellende Prognose verlangt, es würden (überhaupt) keine 

Krankheitsschübe mehr auftreten. Für die Bejahung der voraussichtlichen Dauerhaftigkeit der 

Verbesserung hätte auch im Zusammenhang mit Schubkrankheiten eine auf überzeugende ärztliche 

Stellungnahmen gestützte prognostische Beurteilung, wonach sich an der gegenwärtig vollständig 

wiedererlangten funktionellen Leistungsfähigkeit in unmittelbarer Zukunft nichts ändern werde, genügt. 

Eine solche Prognose vermochte jedoch keiner der behandelnden Ärzte abzugeben, vielmehr 

zweifelten alle mit der Klägerin befassten Ärzte an ihrer Arbeitsfähigkeit und vermochten nie eine 

wiedererlangte Leistungsfähigkeit festzustellen (vgl. vorstehende E. 4.1.1 und 4.1.2). Dass es der 

Klägerin ab 2010 nicht mehr gelungen ist, im ersten Arbeitsmarkt Fuss zu fassen, deckt sich mit der 

gutachterlichen Beurteilung, dass sich das Krankheitsbild der Klägerin seit 2010 sicher nicht verbessert, 

eher verschlechtert habe (IV-act. 96-27), und der festgestellten fehlenden Leistungsfähigkeit auf dem 

ersten Arbeitsmarkt (IV-act. 108). Angesichts der laut Prof. Dr. L.___ mittelschweren psychischen 

Störung der Klägerin und dem speziellen Krankheitsbild der paranoiden Schizophrenie mit fehlender 

Krankheitseinsicht und fehlender Behandlungseinsicht war eine dauerhafte Wiedererlangung der 

Erwerbsfähigkeit seit 2010 nicht mehr objektiv wahrscheinlich. Auch wenn eine Schizophrenie 

theoretisch Zeiten von vollständiger Rückbildung aufweisen kann, ist vorliegend von solchem nicht 

auszugehen. Insgesamt kann der zeitliche Konnex zwischen der während des Vorsorgeverhältnisses 

bei der Beklagten 1 eingetretenen Arbeitsunfähigkeit und der späteren Invalidität mit Blick auf den 

Richtwert einer mehr als dreimonatigen Arbeitsfähigkeit von über 80 % in einer angepassten 

Erwerbstätigkeit nicht als unterbrochen gelten. Es ist also überwiegend wahrscheinlich bereits während 

der Versicherungsdauer bei der Beklagten 1 eine Arbeitsunfähigkeit eingetreten, welche schlussendlich 

zum Eintritt der Invalidität geführt hat. Wie vorstehend ausgeführt, kam es in der Folge weder zu einer 

Unterbrechung des sachlichen noch des zeitlichen Zusammenhangs. Folglich ist vom Eintritt der 

massgeblichen Arbeitsunfähigkeit während des Versicherungsverhältnisses mit der Beklagten 1 und 

einer entsprechenden Leistungspflicht derselben auszugehen.  

6.  

Dies schliesst eine Leistungspflicht der Beklagten 2 und der Beklagten 3 aus. Die Klagen gegen diese 

beiden sind nach dem Gesagten ohne Weiterungen abzuweisen. 

7.  

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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17/20 

Zu prüfen bleiben die Höhe und der Beginn der Invalidenrente. Nach Art. 24 Abs. 1 BVG setzt der 

Anspruch auf eine ganze Invalidenrente eine mindestens 70%ige Invalidität im Sinn der IV voraus (lit. 

a). Gemäss Art. 11.1 des Vorsorgereglements der Beklagten 1 (nachfolgend: Reglement) haben 

Versicherte Anspruch auf Invalidenleistungen, die vor dem AHV-Alter im Sinne der IV zu mindestens 

40 % invalid sind und die bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität geführt hat, 

bei der Beklagten 1 versichert waren. Laut Art. 11.3 beginnen die Invalidenleistungen im gleichen 

Zeitpunkt wie die Leistungen der IV, frühestens jedoch nach Ablauf der Lohnfortzahlung bzw. der vom 

Arbeitgeber mindestens zur Hälfte mitfinanzierten Lohnersatzleistung. Gestützt auf den 

Rentenentscheid der IV werden in der Regel Voll- oder Teilinvalidenleistungen entsprechend dem 

Invaliditätsgrad festgesetzt, wobei bei 70 % und höher Anspruch auf eine ganze Rente besteht. Die 

Beklagte 1 kann jederzeit vom festgesetzten Invaliditätsgrad gemäss IV abweichen, wenn sie aufgrund 

vertrauensärztlicher Befunde oder Berichte des Arbeitgebers zu einer anderen Beurteilung gelangt (Art. 

11.4 des Reglements; act. G7.8 und 7.9). Art. 26 Abs. 1 BVG bezeichnet für den Beginn des Anspruchs 

auf Invalidenleistungen sinngemäss die entsprechenden Bestimmungen des IVG (Art. 29 IVG) als 

anwendbar. Die Rechtsprechung hat festgehalten, dass die 6-Monats-Frist des Art. 29 Abs. 1 IVG auch 

in der (obligatorischen) beruflichen Vorsorge zu beachten ist und der Anspruch nicht bereits mit einem 

allfälligen früheren Ablauf der Wartezeit nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG beginnt (BGE 140 V 470 E. 3.2 f.; 

vgl. auch die vom Bundesamt für Sozialversicherungen herausgegebenen Mitteilungen über die 

Berufliche Vorsorge Nr. 107 vom 12. August 2008). Bei einer IV-Anmeldung der Klägerin im Mai 2019 

(vgl. IV-act. 57 und 58) entstand der Invalidenrentenanspruch aus beruflicher Vorsorge damit wie der 

IV-Rentenanspruch am 1. November 2019, und nicht wie von der Klägerin beantragt bereits am 1. Juli 

2019. Mit Verfügung vom 3. Mai 2021 wurde der Klägerin von der IV ab 1. November 2019 basierend 

auf einem Invaliditätsgrad von 90 % eine ganze Rente zugesprochen (IV-act. 120 und 122). Diese 

Verfügung blieb unangefochten. Wie gesagt übernimmt die Beklagte 1 den Invaliditätsgrad, wenn sie 

nicht aufgrund vertrauensärztlicher Befunde oder Berichte des Arbeitgebers zu einer anderen 

Beurteilung gelangt. Von solchen ist vorliegend nicht auszugehen, vielmehr wurde die Berechnung des 

Invaliditätsgrads durch die IV-Stelle von den Parteien nicht in Frage gestellt und ist nach Lage der Akten 

nicht zu beanstanden. Damit ist grundsätzlich von einem ab 1. November 2019 

anspruchsbegründenden Invaliditätsgrad von 90 % auszugehen. Praxisgemäss sind die kantonalen 

Berufsvorsorgegerichte nicht gehalten, die Rentenberechnung detailliert vorzunehmen, sondern es 

reicht aus, wenn sie nur dem Grundsatz nach über den Leistungsanspruch entscheiden und die Sache 

zur Ermittlung des Rentenbetrags an die zuständige Vorsorgeeinrichtung überweisen. Dies hat das 

Bundesgericht insbesondere mit Hinweis auf die Gebote der Einfachheit und Raschheit des Verfahrens 

nach Art. 73 Abs. 2 BVG begründet, wobei es auch die Nähe zum Sozialversicherungsprozess betont 

hat (BGE 129 V 450 E. 3.4). Die Sache ist damit zur Festsetzung der Rentenbeträge an die Beklagte 1 

zu überweisen.  

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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8.  

8.1 Sodann beantragt die Klägerin die Verzinsung der Rentenleistungen zu 5 % ab 1. Juli 2019 (vgl. 

act. G1). Im Bereich der beruflichen Vorsorge anerkennt die Rechtsprechung die Pflicht zur Entrichtung 

von Verzugszinsen bei einer verspäteten Überweisung von Freizügigkeitsleistungen sowie bei einer 

verspäteten Auszahlung eines Alterskapitals oder bei Invalidenrenten. Enthält das Vorsorgereglement 

keine Bestimmung über die Höhe des Verzugszinses, beträgt dieser in Anwendung von Art. 104 des 

Bundesgesetzes betreffend die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (Fünfter Teil: 

Obligationenrecht [OR; SR 220]) 5 %. Der Beginn der Zinspflicht richtet sich dabei nach Art. 105 Abs. 1 

OR, wonach ein Schuldner, der mit der Entrichtung von Renten im Verzug ist, erst vom Tag der 

Anhebung der Betreibung oder der gerichtlichen Klage an Verzugszinsen zu bezahlen hat (vgl. HANS-

ULRICH STAUFFER, Berufliche Vorsorge, 3. Aufl. 2019, N 1326 m.w.H.). Für die Bestimmung der 

Zinshöhe gilt es zu beachten, dass die Zinspflicht erst mit dem Verzug ausgelöst wird und dieser mit 

der Einleitung der Betreibung oder der Klageeinleitung bzw. bei späterem Fälligkeitsdatum ab diesem 

Zeitpunkt zu laufen beginnt. Beginnt die Verzugszinspflicht mit der Klageeinreichung ist für die Höhe 

des Verzugszinses das in diesem Moment gültige Reglement massgebend (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts vom 24. Oktober 2024, 9C_325/2024, E. 3.3.1 mit Hinweisen). 

8.2 Das vom 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2023 gültige Reglement der Beklagten 1 regelte weder 

Verzug noch Zinssatz (act. G7.8). Damit war Art. 105 OR anwendbar und ein Verzugszins von 5 % vom 

Tag der gerichtlichen Klage an geschuldet. Der Klägerin sind folglich für die bis zur Klageerhebung am 

29. Dezember 2023 (Postaufgabe der Klage; act. G1) fällig gewordenen Rentenbetreffnisse 

Verzugszinsen von 5 % zuzusprechen. Das dieses Reglement ab 1. Januar 2024 ersetzende 

Reglement der Beklagten 1 sieht in Art. 23.6 unter dem Titel „Verzugszins“ vor, dass die Stiftung einen 

Verzugszins unter Anwendung des aktuellen BVG-Mindestzinssatzes leiste, wenn sie mit der 

Auszahlung einer Vorsorgeleistung in Verzug sei (act. G7.9). Folglich sind für die weiteren 

Rentenleistungen ab deren jeweiligem Fälligkeitsdatum Verzugszinsen von 1.25 % (Art. 12 lit. k der 

Verordnung über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge [BVV 2; SR 831.441.1]) 

zuzusprechen.  

9.  

9.1 Nach dem Gesagten ist die Klage dahingehend teilweise gutzuheissen, als die Klägerin 

gegenüber der Beklagten 1 ab 1. November 2019 Anspruch auf eine Invalidenrente basierend auf einem 

Invaliditätsgrad von 90 % hat. Die bis zur Klageanhebung aufgelaufenen Rentenbetreffnisse sind ab 

diesem Datum, d.h. ab 29. Dezember 2023, zu 5 % zu verzinsen. Ab 1. Januar 2024 sind die 

Rentenleistungen ab deren jeweiligem Fälligkeitsdatum zum BVG-Mindestzinssatz von 1.25 % zu 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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verzinsen. Zur Berechnung des Anspruchs und Ausrichtung der Rente samt Verzugszins ist die Sache 

an die Beklagte 1 zu überweisen. Im Übrigen ist die Klage gegen die Beklagte 1 abzuweisen. 

9.2 Die Klage gegen die Beklagte 2 ist abzuweisen. 

9.3 Die Klage gegen die Beklagte 3 ist abzuweisen. 

9.4 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 73 Abs. 2 BVG). 

9.5 Dem Verfahrensausgang entsprechend sind der weitgehend obsiegenden Klägerin in 

Anwendung von Art. 98 Abs. 1 und Art. 98bis VRP die Parteikosten von der unterliegenden Beklagten 1 

zu erstatten. Das marginale Unterliegen hinsichtlich des Beginns der Invalidenrente sowie des Beginns 

des Zinsenlaufes und der Höhe des Verzugszinssatzes vermag am Obsiegen nichts zu ändern. Das 

Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen spricht in BVG-Prozessen gestützt auf Art. 22 Abs. 1 lit. b 

der Honorarordnung (HonO; sGS 963.75) bei vollem Obsiegen regelmässig eine pauschale 

Entschädigung zwischen Fr. 1'500.-- und Fr. 15'000.-- zu. Eine Honorierung nach Zeitaufwand sieht die 

HonO im Verfahren vor Versicherungsgericht nicht vor. In der vorliegend zu beurteilenden 

Angelegenheit erscheint mit Blick auf den von Rechtsanwalt Gmünder geltend gemachten 

Vertretungsaufwand, insbesondere unter Berücksichtigung des über zehnjährigen relevanten 

Sachverhalts und der dadurch entstandene überdurchschnittliche Aufwand, unter gleichzeitiger 

Berücksichtigung des durchschnittlichen Aktenumfangs sowie der Entschädigungspraxis in anderen 

Fällen eine pauschale Entschädigung von Fr. 4'000.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) als 

angemessen. Die Beklagte 1 hat ausgangsgemäss keinen Entschädigungsanspruch. Mit öffentlich-

rechtlichen Aufgaben betraute Versicherungen haben keinen Anspruch auf Parteientschädigung (vgl. 

BGE 118 V 169 f. E. 7), weshalb auch die Beklagte 2 keinen Entschädigungsanspruch hat.  

  

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Entscheid 

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP  

1.  

Die Klage wird dahingehend teilweise gutgeheissen, dass die Beklagte 1 verpflichtet wird, der Klägerin 

ab 1. November 2019 eine Invalidenrente basierend auf einem Invaliditätsgrad von 90 % auszurichten. 

Die bis zur Klageanhebung aufgelaufenen Rentenbetreffnisse sind ab diesem Datum, d.h. ab 

29. Dezember 2023, zu 5 % zu verzinsen. Ab 1. Januar 2024 sind die Rentenleistungen ab deren 

jeweiligen Fälligkeitsdatums zum BVG-Mindestzinssatz von 1.25 % zu verzinsen. Die Sache wird zur 

Renten- und Zinsberechnung und Ausrichtung der Leistungen im Sinne der Erwägungen an die 

Beklagte 1 überwiesen. Darüber hinaus wird die Klage gegen die Beklagte 1 abgewiesen. 

2.  

Die Klage gegen die Beklagte 2 wird abgewiesen. 

3.  

Die Klage gegen die Beklagte 3 wird abgewiesen. 

4.  

Es werden keine Gerichtskosten erhoben. 

5.  

Die Beklagte 1 wird verpflichtet, der Klägerin eine Parteientschädigung von Fr. 4'000.-- zu bezahlen.  

6.  

Der Antrag der Beklagten 2 um Ausrichtung einer Parteientschädigung wird abgewiesen. 

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 24.04.2025
	Art. 23 BVG. Die invalidisierende Arbeitsunfähigkeit ist während dem Vorsorgeverhältnis mit der Beklagten 1 eingetreten; der sachliche Konnex ist zu bejahen und der zeitliche Konnex wurde weder durch spätere Arbeitstätigkeiten noch durch Bezugszeiten von Arbeitslosenentschädigung unterbrochen; Überweisung zur Renten- und Zinsberechnung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 24. April 2025, BV 2024/1).

		2026-01-28T04:30:32+0100
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen