# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fea30745-fcc4-59ce-b45e-bc0dc899ff75
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-10-27
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 27.10.2021 810 21 146
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-21-146_2021-10-27.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht 
 
vom 27. Oktober 2021 (810 21 146) 
____________________________________________________________________ 
 
 
 
Kindes- und Erwachsenenschutzrecht 
 
 
Internationalrechtliche Zuständigkeit der Kindesschutzbehörde zur Regelung der elterli-
chen Sorge und Obhut / Internationale Kindesentführung 
 
 
 
 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Gerichtsschreiber Stefan 

Suter 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch B.____ 
  

 
gegen 
 
 

 Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde C.____, Vorinstanz 
 
D.____, Beschwerdegegner, vertreten durch Dominique Anwander, 
Advokatin 
 

 E.____, Beigeladene, vertreten durch Prof. Dr. Jonas Schweighauser, 
Advokat 
 

  
 

Betreff Eröffnung eines Verfahrens betreffend Regelung der elterlichen Sor-
ge/Obhut (Verfügung der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde 
C.____ vom 7. Juni 2021) 

 
 

Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht 
 

A. Die in F.____ (Russische Föderation) wohnhafte russische Staatsbürgerin A.____ und 
der Schweizer D.____ sind die unverheirateten Eltern der am XX.XV.2017 in Thailand gebore-
nen E.____ (wobei die Kindsmutter davon ausgeht, dass eine unzulässige Namensänderung 
erfolgt ist und ihre Tochter weiterhin ihren Nachnamen trägt). Das Kind steht unter der elterli-
chen Sorge der Kindsmutter. 
 
B. E.____ lebte in Thailand mit den Kindseltern zusammen, bis es zu deren Trennung kam 
und die Kindsmutter mit ihrer Tochter nach Russland zog. Von August 2019 bis März 2020 lebte 
E.____ mit Zustimmung der Kindsmutter wieder beim Kindsvater in Thailand. Im April 2020 
kehrte dieser mit Einwilligung der Kindsmutter zusammen mit dem Kind in die Schweiz zurück, 
wo er seither mit seiner Tochter lebt. 
 
C. Mit Schreiben vom 12. April 2021 beantragte D.____ bei der Kindes- und Erwachsenen-
schutzbehörde (KESB) C.____, es seien ihm die gemeinsame elterliche Sorge und die Obhut 
für seine Tochter E.____ zuzuteilen. A.____ widersetzte sich dem Ansinnen und vertrat die Auf-
fassung, dass die Zuständigkeit für die Regelung des Sorgerechts und der Obhut bei den russi-
schen Behörden liege. Das Zurückhalten von E.____ durch den Kindsvater sei widerrechtlich 
und es sei die Aushändigung des Kindes an die Kindsmutter vorzubereiten. 
 
D. Am 7. Juni 2021 verfügte die KESB, dass auf den Antrag des Kindsvaters betreffend 
Zuteilung der gemeinsamen elterlichen Sorge und Zuteilung der Obhut vom 12. April 2021 ge-
stützt auf Art. 5 des Übereinkommens über die Zuständigkeit, das anzuwendende Recht, die 
Anerkennung, Vollstreckung und Zusammenarbeit auf dem Gebiet der elterlichen Verantwor-
tung und der Massnahmen zum Schutz von Kindern (Haager Kindesschutzübereinkommen, 
HKsÜ) vom 19. Oktober 1996 zufolge örtlicher und sachlicher Zuständigkeit der KESB C.____ 
eingetreten werde und ein Verfahren betreffend die Neuregelung der elterlichen Sorge und die 
Zuteilung der Obhut eröffnet werde. Zur Begründung führte die KESB aus, das Haager Kindes-
schutzübereinkommen verankere den Grundsatz, dass in erster Linie die Gerichte und Verwal-
tungsbehörden desjenigen Staates für die Regelung von Kinderbelangen zuständig seien, in 
denen das betreffende Kind seinen gewöhnlichen Aufenthalt habe. E.____ lebe seit April 2020 
mit dem Kindsvater in der Schweiz und besuche seit Januar 2021 an drei Tagen in der Woche 
eine Kindertagesstätte in G.____. Sie habe somit den tatsächlichen Lebensmittelpunkt in der 
Schweiz. Es sei bereits fraglich, ob ein widerrechtliches Zurückhalten des Kindes durch den 
Kindsvater vorliege. Ohnehin halte sich E.____ nun mit Kenntnis der Kindsmutter bereits über 
ein Jahr in der Schweiz beim Kindsvater auf und habe sich eingelebt. Von einem offiziell gestell-
ten Antrag der Kindsmutter auf Rückgabe habe die KESB keine Kenntnis. Unter den gegebe-
nen Umständen seien die Schweizer Behörden auch für den Fall eines widerrechtlichen Zu-
rückhaltens für die Beurteilung des Antrags des Kindsvaters betreffend Zuteilung der gemein-
samen elterlichen Sorge und Zuteilung der Obhut zuständig. 
 
E. Gegen den Entscheid der KESB vom 7. Juni 2021 erhob A.____, vertreten durch 
B.____, mit Eingabe vom 15. Juni 2021 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, 
Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht). Sie stellte die nachfolgenden 
Rechtsbegehren: 

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" 1.) Da es sich hier um eine widerrechtliche Kindszurückhaltung handelt sei die örtliche 
und sachliche Zuständigkeit bei den zuständigen Behörden in F.____; 

2.) Ev. sei die Kindszurückhaltung von E.____ sei zu Stoppen und das Kind ohne Verzö-
gerung wieder der elterlichen Sorge und Obhut der Mutter mit Besuchsrecht für den 
Vater zu übergeben; 

3.) Dieser Fall soll im Eilverfahren behandelt werden, da die Mutter A.____ noch diese 
Woche in die Schweiz kommt, um ihr Kind zu besuchen, ihr Vater aber offenbar plant, 
mit ihr kurzfristig zu Verreisen; 

4.) Es sei vordringlich gemäss Haager Abkommen für Kindsentführungen dafür zu Sor-
gen, dass E.____ vom Kindsvater keine Gewalt angetan werden kann und er das 
Kind ab Ende KW 24 für die Mutter zur Verfügung zu halten habe; 

5.) Die Beschwerdeführerin sei von Prozess- und Anwaltskosten, sowie von Prozessvor-
schüssen zu Befreien." 

 
Die Beschwerdeführerin begründet die Beschwerde im Wesentlichen damit, dass sie der einzi-
ge obhuts- und sorgeberechtigte Elternteil sei und dass ihre Tochter vom Kindsvater unrecht-
mässig zurückbehalten werde. Dieser habe unter Angabe fadenscheiniger Gründe wiederholt 
die Rückgabe des Kindes verweigert. Sie habe dem Aufenthalt ihrer Tochter in der Schweiz nie 
zugestimmt und seit Weihnachten 2019 eine Rückführung nach Russland beantragt. Dement-
sprechend liege eine internationale Kindesentführung vor. Die Zuständigkeit für den Erlass von 
Kindesschutzmassnahmen liege bei den russischen Behörden. 
 
F. Das Kantonsgericht trat mit Verfügung vom 16. Juni 2021 nicht auf die Rechtsbegehren 
Ziffer 2 bis 4 ein. Es hielt dazu fest, dass der Streitgegenstand auf die internationalrechtliche 
Zuständigkeitsfrage beschränkt sei. In der Beschwerdeeingabe mache die Beschwerdeführerin 
zusätzlich eine internationale Kindesentführung geltend und stelle einen Rückführungsantrag. 
Für dessen Beurteilung sei die Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht nicht zuständig. 
Auf die Ziffer 2 und die damit zusammenhängenden Ziffern 3 und 4 der Rechtsbegehren könne 
somit nicht eingetreten werden. Das für die Beurteilung dieser Begehren zuständige Gericht sei 
die Abteilung Zivilrecht des Kantonsgerichts. Die Eingabe vom 15. Juni 2021 wurde deswegen 
von Amtes wegen an die Abteilung Zivilrecht überwiesen. Diese eröffnete in der Folge ein Ver-
fahren betreffend internationale Kindesentführung (Verfahren Nr. 430 21 130). 
 
G. Mit Entscheid vom 24. Juni 2021 räumte die KESB der Beschwerdeführerin im Rahmen 
einer vorsorglichen Massnahme ein Besuchsrecht in der Schweiz ein und regelte die Modalitä-
ten. Für E.____ wurde weiter vorsorglich eine Kindesvertretung angeordnet und Prof. Dr. Jonas 
Schweighauser, Advokat, als Vertreter mit Substitutionsrecht eingesetzt. Die von der Be-
schwerdeführerin dagegen erhobene Beschwerde wies das Kantonsgericht mit Urteil vom 
14. Juli 2021 ab, soweit es auf die Beschwerde eintrat (Verfahren Nr. 810 21 163). 
 

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H. Gestützt auf die Verfügung der KESB vom 24. Juni 2021 wurde E.____, vertreten durch 
Prof. Dr. Jonas Schweighauser, Advokat, am 28. Juni 2021 zum vorliegenden Verfahren beige-
laden. 
 
I. In der Vernehmlassung vom 5. Juli 2021 beantragt die Vorinstanz die vollumfängliche 
Abweisung der Beschwerde unter o/e-Kostenfolge. Sie unterstreicht, dass die Beschwerdefüh-
rerin die Einreise des Kindsvaters mit E.____ und somit das Verbringen ihrer Tochter in die 
Schweiz im April 2020 genehmigt habe. Das Kind sei mittlerweile familiär und sozial integriert. 
Falls das Kantonsgericht wider Erwarten zum Schluss kommen sollte, dass die Zuständigkeit 
nicht bei den Schweizer Behörden, bzw. der KESB C.____ liege, sei noch zu klären, ob tatsäch-
lich die russischen Behörden zuständig seien, denn es beständen etliche Hinweise dafür, dass 
die Kindsmutter in Abchasien (Georgien) und nicht wie angegeben in F.____ lebe. 
 
J. D.____, vertreten durch Dominique Anwander, Advokatin, stellt in seiner Vernehmlas-
sung vom 7. Juli 2021 Antrag auf Beschwerdeabweisung unter o/e-Kostenfolge, wobei ihm die 
unentgeltliche Prozessführung und Verbeiständung zu bewilligen sei. Er macht zusammenge-
fasst geltend, dass er mit dem expliziten schriftlichen Einverständnis der Beschwerdeführerin in 
die Schweiz gezogen sei und sich auch stets darum bemüht habe, durch zweimal wöchentliche 
Videoanrufe den Kontakt zwischen Mutter und Kind aufrechtzuerhalten. Die Beschwerdeführe-
rin habe zumindest bis vor Kurzem nicht protestiert und keine Bemühungen unternommen, um 
E.____ in der Schweiz zu besuchen oder E.____ in der Schweiz abzuholen. Es liege kein wi-
derrechtliches Verbringen oder Zurückhalten des Kindes vor. E.____ habe sich zwischenzeitlich 
sehr gut in der Schweiz eingelebt und habe hier sowohl Freunde und Familie väterlicherseits 
(insb. Halbbruder, Tante, Onkel, Grossmutter) als auch wichtige erwachsene Bezugspersonen 
gefunden. Sie habe in der Schweiz ihren Lebensmittelpunkt und spreche ausschliesslich 
Schweizerdeutsch. Dies führe gemäss dem Haager Kindesschutzübereinkommen zur Zustän-
digkeit der schweizerischen Behörden. 
 
K. Der Kindesvertreter führt in der Stellungnahme vom 6. Juli 2021 aus, es sei aufgrund der 
ihm zur Verfügung stehenden Unterlagen zumindest fraglich, ob eine internationale Kindesent-
führung vorliege. E.____ halte sich jedenfalls seit April 2020 und damit seit über einem Jahr in 
der Schweiz auf. Sie habe demnach gestützt auf Art. 5 HKsÜ Aufenthalt begründet, weshalb 
eine örtliche und sachliche Zuständigkeit der schweizerischen Behörden wohl ohne Weiteres 
gegeben sei. 
 
L. Mit Verfügung vom 14. Juli 2021 wurde das Gesuch der Beschwerdeführerin um unent-
geltliche Rechtspflege insoweit teilweise gutgeheissen, als dass die unentgeltliche Prozessfüh-
rung bezüglich der bestrittenen Zuständigkeit der Vorinstanz bewilligt wurde. Soweit die Zu-
ständigkeit der Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht des Kantonsgerichts zu verneinen 
ist, wurde das Gesuch zufolge Aussichtslosigkeit abgewiesen. Dem Antrag auf Befreiung von 
Anwaltskosten wurde nicht stattgegeben, weil die Beschwerdeführerin kostenlos vertreten wird 
und die Parteikosten der Gegenseite vom Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege nicht um-
fasst sind. Sodann wurde dem Beschwerdegegner antragsgemäss für das vorliegende Verfah-
ren die unentgeltliche Prozessführung und Verbeiständung bewilligt. 

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M. Die Beschwerdeführerin reichte am 8. August 2021 unaufgefordert Gegenbemerkungen 
ein, worin sie dringend um umfassende Abklärung und entsprechende Massnahmen zu Guns-
ten des Kindswohles von E.____ ersuchte. 
 
N. Mit Entscheid vom 13. August 2021 (an die Parteien versandt am 27. September 2021) 
wies das Kantonsgericht, Abteilung Zivilrecht, das Gesuch um Rückführung von E.____ nach 
Russland ab. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Angefochten ist vorliegend ein Entscheid, in dem die Vorinstanz ihre örtliche Zuständig-
keit aufgrund staatsvertraglicher Bestimmungen bejaht und ein kindesschutzrechtliches Verfah-
ren eröffnet hat. Es handelt sich dabei um einen selbständig eröffneten Zwischenentscheid. Bei 
der bundesrechtlich nicht geregelten Anfechtung von Zwischenverfügungen richtet sich das 
Verfahren nach den Bestimmungen des kantonalen Verwaltungsprozessrechts (Art. 450f des 
Schweizerischen Zivilgesetzbuches [ZGB] vom 10. Dezember 1907; vgl. Botschaft vom 28. Juni 
2006 zur Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, Personen-
recht und Kindesrecht], BBl 2006 7001, S. 7084; Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Verfas-
sungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV], vom 28. Oktober 2016 [810 16 276] E. 1). Gemäss 
§ 43 Abs. 2bis lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) 
vom 16. Dezember 1993 können Zwischenverfügungen betreffend die Zuständigkeit selbstän-
dig mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde angefochten werden. Voraussetzung ist, dass 
das Kantonsgericht in der Hauptsache zuständig ist. Nach Art. 450 Abs. 1 ZGB i.V.m. Art. 314 
Abs. 1 ZGB kann gegen (End-)Entscheide einer Kindesschutzbehörde Beschwerde beim zu-
ständigen Gericht erhoben werden. § 66 Abs. 1 des kantonalen Gesetzes über die Einführung 
des Zivilgesetzbuches (EG ZGB) vom 16. November 2006 erklärt für die Beurteilung von Be-
schwerden nach Art. 450 Abs. 1 ZGB das Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwal-
tungsrecht, für zuständig, weshalb auch der vorliegende Zwischenentscheid der verwaltungsge-
richtlichen Beschwerde unterliegt. Über Beschwerden gegen Zwischenverfügungen entscheidet 
die präsidierende Person (§ 1 Abs. 3 lit. f VPO). 
 
1.2 Die Beschwerde ist nur im Rahmen des Streitgegenstands zulässig. In der nachträgli-
chen Verwaltungsrechtspflege ist Streitgegenstand das Rechtsverhältnis, das Gegenstand der 
angefochtenen Verfügung bildet, soweit es im Streit liegt (RENÉ RHINOW/HEINRICH 
KOLLER/CHRISTINA KISS/DANIELA THURNHERR/DENISE BRÜHL-MOSER, Öffentliches Prozessrecht, 
3. Aufl., Basel 2014, Rz. 987 und 1051). Streitgegenstand kann somit nur sein, was bereits Ge-
genstand des erstinstanzlichen Verfahrens war oder allenfalls hätte sein sollen, und was zwi-
schen den Parteien noch strittig ist, was sich wiederum aus den Parteibegehren, insbesondere 
den Beschwerdeanträgen ergibt (BGE 136 II 462 E. 4.2). Gegenstände, über welche die erstin-
stanzlich verfügende Behörde nicht entschieden hat und über welche sie nicht entscheiden 
musste, darf die obere Instanz grundsätzlich nicht beurteilen, da sie sonst in die funktionelle 
Zuständigkeit der Vorinstanz eingreifen würde. Ein Antrag, der über das hinausgeht, was von 
der Vorinstanz entschieden wurde, oder der mit dem Gegenstand der angefochtenen Verfügung 

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nichts zu tun hat, ist unzulässig (KGE VV vom 1. April 2021 [810 21 20] E. 2.1; KGE VV vom 
11. September 2019 [810 19 32] E. 1.2; KGE VV vom 18. März 2015 [810 14 186] E. 1.3; BGE 
142 I 155 E. 4.4.2; BGE 136 II 165 E. 5; RHINOW/KOLLER/KISS/THURNHERR/BRÜHL-MOSER, 
a.a.O., Rz. 988). Im angefochtenen Entscheid befand die Vorinstanz einzig über ihre Zustän-
digkeit zur Regelung der elterlichen Sorge und der Obhut. Wie bereits in der Verfügung vom 
16. Juni 2021 festgehalten wurde, bleibt der Streitgegenstand im kantonsgerichtlichen Verfah-
ren deshalb auf die Frage der Zuständigkeit beschränkt. Wenn die Beschwerdeführerin die 
Rückführung ihrer Tochter verlangt, bewegt sich dieses Begehren ausserhalb des möglichen 
Streitgegenstands und ist für dessen Beurteilung die Abteilung Verfassungs- und Verwaltungs-
recht auch nicht zuständig. Soweit die Beschwerdeführerin den Erlass von Kindesschutzmass-
nahmen beantragt, liegt kein vorinstanzlicher Entscheid vor und bewegt sich auch das diesbe-
zügliche Begehren ausserhalb des möglichen Streitgegenstands. Darauf ist nicht einzutreten. 
 
1.3 Die Beschwerdeführerin ist durch den angefochtenen Entscheid berührt und hat ein 
schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie zur Beschwerde legitimiert ist 
(§ 47 Abs. 1 lit. a VPO). Die Beschwerdefrist von 10 Tagen (§ 48 VPO) ist eingehalten, auf 
die - im Weiteren formgerecht (§ 5 VPO) erhobene - Beschwerde kann im vorstehend beschrie-
benen Umfang eingetreten werden. 
 
2. Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und lit. b 
VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt wer-
den. Eine Ermessenskontrolle ist dem Kantonsgericht vorliegend verwehrt (§ 45 Abs. 1 lit. c 
VPO). 
 
3. Die Beschwerdeführerin stellt die internationalrechtliche Zuständigkeit der KESB C.____ 
mit dem Argument in Frage, dass sie der alleinige obhuts- und sorgeberechtigte Elternteil sei 
und dass ihre Tochter vom Kindsvater unrechtmässig zurückbehalten werde. Weil eine interna-
tionale Kindesentführung vorliege, blieben die Behörden desjenigen Staates zuständig, in dem 
das Kind unmittelbar vor dem Verbringen oder Zurückhalten seinen gewöhnlichen Aufenthalt 
gehabt habe. Für den Kindesschutz der russischen Staatsbürgerin E.____ seien die russischen 
Behörden zuständig. 
 
4.1 Für den Schutz von Kindern gilt in Bezug auf die Zuständigkeit der schweizerischen Ge-
richte oder Behörden, auf das anwendbare Recht sowie auf die Anerkennung und Vollstreckung 
ausländischer Entscheidungen oder Massnahmen das Haager Kindesschutzübereinkommen 
(Art. 85 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Internationale Privatrecht [IPRG] vom 18. Dezem-
ber 1987). Gemäss Art. 5 Abs. 1 HKsÜ sind für die Anordnung von Massnahmen zum Schutz 
des Kindes primär die Behörden des Vertragsstaates zuständig, in dem das Kind seinen ge-
wöhnlichen Aufenthalt hat. Art. 5 Abs. 2 HKsÜ sieht vor, dass bei einem Wechsel des gewöhnli-
chen Aufenthaltes des Kindes in einen anderen Vertragsstaat die dortigen Behörden zuständig 
werden. 
 

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4.2 Eine Ausnahme von der Begründung der Zuständigkeit am neuen gewöhnlichen Aufent-
haltsort gilt bei Kindern, die ohne Zustimmung des sorgeberechtigten Elternteils widerrechtlich 
in einen anderen Staat verbracht bzw. in einem solchen zurückgehalten werden. In solchen 
Fällen bleiben die Behörden des Staates, in welchem das Kind unmittelbar zuvor seinen ge-
wöhnlichen Aufenthalt hatte, so lange zuständig, bis das Kind einen gewöhnlichen Aufenthalt in 
einem anderen Staat erlangt hat und jede sorgeberechtigte Person, Behörde oder sonstige 
Stelle das Verbringen oder Zurückhalten genehmigt hat; oder das Kind sich in diesem anderen 
Staat mindestens ein Jahr aufgehalten hat, nachdem die sorgeberechtigte Person, Behörde 
oder sonstige Stelle seinen Aufenthaltsort kannte oder hätte kennen müssen, kein während 
dieses Zeitraums gestellter Antrag auf Rückgabe mehr anhängig ist und das Kind sich in sei-
nem neuen Umfeld eingelebt hat (Art. 7 Abs. 1 HKsÜ). Gemäss Art. 7 Abs. 2 HKsÜ gilt das 
Verbringen oder Zurückhalten eines Kindes als widerrechtlich, wenn dadurch das Sorgerecht 
verletzt wird, das einer Person, Behörde oder sonstigen Stelle allein oder gemeinsam nach dem 
Recht des Staates zusteht, in dem das Kind unmittelbar vor dem Verbringen oder Zurückhalten 
seinen gewöhnlichen Aufenthalt hatte (lit. a); und dieses Recht im Zeitpunkt des Verbringens 
oder Zurückhaltens allein oder gemeinsam tatsächlich ausgeübt wurde oder ausgeübt worden 
wäre, falls das Verbringen oder Zurückhalten nicht stattgefunden hätte (lit. b). Mit dieser Rege-
lung soll verhindert werden, dass der entführende Elternteil missbräuchlich Vorteile mit Bezug 
etwa auf das Obhuts- und Sorgerecht erwirken kann. 
 
4.3 Das Haager Übereinkommen über die zivilrechtlichen Aspekte internationaler Kindesent-
führung vom 25. Oktober 1980 (HKÜ) geht gemäss dessen Art. 34 dem Haager Kindesschutz-
übereinkommen vor (vgl. auch Art. 50 HKsÜ). Ist im Verbringungsstaat ein Verfahren betreffend 
widerrechtliches Verbringen oder Zurückhalten des Kindes hängig, so darf keine Sachentschei-
dung über das Sorgerecht getroffen werden, solange nicht entschieden ist, dass das Kind auf-
grund dieses Übereinkommens nicht zurückzugeben ist (vgl. Art. 16 HKÜ). Die Haager Konzep-
tion ist dergestalt, dass zuerst das Rückführungsverfahren durchzuführen ist und erst für den 
Fall eines abweisenden Rückführungsentscheides eine Sorgerechtszuständigkeit im neuen 
Aufenthaltsstaat begründet werden kann (vgl. Urteil des BGer 5A_982/2018 vom 11. Januar 
2019 E. 5). 
 
5. Die Beschwerdeführerin stellte nach dem Ergehen des hier angefochtenen Entscheids 
ein Rückführungsgesuch. Die Abteilung Zivilrecht des Kantonsgerichts als zuständiges Rück-
führungsgericht wies den Antrag nach Durchführung eines Erkenntnisverfahrens und nach per-
sönlicher Anhörung der Beteiligten ab, soweit es darauf eintrat. Es erwog im Wesentlichen, das 
Rückführungsgesuch sei 14 Monate nach der Verbringung des Kindes in die Schweiz gestellt 
worden. Die von Art. 12 Abs. 1 HKÜ statuierte Frist von einem Jahr zur Einreichung eines förm-
lichen Rückführungsantrags sei deshalb offensichtlich abgelaufen, weshalb das Gesuch abzu-
weisen sei. Zum selben Ergebnis gelange man auch nach Überprüfung, ob sich E.____ in der 
Schweiz eingelebt und hier Aufenthalt begründet habe. Sie scheine sich gut in der Schweiz ein-
gelebt zu haben und befinde sich in einem stabilen sozialen Umfeld, das ihren Bedürfnissen 
und ihrem Wohl entsprechend ausgerichtet sei. Sie sei somit mit ihrem neuen Wohnort und 
dem Vater verbunden und mit dem neuen Freundes- und Familienkreis verwurzelt. Eine Rück-
führung in ein Land, dessen Sprache sie nicht beherrsche, würde einer Entwurzelung gleich-

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kommen und wäre ihr nicht zumutbar (vgl. Entscheid des Kantonsgerichts, Abteilung Zivilrecht, 
vom 13. August 2021 [430 21 130] E. 6.2). Diesen Entscheid hat die Beschwerdeführerin innert 
der Beschwerdefrist nicht beim Bundesgericht angefochten. Nach der Abweisung ihres Rück-
gabeantrags entfaltet Art. 16 HKÜ keine Sperrwirkung mehr und steht die in der Beschwerde 
geltend gemachte widerrechtliche Rückbehaltung des Kindes einer Sorgerechtsentscheidung 
der schweizerischen Behörden nicht entgegen. Zumal es im zu beurteilenden Verfahren ledig-
lich um die Vorfrage der internationalen Zuständigkeit und nicht um eine Sachentscheidung 
über das Sorgerecht geht, hindert die von der Beschwerdeführerin geltend gemachte Kindes-
entführung das Kantonsgericht nicht an der Beurteilung der vorliegenden Beschwerde. 
 
6.1 Zentraler Anknüpfungspunkt für die Bestimmung der internationalen Zuständigkeit ist 
wie erwähnt der "gewöhnliche Aufenthalt" des Kindes. Dieser Begriff wird im Übereinkommen 
nicht näher definiert und ist vertragsautonom auszulegen, also unabhängig vom innerstaatli-
chen Recht. Der gewöhnliche Aufenthalt bezeichnet den tatsächlichen Lebensmittelmittelpunkt 
eines Kindes, welcher sich aufgrund der nach aussen erkennbaren tatsächlichen Umstände wie 
der Dauer des Aufenthaltes und den dadurch begründeten Beziehungen oder der voraussichtli-
chen Dauer des Aufenthalts und der damit zu erwartenden Integration ergibt (vgl. BGE 129 III 
288 E. 4.1; BGE 110 II 119 E. 3; Urteil des BGer 5A_293/2016 vom 8. August 2016 E. 3.1; Ur-
teil des BGer 5A_257/2011 vom 25. Mai 2011 E. 2.2). In der Regel begründet ein Aufenthalt 
von sechs Monaten Dauer einen gewöhnlichen Aufenthalt. Ein Aufenthalt kann aber auch - wie 
etwa bei einem Umzug der Eltern (ohne Kindesentführung) - sofort ein gewöhnlicher werden, 
wenn er auf Dauer begründet wird und den bisherigen Lebensmittelpunkt ablösen soll (Urteil 
des BGer 5A_665/2010 vom 2. Dezember 2010 E. 4; IVO SCHWANDER, in: Grolimund/Loacker/
Schnyder [Hrsg.], Basler Kommentar zum Internationalen Privatrecht, 4. Aufl., Basel 2021, 
Art. 85 IPRG Rz. 47). Wird ein Kind dagegen widerrechtlich entführt oder zurückgehalten, so 
verliert es nicht sogleich seinen gewöhnlichen Aufenthalt in dem Land, in dem es sich vor der 
Entführung oder dem Zurückhalten befand (vgl. Art. 7 Abs. 1 HKsÜ). Es muss erst langsam 
durch Integration einen neuen gewöhnlichen Aufenthalt im Zufluchtsstaat erwerben. Erst mit 
Erwerb eines neuen gewöhnlichen Aufenthalts verliert es seinen alten gewöhnlichen Aufenthalt 
(KURT SIEHR/ALEXANDER R. MARKUS, in: Müller-Chen/Widmer Lüchinger [Hrsg.], Zürcher Kom-
mentar zum IPRG, 3. Aufl., Zürich 2018, Art. 85 IPRG Rz. 62). 
 
6.2 E.____ befindet sich seit August 2019, d.h. seit dem Alter von 20 Monaten, in der fakti-
schen Obhut des Beschwerdegegners und reiste im April 2020 zusammen mit diesem in die 
Schweiz, wofür die Beschwerdeführerin ausdrücklich ihre Zustimmung erteilt hatte. E.____ lebt 
seither zusammen mit ihrem Vater in G.____. Sie besucht seit Januar 2021 mehrmals pro Wo-
che die Kindertagesstätte in G.____. Die Vorinstanz stellte gestützt auf diese Sachverhaltsele-
mente fest, E.____ habe ihren Lebensmittelpunkt in der Schweiz. Auch der Kindesvertreter geht 
in seiner Eingabe von einem tatsächlichen Lebensmittelpunkt des Kindes in der Schweiz aus. 
Gemäss den Ausführungen des Beschwerdegegners in der Vernehmlassung hat sich E.____ 
zwischenzeitlich gut in der Schweiz eingelebt und hier sowohl Freunde und Familie väterlicher-
seits (insbesondere Halbbruder, Tante, Onkel, Grossmutter) als auch wichtige erwachsene Be-
zugspersonen gefunden. Sie spricht ausschliesslich Schweizerdeutsch. Die Beschwerdeführe-
rin bestreitet diese tatsächliche Ausgangslage nicht. E.____ hat sich augenscheinlich in ihrem 

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neuen Umfeld eingelebt. Ihr tatsächlicher Lebensmittelmittelpunkt befindet sich heute aufgrund 
der nach aussen erkennbaren tatsächlichen Umstände in der Schweiz, wo sie demzufolge ge-
wöhnlichen Aufenthalt begründet hat. Dies führt nach Art. 5 HKsÜ grundsätzlich zur Zuständig-
keit der schweizerischen Behörden in Sorgerechtsfragen. 
 
6.3 An diesem Ergebnis würde sich selbst dann nichts ändern, wenn mit der Beschwerde-
führerin von einem widerrechtlichen Zurückhalten des Kindes in der Schweiz ausgegangen 
würde. Das Verbringen oder Zurückhalten eines Kindes gilt nur dann als widerrechtlich, wenn 
das Sorgerecht vor dem Verbringen oder Zurückhalten auch tatsächlich ausgeübt worden ist 
(Art. 7 Abs. 2 lit. b HKsÜ). Diese Voraussetzung will vermeiden, dass ein nicht ausgeübtes Sor-
gerecht im Fall einer Entführung oder eines Zurückhaltens lediglich dazu benutzt wird, um Streit 
mit dem tatsächlich ausübenden Sorgeberechtigten zu beginnen (SIEHR/MARKUS, a.a.O., Art. 85 
IPRG Rz. 76). Ob die Beschwerdeführerin ihr Sorgerecht vor dem von ihr geltenden gemachten 
Zurückhalten tatsächlich ausgeübt hat, erscheint aufgrund der grundsätzlich übereinstimmen-
den Sachdarstellung der Kindseltern mehr als fraglich, wie im angefochtenen Entscheid zu 
Recht festgehalten wird. Die Frage braucht hier nicht entschieden zu werden, denn der Her-
kunftsstaat bleibt auch bei einem widerrechtlichen Zurückhalten des Kindes nur so lange zu-
ständig, bis das Kind einen gewöhnlichen Aufenthalt in einem anderen Staat erlangt hat. Dies 
ist dann der Fall, wenn das Kind sich in diesem anderen Staat mindestens ein Jahr aufgehalten 
hat, nachdem die sorgeberechtigte Person seinen Aufenthaltsort kannte oder hätte kennen 
müssen, kein während dieses Zeitraums gestellter Antrag auf Rückgabe mehr anhängig ist und 
das Kind sich in seinem neuen Umfeld eingelebt hat (vgl. oben E. 4.2). E.____ hält sich seit 
mehr als einem Jahr in der Schweiz auf, wovon die Beschwerdeführerin von Anfang an Kennt-
nis hatte. Ihr Antrag auf Rückgabe ist nicht mehr anhängig. Da sich E.____ wie oben erwähnt in 
dieser Zeit in ihr neues Umfeld eingelebt hat, sind sämtliche Voraussetzungen von Art. 7 Abs. 1 
lit. b HKsÜ erfüllt, so dass die schweizerischen Behörden in jedem Fall zum Erlass von Kindes-
schutzmassnahmen zuständig sind. 
 
7. Nach dem Gesagten hat die Vorinstanz ihre örtliche Zuständigkeit zur Regelung der el-
terlichen Sorge und der Obhut zu Recht bejaht. Die Beschwerde erweist sich als unbegründet 
und ist abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. 
 
8.1 Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die 
Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der 
Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Vor-
liegend werden Gerichtskosten in der Höhe von Fr. 800.-- erhoben. Als Verfahrenskosten eben-
falls zu berücksichtigen wären grundsätzlich die Kosten der Kindesvertretung (KGE VV vom 
23. Juli 2014 [810 14 202] E. 8.1; Urteil des Bundesgerichts 5A_840/2011 vom 13. Januar 2012 
E. 6). Diesbezüglich ist darauf hinzuweisen, dass Prof. Dr. Jonas Schweighauser von der KESB 
mit Entscheid vom 24. Juni 2021 als Kindesvertreter gemäss Art. 314abis ZGB eingesetzt wurde, 
weshalb er eine Mandatsentschädigung, welche auch die Bemühungen im Rahmen des vorlie-
genden Beschwerdeverfahrens mitumfasst, bei der KESB wird geltend machen können (vgl. 
KGE VV vom 12. Mai 2021 [810 21 1] E. 8.1; KGE VV vom 7. August 2020 [810 20 111] E. 7.1). 
Die Verfahrenskosten in der Höhe von insgesamt Fr. 800.-- werden ausgangsgemäss der Be-

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schwerdeführerin auferlegt. Es rechtfertigt sich, diese Kosten zur Frage der bestrittenen Zu-
ständigkeit zu schlagen und bezüglich der Rückführung des Kindes auf eine Kostenerhebung 
zu verzichten. Dementsprechend gehen die Verfahrenskosten zufolge (teilweiser) Bewilligung 
der unentgeltlichen Prozessführung vollumfänglich zulasten der Gerichtskasse. 
 
8.2 Der ganz oder teilweise obsiegenden Partei kann gemäss § 21 Abs. 1 VPO für den Bei-
zug eines Anwalts oder einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung zulasten der 
Gegenpartei zugesprochen werden. Die Rechtsvertreterin des obsiegenden Beigeladenen 
macht in ihrer Honorarnote vom 28. Juli 2021 einen Aufwand von 7 Stunden à Fr. 200.-- sowie 
Auslagen in der Höhe von Fr. 5.-- geltend, was tarifkonform und im Ergebnis nicht zu beanstan-
den ist. Gemäss dem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdeführerin dem anwaltlich ver-
tretenen Beschwerdegegner eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 1'513.20 (inkl. Aus-
lagen und 7.7 % MWST) zu entrichten. Die übrigen Parteikosten sind wettzuschlagen. 
 
8.3 Die Beschwerdeführerin wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sie zur Nachzah-
lung der in diesem Verfahren infolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege der Gerichts-
kasse belasteten Kosten verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist (§ 53a Abs. 1 des Ge-
setzes über die Organisation der Gerichte [Gerichtsorganisationsgesetz, GOG] vom 22. Februar 
2001). 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 
   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der Beschwer-

deführerin auferlegt. 
Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung gehen die Ver-
fahrenskosten zulasten der Gerichtskasse. 

   
 3. Die Beschwerdeführerin hat dem Beschwerdegegner eine Parteient-

schädigung in der Höhe von Fr. 1'513.20 (inkl. Auslagen und 7.7 % 
MWST) zu entrichten. 

   
 4. Eine Kopie der Eingabe der Beschwerdeführerin vom 8. August 2021 

wird den übrigen Verfahrensbeteiligten zur Kenntnisnahme zugestellt. 
 
 
 
Präsidentin 
 
 
 

Gerichtsschreiber