# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9fa315c9-a99c-53cb-96fc-9b5f1c259221
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2007-03-20
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 20.03.2007 C-718/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-718-2006_2007-03-20.pdf

## Full Text

Abtei lung III
C-718/2006

{T 0/2}

Urteil vom 20. März 2007

Mitwirkung: Richter Trommer (Vorsitz); 
Richter Vaudan und Vuille; 
Gerichtsschreiber Grimm.

A._______
Beschwerdeführer, vertreten durch B._______, 
seinerseits vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Alban Brodbeck, Postgasse 42, 
Postfach, 8750 Glarus,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz

betreffend
Verweigerung der Einreisebewilligung 

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

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Sachverhalt:

A. Am 26. Januar 2006 ersuchte A._______ (nachfolgend Beschwerdeführer) 
beim Schweizerischen Generalkonsulat  in Santo Domingo um ein Visum 
für einen einmonatigen Besuchsaufenthalt bei seiner Schwester und deren 
Ehemann  B._______  im  Kanton  Glarus.  Die  Auslandsvertretung 
verweigerte  das  beantragte  Visum  vorerst  formlos  und  überwies  das 
Gesuch  anschliessend  der  Vorinstanz  zur  Prüfung  und  zum  Entscheid. 
Nach ergänzenden Abklärungen bei der kantonalen Migrationsbehörde er-
mächtigte das BFM das Generalkonsulat in Santo Domingo am 27. Febru-
ar 2006, das gewünschte Einreisevisum auszustellen.

B. Nachdem die Auslandvertretung am 20. März 2006 per E-Mail auf Unregel-
mässigkeiten anlässlich der persönlichen Vorsprache des Beschwerdefüh-
rers beim Generalkonsulat hingewiesen hatte, widerrief die Vorinstanz mit 
Verfügung vom 21. März 2006 die am 27. Februar 2006 erteilte Ermächti-
gung zur Erteilung eines Visums und wies das Einreisegesuch vom 26. Ja-
nuar 2006 ab. Zur Begründung wurde ausgeführt, die schweizerischen Be-
hörden hätten sich zu vergewissern, dass ausländische Staatsangehörige 
nach Ablauf ihres Aufenthalts hierzulande wieder ausreisten. Wie die Er-
fahrung  zeige,  würden  Touristen-  oder  Besuchervisa  immer  wieder  von 
Personen  dazu missbraucht,  sich  dauerhaft  in  der  Schweiz  niederzulas-
sen.  Der  Beschwerdeführer  habe  anlässlich  seiner  Vorsprache  vom 
17. März  2006  bei  der  Schweizervertretung  ein  für  drei  Monate  gültiges 
Flugticket vorgelegt, obschon er lediglich einen einmonatigen Besuchsauf-
enthalt  beantragt  habe und ihm die Einreise auch bloss für  diese Dauer 
bewilligt  worden sei.  Zudem habe er  sich dahingehend geäussert,  seine 
Schwester würde bereits eine Frau für ihn suchen, damit er diese heiraten 
und in der Schweiz bleiben könne. Demnach seien die Voraussetzungen 
für die Visumserteilung nicht mehr gegeben.

C. Mit Beschwerde vom 18. April 2006 an das Eidgenössische Justiz- und Po-
lizeidepartement  (EJPD)  beantragt  der  Beschwerdeführer  die  Aufhebung 
der  vorinstanzlichen  Verfügung  und  die  Erteilung  eines  Besuchervisums 
für einen Monat. Im Wesentlichen lässt er hierzu vorbringen, die Feststel-
lung,  wonach seine anstandslose und fristgerechte  Wiederausreise  nicht 
gesichert  sei,  erweise  sich als  unzutreffend.  Er  garantiere vielmehr,  das 
Land nach einem Monat wieder zu verlassen und sei bereit, diese Garantie 
auch noch unterschriftlich zu bestätigen. Er habe wirklich nicht vor, seinen 
Besuchsaufenthalt zu missbrauchen. Die persönliche Anhörung beim Ge-
neralkonsulat habe möglicherweise zu Missverständnissen geführt. Er be-
streite, dort je ausgesagt zu haben, seine Schwester sei daran, für ihn in 
der Schweiz eine heiratswillige Frau zu organisieren.

D. In ihrer Vernehmlassung vom 22. Mai 2006 spricht sich die Vorinstanz für 
die  Abweisung  der  Beschwerde  aus,  wobei  sie  ergänzend  auf  die  wirt-
schaftliche und soziokulturelle  Lage im Herkunftsland,  aber auch auf  die 
persönlichen Verhältnisse des Beschwerdeführers verweist.

E. Mit Replik vom 21. Juni 2006 hält der Beschwerdeführer vollumfänglich an 

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seiner Beschwerde fest und betont, nicht nur er sondern auch die Gastge-
ber würden die rechtzeitige Wiederausreise aus der Schweiz unterschrift-
lich garantieren. Auf schlechte Erfahrungen dürfte nicht abgestellt werden, 
sondern jeder Fall sei einzeln zu beurteilen. Sollte er die Behörden enttäu-
schen,  so  stünden  der  Schweiz  im Übrigen  ausreichende  Zwangsmass-
nahmen offen, um ihn ausser Landes zu bringen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Verfügungen des BFM betr. Verweigerung der Einreise unterliegen der Be-
schwerde an das Bundesverwaltungsgericht (Art. 20 Abs. 1 des Bundesge-
setzes vom 26. März 1931 über Aufenthalt und Niederlassung der Auslän-
der [ANAG, SR 142.20] i.V.m. Art. 31 ff. des Verwaltungsgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]).  Zum Zeitpunkt  des Inkrafttretens 
des Verwaltungsgerichtsgesetzes  bereits  beim EJPD hängige Rechtsmit-
telverfahren werden vom Bundesverwaltungsgericht übernommen. Die Be-
urteilung erfolgt nach neuem Verfahrensrecht  (vgl.  Art.  53 Abs.  2 VGG). 
Das  Urteil  ist  endgültig  (Art.  83  Bst.  c  Ziff.  1  des  Bundesgesetzes  vom 
17. Juni  2005  über  das  Bundesgericht  [SR  173.110]).  Gemäss  Art.  37 
VGG richtet sich das Verfahren nach dem Bundesgesetz vom 20. Dezem-
ber 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), soweit das 
Verwaltungsgerichtsgesetz nichts anderes bestimmt.

2. Der  Beschwerdeführer  ist  als  Verfügungsbetroffener  legitimiert.  Auf  die 
frist-  und  formgerechte  Beschwerde  ist  daher  einzutreten  (Art.  48  ff. 
VwVG).

3. Ausländer/-innen  sind  zur  Anwesenheit  in  der  Schweiz  berechtigt,  wenn 
sie eine Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung besitzen oder wenn 
sie keiner solchen bedürfen (vgl. Art. 1a ANAG). Die Behörde entscheidet, 
im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften und der Verträge mit dem Aus-
land, nach freiem Ermessen über die Bewilligung von Aufenthalt oder Nie-
derlassung (Art. 4 ANAG). Daher räumt das schweizerische Recht weder 
einen  Anspruch  auf  Einreise  noch  auf  Erteilung  eines  Visums  ein  (vgl. 
PETER UEBERSAX,  Einreise  und  Anwesenheit,  in:  Peter  Uebersax/Peter 
Münch/Thomas  Geiser/Martin  Arnold  (Hrsg.),  Ausländerrecht,  Auslände-
rinnen und Ausländer im öffentlichen Recht,  Privatrecht,  Steuerrecht und 
Sozialrecht der Schweiz, Basel/Genf/München 2002, S. 143). Dem behörd-
lichen Ermessen steht  somit  im Falle  der  Erteilung einer  Einreisebewilli-
gung ein weiterer Spielraum offen als beispielsweise bei der Verlängerung 
einer allmählich den Vertrauensschutz verfestigende Anwesenheitserlaub-
nis. Dies gilt auch für die Beurteilung von Einreiseersuchen zur Anwesen-
heit  von bis zu drei  Monaten,  die bewilligungsfrei,  mitunter  aber visums-
pflichtig sind (vgl. Art. 2 Abs. 1 ANAG i.V.m. den nachstehenden Bestim-
mungen).

4. Ausländerinnen  und  Ausländer  benötigen  zur  Einreise  in  die  Schweiz 
grundsätzlich  ein  Visum  (vgl.  Art.  1  sowie  Art.  3  der  Verordnung  vom 

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14. Januar  1998  über  Einreise  und  Anmeldung  von  Ausländerinnen  und 
Ausländer [VEA, SR 142.211]). Das Visum wird verweigert, wenn die Aus-
länderin oder der Ausländer die Einreisevoraussetzungen nach Art. 1 VEA 
nicht  erfüllt  (vgl.  Art.  14  Abs.  1  VEA).  So  müssen  Personen,  die  in  die 
Schweiz reisen möchten, unter anderem Gewähr bieten, dass sie fristge-
recht  wieder ausreisen werden (Art.  1 Abs.  2 Bst.  c.  VEA).  Dazu lassen 
sich jedoch, da ein künftiges Verhalten zu beurteilen ist, in der Regel keine 
gesicherten Feststellungen, sondern lediglich Voraussagen machen. Dabei 
sind sämtliche Umstände des konkreten Einzelfalles zu würdigen.

5. Das BFM hat das Schweizerische Generalkonsulat in Santo Domingo am 
27. Februar 2006 ermächtigt, dem Beschwerdeführer ein Visum für einen 
einmonatigen  Besuchsaufenthalt  in  der  Schweiz  auszustellen.  Wie  aus 
dem Sachverhalt hervorgeht, wurde diese Ermächtigung jedoch mit Verfü-
gung vom 21. März 2006 widerrufen (vgl. Ziff.  1 des angefochtenen Ent-
scheids).  Die  Verwaltungsbehörden  können  Verfügungen  unter  be-
stimmten Voraussetzungen ändern. Ob es sich bei der Ermächtigung zur 
Visumserteilung vom 27. Februar 2006 um eine Verfügung im Sinne von 
Art. 5 VwVG handelt, sei dahingestellt, können doch die Voraussetzungen 
des Widerrufs in einem Erlass ausdrücklich geregelt werden (zum Ganzen 
vgl.  ALFRED KÖLZ /  ISABELLE HÄNER,  Verwaltungsverfahren und Verwaltungs-
rechtspflege des Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, Rz. 422 f.). Dies ist in Art. 
15 und Art. 27 VEA geschehen. Der Begriff des Widerrufs wird in diesem 
Zusammenhang zwar nicht verwendet, eine Aufhebung eines Visums stellt 
aber faktisch nichts anderes als einen Widerruf einer früheren Visumsertei-
lung dar. Da es den erwähnten Bestimmungen zufolge zulässig ist, ein be-
reits  ausgestelltes  Visum formlos aufzuheben,  gilt  dies erst  recht  für  die 
Ermächtigung zur Visumserteilung. Demzufolge bleibt vorliegend primär zu 
prüfen,  ob  die  Einreisevoraussetzungen  nach  Art.  1  VEA zum Zeitpunkt 
des Erlasses der angefochtenen Verfügung erfüllt waren.

6. Der  Beschwerdeführer  kann  sich  auf  keine  Ausnahmeregelung  berufen 
und unterliegt aufgrund seiner Nationalität den Visumsbestimmungen (vgl. 
Art. 1 bis 5 VEA).

6.1 Nach mehr als zehn Jahren starken Wachstums befand sich die Dominika-
nische Republik seit Anfang 2003 in einer wirtschaftlich schwierigen Situa-
tion.  Zur  Wirtschaftskrise  hat  unter  anderem  die  Insolvenz  einer  der 
grössten  Geschäftsbanken  beigetragen,  deren  Verbindlichkeiten  von  der 
dominikanischen Zentralbank übernommen wurden.  Die Wirtschaftsdaten 
wiesen für das Jahr 2003 eine Verdoppelung der Staatsverschuldung auf 
etwa 56% des Bruttoinlandproduktes aus und die Inflationsrate betrug al-
lein in diesem Jahr 42,7%. Die Wirtschaftskrise hat vor allem auch die Be-
völkerung empfindlich  getroffen.  In  diesem Zeitraum stieg  der  Anteil  der 
unter der Armutsgrenze lebenden dominikanischen Bevölkerung um etwa 
582'000 auf 5,71 Mio (bei einer Gesamtbevölkerung von 8,75 Mio). Der ge-
setzliche Mindestlohn pro Monat betrug Ende 2003 zwischen 73 USD (klei-
ne Unternehmen)  und 119 USD (grosse Unternehmen)  und ist  damit  im 
Vergleich  zu  den  Vorjahren  deutlich  zurückgegangen.  Die  Arbeitslosen-
quote ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen und betrug im Jah-

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re  2004  18,4%  (Quelle:  http://www.auswaertiges-amt.de,  Stand  März 
2006).  Mit  der  Konsolidierungspolitik  des  neuen  Präsidenten  Leonel 
Fernández und der  Zusammenarbeit  mit  dem Internationalen Währungs-
fonds (IWF) konnte die dominikanische Wirtschaft wieder auf Wachstums-
kurs gebracht werden (Steigerung der Einnahmen aus dem Tourismus, Er-
höhung der Direktinvestitionen, Steigerung der Währungsreserven). Ferner 
konnte (durch stützende Interventionen der dominikanischen Zentralbank 
auf  den Wechselkurs)  die  Inflation  wirksam bekämpft  werden  und  somit 
das Vertrauen der internationalen Märkte wieder hergestellt  werden (der 
IWF hat für 2006 ein Wirtschaftswachstum von 5,5% und eine Inflationsra-
te von 5 bis 7% prognostiziert). Andererseits hat sich dieser makroökono-
mische Erfolg nur in geringem Masse auf das Leben der Mehrheit der Be-
völkerung ausgewirkt. Der Anteil der unter der Armutsgrenze lebenden do-
minikanischen  Bevölkerung  stagnierte  in  den letzten Jahren.  Zudem be-
trägt die Arbeitslosenquote – auch wenn eine leichte Erholung auf dem Ar-
beitsmarkt festzustellen ist – immer noch etwa 18% (Quelle: Bundesagen-
tur  für  Aussenwirtschaft  in  Köln  [http://www.bfai.de,  Stand  September 
2006]).
Vor allem in der jüngeren Bevölkerung ist aufgrund der nach wie vor un-
günstigen  Lebensverhältnisse  ein  starker  Migrationsdruck  festzustellen. 
Dabei gilt auch die Schweiz als Zielland vieler Auswanderer im erwerbsfä-
higen  Alter,  welche  sich  hier  unter  besseren  Lebensbedingungen  eine 
neue Existenz aufbauen möchten. Diese Tendenz zur Auswanderung wird 
erfahrungsgemäss  dort  noch  begünstigt,  wo  bereits  ein  soziales  Bezie-
hungsnetz im Ausland (Verwandte oder Freunde) besteht.

6.2 Bei der Risikoanalyse sind aber nicht nur solch allgemeine Umstände und 
Erfahrungen, sondern auch,  wie unter  Ziffer  4 ausgeführt,  sämtliche Ge-
sichtspunkte des konkreten Einzelfalles zu berücksichtigen. Obliegt einem 
Gesuchsteller  oder  einer  Gesuchstellerin  im  Heimatstaat  beispielsweise 
eine besondere berufliche, gesellschaftliche oder familiäre Verantwortung, 
kann dieser Umstand durchaus die Prognose für eine anstandslose Wie-
derausreise begünstigen. Andererseits muss bei Gesuchstellern, die in der 
Heimat keine der erwähnten Verpflichtungen haben, die sie von einer mög-
lichen Emigration abhalten könnten, aufgrund entsprechender Erfahrungen 
das Risiko eines fremdenpolizeilich nicht vorschriftsgemässen Verhaltens 
(nach bewilligter Einreise zu einem Besuchsaufenthalt) hoch eingeschätzt 
werden.

7.

7.1 Beim Beschwerdeführer handelt  es sich um einen bald 29-jährigen,  ledi-
gen Mann. Besondere familiäre oder gesellschaftliche Verpflichtungen sind 
keine ersichtlich. Zudem ist seine Schwester (die Gattin des Gastgebers) 
und damit  eine  nahe  Bezugsperson  definitiv  in  die  Schweiz  übersiedelt. 
Solchen Umständen gilt es bei der Beurteilung des vorliegenden Einreise-
gesuches Rechnung zu tragen. Daran vermag die nicht restlos geklärte be-
rufliche Situation des Beschwerdeführers nichts zu ändern. Er gibt auf dem 
Einreisegesuch zwar an, Angestellter einer Möbelfabrik zu sein. Die dies-
bezügliche  Arbeitsbescheinigung  des  Unternehmens  wertete  die  Aus-

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landvertretung allerdings als zweifelhaft.  Auf der sich in den Gesuchsun-
terlagen befindlichen Kopie der Identitätskarte 2006 ("Cedula de Identidad 
y electoral")  ist  (unter  der  Rubrik  Beruf)  Student  ("Estudiante")  eingetra-
gen.  Dass  der  Beschwerdeführer  durch  seine  Tätigkeiten  ein  wirtschaft-
liches Fortkommen erzielt,  erscheint  von daher  fraglich.  Vor  dem darge-
legten Hintergrund kann jedenfalls vorderhand nicht davon ausgegangen 
werden, der Beschwerdeführer befinde sich beruflich bzw. wirtschaftlich in 
derart  gefestigten  Verhältnissen,  dass  besondere  Gewähr  für  die  an-
standslose Wiederausreise nach einem Besuchsaufenthalt besteht.

7.2 Da der Beschwerdeführer auf dem Einreisegesuch vom 26. Januar 2006 
angegeben  hatte,  lediglich  für  einen  Monat  zu  Besuchszwecken  in  die 
Schweiz reisen zu wollen, hat das BFM die Ermächtigung zur Visumsertei-
lung am 27. Februar 2006 trotz Bedenken seitens der Schweizervertretung 
vorerst erteilt. Die Befürchtungen der nicht gesicherten Wiederausreise ha-
ben sich erst danach konkretisiert. So hat der Beschwerdeführer anlässlich 
einer  persönlichen  Vorsprache  beim  Generalkonsulat  in  Santo  Domingo 
am 17. März  2006  unbestrittenermassen  ein  Flugticket  mit  einer  Gültig-
keitsdauer von drei Monaten präsentiert. Bei dieser Gelegenheit soll er er-
klärt  haben,  seine Schwester  sei  bereits  daran,  für  ihn  zwecks  späterer 
Heirat  eine  Frau  zu  suchen.  Der  Beschwerdeführer  bestreitet  zwar  im 
Nachhinein,  sich  in  dieser  Weise  geäussert  zu  haben  bzw.  er  führt  das 
Ganze auf  Missverständnisse zurück.  Aufgrund der gesamten Umstände 
(die fragliche Information wurde umgehend an das BFM weitergeleitet und 
später nochmals bekräftigt) besteht aber kein Anlass, die Darstellung der 
Schweizervertretung ihrem Sinn und Grundgehalt nach in Frage zu stellen. 
Dies  umso weniger,  als  der  Beschwerdeführer  mit  keinem Wort  darlegt, 
wie  es  zu  diesen  angeblich  missverstandenen  Äusserungen  gekommen 
sein soll.  Kommt hinzu,  dass weitere Indizien  darauf  hindeuten,  der  Be-
schwerdeführer  habe  damals  einen  längerfristigeren  Aufenthalt  geplant. 
Dazu  zählt  nebst  dem erwähnten  Flugticket  insbesondere  der  Umstand, 
dass die Gastgeber  ihn offenkundig  für  drei  Monate  erwarteten (vgl.  die 
vom  Gastgeberehepaar  unterzeichnete  Bestätigung  vom  20.  Dezember 
2005).  Schliesslich  gilt  zu bedenken,  dass sich der Beschwerdeführer  in 
einem Alter befindet, in dem der Wunsch nach einem Lebenspartner und 
nach Familiengründung sehr aktuell sein kann. Angesichts dieser Sachla-
ge sind die Zweifel  der  Vorinstanz  an einer  fristgerechten Rückkehr  be-
rechtigt.

8. Schliesslich wird hervorgehoben, der Gastgeber und seine Ehefrau würden 
dafür sorgen respektive garantieren, dass der Beschwerdeführer rechtzei-
tig in die Dominikanische Republik zurückkehre. Auch wenn das Gastge-
berehepaar  die fristgerechte Rückkehr  zusichert,  so geben solche Erklä-
rungen angesichts der persönlichen Situation des Beschwerdeführers kei-
ne hinreichende Gewähr dafür, der Betroffene werde die Schweiz nach Ab-
lauf  der  Visumsdauer  tatsächlich  wieder  verlassen.  Die  Integrität  bzw. 
Glaubwürdigkeit der Gastgeber wird in keiner Art und Weise in Zweifel ge-
zogen. Da die Verpflichtung hinsichtlich der Wiederausreise eines auslän-
dischen Gastes rechtlich nicht  durchsetzbar  ist  (vgl.  dazu Entscheid des 

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EJPD  vom  27.  Juli  1992,  publiziert  in:  Verwaltungspraxis  der  Bun-
desbehörden [VPB]  57.24),  müssen aber  vor allem die Verhältnisse des 
Beschwerdeführers  ausreichende  Gewähr  für  die  fristgerechte  und 
anstandslose Wiederausreise bieten. Weitergehende Sicherheiten als die 
von  den  Gastgebern  bereits  geleisteten  können  von  ihnen  somit  nicht 
verlangt werden.
Der Wunsch der betroffenen Familienmitglieder, sich wieder zu sehen, ist 
zwar  verständlich.  Die  in  der  Schweiz  ansässige  Schwester  und  ihr 
Ehemann haben jedoch  die  Möglichkeit,  ihren  Bruder  bzw.  Schwager  in 
dessen Heimat zu besuchen. Aus den Akten ergeben sich keine Hinweise, 
wonach ihnen in Zukunft Reisen in die Dominikanische Republik verwehrt 
sein  sollten.  Die  Visumsverweigerung  erscheint  unter  diesem 
Gesichtspunkt daher auch nicht als unverhältnismässig.

9. Zusammenfassend  ergibt  sich,  dass  die  Einreisevoraussetzungen  zum 
Zeitpunkt  der  angefochtenen  Verfügung nicht  erfüllt  waren (Art.  1  i.V.m. 
Art. 14 VEA). Aus diesen Gründen ist nicht zu beanstanden, dass die Vor-
instanz das öffentliche Interesse sowie die Beachtung der geltenden Be-
stimmungen entsprechend gewichtete, die Ermächtigung zur Visumsertei-
lung vom 27. Februar 2006 widerrief und dem Gesuchsteller die Einreise 
verweigerte.  Die  angefochtene  Verfügung  verletzt  daher  Bundesrecht 
nicht. Der rechtserhebliche Sachverhalt wurde richtig und vollständig fest-
gestellt  und  die  Vorinstanz  hat  das  ihr  zustehende  Ermessen  pflichtge-
mäss ausgeübt (vgl. Art. 49 VwVG). Die Beschwerde ist abzuweisen und 
die  Kosten  sind  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  (Art.  63  Abs.  1 
VwVG i.V.m. Art.  1 bis 3 des Reglements vom 11. Dezember 2006 über 
die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht 
[VGKE], SR 173.320.2).

(Dispositiv Seite 8)

8

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten im Betrag von Fr. 700.-- werden dem Beschwerde-
führer auferlegt. Sie sind durch den am 26. April 2006 in gleicher Höhe ge-
leisteten Kostenvorschuss gedeckt.

3. Dieses Urteil wird eröffnet: 

- dem Beschwerdeführer (eingeschrieben)

- der Vorinstanz (eingeschrieben; Akten Ref-Nr. 2 212 821 retour)

- der Fremdenpolizei des Kantons Glarus (mit den Akten)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

A. Trommer D. Grimm

Versand am: