# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** dd5feb1a-0fe3-5f27-ad7e-783f01f42790
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-09-07
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 07.09.2018 UV 2015/72
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2015-72_2018-09-07.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2015/72

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 07.09.2018

Entscheiddatum: 07.09.2018

Entscheid Versicherungsgericht, 07.09.2018
Art. 6 und 18 UVG. Beweiswürdigung Gutachten. Gutachten nicht 
beweistauglich aber abstellen auf ärztliche Beurteilung. Einstellung der 
Taggeld- und Heilbehandlungsleistungen ist nicht zu beanstanden. Kein 
Rentenbegründender Invaliditätsgrad (Entscheid des Versicherungsgerichts 
des Kantons St. Gallen vom 7. September 2018, UV 2015/72).

Entscheid vom 7. September 2018

 

Besetzung                                                                      

Versicherungsrichterin Miriam Lendfers (Vorsitz), Versicherungsrichter Joachim Huber 

und Versicherungsrichterin Marie Löhrer;

Gerichtsschreiber Daniel Furrer             

Geschäftsnr.                                                                                                                  

UV 2015/72           

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Daniel Ehrenzeller,

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Engelgasse 214, 9053 Teufen,

gegen

Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG, Bundesgasse 35, 

Postfach, 3001 Bern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand                                                                   

Taggeld; Heilbehandlung; Invalidenrente

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ war seit 1994 beim Hotel B.___ als Zimmerfrau angestellt und dadurch bei 

der Schweizerischen Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG (Mobiliar) gegen die 

Folgen von Unfällen versichert, als sie am 11. Juli 2011 in C.___ als Beifahrerin einen 

Verkehrsunfall mit einem Personenwagen erlitt, wobei das Fahrzeug von der Strasse 

abkam und zuerst mit einem Strommast und dann mit einem Baum kollidierte. Die 

Versicherte wurde in C.___ hospitalisiert und es wurde ein Gipskorsett angepasst. 

Danach wurde sie mit der Rega repatriiert. Vom 27. bis 31. Juli 2011 war die 

Versicherte im Kantonsspital St. Gallen (KSSG) hospitalisiert, wo eine inkomplette 

Berstungsfraktur LWK 1 und eine Sternumkontusion nach Autounfall mit Anpassung 

eines Gipskorsetts in C.___ diagnostiziert wurden (UV-act. 3, 33-34, 60). Das Röntgen 

in der Nachkontrolle im KSSG am 1. September 2011 ergab einen Kyphosewinkel LWK 

1 von 19° (UV-act. 35). Am 11. Oktober 2011 wurde das Gipskorsett im KSSG entfernt. 

Die Versicherte klagte über lumbale Schmerzen sowie partiell auch noch rechtsseitig im 

Bereich der Hüfte (UV-act. 36).

A.b  Am 5. Dezember 2011 wurde die Versicherte im KSSG aufgrund von MRI 

Befunden (nicht abgeheilte, subakute Fraktur) und der klinisch persistenten 

Schmerzsituation sowie des konventionell radiologisch bestehenden Kyphosewinkels 

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des Wirbelkörpers operiert (Vertebroplastie LWK1 und Schutzvertebroplastie BWK12). 

Die postoperative Röntgenkontrolle habe eine regelrechte Zementposition gezeigt. Die 

Mobilisation sei im Verlauf problemlos gelungen (UV-act. 39-40; 42-43). Anlässlich der 

Nachkontrolle vom 17. Januar 2012 habe die Versicherte nach wie vor über 

persistierende Schmerzen im Bereich der Fraktur geklagt. Gemäss den Ärzten rührten 

die Schmerzen vermutlich von der Muskulatur her (Bericht des KSSG vom 19. Januar 

2012, UV-act. 48-49). Auch in der Nachkontrolle vom 28. Februar 2012 klagte die 

Versicherte über persistierende vor allem bewegungsabhängige Beschwerden. Beim 

Röntgen hätten sich stationäre ossäre Verhältnisse ohne Nachweis einer Einsinterung 

oder sichtbaren Anschlussfraktur im thorakolumbalen Übergang gezeigt (Bericht des 

KSSG vom 1. März 2012, UV-act. 72). Am 9. März 2012 wurde im KSSG aufgrund der 

persistierenden Beschwerdesymtomatik und um eine mögliche Physiotherapie zur 

Kräftigung der Rückenmuskulatur zu optimieren, eine diagnostisch-therapeutische 

Facettengelenksinfiltration BWK 11/12, BWK 12/L1, L1/2 beidseits durchgeführt (UV-

act. 73). Gemäss Bericht von Dr. med. D.___, Facharzt FMH für Innere Medizin, vom 1. 

Mai 2012 brachte die Facettengelenksinfiltration keine erhebliche Verbesserung der 

Symptomatik (UV-act. 74). Auch anlässlich der Nachkontrolle im KSSG vom 12. Juni 

2012 habe die Versicherte weiterhin über immobilisierende Schmerzen geklagt, 

wodurch die aktive Teilnahme an einem Arbeits- respektive regulären Tag kaum 

möglich sei (UV-act. 80).

A.c  Im  Bericht vom 28. Januar 2013 führte Dr. med. E.___, Facharzt FMH für 

orthopädische Chirurgie, Wirbelsäulenzentrum F.___, aus, die Versicherte weise eine 

muskuläre Insuffizienz nach an und für sich adäquater Behandlung der 

Wirbelsäulenfraktur, aber ohne entsprechendes Muskelaufbautraining auf. Sie werde 

jetzt in der Physiotherapie vorsichtig ein isometrisches Rumpfmuskeltraining lernen 

(UV-act. 102). Im Bericht vom 14. Mai 2013 berichtete Dr. E.___ von einem sehr 

enttäuschenden langwierigen Verlauf. Nach einem gynäkologisch-chirurgischen Eingriff 

vom 8. Mai 2013 sei der Versicherten gesagt worden, sie solle sich drei bis vier 

Wochen streng schonen. Dadurch sei sie in ihrer Schonhaltung bestärkt. Obwohl er ihr 

gesagt habe, sie solle trotzdem ihre einfachen Rückenmuskelübungen im Liegen 

machen, werde sie sehr wahrscheinlich in den vier Wochen nach dem Eingriff 

Rückschritte machen (UV-act. 116). Im Bericht vom 3. Juli 2013 hielt Dr. E.___ fest, 

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dass die Versicherte in den vergangenen zwei Monaten keine Fortschritte gemacht 

habe. Es sei nun der Zeitpunkt für eine stationäre Reha gekommen (UV-act. 123).

A.d  Vom 21. August 2013 bis 10. September 2013 war die Versicherte in der Klinik 

G.___ hospitalisiert. Beim Austritt habe die Versicherte keine Veränderung der 

Schmerzsymptomatik beschrieben. Aus interdisziplinärer Sicht seien die 

Schmerzangaben nicht hinreichend objektivierbar gewesen. Eine Ausweitung der 

Leistungsfähigkeit erscheine aus medizinisch-therapeutischen Gesichtspunkten 

grundsätzlich weiterhin als realisierbar (UV-act. 140-141).

A.e  Im Auftrag der IV-Stelle wurde beim Medizinischen Gutachtenzentrum Region St. 

Gallen GmbH (MGSG) ein polydisziplinäres orthopädisch-psychiatrisches Gutachten 

mit internistischer Beurteilung sowie eine Evaluation der funktionellen 

Leistungsfähigkeit (EFL) an der Orthopädie und Physiotherapie H.___ durchgeführt. Im 

Gutachten vom 25. Juni 2014 wurde keine Diagnose mit Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit gestellt. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurden ein 

Thorakolumbovertebrales Syndrom bei Status nach Vertebroplastie L1 und 

Schutzvertebroplastie Th12 nach inkompletter Berstungsfraktur L1 im Dezember 2011, 

eine laterale Bandinstabilität am oberen Sprunggelenk links, eine Präadipositas, leichte 

chronische depressive Stimmungsschwankungen (Dysthymie) bei Zustand nach 

Anpassungsstörungen mit längerer depressiver Reaktion, bestehend seit etwa Januar 

2012, eine Entwicklung körperlicher Symptome aus psychischen Gründen, eine 

arterielle Hypertonie, ein Status nach Pulmonalisvenenisolation 2003 wegen 

paroxysmaler AV-Tachykardie und ein Status nach LEEP-Konisation und CK-Curettage 

wegen persistierendem PAP III 2013 diagnostiziert. Die Arbeitsfähigkeit als Zimmerfrau 

betrage gesamthaft bei voller Stundenpräsenz eines normalen Pensums seit April 2012 

100%. Im Rahmen der posttraumatischen respektive postoperativen Rehabilitation 

habe die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit von Juli 2011 bis März 2012 0% 

betragen (UV-act. 195-276, insb. 234 f.).

A.f  Dr. med. I.___, Facharzt für Chirurgie, wurde von der Mobiliar beauftragt, Stellung 

zur Frage eines möglichen Integritätsschadens zu nehmen. In der Beurteilung vom 18. 

August 2014 führte dieser aus, es müsse von einem 10%igen Integritätsschaden 

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ausgegangen werden. Mit weiteren Behandlungsmassnahmen könne der Zustand nicht 

mehr namhaft verbessert werden; der Schaden sei definitiv (UV-act. 282-283).

A.g  Mit Schreiben vom 22. August 2014 teilte die Mobiliar der Versicherten mit, dass 

die Taggeldleistungen und sämtliche Pflegeleistungen und Kostenvergütungen per 30. 

Juni 2014 eingestellt würden. Zudem werde basierend auf einem Integritätsschaden 

von 10% eine Integritätsentschädigung von Fr. 12‘600.-- geleistet (UV-act. 284-286).

A.h  Mit Schreiben vom 3. Oktober 2014 machte die Versicherte unter anderem 

geltend, das MGSG-Gutachten sei nicht verwertbar und es sei zusätzlich eine 

rheumatologisch/neurologische Begutachtung vorzunehmen (UV-act. 296-300).

A.i   In der ärztlichen Beurteilung vom 25. März 2015 hält Dr. I.___ fest, dass sich keine 

Anhaltspunkte für eine zusätzliche rheumatologische und neurologische Begutachtung 

ergeben. Bei der Versicherten sei eine erhebliche Symptomausweitung festgestellt 

worden. Im MGSG-Gutachten sei jedoch der organische Kern des 1. Lendenwirbels mit 

einem Frakturwinkel von 19° nicht ausreichend berücksichtigt worden. Es könne davon 

ausgegangen werden, dass bei einer erhöhten Wirbelsäulenbelastung mit repetitiver 

Flexion tatsächlich muskulär bedingte Rückenschmerzen erwartet werden könnten. Die 

Versicherte könne aber durchgehend ganztägig mit vollem Rendement Arbeiten durch-

führen, die nicht mit einer Zwangshaltung der Wirbelsäule verbunden seien (UV-act. 

313-331, insb. 314).

A.j   Mit Verfügung vom 1. April 2015 stellte die Mobiliar die Taggeldleistungen sowie 

sämtliche Pflegeleistungen und Kostenvergütungen per 30. Juni 2014 ein. Zudem 

wurde ein Invaliditätsgrad von 0% ermittelt und somit ein Rentenanspruch abgelehnt. 

Weiter wurde der Versicherten bei einem Integritätsschaden von 10% eine 

Integritätsentschädigung von Fr. 12‘600.-- zugesprochen (UV-act. 332-337).

B.   

B.a  Mit Einsprache vom 7. Mai 2015 beantragte die Versicherte die Aufhebung der 

Verfügung und die Ausrichtung eines Taggeldes von mindestens 50% über den 30. 

Juni 2014 hinaus. Eventualiter sei ab 1. Juli 2014 eine UVG-Invalidenrente von 

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mindestens 50% auszurichten. Subeventuell sei die Verfügung aufzuheben und eine 

umfassende polydisziplinäre Begutachtung vorzunehmen (UV-act. 344-348).

B.b  Mit Einspracheentscheid vom 12. Oktober 2015 wies die Mobiliar die Einsprache 

ab. Das Resultat der medizinischen Abklärungen zeige, dass die Versicherte in einer 

leidensangepassten Tätigkeit zu 100% arbeitsfähig sei. Das entsprechende 

Zumutbarkeitsprofil sei von Dr. I.___ definiert worden (UV-act. 366-375).

C.  

C.a Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die vorliegende Beschwerde vom 

18. November 2015. Die Beschwerdeführerin beantragt die Aufhebung des 

Einspracheentscheids und die Ausrichtung von UVG-Taggeldern in der Höhe von 

mindestens 50% über den 30. Juni 2014 hinaus. Eventualiter sei ab 1. Juli 2014 eine 

UVG-Invalidenrente von mindestens 50% auszurichten. Subeventuell sei eine 

umfassende, polydisziplinäre Begutachtung vorzunehmen; alles unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge (act. G 1).

C.b Mit Beschwerdeantwort vom 8. Februar 2016 beantragt die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde (act. G 7).

C.c Mit Replik vom 7. April 2016 hält die Beschwerdeführerin unverändert an ihren 

Anträgen fest (act. G 11). Auch die Beschwerdegegnerin erneuert mit Duplik vom 9. 

Mai 2016 ihren Antrag auf Abweisung der Beschwerde (act. G 13).

Erwägungen

1.   

1.1  Streitig und vorliegend zu prüfen ist die Einstellung der Taggeldleistung und der 

Heilbehandlung per 30. Juni 2014 sowie die Ablehnung des Rentenanspruchs durch 

die Beschwerdegegnerin. Betreffend die Integritätsentschädigung ist die Verfügung 

vom 1. April 2015 unangefochten geblieben und damit rechtskräftig geworden.

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1.2  Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über 

die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die 

Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss den 

Übergangsbestimmungen werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor 

Inkrafttreten der Änderung ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem 

Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Nachdem vorliegend 

die Folgen eines Unfalls aus dem Jahr 2011 zu beurteilen sind, finden die bis 31. 

Dezember 2016 gültig gewesenen Bestimmungen Anwendung.

1.3  Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG werden die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, 

Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt. Als Unfall gilt nach Art. 4 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 

830.1) die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines 

ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine 

Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den 

Tod zur Folge hat. Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person nach einem 

Unfall Anspruch auf die zweckmässige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie zufolge 

Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG), so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 

1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalls zu mindestens 10 Prozent invalid 

(Art. 8 ATSG), hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Der 

Unfallversicherer hat jedoch für einen Gesundheitsschaden nur insoweit Leistungen zu 

erbringen, als dieser nicht nur in einem natürlichen, sondern auch in einem adäquaten 

Kausalzusammenhang zu einem versicherten Ereignis steht (BGE 119 V 338 E. 1).

1.4  Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und 

Gericht die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie 

umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich des Beweiswertes eines 

Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, 

auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der 

medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen Situation einleuchtet und ob 

die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a mit 

Hinweisen).

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2.   

2.1  Zunächst ist die Frage zu beantworten, ob die medizinische Aktenlage eine 

rechtsgenügliche Beurteilung des Sachverhaltes erlaubt.

2.2  Die Beschwerdegegnerin stützt sich in der Verfügung und im Einspracheentscheid 

im Wesentlichen auf das MGSG-Gutachten und auf die ärztliche Beurteilung von Dr. 

I.___.

2.3  Die Beschwerdeführerin erachtet das MGSG-Gutachten als nicht beweistauglich. 

Die orthopädische Beurteilung inklusive Übersetzung habe lediglich 55 Minuten 

gedauert und das Gutachten habe sich über den extremen Kyphosewinkel 

ausgeschwiegen. Zudem werde auf die Ansichten anderer Ärzte verwiesen, welche das 

Verbleiben von Schmerzen, welche belastungsabhängig auch anstiegen, grundsätzlich 

aber immer vorhanden seien, bestätigen würden. Auch die durchgeführte EFL wird 

kritisiert, da die Beschwerdeführerin mit drei Tests von je eineinhalb Stunden am 

selben Tag körperlich und mental überfordert worden sei und so auch keine 

verlässliche Antwort zur funktionellen Leistungsfähigkeit habe liefern können. Weiter 

wird kritisiert, dass im MRI-Bericht vom 14. April 2014, welcher im Gutachten erwähnt 

wurde, die stationäre Verlagerung von LWK1 in den Spinalkanal um 6 mm nicht 

erwähnt worden sei. Das MGSG-Gutachten leide auch an inneren Widersprüchen, so 

werde beispielsweise erklärt, vorgeneigte Haltungen seien zu vermeiden und trotzdem 

sei in der angestammten Tätigkeit in der Zimmerreinigung eine volle Arbeitsfähigkeit 

bescheinigt worden. Ein weiterer innerer Widerspruch liege beim Untersuchungsbefund 

vor, wonach bei der paravertebralen Muskulatur beidseits keine palpablen Myogelosen 

festzustellen seien und gleich darunter ausdrücklich von der myogelotisch veränderten 

paravertebralen Muskulatur beidseits gesprochen werde. Zusammenfassend sei das 

MGSG-Gutachten nicht verwertbar, da es zum Teil in sich widersprüchlich sei, 

insbesondere aber unhaltbare Schlussfolgerungen gezogen worden seien (act. G 1, S. 

4 f.).

2.3.1      Orthopädisch wurde im MGSG-Gutachten keine Diagnose mit Auswirkung auf 

die Arbeitsfähigkeit gestellt. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurde ein 

thorakolumbovertebrales Syndrom bei Status nach Vertebroplastie L1 und 

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Schutzvertebroplastie Th12 nach inkompletter Berstungsfraktur L1 12/2011, eine 

laterale Bandinstabilität am oberen Sprunggelenk links und eine Präadipositas 

diagnostiziert. Nachdem die Schmerzen am BWS/LWS-Übergang und die 

demonstrierten pathologischen Untersuchungsbefunde deutlich mit dem nicht sehr 

auffälligen MRI-Befund der Wirbelsäule kontrastierten, bestehe spätestens seit April 

2012 eine volle Arbeitsfähigkeit als Zimmerfrau. Vorangehend habe die Arbeitsfähigkeit 

von Juli 2011 bis März 2012 im Rahmen der posttraumatischen respektive 

postoperativen Rehabilitation 0% betragen. Nachdem sämtliche 

Behandlungsmassnahmen erfolglos gewesen seien und die Beschwerden nicht hätten 

objektiviert werden können, könne kein weiterer Therapievorschlag unterbreitet 

werden, ausser einer deutlichen Gewichtsreduktion und Tonisierung der 

paravertebralen Muskulatur. Die Prognose sei bei Fixierung auf die Beschwerden und 

mangelnder Motivation ungünstig (UV-act. 258, 270). Die durchgeführte Evaluation der 

funktionellen Leistungsfähigkeit habe eine erhebliche Symptomausweitung ergeben. 

Infolge von Selbstlimitierung und mässiger Inkonsistenz seien die Resultate der 

physischen Leistungstests für die Beurteilung der zumutbaren Belastbarkeit nicht 

verwertbar (UV-act. 259). Im polydisziplinären Konsens halten die Gutachter fest, dass, 

nachdem die subjektiven Beschwerden und demonstrierten pathologischen objektiven 

Befunde nicht nachvollzogen werden könnten, aus den Beschwerden keine 

Funktionseinschränkung in der bisherigen Tätigkeit als Zimmerfrau resultiere (UV-act. 

235).

2.3.2      Dr. I.___ hält in seinem Bericht vom 25. März 2015 fest, dass im MGSG-

Gutachten der organische Kern des Unfallschadens nicht berücksichtigt worden sei. 

Eindeutig ergebe sich aus den radiologischen Beurteilungen, dass es zu einer 

Impressionsfraktur gekommen sei, die mit einem Frakturwinkel von 19° ausgeheilt sei. 

Damit bestehe eine leichte Fehlstellung der Wirbelsäule. Oberhalb von LWK1 sei die 

Wirbelsäule frakturbedingt verstärkt nach vorne inkliniert. Damit bestehe zwangsläufig 

permanent ein höheres ventrales Drehmoment. Diese pathologische Flexionsneigung 

könne nur muskulär kompensiert werden. Die aufgrund der normalerweise 

physiologischen doppel-S-förmigen Krümmungen autostatische Ausbalancierung der 

Wirbelsäule sei nicht mehr gegeben. Die Rückenmuskulatur werde zwangsläufig stärker 

beansprucht. Insofern seien Arbeiten, die mit einer zusätzlichen Flexionskomponente 

verbunden seien, kontraproduktiv. Selbstverständlich könne die Wirbelsäule aber 

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sporadisch flektiert werden, ohne dass damit muskuläre Beschwerden ausgelöst 

würden. Im Stammberuf als Zimmerfrau würden aber permanent ungünstige Arbeiten 

anfallen, die mit einem verstärkten ventralen Drehmoment verbunden seien, was vor 

allem durch die Rückenmuskulatur kompensiert werden müsse. Es liege ein 

Tätigkeitsprofil vor, dass nicht adäquat sei zum organischen Kern. Der orthopädische 

Gutachter habe ausschliesslich auf die erhebliche Symptomausweitung abgestellt, 

ohne den organischen Kern zu berücksichtigen. Er habe sogar dokumentiert, dass eine 

Keilwirbelbildung L1 vorliege, ohne aber den Winkel zu berücksichtigen. Wenn er zum 

Schluss komme, dass die Lendenwirbelsäule quasi normal sei, entspreche dies nicht 

der Realität. Mit dem Frakturwinkel von 19°, der in seinem Gutachten nirgends erwähnt 

werde, ergebe sich zwangsläufig eine Fehlstellung der Wirbelsäule mit verstärkter 

Flexionskomponente. Repetitiv beugende Arbeiten, wie sie in der Tätigkeit als 

Zimmerfrau wiederholt anfallen würden, seien damit kontraproduktiv. Das heisse, für 

die Stammtätigkeit als Zimmerfrau bestehe damit ein inadäquates Belastungsprofil, 

sodass die Aussagen in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit als Zimmerfrau nicht vollständig 

seien, da die Fehlstellung nicht miteinbezogen worden sei. Einerseits bestehe zwar eine 

erhebliche Symptomausweitung, andererseits aber auch ein organischer Kern, der trotz 

der erheblichen Symptomausweitung gutachterlich hätte berücksichtigt werden 

müssen. Zusammenfassend sei im MGSG-Gutachten der organische Kern des 1. 

Lendenwirbels mit einem Frakturwinkel von 19° nicht ausreichend berücksichtigt 

worden. Dass aufgrund des damit verbundenen erhöhten ventralen Drehmoments die 

Rückenmuskulatur verstärkt beansprucht werde, liege auf der Hand. Insofern könne 

davon ausgegangen werden, dass bei einer erhöhten Wirbelsäulenbelastung mit 

repetitiver Flexion tatsächlich muskulär bedingte Rückenschmerzen erwartet werden 

könnten (UV-act. 314-315).

2.3.3      Aufgrund dieser ausführlichen und nachvollziehbaren Kritik von Dr. I.___ am 

MGSG-Gutachten und insbesondere der offensichtlichen Nichtberücksichtigung des 

organischen Kerns des Unfallschadens bestehen doch erhebliche Zweifel an der 

Beurteilung durch die MGSG-Gutachter, weshalb nicht auf deren 

Arbeitsfähigkeitsschätzung, insbesondere nicht auf die Verneinung von 

Einschränkungen bei der angestammten Tätigkeit als Zimmerfrau, abgestellt werden 

kann.

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2.4  Weiter wurde von der Beschwerdeführerin das Fehlen einer rheumatologisch/

neurologischen Beurteilung bemängelt. Die entsprechende Untersuchung in der Klinik 

G.___ vermöge dies nicht zu ersetzen. Eine solche Begutachtung sei unabdingbar, da 

die Beschwerdeführerin über elektrisierende Schmerzen klage, wie auch über 

schmerzhafte Vorgänge im Bereich der BWS. Ein Thema seien auch immer wieder die 

ausstrahlenden Schmerzen in den rechten Fuss, respektive ein Kraftverlust im rechten 

Bein, dessen Ursache bis heute nicht klar sei. Die reine Aktenbeurteilung von Dr. I.___, 

welcher die Notwendigkeit entsprechender rheumatologischer und neurologischer 

Beurteilungen verneine, reiche nicht. Insgesamt sei zwingend ein neues 

polydisziplinäres Gutachten durchzuführen (act. G 1, S. 6 ff.).

2.4.1      Im Austrittsbericht der Klinik G.___ vom 22. September 2013 wird nicht näher 

auf rheumatologische und neurologische Untersuchungen eingegangen. Einzig im 

Zusatzblatt (UV-act. 139) werden in je einem Absatz der Rheumastatus und der 

Neurostatus festgehalten. Die Ärzte halten insgesamt fest, im Rahmen der 

Physiotherapie habe initial eine kurzfristige Steigerung der Geh- und Velostrecke 

erreicht werden können, die im weiteren Verlauf stagniert habe. Bei der 

einzeltherapeutischen Rückenschulung sei ein Heimprogramm für die Rumpfkräftigung 

und Beweglichkeit erarbeitet worden. Wiederholte Versuche, die Aktivitäten im 

therapeutischen Rahmen weiter zu steigern, hätten nicht erfolgreich durchgeführt 

werden können. Da sich die strukturellen Korrelate für die Symptomatik klinisch nicht 

vollumfänglich hätten nachvollziehen lassen, seien auch wiederholt Versuche zur 

Reduktion der Schmerzmedikation vorgenommen worden, was ebenfalls ergebnislos 

verlaufen sei. Bei Austritt habe die Beschwerdeführerin keine Veränderung der 

Schmerzsymptomatik beschrieben; aus interdisziplinärer Sicht seien die 

Schmerzangaben nicht hinreichend objektivierbar gewesen. Eine Ausweitung der 

Leistungsfähigkeit erscheine aus medizinisch-therapeutischen Gesichtspunkten 

grundsätzlich weiterhin als realisierbar. Der Austritt erfolge in die gewohnte Umgebung 

bei gegenwärtig 100%iger Arbeitsunfähigkeit und der Empfehlung zur Weiterführung 

der Physiotherapie im ambulanten Rahmen (UV-act. 139-141).

2.4.2      Dr. I.___ hielt in seinem Bericht vom 25. März 2015 diesbezüglich fest, aus 

dem Austrittsbericht der Klinik G.___ ergebe sich, dass die Beschwerdeführerin sowohl 

rheumatologisch (Rheumastatus) wie auch neurologisch (Neurostatus) abgeklärt 

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worden sei. Rheumatologisch habe sich der seit zwei Jahren bestehende Befund einer 

schmerzbedingt eingeschränkten Beweglichkeit der BWS und LWS ergeben. 

Neurologisch hätten sich keine Auswirkungen der Fraktur auf die Peripherie ergeben. 

Das heisse, sowohl die rheumatologischen wie auch die neurologischen 

Befunderhebungen seien ohne neuen Hinweise auf weitere unfallbedingte Schäden 

durchgeführt worden. Insofern müsse nicht erneut ein interdisziplinäres Gutachten mit 

Beizug eines Rheumatologen und Neurologen durchgeführt werden. Dr. I.___ kommt 

schliesslich zum Schluss, dass eine rheumatologische und/oder neurologische 

Begutachtung auch deshalb sinnlos seien, da keine neurologische Klinik vorgelegen 

habe (UV-act. 317). Diese Einschätzung ist plausibel. Entgegen der Darstellung der 

Beschwerdeführerin (act. G 1, S. 6 f.) fehlt es in den Akten an differenzierten oder 

wiederholten präzisen Angaben über Schmerzausstrahlungen in das rechte Bein bzw. 

den rechten Fuss. Dr. E.___ hatte am 28. Januar 2013 noch explizit festgehalten, dass 

keine Ausstrahlung bestehe (UV-act. 102). Bildgebend wurden an der unteren 

Wirbelsäule keine Nervenkompressionen oder sonstigen Pathologien sichtbar, die eine 

Schmerzausweitung ins Bein erklären könnten. Dr. I.___ verneinte im Übrigen 

nachvollziehbar, dass solche Bein-/Fussschmerzen in natürlichem 

Kausalzusammenhang mit der LWK1-Fraktur stehen könnten, wenn eine Beteiligung 

des Myelons ausgeschlossen worden sei (UV-act. 317). Seitens der Klinik G.___ waren 

auch beim Neurostatus keine Ausstrahlungen erwähnt worden. Bezüglich der von der 

Beschwerdeführerin geklagten subjektiven muskulären Erschöpfung nach 15-30 

Minuten Gehzeit war nur festgehalten worden, dass die Beschwerdeführerin "in diesem 

Zustand" eine Supinationstendenz des rechten Fusses erwähne (UV-act. 139). Weder 

daraus noch aus sonstigen allfälligen Schmerzangaben schlossen die Klinikärzte aber 

auf weiteren Abklärungsbedarf in neurologischer oder rheumatologischer Hinsicht. 

Auch Dr. E.___ veranlasste nach Lage der Akten keine diesbezüglichen weiteren 

Abklärungen. Konkrete Hinweise auf unvollständige Untersuchungen finden sich damit 

nicht. Zusammenfassend erscheint eine weitere rheumatologisch/neurologische 

Beurteilung nicht angezeigt.

3.   

3.1  Zur Beurteilung von Dr. I.___ führt die Beschwerdeführerin aus, dass dieser mit der 

Aussage, eine Schmerzkupierung sei das Ziel der Vertebroplastie gewesen, selber 

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bestätige, dass eben Schmerzen (sowohl belastungsabhängige wie auch 

belastungsunabhängige) zurückbleiben würden. Diese Ansicht habe er auch bei der 

Bemessung der Integritätsentschädigung vertreten. Es werde zu wenig in Betracht 

gezogen, dass die pathologische Flexionsneigung in der BWS/LWS nur muskulär 

kompensiert werden könne, ein normales Rückentraining aber gerade wegen dieser 

pathologischen Flexionsneigung und der künstlichen Versteifung schmerzbedingt nicht 

möglich sei. Da keine muskuläre Kompensation stattfinden könne, würden benachbarte 

Bereiche überbeansprucht, weshalb die erst später manifestierten elektrisierenden 

Schmerzen respektive auch die Ausstrahlungen ins rechte Bein ohne weiteres denkbar 

seien. Zudem genüge die reine Aktenbeurteilung von Dr. I.___ für die Abklärung der 

vorliegenden Problematik nicht (act. G 1, S. 7 f.).

3.2  Die Ausführungen von Dr. I.___ lassen allerdings nicht darauf schliessen, dass die 

Pathologie, konkret der Frakturwinkel bzw. die Kyphose, eine muskuläre Stabilisation 

des unteren Rückens derart verhindern könnte, dass auch nicht rückenbelastende 

Tätigkeiten nur noch eingeschränkt möglich wären. Dr. I.___ sah aufgrund der Kyphose 

nur bei beruflich erhöhter Wirbelsäulenbelastung mit repetitiver Flexion unzureichende 

muskuläre Voraussetzungen und damit ein erhöhtes Risiko für die Entstehung von 

Rückenschmerzen. Er hielt fest, dass die Wirbelsäule "selbstverständlich" sporadisch 

flektiert werden könne, ohne dass damit muskuläre Beschwerden ausgelöst würden 

(UV-act. 315). Die Behauptung der Beschwerdeführerin, dass schmerzbedingt kein 

Rückentraining möglich sein sollte, ist ferner nicht belegt, finden sich in den Akten 

doch nicht nur von den Gutachtern (vgl. etwa UV-act. 226, 258), sondern auch von den 

behandelnden Ärzten Empfehlungen zur Verbesserung des Muskulaturaufbaus (etwa 

UV-act. 101, 116, 141). Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin steht ferner der 

Umstand, dass Dr. I.___ seine Einschätzung ausschliesslich auf Grundlage der Akten 

abgab und die Beschwerdeführerin nicht selbst untersuchte, deren Beweiswert 

grundsätzlich nicht entgegen. Die direkte ärztliche Auseinandersetzung mit der zu 

begutachtenden Person rückt dann in den Hintergrund, wenn es im Wesentlichen nur 

um die Beurteilung eines feststehenden medizinischen Sachverhalts geht und sich 

neue Untersuchungen erübrigen; in einem solchen Fall kann auch ein reines 

Aktengutachten voll beweiswertig sein. Für die Beweistauglichkeit entscheidend ist 

aber, dass genügend Unterlagen von persönlichen Untersuchungen vorliegen (vgl. 

Urteil des Bundesgerichts vom 27. Juni 2012, 8C_681/2011 E. 4.1 mit Hinweisen; 

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RKUV 1988 Nr. U 56 S. 370 E. 5b). Vorliegend gab Dr. I.___ seine Beurteilung in 

Kenntnis der Vorakten ab und legte die Anamnese lückenlos dar. Er setzte sich zudem 

detailliert mit den Vorbringen der Beschwerdeführerin sowie auch kritisch mit der 

Beurteilung der MGSG-Gutachter auseinander. Dr. I.___ legte nachvollziehbar und 

überzeugend dar, dass die Beschwerdeführerin durchgehend ganztätig mit vollem 

Rendement Arbeiten durchführen könne, die nicht mit einer Zwangshaltung der 

Wirbelsäule verbunden sind. Sie könne sporadisch 10 kg tragen. Sinnvoll seien 

Arbeiten in Wechselposition. Mit weiteren Behandlungsmassnahmen könne der 

Zustand nicht mehr namhaft verbessert werden (vgl. UV-act. 282 und UV-act. 

312-331). Insgesamt sind die Vorbringen der Beschwerdeführerin nicht geeignet, die 

überzeugende Beurteilung von Dr. I.___ in Zweifel zu ziehen (vgl. entsprechend den 

Entscheid IV 2015/281 vom 7. September 2018).

3.3  Zusammenfassend ist die Einstellung der Taggeld- und Heilbehandlungsleistungen 

per 30. Juni 2014 nicht zu beanstanden, da gestützt auf die Beurteilung von Dr. I.___ 

mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von keiner namhaften Verbesserung des 

Gesundheitszustandes durch weitere Behandlungsmassnahmen ausgegangen werden 

konnte. Hinsichtlich des Einkommensvergleichs (vgl. UV-act. 333 f.) ergibt sich bei 

unterdurchschnittlichem Valideneinkommen selbst unter Vornahme einer allfälligen 

Parallelisierung und selbst unter Berücksichtigung eines allfälligen Tabellenlohnabzugs 

von höchstens 10% kein rentenbegründender Invaliditätsgrad. Damit ist auch die 

Abweisung des Rentenanspruchs nicht zu bemängeln.

4.   

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu 

erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

Die Beschwerde wird abgewiesen.

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2.   

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 07.09.2018
	Art. 6 und 18 UVG. Beweiswürdigung Gutachten. Gutachten nicht beweistauglich aber abstellen auf ärztliche Beurteilung. Einstellung der Taggeld- und Heilbehandlungsleistungen ist nicht zu beanstanden. Kein Rentenbegründender Invaliditätsgrad (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 7. September 2018, UV 2015/72).

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