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**Case Identifier:** 28f215f1-7280-54bc-bb93-046f5bb67227
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-05-06
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 06.05.2025 200 2024 22
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2024-22_2025-05-06.pdf

## Full Text

IV 200 2024 22 
FRC/LUB/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 6. Mai 2025

Verwaltungsrichterin Frey, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Knapp, Verwaltungsrichter Furrer
Gerichtsschreiber Lüthi

A.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern  
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 30. November 2023

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Mai 2025, IV 200 2024 22

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Sachverhalt:

A.

Der 1963 geborene und nach Abschluss der obligatorischen Schulzeit bzw. 
der Fortbildungsschule bei der B.________ AG – zuletzt als … Veredelung 
– erwerbstätig gewesene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdefüh-
rer), meldete sich erstmals im März 2019 – nach erfolgter Früherfassung – 
unter Hinweis auf einen Gehörsturz, Schwindel und Gleichgewichtsproble-
me bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbe-
zug an (Akten der IV [act. II] 1, 11/2, 13, 22/2 f.). Die IV-Stelle Bern (IVB 
bzw. Beschwerdegegnerin) tätigte medizinische und erwerbliche Abklärun-
gen. Insbesondere holte sie bei der C.________ ein bidisziplinäres Gutach-
ten vom 16. September 2020 (act. II 92.1; inkl. Teilgutachten; act. II 92.3 f.) 
ein. Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (act. II 95, 102 f.) vernein-
te die IVB mit Verfügung vom 2. November 2020 bei einem Invaliditätsgrad 
von 26 % einen Rentenanspruch (act. II 109). Diese Verfügung blieb unan-
gefochten.

B.

Im Oktober 2021 meldete sich der Versicherte erneut zum Leistungsbezug 
an (act. II 130). Als gesundheitliche Beeinträchtigungen gab er einen Mor-
bus Menière (Ertaubung links, schwerer Tinnitus, Schwindel, chronic fa-
tigue Syndrom) und eine depressive Episode, aktuell leicht bis mittelgradig, 
an (act. II 130/6). In der Folge veranlasste die IVB auf Empfehlung des Re-
gionalen Ärztlichen Dienstes (RAD; act. II 166/5, 168) eine polydisziplinäre 
Begutachtung durch die D.________ AG. Diese erstattete am 2. August 
2023 das Gutachten (act. II 191.1; inkl. Teilgutachten; act. II 191.3-7) und 
beantwortete am 22. September 2023 Rückfragen der Verwaltung 
(act. II 194). Gestützt darauf stellte die IVB dem Versicherten mit Vorbe-
scheid vom 23. Oktober 2023 die Verneinung des Rentenanspruchs bei 
einem Invaliditätsgrad von 11 % in Aussicht (act. II 195). Am 30. November 
2023 verfügte sie dem Vorbescheid entsprechend (act. II 200).

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C.

Mit Eingabe vom 8. Januar 2024 erhob der Versicherte Beschwerde und 
beantragte sinngemäss die Aufhebung der Verfügung vom 30. November 
2023 und die neuerliche Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente.

Mit Eingabe vom 9. Februar 2024 reichte der Beschwerdeführer ein Ge-
such um unentgeltliche Rechtspflege ein.

Mit Beschwerdeantwort vom 11. März 2024 schloss die Beschwerdegegne-
rin auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

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1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 30. November 2023 
(act. II 200). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers 
auf eine IV-Rente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 Abs. 1 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Am 1. Januar 2022 sind die Änderungen vom 19. Juni 2020 des IVG 
(Weiterentwicklung der IV [WEIV]) und weiterer Erlasse (insbesondere der 
Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV, 
SR 831.201] und des ATSG) in Kraft getreten (AS 2021 705). In zeitlicher 
Hinsicht sind – vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen 
– grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung 
des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes 
Geltung haben (BGE 150 V 323 E. 4.2 S. 328, 150 V 89 E. 3.2.1 S. 95, 148 
V 162 E. 3.2.1 S. 166, 144 V 210 E. 4.3.1 S. 213). Die vorliegend ange-
fochtene Verfügung datiert vom 30. November 2023 (act. II 200), womit sie 
nach dem 1. Januar 2022 erging. Ferner ist der frühestmögliche Rentenbe-
ginn mit Blick auf die im Oktober 2021 erfolgte Neuanmeldung (act. II 130; 
vgl. Art. 29 Abs. 1 IVG) nach dem 1. Januar 2022. Damit gelangt das seit 
1. Januar 2022 gültige Recht zur Anwendung (vgl. Urteil des Bundesge-
richts [BGer] 9C_484/2022 vom 11. Januar 2023 E. 2; Rz. 9100 des Kreis-
schreibens des Bundesamtes für Sozialversicherungen [BSV] über Invali-
dität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR]; zur Bedeutung von 
Verwaltungsweisungen vgl. vgl. BGE 148 V 385 E. 5.2 S. 391, 147 V 79 
E. 7.3.2 S. 82, 146 V 224 E. 4.4.2 S. 228).

2.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 

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oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können auch 
solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG so-
wie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Be-
fundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur dann 
anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeeinträchti-
gung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 145 V 
215 E. 5.1 S. 221). Die Sachverständigen sollen die Diagnose so begrün-
den, dass die Rechtsanwender nachvollziehen können, ob die klassifikato-
rischen Vorgaben tatsächlich eingehalten sind (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 
S. 127, 141 V 281 E. 2.1.1 S. 285). Gemäss höchstrichterlicher Rechtspre-
chung erfolgt die Prüfung, ob ein psychischer Gesundheitsschaden eine 
rentenbegründende Invalidität zu bewirken vermag, schliesslich anhand 
eines strukturierten normativen Prüfungsrasters (BGE 143 V 418 E. 7 
S. 427, 141 V 281 E. 4.1 S. 296). Dies gilt für sämtliche psychischen 
Störungen (BGE 143 V 418 E. 7.2 S. 429).

2.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Ren-
te, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines 
Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % 
arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses 
Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c).

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Gemäss Art. 28b Abs. 1 IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs in pro-
zentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem Invali-
ditätsgrad von 50 bis 69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invali-
ditätsgrad (Art. 28b Abs. 2 IVG), bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht 
Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28b Abs. 3 IVG). Bei einem Invali-
ditätsgrad zwischen 40 und 49 % gelten die prozentualen Anteile nach 
Massgabe von Art. 28b Abs. 4 IVG.

2.4 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

2.5

2.5.1 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades be-
reits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die 
versicherte Person darin glaubhaft macht, dass sich der Grad der Invalidität 
in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat (vgl. Art. 87 
Abs. 2 und 3 IVV). Erheblich ist eine Sachverhaltsänderung, wenn ange-
nommen werden kann, der Leistungsanspruch sei begründet, falls sich die 
geltend gemachten Umstände als richtig erweisen sollten (vgl. BGE 149 V 
177 E. 4.7 S. 184). Diese Eintretensvoraussetzung soll verhindern, dass 
sich die Verwaltung immer wieder mit gleichlautenden und nicht näher be-
gründeten, d.h. keine Veränderung des Sachverhalts darlegenden Renten-
gesuchen befassen muss (BGE 133 V 108 E. 5.3.1 S. 112; Urteil des BGer 
8C_661/2022 vom 26. Juni 2023 E. 3.6.2, nicht publ. in: BGE 149 V 177, 
aber in: SVR 2023 IV Nr. 52 S. 177).

2.5.2 Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung oder das Revisionsge-
such ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewis-
sern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung 
des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist. Stellt sie fest, dass 
der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine 

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Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls 
hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, 
um nunmehr eine rentenbegründende (bzw. anspruchsrelevant höhere) 
Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall 
obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 
198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117, I 822/06 E. 2.1).

2.5.3 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen 
(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben. Dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer 
Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung. Ein Revisionsgrund ist 
ferner unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der 
Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des 
Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 
E. 2.3 S. 10; SVR 2021 IV Nr. 36 S. 109, 8C_280/2020 E. 3.1). Eine weite-
re Diagnosestellung bedeutet nur dann eine revisionsrechtlich relevante 
Gesundheitsverschlechterung oder eine weggefallene Diagnose eine ver-
besserte gesundheitliche Situation, wenn diese veränderten Umstände den 
Rentenanspruch berühren (BGE 141 V 9 E. 5.2 S. 12; SVR 2020 IV Nr. 25 
S. 83, 9C_357/2019 E. 3). Unerheblich unter revisionsrechtlichem Ge-
sichtswinkel ist nach ständiger Praxis die unterschiedliche Beurteilung ei-
nes im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhaltes (BGE 147 V 161 
E. 4.2 S. 164, 144 I 103 E. 2.1 S. 105).

2.5.4 Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invali-
ditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuan-
meldungsverfahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG 
– durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten mate-
riellen Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit 
demjenigen zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 
S. 112; 130 V 71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

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2.5.5 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums, neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b 
S. 200; SVR 2021 IV Nr. 36 S. 109, 8C_280/2020 E. 3.1).

3.

3.1 Die Verwaltung ist auf die Neuanmeldung vom Oktober 2021 
(act. II 130) eingetreten, weshalb die Eintretensfrage praxisgemäss nicht zu 
überprüfen ist (BGE 109 V 108 E. 2b S. 114). Indes ist zu prüfen, ob im 
massgebenden Vergleichszeitraum zwischen der Verfügung vom 2. No-
vember 2020 (act. II 109) und derjenigen vom 30. November 2023 
(act. II 200; vgl. E. 2.5.4 hiervor) eine Veränderung in den tatsächlichen 
Verhältnissen eingetreten ist, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad in einer 
für den Leistungsanspruch erheblichen Weise zu beeinflussen.

3.2 In medizinischer Hinsicht erging die Referenzverfügung vom 2. No-
vember 2020 (act. II 109) gestützt auf das bidisziplinäre oto-rhino-
laryngologisch-psychiatrische Gutachten der C.________ vom 16. Sep-
tember 2020 (act. II 92.1; inkl. Teilgutachten; act. II 92.3 f.). In der Kon-
sensbeurteilung diagnostizierten die Gutachter mit Auswirkung auf die Ar-
beitsfähigkeit eine mittelgradig depressive Episode (ICD-10 F32.1), eine 
Ertaubung links, den Verdacht auf eine zentral-vestibuläre Funktions-
störung ohne aktuellen Hinweis auf eine peripher-vestibuläre Funktions-
störung und einen sehr schweren, dekompensierten Tinnitus links. Ohne 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit sei eine leicht- bis mittelgradig hoch-
tonbetonte sensorineurale Hörminderung rechts. Es bestehe aus psychia-
trischer Sicht eine mittelgradige Einschränkung der Selbstbehauptungs-
fähigkeit, Flexibilität und Umstellungs- und Gruppenfähigkeit. Leichtgradig 
eingeschränkt sei der Beschwerdeführer in seiner Fähigkeit zur Anpassung 
an Regeln und Routinen, in seiner Fähigkeit zur Planung und Strukturie-
rung von Aufgaben, in seiner Kontaktfähigkeit sowie bei den Spontanakti-
vitäten. Tätigkeiten, welche ein gut funktionierendes Stereohören benötig-

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ten, seien ungeeignet, ebenso andere Tätigkeiten, welche ein gutes Hör-
verständnis voraussetzten oder solche in sturzgefährdeter Höhe oder an 
gefährlichen Maschinen aufgrund der Schwindelattacken (act. II 92.1/5 
Ziff. 4.2 f.). Im Anschluss an den Hörsturz sei in Übereinstimmung mit den 
Behandlern von einer vollständig aufgehobenen Arbeitsfähigkeit in der bis-
herigen Tätigkeit bis Anfang 2019 auszugehen. Der Verlauf danach zeige, 
dass trotz postulierter Besserung der Beschwerdeführer nach der Rückkehr 
an den Arbeitsplatz im 50%-Pensum aufgrund der HNO-Symptomatik 
(Hals-Nasen-Ohren) leidensbedingt erheblich überfordert gewesen sei, 
weswegen es im November 2019 zu einem psychischen Zusammenbruch 
gekommen sei. Es sei daher mit einer bleibend aufgehobenen Arbeits-
fähigkeit in der angestammten Tätigkeit seit dem Hörsturz im September 
2018 auszugehen. In einer optimal angepassten Tätigkeit, d.h. an einem 
ruhigen Arbeitsplatz ohne intensive Notwendigkeit zu Kommunikation und 
ohne Sturzgefährdung sowie ohne höhere Anforderungen ans Hörvermö-
gen und insbesondere ohne Arbeiten in lärmiger Umgebung oder mit Not-
wendigkeit eines intakten Stereohörens bestehe aus bidisziplinärer Ge-
samtsicht eine Arbeitsfähigkeit von 50 % seit dem Datum des Gutachtens. 
Die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit sei sowohl psychiatrisch als auch 
HNO-ärztlich begründet (act. II 92.1/6 Ziff. 4.7-9).

Im oto-rhino-laryngologischen Teilgutachten erwähnte Prof. Dr. med. 
E.________, Fachärztin für Oto-Rhino-Laryngologie, in einer optimal ange-
passten Tätigkeit, d.h. an einem ruhigen Arbeitsplatz ohne intensive Kom-
munikation, ohne Anforderungen an ein funktionierendes Gehör und ohne 
intensive Bewegungen sei aus isoliert HNO-ärztlicher Sicht eine Arbeits-
fähigkeit von 80 % gegeben. Die Arbeitsfähigkeit in leidensangepasster 
Tätigkeit dürfte aus isoliert HNO-ärztlicher Sicht überwiegend wahrschein-
lich ab der attestierten Besserung im Januar 2019 gelten (act. II 92.3/8 
Ziff. 8.2).

Im psychiatrischen Teilgutachten erklärte Dr. med. F.________, Facharzt 
für Psychiatrie und Psychotherapie, hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit in an-
gepasster Tätigkeit sei in einer ruhigen Umgebung, die der Reizbarkeit 
durch Lärm Rechnung trage und mit der Möglichkeit zu Pausen eine 
ca. 50%ige Arbeitsfähigkeit gegeben. Diese Einschätzung gelte ab dem 

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Zeitpunkt der Begutachtung. Noch im Februar 2020 sei eine volle Arbeits-
unfähigkeit postuliert worden und es sei mangels vorliegender weiterer Be-
richte von einer langsamen Verbesserung bei noch instabilem Zustand bis 
zur aktuell postulierten Arbeitsfähigkeit auszugehen. Über eine dauerhafte 
Arbeitsunfähigkeit sei eine Aussage aktuell schwierig, denn die Depression 
habe noch eine gute Prognose, wenn es gelinge, Schwindel, Tinnitus und 
Hyperakusis in absehbarer Zeit positiv zu beeinflussen durch die vorge-
schlagenen Massnahmen sowie den Empfehlungen aus dem oto-rhino-
laryngologischen Teilgutachten (act. II 92.4/14 Ziff. 8.2).

3.3 Die angefochtene Verfügung vom 30. November 2023 (act. II 200) 
basiert in medizinischer Hinsicht auf dem polydisziplinären Gutachten der 
D.________ vom 2. August 2023 (act. II 191.1) mit Untersuchungen in den 
Bereichen der Allgemeinen Inneren Medizin (act. II 191.3), Psychiatrie 
(act. II 191.4), Neuropsychologie (act. II 191.5); Neurologie (act. II 191.6) 
und Oto-Rhino-Laryngologie (act. II 191.7) und der Beantwortung der Rück-
fragen vom 22. September 2023 (act. II 194). In der interdisziplinären Ge-
samtbeurteilung nannten die Gutachter der D.________ als Diagnosen mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit einen Status nach akuter peripher-
vestibulärer Funktionsstörung links September 2018 (ICD-10 H81.2, H90.3, 
H81.3; mit Anakusis links, vollständige Remission der peripher-vestibulären 
Funktion, lageabhängiger Schwindel [DD benigner paroxysmaler Lage-
rungsschwindel vs. Zentral-vestibuläre Störung]). Als Diagnosen ohne 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten die Gutachter eine Meralgia 
paraesthetica beidseits April 2019 (ICD-10 G57.1), einen kompensierten 
Tinnitus links (ICD-10 H93.1), eine Hypakusis rechts (ICD-10 H90.3), eine 
arterielle Hypertonie (ICD-10 I10.90), eine chronische Nierenerkrankung 
a.e. hypertensiver Genese (ICD-10 N18.9), eine Dyslipidämie (ICD-10 
E78.5), eine pathologische Glukose-Toleranz Januar 2022 (ICD-10 R73.0), 
ein Schlafapnoe-Syndrom (ICD-10 G47.31), eine Adipositas WHO-Grad II 
(ICD-10 E66.91) und einen Status nach mittelgradig depressiver Episode 
(ICD-10 F32.1). Im Vordergrund der subjektiven als auch der objektiven 
Befunde ständen die neurologischen und oto-rhino-laryngologischen Dia-
gnosen, welche in ihrer Gesamtheit die Leistungsfähigkeit (und Arbeits-
fähigkeit) beeinträchtigten (act. II act. II 191.1/12 Ziff. 4.2 f.). In den Fachbe-
reichen der Allgemeinen Inneren Medizin, Neuropsychologie und Psychia-

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trie attestierten die jeweiligen Gutachter weder in der bisherigen Tätigkeit 
noch in einer Verweistätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit. In denjenigen der 
Neurologie und Oto-Rhino-Laryngologie attestierten die jeweiligen Gutach-
ter in der bisherigen Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von jeweils 100 % 
und in einer Verweistätigkeit eine solche von jeweils 0 %. Hieraus ergebe 
sich aus interdisziplinärer Sicht eine Arbeitsunfähigkeit in der angestamm-
ten Tätigkeit von 100 % und in einer Verweistätigkeit von 0 %. Dabei gelte 
das seitens des neurologischen und oto-rhino-laryngologischen Teilgutach-
tens geäusserte Fähigkeitsprofil. Zum Verlauf der Arbeits(un)fähigkeit lasse 
sich Folgendes festhalten: In der neuropsychologischen Voruntersuchung 
im Februar 2022 sei eine leichte bis mittelschwere neuropsychologische 
Störung diagnostiziert worden. Zum aktuellen Zeitpunkt zeige sich eine 
signifikante Leistungsverbesserung und der Beschwerdeführer präsentiere 
sich insgesamt unauffällig. Die Leistungsverbesserung sei mit hoher Wahr-
scheinlichkeit schleichend erfolgt und daher könne kein exakter Zeitpunkt 
genannt werden, ab wann die Verbesserung eingetreten sei 
(act. II 191.1/15 Ziff. 4.7). Die im C.________-Gutachten festgestellte blei-
bend aufgehobene Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit bleibe 
aufgrund der objektiven Störung der Vestibularfunktionen und der Ertau-
bung aus oto-rhino-laryngologischer Sicht links weiterhin gültig. Die aktuell 
geklagten Einschränkungen in der Kommunikation und dem Gleichgewicht 
führten in einer leidensangepassten Tätigkeit zu keiner Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit. Aus neurologischer Sicht sei anzunehmen, dass nach dem 
Hörsturz im September 2018 wohl auch für angepasste Tätigkeiten einige 
Monate eine volle Arbeitsunfähigkeit bestanden habe. Nach drei Monaten 
nach dem Hörsturz sei aber die zuvor postulierte Arbeitsfähigkeit in einer 
angepassten Tätigkeit gegeben gewesen. Aus psychiatrischer Sicht möge 
sich etwa im November 2019 als somatopsychische Auswirkung der kör-
perlichen Erkrankung zunächst eine Anpassungsstörung und im weiteren 
Verlauf dann eine mittelgradige depressive Episode eingestellt haben. Im 
weiteren Verlauf hätte sich durch die Behandlung eine Besserung einge-
stellt, sodass im Verlaufsbericht der Psychiatrie G.________ vom 13. Mai 
2022 die Diagnose einer leichten depressiven Episode habe gestellt wer-
den können. Die nochmals im Bericht der Psychiatrie G.________ vom 
27. April 2023 aufgeführte, fortbestehende Diagnose der leichten depressi-
ven Episode habe nicht nachvollzogen werden können. Nach der aktuellen 

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Exploration dürften sich die Einschränkungen durch die depressive Episode 
spätestens Anfang 2023 aufgelöst haben, sodass die aktuellen Umstände 
beständen und keine floride depressive Symptomatik mehr festgestellt 
werden könne. Zusammenfassend könne aus interdisziplinärer Sicht fest-
gehalten werden, dass in der angestammten Tätigkeit eine Arbeitsunfähig-
keit von 100 % seit September 2018 bestehe. Für eine angepasste Tätig-
keit sei ab etwa Anfang 2023 von keiner Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 
mehr auszugehen (act. II 191.1/16 f. Ziff. 4.7). Aufgrund der Hörbeeinträch-
tigung links sei ein ruhiges Arbeitsumfeld zu empfehlen, da der Beschwer-
deführer bei Lärm zur Orientierung im Raum bzw. Lokalisation von Geräu-
schen mehr kognitive Ressourcen benötige und dies mit einer vorzeitigen 
Ermüdung einhergehen könne und folglich auch hierunter gut vorhandene 
Ressourcen eingebüsst würden (act. II 191.1/17 Ziff. 4.8). 

Im neurologischen Teilgutachten vom 23. Mai 2023 (act. II 191.6) erwähnte 
Prof. Dr. med. H.________, Facharzt für Neurologie, der Beschwerdeführer 
sei für Tätigkeiten, die auf eine Hörleistung angewiesen seien, stark beein-
trächtigt. Ebenfalls könne er wegen des Schwindels keine Tätigkeiten mit 
Verletzungsgefahr ausüben (act. II 191.6/20 Ziff. 7.2). In der bisherigen 
Tätigkeit an Maschinen bestehe eine volle Arbeitsunfähigkeit, da das rechte 
Ohr keinem (Maschinen-)Lärm ausgesetzt werden dürfe und wegen des 
Schwindels Sturzgefahr bestehe. Die volle Arbeitsunfähigkeit bestehe seit 
September 2018. Bei einer angepassten Tätigkeit seien schnelle Positi-
onswechsel und lärmige Tätigkeiten zu meiden. Leichte wechselbelastende 
Büroarbeiten seien möglich. Die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten 
Tätigkeit betrage 100 % (ohne Leistungsminderung). Nach dem Hörsturz 
im September 2018 sei der Beschwerdeführer wohl auch für eine ange-
passte Tätigkeit einige Monate voll arbeitsunfähig gewesen. Nach drei Mo-
naten nach dem Hörsturz sei aber die postulierte volle Arbeitsfähigkeit in 
einer angepassten Tätigkeit gegeben gewesen (act. II 191.6/22 Ziff. 8.2). 
Es sei zu keiner Verschlechterung seit dem 2. November 2020 bzw. seit 
dem C.________-Gutachten gekommen (act. II  191.6/22 Ziff. 8.4).

Im allgemein-internistischen Teilgutachten vom 25. Mai 2023 (act. II 191.3) 
erklärte Dr. med. I.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, auf 
allgemein-internistischem Fachgebiet beständen bzw. hätten keine wesent-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Mai 2025, IV 200 2024 22

-13-

lichen Diagnosen im IV-Kontext d.h. keine Diagnose mit längerfristig anhal-
tender oder dauerhafter Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestanden 
(act. II 191.3/17 Ziff. 6.3). 

Im oto-rhino-laryngologischen Teilgutachten vom 25. Juni 2023 
(act. II 191.7) erwähnte Dr. med. J.________, Fachärztin für Oto-Rhino-
Laryngologie, es seien nach wie vor leichtgradige Zeichen einer zentralen 
vestibulären Störung bei einer intakten peripher-vestibulären Funktion er-
kennbar. Die subjektive Audiometrie und die objektive Audiometrie mittels 
TEOAE bestätigten die Ertaubung links und die Hörschwelle rechts. Der 
Hörverlust rechts (22,8 %) sei im Vergleich zum Gutachten vom 2020 
(31,7 %) weniger ausgeprägt. Die Tinnitusbelastung stehe gegenüber den 
anderen Beschwerden im Hintergrund und führe zu keinen wesentlichen 
Beeinträchtigungen im Alltag. Damit erfülle er die Kriterien eines kompen-
sierten Tinnitus (act. II 191.7/22 f. Ziff. 6.4). Die Bedienung der Maschinen 
in der angestammten Tätigkeit erfordere einen intakten Gleichgewichtssinn. 
Dieser sei nach wie vor nicht vorhanden. Zudem sei durch den Maschinen-
lärm das einzig hörende rechte Ohr gefährdet. Eine Anwesenheit in der 
bisherigen Tätigkeit sei daher nicht möglich. Im Gutachten der C.________ 
sei im 2020 eine bleibend aufgehobene Arbeitsfähigkeit in der angestamm-
ten Tätigkeit festgestellt worden. Diese bleibe aufgrund der vorliegenden 
objektiven Störungen der Vestibularfunktionen und der Ertaubung links 
weiterhin gültig (act. II 191.7/26 f. Ziff. 8.1.1). In Bezug auf jegliche Tätigkei-
ten, die Anforderungen an das Sprachverstehen in Umgebungslärm und an 
die Geräuschortung stellten, bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Dies 
umfasse Tätigkeiten mit Kundenkontakt in Hintergrundlärm und Gespräche 
mit mehreren Gesprächsteilnehmern. Eine Lärmbelastung sei wegen des 
Riskos einer Gehörschädigung zu vermeiden. Aufgrund des einseitigen 
Gleichgewichtsausfalls seien Tätigkeiten mit Absturzgefahr und das Bedie-
nen von gefährlichen Maschinen nicht möglich. Tätigkeiten mit der Not-
wendigkeit von raschen Wechseln der Körperposition seien wegen der 
Schwindelprovokation nicht geeignet. Tätigkeiten, die in einer ruhigen Um-
gebung mit Sitzen ohne häufige Positionswechsel ausgeführt würden, sei-
en ohne Einschränkung möglich. In einer solchen Tätigkeit betrage die Ar-
beitsfähigkeit 100 % ohne Leistungsminderung (act. II 191.7/27 f. Ziff. 8.2). 
Aus objektiv medizinischer Sicht bestehe seit dem 2. November 2020 keine 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Mai 2025, IV 200 2024 22

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wesentliche Verschlechterung des Gesundheitszustands. Bezüglich Tinni-
tus liege eine Verbesserung vor (act. II 191.7/29 Ziff. 8.4).

Im psychiatrischen Teilgutachten vom 6. Juli 2023 (act. II 191.4) erklärte 
dipl. Arzt K.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, etwa 
im November 2019 habe eine depressive Episode bestanden. Die Sym-
ptomatik möge sich vor dem Hintergrund des erfolgten Arbeitsplatzverlus-
tes (Kündigung 31. April 2021, recte: 2020; act. II 73/2 f.) weiter verstärkt 
haben. So möge sich zunächst eine Anpassungsstörung mit Angst und 
Depression entwickelt haben und dann eine mittelgradig depressive Episo-
de (act. II 191.4/28 Ziff. 6.4). Im weiteren Verlauf, wie der Beschwerdefüh-
rer selbst beschreibe, habe sich eine Besserung eingestellt, welche auch in 
Zusammenhang mit der Behandlung, auch der medikamentösen, gesehen 
werde. Die leichte depressive Episode dürfte sich aber, entgegen dem Be-
richt der Psychiatrie G.________ vom 24. April 2023, zu diesem Zeitpunkt 
aufgelöst haben, da aktuell keine floride depressive Symptomatik mehr 
feststellbar gewesen sei (act. II 191.4/29 Ziff. 6.4). Der Gesundheitszustand 
habe sich insofern geändert, dass sich die depressive Symptomatik rück-
läufig gezeigt habe und aktuell keine floride depressive Symptomatik fest-
stellbar sei. Somit gehe von einer depressiven Symptomatik kein Einfluss 
auf die Arbeitsfähigkeit mehr aus. In einer im Rahmen dieses Gutachtens 
durchgeführten neuropsychologischen Untersuchung habe keine neuro-
psychologische Funktionsstörung mehr festgestellt werden können. Es zei-
ge sich somit eine relevante Verbesserung. In einer neuropsychologischen 
Voruntersuchung vom Februar 2022, habe noch eine leichte bis mittel-
schwere neuropsychologische Störung diagnostiziert werden können. Die-
se Leistungsverbesserung dürfte mit hoher Wahrscheinlichkeit schleichend 
gekommen sein (act. II 191.4/36 Ziff. 8). 

Im neuropsychologischen Teilgutachten vom 8. Juli 2023 (act. II 191.5) 
erwähnte M.Sc. L.________, Fachpsychologin für Neuropsychologie FSP, 
im neuropsychologischen Bericht vom 15. Februar 2022 seien leichte bis 
mittelschwere Leistungseinbussen im verbalen Arbeitsgedächtnis, Abruf, 
Wiedererkennen, in der Handlungsplanung, Abstraktion sowie erhöhte Per-
severationen und Regelbrüche, leichte Einschränkungen in der Aufmerk-
samkeit sowie Auffälligkeiten in der Visuokonstruktion beschrieben worden 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Mai 2025, IV 200 2024 22

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(act. II 191.5/15 Ziff. 4.3.3). Im Vergleich zur neuropsychologischen Vorun-
tersuchung zeige der Beschwerdeführer eine signifikante Leistungsverbes-
serung, aber auch verbesserte Belastbarkeit. Hinweise einer starken Er-
müdung fänden sich nicht und ein Abfall der Reaktionszeiten über den Ver-
lauf der Untersuchung bilde sich nicht ab. Bei insgesamt unauffälligen neu-
ropsychologischen Befunden sei kein Zweifel an der Authentizität und der 
Validität des erhaltenen Testprofils zu begründen (act. II 191.5/16 
Ziff. 4.3.3). Insgesamt präsentiere sich keine kognitive Störung (act. II 
191.5/19 Ziff. 7.2).

Am 22. September 2023 führten die Gutachter der D.________ auf Rück-
fragen der Verwaltung aus, (act. II 194) betreffend zeitlichen Verlauf der 
Entwicklung der Arbeitsfähigkeit im psychiatrischen Teilgutachten (vgl. 
act. II 191.4/33 Ziff. 8.1.4) bleibe noch auszuführen, dass in der Zeit der 
Hospitalisation eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestanden habe. In der 
Zeit davor und danach bzw. während der Zeit der mittelgradig depressiven 
Episode möge eine Arbeitsunfähigkeit von maximal 50 % bestanden ha-
ben. Während der Zeit der leichten depressiven Episode eine solche von 
20 bis maximal 30 %. Die neuropsychologische Funktionsstörung möge am 
ehesten, soweit dies determinierbar sei, durch die psychische Alteration, 
namentlich die depressive Störung, bestanden habe. In der Zeit, in der die-
se habe festgestellt werden können, möge ebenfalls eine Einschränkung 
der Arbeitsfähigkeit von 30 % bestanden haben. Eine Addition von Arbeits-
unfähigkeiten sei nicht anzunehmen, da angenommen werden könne, dass 
die neuropsychologische Funktionsstörung, die Störung im Bereich der 
Kognition, im Rahmen der depressiven Störung bestanden habe 
(act. II 194/2). Die Annahme der Verwaltung sei korrekt, dass seit dem 
Gutachten vom 16. September 2020 rein aus oto-rhino-laryngologischer 
Sicht eine durchgängige 80%ige Arbeitsfähigkeit bestanden habe. Die 
50 % seien im Gutachten der C.________ in der bidisziplinären Konsens-
beurteilung festgelegt worden. Es handle sich dabei nicht um eine Ver-
schlechterung. Ab dem 14. Juni 2023 liege aus oto-rhino-laryngologischer 
Sicht eine 100%ige Arbeitsfähigkeit vor (act. II 194/3).

3.4 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Mai 2025, IV 200 2024 22

-16-

chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-
rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 
E. 1.3.4 S. 227, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b bb S. 353; SVR 
2020 IV Nr. 71 S. 246, 8C_260/2020 E. 2.2).

3.5 Das polydisziplinäre Gutachten der D.________ vom 2. August 
2023 (act. II 191.1; inkl. Teilgutachten; act. II 191.3-7) mit der ergänzenden 
Stellungnahme vom 22. September 2023 (act. II 194) erfüllt die von der 
höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert einer medizini-
schen Expertise gestellten Anforderungen (vgl. E. 3.4 hiervor). Die Beurtei-
lungen der Gutachter sind für die streitigen Belange umfassend, beruhen 
auf einlässlichen Explorationen und wurden in Kenntnis der Vorakten – 
insbesondere auch dem Gutachten der C.________ vom 16. September 
2020 (act. II 92.1; inkl. Teilgutachten; act. II 92.3 f.) – sowie in Berücksichti-
gung der geklagten Beschwerden vorgenommen. Sie überzeugen inhalt-
lich, indem die darin enthaltenen Darlegungen der medizinischen Zusam-
menhänge sowie die Beurteilung der medizinischen Situation einleuchten 
und die Schlussfolgerungen nachvollziehbar begründet sind. Ebenso flos-
sen die Teilgutachten in die interdisziplinäre Beurteilung ein. Des Weiteren 
wurde nachvollziehbar zu den Rückfragen der Verwaltung Stellung ge-
nommen und die gutachterlichen Einschätzungen überzeugen auch in revi-
sionsrechtlicher Hinsicht. Folglich kommt dem Gutachten (inkl. Teilgutach-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Mai 2025, IV 200 2024 22

-17-

ten) mit ergänzender Stellungnahme – wogegen der Beschwerdeführer 
keine (konkreten) Einwendungen erhebt – voller Beweiswert zu, so dass 
darauf abzustellen ist.

3.5.1 Die Gutachter der D.________ kamen in der interdisziplinären Ge-
samtbeurteilung zum Schluss, dass im Vordergrund sowohl der subjektiven 
als auch der objektiven Befunde die neurologischen und oto-rhino-
laryngologischen Diagnosen ständen, welche in ihrer Gesamtheit die Leis-
tungsfähigkeit (und Arbeitsfähigkeit) beeinträchtigten, und schlossen in den 
dieser zugrundeliegenden somatischen (Teil-)Beurteilungen 
(act. II 191.3/22, 191.6/22, 191.7/29 [jeweils Ziff. 8.4]) eine wesentliche 
Verschlechterung des Gesundheitszustands seit der Verfügung vom 2. No-
vember 2020 aus. Dies überzeugt:

Im allgemein-internistisch Fachgebiet bestehen bzw. bestanden gemäss 
Dr. med. I.________ keine wesentlichen Diagnosen im IV-Kontext d.h. kei-
ne Diagnose mit längerfristig anhaltender oder dauerhafter Auswirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit (act. II 191.3/17 Ziff. 6.3). Dies korreliert mit dem gut-
achterlich erhobenen körperlichen Untersuchungsbefund, der unauffällig 
ausfiel (act. II 191.3/14 Ziff. 4.3.1), und dem Allgemeinlabor, das keine IV-
relevanten Auffälligkeiten zeigte (act. II 191.3/15 Ziff. 4.3.2.2), sowie der 
allgemein-internistischen Aktenlage. Der Hausarzt Dr. med. M.________, 
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, stellte denn auch keine internisti-
schen Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit, sondern fachfremde 
oto-rhino-laryngologische und psychiatrische Diagnosen (act. II 157/2, 
178/2). Gemäss dem Bericht von Dr. med. N.________, Facharzt für All-
gemeine Innere Medizin und Pneumologie, vom 11. Mai 2021 
(act. II 157/14) wird die Therapie des obstruktiven Schlafapnoe-Syndroms 
gut toleriert und ist der Apnoe-/Hyponoeindex einzig noch leicht erhöht. 
Eine Kontrolle wurde denn auch erst in einem Jahr vorgesehen. Aus ne-
phrologischer Sicht wird laut dem ambulanten Bericht des Spitals 
O.________ vom 26. Januar 2022 (act. II 157/10 f.) betreffend die Ab-
klärung der leicht verminderten Nierenfunktion an der etablierten Therapie 
der chronischen Nierenerkrankung, am ehesten hypertensiver Genese, 
nichts geändert. Bei stabil bleibenden Zielwerten für Blutdruck, -zucker und 
-fette wurde vorderhand ein exspektatives Verfahren empfohlen und eine 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Mai 2025, IV 200 2024 22

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Nierenbiopsie als nicht indiziert erachtet sowie die Spitalkonsultationen 
abgeschlossen. Unter diesen Umständen sind auch in diesen beiden Teil-
gebieten der Allgemeinen Inneren Medizin (vgl. 
<www.flexikon.doccheck.com> Schlagwörter: "Pneumologie" und "Nephro-
logie") keine erheblichen bzw. langandauernden Gesundheitsschäden mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ausgewiesen.

Im neurologischen Fachgebiet diagnostizierte der Gutachter der 
D.________, Prof. Dr. med. H.________, zwar eine Meralgia paraesthetica 
beidseits (act. II 191.6/18 Ziff. 6.3.2) gegenüber der noch im April 2019 von 
Dr. med. P.________, Facharzt für Neurologie, einzig linksseitig festgestell-
ten Meralgia paraesthetica (act. II 157/21). Eine neue Diagnose stellt je-
doch nicht per se eine neuanmeldungsrechtliche Gesundheitsverschlechte-
rung dar, sondern nur, wenn diese veränderten Umstände den Leistungs-
anspruch berühren (vgl. E. 2.5.3 hiervor). Dies ist hier nicht der Fall. Die 
beidseits diagnostizierte Meralgia paraesthetica hat keine Auswirkungen 
auf die Arbeitsfähigkeit (act. II 191.6/18 Ziff. 6.3.2). Der Beschwerdeführer 
ist auch in der Lage, täglich die öffentlichen Verkehrsmittel zu benützen, in 
der Freizeit Kreativarbeiten (…) nachzugehen und spazieren zu gehen 
(act. II 191.3/11 f. Ziff. 3.2.12, 191.6/10 ff. Ziff. 3.2.7 und 3.2.12, 191.7/25 
Ziff. 5.2). Ausserdem imponierte bei der klinisch neurologischen Untersu-
chung im Neurozentrum Q.________ vom 24. März 2022 lediglich ein et-
was auffälliges Gangbild mit vermindertem Mitschwingen der Arme beid-
seits bei ansonsten fehlenden Zeichen einer Bradykinese sowie eine leich-
te Stand- und Gangataxie sowie minimen Extremitäten-Ataxie bei ansons-
ten zerebellären Zeichen. Das Bild entspreche somit weder einer klar zere-
bellären noch einer extrapyramidalen Funktionsstörung. Möglich sei eine 
funktionelle Genese bei stattgehabtem peripher-vestibulären Ausfall. Der 
zusätzlich in der Lagerungsprobe nachgewiesene benigne paroxysmale 
Lagerungsschwindel des linken posterioren Bogens sei bereits 2018 vorge-
legen. Klare Hinweise auf eine neurodegenerative Erkrankung ergäben 
sich auch nicht (act. II 165/6 f.). Sodann zeigte die MRI-Untersuchung des 
Schädels vom 4. April 2022 im Vergleich zur bildgebenden Abklärung vom 
5. Oktober 2018 einen stationären Befund des Neurokraniums, keine das 
übliche Altersmass überschreitende kortikale Atrophie, supratentoriell ver-
einzelte Marklagerläsionen, unspezifisch, Fazekas 1, am ehesten mikroan-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Mai 2025, IV 200 2024 22

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giopathischer Genese sowie weder eine Ischämie noch eine Raumforde-
rung noch eine Blutung (act. II 165/3). Am 6. April 2022 führte die behan-
delnde Neurologin, Dr. med. R.________, Fachärztin für Neurologie, aus, 
kernspintomographisch zeige sich ein stabiler Verlauf ohne Veränderung 
seit der letzten Bildgebung vom 2018. Somit ergäben sich keine Erklärun-
gen für die kognitiven Einschränkungen, insbesondere keine Anhaltspunkte 
für ein beginnendes neurodegeneratives Geschehen (act. II 178/8). Die 
ebenfalls am 24. März 2022 durchgeführten Neurographien des Nervus 
medianus links und Nervus ulnaris links waren sensibel und motorisch 
normal (act. II 165/2). Vor diesem Hintergrund ist auch keine neurologische 
Gesundheitsverschlechterung erstellt.

Im oto-rhino-laryngologischen Fachgebiet legte die Gutachterin der 
D.________, Dr. med. J.________, nachvollziehbar dar, dass vergleichend 
mit der gutachterlichen Untersuchung der C.________ (im Juni 2020) wei-
terhin eine zentrale vestibuläre Störung, die Ertaubung links beständen und 
die Hörschwelle rechts zu bestätigen sei. So führte sie diesbezüglich zutref-
fend aus, bei der gutachterlichen Untersuchung der C.________ vom 
8. Juni 2020 sei im neurootologischen Status kein Spontan- oder Provoka-
tionsnystagmus gefunden worden, die Lagerungsprobe sei unauffällig ge-
wesen und der Video-Kopfimpulstest, die kalorische Prüfung und die 
cVEMPS beidseits hätten eine intakte Funktion ergeben. Wegen einer pa-
thologischen Fixationssup-pression in der Kalorik und einem nach rechts 
sakkadierten Eye-Tracking-Test sei der Verdacht auf eine zentrale vestibu-
lar Störung gestellt worden. Rechts sei ein Hörverlust von 31,7 % gemes-
sen und links sei weiterhin eine Ertaubung festgehalten worden (vgl. 
act. II 92.3/6 f.). In der aktuellen gutachterlichen Untersuchung (vom 
14. Juni 2023) zeige sich wiederum eine intakte peripher-vestibuläre Funk-
tion mit einem normalen symmetrischen Gain im Video-Kopfimpulstest. In 
der Lagerungsprüfung sei in Kopfhängelage links ein horizontaler Rechts-
nystagmus ohne Schwindelprovokation sichtbar gewesen, welcher im Su-
pine-Roll-Manöver nicht provozierbar gewesen sei. Die Sakkadenprüfung 
sei rechts hypometrisch gewesen. Damit seien nach wie vor leichtgradige 
Zeichen einer zentralen vestibulären Störung bei einer intakten peripher-
vestibulären Funktion erkennbar. Die subjektive Audiometrie und die objek-
tive Audiometrie mittels TEOAE hätten die Ertaubung links und die Hör-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Mai 2025, IV 200 2024 22

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schwelle rechts bestätigt. In befundlicher Hinsicht ergibt sich damit keine 
zusätzlich leistungsmindernde Verschlechterung des Gesundheitszustands. 
Vielmehr ergab die oto-rhino-laryngologische Untersuchung bei der 
D.________ im Vergleich zum C.________-Gutachten von November 2020 
einen weniger ausgeprägten Hörverlust rechts (Juni 2023: 22,8 % 
[act. II 191.7/17 Ziff. 4.3.2.1], November 2020: 31 % [act. II 92.3/5 Ziff. 4.3]) 
sowie einen kompensierten Tinnitus, da dieser gegenüber den anderen 
Beschwerden im Hintergrund stehe und zu keinen wesentlichen Beein-
trächtigungen im Alltag führe (act. II 191.7/23 Ziff. 6.4 in fine).

3.5.2 In psychiatrischer Hinsicht wurde im Gutachten der C.________ 
vom 16. September 2020 eine mittelgradig depressive Episode diagnosti-
ziert (act. II 92.1/5 Ziff. 4.2), wobei dieser mit der rentenablehnenden Ver-
fügung vom 2. November 2020 (act. II 109) im Rahmen der rechtlichen 
Prüfung anhand des strukturierten normativen Prüfungsrasters (vgl. E. 2.2 
in fine hiervor) jedoch die invalidenversicherungsrechtliche Relevanz abge-
sprochen wurde (act. II 109/1 f.; vgl. auch E. 3.8 hiernach). Der psychiatri-
sche Gutachter der D.________, dipl. Arzt K.________, legte nachvollzieh-
bar und überzeugend dar, dass diese depressive Störung nunmehr im wei-
teren Verlauf remittierte. Dies zeichnete sich, wie er zutreffend darauf hin-
wies, auch im Verlaufsbericht der Psychiatrie G.________ vom 13. Mai 
2022 ab, in dem festgehalten wurde, dass sich das psychische Wohlbefin-
den seit dem letzten Bericht (vgl. Bericht vom 24. August 2021 mit der Dia-
gnose "Depressive Episode, leicht bis mittelgradig ausgeprägt"; 
act. II 132/2) etwas verbessert habe und als Diagnose noch eine leichte 
depressive Episode gestellt wurde (act. II 162/2). Sodann stellte er anläss-
lich der gutachterlichen Untersuchung im Juni 2023 keine floride depressi-
ve Symptomatik fest, weshalb er entgegen dem Verlaufsberichts der 
G.________ vom 27. April 2023 (act. II187) bereits zu diesem Zeitpunkt 
von der Auflösung der leichten depressiven Episode ausging. Dies über-
zeugt umso mehr, zumal der Gutachter ebenfalls zutreffend darauf hinwies, 
dass der Text im bezeichneten Verlaufsbericht demjenigen vom 13. Mai 
2022 entspreche (act. II 191.4/29 Ziff. 6.4). Mit Blick darauf ist auch in 
psychiatrischer Hinsicht keine neuanmeldungsrechtliche Verschlechterung 
ausgewiesen. Im Übrigen kann grundsätzlich nur eine schwere psychische 
Störung invalidisierend im Rechtssinne sein. Eine leicht- bis mittelgradige 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Mai 2025, IV 200 2024 22

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depressive Störung ohne nennenswerte Interferenzen durch psychiatrische 
Komorbiditäten lässt sich generell jedoch nicht als schwere psychische 
Krankheit definieren (vgl. BGE 148 V 49 E. 6.2.2 S. 55).

Ebenso wenig zeigte sich im neuropsychologischen Fachgebiet im Ver-
gleich zur Abklärung vom 15. Februar 2022 (act. II 157/6 ff.) eine Ver-
schlechterung des Gesundheitszustands, sondern vielmehr eine Leistungs-
verbesserung. Eine kognitive Störung wurde ausgeschlossen 
(act. II 191.5/16 Ziff. 4.3.3, /22 Ziff. 8.4). Die bei der Voruntersuchung erho-
benen Befunde wurden bei unauffälligen hirnorganischen Bildgebungsbe-
funden denn auch am ehesten im Rahmen der depressiven Symptomatik 
und der erhöhten Ermüdbarkeit infolge der körperlichen Erkrankung erklärt 
(act. II 157/8, 191.5/15 Ziff. 4.3.3).

3.6 Nach dem Dargelegten bildet das polydisziplinäre Gutachten der 
D.________ vom 2. August 2023 (act. II 191.1; inkl. Teilgutachten; 
act. II 191.3-7) mit ergänzender Stellungnahme vom 22. September 2023 
(act. II 194) eine zuverlässige Grundlage für die Beurteilung des an-
spruchsrelevanten medizinischen Sachverhaltes. Der medizinische Sach-
verhalt ist hinreichend abgeklärt, weshalb für weitere Beweisvorkehrungen 
kein Anlass besteht (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. BGE 144 V 361 
E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; Urteil des 
BGer 9C_298/2024 vom 14. August 2024 E. 5.2, zur Publikation vorgese-
hen; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 162, 9C_296/2018 E. 4).

3.7 Zusammenfassend liegt im hier zu beurteilenden Zeitraum weder in 
somatischer noch in psychischer Hinsicht eine relevante Veränderung des 
Gesundheitszustands im Sinne eines Revisions- bzw. Neuanmeldungs-
grunds vor (vgl. E. 2.5.2 f. und E. 3.1 hiervor). In erwerblicher Hinsicht ist 
ebenfalls kein Revisionsgrund erstellt. Dass der Beschwerdeführer im De-
zember 2021 eine Teilzeitstelle bei der S.________ im zweiten Arbeits-
markt angetreten hat (act. II 154; Beschwerde), ist im revisionsrechtlichen 
Kontext deshalb nicht von Bedeutung, weil die Beschwerdegegnerin in der 
rentenabweisenden Verfügung vom 2. November 2020 beim Invalidenein-
kommen auf die statistischen Werte der vom Bundesamt für Statistik (BFS) 
herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) abstellte, mithin nicht auf 
ein effektiv erzieltes und nunmehr weggefallenes Invalideneinkommen. 

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-22-

Mangels eines Revisions- bzw. Neuanmeldungsgrundes verbietet sich eine 
neue Bemessung des Invaliditätsgrads. 

3.8 Dass seitens des RAD im Rahmen des Neuanmeldungsverfahrens 
die Referenzverfügung vom 2. November 2020 (act. II 109) kritisiert wurde, 
da damals bei der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit allein auf die oto-
rhino-laryngologische Beurteilung des bidisziplinären Gutachtens der 
C.________ (und nicht auch die psychiatrische) abgestellt worden sei 
(act. II 148/8), ist unerheblich.

Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung lässt sich zudem – wie 
erwähnt – eine leicht- bis mittelgradige depressive Störung ohne nennens-
werte Interferenzen durch psychiatrische Komorbiditäten im Allgemeinen 
nicht als schwere psychische Krankheit definieren. Besteht dazu noch ein 
bedeutendes therapeutisches Potential, so ist insbesondere auch die Dau-
erhaftigkeit des Gesundheitsschadens in Frage gestellt. Diesfalls müssen 
gewichtige Gründe vorliegen, damit dennoch auf eine invalidisierende Er-
krankung geschlossen werden kann. Attestieren die psychiatrischen Fach-
personen bei diesen Konstellationen trotz Verneinung einer schweren psy-
chischen Störung ohne (allenfalls auf Nachfrage hin erfolgte) schlüssige 
Erklärung eine namhafte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, besteht für 
die Versicherung oder das Gericht Grund dafür, der medizinisch-
psychiatrischen Folgenabschätzung die rechtliche Massgeblichkeit zu ver-
sagen (BGE 148 V 49).

Im Gutachten der C.________ vom 16. September 2020 bzw. im dazu-
gehörigen psychiatrischen Teilgutachten wurde als Diagnose mit Auswir-
kung auf die Arbeitsfähigkeit eine mittelgradig depressive Episode gestellt 
(act. II 92.1/5 Ziff. 4.2, 92.4/9 Ziff. 6.1) sowie u.a. ausgeführt, die Behand-
lung stehe im Verdacht nicht leitliniengerecht zu sein (fehlende Medika-
menteneinnahme) und von einer Chronifizierung oder gar Therapieresis-
tenz sei bei weitem noch nicht zu sprechen (act. II 92.4/16 Ziff. 7.2). Psy-
chische Begleiterkrankungen wurden keine erwähnt. Mit Blick darauf und 
wie mit Verfügung vom 2. November 2020 dargelegt, war das Anwenden 
des höchstrichterlichen Grundsatzes zur Beurteilung von leicht- bis mittel-
gradigen depressiven Störungen nach BGE 148 V 49 damit jedenfalls nicht 
zweifellos unrichtig. Bei fehlender zweifelloser Unrichtigkeit scheitert eine 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Mai 2025, IV 200 2024 22

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Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) der Verfügung vom 2. November 
2020 (act. II 109) auch daran, dass die Verwaltung nicht zu einer Wieder-
erwägung verhalten werden kann (BGE 133 V 50 E. 4 S. 52; SVR 2018 IV 
Nr. 33 S. 106, 8C_634/2017 E. 5.4, 2014 IV Nr. 7 S. 27, 8C_33/2013 E. 
3.3). Eine prozessuale Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG scheidet sodann 
aus, da nach dem Erlass der Verfügung von 2020 keine neuen Tatsachen 
entdeckt oder keine Beweismittel aufgefunden worden sind, deren Beibrin-
gung zuvor nicht möglich gewesen wäre.

3.9 Damit ist die angefochtene Verfügung vom 30. November 2023 
(act. II 200) im Ergebnis nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene 
Beschwerde abzuweisen.

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, werden entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens – vorbehältlich der Gewährung der 
unentgeltlichen Rechtspflege (vgl. E. 4.3 hiernach) – dem Beschwerdefüh-
rer zur Bezahlung auferlegt (Art. 108 Abs. 1 VRPG).

4.2 Infolge Unterliegens hat der nicht anwaltlich vertretene Beschwerde-
führer keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG 
i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss] und Art. 108 Abs. 3 VRPG).

4.3 Zu prüfen bleibt das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege hin-
sichtlich der Verfahrenskosten.

4.3.1 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von 
den Kosten- und allfälligen Vorschuss- sowie Sicherstellungspflichten, 
wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechts-
begehren nicht aussichtslos erscheint. Unter den gleichen Voraussetzun-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Mai 2025, IV 200 2024 22

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gen kann überdies einer Partei eine Anwältin oder ein Anwalt beigeordnet 
werden, wenn die tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse es rechtferti-
gen (Art. 61 lit. f ATSG sowie Art. 111 Abs. 1 und 2 VRPG; SVR 2011 IV 
Nr. 22 S. 61, 9C_432/2010 E. 2, 2011 UV Nr. 6 S. 21, 8C_22/2010 E. 6.1).

4.3.2 Die Bedürftigkeit des Beschwerdeführers im Sinne der Prozessar-
mut ist ausgewiesen (vgl. die Angaben im Gesuch um unentgeltliche 
Rechtspflege vom 9. Februar 2024; in den Gerichtsakten; Akten des Be-
schwerdeführers [act. IA]). Zudem kann das Verfahren nicht als von vorn-
herein aussichtslos bezeichnet werden. Das Gesuch um unentgeltliche 
Rechtspflege ist demnach gutzuheissen. Somit ist der Beschwerdeführer – 
unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht gemäss Art. 113 VRPG i.V.m. 
Art. 123 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 
(Zivilprozessordnung, ZPO; SR 272) – von der Zahlungspflicht betreffend 
die Verfahrenskosten zu befreien.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird hinsichtlich der Ver-
fahrenskosten gutgeheissen.

3. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen 
Rechtspflege wird der Beschwerdeführer – unter Vorbehalt der Nach-
zahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO – jedoch von der Zahlungspflicht 
befreit.

4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Mai 2025, IV 200 2024 22

-25-

5. Zu eröffnen (R):
- A.________
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Die Kammerpräsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.