# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5beafee7-8f15-52ba-8ac6-2023007c2ec4
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-03-19
**Language:** de
**Title:** Mittelgradige Depression; Arbeitsunfähigkeit ist aufgrund der Standardindikatoren zu überprüfen, wozu zusätzliche Abklärungen erforderlich sind.
**Docket/Reference:** IV.2018.00008
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2018.00008.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2018.00008
IV. Kammer
Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna
Ersatzrichterin Bänninger Schäppi
Gerichtsschreiber Brügger
Urteil
vom
1
9.
März 2019
in Sachen
X.___
Beschwerdeführerin
vertreten durch CAP Rechtsschutz-Versicherungsgesellschaft AG
Dr.
iur
.
Y.___
, Kundenrechtsdienst Zürich
Postfach, 8010 Zürich
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
X.___
, geboren 1965,
verfügt über keine Berufsausbildung (
Urk.
8/3/5). Zuletzt
arbeitete
sie
vom 1
3.
Mai 1992 bis zum 3
0.
Juni 2017 (letzter effektiver Arbeitstag: 1
1.
September 2016) bei der
Z.___
AG als Logistik-Mitarbeiterin (
Urk.
8/12). Wegen
chronischer Migräne und Depression
meldete sie sich am 2
7.
Februar 2017 (Datum des Posteingangs) bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
8/3).
Die Sozialver
sicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zog die Akten der Krankentag
geldversicherung
Visana
bei (
Urk.
8/4/1-23). Ausserdem holte sie den Arbeit
geberbericht der
Z.___
AG vom 2
7.
März 2017 (
Urk.
8/12/1-6) sowie die Arztberichte von
Dr.
med.
A.___
, Allge
meine Medizin FMH, vom
2.
April 2017 (
Urk.
8/13/1-
7
; mit Beilagen,
Urk.
8/13/
8
-13)
und von
Dr.
med.
B.___
vom 1
8.
April 2017 (
Urk.
8/14/1-7) ein. Am 1
6.
Mai 2017 nahm PD
Dr.
med. univ.
C.___
, Facharzt Neurologie
,
vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) der IV-Stelle Stel
lung (
Urk.
8/19/3). Mit Vorbescheid vom 1
2.
Juli 2017 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, ihr Leistungsbegehren müsse abgewiesen werden, da keine langdauernde gesundheitlic
he Einschränkung vorliege (Urk.
8/20). Am 2
4.
August 2017 stellte die
Visana
der IV-Stelle weitere
Unterlagen zu (
Urk.
8/22/1-9), unter anderem den Bericht des Zentrums
D.___
vom 2
2.
Juni 2017 (
Urk.
8/22/4-
9
).
Gegen den Vorbescheid vom 1
2.
Juli 2017 erhob
X.___
durch die CAP Rechtsschutz-Versiche
rungsgesellschaft AG am
7.
September 2017 (
Urk.
8/
24) bzw. am 17.
Oktober 2017 (
Urk.
8/29)
Einwand. Am 1
3.
November 2017 nahm RAD-Arzt PD
Dr.
C.___
ein weiteres Mal Stellung (
Urk.
8/30/2). Mit Verfügung vom 28. November 2017 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren ab (
Urk.
2).
2.
Gegen diese Verfügung erhob
X.___
durch die CAP am
3.
Januar 2018 Beschwerde mit folgenden Anträgen (
Urk.
1 S. 2):
«1.
Die Verfügung vom 2
8.
November 2017 sei aufzuheben.
2.
Es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten ein
bidisziplinäres
Gutachten
(psychiatrischer und neurologischer Fachbereich) anzuordnen und nach
Erstellung des Gutachtens neu über den Anspruch auf Eingliederungs- und
Rentenleistungen zu entscheiden.
3.
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerde
gegnerin
.»
Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 1
4.
Februar 2018 auf Stellungnahme zu
r
Beschwerde (
Urk.
7), was der Beschwerdeführerin am 2
0.
Februar 2018 mitgeteilt wurde (
Urk.
9).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts [
ATSG
]
).
Sie kann Folge von Geburts
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [
IVG
]
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursach
te und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beein
träch
tigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsren
te
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die
ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, wel
che Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.4
Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen, nach BGE 143 V 409 namentlich auch leichte bis mittelschwere Depressionen, für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem strukturierten Beweisverfahren nach Massgabe von BGE 141 V 281 zu unterziehen (Änderung der Rechtsprechung). Speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere depressive Störungen hielt das Bundesgericht in BGE 143 V 409 – ebenfalls im Sinne einer Praxisänderung – fest, dass eine invalidenversicherungsrechtlich relevante psychische Gesundheits
schädigung nicht mehr allein mit dem Argument der fehlenden Therapieresistenz auszuschliessen sei (E. 5.1; zur bisherigen Gerichtspraxis vgl. statt vieler: BGE 140 V 193 E. 3.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_13/2016 vom 1
4.
April 2016 E. 4.2). Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sind somit auch bei den leichten bis mittelgradigen depressiven Störungen systematisierte Indikatoren beachtlich, die es – unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits – erlau
ben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE
141
V
281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1). Die Therapierbarkeit ist dabei als Indiz in die gesamthaft vorzunehmende allseitige Beweiswürdigung miteinzubeziehen (BGE 143 V 409 E. 4.2.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_449/2017 vom
7.
März 2018 E. 4.2.1).
Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheit
lichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüs
sig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).
Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2017 vom 16. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen).
1.5
Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):
-
Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3)
-
Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1)
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)
-
Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)
-
Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen, E. 4.3.2)
-
Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3)
-
Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)
-
gleichmässige Einschränkung des
Aktivitätenniveaus
in allen vergleich
baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)
-
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens
druck (E. 4.4.2)
Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1
5.
März 2018 E. 7.4).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin führt in der angefochtenen Verfügung vom 28. Novem
ber 2017 (
Urk.
2) aus, die Gesamtprüfung der medizinischen Berichte habe erge
ben, dass bei der Beschwerdeführerin keine langdauernde gesund
heitliche
Beein
trächtigung
vorliege, welche die Arbeitsfähigkeit einschränke. Die Beschwerde
führerin
habe im April 2017 die letzte Therapiestunde besucht. Eine Weiterfüh
rung der Therapie werde empfohlen. A
uf eine Therapieresistenz
könne nicht geschlossen werden
. Für eine antidepressive Medikation bestehe keine dringende Indikation.
2.2
Demgegenüber lässt die Beschwerdeführerin geltend machen,
es bestünden in Anbetracht der vorhandenen fachärztlichen Ausführungen erhebliche Indizien, dass eine psychiatrisch-neurologische Einschränkung vorliege, die sich auf die Erwerbsfähigkeit auswirke und im Fall der Beschwerdeführerin nicht mit Psycho
pharmaka behandelt werden könne. Die Beschwerdegegnerin habe lediglich auf die Aktenbeurteilung des RAD abgestellt und auf die Einholung eines externen Gutachtens verzichtet. Damit habe sie den Sachverhalt ungenügend abgeklärt. Die gemäss neuster bundesgerichtlicher Rechtsprechung vorzunehmende
Indika
torenprüfung
sei aufgrund der vorhanden Akten nicht möglich. Dementsprechend sei die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie weitere Abklärungen vornehme (
Urk.
1).
3.
3.1
Laut dem Bericht von
Dr.
med.
E.___
, FMH Neurologie vom
7.
Septem
ber 2016 (
Urk.
8/13/12-13) bestehen bei der Beschwerdeführerin ein Verdacht auf
analgetika
-indizierte Kopfschmerzen bei chronischer Migräne ohne Aura, positi
ver Familienanamnese für Migräne, MRI Schädel am
9.
September 2014: Normal
befund, bisherige Therapieversuche:
Inderal
,
Saroten
,
Topamax
,
Mirtazapin
, Citalopram,
Cymbalta
, Riboflavin sowie eine rezidivierende depressive Verstim
mung.
Nach einer stationären Rehabilitation im April 2015 sei es der Beschwer
deführerin
besser gegangen
.
Naramig
habe sie nicht mehr regelmässig eingenom
men, dafür jedoch weiterhin an 10-13 Tagen pro Monat
Dafalgan
, was jeweils gegen die praktisch täglich auftretenden Kopfschmerzen wirke. Die Kopfschmer
zen seien jeweils vor allem an Arbeitstagen mit Stress verstärkt, weshalb sich die Beschwerdeführerin Gedanken über eine Kündigung mache, obwohl sie sich bewusst sei, dass ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt nicht gut seien. Die persis
tierenden Kopfschmerzen seien mindestens teilweise auf den weiterhin vorhan
denen regelmässigen Analgetika-Konsum zurückzuführen. Aktuell wirke die Beschwerdeführerin sehr depressiv, weshalb eine psychiatrische Beurteilung emp
fohlen werde.
3.2
Gemäss dem Bericht der Hausärztin
Dr.
A.___
vom
2.
April 2017 (
Urk.
8/13/1-
7
) bestehen bei der Beschwerdeführerin mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine chronische Migräne ohne Aura (ICD-10: G43) mit Verdacht auf zusätzlich
analgetika
-induzierte Kopfschmerzen seit Jahren sowie eine rezidivierende depressive Verstimmung seit November 2012, aktuell mittelschwere Depression (ICD-10: F32)
. Zudem
seien Körperschmerzen vorhanden, welche sich möglicher
weise ebenfalls auf die Arbeitsfähigkeit auswirk
t
en.
Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestehe ausserdem eine chronische Hepatitis B-Infektion (Erstdi
agnose im November 2016).
Aktuell klage die Beschwerdeführerin nebst der Depression und den chronischen Kopfschmerzen über ein diffuses Beschwerdebild mit Fuss- und Handschmerzen. Die Beurteilung der Arbeitsfähig
keit erfolge durch die Psychiaterin
Dr.
B.___
. Es bestehe eine Einschränkung aufgrund der depressiven Verstimmung und der Schmerzen im Handbereich. Eine Wiederein
gliederung in die bisherige Tätigkeit sei kaum möglich. Es bestehe eine grosse sprachliche Barriere und wahrscheinlich auch eine ungenügende Compliance.
Welche Arbeiten der Beschwerdeführerin in angepasster
Tätigkeit zumutbar seien,
könne
von ihr
nicht beurteilt werden. Falls nötig, sei eine arbeitsmedizinische Beurteilung
einzuleiten
.
3.
3
Die behandelnde Psychiaterin
Dr.
B.___
führte im Bericht vom 1
8.
April 2017 (
Urk.
8/14) aus, bei der Beschwerdeführerin bestünden eine mittelgradige depres
sive Störung mit somatischen Symptomen (ICD-10: F32.11) sowie eine chronische Migräne ohne Aura bei positiver Familienanamnese für Migräne.
Die Migräne
bestehe schon seit Jahrzehnten. Die Beschwerdeführerin schildere die Kopf
schmerzen als unerträglich. Medikamente würden ihr nicht helfen. Nützen wür
den Ruhe, sich zurückziehen und Spaziergänge an der frischen Luft. Sekundär hätten sich eine depressive Verstimmung und ein Erschöpfungssyndrom
breit gemacht
. Frühere Psychotherapien hätten nur wenig geholfen. Die Beschwerde
führerin
erscheine in der Mimik auffällig, der Schmerz stehe ihr ins Gesicht geschrieben. Sie spreche gut Deutsch, könne sich über Basics gut unterhalten. Die Stimmung sei deutlich erschöpft, deprimiert, hoffnungslos, klagend, auch über die erfolgten Therapieversuche, welche nur wenig geholfen hätten. Stress habe sie bei der Arbeit im Untergeschoss, oh
ne Tageslicht in einem Kiosk
. Die Beschwerdeführerin fühle sich wenig geschätzt und der Druck habe stark zugenommen. Sie schlafe oft schlecht und habe fast täglich Kopfschmerzen. Die Erstellung eines Medikamentenplans sei nicht gelungen und habe schliesslich sistiert werden müssen, da die Beschwerdeführerin konsequent auf die Nebenwirkungen der Medikamente gemäss Packungsbeilage hingewiesen
habe – Schmerzen und Depressionen seien überall erwähnt worden. Die Beschwerdeführerin habe im Januar/Februar 2017 an einem ambulanten Rehabi
litationsprogramm im
D.___
teilgenommen. Ein schriftlicher Bericht des
D.___
stehe noch aus. Die Prognose sei bei schon jahrelangem Verlauf eher schlecht.
Die Beschwerdeführerin spreche wenig auf die Therapien an, im Setting im
D.___
sei sie überfordert gewesen. Die Arbeitsstelle sei ihr inzwischen gekündigt worden, was sie letztlich als Erleichterung empfinde. Für diese Arbeit bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit seit dem 2
1.
September 201
6.
Die Beschwerde
führe
rin sei müde und erschöpft und davon überzeugt, nicht mehr arbeiten zu können mit den ewigen Kopfschmerzen. Warum sie glaube, ihre bisherige Tätigkeit nicht mehr ausüben zu können, sei aber trotz wiederholten langen Gesprächen nicht
klar geworden
. Die Beschwerdeführerin könne leichte Arbeiten täglich im Umfang von 1 bis 3 Stunden verrichten.
3.
4
Laut der Stellungnahme von RAD-Arzt PD
Dr.
C.___
vom 1
6.
Mai 2017 (Urk. 8/19/3) ist in Zusammenfassung der vorliegenden Befunde ein Gesundheits
schaden, der eine
höhergradige
und längerdauernde Arbeitsun
fähigkeit bewirkt, nicht ausgewiesen.
3.
5
Gemäss dem Bericht des
D.___
vom 2
2.
Juni 2017 (
Urk.
8/22) bestehen bei der Beschwerdeführerin (1.) eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mit
telgradige Episode (ICD-10: F33.1) sowie (2.) eine chronische Migräne ohne Aura bei positiver familiärer Anamnese für Migräne (Mutter, 2 Brüder,
2
Schwestern).
Die Beschwerdeführerin habe sich vom
3.
bis zum 2
4.
Februar 2017 im
D.___
in tagesklinischer Behandlung befunden und zur Nachsorge seien bis zum
7.
April 2017 Einzeltherapiestunden durchgeführt worden. Sie
klage seit Jahrzehnten über
heftige, zum Teil invalidisierende Migräne-Anfälle und rezidivierende depressive Verstimmungen. Dies habe Krankschreibungen und Leistungsschwankungen zur Folge gehabt. Aktuell sei die Krankheitslast so gross, dass
ihr seit dem 21.
Sep
tember 2016
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt werde. Die Handlungs- und Bewegungsfähigkeit sei stark einge
schränkt durch Migräne-Schmerzen sowie depressive Symptome, grosse Müdig
keit, Erschöpfungszustand, ausgeprägte
n
soziale
n
Rückzug, Angst vor der Arbeit und Druck, Nervosität, Gereiztheit, Ver
gesslichkeit, unregelmässige
n
Schlaf, stark reduzierte
n
Antrieb, Selbstwertverlust und starke Konzentrations
störungen.
Die Beschwerdeführerin sei unter zuneh
mendem Stress am Arbeits
platz gestanden, habe die Leistung nicht mehr erbrin
gen können und sei krankgeschrieben worden.
Sie
habe ein hohes Pflichtgefühl, was zu unkontrolliertem Medi
kamenten
gebrauch geführt habe. Die Familie sei auf ihr Einkommen angewiesen gewesen, was Druck erzeugt habe.
Es handle sich bei der Beschwerdeführerin um eine sehr angepasste Frau, die immer mit dem Ehemann komme und kaum selber entscheiden könne, was ihr
gut tue
. Sie habe wenig Selbstbewusstsein und wenig adäquate Bewältigungs
möglichkeiten bei 100
%
Arbeit, Ehe und Kindern. Die Krankheit sei auch als Rückzug von den Anforderungen zu sehen, die im Umfeld an sie gestellt würden. Eine antidep
res
sive Medikation sei auf Wunsch der Beschwerdeführerin nicht eingesetzt worden, wobei medizinisch dafür keine dringende Indikation bestehe. In der Einzelth
era
pie sei
die Beschwerdeführerin gut emotional zugänglich gewesen. Sprachlich habe sie dies aber enorm angestrengt. Der Ehemann habe übersetzt, was jedoch die Selbstbestimmung nicht unterstützt habe. In der Gruppentherapie habe sich die Beschwerdeführerin stark gehemmt gezeigt. Sie habe diese nicht regelmässig wahrgenommen und habe angegeben, dass diese Termine für sie zu viel seien, auch wegen eines Trauerfalles in der Familie zu Therapiebeginn. Im Verlauf der Behandlung hätten leichte Besserungen erzielt werden können. Subjektiv sei die Beschwerdeführerin seit Juni 2016 zu 100
%
arbeitsunfähig. Unter dem positiven Leistungsbild könne vermerkt werden, dass der Beschwerdeführerin ca. 4 Stunden pro Tag leichte Haushaltarbeiten möglich seien
und sie Tätigkeiten und Spazier
gänge in der Natur machen könne. Bei Migräneattacken benötige sie absolute Ruhe und müsse liegen. Bei kaltem Wetter sei eine Kopfbedeckung nötig. Ohne Stress/Termindruck und Arbeit hätten die Schmerzen auf eine Woche pro Monat reduziert werden können (früher 2 Wochen pro Monat).
Unter das negative Leis
tungsbild f
alle
, dass sie keinen Stress ertrage und soziale Kontakte vermeide. Arbeitseinsätze nach Plan seien
zur Zeit
nicht möglich. An einzelnen Tagen oder auch während einer ganzen Woche könne
sie
aufgrund ihrer Schmerzen kaum irgendwelche Tätigkeiten ausüben.
Die Beschwerdeführerin sei bis auf Weiteres
zu 100
%
arbeitsunfähig, zu einem späteren Zeitpunkt sei eine Tätigkeit im Umfang von 20 bis 30
%
denkbar.
3.
6
Am 1
3.
November 2017 (
Urk.
8/30/2) nahm RAD-Arzt PD
Dr.
C.___
Stellung zum Bericht des
D.___
vom 2
2.
Juni 201
7.
Aus dessen Inhalten würden sich keine neuen medizinischen Tatsachen ergeben. Der Bericht sei nicht aktuell (letzte Kon
sul
tation am
7.
April 2017). Es liege keine Dokumentation einer laufenden The
rapie vor, ein Therapiebedarf sei nicht nachvollziehbar ausgewiesen. Die geltend gemachte Therapieresistenz gegen Psychopharmaka sei nicht als rele
vant nach
vollziehbar, da gemäss
D.___
gar keine dringende Indikation für eine anti
depres
sive Medikation bestehe.
4.
4.1
Die regionalen ärztlichen Dienste (RAD) stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funkti
onelle Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2
bis
IVG). Nach Art. 49 IVV beurteilen die RAD die medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs. Die geeigneten Prüfmethoden können sie im Rahmen ihrer medizinischen Fach
kompetenz und der allgemeinen fachlichen Weisungen des Bundesamtes frei wählen (Abs. 1). Die RAD können Versicherte bei Bedarf selber ärztlich untersu
chen. Sie halten die Untersuchungsergebnisse schriftlich fest (Abs. 2; Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.5).
Die Funktion interner RAD-Berichte besteht darin, aus medizinischer Sicht – gewissermassen als Hilfestellung für die medizinischen Laien in Verwaltung und Gerichten, welche in der Folge über den Leistungsanspruch zu entscheiden haben – den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu würdigen, wozu namentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten eine Wer
tung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abzustellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei. Sie wür
digen die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht (Urteil des Bundesge
richts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweisen).
Praxisgemäss kommt einer reinen Aktenbeurteilung des RAD im Vergleich zu einer auf allseitigen Untersuchungen beruhenden Expertise, welche auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese)
abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und die Schluss
folgerungen widerspruchsfrei begründet, nicht der gleiche Beweiswert zu (Urteil des Bundesgerichts
8C_971/2012 vom 11. Juni 2013 E. 3.4).
Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit jenem exter
ner medizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den pra
xisgemässen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten (
BGE 134 V 231
E. 5.1) genügen und die Arztperson über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügt (
BGE 137 V 210
E. 1.2.1). Allerdings kann auf das Ergebnis versiche
rungsinterner ärztlicher Abklärungen – zu denen die RAD-Berichte gehören – nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_197/2014 vom 3. Oktober 2014 E. 4.2 mit Hinweisen auf
BGE 139 V 225
E. 5.2;
135 V 465
E. 4.4 und E. 4.7).
4.2
Aus dem Grundsatz der Waffengleichheit folgt das Recht der versicherten Person, mittels eigener Beweismittel die Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen der versicherungsinternen Fachpersonen in Zweifel zu ziehen. Diese von der versicherten Person eingereichten Beweismittel stammen regelmäs
sig von behandelnden Ärzten oder von anderen medizinischen Fachpersonen, die in einem auftragsrechtlichen Verhältnis zur versicherten Person stehen. Aufgrund der Erfahrungstatsache, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftrags
rechtliche Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen, wird im Streitfall eine direkte
Leistungszusprache
einzig gestützt auf die Angaben der behandelnden Ärzte aber kaum je in Frage kommen (vgl. BGE 135 V 465 E. 4.5).
4.3
Laut den vorliegenden Berichten der behandelnden Ärzte und Ärztinnen leidet die Beschwerdeführerin seit Jahren unter Kopfschmerzen (Migräneattacken mit Verdacht auf zusätzlich bestehende Analgetika-induzierte Kopfschmerzen). Behandlungsversuche mit verschiedensten Medikamenten zeitigten offenbar kei
nen anhaltenden Erfolg. Sodann besteht gemäss Aktenlage bereits seit November 2012 eine rezidivierende depressive Symptomatik (
Urk.
8/13/1 und Urk. 8/13/8), wobei diese von den Ärzten des
D.___
sowie von
Dr.
B.___
in ihren Berichten vom 1
8.
April 2017 (vgl. E. 3.3) resp. vom 2
2.
Juni 2017 (vgl. E. 3.5) als mittel
gradig eingestuft wurde. Laut den Angaben von
Dr.
B.___
vom 1
8.
April 2017 steht die Beschwerdeführerin bei ihr seit dem 2
1.
September 2016 bis auf weiteres in ambulanter Behandlung (
Urk.
8/14/3). Zudem hatte sie sich auf Empfehlung von
Dr.
B.___
vom
2.
bis 2
4.
Februar 2017 einer tagesklinischen und hernach bis
7.
April 2017 einer einzeltherapeutischen Behandlung im
D.___
unterzogen
(
Urk.
8/22/4). Früher – vor Beginn der Behandlung bei
Dr.
B.___
– hatten offenbar Psychotherapien bei ein
em türkisch sprechenden Arzt
statt
gefunden (
Urk.
8/14/4).
Dr.
B.___
attestierte der Beschwerdeführerin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in bisheriger Tätigkeit und eine Arbeitsfähigkeit von ein bis drei Stunden in angepasster Tätigkeit und stellte ihr unter Hinweis auf den langen Verlauf und das geringe Ansprechen auf Therapien eine schlechte Prognose. Im Wesentlichen zur gleichen Einschätzung waren die Ärzte des
D.___
anlässlich der von ihnen vom 2. Februar bis 7. April 2017 durchgeführten Behandlung gelangt, wobei sie bemerkten, prognostisch günstig sei die Motiva
tion der Beschwerdeführerin, ungünstig die
Chronifizierung
des Zustandes (
Urk.
7/22/6-7). Auch Hausärztin
Dr.
A.___
(vgl. E. 3.2) ging betreffend Kopf
schmerzen und Depression von einer schlechten Prognose «bei Therapieresistenz» aus (
Urk.
8/13/2). Mit Blick auf diese im Wesentlichen übereinstimmenden Beur
teilungen der behandelnden Ärzte und Ärztinnen liegen zumindest geringe Zwei
fel an der Zuverlässigkeit der Stellungnahmen von RAD-Arzt PD
Dr.
C.___
vom 1
6.
Mai und 1
3.
November 2017 (vgl. E. 3.4 und E. 3.6) vor, zumal diese äusserst
knapp gehalten
sind, er die Beschwerdeführerin nicht persönlich untersucht hat und es sich bei ihm nicht um einen Facharzt für Psychiatrie handelt. Entgegen der von ihm offenbar vertretenen Auffassung liess sich den ihm vorliegenden Akten sodann nicht entnehmen, dass sich die Beschwerdeführerin seit April 2017 keiner Therapie mehr unterzog. Zwar fand die letzte
Konsulation
im
D.___
offenbar am
7.
April 2017 statt.
Dr.
B.___
gab in ihrem Bericht vom 1
8.
April 2017 jedoch an, dass die Beschwerdeführerin «bis auf weiteres» bei ihr in Behandlung stehe resp. dass sie nach ihr eventuell von
lic
. phil.
F.___
, Fachpsycho
login FSP, behandelt werde (
Urk.
7/14/3).
Zu berücksichtigen ist
sodann
insbe
sondere
, da
ss
gemäss der nunmehr geltenden Rechtsprechung auch bei leichten oder mittelschweren depressiven Störungen eine invalidisierende Wirkung nicht ohne Weiteres ausgeschlossen ist und anhand von auf den funktionellen Schwe
regrad bezogenen Standardindikatoren das tatsächlich erreichbare Leistungsver
mögen ergebnisoffen und symmetrisch zu beurteilen ist
(vgl. E. 1.4 und E. 3.5)
. Die vorhandenen medizinischen Beurteilungen erweisen sich dazu als zu wenig aussagekräftig.
Bloss auf fehlende Therapieresistenz zu verweisen, genügt nicht.
Es sind sodann auch die
aktenkundigen Migräneattacken/Kopfschmerzen und diffusen weiteren Schmerzen (vgl. Urk. 8/13/2) sowie deren funktionellen Aus
wirkungen fachärztlich abzuklären,
und anschliessend ist eine Gesamtbeur
teilung vorzunehmen.
4.4
Dementsprechend erweist sich die vorliegende Aktenlage für die abschliessende Beurteilung des Leistungsanspruchs de
r
B
eschwerdeführer
in
als ungenügend. D
ie
angefochtene Verfügung
ist deshalb
aufzuheben und die Sache an die Beschwer
degegnerin zurückzuw
eisen
, damit diese nach ergänzender Abklärung
im Sinne der Erwägungen
über den Leistungsanspruch de
r Beschwerdeführerin
- unter Berücksichtigung der massgebenden Rechtsprechung zur Beurteilung psychischer Erkrankungen
(vgl. E. 1.4 und 1.5)
- neu verfüge. In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.
5
.
5
.1
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal
tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57). Die Kosten des Verfahrens gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG sind ermessensweise auf
Fr.
6
00.-- festzusetzen und entsprechend dem Ausgang des Verfahrens der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
5
.2
Der Beschwerdeführerin steht eine Prozessentschädigung zu, welche vom Gericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeitaufwand und den Barauslagen festge
setzt wird (
§
34
Abs.
1 und 3 des Gesetzes über das Sozialver
sicherungsgericht,
GSVGer
). Entsprechend ist ihr eine Prozess
entschädigung von
Fr.
1’200
.-- (inkl. Barauslagen und
MWSt
) auszu
richten.
Das Gericht erkennt:
1.
Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom
2
8.
November 2017
aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, über den Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin neu verfüge.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
600
.-- werden
der Beschwerdegegnerin
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
der
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.
3.
Die Beschwerdegegnerin wird
verpflichtet,
der Beschwerdeführerin
eine Prozess
ent
schädigung von
Fr.
1’200
.-- (inkl. Barauslagen und
MWSt
) zu bezahlen.
4.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
CAP Rechtsschutz-Versicherungsgesellschaft AG
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
5.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundesge
setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
D
ie Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu
legen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber
HurstBrügger