# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3254e37d-bab6-5d35-850c-b97329985aab
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-04-26
**Language:** de
**Title:** Zürich Baurekursgericht 26.04.2021 BRGE I Nr. 0052/2021
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Baurekurs/ZH_BRK_001_BRGE-I-Nr--0052-2021_2021-04-26.pdf

## Full Text

BRGE I Nr. 0052/2019 vom 26. April 2019 in BEZ 2021 Nr. 29 

(Bestätigt mit VB.2019.00355 vom 7. September 2020; dieser bestätigt mit  
BGr 1C_505/2020 vom 8. April 2021.) 

Im Rahmen eines 1957 erstellten Einfamilienhauses wurde der Stadt X 
zwecks späteren Teilausbaus der L.-Strasse vorsorglich Land abgetreten. Die 
Verträge wurden unter Verrechnung von Abtretungsentschädigungen und 
Beiträgen vollzogen. Der fragliche Landstreifen war bis zur 
rekursgegenständlichen Quartierplanung der öffentlichen L.-Strasse 
zugewiesen. Für Fahrbahn oder Trottoir wurde er indes nie genutzt, zumal der 
im Jahr 1957 angedachte Ausbau der L.-Strasse nie in der beabsichtigten Form 
realisiert wurde. Auf der fraglichen Fläche sind bis heute fünf – öffentliche – 
Fahrzeugabstellplätze angeordnet. Mit dem rekursgegenständlichen 

Quartierplan werden diese aufgehoben. 

Angesichts des nur teilweisen Ausbaus der L.-Strasse wird der 1957 
abgetretene Grundstücksbereich nicht vollumfänglich für den Ausbau der L.-
Strasse benötigt. Der angefochtene Quartierplan sieht daher im Rahmen der 
Festsetzungsbestimmungen vor, dass der Parzelle Kat.-Nr. 1 Land im Halte von 
182 m2 zu einer Rückkaufssumme von total Fr. 10'920.-- und dass der Parzelle 
Kat.-Nr. 2 Land im Halte von 59 m2 zu einer Rückkaufssumme von total 
Fr. 3'540.-- zugeschlagen wird, folgend dem im Jahr 1957 den 
Rechtsvorgängern ausbezahlten Entschädigungsansatz von Fr. 60.--/m2 (ohne 
Zinsen und ohne Berücksichtigung der Wertvermehrung). 

Aus den Erwägungen: 

3.1 Der Rekurrent macht im Wesentlichen geltend, gemäss § 138 Abs. 1 
PBG seien bisherige Strassenflächen, welche im Quartierplanverfahren nicht 
mehr benötigt werden, in die Quartierplanmasse einzubeziehen. Von dieser 
Masse werde sodann das Land für die Erschliessungsanlagen und die 
gemeinschaftlichen Ausstattungen und Ausrüstungen abgezogen (§ 138 PBG). 
Für die Flächen aufzuhebender öffentlicher Strassen und Gewässer bestehe 
ein Anspruch auf Zuteilung eines Baugrundstücks nur soweit, als diese Flächen 
nicht für entsprechende neue Anlagen benötigt würden (§ 139 Abs. 3 PBG). 
Diese Regelung gehe dem allgemeinen Rückforderungsanspruch nach § 58 
Abtretungsgesetz (AbtrG) vor. Die vormaligen Eigentümer der Parzellen Kat.-
Nrn. 1 und 2 seien für die Landabtretung entschädigt worden, die Stadt X habe 
die fragliche Fläche nutzen können. Die Landabtretung sei in engem 
Zusammenhang mit der Erteilung der Baubewilligung des bestehenden 

Einfamilienhauses erfolgt. Schliesslich gehöre auch die Bereitstellung von 
Flächen für den ruhenden Verkehr zu den ursprünglichen Aufgaben einer 
Strasse. Würden die Ausführungen der Rekursgegnerschaft, wonach das 
abgetretene Land nie dem Enteignungszweck entsprechend verwendet worden 
wäre, zutreffen, wäre ein Rückforderungsanspruch ohnehin längst verjährt. Das 
nicht verwendete Strassenland könne die kommunale Vorinstanz nicht 
willkürlich durch separate Landübertragung bzw. durch einen Verzicht auf die 
Verjährungseinrede zum Nachteil der anderen Quartierplangenossen am 

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Quartierplanrecht vorbeischmuggeln. Entscheidend sei die Frage, unter 
welchen Voraussetzungen die strittige Reprivatisierung von Teilen einer 
öffentlichen Strasse Bestand haben könne. Sie müsse mit dem 
Quartierplanrecht entweder vereinbar oder rechtlich unabwendbar sein. 
Vereinbar sei sie zum vornherein nicht, weil sie jenen Teil der 
Quartierplanmasse schmälere, der ohne Anspruch auf eine Baulandzuteilung 
dem neuen öffentlichen Erschliessungsnetz zugeteilt werden müsse. Daraus 
folge eine Mehrbelastung der Quartierplangenossen, welche diesen Verlust 
durch erhöhte Landabzüge auszugleichen hätten. 

3.2 Die privaten Rekursgegner stellen sich auf den Standpunkt, schon der 
Wortlaut der Expropriationsverträge vom 11. Dezember 1957 impliziere, dass 
nur das tatsächlich für den Strassenausbau benötigte Land definitiv im 
Eigentum der Stadt X verbleibe und nur insoweit eine Abtretung erfolgen sollte. 
Das genaue Ausmass der Abtretungsfläche hätte erst nach Vollendung (des 

Ausbaus) ermittelt werden sollen. Weil erst mit dem Quartierplanentwurf 
festgestanden habe, dass die im Jahr 1959 erworbenen Landflächen für den 
Strassenausbau nicht bzw. nicht mehr benötigt würden, habe zuvor weder eine 
Veranlassung noch eine Handhabe bestanden, die Rückübertragung zu 
verlangen. Die abgetretene Fläche sei gar nie als Strasse gebraucht worden. 
Es habe sich um eine Art Landreserve gehandelt, welche provisorisch als 
Parkplatz gedient habe. Die damals abgetretene Fläche solle rekultiviert 
werden. Das rückübertragene Land werde den privaten Rekursgegnern zu ihren 
Parzellen geschlagen und im Quartierplanverfahren als Altbestand 
berücksichtigt. Für die Anwendung des Quartierplanrechts bzw. von § 138 f. 
PBG bestehe kein Raum; diese Normen kämen nur zur Anwendung, wenn es 
um Strassen gehe, die das Gemeinwesen nicht nach Abtretungsgesetz 
erworben habe. Die Abtretung verhalte sich im Widerspruch zur 
Eigentumsgarantie, soweit sie sich nachträglich als nicht erforderlich und damit 
unverhältnismässig erweise. Der Rekurrent bestreite denn auch gar nicht, dass 
das betreffende Land gemäss Quartierplan definitiv nicht mehr körperlich 
benötigt werde. Würde zusätzlich zur quartierplanrechtlichen Beitragspflicht an 
der Landabtretung und den Beitragsleistungen von 1959 festgehalten bzw. auf 
eine Rückabwicklung verzichtet, müssten die privaten Rekursgegner letztlich 
zweimal für dieselbe Erschliessung Beiträge leisten. 

3.3 Die kommunale Vorinstanz macht namhaft, ein gemäss § 138 f. PBG 
durchgeführter Einbezug in die Quartierplanmasse sei bloss rechnerischer 
Natur. Sinn und Zweck des Abschlusses des Expropriationsvertrags sei 
gewesen, das streitbetroffene Land nur soweit definitiv ins Eigentum des 
Gemeinwesens zu übergeben, als dies ein späterer Strassenausbau tatsächlich 
erforderlich machen würde. Heute stehe fest, dass das öffentliche Werk, zu 

dessen Zweck (Fahrbahn und Trottoir) das Grundeigentum seinerzeit auf 
vertraglichem Weg enteignet worden sei, nicht verwirklicht worden sei. Das 
fragliche Land habe bis anhin im Sinne eines Provisoriums als Abstellfläche für 
motorisierte Fahrzeuge gedient. Eine allfällige Verjährungsfrist habe sodann 
erst mit dem angefochtenen Quartierplanbeschluss zu laufen begonnen. Die 
Einrede der Verjährung sei sodann nicht von Amtes wegen zu erheben. Die 
Erhebung der Verjährungseinrede würde lediglich dazu führen, dass das 
streitbetroffene Land fiktiv als «öffentliche Strasse» aufgehoben und zugunsten 

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eines Quartierplanunternehmens in die Quartierplanmasse übertragen würde. 
Als Folge davon würde es den privaten Rekursgegnern verunmöglicht, in ihrer 
Rolle als Quartierplanbeteiligte im Quartierplan Looren das streitbetroffene 
Land in die Quartierplanmasse einzubringen. 

4.1 Als im Rahmen des Rekurses angefochten und damit letztlich 
streitgegenständlich kann nach den wiedergegebenen Parteivorbringen im 
Gegensatz zum Wortlaut des rekurrentischen Rechtsbegehrens nicht die 
quartierplanerische Realzuteilung der fraglichen Landfläche zu den Parzellen 
Kat.-Nrn. 1 und 2 sein, sondern einzig der rechnerische Einbezug der fraglichen 
Landfläche als Fläche der genannten Parzellen anstelle der bestehenden, im 
Eigentum der Stadt X stehenden Parzelle 3 (L.-Strasse Süd); letzteres gegen 
eine Geldleistung von total Fr. 14'460.-- (Fr. 60.--/m2). 

4.2 Über den prozentualen Abzug hinausgehende Minderzuteilungen, die 

nicht durch Realersatz ausgeglichen werden können, sind in Geld 
auszugleichen (§ 145 Abs. 1 PBG). Landminderzuteilungen in Abweichung vom 
Realersatzprinzip werden grundsätzlich nicht als formelle Enteignung 
betrachtet, und die Höhe der Entschädigung wird daher nicht einer 
Expropriationsentschädigung gleichgesetzt. Bei der Bemessung der Höhe der 
Entschädigung ist stets vom Verkehrswert auszugehen, welcher nach einer 
geeigneten Methode – wenn möglich nach der statistischen Methode – zu 
bestimmen ist. Preismindernd wirkt sich auf den dergestalt ermittelten 
Verkehrswert aus, dass keine Steuern (Grundstückgewinnsteuer) erhoben 
werden. Mit einem zusätzlichen Abschlag wird dem Umstand Rechnung 
getragen, dass Änderungen der Parzellenflächen bzw. -grössen zumeist nicht 
gewollt sind, d.h. im Interesse eines zweckmässigen Planungsresultats 
unfreiwillig erduldet werden müssen. All dies gilt jedoch nur dort, wo die 
Minderzuteilungen (bzw. Mehrzuteilungen) gering ausfallen. Bei gewichtigen 
Landabtretungen liegt eine auskaufsähnliche Situation vor, die sich 
preiserhöhend auswirkt. Wenn nur ein einzelner oder einige wenige 
Grundeigentümer durch grössere Landabzüge belastet bzw. grössere 
Mehrzuteilungen begünstigt sind, kann nämlich nicht mehr von üblichen 
Bereinigungsdifferenzen gesprochen werden, mit denen Grundeigentümer ohne 
weiteres rechnen müssen und die daher zum Vornherein unfreiwilligerweise in 
Kauf genommen werden müssen; je grösser eine Minderzuteilung (bzw. eine 
Mehrzuteilung) ausfällt, umso mehr nähert sie sich dem Tatbestand der 
Enteignung (bzw. im Fall einer Mehrzuteilung der Impropriation). Es wäre mit 
der Eigentumsgarantie (Art. 26 der Bundesverfassung [BV]) unvereinbar, wenn 
der Geldausgleich in solchen Fällen nur nach dem schematischen 
Quartierplanansatz bemessen würde (zum Ganzen: Peter Kleb, Kosten und 
Entschädigungen im zürcherischen Quartierplanverfahren, 2004, S. 88-90, mit 

Hinweisen; VGr, 22. August 2002, VB.2001.00326, E. 4; VGr, 30. Juni 2009, 
VB.2008.00288, E. 5.4; BRKE II Nr. 0192/2006 = BEZ 2007 Nr. 13). Für den 
Ausgleich von Mehr- oder Minderzuteilungen sieht der angefochtene 
Quartierplan im Allgemeinen ‒ welcher Wert von den Parteien nicht in Zweifel 
gezogen wird – einen Ansatz von Fr. 1'950.-- pro m2 vor. 

4.3 Für die Mehrzuteilung – so eben keine Rückerstattung nach § 58 
Abs. 1 AbtrG angenommen wird – an die Parzellen Kat.-Nrn. 1 und 2 wäre 

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angesichts der grundsätzlich vollen Überbaubarkeit bzw. Anrechenbarkeit der 
Fläche bei der Ausnützungsberechnung ohne weiteres der allgemeine 
quartierplanerische Ansatz, mithin der Betrag von Fr. 1'950.-- pro m2, 
massgeblich (VGr, 30. Juni 2009, VB.2008.00288, E. 5.4.1). Die vom 
Rekurrenten monierte Mehrbelastung durch die Reprivatisierung des fraglichen 
Landstreifens ausserhalb des Quartierplanrechts wird nachvollziehbar mit 37 m2 
veranschlagt. Mithin ergibt sich daher vorliegend ein Streitwert von Fr. 72'150.-- 

4.4 Ein abgetretenes Recht kann gegen Rückerstattung der dafür 
erhaltenen Entschädigung von dem früheren Inhaber wieder zurückgefordert 
werden, wenn (a) binnen zweier Jahre vom Tage der Abtretung an das 
öffentliche Werk, für welches die Abtretung stattfand, nicht unternommen oder 
das betreffende Recht nicht zu dem bei der Abtretung angegebenen Zwecke 
benutzt wurde, ohne dass sich hinreichende Gründe hierfür anführen lassen, 
oder (b) das abgetretene Recht zu einem anderen Zwecke als dem bei der 

Expropriation bezeichneten benutzt werden will (§ 58 Abs. 1 AbtrG). Diese 
Regelung kann – entgegen der gesetzlichen Systematik der lit. a und b, welche 
die zweckwidrige Verwendung des abgetretenen Rechts doppelt behandelt – 
nicht dergestalt aufgefasst werden, dass eine Rückerstattung gemäss lit. b der 
Bestimmung bei (nachträglichem) Dahinfallen des Expropriationszwecks ohne 
zeitliche Beschränkung gefordert werden kann. § 58 Abs. 1 AbtrG ist auf § 17 
AbtrG analog anzuwenden (§ 58 Abs. 2 AbtrG). Dass sich der Kanton Zürich 
mit dem Erlass von § 58 AbtrG ohne jegliche zeitliche Beschränkung zur 
Rückerstattung von Mehrwertbeiträgen verpflichten wollte, ist nicht 
anzunehmen. Dasselbe erhellt eine Betrachtung der vom Gesetzgeber in den 
§§ 183bis-183quater des Ergänzungsgesetzes zum Zivilgesetzbuch (EG ZGB) 
vorgesehenen Regelung, wonach vom Gemeinwesen für enteignungsähnliche 
öffentlich-rechtliche Eigentumsbeschränkungen geleistete Entschädigungen 
einerseits von den Betroffenen innert 10 Jahren anzumelden sind (§ 183ter 

EG ZGB) und andererseits Entschädigungen vom Gemeinwesen innert fünf 
Jahren nach ihrer Ausrichtung ganz oder teilweise zurückverlangt werden 
können, wenn die Eigentumsbeschränkung nachträglich wesentlich gemildert 
oder beseitigt wird (§ 183quater EG ZGB). Dies führt zum Ergebnis, dass die in 
§ 58 Abs. 1 lit. a AbtrG genannte Befristung von zwei Jahren auch für die von 
§ 58 Abs. 1 lit. b AbtrG geregelte Zweckentfremdung massgeblich sein muss. 
Letztlich ergibt sich aus der – so verstandenen – Auslegung von § 58 AbtrG 
auch inhaltlich kein Widerspruch: Ist das Gemeinwesen binnen zweier Jahre 
überhaupt untätig geblieben, ohne dass sich hinreichende Gründe dafür 
anführen lassen, ist (mit Ablauf der genannten zwei Jahre) die Entstehung des 
Rückforderungsanspruchs anzunehmen. Ist das Gemeinwesen innerhalb der 
zwei Jahre zwar tätig geworden und nimmt das abgetretene Recht zweckwidrig 
in Anspruch, ist (jedenfalls spätestens mit Ablauf der genannten zwei Jahre) die 

Entstehung des Rückforderungsanspruchs anzunehmen. Die Rückforderungs-
ansprüche verjähren sodann in Analogie zur Verjährung der Entschädigungs-
forderungen aus materieller Enteignung zehn Jahre nach ihrer Entstehung 
(Ulrich Häfelin/Georg Müller/Felix Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 
7. A., 2016, Rz. 777 ff. [779]). 

4.5 Dass die fragliche, mit Verträgen vom 11. Dezember 1957 abgetretene 
Fläche von der Expropriantin zweckwidrig genutzt worden wäre, trifft entgegen 

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den Ausführungen der Rekursgegnerschaft nicht zu. Das zürcherische 
Strassengesetz kennt kein förmliches Institut der Entstehung der 
Strassenöffentlichkeit durch Widmung. Im Kanton Zürich werden die Strassen 
dem öffentlichen Verkehr in der Regel formlos übergeben (Max Imboden/René 
A. Rhinow, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, Bd. II, 1976, S. 817; 
BRKE IV Nr. 0034/2006 = BEZ 2006 Nr. 38; VGr, 10. Mai 2000, 
VB.2000.00025, E. 4a; VB.2003.00384 = BEZ 2004 Nr. 5; VB 88/0067 = 
RB 1988 Nr. 64 [Leitsatz] = BEZ 1989 Nr. 2 [voller Text]). Auch ein privater 
Grundeigentümer kann durch sein Verhalten der formlosen Widmung der 
Strassenfläche zum Gemeingebrauch zustimmen. Für eine Widmung genügt 
mithin ein konkludentes Verhalten (VGr, 10. Mai 2000, VB.2000.00025, Leitsatz 
und E. 4b cc; VB 88/0067 = RB 1988 Nr. 64 [Leitsatz] = BEZ 1989 Nr. 2 [voller 
Text]). Faktisch genügt es dabei, dass eine Strasse seit mehr als zehn Jahren 
uneingeschränkt durch die Öffentlichkeit befahren sowie in allen massgebenden 
Bereichen durch die Gemeinde beaufsichtigt und unterhalten wird und diese Art 
der Benutzung durch die privaten Landeigentümer und durch die Gemeinde 
hingenommen wird (VGr, 10. Mai 2000, VB.2000.00025, Leitsatz und E. 4b cc; 
VGr, 9. Mai 2012, VB.2011.00730, E. 5.3.1). Diese Ordnung betreffend die 
konkludente Widmung ist bundesrechtskonform (BGr, 15. August 
2012, 5A_348/2012, E. 4.3.2). Dass die vorliegend infrage stehenden fünf 
Fahrzeugabstellplätze in der blauen Zone während Jahrzehnten dem 
Gemeingebrauch gewidmet waren, stellt die Rekursgegnerschaft nicht infrage. 
Eine Zweckentfremdung hat sich damit ‒ auch in Anbetracht der im 
Abtretungsvertrag vorgesehenen Realisierung einer (verbreiterten) Fahrbahn 
und eines Trottoirs – nicht ergeben. Nach Treu und Glauben hat auch eine zum 
Strassenraum adhärente Nutzung als zweckkonform zu gelten. Zum 
Strassenraum gehören vielseitige Ausstattungen (§ 3 des Strassengesetzes 
[StrassG]), Nebenanlagen (§ 4 StrassG) und – bereits gemäss grundsätzlicher 
Definition – auch Plätze und Wege (§ 1 StrassG). Die Rechtsprechung hat sich 
mit Bezug auf den Bau grösserer Parkplätze und Haltestellen für die 
Anwendung des strassenrechtlichen Projektgenehmigungsverfahrens 
ausgesprochen. So erstmals im Fall eines raumplanungsrechtlich bedeutsamen 
regionalen Parkplatzes, dessen Standort im regionalen und kommunalen 
Gesamtplan verankert war (VB 88/0040 = BEZ 1990 Nr. 1 = RB 1990 Nr. 102 
[Anwendbarkeit des Verfahrens nach Abtretungsgesetz aufgrund eines 
Verweises in § 15 aStrassG]). Im Fall einer Bushaltestelle mit Wartehalle wurde 
erwogen, dass auch in § 96 Abs. 2 lit. b PBG nicht ausdrücklich erwähnte 
Anlagen, die dem Betrieb des auf der Strasse abgewickelten öffentlichen 
Verkehrs unmittelbar dienen (Haltestellentafeln, Billettautomaten sowie 
Sitzgelegenheiten und Witterungsschutz für wartende Passagiere), einen 
mindestens ebenso engen Bezug zur Strasse aufweisen können wie etwa 
Parkhäuser. Es bestehe offenkundig ein öffentliches Interesse daran, solche 
Einrichtungen durch Baulinien sichern zu können. Die Einrichtung unterstehe 
daher auch der Baupflicht nach § 7 aStrassG und damit dem in den Städten 
Zürich und Winterthur anwendbaren Verfahren nach §§ 43 ff. aStrassG. Weil 
gemäss § 309 Abs. 1 PBG die Genehmigung von Projekten betreffend die 
Erstellung der Veränderung von Verkehrsanlagen und Gewässern die 
baurechtliche Bewilligung miteinschliesse, stehe das Baubewilligungsverfahren 
als Alternative zum Projektgenehmigungs- und dem Enteignungsverfahren nicht 
zur Verfügung (BRKE I Nr. 0715 und 0716/1991 = BEZ 1992 Nr. 9). Die 

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fragliche Fahrzeugabstellfläche an der L.-Strasse kann im Verhältnis zu 
letzterer nicht gesondert betrachtet werden.  

4.6 Nach dem Gesagten ist ein klagbarer Rückerstattungsanspruch der 
privaten Rekursgegnerschaft gestützt auf § 58 AbtrG bereits aufgrund des 
Gesetzeszwecks zu verneinen. § 58 AbtrG regelt einzig den Fall, in welchem 
ein abgetretenes Recht entweder für längere Zeit nicht (lit. a) oder jedenfalls 
zweckwidrig (lit. a, lit. b) verwendet wird. Die Anwendbarkeit von § 58 AbtrG auf 
den Fall einer nachträglichen, nach jahrzehntelangem Gemeingebrauch an 
einer Fläche pendenten Entwidmung ist abzulehnen. Dergestalt würde 
bedeuten, dass auch für vor unvordenklicher Zeit erfolgte Enteignungen bei der 
Vornahme raum-, nutzungs- oder verkehrsplanerischer Massnahmen 
umfassender (Real-)Ersatz geleistet werden müsste, soweit Flächen nicht mehr 
einer Nutzung im Gemeingebrauch zugeteilt werden. Dies wäre aus Gründen 
der Rechtssicherheit nicht praktikabel. Diese Überlegungen zur 

Rechtssicherheit als Verstoss gegen die Eigentumsgarantie (Art. 26 BV) zu 
werten, ginge fehl. 

4.7 Wäre vorliegend die Regelung von § 58 AbtrG zur Zweckentfremdung 
anwendbar, so hätten die privaten Rekursgegner – nach den bereits erwähnten 
Überlegungen zur Verjährung – den Anspruch auf Rückerstattung spätestens 
12 Jahre (2 Jahre zzgl. die Verjährungsfrist von 10 Jahren) nach dem Vollzug 
des Abtretungsvertrags, allenfalls – bei grosszügiger Auslegung der 
Bestimmung zur Zweckentfremdung – auch spätestens 10 Jahre nach Beginn 
der Nutzung als öffentliche Fahrzeugabstellplätze geltend machen müssen. 
Dass die Stadt X in der Replik (sinngemäss) darauf verweist, dass sie im 
Verhältnis zur privaten Rekursgegnerschaft auf die Erhebung der 
Verjährungseinrede verzichte, ändert hieran nichts. Zwar ist – jeweils zu 
Gunsten der Privaten – ein Verzicht des Gemeinwesens auf Erhebung der 
Verjährungseinrede auch bei öffentlich-rechtlichen Forderungen grundsätzlich 
denkbar (Häfelin/Müller/Uhlmann, Rz. 775 f.). Indes muss der von der Stadt X 
erklärte Verjährungsverzicht, zumal er im vorliegenden Verfahren zu Lasten von 
Dritten bzw. der weiteren Quartierplangenossen erfolgt, als unwirksam gelten. 
Der Rekurrent beruft sich daher zu Recht auf die Verjährung, wozu er als 
mitbetroffener Quartierplangenosse auch berechtigt sein muss. 

4.8 Im Ergebnis vermögen weder § 58 AbtrG noch die 
Expropriationsverträge vom 11. Dezember 1957 die Privilegierung der privaten 
Rekursgegner beim finanziellen Ausgleich der Mehrzuteilung zu rechtfertigen. 
Die betroffene Fläche ist nach § 138 f. PBG in die Neuzuteilung einzubeziehen. 
Der Rekurs erweist sich als begründet.