# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f52bfa83-1f97-5c91-9e77-fec829c69f3e
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-14
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Zivilkammern 14.11.2025 ZSU.2025.285
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_001_ZSU-2025-285_2025-11-14.pdf

## Full Text

Obergericht 

Zivilgericht, 4. Kammer 

 

ZSU.2025.285  
(SG.2025.212)  

Art. 193 

 

 

Entscheid vom 14. November 2025 
 

 

Besetzung  Oberrichter Richli, Präsident  

Oberrichterin Massari  

Oberrichterin Hausherr  

Gerichtsschreiber Huber          

 

 
   

Klägerin   SVA Aargau,  

Kyburgerstrasse 15, Postfach, 5001 Aarau  

 

    
   

Beklagte   A._____,  

[…] 

vertreten durch Rechtsanwalt Artan Sadiku,  

Eigenheimweg 10, 6010 Kriens   

 

 
 

Gegenstand  Konkurs 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Das Obergericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

1.1.  

Die Klägerin betrieb die Beklagte (Inhaberin des im Handelsregister des 

Kantons Aargau eingetragenen Einzelunternehmens "B._____") mit Zah-

lungsbefehl Nr. xxx des Betreibungsamts Q._____ vom 10. Juni 2025 für 

eine Forderung von Fr. 547.00 nebst Zins zu 5 % seit 6. Juni 2025, Ver-

zugszins vom 1. April 2025 bis 5. Juni 2025 in der Höhe von Fr. 4.95 und 

Fr. 25.00 aufgrund der Akontorechnung Nr. 32346005 (3.2025) vom 

11. März 2025.  

 

1.2. 

Die Beklagte erhob gegen den ihr am 16. Juni 2025 zugestellten Zahlungs-

befehl keinen Rechtsvorschlag. 

 

2. 

2.1. 

Mit Eingabe vom 6. August 2025 stellte die Klägerin beim Bezirksgericht 

Zofingen das Konkursbegehren, nachdem die Konkursandrohung der Be-

klagten am 11. Juli 2025 zugestellt worden war und diese die in Betreibung 

gesetzte Forderung seither nicht bezahlt hatte. 

 

2.2. 

Der Präsident des Bezirksgerichts Zofingen erkannte am 30. September 

2025: 

 

" 1. 
Über A._____, Inhaberin EF B._____, […] wird mit Wirkung ab 30. Sep-
tember 2025, 08:00 Uhr, der Konkurs eröffnet. 
 
2. 
Mit der Durchführung des Verfahrens wird das Konkursamt Aargau beauf-
tragt. Vorbehalten bleibt eine allfällige andere Zuweisung durch die lei-
tende Konkursbeamtin. Das Konkursamt wird ersucht, die Konkurseröff-
nung zu publizieren. 
 
3. 
Die Gesuchstellerin haftet als Gläubigerin gemäss Art. 169 SchKG gegen-
über dem Konkursamt Aargau für die Kosten, die bis und mit der Einstel-
lung des Konkurses mangels Aktiven oder bis zum Schuldenruf entstehen. 
 
4. 
Die Entscheidgebühr von Fr. 350.00 wird der Gesuchsgegnerin auferlegt 
und mit dem in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss der Gesuch-
stellerin verrechnet, so dass der Gesuchstellerin gegenüber der Konkurs-
masse eine Forderung von Fr. 350.00 zusteht." 

 

 - 3 - 

 

 

3. 

3.1. 

Gegen diesen ihr am 1. Oktober 2025 zugestellten Entscheid erhob die Be-

klagte mit Eingabe vom 10. Oktober 2025 beim Obergericht des Kantons 

Aargau Beschwerde mit folgenden Anträgen: 

 

" 1. 
Es sei das Urteil der Vorinstanz vom 30.09.2025 aufzuheben, das Kon-
kursbegehren abzuweisen und folgerichtig von der Eröffnung des Konkur-
ses abzusehen. 
 
2. 
Es sei das Handelsregisteramt des Kantons Aargau unverzüglich anzuwei-
sen, die entsprechende Eintragung vorzunehmen bzw. den Zusatz 'in Auf-
lösung' zu entfernen. 
 
3. 
Es sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu gewähren. 
 
4. 
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. MWST zu Lasten der Be-
schwerdegegnerin resp. der Vorinstanz." 

 

3.2. 

Die Instruktionsrichterin des Obergerichts erteilte der Beschwerde mit Ver-

fügung vom 15. Oktober 2025 die aufschiebende Wirkung.  

 

3.3. 

Die Klägerin erstattete keine Beschwerdeantwort. 

 

 
   

Das Obergericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Der Entscheid des Konkursgerichts kann innert zehn Tagen mit Be-

schwerde nach der Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO) angefoch-

ten werden (Art. 174 Abs. 1 Satz 1 SchKG).  

 

Die Parteien können dabei neue Tatsachen geltend machen, wenn diese 

vor dem erstinstanzlichen Entscheid eingetreten sind (Art. 174 Abs. 1 

Satz 2 SchKG i.V.m. Art. 326 Abs. 2 ZPO). Es handelt sich hierbei um vor 

dem angefochtenen erstinstanzlichen Entscheid entstandene Tatsachen 

und Beweismittel, die in diesem Entscheid nicht berücksichtigt wurden, weil 

sie dem erstinstanzlichen Gericht trotz der hier vorgeschriebenen Untersu-

chungsmaxime (Art. 255 lit. a ZPO) nicht bekannt waren und auch nicht von 

einer Partei vorgebracht wurden. Als solche unechte Noven gelten Tatsa-

chen, die bis zum Beginn der Urteilsberatung des Konkursgerichts einge-

treten, aber im Entscheid nicht berücksichtigt worden sind. Inhaltlich kön-

nen diese unechten Noven uneingeschränkt alle für das Konkursbegehren 

 - 4 - 

 

 

prozessrelevanten Tatsachen und Beweismittel umfassen (ROGER GIROUD/ 

FABIANA THEUS SIMONI, in: Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuld-

betreibung und Konkurs, 3. Aufl. 2021, N. 19 zu Art. 174 SchKG). Unechte 

Noven sind zwingend innerhalb der Beschwerdefrist vorzubringen (BGE 

139 III 491 E. 4.4). 

 

Art. 174 Abs. 2 SchKG erlaubt es dem Schuldner überdies, seine gegen 

das Konkurserkenntnis erhobene Beschwerde mit bestimmten, erst nach 

dem angefochtenen Entscheid entstandenen neuen Tatsachen und Be-

weismitteln (echte Noven) zu begründen und damit von der Beschwer-

deinstanz die Aufhebung des Konkurses zu erlangen. Diese nach dem erst-

instanzlichen Entscheid eingetretenen Konkurshinderungsgründe müssen 

sich innert der Rechtsmittelfrist verwirklicht haben und geltend gemacht 

werden. Nach Ablauf der Rechtsmittelfrist vorgebrachte echte Noven kön-

nen ebenfalls nicht mehr berücksichtigt werden (BGE 136 III 294, 139 III 

491; GIROUD/THEUS SIMONI, a.a.O., N. 20 f. zu Art. 174 SchKG). 

 

2. 

2.1. 

Die Rechtsmittelinstanz kann die Konkurseröffnung aufheben, wenn der 

Schuldner seine Zahlungsfähigkeit glaubhaft macht und durch Urkunden 

beweist, dass inzwischen die Schuld, einschliesslich der Zinsen und Kos-

ten, getilgt oder der geschuldete Betrag bei der Rechtsmittelinstanz zuhan-

den des Gläubigers hinterlegt ist oder der Gläubiger auf die Durchführung 

des Konkurses verzichtet (Art. 174 Abs. 2 SchKG). Diese bundesrechtliche 

Regelung bezweckt, sinnlose Konkurse über nicht konkursreife Schuldner 

zu vermeiden (KURT AMONN/FRIDOLIN WALTHER, Grundriss des Schuldbe-

treibungs- und Konkursrechts, 9. Aufl. 2013, § 36 Rz. 58).  

 

2.2. 

Die Beklagte macht mit Beschwerde geltend, dass sie die der Konkurser-

öffnung zugrundeliegende Forderung bezahlt habe. Zum Beweis dafür 

reicht sie ein Schreiben der Klägerin vom 7. Oktober 2025, wonach die Be-

treibung erledigt und im Betreibungsregister als bezahlt resp. erledigt zu 

vermerken sei (Beschwerdebeilage [BB] 9), und die Schuldnerinformation 

des Betreibungsamts Q._____ vom 10. Oktober 2025, welche den Vermerk 

"erledigt gemäss Gläubiger" enthält (BB 5), ein. Ob nur die in Betreibung 

gesetzte Forderung von Fr. 576.95 oder auch die Zinsen und Kosten getilgt 

wurden, geht aus den genannten Dokumenten nicht hervor. Jedoch hat die 

Beklagte am 9. Oktober 2025, mithin während der Beschwerdefrist, den 

Betrag von Fr. 2'500.00 (bestehend aus der Konkurshinterlage von 

Fr. 2'000.00 und den Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 500.00) 

bei der Obergerichtskasse hinterlegt (BB 11). Damit ist die Konkursforde-

rung der Klägerin inkl. Zinsen und Kosten von Fr. 1'043.75 (vgl. vorinstanz-

liche Akten [VA] act. 13) getilgt resp. gedeckt und die erste Voraussetzung 

von Art. 174 Abs. 2 SchKG (Tilgung der Schuld einschliesslich der Zinsen 

 - 5 - 

 

 

und Kosten [Ziff. 1] bzw. Hinterlegung des geschuldeten Betrags beim obe-

ren Gericht zuhanden des Gläubigers [Ziff. 2]) erfüllt.  

 

2.3. 

2.3.1. 

Kann sich der Schuldner erfolgreich auf einen der in Art. 174 Abs. 2 

Ziff. 1 – 3 SchKG genannten Aufhebungsgründe berufen, ist weiter zu prü-

fen, ob er seine Zahlungsfähigkeit glaubhaft gemacht hat (Art. 174 Abs. 2 

Ingress SchKG).  

 

Glaubhaft gemacht ist eine Tatsache dann, wenn für deren Vorhandensein 

gewisse Elemente sprechen, selbst wenn das Gericht noch mit der Mög-

lichkeit rechnet, dass sie sich nicht verwirklicht haben könnte. Im Hinblick 

auf die Aufhebung der Konkurseröffnung heisst dies, dass die Zahlungsfä-

higkeit des Konkursiten wahrscheinlicher sein muss als seine Zahlungsun-

fähigkeit. In diesem Bereich dürfen keine zu strengen Anforderungen ge-

stellt werden, insbesondere, wenn die wirtschaftliche Überlebensfähigkeit 

des schuldnerischen Unternehmens nicht von vornherein ausgeschlossen 

werden kann. Auch wenn der Schuldner die Zahlungsfähigkeit nicht strikt 

beweisen, sondern nur glaubhaft machen muss, so genügen seine Be-

hauptungen allein nicht. Es liegt am Schuldner, Beweismittel vorzulegen, 

die geeignet sind, seine Zahlungsfähigkeit als glaubhaft erscheinen zu las-

sen. Der Schuldner muss namentlich nachweisen, dass gegen ihn kein 

Konkursbegehren in einer ordentlichen Konkurs- oder in einer Wechselbe-

treibung hängig ist und dass keine weiteren vollstreckbaren Betreibungen 

vorliegen. Zahlungsfähig ist der Schuldner, wenn er über ausreichende li-

quide Mittel zur Begleichung der fälligen Schulden verfügt. Bloss vorüber-

gehende Zahlungsschwierigkeiten lassen einen Schuldner noch nicht als 

zahlungsunfähig erscheinen, ausser wenn keine wesentlichen Anhalts-

punkte für eine Verbesserung seiner finanziellen Situation zu erkennen sind 

und er auf unabsehbare Zeit als illiquid erscheint. Die Beurteilung beruht 

auf einem aufgrund der Zahlungsgewohnheiten des Konkursiten gewonne-

nen Gesamteindruck (Urteile des Bundesgerichts 5A_33/2021 vom 

28. September 2021 E. 2.2 und 5A_353/2022 vom 31. August 2022 E. 2.3, 

je m.w.H.; GIROUD/THEUS SIMONI, a.a.O., N. 26b zu Art. 174 SchKG). 

 

2.3.2. 

Zahlungsfähigkeit ist gegeben, wenn ausreichend liquide Mittel vorhanden 

sind, um die Gläubiger bei Fälligkeit ihrer Forderungen zu befriedigen. Als 

liquide Mittel sind nur die sofort und konkret verfügbaren, nicht aber zukünf-

tige, zu erwartende oder mögliche Mittel zu berücksichtigen (Urteile des 

Bundesgerichts 5A_446/2014 vom 27. Oktober 2014 E. 4.2, 5A_944/2013 

vom 19. März 2014 E. 3.1).  

 

Die Zahlungsfähigkeit des Schuldners ist glaubhaft gemacht, wenn die 

Möglichkeit besteht, den Konkurs noch zu verhindern, falls der Schuldner 

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seinen laufenden Verpflichtungen nachzukommen und seine bestehenden 

Schulden (insbesondere auch Verlustscheine) in absehbarer Zeit abzutra-

gen vermag, wobei bestehende Altlasten innert längstens zweier Jahre ab-

zutragen sind. Hierzu genügt es, dass sich der Schuldner um die Sanierung 

seiner ungünstigen finanziellen Situation ernsthaft bemüht und mit Gläubi-

gern Abzahlungen vereinbart, die er glaubhaft in der Lage ist, vereinba-

rungsgemäss zu leisten. Wie erwähnt, reichen blosse Behauptungen des 

Schuldners aber nicht aus; vielmehr sind konkrete Anhaltspunkte wie Zah-

lungsbelege, Belege über die dem Schuldner zur Verfügung stehenden Mit-

tel (z.B. Bankguthaben, Kreditverträge, Erklärung der Bank, das schuldne-

rische Unternehmen weiterhin zu stützen), unterzeichnete Debitoren- und 

Kreditorenlisten, Auftragsbestätigungen, Auszug aus dem Betreibungsre-

gister, aktuelle Jahresrechnung, unterzeichnete Bilanz, Zwischenbilanz, 

Status, Steuererklärungen und -einschätzungen etc., erforderlich (GIROUD/ 

THEUS SIMONI, a.a.O., N. 26d zu Art. 174 SchKG).  

 

Wichtigstes bzw. unerlässliches Dokument zum Glaubhaftmachen der Zah-

lungsfähigkeit ist der Auszug aus dem Betreibungsregister. Vorzulegen ist 

ein aktueller, detaillierter und vollständiger Betreibungsregisterauszug min-

destens der letzten drei Jahre (Urteil des Bundesgerichts 5A_33/2021 vom 

28. September 2021 E. 3.3). Dabei hat der Schuldner zu jeder im Betrei-

bungsregister nicht als erledigt aufgeführten Forderung Stellung zu neh-

men und behauptete Zahlungsvereinbarungen sowie geleistete Raten zu 

belegen (Urteil des Bundesgerichts 5A_353/2022 vom 31. August 2022 

E. 2.5.2; PETER DIGGELMANN/THOMAS ENGLER, in: Kurzkommentar SchKG, 

3. Aufl. 2025, N. 15a zu Art. 174 SchKG). Von wesentlicher Bedeutung sind 

zudem Bankkontoauszüge und weitere Unterlagen, die geeignet sind, kurz-

fristig abrufbare Guthaben/Vermögenswerte nachzuweisen, sowie Unterla-

gen über die Einnahmen und Ausgaben bzw. Kosten (DIGGELMANN/ENG-

LER, a.a.O., N. 15b zu Art. 174 SchKG). Der Schuldner muss im Beschwer-

deverfahren gegen die Konkurseröffnung mit einer detaillierten Analyse 

dieser Unterlagen rechnen (Urteil des Bundesgerichts 5A_417/2020 vom 

27. Oktober 2020 E. 3.2). 

 

2.3.3. 

Die Beklagte betreibt mit ihrem Einzelunternehmen gemäss Eintrag im 

Handelsregister des Kantons Aargau ein Nagelstudio, in welchem sie Na-

geldesign, Kosmetik, Schönheits- und Stilberatung anbietet sowie mit 

Schmuck und Fashion handelt. In der Beschwerde führt sie im Wesentli-

chen aus, sie habe bereits heute zahlreiche gebuchte Termine für diverse 

Dienstleistungen. Basierend auf den aktuell gebuchten Terminen ergäben 

sich erwartete Einnahmen in der Höhe von Fr. 39'831.00. Es liege ausser-

dem in der Natur der Tätigkeit in der Kosmetikbranche, dass viele Kundin-

nen ihre Termine erst wenige Tage vorher bzw. gar am selben Tag buch-

ten. Zum aktuellen Auslastungsvolumen werde noch eine Vielzahl an wei-

teren Terminen kommen. Die Auftragslage sei somit bestens. Der Erfolgs-

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rechnung bzw. Bilanz sei zu entnehmen, dass die Beklagte 2024 einen Ge-

winn von Fr. 14'781.86 erwirtschaftet habe. Gemäss Zwischenbilanz 2025 

habe bis Ende Juli ein Gewinn von Fr. 13'339.30 erzielt werden können. 

Gemäss der entsprechenden Erfolgsrechnung seien Dienstleistungserlöse 

in der Höhe von Fr. 41'688.83 erwirtschaftet worden. Zudem beliefen sich 

die kurzfristig verfügbaren Mittel auf Fr. 19'188.93. Das hohe Auftragsvolu-

men werde sodann durch den Kontoauszug der Beklagten belegt. Aufgrund 

aussergewöhnlicher Umstände habe die Beklagte kurzzeitig die Übersicht 

über die bezahlten und noch offenen Rechnungen verloren. Sie sei jedoch 

nie zahlungsunfähig gewesen; ihre finanzielle Leistungsfähigkeit sei immer 

intakt gewesen. Dies werde auch daran ersichtlich, dass die offenen Be-

treibungen ohne weiteres hätten beglichen werden können.  

 

Wesentlichen Aufschluss über das Zahlungsverhalten und die finanzielle 

Lage der Beklagten gibt zunächst der Auszug aus dem Betreibungsregister 

des Betreibungsamts Q._____ vom 9. Oktober 2025 (BB 4). Darin sind (ne-

ben der der vorliegenden Konkurseröffnung zugrundeliegenden Betrei-

bung) 17 Betreibungen im Gesamtbetrag von Fr. 54'417.33 aufgeführt. Da-

von sind neun durch Zahlung an das Betreibungsamt und vier durch Zah-

lung an die Gläubigerin erledigt (total Fr. 39'227.30). In zwei Betreibungen 

vom 15. Juni 2022 und vom 23. April 2025 im Umfang von total 

Fr. 13'911.15 hat die Beklagte Rechtsvorschlag erhoben. Am 14. August 

2025 und am 22. September 2025 wurden gegen sie beim Betreibungsamt 

Q._____ zwei weitere Betreibungen über gesamthaft Fr. 1'278.68 eingelei-

tet, die bislang weder durch Rechtsvorschlag gestoppt noch erledigt sind. 

Hingegen sind beim Betreibungsamt Q._____ keine nicht getilgten Pfän-

dungsverlustscheine und keine anderweitigen Konkurseröffnungen ver-

zeichnet. Die unbestrittenen offenen Forderungen von total Fr. 1'278.68 

sind durch die Konkurshinterlage von Fr. 2'000.00 (auch unter Berücksich-

tigung des gemäss E. 2.2 hievor allenfalls noch offenen Restbetrags von 

Fr. 466.80 [= Fr. 1'043.75 - Fr. 576.95]) gedeckt. Gemäss Zwischenab-

schluss 2025 (BB 13) erwirtschaftete die Beklagte von Januar bis Juli 2025 

(Beschwerde Rz. 12) Einnahmen von Fr. 41'688.83. Nach Abzug des 

Raumaufwands von Fr. 12'351.78 und des Lohnaufwands von 

Fr. 15'997.75 verblieb ein Gewinn von Fr. 13'339.30. In der Zwischenbilanz 

per Ende Juli 2025 wies die Beklagte einen Kassenbestand von 

Fr. 18'552.72 und ein Bankkontoguthaben vom Fr. 636.21 aus. Die bis 

Ende 2025 erwarteten Einnahmen von rund Fr. 40'000.00 aus bereits ge-

buchten Terminen (BB 12) können nach der in E. 2.3.2 hievor zitierten bun-

desgerichtlichen Rechtsprechung nicht zu den liquiden Mitteln gezählt wer-

den. Der Zwischenabschluss 2025 ist überdies nur wenig aussagekräftig, 

da darin nur der Lohn- und Raumaufwand ausgewiesen ist, während der 

ganze übrige Aufwand (für Material, Sozialversicherungsbeiträge, Reini-

gung, Fahrzeug, Informatik, Kundenbetreuung, Bankspesen etc.), der im 

Jahr 2024 total Fr. 27'132.80 betragen hatte, nicht enthalten ist. Dass die 

Beklagte von Januar bis Juli 2025 gar keine solchen Aufwendungen hatte, 

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erscheint nicht glaubhaft. Ob der Lohnaufwand für die Beklagte selbst oder 

für Angestellte von ihr angefallen ist, wurde in der Beschwerde nicht dar-

gelegt. Schliesslich hat die Beklagte ihre privaten Lebenshaltungskosten 

(Wohnkosten, Krankenkassenprämien etc.) weder beziffert noch belegt. 

Steuererklärungen und Steuerveranlagungen fehlen ebenfalls.  

 

2.3.4. 

Zusammenfassend ist festzustellen, dass über die der Beklagten tatsäch-

lich zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel und die tatsächlich anfal-

lenden Ausgaben kein vollständiges Bild vorliegt. Mit den lückenhaften Un-

terlagen ist es der Beklagten nicht gelungen, ihre Zahlungsfähigkeit glaub-

haft zu machen. Damit lässt sich auch nicht sagen, dass ihre Zahlungsfä-

higkeit wahrscheinlicher ist als ihre Zahlungsunfähigkeit. Die gegen das 

Konkurserkenntnis des Präsidenten des Bezirksgerichts Zofingen vom 

30. September 2025 erhobene Beschwerde ist deshalb abzuweisen. 

 

3. 

Der Konkurs gilt von dem Zeitpunkt an als eröffnet, in welchem er erkannt 

wird (Art. 175 Abs. 1 SchKG). Das Gericht stellt diesen Zeitpunkt im Kon-

kurserkenntnis fest (Art. 175 Abs. 2 SchKG). Erteilt die obere Instanz einem 

Weiterzug die aufschiebende Wirkung, treten die Konkurswirkungen erst in 

dem Moment ein, in welchem die aufschiebende Wirkung dahinfällt. Dies 

ist insbesondere der Zeitpunkt, in welchem der erstinstanzliche Entscheid 

bestätigt wird. Die Beschwerdeinstanz muss diesfalls einen neuen Zeit-

punkt der Konkurseröffnung festlegen. Massgebend sind Datum und 

Stunde des Entscheids der Rechtsmittelinstanz (BGE 85 III 146 E. 6;  

GIROUD/THEUS SIMONI, a.a.O., N. 29b zu Art. 174 SchKG und N. 4 zu 

Art. 175 SchKG). 

 

Die Instruktionsrichterin des Obergerichts erteilte der Beschwerde der Be-

klagten mit Verfügung vom 15. Oktober 2025 die aufschiebende Wirkung. 

Diese fällt mit dem heutigen Entscheid der Beschwerdeinstanz, mit wel-

chem der vorinstanzliche Entscheid bestätigt wird, dahin. Als Zeitpunkt der 

Konkurseröffnung gilt somit jener der Ausfällung des vorliegenden Ent-

scheids. Dispositiv-Ziff. 1 des vorinstanzlichen Entscheids ist deshalb von 

Amtes wegen entsprechend abzuändern. 

 

4. 

Bei diesem Ausgang des Beschwerdeverfahrens hat die Beklagte die ober-

gerichtliche Entscheidgebühr zu bezahlen (Art. 106 Abs. 1 ZPO; Art. 61 

Abs. 1 i.V.m. Art. 52 GebV SchKG) und ihre Parteikosten selber zu tragen. 

Der Klägerin ist im Beschwerdeverfahren kein Aufwand entstanden, wes-

halb ihr keine Parteientschädigung zuzusprechen ist. 

 

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5. 

Die Zahlung der Forderungssumme kann der im Konkurs befindliche 

Schuldner nicht zu Lasten der Konkursmasse vornehmen, da er über die 

Aktiven der Masse nicht zum Nachteil der übrigen Gläubiger verfügen darf 

(Art. 204 Abs. 1 SchKG). Mit Zustimmung der Konkursverwaltung kann er 

jedoch den Forderungsbetrag samt Zins und Kosten zu Lasten der Masse 

bei der Beschwerdeinstanz hinterlegen. Diese überweist den Betrag an den 

Gläubiger, wenn sie die Beschwerde gutheisst. Bei Abweisung der Be-

schwerde ist der hinterlegte Betrag an die Konkursverwaltung zu überwei-

sen. Diese hat zu entscheiden, ob er der Konkursmasse, dem Schuldner, 

der die Geldsumme möglicherweise nach der Konkurseröffnung von dritter 

Seite als Darlehen erworben hat, oder einem Dritten, der die Hinterlegung 

in eigenem Namen vorgenommen hat, zusteht (GIROUD/THEUS SIMONI, 

a.a.O., N. 25 f. zu Art. 174 SchKG). Die Obergerichtskasse hat daher den 

nach Verrechnung der bei ihr von der Beklagten hinterlegten Fr. 2'500.00 

mit der obergerichtlichen Entscheidgebühr von Fr. 500.00 verbleibenden 

Restbetrag von Fr. 2'000.00 an das Konkursamt Aargau zu überweisen. 

 

 
   

Das Obergericht erkennt: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. 

Von Amtes wegen wird Dispositiv-Ziff. 1 des Entscheids des Präsidenten 

des Bezirksgerichts Zofingen vom 30. September 2025 aufgehoben und es 

wird erkannt: 
 

1. 
Über A._____, Inhaberin des Einzelunternehmens "B._____", […], wird mit 
Wirkung ab 14. November 2025, 09:00 Uhr, der Konkurs eröffnet. 

 

3. 

Die obergerichtliche Entscheidgebühr von Fr. 500.00 wird der Beklagten 

auferlegt und mit der von der Beklagten geleisteten Konkurshinterlage von 

Fr. 2'500.00 verrechnet. 

 

4. 

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

 

5. 

Die Obergerichtskasse wird angewiesen, nach Rechtskraft des vorliegen-

den Entscheids von dem bei ihr hinterlegten Betrag von Fr. 2'500.00 nach 

Abzug der obergerichtlichen Entscheidgebühr von Fr. 500.00 an das Kon-

kursamt Aargau Fr. 2'000.00 zu überweisen.  

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Zustellung an: 

[…] 

 

Mitteilung an: 

[…] 

 

 
   

Rechtsmittelbelehrung für die Beschwerde in Zivilsachen (Art. 72 ff., Art. 90 ff. BGG) 

 

Gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen, kann innert 30 Tagen, von der schrift-

lichen Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des Entscheides an gerechnet, die Be-

schwerde an das Schweizerische Bundesgericht erhoben werden. In vermögensrechtlichen 

Angelegenheiten ist die Beschwerde nur zulässig, wenn der Streitwert in arbeits- und miet-

rechtlichen Fällen mindestens Fr. 15'000.00 bzw. in allen übrigen Fällen mindestens 

Fr. 30'000.00 beträgt, es sei denn, es stelle sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Be-

deutung oder es handle sich um einen Entscheid des Konkurs- und Nachlassrichters (Art. 44 

Abs. 1, Art. 72, Art. 74, Art. 90, Art. 100 Abs. 1 und Art. 112 Abs. 1 BGG). 

 

Die Beschwerde ist schriftlich oder in elektronischer Form beim Schweizerischen Bundes-

gericht einzureichen (Art. 42 BGG). 

 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschriften bzw. eine anerkannte 

elektronische Signatur zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, 

inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 ff. BGG) verletzt. Ist eine Beschwerde 

nur unter der Voraussetzung zulässig, dass sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Be-

deutung stellt, ist auszuführen, warum diese Voraussetzung erfüllt ist. Die Urkunden, auf die 

sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in den Händen 

hat; ebenso ist der angefochtene Entscheid beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

 
   

Aarau, 14. November 2025 

 

Obergericht des Kantons Aargau 

Zivilgericht, 4. Kammer 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: 

 

 

 

Richli Huber