# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4400420c-551b-5473-9371-f3268ecb03c5
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2002-09-18
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 18.09.2002 SKG 2002 40
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SKG-2002-40_2002-09-18.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
  Tribunale cantonale dei Grigioni
  Dretgira chantunala dal Grischun

Ref.: Chur, 18. September 2002 Schriftlich mitgeteilt am: 
SKG 02 40

Urteil
Kantonsgerichtsausschuss

Vizepräsident Schlenker, Kantonsrichter Riesen-Bienz und Schäfer, Aktuar ad hoc 
Koprio.

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In der Schuldbetreibungs- und Konkurssache

des L., Gesuchsgegner und Beschwerdeführer,

gegen

den Entscheid des Bezirksgerichtspräsidenten Imboden vom 26. August 2002, mit-
geteilt am 26. August 2002, in Sachen des E., vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. 
Peter Diener, Postfach 201, Bärenloch 1, 7002 Chur, gegen den Gesuchsgegner 
und Beschwerdeführer, 

betreffend provisorische Rechtsöffnung,

hat sich ergeben:

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A. Mit Mietvertrag vom 18. November 1997 mietete L. von E. per 1. De-
zember 1997 ein 6 ½ Zimmer-Wohnhaus in Zizers für einen monatlichen Mietzins 
von Fr. 2'400.--. Mit Schreiben vom 29. November 2001 kündigte E. den Mietvertrag 
vom 18. November 1997 per 31. März 2002. Die ausgesprochene Kündigung wurde 
von L., vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Jean-Pierre Menge, mit Einsprache 
vom 28. Dezember 2001 bei der Schlichtungsbehörde für Mietsachen Landquart 
angefochten. Gleichzeitig reichte er eventualiter ein Gesuch um Erstreckung des 
Mietverhältnisses um 3 Jahre ein und machte eine Mietzinsreduktion per 1. April 
2002 geltend. 

B. Mit Entscheid vom 1. März 2002, mitgeteilt am 14. März 2002, stellte 
die Schlichtungsbehörde Landquart fest, dass die per 31. März 2002 ausgespro-
chene Kündigung vom 29. November 2001 gültig sei, dass das Gesuch um Ge-
währung einer Erstreckung des Mietverhältnisses abgewiesen werde und dass die 
erfolgte Hinterlegung der Mietzinse ungerechtfertigt sei. 

C. Gegen diesen Entscheid hat L. am 17. April 2002 beim Bezirksgericht 
Landquart Klage erhoben. Nachdem er am 31. Mai 2002 den Mietvertrag vom 18. 
November 1997 seinerseits fristlos kündigte, zog er am 27. Juni 2002 auf Schreiben 
des Bezirksgerichtspräsidiums Landquart vom 7. Juni 2002 hin die Klage zurück. 
Mit Abschreibungsverfügung vom 19. Juli 2002 wurde das Verfahren durch den Be-
zirksgerichtspräsidenten Landquart als durch Rückzug erledigt abgeschrieben. 

D. L. blieb trotz der Kündigung per 31. März 2002 während des laufenden 
Anfechtungsverfahrens im Mietobjekt wohnhaft. Die Rückgabe der Mietsache an E. 
erfolgte erst am 3. Juni 2002 mit der Schlüsselübergabe. 

E. Mit Zahlungsbefehl vom 14. Juni 2002 (Betreibungs-Nr. 20201036), 
zugestellt am 17. Juni 2002, leitete E. die Betreibung gegen L. ein über einen Betrag 
von Fr. 2‘400.-- nebst Zins zu 5% seit 1. April 2002, Fr. 2400.-- nebst Zins zu 5% 
seit 1. Mai 2002 und Fr. 2400.-- nebst Zins zu 5% seit 1. Juni 2002. Als Grund der 
Forderungen wurde die ausstehende Miete für das Einfamilienhaus in Zizers für die 
Monate April, Mai und Juni 2002 angegeben. Dagegen erhob Erich L. am 26. Juni 
2002 Rechtsvorschlag. Mit Eingabe vom 11. Juli 2002 gelangte E. an das Bezirks-
gerichtspräsidium Imboden mit dem Begehren um Erteilung der provisorischen 
Rechtsöffnung über den in Betreibung gesetzten Betrag. Mit Schreiben vom 12. Juli 
2002 wurde L. zur Vernehmlassung eingeladen und aufgefordert bis zum 25. Juli 
2002 allfällige Beweismittel einzureichen. In seiner Stellungnahme vom 24. Juli 

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2002 beantragte L. die Abweisung des Gesuchs und die Durchführung einer münd-
lichen Hauptverhandlung. Auf die Vorladung vom 7. August 2002 hin nahmen L. und 
der Rechtsvertreter des Gesuchstellers an der mündlichen Rechtsöffnungsverhand-
lung vom 19. August 2002 teil. 

F. Mit Rechtsöffnungsentscheid vom 26. August 2002, mitgeteilt am 26. 
August 2002, erkannte das Bezirksgerichtspräsidium Imboden:

„1. Das Gesuch wird gutgeheissen und in der Betreibung Nr. 
20201036 des Betreibungsamtes Rhäzüns für den Betrag von Fr. 
2‘4000.-- nebst Zins zu 5% seit 1. April 2002, Fr. 2'400.-- nebst 
Zins zu 5% seit 1. Mai 2002 sowie Fr. 2'400.-- nebst Zins zu 5% 
seit 1. Juni 2002 die provisorische Rechtsöffnung erteilt.

2. Die Kosten dieses Verfahrens von Fr. 300.-- gehen zulasten des 
Gesuchsgegners. Sie werden unter Erteilung eines Rückgriffs-
rechts auf den Schuldner beim Gesuchsteller eingezogen und 
sind innert 30 Tagen mit beiliegendem Einzahlungsschein dem 
Bezirksamt Imboden zu überweisen.

Aussergerichtlich hat der Gesuchsgegner den Gesuchsteller mit 
Fr. 300.-- zu entschädigen.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 10 Tagen seit Mitteilung 
beim Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden, Poststr. 14, 
7000 Chur, Beschwerde geführt werden.

4. (Mitteilung).“

G. Gegen diesen Entscheid des Bezirksgerichtspräsidiums Imboden vom 
26. August 2002, mitgeteilt am 26. August 2002, erhob L. am 5. September 2002 
Beschwerde beim Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden mit dem Rechtsbe-
gehren, es sei der vorinstanzliche Entscheid unter Kosten- und Entschädigungsfol-
gen zulasten von E. aufzuheben, die vorgebrachten Gegenverrechnungen seien 
vom Gericht zu verifizieren und gutzuheissen, sowie es sei eine mündliche Verhand-
lung einzuberufen. Als Begründung machte er im Wesentlichen geltend, dass ihm 
niemand gesagt habe, er müsse anlässlich der Eingabe des Antrags auf mündliche 
Verhandlung bei der Vorinstanz sämtliche Beweismittel für seine Einwendungen 
einreichen. Da er zudem anlässlich jener mündlichen Verhandlung nur eine kurze 
Redezeit erhalten habe, habe er seine Einwendungen nur ungenügend vorbringen 
können. Deshalb reiche er mit der Beschwerde von Anfang an diverse Beweismittel 
ein. Er führte seine Einwendungen dahingehend aus, dass das Mietobjekt Mängel 
aufgewiesen habe, die er reklamiert habe und ihm ausserdem auch noch wider-
rechtlich gekündigt worden sei. Deshalb habe er Anspruch auf eine Mietzinsreduk-

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tion beziehungsweise Entschädigung, welche mit der in Betreibung gesetzten For-
derung zu verrechnen sei. Im Weiteren sei die Miete für den Monat Juni 2002 nicht 
geschuldet, da er per 31. Mai 2002 fristlos gekündigt habe und ausgezogen sei. Mit 
Vernehmlassung vom 11. September 2002 machte E., vertreten durch Rechtsan-
walt Dr. iur. Peter Diener, geltend, die Rechtsöffnungsbeschwerde sei unter Kosten- 
und Entschädigungsfolgen zulasten des Beschwerdeführers abzuweisen, und die 
nachträglich ins Recht gelegten Urkunden seien aus der Prozedur zu weisen. Das 
Bezirksgerichtspräsidium Imboden verzichtete mit Schreiben vom 12. September 
2002 auf eine Vernehmlassung und verwies auf die Ausführungen im angefochte-
nen Entscheid vom 26. August 2002.

 Auf die Vorbringen in den Rechtsschriften sowie auf die Ausführungen im 
angefochtenen Entscheid wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägun-
gen eingegangen.

Der Kantonsgerichtsausschuss zieht in Erwägung :

1. Gegen Entscheide des Bezirksgerichtspräsidiums in Rechtsöffnungs-
sachen kann nach Art. 236 Abs. 1 ZPO in Verbindung mit Art. 17 Abs. 1 Ziff. 2 GVV 
zum SchKG innert zehn Tagen seit der schriftlichen Mitteilung Rechtsöffnungsbe-
schwerde an den Kantonsgerichtsausschuss erhoben werden. Im Beschwerdever-
fahren in Rechtsöffnungssachen gelten die Bestimmungen der Zivilprozessordnung 
(Art. 236 Abs. 3 ZPO und Art. 24 GVV zum SchKG). Nach Art. 233 Abs. 2 ZPO ist 
in der Beschwerde mit kurzer Begründung anzugeben, welche Punkte des Entschei-
des angefochten und welche Änderungen beantragt werden. Die Beschwerdein-
stanz prüft im Rahmen der Beschwerdeanträge, ob der angefochtene Entscheid 
oder das vorausgehende Verfahren Gesetzesbestimmungen verletzt, welche für die 
Beurteilung der Streitsache wesentlich sind (Art. 235 Abs. 2 ZPO). Auf die frist- und 
formgerecht eingereichte Beschwerde wird eingetreten.

2. Der Kantonsgerichtsausschuss als Beschwerdeinstanz stellt auf die 
Entscheidungsgrundlagen ab, die bereits dem Vorderrichter zur Verfügung standen. 
Er hat von den nämlichen tatsächlichen Voraussetzungen auszugehen wie der Vor-
derrichter. Die Einlage neuer Beweismittel ist im Beschwerdeverfahren unzulässig 
(Novenverbot gemäss Art. 236 Abs. 3 ZPO in Verbindung mit Art. 233 Abs. 2 ZPO). 
Die von L. neu eingereichten Beweismittel sind daher aus dem Recht zu weisen. 

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3. Die Anhörung von L. vor der Vorinstanz war entgegen seiner Meinung 
rechtsgenüglich, da er zur Einreichung der Beweismittel aufgefordert wurde und an-
lässlich der mündlichen Rechtsöffnungsverhandlung vor dem Bezirksgerichtspräsi-
dium Imboden zu allen relevanten Punkten Stellung nehmen konnte. Die Vorinstanz 
war nicht verpflichtet, von Amtes wegen Aktenergänzungen anzuordnen und allen-
falls fehlende Unterlagen einzuholen, sowie L. vor der Verhandlung darauf hinzu-
weisen, dass die eingereichten Unterlagen nicht vollständig seien (Staehe-
lin/Bauer/Staehelin, SchKG I, Basel/Genf/ München 1998, N 51f. zu Art. 84).

Selbst wenn die Anhörung mangelhaft gewesen wäre - was sie jedoch wie 
dargelegt nicht war -, könnte sie nicht durch Anhörung in zweiter Instanz geheilt 
werden. Einerseits sind neue Einwendungen des Schuldners gemäss Art. 82 Abs. 
2 SchKG, die vorher bereits bekannt waren, bereits von Bundesrechts wegen in 
zweiter Instanz nicht zu beachten, da der Betriebene seine Einwendungen gegen 
die provisorische Rechtsöffnung sofort glaubhaft machen muss. Andererseits ver-
fügt der Kantonsgerichtsausschuss als Beschwerdeinstanz nur über eine be-
schränkte Kognition, so dass keine Noven geltend gemacht werden können (Art. 
233 Abs. 2 ZPO). Es findet deshalb keine mündliche Verhandlung statt (Art. 234 
Abs. 4 ZPO). Da im Rechtsöffnungsverfahren die beschränkte Untersuchungsma-
xime gilt, hat der Kantonsgerichtsausschuss lediglich aufgrund der Angaben der 
Parteien und der von ihnen eingereichten Unterlagen von Amtes wegen zu prüfen, 
ob ein gültiger Rechtsöffnungstitel vorliegt und die Einwendungen des Schuldners 
glaubhaft sind im Sinne von Art. 82 Abs. 2 SchKG (Staehelin/Bauer/Staehelin, 
a.a.O., N 50 und 90 zu Art. 84). Für eine umfassende materielle Prüfung der Forde-
rung und somit auch die Abnahme von weiteren Beweisen steht der ordentliche 
Aberkennungsprozess nach Art. 83 Abs. 2 SchKG, wenn die provisorische 
Rechtsöffnung erteilt wird, oder der ordentliche Prozess nach Art. 79 SchKG, wenn 
die provisorische Rechtsöffnung nicht erteilt wird, zur Verfügung.

4. Voraussetzungen für die Bewilligung eines Gesuchs um provisorische 
Rechtsöffnung sind - neben dem Vorliegen der allgemeinen Prozessvoraussetzun-
gen - ein provisorischer Rechtsöffnungstitel im Sinne von Art. 82 Abs. 1 SchKG und 
in negativer Hinsicht, dass der Betriebene nicht sofort Einwendungen geltend 
macht, die den Titel entkräften (Art. 82 Abs. 2 SchKG). Es ist deshalb im Folgenden 
entsprechend der Rügen von L. zu prüfen, ob der vorliegende Mietvertrag einen 
tauglichen Rechtsöffnungstitel für die in Betreibung gesetzten Mietzinse darstellt 
oder nicht. Ist dies der Fall, sind die vorgebrachten Einwendungen dahingehend zu 
untersuchen, ob sie geeignet sind, den Rechtsöffnungstitel zu entkräften.

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a) Formell liegt mit dem Mietvertrag vom 18. November 1997 zwischen 
L. und E. ein gültiger provisorischer Rechtsöffnungstitel vor, da der Mietzins von Fr. 
2'400.-- monatlich aufgeführt ist und L. diesen durch Unterzeichnung der Urkunde 
anerkannte. Zudem wurden die in Betreibung gesetzten Perioden April, Mai und 
Juni 2002 im Betreibungsbegehren und im Zahlungsbefehl angegeben. Die Anfech-
tung der per 31. März 2002 ausgesprochenen Kündigung des Mietvertrages hatte 
zur Folge, dass L. während der Anfechtungsdauer vom 17. April 2002 bis zum 27. 
Juni 2002 nicht verpflichtet war, die Mietsache zurückzugeben; er war jedoch selbst-
verständlich während dieses Schwebezustandes verpflichtet, den Mietzins zu be-
zahlen (vgl. Lachat/Stoll/Brunner, Mietrecht für die Praxis, 4. Auflage 1999, S. 554). 
Da die Kündigung erst mit dem Rückzug der Klage am 27. Juni 2002 rechtsgültig 
wurde, stützt sich der Anspruch für die drei Monatsmieten April, Mai und Juni immer 
noch auf die von L. unterschriftlich anerkannte Pflicht zur Zahlung von Mietzins aus 
dem schriftlichen Vertrag vom 18. November 1997 und nicht auf einen neuen durch 
konkludentes Verhalten geschlossenen Vertrag (Peter Stücheli, Zürcher Studien 
zum Verfahrensrecht, Die Rechtsöffnung, Zürich 2000, S. 363). 

Da der vorliegende Mietvertrag jedoch keine vorbehaltlose Schuldanerken-
nung im Sinne von Art. 82 Abs. 1 SchKG darstellt - es handelt sich um einen we-
sentlich zweiseitigen Vertrag, bei welchem die Pflicht zur Erbringung der eigenen 
Leistung grundsätzlich davon abhängt, dass die Gegenleistung vertragsgemäss er-
folgt - kann er nur dann als provisorischer Rechtsöffnungstitel dienen, wenn der 
Rechtsöffnungskläger seinerseits die Gegenleistung vertragskonform erbracht hat 
oder wenn der Beklagte gemäss Vertrag vorzuleisten hat. 

Der Einwand von L., das Mietobjekt sei mangelhaft gewesen und daher sei 
der Mietzins herabzusetzen, stellt eine Einrede dar, welche sich auf die mangelhafte 
Erfüllung des Mietvertrages durch E. bezieht. Die Einrede fällt nicht unter Art. 82 
Abs. 2 SchKG, der nur die materiellen, das heisst die gegen die Schuld  als solche 
gerichteten Einwendungen betrifft, sondern sie richtet sich gegen die Schuldaner-
kennung selbst, mithin gegen das Vorliegen eines gültigen Rechtsöffnungstitels im 
Sinne von Art. 82 Abs. 1 SchKG  (PKG 1993 Nr. 21). Diese Tatsache ist beweis-
rechtlich von Bedeutung. Der Gläubiger ist grundsätzlich für das Vorliegen eines 
gültigen Rechtsöffnungstitels und somit im Bestreitungsfalle  dafür beweispflichtig, 
dass er die Vertragsleistung ordnungsgemäss erbracht hat, beziehungsweise dazu 
nicht verpflichtet war.  Demgegenüber obliegt es dem Schuldner  gemäss Art. 82 
Abs. 2 SchKG, materielle Einwendungen zumindest glaubhaft zu machen (PKG 
1989 Nr. 31). Der an sich vom Gläubiger zu erbringende Beweis der Vertragskon-

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formität der erbrachten Leistung, also das Fehlen von Erfüllungsmängeln, ist ohne 
Mitwirkung des Schuldners jedoch kaum je erbringbar. Dieser Umstand führt in der 
Praxis zu einer Umkehr der Beweislast. Erfüllungsmängel sind in diesem Sinne vom 
Betriebenen zu behaupten und darzulegen, worauf der Gläubiger den positiven Be-
weis der ordnungsgemässen Vertragsleistung zu erbringen hat (PKG 1989 Nr. 31, 
1993 Nr. 21). 

Gemäss der in diesem Zusammenhang beachtlichen sogenannten „Basler 
Rechtsöffnungspraxis“ stellt der zweiseitige Vertrag unter anderem dann einen 
tauglichen Rechtsöffnungstitel dar, wenn der Betriebene zwar bestreitet, dass der 
Gläubiger vertragsgemäss erfüllt hat, seine Einwendungen aber offensichtlich halt-
los sind. 

Obliegen dem Schuldner, der die Leistung entgegengenommen hat, Prü-
fungs- und Rügepflichten (vgl. BGE 114 II 134; 107 II 421), so genügt gemäss der 
Praxis das Bestreiten der Ordnungsmässigkeit der Gegenleistung nicht, sondern 
der Schuldner muss zudem glaubhaft machen, dass er rechtzeitig Mängelrüge er-
hoben hat (PKG 1989 Nr. 31). Dies entspricht der zivilprozessualen Beweislastver-
teilung (BGE 118 II 147). Da L. das Mietobjekt in Kenntnis der Mängel bewohnt hat, 
und ihm nach Art. 257 g OR eine Meldepflicht oblag,  muss er glaubhaft machen 
können, dass er die geltend gemachten Mängel dem Vermieter rechtzeitig gemeldet 
hat, ansonsten deren nicht ordnungsgemässe Beseitigung durch E. keine Wirkun-
gen auf die anerkannte Schuld hätte und somit eine offensichtlich haltlose Behaup-
tung im Sinne der Basler Praxis vorläge (Hinderling, SJZ 1949, 255). Aufgrund des 
Novenverbots gemäss Art. 233 Abs. 2 ZPO sind dabei nur die anlässlich der 
Rechtsöffnungsverhandlung vor dem Bezirksgerichtspräsidium Imboden eingeleg-
ten Beweismittel zu beachten. Obwohl die rechtzeitige Mängelrüge nur glaubhaft 
gemacht und nicht bewiesen werden muss, also ein Urkundenbeweis nicht erfor-
derlich ist, ist der Umstand, dass L. damals keine Schreiben eingereicht hatte, die 
geeignet waren, zu beweisen, dass er seiner Pflicht gemäss Art. 257 g OR nachge-
kommen ist, auch für den Kantonsgerichtsausschuss von entscheidender Bedeu-
tung. Denn aufgrund fehlender schriftlicher Belege mangelt es an der für die Glaub-
haftmachung erforderlichen gewissen Wahrscheinlichkeit für das Vorhandensein 
der behaupteten Mängelrüge (PKG 1993 Nr. 21). Es fehlt an objektiven Anhalts-
punkten, welche die Behauptung der rechtzeitigen Mängelrüge derart untermauern, 
dass der Kantonsgerichtsausschuss geneigt ist, sie als glaubhaft zu erachten (Stae-
helin/Bauer/ Staehelin, a.a.O., N 87 zu Art. 82). Im Übrigen hat bereits die Schlich-
tungsbehörde für Mietsachen Landquart in ihrem Entscheid vom 1. März 2002 fest-

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gestellt, dass L. den Nachweis der Zustellung eines Schreibens, in dem er An-
sprüche gegen E. geltend gemacht haben will, nicht erbringen konnte.

Da es dem Beschwerdeführer nicht gelingt, die behauptete rechtzeitige Rüge 
der Erfüllungsmängel  glaubhaft zu machen, ist seine Einwendung des mangelhaft 
erfüllten Vertrages offensichtlich haltlos, und es kann die Tauglichkeit des Mietver-
trages vom 18. November 1997 als Rechtsöffnungstitel nicht in Zweifel gezogen  
werden. 

b) Der von L. geltend gemachte Einwand, er habe per 31. Mai 2002 den 
Mietvertrag fristlos gekündigt und es bestehe deshalb keine Forderung für den Miet-
zins des Monats Juni 2002, kann den Rechtsöffnungstitel nicht entkräften, da er als 
Schuldner seine Einwendungen im Sinne von Art. 82 Abs. 2 SchKG auch bei einer 
Schuldanerkennung für einen zweiseitigen Vertrag glaubhaft machen muss (Stae-
helin/Bauer/Staehelin, a.a.O., N 105 zu Art. 82). Dies ist ihm jedoch nicht möglich, 
da bei der summarischen Prüfung der Einwendung klar wird, dass die Forderung 
betreffend den Mietzins für den Juni 2002 besteht. L. war während des laufenden 
Anfechtungsverfahrens der Kündigung per 31. März 2002 durch E., das heisst bis 
27. Juni 2002, zur Bezahlung des Mietzinses verpflichtet (Lachat/Stoll/Brunner, 
a.a.O., S. 554), sodass ihn die Rückgabe der Mietsache am 3. Juni 2002 nicht von 
seinen Verpflichtungen gegenüber E. befreien konnte.

Die Einwendung von L., dass ihm eine Gegenforderung aus widerrechtlicher 
Kündigung zustehe, ist nicht glaubhaft, da aufgrund des Entscheides der Schlich-
tungsbehörde für Mietsachen Landquart vom 1. März 2002 die Kündigung des Miet-
vertrages per 31. März 2002 gültig ist und deshalb der Kantonsgerichtsausschuss 
nicht geneigt ist, die geltend gemachte Widerrechtlichkeit der Kündigung für glaub-
haft zu halten (Staehelin/Bauer/Staehelin, a.a.O., N 87 zu Art. 82). Demnach ist 
auch diese Einwendung nicht geeignet, den Rechtsöffnungstitel zu entkräften (Art. 
82 Abs. 2 SchKG).

5. Der Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden kommt aufgrund die-
ser Erwägungen zum Schluss, dass der Mietvertrag zwischen E. und L. vom 18. 
November 1997 einen genügenden Rechtsöffnungstitel darstellt,  um über den Be-
trag von Fr. 7‘200.-- nebst Zins zu 5% von je Fr. 2'400.-- seit 1. April, 1. Mai sowie 
1. Juni 2002 Rechtsöffnung gemäss Art. 82 SchKG zu erteilen. Die Beschwerde 
gegen den Rechtsöffnungsentscheid der Vorinstanz ist demnach abzuweisen. Bei 
diesem Ausgang des Verfahrens rechtfertigt es sich, die Kosten des Beschwerde-

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verfahrens von Fr. 400.-- dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 48 in Verbin-
dung mit Art. 61 Abs. 1 GebVSchKG). Dieser hat den Beschwerdegegner für das 
Beschwerdeverfahren mit Fr. 300.-- zu entschädigen (Art. 62 Abs. 1 GebVSchKG, 
PKG 1973 Nr. 19, PKG 1990 Nr. 32).

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Demnach erkennt der Kantonsgerichtsausschuss :

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 400.-- gehen zu Lasten des 
Beschwerdeführers, welcher den Beschwerdegegner für das Beschwerde-
verfahren mit Fr. 300.-- zu entschädigen hat.

3. Mitteilung an:

__________

Für den Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden 
Der Vizepräsident Der Aktuar ad hoc