# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 61f79bba-e11e-5724-8daf-1f983912c3c5
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-10-07
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 07.10.2025 E-6355/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6355-2025_2025-10-07.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-6355/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  7 .  O k t o b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Regina Derrer, 

mit Zustimmung von Richter William Waeber;   

Gerichtsschreiberin Eliane Hochreutener. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Burundi,   

vertreten durch lic. iur. LL.M. Susanne Sadri,  

(…),  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz.  

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 22. Juli 2025. 

 

 

 

E-6355/2025 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer – Angehöriger der Volksgruppe der Tutsi mit 

letztem Wohnsitz im Quartier B._______ in C._______ – am 24. Oktober 

2022 in der Schweiz um Asyl nachsuchte, 

dass am 20. Februar 2024 die ZEMIS Direkterfassung der Personalien für 

Asylsuchende («Protokoll Personalienaufnahme») stattfand und der Be-

schwerdeführer am 23. Februar 2024 erstmals zu seinen Asylgründen an-

gehört wurde, 

dass das Asylgesuch am 1. März 2024 ins erweiterte Verfahren zugeteilt 

wurde und am 24. Juni 2024 die ergänzende Anhörung des Beschwerde-

führers stattfand,  

dass der Beschwerdeführer zur Begründung seines Asylgesuchs im We-

sentlichen geltend machte, sein Vater sei im Jahr (…) von Angehörigen der 

Regierungspartei Conseil national pour la défense de la démocratie-Forces 

de défense de la démocratie (CNDD-FDD) ermordet worden und seine 

Mutter habe (…) im Jahr (…), woraufhin er bei seinem Onkel aufgewach-

sen sei und die meiste Zeit in C._______ verbracht habe,  

dass seinem Onkel, der als Sekretär im damals von der Oppositionspartei 

FNL (Forces Nationales de Libération; heute: Congrès national pour la li-

berté [CNL]) dominierten (…) gearbeitet habe, am (…) 20(…) aus politi-

schen Gründen gekündigt worden sei und dieser (…) danach, am (…) 

20(…), vom burundischen Geheimdienst mitgenommen worden sei, 

dass der Beschwerdeführer seinen Onkel danach nicht mehr wiedergese-

hen habe, aber weiterhin mit dessen Haushälter zusammen in dessen 

Haus in C._______ gewohnt habe, 

dass sein Onkel Besitzer von (…) Grundstücke gewesen sei, welche be-

wirtschaftet worden seien, wobei der Beschwerdeführer von diesen Ein-

künften sowie von seiner eigenen Arbeit beim Verein «(…)», welcher sich 

(…), gelebt habe, 

dass er im Rahmen seiner Arbeit beim genannten Verein vom (…) bis im 

(…) 20(…) an einer Weiterbildung in D._______ teilgenommen habe, 

dass er eine Einladung zur Teilnahme an einer Konferenz in E._______ 

erhalten habe und deshalb vom (…) 20(…) nach F._______ gereist sei, um 

auf der (…) Botschaft zum Erhalt eines Visums seine Fingerabdrücke 

E-6355/2025 

Seite 3 

abzugeben, wobei er nach seiner Rückkehr nach Burundi vom Haushälter 

erfahren habe, es hätten während seiner Abwesenheit zwei Hausdurchsu-

chungen stattgefunden, anlässlich welcher nach ihm (dem Beschwerde-

führer) gesucht worden sei, 

dass der Beschwerdeführer am (…) 20(…) von (…) Männern entführt, wäh-

rend (…) Tagen mit anderen Personen in einem dunkeln Raum festgehal-

ten und zum Aufenthalt seines Onkels sowie zum Verbleib der Waffen aus 

Ruanda befragt worden sei, 

dass er in der Nacht vom (…) 20(…) freigelassen worden sei, obwohl alles 

darauf hingedeutet habe, dass er hätte hingerichtet werden sollen,  

dass er daraufhin Zuflucht bei einem Schulfreund im Quartier G._______ 

gefunden und sich dort versteckt habe, 

dass der Quartierchef von B._______ dem Beschwerdeführer am 20. Juli 

20(…) einen Fahndungsbefehl per Whatsapp übermittelt habe, woraufhin 

der Beschwerdeführer, organisiert durch den Vater des Schulfreundes, am 

(…) 20(…) mit seinem eigenen Reisepass über den Flughafen von 

C._______ das Land verlassen habe, 

dass der Beschwerdeführer bei einer Rückkehr nach Burundi den Tod oder 

lebenslange Haft befürchte,  

dass der Beschwerdeführer zur Untermauerung seiner Vorbringen eine Fo-

tografie seines burundischen Reisepasses sowie ein Zertifikat des Vereins 

«(…)» vom 21. März 2021 und ein Referenzschreiben vom 10. April 2022 

des Vereins «(…)», eine Einladung zu einer Konferenz vom 14. März 2022 

und einen Fahndungsbefehl vom (…) Juli 2022 (alle in Kopie) zu den Akten 

reichte,  

dass das Zivilstandsamt H._______ im Zusammenhang mit einer (…) mit 

Schreiben vom 16. Juni 2025 um Einsichtnahme in das Asyldossier des 

Beschwerdeführers ersuchte,  

dass das SEM mit Verfügung vom 22. Juli 2025 die Flüchtlingseigenschaft 

des Beschwerdeführers verneinte, sein Asylgesuch ablehnte, die Wegwei-

sung aus der Schweiz und den Vollzug anordnete,  

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 20. August 2025 gegen diese 

Verfügung beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und  

beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, seine 

E-6355/2025 

Seite 4 

Flüchtlingseigenschaft sei festzustellen und ihm sei Asyl zu gewähren, 

eventualiter sei die Unzulässigkeit, allenfalls die Unzumutbarkeit des Weg-

weisungsvollzugs festzustellen und das SEM sei anzuweisen, die vorläu-

fige Aufnahme anzuordnen,  

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Bewilligung der unentgeltli-

chen Prozessführung inklusive Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvor-

schusses sowie um Bestellung der unterzeichnenden Rechtsvertreterin als 

amtliche Rechtsbeiständin ersuchte, 

dass er mit der Beschwerdeschrift eine Fürsorgebescheinigung einreichte, 

dass die Instruktionsrichterin die Gesuche um Gewährung der unentgeltli-

chen Prozessführung und amtlichen Rechtsverbeiständung mit Zwischen-

verfügung vom 8. September 2025 wegen Aussichtslosigkeit der Be-

schwerdebegehren abwies,  

dass der Beschwerdeführer gleichzeitig aufgefordert wurde, innert Frist ei-

nen Kostenvorschuss von Fr. 750.– einzuzahlen, unter Androhung des 

Nichteintretens im Unterlassungsfall (vgl. Art. 63 Abs. 4 VwVG),  

dass der einverlangte Kostenvorschuss am 15. September 2025 einge-

zahlt worden ist, 

 

und zieht in Erwägung, 

1. 

dass das Bundesverwaltungsgericht unter anderem zuständig für die Be-

handlung von Beschwerden gegen Verfügungen des SEM ist, wobei das 

Gericht auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – und so auch vorliegend – 

endgültig entscheidet (vgl. Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. Art. 31–33 

VGG und Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG),  

dass der Beschwerdeführer legitimiert ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG) und er 

seine Beschwerde frist- und formgerecht eingereicht hat (Art. 108 Abs. 2 

AsylG; Art. 52 Abs. 1 VwVG), womit, nachdem auch der Kostenvorschuss 

rechtzeitig bezahlt wurde, auf diese einzutreten ist, 

E-6355/2025 

Seite 5 

2. 

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG und im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG richten,  

dass die Beschwerde – wie nachfolgend aufgezeigt – offensichtlich unbe-

gründet ist, weshalb über diese in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zu-

stimmung eines zweiten Richters oder einer zweiten Richterin, mit summa-

rischer Begründung und praxisgemäss ohne Durchführung eines Schriften-

wechsels, zu entscheiden ist (vgl. Art. 111 Bst. e sowie Art. 111a Abs. 1 und 

2 AsylG), 

3. 

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 AsylG) und diese glaubhaft gemacht ist, 

wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlich-

keit für gegeben hält, 

4. 

4.1 dass das SEM seinen Asylentscheid damit begründet, die Vorbringen 

des Beschwerdeführers hielten den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit 

im Sinne von Art. 7 AsylG nicht stand,  

dass es vorab festhält, es schliesse nicht aus, dass der Onkel des Be-

schwerdeführers am (…) 20(…) entführt worden sei und der Beschwerde-

führer seither kein Lebenszeichen mehr von ihm erhalten habe, dass sich 

indes seine Aussagen zur zeitlich nachgelagerten und gegen ihn selber 

gerichteten Verfolgung durch die burundischen Behörden als nicht nach-

vollziehbar sowie in Bezug auf die geschilderte Entführung im Jahr 2022 – 

nachdem er (…) Jahre unbehelligt im Haus seines Onkels gelebt habe – 

als vage und widersprüchlich erwiesen hätten und nicht den Eindruck ver-

mitteln würden, dass er das Geschilderte selbst erlebt habe, 

E-6355/2025 

Seite 6 

4.2 dass in der Beschwerde im Wesentlichen moniert wird, die Vorinstanz 

habe bei der Beurteilung der Glaubhaftigkeit den emotionalen Zustand des 

Beschwerdeführers während der Anhörung sowie die politischen Gege-

benheiten in Burundi zu wenig berücksichtigt, wobei es bei der Glaubhaf-

tigkeitsprüfung auch dem ungemütlichen Klima in der Anhörung vom 

23. Februar 2024 und dem Umstand, dass der Beschwerdeführer erst ein-

einhalb Jahre nach Einreichung seines Asylgesuchs erstmals angehört 

worden sei, hätte Rechnung tragen müssen,   

dass der angesichts seiner Erlebnisse im Heimatstaat traumatisierte Be-

schwerdeführer die ihm widerfahrenen Ereignisse – entgegen der Ansicht 

der Vorinstanz – detailliert und realitätsnahe habe schildern können und 

die Argumentation des SEM, wonach der eingereichte Fahndungsbefehl 

leicht manipulierbar sei, nicht nachvollziehbar sei und eine blosse Behaup-

tung darstelle,    

5. 

5.1 dass das Bundesverwaltungsgericht nach Durchsicht der Akten zum 

Schluss kommt, dass das SEM mit zutreffender Begründung zur Erkennt-

nis gelangt ist, die geltend gemachten Asylvorbringen würden den Anfor-

derungen von Art. 7 AsylG an das Glaubhaftmachen eines Asyl begründen-

den Sachverhalts nicht genügen, und diesbezüglich – mit den nachfolgen-

den Ergänzungen – auf die entsprechenden Erwägungen in der angefoch-

tenen Verfügung verwiesen werden kann, denen der Beschwerdeführer in 

seinem Rechtsmittel nichts Stichhaltiges entgegenzusetzen vermag, 

5.2 dass es das Gericht in Übereinstimmung mit dem SEM namentlich nicht 

zu überzeugen vermag, dass der Beschwerdeführer während (…) Jahren 

seit der Entführung seines Onkels unbehelligt in dessen Haus habe weiter-

leben und in dieser Zeit problemlos legal aus Burundi habe aus- und wieder 

einreisen können, und er erst im Jahr 2022 selbst verfolgt und entführt wor-

den sein soll, um den burundischen Behörden, die für das Verschwinden 

seines Onkels verantwortlich seien, Auskunft über den Verbleib ebendie-

ses Onkels zu geben,   

dass in dieser Hinsicht auch nicht nachvollziehbar ist, welches Verfol-

gungsmotiv die burundischen Behörden gehabt haben sollen, da der Be-

schwerdeführer über kein politisches Profil verfügt (er war nie politisch aktiv 

und nie Mitglied einer Partei [A28 F24 und F43]) und drei Tage nach der 

Entführung auch wieder freigelassen wurde, wobei seine Erklärung zum 

Anlass seiner Freilassung nicht zu überzeugen vermag ([…] [A28 F57, 

F113-116]), 

E-6355/2025 

Seite 7 

dass dem SEM nach Ansicht des Gerichts sodann darin zuzustimmen ist, 

dass es nicht nachvollziehbar ist, weshalb der Haushälter des Beschwer-

deführers diesen erst nach dessen Rückkehr aus F._______ über die zwei 

angeblichen Hausdurchsuchungen im Jahr 2022 (rund zwei Monate vor 

der angeblichen Entführung des Beschwerdeführers) informiert habe und 

der Beschwerdeführer die Hausdurchsuchungen nicht ernst genommen 

habe (vgl. Beschwerdeschrift S. 4), obwohl er zu Protokoll gab, von den 

burundischen Behörden wegen seines Onkels, der Mitglied in der Opposi-

tionspartei FNL gewesen sei, gesucht worden zu sein (A28 F157 f.), 

dass die Erklärungen in der Beschwerdeschrift die vom SEM festgestellten 

Unglaubhaftigkeitselemente hinsichtlich der behördlichen Suche nach ihm 

nicht zu beseitigen vermögen,  

dass in der Beschwerdeschrift namentlich vorgebracht wird, das SEM habe 

den Beschwerdeführer erst eineinhalb Jahre nach der Einreise in die 

Schweiz zu seinen Asylgründen angehört, wodurch die Erinnerung an Da-

ten und Details beeinträchtigt gewesen sei, zudem sei das Anhörungsklima 

bei der ersten Anhörung «ungemütlich» gewesen, der Beschwerdeführer 

sei unterbrochen worden und die Befragungsart habe ihn aus dem Konzept 

gebracht, ausserdem sei auch sein emotionaler Zustand während den An-

hörungen bei der Beurteilung der Glaubhaftigkeit nicht genügend berück-

sichtigt worden (vgl. Beschwerdeschrift S. 7), 

dass das Gericht diesbezüglich zwar erkennt, dass der Beschwerdeführer 

zu Beginn der ergänzenden Anhörung auf das «ungemütliche» Anhörungs-

klima in der ersten Anhörung aufmerksam gemacht hat, dem Anhörungs-

protokoll der ersten Anhörung jedoch keine Hinweise zu entnehmen sind, 

dass der Befragungsstil den Beschwerdeführer daran gehindert hätte, 

seine Asylgründe umfassend darzulegen, zumal daraus ersichtlich ist, dass 

er frei reden konnte (A19 F101) und ihm durch Nachfragen immer wieder 

die Möglichkeit gegeben wurde, zu den Asylgründen weitere Ausführungen 

zu machen,  

dass ihm die Protokolle sodann rückübersetzt wurden und er deren Inhalte 

unterschriftlich als richtig und vollständig bestätigte, und dass er am 

Schluss der ergänzenden Anhörung angab, er habe die Gründe, die gegen 

seine Rückkehr nach Burundi sprechen würden, erwähnt (A28 F161), 

dass sodann auch keine hinreichenden Anhaltspunkte dafür vorliegen, 

dass der Beschwerdeführer aufgrund seiner Emotionalität in der Darlegung 

seiner Asylgründe eingeschränkt gewesen wäre, 

E-6355/2025 

Seite 8 

dass das Gericht der beschwerdeweise geäusserten Ansicht, das SEM be-

rücksichtige die politischen Gegebenheiten in Burundi bei er Beurteilung 

der Glaubhaftigkeit zu wenig (vgl. Beschwerdeschrift S. 7), sodann nicht 

zustimmen kann, da es zum Schluss gelangt, dass das SEM sich ausführ-

lich und unter gebührender Berücksichtigung der politische Lage am Her-

kunftsort des Beschwerdeführers mit dessen Asylvorbringen auseinander-

gesetzt hat,  

dass es dem Beschwerdeführer nach dem Gesagten insgesamt nicht ge-

lingt, die Flüchtlingseigenschaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft 

zu machen, weshalb das SEM das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat, 

dass daran auch die ins Recht gelegten Beweismittel, namentlich der 

Fahndungsbefehl vom (…) Juli 2022, nichts zu ändern vermögen, da die 

Erklärung des Beschwerdeführers, weshalb er trotz Vorliegens eines ent-

sprechenden Dokumentes dennoch legal aus Burundi habe ausreisen kön-

nen, nicht zu überzeugen vermag, und auch nicht nachvollziehbar ist, wes-

halb er weniger als einen Monat, nachdem er nach seiner Entführung frei-

gelassen worden sei, wieder zur Fahndung ausgeschrieben worden sein 

soll,   

6. 

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 

Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 

(Art. 44 AsylG), vorliegend insbesondere der Kanton keine Aufenthaltsbe-

willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen 

besteht (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.), weshalb die 

verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen 

steht und demnach vom SEM ebenfalls zu Recht angeordnet wurde, 

7. 

7.1 dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen 

Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der 

Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]), 

dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen ge-

mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard 

wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu 

beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens 

glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), 

E-6355/2025 

Seite 9 

7.2 dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht-

liche Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder 

des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegen-

stehen (Art. 83 Abs. 3 AIG), 

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), 

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass-

geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es 

dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche 

Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in 

Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoule-

ment im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet,  

dass sodann keine Anhaltspunkte für eine im Heimat- oder Herkunftsstaat 

drohende menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 

BV, von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter 

und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung 

oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK ersichtlich sind,  

dass der Vollzug der Wegweisung nach dem Gesagten zulässig ist, 

7.3 dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-

bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situa-

tionen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Not-

lage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AIG), 

dass das Gericht bezüglich der erstmals auf Beschwerdeebene geltend 

gemachten Traumatisierung des Beschwerdeführers aufgrund seiner Er-

lebnisse feststellt, dass diesbezüglich bislang keinerlei ärztlichen Berichte 

eingereicht wurden, wobei in Burundi eine psychiatrisch-psychologische 

Behandlung ohnehin möglich ist (vgl. Urteil des BVGer E-987/2024 vom 

11. April 2025 E. 8.3.3, m.w.H.),  

dass bezüglich der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs im Übrigen auf 

die zutreffenden Ausführungen in der angefochtenen Verfügung zu verwei-

sen ist, wobei der Beschwerdeführer auf die Möglichkeit hingewiesen wird, 

E-6355/2025 

Seite 10 

Rückkehrhilfe zu beantragen (Art. 93 Abs. 1 Bst. d AsylG, Art. 75 der Asyl-

verordnung 2 vom 11. August 1999 [AsylV 2, SR 142.312]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nach dem Gesagten auch zumutbar ist, 

7.4 dass der Vollzug der Wegweisung in den Heimatstaat schliesslich auch 

möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen (Art. 83 Abs. 2 AIG), 

und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der Beschaffung gültiger Reise-

papiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 

2008/34 E. 12), 

dass nach dem Gesagten auch der vom SEM verfügte Vollzug der Weg-

weisung zu bestätigen ist, 

8. 

dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechts-

erheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 

AsylG) und – soweit überprüfbar – angemessen ist, weshalb die Be-

schwerde abzuweisen ist, 

9. 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten dem Beschwerdefüh-

rer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 750.– fest-

zusetzen sind (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 

Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]), wobei der am 15. September 2025 einbezahlte Kostenvor-

schuss zur Begleichung der Verfahrenskosten zu verwenden ist. 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

E-6355/2025 

Seite 11 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Der einbezahlte Kostenvorschuss wird zur Bezahlung der Verfahrens-

kosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Regina Derrer Eliane Hochreutener 

 

 

Versand: