# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a739f057-660a-57d2-bc97-f0d56175b305
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-06-20
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 20.06.2018 I 2018 15
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2018-15_2018-06-20.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2018 15

Entscheid vom 20. Juni 2018 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
MLaw Stefan Getzmann, Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. D.________,

gegen

B.________ AG,
Vorinstanz,

Gegenstand Unfallversicherung (Kausalität)

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Sachverhalt:

A. A.________ (Jg. 1966) war bei der B.________ AG (nachfolgend 
B.______) UVG-versichert, als er am 29. März 2016 abends auf der Terrasse 
über ein Eisenrad eines Pflanzenrollers stolperte und nach vorne über beide 
Füsse fiel und sich dabei verletzte (Vi-act. 54). In der Folge erbrachte B.______ 
Versicherungsleistungen.

B. Als Diagnose anlässlich der Erstbehandlung vom 29. März 2016 wurde ei-
ne OSG-Distorsion beidseits notiert (Vi-act. 83). Ab dem 22. April 2016 sind 
(erstmals durch den langjährigen behandelnden Chiropraktor) auch Schulterbe-
schwerden rechts dokumentiert (Vi-act. 120.1; Bf-act. 5).

Am 12. April 2017 ersuchte die Klinik Hirslanden B.______ um Kostengutsprache 
für eine stationäre Behandlung von A.________ bei Diagnose S46.0, rechts (Ver-
letzung der Muskeln und der Sehnen der Rotatorenmanschette). Der Eintritt für 
eine Schulterarthroskopie rechts (80.21.00, rechts) mit viertägigem Aufenthalt 
war für den 2. Mai 2017 geplant (Vi-act. 62). Aufgrund der schweren Neuropathie 
mit sehr ausgeprägten Schwierigkeiten der Feinmotorik beider Hände und auch 
Gangschwierigkeiten wurde zudem im Nachgang zum Eingriff ein stationärer Re-
habilitationsaufenthalt empfohlen und um entsprechende Kostengutsprache er-
sucht (Vi-act. 50). 

C. Nachdem B.______ beim RVK Vertrauensarzt Dr.med. F.________ (Fach-
arzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 
Vertrauensarzt SGV) eine Stellungnahme zur Frage der Kostenübernahme ein-
geholt hatte (Vi-act. 71), teilte sie A.________ am 27. April 2017 mit, das Kos-
tenübernahmegesuch werde abgelehnt (Vi-act. 73).

D. Am 2. Mai 2017 erfolgte die Schulterarthroskopie rechts durch Dr.med. 
G.________ (Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Be-
wegungsapparates) mit Tenotomie und Tenodese der Biceps longus Sehne so-
wie ausgedehntem subacromialem Débridement und Bursektomie sowie Acro-
mioplastik (Vi-act. 86.4). A.________ wurde bis zum 2. Juli 2017 zu 100% und 
vom 3. Juli 2017 bis 31. Juli 2017 zu 50% arbeitsunfähig geschrieben. Am 2. Au-
gust 2017 nahm A.________ die Arbeit wieder auf.

E. Nachdem B.______ am 1. Juni 2017 von Dr.med. F.________ eine weitere 
Stellungnahme eingeholt hat (Vi-act. 85), verfügte sie am 8. Juni 2017, für den 
Unfall vom 29. März 2016 würden nach dem 29. Mai 2016 keine weiteren Leis-
tungen aus der obligatorischen Unfallversicherung UVG mehr erbracht; einer 
Einsprache wurde die aufschiebende Wirkung entzogen (Vi-act. 89). Am 14. Juni 

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2017 erhob der Krankenversicherer C.________ Einsprache gegen die ableh-
nende Verfügung (Vi-act. 91); sie zog diese nach dem Studium der Akten zurück, 
mit dem Hinweis, der Rückzug bedeute nicht Einverständnis mit der Beurteilung 
durch B.______, sondern lediglich Verzicht auf ein Rechtsmittel (Vi-act. 106). 
A.________ erhob am 6. Juli 2017 vorsorgliche Einsprache (Vi-act. 102) und 
reichte am 9. August 2017 die Einsprachebegründung nach (Vi-act. 109). Mit 
Entscheid vom 12. Januar 2018 wies B.______ die Einsprache ab und hielt fest, 
bezüglich der Beschwerden in der rechten Schulter liege überhaupt kein Unfall 
vor und ebensowenig eine unfallähnliche Körperschädigung; sollte ein Unfall 
oder eine unfallähnliche Körperschädigung dennoch bejaht werden, genüge die 
Kausalitätsbeurteilung den Beweisanforderungen des UVG nicht. Entsprechend 
lehnte B.______ Leistungen betreffend Schulterbeschwerden in Zusammenhang 
mit dem Ereignis vom 29. März 2016 ab; auf eine Rückforderung diesbezüglich 
bereits erbrachter Leistungen wurde verzichtet (Bf-act. 6).

F. Am 12. Februar 2018 lässt A.________ gegen den Einspracheentscheid 
der B.______ vom 12. Januar 2018 beim Verwaltungsgericht des Kantons 
Schwyz fristgerecht Beschwerde erheben mit den Anträgen:

1. Der Einspracheentscheid vom 12.1.2018 sei aufzuheben.

2. Die B.______ habe die aus dem Unfallereignis vom 29.3.2016 geschuldeten 
Leistungen zu erbringen.

3. Die B.______ habe über den 30.5.2016 hinaus die Heilkosten zu übernehmen 
und bis 2.7.2017 Taggelder bei einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit und ab 
3.7.2017 bis 31.7.2017 Taggelder bei einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit aus-
zurichten.

Mit Vernehmlassung vom 2. März 2018 beantragt B.______, die Beschwerde un-
ter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Beschwerdeführers abzu-
weisen. Am 8. März 2018 folgt ein Hinweis des Beschwerdeführers auf die Ver-
nehmlassung der Beschwerdegegnerin.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Strittig und zu prüfen ist vorliegend die Leistungspflicht der B.______ als 
Unfallversicherer betreffend die vom Beschwerdeführer im Nachgang zum Ereig-
nis vom 29. März 2016 geltend gemachten Schulterbeschwerden rechts.

1.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 
(UVG; SR 832.20) vom 20. März 1981 werden Leistungen der Unfallversicherung 
bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit 
das Gesetz nichts anderes bestimmt. 

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Als Unfall gilt gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) vom 6. Oktober 2000 die plötzliche, 
nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren 
Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen 
oder geistigen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Gemäss Art. 6 Abs. 2 
UVG in der am 29. März 2016 geltenden Fassung konnte der Bundesrat Körper-
schädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung 
einbeziehen. In Ausübung dieser Kompetenz hatte der Bundesrat in Art. 9 Abs. 2 
der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) vom 20. De-
zember 1982 folgende, abschliessend aufgeführte Körperschädigungen auch 
ohne ungewöhnliche äussere Einwirkung den Unfällen gleichgestellt, sofern sie 
nicht eindeutig auf eine Erkrankung oder Degeneration zurückzuführen sind: 
Knochenbrüche, Verrenkung von Gelenken, Meniskusrisse, Muskelrisse, Mus-
kelzerrungen, Sehnenrisse, Bandläsionen und Trommelfellverletzungen (gemäss 
Abs. 1 der Übergangsbestimmungen UVG zur Änderung vom 25.9.2015 werden 
Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem Inkrafttreten der Änderung 
vom 25.9.2015, d.h. vor 1.1.2017 ereignet haben, nach bisherigem Recht ge-
währt). 

Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat der Versicherte Anspruch auf die zweckmässige 
Behandlung der Unfallfolgen. Ist der Versicherte infolge des Unfalles voll oder 
teilweise arbeitsunfähig, so hat er Anspruch auf ein Taggeld (vgl. Art. 16 Abs. 1 
UVG). Wird der Versicherte infolge des Unfalles invalid, so hat er Anspruch auf 
eine Invalidenrente (vgl. Art. 18 Abs. 1 UVG). Erleidet der Versicherte durch den 
Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder 
psychischen Integrität, so hat er Anspruch auf eine angemessene Integritätsent-
schädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). 

1.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers setzt zunächst voraus, dass 
zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invali-
dität, Tod) ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht (BGE 
134 V 109 Erw. 2.1; BGE 129 V 177 Erw. 3.1 f.). 

1.2.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Um-
stände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten 
oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten ge-
dacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des 
natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleini-
ge oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass 
das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche 
oder geistige Integrität des Versicherten beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern 

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Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge-
sundheitliche Störung entfiele; m.a.W. wenn der Unfall überwiegend wahrschein-
lich zumindest eine indirekte Teilursache der gesundheitlichen Beschwerden ist 
(BGE 134 V 109 Erw. 2.1; Urteil BGer 8C_588/2013 vom 16.1.2014 Erw. 4.3.4; 
RKUV 200 Nr. 8 395 S. 317 Erw. 3; BGE 119 V 337 Erw. 1; BGE 117 V 360 Erw. 
4a je mit Hinweisen). 

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung 
ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die 
Verwaltung (im Beschwerdefall der Richter) im Rahmen der ihr obliegenden Be-
weiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat (BGE 138 V 218 Erw. 6; BGE 
126 V 360 Erw. 5b mit Hinweisen). Die blosse Möglichkeit eines Zusammen-
hangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 
177 Erw. 3.1; BGE 119 V 338 Erw. 1, BGE 118 V 289 Erw. 1b).

1.2.2 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt des Weiteren voraus, dass 
zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater 
Kausalzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann 
als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen 
Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen Erfolgs herbeizuführen, der Eintritt 
dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 
129 V 177 Erw. 3.2; BGE 125 V 461 Erw. 5a, je mit Hinweisen). Dabei ist es Auf-
gabe des Arztes, den natürlichen Kausalzusammenhang zu beurteilen, während 
es der Verwaltung und im Beschwerdefall dem Gericht obliegt, die Frage nach 
dem adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (BGE 123 III 110 Erw. 2). 

1.3 Gemäss dem in Art. 43 Abs. 1 ATSG normierten Untersuchungsgrundsatz 
hat der Versicherungsträger die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen 
vorzunehmen. Diese Untersuchungspflicht gilt grundsätzlich auch im Gerichtsver-
fahren (Kieser, ATSG-Kommentar, 3.A., Art. 43 Rz. 28). Was notwendig ist, er-
gibt sich zum einen daraus, in welchem Umfang Abklärungen vorzunehmen sind, 
und zum anderen daraus, in welcher Tiefe dies der Fall ist. Zunächst sind die für 
die zu entscheidende Frage massgebenden Bereiche abzustecken und in der 
Folge ist der Sachverhalt abzuklären. Die Verwaltung als verfügende Instanz und 
im Beschwerdefall das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen an-
nehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungs-
recht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Ab-
weichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich-
keit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den 

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Beweisanforderungen nicht. Der Richter und die Richterin haben vielmehr jener 
Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die sie von allen möglichen Geschehensab-
läufen als die wahrscheinlichste würdigen (BGE 138 V 218 Erw. 6; BGE 126 V 
353 Erw. 5b; BGE 125 V 193 Erw. 2). 

Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne der Beweis-
führungslast begriffsnotwendig aus, da es Sache des Sozialversicherungsge-
richts (oder der verfügenden Verwaltungsstelle) ist, für die Zusammentragung 
des Beweismaterials besorgt zu sein. Im Sozialversicherungsprozess tragen mit-
hin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Be-
weislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem un-
bewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel 
greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des 
Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt 
zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu 
entsprechen (BGE 117 V 261 Erw. 3b; Urteil 8C_663/2009 vom 27.4.2010 Erw. 
2.2). Auf ein beantragtes Beweismittel kann ohne Verletzung des Gehörsanspru-
ches des Versicherten verzichtet werden, wenn die Verwaltung oder der Richter 
bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung gelangt, der Sachver-
halt, den eine Partei beweisen will, sei nicht rechtserheblich oder der angebotene 
Beweis vermöge keine Abklärungen herbeizuführen. In der damit verbundenen 
antizipierten Beweiswürdigung kann kein Verstoss gegen das rechtliche Gehör 
nach Art. 29 Abs. 2 BV erblickt werden (BGE 122 V 157 Erw. 1.d mit Hinweis auf 
BGE 104 V 209 Erw. a und BGE 119 V 335 Erw. 3c je mit Hinweisen).

1.4 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 
Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 43 und 61 ATSG). Danach haben 
die beurteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Be-
weismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und da-
nach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurtei-
lung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. 

1.4.1 Zur Feststellung natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medi-
zin ist die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall der Richter wesensgemäss auf 
Angaben ärztlicher Fachkräfte angewiesen. Hinsichtlich des Beweiswerts eines 
Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfas-
send ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben 
worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Be-
urteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

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der Fachperson begründet sind (BGE 134 V 231 Erw. 5.1). Ausschlaggebend für 
den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich weder die Herkunft 
eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag ge-
gebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 Erw. 3a; 
BGE 122 V 157 f. Erw. 1c mit Hinweisen). 

1.4.2 Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens durch die Suva und durch 
UVG-Privatversicherer eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten, wel-
che auf Grund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach 
Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu 
schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweis-
kraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit 
der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 Erw. 1.3.4; BGE 125 V 351 Erw. 3b/bb). 
Zu beachten ist, dass die SUVA bei der Einholung von solchen Gutachten nach 
Art. 44 ATSG sowie sinngemäss nach den Bestimmungen des Bundeszivilpro-
zesses zu verfahren und insbesondere die in Art. 57 ff. BZP genannten Mitwir-
kungsrechte der Verfahrensbeteiligten zu beachten hat (RKUV 1993 Nr. U 167 S. 
96 Erw. 5b; BGE 137 V 210 Erw. 3.4; Marco Weiss, Die Mitwirkungsrechte der 
Bundeszivilprozessordnung im Sozialversicherungsrecht, AJP 9/2016, S. 1212), 
was sinngemäss auch für die nach Art. 68 Abs. 1 UVG zugelassenen Privatversi-
cherer gilt (BGE 120 V 361 f. Erw. 1c).

1.4.3 Auch den Berichten versicherungsinterner Ärzte kann rechtsprechungs-
gemäss Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als schlüssig erscheinen, 
nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien 
gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (RKUV 1991 Nr. U 133 S. 311). Ein Anstel-
lungsverhältnis dieser Person zum Versicherungsträger alleine lässt nicht schon 
auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr be-
sonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurtei-
lung objektiv als begründet erscheinen lassen. Soll ein Versicherungsfall jedoch 
ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die 
Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe 
Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztli-
chen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 
V 465 Erw. 4.4 mit Hinweisen). 

1.4.4 In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll der Richter 
der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass die Ärzte mitunter im Hinblick auf 
ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer 
Patienten aussagen, weshalb den (unabhängigen) Fachärzten mehr Gewicht zu-

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kommt (vgl. Urteil des BGer 8C_871/2008 vom 24.3.2009 Erw. 3.2 mit Hinwei-
sen; BGE 135 V 465 Erw. 4.5; BGE 125 V 353 Erw. 3b/cc). Mit Blick auf die Ver-
schiedenheit von Behandlungs- und Begutachtungsauftrag kann daher im Streit-
fall regelmässig nicht auf die Sicht des behandelnden (Fach-)Arztes abgestellt 
werden (vgl. statt vieler: Urteil des BGer I 701/05 vom 5.1.2007 Erw. 2 mit Hin-
weisen).

1.4.5 Eine ärztliche Beurteilung aufgrund der Akten ist nicht an sich unzuverläs-
sig. Für die Beweistauglichkeit entscheidend ist, dass genügend Unterlagen von 
persönlichen Untersuchungen vorliegen (RKUV 1988 Nr. U 56 S. 371 Erw. 5b). 
Dem reinen Aktengutachten kann voller Beweiswert zukommen, sofern ein lü-
ckenloser Befund vorliegt, und es im Wesentlichen nur um die ärztliche Beurtei-
lung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhaltes geht. Aktengut-
achten sind insbesondere dann von Belang, wenn die relevanten Befunde mehr-
fach und ohne wesentlichen Widerspruch bereits erhoben worden sind, aber die 
Zuordnung zu einer Diagnose oder der Kausalzusammenhang und das Ausmass 
der Behinderung verschieden bewertet werden. In diesen Fällen kann in einem 
Aktengutachten das Für und Wider der verschiedenen Meinungen erwogen und 
die überwiegende Wahrscheinlichkeit für eine bestimmte Beurteilung deutlich 
gemacht werden (Urteil BGer 8C_540/2007 vom 27.3.2008 Erw. 3.2 mit Hinwei-
sen).

2. B.______ bestreitet mit Verweis auf die Würdigung der gesamten Umstän-
de und Akten das Vorliegen eines Unfalles bezüglich der Beschwerden an der 
rechten Schulter und ebenso eine unfallähnliche Körperschädigung. Selbst wenn 
solches zu bejahen wäre, wäre nach Darstellung der B.______ die Kausalität zu 
verneinen (Einspracheentscheid Ziff. III.1.2, 1.3 sowie 2.2). 

2.1 B.______ führt aus, in der Unfallmeldung vom 5. April 2016 sei keine Rede 
von einer Schulterverletzung. Ebenso wenig erwähne der erstbehandelnde Arzt 
im Arztschein vom 5. April 2016 eine Schulterverletzung. Der Beschwerdeführer 
selber erwähne im Fragebogen am 20. April 2016 auch keine Schulterverletzung. 
Der Unfallhergang werde stets übereinstimmend als 'Sturz über die Räder eines 
Pflanzenrollers und Umfallen nach vorne über die Füsse' beschrieben. Erstmals 
werde mit der Einsprache vorgebracht, der Beschwerdeführer habe sich beim 
Sturz mit dem rechten Arm abzufangen versucht. Der mit der Einsprache einge-
reichte Verlaufseintrag des Chiropraktors vom 22. April 2016 erwähne zwar 
Schulterschmerzen im Zusammenhang mit einem Sturz am 29. März 2016; Quel-
le und Inhalt des Eintrages seien indes sehr unklar. Dr.med. I.________ halte in 
ihrer Aufzeichnung vom 15. Juni 2016 fest, die Schulterschmerzen würden seit 

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ca. 3 Monaten bestehen. Einen Zusammenhang mit einem Unfallereignis an ei-
nem bestimmten Datum stelle sie nicht her und der Beschwerdeführer offenbar 
auch nicht, andernfalls dies die Ärztin bestimmt mit einem Datum vermerkt hätte. 
Erst im Bericht von Dr.med. G.________ vom 24. August 2016, mithin fünf Mona-
te nach dem Sturzereignis, würden die Schulterschmerzen als posttraumatisch 
bezeichnet und es sei plötzlich die Rede von Schulterdistorsion und Kontusion 
am 29. März 2016. Damit aber sprächen alle Aufzeichnungen während rund fünf 
Monaten nach dem Ereignis klar gegen eine Verursachung der Schulterbe-
schwerden durch den Sturz vom 29. März 2016. Erst viel später, insbesondere im 
Rahmen des Einspracheverfahrens, werde dann von ärztlicher Seite die Unfall-
kausalität bejaht. Der medizinische Befund sei jedoch höchsten ein Indiz für das 
Vorliegen eines Unfalles; die Aktenlage spreche klar dagegen. B.______ verneint 
daher unter Würdigung der gesamten Umstände und Akten das Vorliegen eines 
Unfalles bezüglich der Beschwerden an der rechten Schulter (Einspracheent-
scheid Ziff. III.1.2). Da sodann die von Dr.med. G.________ diagnostizierte Pul-
ley-Läsion keine Listenverletzung nach Art. 9 Abs. 2 aUVV darstelle, scheide 
ebenso eine unfallähnliche Körperverletzung aus (wobei es ebenso an einer ge-
steigerten Gefahrenlage und am ungewöhnlichen äusseren Faktor mangle; Ein-
spracheentscheid Ziff. III.1.3).

2.2.1 Es ist unbestritten, dass in der Bagatellunfall-Meldung vom 5. April 2016 
betreffend Unfallereignis vom 29. März 2016 lediglich die Rede ist von einer 
beidseitigen Verletzung der Fussgelenkbänder (Vi-act. 54). Unbestritten ist auch, 
dass der Arztschein UVG vom 5. April 2016 eine OSG-Distorsion beidseits als Art 
der Schädigung nennt, aber keine Schulterverletzung (Vi-act. 56), was im Arzt-
zeugnis vom 14. Mai 2017 bestätigt wurde (Vi-act. 83). Auch der Verlaufseintrag 
von Dr.med. K.________ vom 7. April 2016 nennt als Befund einzig die Verlet-
zung in den OSG rechts und links (VG-act. 15). Im Fragebogen der B.______ 
erwähnte der Beschwerdeführer am 20. April 2016 als Unfallfolgen lediglich die 
Fussbeschwerden. Allerdings diesbezüglich zu vermerken ist, dass der Fragebo-
gen auf der Bagatellunfall-Meldung basiert und sich entsprechend nur nach der 
Verstauchung des Fussgelenkes erkundigt (vgl. Titel + Frage 1).

Mithin steht fest, dass in den ersten Dokumentationen nach dem Ereignis vom 
29. März 2016 einzig die Fussgelenke als vom Unfall betroffene Körperteile aus-
drücklich genannt sind. Schulterbeschwerden werden nicht erwähnt.

2.2.2 Unbestritten ist auch, dass der Beschwerdeführer seit dem 12. Lebensjahr 
an einem Morbus Charcot-Marie-Tooth-Hoffmann-Syndrom leidet mit beidseitiger 
Fussheberparese (und daraus resultierender Gangataxie) sowie Atrophie der 
Muskulatur beider Hände (Vi-act. 68, 120). 

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2.3 Der Beschwerdeführer begründet die Nichterwähnung der Schulter damit, 
aufgrund der vorbestehenden erheblichen Fussprobleme hätten sich er und die 
Ärzte primär auf die Fussverletzung konzentriert. Die unmittelbar nach dem Unfall 
aufgetretenen Schulterbeschwerden rechts habe er vorerst als eine vorüberge-
hende muskuläre Reaktion auf den Sturz interpretiert. Erwiesen sei, dass sein 
Chiropraktor am 22. April 2016 über den Sturz vom 29. März 2016 informiert 
worden sei und auch der Verlaufseintrag am 15. Juni 2016 vermerke, die 
Schmerzen würden seit ca. 3 Monaten bestehen. Mithin macht der Beschwerde-
führer geltend, die Schulterschmerzen seien sehr wohl Folge des Unfalles vom 
29. März 2016.

2.4.1 B.______ stützt sich in ihrer Verfügung vom 8. Juni 2017 (mit welcher sie 
Leistungen über den 29.5.2016 hinaus ablehnte) im Wesentlichen auf die Beur-
teilung des RVK Vertrauensarztes Dr.med. F.________. Dieser kam am 27. April 
2017 zur Beurteilung, es lägen an der rechten Schulter keine Unfallfolgen mehr 
vor. Das Unfallereignis sei nicht geeignet gewesen, die im MRI vom 21. Juni 
2016 festgestellten Körperschädigungen zu verursachen, es handle sich um de-
generative Veränderungen; unfallkausale strukturelle Körperschädigungen seien 
nicht nachgewiesen. Nach einer Schulterkontusion, wie sie der Beschwerdefüh-
rer erlitten habe, sei der Status quo sine nach spätestens 8 Wochen erreicht, d.h. 
am 24. Mai 2016 (Vi-act. 71.1). Dies bestätigte Dr.med. F.________ in seiner 
zweiten Beurteilung vom 1. Juni 2017 (Vi-act. 85). 

2.4.2 Im Rahmen des Einspracheverfahrens gelangte B.______ erneut an 
Dr.med. F.________. Er habe in seinen Beurteilungen festgehalten, der Status 
quo sine sei am 24. Mai 2016 erreicht gewesen. Man stelle sich nun aber die 
Frage, ob der Sturz überhaupt so stattgefunden habe, wie er geltend gemacht 
werde, ob der Unfall überhaupt je Folgen für die rechte Schulter gehabt habe. 
Auf entsprechende Frage hin hielt er am 11. November 2017 fest, seiner Mei-
nung nach sei der Unfallmechanismus nicht geeignet, die vorliegende Schulter-
verletzung, eine traumatische Pulley-Läsion, verursacht zu haben (Vi-act. 128).

In der Folge verneinte B.______ eine Beteiligung der Schulter am Unfallereignis 
vom 29. März 2018 und sie lehnte Leistungen im Zusammenhang mit den Schul-
terbeschwerden gänzlich ab (wobei auf eine Rückforderung verzichtet wurde).

2.5 Aufgrund der Parteieingaben und Akten bestanden offene Fragen hinsicht-
lich des Behandlungsverlaufes des Beschwerdeführers, was zu Nachfragen des 
Gerichtes führte. Mit Schreiben vom 29. März 2018 klärte der Beschwerdeführer 
auf, er habe die Bagatell-Unfallmeldung noch vor der Erstbehandlung ausgefüllt 
und daher aufgrund der Terminbestätigung der Praxis Dr.med. L.________ als 

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erstbehandelnde Ärztin aufgeführt. Die Erstbehandlung habe dann am 5. April 
2016 aber tatsächlich bei med.pract. M.________ stattgefunden, ebenso der 
zweite Arztbesuch am 7. April 2016, dann zusammen mit Dr.med. K.________. 
Am 15. Juni 2016 habe er aufgrund der anhaltenden Beschwerden Dr.med. 
I.________ selbständig aufgesucht. Sie habe ihn (nach durchgeführtem MRI) an 
einen Arzt im E.________ (Klinik) überweisen wollen. Da er dann zwischenzeit-
lich noch Termine beim Chiropraktor Dr.med P.________ gehabt habe und die-
ser ihm Dr.med. G.________ empfahl, habe er sich von Dr.med P.________ an 
diesen überweisen lassen und den Termin im E.________ (Klinik) abgesagt (VG-
act. 13). 

3.1 Entgegen der Darstellung der Vorinstanz geht das Gericht von einer Unfall-
beteiligung der rechten Schulter aus. Zwar ist es korrekt, dass in der Bagatellun-
fall-Meldung vom 5. April 2016 der Unfallbeschrieb keine explizite Beteiligung der 
rechten Schulter erwähnt (Vi-act. 54). Der Beschrieb des Beschwerdeführers im 
Fragebogen ist wortgleich, ebenso der Arztschein UVG vom 5. April 2016 (Vi-act. 
56 und 56.1) und der Verlaufseintrag Dr.med. K.________ vom 7. April 2016 
(VG-act. 15). Im Fragebogen vom 20. April 2016 konkretisiert der Beschwerde-
führer aber dahingehend, er sei zuerst gestolpert und dann gestürzt (Vi-act. 
66.1). Ein Sturz (im Gegensatz zum Stolpern) zieht zwangsläufig die Beteiligung 
von mehr als den Füssen mit sich. Nachdem davon ausgegangen werden darf, 
dass sich eine stürzende Person aufzufangen versucht, erscheint es überwie-
gend wahrscheinlich, dass auch der Beschwerdeführer die Arme zu Hilfe nahm 
und sich abstützte. Aufgrund der Formulierung "übers Eisenrad … gestolpert und 
nach vorne über beide Füsse umgefallen" bzw. "gestürzt" sowie der unbestritte-
nen Tatsache des Bestehens eines Morbus Charcot-Marie-Tooth-Hoffmann-
Syndroms mit daraus folgender Gangataxie erscheint ein Unfallhergang mit Sturz 
vornüber und versuchtem Auffangen oder zumindest Abstützen mit dem rechten, 
dominanten Arm, wie es auch in der Überweisung von Dr.med. P.________ (Chi-
ropraktor SCG/ECU) an Dr.med. G.________ vom 29. Juni 2016 festgehalten ist 
(Vi-act. 65), als überwiegend wahrscheinlich. 

3.2 Nicht gefolgt werden kann der Vorinstanz, wenn sie im Einspracheent-
scheid ausführt, die Schulterbeschwerden würden erstmals im Bericht von 
Dr.med. G.________ vom 24. August 2016, d.h. rund 5 Monate nach dem Unfal-
lereignis, mit diesem in Verbindung gebracht und als posttraumatisch bezeichnet; 
plötzlich sei die Rede von Schulterdistorsion und Kontusion am 29. März 2016. 
Dem ist offenkundig nicht so. 

12

3.2.1 Korrekt ist, dass weder die Bagatellunfall-Meldung vom 5. April 2016 (Vi-
act. 54) noch der Arztschein UVG vom 5. April 2016 (Vi-act. 56), noch der Ver-
laufseintrag Dr.med. K.________ vom 7. April 2016 (VG-act. 15) Schulterbe-
schwerden als Unfallfolge erwähnen. Auch das am 14. Mai 2017 ausgestellte 
Arztzeugnis UVG enthält keinen entsprechenden Hinweis (Vi-act. 83). Diesbe-
züglich ist jedoch erwähnenswert, dass der Beschwerdeführer med.pract. 
M.________ nach der Erstbehandlung vom 5. April 2016 und der Konsultation 
vom 7. April 2016 nicht mehr aufgesucht hat, das Arztzeugnis UVG somit zwin-
gend mit dem Arztschein UVG vom 5. April 2016 übereinstimmt.

3.2.2 Mit Schreiben vom 10. August 2017 bestätigte der Chiropraktor Dr. 
H.________ (der den Beschwerdeführer seit mehreren Jahren behandelte), der 
Beschwerdeführer habe in der Konsultation vom 22. April 2016 über einen Sturz 
am 21. März 2016 [recte 29.3.2016] sowie unmittelbar danach auftretende 
Schmerzen im Bereich beider Füsse sowie der rechten Schulter berichtet. Er be-
legt diese Ausführung mittels Kopie des Verlaufseintrags vom 22. April 2016, wo 
der Sturz vom 29. März 2016 und neben der OSG-Problematik insbesondere 
auch leichte Schulterschmerzen rechts dokumentiert sind (Bf-act. 5). Diesen Ver-
laufseintrag reichte Dr. H.________ ein, weswegen an der Quelle nicht gezwei-
felt werden kann. Und auch wenn nicht alles genau lesbar ist, so erhellt aus dem 
Verlaufseintrag vom 22. April 2016 immerhin, dass das Unfallereignis vom 29. 
März 2016 dokumentiert ist und als Beschwerden die Distorsion OSG re/li und 
leichte Schulterschmerzen re aufgeführt sind.

3.2.3 Am 15. Juni 2016 suchte der Beschwerdeführer wegen den anhaltenden 
Schulterbeschwerden Dr.med. I.________ auf. Sie führt in der Tat nicht explizit 
aus, die Schulterbeschwerden seien auf den Unfall vom 29. März 2016 zurückzu-
führen. Ein Zusammenhang ergibt sich aus Ihrer Dokumentation aber dennoch 
hinreichend klar. So habe der Beschwerdeführer berichtet, die Schmerzen 
bestünden seit ca. 3 Monaten (was mit dem Unfallzeitpunkt vom 29.3.2016 als 
"ca.-Zeitraum" übereinstimmt). Er nennt ihr gegenüber den Unfall und erklärt, 
dieser habe die Füsse mehr beansprucht, er habe dort mehr Schmerzen gehabt 
und daher bezüglich der rechten Schulter nicht so viel unternommen. Da die 
Schulterschmerzen trotz Schonung schlimmer geworden seien, wolle er dies ab-
klären lassen. Als Diagnose vermerkt Dr.med. I.________ explizit St.n. Sturz mit 
Schmerzen an der rechten Schulter (Bf-act. 7). In der Folge veranlasste sie ein 
MRI der rechten Schulter und zwar explizit bei klinischen Angaben "Sturz vor 3 
Monaten. Sonographisch Verletzung der Bizepssehne und des Subscapularis" 
(Vi-act. 66). Nach dem MRI Schulter rechts vom 21. Juni 2016 notiert Dr.med.   
I.________ am 22. Juni 2016 als Diagnose (Bf-act. 7):

13

1. St.n. Sturz mit Tendinitis/Tendinose der Subscapularissehne rechts,
Hochgradige Tendinose ev. Partialruptur der langen Bicepssehne,
Tendinitis/Tendinose der Supraspinatussehne mit einer kleinen PASTA-Läsion
2. Bekanntes Morbus Charcot-Marie-Tooth-Hoffman-Syndrom. 

Damit aber kann der Darstellung der Vorinstanz nicht gefolgt werden, Dr.med.  
I.________ stelle die Schulterbeschwerden nicht als posttraumatisch dar.

3.2.4 Am 29. Juni 2016 überwies der behandelnde Chiropraktor Dr.med.           
P.________ den Beschwerdeführer an Dr.med. G.________. Der Beschwerde-
führer sei aufgrund der fortgeschrittenen Charcot-Marie-Tooth Problematik Ende 
März 2016 gestürzt und habe sich beim Auffangen des Sturzes an der rechten 
Schulter verletzt, die nach dem Tag des Sturzes schrittweise mehr zu schmerzen 
begonnen habe. Am 27. Juni 2016 habe ein deutlich verminderter Bewegungs-
umfang des rechten Schultergelenkes bestanden (Vi-act. 65). Mithin weist auch 
Dr.med. P.________ auf das Unfallereignis hin.

3.2.5 Nach erfolgtem Untersuch berichtete Dr.med. G.________ am 24. August 
2016 Dr.med. P.________ und er nannte als Diagnose "Posttraumatisches suba-
cromiales Schmerzsyndrom rechts mit bursaseitiger Partialläsion der Supraspina-
tussehne und möglicherweise assoziierter gelenksseitiger intervallnaher Parti-
alläsion der Supraspinatussehne nach Sturzereignis mit Schulterdistorsion und 
Kontusion vom 29.03.2016" (Vi-act. 8). 

3.3 Damit ist die vorinstanzliche Darstellung widerlegt, erstmals spreche 
Dr.med. G.________ am 24. August 2016 von posttraumatischen Schulterbe-
schwerden. Vielmehr führte der Beschwerdeführer selber am 20. April 2016 aus, 
er sei zuerst gestolpert und dann gestürzt, was eine Beteiligung der Schulter 
überwiegend wahrscheinlich macht (Erw. 3.1). Am 22. April 2016 nennt Dr. 
H.________ das konkrete Sturzereignis vom 29. März 2016 und dokumentiert als 
Beschwerden die Distorsion OSG re/li aber auch explizit leichte Schulterbe-
schwerden rechts (dass zuerst von allgemeinen Rücken-Verspannungen ausge-
gangen wurde [Vi-act. 67], widerlegt nicht, dass der Chiropraktor sowohl das 
Sturzereignis als auch die Beschwerden dokumentierte). Und ebenso ist aus den 
Verlaufseinträgen von Dr.med. I.________ zu schliessen, dass auch sie im Juni 
2016 die Beschwerden aufgrund der Erläuterungen des Beschwerdeführers als 
"St. n. Sturz" umschrieb. Zudem empfahl sie dem Beschwerdeführer in erster Li-
nie Physiotherapie und stellte am 22. Juni 2016 eine entsprechende Verordnung 
aus, in welcher sie die Diagnose wiederholte und auf den Unfall zurückführte (Vi-
act. 6). Und schliesslich erfolgte die Überweisung des behandelnden Chiroprak-

14

tors Dr.med. P.________ an Dr.med. G.________ ebenfalls mit der expliziten 
Bezugnahme auf den Unfall vom 29. März 2016. Mithin wird nicht erst fünf Mona-
te nach dem Unfallereignis ein Zusammenhang zwischen dem Sturz und den 
Schulterbeschwerden hergestellt. Vielmehr ergibt sich dieser aus allen Unterla-
gen ausser der Bagatellunfallmeldung und dem Arztzeugnis nach dem Erstunter-
such (resp. der Konsultation und dem Arztschein UVG basierend auf dem Erst-
untersuch). 

Nicht gefolgt werden kann sodann der vorinstanzlichen Begründung, der Unfall-
hergang sei vom Beschwerdeführer nachgeschoben worden, er mache wider-
sprüchliche Angaben, was das geschilderte Unfallgeschehen unglaubwürdig er-
scheinen lasse (Einspracheentscheid Ziff. III.3.1). Zwar trifft zu, dass in der Baga-
tellunfallmeldung nur die Beteiligung der Füsse ausdrücklich erwähnt wird und 
nicht auch die Schulter. Indes erhellt bereits aus diesem ersten Unfallbeschrieb, 
dass der Beschwerdeführer nicht bloss gestolpert, sondern gestürzt ist. Aufgrund 
des vorbestehenden Morbus Charcot-Marie-Tooth-Hoffmann-Syndrom erscheint 
ein Sturz (und nicht bloss ein Stolpern) glaubhaft und schliesslich ist bei einem 
Sturz überwiegend wahrscheinlich, dass sich der Beschwerdeführer aufzufangen 
bzw. abzustützen versuchte, was unweigerlich eine Mitbeteiligung der Schulter 
nach sich zieht. Widersprüchliche Ausführungen liegen damit nicht vor; vielmehr 
ist von einer Klarstellung auszugehen.

Damit aber ist für das Gericht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit erstellt, dass die Schulter vom Unfallereignis vom 29. März 2016 
mitbetroffen war, indem der Beschwerdeführer über den Pflanzenroller zuerst 
stolperte und dann stürzte, wobei er den Sturz aufzufangen oder abzustützen 
versuchte.

4.1 Für den Fall, dass der Unfallbegriff bezüglich die rechte Schulter bejaht 
wird, macht B.______ weiter geltend, die natürliche Kausalität zwischen dem Un-
fallereignis und den geklagten Schulterbeschwerden sei nicht erwiesen. Gemäss 
dem beratenden Arzt Dr.med. F.________ habe es sich um ein Bagatelltrauma 
im Sinne einer Schulterkontusion gehandelt, das nicht geeignet gewesen sei, die 
im MRI vom 21. Juni 2016 festgestellten Körperschädigungen zu verursachen. 
Es handle sich um vorbestehende degenerative Veränderungen. Ein relevantes 
Trauma hätte sofort zu Beschwerden geführt, die - wie die Fussverletzungen - 
zeitnah hätten behandelt werden müssen. Der Kausalitätsbeurteilung des be-
handelnden Spezialarztes Dr.med. G.________, die Diagnose "Pulley-Läsion" sei 
häufig posttraumatisch, genüge der Anforderung des Beweismasses der über-
wiegenden Wahrscheinlichkeit nicht. 

15

4.2 Bezüglich des Gesundheitszustandes und -verlaufes die rechte Schulter 
betreffend ergibt sich aus den Akten:

4.2.1 In der Bagatellunfall-Meldung UVG (eingereicht am 5.4.2016) wird zum Un-
fallhergang vom 29. März 2016 festgehalten (Vi-act. 54):

Am Abend um 21.15h auf der Terrasse einen Rundgang gemacht (nur Strassenla-
ternenlicht) und dabei über ein Eisenrad eines Pflanzenrollers gestolpert und nach 
vorne über beide Füsse umgefallen. Dabei habe ich mir bei beiden Füssen die 
Bänder verstreckt.

4.2.2 Med.pract. M.________ übernahm im Arztschein UVG nach der Erstbe-
handlung vom 5. April 2016 die Unfallbeschreibung aus der Bagatellunfallmel-
dung (Erw. 4.2.1) und nennt als Verletzung eine Zerrung der Fussgelenkbänder 
rechts und links (Vi-act. 56). Zu dieser Verletzung erfolgt am 7. April 2016 eine 
konsiliarische Untersuchung bei Dr.med. K.________, der den die Füsse betref-
fenden Befund bestätigt (VG-act. 15). Eine weitere Konsultation erfolgte weder 
bei med.pract. M.________ noch bei Dr.med. K.________. Das von med.pract. 
M.________ am 14. Mai 2017 ausgestellte Arztzeugnis UVG (Vi-act. 83) basiert 
auf den Untersuchen vom 5. resp. 7. April 2016.

4.2.3 B.______ unterbreitete dem Beschwerdeführer einen Fragebogen "Ver-
stauchung des Fussgelenkes", den dieser am 20. April 2016 ausfüllte (Vi-act. 
66.1 f.). Er wiederholt darin den Unfallhergang gemäss Bagatellunfall-Meldung 
(Erw. 4.2.1). Und er konkretisierte: "zuerst gestolpert und dann gestürzt".

4.2.4 Am 22. April 2016 notiert der behandelnde Chiropraktor Dr. H.________: 
Sturz 29.3.2016; Distorsion re/li OSG; leichte Schulterschmerzen re. Gegenüber 
dem Beschwerdeführer hält der Chiropraktor am 10. August 2017 fest, es sei 
nach einem Fehltritt auf einen Tischsockel bedingt durch die Neuropathie zu ei-
nem unkontrollierten Sturz gekommen. Direkt nach dem Sturz sei es zu Schmer-
zen in den Füssen und der Schulter gekommen. Er behandle den Beschwerde-
führer seit 2008 wegen Schmerzen im Wirbelsäulenbereich; Schulterschmerzen 
rechts seien während dieser Zeit nie Thema gewesen. Die frisch auftretenden 
Schmerzen sowie die fehlende Vorgeschichte seien aus seiner Sicht klare Zei-
chen für einen Kausalzusammenhang (Bf-act. 5).

4.2.5 Wegen anhaltender Schulterschmerzen suchte der Beschwerdeführer am 
15. Juni 2016 Dr.med. I.________ auf. In der Anamnese hielt diese fest, der Be-
schwerdeführer habe seit ca. 3 Monaten Schmerzen an der rechten Schulter. Sie 
seien mit der Zeit schlimmer geworden. Weil der Unfall die Füsse mehr in An-
spruch genommen hätte, habe er nicht so viel darauf geachtet und nichts bezüg-

16

lich Schulter unternommen. Trotz Schonung verspüre er nun aber mehr Be-
schwerden, weshalb er es untersucht haben wolle. Dr.med. I.________ nimmt 
folgenden Befund auf und stellt die Diagnose (Vi-act. 68).

Befunde 
50-jähriger Pat. in gutem AEZ, die Beweglichkeit des Kopfes bereitet ihm diskrete 
Beschwerden aufgrund von Verspannungen, ansonsten unauffällig. Arc 
pain/Elevation keine Sz. Es besteht eine diskrete Scapuladyskinesie re, beim Star-
ter-Test Sz, AR Sz, Abduktion Sz, Biceps-Test und Lift off-Test pos., Jobe-Test 
pos., Belly-Test pos., Nackengriff empfand er als angenehm.
Apprehension-Test/Hawkins-Test neg. Kein Hinweis auf Instabilität. Beim Tasten 
spürt der Pat. Beschwerden entlang der Bicepssehne und am Tuberculum majus. 
Ansonsten unauffällig.
Sonographie rechte Schulter: Im Posteriorbereich ist das Labrum und die Sehne 
nicht deutlich zu erkennen, anterior besteht der Vd.a. eine Läsion der Biceps- und 
Subscapularissehne, AC-Gelenk unauffällig.

Diagnose 
St.n. Sturz mit Schmerzen an der rechten Schulter

In der Folge verabreichte Dr.med. I.________ dem Beschwerdeführer Lodine 
300 und Pantoprazol 20 und veranlasste ein MRI, welches am 21. Juni 2016 
durchgeführt wurde (vgl. Erw. 4.2.6). Nach der Befundbesprechung wurden Phy-
siotherapie verordnet (Vi-act. 66.3 f.) und Schmerzmittel verschrieben sowie der 
Beschwerdeführer an die Klinik E.________ überwiesen. Dies bei Diagnose:

1. St.n. Sturz mit Tendinitis/Tendinose der Subscapularissehne rechts,
Hochgradige Tendinose ev. Partialruptur der langen Bicepssehne,
Tendinitis/Tendinose der Supraspinatussehne mit einer kleinen PASTA-Läsion
2. Bekanntes Morbus Chracot-Marie-Tooth-Hoffman-Syndrom.

4.2.6 Dr.med. I.________ veranlasste ein MRI bei klinischer Angabe: Sturz vor 3 
Monaten. Sonographisch Verletzung der Bizepssehne und des Subscapularis 
(Vi-act. 66). Das Rö und MR Arthro Schultergelenk rechts vom 21. Juni 2016 er-
gab folgenden Befund:

Die lange Bizepssehne ist im intraartikulären Bereich verdünnt und massiv signal-
alteriert. Verdickte und signalalterierte Subscapularissehne ohne Partialruptur Ver-
dicktes Rotatorenintervall und Pulleyligamente.
Insbesondere verdicktes superiores glenohumerales Ligament. Verdickte und 
ziemlich signilalterierte Supraspinatussehne mit einer Unterflächenpartialruptur im 
Ansatzbereich. Signalalteriertes kraniales und ventrales Labrum. Die Labrum Spit-
ze ventral ist etwas ausgefranst. Kleine, oberflächliche Knorpelläsion am vorderen 
Glenoidrand. Der Humeruskopf ist leichtgradig nach dorsal disloziert. Volumen 
verminderter und signalalteriert der Musculus teres major. Die lnfraspinatussehne 
und Muskel sind normal. Leichtgradig vermehrte Flüssigkeit in den periartikulären 
Bursen. Normales AC-Gelenk. Akromion Typ II-III nach Bigliani.

Beurteilung:

Tendinitis/Tendinose der Subscapularissehne.

17

Hochgradige Tendinose ev. Partialruptur der langen Bizepssehne.
Verdickter Rotatorenintervall/Pulley-System (entzündlich bedingt?).
Tendinitis/Tendinose der Supraspinatussehne mit einer kleinen PASTA-Läsion.

4.2.7 Mit Schreiben vom 29. Juni 2016 überwies der behandelnde Chiropraktor 
Dr.med. P.________ den Beschwerdeführer an Dr.med. G.________ und nicht 
wie von Dr.med. I.________ vorgesehen an die Uniklinik E.________ (Klinik) (Vi-
act. 65). Beim Auffangen des Sturzes Ende März sei auch eine Verletzung der 
rechten Schulter entstanden, die am Tag nach dem Sturz schrittweise mehr zu 
schmerzen begonnen habe. Am 27. Juni 2016 habe ein deutlich verminderter 
Bewegungsumfang des rechten Schultergelenkes bestanden und er schildert 
starke Bewegungs- und Druckdolenzen. Zudem verweist er auf den MR-Befund.

4.2.8 Nach dem Untersuch vom 24. August 2016 berichtete Dr.med. G.________ 
dem überweisenden Dr.med. P.________ unter Diagnose (Vi-act. 8):

Posttraumatisches subacromiales Schmerzsyndrom rechts mit bursaseitiger Parti-
alläsion der Supraspinatussehne und möglicherweise assoziierter gelenksseitiger 
intervallnaher Partialläsion der Supraspinatussehne nach Sturzereignis mit Schul-
terdistorsion und Kontusion vom 29.03.16.

Der Beschwerdeführer habe beim Sturz vom 29. März 2016 eine Distorsion- und 
Kontusionsverletzung erlitten. Er leide unter Schulterschmerzen rechts subacro-
mial, die anterolateral in den proximalen Oberarm ausstrahlen und vor allem bei 
hängendem Arm oder bei längerem Liegen auftreten würden. Dr.med. 
G.________ kommt zur Beurteilung:

Bei oben genanntem Patienten liegt ein Zustand nach starker Schulterdistorsion 
und Kontusion vor. Eine transmurale Ruptur einer der Sehnen der Rotatorenman-
schette ist nicht identifizierbar. Es ist möglich, dass hier eine assoziierte Pulley-
Läsion vorhanden ist. Die Bizepszeichen sind aber nicht sehr stark ausgeprägt. Ich 
habe daher heute eine diagnostische und therapeutische subacromiale Steroidinfil-
tration durchgeführt. Ich möchte nun den klinischen Verlauf abwarten und rechne 
damit, dass die gesamte Symptomatik in den nächsten Wochen deutlich abneh-
men wird. Ich sehe dazu eine Verlaufskontrolle in 6 Wochen meiner Sprechstunde 
vor. (…) 

Nach dem Untersuch vom 22. September 2016 berichtet Dr.med. G.________ 
von einem zufriedenen Patienten. Schultergürtel- und Rückenmuskulatur sollten 
weiter gestärkt werden, wozu eine medizinische Trainingstherapie verordnet 
wurde (Vi-act. 19). Da die Schmerzen rund 2 Monate nach der ersten Infiltration 
wieder zunahmen und es in der rechten Schulter zu ausgeprägten Ruheschmer-
zen kam, führte Dr.med. G.________ am 7. November 2016 eine zweite suba-
cromiale Infiltration durch. Sollte eine Besserung ausbleiben, könne er noch eine 
dritte und letzte Infiltration vornehmen, dann aber sei eine arthroskopisches Vor-
gehen angezeigt (Vi-act. 28). Am 16. Januar 2017 erfolgte die dritte Infiltration, 

18

nachdem jene vom November eine Schmerzfreiheit von rund 6 Wochen brachte 
und der Beschwerdeführer wieder über ausgeprägte subacromiale Schmerzen 
bei Abduktion und Flexion bereits unter Scapulaebene klagte und die Schmerzen 
nach infraclaviculär in die Pectoralismuskulatur rechts ausstrahlten (Vi-act. 42). 

4.2.9 Am 30. März 2017 informierte Dr.med. G.________ B.______ über einen 
für den 2. Mai 2017 geplanten arthroskopischen Eingriff, da das Schmerzsyn-
drom auch nach drei Infiltrationen immer wieder auftrete. Es solle eine subacro-
miale Dekompression erfolgen; bei Vorliegen einer relevanten Bicepstendinopa-
thie oder einer lateralen Pulley-Läsion solle auch eine Bicepstenodese erfolgen. 
Aufgrund der ausgeprägten Neuropathie des Beschwerdeführers sei aus pflege-
rischen Gründen ein stationärer Rehabilitationsaufenthalt von mindestens 2 Wo-
chen postoperativ vorzusehen (Vi-act. 50). 

Am 12. April 2017 ersuchte die Klinik Hirslanden um Kostengutsprache für einen 
viertägigen stationären Aufenthalt aufgrund der Folgen des Unfalles vom 29. 
März 2016 bei Diagnose S46.0, rechts (Verletzung der Muskeln und der Sehnen 
der Rotatorenmanschette Traumatische) für die Behandlung 80.21.00, rechts (Ar-
throskopie der Schulter, n.n.bez.). 

4.2.10 In der Folge gelangte B.______ an den RVK Vertrauensarzt Dr.med.     
F.________. Der Beschwerdeführer habe nach dem Unfall vom 29. März 2016 
am Anfang nur Fussprobleme gehabt, erst ca. 2-3 Monate später sei ihm aufge-
fallen, dass etwas mit der Schulter nicht stimme. "Können sie aufgrund der vor-
liegenden Akten entscheiden, ob hier Unfallfolgen vorliegen?" (Vi-act. 71).

Mit Stellungnahme vom 27. April 2017 (bestätigt und leicht ergänzt am 1.6.2017) 
hielt Dr.med. F.________ fest, soweit aus den vorliegenden Akten hervorgehe, 
lägen nach seiner Beurteilung an der rechten Schulter keine Unfallfolgen vom 29. 
März 2016 mehr vor. Weder in der Unfallmeldung vom 7. April 2016 noch im Fra-
gebogen des Beschwerdeführers vom 24. April 2016 würden Schulterbeschwer-
den erwähnt, obwohl diese gemäss späteren Angaben bereits spätestens 1 Tag 
nach dem Ereignis aufgetreten sein sollen. Diese Behauptung sei erst später 
vorgebracht worden. Es handle sich an der Schulter um ein Bagatelltrauma im 
Sinne einer Schulterkontusion; ein relevantes Trauma, insbesondere eine Verlet-
zung des Kapselbandapparrates oder der Sehnen (Rotatorenmanschette, LBS) 
hätte zu Beschwerden führen müssen, die so stark waren, dass sie der Be-
schwerdeführer im Fragebogen hätte erwähnen müssen und die auch zu einer 
zeitnahen Behandlung hätten führen müssen. Zudem sei das Unfallereignis nicht 
geeignet, die im MRI festgestellten Körperschädigungen zu verursachen. Es 
handle sich um vorbestehende degenerative Veränderungen. Unfallkausale 

19

strukturelle Körperschädigungen seien im MRI nicht nachgewiesen. Nach einer 
Schulterkontusion sei der Status quo sine nach spätestens 8 Wochen erreicht 
(Vi-act. 71 und 85).

Gestützt auf diese Stellungnahme des RVK Vertrauensarztes lehnte B.______ 
die Kostengutsprache am 27. April 2017 ab (Vi-act. 72) und bestätigte dies mit 
Verfügung vom 8. Juni 2017 dahingehend, dass für den Unfall vom 29. März 
2017 nach dem 29. Mai 2016 keine weiteren Leistungen mehr erbracht würden 
(Vi-act. 89).

4.2.11 Am 2. Mai 2017 erfolgte aufgrund der Indikation gemäss Sprechstun-
denbericht vom 30. März 2017 (Erw. 4.2.9) die Schulterarthroskopie durch 
Dr.med. G.________. Er dokumentierte im Operationsbericht vom 8. Mai 2017 
(Vi-act. 86.4):

Operation:
1. Schulterarthroskopie rechts
2. Tenotomie und Tenodese der Biceps longus Sehne in Lasso-Loop-Technik 

(ein Titan-Anker 5.5mm)
3. Ausgedehntes subacromiales Débridement und Bursektomie sowie Acromio-

plastik rechts
4. Postoperative Analgesie durch Block des Nervus Suprascapularis mit Ropiva-

cain 0.5% 10ml

Unter Technischem Vorgehen hält er fest:

(…) lntraartikulär homogen erhaltener Knorpelüberzug humeral. Über dem Glenoid 
zeigt sich am anteroinferioren Quadrant ein Knorpeldefekt sowie auch eine partiel-
le Limbusläsion. Die Subscapularissehne inseriert regelrecht. Anteriores Pulley in-
takt. Laterales Pulley rupturiert. Der Eingang in den Sulcus bicipitalis ist deutlich 
erweitert. Die Biceps longus Sehne gleitet vom Tuberculum supraglenoidale durch 
das Gelenk in den Sulcus bicipitalis und ist partiell aufgefasert sowie deutlich in-
formatorisch infiltriert. Fotodokumentation. Die Supraspinatussehne inseriert regel-
recht, wobei im Bereich des ehemaligen anterioren Pulley das Cable stark nach 
medial verzogen ist. Fettige Infiltrate im mittleren Drittel der Supraspinatussehne, 
ohne Zeichen einer gelenkseitigen Partialruptur. Fotodokumentation. Die lnfraspi-
natussehne inseriert regelrecht. Der Limbus glenoidalis ist ebenfalls stark entzünd-
lich infiltriert. Im Bereich des Rotatorenintervalles, anterior ausgeprägte entzündli-
che Infiltration. Dies ist das intraoperative Bild einer Pulley-Läsion mit deutlich in-
stabiler Biceps longus Sehne. (…) Umsetzen der Optik nach subacromial. Hier 
zeigt sich ausgesprochen adhärentes Bindegewebe. Successive Bursektomie. 
Hämostase. Ausführen der Acromioplastik. Der Subacromialraum ist nun sehr weit. 
Die Supraspinatussehne präsentiert sich von bursaseitig her intakt, ebenso die ln-
fraspinatussehne und die Subscapularissehne. Fotodokumentation. (…)

Nach der Sprechstunde vom 12. Juni 2017 berichtet Dr.med. G.________, nach 
Angaben des Beschwerdeführers seien die Schmerzen in der rechten Schulter 

20

deutlich regredient. Gut 6 Wochen postoperativ bestehe ein zufriedenstellender 
Verlauf; die langfristige Prognose sei sehr günstig (Vi-act. 93).

4.2.12 Gegenüber dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers bestätigte 
Dr.med. G.________ am 10. Juli 2017, entsprechend der Anamnese sowie der 
von ihm geführten Krankengeschichte seien sowohl die Schulterbeschwerden 
rechts als auch die OSG-Beschwerden beidseits eine direkte Folge des Unfalles 
vom 29. März 2016. Die schwere Neuropathie mit beidseits vorbestehender 
Fussheberparese erkläre die relative Schwere des Sturzes. Die Schulterbe-
schwerden seien bereits wenige Tage nach dem Sturz aufgetreten und der Be-
schwerdeführer habe im April unter anderem deswegen den Chiropraktor konsul-
tiert. Die weiteren Konsultationen würden das Vorhandensein der Symptomatik 
widerspiegeln. In der ambulanten Behandlung bei ihm seien sowohl die klini-
schen Zeichen als auch die paraklinischen bildgebenden Verfahren derart, dass 
aus seiner Sicht ein sicherer Kausalzusammenhang bestehe. Intraoperativ habe 
sich eine Läsion des lateralen Pulley mit deutlichen Entzündungszeichen der Bi-
ceps longus Sehne gezeigt. Diese Befunde könnten nie oder nicht mit Sicherheit 
MR-tomographisch abgeklärt werden. Die Diagnose der instabilen Bicepssehne 
mit Pulley-Läsion sei sehr häufig posttraumatisch anzutreffen und sei eine intra-
operative Diagnose (Vi-act. 110).

4.2.13 Im Rahmen des Einspracheverfahrens gelangte B.______ erneut an den 
RVK Vertrauensarzt Dr.med. F.________ (Vi-act. 128). Es stelle sich die Frage, 
ob der Unfall überhaupt je Folgen für die rechte Schulter gehabt habe. Hierauf 
hielt Dr.med. F.________ in der vertrauensärztlichen Beurteilung vom 11. No-
vember 2017 fest: 

- Welcher Unfallmechanismus müsste genau vorliegen, dass die letztendlich zur 
OP führenden Verletzungen dabei entstehen können?
Pulley-Läsionen sind meistens degenerativ bedingt im Rahmen von degenerati-
ven Rotatorenmanschettenleiden. Traumatisch kommen Pulley-Läsionen i.d.R. 
nur im Rahmen von Rissen der Rotatorenmanschette, v.a. der cranialen Subsca-
pularissehne vor, d.h. eine traumatische Pulley-Läsion entsteht meistens im 
Rahmen einer Verletzung der kranialen Subscapularissehne; eine solche Verlet-
zung der Subscapularissehne liegt beim VT nicht vor. Unfallmechanismus einer 
solchen Verletzung können sein ein Aussenrotations-Hyperflexionstrauma oder 
ein plötzlicher unerwarteter Zug oder Druck auf die bereits vorgespannte lange 
Bizeps-Sehne.

- Ist der Unfallmechanismus, so wie er in der Unfallmeldung und im Fragebogen 
geschildert wurde (über Eisenrad eines Pflanzenrollers gestolpert und nach vorne 
über beide Füsse umgefallen), geeignet, die Schulterverletzung zu verursachen?
Nach meiner Beurteilung: nein

- Welches Schmerzausmass müsste direkt nach dem Unfall gegeben sein?

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Eine akute unfallbedingte Ruptur der Pulley-Strukturen führt in der Regel zu so-
fortigen, sehr starken Schmerzen, welche einer sehr zeitnahen medizinischen 
Behandlung bedürfen.

- Welche äusseren Symptome müssten erkennbar sein direkt nach dem Sturz (z.B. 
Hämatome, Ödeme an Händen, Ellbogen, Knien?)?
Bei einer traumatischen Pulley-Läsion kommt es in der Regel nicht oder nur un-
wesentlich ausgebildet zu äusseren Symptomen wie Blutergüsse oder Schwel-
lungen.

- Spricht die Tatsache, dass der Versicherte erst 7 Tage später, also am 5.4.2016, 
erstmals einen Arzt konsultierte, gegen die behauptete unfallkausale Schulterver-
letzung?
Ja. Im Arztschein vom 5.4.2016 ist als Diagnose nur eine «OSG-Distorsion bds.» 
angeführt, unfallbedingte Schulterbeschwerden links sind nicht erwähnt. Zudem 
hat der VT im Fragebogen vom 20.4.2016 (d.h. 2 Tage vor der Konsultation bei 
Dr. H.________, Chiropraktor, Muri b. Bern) nur die Verletzungen im Fussbereich 
angegeben, Schulterbeschwerden wurden vom VT im Fragebogen nicht erwähnt.

In der Stellungnahme dazu bemerkte der Beschwerdeführer am 1. Dezember 
2017, der Bericht entlarve, dass der Vertrauensarzt am 1. Juni 2017 Stellung ge-
nommen habe ohne Kenntnisnahme der prä- und postoperativen Berichte von 
Dr.med. G.________, er habe nicht einmal den Operationsbericht vom 2. Mai 
2017 gekannt (Vi-act. 130). Mithin habe er Stellung genommen ohne Einsicht-
nahme in die wesentlichen Unterlagen, obwohl er gewusst habe, dass der Ein-
griff Anfangs Mai erfolgt sei. Eine seriöse medizinische Beurteilung setze aber 
voraus, dass sich der Sachverständige mit sämtlichen Vorakten auseinanderset-
ze und diese dazu beiziehe. Der Bericht vom 11. November 2017 sei nun vom 
Willen geprägt, die erste Stellungnahme vom 1. Juni 2107 zu stützen.

5.1 Auch wenn zuvor (Erw. 3) ausgeführt wurde, für das Gericht sei mit über-
wiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass der Beschwerdeführer am 29. März 
2016 über den Pflanzenroller stolperte und anschliessend stürzte und sich dabei 
aufzufangen versuchte, mithin die Schulter vom Unfallhergang mitbetroffen war, 
ist damit die Kausalität des Unfalles für die Schulterbeschwerden noch nicht er-
wiesen. Die Bejahung der natürlichen Kausalität setzt mindestens voraus, dass 
das Unfallereignis die körperliche oder geistige Integrität des Versicherten beein-
trächtigt hat, der Unfall nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die ein-
getretene gesundheitliche Störung entfiele. Der Unfall muss überwiegend wahr-
scheinlich zumindest eine indirekte Teilursache der gesundheitlichen Beschwer-
den sein (Erw. 1.2.1). 

5.2 Aufgrund der geklagten Schulterbeschwerden veranlasste Dr.med.           
I.________ ein MRI der rechten Schulter (Erw. 4.2.6). Dieses zeigte wohl einen 
relevanten Befund, jedoch keine traumabedingten strukturellen Körperschädi-

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gungen. Für die festgestellte Verdickung des Rotatorenintervalls/Pulley-System 
wurde ein degenerativer Ursprung (entzündlich bedingt?) vermutet. Nach der 
Schulterarthroskopie vom 2. Mai 2017 dokumentierte Dr.med. G.________ die 
Diagnose "posttraumatischer lateraler Pulley-Läsion mit Tendinopathie der Bi-
ceps longus Sehne rechts nach Schulterdistorsion rechts vom 29.03.2016" (Vi-
act. 86.5 und 93). 

5.3 Allein die Bezeichnung der Diagnose als "posttraumatisch" vermag keine 
Unfall-Kausalität zu belegen; vielmehr muss die Ursächlichkeit eines Unfalles im 
Einzelfall weiter begründet werden, damit in der Bezeichnung "posttraumatisch" 
nicht bloss ein zeitlicher Ablauf, sondern auch eine Kausalität anerkannt werden 
kann (vgl. Urteil BGer 8C_856/2017 vom 2.5.2018 Erw. 5.3). 

Keine solche weitergehende Begründung ist in der Feststellung von Dr.med.   
G.________ zu erkennen, die Diagnose instabile Bicepssehne mit Pulley-Läsion 
sei sehr häufig posttraumatisch anzutreffen (Bf-act. 3). Selbst wenn die Diagnose 
häufig nach Unfallgeschehen gestellt würde (was offen bleiben kann), ist die Fra-
ge der Ursächlichkeit nicht beantwortet. Insbesondere ist damit keineswegs be-
legt, dass auch für die beim Beschwerdeführer festgestellten Schulterbeschwer-
den ein Unfallereignis (resp. das Unfallereignis vom 29.3.2016) mindestens 
teilursächlich war. Daran ändert auch der Hinweis von Dr.med. G.________ 
nichts, die intraoperativ festgestellten Befunde könnten nie mit Sicherheit MR-
tomographisch abgeklärt werden (Bf-act. 3). Und schliesslich vermag auch die 
Bemerkung von Dr. H.________, der Beschwerdeführer habe vor dem Unfaller-
eignis nie über Schulterschmerzen geklagt, keine natürliche Kausalität nachzu-
weisen (unzulässige "post hoc ergo propter hoc"-Argumentation; SVR 2016 UV 
Nr. 24 S. 75, 8C 354/2015 Erw. 7.2). Eine darüber hinausgehende Begründung 
einer natürlichen Kausalität bringt der Beschwerdeführer aber nicht vor. 

Wenn Dr.med. G.________ ausführt, die Schulterbeschwerden seien bereits we-
nige Tage nach dem Ereignis deutlich aufgetreten, so wird dies durch keine Be-
lege untermauert. Der Beschwerdeführer suchte erst einige Tage nach dem Un-
fallereignis (am 5.4.2016) einen Arzt auf. Dabei wurden aber keine Schulterbe-
schwerden dokumentiert, was bei deutlichem Auftreten von Beschwerden hätte 
erwartet werden müssen. Am 22. April 2016 notierte der Chiropraktor zwar das 
Sturzereignis sowie neben der Distorsion OSG re/li auch leichte Schulterschmer-
zen rechts als Beschwerden. Mithin sind zwar die Beschwerden ausgewiesen, 
aber hinsichtlich Kausalität gab der Beschwerdeführer selber an, man (er und der 
Chiropraktor) habe allgemeine Rücken-Verspannungen vermutet (Vi-act. 67). 
Diesbezüglich weist Dr.med. F.________ zu Recht darauf hin, dass eine unfall-
bedingte Ruptur der Pulley-Strukturen in der Regel zu sofortigen, sehr starken 

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Schmerzen und einer zeitnahen Behandlung führen. Dies war vorliegend offen-
kundig nicht der Fall. Zwar ist - wie der Beschwerdeführer ausführt - nicht ausge-
schlossen, dass trotz einer unfallbedingten Ruptur die Schmerzen nicht zwingend 
sofort und dermassen einsetzen, dass umgehend ärztliche Hilfe aufgesucht wird. 
In einem solchen Ausnahmefall müssen jedoch andere Hinweise vorliegen, wel-
che die Unfallkausalität als überwiegend wahrscheinlich erscheinen lassen. An 
solchen fehlt es vorliegend jedoch. So hält Dr.med. F.________ etwa fest, trau-
matisch kämen Pulley-Läsionen in der Regel nur im Rahmen von Rissen der Ro-
tatorenmanschette, v.a. der cranialen Subscapularissehne vor; sie entstehe 
meistens im Rahmen einer Verletzung der kranialen Subscapularissehne, was 
vorliegend nicht der Fall sei. Dies vermag Dr.med. G.________ mit seinem Hin-
weis auf die Anamnese und die von ihm geführte Krankengeschichte nicht zu wi-
derlegen. Er trägt keine weiteren Anhaltspunkte vor, welche die von ihm geltend 
gemachte Unfallkausalität begründen würden. Zudem entschloss sich auch 
Dr.med. G.________ vorerst für eine konservative Behandlung, was ebenfalls für 
das Vorliegen von degenerativen Beschwerden spricht. So weist B.______ zu 
Recht darauf hin, dass bereits im MRI-Befund vom 21. Juni 2016 degenerative 
Veränderungen beschrieben wurden und solche bei Personen im Alter des Be-
schwerdeführers (Jg. 1966) nicht überraschend sind. Wie das Verwaltungsgericht 
in dem vom Beschwerdeführer zitierten Entscheid festhielt (VGE I 2016 65 vom 
18.11.2016), kann ein "inadäquates" Trauma zu Rupturen der Rotatorenman-
schette führen, wenn die Strukturen alters- oder verschleissbedingt vorgeschä-
digt sind. Anders als im vorliegenden Fall klagte der damals Betroffene jedoch 
umgehend nach dem Unfallereignis über akute Schulterschmerzen und er suchte 
u.a. deswegen einen Arzt auf. Dies ist vorliegend gerade nicht der Fall, weshalb 
die beiden Fälle nicht vergleichbar sind.

Schliesslich ist auch im Rahmen der Kausalitätsprüfung zu berücksichtigen, dass 
der Unfallhergang keineswegs klar ist. Wie zuvor ausgeführt, geht das Gericht 
zwar von einem Stolpern mit anschliessendem Sturz des Beschwerdeführers 
aus, wobei es überwiegend wahrscheinlich ist, dass er den Sturz aufzufangen 
versucht hat. Mithin war die Schulter überwiegend wahrscheinlich beteiligt. Eine 
zeitnahe und klare Schilderung des Unfallhergangs liegt aber nicht vor. Daher 
bleibt auch unklar, welcher Belastung die Schulter effektiv ausgesetzt war und ob 
diese Belastung die diagnostizierte Verletzung verursachen konnte. Immerhin 
steht fest, dass der Beschwerdeführer erst am 22. April 2016 überhaupt erstmals 
über leichte Schulterschmerzen klagte und die Schulter weder in der Bagatellun-
fallmeldung erwähnt wurde noch gegenüber dem erstbehandelnden Arzt.

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5.4 Indem Dr.med. G.________ die Schulterbeschwerden als posttraumatisch 
bezeichnet und dies nur mit der (nicht eindeutigen) Anamnese, der von ihm ge-
führten (aber erst rund fünf Monate nach Unfallereignis eröffneten) Krankenge-
schichte sowie dem intraoperativen Befund begründet, aber nicht auf die Beurtei-
lung des RVK-Vertrauensarztes eingeht, vermag er die Ausführungen von 
Dr.med. F.________ nicht in Zweifel zu ziehen. Diesen kommt auch nicht des-
wegen kein Beweiswert zu, weil Dr.med. F.________ zu den prä- und postopera-
tiven Berichten erst im Bericht vom 11. November 2017 Stellung bezog. Denn 
insgesamt sind die drei Beurteilungen von Dr.med. F.________ schlüssig, ohne 
Widersprüche und insgesamt nachvollziehbar. Dem Vorwurf, der jüngste Bericht 
sei nicht glaubwürdig, da er damit seine früheren Beurteilungen habe rechtferti-
gen müssen, entbehrt eine Grundlage. 

5.5 Auch wenn der Beschwerdeführer erwiesenermassen stolperte und dann 
stürzte und den Sturz überwiegend wahrscheinlich mit den Armen, namentlich 
dem rechten Arm aufzufangen versuchte, so ist es aufgrund des (unklaren) Un-
fallherganges sowie insbesondere der medizinischen Befunde nicht überwiegend 
wahrscheinlich, dass die geklagten Schulterbeschwerden vom Unfallereignis vom 
29. März 2016 herrühren. Mithin hat die Vorinstanz (für den Fall, dass ein Unfal-
lereignis bejaht wird) die natürliche Kausalität zu Recht verneint. 

6. Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist 
abzuweisen. Kosten werden keine erhoben; Anspruch auf eine Parteientschädi-
gung besteht für den Unfallversicherer nicht (Art. 61 lit. a und g ATSG). 

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht, BGG, SR 173.110).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

4. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Gesundheit, BAG, 3003 Bern (A).

Schwyz, 20. Juni 2018

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 28. Juni 2018

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I