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**Case Identifier:** ceadd458-f970-5907-a5f8-f89121c861d3
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-04-28
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 28.04.2022 720 21 219/92
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-21-219-92_2022-04-28.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 28. April 2022 (720 21 219 / 92) 

____________________________________________________________________ 

 

Invalidenversicherung 

 

 

IV-Rente: Würdigung der medizinischen Unterlagen und Haushaltsberichts 
 
 
 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichterin Susanne Afheldt, 

Kantonsrichter Daniel Noll, Gerichtsschreiberin Margit Campell 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Franziska Abt Lindner, 
Advokatin, Aeschengraben 13, Postfach, 4010 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  

 
 
 
A. Die 1979 geborene A.____ arbeitete ab 1. Juni 2014 in einem 20%igen Pensum als 
Haushaltshilfe in einem Privathaushalt und war vom 17. März 2015 bis 30. August 2017 als Pfle-
gehelferin bei der Firma B.____ angestellt. Unter Hinweis auf eine rezidivierende depressive Stö-
rung und eine Diskushernie meldete sie sich am 26. Oktober 2017 bei der Eidgenössischen In-
validenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) un-
tersuchte den gesundheitlichen, erwerblichen und hauswirtschaftlichen Sachverhalt. Mit Verfü-

 

 
 
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gung vom 8. Juni 2021 sprach sie der Versicherten – nach Durchführung des Vorbescheidver-
fahrens – bei einem in Anwendung der gemischten Methode mit den Anteilen Erwerb 90 % und 
Haushalt 10 % errechneten Invaliditätsgrad von 90 % in der Zeit vom 1. Juli 2018 bis 30. Novem-
ber 2018 eine ganze und bei einem Invaliditätsgrad von 51 % vom 1. Dezember 2018 bis 30. No-
vember 2020 eine halbe Rente zu.  
 
B. Dagegen erhob A.____, vertreten durch Advokatin Franziska Abt Lindner, am 9. Juli 
2021 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). 
Sie beantragte, es sei die angefochtene Verfügung vom 8. Juni 2021 teilweise aufzuheben und 
es sei ihr ab 1. Juli 2017 bis auf weiteres eine ganze Rente auszurichten. Eventualiter sei die 
angefochtene Verfügung vom 8. Juni 2021 teilweise aufzuheben und es sei ihr bis zum 25. August 
2020 eine ganze Rente und ab dem 26. August 2020 bis auf weiteres eine Dreiviertelsrente aus-
zurichten. Subeventualiter seien ergänzende medizinische Gutachten einzuholen; unter o/e-Kos-
tenfolge. Weiter beantragte sie die Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung und der un-
entgeltlichen Verbeiständung mit Advokatin Franziska Abt Lindner. Zur Begründung brachte sie 
im Wesentlichen vor, dass die IV-Stelle ihren Entscheid auf unzureichende medizinische Unter-
lagen stütze. Insbesondere könne nicht auf das bidisziplinäre Gutachten von Dr. med. C.____, 
FMH Rheumatologie und Innere Medizin, und PD Dr. med. D.____, FMH Psychiatrie und Psy-
chotherapie, vom 26./31. August 2020 abgestellt werden. So habe PD Dr. D.____ in seinem Teil-
gutachten den Verlauf der psychisch bedingten Arbeitsunfähigkeit nicht klar festgehalten und Dr. 
C.____ habe die Zervikobrachialgie links nicht berücksichtigt. Zudem sei vom Invalideneinkom-
men ein leidensbedingter Abzug von mindestens 15 % vorzunehmen. 
 
C. Die IV-Stelle liess sich am 24. August 2021 vernehmen und beantragte, die Beschwerde 
sei teilweise gutzuheissen und es sei der Beschwerdeführerin vom 1. Juli 2018 bis 30. November 
2020 durchgehend eine ganze Rente zuzusprechen. Im Übrigen sei die Beschwerde abzuweisen. 
Zur Begründung brachte sie vor, gestützt auf die Ausführungen im Bericht des Regionalen Ärzt-
lichen Diensts (RAD) vom 4. August 2021 könne zugunsten der Versicherten eine Arbeitsunfä-
higkeit von 100 % durchgehend vom 1. Juli 2017 bis 25. August 2020 angenommen werden.  
 
D. Am 1. November 2021 reichte die Beschwerdeführerin ihre Replik ein, wobei sie ihr Ge-
such um Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung und der unentgeltlichen Verbeiständung 
mit Advokatin Franziska Abt Lindner zurückzog. Im Übrigen hielt sie an ihren Ausführungen fest.  
 
E. In ihrer Duplik vom 30. November 2021 wiederholte auch die IV-Stelle ihre Standpunkte 
und Anträge. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des 

 

 
 
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Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das 
Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwer-
den gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der 
vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht erhobene Be-
schwerde ist einzutreten. 
 
1.2 Am 1. Januar 2022 trat die vom Gesetzgeber am 19. Juni 2020 beschlossene Änderung 
des IVG ("Weiterentwicklung der IV", WEIV) in Kraft. Die vorliegend angefochtene Verfügung 
erging vor dem 1. Januar 2022. Nach den allgemeinen Grundsätzen des intertemporalen Rechts 
und des zeitlich massgebenden Sachverhalts (statt vieler: BGE 144 V 210 E. 4.3.1; 129 V 354 E. 
1 mit Hinweisen) sind daher die Bestimmungen des IVG und diejenigen der Verordnung über die 
Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 sowie des Bundesgesetzes über den Allgemei-
nen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 in der bis 31. Dezember 
2021 gültig gewesenen Fassung anwendbar (Urteil des Bundesgerichts vom 23. Februar 2022, 
8C_455/2021, E. 2). Sie werden im Folgenden jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert 
und angewendet. 
 
2. Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin. Massgebend ist 
dabei der Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 8. Juni 2021 
entwickelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterli-
chen Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 4 E. 1.2). 
 
3.1  Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Er-
werbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 
Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), die wäh-
rend eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfä-
hig (Art. 6 ATSG) gewesen (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind 
(lit. c). Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, 
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad 
von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 
70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 
 
3.2 Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körper-
lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bis-
herigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird 
auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 
2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 
ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, 
Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG).  
 
4.1 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrads das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und Durchführung der 

 

 
 
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medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare 
Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Er-
werbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. Dies ist die 
allgemeine Methode des Einkommensvergleichs (BGE 141 V 15 E. 3.2) mit den Untervarianten 
des Schätzungs- oder Prozentvergleichs (BGE 114 V 310 E. 3a) und der ausserordentlichen Me-
thode (BGE 128 V 29). 
 
4.2 Bei nicht erwerbstätigen Versicherten, die im Aufgabenbereich tätig sind und denen die 
Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, wird für die Bemessung der In-
validität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in welchem Masse sie unfähig sind, 
sich im Aufgabenbereich zu betätigen (Art. 28a Abs. 2 IVG). Dies ist die spezifische Methode der 
Invaliditätsbemessung (Betätigungsvergleich; BGE 141 V 20 E. 3.2). 
 
4.3 Bei nichterwerbstätigen Versicherten, welche in einem Aufgabenbereich (z.B. Haushalt) 
tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, wird für 
die Bemessung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in welchem 
Masse sie behindert sind, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen (Betätigungsver-
gleich; Art. 28a Abs. 2 IVG). Bei Versicherten, die hingegen nur zum Teil erwerbstätig sind, wird 
für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga-
benbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 IVG festgelegt. In 
diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich 
festzulegen und der IV-Grad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen 
(gemischte Methode der Invaliditätsbemessung). Ist bei diesen Versicherten anzunehmen, dass 
sie im Zeitpunkt der Prüfung des Rentenanspruchs ohne Gesundheitsschaden ganztägig er-
werbstätig wären, so ist die Invaliditätsbemessung ausschliesslich nach den Grundsätzen für Er-
werbstätige zu bemessen (Art. 27bis der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV] vom 
17. Januar 1961 in der bis Ende 2017 geltende Fassung).  
 
4.4 Mit der am 1. Dezember 2017 beschlossenen Änderung der IVV und der dazu ergange-
nen Übergangsbestimmung, in Kraft ab 1. Januar 2018 (vgl. AS 2017 7581 f.), wird für Teiler-
werbstätige, die sich zusätzlich im Aufgabenbereich Haushalt betätigen, ein neues Berechnungs-
modell statuiert (Art. 27bis Abs. 2-4 IVV). Dieses sieht neuerdings vor, dass für die Ermittlung des 
Invaliditätsgrads in Bezug auf die Erwerbsfähigkeit für das Valideneinkommen nicht mehr auf das 
Einkommen aus einem Teilzeitpensum abgestellt, sondern das entsprechende Einkommen auf 
eine hypothetische Vollerwerbstätigkeit hochgerechnet wird (Art. 27bis Abs. 3 lit. a IVV). Die so 
berechnete prozentuale Erwerbseinbusse wird sodann weiterhin anhand des Beschäftigungs-
grads gewichtet, welchen die Person hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (lit. b). Nach 
der dazu ergangenen Übergangsbestimmung Ziff. II Abs. 1 ist für die im Zeitpunkt des Inkrafttre-
tens der Änderung vom 1. Dezember 2017 laufenden Dreiviertelrenten, halben Renten und Vier-
telrenten, die in Anwendung der gemischten Methode zugesprochen wurden, innerhalb eines 
Jahres nach Inkrafttreten dieser Änderung eine Revision einzuleiten. Eine allfällige Erhöhung der 
Rente kann demnach erst auf den Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Änderung erfolgen. Art. 27bis 
Abs. 2-4 IVV hingegen auf Renten anzuwenden, die vor dem 1. Januar 2018 zugesprochen wor-
den waren, liefe im Ergebnis auf eine Anwendung noch nicht in Kraft stehenden Rechts hinaus, 

 

 
 
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was einer unzulässigen positiven Vorwirkung gleichkäme (BGE 129 V 455 E. 3 mit Hinweisen; 
Urteil des Bundesgerichts vom 18. Dezember 2017, 9C_553/2017, E. 6.2). 
 
4.5 Vorliegend bemass die IV-Stelle den Invaliditätsgrad der Versicherten nach der gemisch-
ten Methode. Dabei stellte sie bei der Festlegung der Anteile der Erwerbs- und der Haushaltstä-
tigkeit auf die im ''Fragebogen zur Ermittlung der Erwerbstätigkeit'' vom 4. Dezember 2019 (act. 
61) wiedergegebenen Angaben ab, wonach die Beschwerdeführerin ohne gesundheitliche Be-
einträchtigung in einem Pensum von 90 % eines Vollpensums einer ausserhäuslichen Erwerbs-
tätigkeit nachgegangen und in den übrigen 10 % im Aufgabenbereich beschäftigt gewesen wäre. 
Gestützt auf diese Aussage setzte die IV-Stelle den Anteil im Erwerbsbereich auf 90 % und jenen 
der Haushaltstätigkeit auf 10 % fest, was von der Versicherten zu Recht nicht in Frage gestellt 
wird. 
 
5.1 Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrads bildet die Frage, in welchem Aus-
mass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsunfähig 
ist. 
 
5.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde – die Ver-
waltung und im Streitfall das Gericht – auf Unterlagen angewiesen, die vorab von Ärztinnen und 
Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurtei-
len und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 
versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 115 V 133 E. 2, 114 V 310 E. 3c, 105 V 156 E. 1 in 
fine). Darüber hinaus bilden die ärztlichen Stellungnahmen eine wichtige Grundlage für die Beur-
teilung der Zumutbarkeit, also der Frage, welche anderen Erwerbstätigkeiten als die zuletzt aus-
geübte Berufsarbeit von der versicherten Person auf dem allgemeinen, ausgeglichenen und nach 
ihren persönlichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumut-barerweise noch ver-
richtet werden können (ULRICH MEYER-BLASER, Zur Prozentgenauigkeit in der Invaliditätsschät-
zung, in: René Schaffhauser/Franz Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozialver-
sicherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 
 
5.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle ande-
ren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die 
verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. 
Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht 
erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es 
auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes 
eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, 
auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam-

 

 
 
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menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfol-
gerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert 
ist somit grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der einge-
reichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 
E. 3a, 122 V 157 E. 1c). 
 
5.4 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdi-
gung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richt-
linien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen dieser 
Richtlinien in BGE 125 V 351 ff. E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit weiteren 
Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer 
Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen 
sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüs-
sigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange 
nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 
3b/bb mit weiteren Hinweisen). Diese im Bereich der Unfallversicherung entwickelten Grundsätze 
finden für das IV-Verwaltungsverfahren sinngemäss Anwendung (Urteil des Eidgenössischen 
Versicherungsgerichts [EVG] vom 9. August 2000, I 437/99 und I 575/99, E. 4b/bb). In Bezug auf 
Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll das Gericht der Erfahrungstatsache Rechnung 
tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifels-
fällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen. Bei der Abschätzung des 
Beweiswerts im Rahmen einer freien und umfassenden Beweiswürdigung dürfen allerdings auch 
die potentiellen Stärken der Berichte behandelnder Ärzte nicht vergessen werden. Der Umstand 
allein, dass eine Einschätzung vom behandelnden Mediziner stammt, darf nicht dazu führen, sie 
als von vornherein unbeachtlich einzustufen; die einen längeren Zeitraum abdeckende und um-
fassende Betreuung durch behandelnde Ärzte bringt oft wertvolle Erkenntnisse hervor. Auf der 
anderen Seite lässt es die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch tä-
tigen (Fach-)Arztes einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizini-
schen Experten anderseits (BGE 124 I 170 E. 4; Urteil des EVG vom 13. Juni 2001, I 506/00, 
E. 2b) nicht zu, ein Administrativgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Ab-
klärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelan-
gen (Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1 mit Hinweisen). Vorbehalten 
bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden 
Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende – Aspekte be-
nennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteil des 
Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1 mit Hinweisen). 
 
6. Das Administrativverfahren wie auch der kantonale Sozialversicherungsprozess sind 
vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben 
Verwaltung und Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige 
Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht dauert so 
lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinrei-
chende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007, E. 3.2). 

 

 
 
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Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungs-
grundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest 
mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (Urteil des 
Bundesgerichts vom 7. März 2019, 9C_57/2019, E. 3.2). 
 
7.1 Die IV-Stelle holte für die Beurteilung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit 
ein bidisziplinäres Gutachten bei den Dres. C.____ und D.____ ein, welches am 26./31. August 
2020 erstattet wurde. Dr. C.____ diagnostizierte am 26. August 2020 mit Einfluss auf die Arbeits-
fähigkeit ein zervikospondylogenes Syndrom rechts mit mediolateraler bis rechtsseitiger intrafo-
raminaler Diskushernie, derzeit ohne radikuläre Problematik. Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähig-
keit bestünden ein Verdacht auf ein volares unklares Handgelenksganglion rechts und ein radio-
morphologisch nicht verschmolzener Knochenkern des Processus styloideus radii rechts, diffe-
rentialdiagnostisch bei einem Status nach altem Abriss des Processus styloideus rechts vor Jah-
ren. Die Versicherte sei in den angestammten Tätigkeiten als Reinigungsfachfrau und Pflegehel-
ferin unter Berücksichtigung eines leichten wechselbelastenden Profils aus rheumatologischer 
Sicht zu 100 % arbeitsfähig. Eine solche Tätigkeit müsse folgendes Belastungsprofil umfassen: 
körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeiten mit einem Gewichtslimit von max. 7.5 kg heben, 
stossen und ziehen. Es wäre günstig, wenn sie nicht repetitiv, d.h. dauernd, an dieses Gewichts-
limit herangehen müsste. Weiter könne die Versicherte keine Arbeiten mit dauernd inklinierter 
oder dauernd reklinierter Halswirbelsäule (HWS) ausführen.  
 
PD Dr. D.____ diagnostizierte in seinem psychiatrischen Teilgutachten vom 31. August 2020 eine 
kombinierte Persönlichkeitsstörung (ICD10 F61.0) mit anankastischen, selbstunsicheren und ab-
hängigen Anteilen, eine komplexe posttraumatische Belastungsstörung (PTBS; lCD10 F43.1) und 
eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode (lCD10 F33.0). In der Beur-
teilung hielt er fest, dass eine Weiterführung der ambulanten Psychotherapie sehr zu empfehlen 
sei. Es sei zweifelsohne aufgrund dieser regelmässigen ambulanten psychiatrischen Behand-
lung, dass sich die psychische Verfassung der Versicherten relevant habe stabilisieren können. 
Weiter ergäben sich bezüglich der objektiven Untersuchungsbefunde keine Hinweise auf Inkon-
sistenzen. In der Würdigung der Fähigkeiten, Ressourcen und Belastungen hielt PD Dr. D.____ 
fest, dass die erhaltenen qualitativen Funktionsfähigkeiten im Vergleich zu den darniederliegen-
den überwiegen würden. Bei Berücksichtigung der ICF-Kriterien (lnternational Classification of 
Functioning) sei festzustellen, dass die Versicherte sich grundsätzlich an Regeln und Routinen 
halten könne, wie sie dies in der hiesigen Begutachtung durch ihre einwandfreie Kooperations-
bereitschaft gezeigt habe. Gerade ihre anankastischen Persönlichkeitsanteile seien hier wirksam. 
Es bestünde keine nachweisliche Beeinträchtigung in der Urteils- und Entscheidungsfähigkeit. 
Allerdings dürfte sie im Rahmen ihrer anankastischen, aber auch der abhängigen Persönlich-
keitsanteile zumindest eine leichte, allenfalls mittelgradige Beeinträchtigung ihrer Flexibilität und 
Umstellungsfähigkeit aufweisen. Zur Arbeitsfähigkeit der Versicherten äusserte sich PD 
Dr. D.____ dahingehend, dass in den bisherigen Tätigkeiten aus psychiatrischer Sicht eine 
70%ige Arbeitsfähigkeit bestehe. Für den Zeitraum zwischen 7. August 2017 und 15. August 
2018, als die Versicherte mehrfach psychiatrisch hospitalisiert gewesen und auch teilstationär 
behandelt worden sei, sei sie mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht arbeitsfähig gewesen. 
Ab August 2018 dürfte eine psychisch stabilere Verfassung vorgelegen haben. Dabei sei aber zu 

 

 
 
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beachten, dass für diesen Zeitraum nicht ohne Weiteres auf die zur Verfügung gestellten Akten 
abgestützt werden könne, weil die jeweiligen psychodiagnostischen Beurteilungen nicht ausrei-
chend begründet seien. Daher lasse sich einzig mit Sicherheit festhalten, dass die attestierte 
Arbeitsfähigkeit von 70 % aus psychiatrischer Sicht ab Begutachtungsdatum gelte. 
 
In ihrer interdisziplinären Konsensbeurteilung hielten die Dres. C.____ und D.____ fest, dass aus 
gesamtmedizinischer Sicht ab Begutachtungszeitpunkt bei PD Dr. D.____ am 26. August 2020 
eine 70%ige Arbeitsfähigkeit für leichte Tätigkeiten im ersten Arbeitsmarkt unter Würdigung der 
Grenzen aus somatisch-rheumatologischer Sicht bestehe. Körperlich schwere und mittelschwere 
Tätigkeiten kämen nicht mehr in Frage. In der Zeit vom August 2017 bis August 2018 sei die 
Beschwerdeführerin nicht arbeitsfähig gewesen.  
 
7.2 Zum Gutachten der Dres. C.____ und D.____ hielt die RAD-Ärztin Dr. med. E.____, 
Fachärztin Physikalische und Rehabilitative Medizin, am 9. September 2020 fest, dass darauf 
abgestellt werden könne. So seien die formalen und inhaltlichen Kriterien erfüllt und die Beurtei-
lung sei schlüssig sowie nachvollziehbar. Gesamtmedizinisch einschränkend auf eine körperlich 
angepasste Tätigkeit wirke sich die psychiatrische Situation der Versicherten aus, so dass ab 
dem Gutachtenszeitpunkt von einer 70%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen sei. Zum retrospekti-
ven Verlauf der Arbeitsfähigkeit könne sich der Gutachter PD Dr. D.____ nicht sicher festlegen, 
da die psychiatrische Aktenlage nicht ausreichend validiert werden könne. Dennoch gehe er an-
hand seiner Befragung der Versicherten davon aus, dass sie ab August 2018, d.h. nachdem sie 
die tagesklinische Behandlung in der Klinik F.___ beendet habe, in einer psychisch stabileren 
Verfassung gewesen sei und sich in dieser Verfassung auch eine 50%ige Tätigkeit zugetraut und 
später eine solche aufgenommen habe (Reinigungsjob in einer Bäckerei). Aus diesem Grund 
schlug die RAD-Ärztin vor, arbiträr sei ab dem Ende der Behandlung in der Tagesklinik F.____ 
im August 2018 eine Arbeitsfähigkeit von 50 % zu attestieren.  
 
7.3 Die IV-Stelle reichte mit der Vernehmlassung vom 24. August 2021 einen weiteren Be-
richt von RAD-Ärztin Dr. E.____ vom 4. August 2021 ein. Diesem ist zu entnehmen, dass mit 
Blick auf die mit der Beschwerde eingereichten Arbeitsunfähigkeitszeugnisse der behandelnden 
Hausärztin Dr. med. G.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, im zeitlichen Verlauf zugunsten 
der Versicherten aus psychiatrischer Sicht ab Juli 2017 bis August 2020 eine 100%ige Arbeits-
unfähigkeit attestiert werden könne. 
 
7.4 In den Akten findet sich auch der Bericht über die Haushaltsabklärung vom 16. Januar 
2020. Diesem ist zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin keine Einschränkungen im Haus-
halt aufweise. 
 
8.1 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 8. Juni 2021 bei der Be-
urteilung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit der Versicherten vollumfänglich auf 
die Ergebnisse im Gutachten der Dres. C._____ und D.____ vom 26./31. August 2020. Sie ging 
demzufolge davon aus, dass der Beschwerdeführerin eine angepasste leichte Verweistätigkeit 
aus gesamtmedizinischer Sicht zu 70 % zumutbar sei. Diese vorinstanzliche Beweiswürdigung 

 

 
 
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ist trotz der Kritik der Beschwerdeführerin (vgl. dazu die nachstehenden Erwägungen) im Ergeb-
nis nicht zu beanstanden. Wie in Erwägung 5.3 f. hiervor ausgeführt, prüft das Gericht frei, ob die 
verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. 
Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist demnach entscheidend, ob dieser für die strei-
tigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, in Kenntnis der Vorakten 
abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge einleuchtet und 
seine Schlussfolgerungen begründet sind. Vorliegend sind keine Gründe ersichtlich, die Anlass 
geben könnten, die Ergebnisse im Gutachten der Dres. C._____ und D.____ vom 26./31. August 
2020 in Frage zu stellen oder gar davon abzuweichen. Es ist vielmehr festzuhalten, dass das 
Gutachten die rechtsprechungsgemässen Voraussetzungen an eine medizinische Beurteilungs-
grundlage erfüllt. So weist es weder formale noch relevante inhaltliche Mängel auf und beruht auf 
allseitigen Untersuchungen. Die Versicherte wurde hinreichend somatisch und psychiatrisch ex-
ploriert. Die entsprechenden, vorstehend (vgl. E. 8.3.4.1 f. hiervor) wiedergegebenen Darlegun-
gen im Gutachten der Dres. C._____ und D.____ vom 26./31. August 2020 vermögen im Ergeb-
nis zu überzeugen.  
 
8.2.1 Daran ändern die Einwände in der Beschwerde nichts. Die Beschwerdeführerin bringt 
gegen das rheumatologische Teilgutachten vor, dass Dr. C.____ sich in keiner Weise mit der 
Zervikobrachialgie links und der ausgedehnten myofaszialen Begleitsymptomatik befasst habe. 
Aus dem Gutachten ergebe sich nicht, von welchen Überlegungen sich der Gutachter habe leiten 
lassen und weshalb er die in den Akten dokumentierte Zervikobrachialgie links nicht berücksich-
tigt habe. Damit bestünden erhebliche Zweifel am Beweiswert des rheumatologischen Teilgut-
achtens. Entgegen der Argumentation der Beschwerdeführerin befasste sich Dr. C.____ mit den 
gesamten Akten und damit auch mit der Zervikobrachialgie links, welche in den Berichten des 
Spitals H.____ vom 4. September 2018 und 12. Oktober 2018 erwähnt wurde (vgl. Gutachten 
Seite 13 ff.). Er untersuchte die Beschwerdeführerin betreffend die linksseitigen zervikobrachial-
gischen Beschwerden und befragte sie explizit dazu. Die Beschwerdeführerin gab dazu an, dass 
es eine Zeit gegeben habe, in welcher sie links Beschwerden gehabt habe. Diese seien jedoch 
unter der Therapie verschwunden und sie habe aktuell auch keine Schmerzen im linken Arm. Die 
im Bericht des Spitals H.____vom 12. Oktober 2018 erwähnten ausgedehnten Schmerzen im 
Bereich der linken Nackenhälfte, Kopfschmerzen, Schmerzausstrahlungen in den linken Arm, 
Schmerzen im linken Ellenbogen sowie Missempfindungen/Kribbelparästhesien und Krämpfe in 
der linken Hand bestanden damit im Gutachtenszeitpunkt nicht mehr. Sie wurden – daher entge-
gen der Ansicht der Beschwerdeführerin – zurecht nicht in die Diagnoseliste mit Auswirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit aufgenommen. Hingegen berücksichtigte der Gutachter die geklagten und 
objektiv nachweisbaren rechtsseitigen Beschwerden. Dazu führte die Versicherte aus, dass diese 
Schmerzen mal stärker, mal schwächer seien (vgl. Gutachten Dr. C.____, Seite 22 f.). Folgerich-
tig diagnostizierte Dr. C.____ mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein zervikospondylogenes 
Syndrom rechts, aufgrund welchem die Beschwerdeführerin aus rheumatologischer Sicht nur 
eine körperlich leichte, HWS-schonende Tätigkeit in vollem Umfang verrichten könne. Damit wür-
digte er die im Zeitpunkt der Begutachtung vorliegenden und geklagten Beschwerden und be-
schrieb ein entsprechend restriktives Zumutbarkeitsprofil. Die Beschwerdeführerin kann daher 
aus ihrer Argumentation gegen das rheumatologische Teilgutachten von Dr. C.____ nichts zu 
ihren Gunsten ableiten.  

 

 
 
Seite 10   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 
8.2.2.1 Nicht anders verhält es sich letztlich betreffend die Kritik der Beschwerdeführerin am 
psychiatrischen Teilgutachten von PD Dr. D.____. Ab dem Begutachtungszeitpunkt ist mit ihm 
und der Beschwerdegegnerin von einer Arbeitsfähigkeit von 70 % auszugehen. Dem Teilgutach-
ten kann dazu sorgfältig und nachvollziehbar begründet entnommen werden, dass die erhobenen 
Befunde das funktionelle Leistungsvermögen und die psychischen Ressourcen in qualitativer, 
quantitativer und zeitlicher Hinsicht nicht in einem höheren Ausmass zu schmälern vermögen, so 
dass die attestierte Funktionseinbusse von 30 % als plausibel erscheint. Diese Beurteilung kann 
auch durch die im Rahmen der Replik eingereichten ärztlichen Atteste der behandelnden Haus-
ärztin Dr. G.____ nicht in Frage gestellt werden. Den Unterlagen sind weder objektivierte Befunde 
zu entnehmen noch sind sie begründet, weshalb darauf nicht abgestellt werden kann. 
 
8.2.2.2 Zwar bringt die Beschwerdeführerin zu Recht vor, der Gutachter habe den zeitlichen 
Ablauf der psychisch bedingten Arbeitsunfähigkeit nicht abschliessend festlegen können. Dazu 
ist jedoch festzustellen, dass für PD Dr. D.____ in Bezug auf den zeitlichen Verlauf der Arbeits-
unfähigkeit aufgrund der Vorakten einzig feststand, dass in der Zeit vom 7. August 2017 bis 
15. August 2018 – während die Beschwerdeführerin mehrfach hospitalisiert war – eine 100%ige 
Arbeitsunfähigkeit bestanden habe. In Bezug auf den Zeitraum vom 16. August 2018 bis 25. Au-
gust 2020 ging PD Dr. D.____ von einer psychisch stabileren Verfassung der Versicherten aus. 
Da die für diese Dauer zur Verfügung gestellten Akten nach seiner begründeten Auffassung keine 
hinreichenden psychodiagnostischen Beurteilungen enthielten, stellte er nicht darauf ab und ver-
zichtete auch auf eine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit. Die IV-Stelle attestierte der Beschwer-
deführerin in der Folge zunächst unter Berücksichtigung der Zumutbarkeitsbeurteilung von RAD-
Ärztin Dr. E.____ von Mitte August 2018 bis zur Begutachtung bei PD Dr. D.____ arbiträr eine 
50%ige Arbeitsfähigkeit (vgl. Bericht vom 9. September 2020). Im Rahmen des vorliegenden Ver-
fahrens kam Dr. E.____ auf ihre Beurteilung zurück und bestätigte der Beschwerdeführerin ab 
dem 7.  August 2017 bis zur Begutachtung bei PD Dr. D.____ am 26. August 2020 eine 100%ige 
Arbeitsunfähigkeit (vgl. RAD-Bericht vom 4. August 2021). Dr. E.____ führte aus, dass in diesem 
Zeitraum keine stabile Besserung des psychischen Gesundheitszustands ausgewiesen sei. Die-
ser Auffassung kann gefolgt werden, ist den Akten doch nicht überwiegend wahrscheinlich zu 
entnehmen, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin ab August 2018 bis Au-
gust 2020 dauerhaft stabilisiert hätte. Damit wurde die Arbeitsfähigkeit auch in der Zeit von Au-
gust 2018 nachvollziehbar beurteilt, was auch von der Beschwerdeführerin nicht substantiiert be-
anstandet wird. Sie kann daher auch unter diesem Aspekt nichts zu ihren Gunsten ableiten 
konnte. 
 
9.1 Die Versicherte macht weiter sinngemäss geltend, ihre Restarbeitsfähigkeit lasse sich 
auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht verwerten. Bei der Prüfung der wirtschaftlichen Ver-
wertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit darf nicht von realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten ausge-
gangen werden. Insbesondere kann von einer Arbeitsgelegenheit im Sinne von Art. 16 ATSG dort 
nicht gesprochen werden, wo die zumutbare Tätigkeit nur in so eingeschränkter Form möglich 
ist, dass sie der allgemeine Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder dass sie nur unter nicht rea-
listischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden 
einer entsprechenden Stelle deshalb zum Vornherein als ausgeschlossen erscheint (Urteil des 

 

 
 
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Bundesgerichts vom 10. März 2003, I 617/02, E. 3.1 mit Hinweisen). Ferner beinhaltet der Begriff 
des ausgeglichenen Arbeitsmarkts nicht nur ein gewisses Gleichgewicht zwischen dem Angebot 
und der Nachfrage nach Stellen, sondern bezeichnet auch einen Arbeitsmarkt, der von seiner 
Struktur her einen Fächer verschiedenartiger Stellen offenhält, und zwar sowohl bezüglich der 
dafür verlangten beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des kör-
perlichen Einsatzes (BGE 110 V 276 E. 4 mit Hinweisen).  
 
9.2 Unbestritten ist, dass die Versicherte mit Jahrgang 1979 keine schweren oder mittel-
schweren Tätigkeiten mehr ausüben kann. Nach dem hier massgebenden Gutachten der Dres. 
C.____ und D.____ vom 28./31. August 2020 sind ihr aber körperlich leichte wechselbelastende 
Tätigkeiten, mit einem Gewichtslimit von max. 7.5 kg zu 70 % möglich. Bei diesem Zumutbar-
keitsprofil steht der Versicherten – welche entgegen ihren Ausführungen nicht nur über Erfahrun-
gen im Reinigungs-, sondern auch im Pflege- und Verpackungsbereich verfügt – trotz ihrer ge-
sundheitlichen Beeinträchtigungen nach wie vor ein breiter Fächer verschiedenster Tätigkeiten 
auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt offen. Es ist daher nicht von realitätsfremden und in diesem 
Sinne unmöglichen oder unzumutbaren Einsatzmöglichkeiten auszugehen. Damit erweist sich 
diese Rüge der Versicherten als unbegründet. 
 
10. Zusammenfassend steht somit fest, dass das bidisziplinäre Gutachten der Dres. C.____ 
und D.____ vom 28./31. August 2020 eine zuverlässige Beurteilung des medizinischen Sachver-
halts und der Arbeitsfähigkeit im Zeitpunkt des Verfügungserlasses erlaubt. Da die nach der Be-
gutachtung ergangenen Berichte die gutachterlichen Feststellungen nicht in Zweifel zu ziehen 
vermögen, steht fest, dass die Beschwerdeführerin ab Begutachtungszeitpunkt in einer adaptier-
ten Tätigkeit zu 70 % arbeitsfähig ist. Für den Zeitraum vor der Begutachtung bei den Dres. 
C.____ und D.____ ist mit der Beschwerdegegnerin nunmehr davon auszugehen, dass die Be-
schwerdeführerin von Juli 2017 bis August 2020 zu 100 % arbeitsunfähig war. Es besteht daher 
in antizipierter Beweiswürdigung kein Grund, weitere (fach-)ärztliche Abklärungen vorzunehmen 
(Urteil des Bundesgerichts vom 12. August 2020, 8C_313/2020, E. 11.5 mit Hinweisen). 
 
11.1 Strittig und zu prüfen ist weiter, in welchem Masse die Versicherte zufolge ihrer gesund-
heitlichen Beeinträchtigungen im Haushalt eingeschränkt ist.  
 
11.2 Im Zusammenhang mit den Einschränkungen im Haushalt ist nicht die medizinisch-the-
oretische Arbeitsunfähigkeit ausschlaggebend, sondern wie sich der Gesundheitsschaden in der 
nichterwerblichen Betätigung konkret auswirkt. Dafür bedarf es in der Regel einer Abklärung an 
Ort und Stelle (vgl. Art. 69 Abs. 2 Satz 2 IVV; Urteil des Bundesgerichts vom 6. September 2017, 
9C_373/2017, E. 3.1 mit Hinweisen). Hinsichtlich des Beweiswerts des Abklärungsberichts sind 
– analog zur Rechtsprechung zur Beweiskraft von Arztberichten (BGE 134 V 231 E. 5.1) – ver-
schiedene Faktoren zu beachten. Eine Haushaltsabklärung ist beweiskräftig, wenn sie durch eine 
qualifizierte Person erfolgt, welche Kenntnis der örtlichen und räumlichen Verhältnisse sowie der 
Beeinträchtigungen und Behinderungen hat, die sich aus den medizinischen Diagnosen ergeben. 
Weiter sind die Angaben der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Mei-
nungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Schliesslich muss der Berichtstext plausibel, 
begründet und angemessen detailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen sein sowie in 

 

 
 
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Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen (Urteil des Bundesge-
richts vom 16. Juni 2021, 9C_80/2021, E. 3.2 mit Hinweisen).  
 
11.3 Bei der Bemessung der Invalidität von im Haushalt tätigen Versicherten ist die Schaden-
minderungspflicht von erheblicher Relevanz. Nach der Rechtsprechung ist dabei vom Grundsatz 
auszugehen, dass einer Leistungsansprecherin oder einem Leistungsansprecher im Rahmen der 
Schadenminderungspflicht Massnahmen zuzumuten sind, die ein vernünftiger Mensch in der glei-
chen Lage ergreifen würde, wenn er keinerlei Entschädigung zu erwarten hätte. Für die im Haus-
halt tätigen Versicherten bedeutet dies, dass sie Verhaltensweisen zu entwickeln haben, welche 
die Auswirkungen der Behinderung im hauswirtschaftlichen Bereich reduzieren und ihnen eine 
möglichst vollständige und unabhängige Erledigung der Haushaltsarbeiten ermöglichen. Kann 
die versicherte Person wegen ihrer Behinderung gewisse Haushaltsarbeiten nur noch mühsam 
und mit viel höherem Zeitaufwand erledigen, so muss sie in erster Linie ihre Arbeit einteilen und 
in üblichem Umfang die Mithilfe von Familienangehörigen in Anspruch nehmen. Ein invaliditäts-
bedingter Ausfall darf bei im Haushalt tätigen Personen nur insoweit angenommen werden, als 
die Aufgaben, welche nicht mehr erfüllt werden können, durch Drittpersonen gegen Entlohnung 
oder durch Angehörige verrichtet werden, denen dadurch nachgewiesenermassen eine Erwerbs-
einbusse oder doch eine unverhältnismässige Belastung entsteht. Geht es um die Mitarbeit von 
Familienangehörigen, ist danach zu fragen, wie sich eine vernünftige Familiengemeinschaft ein-
richten würde, wenn keine Versicherungsleistungen zu erwarten wären. Die Abklärung erstreckt 
sich im Haushalt daher auf den zumutbaren Umfang der Mithilfe von Familienangehörigen, wel-
che im Rahmen der Schadenminderungspflicht zu berücksichtigen ist und weitergeht als die ohne 
Gesundheitsschädigung üblicherweise zu erwartende Unterstützung (BGE 133 V 504 E. 4.2 mit 
Hinweisen).  
 
11.4 Die IV-Stelle führte im vorliegenden Verfahren am 2. Dezember 2019 eine Haushaltsab-
klärung durch. Sie kam zum Schluss, dass die Beschwerdeführerin keine Einschränkung bei der 
Ausübung der Haushaltstätigkeit aufweise (vgl. Bericht vom 16. Januar 2020, act. 63). Dieser 
Bericht ist umfassend und die Beschwerden der Versicherten sowie die medizinischen Vorakten 
wurden berücksichtigt. Die verschiedenen Aufgabenbereiche (Haushaltführung, Ernährung, 
Wohnungspflege, Einkauf, Wäsche) sind sorgfältig und ausführlich untersucht und gewichtet wor-
den. Schadensmindernd wurde angerechnet, dass der Ehemann und die Söhne der Versicherten 
bei der Haushaltführung namentlich bei der Zubereitung der Mahlzeiten sowie der Küchenreini-
gung, der Wohnungspflege, den Einkäufen und der Besorgung der Wäsche behilflich sind. Weiter 
ist weder ersichtlich noch in der Beschwerde (substantiiert) dargelegt, inwieweit die strittige Haus-
haltsabklärung durch eine fachlich unqualifizierte Person erfolgt sein soll. Auch inhaltlich sind 
keine konkreten Umstände erkennbar, welche die Angaben der Abklärungsperson im Lichte der 
dargestellten Grundsätze als ungeeignet oder mangelhaft erscheinen liessen. Die gestützt auf 
die Abklärung geschätzte Einschränkung von 0 % leuchtet ein. Die Beweistauglichkeit des Haus-
haltsberichts ist damit unzweifelhaft.  
 
11.5.1 Was die Beschwerdeführerin dagegen vorbringt, ist nicht geeignet, die Beweiskraft des 
Abklärungsberichts vom 16. Januar 2020 in Frage zu stellen. Dabei ist bereits an dieser Stelle 

 

 
 
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darauf hinzuweisen, dass das Gericht, sofern der Haushaltsbericht – wie vorliegend – eine zu-
verlässige Entscheidungsgrundlage darstellt, in das Ermessen der die Abklärung tätigenden Per-
son nur eingreift, wenn klar feststellbare Fehleinschätzungen vorliegen. Dies gebietet insbeson-
dere der Umstand, dass die fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sach-
verhalt ist als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 140 V 543.E. 3.2.1 mit Hinweisen; 
Urteil des Bundesgerichts vom 7. Januar 2020, 8C_748/2019, E. 5.2 mit Hinweisen).  
 
11.5.2 Die Beschwerdeführerin moniert, dass es der Abklärungsperson nur beschränkt möglich 
sei, das Ausmass des psychischen Leidens und der damit verbundenen Einschränkungen zu 
erkennen. Ihr sei durch PD Dr. D.____ eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit anankasti-
schen, selbstunsicheren und abhängigen Anteile diagnostiziert worden. Vor diesem Hintergrund 
seien ihre Aussagen im Rahmen der Haushaltsabklärung und die daraus gezogenen Schlüsse 
der abklärenden Person in einem anderen Licht zu betrachten. Es sei deshalb von einer höheren 
Einschränkung im Haushalt auszugehen. Bei dieser Argumentation verkennt die Beschwerdefüh-
rerin, dass sich ihre Angaben betreffend die Einschränkungen im Haushalt auch im Gutachten 
von PD Dr. D.____ finden. Auf Befragung durch den Gutachter gab sie an, dass sie im Haushalt 
vieles alleine erledigen könne. Das Staubsaugen und das Kleideraufhängen seien schwierig we-
gen der Nackenbeschwerden. Dabei erhalte sie aber Hilfe von ihren Söhnen. Die Einkäufe erle-
dige sie immer mit ihrem Ehemann, weil sie die schweren Taschen nicht selbst tragen könne. 
Zum Mittagessen bereite sie sich eine Kleinigkeit zu. Die Küche könne sie selber putzen, wobei 
sie manchmal Hilfe ihrer Söhne und des Ehemanns erhalte. Weiter gab sie an, dass sie auch 
Gartenarbeiten erledige. Diese Ausführungen machen deutlich, dass es der Abklärungsperson 
ohne weiteres gelang, die Einschränkungen der Beschwerdeführerin im Haushalt auch mit Blick 
auf ihre psychischen Beschwerden adäquat zu beurteilen und keine offensichtlichen Fehlein-
schätzungen vorliegen, weshalb die dagegen vorgebrachten Argumente nichts daran ändern. Die 
Tatsache, dass die Beschwerdeführerin zwischenzeitlich getrennt von ihrem Ehemann lebt, än-
dert nichts an dieser Einschätzung, war sie auf seine Hilfe doch gemäss eigenen Angaben ins-
besondere beim Tragen von schweren Taschen angewiesen, was nunmehr aber ohne weiteres 
durch ihre Söhne übernommen werden kann. Demnach ist nicht zu beanstanden, dass die Be-
schwerdegegnerin der Beschwerdeführerin im Aufgabenbereich keine Einschränkung attestierte. 
 
12.1 In der angefochtenen Verfügung vom 8. Juni 2020 führte die IV-Stelle den Einkommens-
vergleich gemäss Art. 16 ATSG in Anwendung der gemischten Methode durch (vgl. oben E. 4.3 
ff.). Dabei stützte sie sowohl das Validen- als auch das Invalideneinkommen auf die Lohnstruk-
turerhebungen (LSE) des Bundesamts für Statistik 2018, was von der Beschwerdeführerin nicht 
bestritten wird. Sie bringt jedoch vor, dass die IV-Stelle auf das Invalideneinkommen einen lei-
densbedingten Abzug von 15 % hätte gewähren müssen.  
 
12.2.1 Wird das Invalideneinkommen gestützt auf die LSE ermittelt, sind praxisgemäss ver-
schiedene Abzüge zulässig. Im Entscheid 126 V 75 ff. hat das damalige EVG seine Rechtspre-
chung zu den Abzügen vom Tabellenlohn bereinigt und weiterentwickelt. Dabei hat es betont, 
dass die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von sämtlichen 
persönlichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles abhängt (leidensbedingte 

 

 
 
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Einschränkung, Lebensalter, Anzahl Dienstjahre, Nationalität/ Aufenthaltskategorie und Beschäf-
tigungsgrad), welche nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen sind. Dabei ist 
der Abzug vom statistischen Lohn unter Berücksichtigung aller jeweils in Betracht fallenden Merk-
male letztlich aber auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen (BGE 126 V 80 E. 5b).  
 
12.2.2 Vorliegend hat die IV-Stelle in der angefochtenen Verfügung einen Abzug von 5 % vom 
Tabellenlohn gewährt, was in Würdigung der gegebenen Umstände sowie unter Berücksichtigung 
aller in Betracht fallenden Merkmale entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin nicht 
zu beanstanden ist. Insbesondere verkennt sie, dass gesundheitliche Einschränkungen, welche 
bereits im medizinischen Zumutbarkeitsprofil berücksichtigt wurden, nicht ein weiteres Mal über 
die Anwendung eines leidensbedingten Abzugs beachtet werden können (Urteil des Bundesge-
richts vom 14. November 2008, 9C_362/2008, E. 3.2.4). Der Beschwerdeführerin ist es insgesamt 
noch möglich, ab Begutachtungszeitpunkt bei PD Dr. D.____ am 26. August 2020 eine adaptierte 
Verweistätigkeit im Umfang von 70 % zu verrichten. Damit wurden ihre Beschwerden bereits in 
der attestierten Arbeitsfähigkeit und dem Kompetenzniveau 1 der LSE beachtet, weshalb kein 
Anlass besteht, von dem in der angefochtenen Verfügung gewährten leidensbedingten Abzug 
von 5 % abzuweichen. 
 
12.3 Nach Ablauf des gesetzlichen Wartejahrs ist nunmehr – aufgrund der Ausführungen von 
RAD-Ärztin Dr. E.____ vom 4. August 2021 (vgl. oben E. 8.2.2.2.) – davon auszugehen, dass die 
Beschwerdeführerin im Erwerbsbereich ab Juli 2018 (Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG; vgl. oben E. 3.1) 
bis August 2020 zu 100 % arbeitsunfähig ist, woraus ein Invaliditätsgrad von 100 % resultiert. Für 
die Zeit ab September 2020 ist von einer 70%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen. Die Gegenüber-
stellung des massgebenden Valideneinkommens in Höhe von Fr. 60'653.-- und dem Invaliden-
einkommen von Fr. 36'362.-- ergibt eine Erwerbseinbusse von Fr. 24'291.-- und damit ein Invali-
ditätsgrad im Erwerbsbereich von 40 %.  
 
12.4 Aufgrund der gemischten Bemessungsmethode sind die Invaliditätsgrade im Erwerbs- 
und im Haushaltbereich zu gewichten. Von Juli 2018 (Ablauf Wartejahr) bis August 2020 beträgt 
der gewichtete Invaliditätsgrad bei einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit im Erwerbsbereich und kei-
ner Einschränkung im Haushalt gesamthaft 90 % (90 % x 100% plus 0 % x 10 %), weshalb die 
Beschwerdegegnerin ihr zu Recht eine ganze Rente zugesprochen hat. Ab September 2020 
ergibt sich im Erwerbsbereich ein Invaliditätsgrad von 36 % (0,9 x 40 %). Der gewichtete Invali-
ditätsgrad im Haushaltsbereich beträgt – unter Berücksichtigung der Erhebungen im Haushalts-
bericht vom 16. Januar 2020 – auch ab diesem Zeitpunkt 0 %. Insgesamt beläuft sich der Invali-
ditätsgrad ab September 2020 auf 36 % (36 % + 0 %). Er liegt daher unter dem für einen Ren-
tenanspruch erforderlichen Mindestinvaliditätsgrad von 40 %. Ein Rentenanspruch ist daher ab 
diesem Zeitpunkt zu verneinen.  
 
12.5 Unter diesen Umständen ist nicht zu beanstanden, dass die IV-Stelle in der angefochte-
nen Verfügung vom 8. Juni 2021 einen Anspruch der Versicherten unter Berücksichtigung von 
Art. 88a Abs. 1 IVV auf eine Invalidenrente ab dem 1. Dezember 2020 abgelehnt hat. Die gegen 
diesen Entscheid erhobene Beschwerde erweist sich als unbegründet, weshalb sie abzuweisen 
ist.  

 

 
 
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13.1 Abschliessend bleibt über die Kosten des Beschwerdeverfahrens zu befinden.  
 
13.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1

bis
 IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be-

willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen 
ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten 
in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Die Ver-
fahrenskosten werden gestützt auf § 20 Abs. 3 VPO in der Regel in angemessenem Ausmass 
der unterliegenden Partei auferlegt. Beim Entscheid über die Verlegung der Prozesskosten ist 
somit grundsätzlich auf den Prozessausgang abzustellen. In casu ist die Beschwerdeführerin mit 
ihrem Rechtsbegehren insofern durchgedrungen, als die IV-Stelle ihr vom 1. Juli 2018 bis Ende 
November 2020 eine ganze und nicht nur eine halbe Rente auszurichten hat. Das Obsiegen 
macht damit lediglich einen untergeordneten Teil des Rechtsbegehrens aus. Es rechtfertigt sich 
deshalb, der Beschwerdeführerin Verfahrenskosten von Fr. 600.-- und die übrigen Kosten in 
Höhe von Fr. 200.-- der IV-Stelle aufzuerlegen. Der Beschwerdeführerin ist der zu viel geleistete 
Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 200.-- zurückzuerstatten. 
 
13.3 In Anbetracht des Prozessausgangs ist der Beschwerdeführerin eine reduzierte Partei-
entschädigung zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen (vgl. § 21 Abs. 1 VPO, wonach der ganz 
oder teilweise obsiegenden Partei eine angemessene Parteientschädigung zugesprochen wer-
den kann). Die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin hat im kantonalen Verfahren keine Ho-
norarnote eingereicht. Das Gericht setzt die Parteientschädigung folglich androhungsgemäss 
nach Ermessen fest (§ 18 Abs. 1 der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte vom 17. No-
vember 2003). In Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen und auch unter 
Berücksichtigung der Tatsache, dass die Beschwerdeführerin mit ihrem Rechtsbegehren mehr-
heitlich nicht durchgedrungen ist, erachtet das Gericht eine Parteientschädigung in Höhe von 
pauschal Fr. 538.50 (inkl. Auslagen und 7.7 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der IV-Stelle als ange-
messen. 
 
 

 

 
 
Seite 16   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 
 ://: 1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und es wird festgestellt, 

dass die Beschwerdeführerin in der Zeit vom 1. Juli 2018 bis 30. Novem-
ber 2020 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente hat. Im Übrigen wird 
die Beschwerde abgewiesen. 
 

 2. Die Verfahrenskosten werden der Beschwerdeführerin in Höhe von 
Fr. 600.-- und der IV-Stelle in Höhe von Fr. 200.-- auferlegt. 
 
Der zu viel geleistete Kostenvorschuss in Höhe von Fr. 200.-- ist der Be-
schwerdeführerin zurückzuerstatten.  
 

 3. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat der Beschwerdeführerin eine Partei-
entschädigung in der Höhe von Fr. 538.50 (inkl. Auslagen und 7,7 % 
Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 
 
 
 
 
 
 
 
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