# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 67f4a323-e4ee-5f6a-a9d9-a38b8913865e
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-27
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 27.10.2025 SV2 2024 78
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SV2-2024-78_2025-10-27.pdf

## Full Text

«I_NAM»
«I_ALI»
«I_BEM»

Urteil vom 27. Oktober 2025
mitgeteilt am 31. Oktober 2025

Referenz SV2 24 78SV2 24 78

Instanz Zweite sozialversicherungsrechtliche Kammer

Besetzung von Salis, Vorsitz
Bäder Federspiel und Pedretti 
Zanolari Hasse, Aktuarin

Parteien A.________
Beschwerdeführer

gegen

B.________
Beschwerdegegnerin

Gegenstand Einstellung in der Anspruchsberechtigung

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Sachverhalt

A. A.________, Jahrgang 1969, war jeweils über Personalverleiher als 
temporärer Mitarbeiter tätig, zuletzt bei der C.________, als er am 2. Dezember 
2022 beim RAV D.________ einen Anspruch auf Arbeitslosenversicherungstaggeld 
im Umfang von 100 % anmeldete. In der Folge eröffnete die B.________ für 
A.________ eine Rahmenfrist für den Leistungsbezug vom 5. Dezember 2022 bis 
4. Dezember 2024 mit einem versicherten Verdienst von CHF 5'039.00 und einem 
Taggeld von CHF 162.55. 

B. Mit Einsatzvertrag vom 8. August 2023 wurde A.________ im 
Zwischenverdienst von der E.________ AG F.________ (nachfolgend: 
Arbeitgeberin) als Elektromonteur mit Einsatzbeginn per 16. August 2023 
angestellt. 

C. A.________ informierte die Arbeitgeberin mit WhatsApp-Nachricht vom 
16. August 2023, dass er den Einsatz wegen der ihm zugewiesenen unzumutbaren 
Unterkunft sowie wegen des Lohnes ablehne und die Rückreise bereits angetreten 
habe. Die Arbeitgeberin kündigte gleichentags das Arbeitsverhältnis fristlos.

D. Mit Kassenverfügung vom 3. Oktober 2023 stellte die B.________ 
A.________ wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit für die Dauer von 32 Tagen 
in der Anspruchsberechtigung ein. 

E. Die dagegen am 3. November 2023 erhobene Einsprache wies die 
B.________, nach Einholung weiterer Auskünfte der Arbeitgeberin sowie der 
Gewährung des rechtlichen Gehörs von A.________, mit Einspracheentscheid vom 
10. Juli 2024 ab und bestätigte die Verfügung vom 3. Oktober 2023.

F. Dagegen erhob A.________ (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 
11. September 2024 Beschwerde beim damaligen Verwaltungsgericht resp. 
heutigen Obergericht des Kantons Graubünden und stellte die folgenden 
Rechtsbegehren: 

1. Der Einspracheentscheid der B.________ vom 10. Juli 2024 und die 
Kassenverfügung vom 3. Oktober 2023 seien aufzuheben und dem 
Beschwerdeführer sei die Arbeitslosentschädigung ab dem 17. August 
2023 ungekürzt zu entrichten. 

2. Eventualiter seien der Einspracheentscheid der B.________ vom 10. Juli 
2024 und die Kassenverfügung vom 3. Oktober 2023 aufzuheben und 
dem Einsprecher [recte: Beschwerdeführer] der Anspruch auf 
Arbeitslosentschädigung für die Dauer von maximal 5 Tagen ab dem 
17. August 2023 einzustellen. 

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3. Subeventualiter sei die Angelegenheit zur Vervollständigung des Sach-
verhaltes und zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zzgl. MwSt.) zu Lasten der 
Beschwerdegegnerin. 

Begründend führte der Beschwerdeführer im Wesentlichen an, er habe im 
Einspracheverfahren detailliert dargelegt und mit Fotoaufnahmen belegt, dass die 
ihm zugewiesene Unterkunft im Gasthaus G.________ unangemessen gewesen 
sei. Die B.________ habe sich mit keinem Wort mit seinen Argumenten 
auseinandergesetzt und sei pauschal zum Schluss gekommen, die Unterkunft sei 
nicht unangemessen gewesen. Da er die vertraglichen Bedingungen nicht 
akzeptiert und deshalb den Einsatzvertrag nicht unterzeichnet habe, sei die 
Feststellung der B.________, dass ein Arbeitsvertrag zustande gekommen sei, 
offensichtlich unrichtig. Diese habe zu Unrecht eine Unterkunft, welche nicht 
gereinigt gewesen sei, keine Kochgelegenheit aufgewiesen habe sowie deren 
Zimmer von jeweils zwei bis drei Personen belegt gewesen seien und bloss über 
eine einzige Nasszelle für 25 Personen verfügt habe, als angemessen eingestuft. 
Ihm sei schliesslich ein Einzelzimmer sowie eine Kochgelegenheit zugesichert 
worden. 

G. Mit Beschwerdeantwort vom 4. Oktober 2024 beantragte die B.________ 
(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde und verwies 
zur Begründung auf den Einspracheentscheid vom 10. Juli 2024. 

H. In seiner Replik vom 16. Oktober 2024 hielt der Beschwerdeführer 
unverändert an seinen gestellten Anträgen fest und vertiefte seinen Standpunkt.

I. Mit Eingabe vom 29. Oktober 2024 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf 
die Einreichung einer Duplik. 

J. In einer weiteren Eingabe vom 5. Mai 2025 bat der Beschwerdeführer um 
Berücksichtigung der besonderen Belastungssituation, in der er sich befunden 
habe, und vertiefte seine Begründung zur Unzumutbarkeit bezüglich der Unterkunft 
im Gasthaus G.________.

K. Mit Verfügung vom 6. Mai 2025 forderte die Instruktionsrichterin den Gastwirt 
des Gasthauses G.________ um Erstattung einer Stellungnahme bezüglich der 
sich im Zusammenhang mit der angebotenen Unterkunft stellenden Fragen. Dessen 
Stellungnahme vom 22. Mai 2025 (Datum Poststempel) wurde den Parteien tags 
darauf zur Kenntnis gebracht. Die Beschwerdegegnerin verzichtete mit Eingabe 
vom 28. Mai 2025 auf eine Stellungnahme. Der Beschwerdeführer liess sich nicht 
vernehmen. 

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Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften und auf den 
angefochtenen Einspracheentscheid sowie auf die im Recht liegenden Beweismittel 
wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1.1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid der 
Beschwerdegegnerin vom 10. Juli 2024 (act. B.2 [= ALK-act. 233, in der Folge nicht 
mehr zitiert]), womit diese die Einsprache des Beschwerdeführers gegen die 
Verfügung vom 3. Oktober 2023 (vgl. ALK-act. 153) abwies und die Einstellung in 
der Anspruchsberechtigung für 32 Tage bestätigte. Gegen Einspracheentscheide 
aus dem Bereich der Arbeitslosenversicherung kann gemäss Art. 1 Abs. 1 AVIG 
(SR 837.0) i.V.m. Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 ATSG (SR 830.1) Beschwerde beim 
kantonalen Versicherungsgericht erhoben werden. Örtlich zuständig für die 
Beurteilung von Beschwerden gegen Einspracheentscheide einer privaten Kasse 
i.S.v. Art. 78 f. AVIG ist gemäss Art. 58 Abs. 1 ATSG das Versicherungsgericht 
desjenigen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der 
Beschwerdeerhebung Wohnsitz hat (vgl. auch sinngemäss Art. 100 Abs. 3 AVIG 
i.V.m. Art. 128 Abs. 1 und Art. 119 Abs. 1 lit. a AVIV [SR 837.02]). Vorliegend hat 
der Beschwerdeführer seinen Wohnsitz in D.________. Die örtliche Zuständigkeit 
des Obergerichts des Kantons Graubünden, auf das mit Inkrafttreten des revidierten 
GOG (BR 173.000) per 1. Januar 2025 die hängigen Verfahren des vormaligen 
Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden übertragen worden sind (Art. 122 
Abs. 5 GOG), ist gegeben. Dessen sachliche Zuständigkeit ergibt sich aus Art. 57 
ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a VRG (BR 370.100). Als Adressat des 
angefochtenen Einspracheentscheids ist der Beschwerdeführer berührt und weist 
ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung auf, weshalb er 
zur Beschwerdeerhebung legitimiert ist (vgl. Art. 59 ATSG). Unzulässig ist hingegen 
der Antrag, die Kassenverfügung vom 3. Oktober 2023 aufzuheben. Diese ist durch 
den Einspracheentscheid vom 10. Juli 2024 ersetzt worden und gilt als inhaltlich 
mitangefochten, weshalb auf das entsprechende Rechtsbegehren nicht einzutreten 
ist (vgl. BGE 134 II 142 E. 1.4, 133 V 50 E. 4.2.2, 131 V 407 E. 2.1.2.1). Auf die im 
Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde (vgl. Art. 60 i.V.m. Art. 38 
Abs. 4 lit. b und Art. 61 lit. b ATSG) ist, mit der erwähnten Ausnahme, einzutreten.

1.2. Nach der übergangsrechtlichen Bestimmung von Art. 85 Abs. 1 VRG werden 
bei Inkrafttreten dieses Gesetzes hängige Verfahren vor der jeweiligen Instanz nach 
bisherigem Recht zu Ende geführt. Nach aArt. 43 Abs. 1 VRG entscheidet das 
Gericht in der Regel in der Besetzung mit drei Richterinnen und Richtern, wenn der 
Streitwert CHF 5'000.00 überschreitet und keine Fünferbesetzung vorgeschrieben 

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ist (aArt. 43 Abs. 2 und 3 VRG). Ausgangspunkt für die Bemessung des Streitwerts 
ist der versicherte Verdienst des Beschwerdeführers von CHF 5’039.00, der zum 
Taggeldsatz von 70 % (Art. 22 Abs. 2 AVIG) entschädigt wird; demzufolge resultiert 
ein Anspruch auf ein Taggeld von CHF 162.55 (CHF 5’039.00 x 0.7 : 21.7 Tage [vgl. 
Art. 40a AVIV]) (vgl. ALK-act. 38). Mit Einspracheentscheid vom 10. Juli 2024 wurde 
der Beschwerdeführer für 32 Tage in der Anspruchsberechtigung eingestellt. Damit 
beträgt der Streitwert CHF 5'201.60 (32 Tage x CHF 162.55). Da dieser somit über 
der Schwelle von CHF 5'000.00 liegt und für das vorliegende Verfahren keine 
Fünferbesetzung vorgeschrieben ist, ergeht das Urteil in der Besetzung mit drei 
Richterpersonen.

2. In formeller Hinsicht rügt der Beschwerdeführer eine Verletzung der 
Begründungspflicht und mithin eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches 
Gehör (act. A.1, Rz. 15 ff., S. 7 f.) 

2.1. Das aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör gemäss Art. 29 BV fliessende 
Recht auf Begründung ist formeller Natur. Es verlangt nicht, dass sich die 
entscheidende Behörde mit allen Parteistandpunkten auseinandersetzt und jedes 
einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Sie darf sich auf das für den Entscheid 
Wesentliche beschränken. Den Betroffenen muss es aber immerhin möglich sein, 
sich über die Tragweite des Entscheides Rechenschaft zu geben und ihn in voller 
Kenntnis der Sache an die nächsthöhere Instanz weiterzuziehen. Der Entscheid hat 
folglich zumindest kurz die Überlegungen zu nennen, von denen sich die 
entscheidende Behörde leiten liess und worauf sie ihren Entscheid stützt (vgl. 
Urteile des Bundesgerichts 8C_88/2025 vom 11. Juni 2025 E. 7.2, 9C_673/2024 
vom 11. März 2025 E. 4.2 m.w.H. u.a. auf BGE 149 V 156 E. 6.1). 

2.2. Der Ansicht des Beschwerdeführers, die Beschwerdegegnerin habe sich 
nicht mit den eingereichten Fotoaufnahmen sowie mit keinem Wort mit seinen 
Argumenten zur Unzumutbarkeit der Unterkunft auseinandergesetzt, kann nicht 
gefolgt werden. Vorliegend hat die Beschwerdegegnerin die Äusserungen des 
Beschwerdeführers und die nachträglich eingereichten Fotografien zu den Akten 
genommen. Im angefochtenen Entscheid fasste sie die Äusserungen zusammen, 
setzte sie den Auskünften der Arbeitgeberin gegenüber und schloss, dass die von 
ihm gemachten Vorwürfe zur Unterkunft nicht belegt werden könnten. Zum einen 
sei es nur zu mündlichen Versprechungen gekommen und die eingereichten 
Fotografien seien erst nachträglich erstellt worden. Um die Unterkunft habe sich die 
Arbeitgeberin gekümmert und es seien keine Indizien ersichtlich, wonach die 
Unterkunft nicht angemessen gewesen sein sollte. Es handle sich um eine 
durchschnittliche Unterkunft, deren Nutzung für einen befristeten Zeitraum 

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vertretbar sei (act. B.2 Erw. 6). Da dem Versicherten derselbe Stundenlohn wie bis 
anhin unterbreitet worden sei und keine Belege existierten, die eine Unzumutbarkeit 
bescheinigten, habe es sich um ein zumutbares Arbeitsverhältnis gehandelt. Damit 
legte die Beschwerdegegnerin dar, weshalb sie nicht auf die Äusserungen des 
Beschwerdeführers abstellte. Die Überlegungen, von denen sich die 
Beschwerdegegnerin leiten liess, können im Kern nachvollzogen werden. Gestützt 
darauf war der Beschwerdeführer denn auch in der Lage, den Entscheid vom 
10. Juli 2024 sachgerecht anzufechten. Die Rüge erweist sich somit als 
unbegründet.

3. Streitgegenstand bildet die Frage, ob der Beschwerdeführer zu Recht in 
seiner Anspruchsberechtigung infolge selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit i.S.v. 
Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG für 32 Tage eingestellt worden ist. Dabei ist der 
Sachverhalt bis zum Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen 
Einspracheentscheids massgebend (vgl. BGE 143 V 409 E. 2.1, 132 V 215 E. 3.1.1; 
Urteile des Bundesgerichts 8C_503/2021 vom 18. November 2021 E. 4.1, 
8C_71/2017 vom 20. April 2017 E. 8.2.1).

4. Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz 
beherrscht (Art. 61 lit. c ATSG). Danach hat das Gericht von Amtes wegen für die 
richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts zu 
sorgen. Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – das 
Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem 
Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen 
Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse 
Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen 
nicht. Die Richterpersonen haben vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, 
die sie von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste 
würdigen (BGE 144 V 427 E. 3.2 m.H.a. BGE 138 V 218 E. 6). Der 
Untersuchungsgrundsatz gilt jedoch nicht uneingeschränkt, sondern wird durch die 
Mitwirkungspflichten der Versicherten resp. der Parteien beschränkt, insbesondere 
in Bezug auf Tatsachen, die diesen besser bekannt sind als den (Verwaltungs- und 
Gerichts-)Behörden und von Letzteren andernfalls gar nicht oder nur mit nicht 
vernünftigem Aufwand ermittelt werden könnten (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
9C_341/2020 vom 4. September 2020 E. 2.2). Eine Verletzung der 
Mitwirkungspflicht hat zur Folge, dass das kantonale Gericht aufgrund der 
vorliegenden Beweise entscheidet. Insofern darf von einer beschwerdeführenden 
Partei verlangt werden, dass sie jene Punkte rügt, mit welchen sie nicht 

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einverstanden ist, und diese – soweit es ihr möglich ist – auch belegt (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts 8C_199/2013 vom 30. Juli 2013 E. 3.3). Folglich tragen die 
Parteien im Sozialversicherungsrecht die Beweislast nur insofern, als bei 
Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem 
unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Regel gelangt 
allerdings erst dann zur Anwendung, wenn es sich als unmöglich erweist, im 
Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes gestützt auf die Beweiswürdigung einen 
Sachverhalt festzustellen, der mit überwiegender Wahrscheinlichkeit der 
Wirklichkeit entspricht (BGE 144 V 427 E. 3.2 m.H.a. BGE 138 V 218 E. 6).

5.1. Gemäss Art. 17 Abs. 1 AVIG hat der Versicherte alles Zumutbare zu 
unternehmen, um Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen. Die Einstellung 
in der Anspruchsberechtigung dient dazu, die in Art. 17 Abs. 1 AVIG statuierte 
Schadenminderungspflicht des Versicherten durchzusetzen. Sie hat die Funktion 
einer Haftungsbegrenzung der Versicherung für Schäden, welche die Versicherten 
hätten vermeiden oder vermindern können. Als versicherungsrechtliche Sanktion 
bezweckt sie die angemessene Mitbeteiligung der versicherten Person am 
Schaden, den sie durch ihr Verhalten der Arbeitslosenversicherung in schuldhafter 
Weise natürlich und adäquat kausal verursacht hat (vgl. BGE 133 V 89 E. 6.2.2; 
Urteil des Bundesgerichts 8C_650/2021 vom 10. November 2021 E. 2.3 m.w.H.). 
Die versicherte Person muss alles Zumutbare unternehmen, um eine 
Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen. Die Versicherung soll ihre 
Leistungen nur dann (voll) erbringen, wenn sich die versicherte Person so verhält, 
wie wenn es keine Arbeitslosenversicherung gäbe (vgl. Weisung AVIG ALE [AVIG-
Praxis ALE], herausgegeben durch das Staatssekretariat für Wirtschaft [SECO], 
Stand 1. Juli 2024, Rz. B311 [abrufbar unter: www.arbeit.swiss, Arbeitgeber, 
Publikationen, Weisungen / AVIG-Praxis]; vgl. zur Bedeutung von 
Verwaltungsweisungen BGE 150 V 1 E. 6.4.2, 148 V 385 E. 5.2, 147 V 79 E. 7.3.2, 
146 V 224 E. 4.4.2, je m.w.H.).

5.1.1. Der Tatbestand der selbstverschuldeten Arbeitslosigkeit gemäss Art. 30 
Abs. 1 lit. a AVIG wird in Art. 44 Abs. 1 AVIV konkretisiert. Danach gilt die 
Arbeitslosigkeit insbesondere dann als selbstverschuldet, wenn der Versicherte 
durch sein Verhalten, insbesondere wegen Verletzung arbeitsvertraglicher 
Pflichten, dem Arbeitgeber Anlass zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses gegeben 
hat (lit. a) oder wenn der Versicherte das Arbeitsverhältnis von sich aus aufgelöst 
hat, ohne dass ihm eine andere Stelle zugesichert war, es sei denn, dass ihm das 
Verbleiben an der Arbeitsstelle nicht zugemutet werden konnte (lit. b).

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5.1.2. Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung wegen selbstverschuldeter 
Arbeitslosigkeit gemäss Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV setzt keine fristlose Auflösung des 
Arbeitsverhältnisses aus wichtigen Gründen gemäss Art. 337 bzw. Art. 346 Abs. 2 
OR voraus. Es genügt, dass das allgemeine Verhalten des Versicherten dem 
Arbeitgeber berechtigten Anlass zur Kündigung gegeben hat; Beanstandungen in 
beruflicher Hinsicht müssen nicht vorgelegen haben (BGE 112 V 242 E. 1; AVIG-
Praxis ALE, Rz. D21). Ein Selbstverschulden im Sinne der 
Arbeitslosenversicherung liegt dann vor, wenn und soweit der Eintritt oder das 
Andauern der Arbeitslosigkeit nicht objektiven Faktoren zuzuschreiben ist, sondern 
in einem nach den persönlichen Umständen und Verhältnissen vermeidbaren 
Verhalten des Versicherten liegt, für das die Versicherung die Haftung nicht 
übernimmt (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_315/2022 vom 23. Januar 2023 
E. 3.2, 8C_629/2014 vom 15. Oktober 2014 E. 2.2; AVIG-Praxis ALE, Rz. D16 f.; 
NUSSBAUMER, Arbeitslosenversicherung, in: Meyer [Hrsg.], Schweizerisches 
Bundesverwaltungsrecht [SBVR], Band XIV, Soziale Sicherheit, 3. Aufl. 2016, 
Rz. 828 und Rz. 835). Mithin gehören dazu auch charakterliche Eigenschaften im 
weiteren Sinne, die den Arbeitnehmer für den Betrieb als untragbar erscheinen 
lassen (Urteil des Bundesgerichts C 277/06 vom 3. April 2007 E. 2 m.H.a. BGE 112 
V 242). 

5.1.3. Bei der Prüfung der Frage über die Zulässigkeit einer Sanktion im Sinne von 
Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV ist das Übereinkommen Nr. 168 der Internationalen 
Arbeitsorganisation (IAO) über die Beschäftigungsförderung und den Schutz gegen 
Arbeitslosigkeit vom 21. Juni 1988 (nachfolgend: Übereinkommen; SR 0.822.726.8) 
zu beachten, das für die Schweiz am 17. Oktober 1991 in Kraft getreten ist. Nach 
Art. 20 lit. b und c des Übereinkommens können Leistungen der 
Arbeitslosenversicherung verweigert, entzogen, zum Ruhen gebracht oder gekürzt 
werden, wenn die zuständige Stelle festgestellt hat, dass die betreffende Person 
ihre Beschäftigung freiwillig ohne triftigen Grund aufgegeben oder dass sie 
vorsätzlich zu ihrer Entlassung beigetragen hat. Da diese Bestimmungen inhaltlich 
hinreichend bestimmt und klar sind, sind sie im Einzelfall direkt anwendbar und 
gehen den nationalen Bestimmungen über den Erlass einer Einstellungsverfügung 
vor (BGE 124 V 234 E. 3c). Dabei dürfen bei einer völkerrechtskonformen 
Auslegung von Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV keine überhöhten Anforderungen an die 
Zumutbarkeit des Verbleibens am Arbeitsplatz gestellt werden; insbesondere sind 
bei der Zumutbarkeitsprüfung auch subjektive Beweggründe der versicherten 
Person zu berücksichtigen (CHOPARD, Die Einstellung in der 
Anspruchsberechtigung, Zürich 1998, S. 80). Es kann nicht von einer freiwilligen 
Beschäftigungsaufgabe im Sinne des Übereinkommens gesprochen werden, wenn 

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eine versicherte Person nicht von sich aus, sondern von der Arbeitgeberin oder 
durch die Entwicklung am Arbeitsplatz zur Kündigung gedrängt wird. Gleiches gilt 
für den Fall, dass die versicherte Person für das Verlassen der Stelle legitime 
Gründe zu nennen vermag (BGE 124 V 234 E. 4b/aa). 

5.2. Im angefochtenen Einspracheentscheid stellte die Beschwerdegegnerin fest, 
dass dem Beschwerdeführer am 8. August 2023 ein zumutbarer Einsatzvertrag mit 
Arbeitsbeginn ab dem 16. August 2023 unterbreitet worden sei. Der Stundenlohn 
von CHF 33.00 pro Stunde zzgl. CHF 1.50 pro Stunde für Verpflegung sei 
mindestens gleich hoch wie der Stundenlohn der bisherigen Einsätze. Das 
garantierte monatliche Einkommen von CHF 4'712.20 (exkl. Ferienentschädigung 
und Verpflegungszuschlag) hätte die ihm zustehende Arbeitslosenentschädigung in 
Höhe von CHF 3'527.30 bei Weitem überstiegen (act. B.2 Erw. 6). Es würden keine 
Belege vorliegen, die eine Unzumutbarkeit bescheinigten. Seine in der Einsprache 
gemachten Angaben bezüglich der Unterkunft würden sich lediglich auf eigene 
mündliche Aussagen beziehen. Dass der Beschwerdeführer diesen Einsatzvertrag 
nicht unterzeichnet habe, werde dabei nicht berücksichtigt, da er klar über die 
vertraglichen Bedingungen informiert worden sei, diese gemäss der Bestätigung der 
Arbeitgeberin akzeptiert und die Unterkunft am Vortag bezogen habe. Zwischen ihm 
und der Arbeitgeberin sei ein Arbeitsverhältnis zustande gekommen, weshalb die 
selbstverschuldete Arbeitslosigkeit zu prüfen und zu bejahen gewesen sei (act. B.2 
Erw. 7). 

5.3.1. Vorliegend bestreitet der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde zunächst 
das Zustandekommen des Arbeitsverhältnisses, da er den entsprechenden 
Arbeitsvertrag nicht unterzeichnet habe. Und er stellt sich auf den Standpunkt, dass 
die Beschwerdegegnerin den Sachverhalt offensichtlich unrichtig festgestellt habe 
resp. der von ihr festgestellte Sachverhalt zudem aktenwidrig sei (act. A.1, 
Rz. 19 ff., S. 8 f.; vgl. auch Einsprache vom 3. November 2023 ALK-act. 167, 
Rz. 20 ff., S. 6 f. und Stellungnahme vom 15. März 2024 ALK-act. 215, S. 4). Dem 
kann aufgrund der folgenden Erwägungen nicht gefolgt werden. 

5.3.2. Der im Recht liegende Einsatzvertrag vom 8. August 2023 über einen ab dem 
16. August 2023 auf maximal drei Monate befristeten Einsatz als Elektromonteur 
bei der H.________ AG in I.________ zu einem Stundenlohn von brutto CHF 33.00 
zzgl. Verpflegungsspesen wurde nur von der Arbeitgeberin unterzeichnet (ALK-act. 
122). In Abweichung zu Art. 320 Abs. 1 OR, wonach für das Zustandekommen 
eines Einzelarbeitsvertrags keine besondere Form einzuhalten ist, ist für den 
Einsatzvertrag gemäss Art. 19 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 
Arbeitsvermittlung und den Personalverleih (Arbeitsvermittlungsgesetz, AVG [SR 

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823.11]) als lex specialis die schriftliche Form zwingend vorgeschrieben (vgl. 
GREUB, in: Portmann/von Kaenel [Hrsg.], Fachhandbuch Arbeitsrecht, 2018, 
N. 15.36 f.). Art. 48 der Verordnung über die Arbeitsvermittlung und den 
Personalverleih (Arbeitsvermittlungsverordnung, AVV [SR 823.111]) regelt 
abschliessend die zulässigen Ausnahmen von der Formvorschrift, welche nur bei 
zeitlicher Dringlichkeit gegeben sind. Sind Erfordernisse hinsichtlich Form oder 
Inhalt nicht erfüllt, so gelten die orts- und berufsüblichen Arbeitsbedingungen oder 
die gesetzlichen Vorschriften, ausser es seien für den Arbeitnehmer günstigere 
Arbeitsbedingungen mündlich vereinbart worden (Art. 19 Abs. 3 AVG). Der 
Einzelarbeitsvertrag – oder wie hier der Einsatzvertrag – ist ein privatrechtlicher 
Schuldvertrag, der ein Dauerschuldverhältnis zwecks Leistung entgeltlicher Arbeit 
unter Eingliederung in eine fremde Arbeitsorganisation begründet (Art. 319 Abs. 1 
OR). Er entsteht grundsätzlich durch übereinstimmende gegenseitige 
Willensäusserungen nach Art. 1 Abs. 1 OR von Arbeitgeber und Arbeitnehmer 
(Art. 320 Abs. 1 OR). Es ist somit mangels Vereinbarung günstigerer 
Arbeitsbedingungen vorliegend unerheblich, ob der Einsatzvertrag vom 8. August 
2023 unterzeichnet worden ist. Vielmehr genügt der Konsens der Vertragsparteien 
über die (objektiv) wesentlichen Vertragspunkte. Wenn objektive Umstände ohne 
ausdrückliche Willenserklärungen der Parteien zum Abschluss eines 
Arbeitsvertrags führen, liegt ein Arbeitsvertrag nur dann vor, wenn dessen 
charakteristische Elemente gegeben sind. Dies gilt insbesondere auch für die 
Entgeltlichkeit, die mangels ausdrücklicher Vereinbarung danach zu beurteilen ist, 
ob die Arbeit nach den Umständen nur gegen Entgelt zu erwarten ist (STREIFF/VON 
KAENEL/RUDOLF, Arbeitsvertrag, Praxiskommentar zu Art. 319-362 OR, 7. Aufl. 
2012, Art. 320 N. 6). 

5.3.3. Es wird vorliegend nicht bestritten und es gilt als erwiesen, dass der 
betreffende Einsatz per 16. August 2023 entgeltlich war. In Ermangelung der 
Bestreitung der übrigen wesentlichen Vertragspunkte kann der 
Beschwerdegegnerin beigepflichtet werden, dass ein Arbeitsvertrag zustande 
gekommen ist. Es ist dabei unerheblich, ob der Beschwerdeführer in seiner 
WhatsApp-Nachricht vom 16. August 2003 bekundete, nicht mit dem Stundenlohn 
einverstanden zu sein, betrifft diese ohnehin verspätet erfolgte Äusserung die 
(nachgeschobene) Auslegung des Vertrags bezüglich Lohnhöhe und nicht dessen 
Zustandekommen. Vielmehr fand sich der Beschwerdeführer doch im Hinblick auf 
die Arbeitsaufnahme in I.________ in der ihm zugewiesenen Unterkunft ein, und 
dies zu den mit Einsatzvertrag vom 8. August 2023 festgehaltenen Konditionen. 
Sodann ist er unbestrittenermassen am 16. August 2023 nicht zum Einsatz 

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erschienen und gleichentags erfolgte seitens der Arbeitgeberin eine (fristlose) 
Kündigung (vgl. Schreiben Arbeitgeberin vom 16. August 2023 [ALK-act. 125]). 

5.4. Nicht bestritten wird, dass es sich um eine Anstellung im Zwischenverdienst 
handelte. Die verschuldete Aufgabe eines Zwischenverdienstes fällt ebenfalls unter 
den Tatbestand der selbstverschuldeten Arbeitslosigkeit nach Art. 30 Abs. 1 lit. a 
AVIG. Als Zwischenverdienst gilt jedes Einkommen aus unselbstständiger oder 
selbstständiger Erwerbstätigkeit, das die arbeitslose Person innerhalb einer 
Kontrollperiode erzielt. Die versicherte Person ist verpflichtet, einen 
Zwischenverdienst anzunehmen bzw. beizubehalten, solange sie Anspruch auf 
Kompensationszahlungen nach Art. 24 Abs. 1 AVIG oder Differenzzahlungen hat. 
Die verschuldete Aufgabe oder Nichtannahme eines Zwischenverdienstes stellt 
einen Verstoss gegen die Schadenminderungspflicht dar und hat grundsätzlich eine 
Einstellung in der Anspruchsberechtigung zur Folge. Die Aufgabe eines 
Zwischenverdienstes erfüllt den Tatbestand der selbstverschuldeten 
Arbeitslosigkeit und ist durch die Kasse zu sanktionieren. Bei der Bemessung der 
Einstelldauer ist der gleiche Verschuldensmassstab anzulegen wie im Falle einer 
Ablehnung oder Aufgabe einer zumutbaren Stelle. Gegenstand der Einstellung ist 
der betragliche Unterschied zwischen dem Anspruch auf 
Arbeitslosenentschädigung und dem Anspruch auf Kompensations- oder 
Differenzzahlungen. Lediglich im Umfang dieser Differenz kann unter den 
Gesichtspunkten der Kausalität und Verhältnismässigkeit von einer schuldhaft 
verlängerten Arbeitslosigkeit ausgegangen werden (AVIG-Praxis ALE Rz. D66 - 
D68).

5.5.1. Eine durch den Versicherten verschuldete Kündigung des Arbeitgebers darf 
nur bei nachgewiesenem Vorsatz des Versicherten zu einer Einstellung in der 
Anspruchsberechtigung führen. Im Sozialversicherungsrecht handelt vorsätzlich, 
wer eine Tat mit Wissen und Willen begeht, oder mindestens im Sinn des 
Eventualvorsatzes in Kauf nimmt (CHOPARD, a.a.O., S. 52). Eventualvorsatz ist 
anzunehmen, wenn die betroffene Person vorhersehen kann oder damit rechnen 
muss, dass ihr Verhalten zu einer Kündigung durch den Arbeitgeber führt, und dies 
in Kauf nimmt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_125/2021 vom 14. September 
2021 E. 2.2 m.H.a. NUSSBAUMER, a.a.O., Rz. 837; vgl. auch AVIG-Praxis ALE, 
Rz. D15 ff.). Die selbstverschuldete Arbeitslosigkeit wird mithin nach der 
Vergangenheit beurteilt, d.h. nach den Umständen, die zur Auflösung des 
ehemaligen Arbeitsverhältnisses geführt haben (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
8C_650/2021 vom 10. November 2021 E. 2.3 m.w.H.). Stellt der Arbeitgeber die 
arbeitnehmende Person vor die Wahl, selbst zu kündigen oder die Kündigung 

12 / 23

entgegenzunehmen, ist von einer Kündigung durch den Arbeitgeber auszugehen. 
Es gilt dabei zu prüfen, ob die arbeitnehmende Person dem Arbeitgeber Anlass zu 
einer Kündigung gegeben hat (AVIG-Praxis ALE, Rz. D25 und Rz. D75 1.D). Hat 
eine versicherte Person nur grob fahrlässig zur Kündigung durch den Arbeitgeber 
beigetragen, ist eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung gemäss Art. 20 lit. b 
des Übereinkommens nicht zulässig.

5.5.2. Das der versicherten Person zur Last gelegte Verhalten, welches dem 
Arbeitgeber Anlass zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses gegeben hat, muss in 
beweisrechtlicher Hinsicht klar feststehen (vgl. BGE 112 V 242 E. 1; AVIG-Praxis 
ALE Rz. D20). Namentlich geht es bei sich widersprechenden Aussagen zwischen 
Arbeitgeber und entlassener arbeitnehmender Person nicht an, nur auf die 
Aussagen der einen oder anderen Partei abzustellen. Vielmehr ist das 
Fehlverhalten mit Hilfe anderer Beweismittel zu erhärten (AVIG-Praxis ALE, Rz. D5 
und D6). Bei Streitigkeiten zwischen dem Versicherten und seinem Arbeitgeber 
reichen dessen Behauptungen allein nicht aus, um ein Fehlverhalten 
nachzuweisen, das vom Versicherten bestritten und nicht durch andere Beweise 
oder Indizien bestätigt wird, die geeignet sind, die Verwaltung oder die 
Richterperson zu überzeugen (vgl. BGE 112 V 242 E. 1).

5.6.1. Der streitgegenständliche Einsatzvertrag wurde dem Beschwerdeführer am 
8. August 2023 per E-Mail zugestellt und es wurde ihm bestätigt, dass für ihn im 
Hotel ein Einzelzimmer für CHF 450.00 reserviert worden sei (vgl. Einsprache vom 
3. November 2023 [ALK-act. 167, Beilage 3]). Mit E-Mail vom 9. August 2023 gab 
die Arbeitgeberin ihm bekannt, dass im Gasthaus G.________ ein Zimmer 
reserviert sei und fügte an: "Wichtig ist einfach das du CHF 450.-- mitnimmst – für 
den ersten Monat wollen sie Bargeld!" (ALK-act. 167, Beilage 4). Mit WhatsApp-
Nachricht vom 16. August 2023 erkundigte sie sich über seinen Verbleib. Der 
Beschwerdeführer antwortete nach einer Stunde, dass er zurück nach D.________ 
reise. Er habe sich entschieden, den Job abzulehnen; seine Unterkunft sei ein 
Geisterhotel gewesen. Der zweite Grund sei die schlechte Bezahlung, denn er habe 
zuletzt CHF 35.50 pro Stunde erhalten und im Vertrag stünden CHF 33.00. Ihm 
seien CHF 37.50 angeboten worden (vgl. ALK-act. 129, Beilage 1, und ALK-act. 
167, Beilage 5). Daraufhin kündigte die Arbeitgeberin den Einsatzvertrag mit 
Schreiben vom 16. August 2023 fristlos und stellte in Aussicht, dass sie das 
verbleibende Ferienguthaben mit einer Konventionalstrafe verrechnen werde. Als 
Kündigungsgrund wurde angegeben, der Einsatz sei am 16. August 2023 kurz 
angetreten und mit Ablehnung gleich wieder verlassen worden (ALK-act. 125). In 
ihrer Stellungnahme vom 18. August 2023 an die Beschwerdegegnerin gab sie an, 

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der Beschwerdeführer habe einfach den Arbeitsplatz verlassen mit der Aussage 
"Diese Arbeit mache ich nicht!" und "Der Arbeitnehmer hat die Arbeit verweigert!" 
(ALK-act. 129). In seiner Stellungnahme vom 4. September 2023 hielt der 
Beschwerdeführer gegenüber der Beschwerdegegnerin fest, die angebotene Arbeit 
sei über 2.5 Stunden von seinem Wohnort entfernt. Der Personalberater habe ihm 
zugesichert, ein Hotel für CHF 470.00 zu organisieren. Die Zustände in der 
Unterkunft seien nicht zumutbar gewesen. Deshalb sei auch kein Vertrag 
geschlossen worden (ALK-act. 141). 

5.6.2. Aufgrund der Akten ist weiter erstellt, dass seit der Anmeldung beim RAV 
D.________ vom 2. Dezember 2022 (vgl. ALK-act. 1) bis zum Erlass des 
angefochtenen Entscheids nebst dem Einsatzvertrag vom 8. August 2023 (ALK-act. 
122) neun weitere befristete Einsatzverträge als Elektromonteur/-installateur im 
Zwischenverdienst vorliegen. Davon endeten zwei Einsatzverträge infolge 
Nichterscheinens des Arbeitnehmers (vgl. ALK-act. 20, 27, 33, 34, 39, 43, 47, 50, 
52, 64, 68, 76) und sieben infolge ordentlicher Kündigung bei Einsatzende resp. mit 
Ablauf der Einsatzdauer (vgl. ALK-act. 75, 80, 86, 90 f., 96, 98, 101, 112 f., 117, 
119 f., 126, 131, 135, 136, 139, 148, 156, 163, 166, 171, 187, 190, 198, 205, 214, 
219, 222, 228, 231). Von diesen neun Einsatzverträgen wurden vier nicht durch den 
Beschwerdeführer unterzeichnet, obwohl er die Stellen jeweils antrat (vgl. ALK-act. 
75, 98, 136, 166). Unbestritten ist die im August 2023 gegebene 
Vermittlungsfähigkeit (vgl. Verfügung des Amts für Industrie, Gewerbe und Arbeit 
Graubünden [nachfolgend: KIGA] vom 16. Januar 2024 bezüglich fehlender 
Vermittlungsfähigkeit per 4. Januar 2024 [ALK-act. 189]).

5.6.3. Im Lichte dessen kann gefolgert werden, dass der Beschwerdeführer 
zumindest Anlass zum Verlust seiner Zwischenverdiensttätigkeit gegeben hat. Zum 
Einen hatte er Kenntnis über den Einsatzvertrag, unterzeichnete diesen indes nicht. 
Zum Anderen traf er Vorkehrungen, die Arbeitsstelle anzutreten, indem er 
unbestrittenermassen bereits am 15. August 2023 zu der ihm zugewiesenen 
Unterkunft reiste. Da er dann aber am 16. August 2023 unentschuldigt sowie 
wissentlich und willentlich nicht zur Arbeit erschien – und dies nach Angaben der 
Arbeitgeberin zum zweiten Mal (vgl. Einsprache vom 3. November 2023 [ALK-act. 
167, Beilage 5]) – , sah sich jene zur ausserordentlichen Kündigung veranlasst. Mit 
seinem Verhalten, welches vermeidbar gewesen wäre, hat der Beschwerdeführer 
jedenfalls zum Stellenverlust beigetragen und dabei das Risiko, wieder arbeitslos 
zu werden, zumindest eventualvorsätzlich in Kauf genommen. Ein pflichtwidriges 
Verhalten ist damit ausgewiesen und ein Verschulden an der Arbeitslosigkeit i.S.v. 

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Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG i.V.m. Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV ist von der 
Beschwerdegegnerin zu Recht bejaht worden. 

6.1. Streitig und zu prüfen ist überdies, ob der per 16. August 2023 beginnende 
Arbeitseinsatz in I.________, Kanton Luzern, für den Beschwerdeführer zumutbar 
gewesen ist. Insbesondere ist in erster Linie zu prüfen, ob die ihm zugewiesene 
Unterkunft im Gasthaus G.________ angemessen war. 

6.2. Ob eine Arbeit zumutbar ist, beurteilt sich nach Art. 16 AVIG. Danach ist 
gemäss Art. 16 Abs. 1 AVIG grundsätzlich jede Arbeit zumutbar, während die 
Ausnahme, in der eine Arbeit unzumutbar ist und daher keine Annahmepflicht 
besteht, in Art. 16 Abs. 2 AVIG abschliessend geregelt ist (Urteil des 
Bundesgerichts 8C_107/2018 vom 7. August 2018 E. 3 mit Verweis auf BGE 124 V 
62 E. 3b). Soweit kein Unzumutbarkeitsgrund vorliegt, ist eine angebotene Stelle 
grundsätzlich zumutbar. Nach Art. 16 Abs. 2 lit. f AVIG ist eine Arbeit unzumutbar, 
wenn sie einen Arbeitsweg von mehr als zwei Stunden je für den Hin- und Rückweg 
notwendig macht und bei welcher für die versicherte Person am Arbeitsort keine 
angemessene Unterkunft vorhanden ist oder sie bei Vorhandensein einer 
entsprechenden Unterkunft ihre Betreuungspflicht gegenüber den Angehörigen 
nicht ohne grössere Schwierigkeiten erfüllen kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
8C_652/2015 vom 17. Mai 2016 E. 5.3). 

6.3. Unbestritten ist, dass der Arbeitsort I.________ mit dem öffentlichen Verkehr 
von D.________ her nicht unter zwei Stunden erreichbar ist. Dass der 
Beschwerdeführer Betreuungspflichten gegenüber Angehörigen hat, wird nicht 
geltend gemacht und ist auch nicht ersichtlich.

6.3.1. In seiner Stellungnahme vom 4. September 2023 beschreibt der 
Beschwerdeführer die Zustände der ihm für CHF 470.00 zugesicherten Unterkunft 
im Gasthaus G.________ als nicht zumutbar. Er hätte mit neun weiteren Männern 
eine Dusche und ein WC teilen müssen und die Unterkunft sei dreckig und staubig 
gewesen. Nach einer Nacht habe er entschieden, nicht weiter dort zu bleiben. Er 
habe nicht die Arbeit verweigert, sondern sich geweigert, unter diesen Umständen 
zu wohnen. Er habe weder dem Personalberater noch der Einsatzfirma zugesichert, 
täglich eine Strecke von 2 Stunden und 40 Minuten (jeweils hin und zurück) auf sich 
zu nehmen (ALK-act. 141). 

6.3.2. In seiner Einsprache vom 3. November 2023 führte der Beschwerdeführer 
zusätzlich aus, er habe den Gastwirt am 15. August 2023 gebeten, ihm die 
Unterkunft zu zeigen. Dazu sei der Gastwirt erst bereit gewesen, als er ihm in bar 

15 / 23

CHF 480.00 (CHF 450.00 für Unterkunft und CHF 30.00 für Endreinigung) bezahlt 
habe. Beim Bezug des Zimmers habe er mit Erschrecken festgestellt, dass das 
Zimmer nicht über die zugesicherten Eigenschaften verfügte. Es habe keine 
Nasszelle gehabt; auf dem gesamten Stockwerk seien bloss eine Dusche und ein 
WC für rund zehn Zimmer zur Verfügung gestanden. Auch sei keine 
Kochgelegenheit vorhanden gewesen. Das Zimmer sei nicht gereinigt, sondern 
staubig sowie schmutzig und auch die Bettwäsche sei gebraucht und nicht gereinigt 
gewesen. Er habe sogleich versucht, der Arbeitgeberin mitzuteilen, dass die 
Unterkunft nicht in Ordnung sei. Aufgrund des Feiertags im Kanton Luzern (Mariä 
Himmelfahrt) sei am 15. August 2023 aber niemand erreichbar gewesen. Da er an 
diesem Tag nicht wieder nach Hause zurückkehren konnte, habe er eine Nacht in 
der Unterkunft verbracht. Am nächsten Morgen habe er vom Gastwirt das Geld 
zurückverlangt, welcher ihm lediglich noch CHF 350.00 erstattet und den Rest für 
die Nutzung sowie Reinigung behalten habe. Daraufhin habe er den Nachhauseweg 
angetreten und der Arbeitgeberin via WhatsApp die Ablehnung des Einsatzes unter 
diesen Umständen (Unzumutbarkeit der Unterkunft und zu geringer Stundenlohn) 
mitgeteilt (Einsprache vom 3. November 2023 [ALK-act. 167, Rz. 9 ff., S. 4]). 

6.3.3. Im Rahmen des Einspracheverfahrens reichte der Beschwerdeführer diverse 
Fotos ein und hielt in seiner Stellungnahme vom 15. März 2024 fest, es sei ihm 
mündlich zugesichert worden, dass er ein eigenes Zimmer mit eigener Nasszelle 
bekomme und dass im Gebäude eine Kochgelegenheit zur Verfügung stehe. Das 
sei nicht der Fall gewesen. Hinzu komme, dass die anderen Zimmer im Gebäude 
stets von zwei bis drei Personen belegt gewesen seien. Die Zimmer würden sich in 
einem separaten Gebäudeteil des Hotels Krone befinden und seien nur über einen 
Hintereingang zugänglich. Das Zimmer sei sehr spartanisch eingerichtet gewesen. 
Es habe sich auf einem Geschoss befunden, auf dem insgesamt zehn Zimmer 
vorhanden gewesen und über einen äusserst schmalen Gang zugänglich gewesen 
seien. Im Erdgeschoss des Gebäudes habe für alle zehn Zimmer eine einzige 
Nasszelle mit einer kleinen Dusche zur Verfügung gestanden, welche insgesamt ca. 
25 Personen dienen sollte. Dass die Zimmer nicht gereinigt gewesen seien, sei aus 
den erst später gemachten Fotos nicht ersichtlich. Unter diesen Umständen sei es 
ihm nicht zumutbar gewesen, nach einer unangenehmen Nacht weitere 
Bemühungen hinsichtlich einer Umbuchung bzw. eines Zimmerwechsels zu tätigen 
(ALK-act. 215). 

6.3.4. In seiner Beschwerde moniert der Beschwerdeführer, die 
Beschwerdegegnerin sei im angefochtenen Entscheid zum Schluss gelangt, dass 
die zur Verfügung gestellte Unterkunft angemessen sei bzw. keine Indizien 

16 / 23

bezüglich deren Unangemessenheit ersichtlich seien, dies obwohl er detailliert und 
mit Fotoaufnahmen habe aufzeigen können, weshalb die Unterkunft unangemessen 
gewesen sei. Indem die Beschwerdegegnerin davon ausgehe, dass er die zur 
Unterkunft gemachten Vorwürfe nicht belegen könne, gehe sie implizit davon aus, 
diese träfen nicht zu. Die eingereichten Fotoaufnahmen würden klar aufzeigen, dass 
die Unterkunft alles andere als angemessen gewesen sei. Damit habe sie den 
Sachverhalt unrichtig bzw. unvollständig festgestellt (act. A.1, Rz. 20 f., S. 8 f.). 
Zudem habe die Beschwerdegegnerin ihr Ermessen missbraucht. Aus den 
Fotoaufnahmen gehe klar hervor, dass es sich nicht um eine angemessene 
Unterkunft gehandelt habe. Zwar könne nicht belegt werden, dass das Zimmer 
ungereinigt gewesen sei; es sei jedoch klar erkennbar, dass die Unterkunft über 
Zimmer verfüge, die durch einen äusserst schmalen Gang zugänglich seien. Die 
Beschwerdegegnerin habe sodann auch nicht in Frage gestellt, dass die zehn 
Zimmer von zwei bis drei Personen belegt würden. Des Weiteren hätten sich 25 
Personen eine Dusche mit WC teilen müssen und es sei keine Kochgelegenheit zur 
Verfügung gestanden, was ihm zugesichert worden sei. Damit sei erstellt, dass die 
Unterkunft nicht angemessen gewesen sei (act. A.1, Rz. 28, S. 10). 

6.3.5. In seiner Eingabe vom 5. Mai 2025 machte der Beschwerdeführer sodann 
geltend, nach telefonischer Kontaktaufnahme mit dem Wirt des Gasthauses 
G.________ habe dieser CHF 470.00 im Voraus in bar verlangt, ohne vorherige 
Besichtigung des Zimmers. Er habe ihm auch keine Quittung ausgestellt. Nach 
Bezahlung habe er das Zimmer betreten und festgestellt, dass weder Küche noch 
Dusche zur Verfügung stünden. Die sanitären Anlagen hätten mit etwa 15 anderen 
Mietern geteilt werden müssen. In einzelnen Zimmern hätten bis zu drei oder vier 
Personen gelebt. Diese Umstände seien unzumutbar und belastend gewesen. Am 
folgenden Tag habe er dem Gastwirt erklärt, dass er unter diesen Bedingungen 
nicht bleiben könne. Dieser habe CHF 100.00 (CHF 30.00 für Reinigung, 
CHF 70.00 für Übernachtung) einbehalten und ihm ohne Quittung CHF 370.00 
zurückerstattet. Aufgrund der unhaltbaren Wohnverhältnisse und der damit 
verbundenen psychischen Belastung sei er am darauffolgenden Montag nicht zur 
Arbeit erschienen und nach D.________ zurückgereist. Er habe das Temporärbüro 
umgehend per Telefon informiert (act. A.5). 

6.4.1. Nach gefestigter bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist bei der Frage der 
Unzumutbarkeit des Verbleibens am Arbeitsplatz ein strenger Massstab anzulegen 
(vgl. AVIG-Praxis ALE Rz. D26). Die Frage der Zumutbarkeit beurteilt sich anhand 
der Kriterien von Art. 16 Abs. 2 AVIG. Dabei wird in beweisrechtlicher Hinsicht die 
Zumutbarkeit des Verbleibens an der Arbeitsstelle vermutet. Für den unbestimmten 

17 / 23

Rechtsbegriff "angemessene Unterkunft" findet sich spärlich Rechtsprechung, die 
sich nicht nur mit dem lohnmässigen Aspekt, sondern mit dem hier im Vordergrund 
stehenden qualitativen Aspekt der Unterkunft selbst befasst. Gemäss den Urteilen 
des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern 200 16 676 ALV vom 21. Dezember 
2016 (E. 3.4.2 f.) und 200 15 462 ALV vom 6. November 2015 (E. 3.3.3) ist eine 
Unterkunft nicht angemessen, wenn das Zimmer eines anderen bei dessen 
Abwesenheit benutzt werden muss. Diese Kasuistik ist vorliegend nicht einschlägig. 

6.4.2. Nicht relevant ist im vorliegenden Fall die Frage, ob es Sache der 
versicherten Person ist, am Arbeitsort für eine angemessene Unterkunft zu sorgen, 
da eine solche ohnehin seitens der Arbeitgeberin effektiv zur Verfügung gestellt 
worden ist. Letztere bestätigt dies auch mit E-Mail vom 29. Mai 2024 (vgl. ALK-act. 
227), wenn sie ausführt, die Vermittlung des Hotels sei keine vertraglich vereinbarte 
Dienstleistung; es sei lediglich eine Hilfe an den Mitarbeiter, damit der Arbeitsweg 
nicht zu weit sei. Darauf konnte sich der Beschwerdeführer verlassen. Demnach 
bleibt die Frage zu beantworten, ob die dem Beschwerdeführer zugewiesene 
Unterkunft im konkreten Einzelfall als angemessen eingestuft werden kann. 

6.4.3. Der Einsatzvertrag vom 8. August 2023 (ALK-act. 122) untersteht dem 
Gesamtarbeitsvertrag Personalverleih (abrufbar unter: www.swissstaffing.ch, 
Download, Bestellformular) und dem Gesamtarbeitsvertrag Schweizerische 
Elektrobranche (abrufbar unter: www.eit.swiss, Recht und Normen, 
Gesamtarbeitsvertrag GAV, GAV 2020-2023). Beide Vertragswerke beinhalten 
keine Regelungen zum Begriff der Angemessenheit einer Unterkunft. Mögliche 
Vergleichs- und Richtwerte für die Beurteilung, ob die dem Beschwerdeführer 
zugewiesene Unterkunft im Gasthaus G.________ angemessen war, finden sich in 
der Baubranche. Der vorliegend als Richtschnur heranzuziehende Anhang 6 des 
Landesmantelvertrags (Stand 1. Mai 2023), Zusatzvereinbarung über die 
Unterkünfte der Arbeitnehmenden und die Hygiene und Ordnung auf Baustellen 
"Unterkunftsvereinbarung" (abrufbar unter: www.svk-bau.ch, Bibliothek, LMV, 
Landesmantelvertrag 2023; nachfolgend: Anhang 6 LMV), verfolgt den Zweck, den 
Arbeitnehmern, insbesondere den saisonal Beschäftigten und Kurzaufenthaltern, 
angemessene Unterkünfte zur Verfügung zu stellen (Art. 1 Abs. 1 lit. a Anhang 6 
LMV). Unter anderem hat der Lärm- und Schallschutz den Anforderungen für 
Wohnzwecke zu entsprechen und die Räume müssen beheizbar sein (Art. 3 
Anhang 6 LMV). Bei Unterkünften ist die Möglichkeit einer warmen Verpflegung der 
Bewohner sicherzustellen (Art. 4 Anhang 6 LMV). Ist die Möglichkeit in Form einer 
Kantine, Küche oder Gemeinschaftsküche nicht gegeben, ist eine auswärtig 
organisierte Verpflegungsmöglichkeit in der näheren Umgebung zu gewährleisten 

http://www.swissstaffing.ch

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(Art. 4 Abs. 1 lit. c Anhang 6 LMV). Die Schlafräume dürfen bei neuen Unterkünften 
maximal doppelt belegt werden, 3- oder 4-Bett-Zimmer sind in Ausnahmefällen 
gestattet; es besteht ein Anspruch auf ein einwandfreies Bett mit Bettzeug sowie 
neben weiteren Ablagemöglichkeiten auf einen abschliessbaren einteiligen Schrank 
und eine Sitzgelegenheit mit Tisch/Stromanschluss (Art. 6 Anhang 6 LMV). 
Gemeinschaftliche sanitäre Einrichtungen sind erlaubt, haben jedoch die folgenden 
Richtwerte zu erfüllen (Art. 7 Abs. 1 lit. a Anhang 6 LMV): 1 Sitz-WC je 5 Personen, 
1 Pissoir je 7 Personen, 1 Lavabo je 2 Personen, 1 Dusche je 5 Personen. 
Verbindungen zwischen Schlaf- und Sanitärtrakt sind gedeckt und beleuchtbar 
einzurichten (Art. 7 Abs. 3 Anhang 6 LMV). Die Logiskosten werden mit dem Lohn 
verrechnet und die Arbeitnehmer müssen unter anderem für die Sauberkeit in der 
Unterkunft sorgen (Art. 17 Anhang 6 LMV). 

6.4.4. Gemäss den Angaben des Gastwirts des Gasthauses G.________ vom 
20. Mai 2025, dessen Stellungnahme vom Gericht eingeholt wurde, besteht das 
Gasthaus aus zwei Häusern, welche über einen Gang verbunden sind. Im 
Haupthaus befänden sich das Restaurant, Wohnungen und acht Zimmer im 
Dachgeschoss. Das hintere Haus, die Dépendance, umfasse Hotelzimmer und 
Mitarbeiterzimmer. Der Gastwirt stellt fest, dass die im Recht liegenden Fotos nicht 
in der Dépendance, sondern im Obergeschoss des Haupthauses aufgenommen 
worden seien. Dort befänden sich acht Zimmer – jeweils mit einem Bett der Grösse 
140 x 200 cm ausgestattet –, die nur als Einzelzimmer belegt würden. Vier Zimmer 
seien 16 m2 gross, die übrigen vier Zimmer 12 m2. Den Mietern stünden drei 
Duschen (eine im Zwischengeschoss, zwei im UG) zur gemeinschaftlichen 
Nutzung, ein Lavabo im Zwischengeschoss, drei Lavabos im EG und zwei weitere 
im UG, eine Toilette im Zwischengeschoss, vier Toiletten im EG plus zwei Pissoirs 
und zwei weitere Toiletten im UG zur Verfügung. Die sanitären Anlagen im EG 
würden auch von den Gästen des Restaurants und jene im UG auch von den 
Mitarbeitern genutzt. Es stünden bei geteilter Nutzung somit 1 WC für 4 Personen, 
1 Pissoir für 9 Personen, 1 Dusche für 6 Personen und ein Lavabo für 3 Personen 
zur Verfügung. Die Zimmer würden nicht über eine Küche verfügen, jedoch über 
einen Kühlschrank, und jeder Zimmergast dürfe eine Mikrowelle sowie einen 
Wasserkocher selber mitbringen; Kochplatten seien verboten. Das Gasthaus biete 
keine andere Kochmöglichkeit an; in unmittelbarer Nähe bestünden diverse 
Möglichkeiten zur Verpflegung, wie Restaurants und Tankstellenshops etc. Im 
August 2023 seien die Zimmer zu 80 % belegt gewesen. Die Zimmer würden 
wöchentlich, jeweils donnerstags oder freitags, durch den Hausdienst gereinigt und 
mit neuer Bettwäsche ausgerüstet. Die sanitären Anlagen würden täglich gereinigt 
und desinfiziert. Die Monatsmiete betrage CHF 450.00 / CHF 480.00 inkl. 

19 / 23

wöchentlicher Reinigung, Parkplatz und Waschmöglichkeit an den bereitgestellten 
Waschmaschinen und Tumblern (act. F.16). 

6.4.5. Es werden von den Verfahrensparteien keine Einwände vorgebracht, und es 
sind auch keine solchen ersichtlich, dass die Angaben des Gastwirts unvollständig 
oder falsch wären, weshalb darauf abgestellt werden kann. Aus den im Recht 
liegenden Fotos ist nicht ersichtlich, dass es sich um Mehrbettzimmer gehandelt 
hätte und dass die Unterkunft nicht sauber gewesen wäre. Eine angemessene 
Unterkunft beinhaltet gemäss den vergleichsweise heranzuziehenden Richtwerten 
von Anhang 6 LMV nicht zwingend den Anspruch auf Einzelzimmer mit Nasszelle 
sowie Reinigung. Es kommen durchaus Mehrfachzimmer mit gemeinschaftlichen 
sanitären Einrichtungen in Frage (vgl. Art. 6 und 7 Anhang 6 LMV). Dem 
Beschwerdeführer stand im Gasthaus G.________ jedenfalls ein Einzelzimmer zur 
Verfügung. Die seitens des Gastwirts geschilderten Gegebenheiten zu den 
sanitären Einrichtungen vermögen den Richtwerten in der Baubranche (Art. 7 
Abs. 1 lit. a Anhang 6 LMV) zu genügen, weshalb die Behauptung des 
Beschwerdeführers, es hätte eine einzige Nasszelle für 15 bis 25 Personen zur 
Verfügung gestanden, nicht stichhaltig ist. Vielmehr ist davon auszugehen, dass im 
Obergeschoss des Haupthauses des Gasthauses G.________ maximal acht Mieter 
untergebracht werden können. Im besagten Zeitraum im August 2023 waren es bei 
einer 80%igen Auslastung weniger als sieben Mieter. Die Ausstattung des Zimmers 
des Beschwerdeführers umfasste sodann einen Kühlschrank und liess die 
Verwendung einer Mikrowelle und eines Wasserkochers als Kochgelegenheit zu; 
um die Reinigung des Zimmers und der Bettwäsche musste sich der 
Beschwerdeführer nicht kümmern. In unmittelbarer Nähe waren 
unbestrittenermassen diverse Verpflegungsmöglichkeiten vorhanden. Dass er sich 
umgehend telefonisch, wie er dartut, bei der Arbeitgeberin gemeldet hätte, um die 
aus seiner Sicht unangemessene Unterkunft zu beanstanden und mit ihr nach einer 
anderen Unterkunft zu suchen, ist aktenmässig nicht erstellt. 

6.5. Nach dem Gesagten ist die Schlussfolgerung der Beschwerdegegnerin nicht 
zu beanstanden, wonach die dem Beschwerdeführer zugewiesene Unterkunft 
angemessen, mithin die Stelle als zumutbar zu qualifizieren war (Art. 16 Abs. 2 lit. f 
AVIG). Deren Aufgabe oder Ablehnung am Antrittstag selbst mit umgehender 
Rückreise an den Wohnort erfüllt den Tatbestand der selbstverschuldeten 
Arbeitslosigkeit gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG i.V.m. Art. 44 Abs. 1 lit. a und b 
AVIV zumal er mit seinem Verhalten der Arbeitgeberin Anlass zur Auflösung des 
Arbeitsverhältnisses gab und er seinerseits das zumutbare Arbeitsverhältnis 

20 / 23

auflöste, ohne dass ihm eine andere Stelle zugesichert war. Die Einstellung in der 
Anspruchsberechtigung an sich war somit rechtens. 

7. Aufgrund der Aktenlage samt den im Recht liegenden Fotos sowie den 
unbestritten gebliebenen Auskünften des Gastwirts des Gasthauses G.________ 
ist der Sachverhalt genügend erstellt, sodass der beantragte Augenschein keine 
weitere Klarheit bringen oder die bereits gewonnene Überzeugung, dass es sich um 
eine angemessene Unterkunft handelte, nicht zu erschüttern vermögen würde (vgl. 
act. A.1, Rz. 22, S. 9). Ein Augenschein ist auch nicht geeignet, um mehr in 
Erfahrung zu bringen, als was bereits hinsichtlich Ausstattung der Unterkunft 
bekannt ist. Ob die Unterkunft im August 2023 sauber war, lässt sich im Nachhinein 
nicht mehr erstellen. Der beantragten Beweisaussage des Beschwerdeführers kann 
auch im Lichte des Anspruchs auf rechtliches Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV nicht 
entsprochen werden, weder zum angeblich fehlenden Akzept des 
Beschwerdeführers zu den Vertragsbedingungen (vgl. act. A.1, Rz. 23 f., S. 9), weil 
dies rechtlich beantwortet wird, noch zum Zustand der von ihm bezogenen 
Unterkunft (vgl. act. A.1, Rz. 28 ff., S. 10 ff.), weil dieser mehrfach und 
rechtsgenüglich dokumentiert ist. Im Übrigen konnte sich der Beschwerdeführer 
mehrfach umfassend schriftlich zum relevanten Sachverhalt äussern, insbesondere 
in den Eingaben vom 15. März 2024 gegenüber der Beschwerdegegnerin (ALK-act. 
215) sowie vom 5. Mai 2025 gegenüber dem Gericht (act. A.5). Zusammenfassend 
ist der Antrag auf Durchführung eines Augenscheins sowie einer Beweisaussage 
des Beschwerdeführers in Anwendung der sog. antizipierten Beweiswürdigung 
abzuweisen (vgl. BGE 146 V 240 E. 8.2, 144 V 361 E. 6.5, 136 I 229 E. 5.3, 134 I 
140 E. 5.3 m.w.H.). 

8. Zu prüfen bleibt, ob der angefochtene Einspracheentscheid auch hinsichtlich 
der Dauer der Einstellung in der Anspruchsberechtigung rechtmässig ist, d.h. ob die 
Beschwerdegegnerin mit der Einstellungsdauer von 32 Tagen dem Verschulden 
des Beschwerdeführers angemessen Rechnung getragen hat.

8.1. Der Beschwerdeführer macht zur Begründung seines Eventualantrags 
bezüglich der Reduktion der Einstelltage auf maximal fünf geltend, dass, sollte er 
eine zumutbare Arbeitsmöglichkeit zu Unrecht abgelehnt haben, sein Verschulden 
eher gering wiege. Sollte die Unterkunft angemessen gewesen sein, so bewege 
sich die Zumutbarkeit der zur Verfügung gestellten Unterkunft zumindest an der 
äussersten Grenze des einem Arbeiter Zumutbaren. Folglich sei es vollkommen 
verständlich, dass er den Einsatz abgelehnt habe und sein Verschulden wiege nur 
gering (act. A.1, Rz. 33, S. 12).

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8.2.1. Die Dauer der Einstellung bemisst sich nach dem Grad des Verschuldens 
und beträgt je nach Einstellungsgrund höchstens 60 Tage (Art. 30 Abs. 3 AVIG; 
KUPFER BUCHER, in: Stauffer/Cardinaux [Hrsg.], Rechtsprechung des 
Bundesgerichts zum AVIG, 5. Aufl. 2019, S. 237). Die Einstellung dauert nach 
Art. 45 Abs. 3 AVIV bei leichtem Verschulden 1-15 Tage (lit. a), bei mittelschwerem 
Verschulden 16-30 Tage (lit. b) und bei schwerem Verschulden 31-60 Tage (lit. c). 
Ein schweres Verschulden liegt nach Art. 45 Abs. 4 AVIV vor, wenn die versicherte 
Person ohne entschuldbaren Grund eine zumutbare Arbeitsstelle ohne Zusicherung 
einer neuen aufgegeben (lit. a) oder eine zumutbare Arbeit abgelehnt hat (lit. b). Es 
ist allerdings festzuhalten, dass bei Aufgabe einer zumutbaren Arbeitsstelle ohne 
Zusicherung einer neuen (Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV) Art. 45 Abs. 3 AVIV lediglich die 
Regel bilden kann, von welcher beim Vorliegen besonderer Umstände im Einzelfall 
abgewichen werden darf. Insoweit ist das Ermessen von Verwaltung und 
Sozialversicherungsgericht nicht auf eine Einstellungsdauer im Rahmen eines 
schweren Verschuldens beschränkt, sondern lässt auch eine mildere Sanktion zu 
(vgl. BGE 130 V 125 E. 3.2 m.H.; KUPFER BUCHER, a.a.O., S. 238). Liegen 
besondere Umstände im Einzelfall vor, kann dieser Rahmen unterschritten werden. 
Vorausgesetzt ist dabei ein entschuldbarer Grund, der – ohne zur Unzumutbarkeit 
zu führen – das Verschulden als lediglich mittelschwer oder leicht erscheinen lässt. 
Dieser kann die subjektive Situation der betroffenen Person (etwa gesundheitliche 
Probleme, familiäre Situation, Religionszugehörigkeit) oder eine objektive 
Gegebenheit (z.B. die Befristung der Stelle) beschlagen (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts 8C_24/2021 vom 10. Juni 2021 E. 3.2.1).

8.2.2. Da es sich hierbei um eine typische Ermessensfrage handelt, bei welcher der 
Verwaltung ein grosser Ermessensspielraum zusteht, ist dem Gericht bei der 
Beurteilung der Einstellungsdauer Zurückhaltung geboten. Im Gegensatz zur 
Kognition des Bundesgerichts ist diejenige des kantonalen Gerichts in diesem 
Zusammenhang nicht auf Rechtsverletzung beschränkt, sondern erstreckt sich 
auch auf die Beurteilung der Angemessenheit der Verwaltungsverfügung. Das 
Sozialversicherungsgericht darf jedoch nicht ohne triftigen Grund seine eigene 
Beurteilung an die Stelle derjenigen der Verwaltung setzen; es muss sich auf 
Gegebenheiten abstützen können, die seine abweichende Ermessensausübung als 
naheliegender erscheinen lassen (vgl. BGE 137 V 71 E. 5.2, 126 V 75 E. 6; Urteile 
des Bundesgerichts 8C_651/2022 vom 18. Juli 2023 E. 3.3, 8C_522/2022 vom 
23. Februar 2023 E. 6.2, 8C_712/2020 vom 21. Juli 2021 E. 4.4).

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8.2.3. Bei der Bemessung der Einstellungsdauer nach Aufgabe eines 
Zwischenverdienstes ist der gleiche Verschuldensmassstab anzulegen wie im Fall 
einer Ablehnung oder Aufgabe einer zumutbaren Stelle (AVIG-Praxis ALE Rz. D68).

8.3. Die von der Beschwerdegegnerin verfügte Einstelldauer von 32 Tagen 
entspricht einer Sanktion im untersten Bereich eines schweren Verschuldens. Zur 
Begründung der Festsetzung der Einstelltage führte sie die Nichtbefolgung der 
Weisung der Arbeitgeberin an. Die Einstelldauer wurde im angefochtenen 
Einspracheentscheid bestätigt und es wurde festgehalten, dass bei Aufgabe einer 
zumutbaren Arbeitsstelle ohne Zusicherung einer neuen ein schweres Verschulden 
vorliege (act. B.2 Erw. 8; vgl. auch AVIG-Praxis ALE, Rz. D72 ff., D75 1.D, D75 1.J). 
Vorliegend sind keine Gründe ersichtlich, die ein Abweichen von der verfügten 
Einstelldauer erlauben würden, insbesondere auch keine, die das Verschulden des 
Beschwerdeführers in einem milderen Lichte als einem schweren 
Selbstverschulden erscheinen liessen. Dies auch angesichts des unbestritten 
gebliebenen Umstands, dass er bereits zum zweiten Mal zu einem Arbeitseinsatz 
für die Arbeitgeberin nicht erschienen ist (ALK-act. 167, Beilage 5). Für die in seiner 
Eingabe vom 5. Mai 2025 (act. A.5) geltend gemachte psychische Belastung liegt 
kein entsprechendes ärztliches Zeugnis vor. Im Ergebnis sind der Eventualantrag 
wie auch der Subeventualantrag auf Rückweisung zur Vervollständigung des 
Sachverhalts und Neubeurteilung an die Beschwerdegegnerin abzuweisen. 

9.1. Nach Art. 1 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG ist das kantonale 
Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten über Leistungen kostenpflichtig, wenn dies 
im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen ist; sieht das Einzelgesetz keine 
Kostenpflicht bei solchen Streitigkeiten vor, so kann das Gericht einer Partei, die 
sich mutwillig oder leichtsinnig verhält, Gerichtskosten auferlegen. Da das AVIG 
keine Kostenpflicht statuiert und weder Mutwilligkeit noch Leichtsinn vorliegen, sind 
dem Beschwerdeführer keine Kosten aufzuerlegen. 

9.2. Der obsiegenden Beschwerdegegnerin steht kein Parteikostenersatz zu 
(Art. 61 lit. g ATSG e contrario).

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Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

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