# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 94a9ecf1-6ec1-55d7-a5da-804b1d223b33
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-08-28
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 28.08.2025 VR3 2021 36
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_VR3-2021-36_2025-08-28.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Urteil vom 28. August 2025
mitgeteilt am 1. September 2025

[Gegen diesen Entscheid wurde Beschwerde erhoben. Der Fall ist am 
Bundesgericht hängig (1C_565/2025)].

Referenz VR3 21 36

Instanz Dritte verwaltungsrechtliche Kammer

Besetzung Audétat, Vorsitz
Brun und Schmid Christoffel
Ott, Aktuar

Parteien A._____

Beschwerdeführer 1

und

B._____
Beschwerdeführer 2
beide vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Thomas Hess

gegen

Gemeinde Davos
Berglistutz 1, Postfach, 7270 Davos Platz
Beschwerdegegnerin

Amt für Raumentwicklung Graubünden 
Ringstrasse 10, 7001 Chur
Beigeladene

Gegenstand Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes und Busse

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Sachverhalt

A. A._____ ist Nutzniesser und B._____ Eigentümer der Parzelle Z.1._____ in 
Davos Wiesen, die mit einer Alphütte überbaut ist. Im November 2007 ist diese 
nebst weiteren 13 der rund 40 Hütten auf der D._____ durch ein Feuer zerstört 
worden. Für den Wiederaufbau der zerstörten Gebäude erliess die Gemeinde am 
2. April 2009 Gestaltungsrichtlinien, die sie in Zusammenarbeit mit dem 
Heimatschutz erarbeitet hatte. Diese wurden A._____ erstmals am 3. April 2009 
zugestellt. Am 28. April 2009 stimmte A._____ den genannten 
Gestaltungsrichtlinien unter Vorbehalt der Ausführungen gemäss seinem Schreiben 
an die Gemeinde Davos vom 26. April 2009 zu. 

B. Am 2. Juli 2009 ersuchte A._____ um Bewilligung des Wiederaufbaus der 
Alphütte auf der Parzelle Z.1._____. Die Projektpläne sahen entsprechend der 
Vorgaben der Gestaltungsrichtlinien im Erdgeschoss (EG) eine Fenstergrösse von 
(maximal) 90 cm x 90 cm vor und die Fenster sollten gemäss den Plänen zudem 
keine Sprossen haben und einflüglig sein. In der Folge meldete die Gemeinde 
Davos dem Amt für Raumentwicklung Graubünden (ARE GR), dass anlässlich der 
Aussprache vom 3. September 2009 betreffend das Wiederaufbauprojekt 
"D._____" nicht alle Differenzen zwischen den Parteien hätten bereinigt werden 
können. Daraufhin teilte das ARE GR der Gemeinde am 22. September 2009 mit, 
dass, die hängigen BAB-Verfahren formell nicht abgeschlossen werden könnten. 
Es fehlten entscheidende Voraussetzungen um die bundesrechtliche BAB-
Bewilligung erteilen zu können. Zudem bestünden neben materiellen Differenzen 
auch formelle Differenzen betreffend das "richtige Verfahren". Bis zur Einreichung 
der restlichen vier Baugesuche bzw. bis zur Bereinigung der Differenzen und der 
Klärung des weiteren Vorgehens würden die hängigen BAB-Gesuche pendent 
gehalten. Am 2. Februar 2010 widerrief A._____ seine Baueingabe und sämtliche 
Zugeständnisse zu den Gestaltungsrichtlinien und der Aussiedlungsvariante mit 
eingeschriebenem Brief an die Gemeinde Davos. Darin kritisierter er insbesondere 
zwei projektierte Wiederaufbauten, welche flächenmässig und in der Höhe deutlich 
zu gross seien. Weiter kündigte er ein neues Baugesuch im Hofstattrecht (mit den 
ursprünglichen Raumhöhen) an. Nach eigenen Angaben unterliess er dies aber 
schliesslich, weil im März 2010 der damalige Landammann E._____ die 
Koordination in dieser Angelegenheit übernommen habe. Dies habe dazu geführt, 
dass ein Grossteil der Beschwerden zurückgezogen worden sei. Weiter habe sich 
der damalige Landammann folgendermassen geäussert: Man müsse nun das 
grosse Ganze im Blick haben, um in dieser zähen Angelegenheit einen Kompromiss 
zwischen allen Beteiligten zu erreichen. Details wie Fenster und Türen seien 
nachrangig und sollten in Revisionsplänen eingegeben werden können. Solange sie 

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ortsüblich seien, würden sie durch die Gemeinde bewilligt. Das Baugesuch von 
A._____ wurde anlässlich der Sitzungen des Kleinen Landrates vom 14. Juli 2009 
und 25. Mai 2010 behandelt. Am 27. Mai 2010 informierte die Gemeinde Davos das 
ARE GR über den Stand des Wiederaufbauprojekts "D._____". Namentlich seien 
die vier verbleibenden Hütten sowie ein abgeändertes Projekt von F._____ am 
25. Mai 2010 durch den Kleinen Landrat mit Auflagen verabschiedet worden. Die 
Unterlagen würden dem ARE GR noch zugestellt. Für alle Hütten werde eine 
Baubewilligung mit Auflagen erteilt. Weiter wurden die vorgesehenen allgemeinen 
Auflagen erläutert. Eine bezog sich auch auf Gestaltungsdetails wie insbesondere 
das Dach, Fenster und Türen, welche ortsüblichen Details zu entsprechen hätten. 
Dieses Schreiben wurde auch den "Besitzer neuer Hütten" auf der D._____ zur 
Kenntnis zugestellt.

C. Mit einem am 19. Juli 2010 mitgeteilten Beschluss vom 14. Juli 2009/25. Mai 
2010 (nachfolgend Baubewilligung vom 19. Juli 2010) bewilligte der Kleine Landrat 
der Gemeinde Davos das am 2. Juli 2009 eingereichte Bauvorhaben mit Ausnahme 
einer zweiten Tür auf der Süd-Ostseite des Gebäudes. Der von der Gemeinde und 
dem Amt für Raumentwicklung Graubünden am 19. bzw. 13. Juli 2010 bewilligte 
Plan ("Baueingabe Grundriss und Fassaden", 1:100, Plandatum: 30. Juni 2009 und 
vom A._____ als Architekt und Bauherr unterzeichnet am 1. Juli 2009) zeigt einen 
Keller von 9.54 m2 in der nördlichen Ecke des Grundrisses sowie weiterhin 
quadratische, einflüglige Fenster ohne Sprossen. An der Südostfassade ist eine 
zweite, in die Küche/WC führende Aussentüre sowohl im Grundriss des EG als auch 
in der Fassadenansicht rot durchgestrichen.

D. In der Folge begann A._____ mit den Bauarbeiten. Im Frühjahr 2013 führte 
die Gemeinde eine Rohbaukontrolle durch und stellte dabei mehrere baurechtliche 
Verfehlungen fest. Mit Entscheid des Kleinen Landrates der Gemeinde Davos vom 
25. März 2014 wurde A._____ wegen Übertretung von Art. 83 Abs. 2 des 
Baugesetzes der Gemeinde Wiesen (BauG-Wiesen) durch den Einbau von 
Fenstern im EG in der nicht bewilligten Grösse von 70 auf 100 cm und dem nicht 
bewilligten Einbau einer zweiten Eingangstüre in der Südostseite mit CHF 1'000.00 
gebüsst. Die Verfahrenskosten im Betrag von CHF 600.00 wurden ihm ebenfalls 
auferlegt. Nachdem unter anderem A._____ am 30. April 2014 dagegen beim 
Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden Beschwerde erhoben hatte und am 
22. August 2014 ein Projektänderungsgesuch bei der Gemeinde Davos eingereicht 
hatte, widerrief diese am 17. März 2015 den Entscheid vom 25. März 2014. 
Daraufhin schrieb das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden das Verfahren 
R 14 47 mit Verfügung vom 20. April 2015 ab. Bereits am 24. Februar 2015 hatte 

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der Kleine Landrat Davos beschlossen, dass alle Projektänderungen mit Ausnahme 
des zusätzlichen Kellers mit einer Fläche von 10.5 m2, der zweiten Türe in der 
Südostfassade zum Küchen-/WC-Bereich, der vier mehrflügeligen Sprossenfenster 
in der Grösse von 70 cm x 100 cm im EG und den Sprossen auf den Fenstern im 
Obergeschoss (OG) bewilligt würden. Eine unter anderem gegen diesen Entscheid 
eingereichte Beschwerde des Beschwerdeführers 1 wies das Verwaltungsgericht 
des Kantons Graubünden mit Urteil R 15 36 vom 4. Oktober 2016 ab, soweit darauf 
eingetreten werden konnte.

E. Nach Gewährung des rechtlichen Gehörs beschloss der Kleine Landrat 
Davos am 8. August 2017, mitgeteilt am 11. August 2017, dass A._____ wie folgend 
den rechtmässigen Zustand wiederherzustellen habe:

1. A._____, […], wird im Sinne der Wiederherstellung des rechtmässigen 
Zustandes verboten, den nicht bewilligten Keller in der 
wiederaufgebauten Hütte auf der Parzelle Z.1._____ zu benutzen, und 
gleichzeitig verpflichtet, die Türe zu diesem Keller in massiver 
Ausführung zuzumauern.

2. A._____, […], wird im Sinne der Wiederherstellung des rechtmässigen 
Zustandes verpflichtet, die nicht bewilligte zweite Eingangstüre in der 
wiederaufgebauten Hütte auf der Parzelle Z.1._____ mittels des 
Einbaus von fassadengleichen Rundhölzern zurückzubauen.

3. A._____, […], wird im Sinne der Wiederherstellung des rechtmässigen 
Zustandes verpflichtet, die vier mehrflügeligen Sprossenfenster in der 
Grösse 70 cm auf 100 cm im EG in der wiederaufgebauten Hütte auf 
der Parzelle Z.1._____ durch einflügelige sprossenlose Fenster mit 
einer Grösse von maximal 90 cm x 90 cm zu ersetzen.

4. A._____, […], wird im Sinne der Wiederherstellung des rechtmässigen 
Zustandes verpflichtet, die Sprossenfenster im OG in der 
wiederaufgebauten Hütte auf der Parzelle Z.1._____ durch 
sprossenlose Fenster zu ersetzen.

Der Kleine Landrat Davos setzte ihm dafür eine Frist bis zum 31. Juli 2018 an. 
Ausserdem auferlegte er ihm eine Baubusse von CHF 20'000.00 und die 
Verfahrenskosten von CHF 1'000.00 gingen ebenfalls zu Lasten von A._____.

F. Mit Beschluss vom 22. August 2017 erläuterte bzw. berichtigte der Kleine 
Landrat Davos Dispositivziffer 2 des baurechtlichen Wiederherstellungs- und 
Bussenentscheids vom 8. August 2017 dahingehend, dass die Wiederherstellung 
des rechtmässigen Zustandes durch den Rückbau der nicht bewilligten zweiten 
Eingangstüre in der Südostfassade zum Küchen-/WC-Bereich auf der 
Parzelle Z.1._____ mittels des Einbaus von fassadengleichen Kanthölzern zu 
erfolgen habe.

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G. Die von A._____ (nachfolgend Beschwerdeführer 1) und B._____ 
(nachfolgend Beschwerdeführer 2) dagegen erhobene Beschwerde hiess das 
damalige Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden nach Durchführung eines 
Augenscheins mit Urteil R 17 69 vom 15. Januar 2020 gut, soweit darauf einzutreten 
war. Es hob die Verfügung der Gemeinde Davos vom 8. August 2017 auf und wies 
die Angelegenheit im Sinne der Erwägungen an diese zurück. In den Erwägungen 
hielt es fest, es sei im vorliegenden Fall angebracht, eine Duldungsverfügung für 
die mehrflügeligen Sprossenfenster in der Grösse von 70 cm x 100 cm im EG, für 
die Sprossenfenster im OG, die zweite Eingangstüre sowie den zusätzlichen Keller 
zu erlassen. Weiter hatte die Gemeinde die Baubusse neu auf CHF 4'000.00 
festzusetzen und auch die Verfahrenskosten waren zu reduzieren.

H. Die dagegen von der Gemeinde Davos (nachfolgend Beschwerdegegnerin) 
am 23. März 2020 beim Bundesgericht erhobene Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten hiess dieses mit Urteil 1C_173/2020 vom 24. März 
2021 gut, soweit es darauf eintrat. Das Bundesgericht hob das Urteil R 17 69 vom 
15. Januar 2020 auf und wies die Sache zur neuen Beurteilung und Begründung – 
namentlich unter dem Aspekt der Gleichbehandlung im Unrecht bzw. der 
Vergleichbarkeit von angeblich rechtswidriger Zustände bei anderen Bauten sowie 
der Verhältnismässigkeit der Wiederherstellungsanordnungen bzw. deren 
Vereinbarkeit mit der Eigentumsgarantie – an das Verwaltungsgericht zurück.

I. Nachdem sich der Beschwerdeführer 1 und der Beschwerdeführer 2 am 
3. Juni 2021 und 7. April 2022 über den Fortgang des Verfahrens erkundigt hatten, 
wurden die Parteien am 12. April 2022 vom Instruktionsrichter über das weitere 
Vorgehen in dieser Angelegenheit informiert.

J. Angesichts der Erwägung des Bundesgerichts im Urteil 1C_173/2020 vom 
24. März 2021 betreffend den Einbezug der kantonalen Behörde für Bauten 
ausserhalb der Bauzone (BAB-Behörde) bzw. der kantonalen Fachstelle für 
Raumplanung, wurde das Departement für Volkswirtschaft und Soziales (DVS) bzw. 
das Amt für Raumentwicklung Graubünden (ARE GR) am 24. Mai 2022 beigeladen 
bzw. um Erstattung eines Amtsberichtes gemäss Art. 12 Abs. 1 lit. c VRG ersucht. 
Dies allenfalls unter Einbezug weiterer kantonaler Fachstellen.

K. Das ARE GR äusserte sich am 31. Oktober 2022 innert zweimal erstreckter 
Frist zur Sache und reichte ausserdem noch eine Beurteilung der Denkmalpflege 
Graubünden (DPG) vom 8. September 2022 zu den gestaltungsspezifischen 
Fragestellungen ein.

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L. Den Beschwerdeführern und der Gemeinde Davos (nachfolgend 
Beschwerdegegnerin) wurde am 11. November 2022 die Möglichkeit gewährt, zu 
den Antworten des ARE GR vom 31. Oktober 2022 zu den Fragestellungen des 
Gerichts vom 24. Mai 2022 sowie zur Beurteilung der Denkmalpflege Graubünden 
(DPG) vom 8. September 2022 Stellung zu nehmen.

M. Innert erstreckter Frist äusserten sich die Beschwerdeführer am 12. Januar 
2023 sowie die Beschwerdegegnerin am 16. Januar 2023 dazu ausführlich. Die 
Beschwerdeführer beantragten in der Sache die Aufhebung des Beschlusses des 
Kleinen Landrates Davos vom 8. August 2017 und den Erlass einer 
Duldungsverfügung. Eventualiter sei die Angelegenheit an die Beschwerdegegnerin 
zurückzuweisen. Demgegenüber führte die Beschwerdegegnerin im Ergebnis aus, 
dass die (kantonalen) Behörden die durch die Gemeinde Davos erteilten 
Nachbewilligungen resp. verfügten Duldungen sowie die angeordneten 
Wiederherstellungen gegenüber dem Beschwerdeführer 1 als korrekt betrachteten.

N. Am 15. März 2023 wurde das ARE GR zur Stellungnahme zu den Eingaben 
vom 12. und 16. Januar 2023 aufgefordert. Diese wurden auch der jeweiligen 
Gegenpartei zur allfälligen Stellungnahme zugestellt.

O. Das ARE GR verzichtete am 29. März 2023 auf eine Stellungnahme. Die 
Beschwerdeführer reichten hingegen am 13. April 2023 und die 
Beschwerdegegnerin am 17. April 2023 eine solche ein.

P. Angesichts des in der beschwerdeführerischen Eingabe vom 13. April 2023 
bekräftigten Begehrens um Akteneinsicht betreffend weiterer (Wiederherstellungs-) 
Verfahren im Zusammenhang mit Gebäuden auf der D._____, wurde den 
Beschwerdeführern am 15. Mai 2023 die Gelegenheit eingeräumt, zu den neuen 
Erkenntnissen der ihrem wesentlichen Inhalt nach offengelegten und 
anonymisierten, bei der Beschwerdegegnerin bereits im den Verfahren R 17 68 und 
R 17 69 edierten Unterlagen Stellung zu nehmen.

Q. Während die Beschwerdegegnerin am 25. Mai 2023 auf eine Stellungnahme 
verzichtete, äusserten sich die Beschwerdeführer am 14. Juni 2023 innert 
erstreckter Frist noch einmal ausführlich. Diese wurden den Verfahrensbeteiligten 
am 21. Juni 2023 wiederum zur Stellungnahme zugestellt.

R. Während die Beschwerdegegnerin am 25. Mai 2023 auf eine Stellungnahme 
verzichtete, äusserten sich die Beschwerdeführer am 14. Juni 2023 innert 
erstreckter Frist noch einmal ausführlich. Diese wurde den Verfahrensbeteiligten am 
21. Juni 2023 wiederum zur Stellungnahme zugestellt.

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S. Am 2. August 2023 reichten die Beschwerdeführer aufforderungsgemäss 
eine Honorarnote ein. Dazu liess sich die Beschwerdegegnerin am 14. August 2023 
vernehmen.

T. Im Januar 2025 wurden die Beschwerdeführer und die Beschwerdegegnerin 
darüber informiert, dass das bislang vor der Fünften Kammer des 
Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden hängige Verfahren R (20)21 36 ab 
sofort unter der Nummer VR3 (20)21 36 von der Dritten verwaltungsrechtlichen 
Kammer des Obergerichts des Kantons Graubünden weitergeführt werde.

Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften sowie die weiteren Akten 
wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1. Am 1. Januar 2025 trat im Kanton Graubünden die Justizreform 3 in Kraft. 
Das Kantons- und das Verwaltungsgericht wurden zum neuen Obergericht des 
Kantons Graubünden fusioniert, welches ab diesem Datum die 
Verwaltungsgerichtsbarkeit ausübt (vgl. Art. 55 Abs. 1 Ziff. 1 der Verfassung des 
Kantons Graubünden [KV; BR 110.100]). Gemäss Art. 122 Abs. 5 GOG 
(BR 173.000) werden Verfahren, die bei Inkrafttreten dieses Gesetzes (am 
1. Januar 2025) beim Kantons- oder Verwaltungsgericht hängig sind, mit dem 
Inkrafttreten dieses Gesetzes dem Obergericht übertragen (vgl. auch Art. 85 Abs. 5 
VRG [BR 370.100]).

2. Gegenstand des Verfahrens und Sachurteilsvoraussetzungen

2.1. Heisst das Bundesgericht eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten ganz oder teilweise gut, kann es reformatorisch entscheiden, also 
in der Sache selbst Anordnungen treffen, oder aber kassatorisch, mithin den 
angefochtenen Entscheid bloss aufheben oder die Angelegenheit an die Vorinstanz 
oder an die erstinstanzlich verfügende Behörde zur Neubeurteilung zurückweisen 
(Art. 107 Abs. 2 BGG; vgl. KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI/BUNDI, Verwaltungsverfahren und 
Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 4. Aufl., 2025, Rz. 1640; DORMANN, in: 
Niggli/Uebersax/ Wiprächtiger/Kneubühler [Hrsg.], Basler Kommentar zum 
Bundesgerichtsgesetz, 3. Aufl., 2018, Art. 107 N. 12 ff.). Bei einer Rückweisung 
sind die Vorgaben – insbesondere die entscheidwesentlichen Erwägungen – des 
Bundesgerichts für die Vorinstanz verbindlich bzw. die mit der Neubeurteilung 
befasste (kantonale) Instanz hat die rechtliche Beurteilung, mit der die 
Zurückweisung begründet wird, ihrer Entscheidung zugrunde zu legen (siehe 
KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI/BUNDI, a.a.O., Rz. 1643; DORMANN, in: 

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Niggli/Uebersax/Wiprächtiger/Kneubühler [Hrsg.], a.a.O., Art. 107 N. 18; vgl. auch 
BGE 143 IV 214 E. 5.3.3 m.H.a. 135 III 334 E. 2.1; Urteile des Bundesgerichts 
7F_64/2024 vom 5. Februar 2025 E. 4.1, 4A_480/2024 vom 24. Januar 2025 E. 2, 
6B_649/2022 vom 24. Oktober 2022 E. 2.3.1, 8C_620/2021 vom 14. Januar 2022 
E. 4.1, 4A_197/2020 vom 10. Dezember 2020 E. 3.2.1 f., 8C_824/2017 vom 
27. März 2018 E. 2.2, 2C_389/2013 vom 26. Oktober 2013 E. 2.2.1 und 
2C_1071/2012 vom 7. Mai 2013 E. 2).

2.2. Angesichts des bundesgerichtlichen Rückweisungsurteils 1C_173/2020 vom 
24. März 2021 ist also weiterhin strittig, ob der Beschwerdeführer 1 von der 
Beschwerdegegnerin zu Recht zur Wiederherstellung des rechtmässigen 
Zustandes betreffend die Gestaltung von Fenstern der Parzelle Z.1._____, dem 
Rückbau der unbewilligten zweiten Eingangstüre in der Südostfassade zum 
Küchen-/WC-Bereich unter Verwendung von fassadengleichen Kanthölzern sowie 
zur Nichtbenutzung und dauerhaften Unbenutzbarmachung des zusätzlichen 
Kellers gemäss der nachträglichen Baubewilligung vom 24. Februar 2015 
verpflichtet werden kann. Aufgrund der Rückweisung durch das Bundesgericht, 
wurde das Verfahren diesbezüglich wieder in den Zustand versetzt, in welchem es 
sich vor der Urteilsfällung im Verfahren R 17 69 am 15. Januar 2020 befand (vgl. 
Urteile des Bundesgerichts 4A_197/2020 vom 10. Dezember 2020 E. 3.2.2 und 
4C.436/2006 vom 18. April 2007 E. 6). 

2.3 Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens ist also wiederum der 
baurechtliche Entscheid des Kleinen Landrates Davos vom 8. August 2017, 
mitgeteilt am 11. August 2017, betreffend Wiederherstellung des rechtmässigen 
Zustands und Busse. Dieser wurde betreffend die Dispositivziffer 2 im 
Zusammenhang mit der angeordneten Wiederherstellung der unbewilligten zweiten 
Eingangstüre in der Südostfassade mit Entscheid vom 22. August 2017 noch 
erläutert bzw. berichtigt. Demnach ist der Beschwerdeführer 1 von der 
Beschwerdegegnerin dazu verpflichtet worden, die vier mehrflügeligen 
Sprossenfenster in der Grösse von 70 cm auf 100 cm im EG in der Alphütte auf 
Parzelle Z.1._____ auf der D._____ durch einflügelige sprossenlose Fenster mit 
einer Grösse von maximal 90 cm auf 90 cm und die Fenster im OG durch 
sprossenlose Fenster zu ersetzen. Ausserdem wurde die Nutzung des zusätzlichen 
Kellers mit einer Fläche von 10.5 m2 verboten und die Türe zu diesem Keller muss 
in massiver Ausführung zugemauert werden. Schliesslich ist auch die nicht 
bewilligte zweite Eingangstüre in der Südostfassade zum Küchen-/WC-Bereich 
mittels Einbaus von fassadengleichen Kanthölzern zurückzubauen (act. B.1 [R 17 
69] und C.10/1 und C.10/2 [R 17 69]).

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2.4. Im vorliegenden Verfahren hingegen nicht mehr zu überprüfen ist die mit 
Urteil des Verwaltungsgerichts R 17 69 vom 15. Januar 2020 von CHF 20'000.00 
auf CHF 4'000.00 reduzierte Busse nach Art. 95 KRG (BR 801.100). Denn 
diesbezüglich hat das Bundesgericht mit Urteil 1C_173/2020 vom 24. März 2021 für 
das Obergericht des Kantons Graubünden verbindlich festgestellt, dass sich die 
Beschwerde in öffentlichen-rechtlichen Angelegenheiten vom 23. März 2020 der 
Beschwerdegegnerin nicht gegen die mit Urteil des Verwaltungsgerichts R 17 69 
vom 15. Januar 2020 verbindlich auf CHF 4'000.00 festgesetzte Busse gerichtet 
habe (Urteil des Bundesgerichts 1C_173/2020 vom 24. März 2021 E. 1.1 und 1.3; 
siehe auch die nachstehende Erwägung 13).

2.5. Der Beschwerdeführer 1 ist als Verfügungsadressat und aktuell 
Nutzungsberechtigter der Parzelle Z.1._____ vom angefochtenen Entscheid 
berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung 
(Art. 50 VRG; vgl. bereits Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden 
R 17 69 vom 15. Januar 2020 E. 1). Die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen geben 
keinen Anlass zu besonderen Bemerkungen (vgl. Art. 7 f., 38 und 49 VRG).

2.6. Betreffend den Beschwerdeführer 2 trat das Verwaltungsgericht des Kantons 
Graubünden mit Urteil R 17 69 vom 15. Januar 2020 auf seine Beschwerde 
Mangels Legitimation nicht ein (Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons 
Graubünden R 17 69 vom 15. Januar 2020 E. 1). Das Bundesgericht trat auf den in 
der Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 20. März 2020 als 
"Eventualbegehren" gestellten Antrag, wonach die Wiederherstellung des 
rechtmässigen Zustandes explizit unter Einbezug des Beschwerdeführers 2 zu 
erfolgen habe, nicht ein. Das Bundesgericht hielt dazu fest, dass das 
Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden (im Urteil R 17 69 vom 15. Januar 
2020) nur in Bezug auf den Beschwerdeführer 1 auf die Beschwerde eingetreten 
sei, weil nur dieser Adressat der Wiederherstellungsverfügung sei. Dass es damit 
Recht verletzt hätte (vgl. Art. 95 BGG), mache die Beschwerdegegnerin nicht 
geltend (vgl. Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG). Dementsprechend trat das Bundesgericht 
auf dieses Begehren nicht ein und es bildete somit keinen Streitgegenstand im 
bundesgerichtlichen Verfahren. Angesichts der nachfolgend dargelegten 
Bindungswirkung des bundesgerichtlichen Rückweisungsentscheides (vgl. die 
nachstehenden Erwägung 3.2 f.) ist weiterhin nicht auf die Beschwerde des 
Beschwerdeführers 2 einzutreten.

3. Vorgaben des Bundesgerichts für die Neubeurteilung und Kognition

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3.1. Das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden führte im Urteil R 17 69 
vom 15. Januar 2020 namentlich gestützt auf die Wahrnehmungen anlässlich des 
Augenscheins vom 16. Oktober 2019 aus, dass die Beschwerdegegnerin bei den 
verschiedenen Aufbauprojekten auf der D._____ eine erhebliche Vielfalt von 
Abweichungen zu den Gestaltungsrichtlinien zugelassen habe. So fände man 
beispielsweise Strickbau über das EG hinaus, erheblich überdimensionierte Pfetten, 
doppelflügelige Balkontüren, Verwendung von Brettschichtholz, Betonsockel oder 
Doppelpfetten vor. Eine Wiederherstellung der Fenster im Ausmass von 100 cm auf 
70 cm zum Format 90 cm auf 90 cm erscheine vor diesem Hintergrund bereits aus 
ästhetischer Sicht nicht als notwendig. Angesichts des komplexen Eingriffs, welcher 
eine solche Anpassung nach sich ziehen würde, wäre die Wiederherstellung auch 
unverhältnismässig. Die von der Beschwerdegegnerin vorgeschlagene Reduktion 
auf 70 cm auf 70 cm mittels eines Rahmens würde nicht zu einer Verbesserung, 
sondern zu einer Verschlechterung der Ästhetik führen. Das Fensterformat von 70 
cm auf 100 cm sei zudem bei den älteren Alphütten bereits vorhanden, so dass es 
keinen Fremdkörper im Ortsbild darstelle. Dasselbe gelte für die Sprossen an den 
Fenstern. Ähnlich verhält es sich mit der doppelten Eingangstüre. Diese trete aus 
ästhetischer Sicht noch weniger stark in Erscheinung. Schliesslich gewähre der 
zusätzliche Keller dem Beschwerdeführer 1 einen zusätzlichen Stauraum. Der 
Komfortgewinn sei aber nicht sehr gross, so dass von einer Verkleinerung bzw. 
Zuschüttung abgesehen werden könne. Da im vorliegenden Fall eine ständige 
Praxis der Gemeinde bestanden habe, indem von den Gestaltungsrichtlinien 
abweichende Bauweisen toleriert worden seien, könne ausnahmsweise in diesem 
Fall dem Beschwerdeführer 1 die Begünstigung auch gewährt werden, weshalb in 
casu eine Duldungsverfügung zu erlassen sei (Urteil des Verwaltungsgerichts des 
Kantons Graubünden R 17 69 vom 15. Januar 2020 E. 4.4.6). 

3.2. Bundesgerichtliche Rückweisungsurteile binden kraft ungeschriebenem 
Bundesrecht sowohl die kantonalen Vorinstanzen als auch das Bundesgericht 
selbst. Angesichts dieser Bindung der Gerichte ist es ihnen wie auch den Parteien, 
abgesehen von allenfalls zulässigen Noven, grundsätzlich verwehrt, der Beurteilung 
des Rechtsstreits einen anderen als den bisherigen Sachverhalt zu unterstellen 
oder die Sache unter rechtlichen Gesichtspunkten zu prüfen, die im 
Rückweisungsentscheid ausdrücklich abgelehnt oder überhaupt nicht in Erwägung 
gezogen worden waren. Dabei hat die mit der Neubeurteilung befasste (kantonale) 
Vorinstanz nach ständiger Rechtsprechung die rechtliche Beurteilung, mit der die 
Zurückweisung begründet wird, ihrer Entscheidung zugrunde zu legen. Diese 
Bindungswirkung besteht im wieder aufzunehmenden (Abklärungs-) Verfahren, 
sofern dort keine erheblichen neuen Tatsachen entdeckt oder Beweismittel 

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aufgefunden werden, deren Beibringung zuvor nicht möglich war (vgl. BGE 143 IV 
214 E. 5.2.1 und 5.3.3 sowie 135 III 334 E. 2 und 2.1; Urteile des Bundesgerichts 
7F_64/2024 vom 5. Februar 2025 E. 4.1, 4A_480/2024 vom 24. Januar 2025 E. 2, 
9C_590/2023 vom 11. Juni 2024 E. 3.1, 9C_185/2022 vom 2. Mai 2023 E. 3.2 und 
4A_121/2023 vom 29. November 2023 E. 3). Gemäss den bundesgerichtlichen 
Erwägungen im Urteil 1C_173/2020 vom 24. März 2021 sind bei einer 
baurechtlichen Wiederherstellungsanordnung neben Art. 94 KRG auch Art. 8 
Abs. 1, Art. 26 und Art. 36 BV zu beachten (Urteil des Bundesgerichts 1C_173/2020 
vom 24. März 2021 E. 4.1). Die mit der Anordnung der Beseitigung oder Anpassung 
einer formell rechtswidrigen Baute, welche auch nachträglich nicht bewilligt werden 
kann, verbundene Eigentumsbeschränkung ist nur zulässig, wenn sie auf einer 
gesetzlichen Grundlage beruht, im öffentlichen Interesse liegt und verhältnismässig 
ist. Zudem kann der Adressat einer Wiederherstellungsanordnung unter gewissen 
Voraussetzungen einen Anspruch auf Gleichbehandlung im Unrecht haben, wenn 
das Gesetz auch in anderen Fällen nicht oder nicht richtig angewendet wurde. 
Grundsätzlich kann sich der Rechtsuchende der korrekten Rechtsanwendung in 
seinem Fall zwar nicht mit dem Argument entziehen, das Recht sei in anderen 
Fällen falsch oder gar nicht angewendet worden. Denn nach der 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung geht der Grundsatz der Gesetzmässigkeit der 
Verwaltung in der Regel der Rücksicht auf eine gleichmässige Rechtsanwendung 
vor. Weicht die Behörde jedoch nicht nur in einem oder in einigen Fällen, sondern 
in ständiger Praxis vom Gesetz ab, und gibt sie zu erkennen, dass sie auch in 
Zukunft nicht gesetzeskonform entscheiden werde, so kann der Bürger gestützt auf 
Art. 8 Abs. 1 BV verlangen, gleichbehandelt, d.h. ebenfalls gesetzwidrig begünstigt 
zu werden. Aber nur, wenn eine (zuständige) Behörde nicht gewillt ist, eine 
rechtswidrige Praxis aufzugeben, überwiegt das Interesse an der Gleichbehandlung 
der Betroffenen gegenüber demjenigen an der Gesetzmässigkeit. Gibt die Behörde 
keine gegenteilige Äusserung ab, so ist anzunehmen, sie werde aufgrund der 
Erwägungen des bundesgerichtlichen Urteils zu einer gesetzmässigen Praxis 
übergehen. Eine gesetzwidrige Praxis vermag somit nur dann einen Anspruch auf 
Gleichbehandlung zu begründen, wenn die Sachverhalte vergleichbar sind, also die 
zu beurteilenden Fällen in ihren tatbestandserheblichen Sachverhaltselementen 
übereinstimmen (BGE 146 I 105 E. 5.3.1, 136 I 65 E. 5.6, 122 II 446 E. 4a und 115 
IA 81 E. 2; Urteile des Bundesgerichts 1C_51/2024 vom 20. November 2024 E. 2.1 
f., 1C_510/2023 vom 16. April 2024 E. 4.4 f., 1C_173/2020 vom 24. März 2021 
E. 5.3, 1C_554/2018 vom 5. August 2019 E. 3.1, 1C_26/2016 vom 16. November 
2016 E. 5.2 f. und 1C_330/2013 vom 15. Oktober 2013 E. 4.1). Soweit es um die 
Duldung rechtswidriger Zustände bzw. dem systematischen Nichtvollzug von 
belastenden Regelungen im Sinne einer eigentlichen Vollzugsverweigerung geht, 

12 / 79

verlangt das Bundesgericht darüber hinaus, dass die Behörde den Tatbeweis 
erbringt, d.h. die erforderlichen Baukontrollen durchführt und gestützt darauf 
Wiederherstellungsverfahren einleitet. Dabei haben Eigentümer, welche ohne oder 
in Überschreitung einer erteilten Bewilligung bauliche Änderungen vorgenommen 
haben, im Unterschied zu jenen Eigentümern, denen gestützt auf eine rechtswidrige 
Praxis eine Bewilligung erteilt worden ist und die sich an den Rahmen dieser 
Bewilligung gehalten haben, Wiederherstellungsverfahren zu gewärtigen. Anders 
als bei einer rechtswidrigen Bewilligungspraxis, die künftig aufgegeben werden 
kann, genügt es in Konstellationen jahrelanger Duldung bekannter rechtswidriger 
Zustände deshalb nicht, dass die Behörde im Sinne einer Absichtserklärung 
zukünftig Besserung verspricht. Vielmehr hat sie den Tatbeweis zu erbringen, d.h. 
die entsprechenden Baukontrollen durchzuführen und gestützt darauf die 
erforderlichen Wiederherstellungsverfahren einzuleiten. Das in der 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung umschriebene Kriterium, wonach die Behörde 
zu erkennen geben muss, auch inskünftig nicht gesetzeskonform entscheiden zu 
wollen, bezieht sich also auf Fälle einer bestehenden rechtswidrigen 
Bewilligungspraxis. Bei einer unterlassenen Rechtsanwendung hingegen kommt 
die Bejahung eines Anspruchs auf Gleichbehandlung im Unrecht auch dann in 
Betracht, wenn die Behörde zwar künftig Besserung verspricht, nicht aber bereit ist, 
mit einer Durchsetzung der Bewilligungspflicht für eine gleichmässige 
Rechtsanwendung zu sorgen (Urteile des Bundesgerichts 1C_173/2020 vom 
24. März 2021 E. 5.3, 1C_330/2013 vom 15. Oktober 2013 E. 4.1 und 1C_398/2011 
vom 7. März 2012 E. 3.9). Die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands kann 
unterbleiben, wenn die Abweichung vom Erlaubten nur unbedeutend ist oder die 
Wiederherstellung nicht im öffentlichen Interesse liegt. Ebenso, wenn der Bauherr 
in gutem Glauben angenommen hat, die von ihm ausgeübte Nutzung stehe mit der 
Baubewilligung im Einklang, und ihre Fortsetzung nicht schwerwiegenden 
öffentlichen Interessen widerspricht (siehe zum Ganzen BGE 132 II 21 E. 6; Urteile 
des Bundesgerichts 1C_521/2023 vom 11. März 2025 E. 6.1, 1C_209/2023 vom 
16. November 2023 E. 3, 1C_173/2020 vom 24. März 2021 E. 4.1 und 6.4). Für das 
vorliegende Verfahren ist auch nicht von der Gutgläubigkeit des Beschwerdeführers 
auszugehen (Urteil des Bundesgerichts 1C_173/2020 vom 24. März 2021 E. 6.5).

3.3. Das Bundesgericht kam in den Erwägungen 5.4 ff. des Urteils 1C_173/2020 
vom 24. März 2021 weiter zum Schluss, dass die vom Verwaltungsgericht 
angeführten Beispiele keine rechtswidrige Praxis zu belegen vermöchten, selbst 
wenn sie vergleichbar wären. Das Verwaltungsgericht hätte nach dem 
Bundesgericht diesbezüglich anhand der Bestimmungen der Gestaltungsrichtlinien 
darlegen müssen, weshalb die Gemeinde die Gestaltungsrichtlinien in nicht mehr 

13 / 79

vertretbarer Weise ausgelegt habe. Insofern genüge der angefochtene Entscheid 
der Begründungspflicht nicht. Das Verwaltungsgericht sei ausserdem auch nicht auf 
die weiteren vom Beschwerdeführer 1 angeführten Beispiele angeblich 
rechtswidriger Zustände bei den Neubauten auf der D._____ eingegangen. Das 
Verwaltungsgericht habe unter Gewährung des rechtlichen Gehörs einen neuen, 
hinreichend begründeten Entscheid zu treffen. Dabei werde auch das Argument der 
Gemeinde zu berücksichtigen sein, wonach Fenster zu den charakteristischen und 
augenfälligen Merkmalen eines Gebäudes gehörten. Schliesslich könne angesichts 
der subsidiären Zuständigkeit der BAB-Behörde für die Beseitigung von 
vorschriftswidrigen Zuständen ausserhalb der Bauzone gemäss Art. 94 Abs. 2 KRG 
und dem nicht erfolgten Einbezug der kantonalen Behörde gemäss Art. 25 Abs. 3 
(recte Abs. 2) RPG (SR 700) nicht von einer eigentlichen Vollzugsverweigerung im 
Sinne der Rechtsprechung gesprochen werden. Ausserdem erachtete das 
Bundesgericht die Interessengewichtung und -abwägung durch das 
Verwaltungsgericht betreffend die angeordnete Wiederherstellung des 
rechtmässigen Zustandes als nicht korrekt. Schliesslich enthalte der angefochtene 
Entscheid keine Interessenabwägung betreffend die (Fenster-) Sprossen, die 
Eingangstüre und den Keller. Somit sei auch die Frage der Vereinbarkeit der 
Wiederherstellungsanordnung mit der Eigentumsgarantie unzureichend begründet. 
Das heutige Obergericht hat also nach Massgabe der bundesgerichtlichen 
Erwägungen und insbesondere unter Einbezug der BAB-Behörde gemäss Art. 94 
Abs. 2 KRG (vgl. auch Art. 87 Abs. 2 Satz 1 KRG) bzw. des Amtes für 
Raumentwicklung Graubünden (vgl. Art. 87 Abs. 2 Satz 2 KRG i.V.m. Art. 49 Abs. 1 
und Art. 1 Abs. 2 KRVO [BR 801.110]) erneut über die Recht- und 
Verhältnismässigkeit der Wiederherstellungsanordnung gemäss Entscheid vom 
8. August 2017 zu befinden. SCHERRER REBER fragte sich allerdings in einer 
Kommentierung des Urteils 1C_173/2020 vom 24. März 2021 betreffend das 
vorliegende Verfahren, was das vormalige Verwaltungsgericht angesichts der vom 
Bundesgericht bereits vorweggenommenen Entscheidungen noch zu begründen 
bzw. welchen Spielraum es überhaupt noch habe (Kommentierung des Urteils des 
Bundesgerichts 1C_173/2020 vom 24. März 2021 durch SCHERRER REBER, in: ZBl 
7/2022, S. 390 ff.).

3.4. Weiter ist noch zu erwähnen, dass das Bundesgericht in seinen Erwägungen 
zwar unter dem Aspekt der Gemeindeautonomie bzw. der Prüfungsbefugnis des 
Verwaltungsgerichts festgehalten hat, dass das Verwaltungsgericht (namentlich) 
auch hinsichtlich der beanstandeten Betonsockel hätte darlegen müssen, weshalb 
die Gemeinde die Gestaltungsrichtlinien in "nicht mehr vertretbarer Weise" 
ausgelegt haben soll (Urteil des Bundesgerichts 1C_173/2020 vom 24. März 2021 

14 / 79

E. 5.4). Angesichts des Verweises auf BGE 145 I 52 E. 3.6 und das Urteil des 
Bundesgerichts 1C_231/2020 vom 16. Dezember 2020 E. 2.5 in der Erwägung 6.5 
ist hingegen zu bezweifeln, ob damit eine verbindliche Anweisung zur 
Beschränkung der verwaltungsgerichtlichen Kognition auf eine Willkürprüfung 
betreffend die Recht- und Verhältnismässigkeit der strittigen 
Wiederstellungsanordnung beabsichtigt war. Denn auch wenn das Bundesgericht 
die Wendung "in nicht mehr vertretbarer Weise" wiederholt mit einer Willkürprüfung 
gleichsetzt hat (vgl. BGE 145 I 52 E. 3.6, Urteile des Bundesgerichts 1C_449/2022, 
1C_453/2022 vom 8. Juli 2024 E. 7.1, 1C_244/2023 vom 28. März 2024 E. 3.3, 
1C_123/2022 vom 3. Juli 2023 E. 4.4, 1C_92/2021 vom 7. Juni 2021 E. 5.4 und 
1C_128/2019, 1C_134/2019 vom 25. August 2020 E. 5.3), darf sich die kantonale 
Rechtsmittelbehörde gemäss BGE 146 II 367 E. 3.1.4 und 3.2.1 bei der 
Überprüfung der Anwendung von kommunalen baurechtlichen Vorschriften sowie 
der Beurteilung der örtlichen Verhältnisse im Anwendungsbereich von Art. 33 
Abs. 2 und 3 RPG bzw. bundesrechtlich geschützten Interessen nicht auf eine 
Unhaltbarkeitsprüfung ["insoutenable"] beschränken. Gemäss Bundesgericht darf 
sich das heutige Obergericht auch bei der Überprüfung der Anwendung der 
positiven ästhetischen Generalklausel von Art. 73 KRG im Rahmen eines 
Baubewilligungsverfahrens nicht auf eine Willkürprüfung beschränken. Die 
kommunale Behörde überschreitet den ihr zustehenden Spielraum namentlich 
dann, wenn sie sich von unsachlichen, dem Zweck der Regelung fremden 
Erwägungen leiten lässt oder die Grundsätze der Rechtsgleichheit und 
Verhältnismässigkeit verletzt. Bei der Prüfung der Verhältnismässigkeit sind in 
diesen Fällen die lokalen ästhetischen Interessen gegenüber den privaten und den 
überkommunalen öffentlichen Interessen an der Errichtung der geplanten Baute 
abzuwägen (Urteil des Bundesgerichts 1C_287/2021 vom 25. Juli 2022 E. 9.2 
m.H.a. BGE 146 II 367 E. 3.1.4 und 145 I 52 E. 3.6). Die Überprüfung der 
kommunalen Rechtsanwendung und Ermessensbetätigung ist somit auch 
vorliegend nicht bloss darauf zu beschränken, ob sich der kommunale Entscheid 
als willkürlich erweist, sondern auch ob sie namentlich übergeordnete, vom Kanton 
zu wahrende Interessen, angemessen berücksichtigen, die Entscheide gegen 
übergeordnetes Recht verstossen, in Entscheiden betreffend die Auslegung eines 
unbestimmten Rechtsbegriffes grundlos von Grundsätzen abgewichen wird, welche 
Rechtsprechung und Lehre zur Auslegung dieser Begriffe entwickelt haben, sich die 
Gemeinde von unsachlichen, dem Zweck dieser Regelung fremden Erwägungen 
leiten lässt oder die Grundsätze der Rechtsgleichheit und Verhältnismässigkeit 
verletzt (vgl. Urteile des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden R 23 81 
vom 17. Dezember 2024 E. 5.9 und R 23 126 vom 20. August 2024 E. 8.4; Urteile 
des Bundesgerichts 1C_24/2024 vom 18. November 2024 E. 5.1, 1C_559/2022, 

15 / 79

1C_560/2022 vom 28. Oktober 2024 E. 6.1.2, 1C_48/2022 vom 29. März 2023 
E. 4.4 und 1C_571/2020 vom 2. Juni 2022 E. 6.4).

4. Akteneinsicht

4.1. In Nachachtung der bundesgerichtlichen Erwägungen wurde das 
Departement für Volkswirtschaft und Soziales (DVS) bzw. das Amt für 
Raumentwicklung Graubünden (ARE GR) am 24. Mai 2022 beigeladen bzw. um 
Erstattung eines Amtsberichtes gemäss Art. 12 Abs. 1 lit. c VRG ersucht. Dieser 
wurde unter Miteinbezug der Denkmalpflege Graubünden (DP GR) am 31. Oktober 
2022 erstattet, worin – insbesondere unter Verweis auf die Stellungnahme der DP 
GR vom 8. September 2022 – auch Antworten auf die vom damaligen 
Verwaltungsgericht am 24. Mai 2022 gestellten Fragen gegeben wurden (act. B.2 
f.). 

4.2. Dazu nahmen die Beschwerdeführer erstmals am 12. Januar 2023 Stellung 
und erachteten eine weitergehende Akteneinsicht in die bereits am 15. November 
2019 bei der Beschwerdegegnerin in den Verfahren R 17 68 und R 17 69 edierten 
Duldungs-, Wiederherstellungs- und Baubussverfügungen betreffend die 
Wiederaufbauten auf der D._____ nach dem Brand im November 2007 (vgl. 
act. D.18 [R 17 69]) unter dem Aspekt des Anspruches auf rechtliches Gehör – wie 
auch bereits in der Eingabe vom 3. Juni 2021 vorgebracht – als erforderlich. Dazu 
beantragten sie die Edition sämtlicher Bau- und Duldungsbewilligungen bzw. 
Duldungs- und Wiederherstellungsentscheide (für die Neubauten) betreffend die 
D._____. Diese seien ihnen zur erneuten Stellungnahme zur Verfügung zu stellen. 
In den Verfahren R 17 68 und R 17 69 wurden den dortigen Beschwerdeführern im 
Hinblick auf die von ihnen in diesen Verfahren ebenfalls beanstandeten 
Bussenhöhen in anonymisierter Form die Anzahl Verstösse, Nachbewilligungen, 
Duldungen und Wiederherstellungen sowie die Bussenhöhe je betroffene 
Liegenschaft mitgeteilt (act. D.19 [R 17 69]). Nachdem die Beschwerdeführer in der 
Replik vom 13. April 2023 auf die Stellungnahme der Beschwerdegegnerin vom 
16. Januar 2023 zum Amtsbericht des ARE GR vom 31. Oktober 2022 sowie der 
Stellungnahme der DP GR vom 8. September 2022 ihr Begehren um eine erweiterte 
Akteneinsicht bekräftigt hatten, wurden ihnen der entscheidwesentliche Inhalt der 
edierten Unterlagen noch offengelegt und Gelegenheit zur Stellungnahme 
eingeräumt (act. D.16). Die Beschwerdeführer erachteten diese, unter 
angemessener Wahrung von Geheimhaltungsinteressen, gestützt auf Art. 17 Abs. 2 
und 3 VRG nur eingeschränkt erfolgte Gewährung der Akteneinsicht in der Triplik 
vom 14. Juni 2023 weiterhin als ungenügend im Hinblick auf die Frage der 

16 / 79

Gleichbehandlung im Unrecht bzw. der Vergleichbarkeit der übrigen, nicht 
wiederherzustellenden baurechtlichen Verfehlungen.

4.3. Aus Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 17 Abs. 1 VRG ergibt sich, dass am Verfahren 
Beteiligte das Recht haben, namentlich Einsicht in die Akten zu nehmen. Die 
Einsichtnahme kann zur Wahrung wichtiger öffentlicher oder schutzwürdiger 
privater Interessen verweigert werden. Eine solche Verweigerung ist zu begründen 
(Art. 17 Abs. 2 VRG). Wird zum Nachteil einer Partei auf Akten abgestellt, in die sie 
keine Einsicht nehmen kann, ist ihr der belastende Inhalt mitzuteilen und 
Gelegenheit zur Stellungnahme und zu Beweisanträgen zu geben (Abs. 3; vgl. zum 
Ganzen auch vgl. BGE 144 II 427 E. 3.1.1 und 115 Ia 293 E. 5c; Urteile des 
Bundesgerichts 2C_69/2023 vom 15. November 2024 E. 3.1.1 und 9C_634/2022 
vom 19. April 2023 E. 4.1). Die Edition der Duldungs-, Wiederherstellungs- und 
Baubussverfügungen betreffend die Wiederaufbauten auf der D._____ vom 
15. November 2019 bei der Beschwerdegegnerin in den Verfahren R 17 68 und 
R 17 69 erfolgte unter Hinweis auf Art. 13 Abs. 2 VRG, wonach für Behörden eine 
Ausnahme von der Editions- und Auskunftspflicht besteht, wenn dadurch wichtige 
öffentliche oder schutzwürdige private Interessen gefährdet würden. Weiter wurde 
ausgeführt, dass zur Wahrung des rechtlichen Gehörs die dortigen 
Beschwerdeführer eine summarische Zusammenstellung der dokumentierten 
Vorgänge erhalten würden, d.h. es werde ihnen die Anzahl erlassener 
Duldungsverfügungen und Wiederherstellungsverfügungen mitgeteilt, sowie die 
Anzahl Baubussen und deren Höhe (ohne Nennung der Steuerfaktoren). Damit 
werde den Beschwerdeführern eine nicht einzelfallbezogene Übersicht über die 
Praxis der Gemeinde möglich sein. Es solle ihr aber explizit nicht möglich sein, 
Rückschlüsse auf die einzelnen Bauten bzw. Eigentümer ziehen zu können. 
Umgekehrt werde es für das Gericht mit den edierten Dokumenten ohne weiteres 
möglich sein, die Praxis der Gemeinde mit den strittigen Verfügungen zu 
vergleichen und objektiv beurteilen zu können (act. D.18 [R 17 69]). Die 
Beschwerdeführer verzichteten damals zwar auf die Erhebung einer 
Prozessbeschwerde, erachteten aber die einhergehende, nur eingeschränkte 
Offenlegung des Inhalts der Editionsunterlagen sinngemäss als unzulässige 
Beschränkung ihres Anspruches auf rechtliches Gehör (act. A5 f. [R 17 69] und 
act. G.2 [R 17 69). Angesichts des Ergebnisses des Urteils R 17 69 vom 15. Januar 
2020, war es aber nicht erforderlich, näher darauf einzugehen. Hintergrund der in 
der Editionsverfügung vom 15. November 2019 angeführten öffentlichen oder 
schutzwürdigen privaten Interessen sind im Wesentlichen die langwierigen und 
konfliktbehafteten Umstände rund um den Wiederaufbau von 13 im November 2007 
durch ein Feuer zerstörten Gebäuden auf der D._____ (vgl. act. B.8 und 25 [R 17 

17 / 79

69]) und, dass die edierten Unterlagen Personen betreffen, welche am vorliegenden 
Verfahren nicht beteiligt sind. Damit lässt sich gestützt Art. 17 Abs. 2 VRG auch die 
Beschränkung des Akteneinsichtsrechts rechtfertigen. Die Beschwerdegegnerin 
machte in ihrer Stellungnahme vom 16. Januar 2023 ausserdem geltend, dass die 
baurechtlichen Verfahren betreffend die D._____ zu Genüge analysiert und 
diskutiert seien. Es könne nicht angehen, dass der beim Wiederaufbau bösgläubig 
agierende Beschwerdeführer 1 das verwaltungsgerichtliche Verfahren durch 
zusätzliche Einsicht in sämtliche Bauverfahren aus dem Wiederaufbauprozess 
D._____ weiter verschleppe. In der Beurteilung des Gerichts ist die Beschränkung 
des Akteneinsichtsrechts gegenüber den Beschwerdeführern in jedem Fall aber 
insoweit hinreichend kompensiert, soweit ihnen am 28. November 2019, am 24. Mai 
2022 und noch einmal am 15. Mai 2023 der entscheidwesentliche Inhalt der bei der 
Beschwerdegegnerin bereits in den Verfahren R 17 68 und R 17 69 edierten 
Unterlagen offengelegt wurde (vgl. act. D.19 [R 17 69], act. B.1 und act. D16). Mit 
Schreiben vom 15. Mai 2023 wurde den Beschwerdeführern insbesondere 
offengelegt, dass sich aus den edierten Unterlagen betreffend abweichender 
Fenstergrössen und -gestaltungen nur Beanstandungen gegen die 
Beschwerdeführer im vorliegenden Verfahren sowie im Verfahren VR3 21 35 bzw. 
R 17 68 ergäben. Betreffend (Neben-) Türen wurde den Beschwerdeführern 
mitgeteilt, dass es noch bei drei Gebäuden diesbezügliche Beanstandungen gab, 
und es wurden die Umstände detailliert beschrieben. Schliesslich wurden den 
Beschwerdeführern auch noch detailliert die Umstände betreffend beanstandete 
Kellerlöcher bzw. Unterkellerungen bei vier Liegenschaften offengelegt. Das 
Bundesgericht hielt im Urteil 1C_173/2020 vom 24. März 2021 E. 5.4 für das 
Obergericht verbindlich fest, das eine gesetzwidrige Praxis nur dann einen 
Anspruch auf Gleichbehandlung erlaubt, wenn die Sachverhalte vergleichbar seien. 
Das Bundesgericht umschrieb die Vergleichbarkeit auch schon dahingehend, dass 
die zu beurteilenden Fälle in den tatbestandserheblichen Sachverhaltselementen 
übereinstimmen müssten (vgl. Urteile des Bundesgerichts 1C_453/2018 vom 
22. August 2019 E. 4.1, 1C_554/2018 vom 5. August 2019 E. 3.1, 1C_330/2013 
vom 15. Oktober 2013 E. 4.1 und 1C_398/2011 vom 7. März 2012 E. 3.6). Lasse 
eine Baubewilligungsbehörde etwa in ständiger Praxis Abweichungen für die in 
einer bestimmten Bauzone vorgeschriebene Dachgestaltung zu, so könne sich ein 
Grundeigentümer, der eigenmächtig andere gesetzliche GestaItungsvorschriften 
missachte, nicht auf den Grundsatz der Gleichbehandlung im Unrecht berufen. Weil 
das Bundesgericht die vom Verwaltungsgericht im Urteil R 17 69 vom 15. Januar 
2020 angeführten Abweichungen von den Gestaltungsrichtlinien gemäss der 
vorstehenden Erwägung 3.1 nicht für den Nachweis einer rechtswidrigen Praxis 
gelten liess, selbst wenn diese vergleichbar wären, muss von einem strengen 

18 / 79

Begriff der Vergleichbarkeit ausgegangen werden (vgl. bereits die vorstehende 
Erwägungen 3.2 f.). Soweit die Beschwerdeführer in ihrer Triplik vom 14. Juni 2023 
die Beschränkung auf die drei Themen Fenstergrösse, (Neben-) Türen und 
Kellerlöcher bzw. Unterkellerungen kritisieren, ist auf die Ausführungen des ARE 
GR und der DP GR im Amtsbericht vom 31. Oktober 2022 bzw. der Stellungnahme 
vom 8. September 2022 hinzuweisen. Die DP GR erachtet als schwerwiegende 
Abweichungen von den ursprünglichen Bewilligungen bzw. von den Vorgaben der 
Gestaltungsrichtlinien (vom 2. April 2009; vgl. act. C.2 [R 17 69]) insbesondere 
solche betreffend die Fenstervorschriften. Diese seien zudem in den 
Gestaltungsrichtlinien eindeutig. Sie dürften keine Sprossen aufweisen, müssten 
quadratisch mit der maximalen Grösse (von 90 x 90 cm im Rahmenlicht) und 
einflügelig sein. Diese Fenster sorgten dafür, dass sich einzig und alleine an den 
Fenstern die wiederaufgebauten Gebäude von den verschonten Gebäuden klar 
unterschieden. Alle anderen Merkmale, die in den Gestaltungsrichtlinien definiert 
worden seien, seien dem Repertoire der verschonten Bauten entnommen. 
Wichtigstes Element der Fassadengestaltung sei die Befensterung. Dabei spiele die 
Anordnung in der Fassade, die Grösse, die Form, aber auch die Detailausführung 
eine grosse Rolle. Die Fassadengestaltung – einschliesslich Dekorelemente und 
Zierformen – selber sei eines der wichtigsten Kriterien für das Erscheinungsbild 
einer Baute. Sie stelle gewissermassen das Gesicht der Baute dar (act. B.2, S. 3 f. 
und act. B.3, S. 4 ff.). Damit ist für das Gericht insbesondere erstellt, dass im 
Hinblick auf die Vergleichbarkeit von anderen potenziellen Abweichungen von den 
Gestaltungsrichtlinien bzw. den Wiederaufbaubewilligungen die Fenster eine 
besondere Stellung einnehmen. Hinsichtlich der weiteren gegenüber dem 
Beschwerdeführer 1 angeordneten Wiederherstellungen betreffend die zweite Türe 
in der Südostfassade zum Küchen-/WC-Bereich sowie des zusätzlichen 
Kellerraumes, ist aber ebenfalls vom vorstehend dargelegten engen Begriff der 
Vergleichbarkeit auszugehen. Dem Amtsbericht des ARE GR vom 31. Oktober 
2022 sowie der Stellungnahme der DP GR vom 8. September 2022 lässt sich zu 
baupolizeilichen Verfahren auf anderen Parzellen als den Parzellen Z.2._____ und 
Z.1._____ weiter entnehmen, dass hauptsächlich Stützmauern über die Grenzen 
hinweg, die Materialisierung der Nebentüren und Abgrabungen nachträglich von der 
Beschwerdegegnerin bewilligt worden seien. Duldungen hätten die Raumhöhe, den 
Schneefang, die Vordachtiefe sowie Kellerlöcher betroffen. Die DP GR versteht in 
ihrer Stellungnahme unter einer Nebentüre eine sich gestalterisch unterordnende, 
nicht der Haupterschliessung dienende (zusätzliche) Türe einer Baute. Die 
erwähnten, hinsichtlich ihrer Materialisierung mit der Auflage zur Montage eines 
fassadenbündigen Ladens aus Holz nachbewilligten Nebentüren, beurteilte die DP 
GR aus Sicht der Einpassung und Gestaltung als unproblematisch (vgl. act. B.2, 

19 / 79

S. 2 ff., B.3, S. 4 und 9 und act. D.16, S. 2). Auch wenn die Beschwerdeführer das 
Verständnis der DP GR von Nebentüren auf der D._____ kritisieren, sind den 
Beschwerdeführern insofern die wesentlichen Umstände von vergleichbaren 
Sachverhalten auch im Bereich der Gestaltung von Fassadenöffnungen aus den bei 
der Beschwerdegegnerin edierten Dokumenten offengelegt worden. Die 
Beschwerdeführer vermögen in ihrer Triplik keine ihr Akteneinsichtsrecht 
überwiegenden öffentlichen oder schutzwürdigen privaten Interessen zu erkennen. 
Auch diesbezüglich ist auf die bereits erwähnten besonderen Gesamtumstände 
rund um den Wiederaufbau von 13 durch das Feuer zerstörten Gebäuden 
hinzuweisen, welche ein erhöhtes schutzwürdiges privates 
Geheimhaltungsinteresse und auch ein öffentliches Interesse an der Vermeidung 
von weiteren Streitigkeiten betreffend die edierten baupolizeilichen Entscheide zu 
begründen vermögen. Insofern ist im Rahmen der Interessenabwägung gemäss 
Art. 17 Abs. 2 und 3 VRG dem Anspruch des Beschwerdeführers auf rechtliches 
Gehör vorliegend hinreichend Rechnung getragen worden.

5. Nachträgliches kommunales Baubewilligungs- und 
Wiederherstellungsverfahren ab 2013

5.1. Nachdem im Frühjahr 2013 anlässlich einer Rohbaukontrolle durch die 
Beschwerdegegnerin (mehrheitlich) in der Erhaltungszone D._____ gemäss Art. 39 
des vormaligen Baugesetzes der Gemeinde Wiesen (BauG-Wiesen, genehmigt am 
21. März 1983) unter anderem auf der Parzelle Z.1._____ der Beschwerdeführer 
mehrere baurechtliche Verfehlungen festgestellt wurden, führte die 
Beschwerdegegnerin dafür ein nachträgliches Baubewilligungs- und 
Wiederherstellungsverfahren durch. Diese führten zu den Entscheiden der 
Beschwerdegegnerin vom 24. Februar 2015 (Entscheid über die nachträgliche 
[Nicht-] Bewilligung der festgestellten Abweichungen von der im Juli 2010 erteilten 
Baubewilligung) und 8. August 2017 (Entscheid über die Wiederherstellung und 
Baubusse). Im Hinblick auf den Wiederaufbau auf der Parzelle Z.1._____ liegt aber 
neben der Baubewilligung vom 19. Juli 2010 auch eine im ordentlichen BAB-
Verfahren erteilte BAB-Bewilligung des ARE GR vom 13. Juli 2010 vor. Darin wurde 
das Bauvorhaben des Beschwerdeführers gemäss Dispositivziffer 1 mit 
Nebenbestimmungen gestützt auf Art. 24c Abs. 2 RPG i.V.m. Art. 42 Abs. 4 RPV 
bewilligt (act. C.3 [R 17 69]). Ausweislich der Akten erfolgten die Entscheide der 
Beschwerdegegnerin vom 24. Februar 2015 und 8. August 2017 hingegen ohne 
den Einbezug der BAB-Behörde gemäss Art. 87 Abs. 2 KRG bzw. der für die 
Erteilung von BAB-Bewilligungen nach Art. 87 Abs. 1 KRG zuständigen Fachstelle 
(Art. 49 KRVO i.V.m. Art. 92 Abs. 3 KRG). Dies mag darin begründet sein, dass 

20 / 79

Art. 39 BauG-Wiesen die Erhaltungszone D._____ als "Bauzone mit beschränkter 
Erschliessungspflicht" zur Erhaltung der charakteristischen Gruppe von Alphütten 
definiert und auch Art. 27 Abs. 1 KRG die Erhaltungszone gemäss Art. 31 KRG den 
Bauzonen zuordnete. Gemäss damaliger Rechtsprechung des Bundesgerichts zur 
– sich auf Art. 18 RPG und Art. 23 aRPV bzw. später Art. 33 RPV (SR 700.1) sowie 
Art. 27a des Raumplanungsgesetzes für den Kanton Graubünden vom 20. Mai 
1973 (aKRG; AGS 1987, 1935) und Art. 14 der Raumplanungsverordnung für den 
Kanton Graubünden vom 26. November 1986 (aKRVO; AGS 1986, 1944) stützende 
– Bündner Erhaltungszone unterstanden zonenkonforme Bauvorhaben in 
Erhaltungszonen dem ordentlichen Baubewilligungsverfahren nach Art. 22 RPG, 
sofern sich das Vorhaben an die Schranken der entsprechenden 
Zonenumschreibung hielt und damit die Erhaltung bestehender, insgesamt 
betrachtet wertvoller Bausubstanz bezweckte. Die Bündner Erhaltungszone konnte 
gemäss Bundesgericht mit einer beschränkten Bauzone verglichen werden, welche 
eine Nichtbauzone überlagert und hinsichtlich ihrer Zielsetzung einer Schutzzone 
nahekommt. Nur soweit das Vorhaben nicht als zonenkonform im Sinne der 
Erhaltungszone zu beurteilen war, musste das Vorhaben nach den Vorschriften der 
zugrundeliegenden (Nicht-) Bauzone geprüft werden (BGE 118 Ia 446 E. 2a ff.; 
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden R 16 3 vom 19. April 2016 
E. 7c und R 14 8 vom 25. November 2014 E. 5c und e). 

5.2. Das Bundesgericht qualifizierte im vorliegenden Fall die Erhaltungszone 
D._____ unter Hinweis auf BGE 145 II 83 als eine solche gemäss Art. 31 KRG und 
dementsprechend als Nichtbauzone (Urteil des Bundesgerichts 1C_173/2020 vom 
24. März 2021 E. 4.1). Dies auch wenn sich die fragliche Erhaltungszone D._____ 
gemäss den digitalen Geodaten auf dem am 21. März 1983 genehmigten Art. 39 
BauG-Wiesen stützt (vgl. https://map.geo.gr.ch/…, besucht am: 15. August 2025). 
Nach den Übergangsbestimmungen zum per 1. November 2005 totalrevidierten 
KRG (Art. 107 KRG) bleiben die bestehend Ortsplanungen bis zu ihrer Anpassung 
an das neue KRG in Kraft (vgl. auch Art. 13 der Fusionsvereinbarung zwischen der 
Landschaft Davos Gemeinde und der Politischen Gemeinde Wiesen vom 22. Juni 
und 25. November 2007, in Botschaft der Regierung an den Grossen Rat betreffen 
den Zusammenschluss der Landschaft Davos Gemeinde und der Gemeinde 
Wiesen zur Landschaft Davos Gemeinde vom 27. Mai 2008, Heft Nr. 3/2008-2009, 
S. 77; anders aber wohl der Entscheid der Beschwerdegegnerin vom 24. Februar 
2015 betreffend das Projektänderungsgesuch des Beschwerdeführers [act. C.9, 
S. 3 ff. [R 17 69]). Die Anpassung hat – vorbehältlich von Art. 107 Abs. 2 KRG – bei 
der nächsten Überprüfung der Ortsplanung, jedoch innert 15 Jahren, zu erfolgen. 
Die Regierung kann diese Frist angemessen verlängern. Mit Beschluss vom 1. Juni 

21 / 79

2021 (RB-Prot. Nr. 517/2021) verlängerte die Regierung des Kantons Graubünden 
die Frist für die Anpassung der kommunalen Baugesetze an die interkantonale 
Vereinbarung über die Harmonisierung der Baubegriffe für alle säumigen 
Gemeinden gesamthaft so, dass diese Anpassung gerade in die derzeit ohnehin 
laufenden RPG 1-bedingten Ortsplanungsrevisionen integriert werden kann (vgl. 
Urteile des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden R 22 104 vom 
22. August 2023 E. 4.2 ff. und R 22 40 vom 2. Mai 2023 E. 2.1). Die Erhaltungszone 
gemäss Art. 31 KRG gilt nicht als unmittelbar anwendbare Zonenvorschrift im Sinne 
von Art. 107 Abs. 2 Ziff. 2 bis 4 KRG. Auch wenn Art. 107 KRG nicht spezifisch 
regelt, ob alle Bestimmungen des KRG bei einer nicht ausdrücklich für eine 
bestimmte Konstellation erfolgten Verlängerung der Anpassungsfrist unmittelbar 
nach Ablauf der Anpassungsfrist anwendbar werden, müsste angesichts der 
Bindungswirkung des bundesgerichtlichen Rückweisungsurteils auch für die 
Erhaltungszone D._____ gemäss Art. 39 BauG-Wiesen jedenfalls im jetzigen 
Zeitpunkt von einer Nichtbauzone ausgegangen werden.

5.3. Fehlerhafte Verwaltungsakte sind in der Regel nicht nichtig, sondern nur 
anfechtbar, und sie werden durch Nichtanfechtung rechtsgültig. Nichtigkeit, d.h. 
absolute Unwirksamkeit einer Verfügung wird nur angenommen, wenn der ihr 
anhaftende Mangel besonders schwer wiegt, wenn er offensichtlich oder zumindest 
leicht erkennbar ist und wenn zudem die Rechtssicherheit durch die Annahme der 
Nichtigkeit nicht ernsthaft gefährdet wird. Inhaltliche Mängel haben nur in seltenen 
Ausnahmefällen die Nichtigkeit einer Verfügung zur Folge. Als Nichtigkeitsgründe 
fallen hauptsächlich funktionelle und sachliche Unzuständigkeit einer Behörde 
sowie schwerwiegende Verfahrensfehler in Betracht (BGE 148 IV 445 E. E. 1.4.2 
und 132 II 21 E. 3.1; Urteil des Bundesgerichts 1C_261/2023 vom 9. Dezember 
2024 E. 4.1). Die Zustimmung der zuständigen kantonalen Behörde für 
Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone (Art. 25 Abs. 2 RPG) stellt nach der 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung ein unentbehrliches, konstitutiv wirkendes 
Element dar und darf grundsätzlich als allgemein bekannt vorausgesetzt werden. 
Besteht Klarheit darüber, dass die kantonale Zustimmung auch nachträglich nicht 
erteilt wird, ist die kommunale Bewilligung wegen des schwerwiegenden Mangels 
gar als nichtig zu betrachten (Urteile des Bundesgerichts 1C_645/2023 vom 
10. Dezember 2024 E. 3.2, 1C_78/2023 vom 30. Oktober 2023 E. 4.3, 
1C_260/2021 vom 1. Dezember 2022 E. 6.1 und 1C_709/2020 vom 24. August 
2021 E. 4.2.2). Von der Nichtigkeit einer kommunalen Bewilligung ist an sich 
auszugehen, wenn die gemäss Art. 25 Abs. 2 RPG zuständige kantonale Behörde 
keine Kenntnis vom Baugesuch hatte und deshalb auch nicht stillschweigend 
zustimmen konnte (Urteile 1C_260/2021 vom 1. Dezember 2022 E. 6.1 und 

22 / 79

1C_500/2016 vom 30. Mai 2017 E. 3.1). Ein fehlender formeller kantonaler 
Entscheid im Sinne von Art. 25 Abs. 2 RPG bei einer negativen Beurteilung eines 
Baugesuches ausserhalb der Bauzone betreffend die Aspekte Zonenkonformität 
und Ausnahmebewilligungsfähigkeit führt gemäss einem neuen Entscheid des 
Bundesgerichts bei einer geteilten/parallelen Beurteilungszuständigkeit aber weder 
unter dem Aspekt von Art. 25 Abs. 2 RPG noch dem Aspekt der formellen und 
materiellen Koordination (Art. 25a RPG) zur Nichtigkeit des kommunalen 
Entscheides (Urteil des Bundesgerichts 1C_170/2024 vom 5. März 2025 E. 3.6, 4.3 
und 4.5 m.H.a. BGE 132 II 21 E. 3, insb. E. 3.3). Bei der Prüfung der Frage, ob ein 
fehlerhafter Verwaltungsakt nichtig ist, sind die massgeblichen Interessen 
gegeneinander abzuwägen und einzig eine bundesrechtswidrige Anwendung von 
Art. 25 Abs. 2 RPG führt gemäss Bundegericht noch nicht zwingend zur Nichtigkeit 
eines Entscheides (vgl. BGE 132 II 21 E. 3.2.2 f. und Urteil des Bundesgerichts 
1C_170/2024 vom 5. März 2025 E. 4.5).

5.4. Im vorliegenden Verfahren erachtete das ARE GR im Amtsbericht vom 
31. Oktober 2022 ein BAB-Verfahren für die Projektänderungen ausnahmsweise als 
entbehrlich. Denn die nachträglich bewilligten Baumassnahmen bei verschiedenen 
Bauten auf der D._____ (hauptsächlich Stützmauern über Grenzen hinweg, 
Materialisierungen von Nebentüren, zusätzliche Fenster und Abgrabungen) wirkten 
sich nicht in vergleichbarer Weise auf Raum, Erschliessung und Umwelt aus, wie 
es in BGE 111 Ib 213 der Fall gewesen sei. Denn dort habe das nicht 
zonenkonforme resp. standortgebundene Bauvorhaben wegen eines 
schwerwiegenden Verstosses gegen den Trennungsgrundsatz auch nachträglich 
nicht bewilligt werden können (act. B.2, S. 2 m.H.a. BGE 111 Ib 213 E. 5). 
Angesichts der Beurteilung der für den Objekt- und unmittelbaren 
Umgebungsschutz zuständigen Fachstelle (DP GR) vom 8. September 2022 
betreffend Stützmauern, Nebentüren und zusätzlichen Fenstern, hätten jedenfalls 
diese Projektänderungen in einem nachgelagerten BAB-Verfahren bewilligt werden 
können. Auch die verfügten Duldungen der Abweichungen von den Bau- und BAB-
Bewilligungen für den Wiederaufbau betreffend Raumhöhen, Schneefängen, 
Vordachtiefen und Kellerlöchern beanstandete das ARE GR aufgrund deren 
Beurteilungen durch die DP GR im Ergebnis nicht (act. B.2, S. 3). Die weiteren 
Fragen des Verwaltungsgerichts beantwortete das ARE GR überwiegend mit 
Verweis auf die Stellungnahme der DP GR vom 8. September 2022 (act. B.2, S. 4 
f.). Schliesslich beanstandete das ARE GR im Rahmen einer Gesamtwürdigung die 
baupolizeilichen Anordnungen und nachträgliche Bewilligung der 
Beschwerdegegnerin gegenüber dem Beschwerdeführer 1 auch unter dem Aspekt 
der Zielsetzungen des BAB-Gesamtprojektes D._____ nicht. Weiter bestehe für das 

23 / 79

ARE GR keine Veranlassung, auf die vor geraumer Zeit gefällten und in formelle 
Rechtskraft erwachsenen Entscheide gegenüber weiteren 
Grundstückseigentümern auf der D._____ zurückzukommen. 

5.5. Gemäss der vorstehenden Beurteilung durch die kantonale Fachstelle für 
Raumplanung (ARE GR; Art. 1 Abs. 2 KRVO) bzw. der für die Beurteilung der 
Zonenkonformität und die Erteilung einer Bewilligung für Bauten ausserhalb der 
Bauzone zuständigen kantonalen Behörde im Sinne von Art. 25 Abs. 2 RPG (Art. 87 
Abs. 2 KRG i.V.m. Art. 49 Abs. 1 KRVO) erachtet sie die hauptsächlichen, seitens 
der Beschwerdegegnerin nachträglich bewilligten Projektänderungen bei den 
wiederaufgebauten Gebäuden auf der D._____ auch in einem nachträglichen BAB-
Verfahren als bewilligungsfähig. Das ARE GR beanstandet im Ergebnis auch die 
verfügten Duldungen nicht. Insofern liegt immerhin eine nachträgliche Beurteilung 
durch die für Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone zuständige Behörde und eine 
allfällige Wiederherstellungspflicht für Abweichungen von den ursprünglichen 
Wiederaufbaubewilligungen vor. Ausserdem ist nicht ganz klar, weshalb im Rahmen 
des Wiederaufbaus überhaupt ein ordentliches BAB-Verfahren durchgeführt wurde 
und zum Beispiel für das eindeutig in der Erhaltungszone D._____ gelegene 
Vorhaben der Beschwerdeführer auf der Parzelle Z.1._____ am 13. Juli 2010 eine 
BAB-Bewilligung gestützt auf Art. 24c RPG i.V.m. Art. 42 Abs. 4 RPV (act. C.3 [R 17 
69]) erlassen wurde (vgl. https://map.geo.gr.ch/…, besucht am: 15. August 2025 
und C.2, S. 2 [R 17 69]). Denn bis zum Urteil 1C_62/2018 vom 12. Dezember 2018 
(auszugsweise publiziert in BGE 145 II 83) ging die kantonale Rechtsprechung und 
auch das ARE GR davon aus, dass es sich bei den Bündner Erhaltungszonen um 
beschränkte Bauzonen handelt, welche eine Nichtbauzone überlagern (Urteil des 
Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden R 17 29 vom 29. November 2017 
Sachverhaltsziffer 8 und E. 5 und R 14 8 vom 25. November 2014 E. 5c und e sowie 
E. 8d, je m.H.a. BGE 118 Ia 446). Sowohl Art. 39 BauG-Wiesen als auch Art. 31 
Abs. 3 KRG schliessen den Wiederaufbau nach Zerstörung nach ihrem Wortlaut 
jedenfalls nicht kategorisch aus. Auch aus dem Schreiben des ARE GR vom 
22. September 2009 ergibt sich der Grund für die Beurteilung, wonach eine BAB-
Bewilligung (nach Art. 24c RPG) erforderlich sei, nicht (act. B. 8 [R 17 69]). Ebenso 
wenig ergibt sich der Grund aus der Baubewilligung vom 19. Juli 2010 (act. B.11 
[R 17 69]) noch der nachträglichen Baubewilligung vom 24. Februar 2015 
betreffend die Projektänderung (act. C.9 [R 17 69]). Angesichts der besonderen 
Gesamtumstände und der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, wonach für die 
Beurteilung der Nichtigkeit eines Entscheides alle massgeblichen Interessen 
gegeneinander abzuwägen sind bzw. auch der Sinn und Zweck des 
Zustimmungserfordernisses gemäss Art. 25 Abs. 2 RPG berücksichtigt werden darf 

24 / 79

(vgl. BGE 132 II 21 E. 3.2.2 ff.), ist vorliegend im Interesse der Rechtssicherheit – 
abweichend vom allgemeinen Grundsatz – ausnahmsweise nicht auf die Nichtigkeit 
der kommunalen Entscheide von 2015 bis Mai 2018 betreffend die 
Projektänderungsgesuche zu schliessen, welche die Abweichung von den 
ursprünglichen Wiederaufbau- und BAB-Bewilligungen zum Gegenstand hatten.

5.6. Mit der Einholung eines Amtsberichtes vom 31. Oktober 2022 bzw. der 
Beiladung des ARE GR ist das damalige Verwaltungsgericht den Anweisungen des 
Bundesgerichts nachgekommen und es ist auch ausgewiesen, dass weder das ARE 
GR noch die BAB-Behörde gemäss Art. 87 Abs. 2 Satz 1 KRG von der subsidiären 
Wiederherstellungskompetenz gemäss Art. 94 Abs. 2 KRG Gebrauch machen 
wollen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_173/2020 vom 24. März 2021 E. 5.6). 
Ebenso wenig sollen nachträgliche BAB-Verfahren betreffend die Abweichungen 
von den ursprünglichen Bau- und BAB-Bewilligungen beim Wiederaufbau 
vorgenommenen werden. Ob dadurch die Voraussetzungen für eine 
Gleichbehandlung im Unrecht für vergleichbare Sachumstände geschaffen werden, 
ist nachfolgend für die gegenüber dem Beschwerdeführer 1 angeordneten 
Wiederherstellungen zu prüfen.

6. Verzicht auf Wiederherstellungsanordnung betreffend die Fenster im EG und 
OG infolge eines Anspruches auf Gleichbehandlung im Unrecht

6.1. In seiner Stellungnahme vom 12. Januar 2023 zum Amtsbericht des ARE GR 
vom 31. Oktober 2022 sowie der Stellungnahme der DP GR vom 8. September 
2022 beantragten die Beschwerdeführer im vorliegenden Verfahren – wie bereits in 
der Beschwerde vom 12. September 2017 betreffend das Verfahren R 17 69 
(act. A.1, S. 2 [R 17 69]) – die (vollständige) Aufhebung des angefochtenen 
Entscheides vom 8. August 2017. Es sei eine Duldungsverfügung zu erlassen. 
Eventualiter sei die Angelegenheit an die Beschwerdegegnerin zum Erlass einer 
Duldungsverfügung zurückzuweisen (vgl. act. A.1, S. 2). 

6.2. Demgegenüber sieht die Beschwerdegegnerin ihre Nachbewilligungen 
resp. verfügten Duldungen und die gegenüber dem Beschwerdeführer 1 
angeordneten Wiederherstellungen durch die kantonale Beurteilung bestätigt. 
Weiter fehlten sämtliche Voraussetzungen für einen Anspruch auf 
Gleichbehandlung im Unrecht (act. A.2, S. 6; vgl. auch bereits den Antrag in der 
Vernehmlassung vom 1. November 2017 im Verfahren R 17 69 [act. A.2, S. 2 [R 17 
69]).

25 / 79

6.3. Gemäss den Erwägungen des Bundesgerichts hat das heutige 
Obergericht insbesondere zu prüfen, ob die von den Beschwerdeführern bereits im 
Verfahren R 17 69 eingereichte Dokumentation zu verschiedenen, als 
Abweichungen von den massgeblichen Gestaltungsvorschriften gerügten, 
Gestaltungselementen der wiederaufgebauten Bauten auf der D._____ eine 
konstante rechtswidrige Praxis bzw. den systematischen Nichtvollzug von 
belastenden Regelungen durch die Beschwerdegegnerin bei der Anwendung der 
Gestaltungsrichtlinien belegen können (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_173/2020 
vom 24. März 2021 E. 5.2 und 5.4; Dokument "Bewilligungspraxis der Gemeinde 
Davos auf der D._____" [act. B.16 {R 17 69}], ergänztes Dokument 
Bewilligungspraxis der Gemeinde Davos auf der D._____ [act. C.1] und die 
Gestaltungsrichtlinien vom 2. April 2009 [C.2 {R 17 69}]).

6.4. Wie in der vorstehenden Erwägung 3.2 dargelegt, haben baurechtliche 
Wiederherstellungsanordnungen neben Art. 94 KRG auch Art. 8 Abs. 1, Art. 26 und 
Art. 36 BV zu beachten. Gemäss Art. 94 Abs. 1 KRG sind vorschriftswidrige 
Zustände auf Anordnung der zuständigen Behörde zu beseitigen. Die 
Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes setzt also voraus, dass die 
abweichend von einer Bewilligung oder ohne eine Bewilligung vorgenommenen 
baulichen Massnahmen oder Nutzungen auch nicht nachträglich bewilligt werden 
können. Das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden hat bereits mit Urteil 
R 15 36 vom 4. Oktober 2016 eine vom Beschwerdeführer 1 einzig gegen 
Dispositivziffer 3 und 4 des Entscheides der Beschwerdegegnerin vom 24. Februar 
2015 betreffend das nachträglich durchgeführte Baubewilligungsverfahren für die 
ausgeführten Projektänderungen erhobene Beschwerde abgewiesen, soweit darauf 
eingetreten werden konnte. Dieses Urteil blieb unangefochten, womit darauf nicht 
mehr zurückzukommen ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_476/2024 vom 
11. April 2025 E. 4.3 m.H.a. 1C_280/2022 vom 15. März 2024 E. 4.5.1). Im 
damaligen Verfahren wandte sich der Beschwerdeführer 1 im Übrigen gar nicht 
gegen die verweigerte nachträgliche Bewilligung von vier mehrflügligen 
Sprossenfenstern in der Grösse von 70 cm x 100 cm im EG, der (quadratischen) 
Sprossenfenstern im OG, der zweiten Türe in der Südostfassade zum Küchen-/WC-
Bereich oder dem zusätzlichen Keller mit einer Fläche von 10.5 m2 gemäss 
Dispositivziffer 2 des Entscheides vom 24. Februar 2015 (vgl. act. C.9, S. 6 [R 17 
69] und Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden R 15 36 vom 
4. Oktober 2016 Sachverhaltsziffer 3 und E. 1b f. sowie E. 3a ff.; vgl. auch 
Beschwerde vom 12. September 2017, Rz. 13 f. [act. A.1 {R 17 69}]). Die 
Beschwerdeführer machen in der Beschwerde vom 12. September 2017 zwar einen 
möglichen Revisionsgrund gemäss Art. 67 VRG betreffend die nachträgliche 

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Baubewilligung vom 24. Februar 2015 geltend, weil dem Beschwerdeführer 1 trotz 
namentlich seiner Schreiben vom 7. Mai und 24. August 2017 (act. B.18 f. [R 17 
69]) an die Beschwerdegegnerin die baurechtlichen Entscheide der anderen 
Hüttenbesitzer auf der D._____ nicht zugestellt worden seien. Soweit die 
baurechtlichen Entscheide betreffend die anderen Hüttenbesitzer zeigen würden, 
dass dort gleiche Gestaltungsrichtlinienverletzungen von der Beschwerdegegnerin 
toleriert worden seien, dränge sich eine Revision der Baubewilligung vom 
24. Februar 2015 auf. Ihm sei dadurch offensichtlich ein Nachteil entstanden. 
Warum der Beschwerdeführer 1 einen entsprechenden Antrag aber nicht (auch) im 
dazumal noch hängigen Verfahren R 15 36 stellen konnte, wird nicht weiter 
begründet. Dies obwohl er bereits damals gegen die Durchführung eines 
Wiederherstellungsverfahrens opponierte, aber die Verweigerung der 
nachträglichen Bewilligungen gewisser baulicher Vorkehrungen an sich nicht 
angefochten hatte (vgl. Urteil des Verwaltungsgerichts R 15 36 vom 4. Oktober 
2016 Sachverhaltsziffer 3 sowie E. 1b und 3c). Insofern ist weder im Hinblick auf 
die nachträgliche Baubewilligung vom 24. Februar 2015 noch dem unangefochten 
gebliebenen Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden R 15 36 vom 
4. Oktober 2016 ein Revisionsgrund im Sinne von Art. 67 VRG ersichtlich. Somit ist 
angesichts des nicht nachträglich bewilligbaren vorschriftswidrigen Zustandes auf 
der Parzelle Z.1._____ auch von einem formell und materiell rechtswidrigen 
Zustand auszugehen, der grundsätzlich beseitigt werden muss (vgl. BGE 136 II 359 
E. 6 und 132 II 21 E. 6; Urteile des Bundesgerichts 1C_549/2024 vom 5. Mai 2025 
E. 5.1 und 1C_173/2020 vom 24. März 2024 E. 6.4). Die Wiederherstellung des 
rechtmässigen Zustandes soll insbesondere auch die rechtsgleiche Anwendung 
und Durchsetzung der Bauvorschriften sicherstellen und stellt somit eine im 
öffentlichen Interesse liegende, geeignete Massnahme dar (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts 1C_287/2011 vom 25. November 2011 E. 3.3). In Nachachtung von 
Art. 8 Abs. 1 BV muss aber gemäss der vorstehenden Erwägung 3.2 unter 
Umständen von einer nach Art. 94 KRG eigentlich erforderlichen Wiederherstellung 
eines materiell vorschriftswidrigen Zustandes abgesehen werden, wenn eine 
Behörde nicht nur in einem oder in einigen Fällen, sondern in ständiger Praxis vom 
Gesetz abweicht und zu erkennen gibt, dass sie auch in Zukunft nicht 
gesetzeskonform entscheiden werde bzw. von einem systematischen Nichtvollzug 
von belastenden Regelungen im Sinne einer eigentlichen Vollzugsverweigerung 
auszugehen ist. Ein Anspruch auf Gleichbehandlung im Unrecht kommt bei 
unterlassener Rechtsanwendung nur dann in Betracht, wenn die Behörde nicht 
bereit ist, den Tatbeweis auf Durchsetzung der nunmehr als richtig erkannten 
Regeln zu erbringen. Keine solche Vollzugsweigerung liegt hingegen vor, wenn die 
zuständige Behörde entsprechende Baukontrollen durchführt und gestützt darauf 

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die erforderlichen Wiederherstellungsverfahren einleitet und somit für eine 
gleichmässige Rechtsanwendung sorgen will. Für eine Gleichbehandlung im 
Unrecht müssen in jedem Fall aber die Sachverhalte vergleichbar bzw. in ihren 
tatbestandserheblichen Sachverhaltselementen übereinstimmend sein. Auch 
angesichts der bundesgerichtlichen Erwägung 5.4 des Urteils 1C_173/2022 vom 
24. März 2021 ist davon auszugehen, dass die Vergleichbarkeit von Sachverhalten 
streng zu beurteilen ist (vgl. bereits die vorstehende Erwägungen 3.2 f. und 4.3). 
Das Bundesgericht hielt für den vorliegenden Fall schliesslich ausdrücklich fest, 
dass sich ein Grundeigentümer, der eigenmächtig andere gesetzliche 
Gestaltungsvorschriften missachtet, nicht auf den Grundsatz der Gleichbehandlung 
im Unrecht berufen könne, wenn die Baubewilligungsbehörde in ständiger Praxis 
Abweichungen etwa für die in einer bestimmten Bauzone vorgeschriebene 
Dachgestaltung zulasse. Denn ansonsten würde eine gesetzwidrige Praxis 
ausgeweitet anstatt einschränkt und somit das Gesetzmässigkeitsprinzip 
unterminiert (Urteil des Bundesgerichts 1C_173/2022 vom 24. März 2021 E. 5.4).

6.5. Die Beschwerdeführer reichten im Verfahren R 17 69 eine Dokumentation 
"Bewilligungspraxis der Gemeinde Davos auf der D._____" (act. B.16 [R 17 69]) ein, 
welche sie im vorliegenden Verfahren VR3 21 36 am 13. Januar 2023 (Datum 
Poststempel; act. C.1) ergänzten. Diese soll eine grosse Vielfalt von Abweichungen 
von Gestaltungselementen der wiederaufgebauten Bauten auf der D._____ von den 
massgeblichen Gestaltungsvorschriften belegen. Bereits in der Beschwerde vom 
12. September 2017 im Verfahren R 17 69 rügten die Beschwerdeführer, dass sich 
die Beschwerdegegnerin in drastischer Weise über die Gestaltungsrichtlinien vom 
2. April 2009 (act. C.2 [R 17 69]) hinweggesetzt habe. Beim Feuerwehrgebäude 
(nordwestlich der Parzelle Z.3._____ auf der Parzelle Z.4._____; Amtliche 
Gebäudenummer: Z.5._____) sei es zu drei Verletzungen der Gestaltungsrichtlinien 
gekommen (act. B.16, S. 32 ff. [R 17 69] und act. C.1, S. 35 ff.). Bei der Baute von 
F._____ (Parzelle Z.6._____) sei es zu fünf Verletzungen der Gestaltungsrichtlinien 
gekommen (act. B.16, S. 18 ff. [R 17 69] und act. C.1, S. 21 ff.). Bei der Baute von 
H._____, Mitglied des L._____ (Parzelle Z.7._____), seien vier Abweichungen von 
den Gestaltungsrichtlinien bewilligt worden, namentlich eine doppelflüglige 
Balkontüre und einen exorbitanten Sitzplatz ausserhalb der Grundstücksfläche 
(act. B.11, S. 8 ff. [R 17 69] und act. C.1, S. 11 ff.). Verschiedene weitere 
Gestaltungsrichtlinienverletzungen durch andere Grundeigentümer von 
wiederaufgebauten Gebäuden seien durch die Beschwerdegegnerin bewilligt 
worden. Dies alles zeige, mit welcher Grosszügigkeit, ja sogar Willkür, die 
Beschwerdegegnerin die Gestaltungsrichtlinien angewendet habe. Anlässlich des 
Augenscheins vom 16. Oktober 2019 wurden betreffend die Parzelle Z.7._____ 

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seitens der Beschwerdeführer die gemäss den Gestaltungsrichtlinien in 
unzulässiger Weise in Erscheinung tretenden Betonsockel bzw. -fassadenteile, eine 
ausserhalb der Grundstücksparzelle gelegene, unzulässige Stützmauer sowie 
übermässig grosse Pfetten bemängelt (act. G.1, S. 8 f. [R 17 69], vgl. auch 
act. B.16, S. 8 ff. [R 17 69] und act. C.1, S. 11 ff.). Bezüglich der Bauten auf den 
Parzellen Z.3._____ und Z.6._____ wurde auf den unzulässigen Einsatz von 
Brettschichtholz (BSH) anstatt Konstruktionsvollholz (KVH) als Kanthölzer bzw. ein 
Strickbau mit Nut- und Kanthölzern (Chaletbau) hingewiesen. Der Wiederaufbau 
hätte aber als gestrickter Blockbau ausgeführt werden müssen. Die 
zweigeschossigen Bauten auf den Parzellen Z.3._____ und Z.6._____ hätten 
zudem im EG in Kantholz und im OG mit Rundholz konstruiert werden müssen 
(act. G.1, S. 10 f. [R 17 69]; vgl. auch act. B.16, S. 18 ff. [R 17 69] und act. C.1, 
S. 21 ff.). Betreffend die Bauten auf den Parzellen Z.8._____, Z.9._____ und 
Z.10._____ wurden überdimensionierte Pfetten bzw. die Ausführung der Mittel- und 
Firstpfette als Doppelpfette bemängelt. Bei der Baute auf der Parzelle Z.9._____ 
wurden zusätzlich insbesondere eine zweite Haupttüre und ein in unzulässiger 
Weise in Erscheinung tretender (befensterter) Betonsockel mit einer Höhe von 
ca. 85 cm bzw. Betonfassadenteile bemängelt (act. G.1., S. 12 ff. [R 17 69]; vgl. 
auch act. B.16, S. 38 f., 40 ff. und 52 ff. [R 17 69] sowie act. C.1, S. 41 ff., 44 ff. und 
56 ff.). An der Baute auf der Parzelle Z.11._____ wurde bemängelt, dass dort ein 
Keller bewilligt worden sei, obwohl ein solcher vor dem Brand nicht vorhanden 
gewesen sei, das Anbringen von zwei Solarpanels und auch hier in unzulässiger 
Weise in Erscheinung tretende Betonsockel bzw. -fassadenteile (act. G.1, S. 18 ff. 
[R 17 69]; vgl. auch act. B.16, S. 58 ff. [R 17 69] und act. C.1, S. 62 ff.). Bei den 
Bauten auf den Parzellen Z.8._____, Z.7._____, Z.12._____, Z.9._____, 
Z.10._____, Z.11._____, Z.13._____ und Z.14._____ wird in der erwähnten 
Dokumentation auch noch bemängelt, dass das massive Rundholz ins Lager wie 
beim kanadischen Blockbau oder sogar ausgerundet geschnitten wurde (vgl. 
act. B.16 [R 17 69] sowie act. C.1). Im vorliegenden Verfahren VR3 21 36 vertieften 
die Beschwerdeführer ihre Kritik an der beschwerdegegnerischen Handhabung der 
massgeblichen Gestaltungsvorschriften und nahmen zugleich zum Amtsbericht des 
ARE GR vom 31. Oktober 2022, der Stellungnahme der DP GR vom 8. September 
2022 sowie der beschwerdegegnerischen Eingaben ausführlich Stellung.

6.6. Das Verwaltungsgericht stellte bezüglich des durch die kantonale Behörde 
gemäss Art. 25 Abs. 2 RPG zu erstattenden Amtsberichtes verschiedene Fragen. 
Darunter war unter anderem die Frage, inwiefern sich die verschiedenen 
nachträglichen Bewilligungen und Duldungen mit den dem BAB-Gesamtkonzept 
zugrundeliegenden, sich vermutungsweise in den Gestaltungsrichtlinien 

29 / 79

widerspiegelnden, Zielrichtungen betreffend Erscheinungsbildung und 
Landschaftsschutz vereinbar seien. Ausserdem wurde beispielsweise danach 
gefragt, ob gewisse Abweichungen von den ursprünglichen Bewilligungen bzw. den 
Vorgaben der Gestaltungsrichtlinien als schwerwiegender als andere einzustufen 
seien. Aus fachlicher Sicht sollte auch noch zu den angeordneten 
Wiederherstellungsmassnahmen Stellung genommen werden und angegeben 
werden, in welchen Situationen eine Wiederherstellung im Lichte der Zielsetzung 
des BAB-Gesamtprojektes als unabdingbar bzw. eine Duldung ausgeschlossen 
erscheine. Schliesslich sollten auch noch die in der beschwerdeführerischen 
Dokumentation "Bewilligungspraxis der Gemeinde Davos auf der D._____" geltend 
gemachten Abweichungen von den massgebenden gestalterischen Vorgaben im 
Hinblick auf die Zielsetzungen des BAB-Gesamtkonzeptes beurteilt werden 
(act. B.1). In der Stellungnahme vom 8. September 2022 erläuterte die DP GR 
einleitend auch den Hintergrund des Wiederaufbaus auf der D._____. Bei einem 
Brandereignis im November 2007 wurden 14 von insgesamt 40 Bauten zerstört. Die 
ursprünglichen Bauten auf der D._____ wiesen eine homogene Bauweise auf. Im 
Grundsatz sollten die Neubauten ebenfalls homogen ("typisiert") in Erscheinung 
treten. Dabei berücksichtigte man den Wunsch der betroffenen Grundeigentümer 
nach einer Anlehnung an die verschonten Bauten. Gleichzeitig wollte man aber 
auch, dass die Neubauten als solche erkennbar sein sollten. Insbesondere seien 
die Gebäude heutigen Grössenverhältnissen angepasst worden. So hätten sich in 
den Gestaltungsvorschriften zum einen Vorschriften ergeben, welche als für die 
Eingliederung der Neubauten in die bestehende Siedlungsarchitektur zu verstehen 
seien, zum anderen solche, die für die Abgrenzung vom Wiederaufbau zum Bestand 
sorgen sollen. Aufgrund von (Abstands-) Vorschriften der Gebäudeversicherung 
habe für die (wiederaufgebauten) Bauten der Standort verschoben werden müssen. 
Einige erfuhren eine leichte Verschiebung, vier Bauten seien am oberen Ende der 
Siedlung neu platziert worden. Die Unterschiede der neuen und den vom Feuer 
verschonten Bauten seien am deutlichsten durch folgende Punkte erkennbar:

1. Die verschonten Bauten sind deutlich dichter gesetzt. Die 
Zwischenräume sind kleiner.

2. Die verschonten Bauten weisen in der Volumetrie einen Körper in Form 
eines Quaders auf, die neu erstellten Bauten erscheinen deutlich 
würfelförmiger. Dies weil die Gebäudehöhen den heutigen Bedürfnissen 
angepasst wurden.

3. Die verschonten Bauten weisen in der Regel eine deutlich geringere 
Fensterdichte auf. Nur wenige Fenster gehen auf die eigentliche Bauzeit 
zurück. Die meisten Fenster wurden über einen längeren Zeitraum nach 
und nach erstellt.

4. Die verschonten Bauten weisen kleinformatige Fenster in 
verschiedenen Ausführungen, Anordnungen und Grössen auf.

30 / 79

5. Die ehemalige landwirtschaftliche Nutzung ist am Bestand noch 
ablesbar. An den Neubauten tritt sie architektonisch nicht in 
Erscheinung.

Die verschonten Bauten wiesen eine hohe Homogenität bezüglich Volumen, 
Ausrichtung, Bauweise und Materialität auf. Die Vielfalt der Homogenität werde 
durch die verschiedenen Fensteröffnungen, Details der Fassadengestaltung sowie 
auch teils in der untergeordneten Konstruktion erreicht. Es bestehe also insgesamt 
ein Baubestand, der im Grossen sehr einheitlich in Erscheinung trete und im Kleinen 
eine gewisse Vielfalt zeige. Weiter falle auf, dass die meisten Veränderungen einher 
gingen mit der Verschiebung von der rein landwirtschaftlichen Nutzung zur Nutzung 
als Ferienhaus. Die Veränderungen hätten meist auch Rücksicht auf Proportionen, 
Volumen, Materialität, Ausrichtung und Charakter genommen. Diese Einheitlichkeit 
im Grossen und Vielfalt im Kleinen habe man beim Wiederaufbau versucht in die 
Gestaltungsrichtlinien und den Wiederaufbauplan zu verpacken. Dementsprechend 
seien im Wiederaufbauplan einige Fixpunkte wie Standort, Ausrichtung und 
Volumen (definiert über die erlaubte Geschossigkeit und den Grundriss) festgesetzt 
worden. Mit Vorschriften zur Konstruktionsweise und Materialität, wenigen 
Massvorschriften sowie einigen konkreten Gestaltungsmerkmalen habe man 
versucht für den Wiederaufbau einen Rahmen zu definieren. Dieser Rahmen habe 
aber einen grossen Spielraum bezüglich der Gestaltung offen gelassen, was sich 
nach der Realisierung vor Ort an den (wiederaufgebauten) Bauten ablesen lasse. 
Die einst landwirtschaftliche Nutzung sei an den wiederaufgebauten Bauten aber 
nicht ablesbar, sondern sie würden als reine Ferienhäuser in Erscheinung treten 
(act. B.3, S. 3).

6.7. Die Beanstandungen aus der von den Beschwerdeführern bereits am 
12. September 2017 eingereichten und am 13. Januar 2023 ergänzten 
Dokumentation "Bewilligungspraxis der Gemeinde Davos auf der D._____" sowie 
den beschwerdeführerischen Ausführungen anlässlich des Augenscheins vom 
16. Oktober 2019 und die massgeblichen Gestaltungsvorgaben lassen sich wie 
folgend tabellarisch zusammenfassen (vgl. act. G.1. [R 17 69], act. B.15 f. [R 17 69], 
act. C.2 [R 17 69] sowie act. C.1 und act. B.3):

Bemängelte 
Abweichungen von den 
Gestaltungsrichtlinien:

Gemäss den 
Beschwerdeführern 
betroffene Parzelle(n):

Vorgaben der Gestaltungsrichtlinie (GRL) 
und weiterer Planungsunterlagen sowie 
(grundsätzliche) Beurteilung durch die DP 
GR:

Deutlich sichtbare 
Betonsockel bzw. 
-fassadenteile.

Z.7._____, Z.9._____, 
Z.10._____, 
Z.11._____, 
Z.12._____, 

GRL:
Materialisieren aussen:
Die Bauten sind in Holz konstruiert. Die 

31 / 79

Z.14._____, 
Z.13._____

Grundplatten können massiv oder in einer 
Holzkonstruktion erstellt werden.

DP GR:
Abweichungen von einer umfassenden 
Terrainanpassung bzw. Einpassung (der 
Baute) in die Umgebung  werden als 
schwerwiegend erachtet. Eine 
Wiederherstellung oder eine allenfalls 
mögliche Nachbesserung/Kaschierung für 
als schwerwiegend beurteilte 
Abweichungen, wie die sichtbaren 
Betonsockel, ist unabdingbar. Von 
Bedeutung für die Einpassung in die 
Umgebung sind auch überdimensionierte 
oder gut sichtbare Betonsockel, auch 
wenn dies in den Gestaltungsrichtlinien 
nicht explizit erwähnt werde. Die 
Ausgestaltung der Sockel ist ein wichtiges 
bauliches Detail. Der massive Sockel dient 
bei den historischen Bauten dazu, das 
Niveau für den Blockbau auszugleichen. 
Der massive Sockel und das umgehende 
Terrain sollen einen Zusammenhang 
haben. Ziel ist es, möglichst wenig 
massives Mauerwerk zu sehen. 
Bruchsteinmauern können dabei sehr gut 
auf das umgebende Terrain reagieren. Vor 
allem wenn man mit genormten 
Schalungsbrettern arbeitet, kann die 
Verwendung von Beton oft zu 
unpassenden und störenden Lösungen 
führen. Dies weil der Sockel oft zu 
grossflächig in Erscheinung tritt. Dies ist 
bei den wiederaufgebauten Gebäuden 
deutlich erkennbar. Bezüglich der 
Gesamtwirkung gehören die teils 
übermässig sichtbaren Betonsockel zu den 
schwerwiegenden Mängeln. Mittels leichter 
Terrainanpassungen oder der Kaschierung 
mittels eines vorgetäuschten Strickes kann 
dies aber mit wenig Aufwand behoben 
werden. 

Nichtumsetzung 
gestrickter Blockbau 
infolge Verwendung von 
Kanthölzern aus BSH 
anstatt KVH bzw. solchen 
mit Nut und Kamm 
(Chaletbau) anstatt 
quadratischen oder 
rechteckigen 
Querschnitten. 
Vorgetäuschter Strickbau 
(Bretterschalung).

Z.6._____, Z.3._____, 
Z.4._____ 
(Feuerwehrgebäude), 
Z.8._____, Z.9._____, 
Z.11._____, 
Z.15._____, 
Z.12._____, 
Z.14._____,Z.13._____

GRL:
Materialisieren aussen:
Der Wandaufbau ist mit einem gestrickten 
Blockbau auszuführen. Eingeschossige 
Blockbauten werden mit Kanthölzern 
erstellt. […].

DP GR:
Die Begehung hat gezeigt, dass 
verschiedenste Lösungen für den 
Kantholzstrick verwendet wurden.
– Kantholzstrick aus Balken, ohne Nut und 
Kamm aufeinandergelegt. Teils Hälblinge 
(Balken wird in der Mitte getrennt). Dies 
entspricht der historischen Bauweise. 
Dabei ist aber eine unregelmässige 

32 / 79

Anordnung der Blockverstösse unüblich für 
die traditionelle Bauweise.
– Kantholzstrick aus Balken, mit Nut und 
Kamm aufeinandergelegt. Teils wurden 
Hälblinge verwendet. Die regelmässige 
Anordnung der Blockverstösse ist üblich 
für die traditionelle Bauweise.
– Kantholz aus Brettschichtstapelholz, mit 
Nut und Kamm aufeinandergelegt. Die 
regelmässige Anordnung der 
Blockverstösse ist üblich für die 
traditionelle Bauweise.
– Blockverstoss vermutlich vorgetäuscht. 
Die Bretter sind horizontal verlegt.
Die DP GR hält ausserdem fest, dass die 
Gestaltungsrichtlinien keine Aussagen zur 
technischen Ausführung für den 
Kantholzstrick machten. Weiter handle es 
sich um komplette Neubauten. Die 
technisch unterschiedlichen Ausführungen 
seien damit vertretbar, sofern er sich 
konstruktiv um einen Strickbau handle. Im 
Beispielbild zum vermutlich 
vorgetäuschten Blockverstoss sei unklar, 
ob damit nur ein zu gross geratener 
Betonsockel kaschiert werden sollte. In der 
Beurteilung der DP GR wurde somit eine 
(vollständig) vorgetäuschte Version des 
Kantholzstricks als nicht mit den 
Gestaltungsrichtlinien vereinbar qualifiziert. 
Die Verwendung von Brettschichthölzern 
ermögliche keinen gleichmässigen 
Alterungsprozess, was aus gestalterischer 
Sicht längerfristig nicht optimal sei. Die 
beste Lösung stelle der Kantholzstrick 
ohne Nut und Kamm dar.

Zweigeschossige 
Bauten, welche im OG 
nicht mit Rundholz 
konstruiert sind.

Z.6._____, Z.3._____, 
Z.15._____

GRL:
Materialisieren aussen:
[…]. Eingeschossige Blockbauten werden 
mit Kanthölzern erstellt. Die 
zweigeschossigen Blockbauten sind im EG 
in Kantholz und im OG mit Rundholz 
konstruiert. Das Verhältnis der 
Konstruktionshöhen von Kant- und 
Rundholz sollte gemäss den bestehenden 
Hütten ein Verhältnis von ca. 2 zu 3 
aufweisen. Rundhölzer dürfen einen 
maximalen Querschnitt von 25 cm 
aufweisen.

DP GR:
Abweichungen von der Materialisierung 
und Konstruktionsweise wiegen 
grundsätzlich schwer. Ein zu starker 
Gegensatz zu den verschonten Bauten ist 
nicht erwünscht (Merkmal der 
Typisierung). Eine Wiederherstellung oder 
eine allenfalls mögliche 
Nachbesserung/Kaschierung für als 

33 / 79

schwerwiegend beurteilte Abweichungen, 
wie solche von den Richtlinien bezüglich 
der Konstruktionsweise Kant-/Rundholz, ist 
unabdingbar.
– Das Gebäude auf Parzelle Z.3._____ 
erscheint als eingeschossig, weil es 
vollständig in Kantholzstrick erstellt worden 
ist und eine Befensterung im EG und 
Dachgeschoss (DG) aufweist. Die 
Geschossebene für das DG setzt 
allerdings relativ weit unten an, wohl 
deutlich unter Kniestockhöhe. Somit sieht 
es in der Folge so aus, als hätte man ein 
zweites tiefes Vollgeschoss zwischen EG 
und DG geschoben. Dieses Gebäude hat 
mit denjenigen auf den Parzelle Z.6._____ 
und Z.8._____ im Gegensatz zu allen 
zweigeschossigen Bauten die 
vorgegebenen Raumhöhen nicht 
überschritten. Die Gestaltungsrichtlinien 
bezüglich Geschossvorschriften wurden – 
jedenfalls von aussen – eingehalten. Das 
Gebäude tritt als etwas zu grosser 
Eingeschosser bzw. als etwas zu kleiner 
Zweigeschosser in Erscheinung. Dies 
dürfte dem durch die Gestaltungsrichtlinien 
vorgegebenen Grundriss, die 
vorgeschriebene Dachneigung, der 
zulässigen Gebäudehöhe sowie auch dem 
flachen Terrain geschuldet sein. Auch 
unter Berücksichtigung von weiteren 
Gestaltungselementen sind die 
Gestaltungsrichtlinien berücksichtigt 
worden, auch wenn das Gebäude 
aufgrund mehrerer Faktoren nicht zu den 
gestalterisch überzeugendsten gehört.
– Das Gebäude auf der Parzelle Z.6._____ 
ist das kleinste der wiederaufgebauten 
Gebäude. Es zeichnet sich durch eine 
zurückhaltende Formensprache aus. Es 
weist eine geringe Fensteranzahl auf und 
unterscheidet diese in der Grösse bei 
wiederholter Verwendung pro Fassade. 
Dadurch wirken die Fassaden nicht 
überladen und mehrheitlich geschlossen. 
Die Proportionen des Gebäudes und der 
Fassaden sind gewahrt, die Details 
zurückhaltend. Ohne sich spezifisch zur 
Thematik der geltend gemachten 
Zweigeschossigkeit infolge der 
Schlafgalerie (inkl. kleinem Fenster im 
oberen Bereich einer der Fassaden) zu 
äussern, gelangt die DP GR zum Schluss, 
dass die Anforderungen der 
Gestaltungsrichtlinien insgesamt erfüllt 
sind.
– Zur Parzelle Z.15._____ führt die DP GR 
nichts Spezifisches zum geltend 
gemachten Einsatz von Kantholz über das 
EG hinaus aus.

34 / 79

Rundhölzer ins Lager 
(kanadischer Blockbau) 
oder sogar ausgerundet 
geschnitten

Z.7._____, Z.8._____, 
Z.9._____, Z.10._____, 
Z.11._____, 
Z.12._____, 
Z.14._____, 
Z.13._____

GRL:
Keine explizite Vorschrift dazu.

DP GR:
Keine spezifischen Ausführungen dazu.

Metall an der Fassade. Z.4._____ 
(Feuerwehrgebäude), 
Z.9._____, Z.11._____

GRL:
Materialisierung aussen:
– Die Bauten sind in Holz konstruiert. Die 
Grundplatten können massiv oder in einer 
Holzkonstruktion erstellt werden.
– Der Wandaufbau ist in einem gestrickten 
Blockbau auszuführen. […].

DP GR:
Keine spezifischen Ausführungen dazu.

Zusätzliche (Haupt-) 
Türen.

Z.8._____, Z.9._____, 
Z.14._____, 
Z.13._____

GRL:
Türen:
Eingangstüren sind grundsätzlich zu 
minimieren und müssen zurückhaltend in 
Erscheinung treten. Nebentüren sind 
soweit möglich zu vermeiden oder 
gestalterisch zurückhaltend 
(fassadenbündig) zu konstruieren.

DP GR:
– Eine Wiederherstellung oder eine 
allenfalls mögliche 
Nachbesserung/Kaschierung für als 
schwerwiegend beurteilte Abweichungen, 
wie solche von den Richtlinien bezüglich 
Doppeltüren, ist unabdingbar. Die 
Anordnung eines Rückbaus ist bei der 
Doppeltüre angebracht.
– Im Zusammenhang mit einer zweiten, 
gleich gestalteten Türe in derselben 
Fassade bei der Baute auf der 
Parzelle Z.1._____ ist unter dem Begriff 
einer Nebentüre eine untergeordnete Türe 
zu verstehen. Diese dient nicht der 
Haupterschliessung eines Hauses, 
sondern eines einzelnen Raumes (z.B. 
Küche oder Keller). Sie befindet sich 
entweder in einer untergeordneten 
Nebenfassade oder in der Hauptfassade 
und ist der Haupttüre gestalterisch 
untergeordnet. Sie ist also entweder 
gestalterisch oder in der Anordnung 
deutlich von der Haupttüre unterscheidbar. 
Befinden sich zwei identische Türen in der 
Hauptfassade, so dienen sie der 
Erschliessung zweier gleichwertiger 
Hausteile. Eine solche Trennung in zwei 
Teile ist dann aber auch in der Fassade 
anhand des Blockverstosses ablesbar und 
kommt nur bei Doppelhäusern vor. Die 

35 / 79

beiden Türen in der Hauptfassade des 
Gebäudes auf der Parzelle Z.1._____ sind 
gestalterisch gleichwertig ausgeführt und 
werden als Stilmittel (Symmetrie) 
eingesetzt. Sie lassen das Gebäude als 
Doppelhaus erscheinen, ohne dass dieses 
eines ist. Auf die weiterführenden 
typischen Details bei Doppelhäusern wird 
dann aber verzichtet. Es ist völlig unklar, 
welche der beiden Türen nun die 
Nebentüre ist. Eine Vereinbarkeit mit den 
Zielsetzungen der Gestaltungsrichtlinien 
scheint der DP GR nicht gegeben.

Ausführung der Türen 
(z.B. doppelflüglige 
Balkontüre, Schiebetüre 
als [eher maximierte als 
minimierte] Eingangstüre 
bzw. offener Eingang, 
ortsunüblich, nicht 
zurückhaltende 
Gestaltung der 
Eingangstüre).

Z.7._____, Z.6._____, 
Z.3._____, Z.9._____, 
Z.10._____

Siehe Ausführungen in der vorstehenden 
Zeile betreffend "Zusätzliche (Haupt-) 
Türen".

Zusätzlich hält die DP GR zur Baute auf der 
Parzelle Z.6._____ fest, dass der Verzicht 
auf eine Türe in der talseitigen 
Giebelfassade und die Beschränkung auf 
eine Türe in der Nebenfassade 
ungewöhnlich sei. Diese Öffnung sei 
ähnlich wie die imitierenden Scheunentore 
auf den bergseitigen Giebelfassaden an 
anderen Gebäuden zurückhaltend und 
fassadenbündig eingepasst.

Ausführung Fenster. Z.9._____ GRL:
Fenster:
Die Fenster müssen eine quadratische 
Form darstellen und sind maximal 90 x 
90 cm im Rahmenlicht. Die Fenster sind 
einflüglig und ohne Sprossen auszuführen.
DP GR:
– Abweichungen von den 
Fenstervorschriften werden als 
schwerwiegend qualifiziert. Denn dabei 
handelt es sich um das 
Alleinstellungsmerkmal für die Neubauten. 
Es handelt sich um die einzige Vorschrift, 
welche die deutliche Unterscheidung der 
Neubauten vom verschonten Bestand 
ermöglicht. Eine Wiederherstellung oder 
eine allenfalls mögliche 
Nachbesserung/Kaschierung für als 
schwerwiegend beurteilte Abweichungen, 
wie solche von den Richtlinien bezüglich 
Fensteröffnungen und -gestaltung, ist 
unabdingbar. Die Anordnung eines 
Rückbaus ist bei den Fenstern 
(Alleinstellungsmerkmal) angebracht.
– Wichtigstes Element der 
Fassadengestaltung ist die Befensterung. 
Dabei spielt die Anordnung in der 
Fassade, die Grösse, die Form aber auch 
die Detailausführung eine grosse Rolle. 
[…]. Die Fassadengestaltung selbst ist 

36 / 79

eines der wichtigsten Kriterien für das 
Erscheinungsbild einer Baute. Sie stellt 
gewissermassen das Gesicht einer Baute 
dar.
– Die Bestimmungen zu den Fenstern in 
den Gestaltungsrichtlinien sind eindeutig: 
Fehlende Sprossierung, die einzig 
zugelassene quadratische Form mit 
maximaler Grösse (Anmerkung des 
Gerichts: 90 x 90 cm) sowie die Vorgabe 
zu einflügligen Fenstern. Diese Vorgaben 
sorgen dafür, dass sich einzig und allein 
an den Fenstern die wiederaufgebauten 
Gebäude von den verschonten Gebäuden 
klar unterscheiden. Denn alle anderen, in 
den Gestaltungsrichtlinien definierten, 
Merkmale sind dem Repertoire der 
verschonten Bauten entnommen worden.
– Die Bauten auf der Parzellen Z.2._____ 
und Z.1._____ weisen insgesamt eine gute 
Gestaltung auf. Die Proportionen stimmten 
und die Details sind sorgfältig ausgeführt 
[…]. Die Bauten gliedern sich auch gut in 
die Umgebung ein. Allerdings würde sich 
an der Gesamterscheinung auch nichts 
ändern, wenn die Fenster gemäss 
Richtlinien ausgeführt würden […].

Ausführung der Pfetten, 
Schwellen oder 
Ziegelleisten.

Z.7._____, Z.3._____, 
Z.8._____, Z.9._____, 
Z.10._____, 
Z.12._____, 
Z.14._____, 
Z.13._____

GRL:
Materialisieren aussen:
[…]. Rundhölzer dürfen einen maximalen 
Querschnitt von 25 cm aufweisen.

DP GR:
– Im Zusammenhang mit der Beurteilung 
des Erscheinungsbildes der Baute auf der 
Parzelle Z.3._____ ist festzuhalten, dass 
das Dach des Gebäudes schwer in 
Erscheinung tritt. Geschuldet ist dies vor 
allem den Pfetten mit grossem 
Durchmesser und dem breiten Dachrand. 
Welchen Anteil daran der Dachvorsprung 
hat, ist aus Sicht der DP GR unklar. Die 
Richtlinien schreiben für die Pfetten keinen 
Durchmesser vor. Dies ist nur für die 
Rundhölzer des Strickbaus erfolgt.

(Unter-) Dimensionierung 
(Vor-) Dach.

Z.6._____, Z.4._____ 
(Feuerwehrgebäude),

GRL:
Bedachung:
[…]. Eingeschossige Hütten weisen ein 
maximales Vordach von 70 cm auf. 
Zweigeschossige ein Vordach von 
maximal 90 cm.
DP GR:
– Bei den in den Gestaltungsrichtlinien 
bezeichneten Vordächern handelt es sich 
um Dachvorsprünge. 
Beim Gebäude auf der Parzelle Z.3._____ 
wirkt das Dach durch die Kombination von 

37 / 79

Pfetten mit einem grossen Durchmesser, 
einem relativ breiten Dachrand und den 
breiteren Dachvorsprung schwerer als bei 
vergleichbaren Objekten. Der 
Dachvorsprung alleine ist dabei nicht 
ausschlaggebend. Die Dachausführung 
kann insgesamt als nicht gelungen 
bezeichnet werden.
Beim Gebäude auf der 
Parzelle Z.15._____ handelt es sich um 
dasjenige mit der breitesten Giebelseite. 
Von den Proportionen her tritt das offenbar 
zu breite Vordach vor allem auf der 
Hauptfassade nicht allzu deutlich in 
Erscheinung. Auf der Rückfassade 
hingegen fällt es auf.
– Eine Wiederherstellung oder eine 
allenfalls mögliche 
Nachbesserung/Kaschierung für als 
schwerwiegend beurteilte Abweichungen, 
wie solche von den Richtlinien bezüglich 
der Giebelausrichtung, ist unabdingbar.

Schneefänge. Z.6._____, Z.4._____ 
(Feuerwehrgebäude),

GRL:
Bedachung:
[…]. Als Schneefang werden je Dachseite 
zwei Holzlatten mit Eisenhaken 
angebracht. […].
DP GR:
Eines der wenigen Elemente, die sowohl 
bei den verschonten Bauten als auch den 
wiederaufgebauten Bauten äusserst 
einheitlich in Erscheinung tritt, ist die 
Dachlandschaft. Sie ist zusammen mit der 
Freiraumgestaltung der Kitt in der 
Siedlung. Die allermeisten Bauten weisen 
Eternitdächer mit Haken auf. Nur ganz 
wenige Bauten haben die – 
traditionellerweise nur in Kombination mit 
einem Holzschindeldach vorkommenden – 
Holzlatten. Insgesamt wird die Abweichung 
in der Ausgestaltung der Schneefänge als 
wenig bedeutend erachtet.

Ausführung/Anzahl 
Solarpanele.

Z.7._____, Z.4._____ 
(Feuerwehrgebäude), 
Z.9._____

GRL:
Keine explizite Vorschrift dazu.

DP GR:
Solarzellen werden vorliegend von der DP 
GR nicht als den Bauten zugehörig 
betrachtet, sondern als adaptives Objekt, 
welches jederzeit wieder entfernt werden 
kann. Solarzellen sind in jedem Fall ein 
Fremdkörper. Bei Maiensässsiedlungen 
sollten die Solarzellen nicht auf dem Dach, 
sondern an der Fassade angebracht 
werden. Die maximale Grösse sollte sich 
in den Proportionen idealerweise an der 
Fassade und der Fassadengestaltung 
ausrichten. Daher wäre eine 

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Einzelfallbeurteilung notwendig. Während 
der Begehung ist festgestellt worden, dass 
einige Solarzellen (bei verschonten und 
wiederaufgebauten Bauten) recht gross 
sind, andere kleinformatiger. Insgesamt 
werden die Solarzellen aber nicht als 
wichtiges Element im Hinblick auf die 
Zielsetzungen des Wiederaufbauprojektes 
erachtet.

Überschreitung 
Hüttengrundriss/-höhe.

Z.6._____, Z.3._____ GRL:
Standorte, Perimeter:
– Die Baufelder der nach dem Brand vom 
November 2007 neu zu erstellenden 
Alphütten entsprechen dem Plan des 
Ingenieurbüros I._____.
– Die Baufelder werden vom Ingenieurbüro 
vor Baubeginn im Feld ausgesteckt. 
Geringfügige Korrekturen sind dabei, 
aufgrund der jeweiligen Situierung im 
Hang, möglich.
– Sobald die Profile der Maiensässhütten 
ausgesteckt sind, werden alle 
Grundeigentümer der D._____ zu einer 
Begehung vor Ort eingeladen.
– Der neue Standort, die genauen Daten 
der Parzellen und die rechtlichen 
Formalitäten werden in separaten 
Verträgen grundbuchamtlich geregelt.
– Wo ursprünglich vorhandene Hofstätten 
in der Nähe liegen, sollen die Neubauten, 
wenn möglich (Feuerpolizei/Raumplanung) 
in diesen erstellt werden.
– Das EG soll analog der bestehenden 
Bauten auf der Nordseite Bodeneben 
erstellt werden.

Grösse der Neubauten:
– Die Grösse der neu zu erstellenden 
Alphütten muss im Grundriss in etwa den 
Ausdehnungen der alten Bauten 
entsprechen. Bezüglich Länge und Breite 
sind die Aufnahmen des Ingenieurbüros 
I._____ verbindlich.
– In der Höhe können die Neubauten 
soweit angepasst werden, dass eine 
Raumhöhe von zwei Meter möglich ist.

Haustypen:
Mit der groben Übernahme der alten 
Grösse sind die Hütten volumetrisch 
definiert.

DP GR:
– Insbesondere Abweichungen vom 
Dachneigungswinkel infolge der 
Volumetrie, der Proportionen und der 
Typisierung sind schwerwiegend. Ein zu 

39 / 79

starker Gegensatz zu den verschonten 
Bauten ist nicht erwü