# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9d339da3-e417-5f81-81fd-561bdd144572
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-08
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 08.04.2025 UV 2024/42
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2024-42_2025-04-08.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/22

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2024/42

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 13.05.2025

Entscheiddatum: 08.04.2025

Entscheid Versicherungsgericht, 08.04.2025
Art. 4, Art. 8 und Art. 16 ATSG; Art. 6 Abs. 1 und Art. 18 UVG. Berechnung des 
Valideneinkommens bei einer im Teilzeitpensum angestellten versicherten 
Person, wo die Invalidität – anders als bei den Taggeldleistungen – bezogen 
auf eine hypothetische Vollzeittätigkeit zu bemessen ist. Verwertbarkeit der 
Arbeitsfähigkeit aufgrund der im Unfallversicherungsrecht restriktiven 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung trotz fortgeschrittenen Alters der 
Beschwerdeführerin bejaht. Invaliditätsgrad von 38 % und damit Zusprache 
einer Invalidenrente. Gutheissung der Beschwerde (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 8. April 2025, UV 
2024/42). Aufgehoben durch Urteil des Bundesgerichts 8C_269/2025

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Kanton St.Gallen  
Gerichte 
 
 

 
 
 
 

 
 1/21 

 

 
 
Versicherungsgericht 

Abteilung III 

 

 

 

 

 

 

 Entscheid vom 8. April 2025 

Besetzung  Versicherungsrichterin Mirjam Angehrn (Vorsitz), Versicherungsrichterin 
Christiane Gallati Schneider und Versicherungsrichter Michael Rutz; 
Gerichtsschreiberin Beatrice Borio  

   

Geschäftsnr.   UV 2024/42 

   

Parteien 

 

 A.___,  

Beschwerdeführerin,  

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Debora Bilgeri, AMPARO Anwälte 

und Notare, Neugasse 26, Postfach 148, 9001 St. Gallen,  
 
 

  gegen 

  S c h w e i z e r i s c h e  M o b i l i a r  V e r s i c h e r u n g s -

g e s e l l s c h a f t  A G ,  Direktion Bern, Bundesgasse 35, Postfach, 

3001 Bern,  

Beschwerdegegnerin,  

vertreten durch Fürsprecherin Barbara Künzi-Egli, Thunstrasse 84,  

Postfach 31, 3074 Muri b. Bern,  
 

 
  

Gegenstand  Versicherungsleistungen 
 

 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

UV 2024/42 
 

 

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Sachverhalt 

A.  

A.a A.___ (nachfolgend: Versicherte) war seit dem 1. Juli 2017 mit einem vertraglichen 

Beschäftigungsgrad von 20 % (8.4 Stunden pro Woche; Reg. 2 act. 1, 13) als Hauswartin bei der B.___ 

AG (nachfolgend: Arbeitgeberin) angestellt und dadurch bei der Schweizerischen Mobiliar 

Versicherungsgesellschaft AG (Mobiliar) insbesondere gegen die Folgen von Berufs- und 

Nichtberufsunfällen versichert, als sie am Morgen vom 4. November 2019 in C.___ mit ihrem Hund auf 

einem Fussgängerstreifen die Strasse überqueren wollte, von einem Auto erfasst wurde, dadurch 

11.3 m von der Kollisionsstelle entfernt landete, sich dabei mehrere Verletzungen am Kopf, Gesicht, 

Thorax, Becken und an den oberen sowie unteren Extremitäten zuzog, vor Ort verarztet und durch die 

Rega ins Spital X.___ geflogen wurde, wo in der Zentralnotaufnahme (ZNA) die Rissquetschwunden 

infraorbital links versorgt wurden, bevor die Versicherte zur Überwachung auf die Chirurgische 

Intensivstation (CHIPS) verlegt wurde (Reg. 2 act. 1, 26, 39 f.; Reg. 3 act. 9).  

A.b Nachdem am 5. November 2019 ein gelenküberbrückender Fixateur externe am rechten Bein 

angebracht und eine Stabilitätsprüfung des Beckens durchgeführt worden waren (Reg. 2 act. 26; Reg. 

3 act. 9), wurde die Versicherte am 6. November 2019 an der rechten Schulter («ORIF proximaler 

Humerus rechts [3-Loch-Philos-Platte, kurz]») und am linken Ellbogengelenk («ORIF Ulna links mit 4-

Loch-VA LCP Olecranon-Platte und freien Schrauben [3.6 mm Kortikalis, Aptus CCS 2.2 mm]») operiert 

(Reg. 3 act. 1 ff.). Sie wurde am 7. November 2019 in kardiopulmonal stabilem Zustand auf die 

orthopädische Bettenstation verlegt (Reg. 3 act. 9). 

A.c Am 8. November 2019 unterzog sich die Versicherte einer weiteren Operation («Abnahme 

kniegelenksübergreifender Fixateur externe rechts»; «Plattenosteosynthese proximate Tibia rechts, 

Aufstösselung der lateralen Tibiakondyle und Unterfütterung mit Bone-Graft [NCB-Platte, Medtronic 

Cancellous Bone Graft]»; Reg. 3 act. 4 f.). 

A.d Am 21. November 2019 konnte die Versicherte das Spital X.___ verlassen (Reg. 3 act. 8 und act. 

10). Gleichentags wurde sie in der Klinik D.___ (Rehabilitation) hospitalisiert (Reg. 3 act. 13). Gemäss 

Austrittsbericht des Spitals X.___ vom 25. November 2019 wurde der Versicherten vom 4. November 

2019 bis 22. Januar 2020 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (Reg. 3 act. 7; vgl. auch Reg. 3 

act. 6). 

A.e Die Versicherte mandatierte am 26. November 2019 Rechtsanwältin lic. iur. HSG D. Bilgeri, 

Advokatur am Falkenstein (ab 1. März 2022 bei AMPARO Anwälte und Notare, St. Gallen [Reg. 1 act. 

220]), St. Gallen, mit der Wahrung ihrer Interessen in der vorliegenden Angelegenheit (Reg. 2 act. 18). 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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3/21 

A.f Am 10. (Reg 3 act. 14 ff.), 18. (Reg. 3 act. 17 ff.) und 19. Dezember 2019 (Reg. 3 act. 20 f.) 

erfolgten verschiedene Untersuchungen am KSSG. Die Versicherte konnte sodann am 9. Januar 2020 

die Klinik D.___ verlassen (Reg. 3 act. 11). Weitere Untersuchungen am Spital X.___ fanden am 24. 

Januar (Reg. 3 act. 22 f.) und am 3. Februar 2020 (Reg. 3 act. 24 ff.) statt. Konsultiert wurde sodann 

auch ein Kieferchirurg (vgl. Reg. 2 act. 69 f.), wobei die Behandlung anschliessend bei einem anderen 

Arzt, Dr. med. dent. E.___, Praxis F.___, erfolgte (Reg. 2 act. 71 ff.). Vom 13. Januar bis und mit 30. 

April 2020 betrug die Arbeitsunfähigkeit der Versicherten 100 % (Reg. 3 act. 63). 

A.g Ab 1. Mai 2020 belief sich die Arbeitsunfähigkeit der Versicherten gemäss Dr. med. G.___, 

Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und Hausarzt der Versicherten, auf 80 % (Reg. 3 act. 63).  

A.h Die Arbeitgeberin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. et lic. oec. Ch. Steger, Altstätten, 

kündigte am 12. Mai 2020 das Arbeitsverhältnis mit der Versicherten per Ende August 2020 (Reg. 2 

act. 86). 

A.i Am 25. Mai 2020 fand das Gespräch zur Früherfassung bei der Invalidenversicherung (IV) mit 

der Sozialversicherungsanstalt St. Gallen (SVA) statt (Reg. 2 act. 89). 

A.j Weitere Verlaufskontrollen am Spital X.___ erfolgten am 5. (Reg. 3 act. 35 f.) und 25. Juni 2020 

(Reg. 3 act. 45 f.). Mit ärztlichem Zwischenbericht vom 27. Juni 2020 äusserte sich Dr. G.___ gegenüber 

der Mobiliar zum Gesundheitszustand der Versicherten, wobei er deren Arbeitsunfähigkeit ab dem 1. 

Mai 2020 weiterhin auf 80 % schätzte (Reg. 3 act. 47 f., 63). 

A.k Mit Schreiben vom 11. Juli 2020 teilte die SVA der Versicherten mit, dass keine beruflichen 

Massnahmen angezeigt seien und nun ihr Anspruch auf Rentenleistungen der IV geprüft werde (Reg. 

2 act. 101 f. [Kopie]). 

A.l Ab 1. September 2020 belief sich die Arbeitsunfähigkeit der Versicherten gemäss Dr. G.___ auf 

50 % (Reg. 3 act. 63; Reg. 1 act. 5). 

A.m Am 10. Dezember 2020 fand ein Assessment bei H.___, Case Manager bei I.___, statt. Anlässlich 

des Gesprächs empfahl H.___ ein Case Management inklusive Bewerbungscoaching (Reg. 2 act. 157 

ff.).  

A.n Eine weitere Verlaufskontrolle am Spital X.___ erfolgte am 14. Dezember 2020 (Reg. 3 act. 60 

ff.). 

A.o Dr. med. J.___, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und beratender Arzt der Mobiliar, 

äusserte sich am 8. Januar 2021 zum Fall der Versicherten. Die von Dr. G.___ attestierte 50%ige 

Arbeitsunfähigkeit lasse sich nicht begründen. Optimal sei eine wechselbelastende Tätigkeit, teils 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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sitzend, teils stehend, ohne Arbeitseinsatz auf unebener Unterlage, ohne Arbeiten, die Knieen oder 

Kauern erfordern würden, ohne regelmässiges Treppensteigen und ohne Arbeiten, die ein 

regelmässiges Tragen von Lasten über 10 kg erforderten (Reg. 3 act. 64 f.). 

A.p Am 15. März 2021 fand eine weitere Verlaufskontrolle am Apital X.___ statt (Reg. 1 act. 37 ff.). 

A.q Die SVA teilte der Versicherten am 23. März 2021 mit, dass sie die Voraussetzungen für den 

Anspruch auf Arbeitsvermittlung erfülle (Reg. 1 act. 40 f. [Kopie]).  

A.r Anlässlich der Operation am Spital X.___ vom 30. März 2021 wurde das Osteosynthesematerial 

entfernt (Osteosynthesematerialentfernung [OSME] «VA-LCP Olecranon links», «Philosplatte Humerus 

rechts», «NCB-Platte Tibia rechts»; Reg. 1 act. 69 ff.). Die Versicherte konnte das Spital X.___ am 31. 

März 2021 verlassen (Reg. 1 act. 52 ff.). Es wurde ihr vom 30. März bis und mit 25. April 2021 eine 

100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (Reg. 1 act. 151). 

A.s Am 2. April 2021 stellte sich die Versicherte aufgrund von Schmerzen am linken Ellbogen 

notfallmässig auf der ZNA des Spitals X.___ vor, wo eine Fotodokumentation erstellt und ein 

Verbandswechsel vorgenommen wurden (Reg. 1 act. 97 ff.). Eine weitere notfallmässige 

Selbstvorstellung fand am 9. April 2021 bei anamnestisch Schmerzen und Rötung der Wunden an der 

distalen Tibia statt (Reg. 1 act. 100 f.). Anlässlich der Untersuchung vom 12. April 2021 am Spital X.___ 

hielten die Ärzte Folgendes fest: «Reizlose und trockene Wundverhältnisse im Bereich des rechten 

Humerus, des linken Olecranons sowie auch der proximal geklammerten längeren Tibianaht. 

Residuelles Hämatom im Plattenlager. Die distale Stelle, wo die Klammerentfernung erfolgte, zeigt im 

Vergleich zu den Fotoaufnahmen vor 4 Tagen eine regrediente Rötung mit regelrechter 

Wundadaptation, die Narbe selbst verheilt, trocken und reizlos» (Reg. 1 act. 64 ff.).  

A.t Nachdem die Generali Allgemeine Versicherungen AG (nachfolgend: Generali) H.___ das 

Mandat entzogen und neu Y.___, Case Management und berufliche Reintegration, übertragen hatte 

(Reg. 1 act. 25, 45), fand am 23. April 2021 ein Erstgespräch mit der Versicherten statt, anlässlich 

dessen das Stellensuchprofil erörtert und die Bewerbungsunterlagen angepasst wurden (Reg. 1 act. 

135). 

A.u Ab 26. April 2021 wurde die Versicherte von Dr. G.___ zu 50 % und ab 1. Juni 2021 zu 33 % 

arbeitsunfähig erklärt (act. Reg. 1 act. 151). 

A.v Am 2. Juli 2021 orientierte Y.___ die Mobiliar und den Schadeninspektor der Generali, W.___, 

über den Zwischenstand des Case Managements. Demnach seien mehrere Direktbewerbungen erstellt 

und Firmen aktiv telefonisch kontaktiert worden. Derzeit seien bei vier Unternehmen Bewerbungen 

offen. Das grösste Hindernis sei das Alter der Versicherten (Reg. 1 act. 117, 136). 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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5/21 

A.w Die Untersuchung am Spital X.___ vom 5. Juli 2021 zeigte einen zufriedenstellenden Verlauf drei 

Monate nach OSME am rechten Unterschenkel. Es wurden keine weiteren Verlaufskontrollen geplant 

(Reg. 1 act. 124 f.). 

A.x Mit Schreiben vom 29. Juni 2021 bat die Mobiliar Dr. G.___, einige Fragen zum 

Gesundheitszustand der Versicherten zu beantworten (Reg. 1 act. 126 f.), was dieser mit 

Stellungnahme vom 9. Juli 2021 tat (Reg. 1 act. 127 f.). 

A.y Anlässlich der telefonischen Besprechung vom 13. Juli 2021 informierte die Versicherte Y.___ 

über den Stand der offenen Bewerbungen und erhaltenen Absagen (Reg. 1 act. 136). 

A.z Mit E-Mail vom 7. Oktober 2021 teilte Y.___ W.___ mit, dass derzeit noch eine Rückmeldung auf 

eine Bewerbung erwartet werde. Mit der Versicherten habe er vor einem Monat vereinbart, maximal 

weitere zwei bis drei Monate an einer Vermittlung weiterzuarbeiten. Falls es mit einer Anstellung nicht 

funktioniere, stehe auch eine Frühpensionierung im Raum (Reg. 1 act. 174 f.).  

A.aa Ab dem 1. November 2021 war die Versicherte von Dr. G.___ zu 20 % arbeitsunfähig geschrieben 

(Reg. 1 act. 169). 

A.bb Am 23. November 2021 wies die SVA das Leistungsbegehren um berufliche Massnahmen ab 

(Reg. 1 act. 182). 

A.cc Y.___ schloss am 30. November 2021 den Auftrag der Generali, die Versicherte beim Finden 

einer Festanstellung auf dem 1. Arbeitsmarkt (40-50 %) zu unterstützen, (erfolglos) ab (Reg. 1 act. 202 

[Kopie]). 

A.dd Der Versicherten wurde ab dem 1. Dezember 2021 von Dr. G.___ volle Arbeitsfähigkeit attestiert 

(Reg. 1 act. 169).  

A.ee Mit Verfügung vom 16. Februar 2022 teilte die IV der Versicherten mit, keinen Anspruch auf eine 

befristete Rente zu haben, da ein Anspruch auf Rentenleistung retrospektiv frühstens sechs Monate 

nach Eingang der Anmeldung (und somit am 1. November 2020) hätte entstehen können, die 

Versicherte aber bereits ab dem 1. Oktober 2020 zu 50 % rentenausschliessend arbeitsfähig gewesen 

sei (Reg. 1 act. 216 ff. [Kopie]). 

A.ff Im Auftrag der Mobiliar wurde die Versicherte am 29. September 2022 begutachtet. Nach einem 

Erstgespräch mit Dr. phil. K.___, Geschäftsführer der V.___ GmbH, unterzog sich die Versicherte einer 

orthopädisch-traumatologischen Untersuchung bei Dr. med. L.___, Facharzt für orthopädische 

Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates und Gutachter bei der V.___ GmbH. Dieser 

erstellte ein monodisziplinäres orthopädisches Gutachten (Reg. 1 act. 298 ff.; datiert vom 24. Oktober 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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2022). Dr. L.___ kam zum Schluss, dass der Versicherten ihre angestammte Tätigkeit als Hauswartin 

nicht zumutbar sei. Zumutbar seien leichte Tätigkeiten in Wechselposition vollschichtig unter 

Vermeidung von Belastungen der oberen Extremitäten von mehr als 8 kg und Tätigkeiten über 

Schulterhöhe, dies mit 100%iger Arbeitsfähigkeit bezogen auf ein 100%-Pensum (Reg. 1 act. 298 f.). 

Eine operative Stabilisierung des Schultereckgelenks bzw. der auch möglichen Pseudarthrose der 

distalen Clavicula könnte – so Dr. L.___ – noch zu einer namhaften Verbesserung des 

Gesundheitszustands beitragen. Zur Abklärung sinnvoll sei daher eine genauere Analyse, z.B. durch 

eine Computertomographie (CT; Reg. 1 act. 300). 

A.gg Am 1. November 2022 bestätigte die Mobiliar der Versicherten, die Kosten für die 

Abklärungsmassnahmen und allfällige daraus entstehende weitere Behandlungskosten im Rahmen der 

gesetzlichen Leistungspflicht zu übernehmen, ermittelte einen Invaliditätsgrad von 0 % und berechnete 

eine Integritätsentschädigung basierend auf einem Integritätsschaden von 15 % (Reg. 1 act. 326-323). 

Hiermit wurde der Versicherten das rechtliche Gehör gewährt, wovon diese am 21. November 2021 

Gebrauch machte (Reg. 1 act. 328 f.). Deren Stellungnahme leitete die Mobiliar Dr. L.___ weiter (Reg. 

1 act. 330), der sich wiederum am 12. Januar 2023 zu den geltend gemachten Einwänden äusserte 

(Reg. 1 act. 336 ff.). 

A.hh Mit Verfügung vom 14. März 2023 verneinte die Mobiliar bei einem Invaliditätsgrad von 0 % einen 

Anspruch der Versicherten auf Rentenleistungen. Sie sprach der Versicherten eine 

Integritätsentschädigung in Höhe von 15 % zu (Reg. 1 act. 341 ff.). 

B.  

B.a Mit E-Mail vom 18. März 2023 äusserte die Versicherte, weiterhin vertreten durch Rechtsanwältin 

Bilgeri, gegenüber der Mobiliar ihre Einwände zur Verfügung (Reg. 1 act. 348 f.). Dazu bezog diese am 

20. März 2023 Stellung (Reg. 1 act. 349). Gleichentags bat die Versicherte die Mobiliar, auf die 

Verfügung zurückzukommen (Reg. 1 act. 356). 

B.b Mit Einsprache vom 17. April 2023 beantragte die Versicherte die Aufhebung der Verfügung vom 

14. März 2023 betreffend Invaliditätsgrad, die Zusprache einer Invalidenrente basierend auf einem 

Invaliditätsgrad von mindestens 57 % und die Erbringung der gesetzlichen Leistungen durch die 

Mobiliar (Reg. 1 act. 360 ff.). 

B.c Am 8. Mai 2023 erkundigte sich die Mobiliar bei der ehemaligen Arbeitgeberin der Versicherten 

über die geleisteten Arbeitsstunden bzw. das Pensum der Versicherten sowie darüber, wie viel eine 

ähnlich qualifizierte Person mit einem vergleichbaren Aufgabenbereich in einem Vollpensum bei ihr 

verdiene (Reg. 1 act. 364 f.). Nachdem die Mobiliar die Antwort der Arbeitgeberin vom 26. Mai 2023 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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(Reg. 1 act. 370) am 22. Juni 2023 der Versicherten weitergeleitet hatte (Reg. 1 act. 374), nahm Letztere 

am 5. Juli 2023 dazu Stellung (Reg. 1 act. 375). 

B.d Mit Einspracheentscheid vom 19. April 2024 wies die Mobiliar die Einsprache der Versicherten 

ab (Reg. 1 act. 380 ff.). 

C.  

C.a Gegen den Einspracheentscheid vom 19. April 2024 erhob die Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführerin), weiterhin vertreten durch Rechtsanwältin Bilgeri, am 22. Mai 2024 Beschwerde. 

Sie beantragte die Aufhebung des Einspracheentscheids und die Zusprache der gesetzlichen 

Leistungen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zzgl. MwSt.) zulasten der Mobiliar. Im Übrigen 

beantragte sie eine Nachfrist von 30 Tagen für die Nachreichung einer ergänzenden 

Beschwerdebegründung sowie die unentgeltliche Rechtspflege (inkl. einer Nachfrist von 30 Tagen zur 

Einreichung der entsprechenden Dokumente; act. G1). 

C.b Mit Beschwerdeergänzung vom 28. Juni 2024 hielt die Beschwerdeführerin an ihren 

Rechtsbegehren fest und reichte innert angesetzter Nachfrist die Begründung der Beschwerdeanträge 

sowie die erforderlichen Dokumente zur Beurteilung des Anspruchs auf unentgeltliche Rechtspflege 

nach (act. G4-2). 

C.c Mit Beschwerdeantwort vom 26. August 2024 beantragte die Mobiliar (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin), nunmehr vertreten durch Fürsprecherin B. Künzi-Egli, Muri bei Bern, die 

Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge (act. G6-2). 

C.d Die verfahrensleitende Versicherungsrichterin hiess das Gesuch der Beschwerdeführerin um 

unentgeltliche Rechtspflege mit Schreiben vom 5. September 2024 gut (act. G8). 

C.e Am 3. Oktober 2024 hielt die Beschwerdeführerin in ihrer Replik an den bisherigen Anträgen fest 

(act. G10). Ihre Rechtsvertreterin legte zudem eine Honorarnote in Höhe von Fr. 2'154.79 (inkl. MwSt. 

und Barauslagen) bei (act. G10.1). 

C.f Mit Duplik vom 23. Oktober 2024 hielt auch die Beschwerdegegnerin an ihrem bisherigen Antrag 

fest (act. G12). 

C.g Am 14. November 2024 nahm die Beschwerdeführerin kurz Stellung zur Duplik vom 23. Oktober 

2024 (act. G14). Zu dieser Stellungnahme äusserte sich die Beschwerdegegnerin am 25. November 

2024 (act. G16).  

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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8/21 

C.h Auf den detaillierten Inhalt der Rechtsschriften sowie der übrigen Akten wird – soweit 

entscheidrelevant – in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

Erwägungen 

1.  

Vorliegend strittig ist, ob die Beschwerdeführerin infolge des Unfallereignisses vom 4. November 2019 

Anspruch auf eine Invalidenrente der Unfallversicherung hat.  

2.  

2.1 Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) werden 

Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten 

gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt. 

2.2 Ist die versicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 6 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]), so hat 

sie Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 UVG). Sie hat zudem Anspruch auf die zweckmässige 

Behandlung der Unfallfolgen (Art. 10 UVG). Die vorübergehenden Leistungen (Heilbehandlung, 

Taggeld) sind einzustellen und der Anspruch auf eine Invalidenrente ist zu prüfen, wenn allfällige 

Eingliederungsmassnahmen der IV abgeschlossen sind und von der Fortsetzung der ärztlichen 

Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands der versicherten Person mehr 

erwartet werden kann (Art. 19 Abs. 1 UVG; sogenannter Fallabschluss [BGE 134 V 109 E. 4.1]). 

2.3 Ist die versicherte Person infolge des Unfalls mindestens zu 10 % invalid (Art. 8 ATSG), so hat 

sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 ATSG 

die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. 

Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 

Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder 

teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

2.4 Die Invalidität ist grundsätzlich durch einen Einkommensvergleich zu ermitteln. Dabei wird das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare 

Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen kann (Invalideneinkommen), in Beziehung 

gesetzt zum Einkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Valideneinkommen; Art. 16 ATSG). 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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9/21 

2.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, sind die Verwaltung und im Beschwerdefall das 

Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur 

Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es dabei, den Gesundheitszustand 

zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeit die 

versicherte Person arbeitsfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Aussagen eine wichtige Grundlage 

für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen einer Person noch zugemutet werden können 

(BGE 125 V 256 E. 4, 115 V 133 E. 2 und 114 V 310 E. 3c). 

2.6 Ferner hat die versicherte Person Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung, 

wenn sie durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder 

psychischen Integrität erleidet (Art. 24 Abs. 1 UVG). 

2.7 Gemäss Art. 43 Abs. 1 Satz 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die 

notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Die nach 

Art. 61 lit. c ATSG vom kantonalen Gericht zu beachtende Untersuchungspflicht entspricht derjenigen 

von Art. 43 Abs. 1 ATSG (UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, N 106 zu Art. 61). Im 

Sozialversicherungsrecht herrscht somit der Untersuchungsgrundsatz. Eine Tatsache darf dann als 

bewiesen angenommen werden, wenn die zuständige Verwaltungsbehörde bzw. das Gericht von ihrem 

Bestehen überzeugt ist. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das 

Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den 

Beweisanforderungen nicht. Die Richterin und der Richter haben vielmehr jener 

Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die sie von allen möglichen Geschehensabläufen als die 

Wahrscheinlichste würdigen (BGE 138 V 218 E. 6; THOMAS LOCHER/THOMAS GÄCHTER, Grundriss des 

Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. Bern 2014, § 70 N 58).  

2.8 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der Grundsatz der freien 

Beweiswürdigung (Art. 43 Abs. 1 bzw. Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die urteilenden Instanzen die 

Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu 

würdigen und alle Beweismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und 

danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen 

Rechtsanspruchs gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 

beklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, 

in der Darlegung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten 

oder der Expertin begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens 

ist grundsätzlich weder die Herkunft noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen 

Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweisen). 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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3.   

Die Beschwerdeführerin beanstandet, dass die Beschwerdegegnerin zur Berechnung des 

Invaliditätsgrades sowohl für das Validen- als auch für das Invalideneinkommen die Zahlen der 

Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik (BFS) herangezogen 

habe. Ihres Erachtens müsste ihr Valideneinkommen einzig anhand des kurz vor dem Unfall erzielten 

Verdienstes, und zwar hochgerechnet auf ein 100%-Pensum, berechnet werden (act. G1-3 N 10 f.). Im 

Weiteren habe sich die Beschwerdegegnerin beim Invalideneinkommen auf das Total der Frauen der 

Tabelle TA1_tirage_skill_level (2020) gestützt und mit dem Sektor 2 auch körperlich schwere 

Tätigkeiten berücksichtigt, welche für sie nicht mehr möglich seien. Entweder sei auf den Lohn für 

Sektor 3 mit Fr. 4'187.– abzustellen oder vom Total ein Leidensabzug von 10 % vorzunehmen (act. G4-

5 N 15). Nachfolgend ist zuerst das Valideneinkommen zu bestimmen (vgl. nachstehende E. 4). Für 

das Invalideneinkommen (vgl. nachstehende E. 5.3 f.) ist vorerst die medizinisch-theoretische (Rest-

)Erwerbsfähigkeit zu eruieren (vgl. nachstehende E. 5.1) und anschliessend deren Verwertbarkeit zu 

prüfen (vgl. nachstehende E. 5.2). Der Invaliditätsgrad ergibt sich schliesslich – wie bereits erwähnt 

(vgl. vorstehende E. 2.4) – aus dem Vergleich von Validen- und Invalideneinkommen (vgl. 

nachstehende E. 6). Da – wie zwischen den Parteien unstreitig (Reg. 1 act. 169, 344, 356, 361 N 6) – 

per 1. Dezember 2021 von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin mehr erwartet werden konnte (100 % arbeitsfähig in 

leidensangepasster Tätigkeit [vgl. vorstehenden Sachverhalt A.dd und Gutachten vom 24. Oktober 

2022, gemäss dem die Beschwerdeführerin  – trotz allfälliger operativer Stabilisierung des 

Schultergelenks, wodurch eventuell eine namhafte Besserung ihres Gesundheitszustands erzielt 

werden könnte – für adaptierte Tätigkeiten zu 100 % arbeitsfähig sei]), ist der Anspruch auf eine 

Invalidenrente ab 1. Dezember 2021 zu prüfen (vgl. vorstehende E. 2.2). 

4.  

4.1 Massgebend für das Valideneinkommen ist, was die versicherte Person aufgrund ihrer 

beruflichen Fähigkeiten und ihrer persönlichen Umstände nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit im massgebenden Zeitpunkt des allfälligen Rentenbeginns verdient hätte, wenn sie 

nicht invalid geworden wäre. Dabei ist in der Regel am zuletzt – d.h. grundsätzlich vor dem Beginn der 

unfallbedingten ganzen oder teilweisen Arbeitsunfähigkeit – erzielten, nötigenfalls der Teuerung und 

der realen Einkommensentwicklung angepassten Lohn anzuknüpfen, da es empirischer Erfahrung 

entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre; 

Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 mit 

Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 18. März 2015, 8C_590/2014, E. 5.1). Ist ein konkreter Lohn 

nicht eruierbar, war die versicherte Person zur Zeit des Unfalls arbeitslos oder hätte sie ihre bisherige 

Stelle auch ohne den Unfall in der Zeit bis zum Rentenbeginn verloren, können die Zahlen der LSE des 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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BFS herangezogen werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 25. August 2017, 8C_382/2017, E. 

2.3.1).  

4.2 Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Bestimmung des Valideneinkommens auf die 

Tabelle TA1 der LSE 2020 ab und verzichtete dabei auf eine Hochrechnung des zuletzt in Teilzeit 

erzielten Einkommens auf ein Vollpensum. Ihre Vorgehensweise begründete sie damit, dass nicht mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen sei, dass die Beschwerdeführerin als gesunde 

Person im Vollzeitpensum den von ihr geltend gemachten Bruttojahreslohn von Fr. 100'241.50 

verdienen würde. Aufgrund der Akten sei nicht ausgewiesen, wie hoch die geleisteten Arbeitsstunden 

der Beschwerdeführerin vor dem Unfall tatsächlich gewesen seien. Zwar sei in der Unfallmeldung 

angegeben worden, dass das wöchentliche Arbeitspensum der Beschwerdeführerin 8.4 Stunden 

betragen habe. Aufzeichnungen zu den geleisteten Arbeitsstunden bestünden jedoch nicht. Auch 

würden sich aus dem vorgelegten Arbeitsvertrag keine genügend konkreten Hinweise auf das effektive 

Arbeitspensum der Beschwerdeführerin ergeben. Die Arbeitgeberin bzw. die von ihr beauftragte M.___ 

AG habe eine ihr diesbezüglich am 8. Mai 2023 gestellte Anfrage am 26. Mai 2023 dahingehend 

beantwortet, dass es keine Arbeitsrapporte gäbe und es der Beschwerdeführerin freigestanden hätte, 

wann sie die ihr zugeteilten Aufgaben ausführe. Auch habe die Arbeitgeberin nicht sagen können, wie 

viel ein ähnlich qualifizierter Mitarbeiter in einem gleichen Aufgabenbereich in einem Vollzeitpensum 

bei ihr verdienen würde, da sie keine vergleichbaren Mitarbeiter angestellt habe. Daher sei das gestützt 

auf die LSE ermittelte und nicht hochgerechnete Valideneinkommen nicht zu beanstanden. Allenfalls 

erscheine fraglich, ob nicht auf die Tabelle T17 der LSE 2020 abzustellen sei, was im Ergebnis dennoch 

für die Zusprache einer Invalidenrente nicht ausreichen würde (Reg. 1 act. 382 N 18 f.). Im Übrigen 

habe die Beschwerdeführerin vor dem Unfall die Absicht gehabt, ihre Erwerbstätigkeit in der Schweiz 

vorzeitig aufzugeben, um nach N.___ auszuwandern und dort als Selbstversorgerin zu leben (Reg. 1 

act. 382 N 17). 

4.3 Die Beschwerdeführerin vertritt hingegen die Ansicht, Anknüpfungspunkt für das 

Valideneinkommen bilde ihr zuletzt erzielter Verdienst (act. G1-3 N 10; act. G4-4 N 9). Die 

Beschwerdegegnerin begründe ihre Behauptung, die Beschwerdeführerin habe einen 

überdurchschnittlich hohen Lohn erzielt, nicht. Ihr Vorgehen sei nicht nachvollziehbar. Mit Blick auf das 

bundesgerichtliche Urteil 8C_581/2020, 8C_585/2020 seien überdurchschnittlich hohe Löhne zu 

berücksichtigen, sofern der zuletzt bezogene, überdurchschnittlich hohe Lohn weiterhin erzielt worden 

wäre (act. G4-5 N 13). Allein aufgrund der Vermögensverhältnisse der Beschwerdeführerin sei es alles 

andere als zweifelhaft, dass sie ohne Unfall zum Berentungszeitpunkt die bisherige Tätigkeit noch 

ausgeübt und den entsprechenden Lohn erzielt hätte. Blosse Träume über eine Auswanderung könnten 

keinesfalls für eine Leistungsablehnung herangezogen werden (act. G4-4 N 7, N 10). Die 

Beschwerdeführerin habe enge Beziehungen vor Ort. Auch habe sie zum Zeitpunkt der Rentenprüfung 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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die AHV-Rente noch nicht beziehen können, so dass die Aufgabe der Erwerbstätigkeit ohnehin nicht in 

Frage gekommen wäre (act. G4-3 N 7). Zudem müsse eine Hochrechnung auf ein 100%-Pensum 

vorgenommen werden. Die Beschwerdegegnerin habe selber auf dem Unfallschein ein Arbeitspensum 

von 20 % angegeben und dieses damit bestätigt (act. G4-4 N 8). Ihre Behauptung, dass nicht erstellt 

sei, dass der Lohn vor dem Unfall für ein Pensum von 20 % ausgerichtet worden sei, widerspreche den 

Angaben der Arbeitgeberin, den Arztattesten und vor allem den von der Beschwerdegegnerin während 

zwei Jahren erbrachten Taggeldleistungen (act. G4-4 f. N 11). Aus der Feststellung der 

Beschwerdegegnerin, dass die Arbeitgeberin einzig ausgeführt habe, es habe der Beschwerdeführerin 

freigestanden, wann sie die Arbeiten ausführe, könne nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

abgeleitet werden, dass das Arbeitspensum nicht den von der Arbeitgeberin deklarierten 8.4 Stunden 

und damit einem 20%-Pensum entsprochen habe (act. G4-5 N 12). Schliesslich trage die 

Beschwerdegegnerin die Beweislast dafür, dass die Regel der Anknüpfung an den zuletzt erzielten 

Verdienst nicht greife. Der Nachweis der Mutmassung sei ihr nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit gelungen (act. G4-5 N 14). 

4.4  

4.4.1 Vorab ist – auch wenn die Beschwerdegegnerin nicht primär gestützt darauf ihren 

Einspracheentscheid begründete – hervorzuheben, dass die Ausführungen der Beschwerdeführerin 

bezüglich geplanter Auswanderung nicht als überwiegend wahrscheinlich erachtet werden können, was 

jedoch, möchte man vom letzten vor Eintritt der gesundheitlichen Beeinträchtigung erzielten, der 

Teuerung sowie der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst abweichen, der Fall sein 

müsste (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; Urteile des Bundesgerichts vom 3. Februar 2021, 8C_581/2020 und 

8C_585/2020, E. 6.1, und vom 5. März 2019, 9C_852/2018, E. 5.4.1 mit Hinweisen). Gemäss 

allgemeiner Lebenserfahrung tendieren nämlich viele Menschen dazu, den Wunsch zu äussern, nach 

der Pensionierung auswandern zu wollen. Konkrete Hinweise auf eine Umsetzung des geäusserten 

Wunsches gibt es seitens der Beschwerdeführerin jedoch nicht, zumal – wie die Beschwerdeführerin 

selbst ausführt – das Pensionskassengeld nicht ausreichen würde und auch keine konkreten Pläne 

(genaue Finanzierung, Region, Zeitpunkt, Verträge etc.) vorliegen. Unterstützt wird diese Ansicht auch 

dadurch, dass sich die Beschwerdeführerin im Rahmen des Coachings bemühte, eine neue Stelle zu 

finden. Was die Höhe des Valideneinkommens betrifft, ist nicht ersichtlich, wieso vom zuletzt erzielten 

Verdienst abgewichen werden sollte. Die Beschwerdeführerin erhielt – wie die Beschwerdegegnerin in 

ihrer Verfügung festhält (Reg. 1 act. 344) – erwiesenermassen rund brutto Fr. 20’048.30 (berechnet 

basierend auf dem Zeitraum 4. November 2018 bis 3. November 2019; 2 x Fr. 1'657.50 + Fr. 105.25 

[Reg. 2 act. 10] + 10 x Fr. 1'662.75 [Reg. 2 act. 11]; wobei der Anteil am 13. Monatslohn bereits inklusive 

ist) jährlich für ihre Arbeitsleistung. Das zuletzt erzielte Einkommen weist keine starken und 

verhältnismässig kurzfristig in Erscheinung getretenen Schwankungen auf (vgl. z.B. für die Jahre 2018 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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und 2019 Reg. 2 act. 10 f.) und es steht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit fest, dass der erzielte 

Verdienst weiterhin erzielt worden wäre (vgl. dazu Urteile des Bundesgerichts vom 3. Februar 2021, 

8C_581/2020 und 8C_585/2020, E. 6.1 mit Hinweisen, vom 5. September 2019, 9C_239/2019, E. 2.2.1, 

und vom 3. März 2017, 9C_838/2016, E. 3.1). Die Argumentation der Beschwerdegegnerin, der Lohn 

falle verglichen mit den Löhnen einer Hauswartin eher hoch aus, weshalb auf einen Durchschnittswert 

abzustellen sei, verfängt nicht, zumal dabei das fortgeschrittene Alter der Beschwerdeführerin und die 

in den vergangenen Berufsjahren erworbenen Erfahrungen in der Administration, als Verkäuferin und 

als Pflegerin (vgl. Reg. 1 act. 118) ausser Acht gelassen würden. Zudem beinhaltete das Pflichtenheft 

der Beschwerdeführerin auch Spezialaufgaben (Wohnungsbesichtigungen für Mietinteressenten; Reg. 

2 act. 141), die üblicherweise nicht zu den Aufgaben einer Hauswartin gehören. Auf Erfahrungs- und 

Durchschnittswerte darf nur unter Mitberücksichtigung der für die Entlöhnung im Einzelfall relevanten 

persönlichen und beruflichen Faktoren abgestellt werden (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 mit Hinweisen). Nach 

dem Gesagten ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin ohne den Unfall ihre bisherige 

Arbeitsstelle mit überwiegender Wahrscheinlichkeit beibehalten und demnach überwiegend 

wahrscheinlich weiterhin ein Einkommen von rund Fr. 20’048.30 jährlich (angepasst an die 

Teuerungsverhältnisse) generiert hätte.  

4.4.2 Bei Personen, die vor dem Unfall nur teilweise erwerbstätig waren, ist die Invalidität – anders als 

bei den Taggeldleistungen – bezogen auf eine hypothetische Vollzeittätigkeit zu bemessen. Für das 

Valideneinkommen massgebend ist nicht der tatsächlich ausgeübte Erwerbsgrad, sondern 

entscheidend sind die Verdienstmöglichkeiten einer versicherten Person, von der angenommen wird, 

dass sie jene voll ausnützt (Urteil des Bundesgerichts vom 14. April 2008, 8C_664/2007, 8C_713/2007, 

E. 6.2; vgl. auch MARC HÜRZELER/PATRICIA USINGER-EGGER, Einführung in das schweizerische 

Unfallversicherungsrecht, 2021, Rz. 481).  

4.4.3 Die Arbeitgeberin hat gegenüber der Beschwerdegegnerin mehrmals bestätigt, dass die 

Beschwerdeführerin bei ihr nicht im Stundenlohn, sondern in einem 20%-Pensum angestellt war (vgl. 

Schadenmeldung vom 6. November 2019 [Reg. 2 act. 1], Telefonnotiz vom 15. November 2019 [Reg. 

2 act. 13] und Telefonnotiz vom 26. November 2020 [Reg. 2 act. 141]). Es besteht daher kein Anlass, 

dies anzuzweifeln. Insbesondere würde es einer ergebnisorientierten Beurteilung gleichkommen, würde 

der Beschwerdegegnerin gefolgt und das Pensum nur deshalb nicht hochgerechnet, weil – so die 

Beschwerdegegnerin – das auf 100 % aufgerechnete Einkommen weit von einem «normalen» Lohn für 

eine Hauswartin entfernt liege und im Falle einer Berücksichtigung zu einer Verletzung des Grundsatzes 

der Gleichstellung aller Versicherten führe (act. G6-5 Ziff. 3.2 f.). Auszugehen ist daher von einem 

Valideneinkommen von jährlich Fr. 100’241.50 (Fr. 20’048.30 x 5). Dieses ist, da es überwiegend 

wahrscheinlich ist, dass die Beschwerdeführerin einen Teuerungsausgleich erhalten hätte, bis zum 

Zeitpunkt des Rentenbeginns an die Nominallohnentwicklungen anzupassen (Tabellen und 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Schätzungen abrufbar unter <https:// www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/arbeit-erwerb/loehne-

erwerbseinkommen-arbeitskosten/lohnindex.html>, zuletzt abgerufen am 7. März 2025). Für das Jahr 

2020 ist die Tabelle T1.2.15 heranzuziehen. Demnach waren die Nominallöhne für Frauen im Jahr 2020 

in allen Wirtschaftszweigen um 0.9 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Für das Jahr 2021 waren im 

Zeitpunkt des Einspracheentscheids (19. April 2024) die definitiven Daten zur Entwicklung der 

Nominallöhne bereits veröffentlicht worden. Gemäss diesen waren die Nominallöhne für Frauen im Jahr 

2021 in allen Wirtschaftszweigen um 0.6 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen (Tabelle T1.2.20). 

Demnach ergibt sich ein statistisches Einkommen von rund Fr. 101’750.55 jährlich (Fr. 100’241.50 x 

1.009 x 1.006).  

5.  

5.1 Um das Invalideneinkommen berechnen zu können, muss zuerst die Arbeitsfähigkeit der 

Beschwerdeführerin in einer angepassten Tätigkeit mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit feststehen. In ihrer angestammten Tätigkeit als Hauswartin ist die 

Beschwerdeführerin unbestrittenermassen als arbeitsunfähig zu erachten (vgl. Reg. 1 act. 383 N 14; 

act. G4-3 N 5). Gemäss dem medizinisch ermittelten Belastungsprofil ist diese Tätigkeit nur noch 

bedingt geeignet, da die damit verbundenen Arbeiten auch das Heben und Tragen von Wassereimern 

sowie allgemein intensive beidarmige Belastungen der oberen Extremitäten bedingen, der 

Beschwerdeführerin aber stark schulterbelastende Tätigkeiten wegen der Instabilität im 

Schultergelenksbereich und der verminderten Belastbarkeit des linken Ellenbogens auf die Dauer nicht 

mehr zumutbar sind (Reg. 1 act. 299 f.). Zumutbar sind leichte Tätigkeiten in Wechselposition 

vollschichtig unter Vermeidung von stärkeren Belastungen der oberen Extremitäten (< 8 kg) und 

Tätigkeiten über Schulterhöhe, dies mit 100%iger Arbeitsfähigkeit, bezogen auf ein 100%-Pensum 

(Reg. 1 act. 299). Auszugehen ist demnach von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in angepasster 

Tätigkeit, was auch von der Beschwerdeführerin nicht bestritten wird. 

5.2 Als Nächstes ist die Verwertbarkeit der medizinisch-theoretischen Restarbeitsfähigkeit der 

Beschwerdeführerin zu prüfen.  

5.2.1 Massgeblich für die Verwertbarkeit der medizinisch-theoretischen Restarbeitsfähigkeit ist der 

ausgeglichene Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 und Art. 16 ATSG). Der ausgeglichene Arbeitsmarkt ist ein 

theoretischer und abstrakter Begriff. Er berücksichtigt die konkrete Arbeitsmarktlage nicht, umfasst in 

wirtschaftlich schwierigen Zeiten auch tatsächlich nicht vorhandene Stellenangebote und sieht von den 

fehlenden oder verringerten Chancen gesundheitlich beeinträchtigter Personen ab, tatsächlich eine 

zumutbare und geeignete Arbeitsstelle zu finden. Das Abstellen auf den ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

gemäss Art. 16 ATSG dient auch dazu, den Leistungsbereich der Invalidenversicherung von jenem der 

Arbeitslosenversicherung abzugrenzen. Als theoretische Grösse ist er durch ein gewisses 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Gleichgewicht zwischen Angebot an und Nachfrage nach Arbeitskräften gekennzeichnet und weist 

einen Fächer verschiedenster Tätigkeiten auf. Das gilt sowohl bezüglich der dafür verlangten 

beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen als auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes. An 

der Massgeblichkeit dieses ausgeglichenen Arbeitsmarkts vermag gemäss Bundesgericht auch der 

Umstand nichts zu ändern, dass es für die versicherte Person im Einzelfall schwierig oder gar unmöglich 

ist, auf dem tatsächlichen Arbeitsmarkt eine entsprechende Stelle zu finden (Urteil des Bundesgerichts 

vom 19. August 2011, 8C_237/2011, E. 2.3). Der ausgeglichene Arbeitsmarkt umfasst auch sogenannte 

Nischenarbeitsplätze, also Stellen- und Arbeitsangebote, bei welchen Behinderte mit einem sozialen 

Entgegenkommen seitens des Arbeitgebers rechnen können (Urteil des Bundesgerichts vom 19. Mai 

2022, 8C_55/2022, E. 4.3). Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit ist erst anzunehmen, wenn die 

zumutbare Tätigkeit in nur so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der ausgeglichene 

Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines 

durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden einer entsprechenden Stelle daher von 

vornherein als ausgeschlossen erscheint (vgl. zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts vom 

17. Dezember 2021, 8C_202/2021, E. 5.1 mit Hinweisen). Fehlt es an einer wirtschaftlich verwertbaren 

Resterwerbsfähigkeit, liegt eine vollständige Erwerbsunfähigkeit vor, die einen Anspruch auf eine ganze 

Invalidenrente begründet (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 21. August 2006, I 

831/05, E. 4.1.1 mit Hinweisen). 

5.2.2 Massgebend für die Beurteilung der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit ist der Zeitpunkt des 

Feststehens der medizinischen Zumutbarkeit einer (Teil-)erwerbstätigkeit. Diese ist gegeben, sobald 

die medizinischen Unterlagen eine zuverlässige Sachverhaltsfeststellung erlauben (BGE 138 V 457 

E. 3.3 f.; Urteile des Bundesgerichts vom 1. März 2017, 8C_678/2016, E. 2.2, vom 22. Dezember 2016, 

9C_469/2016, E. 3.2, und vom 24. November 2016, 8C_665/2016, E. 5.3). Das medizinische Gutachten 

datiert im vorliegenden Fall vom 24. Oktober 2022 (Reg. 1 act. 298 ff.). Die Beschwerdeführerin war 

damals 61 ¾ Jahre alt. Das fortgeschrittene Alter wird, obgleich an sich invaliditätsfremder Faktor, in 

der Rechtsprechung als Kriterium anerkannt, welches zusammen mit weiteren persönlichen und 

beruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die einer versicherten Person verbliebene 

Restarbeitsfähigkeit auch in einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht mehr nachgefragt würde. Der 

Einfluss des Lebensalters auf die Möglichkeit, das verbliebene Leistungsvermögen zu verwerten, lässt 

sich nicht nach einer allgemeinen Regel bemessen, sondern hängt von den konkreten Umständen ab 

(BGE 138 V 457 E. 3.1; Urteile des Bundesgerichts vom 19. Juni 2017, 8C_28/2017, E. 3.2 f., vom 7. 

März 2017, 9C_677/2016, E. 4.2, und vom 13. März 2014, 9C_734/2013, E. 2.1). Massgebend können 

die Art und Beschaffenheit des Gesundheitsschadens und seiner Folgen, der absehbare Umstellungs- 

und Einarbeitungsaufwand und in diesem Zusammenhang auch Persönlichkeitsstruktur, vorhandene 

Begabungen und Fertigkeiten, Ausbildung, beruflicher Werdegang oder Anwendbarkeit von 

Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich sein (BGE 138 V 457 E. 3.1; Urteile des 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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16/21 

Bundesgerichts vom 19. Juni 2017, 8C_28/2017, E. 3.2 f., vom 7. März 2017, 9C_677/2016, E. 4.2, 

vom 13. März 2014, 9C_734/2013, E. 2.1, vom 22. März 2012, 9C_153/2011, E. 3.1, und vom 28. Mai 

2009, 9C_918/2008, E. 4.2.2 mit Hinweisen). Somit hängt die Verwertbarkeit nicht zuletzt davon ab, 

welcher Zeitraum der versicherten Person für eine berufliche Tätigkeit und vor allem auch für einen 

allfälligen Berufswechsel noch zur Verfügung steht (BGE 138 V 457 E. 3.2). 

5.2.3 Das Bundesgericht hielt fest, dass sich im Bereich der Unfallversicherung keine Rechtsprechung 

etabliert habe, wonach die Unverwertbarkeit einer verbleibenden medizinisch-theoretischen 

Restarbeitsfähigkeit wegen des fortgeschrittenen Alters zu berücksichtigen wäre (Urteil des 

Bundesgerichts vom 10. August 2018, 8C_313/2018, E. 6.6 mit Hinweisen; vgl. auch Art. 28 Abs. 4 der 

Verordnung über die Unfallversicherung [UVV; SR 832.202]). Die bundesgerichtliche Rechtsprechung 

erweist sich als streng (vgl. etwa Urteile des Bundesgerichts vom 23. Januar 2025, 8C_222/2024, E. 4 

f., vom 20. Dezember 2024, 8C_302/2024, E. 11, vom 20. Februar 2024, 9C_755/2023, E. 5.4 f., vom 

23. August 2018, 8C_892/2017, E. 5, vom 10. August 2018, 8C_313/2018, E. 6.5, und vom 19. Mai 

2016, 8C_910/2015, E. 4.3.4). Unter anderem bejahte das Bundesgericht die Verwertbarkeit im Fall 

eines 62 Jahre und 10 Monate alten und 100 % in angepasster Tätigkeit arbeitsfähigen Allrounders, der 

in seiner beruflichen Laufbahn als Automechaniker, CNC-Operateur, Hilfsschreiner, 

Betriebsmechaniker, Landmaschinenmechaniker, Mitarbeiter im Abschlepp- und Pannendienst und 

Hauswart gearbeitet hatte und dessen Zumutbarkeitsprofil keine Vielzahl von Einschränkungen enthielt 

(Urteil des Bundesgerichts vom 20. Februar 2024, 9C_755/2023, E. 5.4 f.). Vorliegend bestehen 

genügend Tätigkeiten, in denen stärkere Belastungen der oberen Extremitäten nicht erforderlich sind; 

das vom Gutachter erstellte Zumutbarkeitsprofil erweist sich somit als eher gering einschränkend. 

Etwas anderes wird von der Beschwerdeführerin auch nicht geltend gemacht. Vor diesem Hintergrund 

rechtfertigt es sich vorliegend nicht, die Verwertbarkeit aufgrund von Faktoren wie das fortgeschrittene 

Alter der Beschwerdeführerin oder die vergebliche Stellensuche durch sie zu verneinen, da auf den 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt abzustellen ist. Nachfolgend ist somit – basierend auf einer 

Restarbeitsfähigkeit von 100 % – das Invalideneinkommen zu ermitteln.  

5.3  

5.3.1 Die Beschwerdeführerin geht aktuell keiner Erwerbstätigkeit nach. Damit schöpft sie die ihr 

verbleibende Erwerbsfähigkeit (100 % in angepasster Tätigkeit) nicht aus. Nach der Rechtsprechung 

sind im Bereich der Unfallversicherung die im Zeitpunkt des Einspracheentscheids aktuellsten 

statistischen Daten (bezogen auf den Rentenbeginn) zu verwenden (Urteile des Bundesgerichts vom 

17. April 2024, 8C_182/2023, E. 4.3.2.3.2, und vom 2. Mai 2023, 8C_659/2022, E. 4.2.2). Da der 

Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 19. April 2024 datiert und ein allfälliger 

Rentenanspruch per 1. Dezember 2021 zu berechnen ist, hat die Beschwerdegegnerin vorliegend zu 

Recht das Invalideneinkommen gestützt auf die statistischen Werte gemäss LSE 2020 berechnet. 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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5.3.2 Die Kompetenzniveaus 1 und 2 unterscheiden sich (nebst der resultierenden Lohnhöhe) darin, 

dass das tiefste Niveau lediglich «einfache», das zweittiefste hingegen «praktische» Tätigkeiten erfasst. 

Die einfachen Tätigkeiten sind ferner körperlicher oder handwerklicher Art, während die praktischen 

Tätigkeiten von Dienstleistungen (Verkauf, Pflege) über Maschinenbedienung bis zu Kontroll- und 

Transportaufgaben ein breites Spektrum umfassen. Die unterschiedlichen Umschreibungen bringen 

zum Ausdruck, dass es sich beim Kompetenzniveau 1 um rein ausführende, eigentliche 

Hilfsarbeitertätigkeiten handelt, während bei den Tätigkeiten auf Kompetenzniveau 2 ein gewisses 

Mass an intellektuellem Aufnahmevermögen vorausgesetzt ist, wobei mit dem Kompetenzniveau 3 und 

4 noch höhere Einstufungen möglich sind. Der Abgrenzung des Kompetenzniveaus 2 zum 

Kompetenzniveau 1 dient primär die intellektuelle Komponente, die bei Letzterem gerade nicht 

vorausgesetzt ist (so auch Entscheid des Sozialversicherungsgerichts Zürich [SVGer ZH] vom 24. 

Januar 2017, UV.2015.00202, E. 5.5). Wenn die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität – wie 

vorliegend – nicht auf ihren angestammten Beruf zurückgreifen kann, rechtfertigt es sich gemäss 

bundesgerichtlicher Rechtsprechung bei der Bemessung des Invalideneinkommens dann auf den 

Totalwert im Kompetenzniveau 2 gemäss LSE abzustellen, wenn die versicherte Person über 

besondere Fertigkeiten und Kenntnisse verfügt, anderenfalls ist der im Kompetenzniveau 1 

ausgewiesene Wert entscheidend (Urteil des Bundesgerichts vom 23. Juli 2021, 8C_737/2020, E. 2 mit 

Hinweisen). Der Schwerpunkt liegt damit auf der Aufgabenart, welche die versicherte Person aufgrund 

ihrer Qualifikationen übernehmen kann, und nicht auf den Qualifikationen an sich (Urteile des 

Bundesgerichts vom 10. August 2023, 8C_293/2023, E. 4.2, vom 28. Juni 2022, 8C_801/2021, E. 2.3, 

und vom 14. April 2020, 8C_66/2020, E. 4.2.1 mit Hinweisen). Führungserfahrung oder die erfolgreiche 

Ausübung einer selbständigen Tätigkeit können dazu führen, dass sich ein Abstellen auf das 

Kompetenzniveau 2 rechtfertigt (vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts vom 26. März 2023, 8C_732/2018, 

E. 8.2.2). Die Beschwerdeführerin absolvierte keine formale Berufsausbildung (Reg. 1 act. 309), 

besuchte jedoch verschiedene Aus- und Weiterbildungskurse (Bürofachzertifikat, Lebens- und 

Eheberatungsseminar, Unternehmerseminar) und sammelte auch jeweils über mehrere Jahre in 

verschiedenen Bereichen Berufserfahrung (Verkauf, Administration, Pflege, Reinigung- und 

Instandhaltung, Überwachung; Reg. 1 act. 118), was wiederum zeigt, dass sie vielseitig einsetzbar ist. 

Gemäss Lebenslauf (Reg. 1 act. 118) war die Beschwerdeführerin drei Jahre lang Abteilungsleiterin in 

der O.___ in P.___, und dabei auch für die Preisgestaltung zuständig. Zudem arbeitete sie sieben Jahre 

lang als selbständige Altenpflegerin und -betreuerin. Hinzu kommt, dass sich aus dem (unbestrittenen) 

ärztlichen Zumutbarkeitsprofil ergibt, dass die Beschwerdeführerin infolge ihrer unfallbedingten 

körperlichen Einschränkungen auf leichte Tätigkeiten in Wechselposition unter Vermeidung von 

stärkeren Belastungen der oberen Extremitäten und Tätigkeiten über Schulterhöhe angewiesen ist 

(Reg. 1 act. 299). Aus der branchenmässig weiten Umschreibung der Tätigkeiten im Kompetenzniveau 

2 ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu schliessen, dass sich darunter auch solche befinden, 

welche dem für die Beschwerdeführerin geltenden Anforderungsprofil entsprechen (vgl. so auch 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Entscheid des SVGer ZH vom 24. Januar 2017, UV.2015.00202, E. 5.6). Vor dem genannten 

Hintergrund wäre es nicht gerechtfertigt, die Beschwerdeführerin im Kompetenzniveau 1 – und damit 

auf Stufe rein ausführender, eigentlicher Hilfsarbeitertätigkeiten – einzustufen. Der Totalwert für alle 

Wirtschaftszweige gemäss LSE 2020, TA1, Kompetenzniveau 2, Frauen, beträgt Fr. 5'046.– monatlich 

(inkl. 13. Monatslohn). 

5.3.3 Da der LSE-Wert auf einer Arbeitszeit von 40 Stunden pro Woche basiert, ist er auf die 

betriebsübliche Arbeitszeit in Stunden pro Woche aufzurechnen. Gemäss der Statistik über die 

«Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen (NOGA 2008), in Stunden pro Woche» betrug 

die betriebsübliche Arbeitszeit für das Total aller Wirtschaftszweige im Jahr 2021 (aktuellste Statistik im 

Zeitpunkt des Einspracheentscheids [19. April 2024] bezogen auf den Rentenbeginn [1. Dezember 

2021]) 41.7 Stunden (abrufbar unter <https://www.bfs.admin.ch/asset/de/25045916>, zuletzt abgerufen 

am 7. März 2025). Demnach ergibt sich nach Aufrechnung ein Einkommen von rund Fr. 5'260.50 

monatlich (Fr. 5'046.– / 40 x 41.7). 

5.3.4 Zudem ist eine Anpassung an die Nominallohnentwicklung vorzunehmen (Tabellen und 

Schätzungen abrufbar unter <https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/arbeit-erwerb/loehne-

erwerbseinkommen-arbeitskosten/lohnindex.html>, zuletzt abgerufen am 7. März 2025). Für das Jahr 

2021 (Rentenbeginn) waren im Zeitpunkt des Einspracheentscheids (19. April 2024) die definitiven 

Daten zur Entwicklung der Nominallöhne bereits veröffentlicht worden. Demnach waren die 

Nominallöhne für Frauen im Jahr 2021 in allen Wirtschaftszweigen um 0.6 % gestiegen. Somit ergibt 

sich ein statistisches Einkommen von rund Fr. 5’292.10 monatlich (Fr. 5'260.50 x 1.006) bzw. 

Fr. 63’504.80 jährlich (x 12). 

5.4 Zu prüfen bleibt, ob von diesem Tabellenlohn ein Abzug vorzunehmen ist. 

5.4.1 Mit dem Tabellenlohnabzug soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und 

berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder 

Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können und je 

nach Ausprägung die versicherte Person deswegen die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur mit einem unterdurchschnittlichen erwerblichen Erfolg verwerten 

kann. Ohne für jedes zur Anwendung gelangende Merkmal separat quantifizierte Abzüge vorzunehmen, 

ist der Einfluss aller Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im 

Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen. Der Abzug darf 25 % nicht 

übersteigen (vgl. anstelle vieler: Urteil des Bundesgerichts vom 7. August 2018, 8C_58/2018, E. 3.1.1 

mit Hinweisen). 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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5.4.2 Die Beschwerdegegnerin gewährte der Beschwerdeführerin keinen leidensbedingten Abzug. Sie 

begründete dies damit, dass der Umstand, dass der Beschwerdeführerin nur noch leichte Tätigkeiten 

zumutbar seien, keinen Grund für einen leidensbedingten Abzug darstelle, zumal der Tabellenlohn im 

ihr durch die Beschwerdegegnerin zugrunde gelegten Kompetenzniveau 1 bereits eine Vielzahl von 

leichten und mittelschweren Tätigkeiten umfasse. Es existierten keine Hinweise darauf, dass die 

Beschwerdeführerin selbst im Rahmen einer körperlich leichten Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer 

Leistungseifähigkeit eingeschränkt sei. Gemäss dem schlüssigen Gutachten der V.___ GmbH vom 24. 

Oktober 2022 seien ihr sämtliche leichten Arbeiten in Wechselposition ohne stärkere Belastungen der 

oberen Extremitäten (> 8 kg) und ohne Tätigkeiten über Schulterhöhe vollschichtig zumutbar (Reg. 1 

act. 381). 

5.4.3 Das Bundesgericht führte in seiner jüngsten Rechtsprechung mehrfach aus, dass der Medianlohn 

der LSE teilweise auch von Personen mit gesundheitlicher Beeinträchtigung erzielt werde (vgl. anstelle 

vieler: Urteil des Bundesgerichts vom 5. August 2022, 8C_104/2022, E. 5.2, mit Hinweis auf BGE 148 

V 174). Bei der Ermittlung des Invalideneinkommens sei jedoch zu berücksichtigen, dass Menschen 

mit Behinderungen gegebenenfalls aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen auch bei 

Hilfsarbeitertätigkeiten auf tiefstem Kompetenzniveau gewisse Arbeiten nicht ausführen könnten und 

dass das Lohniveau auch bei ihnen zumutbaren Tätigkeiten tiefer sei als bei gesunden Personen, was 

nach Ansicht des Parlaments im Rahmen der bisherigen Rechtslage bzw. Rechtsprechungspraxis zur 

Ermittlung des Invalideneinkommens nicht genügend berücksichtigt worden sei (Motion der 

Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates [20.3377], «Invaliditätskonforme 

Tabellenlöhne bei der Berechnung des IV-Grads», der National- und Ständerat zugestimmt haben). 

Diesem Umstand ist mithin im Bereich der Unfallversicherung im Rahmen der individuellen Prüfung des 

leidensbedingten Abzugs, dem als Korrekturinstrument bei der Festsetzung eines möglichst konkreten 

Invalideneinkommens laut Bundesgericht überragende Bedeutung zukommt (BGE 148 V 174 E. 9.2.2 

und E. 9.2.3; vgl. auch die Urteile des Bundesgerichts vom 30. Juni 2023, 9C_555/2022, E. 4.1, und 

vom 12. Januar 2023, 8C_623/2022, E. 5.2.1), unter Berücksichtigung der konkreten Umstände des 

Einzelfalls ebenfalls ausreichend Rechnung zu tragen. 

5.4.4 Vorliegend sind keine Hinweise erkennbar, die auf eine Leistungseinbusse auf das gemäss LSE 

erzielbare Einkommen durch die Beschwerdeführerin hindeuten würden, zumal etwa der Sektor 3 und 

das Kompetenzniveau 2 einen grossen Fächer an möglichen Tätigkeiten bereitstellen, auf deren 

Ausführung sich die gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Beschwerdeführerin nicht auswirken. Ein 

leidensbedingter Abzug rechtfertigt sich daher nicht. 

5.5 Nach dem Gesagten resultiert ein Invalideneinkommen von rund Fr. 63’504.80 jährlich. 

6.   

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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20/21 

Bei einem Valideneinkommen von rund Fr. 101’750.55 und einem Invalideneinkommen von rund 

Fr. 63’504.80 resultiert eine Erwerbseinbusse von rund Fr. 38'245.75 bzw. ein Invaliditätsgrad von rund 

38 %. 

7.   

7.1 Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung des 

Einspracheentscheids vom 19. April 2024 gutzuheissen und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, 

für die Zeit ab 1. Dezember 2021 (unbestrittener Zeitpunkt des Fallabschlusses; vgl. vorstehende E. 2.2 

und 3) der Beschwerdeführerin eine Invalidenrente in Höhe von 38 % zu entrichten. Die Berechnung 

und Festsetzung des Rentenbetrags ist von der Beschwerdegegnerin vorzunehmen. 

7.2 Bei Streitigkeiten über Leistungen ist das Verfahren kostenpflichtig, wenn dies im jeweiligen 

Einzelgesetz vorgesehen ist (Art. 61 lit. fbis ATSG). Im UVG ist eine solche Kostenpflicht nicht 

vorgesehen. Das Verfahren ist deshalb kostenlos. 

7.3 Die obsiegende beschwerdeführende Partei hat gemäss Art. 61 lit. g ATSG Anspruch auf Ersatz 

der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne 

Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des 

Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor 

Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 Honorarordnung (HonO; sGS 963.75) pauschal Fr. 1'500.– 

bis Fr. 15'000.–. In der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit erscheint mit Blick auf den 

notwendigen Aufwand für die Beschwerdeführung bei bescheidenem Aktenumfang die von der 

Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin eingereichte Honorarnote in Höhe von Fr. 2'154.79 (inklusive 

Barauslagen und Mehrwertsteuer) angemessen. Die Festlegung einer Entschädigung aus 

unentgeltlicher Rechtsverbeiständung erübrigt sich bei diesem Prozessausgang. 

Entscheid 

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP  

1.  

In Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Einspracheentscheid vom 19. April 2024 

aufgehoben und die Beschwerdegegnerin verpflichtet, der Beschwerdeführerin für die Zeit ab 1. 

Dezember 2021 eine Invalidenrente in Höhe von 38 % zu entrichten. Zur Festsetzung und Ausrichtung 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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21/21 

der Rentenleistung wird die Sache im Sinn der Erwägungen an die Beschwerdegegnerin 

zurückgewiesen. 

2.  

Es werden keine Gerichtskosten erhoben. 

3.  

Die Beschwerdegegnerin bezahlt der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung in Höhe von 

Fr. 2'154.79 (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer). 

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 08.04.2025
	Art. 4, Art. 8 und Art. 16 ATSG; Art. 6 Abs. 1 und Art. 18 UVG. Berechnung des Valideneinkommens bei einer im Teilzeitpensum angestellten versicherten Person, wo die Invalidität – anders als bei den Taggeldleistungen – bezogen auf eine hypothetische Vollzeittätigkeit zu bemessen ist. Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit aufgrund der im Unfallversicherungsrecht restriktiven bundesgerichtlichen Rechtsprechung trotz fortgeschrittenen Alters der Beschwerdeführerin bejaht. Invaliditätsgrad von 38 % und damit Zusprache einer Invalidenrente. Gutheissung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 8. April 2025, UV 2024/42). Aufgehoben durch Urteil des Bundesgerichts 8C_269/2025

		2026-01-28T04:32:30+0100
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen