# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4a1c8f46-e5c0-5331-ba2b-fa2a01633fda
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-06-25
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 25.06.2009 D-3963/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-3963-2009_2009-06-25.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-3963/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 5 .  J u n i  2 0 0 9

Einzelrichter Martin Zoller 
mit Zustimmung von Richter Robert Galliker; 
Gerichtsschreiberin Kathrin Mangold Horni.

A._______, geboren (...),
Nigeria,
(...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 16. Juni 2009 

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-3963/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer am 22. April 2009 in der Schweiz um Asyl 
nachsuchte,

dass er bei der Erstbefragung vom 19. Mai 2009 im B._______ sowie 
anlässlich der am 5. Juni 2009 ebenda gestützt auf Art. 29 Abs. 1 des 
Asylgesetzes vom 26. Juni  1998 (AsylG,  SR 142.31)  durchgeführten 
direkten  Bundesanhörung  geltend  machte,  er  sei  nigerianischer 
Staatsangehöriger  von  der  Ethnie  der  Igbo  und  habe  sein  ganzes 
Leben in C._______ (D._______, Enugu State) verbracht,

dass er während sechs Jahren in C._______ die Schule besucht und 
danach seinem Vater in der Landwirtschaft geholfen habe,

dass im Jahre 2007 sein Vater, welcher für die Verehrung des "Alussi" 
- einer dem Stamm der Igbo heiligen Statue - verantwortlich gewesen 
sei, verstorben sei,

dass der Beschwerdeführer traditionsgemäss ein Jahr nach dem Tod 
seines Vaters von den Bewohnern von C._______ aufgefordert worden 
sei, die Aufgabe seiner Vaters zu übernehmen und fortan dem "Alussi" 
zu dienen,

dass diese Aufgabe jedoch mit  zahlreichen Pflichten und Einschrän-
kungen verbunden gewesen wäre, weshalb er die Dorfbewohner dar-
um gebeten habe, ihn aus dieser Verantwortung zu befreien und eine 
andere Person als Diener des "Alussi" zu bestimmen,

dass dies jedoch von den Dorfbewohnern mit dem Hinweis, eine ande-
re Person könne erst nach seinem - des Beschwerdeführers - Tod ge-
sucht werden, abgelehnt worden sei,

dass am 20. Februar 2009 - während er Feldarbeit  verrichtet habe - 
Dorfbewohner  zu  ihm nach Hause gegangen seien und sein  Eltern-
haus verwüstet hätten,

dass seine Mutter zu ihrer Familie nach D._______ geflüchtet sei,

dass der Beschwerdeführer in der Folge zur Polizei gegangen sei und 
diese aufgefordert  habe, in sein Dorf zu gehen und die Bewohner in 

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die Schranken zu weisen und ihn insbesondere von seiner Aufgabe als 
Diener des "Alussi" zu befreien,

dass die Beamten dieses Ersuchen mit der Begründung, dies sei nicht 
Aufgabe der  Polizei,  sondern  eine Angelegenheit  der  Dorfbewohner, 
abgewiesen habe,

dass sich der Beschwerdeführer daher an A. O., den "Reverend Pas-
tor"  der  Pfingstgemeinde  von  C._______,  welcher  er  sei  dem  Tod 
seines Vater angehöre, gewandt habe, 

dass A. O. ihn bei sich aufgenommen und am 20. März 2009 zu einer 
Versammlung in ein anderes Dorf gefahren habe, 

dass  während  dieser  Zeit  Dorfbewohner  von  C._______  auch  das 
Haus des Pastors A. O. verwüstet hätten,

dass  A. O. daher  den  Beschwerdeführer  zu  einem Freund  gebracht 
und ihm geraten habe, dessen Haus einstweilen nicht zu verlassen,

dass der Beschwerdeführer am 25. März 2009 von A. O. wieder abge-
holt  und umgehend mit  einem Personenwagen nach Lagos gebracht 
worden sei,

dass A. O. in Lagos mit Leuten verhandelt habe und er - der Beschwer-
deführer - am folgenden Tag Nigeria auf einem Schiff habe verlassen 
können,

dass er wenige Wochen später an einem ihm nicht bekannten Ort an 
Land gegangen, dann in einem Personenwagen zu einem Bahnhof ge-
fahren  und  schliesslich  per  Zug  am  22.  April  2009  in  die  Schweiz 
gereist sei,

dass er auf seiner ganzen Reise nie kontrolliert worden sei,

dass bezüglich des weiteren Inhalts der Aussagen auf die Protokolle 
bei den Akten verwiesen wird,

dass  der  Beschwerdeführer  den  Schweizer  Behörden  keine  Reise- 
oder Identitätspapiere zu den Akten reichte und im Weiteren erklärte, 
er habe nie Papiere besessen oder beantragt, 

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dass das BFM mit Verfügung vom 16. Juni 2009 - dem Beschwerdefüh-
rer im B._______ gleichentags persönlich eröffnet - in Anwendung von 
Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG auf das Asylgesuch vom 22. 
April  2009 nicht eintrat und die Wegweisung des Beschwerdeführers 
aus  der  Schweiz  sowie  den  Wegweisungsvollzug  anordnete,  wobei 
dieser die Schweiz am Tag nach Eintritt der Rechtskraft zu verlassen 
habe,

dass die Vorinstanz zur  Begründung dieses Entscheids im Wesentli-
chen ausführte,  der  Beschwerdeführer  habe den Asylbehörden trotz 
entsprechender schriftlicher Aufforderung innerhalb der eingeräumten 
Frist  von 48 Stunden ohne entschuldbare Gründe keine Reise- oder 
Identitätspapiere zu den Akten gegeben,

dass die Behauptung des Beschwerdeführers, für seine Aus- und Her-
reise  nichts  bezahlt,  dazu  keine  Reisedokumente  benutzt  zu  haben 
und überdies auch nirgendwo kontrolliert worden zu sein, offensichtlich 
unglaubhaft und der allgemeinen Erfahrung widersprechend sei,

dass seine Reiseangaben - er habe für die Reise von Nigeria in die 
Schweiz weder das von ihm benutzte Schiff  noch irgendwelche Ort-
schaften  nennen  können  und  stattdessen  lediglich  erklärt,  auf  der 
Fahrt geschlafen zu haben - als oberflächlich und stereotyp einzustu-
fen seien, was darauf schliessen lasse, dass er nicht nur beabsichtige, 
die wahren Umstände zu seinem Reiseweg zu verheimlichen, sondern 
auch nicht offenlegen wolle, mit welchen Reisepapieren er in Wirklich-
keit in die Schweiz gereist sei,

dass sodann die Schilderung des Beschwerdeführers, er habe sich mit 
der  Bitte, mit den Dorfbewohnern zu schimpfen und sie zu veranlas-
sen, ihn aus dem Dienst für "Alussi" zu entlassen, an die Polizei ge-
wandt, es jedoch unterlassen, wegen der erwähnten Vorfälle Anzeige 
zu erstatten, realitätsfremd und stereotyp wirke,

dass des Weiteren die Aussagen des Beschwerdeführers hinsichtlich 
seines Wissens über die Verehrung des "Alussi" und der - insbesonde-
re die Ernährung betreffenden - Einschränkungen, die "Alussi"-Diener 
auf sich nehmen müssten, nicht nur tatsachenfremd, sondern auch wi-
dersprüchlich ausgefallen seien,

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dass sich der  Beschwerdeführer  im Übrigen durch Wegzug in  einen 
anderen Landesteil oder in eine grössere Stadt problemlos der Gefahr 
seitens Dritter hätte entziehen können, 

dass der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft nicht erfülle und 
aufgrund der Aktenlage zusätzliche Abklärungen zur Feststellung der 
Flüchtlingseigenschaft  oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses 
nicht erforderlich seien, 

dass der Vollzug der Wegweisung nach Nigeria zulässig, zumutbar und 
möglich sei,

dass für die weitere Begründung auf die vorinstanzliche Verfügung zu 
verweisen ist,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 17. Juni 2009 (Poststem-
pel)  beim  Bundesverwaltungsgericht  gegen  die  Verfügung  des  BFM 
vom 16. Juni  2009 Beschwerde erhob und dabei sinngemäss die Auf-
hebung des vorinstanzlichen Entscheids und die Rückweisung der Sa-
che an die Vorinstanz zur materiellen Beurteilung, eventualiter die An-
ordnung einer vorläufigen Aufnahme beantragte,

dass er sodann sinngemäss um Gewährung einer Frist für die Nachrei-
chung von Identitätspapieren ersuchte,

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  22.  Juni  2009  vollständig  beim 
Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  vor  der  Vorinstanz  am Verfahren  teilge-
nommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, 
ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise 

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Änderung hat  und daher  zur Einreichung der Beschwerde legitimiert 
ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass die Beschwerde innert der gesetzlichen Frist von fünf Arbeitsta-
gen  in  gültiger  Form  eingereicht  wurde  (Art. 108  Abs.  2  und  Art.  6 
AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG), weshalb auf diese einzutreten ist,

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass das BFM den Nichteintretensentscheid gestützt auf Art. 32 Abs. 2 
Bst. a AsylG getroffen hat,

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen (Art. 32-35 AsylG),  die Beurteilungszuständigkeit  der Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, 

dass dementsprechend die Beschwerdeinstanz, sofern sie das Nicht-
eintreten auf  das  Asylgesuch als  unrechtmässig  erachtet,  sich  einer 
selbständigen materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Nichtein-
tretensverfügung  aufhebt  und  die  Sache  zur  Neubeurteilung  an  die 
Vorinstanz  zurückweist  (vgl.  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der 
Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 24 E. 2.1. 
S. 240 f.),

dass  in  der  Frage der  Wegweisung und deren  Vollzugs die  Beurtei-
lungszuständigkeit  des  Bundesverwaltungsgerichts  nicht  beschränkt 
ist, weil das BFM sich diesbezüglich gemäss Art. 44 AsylG in Verbin-
dung mit  Art. 83 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über 
die  Ausländerinnen  und Ausländer  (AuG,  SR 142.20)  auch materiell 
zur Sache zu äussern hatte,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

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dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass gemäss der revidierten,  am 1. Januar 2007 in  Kraft  getretenen 
Bestimmung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf ein Asylgesuch nicht 
eingetreten  wird,  wenn  Asylsuchende  den  Behörden  nicht  innerhalb 
von 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitäts-
papiere abgeben,

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen  nicht  in  der  Lage (Art.  32  Abs. 3  Bst. a  AsylG),  wenn  auf 
Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht-
lingseigenschaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG),  oder 
wenn sich auf Grund der Anhörung die Notwendigkeit zusätzlicher Ab-
klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Weg-
weisungsvollzugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass  mithin  nach erfolgter  Gesetzesrevision  neu  seit  dem 1. Januar 
2007 auch die Flüchtlingseigenschaft Prozessgegenstand bildet, wobei 
im Rahmen der summarischen Prüfung das offenkundige Fehlen der 
Flüchtlingseigenschaft  -  sei  es, weil  die Vorbringen offensichtlich un-
glaubhaft  sind,  oder  sei  es,  weil  sie  offensichtlich  keine  flüchtlings-
rechtliche Relevanz nach Art. 3 AsylG aufweisen - und das offenkundi-
ge  Fehlen  von  Wegweisungsvollzugshindernissen  zu  beurteilen  sind 
(vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73), 

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung ausführlich und - nach 
Prüfung  der  Akten  auch  aus  Sicht  des  Bundesverwaltungsgerichts  - 
überzeugend dargelegt hat, weshalb für das Nichteinreichen von Rei-
se- und Identitätspapieren keine entschuldbaren Gründe vorliegen, zu-
mal  der  Beschwerdeführer  diesen  Erwägungen  nichts  entgegenhält, 
das zu einer anderen Würdigung führen könnte,

dass die Vorinstanz vorab zutreffend feststellte, der Beschwerdeführer 
habe nicht nur widersprüchliche Angaben zur Erreichbarkeit von Per-
sonen,  welche  ihm  bei  der  Erlangung  amtlicher  Ausweispapiere  für 
den Nachweis seiner Identität behilflich sein könnten (beziehungswei-
se bezüglich des telefonischen Kontakts mit seiner Mutter), gemacht, 
sondern anlässlich der Befragungen auch klar zu erkennen gegeben, 
dass er nicht beabsichtige, an der Beschaffung rechtsgültiger Identi-
tätspapiere mitzuwirken,

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dass -  wie  in  der  angefochtenen  Verfügung ebenfalls  zutreffend  be-
merkt wurde - auch nicht glaubhaft  erscheint,  dass der Beschwerde-
führer für seine Reise von Nigeria bis in die Schweiz nichts bezahlt ha-
ben und nirgendwo kontrolliert worden sein soll, 

dass seine Behauptung, er habe auf der Fahrt geschlafen, weshalb er 
weder  das  Schiff,  mit  dem er  von Nigeria  nach  Europa  gereist  sei, 
noch auf der Reise passierte Ortschaften habe nennen können, in der 
Tat darauf hindeutet, er habe die wahren Umstände zu seinem Reise-
weg verheimlichen und auch nicht offenlegen wollen, mit welchen Pa-
pieren er in Wirklichkeit in die Schweiz gereist sei,

dass der Beschwerdeführer somit keine entschuldbaren Gründe für die 
Nichtabgabe eines beweistauglichen Identitätsdokuments (vgl. BVGE 
2007/7 E. 4-6) innerhalb der Frist von 48 Stunden nach Einreichen des 
Asylgesuches  glaubhaft  zu  machen  vermag  (Art.  32  Abs.  3  Bst.  a 
AsylG; vgl. BVGE 2007/8 E. 3.2),

dass es dem Beschwerdeführer auch nicht gelungen ist,  die geltend 
gemachte Verfolgungssituation glaubhaft  zu machen, da die entspre-
chenden Äusserungen -  wie  in  der  angefochtenen Verfügung  zutref-
fend festgestellt wurde - in wesentlichen Punkten (insbesondere was - 
angesichts der Tatsache, dass Vorfälle wie die geschilderten Übergriffe 
der Dorfbewohner vom nigerianischen Staat sehr wohl geahndet wer-
den - die fehlende Anzeigeerstattung trotz Besuch bei der Polizei be-
trifft)  stereotyp  beziehungsweise  erfahrungswidrig  und  auch  wider-
sprüchlich sowie nicht  den Tatsachen entsprechend (was die Aussa-
gen zum Dienst für "Alussi" betrifft) ausgefallen sind,

dass schliesslich auch die knappen Ausführungen in der Rechtsmitte-
leingabe  (nebst  Hinweisen  auf  den  anlässlich  der  Befragungen  ge-
schilderten  Sachverhalt  und  dem  Festhalten  am  Wahrheitsgehalt 
desselben  die  Behauptung,  er  werde  jetzt  versuchen,  sich  ein  Aus-
weispapier  zu  besorgen,  was  aber  lange  -  "sechs  Monate  oder  ein 
Jahr" - dauern könne, sowie der erneute Hinweis, er wolle keinesfalls 
"Alussi"-  beziehungsweise Orakel-Chef  sein),  nicht  geeignet  sind,  zu 
einer anderen Beurteilung des Sachverhaltes zu führen,

dass unter diesen Umständen von zusätzlichen Abklärungen im Sinne 
von Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG abgesehen werden konnte und insbe-
sondere  auch  keine  Veranlassung  besteht,  dem  Beschwerdeführer 
Frist für die Beschaffung von Identitätspapieren zu gewähren, weshalb 

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das entsprechende, in der Beschwerdeschrift  sinngemäss enthaltene 
Begehren abzuweisen ist, 

dass das BFM demnach zu Recht gestützt auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG auf  das  Asylgesuch des Beschwerdeführers  nicht  eingetreten 
ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG) und der Be-
schwerdeführer in casu weder eine Aufenthaltsbewilligung besitzt noch 
einen Anspruch auf Erteilung einer solchen hat (Art. 32 Bst. A AsylV 1; 
vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegweisung vom Bun-
desamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG, SR 
142.20),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  in  Beachtung  der  massgeblichen 
völker-  und  landesrechtlichen  Bestimmungen zulässig  ist,  weil  keine 
Hinweise  auf  Verfolgung  vorliegen  und  keine Anhaltspunkte  für  eine 
menschenrechtswidrige  Behandlung  ersichtlich  sind,  die  dem  Be-
schwerdeführer  im  Heimat-,  Herkunfts-  oder  einem  Drittstaat  droht 
(Art. 83 Abs. 3 AuG), zumal die geltend gemachte Verfolgungssituation 
nicht glaubhaft erscheint,

dass den Akten auch keine Anhaltspunkte zu entnehmen sind, wonach 
der Vollzug der Wegweisung nach Nigeria unzumutbar wäre,

dass der in den von blutigen Zusammenstössen begleiteten Präsident-
schaftswahlen  von  Ende  April  2007  siegreiche  Kandidat  der  Regie-
rungspartei  People's  Democratic  Party  (PDP),  Umaru Yar'Adua,  sein 
Amt am 29. Mai 2007 antrat,  der Opposition eine Beteiligung an der 
nationalen Einheitsregierung anbot und die Bekämpfung von Korrupti-
on und Armut sowie die Einigung des in ethnischer und religiöser Hin-
sicht zersplitterten Landes als wichtigste Ziele bezeichnete,

dass es dennoch auch in den vergangenen Monaten in verschiedenen 
Teilen  des  Landes  -  insbesondere  im  Niger-Delta  (zuletzt  Mitte  Mai 
2009) sowie in den Städten Jos (Plateau State)  und Bauchi  (Bauchi 

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State) zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen paramilitärisch or-
ganisierten Banden und Sicherheitskräften beziehungsweise zwischen 
Angehörigen  verschiedener  ethnischer  und  religiöser  Bevölkerungs-
gruppen gekommen ist,

dass dennoch bezüglich  Nigeria  -  und insbesondere auch bezüglich 
dem Enugu State, wo der Beschwerdeführer gemäss seinen Angaben 
sein  ganzes  Leben  verbracht  hat  -  im  jetzigen  Zeitpunkt  nicht  von 
Krieg, Bürgerkrieg oder von einer Situation allgemeiner Gewalt, welche 
für den Beschwerdeführer bei der Rückkehr in seine Heimat eine kon-
krete Gefahr darstellen würde, gesprochen werden kann,

dass der Beschwerdeführer jung und -  soweit  aktenkundig -  gesund 
ist, zumindest über eine sechsjährige Schulbildung und über Berufser-
fahrung  in  der  Landwirtschaft  sowie  über  ein  verwandtschaftliches 
Netz im Enugu State (insbesondere Mutter und Grossmutter; vgl. A1 S. 
3)  verfügt,  weshalb  nicht  davon  auszugehen  ist,  er  würde  bei  einer 
Rückkehr  in  eine  seine Existenz  vernichtende Situation  geraten,  die 
als konkrete Gefährdung im Sinne der zu beachtenden Bestimmungen 
zu werten wäre (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers nach Nige-
ria schliesslich auch möglich ist (Art. 83 Abs. 2 AuG), da keine prakti-
schen Hindernisse erkennbar  sind,  die  einer  Rückkehr  entgegenste-
hen könnten, und er verpflichtet ist, sich bei der dortigen Vertretung al-
lenfalls  benötigte  neue  Reisepapiere  zu  beschaffen  (Art.  8  Abs. 4 
AsylG),

dass nach dem Gesagten somit keine Wegweisungshindernisse vorlie-
gen und der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Wegweisung zu be-
stätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder unangemessen sei (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 

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Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer, durch Vermittlung des Transitzentrums Alt-
stätten (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)

- das BFM, B._______ (per Telefax zu den Akten    Ref.-Nr. (...), mit 
der Bitte  um Eröffnung des Urteils  an den Beschwerdeführer  und 
um  Zustellung  der  beiliegenden  Empfangsbestätigung  an  das 
Bundesverwaltungsgericht)

- (...) (per Telefax)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Martin Zoller Kathrin Mangold Horni

Versand: 

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EMPFANGSBESTÄTIGUNG

A._______, geboren (...), Nigeria 

Hiermit bestätige ich, heute folgendes Dokument erhalten zu haben:

Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom    

Ort: .............................................

Datum: .............................................

Unterschrift: .............................................

Bemerkungen:  .............................................

Diese Empfangsbestätigung ist  nach Unterzeichnung von der eröffnenden Behörde dem 
Bundesverwaltungsgericht,  Abt.  IV,  Referenz  D-3963/2009,  Postfach,  CH-3000 Bern  14, 
zuzustellen.

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