# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bf9f0aa8-7c96-5887-bc9d-dd1b26fc3c63
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-12
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 12.11.2025 200 2025 193
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2025-193_2025-11-12.pdf

## Full Text

UV 200 2025 193
JAP/SAW/SSM

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 12. November 2025

Verwaltungsrichter Jakob, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Frey, Verwaltungsrichterin Mauerhofer
Gerichtsschreiberin Baumann

A.________
vertreten durch B.________ AG
Beschwerdeführerin

gegen

Solida Versicherungen AG  
Saumackerstrasse 35, Postfach, 8048 Zürich
vertreten durch C.________
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 17. Februar 2025

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Nov. 2025, UV 200 2025 193

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Sachverhalt:

A.

Die 1981 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) ist 
über ihre Arbeitgeberin bei der Solida Versicherungen AG (Solida bzw. 
Beschwerdegegnerin) obligatorisch unfallversichert. Gemäss Schadenmel-
dung UVG vom 12. Mai 2023 (Akten der Solida [act. II] 1) rutschte sie am 
7. Mai 2023 beim Verlassen des hauseigenen … aus, fiel die Treppe hinun-
ter und erlitt mehrere Prellungen. Die Solida anerkannte für dieses Ereignis 
ihre Leistungspflicht und erbrachte die gesetzlichen Versicherungsleistun-
gen. Nach Beizug verschiedener Arztberichte und Einholung einer Beurtei-
lung der beratenden Ärztin Dr. med. D.________, Fachärztin für Physikali-
sche Medizin und Rehabilitation, vom 17. August 2023 (act. II 36) stellte die 
Solida die bisherigen Leistungen mit formlosem Schreiben vom 22. August 
2023 (act. II 40) per 7. Juli 2023 ein, da der Status quo sine vel ante er-
reicht sei und die geltend gemachten Beschwerden (am linken Fuss) mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht mehr im Kausalzusammenhang 
mit dem Unfallereignis vom 7. Mai 2023 stünden. Damit zeigte sich die 
Versicherte nicht einverstanden (act. II 47 S. 1) und reichte eine Beurtei-
lung des behandelnden Orthopäden vom 23. Oktober 2023 (act. II 48) ein. 
Nachdem die Solida beim beratenden Arzt Dr. med. E.________, Facharzt 
für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 
eine Stellungnahme vom 25. Januar 2024 (act. II 58) eingeholt hatte, hielt 
sie mit Verfügung vom 31. Januar 2024 (act. II 60) an ihrer Beurteilung fest 
und stellte die bislang erbrachten Versicherungsleistungen per 7. Juli 2023 
ein. Die unter Hinweis auf eine Stellungnahme des Hausarztes (act. II 74) 
und einen Sprechstundenbericht des behandelnden Orthopäden (act. II 75) 
dagegen erhobene Einsprache (act. II 68, 76) wies die Solida nach Einho-
lung einer weiteren Beurteilung des beratenden Arztes Dr. med. 
E.________ vom 4. Februar 2025 (act. II 86) mit Entscheid vom 17. Febru-
ar 2025 (act. II 88) ab.

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B.

Dagegen erhob die Versicherte, vertreten durch die B.________ AG, am 
17. März 2025 Beschwerde und stellte die folgenden Rechtsbegehren:

1. Es sei der Einspracheentscheid vom 17. Februar 2025 aufzuhe-
ben.

2. Es seien die gesetzlichen Leistungen für das Ereignis vom 
7. Mai 2023 ab dem 8. Juli 2023 weiterhin auszurichten. 

3. Eventualiter sei ein externes medizinisches Gutachten einzuho-
len.

– unter Kosten- und Entschädigungsfolgen –

Als Beweismittel reichte sie drei weitere ärztliche Beurteilungen vom 12., 
13. und 14. März 2025 ein (Akten der Beschwerdeführerin [act. I] 3-5).

Die Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt C.________, 
schloss mit Beschwerdeantwort vom 4. August 2025 auf Abweisung der 
Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 

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gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 17. Februar 
2025 (act. II 88). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf die gesetzli-
chen Unfallversicherungsleistungen im Zusammenhang mit dem Ereignis 
vom 7. Mai 2023 und dabei insbesondere, ob die Beschwerdegegnerin die 
vorübergehenden Leistungen für die linksseitigen Fussbeschwerden zuläs-
sigerweise per 7. Juli 2023 einstellte und einen Anspruch auf weitere Leis-
tungen verneinte.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung [UVG; 
SR 832.20]).

2.2 Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung 
eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die 
eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge-
sundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.3 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt (u.a.) voraus, dass 
zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, 
Invalidität, Tod) ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang be-
steht (BGE 148 V 356 E. 3 S. 358).

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2.3.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als 
eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit 
eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist 
für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, 
dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher 
Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit 
anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicher-
ten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit anderen Worten nicht wegge-
dacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche 
Störung entfiele ("conditio sine qua non"; BGE 147 V 161 E. 3.2 S. 163; 
SVR 2023 UV Nr. 39 S. 139, 8C_305/2022 E. 3.1).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 142 V 435 E. 1 S. 438, 
129 V 177 E. 3.1 S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 120, 8C_537/2009 
E. 5.1).

2.3.2 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers bei einem durch den 
Unfall verschlimmerten oder überhaupt erst manifest gewordenen krankhaf-
ten Vorzustand entfällt erst, wenn der Unfall nicht mehr die natürliche und 
adäquate Ursache darstellt, der Gesundheitsschaden also nur noch und 
ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft zu, wenn 
entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem 
Unfall bestanden hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er 
sich nach schicksalsmässigem Verlauf eines krankhaften Vorzustandes 
auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), er-
reicht ist (BGE 150 V 188 E. 4.2 S. 191).

Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang 
muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursa-
chen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht 

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allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender 
ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei 
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – an-
ders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzu-
sammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern 
beim Unfallversicherer (BGE 150 V 188 E. 4.2 S. 192, 146 V 51 E. 5.1 
S. 56).

2.3.3 Bei organisch objektiv ausgewiesenen Gesundheitsschäden deckt 
sich die natürliche weitgehend mit der adäquaten Unfallkausalität. Hier 
spielt mithin die unter Adäquanzgesichtspunkten entscheidende Frage, ob 
das Unfallereignis nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet 
ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt 
dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint, 
für die Begründung der Leistungspflicht praktisch keine Rolle (BGE 149 V 
218 E. 5.2 S. 220).

2.4 Zur Klärung der Leistungspflicht des Unfallversicherers, insbeson-
dere der Frage der natürlichen Kausalität, ist die Verwaltung (und im Be-
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und gege-
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe 
des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 
S. 99; SVR 2021 IV Nr. 54 S. 180, 9C_540/2020 E. 2.3).

3.

3.1 Es ist zwischen den Parteien zu Recht unbestritten, dass das in der 
Schadenmeldung UVG vom 12. Mai 2023 (act. ll 1) sowie im Fragebogen 
vom 17. Mai 2023 (act. II 8 S. 2 ff.) geschilderte Ereignis vom 7. Mai 2023 
die kumulativen Tatbestandsvoraussetzungen des Unfallbegriffs gemäss 
Legaldefinition (vgl. E. 2.2 hiervor) erfüllt (vgl. act. II 88 S. 10 E. 4 lit. b). 
Damit erübrigt sich eine Prüfung der Leistungspflicht unter dem Titel der 
unfallähnlichen Körperschädigungen im Sinne von Art. 6 Abs. 2 lit. c UVG 

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(vgl. BGE 146 V 51 E. 9.1 S. 70). Unbestritten ist ebenfalls die Versiche-
rungsdeckung (act. II 8 S. 4 Ziff. 11, 15 S. 1).

Umstritten ist, ob die Beschwerdeführerin über die von der Beschwerde-
gegnerin verfügte Leistungseinstellung per 7. Juli 2023 (act. II 60) hinaus 
weiterhin Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
hat. Dabei ist insbesondere zu prüfen, ob die darüber hinaus geklagten 
Beschwerden am linken Fuss in einem anspruchsbegründenden natürli-
chen Kausalzusammenhang zum Unfall vom 7. Mai 2023 stehen. 

3.2 Die massgeblichen medizinischen Unterlagen zeigen diesbezüglich 
das folgende Bild:

3.2.1 Im Notfallbericht des Spitals F.________, vom 8. Mai 2023 (act. II 7) 
wurden eine Fusskontusion links nach Stolpersturz am 7. Mai 2023 und ein 
Status nach Subkapitalfraktur des Os Metatarsala V links im Juni 2020 dia-
gnostiziert (S. 1). Im radiologischen Befund wurden keine Fraktur, kongru-
ente Gelenkverhältnisse, normal altersentsprechende ossäre Strukturen, 
die vorbekannte Os Metatarsale V-Fraktur links, zwischenzeitlich vollstän-
dig konsolidiert, und keine signifikanten degenerativen Veränderungen auf-
geführt (S. 2). 

3.2.2 Im ärztlichen Erstbericht vom 12. Juni 2023 (act. II 12) nannte der 
Hausarzt Dr. med. G.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, 
die gleichen objektiven Befunde und stellte die gleiche Diagnose, die dem 
Notfallbericht vom 8. Mai 2023 zu entnehmen ist (S. 1 Ziff. 4 f.).

3.2.3 Gestützt auf das am 12. Juli 2023 durchgeführte Röntgen des linken 
Fusses befundete Dr. med. H.________, Facharzt für Radiologie, unter 
anderem einen Verdacht auf einen kleinen knöchernen Kapselausriss dor-
sal im Bereich des Collum tali (act. II 30 S. 3).

3.2.4 Dr. med. I.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, nannte im Sprechstundenbericht 
vom 14. Juli 2023 (act. II 23) als Hauptdiagnose eine ligamentäre Chopart-
Gelenksverletzung talonavikulär und calcaneocuboidal links (S. 1). Die Pa-
tientin habe sich einen ligamentären Ausriss der Gelenkkapsel am Talona-
vikulargelenk zugezogen mit Distorsion des Gelenks sowie des Calcaneo-

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cuboidalgelenks. Dies erkläre die Schmerzangabe von medial bis lateral 
um den Mittelfuss (S. 2).

3.2.5 In der versicherungsmedizinischen Stellungnahme vom 17. August 
2023 (act. II 36) legte Dr. med. D.________ dar, mit dem Ereignis vom 7. 
Mai 2023 seien vorübergehende Beschwerden vereinbar, eine relevante 
Gesundheitsschädigung könne jedoch mit überwiegender Wahrscheinlich-
keit ausgeschlossen werden. Anlässlich der vorliegenden Stellungnahme 
sei ein Facharzt für Radiologie zugezogen worden. Dieser verneine un-
missverständlich strukturelle Organkorrelate einer unfallbedingten Läsion, 
die überwiegend wahrscheinlich in einem natürlichen Kausalzusammen-
hang mit dem Ereignis vom 7. Mai 2023 stünden (S. 3 Ziff. 1). Gemäss 
dessen Beurteilung lägen keine akut-posttraumatische, sondern alte, ver-
heilte posttraumatische Veränderungen vor. Die Verkalkung über dem Ta-
lusrücken sei ansatzweise bereits im Jahr 2020 ersichtlich gewesen und im 
zeitlichen Verlauf progredient. Es handle sich dabei explizit nicht um eine 
akute Verletzung des Ligamentum talonaviculare dorsale (S. 4). Im Weite-
ren führte Dr. med. D.________ aus, die bildgebend zur Darstellung kom-
menden Pathologien entsprächen überwiegend wahrscheinlich einem Vor-
zustand (S. 5 Ziff. 2). Die initialen Beschwerden der Versicherten im An-
schluss an das Sturzereignis vom 7. Mai 2023 seien durch eine Prellung 
erklärbar. Die Rehabilitationszeit einer Kontusion betrage jedoch nicht mehr 
als eine bis sechs Wochen. Begleitverletzungen (im Sinne von objektivier-
baren strukturellen Organkorrelaten einer unfallbedingten Läsion) lägen 
nicht vor, es sei zu keinen objektivierbaren Komplikationen (z.B. zu einem 
komplexen regionalen Schmerzsyndrom [CRPS]) gekommen und in den 
vorliegenden medizinischen Dokumenten seien auch keine unfallunabhän-
gigen Erkrankungen, die mit einem verzögerten Heilverlauf einhergehen 
könnten (wie z.B. rheumatoide Arthritis, etc.), belegt. Selbst unter Berück-
sichtigung des Vorzustands sei der Status quo sine vel ante in der Ge-
samtschau spätestens nach zwei Monaten und somit per 7. Juli 2023 er-
reicht. In Bezug auf die Beurteilung von Dr. med. I.________ liege die 
Vermutung nahe, dass dem Orthopäden die Bildgebung aus dem Jahr 
2020 nicht zur Verfügung gestanden habe (S. 5 f. Ziff. 2.1). 

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3.2.6 In der Beurteilung der Magnetresonanztomographie (MRI) vom 
21. September 2023 (act. II 82) hielt Dr. med. H.________ fest, es lägen 
eine intermetatarsale Bursitis II/III und III/IV, eine aktivierte Lisfranc Ge-
lenksarthrose IV und V, Flüssigkeitseinlagerungen der kurzen Fussmusku-
latur intermetatarsal IV/V (Differentialdiagnose [DD] Stressreaktion) sowie 
ödemartige Veränderungen im Talus sowie Os cuneiforme mediale et in-
termedium vor.

3.2.7 Der behandelnde Orthopäde Dr. med. I.________ führte in der Be-
urteilung vom 23. Oktober 2023 (act. II 48) aus, die aktuellen Beschwerden 
seien mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis vom 7. Mai 
2023 zurückzuführen. Es habe im Jahr 2020 keinerlei Veränderungen über 
dem Talonavikulargelenk gegeben. Die ossäre Ausrissschuppe der Ge-
lenkkapsel sei frisch und scharfkantig begrenzt. Hätte es sich um eine älte-
re Verletzung gehandelt, so müsste das Fragment rund sklerosiert sein. Bei 
der Aufnahme im Jahr 2023 seien die Ränder der Ausrissschuppe klar 
frisch abzugrenzen (S. 1 Ziff. 1). Seines Erachtens lägen keine unfallfrem-
den Faktoren vor und kein Vorzustand, der sich verschlechtert haben könn-
te (S. 1 Ziff. 2).

3.2.8 In der Aktenbeurteilung vom 25. Januar 2024 (act. II 58) diagnosti-
zierte Dr. med. E.________ ein Hyperextensionstrauma Fuss links am 
7. Mai 2023 mit/bei Schmerzen über dem distalen ersten Strahl ohne struk-
turelle Verletzung. Als unfallfremde Diagnosen hielt er eine in Varusstellung 
verheilte distale Metatarsale V-Fraktur links nach Skateboardunfall (2020) 
und eine kapsuläre Verkalkung des Talonavikulargelenks links (Erstdiagno-
se 2020) fest (S. 4 Ziff. 3). Zudem erläuterte er, einerseits sehe Dr. med. 
I.________ eine frische ausgeschlagene Knochenschuppe, zum anderen 
seien keine klaren Frakturen nachweisbar. Die Vorstellung, dass in einem 
Röntgenbild, das zwei Monate Posttrauma angefertigt worden sei, eine 
Knochenschuppe scharfkantig und frisch sein solle, spreche allein schon 
für ein ungewöhnliches Pathologieverständnis. Dass dies bei einer Kno-
chenschuppe, die bereits im Jahr 2020 zur Darstellung gekommen sei, 
darüber hinaus noch aussergewöhnlich sei, müsse nicht extra erwähnt 
werden. Die Vorstellung, dass ein älteres Knochenfragment sklerosiert sei, 
sei ebenfalls nicht ganz nachvollziehbar. Wahrscheinlich sei ein Begriff 

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verwechselt worden. Mit einer Sklerosierung meine man in der Medizin 
eine lokal vermehrte Kalzifizierung. Eine geringe Sklerosezone finde sich in 
der Aufnahme vom Jahre 2020 auf der navikulären Facies articularis des 
talonavikularen Gelenkes, dort sehe Dr. med. I.________ irritierenderweise 
keinen Vorzustand. Dies sei ein Hinweis auf eine beginnende talonavikula-
re Degeneration. Eine ausgerissene Knochenschuppe dagegen werde 
nicht mehr hämatogen versorgt, sie entkalke sich im Rahmen des Repara-
tionsprozesses und stelle sich somit hypodenser (transparenter – weniger 
weiss) als das ursprüngliche Ausrissfragment dar. Das typische Zeichen 
eines alten Knochenfragments sei somit keine Sklerosierung, sondern eine 
zunehmende Transparenz, Unschärfe und Abrundung. Die Unschärfe der 
ehemaligen Abrisskante sei bereits nach zwei, spätestens nach drei Mona-
ten sichtbar. Die Frakturheilung beginne in der ersten Woche mit Abbau-
prozessen in der Frakturzone, in der zweiten Woche folge die lokale Ge-
fässeinsprossung mit Bildung eines provisorischen Gewebes und ab der 
dritten Woche werde eventuell die Heilung vorbereitet. Somit sei die Vor-
stellung nach zwei Monaten ein frisches Fragment sehen zu wollen patho-
physiologisch auch beim besten Willen nicht mit der Realität vereinbar. Da 
die Verdichtung auf dem Talusrücken eine Grössenprogredienz zeige, 
handle es sich jedoch wahrscheinlich um eine kapsuläre Verkalkung. Das 
Schreiben von Dr. med. I.________ sei medizinisch nicht verwertbar und 
biete keinen Anlass, die Stellungnahme von Dr. med. D.________ zu modi-
fizieren (S. 4 f. Ziff. 4).

3.2.9 Am 5. April 2024 (act. II 74) führte der Hausarzt aus, am 7. Mai 
2023 sei die Patientin eindeutig mit einem Stolpermechanismus gestürzt 
und habe sich am Fuss links verletzt. Es habe sich innerhalb der nächsten 
Wochen nur ein schleppender Verlauf gezeigt und erst anlässlich der Kon-
sultation bei Dr. med. I.________ sei die ligamentäre Chopart-
Gelenksverletzung talonavikulär und calcaneocuboidal entdeckt worden. Es 
sei "sehr schwach" zu argumentieren, die Beschwerden seien ausschliess-
lich in der schon früher stattgehabten Metatarsale V-Fraktur zu interpretie-
ren. 

3.2.10 Dr. med. I.________ nannte im Sprechstundenbericht vom 24. April 
2024 (act. II 75) als Hauptdiagnosen Restbeschwerden nach ligamentärer 

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Chopart-Gelenksverletzung talonavikulär und calcaneocuboidal links sowie 
ein Überlastungsschmerz am lateralen Fussrand rechts (S. 1). Der Fuss 
zeige ein erhebliches Rehabilitationsdefizit (S. 2).

3.2.11 In der Aktenbeurteilung vom 4. Februar 2025 (act. II 86) hielt 
Dr. med. E.________ fest, das Postulieren einer frischen Chopartläsion 
anhand einer alten verkalkten Ausrissschuppe und einer Druckdolenz im 
Talonavikulargelenk bei tomographisch beschriebener initialer Degenerati-
on ebenda, sei weiterhin nicht nachvollziehbar. Die nun beurteilte Fehlbe-
lastung sei angesichts des MRI-Befundes vom Jahre 2023, der intermeta-
tarsale Bursitiden sowie eine Degeneration im Lisfranc IV/V Gelenk präsen-
tiert habe – letztere erkläre im Übrigen die "lateralen Überlastungsbe-
schwerden" –, ebenso wenig nachvollziehbar. Es handle sich weiterhin um 
eine Fehldiagnose. Es sei eine zunehmende Degeneration im Fusswurzel-
gelenk bei Ausrissverletzung im Jahr 2020 behandelt worden. Die Be-
schwerden über dem gesamten Fuss seien sowohl durch die Bursitiden als 
auch durch die beginnende Degeneration begründet. Das hausärztliche 
Schreiben sei ebenso wenig nachvollziehbar (S. 4 Ziff. 1). An der Einschät-
zung, der Status quo sine vel ante sei zwei Monate nach dem Unfall vom 
7. Mai 2023 erreicht worden, sei weiterhin festzuhalten. Das angeschuldig-
te Unfallereignis habe zu keinerlei strukturellen Läsionen geführt. Vorüber-
gehend verschlimmert hätten sich ein dauerhaft schmerzender Status nach 
metatarsaler V-Fraktur, ein Status nach bereits im Jahr 2020 zur Darstel-
lung gekommener Avulsion im dorsalen Talonavikulargelenk und im navicu-
lo-cuneiforme I Gelenk sowie ein fehlbelasteter Spreizfuss mit intermetatar-
salen Bursitiden und zunehmender Degeneration im lateralen Lisfranc Ge-
lenk (S. 5 Ziff. 2).

3.2.12 In der radiologischen Stellungnahme vom 12. März 2025 (act. I 3) 
führte PD Dr. med. J.________, Facharzt für Radiologie, folgende Diagno-
sen auf (S. 4 Ziff. 2):

1. Frische subkapitale Metatarsus V-Fraktur mit medialer und superi-
orer Achsdeviation nach dem Unfall im Juni 2020

2. Frischer osteoligamentärer Ausriss der talonavikularen Gelenkkap-
sel an der dorsalen Begrenzung des Caput tali nach dem Unfall im 
Mai 2023

3. Frische ligamentäre Kapselverletzung des dorsalen Zügels des 
naviculocuneiformen Ligamentes im Ansatzbereich am Os cunei-

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forme mediale nach dem Unfall im Mai 2023. Markante 
Kontusionierung der angrenzenden Areale des Os naviculare und 
des Os cuneiforme mediale, DD nicht dislozierte Frakturresiduen

4. Muskuläre Entzündung der Musculi lumbricales/interossei im 
intermetatarsalen Raum IV/V angrenzend an die reizlose und vor-
bestehende subkapitale Metatarsus V-Fraktur im September 2023

5. Geringgradige reaktive Veränderungen betreffend die Basis des 
Metatarsus IV sowie die distale Gelenkfläche des Os cuboideum 
bei initialen Arthrosen.

Das Ereignis vom 7. Mai 2023 habe zu einem osteoligamentären Ausriss 
der talonavikularen Gelenkkapsel an der dorsalen Begrenzung des Caput 
tali geführt. Dieser osteoligamentäre Ausriss sei konventionell-radiologisch 
eindeutig identifizierbar und weise die Kriterien einer frischen knöchernen 
Ausrissverletzung auf. Die Konturen seien irregulär konturiert. Des Weite-
ren sei diese Struktur in der Voruntersuchung im Jahr 2020 noch nicht vor-
gelegen. In der MRI-Untersuchung vom September 2023 zeige sich an 
dieser Stelle deutlich kontrastmittelaufnehmendes Narbengewebe, das 
noch in der Umbauphase sei und somit als subakut einzustufen sei. In der 
MRI-Untersuchung zeige sich eine subakute Gelenkkapselverletzung im 
naviculocuneiformen Gelenk mit Bandabriss am Os cuneiforme. An dieser 
Stelle sei eindeutig subakutes Narbengewebe identifizierbar. Es weise eine 
kräftige Kontrastmittelanreicherung auf. Die Bandverletzung sei auf das 
Ereignis vom 7. Mai 2023 zurückzuführen. Des Weiteren zeige sich ein 
relativ ausgedehntes, diffuses Knochenmarksödem direkt angrenzend im 
Os naviculare und im Os cuneiforme mediale bei intakter Knorpelschicht im 
Gelenkraum. Es handle sich um residuale Kontusionsödeme, möglicher-
weise auch Frakturödeme, die auf das Ereignis vom 7. Mai 2023 zurück-
gingen. In der konventionellen Bildgebung vom 8. Mai 2023 habe der Ver-
dacht auf eine mögliche Fissur im distalen Abschnitt des Os naviculare be-
standen, dieser Befund sei jedoch nicht definitiv festlegbar, da er nur in 
einer Projektion abgrenzbar sei, und in den Vor- und in den Nachuntersu-
chungen die Projektionen unterschiedlich seien. Das intermetatarsale 
Weichteilödem IV/V sowie die reaktiven Veränderungen im Lisfranc'schen 
Gelenkspalt IV und II seien nicht auf das Ereignis vom 7. Mai 2023 zurück-
zuführen (S. 4 Ziff. 3).

3.2.13 Prof. Dr. med. K.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates, diagnostizierte im Sprech-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Nov. 2025, UV 200 2025 193

- 13 -

stundenbericht vom 13. März 2025 (act. I 5) einen Status nach schwerer 
Chopart Distorsion links im Mai 2023 und eine Malunion nach subkapitaler 
metatarsaler V-Fraktur links im Jahr 2020 (S. 1). Diverse Bilder des Fusses 
links vor und nach dem Unfall vom Mai 2023 zeigten, dass seit dem Unfall 
keine Avulsionsfragmente am Taluskopf, am Naviculare, aber auch am 
Cuneiforme nachweisbar seien. Die aktuellen Beschwerden seien mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis vom 7. Mai 2023 
zurückzuführen. Es lägen keine unfallfremden Faktoren bzw. ein Vorzu-
stand vor (S. 2).

3.2.14 Am 14. März 2025 (act. I 4) legte Dr. med. L.________, Fachärztin 
für Chirurgie, in der chirurgisch-versicherungsmedizinischen Stellungnah-
me dar, die konventionellen Röntgenbilder des linken Fusses vom 8. Mai 
2023 zeigten klar einen frischen knöchernen Ausriss talonavikular. Diese 
grössere Knochenschuppe sei auf den Voraufnahmen vom 25. Juni 2020 
nicht sichtbar. Die Beurteilung der Unfallversicherung und ihrer beratenden 
Ärzte sei nicht korrekt. Das Ereignis vom 7. Mai 2023 habe zu einer struktu-
rellen Läsion im Bereich des Chopart-Gelenks links geführt, nämlich zu 
einem osteoligamentären Ausriss der talonavikularen Gelenkkapsel und zu 
einer ligamentären Kapselverletzung des dorsalen Zügels des Ligamentum 
naviculo-cuneiforme. Der Status quo sine könne bei unfallkausaler Struktur-
läsion nicht erreicht werden, der Endzustand sei per 7. Juli 2023 nicht ein-
getreten (S. 3).

3.3

3.3.1 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Nov. 2025, UV 200 2025 193

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3.3.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.3.3 Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt 
Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be-
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 
Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354; SVR 2022 UV 
Nr. 3 S. 7, 8C_131/2021 E. 3.2). Trotz dieser grundsätzlichen Beweiseig-
nung kommt den Berichten versicherungsinterner medizinischer Fachper-
sonen praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen 
oder im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger veranlass-
ten Gutachten unabhängiger Sachverständiger. Soll ein Versicherungsfall 
ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind 
an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch 
nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versiche-
rungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen 
vorzunehmen. Insbesondere sind die von der versicherten Person aufge-
legten Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte mitzuberücksichti-
gen. Wird die Schlüssigkeit der Feststellungen der versicherungsinternen 
Fachpersonen durch einen nachvollziehbaren Bericht eines behandelnden 
Arztes in Zweifel gezogen, so genügt der pauschale Hinweis auf dessen 
auftragsrechtliche Stellung (BGE 125 V 351 E. 3a cc S. 353) nicht, um sol-
che Zweifel auszuräumen. Vielmehr wird das Gericht entweder ein Ge-
richtsgutachten anzuordnen oder die Sache an den Versicherungsträger 
zurückzuweisen haben, damit dieser im Verfahren nach Art. 44 ATSG eine 
Begutachtung veranlasst (BGE 145 V 97 E. 8.5 S. 105, 142 V 58 E. 5.1 
S. 65, 139 V 225 E. 5.2 S. 229, 135 V 465 E. 4.4 - 4.6 S. 469; Urteil des 

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Bundesgerichts [BGer] 8C_434/2023, 8C_436/2023 vom 10. April 2024 
E. 4.3, nicht publ. in: BGE 150 V 188, aber in: SVR 2024 UV Nr. 27 S. 107). 
Beratende Ärzte eines Versicherungsträgers sind, was den Beweiswert 
ihrer ärztlichen Beurteilung angeht, versicherungsinternen Ärzten gleichzu-
setzen (Urteil des BGer 8C_434/2023, 8C_436/2023 vom 10. April 2024 
E. 4.3, nicht publ. in: BGE 150 V 188, aber in: SVR 2024 UV Nr. 27 S. 107).

3.4 Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei Erlass des vorliegend an-
gefochtenen Einspracheentscheids vom 17. Februar 2025 (act. II 88) in 
medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf die Aktenbeurteilungen der 
Dres. med. D.________ und E.________ vom 17. August 2023 (act. II 36), 
25. Januar 2024 (act. II 58) und 4. Februar 2025 (act. II 86). Diese gelang-
ten zum Schluss, dass der Unfall vom 7. Mai 2023 (act. II 1) zu keinen 
strukturellen Veränderungen geführt habe. Dieser habe bloss eine vorüber-
gehende Verschlimmerung eines Vorzustandes am linken Fuss bewirkt, 
wobei der Status quo sine vel ante spätestens per 7. Juli 2023 erreicht ge-
wesen sei. Diese Einschätzungen sind für sich betrachtet grundsätzlich 
nachvollziehbar, insbesondere lagen den beratenden Ärzten offensichtlich 
auch die edierten medizinischen Vorakten betreffend den über die 
M.________ regulierten Unfall vom 19. Juni 2020 vor (vgl. act. II 17, 20, 58 
S. 3), bei welchem die Beschwerdeführerin auf einem Skateboard ausge-
rutscht sei und sich eine subkapitale Os Metatarsale V-Fraktur zugezogen 
habe (vgl. act. II 36 S. 2 Ziff. 1.1 und S. 4). Indes sind die divergierenden 
Beurteilungen des behandelnden Orthopäden Dr. med. I.________ vom 14. 
Juli und 23. Oktober 2023 (act. II 23, 48) sowie vom 24. April 2024 (act. II 
75) geeignet, zumindest geringe Zweifel an den Beurteilungen der Dres. 
med. D.________ und E.________ zu begründen. Er vertritt die Auffas-
sung, die Beschwerdeführerin habe sich anlässlich des hier zu beurteilen-
den Unfalls eine Chopart-Gelenksverletzung in Form eines osteoliga-
mentären Ausrisses der Gelenkkapsel am Talonavikulargelenk (act. II 23 
S. 1 f.) zugezogen, welche bei der initialen Notfallbehandlung am 8. Mai 
2023 (vgl. act. II 7) bzw. vom nachbetreuenden Hausarzt Dr. med. 
G.________ (vgl. act. II 12 und auch act. II 74 S. 1) übersehen worden sei. 
Dabei orientierte sich Dr. med. I.________ auch an der Beurteilung von Dr. 
med. H.________, der aus radiologischer Sicht im Befundbericht vom 13. 
Juli 2023 (act. II 30 S. 3) einen entsprechenden Verdacht auf einen kleinen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Nov. 2025, UV 200 2025 193

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knöchernen Kapselausriss dorsal im Bereich des Collum tali geäussert hat-
te. Die Schlussfolgerungen des behandelnden Orthopäden werden vom 
Hausarzt Dr. med. G.________ gestützt und korrelieren aus radiologischer, 
chirurgischer und orthopädischer Optik mit den im Beschwerdeverfahren 
aufgelegten Stellungnahmen der PD Dr. med. J.________ (act. I 3), Dr. 
med. L.________ (act. I 4) und Prof. Dr. med. K.________ (act. I 5). Folg-
lich betrifft die Kontroverse zwischen den involvierten Medizinern die Frage, 
ob die ossäre Ausrissschuppe der talonavikularen Gelenkkapsel eine fri-
sche Verletzung darstellt oder unverändert bereits in der früheren Bildge-
bung aus dem Jahre 2020 hätte befundet werden können. 
Dr. med. E.________ wirft dabei Dr. med. I.________ ein ungewöhnliches 
Pathologieverständnis vor, weil dieser die Knochenschuppe gestützt auf ein 
zwei Monate nach dem Trauma erstelltes Röntgenbild als frisch und scha-
rfkantig bezeichnet habe (act. II 58 S. 4 Ziff. 4). Dabei übersieht 
Dr. med. E.________ jedoch, dass sich der behandelnde Orthopäde nicht 
nur auf den Befundbericht vom 13. Juli 2023 (act. II 30 S. 3) bezog, son-
dern seine Beurteilung auch auf die radiologische Bildgebung vom 8. Mai 
2023 (Befund wiedergegeben im Notfallbericht vom 8. Mai 2023 [act. II 7 S. 
2]), welche einen Tag nach dem Unfallgeschehen erstellt worden war, 
stützte (act. II 23 S. 1). Des Weiteren postulieren die Dres. med. 
D.________ und E.________, die ossäre Ausrissschuppe sei bereits im 
Jahr 2020 präsent gewesen (act. II 36 S. 4, 58 S. 4 f. Ziff. 4, 86 S. 4), wobei 
sich die erstere auf einen beigezogenen Radiologen beruft, der weder na-
mentlich genannt wurde noch den Bericht unterzeichnete. Im Widerspruch 
dazu vertritt PD Dr. med. J.________ in seiner radiologischen Stellung-
nahme vom 12. März 2025 (act. I 3) – unter Hinweis auf die entsprechende 
Bilddokumentation – die Auffassung, das Ereignis vom 7. Mai 2023 habe 
zu einem osteoligamentären Ausriss der talonavikularen Gelenkkapsel ge-
führt. Diese Struktur sei in der Voruntersuchung noch nicht vorgelegen (act. 
I 3 S. 4 Ziff. 3 und S. 6), in den Aufnahmen vom 20. und 25. Juni 2020 sei 
diese Region der dorsalen Begrenzung des Caput tali glatt und ohne Ver-
kalkungen oder Ossifikationen dargestellt worden (act. I 3 S. 2). Nichts an-
deres ist der chirurgisch-versicherungsmedizinischen Beurteilung von Dr. 
med. L.________ vom 14. März 2025 zu entnehmen (act. I 4 S. 2).

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Die Diskrepanz zwischen den verschiedenen radiologischen Interpretatio-
nen und der darauf basierenden fachärztlichen Beurteilungen der beraten-
den sowie behandelnden Ärzte lässt sich im Rahmen der Beweiswürdigung 
nicht restlos auflösen. Nach dem Gesagten bestehen zumindest geringe 
Zweifel an den Schlussfolgerungen der Dres. med. D.________ und 
E.________ (vgl. E. 3.3.3 hiervor). Auf die Berichte der Dr. med. 
I.________ (act. Il 23, 48, 75), PD Dr. med. J.________ (act. I 3), Dr. med. 
L.________ (act. I 4) und Prof. Dr. med. K.________ (act. I 5) kann ebenso 
wenig abgestellt werden, lagen dem ersteren doch die Voraufnahmen vom 
20. und 25. Juni 2020 offenbar nicht vor und die letzteren setzten sich nicht 
eingehend mit den Aktenbeurteilungen der beratenden Ärzte auseinander. 
Bei dieser Ausgangslage erweist sich der medizinische Sachverhalt als 
nicht rechtsgenüglich abgeklärt und die Sache ist an die Beschwerdegeg-
nerin zurückzuweisen, damit sie in Nachachtung der Untersuchungsmaxi-
me (Art. 43 Abs. 1 ATSG; BGE 117 V 282 E. 4a S. 283) ein verwaltungs-
unabhängiges orthopädisches bzw. gegebenenfalls radiologisches Gutach-
ten einholt. Dabei wird nicht verkannt, dass – wie die Beschwerdegegnerin 
vorbringt (vgl. Beschwerdeantwort S. 15 Rz. 50) – allein aus der klinischen 
Exploration der Beschwerdeführerin sowie einer allfälligen Verlaufsbildge-
bung kaum hinreichende Erkenntnisse für die hier strittige Kausalitätsfrage 
zu erwarten sind. Einer bzw. einem Sachverständigen sollte es aber den-
noch möglich sein, insbesondere im Verbund mit der Anamnese sowie dem 
in den Jahren 2020 bzw. 2023 bildgebend dokumentierten Zustand zu einer 
Schlussfolgerung zu gelangen, die mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
den Tatsachen entspricht. Insoweit liegt derzeit noch keine Beweislosigkeit 
vor. Anzufügen bleibt, dass den Sachverständigen nicht nur die vorliegend 
aufgelegten amtlichen Akten der Beschwerdegegnerin, sondern auch die 
im Verwaltungsverfahren edierten medizinischen Vorakten betreffend den 
über die M.________ regulierten Unfall vom 19. Juni 2020 (act. II 17) vor-
zulegen sein werden.

3.5 Zusammenfassend ist in Gutheissung der Beschwerde der Einspra-
cheentscheid vom 17. Februar 2025 (act. II 88) aufzuheben und die Sache 
an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie nach Vornahme der 
Abklärungen im Sinne der Erwägungen über den Leistungsanspruch neu 
verfüge.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Nov. 2025, UV 200 2025 193

- 18 -

4.

4.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG 
(Umkehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639) sind keine Verfahrenskosten zu 
erheben.

4.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten (Art. 61 lit. g ATSG). Nach der Rechtsprechung gilt 
es unter dem Gesichtspunkt des (bundesrechtlichen) Anspruchs auf eine 
Parteientschädigung im Streit um eine Sozialversicherungsleistung bereits 
als Obsiegen, wenn die versicherte Person ihre Rechtsstellung im Ver-
gleich zu derjenigen nach Abschluss des Administrativverfahrens insoweit 
verbessert, als sie die Aufhebung einer ablehnenden Verfügung und die 
Rückweisung der Sache an die Verwaltung zu ergänzender Abklärung und 
neuer Beurteilung erreicht (BGE 137 V 57 E. 2.1 S. 61). Dies gilt unabhän-
gig davon, ob die Rückweisung beantragt oder ob das entsprechende Be-
gehren im Haupt- oder im Eventualantrag gestellt wird (SVR 2020 KV 
Nr. 23 S. 107, 9C_805/2019 E. 11.1).

4.2.1 Gemäss der Praxis des Verwaltungsgerichts wird der Parteikosten-
ersatz bei gemeinnützig tätigen Rechtsberatungsstellen sowie Rechts-
schutzversicherungen, Gewerkschaften und Berufsverbänden aufgrund 
eines allgemeingültigen pauschalisierten Stundenansatzes festgesetzt, 
welcher im konkreten Fall mit dem gebotenen Aufwand multipliziert wird. 
Der Stundenansatz wird je nach fachlicher Qualifikation der Vertretung 
festgelegt, wobei als fachlich qualifizierte Vertretung diejenige durch Juris-
tinnen und Juristen sowie durch eidgenössisch diplomierte Sozialversiche-
rungsexpertinnen und -experten gilt. Als fachlich nicht qualifizierte Vertre-
tung gelten alle übrigen Parteivertreterinnen und -vertreter (vgl. Rund-
schreiben der Sozialversicherungsrechtlichen Abteilung und der Abteilung 
für französischsprachige Geschäfte des Verwaltungsgerichts des Kantons 
Bern vom 16. Dezember 2009, abrufbar unter <www.justice.be.ch>). Im 
Falle der Vertretung durch Rechtsschutzversicherungen, Gewerkschaften 
und Berufsverbände wird der Stundenansatz bei einer fachlich qualifizierten 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Nov. 2025, UV 200 2025 193

- 19 -

Vertretung auf Fr. 180.-- und bei einer fachlich nicht qualifizierten Vertre-
tung auf Fr. 100.-- festgelegt.

4.2.2 Im vorliegenden Fall wird die Beschwerdeführerin durch Rechtsan-
wältin N.________ von der B.________ AG vertreten, die auf das Einrei-
chen einer Kostennote verzichtet und die Festsetzung der Parteientschädi-
gung in das gerichtliche Ermessen gestellt hat (vgl. Schreiben vom 12. Au-
gust 2025, in den Gerichtsakten). Angesichts des einfachen Schriftenwech-
sels und der sich im vorliegenden Beschwerdeverfahren stellenden Sach-
verhalts- und Rechtsfragen rechtfertigt sich eine Parteikostenentschädi-
gung von pauschal Fr. 1'500.-- (inkl. Auslagen und MWST). Diese hat die 
Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin zu ersetzen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Einspra-
cheentscheid der Solida Versicherungen AG vom 17. Februar 2025 
aufgehoben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewie-
sen, damit sie – nach Vornahme der Abklärungen im Sinne der Erwä-
gungen – neu verfüge.

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf pauschal Fr. 1'500.-- (inkl. Auslagen und 
MWST), zu ersetzen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Nov. 2025, UV 200 2025 193

- 20 -

4. Zu eröffnen (R):
- B.________ AG z.H. der Beschwerdeführerin
- C.________ z.H. der Beschwerdegegnerin 
- Bundesamt für Gesundheit

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.