# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fa7a199a-e248-57ce-95f6-d3e7656bae31
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-10-31
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 31.10.2017 S 2017 119
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2017-119_2017-10-31.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 17 119

3. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Meisser
RichterIn Moser, Audétat 

Aktuarin Parolini

URTEIL

vom 31. Oktober 2017

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. et oec. Christian Thöny,

Beschwerdeführerin

gegen 

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden,

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach IVG (Anordnung medizinisches 

Gutachten)

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1. A._____ arbeitete als Raumpflegerin im B._____. Am 16. Januar 2015 

meldete sie sich bei der IV-Stelle zum Bezug von IV-Leistungen an und 

machte geltend, sie sei aus physischen und psychischen Gründen 

(Rheuma, Depression) nicht arbeitsfähig.

2. Die IV-Stelle nahm medizinische Abklärungen vor. Die behandelnde Ärz-

tin, Dr. med. C._____, diagnostizierte in ihrem Bericht vom 23. Januar 

2015 dolente Deformitäten der Langfinger beidseits seit 2008, Periarthro-

pathia des Knies links seit 2005, ein chronisches lumbospondylogenes 

Syndrom und eine seit Jahren bestehende rezidivierende depressive 

Störung. Die behandelnde Psychiaterin, Dr. med. D._____, Psychiatrische 

Dienste Graubünden, bestätigte mit Bericht vom 26. März 2015 eine 

100%ige Arbeitsunfähigkeit zwischen dem 28. Januar 2015 und dem 31. 

März 2015 und berichtete, dass die Patientin eigentlich weiterhin im Um-

fang von 50 % arbeitsunfähig sei, jedoch wegen ihrer finanziellen Situati-

on wieder arbeite. Der Rheumatologe, Dr. med. E._____, bestätigte mit 

Bericht vom 30. März 2015 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in der bishe-

rigen Tätigkeit seit ca. Januar 2015. Vom 25. Juni 2015 bis zum 25. Juli 

2015 hielt sich A._____ in stationärer Behandlung in den Kliniken Valens 

auf. Im Austrittsbericht vom 5. August 2015 wurde ihr eine 100%ige Ar-

beitsunfähigkeit bis zum 2. August 2015 attestiert, danach sollte sie in der 

bisherigen Tätigkeit für eine Woche zu 50 % und anschliessend anstei-

gend bis zu 80 % arbeitsfähig sein. 

3. Am 23. März 2016/17. August 2016 erstatteten Dr. med. F._____ (Rheu-

matologe) und Dr. med. G._____ (Psychiater) im Auftrag der IV-Stelle ein 

bidisziplinäres Gutachten. Sie hielten zusammenfassend fest, dass aktuell 

aus psychiatrisch-gutachterlicher Sicht keine IV-relevanten psychischen 

Einschränkungen der Arbeits- und Leistungsfähigkeit mehr bestehen wür-

den und dass zeitnah ein schrittweiser beruflicher Wiedereinstieg möglich 

sein sollte, wenn es gelinge, die Explorandin zu einer adäquaten Mitarbeit 

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zu bewegen. Aus rheumatologischer Sicht sei in der angestammten 

Tätigkeit als Raumpflegerin eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 

maximal 20 % bei vollschichtigem Arbeitspensum nachvollziehbar, be-

dingt durch gehäufte, über das betriebsübliche Mass hinausgehende 

Pausen. Aus psychiatrischer Sicht bestehe in der angestammten Tätigkeit 

als Hilfsarbeiterin und Reinigungskraft eine Arbeitsfähigkeit von 100 %. 

Die Gutachter attestierten A._____ eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit von 

Anfang 2015 bis ungefähr Mitte 2015, seit Herbst 2015 eine solche von 

höchstens 50 % sowie spätestens seit Juni 2016 bzw. mit hoher Wahr-

scheinlichkeit bereits seit Ende 2015 aus rein psychiatrischer Sicht eine 

Arbeitsunfähigkeit von 0 % und seither, aus bidisziplinärer Sicht, sowohl 

in der angestammten als auch in einer adaptierten Tätigkeit eine Arbeits-

fähigkeit von 80 %.  

4. Vom 27. September 2016 bis zum 19. Oktober 2016 hielt sich A._____ in 

stationärer Behandlung in der Klinik I._____, Psychiatrische Dienste 

Graubünden, auf. Für diese Zeitspanne wurde ihr seitens der Psychiatri-

schen Dienste Graubünden, Dr. med. H._____, mit Bericht vom 11. No-

vember 2016 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert.

5. Mit Vorbescheid vom 8. März 2017 teilte die IV-Stelle A._____ mit, sie 

habe vom 1. Januar 2016 bis zum 30. September 2016 Anspruch auf eine 

halbe IV-Rente. Für die Zeit ab dem 13. Juni 2016 bzw. 1. Oktober 2016 

betrage der IV-Grad nur noch 20 %, weshalb der Anspruch auf Renten-

leistungen der Invalidenversicherung verneint werde.

6. Mit Einwand vom 4. April 2017 bzw. mit Ergänzung vom 19. Mai 2017 

beantragte A._____ die Aufhebung der Verfügung und die Ausrichtung 

von mindestens einer halben IV-Rente auch ab dem 1. Oktober 2016. Sie 

reichte einen Bericht von Dr. med. D._____ vom 19. Mai 2017 ein und 

machte geltend, dass seit März 2017 eine Zustandsverschlechterung mit 

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mittelgradig, teilweise schwergradig depressiver Symptomatik eingetreten 

sei. Die im Sommer 2016 vom Psychiater, Dr. med. G._____, im Rahmen 

der bidisziplinären Begutachtung abgegebene psychiatrische Beurteilung 

sei daher überholt. A._____ sei zurzeit nicht arbeitsfähig. 

7. Mit Schreiben vom 28. Juni 2017 ordnete die IV-Stelle die Einholung ei-

nes monodisziplinären medizinischen Gutachtens (Verlaufsgutachtens) 

bei Dr. med. G._____ an. Mit Schreiben vom 4. Juli 2017 ersuchte 

A._____ die IV-Stelle, die Begutachtung bei einem anderen Psychiater 

durchführen zu lassen. Sie habe Dr. med. G._____ anlässlich der letzten 

Begutachtung als sehr aggressiven, rüden Gutachter erlebt, für sie sei er 

daher mit Vorurteilen behaftet und offensichtlich nicht mehr unabhängig 

und eine erneute Begutachtung durch ihn würde ihre Gesundheit ernst-

haft gefährden. Die IV-Stelle hielt, nach Rücksprache mit dem RAD, mit 

Schreiben vom 6. Juli 2017 an der Begutachtung durch denselben Psych-

iater wie ursprünglich fest. Dies sei sinnvoll, weil es um die Prüfung gehe, 

ob sich der Gesundheitszustand seit der letzten Begutachtung deutlich 

verschlechtert habe. 

8. Am 27. Juli 2017 erliess die IV-Stelle auf Antrag von A._____ vom 11. Juli 

2017 eine verfahrensleitende Verfügung und wies deren Antrag auf Be-

gutachtung durch einen anderen psychiatrischen Gutachter ab. 

9. Gegen diese Verfügung erhob A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführe-

rin) mit Eingabe vom 28. August 2017 Beschwerde an das Verwaltungs-

gericht des Kantons Graubünden. Sie beantragte die entschädigungsfälli-

ge Aufhebung der angefochtenen Verfügung, die Anweisung an die IV-

Stelle, den Gutachtensauftrag an Dr. med. G._____ zu widerrufen und die 

Beschwerdeführerin von einer anderen psychiatrischen Fachperson be-

gutachten zu lassen.

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10. Mit Vernehmlassung vom 14. September 2017 beantragte die IV-Stelle 

(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die kostenfällige Abweisung der Be-

schwerde. 

11. Mit Replik vom 2. Oktober 2017 hielt die Beschwerdeführerin an ihren 

Rechtsbegehren fest. 

12. Mit Schreiben vom 5. Oktober 2017 verzichtete die Beschwerdegegnerin 

auf die Einreichung einer Duplik.

13. Mit Schreiben vom 12. Oktober 2017 reichte der Rechtsvertreter der Be-

schwerdeführerin seine Honorarnote mitsamt Honorarvereinbarung ins 

Recht.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien wird, soweit entscheidrele-

vant, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. a) Anfechtungsobjekt der vorliegenden Beschwerde ist die verfahrensleiten-

de Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 27. Juli 2017, mit welcher 

der Antrag der Beschwerdeführerin, die Begutachtung durch eine andere 

psychiatrische Fachperson durchführen zu lassen, abgewiesen wurde. 

Gegen solche Zwischenverfügungen kann keine Einsprache, sondern es 

muss direkt Beschwerde erhoben werden (vgl. Art. 56 Abs. 1 i.V.m. 

Art. 52 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozia-

lversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]; KIESER, ATSG-Kommentar, 3. 

Aufl., Zürich 2015, Art. 52 Rz. 44-49, Art. 56 Rz. 14 ff.; BGE 138 V 271 

E.1.2.1; BGE 137 V 210 E.3.4.2.7). Das Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden ist gestützt auf Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über 

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die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) i.V.m. Art. 58 Abs. 1 ATSG 

und Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 

(VRG; BR 370.100) zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde örtlich 

und sachlich zuständig. 

b) Gemäss Art. 61 erster Satz ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 4 VRG sind verfah-

rensleitende Anordnungen und vorsorgliche Massnahmen sowie andere 

Zwischenentscheide nur anfechtbar, wenn sie für die betroffene Partei ei-

nen Nachteil zur Folge haben, der sich später voraussichtlich nicht mehr 

beheben lässt (lit. a), oder ausdrücklich als selbstständig anfechtbar er-

lassen werden, wenn sich das Verfahren dadurch möglicherweise verein-

fachen lässt (lit. b). Für die Prüfung, ob ein nichtwiedergutzumachender 

Nachteil vorliegt, kann - zwar nicht direkt - aber doch ergänzend auf die 

Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (bzw. des Bundesge-

richts) bezüglich der Anfechtbarkeit von Zwischenverfügungen gemäss 

Art. 45 f. des Verwaltungsverfahrensgesetzes (VwVG; SR 172.021) abge-

stellt werden (vgl. KIESER, a.a.O., Art. 56 Rz. 20 mit Hinweisen; Urteil des 

Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden S 13 8 vom 5. November 

2013 E.1a mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts H 111/06 vom 22. 

November 2006 E.3.4). Für die Annahme eines nicht wieder gutzuma-

chenden Nachteils im Sinne von Art. 46 Abs. 1 lit. a VwVG genügt ein 

tatsächliches, insbesondere auch ein wirtschaftliches Interesse (Urteil des 

Bundesgerichts 2C_86/2008 vom 23. April 2008 E.3.2; BGE 130 II 149 

E.1.1; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-4163/2013 vom 2. Juni 

2014 E.2.1.1). In BGE 138 V 271 E.1.2 und BGE 137 V 210 E.3.4.2.7 hat 

das Bundesgericht in Bezug auf die Anordnung von Gutachten die An-

fechtbarkeitsvoraussetzung des nicht-wieder-gutzumachenden Nachteils 

für das erstinstanzliche Beschwerdeverfahren in IV-Angelegenheiten mit 

eingehender Begründung bejaht und festgehalten, dass die nicht sachge-

rechte Begutachtung i.d.R. einen rechtlichen und nicht nur einen tatsäch-

lichen Nachteil bewirke. Nach dem Gesagten stellt die von der Beschwer-

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degegnerin erlassene verfahrensleitende Verfügung vom 27. Juli 2017 ein 

taugliches Anfechtungsobjekt im Sinne von Art. 61 erster Satz ATSG 

i.V.m. Art. 49 Abs. 4 VRG dar, weshalb auf die im Übrigen form- und frist-

gerecht (Art. 60 und Art. 61 lit. b ATSG) eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist. 

2. a) Gemäss Art. 43 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt 

die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforder-

lichen Auskünfte ein; mündlich erteilte Auskünfte sind schriftlich festzuhal-

ten (Abs. 1). Soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beur-

teilung notwendig und zumutbar sind, hat sich die versicherte Person die-

sen zu unterziehen (Abs. 2). Muss der Versicherungsträger zur Abklärung 

des Sachverhalts ein Gutachten einer oder eines unabhängigen Sachver-

ständigen einholen, so gibt er der Partei deren oder dessen Namen be-

kannt (Art. 44 Satz 1 ATSG). Diese kann den Gutachter aus triftigen 

Gründen ablehnen und kann Gegenvorschläge machen (Art. 44 Satz 2 

ATSG). 

b) Seit dem 1. März 2012 gilt für die Einholung von medizinischen Gutach-

ten, an denen drei und mehr Fachdisziplinen beteiligt sind, Art. 72bis der 

Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201). Demnach 

müssen derartige Gutachten bei einer Gutachterstelle erfolgen, mit der 

das Bundesamt eine Vereinbarung getroffen hat (Abs. 1), und die Verga-

be der Aufträge hat nach dem Zufallsprinzip zu erfolgen (Abs. 2) (vgl. 

auch Zuweisungssystem "SuisseMED@P" des Bundesamtes für Sozial-

versicherungen [BSV], Kreisschreiben über das Verfahren in der Invali-

denversicherung [KSVI], Stand 1. Januar 2018). Nicht nach dem Zufalls-

prinzip werden mono- und bidisziplinäre Gutachten vergeben (vgl. dazu 

BGE 139 V 349 E.2.2, E.5.2. und E.5.4; Urteil des Bundesgerichtes 

8C_512/2013 vom 13. Januar 2014 E.3.4 und 3.5). 

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c) Die Beschwerdeführerin bringt in ihrer Beschwerde vom 28. August 2017 

und in der Replik vom 2. Oktober 2017 vor, grundsätzlich sei es durchaus 

sinnvoll, gut zwei Jahre (recte: ein Jahr) nach Erstattung eines ersten 

Gutachtens denselben Gutachter mit einem Verlaufsgutachten zu beauf-

tragen. Im konkreten Fall gefährde dies jedoch ihre Gesundheit. Sie habe 

sich bei der ersten Begutachtung durch Dr. med. G._____ nicht gut be-

handelt gefühlt, habe von seiner Seite Vorurteile verspürt und ihn als ag-

gressiv wahrgenommen. Das für eine psychiatrische Begutachtung not-

wendige Vertrauensverhältnis sei zerstört. Den zeitlichen Konnex zwi-

schen erster Begutachtung und psychischer Dekompensation habe die 

behandelnde Psychiaterin, Dr. med. D._____, bestätigt, weshalb auch sie 

die erneute Begutachtung durch Dr. med. G._____ als gesundheitsge-

fährdend erachte. Zum entsprechenden Beweis reichte die Beschwerde-

führerin eine ärztliche Stellungahme von Dr. med. D._____ vom 25. Au-

gust 2013 ins Recht (Akten Beschwerdeführerin [Bf-act.] 13). Weiter 

macht die Beschwerdeführerin geltend, die durch die Begutachtung zu 

befürchtende Gesundheitsverschlechterung wiege schwerer als das In-

teresse der IV-Stelle, den Gutachter frei bestimmen zu können bzw. der 

nur unwesentliche Vorteil, die Verlaufsbegutachtung bei demselben 

Psychiater vorzunehmen. Die Beschwerdeführerin beantragt diesbezüg-

lich die gerichtliche Einforderung eines Berichts bei Dr. med. D._____ 

bzw. deren Befragung als sachverständige Zeugin. 

Die Beschwerdegegnerin hält dem in ihrer Vernehmlassung vom 14. Sep-

tember 2017 entgegen, bei der Vergabe eines Verlaufsgutachtens stelle 

sich die Frage der Vorbefasstheit des Gutachters nicht, da er nicht seine 

eigenen Erhebungen und Folgerungen neu beurteilen müsse. Vielmehr 

müsse er prüfen, ob seit der ersten Begutachtung eine (erhebliche) Ver-

schlechterung des Gesundheitszustandes eingetreten sei. Das Vorgehen 

der IV-Stelle sei zulässig, zumal diese beim Gutachter auch ohne Weite-

res eine vervollständigende oder vertiefende Ergänzung einfordern kön-

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ne. In beiden Fällen müssten für die Annahme einer Befangenheit weitere 

Umstände hinzukommen. Dem Argument, die erneute Begutachtung 

durch Dr. med. G._____ sei gesundheitsschädigend, könne nicht gefolgt 

werden. Objektiv betrachtet sei eine fachgerecht durchgeführte Begutach-

tung nicht geeignet, zu einer dauerhaften Schädigung zu führen. Der Gut-

achter werde die Exploration fachgerecht und sorgsam durchführen. Dia-

gnostische Massnahmen stellten grundsätzlich keine Gefahr für Leben 

und Gesundheit der zu begutachtenden Person dar. Die gegenteilige Be-

hauptung der Beschwerdeführerin stelle eine Schutzbehauptung dar. Sie 

sei weder näher begründet noch ausreichend substantiiert. Zudem habe 

die Beschwerdeführerin im Spätsommer/Herbst 2016 nicht wegen der 

Begutachtung durch Dr. med. G._____, sondern aufgrund familiärer Pro-

bleme psychisch dekompensiert.

d) Im Jahr 2016 war die Beschwerdeführerin bidisziplinär (Rheumatologie 

und Psychiatrie) begutachtet worden. Dr. med. F._____ und Dr. med. 

G._____ hatten am 23. März 2016/17. August 2016 das rheumatolo-

gisch/psychiatrische Gutachten mit bidisziplinärer Zusammenfassung er-

stattet (Bf-act. 2 und 3, Akten Beschwerdegegnerin [Bg-act.] 52 und 58), 

in dem sie zum Schluss gekommen waren, dass aus psychiatrisch-

gutachterlicher Sicht aktuell keine relevanten psychischen Einschränkun-

gen der Arbeits- und Leistungsfähigkeit ausgewiesen seien (Bf-act. 3, Bg-

act. 58/29). Sowohl aus dem rheumatologischen Teilgutachten vom 23. 

März 2016 von Dr. med. F._____ (Untersuchung durchgeführt am 9. März 

2016) (Bf-act. 2, Bg-act. 52/1) wie auch aus dem psychiatrischen Gutach-

ten von Dr. med. G._____ vom 17. August 2016 (Untersuchung durchge-

führt am 13. Juni 2016) (Bf-act. 3, Bg-act. 58/7) geht hervor, dass die je-

weiligen Untersuchungen mit Unterstützung einer Dolmetscherin durchge-

führt worden waren. 

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In ihrem ärztlichen Bericht vom 19. Mai 2017 (Bf-act. 6, Bg-act. 81) be-

schrieb die behandelnde Psychiaterin, Dr. med. D._____, den Verlauf der 

psychiatrischen Erkrankung der Beschwerdeführerin seit der Begutach-

tung, nämlich seit September 2016. Sie führte aus, im September 2016 

sei es zu einer schweren depressiven Episode mit Suizidalität und statio-

närer Behandlung in der Klinik I._____ vom 27. September 2016 bis zum 

19. Oktober 2016 gekommen, und Ende März 2017 sei erneut eine deutli-

che Zustandsverschlechterung mit mittelgradig depressiver Symptomatik, 

an gewissen Tagen schwergradig ausgeprägt mit Suizidgedanken, aufge-

treten; letztere setze sich aktuell fort. Um die beschriebene Zustandsver-

schlechterung der Beschwerdeführerin und damit deren fortdauernden 

Leistungsanspruch zu prüfen, ordnete die Beschwerdegegnerin mit 

Schreiben vom 28. Juni 2017 die Einholung eines monodisziplinären me-

dizinischen Verlaufsgutachtens bei Dr. med. G._____ an (Bf-act. 7, Bg-

act. 86), dem gleichen Gutachter, der seinerzeit das psychiatrischen (Teil-

)Gutachten vom 17. August 2016 erstattet hatte. Grundsätzlich bestreitet 

auch die Beschwerdeführerin nicht, dass es Sinn macht, die Frage einer 

allfälligen Verschlimmerung des psychischen Gesundheitszustands durch 

denselben Gutachter beurteilen zu lassen. Ursprünglich, so führte die Be-

schwerdeführerin aus, sei wohl der Gutachter auch unbefangen gewesen. 

Jetzt aber, nachdem ihr Rechtsvertreter ihn auch direkt mit Schreiben 

vom 28. Juli 2017 (Bf-act. 12) auf ihr Misstrauen angesprochen und ihn 

ersucht habe, auf die Begutachtung zu verzichten, er darauf aber nicht 

geantwortet habe, sei er es offensichtlich nicht mehr, weil das Vertrau-

ensverhältnis zur Beschwerdeführerin zerstört und so eine unbefangene 

Begutachtung nicht mehr möglich sei.

e) Triftige Gründe für die Ablehnung einer begutachtenden Fachperson im 

Sinne von Art. 44 ATSG liegen vor, wenn Ausschliessungs- und Ableh-

nungsgründe vorliegen (KIESER, a.a.O., Art. 44 Rz.39). Ein solcher kann 

u.a. dann gegeben sein, wenn es dem Gutachter/der Gutachterin an der 

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im konkreten Fall erforderlichen Kompetenz fehlt oder er/sie aus persönli-

chen Gründen nicht als geeignet erscheint (KIESER, a.a.O., Art. 44 

Rz. 39). Das Bundesgericht hielt in dem von der Beschwerdegegnerin zi-

tierten Entscheid 9C_441/2014 vom 18. Juni 2014 fest, dass sich die Fra-

ge unzulässiger Vorbefassung nicht stelle, wenn von dem bereits mit der 

Sache befassten Gutachter die Stellungnahme über die weitere Entwick-

lung des Gesundheitszustands gefordert werde, weil die Verwaltung bei 

diesem Gutachter ohne Weiteres auch eine vervollständigende und ver-

tiefende Ergänzung einfordern könne; hier wie dort müssten zur Annahme 

von Befangenheit weitere Umstände (beispielsweise ein in unsachlichem 

Duktus verfasster Bericht) hinzukommen, die bei objektiver Betrachtung 

den Schluss auf Befangenheit zuliessen (E.2.2.2 und E.2.2.3 mit Hinweis 

auf Urteil des Bundesgerichts 8C_89/2007 vom 20. August 2008 E. 7.2). 

Im Urteil 9C_1032/2010 vom 1. September 2011 (E.4.1 mit Hinweis auf 

das Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts I 29/04 vom 17. August 2004) 

hielt das Bundesgericht fest, der Umstand, dass sich ein Sachverständi-

ger schon einmal mit einer Person befasst habe, schliesse dessen späte-

ren Beizug als Gutachter nicht zum vornherein aus. Vielmehr sei es sach-

gerecht und könne den Aufschlusswert einer Verlaufsbegutachtung er-

höhen, wenn die seitherige gesundheitliche Entwicklung von den mit dem 

Fall schon vertrauten medizinischen Vorgutachtern abgeklärt und beurteilt 

werde (zum Ganzen: Urteil 9C_1032/2010 vom 1. September 2011 

E.4.1). 

Vorliegend ist die Konstellation mit derjenigen in den zitierten Urteilen des 

Bundesgerichts vergleichbar. Da es um die Einholung eines Verlaufsgut-

achtens geht, mithin um die Abklärung, ob sich der Gesundheitszustand 

der Beschwerdeführerin tatsächlich, wie von der behandelnden Psychia-

terin angegeben, seit der Begutachtung im Frühjahr/Sommer 2016 ver-

schlechtert hat, stellt sich die Frage der Vorbefasstheit, wie die Be-

schwerdegegnerin zu Recht ausführt, nicht. Es sind keine Umstände er-

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sichtlich, die bei objektiver Betrachtung den Schluss auf Befangenheit des 

für die Verlaufsbegutachtung bezeichneten Psychiaters zuliessen. Wie 

auch die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung anführte, 

ist das psychiatrische Gutachten von Dr. med. G._____ vom 17. August 

2016 sachlich abgefasst und es sind keine objektiven Hinweise ersicht-

lich, wonach das Verhältnis zwischen dem Begutachter und der Be-

schwerdeführerin und damit auch die Untersuchung mit besonderen per-

sönlichen Schwierigkeiten behaftet und der Gutachter deswegen oder aus 

weiteren Gründen befangen gewesen wäre. Im Nachfolgenden ist aller-

dings zu prüfen, ob, wie die Beschwerdeführerin geltend macht, eine 

durch den vorgesehenen psychiatrischen Gutachter Dr. med. G._____ 

fachgerecht durchgeführte Begutachtung geeignet ist, zu einer dauerhaf-

ten gesundheitlichen Schädigung der Beschwerdeführerin zu führen und 

aus diesem Grund unzumutbar wäre oder nicht.

f) Eine Begutachtung ist dann nicht zumutbar, wenn sie eine Gefahr für Le-

ben und Gesundheit der zu begutachtenden Person darstellt (vgl. Art. 21 

Abs. 4 Satz 3 ATSG). Grundsätzlich stellen diagnostische Massnahmen 

keine Gefahr für Leben und Gesundheit dar (vgl. KIESER, a.a.O., Art. 43 

Rz. 82 und Art. 21 Rz. 115), sind aber dennoch nicht durchwegs zumut-

bar; falls sie nämlich mit einem besonderen Risiko verbunden sind, fällt 

eine Durchführung ausser Betracht (KIESER, a.a.O., Art. 21 Rz. 122 mit 

Hinweis auf MAURER, Unfallversicherungsrecht, 302). Die Voraussetzung 

der Zumutbarkeit ist objektiv und subjektiv zu verstehen, wobei die zu 

Art. 21 Abs. 4 ATSG entwickelten Grundsätze analog gelten (KIESER, 

a.a.O., Art. 43 Rz. 82). Dabei ist die Frage der subjektiven Zumutbarkeit 

objektiv zu klären; es geht mithin nicht etwa darum, ob die betreffende 

Person aus ihrer eigenen (subjektiven) Wahrnehmung heraus die Unter-

suchung als zumutbar betrachtet oder nicht, sondern darum, dass die 

subjektiven Umstände (etwa Alter, Gesundheitszustand, bisherige Erfah-

rungen mit Abklärungen) in einer objektiven Betrachtungsweise dahinge-

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hend gewürdigt werden, ob diese Umstände die Untersuchung zulassen 

oder nicht (KIESER, a.a.O., Art. 43 Rz. 82 mit Hinweis auf BGE 134 V 71). 

Die üblichen Untersuchungen in einer Gutachtensstelle sind ohne konkret 

entgegenstehende Umstände generell als zumutbar zu betrachten (KIE-

SER, a.a.O., Art. 43 Rz. 82 mit Hinweisen). Als zumutbar betrachtet es die 

Rechtsprechung sodann, bei einer medizinischen Begutachtung ohne 

Drittperson, d.h. nicht verbeiständet, zu erscheinen (KIESER, a.a.O., 

Art. 43 Rz. 82 mit Hinweisen). 

g) Vorliegend verweist die Beschwerdeführerin zur Begründung der Unzu-

mutbarkeit auf den ärztlichen Bericht der behandelnden Psychiaterin, 

Dr. med. D._____, vom 25. August 2017 (Bf-act. 13). Diese führte aus, 

die Beschwerdeführerin habe sich kurze Zeit nach der Begutachtung 

durch Dr. med. G._____ in einem völlig dekompensierten Zustand in ihrer 

Sprechstunde präsentiert, mit verstärkter instabiler Stimmungslage, Hoff-

nungslosigkeit und Suizidideen. Sie erachte es deshalb als gesundheits-

schädigend, wenn die Beschwerdeführerin einer erneuten Traumatisie-

rung ausgesetzt würde. Die Patientin leide unter einer mittel- bis phasen-

weise schwergradigen depressiven Symptomatik und es sei anzunehmen, 

dass eine erneute Begutachtung durch Dr. med. G._____ höchstwahr-

scheinlich zu einer weiteren gesundheitlichen Zustandsverschlechterung 

führen könne, welche, bei intermittierenden Suizidideen, schwerwiegende 

Folgen haben könnte. Deshalb sei aus ärztlicher Sicht die Begutachtung 

durch einen anderen, unabhängigen und neutralen Gutachter zu bevor-

zugen. 

Grundsätzlich handelt es sich bei der angeordneten Verlaufsbegutach-

tung um eine diagnostische Massnahme, der Gutachter wird also die übli-

chen Untersuchungen durchführen, was für sich allein betrachtet keine 

Gefahr für Leben und Gesundheit bedeutet. Damit übereinstimmend und 

entgegen den Ausführungen von Dr. med. D._____ beschrieb Dr. med. 

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G._____ im psychiatrischen (Teil-)Gutachten vom 17. August 2016 (Bf-

act. 3, Bg-act. 58/12) denn auch, dass die Beschwerdeführerin im Explo-

rationsgespräch, das am 13. Juni 2016 stattfand, zunächst leicht unsicher 

gewirkt, im Verlauf der Exploration aber schrittweise mehr Vertrauen habe 

aufbauen können und sich im Gesprächsverlauf freundlich und einiger-

massen kooperativ gezeigt habe. Offenbar konnte die psychiatrische Un-

tersuchung damals ohne besondere Vorkommnisse durchgeführt werden. 

Auffällig ist in diesem Zusammenhang, dass die behandelnde Psychiate-

rin, Dr. med. D._____, erst im Schreiben vom 25. August 2017 und damit 

erst nach Anordnung der erneuten (Verlaufs-)Begutachtung durch 

Dr. med. G._____ seitens der Beschwerdegegnerin einen Zusammen-

hang zwischen der Verschlechterung des Gesundheitszustands der Be-

schwerdeführerin im Sommer/Herbst 2016 und der durch Dr. med. 

G._____ im Juni 2016 durchgeführten Untersuchung herstellt, während in 

ihrem Bericht vom 19. Mai 2017 (Bg-act. 81) nichts darüber steht, dass 

sich die Begutachtung für die Beschwerdeführerin schwierig, problema-

tisch oder gar traumatisch ausgewirkt hätte. Der von Dr. med. D._____ im 

Bericht vom 25. August 2017 im Zusammenhang mit der gesundheitlichen 

Verschlechterung der Beschwerdeführerin gemachte Rückschluss auf die 

psychiatrische Begutachtung im Juni 2016 ist also schon deshalb wenig 

glaubhaft, weil davor nie davon die Rede war, weil zudem die entspre-

chende Behauptung mehr als ein Jahr nach dem fraglichen Zeitpunkt er-

folgte und weil schliesslich ein solcher Zusammenhang in den übrigen 

medizinischen Akten keine Bestätigung findet. Vielmehr wird im Austritts-

bericht der Psychiatrischen Dienste Graubünden, Klinik I._____, vom 11. 

November 2016 (Bg-act. 60) angegeben, dass familiäre Probleme der 

Beschwerdeführerin, besonders der schwierige gesundheitliche Zustand 

ihres Sohnes, Auslöser für die verstärkt aufgetretenen depressiven Sym-

ptome gewesen seien, die Ende September 2016 zum Eintritt in die Klinik 

geführt hätten. Wäre die psychiatrische Begutachtung im Juni 2016 für die 

Beschwerdeführerin tatsächlich derart traumatisierend gewesen, wie Dr. 

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med. D._____ im Bericht vom 25. August 2017 glauben machen will, ist 

nicht erklärbar, dass dies nicht bereits aus ihrem Bericht vom 19. Mai 

2017 (Bg-act. 81) oder aus dem Austrittsbericht der Psychiatrischen 

Dienste Graubünden, Klinik I._____, vom 11. November 2016 (Bg-act. 60) 

hervorgeht. Hinzu kommt, dass die psychiatrische Begutachtung durch 

Dr. med. G._____ am 13. Juni 2016 stattfand, während der Eintritt in die 

Klinik am 27. September 2016, mithin mehr als drei Monate später erfolg-

te, womit die Verschlechterung des Gesundheitszustands und der Klinik-

eintritt kaum (allein) auf die von der Beschwerdeführerin behauptete 

Traumatisierung bzw. Schlechtbehandlung durch Dr. med. G._____ 

zurückgeführt werden kann. Dies dürfte auch erklären, weshalb Dr. med. 

D._____ den genauen Zeitpunkt, wann sich die Beschwerdeführerin in ei-

nem völlig dekompensierten Zustand, mit verstärkter instabiler Stim-

mungslage, Hoffnungslosigkeit und Suizidideen in ihrer Sprechstunde 

präsentierte, im Bericht vom 25. August 2017 nicht erwähnt, sondern le-

diglich von "kurze Zeit nach der Begutachtung" schreibt. Damit ist nicht 

ausreichend begründet, weshalb der Beschwerdeführerin eine weitere 

Begutachtung durch Dr. med. G._____ nicht zugemutet werden könnte. 

Dass aus der gerichtlichen Einholung eines weiteren Berichts von Dr. 

med. D._____ bzw. deren Befragung als sachverständige Zeugin etwas 

Neues bzw. etwas anderes hervorgehen wird, ist angesichts der diesbe-

züglich klaren (medizinischen) Sachlage nicht zu erwarten, weshalb dem 

entsprechenden Beweisantrag der Beschwerdeführerin in antizipierter 

Beweiswürdigung (vgl. dazu BGE 134 I 140 E.5.3, BGE 131 I 153 E.3) 

nicht stattgegeben wird.

Aus all diesen Hinweisen kann geschlossen werden, dass die Beschwer-

deführerin die angeordnete Untersuchung bei Dr. med. G._____ lediglich 

aus ihrer eigenen subjektiven Wahrnehmung heraus als unzumutbar er-

achtet, was aber für eine Aufhebung der entsprechenden Anordnung der 

Beschwerdegegnerin nicht ausreicht. Anzufügen bleibt hier, dass die Ko-

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operation durch die Beschwerdeführerin auch in der Vergangenheit schon 

zu Bemerkungen Anlass gegeben hatte. So beschrieb der Rheumatologe, 

Dr. med. F._____, der die Beschwerdeführerin am 9. März 2016 (Bg-

act. 52/17) untersuchte, ein auffälliges ostentatives Schmerzverhalten und 

groteske Verrenkungen beim Aufstehen. Zudem hielt er auf entsprechen-

de Frage hin fest, dass die Kooperation seitens der Versicherten bei allen 

Behandlungen, die aktive Mitarbeit erforderten, in Frage gestellt sei (Bg-

act. 52/21), und auch Dr. med. G._____ führte aus, ein schrittweiser be-

ruflicher Wiedereinstieg sei möglich, dies setze jedoch voraus, dass die 

Beschwerdeführerin zu einer adäquaten Mitarbeit bewegt werden könne 

(Bg-act. 58/19). 

Aus all diesen Gründen erweist es sich als objektiv nicht erhärtet, dass 

die Beschwerdeführerin gerade und nur wegen der Person des Gutach-

ters, der die Verlaufsbegutachtung durchführen soll, gesundheitlich ge-

fährdet sein sollte. Dass sie sich bei ihm nicht wohl fühlte bzw. fühlt, ver-

mag eine Unzumutbarkeit der weiteren (Verlaufs-)Begutachtung nicht zu 

begründen. Vielmehr wird es Aufgabe des Gutachters sein und in dessen 

Verantwortung liegen, die (Verlaufs-)Begutachtung angesichts der psych-

iatrischen Erkrankung der Beschwerdeführerin, deren instabilen Zustan-

des und deren Vorbehalte ihm gegenüber neutral, sorgsam und fachge-

recht durchzuführen und, falls notwendig, für allfällige Begleitmassnah-

men, insbesondere auch für eine gelingende, nötigenfalls durch den Bei-

zug eines/einer geeigneten Dolmetschers/in sicherzustellende Kommuni-

kation mit ihr, zu sorgen. 

Zusammenfassend kann somit festgehalten werden, dass die Betrauung 

von Dr. med. G._____ mit der (Verlaufs-)Begutachtung nicht zu bean-

standen und die Beschwerde daher abzuweisen ist.

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3. a) Nach Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren – in Abweichung 

von Art. 61 lit. a ATSG – bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder Ver-

weigerung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem kantonalen 

Versicherungsgericht kostenpflichtig. Diese Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Umfang von 

Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festgelegt. Vorliegend hat die unterliegende Be-

schwerdeführerin die Kosten von Fr. 700.-- zu übernehmen. 

b) Der obsiegenden Beschwerdegegnerin steht kein Anspruch auf Ersatz 

der Parteikosten zu (Art. 61 lit. g ATSG e contrario).

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten von Fr. 700.-- gehen zulasten von A._____ und sind innert 30 

Tagen seit Zustellung dieses Entscheides an die Finanzverwaltung des 

Kantons Graubünden, Chur, zu bezahlen.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]