# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b9e891d2-6f47-52ea-b3c5-280b6aae9b29
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-07-15
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 15.07.2015 200 2014 909
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-909_2015-07-15.pdf

## Full Text

Eine gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten hat das Bundesgericht am 2. Mai 2016 abgewiesen 
(9C_664/2016).

200 14 909 IV
SCP/PRN/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 15. Juli 2015

Verwaltungsrichter Schütz, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Loosli, Verwaltungsrichter Ackermann
Gerichtsschreiberin Prunner

A.________
vertreten durch Fürsprecher B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

und

Pensionskasse des Bundes PUBLICA
Eigerstrasse 57, Postfach, 3000 Bern 23
Beigeladene

betreffend Verfügung vom 25. August 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Juli 2015, IV/14/909, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1960 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich am 6. August 2004 bei der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Be-
schwerdegegnerin) zum Leistungsbezug an (Akten der IVB, Antwortbeilage 
[AB] 2). Nach Einholung diverser medizinischer und erwerblicher Unterla-
gen - insbesondere eines Berichts von Dr. med. C.________, Fachärztin 
für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, Regionaler Ärztlicher Dienst 
(RAD), vom 12. April 2005 (AB 19 f.) - und Gewährung beruflicher Einglie-
derungsmassnahmen (AB 21) verfügte die IVB am 6. Juli 2005 die Zuspra-
che einer ganzen Invalidenrente ab 1. August 2005 (AB 27). Mit Verfügung 
vom 10. Januar 2006 wies die IVB das Leistungsbegehren betreffend be-
rufliche Massnahmen ab (AB 32). Mit Mitteilungen vom 6. Dezember 2007 
(AB 37) und 27. April 2009 (AB 42) wurde der Anspruch auf die bisherige 
ganze Rente revisionsweise bestätigt.

B.

Im Rahmen einer Revision von Amtes wegen machte der Versicherte am 
18. Januar 2013 eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes gel-
tend. Seit dem Frühling 2012 leide er unter psychosomatischen Beschwer-
den (AB 46). Daraufhin holte die IVB unter anderem ein psychiatrisch-
psychotherapeutisches Gutachten von Dr. med. D.________, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 4. Januar 2013 (recte: 2014; 
AB 75.1) ein. Mit Vorbescheid vom 19. März 2014 stellte die IVB die Auf-
hebung der Rente auf Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden 
Monates in Aussicht (AB 76). Auf den hiergegen erhobenen Einwand 
(AB 79) hin holte die IVB eine Stellungnahme des RAD vom 9. Mai 2014 
(AB 82) ein und bestätigte mit Verfügung vom 25. August 2014 - bei einem 
Invaliditätsgrad von 25% - die Aufhebung der Rente per 30. September 
2014 (AB 86).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Juli 2015, IV/14/909, Seite 3

C.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Fürsprecher B.________, 
mit Eingabe vom 25. September 2014 beim Verwaltungsgericht des Kan-
tons Bern Beschwerde und stellte folgende Rechtsbegehren:

1. Die Verfügung der IV-Stelle Bern vom 25. August 2014 sei aufzuheben.

2. Es sei dem Beschwerdeführer weiterhin eine ganze Invalidenrente zuzuspre-
chen.

Eventualiter sei die Sache zur neuen Beurteilung an die Vorinstanz zurückzu-
weisen und es seien weitere medizinische Untersuchungen vorzunehmen.

3. Es sei der Beschwerde aufschiebende Wirkung zu erteilen.

- Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen -

Zur Begründung liess er im Wesentlichen vorbringen, auf das Gutachten 
von Dr. med. D.________ vom 4. Januar 2014 könne nicht abgestellt wer-
den. Der Beschwerdeführer sei sowohl in seinem angestammten Beruf als 
auch in einer anderen Tätigkeit nicht arbeits- bzw. erwerbsfähig. Weiter sei 
das Validen- und auch das Invalideneinkommen falsch berechnet worden. 
Es sei von einem Invaliditätsgrad von mindestens 70% auszugehen.

In der prozessleitenden Verfügung vom 30. September 2014 wies der In-
struktionsrichter den Antrag auf Erlass vorsorglicher Massnahmen (Weiter-
ausrichtung der Rentenleistungen während bzw. bis zum rechtskräftigen 
Abschluss des Rechtsstreites) ab.

Mit Beschwerdeantwort vom 6. November 2014 beantragte die IVB die Ab-
weisung der Beschwerde.

Am 13. November 2014 lud der Instruktionsrichter im Rahmen von weiteren 
Abklärungen betreffend das Valideneinkommen die Pensionskasse des 
Bundes PUBLICA zum Verfahren bei.

Auf Aufforderung des Instruktionsrichters reichte die ehemalige Arbeitgebe-
rin des Beschwerdeführers mit Eingabe vom 22. Januar 2015 weitere Un-
terlagen zu den Akten.

Auf die in der Folge gegebene Gelegenheit zur Einreichung von Schluss-
bemerkungen verzichtete die Beigeladene mit Eingabe vom 11. Februar 
2015 auf eine Stellungnahme. Die Beschwerdegegnerin hielt im Schreiben 

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vom 17. Februar 2015 an ihrem Antrag fest. Mit Eingabe vom 20. April 
2015 reichte der Beschwerdeführer eine versicherungspsychiatrische Stel-
lungnahme von Dr. med. E.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psy-
chotherapie FMH, vom 23. März 2015 (Beschwerdebeilage [BB] 16) zu den 
Akten und hielt ebenfalls an seinen Begehren fest.

Vom daraufhin gewährten rechtlichen Gehör machte die IVB mit Eingabe 
vom 30. April 2015 Gebrauch. Am 20. Mai 2015 liess sich die Beigeladene 
vernehmen. Mit Verfügung vom 29. Mai 2015 erfolgten der Austausch des 
weiteren Schriftenwechsels und die Überweisung der Akten an die Spruch-
behörde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

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1.2 Angefochten ist die Verfügung der IVB vom 25. August 2014 
(AB 86). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente und 
dabei insbesondere die revisionsweise Rentenaufhebung per 30. Septem-
ber 2014.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und 
damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschrän-
kungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung 
allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-
wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 
bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 
2014 IV Nr. 2 S. 5 E. 3.1).

Psychosoziale und soziokulturelle Faktoren lassen sich oft nicht klar vom 
medizinisch objektivierbaren Leiden trennen. Trotzdem können solche äus-
seren Umstände nicht als gesundheitliche Beeinträchtigungen im Sinne des 
Gesetzes verstanden werden, weil der gesetzliche Invaliditätsbegriff selber 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Juli 2015, IV/14/909, Seite 6

klar zwischen der versicherten Person als Trägerin des (invalidisierenden) 
Gesundheitsschadens und der durch ihn verursachten Erwerbsunfähigkeit 
unterscheidet. Infolgedessen können psychische Störungen, welche durch 
soziale Umstände verursacht werden und bei Wegfall der Belastung wieder 
verschwinden, nicht zur Invalidenrente berechtigen. Zwar kann einer fach-
gerecht diagnostizierten psychischen Krankheit der invalidisierende Cha-
rakter nicht mit dem blossen Hinweis auf eine bestehende psychosoziale 
Belastungssituation abgesprochen werden. Je stärker aber psychosoziale 
und soziokulturelle Faktoren im Einzelfall in den Vordergrund treten und 
das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine 
fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vorhanden 
sein (BGE 127 V 294 E. 5a S. 299; SVR 2012 IV Nr. 52 S. 189 E. 3.2). Nur 
wenn und soweit psychosoziale und soziokulturelle Faktoren einen derart 
verselbstständigten Gesundheitsschaden aufrechterhalten oder seine – 
unabhängig von den invaliditätsfremden Elementen bestehenden – Folgen 
verschlimmern, können sie sich mittelbar invaliditätsbegründend auswirken 
(BGE 139 V 547 E. 3.2.2 S. 552; SVR 2010 IV Nr. 19 S. 59 E. 5.2). In die-
sem Sinn werden Wechselwirkungen zwischen sich körperlich und psy-
chisch manifestierenden Störungen und der sozialen Umwelt berücksich-
tigt, wenn auch bedeutend weniger stark als nach dem in der Medizin ver-
breiteten bio-psycho-sozialen Krankheitsmodell (SVR 2008 IV Nr. 62 S. 
204 E. 4.2).

2.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und 
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Vier-
telsrente.

2.4 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung ge-

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setzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in-
valid geworden wäre (Valideneinkommen; Art. 16 ATSG).

2.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

2.6 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG).

2.6.1 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen 
(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben. Ein Revisionsgrund ist ferner unter Umständen auch dann gegeben, 
wenn eine andere Art der Bemessung der Invalidität zur Anwendung ge-
langt oder eine Wandlung des Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 130 
V 343 E. 3.5 S. 349, 117 V 198 E. 3b S. 199; SVR 2013 IV Nr. 44 S. 135 
E. 3.1.1).

2.6.2 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 4b S. 200; SVR 2011 IV 
Nr. 37 S. 109 E. 1.1).

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Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Juli 2015, IV/14/909, Seite 8

2.6.3 Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeit-
punkt der ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur 
Zeit der streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 
E. 3.5.2 S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369; SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1).

Wurde die Rente zuvor bereits revidiert oder bestätigt, so ist als zeitliche 
Vergleichsbasis die letzte rechtskräftige Verfügung heranzuziehen, sofern 
eine materielle Überprüfung des Leistungsanspruches tatsächlich stattge-
funden hat, d.h. eine rechtskonforme (medizinische) Sachverhaltsab-
klärung, eine Beweiswürdigung und gegebenenfalls – sofern Hinweise für 
eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszu-
stands bestanden – ein Einkommensvergleich durchgeführt worden sind 
(BGE 133 V 108 E. 5.4 S. 114; SVR 2013 IV Nr. 44 S. 135 E. 3.1.2).

3.

3.1 Zu vergleichen ist der Sachverhalt zur Zeit der rentenzusprechen-
den Verfügung vom 6. Juli 2005 (AB 27) mit demjenigen, der sich bis zum 
Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung vom 25. August 2014 (AB 86) ent-
wickelt hat. Die Bestätigungen der ganzen Rente mit Mitteilungen vom 
6. Dezember 2007 (AB 37) und 27. April 2009 (AB 42) sind unbeachtlich, 
erfolgte doch jeweils keine umfassende Überprüfung des Leistungsan-
spruchs (vgl. E. 2.6.3 hiervor).

3.2 Die ursprüngliche Verfügung vom 6. Juli 2005 (AB 27) stützte sich in 
medizinischer Hinsicht insbesondere auf den Bericht der RAD-Ärztin Dr. 
med. C.________ vom 12. April 2005 (AB 20). Darin diagnostizierte sie mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Störung, 
gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10: F33.1; AB 20, S. 1). Die bishe-
rige Tätigkeit als ... sei täglich zwei Stunden mit einer Leistung von 60% 
zumutbar (AB 20, S. 2; vgl. auch AB 21).

3.3 Bezüglich der Situation im Zeitpunkt der vorliegend angefochtenen 
Verfügung vom 25. August 2014 (AB 86) lassen sich den Akten in medizi-
nischer Hinsicht im Wesentlichen folgende Angaben entnehmen:

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3.3.1 Im psychiatrisch-psychotherapeutischen Gutachten vom 4. Januar 
2014 diagnostizierte Dr. med. D.________ einen Verdacht auf eine kombi-
nierte Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F61.0) mit emotional instabilen 
(ängstlich/vermeidend/abhängig, depressiv, emotional expressiv, paranoid), 
hypochondrisch/neurasthenischen und narzisstischen Anteilen, mit depres-
siver Störung, gegenwärtig remittiert (ICD-10: F32.4/ F33.4), und mit einem 
Status nach Suizidversuch (Pulsaderschnitt, 1982; AB 75.1, S. 17). Die 
bisherige Tätigkeit sei ganztags zumutbar. Dabei bestehe eine verminderte 
Leistungsfähigkeit von 25% (von 100%) wegen eines erhöhten Betreu-
ungsaufwands (AB 75.1, S. 27). Eine angepasste Tätigkeit sei ganztags 
- ohne verminderte Leistungsfähigkeit - zumutbar (AB 75.1, S. 29).

3.3.2 Med. pract. F.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychothe-
rapie FMH, bei welcher der Beschwerdeführer seit dem 12. August 2011 in 
psychiatrisch-psychotherapeutischer Behandlung steht, führte im Bericht 
vom 25. April 2014 aus, dass der Beschwerdeführer an einer rezidivieren-
den depressiven Störung leide. Dass eine erneute depressive Episode mit 
akuter gefährlicher Suizidalität anlässlich der jetzigen für ihn existenziell 
bedrohlichen Situation auftrete, sei höchst wahrscheinlich. Weiter erachte 
sie die kombinierte Persönlichkeitsstörung mindestens als mittelgradig 
(AB 79, S. 15; vgl. auch AB 47, S. 2 f.).

3.3.3 Der RAD-Arzt Dr. med. G.________, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie, schloss sich in der Stellungnahme vom 9. Mai 2014 der 
Beurteilung des psychiatrischen Gutachtens von Dr. med. D.________ vom 
4. Januar 2014 an (AB 82, S. 2).

3.3.4 Im Bericht vom 15. September 2014 führte med. pract. F.________ 
ergänzend zur Stellungnahme vom 25. April 2014 aus, der Beschwerdefüh-
rer leide an einer rezidivierenden depressiven Störung mit einer erneuten 
gegenwärtig mittelschweren depressiven Episode und einer ausgeprägten 
depressiv-neurasthenischen, narzisstischen, ängstlich-vermeidenden, pa-
ranoiden und hypochondrischen Persönlichkeitsstörung. Er sei in seinem 
Beruf nicht arbeitsfähig bzw. nicht erwerbsfähig, da er auch nicht eingliede-
rungs- oder umschulungsfähig sei (BB 9, S. 2).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Juli 2015, IV/14/909, Seite 10

3.3.5 In der vom Beschwerdeführer in Auftrag gegebenen versicherungs-
psychiatrischen Stellungnahme vom 23. März 2015 diagnostizierte Dr. 
med. E.________ eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig 
mittelgradig ausgeprägte depressive Episode (ICD-10: F33.11), eine kom-
binierte Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F61.0) und eine Zwangsstörung 
(ICD-10: F42.2; BB 16, S. 7). Der Beschwerdeführer sei zeitlebens ganz 
erheblich in seiner Arbeits- und Leistungsfähigkeit eingeschränkt (BB 16, 
S. 8).

3.4 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.5

3.5.1 Das psychiatrisch-psychotherapeutische Gutachten von Dr. med. 
D.________ vom 4. Januar 2014 (AB 75.1) erfüllt die von der höchstrichter-
lichen Rechtsprechung an den Beweiswert eines medizinischen Gutach-
tens gestellten Anforderungen (vgl. E. 3.4 hiervor), weshalb ihm volle Be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Juli 2015, IV/14/909, Seite 11

weiskraft zukommt (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/bb S. 353). Die darin enthal-
tenen Feststellungen beruhen auf eigenen Abklärungen und sind in Kennt-
nis der Vorakten sowie unter Berücksichtigung der geklagten Beschwerden 
getroffen worden (vgl. auch AB 82). 

Soweit der Beschwerdeführer betreffend den Beweiswert des Gutachtens 
rügt, dass dieses nach nur einem eineinhalbstündigen Gespräch und einem 
30-minütigen Test zustande gekommen sei (Beschwerde, S. 14 unten), ist 
auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung hinzuweisen, wonach es für 
den Aussagegehalt eines medizinischen Gutachtens grundsätzlich nicht auf 
die Dauer der Untersuchung ankommt. Massgebend ist in erster Linie, ob 
die Expertise inhaltlich vollständig und im Ergebnis schlüssig ist. Immerhin 
muss der für eine psychiatrische Untersuchung zu betreibende zeitliche 
Aufwand der Fragestellung und der zu beurteilenden Psychopathologie 
angemessen sein (Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 29. März 
2010, 8C_942/2009, E. 5.2). Dies ist vorliegend zu bejahen.

3.5.2 Dr. med. D.________ führte schlüssig und nachvollziehbar aus, 
dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit Juni 2004 
bzw. Juli 2007 wesentlich verbessert hat. Die depressive Störung (zusätz-
lich zur Persönlichkeitsstörung) war im Begutachtungszeitpunkt remittiert 
und es war der Zustand vor dem Jahr 2003 erreicht (AB 75.1, S. 24, 30). 
So konnte anlässlich der Untersuchung vom 30. Oktober 2013 weder in 
Anbetracht der anamnestischen Angaben, wonach der Beschwerdeführer 
den Tag strukturiert verbringt und kulturell interessiert ist (AB 75.1, S. 6), 
noch aufgrund der durchgeführten Tests Belastungsfaktoren (welche zu 
depressiven Episoden führten) erhoben werden, wie sie im Zeitpunkt der 
Rentenzusprechung festgestellt worden sind (mehrere grosse, mit Suizida-
lität einhergehende Krisen wie zum Beispiel Trennung/Scheidung von Part-
nerin, Stellenverlust, Tod der Mutter; AB 35, S. 5; vgl. auch AB 20, S. 2). 
Der Gutachter legt überzeugend dar, dass der Beschwerdeführer aufgrund 
der kombinierten Persönlichkeitsstörung in der angestammten Tätigkeit in 
seinem funktionellen Leistungsvermögen zu 25% (von 100%) einge-
schränkt ist (AB 75.1, S. 27). In einer angepassten Tätigkeit in einem 
freundlichen und verständnisvollen Umfeld, bei erhöhtem Betreuungsauf-
wand des Arbeitgebers und mit wenig sozialen Kontakten (AB 75.1, S. 23, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Juli 2015, IV/14/909, Seite 12

26, 28 f.) attestierte er eine ganztägige Arbeitsfähigkeit ohne Einschrän-
kung der Leistungsfähigkeit (AB 75.1, S. 29).

Hinsichtlich der von Dr. med. D.________ aufgrund einer kombinierten 
Persönlichkeitsstörung festgelegten Beeinträchtigung des funktionellen 
Leistungsvermögens von 25%, bestehend seit der Kindheit/Adoleszenz 
(AB 75.1, S. 27), bleibt festzustellen, dass der Beschwerdeführer in der 
Lage war, eine Berufslehre erfolgreich abzuschliessen und in diesem Beruf 
- bis zum Beginn der reaktiv-depressiven Episoden im Jahr 2003 - auch 
ohne erkennbare Komplikationen tätig zu sein (vgl. AB 2, 5 f.), weshalb sich 
diese Beurteilung mit Bezug auf eine dem Zumutbarkeitsprofil entspre-
chende wohlwollende Arbeitsumgebung als grosszügig erweist. Der Um-
stand, dass der Beschwerdeführer mit seiner … Ausbildung in der Tätigkeit 
als ... fachlich überfordert war, ergibt sich aus den edierten Personalakten, 
weshalb die Leistungseinschränkung in dieser Tätigkeit nur sekundär bzw. 
im überlagernden Sinn auf die Persönlichkeitsstörung zurückzuführen ist.

3.5.3 An dieser Beurteilung vermögen die übrigen ärztlichen Einschät-
zungen nichts zu ändern.

Wie die behandelnde Ärztin med. pract. F.________ (AB 79, S. 14 f.; BB 9) 
geht auch der Gutachter Dr. med. D.________ von einer rezidivierenden 
depressiven Störung (AB 75.1, S. 17) im Rahmen der kombinierten Persön-
lichkeitsstörung aus. Wie bereits ausgeführt konnte er jedoch anlässlich der 
Untersuchung vom 30. Oktober 2013 keine eigenständige depressive Epi-
sode mehr feststellen bzw. erachtete diese nachvollziehbar als remittiert 
(AB 75.1, S. 24, 27). Soweit med. pract. F.________ von einer erneuten 
depressiven Episode mit akuter gefährlicher Suizidalität infolge des vorlie-
genden Verfahrens ausgeht, ist dem entgegenzuhalten, dass es sich dabei 
um psychosoziale Faktoren bzw. ein reaktives und damit invaliditätsfrem-
des Geschehen handelt (vgl. E. 2.2 hiervor). Schliesslich ist darauf hinzu-
weisen, dass die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des the-
rapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und Begutachtungsauftrag des 
amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits es nicht zulässt, 
ein medizinisches Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu 
stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behan-
delnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Juli 2015, IV/14/909, Seite 13

bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil 
die behandelnden Ärzte wichtige - und nicht rein subjektiver ärztlicher In-
terpretation entspringende - Aspekte benennen, die im Rahmen der Begut-
achtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (SVR 2008 IV Nr. 15 
S. 44 E. 2.2.1). Dies ist vorliegend jedoch nicht der Fall.

Die "versicherungspsychiatrische Stellungnahme" von Dr. med. 
E.________ vom 23. März 2015 (BB 16) ändert ebenfalls nichts. In diesem 
Zusammenhang ist vorab darauf hinzuweisen, dass sich die Ärzte in ihren 
Beurteilungen lediglich in medizinischer Hinsicht bzw. betreffend die Ar-
beits- und Leistungsfähigkeit und nicht zu rechtlichen (Verfahrens-)Fragen 
zu äussern haben (vgl. E. 2.5 hiervor). Sodann verkennt Dr. med. 
E.________ in ihrer Stellungnahme vom 23. März 2015 (BB 16, S. 7), dass 
die Rente im vorliegenden Fall gestützt auf Art. 17 ATSG (vgl. E. 2.6 hier-
vor) revisionsweise aufgehoben worden ist (vgl. AB 86), selbst wenn im 
Rahmen einer schriftlichen Anfrage an den RAD im März 2013 - fälschli-
cherweise - von einem Revisionsverfahren nach den Schlussbestimmun-
gen des IVG zur 6. IV-Revision die Rede ist (AB 49). Insoweit ist darauf 
hinzuweisen, dass Depressionen nicht unter die pathogenetisch-ätiologisch 
unklaren syndromalen Beschwerdebilder ohne nachweisbare organische 
Grundlage (BGE 139 V 547 E. 2.2 S. 550) fallen und der Gutachter das 
Vorliegen eines solchen Gesundheitsschadens auch explizit ausgeschlos-
sen hat (AB 75.1, S. 31 Ziff. 4.4). Betreffend ihre Einschätzung der Arbeits-
fähigkeit, wonach der Beschwerdeführer zeitlebens erheblich in seiner Ar-
beitsfähigkeit eingeschränkt sei, ist diese weder genau beziffert noch näher 
begründet worden. Vielmehr führt Dr. med. E.________ zudem selber aus, 
zu den Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit gegebenenfalls in einem aus-
führlicheren Gutachten Stellung zu nehmen (BB 16, S. 8). Diesbezügliche 
weitere Erhebungen erübrigen sich, da auch Dr. med. D.________ davon 
ausgeht, die Persönlichkeitsstörung beeinträchtige das funktionelle Leis-
tungsvermögen in erheblicher Weise, entsprechend einer Leistungsein-
schränkung von 25% (vgl. dazu auch E. 3.5.2 hiervor). Kommt hinzu, dass 
das Sozialversicherungsgericht die Gesetzmässigkeit des angefochtenen 
Entscheides in der Regel nach dem Sachverhalt beurteilt, der zur Zeit sei-
nes Erlasses gegeben war. Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither ver-
ändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungs-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Juli 2015, IV/14/909, Seite 14

verfügung sein (BGE 130 V 138 E. 2.1 S. 140). Nach dem Erlass des Ent-
scheides verfasste Arztberichte sind nicht in die Beurteilung miteinzubezie-
hen, soweit sie keine Rückschlüsse auf die im Zeitpunkt des Abschlusses 
des Verwaltungsverfahrens bestehende Situation erlauben (SVR 2008 IV 
Nr. 8 S. 25 E. 3.4). Diesbezüglich ist festzustellen, dass die Stellungnahme 
von Dr. med. E.________ vom 23. März 2015 datiert bzw. die entspre-
chenden Untersuchungen am 26. Februar und 12. März 2015 stattfanden 
(BB 16, S. 1). Die angefochtene Verfügung wurde bereits am 25. August 
2014 erlassen, weshalb die Einschätzung von Dr. med. E.________ vorlie-
gend nicht mehr zu berücksichtigen ist. Soweit Dr. med. E.________ in 
Abweichung von Dr. med. D.________, welcher den Beschwerdeführer im 
Oktober 2013 untersuchte, hinsichtlich der Depression von einem anderen 
Gesundheitszustand ausgeht, lässt sich dies allenfalls auf den unterschied-
lichen Überprüfungszeitpunkt zurückführen. So handelt es sich bei der von 
ihr diagnostizierten Zwangsstörung denn auch um eine nach Erlass des 
angefochtenen Entscheides erstmals gestellte Diagnose.

3.6 Somit ist erstellt, dass im massgebenden Vergleichszeitraum (vgl. 
E. 3.1 hiervor) eine Veränderung bzw. Verbesserung der gesundheitlichen 
Situation sowie der Arbeits- und Leistungsfähigkeit eingetreten ist. Damit ist 
das Vorliegen eines Revisionsgrundes zu bejahen und der Rentenanspruch 
ist in der Folge umfassend zu prüfen (vgl. E. 2.5.2 hiervor). Dabei ist auf 
das psychiatrisch-psychotherapeutische Gutachten von Dr. med. 
D.________ vom 4. Januar 2014 abzustellen und davon auszugehen, dass 
das funktionelle Leistungsvermögen des Beschwerdeführers in der ange-
stammten Tätigkeit um 25% eingeschränkt bzw. der Beschwerdeführer in 
einer angepassten Tätigkeit zu 100% arbeitsfähig ist (vgl. dazu E. 4.4 hier-
nach).

4.

4.1

4.1.1 Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenan-
spruchs als auch anlässlich einer Rentenrevision stellt sich unter dem Ge-
sichtspunkt von Art. 8 ATSG die Frage nach der anwendbaren Invaliditäts-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Juli 2015, IV/14/909, Seite 15

bemessungsmethode (Art. 16 ATSG sowie Art. 28a Abs. 2 und 3 IVG). Ob 
eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig Erwerbstätige oder 
als Nichterwerbstätige einzustufen ist – was je zur Anwendung einer ande-
ren Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, Betäti-
gungsvergleich, gemischte Methode) führt –, ergibt sich aus der Prüfung, 
was sie bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine ge-
sundheitliche Beeinträchtigung bestünde (BGE 125 V 146 E. 2c S. 150). 
Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versi-
cherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in 
welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre (BGE 133 V 504 
E. 3.3 S. 508).

Erfolgt die Reduktion des zumutbaren erwerblichen Arbeitspensums, ohne 
dass die dadurch frei werdende Zeit für die Tätigkeit in einem Aufgabenbe-
reich nach Art. 5 Abs. 1 IVG verwendet wird, ist dies für die Methode der 
Invaliditätsbemessung ohne Bedeutung. Die Gründe für eine ohne Ge-
sundheitsschaden bloss teilzeitlich ausgeübte Erwerbstätigkeit sind für die 
Wahl der Bemessungsmethode lediglich insofern von Interesse, als sie in 
Zusammenhang stehen mit der Tätigkeit in einem Aufgabenbereich nach 
Art. 5 Abs. 1 IVG (und Art. 8 Abs. 3 ATSG). Insbesondere werden allein 
stehende Personen bei einer Reduktion des Beschäftigungsgrades aus 
freien Stücken nicht gleichsam automatisch zu Teilerwerbstätigen mit ei-
nem Aufgabenbereich Haushalt neben der Berufsausübung. Ist im konkre-
ten Fall von einer Teilzeiterwerbstätigkeit ohne Aufgabenbereich auszuge-
hen, so gelangt die gemischte Methode nicht zur Anwendung (BGE 131 V 
51 E. 5.1.2 S. 53 und E. 5.2 S. 54).

4.1.2 Den vorliegenden Unterlagen ist zu entnehmen, dass der Be-
schwerdeführer bei seiner letzten Arbeitgeberin, für welche er bis 31. Mai 
2005 tätig war, in einem 100%-Pensum beschäftigt war (vgl. die im Be-
schwerdeverfahren eingereichten Unterlagen der H.________). Dem Fra-
gebogen Arbeitgeber vom 18. August 2004 ist hingegen zu entnehmen, 
dass er seit Juni 2004 nur noch einen Lohn von 90% erhielt (AB 5; vgl. 
auch AB 2, S. 4). Dies spricht für eine Reduktion des Arbeitspensums auf 
90% – ungeachtet dessen, dass diese Reduktion des Beschäftigungsgra-
des im Rahmen eines Arbeitszeitmodelles erfolgte. Dafür würde auch das 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Juli 2015, IV/14/909, Seite 16

im Gutachten von Dr. med. D.________ vom 4. Januar 2014 angegebene 
Freizeitverhalten des Beschwerdeführers sprechen, wonach er unter ande-
rem das Pferd seiner Partnerin betreut (AB 75.1, S. 6). Dabei kann offen 
bleiben, ob von einer freiwillig erfolgten Reduktion des Pensums auszuge-
hen ist bzw. ob diese Reduktion im Hinblick darauf erfolgte, um mehr Frei-
zeit (insbesondere für Hobbys) zu haben, oder ob die dadurch frei werden-
de Zeit für die Tätigkeit in einem Aufgabenbereich nach Art. 5 Abs. 1 IVG 
verwendet wird, da selbst wenn zu Gunsten des Beschwerdeführers die 
Invaliditätsbemessung nach der allgemeinen Methode (vgl. E. 2.4 hiervor) 
mit Annahme eines 100%-Pensums vorgenommen wird, kein Anspruch auf 
eine Invalidenrente (mehr) besteht (vgl. E. 4.4 hiernach).

4.2

4.2.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325).

Lässt sich aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse das ohne gesundheitli-
che Beeinträchtigung realisierbare Einkommen nicht hinreichend genau 
beziffern, ist auf Erfahrungs- und Durchschnittswerte gemäss Tabellenlohn 
abzustellen. Auf sie darf jedoch im Rahmen der Invaliditätsbemessung nur 
unter Mitberücksichtigung der für die Entlöhnung im Einzelfall gegebenen-
falls relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren abgestellt werden 
(BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30; Entscheid des Eidgenössischen Versiche-
rungsgerichts [EVG; heute BGer] vom 30. Oktober 2002, I 517/02, E. 1.2).

4.2.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV Nr. 37 
S. 133 E. 7.1).

Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine 
oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Juli 2015, IV/14/909, Seite 17

nommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den 
vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen 
(LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV 
Nr. 37 S. 133 E. 7.1).

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25% zu begrenzen ist (BGE 135 V 
297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2011 IV Nr. 31 S. 91 
E. 4.1.1).

4.3 Für den Einkommensvergleich ist auf den Zeitpunkt der Rentenrevi-
sion (Entscheid des EVG vom 3. Juli 2006, I 86/06, E. 4), mithin auf das 
Jahr der hier angefochtenen Verfügung abzustellen. Massgebend sind so-
mit die Verhältnisse des Jahres 2014 (AB 86). Entsprechende statistische 
Zahlen für das Jahr 2014 fehlen jedoch noch, so dass eine Festlegung auf 
das Jahr 2013 erfolgt.

4.4 Der Beschwerdeführer, gelernter ..., arbeitete zuletzt seit Januar 
2001 als ... für die H.________ (AB 5). Diese Anstellung wurde ihm aus 
gesundheitlichen Gründen per 31. Mai 2005 gekündigt (vgl. die von der 
ehemaligen Arbeitgeberin im Beschwerdeverfahren eingereichten Unterla-
gen). Somit wäre grundsätzlich auf den tatsächlich erzielten Verdienst ab-
zustellen. Allerdings ist den im Gerichtsverfahren edierten Unterlagen zu 
entnehmen, dass der Beschwerdeführer im Gesundheitsfall heute nicht 
mehr für die H.________ tätig wäre, da die Stelle als ... aufgehoben wor-
den ist bzw. heute nicht mehr existiert (AB 84). Folglich sind für die Be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Juli 2015, IV/14/909, Seite 18

rechnung des Valideneinkommens Tabellenlöhne heranzuziehen. Da der 
Beschwerdeführer nach seinen Angaben in die Tätigkeit im Bereich der ... 
eher „hineingerutscht“ ist bzw. den Berufswechsel nicht bewusst gewählt 
hat (vgl. AB 35, S. 5) und in dieser Tätigkeit denn auch fachlich überfordert 
war (vgl. Zwischenbeurteilungsbogen der H.________ vom 2. April 2003), 
ist das Valideneinkommen auf der Basis des erlernten Berufes als ... fest-
zusetzen, wäre er doch im Validitätsfall mit überwiegender Wahrscheinlich-
keit in diesem Bereich tätig. Insoweit ist auf die LSE 2012, Tabelle TA1, 
Niveau 2, Männer, Zeile 72: Forschung und Entwicklung, abzustellen. Für 
das Invalideneinkommen ist ebenfalls dieser Wert heranzuziehen. So be-
stand die Persönlichkeitsstörung bereits im Zeitpunkt der Berufsausbildung 
und der Ausübung des erlernten Berufes, weshalb in Anbetracht von nicht 
aktenmässig dokumentierten, bereits damals aufgetretenen Problemen 
(vgl. AB 35, S. 5 und AB 75.1, S. 18 sowie E. 3.5.2 hiervor) mit überwie-
gender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden kann, dass die 
Tätigkeit eines ... den im medizinisch-theoretischen Zumutbarkeitsprofil 
umschriebenen Anforderungen an einen Arbeitsplatz entspricht (vgl. 
E. 3.5.2 hiervor). Sind Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom 
selben Tabellenlohn zu berechnen, erübrigt sich deren genaue Ermittlung. 
Diesfalls entspricht der Invaliditätsgrad im erwerblichen Bereich dem Grad 
der Arbeitsunfähigkeit - hier 25% - vorbehältlich eines allfälligen Abzuges 
vom Tabellenlohn (vgl. Entscheid des EVG vom 15. April 2003, I 1/03, 
E. 5.2). Da den medizinischen Einschränkungen bereits mit der reduzierten 
Leistungsfähigkeit umfassend Rechnung getragen wird, besteht für einen 
weiteren behinderungsbedingten Abzug kein Raum (vgl. Entscheid des 
BGer vom 5. Juli 2011, 8C_261/2011, E. 7.3). Weiter liegen auch keine 
invaliditätsfremden Gründe vor, welche Anlass zu einem Abzug vom Tabel-
lenlohn gäben (Schweizer Bürger, im hier massgebenden Zeitpunkt 54 Jah-
re alt). Hingegen wäre ein Abzug vorzunehmen, wenn entsprechend dem 
Gutachten von Dr. med. D.________ vom 4. Januar 2014 davon ausge-
gangen würde, dass der Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit 
zu 100% arbeits- und leistungsfähig wäre, da der Beschwerdeführer durch 
den Arbeitgeber betreut werden müsste (AB 75.1, S. 28 f.). Die genaue 
Höhe des Abzuges kann vorliegend offen gelassen werden, da dieser ma-
ximal 25% beträgt (vgl. E. 4.2.2 hiervor) und folglich einen rentenaussch-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Juli 2015, IV/14/909, Seite 19

liessenden Invaliditätsgrad von (ebenfalls) höchstens 25% zu begründen 
vermöchte.

Zusammenfassend resultiert (nach beiden Varianten) ein rentenausschlies-
sender Invaliditätsgrad von maximal 25% (vgl. E. 2.3 hiervor).

4.5 Nach dem Gesagten ist die bisherige ganze Rente unter Berück-
sichtigung von Art. 88bis Abs. 2 lit. a der Verordnung über die Invalidenver-
sicherung vom 17. Januar 1961 (IVV; SR 831.201) per Ende September 
2014 aufzuheben.

Soweit der Beschwerdeführer rügt, es seien vorgängig zur Rentenaufhe-
bung keine Eingliederungsmassnahmen geprüft worden (S. 13), ist dem 
entgegenzuhalten, dass der 1960 geborene Beschwerdeführer im Zeitpunkt 
der Rentenaufhebung (Ende September 2014) 54 Jahre alt war und erst 
während rund neun Jahren (vgl. AB 27) eine Rente bezogen hatte (vgl. 
SVR 2011 IV Nr. 73 S. 222 E. 3.3), womit diese Rechtsprechung im vorlie-
genden Fall nicht zur Anwendung gelangt. Insofern er dabei auf die vom 
Gutachter für erforderlich gehaltene Begleitung angewiesen ist, handelt es 
sich somit nicht um eine vor der Rentenaufhebung durchzuführende Wie-
dereingliederungsmassnahme, sondern um eine im Rahmen der Arbeits-
vermittlung zu erbringende Unterstützung, welche ausserhalb des Streitge-
genstandes liegt.

Somit ist die angefochtene Verfügung vom 25. August 2014 (AB 86) nicht 
zu beanstanden. Die dagegen erhobene Beschwerde ist unbegründet und 
deshalb abzuweisen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Juli 2015, IV/14/909, Seite 20

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

5.2 Bei vorliegendem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf 
eine Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 61 lit. g 
ATSG [Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Fürsprecher B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Pensionskasse des Bundes PUBLICA
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Juli 2015, IV/14/909, Seite 21

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.