# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b8f45c41-d904-5de6-92e0-f9c7512178e7
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-06-17
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 17.06.2019 II 2019 35
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2019-35_2019-06-17.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II

II 2019 35

Entscheid vom 17. Juni 2019 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
MLaw Manuel Gamma, Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Amt für Arbeit, Lückenstrasse 8, Postfach 1181, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Arbeitslosenversicherung (Vermittlungsfähigkeit)

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Sachverhalt:

A. A.________ (Jg. 1997) stellte am 26. Oktober 2018 Antrag auf Arbeits-
losenentschädigung per 23. Oktober 2018, nachdem ihr der Arbeitgeber am 
23. Oktober 2018 die Arbeitsstelle fristlos gekündigt hatte (Vi-act. 1). Das RAV 
B.________ hat A.________ per 25. Oktober 2018 zur Arbeitsvermittlung ange-
meldet.

B. Am 25. Oktober 2018 wurde A.________ auf den 6. November 2018 zum 
ersten Beratungsgespräch ins RAV B.________ eingeladen. Diesem blieb sie 
fern (Vi-act. 3 und 4), weshalb sie am 19. November 2018 für sieben Tage in der 
Anspruchsberechtigung eingestellt wurde (Vi-act. 6). Eine weitere Einladung er-
folgte für den 23. November 2018 (Vi-act. 7). Da sie auch dieser keine Folge leis-
tete, überprüfte das Amt für Arbeit die Vermittlungsfähigkeit von A.________ (Vi-
act. 8). Nachdem diese innert Frist keine Stellungnahme einreichte, erkannte das 
Amt für Arbeit mit Verfügung vom 11. Dezember 2018, A.________ gelte ab dem 
25. Oktober 2018 als vermittlungsunfähig; der Entschädigungsanspruch werde 
ab diesem Zeitpunkt bis auf weiteres abgewiesen (Vi-act. 9).

C. Gegen die Verfügung vom 11. Dezember 2018 erhob A.________ am 
24. Januar 2019 Einsprache. Sie habe sich am 25. Oktober 2018 beim RAV an-
gemeldet und sei kurz darauf zu ihrem kranken Vater ins Ausland geflogen. Sie 
entschuldige sich, dass sie dies nicht gemeldet habe und hoffe, die Vorschriften 
rückwirkend sauber erfüllen zu dürfen (Vi-act. 10). 

D. Mit Einspracheentscheid Nr. 109/2019 vom 10. April 2019 hiess das Amt 
für Arbeit die Einsprache teilweise gut, indem A.________ die Vermittlungsfähig-
keit ab dem 1. April 2019 anerkannt wurde. 

E. Gegen den Einspracheentscheid Nr. 109/2019 vom 10. April 2019 erhebt 
A.________ am 25. April 2019 fristgerecht Beschwerde beim Verwaltungsgericht 
des Kantons Schwyz mit dem sinngemässen Antrag, den Entscheid aufzuheben.

F. Mit Vernehmlassung vom 24. Mai 2019 beantragt die Vorinstanz die Ab-
weisung der Beschwerde. 

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosen-
versicherung und die Insolvenzentschädigung (Arbeitslosenversicherungsgesetz, 

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AVIG; SR 837.0) vom 25. Juni 1982 zählt die für die Arbeitslosenentschädigung 
massgeblichen Anspruchsvoraussetzungen auf. Zu den gesetzlichen Anspruchs-
voraussetzungen gehört u.a. gemäss Art. 8 Abs. 1 lit. f AVIG in Verbindung mit 
Art. 15 Abs. 1 AVIG die Vermittlungsfähigkeit, d.h. die versicherte Person muss 
bereit, in der Lage und berechtigt sein, eine zumutbare Arbeit anzunehmen und 
an Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen. Der Begriff der Vermittlungsfähig-
keit als Anspruchsvoraussetzung schliesst graduelle Abstufungen aus. Entweder 
ist die versicherte Person vermittlungsfähig, insbesondere bereit, eine zumutbare 
Arbeit (im Umfang von mindestens 20 % eines Normalarbeitspensums; vgl. Art. 5 
der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die In-
solvenzentschädigung [Arbeitslosenversicherungsverordnung, AVIV; SR 837.02] 
vom 31.8.1983 und BGE 120 V 385 Erw. 4c/aa S. 390) anzunehmen, oder nicht 
(BGE 136 V 95 Erw. 5.1 S. 97).

1.2 Zur Vermittlungsfähigkeit gehört nicht nur die Arbeitsfähigkeit im objektiven 
Sinn, sondern subjektiv auch die Bereitschaft, seine Arbeitskraft entsprechend 
seinen persönlichen Verhältnissen während der üblichen Arbeitszeit einzusetzen 
(BGE 126 V 378 Erw. 1b, BGE 125 V 57 Erw. 6a, BGE 123 V 216 Erw. 3, je mit 
Hinweisen). Wesentliches Merkmal der Vermittlungsbereitschaft ist dabei die Be-
reitschaft zur Annahme einer Dauerstelle als Arbeitnehmer. Hierzu genügt die 
Willenshaltung oder die bloss verbal erklärte Vermittlungsbereitschaft nicht. Viel-
mehr ist die versicherte Person gehalten, sich der öffentlichen Arbeitsvermittlung 
zur Verfügung zu stellen, angebotene zumutbare Arbeit anzunehmen und sich 
selbst intensiv nach einer zumutbaren Stelle umzusehen (Art. 17 AVIG; AVIG-
Praxis ALE B219-221).

1.3 Inhalt der Vermittlungsbereitschaft ist sodann auch die Bereitschaft, an 
Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen und die Weisungen der Durch-
führungsorgane zu befolgen. Fortdauernd ungenügende Bemühungen um eine 
neue Stelle können nach der Rechtsprechung ein wesentlicher Hinweis darauf 
sein, dass die versicherte Person während einer bestimmten Zeitspanne über-
haupt nicht gewillt war, ihre Arbeitskraft anzubieten, was einen Anspruch auf Ar-
beitslosenentschädigung ausschliessen würde. Für die Annahme fehlender Ver-
mittlungsbereitschaft aufgrund ungenügender Stellensuche bedarf es indes be-
sonders qualifizierter Umstände (ARV 1996/97 Nr. 19 S. 98 mit Hinweisen, Urteil 
EVGer C 161/96, und Urteil BGer 8C_99/2012 vom 2.4.2012 Erw. 3.3). Auch 
wiederholte Nichtbefolgung der Weisungen der Durchführungsorgane lassen auf 
fehlende Vermittlungsbereitschaft schliessen, wobei bereits bei der zweiten 
Nichtteilnahme an einer zumutbaren arbeitsmarktlichen Massnahme die Vermitt-
lungsfähigkeit abzusprechen ist (Urteil BGer 8C_931/2011 vom 24.7.2012 Erw. 2 

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mit Hinweis auf Nussbaumer, Arbeitslosenversicherung, in: Schweizerisches 
Bundesverwaltungsrecht [SBVR], Band XIV: Soziale Sicherheit, 3. Aufl. 2016, 
Rz. 273 S. 2349; AVIG-Praxis ALE B280).

1.4 Die Frage der Vermittlungsfähigkeit ist prospektiv (BGE 120 V 385 Erw. 2) 
und aufgrund einer gesamthaften Würdigung der für die Anstellungschancen im 
Einzelfall wesentlichen, objektiven und subjektiven Faktoren zu beurteilen. Aus-
ser dem Umfang des für die versicherte Person in Betracht fallenden Arbeits-
marktes ist auch die Art der gesuchten zumutbaren Arbeit von Bedeutung (Urteil 
BGer 8C_966/2012 vom 16.4.2013 Erw. 2.3).

1.5 Wird die Vermittlungsfähigkeit aufgrund von Pflichtverletzungen verneint, 
kann sie erst wieder bejaht werden, wenn die versicherte Person ihr Verhalten 
nachweislich geändert hat. Meldet sie sich nach Aberkennung der Vermittlungs-
fähigkeit beim RAV mit der Absichtserklärung, den Anweisungen der Vollzugs-
stellen wieder Folge leisten zu wollen, vermag dies den Anspruch nicht ohne 
Weiteres wieder aufleben zu lassen. Die versicherte Person hat den Beweis zu 
erbringen, dass sie ihr Verhalten gesamthaft effektiv geändert hat. Es muss fest-
stehen, dass sie berechtigt, willens und fähig ist, Arbeit zu leisten, die auf dem für 
sie in Betracht fallenden Arbeitsmarkt verwertet werden kann. Dies gelingt ihr 
insbesondere mit dem Nachweis genügender Arbeitsbemühungen und dem Ein-
halten von Weisungen und Terminen des RAV. Bestehen hinsichtlich der Vermitt-
lungsfähigkeit keine Zweifel mehr, wird die Anspruchsberechtigung auf den Zeit-
punkt der nachweislichen Verhaltensänderung durch Verfügung wieder aner-
kannt (vgl. Nussbaumer, a.a.O., Rz. 273, 277; AVIG-Praxis ALE B280).

2.1 Es ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin per 23. Oktober 2018 
gekündigt war, am 25. Oktober 2018 zur Arbeitsvermittlung angemeldet wurde 
und am 26. Oktober 2018 Antrag auf Arbeitslosenentschädigung per 23. Oktober 
2018 stellte. Ebenso unbestritten ist, dass sich die Beschwerdeführerin kurz nach 
dem Stellenverlust ins Ausland begab, um - gemäss eigener Darstellung - dort ih-
ren schwer kranken Vater aufzusuchen. Die Beschwerdeführerin bestreitet nicht, 
deswegen weder die Kontrollvorschriften noch die Termine auf dem RAV 
B.________ wahrgenommen zu haben. Fest steht ebenso, dass die Vorinstanz 
mit Verfügung vom 11. Dezember 2018 der Beschwerdeführerin die Vermitt-
lungsfähigkeit ab dem 25. Oktober 2018 absprach. Soweit die Beschwerdeführe-
rin in ihrer dagegen erhobenen Einsprache vom 24. Januar 2019 noch darum er-
sucht hat, ihr die rückwirkende Erfüllung der Pflichten zu erlauben und damit 
sinngemäss von der Vermittlungsunfähigkeit abzusehen, beantragt sie solches 
vor Verwaltungsgericht nicht mehr. Sie anerkennt, dass sie infolge des Ausland-

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aufenthaltes nicht vermittlungsfähig war und dies nachträglich nicht in Ordnung 
gebracht werden kann.

2.2 Mit dem Einspracheentscheid vom 10. April 2019 hiess die Vorinstanz die 
Einsprache teilweise gut, indem sie der Beschwerdeführerin ab dem 1. April 2019 
die Vermittlungsfähigkeit anerkannte. Dazu begründete die Vorinstanz, eine rück-
wirkende Erfüllung der Pflichten komme nicht in Betracht. Eine Anerkennung der 
Vermittlungsfähigkeit sei möglich, sobald daran keine Zweifel mehr bestünden; 
das Bezugsrecht könne frühestens auf den Zeitpunkt der nachweislichen Ver-
haltensänderung durch Verfügung wieder anerkannt werden. Dazu führt die Vor-
instanz aus, die Beschwerdeführerin habe erstmals einen Nachweis der Arbeits-
bemühungen für die Kontrollperiode Januar 2019 vorgelegt und am 12. Februar 
2019 habe das erste Beratungsgespräch stattgefunden, am 20. März 2019 das 
zweite. Den Nachweis der persönlichen Arbeitsbemühungen für Februar 2019 
habe sie am 7. März 2019 verspätet, jenen für März 2019 habe sie rechtzeitig 
abgegeben. Damit habe die Beschwerdeführerin die Gesprächstermine wahr-
genommen, doch die Arbeitsbemühungen nicht gemäss gesetzlicher Vorschrift 
nachgewiesen. Dem fügt die Vorinstanz bei, jeder Versicherte müsse sich bereits 
drei Monate vor Eintritt in die Arbeitslosigkeit um Arbeit bemühen und diese 
Bemühungen nachweisen. Die Beschwerdeführerin könne drei Monate vor dem 
Anmeldedatum vom 25. Oktober 2018 keine Arbeitsbemühungen nachweisen. 

Die Vorinstanz fasst zusammen:

In Anbetracht der Lage, dass die Versicherte per Anmeldedatum 25.10.2018 keine 
Arbeitsbemühungen für die Zeit vor Eintritt in die Arbeitslosigkeit nachweisen konn-
te und dies aber Bedingung für die (Wieder-)Anerkennung der Vermittlungsfähig-
keit ist, kommt sie dieser gesetzlichen Auflage erst per 01.04.2019 nach. Sie kann 
dann für die Monate Januar, Februar und März 2019 Arbeitsbemühungen vorwei-
sen und erbringt damit den Nachweis, dass sie vor Eintritt in die Arbeitslosigkeit 
alles ihr Mögliche unternommen hat, ihre Arbeitslosigkeit zu vermeiden resp. zu 
verkürzen.

2.3 In ihrer Beschwerde anerkennt die Beschwerdeführerin grundsätzlich, dass 
ihr die Vermittlungsfähigkeit ab dem 25. Oktober 2018 aberkannt worden ist. Sie 
wehrt sich jedoch gegen den Vorwurf, während den drei Monaten vor der Arbeits-
losigkeit keine Arbeitsbemühungen geleistet zu haben, bzw. dürfe dies von ihr 
gar nicht verlangt werden. Der Arbeitgeber habe die Anstellung fristlos gekündigt, 
weshalb es ihr gar nicht möglich gewesen sei, vor Arbeitslosigkeit Arbeitsbe-
mühungen zu tätigen.

3.1 Tatsächlich trifft eine versicherte Person bereits vor Eintritt der Arbeitslo-
sigkeit die Pflicht, sich noch während der Kündigungsfrist um Arbeit zu bemühen 

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(vgl. VGE II 2018 57 vom 20.8.2018 Erw. 2.2). Anderseits kann diese Pflicht (im 
unbefristeten Arbeitsverhältnis) nicht vor dem Zeitpunkt beginnen, da der Arbeit-
geber oder der Arbeitnehmer die Kündigung ausgesprochen hat. Das Bundesge-
richt führt denn auch aus, dass die Pflicht, sich genügend um Arbeit zu bemühen, 
mit der Kündigung des bisherigen Arbeitsverhältnisses (sowie vor Ablauf eines 
befristeten Arbeitsverhältnisses) einsetzt (BGE 141 V 365 Erw. 2.2). Mithin be-
ginnt die Pflicht zur Stellensuche bereits vor Eintritt der Arbeitslosigkeit, nicht 
jedoch vor Aussprache der Kündigung. 

3.2 Gemäss Antrag auf Arbeitslosenentschädigung befand sich die Beschwer-
deführerin seit dem 1. August 2017 im C.________ in der Lehre. Dieses Anstel-
lungsverhältnis wurde am 23. Oktober 2018 schriftlich per 23. Oktober 2018 und 
damit fristlos gekündigt (Vi-act. 1). Das Kündigungsschreiben hatte die Be-
schwerdeführerin dem Antrag beigelegt, es befindet sich indes nicht bei den Ak-
ten der Vorinstanz. Hingegen ergibt sich aus dem Protokoll des RAV-Bera-
tungsgespräches vom 12. Februar 2019, dass die Kündigung am 23. Oktober 
2018 fristlos erfolgt ist (Vi-act. 17). Damit aber kann der Beschwerdeführerin nicht 
vorgeworfen werden, sie habe sich in den drei Monaten vor Eintritt der Arbeits-
losigkeit nicht um Arbeit bemüht. Da sie bis am 23. Oktober 2018 in einem un-
gekündigten Arbeitsverhältnis stand, traf sie keine Pflicht, sich um Arbeit zu 
bemühen.

3.3 Wenn die Beschwerdeführerin vor Eintritt der Arbeitslosigkeit keine Pflicht 
zur Stellensuche traf, dann kann die Begründung des Einspracheentscheides der 
Vorinstanz nicht zutreffend sein (vgl. Erw. 2.2). Denn sie führte aus, vor Eintritt 
der Arbeitslosigkeit müssten während drei Monaten Arbeitsbemühungen nach-
gewiesen werden, damit die Vermittlungsfähigkeit wieder anerkannt werden kön-
ne. Dies sei erst per 1. April 2019 erfüllt, nachdem die Beschwerdeführerin den 
Nachweis für die Monate Januar, Februar und März 2019, nicht aber für die drei 
Monate vor dem 25. Oktober 2018 erbracht habe. 

3.4 Die Vermittlungsfähigkeit ist wieder anzuerkennen, wenn feststeht, dass die 
versicherte Person berechtigt, willens und fähig ist, Arbeit zu leisten, die auf dem 
für sie in Betracht fallenden Arbeitsmarkt verwertet werden kann. Dies gelingt ihr 
insbesondere mit dem Nachweis genügender Arbeitsbemühungen und dem Ein-
halten von Weisungen und Terminen des RAV (vgl. Erw. 1.5). 

Die Beschwerdeführerin hat am 22. Januar 2019 das RAV B.________ aufge-
sucht und sich nach dem weiteren Vorgehen erkundigt; am 23. Januar 2019 fand 
eine telefonische Besprechung statt (Vi-act. 16). Am 5. Februar 2019 ging beim 
RAV B.________ der Nachweis der persönlichen Arbeitsbemühungen für den 

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Januar 2019 ein (Vi-act. 13). Das Erstgespräch fand am 12. Februar 2019 statt 
(Vi-act. 17). Am 7. März 2019 - mithin verspätet (vgl. Art. 26 Abs. 2 AVIV) - reicht 
sie die Arbeitsbemühungen für den Monat Februar 2019 ein (Vi-act. 14) und am 
5. April 2019 jenen für den Monat März 2019 (Vi-act. 15). Dazwischen, am 
20. März 2019, fand ein weiteres RAV-Beratungsgespräch statt. Die Arbeits-
bemühungen wurden als genügend beurteilt (abgesehen vom zu späten Einrei-
chen des Februar-Nachweises). In den Beratungsprotokollen werden keine Zwei-
fel daran geäussert, dass die Beschwerdeführerin bemüht ist, einer Erwerbstätig-
keit nachgehen zu wollen und zu können.

Mit ihrem Verhalten ab dem wahrgenommenen Erstgespräch am 12. Februar 
2019 hat die Beschwerdeführerin aufgezeigt, dass sie die Kontrollpflichten er-
füllen will und kann sowie berechtigt, willens und fähig ist, Arbeit zu leisten. Ab 
dem Erstgespräch vom 12. Februar 2019 ist daher die Vermittlungsfähigkeit an-
zuerkennen. Die Beschwerde erweist sich damit insoweit als begründet, als die 
Vorinstanz eine Vermittlungsfähigkeit mangels Arbeitsbemühungen vor Eintritt 
der Arbeitslosigkeit per 25. Oktober 2018 erst ab 1. April 2019 anerkannt hat.

4. Die Tatsache, dass die Beschwerdeführerin ihre Arbeitsstelle am 23. Okto-
ber 2018 verlor, mit Arbeitsbemühungen jedoch erst im Januar 2019 begann, hat 
aber dennoch nicht gänzlich unberücksichtigt zu bleiben. 

Bei einer versicherten Person, die zu Unrecht für die Zeit vor Eintritt der Arbeits-
losigkeit keine Arbeitsbemühungen nachweist (vgl. Erw. 3.1), verschiebt sich die 
Anerkennung der Vermittlungsfähigkeit nicht, bis sie mindestens für drei Monate 
den Nachweis zu erbringen vermag. Vielmehr wird ihr Anspruch auf Arbeits-
losenentschädigung grundsätzlich anerkannt, sie wird jedoch gestützt auf Art. 30 
Abs. 1 lit. c AVIG i.V.m. Art. 45 AVIV wegen mangelhafter Arbeitsbemühungen in 
der Anspruchsberechtigung eingestellt (vgl. VGE II 2018 57 vom 20.8.2018; VGE 
II 2018 20 vom 22.3.2018). 

Die Beschwerdeführerin weiss seit der fristlosen Kündigung vom 23. Oktober 
2018, dass sie erwerbslos ist. Von diesem Moment an bestand die Pflicht, sich 
um Arbeit zu bemühen. Der Auslandaufenthalt entbindet nicht von dieser Pflicht. 
Auch wer sich ferienhalber oder aus anderen Gründen im Ausland aufhält oder 
sonst ortsabwesend ist, hat sich um Arbeit zu bemühen, zumal Stellenbewerbun-
gen mit den heutigen elektronischen Kommunikationsmitteln sowie Personal-
vermittlungsagenturen inzwischen weltweit ohne zeitliche Verzögerungen durch-
führbar sind (VGE II 2018 20 vom 22.3.2018 Erw. 4.1.4; Urteile BGer 
8C_463/2015 vom 20.9.2016 Erw. 4.2; 8C_768/2014 vom 23.2.2015 Erw. 2.2.3 
m.w.H.). Dieser Pflicht ist die Beschwerdeführerin nachweislich und unbestritte-
nermassen erst ab Januar 2019 nachgekommen. Sie hat sich damit nicht ge-

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nügend um zumutbare Arbeit bemüht, weshalb zu prüfen ist, ob sie in der An-
spruchsberechtigung einzustellen ist (Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG). Dasselbe gilt 
auch für den erst verspätet eingereichten Nachweis für den Monat Februar 2019, 
was rechtsprechungsgemäss ebenfalls Einstelltage nach sich ziehen kann 
(vgl. VGE II 2017 101 vom 20.2.2018 Erw. 3.3.3). 

Über die Frage von Einstelltagen hat die Vorinstanz indes nicht entschieden; die 
Einstellung in der Anspruchsberechtigung gestützt auf Art. 30 AVIG bildet nicht 
Gegenstand dieses Verfahrens, weshalb darüber nicht zu befinden ist. Es ist 
Sache der Vorinstanz zu prüfen, ob die Voraussetzungen für die Anordnung von 
Einstelltagen erfüllt sind, ob eine Einstellung noch verfügt werden kann und ge-
gebenenfalls für wie viele Tage die Beschwerdeführerin in der Anspruchsberech-
tigung einzustellen ist. 

5.1 Zusammenfassend wird die Vermittlungsfähigkeit der Beschwerdeführerin 
in teilweiser Gutheissung der Beschwerde ab dem 12. Februar 2019 anerkannt. 

5.2 Es werden keine Verfahrenskosten erhoben (Art. 61 lit. a ATSG); die nicht 
anwaltschaftlich vertretene Beschwerdeführerin hat keinen Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde werden der Einspracheent-
scheid vom 10. April 2019 und die Verfügung vom 11. Dezember 2018 
insoweit aufgehoben, als die Vermittlungsfähigkeit der Beschwerdeführerin 
erst ab dem 1. April 2019 und nicht im Sinne der Erwägungen bereits ab 
dem 12. Februar 2019 anerkannt wird. 

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungs-
beschwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen 
Rechten gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

4. Zustellung an:
- die Beschwerdeführerin (R)
- die Vorinstanz (EB)
- und das Staatssekretariat für Wirtschaft, SECO, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 17. Juni 2019

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 
Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 15. Juli 2019