# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fc10f3a5-1b87-5231-bca6-0071bd9bb9c5
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-06-04
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 04.06.2025 BB.2025.16
**Docket/Reference:** BB.2025.16
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_BB-2025-16_2025-06-04

## Full Text

Rechtsverzögerung (Art. 393 Abs. 2 lit. a StPO);;Rechtsverzögerung (Art. 393 Abs. 2 lit. a StPO);;Rechtsverzögerung (Art. 393 Abs. 2 lit. a StPO);;Rechtsverzögerung (Art. 393 Abs. 2 lit. a StPO)

Beschluss vom 4. Juni 2025 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter 

Roy Garré, Vorsitz, 

Miriam Forni und Patrick Robert-Nicoud, 

Gerichtsschreiber Martin Eckner  

   
 

Parteien 

  

A. AG, 

 

Beschwerdeführerin 

 

 gegen 

   

BUNDESANWALTSCHAFT, 

 

Beschwerdegegnerin 

 

 

Gegenstand  Rechtsverzögerung (Art. 393 Abs. 2 lit. a StPO) 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BB.2025.16 

 

 

 

- 2 - 

 

 

Sachverhalt: 

 

A. Die A. AG erhob am 18. März 2024 bei der Bundesanwaltschaft (nachfolgend 

«BA») Strafklage wegen angeblicher Diskriminierung und Tötungsplänen 

gegen die Familie B. durch den Clan C. sowie deren Gefolgschaft im Amt. 

Für die A. AG zeichneten D. als Verwaltungsratspräsident und E. als einzel-

zeichnungsberechtigtes Verwaltungsratsmitglied (Ordner Verfahrensakten 

BA).  

 

 

B. Die BA erliess am 30. September 2024 eine Nichtanhandnahmeverfügung 

(Verfahren SV.24.0422). Sie stufte darin die A. AG als Anzeigeerstatterin ein, 

die sich nicht als Strafklägerin konstituiert habe. Eine direkte Schädigung 

aufgrund strafbarer Handlungen sei nicht erkennbar. Sie sei nur auf Anfrage 

und mit separatem Schreiben über die Nichtanhandnahme zu informieren 

(Akten BA).  

 

 

C. Die A. AG erhob bei der Beschwerdekammer am 21. Februar 2025 in eige-

nem Namen Beschwerde wegen «Rechtsverweigerung seitens der Bundes-

anwaltschaft in Bern in Sachen der am 19. März 2024 eingereichten Straf-

klage» (Verfahren SV.24.0442). Die BA sei in diesem Verfahren untätig 

geblieben und habe keinerlei Ermittlungshandlungen durchgeführt. Sie 

beantragt sinngemäss, die BA habe Untersuchungshandlungen zu tätigen. 

Der A. AG sei zudem eine angemessene Entschädigung und Genugtuung 

zuzusprechen (act. 1).  

 

 

D. Die Beschwerdekammer forderte die A. AG am 25. Februar 2025 auf, bis 

zum 10. März 2025 einen Kostenvorschuss von Fr. 2'000.-- zu leisten. Bei 

Säumnis werde auf die Beschwerde nicht eingetreten (act. 2). Gleichzeitig 

lud das Gericht die BA zur Beschwerdeantwort ein. Die BA verzichtete am 

5. März 2025 auf eine Beschwerdeantwort und reichte ihre Akten ein (act. 5).  

 

Die A. AG leistete in der Folge den Kostenvorschuss nicht. Sie teilte dem 

Gericht am 14. April 2025 mit, die Strafkläger hätten ihr die Vollmacht entzo-

gen. Dem Schreiben lag eine Kopie der gerichtlichen Aufforderung vom 

25. Februar 2025 bei und die A. AG bat um eine Rücküberweisung des 

Kostenvorschusses an eine bestimmte australische Bank (act. 7).  

 

- 3 - 

 

 

Auf die Ausführungen der Partei und die eingereichten Akten wird, soweit 

erforderlich, in den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen Bezug genom-

men.  

 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 

 

1. Bis heute leistete die Beschwerdeführerin dem Gericht keinen Kostenvor-

schuss (vgl. act. 6). Auf die Beschwerde vom 21. Februar 2025 ist daher 

androhungsgemäss nicht einzutreten (vgl. act. 2 und Art. 383 Abs. 2 StPO). 

Die weiteren Eintretensvoraussetzungen können damit offen bleiben.  

 

Die A. AG machte der BA ihre Eingabe («Strafklage») vom 18. März 2024 

für die «Familie B.», wobei zwei Verwaltungsräte mit entsprechendem Nach-

namen für die Gesellschaft zeichneten. Die A. AG erhob die Rechtsverzöge-

rungsbeschwerde jedenfalls in eigenem Namen. Am 14. April 2025 zeigte D. 

dem Gericht den Entzug der Vollmacht der «Strafkläger» auf dem Papier der 

A. AG an. Dies ist vorliegend insoweit ohne Bedeutung, als die A. AG in 

eigenem Namen Beschwerde erhoben und sie es unterlassen hat, den von 

ihr geschuldeten Kostenvorschuss fristgerecht zu leisten.  

 

 

2. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die beschwerdeführende A. AG 

kostenpflichtig (vgl. Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Gerichtsgebühr ist auf 

Fr. 1'000.-- festzusetzen (vgl. Art. 73 StBOG i.V.m. Art. 5 und 8 Abs. 1 des 

Reglements des Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 über die Kosten, 

Gebühren und Entschädigungen in Bundesstrafverfahren [BStKR; 

SR 173.713.162]) und der A. AG aufzuerlegen. 

 

 

 

- 4 - 

 

 

Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 

 

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.  

 

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 1'000.-- wird der A. AG auferlegt.  

 

 

Bellinzona, 10. Juni 2025 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- A. AG 

- Bundesanwaltschaft 

 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Beschluss ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben (Art. 79 BGG; SR 173.110).