# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 04141ebd-af1c-5b8f-94eb-ae9b3230ef65
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-05-31
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 31.05.2013 PA130017
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PA130017_2013-05-31.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: PA130017-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. A. Katzenstein, Vorsitzende, Oberrichter  

lic. iur. P. Diggelmann und Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider 

sowie Gerichtsschreiber lic. iur. M. Isler. 

Urteil vom 31. Mai 2013 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschwerdeführerin, 

 

betreffend Unterbringung von B._____ 

Beschwerde gegen eine Verfügung des Einzelrichters o.V. des Bezirksgerichtes 

Winterthur vom 21. Mai 2013 (FF130028) 

- 2 - 

Erwägungen: 

I. 

Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde der Bezirke Winterthur und Andel-

fingen (im Folgenden: KESB) erliess am 22. April 2013 folgenden Entscheid: 

1. Gestützt auf Art. 310 Abs. 1 i.V.m. 314b ZGB wird B._____, geb. tt.mm.2000, 
…, im C._____ "D._____",…, E._____, vorläufig untergebracht und anschlies-
send in der F._____-Stiftung G._____, …, sobald der Platz frei wird, platziert. 
Die Jugendliche darf weder vom C._____ noch von der F._____-Stiftung ohne 
ausdrückliche Zustimmung der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde weg-
genommen werden. 

2. Die Obhut der Mutter, A._____, …, wird gestützt auf Art. 310 Abs. 1 i.V.m. 314b 
ZGB aufgehoben. 

3. … [Vormerkung, dass die Platzierung in der F._____-Stiftung schnellstmöglich, 
im Verlauf des Monats Mai 2013, erfolge.] 

4. … [Vormerkung, dass die mit Beschluss vom 19. November 2012 der Sozialbe-
hörde H._____ errichtete Vertretungsbeistandschaft und die mit Verfügung vom 
23. November 2012 derselben Behörde errichtete Beistandschaft nach Art. 308 
Abs. 1 und 2 ZGB für B._____ im bisherigen Rahmen weitergeführt würden.] 

5. … [Regelung der Kostenfolgen] 

6. Gegen Ziffer 1 und 2 dieses Entscheides kann innert einer Frist von 10 Tagen 
ab Zustellung des Entscheides beim Einzelrichter bzw. der Einzelrichterin des 
Bezirksgerichtes Winterthur, …, Beschwerde nach Art. 450 ZGB erhoben wer-
den. Die Beschwerde muss gemäss Art. 450e Abs. 1 ZGB nicht begründet wer-
den. … 

7. Gegen Ziffer 3 bis 5 dieses Entscheides kann innert einer Frist von 30 Tagen ab 
Zustellung des Entscheides beim Bezirksrat, …, 8400 Winterthur, eine schrift-
lich begründete Beschwerde nach Art. 450 ZGB erhoben werden. … 

8.–9. … 

Mit Eingabe vom 15. Mai 2013 erhoben Mutter (A._____) und Tochter (B._____) 

beim Bezirksrat Winterthur Beschwerde, womit sie sich gegen die Fremdplatzie-

rung der Tochter wandten. Der Bezirksrat übermittelte die Rechtsmitteleingabe 

per Fax an das Bezirksgericht Winterthur, dessen Einzelgericht nach § 62 EG 

KESR Beschwerden betreffend fürsorgerische Unterbringung in erster Instanz zu 

beurteilen hat (act. 1). 

- 3 - 

Mit Verfügung vom 21. Mai 2013 trat das Einzelgericht des Bezirksgerichtes auf 

die Beschwerde der Mutter, A._____, nicht ein. Es erwog, dass die zehntägige 

Beschwerdefrist versäumt worden sein. 

Gegen diesen Entscheid erhob A._____ beim Obergericht mit zwei Eingaben vom 

27. Mai 2013 rechtzeitig Beschwerde (act. 7A und 7B). Sie beantragt sinngemäss, 

auf die beim Bezirksgericht eingereichte Beschwerde einzutreten. Sie macht 

sinngemäss geltend, die im Entscheid der KESB genannten Fristen verwechselt 

zu haben, da sie nicht in der Lage gewesen sei, den Entscheid richtig zu lesen. 

Die einzelgerichtlichen Akten wurden beigezogen. 

II. 

Mit der Beschwerde an das Obergericht können Mängel des angefochtenen Ent-

scheides gerügt werden (Art. 450a ZGB). Solche sind hier nicht ersichtlich: 

Muss ein Kind in einer geschlossenen Einrichtung untergebracht werden, so sind 

die Bestimmungen des Erwachsenenschutzes über die fürsorgerische Unterbrin-

gung sinngemäss anwendbar (Art. 314b Abs. 1 ZGB). Auf dem Gebiet der fürsor-

gerischen Unterbringung beträgt die Frist zur Erhebung der Beschwerde gegen 

Entscheide der KESB zehn Tage seit Mitteilung des Entscheids (Art. 450b Abs. 2 

ZGB). Diese Frist hat die Beschwerdeführerin versäumt. Da die Wahrung der 

Rechtsmittelfrist Prozessvoraussetzung ist, ist die Vorinstanz zu Recht auf die 

Beschwerde nicht eingetreten. 

Die beim Obergericht gegen den vorinstanzlichen Entscheid erhobene Beschwer-

de ist somit unbegründet und deshalb abzuweisen. 

Umständehalber sind für das obergerichtliche Verfahren keine Kosten zu erhe-

ben. 

- 4 - 

Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Es werden keine Kosten erhoben. 

3. Schriftliche Mitteilung an die Beschwerdeführerin, die KESB Winterthur und 

Andelfingen sowie die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein. 

Die einzelgerichtlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechts-

mittelfrist an die Vorinstanz zurück. 

4. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  

Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer 

 
Der Gerichtsschreiber: 

 
 
 

lic. iur. M. Isler 
 
 
versandt am: 

	Urteil vom 31. Mai 2013
	Erwägungen:
	I.
	II.

	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Es werden keine Kosten erhoben.
	3. Schriftliche Mitteilung an die Beschwerdeführerin, die KESB Winterthur und Andelfingen sowie die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.
	4. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...