# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2877910c-0fdc-50ab-971c-6c5c68a62ef6
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-10-20
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Vergabekammer 20.10.2023 V 2022 83
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_004_V-2022-83_2023-10-20.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

VERWALTUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: Dr. iur. Aldo Elsener, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub, Dr. iur. Matthias Suter
lic. iur. Ivo Klingler und Ersatzrichter lic. iur. Jakob Senn
Gerichtsschreiber: lic. iur. Peter Kottmann

U R T E I L  vom 20. Oktober 2023
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch RA B.________

gegen

1. Gemeinderat Neuheim
vertreten durch RA C.________

2. Regierungsrat des Kantons Zug
Beschwerdegegner 

betreffend

Strassenplan Birkenstrasse, Neuheim

V 2022 83

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Urteil V 2022 83

A. A.________ ist Baurechtsnehmer und wohnt in der Liegenschaft D.________ in 
Neuheim (Assek-Nr. E.________) auf dem Grundstück Nr. F.________, Neuheim (nach-
folgend: GS F.________). Das GS F.________ liegt in der Wohnzone 2 (W2) und grenzt 
südwestlich an das GS 6, welches der Zone Verkehrsfläche (VF) zugeordnet ist. Die Bir-
kenstrasse auf GS 6 ist heute als Sackgasse ausgebildet und endet in einem Wende-
hammer. Nordwestlich des GS 6 befindet sich die neue Überbauung LAMAT, welche über 
die Säntisstrasse (GS 793 und GS 870) erschlossen ist. Die Säntisstrasse führt nordwest-
lich und nordöstlich um die Überbauung LAMAT herum. Zwischen der Sackgasse der Bir-
kenstrasse (GS 6) und dem Ende der Säntisstrasse (GS 870) beträgt die Distanz rund 9 
m.

Anlässlich der Erschliessung der neuen Wohnüberbauung LAMAT und um den Strassen-
raum rechtlich zu sichern bzw. die Räume für künftige Verkehrsanlagen freizuhalten, leite-
te der Gemeinderat Neuheim mit Beschluss vom 12. Mai 2020 das Strassenplanverfahren 
für die Birkenstrasse, Teilstück GS 6, ein und beauftragte das Ingenieurbüro G.________ 
AG unter anderem mit der Strassenplanung. Ziel dieser Strassenplanung ist es, die zonen-
rechtliche Grundlage zu schaffen, um die Birkenstrasse auf GS 6 um rund 9 m zu verlän-
gern und mit dem GS 870 zu verbinden. So könnte dann ein Ringstrassensystem (Schür-
matt–Rain–Winden–Unterdorf) im Quartier "Unterdorf" entstehen (nachfolgend: Ringstras-
se).

Das Tiefbauamt des Kantons Zug brachte in seinem Vorprüfungsbericht vom 2. November 
2020 keine Vorbehalte an. Vom 22. Januar 2021 bis 22. Februar 2021 wurde der "Stras-
senplan Birkenstrasse, Teilstück GS 6, Plan Nr. 32-1102" samt Beilagen (nachfolgend: 
Strassenplan GS 6) öffentlich aufgelegt.

Am 20. Februar 2021 reichte A.________ beim Gemeinderat Neuheim Einsprache gegen 
den Strassenplan GS 6 ein und beantragte zusammengefasst, dass auf den Bau des 
Strassenstücks auf dem GS 6 zu verzichten sei und stattdessen eine Fussgängerverbin-
dung zu realisieren sei, welche so auszugestalten sei, dass sie als Notzufahrt für Feuer-
wehr und Rettung benützt werden könne.

Mit Entscheid vom 23. März 2021 wies der Gemeinderat Neuheim die Einsprache ab und 
setzte den Strassenplan GS 6 fest. 

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Urteil V 2022 83

Eine von A.________ dagegen eingereichte Verwaltungsbeschwerde wies der Regie-
rungsrat des Kantons Zug mit Beschluss vom 20. September 2022 ab, soweit er darauf 
eintrat. Gleichentags genehmigte der Regierungsrat den vom Gemeinderat Neuheim am 
23. März 2021 beschlossenen Strassenplan GS 6.

B. Am 20. Oktober 2022 liess A.________ gegen die regierungsrätlichen Beschlüsse 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde einreichen und Folgendes beantragen

"1. Der Beschwerdeentscheid des Regierungsrates des Kantons Zug vom 20. September 2022, des-
sen Genehmigungsentscheid vom gleichen Datum sowie der Beschluss des Gemeinderates Neu-
heim vom 23. März 2021 seien aufzuheben.

2. Der Strassenplan Birkenstrasse, Teilstück GS 6, Neuheim, Plan Nr. 32-1102, vom 22. September 
2020 sei nicht festzusetzen.

3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens vor dem Regierungsrat des Kantons Zug seien der Ge-
meinde Neuheim aufzuerlegen. Ausserdem sei sie zu verpflichten, dem Beschwerdeführer für die-
ses Beschwerdeverfahren eine angemessene Parteientschädigung auszurichten.

4. Dies unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Gemeinde Neuheim."

Zudem beantragte der Beschwerdeführer gestützt auf Art. 6 Abs. 1 EMRK die Durch-
führung einer mündlichen Verhandlung samt Augenschein.

C. Den von ihm verlangen Kostenvorschuss von Fr. 3'500.– bezahlte der Beschwer-
deführer fristgerecht.

D. Am 30. November 2022 unterbreitete die Baudirektion des Kantons Zug im Auftrag 
des Regierungsrats eine Stellungnahme mit dem Antrag, die Verwaltungsgerichtsbe-
schwerde vom 20. Oktober 2022 sei unter Kostenfolge zu Lasten des Beschwerdeführers 
vollumfänglich abzuweisen.

E.  Mit Eingabe vom 20. Dezember 2022 liess der Gemeinderat beantragen, die Be-
schwerde sei, unter Kosten- und Entschädigungsfolge, zuzüglich 7,7 % MWST, zu Lasten 
des Beschwerdeführers, vollumfänglich abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei.

F. Am 30. Januar 2023 replizierte der Beschwerdeführer, und am 20. Februar 2023 
bzw. 3. März 2023 reichten die Baudirektion des Kantons Zug und der Gemeinderat Neu-
heim je eine Duplik ein.

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G. Am 15. März 2023 liess der Beschwerdeführer eine weitere Stellungnahme einrei-
chen, worauf der Gemeinderat Neuheim am 20. März 2023 antwortete.

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1.
1.1 Gemäss § 61 Abs. 1 Ziff. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes (VRG; 
BGS 162.1) ist gegen Verwaltungsentscheide des Regierungsrats die Beschwerde an das 
Verwaltungsgericht zulässig, soweit die Gesetzgebung den Weiterzug nicht ausnahms-
weise ausschliesst. Ein solcher Ausschluss liegt hier nicht vor. Die Beschwerde wurde 
fristgerecht eingereicht und entspricht den formellen Anforderungen gemäss § 65 VRG. 
Der Beschwerdeführer hat sowohl am Einsprache- als auch am Verwaltungsbeschwerde-
verfahren teilgenommen. Als Eigentümer und Bewohner des Gebäudes auf dem GS 
F.________, welche an das GS 6 angrenzt, ist er vom Strassenplan Birkenstrasse, 
Teilstück GS 6, besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an der Änderung 
oder Aufhebung der Entscheide des Regierungsrats. Die Beschwerdelegitimation des Be-
schwerdeführers ist daher gestützt auf § 62 Abs. 1 VRG gegeben. Die Beschwerde ist 
deshalb zu prüfen.

Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des 
Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

1.2 Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann jede Rechtsverletzung gerügt wer-
den. Als solche gelten die Nichtanwendung und die unrichtige Anwendung eines Rechts-
satzes, die unrichtige rechtliche Beurteilung einer Tatsache, der Missbrauch oder die 
Überschreitung des Ermessens, die Verletzung einer wesentlichen Verfahrensvorschrift 
sowie Rechtsverweigerung und -verzögerung. Nicht gerügt werden kann die unrichtige 
Handhabung des Ermessens (§ 63 VRG).

2. Die Revision vom 22. Februar 2018 des Planungs- und Baugesetzes (nPBG; 
BGS 721.11) sowie die Totalrevision der Verordnung zum Planungs- und Baugesetz (nV 
PBG; BGS 721.111) sind per 1. Januar 2019 in Kraft getreten. Vorliegend hat der Ge-
meinderat Neuheim den Strassenplan Birkenstrasse, Teilstück GS 6, am 23. März 2021 

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Urteil V 2022 83

festgesetzt. Übergangsrechtlich gelangt daher die Bestimmung von § 74a Abs. 2 nV PBG 
zur Anwendung, wonach neue Sondernutzungspläne spätestens bis zur Anpassung der 
Nutzungspläne und der Bauordnung an diese Verordnung, längstens jedoch bis 2025 mit 
Ausnahme der Ausnützung nach neuem Recht zu beurteilen sind.

3.
3.1 Der Beschwerdeführer beantragt gestützt auf Art. 6 Abs. 1 EMRK die Durch-
führung einer mündlichen Verhandlung samt Augenschein, wobei er lediglich ausführt, 
weshalb seiner Meinung nach ein Augenschein durchzuführen sei. Seinen Antrag betref-
fend die Durchführung einer mündlichen Verhandlung begründet der Beschwerdeführer 
nicht. Zum einen möchte er den Engpass beim Einlenker der Maiackerstrasse in die Dorf-
strasse besichtigen lassen, wobei er gleichzeitig darauf hinweist, dass dieser Engpass 
auch bei Realisierung der Ringstrasse bzw. der Verbindung der Birkenstrasse mit dem GS 
870 bestehen bleibe. Zum anderen möchte der Beschwerdeführer den Ausbaustandard 
der Birkenstrasse, Teilstück GS 6, mittels Augenschein beurteilen lassen.

3.2 Gemäss § 68 VRG erhalten die Parteien im Beschwerdeverfahren Gelegenheit zur 
schriftlichen Vernehmlassung. Das Verwaltungsgericht kann einen weiteren Schriften-
wechsel oder eine mündliche Verhandlung anordnen. Weder aus den Verfahrensgarantien 
der Bundesverfassung noch aus § 68 VRG lässt sich ein Anspruch auf mündliche Ver-
handlung ableiten. Es liegt im Ermessen des Verwaltungsgerichts, ob es eine mündliche 
Verhandlung durchführen will. Einzig im Anwendungsbereich von Art. 6 Ziff. 1 EMRK be-
steht ein Anspruch auf eine mündliche Verhandlung. Dieser Artikel bestimmt, dass jede 
Person ein Recht darauf hat, dass über Streitigkeiten in Bezug auf ihre zivilrechtlichen An-
sprüche und Verpflichtungen oder über eine gegen sie erhobene strafrechtliche Anklage 
von einem unabhängigen und unparteiischen, auf Gesetz beruhenden Gericht in einem 
fairen Verfahren und innerhalb angemessener Frist verhandelt wird, wobei diese Verfah-
rensgarantie auch den Anspruch auf eine öffentliche Verhandlung umfasst. Ein Entscheid 
über zivilrechtliche Ansprüche im Sinne von Art. 6 Ziff. 1 EMRK liegt vor, wenn eine bau- 
oder planungsrechtliche Massnahme direkte Auswirkungen auf die Ausübung der Eigen-
tumsrechte der Grundeigentümer hat, nicht aber wenn ausschliesslich das Ungenügen öf-
fentlich-rechtlicher Bestimmungen gerügt wird (BGE 127 I 44 E. 2; 125 I 7 E. 4a). 

3.3 Die Baudirektion hat in ihrer Vernehmlassung vom 30. November 2022, S. 3 f., 
ausführlich dargelegt, warum Art. 6 Ziff. 1 EMRK vorliegend nicht anwendbar ist. Auf die 
zutreffenden Ausführungen kann vollumfänglich verwiesen werden. Es ist davon auszuge-

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hen, dass der Beschwerdeführer im Wesentlichen deshalb eine mündliche Verhandlung 
verlangt, um in diesem Rahmen den von ihm ebenfalls beantragten Augenschein durchzu-
führen. Dass beim Einlenker der Maiackerstrasse in die Dorfstrasse ein Engpass besteht 
und dieser Engpass auch bei Realisierung der Ringstrasse bzw. der Verbindung der Bir-
kenstrasse mit dem GS 870 bestehen bleibt, ist jedoch unbestritten, weshalb diese Ört-
lichkeit nicht besichtigt werden muss. Auch bedeutet die Aussage der Baudirektion in ihrer 
Vernehmlassung, wonach es sich beim fraglichen Teil des GS 6 um eine bereits vollstän-
dig als Verkehrsfläche ausgeschiedene Grundstücksfläche mit einer Länge von 60 m han-
delt, welche aktuell in der Länge von rund 50 m bereits als Strasse (nördlichster Teil der 
Birkenstrasse) ausgestaltet ist, nicht, dass die Baudirektion die vom Beschwerdeführer 
geltend gemachte Verengung der Birkenstrasse an deren nordwestlichen Ende bestreitet. 
Die Verengung kann denn auch ohne Weiteres den Luftbildern aus ZugMap.ch entnom-
men werden. Eines Augenscheins bedarf es dafür nicht. Welche Bedeutung der (bekann-
te) Ausbaustandard der Birkenstrasse, Teilstück GS 6, hat, wird – falls erforderlich – in 
den weiteren Erwägungen zu beurteilen sein. Die schriftlichen Eingaben geben im Übrigen 
zu allen massgebenden Gesichtspunkten genügend Aufschluss. Dem Antrag des Be-
schwerdeführers auf Durchführung einer mündlichen Verhandlung im Sinne von Art. 6 
Abs. 1 EMRK samt Augenschein ist somit in zulässiger Anwendung der antizipierten Be-
weiswürdigung nicht stattzugeben.

4.
4.1 Dem PBG kann in § 31 Abs. 1 entnommen werden, dass Baulinien-, Niveaulinien- 
sowie Strassenpläne Strassen, Trassen, Wege und Plätze sichern und Räume freihalten, 
insbesondere für bestehende oder künftige Verkehrsanlagen. Sie dienen der Gestaltung 
des Verkehrsraums und des Siedlungsbildes. Gemäss § 31 Abs. 2 PBG erlässt die erfor-
derlichen Baulinien- oder Strassenpläne, wer für die Verkehrsanlage zuständig ist. Für den 
Erlass gemeindlicher Erschliessungs-, Baulinien- und Strassenpläne ist der Gemeinderat 
zuständig (§ 7 Abs. 2 lit. b PBG). Das Verfahren zum Erlass solcher Pläne richtet sich 
nach demselben Verfahren wie zum Erlass von kantonalen Zonen- und Sondernutzungs-
plänen (§ 39a Abs. 1 PBG i.V.m. § 38 PBG). Weiter hält § 42 Abs. 1 PBG fest, dass ge-
meindliche Baulinien- und Strassenpläne vom Regierungsrat genehmigt werden müssen.

4.2 Beim Erlass eines Strassenplans ist eine umfassende Interessenabwägung 
gemäss Art. 3 der Raumplanungsverordnung (RPV; SR 700.1) vorzunehmen. Wenn die 
Gemeinde eine angemessene und sachlich haltbare Abwägung getroffen hat, ist dieses 

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Ermessen von der übergeordneten Behörde grundsätzlich zu stützen (Pierre Tschannen, 
in: Kommentar zum Bundesgesetz über die Raumplanung [RPG], 2009, Art. 2 N 64).

5.
5.1 Zur Unterstützung seines Antrags auf Aufhebung des Regierungsratsentscheids 
vom 20. September 2022, dessen Genehmigungsentscheids vom gleichen Datum und des 
Beschlusses des Gemeinderats Neuheim vom 23. März 2021 sowie auf Nichtfestsetzung 
des Strassenplans Birkenstrasse, Teilstück 6, Neuheim, Plan Nr. 32-1102, vom 22. Sep-
tember 2020 bringt der Beschwerdeführer zunächst vor, der vorliegend geplante Stras-
senbau diene nach den verbindlichen Feststellungen des Regierungsrats nicht der Er-
schliessung von allfälligen Neubaugebieten. Die Vorinstanzen würden zumindest implizit 
anerkennen, dass alle rechtsgültig eingezonten Baugebiete in der Gemeinde Neuheim hin-
reichend erschlossen seien. Zur hinreichenden Erschliessung gehöre auch, dass die Not-
falldienste (die Rettungsdienste) über einen sicheren Zugang zu den betreffenden Grunds-
tücken verfügten. Auch dies sei bisher in der Gemeinde Neuheim, namentlich entlang der 
Säntis- und Birkenstrasse, der Fall. Sonst hätten dort keine Überbauungen bewilligt wer-
den können, namentlich die Überbauung LAMAT im Jahre 2019. Die bereits bestehenden 
Rettungsachsen seien somit ausreichend und genügten den gesetzlichen Erfordernissen 
gemäss Art. 19 RPG vollauf. In tatsächlicher Hinsicht sei erst recht kein Bedarf an einer 
solchen zusätzlichen Rettungsachse auszumachen. Zunächst gelte es zu erwähnen, dass 
in den vergangenen zehn Jahren gerade ein einziger Einsatz der Feuerwehr im fraglichen 
Gebiet Birkenstrasse/Säntisstrasse notwendig gewesen sei. Dieser habe problemlos über 
die bestehenden Strassen abgewickelt werden können. Auch seien überhaupt keine Not-
falleinsätze von Ambulanzen in den letzten zehn Jahren im Gebiet Birkenstrasse/Säntis-
strasse erfolgt. Wegen eines einzigen Rettungseinsatzes einer einzigen Notfallorganisati-
on in einem Zeitraum von zehn Jahren komme wohl keine andere Gemeinde in der 
Schweiz auf die Idee, eine zusätzliche Rettungsachse zu planen. Dies gelte umso mehr, 
als damit eine unnötige Verschleuderung von Steuergeldern verbunden sei. Hinzu komme, 
dass bereits heute für das Gebiet Säntisstrasse/Birkenstrasse eine zweite Rettungsachse 
bestehe: nämlich über den Windenweg und den Chilemattweg. Beide Strassen seien so 
gut ausgebaut, dass sie ohne Probleme für die Einsätze von Feuerwehrfahrzeugen und 
Ambulanzen benützt werden könnten. Die Strassen würden schon heute von Lastwagen 
für die Kehrichtentsorgung benutzt.

5.2 Der Regierungsrat hatte in seinem Beschwerdeentscheid ausgeführt, der Ge-
meinderat Neuheim erkläre schlüssig, dass sich der durch den neuen Strassenraum gesi-

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cherte Strassenraum zugunsten der Verkehrssicherheit – insbesondere mit Bezug auf die 
Zufahrt von Blaulichtorganisationen – auswirken werde. Zu beachten sei dabei, dass es 
sich bei den in Frage stehenden Erschliessungsstrassen heute um Sackgassen handle. 
Bei Blockade der jeweiligen Strasse fehle die Zufahrtsmöglichkeit, sodass nutzbare Ret-
tungsachsen fehlten. 

5.3 Beim Thema Rettungsachsen handelt es sich nur um einen von mehreren Aspek-
ten, welche bei der Beurteilung der Frage, ob im vorliegenden Fall die Interessenabwä-
gung richtig vorgenommen wurde, zu erwägen sind. Tatsächlich bringt die Schaffung einer 
zusätzlichen Rettungsachse durch den Zusammenschluss der Säntis- und der Birken-
strasse eine Verbesserung der Verkehrssicherheit. Wären die Birkenstrasse ab der Ab-
zweigung von der Oberen Rainstrasse und/oder die Säntisstrasse ab der Verzweigung 
Maiackerstrasse/Chilemattweg/Säntisstrasse blockiert, könnten Notfallfahrzeuge nur unter 
erschwerten Umständen in die Birkenstrasse und insbesondere in die Säntisstrasse ge-
langen. Die vom Beschwerdeführer ins Spiel gebrachte bereits bestehende Rettungsachse 
über den Windenweg und den Chilemattweg ist qualitativ in keiner Weise mit der anvisier-
ten Ringstrasse zu vergleichen. Zudem kann diese Achse – wenn überhaupt – nur als Zu-
fahrt in die Birkenstrasse genutzt werden, jedoch nicht als Zufahrt in die Säntisstrasse. 
Auch nicht zu überzeugen vermag der Hinweis des Beschwerdeführers auf die unbestrit-
ten geringe Anzahl von Notfalleinsätzen im Gebiet Birkenstrasse/Säntisstrasse in den letz-
ten zehn Jahren (wobei darauf hinzuweisen ist, dass die Überbauung LAMAT sowie die 
Überbauung des GS 800, welche erst zu Wohnnutzungen an der Säntisstrasse geführt 
haben, erst ab 2020 bzw. 2015 vorgenommen wurden). Es kann nicht sein, dass erst ge-
handelt wird, wenn eine bestimmte Anzahl schädigende Ereignisse stattgefunden haben.

6.
6.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, auch die Verkehrssituation beim Einlenker 
Dorfstrasse/Maiackerstrasse rechtfertige nicht die Schaffung einer Verbindungsstrasse im 
Gebiet Birkenstrasse/Säntisstrasse. Zwar bestehe beim Einlenker der Maiackerstrasse in 
die Dorfstrasse unbestreitbar ein kleiner Engpass, indem sich dort die Maiackerstrasse auf 
einer Länge von etwa 10 m auf eine Breite von etwa 4 m verenge. Wenn schon, müsste 
dieser Engpass aber an der Quelle, beim Einlenker der Maiackerstrasse in die Dorfstras-
se, beseitigt werden. Es seien Massnahmen an der Quelle und nicht in einem Aussen-
quartier zu treffen, das etwa 300 m (Luftlinie) davon entfernt sei. Eine Möglichkeit wäre 
etwa eine Geschwindigkeitsreduktion auf 20 km/h im Dorfkern, wie dies bei der Kirche 
Walchwil realisiert worden sei. Zur Beseitigung dieses Engpasses trage die geplante Ver-

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bindungsstrasse im Gebiet Birkenstrasse/Säntisstrasse nichts bei. Der Engpass würde 
auch bei Realisierung der Verbindungsstrasse bestehen bleiben. Vor allem seien in der 
Vergangenheit keine nennenswerten Probleme bekannt. Für die Realisierung der Über-
bauung LAMAT mit 50 Neubauwohnungen in den Jahren 2020 und 2021 habe der ganze 
Baustellenverkehr über diesen Engpass abgewickelt werden müssen, und seit dem Bau-
abschluss würden die Bewohner dieser Überbauung über diesen Engpass fahren, ohne 
dass diesbezüglich Probleme bekannt geworden wären. Gewisse Engpässe in alten Dorf-
zentren seien hinzunehmen. Sie hätten sogar den Vorteil, dass dadurch der Verkehr au-
tomatisch beruhigt werde. Andernorts müssten solche Engpässe zwecks Lärmreduktion 
und Verbesserung der Sicherheit künstlich geschaffen werden.

6.2 Es ist dem Beschwerdeführer zuzustimmen, dass der Engpass beim Einlenker der 
Maiackerstrasse in die Dorfstrasse auch bei Realisierung der Verbindungsstrasse beste-
hen bleibt. Der Beschwerdeführer verlangt jedoch auch gar nicht, anstelle der Realisierung 
der Ringstrasse sei dieser Engpass aufzuweiten. Im Gegenteil begrüsst er offenbar das 
Vorhandensein dieser engen Stelle. Richtig ist aber auch, dass die geplante Ringstrasse 
durchaus einen Beitrag zur Entlastung des Engpasses im Dorfkern leisten kann, was bei 
der Interessenabwägung zugunsten des umstrittenen Strassenplans in die Waagschale 
geworfen werden kann. Das Vorhandensein des Engpasses und die unbestrittene Tatsa-
che, dass dieser auch bei Realisierung der Verbindungsstrasse bestehen bleibt, spricht 
somit keineswegs gegen den Erlass des Strassenplans.

7.
7.1 Der Beschwerdeführer weist darauf hin, dass gemäss § 10 Abs. 1 des Gesetzes 
über Strassen und Wege (GSW; BGS 751.14) Strassen und Wege umwelt-, ortsbild- und 
landschaftsschonend zu planen und zu bauen sind. Unnötige Emissionen seien gemäss 
Art. 11 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 1 Abs. 2 des Bundesgesetzes über den Umwelt-
schutz (Umweltschutzgesetz, USG; SR 814.01) zu vermeiden. Aus diesen Bestimmungen 
ergebe sich, dass Strassenbauten nur dann erlaubt seien, wenn dafür eine Notwendigkeit 
bestehe. Unnötige Strassenbauten seien zu vermeiden. Denn solche Anlagen seien per se 
nicht umwelt-, ortsbild- und landschaftsschonend im Sinne von § 10 Abs. 1 GSW. Sie ver-
ursachten per se unnötige Emissionen gemäss Art. 11 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 1 
Abs. 2 USG. Dabei spiele es keine Rolle, ob der Verkehrslärm auf der Strassenanlage die 
massgeblichen Planungswerte einhalte oder nicht. Sogar der Gemeinderat Neuheim er-
achte im Bericht nach Art. 47 RPV, S. 15, neue Strassen aus der Sicht des Natur- und 
Landschaftsschutzes, des Lärmschutzes und des Umweltschutzes als "im Prinzip uner-

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wünscht". Es handle sich bei der geplanten Verbindungsstrasse zwischen der Birkenstras-
se und der Säntisstrasse um einen völlig zweckfreien und damit völlig unnötigen Stras-
senbau. Ein zweckfreier und unnötiger Strassenbau sei indessen gemäss § 10 Abs. 1 
GSW unzulässig. Auch die Schaffung einer blossen neuen Lärmquelle für Anwohner sei 
aufgrund des Vorsorgeprinzips gemäss Art. 11 Abs. 2 USG unzulässig. Dafür dürfe auch 
kein Strassenplan erlassen werden, der einen solchen Strassenbau ermöglichen würde.

7.2 Gemäss § 10 Abs. 1 GSW sind Strassen und Wege umwelt-, ortsbild- und land-
schaftsschonend zu planen und zu bauen. Die Birkenstrasse und die Säntisstrasse beste-
hen bereits. Der umstrittene Strassenplan sieht nur – aber immerhin – die Erstellung eines 
9 m langen Verbindungsstücks zwischen diesen beiden Strassen vor. Zudem soll die Bir-
kenstrasse zu ihrem Ende hin etwas verbreitert werden. Dies kann ohne Beeinträchtigung 
der Landschaft erfolgen. Kulturland geht keines verloren, der Strassenraum befindet sich 
in der Bauzone sowie im bereits überbauten Siedlungsgebiet. Qualifizierte Anforderungen 
an die Einordnung in das Ortsbild bestehen nicht, da im fraglichen Gebiet keine Ortsbild-
schutzzone oder dergleichen gilt. 

7.3 Unabhängig von der bestehenden Umweltbelastung sind Emissionen [Luftverun-
reinigungen, Lärm, Erschütterungen und Strahlen] im Rahmen der Vorsorge so weit zu 
begrenzen, als dies technisch und betrieblich möglich und wirtschaftlich tragbar ist (Art. 11 
Abs. 2 USG). Bei der von der zuständigen Behörde vorzunehmenden Prüfung des (Stras-
sen-)Baulinienplans kann es sich nur um eine prima facie-Prüfung handeln (BGE 129 II 
276 E. 3.5 = Pra 2004 Nr. 156). Die Planerlassbehörde muss sich hierbei mit dem Nach-
weis begnügen, dass die zuständigen Behörden in den nachfolgenden Verfahren das 
Notwendige und Verhältnismässige zur Einhaltung des Umweltrechts vorkehren werden 
(vgl. auch BGer 1C_100/2015 vom 9. November 2015 E. 3). Der von der Einwohnerge-
meinde Neuheim erstellte Planungsbericht zum Strassenplan nach Art. 47 RPV enthält im 
Zusammenhang mit Art. 11 Abs. 2 USG die Aussagen, dass im vorliegenden Fall kein se-
parater Umweltverträglichkeitsbericht zu erstellen sei (Ziff. 1.7), bei der geplanten Strasse 
handle es sich um eine Quartiererschliessungsstrasse mit geringem Verkehrsaufkommen, 
die Anforderungen der Lärmschutz-Verordnung (LSV) würden eingehalten (Ziff. 2.1.4), die 
umgebende Landschaft sowie die restliche Umwelt würden nicht zusätzlich belastet, und 
vom verhältnismässig geringen zu erwartenden Mehrverkehr [im Wesentlichen wohl we-
gen der Überbauung LAMAT] gingen keine die LSV verletzenden Lärmbelastungen aus 
(Ziff. 2.3.2). Im Verwaltungsbeschwerdeverfahren hat der Gemeinderat Neuheim zudem, 
ohne dazu verpflichtet zu sein, einen Bericht der H.________ AG vom 9. August 2021 ein-

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gereicht, aus dem hervorgeht, dass die massgebenden Lärmgrenzwerte, selbst bei in kei-
ner Weise zu erwartendem durchschnittlichem täglichem Verkehr (DTV) von 800 Fahrzeu-
gen und bei Tempo 50, sowohl für das geplante Teilstück wie auch für die gesamte 
Ringstrasse eingehalten sind. Es ist dem Regierungsrat zuzustimmen, dass eine vertiefte 
Beurteilung der Emissionen nach Art. 11 Abs. 2 USG (aber auch der Verkehrssicherheit) 
auf Stufe Strassenplanung nicht sinnvoll überprüfbar ist. Es bestehen aber auch keine An-
haltspunkte, wonach es nicht möglich wäre, ein konkretes Strassenbauprojekt auszuarbei-
ten, bei welchem das Umweltrecht, insbesondere das Lärmrecht inkl. Vorsorgeprinzip – al-
lenfalls mit geeigneten Massnahmen – eingehalten werden könnte. Aktuell besteht kein 
bewilligtes oder öffentlich aufgelegtes Projekt. Für die konkrete Planung und Einhaltung 
der umwelt- und lärmschutzrechtlichen Normen der Strasse auf der Teilstrecke Birken-
strasse, GS 6, ist auf das allfällig künftige Baubewilligungsverfahren zu verweisen.

7.4 Die Rügen des Beschwerdeführers im Zusammenhang mit Art. 11 Abs. 2 USG 
und § 10 Abs. 1 GSW erweisen sich somit als unbegründet. 

8.
8.1 Der Beschwerdeführer bringt weiter vor, im Rahmen des dem Richtplanverfahren 
nachgelagerten Strassenplanverfahrens wäre eine Interessenabwägung vorzunehmen 
zwischen den Interessen an der Errichtung einer Strasse (die hier mangels Notwendigkeit 
nicht auszumachen seien) und den Interessen der Anstösser auf Schutz vor Beeinträchti-
gungen durch Lärm und Abgasen von Strassenanlagen. Eine solche Interessenabwägung 
hätten die Vorinstanzen überhaupt nicht vorgenommen. Sie hätten sich ausschliesslich auf 
den Teilrichtplan Verkehr abgestützt und diesen geradezu blindlings übernommen. 

8.2 Dem ist zu widersprechen. Der Gemeinderat Neuheim hat in Ziff. 2.3 des Pla-
nungsberichts vom 17. Dezember 2020 eine Gesamtbetrachtung der raumplanerischen In-
teressen vorgenommen und die berührten Interessen sowie deren Gewichtung dargestellt. 
Dabei hat er insbesondere ausgeführt, dass dem Hauptanliegen des Beschwerdeführers, 
zukünftig nicht übermässig mit Lärm und Abgasen belastet zu werden, mit Sicherheit ent-
sprochen wird, indem auch bei Umsetzung eines auf dem Strassenplan basierenden 
Strassenbauprojekts die massgeblichen Planungswerte eingehalten werden können (s. 
dazu hiervor E. 7.3). Und der Regierungsrat hat in seinem Beschwerdentscheid ausführ-
lich und zutreffend dargelegt, warum der Gemeinderat Neuheim die im Rahmen der Erstel-
lung des Planungsberichts gemäss Art. 47 RPV vorzunehmende Interessenabwägung 

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gehörig und ausreichend vorgenommen hat. Darauf kann verwiesen werden (s. E. 6d und 
6e sowie 10 und 11 des RRB). 

9.
9.1 Der Beschwerdeführer macht darauf aufmerksam, dass Richtpläne in der Regel 
alle zehn Jahre gesamthaft überprüft und nötigenfalls überarbeitet werden (Art. 9 Abs. 3 
RPG). Damit seien, so der Beschwerdeführer, die Richtpläne aus den Jahren 1972 und 
2006, worauf sich die Vorinstanzen beriefen, wonach die geplante Strassenverbindung 
zwischen Birkenstrasse und Säntisstrasse bereits im kommunalen "Teilrichtplan Verkehr" 
aus dem Jahre 1972 resp. aus dem Jahre 2006 vorgesehen seien, sowieso veraltet. Die 
Idee des Ringsystems für die Gemeinde Neuheim stamme sogar aus den frühen 70er-
Jahren des vorherigen Jahrhunderts, d.h. aus dem Höhepunkt der autoeuphorischen Zeit. 
Diese Idee sei 2006 kritiklos übernommen worden. Eine zeitgemässe Richtplanung, wel-
che die heutigen Bedürfnisse auch bezüglich Klimaschutz berücksichtige, würde sich an 
den Aspekten der Lärmeinschränkung und Lebensqualität der Einwohner und Vermeidung 
überflüssiger Verkehrsachsen orientieren und nicht derart unnötige Strassenbauten vorse-
hen. Vor allem qualifiziere der Teilrichtplan Verkehr aus dem Jahre 2006 die Liegenschaft 
GS 7 immer noch als Siedlungserweiterungsgebiet. Auch in den Folien zur Präsentation 
des Strassenplans anlässlich der Informationsveranstaltung vom 11. November 2020 sei 
GS 7 noch als Siedlungserweiterungsgebiet aufgezeigt worden. Damit hätte die geplante 
Verbindungsstrasse Birkenstrasse–Säntisstrasse die Funktion einer Erschliessungsstras-
se für ein Neubaugebiet auf GS 7 erfüllen sollen. Diese Funktion falle aufgrund der ver-
bindlichen Feststellung des Regierungsrats des Kantons Zug im Beschwerdeentscheid, 
wonach das GS 7 und auch die weiteren Grundstücke ausserhalb des heute bereits be-
bauten und eingezonten Gebiets in Neuheim entsprechend dem aktuellen kantonalen 
Richtplan nicht dem Siedlungserweiterungsgebiet (S1) zugeordnet seien, sondern Land-
wirtschaftsland darstellten, jedoch eindeutig dahin. Auch von daher könne nicht auf diesen 
Richtplan abgestellt werden. Es stehe aber auch ausser Frage, dass der Gemeinderat 
Neuheim bei der Festsetzung des Strassenplans von völlig falschen Voraussetzungen 
(bezüglich der möglichen Erschliessung der Liegenschaft GS 7) ausgegangen sei. Viel-
mehr sei zunächst der Richtplan anzupassen, bevor ein Strassenplan erlassen werde.

9.2 Die Vorinstanzen weisen zu Recht darauf hin, dass es sich bei den vom Be-
schwerdeführer angerufenen "Richtplänen" der Jahre 1972 und 2006 nicht um kommunale 
Richtpläne, sondern um einen rechtskräftigen Baulinienplan aus dem Jahre 1972 handelt, 
der im Jahre 2006 bestätigt wurde. Dieser Baulinienplan gilt denn auch entsprechend § 53 

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Abs. 2 lit. a PBG als Enteignungstitel. Vorliegend ist der kantonale Richtplan massgebend, 
und die Vorinstanzen berufen sich mitnichten auf "Richtpläne" aus den Jahren 1972 und 
2006, weshalb auf die diesbezügliche Rüge des Beschwerdegegners nicht weiter einzu-
gehen ist.

10.
10.1 Abschliessend macht der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde geltend, aus 
heutiger Sicht sei in einem reinen Wohnquartier, wie es hier im Gebiet Birkenstras-
se/Säntisstrasse vorliege, sowieso einer Stichstrasse aus Gründen der Verkehrssicherheit, 
des Lärmschutzes und der Lebensqualität gegenüber einer Ringstrasse der Vorzug zu ge-
ben. Damit könnte auch eine zeitgemässe Wohnstrasse geschaffen werden, wie dies in 
vielen Wohngebieten der Schweiz erfolgreich praktiziert werde. Damit werde die Lebens-
qualität der Anwohner erhöht. Auch von daher erweise sich die geplante Verbindungs-
strasse zwischen der Birkenstrasse und der Säntisstrasse als nicht zulässig. Der beste-
hende "Riegel" zwischen der Birkenstrasse und der Säntisstrasse sei aufrechtzuerhalten. 
Dieser wirke verkehrsberuhigend. Es erübrigten sich denn auch bauliche oder sonstige 
Massnahmen zur Verkehrsberuhigung auf dieser geplanten, nachher etwa 300 m langen 
Geraden im Dorf Neuheim.

10.2 Wie der Regierungsrat zutreffend ausführt, ist die vertiefte Beurteilung der Auswir-
kung des Strassenbauprojekts auf die Einhaltung der Verkehrssicherheit (und wie erwähnt 
auf die Lärmemissionen, s. E. 7.3) nicht auf Stufe Sondernutzungsplanung, sondern auf 
Stufe des konkreten Strassenbauprojekts zu ergründen. Im Strassenbaubewilligungsver-
fahren sind dann allenfalls Auflagen und Massnahmen zu prüfen und zu verfügen. Mit ei-
nem Strassenplan wird vorliegend einzig die Grundlage geschaffen, dass das fehlende 
Stück auf GS 6 als Strasse genutzt bzw. beansprucht werden kann. Zudem dient der 
Strassenplan als Voraussetzung für eine allfällige Geltendmachung des Enteignungs-
rechts.

11.
11.1 In seiner Replik bringt der Beschwerdeführer zusätzlich vor, im Zonenplan der 
Gemeinde Neuheim sei eine Verkehrsfläche (VF) nur bis zum Ende der heutigen Birken-
strasse ausgeschieden. Eine Verkehrsfläche für den Zusammenschluss der Birkenstrasse 
mit der Maiackerstrasse sei hingegen nicht aufgenommen worden. Der Zonenplan der 
Gemeinde Neuheim vom 25. September 2005 könne somit nicht die Grundlage für ein 
Ringstrassensystem darstellen. Sonst hätte das Ringstrassensystem als Gesamtanlage in 

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den Zonenplan aufgenommen und ausgeschieden werden müssen. Dies gelte namentlich 
für eine Verkehrsfläche zwischen der Birkenstrasse und der Maiackerstrasse. Nur so wäre 
das Ringstrassensystem in einem raumplanungsrechtlich konformen Verfahren erlassen 
worden. Der Gemeinderat Neuheim wolle das Ringstrassensystem lediglich durch einen 
blossen Sondernutzungsplan gemäss § 31 PBG in der Form eines Strassenplans legiti-
mieren. Ein solches Vorgehen widerspreche Art. 2 RPG. Strassenplan und Zonenplan sei-
en miteinander zu koordinieren. Das sei nicht erfolgt. Der unkoordinierte Erlass von Stras-
senplänen verstosse ebenso gegen die Planungspflicht gemäss Art. 2 Abs. 1 RPG wie der 
unkoordinierte Erlass von sonstigen Sondernutzungsplänen (so der neue und zur Publika-
tion bestimmte BGE 1C_398/2021 vom 8. November 2022 E. 3.3). Das vom Gemeinderat 
Neuheim gewünschte Ringstrassensystem sei eine Gesamtanlage und betreffe das Dorf 
Neuheim als Ganzes. Sogar der Gemeinderat Neuheim spreche in seiner Vernehmlas-
sung, S. 4, davon, dass die geplante Anlage der Optimierung der "Gesamtverkehrspla-
nung" der Gemeinde Neuheim diene. Daher hätte die für das Ringstrassensystem be-
stimmte Verkehrsfläche auch im Zonenplan der Gemeinde Neuheim ausgeschieden wer-
den müssen. Für das geplante Ringstrassensystem, welches das ganze Dorf Neuheim be-
treffe, hätte der Zonenplan im dafür vorgeschriebenen Verfahren gemäss § 38 PBG revi-
diert werden müssen. Ein blosser Strassenplan, der sich nur auf ein einzelnes Strassen-
stück von 60 m beschränke, reiche nicht als raumplanerische Grundlage für ein Ringstras-
sensystem für ein ganzes Dorf aus.

11.2 Sinn und Zweck des vorliegenden Strassenplans Birkenstrasse ist die Sicherung 
der im Hinblick auf ein konkretes Strassenbauprojekt benötigten Strassenfläche mittels 
Strassenlinien sowie der daraus entstehende Enteignungstitel. Folge eines festgesetzten 
Strassenplans ist somit die Möglichkeit zur Umnutzung der Strassenplanfläche als Ver-
kehrsfläche. Die Festlegung von Strassenlinien ist einzig bei der Birkenstrasse im Bereich 
des GS 6 erforderlich, da die Säntisstrasse (GS 793 und 870), die Maiackerstrasse (GS 19 
und 20) sowie die Teilstrecke der Birkenstrasse auf GS 581 bereits mit Strassenanlagen 
ausgebaut sind. Das Anfechtungsobjekt beschränkt sich somit auf den Strassenplan der 
Teilstrecke der Birkenstrasse auf GS 6. Eine Gesamtanlage bildet vorliegend nicht Verfah-
rensgegenstand. Diesbezüglich gilt es anzumerken, dass das Ringstrassensystem durch 
diverse Baulinien in den Jahren 1972, 1975, 1995 sowie 2006 rechtskräftig festgelegt und 
letztlich legitimiert sowie die Strassenflächen entsprechend gesichert wurden. Alle vom 
Ringstrassensystem betroffenen Flächen, mit Ausnahme lediglich der beiden GS 793 
(Säntisstrasse, 1. Teil) und 870 (Säntisstrasse, 2. Teil), sind zudem bereits im Zonen-
plan 2005 rechtskräftig als Verkehrsflächen ausgeschieden – selbst die Birkenstrasse bis 

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ganz zum GS 7, obwohl sie nicht in ihrer ganzen Länge und Breite als Strasse ausgestal-
tet ist. Nichts zu seinen Gunsten ableiten kann der Beschwerdeführer aus dem von ihm 
angerufenen BGer 1C_398/2021 vom 8. November 2022 E. 3.3. Darin verweist das Bun-
desgericht auf seine Rechtsprechung, wonach mit einem Sondernutzungsplan von der 
Grundordnung abgewichen werden darf, soweit diese Abweichungen nicht dazu führen, 
die planerisch und demokratisch abgestützte Grundordnung ihres Sinngehalts zu entlee-
ren. Die in Art. 2 Abs. 1 RPG statuierte Planungspflicht verlange, so das Bundesgericht, 
dass die Grundordnung überprüft wird, wenn sich für Teilgebiete erhebliche Abweichun-
gen von der bisherigen Grundordnung aufdrängten. Davon kann im vorliegenden Fall nicht 
gesprochen werden. Die Realisierung des Ringstrassensystems in Neuheim bewirkt keine 
nennenswerte Abweichung von der bestehenden Grundordnung. Dessen planerische und 
demokratische Legitimation sind ausgewiesen. 

11.3 Somit ist die Rüge des Beschwerdeführers betreffend Verletzung von Art. 2 RPG 
unbegründet.

12. Zusammenfassend sind keine Gründe erkennbar, die gegen die Zulässigkeit des 
Strassenplans Birkenstrasse, Teilstück GS 6, Neuheim, Plan Nr. 32-1102, oder gegen die 
von den Vorinstanzen vorgenommene Interessenabwägung sprechen würden. Die Be-
schwerde erweist sich als unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist.

13.
13.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer gemäss § 23 
Abs. 1 Ziff. 3 VRG die Kosten zu tragen. Gemäss § 1 Abs. 1 und 2 der Verordnung über 
die Kosten im Verfahren vor dem Verwaltungsgericht (BGS 162.12) erhebt das Verwal-
tungsgericht für die Deckung des Verfahrensaufwands und die Kosten des Entscheids ei-
ne pauschale Spruchgebühr; diese beträgt Fr. 400.– bis Fr. 15’000.–. Sie ist nach dem 
Zeit- und Arbeitsaufwand des Gerichtes, der Wichtigkeit und Schwierigkeit der Sache so-
wie nach dem Streitwert oder den sonstigen Interessen der Parteien an der Beurteilung 
der Angelegenheit festzusetzen. Die Gebühr wird auf Fr. 3'000.– festgesetzt und in dieser 
Höhe mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. Fr. 500.– werden dem Beschwer-
deführer zurückbezahlt.

13.2 Da der Beschwerdeführer unterliegt und der Gemeinderat Neuheim und der Re-
gierungsrat in ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegen, sind keine Parteientschädigungen 
zuzusprechen (§ 28 Abs. 2 und 2a VRG).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Dem Beschwerdeführer wird eine Spruchgebühr von Fr. 3'000.– auferlegt und in 
dieser Höhe mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. Fr. 500.– werden 
dem Beschwerdeführer zurückbezahlt.

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Lausanne Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (im Doppel), an den 
Rechtsvertreter des Gemeinderats Neuheim (im Doppel), an den Regierungsrat 
des Kantons Zug (dreifach) sowie zum Vollzug von Ziffer 2 des Dispositivs an die 
Finanzverwaltung des Kantons Zug (nur Dispositiv).

Zug, 20. Oktober 2023

Im Namen der
VERWALTUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Der Gerichtsschreiber

versandt am