# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5efd1b5c-0476-509f-881b-725d45c9ad17
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-04-08
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 08.04.2010 D-7431/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-7431-2008_2010-04-08.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-7431/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  8 .  A p r i l  2 0 1 0

Richter Martin Zoller (Vorsitz), 
Richter Robert Galliker, 
Richter Blaise Pagan; 
Gerichtsschreiberin Susanne Burgherr.

A._______, geboren (...),
Nigeria,
vertreten durch B._______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 23. Oktober 2008 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-7431/2008

Sachverhalt:

A.
A.a Der  Beschwerdeführer  –  ein  nigerianischer  Staatsangehöriger 
und ethnischer Igbo – suchte am 16. Januar 2008 in der Schweiz um 
Asyl nach, wobei er keine Identitätspapiere zu den Akten reichte. 

A.b Anlässlich  der  Erstbefragung  im  Empfangs-  und  Verfahrens-
zentrum  C._______  vom  24. Januar  2008  und  der  Anhörung  nach 
Art. 29  Abs. 1  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni  1998  (AsylG,  SR 
142.31)  durch  das  BFM  vom  23. April  2008  machte  der 
Beschwerdeführer im Wesentlichen geltend, er sei minderjährig – (...)  
Jahre alt – und habe seit dem Tod seiner Mutter im Jahr 2003 allein  
mit  seinem Vater  in  dem Dorf  D._______ in  E._______ gelebt. Sein 
Vater habe als „(...)-“Priester dem Orakel F._______ gedient und sei 
für  Menschenopfer  verantwortlich  gewesen.  Es  sei  vorgesehen 
gewesen,  dass  er  –  der  Beschwerdeführer  –  diese  Funktion  später 
übernehmen werde. In G._______, wo er die Sekundarschule besucht 
habe, habe ihn seine Religionslehrerin jedoch zu Gott geführt und ihm 
eine  Bibel  geschenkt.  Als  er  mit  dieser  Bibel  in  sein  Heimatdorf 
D._______  zurückgekehrt  sei,  sei  sein  Vater  wütend  geworden  und 
habe  gedroht,  ihn  zu  töten.  Gegen  Ende  2004  (vgl.  A1  S. 5) 
beziehungsweise im Jahr 2005 (vgl. A13 S. 12) habe er deshalb sein 
Elternhaus verlassen. Zunächst  habe  er  bei  seiner  Religionslehrerin 
Zuflucht gefunden. Sein Vater habe ihn jedoch weiterhin physisch und 
spirituell bedroht und auch seine Lehrerin und deren Bruder attackiert.  
Die Lehrerin habe ihn daraufhin zunächst in verschiedene Kirchen der 
Umgebung gebracht, um für ihn zu beten. Da dies aber nichts genützt 
habe,  habe  sie  ihn  weiter  weg  –  in  die  Kirche  „(Kirchenname)“  in  
H._______  –  gebracht.  Von  dort  sei  er  schliesslich  in  die  Kirche 
„(Kirchenname)“, ebenfalls in H._______, gebracht worden, wo er von 
2006 bis 2007 gelebt habe. Da es ihm aber aufgrund der anhaltenden 
spirituellen Heimsuchungen durch seinen Vater weiterhin sehr schlecht 
gegangen  sei,  hätten  die  dortigen  Kirchenmitglieder  schliesslich 
beschlossen, dass er – der Beschwerdeführer – das Land verlassen 
müsse.  Am  13. Januar  2008  habe  er  Nigeria  zusammen  mit  dem 
Priester  der  „(Kirchenname)“  per  Flugzeug  verlassen.  Nach  einer 
Zwischenlandung  in  einem  ihm  unbekannten  Land  seien  sie  am 
14. Januar 2008 in I._______ gelandet. Der Priester habe sich um die 
Vorweisung von Dokumenten gekümmert und ihn – den Beschwerde-
führer  –  als  seinen  Sohn  ausgegeben.  Er  selbst  habe  nie  einen 

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Reisepass oder eine Identitätskarte beantragt oder besessen. Wo sich 
der besagte Priester nun aufhalte, wisse er nicht; vielleicht sei er nach 
Nigeria zurückgekehrt. 

A.c Bezüglich  der  weiteren  Aussagen  beziehungsweise  Einzelheiten 
des  rechtserheblichen  Sachverhalts  wird  auf  die  Protokolle  bei  den 
Akten verwiesen (vgl. A1 und A13). 

B.
B.a Mit  Verfügung vom 23. Oktober  2008 – eröffnet  am 24. Oktober 
2008 – stellte das BFM fest,  dass der Beschwerdeführer die Flücht-
lingseigenschaft  nicht  erfülle.  Es  lehnte  das  Asylgesuch  ab  und 
ordnete  die  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  aus  der  Schweiz 
sowie den Wegweisungsvollzug an. 

B.b Zur  Begründung  führte  das  BFM im  Wesentlichen  an,  die  Vor-
bringen  des  Beschwerdeführers  vermöchten  den  Anforderungen  an 
die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG nicht zu genügen. Die 
nigerianischen  Behörden  bestraften  die  mit  Orakeln  verbundenen 
Praktiken  schwer  und  duldeten  keine  Menschenopfer  oder  andere 
Verbrechen.  Dennoch  hätten  sich  der  Beschwerdeführer  und  seine 
Beschützer  nicht  schutzsuchend an die  Behörden gewendet. Zudem 
habe der Beschwerdeführer über eine innerstaatliche Fluchtalternative 
verfügt,  indem  er  D._______  verlassen  habe.  Schliesslich  habe  er 
während zwei oder drei Jahren in H._______ gelebt, ohne dass er dort 
gravierende  Nachteile  erlitten  hätte.  Er  erfülle  deshalb  die  Flücht-
lingseigenschaft  nicht,  weshalb  das Asylgesuch abzuweisen und die 
Wegweisung anzuordnen sei. 

Der Wegweisungsvollzug sei zulässig, zumutbar und möglich. Aus den 
Akten ergäben sich keine Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerde-
führer  bei  einer  Rückkehr  in  den  Heimatstaat  einer  nach  Art.  3  der 
Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte 
und  Grundfreiheiten  (EMRK,  SR 0.101)  verbotenen  Strafe  oder  Be-
handlung  ausgesetzt  wäre.  Er  müsste  diesbezüglich  eine  konkrete 
Gefahr nachweisen oder glaubhaft machen. Dies habe er nicht getan. 
Er habe sich hinsichtlich der Aufenthaltsorte seit  dem Jahr 2004 un-
genau und überdies widersprüchlich geäussert. Beispielsweise sei er 
nicht in der Lage gewesen, den genauen Zeitpunkt seines Weggangs 
aus  dem  Elternhaus  und  des  Einzugs  bei  der  „(Kirchenname)“  zu 
nennen. Zudem habe er zunächst angegeben, er habe sich seit 2007 

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in  H._______  aufgehalten.  Im  Weiteren  widerspreche  er  sich 
hinsichtlich  der  Frage,  ob  ihn  sein  Vater  physisch  angegriffen  habe 
oder  nicht.  Auch  die  Schilderung  der  Reise  in  die  Schweiz  wecke 
Zweifel. So könne er weder die Fluggesellschaften noch den Ort der  
Zwischenlandung  nennen.  Es  sei  auch  nicht  realistisch,  dass  eine 
solche  Reise  ohne  gültige,  mit  dem  eigenen  Foto  versehene 
Reisepapiere  unternommen werden  könne. Schliesslich  sei  es  auch 
nicht  glaubhaft,  dass  der  Priester,  der  den  Beschwerdeführer  in 
Nigeria  unterstützt  und  bis  in  die  Schweiz  begleitet  habe,  nicht 
versucht  habe,  dem  Beschwerdeführer  Beweismittel  und 
Zeugenaussagen  mitzugeben.  Hinsichtlich  der  geltend  gemachten 
Minderjährigkeit sei festzuhalten, dass der Beschwerdeführer keinerlei 
Identitätspapiere  zum  Beleg  eingereicht  habe.  Gemäss  seinen 
Angaben  habe  er  in  Nigeria  fast  drei  Jahre  ausserhalb  seines 
Elternhauses gelebt und bei verschiedenen Personen und Institutionen 
Zuflucht  und  Unterstützung  gefunden.  Es  könne  deshalb  davon 
ausgegangen  werden,  dass  er  bei  einer  Rückkehr  erneut  die 
notwendige Unterstützung finden könne. 

C.
C.a Mit  Eingabe vom 22. November  2008 (vorab per  Telefax; Datum 
Poststempel: 24. November  2008)  erhob der  Beschwerdeführer beim 
Bundesverwaltungsgericht Beschwerde, in welcher um Aufhebung der 
vorinstanzlichen  Verfügung,  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft 
und  Gewährung  des  Asyls,  eventualiter  um  Feststellung  der  Un-
zulässigkeit  oder  Unzumutbarkeit  des Wegweisungsvollzugs und An-
ordnung der vorläufigen Aufnahme ersucht wurde. In formeller Hinsicht 
wurde  zudem  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  im 
Sinne  von  Art. 65  Abs. 1  des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezember 
1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) ersucht. 

C.b Zur  Begründung  führte  der  Beschwerdeführer  im  Wesentlichen 
aus, er habe von den Praktiken seines Vaters nur sehr wenig gewusst 
und Menschenopfer seien für ihn nicht verwerflich gewesen, da diese 
zu  den  religiösen  Handlungen  des  Glaubens  seines  Vaters  gehört 
hätten. Als ihm jedoch seine Religionslehrerin die Augen für Gott ge-
öffnet habe, habe er erkannt, dass Menschenopfer unchristlich seien. 
Er  habe deshalb  die  Nachfolge seines  Vaters  nicht  antreten wollen. 
Der  Vater  habe  ihm  befohlen,  die  Bibel  nicht  mehr  nach  Hause  zu 
bringen,  ansonsten  er  ihn  töten  werde. Daraufhin  habe  er  zunächst 
Zuflucht bei seiner Religionslehrerin gefunden. Später habe sie ihn in 

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die  Kirche „(Kirchenname)“  nach H._______ gebracht. Von 2006 bis 
2007 habe er schliesslich in der „(Kirchenname)“ in H._______ gelebt. 
Er  sei  von seinem Vater  immer wieder  mental  heimgesucht  worden. 
Diese Heimsuchungen seien für  ihn  so belastend gewesen,  dass  er 
sich nicht mehr unter Kontrolle gehabt habe und beispielsweise nackt 
und  heulend  durch  die  Strassen  gelaufen  sei.  Schliesslich  sei  die 
Belastung für die Kirchenmitglieder so gross geworden, dass sie ihn 
nicht mehr länger hätten beherbergen können.

Da er minderjährig sei, könnten an die Genauigkeit seiner Aussagen 
nicht die gleichen Erwartungen gestellt werden wie bei Erwachsenen. 
Er habe aber detailliert und ausführlich von seiner Flucht berichtet. Es 
zeuge von charakterlicher Reife, dass er sich über die Bedeutung der 
Rituale seines Vaters bewusst geworden und zur Überzeugung gelangt 
sei, dass er nicht dessen Nachfolger werden wolle. Es zeuge ebenfalls 
von  Mut  und  Reife,  dass  er  sich  den  Drohungen  seines  Vaters 
widersetzt habe, und sich von Kirchenangehörigen habe helfen lassen. 
Er habe nicht voraussehen können, dass ihn sein Vater deswegen so 
massiv  spirituell  verfolgen  werde.  Er  habe  zwar  anlässlich  der 
Anhörungen gesagt, dass ihn sein Vater auch physisch bedroht habe. 
Er  habe  damit  aber  nicht  gemeint,  dass  ihn  sein  Vater  tätlich 
angegriffen hätte. Er habe seinen Vater nie mehr persönlich gesehen, 
seit  er  das  Elternhaus  in  D._______  verlassen  habe. Der  Vater  sei 
aber  spirituell  allgegenwärtig  gewesen  und  habe  ihn  –  den 
Beschwerdeführer – dadurch auch physisch krank gemacht. Dies habe 
er damit sagen wollen. Die Kirchenmitglieder seien von seinem Vater 
nicht spirituell  bedroht worden. Aber seine physische und psychische 
Verfassung  sei  für  diese  –  vor  allem  für  die  Angehörigen  der 
„(Kirchenname)“, die ihn über eine längere Zeit beherbergt hätten – zu 
einer  grossen  Belastung  geworden.  Er  habe  deshalb  weder  in 
G._______  noch  in  H._______  bleiben  können.  Sein  seelischer 
Zustand  hätte  sich  nicht  verbessert  und  er  wäre  wahrscheinlich 
gänzlich krank geworden. In der Schweiz habe er keinen spirituellen 
Kontakt mehr zu seinem Vater. Er fühle sich gesundheitlich wohl und 
brauche keine medizinische oder  psychologische Hilfe. Er  habe hier 
auch nie mehr die Kontrolle über sich verloren und es sei zu keinen 
Verhaltensauffälligkeiten mehr gekommen. 

Das  (...)  Rote  Kreuz  halte  im  beiliegenden  Länderbericht  von 
September 2002 fest, dass im März 2002 von einer Igbo-Gemeinde in 
J._______  berichtet  worden  sei,  die  menschliche  Opfer  dargebracht 

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haben soll. E._______, wo er – der  Beschwerdeführer – herkomme, 
grenze an J._______. Es sei deshalb nicht auszuschliessen, dass die 
von ihm geschilderten Erlebnisse so stattgefunden hätten. Er bemühe 
sich zur Nachreichung von Beweisdokumenten um Kontaktaufnahme 
mit der „(Kirchenname)“ und seiner ehemaligen Religionslehrerin. Bei 
einer  Rückkehr  nach Nigeria  hätte er  unter  Verfolgung zu leiden. Er  
wäre  aus  religiösen  Gründen  –  seitens  seines  Vaters  und  dessen 
religiöser  Gemeinschaft  –  aus  der  Gesellschaft  ausgestossen.  Der 
nigerianische Staat könne ihn vor Übergriffen nicht schützen. Er hätte 
unter  Massnahmen  zu  leiden,  die  einen  unerträglichen  Druck 
erzeugen würden, weshalb ihm Asyl zu gewähren sei. Zumindest sei 
der  Wegweisungsvollzug  als  unzulässig  und  unzumutbar  zu 
betrachten. 

D.
Mit  Zwischenverfügung  vom  27. November  2008  stellte  der 
Instruktionsrichter fest, dass der Beschwerdeführer den Ausgang des 
Verfahrens in der Schweiz abwarten könne. Gleichzeitig verzichtete er 
auf die Erhebung eines Kostenvorschusses und verwies den Entscheid 
über  das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege 
gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG auf einen späteren Zeitpunkt. 

E.
Mit  Vernehmlassung  vom 19. Januar  2009  beantragte  das  BFM die 
Abweisung der Beschwerde. Eine Kopie der Vernehmlassung ging am 
21. Januar 2009 zur Kenntnisnahme an den Beschwerdeführer. 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss  Art.  31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 
2005 (VGG, SR 173.32)  beurteilt  das Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das BFM gehört zu 
den Behörden  nach  Art. 33  VGG und ist  daher  eine Vorinstanz des 
Bundesverwaltungsgerichts.  Eine  Ausnahme,  was  das  Sachgebiet 
angeht,  ist  nicht  gegeben  (Art. 32  VGG).  Das  Bundesverwaltungs-
gericht  ist  daher  zuständig  für  die Beurteilung der  vorliegenden Be-
schwerde  und  entscheidet  im  Bereich  des  Asylrechts  endgültig 

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(Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). 

1.2 Die  Beschwerde  ist  frist-  und  formgerecht  eingereicht.  Der  Be-
schwerdeführer  ist  durch die angefochtene Verfügung besonders be-
rührt  und hat  ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung.  Er  ist  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde  legitimiert  (Art. 108  AsylG  sowie  Art. 105  AsylG  i.V.m. 
Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 und 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist 
somit einzutreten. 

2.
Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 

3.
3.1 Gemäss  Art. 2  Abs. 1  AsylG  gewährt  die  Schweiz  Flüchtlingen 
grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person an-
erkannt, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder in einem Land, in dem sie 
zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität,  Zugehörig-
keit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen 
Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete 
Furcht hat,  solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte 
Nachteile  gelten  namentlich  die  Gefährdung  von  Leib,  Leben  oder 
Freiheit  sowie  Massnahmen,  die  einen  unerträglichen  psychischen 
Druck bewirken (Art. 3 AsylG). 

3.2 Wer um Asyl  nachsucht,  muss  die  Flüchtlingseigenschaft  nach-
weisen  oder  zumindest  glaubhaft  machen.  Diese  ist  glaubhaft  ge-
macht,  wenn  die  Behörde  ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender 
Wahrscheinlichkeit  für gegeben hält. Vorbringen sind dann glaubhaft, 
wenn sie genügend substanziiert, in sich schlüssig und plausibel sind;  
sie  dürfen sich nicht  in  vagen Schilderungen erschöpfen,  in  wesent-
lichen Punkten nicht widersprüchlich sein oder der inneren Logik ent -
behren und auch nicht den Tatsachen oder der allgemeinen Erfahrung 
widersprechen.  Darüber  hinaus  muss  die  asylsuchende  Person 
persönlich glaubwürdig erscheinen, was insbesondere dann nicht der 
Fall ist, wenn sie ihre Vorbringen auf gefälschte oder verfälschte Be-
weismittel  abstützt (Art. 7 AsylG). Entscheidend ist, ob eine Gesamt-
würdigung der Vorbringen ergibt, dass die Gründe, die für die Richtig-
keit der Sachverhaltsdarstellung sprechen, überwiegen oder nicht (vgl. 

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Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen 
Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 1 E. 5 S. 4 ff.,  mit weiteren 
Hinweisen). 

4.
4.1 Das  BFM  erachtete  die  Vorbringen  des  Beschwerdeführers, 
wonach  sein  Vater  –  ein  für  Menschenopfer  verantwortlicher 
„(...)-“Priester – ihm mit dem Tod gedroht habe, als er entdeckt habe, 
dass sein Sohn die Bibel lese, und ihn in der Folge wiederholt spirituell 
heimgesucht habe, was für ihn derart belastend gewesen sei, dass er 
sich nicht mehr unter Kontrolle gehabt habe, als den Anforderungen an 
die  Flüchtlingseigenschaft  gemäss  Art. 3  AsylG  nicht  genügend. 
Dieser Einschätzung ist beizupflichten. 

4.2 Der  Beschwerdeführer  vermochte  –  ungeachtet  der  Frage  der 
Glaubhaftigkeit  seiner Vorbringen – keine asylrechtlich relevante Ver-
folgung  zu  begründen.  Er  machte  Übergriffe  beziehungsweise 
Drohungen  seitens  seines  Vaters  geltend.  Eine  Verfolgung  durch 
nichtstaatliche  Akteure  kann  zwar  grundsätzlich  flüchtlingsrechtlich 
relevant  sein,  diese  würde  aber  –  auf  Grund  der  Subsidiarität  des 
flüchtlingsrechtlichen  Schutzes  –  voraussetzen,  dass  es  der  be-
troffenen  Person  nicht  möglich  ist,  im  Heimatland  davor  Schutz  zu 
finden. Der Schutz ist dann als ausreichend zu qualifizieren, wenn die 
betroffene  Person  effektiv  Zugang  zu  einer  funktionierenden  Infra-
struktur hat und ihr deren Inanspruchnahme zumutbar ist, wobei von 
einem Staat nicht erwartet werden kann, dass er jederzeit präventiv in 
alle  Lebensbereiche  seiner  Bürger  eingreifen  kann.  Ist  kein  aus-
reichender  Schutz  möglich,  setzt  die  Anerkennung  der  Flüchtlings-
eigenschaft  zudem voraus,  dass die betroffene Person einer landes-
weiten Verfolgung ausgesetzt ist und sich nicht in einem anderen Teil 
ihres Heimatstaates in Schutz bringen kann (vgl. EMARK 2006 Nr. 18). 

Vorliegend  ist  von einem adäquaten  staatlichen  Schutz  für  den  Be-
schwerdeführer  auszugehen.  Todesdrohungen,  tätliche  Übergriffe 
(wobei  es  laut  Berichtigung  in  der  Beschwerdeschrift  zu  keinen  tät-
lichen  Angriffen  seitens  des  Vaters  auf  den  Beschwerdeführer  ge-
kommen  sei)  und  die  mit  Orakeln  verbundenen  Praktiken  wie 
Menschenopfer  sind  in  Nigeria  nicht  geduldet  und  werden  ent-
sprechend strafrechtlich geahndet. Es gibt  denn auch keine Anhalts-
punkte  dafür,  dass  der  Heimatstaat  des  Beschwerdeführers  nicht  in 
der Lage oder nicht  willens wäre, dem Beschwerdeführer adäquaten 

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Schutz vor Übergriffen Dritter zu gewähren. Der Beschwerdeführer hat 
es  jedoch  unterlassen,  die  zuständigen  Behörden  in  Nigeria  um 
entsprechenden  Schutz  zu  ersuchen.  Der  pauschale  Einwand,  der 
nigerianische Staat könne ihn vor Übergriffen nicht schützen, vermag 
nicht  zu  überzeugen.  Dass  er  die  Todesdrohungen  seitens  seines 
Vaters  nicht  zur  Anzeige  gebracht  und  die  Behörden  aufgrund 
mangelnden Vertrauens seinerseits nicht um Schutz ersucht hat, kann 
nicht  zur  Annahme  führen,  ihm  stünde  kein  Schutz  zu.  Da  vom 
behördlichen Schutzwillen und der Schutzfähigkeit auf dem gesamten 
Staatsgebiet  auszugehen  ist,  erübrigt  sich  grundsätzlich  die  nähere 
Prüfung  der  Frage  einer  innerstaatlichen  Fluchtalternative.  Die 
Tatsache,  dass  der  Beschwerdeführer  sein  Elternhaus  gegen  Ende 
2004  (vgl.  A1  S. 5)  beziehungsweise  im  Jahr  2005  (vgl.  A13  S. 12) 
verlassen  hat  und  in  den  folgenden  Jahren  bis  zur  Ausreise  aus 
Nigeria  am  13. Januar  2008  Zuflucht  bei  seiner  Religionslehrerin 
respektive in Kirchen in H._______ gefunden hat, zeigt jedoch bereits,  
dass er über eine innerstaatliche Fluchtalternative verfügte.

Schliesslich  vermag  auch  der  geltend  gemachte  Ausschluss  des 
Beschwerdeführers  aus  der  Gesellschaft  seines  Heimatdorfes 
beziehungsweise aus der religiösen Gemeinschaft  seines Vaters aus 
religiösen  Gründen  den  Anforderungen  an  eine  asylrelevante 
begründete Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG nicht zu genügen. 

4.3 Der  Beschwerdeführer  erfüllt  damit  die  Flüchtlingseigenschaft 
gemäss Art. 3 AsylG nicht,  weshalb das Bundesamt das Asylgesuch 
zu Recht abgelehnt hat. Bei dieser Sachlage erübrigt es sich, auf die 
in  der  angefochtenen  Verfügung  aufgezeigten  Unglaubhaftigkeits-
elemente in den Schilderungen des Beschwerdeführers und die dies-
bezüglichen Entgegnungen in der Beschwerdeschrift und die weiteren 
dortigen Vorbringen näher einzugehen. 

5.
Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, 
so  verfügt  es  in  der  Regel  die  Wegweisung  aus  der  Schweiz  und 
ordnet  den Vollzug an (Art. 44 Abs. 1 AsylG). Der Beschwerdeführer 
verfügt  weder  über  eine  ausländerrechtliche  Aufenthaltsbewilligung 
noch über  einen Anspruch auf  Erteilung einer  solchen. Die  verfügte 
Wegweisung  steht  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen 
und  wurde  demnach  vom  BFM  zu  Recht  angeordnet  (vgl.  EMARK 
2001 Nr. 21). 

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6.
Ist  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar  oder 
nicht  möglich,  so  regelt  das  Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis 
nach den gesetzlichen Bestimmungen über  die vorläufige  Aufnahme 
von  Ausländern  (Art. 44  Abs. 2  AsylG;  Art. 83  Abs. 1  des  Bundes-
gesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Aus-
länder [AuG, SR 142.20]).

6.1 Der  Vollzug  ist  nicht  zulässig,  wenn  völkerrechtliche  Ver-
pflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des 
Ausländers  in  den  Heimat-,  Herkunfts-  oder  in  einen  Drittstaat  ent -
gegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG). 

6.1.1 Keine Person darf in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land 
gezwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist  oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 des Abkommens vom 28. Juli 
1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR  0.142.30]). 
Dieses  flüchtlingsrechtliche  Rückschiebungsverbot  schützt  nur 
Personen,  die  die  Flüchtlingseigenschaft  im  Sinne  von  Art. 3  AsylG 
respektive Art. 1A FK erfüllen. 

Da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylbeachtlich 
relevante  Gefährdung  nachzuweisen,  kann  das  in  Art. 5  AsylG  ver-
ankerte  Prinzip  des  flüchtlingsrechtlichen  Rückschiebungsverbots 
nicht  zur  Anwendung  gelangen.  Der  Vollzug  der  Wegweisung  nach 
Nigeria ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig. 

6.1.2 Gemäss  Art. 25  Abs. 3  der  Bundesverfassung  der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), 
Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und 
andere  grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung 
oder  Strafe  (FoK,  SR  0.105)  und  der  Praxis  zu  Art. 3  EMRK  darf 
niemand in einen Staat ausgeschafft werden, in dem ihm Folter oder 
eine andere Art  unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Be-
handlung droht. 

Weder aus den Aussagen des Beschwerdeführers noch aus den Akten 
ergeben  sich  Anhaltspunkte  dafür,  dass  er  für  den  Fall  einer  Aus-
schaffung in den Heimatstaat dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit 

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einer  nach  Art. 3  EMRK  oder  Art. 1  FoK  verbotenen  Strafe  oder 
Behandlung  ausgesetzt  wäre.  Gemäss  Praxis  des  Europäischen 
Gerichtshofs  für  Menschenrechte  (EGMR)  sowie  jener  des  UN-Anti-
Folterausschusses  müsste  der  Beschwerdeführer  eine  konkrete 
Gefahr („real risk“) nachweisen oder glaubhaft  machen, dass ihm im 
Fall  einer  Rückschiebung  Folter  oder  unmenschliche  Behandlung 
drohen  würde  (vgl.  EMARK 2001 Nr. 16 S. 122). Dies  ist  vorliegend 
nicht der Fall. Auch die allgemeine Menschenrechtssituation in Nigeria 
lässt  den  Wegweisungsvollzug  zum  heutigen  Zeitpunkt  nicht  als 
unzulässig erscheinen. 

6.1.3 Der Vollzug der Wegweisung ist damit sowohl im Sinne der asyl-  
als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig. 

6.2 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug der Wegweisung für 
Ausländerinnen oder Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- 
oder Herkunftsstaat auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, 
allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind. 
Wird eine konkrete Gefährdung festgestellt,  ist – unter Vorbehalt von 
Art. 83 Abs. 7 AuG – die vorläufige Aufnahme zu gewähren (vgl. Bot-
schaft zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer vom 
8. März 2002, BBl 2002 3818). 

6.2.1 In  Nigeria  herrscht  keine  Situation  allgemeiner  Gewalt  oder 
kriegerischer Auseinandersetzungen, aufgrund derer die Bevölkerung 
konkret  gefährdet  wäre.  In  den  von  blutigen  Zusammenstössen  be-
gleiteten  Präsidentschaftswahlen  von Ende  April  2007  trat  der  sieg-
reiche  Kandidat  der  Regierungspartei  „People's  Democratic  Party“ 
(PDP),  Umaru  Yar'Adua,  sein  Amt am 29. Mai  2007 an und bot  der 
Opposition eine Beteiligung an der nationalen Einheitsregierung an. Er 
bezeichnete  die  Bekämpfung  von  Korruption  und  Armut  sowie  die 
Einigung  des  in  ethnischer  und  religiöser  Hinsicht  zersplitterten 
Landes  als  wichtigste  Ziele.  Zwar  ist  es  auch  in  den  vergangenen 
Monaten  in  verschiedenen  Teilen  des  Landes  –  insbesondere  im 
Niger-Delta  und  im  Nordosten  Nigerias  –  zu  blutigen  Auseinander-
setzungen  zwischen  paramilitärisch  organisierten  Banden  und  Si-
cherheitskräften  beziehungsweise  zwischen  Angehörigen  ver-
schiedener  ethnischer  und  religiöser  Bevölkerungsgruppen  ge-
kommen, dennoch kann im jetzigen Zeitpunkt nicht von Krieg, Bürger -
krieg  oder  von  einer  Situation  allgemeiner  Gewalt,  die  für  den  Be-

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schwerdeführer  bei  der  Rückkehr  in  sein  Heimatland  eine  konkrete 
Gefahr darstellen würde, gesprochen werden.

6.2.2 In  den  Akten  finden  sich  auch  keine  konkreten  Anhaltspunkte 
dafür,  dass  der  Beschwerdeführer  aus  individuellen  Gründen 
wirtschaftlicher, sozialer oder gesundheitlicher Natur in eine existenz-
bedrohende Situation geraten würde. Der nunmehr volljährige, ledige 
und kinderlose Beschwerdeführer, der sich gemäss eigenen Angaben 
gegenwärtig  gesundheitlich  wohl  fühle  und  keine  medizinische  oder 
psychologische Hilfe  benötige,  hat  bis  zu seiner Ausreise im Januar 
2008  in  Nigeria  gelebt  und  ist  somit  mit  den  dortigen Verhältnissen 
bestens  vertraut.  (Ausführungen  zu  Schulbildung  und 
Sprachkenntnissen).  Zudem  existiert  im  Heimatland  ein  soziales 
Beziehungsnetz, das ihm vor der Ausreise bereits während mehrerer 
Jahre Zuflucht und Unterstützung geboten hat. Im Übrigen ist es dem 
Beschwerdeführer auch zuzumuten, sich an einem anderen Ort als bei 
seinem  Vater  im  Heimatdorf  –  beispielsweise  in  H._______,  wo  er 
bereits  die  letzten  Jahre  vor  der  Ausreise  verbracht  habe  – 
niederzulassen.  Insgesamt  ist  nicht  davon  auszugehen,  der 
Beschwerdeführer  würde  bei  einer  Rückkehr  in  eine  seine  Existenz 
vernichtende Situation geraten, die als konkrete Gefährdung im Sinne 
der  zu  beachtenden  Bestimmungen  zu  werten  wäre  (Art. 83  Abs. 4 
AuG).

6.2.3 Der  Vollzug  der  Wegweisung  erweist  sich  daher  sowohl  in 
genereller als auch in individueller Hinsicht als zumutbar. 

6.3 Schliesslich  obliegt  es  dem  Beschwerdeführer,  bei  der  Be-
schaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art. 8  Abs. 4  AsylG), 
weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen 
ist (Art. 83 Abs. 2 AuG). 

6.4 Insgesamt ist der durch die Vorinstanz verfügte Wegweisungsvoll -
zug zu bestätigen. Das BFM hat diesen zu Recht als zulässig, zumut -
bar und möglich erachtet. Eine Anordnung der vorläufigen Aufnahme 
des  Beschwerdeführers  fällt  damit  ausser  Betracht  (Art. 83  Abs. 1-4 
AuG). 

7.
Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 
Bundesrecht  nicht  verletzt,  den rechtserheblichen Sachverhalt  richtig 

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und  vollständig  feststellt  und  angemessen  ist  (Art. 106  AsylG).  Die 
Beschwerde ist somit abzuweisen. 

8.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären dessen Kosten grundsätz-
lich dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG). 
Da  die  Beschwerde  jedoch  im  Zeitpunkt  ihrer  Einreichung  nicht  als 
aussichtslos  betrachtet  werden  konnte  und  der  Beschwerdeführer 
nach  wie  vor  keiner  Erwerbstätigkeit  nachgeht,  sind  in  Gutheissung 
des  Gesuchs  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  ge-
mäss Art. 65 Abs. 1 VwVG keine Kosten zu erheben.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss 
Art. 65 Abs. 1 VwVG wird gutgeheissen. 

3.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (Einschreiben)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N (...)  (per 

Kurier; in Kopie)
- (...) (in Kopie)

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Martin Zoller Susanne Burgherr

Versand:

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