# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e668ae49-65e7-5518-98d5-3b7c405cba91
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-11-03
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 03.11.2014 100 2013 387
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2013-387_2014-11-03.pdf

## Full Text

100.2013.387U   publiziert in BVR 2015 S. 66
HER/SIL/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 3. November 2014

Verwaltungsrichter Burkhard, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichterin Herzog, Verwaltungsrichter Häberli
Gerichtsschreiber Sieber

A.________
vertreten durch Fürsprecher …
Beschwerdeführer 

gegen

Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
Kramgasse 20, 3011 Bern

betreffend Beschlagnahme von Waffen (Entscheid der Polizei- und Militärdirektion des 
Kantons Bern vom 8. Oktober 2013; BD 171/13)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 03.11.2014, Nr. 100.2013.387U, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Anfang September 2012 endete die Liebesbeziehung, welche A.________ und 
B.________ seit April 2012 miteinander geführt hatten. In den folgenden Monaten 
sandte A.________ unzählige Kurznachrichten sowie einige E-Mail mit teilweise 
beleidigendem, drohendem und pornographischem Inhalt an B.________. Im Rahmen 
der aus diesem Anlass gegen A.________ eröffneten Strafuntersuchung wurden bei 
einer Hausdurchsuchung mehrere Soft-Air-Waffen bzw. Bestandteile von solchen, 
15 Schalldämpfer zu Soft-Air-Waffen, zwei Laserzielgeräte sowie Armeemunition 
sichergestellt. Mit Strafbefehl vom 20. Februar 2013 verurteilte die Staatsanwaltschaft 
Region Bern-Mittelland A.________ wegen Missbrauchs einer Fernmeldeanlage, 
Beschimpfung, Drohung, sexueller Belästigung, versuchter Nötigung sowie 
Widerhandlungen gegen das Waffengesetz zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu 
je Fr. 150.--, ausmachend Fr. 13'500.--, aufgeschoben unter Ansetzung einer Probezeit 
von zwei Jahren, sowie zu einer Busse von Fr. 900.--. Gleichzeitig zog die zuständige 
Staatsanwältin die zwischenzeitlich beschlagnahmten Schalldämpfer und 
Laserzielgeräte sowie eine mit Schalldämpfer und Laserzielgerät ausgerüstete Soft-Air-
Waffe ein. Die übrigen sichergestellten Waffen – mit Ausnahme der Armeemunition; 
diesbezüglich war schon früher das zuständige Oberauditorat Bern informiert worden – 
übergab sie der Kantonspolizei Bern.

Mit Verfügung vom 12. Juni 2013 beschlagnahmte die Kantonspolizei Bern die 
verbleibenden Soft-Air-Waffen und Bestandteile von solchen (insgesamt 43 Positionen) 
und ordnete deren Einlagerung bei der Polizei an. Gleichzeitig stellte sie in Aussicht, 
über das weitere Vorgehen (definitive Einziehung oder Rückgabe der Waffen) am 
25. April 2015 zu entscheiden.

B.

Die von A.________ hiergegen am 12. Juli 2013 erhobene Beschwerde wies die 
Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern (POM) mit Entscheid vom 8. Oktober 
2013 ab. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 03.11.2014, Nr. 100.2013.387U, Seite 3

C.

Gegen diesen Entscheid hat A.________ am 8. November 2013 Verwal-
tungsgerichtsbeschwerde erhoben mit dem Antrag, der angefochtene Entscheid sei 
aufzuheben. Zudem beantragt er, die Kosten für die Verfahren vor der «Vor- und 
Beschwerdeinstanz» seien auf die Staatskasse zu nehmen und ihm sei eine 
angemessene Parteientschädigung auszurichten.

Mit Vernehmlassung vom 27. November 2013 schliesst die POM auf Abweisung der 
Beschwerde. Am 18. Dezember 2013 hat A.________ weitere Bemerkungen 
eingereicht. Mit Verfügung vom 3. Juli 2014 hat die Instruktionsrichterin die Akten 
betreffend den Strafbefehl vom 20. Februar 2013 ediert und die Verfahrensbeteiligten 
um weitere Unterlagen und Angaben ersucht. Am 8. Juli 2014 hat die Kantonspolizei 
Bern dem Verwaltungsgericht mitgeteilt, dass bezüglich A.________ im Kanton Bern 
keine neuen Vorkommnisse vorliegen. Mit Eingabe vom 15. Juli 2014 hat der 
Beschwerdeführer einen aktuellen Strafregisterauszug zu den Akten gegeben. Mit 
Verfügung vom 17. Juli 2017 hat die Instruktionsrichterin den Antrag von A.________ 
auf Durchführung eines Parteiverhörs abgelehnt. Mit Schlussbemerkungen vom 
29. Juli 2014 und vom 8. August 2014 halten die Verfahrensbeteiligten an ihren 
Anträgen fest.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte kantonale 
Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 
über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zuständig. Der 
Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, ist durch den 
angefochtenen Entscheid besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an 
dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Auf die form- und 
fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 03.11.2014, Nr. 100.2013.387U, Seite 4

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG).

2.

2.1 Als Waffen gelten unter anderem Imitations-, Schreckschuss- und Soft-Air-
Waffen, die aufgrund ihres Aussehens mit echten Feuerwaffen verwechselt werden 
können (Art. 4 Abs. 1 Bst. g des Bundesgesetzes vom 20. Juni 1997 über Waffen, 
Waffenzubehör und Munition [Waffengesetz, WG; SR 514.54]). Bei den Soft-Air-
Waffen und den Waffenbestandteilen des Beschwerdeführers handelt es sich 
unbestritten um Waffen im Sinn des Waffengesetzes. Umstritten ist, ob die 
Kantonspolizei – sie ist zur Beschlagnahme zuständig (vgl. Art. 31 WG i.V.m. Art. 3 
Abs. 1 der Verordnung vom 15. Dezember 2004 über den Vollzug des 
eidgenössischen Waffenrechts [Kantonale Waffenverordnung, KWV; BSG 943.511.1]) 
– diese beschlagnahmen durfte.

2.2 Die zuständige Behörde beschlagnahmt Waffen, wesentliche und besonders 
konstruierte Waffenbestandteilte, Waffenzubehör, Munition und Munitionsbestandteile 
aus dem Besitz von Personen, für die ein Hinderungsgrund nach Art. 8 Abs. 2 WG 
besteht oder die zum Erwerb oder Besitz nicht berechtigt sind (Art. 31 Abs. 1 Bst. b 
WG). Wer eine Waffe oder einen wesentlichen Waffenbestandteil erwerben will, 
benötigt einen Waffenerwerbsschein (Art. 8 Abs. 1 WG). Keinen Waffenerwerbsschein 
erhalten nach Art. 8 Abs. 2 WG unter anderem Personen, die zur Annahme Anlass 
geben, dass sie sich selbst oder Dritte mit der Waffe gefährden (Bst. c) oder die wegen 
einer Handlung, die eine gewalttätige oder gemeingefährliche Gesinnung bekundet, 
oder wegen wiederholt begangener Verbrechen oder Vergehen im Strafregister 
eingetragen sind, solange der Eintrag nicht gelöscht ist (Bst. d). Die Beschlagnahme 
beschränkt sich auf die Wegnahme des Besitzes und ist eine sofortige polizeiliche 
Sicherungsmassnahme (vgl. Hans Wüst, Schweizer Waffenrecht, 1999, S. 187). Sie ist 
vorab präventiver Natur und hat im Fall einer späteren Herausgabe der Waffen an den 
Eigentümer vorübergehenden Charakter (vgl. BGE 135 I 209 E. 3.2.1), weshalb an die 
Gefahren, die von der Besitzerin oder dem Besitzer ausgehen, keine allzu hohen 
Anforderungen zu stellen sind (vgl. BGer 2A.546/2004 vom 4.2.2005, E. 3.2.2; Philippe 
Weissenberger, Die Strafbestimmungen des Waffengesetzes [unter Berücksichtigung 
von Art. 260quater StGB], in AJP 2000 S. 153 ff., 163).

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2.3 Nach Ansicht der Vorinstanz geht vom Beschwerdeführer eine Gefahr für Dritte 
im Sinn von Art. 8 Abs. 2 Bst. c WG aus, was sich insbesondere in seinem Verhalten 
gegenüber seiner früheren Partnerin gezeigt habe (vgl. angefochtener Entscheid, 
S. 3 f.). Die Kantonspolizei hat die Beschlagnahme dagegen gestützt auf Art. 8 Abs. 2 
Bst. d WG verfügt, da der Beschwerdeführer wegen mehrerer Vergehen verurteilt 
worden sei (vgl. Akten POM, pag. 4). Die Vorinstanz hat in den Schlussbemerkungen 
mitgeteilt, ihrer Ansicht nach sei dieser Beschlagnahmegrund ebenfalls erfüllt (act. 15). 
– Das Verwaltungsgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 20a Abs. 1 
VRPG). Es ist nicht an die Rechtsauffassung der Vorinstanz gebunden und kann deren 
Begründung durch seine eigene ersetzen, selbst wenn es zum gleichen Ergebnis wie 
diese gelangt (sog. Substitution der Motive; vgl. statt vieler BVR 2013 S. 521 E. 2.4 mit 
Hinweisen). Dem Verwaltungsgericht ist es damit unbenommen, die Beschlagnahme 
gegebenenfalls aus anderen Gründen als die POM zu bestätigen. Jedenfalls soweit es 
sich hierbei auf den bereits von der Kantonspolizei und im verwaltungsgerichtlichen 
Verfahren nunmehr auch von der Vorinstanz angenommenen Beschlagnahmegrund 
stützt, liegt hierin auch keine für den Beschwerdeführer überraschende 
Rechtsanwendung, zu welcher er besonders anzuhören gewesen wäre (vgl. etwa 
BGE 128 V 272 E. 5b/bb, 126 I 19 E. 2c/aa, 124 I 49 E. 3c). 

3.

3.1 Mit Strafbefehl vom 20. Februar 2013 wurde der Beschwerdeführer unter 
anderem der Drohung und Nötigung sowie Widerhandlungen gegen das Waffengesetz 
schuldig erklärt und zu einer Geldstrafe verurteilt (Ziff. 1 und 2 des Strafbefehls [Akten 
Kantonspolizei [Kapo], pag. 133 f.]; vorne Bst. A). Bei diesen Delikten handelt es ich 
um Vergehen (vgl. Art. 180 und 181 i.V.m. Art. 10 Abs. 3 des Schweizerischen 
Strafgesetzbuches [StGB; SR 311.0] sowie Art. 33 Abs. 1 Bst. a WG i.V.m. Art. 10 
Abs. 3 StGB; vgl. auch Art. 366 Abs. 2 Bst. a StGB). Der Beschwerdeführer ist im 
Strafregister einzig mit der Verurteilung vom 20. Februar 2013 eingetragen (vgl. 
act. 12A). Vorab ist zu prüfen, ob hiermit der Beschlagnahmegrund nach Art. 31 Abs. 1 
Bst. b i.V.m. Art. 8 Abs. 2 Bst. d WG gegeben ist, wie die Kantonspolizei angenommen 
hat (vgl. vorne E. 2.3). – Nach Ansicht des Beschwerdeführers dürfen seine Waffen 
gestützt auf diese Bestimmung nicht beschlagnahmt werden. Er habe sich nicht im 
Sinn des Waffengesetzes wiederholt strafbar gemacht. Einerseits fehle es an der 
Erfüllung zweier Straftatbestände, die je auf einem eigenständigen Tatentschluss 

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beruhten und zu verschiedenen Zeitpunkten begangen worden seien. Er habe sich 
allein im Kontext der gescheiterten Beziehung mit B.________ strafbar gemacht; es 
liege eine Tateinheit vor. Anderseits sei er nur wegen einer einmaligen Verurteilung im 
Strafregister eingetragen. Eine Beschlagnahme sei aber bloss bei einem mindestens 
zweifachen Registereintrag zulässig, weil diesfalls die Warnfunktion des ersten 
Eintrags wirkungslos geblieben sei (vgl. Beschwerde, S. 10, sowie Beschwerde vom 
12.7.2013 und Schlussbemerkungen vom 5.9.2013 im vorinstanzlichen Verfahren 
[Akten POM, pag. 7 f. und 21 ff.]).

3.2 Der Beschwerdeführer wurde wegen mehr als einem Vergehen verurteilt 
(vgl. E. 3.1 hiervor). Es überzeugt nicht, wenn er vorbringt, es liege nur ein 
Tatentschluss oder eine Tateinheit vor. Wie bereits die Kantonspolizei im 
vorinstanzlichen Verfahren ausgeführt hat (vgl. Vernehmlassung vom 16.7.2013 [Akten 
POM, pag. 14]), beruht die Verurteilung des Beschwerdeführers vom 20. Februar 2013 
auf zwei verschiedenen, voneinander unabhängigen Vorkommnissen: Zum einen auf 
dem Verhalten gegenüber seiner früheren Partnerin (Drohung und Nötigung); zum 
andern auf dem unerlaubten Besitz von Waffenzubehör (Laserzielgeräte und Schall-
dämpfer). Das Verhalten gegenüber der früheren Partnerin stand im Zusammenhang 
mit der Auflösung der Beziehung (vgl. Beschwerde, S. 6 und 8). Bei den Soft-Air-
Waffen handelt es sich dagegen um Sammlerstücke, welche der Beschwerdeführer als 
Freizeitbeschäftigung über 15 Jahre hinweg erworben oder selber gebaut hat (vgl. 
Beschwerde, S. 3). Die Soft-Air-Waffen haben nach seinen eigenen Angaben im 
Beziehungszusammenhang denn auch keine Rolle gespielt (Beschwerde, S. 10; 
Schlussbemerkungen, S. 2). 

3.3 Weiter fragt sich, ob der Beschlagnahmegrund nach Art. 31 Abs. 1 Bst. b i.V.m. 
Art. 8 Abs. 2 Bst. d WG (zweite Tatbestandsvariante) bei Vorliegen eines einzigen 
Strafregistereintrags erfüllt ist, oder ob eine Beschlagnahme zumindest zwei 
Registereinträge voraussetzt. – Der Sinngehalt einer Norm ist durch Auslegung zu 
ermitteln. Ausgangspunkt jeder Auslegung ist der Wortlaut. Ist der Normtext nicht klar 
und sind verschiedene Auslegungen möglich, so muss unter Einbeziehung aller 
Auslegungselemente nach seiner wahren Tragweite gesucht werden. Zu 
berücksichtigen sind der Zusammenhang mit anderen Gesetzesbestimmungen, die 
Entstehungsgeschichte sowie der Sinn und Zweck der Norm (statt vieler BVR 2013 
S. 173 E. 4.3). 

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3.3.1 Nach dem Gesetzestext erhalten Personen keinen Waffenerwerbsschein, die 
«wegen wiederholt begangener Verbrechen oder Vergehen im Strafregister 
eingetragen sind, solange der Eintrag nicht gelöscht ist». Nichts ableiten lässt sich aus 
dem Passus im ersten Satzteil, wonach die betroffene Person im Strafregister 
eingetragen sein muss; er äussert sich nicht zur Art des Eintrags. Allerdings folgt im 
zweiten Satzteil die Aussage, der Eintrag dürfe nicht gelöscht sein. Die Verwendung 
der Einzahl deutet darauf hin, dass ein Strafregistereintrag genügt (vgl. auch RR ZH 
12.6.2002 [RRB Nr. 914/2002], in Assistalex 2002 Nr. 9257, E. 4c). 

3.3.2 Obgleich der Wortlaut von Art. 8 Abs. 2 Bst. d WG an den Strafregistereintrag 
anknüpft, stand für den Gesetzgeber nicht dieser, sondern die Verurteilung wegen 
Verbrechen oder Vergehen im Vordergrund. In der Botschaft des Bundesrats zum 
Bundesgesetz über Waffen, Waffenzubehör und Munition (BBl 1996 I 1053 ff., 1061) 
wird ausgeführt: 

«Ein Waffenerwerbsschein wird erteilt, wenn die antragstellende Person das 
18. Altersjahr vollendet hat, nicht entmündigt ist, nicht Anlass zur Annahme gibt, dass 
sie sich selbst oder Dritte mit der Waffe gefährdet und sie nicht wegen einer 
strafbaren Handlung, die eine gewalttätige oder gemeingefährliche Gesinnung 
bekundet, oder wegen wiederholt begangener Verbrechen oder Vergehen verurteilt 
wurde.»

Entscheidend ist danach der Umstand der wiederholten Begehung von Verbrechen 
oder Vergehen, nicht aber der wiederholte Eintrag ins Strafregister. Dies spricht dafür, 
dass keine Rolle spielt, ob die betroffene Person mit einem Eintrag oder mit mehreren 
Einträgen im Strafregister verzeichnet ist, solange die wiederholte Deliktsbegehung 
nachgewiesen ist. – Aus dem systematischen Auslegungselement lassen sich 
vorliegend keine weiteren Erkenntnisse gewinnen.

3.3.3 Mit der hier interessierenden Tatbestandsvariante von Art. 8 Abs. 2 Bst. d WG 
soll nach der Rechtsprechung verhindert werden, dass Personen, die sich aufgrund 
wiederholter Delinquenz als nicht vertrauenswürdig erwiesen haben, Waffen besitzen. 
Personen, die Waffen besitzen wollen, müssen mit Blick auf die erhöhten Gefahren, 
welche von diesen Gegenständen ausgehen, besonders zuverlässig sein. Durch 
wiederholtes deliktisches Verhalten von erheblicher Schwere (Vergehen oder Verbre-
chen) wird das Vertrauen in die betreffende Person erschüttert, dass sie weiterhin in 
jeder Hinsicht ordnungsgemäss mit Waffen umgehen wird. Nicht notwendig ist ein 
Bezug des Delikts zu Gewalt oder Waffen (vgl. BGer 2C_1271/2012 vom 6.5.2013, 
E. 3.2, 2C_158/2011 vom 29.9.2011, E. 3.5, 2C_125/2009 vom 4.8.2009, E. 3.4). Für 

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die Beschlagnahme ist damit der mit der wiederholten Delinquenz verbundene 
Vertrauensverlust ausschlaggebend. Entsprechend kann keine Rolle spielen, wie das 
strafbare Verhalten geahndet worden ist, mithin ob eine Verurteilung und ein 
Strafregistereintrag für mehrere Delikte vorliegt oder ob mehrere Verurteilungen und 
mehrere Einträge für je ein Delikt ergangen sind. In beiden Fällen offenbart die 
betroffene Person die für den Vertrauensverlust entscheidende Unzuverlässigkeit im 
Umgang mit Waffen (ähnlich RR ZH vom 12.6.2002 [RRB Nr. 914/2002], a.a.O., E. 4c). 
Es kann dem Beschwerdeführer daher nicht gefolgt werden, soweit er von einer 
Warnfunktion des Strafregistereintrags ausgeht, welche die Beschlagnahme erst 
erlaube, wenn die betroffene Person die mit dem ersten Eintrag verbundene Warnung 
ausser Acht lässt (vgl. E. 3.1 hiervor). Im Fokus des Gesetzes steht nicht die betroffene 
Person, sondern der Schutz der Allgemeinheit. 

3.4 Der Hinderungsgrund von Art. 8 Abs. 2 Bst. d WG ist nach dem Ausgeführten 
erfüllt, wenn jemand für mehr als ein Verbrechen oder Vergehen verurteilt worden ist, 
gleichgültig, ob dafür nur ein oder mehrere Strafregistereinträge bestehen (ebenso 
RR ZH 12.6.2002 [RRB Nr. 914/2002], a.a.O., E. 4; Philippe Weissenberger, a.a.O., 
S. 163). Der Beschwerdeführer erfüllt demnach die Voraussetzungen der Beschlag-
nahme nach Art. 31 Abs. 1 Bst. b i.V.m. Art. 8 Abs. 2 Bst. d WG (vgl. auch E. 3.1 und 
3.2 hiervor), weshalb die Vorinstanz im Ergebnis zu Recht auf das Vorliegen eines 
Beschlagnahmegrunds geschlossen hat. Keine Rolle spielt im Übrigen, dass es sich 
bei Soft-Air-Waffen um Waffen handelt, für die eine Ausnahme von der 
Waffenerwerbsscheinpflicht besteht (Art. 10 Abs. 1 Bst. e WG; vgl. 
BGer 2C_1271/2012 vom 6.5.2013, E. 3.3). Ebenfalls ist unerheblich, dass der 
Beschwerdeführer sich seit den Vorfällen Ende 2012 nichts mehr hat zu Schulden 
kommen lassen (vgl. Eingabe der Kantonspolizei vom 8.7.2014 [act. 10]; 
Schlussbemerkungen, S. 2) – Unter diesen Umständen kann im vorliegenden 
Verfahren dahingestellt bleiben, ob (zusätzlich) der Beschlagnahmegrund nach Art. 31 
Abs. 1 Bst. b i.V.m. Art. 8 Abs. 2 Bst. c WG erfüllt ist.

4.

Der Beschwerdeführer rügt weiter die Unverhältnismässigkeit der angeordneten 
Massnahme (vgl. Beschwerde, S. 10). – Sind die Voraussetzungen der 
Beschlagnahme nach Art. 31 Abs. 1 Bst. b i.V.m. Art. 8 Abs. 2 Bst. d WG aufgrund der 

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Verurteilung wegen mehrerer Vergehen erfüllt, ist die Massnahme nach der 
Rechtsprechung anzuordnen, ohne dass zusätzlich im Einzelfall zu prüfen wäre, ob sie 
verhältnismässig ist (vgl. BGer 2C_1271/2012 vom 6.5.2013, E. 3.1 mit Hinweisen). 
Ohnehin würde sich die Beschlagnahme und der damit verbundene Eingriff in die 
Eigentumsgarantie (Art. 26 Abs. 1 der Bundesverfassung [BV; SR 101]; Art. 24 Abs. 1 
der Verfassung des Kantons Bern [KV; BSG 101.1]) sowie gegebenenfalls die 
persönliche Freiheit (Art. 10 Abs. 2 BV; Art. 12 Abs. 1 KV; vgl. insoweit zur Einziehung 
BGE 135 I 209 E. 3.3.1; 118 Ia 305 E. 4 und 6) vorliegend als verhältnismässig 
erweisen (Art. 36 Abs. 3 BV; Art. 28 Abs. 3): Die auf dem Spiel stehenden öffentlichen 
Interessen (Schutz der Öffentlichkeit vor unsachgemässem Waffengebrauch; vgl. 
vorne E. 3.3.3) überwiegen jedenfalls die Interessen des Beschwerdeführers an der 
Ausübung seiner Freizeitbeschäftigung (vgl. vorne E. 3.2). Dies gilt auch bei Soft-Air-
Waffen, selbst wenn deren Gefährlichkeit primär in der «Verwechselbarkeit mit echten 
Waffen» besteht (Botschaft des Bundesrats zur Änderung des Bundesgesetzes über 
Waffen, Waffenzubehör und Munition, in BBl 2006 S. 2713 ff., 2722 und 2730). Hinzu 
kommt, dass es sich bei der Beschlagnahme um eine bloss vorübergehende 
Sicherungsmassnahme handelt (vgl. vorne E. 2.2) und über die (definitive) Einziehung 
erst zu entscheiden sein wird (vgl. vorne Bst. A). Sodann ist weder ersichtlich noch 
geltend gemacht, welche anderen oder milderen Massnahmen zum effektiven Schutz 
der Öffentlichkeit vor unsachgemässem Waffengebrauch ergriffen werden könnten, wie 
er aufgrund der Delinquenz des Beschwerdeführers zu befürchten ist. 

5.

Der angefochtene Entscheid hält demnach der Rechtskontrolle stand. Die Beschwerde 
ist abzuweisen. Der unterliegende Beschwerdeführer hat die Verfahrenskosten zu 
tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Parteikosten sind nicht zu sprechen (Art. 108 Abs. 3 
i.V.m. Art. 104 VRPG). Den Kostenanträgen des Beschwerdeführers für das 
vorinstanzliche Verfahren und das Verwaltungsverfahren kann bei diesem Ausgang 
von vornherein nicht entsprochen werden.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 03.11.2014, Nr. 100.2013.387U, Seite 10

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf eine 
Pauschalgebühr von Fr. 3‘000.--, werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen. 

4. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer 
- der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
- dem Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement

Der Abteilungspräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.