# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7cc16024-a544-535d-87b9-3ca98044f9b8
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-02-22
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 22.02.2023 III 2022 127
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2022-127_2023-02-22.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2022 127
III 2022 128
III 2022 129
III 2022 130

Entscheid vom 22. Februar 2023 

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
lic.iur. Karl Gasser, Richter
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
MLaw Manuel Gamma, Gerichtsschreiber

Parteien 1. A.________,
Beschwerdeführerin Verfahren III 2022 127,

2. B.________,
Beschwerdeführer Verfahren III 2022 128,

3. C.________,
Beschwerdeführer Verfahren III 2022 129,

4. Stiftung D.________, vertreten durch E.________,
Beschwerdeführerin Verfahren III 2022 130,
diese vertreten durch Rechtsanwältin F.________,

gegen
1. Bezirksrat Einsiedeln, Hauptstrasse 78, Postfach 161, 

8840 Einsiedeln,
2. Amt für Raumentwicklung ARE, Bahnhofstrasse 14, 

Postfach 1186, 6431 Schwyz,
Vorinstanzen,

3. Kloster Einsiedeln, Verwaltung, 8840 Einsiedeln,
4. Bezirk Einsiedeln, Hauptstrasse 78, Postfach 161, 8840 Ein-

siedeln,
Beschwerdegegner,

Gegenstand Planungs- und Baurecht (Baubewilligung: Pflästerung Klosterplatz)

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Sachverhalt:

A.1 Der Klosterplatz in Einsiedeln liegt in der Zone für öffentliche Bauten und 
Anlagen (ÖBA) sowie im Perimeter des Inventars schützenswerter Ortsbilder der 
Schweiz (ISOS) (Benediktinerkloster, Barockanlage mit Kollegium und Kloster-
platz) in der Aufnahmekategorie A ("Der Ortsbildteil hat ursprüngliche Substanz, 
d. h. die Mehrheit der Bauten und Räume hat historisch die gleiche epochenspe-
zifische oder regionaltypische Prägung") mit dem Erhaltungsziel A ("Substanz-
erhaltung bedeutet, alle Bauten, Anlageteile und Freiräume integral zu erhalten, 
störende Eingriffe zu beseitigen"). Im kantonalen Schutzinventar (KSI) ist das 
Kloster und der Klosterplatz unter den Nummern 26.040 (Kloster; sakral) und 
26.098 (Klosterplatz bzw. Hauptplatz; profan) verzeichnet, je als Schutzobjekte 
von nationaler Bedeutung.

A.2 Im Amtsblatt Nr. 49 vom 9. Dezember 2017 (S. 2732) wurde das Bauge-
such "Sanierung Klosterplatz" vom Bezirk Einsiedeln und Kloster Einsiedeln als 
Bauherrschaft publiziert und öffentlich aufgelegt. Hiergegen erhob neben einer 
Drittpartei auch C.________ Einsprache. Er stellte folgende Anträge: 

1. Der Zugang zum Klosterplatz wird an zwei weiteren Stellen barrierefrei gestal-
tet, sodass eine direkte Verbindung vom Haus Sonne und der Buchhandlung 
Benziger her möglich bleibt. Idealerweise setzt man den ursprünglichen Ent-
wurf um, der nur eine Treppe über einen Teil des Platzes und mit wenigen 
Stufen vorsah. Natürlich kann man auch Rampen ins Auge fassen.

2. Auf die Bepflästerung des "Platzes im Platz" mit Flusskiesel ist zugunsten ei-
ner für alle Benutzer befahrbaren und begehbaren Variante zu verzichten. 

3. Der Plan wird um eine barrierefreie Wegführung von der Hauptstrasse zum 
Frauenbrunnen und von dort zur Kirche ergänzt. 

4. Die Überarbeitung wird zusammen mit einheimischen Betroffenen und der 
Fachstelle für behindertengerechtes Bauen durchgeführt. 

Diesen Anträgen trug der Bezirksrat Einsiedeln mit der Baubewilligung (Be-
schluss [BRB] Nr. 89) vom 30. Mai 2018 wie folgt Rechnung (Erw. 3.3 f.):

3.3 Pflästerung
Aufgrund historischer und denkmalpflegerischer Aspekte wird die Oberfläche 
wie bis anhin mit einem Natursteinpflasterbelag erstellt. Die wertvolle Bausub-
stanz soll in Abstimmung mit der Denkmalpflege und unter Berücksichtigung 
der heutigen Ansprüche und Vorschriften saniert werden.
Aufgrund der Einsprache von C.________ wird der "Platz im Platz" neu kom-
plett mit geschnittenen und sandgestrahlten Flusskieselsteinen anstelle der 
ursprünglich geplanten gespaltenen Flusskiesel gepflästert. 
Für die Bogen- und Reihenpflästerung der Fussgänger- und Verkehrsflächen 
wird ein Guberstein verwendet.

3.4 Behindertengerechtes Bauen

3

(…)
Aufgrund der Einsprache von C.________ wurde das Projekt in folgenden 
Punkten überarbeitet:
- Gehwege

Die Höhenverhältnisse auf dem Klosterplatz wurden soweit möglich opti-
miert, damit Gehwege/Plätze für Menschen mit einer Behinderung mög-
lichst gut begehbar sind.

- "Platz im Platz"
Die barrierefreien Öffnungen zum "Platz im Platz" bei den beiden Arkaden 
wurden auf je 15 m verbreitert. Dadurch kann der Weg zum Frauenbrun-
nen vom Dorf her verkürzt und verbessert werden.
Die Gefälle innerhalb des "Platzes im Platz" wurden optimiert, damit die 
behindertengerechte Verbindung zwischen Arkaden und Frauenbrunnen 
gewährleistet werden kann.

- Verbindung Frauenbrunnen-Kloster
Damit das Kloster vom Frauenbrunnen aus mit einem möglichst kleinen 
Umweg erreicht werden kann, wurde das Projekt mit einem drei Meter 
breiten Gehweg entlang der rechten Strassenseite erweitert. Die Pfläste-
rung wird in diesem Bereich ebenfalls behindertengerecht ausgeführt. Auf 
halber Höhe wird ein ebenes Podest erstellt, welches Menschen mit Geh-
behinderung ermöglicht, eine Pause einzulegen. Durch die geplanten 
Massnahmen wird die Zugänglichkeit des Klosterplatzes verbessert und 
aufgewertet. 

Die Baubewilligung wurde entsprechend erteilt (Disp.-Ziff. 2) und die Einsprachen 
im Sinne der Erwägungen als gegenstandslos abgeschrieben (Disp.-Ziff. 1). Die-
se Baubewilligung erwuchs in Rechtskraft. 

A.3 Am 18. September 2019 verfügte das Bildungsdepartement des Kantons 
Schwyz aufsichtsrechtlich einen vorsorglichen Baustopp bezüglich der vom Be-
zirk bewilligten, mit Mörtel geplanten und in Ausführung begriffenen Pflästerung 
des "Platz im Platz". Nach Auffassung des Bildungsdepartements lag für diese 
Pflästerung mit Mörtel keine rechtskräftige Bewilligung vor, da dies eine Projek-
tänderung darstelle, welche zwingend hätte ausgeschrieben werden müssen 
(vgl. Beschluss [RRB] des Regierungsrates Nr. 423/2021 vom 22.6.2021 Ziff. 1.1 
[in: VL-Akten Bezirk]). Der Bezirk Einsiedeln ersuchte den Regierungsrat am 
30. September 2019 um die aufsichtsrechtliche Aufhebung dieses Baustopps.

Nach einem am 14. Mai 2020 erstatteten Gutachten der Eidgenössischen Natur- 
und Heimatschutzkommission (ENHK) sowie der Eidgenössischen Denkmal-
schutzkommission (EKD) und einem Augenschein vom 20. August 2020 einigten 
sich der Bezirk Einsiedeln und das Bildungsdepartement im Sinne der Empfeh-
lungen der ENHK/EKD auf folgende Platzsanierung:

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- Der Platz im Platz wird mit Flusskieseln, dieselben vielfarbig, alt und neu, ge-
spalten, zugehauen, versandet/ungebunden und in Reihenpflästerung (Spin-
nennetz) ausgeführt.

- Ausgenommen sind die zum Marienbrunnen führenden Muldenrinnen bzw. 
hindernisfreien Streifen, die aus Rücksicht auf gehbehinderte Personen mit 
geschnittenen, ovalen Flusswacken, geflammt und in Mörtel gesetzt werden 
(Visualisierung gemäss Situationsplan 1:250 vom 26. März 2018).

- Die konkrete Ausgestaltung soll mit einem Planer (vornehmlich mit Vogt 
Landschaftsarchitekten AG) erarbeitet werden. Dieses Vorgehen soll die 
Qualität der Lösung sicherstellen und für die Baueingabe sowie für die Dis-
kussion mit den Verbänden die Grundlage darstellen.

Mit RRB Nr. 423/2021 vom 22. Juni 2021 stimmte der Regierungsrat diesem 
Vergleich des Bezirks Einsiedeln mit dem Bildungsdepartement zu (Disp.-Ziff. 1). 
Die Aufsichtsbeschwerde des Bezirks Einsiedeln vom 30. September 2021 wur-
de infolge Rückzugs abgeschrieben (Disp.-Ziff. 3) und die vorsorgliche Mass-
nahme (Baustopp) des Bildungsdepartements vom 18. September 2019 für hin-
fällig erklärt (Disp.-Ziff. 4). 

B.1 Im Amtsblatt Nr. 8 vom 25. Februar 2022 wurde das Baugesuch des Be-
zirks Einsiedeln und des Klosters Einsiedeln als Bauherrschaft betreffend "Sanie-
rung Klosterplatz (Projektänderung Platz in Platz), Klosterplatz" publiziert und öf-
fentlich aufgelegt. Das Projekt wird im Technischen Bericht der G.________ AG 
vom 7. Februar 2022 wie folgt beschrieben (S. 3 f. Ziff. 3.2):

Platz in Platz

Der gesamte Platz (gelbe Flächen in Abbildung 3) wird in ungebundener 
Reihenpflästerung mit gespaltenem, zugehauenem Flusskiesel ausgeführt. 
Ausgenommen sind die Gehwege und Strahlen (rote und orange Flächen in 
Abbildung 3), welche in gebundener Reihenpflästerung mit geschnittenem, 
geflammtem ovalem Flusskiesel und damit einer glatteren Oberfläche ausgeführt 
werden. 

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Hindernisfreies Bauen

Für die "Barrierefreiheit" bei den BehiG-konformen Gehwegen (orange Flächen in 
Abbildung 3) sind diese mit einem möglichst geringen Gefälle und mit 
geschnittenen, geflammten und gebundenen Flusskieseln projektiert. Damit sich 
Rollstuhlfahrer auf dem Weg kreuzen können, wird eine Breite von zwei Metern 
vorgesehen. Diese Wege führen entlang der Arkaden sowie von den Arkaden zum 
Brunnen und um den Brunnen herum.  

B.2 Hiergegen erhob am 11. März 2022 B.________ Einsprache mit den fol-
genden Anträgen:

Antrag 1:
Der "Platz im Platz" ist auf seiner gesamten Fläche so auszuführen, dass er für 
"Menschen mit Behinderungen - ob mit Sehbehinderung oder Gehbehinderung, ob 
mit oder ohne Gehstöcke, Rollator oder Rollstuhl - gut und gefahrlos begehbar und 
befahrbar ist. Dazu ist auf seiner gesamten Fläche ein sturzsicherer, ebener, 
erschütterungsarmer und Kräfte sparender Belag entsprechend den geltenden 
Normen für hindernisfreies Bauen einzubauen und auszuführen.

Antrag 2:
Die auf Basis des ersten, vom Regierungsrat des Kanton Schwyz gestoppten 
Bauprojektes am unteren Ende des "Platz im Platz" zum Hauptplatz hin neu 
erstellten Stufen sind in der Mitte zur Hauptstrasse hin mit einer normkonformen 
rollstuhlgängigen Rampe zu unterbrechen, welche den "Menschen mit 
Behinderung" - ob mit Sehbehinderung oder Gehbehinderung, ob mit oder ohne 

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Gehstöcke, Rollator oder Rollstuhl den direkten Zugang von der Hauptstrasse her 
ohne Umwege und gefahrlos leicht auf den "Platz im Platz" ermöglicht.

B.3 Mit Schreiben vom 14. März 2022 erhob die E.________ Einsprache mit 
den folgenden Anträgen:

Antrag 1
Die gesamte Fläche des "Platz im Platz" sei für Menschen mit Behinderung gut 
und sicher begehbar, befahrbar und erschütterungsarm auszuführen. Dazu 
müssen die Oberflächen mindestens die Qualität aufweisen, wie sie im Rahmen 
der Sanierung auf dem Gehbereich vor der Klosterkirche realisiert wurde.

Eventualantrag
Eventualiter sei der Platz im Platz, wie seit dem Baustopp als Zwischenlösung 
ausgeführt und aktuell so zu besichtigen, mit einer gut befahrbaren, 
wassergebundenen Deckschicht zu belassen. Die Befahrbarkeit der 
wassergebundenen Deckschicht muss langfristig durch geeigneten Unterhalt 
erhalten bleiben. Ein Abstreuen mit losem Material ist auf 5 mm Streuhöhe mit 
feinkörnigem Material zu begrenzen.

Antrag 2
Der ursprünglich rollstuhlgerechte Zugang zum Platz im Platz im unteren Bereich, 
am heutigen Standort der neuen Treppenanlage sei wiederherzustellen, indem 
entweder die Treppenanlage entfernt oder mindestens im zentralen unteren 
Bereich des Platzes eine normkonforme stufenlose Erschliessung mit einer Rampe 
realisiert wird.

Antrag 3
Die Treppenanlage sei mit normkonformen Treppenhandläufen auszustatten, die 
Stufen mit visuellen Markierungen gemäss Norm SN 640 075 Hindernisfreier 
Verkehrsraum zu kennzeichnen.

B.4 Am 17. März 2022 erhob C.________ Einsprache mit den folgenden Anträ-
gen:

1. Qualität der Oberflächen
Die gesamte Fläche des "Platz im Platz" sei für Menschen mit Behinderung gut 
und sicher begehbar, befahrbar und erschütterungsarm auszuführen. Dazu 
müssen die Oberflächen mindestens die Qualität aufweisen, wie sie im Rahmen 
der Sanierung auf dem Gehbereich vor der Klosterkirche realisiert wurde. Dazu 
sind sturzsichere, ebene, erschütterungsarme Oberflächen entsprechend der 
geltenden Normen für hindernisfreies Bauen auszuführen.

1.1. Ausführung gemäss Ausschreibung
Die vorgeschlagene Pflästerung mit Flusskiesel wird so angepasst, dass sie den 
Ansprüchen an die Ebenheit hindernisfreier Gehflächen entspricht.

1.2 Ein verbesserter Kiesbelag
Wie seit dem Baustopp als Zwischenlösung ausgeführt, ist der Platz im Platz mit 
einer gut befahrbaren, wassergebundenen Deckschicht zu belassen, ihre 
Befahrbarkeit muss langfristig durch entsprechenden Unterhalt erhalten bleiben. 
Ein Abstreuen mit losem Material ist auf 5 mm Streuhöhe mit feinkörnigem Material 
zu begrenzen.

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1.3 Pflastersteine ähnlich wie vor der Sanierung
Wie seit 1935 auf der Fläche des Bezirks realisiert werden kubische, kleinformatige 
Pflastersteine verwendet.

2. Verbesserter Zugang vom Dorf zum Platz
Der ursprünglich rollstuhlgerechte Zugang zum Patz im Platz im unteren Bereich, 
am heutigen Standort der neuen Treppenanlage sei wiederherzustellen, indem 
mindestens im zentralen unteren Bereich des Platzes eine normkonforme stufen-
lose Erschliessung mit einer Rampe realisiert wird.

3. Qualitätskontrolle
Die weitere Planung und Ausführung ist in Begleitung durch die E.________ 
auszuführen.

Die Einsprache sei gutzuheissen und das Bauvorhaben im Sinne der gestellten 
Anträge zu verweigern bzw. gegebenenfalls zur Überarbeitung zurückzuweisen.

B.5 Am 17. März 2022 erhob auch die A.________ Einsprache mit den folgen-
den Anträgen: 

Es ist sicher zu stellen, dass mit der Baubewilligung und nachfolgender 
Ausführung, die Anlagen ohne Benachteiligung für Menschen mit Behinderungen 
zugänglich und benutzbar ausgebildet werden, nach den Massgaben der Norm 
SlA 500 "Hindernisfreie Bauten".

Der zur Arkadenbaute zugehörige Platz im Platz ist vollflächig für Rollstühle und 
Rollatoren befahrbar und vollflächig begehbar für gehbehinderte Personen (z.B. 
mit Stöcken) auszubilden.

C. Mit Gesamtentscheid (im Baugesuch Nr. B2022-0085) vom 2. Juni 2022 er-
teilte das kantonale Amt für Raumentwicklung die kantonale Baubewilligung "im 
Sinne der Erwägungen und unter den Nebenbestimmungen der zuständigen 
Stellen gemäss Kap. II Ziffern 1. ff." (Disp.-Ziff. 1). Auf die Einsprachen wurde 
aus kantonaler Sicht nicht eingetreten. 

Mit BRB Nr. 2022.171 vom 13. Juli 2022 wies der Bezirksrat Einsiedeln die Ein-
sprachen ab, soweit darauf eingetreten wurde (Disp.-Ziff. 1). Er erteilte die Bau-
bewilligung unter Bedingungen und Auflagen (Disp.-Ziff. 2, 2.1 - 2.5.). Der Ge-
samtentscheid des ARE vom 2. Juni 2022 wurde zum Bestandteil der Baubewilli-
gung erklärt (Disp.-Ziff. 2.5). 

D.1 Gegen diesen BRB Nr. 2022.171 (Versand am 21.7.2022) erhob die 
A.________ mit Eingabe vom 9. August 2022 (Postaufgabe am gleichen Tag) 
fristgerecht Beschwerde beim Regierungsrat des Kantons Schwyz mit den fol-
genden Anträgen:

Die Baubewilligung ist aufzuheben.

Es ist ein Belag und eine Ausführung zu wählen, welcher flächig sowohl den 
Anforderungen des Natur- und Heimatschutzes als auch den Bedürfnissen von 
Menschen mit Behinderungen genügt.

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Das Projekt ist zur Überarbeitung zurückzuweisen. Die Ausführungen des 
Behindertengerechten Bauens hat nach Massgabe der Norm SIA 500 
"Hindernisfreies Bauen" zu erfolgen. 

Mit Beschluss (RRB) Nr. 611/2022 vom 23. August 2022 hat der Regierungsrat 
diese Beschwerde gestützt auf § 52 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes 
(SRSZ 234.110; VRP) vom 6. Juni 1974 ans Verwaltungsgericht überwiesen. 
Diese Überweisung als Sprungbeschwerde hat er mit dem RRB Nr. 423/2021 
vom 22. Juni 2021 begründet, welcher sich mit der Pflästerung des "Platz im 
Platz" befasst habe. Insbesondere sei damit der Vergleich zwischen dem Bil-
dungsdepartement und dem Bezirk Einsiedeln genehmigt worden, der nun die 
Basis für die vom Bezirksrat Einsiedeln mit dem BRB 2022.171 vom 13. Juli 2022 
bewilligte Projektänderung für den "Platz im Platz" bilde. 

Das Verwaltungsgericht hat die Beschwerde unter der Verfahrensnummer III 
2022 127 erfasst. 

D.2 Mit Eingabe vom 16. August 2022 (gleichentags der Staatskanzlei über-
bracht) hat auch B.________ fristgerecht Beschwerde beim Regierungsrat erho-
ben mit den folgenden Anträgen: 

1. Anträge zur Beschwerde gegen den «Beschluss BR» 
(...)

1.1. siehe Beschluss BR: Seite 12, Beschluss 1-8 
Der «Beschluss Bezirksrat Einsiedeln Nr. 2022.171» vom 13.07.2022 und die 
damit erteilte Baubewilligung sind mit sofortiger Wirkung in ihrer Gesamtheit 
aufzuheben. 
> Begründung IV.1.1 ff 

1.2. siehe Beschluss BR: Seite 12, Beschluss 1-2 
Der Bezirksrat Einsiedeln ist für die pauschale Ablehnung aller Einsprachen 
und damit aller Anträge und Begründungen zu rügen und zur Einhaltung von 
BV Art. 8,2 und des BehiG zu ermahnen. 
Eine erneute Erteilung der Baubewilligung hat ohne jegliche Diskriminierung 
und unter Gleichstellung der Menschen mit Behinderung gegenüber den Men-
schen ohne Behinderung zu erfolgen (BV Art. 8,2), 
Die körperlichen und seelischen, wie auch die religiösen Bedürfnisse der 
Menschen mit Behinderung sind dabei höher zu bewerten als die rein materi-
ellen Ansprüche von Denkmalpflege, Heimatschutz usw. 
Zu den Menschen mit Behinderung sind dabei auch alle Menschen im Ren-
tenalter - mit Blick auf deren zunehmenden körperlichen Altersbeschwerden - 
sowie alle Mütter und Väter mit Kindern im Kinderwagen zu zählen. Deren al-
ler Bedürfnisse sind in der Interessensabwägung gehörig zu berücksichtigen. 

Die einsprechenden und beschwerdeführenden Parteien und deren Anträge 
und Begründungen sind in ein künftiges neues Baubewilligungsverfahren und 
die Lösungsfindung vollumfänglich miteinzubeziehen. Dies im persönlichen 

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Gespräch bei Einladung aller Einsprechenden bzw. Beschwerdeführenden 
dazu. 
> Begründung IV.1.2 ff 

1.3. siehe Beschluss BR: Seite 5, Erwägungen 2, Absatz 2-3 
Die mit Baubewilligung vom 30. Mai 2018 bereits erstellte Treppe vom PiP 
zum Kloster hin und die ebenso bereits erstellten Stufen vom PiP zum Dorf 
hin sind zum Gegenstand dieses Baugesuches zu erklären. 
Wie von mir mit Antrag 2 in meiner Einsprache vom 11.03.2022 beantragt, 
sind die Stufen zum Hauptplatz bzw. zum Dorf hin in deren Mitte mit einer 
normkonformen rollstuhlgängigen Rampe zu unterbrechen. 
> Begründung IV.1.3 ff 

1.4. siehe Beschluss BR: Seite 6-7, Erwägungen 5, Absatz 11 
Die Bezeichnung «normale Fussgänger» für Menschen ohne Behinderung ist 
durch eine Formulierung zu ersetzen, die Menschen mit Behinderung nicht als 
«nicht normal» suggerierend diskriminiert. 
Der Bezirksrat Einsiedeln ist für diese diskriminierende Formulierung zu rügen 
und zur Einhaltung von BV Art. 8,2 sowie der durch die Schweiz ratifizierten 
UNO-BRK zu ermahnen.
> Begründung IV.1.3 ff 

2. Anträge zur Beschwerde gegen den «Gesamtentscheid AR» 
(…).

2.1. siehe Gesamtentscheid AR: Seite 8, IV. Beschluss 1-6 
Der «Gesamtentscheid Amt für Raumentwicklung Kanton Schwyz» vom 
02.06.2022 und die damit erteilte Kant. Baubewilligung sind mit sofortiger Wir-
kung in ihrer Gesamtheit aufzuheben. 
> siehe Begründung IV.2.1 ff 

2.2. siehe Gesamtentscheid AR: Seite 8, IV. Beschluss 1-2 
Das Amt für Raumentwicklung Schwyz ist für die pauschale Ablehnung aller 
Einsprachen und damit aller Anträge und Begründungen zu rügen und zur 
Einhaltung von BV Art. 8,2 und des BehiG zu ermahnen. 
Eine erneute Erteilung der Kant. Baubewilligung hat ohne jegliche Diskriminie-
rung und unter Gleichstellung der Menschen mit Behinderung gegenüber den 
Menschen ohne Behinderung zu erfolgen (BV Art. 8,2), 
Die körperlichen und seelischen, wie auch die religiösen Bedürfnisse der 
Menschen mit Behinderung sind dabei höher zu bewerten als die rein materi-
ellen Ansprüche von Denkmalpflege, Heimatschutz usw. 
Zu den Menschen mit Behinderung sind dabei auch alle Menschen im Ren-
tenalter - mit Blick auf deren zunehmenden körperlichen Altersbeschwerden - 
sowie alle Mütter und Väter mit Kindern im Kinderwagen zu zählen. Deren al-
ler Bedürfnisse sind in der Interessensabwägung gehörig zu berücksichtigen. 
Die einsprechenden und beschwerdeführenden Parteien und deren Anträge 
und Begründungen sind in ein künftiges neues Kant. Baubewilligungsverfah-
ren und die Lösungsfindung vollumfänglich miteinzubeziehen. Dies im persön-
lichen Gespräch bei Einladung aller Einsprechenden und Beschwerdeführen-
den dazu. 
> siehe Begründung IV.2.2 ff 

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2.3. siehe Gesamtentscheid AR: Seite 6, III Erwägungen 2 b | Seite 8, IV Be-
schluss 1 
Die mit Baubewilligung vom 30. Mai 2018 bereits erstellte Treppe vom PiP 
zum Kloster hin und die ebenso bereits erstellten Stufen vom PiP zum Dorf 
hin sind zum Gegenstand dieses Baugesuches zu erklären. 
Wie von mir mit Antrag 2 in meiner Einsprache vom 11.03.2022 beantragt, 
sind die Stufen zum Hauptplatz bzw. zum Dorf hin in deren Mitte mit einer 
normkonformen rollstuhlgängigen Rampe zu unterbrechen. 
> siehe Begründung IV.2.3 ff 

2.4. siehe Gesamtentscheid AR: Seite 6; III Erwägungen, 2. Einsprachen b, Ab-
satz 6 
Die Bezeichnung «normale Fussgänger» für Menschen ohne Behinderung ist 
durch eine Formulierung zu ersetzen, die Menschen mit Behinderung nicht als 
«nicht normal» suggerierend diskriminiert. 
Das Amt für Raumentwicklung Schwyz ist für diese diskriminierende Formulie-
rung zu rügen und zur Einhaltung von BV Art. 8,2 sowie der durch die 
Schweiz ratifizierten UNO-BRK zu ermahnen. 
> siehe Begründung IV.2.4 

Mit RRB Nr. 612/2022 vom 23. August 2022 hat der Regierungsrat diese Be-
schwerde ebenfalls ans Verwaltungsgericht überwiesen. 

Das Verwaltungsgericht hat die Beschwerde unter der Verfahrensnummer III 
2022 128 erfasst. 

D.3 Ebenso hat mit Eingabe vom 17. August 2022 (Postaufgabe gleichentags) 
C.________ fristgerecht Beschwerde beim Regierungsrat erhoben mit den fol-
genden Anträgen: 

1. Der Beschluss des Bezirksrats Einsiedeln Nr. 2022.171 und der 
Gesamtentscheid des Amts für Raumentwicklung vom 2. Juni 2022 zum 
Bauvorhaben Sanierung Klosterplatz Einsiedeln, Projektänderung Platz in 
Platz, seien aufzuheben.

2. Der gesamte "Platz im Platz" sei gemäss der rechtskräftigen Baubewilligung 
vom 30. Mai 2018 hindernisfrei auszuführen.

3. Der ursprünglich rollstuhlgerechte Zugang zum Platz im Platz im unteren 
Bereich, am heutigen Standort der neuen Treppenanlage sei 
wiederherzustellen, indem mindestens im zentralen unteren Bereich des 
Platzes eine normkonforme stufenlose Erschliessung mit einer Rampe 
realisiert wird. 

Mit RRB Nr. 613/2022 vom 23. August 2022 hat der Regierungsrat diese Be-
schwerde ebenfalls ans Verwaltungsgericht überwiesen. 

Das Verwaltungsgericht hat die Beschwerde unter der Verfahrensnummer III 
2022 129 erfasst. 

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D.4 Mit Eingabe vom 17. August 2022 (Postaufgabe am gleichen Tag) erhebt 
ebenso die Stiftung D.________ (nachstehend: Stiftung) fristgerecht Beschwerde 
beim Regierungsrat mit den folgenden Anträgen:

Die angefochtenen Baubewilligungen für die Projektänderung beim „Platz in Platz“ 
(Pip) seien aufzuheben und es sei das Projekt so zu überarbeiten, dass es den An-
forderungen hinsichtlich der Behindertengerechtigkeit - insbesondere den massge-
blichen Normen SIA 500 "Hindernisfreie Bauten" sowie der SN Norm 640 075 
"Hindernisfreier Verkehrsraum" entspricht. Insbesondere seien folgende Anforde-
rungen zu erfüllen: Die gesamte Fläche des "Platz im Platz" sei für Menschen mit   
Behinderung gut und sicher begehbar, befahrbar und erschütterungsarm auszu-
führen. Die Oberflächen seien so auszugestalten, dass sie mindestens dieselbe 
Qualität erreichen, wie sie im Rahmen der Sanierung auf dem Gehbereich vor der 
Klosterkirche realisiert wurde. 

Eventualiter sei der Platz im Platz, wie seit dem Baustopp als Zwischenlösung 
ausgeführt und aktuell so zu besichtigen, mit einer gut befahrbaren, wassergebun-
denen Deckschicht zu belassen, wobei die Befahrbarkeit der wassergebundenen 
Deckschicht langfristig durch geeigneten Unterhalt zu erhalten und ein Abstreuen 
mit losem Material auf 5 mm Streuhöhe mit feinkörnigem Material zu begrenzen 
sei. 

Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegner-
schaft.

Mit RRB Nr. 614/2022 vom 23. August 2022 hat der Regierungsrat diese Be-
schwerde ebenfalls ans Verwaltungsgericht überwiesen. 

Das Verwaltungsgericht hat die Beschwerde unter der Verfahrensnummer III 
2022 130 erfasst. 

E. Mit einer gemeinsamen Vernehmlassung vom 5. Oktober 2022 für die vier 
Verfahren beantragt der Bezirksrat Einsiedeln die Vereinigung der Verfahren so-
wie die vollumfängliche Abweisung sämtlicher Beschwerden unter solidarischen 
Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdeführer. Die inhalt-
lich gleichen Anträge stellt das Kloster Einsiedeln vernehmlassend am 6. Oktober 
2022. Das Amt für Raumentwicklung beantragt mit Vernehmlassung vom 6. Ok-
tober 2022 unter Bezugnahme auf einen Mitbericht des Amtes für Kultur vom 
5. Oktober 2022 ebenfalls die Abweisung der Beschwerde. 

F. Mit Eingabe vom 16. November 2022 äussert sich B.________ zu den Ver-
nehmlassungen und hält an seinen Beschwerdeanträgen fest. Die Stiftung hält 
mit Replik vom 17. November 2022 ebenfalls vollumfänglich an ihren Beschwer-
deanträgen fest. Mit Stellungnahme vom 17. März 2022 (recte: 17.11.2022) hält 
auch C.________ ausdrücklich an den Anträgen seiner Beschwerde fest, ebenso 
die A.________ mit Eingabe vom 28. November 2022. 

12

G. Am 20. Dezember 2022 reicht der Bezirksrat Einsiedeln eine Duplik zu den 
Repliken ein und erneuert seine Anträge gemäss seiner Vernehmlassung vom 
5. Oktober 2022. 

H. Mit Schreiben vom 21. Dezember 2022 stellte das Verwaltungsgericht den 
Beschwerdeführern die Duplik des Bezirksrates vom 20. Dezember 2022 zu un-
ter Ansetzung einer nicht weiter erstreckbaren Frist bis spätestens 23. Januar 
2023 und Androhung der Verzichtsannahme für den Unterlassungsfall. 

Mit Eingabe vom 13. Januar 2023 reicht B.________ kurze Bemerkungen zur 
Duplik ein. 

Mit Schreiben vom 23. Januar 2023 (Postaufgabe am gleichen Tag) reicht die 
A.________ ein Fristerstreckungsgesuch ein mit der Begründung, sie benötige 
"noch Zeit bis zum 31. Januar 2023". Am 25. Januar 2023 (Postaufgabe am glei-
chen Tag) reicht sie Bemerkungen zur Duplik des Bezirksrates ein.

Mit Eingabe vom 30. Januar 2023 beantragt der Bezirksrat, die Eingabe der 
A.________ vom 25. Januar 2023 sei zufolge Fristversäumnis aus dem Recht zu 
weisen. Hierzu äussert sich die A.________ mit Schreiben vom 8. Februar 2023. 

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1.1  Das Bundesgesetz über die Beseitigung von Benachteiligungen von Men-
schen mit Behinderungen (Behindertengleichstellungsgesetz, BehiG; SR 151.3) 
vom 13. Dezember 2002 hat zum Zweck, Benachteiligungen zu verhindern, zu 
verringern oder zu beseitigen, denen Menschen mit Behinderungen ausgesetzt 
sind (Art. 1 Abs. 1 BehiG). Im BehiG bedeutet Mensch mit Behinderungen (Be-
hinderte, Behinderter) eine Person, der es eine voraussichtlich dauernde körper-
liche, geistige oder psychische Beeinträchtigung erschwert oder verunmöglicht, 
alltägliche Verrichtungen vorzunehmen, soziale Kontakte zu pflegen, sich fortzu-
bewegen, sich aus- und weiterzubilden oder eine Erwerbstätigkeit auszuüben 
(Art. 2 Abs. 1 BehiG). 

1.1.2  Das BehiG gilt unter anderem für öffentlich zugängliche Bauten und Anla-
gen, für welche nach Inkrafttreten des BehiG (per 1.1.2004) eine Bewilligung für 
den Bau oder für die Erneuerung der öffentlich zugänglichen Bereiche erteilt wird 
(Art. 3 lit. a BehiG).

Eine Benachteiligung beim Zugang zu einer Baute, einer Anlage, einer Wohnung 
oder einer Einrichtung oder einem Fahrzeug des öffentlichen Verkehrs liegt 
gemäss Art. 2 Abs. 3 BehiG vor, wenn der Zugang für Behinderte aus baulichen 
Gründen nicht oder nur unter erschwerenden Bedingungen möglich ist.

13

1.1.3  Wer im Sinne von Art. 2 Abs. 3 BehiG benachteiligt wird, kann im Falle ei-
nes Neubaus oder einer Erneuerung einer Baute oder Anlage im Sinne von Art. 3 
lit. a BehiG während des Baubewilligungsverfahrens von der zuständigen Be-
hörde verlangen, dass die Benachteiligung unterlassen wird (Art. 7 Abs. 1 lit. a 
BehiG). 

Behindertenorganisationen gesamtschweizerischer Bedeutung, die seit mindes-
tens zehn Jahren bestehen, können Rechtsansprüche auf Grund von Benachtei-
ligungen, die sich auf eine grosse Zahl Behinderter auswirken, geltend machen 
(Art. 9 Abs. 1 BehiG). Der Bundesrat bezeichnet die zur Beschwerde berechtig-
ten Organisationen (Art. 9 Abs. 2 BehiG). Diesen Organisationen steht unter an-
derem ein Beschwerderecht zu bei Verfahren zur Erteilung einer Bewilligung für 
den Bau oder die Erneuerung von Bauten und Anlagen, um Ansprüche im Sinne 
von Art. 7 BehiG geltend zu machen (Art. 9 Abs. 3 lit. b BehiG). 

Beschwerde- und klageberechtigt nach dem BehiG sind unter anderem die 
A.________ sowie die Stiftung D.________ (Anhang 1 Ziff. 5 und Ziff. 12 der 
Verordnung über die Beseitigung von Benachteiligungen von Menschen mit Be-
hinderungen [Behindertengleichstellungsverordnung, BehiV; SR 151.31] vom 
19.11.2003). 

1.1.4  Die Beschwerdelegitimation der vier Verwaltungsgerichtsbeschwerde 
führenden Parteien ist somit analog zur Einsprachelegitimation zu bejahen. Der 
A.________ und der Stiftung steht das Beschwerderecht kraft des vom Verord-
nungsgeber eingeräumten Verbandsbeschwerderechts zu. Der Beschwerdefüh-
rer Ziff. 2 ist selber eine Person mit Behinderung im Sinne des BehiG, und der 
Beschwerdeführer Ziff. 3 nimmt das Beschwerderecht für seinen gehbehinderten 
Sohn wahr. 

1.2 Im Verwaltungsrechtspflegegesetz wird die Verfahrensvereinigung nicht 
ausdrücklich erwähnt. Nach konstanter Rechtsprechung können Beschwerden 
vereinigt werden, wenn die zuständige Behörde für zwei oder mehrere Verfahren 
in der gleichen Verfahrensart zuständig ist und sich die verschiedenen Be-
schwerden im Wesentlichen auf die gleichen Tatsachen (Sachverhalt) und die 
gleichen Rechtsgründe (Rechtsfragen) stützen (vgl. statt Vieler VGE III 2019 55 + 
59 vom 6.3.2020 Erw. 1.1; VGE 603 + 606/92 vom 23.9.1992 Erw. 1). Diese Vor-
aussetzungen sind vorliegend gegeben. 

1.3 Die Eingabe der Beschwerdeführerin Ziff. 1 vom 25. Januar 2023 erfolgte 
verspätet (vgl. vorstehend Ingress lit. H). 

14

Nach Fristablauf eingereichte Eingaben sind grundsätzlich aus dem Recht zu 
weisen, können aber zur Ermittlung des rechtserheblichen Sachverhalts berück-
sichtigt werden. Dies ergibt sich aus dem Untersuchungsgrundsatz (Griffel, in: 
Kommentar VRG, § 26 b N 26; Donatsch, ebenda, § 58 N 39; Daum, in: Kom-
mentar zum bernischen VRPG, Art. 43 N 3; Herzog, ebenda, Art. 91 N 4) wie 
auch aus dem vom Bundesgericht aus der Rechtsweggarantie (Art. 29a BV) ab-
geleiteten Erfordernis, dass auf die tatsächlichen Verhältnisse im Zeitpunkt des 
Entscheids abzustellen ist (Donatsch, ebenda, § 52 N 29). So gesehen erschei-
nen die Säumnisfolgen in der Verwaltungsrechtspflege im Vergleich zum Zivil-
prozess erheblich relativiert (Daum, a.a.O., Art. 42 N 1).

1.4 Bewilligungsbehörde ist der Gemeinderat bzw. Bezirksrat. Die Stimmbe-
rechtigten können dessen Kompetenzen ganz oder teilweise einer Baukommis-
sion übertragen (§ 76 Abs. 1 Satz 1 und 2 PBG). Gemäss Art. 60 Abs. 1 des 
Baureglements des Bezirks Einsiedeln (BauR) vom 9. Februar 2014 ist für Bau-
ten und Anlagen innerhalb der Bauzone der Bezirksrat Bewilligungsbehörde, un-
ter anderem wenn ein Einsprache- oder Beschwerdeverfahren anhängig ist. In  
allen übrigen Fällen ist die Baubehörde Bewilligungsbehörde (Art. 60 Abs. 2 
BauR). Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzonen bedürfen einer Raumpla-
nungsbewilligung des vom Regierungsrat bezeichneten Amtes. Die Bewilligungs-
behörde der Gemeinde beurteilt solche Bauvorhaben auf Einhaltung der baupoli-
zeilichen Vorschriften (§ 76 Abs. 2 PBG).

Die vom strittigen Bauvorhaben betroffenen Liegenschaften befinden sich in der 
Zone für öffentliche Bauten und Anlagen (ÖBA), d.h. in einer Bauzone (vgl. 
Art. 44 Abs. 1 BauR). Einer Raumplanungsbewilligung im Sinne von § 76 Abs. 2 
PBG bedarf es daher nicht. Das ARE ist im Gesamtentscheid entsprechend zu 
Recht und entgegen der sinngemässen Auffassung des Beschwerdeführers 
Ziff. 2 (Beschwerde S. 13 Ziff. 2.1 ff.) auf die Einsprachen aus kantonaler Sicht 
nicht eingetreten. 

2.1 In der angefochtenen Baubewilligung hat der Bezirksrat unter anderem 
dargelegt, für den Hauptplatz inkl. die Treppenanlage zum "Platz im Platz" beste-
he mit dem BRB 2018.89 vom 30. Mai 2018 eine rechtskräftige Verfügung, wes-
halb die diesbezüglichen Einwände nicht zu hören seien (S. 11 Erw. 13). Weiter 
erwog der Bezirksrat (S. 10 ff. Ziff. 11 ff.), die Baubewilligung BRB 2018.89 vom 
30. Mai 2018 habe - entgegen dem ursprünglichen Genehmigungs-/Auflage-
projekt - zunächst vorgesehen, dass der "Platz im Platz" neu komplett mit ge-
schnittenen und sandgestrahlten Flusskieselsteinen anstelle der ursprünglich ge-
planten gespaltenen Flusskiesel gepflästert werde. Gegen diese Ausführung ha-
be das Bildungsdepartement am 18. September 2019 den Baustopp angeordnet. 

15

Die ENHK/EKD habe sich hierauf mit Gutachten (nachstehend: Gutachten EN-
HK/EKD) vom 14. Mai 2020 im Sinne von Art. 6 des Bundesgesetzes über den 
Natur- und Heimatschutz (NHG; SR 451) vom 1. Juli 1966 zur Frage einer barrie-
refreien Neugestaltung des "Platz im Platz" wie folgt geäussert:

- Die Pflästerung des (Platzes im Platz) sei als Reihenpflästerung in Fluss-
kieseln, die sich in Grösse und allenfalls in ihrer durch Bearbeitung erlangten 
Form dazu eignen, gespalten, ungebunden auszuführen, soweit möglich un-
ter Verwendung der ursprünglichen Steine.

- Auf den im Genehmigungs-/Auflageprojekt ausgeschiedenen hindernisfreien 
Streifen könnten die Flusskiesel aus Rücksicht auf gehbehinderte Personen 
zusätzlich geflammt und in Mörtel gesetzt werden.

Dieses Gutachten ENHK/EKD sei für den Bezirk bindend und beinhalte eine Ab-
wägung der Interessen des NHG und des BehiG, welche den Kompromiss mit 
den "hindernisfreien Streifen" definiere. Nichts Anderes ergebe sich auch bei 
Anwendung der Art. 11 Abs. 1 BehiG und Art. 6 BehiV. 

Ergänzend sei darauf hinzuweisen, dass - basierend auf dem Gutachten EN-
HK/EKD und mit Begleitung der kantonalen Denkmalpflege - weitere Optimierun-
gen zu Gunsten der Menschen mit Behinderungen vorgenommen worden seien: 
Entlang der Arkaden und zum Marienbrunnen hin seien die barrierefreien Wege 
auf 2 m verbreitert und auf die ursprünglichen Muldenrinnen in der Mitte dieser 
Wege verzichtet worden. Die übrigen Flächen im "Platz im Platz" sollten sodann 
neu mit zugehauenen Flusskieseln ausgeführt werden. Damit liessen sich die 
Fugen eng halten und Stolpergefahren entgegnen.

Die Gestaltung und die Beschaffenheit der barrierefreien Wege entspreche ohne 
weiteres der SIA-Norm 521 500 ("Hindernisfreie Bauten") und der VSS-Norm 
640 075 ("Fussgängerverkehr - Hindernisfreier Verkehrsraum"). Die Boden-
flächen seien eben, die Beläge befahrbar, begehbar und gleitsicher. Die Breite 
der barrierefreien Wege betrage 2 m und gewährleiste das Begegnen mit Fahrhil-
fen. Das Quergefälle der barrierefreien Wege zum Marienbrunnen betrage zwi-
schen 0 % bis max. 3.0 % und halte die Toleranzwerte ein. Offene Fugen 
bestünden nicht bzw. seien vollflächig, eben und dauerhaft ausgefugt. 

2.2.1  Nach konstanter Praxis wird der Umfang der Tätigkeit des Verwaltungsge-
richts als Beschwerdeinstanz durch den Anfechtungsgegenstand abgegrenzt. Es 
kann nur das Gegenstand des Beschwerdeverfahrens sein, was auch Gegen-
stand des zugrunde liegenden Beschlusses war bzw. nach richtiger Gesetzes-
auslegung hätte sein müssen. Gegenstände, über welche die erste Instanz bzw. 
die Vorinstanz zu Recht nicht entschieden hat, fallen nicht in den Kompetenz-

16

bereich des Verwaltungsgerichts als Beschwerdeinstanz (vgl. statt vieler VGE 
III 2014 234 vom 28.5.2015 Erw. 1.2; EGV-SZ 1979, S. 122).

2.2.2  Gegenstand der angefochtenen Baubewilligung war nur die (Boden-)Ge-
staltung der Fläche des "Platzes im Platz", insbesondere die Art der Pflästerung. 
Etwas Anderes hatte nach Massgabe des aufsichtsrechtlichen Einschreitens des 
Bildungsdepartements auch nicht Gegenstand der Baubewilligung zu sein. An-
sonsten wurde für die Sanierung des Klosterplatzes mit dem in Rechtskraft er-
wachsenen BRB Nr. 2018.89 vom 30. Mai 2018 eine rechtskräftige Baubewilli-
gung erteilt. Es kann daher nur auf die Beschwerden eingetreten werden, soweit 
sie sich auf den "Platz im Platz" beziehen. 

2.2.3  Soweit die Rügen Bauteile betreffen, welche gestützt auf die rechtskräftige 
Baubewilligung BRB 2018.89 vom 30. Mai 2018, soweit diese vom Bildungsde-
partement nicht aufsichtsrechtlich aufgehoben wurde, rechtmässig erstellt wur-
den oder noch erstellt werden, ist auf die Beschwerden nicht einzutreten. Dies 
betrifft beispielsweise die Kritik an den Stufen am unteren Ende des "Platzes im 
Platz" (Beschwerde Verfahren III 2022 128 [nachstehend: 128, d.h. jeweils nur 
die dreistellige Ziffer der Verfahrensnummer] S. 6 f. Ziff. 1.3 u. S. 13 f. Ziff. 2.3). 
Sollten sich bei der Baukontrolle/-abnahme der Baute (vgl. § 88 des Planungs- 
und Baugesetzes ([PBG; SRSZ 400.100] vom 14.5.1987) Abweichungen von der 
Baubewilligung ergeben, wird die Baubewilligungsbehörde hierfür ein nachträgli-
ches Baubewilligungsverfahren durchzuführen haben. 

Die Baubewilligung für den "Platz im Platz" lässt sich durchaus losgelöst von der 
Baubewilligung vom Mai 2018 bzw. den gestützt darauf ausgeführten Bauten be-
urteilen. Der "Platz im Platz" bzw. dessen Bodengestaltung unter Einschluss der 
hindernisfreien Gehwege bzw. das diesbezügliche aufsichtsrechtliche Einschrei-
ten des Bildungsdepartements stellt weder einen Revisions- noch einen Wieder-
erwägungsgrund hinsichtlich der gesamten Baubewilligung vom Mai 2018 dar. 

2.2.4  Nicht eingetreten werden kann auch auf die (Teil-)Anträge in Ziff. 1.2 bis 
Ziff. 1.4 sowie Ziff. 2.2 bis Ziff. 2.4 des Beschwerdeführers Ziff. 2. Das Verwal-
tungsgericht ist mangels aufsichtsrechtlicher Kompetenz nicht berufen, andere 
Behörden (Vorinstanzen) zu ermahnen wegen der Ablehnung von Anträgen oder 
wegen Formulierungen und allenfalls unbedachter Wortwahlen. Die unter ande-
rem konkret angesprochene in der Baubewilligung (S. 7) verwendete Formulie-
rung "normale Fussgänger" (angefochtene Baubewilligung S. 7) findet sich je-
doch in der Zusammenfassung der Argumente der Einsprecher und nimmt die 
Terminologie der Einsprache der A.________ vom 17. März 2022 (S. 3 oben) 
auf. 

17

Handlungs- und Beurteilungsanweisungen wie auch bei der Interessenabwägung 
zu beachtende Bedürfnisse beschlagen die Beschwerdebegründung. Künftige 
neue Baubewilligungsverfahren und die Frage, wer in jene einzubeziehen ist, lie-
gen offenkundig ausserhalb der vorliegend zu beantwortenden Fragestel-
lung(en). 

3.1.1  Geltend gemacht wird unter anderem eine Verletzung der Begründungs-
pflicht (vgl. z.B. Beschwerde 127 S. 2 Ziff. 15+16 u. S. 3 unten; Beschwerde 128 
S. 6 Ziff. 1.2 u. S. 13 Ziff. 2.2).

3.1.2  Der Anspruch auf rechtliches Gehör verlangt, dass die Behörde die Vor-
bringen des vom Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen auch tatsächlich 
hört, prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt. Daraus folgt die Verpflich-
tung der Behörde, ihren Entscheid zu begründen. Dabei ist es nicht erforderlich, 
dass sie sich mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes 
einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die für 
den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Die Begründung muss so ab-
gefasst sein, dass sich der Betroffene über die Tragweite des Entscheids Re-
chenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz 
weiterziehen kann. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen 
genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich 
ihr Entscheid stützt (BGE 143 III 65 Erw. 3.2; BGE 142 II 49 Erw. 9.2; Urteil BGer 
1C_318/2019 vom 31.8.2020 i.Sa. H. vs. GR Wollerau Erw. 4).

3.1.3  Diesen Anforderungen werden die angefochtene Baubewilligung und der 
mitangefochtene Gesamtentscheid gerecht. Im Gesamtentscheid wie in der Bau-
bewilligung werden die Argumente der Einsprecher in rund 30 bzw. 20 Lemmata 
gegliedert zusammengefasst (Gesamtentscheid S. 6 f. lit. b bzw. S. 6 ff. Ziff. 5). 
Im Gesamtentscheid wird festgehalten, dass von den Einsprachen keine kanto-
nalen Belange betroffen sind und insofern auf die Einsprachen aus kantonaler 
Sicht nicht einzutreten ist. In der Baubewilligung werden die Vorbringen der Ein-
sprecher bei der rechtlichen Beurteilung inhaltlich hinreichend berücksichtigt. Es 
kann jedenfalls nicht gesagt werden, den Einsprechern sei eine sachgerechte 
Anfechtung der Baubewilligung nicht möglich gewesen. Hiervon zeugen allein die 
Umfänge der diversen Rechtsschriften. 

3.1.4  Zutreffend ist, soweit ersichtlich, dass in der angefochtenen Baubewilli-
gung das Gutachten der E.________ vom 4. Dezember 2019 nicht weiter thema-
tisiert wird (Beschwerde 130 S. 15 Rz. 39 f.; vgl. Replik 130 S. 5 Ziff. 12 ff.). 

18

Indes ist zum einen dem Bezirksrat beizupflichten (Vernehmlassung S. 2 f. Ad 10 
u. S. 5 Ad 39 ff. u. S. 11 Ad 76), dass es sich bei diesem Gutachten um ein 
Privatgutachten bzw. eine Partei-Stellungnahme der Beschwerdeführerin Ziff. 4 
handelt, wie die Unterzeichnung sowohl des Gutachtens wie auch der Rechts-
schriften im vorliegenden Verfahren durch die gleiche Rechtsanwältin zeigt. Zum 
andern hat der Bezirksrat das Gutachten ENHK/EKD für sich als "bindend" er-
achtet. Folglich erübrigte es sich für ihn, näher auf das Gutachten der 
E.________ einzugehen. Dass er die Baubewilligung in Kenntnis des Gutachtens 
der E.________ erteilt hat, zeigt jedoch der öffentlich aufgelegte technische Be-
richt vom 7. Februar 2022 (S. 2 Ziff. 2 "Ausgangslage"). Im Weiteren lag das 
Gutachten der E.________ auch den ENHK/EKD-Gutachtern (vgl. S. 3) vor. Das 
Privatgutachten unterzieht die geplante Pflästerung zudem im Wesentlichen nur 
einer Überprüfung auf dessen Konformität mit der SIA-Norm 521 500 (Hindernis-
freies Bauen) und der VSS-Norm 640 075 (Hindernisfreier Verkehrsraum). Anga-
ben zu Zweck und Ausgangslage fehlen im Privatgutachten. Denkmalpflegeri-
schen Aspekten wurde angesichts der anderen Ausrichtung des Gutachtens (vgl. 
Replik 130 S. 8 Ziff. 25) keine oder höchstens marginale Beachtung geschenkt. 
Die erste Schlussfolgerung (S. 8 erstes Lemma) bezeichnet die Unterteilung des 
"Platzes im Platz" in für Menschen mit Behinderung nutzbare und andere Wege 
als aufgrund der Baubewilligung nicht zulässig, womit sie angesichts des auf-
sichtsrechtlichen Einschreitens der übergeordneten kantonalen Behörden von ei-
ner unzutreffenden Annahme ausgeht. Den Schlussfolgerungen betreffend die 
Art der Pflästerung kann an und für sich - und losgelöst von denkmalpflegeri-
schen Überlegungen - gefolgt werden. Dies heisst aber nicht, dass andere Lö-
sungen nicht in Frage kommen. 

3.2 Nicht nachvollziehbar ist die Rüge, man habe sich am Augenschein vom 
17. September 2020 weder einbringen noch frei äussern können (Beschwerde 
128 S. 7 f. Ziff. 1.5). Laut dem Protokoll vom 31. August 2020 zum Augenschein 
wurde den Anwesenden Gelegenheit geboten, sich zu äussern. Es sind denn 
auch Voten aller anwesenden Einsprecher/Beschwerdeführer protokolliert. Es 
bestehen keine Hinweise dafür, dass allfällige Voten der Anwesenden wie auch 
Vorschläge, was noch angeschaut werden soll, nicht entgegengenommen wur-
den. Sachimmanent liegt es auch nahe, dass der Augenschein unter der Feder-
führung des verfahrensleitenden Bildungsdepartements als zuständigem Depar-
tement (§ 15 Abs. 2 Gesetz über die Denkmalpflege und Archäologie [Denkmal-
schutzgesetz, DSG; SRSZ 720.100] vom 6.2.2019 i.V.m. § 1 Abs. 1 der Verord-
nung über die Denkmalpflege und Archäologie [Denkmalschutzverordnung, DSV; 
SRSZ 720.110] vom 10.12.2019) bzw. der kantonalen Denkmalpflege als kanto-
naler Fachstelle für Denkmalpflege im Sinne von § 15 Abs. 2 DSG (vgl. § 3 

19

Abs. 1 DSV) stand. Dafür, dass die Beschwerdeführerin Ziff. 4 (nur) als Fachex-
pertin für hindernisfreies Bauen am Augenschein teilnahm und/oder hierzu einge-
laden wurde (Replik 130 S. 3 f. Ziff. 6), lassen sich dem Protokoll vom 31. August 
2020 keine Hinweise entnehmen. Entscheidend ist, dass keine Anhaltspunkte 
dafür sprechen, dass ihr am Augenschein nicht die gleichen Rechte wie den an-
deren Teilnehmern zustanden und ihr wie den anderen Teilnehmern auch das 
Protokoll zugestellt und Gelegenheit zur Stellungnahme geboten wurde (vgl. Pro-
tokoll S. 5 Ziff. 8). 

3.3 Es wird vorgebracht, das Gutachten ENHK/EKD sei im digitalen Dossier 
des Bauantrages nicht aufgeführt gewesen. Auf das digitale Dossier habe sich 
der Beschwerdeführer Ziff. 2 verlassen müssen, da der Bauantrag samt Unterla-
gen im Rathaus in einem für ihn im Rollstuhl unerreichbaren Bereich aufgelegen 
habe. Das Gutachten ENHK/EKD sei reine Theorie (Beschwerde 128 S. 10 f. 
Ziff. 1.13; vgl. Beschwerde 130 S. 15 Rz. 38 sowie Replik 130 S. 11 Ziff. 37; vgl. 
Beschwerde 127 S. 2 Ziff. 6+8). 

Im Rahmen der Termineruierung und -vereinbarung für den Augenschein stellte 
die kantonale Denkmalpflege den Parteien auch das Gutachten ENHK/EKD zu 
(vgl. Vernehmlassung ARE S. 6 = Zitat aus dem Mitbericht der kantonalen 
Denkmalpflege vom 5.10.2022). Anlässlich des Augenscheines vom 20. August 
2020, an welchem sämtliche Beschwerde führenden Parteien (so auch der Be-
schwerdeführer Ziff. 2) anwesend/vertreten waren, wurde auf das Gutachten 
ENHK/EKD hingewiesen und dessen Inhalt als bekannt vorausgesetzt (vgl. Pro-
tokoll vom 31.8.2020 zum Augenschein vom 20.8.2020 S. 2 oben Ziff. 2) bzw. 
dieses vorgestellt (vgl. Beschwerde 129 S. 4 Ziff. 3). Der Bezirksvertreter bei-
spielsweise erkundigte sich dabei nach den Möglichkeiten, fehlerhafte Aussagen 
im Gutachten ENHK/EKD berichtigen zu lassen (Protokoll S. 4 oben). Einer 
Grundlage entbehrt daher auch die von der Beschwerdeführerin Ziff. 4 (Replik 
S. 4 Ziff. 10 mit Verweis auf ihre Stellungnahme vom 17.9.2020 [Verfahren 130 
Bf-act. 13]) geltend gemachte Verletzung des rechtlichen Gehörs mit der Be-
gründung, es sei ihr nie Gelegenheit zur Stellungnahme zum Gutachten EN-
HK/EKD gegeben worden. Zutreffend ist zwar, dass sich - soweit ersichtlich - das 
Gutachten ENHK/EKD nicht bei den im Februar 2022 aufgelegten Akten befand. 
Allerdings findet es - wie auch das Privatgutachten der Stiftung vom 4. De-
zember 2019 - zum einen bei den Baugesuchakten im Technischen Bericht vom 
7. Februar 2022 Erwähnung (S. 2 Ziff. 2). Zum andern war das Gutachten EN-
HK/EKD der Beschwerdeführerin Ziff. 4 wie auch den anderen Beschwerdefüh-
rern, wie dargestellt, seit Langem bekannt. 

20

Eine Gehörsverletzung im Zusammenhang mit dem Gutachten ENHK/EKD muss 
jedenfalls klar verneint werden. Es kann auch nicht gesagt werden, das Gutach-
ten ENHK/EKD sei "noch nicht konsolidiert", wenn der Eingang einer Stellung-
nahme einer zur Beschwerde legitimierten Person nur bestätigt, aber nicht weiter 
kommentiert/beantwortet wird, wozu keine Pflicht bestand (Beschwerde 129 S. 4 
Ziff. 3). 

3.4.1  Gerügt wird (Beschwerde 129 S. 5 Ziff. 4; vgl. Beschwerde 130 S. 12 f. 
Rz. 27 ff. lit. a), der Beschwerdeführer im Verfahren 129 habe seine Einsprache 
im (ersten) Baubewilligungsverfahren nach der Einigung betreffend eine für Men-
schen mit Behinderungen geeignete Platzgestaltung zurückgezogen (vgl. vorste-
hend Ingress lit. A.2). Wenn in der angefochtenen Baubewilligung ausgeführt 
werde, es gäbe keinen Einspracherückzug unter Vorbehalt, versuche der Be-
zirksrat die damaligen Abmachungen juristisch zu erledigen. Fakt sei, dass alle 
mit der Rückzugsklausel einverstanden gewesen seien und sein Rückzugs-
schreiben mit dem damaligen Landschreiber abgesprochen gewesen sei. Es lie-
ge ein krasser Verstoss gegen Treu und Glauben vor. Die bescheidene Forde-
rung auf mindestens gleichwertigen Bewegungsraum wie vor der Umgestaltung 
des Klosterplatzes sei nicht verhandelbar. 

3.4.2  Der Bezirksrat hat seinen vormaligen Beschluss nicht aus freien Stücken 
und unter Missachtung vormals getroffener Abmachungen umgestossen, son-
dern auf aufsichtsrechtliches Einschreiten des Kantons hin (vgl. vorstehend In-
gress lit. A.3). Die Feststellung des Regierungsrates bzw. des Bildungsdeparte-
ments, die im Rahmen des ersten Baubewilligungsverfahrens auf Einsprache hin 
vorgenommene Neukonzipierung der Pflästerung des Klosterplatzes stelle eine 
Projektänderung dar, welche zwingend hätte ausgeschrieben werden müssen, 
war den Parteien bekannt und wurde von ihnen soweit ersichtlich auch nicht in 
Frage gestellt (vgl. Protokoll vom 31.8.2020 zum Augenschein vom 20.8.2020 
S. 1 Ziff. 1). Die Anrufung von Treu und Glauben muss bereits aus diesem Grun-
de versagen. 

3.4.3  Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin Ziff. 4 stellt das auf-
sichtsrechtliche Einschreiten des Regierungsrates auch keinen unzulässigen Wi-
derruf der Baubewilligung vom 30. Mai 2018 dar (Replik 130 S. 4 Ziff. 7). Formell 
rechtskräftige Verfügungen und Entscheide können von der Aufsichtsbehörde 
aufgehoben werden, wenn die Voraussetzungen für einen Widerruf gegeben sind 
(vgl. Bertschi, in: Kommentar VRG, Vorbemerkungen zu §§ 19-28a N 81; Feller, 
in: Kommentar zum bernischen VRPG, Art. 81 N 26). Nach dem kantonalen 
Recht (§ 34 Abs. 1 VRP) setzt der Widerruf als Änderung einer Verfügung aus-

21

serhalb eines Revisionsverfahrens voraus, dass sich die Verhältnisse geändert 
haben oder erhebliche öffentliche Interessen es erfordern und dabei der Grund-
satz von Treu und Glauben nicht verletzt wird. 

An der Erteilung einer Baubewilligung im korrekten Verfahren besteht zweifels-
ohne ein erhebliches öffentliches Interesse. Dabei ist zu beachten, dass die Bau-
bewilligungsverfahren (Melde-, vereinfachtes oder ordentliches Verfahren) im 
kantonalen Recht (§ 75 Abs. 1 PBG) geregelt sind und der Entscheidungsfreiheit 
der Baubewilligungsbehörden der Bezirke und Gemeinden grundsätzlich entzo-
gen sind. 

Der in Art. 9 BV verankerte Grundsatz von Treu und Glauben und der Vertrau-
ensschutz setzen unter anderem voraus, dass der Bürger im Vertrauen auf eine 
unrichtige Auskunft oder Bewilligung nicht ohne Nachteil rückgängig zu machen-
de Dispositionen getroffen hat, und das Interesse an der richtigen Durchsetzung 
des objektiven Rechts dasjenige am Vertrauensschutz nicht überwiegt (BGE 141 
V 530 Erw. 6.2; 137 II 182 Erw. 3.6.2 jeweils mit Hinweisen). Vorliegend ist nicht 
erkennbar, welche nicht rückgängig zu machende Disposition der Beschwerde-
führer im Verfahren 129 getroffen hat. Sein Einsprache- und Beschwerderecht 
besteht auch im neuen Baubewilligungsverfahren. Zudem überwiegt das (hohe) 
Interesse an der Erteilung einer Baubewilligung im korrekten Verfahren das In-
teresse am Vertrauensschutz. 

3.4.4  Das aufsichtsrechtliche Einschreiten des Kantons bzw. des Bildungsdepar-
tements und folglich auch die Neupublikation des Baugesuchs für die Pflästerung 
des "Platz im Platz" bedingte auch weder eine vorgängige Mitsprache der im 
Baubewilligungsverfahren einsprache- und beschwerdebefugten Parteien, noch 
besteht/bestand ein entsprechender Rechtsanspruch. Mit der Einsprache- und 
Beschwerdemöglichkeit gegen das Baugesuch betreffend die geänderte Platzge-
staltung/Pflästerung werden die (Gehörs-)Rechte der Beschwerdeführer hinläng-
lich gewahrt. Von einem unfairen und unparteiischen Verfahren (Beschwerde 130 
S. 13 f. Rz. 33 ff.) kann daher nicht gesprochen werden. Wenn das Verfahren mit 
der vorliegend angefochtenen Baubewilligung nicht das von den Beschwerdefüh-
rern gewünschte Resultat zeitigte, lässt sich aus einem entsprechenden subjekti-
ven Unbehagen nicht auf ein unfaires und parteiisches Verfahren schliessen. 
Das Gleiche gilt für die Tatsache, dass sich die kantonale Denkmalpflege der 
Beurteilung der ENHK/EKD anschloss. Angesichts der Teilnahme am Augen-
schein vom 20. August 2020, der Möglichkeit, zum Protokoll Stellung zu nehmen 
(vgl. Protokoll S. 5 Ziff. IV), der Wahrnehmung dieser Möglichkeit mit Stellung-
nahme vom 17. September 2020 (Verfahren 130 Bf-act. 13) und der Einsprache 
vom 14. März 2022 ist die Behauptung der Beschwerdeführerin Ziff. 4, das nun 

22

bewilligte Projekt sei "in enger Absprache mit der kantonalen Denkmalpflege 
entwickelt" worden, ohne dass sie "davon auch nur Kenntnis hatte, geschweige 
denn, dass sie hätte Stellung nehmen können" (Beschwerde 130 S. 14 Rz. 35), 
offenkundig aktenwidrig. Nichts anderes gilt, wie gesagt, für die Behauptung, kei-
ne Gelegenheit erhalten zu haben, zum Gutachten ENHK/EKD Stellung zu neh-
men (Beschwerde 130 S. 14 f. Rz. 36 ff.; vgl. vorstehend Erw. 3.3). 

3.4.5  Unbegründet bzw. ohne rechtliche Konsequenzen bleibt auch die im glei-
chen Zusammenhang vorgebrachte Rüge, es sei nicht nachvollziehbar, weshalb 
die Denkmalpflege (erst) nach dem rechtskräftigen Abschluss des Baubewilli-
gungsverfahrens (Baubewilligung vom 30.5.2018) ein Gutachten bei der EN-
HK/EKD eingeholt habe (Beschwerde 130 S. 13 Rz. 31). Hierzu bestand erst im 
Nachgang zum aufsichtsrechtlichen Einschreiten des Bildungsdepartements An-
lass. Einen Rechtsnachteil haben die Beschwerdeführer dadurch nicht erlitten. 
Da nicht anzunehmen ist, dass die ENHK/EKD-Gutachter zu einem früheren 
Zeitpunkt zu einem anderen Ergebnis gekommen wären, hat das Bauvorhaben 
nun allenfalls eine zeitliche Verzögerung erfahren, was vorliegend keinen er-
kennbaren Rechtsnachteil darstellt. Das Auflageprojekt des ersten Baubewilli-
gungsverfahrens entsprach im Übrigen den denkmalpflegerischen Ansprüchen. 

3.5 In der Sache werden in den Beschwerden namentlich folgende Argumente 
vorgebracht: 

- Bei flächigen Veranstaltungen (z.B. Konzerte, Märkte, Ausstellungen, Ver-
sammlungen etc.) würden Menschen mit Behinderungen anders als gemäss 
der mit der Baubewilligung vom 30. Mai 2018 vorgesehenen Bodenpfläste-
rungen neu ausgeschlossen (Beschwerde 127 S. 2 Ziff. 1). 

- Flusskiesel, auch Bollensteinpflästerung genannt, sei für Menschen mit Be-
hinderungen der mit Abstand am wenigsten geeignete Bodenbelag (Be-
schwerde 127 S. 2 Ziff. 2). 

- Behindertengerechtes Bauen gehöre zu den konzeptionellen Grundlagen ei-
nes Projektes; es gehe nicht an, in der Schlussphase noch Anpassungen im 
Sinne der Hindernisfreiheit vorzunehmen (Beschwerde 127 S. 3 oben). 

- Der von der Denkmalpflege aktuell verfolgte Trend zu einer Rückkehr zu 
Flusskieseln widerspreche den Interessen der Menschen mit Behinderungen. 
Positive Beispiele seien hingegen das Schloss Laupen mit zugehörigem Dorf 
am Schlossberg und ebenso die Tellsgasse (recte: wohl Schützengasse/Hell-
gasse in Altdorf, aber auch das Kapitol in Rom (Beschwerde 127 S. 3 Ziff. 9). 

- Einsiedeln gehöre mit Rom und Lourdes zu den wichtigen katholischen Pil-
gerstädten in Mitteleuropa. Es sei angemessen und verhältnismässig zu ver-
langen, dass der Platz flächig den Bedürfnissen für Menschen mit Behinde-

23

rungen gleichermassen wie denkmalpflegerischen Ansprüchen genüge (Be-
schwerde 127 S. 4; vgl. Beschwerde 129 S. 2 f. Ziff. II.; Beschwerde 130 
S. 10 Rz. 21). 

- Vom Erhalt des Klosterplatzes könne keine Rede sein; es handle sich um ei-
nen Neubau bzw. Neugestaltung (Beschwerde 127 S. 3 Ziff. 6; Beschwerde 
128 S. 8 Ziff. 1.6 und S. 10 Ziff. 1.11; Beschwerde 130 S. 12 f. Rz. 30). 

- Neue, unüberwindbare Hindernisse würden auf Jahrzehnte hinaus zementiert 
(Beschwerde 128 S. 13 Ziff. 2.1). 

- Es gäbe kein Interesse zwischen einem hindernisfreien "Platz im Platz" und 
der Denkmalpflege abzuwägen. Die Interessenabwägung falle zu Gunsten 
der Personen mit Behinderung aus (Beschwerde 128 S. 8 Ziff. 1.8). 

- Das gewichtige öffentliche Interesse im Sinne von Art. 36 Abs. 2 der Bundes-
verfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV; SR 101) vom 18. 
April 1999 bestehe darin, dass auch Menschen mit Behinderung den ganzen 
Platz unter Einschluss der Befahrbarkeit mit Rollstühlen nutzen könnten. Die-
se Personengruppe werde diskriminiert (Beschwerde 128 S. 9 f. Ziff. 1.10 u. 
12; vgl. S. 11 Ziff. 1.17, S. 13 Ziff. 2.2).

- Die Baubewilligung verstosse gegen Art. 8 Abs. 2 BV wie auch gegen das 
BehiG (Beschwerde 128 S. 12 Ziff. 1.18).  

- Dass die Bauherrschaft und die Denkmalpflege den auf dem gesamten "Platz 
im Platz" genehmigten hindernisfreien Belag im September 2019 plötzlich 
abgelehnt hätten, komme einer arglistigen Täuschung nahe und stelle einen 
klaren Verstoss gegen Treu und Glauben dar (Beschwerde 128 S. 14 
Ziff. 2.3 i.f.). 

- Die ENHK/EKD könne für sich keine Kompetenzen ausserhalb denkmal- und 
heimat-/ortsbildschützerischer Aspekte reklamieren. Sachverständige für Be-
reiche wie Barrierefreiheit und Rechte Behinderter, aber auch Tourismus und 
Wirtschaft, hätten sich zur Sache nicht geäussert. Das Gutachten ENHK/EKD 
könne nicht per se einen Entscheid darstellen (Beschwerde 129 S. 3 Ziff. 1). 

- Das Gutachten ENHK/EKD leide an methodischen Mängeln. Prof. Werner 
Oechslin werde teils falsch zitiert (Beschwerde 129 S. 4 Ziff. 3).

- Eine Interessenabwägung vermisse man in der angefochtenen Baubewilli-
gung (Beschwerde 129 S. 3 f. Ziff. 2). 

- Die Anforderungen an die Behindertengerechtigkeit würden mit der vorgese-
henen Pflästerung nicht erfüllt. Eine Fläche von lediglich 13 % des Kloster-
platzes werde hindernisfrei befahrbar (Beschwerde 130 S. 7 f. Rz. 15 ff.). 
Auch mit der hindernisfreien Ausgestaltung des "Platzes im Platz" würden nur 
rund 30 % des Klosterplatzes mit dem Rollstuhl befahrbar (Beschwerde 130 
S. 9 Rz. 20). 

24

- Als Beispiel für eine von Menschen mit Behinderung begeh- und befahrbare 
Pflästerung könnte die Pflästerung bei den Arkaden dienen (Beschwerde 130 
S. 9 Rz. 19). 

- Eine Aufteilung in (hindernisfreie) Hauptwege und übrige Gehflächen sei auf-
grund der Vielfalt der Nutzungen nicht zweckmässig (Beschwerde 130 S. 10 
Rz. 22). 

- Die geplante Pflästerung sei gemäss der Schweizer Norm SN 640 075 ("Hin-
dernisfreier Verkehrsraum") weder für Hauptwege noch für übrige Gehflächen 
zulässig und erfülle die rechtlichen Vorgaben nicht. Die Pflästerung des 
Oberbaus auf dem Gehstreifen vor der Klosterkirche als Kompromiss sei 
nicht optimal, aber tolerierbar und gelte nach der Norm SN 640 075 zumin-
dest als "bedingt geeignet" (Beschwerde 130 S. 10 f. Rz. 23 f.; vgl. S. 18 ff. 
Rz. 45 ff.). 

- Es lägen triftige Gründe für ein Abweichen vom Gutachten ENHK/EKD vor 
(Beschwerde 130 S. 20 ff. Rz. 51 ff.). 
- Es handle sich offensichtlich um das zweite Gutachten der ENHK/EKD 

nach einem ersten vom 2. September 2019, welches nicht bei den Akten 
liege. 

- Mit der Neugestaltung (strahlenförmige Gestaltung des Platzes; Ergän-
zung der Haupttreppe; neue Treppenanlage im unteren Bereich des Plat-
zes) werde dem Erhaltungsziel gemäss dem ISOS nicht nachgelebt; der 
Platz werde erheblich verändert. 

- Es bleibe unklar, auf welche historische Pflästerung sich die neue Pfläste-
rung beziehen soll. 

- Der Bereich um den Liebfrauenbrunnen sei erst Mitte des 19. Jahr-
hunderts gepflästert worden. Der Tatsache, dass heutzutage auch Men-
schen mit Behinderungen Wallfahrten machen könnten und nicht nur fitte 
Pilger mit Wanderschuhen wie zu früheren Zeiten, werde keine Rechnung 
getragen. 

- Störend sei die untypische Pflästerung im Strassenbereich und die Par-
kierung. 

- Auch geschnittene Flusskiesel nähmen Bezug auf die historische Pfläste-
rung. Der Belag müsse für heutige Belastungen geeignet verlegt werden. 

- Die "ungebundene, mit Sand verfüllte Art der Pflästerung" sowie das "ab-
wechslungsreiche Licht Schattenspiel" werde überzeichnet. Die bereits 
erstellten ungebundenen Pflästerungsbereiche zeigten ein anderes Bild. 

- Das Gutachten ENHK/EKD trage heutigen Bedürfnissen und Erkenntnis-
sen ungenügend Rechnung. 

25

- Die geflammte Gehfläche auf dem Oberplatz weise deutliche und massiv 
störende Rillenspuren auf, die vom Flammverfahren stammten. Diese 
Ausführung stehe im Widerspruch zu den denkmalpflegerischen Zielen: 
Flammen sei keine historische Technik und die Rillen wirkten störend. 

- Es fehle jeglicher Bezug zu den vielen überzeugenden internationalen 
Beispielen von hochkarätigen Schutzobjekten (u.a. San Francesco in As-
sisi; Asamkirche in München; Stiftskirche St. Gallen; Petersplatz in Rom).  

- Die Interessenabwägung sei nicht Sache der ENHK/EKD. 
- In der Baubewilligung werde eine unzureichende und fehlerhafte Interessen-

abwägung vorgenommen (Beschwerde 130 S. 27 ff. Rz. 71 ff.). Mit dem 
Denkmalschutz und der Behindertengerechtigkeit stünden sich gleichwertige 
Interessen gegenüber. Den Ausschlag gebe die Zahl der Personen, welche 
eine Baute benützten und die Bedeutung der Baute für Menschen mit Behin-
derungen. Rechtsfehlerhaft sei die Interessenabwägung auch wegen der feh-
lenden Berücksichtigung des Gutachtens der E.________. 

4.1.1  Tritt ein Gemeinde- oder Bezirksrat - wie vorliegend - sowohl als Vertreter 
der Bauherrschaft (Gemeinde) wie auch als Baubewilligungsbehörde auf, hat der 
Regierungsrat als Beschwerdeinstanz seine Kognition vollumfänglich und ohne 
Zurückhalten wahrzunehmen (VGE III 2014 3 vom 2.10.2014 Erw. 3.1; VGE 
III 2012 81 vom 24.7.2012 Erw. 1.3). Das Gleiche muss bei einer Sprungbe-
schwerde für das Verwaltungsgericht gelten. 

4.1.2  § 55 Abs. 2 lit. a VRP räumt dem Verwaltungsgericht auch eine Prüfung 
der richtigen Handhabung des Ermessens zu, wenn es als erste kantonale Be-
schwerdeinstanz zu entscheiden hat und es sich nicht um Verfügungen des Re-
gierungsrates handelt. Dem Verwaltungsgericht steht im vorliegenden Fall somit 
volle Kognition zu. Soweit dem Fachwissen bzw. dem fachtechnischen Ermessen 
der Erstinstanz eine massgebliche Bedeutung zukommt, ist im Verwaltungsbe-
schwerdeverfahren (und mithin auch im Rahmen einer Sprungbeschwerde mit 
grundsätzlich voller Kognition) gleichwohl grundsätzlich eine gewisse Zurückhal-
tung bei der Überprüfung geboten (VGE 1058/99 vom 14.4.2000 Erw. 2.a; VGE 
424/96 vom 24.2.1997 Ingress lit. H i.V.m. Erw. 2.e). 

4.2.1  Niemand darf wegen einer körperlichen, geistigen oder psychischen Be-
hinderung diskriminiert werden (vgl. Art. 8 Abs. 2 BV). Bauten und Anlagen ha-
ben für Menschen mit Behinderungen die Anforderungen des Bundesrechts zu 
erfüllen (§ 57 Abs. 1 PBG). Bei der Errichtung und bei wesentlichen Erweiterun-
gen von öffentlich zugänglichen Bauten sind die dem Publikum zugänglichen Be-
reiche so zu gestalten, dass sie für Menschen mit Behinderungen zugänglich und 

26

benutzbar sind (§ 57 Abs. 2 PBG). Beim behindertengerechten Bauen sind ins-
besondere die Bedürfnisse der Körper-, Hör- und Sehbehinderten zu berücksich-
tigen (§ 36 Abs. 1 der Vollzugsverordnung zum Planungs- und Baugesetz [SRSZ 
400.111; PBV] vom 2.12.1997). Für die baulichen Anforderungen gelten die 
Normen über behindertengerechtes Bauen als Richtlinien (§ 36 Abs. 2 PBV). Das 
Volkswirtschaftsdepartement bezeichnet die Normen (§ 36 Abs. 3 PBV).

4.2.2  Das BehiG will Benachteiligungen verhindern, verringern oder beseitigen, 
denen Menschen mit Behinderungen ausgesetzt sind (Art. 1 Abs. 1 BehiG; vgl. 
vorstehend Erw. 1.1.1).

Das Gericht oder die Verwaltungsbehörde ordnet gemäss Art. 11 Abs. 1 BehiG 
die Beseitigung der Benachteiligung nicht an, wenn der für Behinderte zu erwar-
tende Nutzen in einem Missverhältnis steht, insbesondere zum wirtschaftlichen 
Aufwand (lit. a), zu Interessen des Umweltschutzes sowie des Natur- und Hei-
matschutzes (lit. b) sowie zu Anliegen der Verkehrs- und Betriebssicherheit 
(lit. c). 

Art. 6 BehiV macht Vorgaben zur Interessenabwägung: Zur Beurteilung der Fra-
ge, ob ein Missverhältnis im Sinne von Art. 11 Abs. 1 BehiG vorliegt, muss in der 
Interessenabwägung namentlich berücksichtigt werden (Abs. 1):

a. die Zahl der Personen, welche die Baute oder die Anlage benutzen oder die 
Dienstleistung in Anspruch nehmen;

b. die Bedeutung der Baute, der Anlage oder der Dienstleistung für die Men-
schen mit Behinderungen;

c. der provisorische oder dauerhafte Charakter der Baute, der Anlage oder der 
Dienstleistung.

Sind die Interessen der Behinderten gegen die Interessen des Umweltschutzes, 
des Naturschutzes oder des Heimatschutzes und der Denkmalpflege abzuwägen 
(Art. 11 Abs. 1 Bst. b BehiG), so sind zusätzlich zu berücksichtigen (Abs. 2):

a. die Bedeutung der Baute oder der Anlage aus der Sicht des Umweltschut-
zes, des Naturschutzes oder des Heimatschutzes und der Denkmalpflege; 
und

b. das Ausmass, in dem die verlangten Anpassungen:

1. die Umwelt beeinträchtigen;

2. die Bausubstanz, die Struktur und das Erscheinungsbild der Baute oder 
der Anlage aus der Sicht des Naturschutzes oder des Heimatschutzes 
und der Denkmalpflege beeinträchtigen.

27

4.2.3  Je bedeutender ein Objekt aus der Sicht des Umweltschutzes, des Natur-
schutzes oder des Heimatschutzes und der Denkmalpflege ist, desto besser 
muss ein Eingriff begründet sein. Diese Interessenabwägung hat nach den Re-
geln der Gesetzgebung über den Umweltschutz, den Naturschutz sowie den 
Heimatschutz und die Denkmalpflege zu erfolgen. Insbesondere ist bei der Be-
stimmung des öffentlichen Interesses die Bedeutung eines Objekts auf lokaler, 
regionaler oder nationaler Ebene zu beachten (vgl. Art. 4 NHG). Im Weiteren ist 
die Interessenabwägung auch unter Berücksichtigung der unmittelbaren Umge-
bung der fraglichen Objekte vorzunehmen (vgl. Erläuterungen zur Behinderten-
gleichstellungsverordnung [BehiV] S. 6 f. zu Art. 6).

4.3.1  Durch die Aufnahme eines Objektes von nationaler Bedeutung in ein In-
ventar des Bundes wird dargetan, dass es in besonderem Masse die unge-
schmälerte Erhaltung, jedenfalls aber unter Einbezug von Wiederherstellungs- 
oder angemessenen Ersatzmassnahmen die grösstmögliche Schonung verdient 
(Art. 6 Abs. 1 NHG). Ein Abweichen von der ungeschmälerten Erhaltung im Sin-
ne der Inventare darf bei Erfüllung einer Bundesaufgabe nur in Erwägung gezo-
gen werden, wenn ihr bestimmte gleich- oder höherwertige Interessen von eben-
falls nationaler Bedeutung entgegenstehen (Art. 6 Abs. 2 NHG). Ist für die Erfül-
lung einer Bundesaufgabe der Bund zuständig, so beurteilt gemäss Art. 7 Abs. 1 
NHG je nach Zuständigkeit das Bundesamt für Umwelt (BAFU), das Bundesamt 
für Kultur oder das Bundesamt für Strassen, ob ein Gutachten durch eine Kom-
mission nach Art. 25 Abs. 1 NHG erforderlich ist. Ist der Kanton zuständig, so ob-
liegt diese Beurteilung der kantonalen Fachstelle nach Art. 25 Abs. 2 NHG. 

Kann bei der Erfüllung der Bundesaufgabe ein Objekt, das in einem Inventar des 
Bundes nach Art. 5 NHG aufgeführt ist, erheblich beeinträchtigt werden oder stel-
len sich in diesem Zusammenhang grundsätzliche Fragen, so verfasst die Kom-
mission zuhanden der Entscheidbehörde ein Gutachten. Die Kommission gibt 
darin an, ob das Objekt ungeschmälert zu erhalten oder wie es zu schonen ist 
(Art. 7 Abs. 2 NHG). Art. 7 NHG ist keine blosse Ordnungsvorschrift, von deren 
Einhaltung allenfalls ohne Rechtsfolge abgesehen werden dürfte (Leimbacher, in: 
Keller/Zufferey/Fahrländer, Kommentar NHG, 2. Aufl., Zürich 2019, Art. 7 Rz. 10). 
Bei der Kommission nach Art. 25 Abs. 1 NHG handelt es sich um die ENHK oder 
um die EKD (Leimbacher, a.a.O., Art. 7 Rz. 9). 

4.3.2  Die Schutzbestimmung gemäss Art. 6 NHG gilt lediglich bei der Erfüllung 
von Bundesaufgaben (Art. 2 und 3 NHG) in unmittelbarer Weise. Bei der 
Erfüllung von kantonalen und kommunalen Aufgaben wird der Schutz von 
Ortsbildern durch kantonales und kommunales Recht gewährleistet. Auch bei der 
Erfüllung von kantonalen und kommunalen Aufgaben sind indessen gemäss 

28

bundesgerichtlicher Rechtsprechung Bundesinventare wie das ISOS von 
Bedeutung (vgl. Urteil BGer 1C_130+1C_150/2014 vom 6.1.2015 Erw. 3.2; VGE 
III 2012 76 vom 18.10.2012 Erw. 4.4). 

Der Erfüllung von Bundesaufgaben gleichgestellt werden nach Art. 2 Abs. 2 NHG 
Entscheide kantonaler Behörden über Vorhaben, die voraussichtlich nur mit 
Beiträgen nach Art. 2 Abs. 1 lit. c NHG verwirklicht werden. 

4.3.3  Gemäss Art. 17a NHG umschreibt der Bundesrat die Fälle, in denen eine 
Kommission mit Zustimmung des Kantons von sich aus oder auf Ersuchen Dritter 
Gutachten erstellen kann. Die ENHK und die EKD können gemäss Art. 25 Abs. 1 
lit. e NHV solche Gutachten erstellen, sofern ein Vorhaben, das keine Bundes-
aufgabe nach Art. 2 NHG darstellt, ein Objekt beeinträchtigen könnte, das in ei-
nem Inventar des Bundes nach Art. 5 NHG aufgeführt oder anderweitig von be-
sonderer Bedeutung ist. Diese Gutachten sollen dazu beitragen, die Kontroverse 
um ein Objekt zu schlichten. Welche kantonale Behörde die Zustimmung erteilen 
darf, bestimmt sich nach kantonalem Recht (Leimbacher, a.a.O., Art. 17a NHG 
Rz. 10). 

4.3.4  Im Bereich von Ortsbildern, die im Bundesinventar ISOS mit nationaler 
Bedeutung eingestuft sind (ISOS-A-Gebiete), sind Neubauten und wesentliche 
Umbauten im Rahmen des Baubewilligungsverfahrens von der kantonalen Fach-
stelle zu beurteilen. Diese kann Nebenbestimmungen erlassen (§ 9 Abs. 3 DSG; 
vgl. § 3 Abs. 3 lit. c DSV). Kantonale Fachstelle ist die kantonale Denkmalpflege 
(§ 2 Abs. 1 DSV). Sie kann im Baubewilligungsverfahren Fachberichte verfassen 
(vgl. § 3 Abs. 3 lit. d DSV). 

4.4.1  Mit dem Gutachten muss im Sinne von Art. 7 Abs. 2 NHG aufgezeigt wer-
den, was in welchem Masse beeinträchtigt würde oder was gar zerstört werden 
und vielleicht für immer verschwinden könnte. Dabei hat sich das Gutachten an 
den objektiven Schutzzielen zu orientieren. Die unter Umständen zu konkretisie-
renden objektspezifischen Schutzziele stellen den gesetzlich gewollten Soll-Zu-
stand dar, anhand dessen die Frage beantwortet werden muss, ob, wie und in 
welchem Ausmasse der geplante Eingriff das inventarisierte Objekt (erheblich) 
beeinträchtigen könnte (Leimbacher, a.a.O., Art. 7 N 17). 

4.4.2  Nach der Rechtsprechung kommt einem Gutachten der ENHK grosses 
Gewicht zu. Vom Ergebnis der Begutachtung darf nur aus triftigen Gründen ab-
gewichen werden, auch wenn der entscheidenden Behörde eine freie Beweis-
würdigung zusteht (BGE 136 II 214 Erw. 5). Immerhin kann das Abstellen auf 
nicht schlüssige Fachgutachten gegen Art. 9 BV verstossen, so, wenn gewichti-

29

ge, zuverlässig begründete Tatsachen oder Indizien die Überzeugungskraft des 
Gutachtens ernstlich erschüttern (BGE 128 I 81 Erw. 2). Bestehen Zweifel an der 
Richtigkeit eines Gutachtens und werden dennoch keine ergänzenden Abklärun-
gen vorgenommen, kann sich das als rechtswidrig erweisen (BGE 132 II 257 
Erw. 4.4.1; vgl. Urteil BGer 1C_893/2013 vom 1.10.2014 Erw. 5.3.3). Das Gut-
achten beschränkt sich nicht auf die Feststellung blosser Tatsachen. Durch die 
Konkretisierung und Differenzierung der Schutzziele und die Bestimmung des 
Ausmasses und des Gewichtes der Beeinträchtigungen - insbesondere mit der 
Beantwortung der Frage, ob gar ein "Abweichen von der ungeschmälerten Erhal-
tung" vorliege -, entscheidet die Kommission Rechtsfragen. Auch diesbezüglich 
müssen triftige Gründe vorliegen, wenn die Entscheidbehörde von der Stellung-
nahme der Kommission abweichen will (Leimbacher, a.a.O., Art. 7 N 20). 

5.1 Das 18-seitige Gutachten ENHK/EKD wurde zum einen gestützt auf Art. 7 
NHG abgegeben, weil das Bundesamt für Kultur die Platzneugestaltung finanziell 
unterstütze (Zusage eines Betrages von rund Fr. 100'000, vgl. Schreiben des 
Bundesamtes für Kultur BAK vom 31.10.2019 an die Kantonalen Denkmalpflege 
= Beilage 2 zur Vernehmlassung des Bezirksrates). Zum andern hat die kantona-
le Denkmalpflege im Auftrag des Regierungsrates am 7. Oktober 2019 um die 
Erstattung eines Gutachtens ersucht (vgl. Gutachten ENHK/EKD S. 1 Ziff. 1). 

Das Gutachten umschreibt zunächst den Anlass und listet die Grundlagen (Un-
terlagen) der Begutachtung unter Einschluss des Augenscheines vom 27. No-
vember 2019 auf (S. 1 ff. Ziff. 2). Danach beschreibt es das Ortsbild von nationa-
ler Bedeutung und den Klosterplatz unter Berücksichtigung des ISOS und insbe-
sondere der ortsbildlichen Situation des Platzes zum Zeitpunkt der ISOS-Auf-
nahme im Jahr 1987 (S. 4 ff. Ziff. 3.1 f.), weiter die barocke Platzkonzeption so-
wie die Materialisierung (S. 7 ff. Ziff. 3.2.2 f.) und nimmt eine Würdigung vor (S. 9 
Ziff. 3.3), gefolgt von kurzen Kapiteln zu den kantonalen Schutzbestimmungen 
und den Schutzzielen (S. 9 f. Ziff. 3.4 f.). Anschliessend wird ein Überblick über 
das Vorhaben und die Chronologie gegeben (S. 10 ff. Ziff. 4), gegliedert nach 
"Ausgangslage und Projektziel" und Verfahrenschronologie (S. 10 ff. Ziff. 4.1 f.), 
sowie die Projektentwicklung (S. 12 ff. Ziff. 5.1 bis 5.6), wobei jeweils namentlich 
auch die in Betracht gezogenen Pflästerungen beschrieben werden (mit Über-
sicht auf S. 15). Schliesslich wird die Beurteilung vorgenommen (S. 16 f. Ziff. 6), 
die Schlussfolgerung gezogen sowie ein Antrag gestellt (S. 18 Ziff. 7).  

5.2 Dem Gutachten ENHK/EKD lässt sich (zur Materialisierung, S. 8) unter an-
derem entnehmen, dass Platzoberflächen einer hohen Beanspruchung und Ab-
nutzung unterlägen und entsprechend unterhalten und erneuert werden müssten. 
Auch für den Einsiedler Klosterplatz seien zahlreiche Interventionen und Erneue-

30

rungen bekannt. Erneuerungen seien bereits 1821/22 (oberer Teil der Treppe, 
Neupflästerung bis zur Kirchenfassade) und 1850 (Pflästerung vom Portal zum 
Abteihof bis an die Kramläden) erfolgt. 1861/62 sei die Pflastererneuerung des 
gesamten Klosterplatzes sowie der anschliessenden Hauptstrasse erfolgt. Im 
Rahmen des Millenariums 1934 sei der Klosterplatz neu gepflastert worden. Die 
Abfolge historischer Bilder dokumentiere deutlich, wie der gepflästerte Platz im 
weiteren Verlauf des 20. Jahrhunderts zunehmend für Zufahrten und Parkierung 
von Fahrzeugen beansprucht worden sei, was schliesslich zu einem unattrakti-
ven, den ursprünglichen Platzentwurf erheblich schwächenden Flickwerk geführt 
habe. Charakteristisch für die Art der Interventionen sei die kontinuierliche Ent-
fernung von der ursprünglichen bzw. bauzeitlichen, von Handwerkskunst und 
Bautechnik geprägten Pflästerung hin zu modernen, auf zeitgenössische An-
sprüche, Normen und Formen ausgerichteten Verlegearten. Die älteste heute er-
haltene Pflästerung auf dem Klosterplatz sei ein schmaler Streifen vor der Klos-
terfront, der wohl aus dem 19. Jahrhundert stamme. Es handle sich um eine un-
gebundene, in Sand verlegte Kieselpflästerung mit gespaltenen, in Reihen ver-
legten Flusskieseln. Die verlegten Flusskiesel seien unterschiedlich gross, eher 
kantig als rund, was auf eine mögliche zusätzliche Nachbearbeitung hinweise. Im 
Rahmen der Platzsanierung und Neugestaltung seien bis auf den Pflasterstreifen 
entlang der Klosterfront die jüngste Oberflächenschicht und der Unterbau vollum-
fänglich abgetragen worden. Einzelne Projektbereiche seien im Rahmen der lau-
fenden Erneuerung bereits neu gepflästert worden (S. 8). 

In der Würdigung (S. 9 Ziff. 3.3) wird ausgeführt, die Platzoberfläche, die eigentli-
che Materialisierung, habe als stark beanspruchte Nutzschicht mehrere Erneue-
rungen und Veränderungen erfahren, die jeweils von sich wandelnden techni-
schen und gestalterischen Vorgaben geprägt gewesen seien. Seit dem 20. Jahr-
hundert sei damit eine Beeinträchtigung des barocken räumlichen und materiel-
len Konzepts des Platzes einhergegangen. Die bis zum heutigen Zeitpunkt erhal-
tenen Pflästerungen entlang der Klosterfront, wohl aus dem 19. Jahrhundert, sei-
en im Kontext zur Klosterkirche in materieller und visueller Hinsicht angemessen, 
verkörperten eine historische und zeitgemässe, lange tradierte Handwerkskunst 
und stellten daher ein vielschichtiges, wertvolles Zeugnis dar. Hauptursache für 
die sowohl materiell-bautechnischen als auch visuell-gestalterischen Beeinträch-
tigungen sei die befahrbare Erschliessung des "Oberplatzes" und deren Materi-
alisierung mit kleinformatigen, bogenförmig, ungebunden gesetzten Normpflas-
tersteinen. Sie seien für diesen Ort und diese Architektur in hohem Mass unty-
pisch. Der grosse Anteil an Verkehrs- und Parkierungsflächen auf dem Oberplatz 
und am Westrand des Platzes beeinträchtige zudem die Grosszügigkeit und die 
Weite des Klosterplatzes erheblich.

31

Gemäss dem Projektleitbild vom Juni 2008 hätten die denkmalpflegerischen 
Massnahmen bezüglich der Pflästerung des Klosterplatzes vorgesehen, dass 
diese - wo möglich und sinnvoll - unter Wiederverwendung der vorhandenen 
Steine gemäss dem bestehenden Verlegemuster erfolgen solle; einzig die 
Flächen direkt vor dem Kloster und rund um den Marienbrunnen seien in Form 
der einstigen Gliederung mit gespaltenen Flusssteinen zu rekonstruieren, wobei 
auch Massnahmen zur Verbesserung der Barrierefreiheit zu prüfen seien (S. 10 
Ziff. 4.1). In der Verfahrenschronologie wird unter anderem die Denkmalpflegerin 
zitiert, die in einem Memo vom 16. September 2019 der Ansicht (gewesen) sei, 
dass für die behindertengerechten Gehwege gesägte Flusskiesel in Mörtel mög-
lich seien, die übrigen Flächen mit gespaltenen Flusskieseln in Sand ausgeführt 
werden müssten, jedoch im Sinne eines Kompromisses auch gesägte und ge-
flammte Flusskiesel anstelle von gespaltenen Steinen möglich sein dürften 
(S. 12). 

In der Beurteilung (S. 16 Ziff. 6) wird unter anderem folgende Würdigung vorge-
nommen:

Die im Bauprojekt (Botschaft vom 01.08.2016) angelegte und im Genehmigungs-
/Auflageprojekt vom 06.12.2017 spezifizierte Materialisierung aus in Reihen und 
ungebunden verlegten, gebrochenen Flusskieseln nimmt Bezug auf die historische 
Pflästerung und zeigt einen differenzierten Umgang mit den Materialien: Die 
Muldenrinnen aus z.T. historischen, bruchrauen Flusskieseln sind sowohl 
technische Notwendigkeit als auch dekoratives Element, in die sich auch der 
hindernisfreie Streifen vom unteren Ende der Arkaden zum Liebfrauenbrunnen aus 
geschliffenen und geflammten Flusskieseln als gestalterisches Element einfügt. 
Damit werden die Anforderungen an einen zeitgemässen Platz und der 
gestalterische Anspruch in diesem spezifischen architektur- und kulturhistorischen 
Kontext in einem visuellen Gesamtkonzept vereint. Das Genehmigungs-
/Auflageprojekt bedient nach Ansicht der Kommissionen gleichermassen formale, 
funktionale und bedeutungsmässige Ansprüche und knüpft offensichtlich an das 
historisch überlieferte Konzept an, wie auch an eine traditionelle Materialisierung.
Dabei handelt es sich nicht um eine Rekonstruktion, sondern um eine 
zeitgenössische Weiterentwicklung der barocken Platzgestaltung nach [Johannes] 
Rueff [1686-1750, der Gestalter des Klosterplatzes] und [Paulo Federico] Bianchi 
[Mailänder Architekt; 18. Jh.; genaue Lebensdaten unbekannt] an dessen Plänen 
sich Rueff orientierte; vgl. Gutachten ENHK/EDK S. 7 Ziff. 3.2.2], die zum Ziel hat, 
dem Denkmal "Kloster" einen funktionellen, räumlich und in seiner Beschaffenheit 
einwandfreien, authentischen Vor- und Wirkungsraum zu schaffen.
Die in Kapitel 5 dokumentierte, nach der Volksabstimmung von 2016 und der 
Baubewilligung von 2018 eingeleitete, sukzessiv vollzogene Änderung der Art der 
Pflästerung für den "Platz im Platz" stellt eine zunehmende Abkehr von der in 
Kapitel 3 beschriebenen traditionellen Oberflächenbeschaffenheit des 
Klosterplatzes dar, wie sie spätestens seit dem 19. Jahrhundert belegt ist. 
Steinarten, Formen und Grössen, aber auch deren Oberflächenbearbeitungen 
haben sich in der Vergangenheit immer wieder verändert, auch die 
Abnutzungserscheinungen, die zu Scharten und Unregelmässigkeiten, aber auch 

32

zu Abflachungen der Oberflächen geführt haben, haben sich auf die Wirkung des 
Platzes ausgewirkt. Gesichert ist aber, dass die verwendeten Steine weder 
geschliffen noch grossflächig in Mörtel verlegt worden waren. Während die im 
Genehmigungs-/Auflageprojekt 2017 ausgewiesene Ausführung (bruchraue 
Flusskiesel in ungebundener Reihenpflästerung, dazu hindernisfreie 
Gehwegflächen aus geschliffenen und geflammten Flusskieseln und für die 
Muldenrinnen (wo möglich) historische, bruchraue Flusskiesel) eine historische, 
bautechnische und gestalterische Kontinuität erkennen lässt, widerspricht die 
skizzierte Abkehr des Ausführungsprojekts 2019 mit geschnittenen, 
sandgestrahlten und verfugten Flusskieseln und Gubersteinen für die 
Muldenrinnen der wechselvollen Geschichte und historischen Bedeutung des 
Platzes und würde zu einer optischen Verflachung der naturgemäss rohen und 
stark strukturierten Oberfläche führen, was den visuellen Charakter massgeblich 
verändern und die charakteristische Wirkung verfälschen würde.

Für die Platzfläche sind gestützt auf die Schutzziele ein Erscheinungsbild und eine 
Oberflächenbeschaffenheit zu erzielen, die sich klar an den historischen Bestand 
anlehnen. Demnach ist es wichtig, dass die Oberflächenbearbeitung der 
verwendeten Flusskiesel wie auch ihre Verlegeart und Verfugung eine 
charakteristische, unregelmässige Oberfläche erzeugen. Die Verwendung von 
gesägten und maschinell geschliffenen und geflammten Flusskieseln für die 
grossen, als Blütenblätter bezeichneten Flächen auf dem "Platz im Platz" erachten 
die Kommissionen daher als ungeeignet respektive als erheblich beeinträchtigend, 
da sie eine unerwünschte und unangemessene künstliche Wirkung entfaltet; 
wegen der Glanzwirkung der geschliffenen Steine, die jegliche Vielfalt einer 
traditionellen Oberflächenbearbeitung vermissen lässt, würde auch die ästhetische 
Qualität der Platzoberfläche geschwächt. Eine nicht minder wichtige Rolle für 
Wirkung und Charakter spielt die Art der Verfügung, trägt diese doch ebenfalls 
massgeblich zur charakteristischen Oberflächenbeschaffenheit einer nach 
historischem Vorbild gepflästerten Fläche und zu einem abwechslungsreichen 
Licht-Schatten-Spiel bei, indem die beschatteten Fugen der verlegten Steine 
dunkler, die Oberflächen der Pflastersteine heller wirken. Anders als die 
Verwendung von Sand würde ein Mörtel den Eindruck des Abflachens zusätzlich 
unterstützen, während die ungebundene, mit Sand verfüllte Art der Pflästerung 
aufgrund ihrer Patinierung die Reliefbildung unterstützen würde. Zudem entspricht 
die ungebundene Art der Pflästerung, wegen des Verhältnisses von sorgfältig 
ausgewählten, u.U. leicht nachbearbeiteten Steinen und geschickter, enger, die 
Fugenbreiten auf das Minimum reduzierender Setzung der historisch überlieferten 
Bauweise. Als ortsfremd und im historischen Kontext im Sinne der Ausführungen in 
Kapitel 3 gänzlich unangemessen beurteilen die Kommissionen eine 
Platzgestaltung aus in Mörtel verlegten Natursteinen, die durch eine nachträgliche 
maschinelle Oberflächenbehandlung eine annähernd plane Fläche ergeben, ohne 
Licht-Schatten-Spiel.
(…).
7 Schlussfolgerungen und Antrag
Auf der Basis der Unterlagen sowie der Ergebnisse des Augenscheins kommen 
die Kommissionen zum Schluss, dass die Wahl einer ortsunüblichen, der 
kulturhistorischen Bedeutung des Klosterplatzes nicht angemessenen Pflästerung 
zu einer mit den Schutzzielen nicht vereinbaren, schwerwiegenden 
Beeinträchtigung des tradierten architektur- und kulturhistorischen Zeugniswertes 

33

sowie der authentischen Gesamtwirkung des Klosterplatzes und damit des 
Ortsbildes von nationaler Bedeutung führen würde. Ebenfalls nicht mit den 
Schutzzielen zu vereinbaren wäre eine uneinheitliche Behandlung der 
Platzoberflächen als Ausdruck der Zuständigkeiten des Klosters im oberen und 
des Bezirks im unteren Bereich. Das Einzigartige des Platzentwurfs besteht trotz 
grosser räumlicher Trennung in der Verbindung von Kloster und Dorf. An dieser 
Qualität ist uneingeschränkt festzuhalten. Die Kommissionen stellen deshalb 
folgende Anträge:
- Der Klosterplatz ist im Sinne des Genehmigungs-/Auflageprojekts 

auszuführen.
- Die Pflästerung des „Platzes im Platz“ ist als Reihenpflästerung in 

Flusskieseln, die sich in Grösse und allenfalls in ihrer durch Bearbeitung 
erlangten Form dazu eignen, gespalten, ungebunden auszuführen, soweit 
möglich unter Verwendung der ursprünglichen Steine.

- Auf den im Genehmigungs-/Auflageprojekt ausgeschiedenen hindernisfreien 
Streifen können die Flusskiesel aus Rücksicht auf gehbehinderte Personen 
zusätzlich geflammt und in Mörtel gesetzt werden.

5.3 Menschen mit Behinderung bzw. einer behindertengerechten Pflästerung 
wird im Gutachten ENHK/EKD bis auf den hindernisfreien Streifen im Sinne des 
vormaligen Genehmigungs-/Auflageprojekts keine nennenswerte Rechnung 
getragen. 

6.1 Die Baubewilligungsbehörde erachtet das Gutachten ENHK/EKD im 
angefochtenen BRB Nr. 2022.171 vom 13. Juli 2022 als verbindlich (S. 10 
Ziff. 11; vgl. vorstehend Erw. 2.1). Es beinhalte auch eine Interessenabwägung. 

Die Baubewilligungsbehörde wog ab, für eine weitgehende Berücksichtigung der 
Interessen von Menschen mit Behinderungen spreche die unbestimmte Zahl der 
Personen, welche den öffentlichen "Platz im Platz" aufsuchten, der dauerhafte 
Charakter dieser Anlage sowie die Bedeutung des Klosters als Wallfahrtsstätte 
für Pilger und Heilsuchende (Art. 6 Abs. 1 BehiV). 

Dem stehe im Sinne von Art. 6 Abs. 2 BehiV entgegen, dass Einsiedeln im Bun-
desinventar der schützenswerten Objekte der Schweiz von nationaler Bedeutung 
(ISOS) als Kleinstadt/Flecken aufgeführt sei und mit "beachtlichen" Lagequa-
litäten, "besonderen" räumlichen und "besonderen" architekturhistorischen Qua-
litäten beinahe die höchstmögliche Qualifikation erreiche. Diese hohe Einstufung 
sei im Wesentlichen gerade der Klosteranlage zu verdanken, "einem Meisterwerk 
der Barockarchitektur des Abendlandes" und "dem grossartigen Klosterplatz, ei-
ner der eindrücklichsten Raumschöpfungen des Landes". Das Gutachten EN-
HK/EKD nehme eine Abwägung vor und lasse die kunsthistorisch nicht begründ-
bare Ausscheidung von hindernisfreien Streifen mit Flusskieseln, geflammt und 
in Mörtel gesetzt, aus Rücksicht auf gehbehinderte Personen zu.

34

6.2 Die Vorinstanz geht unzutreffend davon aus, dass das Gutachten EN-
HK/EKD die erforderliche Interessenabwägung im Sinne des BehiG beinhaltet. 
Hierzu ist die ENHK/EKD auch nicht befugt. Die Interessenabwägung ist Sache 
der entscheidbefugten Behörden und Rechtsmittelinstanzen. Indessen hat der 
Bezirksrat seinerseits eine - wenn auch knapp ausgefallene - Interessenabwä-
gung vorgenommen. 

Zu relativieren ist auch die Auffassung der Vorinstanz, das Gutachten EN-
HK/EKD sei für sie verbindlich. Bei diesem Gutachten der sachverständigen und 
-kompetenten Behörden handelt es sich um ein Beweismittel (§ 24 Abs. 1 lit. e 
VRP). Die Behörde würdigt die Beweise nach pflichtgemässem Ermessen (§ 25 
VRP). Indes setzt ein Abweichen vom Ergebnis des Gutachtens rechtspre-
chungsgemäss triftige Gründe voraus (vgl. vorstehend Erw. 4.4). Vor der Interes-
senabwägung ist folglich zu prüfen, ob - im Sinne der Argumentation der Be-
schwerdeführer - Grund zu einem Abweichen vom Gutachten ENHK/EKD be-
steht.

6.3 Dies ist nicht der Fall. Gründe, die zudem triftig sein müssten, um vom Er-
gebnis des Gutachtens abzuweichen, bestehen auch unter Berücksichtigung der 
Vorbringen der Beschwerdeführer nicht.

Nicht zu verkennen ist, dass (auch) historische Bauten im Allgemeinen dem 
Wandel und den Einflüssen der Zeiten nicht ganz entzogen sind. Dies gilt auch 
vorliegend. Im Gutachten ENHK/EKD werden die verschiedenen, im Laufe der 
Zeit vorgenommenen baulichen Interventionen, soweit sie greifbar sind, auch 
umfassend dargelegt, in den zeitlichen Kontext gestellt und gewürdigt. Ebenso 
liegt es auf der Hand, dass die originären Zustände historischer Anlagen regel-
mässig nicht mit absoluter Sicherheit eruiert werden können. Auch dem wird im 
Gutachten ENHK/EKD Rechnung getragen, indem einerseits ein Erscheinungs-
bild des Klosterplatzes angestrebt wurde, das an den eruierten und gesicherten 
historischen Bestand anknüpft, und anderseits das frühere Auflageprojekt (2016), 
an welches angelehnt wird, nicht als Rekonstruktion, sondern als zeitgenössi-
sche Weiterentwicklung der barocken Platzgestaltung charakterisiert wird mit 
dem Ziel, dem Kloster einen authentischen Vor- und Wirkungsraum zu schaffen. 

Es sind keine konkreten Anhaltspunkte erkennbar, welche die im Gutachten EN-
HK/EKD als gesichert erachtete Tatsache, dass die genuin verwendeten Steine 
weder geschliffen noch grossflächig in Mörtel verlegt wurden, als falsch widerle-
gen. Entsprechend stimmig sind auch die Folgerungen, dass die Oberflächenbe-
arbeitung wie auch die Verlegart und die Verfugung eine charakteristische, unre-
gelmässige Oberfläche des Platzes erzeugen. Die gutachterliche Feststellung, 
dass in Mörtel verlegte Natursteine ortsfremd und im historischen Kontext unan-

35

gemessen erscheinen, ist angesichts der umfassenden Ausführungen ohne wei-
teres nachvollziehbar. Die gutachterlich beantragte Pflästerung basiert überdies 
auf dem Vergleich von elf Varianten, unter denen sie sich als einzig denkmalpfle-
gerisch gangbare Lösung erwiesen hat. Eine von der kantonalen Denkmalpflege-
rin ins Spiel gebrachte Kompromisslösung für die übrigen Gehflächen (gesägte 
und geflammte Flusskiesel statt gespaltene) wurde von den Gutachtern EN-
HK/EKD nicht weiterverfolgt. 

Im Lichte des vorgegebenen ISOS-Erhaltungsziels A (Substanzerhaltung als in-
tegrale Erhaltung aller Bauten, Anlageteile und Freiräume; Beseitigung störender 
Eingriffe; vorstehend Ingress lit. A.1) geben auch die von der ENHK/EKD für den 
Klosterplatz konkretisierten Schutzziele (Gutachten ENHK/EKD S. 10)

- ungeschmälerte Erhaltung der Substanz und der authentischen Wirkung des 
Klosterplatzes mit seiner von traditioneller Handwerkskunst geprägten, rohen 
und stark strukturierten Oberflächenbeschaffenheit, und 

- ungeschmälerte Erhaltung des mindestens seit dem 19. Jahrhundert authen-
tisch überlieferten Pflasterstreifens entlang der westlichen Klosterfront als 
äusserst wertvolles Zeugnis historischer Pflasterkunst,

keinen Anlass zu Beanstandungen. Die Schlussfolgerung und die (kultur-)histo-
rischen Überlegungen, welche in den Antrag des Gutachtens ENHK/EKD münde-
ten, stehen im Einklang mit diesen rechtmässigen Schutzzielen. Weder das Gut-
achten ENHK/EKD insgesamt noch dessen Schlussfolgerungen und Anträge 
können von den Beschwerdeführern als unzutreffend widerlegt werden, jeden-
falls nicht substantiiert. 

Es bestehen auch keine Anhaltspunkte, dass dieses Gutachten ENHK/EKD im 
Widerspruch steht zu einem früheren Bericht der Bundesexpertin Brigitte Frei-
Heitz vom 2. September 2019, der nicht bei den Akten liegt. Gemäss dem 
Schreiben des Bundesamtes für Kultur vom 31. Oktober 2019 an die Kantonale 
Denkmalpflege (Beilage 2 zur Vernehmlassung des Bezirksrates) war die Bun-
desexpertin zum Schluss gekommen, dass die gegenüber dem Auflageprojekt 
vom Dezember 2019 geänderte Ausführungsvariante den vorgängig formulierten 
denkmalpflegerischen Anforderungen in wesentlicher Weise widerspreche und 
als erhebliche Beeinträchtigung qualifiziert werden müsse. Vom Beizug dieses 
Expertinnenberichts kann ohne Verletzung des rechtlichen Gehörs abgesehen 
werden. 

Unbehelflich ist der Verweis der Beschwerdeführer auf die Gestaltung anderer 
berühmter Kirchenplätze. Einerseits lassen sich aus der blossen Nennung von 
Beispielen im In- wie Ausland keine Rückschlüsse für den vorliegend zu beurtei-
lenden Fall ziehen. Anderseits ist nicht bekannt, gestützt auf welche sachverhalt-

36

lichen (kulturhistorischen) und rechtlichen Grundlagen jene Plätze gestaltet wur-
den. 

7. Die bei der Interessenabwägung zu beachtenden Kriterien sind gesetzlich 
vorgegeben (vgl. vorstehend Erw. 4.2.2). 

7.1.1  Zu Gunsten der Position der Beschwerdeführer spricht die Zahl der Perso-
nen, welche die Klosteranlage und gerade auch den Klosterplatz mit dem Mari-
enbrunnen besuchen. Rund 800'000 Pilger und Touristen besuchen Einsiedeln 
pro Jahr (vgl. wikipedia "Kloster Einsiedeln", eingesehen am 7.2.2023). 2019 wa-
ren 210'000 Hotelgäste zu verzeichnen (vgl. Rütter soceco ag, Die Wertschöp-
fung des Tourismus im Kanton Schwyz 2019, Rüschlikon 9/2020, S. 7). Das 
Kloster Einsiedeln ist der wichtigste Leuchtturm der Region Einsiedeln-Ybrig-
(oberer) Zürichsee. Für 44% der Befragten war das Kloster für ihre Entscheidung, 
in die Region zu reisen, wichtig bis sehr wichtig (für 29% die Hoch-Ybrig Bahnen 
und das Skigebiet Hoch-Ybrig (vgl. Rütter soceco ag, ebenda, S. 77). 

Hierunter dürfte sich - auch wenn diesbezüglich keine statistischen Erhebungen 
greifbar sind - entgegen der Auffassung des Bezirksrates (Vernehmlassung S. 3 
Ad 21 f.) - eine überproportionale Anzahl älterer und betagter Personen sowie 
auch von Menschen mit Behinderungen befinden. Es darf als notorisch gelten, 
dass nach wie vor gerade auch Personen mit Beeinträchtigungen und Leiden 
welcher Art auch immer Trost und seelisch-spirituelle Hilfe an sakralen (Kraft-)Or-
ten wie der Einsiedler Klosterkirche mit der Gnadenkapelle und der Schwarzen 
Madonna sowie dem Marienbrunnen (aus dem Pilger nach wie vor traditioneller-
weise aus den 14 Röhren einen Schluck Wasser trinken) suchen und zu finden 
hoffen. Insofern erscheint es durchaus als störend, wenn dieser Personenkreis in 
seinem Bewegungsrayon auf dem Klosterplatz eingeschränkt wird. 

Den Beschwerdeführern kann jedoch nicht beigepflichtet werden, dass erst heut-
zutage Menschen mit Behinderungen Wallfahrten machen könnten. Die unzähli-
gen Heilungswunder (für deren Anerkennung Papst Benedikt XIV. [1675-1758; 
Papst ab 1740], Förderer der Marienverehrung, Anerkennungsregeln aufstellte), 
aber auch die an Wallfahrtsorten seit alters gepflegten Krankensegnungen spre-
chen eine andere Sprache. Dass die damaligen Wallfahrten für jedermann und 
insbesondere für gesundheitlich beeinträchtigte Menschen in jeder Hinsicht mit 
heutzutage unbekannten Strapazen verbunden gewesen sein dürften, muss nicht 
eigens gesagt werden.

7.1.2  Zuzustimmen ist den Beschwerdeführern, dass die Bedeutung der Klos-
teranlage mit Strahlkraft weit über die Landesgrenzen hinaus samt dem Kloster-
platz, der zu den grössten Kirchenvorplätzen Europas zählt (vgl. Gutachten EN-

37

HK/EKD S. 9 Ziff. 3.3 i.i.), an und für sich zu Gunsten der Menschen mit Behinde-
rungen ins Gewicht fällt. Es kann hierfür auf die vorstehende Erwägung verwie-
sen werden. 

Festzuhalten ist allerdings bereits an dieser Stelle, dass sich die Bedeutung der 
Klosteranlage samt dem Klosterplatz auf der anderen Seite auch bei der Berück-
sichtigung der denkmalschützerischen Interessen gewichtig niederschlägt, womit 
die Beschwerdeführer aus der Bedeutung der Klosteranlage im Ergebnis nichts 
Entscheidendes zu ihren Gunsten herleiten können. 

7.1.3  Unbestreitbar wird mit der Platzsanierung eine langfristige Lösung ange-
strebt. Die allfällige Benachteiligung der Menschen mit Behinderungen bleibt so-
mit auf unabsehbare Zeit sprichwörtlich in Stein gemeisselt. Die Langfristigkeit 
dieser Benachteiligung infolge der Dauerhaftigkeit der vorgesehenen Pflästerung 
ist mithin zu Gunsten der Interessen der Beschwerdeführer an der von ihnen 
vorgeschlagenen Lösung zu werten. 

7.1.4  Es kann somit gesagt werden, dass die Kriterien gemäss Art. 6 Abs. 1 lit. a 
und lit c sowie - mit Vorbehalt auch lit. b - BehiV zu Gunsten des Standpunktes 
und der Anträge der Beschwerdeführer zu berücksichtigen sind. Weitere relevan-
te Aspekte sind nicht erkennbar (die Kriterien gemäss Art. 6 Abs. 1 BehiV sind 
nicht abschliessend enumeriert) und/oder - soweit allenfalls vorhanden - nicht 
von Relevanz.

7.2.1  Diesen Interessen von Menschen mit Behinderung für eine Pflästerung 
des Klosterplatzes (bzw. "Platz im Platz"), der ihnen eine ungehinderte Begehung 
und Befahrung ermöglicht, steht die Bedeutung der Baute aus der Sicht der 
Denkmalpflege entgegen. Diese Bedeutung ist vorliegend als überragend zu 
qualifizieren. Nicht nur handelt es sich bei der Klosteranlage samt dem Kloster-
platz um ein Schutzobjekt von nationaler Bedeutung, vielmehr kommt dem En-
semble, wie vorstehend angesprochen, eine weit über die Landesgrenzen hin-
ausreichende Bedeutung zu. 

7.2.2  Die von den Beschwerdeführern verlangten umfassenden Anpassungen 
bei der Gestaltung/Pflästerung des "Platz im Platz" sind mit dem Interesse am 
Erhalt/Wiederherstellung von Substanz, Struktur und Erscheinungsbild der Platz-
anlage nicht vereinbar, wie mit dem Gutachten ENHK/EKD überzeugend darge-
legt wurde. Mit der von den Beschwerdeführern favorisierten Pflästerung läge 
nicht mehr bloss ein geringfügiger, nicht augenfälliger Eingriff in den Klosterplatz 
als Objekt von nationaler Bedeutung vor, der noch als "durchaus angemessen" 
erachtet werden könnte (vgl. Erweiterte BehiG-Arbeitsgruppe des Netzwerks be-

38

hindertengerechtes Bauen, Erläuterungen zum BehiG im Baubereich, Version 
1.0, Februar 2010, S. 11 Ziff. 6.2 viertes Lemma). 

7.2.3  Die Interessen des Denkmalschutzes an einer möglichst weitgehenden in-
tegralen Erhaltung/Wiederherstellung (was entgegen der Auffassung der Be-
schwerdeführer nicht einem "Neubau" gleichgesetzt werden kann) des Kloster-
platzes überwiegen vorliegend eindeutig die Interessen von Menschen mit Be-
hinderungen an der (problemlosen) Befahrung und Begehung des gesamten 
Klosterplatzes. 

In diese Interessenabwägung darf zum einen auch einfliessen, dass Art. 6 Abs. 2 
NHG für ein Abweichen von der ungeschmälerten Erhaltung eines inventari-
sierten Schutzobjektes verlangt, dass gleich- oder höherwertige Interessen von 
ebenfalls nationaler Bedeutung entgegenstehen. Insofern liegt der Vorteil bei der 
Interessenabwägung beim Fehlen eines entgegenstehenden nationalen Interes-
ses auf Seiten des Denkmalschutzes. Mit dem Rechtsgleichheitsgebot und dem 
Diskriminierungsverbot gemäss Art. 8 BV und insbesondere mit dem BehiG wer-
den jedoch in erster Linie Individualrechte gesichert. Auch wenn diesen verfas-
sungsmässigen und gesetzlichen Vorgaben im landläufigen Sinne durchaus ein 
nationales Interesse zugebilligt werden kann, muss dieses vorliegend als gering 
veranschlagt werden. 

Zum andern sieht Art. 5 Abs. 1 BehiG die Verhinderung, die Verringerung und die 
Beseitigung von Benachteiligungen vor. Eine Priorisierung besteht grundsätzlich 
nicht. Art. 11 Abs. 1 BehiV erlaubt unter bestimmten Voraussetzungen explizit 
auch die Unterlassung der Beseitigung einer Behinderung. 

7.3.1  Mit den vorgesehenen barrierefreien Wegen von 2 m Breite entlang der 
Arkaden und zum Marienbrunnen und dem Verzicht auf die ursprünglichen Mul-
denrinnen in der Mitte dieser Wege wurde dem Verhältnismässigkeitsgrundsatz 
rechtsgenüglich Rechnung getragen. Die Gestaltung und die Beschaffenheit der 
barrierefreien Wege entspricht auch der SIA-Norm 521 500 ("Hindernisfreie Bau-
ten") und VSS-Norm 640 075 ("Fussgängerverkehr - Hindernisfreier Verkehrs-
raum"). Daran kann sich auch nichts ändern, falls die Ausgestaltung selbst der 
barrierefreien Wege nicht die ideale Lösung darstellen sollte. Die SIA-Norm 
521 500 hält einleitend fest (Ziff. 0.1.2), dass im Einzelfall festgestellt werden 
muss, ob die Norm für ein Vorhaben massgeblich ist. Nachdem, wie vorstehend 
dargelegt, vorliegend kein unbedingter Anspruch auf die Beseitigung von Be-
nachteiligungen besteht, kann die Norm entsprechend zwangsläufig ebenfalls 
keine absolute Geltung beanspruchen. Ein Gleiches ist von der VSS-Norm 
640 075 zu sagen. Die Norm gilt für alle (Verkehrs-)Anlagen, für die hindernis-

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freies bzw. behindertengerechtes Bauen "vorgeschrieben" ist. Der Rahmen für 
den Umfang des behindertengerechten Bauens wird vorliegend von den denk-
malschützerischen Vorgaben mitbestimmt.  

7.3.2  Der Bezirksrat macht vernehmlassend zudem geltend, mit dem Rollstuhl 
sei der gesamte "Platz im Platz" befahrbar (S. 3 Ad 17 mit Verweis auf SIA-Norm 
521 500 Ziff. 3.2.1 und Anhang B.I sowie VSS-Norm 640 075 Ziff. 25), was 
von den Beschwerdeführern allerdings in Abrede gestellt wird (Replik 130 S. 8 
Ziff. 26). Wie es sich hiermit verhält, ist für den Ausgang dieses Verfahrens ohne 
Relevanz. Ein Indiz für die Richtigkeit der Meinung des Bezirksrates findet sich 
immerhin im Hinweis des Bezirksrates, dass sich die übrige Fläche auf dem 
"Platz im Platz" (d.h. die Fläche ausserhalb der barrierefreien Wege) "vom Ober-
platz gerade durch die zugehauenen Steine mit engeren Fugen unterscheiden" 
werde (Vernehmlassun