# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b46a5797-47a1-52cc-b066-418f44c4aa22
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-10-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.10.2014 C-2336/2012
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2336-2012_2014-10-28.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung III 

C-2336/2012 

 

 

  A b s c h r e i b u n g s e n t s c h e i d   

v o m  2 8 .  O k t o b e r  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Einzelrichter Daniel Stufetti,    

Gerichtsschreiberin Karin Wagner. 

 

 
 

Parteien 

 
X._______ AG,    

vertreten durch Peter G. Augsburger, Fürsprecher, Gurni-

gelstrasse 1, Postfach 211, 3132 Riggisberg, 

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
Gegen 

 

 Regierungsrat des Kantons Bern, Postgasse 68, 

3000 Bern 8,   

handelnd durch Gesundheits- und Fürsorgedirektion des 

Kantons Bern, Rathausgasse 1, 3011 Bern,  

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Aufnahme in die Spitalliste 2012; Verfügung Nr. 519 des 

Regierungsrates des Kantons Bern vom 4. April 2012. 

 

 

C-2336/2012 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Regierungsrat des Kantons Bern mit Beschluss Nr. 519 vom 

4. April 2012 die Spitalliste 2012 erlassen hat und der X._______ AG mit 

Verfügung vom 4. April 2012 uneingeschränkte und beschränkte Leis-

tungsaufträge erteilt, jedoch diverse Einzelanträge abgelehnt hat (act. 1 

Beilage 1), 

dass die X._______ AG diese Verfügung mit Beschwerde vom 30. April 

2012 (act. 2) und Beschwerdeergänzung vom 21. Mai 2012 (act. 6) beim 

Bundesverwaltungsgericht angefochten und sinngemäss beantragt hat, 

die Verfügung der Vorinstanz vom 4. April 2012 sei aufzuheben und der 

Beschwerdeführerin seien die mit Verfügung vom 4. April 2012 erteilten 

Leistungsaufträge vorbehaltlos zu erteilen (ohne Auflagen oder Ein-

schränkungen) und zudem seien ihr Leistungsaufträge in den Leistungs-

gruppen Bewegungsapparat chirurgisch (BEW0 bis BEW5), Urologie 

(URO0, URO1, URO2, und URO2.1), Endokrinologie (END0 und END1), 

Kardiologie und Angiologie allgemein (KAR/ANG), Intervention an den pe-

ripheren Gefässen (ANG1) und Akutgeriatrie (GER) zu erteilen, eventuali-

ter sei die Verfügung vom 4. April 2012 aufzuheben und zur Neubeurtei-

lung im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückzuweisen, sube-

ventualiter sei zur Umsetzung der Spitalliste 2012 eine gerichtliche Über-

gangsfrist von 6 Monaten anzuordnen,  

dass die Vorinstanz mit Beschluss Nr. 259/2014 vom 26. Februar 2014 

auf ihren Entscheid vom 4. April 2012 zurückgekommen ist und der 

X._______ AG die in der Spitalliste 2012 beschränkten Leistungsaufträge 

teilweise unter Auflagen uneingeschränkt zugesprochen hat und in den 

Bereichen Basispaket Chirurgie und Innere Medizin, Bewegungsapparat 

chirurgisch, Urologie und Akutgeriatrie uneingeschränkte Leistungsauf-

träge erteilt hat (act. 26), 

und zieht in Erwägung, 

dass gegen Beschlüsse im Sinne von Art. 39 des Bundesgesetzes vom 

18. März 1994 über die Krankenversicherung (KVG, SR 832.10) beim 

Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhoben werden kann (Art. 53 

Abs. 1 KVG), 

dass sich das Beschwerdeverfahren grundsätzlich nach dem Verwal-

tungsverfahrensgesetz vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) 

richtet (Art. 53 Abs. 2 KVG), 

C-2336/2012 

Seite 3 

dass die Vorinstanz in Anwendung von Art. 58 VwVG ihren ursprüngli-

chen Entscheid in Wiedererwägung ziehen kann, 

dass die Beschwerdeinstanz die Behandlung der Beschwerde fortzuset-

zen hat, soweit diese durch die neue Verfügung der Vorinstanz nicht ge-

genstandslos geworden ist (Art. 58 Abs. 3 VwVG), 

dass die X._______ AG mit Schreiben vom 12. September 2014 darauf 

hinwies (act. 28), in materieller Hinsicht könne festgehalten werden, dass 

den Begehren der Beschwerdeführerin entsprochen worden sei, daher 

habe sie gegen die Spitalliste 2014 auch keine Beschwerde geführt, je-

doch habe sich der Regierungsrat zu den zeitlichen Verhältnissen nicht 

klar geäussert, deshalb sei zu präzisieren, dass die bis 30. April 2014 von 

den Ärzten der X._______ AG erbrachten Leistungen gemäss der Spital-

liste 2005/2010 zu beurteilen seien, sofern diese Präzisierung erfolge, 

könne das vorliegende Beschwerdeverfahren als gegenstandslos gewor-

den abgeschrieben werden, 

dass den Anträgen der Beschwerdeführerin mit dem Beschluss Nr. 

259/2014 vom 26. Februar 2014 (nachfolgend Beschluss betreffend die 

Spitalliste 2014) somit vollumfänglich entsprochen wurde und im Folgen-

den einzig zu prüfen ist, ab wann die Spitalliste 2014 Anwendung findet, 

dass aus dem Dispositiv des Beschlusses betreffend die Spitalliste 2014 

nicht klar ersichtlich ist, ob die Vorinstanz per 1. Mai 2014 oder rückwir-

kend per 1. Mai 2012 eine neue Spitalliste erlassen wollte, 

dass das Dispositiv so zu deuten ist, wie es vom Adressaten in guten 

Treuen verstanden werden konnte und musste (BGE 114 Ia 332, 

BGE 96 I 282 E. 4; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-2969/2010 

vom 28. Februar 2012 E. 1.1.2; PIERRE TSCHANNEN/ULRICH ZIMMER-

LI/MARKUS MÜLLER, Allgemeines Verwaltungsrecht, 3. Aufl., Bern 2009, 

§ 29 Rz. 16) und bei Auslegung der Verfügungsformel auf die Begrün-

dung der Verfügung zurückgegriffen werden kann (vgl. BGE 110 V 222),  

dass die Vorinstanz in Erwägung 2.2.2.6 des Beschlusses bestreffend die 

Spitalliste 2014 ausführte, die Spitalliste 2014 für den Bereich Akutsoma-

tik stelle eine Anpassung der Spitalliste 2012 für Spitäler dar, die keine 

Beschwerde eingelegt hätten, und eine Anpassung an die Spitalliste 2005 

für beschwerdeführende Spitäler,  

C-2336/2012 

Seite 4 

dass die Auslegung des Dispositivs somit hinsichtlich der Beschwerdefüh-

rerin - welche die Spitalliste 2012 angefochten hat - ergibt, dass bis zum 

30. April 2012 die Spitalliste 2005 und ab 1. Mai 2014 die Spitalliste 2014 

Anwendung findet,  

dass das Beschwerdeverfahren daher im einzelrichterlichen Verfahren als 

durch Wiedererwägung gegenstandslos geworden abzuschreiben ist 

(Art. 23 Abs. 1 Bst. a des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 

2005 [VGG, SR 173.32]), 

dass die Verfahrenskosten in der Regel jener Partei auferlegt werden, de-

ren Verhalten die Gegenstandslosigkeit bewirkt hat (Art. 5 des Regle-

ments vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor 

dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]), 

dass Vorinstanzen oder beschwerdeführenden und unterliegenden Bun-

desbehörden keine Verfahrenskosten auferlegt werden (Art. 63 Abs. 2 

VwVG), 

dass im vorliegenden Fall keine Verfahrenskosten zu erheben sind und 

der Beschwerdeführerin daher der geleistete Kostenvorschuss von 

Fr. 4'000.- zurückzuerstatten ist, 

dass bei Gegenstandslosigkeit eines Verfahrens unter sinngemässer An-

wendung des Art. 5 VGKE zu prüfen ist, ob eine Parteientschädigung zu-

zusprechen ist (Art. 15 VGKE), 

dass die Vereinbarung zwischen dem Regierungsrat des Kantons Bern 

und den Spitalverbänden Y._______ vom 30. Mai 2013 (act. 16 Beilage 

4), wonach die Kosten wettzuschlagen sind, vom Bundesverwaltungsge-

richt nicht berücksichtigt werden kann, da die Beschwerdeführerin diese 

Vereinbarung nicht mitunterzeichnet hat,  

dass die Gegenstandslosigkeit durch die Wiedererwägung der Vorinstanz 

bewirkt worden ist, weshalb der anwaltlich vertretenen Beschwerdeführe-

rin somit eine Parteientschädigung nach Art. 7 ff. VGKE zuzusprechen ist, 

dass der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin keine Kostennote ein-

gereicht hat, womit die Parteientschädigung aufgrund der Akten festzu-

setzen ist (Art. 14 Abs. 2 Satz 2 VGKE), 

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Seite 5 

dass die Parteientschädigung demnach auf Fr. 8'400.- (inkl. Mehr-

wertsteuer und Auslagen) festzusetzen ist, 

dass dieser Entscheid nicht beim Bundesgericht angefochten werden 

kann (vgl. Art. 83 Bst. r des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

[BGG, SR 173.110]). 

 

 

(Es folgt das Urteilsdispositiv) 

  

C-2336/2012 

Seite 6 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Das Beschwerdeverfahren wird als gegenstandslos geworden abge-

schrieben. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der Beschwerdeführerin 

wird der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 4'000.- zurückerstattet.  

3.  

Die Vorinstanz wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Parteient-

schädigung von Fr. 8'400.- (inkl. Mehrwertsteuer und Auslagen) zu bezah-

len. 

4.  

Dieser Entscheid geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde; Beilage: Rückerstattungs-

formular) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. 0519, Spitalliste 2012; Gerichtsurkunde) 

– das Bundesamt für Gesundheit 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Daniel Stufetti Karin Wagner 

 

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