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**Case Identifier:** 14f20d3b-4599-5ead-87ef-ef585ad104ed
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-10-29
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 29.10.2014 810 2012 360 (810 12 360)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-2012-360_2014-10-29.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 29. Oktober 2014 (810 12 360) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Ausländerrecht 

 

 

Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung 
 
 
 
 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsrichter Niklaus 

Ruckstuhl, Markus Clausen, Christian Haidlauf, Beat Walther,  
Gerichtsschreiber i.V. Sebastian Rieger 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Alain Joset, Advokat 
  

 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, 4410 Liestal,  
Beschwerdegegner 
 
 

  
Betreff Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung  

(RRB Nr. 1987 vom 4. Dezember 2012) 
 
 
 
A. A.____, geboren 1972 und jamaikanischer Staatsangehöriger, reiste im Juli 2001 als 
Tourist von Deutschland in die Schweiz ein. Er wurde am 28. März 2002 und erneut am 
25. März 2003 nach rechtswidrigem Aufenthalt in der Schweiz nach Deutschland ausgeschafft. 
Nachdem das Bundesamt für Ausländerfragen (heute: Bundesamt für Migration, BFM) die Ein-
reisesperre aufgehoben hatte, reiste er am 2. Mai 2003 mit gültiger Einreiseerlaubnis in die 

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Schweiz ein zur Vorbereitung der Eheschliessung mit der Schweizer Bürgerin B.____. Nach der 
am 23. Mai 2003 erfolgten Trauung erhielt er vom Migrationsamt des Kantons C.____ eine Auf-
enthaltsbewilligung zum Verbleib bei seiner Ehefrau im Kanton C.____. 
 
B. Im Oktober 2006 gaben die Eheleute ihre eheliche Gemeinschaft auf. In der Folge 
wies das Migrationsamt des Kantons C.____ A.____s Gesuch um Verlängerung der Aufent-
haltsbewilligung mit Verfügung vom 8. August 2007 ab, wogegen dieser beim Regierungsrat 
des Kantons C.____ rekurrierte. Die Ehe wurde am 5. Februar 2009 auf gemeinsames Begeh-
ren der Ehegatten geschieden. 
 
C. Noch während des hängigen Rekursverfahrens heiratete A.____ am 25. September 
2009 die Schweizer Bürgerin D.____. Per 1. November 2009 zog er zu seiner neuen Ehefrau 
nach E.____ und erhielt am 14. Dezember 2009 vom Amt für Migration des Kantons Basel-
Landschaft (AfM) eine Aufenthaltsbewilligung, worauf das im Kanton C.____ hängige Rekurs-
verfahren am 21. Dezember 2009 zufolge Gegenstandslosigkeit abgeschrieben wurde. Der Ehe 
sind bis heute zwei Söhne (F.____, geb. 2011 und G.____, geb. 2012) entsprungen. 
 
D. A.____ ist während seines Aufenthalts in der Schweiz gemäss Strafregister u.a. zu 
einer teilbedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von 27 Monaten, davon zwölf Monate unbedingt 
vollziehbar, bei einer Probezeit von vier Jahren, wegen mehrfacher Gefährdung des Lebens 
und mehrfacher einfacher Körperverletzung mit einem gefährlichen Gegenstand verurteilt wor-
den (Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 13./14. September 2011). 
 
E. Mit Verfügung vom 30. Juli 2012 verweigerte das AfM die Verlängerung der Aufent-
haltsbewilligung von A.____ und wies ihn umgehend, spätestens auf den Zeitpunkt seiner (be-
dingten) Entlassung aus dem Strafvollzug, aus der Schweiz weg. Als Begründung wurden im 
Wesentlichen die gegen ihn rechtskräftig ausgesprochene mehrjährige Freiheitsstrafe vom 
13./14. September 2011 sowie sein schwerwiegender Verstoss gegen die öffentliche Sicherheit 
und Ordnung vorgebracht. 
 
F. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten durch Helena Hess, Advokatin, am 
10. August 2012 Beschwerde beim Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft (Regierungs-
rat). Mit Beschluss Nr. 1987 vom 4. Dezember 2012 wies der Regierungsrat die Beschwerde 
gegen die Verfügung des AfM vom 10. August 2012 ab. 
 
G. Mit Eingabe vom 17. Dezember 2012 hat A.____, neu vertreten durch Alain Joset, 
Advokat, gegen den Regierungsratsbeschluss vom 4. Dezember 2012 Beschwerde beim Kan-
tonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), eingereicht. Er 
beantragt, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und das AfM sei anzuweisen, dem Be-
schwerdeführer eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen.  
 
H. In seiner Vernehmlassung vom 12. März 2013 beantragt der Regierungsrat, die Be-
schwerde sei unter o/e-Kostenfolge abzuweisen.  
 

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I. Mit präsidialer Verfügung vom 27. März 2013 wurde der Fall der Kammer zur Beur-
teilung überwiesen. Am 5. Juni 2013 fand die Parteiverhandlung in Anwesenheit der Beteiligten 
statt. Im Anschluss an die Hauptverhandlung gab das Kantonsgericht mit Beschluss vom 5. Juni 
2013 eine psychiatrische Begutachtung des Beschwerdeführers betreffend Rückfallgefahr in 
Auftrag. Zu diesem Zweck wurde das Verfahren ausgestellt.  
 
J. Mit Verfügung vom 26. Juni 2013 wurde Prof. Dr. med. H.____, forensischer Psychi-
ater, als Gutachter ernannt. Am 20. August 2013 wurden ihm die Gutachterfragen unterbreitet. 
 
K. Am 25. Juli 2014 ist das in Auftrag gegebene Gutachten beim Kantonsgericht ein-
gegangen. Mit Schreiben vom 30. Juli 2014 wurde das Gutachten den Parteien zur Kenntnis-
nahme übersendet. Zugleich erhielten die Parteien Frist zur Stellungnahme.  
 
L. Mit Schreiben vom 20. August 2014 hält der Regierungsrat vollumfänglich an den 
gestellten Rechtsbegehren fest. Mit Schreiben vom 12. September 2014 verzichtete der Be-
schwerdeführer vorerst auf eine schriftliche Stellungnahme. Mit Schreiben vom 3. Oktober 2014 
liess er sich bezüglich Gutachten vernehmen und beantragte gleichzeitig die erneute Durchfüh-
rung einer Parteiverhandlung. Eventualiter sei festzulegen, dass sich die beurteilende Kammer 
gleich zusammensetzt wie anlässlich der bereits durchgeführten Parteiverhandlung vom 5. Juni 
2013. 
 
M. Mit Verfügung vom 7. Oktober 2014 wies das Kantonsgericht sowohl das Gesuch 
bezüglich der Durchführung einer erneuten Parteiverhandlung wie auch das Eventualbegehren 
bezüglich der Zusammensetzung der Kammer ab. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g: 
 
1. Gemäss § 47 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungspro-
zessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist zur Beschwerde befugt, wer durch die ange-
fochtene Verfügung oder den angefochtenen Entscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Inte-
resse an dessen Änderung oder Aufhebung hat. Da der Beschwerdeführer Adressat des ange-
fochtenen Entscheides ist und ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung hat, die üb-
rigen formellen Voraussetzungen erfüllt und sowohl die örtliche wie auch die sachliche Zustän-
digkeit des Kantonsgerichts gegeben sind, ist auf die vorliegende Beschwerde einzutreten. 
 
2. Bei der Beurteilung der vorliegenden verwaltungsgerichtlichen Beschwerde ist die 
Kognition des Kantonsgerichts gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b VPO darauf beschränkt, den 
angefochtenen Entscheid hinsichtlich allfälliger Rechtsverletzungen zu überprüfen bzw. zu prü-
fen, ob der Beschwerdegegner ein allfälliges Ermessen rechtsfehlerhaft ausgeübt hat. Des Wei-
teren kann beurteilt werden, ob dieser den Sachverhalt unrichtig oder unvollständig festgestellt 
hat. Die Überprüfung der Angemessenheit dagegen ist dem Kantonsgericht verwehrt (§ 45 
Abs. 1 lit. c VPO e contrario). 
 

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3. Streitgegenstand bildet vorliegend die Frage, ob die Nichtverlängerung der Aufenthalts-
bewilligung des Beschwerdeführers und dessen Wegweisung aus der Schweiz zu Recht erfolg-
ten. 
 
3.1 Eine ausländische Person ist zur Anwesenheit in der Schweiz nur berechtigt, wenn sie 
eine Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung besitzt oder wenn sie keiner solchen bedarf 
(Art. 10 und 11 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG] vom 
16. Dezember 2005; vgl. auch Art. 2 AuG). Die zuständige kantonale Behörde entscheidet ge-
mäss Art. 18 ff. und 27 ff. AuG im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften und Verträge mit dem 
Ausland nach freiem Ermessen über die Zulassung zu einem Aufenthalt mit oder ohne Erwerbs-
tätigkeit. Einen Rechtsanspruch auf die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung hat die ausländi-
sche Person somit grundsätzlich nicht, es sei denn, das AuG oder völker-rechtliche Verpflich-
tungen sehen dies vor (BGE 133 I 185 E. 2.3; PETER UEBERSAX in: Peter Uebersax/Beat Ru-
din/Thomas Hugi Yar/Thomas Geiser [Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel 2009, Rz. 7.84 ff.). 
 
3.2 Zunächst ist festzuhalten, dass zwischen der Schweiz und Jamaika keine staatsvertrag-
liche Vereinbarung besteht, welche dem Beschwerdeführer einen Anspruch auf Aufenthalt in 
der Schweiz einräumen würde. 
 
3.3 Das nationale Recht sieht in Art. 42 Abs. 1 AuG vor, dass ausländische Ehegatten von 
Schweizerinnen und Schweizern einen Bewilligungsanspruch haben, wenn sie mit diesen zu-
sammenwohnen. Die Ehegatten leben unbestritten mit ihren beiden Söhnen zusammen, wes-
halb von einem grundsätzlichen gesetzlichen Anspruch des Beschwerdeführers auf Bewilli-
gungsverlängerung auszugehen ist. 
 
3.4 Aus dem in Art. 8 Ziff. 1 EMRK sowie dem inhaltlich gleichwertigen Art. 13 Abs. 1 BV 
geschützten Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens können ausländische Staatsan-
gehörige in besonderen Fällen einen Anspruch auf Aufenthalt oder Verbleib in einem andern 
Staat ableiten, wenn eine staatliche Entfernungsmassnahme zur Trennung von Familienmitglie-
dern führt (vgl. ANDREAS ZÜND/THOMAS HUGI YAR, Aufenthaltsbeendende Massnahmen im 
schweizerischen Ausländerrecht, insbesondere unter dem Aspekt des Privat- und Familienle-
bens, EuGRZ 2013, S. 10 ff.; BGE 135 I 153 E. 2.1). Diese Garantien können somit dann ver-
letzt sein, wenn einer ausländischen Person, deren Familienangehörige in der Schweiz weilen, 
die Anwesenheit untersagt und damit das gemeinsame Familienleben vereitelt wird. Gemäss 
ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung zu Art. 8 EMRK müssen die sich hierzulande 
aufhaltenden Angehörigen über ein gefestigtes Anwesenheits-recht verfügen. Dies ist insbe-
sondere der Fall, wenn sie das Schweizer Bürgerrecht oder eine Niederlassungsbewilligung 
besitzen oder über eine Aufenthaltsbewilligung verfügen, die ihrerseits auf einem gefestigten 
Rechtsanspruch beruht. Zudem müssen diese Personen zur Kernfamilie gehören und es muss 
eine enge, tatsächliche und intakte Beziehung zu ihnen bestehen (vgl. BGE 135 I 143 E. 1.3.1; 
BGE 130 II 281 E. 3.1; BGE 127 II 60 E. 1d/aa). Ein staatlicher Eingriff in das Recht auf Ach-
tung des Familienlebens liegt indessen regelmässig nicht vor, wenn den Angehörigen zugemu-
tet werden kann, ihre Beziehung im Ausland zu leben. Sowohl die Ehefrau als auch die minder-
jährigen Söhne des Beschwerdeführers verfügen über das Schweizer Bürgerrecht. Zwischen 

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dem Beschwerdeführer und seiner Familie besteht eine enge und intakte Beziehung. Es ist den 
Familienangehörigen nicht ohne weiteres zumutbar, dem Beschwerdeführer ins Ausland zu 
folgen. Daher ist davon auszugehen, dass eine Wegweisung zur Trennung der Familie führen 
würde, weshalb von einem Eingriff in den Schutzbereich von Art. 8 Ziff. 1 EMRK auszugehen 
ist.  
 
4. Indes gelten weder der gesetzliche Anspruch auf Aufenthalt nach Art. 42 Abs. 1 AuG 
noch der grundrechtliche Anspruch auf Familienleben nach Art. 8 Ziff. 1 EMRK absolut. 
 
4.1 Gemäss Art. 51 Abs. 1 lit. b AuG entfällt der Anspruch nach Art. 42 Abs. 1 AuG, wenn 
Widerrufsgründe nach Art. 63 AuG vorliegen. Widerrufsgründe liegen unter anderem dann vor, 
wenn die ausländische Person zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt wurde (Art. 63 
Abs. 1 lit. a AuG i.V.m. Art. 62 lit. b AuG) oder wenn die ausländische Person in schwerwiegen-
der Weise gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung verstossen hat oder diese gefährdet 
(Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG). 
 
4.2 Der Beschwerdeführer wurde mit Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 13./14. Septem-
ber 2011 wegen mehrfacher Gefährdung des Lebens sowie wegen mehrfacher qualifizierter 
Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von 27 Monaten und damit zu einer längerfristigen 
Freiheitsstrafe verurteilt. Der Widerrufsgrund nach Art. 63 Abs. 1 lit. a AuG i.V.m. Art. 62 lit. b 
AuG ist damit erfüllt, was auch vom Beschwerdeführer zu Recht nicht bestritten wird. Demzufol-
ge muss nicht mehr geprüft werden, ob das Verhalten des Beschwerdeführers zugleich als 
schwerwiegender Verstoss gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung im Sinne von Art. 63 
Abs. 1 lit. b AuG zu werten ist, zumal dieser Widerrufsgrund in der vorliegenden Konstellation 
nur subsidiär zur Anwendung kommt (vgl. BGE 135 II 377 E. 4.2). Der gesetzliche Anwesen-
heitsanspruch ist damit grundsätzlich erloschen. 
 
4.3 Die Verurteilung zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe rechtfertigt dem Grundsatz nach 
gleichzeitig einen Eingriff in den grundrechtlich begründeten Anwesenheitsanspruch, denn der 
angefochtene Entscheid stützt sich auf eine gesetzliche Grundlage und er bezweckt die Auf-
rechterhaltung der öffentlichen Ordnung sowie die Verhinderung weiterer strafbarer Handlun-
gen. Dieser verfolgt damit öffentliche Interessen, die in Art. 8 Ziff. 2 EMRK ausdrücklich erwähnt 
sind (ZÜND/HUGI YAR, a.a.O., S. 6). 
 
5. Das Vorliegen von Erlöschensgründen nach Art. 51 AuG und von Rechtfertigungs-
gründen nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK führt nicht automatisch zum Erlöschen der eingeräumten 
Rechtsansprüche auf Erteilung und Verlängerung ausländerrechtlicher Bewilligungen. Viel-mehr 
rechtfertigt sich die Nichterteilung resp. Nichtverlängerung und die damit verbundene Wegwei-
sung (vgl. Art. 64 Abs. 1 lit. c AuG) nach Art. 96 Abs. 1 AuG nur dann, wenn diese Massnahme 
im Einzelfall gestützt auf eine umfassende Güterabwägung verhältnismässig erscheint. Dabei 
sind alle Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen und die öffentlichen und privaten Interes-
sen sorgfältig gegeneinander abzuwägen (MARTINA CARONI, in: Martina Caroni/Thomas Gäch-
ter/Daniela Thurnherr [Hrsg.], Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer, Bern 
2010, Art. 51 Rz. 3; ANDREAS ZÜND/LADINA ARQUINT HILL, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser 

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[Hrsg.], a.a.O., Rz. 8.48). Verlangt ist insofern eine Abwägung der sich gegenüberstehenden 
privaten Interessen an der Erteilung der Bewilligung und der öffentlichen Interessen an deren 
Verweigerung, wobei Letztere in dem Sinne überwiegen müssen, dass sich der Eingriff als not-
wendig erweist. Analoge Voraussetzungen ergeben sich aus Art. 36 BV im Hinblick auf einen 
Eingriff in Art. 13 BV und aus Art. 8 Ziff. 2 EMRK im Hinblick auf einen Eingriff in Art. 8 EMRK 
(vgl. BGE 135 I 143 E. 2.1 mit Hinweisen). Gleich wie Art. 96 Abs. 1 AuG verlangt auch die 
EMRK in diesem Zusammenhang eine Abwägung der privaten Interessen an der Verlängerung 
der Bewilligung und den öffentlichen Interessen an deren Nichtverlängerung. Der Europäische 
Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) stützt sich bei der Beurteilung der Zulässigkeit aufent-
haltsbeendender Massnahmen im Rahmen von Art. 8 Ziff. 2 EMRK auf die gleichen Aspekte 
wie die bundesgerichtliche Praxis (ZÜND/HUGI YAR, a.a.O., S. 13; BGE 139 I 31 E. 2.3.3). Dar-
aus folgt, dass eine Massnahme, die sich im Sinne von Art. 96 Abs. 1 AuG als verhältnismässig 
erweist, grundsätzlich auch der Prüfung nach Art. 8 EMRK standhält (vgl. Urteil des BGer 
2C_218/2010 vom 27. Juli 2010 E. 4). 
 
5.1 Im Rahmen der Interessenabwägung sind nach der bundesgerichtlichen Praxis nament-
lich die Schwere des Delikts und des Verschuldens des Betroffenen, der seit der Tat vergange-
ne Zeitraum, das Verhalten des Ausländers während diesem, der Grad der Integration bzw. die 
Dauer der bisherigen Anwesenheit sowie die dem Betroffenen und seiner Familie drohenden 
Nachteile zu berücksichtigen. Ähnliche Vorgaben ergeben sich auch aus der Praxis des Euro-
päischen Gerichtshofs für Menschenrechte (ZÜND/HUGI YAR, a.a.O., S. 12 f.; BGE 135 II 377 
E. 4.3). Demgemäss sind die Natur und die Schwere der begangenen Delikte sowie die seit der 
Tatbegehung verstrichene Zeit und das seitherige Verhalten der betreffenden Person zu be-
rücksichtigen. Von Bedeutung sind auch die Dauer des Aufenthaltes der ausländischen Person 
im Gastgeberstaat und die Intensität ihrer sozialen, kulturellen und familiären Bindungen sowohl 
im Gastgeberstaat als auch im Heimatland. Ebenso ist die familiäre Situation des Betroffenen 
zu beachten, namentlich die Dauer seiner Ehe, die Staatsangehörigkeit sämtlicher beteiligter 
Personen sowie übrige Umstände, welche Rückschlüsse auf die effektive Natur der Paarbezie-
hung erlauben. Massgebend ist weiter, ob die Ehegattin bzw. der Ehegatte der betreffenden 
ausländischen Person bei Aufnahme der familiären Beziehung von deren deliktischen Handlun-
gen gewusst hatte. Ferner spielt auch eine Rolle, welche Probleme die Ehefrau resp. der Ehe-
mann bei einer gemeinsamen Ausreise ins Heimatland des Partners zu gegenwärtigen hätte. 
Zu prüfen ist sodann, ob aus der Beziehung Kinder hervorgegangen sind und in welchem Alter 
sich diese gegebenenfalls befinden. Insbesondere sind auch die Interessen und das Wohl der 
Kinder des Betroffenen von Bedeutung, wobei namentlich deren mutmasslichen Schwierigkei-
ten bei der Rückkehr in ihr Heimatland Rechnung zu tragen ist (vgl. Urteil des EGMR Kissiwa 
Koffi gegen die Schweiz [38005/07] vom 15. November 2012 § 63; Urteil des EGMR Boultif ge-
gen die Schweiz [54273/00] vom 2. August 2001 § 48). 
 
5.2 Bei Ausländern, welche sich wie der Beschwerdeführer nicht auf das Abkommen vom 
21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäi-
schen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit (FZA) beru-
fen können, darf im Rahmen der Interessenabwägung abgesehen von der aktuellen Gefähr-
dung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit, die von der betroffenen Einzelperson ausgeht, 

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namentlich auch generalpräventiven Gesichtspunkten Rechnung getragen werden (BGE 130 II 
176 E. 4.2-4.4; Urteil des BGer 2C_963/2012 vom 1. April 2013 E. 5.1.3). In diesem Zusam-
menhang ist auch auf die Bestimmungen von Art. 121 Abs. 3-6 BV hinzuweisen. Gemäss die-
sen Bestimmungen verlieren Ausländerinnen und Ausländer unabhängig von ihrem ausländer-
rechtlichen Status ihr Aufenthaltsrecht sowie alle Rechtsansprüche auf Aufenthalt in der 
Schweiz, wenn sie unter anderem wegen "eines anderen Gewaltdelikts" rechtskräftig verurteilt 
worden sind (Art. 121 Abs. 3 lit. a BV). Zwar sind diese Bestimmungen gemäss der bundesge-
richtlichen Rechtsprechung nicht direkt anwendbar, das Bundesgericht hat aber festgehalten, 
der vom Verfassungsgeber zum Ausdruck gebrachten Wertung sei insoweit Rechnung zu tra-
gen, als dies zu keinem Widerspruch zu übergeordnetem Recht bzw. zu keinen Konflikten mit 
dem Beurteilungsspielraum führe, den der EGMR den einzelnen Konventionsstaaten bei der 
Umsetzung ihrer Migrations- und Ausländerpolitik zugestehe. In diesem Rahmen kann die er-
forderliche Interessenabwägung jedoch nicht schematisierend auf einzelne im Verfassungsrecht 
mehr oder weniger klar umschriebene Anlasstaten reduziert werden, ohne dass der Strafhöhe 
und den weiteren zur Rechtfertigung des mit der Aufenthaltsbeendigung verbundenen Eingriffs 
in das Privat- und Familienleben erforderlichen Aspekten Rechnung getragen wird (BGE 139 I 
16 E. 5.3; BGE 139 I 31 E. 2.3.2). 
 
6. Somit bleibt nachfolgend anhand der dargelegten Rechtslage zu prüfen, wie unter 
Berücksichtigung der konkreten Umstände des vorliegenden Einzelfalles die öffentlichen Inte-
ressen an einer Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und einer Wegweisung des Be-
schwerdeführers im Gegensatz zu den privaten Interessen des Beschwerdeführers an einem 
Verbleib bei seiner Familie in der Schweiz zu gewichten sind.  
 
6.1 Der Beschwerdeführer ist während seines Aufenthaltes in der Schweiz mehrfach 
strafrechtlich in Erscheinung getreten. So erfolgte eine Verurteilung zu einer bedingten Gefäng-
nisstrafe von 30 Tagen, bei einer Probezeit von zwei Jahren, wegen Vergehen gegen das Bun-
desgesetz über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer (Strafmandat der Bezirksanwalt-
schaft Zürich vom 27. März 2002). Daraufhin folgte einer Verurteilung per Strafmandat der Be-
zirksanwaltschaft Uster zu einer Busse von Fr. 600.-- wegen Entwendung eines Motorfahrzeu-
ges zum Gebrauch und Fahrens ohne Führerschein (9. Dezember 2004). Am 15. März 2005 
wurde der Beschwerdeführer zu einer bedingten Gefängnisstrafe von 30 Tagen, bei einer Pro-
bezeit von drei Jahren, wegen Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte verurteilt 
(Strafmandat der Staatsanwaltschaft Zürich Limmat). Es folgte eine Verurteilung zu einer unbe-
dingten Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu Fr. 60.-- wegen einfacher Körperverletzung, Dro-
hung und Tätlichkeiten im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt (Strafmandat der Staatsan-
waltschaft See / Oberland vom 26. August 2008). Danach erfolgte die für die Nichtverlängerung 
der Aufenthaltsbewilligung ursächliche Verurteilung zu einer teilbedingt vollziehbaren Freiheits-
strafe von 27 Monaten, davon zwölf Monate unbedingt vollziehbar, bei einer Probezeit von vier 
Jahren, wegen mehrfacher Gefährdung des Lebens und mehrfacher einfacher Körperverletzung 
mit einem gefährlichen Gegenstand. Das Bezirksgericht Zürich hat im betreffenden Urteil vom 
13./14. September 2011 sachverhaltlich festgehalten, zwei Personen hätten die Fensterscheibe 
seines parkierten Autos eingeschlagen, woraufhin der Beschwerdeführer mit einem Kollegen 
die beiden Personen verfolgt und mit einem scharfen Gegenstand erheblich verletzt habe. Das 

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Bezirksgericht führt dazu aus, er habe das geschützte Rechtsgut der physischen Integrität der 
Opfer erheblich beeinträchtigt. Zwar möge der Beschwerdeführer durch das Vorverhalten der 
Opfer (Einschlagen der Autoscheibe) erschrocken und aufgewühlt gewesen sein, dennoch sei 
das Verhalten des Beschwerdeführers von pönaler Relevanz und nicht zu bagatellisieren. Das 
Verschulden wiege schwer und das Vorgehen des Beschwerdeführers sei verwerflich und zeu-
ge von einer erheblichen Gewaltbereitschaft und Abgebrühtheit. Auch in ausländerrechtlicher 
Hinsicht wiegt sein Verschulden schwer. Er ist mehrfach wegen Delikten gegen Leib und Leben 
verurteilt worden. Im Hinblick auf dieses nicht zu entschuldigende strafrechtliche Verhalten und 
die weiteren Vorstrafen besteht grundsätzlich ein gewichtiges öffentliches Sicherheitsinteresse 
der Schweiz an der Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und an einer Wegweisung 
des Beschwerdeführers.  
 
6.2 Dem sind die privaten Interessen des Beschwerdeführers an einem Verbleib in der 
Schweiz gegenüberzustellen. Der Beschwerdeführer hält sich seit nunmehr über zehn Jahren 
(legal) in der Schweiz auf. In dieser Zeit hat er sich hier nach anfänglichen Schwierigkeiten eine 
stabile Existenz aufgebaut und sich insgesamt ausserordentlich gut integriert. Er lebt seit mehr 
als fünf Jahren mit seiner Ehefrau in einer intakten ehelichen Beziehung, aus der zwei Kinder 
hervorgegangen sind. Er kommt für den Lebensunterhalt der Familie auf. Weiter erweist er sich 
auch im erweiterten Familienverband als wichtige und geschätzte Stütze, die als liebevoller 
Ehemann und Vater das Familienleben tatsächlich lebt und positiv prägt (vgl. Schreiben der 
Schwiegereltern vom 20. Juli 2012). Auch als Nachbar wird der Beschwerdeführer gemäss ei-
nem bei den Akten liegenden Schreiben sehr geschätzt. Mit seinem fröhlichen Wesen und sei-
ner Hilfsbereitschaft erweise er sich als Freund und als wertvolles Mitglied der nachbarlichen 
Gemeinschaft (vgl. Schreiben der Familie I.____ vom 22. Juni 2012). Der Beschwerdeführer 
beherrscht des Weiteren die deutsche Sprache und Mundart gut, wovon sich das Gericht an-
lässlich der (ohne Dolmetscher durchgeführten) Parteiverhandlung überzeugen konnte. Ge-
mäss den Angaben beider Eheleute sowie der Schwiegereltern wird innerhalb der Familie 
hauptsächlich deutsch gesprochen. Auch in wirtschaftlicher Hinsicht hat sich der Beschwerde-
führer vorbildlich integriert. Seit seiner Einreise war er stets erwerbstätig und ist für seinen Le-
bensunterhalt selbst aufgekommen. Er war nie arbeitslos, auf Sozialhilfe angewiesen oder ver-
schuldet. Er hat sich zudem vom einfachen Handlanger zum spezialisierten Bohrmeister für 
Erdsondenbohrungen hochgearbeitet und erweist sich heute als wichtige und geschätzte Fach-
kraft, wie sein Arbeitgeber in den eingereichten Zwischenzeugnissen vom 30. Mai 2013 und 
vom 2. Oktober 2014 bestätigt. Dieser stellte ihn denn auch nach der Entlassung aus der Un-
tersuchungshaft umgehend wieder ein. Er attestiert ihm eine ruhige und höfliche Art, die von 
Mitarbeitern wie Kunden geschätzt werde. Der Beschwerdeführer ist somit bestens in den Ar-
beitsmarkt integriert. Zu seinem Heimatland bestehen hingegen nur noch schwache Verbindun-
gen. Ein grosser Teil seiner Familie ist in die Vereinigten Staaten ausgewandert. In Jamaika 
leben noch sein Vater und zwei Schwestern, zu diesen besteht aber lediglich sporadischer tele-
fonischer Kontakt. Seit seiner Einreise in die Schweiz hat der Beschwerdeführer seinen Hei-
matstaat nachgewiesenermassen nur einmal - für drei Wochen im Rahmen der Hochzeitsreise 
im Jahre 2010 - besucht. Es erscheint aufgrund dieser Umstände durchaus nachvollziehbar, 
dass ihm sein Herkunftsland inzwischen fremd geworden ist. Bei einer Rückkehr wäre somit mit 
grossen Integrationsschwierigkeiten zu rechnen. Dem Beschwerdeführer ist angesichts dieser 

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Gesamtumstände ein aussergewöhnlich grosses Interesse am Verbleib in der Schweiz zuzuge-
stehen. 
 
Eine Wegweisung des Beschwerdeführers hätte auch gravierende Auswirkungen auf seine 
Ehefrau und Kinder. Die Ehefrau hat als Schweizer Bürgerin grundsätzlich ein Interesse daran 
und einen Anspruch, ihr Leben in der Schweiz zu führen. Eine allfällige Integration der Ehefrau 
in Jamaika wäre offenkundig mit grossen Schwierigkeiten verbunden, eine Ausreise mit dem 
Beschwerdeführer erscheint daher nicht zumutbar. Zudem haben die Ehegatten vor Begehung 
der verfahrensauslösenden Straftat geheiratet. Die Ehefrau musste zu diesem Zeitpunkt also 
nicht mit einer Wegweisung des Beschwerdeführers rechnen. Die Söhne des Beschwerdefüh-
rers sind Schweizer Bürger und haben ebenfalls ein augenfälliges Interesse daran, in der 
Schweiz zu leben, nicht zuletzt um von den hiesigen Ausbildungsmöglichkeiten und den allge-
meinen Lebensbedingungen zu profitieren. Müssten die Kinder mit dem Beschwerdeführer die 
Schweiz heute verlassen, wäre bei einer späteren Rückkehr vermehrt mit Integrationsschwie-
rigkeiten zu rechnen (vgl. BGE 135 I 143 E. 4.3). Es ist nach dem Gesagten damit zu rechnen, 
dass die Wegweisung des Beschwerdeführers zu einer Trennung der Familie führen würde. 
Aufgrund der Distanz zwischen der Schweiz und Jamaika wäre die Beziehung nur unter er-
schwerten Bedingungen und wohl nur mittels elektronischen Kommunikationsmitteln aufrecht zu 
erhalten. Die beiden Kinder müssten somit weitgehend ohne ihren Vater aufwachsen. Eine 
Wegweisung des Beschwerdeführers hätte somit schwerwiegende Nachteile für seine gesamte 
Familie und insbesondere seine Kinder zur Folge. Damit hat auch die Familie des Beschwerde-
führers ein gewichtiges Interesse an dessen Verbleib in der Schweiz. 
 
6.3 Neben den oben genannten und zu berücksichtigenden Umständen sind auch das 
Verhalten des Beschwerdeführers seit der Tat sowie die Gefahr künftiger Delinquenz zu beach-
ten. Eine positive Legalprognose ist wie die abzuwägenden Interessen ebenfalls im Rahmen 
der Verhältnismässigkeit zu berücksichtigen (Urteil des BGer 2C_218/2010 vom 27. Juli 2010 
E. 3.3.1 mit weiteren Hinweisen). Die verfahrensauslösende Straftat wurde am 12. Dezember 
2009 begangen, seither hat sich der Beschwerdeführer wohl verhalten und ist nicht mehr nega-
tiv in Erscheinung getreten. Sein Verhalten im Strafvollzug gab zu keinen aktenkundigen Bean-
standungen Anlass. Der Beschwerdeführer hat ausserdem freiwillig an einer Gewalttherapie 
teilgenommen. Diesbezüglich wurden ihm vom Therapeut gute Fortschritte attestiert (vgl. Gut-
achten vom 22. Juli 2014, S. 14). Seit der Entlassung aus dem Strafvollzug setzt er die psycho-
therapeutische Behandlung aus eigener Initiative auf privater Basis fort (vgl. Bestätigungs-
schreiben von J.____, Fachpsychologe für Psychotherapie VBS/SPV, vom 11. Juni 2014). Auch 
hat der Beschwerdeführer die vollständige Abzahlung der ihm im Strafverfahren auferlegten 
Schadenersatz- und Genugtuungszahlungen sowie der weiteren Kosten belegt und damit eine 
lückenlose Aufarbeitung der aus der Verurteilung resultierenden finanziellen Folgen dargelegt. 
Zudem hat der Beschwerdeführer anlässlich der Parteiverhandlung vom 5. Juni 2013 seine 
Reue glaubhaft zum Ausdruck gebracht. Das Verhalten des Beschwerdeführers seit der Tat 
erscheint daher als positiv. 
 
6.4 Bezüglich der Legalprognose führte das Bezirksgericht Zürich im Urteil vom 
13./14. September 2011 aus, einerseits bestünden mit Blick auf das bisherige Verhalten Be-

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denken, dem Beschwerdeführer eine günstige Prognose zu stellen, andererseits befände er 
sich nun in einem stabilen familiären Umfeld, er habe sich seit der Tat wohl verhalten und sei 
beruflich integriert, weshalb ihm im Sinne einer letzten Chance der teilbedingte Strafvollzug zu 
gewähren sei. Das Gutachten vom 22. Juli 2014 hält zunächst fest, es bestehe beim Beschwer-
deführer keine Persönlichkeitsstörung und auch keine andere psychiatrische Störung. Zudem 
geht aus dem selbigen hervor, der Beschwerdeführer habe freiwillig und auf Empfehlung des 
Vollzugszentrums K.____ über die Anlaufstelle für häusliche Gewalt in L.____ an der Gruppen-
therapie teilgenommen. Der Gewaltpädagoge habe auf Frage des Gutachters keine psychi-
schen Störungen diagnostizieren können und sehe kein spezifisches Risikoverhalten. Gemäss 
der Auskunft des Gewaltpädagogen habe der Beschwerdeführer gelernt, sich nicht mehr provo-
zieren zu lassen, sondern deeskalierend zu agieren. Der Gutachter kommt in der Gesamtwürdi-
gung zum Schluss, der Beschwerdeführer scheine in seiner Persönlichkeit gefestigt zu sein, 
insbesondere hinsichtlich Impulsivität und der Schwelle, sich provozieren zu lassen. Im straf-
rechtlichen Sinne könne von einer erfolgreichen Bewährung im sozialen Alltag gesprochen wer-
den. Der Gutachter führt bezüglich Rückfallrisiko aus, im Vergleich zu einer entsprechenden 
einschlägig vorbestraften Täterpopulation erscheine die einschlägige Rückfallwahrscheinlichkeit 
beim Beschwerdeführer, d.h. die Wahrscheinlichkeit der Begehung erneuter strafbarer Hand-
lungen gegen Leib und Leben von Drittpersonen, als unterdurchschnittlich bis eher gering. An-
haltspunkte für eine substantiell erhöhte Wahrscheinlichkeit für das Begehen anderer strafbarer 
Handlungen, wie Eigentumsdelikte oder Handlungen gegen die sexuelle Integrität, hätten die 
Untersuchungen keine ergeben. Im Vergleich zu nicht vorbestraften gleichaltrigen, in der 
Schweiz wohnhaften Männern müsse hingegen das einschlägige Rückfallrisiko als leichtgradig 
erhöht dargestellt werden (vgl. Gutachten vom 22. Juli 2014, S. 21 f.). 
 
6.5 Diese Kombination aus oben benannten externen protektiven Momenten, die insbe-
sondere durch das soziale und familiäre Umfeld des Beschwerdeführers geprägt sind und be-
reits im Strafurteil erwähnt wurden, sowie aus internen gutachterlich bestätigten Verbesse-
rungen des Verhaltens und der Frustrationstoleranz erscheint die Erwartung zuzulassen, dass 
der Beschwerdeführer in einer vergleichbaren Situation wie bei der Tatbegehung am 12. De-
zember 2009 nicht mehr mit einer Kurzschlusshandlung reagieren würde. Die positive Entwick-
lung sowie die prognostische Einschätzung komplementieren das Bild einer geläuterten und gut 
integrierten Person. Damit wird dem Sicherheitsbedürfnis der Schweiz, künftige Straftaten zu 
verhindern und die Bevölkerung vor solchen zu schützen, genügend Rechnung getragen. Die 
aussergewöhnlich gewichtigen privaten Interessen des Beschwerdeführers an einem weiteren 
Aufenthalt überwiegen deshalb im vorliegenden Einzelfall gesamthaft gesehen das öffentliche 
Interesse an einer Wegweisung, zumal der Beschwerdeführer nie ausländerrechtlich verwarnt 
worden ist. Vor diesem Hintergrund sind die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und 
Wegweisung des Beschwerdeführers als unverhältnismässig zu qualifizieren und stellen eine 
Verletzung von Art. 96 AuG bzw. Art. 8 Ziff. 2 EMRK dar. 
 
7. Zusammenfassend erweisen sich die Nichtverlängerung und die Wegweisung des 
Beschwerdeführers aus der Schweiz im Hinblick auf dessen bemerkenswerten Wandel als un-
verhältnismässig. Der Beschwerdeführer hat sich seit der Straftat vom 12. Dezember 2009 
- damit seit nunmehr fast fünf Jahren - wohl verhalten. Er ist sowohl wirtschaftlich wie auch so-

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zial gut integriert und lebt das Familienleben mit seiner Ehefrau und seinen beiden Kindern tat-
sächlich. Der Ehefrau des Beschwerdeführers ist es entgegen der Auffassung des Regierungs-
rates nicht zumutbar, ihrem Ehemann nach Jamaika zu folgen. Eine Wegweisung des Be-
schwerdeführers führt damit zwingend zur Trennung der Familie. Diese Trennung lässt sich im 
vorliegenden Fall nicht mit den Sicherheitsinteressen der Schweiz begründen, da diesen mit 
dem vorbildlichen Verhalten des Beschwerdeführers seit der letzten Delinquenz und der positi-
ven Legalprognose genügend Rechnung getragen wird. Gleichzeitig ist zu unterstreichen, dass 
an dieser Einschätzung wohl nicht festgehalten werden könnte, wenn der Beschwerdeführer in 
absehbarer Zeit erneut in relevanter Weise straffällig werden und damit das durch das Gericht 
in ihn gesetzte Vertrauen missbrauchen sollte. Die Beschwerde ist nach dem Gesagten gutzu-
heissen und das AfM anzuweisen, die Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers zu ver-
längern. 
 
8. Es bleibt über die Kosten des vorliegenden Verfahrens zu befinden. 
 
8.1 Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor Kantonsgericht kostenpflichtig. Die 
Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der 
Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass, nicht jedoch der Vorinstanz, auf-
erlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Demzufolge sind keine Verfahrenskosten zu erheben.  
 
8.2 Der ganz oder teilweise obsiegenden Partei kann gestützt auf § 21 Abs. 1 VPO für 
den Beizug einer Anwältin oder eines Anwalts eine angemessene Parteientschädigung zu Las-
ten der Gegenpartei zugesprochen werden. Der Beschwerdeführer macht in seiner Honorarnote 
vom 23. Oktober 2014 einen Zeitaufwand von 20.42 Stunden des Rechtsvertreters à Fr. 250.-- 
sowie von 10.08 Stunden des Volontärs à Fr. 200.-- geltend. Dazu beantragt er den Ersatz von 
Auslagen für 209 Kopien à Fr. 2.-- sowie für Porti und Telefonate in der Höhe von Fr. 118.--. 
Sowohl der geltend gemachte Stundenansatz für die vom Volontär geleisteten Stunden wie 
auch die Auslagen erscheinen überhöht. Im vorliegenden Verfahren rechtfertigt sich ein Stun-
denaufwand von 20 Stunden zu einem Stundenansatz von Fr. 250.-- für den anwaltlichen Zeit-
aufwand und zehn Stunden zu einem reduzierten Stundenansatz von Fr. 100.-- für den Auf-
wand des Volontärs. Für die Massenkopien sind lediglich Fr. 0.50 pro Kopie einzusetzen, wes-
halb ein ebenfalls gekürzter Auslagenersatz von Fr. 222.50 (zzgl. MWST) und von Fr. 30.-- Ak-
teneinsichtsgebühr (mehrwertsteuerfrei) zugesprochen wird. Demzufolge hat der Regierungsrat 
dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers eine Parteientschädigung in der Höhe von 
Fr. 6‘750.30 (inkl. Auslagen und 8% Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 
  

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

 
://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Entscheid des Regierungsrates 

des Kantons Basel-Landschaft Nr. 1987 vom 9. Dezember 2012 aufge-
hoben. 

   
 2. Das Amt für Migration Basel-Landschaft wird angewiesen, die Aufent-

haltsbewilligung des Beschwerdeführers zu verlängern. 
   
 3. Die Angelegenheit wird zur Neuverlegung der Kosten des vorinstanzli-

chen Verfahrens an den Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft 
zurückgewiesen.  

   
 4. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben und der geleistete Kosten-

vorschuss in der Höhe von Fr. 2‘100.-- wird dem Beschwerdeführer zu-
rückerstattet. 

   
 5. Der Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft hat dem Beschwerde-

führer eine reduzierte Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 6‘750.30 
(inkl. Auslagen und 8% Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 
 
 
Präsidentin Gerichtsschreiber i.V.