# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8deb67b7-6a0c-5667-9a77-3c494fcf3379
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-02-06
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 06.02.2025 200 2023 474
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2023-474_2025-02-06.pdf

## Full Text

200 23 474 IV
KNB/COC/WSI

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 6. Februar 2025

Verwaltungsrichter Knapp, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Kölliker, Verwaltungsrichter Isliker
Gerichtsschreiberin Collatz

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 25. Mai 2023

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Feb. 2025, IV/23/474, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1984 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich im November 2019 unter Hinweis auf seit einem Sturz vom 
6. Juni 2019 bestehende Schmerzen und Entzündungen am rechten Arm, 
Rückenschmerzen und Schlafprobleme bei der Invalidenversicherung (IV) 
zum Leistungsbezug an (Akten der IV; Antwortbeilage [AB] 1 und 7.31). 
Nach erwerblichen und medizinischen Erhebungen wies die IV-Stelle Bern 
(IVB bzw. Beschwerdegegnerin) mit unangefochten gebliebener Verfügung 
vom 18. Dezember 2020 (AB 34) bei einem Invaliditätsgrad (IV-Grad) von 
4 % das Leistungsbegehren ab. 

Im März 2022 meldete sich die Versicherte unter Hinweis auf "chronische 
Erkrankungen" und eine "lang andauernde Arbeitsunfähigkeit über sechs 
Monaten" erneut bei der IV zum Leistungsbezug an (AB 37). Daraufhin 
führte die IVB medizinische und erwerbliche Erhebungen durch. Dabei liess 
sie die Versicherte auf Empfehlung des Regionalen Ärztlichen Dienstes 
(RAD; AB 52 ff.) durch PD Dr. med. C.________, Facharzt für Psychiatrie 
und Psychotherapie, und Dr. med. D.________, Facharzt für Rheumatolo-
gie und für Allgemeine Innere Medizin, bidisziplinär begutachten (Expertise 
vom 24. Januar 2023; AB 70.3). Mit Vorbescheid vom 1. Februar 2023 
(AB 74) stellte die IVB der Versicherten bei einem IV-Grad von 26 % die 
Abweisung des Rentenbegehrens in Aussicht. Nach erhobenem Einwand 
(AB 80 und 91) und nach Einholung einer Stellungnahme von PD Dr. med. 
C.________ und Dr. med. D.________ (AB 95) verfügte die IVB am 
25. Mai 2023 wie angekündigt und wies das Rentenbegehren ab (AB 96).

B.

Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, am 20. Juni 2023 Beschwerde und beantragte die Aufhebung 
der angefochtenen Verfügung und Zusprache einer Rente von 27.5 % einer 
ganzen Rente ab September 2022.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Feb. 2025, IV/23/474, Seite 3

Mit Beschwerdeantwort vom 6. Juli 2023 schloss die Beschwerdegegnerin 
auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 25. Mai 2023 (AB 96). 
Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 Abs. 1 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Feb. 2025, IV/23/474, Seite 4

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und 
damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschrän-
kungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung 
allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-
wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 
bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; 
SVR 2014 IV Nr. 2 S. 5 E. 3.1). 

Die Sachverständigen sollen die Diagnose so begründen, dass die Rechts-
anwender nachvollziehen können, ob die klassifikatorischen Vorgaben 
tatsächlich eingehalten sind (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 141 V 281 
E. 2.1.1 S. 285). Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung erfolgt die 
Prüfung, ob ein psychischer Gesundheitsschaden eine rentenbegründende 
Invalidität zu bewirken vermag, schliesslich anhand eines strukturierten 
normativen Prüfungsrasters (BGE 143 V 418 E. 7 S. 427, 141 V 281 E. 4.1 
S. 296). Dies gilt für sämtliche psychischen Störungen (BGE 143 V 418 
E. 7.2 S. 429). Die Anerkennung eines rentenbegründenden IV-Grades ist 
nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festge-
stellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der 
Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) über-
wiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat die 
Folgen der Beweislosigkeit die materiell beweisbelastete versicherte Per-
son zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6 S. 308).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Feb. 2025, IV/23/474, Seite 5

2.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Ren-
te, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines 
Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % 
arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses 
Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Gemäss 
Art. 28b Abs. 1 IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen 
Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem IV-Grad von 50 bis 
69 % entspricht der prozentuale Anteil dem IV-Grad (Art. 28b Abs. 2 IVG), 
bei einem IV-Grad ab 70 % besteht Anspruch auf eine ganze Rente 
(Art. 28b Abs. 3 IVG). Bei einem IV-Grad zwischen 40 und 49 % gelten die 
prozentualen Anteile nach Massgabe von Art. 28b Abs. 4 IVG. 

2.4 Gemäss Art. 28a Abs. 1 IVG richtet sich die Bemessung des 
IV-Grades von erwerbstätigen Versicherten nach Art. 16 ATSG. Der Bun-
desrat umschreibt die zur Bemessung des IV-Grades massgebenden Er-
werbseinkommen sowie die anwendbaren Korrekturfaktoren. Für die Be-
stimmung des IV-Grades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte 
Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizini-
schen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine 
ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könn-
te, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, 
wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).

2.5 Um den IV-Grad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-
urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 
ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können 
(BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2021 IV Nr. 54 
S. 181 E. 2.3). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Feb. 2025, IV/23/474, Seite 6

2.6 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen IV-Grades verweigert, 
so wird eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn darin glaubhaft gemacht 
wird, dass sich der Sachverhalt in einer für den Anspruch erheblichen Wei-
se geändert hat (vgl. Art. 87 Abs. 2 und 3 der Verordnung vom 17. Januar 
1961 über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]). 

Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung oder das Revisionsgesuch ein, 
so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die 
von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des IV-
Grades auch tatsächlich eingetreten ist. Stellt sie fest, dass der IV-Grad 
seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung er-
fahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zusätzlich 
noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine 
rentenbegründende (bzw. anspruchsrelevant höhere) Invalidität zu beja-
hen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche 
materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a S. 198; 
SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1). Anlass zur Rentenrevision gibt jede 
wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, 
den IV-Grad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invali-
denrente ist deshalb nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des Ge-
sundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerb-
lichen Auswirkungen (oder die Auswirkungen auf die Betätigung im übli-
chen Aufgabenbereich) des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszu-
standes erheblich verändert haben. Dazu gehört die Verbesserung der Ar-
beitsfähigkeit aufgrund einer Angewöhnung oder Anpassung an die Behin-
derung. Ein Revisionsgrund ist ferner unter Umständen auch dann gege-
ben, wenn eine andere Art der Bemessung der Invalidität zur Anwendung 
gelangt oder eine Wandlung des Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 
144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 E. 2.3 S. 10; SVR 2021 IV Nr. 36 S. 110 
E. 3.1).

Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den IV-Grad erhebli-
chen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuanmeldungsverfahren 
– analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – durch Vergleich 
des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten materiellen Beurteilung 
und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit demjenigen zur Zeit der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Feb. 2025, IV/23/474, Seite 7

streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 S. 112; 130 V 71 
E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung vom März 2022 
(AB 37) eingetreten. Damit ist die Eintretensfrage vom Gericht nicht zu 
überprüfen (BGE 109 V 108 E. 2b S. 114). Ferner kann die Frage, ob zwi-
schen der leistungsabweisenden Verfügung vom 18. Dezember 2020 
(AB 34) und der hier angefochtenen Verfügung vom 25. Mai 2023 (AB 96) 
eine anspruchsbegründende Veränderung der erheblichen Tatsachen ein-
getreten ist (vgl. E. 2.6 hiervor), offen gelassen werden (vgl. immerhin 
AB 70.2 S. 24 [Ziff. 8.3] und AB 70.3 S. 16, wonach die Gutachter eine we-
sentliche Veränderung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit 
verneinen), da selbst bei einer in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht all-
seitigen Prüfung (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b S. 200; 
SVR 2021 IV Nr. 36 S. 110 E. 3.1) – wie nachfolgend dargelegt wird – kein 
Anspruch auf eine IV-Rente besteht.

3.2 Zum Gesundheitszustand und zur Arbeitsfähigkeit der Beschwerde-
führerin finden sich in den Akten folgende wesentlichen Angaben:

3.2.1 Im Bericht des Spitals E.________ vom 9. August 2021 (AB 50 
S. 6 f.) wurden zwei Commotiones cerebri, depressive Verstimmungen und 
Ängste sowie generalisierte, nicht-neurogene Schmerzen diagnostiziert 
(S. 6). Die Beschwerdeführerin habe 2017 und am 6. Juni 2019 je eine 
Commotio cerebri erlitten. Für die seither bestehenden persistierenden 
Schwindelempfindungen finde sich von neurologischer Seite her keine Er-
klärung. Ein bekanntes, klar definiertes Schwindel-Syndrom sei nicht fass-
bar. Eine zu Grunde liegende neurologische Erkrankung liege nicht vor. 
Der klinisch-neurologische Status sei normal. Ferne bestehe eine depressi-
ve Verstimmung und eine Angststörung. Diese psychischen Störungen 
seien vermutlich auch für die Schwindelbeschwerden verantwortlich. Die 
diffusen etwas wechselnden Körperschmerzen seien ebenfalls nicht neuro-
genen Ursprungs (S. 7).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Feb. 2025, IV/23/474, Seite 8

3.2.2 Die behandelnde Ärztin Dr. med. F.________, Fachärztin für Psych-
iatrie und Psychotherapie, diagnostizierte im Bericht vom 11. August 2022 
(AB 50 S. 1 ff.) eine rezidivierende depressive Störung, aktuell schwere 
Episode (ICD-10 F33.2), eine Agoraphobie mit Panikstörung 
(ICD-10 F40.01), anamnestisch eine posttraumatische Belastungsstörung 
(ICD-10 F43.1), eine ängstliche und abhängige Persönlichkeitsstörung 
(ICD-10 F60.8), chronische Schmerzen (ICD-10 F45.5) sowie einen Status 
nach mehreren Unfällen mit Commotio cerebri (S. 2). Seit Sommer 2021 
habe sich der psychische Zustand der Beschwerdeführerin verschlechtert. 
Sie habe Symptome von Depressionen, Angstzuständen und Panikatta-
cken entwickelt. Sie erlebe Ängste, die mit traumatischen Ereignissen in 
der Vergangenheit verbunden seien, wie z.B. das traumatische Erleben des 
Krieges und der Krankheit ihrer Tochter sowie von Unfällen. Nach einer 
Ansteckung mit Covid-19 habe sie Panikattacken mit Angstzuständen ent-
wickelt, begleitet von neuro-vegetativen Manifestationen, erheblichen 
Schlafstörungen mit Schlaflosigkeit, Wiederholungen und Albträumen 
(S. 1). Die Beschwerdeführerin sei zu 100 % arbeitsunfähig. Die Wieder-
aufnahme einer Erwerbstätigkeit solle schrittweise mit Hilfe eines Trai-
ningsprogramms in einer geschützten, sicheren Umgebung erfolgen, wobei 
Misserfolge und Unfälle vermieden werden sollten (S. 2).

3.2.3 PD Dr. med. C.________ und Dr. med. D.________ diagnostizier-
ten im bidisziplinären Gutachten vom 24. Januar 2023 (AB 70.3) mit Ein-
fluss auf die Arbeitsfähigkeit eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10 
F32.1), eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen 
Faktoren (ICD-10 F45.41) und ein multilokuläres Schmerzsyndrom im Sin-
ne einer Fibromyalgie mit rechtsseitiger Betonung. Ohne Auswirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit führten sie eine formal Periarthropathia humeroscapula-
ris (PHS) rechts, ein chronisches cervicospondylogenes Syndrom rechts, 
ein chronisches Lumbovertebralsyndrom, ein Karpaltunnelsyndrom rechts 
und eine Eisenmangel-Situation auf (S. 8 ff. Ziff. 4.3).

Aus rheumatologischer Sicht hielt Dr. med. D.________ fest, klinisch be-
stehe ein multilokulares Schmerzsyndrom im Sinne einer Fibromyalgie mit 
rechtsseitiger Betonung. Bei subjektiv hohen Schmerzwerten fänden sich 
keine Hinweise für eine relevante Schonung, wobei die Beschwerdeführerin 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Feb. 2025, IV/23/474, Seite 9

angebe, mit ihrem rechten Arm vieles nicht mehr tätigen zu können und 
darum vorwiegend den linken Arm z.B. auch bei … einsetze. Klinisch fän-
den sich allerdings keinerlei Schonungszeichen, keinerlei Muskelatrophien. 
Er (Dr. med. D.________) gehe davon aus, dass die Beschwerdeführerin 
ihre Beschwerden so geschildert habe, wie sie sie erlebe. Dennoch fänden 
sich gewisse Diskrepanzen, dies aufgrund der subjektiv als hoch erlebten 
Schmerzwerte in Relation zu den objektiven Befunden. Ebenfalls bezüglich 
der Befunde hätten sich Diskrepanzen gefunden (z.B. Nackengriff, Dau-
men-Vertebra prominens-Abstand, Ausbreitung der Hyposensibilität, Wad-
dellzeichen). Zudem bestehe eine Diskrepanz zwischen der subjektiv ledig-
lich 20%igen Arbeitsfähigkeit in Relation zu den Alltagsaktivitäten, welche 
die Beschwerdeführerin durchführe (AB 70.3 S. 7 Ziff. 4.1 f.). Aus rheuma-
tologischer Sicht bestehe als … und als … mit vorwiegend leichter, gele-
gentlich mittelschwerer, wechselbelastender Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit 
von 100 %. In einer angepassten leichten bis gelegentlich mittelschweren 
Tätigkeit, welche zusammengefasst rückenschonend sei und nicht einer 
manuellen Hochpräzisionsarbeit entspreche, bestehe eine Arbeitsfähigkeit 
von 100 % (S. 11 Ziff. 4.5).

Aus psychiatrischer Sicht führte PD Dr. med. C.________ aus, eine Per-
sönlichkeitspathologie könne nicht diagnostiziert werden. Es liege eine mit-
telgradige depressive Episode vor. Ebenso liege eine chronische Schmerz-
störung mit somatischen und psychischen Faktoren vor. Innerhalb der sub-
jektiven Angaben hätten sich insofern Inkonsistenzen ergeben, dass die 
Beschwerdeführerin über einzelne Tagesaktivitäten berichten könne, dann 
aber mitteile, dass sie sich für vollständig arbeitsunfähig halte, während sie 
aber wiederum ab ca. Mitte Dezember 2022 eine Arbeitsstelle als … in ei-
nem Teilzeitpensum aufgenommen habe. Auch beim Vergleich der subjek-
tiven Beschwerdeangaben mit den objektiven Untersuchungsbefunden 
hätten sich Inkonsistenzen ergeben, denn die objektive Beurteilung der 
innerpsychischen Vitalität ergebe keine schwere Einbusse derselben und 
sei somit nicht zu vereinbaren mit der beschriebenen vollständigen Arbeits-
unfähigkeit (AB 70.3 S. 7 f. Ziff. 4.1 f.). Aus psychiatrischer Sicht bestehe in 
jeglichen beruflichen Tätigkeiten des ersten Arbeitsmarktes eine 70%ige 
Arbeitsfähigkeit (S. 11 Ziff. 4.5).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Feb. 2025, IV/23/474, Seite 10

Aus bidisziplinärer Sicht kamen die Gutachter zum Schluss, dass sowohl in 
den angestammten Tätigkeiten als … resp. als … als auch in einer ange-
passten leichten bis gelegentlich mittelschweren Tätigkeit, welche rücken-
schonend sei und nicht einer manuellen Hochpräzisionsarbeit entspreche, 
eine Arbeitsfähigkeit von 70 % bestehe (S. 11 f. Ziff. 4.5).

3.2.4 Dr. med. F.________ führte im Bericht vom 23. März 2023 (AB 87) 
aus, die Beschwerdeführerin habe nach der Begutachtung (richtig: bereits 
im Dezember 2022, d.h. vor der Begutachtung; vgl. E. 3.2.5 hiernach sowie 
AB 70.1 S. 41 und 70.2 S. 5) eine Teilzeitbeschäftigung von ca. 20 % bis 
30 % in der … aufgenommen. Sie habe diese Tätigkeit aufgrund einer Ver-
schlechterung ihres Gesundheitszustandes unterbrechen müssen. Sie leide 
an einer Verschlimmerung der Symptome, insbesondere an Ängsten, 
Schmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten, Vergesslichkeit, Gedächtnis-
verlust etc. Zudem leide sie unter zunehmenden Schmerzen, Müdigkeit, 
Schlafstörungen, Schwindel, Gleichgewichtsverlust und Angst zu stürzen. 
Die Prognose bei konkretem Stress bei der Wiederaufnahme einer Er-
werbstätigkeit sei nicht günstig. Die Ressourcen der Beschwerdeführerin 
und ihr physischer sowie psychischer Gesundheitszustand seien über-
schätzt worden. Es bestehe eine gegenseitige Verstärkung der psychi-
schen und physischen Beschwerden mit einer Verschlimmerung der de-
pressiven Symptome, Ängsten und Panik. Sie habe Beschwerden und zei-
ge Aufmerksamkeitsschwierigkeiten, Reizbarkeit, Nervosität, Gedächtnislü-
cken, Weinen, Müdigkeit. Diese seien wahrscheinlich Ausdruck einer leich-
ten kognitiven Störung und einer organischen Angststörung, die auf eine 
zerebrale Dysfunktion als Folge von Zuständen nach Gehirnerschütterun-
gen zurückzuführen sei (S. 1). Aufgrund des psychischen Gesundheitszu-
stands sei die Beschwerdeführerin nicht in der Lage, eine Erwerbstätigkeit 
aufzunehmen, auch nicht zu einem geringen Prozentsatz von 20 % auf 
dem ersten Arbeitsmarkt. Sie sei über einen längeren Zeitraum zu 100 % 
arbeitsunfähig. Die psychischen, psychoorganischen und physischen 
Störungen neigten zu einer Chronifizierung. Eine Arbeitsaufnahme könne 
realistischerweise erst nach einer Stabilisierung des Gesundheitszustandes 
erfolgen (S. 2).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Feb. 2025, IV/23/474, Seite 11

3.2.5 Der Hausarzt Dr. med. G.________, Praktischer Arzt, diagnostizier-
te im Bericht vom 26. April 2023 (AB 93 S. 1 f.) eine chronische somato-
forme Schmerzstörung im Phänotyp eines Fibromyalgie-Syndroms, ein 
chronifiziertes Schmerz-Syndrom, eine Zervikobrachialgie rechts unklarer 
Zuordnung nach Trauma, eine psychosoziale Überbelastung, eine Depres-
sion, einen Verdacht auf einen psychogenen chronischen Schwindel, eine 
Agoraphobie mit Panikstörung sowie eine mittelgradige depressive Episo-
de. Aktuell klage die Beschwerdeführerin über Schmerzen im Lendenbe-
reich, Schulter rechts, Arm und Handgelenk rechts, Nacken und Kopf. Zu-
dem habe sie oft Schwindel und Schwächeanfälle. Dabei drohe sie zu stür-
zen (S. 1). Ein Arbeitsversuch als … für zwei Stunden täglich im Dezember 
2022 habe aufgrund der erwähnten Beschwerden abgebrochen werden 
müssen. Der gesundheitliche Zustand habe sich verschlechtert vor allem 
im psychischen Bereich. Die Beschwerdeführerin sei bis auf Weiteres zu 
80 % arbeitsunfähig (S. 2).

3.2.6 Am 14. Mai 2023 nahmen PD Dr. med. C.________ und Dr. med. 
D.________ nochmals Stellung (AB 95). Aus psychiatrischer Sicht wurde 
ausgeführt, Dr. med. F.________ führe im Bericht vom 23. März 2023 kei-
nerlei objektive Untersuchungsbefunde auf. Es fänden sich einzig subjekti-
ve Beschwerdeangaben der Beschwerdeführerin. Im psychiatrischen Gut-
achten vom 4. Januar 2023 sei eine mittelgradige depressive Episode 
(ICD-10 F32.1) und eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und 
psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41) diagnostiziert und eingehend be-
gründet worden. Andere Diagnosen aus psychiatrischer Sicht hätten nicht 
gestellt werden können. Explizit habe eine Angststörung ausgeschlossen 
werden können. In jeglichen beruflichen Tätigkeiten des ersten Arbeits-
markts sei aus psychiatrischer Sicht eine Arbeitsfähigkeit von 70 % attes-
tiert worden. Es ergäben sich keine veränderten Beurteilungen der Psy-
chodiagnostik und der Arbeitsfähigkeit, sondern es könne weiterhin auf das 
psychiatrische Gutachten abgestellt werden (S. 3 f.). Aus somatischer Sicht 
wurde ausgeführt, es liessen sich aus dem hausärztlichen Bericht (vom 
26. April 2023) keine neuen objektiven Befunde ableiten, welche eine ande-
re Einschätzung als im Gutachten zulassen würden. Die subjektiven Be-
schwerden seien gleich geblieben, objektiv neue zu wertende Befunde lä-
gen nicht vor. Die vom Hausarzt angegebene Verschlechterung der Ar-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Feb. 2025, IV/23/474, Seite 12

beitsfähigkeit werde von diesem psychiatrisch und nicht somatisch begrün-
det. Aus rein somatischer Sicht sei die Situation gleich geblieben, sodass 
die Beurteilung im rheumatologischen Gutachten gleich sei. Aus interdiszi-
plinär Sicht ergäben sich mit den nachgereichten Akten keine neuen As-
pekte, sodass an den Beurteilungen des psychiatrischen Gutachtens vom 
4. Januar 2023, des rheumatologischen Gutachtens vom 24. Januar 2023 
und der Konsensbeurteilung vom 24. Januar 2023 festgehalten werde 
(S. 6).

3.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezial-
ärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen 
sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung 
der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweiswür-
digung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien 
gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 E. 1.3.4 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Feb. 2025, IV/23/474, Seite 13

S. 227, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b bb S. 353; SVR 2020 IV 
Nr. 71 S. 246 E. 2.2).

3.4 Vorliegend hat sich die Beschwerdegegnerin in medizinischer Hin-
sicht massgebend auf das bidisziplinäre Gutachten von PD Dr. med. 
C.________ und Dr. med. D.________ vom 24. Januar 2023 (AB 70.3) – 
samt den diesbezüglichen Teilgutachten – gestützt. Dieses erfüllt die vor-
erwähnten höchstrichterlichen Beweisanforderungen an eine versiche-
rungsexterne medizinische Expertise und überzeugt. Insbesondere basiert 
die Beurteilung auf umfassenden Untersuchungen, berücksichtigt die ge-
klagten Beschwerden und wurde in Kenntnis und nach Auseinanderset-
zung mit den Vorakten erstattet. Sie leuchtet in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion ein. Folglich kommt dem Gutachten voller Beweiswert zu (vgl. BGE 
125 V 351 E. 3b/bb S. 353 sowie E. 3.3 hiervor). Die Gutachter haben aus-
führlich begründet, dass die Beschwerdeführerin mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit an einer mittelgradigen depressiven Episode, einer chroni-
schen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren und 
einem multilokulären Schmerzsyndrom im Sinne einer Fibromyalgie mit 
rechtsseitiger Betonung leidet (AB 70.3 S. 8 f. Ziff. 4.3). Weiter haben sie 
schlüssig dargelegt, dass sowohl in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als … 
resp. als … als auch in einer angepassten leichten bis gelegentlich mittel-
schweren Tätigkeit (rückenschonend, keine manuelle Hochpräzisionsar-
beit) eine Arbeitsfähigkeit von 70 % besteht (AB 70.3 S. 11 f. Ziff. 4.5). Da-
bei haben die Gutachter die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit plausibel 
mit den aus psychiatrischer Sicht festgestellten leichten bis mittelgradigen 
Beeinträchtigungen der relevanten qualitativen Funktionsfähigkeiten erklärt 
(AB 70.2 S. 21 ff. Ziff. 7.2). Diese Einschätzung ist nicht nur in sich nach-
vollziehbar und überzeugend, sondern sie wird von der Beschwerdeführerin 
auch ausdrücklich anerkannt (Beschwerde S. 3 Ziff. 3). Darauf ist abzustel-
len.

Medizinische Berichte, die den Beweiswert des Gutachtens in Frage ziehen 
könnten (vgl. E. 3.3 hiervor), finden sich in den Akten nicht und wurden 
auch im vorliegenden Beschwerdeverfahren nicht eingereicht. Dass die 
Psychiaterin Dr. med. F.________ im Bericht vom 11. August 2022 (AB 50 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Feb. 2025, IV/23/474, Seite 14

S. 1 ff.) aufgrund einer rezidivierenden depressiven Störung, aktuell schwe-
re Episode, einer Agoraphobie mit Panikstörung, einer posttraumatischen 
Belastungsstörung, einer ängstlichen und abhängigen Persönlichkeit sowie 
chronischen Schmerzen eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert hat 
(S. 2), ändert nichts. PD Dr. med. C.________ hat sich einlässlich mit den 
besagten Diagnosen auseinandergesetzt und überzeugend dargelegt, dass 
keine Persönlichkeitsstörung, keine posttraumatische Belastungsstörung 
und keine Angststörung vorliegen (AB 70.2 S. 15 ff. Ziff. 2 ff.). Zudem hat er 
bezüglich der festgestellten depressiven Störung einleuchtend dargelegt, 
dass aufgrund der objektiven Untersuchungsbefunde und der subjektiven 
Beschwerdeangaben eine schwere depressive Episode nicht zu diagnosti-
zieren ist. In diesem Zusammenhang wies er insbesondere auch auf Inkon-
sistenzen (Tagesaktivität, keine schwere Einbusse der innerpsychischen 
Vitalität) und den Umstand hin, dass die subjektive innerpsychische Befind-
lichkeit der Beschwerdeführerin massiv durch grundsätzlich iv-fremde psy-
chosoziale Belastungsfaktoren überlagert ist (AB 70.2 S. 17 ff. Ziff. 3). So-
weit Dr. med. F.________ im Bericht vom 23. März 2023 (AB 87) die Auf-
fassung vertritt, dass die Beschwerdeführerin wahrscheinlich an einer leich-
ten kognitiven Störung und einer organischen Angststörung leide (S. 1) – 
was nicht ihr Spezialgebiet betrifft –, ist hervorzuheben, dass im Bericht 
des Spitals E.________ vom 9. August 2021 (AB 50 S. 6 f.) das Vorliegen 
einer neurologischen Erkrankung explizit verneint wurde (S. 7). Darüber 
hinaus nahm PD Dr. med. C.________ am 14. Mai 2023 zum besagten 
Bericht Stellung (AB 95). Dabei wies er zu Recht darauf hin, dass sich im 
Bericht von Dr. med. F.________ einzig subjektive Angaben der Be-
schwerdeführerin und namentlich keine objektiven Untersuchungsbefinde 
finden. Aufgrund dessen hielt der Gutachter an seiner bisherigen Beurtei-
lung fest (S. 3 f.). 

Auch der Bericht von Dr. med. G.________ vom 26. April 2023 (AB 93 
S. 1 f.), in welchem der Hausarzt eine 80%-ige Arbeitsunfähigkeit attestier-
te (S. 2), ändert vorliegend nichts. Dr. med. D.________ hat sich in der 
Stellungnahme vom 14. Mai 2023 (AB 95) mit dem besagten Bericht aus-
einandergesetzt und schlüssig dargelegt, dass aus diesem keine neuen 
objektiven Befunde abgeleitet werden können, welche eine andere Ein-
schätzung als im Gutachten erlauben könnten.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Feb. 2025, IV/23/474, Seite 15

3.5 Zusammenfassend ist demnach festzuhalten, dass in der zuletzt 
ausgeübten Tätigkeit als … resp. als … und in jeder anderen angepassten 
Tätigkeit eine 70%ige Arbeitsfähigkeit besteht. Ob diese, einzig aus psych-
iatrischer Sicht attestierte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit der rechtli-
chen Prüfung anhand des strukturierten normativen Prüfungsrasters (vgl. 
E. 2.2 hiervor) standhielte und dieser damit überhaupt invalidenversiche-
rungsrechtliche Relevanz zukäme, kann vorliegend offen bleiben, da aus 
einer Indikatorenprüfung keine höhere Arbeitsunfähigkeit resultieren kann 
als die medizinisch attestierte (vgl. Entscheid des Bundesgerichts [BGer] 
vom 29. Oktober 2020, 9C_507/2020, E. 3.2.1) und ein Rentenanspruch 
auch unter Berücksichtigung einer Leistungseinschränkung von 30 % zu 
verneinen ist (vgl. E. 3.6 f. hiernach).

3.6 Da die Beschwerdeführerin – bei einer 70%igen Arbeits- und Leis-
tungsfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit – nicht im Sinne von 
Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG während eines Jahres ohne wesentlichen Unter-
bruch durchschnittlich mindestens zu 40 % arbeitsunfähig war, ist das War-
tejahr nicht erfüllt, womit von vornherein kein Rentenspruch entstehen 
konnte (vgl. E. 2.3 hiervor). 

3.7 Würde im Übrigen – selbst wenn das Wartejahr erfüllt wäre – aus-
gehend vom gleichen Tabellenlohn (vgl. in BGE 148 V 321 nicht publizierte 
E. 6.2 des Entscheides des BGer vom 27. Juni 2022, 8C_104/2021) der IV-
Grad als voll Erwerbstätige berechnet, resultierte bei einer 70%igen Ar-
beits- und Leistungsfähigkeit kein rentenbegründender IV-Grad, zumal sich 
kein zusätzlicher Abzug rechtfertigt. Die vorausgesetzte Schwelle einer 
mindestens 50%igen Arbeitsunfähigkeit für einen Abzug von 10 % für Teil-
zeitarbeit gemäss Art. 26bis Abs. 3 IVV (in der bis 31. Dezember 2023 gültig 
gewesenen Fassung) wird vorliegend nicht erreicht. Sodann besteht auch 
kein weiterer Korrekturbedarf im Sinne der bisherigen Rechtsprechungs-
grundsätze (vgl. Entscheid des BGer vom 8. Juli 2024, 8C_823/2023 [zur 
Publikation vorgesehen], E. 10.6; bezüglich der Kürzung von Tabellenlöh-
nen: BGE 148 V 174 E. 6.3 S. 182, 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 
E. 5.2 S. 327; SVR 2018 IV Nr. 46 S. 148 E. 3.3). Die medizinisch beding-
ten quantitativen und qualitativen Einschränkungen wurden bereits mit der 
gutachterlichen Einschätzung der funktionellen Leistungsfähigkeit bzw. mit 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Feb. 2025, IV/23/474, Seite 16

dem gutachterlich definierten Zumutbarkeitsprofil hinreichend berücksichtigt 
(AB 70.3 S. 12 ff. Ziff. 4.6 f.; vgl. Art. 49 Abs. 1bis IVV) und dürfen daher 
nicht nochmals in die Bemessung mittels eines leidensbedingten Abzugs 
einfliessen (vgl. etwa Entscheid des BGer vom 18. Juni 2020, 
8C_132/2020, E. 5.2). Die Restarbeitsfähigkeit von 70 % ist im Übrigen 
trotz der im Zumutbarkeitsprofil formulierten Einschränkungen auf dem 
ausgeglichenen Arbeitsmarkt, welcher auch sogenannte Nischenarbeits-
plätze umfasst (vgl. BGE 148 V 174 E. 9.1 S. 188, 138 V 457 E. 3.1 S. 459; 
SVR 2019 IV Nr. 21 S. 66 E. 4.2), verwertbar. Schliesslich sind die weiteren 
Faktoren (Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie) unbeacht-
lich, da ein Abzug bei beiden auf derselben tabellarischen Berechnungs-
grundlage beruhenden Vergleichseinkommen vorzunehmen wäre (vgl. Ent-
scheid des BGer vom 19. Januar 2009, 8C_42/2008, E. 5). Ein Abzug vom 
Tabellenlohn ist deshalb – entgegen der Auffassung in der Beschwerde 
(S. 4 ff. Ziff. 5) – nicht gerechtfertigt.

4.

Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung im Ergebnis nicht 
zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, werden entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführerin zur Bezah-
lung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ent-
nommen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Feb. 2025, IV/23/474, Seite 17

5.2 Vorliegend besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung 
(Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG). 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.