# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 67a4fb7b-b55e-51f6-9ff7-c0e073e0feb9
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-08-23
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 23.08.2018 SB180129
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB180129_2018-08-23.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: SB180129-O/U/cwo 
 

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. R. Naef, Präsident, lic. iur. M. Langmeier und 

Ersatzoberrichterin lic. iur. N. Kaiser Job sowie der Gerichtsschrei-

ber lic. iur. R. Bretscher 

 

Urteil vom 23. August 2018 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschuldigter und Berufungskläger 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwältin Dr. iur. X._____ 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis,  
vertreten durch Stv. Leitenden Staatsanwalt lic. iur. R. Michel,  

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

betreffend  

Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz etc. und Widerruf 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Dietikon vom  
28. November 2017 (DG160021) 

-   2   - 

 
Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 7. Juli 2016 

(Urk. 13) ist diesem Urteil beigeheftet. 

Beschluss und Urteil der Vorinstanz: 
(Urk. 39 S. 21 ff.) 

"Es wird beschlossen: 

1. Das Verfahren wird in Bezug auf  

− die Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 

BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG im Zeitraum vom 2. Juli 2013 bis 

27. November 2014, 

− den Diebstahl im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB,  

− die Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB, 

− den Hausfriedensbruch im Sinne von Art. 186 StGB,   

− die mehrfache Widerhandlung gegen das Waffengesetz im Sinne von Art. 33 Abs. 1 

lit. a WG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 lit. a, Art. 7 Abs. 1, Art. 12, Art. 16a und 

Art. 27 WG sowie Art. 12 Abs. 1 lit. g und Art. 48 WV, 

infolge Verjährung eingestellt. 

2. (Mitteilung) 

3. (Rechtsmittel) 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig 

− der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 

lit. d sowie Art. 19 Abs. 1 lit. g in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG in Verbin-

dung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG, 

− des Raufhandels im Sinne von Art. 133 Abs. 1 StGB,  

-   3   - 

− der mehrfachen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von 

Art. 19a Ziff. 1 BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 18 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 26 Tage durch Haft 

erstanden sind, sowie mit einer Busse von Fr. 300.00. 

3. Die Freiheitsstrafe wird vollzogen. Die Busse ist zu bezahlen. 

4. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfrei-

heitsstrafe von 3 Tagen. 

5. Die mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 28. Januar 2015 für eine 

Geldstrafe von 25 Tagessätzen zu Fr. 40.00 angesetzte Probezeit von 3 Jahren wird um 

1 Jahr verlängert. 

6. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 30. März 2016 beschlag-

nahmte Barschaft von Fr. 700.00 (eingebucht bei der Bezirksgerichtskasse Dietikon) wird 

eingezogen und primär zur Deckung der Busse und hernach zur Deckung der Verfahrens-

kosten verwendet. 

7. Die nachfolgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 30. März 

2016 beschlagnahmten Mobiltelefone (lagernd bei der Bezirksgerichtskasse Dietikon) wer-

den eingezogen und nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils der Lagerbehörde zur Ver-

nichtung überlassen: 

− Mobiltelefon Nokia, weiss (A008'492'817), 

− Mobiltelefon Samsung, schwarz (A008'492'828), 

− Mobiltelefon Switel, schwarz (A008'492'862). 

8. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 30. März 2016 beschlag-

nahmten Betäubungsmittel und Betäubungsmittelutensilien (lagernd bei der Kantonspolizei 

Zürich, BM-Lager Nr. B-03793-2015) werden eingezogen und nach Eintritt der Rechtskraft 

dieses Urteils der Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen. 

9. Die sichergestellten DNA-Spur-Wattetupfer (Asservat-Nr. A008'417'456 und 

Nr. A008'417'478) werden eingezogen und der Lagerbehörde (Forensisches Institut Zürich) 

zur Vernichtung überlassen. 

-   4   - 

10. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 4'500.00 ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 2'000.00   Gebühr Vorverfahren 

Fr. 1'006.00   Auslagen Polizei. 
 

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

11. Rechtsanwältin Dr. iur. X._____ wird für ihre Aufwendungen als amtliche Verteidigerin des 

Beschuldigten aus der Gerichtskasse mit Fr. 7'086.40 (inkl. Barauslagen und 8 % MwSt.) 

entschädigt. 

12. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen diejenigen 

der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt, jedoch sofort und definitiv 

abgeschrieben, soweit nicht durch die sichergestellte Barschaft gedeckt. 

13. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehal-

ten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO. 

14. (Mitteilung) 

15. (Rechtsmittel)" 

Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten: 

 (Urk. 60 S.1 f.) 

1.   Das Urteil des Bezirksgerichts Dietikon vom 28. November 2017 sei betref-

fend Ziff. 2 und 3 aufzuheben. 

2.   Der Beschuldigte sei mit einer Freiheitsstrafe von 15 Monaten sowie mit ei-

ner Busse von Fr. 300.– zu bestrafen. Die Freiheitsstrafe sei bedingt unter 

Ansetzung einer Probezeit von 3 Jahren zu gewähren. 

3.   Eventualiter sei der Beschuldigte mit einer Freiheitsstrafe von 24 Monaten 

sowie einer Busse von Fr. 300.– zu bestrafen. 12 Monate der Strafe seien 

bedingt unter Ansetzung einer Probezeit von 3 Jahren zu gewähren. 

-   5   - 

4.   Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass bereits 26 Tage durch Haft erstan-

den sind. 

5.   Unter ausgangsgemässer Kosten- und Entschädigungsfolge. 

b) Der Staatsanwaltschaft: 

(Urk. 46; schriftlich) 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils 

Erwägungen: 

I. Prozessuales 

1. Verfahrensgang 

1.1. Zum Verfahrensgang bis zum vorinstanzlichen Urteil kann zwecks Vermei-

dung von unnötigen Wiederholungen auf die Erwägungen der Vorinstanz im an-

gefochtenen Entscheid verwiesen werden (Urk. 39 S. 4). 

1.2. Gegen das vorstehend wiedergegebene mündlich eröffnete Urteil des Be-

zirksgerichts Dietikon vom 28. November 2017 (Prot. I S. 19 ff.) liess der Be-

schuldigte durch seine amtliche Verteidigung am 30. November 2017 (Datum 

Poststempel) fristgerecht Berufung anmelden (Urk. 33). Nach Zustellung des be-

gründeten Urteils am 15. März 2018 (Urk. 38/2) reichte die Verteidigung mit Ein-

gabe vom 3. April 2018 (Urk. 42) – ebenfalls fristgerecht – dem Obergericht die 

Berufungserklärung ein. Mit Präsidialverfügung vom 6. April 2018 wurde die Beru-

fungserklärung in Anwendung von Art. 400 Abs. 2 und 3 StPO der Staatsanwalt-

schaft zugestellt, um gegebenenfalls Anschlussberufung zu erheben oder ein 

Nichteintreten auf die Berufung zu beantragen. Gleichzeitig wurde Rechtsanwältin 

Dr. iur. X._____ erneut als amtliche Verteidigerin des Beschuldigten eingesetzt 

(Urk. 44), nachdem ihre Bestellung im Untersuchungsverfahren nur für die Dauer 

der Haft des Beschuldigten erfolgt war (D1 Urk. 6/6). Mit Eingabe vom 10. April 

-   6   - 

2018 beantragte die Staatsanwaltschaft die Bestätigung des vorinstanzlichen  

Urteils (Urk. 46). 

1.3. Zur heutigen Berufungsverhandlung erschienen der Beschuldigte in Beglei-

tung seiner amtlichen Verteidigung, Rechtsanwältin Dr. iur. X._____ (Prot. II S. 3). 

Vorfragen waren keine zu entscheiden und – abgesehen von der Einvernahme 

der Beschuldigten (Urk. 59) – auch keine Beweise abzunehmen (Prot. II S. 5). 

Das Urteil erging im Anschluss an die Berufungsverhandlung (Prot. II S. 8 ff.). 

2. Umfang der Berufung 

2.1. Nachdem der Beschluss und das Urteil der Vorinstanz durch die Vertei-

digung nur in den Dispositiv-Ziffern 2 und 3 des Erkenntnisses (Strafhöhe mit 

Ausnahme der Bussenfestsetzung sowie den Vollzug) angefochten wurde 

(Urk. 60 S. 1), kann damit festgehalten, dass der Beschluss insgesamt sowie die 

Dispositiv-Ziffer 1, die Dispositiv-Ziffern 2 und 3 (jeweils die Busse betreffend) 

sowie 4 - 13 des Erkenntnisses unangefochten geblieben und somit in Rechtskraft 

erwachsen sind, was vorab festzustellen ist (Art. 399 Abs. 3 in Verbindung mit 

Art. 402 und 437 StPO). Im übrigen Umfang steht der angefochtene Entscheid im 

Rahmen des Berufungsverfahrens zur Disposition. 

3. Formelles 

3.1. Soweit für die tatsächliche und die rechtliche Würdigung des eingeklagten 

Sachverhaltes auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen wird, so erfolgt dies 

in Anwendung von Art. 82 Abs. 4 StPO, auch ohne dass dies jeweils explizit Er-

wähnung findet. 

3.2. Im Übrigen ist an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass sich die urteilende 

Instanz nicht mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzen und  

jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegen muss (BGE 141 IV 249 

E. 1.3.1 mit Hinweisen). Die Berufungsinstanz kann sich somit auf die für ihren 

Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. 

-   7   - 

II. Sanktion 

1. Ausgangslage 

Die Vorinstanz sprach den Beschuldigten wegen Widerhandlung gegen das Be-

täubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. d sowie Art. 19 Abs. 1 lit. g in 

Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a 

BetmG, wegen Raufhandels im Sinne von Art. 133 Abs. 1 StGB sowie wegen 

mehrfacher Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von 

Art. 19a Ziff. 1 BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG schuldig. Die-

ser Schuldspruch ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen. Sie bestrafte 

den Beschuldigten hierfür mit einer unbedingten Freiheitsstrafe von 18 Monaten, 

wovon 26 Tage durch Haft erstanden seien. Die Verteidigung beantragt mit ihrer 

Berufung eine Bestrafung mit 15 Monaten, bedingt aufgeschoben bei einer Pro-

bezeit von 3 Jahren, eventualiter eine Bestrafung mit 24 Monaten, wovon 

12 Monate zu vollziehen und 12 Monate bei einer Probezeit von 3 Jahren bedingt 

aufzuschieben seien (Urk. 60 S. 1). Nicht mehr Gegenstand der Strafzumessung 

bildet die für die Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes durch die Vorinstanz 

ausgesprochene Busse in der Höhe von Fr. 300.–, welche unangefochten in 

Rechtskraft erwachsen ist. 

2. Grundsätze der Strafzumessung und Strafrahmen 

2.1. Die Vorinstanz hat den konkret anwendbaren Strafrahmen korrekt wieder-

gegeben und die theoretischen Grundsätze der Strafzumessung angeführt, wo-

rauf zur Vermeidung von Wiederholungen zu verweisen ist (Urk. 39 S. 8 ff.). Kor-

rekterweise ist die Vorinstanz auch von der qualifizierten Widerhandlung gegen 

das Betäubungsmittelgesetz als schwerstem Delikt für die Festlegung der Ein-

satzstrafe ausgegangen (Urk. 39 S. 11). Nur der Vollständigkeit halber ist mit 

der Vorinstanz festzuhalten, dass sich mit Blick auf den Strafbefehl vom 

24. September 2015 und den Strafbefehl vom 27. Juni 2017 die Frage der  

Zusatzstrafenbildung nicht stellt, da heute eine Freiheitsstrafe auszufällen sein 

wird und folglich das Erfordernis der Gleichartigkeit der Strafen für die Zusatz-

strafenbildung nicht erfüllt ist (BGE 137 IV 58). 

-   8   - 

2.2. Im Sinne einer Kontrolle und im Interesse von Rechtsgleichheit und  

-sicherheit ist im Bereich von Betäubungsmitteldelikten ein Vergleich mit der em-

pirischen Strafmasstabelle von FINGERHUTH/SCHLEGEL/JUCKER (OF-Kommentar 

zum BetmG, 3. Aufl., Zürich 2016) bei der Einsatzstrafe hilfreich. Darin wird an-

hand verschiedener Modelle und der Gerichtspraxis in der Schweiz zu Be-

täubungsmitteldelikten ein grober Raster für die Strafhöhe vorgeschlagen. 

2.3. Einsatzstrafe für die qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungs-

mittelgesetz 

Die Staatsanwaltschaft hielt vor Vorinstanz dafür, dass die objektive Tatschwere 

als nicht mehr leicht einzustufen sei. Es habe sich um rund 58 Gramm reines Am-

phetamin gehandelt, welches der Beschuldigte habe eintauschen wollen. Er-

schwerend falle ins Gewicht, dass der Beschuldigte selber nur geringe Mengen 

an Amphetamin konsumiert habe und eine Weitergabe der Betäubungsmittel ein-

zig durch die Sicherstellung desselben durch die Polizei habe verhindert werden 

können. Subjektiv wiege sein Verschulden jedoch schwer. Er habe aus rein finan-

ziellen Motiven im Wissen um die Schädlichkeit von Amphetamin für die konsu-

mierenden Personen gehandelt. Was der Abnehmer des Amphetamins anschlies-

send mit den Betäubungsmitteln gemacht hätte, habe er nicht wissen können und 

es schien ihm auch gleichgültig gewesen zu sein. Die Staatsanwaltschaft erachte-

te eine Einsatzstrafe von 18 Monaten für angemessen (Urk. 29 S. 4). 

Die Verteidigung machte geltend, dass man sich mengenmässig in einem Bereich 

knapp über dem durch das Bundesgericht für die Annahme eines qualifizierten 

Falls im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG festgelegten Grenzwert bewege. 

Gemäss Rechtsprechung des Bundesgerichts sei ab 36 Gramm reinem Amphe-

tamin von einem schweren Fall auszugehen. Vorliegend gehe es um 58 Gramm, 

also nicht einmal die doppelte Menge. Das Verschulden wiege deshalb noch 

leicht. Da ein Fall des Anstaltentreffens im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG 

vorliege, könne das Gericht die Strafe im Sinne von Art. 19 Abs. 3 lit. a BetmG 

nach freiem Ermessen mildern. Ausserdem sei zu berücksichtigen, dass der Be-

schuldigte das Amphetamin gegen Marihuana für den Eigenbedarf habe eintau-

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schen wollen. Gemäss eigenen Angaben habe der Beschuldigte damals mindes-

tens fünf Joints pro Woche geraucht (Urk. 30 S. 2 f.). 

Die Vorinstanz hat zur objektiven Tatschwere der qualifizierten Widerhandlung 

gegen das Betäubungsmittelgesetz im Wesentlichen erwogen, der Beschuldigte 

habe sich für die Erlangung von 58 Gramm reinem Amphetamin zu verantworten. 

Zudem habe er Anstalten zur Veräusserung der Drogen getroffen. Der für den 

qualifizierten Fall massgebende Grenzwert von 36 Gramm Amphetamin sei vor-

liegend deutlich – wenn auch nicht mehrfach – überschritten, weshalb das objek-

tive Tatverschulden hinsichtlich der Menge im unteren Bereich des qualifizierten 

Verstosses anzusiedeln sei. In Bezug auf die Stellung des Beschuldigten sei da-

von auszugehen, dass er nicht als grosser Drahtzieher gehandelt habe und seine 

Idee, sich im Drogenhandel zu betätigen, vor allem dazu gedient habe, sich den 

Eigenkonsum zu finanzieren. Der Beschuldigte habe alleine gehandelt und somit 

die volle Entscheidungsfreiheit bezüglich seiner Taten gehabt. Hinsichtlich der 

Gefährlichkeit der Droge bewege sich das Amphetamin im mittleren Bereich. Es 

falle relativierend ins Gewicht, dass nur ein Vorfall zu beurteilen sei, wobei auch 

zu beachten sei, dass die Tathandlung des Besitzes weniger schwer wiege als 

beispielsweise die Veräusserung. Soweit die Bestimmung des Anstaltentreffens 

zur Anwendung gelange, könne das Gericht die Strafe nach freiem Ermessen 

mildern. Dabei sei zu berücksichtigen, dass es vorliegend einzig deshalb nicht zur 

Weiterverwendung der Drogen gekommen sei, weil der Beschuldigte den Schlüs-

sel zum Schliessfach verloren habe und festgenommen worden sei, bevor er die 

Drogen in Umlauf habe setzen können. Eine relevante Strafmilderung falle daher 

ausser Betracht, umso mehr, als der Beschuldigte bereits durch das Erlangen, 

den Besitz und die Aufbewahrung der Betäubungsmittel den Tatbestand erfüllt 

habe. Bezüglich der subjektiven Tatschwere sei hervorzuheben, dass das Tat-

motiv des Beschuldigten rein finanzieller und profitorientierter Natur gewesen sei. 

Er habe angegeben, das Amphetamin für einen Umtausch in Marihuana zwecks 

Eigenkonsums benötigt zu haben. Dabei habe er sich nicht in einer finanziellen 

Notlage befunden. Immerhin vermöge sein Drogenkonsum und seine subjektiv 

empfundene Drucksituation das Verschulden geringfügig zu relativieren. Ins-

gesamt sei bei der Tatkomponente innerhalb des qualifizierten Verstosses von  

-   10   - 

einem noch eher leichten Verschulden des Beschuldigten auszugehen. Aufgrund 

der Tatkomponente erscheine eine Einsatzstrafe von 15 Monaten Freiheitsstrafe 

schuldangemessen (Urk. 39 S. 11 f.). 

Die Drogenmenge ist in der Regel ein wesentliches Strafzumessungskriterium, 

weil sie das Gefährdungspotential und damit das Ausmass der Rechtsgut-

verletzung widerspiegelt. Auch der Gesetzgeber definiert den schweren Fall in 

Art. 19 Ziff. 2 aBetmG bzw. Art. 19 Abs. 2 BetmG unter anderem anhand der Dro-

genmenge. In der Praxis kommt diesem Kriterium häufig vorrangige oder aus-

schlaggebende Bedeutung zu. Die etwas unglückliche, weil zu absolute bundes-

gerichtliche Formulierung in BGE 118 IV 342, der Drogenmenge komme  

keine vorrangige Bedeutung zu ("prépondérant", Urteil des Bundesgerichtes 

6B_107/2013 vom 15. Mai 2013 Erw. 2.1.1), wird in der Praxis oft zu wörtlich in-

terpretiert bzw. verallgemeinert. Völlig richtig hielt das Bundesgericht nämlich fest, 

dass die Menge nur ein Gesichtspunkt der Strafzumessung neben andern Fakto-

ren darstelle und insofern eine generelle, starre Rangordnung abzulehnen sei 

(BGE 118 IV 342 Erw. 2c). Das Bundesgericht wollte mit diesem Entscheid vor  

allem einer sturen Tarifierung nach Menge eine Absage erteilen, aber wohl kaum 

ausschliessen, dass im Einzelfall der Menge eben doch die ausschlaggebende 

Bedeutung bei der Strafzumessung zukommen kann. In der Praxis bleibt die 

Menge denn auch häufig das gewichtigste Kriterium und ist in diesem Sinne oft 

vorrangig (Duden: u.a. bedeutsam, entscheidend, essentiell, wesentlich). So dürf-

te es beispielsweise der seltene Ausnahmefall bleiben, dass jemand, der 

vier Kilogramm reines Kokain erwirbt, milder bestraft wird als jener, der 15 Gramm 

desselben Stoffes kauft. Dies weil sich die übrigen Verschuldenselemente eben 

bei einem Vergleich der Fälle oftmals wenig voneinander unterscheiden. Selbst-

verständlich kann es im Einzelfall aber vorkommen, dass z.B. die Hierarchiestufe 

im Drogenhandel oder die kriminelle Energie das Strafmass mehr beeinflussen 

als die reine Drogenmenge (vgl. dazu auch FINGERHUTH/ SCHLEGEL/JUCKER, 3. 

Aufl., Zürich 2016, OF-Kommentar zum BetmG, Art. 47 StGB N 37 S. 542). 

Das Bundesgericht hat aufgrund eines breit abgestützten wissenschaftlichen Dis-

kurses festgehalten, dass 36 Gramm Amphetamin genügen, um die Gesundheit 

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vieler Menschen zu gefährden (BGE 113 IV 32 E. 4.b). Demzufolge legte es fest, 

dass ab einer Menge von 36 Gramm von einem schweren Fall im Sinne von 

Art. 19 Ziff. 2 lit. a aBetmG mit einer Mindeststrafe von einem Jahr Freiheitsstrafe 

auszugehen ist. Vorliegend hat der Beschuldigte in einer einmaligen Kaufhand-

lung 58 Gramm reines Amphetamin erworben und danach in einem Schliessfach 

gelagert. Das ist gut 1 ½ Mal mehr als besagter Grenzwert. Dadurch hat der Be-

schuldigte den Grundstein dafür gelegt, das Leben und die Gesundheit vieler 

Menschen zu gefährden. Allerdings wollte der Beschuldigte die Betäubungsmittel 

nicht selber an Konsumenten veräussern, sondern er wollte das Amphetamin bei 

einer nicht näher bekannten Person namens "B._____" gegen ca. 150 bis 200 

Gramm Marihuana, welches dann für den Eigenkonsum bestimmt gewesen wäre, 

eintauschen. Doch nicht einmal zu diesem Umtausch ist es gekommen, da der 

Beschuldigte bereits früher verhaftet werden konnte. Dass das Amphetamin mit-

hin nicht bis zu den Endkonsumenten gelangt ist, mindert sein Verschulden leicht. 

Ebenfalls leicht verschuldensmindernd wirkt sich in subjektiver Hinsicht der eige-

ne Drogenkonsum des Beschuldigten aus. Der Beschuldigte handelte bei der Tat 

direktvorsätzlich. Er wusste, dass es sich um Betäubungsmittel handelte und woll-

te diese auch lagern, um sie später eintauschen zu können. Obwohl die finan-

zielle Situation des Beschuldigten als angespannt zu bezeichnen ist, hat es ihm 

nie an den Mitteln zur Deckung seiner grundlegenden Bedürfnisse (Nahrung, 

Kleidung, medizinische Grundversorgung etc.) gemangelt. So war es ihm auch 

möglich, mehrere Hundert Franken für den Kauf des Amphetamins aufzutreiben. 

Sein Motiv war rein finanzieller Natur und klar egoistisch. Eine finanzielle Notlage, 

welche auf eine erheblich reduzierte Entscheidungsfreiheit schliessen liesse und 

ihn zum deliktischen Verhalten gezwungen hätte, kann deshalb nicht ausgemacht 

werden. Das Verschulden des Beschuldigten ist insgesamt dennoch als eher 

leicht zu qualifizieren. Die von der Vorinstanz festgesetzte Einsatzstrafe von 

15 Monaten erscheint deshalb als zu hoch. Ein Blick auf die Strafmassmodelle 

von FINGERHUTH/SCHLEGEL/JUCKER (a.a.O., S. 527 - 549) zeigt, dass dies die 

Ausgangsstrafe für 75 Gramm Amphetamin ist, was fast einem Drittel mehr als 

den vom Beschuldigten erworbenen 58 Gramm entspricht. Sodann ist der "Refe-

renztäter" in FINGERHUTH/SCHLEGEL/JUCKER ein nicht Süchtiger, der die fragliche 

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Drogenmenge in fünf Geschäften umgesetzt hat. Vorliegend war der Beschuldigte 

– wie gerade vorhin erwähnt – aber selbst süchtig und er hat auch nur ein Ge-

schäft getätigt. Deswegen ist ein Abzug von dieser Ausgangsstrafe zu machen. 

Eine Einsatzstrafe von 13 Monaten erscheint den Umständen angemessen.  

2.4. Straferhöhung für den Raufhandel 

Bezüglich des Raufhandels hielt die Staatsanwaltschaft vor Vorinstanz dafür, 

dass der Beschuldigte seinen Kontrahenten klar unterlegen sei und unter ande-

rem einen Nasenbeinbruch davongetragen habe, weshalb die objektive Tat-

schwere als eher leicht einzustufen sei. Subjektiv müsse jedoch festgehalten wer-

den, dass der Beschuldigte ohne offensichtlichen Grund eine Auseinandersetzung 

mit den weiteren am Raufhandel Beteiligten provoziert habe. Das Verschulden 

des Beschuldigten betreffend den Raufhandel wiege trotzdem noch eher leicht, 

weshalb diesbezüglich eine Strafe von 6 Monaten als angemessen erscheine. 

Dies führe unter Berücksichtigung des Asperationsprinzips zu einer Erhöhung der 

Einsatzstrafe von 18 auf 22 Monate (Urk. 29 S. 4 f.). 

Zum Raufhandel lässt der Beschuldigte ausführen, dass er zum Tatzeitpunkt stark 

alkoholisiert gewesen sei. Allenfalls sei er demzufolge vermindert schuldfähig ge-

wesen. Hinzu komme, dass sich lediglich der Beschuldigte selber Körperverlet-

zungen – eine Hirnerschütterung, einen Nasenbruch sowie ein Hämatom am 

rechten Auge – durch den Raufhandel zugezogen habe. Die anderen Beteiligten 

hätten keine Verletzungen erlitten. Das Verschulden des Beschuldigten wiege 

somit leicht (Urk. 30 S. 3). 

Die Vorinstanz hat erwogen, dass der Beschuldigte den Raufhandel ausgelöst 

habe, indem er eine Tätlichkeit begangen habe. Im Anschluss sei der Beschuldig-

te jedoch passiv geblieben, und am Ende habe er sich als einziger Beteiligter Ver-

letzungen zugezogen, weshalb die Strafe im unteren Bereich des Strafrahmens 

anzusiedeln sei. Betreffend die subjektive Tatschwere sei festzuhalten, dass der 

Beschuldigte aggressiv gehandelt habe. Mit 1.42 Promille sei er allerdings stark 

angetrunken gewesen, infolgedessen eine leichte Verminderung der Schuldfähig-

keit anzunehmen sei. Insgesamt lasse sich das Verschulden des Beschuldigten 

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unter Berücksichtigung der objektiven und subjektiven Tatkomponente als leicht 

qualifizieren, weshalb es sich rechtfertige, die Einsatzstrafe um 2 Monate auf 

17 Monate Freiheitsstrafe zu erhöhen (Urk. 39 S. 12 f.). 

Festzuhalten ist, dass der Beschuldigte den Raufhandel zwar initiiert hat, sein  

effektiver Beitrag jedoch verhältnismässig gering war. Der Beschuldigte stiess 

C._____ mit beiden Händen gegen den Oberkörper und verpasste diesem Ohr-

feigen mit der offenen Hand auf beide Gesichtshälften. Darauf reagierte C._____ 

seinerseits mit einem Schlag mit der rechten Faust auf die linke Wange des Be-

schuldigten, woraufhin dieser zu Boden ging und fortan nur noch einstecken 

konnte. Die dem Beschuldigten zugefügten Verletzungen waren nicht besonders 

gravierend, von Lappalien zu sprechen wäre aber ebenfalls verfehlt. Immerhin 

zog sich der Beschuldigte eine Hirnerschütterung, einen Nasenbeinbruch und ein 

Hämatom am rechten Auge zu. Weniger schwer lässt die Tat erscheinen, dass 

nur der Beschuldigte selber und nicht noch weitere Personen Verletzungen erlit-

ten haben. Zu erwähnen ist aber, dass sich der Vorfall auf Gleis 3 des Bahnhofs 

D._____ abgespielt hat. Eine wechselseitige Auseinandersetzung birgt als dyna-

misches Geschehen insbesondere die Gefahr, dass Personen infolge der Ausei-

nandersetzung auf die Gleise stürzen und von ein- oder durchfahrenden Zügen 

erfasst werden könnten. Der Beschuldigte initiierte völlig grundlos eine Auseinan-

dersetzung mit C._____. Es genügte dem Beschuldigten, dass die Türe beim Öff-

nen gegen das Häuschen geschlagen wurde, um auf C._____ loszugehen 

(Urk. 59 S. 11). 

Allzu wohlwollend ist die Vorinstanz, wenn sie dem Beschuldigten aufgrund seiner 

Alkoholisierung von 1.42 Promillen eine verminderte Schuldfähigkeit attestiert. 

Gemäss BGE 122 IV 50 f. ist als Faustregel erst zwischen 2 und 3 Promillen eine 

Verminderung der Schuldfähigkeit anzunehmen. Diese Werte wurden durch den 

Beschuldigten bei weitem nicht erreicht. Ein zusätzlicher Konsum von Drogen, 

welcher die Wirkung des Alkohols hätte verstärken können, wird vom Beschuldig-

ten verneint (D5 Urk. 3/2 S. 3 F/A 13). Entgegen der Vorinstanz ist deshalb das 

Vorliegen einer verminderten Schuldfähigkeit zu verneinen. 

-   14   - 

Aufgrund des Gesagten ist die Einsatzstrafe für die Widerhandlung gegen das Be-

täubungsmittelgesetz infolge des Raufhandels leicht zu erhöhen. 

2.5. Täterkomponente 

Was das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse angeht, so ergeben sich 

diese aus den Vorakten (D1 Urk. 2/2 S. 24 F/A 144 ff.; Prot. I S. 7 ff.) und aus 

dem vorinstanzlichen Entscheid (Urk. 39 S. 13 f.). Zur Vermeidung von unnötigen 

Wiederholungen ist zunächst auf diese zu verweisen. Anlässlich der heutigen Be-

rufungsverhandlung hat sich zudem ergeben, dass der Beschuldigte nun eine 

Lehrstelle finden konnte, welche er am 1. August 2018 angetreten hat (Urk. 59 
S. 1 ff.). Wenn die Vorinstanz die persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten 

leicht strafmindernd berücksichtigt, so ist sie damit zu wohlwollend (Urk. 39 

S. 13 f.). Vorab erscheint fraglich, ob das forensische Gutachten aus dem Jahre 

2012 überhaupt eine taugliche Entscheidungsgrundlage bilden kann für Taten, 

welche rund drei bis vier Jahre später stattfanden. Zudem ist es zwar richtig, dass 

der Beschuldigte in schwierigen Verhältnissen aufgewachsen ist. Allerdings sind 

diese Verhältnisse nicht dergestalt, dass der Beschuldigte weniger als andere 

Personen in der Lage gewesen wäre, die Rechtswidrigkeit seiner Taten zu er-

kennen oder den Antrieben zur rechtswidrigen Tat zu widerstehen (BSK StGB I-

WIPRÄCHTIGER/KELLER, Art. 47 N 146). Insbesondere im Lichte seiner zahlreichen 

Vorstrafen musste dem Beschuldigten bewusst sein, dass sein Verhalten Konse-

quenzen nach sich ziehen wird. Zudem wird dem Beschuldigten im erwähnten 

Gutachten gerade keine Beeinträchtigung der Einsichts- oder der Steuerungs-

fähigkeit attestiert (D1 Urk. 7/12 S. 57). Eine Strafminderung unter diesem Titel 

erscheint somit nicht angezeigt. 

Stark straferhöhend haben sich die zahlreichen, teils einschlägigen Vorstrafen 

des Beschuldigten auszuwirken (Urk. 56). Das umfassende Vorstrafenregister 

teilweise einschlägiger Verurteilungen – auch mit unbedingt zu vollziehenden 

Sanktionen – demonstriert, dass der Beschuldigte schon seit geraumer Zeit nichts 

aus seinen Strafen gelernt hat. Wenn gewisse Vorstrafen auch teilweise schon 

länger zurückliegen, belegen sie doch aufgrund ihrer Regelmässigkeit und Häu-

figkeit die Unbelehrbarkeit des Beschuldigten. Selbst mehrmonatige Freiheits-

-   15   - 

strafen hielten ihn nicht davon ab, neue Delikte zu begehen, ebenso wenig wie 

die gemäss Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis vom 28. Januar 

2015 ab jenem Datum laufende dreijährige Probezeit. Kommt noch hinzu, dass 

der Beschuldigte auch während laufender Untersuchung erneut delinquierte, 

weswegen er mit Strafbefehl vom 27. Juni 2017 wegen Hausfriedensbruchs und 

Sachbeschädigung zu 80 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt wurde. Sodann 

kam es zu einem Vorfall in der Ex-Beziehung des Beschuldigten, anlässlich wel-

chem er die Geschädigte im Drogenrausch mehrfach geschlagen, getreten und 

an den Haaren gezogen hat (Urk. 59 S. 6). Dieses Verfahren wurde aufgrund 

Desinteresseerklärung der Geschädigten schliesslich eingestellt. 

2.6. Bei der Strafzumessung ist das Nachtatverhalten eines Täters mit zu be-

rücksichtigen. Darunter fällt das Verhalten nach der Tat sowie im Strafverfahren 

(wie zum Beispiel Reue, Einsicht und Strafempfindlichkeit, vgl. dazu TRECHSEL/ 

THOMMEN in TRECHSEL/PIETH (Hrsg.), StGB Praxiskommentar, 3. Aufl., Zürich/ 

St. Gallen 2018, Art. 47 N 22; BSK StGB I-WIPRÄCHTIGER/KELLER, Art. 47 N 109). 

Ein Geständnis, das kooperative Verhalten eines Täters bei der Aufklärung 

von Straftaten sowie die Einsicht und Reue wirken strafmindernd (BSK StGB I-

WIPRÄCHTIGER/KELLER, Art. 47 N 130 f.). Das Bundesgericht hielt in seinen Ent-

scheiden BGE 118 IV 349 und 121 IV 202 dafür, ein positives Nachtatverhalten 

könne zu einer Strafreduktion im Bereich von einem Fünftel bis zu einem Drittel 

führen (vgl. auch BSK StGB I-WIPRÄCHTIGER/KELLER, Art. 47 N 131). 

Korrekt erwogen hat die Vorinstanz, dass das umfassende Geständnis des Be-

schuldigten – entgegen der auch heute vertretenen Ansicht der Verteidigung 

(Prot. II S. 6) – nur zu einer marginalen Strafreduktion führen kann. Die Beweis-

lage, sowohl was die Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz als auch 

den Raufhandel angeht, ist sehr komfortabel. Das Geständnis des Beschuldigten 

hat die Untersuchung somit nicht entscheidend erleichtert. Gleichwohl ist es Aus-

druck der Reue und Einsicht ins Unrecht der Tat beim Beschuldigten (vgl. Prot. I 

S. 7 und 14 f.; Urk. 59 S. 6 f.; Prot. II S. 8), was sich leicht strafmindernd auszu-

wirken hat. Eine besondere Strafempfindlichkeit ist beim Beschuldigten nicht aus-

-   16   - 

zumachen, was denn auch richtigerweise von der Verteidigung nicht geltend ge-

macht wird. 

Wie schon vor der Vorinstanz liess der Beschuldigte heute eine Verletzung des 

Beschleunigungsgebotes monieren (Prot. II S. 6). Es habe ab Anklageerhebung 

bis zur Hauptverhandlung über ein Jahr gedauert. Auch wenn der Beschuldigte 

nicht in Haft gewesen sei, habe ihn das sehr belastet (Prot. II S. 6). 

Zwar erscheint die gesamte Dauer des Verfahrens – inklusive die Untersuchung – 

bis zum erstinstanzlichen Urteil von gut zwei Jahren nicht übermässig lang. Aller-

dings ist es unverständlich, dass dieser in sowohl tatsächlicher als auch recht-

licher Sicht einfache Fall nach Eingang der Anklage während einem Jahr und 

2 Monaten ohne erkennbare Verfahrensschritte bei der Vorinstanz ruhte, bis zur 

Hauptverhandlung vorgeladen wurde. Dies stellt einen klaren Verstoss gegen das 

Beschleunigungsgebot dar. Hinzu kommt, dass nach der Hauptverhandlung vom 

28. November 2017 nochmals knapp vier Monate vergingen, bis das begründete 

Urteil versandt worden ist. Eine erhebliche Reduktion der Strafe erscheint ange-

messen. 

Fazit: Die von der Vorinstanz ausgesprochene Freiheitsstrafe von 18 Monaten ist 

im Ergebnis zu bestätigen. Zwar hat die Vorinstanz eine etwas zu hohe Einsatz-

strafe festgelegt und die Strafe wegen der Verletzung des Beschleunigungsge-

botes zu wenig reduziert, aber die Straferhöhung wegen den unzähligen Vor-

strafen des Beschuldigten ist gleichzeitig zu gering ausgefallen. Der Anrechnung 

der vom Beschuldigten bereits erstandenen 26 Tage Haft (D1 Urk. 5/5 und D1 

Urk. 5/23) an die Freiheitsstrafe steht nichts entgegen (Art. 51 StGB). 

III. Vollzug 

1.   Die Vorinstanz verurteilte den Beschuldigten zu einer Freiheitsstrafe von 

18 Monaten. Die Freiheitsstrafe sei zu vollziehen (Urk. 39 S. 18). Diese Freiheits-

strafe von 18 Monaten wird wie soeben gesehen zweitinstanzlich bestätigt. 

-   17   - 

2.   Das Gericht schiebt den Vollzug einer Geldstrafe, von gemeinnütziger Arbeit 

oder einer Freiheitsstrafe von mindestens sechs Monaten und höchstens zwei 

Jahren in der Regel auf, wenn eine unbedingte Strafe nicht notwendig erscheint, 

um den Täter von der Begehung weiterer Verbrechen oder Vergehen abzuhalten 

(Art. 42 Abs. 1 StGB). Materiell ist demnach das Fehlen einer ungünstigen Prog-

nose vorausgesetzt. Das heisst in Anlehnung an die herrschende Praxis, dass auf 

das Fehlen von Anhaltspunkten für eine Wiederholungsgefahr abgestellt wird. Die 

günstige Prognose wird also vermutet. Bei der Beurteilung der Frage, ob die für 

die Gewährung des bedingten Strafvollzuges erforderliche Voraussetzung des 

Fehlens einer ungünstigen Prognose vorliegt, ist eine Gesamtwürdigung aller 

Umstände vorzunehmen, wobei insbesondere Vorleben, Leumund, Charakter-

merkmale und Tatumstände einzubeziehen sind. Wurde der Täter innerhalb der 

letzten fünf Jahre vor der Tat zu einer bedingten oder unbedingten Freiheitsstrafe 

von mindestens sechs Monaten oder zu einer Geldstrafe von mindestens 

180 Tagessätzen verurteilt, ist der Aufschub nur zulässig, wenn besonders güns-

tige Umstände vorliegen (Art. 42 Abs. 2 StGB). In einem solchen Fall wird die un-

günstige Prognose vermutet. 

Das Gericht kann den Vollzug einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr 

und höchstens drei Jahren nur teilweise aufschieben, wenn dies notwendig ist, 

um dem Verschulden des Täters genügend Rechnung zu tragen (Art. 43 StGB). 

Grundvoraussetzung für die teilbedingte Strafe im Sinne von Art. 43 StGB ist eine 

begründete Aussicht auf Bewährung. Zwar fehlt ein entsprechender Verweis auf 

Art. 42 StGB, doch ergibt sich dies aus Sinn und Zweck von Art. 43 StGB. Wenn 

und soweit die Legalprognose des Täters nicht schlecht ausfällt, verlangt die Be-

stimmung, dass zumindest ein Teil der Strafe auf Bewährung ausgesetzt wird. Die 

Auffassung, dass die subjektiven Voraussetzungen von Art. 42 StGB auch für die 

Anwendung von Art. 43 StGB gelten müssen, entspricht ganz überwiegender 

Lehrmeinung (vgl. BGE 134 IV 1 E. 5.3). 

Wenn das Gericht auf eine teilbedingte Strafe erkennt, hat es im Zeitpunkt des Ur-

teils den aufgeschobenen und den zu vollziehenden Strafteil festzusetzen und die 

beiden Teile in ein angemessenes Verhältnis zu bringen. Nach Art. 43 StGB muss 

-   18   - 

der unbedingt vollziehbare Teil mindestens sechs Monate betragen (Abs. 3), darf 

aber die Hälfte der Strafe nicht übersteigen (Abs. 2). Innerhalb des gesetzlichen 

Rahmens liegt die Festsetzung im pflichtgemässen Ermessen des Gerichts. Als 

Bemessungsregel ist das "Verschulden" zu beachten, dem in genügender Weise 

Rechnung zu tragen ist (Art. 43 Abs. 1 StGB). Das Verhältnis der Strafteile ist so 

festzusetzen, dass darin die Wahrscheinlichkeit der Legalbewährung des Täters 

einerseits und dessen Einzeltatschuld anderseits hinreichend zum Ausdruck 

kommen (vgl. BGE 134 IV 1 E. 5.6). 

Die Vorinstanz ist unter Hinweis auf den Basler Kommentar der Auffassung, dass 

im Bereich einer Strafe zwischen einem und zwei Jahren im Fall einer Vorstrafe 

im Sinne von Art. 42 Abs. 2 StGB eine teilbedingte Strafe nicht in Frage komme 

(Urk. 39 S. 17). Diese Ansicht erweist sich mit Blick auf den zur Publikation vor-

gesehenen Entscheid des Bundesgerichts 6B_377/2017 vom 5. Juli 2018 als 

überholt. Die Aussprechung einer teilbedingten Strafe ist auch in diesem Bereich 

möglich. 

3.  Die Verteidigung machte vor Vorinstanz zusammengefasst geltend, der Be-

schuldigte habe seit seiner Entlassung aus der Untersuchungshaft eine 180 Grad-

Drehung gemacht. Der Beschuldigte habe sich bei "E._____", einer Institution der 

Stiftung Zürcher Kinder- und Jugendheime, angemeldet, er bemühe sich um Ar-

beit und habe einen Lehrlingsvertrag mit Beginn der Lehre im August 2018 unter-

schreiben können. Zudem erhalte er psychiatrische und psychologische Unter-

stützung und gehe ins Ambulatorium …, wo er auch regelmässig Urinproben ab-

gebe, um zu dokumentieren, dass er keine Drogen nehme. Der Beschuldigte ha-

be so eine echte Perspektive. Er möchte sich diese nicht verbauen, weshalb bei 

ihm nicht von einer Rückfallgefahr ausgegangen werden müsse. Ihm könne eine 

positive Prognose gestellt werden, da er sich in psychiatrischer und psychologi-

scher Betreuung befinde (Urk. 30 S. 4 f.). Auch heute machte die Verteidigung 

geltend, es sei beim Beschuldigten von besonders günstigen Umständen auszu-

gehen, wobei sie die bereits vor Vorinstanz geltend gemachten Argumente im 

Wesentlichen nochmals wiederholte (Prot. II S. 7).  

-   19   - 

4.   Die Vorinstanz hat erwogen, besonders günstige Umstände lägen dann vor, 

wenn frühere und spätere Taten nicht demselben Verhaltensmuster entsprechen 

würden oder wenn in der Zwischenzeit eine deutlich positive Wandlung der Le-

bensumstände des Täters eingetreten sei. Der Beschuldigte verfüge vorliegend 

nicht nur über diverse einschlägige Vorstrafen, sondern er habe auch während 

laufender Probezeit und insbesondere während laufender Untersuchung erneut 

delinquiert, was in einen Strafbefehl der Staatsanwaltschaft See / Oberland vom 

27. Juni 2017 gemündet habe. Der Beschuldigte habe zwar positive Ansätze ge-

zeigt, indem er sich etwa in medizinische Behandlung begeben habe und sich um 

eine Berufslehre bemüht habe, was prognostisch günstig wirke. Jedoch sei für die 

Beurteilung des Gesamtbildes der Täterpersönlichkeit eine umfassende Kenntnis 

der aktuellen Lebenssituation unerlässlich, wozu auch die Aufklärung über lau-

fende Strafuntersuchungen gehöre, über die sich der Beschuldigte jedoch aus-

schweige. So habe er Auskünfte darüber verweigert, was es mit einer hängigen 

Strafuntersuchung wegen einfacher Körperverletzung auf sich habe. In Würdi-

gung aller wesentlichen Umstände könne vorliegend die Vermutung der ungünsti-

gen Prognose nicht wiedergelegt werden, weshalb der bedingte Strafvollzug nicht 

bewilligt werden könne und die Freiheitsstrafe zu vollziehen sei (Urk. 39 S. 18). 

5.   Der Beschuldigte wurde innerhalb der letzten fünf Jahre vor der Tat vom Be-

zirksgericht Baden mit Urteil vom 4. Dezember 2013 zu einer unbedingten Frei-

heitsstrafe von 12 Monaten sowie einer Busse von Fr. 100.– verurteilt. Ein voll- 

oder teilbedingter Strafaufschub für die mit vorliegendem Erkenntnis auszuspre-

chende Freiheitsstrafe rechtfertigt sich deshalb nur, wenn besonders günstige 

Umstände beim Beschuldigten vorliegen. Wie die Vorinstanz richtig festgehalten 

hat, liegen besonders günstige Umstände etwa dann vor, wenn frühere und spä-

tere Taten nicht demselben Verhaltensmuster entsprechen oder wenn in der Zwi-

schenzeit eine deutlich positive Wandlung der Lebensumstände des Täters einge-

treten ist.  

Der Beschuldigte hat einen deutlichen Lebenswandel durchgemacht. Er konnte in 

der Zwischenzeit einen Lehrvertrag unterschreiben, wobei er die Lehrstelle am 

1. August 2018 auch angetreten hat. Zu diesem Zweck besuchte er vorgängig die 

-   20   - 

Berufsvorbereitungsschule. Der Beschuldigte hat weiter seinem alten Umfeld ab-

geschworen und sich einen neuen Freundeskreis aufbauen können. So gehe es 

ihm besser. Der Beschuldigte konsumiert seit über einem Jahr auch keine Drogen 

mehr und hat einen moderaten Alkoholkonsum (Urk. 59 S. 1, 3 und 7). Sodann 

konnte der Beschuldigte glaubhaft darlegen, weshalb er die von der Jugendan-

waltschaft Limmattal / Albis vom 13. November 2012 angeordnete ambulante Be-

handlung abgebrochen hat und gleichzeitig, weshalb die von ihm nun selbständig 

in Angriff genommene psychiatrisch-psychologische Behandlung ihm eine Besse-

rung verschaffe (Urk. 59 S. 8 f.). Anlässlich der Berufungsverhandlung zeigte der 

Beschuldigte den deutlichen Willen, den eingeschlagenen für ihn positiven Weg 

weiter zu verfolgen und sich auf die Lehre zu fokussieren. Diese Tatsachen allein 

stellen, insbesondere im Lichte der zahlreichen Vorstrafen, noch keine besonders 

günstigen Umstände dar, weshalb ein voll bedingter Strafvollzug nicht in Frage 

kommt.  

Allerdings ist vor dem Hintergrund dieser Entwicklung davon auszugehen, dass 

sich der Beschuldigte durch den im vorliegenden Fall gesetzlich maximal mög-

lichen Teilvollzug der Freiheitsstrafe im Umfang von 9 Monaten genügend be-

eindrucken lässt, um ihn von weiterer Delinquenz abzuhalten (vgl. Urteil des Bun-

desgerichts 6_B/377/2017 vom 5. Juli 2018 E. 3.2.). Den verbleibenden Beden-

ken hinsichtlich der Legalbewährung ist mit einer vierjährigen Probezeit für den 

bedingten Teil der Strafe Rechnung zu tragen. 

IV. Kosten und Entschädigungsfolgen 

1. Kosten Berufungsverfahren 

1.1. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist auf Fr. 2'400.– fest-

zusetzen. 

1.2. Im Rechtsmittelverfahren tragen die Parteien die Kosten nach Massgabe 

ihres Obsiegens und Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Ob eine Partei im 

Rechtsmittelverfahren als obsiegend oder unterliegend gilt, hängt davon ab, in 

-   21   - 

welchem Ausmass ihre vor Beschwerdeinstanz bzw. Berufungsgericht gestellten 

Anträge gutgeheissen wurden (BSK StPO-DOMEISEN, Art. 428 N 6). 

1.3. Der Beschuldigte liess mit seiner Berufung beantragen, er sei anstatt mit 

einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten mit einer solchen von 15 Monaten zu bele-

gen, wobei die Strafe bedingt zu vollziehen sei unter Ansetzung einer Probezeit 

von 3 Jahren. Eventualiter sei die Freiheitsstrafe auf 24 Monate festzusetzen, al-

lerdings seien 12 Monate davon bedingt zu vollziehen unter Ansetzung einer Pro-

bezeit von 3 Jahren (Urk. 60 S. 1). Die Staatsanwaltschaft beantragte eine Bestä-

tigung des vorinstanzlichen Urteils (Urk. 46 S. 1). 

1.4. Die Verteidigung obsiegt mit ihren Anträgen zumindest teilweise, da zwar 

die durch die Vorinstanz ausgefällte Strafhöhe zweitinstanzlich geschützt wird, 

dem Beschuldigten hierfür aber abweichend von der Vorinstanz der teilbedingte 

Vollzug gewährt wird. Diese Ausgangslage gewichtend rechtfertigt es sich des-

halb, die Kosten des Berufungsverfahrens zu zwei Dritteln dem Beschuldigten 

aufzuerlegen und zu einem Drittel auf die Staatskasse zu nehmen.  

2. Entschädigung amtliche Verteidigung 

Es erscheint unter Berücksichtigung der von der amtlichen Verteidigung einge-

reichten Honorarnote (Urk. 57) angemessen, die amtliche Verteidigung mit 

Fr. 3'200.– zu entschädigen. Diese Kosten sind zu zwei Dritteln einstweilen und 

zu einem Drittel definitiv auf die Gerichtskasse zu nehmen. Die Rückzahlungs-

pflicht des Beschuldigten im Umfang von zwei Dritteln gemäss Art. 135 Abs. 4 

StPO ist vorzubehalten. 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil und der Beschluss des Bezirksgerichts 

Dietikon vom 28. November 2017 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:  

-   22   - 

"Es wird beschlossen: 

1. Das Verfahren wird in Bezug auf  

− die Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von 

Art. 19a Ziff. 1 BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG im 

Zeitraum vom 2. Juli 2013 bis 27. November 2014, 

− den Diebstahl im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB, 

− die Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB,  

− den Hausfriedensbruch im Sinne von Art. 186 StGB,  

− die mehrfache Widerhandlung gegen das Waffengesetz im Sinne von 

Art. 33 Abs. 1 lit. a WG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 lit. a, Art. 7 

Abs. 1, Art. 12, Art. 16a und Art. 27 WG sowie Art. 12 Abs. 1 lit. g und 

Art. 48 WV,  

infolge Verjährung eingestellt. 

2. […] 

3. […] 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig 

− der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von 

Art. 19 Abs. 1 lit. d sowie Art. 19 Abs. 1 lit. g in Verbindung mit Art. 19 

Abs. 1 lit. c BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG, 

− des Raufhandels im Sinne von Art. 133 Abs. 1 StGB,  

− der mehrfachen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im 

Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. d 

BetmG. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft […], sowie mit einer Busse von Fr. 300.00. 

3. […]. Die Busse ist zu bezahlen. 

-   23   - 

4. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle 

eine Ersatzfreiheitsstrafe von 3 Tagen. 

5. Die mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 28. Januar 

2015 für eine Geldstrafe von 25 Tagessätzen zu Fr. 40.00 angesetzte Probe-

zeit von 3 Jahren wird um 1 Jahr verlängert. 

6. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 30. März 

2016 beschlagnahmte Barschaft von Fr. 700.00 (eingebucht bei der Bezirks-

gerichtskasse Dietikon) wird eingezogen und primär zur Deckung der Busse 

und hernach zur Deckung der Verfahrenskosten verwendet. 

7. Die nachfolgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis 

vom 30. März 2016 beschlagnahmten Mobiltelefone (lagernd bei der Bezirks-

gerichtskasse Dietikon) werden eingezogen und nach Eintritt der Rechtskraft 

dieses Urteils der Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen: 

− Mobiltelefon Nokia, weiss (A008'492'817), 

− Mobiltelefon Samsung, schwarz (A008'492'828), 

− Mobiltelefon Switel, schwarz (A008'492'862). 

8. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 30. März 

2016 beschlagnahmten Betäubungsmittel und Betäubungsmittelutensilien (la-

gernd bei der Kantonspolizei Zürich, BM-Lager Nr. B-03793-2015) werden 

eingezogen und nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils der Lagerbehörde 

zur Vernichtung überlassen. 

9. Die sichergestellten DNA-Spur-Wattetupfer (Asservat-Nr. A008'417'456 und 

Nr. A008'417'478) werden eingezogen und der Lagerbehörde (Forensisches 

Institut Zürich) zur Vernichtung überlassen. 

10. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 4'500.00 ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 2'000.00   Gebühr Vorverfahren 

Fr. 1'006.00   Auslagen Polizei. 
 
Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

-   24   - 

11. Rechtsanwältin Dr. iur. X._____ wird für ihre Aufwendungen als amtliche Ver-

teidigerin des Beschuldigten aus der Gerichtskasse mit Fr. 7'086.40 (inkl. 

Barauslagen und 8 % MwSt.) entschädigt. 

12. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausge-

nommen diejenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten 

auferlegt, jedoch sofort und definitiv abgeschrieben, soweit nicht durch die  

sichergestellte Barschaft gedeckt. 

13. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse ge-

nommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 

StPO." 

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte wird bestraft mit 18 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 

26 Tage durch Untersuchungshaft erstanden sind. 

2. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 9 Monaten aufgescho-

ben und die Probezeit auf 4 Jahre festgesetzt. Im Übrigen (9 Monate) wird 

die Freiheitsstrafe vollzogen. 

3. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 2'400.00 ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 3'200.00   amtliche Verteidigung 

4. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der 

amtlichen Verteidigung, werden zu zwei Dritteln dem Beschuldigten aufer-

legt und zu einem Drittel auf die Gerichtskasse genommen. 

5. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden zu zwei Dritteln einstweilen 

und zu einem Drittel definitiv auf die Gerichtskasse genommen. Die 

Rückzahlungspflicht des Beschuldigten bleibt im Umfang von zwei Dritteln 

gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO vorbehalten. 

-   25   - 

6. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten (übergeben) 

− die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis 
− die Bezirksgerichtskasse Dietikon (im Dispositivauszug) 
− die Kantonspolizei Zürich, TEU AssTri, BM-Lager, Postfach,  

8021 Zürich (im Dispositivauszug) 
− das Forensische Institut Zürich, Postfach, 8021 Zürich (im Dispositiv-

auszug) 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten  

− die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis  

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung  

allfälliger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 

Vollzugsdienste 
− das Migrationsamt des Kantons Zürich  
− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A und Formular B 
− die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und 

Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- 
und Löschungsdaten 

− die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis, in die Akten mit der  
Geschäfts-Nr. A-7/2015/1182, unter Hinweis auf Disp.-Ziff. 5 des  
vorinstantzlichen Urteils. 

− die Kantonspolizei Zürich, TEU-ZD-DA, mit separatem Schreiben 
(§ 54a Abs 1 PolG) 

7. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

-   26   - 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
 

Zürich, 23. August 2018 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

lic. iur. R. Naef 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. R. Bretscher 
 

 
 

	Urteil vom 23. August 2018
	Anklage:
	Beschluss und Urteil der Vorinstanz: (Urk. 39 S. 21 ff.)
	"Es wird beschlossen:
	1. Das Verfahren wird in Bezug auf
	 die Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG im Zeitraum vom 2. Juli 2013 bis 27. November 2014,
	 den Diebstahl im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB,
	 die Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB,
	 den Hausfriedensbruch im Sinne von Art. 186 StGB,
	 die mehrfache Widerhandlung gegen das Waffengesetz im Sinne von Art. 33 Abs. 1 lit. a WG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 lit. a, Art. 7 Abs. 1, Art. 12, Art. 16a und Art. 27 WG sowie Art. 12 Abs. 1 lit. g und Art. 48 WV,
	infolge Verjährung eingestellt.
	 der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. d sowie Art. 19 Abs. 1 lit. g in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG,
	 des Raufhandels im Sinne von Art. 133 Abs. 1 StGB,
	 der mehrfachen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG.

	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 18 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 26 Tage durch Haft erstanden sind, sowie mit einer Busse von Fr. 300.00.
	3. Die Freiheitsstrafe wird vollzogen. Die Busse ist zu bezahlen.
	4. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 3 Tagen.
	5. Die mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 28. Januar 2015 für eine Geldstrafe von 25 Tagessätzen zu Fr. 40.00 angesetzte Probezeit von 3 Jahren wird um 1 Jahr verlängert.
	6. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 30. März 2016 beschlagnahmte Barschaft von Fr. 700.00 (eingebucht bei der Bezirksgerichtskasse Dietikon) wird eingezogen und primär zur Deckung der Busse und hernach zur Deckung der Ver...
	7. Die nachfolgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 30. März 2016 beschlagnahmten Mobiltelefone (lagernd bei der Bezirksgerichtskasse Dietikon) werden eingezogen und nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils der Lagerbeh...
	 Mobiltelefon Nokia, weiss (A008'492'817),
	 Mobiltelefon Samsung, schwarz (A008'492'828),
	 Mobiltelefon Switel, schwarz (A008'492'862).

	8. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 30. März 2016 beschlagnahmten Betäubungsmittel und Betäubungsmittelutensilien (lagernd bei der Kantonspolizei Zürich, BM-Lager Nr. B-03793-2015) werden eingezogen und nach Eintritt der ...
	9. Die sichergestellten DNA-Spur-Wattetupfer (Asservat-Nr. A008'417'456 und Nr. A008'417'478) werden eingezogen und der Lagerbehörde (Forensisches Institut Zürich) zur Vernichtung überlassen.
	10. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.
	11. Rechtsanwältin Dr. iur. X._____ wird für ihre Aufwendungen als amtliche Verteidigerin des Beschuldigten aus der Gerichtskasse mit Fr. 7'086.40 (inkl. Barauslagen und 8 % MwSt.) entschädigt.
	12. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen diejenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt, jedoch sofort und definitiv abgeschrieben, soweit nicht durch die sichergestellte Barschaft gedeckt.
	13. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.
	14. (Mitteilung)
	15. (Rechtsmittel)"
	Berufungsanträge:
	1.   Das Urteil des Bezirksgerichts Dietikon vom 28. November 2017 sei betreffend Ziff. 2 und 3 aufzuheben.
	2.   Der Beschuldigte sei mit einer Freiheitsstrafe von 15 Monaten sowie mit einer Busse von Fr. 300.– zu bestrafen. Die Freiheitsstrafe sei bedingt unter Ansetzung einer Probezeit von 3 Jahren zu gewähren.
	3.   Eventualiter sei der Beschuldigte mit einer Freiheitsstrafe von 24 Monaten sowie einer Busse von Fr. 300.– zu bestrafen. 12 Monate der Strafe seien bedingt unter Ansetzung einer Probezeit von 3 Jahren zu gewähren.
	4.   Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass bereits 26 Tage durch Haft erstanden sind.
	5.   Unter ausgangsgemässer Kosten- und Entschädigungsfolge.
	Erwägungen:
	I.  Prozessuales

	1. Verfahrensgang
	1.1. Zum Verfahrensgang bis zum vorinstanzlichen Urteil kann zwecks Vermeidung von unnötigen Wiederholungen auf die Erwägungen der Vorinstanz im angefochtenen Entscheid verwiesen werden (Urk. 39 S. 4).
	1.2. Gegen das vorstehend wiedergegebene mündlich eröffnete Urteil des Bezirksgerichts Dietikon vom 28. November 2017 (Prot. I S. 19 ff.) liess der Beschuldigte durch seine amtliche Verteidigung am 30. November 2017 (Datum Poststempel) fristgerecht Be...
	1.3. Zur heutigen Berufungsverhandlung erschienen der Beschuldigte in Begleitung seiner amtlichen Verteidigung, Rechtsanwältin Dr. iur. X._____ (Prot. II S. 3). Vorfragen waren keine zu entscheiden und – abgesehen von der Einvernahme der Beschuldigten...

	2. Umfang der Berufung
	2.1. Nachdem der Beschluss und das Urteil der Vorinstanz durch die Verteidigung nur in den Dispositiv-Ziffern 2 und 3 des Erkenntnisses (Strafhöhe mit Ausnahme der Bussenfestsetzung sowie den Vollzug) angefochten wurde (Urk. 60 S. 1), kann damit fest...

	3. Formelles
	3.1. Soweit für die tatsächliche und die rechtliche Würdigung des eingeklagten Sachverhaltes auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen wird, so erfolgt dies in Anwendung von Art. 82 Abs. 4 StPO, auch ohne dass dies jeweils explizit Erwähnung findet.
	3.2. Im Übrigen ist an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass sich die urteilende Instanz nicht mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzen und  jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegen muss (BGE 141 IV 249 E. 1.3.1 mit Hinweis...
	II.  Sanktion

	1. Ausgangslage
	Die Vorinstanz sprach den Beschuldigten wegen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. d sowie Art. 19 Abs. 1 lit. g in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG, we...

	2. Grundsätze der Strafzumessung und Strafrahmen
	2.1. Die Vorinstanz hat den konkret anwendbaren Strafrahmen korrekt wiedergegeben und die theoretischen Grundsätze der Strafzumessung angeführt, worauf zur Vermeidung von Wiederholungen zu verweisen ist (Urk. 39 S. 8 ff.). Korrekterweise ist die Vorin...
	2.2. Im Sinne einer Kontrolle und im Interesse von Rechtsgleichheit und  -sicherheit ist im Bereich von Betäubungsmitteldelikten ein Vergleich mit der empirischen Strafmasstabelle von Fingerhuth/Schlegel/Jucker (OF-Kommentar zum BetmG, 3. Aufl., Züric...
	2.3. Einsatzstrafe für die qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz
	Die Vorinstanz hat zur objektiven Tatschwere der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Wesentlichen erwogen, der Beschuldigte habe sich für die Erlangung von 58 Gramm reinem Amphetamin zu verantworten. Zudem habe er Anstalte...
	Die Drogenmenge ist in der Regel ein wesentliches Strafzumessungskriterium, weil sie das Gefährdungspotential und damit das Ausmass der Rechtsgutverletzung widerspiegelt. Auch der Gesetzgeber definiert den schweren Fall in Art. 19 Ziff. 2 aBetmG bzw....
	Das Bundesgericht hat aufgrund eines breit abgestützten wissenschaftlichen Diskurses festgehalten, dass 36 Gramm Amphetamin genügen, um die Gesundheit vieler Menschen zu gefährden (BGE 113 IV 32 E. 4.b). Demzufolge legte es fest, dass ab einer Menge v...
	2.4. Straferhöhung für den Raufhandel
	Bezüglich des Raufhandels hielt die Staatsanwaltschaft vor Vorinstanz dafür, dass der Beschuldigte seinen Kontrahenten klar unterlegen sei und unter anderem einen Nasenbeinbruch davongetragen habe, weshalb die objektive Tatschwere als eher leicht einz...
	Zum Raufhandel lässt der Beschuldigte ausführen, dass er zum Tatzeitpunkt stark alkoholisiert gewesen sei. Allenfalls sei er demzufolge vermindert schuldfähig gewesen. Hinzu komme, dass sich lediglich der Beschuldigte selber Körperverletzungen – eine ...
	Die Vorinstanz hat erwogen, dass der Beschuldigte den Raufhandel ausgelöst habe, indem er eine Tätlichkeit begangen habe. Im Anschluss sei der Beschuldigte jedoch passiv geblieben, und am Ende habe er sich als einziger Beteiligter Verletzungen zugezog...
	Festzuhalten ist, dass der Beschuldigte den Raufhandel zwar initiiert hat, sein  effektiver Beitrag jedoch verhältnismässig gering war. Der Beschuldigte stiess C._____ mit beiden Händen gegen den Oberkörper und verpasste diesem Ohrfeigen mit der offen...
	Allzu wohlwollend ist die Vorinstanz, wenn sie dem Beschuldigten aufgrund seiner Alkoholisierung von 1.42 Promillen eine verminderte Schuldfähigkeit attestiert. Gemäss BGE 122 IV 50 f. ist als Faustregel erst zwischen 2 und 3 Promillen eine Verminderu...
	Aufgrund des Gesagten ist die Einsatzstrafe für die Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz infolge des Raufhandels leicht zu erhöhen.
	2.5. Täterkomponente
	Was das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse angeht, so ergeben sich diese aus den Vorakten (D1 Urk. 2/2 S. 24 F/A 144 ff.; Prot. I S. 7 ff.) und aus dem vorinstanzlichen Entscheid (Urk. 39 S. 13 f.). Zur Vermeidung von unnötigen Wiederholungen ...
	Stark straferhöhend haben sich die zahlreichen, teils einschlägigen Vorstrafen des Beschuldigten auszuwirken (Urk. 56). Das umfassende Vorstrafenregister teilweise einschlägiger Verurteilungen – auch mit unbedingt zu vollziehenden Sanktionen – demonst...
	2.6. Bei der Strafzumessung ist das Nachtatverhalten eines Täters mit zu berücksichtigen. Darunter fällt das Verhalten nach der Tat sowie im Strafverfahren (wie zum Beispiel Reue, Einsicht und Strafempfindlichkeit, vgl. dazu Trechsel/ Thommen in Trech...
	Korrekt erwogen hat die Vorinstanz, dass das umfassende Geständnis des Beschuldigten – entgegen der auch heute vertretenen Ansicht der Verteidigung (Prot. II S. 6) – nur zu einer marginalen Strafreduktion führen kann. Die Beweislage, sowohl was die W...
	Wie schon vor der Vorinstanz liess der Beschuldigte heute eine Verletzung des Beschleunigungsgebotes monieren (Prot. II S. 6). Es habe ab Anklageerhebung bis zur Hauptverhandlung über ein Jahr gedauert. Auch wenn der Beschuldigte nicht in Haft gewesen...
	Zwar erscheint die gesamte Dauer des Verfahrens – inklusive die Untersuchung – bis zum erstinstanzlichen Urteil von gut zwei Jahren nicht übermässig lang. Allerdings ist es unverständlich, dass dieser in sowohl tatsächlicher als auch rechtlicher Sich...
	Fazit: Die von der Vorinstanz ausgesprochene Freiheitsstrafe von 18 Monaten ist im Ergebnis zu bestätigen. Zwar hat die Vorinstanz eine etwas zu hohe Einsatzstrafe festgelegt und die Strafe wegen der Verletzung des Beschleunigungsgebotes zu wenig red...
	III.  Vollzug
	1.   Die Vorinstanz verurteilte den Beschuldigten zu einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten. Die Freiheitsstrafe sei zu vollziehen (Urk. 39 S. 18). Diese Freiheitsstrafe von 18 Monaten wird wie soeben gesehen zweitinstanzlich bestätigt.
	2.   Das Gericht schiebt den Vollzug einer Geldstrafe, von gemeinnütziger Arbeit oder einer Freiheitsstrafe von mindestens sechs Monaten und höchstens zwei Jahren in der Regel auf, wenn eine unbedingte Strafe nicht notwendig erscheint, um den Täter vo...
	Das Gericht kann den Vollzug einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr und höchstens drei Jahren nur teilweise aufschieben, wenn dies notwendig ist, um dem Verschulden des Täters genügend Rechnung zu tragen (Art. 43 StGB). Grundvoraussetzung für...
	Wenn das Gericht auf eine teilbedingte Strafe erkennt, hat es im Zeitpunkt des Urteils den aufgeschobenen und den zu vollziehenden Strafteil festzusetzen und die beiden Teile in ein angemessenes Verhältnis zu bringen. Nach Art. 43 StGB muss der unbedi...
	Die Vorinstanz ist unter Hinweis auf den Basler Kommentar der Auffassung, dass im Bereich einer Strafe zwischen einem und zwei Jahren im Fall einer Vorstrafe im Sinne von Art. 42 Abs. 2 StGB eine teilbedingte Strafe nicht in Frage komme (Urk. 39 S. 17...
	3.  Die Verteidigung machte vor Vorinstanz zusammengefasst geltend, der Beschuldigte habe seit seiner Entlassung aus der Untersuchungshaft eine 180 Grad-Drehung gemacht. Der Beschuldigte habe sich bei "E._____", einer Institution der Stiftung Zürcher ...
	4.   Die Vorinstanz hat erwogen, besonders günstige Umstände lägen dann vor, wenn frühere und spätere Taten nicht demselben Verhaltensmuster entsprechen würden oder wenn in der Zwischenzeit eine deutlich positive Wandlung der Lebensumstände des Täters...
	5.   Der Beschuldigte wurde innerhalb der letzten fünf Jahre vor der Tat vom Bezirksgericht Baden mit Urteil vom 4. Dezember 2013 zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 12 Monaten sowie einer Busse von Fr. 100.– verurteilt. Ein voll- oder teilbeding...
	Der Beschuldigte hat einen deutlichen Lebenswandel durchgemacht. Er konnte in der Zwischenzeit einen Lehrvertrag unterschreiben, wobei er die Lehrstelle am 1. August 2018 auch angetreten hat. Zu diesem Zweck besuchte er vorgängig die Berufsvorbereitun...
	Allerdings ist vor dem Hintergrund dieser Entwicklung davon auszugehen, dass sich der Beschuldigte durch den im vorliegenden Fall gesetzlich maximal möglichen Teilvollzug der Freiheitsstrafe im Umfang von 9 Monaten genügend beeindrucken lässt, um ih...
	IV.  Kosten und Entschädigungsfolgen

	1. Kosten Berufungsverfahren
	1.1. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist auf Fr. 2'400.– festzusetzen.
	1.2. Im Rechtsmittelverfahren tragen die Parteien die Kosten nach Massgabe ihres Obsiegens und Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Ob eine Partei im Rechtsmittelverfahren als obsiegend oder unterliegend gilt, hängt davon ab, in welchem Ausmass ihre v...
	1.3. Der Beschuldigte liess mit seiner Berufung beantragen, er sei anstatt mit einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten mit einer solchen von 15 Monaten zu belegen, wobei die Strafe bedingt zu vollziehen sei unter Ansetzung einer Probezeit von 3 Jahren. E...
	1.4. Die Verteidigung obsiegt mit ihren Anträgen zumindest teilweise, da zwar die durch die Vorinstanz ausgefällte Strafhöhe zweitinstanzlich geschützt wird, dem Beschuldigten hierfür aber abweichend von der Vorinstanz der teilbedingte Vollzug gewährt...

	2. Entschädigung amtliche Verteidigung
	Es erscheint unter Berücksichtigung der von der amtlichen Verteidigung eingereichten Honorarnote (Urk. 57) angemessen, die amtliche Verteidigung mit Fr. 3'200.– zu entschädigen. Diese Kosten sind zu zwei Dritteln einstweilen und zu einem Drittel defin...

	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil und der Beschluss des Bezirksgerichts Dietikon vom 28. November 2017 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	"Es wird beschlossen:
	1. Das Verfahren wird in Bezug auf
	 die Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG im Zeitraum vom 2. Juli 2013 bis 27. November 2014,
	 den Diebstahl im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB,
	 die Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB,
	 den Hausfriedensbruch im Sinne von Art. 186 StGB,
	 die mehrfache Widerhandlung gegen das Waffengesetz im Sinne von Art. 33 Abs. 1 lit. a WG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 lit. a, Art. 7 Abs. 1, Art. 12, Art. 16a und Art. 27 WG sowie Art. 12 Abs. 1 lit. g und Art. 48 WV,
	infolge Verjährung eingestellt.

	2. […]
	3. […]
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte ist schuldig
	 der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. d sowie Art. 19 Abs. 1 lit. g in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG,
	 des Raufhandels im Sinne von Art. 133 Abs. 1 StGB,
	 der mehrfachen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG.

	2. Der Beschuldigte wird bestraft […], sowie mit einer Busse von Fr. 300.00.
	3. […]. Die Busse ist zu bezahlen.
	4. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 3 Tagen.
	5. Die mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 28. Januar 2015 für eine Geldstrafe von 25 Tagessätzen zu Fr. 40.00 angesetzte Probezeit von 3 Jahren wird um 1 Jahr verlängert.
	6. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 30. März 2016 beschlagnahmte Barschaft von Fr. 700.00 (eingebucht bei der Bezirksgerichtskasse Dietikon) wird eingezogen und primär zur Deckung der Busse und hernach zur Deckung der Ver...
	7. Die nachfolgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 30. März 2016 beschlagnahmten Mobiltelefone (lagernd bei der Bezirksgerichtskasse Dietikon) werden eingezogen und nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils der Lagerbeh...
	 Mobiltelefon Nokia, weiss (A008'492'817),
	 Mobiltelefon Samsung, schwarz (A008'492'828),
	 Mobiltelefon Switel, schwarz (A008'492'862).

	8. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 30. März 2016 beschlagnahmten Betäubungsmittel und Betäubungsmittelutensilien (lagernd bei der Kantonspolizei Zürich, BM-Lager Nr. B-03793-2015) werden eingezogen und nach Eintritt der ...
	9. Die sichergestellten DNA-Spur-Wattetupfer (Asservat-Nr. A008'417'456 und Nr. A008'417'478) werden eingezogen und der Lagerbehörde (Forensisches Institut Zürich) zur Vernichtung überlassen.
	10. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.
	11. Rechtsanwältin Dr. iur. X._____ wird für ihre Aufwendungen als amtliche Verteidigerin des Beschuldigten aus der Gerichtskasse mit Fr. 7'086.40 (inkl. Barauslagen und 8 % MwSt.) entschädigt.
	12. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen diejenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt, jedoch sofort und definitiv abgeschrieben, soweit nicht durch die  sichergestellte Barschaft gede...
	13. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO."
	2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte wird bestraft mit 18 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 26 Tage durch Untersuchungshaft erstanden sind.
	2. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 9 Monaten aufgeschoben und die Probezeit auf 4 Jahre festgesetzt. Im Übrigen (9 Monate) wird die Freiheitsstrafe vollzogen.
	3. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	4. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung, werden zu zwei Dritteln dem Beschuldigten auferlegt und zu einem Drittel auf die Gerichtskasse genommen.
	5. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden zu zwei Dritteln einstweilen und zu einem Drittel definitiv auf die Gerichtskasse genommen. Die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten bleibt im Umfang von zwei Dritteln gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO vorbeh...
	6. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis
	 die Bezirksgerichtskasse Dietikon (im Dispositivauszug)
	 die Kantonspolizei Zürich, TEU AssTri, BM-Lager, Postfach,  8021 Zürich (im Dispositivauszug)
	 das Forensische Institut Zürich, Postfach, 8021 Zürich (im Dispositivauszug)
	sowie in vollständiger Ausfertigung an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis
	 die Vorinstanz
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A und Formular B
	 die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- und Löschungsdaten
	 die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis, in die Akten mit der  Geschäfts-Nr. A-7/2015/1182, unter Hinweis auf Disp.-Ziff. 5 des  vorinstantzlichen Urteils.
	 die Kantonspolizei Zürich, TEU-ZD-DA, mit separatem Schreiben (§ 54a Abs 1 PolG)

	7. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.