# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6aa061e8-598d-5e44-bfb5-bb18d372d66f
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-11-29
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 29.11.2023 E-6457/2023
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6457-2023_2023-11-29.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
 
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-6457/2023 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 9 .  N o v e m b e r  2 0 2 3  

Besetzung 
 Einzelrichter Markus König, 

mit Zustimmung von Richterin Susanne Genner;    

Gerichtsschreiberin Karin Parpan. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Marokko,  

(…),   

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 16. November 2023 / N (…). 

 

 

 

E-6457/2023 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer stellte am 16. Juli 2023 in der Schweiz ein Asylge-

such. Ein Abgleich seiner Fingerabdrücke mit der europäischen Finger- 

abdruck-Datenbank (Eurodac) ergab, dass er am 5. Juni 2023 bereits in 

Österreich um Asyl nachgesucht hatte. 

B.  

B.a Das SEM gewährte dem Beschwerdeführer anlässlich des sogenann-

ten Dublin-Gesprächs vom 31. Juli 2023 das rechtliche Gehör zur  

mutmasslichen Zuständigkeit Österreich für die Durchführung des Asyl-

verfahrens, zu einer allfälligen Rückkehr dorthin sowie zum medizinischen 

Sachverhalt. 

B.b Dabei machte er im Wesentlichen geltend, die österreichischen 

Asylbehörden hätten seinen Asylantrag abgelehnt. Die Ablehnung seines 

Asylgesuchs sei auf die mangelhafte Übersetzung seiner Anhörung zu-

rückzuführen. Aufgrund seines Transfers in ein anderes Camp und einer 

Krankheit zu diesem Zeitpunkt habe er damals keine Beschwerde gegen 

diesen Entscheid eingereicht.  

C.  

Das SEM ersuchte die österreichischen Behörden am 31. Juli 2023 um 

Rückübernahme des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. d 

der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des 

Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur 

Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Dritt-

staatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten An-

trags auf internationalen Schutz zuständig ist (nachfolgend: Dublin-III-VO). 

Dieses Gesuch blieb unbeantwortet. 

D.  

Mit Verfügung vom 16. November 2023 – am Folgetag eröffnet – trat das 

SEM auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein, ordnete seine 

Überstellung nach Österreich an und forderte ihn auf, die Schweiz am Tag 

nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen. Gleichzeitig beauftragte das 

SEM den zuständigen Kanton mit dem Vollzug der Überstellung und stellte 

fest, dass einer allfälligen Beschwerde gegen den Entscheid keine auf-

schiebende Wirkung zukomme. 

E-6457/2023 

Seite 3 

E.  

Der Beschwerdeführer erhob mit Eingabe an das Bundesverwaltungsge-

richt vom 22. November 2023 (Datum der Postaufgabe) Beschwerde ge-

gen diesen Entscheid. Er beantragte, die angefochtene Verfügung sei auf-

zuheben und das SEM sei anzuweisen, auf sein Asylgesuch einzutreten 

und das Asylverfahren in der Schweiz durchzuführen. 

In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Gewährung der unentgeltlichen 

Prozessführung inklusive Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvor-

schusses und um Erteilung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde. 

F.  

Am 23. November 2023 setzte der Instruktionsrichter gestützt auf Art. 56 

VwVG den Vollzug der Überstellung per sofort einstweilen aus. Die vor-

instanzlichen Akten lagen dem Bundesverwaltungsgericht am gleichen Tag 

in elektronischer Form vor (vgl. Art. 109 Abs. 3 AsylG). 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurtei-

lung von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG zuständig 

und entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – wie auch vorlie-

gend – endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG; Art. 105 AsylG [SR 142.31]). 

Der Beschwerdeführer ist als Verfügungsadressat zur Beschwerdeführung 

legitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG). 

1.2 Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten 

(Art. 108 Abs. 3 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG). 

2.  

2.1 Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige oder 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 

2.2 Bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das 

SEM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu überprüfen 

(Art. 31a Abs. 1–3 AsylG), ist die Beurteilungskompetenz der Beschwerde-

instanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt, ob die Vorinstanz zu Recht 

auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2017 VI/5 E. 3.1; 

2012/4 E. 2.2, je m.w.H.). 

E-6457/2023 

Seite 4 

2.3 Die vorliegende Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegrün-

det, weshalb sie im Verfahren einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustim-

mung eines zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin 

(Art. 111 Bst. e AsylG), ohne Durchführung eines Schriftenwechsels und 

mit summarischer Begründung, zu behandeln ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 

AsylG). 

3.  

3.1 Auf Asylgesuche wird in der Regel nicht eingetreten, wenn Asyl- 

suchende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung 

des Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist 

(Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG). In diesem Fall verfügt das SEM in der Regel 

die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an (Art. 44 

AsylG). 

3.2 Gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO wird jeder Asylantrag von einem 

einzigen Mitgliedstaat geprüft, der nach den Kriterien des Kapitels III 

(Art. 8–15 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird (vgl. auch 

Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO). Das Verfahren zur Bestimmung des zuständi-

gen Mitgliedstaates wird eingeleitet, sobald in einem Mitgliedstaat erstmals 

ein Asylantrag gestellt wird (Art. 20 Abs. 1 Dublin-III-VO). Im Rahmen des 

– hier interessierenden – Wiederaufnahmeverfahrens (Art. 23–25 Dublin-

III-VO) findet grundsätzlich keine (neue) Zuständigkeitsprüfung nach 

Kapitel III Dublin-III-VO mehr statt (vgl. zum Ganzen BVGE 2019 VI/7 

E. 4–6, 2017 VI/5 E. 6.2 und 8.2.1). 

3.3 Erweist es sich als unmöglich, einen Antragsteller in den eigentlich zu-

ständigen Mitgliedstaat zu überstellen, weil es wesentliche Gründe für die 

Annahme gibt, dass das Asylverfahren und die Aufnahmebedingungen für 

Antragsteller in jenem Mitgliedstaat systemische Schwachstellen aufwei-

sen, die eine Gefahr einer unmenschlichen oder entwürdigenden Behand-

lung im Sinne von Art. 4 der Charta der Grundrechte der Europäischen 

Union (EU-Grundrechtecharta; ABl. C 364/1 vom 18. Dezember 2000) mit 

sich bringen, ist zu prüfen, ob aufgrund dieser Kriterien ein anderer Mit-

gliedstaat als zuständig bestimmt werden kann. Kann kein anderer 

Mitgliedstaat als zuständig bestimmt werden, wird der die Zuständigkeit 

prüfende Mitgliedstaat zum zuständigen Mitgliedstaat (Art. 3 Abs. 2 

Sätze 2 und 3 Dublin-III-VO). 

  

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Seite 5 

3.4 Jeder Mitgliedstaat kann abweichend von Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO 

beschliessen, einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder 

Staatenlosen gestellten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch 

wenn er nach den in dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die 

Prüfung zuständig ist (Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO). Dieses soge-

nannte Selbsteintrittsrecht wird im Landesrecht durch Art. 29a Abs. 3 der 

Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311) konkreti-

siert. Gemäss dieser Bestimmung kann das SEM das Asylgesuch "aus 

humanitären Gründen" auch dann behandeln, wenn dafür gemäss Dublin-

III-VO ein anderer Staat zuständig wäre. Liegen individuelle völkerrecht-

liche Überstellungshindernisse vor, ist der Selbsteintritt zwingend (vgl. 

BVGE 2015/9 E. 8.2.1). 

4.  

4.1 Der Abgleich der Fingerabdrücke des Beschwerdeführers ergab, dass 

er am 5. Juni 2023 in Österreich um Asyl nachgesucht hatte.  

4.2 Nachdem die österreichischen Behörden den Antrag des SEM vom 

31. Juli 2023 auf Rückübernahme des Beschwerdeführers nicht innert Frist 

beantwortet haben (vgl. Art. 25 Abs. 1 Dublin-III-VO), ist – in Anwendung 

der Zustimmungsfiktion infolge der sogenannten Verfristung – davon aus-

zugehen, sie hätten dem Aufnahmegesuch stillschweigend stattgegeben; 

dies zieht die Verpflichtung nach sich, die Person aufzunehmen und ange-

messene Vorkehren für die Ankunft zu treffen (Art. 25 Abs. 2 Dublin-III-VO). 

Vor diesem Hintergrund ist die grundsätzliche Zuständigkeit Österreichs 

zur Durchführung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens gegeben.  

4.3 Daran ändern auch die Einwände des Beschwerdeführers, wonach  

Österreich seinen Asylantrag abgelehnt habe, nichts: Die grundsätzliche 

Zuständigkeit jedes Dublin-Mitgliedstaats umfasst auch ein allfälliges Weg-

weisungsverfahren nach der Ablehnung eines Antrags auf internationalen 

Schutz (vgl. FILZWIESER / SPRUNG, Dublin III-Verordnung, Wien 2014, K.11 

zu Art. 18). Soweit der Beschwerdeführer in seinem Rechtsmittel darum 

ersucht, ihn angesichts des negativen Asylentscheids in Österreich in der 

Schweiz zu seinen Asylgründen anzuhören, besteht dazu nach dem Ge-

sagten offensichtlich weder Möglichkeit noch Veranlassung. 

5.  

5.1 Das SEM hat zutreffend festgehalten, dass es keine Anhaltspunkte für 

Schwachstellen der österreichischen Asylverfahren und der Aufnahmebe-

dingungen für asylsuchende Personen in Österreich im Sinn von Art. 3 

Abs. 2 Sätze 2 und 3 Dublin-III-VO gibt, welche die Gefahr einer un-

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menschlichen oder entwürdigenden Behandlung gemäss Art. 4 EU-Grund-

rechtecharta und Art. 3 EMRK mit sich bringen würden. Österreich ist  

Signatarstaat der EMRK, des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 

gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende 

Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und des Abkommens vom 28. Juli 

1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) sowie des 

Zusatzprotokolls der FK vom 31. Januar 1967 (SR 0.142.301) und kommt 

seinen entsprechenden völkerrechtlichen Verpflichtungen nach. Es darf 

davon ausgegangen werden, dieser Staat anerkenne und schütze die 

Rechte, die sich für Schutzsuchende aus den Richtlinien des Europäischen 

Parlaments und des Rates 2013/32/EU vom 26. Juni 2013 zu gemein- 

samen Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung des internationa-

len Schutzes (sog. Verfahrensrichtlinie) sowie 2013/33/EU vom 26. Juni 

2013 zur Festlegung von Normen für die Aufnahme von Personen, die  

internationalen Schutz beantragen (sog. Aufnahmerichtlinie) ergeben.  

Etwas anderes macht letztlich auch der Beschwerdeführer nicht geltend, 

auch wenn er sich enttäuscht über den Ausgang seines Asylverfahrens in 

Österreich zeigt. 

5.2 Es gibt keine Hinweise darauf, dass der negative Entscheid der öster-

reichischen Asylbehörden nicht im Rahmen eines rechtsstaatlich korrekten 

Verfahrens ergangen wäre. An dieser Einschätzung vermag auch die Kritik 

des Beschwerdeführers an der Übersetzung seiner Anhörung in Österreich 

nichts zu ändern, zumal er selbst darauf hinwies, dass er die Möglichkeit 

gehabt hätte, die Übersetzung zu bemängeln oder Beschwerde gegen den 

ablehnenden Entscheid einzulegen (vgl. Protokoll Dublin-Gespräch 

act. 12/2 S. 1). Den Akten sind keinerlei Anhaltspunkte für die Annahme 

einer (erfolgten oder zukünftigen) Verletzung des Refoulement-Verbots 

durch Österreich zu entnehmen.  

5.3 Unter diesen Umständen ist die Anwendung von Art. 3 Abs. 2 Dublin-

III-VO nicht gerechtfertigt. 

6.  

6.1 Die Vorinstanz hat sodann die Anwendung des Selbsteintrittsrechts im 

Sinn von Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO sowie Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 zu 

Recht verneint: 

6.2 Soweit der Beschwerdeführer anlässlich des Dublin-Gesprächs von 

Schmerzen im linken Arm respektive der linken Hand, Schlafstörungen  

und einer nicht näher beschriebenen Krankheit in Österreich berichtete, 

steht dies einer Überstellung offensichtlich nicht entgegen: Die zwangs-

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weise Rückweisung von Personen mit gesundheitlichen Problemen stellt 

nur ganz ausnahmsweise einen Verstoss gegen Art. 3 EMRK dar (vgl. 

BVGE 2011/9 E. 7 mit Hinweisen auf die damalige Praxis des Euro- 

päischen Gerichtshofs für Menschenrechte [EGMR]; Urteil des EGMR  

Paposhvili gegen Belgien 13. Dezember 2016, Grosse Kammer 41738/10, 

§§ 180–193 m.w.H.). Eine solche Ausnahmesituation ist vorliegend offen-

sichtlich nicht gegeben. 

6.3 Weitere Überstellungshindernisse machte der Beschwerdeführer nicht 

geltend. 

6.4 Gemäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts verfügt die Vorinstanz 

bei der Anwendung von Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 über einen Ermessens-

spielraum (vgl. BVGE 2015/9 E. 7 f.). Die angefochtene Verfügung ist auch 

unter diesem Blickwinkel nicht zu beanstanden; insbesondere sind den Ak-

ten keine Hinweise auf einen Ermessensmissbrauch oder ein Über-  

respektive Unterschreiten des Ermessens zu entnehmen. Das Gericht ent-

hält sich deshalb in diesem Zusammenhang weiterer Äusserungen. Der 

Vollständigkeit halber ist bleibt festzuhalten, dass die Dublin-III-VO den 

Schutzsuchenden kein Recht einräumt, den ihren Antrag prüfenden Staat 

selber auszuwählen (vgl. auch BVGE 2010/45 E. 8.3). 

7.  

Die Vorinstanz ist angesichts der vorstehenden Erwägungen zu Recht 

nicht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers eingetreten und hat 

seine Überstellung nach Österreich verfügt (vgl. Art. 31a Abs. 1 Bst. b und 

Art. 44 AsylG). Die Beschwerde ist abzuweisen. 

8.  

8.1 Mit vorliegendem Urteil ist das Beschwerdeverfahren abgeschlossen. 

Die Anträge auf Erteilung der aufschiebenden Wirkung und Befreiung von 

der Kostenvorschusspflicht werden damit gegenstandslos. Der am 23. No-

vember 2023 angeordnete provisorische Vollzugsstopp fällt dahin. 

8.2 Das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der unent-

geltlichen Prozessführung ist unbesehen der finanziellen Verhältnisse des 

Beschwerdeführers abzuweisen, weil die Rechtsbegehren aussichtslos 

waren (Art. 65 Abs. 1 VwVG). 

8.3 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten von Fr. 750.– 

(Art. 1‒3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-

schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) 

dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG).  

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Seite 8 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Markus König Karin Parpan 

 

 

Versand: