# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 312c92b4-4443-507a-a098-db7f8ddd5467
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-10-26
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 26.10.2023 B 2023/23
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2023-23_2023-10-26.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2023/23

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 29.01.2024

Entscheiddatum: 26.10.2023

Entscheid Verwaltungsgericht, 26.10.2023
Baurecht, Tragsicherheitsnachweis, Art. 101 PBG. Rückweisung der Sache 
an die beschwerdebeteiligte Gemeinde als zuständige Baubehörde zur 
fachlichen Beurteilung des erst im Beschwerdeverfahren nachgereichten 
Konzepts zur Verstärkung des Daches (E. 4), (Verwaltungsgericht, B 
2023/23).

Entscheid vom 26. Oktober 2023

Besetzung

Abteilungspräsidentin Lendfers; Verwaltungsrichterin Zindel, Verwaltungsrichter 

Steiner; Gerichtsschreiber Bischofberger

Verfahrensbeteiligte

A.__ AG,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. David Brunner, Advokaturbureau Brunner & Dudli, 

Hinterlauben 12, 9000 St. Gallen,

gegen

Bau- und Umweltdepartement des Kantons St. Gallen, Lämmlisbrunnenstrasse 54, 

9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

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B.__,

C.__,

D.__,

Beschwerdegegnerinnen,

alle vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Urs Pfister, Advokaturbüro Pfister, 

Bischofszellerstrasse 53, 9200 Gossau,

Politische Gemeinde Z.__, vertreten durch die Baubewilligungskommission, 9001 St. 

Gallen,

Beschwerdebeteiligte,

Gegenstand

Baubewilligung

 

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A.

Die E.__ sind Eigentümerinnen des 87'787 m  grossen Grundstücks Nr. 0000_, 

Grundbuchkreis Z.__, welches unter anderem mit dem ehemaligen 

Güterexpeditionsgebäude Assek.-Nr. 0001_ überbaut ist. Nach dem Zonenplan der 

Politischen Gemeinde Z.__ ist dieses Grundstück im Bereich des Gebäudes Assek.-

Nr. 0001_ der Wohn-Gewerbe-Zone WG4 zugewiesen. Im Bundesinventar der 

schützenswerten Ortsbilder der Schweiz von nationaler Bedeutung (ISOS) ist das 

ehemalige Güterexpeditionsgebäudes Assek.-Nr. 0001_ als Einzelelement Nr. 0.0.24 

mit dem Erhaltungsziel A verzeichnet. Südöstlich resp. -westlich dieses Gebäudes 

verläuft die F.__-strasse (Gemeindestrasse zweiter Klasse) über die Grundstücke 

Nrn. 0002_ und 0000_ (https://www.geoportal.ch, https:// www.gisos.bak.admin.ch, 

beide Stand: 21. September 2023).

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B.

Am 17. Juli 2020/18. August 2020 reichte die A.___ AG das Baugesuch Nr. 57784 für 

den Umbau und die Umnutzung des ehemaligen Güterexpeditionsgebäudes Assek.-

Nr. 0001_ auf Parzelle Nr. 0000_ (F.__-strasse 8) in eine multifunktionale (Event-)Halle 

für 300 Personen ein, nachdem sie ihr vom 19. März 2020 bis 1. April 2020 öffentlich 

aufgelegtes Baugesuch Nr. 57384 für ein Eventlokal an demselben Ort offenbar 

zurückgezogen hatte. Dem Gesuch beigelegt war ein Bericht der G.__ AG, vom 

3. Dezember 2019, sowie das Bau-, Nutzungs- und Betriebskonzept vom 21. Juli 2020. 

Zudem umfasste es das Lärmgutachten der H.__ AG, vom 11. August 2020. Während 

der öffentlichen Auflage des Baugesuchs Nr. 57784 vom 20. August 2020 bis 

2. September 2020 gingen zwei Einsprachen ein, darunter diejenige von B.__ (auch: 

N.__, Eigentümerin der Parzellen Nrn. 0003_ und C0004_), C.__ (Eigentümerin der 

Parzelle Nr. C0005_), D.__ (Miteigentümerin der Parzellen Nrn. C0006_ und C0007_) 

sowie I.__ (Eigentümer der Parzelle Nr. 0008_). Gleichzeitig wurde auch das Baugesuch 

Nr. 57785 der H.__ AG für eine Eventhalle für bis zu 1'800 Personen öffentlich 

aufgelegt. Am 14. Januar 2021/1. Februar 2021 reichte die H.__ AG ein 

Korrekturgesuch ein, welches den Einsprechern im vereinfachten Verfahren 

bekanntgegeben wurde. Am 13. Februar 2021 erhoben B.__, C.__, D.__ sowie I.__ 

dagegen sinngemäss Einsprache. Mit Entscheid vom 19. März 2021 (versandt am 

1. April 2021) wies die Baubewilligungskommission der Stadt Z.__ die Einsprachen 

sowohl in öffentlich-rechtlicher Hinsicht als auch nach Art. 684 des Schweizerischen 

Zivilgesetzbuches (SR 210, ZGB) ab und bewilligte das (korrigierte) Baugesuch 

Nr. 57784 unter Nebenstimmungen und unter gleichzeitiger Eröffnung aller kantonalen 

und kommunalen Teilverfügungen und Stellungnahmen, namentlich derjenigen der 

kantonalen Denkmalpflege vom 24. September 2020/11. Februar 2021, der 

kommunalen Denkmalpflege vom 21. September 2020/11. Februar 2021 und der 

städtischen Dienststelle Umwelt und Energie vom 10. September 2020, sowie der 

Zustimmung der E.__ als Gesamtentscheid (B 2023/21 act. 9/7/1-10, 17 f., 21-48, 

Beilage zu act. 9/24, 32, https://www.geoportal.ch, https://publikationen.sg.ch, beide 

Stand: 21. September 2023).

C.

Dagegen rekurrierten B.__, C.__, D.__ sowie I.__ am 11. April 2021 an das 

Baudepartement. Am 6./7. Juli 2021 reichten das Tiefbauamt und am 

24. September 2021 sowie am 6. Januar 2022 das Amt für Umwelt Amtsberichte ein. 

Am 11. November 2021, 22. März 2022 und 7. April 2022 berichtigte resp. ergänzte die 

H.__ AG ihr Lärmgutachten vom 11. August 2020. Vom 21. November 2022 bis 

21. Dezember 2022 lag der Teilstrassenplan F.__-strasse, Anpassung Klassierung an 

tatsächlichen Verlauf im Bereich 001_ - 002_, öffentlich auf. Am 12. Dezember 2022 

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reichte die G.__ AG Stellungnahmen der H.__ AG vom 1. Dezember 2022 und der G.__ 

AG vom 3. Dezember 2022 nach. Mit Entscheid vom 20. Januar 2023 hiess das Bau- 

und Umweltdepartement (BUD, bis 30. September 2021: Baudepartement) den Rekurs 

von B.__, C.__ und D.__ kostenfällig gut (Dispositiv-Ziff. 1a, 2a, 3a, 3b) und hob den 

Gesamtentscheid der Baubewilligungskommission Z.__ vom 19. März 2021 auf 

(Ziff. 1c). Auf den Rekurs von I.__ trat es kostenfällig nicht ein (Ziff. 1b, 2b, 2c, 3b, 

act. 2, B 2023/21 act. 9/1, 10, 14, 27, 42, https://publikationen.sg.ch, Stand: 

21. September 2023).

D.

Gegen den Entscheid des BUD (Vorinstanz) vom 20. Januar 2023 erhob die H.__ AG 

(Beschwerdeführerin) durch ihren Rechtsvertreter mit Eingabe vom 6. Februar 2023 

und Ergänzung vom 13. März 2023 Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit den 

Rechtsbegehren, es seien Dispositiv-Ziffern 1a, 1c, 2a, 2c, 3a und 3c des 

angefochtenen Entscheids unter Kosten- und Entschädigungsfolgen, zuzüglich 

Mehrwertsteuer, aufzuheben (Antrag-Ziff. I/1 und 4). Es sei der Rekurs vollumfänglich 

abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden könne (Ziff. 2). Es sei der Entscheid der 

Baubewilligungskommission der Politischen Gemeinde Z.__ (Beschwerdebeteiligte) 

vom 19. März 2021 zu bestätigen. Eventualiter sei dieser Entscheid unter der Auflage 

zu bestätigen, das bewilligte Projekt mit der statischen Ertüchtigung gemäss dem mit 

der Beschwerdeergänzung eingereichten Konzept zur Verstärkung des Daches der 

G.__ AG vom 10. März 2023 (nachfolgend: Konzept) auszuführen (Ziff. 3). Am 

21. März 2023 schloss die Vorinstanz auf Abweisung der Beschwerde. Die 

Beschwerdebeteiligte verzichtete auf eine Stellungnahme und das Stellen eigener 

Anträge. Mit Eingabe vom 15. Mai 2023 beantragten B.__, C.__ und D.__ 

(Beschwerdegegnerinnen) durch ihren Rechtsvertreter, die Beschwerde sei unter 

Kosten- und Entschädigungsfolgen, zuzüglich Mehrwertsteuer, abzuweisen, soweit 

darauf einzutreten sei. Am 6. Juli 2023, 7. und 28. August 2023 liessen sich die 

Beschwerdeführerin und am 14. August 2023 die Beschwerdegegnerinnen 

abschliessend vernehmen (act. 1, 5 f., 8, 10, 13, 20, 23, 26, 28).

Auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids, die Ausführungen der 

Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge sowie die Akten wird, soweit 

wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

 

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

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1.

Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59  Abs. 1 des 

Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, VRP). Die Beschwerdeeingabe 

vom 6. Februar 2023 erfolgte rechtzeitig und erfüllt zusammen mit der Ergänzung vom 

13. März 2023 formell und inhaltlich die gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 in 

Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Die Beschwerdeführerin 

ist zur Erhebung des Rechtsmittels gegen den angefochtenen Entscheid befugt, mittels 

welchem die Vorinstanz dem Baugesuch Nr. 57784 der Beschwerdeführerin in 

Gutheissung des Rekurses und Aufhebung des Gesamtentscheids der 

Beschwerdebeteiligten vom 19. März 2021 in der Sache die Bewilligungsfähigkeit 

absprach (Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP, vgl. zum Devolutiveffekt 

R. Herzog, in: Dieselbe/Daum [Hrsg.], Kommentar zum Gesetz über die 

Verwaltungsrechtspflege im Kanton Bern, 2. Aufl. 2020, N 4 und 18 zu Art. 72 VRPG 

BE). Auf die Beschwerde ist somit grundsätzlich einzutreten.

Nach der verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung nicht einzutreten ist auf die 

Beschwerde, soweit die Beschwerdeführerin beantragt, der erstinstanzliche 

Gesamtentscheid der Beschwerdebeteiligten vom 19. März 2021 sei zu bestätigen (vgl. 

dazu VerwGE B 2019/123 vom 28. Mai 2020 E. 1 mit Hinweis). Mangels Beschwer 

ebenso nicht einzutreten ist auf den Beschwerdeantrag-Ziffer 1, soweit darin um 

Aufhebung von Dispositiv-Ziffer 2c des angefochtenen Entscheids ersucht wird. Die 

Dispositiv-Ziffer 2c des angefochtenen Entscheids äussert sich zur Verwendung des 

von I.__ (Beschwerdeführer im Verfahren B 2023/21) im vorinstanzlichen 

Rekursverfahren geleisteten Kostenvorschusses.

Soweit die Beschwerdegegnerinnen pauschal auf ihre Eingaben im vor- und 

erstinstanzlichen Verfahren verweisen (act. 13, S. 7 f., 10 Ziff. III/B/1, 10 Abs. 3), sind 

sie nicht zu hören (vgl. dazu VerwGE B 2020/243 vom 30. August 2021 E. 1 Abs. 2 mit 

Hinweis, bestätigt mit BGer, Urteil 1C_597/2021 vom 18. April 2023). Ebenfalls nicht zu 

hören sind sie, soweit sie (act. 13, S. 3, 5-8, Ziff. II/6a, III/A/1-2b, 4, III/B/4a-4c, act. 26, 

S. 6-8 Ziff. III/5), einer unzulässigen Anschlussbeschwerde gleich, allerdings ohne einen 

entsprechenden Antrag zu stellen, über die Anträge der Beschwerdeführerin hinaus 

eine Abänderung des angefochtenen Entscheids unter den Gesichtspunkten der 

hinreichenden Erschliessung sowie des Lärm- und Denkmalschutzes verlangen (vgl. 

dazu Art. 63 VRP; VerwGE B 2022/46 vom 20. Juni 2022 E. 2; B 2020/102 vom 

10. Dezember 2020 E. 1; B 2017/57 vom 23. Mai 2018 E. 1; VerwGE B 2008/148 vom 

16. Juni 2009 E. 1.4, bestätigt mit BGer, Urteil 2C_512/2009 vom 17. Februar 2010, je 

mit Hinweis[en]).

bis

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Die E.__ (Eigentümerinnen der Parzelle Nr. 0000_), welche als Eisenbahnunternehmen 

dem diesem Streit zugrundeliegenden Bauvorhaben der Beschwerdegegnerin gestützt 

auf Art. 18m Abs. 1 Ingress und lit. a des Eisenbahngesetzes (SR 742.101, EBG) 

zugestimmt haben (act. 9/7/3), haben im vorinstanzlichen Rekursverfahren keine 

eigenen Anträge gestellt und deshalb stillschweigend von einer weiteren 

Verfahrensbeteiligung abgesehen. Sie sind daher im verwaltungsgerichtlichen 

Beschwerdeverfahren nicht mehr zu beteiligen (vgl. dazu VerwGE B 2022/173 vom 

12. Juli 2023 E. 1, mit Hinweisen).

2.

Die Beschwerdegegnerinnen beantragen (act. 13, S. 3 f. Ziff. II/6, 6b), es sei eine 

öffentliche Verhandlung durchzuführen, da sie nicht gestützt auf Art. 233 der 

Schweizerischen Zivilprozessordnung (Zivilprozessordnung; SR 272, ZPO) auf die 

Durchführung einer Verhandlung verzichteten. Entgegen der Auffassung der 

Beschwerdegegnerinnen ist die ZPO in Bezug auf die Frage, ob eine öffentliche und 

mündliche Verhandlung anzuordnen ist, im vorliegenden Verfahren nicht anwendbar 

(vgl. dazu VerwGE B 2022/173 vom 12. Juli 2023 E. 6.1, mit Hinweis auf BGer, 

Urteil 5A_156/2021 vom 9. Juni 2022 E. 2). Weiter erscheint die Durchführung einer 

öffentlichen und mündlichen Verhandlung sowohl gestützt auf Art. 6 Ziff. 1 der 

Europäischen Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten 

(SR 0.101, EMRK) als auch mit Blick auf Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der 

Schweizerischen Eidgenossenschaft (SR 101, BV) und Art. 64 in Verbindung mit Art. 55 

Abs. 1 VRP nicht als geboten. Es ist nicht ersichtlich und wird von den 

Beschwerdegegnerinnen auch nicht dargetan, weshalb der Fall nicht adäquat aufgrund 

der Akten und der Rechtsschriften entschieden werden könnte bzw. inwiefern die zu 

beurteilenden Rechtsfragen eine öffentliche Verhandlung erforderten. Für die 

Beantwortung dieser Rechtsfragen vermögen der persönliche Eindruck der 

Beschwerdegegnerinnen und sonstige individuelle Komponenten sowie die Möglichkeit 

zu einem mündlichen Vortrag keine wesentliche Rolle zu spielen. Die 

Beschwerdegegnerinnen hatten hinreichend Gelegenheit, sich schriftlich zur Sache zu 

äussern. Für die dabei aufgeworfenen technischen Sach- und Fachfragen eignete sich 

das schriftliche Verfahren besser als eine mündliche Anhörung (vgl. dazu VerwGE 

B 2022/173 vom 12. Juli 2023 E. 6.2, mit Hinweisen).

3.

Die Beschwerdeführerin stellt die Beweisanträge (act. 5, S. 6 f. Ziff. IV/3, 6), es seien 

Amtsberichte der städtischen und der kantonalen Denkmalpflege einzuholen. Die 

Beschwerdegegnerinnen stellen die Beweisanträge (act. 13, S. 3 f., 12, 17 f. Ziff. II/6, 

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6a, III/B/12c, 12h, act. 14 Ziff. III/C f., act. 26, S. 2, 7 Ziff. II/3, III/4b), es sei – neben der 

Verhandlung, vgl. zu diesem Antrag vorstehende E. 2 – ein Augenschein 

durchzuführen; es seien alle Bauakten zur Liegenschaft F.__-strasse 001_, Z.__, 

beizuziehen; es sei eine Expertise zur Beantwortung der Frage einzuholen, ob wegen 

der falschen Lage der Sheds im Konzept die statische Berechnung der Ertüchtigung 

nicht stimme.

Die tatsächlichen Feststellungen im angefochtenen Entscheid erweisen sich als 

ausreichend zur Beurteilung der erhobenen Rügen. Namentlich ist nicht ersichtlich, 

inwiefern ein Augenschein zu anderen oder neuen, rechtserheblichen Erkenntnissen 

führen würde. Die mit Blick auf die nachstehend zu schildernden Gegebenheiten 

entscheidrelevanten tatsächlichen Verhältnisse ergeben sich aus den Verfahrensakten. 

Es besteht kein Anlass, den Beweisanträgen der Beschwerdeführerin und der 

Beschwerdegegnerinnen zu entsprechen (vgl. zur antizipierten Beweiswürdigung 

BGE 144 V 361 E. 6.5; 144 II 427 E. 3.1.3 je mit Hinweis[en], siehe davon teilweise 

abweichende Meinung von M. Bickel, Antizipierte Beweiswürdigung, Bern 2021, 

Rz. 530 ff.).

4.

Die Beschwerdeführerin bringt vor (act. 5, S. 2-7 Ziff. II/4, IV/1-4, act. 20), mit dem im 

Beschwerdeverfahren eingereichten Konzept sei im Detail nachgewiesen, dass die 

Traglastreserven des Daches für das geplante Bauvorhaben ausreichend seien. Es 

könne nicht sein, dass allein für die im Konzept nachgewiesenen geringfügigen 

statischen Verstärkungen ein neues Baugesuch eingereicht werden müsse.

Zu prüfen ist zunächst, ob das erst im Beschwerdeverfahren eingereichte Konzept im 

vorliegenden Verfahren berücksichtigt werden kann. Dies wird sowohl von den 

Beschwerdegegnerinnen (act. 13, S. 7-9 Ziff. III/A/4, III/B/3, 4d, act. 26, S. 3 Ziff. III/2a) 

als auch von der Vorinstanz (act. 8 Ziff. II/1) in Zweifel gezogen.

Ausgangspunkt und äusserster Rahmen für die Bestimmung des Streitgegenstands im 

Verfahren der nachträglichen Verwaltungsrechtspflege bildet die angefochtene 

Verfügung bzw. der angefochtene Entscheid (sog. Anfechtungsgegenstand bzw. -

objekt). Im Verlaufe des Rechtsmittelverfahrens lässt sich der Streitgegenstand 

verengen, indem eine Verfügung oder ein Entscheid nur teilweise angefochten wird; 

erweitern oder qualitativ verändern lässt er sich jedoch nicht. Ausgehend vom 

Anfechtungsgegenstand bestimmen die Parteibegehren über den Streitgegenstand. 

4.1. 

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4.2      

Von keiner Seite wird in Zweifel gezogen, dass das Dach des bestehenden Gebäudes 

Assek.-Nr. 0001_ auf Parzelle Nr. 0000_ für den Zubau der für die Bewilligungsfähigkeit 

des vom Streit betroffenen Bauvorhabens erforderlichen schall- und 

wärmedämmenden Materialien statisch ertüchtigt werden muss. Im Bericht der G.__ 

Diese sind im Lichte ihrer Begründung auszulegen. Innerhalb des Streitgegenstands 

kann eine Partei jederzeit eine neue rechtliche Begründung für ihren Standpunkt 

vortragen; auf einen früher eingenommenen Standpunkt kann sie auch wieder 

zurückkommen und ihr Rechtsmittel mit neuer Begründung weiterverfolgen. Eine 

andere Betrachtungsweise stünde im Widerspruch zum Grundsatz der 

Rechtsanwendung von Amtes wegen ("iura novit curia"; vgl. Art. 21 Abs. 1 VRP). 

Soweit die Kantone als letzte kantonale Instanz ein Gericht einsetzen, gewährleisten 

sie, dass dieses selbst oder eine vorgängig zuständige andere richterliche Behörde den 

Sachverhalt frei prüft und das mass-gebende Recht von Amtes wegen anwendet 

(Art. 110 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, Bundesgerichtsgesetz; SR 

173.110, BGG). Damit wird die Rechtsweggarantie nach Art. 29a BV bzw. Art. 6 EMRK 

umgesetzt, welche eine uneingeschränkte Sachverhalts- und Rechtskontrolle durch 

(wenigstens) ein Gericht verlangt. Entscheidet das Verwaltungsgericht, wie hier, als 

erste gerichtliche Instanz, ist eine eigentliche Rügepflicht im kantonalen Verfahren 

unzulässig und steht es den Beschwerdeführern von Bundesrechts wegen offen, 

gestützt auf neue Tatsachen (und diese stützende Beweismittel) das (unveränderte) 

Rechtsbegehren auf neue resp. geänderte Rechtsgründe zu stützen, sofern sich daraus 

keine unzulässige Änderung des Streitgegenstands ergibt. Das ist der Fall, sofern nicht 

auf einen wesentlich verschiedenen, ausserhalb des zu regelnden Rechtsverhältnisses 

liegenden Sachverhalt – die rechtliche Begründung zählt nicht als Streitgegenstand – 

abgestellt wird (vgl. dazu VerwGE B 2022/198 vom 6. Juli 2023 E. 2.1-2.4, mit 

Hinweisen).

Grundlage des zu regelnden Rechtsverhältnisses bildet vorliegend das von der 

Beschwerdebeteiligte mit Gesamtentscheid vom 19. März 2021 bewilligte Baugesuch 

der Beschwerdeführerin Nr. 57784 vom 17. Juli 2020/18. August 2020, welches von 

den Beschwerdegegnerinnen im vorinstanzlichen Verfahren mit Rekurs vollumfänglich 

angefochtenen worden ist. Beim Konzept handelt es sich um eine Ergänzung dieses 

unvollständigen Baugesuchs (vgl. dazu E. 4.2 hiernach). Entsprechend wird dadurch 

nicht auf einen wesentlich verschiedenen, ausserhalb des zu regelnden 

Rechtsverhältnisses liegenden Sachverhalt abgestellt, weshalb das Verwaltungsgericht 

nach dem Gesagten darauf einzugehen hat.

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AG vom 3. Dezember 2019 (B 2023/21 act. 9/7/41) wird festgehalten, dass die 

bestehende Konstruktion über keine Traglastreserven verfüge. Auch lässt sich dem 

Bau-, Nutzungs- und Betriebskonzept vom 21. Juli 2020 (B 2023/21 act. 9/7/29, S. 32 

Ziff. 4.12) entnehmen, dass allein für die Einhaltung der lärmschutzrechtlichen 

Vorschriften zusätzlich zur bestehenden Dachkonstruktion 60 kg/m  eingelastet werden 

müssten. Entsprechend hätte die Beschwerdebeteiligte als Baubehörde im Sinne von 

Art. 135 des Planungs- und Baugesetzes (sGS 731.1; PBG) die zur Beurteilung der 

Traglast des Daches notwendigen Unterlagen unter Androhung von Säumnisfolgen im 

Sinne von Art. 137 PBG in Verbindung mit Art. 21 Abs. 1 und 3 der Verordnung zum 

Planungs- und Baugesetz (sGS 731.11, PBV) bereits im erstinstanzlichen Verfahren 

nachfordern müssen (vgl. dazu auch Art. 133 Ingress und lit. a PBG).

Aus den im vorinstanzlichen Rekursverfahren von der Beschwerdeführerin 

eingereichten Stellungnahmen der H.__ AG vom 1. Dezember 2022 und der G.__ AG 

vom 9. Dezember 2022 (B 2023/21 Beilage zu act. 9/42) geht sodann hervor, dass aus 

der projektierten Schall- und Wärmedämmung auf dem Dach nurmehr ein zusätzliches 

Gewicht von ca. 100 kg/m  resultiere. Ein solches Zusatzgewicht könne im Rahmen der 

"Gegenstand weiterer Planung bildenden Ertüchtigungsmassnahmen" durchaus 

aufgenommen werden (vgl. dazu auch zutreffende E. 11.3.1 des angefochtenen 

Entscheids, act. 2, S. 19). Allerdings sah sich die Beschwerdeführerin im 

vorinstanzlichen Rekursverfahren nicht veranlasst, entsprechende 

Ertüchtigungsmassnahmen zu definieren und Unterlagen dazu nachzureichen. Bei 

dieser Ausgangslage hat die Vorinstanz im Zeitpunkt des angefochtenen Entscheids 

am 20. Januar 2023 in Erwägung 11.3.2 dieses Entscheids (act. 2, S. 19 f.) zutreffend 

festgestellt, das strittige Bauvorhaben entspreche den Erfordernissen der Sicherheit im 

Sinne von Art. 101 PBG mangels detailliertem Tragsicherheitsnachweis nicht. Auch 

handle es sich dabei nicht mehr bloss um einen Mangel untergeordneter Natur, welcher 

auflageweise oder gemäss der Beschwerdeführerin in Rahmen der 

Ausführungsplanung geheilt werden dürfe (vgl. dazu auch VerwGE B 2022/132 vom 

17. November 2022 E. 4.1, mit Hinweisen; act. 13, S. 6-8 Ziff. III/A/3, III/B/4c, act. 26, 

S. 3 f. Ziff. III/2b-2d, siehe auch Art. 52 der Bauordnung der Beschwerdebeteiligten; 

SRS 731.1, BO). Deswegen durfte die Vorinstanz den erstinstanzlichen 

Gesamtentscheid vom 19. März 2021 im Zeitpunkt des angefochtenen Entscheids in 

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Gutheissung des Rekurses der Beschwerdegegnerinnen aufheben, ohne Recht zu 

verletzen. Da die Beschwerdeführerin im Beschwerdeverfahren mittlerweile selbst 

eingeräumt hat, dass ihr Baugesuch hinsichtlich der erforderlichen statischen 

Ertüchtigung "im Detail" unvollständig (gewesen) sei (vgl. dazu act. 5, S. 6 Ziff. IV/3), 

hätte es mit der vorinstanzlichen Beurteilung somit grundsätzlich sein Bewenden 

gehabt.

Erst im Beschwerdeverfahren hat die Beschwerdeführerin das zur Vervollständigung 

des Baugesuchs ausgearbeitete Konzept nachgereicht. Die Beschwerdegegnerinnen 

wenden gegen das Konzept ein (act. 13, S. 6, 16-18 Ziff. III/A/2c, III/B/12h/aa-dd, 

act. 26, S. 4, 7 Ziff. III/2f, 4b), alle Oblichter seien in den Architektenplänen, auf welchen 

das Konzept basiere, nicht am richtigen Ort eingezeichnet. Die Oblichter seien an einer 

Seite des Sekundärträgers und nicht jeweils in der Mitte zwischen den darunter 

befindlichen Abstützungen eingezeichnet. Weil der Abstand "des Gewichts" (Oblicht) 

von der Stütze tatsächlich grösser sei als in der Berechnung angenommen (falsche 

Pläne), sei die Belastung für die dazwischenliegenden Holzbalken viel grösser. Zudem 

seien die zusätzlichen Untersichtgläser – bei den Oblichtern sei aus 

Lärmschutzgründen eine Schallschutzverglasung erforderlich – statisch nicht 

berücksichtigt worden. Die im Konzept berücksichtigten Lastannahmen seien nicht 

deckungsgleich mit der Ausführung und somit nicht korrekt. Im Weiteren könne die 

geplante Holzbalken-Ertüchtigung an der Unterseite bei den Auflagern auf dem 

Sekundärträger nicht umgesetzt werden. Es handle sich um eine durchlaufende 

Holzbalkenlage. Die Tragsicherheit der Holzbalken sei beim mitdurchlaufenden 

Holzbalkenlager überschritten. Ferner berücksichtige die im Konzept geplante 

Sekundärträger-Ertüchtigung die Auskragungen der Nord- und Südseite nicht. Die 

Tragsicherheit der auskragenden Sekundärträger sei überschritten. Wie es sich damit 

und mit den Einwänden der Beschwerdegegnerinnen hinsichtlich des Gewichts und 

des Aufbaus der Oblichter (act. 13, S. 6, 11, 14-16 Ziff. III/A/2c, III/B/12a, 12f, 12g, 

act. 26, S. 4-6 Ziff. III/3) in Bezug auf die Stellungnahme der S-AG vom 

1. Dezember 2022 samt Beilagen (B 2023/21 Beilage zu act. 9/42) sowie auf die der 

von der Beschwerdeführerin am 6. Juli 2023 eingereichte Berechnung der K.__ AG, 

Zweigniederlassung L.__ AG (act. 21), letztlich verhält (vgl. dazu auch act. 28), lässt 

sich allerdings nur auf Grundlage einer fachlichen Beurteilung abschliessend beurteilen. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 11/13

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Es ist nicht Sache des Verwaltungsgerichts, der auf einer solchen fachlichen 

Beurteilung abgestützten Entscheidung der kommunalen Baubehörde vorzugreifen. Es 

wird vielmehr Aufgabe der beschwerdebeteiligten Gemeinde sein, darüber sowie über 

die beiden folgenden Einwände der Beschwerdegegnerinnen zu entscheiden, soweit 

diese daran festhalten:

Dieses Vorgehen rechtfertigt sich auch insoweit, als die Vorinstanz die von den 

Beschwerdegegnerinnen im Rekursverfahren zur Diskussion gestellte Zulässigkeit der 

erteilten energierechtlichen Ausnahmebewilligung (vgl. dazu B 2023/21 act. 9/5, S. 17 f. 

Ziff. III/F/1 f.) nicht abschliessend, sondern lediglich summarisch im Sinne eines obiter 

dictum, welches nicht in Rechtskraft erwachsen kann (vgl. dazu VerwGE B 2022/40 

vom 19. Januar 2023 E. 5.2, mit Hinweisen), beurteilt hat (vgl. dazu E. 5, 12 und 12.3 

des angefochtenen Entscheids, act. 2, S. 10, 20, 22, siehe dazu auch die 

diesbezüglichen Vorbringen der Beschwerdeführerin im Beschwerdeverfahren [act. 5, 

S. 7 f. Ziff. IV/5-7], wonach das Nachhaltigkeitskonzept vom 20. Februar 2020 bzw. die 

Aktennotiz von Architekt M.__ vom 26. September 2019 [beide nicht aktenkundig, vgl. 

dazu auch Art. 64 in Verbindung mit Art. 52 VRP] Bestandteil der erteilten 

Baubewilligung bildeten und die energierechtliche Ausnahmebewilligung im 

erstinstanzlichen Gesamtentscheid vom 19. März 2021 [E. III/12, Auflage Ziff. IV/13, 

S. 19 und 23, vgl. dazu auch die Vernehmlassung der städtischen Dienststelle Umwelt 

und Energie vom 10. September 2020] daher nicht zusätzlich habe begründet werden 

müssen [siehe demgegenüber auch act. 13, S. 18 f. Ziff. III/B/13]).

Vor diesem Hintergrund ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen. Der angefochtene 

Entscheid, soweit der Rekurs der Beschwerdegegnerinnen gutgeheissen worden ist 

(Dispositiv-Ziff. 1a, 1c), und der erstinstanzliche Gesamtentscheid vom 19. März 2021 

unter Beizug der Denkmalpflege mit der Rüge (act. 13, S. 5, 7, 13 f., 18 Ziff. III/A/2a, 

2b, 4, III/B/12e, 12h/ee, act. 26, S. 4, 7 Ziff. III/2e, 5), die im Konzept geplanten, 

geschweissten Ertüchtigungen verunstalteten das Gesamtbild der Jugendstil-

Stahlkonstruktion;

–

mit der Rüge (act. 13, S. 12 Ziff. III/B/12c, act. 26, S. 6 f. Ziff. III/4a), die 

Lärmprognose der Beschwerdeführerin, mittels welcher die Einhaltung der 

Planungswerte nachgewiesen werden solle, gründe auf einem falschen Sachverhalt.

–

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sind aufzuheben. Die Sache ist zur Prüfung des Konzepts unter Wahrung der 

Interessen Dritter und der Öffentlichkeit sowie zu neuer Entscheidung an die 

Beschwerdebeteiligte zurückzuweisen. Dabei wird die Beschwerdebeteiligte vor ihrer 

neuen Entscheidung nötigenfalls den Ausgang des Verfahrens B 2023/21 

(Nichteintreten auf den Rekurs von I.__) abzuwarten und zu berücksichtigten haben.

5.

Aus dem Gebot der Verfahrensgerechtigkeit folgt, dass jeder Beteiligte – in 

Abweichung vom Erfolgsprinzip (Art. 95 Abs. 1 VRP) – die Kosten nach dem 

Verursacherprinzip zu übernehmen hat, die durch nachträgliches Vorbringen von 

Begehren, Tatsachen oder Beweismitteln entstehen, sofern ihm eine rechtzeitige 

Geltendmachung möglich und zumutbar gewesen wäre (Art. 95 Abs. 2 Satz 2 VRP). 

Dass es der Beschwerdeführerin nicht möglich oder zumutbar gewesen wäre, das 

Konzept im erstinstanzlichen Bewilligungsverfahren einzureichen, ist weder ersichtlich 

noch von der Beschwerdeführerin dargetan worden. Dementsprechend sind die 

amtlichen Kosten des Beschwerde- und Rekursverfahrens der Beschwerdeführerin 

aufzuerlegen. Eine Entscheidgebühr für das Beschwerdeverfahren von CHF 3'000 ist 

angemessen (Art. 7 Ziff. 222 der Gerichtskostenverordnung; sGS 941.12, GKV). Der 

von der Beschwerdeführerin im Beschwerdeverfahren geleistete Kostenvorschuss in 

gleicher Höhe ist anzurechnen. Der Verlegung der amtlichen Kosten entsprechend hat 

die Beschwerdeführerin die Beschwerdegegnerinnen für das Beschwerdeverfahren 

antragsgemäss ausseramtlich zu entschädigen (Art. 98 Abs. 1 VRP in Verbindung mit 

Art. 98  VRP). Der Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerinnen fordert (act. 26, S. 2 

Ziff. II/5) eine Entschädigung in der Höhe von CHF 6'000, zuzüglich 4% Barauslagen 

und 7.7% Mehrwertsteuer. Vor Verwaltungsgericht ist die Honorarpauschale innerhalb 

des von Art. 22 Abs. 1 Ingress und lit. b der Honorarordnung (sGS 963.5, HonO) 

festgelegten Rahmens zwischen CHF 1'500 und CHF 15'000 festzulegen (vgl. dazu 

auch Art. 30 Ingress und lit. b Ziff. 1 des Anwaltsgesetzes; sGS 963.70, AnwG). 

Innerhalb des für eine Pauschale gesetzten Rahmens wird das Grundhonorar nach den 

besonderen Umständen, namentlich nach Art und Umfang der Bemühungen, der 

Schwierigkeit des Falls und den wirtschaftlichen Verhältnissen der Beteiligten 

bemessen (vgl. Art. 31 Abs. 1 und 2 AnwG; Art. 19 HonO; VerwGE B 2017/221 vom 

25. Juni 2018 E. 3.2 mit Hinweisen). Die im Beschwerdeverfahren eingereichte 

Kostennote ist bei der Festsetzung der Honorarpauschale lediglich zu berücksichtigen 

bis

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(vgl. VerwGE B 2014/214 vom 27. November 2015 E. 4.2.1). Mit Blick auf die 

Bemessungskriterien, insbesondere die in vergleichbaren Fällen zugesprochenen 

Entschädigungen (vgl. etwa jüngst VerwGE B 2022/132 vom 17. November 2022), 

erscheint eine ausseramtliche Entschädigung für das Beschwerdeverfahren in der 

Höhe von CHF 3'120 (inklusive Barauslagen) zuzüglich Mehrwertsteuer angemessen 

(vgl. dazu Art. 19, Art. 28, Art. 29 HonO). Der Kostenspruch der Vorinstanz (Dispositiv-

Ziff. 2a, 3a, 3b des angefochtenen Entscheids) ist nach dem zur Kostenverlegung im 

Beschwerdeverfahren Gesagten im Ergebnis nicht zu beanstanden.

 

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht zu Recht:

1.

Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Dispositiv-Ziff. 1a und 1c des 

angefochtenen Entscheids und der Gesamtentscheid der Beschwerdebeteiligten vom 

19. März 2021 werden aufgehoben. Die Sache wird zur Prüfung des Konzepts zur 

Verstärkung des Daches der G.__ AG, Z.__, vom 10. März 2023 unter Wahrung der 

Interessen Dritter und der Öffentlichkeit sowie zu neuer Entscheidung im Sinne der 

Erwägungen an die Beschwerdebeteiligte zurückgewiesen.

2.

Die Beschwerdeführerin bezahlt die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von 

CHF 3'000 unter Anrechnung mit dem von ihr im Beschwerdeverfahren in gleicher 

Höhe geleisteten Kostenvorschuss.

3.

Die Beschwerdeführerin entschädigt die Beschwerdegegnerinnen für das 

Beschwerdeverfahren ausseramtlich mit CHF 3'120 (inklusive Barauslagen), zuzüglich 

Mehrwertsteuer.

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	Entscheid Verwaltungsgericht, 26.10.2023
	Baurecht, Tragsicherheitsnachweis, Art. 101 PBG. Rückweisung der Sache an die beschwerdebeteiligte Gemeinde als zuständige Baubehörde zur fachlichen Beurteilung des erst im Beschwerdeverfahren nachgereichten Konzepts zur Verstärkung des Daches (E. 4), (Verwaltungsgericht, B 2023/23).

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