# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** dff8c842-f964-5754-b602-2b2202445361
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-07-01
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 01.07.2020 720 20 137/150
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-20-137-150_2020-07-01.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 1. Juli 2020 (720 20 137 / 150) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Anspruch auf orthopädische Massschuhe 

 

 
 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Gerichtsschreiber Pascal Acrémann 

 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin 
  

 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Hilfsmittel 
 
 
 

A. Die 1966 geborene A.____ benötigt infolge ihrer Grunderkrankungen seit Jahren or-
thopädische Spezial- resp. Serienschuhe. Am 7. Oktober 2019 ersuchte sie die IV-Stelle Basel-
Landschaft (IV-Stelle) mit Rezept der behandelnden Ärztin Dr. med. B.____, Fachärztin für Or-
thopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, C.____AG, vom 10. Sep-
tember 2019 und Kostenvoranschlag der Orthopädieschuhtechnik D.____AG vom 16. Septem-
ber 2019 um Kostenübernahme von Fr. 4'769.55 für die Anschaffung von orthopädischen 
Massschuhen und deren Fertigungskosten. Nach Rücksprache mit Dr. med. E.____, Facharzt 

 

 
 
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für Physikalische und Rehabilitative Medizin sowie Orthopädie, Regionaler Ärztlicher Dienst 
(RAD), vom 14. Oktober 2019 und Durchführung des Vorbescheidverfahrens wies die IV-Stelle 
das Leistungsbegehren mit Verfügung vom 2. März 2020 ab. Begründend hielt sie fest, eine 
Versorgung mit orthopädischen Serienschuhen sei weiterhin ausreichend. 

 

B. Gegen diese Verfügung erhob A.____ am 26. März 2020 Beschwerde beim Kantons-
gericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Sie beantragte, 
die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die IV-Stelle sei zu verpflichten, die Kosten für 
die orthopädischen Massschuhe zu übernehmen. Eventualiter sei die Angelegenheit zur Durch-
führung weiterer Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Zur Begründung 
machte sie im Wesentlichen geltend, dass die Massschuhversorgung fachärztlich angezeigt sei 
und sich die erforderlichen Anpassungen an einem Serienschuh nicht zufriedenstellend anbrin-
gen lassen würden. 
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 29. Mai 2020 schloss die IV-Stelle unter Berufung auf die 
erneute Bewertung durch den RAD-Arzt Dr. E.____ vom 14. Mai 2020 auf Abweisung der Be-
schwerde.  
 
 
Der Präsident zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss Art. 69 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 
19. Juni 1959 in Verbindung mit Art. 60 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil 
des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 kann gegen Verfügungen der IV-
Stelle beim Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle innert 30 Tagen Beschwerde erhoben 
werden. Zur Beurteilung der Beschwerde sachlich zuständig ist im Kanton Basel-Landschaft, 
gemäss § 54 Abs. 1 lit. d des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung 
(VPO) vom 16. Dezember 1993 das Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht. Auf 
die beim zuständigen Gericht form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde vom 26. März 
2020 kann demnach eingetreten werden. 
 
1.2 Gemäss § 55 Abs. 1 VPO entscheidet die präsidierende Person der Abteilung Sozial-
versicherungsrecht des Kantonsgerichts Streitigkeiten bis zu einem Streitwert von Fr. 20'000.-- 
durch Präsidialentscheid. Der Streitwert beträgt gemäss Kostenvoranschlag der D.____AG vom 
16. September 2019 Fr. 4'769.55, weshalb die vorliegende Angelegenheit präsidial zu entschei-
den ist. 
 
2.1 Invalide oder von einer Invalidität bedrohte Versicherte haben gemäss Art. 8 Abs. 1 in 
Verbindung mit Abs. 3 lit. d IVG Anspruch auf die Abgabe von Hilfsmitteln. Dieser Anspruch 
bezieht sich gemäss Art. 21 Abs. 1 IVG auf jene Hilfsmittel, deren sie für die Ausübung der Er-
werbstätigkeit oder der Tätigkeit in ihrem Aufgabenbereich, für die Schulung, die Ausbildung 
oder zum Zwecke der funktionellen Angewöhnung bedürfen. Unabhängig von einer allfälligen 
Erwerbstätigkeit hat die versicherte Person gemäss Art. 21 Abs. 2 IVG zudem Anspruch auf 

 

 
 
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Hilfsmittel, welcher sie infolge ihrer Invalidität für die Fortbewegung, für die Herstellung des 
Kontaktes mit der Umwelt oder für die Selbstsorge kostspieliger Geräte bedarf. In Art. 14 der 
Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 hat der Bundesrat die 
ihm in Art. 21 Abs. 4 IVG übertragene Kompetenz zur Regelung der Voraussetzungen für die 
Abgabe von Hilfsmitteln dem Eidgenössischen Departement des Innern (EDI) überlassen. Die-
ses hat gestützt auf diese Subdelegation die Verordnung über die Abgabe von Hilfsmitteln 
durch die Invalidenversicherung (HVI) vom 29. November 1976 mit der im Anhang aufgeführten 
Hilfsmittelliste erlassen. Gemäss deren Art. 2 besteht im Rahmen der im Anhang aufgeführten 
Liste Anspruch auf Hilfsmittel, soweit diese für die Fortbewegung, die Herstellung des Kontakts 
mit der Umwelt oder für die Selbstsorge notwendig sind (Abs. 1). Anspruch auf die mit (*) be-
zeichneten Hilfsmittel besteht nur, soweit diese für die Ausübung einer Erwerbstätigkeit oder die 
Tätigkeit im Aufgabenbereich, für die Schulung, die Ausbildung, die funktionelle Angewöhnung 
oder für die in der zutreffenden Ziffer des Anhangs ausdrücklich genannte Tätigkeit notwendig 
sind (Abs. 2). 
 
2.2 Ziffer 4 des Anhangs zur HVI regelt die Kategorie Schuhwerk und orthopädische Fuss-
einlagen und führt folgende Hilfsmittel auf: 4.01: Orthopädische Massschuhe und orthopädische 
Serienschuhe einschliesslich Fertigungskosten, sofern eine Versorgung gemäss den Ziffern 
4.02-4.04 nicht möglich ist; 4.02: Orthopädische Änderungen und Schuhzurichtungen an Kon-
fektionsschuhen oder orthopädischen Spezialschuhen; 4.03: Orthopädische Spezialschuhe; 
4.04: Invaliditätsbedingter Mehrverbrauch von Konfektionsschuhen; 4.05*: Orthopädische 
Schuheinlagen, sofern sie eine notwendige Ergänzung einer medizinischen Eingliederungs-
massnahme darstellen. Die in diesen Ziffern statuierte Hilfsmittelversorgung unterliegt darüber 
hinaus stets den allgemeinen Anspruchsvoraussetzungen gemäss Art. 8 IVG (Geeignetheit, 
Erforderlichkeit, Eingliederungswirksamkeit; vgl. BGE 122 V 212 E. 2c). Dabei besteht nur An-
spruch auf Hilfsmittel in einfacher, zweckmässiger und wirtschaftlicher Ausführung (Art. 21 
Abs. 3 IVG, Art. 2 Abs. 4 HVI, Urteil des Bundesgerichts vom 13. September 2011, 
8C_34/2011, E. 3.2). 
 
3.1 Ob es sich bei der vorliegend in Frage stehenden Massschuhversorgung um eine not-
wendige Massnahme handelt, ist unter Würdigung der ins Recht gelegten medizinischen Unter-
lagen zu entscheiden. 
 
3.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) –  wie alle an-
deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-

 

 
 
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den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 232 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 
 
3.3 Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit jenem externer me-
dizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den praxisgemässen Anforde-
rungen an ein ärztliches Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1) genügen und die Arztperson über 
die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügt (BGE 137 V 210 E. 1.2.1). Allerdings ist hin-
sichtlich des Beweiswerts zu differenzieren: Stützt sich der angefochtene Entscheid aus-
schliesslich auf versicherungsinterne medizinische Unterlagen – zu denen die RAD-Berichte 
gehören – , sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. In solchen Fällen 
sind bereits bei geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Fest-
stellungen ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465 E. 4.4 
und E. 4.7; zum Ganzen auch: Urteil des Bundesgerichts vom 30. November 2015, 
9C_627/2015, E. 2 mit weiteren Hinweisen). 
 
3.4 Das Administrativverfahren vor der IV-Stelle wie auch der kantonale Sozialversiche-
rungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). 
Danach haben IV-Stelle und Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und 
vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungs-
pflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen 
Tatsachen hinreichende Klarheit besteht. Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und 
Rechtslage (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007, E. 3.2). 
 
4.1 Für die Beurteilung dieser Frage erweisen sich im Wesentlichen die nachfolgenden 
medizinischen Unterlagen als massgebend: 
 
4.2 Am 20. Juni 2017 diagnostizierte Dr. B.____ eine Nicht-Insertionstendinopathie an der 
linken Achillessehne mit Druckproblematik in hohem Schuhwerk und als Nebendiagnosen ein 
dekompensierter Pes cavovarus rechts, eine spinale Muskelatrophie Typ Kugelberg Welander, 
eine psoriasisassozierte Spondylarthopathie mit peripherer und axialer Beteiligung, ein chroni-
sches Lumbovertebralsyndrom und eine Adipositas. Die Versicherte habe seit circa zwei Jahren 
linksseitig Achillessehnenbeschwerden, nachdem eine Versorgung mit hohem Schuhwerk auf-
grund einer Instabilität des rechten oberen Sprunggelenks (OSG) und Fusses notwendig ge-
worden sei. Eine Einlagenversorgung werde seit mehr als 20 Jahren vorgenommen. Diverse 
Schuhmodelle, inklusive Künzli Schuh, hätten keine Beschwerdebesserung gebracht. Es be-
stünden eine deutliche Druckdolenz der linken Achillessehne circa 2 cm oberhalb der Insertion, 
ausgeprägte Unterschenkelödeme beidseits sowie Psoriasis. Zu empfehlen sei zunächst ein 
konservatives Vorgehen im Sinne einer Druckentlastung durch eine Achillotrain Bandage sowie 
eine physiotherapeutische Übungsbehandlung. Sollten sich die Beschwerden in drei Monaten 
nicht bessern, müsse an eine Stabilisierung des rechten Rückfusses gedacht werden, um eine 
Mobilisation im flachen Normalschuhwerk zu ermöglichen und damit die Druckproblematik der 
linken Achillessehne zu minimieren. 

 

 
 
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4.3 Am 19. September 2017 berichtete Dr. B.____, dass sich nach Einlagenversorgung 
und Schuhwechsel im Bereich der Achillessehne links keine signifikante Beschwerdeverbesse-
rung eingestellt habe. Die Applikation von Flectroparinpflaster, welches neben der analgeti-
schen und antiinflammatorischen Wirkung auch eine leichte Druckpolsterung gebe, bringe zwar 
eine deutliche kurzzeitige Besserung. Derzeit sei die Versicherte aber vor allem durch die In-
stabilität im OSG bei dekompensiertem Pes cavovarus rechts gestört. Der Befund sei unverän-
dert. Bezüglich der Achillessehnenbeschwerden würden weiterhin Flectoparinpflaster ver-
schrieben. Zudem sei eine im Schuh angepasste OSG-Orthese zu empfehlen. 
 
4.4 Am 26. August 2019 beschrieb Dr. B.____ im Vergleich zur letzten Kontrolle einen na-
hezu unveränderten Befund mit ausgeprägten Unterschenkel- und Fussödemen beidseits und 
eine unveränderte Druckdolenz der Achillessehne im distalen Verlauf circa 3-4 cm oberhalb der 
Insertion. Sie habe mit der Versicherten bei nicht optimaler Schuhversorgung zunächst die kon-
servative Therapie und die Neuanfertigung von orthopädischen Serienschuhen mit entspre-
chendem Fussbett besprochen. Im Bereich der linken Achillessehne könne eventuell die Fer-
senkappe durch eine Weichbettung ersetzt werden. Rechtsseitig soll eine stabilisierende Ver-
sorgung mit gegebenenfalls leichter lateraler Erhöhung vorgenommen werden. Sollte dies zu 
keiner Beschwerdeverbesserung führen, werde sich die Versicherte nochmals bei ihr melden. 
 
4.5 Dr. B.____ bestätigte am 10. September 2019 die medizinische Notwendigkeit einer 
Massschuhversorgung. Aufgrund der Nebendiagnosen und der schmerzhaften Druckproblema-
tik des Rückfusses sei eine Höhenversorgung mit (über-)knöchelhohem Schaft zur regelrechten 
Stabilisierung nötig. 
 
4.6 Der RAD-Arzt Dr. E.____ führte am 14. Oktober 2019 aus, Dr. B.____ habe am 
26. August 2019 eine Neuanfertigung von orthopädischen Serienschuhen empfohlen, was 
nachvollziehbar sei. Weshalb nun – ohne eine Zwischenanamnese oder eine weitere klinische 
Untersuchung – orthopädische Massschuhe beantragt würden, sei nicht nachvollziehbar. Neue 
Befunde seien nicht ersichtlich. Die vorliegende Bilddokumentation und die Befunde würden 
nach wie vor die Versorgung mit orthopädischen Serienschuhen erlauben. Orthopädische 
Massschuhe seien nicht erforderlich. 
 
4.7 Am 6. November 2019 verwies Dr. B.____ auf ihre bisherigen Berichte und bekräftigte 
die Notwendigkeit orthopädischer Massschuhe. Die Druckproblematik im Bereich der Ferse 
durch die Psoriasisarthritis und das Lymphödem erfordere im Fersenbereich mehr Volumen. 
Dies könne durch einen Serienschuh nicht erreicht werden. Zudem müsse zur regelrechten 
Mobilisation eine Einstellung der Sprunggelenke auf Neutralposition gewährleistet sein, da in 
den Kniegelenken eine Recurvatumstellung bestünde. Weiter müsse eine ausreichend grosse 
Standfläche und laterale Erhöhung aufgrund der Hohlfüssigkeit, der Genua vara und der Hüft-
dysplasie ausgearbeitet werden. Eine mindestens knöchelhohe Versorgung sei erforderlich. 
 
4.8 Am 14. Februar 2020 hielt Dr. E.____ fest, die im Bericht von Dr. B.____ vom 
6. November 2019 erwähnte erforderliche Schuhzurichtung und Konfiguration (mehr Volumen 

 

 
 
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im Fersenbereich, Einstellung der Sprunggelenke auf Neutralposition, ausreichend grosse 
Standfläche und laterale Erhöhung, mindestens knöchelhohe Versorgung) könnten allesamt im 
Rahmen einer orthopädischen Serienschuhversorgung umgesetzt werden. Der orthopädische 
Serienschuh werde als Halbfabrikat geliefert und vom Schuhmacher mit allen erforderlichen 
orthopädieschuhtechnischen Massnahmen ergänzt, wie dem Einbau einer orthopädischen 
Fussbettung und Schuhzurichtungen an Schaft und Boden. Er stelle eine rasche realisierbare 
Lösung dar, mit welcher die versicherte Person schnell mobilisiert werden könne. Im Endzu-
stand könnten solche Schuhe einem Massschuh gleichgesetzt werden. Die Versorgung mit or-
thopädischen Serienschuhen sei vorliegend indiziert und entspreche auch der Einschätzung 
und Empfehlung von Dr. B.____ vom 26. August 2019. Aufgrund der Befunde und der Fotodo-
kumentation sei eine Versorgung mit Massschuhen nicht erforderlich. 
 
4.9 Am 14. Mai 2020 erachtete Dr. E.____ eine Umsetzung der von Dr. B.____ genannten 
Erfordernisse im Rahmen eines orthopädischen Serienschuhs als möglich. Soweit beschwer-
deweise geltend gemacht werde, die erforderlichen Anpassungen könnten an einem orthopädi-
schen Serienschuh nicht angebracht werden, sei dies nur bedingt nachvollziehbar. Nach einer 
Präsentation von F.____, Eidg. dipl. Orthopädieschuhmacher, vom Juni 2017, Bildungszentrum 
IV, könnten mit orthopädischen Serienschuhen komplexe, schwierige und problematische 
Fussveränderungen, welche deutliche Funktionsstörungen sowie Deformationen aufweisen, 
versorgt werden. Aufgabe des orthopädischen Schuhmachers sei das Anpassen und Ändern im 
Schaftbereich, das Anpassen der Schuhweite, der Brandsohlen und der Hinterkappenverstär-
kungen. Das Fussbett gelte als Basiselement und werde individuell angefertigt. Bodenkorrektu-
ren mit Stabilisierungen, Abrollungen, Stellungskorrekturen, Einstellen der Fersensprengung 
und Einbau von Funktionselementen seien ebenfalls Elemente einer Versorgung mit orthopädi-
schen Serienschuhen. Bei der Versicherten sollte eine adäquate einfache und zweckmässige 
Versorgung mit orthopädischen Serienschuhen umsetzbar sein. 
 
5.1 Es ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin orthopädisches Schuhwerk benötigt. 
Fraglich ist, ob die erforderliche Schuhzurichtung im Rahmen einer orthopädischen Serien-
schuhversorgung umgesetzt werden kann, wovon die IV-Stelle in der angefochtenen Verfügung 
vom 2. März 2020 gestützt auf die Einschätzung des RAD-Arztes Dr. E.____ vom 14. Oktober 
2019 ausgeht. Demgegenüber stellt sich die Beschwerdeführerin unter Hinweis auf die Berichte 
von Dr. B.____ und Auskünfte der Orthopädietechnikerin G.____ (D.____AG) auf den Stand-
punkt, dass sich die erforderlichen Anpassungen an einem Serienschuh nicht zufriedenstellend 
anbringen lassen würden. Wie in Erwägung 3.3 hiervor ausgeführt, sind an die Beweiswürdi-
gung strenge Anforderungen zu stellen, wenn sich der angefochtene Entscheid ausschliesslich 
auf versicherungsinterne medizinische Unterlagen stützt. Interne Berichte des RAD haben eine 
andere Funktion als medizinische Gutachten (Art. 44 ATSG) oder Untersuchungsberichte des 
RAD im Sinne von Art. 49 Abs. 2 IVV. Ihre Funktion besteht darin, aus medizinischer Sicht – 
gewissermassen als Hilfestellung für die medizinischen Laien in Verwaltung und Gerichten, 
welche in der Folge über den Leistungsanspruch zu entscheiden haben – den medizinischen 
Sachverhalt zusammenzufassen und zu würdigen, wozu namentlich auch gehört, bei wider-
sprüchlichen medizinischen Akten eine Wertung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die 

 

 
 
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eine oder die andere Ansicht abzustellen oder aber eine zusätzliche Abklärung vorzunehmen 
sei (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 22. Januar 2015, 9C_692/2014, E. 3.3). 
 
5.2 Ob aus Sicht der technischen Machbarkeit eine Indikation für orthopädische Mass-
schuhe besteht, kann aufgrund der gegebenen Aktenlage nicht abschliessend beurteilt werden. 
Während Dr. E.____ eine angepasste Serienschuhversorgung als möglich erachtet, geht 
Dr. B.____ in ihrem Bericht vom 6. November 2019 davon aus, dass das erforderliche Volumen 
im Fersenbereich bei einem Serienschuh nicht erreicht werden könne, weshalb ein orthopädi-
scher Massschuh notwendig sei. Zwar trifft zu, dass Dr. B.____ in ihrem Bericht vom 26. August 
2019 (zunächst) eine Neuanfertigung von orthopädischen Serienschuhen befürwortete und die 
Notwendigkeit einer Massschuhversorgung erst am 10. September 2019 bejahte. Auch wenn 
zudem der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen ist, dass behandelnde Ärztinnen und Ärzte 
im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ih-
rer Patienten aussagen (vgl. BGE 125 V 353 E. 3b/cc), weshalb nicht unbesehen darauf abge-
stellt werden kann, lässt ihre Beurteilung vom 6. November 2019 dennoch Zweifel an der Ein-
schätzung des RAD-Arztes Dr. E.____ aufkommen. Dies gilt umso mehr, als Dr. E.____ die 
Beschwerdeführerin nie persönlich untersuchte und sich bei der Beurteilung weitgehend auf das 
vorliegende Bildmaterial und die vorliegenden Berichte abstützte. Ein solches Vorgehen ist je-
doch gerade im vorliegenden Fall nicht mit einer persönlichen Untersuchung vergleichbar. Ob 
ein Schuh passt resp. angepasst werden kann, entscheidet sich nach allgemeiner Lebenserfah-
rung in der Regel anhand kleinster Masseinheiten. Im vorliegenden Fall kann es nicht anders 
liegen: Ob bei der Beschwerdeführerin eine Massschuhversorgung erforderlich ist, kann nur 
anhand einer direkten Untersuchung resp. Sichtung von deren Füssen und unter Berücksichti-
gung des handwerklich Machbaren verlässlich eruiert werden. Dies wurde vorliegend durch 
Dr. B.____ durchgeführt, weshalb ihrer Einschätzung mit Blick auf den Beweiswert ein höheres 
Gewicht zukommt als der Aktenbeurteilung des RAD-Arztes Dr. E.____. Immerhin erachtete er 
die Argumente in der Beschwerde hinsichtlich der technischen Machbarkeit der Anpassungen 
im Rahmen eines orthopädischen Serienschuhs als „bedingt nachvollziehbar“, was aber weitere 
Zweifel an seiner Einschätzung erweckt. Soweit er sich auf eine vom Bildungszentrum IV 
durchgeführte Präsentation eines für die IV und AHV tätigen Orthopädieschuhmachers beruft 
und davon ausgeht, dass mit orthopädischen Serienschuhen (generell) komplexe, schwierige 
und problematische Fussveränderungen, die deutliche Funktionsstörungen sowie Deformatio-
nen aufweisen, versorgt werden könnten, mag dies zwar grundsätzlich zutreffen. Mangels hin-
reichendem Bezug zur vorliegend zu beurteilenden Schuhherstellung resp. Schuhanpassung, 
welche der spezifischen Konstellation in der Fussregion der Beschwerdeführerin in ausreichen-
dem Masse Rechnung trägt, lassen sich daraus indes keine gesicherten Schlüsse ableiten. 
 
5.3 Da Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der von der Beschwerdegegnerin 
eingeholten und als massgeblich erachteten versicherungsinternen Beurteilung von Dr. E.____ 
bestehen, kann nach dem oben Gesagten bei diesem Beweisergebnis nicht darauf abgestellt 
werden. So wie sich die Aktenlage präsentiert kann keine verlässliche Aussage zur entschei-
denden Frage gemacht werden, ob die erforderlichen Anpassungen an einem orthopädischen 
Serienschuh angebracht werden können. Die Angelegenheit ist daher zur weiteren Abklärung 
bei einem unabhängigen Orthopädieschuhmacher und Neuverfügung an die Vorinstanz zurück-

 

 
 
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zuwiesen. Allenfalls ist der Fall der Paritätischen Vertrauenskommission Fuss und Schuh (vgl. 
Kreisschreiben über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Invalidenversicherung [KHMI] gültig 
ab 1. Januar 2013, Stand: 1. Januar 2020, Rz. 2020) zu unterbreiten. 
 
5.4 Zusammenfassend ist die Beschwerde demnach in dem Sinne gutzuheissen, als die 
angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zur ergänzenden Abklärung im Sinne der 
Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist. 
 
6. Nach Art. 69 Abs. 1bis IVG sind Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung 
von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden 
nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 
Fr. 1‘000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfah-
rensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten in Berücksichtigung des 
bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 400.-- fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden 
die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass aufer-
legt. Hebt das Kantonsgericht eine bei ihm angefochtene Verfügung auf und weist es die Ange-
legenheit zum weiteren Vorgehen im Sinne der Erwägungen und zum Erlass einer neuen Ver-
fügung an die IV-Stelle zurück, so gilt in prozessualer Hinsicht die Beschwerde führende Partei 
als (vollständig) obsiegende und die IV-Stelle als unterliegende Partei (BGE 137 V 61 f. E. 2.1 
und 2.2, BGE 132 V 235 E. 6.2, je mit Hinweisen). Beim vorliegenden Prozessausgang sind 
deshalb die Verfahrenskosten der IV-Stelle zu auferlegen. Der geleistete Kostenvorschuss von 
Fr. 400.-- wird der Beschwerdeführerin zurückerstattet. Eine Parteientschädigung wird der nicht 
anwaltlich vertretenen Beschwerdeführerin nicht ausgerichtet. 
 
7.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 
2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zuläs-
sig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenent-
scheide sind - mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Aus-
standsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) - nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenhei-
ten anfechtbar, wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 
Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid her-
beiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Be-
weisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Recht-
sprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur 
Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um 
einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückwei-
sungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen 
Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2). 
 
7.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen-
entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Vo-
raussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehen-
de Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als die angefochtene 
Verfügung vom 2. März 2020 aufgehoben und die Sache zur ergän-
zenden Abklärung im Sinne der Erwägungen an die IV-Stelle zurück-
gewiesen wird. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 400.-- werden der IV-Stelle 
Basel-Landschaft auferlegt. 

Der von der Beschwerdeführerin geleistete Kostenvorschuss in der 
Höhe von Fr. 400.-- wird ihr zurückerstattet. 

 3. Eine Parteientschädigung wird nicht ausgerichtet. 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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