# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8963073e-5e41-530d-9433-f3d6066a7828
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-06-27
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 27.06.2019 720 19 49/167
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-19-49-167_2019-06-27.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 27. Juni 2019 (720 19 49 / 167) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Bemessung des Invaliditätsgrades nach der spezifischen Methode; bei der Ermittlung 

der tatsächlichen Einschränkungen im Haushaltsbereich ist im Abklärungsbericht deren 

Ausmass und die im Rahmen der Schadenminderungspflicht zu berücksichtigende Mit-

hilfe der Familienangehörigen quantitativ zu bestimmen. 

 
 
 
 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantonsrichter 

Markus Mattle, Gerichtsschreiberin Gisela Wartenweiler 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Elisabeth Maier, Advo-
katin, Hauptstrasse 104, 4102 Binningen 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  

 
 
 
A. Die 1966 geborene A.____ ist im X.____ geboren, wo sie 12 Jahre zur Schule gegangen 
ist. Nach ihrer Heirat im Jahr 1988 half sie auf dem Bauernhof der Schwiegereltern mit und be-
treute ihre vier Kinder. Im Jahr 2006 ist sie mit ihren Kindern zu ihrem Ehemann in die Schweiz 

 
 
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gezogen. Bis heute ist sie nie einer Erwerbstätigkeit nachgegangen. Am 24. Juni 2016 meldete 
sie sich unter Hinweis auf eine chronische Depression und eine schizoaffektive Störung bei der 
Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an. Nachdem die IV-Stelle des 
Kantons Basel-Landschaft (IV-Stelle) die gesundheitlichen und erwerblichen Verhältnisse abge-
klärt hatte, ermittelte sie anhand der spezifischen Methode des Betätigungsvergleichs einen In-
validitätsgrad von 0 %. Gestützt auf dieses Ergebnis und nach Durchführung des Vorbescheid-
verfahrens lehnte sie mit Verfügung vom 10. Januar 2019 einen Leistungsanspruch mangels ren-
tenbegründenden Invaliditätsgrades ab.  
 
B. Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte, vertreten durch Advokatin Elisabeth 
Maier, mit Eingabe vom 11. Februar 2019 Beschwerde ans Kantonsgericht, Abteilung Sozialver-
sicherungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte sie, die Verfügung der IV-Stelle vom 10. Ja-
nuar 2019 sei aufzuheben und es seien ihr die gesetzlichen Leistungen zuzusprechen. Eventua-
liter sei die Angelegenheit zur weiteren Abklärung an die IV-Stelle zurückzuweisen; unter o/e-
Kostenfolge. In der Begründung beanstandete sie die Wahl der Bemessungsmethode und den 
Abklärungsbericht Haushalt vom 18. Oktober 2017. Entgegen der Ansicht der IV-Stelle würde die 
Versicherte im Gesundheitsfall einer vollzeitlichen Erwerbstätigkeit nachgehen, weshalb – entge-
gen dem Vorgehen der IV-Stelle - die allgemeine Methode des Einkommensvergleichs zur An-
wendung gelange. Eventualiter sei der Einkommensvergleich nach der gemischten Methode mit 
einem Erwerbsanteil von 80 % und einem Haushaltsanteil von 20 %, subeventualiter mit den 
Anteilen Erwerb und Haushalt von je 50 % vorzunehmen. Bei der Bemessung der Einschränkun-
gen im Haushalt habe die zuständige Abklärungsperson ungerechtfertigterweise praktisch die 
gesamte Tätigkeit im Haushalt den vier Söhnen auferlegt und dadurch die Schadenminderungs-
pflicht weit über Gebühr beansprucht. Richtigerweise sei auf die Einschätzung des Gutachters 
Dr. med. B.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 28. März 2017 abzustellen, wonach 
eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit im Haushalt bestehe.  
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 8. März 2019 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Be-
schwerde. 
 
D. Die Versicherte und die IV-Stelle hielten in ihrer Replik vom 12. April 2019 bzw. in ihrer 
Duplik vom 25. April 2019 an ihren jeweiligen Rechtsbegehren und Begründungen fest.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt der vorliegenden Verfahren 
bilden die Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 10. Januar 2019, sodass die örtliche 
Zuständigkeit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des 
Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 
1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des 
Kantons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich 

 
 
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zur Behandlung der vorliegenden Beschwerden zuständig. Auf die - im Übrigen frist- und form-
gerecht erhobenen - Beschwerde der Versicherten vom 11. Februar 2019 ist demnach einzutre-
ten.  
 
2.1  Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 
Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die 
Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnah-
men wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), die während eines Jahres ohne 
wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 des Bundesge-
setzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG] vom 6. Oktober 2000) 
gewesen (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). Bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 
60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine 
ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 
 
2.2 Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körper-
lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bis-
herigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird 
auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 
2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 
ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburts-gebrechen, 
Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG).  
 
3.1 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und Durchführung der 
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare 
Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Er-
werbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. Dies ist die 
allgemeine Methode des Einkommensvergleichs (BGE 141 V 20 E. 3.2) mit den Untervarianten 
des Schätzungs- oder Prozentvergleichs (BGE 114 V 313 E. 3a) und der ausserordentlichen Me-
thode (BGE 128 V 29). 
 
3.2 Bei nicht erwerbstätigen Versicherten, die im Aufgabenbereich tätig sind und denen die 
Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, wird für die Bemessung der In-
validität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in welchem Masse sie unfähig sind, 
sich im Aufgabenbereich zu betätigen (Art. 28a Abs. 2 IVG). Dies ist die spezifische Methode der 
Invaliditätsbemessung (Betätigungsvergleich; BGE 141 V 20 E. 3.2). 
 
3.3 Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des 
Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG 
festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für diese 
Tätigkeit nach Absatz 2 festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der 

 
 
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unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit 
im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen (Art. 
28a Abs. 3 IVG). Dies ist die gemischte Methode der Invaliditätsbemessung (BGE 141 V 20 f. E. 
3.2 mit Hinweisen). Ist bei diesen Versicherten anzunehmen, dass sie im Zeitpunkt der Prüfung 
des Rentenanspruchs ohne Gesundheitsschaden ganztägig erwerbstätig wären, so ist die Inva-
liditätsbemessung ausschliesslich nach den Grundsätzen für Erwerbstätige zu bemessen (Art. 
27bis der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV] vom 17. Januar 1961). 
 
4.1 Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichter-
werbstätig einzustufen ist, ergibt sich aus der Prüfung, was sie bei im Übrigen unveränderten 
Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde (BGE 141 V 20 E. 3.1). 
Entscheidend ist somit nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im 
Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch er-
werbstätig wäre (BGE 133 V 507 E. 3.3 mit Hinweisen). Bei im Haushalt tätigen Versicherten im 
Besonderen sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso 
wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen 
Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und Begabungen zu berück-
sichtigen (BGE 125 V 150 E. 2c). Dabei handelt es sich zwangsläufig um eine hypothetische 
Beurteilung, die auch hypothetische Willensentscheidungen der versicherten Person berücksich-
tigen muss. Solche inneren Tatsachen sind einer direkten Beweisführung nicht zugänglich; sie 
müssen in aller Regel aus äusseren Indizien erschlossen werden. Ein starker Indizwert kommt 
dabei jener Tätigkeit zu, welche bei Eintritt der invalidisierenden gesundheitlichen Beeinträchti-
gung tatsächlich und unter Umständen seit längerer Zeit ausgeübt wurde, vor allem bei sonst im 
Wesentlichen unveränderten Verhältnissen (vgl. Urteil des Kantonsgerichts Zürich vom 30. April 
2018, IV.2016.00710, E. 1.3 mit Hinweisen). Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach 
den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verfügung (hier: 10. Januar 2019) entwickelt 
haben, wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-) Er-
werbstätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit erforderlich ist (BGE 141 V 20 E. 3.1 mit Hinweisen).  
 
4.2 Bei der Bemessung der Invalidität von im Haushalt tätigen Versicherten ist die Schaden-
minderungspflicht von erheblicher Relevanz. Nach der Rechtsprechung ist dabei vom Grundsatz 
auszugehen, dass einem Leistungsansprecher im Rahmen der Schadenminderungspflicht Mas-
snahmen zuzumuten sind, die ein vernünftiger Mensch in der gleichen Lage ergreifen würde, 
wenn er keinerlei Entschädigung zu erwarten hätte. Für die im Haushalt tätigen Versicherten be-
deutet dies, dass sie Verhaltensweisen zu entwickeln haben, welche die Auswirkungen der Be-
hinderung im hauswirtschaftlichen Bereich reduzieren und ihnen eine möglichst vollständige und 
unabhängige Erledigung der Haushaltarbeiten ermöglichen. Kann die versicherte Person wegen 
ihrer Behinderung gewisse Haushaltarbeiten nur noch mühsam und mit viel höherem Zeitaufwand 
erledigen, so muss sie in erster Linie ihre Arbeit einteilen und in üblichem Umfang die Mithilfe von 
Familienangehörigen in Anspruch nehmen. Ein invaliditätsbedingter Ausfall darf bei im Haushalt 
tätigen Personen nur insoweit angenommen werden, als die Aufgaben, welche nicht mehr erfüllt 
werden können, durch Drittpersonen gegen Entlöhnung oder durch Angehörige verrichtet wer-

 
 
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den, denen dadurch nachgewiesenermassen eine Erwerbseinbusse oder doch eine unverhält-
nismässige Belastung entsteht. Die im Rahmen der Invaliditätsbemessung bei einer Hausfrau zu 
berücksichtigende Mithilfe von Familienangehörigen geht daher weiter als die ohne Gesundheits-
schädigung üblicherweise zu erwartende Unterstützung. Geht es um die Mitarbeit von Familien-
angehörigen, ist danach zu fragen, wie sich eine vernünftige Familiengemeinschaft einrichten 
würde, wenn keine Versicherungsleistungen zu erwarten wären. Dabei darf nach der Rechtspre-
chung unter dem Titel der Schadenminderungspflicht nicht etwa die Bewältigung der Haushalttä-
tigkeit in einzelnen Funktionen oder insgesamt auf die übrigen Familienmitglieder überwälzt wer-
den mit der Folge, dass gleichsam bei jeder festgestellten Einschränkung danach gefragt werden 
müsste, ob sich ein Familienmitglied finden lässt, das allenfalls für eine ersatzweise Ausführung 
der entsprechenden Teilfunktion in Frage kommt (BGE 133 V 504 E. 4.2 mit Hinweisen; Urteil 
des Bundesgerichts vom 30. November 2009, 8C_729/2009, E. 4.1 ff.). 
 
5.1 Die IV-Stelle ist in der angefochtenen Verfügung vom 10. Januar 2019 davon ausgegan-
gen, dass die Versicherte im Gesundheitsfall nicht erwerbstätig wäre. Sie hat deshalb den Inva-
liditätsgrad in erster Linie nach der spezifischen Methode bemessen. Die Versicherte macht dem-
gegenüber geltend, dass sie als gesunde Person einer Erwerbstätigkeit nachgehen würde. Zur 
Begründung führt sie an, dass sie aufgrund der Erwerbslosigkeit ihres Ehemannes aus finanziel-
len Gründen ein Erwerbseinkommen erzielen müsste. Da sie während zwölf Jahren zur Schule 
gegangen sei, würde sie die für eine Berufstätigkeit notwendigen Fähigkeiten mitbringen. Wäre 
sie nicht bereits 2 Jahre nach ihrer Einreise in die Schweiz krank geworden, so hätte sie sich die 
notwendigen Deutschkenntnisse angeeignet und mit zunehmenden Alter der Kinder eine ausser-
häusliche Arbeit aufgenommen. Bereits in ihrem Heimatland habe sie nebst der Haushaltstätig-
keit ihren Schwiegereltern bei der Arbeit auf dem Bauernhof geholfen und sich um ihre vier Kinder 
gekümmert. Inzwischen seien die Kinder erwachsen und es würden keine Betreuungsaufgaben 
mehr anfallen. Aus diesen Gründen würde sie im Gesundheitsfall eine vollzeitliche Erwerbsarbeit 
ausüben. Dies führe dazu, dass der Invaliditätsgrad nach der allgemeinen Methode des Einkom-
mensvergleichs, eventualiter nach der gemischten Methode mit den Anteilen 80 % Erwerb und 
20 % Haushalt, subeventualiter mit den Anteilen 50 % Erwerb und 50 % Haushalt zu bemessen 
sei.   
 
5.2 Dem “Fragebogen zur Ermittlung der Erwerbstätigkeit“ ist zu entnehmen, dass die Ver-
sicherte und ihr Sohn anlässlich der Haushaltsabklärung vom 22. August 2017 erklärt haben, 
dass sie die Frage, wie viele Stunden sie heute ohne gesundheitlichen Einschränkungen beruflich 
tätig sein würde, nicht beantworten könnten. Die Versicherte sei nie einer ausserhäuslichen Tä-
tigkeit nachgegangen und spreche kein Deutsch. Da sie krank sei und nie berufstätig gewesen 
sei, könnten sie sich nicht vorstellen, dass die Versicherte eine Erwerbsarbeit ausüben würde. 
Diese Aussagen bestätigten sie und ihr Sohn am 17. Oktober 2017 mit ihren Unterschriften. Im 
Abklärungsbericht Haushalt vom 18. Oktober 2017 hat die zuständige Abklärungsperson wiede-
rum darauf hingewiesen, dass die Versicherte kein Deutsch spreche, weshalb sie selber keine 
Auskunft über ihre Haushaltstätigkeit hat machen können. Zudem habe sie anlässlich der Abklä-
rung unter Medikamenten gestanden und sei kaum ansprechbar gewesen. Es sei nicht anzuneh-
men, dass die Versicherte heute arbeiten würde, da es sich aufgrund fehlender Deutschkennt-
nisse schwierig gestalten würde, eine Arbeit zu finden. Im Rahmen des Vorbescheidverfahrens 

 
 
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hielt die zuständige Abklärungsperson in ihrer Stellungnahme vom 11. September 2018 an ihren 
Ausführungen fest.  
 
5.3 Die Versicherte ist unbestrittenermassen weder in ihrem Heimatland noch in der Schweiz 
einer ausserhäuslichen Arbeit nachgegangen. Im X.____ hat sie zwar auf dem  
Bauernhof ihrer Schwiegereltern mitgearbeitet. Nach ihrer Einreise in die Schweiz im Jahr 2006 
hat sie aber nie eine Erwerbsarbeit aufgenommen und gemäss den Akten auch keine Arbeits-
stelle gesucht. Es trifft zwar zu, dass die Versicherte zwei Jahre nach der Einreise in die Schweiz 
als Reaktion auf den Tod ihres Vaters psychisch dekompensierte und im Juni 2008 aus psychi-
schen Gründen erstmals hospitalisiert war. Seither ist sie auch in ihrer Arbeitsfähigkeit zu 60 % 
eingeschränkt (vgl. Gutachten von Dr. B.____ vom 28. März 2017). In den ersten beiden Jahren 
hat sie aber gemäss ihren Angaben nie die Absicht gehabt zu arbeiten, weil sie ihre vier Söhne 
hat betreuen wollen. Ihre Begründung, dass sie als gesunde Person heute aus finanziellen Grün-
den eine Erwerbstätigkeit hätte aufnehmen müssen, erweist sich mit Blick auf die wirtschaftliche 
Lage im Zeitpunkt der Einreise in die Schweiz als nicht stichhaltig. Da ihr Ehemann damals bereits 
IV-Rentenbezüger war und keine Erwerbstätigkeit ausübte, war die finanzielle Situation deutlich 
angespannter und ein Erwerbseinkommen dringender notwendig als heute, wo ihre Söhne mit 
ihren Einkommen an den Familienhaushalt beisteuern. Als die Versicherte mit ihren Kindern in 
die Schweiz kam, war ihr im Jahr 2000 geborener jüngster Sohn bereits im Kindergartenalter und 
bedurfte daher nicht mehr der intensiven Betreuung eines Kleinkindes. Es wäre ihr daher damals 
zuzumuten gewesen, zur Mitfinanzierung des Lebensunterhalts der Familie zumindest einer Teil-
zeitarbeit nachzugehen; zumal sie gemäss ihren Angaben bis 2008 gesundheitlich nicht einge-
schränkt war (vgl. psychiatrische Anamnese, Gutachten von Dr. B.____ vom 28. März 2017, S. 
11). Entgegen ihrer Ansicht sprechen die fehlenden Deutschkenntnisse nicht gegen eine Er-
werbsarbeit. Hierzu hat das Bundesgericht festgestellt, dass solche Personen immer wieder in 
der Wirtschaft eingesetzt würden (Urteil des damaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts 
(heute: Bundesgericht) vom 13. November 2012, I 58/02, E. 3.2). In Würdigung der gesamten 
persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Umstände ist mit der IV-Stelle mit überwie-
gender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die Versicherte als gesunde Person heute 
keiner Erwerbstätigkeit nachgehen würde. Es ist vielmehr anzunehmen, dass sie durch ihre voll 
erwerbstätigen Söhne finanziell unterstützt und im Gegenzug den Haushalt der Grossfamilie füh-
ren würde. Die Anwendung der spezifischen Methode durch die IV-Stelle ist deshalb nicht zu 
beanstanden. Bei diesem Ergebnis erübrigt es sich, die Eventual- und Subeventualanträge der 
Versicherten zu prüfen.  
 
6.1 Streitig und zu prüfen bleibt, in welchem Masse die Versicherte zufolge ihrer psychischen 
Beeinträchtigungen im Haushalt eingeschränkt ist. Der Abklärungsbericht ist seiner Natur nach 
in erster Linie auf die Ermittlung des Ausmasses physisch bedingter Beeinträchtigungen zuge-
schnitten. Seine grundsätzliche Massgeblichkeit kann unter Umständen bei einer Person mit psy-
chischen Beschwerden Einschränkungen erfahren (Urteile des Bundesgerichts vom 28. März 
2018, 8C_806/2017, E. 3.2.2 und vom 13. Juni 2008, 8C_671/2007, E. 3.2.1 mit weiteren Hin-
weisen). Rechtsprechungsgemäss bildet die Abklärung vor Ort dennoch grundsätzlich ein geeig-
netes Mittel zur Invaliditätsbemessung im Aufgabenbereich. Im Falle eines Widerspruchs zwi-
schen den Ergebnissen der Abklärung vor Ort und den fachmedizinischen Feststellungen zur 

 
 
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Fähigkeit der versicherten Person, ihre gewohnten Aufgaben zu erfüllen, ist den ärztlichen Stel-
lungnahmen in der Regel mehr Gewicht einzuräumen, als dem Bericht über die Haushaltsabklä-
rung. Diese prinzipielle Gewichtung hat ihren Grund darin, dass es für die Abklärungsperson re-
gelmässig nur beschränkt möglich ist, das Ausmass des psychischen Leidens und der damit ver-
bundenen Einschränkungen zu erkennen (Urteile des Bundesgerichts vom 1. Dezember 2015, 
9C_408/2015, E. 3.3, vom 17. Januar 2014, 8C_669/2013, E. 5.2, vom 5. September 2011, 
9C_201/2011, E. 2 und vom 13. Juni 2008, 8C_671/2007, E. 3.2.1 mit weiteren Hinweisen).  
 
6.2 Die IV-Stelle hat zur Ermittlung der Einschränkung im Haushaltsbereich am 22. August 
2017 eine Abklärung in der Wohnung der Versicherten durchgeführt (vgl. Bericht vom 18. Oktober 
2017). Die Abklärungsperson ist zum Schluss gekommen, dass keine Einschränkung im Haus-
haltsbereich bestehe. Zwar sei die Versicherte aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigun-
gen bei der Ausführung von gewissen Haushaltstätigkeiten eingeschränkt. Es sei jedoch den da-
heim wohnenden Söhnen zuzumuten, die Organisation des Haushalts, die Arbeiten rund um die 
Ernährung, die Wohnungspflege, den Einkauf und weitere Besorgungen sowie die Wäsche und 
Kleiderpflege soweit zu übernehmen, als dies von der Versicherten nicht mehr verlangt werden 
könne. Die Versicherte macht dagegen geltend, dass auf den Haushaltsbericht nicht abgestellt 
werden könne, weil dieser in allen Tätigkeitsbereichen auf die Mithilfe der Söhne bei den Haus-
haltsarbeiten verweise. Damit werde die im Rahmen der Schadenminderungspflicht zu berück-
sichtigende Mitarbeit der Familienangehörigen unverhältnismässig überbeansprucht. Es sei des-
halb die Einschätzung von Dr. B.____ massgebend, welcher im Haushaltsbereich eine Ein-
schränkung von 50 % festgestellt habe. 
 
6.3 Aus medizinischer Sicht sind sich die Parteien einig, dass die Versicherte psychisch be-
einträchtigt und bei der Feststellung des Gesundheitszustandes sowie bei der Beurteilung der 
Arbeitsfähigkeit auf das Gutachten von Dr. B.____ vom 28. März 2017 abzustellen ist. Dr. B.____ 
geht bei der von ihm attestierten 50%igen Arbeitsunfähigkeit gestützt auf die Angaben der Versi-
cherten davon aus, dass es ihr möglich sei, im eigenen Haushalt die Wäsche für sechs erwach-
sene Personen zu erledigen und bei der Reinigung und bei Einkäufen mitzuhelfen. Kochen und 
administrative Tätigkeiten ausüben, könne sie dagegen nicht mehr, weshalb diese Arbeiten von 
den Söhnen übernommen würden. Wie die IV-Stelle zu Recht feststellt, relativiert Dr. B.____ 
jedoch seine Beurteilung, indem er darauf hinweist, dass die Versicherte während den 3-monati-
gen Ferien im X.____ im Winter 2016/2017 den dort bestandenen Zweipersonenhaushalt weit-
gehend alleine geführt habe und lediglich ab und zu von einer Nachbarin in der Haushaltsführung 
unterstützt worden sei. Aus diesem Grund empfahl er auch eine Haushaltsabklärung, mit welcher 
die effektive Leistungsfähigkeit der Versicherten im Haushalt treffender beurteilt werden könne 
(vgl. S. 24 des Gutachtens). Damit steht fest, dass er sich zur Arbeitsfähigkeit im Haushalt nicht 
abschliessend geäussert hat, weshalb auf seine Einschätzung in seinem Gutachten vom 28. März 
2017 nicht abgestellt werden kann. Entgegen der Ansicht der Versicherten ist es nicht sehr wahr-
scheinlich, dass Dr. B.____ eine Seite später in seinem Gutachten seine Einschätzung zur Leis-
tungsfähigkeit der Versicherten im Haushalt - entgegen seinen vorherigen Ausführungen - nun 
doch als definitiv betrachtet. Vielmehr hat er an dieser Stelle lediglich verdeutlichen wollen, dass 
er sich der Auffassung des behandelnden Psychiaters, welcher der Versicherten eine 100%ige 

 
 
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Arbeitsunfähigkeit für jegliche Tätigkeiten attestiert hat, nicht anschliessen konnte und er von ei-
ner solchen von mindestens 50 % ausging.  
 
6.4 Aus den Akten geht nicht hervor, dass Dr. B.____ der Abklärungsbericht Haushalt vom 
18. Oktober 2017 nachträglich zugestellt worden ist. Es kann daher nicht beurteilt werden, ob er 
in Kenntnis dieses Berichts an seiner bisherigen Einschätzung festhalten würde. Damit kann aber 
auch nicht festgestellt werden, ob ein Widerspruch zwischen den Ergebnissen der Haushaltsab-
klärung und den ärztlichen Feststellungen zur Leistungsfähigkeit der Versicherten im Haushalt 
vorliegen. Da es in erster Linie Aufgabe des Verwaltungsträgers ist, den Sachverhalt rechtgenüg-
lich zu beurteilen, wäre es grundsätzlich Sache der IV-Stelle, Dr. B.____ den Haushaltsbericht 
zur Stellungnahme zu unterbreiten. Darauf kann jedoch verzichtet werden. Denn der Abklärungs-
bericht Haushalt vom 18. Oktober 2017 weist Mängel auf. Zwar ist der Bericht von einer qualifi-
zierten Person vor Ort in Anwesenheit der Versicherten und von einem ihrer Söhne in Kenntnis 
der erheblichen psychischen Beeinträchtigungen und Behinderungen erstellt worden. Auch wenn 
die Versicherte sich während der Abklärung auf das Sofa gelegt und sich nicht an der Abklärung 
beteiligt hat, hat doch der anwesende Sohn die notwendigen Angaben zu den Aktivitäten der 
Versicherten im Haushalt machen können. Sodann hat die zuständige Abklärungsperson unter 
Berücksichtigung der Auskünfte des Sohnes die Einschränkungen der Versicherten in den ein-
zelnen Tätigkeitsbereichen gesondert abgeklärt und gewichtet. Da sich die Abklärung im Haus-
halt auch auf den zumutbaren Umfang der Mitarbeit von Familienangehörigen erstreckt, welche 
im Rahmen der Schadenminderungspflicht zu berücksichtigen ist (vgl. Erwägung 4.2), hat sie 
zudem zu Recht die Mithilfe der Söhne berücksichtigt. Dabei ist unbestritten, dass der Ehemann 
der Versicherten aufgrund seiner gesundheitlichen Beeinträchtigungen und seines mehrheitli-
chen Aufenthalts im X.____ nicht im Haushalt mithelfen kann. Demgegenüber geht – wie die 
Versicherte zutreffend feststellt - aus dem Bericht nicht hervor, in welchem Ausmass die Versi-
cherte im Haushalt tatsächlich eingeschränkt ist, was jedoch für einen korrekt erstellten Abklä-
rungsbericht erforderlich ist (vgl. dazu Kreisschreiben über Invalidität und Hilflosigkeit in der In-
validenversicherung [KSIH], gültig ab 1. Januar 2015, Rz. 3084; vgl. zu den generellen Anforde-
rungen an ein Abklärungsbericht Haushalt: BGE 134 V 232 E. 5.1). Stattdessen wird in jedem 
Aufgabenbereich eine Einschränkung von 0 % festgehalten und darauf verwiesen, dass die 
Söhne diese Arbeiten übernehmen könnten. Damit bleibt unklar, wie gross die verbliebene Leis-
tungsfähigkeit der Versicherten im Haushalt effektiv und wie hoch der Anteil der Mithilfe der 
Söhne ist. Auch die Stellungnahme der Abklärungsperson vom 11. September 2019 trägt der 
Aufklärung dieser Frage nichts Wesentliches bei. Da der jüngste Sohn im Zeitpunkt der Abklärung 
noch Schüler sowie zwei Söhne vollzeitlich und ein Sohn temporär erwerbstätig waren, stellt sich 
die Frage, ob die von der Abklärungsperson vorgenommene Überbindung der Haushaltstätigkei-
ten an die Söhne nicht das Mass des Zumutbaren übersteigt. Um zu beurteilen, ob die im Rahmen 
der Schadenminderungspflicht berücksichtigte Mithilfe der Söhne unverhältnismässig ist, bedarf 
es einer Aufschlüsselung des Umfangs der Mithilfe der Söhne und der Einschränkungen der Ver-
sicherten im Haushalt. Ausserdem ist nicht klar, ob alle Söhne tatsächlich noch daheim leben 
(vgl. Abklärungsbericht S. 5 Ziffer 6.2). Falls ein Sohn ausgezogen ist, dürfte von ihm keine re-
gelmässige Hilfe erwartet werden. Da nicht ausgeschlossen werden kann, dass die Einschrän-

 
 
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kungen der Versicherten im Haushalt unter Berücksichtigung der zumutbaren Schadenminde-
rungspflicht der Söhne auf ein rentenrelevantes Ausmass ansteigen wird, ist es sachlich gerecht-
fertigt, eine neue Haushaltsabklärung durchzuführen.  
 
6.5 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Invalidität der Versicherten im Aufgabenbe-
reich gestützt auf den Bericht der Haushaltsabklärung vom 18. Oktober 2017 und die Stellung-
nahme vom 11. September 2018 nicht zuverlässig beurteilt werden kann. In teilweise Gutheis-
sung der Beschwerde ist somit die angefochtene Verfügung vom 10. Januar 2019 aufzuheben 
und die Angelegenheit an die IV-Stelle zurückzuweisen. Diese hat zur Klärung der Einschränkun-
gen der Versicherten im Haushalt eine neue Abklärung durchzuführen, bei welcher insbesondere 
das Ausmass der behinderungsbedingten Einschränkungen und der Mithilfe der Söhne festzule-
gen ist. Der gestützt auf diese Abklärung erstellte Bericht ist anschliessend Dr. B.____ zur Stel-
lungnahme zu unterbreiten. Sollte Dr. B.____ zu einem vom Abklärungsbericht divergierenden 
Ergebnis gelangen, hat die IV-Stelle ihn aufzufordern, sich mit dem Haushaltsbericht auseinan-
derzusetzen und zu erläutern, weshalb er zu einem anderen Resultat kommt. Fällt diese Beurtei-
lung nachvollziehbar und schlüssig aus, so wäre rechtsprechungsgemäss auf die ärztlichen An-
gaben abzustellen (vgl. dazu auch BERNHARD STUDHALTER, Die IV-Haushaltsabklärung – Anwen-
dungsbereich, Methode und Verhältnis zum haftpflichtrechtlichen Haushaltschaden, in HAVE 
2013, S. 230). Anschliessend hat die IV-Stelle gestützt auf die Ergebnisse der Aktenergänzung 
den Rentenanspruch der Versicherten in Anwendung der spezifischen Methode zu bemessen 
und darüber neu zu verfügen. 
 
7.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis Satz 1 IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um 
die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungs-
gericht kostenpflichtig. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der 
unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist die IV-Stelle unterlie-
gende Partei, weshalb die Verfahrenskosten ihr zu auferlegen sind. Der von der Versicherten 
geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 800.-- ist ihr zurückzuerstatten. 
 
7.2 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der 
Parteikosten. Diese werden vom Gericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach 
der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. Nach stän-
diger Praxis des Bundesgerichts genügt für den bundesrechtlichen Anspruch auf eine Parteient-
schädigung auch ein formelles Obsiegen in dem Sinne, dass der Beschwerde führenden Person 
durch die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und der Rückweisung der Sache an die Ver-
waltung zur weiteren Abklärung und neuen Beurteilung alle Rechte im Hinblick auf eine bean-
spruchte Leistung gewahrt bleiben (BGE 132 V 215 E. 6.2). Nachdem die Beschwerde gutzu-
heissen und die Sache zur erneuten Abklärung im Sinne der Erwägungen an die IV-Stelle zu-
rückzuweisen ist, hat diese der Versicherten eine Parteientschädigung auszurichten. Ihre Rechts-
vertreterin hat in ihrer Honorarnote vom 23. Mai 2019 einen Zeitaufwand von 13 Stunden geltend 
gemacht, was in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen nicht zu bean-
standen ist. Dieser Aufwand ist mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Stundenansatz von 
Fr. 250.-- zu vergüten (vgl. § 3 Abs. 1 der Tarifordnung für Anwältinnen und Anwälte vom 17. 

 
 
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November 2003). Nicht zu beanstanden sind sodann die in der Honorarnote ausgewiesenen Aus-
lagen von Fr. 103.60. Der Beschwerdeführerin ist deshalb eine Parteientschädigung in der Höhe 
von Fr. 3'611.85 (13 Stunden à Fr. 250.-- zuzüglich Auslagen von Fr. 103.60 + 8 % bzw. 7,7 % 
Mehrwertsteuer) zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. 
 
8.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 
ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig ge-
gen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbstständig eröffnete Zwischenentscheide 
sind – mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbegeh-
ren (vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten anfechtbar, 
wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) 
oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit 
einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen 
würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handelt es sich 
bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und an-
schliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenent-
scheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rück-weisungsentscheid, mit 
dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiell-rechtlichen Anspruchsvorausset-
zungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2). 
 
8.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen-
entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten  
Voraussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachste-
hende Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 
8.3 Zu ergänzen bleibt, dass nach bundesgerichtlicher Praxis die in einem Rückweisungsent-
scheid getroffene (Kosten- und) Entschädigungsregelung - wie die Rückweisung im Hauptpunkt 
selbst - einen Zwischenentscheid (Art. 93 Abs. 1 BGG) darstellt, der in der Regel keinen nicht 
wiedergutzumachenden Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG bewirkt und damit nicht 
selbstständig beim Bundesgericht angefochten werden kann. Ihre Anfechtung ist erst mit Be-
schwerde gegen den Endentscheid möglich. Entscheidet die Instanz, an welche die Sache zu-
rückgewiesen wurde, in der Hauptsache voll zu Gunsten der Beschwerde führenden Person, so 
kann die Kosten- oder Entschädigungsregelung im Rückweisungsentscheid direkt innerhalb der 
Frist des Art. 100 BGG ab Rechtskraft des Endentscheids mit ordentlicher Beschwerde beim 
Bundesgericht angefochten werden (BGE 133 V 648 E. 2.2, bestätigt im Urteil des Bundesge-
richts vom 30. Oktober 2008, 9C_567/2008, E. 2 - 4; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 19. 
Februar 2008, 9C_748/2007). 
  

 
 
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Demgemäss wird e r k a n n t : 
 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als die angefochtene 
Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 10. Januar 2019 aufge-
hoben und die Angelegenheit zur weiteren Abklärung im Sinne der Er-
wägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle Ba-
sel-Landschaft zurückgewiesen wird. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der IV-Stelle 
Basel-Landschaft auferlegt.  

Der Beschwerdeführerin wird der geleistete Kostenvorschuss in der 
Höhe von Fr. 800.-- zurückerstattet.  

 3. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat der Beschwerdeführerin eine Partei-
entschädigung in der Höhe von Fr. 3'611.85 (inkl. Auslagen und 7,7 % 
Mehrwertsteuer) zu bezahlen.