# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ea570277-b61d-5b64-aff5-edbee718402a
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** LC240043-O5
**Docket/Reference:** LC240043-O5
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/LC240043-O5.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer  

Geschäfts-Nr.: LC240043-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende,

Oberrichter Dr. E. Pahud und Ersatzoberrichterin lic. iur. V. Seiler 

sowie Gerichtsschreiber MLaw B. Lakic

Urteil vom 24. März 2025

in Sachen

A._____, 

Gesuchsteller und Berufungskläger

unentgeltlich vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____, 

gegen

B._____, 

Gesuchstellerin und Berufungsbeklagte

unentgeltlich vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Y._____,

betreffend Ehescheidung 

Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichtes des Bezirksgerichtes Bülach 

vom 11. März 2024; Proz. FE230008

- 2 -

Rechtsbegehren:

A. Rechtsbegehren und Anträge des Gesuchstellers:
(act. 56)

"1. Die anlässlich der Anhörung vom 14. April 2023 unterzeichnete 

Scheidungsvereinbarung sei in Bezug auf die Kinderbelange, ins-
besondere Ziff. 2.3. / 3. und 6. nicht zu genehmigen. 

2.

3.

Die beiden Kinder C._____ und D._____ seien durch das Gericht 
anzuhören. 

Die Parteirollen seien zuzuteilen und der klagenden Partei Frist 
für die Klagebegründung anzusetzen."

B. Rechtsbegehren und Anträge der Gesuchstellerin:
(act. 13 und 32, sinngemäss)

Es sei die Ehe der Parteien gestützt auf Art. 111 ZGB zu scheiden und 
die Vereinbarung vom 14. April 2023 sowie deren Ergänzung vom 
1. September 2023 über die Scheidungsfolgen zu genehmigen.

1.

2.

Urteil des Einzelgerichtes:
(act. 71 = act. 81)

Die Ehe der Parteien wird geschieden.

Die Kinder C._____, geboren am tt.mm.2018, und D._____, geboren am 

tt.mm.2018, werden unter der gemeinsamen elterlichen Sorge der Parteien 

belassen.

3.

Die Obhut für die Kinder C._____, geboren am tt.mm.2018, und D._____, 

geboren am tt.mm.2018, wird der Gesuchstellerin zugeteilt.

4.

Die Vereinbarung der Parteien vom 14. April 2023 sowie deren Ergänzung 

vom 1. September 2023 über die Scheidungsfolgen werden im Übrigen ge-

nehmigt. Sie lauten wie folgt: 

- 3 -

1.

Scheidungsbegehren

Die Parteien beantragen dem Gericht gemeinsam die Scheidung ihrer Ehe im Sinne von 

Art. 111 ZGB.

2.

Elterliche Sorge, Obhut und Besuchsrecht

2.1. Elterliche Sorge

Die Parteien beantragen dem Gericht, die elterliche Sorge für die Kinder





C._____, geboren am tt.mm.2018,

D._____, geboren am tt.mm.2018,

beiden Eltern gemeinsam zu belassen.

Entsprechend sind die Parteien verpflichtet, sämtliche wesentlichen Fragen der Pflege, Er-

ziehung und Ausbildung miteinander abzusprechen. Den Parteien ist bekannt, dass ein Auf-

enthaltswechsel der Kinder der Zustimmung beider Eltern bedarf, wenn der neue Aufent-

haltsort im Ausland liegt, oder der Wechsel des Aufenthaltsortes erhebliche Auswirkungen 

auf die Ausübung der elterlichen Sorge und die persönlichen Kontakte zwischen einem El-

ternteil und den Kindern hat.

2.2. Obhut

Die Parteien beantragen, es sei die Obhut für die Kinder der Gesuchstellerin zuzuteilen.

2.3. Besuchsrecht

Der Gesuchsteller soll berechtigt sein, die Kinder jedes zweite Wochenende jeweils ab Frei-

tagabend, 19:00 Uhr, bis Sonntagabend, 19:00 Uhr, sowie in geraden Jahren an Ostern, in 

ungeraden Jahren an Pfingsten und in jedem Jahr am zweiten Weihnachtstag auf eigene 

Kosten mit sich oder zu sich auf Besuch zu nehmen und sie ausserdem für drei Wochen 

jährlich während der Schulferien auf eigene Kosten mit sich oder zu sich in die Ferien zu 

nehmen.

Das Ferienbesuchsrecht ist mindestens drei Monate im Voraus anzukündigen.

Ein weitergehendes Besuchsrecht des Gesuchstellers nach gegenseitiger Absprache bleibt 

vorbehalten.

2.4. Erziehungsgutschriften

Die Parteien vereinbaren, dass die Erziehungsgutschriften für die Berechnung künftiger 

AHV-/IV-Renten ausschliesslich der Gesuchstellerin angerechnet werden. Die Parteien wer-

den die betroffenen Ausgleichskassen über diese Regelung informieren.

- 4 -

3.

Kindesunterhalt

Der Gesuchsteller verpflichtet sich, für die Kinder monatliche Unterhaltsbeiträge wie folgt zu 

bezahlen:

für C._____:











Fr.

1'425.–

ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis und mit 31. Januar 2028 
(davon Fr. 365.– als Betreuungsunterhalt)

Fr.

1'425.–

ab 1. Februar 2028 bis und mit Oberstufeneintritt
(davon Fr. 165.– als Betreuungsunterhalt)

Fr.

1'305.–

ab Oberstufeneintritt bis und mit 31. Januar 2034 
(davon Fr. 0.– als Betreuungsunterhalt)

Fr.

1'150.–

ab 1. Februar 2034 bis zum Abschluss einer angemessenen 
Erstausbildung, auch über die Volljährigkeit hinaus

zuzüglich allfällige von ihm bezogene gesetzliche oder vertragliche Familienzulagen

für D._____:











Fr.

1'425.–

ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis und mit 31. Januar 2028 
(davon Fr. 365.– als Betreuungsunterhalt)

Fr.

1'425.–

ab 1. Februar 2028 bis und mit Oberstufeneintritt
(davon Fr. 165.– als Betreuungsunterhalt)

Fr.

1'305.–

ab Oberstufeneintritt bis und mit 31. Januar 2034 
(davon Fr. 0.– als Betreuungsunterhalt)

Fr.

1'150.–

ab 1. Februar 2034 bis zum Abschluss einer angemessenen 
Erstausbildung, auch über die Volljährigkeit hinaus

zuzüglich allfällige von ihm bezogene gesetzliche oder vertragliche Familienzulagen

Erzielt ein Kind einen Lehrlingslohn, reduzieren sich seine Unterhaltsbeiträge um einen Drit-

tel des Lehrlingslohnes (Nettolohn inkl. 13. Monatslohn).

Die Unterhaltsbeiträge und Familienzulagen sind jeweils auf den Ersten eines Monats im 

Voraus zu bezahlen an die Gesuchstellerin, solange das Kind in deren Haushalt lebt, keine 

selbständigen Ansprüche gestützt auf Art. 277 Abs. 2 ZGB gegen den Gesuchsteller stellt 

und keine andere Zahlstelle bezeichnet.

Ausserordentliche Kinderkosten (mehr als Fr. 200.– pro Ausgabeposition, z.B. 

Zahnarztkosten, Kosten für schulische Förderungsmassnahmen etc.) übernehmen die Par-

teien je zur Hälfte. Voraussetzung für die hälftige Kostentragung ist, dass sich die Parteien 

vorgängig über die ausserordentliche Ausgabe geeinigt haben. Kommt keine Einigung zu-

stande, so trägt der veranlassende Elternteil die entsprechende Ausgabe einstweilen allein; 

die gerichtliche Geltendmachung der Kostenbeteiligung bleibt vorbehalten.

Mit den vereinbarten Unterhaltsbeiträgen ist der gebührende Unterhalt der Kinder nicht ge-

deckt. Es fehlt monatlich ein Betrag pro Kind wie folgt:

- 5 -

für C._____:





Fr.

350.–

Fr.

550.–

für D._____:





Fr.

350.–

Fr.

550.–

ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis und mit 31. Januar 2028 
(davon Fr. 350.– als Betreuungsunterhalt)

ab 1. Februar 2028 bis und mit Oberstufeneintritt
(davon Fr. 550.– als Betreuungsunterhalt)

ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis und mit 31. Januar 2028 
(davon Fr. 350.– als Betreuungsunterhalt)

ab 1. Februar 2028 bis und mit Oberstufeneintritt
(davon Fr. 550.– als Betreuungsunterhalt)

4.

Nachehelicher Unterhalt

Die Parteien verzichten gegenseitig auf persönliche Unterhaltsbeiträge im Sinne von 

Art. 125 ZGB.

5.

Indexierung

Die vorstehenden Kindesunterhaltsbeiträge sind indexgebunden; sie basieren auf dem Lan-

desindex der Konsumentenpreise des Bundesamtes für Statistik, Stand per Ende 

März 2023 (106 Punkte; Basis Dezember 2020 = 100 Punkte).

Sie werden jeweils jährlich auf den 1. Januar dem Indexstand vom vorangegangenen 

30. November proportional angepasst. Eine Erhöhung der Unterhaltsbeiträge unterbleibt in 

dem Masse, als die unterhaltspflichtige Partei nachweist, dass sich ihr Einkommen nicht 

entsprechend der Teuerung erhöht hat. Demnach berechnen sich die Unterhaltsbeiträge 

wie folgt:

Neuer Unterhaltsbeitrag = 

alter Unterhaltsbeitrag  x  neuer Index

alter Index

6.

Grundlagen der Unterhaltsberechnung

Bei der Festsetzung der Unterhaltsbeiträge wurde von folgenden finanziellen Verhältnissen 

der Parteien ausgegangen:

Einkommen Gesuchsteller:

von

bis und mit

Fr. 5'620.–

Rechtskraft des Schei-
dungsurteils

% Pensum

100 %

Nettoeinkommen pro Monat (inkl. 13. Monatslohn, ohne Familienzulagen)

     
- 6 -

Einkommen Gesuchstellerin:

Fr. 1'700.–

Fr. 3'450.–

von

bis und mit

% Pensum

Rechtskraft des Schei-
dungsurteils

Oberstufeneintritt der 
Kinder

50 %

Oberstufeneintritt der 
Kinder

31. Januar 2034

80 %

Fr. 4'310.–

1. Februar 2034

100 %

Jeweils Nettoeinkommen pro Monat (inkl. 13. Monatslohn, ohne Familienzulagen)

Einkommen C._____:

von

bis und mit

Bemerkung

Fr. 200.–

Rechtskraft des Schei-
dungsurteils

Fr. 250.–

1. Februar 2030

31. Januar 2030

Familienzulage

Abschluss einer 
Erstausbildung

Familienzulage

Einkommen D._____:

von

bis und mit

Bemerkung

Fr. 200.–

Rechtskraft des Schei-
dungsurteils

Fr. 250.–

1. Februar 2030

31. Januar 2030

Familienzulage

Abschluss einer 
Erstausbildung

Familienzulage

Vermögen:

Kein für die Unterhaltsberechnung relevantes Vermögen vorhanden.

Bedarfsberechnung:

Gesuchsteller:

Gesuchstellerin:

C._____:

D._____:

Grundbetrag:

Fr. 1'200.–

Fr. 1'350.–

Fr. 400.–
ab 1. Februar 
2028:
Fr. 600.–

Fr. 400.–
ab 1. Februar 
2028:
Fr. 600.–

Wohnkosten inklusive 
Nebenkosten (jedoch 
ohne Stromkosten):

Fr. 800.–

Fr. 1'155.–

Fr. 578.–

Fr. 578.–

Parkplatzkosten:

/

Krankenkasse (KVG):

Fr. 345.–

Auslagen Arbeitsweg:

Fr. 208.–

Fr. 140.–

Fr. 375.–

Fr. 110.–

/

/

Fr. 108.–

Fr. 108.–

/

/

     
- 7 -

Fremdbetreuung:

/

/

Auswärtige Verpfle-
gung: 

Fr. 220.–

Fr. 0.–
ab Oberstufen-
eintritt der Kinder:
Fr. 176.–
ab 1. Februar 
2034:
Fr. 220.–

Fr. 190.–
ab 1. Februar 
2034:
Fr. 0.–

Fr. 190.–
ab 1. Februar 
2034:
Fr. 0.–

/

/

Steuerbelastung:

Fr. 0.–
ab Oberstufen-
eintritt:
Fr. 200.–

Fr. 0.–
ab Oberstufen-
eintritt:
Fr. 100.–

Fr. 0.–
ab Oberstu-
feneintritt:
Fr. 50.–

Fr. 0.–
ab Oberstu-
feneintritt:
Fr. 50.–

Haftpflicht-/Mobiliarver-
sicherung: 

Kommunikation und 
Mediennutzung:

Fr. 0.–
ab 1. Februar 
2034:
Fr. 30.–

Fr. 0.–
ab 1. Februar 
2034:
Fr. 120.–

Fr. 0.–
ab 1. Februar 
2034:
Fr. 30.–

Fr. 0.–
ab 1. Februar 
2034:
Fr. 120.–

Zusatzversicherung 
(VVG):

/

/

Total (familienrechtli-
cher Notbedarf):

Fr. 2'773.–
ab Oberstufen-
eintritt:
Fr. 2'973.–
ab 1. Februar 
2034:
Fr. 3'123.–

Fr. 3'130.–
ab Oberstufen-
eintritt der Kinder:
Fr. 3'406.–
ab 1. Februar 
2034:
Fr. 3'600.–

/

/

Fr. 0.–
ab Oberstu-
feneintritt:
Fr. 30.–

Fr. 0.–
ab Oberstu-
feneintritt
Fr. 30.–

Fr. 0.–
ab 1. Fe-
bruar 2034:
Fr. 31.–

Fr. 1'276.–
ab 1. Februar 
2028:
Fr. 1'476.–
ab Oberstu-
feneintritt:
Fr. 1'556.–
ab 1. Februar 
2034:
Fr. 1'397.–

Fr. 0.–
ab 1. Februar 
2034:
Fr. 31.–

Fr. 1'276.–
ab 1. Februar 
2028:
Fr. 1'476.–
ab Oberstu-
feneintritt:
Fr. 1'556.–
ab 1. Februar 
2034:
Fr. 1'397.–

7.

Berufliche Vorsorge

Der Gesuchsteller verpflichtet sich, von seiner Austrittsleistung bei der Personalvorsorgestif-

tung der E._____ AG (E._____), F._____-str. 1, G._____, Fr. 30'880.– zuzüglich Zins ab 9. 

Januar 2023 auf das Konto der Gesuchstellerin bei der Pensionskasse H._____, I._____-

strasse 2, Postfach 3, J._____, zu überweisen. Die Parteien ersuchen das Bezirksgericht 

Bülach, die beteiligten Vorsorgeeinrichtungen entsprechend anzuweisen.

- 8 -

8.

Güterrecht

Die Parteien sind in güterrechtlicher Hinsicht bereits vollständig auseinandergesetzt und sie 

behalten vom ehelichen Vermögen, was sie davon zurzeit besitzen, respektive was auf ih-

ren Namen lautet.

9.

Familienwohnung

Die Parteien beantragen dem Gericht, die Rechte und Pflichten aus dem Mietvertrag (ein-

schliesslich Mietzinsdepot) der 5.5-Zimmer-Wohnung an der K._____-strasse 4 in L._____ 

auf die Gesuchstellerin allein zu übertragen.

Die Parteien haben von Inhalt und Tragweite von Art. 121 Abs. 2 ZGB (solidarische Haftung 

für den Mietzins bis zum nächsten Kündigungstermin, längstens für zwei Jahre) Kenntnis 

genommen.

10.

Saldoklausel

Mit Vollzug dieser Vereinbarung sind die Parteien in ehe-, scheidungs- und güterrechtlicher 

Hinsicht vollständig auseinandergesetzt.

11.

Kosten- und Entschädigungsfolgen

Die Parteien übernehmen die Kosten des unbegründeten Urteils je zur Hälfte und verzichten 

gegenseitig auf eine Parteientschädigung.

Verlangt eine Partei die Begründung des Scheidungsurteils, trägt sie die dadurch entstehen-

den Mehrkosten allein.

5.

Die Erziehungsgutschriften für die Berechnung der AHV/IV-Renten werden 

allein der Gesuchstellerin angerechnet. Es ist Sache der Gesuchstellerin, die 

betroffenen Ausgleichskassen zu informieren.

6.

Die Personalvorsorgestiftung der E._____ AG (E._____) wird angewiesen, 

mit Rechtskraft des Scheidungsurteils vom Vorsorgekonto des 

Gesuchstellers (geb.tt. Dezember 1977, whft. M._____-gasse 5, N._____, 

AHV-Nr. 6) Fr. 30'880.– zuzüglich Zins ab 9. Januar 2023 auf das 

Freizügigkeitskonto der Gesuchstellerin (geb. tt. Mai 1981, whft. K._____-

strasse 4, L._____, AHV-Nr. 7) bei der Pensionskasse H._____, I._____-

strasse 2, Postfach 3, J._____, zu überweisen.

- 9 -

7.

Die Rechte und Pflichten des Gesuchstellers aus dem Mietvertrag über die 

5.5-Zimmerwohnung an der K._____-strasse 4 in L._____ werden (einsch-

liesslich Mietzinsdepot) auf die Gesuchstellerin alleine übertragen.

8.

Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 3'600.– festgesetzt. Allfällige weitere Aus-

lagen bleiben vorbehalten.

Verlangt keine der Parteien eine schriftliche Begründung des Urteils, ermäs-

sigt sich die Entscheidgebühr auf zwei Drittel.

9.

Die Kosten werden der Gesuchstellerin im Umfang von Fr. 1'200.– auferlegt, 

jedoch zufolge Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege einstweilen auf 

die Gerichtskasse genommen. Die Kosten werden dem Gesuchsgegner im 

Umfang von Fr. 2'400.– auferlegt, jedoch zufolge Gewährung der unentgeltli-

chen Rechtspflege einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Die 

Parteien werden auf die Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO hinge-

wiesen.

10. Vom gegenseitigen Verzicht der Parteien auf Parteientschädigung wird 

Vormerk genommen.

11./12. [Mitteilungen / Rechtsmittel]

- 10 -

Berufungsanträge:

des Gesuchstellers:

A.
(act. 78)

"1. Es sei das Urteil des Bezirksgerichts Bülach vom 11. März 2024 

aufzuheben und das Verfahren zur Regelung der Nebenfolgen an 
die Vorinstanz zurückzuweisen. 

  2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich 8.1% 

MWST) zu Lasten der Berufungsbeklagten."

Gesuch um vorsorgliche Massnahmen 

[…]

Prozesskostenvorschuss / unentgeltliche Rechtspflege

[…]

der Gesuchstellerin:

B.
(act. 97)

"Es sei die Berufung gegen das Urteil des Bezirksgerichts Bülach 
vom 11. März 2024 (FE230008) vollumfänglich abzuweisen.

[…]

[…]

Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich gesetzli-
cher Mehrwertsteuer von 8.1% zu Lasten des Gesuchstellers und 
Berufungsklägers."

prozessuales Gesuch

[…]

Erwägungen:

I.

1.  Die Parteien haben am tt. März 2010 geheiratet. Sie haben zwei gemeinsame, 

unmündige Kinder, die Zwillinge C._____ und D._____, geboren am tt.mm.2018. 

- 11 -

Die Parteien trennten sich im Dezember 2021. Das Getrenntleben wurde in einem 

Eheschutzverfahren (Geschäfts-Nr. EE210124-C beigezogen als act. 5) mit Urteil 

vom 15. März 2022 unter Genehmigung einer entsprechenden Vereinbarung zwi-

schen den Parteien geregelt. 

2.  Am 10. Januar 2023 ging das gemeinsame Scheidungsbegehren beim Einzel-

gericht im ordentlichen Verfahren des Bezirksgerichtes Bülach (Vorinstanz) ein 

(act. 1). Im Rahmen der Anhörung der Parteien vom 14. April 2023 schlossen die 

Parteien eine Scheidungsvereinbarung über sämtliche Scheidungsfolgen mit Aus-

nahme der Ansprüche aus beruflicher Vorsorge (act. 13). Nach Eingang der Aus-

künfte der beteiligten beruflichen Vorsorgeeinrichtungen schlossen die Parteien 

am 1. September 2023 eine Ergänzung zur Scheidungsvereinbarung ab (act. 32). 

Nachdem der Gesuchsteller und Berufungskläger (nachfolgend Gesuchsteller) am 

22. Juni 2023 eine Gefährdungsmeldung hinsichtlich der Kinder erstattet (act. 30) 

und die Überprüfung der Scheidungsvereinbarung hinsichtlich der Kinderunter-

haltsbeiträge aufgrund veränderter Verhältnisse verlangt hatte (vgl. act. 34), fand 

am 27. Februar 2024 eine Instruktionsverhandlung mit Stellungnahmen der Par-

teien statt, die jedoch nicht zu einer (erneuten) Einigung führte (Prot. I S. 12 ff.). 

Mit Eingabe vom 4. März 2024 ersuchte der Gesuchsteller die Vorinstanz, die 

Scheidungsvereinbarung vom 14. April 2023 nicht zu genehmigen (act. 56). Die 

Vorinstanz fällte am 11. März 2024 das einleitend wiedergegebene Urteil, mit dem 

sie die Ehe der Parteien schied, die Kinder unter der gemeinsamen elterlichen 

Sorge der Parteien beliess, die Obhut für die Kinder der Gesuchstellerin und Be-

rufungsbeklagten (nachfolgend Gesuchstellerin) zuteilte und die Vereinbarung der 

Parteien über die Scheidungsfolgen vom 14. April 2023 samt Ergänzung vom 

1. September 2023 unter Aufnahme in das Urteilsdispositiv genehmigte (act. 71).

3.  Mit Eingabe vom 16. September 2024 erhob der Gesuchsteller Berufung mit 

den eingangs erwähnten Anträgen; gleichzeitig stellte er ein Gesuch um vorsorgli-

che Massnahmen (act. 78). Am 26. September 2024 wurde der Eingang der Beru-

fung vorgemerkt und die Prozessleitung an die Referentin delegiert (act. 82). Die 

Berufungsschrift wurde der Gesuchstellerin am 14. Oktober 2024 zur Beantwor-

tung zugestellt und ihr gleichzeitig Frist zur Stellungnahme zu den beantragten 

- 12 -

vorsorglichen Massnahmen angesetzt (act. 84 und 85). Am 29. Oktober 2024 lei-

tete die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Bülach Nord der Kammer eine 

Meldung des Gesuchstellers vom 27. September 2024 zum Kindesschutz von 

C._____ und D._____ weiter (act. 90; act. 91/1-2; vgl. auch act. 94 und 95/1-3). 

Die Meldung wurde den Rechtsanwältinnen der Parteien zugestellt (act. 92/1-2). 

Die rechtzeitige Berufungsantwort samt Stellungnahme zum Begehren um vor-

sorgliche Massnahmen (act. 97) ging elektronisch am 12. November 2024 bei der 

Kammer ein und wurde dem Gesuchsteller mit Kurzbrief vom 20. November 2024 

zugestellt (act. 101). 

4.  Am 9. Januar 2025 fand eine Referentenaudienz/Vergleichsverhandlung statt, 

anlässlich welcher die Parteien zum aktuellen Stand der Dinge befragt wurden. Im 

Rahmen der anschliessenden Vergleichsgespräche konnte zwischen den Par-

teien einerseits eine Vereinbarung über die vorsorglichen Massnahmen samt Rü-

ckzug der Gesuche um Prozesskostenvorschüsse für das Berufungsverfahren 

(act. 107) und andererseits eine Teil-Scheidungsvereinbarung im Wesentlichen 

über die Kinderbelange einschliesslich Kinderunterhalt (act. 108) geschlossen 

werden (Prot. II S. 17). Hinsichtlich der verbleibenden Punkte kamen die Parteien 

überein, die Vergleichsgespräche aussergerichtlich fortzuführen (Prot. II S. 17). 

Die Vereinbarung der Parteien über die vorsorglichen Massnahmen wurde mit Be-

schluss der Kammer vom 21. Januar 2025 genehmigt. Gleichzeitig wurde vom 

Rückzug der Gesuche um Bezahlung je eines Prozesskostenvorschusses seitens 

der jeweiligen Gegenpartei für das Berufungsverfahren Vormerk genommen, den 

Parteien für das Berufungsverfahren die unentgeltliche Rechtspflege bewilligt und 

ihnen in der Person ihrer jeweiligen Rechtsanwältin je eine unentgeltliche Rechts-

beiständin bestellt (act. 109). Mit Eingaben vom 7. und 10. März 2025 reichten die 

Parteien eine Ergänzungsvereinbarung vom 6. März 2025 (act. 112 und 115) ein 

und ersuchten um entsprechende Genehmigung und Entscheid, ohne nochmalige 

Anhörung (act. 111 und 114). 

II.

1.  Der Scheidungspunkt wurde mit der Berufung nicht in Frage gestellt. In der An-

hörung vor Vorinstanz und mit der Teil-Scheidungsvereinbarung vom 9. Januar 

- 13 -

2025 bestätigten die Parteien ihren Scheidungswillen. Die Ehe der Parteien ist zu 

scheiden. 

2.  Soweit Kinderbelange zu regeln sind, findet die Offizial- und Untersuchungs-

maxime Anwendung (Art. 296 Abs. 1 ZPO). Daher unterliegen die von den Par-

teien getroffenen Vereinbarungen im Sinne eines übereinstimmenden Parteiantra-

ges der gerichtlichen Prüfung und Genehmigung (vgl. ZK-Bräm, Art. 176 ZGB 

N 18 und N 117). Für die Genehmigung wird vorausgesetzt, dass mit den Verein-

barungen das Kindswohl gewahrt wird. Soweit keine Kinderbelange betroffen sind 

und die Dispositionsmaxime zum Tragen kommt, ist die Vereinbarung zu geneh-

migen, sofern sie klar, vollständig und nicht offensichtlich unangemessen ist und 

sich das Gericht davon überzeugt hat, dass sie aus freiem Willen und reiflicher 

Überlegung geschlossen wurde (vgl. Art. 279 Abs. 1 ZPO).

3.  Die Regelung der elterliche Sorge, Obhut und der Kontakte zwischen den Kin-

dern und ihrem Vater in der Teil-Scheidungsvereinbarung vom 9. Januar 2025 

(act. 108 Ziffer 2) entspricht den bereits gelebten Verhältnissen und der von den 

Parteien vor der Trennung gelebten Rollenverteilung (vgl. Prot. I S. 5 ff.; Prot. II 

S. 5 ff.). Die Kinder bleiben in ihrem angestammten Umfeld. Diese Regelung ist 

mit dem Wohl der Kinder vereinbar. Die gemeinsame elterliche Sorge und Zutei-

lung der Obhut an die Mutter ist zum Urteil zu erheben. Wie bereits im vorinstanz-

lichen Urteil sind zudem die Erziehungsgutschriften ausschliesslich der Gesuch-

stellerin anzurechnen. 

4.  Die in Ziffer 3 neu vereinbarten, an die Gesuchstellerin monatlich zahlbaren 

Unterhaltsbeiträge pro Kind von Fr. 1'225.– ab Rechtskraft des Scheidungsurteils 

bis und mit Oberstufeneintritt (davon Fr. 230.– als Betreuungsunterhalt), von 

Fr. 1'120.– ab Oberstufeneintritt bis und mit 31. Januar 2034 sowie von Fr. 975.– 

ab 1. Februar 2034 bis zum Abschluss einer angemessenen Erstausbildung (auch 

über die Volljährigkeit hinaus) stehen mit der bundesgerichtlichen Rechtspre-

chung zur zweistufigen Unterhaltsberechnung in Einklang. Sie basieren auf der 

Ausschöpfung der möglichen Leistungsfähigkeit beider Elternteile sowie den in 

Ziffer 6 der Vereinbarung vom 9. Januar 2025 festgehaltenen finanziellen Grund-

lagen (Einkommen und Bedarf). Die Unterhaltsbeiträge ermöglichen den Kindern 

- 14 -

und der Gesuchstellerin – zusammen mit ihrem eigenen Einkommen – eine den 

Verhältnissen angemessene Lebenshaltung und greifen nicht in den familien-

rechtlichen Bedarf des Gesuchstellers ein. 

5.  In Ziffer 4 der Teil-Scheidungsvereinbarung vom 9. Januar 2025 verzichten die 

Parteien auf nachehelichen Unterhalt (vgl. bereits Ziffer 4 der Vereinbarung zwi-

schen den Parteien vom 14. April 2023; vgl. act. 13).

6.  In Ziffer 7 verweisen die Parteien hinsichtlich der beruflichen Vorsorge auf ihre 

nach Einholung der entsprechenden Unterlagen durch die Vorinstanz (vgl. 

act. 28) geschlossene Ergänzungsvereinbarung vom 1. September 2023 (act. 32). 

Der Vorsorgeausgleich ist vereinbarungsgemäss durchzuführen.

7.  In der Ergänzungsvereinbarung vom 6. März 2025 regeln die Parteien offene 

Unterhaltsbeiträge aus der Trennungszeit, erklären sich für güterrechtlich bereits 

vollständig auseinandergesetzt, vereinbaren eine Saldoklausel und die hälftige 

Übernahme der Prozesskosten unter Hinweis auf ihre (bereits bewilligten) Gesu-

che um unentgeltliche Rechtspflege und mit gegenseitigem Verzicht auf Parteient-

schädigung (act. 112 und 115). 

8.  Die Vereinbarungen über die Scheidungsfolgen vom 9. Januar 2025 und 

6. März 2025 sind klar, vollständig und nicht offensichtlich unangemessen, wes-

halb sie zu genehmigen sind. Obschon sie in einigen Punkten gleichlauten wie die 

mit dem vorinstanzlichen Urteil genehmigten Vereinbarungen und das vorinstanz-

liche Urteil hinsichtlich der betreffenden Dispositiv-Ziffern insofern zu bestätigen 

ist, erscheint es in der vorliegenden Situation sachgerecht, das Urteil der 

Vorinstanz insgesamt aufzuheben. 

III.

1.  Es handelt sich vorliegend um eine nicht vermögensrechtliche Streitigkeit, bei 

welcher die Gebühr nach dem tatsächlichen Streitinteresse, dem Zeitaufwand des 

Gerichts und der Schwierigkeit des Falles bemessen wird (§ 12 Abs. 1 und 2 

GebV OG in Verbindung mit § 6 Abs. 1 GebV OG und § 5 Abs. 1 GebV OG). Die 

- 15 -

Kostenfestsetzung der Vorinstanz (act. 81 Dispositiv-Ziffer 8) entspricht den ge-

setzlichen Vorgaben und ist daher zu übernehmen.

2.  Mit Blick auf die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren ist zu be-

rücksichtigen, dass die Kosten für den Entscheid betreffend vorsorgliche Mass-

nahmen mit Beschluss der Kammer vom 21. Januar 2025 bereits festgesetzt und 

verteilt wurden (act. 109 Dispositivziffern 4 und 5). Die Gerichtsgebühr für das im 

Übrigen durchschnittlich aufwendige Berufungsverfahren ist unter Berücksichti-

gung der vergleichsweisen Erledigung auf Fr. 2'000.– festzusetzen.

3.  Die Parteien vereinbarten in der Ergänzungsvereinbarung vom 6. März 2025, 

die Gerichtskosten je unter Hinweis auf ihre Gesuche um unentgeltliche Rechts-

pflege je hälftig zu übernehmen. Weiter verzichteten sie gegenseitig auf eine Par-

teientschädigung (act. 112 und 115 Ziff. 11). Vom gegenseitigen Verzicht auf ei-

nen Parteientschädigung ist Vormerk zu nehmen. 

4.  Vereinbarungsgemäss sind die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren den 

Parteien je zur Hälfte aufzuerlegen, jedoch zufolge der Gewährung der unentgelt-

lichen Rechtspflege einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen. Die Parteien 

sind (erneut) auf die Nachzahlungspflicht nach Art. 123 Abs. 1 ZPO hinzuweisen.

Es wird erkannt:

1.

Das Urteil des Einzelgerichts im ordentlichen Verfahren am Bezirksgericht 

Bülach vom 11. März 2024 (FE230008-C) wird aufgehoben.

2.

3.

Die Ehe der Parteien wird geschieden.

Die Kinder C._____, geboren am tt.mm.2018, und D._____, geboren am 

tt.mm.2018, werden unter der gemeinsamen elterlichen Sorge der Parteien 

belassen.

4.

Die Obhut für die Kinder C._____, geboren am tt.mm.2018, und D._____, 

geboren am tt.mm.2018, wird der Gesuchstellerin zugeteilt.

- 16 -

5.

Die Vereinbarung der Parteien über die Scheidungsfolgen vom 9. Januar 

2025 und deren Ergänzung vom 6. März 2025 werden im Übrigen geneh-

migt. Sie lauten wie folgt:

1.

Scheidungsbegehren

Die Parteien beantragen dem Gericht gemeinsam die Scheidung ihrer Ehe.

2.

Elterliche Sorge, Obhut und Kontaktregelung 

2.1. Elterliche Sorge

Die Parteien beantragen dem Gericht, die elterliche Sorge für die Kinder





C._____, geboren am tt.mm.2018,

D._____, geboren am tt.mm.2018,

beiden Eltern gemeinsam zu belassen.

Entsprechend sind die Parteien verpflichtet, sämtliche wesentlichen Fragen der 

Pflege, Erziehung und Ausbildung miteinander abzusprechen. Den Parteien ist be-

kannt, dass ein Aufenthaltswechsel der Kinder der Zustimmung beider Eltern bedarf, 

wenn der neue Aufenthaltsort im Ausland liegt, oder der Wechsel des Aufenthaltsor-

tes erhebliche Auswirkungen auf die Ausübung der elterlichen Sorge und die persön-

lichen Kontakte zwischen einem Elternteil und den Kindern hat.

2.2. Obhut

Die Parteien beantragen, es sei die Obhut für die Kinder der Gesuchstellerin zuzutei-

len.

2.3. Kontaktregelung

Der Vater soll berechtigt sein, die Kinder jedes zweite Wochenende jeweils ab 

Freitagabend, 18:30 Uhr, bis Sonntagabend, 18:30 Uhr, sowie in geraden Jahren an 

Ostern, in ungeraden Jahren an Pfingsten und in jedem Jahr am zweiten Weihnachts-

tag auf eigene Kosten mit sich oder zu sich auf Besuch zu nehmen und sie ausser-

dem für fünf Wochen jährlich während der Schulferien auf eigene Kosten mit sich 

oder zu sich in die Ferien zu nehmen.

Die Ferien sind mindestens drei Monate im Voraus anzukündigen.

Ein weitergehendes Besuchsrecht des Gesuchstellers nach gegenseitiger Absprache 

bleibt vorbehalten.

- 17 -

2.4. Erziehungsgutschriften

Die Parteien vereinbaren, dass die Erziehungsgutschriften für die Berechnung künfti-

ger AHV-/IV-Renten ausschliesslich der Gesuchstellerin angerechnet werden. Die 

Parteien werden die betroffenen Ausgleichskassen über diese Regelung informieren.

3.

Kindesunterhalt

Der Vater verpflichtet sich, für die Kinder monatliche Unterhaltsbeiträge wie folgt zu 

bezahlen:

für C._____:

Fr. 1'225.– ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis und mit Oberstufenein-


tritt (davon Fr. 230.– als Betreuungsunterhalt)



Fr. 1'120.– ab Oberstufeneintritt bis und mit 31. Januar 2034

Fr. 975.–


Erstausbildung, auch über die Volljährigkeit hinaus

ab 1. Februar 2034 bis zum Abschluss einer angemessenen 

zuzüglich allfällige von ihm bezogene gesetzliche oder vertragliche Familienzula-


gen

für D._____:

Fr. 1'225.– ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis und mit Oberstufenein-


tritt (davon Fr. 230.– als Betreuungsunterhalt)



Fr. 1'120.– ab Oberstufeneintritt bis und mit 31. Januar 2034

Fr. 975.–


Erstausbildung, auch über die Volljährigkeit hinaus

ab 1. Februar 2034 bis zum Abschluss einer angemessenen 

zuzüglich allfällige von ihm bezogene gesetzliche oder vertragliche Familienzula-


gen

Die Auflösung der Lebensgemeinschaft der Gesuchstellerin sowie die Auflösung der 

für die Unterhaltsberechnung nach Rechtskraft der Scheidung zugrunde gelegten Le-

bensgemeinschaft des Gesuchstellers stellen Abänderungsgründe hinsichtlich der 

Kinderunterhaltsbeiträge dar.

Erzielt ein Kind einen Lehrlingslohn, reduzieren sich seine Unterhaltsbeiträge um ei-

nen Drittel des Lehrlingslohnes (Nettolohn inkl. 13. Monatslohn).

Die Unterhaltsbeiträge und Familienzulagen sind jeweils auf den Ersten eines Monats 

im Voraus zu bezahlen an die Mutter, solange das Kind in deren Haushalt lebt, keine 

selbständigen Ansprüche gestützt auf Art. 277 Abs. 2 ZGB gegen den Vater stellt und 

keine andere Zahlstelle bezeichnet.

Ausserordentliche Kinderkosten (mehr als Fr. 200.– pro Ausgabeposition, z.B. 

Zahnarztkosten, Kosten für schulische Förderungsmassnahmen etc.) übernehmen 

- 18 -

die Parteien je zur Hälfte. Voraussetzung für die hälftige Kostentragung ist, dass sich 

die Parteien vorgängig über die ausserordentliche Ausgabe geeinigt haben. Kommt 

keine Einigung zustande, so trägt der veranlassende Elternteil die entsprechende 

Ausgabe einstweilen allein; die gerichtliche Geltendmachung der Kostenbeteiligung 

bleibt vorbehalten.

4.

Nachehelicher Unterhalt

Die Parteien verzichten gegenseitig auf persönliche Unterhaltsbeiträge im Sinne von 

Art. 125 ZGB.

5.

Indexierung

Die vorstehenden Kindesunterhaltsbeiträge sind indexgebunden; sie basieren auf 

dem Landesindex der Konsumentenpreise des Bundesamtes für Statistik, Stand per 

Ende Dezember 2024 (106.9 Punkte; Basis Dezember 2020 = 100 Punkte).

Sie werden jeweils jährlich auf den 1. Januar dem Indexstand vom vorangegangenen 

30. November proportional angepasst. Eine Erhöhung der Unterhaltsbeiträge unter-

bleibt in dem Masse, als die unterhaltspflichtige Partei nachweist, dass sich ihr Ein-

kommen nicht entsprechend der Teuerung erhöht hat. Demnach berechnen sich die 

Unterhaltsbeiträge wie folgt:

Neuer Unterhalts-
beitrag = 

alter Unterhaltsbeitrag  x  neuer Index

alter Index

6.

Grundlagen der Unterhaltsberechnung

Bei der Festsetzung der Kinderunterhaltsbeiträge wurde von folgenden finanziellen 

Verhältnissen der Parteien ausgegangen:

Einkommen Vater:

von

bis und mit

% Pensum

Fr. 5'750.–

Rechtskraft des Schei-
dungsurteils

100 %

Nettoeinkommen pro Monat (inkl. 13. Monatslohn, ohne Familienzulagen)

         
- 19 -

Einkommen Mutter:

von

bis und mit

% Pensum

Fr. 2'158.–

Fr. 3'452.–

Rechtskraft des 
Scheidungsurteils

Oberstufeneintritt 
der Kinder

50 % 

Oberstufeneintritt der 
Kinder

31. Januar 2034

80 %

Fr. 4'316.–

1. Februar 2034

100 % 

Jeweils Nettoeinkommen pro Monat (inkl. 13. Monatslohn, ohne Familienzulagen)

Einkommen C._____ und D._____:

von

bis und mit

Bemerkung

je Fr. 215.–

Rechtskraft des 
Scheidungsurteils

je Fr. 268.–

1. Februar 2030

31. Januar 2030

Familienzulage

Abschluss einer 
Erstausbildung

Familienzulage

Vermögen:

Kein für die Unterhaltsberechnung relevantes Vermögen vorhanden.

         
- 20 -

Familienrechtlicher Bedarf:

Vater: 

von

bis und mit

Fr. 3'140.–

Rechtskraft des 
Scheidungsurteils

Fr. 3'020.–

ab Oberstufeneintritt

Mutter:

von

bis und mit

Fr. 2'610.–

Rechtskraft des 
Scheidungsurteils

Oberstufeneintritt

Fr. 2'730.–

ab Oberstufeneintritt

Kinder:

von

bis und mit

Fr. 1'265.–

Rechtskraft des 
Scheidungsurteils

Oberstufeneintritt

Fr. 1'255.–

ab Oberstufeneintritt

7.

Berufliche Vorsorge

Die Ergänzung zur Scheidungsvereinbarung zwischen den Parteien betreffend beruf-

liche Vorsorge vom 1. September 2023 bleibt unverändert wirksam und gültig.

Der Gesuchsteller verpflichtet sich, von seiner Austrittsleistung bei der Personalvor-

sorgestiftung der E._____ AG (E._____), F._____-str. 1, G._____, Fr. 30'880.– zu-

züglich Zins ab 9. Januar 2023 auf das Konto der Gesuchstellerin bei der Pensions-

kasse H._____, I._____-strasse 2, Postfach 3, J._____, zu überweisen. Die Parteien 

ersuchen das Bezirksgericht Bülach, die beteiligten Vorsorgeeinrichtungen entspre-

chend anzuweisen.

8.

Offen Unterhaltsbeiträge aus der Trennungszeit

Die Parteien halten fest, dass aus der Trennungszeit keine Unterhaltsbeiträge mehr 

offen sind.

- 21 -

Die Gesuchstellerin verpflichtet sich, innert 10 Tagen ab Rechtskraft des Scheidungs-

urteils auf eigene Kosten die Betreibung Nr. 8 beim Betreibungsamt Meilen-Herrli-

berg-Erlenbach zurückzuziehen und die Löschung zu beantragen.

Der Gesuchsteller verpflichtet sich im Gegenzug, innert 10 Tagen ab Rechtskraft des 

Scheidungsurteils auf eigene Kosten die Betreibung Nr. 9 beim Betreibungsamt Raf-

zerfeld zurückzuziehen und die Löschung zu beantragen.

9.

Güterrecht

Die Parteien sind in güterrechtlicher Hinsicht bereits vollständig auseinandergesetzt 

und sie behalten vom ehelichen Vermögen, was sie davon zurzeit besitzen, respek-

tive was auf ihren Namen lautet.

10.

Saldoklausel

Mit Vollzug dieser Vereinbarung sind die Parteien in ehe-, scheidungs- und güter-

rechtlicher Hinsicht vollständig auseinandergesetzt.

11.

Rückzug Berufungsanträge / Prozesskosten

Die Gesuchsteller übernehmen die Gerichtskosten - je unter Hinweis auf ihre Gesu-

che um unentgeltliche Rechtpflege - je zur Hälfte und verzichten gegenseitig auf eine 

Parteientschädigung.

6.

Die Erziehungsgutschriften für die Berechnung der AHV/IV-Renten werden 

allein der Gesuchstellerin angerechnet. Es ist Sache der Gesuchstellerin, die 

betroffenen Ausgleichskassen zu informieren.

7.

Die Personalvorsorgestiftung der E._____ AG (E._____) wird angewiesen, 

mit Rechtskraft des Scheidungsurteils vom Vorsorgekonto des 

Gesuchstellers (geb.tt. Dezember 1977, whft. M._____-gasse 5, N._____, 

AHV-Nr. 6) Fr. 30'880.– zuzüglich Zins ab 9. Januar 2023 auf das 

Freizügigkeitskonto der Gesuchstellerin (geb. tt. Mai 1981, whft. K._____-

strasse 4, L._____, AHV-Nr. 7) bei der Pensionskasse H._____, I._____-

strasse 2, Postfach 3, J._____, zu überweisen.

8.

9.

Die erstinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 3'600.– festgesetzt. 

Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 2'000.– festgesetzt.

- 22 -

10. Die Kosten für das erst- und zweitinstanzliche Verfahren werden den Par-

teien je zur Hälfte auferlegt, jedoch zufolge der Gewährung der unentgeltli-

chen Rechtspflege einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Die Par-

teien werden auf die Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO hingewie-

sen.

11. Vom gegenseitigen Verzicht der Parteien auf Parteientschädigung wird Vor-

merk genommen.

12. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, die Vorinstanz sowie nach Eintritt der 

Rechtskraft an

das für L._____ zuständige Zivilstandsamt mit Formular,

an die Einwohnerkontrolle L._____ mit Formular, 

die KESB Bülach Nord 

die Personalvorsorgestiftung der E._____ AG (E._____), F._____-strasse 1, 

G._____ (im Auszug von Dispositiv-Ziffern 2, 5.7 und 7), 

an die O._____ Pensionskasse Genossenschaft, P._____-strasse 10 , 

Q._____ (im Auszug von Dispositiv-Ziffern 2, 5.7 und 7),

je gegen Empfangsschein.

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück.

13. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

- 23 -

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer

Die Vorsitzende:

Der Gerichtsschreiber:

lic. iur. E. Lichti Aschwanden

MLaw B. Lakic

versandt am: