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**Case Identifier:** 792247ac-47d8-57ca-9a54-7710f3613e3d
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-12-20
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 20.12.2012 C-3413/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-3413-2010_2012-12-20.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung III 

C-3413/2010 

 

 

  U r t e i l  v o m  2 0 .  D e z e m b e r  2 0 1 2  

Besetzung 

 
Richter Stefan Mesmer (Vorsitz), 

Richter Vito Valenti,  

Richter Daniel Stufetti,    

Gerichtsschreiber Milan Lazic. 
 

 
 

Parteien 

 
A._______, 

vertreten durch Violeta I. Ilievska, Rechtsanwältin,  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 

 
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100,  

1211 Genf 2,    

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Rentengesuch, Verfügung vom 14. April 2010. 

 

 

C-3413/2010 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der am 4. April 1962 geborene, verheiratete mazedonische Staatsange-

hörige A._______ (im Folgenden: Beschwerdeführer) war gemäss Aus-

zug aus seinem Individuellen Konto (IK) von 1994 bis 2000 in der 

Schweiz versichert und entrichtete während insgesamt 84 Monaten Bei-

träge an die obligatorische Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversiche-

rung (AHV/IV; vgl. vorinstanzliche Akten [im Folgenden: IV-act.] 89). Zu-

letzt war er als Hilfsarbeiter bei der Firma W._______ tätig. Am 

13. August 1992 erlitt der Beschwerdeführer gemäss den Akten der 

Schweizerischen Unfallversicherung (im Folgenden: SUVA) einen Ar-

beitsunfall, bei welchem er sich laut Bericht des Spitals Limmattal eine 

Passagere Mikrohämaturie bei stumpfen Trauma der rechten Nierenloge 

sowie laut ärztlichem Zwischenbericht von Dr. med. R._______ vom 2. 

November 1992 eine posttraumatische Epicondylopathia ulnaris rechts 

zugezogen hatte.  

B.  

Für die Unfallfolgen kam zunächst die SUVA auf (vgl. Akten der SUVA [im 

Folgenden: SUVA-act.] 1 bis 6). Am 26. Mai 1993 meldete der Beschwer-

deführer der SUVA einen Rückfall: Persistierende, therapieresistente 

Schmerzen erforderten eine weitere medizinische bzw. operative Versor-

gung (vgl. SUVA-act. 7 bis 22, 24 f., 31 bis 37 sowie 39 bis 43). Aufgrund 

der Stellungnahme des Kreisarztes Dr. med. S._______ vom 19. April 

1995 verneinte die SUVA für die Zeit ab dem 1. Mai 1995 jeglichen Leis-

tungsanspruch. Die Verfügung wurde nach Ausschöpfung des Instanzen-

zugs vom Eidgenössichen Versicherungsgericht (im Folgenden: EVG; 

heute Bundesgericht [BVGer]) mit Urteil vom 5. Februar 2001 im Ergebnis 

bestätigt (vgl. SUVA-act. 44 bis 49 sowie 61 bis 79). 

C.  

Auf Anraten der SUVA reichte der Beschwerdeführer am 17. Mai 1994 bei 

der damals zuständigen IV-Stelle der Sozialversicherungsanstalt 

X._______ (im Folgenden: IV-Stelle X._______) ein Gesuch zum Bezug 

von Leistungen der Invalidenversicherung (IV) ein (vgl. vorinstanzliche 

Akten [im Folgenden: IV-act.] 1, 21, 24 und 31; vgl. des Weiteren SUVA-

act. 23). Er machte unfallbedingte Beschwerden im rechten Arm geltend. 

Nachdem die IV-Stelle X._______ die notwendigen Abklärungen durchge-

führt und insbesondere die Akten der SUVA beigezogen hatte (vgl. IV-act. 

9, 20, 22, 30, 36, 38; 45, 49 sowie 51; vgl. des Weiteren SUVA-act. 6-1/3 

C-3413/2010 

Seite 3 

bis 13-2/2), sprach sie dem Beschwerdeführer – insbesondere gestützt 

auf die Stellungnahme von Dr. med. B._______ vom 17. August 1995 (IV-

act. 9 sowie 22; SUVA-act. 21-1/1) – mit der ihren Vorbescheid vom 

19. Juli 1995 (SUVA-act. 16-1/2 f.) im Wesentlichen bestätigenden Verfü-

gung vom 19. Dezember 1995 eine vom 1. April 1994 bis zum 31. Juli 

1995 befristete ordentliche ganze Invalidenrente zu (IV-act. 20; SUVA-act. 

14-1/2 f. sowie 25-1/2 ff.). Diese Verfügung wurde angefochten, letztin-

stanzlich aber vom EVG mit Urteil vom 5. Februar 2001 bestätigt (vgl. 

SUVA-act. 30-1/1 bis 37-6/6). 

D.  

Mit Gesuch vom 9. Juli 2008 reichte der inzwischen in seinem Heimatland 

wohnende Beschwerdeführer beim mazedonischen Sozialversicherungs-

träger zuhanden der Schweizerischen IV-Stelle für Versicherte im Ausland 

(IVSTA, im Folgenden auch: Vorinstanz) erneut ein Rentengesuch ein, 

welches am 26. März 2009 der Vorinstanz übermittelt wurde (vgl. IV-act. 2 

f.). In der Folge holte die IVSTA den Fragebogen für den Versicherten 

sowie den Fragebogen für den Arbeitgeber ein (vgl. IV-act. 4 bis 8 sowie 

12 f.) und ergänzte ihre Akten mit denjenigen der SUVA sowie der IV-

Stelle X._______ (vgl. IV-act. 14 bis 16 sowie 33). Des Weiteren lagen 

der Vorinstanz nebst den medizinischen Unterlagen aus der Zeit der 

Erstanmeldung (vgl. IV-act. 36 bis 56) diverse medizinische Berichte aus 

Mazedonien aus dem Zeitraum vom 7. Februar 2000 bis zum 15. Juni 

2009 vor, die dem Beschwerdeführer eine Verletzung des nervus ulnaris 

rechts (ICD- 10 S54; st. nach Operation), ein Karpaltunnelsyndrom rechts 

(st. nach Abspaltung und Änderung der Position des nervus medianus 

rechts), ein Schleudertrauma der Halswirbelsäule bzw. eine Cervicobra-

chialgie, ein ataktisches Syndrom, eine intermittierende vertebrobasiläre 

Insuffizienz, eine posttraumatische Belastungsstörung, eine Cephalea va-

somotorica sowie ein Schwindelsyndrom attestierten (vgl. IV-act. 34 f. 

sowie 57 bis 76). 

E.  

Gestützt auf die Stellungnahmen des ärztlichen Dienstes der IVSTA vom 

13. Oktober 2009 sowie vom 1. Februar 2010 (IV-act. 78 und 87) wies die 

Vorinstanz mit der ihren Vorbeischeid vom 10. Dezember 2009 im We-

sentlichen bestätigenden Verfügung vom 14. April 2010 das Gesuch 

mangels anspruchsbegründender Invalidität ab (vgl. IV-act. 88). 

F.  

Unter Beilage mehrerer medizinischer Berichte aus dem Zeitraum vom 

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Seite 4 

16. August 2007 bis zum 28. Dezember 2009 gelangte der Beschwerde-

führer, vertreten durch Rechtsanwältin Violeta Ilievska, mit Beschwerde 

vom 3. Mai 2010 an das Bundesverwaltungsgericht und beantragte sinn-

gemäss, die Verfügung vom 14. April 2010 sei aufzuheben, es sei ihm 

eine unbefristete IV-Rente gestützt auf einem Invaliditätsgrad von 100% 

auszurichten – unter Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege. Zur 

Begründung seiner Anträge führte er im Wesentlichen aus, die Be-

schwerden im rechten Arm sowie in der Hand führten auch in leichten 

Verweisungstätigkeiten zu einer vollen Arbeitsunfähigkeit. Deshalb sei er 

auch finanziell sehr eingeschränkt. Aufgrund der dargelegten Erwägun-

gen seien weitere Abklärungen vorzunehmen. 

G.  

Mit Vernehmlassung vom 3. Mai 2010 beantragte die Vorinstanz die Ab-

weisung der Beschwerde. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen 

aus, in Ermangelung neuer Sachverhaltselemente bleibe die Beurteilung 

durch den ärztlichen Dienst unverändert. Demnach sei dem Beschwerde-

führer infolge der Spätfolgen eines Arbeitsunfalles sowie der radikulären 

Symptomatik, welche von der Halswirbelsäule ausgehe und mit Schwin-

delattacken aufgrund von Durchblutungsproblemen verbunden sei, der 

angestammte Beruf nicht mehr zumutbar; allerdings bestünden in leichten 

Verweisungstätigkeiten aus arbeitsmedizinischer Sicht keine Einschrän-

kungen. Da sich zudem ihr ärztlicher Dienst aufgrund der medizinischen 

Dokumentation ein umfassendes und präzises Bild habe machen können, 

sei von weiteren Untersuchungen abzusehen. 

H.  

Nachdem der Instruktionsrichter mit Verfügung vom 21. September 2010 

das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gutgeheissen hatte, bestätig-

te der Beschwerdeführer mit Replik vom 18. Oktober 2010 unter Beilage 

eines neuropsychiatrischen Gutachtens vom 17. Oktober 2010 im We-

sentlichen seine Anträge. 

I.  

Mit Duplik vom 21. Dezember 2010 beantragte die Vorinstanz nach wie 

vor die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung führte sie im We-

sentlichen aus, dass das replicando eingereichte medizinische Gutachten 

dem ärztlichen Dienst unterbreitet worden sei und dieser sowohl in soma-

tischer als auch in psychischer Hinsicht eine Verschlechterung des Ge-

sundheitszustandes festgestellt habe. Demnach bestehe seit dem 

17. Juni 2008 in leichten Verweisungstätigkeiten eine Einschränkung von 

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Seite 5 

30%. Der in der Folge neu durchgeführte Einkommensvergleich habe je-

doch weiterhin einen rentenausschliessenden Invaliditätsgrad ergeben. 

J.  

Nachdem sowohl der Beschwerdeführer mit Triplik vom 17. Januar 2011 

als auch die Vorinstanz mit Quadruplik vom10. Februar 2011 ihre Anträge 

und deren Begründungen bekräftigt hatten, wurde der Schriftenwechsel 

mit Verfügung vom 21. Februar 2011 geschlossen. 

K.  

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien sowie die eingereichten Un-

terlagen wird – soweit für die Entscheidfindung erforderlich – in den nach-

folgenden Erwägungen eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Zu beurteilen ist die Beschwerde vom 3. Mai 2010, mit der die renten-

abweisende Verfügung der Vorinstanz vom 14. April 2010 angefochten 

worden ist. 

1.1 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich im We-

sentlichen nach den Vorschriften des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 

über das Bundesverwaltungsgericht (VGG, SR 173.32), des Bundesge-

setzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, 

SR 172.021 [vgl. auch Art. 37 VGG]) sowie des Bundesgesetzes vom 

6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

(ATSG, SR 830.1 [vgl. auch Art. 3 Bst. d
bis

 VwVG]). Dabei finden nach 

den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln diejenigen Verfahrens-

regeln Anwendung, welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilung in 

Kraft stehen (BGE 130 V 1 E. 3.2; vgl. auch Art. 53 Abs. 2 VGG). 

1.2 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen im Sinne von Art. 5 VwVG, sofern – wie 

vorliegend – keine Ausnahme nach Art. 32 VGG gegeben ist. Als Vor-

instanzen gelten die in Art. 33 VGG genannten Behörden. Zu diesen ge-

hört auch die IV-Stelle für Versicherte im Ausland, die mit Verfügungen 

über Leistungen der IV befindet (Art. 33 Bst. d VGG; vgl. auch Art. 69 

Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Inva-

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Seite 6 

lidenversicherung [IVG, SR 831.20]). Das Bundesverwaltungsgericht ist 

somit zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig. 

1.3 Nach Art. 59 ATSG ist zur Beschwerdeführung vor dem Bundes-

verwaltungsgericht legitimiert, wer durch die angefochtene Verfügung be-

rührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Än-

derung hat (vgl. auch Art. 48 Abs. 1 VwVG).  

Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren als Partei teil-

genommen. Als Verfügungsadressat ist er durch die angefochtene Ver-

fügung besonders berührt und hat an deren Aufhebung bzw. Änderung 

ein schutzwürdiges Interesse. 

1.4 Da die Beschwerde im Übrigen frist- und formgerecht (Art. 60 Abs. 1 

ATSG und Art. 52 Abs. 1 VwVG) eingereicht wurde, ist darauf einzutreten. 

2.  

2.1 Der Beschwerdeführer ist Staatsangehöriger von Mazedonien und hat 

dort seinen Wohnsitz, weshalb das Abkommen vom 9. Dezember 1999 

zwischen der Schweiz und der Republik Mazedonien über soziale  

Sicherheit (SR 0.831.109.520.1; im Folgenden: Sozialversicherungsab-

kommen) Anwendung findet. Nach Art. 4 Ziff. 1 Sozialversicherungs-

abkommen sind die Staatsangehörigen der einen Vertragspartei in ihren 

Rechten und Pflichten aus der Gesetzgebung der anderen Vertragspartei 

– wozu auch die schweizerische Bundesgesetzgebung über die Invali-

denversicherung gehört (vgl. Art. 2 Ziff. 1 Bst. A ii Sozialversicherungs-

abkommen) – einander gleichgestellt, soweit nichts anderes bestimmt ist. 

Hinsichtlich der Voraussetzungen des Anspruchs auf eine schweizerische 

Invalidenrente sowie der anwendbaren Verfahrensvorschriften sieht das 

Abkommen keine im vorliegenden Verfahren relevanten Abweichungen 

vom Gleichbehandlungsgrundsatz vor. 

Demnach bestimmt sich vorliegend die Frage, ob Anspruch auf Leistun-

gen der IV besteht, allein aufgrund der schweizerischen Rechtsvor-

schriften. Ferner besteht für die rechtsanwendenden Behörden in der 

Schweiz keine Bindung an die Feststellungen und Entscheide ausländi-

scher Versicherungsträger, Behörden und Ärzte bezüglich Invaliditätsgrad 

und Anspruchsbeginn (vgl. BGE 130 V 253 E.4 und AHI 1996, S. 179; vgl. 

auch ZAK 1989 S. 320 E. 2). Vielmehr unterstehen auch aus dem Aus-

land stammende Beweismittel der freien Beweiswürdigung durch das Ge-

richt (vgl. Urteil des EVG vom 11. Dezember 1981 i.S. D). 

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3.  

3.1 Mit der Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann gerügt 

werden, die angefochtene Verfügung verletze Bundesrecht (einschliess-

lich der Überschreitung oder des Missbrauchs von Ermessen), beruhe auf 

einer unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts oder sei unangemessen (Art. 49 VwVG). 

3.2 Nach der Rechtsprechung stellt das Sozialversicherungsgericht bei 

der Beurteilung einer Streitsache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt 

des Erlasses des streitigen Entscheides eingetretenen Sachverhalt ab 

(BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweis). Tatsachen, die jenen Sachverhalt seit-

her verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Ver-

waltungsverfügung sein (BGE 121 V 362 E. 1b). Weiter sind in zeitlicher 

Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der 

Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung hatten 

(BGE 130 V 329). Ein allfälliger Leistungsanspruch ist für die Zeit vor ei-

nem Rechtswechsel aufgrund der bisherigen und ab diesem Zeitpunkt 

nach den neuen Normen zu prüfen (pro rata temporis; vgl. BGE 130 V 

445). 

Vorliegend sind dies insbesondere das IVG in der Fassung vom 

6. Oktober 2006 (5. IV-Revision; AS 2007 5129) und die Verordnung vom 

17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201; in der 

entsprechenden Fassung der 5. IV-Revision), standen diese Erlasse doch 

sowohl im Zeitpunkt der Neuanmeldung (9. Juli 2008) als auch des frü-

hestmöglichen Eintritts des Versicherungsfalles bzw. des Anspruch-

beginns (hier: 17. Juni 2008) in Kraft. Noch keine Anwendung findet vor-

liegend das am 1. Januar 2012 in Kraft getretene erste Massnahmenpa-

ket der 6. IV-Revision (IVG in der Fassung vom 18. März 2011 [AS 2011 

5659]). 

Ferner sind das ATSG und die Verordnung vom 11. September 2002 über 

den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV, SR 830.11) 

anwendbar. Die im ATSG enthaltenen Formulierungen der Arbeits-

unfähigkeit (Art. 6), Erwerbsunfähigkeit (Art. 7), Invalidität (Art. 8) sowie 

der Revision der Invalidenrente und anderer Dauerleistungen (Art. 17) 

entsprechen den von der Rechtsprechung zur Invalidenversicherung ent-

wickelten Begriffen und Grundsätzen (vgl. BGE 130 V 343 E. 3.1, 3.2 und 

3.3). Daran hat sich auch nach Inkrafttreten der Revision des IVG und 

des ATSG vom 6. Oktober 2006 sowie der IVV und ATSV vom 28. Sep-

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tember 2007 (5. IV-Revision) nichts geändert, weshalb im Folgenden auf 

die dortigen Begriffsbestimmungen verwiesen wird. 

3.3 Das Bundesverwaltungsgericht ist gemäss dem Grundsatz der 

Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der Be-

gehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Im Rahmen seiner 

Kognition (vgl. Art. 49 VwVG; BENJAMIN SCHINDLER, in: Auer/Müller/ 

Schindler [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwal-

tungsverfahren, Zürich 2008, Rz. 1 ff. zu Art. 49) kann es die Beschwerde 

auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheissen oder 

den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Begründung bestäti-

gen, die von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. FRITZ GYGI, Bundes-

verwaltungsrechtspflege, 2. Auflage, Bern 1983, S. 212; vgl. BGE 128 II 

145 E. 1.2.2, BGE 127 II 264 E. 1b). 

3.4 Das Sozialversicherungsverfahren ist vom Untersuchungsgrundsatz 

beherrscht. Danach haben die Verwaltung und das Gericht von Amtes 

wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen 

Sachverhalts zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneinge-

schränkt. Zum einen findet er sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten 

der Parteien (BGE 125 V 193 E. 2, BGE 122 V 157 E. 1a, je mit Hin-

weisen); zum anderen umfasst die behördliche und richterliche Abklä-

rungspflicht nicht unbesehen alles, was von einer Partei behauptet oder 

verlangt wird. Vielmehr bezieht sie sich nur auf den im Rahmen des strei-

tigen Rechtsverhältnisses (Streitgegenstand) rechtserheblichen Sach-

verhalt. Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es ab-

hängt, ob über den streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist 

(vgl. FRITZ GYGI, a.a.O., S. 43 und 273). In diesem Rahmen haben Ver-

waltungsbehörden und Sozialversicherungsgerichte zusätzliche Abklä-

rungen stets vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hierzu aufgrund 

der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebender An-

haltspunkte hinreichender Anlass besteht (vgl. BGE 117 V 282 E. 4a mit 

Hinweis; Urteil des EVG I 520/99 vom 20. Juli 2000). 

Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – das 

Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie 

von ihrem Bestehen überzeugt sind (vgl. Max Kummer, Grundriss des Zi-

vilprozessrechts, 4. Aufl., Bern 1984, S. 136). Im sozialversicherungs-

rechtlichen Verfahren hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Ge-

setz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines 

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Seite 9 

bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Der 

Richter und die Richterin haben vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung 

zu folgen, die sie von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahr-

scheinlichste würdigen (BGE 126 V 353 E. 5b, BGE 125 V 193 E. 2, je 

mit Hinweisen). Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklä-

rungen die Verwaltung oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswür-

digung zur Überzeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei als überwie-

gend wahrscheinlich zu betrachten und weitere Beweismassnahmen 

könnten an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, so ist auf 

die Abnahme weiterer Beweise zu verzichten (antizipierte Beweiswürdi-

gung; UELI KIESER, Das Verwaltungsverfahren in der Sozialversicherung, 

Zürich 1999, S. 212, Rz. 450; ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER, Verwal-

tungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., Zürich 

1998, Rz. 111 und 320; FRITZ GYGI, a.a.O., S. 274; vgl. auch BGE 122 II 

464 E. 4a, BGE 122 III 219 E. 3c, BGE 120 1b 224 E. 2b, BGE 119 V 335 

E. 3c mit Hinweisen). 

3.5 Gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG ist In-

validität die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze 

oder teilweise Erwerbsunfähigkeit als Folge von Geburtsgebrechen, 

Krankheit oder Unfall. Erwerbsunfähigkeit ist gemäss Art. 7 ATSG der 

durch Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit ver-

ursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei-

bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in 

Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt. Arbeitsunfähigkeit ist 

die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-

schen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisheri-

gen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer 

Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder 

Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). 

3.5.1 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG (in der seit dem 1. Januar 2008 geltenden 

Fassung) besteht bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70% An-

spruch auf eine ganze Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 

60% Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von 

mindestens 50% Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem solchen 

von mindestens 40% Anspruch auf eine Viertelsrente. 

3.5.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG in der ab 1. Januar 2008 geltenden Fas-

sung haben jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, welche ihre Er-

werbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, 

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Seite 10 

nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, er-

halten oder verbessern können (Bst. a), und die zusätzlich während eines 

Jahres (Wartezeit) ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich zu 

mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und auch 

nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 Abs. 1 

ATSG) sind (Bst. b und c). Der Invaliditätsgrad von Versicherten mit 

Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt ausserhalb der Schweiz muss – 

abgesehen von vorliegend nicht zutreffenden Ausnahmen – der Invalidi-

tätsgrad nach Ablauf der Wartezeit 50% betragen (vgl. Art. 29 Abs. 4 ers-

ter Satz IVG in der seit dem 1. Januar 2008 geltenden Fassung). 

3.6 Wurde eine Rente rückwirkend befristet zugesprochen oder wurde ei-

ne solche wegen eines fehlenden oder zu geringen Invaliditätsgrades be-

reits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn 

die versicherte Person glaubhaft macht, dass sich der Grad der Invalidität 

in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat (Art. 87 Abs. 3 

und 4 IVV in der bis zum bis 31. Dezember 2011 gültig gewesenen Fas-

sung; BGE 133 V 263 E. 6). Tritt die Verwaltung – wie im vorliegenden 

Fall – auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklä-

ren und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Person glaub-

haft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich ein-

getreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisions-

fall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (vgl. dazu BGE 130 V 71; AHI 

1999 S. 83 E. 1b mit Hinweisen). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad 

seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung er-

fahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zu-

nächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um 

nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach 

zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prü-

fungspflicht auch dem Gericht (BGE 130 V 71 E. 3.2.2 f.). 

Eine Änderung des Invaliditätsgrades setzt stets auch eine Änderung der 

tatsächlichen Verhältnisse voraus. Zu vergleichen ist dabei der Sachver-

halt im Zeitpunkt der letzten der versicherten Person eröffneten rechts-

kräftigen Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenan-

spruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung 

und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für 

eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszu-

standes) beruht; vorbehalten bleibt die Rechtsprechung zur Wiedererwä-

gung und prozessualen Revision (BGE 130 V 71 E. 3.2.3). Ferner muss 

die Veränderung der Verhältnisse erheblich, das heisst hinsichtlich der 

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Seite 11 

Auswirkungen auf den Invaliditätsgrad rentenwirksam sein (vgl. Art. 17 

ATSG, BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Unter revisionsrechtlichen 

Gesichtspunkten – welche gleichermassen auch im Neuanmeldungsver-

fahren gelten (vgl. BGE 133 V 108 E. 5.2; Urteil des BGer I 658/05 vom 

27. März 2006 E. 4.4) – ist die unterschiedliche Beurteilung eines im We-

sentlichen unverändert gebliebenen Sachverhaltes unerheblich (BGE 112 

V 371 E. 2b mit Hinweisen; SVR 1996 IV Nr. 70 E. 3a). 

3.7 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und 

im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche 

und gegebenenfalls andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 

Aufgabe des Arztes im schweizerischen Invalidenverfahren ist es, den 

Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in wel-

chem Umfang und gegebenenfalls bezüglich welcher Tätigkeiten der Ver-

sicherte arbeitsunfähig ist. Die ärztlichen Auskünfte sind sodann eine 

wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistun-

gen dem Versicherten konkret noch zugemutet werden können (BGE 125 

V 256 E. 4, 115 V 134 E. 2; AHI-Praxis 2002 S. 62 E. 4b/cc). 

3.7.1 Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismittel 

zu würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und Beschwerdeverfah-

ren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versi-

cherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die Beweise frei, das 

heisst ohne förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss 

zu würdigen. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich we-

der die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der einge-

reichten oder in Auftrag gegebenen Berichte (vgl. dazu das Urteil des 

EVG I 268/2005 vom 26. Januar 2006 E. 1.2, mit Hinweis auf BGE 125 V 

351 E. 3.a). 

3.7.2 Bezüglich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, 

ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Un-

tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurtei-

lung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der me-

dizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Ex-

perten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grund-

sätzlich somit weder die Herkunft des Beweismittels noch die Bezeich-

nung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Be-

richt oder als Gutachten (vgl. dazu das Urteil BGer I 268/2005 vom 26. 

Januar 2006 E. 1.2 mit Hinweis auf BGE 125 V 352 E. 3a). 

C-3413/2010 

Seite 12 

Gleichwohl erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien 

Beweiswürdigung als vereinbar, Richtlinien für die Beweiswürdigung in 

Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten auf-

zustellen (vgl. hierzu BGE 125 V 352 E. 3b; AHI 2001 S. 114 E. 3b; Urteil 

des BGer I 128/98 vom 24. Januar 2000 E. 3b). So ist den im Rahmen 

des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärzte, 

welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen so-

wie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung 

der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdi-

gung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien 

gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 

3b/bb, mit weiteren Hinweisen). Berichte der behandelnden Ärzte 

schliesslich sind aufgrund deren auftragsrechtlicher Vertrauensstellung 

zum Patienten mit Vorbehalt zu würdigen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Dies 

gilt für den allgemein praktizierenden Hausarzt wie auch für den behan-

delnden Spezialarzt (Urteil des BGer I 655/05 vom 20. März 2006 E. 5.4 

mit Hinweisen; vgl. aber Urteil des BGer 9C_24/2008 vom 27. Mai 2008 

E. 2.3.2). 

3.7.3 Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Be-

weiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begrün-

det sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zu-

verlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in ei-

nem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht 

schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es 

bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Un-

parteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen 

(BGE 125 V 351 E. 3b/ee mit Hinweisen). 

4.  

Die Vorinstanz ist auf das neue Leistungsbegehren eingetreten, hat die 

Sache materiell geprüft und dem ärztlichen Dienst vorgelegt. Gemäss 

den dargelegten Grundsätzen (vgl. E. 3.6 hiervor) ist massgebend und zu 

prüfen, ob sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit Er-

lass der Verfügung der IV-Stelle X._______ vom 19. Dezember 1995 (Re-

ferenzzeitpunkt) bis zum Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Ver-

fügung vom 14. April 2010 in rentenanspruchserheblicher Weise ver-

schlechtert hat. 

4.1 Die damals zuständige IV-Stelle X._______ sprach dem Beschwerde-

führer  mit Verfügung vom 19. Dezember 1995 eine vom 1. April 1994 bis 

C-3413/2010 

Seite 13 

zum 31. Juli 1995 befristete Rente zu. Das EVG bestätigte diese Verfü-

gung mit Urteil vom 5. Februar 2001. Es stellte insbesondere fest, dass 

an den medizinischen Beurteilungen der Ärzte der Klinik Y._______ sowie 

der Dres. med. S._______ (Kreisarzt der SUVA) und R._______ (der da-

mals behandelnde Arzt) nichts auszusetzen sei, wonach dem Beschwer-

deführer aufgrund seiner Restbeschwerden der rechten Hand nach De-

kompression des nervus ulnaris sowie Status nach Vorverlagerung des 

nervus ulnaris in einer leidensangepassten Tätigkeit möglichst unter Ver-

meidung repetitiver Arbeiten über Kopfhöhe und ohne Heben schwerer 

Lasten spätestens ab dem 1. Mai 1995 wieder uneingeschränkt arbeits-

fähig sei. Nachdem es sinngemäss festhielt, dass für den Beschwerde-

führer spätestens ab dem 1. Mai 1995 selbst im günstigsten Falle immer 

noch ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad resultierte ({[48'805 – 

38'907] x 100} / 48'805 = 20,28%), bestätigte das Gericht im Ergebnis die 

Verfügung der IV-Stelle X._______ vom 19. Dezember 1995 (vgl. SUVA-

act. 37-1/6 ff.). Von dieser rechtskräftigen höchstrichterlichen Beurteilung, 

die sich auf den Referenzzeitpunkt vom 19. Dezember 1995 bezieht, ist 

vorliegend auszugehen. 

4.2 Die angefochtene Verfügung vom 14. April 2010 stützte die Vorinstanz 

auf die Stellungnahmen ihres ärztlichen Dienstes (Dr. med. Z._______) 

vom 13. Oktober 2009 sowie vom 1. Februar 2010 (vgl. IV-act. 78 und 

87), dem sie die zuvor eingeholten medizinischen Unterlagen zur Beurtei-

lung unterbreitet hatte. Gemäss Angaben in der Anamnese legte Dr. med. 

Z._______ seinen Stellungnahmen insbesondere einen Konsultationsbe-

richt des Facharztes für Orthopädie Dr. med. Herren vom 25. November 

1994 (vgl. IV-act. 55 f., SUVA-act. 34), einen Bericht der Klinik Y._______ 

vom 21. Juli 1993 (SUVA-act. 11), einen IV-Arztbericht des Facharztes für 

Rheumaerkrankungen Dr. med. R._______ vom 20. Dezember 1995 (IV-

act. 30), einen neurologischen Bericht des Facharztes für Neurologie Dr. 

med. D._______ vom 17. Juni 2008 (IV-act. 69), ein Abdomen-Ultraschall 

sowie eine Echokardiographie jeweils vom 9. Juni 2008 (IV-act. 65 bis 68) 

und einen ausführlichen Arztbericht aus Mazedonien vom 30. Januar 

2009 (IV-act. 73 f.) zugrunde. 

In Würdigung dieser medizinischen Unterlagen führte Dr. med. Z._______ 

aus, der Beschwerdeführer leide an Spätfolgen eines Arbeitsunfalles, der 

zu einer signifikanten Funktionsstörung des rechten Armes, insbesondere 

der Hand geführt habe. Die ihm zur Einsicht unterbreiteten Unterlagen 

bestätigten den chronischen Verlauf der bereits bekannten Probleme so-

wie zusätzlich eine radikuläre Symptomatik, die von der Halswirbelsäule 

C-3413/2010 

Seite 14 

ausgehe und auch mögliche Verweisungstätigkeiten zusammen mit den 

Schulterproblemen etwas einschränke. Die Schwindelattacken, welche of-

fenbar auf Durchblutungsstörungen zurückzuführen seien, verböten das 

Besteigen von Leitern oder Gerüsten und ergäben eine Behinderung 

beim Gehen auf unebenem Gelände. Aufgrund seiner Feststellungen at-

testierte er dem Beschwerdeführer als Hauptdiagnosen mit Auswirkungen 

auf die Arbeitsfähigkeit eine Funktionsminderung der rechten Hand bei 

posttraumatischer, muskulärer Teil-Atrophie der Handmuskulatur, eine 

Periarhropathie der rechten Schulter (ICD-10 M75.1) sowie ein chro-

nisches zerviko-radikuläres Syndrom C7 rechts (ICD-10 M50.1). Als 

Nebendiagnose – ebenfalls mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit – 

stellte er eine vertebrobasiläre Insuffizienz mit wiederholtem Schwindel 

fest. In Bezug auf die Restarbeitsfähigkeit führte er schliesslich aus, der 

Beschwerdeführer sei im angestammten Beruf zu 70% arbeitsunfähig, in 

leichten, leidensangepassten Tätigkeiten hingegen zu 100% leistungs-

fähig. 

4.3 Wie bereits dargelegt wurde, kann auf Stellungnahmen nur unter der 

Bedingung abgestellt werden, dass sie den allgemeinen beweisrecht-

lichen Anforderungen an einen ärztlichen Bericht genügen und zudem die 

Bericht erstattenden Ärztinnen und Ärzte über die im Einzelfall gefragten 

persönlichen und fachlichen Qualifikationen verfügen (vgl. E. 3.7 ff. hier-

vor). Diese Voraussetzungen sind im vorliegenden Fall indes nicht erfüllt.  

4.3.1 Die allein auf Aktenstudium basierende Beurteilung der Restarbeits-

fähigkeit durch Dr. med. Z._______ erweist sich nicht als nachvollziehbar 

und schlüssig, gründet sie doch einerseits auf ärztliche Kurzberichten und 

Testergebnissen, die keinerlei fachärztliche Ausführungen zur Leistungs-

fähigkeit des Beschwerdeführers enthalten und damit zur beurteilung der 

Arbeitsfähigkeit nicht geeignet sind (so insb. die Berichte aus dem Zeit-

raum vom 9. Juni 2008 bis zum 29. Januar 2009; IV-act. 65 bis 69 sowie 

72), andererseits auf das vom mazedonischen Sozialversicherungsträger 

in Auftrag gegebene Gutachten vom 30. Januar 2009 (IV-act. 73 f.).  

4.3.2 Das Gutachten vom 30. Januar 2009 erweist sich als widersprüch-

lich und ist nicht nachvollziehbar begründet: Obwohl die Diagnosen einer 

Läsion der Nerven bzw. ein Status nach Läsion sowie eines Status nach 

Operation des nervus ulnaris und des nervus medianus gestellt werden, 

wird bei den aktuellen Befunden festgehalten, die Beugung und die Stre-

ckung des Handgelenks sowie die Pronation sowie Supination seien 

normal. Des Weiteren wird festgehalten, dass der Status in neurologi-

C-3413/2010 

Seite 15 

scher wie auch psychischer Hinsicht unauffällig sei (vgl. Punkt 8 des Gut-

achtens, IV-act. 73 f.). Diese Feststellungen widersprechen jedoch sämt-

lichen übrigen in den Akten befindlichen ärztlichen Berichten, wonach der 

Beschwerdeführer an Funktionsstörungen der rechten Hand beziehungs-

weise der rechten Schulter leidet. So wird insbesondere auch im neurolo-

gischen Bericht von Dr. med. D._______ vom 29. Januar 2009 sinnge-

mäss festgehalten, die Funktion der rechten Hand sei vermindert (vgl. IV-

act. 72). Auch die Ausführungen im mazedonischen Gutachten betreffend 

die Restarbeitsfähigkeit, wonach beim Beschwerdeführer in jeglicher Hin-

sicht eine Arbeitsfähigkeit bestehe, erweist sich als nicht nachvollziehbar. 

Aufgrund der medizinischen Dokumentation ist davon auszugehen, dass 

der Einsatz im angestammten Beruf für den Beschwerdeführer nicht mehr 

vollschichtig zumutbar sein dürfte.  

Selbst Dr. med. Z._______ hält in seinen Stellungnahmen fest, dass die 

Schlussfolgerungen des Arztberichts vom 30. Januar 2009 unklar seien. 

Das mazedonische Gutachten vom 30. Januar 2009 wird zudem den an 

den Beweiswert eines Arztberichts gestellten Anforderungen nicht ge-

recht, entbehrt es doch grundsätzlich eingehender sowie nachvollziehba-

rer Ausführungen sowie Begründungen. 

4.3.3 Der Neuropsychiater Dr. med. E._______ hat in seinem fachärztli-

chen  Bericht vom 12. Juni 2009, der Dr. med. Z._______ zur Verfügung 

stand, eine Lähmung des nervus ulnaris rechts diagnostiziert. Darüber 

hinaus kann diesem Bericht entnommen werden, dass der Beschwerde-

führer offenbar zusätzlich zu den bekannten somatischen auch unter psy-

chischen Beeinträchtigungen leidet, stellt Dr. med. E._______ doch die 

Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung (vgl. IV-act. 35). 

Auf diese Leiden des Beschwerdeführers ist Dr. med. Z._______ indes-

sen in seinen Stellungnahmen vom 13. Oktober 2009 und vom 1. Februar 

2010 nicht eingegangen. Ebenso wenig äussert er sich zur Frage, ob und 

allenfalls in welcher Weise sich die im echokardiologischen Bericht vom 

9. Juni 2008 festgestellte Angina Pectoris auf die Leistungsfähigkeit des 

Beschwerdeführers auswirkt (vgl. IV-act. 78 und 87). Die Vorinstanz hat 

demnach den rechtserheblichen Sachverhalt in mehrfacher Hinsicht un-

vollständig abgeklärt. 

Dies wird insbesondere dadurch bestätigt, dass Dr. med. Z._______ in 

seiner Stellungnahme vom 1. Dezember 2010 bezüglich des replicando 

eingereichten neuropsychiatrischen Gutachtens vom 17. Oktober 2010 

ausführt, dass der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers sowohl in 

C-3413/2010 

Seite 16 

somatischer als auch in psychischer Hinsicht wesentlich schlechter sei, 

als er bisher angenommen habe. Aufgrund des Gutachtens vom 17. Ok-

tober 2010 werde deutlich, dass eine funktionelle Einhändigkeit ange-

nommen werden müsse und die Schwindelattacken – trotz Therapien – 

eine massive Bewegungsbehinderung zur Folge hätten. Zudem habe sich 

zusätzlich eine Depression eingestellt, welche die Ressourcen des Be-

schwerdeführers zusätzlich vermindere. Diese nachträglichen Feststel-

lungen bewegten Dr. med. Z._______ schliesslich dazu, die Einschätzung 

der Arbeitsunfähigkeit im angestammten Beruf von 70% auf 80% und in 

leichten Verweisungstätigkeiten von 0% auf 30% zu erhöhen (vgl. IV-act. 

91). 

4.4 Beim Zusammentreffen verschiedener Gesundheitsbeeinträchtigun-

gen ist der Grad der Arbeitsunfähigkeit jeweils aufgrund einer sämtliche 

Behinderungen umfassenden fachärztlichen Gesamtbeurteilung zu 

bestimmen, da sich bei verschiedenen Einschränkungen die erwerblichen 

Auswirkungen in der Regel überschneiden (vgl. Urteil des EVG I 850/02 

vom 3. März 2003, E. 6.4.1 mit Hinweisen, vgl. auch BGE 137 V 210 E. 

1.2.1). Als Facharzt für allgemeine innere Medizin verfügt Dr. med. 

Z._______ nicht über die notwendigen fachärztlichen Qualifikationen in 

Neurologie, Orthopädie, Psychiatrie sowie Kardiologie, die vorliegend zur 

Beurteilung der verschiedenartigen geklagten und ärztlich festgestellten 

Leiden des Beschwerdeführers erforderlich wären. Demnach kann nicht 

auf die Stellungnahmen von Dr. med. Z._______ abgestellt werden – 

vielmehr drängt sich eine pluridisziplinäre Begutachtung auf. 

5.  

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich der Arzt des ärztlichen 

Dienstes der IVSTA entgegen der von der Vorinstanz vernehmlassungs-

weise vorgebrachten Behauptung kein umfassendes und präzises Bild 

der Beschwerden machen konnte. Mangels einer zuverlässigen, sämtli-

che relevanten Leiden umfassenden medizinischen Gesamtbeurteilung 

ist es dem Bundesverwaltungsgericht nicht möglich, aufgrund der Akten 

mit dem im Sozialversicherungsrecht erforderlichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu beurteilen, ob und gegebenfalls in 

welcher Höhe, in welchem Umfang und ab wann der Beschwerdeführer 

Anspruch auf eine ordentliche Invalidenrente hat. Im vorinstanzlichen Ver-

fahren sind demnach infolge unvollständiger Feststellung des rechtser-

heblichen Sachverhalts (vgl. Art. 43 ff. ATSG sowie Art. 12 VwVG) ent-

scheidwesentliche, medizinische Aspekte vollständig ungeklärt geblieben, 

C-3413/2010 

Seite 17 

weshalb sich eine Rückweisung an die Vorinstanz rechtfertigt (vgl. BGE 

137 V 210 E. 4.4.1.4). 

Die Beschwerde ist daher insofern teilweise gutzuheissen, als die an-

gefochtene Verfügung vom 14. April 2010 aufzuheben und die Sache 

gestützt auf Art. 61 Abs. 1 VwVG mit der Anweisung an die Vorinstanz zu-

rückzuweisen ist, eine umfassende, polydisziplinäre fachärztliche Be-

gutachtung des Beschwerdeführers in neurologischer, orthopädischer, 

psychiatrischer sowie kardiologischer Hinsicht durchführen zu lassen und 

anschliessend neu zu verfügen. 

6.  

Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige Par-

teientschädigung. 

6.1 Da eine Rückweisung praxisgemäss als Obsiegen der beschwerde-

führenden Partei gilt, sind weder dem Beschwerdeführer noch der Vorin-

stanz Verfahrenskosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 e contrario und 2 

VwVG; vgl. BGE 132 V 215 E. 6.1).  

6.2 Der durch eine mazedonische Anwältin vertretene Beschwerdeführer 

hat Anspruch auf eine Parteientschädigung, die von der Vorinstanz zu 

leisten ist (Art. 64 Abs. 1 und 2 VwVG i.V.m. Art. 7 ff. VGKE). Da keine 

Kostennote eingereicht wurde, ist die Entschädigung aufgrund der Akten 

festzusetzen (14 Abs. 2 VGKE). Unter Berücksichtigung des gebotenen 

und aktenkundigen Aufwandes der nicht in einem schweizerischen An-

waltsregister eingetragenen, berufsmässigen Vertreterin wird die Partei-

entschädigung inklusive Auslagenersatz auf Fr. 800.- festgesetzt (Art. 10 

VGKE).  

6.3 Dem Beschwerdeführer wurde am 21. September 2010 die unentgelt-

liche Rechtspflege gewährt. Angesichts des Ausgangs des Verfahrens 

bleibt dies ohne Rechtsfolgen. Insbesondere ist dem Beschwerdeführer 

unter dem Titel der unentgeltlichen Rechtspflege keine zusätzliche Hono-

rarentschädigung für seine Rechtsvertreterin zuzusprechen. 

 
Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als die angefochtene 

Verfügung vom 14. April 2010 aufgehoben und die Sache an die Vorin-

C-3413/2010 

Seite 18 

stanz zurückgewiesen wird, damit diese nach erfolgter fachärztlicher Ge-

samtbegutachtung im Sinne der Erwägung 5 über den Rentenanspruch 

neu verfüge. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.  

Die Vorinstanz wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer nach Eintritt der 

Rechtskraft des vorliegenden Urteils eine Parteientschädigung in Höhe 

von Fr. 800.- zu bezahlen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr._______) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Stefan Mesmer Milan Lazic 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen 

gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 

17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. Die Rechtsschrift hat die 

Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Un-

terschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 

sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 

BGG). 

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