# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cb3cf375-388f-5a48-a54b-a5ef2f702376
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2016-11-17
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 17.11.2016 B-7340/2015
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-7340-2015_2016-11-17.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
 
 

 

 

  

 

 Abteilung II 

B-7340/2015 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 7 .  N o v e m b e r  2 0 1 6  

Besetzung 
 Richter Ronald Flury (Vorsitz), 

Richter Pietro Angeli-Busi, 

Richter Pascal Richard, 

Gerichtsschreiber Davide Giampaolo. 
 

 
 

Parteien 
 X._______, 

vertreten durch Rechtsanwalt Oliver Lücke, 

Beschwerdeführerin, 

 
 

 
gegen 

 
 

Prüfungskommission Humanmedizin, 

Bundesamt für Gesundheit BAG, 

Vorinstanz. 

 
 

 
 

Gegenstand 
 Eidgenössische Prüfung in Humanmedizin. 

 

 

 

B-7340/2015 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a X._______ (Beschwerdeführerin) nahm im Sommer 2015 in 

A._______ an der eidgenössischen Prüfung in Humanmedizin teil. Diese 

setzt sich aus zwei Einzelprüfungen zusammen: einerseits aus der theore-

tischen „Multiple Choice“-Prüfung (MC-Prüfung bzw. Einzelprüfung 1), be-

stehend aus zwei Teilprüfungen (MC-Prüfung Teil 1 und MC-Prüfung 

Teil 2), andererseits aus der strukturierten praktischen Prüfung („Clinical 

Skills“-Prüfung bzw. Einzelprüfung 2). 

A.b Mit Verfügung vom 2. Oktober 2015 eröffnete die Prüfungskommission 

Humanmedizin des Bundesamtes für Gesundheit (nachfolgend:  

Vorinstanz) der Beschwerdeführerin, dass sie zwar die strukturierte prakti-

sche Prüfung erfolgreich absolviert habe, nicht hingegen die MC-Prüfung, 

weshalb die eidgenössische Prüfung in Humanmedizin als Ganzes nicht 

bestanden sei. 

A.c Mit Schreiben vom 5. Oktober 2015 orientierte die Medizinische Fakul-

tät der Universität Bern (Institut für Medizinische Lehre IML, Abteilung für 

Assessment und Evaluation AAE) im Auftrag der Vorinstanz die Beschwer-

deführerin darüber, dass sie in der MC-Prüfung (MC-Prüfung Teil 1 und 

MC-Prüfung Teil 2) bei einer Bestehensgrenze von 155 Punkten insgesamt 

147 Punkte erreicht habe, womit sie die Prüfung nicht bestanden habe. Die 

Beschwerdeführerin nahm am 5. November 2015 Einsicht in ihre Prüfungs-

unterlagen. 

B.  

Mit Beschwerde vom 16. November 2015 wandte sich die Beschwerdefüh-

rerin an das Bundesverwaltungsgericht und beantragt, die Verfügung vom 

2. Oktober 2015 sei aufzuheben, soweit sie sich auf das Nichtbestehen der 

MC-Prüfung (MC-Prüfung Teil 1 und MC-Prüfung Teil 2) und auf das Nicht-

bestehen der eidgenössischen Prüfung in Humanmedizin 2015 beziehe. 

Es sei festzustellen und zu verfügen, dass die Beschwerdeführerin die 

MC-Prüfung (MC-Prüfung Teil 1 und MC-Prüfung Teil 2) bestanden habe 

und die Voraussetzungen für das Bestehen der eidgenössischen Prüfung 

in Humanmedizin 2015 erfüllt habe, und es sei ihr dementsprechend das 

eidgenössische Diplom zu erteilen. Eventualiter sei die Verfügung aufzu-

heben und die Sache an die Vorinstanz mit der Anweisung zurückzuwei-

sen, dass die Vorinstanz das Bestehen der Prüfung verfüge. Eventualiter 

sei das Ergebnis der eidgenössischen Prüfung in Humanmedizin 2015 

B-7340/2015 

Seite 3 

nicht anzurechnen und die Prüfung sei als nicht abgelegt gelten zu lassen; 

die Beschwerdeführerin sei zu einer erneuten (kostenlosen) Prüfung zuzu-

lassen. Subeventualiter sei die Sache im Sinne der Erwägungen an die 

Vorinstanz zurückzuweisen. 

Die Beschwerdeführerin rügt im Wesentlichen die nachträgliche Elimina-

tion von 28 der insgesamt 300 Prüfungsfragen sowie die Bewertung ein-

zelner Aufgaben (sog. Fallvignetten). 

C.  

Mit Vernehmlassung vom 5. Februar 2016 beantragt die Vorinstanz die Ab-

weisung der Beschwerde und nimmt unter anderem zu den Bewertungsrü-

gen der Beschwerdeführerin im Einzelnen Stellung. Im Rahmen ihrer Ver-

nehmlassung reichte die Vorinstanz auch die nicht parteiöffentlichen Prü-

fungsunterlagen der Beschwerdeführerin ein. 

D.  

Mit Replik vom 18. März 2016 hält die Beschwerdeführerin an ihren Anträ-

gen fest und nimmt zu den Ausführungen der Vorinstanz Stellung. 

E.  

Mit Duplik vom 10. Mai 2016 beantragt die Vorinstanz weiterhin die Abwei-

sung der Beschwerde und nimmt zu den Einwendungen der Beschwerde-

führerin Stellung. 

F.  

Auf die Argumente der Verfahrensbeteiligten wird – soweit sie entscheid-

wesentlich sind – in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht beurteilt Beschwerden gegen Verfü-

gungen nach Art. 5 VwVG, sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VVG vor-

liegt (Art. 31 VGG). Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 VGG genannten 

Behörden, zu denen auch die Prüfungskommission Humanmedizin zählt 

(Art. 33 Bst. d VGG i.V.m. Art. 7 der Verordnung vom 26. November 2008 

über die eidgenössischen Prüfungen der universitären Medizinalberufe 

B-7340/2015 

Seite 4 

[Prüfungsverordnung MedBG, SR 811.113.3]). Ihr angefochtener Prü-

fungsentscheid vom 2. Oktober 2015 stellt eine Verfügung im Sinne von 

Art. 5 Abs. 1 Bst. c VwVG dar (Art. 20 Abs. 1 Prüfungsverordnung 

MedBG). Diese kann im Rahmen der allgemeinen Bestimmungen über die 

Bundesverwaltungsrechtspflege mit Beschwerde beim Bundesverwal-

tungsgericht angefochten werden (Art. 31 und Art. 33 Bst. d VGG 

i.V.m. Art. 44 ff. VwVG).  

1.2 Zur Beschwerde ist nach Art. 48 Abs. 1 VwVG berechtigt, wer vor der 

Vorinstanz am Verfahren teilgenommen oder keine Möglichkeit zur Teil-

nahme erhalten hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 

ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung 

hat. Die Beschwerdeführerin ist formelle Adressatin der angefochtenen 

Verfügung und durch diese auch materiell beschwert. Sie ist deshalb zur 

Erhebung der vorliegenden Beschwerde legitimiert.  

1.3 Die Eingabefrist sowie die Anforderungen an Form und Inhalt der Be-

schwerdeschrift sind gewahrt (Art. 50 und Art. 52 Abs. 1 VwVG), der Kos-

tenvorschuss wurde fristgemäss bezahlt (Art. 63 Abs. 4 VwVG) und die üb-

rigen Sachurteilsvoraussetzungen liegen vor (Art. 44 ff. VwVG).  

Auf die Beschwerde ist somit einzutreten. 

2.  

2.1 Das Bundesgesetz vom 23. Juni 2006 über die universitären Medizi-

nalberufe (Medizinalberufegesetz, MedBG, SR 811.11) fördert im Interesse 

der öffentlichen Gesundheit die Qualität der universitären Ausbildung, der 

beruflichen Weiterbildung und der Fortbildung sowie der Berufsausübung 

der Fachpersonen im Bereich der Humanmedizin, der Zahnmedizin, der 

Chiropraktik, der Pharmazie und der Veterinärmedizin (Art. 1 

Abs. 1 MedBG). Zu diesem Zweck umschreibt es insbesondere die  

Voraussetzungen für das Erlangen eines eidgenössischen Diploms und ei-

nes eidgenössischen Weiterbildungstitels in den universitären Medizinal-

berufen, zu denen auch die Ärzte zählen (Art. 1 Abs. 3 Bst. b i.V.m. Art. 2 

Abs. 1 Bst. a MedBG). Gemäss Art. 14 Abs. 1 MedBG wird die universitäre 

Ausbildung mit der eidgenössischen Prüfung abgeschlossen. In derselben 

wird abgeklärt, ob die Studierenden über die fachlichen Kenntnisse, Fertig-

keiten und Fähigkeiten sowie über die Verhaltensweisen und die soziale 

Kompetenz verfügen, die sie zur Ausübung des entsprechenden Medizi-

nalberufes benötigen (Art. 14 Abs. 2 Bst. a MedBG). 

B-7340/2015 

Seite 5 

2.2 Gestützt auf Art. 12 Abs. 3, Art. 13 sowie Art. 60 MedBG hat der Bun-

desrat die Prüfungsverordnung MedBG erlassen (zitiert in E. 1.1). Diese 

regelt (a) den Inhalt, die Form und die Bewertung der eidgenössischen Prü-

fung für die universitären Medizinalberufe, (b) die Aufgaben der Organe, 

(c) das Prüfungsverfahren, (d) die Prüfungsgebühren sowie (e) die Ent-

schädigungen für die Expertinnen und Experten (Art. 1 Prüfungsverord-

nung MedBG). Die Prüfungsverordnung MedBG sieht vor, dass das Ress-

ort Ausbildung der Medizinalberufekommission (MEBEKO), auf Vorschlag 

der Prüfungskommissionen Inhalt und Form der eidgenössischen Prüfung 

für jeden universitären Medizinalberuf festlegt und für jede Prüfung defi-

niert, unter welchen Voraussetzungen diese als bestanden gilt (Art. 3 

Abs. 2, Art. 4 Abs. 2 sowie Art. 5 Abs. 5 Satz 1 Prüfungsverordnung 

MedBG). Nach Art. 5 Abs. 1 Satz 1 Prüfungsverordnung MedBG kann die 

eidgenössische Prüfung aus einer oder mehreren Einzelprüfungen beste-

hen, wobei Einzelprüfungen auch Teilprüfungen enthalten können. Jede 

Einzelprüfung wird mit "bestanden" oder "nicht bestanden" bewertet. Die 

eidgenössische Prüfung ist bestanden, wenn jede Einzelprüfung mit "be-

standen" bewertet worden ist (Art. 5 Abs. 2 und 3 Prüfungsverordnung 

MedBG). 

2.3 In Anwendung von Art. 4 Abs. 1 Prüfungsverordnung MedBG, welcher 

vorsieht, dass das eidgenössische Departement des Inneren (EDI) nach 

Anhörung des Ressorts Ausbildung der MEBEKO die Grundsätze und Ei-

genheiten der verschiedenen Prüfungsformen festlegt, hat dieses die Ver-

ordnung vom 1. Juni 2011 über die Form der eidgenössischen  

Prüfung der universitären Medizinalberufe (Prüfungsformenverordnung, 

SR 811.113.32) erlassen. Danach besteht die MC-Prüfung aus mindestens 

120 Fragen, wobei in den beiden Teilprüfungen jeweils höchstens 150 Fra-

gen gestellt werden dürfen. Bei den unterbreiteten Fragen handelt es sich 

um wissenschaftlich erprobte und bewährte Fragetypen, die nach dem 

Wahlantwortverfahren angelegt sind (vgl. Art. 8 f. Prüfungsformenverord-

nung). 

3.  

3.1 Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet grundsätzlich mit uneinge-

schränkter Kognition. Es überprüft die angefochtene Verfügung auf 

Rechtsverletzungen – einschliesslich unrichtiger oder unvollständiger Fest-

stellung des rechtserheblichen Sachverhalts und Rechtsfehler bei der Aus-

übung des Ermessens – sowie auf Angemessenheit (Art. 49 VwVG).  

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Seite 6 

3.2 Indessen auferlegt es sich – entsprechend der ständigen Praxis des 

Bundesgerichts, des Bundesrates und der früheren Rekurs- und Schieds-

kommissionen des Bundes – bei der Bewertung von Prüfungsleistungen 

eine gewisse Zurückhaltung und weicht bei Fragen, die seitens der Justiz-

behörden schwer zu überprüfen sind, nicht ohne Not von der Beurteilung 

der erstinstanzlichen Prüfungsorgane, Examinierenden und Experten ab. 

Denn der Rechtsmittelbehörde sind meistens nicht alle massgebenden 

Faktoren der Bewertung bekannt und es ist ihr in der Regel nicht möglich, 

sich ein zuverlässiges Bild über die Gesamtheit der Leistungen einer be-

schwerdeführenden Person sowie der Leistungen der übrigen Kandidaten 

zu machen. Zudem haben Prüfungen oftmals Spezialgebiete zum Gegen-

stand, in denen die Rechtsmittelbehörde regelmässig über keine eigenen 

Fachkenntnisse verfügt. Eine freie und umfassende Überprüfung der Exa-

mensbewertung in materieller Hinsicht würde die Gefahr von Ungerechtig-

keiten und Ungleichheiten gegenüber anderen Kandidaten in sich bergen 

und es ist auch nicht Aufgabe der Beschwerdeinstanz, die Bewertung der 

Prüfungsleistungen einer beschwerdeführenden Person gewissermassen 

zu wiederholen (vgl. BVGE 2010/21 E. 5.1, 2010/11 E. 4.1, 2007/6 E. 3, je 

mit weiteren Hinweisen; ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEU-

BÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 2. Aufl. 2013, 

S. 92 f. Rz. 2.158). Dementsprechend kommt den Prüfungsorganen bei 

der Beurteilung der Frage, ob ein Kandidat eine Aufgabe richtig gelöst hat 

und welche Antworten als vertretbare Lösungen in Betracht kommen, ein 

grosser Beurteilungsspielraum zu. 

3.3 Sind jedoch die Auslegung und Anwendung von Rechtsnormen streitig 

oder werden Verfahrensmängel im Prüfungsablauf gerügt, so hat das Bun-

desverwaltungsgericht die erhobene Kritik mit umfassender Kognition zu 

prüfen (vgl. BVGE 2010/11 E. 4.2; 2010/10 E. 4.1), wobei all jene Ein-

wände auf Verfahrensfragen Bezug nehmen, die den äusseren Ablauf der 

Prüfung oder das Vorgehen bei der Bewertung betreffen (vgl. BGE 106 Ia 1 

E. 3c; BVGE 2008/14 E. 3.3 mit weiteren Hinweisen). Insbesondere über-

trieben strenge Anforderungen einer Prüfungsaufgabe und eine erhebliche 

nachträgliche Anpassung des Bewertungsrasters sind als Rechtverletzung 

mit voller Kognition zu prüfen (vgl. Urteil des BVGer B-2568/2008 vom 

15. September 2008 E. 2 mit Verweis auf den Beschwerdeentscheid der 

REKO/EVD vom 5. Dezember 1996, in: VPB 61.31 E. 3). 

3.4 Ferner ist darauf hinzuweisen, dass gemäss ständiger Praxis des Bun-

desverwaltungsgerichts die Beweislastregel von Art. 8 ZGB auch im Be-

reich der Humanmedizinalprüfungen Anwendung findet (vgl. Urteile des 

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BVGer B-6834/2014 vom 24. September 2015 E. 3.3; B-6049/2012 vom 

3. Oktober 2013 E. 4.5.2). Es hat somit in diesem Bereich derjenige das 

Vorhandensein einer behaupteten Tatsache zu beweisen, der aus ihr 

Rechte ableitet. 

3.5 Auf Rügen bezüglich der Bewertung von Examensleistungen hat die 

Rechtsmittelbehörde daher dann detailliert einzugehen, wenn der Be-

schwerdeführer selbst substantiierte und überzeugende Anhaltspunkte so-

wie die entsprechenden Beweismittel dafür liefert, dass das Ergebnis ma-

teriell nicht vertretbar ist, dass eindeutig zu hohe Anforderungen gestellt 

oder die Prüfungsleistungen offensichtlich unterbewertet wurden 

(vgl. BVGE 2010/21 E. 5.1; 2010/11 E. 4.3; 2010/10 E. 4.1; Urteil 

B-6834/2014 E. 3.4). Der Beschwerdeführer wird den Anforderungen an 

eine genügende Substantiierung seiner Rügen insbesondere dann nicht 

gerecht, wenn er sich einfach darauf beschränkt zu behaupten, seine Lö-

sung sei richtig und die Auffassung der Prüfungsbehörde oder eine vorge-

gebene Musterlösung sei falsch oder unvollständig, ohne diese Behaup-

tung näher zu begründen oder zu belegen. Sofern es ihm hingegen gelingt, 

eine Fehlbewertung seiner Prüfungsleistung in dieser Weise zu substanti-

ieren, ist es wiederum Sache der Prüfungsorgane, im Einzelnen und in 

nachvollziehbarer Weise darzulegen, warum eine Lösung des Beschwer-

deführers falsch oder unvollständig ist und er daher nicht die volle Punkt-

zahl erhalten hat (vgl. Urteil B-6834/2014 E. 3.4; Urteil des BVGer 

B-4771/2008 vom 15. April 2009 E. 5.1). 

4.  

Unter verfahrensmässigen Aspekten wird die nachträgliche Elimination von 

Prüfungsfragen beanstandet.  

4.1 Die Beschwerdeführerin bringt vor, dass bei der MC-Prüfung (Teil 1 und 

Teil 2) im Nachhinein von insgesamt 300 Fragen deren 28 eliminiert wor-

den seien (= 9.3 %). Sie macht geltend, dass diese Anzahl an eliminierten 

Fragen zu hoch sei. Bei der ersten Teilprüfung (MC-Prüfung Teil 1) seien 

sogar sieben von total 16 Fragen des Typus „Mehrfachwahl“ (= 43.8 %) 

sowie acht von total 134 Fragen der Kategorie „Einfachwahl“ (= 6 %) nach-

träglich ausgeschlossen worden. Dies sei unangemessen und verstosse 

gegen das Willkürverbot.  

Zudem rügt sie, dass die Elimination unrichtig vorgenommen worden sei. 

Sie stellt sich auf den Standpunkt, dass in diesem Zusammenhang aus-

führliche Instruktionsmassnahmen gerechtfertigt seien, da insbesondere 

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Seite 8 

angesichts der Differenz zwischen der Ausschlussquote bei den Mehrfach-

wahlfragen (43.8 %; MC-Prüfung Teil 1) und derjenigen bei den Einfach-

wahlfragen (6 %; MC-Prüfung Teil 1) nicht davon ausgegangen werden 

könne, die Elimination sei angemessen erfolgt. 

4.2 Die Vorinstanz erwidert dazu, die Elimination der Prüfungsfragen sei in 

Anwendung von Ziffer 4.11 der von der MEBEKO genehmigten „Vorgaben 

der Prüfungskommission Humanmedizin über Inhalt, Form, Zeitpunkt und 

Bewertung der eidgenössischen Prüfung in Humanmedizin“ (publiziert auf 

der Webseite des Bundesamtes für Gesundheit <http://www.bag.admin.ch/

themen/berufe/07918/07919/index.html?lang=de>, abgerufen am 17. No-

vember 2016, nachfolgend: Vorgaben der Prüfungskommission) erfolgt. 

Demnach würden Fragen bei der Bewertung nicht berücksichtigt, die auf-

grund auffallender statistischer Ergebnisse oder schriftlicher Kommentare 

der Kandidaten (1) einen offensichtlichen inhaltlichen oder formalen Man-

gel erkennen lassen, (2) das Niveau der Ausbildungsstufe klar übersteigen 

oder (3) dem Ziel der Leistungsdifferenzierung deutlich zuwiderlaufen 

(a.a.O., Ziff. 4.11). Sie legt weiter dar, dass für jede der 28 eliminierten Prü-

fungsfragen ein solcher Grund gemäss Ziffer 4.11 der Vorgaben der Prü-

fungskommission vorgelegen habe und dass die Beschwerdeführerin im 

Ergebnis von der Elimination profitiert habe, da sie von den 28 ausge-

schlossenen Fragen deren 20 falsch beantwortet hätte. Prozentual hätte 

sie somit ein noch schlechteres Prüfungsergebnis erzielt. 

4.3 Die Rügen der Beschwerdeführerin, wonach mit 28 von total 300 Fra-

gen (bzw. sieben von 16 Mehrfachwahlfragen bei der MC-Prüfung Teil 1) 

eine zu hohe Anzahl von Fragen im Nachhinein eliminiert und überdies die 

Elimination unrichtig durchgeführt worden sei, betreffen die für alle Kandi-

daten geltenden Bewertungsmassstäbe und sind daher mit voller Kognition 

zu prüfen (vgl. BVGE 2010/21 E. 7.1; Urteil B-6049/2012 E. 4.4.2).  

4.4 Vorab braucht auf die Behauptung der Beschwerdeführerin, wonach 

durch den nachträglichen Wegfall von 28 fehlerhaften Fragen ihre Chance 

auf das Bestehen der Prüfung vermindert worden sei, nicht näher einge-

gangen zu werden, wenn sich die hier unbestrittenermassen rechtsgleich 

vollzogene Streichung der Fragen als rechtmässig erweisen sollte, was 

nachfolgend zu prüfen ist. 

4.5 In diesem Zusammenhang hat das Bundesverwaltungsgericht zur 

Frage der Zulässigkeit des Ausschlusses von Prüfungsfragen in einem 

B-7340/2015 

Seite 9 

Grundsatzentscheid festgehalten, ein solcher dürfe nicht willkürlich erfol-

gen, sondern müsse auf einem sachlichen Grund beruhen. Denn der Aus-

schluss von Prüfungsfragen könne zu Ungleichbehandlungen führen, weil 

einerseits Kandidaten, die diese Fragen korrekt beantwortet haben, durch 

den Ausschluss einen Verlust an Punkten erleiden würden und sich ande-

rerseits die Gesamtleistung von Kandidaten möglicherweise verbessere, 

wenn eine Frage eliminiert werde, die sie falsch beantwortet hätten 

(vgl. BVGE 2010/21 E. 7.2; Urteil des BVGer B-6459/2011 vom 2. Oktober 

2012 E. 7.3.3.2).  

4.5.1 Solche sachlichen Gründe, namentlich das Vorliegen eines offen-

sichtlichen inhaltlichen oder formalen Mangels, eine wesentliche Diskre-

panz zum Examensniveau sowie eine Unvereinbarkeit mit der anvisierten 

Leistungsdifferenzierung, hat die Vorinstanz in Ziffer 4.11 ihrer Vorgaben 

normiert (vgl. in diesem Zusammenhang auch Urteil B-6049/2012 

E. 4.4.3). 

4.5.2 Zur Frage, ob ein – die Elimination rechtfertigender – materieller oder 

formaler Mangel vorliegt, hat das Bundesverwaltungsgericht festgehalten, 

dass diese Frage nur in Anbetracht der jeweiligen Aufgabenstellung beur-

teilt werden könne. Ein solcher Mangel sei zum Beispiel anzunehmen, 

wenn die Aufgabenstellung missverständlich formuliert, unzumutbar 

schwierig oder gar unlösbar ist; ferner, wenn sie ausserhalb des Curricu-

lums liegt (vgl. BVGE 2010/21 E. 7.3). In diesem Zusammenhang sind  

Vorinstanzen im Rahmen ihrer Pflicht zur Sachverhaltsaufklärung gehal-

ten, konkret zu benennen, welcher Mangel ihres Erachtens gegeben ist 

und inwiefern sich dieser auf die betreffende Auffälligkeit bei der Auswer-

tung der Prüfungsergebnisse ausgewirkt hat (vgl. BVGE 2010/21 E. 7.3.2). 

4.5.3 Diese hohen Anforderungen haben das Bundesverwaltungsgericht in 

entsprechenden Fällen zu weitläufigen Instruktionsmassnahmen veran-

lasst, wie der erwähnte BVGE 2010/21 illustriert. In weiteren Fällen, welche 

die eidgenössische Prüfung in Humanmedizin betreffen, hat das Bundes-

verwaltungsgericht hingegen auf entsprechende Instruktionsmassnahmen 

und eine eingehende Prüfung verzichtet, ob in Bezug auf jede der in den 

betreffenden MC-Prüfungen eliminierten Fragen ein hinreichend bestimm-

tes formales oder inhaltliches Ausschlusskriterium vorliege oder nicht 

(vgl. Urteile des BVGer B-6462/2011 vom 2. Oktober 2012 E. 7.3.3.3; 

B-6459/2011 E. 7.3.3.3; B-6049/2012 E. 4.4.5 f.). Dieses Vorgehen 

drängte sich nach Auffassung des Bundesverwaltungsgerichts im erstge-

nannten Urteil deshalb auf, weil die damalige Beschwerdeführerin in der 

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Seite 10 

MC-Prüfung mit 136 Punkten eine Quote richtiger Antworten von 52.5 % 

erreicht hatte, indessen bei den eliminierten Fragen lediglich eine solche 

von 14.6 %. Die Quotendifferenz von 37.9 % fasste das Bundesverwal-

tungsgericht als plausibles Indiz für die prinzipielle Richtigkeit der Elimina-

tion der strittigen 41 Fragen auf, weshalb es auf weitere Instruktionsmass-

nahmen verzichtete. Für das gleiche Vorgehen entschied sich das Bundes-

verwaltungsgericht auch im späteren Beschwerdeverfahren B-6049/2012, 

welchem eine entsprechende Quotendifferenz von 17.4 % zugrunde lag 

(vgl. B-6049/2012 E. 4.4.5 f.). Im Unterschied dazu betrug die Quotendif-

ferenz im Fall, der in BVGE 2010/21 zu beurteilen war, lediglich 1.5 %, da 

die damalige Beschwerdeführerin von vier ausgeschlossenen Fragen zwei 

richtig beantwortet hatte, was einer Quote von 50 % entspricht (bei einer 

Bestehensgrenze von 53.5 % und der von der damaligen Beschwerdefüh-

rerin erreichten Quote richtiger Antworten von 51.5 % [vor Berücksichti-

gung der 4 eliminierten Fragen]). 

4.5.4 Die Beschwerdeführerin hat bei 272 gewerteten Fragen 147 Punkte 

erzielt, was einer Quote richtiger Antworten von 54 % entspricht (bei einer 

auf 57 % festgesetzten Bestehensgrenze von 155 Punkten). Wären – wie 

die Vorinstanz zu Recht betont – in der MC-Prüfung keine Fragen eliminiert 

worden, hätte die Beschwerdeführerin von 300 möglichen Punkten deren 

155 erreicht, was einer geringeren Quote richtiger Antworten von 51.7 % 

gleichkommt. Dies hängt damit zusammen, dass die Beschwerdeführerin 

nach den unbestrittenen Angaben der Vorinstanz von den 28 eliminierten 

Fragen lediglich deren acht korrekt beantwortet hat und damit eine Quote 

richtiger Antworten von 28.6 % erreichte. Angesichts der signifikanten Dif-

ferenz (25.4 %) zwischen der in der MC-Prüfung (54 %) und der bei den 

eliminierten Fragen (28.6 %) erreichten Quote lassen sich die vorgenann-

ten Überlegungen (vgl. vorstehend E. 4.5.3) ohne Weiteres auch auf das 

vorliegende Verfahren übertragen. 

4.5.5 Soweit die Beschwerdeführerin aus der Ausschlussquotendifferenz 

zwischen den eliminierten Mehr- (43.8 %) und Einfachwahlfragen (6 %) in 

der MC-Prüfung Teil 1 ableitet, die Elimination sei fehlerhaft erfolgt, wes-

wegen umfassende Instruktionsmassnahmen erforderlich seien, kann ihr 

nicht gefolgt werden:  

Wie die Vorinstanz zutreffend ausführt, bezieht sich dieser Vergleichswert 

auf eine von der Beschwerdeführerin definierte Teilmenge an Fragen in der 

MC-Prüfung Teil 1, welcher insofern keine Bedeutung zukommt, als die 

Mehr- und Einfachwahlfragen mit (maximal) einem Punkt gleich gewichtet 

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Seite 11 

sind und für die Leistungsbewertung einzig die Gesamtpunktzahl aus allen 

Aufgaben beider MC-Teilprüfungen massgeblich ist. Anzumerken ist in die-

sem Zusammenhang, dass es für die Beurteilung der Rechtmässigkeit ei-

nes nachträglichen Ausschlusses von Prüfungsfragen grundsätzlich auch 

nicht darauf ankommt, welcher Fragentypus im Einzelnen von der Elimina-

tion betroffen ist (vgl. BVGE 2010/21 E. 7.3.3). Mangels konkreter gegen-

teiliger Anhaltspunkte besteht demnach kein Anlass dazu, von der Ein-

schätzung abzuweichen, dass die signifikante Quotendifferenz von 25.4 % 

(vgl. E. 4.5.4) auch im vorliegenden Verfahren ein plausibles Indiz für die 

prinzipielle Richtigkeit der durchgeführten Elimination darstellt. Dement-

sprechend kann hier die Frage offenbleiben, ob für jede der 28 von der 

MC-Prüfung ausgeschlossenen Fragen ein hinreichend bestimmtes, for-

males oder inhaltliches Ausschlusskriterium vorliegt, weshalb auf weitere 

Instruktionsmassnahmen zu verzichten ist. 

4.6 Abgesehen davon, dass sich vor diesem Hintergrund weitere Abklärun-

gen erübrigen, ist auch die blosse Anzahl eliminierter Fragen nicht zu be-

anstanden. Von 300 Fragen wurden lediglich deren 28 eliminiert, was einer 

Ausschlussquote von 9.3 % entspricht. Diese erscheint nicht als übermäs-

sig hoch und bewegt sich – wie die Vorinstanz ausführt – seit 2011 in einem 

ähnlichen Rahmen. 

Soweit die Beschwerdeführerin die Eliminationsquote von 43.8 % in Bezug 

auf die Mehrfachwahlfragen bei der MC-Prüfung Teil 1 beanstandet, ist auf 

die in E. 4.5.5 dargelegten Überlegungen zur Unmassgeblichkeit des von 

ihr definierten Vergleichswerts zu verweisen. 

Nach den Darlegungen der Vorinstanz basieren die Eliminationsentschei-

dungen auf den Kriterien gemäss Ziffer 4.11 ihrer Vorgaben und werden 

jährlich in sorgfältiger und breit abgestützter Vorgehensweise getroffen. Da 

nicht erkennbar ist, dass sich die Vorinstanz bei der Bestimmung der aus-

zuschliessenden Fragen von sachfremden Erwägungen leiten liess, kann 

nicht davon ausgegangen werden, dass sie willkürlich handelte. Die Will-

kürrüge der Beschwerdeführerin ist daher unbegründet. 

4.7 Sodann wird vorgebracht, dass die Mehrfachwahlfragen bei der 

MC-Prüfung Teil 1 in Anbetracht der überproportional hohen Ausschluss-

quote von 43.8 % nicht dem Prüfungsniveau entsprochen hätten. Die Prü-

fung sei aus diesem Grund (als Ganzes) für ungültig zu erklären und die 

Beschwerdeführerin sei zu einer Wiederholung zuzulassen. 

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In ihrer grundsätzlichen Kritik am Schwierigkeitsgrad der Mehrfachwahlfra-

gen in der MC-Prüfung Teil 1 übersieht die Beschwerdeführerin, dass es in 

der Natur einer Prüfung liegt, dass diese sowohl leichtere als auch schwie-

rigere Aufgaben enthält (vgl. dazu BVGE 2010/21 E. 7.3.3). Insofern kann 

ihr nicht gefolgt werden, wenn sie aus der Streichung von sieben (angeb-

lich zu anspruchsvollen) Fragen der Kategorie „Mehrfachwahl“ in der ers-

ten Teilprüfung den Schluss zieht, die gesamte Prüfung sei deswegen als 

unangemessen zu betrachten. Im Übrigen wird in Bezug auf die beanstan-

dete Ausschlussquote von 43.8 % auf die Erwägungen in Ziffer 4.5.5 zur 

Unerheblichkeit des herangezogenen Vergleichswerts verwiesen. 

4.8 Nach dem Vorstehenden vermag die Beschwerdeführerin aus ihren 

Rügen betreffend die erfolgte Elimination von Fragen in der MC-Prüfung 

(Teil 1 und Teil 2) nichts zu ihren Gunsten abzuleiten.  

5.  

Alsdann rügt die Beschwerdeführerin, dass die Bewertung ihrer Leistung 

in der MC-Prüfung (Teil 1 und Teil 2) in verschiedener Hinsicht unangemes-

sen erfolgt sei. 

5.1 Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Bewertung ihrer Lösung zu 

den Fragen Nr. N1_______, N2_______, N3_______ (in der Beschwerde 

fälschlicherweise mit Nr. N1_______ angegeben), N4_______, 

N5_______, N6_______ und N7_______ (MC-Prüfung Teil 1) sowie zu 

den Fragen Nr. N8_______, N9_______, N10_______ und N11_______ 

(MC-Prüfung Teil 2) sei unhaltbar. Die von ihr ausgewählten Antwortoptio-

nen seien unter diagnostischen bzw. therapeutischen Gesichtspunkten 

(zumindest) als gleichwertige und demnach (ebenfalls) vertretbare Lösun-

gen zu betrachten, weshalb deren Taxierung als „falsch“ unangemessen 

sei. In Bezug auf jede der beanstandeten Fragen legt die Beschwerdefüh-

rerin im Einzelnen die Gründe dar, weshalb die von ihr markierten Antwor-

ten ihrer Auffassung nach (ebenfalls) richtig seien, und führt jeweils Nach-

weise aus der medizinischen Fachliteratur an. 

5.2 Die zuständigen Experten der Vorinstanz haben zu den einzelnen Be-

wertungsrügen Stellung genommen und ihrerseits detailliert begründet, 

warum die Antworten der Beschwerdeführerin im Kontext der betreffenden 

Fallvignetten keine vertretbaren (Alternativ-)Lösungen darstellen würden. 

Nach Ansicht der Vorinstanz ist es unzweifelhaft, dass die Prüfungsleistun-

gen der Beschwerdeführerin korrekt ausgewertet worden seien. Es könne 

keinesfalls von einer unangemessenen Bewertung gesprochen werden. 

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5.3 Vorab ist festzuhalten, dass gemäss den in den Fragenheften einlei-

tend aufgeführten Instruktionen zur Beantwortungsmodalität die Kandida-

ten die „einzig richtige respektive die am meisten zutreffende Antwort“ zu 

bezeichnen haben (vgl. Beilage 3 [nicht parteiöffentlich] zur Vernehmlas-

sung der Vorinstanz [act. 8], S. 4 und S. 92 [Hervorhebung hinzugefügt]). 

Die Lösungsinstruktion impliziert somit, dass selbst bei mehreren denkba-

ren Interpretationen diejenige Lösung auszuwählen ist, welche im Kontext 

der lösungsrelevanten Angaben in den Fallvignetten als die wahrschein-

lichste in Betracht kommt (vgl. auch Beilage 3 [nicht parteiöffentlich] zur 

Vernehmlassung der Vorinstanz [act. 8], S. 88 und S. 172). 

5.4 Die Fallvignette Nr. N11_______ (MC-Prüfung Teil 2) betreffend rügt 

die Beschwerdeführerin eine fehlerhafte Bewertung der von ihr markierten 

Antwort „E“. Sie führt im Wesentlichen aus, dass aufgrund der vorgegebe-

nen Informationen von einem paralytischen Ileus (Darmverschluss) ausge-

gangen werden müsse, so dass als „nächster Schritt“ im Sinne der Aufga-

benstellung – entsprechend Antwort „E“ – richtigerweise ein operatives 

Vorgehen (diagnostische Laparoskopie) indiziert sei. Als Beleg für die Rich-

tigkeit dieses Vorgehens führt sie unter anderem Nachweise aus medizini-

schen Lehrbüchern an. 

5.4.1 Dieser Argumentation halten die Experten im Rahmen der vor-

instanzlichen Vernehmlassung entgegen, dass aufgrund der in der Fallvig-

nette enthaltenen – zentralen – Hinweise auf die (noch) bestehende Kreis-

laufstabilität sowie auf das Alter des Patienten zuerst eine breitere Ursa-

chendiagnostik angezeigt sei, weswegen in diesem Fall die korrekte Indi-

kation in der CT-Diagnostik und nicht in einer operativen Intervention (Ant-

wort „E“) bestehe. 

5.4.2 Anlässlich ihrer Replik hat die Beschwerdeführerin im Zusammen-

hang mit den Themenkomplexen der betreffenden Fallvignette weitere Li-

teraturquellen und Definitionen aufgelistet. Allerdings hat sie es vorliegend 

unterlassen, substantiiert darzulegen, inwiefern die Begründung der Exper-

ten der Vorinstanz angesichts der konkreten Hinweise in der Aufgabenstel-

lung (Kreislaufstabilität und Alter des Patienten) fehlerhaft sein sollte. Vor 

dem Hintergrund der erwähnten Beweislastregel (vgl. E. 3.4) ist die Bewer-

tung der Aufgabe Nr. N11_______ (MC-Prüfung Teil 2) daher nicht zu be-

anstanden.  

5.5 In Bezug auf die Frage Nr. N4_______ (MC-Prüfung Teil 1) rügt die Be-

schwerdeführerin im Wesentlichen und sinngemäss, dass sie für die von 

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Seite 14 

ihr ausgewählte Antwort „B“ keinen Punkt erhalten habe, obwohl diese Ant-

wort zutreffend sei, wenn der Aufgabenstellung anstelle des schweizeri-

schen der deutsche Impfplan zugrunde gelegt werde. Dabei sei für die Lö-

sung der betreffenden Aufgabe die (Mit-)Berücksichtigung des deutschen 

Impfplans insofern gerechtfertigt gewesen, als das von der Medizinischen 

Fakultät der Universität Bern in der offiziellen Literaturliste empfohlene 

Lehrbuch für Kinder- und Jugendmedizin ein Lehrbuch aus Deutschland 

sei, welches den schweizerischen Impfplan nicht thematisiere.  

5.5.1 Die Experten der Vorinstanz weisen im Gegenzug darauf hin, dass 

der betreffende Fragentext explizit auf die „Schweizer Impfempfehlungen“ 

Bezug nehme und dass in den Vorlesungen während des Medizinstudiums 

einzig der in der Schweiz geltende Impfplan präsentiert sowie online zur 

Verfügung gestellt werde. Zudem verstehe es sich von selbst, dass für die 

eidgenössische Prüfung in Humanmedizin die schweizerischen Impfemp-

fehlungen massgeblich seien.  

5.5.2 Wie die Experten der Vorinstanz zu Recht hervorheben, ist dem Fra-

gentext der Fallvignette Nr. N4_______ (MC-Prüfung Teil 1) klar zu entneh-

men, dass die Aufgabe auf der Grundlage der schweizerischen Impfemp-

fehlungen zu lösen gewesen wäre. Insofern kann die Beschwerdeführerin 

nicht erwarten, Punkte für eine Lösung zu erhalten, welche von der kon-

kreten Aufgabenstellung nicht erfasst ist. Angesichts des eindeutigen Wort-

lauts der Fallvignette, welcher einen evidenten Hinweis auf die lösungsre-

levanten schweizerischen Impfempfehlungen enthält, vermag auch der 

(sinngemässe) Einwand der Beschwerdeführerin, sie habe sich aufgrund 

des empfohlenen Lehrbuchs darauf verlassen dürfen, dass die Lösung der 

Aufgabe auf der Basis des deutschen Impfplans (zumindest) eine gleich-

wertige Alternative darstellen würde, nicht zu überzeugen. Die Rüge der 

unangemessenen Bewertung hinsichtlich der Aufgabe Nr. N4_______ 

(MC-Prüfung Teil 1) erweist sich demnach als unbegründet. 

5.6 Hinsichtlich der Frage Nr. N5_______ (MC-Prüfung Teil 1) macht die 

Beschwerdeführerin geltend, die von ihr selektierte Antwort „B“ sei zu Un-

recht als falsch bewertet worden. Zur Begründung bringt sie im Wesentli-

chen vor, dass die Aufgabenstellung das Vorliegen einer „Nüchternblutzu-

cker“-Situation nicht von vornherein ausschliessen würde, weshalb folge-

richtig die Antwort „B“ ebenfalls korrekt sei. Zur Stützung ihrer Behauptung 

führt die Beschwerdeführerin Nachweise aus der medizinischen Fachlite-

ratur an.  

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Seite 15 

5.6.1 Indessen weisen die Experten im Rahmen der vorinstanzlichen Ver-

nehmlassung darauf hin, dass infolge der eindeutigen zeitlichen Angaben 

in der Aufgabenstellung („15.00h nachmittags“) nicht davon ausgegangen 

werden könne, das Kind hätte bis dahin noch gar nichts gegessen. Daher 

bestehe für die Annahme eines „Nüchternblutzuckerwerts“ kein Raum, 

weswegen die monierte Korrektur auch nicht im Widerspruch zu den von 

der Beschwerdeführerin referenzierten Quellen stehe. Demgegenüber 

stellt sich die Beschwerdeführerin in ihrer Replik unter anderem auf den 

Standpunkt, dass es freilich viele Kinder gebe, welche kein Frühstück es-

sen würden und ohne eingenommene Mahlzeit von der Schule nach Hause 

kämen, und verweist diesbezüglich auf Informationen auf der Webseite des 

deutschen Vereins „brotZeit e.V.“. 

5.6.2 Wie aus den substantiierten und nachvollziehbaren Darlegungen der 

Vorinstanz hervorgeht, hätte aus der Interpretation der zeitlichen Informa-

tionen gefolgert werden müssen, dass das Vorliegen einer „Nüchternblut-

zucker“-Situation unwahrscheinlich (bzw. weniger wahrscheinlich) sei. In-

dem die Beschwerdeführerin ohne konkrete Anhaltspunkte eine wohl sel-

tene Ausnahmesituation in den betreffenden Fragentext hineininterpretiert 

hat, beruht die von ihr getroffene Auswahl der Antwort „B“ folglich nicht auf 

der wahrscheinlichsten Hypothese. Im Lichte der erwähnten Lösungsin-

struktion (vgl. E. 5.3) ist die Bewertung der Aufgabe Nr. N5_______ 

(MC-Prüfung Teil 1) daher nicht zu beanstanden. 

5.7 In Bezug auf die Frage Nr. N2_______ (MC-Prüfung Teil 1) bemängelt 

die Beschwerdeführerin eine fehlerhafte Bewertung, weil die von ihr aus-

gewählte Antwort „C“ (in der Beschwerde fälschlicherweise als Antwort „E“ 

angegeben) zu Unrecht als inkorrekt eingestuft worden sei. Sie macht un-

ter Verweis auf die angeführten fachliterarischen Belegstellen geltend, 

dass die fragliche Fallvignette auf das Bestehen einer Dranginkontinenz 

hindeute, so dass als Therapie die Verabreichung eines Anticholinergikums 

indiziert – und die Antwort „C“ demnach richtig – sei. 

5.7.1 Hingegen konnten die Experten der Vorinstanz nachvollziehbar auf-

zeigen, dass aufgrund der in der Aufgabenstellung angegebenen Informa-

tionen (insbesondere die zusätzlichen Hinweise auf den schwachen Harn-

strahl und das postmiktionelle Nachträufeln) vorliegend nicht von einer 

Dranginkontinenz, sondern von einer Prostatahyperplasie mit überwiegend 

obstruktiver Symptomatik auszugehen ist.  

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Seite 16 

5.7.2 Die Beschwerdeführerin hat dagegen nichts vorgebracht, das diese 

Darlegung der Experten in Frage stellen würde. Insbesondere lässt sich 

ihren Vorbringen nicht entnehmen, weshalb ihre Lösung trotz der konkre-

ten Hinweise auf den Harnstrahl bzw. das Nachträufeln als die „am meisten 

zutreffende Antwort“ (vgl. hierzu E. 5.3) betrachtet werden sollte. Unter Be-

rücksichtigung der erwähnten Beweislastregel (vgl. E. 3.4) besteht für das 

Bundesverwaltungsgericht demnach kein Anlass dazu, davon auszuge-

hen, dass in Bezug auf die Nr. N2_______ (MC-Prüfung Teil 1) eine unan-

gemessene Bewertung vorliegen würde. 

5.8 Als Zwischenergebnis ist somit festzuhalten, dass die Bewertung der 

Aufgaben Nr. N11_______ (MC-Prüfung Teil 2) sowie Nr. N2_______, 

N4_______ und N5_______ (MC-Prüfung Teil 1) nicht zu beanstanden ist 

und der Beschwerdeführerin in Bezug auf diese vier Aufgaben daher keine 

zusätzlichen Punkte anzurechnen sind.  

5.9 Es verbleiben demnach noch sieben Aufgaben (Nr. N1_______, 

N3_______, N6_______ und N7_______ [MC-Prüfung Teil 1]; 

Nr. N8_______, N9_______ und N10_______ [MC-Prüfung Teil 2]), be-

züglich deren Bewertung die Beschwerdeführerin die Rüge der Unange-

messenheit erhebt.  

Die Bestehensgrenze für die vorliegende MC-Prüfung (Teil 1 und Teil 2) 

liegt bei 155 Punkten. Für jede richtig beantwortete Frage konnte (maximal) 

ein Punkt erzielt werden (vgl. Beilage 3 [nicht parteiöffentlich] zur Vernehm-

lassung der Vorinstanz [act. 8], S. 88 und 172). Die Beschwerdeführerin 

erhielt für ihre Leistung insgesamt 147 Punkte. Ob die Bewertung bezüg-

lich dieser sieben Antworten angemessen war oder nicht, braucht nicht nä-

her geprüft zu werden, da die Beschwerdeführerin die ihr fehlenden acht 

Punkte – und damit die Bestehensgrenze – mit diesen sieben Aufgaben 

nicht erreichen könnte. 

6.  

Abschliessend ist in Bezug auf die beweisrechtliche Einholung eines Sach-

verständigengutachtens über die Bewertung der Prüfung Folgendes fest-

zuhalten: 

6.1 Gemäss ständiger Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts ist 

in der Regel davon auszugehen, dass die Prüfungsorgane in der Lage sind, 

die Bewertung der Examensleistungen objektiv vorzunehmen. Haben sie 

die Gründe dargelegt, welche zu einem ungenügenden Prüfungsresultat 

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Seite 17 

geführt haben, liegt es am Beschwerdeführer, die Bewertung stichhaltig zu 

beanstanden und konkrete Anhaltspunkte aufzuzeigen, dass die von den 

Examinierenden erfolgte Beurteilung der Prüfungsleistungen eindeutig zu 

streng oder sonst unhaltbar war. Vermögen die Einwände des Beschwer-

deführers aber keine erheblichen Zweifel zu wecken, so gilt eine sachge-

rechte und willkürfreie Bewertung als erwiesen und auf eine zusätzliche 

Beweismassnahme in Form eines Sachverständigengutachtens ist zu ver-

zichten (vgl. Urteile des BVGer B-6834/2014 vom 24. September 2015 

E. 7; B-8265/2010 vom 23. Oktober 2012 E. 8.8; B-4385/2008 vom 

16. Februar 2009 E. 5.3; B-2196/2006 vom 4. Mai 2007 E. 5.5; vgl. auch 

KRAUSKOPF/EMMENEGGER/BABEY, in: Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], 

Praxiskommentar VwVG, 2. Aufl. 2016, N. 162 zu Art. 12 VwVG). 

6.2 Wie gezeigt (vgl. E. 5.4–5.7), vermögen die Einwände der Beschwer-

deführerin keine Zweifel an der Angemessenheit der vorinstanzlichen Prü-

fungsbewertung zu begründen, weshalb auf die Einholung eines Sachver-

ständigengutachtens zu verzichten ist. 

7.  

Insgesamt vermag die Beschwerdeführerin mit ihren Rügen nicht durchzu-

dringen, weshalb die Beschwerde als unbegründet abzuweisen ist. 

8.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdeführerin als unter-

liegende Partei die Verfahrenskosten zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

Diese werden nach Art. 63 Abs. 4bis VwVG in Verbindung mit Art. 2 Abs. 1 

und Art. 3 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten 

und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 

173.320.2) auf Fr. 800.– festgesetzt und mit dem am 2. Dezember 2015 

geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe verrechnet. 

Die Beschwerdeführerin hat als unterliegende Partei keinen Anspruch auf 

eine Parteientschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG; Art. 7 Abs. 1 VGKE). 

9.  

Dieses Urteil kann nicht mit Beschwerde an das Bundesgericht weiterge-

zogen werden (Art. 83 Bst. t BGG). Es ist somit endgültig. 

  

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Seite 18 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 800.– werden der Beschwerdeführerin aufer-

legt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe verrechnet. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Einschreiben; Beilagen:  

Beschwerdebeilagen zurück) 

– die Vorinstanz (Einschreiben; Beilagen: Vorakten zurück) 

 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Ronald Flury Davide Giampaolo 

 

 

Versand: 18. November 2016