# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 21954372-6f55-5417-8a83-a5811be0843d
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-24
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 24.09.2025 810 24 292 (810 2024 292)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-24-292_2025-09-24.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht 
 
vom 24. September 2025 (810 24 292) 
____________________________________________________________________ 
 
 
 
Staatshaftung 
 
 
Haftung aus fehlerhafter medizinischer Behandlung während einer fürsorgerischen Un-
terbringung / Passivlegitimation der Psychiatrie Baselland 
 
 
 
Besetzung Präsident Pascal Leumann, Kantonsrichter Daniel Ivanov, Markus 

Clausen, Jgnaz Jermann, Kantonsrichterin Judith Frey-Napier,  
Gerichtsschreiber Stefan Suter 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Raffaella Biaggi, Advoka-
tin 

  
 
gegen 
 
 

 Psychiatrie Baselland, Rechtsdienst, Bienentalstrasse 7, 4410 Liestal, 
Vorinstanz 
 

 Kanton Basel-Landschaft, 4410 Liestal, Beigeladener, vertreten durch 
Sicherheitsdirektion des Kantons Basel-Landschaft, Regierungsgebäu-
de, Rathausstrasse 2, 4410 Liestal 

  
 

Betreff Forderung aus Staatshaftung / Zuständigkeit  
(Verfügung der Psychiatrie Baselland vom 25. Juli 2024) 

 
 
 

 

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A. Mit Forderungsanmeldung betreffend Arzthaftung vom 9. August 2022 machte A.____, 
vertreten durch Raffaella Biaggi, Advokatin, bei der Psychiatrie Baselland Schadenersatzforde-
rungen (Erwerbs-, Renten-, Haushalt-, und weiterer Schaden, Ersatz für vorprozessuale An-
waltskosten) sowie eine Genugtuung geltend. Sie wirft der Ärzteschaft der Psychiatrie Basel-
land vor, im Rahmen der stationären Behandlung ihres Sohnes B.____, geb. 1992, in der Klinik 
für Psychiatrie und Psychotherapie in Liestal verschiedentlich die ärztliche Sorgfaltspflicht ver-
letzt zu haben. Eine medikamentöse Fehlbehandlung habe zusammen mit der verkannten 
Selbstgefährdung und Sicherheitsmängeln in der Klinik dazu geführt, dass sich der Sohn am 
20. Februar 2017 in der Klinik suizidiert habe. Seit dem Tod des Sohnes leide sie an schweren 
psychischen Folgen, welche zu einem Erwerbsausfall und zu einer permanent eingeschränkten 
Arbeitsfähigkeit geführt hätten. Zusätzlich benötige sie zur Verarbeitung des schweren Verlus-
tes regelmässige Psychotherapie. 
 
B. Nach längerer Korrespondenz und Gewährung der Akteneinsicht verfügte die Psychiat-
rie Baselland am 25. Juli 2024, dass auf die Forderungsanmeldung von A.____ vom 9. August 
2022 nicht eingetreten werde. Sie erwog zusammengefasst, B.____ sei von der Kindes- und 
Erwachsenenschutzbehörde (KESB) C.____ am 13. Januar 2017 fürsorgerisch in ihrer Klinik 
untergebracht worden. Die Haftung für Schäden, welche im Rahmen behördlicher Massnahmen 
des Erwachsenenschutzes verursacht würden, richte sich nach Art. 454 des Schweizerischen 
Zivilgesetzbuches (ZGB) vom 10. Dezember 1907. Dabei beziehe sich die Vorschrift insbeson-
dere auf die fürsorgerische Unterbringung und die in deren Zusammenhang durchgeführten 
medizinischen Massnahmen. Haftbar sei direkt und ausschliesslich der Kanton. Damit entfielen 
namentlich auf das kantonale Haftungsgesetz gestützte konkurrierende Ansprüche aus Arzthaf-
tung. Forderungen geschädigter Personen seien durch die Sicherheitsdirektion des Kantons 
Basel-Landschaft als Aufsichtsbehörde über die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden mit-
tels Verfügung zu beurteilen. Demgemäss erachte sich die Psychiatrie Baselland zur Behand-
lung der Schadenersatz- und Genugtuungsforderungen als unzuständig. 
 
C. Dagegen erhob A.____, vertreten durch Raffaella Biaggi, Advokatin, mit Eingabe vom 
30. Juli 2024 - der Rechtsmittelbelehrung folgend - beim Regierungsrat des Kantons Basel-
Landschaft Beschwerde mit dem Rechtsbegehren, die angefochtene Verfügung sei unter o/e-
Kostenfolge aufzuheben und es sei die Psychiatrie Baselland zu verpflichten, auf die Forde-
rungsanmeldung der Beschwerdeführerin vom 9. August 2022 einzutreten. In verfahrensrechtli-
cher Hinsicht beantragte sie, es seien die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde C.____ und 
die Sicherheitsdirektion zum Verfahren beizuladen. Sie rügt zunächst sinngemäss ein wider-
sprüchliches Verhalten der Psychiatrie Baselland, denn diese sei inhaltlich schon auf ihre For-
derungseingabe eingetreten, indem sie im Laufe des erstinstanzlichen Verfahrens zusätzliche 
Informationen und Substantiierungen eingefordert habe. In der Sache stellt sich die Beschwer-
deführerin auf den Standpunkt, dass die Psychiatrie Baselland für den Schaden hafte und des-
wegen ihre Forderungseingabe zu beurteilen habe. Zwischen der zu Recht angeordneten für-
sorgerischen Unterbringung von B.____ und dessen Suizid bestehe kein kausaler Zusammen-
hang. Auch werde nicht geltend gemacht, dass die KESB den Verstorbenen in eine ungeeigne-
te Einrichtung eingewiesen habe. Die Durchführung der einwandfrei angeordneten fürsorgeri-

 

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schen Unterbringung habe im Verantwortungsbereich der Psychiatrie Baselland gelegen, wel-
che dieser Aufgabe nicht korrekt nachgekommen sei. 
 
D. Der das Beschwerdeverfahren instruierende Rechtsdienst von Regierungsrat und Land-
rat lud die KESB C.____ sowie die Sicherheitsdirektion zum Verfahren bei und sistierte dieses, 
um den Parteien Gelegenheit zu geben für Verhandlungen. Am 16. Dezember 2024 hob der 
Rechtsdienst die Sistierung auf, nachdem die Psychiatrie Baselland kommentarlos eine Ver-
nehmlassung eingereicht hatte, in der sie an der angefochtenen Verfügung festhielt. Mit Schrei-
ben gleichen Tages übermittelte der Rechtsdienst die Beschwerde vom 30. Juli 2024 mit den 
übrigen Verfahrensakten zuständigkeitshalber an das Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- 
und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht). 
 
E. Mit Verfügung vom 27. Dezember 2024 lud das Kantonsgericht den Kanton Basel-
Landschaft, vertreten durch die Sicherheitsdirektion, zum kantonsgerichtlichen Verfahren bei. 
Auf die Beiladung der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde C.____ wurde verzichtet, da sie 
in keinem Fall hafte und als Behörde gar nicht parteifähig sei. 
 
F. In der Vernehmlassung vom 12. Dezember 2024 stellt die Psychiatrie Baselland den 
Antrag, die Beschwerde sei unter Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdeführerin abzuweisen. 
Die Forderungsanmeldung der Beschwerdeführerin vom 9. August 2022 sei der sachlich zu-
ständigen Behörde zur Behandlung zu überweisen. Die Vorinstanz weist darauf hin, dass die in 
der Beschwerde geltend gemachte Begründung der Zuständigkeit durch Einlassung rechtlich 
nicht möglich sei. Weiter unterstreicht sie, dass die Verantwortlichkeit nach Art. 454 ZGB das 
Handeln oder Unterlassen aller erwachsenenschutzrechtlichen Organe erfasse. Zu diesen zähl-
ten bei einer fürsorgerischen Unterbringung namentlich die Einrichtung und die Ärzteschaft. Die 
Bestimmung gelte auch für Schadenersatz- und Genugtuungsansprüche von Familienangehöri-
gen. Träger der Verantwortung sei ausschliesslich und direkt der Kanton. Selbst wenn also wi-
der Erwarten eine Haftung gegeben wäre, würden weder die KESB noch die Vorinstanz als Haf-
tungssubjekte in Betracht kommen. 
 
G. Der Kanton Basel-Landschaft beantragt in seiner Stellungnahme vom 24. Januar 2025, 
die Verfügung der Vorinstanz vom 25. Juli 2024 sei aufzuheben und die Sache an diese zur 
materiellen Beurteilung zurückzuweisen. Dem Rechtsbegehren der Beschwerdeführerin sei 
somit stattzugeben. Eventualiter sei festzustellen, dass es sich um einen Haftungsfall gemäss 
Art. 454 ZGB handle, der von der Volkswirtschaftsdirektion als für die Spitäler zuständige Be-
hörde zu behandeln sei. Nach Ansicht der Sicherheitsdirektion betrifft der vorliegende Rechts-
streit einen Fall der Arzthaftung, der gemäss kantonalem Haftungsgesetz von der Vorinstanz zu 
behandeln sei. Der Haftungstatbestand gemäss Art. 454 ZGB bedeute nicht, dass diese primä-
re Staatshaftung bei jeder möglichen Schädigung greife, welche einer Person während einer 
fürsorgerischen Unterbringung widerfahren könne. Vielmehr komme er dort zur Anwendung, wo 
der Behörde, welche die erwachsenenschutzrechtlichen Massnahmen veranlasst habe, zumin-
dest eine laufende Überwachungs- oder Aufsichtsfunktion zukomme. Bei der Behandlung resp. 
Medikation von Patientinnen und Patienten im Rahmen einer fürsorgerischen Unterbringung 
spiele die KESB hingegen keine Rolle und habe keine Überwachungsaufgaben. 

 

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H. Die Vorinstanz äussert sich mit Eingabe vom 17. April 2025 zur Stellungnahme des Bei-
geladenen, wobei sie an ihren Rechtsbegehren und an der Begründung festhält. Weiter beharrt 
sie auf ihrer Rechtsauffassung, wonach der Regierungsrat für die Behandlung der vorliegenden 
Beschwerde zuständig sei. Die Beschwerdeführerin verzichtet mit Eingabe vom 22. April 2025 
ausdrücklich auf Ausführungen zur Stellungnahme des Beigeladenen. 
 
I. Die Beschwerdeführerin (Eingabe vom 24. April 2025) und die Vorinstanz (Eingabe vom 
18. Juni 2025) haben jeweils abschliessende Bemerkungen angebracht. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss § 7 Abs. 1bis des Gesetzes über die Haftung des Kantons und der Gemeinden 
(Haftungsgesetz, HG) vom 24. April 2008 i.V.m. § 43 Abs. 2 des Gesetzes über die Verfas-
sungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 sind erstinstanzliche 
Verfügungen über Staatshaftungsforderungen direkt beim Kantonsgericht mit der verwaltungs-
gerichtlichen Beschwerde anfechtbar. Dies gilt nach dem Grundsatz der Einheit des Verfahrens 
unabhängig von der Qualifikation des Anfechtungsobjekts als End-, Teil- oder Zwischenent-
scheid (vgl. Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE 
VV], vom 8. April 2011 [810 11 89] E. 2.3 m.w.H.; ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER/MARTIN 
BERTSCHI/LIVIO BUNDI, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 
4. Aufl., Zürich 2025, Rz. 907). Den identischen Rechtsmittelweg statuiert im Übrigen auch § 25 
des Spitalgesetzes vom 17. November 2011. Das Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht, ist damit zuständig zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde. Die Be-
schwerdeführerin ist Adressatin des angefochtenen Entscheids und hat ein schutzwürdiges In-
teresse an dessen Aufhebung (§ 47 Abs. 1 lit. a VPO). Die Beschwerde gilt als rechtzeitig beim 
Kantonsgericht eingereicht (§ 4 VPO). Auf die formgültig erhobene Beschwerde kann eingetre-
ten werden. 
 
2. Verfügungen zu Staatshaftungsforderungen geschädigter Personen beurteilt das Kan-
tonsgericht mit voller Kognition (§ 45 Abs. 1 lit. c VPO). 
 
3. Der vorliegende Rechtsstreit beschlägt einzig die Frage, wer als Haftungssubjekt für die 
streitbetroffene Staatshaftungsforderung in Anspruch genommen werden kann. Die Vorinstanz 
hat ihre Passivlegitimation verneint und sich für nicht zuständig erklärt, die gegen den Kanton 
zu richtende Forderung verfügungsweise zu beurteilen. Die Beschwerdeführerin vertritt demge-
genüber die Auffassung, dass nicht der Kanton, sondern die Vorinstanz hafte. 
 
4.1 Die Passivlegitimation ist eine grundlegende Haftungsvoraussetzung und dreht sich um 
die Frage, wer Träger einer allfälligen Entschädigungspflicht ist und vom Geschädigten in An-
spruch genommen werden kann. Passivlegitimiert ist der materiell Verpflichtete, gegen den sich 
das Recht richtet (vgl. KGE VV vom 3. Juli 2020 [810 17 289] E. 3.1.3; FELIX UHLMANN, Schwei-
zerisches Staatshaftungsrecht, Zürich 2017, Rz. 54). Gemäss § 1 Abs. 1 HG gelten sowohl der 
Kanton als auch juristische Personen des kantonalen öffentlichen Rechts wie die Vorinstanz 

 

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(vgl. § 8 Abs. 2 des Spitalgesetzes) als Staat im Sinne des Haftungsgesetzes und kommen 
grundsätzlich als Verpflichtete in Frage. 
 
4.2 Der Kanton Basel-Landschaft hat die Haftung für die Tätigkeit der in einem öffentlichen 
Spital beschäftigten Ärzte vom Bundeszivilrecht ausgenommen und dem kantonalen öffentli-
chen Haftungsrecht unterstellt (vgl. KGE VV vom 13. Januar 2016 [820 15 44] E. 1 m.w.H.). Die 
Arzthaftung betrifft damit eine vom kantonalen Recht öffentlich-rechtlich geregelte Materie, das 
Bundesgericht betrachtet sie aber als im Sinne von Art. 72 Abs. 2 lit. b des Bundesgesetzes 
über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 unmittelbar mit dem Zivilrecht in Zusammen-
hang stehend (BGE 139 III 252 E. 1.5; BGE 135 III 329 E. 1.1). Gleichermassen hat das Kan-
tonsgericht Entscheide über die vermögensrechtliche Verantwortlichkeit der Vormundschafts- 
resp. Erwachsenenschutzorgane als in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Zivilrecht ste-
hend qualifiziert. In diesen Bereichen ergangene Entscheide können beim Bundesgericht nur 
mit der Beschwerde in Zivilsachen oder - bei ungenügendem Streitwert - der subsidiären Ver-
fassungsbeschwerde angefochten werden (KGE VV vom 7. September 2016 [820 16 31] E. 3.1 
m.w.H.; vgl. UHLMANN, a.a.O., Rz. 45; KATHRIN KLETT/ELISABETH ESCHER, in: Niggli/Uebersax/
Wiprächtiger/Kneubühler [Hrsg.], Basler Kommentar zum Bundesgerichtsgesetz, 3. Aufl., Basel 
2018, Rz. 8 zu Art. 72 BGG). Bei derartigen Forderungen scheidet die in § 7 Abs. 1 HG vorge-
sehene verwaltungsgerichtliche Direktklage beim Kantonsgericht wegen des in Zivilsachen 
bundesrechtlich geforderten doppelten kantonalen Instanzenzugs (Art. 75 BGG) aus. Unmittel-
bar mit dem Zivilrecht in Zusammenhang stehende Haftungsforderungen werden stattdessen 
durch die zuständige Stelle mittels Verfügung entschieden. Die Verfügung ist dann wiederum 
beim Kantonsgericht anfechtbar (vgl. § 7 Abs. 1bis HG; KGE VV vom 27. Oktober 2021 [810 21 
7] E. 3.2.3). Die für den Verfügungserlass zuständigen Stellen sind gemäss § 7 Abs. 3 HG für 
die Kantonsverwaltung die sachlich zuständige Direktion (lit. a) und für ihre Angelegenheiten die 
jeweilige juristische Person des öffentlichen Rechts (lit. f). 
 
4.3 Die Frage der Aktiv- und Passivlegitimation stellt im erstinstanzlichen Verwaltungsver-
fahren - im Gegensatz zum Klageverfahren - eine Verfahrensvoraussetzung (Sachentschei-
dungsvoraussetzung) dar und ist rein prozessualer und nicht materiellrechtlicher Natur. Verneint 
das ins Recht gefasste Haftungssubjekt seine Passivlegitimation, so tritt es auf eine Forde-
rungseingabe nicht ein (vgl. KGE VV vom 3. Juli 2020 [810 17 289] E. 3.1.3; Urteil des BGer 
2A.587/2003 vom 1. Oktober 2004 E. 4.2). 
 
5. Das kantonale Staatshaftungsrecht findet nur Anwendung, soweit das Bundesrecht kei-
ne eigene Regelung getroffen hat (vgl. § 2 Abs. 1 HG; UHLMANN, a.a.O., Rz. 29). 
 
5.1 In sachverhaltlicher Hinsicht ist vorliegend unbestritten und steht aufgrund der Akten 
fest, dass die KESB C.____ am 13. Januar 2017 gestützt auf Art. 426 Abs. 1 ZGB die fürsorge-
rische Unterbringung von B.____ anordnete und ihn befristet bis zum 24. Februar 2017 in der 
von der Vorinstanz betriebenen Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Liestal zurückbe-
hielt, wo er am 20. Februar 2017 verstarb. Die Beschwerdeführerin wirft der Vorinstanz haf-
tungsbegründende Pflichtverletzungen bei der stationären Behandlung vor. 
 

 

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5.2 Wer im Rahmen der behördlichen Massnahmen des Erwachsenenschutzes durch wider-
rechtliches Handeln oder Unterlassen verletzt wird, hat Anspruch auf Schadenersatz und, so-
fern die Schwere der Verletzung es rechtfertigt, auf Genugtuung (Art. 454 Abs. 1 ZGB). Haftbar 
ist der Kanton; gegen die Person, die den Schaden verursacht hat, steht der geschädigten Per-
son kein Ersatzanspruch zu (Art. 454 Abs. 3 ZGB). Diese im Bundeszivilrecht verankerte, mate-
riell aber öffentlich-rechtliche Haftungsnorm regelt die direkte kausale Staatshaftung in einem 
umfassenden Sinn, indem sie Anordnung, Durchführung oder Unterlassung irgendeiner Er-
wachsenenschutzmassnahme durch einen Mandatsträger oder die zuständige Behörde erfasst 
(HEINZ HAUSHEER/RAINER WEY, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar zum 
Schweizerischen Zivilgesetzbuch, 7. Aufl., Basel 2022, Art. 454 ZGB Rz. 4a; BGE 140 III 92 
E. 2.3). Der Kreis der Anspruchsberechtigten ist dabei nicht auf die massnahmemässig direkt 
betroffene Person beschränkt, sondern schliesst insbesondere auch deren Angehörige mit ein 
(HAUSHEER/WEY, a.a.O., Art. 454 Rz. 32 ff.). Wie sich schon aus dem klaren Gesetzeswortlaut 
herauslesen lässt ("im Rahmen der behördlichen Massnahmen", "dans le cadre de mesures", 
"nell’ambito di una misura ufficiale"), umfasst der sachliche Anwendungsbereich nicht nur die 
Rechtmässigkeit der Erwachsenenschutzmassnahme als solche, sondern sämtliches direkt im 
Zusammenhang mit der Massnahme stehendes Verhalten. Erfasst wird nach der gesetzgeberi-
schen Intention pflichtwidriges Verhalten seitens der für die Massnahme oder deren Unterlas-
sen verantwortlichen Behörde oder aber seitens eines behördlich mit der Durchführung einer 
solchen Massnahme Beauftragten (vgl. Botschaft zur Änderung des Schweizerischen Zivilge-
setzbuches [Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kindesrecht] vom 28. Juni 2006, BBl 2006 
7001, S. 7092; PATRICK FASSBIND, in: Kren Kostkiewicz/Wolf/Amstutz/Fankhauser [Hrsg.], Orell 
Füssli Kommentar zum Zivilgesetzbuch, 4. Aufl., Zürich 2021, Art. 454 Rz. 2). Nach dem Sinn 
und Zweck der Regelung soll die geschädigte Person von der Suche nach der letztlich intern 
verantwortlichen Person entbunden werden und sich direkt an den haftenden Kanton wenden 
können, von dessen Zahlungsfähigkeit jederzeit ausgegangen werden darf (HAUSHEER/WEY, 
a.a.O., Art. 454 Rz. 8; CHRISTIAN MINGER, Die Haftung der Erwachsenenschutzorgane nach 
dem neuen Erwachsenenschutzrecht, ZKE 2010, S. 29 f.). 
 
5.3 Bei der fürsorgerischen Unterbringung nach Art. 426 ff. ZGB handelt es sich um eine 
behördliche Massnahme des Erwachsenenschutzes im vorgenannten Sinn (vgl. BGE 140 III 92 
E. 2.3). Im Anwendungsbereich von Art. 454 Abs. 1 ZGB mit eingeschlossen sind dabei die mit 
der fürsorgerischen Unterbringung zusammenhängenden medizinischen Behandlungen psychi-
scher Störungen, unabhängig davon, ob die betroffene Person einwilligt oder nicht. Von der 
Verantwortlichkeit wird somit auch das Handeln oder Unterlassen der mit der Durchführung be-
auftragten Einrichtung und deren Ärzteschaft erfasst (vgl. Botschaft Erwachsenenschutz, 
a.a.O., S. 7092; FASSBIND, a.a.O., Art. 454 Rz. 2; HAUSHEER/WEY, a.a.O., Art. 454 Rz. 10; 
MINGER, a.a.O., S. 29; CHRISTOF BERNHART, Handbuch der fürsorgerischen Unterbringung, Ba-
sel 2011, Rz. 876). 
 
5.4 Die Regelung in Art. 454 ZGB schafft eine lex specialis, die dem kantonalen Staatshaf-
tungsrecht vorgeht (IVO SCHWANDER, in: Fischer/Luterbacher [Hrsg.], Haftpflichtkommentar, 
Zürich 2016, Art. 454 ZGB Rz. 4). Wie sich aus Art. 454 Abs. 3 ZGB, zweitem Halbsatz, ergibt, 
wird eine direkte Inanspruchnahme Dritter durch Geschädigte ausgeschlossen. Die mit einer 

 

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fürsorgerischen Unterbringung betrauten Institutionen und Personen sind damit im Schadensfall 
vor einer Klage der geschädigten Person geschützt (vgl. MINGER, S. 29 f.). Passivlegitimiert ist 
ausschliesslich der Kanton (KGE VV vom 4. August 2020 [810 19 345] E. 4.1; FASSBIND, a.a.O., 
Art. 454 Rz. 4; HAUSHEER/WEY, a.a.O., Art. 454 Rz. 36; SCHWANDER, Art. 454 ZGB Rz. 11). 
 
5.5 Wie die vorstehenden Ausführungen aufzeigen, spielt es im vorliegenden Fall für die 
Frage des Haftungssubjekts entgegen der in der Beschwerde und vom Beigeladenen vertrete-
nen Auffassung keine Rolle, dass die Beschwerdeführerin das Vorgehen der Erwachsenen-
schutzbehörde ausdrücklich billigt und nur der Klinik ein pflichtwidriges Handeln bzw. Unterlas-
sen zur Last legt. Der Standpunkt lässt ausser Acht, dass die Erwachsenenschutzbehörde auch 
für das Handeln oder Unterlassen der von ihr beigezogenen Hilfspersonen - wie etwa Ärzte, 
Personal der Unterbringungsinstitution oder auch Polizeikräfte - verantwortlich ist (vgl. 
SCHWANDER, a.a.O., Art. 454 ZGB Rz. 6). Da der Tod des Sohnes der Beschwerdeführerin im 
Rahmen einer fürsorgerischen Unterbringung eintrat und vorliegend eine unsorgfältige medizi-
nische Behandlung in der Klinik als schadensursächlich geltend gemacht wird, kommt als Trä-
ger der Haftung nur der Kanton in Frage. Allfällige konkurrierende Ansprüche aus Arzthaftung 
scheiden durch die abschliessende bundesrechtliche Haftungsregelung aus. Die Passivlegiti-
mation der Vorinstanz ist ausgeschlossen. Als von vornherein unbehelflich erweist sich in dieser 
Hinsicht der Einwand der Beschwerdeführerin, die Vorinstanz habe ihre Rechtszuständigkeit 
implizit anerkannt, indem sie sich der Sache inhaltlich angenommen habe. Allein dadurch, dass 
eine Behörde in der Sache nähere Informationen einholt und die gesuchstellende Person zur 
Substantiierung ihrer Forderungen auffordert, bevor sie dann entscheidet, darauf nicht einzutre-
ten, verhält sie sich - entgegen der Charakterisierung seitens der Beschwerdeführerin - nicht 
widersprüchlich. Da die Kantonshaftung vom Gesetz vorgegeben und aufgrund der zwingenden 
Natur des öffentlichen Rechts ausnahmslos verbindlich ist, könnte ein anderer Verwaltungsträ-
ger seine Forderungszuständigkeit auch nicht dadurch begründen, dass er sich inhaltlich mit 
dem Anliegen einer geschädigten Person befasst (vgl. KGE VV vom 3. Juli 2020 [810 17 289] 
E. 3.1.3; HAUSHEER/WEY, a.a.O., Art. 454 Rz. 36). 
 
6. Ist die Staatshaftung wie hier materiell abschliessend durch das Bundesrecht geregelt, 
sind verfahrensrechtlich für die Geltendmachung des Anspruchs die allgemeinen Verfahrensbe-
stimmungen des kantonalen Haftungsgesetzes anwendbar, soweit das Bundesrecht keine ver-
fahrensrechtlichen Vorgaben macht (KGE VV vom 19. Februar 2025 [810 24 96] E. 3.2; KGE 
VV vom 27. Oktober 2021 [810 21 7] E. 3.2.2). Forderungen geschädigter Personen gegen den 
Kanton werden durch die sachlich zuständige Direktion mittels Verfügung entschieden (vgl. 
oben E. 4.2; § 7 Abs. 1bis lit. a HG). Gemeint ist damit nicht - wie der Beigeladene anzunehmen 
scheint - die mit Blick auf die konkreten Sachfragen des Einzelfalls unter fachlichen Gesichts-
punkten kompetenteste Direktion, sondern die der betreffenden Verwaltungseinheit in der hie-
rarchischen Verwaltungsorganisation übergeordnete Direktion. Bei dezentralen Verwaltungsträ-
gern ist die mit der Organisationsaufsicht durch den Kanton befasste Direktion sachlich zustän-
dig. Kantonale Aufsichtsbehörde über die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden ist die Si-
cherheitsdirektion (§ 61 Abs. 1 des Gesetzes über die Einführung des Zivilgesetzbuches [EG 
ZGB] vom 16. November 2006). Forderungen, die im Rahmen der behördlichen Massnahmen 
des Erwachsenenschutzes verursachte materielle oder immaterielle Schäden betreffen, sind 

 

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dementsprechend unabhängig von den aufgeworfenen Fachfragen bei der Sicherheitsdirektion 
anzumelden. 
 
7. Aus dem Gesagten ergibt sich, dass die Vorinstanz ihre Passivlegitimation zu Recht 
verneint hat und sich richtigerweise auch für unzuständig erklärt hat, die gegen den Kanton ge-
richtete Forderung verfügungsweise zu behandeln. Der angefochtene Nichteintretensentscheid 
ist rechtskonform und nicht zu beanstanden. Die Beschwerde erweist sich als unbegründet und 
ist daher abzuweisen. 
 
8. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO werden in verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren 
Verfahrenskosten erhoben. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und die Be-
weiskosten und werden in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass 
auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Angesichts des Ausgangs des Verfahrens sind die Verfahrenskos-
ten in der Höhe von Fr. 1'500.-- der Beschwerdeführerin aufzuerlegen und mit dem geleisteten 
Kostenvorschuss zu verrechnen. Die Parteikosten sind wettzuschlagen (§ 21 VPO). 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'500.-- werden der Be-

schwerdeführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in 
gleicher Höhe verrechnet. 

   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
Präsident 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber