# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f7b74fe8-78b8-5c33-b0b8-39dca30be856
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-02-15
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 15.02.2021 SB200250
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB200250_2021-02-15.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB200250-O/U/jv 
 

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. Ch. Prinz, Präsident, lic. iur. S. Volken  

und Oberrichterin lic. iur. M. Knüsel sowie die Gerichtsschreiberin 

MLaw T. Künzle 

 

Urteil vom 15. Februar 2021 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschuldigter und Berufungskläger 

 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwältin Dr. iur. X1._____,  

substituiert durch Rechtsanwalt MLaw X2._____, 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland,  
vertreten durch Staatsanwalt Dr. iur. A. Fischbacher, 

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

betreffend gewerbs- und bandenmässigen Diebstahl etc.  
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Winterthur  
vom 4. Februar 2020 (DG190083) 

- 2 - 

Anklage: 
(Urk. 20) 

 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 9. Oktober 

2019 ist diesem Urteil beigeheftet. 

 

Urteil der Vorinstanz: 
(Urk. 57 S. 49 ff.) 

"Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig 

− des gewerbsmässigen, teilweise bandenmässigen Diebstahls im Sinne von Art. 139 

Ziff. 1 in Verbindung mit Ziff. 2 und teilweise in Verbindung mit Ziff. 3 Abs. 2 StGB, 

− des betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage im Sinne von 

Art. 147 Abs. 1 StGB, 

− der mehrfachen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB sowie 

− des mehrfachen Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB. 

Vom Vorwurf des Diebstahls, der Sachbeschädigung und des Hausfriedensbruchs hinsicht-

lich Dossier 22 wird der Beschuldigte freigesprochen. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer unbedingten Freiheitsstrafe von 5 1/2 Jahren, wo-

von 325 Tage (vom 17. März 2019 bis und mit 4. Februar 2020) durch Haft und vorzeitigen 

Strafvollzug erstanden sind.  

3. Der Beschuldigte wird im Sinne von Art. 66a Abs. 1 lit. c StGB für 14 Jahre des Landes 

verwiesen. 

4. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 7. August 2019 

beschlagnahmte Barschaft von Fr. 130.90 wird zur teilweisen Deckung der Verfahrenskos-

ten verwendet. 

5. Das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 7. August 2019 

beschlagnahmte Mobiltelefon der Marke Huawei, Honor 6, IMEI-Nr. 1, Rufnummer +2, wird 

nach Eintritt der Rechtskraft dem Beschuldigten zuhanden seiner Effekten herausgegeben. 

- 3 - 

6. Sämtliche Sicherstellungen, Asservate, Spuren und Spurenträger, welche im Kontext dieses 

Verfahrens erhoben wurden, verbleiben bis zur Rechtskraft dieses Urteils bei den Akten 

bzw. bei den jeweiligen Lagerbehörden und können nach Eintritt der Rechtskraft dieses Ur-

teils vernichtet werden. Vorbehalten bleibt die Herausgabe an andere Strafverfolgungsbe-

hörden auf deren Verlangen, zur Verfolgung allfälliger Mittäter.  

7. Der Beschuldigte wird verpflichtet, den nachfolgend genannten Privatklägern wie folgt 

Schadenersatz zu bezahlen: 

− B._____ (Privatklägerin 4): Fr. 1'764.–; 

− C._____ (Privatkläger 8): Fr. 311.50; 

− D._____ (Privatklägerin 9): Fr. 5'000.–;  

− E._____ (Privatklägerin 15): Fr. 3'105.85. 

In einem allfälligen Mehrbetrag werden die Privatkläger mit ihrem jeweiligen Schadener-

satzbegehren auf den Zivilweg verwiesen. 

8. Es wird festgestellt, dass der Beschuldigte gegenüber den nachstehend genannten Privat-

klägern für Folgen aus dem eingeklagten Ereignis gemäss seiner Anerkennung dem 

Grundsatze nach schadenersatzpflichtig ist:  

− F._____ (Privatklägerin 3); 

− G._____ (Privatklägerin 14); 

− H._____ (Privatkläger 11). 

Zur genauen Feststellung des Umfangs des jeweiligen Schadenersatzanspruches werden 

die Privatkläger auf den Zivilweg verwiesen. 

9. Folgende Privatkläger werden mit ihrem jeweiligen Schadenersatzbegehren auf den Zivil-

weg verwiesen: 

− I._____ (Privatkläger 2); 

− J._____ (Privatklägerin 5); 

− K._____ (Privatkläger 6); 

− L._____ (Privatkläger 10); 

− M._____ und N._____ (Privatkläger 12 und 13). 

- 4 - 

10. Folgende Privatkläger werden mit ihrem jeweiligen Genugtuungsbegehren auf den Zivilweg 

verwiesen: 

− F._____ (Privatklägerin 3); 

− B._____ (Privatklägerin 4); 

− H._____ (Privatkläger 11); 

− M._____ und N._____ (Privatkläger 12 und 13); 

− E._____ (Privatklägerin 15). 

11. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:  

Fr. 6'000.00 ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 5'000.00  Gebühr für das Vorverfahren 

Fr. 3'909.00  Auslagen (Gutachten) 

Fr. 3'740.00  Auslagen Polizei 

Fr. 17'335.35  Auslagen inner- & ausserkantonale Verfahrenskosten 

Fr. 7'094.90  Auslagen ausserkantonale Kosten amtl. Verteidigung  (Fr. 6'125.85, Fr. 642.45 und Fr. 326.60, bereits bezahlt)  

Fr. 10'171.85  amtl. Verteidigung ab 24. Juli 2019 (inkl. Barauslagen und MwSt.) 

Fr. 53'251.10  Total  

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

12. Die Kosten des Vorverfahrens (Gebühr für das Vorverfahren, Auslagen [Gutachten], Ausla-

gen Polizei, Auslagen inner- & ausserkantonale Verfahrenskosten) und des gerichtlichen 

Verfahrens, einschliesslich derjenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldig-

ten auferlegt und soweit ausreichend gemäss Dispositiv-Ziffer 4 aus der beschlagnahmten 

Barschaft gedeckt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden indessen einstweilen auf 

die Staatskasse genommen. Eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO bleibt vor-

behalten. 

13. (Mitteilungen.) 

14. (Rechtsmittel.)" 

 

- 5 - 

Berufungsanträge: 
(Prot. II S. 5) 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten (Urk. 58 S. 2; Urk. 98 S. 1): 

1. In Abänderung von Ziff. 1 des Urteilsspruchs des Bezirksgerichts Winterthur 

vom 4. Februar 2020 sei A._____ vom Vorwurf des Hausfriedensbruchs, des 

Diebstahls und der Sachbeschädigung, begangen am 15. Januar 2019 an 

der O._____-strasse … in … Winterthur zum Nachteil von M._____, freizu-

sprechen. In den restlichen ihm zur Last gelegten Fällen sei er weiterhin für 

schuldig zu befinden. 

2. In Aufhebung von Ziff. 2 des Urteilsspruchs des Bezirksgerichts Winterthur 

vom 4. Februar 2020 sei A._____ mit einer Freiheitsstrafe von maximal 

36 Monaten zu bestrafen, dies unter Anrechnung der ausgestandenen Un-

tersuchungshaft und des vorgezogenen Haftvollzugs. Die Strafe sei im Um-

fang von 18 Monaten als teilbedingt auszusprechen. 

3.  In Aufhebung von Ziff. 3 des Urteilsspruchs des Bezirksgerichts Winterthur 

vom 4. Februar 2020 sei der Beschuldigte lediglich für eine Dauer von  

7 Jahren des Landes zu verweisen. 

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zu Lasten des 

Staates. 

b)  Der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland (Urk. 78): 

1. Das Urteil des Bezirksgerichts Winterthur vom 4. Februar 2020 sei vollum-

fänglich zu bestätigen. 

2. Es sei festzustellen, dass das Urteil des Bezirksgerichts Winterthur vom 

4. Februar 2020, abgesehen von Dispositiv-Ziffern 1, 2 und 3 in Rechtskraft 

erwachsen ist. 

3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der beschuldigten 

Person.  

- 6 - 

Erwägungen: 

I.    
Verfahrensgang/Prozessuales              

 1. Prozessgeschichte 

 1.1. Der Verlauf des Verfahrens bis zum vorinstanzlichen Urteil ergibt sich 

aus dem angefochtenen Urteil 4. Februar 2020 (Urk. 57). 

 1.2. Mit dem genannten Urteil wurde der Beschuldigte schuldig gesprochen 

des gewerbsmässigen, teilweise bandenmässigen Diebstahls im Sinne von 

Art. 139 Ziff. 1 in Verbindung mit Ziff. 2 und teilweise in Verbindung mit Ziff. 3 

Abs. 2 StGB, des betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage im 

Sinne von Art. 147 Abs. 1 StGB, der mehrfachen Sachbeschädigung im Sinne 

von Art. 144 Abs. 1 StGB sowie des mehrfachen Hausfriedensbruchs im Sinne 

von Art. 186 StGB. Vom Vorwurf des Diebstahls, der Sachbeschädigung und des 

Hausfriedensbruchs hinsichtlich Dossier 22 wurde der Beschuldigte freigespro-

chen. 

 Der Beschuldigte wurde bestraft mit einer (unbedingten) Freiheitsstrafe von 

5 1/2 Jahren, wovon 325 Tage (vom 17. März 2019 bis und mit 4. Februar 2020) 

als durch Haft und vorzeitigen Strafvollzug erstanden angerechnet wurden. 

Gleichzeitig wurde der Beschuldigte im Sinne von Art. 66a Abs. 1 lit. c StGB für 

14 Jahre des Landes verwiesen. Weiter befand die Vorinstanz über beschlag-

nahmte und polizeilich sichergestellte Gelder und Gegenstände, über Zivilansprü-

che und die Kosten- und Entschädigungsfolgen (Urk. 57 S. 49 ff).  

 1.3. Gegen dieses am 4. Februar 2020 mündlich eröffnete Urteil (Prot. I 

S. 56) meldete die Verteidigung mit Eingabe vom 5. Februar 2020 rechtzeitig Be-

rufung an (Urk. 51). 

 1.4. Das begründete Urteil der Vorinstanz wurde von der Staatsanwaltschaft 

Winterthur/Unterland (nachfolgend: Staatsanwaltschaft) und von der Verteidigung 

am 27. April 2020 in Empfang genommen (vgl. Sammelbeilage Urk. 55). Mit Ein-

- 7 - 

gabe vom 5. Mai 2020 (Poststempel; hier eingegangen am 6. Mai 2020) reichte 

die Verteidigung fristgerecht ihre Berufungserklärung ein (Urk. 58). Am 

25. Mai 2020 wurde über den Beschuldigten ein neuer Strafregisterauszug einge-

holt (Urk. 60). 

 1.5. Mit Präsidialverfügung vom 8. Juni 2020 wurde der Staatsanwaltschaft 

und den Privatklägern Frist zur Erhebung einer Anschlussberufung bzw. zum 

Antrag auf Nichteintreten auf die Berufung angesetzt (Urk. 62). Mit Schreiben vom 

12. Juni 2020 orientierte die Staatsanwaltschaft über die erfolgte Delegation für 

das Berufungsverfahren an AL STA Dr. iur. A. Fischbacher, ohne Anträge zu stel-

len (Urk. 64). Die Privatkläger äusserten sich im Berufungsverfahren nicht.  

 1.6. Am 14. August 2020 wurde zur heutigen Berufungsverhandlung vorge-

laden (Urk. 68). Nachdem es hinsichtlich der Terminabsprache mit der Staatsan-

waltschaft zu einem Missverständnis gekommen war und diese zufolge Termin-

kollision an der anberaumten Berufungsverhandlung nicht hätte teilnehmen kön-

nen, wurde der Staatsanwaltschaft präsidialiter und im Einverständnis mit der Ver-

teidigung (Urk. 74) die Möglichkeit eingeräumt, sich schriftlich vernehmen zu las-

sen (Urk. 70). Davon machte die Staatsanwaltschaft mit Eingabe vom 

19. August 2020 Gebrauch, wobei sie die oben aufgeführten Anträge stellte (Urk. 

76 und Urk. 78). 

 Mit Schreiben vom 18. August 2020 ersuchte die Verteidigerin sodann zufol-

ge Mutterschaftsurlaub im Einverständnis mit dem Beschuldigten um Bewilligung 

einer Substitution durch ihren Vertreter (Rechtsanwalt MLaw X2._____) für die 

Berufungsverhandlung (Urk. 71 und Urk. 73 ). Mit Schreiben vom 20. August 2020 

stimmte der Vorsitzende der Substitution zu (Urk. 75). 

 1.7. Mit Schreiben vom 8. Oktober 2020 wurde zudem ein Vollzugsbericht 

über den Beschuldigten eingeholt (Urk. 81), welcher am 14. Oktober 2020 bei der 

hiesigen Kammer einging (Urk. 82).  

- 8 - 

 1.8. Aufgrund einer COVID 19-Symptomatik des Verteidigers musste die 

Berufungsverhandlung vom 19. Oktober 2020 verschoben und neu auf den 

15. Februar 2021 terminiert werden (Urk. 86 und Urk. 87).  

 1.9. Zur Berufungsverhandlung vom 15. Februar 2021 erschien der Be-

schuldigte in Begleitung des substituierten Verteidigers, Rechtsanwalt MLaw 

X2._____ (Prot. II S. 4).  

 1.10. Vorfragen waren keine zu entscheiden und – abgesehen von der Be-

fragung des Beschuldigten (vgl. Prot. II S. 5) – auch keine Beweise abzunehmen.  

 2. Umfang der Berufung 

 2.1. Gemäss Art. 402 StPO hat die Berufung im Umfang der Anfechtung 

aufschiebende Wirkung. Die Rechtskraft des angefochtenen Urteils wird somit im 

Umfang der Berufungsanträge gehemmt, während die von der Berufung nicht 

erfassten Punkte in Rechtskraft erwachsen (vgl. Basler Kommentar StPO, 2. A., 

N 1 f. zu Art. 402). 

 2.2. Der Beschuldigte liess das vorinstanzliche Urteil nur hinsichtlich Dispo-

sitiv-Ziffer 1 (konkret: Schuldpunkt betreffend Dossier 21), Dispositiv-Ziffer 2 

(Sanktion) und Dispositiv-Ziffer 3 (Landesverweisung) anfechten (Urk. 58 S. 2; 

Urk. 98 S. 1). Im Übrigen, d.h. in den Dispositiv-Ziffern 4-6 (Beschlagnahmun-

gen/Sicherstellungen), Dispositiv-Ziffern 7-10 (Zivilansprüche), Dispositiv-Ziffer 11 

(Kostenfestsetzung) und Dispositiv-Ziffer 12 (Kostenauflage) ist das vorinstanzli-

che Urteil vom 4. Februar 2020 unangefochten geblieben und damit in Rechtskraft 

erwachsen, was vorab durch Beschluss festzustellen ist (vgl. Prot. II S. 6). 

 2.3. Im übrigen Umfang – für den nicht in Rechtskraft erwachsenen und an-

gefochtenen Teil des Urteils – steht das vorinstanzliche Urteil zwecks Überprü-

fung unter Vorbehalt des Verschlechterungsverbotes (Verbot der reformatio in 

peius) zur Disposition (Art. 391 Abs. 2 StPO). 

- 9 - 

II. 
Sachverhalt         

 1. Anklagevorwurf 

 1.1. Gemäss Anklageschrift vom 9. Oktober 2019 sei der Beschuldigte am 

10. Januar 2019 mit dem Bus aus Rumänien herkommend über Italien in die 

Schweiz eingereist, wo er sich in der Folge (mit Unterbrüchen) zumindest bis zum 

5. März 2019 teilweise alleine, teilweise mit weiteren, nicht näher bekannten Per-

sonen, in der Schweiz aufgehalten habe. Dem Beschuldigten wird in der Folge 

konkret vorgeworfen, er habe im Zeitraum vom 15. Januar 2019 bis 

27. Februar 2019 in den Kantonen Zürich, Luzern, Basel-Landschaft, St. Gallen, 

Schwyz, Tessin, Solothurn, Genf und Waadt insgesamt 22 Einbruchdiebstähle an 

den konkret aufgeführten Orten und zu den genannten Zeiten verübt, wobei er je-

weils in die Liegenschaften oder Räumlichkeiten eingedrungen sei (oder dies zu-

mindest versucht habe) und sich dabei durch Aufwuchten und/oder Einschlagen 

von Fenstern oder Balkontüren mittels Flachwerkzeug Zugang zu den Wohnob-

jekten verschafft und diese dadurch unrechtmässig betreten habe, was er ge-

wusst und auch gewollt habe.  

 Durch dieses Eindringen sei an den Fenstern und Balkontüren gesamthaft 

ein Sachschaden in der Höhe von CHF 41'721.28 entstanden was der Beschul-

digte durch sein Vorgehen gewusst und gewollt, zumindest aber in Kauf genom-

men habe.  

 Aus den Wohnobjekten habe der Beschuldigte sodann die angeführten 

Wertgegenstände entwendet, um diese in der Folge für sich zu verwenden oder 

diese zu veräussern, um damit seinen Lebensunterhalt und den Unterhalt seiner 

Familie in Rumänien zu bestreiten, wozu er nicht berechtigt gewesen sei, was er 

ebenfalls gewusst und gewollt habe. Insgesamt habe der Beschuldigte Deliktsgut 

in der Höhe von CHF 170'085.14 erbeutet, wobei er teilweise arbeitsteilig und 

gemeinsam mit einem oder mehreren, nicht näher bekannten Mittätern agiert ha-

be, wobei sie die Taten arbeitsteilig durchgeführt hätten und jeder mit den Hand-

lungen der anderen einverstanden gewesen sei.  

- 10 - 

 Der Beschuldigte habe sodann die aus den fünf Einbrüchen im Kanton Lu-

zern (Dossiers 1 - 5) erbeuteten Wertgegenstände zu einem nicht genau bekann-

ten Zeitpunkt zwischen dem 5. Februar 2019 und dem 12. Februar 2019 auf ei-

nem Flohmarkt in Luzern an nicht näher bekannte Marokkaner verkauft und dafür 

CHF 1'200.00 erhalten, womit er sich Kleider, Essen und ein Rückfahrticket nach 

Rumänien finanziert habe, wozu er mit diesem Deliktserlös ebenfalls nicht berech-

tigt gewesen sei, was er wiederum gewusst und gewollt habe.  

 Die aus den Einbrüchen innert relativ kurzer Zeit erzielten Einnahmen hätten 

für den Beschuldigten einen erheblichen Beitrag an seinen Lebensunterhalt und 

den Unterhalt seiner Familie in Rumänien dargestellt, habe er doch kein anderes 

relevantes Einkommen im fraglichen Zeitraum erzielt und die Gelder und Wert-

gegenstände zur Begleichung seiner laufenden Ausgaben verwendet (Urk. 20 

S. 2 ff.). 

 1.2. Die Vorinstanz erachtete den Sachverhalt mit Ausnahme des Dieb-

stahls, der Sachbeschädigung und des Hausfriedensbruchs, mutmasslich began-

gen am 17. Januar 2019 an der P._____-strasse … in … Winterthur, gemäss 

Dossier 22, als erstellt (Urk. 20 S. 19 f.).  

 2. Anerkannter Sachverhalt  

 In der Untersuchung und im vorinstanzlichen Verfahren anerkannte der 

Beschuldigte lediglich die in und um Luzern begangenen Einbruchdiebstähle 

gemäss den Dossiers 1-5 (vgl. Urk. 20 S. 9). Seine Berufung beschränkt sich 

nunmehr auf den Vorwurf gemäss Dossier 21, womit auch die Diebstähle, Sach-

beschädigungen und Hausfriedensbrüche gemäss den Dossiers 6-20 anerkannt 

werden (vgl. Urk. 97 und 98), was sich auch nach den zutreffenden Erwägungen 

der Vorinstanz mit dem Untersuchungsergebnis deckt, worauf verwiesen werden 

kann (vgl. Urk. 20 S. 11 ff.). 

 3. Bestrittener Sachverhalt 

 3.1. Der Beschuldigte bestreitet, für den Einbruchdiebstahl gemäss Dossier 

21 (mit-)verantwortlich zu sein (vgl. Prot. I S. 43 f.; Urk. 97 S. 8 f.). Gemäss An-

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klage soll der Beschuldigte am 15. Januar 2019, ca. 15:00 Uhr bis ca. 19:30 Uhr, 

im Reiheneinfamilienhaus an der O._____-strasse … in … Winterthur einen Dieb-

stahl, eine Sachbeschädigung und einen Hausfriedensbruch zum Nachteil der 

Privatkläger M._____ und N._____ begangen haben. Durch versuchtes Aufwuch-

ten der Sitzplatztüre, Aufbrechen des Esszimmerfensters mittels Flachwerkzeug, 

durch Beschädigungen an Sitzplatztüre und Fenster, durch Eindringen in die 

Wohnung und die Entwendung des Deliktsguts sei ein Schaden in der Höhe von 

ca. CHF 1'300.00 entstanden. Der Wert der entwendeten, im einzelnen aufgeführ-

ten Gegenstände, wird auf CHF 7'426.45 beziffert (Urk. 30 S. 22 f.).  

 4. Würdigung 

 4.1. Die Vorinstanz hat die Grundsätze der Beweiswürdigung zutreffend 

dargelegt. Es kann zur Vermeidung von Wiederholungen auf diese verwiesen 

werden (Urk. 20 S. 10 ff.; Art. 82 Abs. 4 StPO).  

 Anzufügen ist, dass gemäss der aus Art. 8 und 32 Abs. 1 BV fliessenden 

und in Art. 6 Ziff. 2 EMRK verankerten Maxime "in dubio pro reo" bis zum gesetz-

lichen Nachweis der Schuld eines Angeklagten zu vermuten ist, dass dieser einer 

strafbaren Handlung unschuldig ist (Art. 10 Abs. 1 StPO). Als Beweiswürdigungs-

regel besagt die Maxime, dass sich das Strafgericht nicht von der Existenz eines 

für den Beschuldigten ungünstigen Sachverhaltes überzeugt erklären darf, wenn 

bei objektiver Betrachtung Zweifel bestehen, ob sich der Sachverhalt so verwirk-

licht hat (BGer Urteil 6B_344/2011 vom 16. September 2011 E. 2 m.w.H.). Die 

Überzeugung des Gerichts muss auf einem verstandesgemäss einleuchtenden 

Schluss beruhen und für den unbefangenen Beobachter nachvollziehbar sein. 

Wenn erhebliche resp. nicht zu unterdrückende Zweifel bestehen, ob sich der 

Sachverhalt so abgespielt hat, wie er eingeklagt ist, ist der Beschuldigte nach 

dem Grundsatz in dubio pro reo freizusprechen (vgl. OGer ZH SB180540 vom 9. 

Juli 2019).  

 Soweit ein direkter Beweis nicht möglich ist, ist der Nachweis der Tat mit 

Indizien zu führen, wobei die Gesamtheit der einzelnen Indizien, deren "Mosaik" 

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zu würdigen ist (BGer Urteile 6B_46/2014 vom 9. Oktober 2014 E. 2.2; Pra 2004 

Nr. 51 S. 256, Ziff. 1.4; Pra 2002 Nr. 180 S. 962 f., Ziff. 3.4).  

 Angesichts der Unschuldsvermutung besteht sodann Beweisbedürftigkeit, 

d.h. der verfolgende Staat hat dem Beschuldigten alle objektiven und subjektiven 

Tatbestandselemente nachzuweisen und nicht der Beschuldigte seine Unschuld 

(BGE 127 I 38 E. 2a). 

 4.2. Die Vorinstanz erachtete den Sachverhalt gemäss Dossier 21 – wie 

gesagt – als erstellt. Im Rahmen einer Gesamtwürdigung wertete sie die Aussa-

gen des Beschuldigten als generell unglaubhaft und widersprüchlich. Diese stell-

ten aus Sicht der Vorinstanz kein geeignetes Beweismittel zur Erstellung des 

Sachverhaltes resp. zur Entlastung des Beschuldigten dar. Abgesehen von den 

fünf Einbruchsdiebstählen im Raum Luzern (die er relativ rasch, aber nicht von 

Anfang an gestanden habe), bestreite der Beschuldigte sämtliche weiteren Ein-

brüche (Urk. 20 S. 13 f.). Die rückwirkende Überwachung des Telefonanschlusses 

des Beschuldigten für den Zeitraum vom 2. Oktober 2018 bis 1. April 2019 habe 

die unmittelbare Nähe des Beschuldigten zu den Tatorten bewiesen und damit 

auch dessen Aussage, er habe sich nur im Raum Luzern aufgehalten, klar wider-

legt (Urk. 20 S. 14). Weiter würden die Kurzberichte über die Schuhspuren gewis-

se Aussagen oder Beweislagen unterstützen (Urk. 20 S. 14 f.). Sodann seien auf-

grund der DNA-Spuren des Beschuldigten diverse Delikte (gemäss Dossier 6-14 

und Dossier 17-20) erstellt (Urk. 20 S. 15 f.). Als Indiz für die Täterschaft des Be-

schuldigten führte die Vorinstanz auch den meistens gleichen modus operandi an, 

die Kittfalzstech- 

methode (mit Verweis auf Urk. D9/1 oder Schlussbericht der Luzerner Polizei, 

Urk. HD 1/5). Zudem müsse festgehalten werden, dass der Beschuldigte die 

Möglichkeit gehabt habe, an einem Tag mehrere Delikte zu begehen, seien doch 

alle Tatorte gut zu Autobahnanschlüssen gelegen (Urk. 20 S. 17).  

 Vor diesem Hintergrund des allgemeinen Vorgehens hielt die Vorinstanz 

hinsichtlich Dossier 21 fest, dass eine DNA-Spurensuche erfolglos geblieben sei. 

Der modus operandi passe aber auch hier ins Bild. Zudem sei eine Schuhspur si-

chergestellt, welche "in hohem Masse" einem Schuh des Beschuldigten zugeord-

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net werden könne. Der Kurzbericht spreche davon, dass die Gruppenmerkmale 

übereinstimmten und daneben auch individualisierende Merkmale vorhanden sei-

en. So existiere eine "vollständige Deckungsgleichheit" zwischen der Tatortspur 

und dem Vergleichsabdruck des Schuhs des Beschuldigten (act. D21/3). Dass 

nicht der Beschuldigte selbst mit genau diesem Schuh am Tatort gewesen sein 

soll, erscheine als ein Zufall zu viel. Der Beschuldigte sei zur fraglichen Zeit auf 

Diebestour gewesen. Die zeitlichen Verhältnisse stünden der Täterschaft des Be-

schuldigten nicht entgegen. Auch wenn kein Gutachten im engeren Sinn vorliege, 

so unterstütze es dennoch vorliegend die Beweislage. Es existierten lediglich the-

oretisch, aber keine vernünftigen Zweifel an dem angeklagten Sachverhalt, womit 

dieser (auch) hinsichtlich Dossier 21 rechtsgenügend erstellt sei (Urk. 20 S. 18 f.). 

 4.3. Der Vorwurf gemäss Dossier 21 wurde vom Beschuldigten im Vorver-

fahren konstant bestritten (vgl. Urk. HD 2/1, Urk. HD 2/2 S. 28, Urk. ND 21/9). 

Auch an der Hauptverhandlung vor Vorinstanz macht er auf Vorhalt dieses 

Einbruchdiebstahls geltend, er wisse nichts [darüber] und sei noch nie in seinem 

Leben in Winterthur gewesen. Mit Bezug auf die am Tatort gefundene Schuhspur 

gab er zu Protokoll, dass er diese Schuhe (der Marke Converse) in Rumänien "als 

Secondhand" gekauft habe, was er via seine Frau und den Geschäftsinhaber des 

entsprechenden Ladens beweisen wollte. Er sei nicht am Tatort gewesen und es 

tue ihm leid, wenn bei den betroffenen Privatklägern eingebrochen worden sei, 

vor allem wenn sie älter seien, und weiter: "Wir Zigeuner machen das nicht" (Prot. 

S. 42 f.). Er hätte es zugegeben, wenn er es gewesen wäre (Prot. S. 43). 

 An der heutigen Berufungsverhandlung bestritt er abermals, den Einbruch-

diebstahl an der O._____-strasse … in Winterthur begangen zu haben. Konkret 

gab er zu Protokoll, er erinnere sich nicht. Von diesem Fall wisse er nichts 

(Urk. 97 S. 9).  

 4.4. Die Verteidigung plädierte vor Vorinstanz auf einen Freispruch mit der 

Begründung, dass am Tatort keine DNA habe sichergestellt werden können, wel-

che den Beschuldigten mit diesem Einbruchdiebstahl in Verbindung bringen kön-

ne. Eine Schuhspur eines Schuhs der Marke Converse habe sichergestellt wer-

den können, ein Schuh den auch der Beschuldigte besitze, jedoch einer, der auch 

- 14 - 

in etlichen Schweizer Haushalten zu finden sei. Gemäss Untersuchungsbericht 

sprächen die Umstände und Feststellungen in "hohem Masse" für eine Spuren-

geberschaft des Beschuldigten. Es sei aber zu betonen, dass der Beschuldigte 

diesen Schuh in Rumänien in einem Secondhand-Laden erworben habe, bevor er 

in die Schweiz eingereist sei. Damit sei weder eindeutig erwiesen, dass es sich 

tatsächlich um dessen Schuh handle, noch, falls es sich denn wirklich um densel-

ben Schuh handeln sollte, gerade er damit am Tatort gewesen sei. Anzufügen sei 

insbesondere, dass es sich beim Untersuchungskurzbericht des Forensischen In-

stituts Zürich nicht um ein Gutachten handle, womit auf dieses Ergebnis ohnehin 

nicht abgestellt werden könne. Zudem gebe es offenbar lediglich "die Individuali-

sierung unterstützende Elemente". Die Indizien für diese Individualisierung seien 

für den Laien nicht nachvollziehbar. Gemäss Bericht sei lediglich "Level 2" betref-

fend Beweiswert erreicht. Das heisse, die Gruppenmerkmale stimmten überein, 

es seien auch individualisierende Merkmale da, die jedoch, und dies sei entschei-

dend, keine zweifelsfreie Zuordnung zulassen würden. Zusammenfassend reiche 

dieser Bericht auf keinen Fall aus, die Täterschaft des Beschuldigten zu belegen. 

Gegen eine solche spreche auch, dass der Beschuldigte quasi zeitgleich, nämlich 

zwischen 17:35 und 20:05 Uhr, in Luzern am Q._____ [Strasse] … einen Ein-

bruchdiebstahl begangen haben soll. Diese Tat gebe der Beschuldigte denn auch 

zu. Die Verteidigung erachtete die Begehung beider Taten unter den von ihr er-

rechneten zeitlichen Aspekten deshalb als schwer möglich, weshalb der Beschul-

digte betreffend den in Winterthur (gemäss Dossier 21) begangenen Einbruch 

freizusprechen sei (Urk. 47 S. 2 f.).  

 An dieser Argumentation hält die Verteidigung auch im Berufungsverfahren 

fest (vgl. Urk. 58 S. 3 und Urk. 98 S. 2 f.). Das Augenmerk sei darauf zu richten, 

dass am Tatort ausser eines nicht zweifelsfrei zuordenbaren Schuhabdrucks kei-

ne weiteren Spuren gefunden worden seien, welche auf die Täterschaft des Be-

schuldigten hindeuten würden. Die nicht eindeutig zuordenbare Schuhspur und 

ein   "passender" modus operandi – wie die Vorinstanz geschlossen habe – seien 

nicht ausreichend, um dem Beschuldigten die Täterschaft nachweisen zu können, 

zumal auch die Entfernung zwischen den beiden Tatorten (Luzern und Winterthur) 

- 15 - 

eine Täterschaft bei beiden Einbrüchen praktisch ausschliesse (Urk. 58 S. 3 und 

Urk. 98 S. 2 f.).  

 4.5. Die Staatsanwaltschaft ging vor Vorinstanz davon aus, dass der Be-

schuldigte überführt sei durch "Spurübereinstimmung mit Schuhsohlenprofil (si-

chergestellt ab Laminatboden im Wohnzimmer) von weissen Freizeitschuhen der 

Marke Converse, Grösse 42, welche der Beschuldigte bei seiner Verhaftung mit 

sich führte; gleiches Tatvorgehen wie bei anderen von ihm verübten Einbrüchen" 

(Urk. 46 S. 6).  

 Im Rahmen des Berufungsverfahrens macht die Staatsanwaltschaft geltend, 

dass hier neben dem modus operandi eine Schuhspur vorliege, welche aufgrund 

individualisierender Merkmale dem linken Schuh des Beschuldigten zugeordnet 

werden könne und mit diesem deckungsgleich sei. Aufgrund der vorliegenden, 

typischen und einzigartigen Merkmalen im Schuhsolenprofil und dem identischen 

Tatvorgehen während eines Zeitraums, in welchem der Beschuldigte erwiese-

nermassen auf Diebestour in der Schweiz unterwegs gewesen sei, sei davon 

auszugehen, dass die Verwechslung mit einem anderen Paar Schuhe der glei-

chen Masse praktisch ausgeschlossen sei, so dass kein vernünftiger Zweifel be-

stehe, dass die fraglichen Schuhe bei dieser Tat verwendet worden seien. Dies 

führe aber in Konsequenz auch dazu, dass aufgrund der vorliegenden Deliktse-

rien und dem zeitlichen Zusammenhang es lebensfremd wäre anzunehmen, dass 

eine andere Person als der Beschuldigte diese Schuhe bei der Tat getragen ha-

be. Auch die zeitlichen Zusammenhänge würden die Täterschaft des Beschuldig-

ten klarerweise gerade nicht ausschliessen. Gemäss Dossier 1 sei die dortige Tat 

am 15. Januar 2019, zwischen 17:35 und 20:05 Uhr verübt worden. Demgegen-

über sei die in Dossier 21 zu beurteilende Tat am 15. Januar 2019, zwischen 

15:00 und 19:30 Uhr, so dass es zeitlich ohne weiteres möglich sei, dass die Ta-

ten von der gleichen Täterschaft ausgeführt worden seien. Zudem sei aufgrund 

der gesamten weiteren Beweismittel (Handyauswertungen, Zeugenaussagen) er-

stellt, dass der Beschuldigte jeweils mobil gewesen sei und mit einem Motorfahr-

zeug zu und von den Tatorten weggefahren sei, und nicht, wie er behaupte, mit 

einem Fahrrad (Urk. 78 S. 1 f.).  

- 16 - 

 4.6. Im Gegensatz zu den anderen erstellten und mittlerweile anerkannten 

Einbruchsdiebstählen wurde am Tatort im Reiheneinfamilienhaus an der 

O._____-strasse …, … Winterthur, keine DNA-Spur des Beschuldigten sicherge-

stellt. Einziger Sachbeweis stellt der Kurzbericht des Forensischen Instituts Zürich 

vom 24. Mai 2019 dar (Urk. 21/3 S. 1), dessen Verwertbarkeit von der Verteidi-

gung wie dargelegt bestritten wird.  

 In formeller Hinsicht ist zunächst zutreffend, dass es sich bei der Schuh-

spurenauswertung vom 24. Mai 2019 – wie es der Name schon sagt – um einen 

Kurzbericht und kein Gutachten im Sinne von Art. 184 StPO handelt (Urk. 21/3 

S. 1). Die Einholung amtlicher Berichte durch Strafbehörden über Vorgänge, die 

im Strafverfahren bedeutsam sein können, ist in Art. 195 Abs. 1 StPO – welcher 

einen Sonderfall von Art. 145 StPO regelt – ausdrücklich vorgesehen. Von Gut-

achten unterscheiden sich amtliche Berichte dadurch, dass zum einen für deren 

Erstellung nicht die besonderen Voraussetzungen gemäss Art. 183 ff. StPO ein-

zuhalten sind und dass diese zum anderen in der Regel nicht besondere Fach-

kenntnisse erfordern bzw. dass diese Fachkenntnisse zur Erstellung eines Be-

richts oder Zeugnisses nur in geringem Umfang eingesetzt werden müssen. Als 

amtliche Berichte gelten etwa schriftliche Feststellungen der Polizei über den 

technischen Zustand eines Fahrzeuges, polizeiliche Berechnungen von Ge-

schwindigkeiten aufgrund von standardspezifischen Schablonen, polizeiliche 

Auswertungen von Fahrtenschreibern, Berichte betreffend die Eichung eines 

Messgeräts etc. Die als Beweismittel vorgesehenen Amtsberichte müssen dazu 

geeignet sein, den verfahrensrelevanten Sachverhalt zu klären. (vgl. Donatsch, in: 

Donatsch/Hansjakob/Lieber [Hrsg.], Kommentar StPO, 2. Auflage, Zürich et. al. 

2014, Art. 195 N 5 und N 11 f.). Die als Beweismittel vorgesehenen Amtsberichte 

stellen auch einen verfahrensökonomischen Ersatz für eine Einvernahme eines 

Beamten oder Behördenmitglieds als Zeugen dar; da sich die befragten Personen 

ohnehin regelmässig auf ihre Unterlagen stützen müssen, dürften solche Amtsbe-

richte häufig prozessökonomischer und sachdienlicher als Zeugeneinvernahmen 

sein (vgl. Schmid/Jositsch, StPO Praxiskommentar, 3. Auflage, Zürich/St. Gallen 

2018, Art. 195 N 1). 

- 17 - 

 Die hiesige Strafkammer erachtete es im Verfahren SB170407, Urteil vom 

12. März 2018, bei einer derartigen Beweiserhebung als problematisch, dass 

Teilnahmerechte, namentlich dem Recht des Beschuldigten auf Stellung von Er-

gänzungsfragen, nicht genügend Rechnung getragen werde, es sei denn, dieses 

Recht werde nachträglich noch gewährt. Würden die Teilnahmerechte nicht hin-

reichend gewahrt, dürften schriftliche Berichte nicht zu Lasten der betroffenen 

Partei verwertet werden (vgl. OGer ZH SB170407 vom 12. März 2019 mit Verweis 

auf Häring, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], BSK StPO I, 2. Auflage, Basel 

2014, Art. 145 N 11).  

 4.7. Im Rahmen der delegierten Einvernahme durch Luzerner Polizei wurde 

dem Beschuldigten am 16. Mai 2020 der Spurenbericht samt Foto vorgehalten, 

wonach am Tatort Schuhspuren hätten gesichert werden können, welche formal-

technisch mit seinen Converse Schuhen übereinstimmten (Urk. 21/9 S. 2 ff.). Da-

bei handelte es sich um den Tatortspurenbericht (Urk. 21/2). Der Spurenauswer-

tungsbericht wurde erst später, d.h. am 24. Mai 2019 erstattet (Urk. D21/3). 

 Gemäss dem Protokoll der Schlusseinvernahme des Beschuldigten vom 

23. September 2019 erfolgte gar kein Vorhalt der Schuhspurenauswertung vom 

24. Mai 2019 (vgl. HD 12/2). Dementsprechend wurde der Beschuldigte auch 

nicht ausdrücklich gefragt, ob er Ergänzungsfragen dazu stellen wolle. Aufgrund 

der nicht beachteten Teilnahme- und Fragerechte des Beschuldigten darf der 

Kurzbericht des FIZ im Sinne obgenannter Rechtsprechung demnach nur zu 

Gunsten des Beschuldigten verwertet werden. 

 4.8. Im Ergebnis ist festzuhalten, dass der Beschuldigte den Vorwurf ge-

mäss Dossier 21 stets bestritten hat. An objektivem Beweismaterial liegt nur der 

erwähnte Spurenauswertungsbericht des FIZ vom 24. Mai 2019 vor (Urk. ND 

21/3). Dieser ist – wie eben dargetan – nur zugunsten des Beschuldigten zu ver-

werten, was bedeutet, dass er vorliegend zur Sachverhaltserstellung nicht heran-

gezogen werden kann. Weitere aussagekräftige Beweismittel – der "meistens 

gleiche modus operandi" genügt dafür nicht – liegen nicht vor. Der Beschuldigte 

ist daher in Bezug auf den Einbruchdiebstahl gemäss Dossier 21 freizusprechen.  

- 18 - 

III. 
Rechtliche Würdigung      

 1. Die Vorinstanz hat das Verhalten des Beschuldigen anklagegemäss als 

gewerbsmässigen, teilweise bandenmässigen Diebstahls im Sinne von Art. 139 

Ziff. 1 in Verbindung mit Ziff. 2 und teilweise in Verbindung mit Ziff. 3 Abs. 2 StGB, 

betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage im Sinne von 

Art. 147 Abs. 1 StGB, der mehrfachen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 

Abs. 1 StGB sowie des mehrfachen Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 

StGB qualifiziert.  

 2. Vor Vorinstanz wurde der mehrfache Diebstahl von der Verteidigung nur 

im Grundtatbestand anerkannt und die qualifizierte, d.h. gewerbsmässige und 

teilweise bandenmässige Begehung, bestritten. Im Übrigen wurde die rechtliche 

Qualifikation der Staatsanwaltschaft nicht beanstandet (Urk. 47 i.V.m. Prot. I 

S. 47 ff.). Im Rahmen der Berufungserklärung, mit welcher bereits eine (Kurz-

)Begründung geliefert wurde, setzt sich die Verteidigung mit der rechtlichen Wür-

digung nicht mehr auseinander, gegenteils wird in Antrag Ziff. 1 postuliert, der Be-

schuldigte sei – nebst dem Freispruch betreffend Dossier 21 – in den restlichen 

ihm zur Last gelegten Fällen "…weiterhin schuldig zu befinden" (Urk. 58 S. 2; 

Urk. 98 S. 1). Auch an der Berufungsverhandlung wurde die rechtliche Würdigung 

des erstellten Sachverhaltes nicht bestritten (vgl. Urk. 98).  

 3. Die rechtliche Würdigung der Vorinstanz erweist sich mit Bezug auf den 

Diebstahl als zutreffend. Der Freispruch betreffend Dossier 21 ändert daran 

nichts. Gemäss erstelltem Sachverhalt hat der Beschuldigte in der Zeit vom 

15. Januar 2019 bis 27. Februar 2019 somit insgesamt 20 Einbruchdiebstähle be-

gangen. Aufgrund der Zeit und der Mittel, die er für die deliktische Tätigkeit auf-

gewendet hat, und der Häufigkeit der Einzelakte innerhalb des kurzen Zeitraums 

und des angestrebten Gewinns, kann einzig geschlossen werden, dass der Be-

schuldigte diese Tätigkeit nach der Art eines Berufes ausgeübt hat. Der Gesamt-

deliktsbetrag der innert rund 6 Wochen gestohlenen Gegenstände (abzüglich 

Werte gemäss Dossier 21 und 22) betrug über CHF 150'000.00. Es ist daher ein 

gewerbsmässiges Handeln gegeben. Ebenso ist aufgrund des Spurenbildes teil-

- 19 - 

weise Bandenmässigkeit zu bejahen, wie das bereits die Vorinstanz zutreffend 

und einlässlich dargelegt hat (vgl. Urk. 57 S. 24 f.). 

 4. Richtig ist weiter auch die rechtliche Würdigung in Bezug auf den mehr-

fachen Hausfriedensbruch und den betrügerischen Missbrauch einer Datenver-

arbeitungsanlage, zumal beim Geldbezug in 4 Tranchen innert ein paar Minuten 

wohl ein einziger Tatentschluss vorlag. Einem Schuldspruch wegen mehrfacher 

Begehung dieses Deliktes stünde im Übrigen auch das Verschlechterungsverbot 

entgegen (Art. 391 Abs. 2 StPO). 

 5. Betreffend die vorgeworfene mehrfache Sachbeschädigung wäre auch ei-

ne qualifizierte Variante zu diskutieren gewesen. Gemäss bundesgerichtlicher 

Rechtsprechung gilt ein Schaden in der Höhe von mindestens Fr. 10'000.00 als 

gross (BGE 136 IV 117 E. 4.3.1.). Bei mehreren Sachbeschädigungen, welche ei-

ne natürliche Handlungseinheit bilden, ist der Gesamtwert der geschädigten Ver-

mögenswerte massgebend, gleichgültig, ob sich die Tat gegen einen oder mehre-

re Geschädigte richtet (BSK StGB-Weissenberger, N 104 zu Art. 144). Eine natür-

liche Handlungseinheit bilden mehrere Einzelhandlungen dann, wenn sie auf ei-

nem einheitlichen Willensakt beruhen und wegen des engen räumlichen und zeit-

lichen Zusammenhangs bei objektiver Betrachtung noch als ein einheitliches zu-

sammengehörendes Geschehen erscheinen. Dazu zählen namentlich Fälle der 

iterativen Tatbestandsverwirklichung (z.B. eine "Tracht Prügel") oder der sukzes-

siven Tatbegehung (z.B. Besprayen einer Mauer mit Graffiti in mehreren aufei-

nanderfolgenden Nächten). Eine natürliche Handlungseinheit fällt jedoch ausser 

Betracht, wenn zwischen den einzelnen Handlungen – selbst wenn diese aufei-

nander bezogen sind – ein längerer Zeitraum liegt (BGE 131 IV 83 E. 2.4.5). Von 

einer Einheit ging das Bundesgericht im Urteil 6B_797/2011 vom 13. April 2012 

aus bei einem Beschwerdeführer, der zusammen mit weiteren Beteiligten von En-

de Oktober 2007 bis Mitte April 2008 rund 40 Mal in Schulen, Schützenhäusern 

und Garagen eingebrochen war und dabei verschiedenes Diebesgut erbeutet hat-

te. 

 Indem der Beschuldigte von Mitte Januar 2019 bis Ende Februar 2019 

fortlaufend und in einer gewissen Regelmässigkeit 20 Diebstähle und damit ein-

- 20 - 

hergehend Sachschaden durch Einschlagen von Scheiben, Aufwuchten von 

Fenstern mittels Flachwerkzeug verursachte, war sein Handeln von einem gene-

rellen und dauerhaften Vorsatz getragen, was sich insbesondere in der Regel-

mässigkeit, der Quantität und Qualität der einzelnen Handlungen zeigt, weshalb 

von einer natürlichen Handlungseinheit auszugehen ist und die einzelnen verur-

sachten Schäden daher zusammenzuzählen sind. Der Sachschaden beläuft sich 

(gemäss erstelltem Sachverhalt) auf insgesamt CHF 39'721.28 (CHF 41'721.28, 

abzüglich Schaden gemäss Dossier 21 und 22). Zweifellos ist somit die Grenze 

zur qualifizierten Sachbeschädigung deutlich überschritten und es liegt ein gros-

ser Schaden im Sinne von Art. 144 Abs. 3 StGB vor. Einer entsprechenden Verur-

teilung steht indessen auch hier der Grundsatz der reformatio in peius entgegen 

(Art. 391 Abs. 2 StPO). 

 6. Der Beschuldigte ist daher schuldig zu sprechen des gewerbsmässigen, 

teilweise bandenmässigen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 in Verbindung 

mit Ziff. 2 und teilweise in Verbindung mit Ziff. 3 Abs. 2 StGB, des betrügerischen 

Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage im Sinne von Art. 147 Abs. 1 StGB, 

der mehrfachen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB sowie des 

mehrfachen Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB. 

 Vom Vorwurf des Diebstahls, der Sachbeschädigung und des Hausfriedens-

bruchs hinsichtlich Dossier 21 ist der Beschuldigte wie dargetan (ebenfalls, d.h. 

nebst dem Vorwurf gemäss Dossier 22) freizusprechen.  

IV. 
Sanktion/Strafvollzug       

 1. Ausgangslage 

 Die Vorinstanz hat den Beschuldigten für sein Verhalten mit einer Freiheits-

strafe von 5 ½ Jahren belegt (Urk. 20 S. 49). Die Verteidigung hatte im Hauptver-

fahren bei zugestandenen 5 Einbruchdiebstählen im Raum Luzern eine Freiheits-

strafe von 18 Monaten, teilbedingt bzw. vollziehbar im Umfang von 9 Monaten 

beantragt, eventualiter eine Freiheitstrafe von 36 Monaten, ebenfalls teilbedingt 

- 21 - 

bzw. zu vollziehen im Umfang 18 Monaten (Urk. 47 S. 1). Auch im Berufungsver-

fahren beantragt die Verteidigung eine Freiheitsstrafe von maximal 36 Monaten, 

dies unter Anrechnung der durch den Beschuldigten bereits ausgestandenen Un-

tersuchungshaft und des vorgezogenen Haftvollzugs, wobei die Strafe im Umfang 

von  

18 Monaten als teilbedingt auszusprechen sei (Urk. 58 S. 2; Urk. 98 S. 1 und 

S. 3 ff.). Die Staatsanwaltschaft verlangt im Berufungsverfahren die Bestätigung 

der angefochtenen Strafe (Urk. 78 S. 1), welche er bereits vor Vorinstanz bean-

tragt hatte (Urk. 46 S. 2). 

 

 2. Rechtliche Grundlagen der Strafzumessung 

 2.1. Unter Berücksichtigung der (verbleibenden und bereits in Rechtskraft 

erwachsenen Schuldsprüche der Vorinstanz ist der Beschuldigte für folgende 

Straftaten zu bestrafen: 

- gewerbsmässiger, teilweise bandenmässiger Diebstahl im Sinne von 
Art. 139 Ziff. 1 in Verbindung mit Ziff. 2 und teilweise in Verbindung mit 
Ziff. 3 Abs. 2 StGB, 

- betrügerischer Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage im Sinne 
von Art. 147 Abs. 1 StGB, 

- mehrfache Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StG 
- mehrfacher Hausfriedensbruch im Sinne von Art. 186 StGB. 

 2.2. Die Vorinstanz hat die rechtlichen Grundlagen zur Strafzumessung 

korrekt dargelegt (vgl. Urk. 20 S. 28 ff.). Zusammenfassend und in teilweiser 

Ergänzung ist festzuhalten, dass ein Täter, welcher durch eine oder mehrere 

Handlungen die Voraussetzungen für mehrere gleichartige Strafen erfüllt, zur 

Strafe der schwersten Straftat zu verurteilen ist, welche angemessen zu erhöhen 

ist, wobei das Höchstmass der angedrohten Strafe nicht um mehr als die Hälfte 

erhöht und das gesetzliche Höchstmass der Strafart nicht überschritten werden 

darf (Art. 49 Abs. 1 StGB). Die Bildung einer Gesamtstrafe in Anwendung des As-

perationsprinzips nach Art. 49 Abs. 1 StGB ist nur möglich, wenn das Gericht im 

konkreten Fall für jeden einzelnen Normverstoss gleichartige Strafen ausfällt. 

Dass die anzuwendenden Strafbestimmungen (teilweise) abstrakt gleichartige 

- 22 - 

Strafen androhen, genügt nicht (BGE 144 IV 217 E. 2.2). Ausnahmen hat die 

bundesgerichtliche Rechtsprechung zugelassen, wenn entweder zahlreiche 

gleichartige Delikte vorlagen, sodass es sich nicht mehr rechtfertigte, für jeden 

Normverstoss einzeln eine hypothetische Strafe zu ermitteln (vgl. Urteil 

6B_499/2013 vom 22. Oktober 2013 E. 1.8), oder wenn die einzelnen Straftaten 

zeitlich und sachlich derart eng miteinander verknüpft waren, dass sich diese 

nicht sinnvoll auftrennen und beurteilen liessen (BGer Urteil 6B_1011/2014 vom 

16. März 2015 E. 4.4; BGer Urteil 6B_1196/2015 vom 27. Juni 2016). Weiter ist 

es auch sinnvoll und zulässig, Taten in einem Gesamtzusammenhang zu würdi-

gen, wenn die Delikte Teile eines zusammenhängenden Vorgehens und derart 

eng miteinander verknüpft sind oder aber als gleich gelagerte Einzelhandlungen 

einen Gesamtkontext bilden (BGer Urteile 6B_829/2014 vom 30. Juni 2016 

E. 2.5.2; 6B_1011/2014 vom 16. März 2015 E. 4.4). Der Richter ist infolge eines 

Strafschärfungs- bzw. Strafmilderungsgrundes nicht mehr in jedem Fall an die 

Grenze des ordentlichen Strafrahmens gebunden. Der ordentliche Rahmen ist in-

dessen nur zu verlassen, wenn aussergewöhnliche Umstände vorliegen und die 

für die betreffende Tat angedrohte Strafe im konkreten Fall zu hart bzw. zu milde 

erscheint (vgl. BGE 136 IV 55 E. 5.8).  

 2.3. Ausgangspunkt für die Strafzumessung ist vorliegend als schwerster 

Tatbestand der gewerbs- und bandenmässige Diebstahl im Sinne von Art. 139 

Ziff. 2 und Ziff. 3 Abs. 2 StGB mit einer Höchststrafe von zehn Jahren Freiheits-

strafe oder Geldstrafe nicht unter 90 (Ziff. 2) bzw. sechs Monaten Freiheitsstrafe 

(Ziff. 3). Trifft der Qualifikationsgrund der Bandenmässigkeit mit jenem der Ge-

werbsmässigkeit zusammen, hat dies auf den Strafrahmen keine zusätzlichen 

Auswirkungen: Es tritt die Rechtsfolge nach Ziff. 3 Abs. 1 ein, die Sanktionsdro-

hung nach Ziff. 2 ist darin mitenthalten. Nicht ausgeschlossen ist indes die Be-

rücksichtigung der doppelten Qualifikation im Rahmen der konkreten Strafzumes-

sung innerhalb des vorgegebenen Strafrahmens (vgl. OGer ZH SB180517 vom 

20. September 2019 E. IV/1/1.2).  

 3. Konkrete Strafzumessung 

 3.1. Tatkomponente gewerbs- und bandenmässiger Diebstahl  

- 23 - 

 Der Beschuldigte hat in der Zeit vom 15. Januar 2019 bis 27. Februar 2019 

und damit innert 6 Wochen 20 Einbruchdiebstähle, teilweise als Mitglied einer 

Bande, wobei aufgrund der aktiven Teilnahme mit der Vorinstanz und entgegen 

der Auffassung der Verteidigung von gleicher Rollenteilung auszugehen ist (vgl. 

Urk. 20 S. 31), verübt. Die einzelnen Taten hat er teilweise am gleichen Tag oder 

innert weniger Stunden an verschiedenen Orten begangen und sich dabei quer 

durch die Schweiz bewegt (vgl. auch Fallübersichtsliste gemäss Urk. HD 1/-5). 

Die hohe Kadenz der Delinquenz fällt innerhalb des qualifizierten Tatbestands – 

auch bei Berücksichtigung des Doppelverwertungsverbots – negativ ins Gewicht. 

Bei 15 Einbrüchen kam er zum Ziel, in den übrigen 5 Fällen blieb es beim Ver-

such, wobei dies eher auf äussere Umstände als auf das Verhalten des Beschul-

digten zurückzuführen ist. Die beträchtliche Anzahl der Deliktsbegehungen zeugt 

von einer besonderen Dreistigkeit und Rücksichtslosigkeit gegenüber fremdem 

Eigentum. Der Beschuldigte ging entgegen den Ausführungen der Verteidigung 

(Urk. 98 S. 5 ff.) routiniert, planmässig und zielgerichtet vor. Er hat – was die Spu-

renberichte ergeben – aktiv an den Taten teilgenommen. Als Ganzes manifestiert 

dies eine hohe kriminelle Energie. Er sah von seinem Vorhaben nur ab, wenn das 

Risiko entdeckt zu werden, zu hoch wurde, und stahl hauptsächlich wertvolle Ge-

genstände, wobei er auch nicht vor solchen mit hohem Affektionswert wie Eherin-

gen Halt machte (z.B. gemäss Dossier 3). Er erbeutete in den sechs Wochen Ver-

mögenswerte in der erklecklichen Summe von über CHF 150'000.00. Dass der 

Beschuldigte innerhalb der Bande für seinen Tatbeitrag "wohl" eine geringe 

Entschädigung erhalten habe, beruht auf einer Mutmassung der Verteidigung, 

zumal an anderer Stelle wiederum geltend gemacht wird, der Beschuldigte habe 

keine legale Alternative für ein Erwerbseinkommen gehabt (Urk. 98 S. 6 und 7).  

 Bezüglich der subjektiven Tatschwere fällt ganz erheblich straferhöhend ins 

Gewicht, dass der Beschuldigte als eigentlicher Kriminaltourist ohne nähere Be-

ziehung zum Land oder dessen Bewohnern gezielt in die Schweiz einreiste, einzig 

um hier mittels Einbruchdiebstählen zu Geld zu kommen. Dabei nutzte er nicht 

bloss eine sich bietende Gelegenheit, sondern ging gezielt vor, insbesondere 

auch mit guten Fluchtmöglichkeiten, wie die Vorinstanz richtig erkannt hat 

(Urk. 20 S. 31). Der Beschuldigte handelte damit direktvorsätzlich. Er war durch 

- 24 - 

rein monetäre Motive getrieben – ohne in einer finanziellen Notlage zu sein – und 

zog die gewinnversprechende illegale Geldbeschaffung dem an sich möglichen 

legalen Arbeitserwerb vor. Das macht ein Verhalten besonders verwerflich. Dass 

der Beschuldigte zunächst zwei bis drei Wochen am Bahnhof Luzern nach Arbeit 

gesucht und wegen fehlender Ausbildung keinen Job gefunden habe (vgl. Urk. 97 

S. 8), weshalb er aufgrund einer finanziellen Notlage straffällig geworden sei, ist 

schon allein deshalb widerlegt, weil der erste Diebstahl gerade mal 5 Tage nach 

der Einreise am  

15. Januar 2019 begangen wurde.  

 Das objektive Tatverschulden wird daher aufgrund der subjektiven Tatkom-

ponenten nicht relativiert. Vielmehr vermögen die subjektiven Faktoren das objek-

tive Verschulden noch zu erhöhen. Das Tatverschulden wiegt insgesamt mindes-

tens erheblich, weshalb die Strafe im mittleren Drittel des Strafrahmens festzuset-

zen ist. Angemessen erweist sich eine hypothetische Einsatzstrafe von 

36 Monaten Freiheitsstrafe. 

 3.2. Asperation wegen weiterer Delikte  

 Bezüglich der objektiven Tatschwere ist was folgt festzuhalten: Die Haus-

friedensbrüche waren jeweils (für den Beschuldigten notwendige) Begleiterschei-

nungen der Diebstähle. Der Beschuldigte drang gewaltsam, durch Aufbrechen 

von Türen oder Fenstern, in die Räumlichkeiten ein. Das vom Tatbestand des 

Hausfriedensbruchs geschützte Rechtsgut, das Hausrecht als Element der Pri-

vatsphäre und damit die Befugnis, über einen Raum ungestört zu herrschen und 

darin den eigenen Willen frei zu betätigen (Trechsel/Fingerhuth, in: Trechsel/Pieth 

[Hrsg.], Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 2. A. Zü-

rich/St. Gallen 2013 [kurz: Praxiskommentar StGB], N 1 zu Art. 186), wurde vor-

liegend in schwerwiegender Weise verletzt und zwar in mehrfacher Hinsicht: Zu-

nächst verübte der Beschuldigte das Delikt mehrfach, nämlich in 20 Fällen. Des 

Weiteren drang der Beschuldigte ausnahmslos in private und bewohnte Räum-

lichkeiten ein, womit er zum einen die Privatsphäre der Geschädigten im sensib-

len Bereich ihres Zuhauses verletzte und zum anderen stets ein potenziell ge-

waltsames Zusammentreffen mit den Bewohnern in Kauf nahm. Die solchen Ein-

- 25 - 

brüchen in bewohnte Räumlichkeiten immanenten psychischen Folgen für die 

Geschädigten namentlich in Bezug auf eine nachhaltige Erschütterung des Si-

cherheitsgefühls in den eigenen vier Wänden fallen als zusätzlicher Erfolg eben-

falls verschuldenserschwerend in Betracht.  

 Der Beschuldigte beschränkte sich aber nicht darauf, nur den für den Zutritt 

erforderlichen Sachschaden anzurichten, sondern hinterliess einen Sachschaden, 

der weit über die "üblichen Zutrittsschäden" hinausging, indem er auch im Innern 

der Räumlichkeiten Unordnung und Schäden anrichtete. Der gesamte Sachscha-

den beträgt fast CHF 40'000.00 (was das Vierfache der Grenze zur qualifizierten 

Sachbeschädigung wäre). Er legte damit auch hinsichtlich der Sachbeschädigung 

ein absolut rücksichtsloses und egoistisches Verhalten an den Tag, womit er eine 

abermals eine beträchtliche kriminelle Energie offenbarte. Bezüglich Motivation ist 

im Übrigen auf das bereits Ausgeführte beim gewerbsmässigen Diebstahl zu 

verweisen.  

 Betreffend den betrügerischen Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage 

fällt ins Gewicht, dass der Beschuldigte mit einer gestohlenen Bankkarte un-

rechtmässig CHF 5'000.00 bezog. Auch hier ist nur ein direktvorsätzliches und 

egoistisches Handeln im Hinblick auf eine finanzielle Besserstellung auszu-

machen. Isoliert betrachtet ist das Verschulden hier als leicht einzustufen.  

 In Anwendung des Aspirationsprinzips rechtfertigt es sich, die Einsatzstrafe 

um 14 Monate zu erhöhen, wovon 12 Monate auf die mit dem gewerbs- und ban-

denmässigen Diebstahl verknüpften Hausfriedensbrüche und Sachbeschädigun-

gen und 2 Monate auf den betrügerischen Missbrauch einer Datenverarbeitungs-

anlage entfallen.  

 Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass sich hier umständehalber – d.h. 

aufgrund der Konnexität der Delikte und der fehlenden finanziellen Mittel des Be-

schuldigten – keine andere Strafart aufdrängt, mithin insbesondere für den betrü-

gerischen Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage ebenfalls eine Freiheitstra-

fe auszufällen ist.  

- 26 - 

 3.3. Einsatzstrafe 

 In Anbetracht der Tatkomponenten erweist sich – in Anwendung des 

Asperationsprinzips – eine Einsatzstrafe von insgesamt 50 Monaten Freiheitsstra-

fe als angemessen. 

 3.4. Täterkomponenten 

 3.4.1. Betreffend die persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten kann 

vollumfänglich auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen wer-

den (Urk. 20 S. 33; Art. 82 Abs. 4 StPO). Auffällig war, dass der Beschuldigte 

teilweise widersprüchliche Aussagen zu seiner Familiensituation macht (z.B. An-

zahl Kinder; Prot. I S. 17 ff.). An der heutigen Berufungsverhandlung führte der 

Beschuldigte zu seinen persönlichen Verhältnissen aus, er habe 2 Kinder aus der 

ersten Ehe und der 3 Kinder mit der jetzigen Frau, wobei es ihm auffallend Mühe 

bereitete, die Altersangaben und Namen der Kinder zu nennen (Urk. 97 S. 2 f.).   

 Mit der Vorinstanz ist auch heute zu konstatieren, dass sich aus dem Vorle-

ben und den persönlichen Verhältnissen des Beschuldigten keinerlei zusätzliche 

strafzumessungsrelevante Erkenntnisse gewinnen lassen (Urk. 20 S. 33 f.). Ins-

besondere seine Zugehörigkeit zur Roma-Ethnie und seine dadurch erschwerten 

Lebensverhältnisse sowie das in diesem Kreis angeblich vorhandene Schweige-

gebot, könnten sich für den heute 44-jährigen, mehrfach einschlägig vorbestraften 

(vgl. nachfolgend) können sich nicht strafmindernd auszuwirken, wie die Verteidi-

gung es verlangt (Urk. 58 S. 4 f.; Urk. 98 S. 4).  

 3.4.2. Sehr wohl und klar von negativer Bedeutung sind hingegen die Vor-

strafen, die der heutige 44-jährige Beschuldigte bisher erwirkt hat: 

 Der Auszug aus dem Schweizerischen Strafregister vom 25. Mai 2020 weist 

eine Vorstrafe auf (Urk. 60). Demgemäss wurde der Beschuldigte am 

29. Juni 2015 (die Vorinstanz erwähnt hier fälschlicherweise den Tatzeitpunkt 

[Urk. 20 S. 34]) von der Staatsanwaltschaft Graubünden wegen Diebstahls und 

Hausfriedensbruchs zu einer bedingten Geldstrafe von 60 Tagessätze verurteilt 

(Urk. 60).  

- 27 - 

 Weiter verurteilte ihn das Landgericht Dresden (D) am 18. Dezember 2013 

wegen Wohnungseinbruchsdiebstahls in Tateinheit mit Sachbeschädigung sowie 

wegen versuchten Wohnungseinbruchsdiebstahls in Tateinheit mit Sachbe-

schädigung zu 1 Jahr und 6 Monaten Freiheitsstrafe, bei einer Bewährungszeit 

von 3 Jahren (Urk. 19/5).  

 Aus dem heimatlichen Strafregisterauszug ergibt sich, dass der Beschuldig-

te im Jahre 2018 auch in Grossbritannien eine Vorstrafe wegen Diebstahls und 

unerlaubten Besitzes oder unerlaubter Nutzung einer Waffe eine Vorstrafe erwirkt 

hat (Urk. 19/10).  

 Dem aus Rumänien übermittelten Strafregisterauszug selber sind diverse, 

insbesondere einschlägige Vorstrafen zu entnehmen (Urk. 19/10, Übersetzung). 

Hierzu und zur Vorstrafe aus Frankreich, wo der Beschuldigte vom Tribunal 

Correctionnel de Versailles am 15. März 2005 wegen (vollendeten, qualifizierten 

und versuchten) Diebstahls zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und zwei 

Monaten verurteilt wurde (Urk. 19/4), ist was folgt zu sagen:  

 Ein Urteil darf dem Beschuldigten lediglich dann nicht mehr entgegengehal-

ten werden, wenn der ausländische Strafregistereintrag nach Ablauf der Fristen 

gemäss Art. 369 StGB gelöscht wurde (Art. 369 Abs. 7 StGB). Diese Bestimmung 

und selbige Fristen sind ebenso auf ausländische Vorstrafen anzuwenden, wobei 

dem Umstand Rechnung zu tragen ist, dass sich die Fristen von Art. 369 Abs. 1 

StGB um die bereits eingetragenen Freiheitsstrafen verlängern (Art. 369 Abs. 2 

StGB) und die Fristen von Art. 369 Abs. 1 und 2 StGB bei Widerruf der bedingten 

Freiheitsstrafen mit dem widerrufenden Entscheid neu zu laufen beginnen (Urteil 

des Bundesgerichts 6B_1053/2016 vom 18. Mai 2017 E. 6.3.2; BGE 135 IV 87). 

Dies bedeutet auf den vorliegenden Fall bezogen, dass die Vorstrafe aus Frank-

reich und jene aus Rumänien aus dem Jahre 2008 (verurteilt zu 3 Jahren und 

6 Monaten Gefängnis Haftvollzug für die begangene Tat nach Art. 208 (a)CP etc. 

durch das Gericht Bushusi im Jahre 2008) und aus dem Jahre 2014/2015 (verur-

teilt zu  

3 Jahren Gefängnis für die begangene Tat nach Art. 228 NCP etc. durch das 

- 28 - 

Gericht oder Berufungsgericht Bacau im Jahre 2014 bzw. 2015) als straferhöhen-

de Aspekte noch berücksichtigt werden können.  

 Aus dem Dargelegten erhellt, dass der Beschuldigte mitunter zu mehrjähri-

gen Freiheitsstrafen verurteilt wurde, er diese auch (teilweise) verbüsste, er aber 

offenkundig unbeeindruckt weiter delinquierte: Er manifestierte mit der unbeirrten 

Weiterführung seiner Einbruchdiebstähle auch seinen unveränderten Tatwillen. 

Weder hielten ihn die mehrjährigen Freiheitsstrafen, noch die teilweise erstande-

ne Haft von erneuter Delinquenz ab. Im Gegenteil verdeutlicht das Verhalten des 

Beschuldigten auch eine unumstössliche Renitenz und Gleichgültigkeit gegenüber 

der schweizerischen und den europäischen Rechtsordnungen, und sogar selbst 

gegen diejenige des eigenen Heimatstaates. Diese Umstände wirken sich folglich 

massiv straferhöhend aus. So kam die Vorinstanz vor diesem Hintergrund zu 

Recht zum Schluss, dass es sich beim Beschuldigten offensichtlich um einen 

Gewohnheitsverbrecher handle, der die Zeit seines Erwachsenenlebens vorwie-

gend mit Delinquieren verbrachte (Urk. 20 S. 34). 

 3.4.3. Kaum strafmindernd ist sodann das marginale Geständnis des Be-

schuldigten zu berücksichtigen, auch unter diesem Aspekt kann sich das Schwei-

gen des Beschuldigten lediglich neutral auswirken (vgl. oben). Einerseits zeigte 

sich der Beschuldigte – wie oben dargelegt – im Vorverfahren und vor Vorinstanz 

nur hinsichtlich der 5 im Raum Luzern begangenen Einbruchdiebstähle für schul-

dig. Der Beschuldigte war in diesen Fällen überführt, was ein Bestreiten auch als 

wenig aussichtsreich gestaltet hätte. Jedenfalls hat der Beschuldigte die Untersu-

chung nicht erleichtert. Und wenn er heute eine gewisse Reue zum Ausdruck 

bringen will, so ist diese weniger als Ausdruck von Einsicht in das Unrecht seiner 

Taten zu gewichten, da es hauptsächlich als von Selbstmitleid geprägt erscheint 

(vgl. Prot. I S. 51 und Urk. 97 S. 10). Exemplarisch dazu sei seine Antwort auf die 

Frage der Vorsitzenden vor Vorinstanz erwähnt, ob er sich jemals Gedanken dar-

über gemacht habe, was er in den Bewohnern der Einbruchsobjekte durch seine 

Taten auslösen könne: "Ich habe mir nur überlegt, was sein wird, wenn ich er-

wischt werde." (Prot. I S. 31). Dass sich der Beschuldigte im Vollzug wohl verhal-

ten hat, ist zu begrüssen, jedoch kann der Beschuldigte daraus entgegen der Auf-

- 29 - 

fassung der Verteidigung nichts zu seinen Gunsten ableiten (Urk. 97 S. 13). 

Schlicht falsch ist das Vorbringen der Verteidigung, die Vorstrafen des Beschul-

digten seien im vorliegenden Fall sozusagen strafmindernd zu berücksichtigen, da 

er wegen seiner Delinquenz immer mehr auf die schiefe Bahn geraten sei und 

keinen anderen Weg mehr gesehen habe für seine Familie zu sorgen (Urk. 97 

S. 12 f.). Insgesamt ist aufgrund der Täterkomponente eine deutliche Straferhö-

hung angezeigt, nämlich im Umfang von 12 Monaten.  

 3.4.4. Unter Berücksichtigung der Tat- und Täterkomponenten resultiert da-

mit eine verschuldensangemessene Freiheitstrafe von 5 Jahren.  

 

 

 4. Anrechnung erstandene Haft und Vollzug 

 Dem Beschuldigten sind mit der Vorinstanz (Urk. 20 S. 35) die bisher er-

standene Untersuchungshaft und der vorzeitiger Strafvollzug in Anwendung von 

Art. 51 StGB an die ausgefällte Strafe anzurechnen, insgesamt bis heute 702 Ta-

ge. 

 5. Vollzug 

 Durch die Ausfällung einer Freiheitsstrafe von mehr als drei Jahren ist die 

objektive Voraussetzung für die Anordnung eines bedingten oder teilbedingten 

Strafvollzuges gemäss Art. 42 Abs. 1 und Art. 43 Abs. 1 StGB nicht erfüllt. Die 

festgesetzte Freiheitsstrafe von 5 Jahren ist von Gesetzes wegen zu vollziehen. 

V. 
Landesverweisung        

 1. Die Vorinstanz hat den Beschuldigten für 14 Jahre des Landes verwiesen 

(Urk. 20 S. 49). Die Anordnung der Landesverweisung an sich ist von den Partei-

en unangefochten geblieben. Der Beschuldigte gab an der Berufungsverhandlung 

an, man könne ihm eine "lebenslängliche" Landesverweisung geben, er komme 

- 30 - 

nicht wieder in die Schweiz zurück (Urk. 97 S. 10). Die Verteidigung kritisiert aber 

deren Dauer als zu lang und beantragt eine Landesverweisung für 7 Jahre 

(Urk. 62 S. 2; Urk. 72 S. 4 f., Urk. 98 S. 15 ff. ). 

 2. Art. 66a StGB sieht als Dauer der obligatorischen Landesverweisung ei-

nen Rahmen von 5 bis 15 Jahren vor. Die Bemessung der Dauer der Landesver-

weisung liegt im Ermessen des Gerichts, welches sich dabei insbesondere am 

Verhältnismässigkeitsgrundsatz zu orientieren hat (Botschaft, BBI 2013, 5975 ff., 

S. 6021). Die Dauer der Landesverweisung ist unter Würdigung aller Umstände 

des Einzelfalls, namentlich des Verschuldens des Beschuldigten, der Schwere 

des Delikts sowie der persönlichen Verhältnissen des Betroffenen und seiner all-

fälligen Bindung zur Schweiz festzulegen (vgl. Urteil des Bundesgerichtes 

2C_881/2018 vom 14. Dezember 2018 E. 4.1.). 

 3. Da der Beschuldigte sich des gewerbsmässigen Diebstahls sowie des 

mehrfachen Hausfriedensbruchs schuldig gemacht hat, ist obligatorisch eine Lan-

desverweisung anzuordnen (Art. 66a Abs. 1 lit. d StGB). Wie die Vorinstanz zu-

treffend festgestellt hat und auch seitens des Beschuldigten nicht in Frage gestellt 

wird, fällt eine Anwendung der Härtefallklausel des Art. 66a Abs. 2 StGB vorlie-

gend ausser Betracht, nachdem der Beschuldigte über keinerlei Beziehungen zur 

Schweiz verfügt und sich hier soweit ersichtlich einzig als Kriminaltourist zwecks 

Begehung von Straftaten aufgehalten hat. Vom Beschuldigten zurecht nicht in 

Frage gestellt wird ferner, dass auch Art. 5 Anhang I FZA der Anordnung der 

Landesverweisung nicht entgegensteht: Angesichts der zahlreichen einschlägigen 

Vorstrafen über ganz Europa ist dem Beschuldigten alles andere als eine günsti-

ge Legalprognose zu stellen. Entsprechend geht vom Beschuldigten eine grosse 

Gefährdung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit aus, welche eine Einschrän-

kung seiner Freizügigkeitsrechte zweifellos als gerechtfertigt erscheinen lässt. 

 4. Vorliegend ist eine nicht unerhebliche unbedingte Freiheitsstrafe von 

5 Jahren auszusprechen. Schon aus diesem Grund kann sich die Dauer der obli-

gatorischen Landesverweisung nicht bei der gesetzlichen Minimalfrist bzw. am 

unteren Drittel orientieren. Der Beschuldigte ist als Kriminaltourist mehrfach in die 

Schweiz eingereist, um hier bei Einbruchdiebstählen möglichst schnell, möglichst 

- 31 - 

viel Geld zu erzielen. Er weist keinerlei Beziehungen zur Schweiz auf und macht 

sich die vereinfachten Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen im Schengenraum 

allem Anschein nach einzig für seine kriminellen Machenschaften zunutze. Inte-

ressen, die es rechtfertigen würden, ihm die Einreise in die Schweiz innert abseh-

barer Zeit wieder zu ermöglichen, sind keine ersichtlich. Da kein Härtefall vorliegt, 

sind die privaten Interessen des Beschuldigten an einem Verbleib in der Schweiz 

bzw. an einer Rückkehr ohnehin nicht als hoch zu gewichten.  

 Die Legalprognose des mehrfach einschlägig vorbestraften Beschuldigten 

fällt sehr schlecht aus: Wie sich aus dem rumänischen Strafregisterauszug ergibt, 

ist der Beschuldigte bereits als Jugendlicher mit dem Gesetz in Konflikt geraten, 

weshalb er 1993 in ein Erziehungszentrum eingewiesen wurde. In den Jahren 

1998 und 2001 wurde er sodann zu mehrjährigen Gefängnisstrafen verurteilt (vgl. 

Urk. 19/10). Ab 2005 erfolgten die oben erwähnten Verurteilungen quer durch 

Europa. Damit zeigt sich, dass sich die Delinquenz seit der Jugend bis zum 

heutigen Tag wie ein roter Faden durch die Vita des Beschuldigten zieht, was die 

Annahme eines sehr grossen Rückfall- bzw. Wiederholungsrisikos aufdrängt. Es 

besteht daher ein sehr gewichtiges öffentliches Interesse an einem langfristigen 

Fernhalten des Beschuldigten von der Schweiz. Gemessen am erheblichen 

Verschuldendes Beschuldigten erscheint es gerechtfertigt, ihn für die Dauer von 

12 Jahren des Landes zu verweisen. 

 5. Der Beschuldigte ist Rumäne und damit zwar Staatsbürger eines Mit-

gliedstaates der Europäischen Union, jedoch ist Rumänien nicht Teil des Schen-

gen-Raumes. Entsprechend wäre entgegen den Erwägungen der Vorinstanz eine 

Ausschreibung im Schengener Informationssystem (SIS) grundsätzlich möglich. 

Aufgrund des Verschlechterungsverbotes (reformatio in peius Art. 391 Abs. 2 

StPO) im Berufungsverfahren hat indessen eine Ausschreibung von Vornherein 

zu unterbleiben, weshalb eine Prüfung der Voraussetzungen entfällt.   

- 32 - 

VI. 
Kosten- und Entschädigungsfolgen        

 1. Die Gebühr für das Berufungsverfahren ist praxisgemäss auf 

CHF 3'000.00 festzusetzen. 

 2. Die Kosten des Berufungsverfahrens sind von den Parteien nach 

Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens zu tragen (Art. 428 Abs. 1 StPO). 

Während der Beschuldigte mit seinem Antrag auf Freispruch betreffend Dossi-

er 21 obsiegt, dringt er mit Bezug auf die Dauer der Freiheitsstrafe und der 

Landesverweisung nur zum Teil durch. Insgesamt rechtfertigt es sich, die Kosten 

zu 3/4 dem Beschuldigten aufzuerlegen und zu 1/4 auf die Staatskasse zu neh-

men. 

 3. Die amtliche Verteidigung macht für das Berufungsverfahren ein Honorar 

von insgesamt Fr. 6'675.40 geltend (Urk. 95 und 99). Da die Berufungsverhand-

lung nur rund 3 ½ Stunden dauerte und die Ausführungen der Verteidigung zahl-

reiche Wiederholungen aufweisen, ist es angemessen, die amtliche Verteidigung 

mit einer Pauschale von Fr. 5'500.– zu entschädigen. Die Kosten der amtlichen 

Verteidigung sind einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen, wobei die Rück-

zahlungspflicht des Beschuldigten gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO im Umfang von 

3/4 vorbehalten bleibt. 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Winterthur vom 

4. Februar 2020 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:  

"Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig 

− (…) 

− des betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage im Sinne 

von Art. 147 Abs. 1 StGB, 

- 33 - 

− (…) 

− (…) 

Vom Vorwurf des Diebstahls, der Sachbeschädigung und des Hausfriedensbruchs 

hinsichtlich Dossier 22 wird der Beschuldigte freigesprochen. 

2. (…)  

 3. (…) 

 4. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 

7. August 2019 beschlagnahmte Barschaft von Fr. 130.90 wird zur teilweisen 

Deckung der Verfahrenskosten verwendet. 

5. Das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 

7. August 2019 beschlagnahmte Mobiltelefon der Marke Huawei, Honor 6, 

IMEI-Nr. 1, Rufnummer +2, wird nach Eintritt der Rechtskraft dem Beschuldig-

ten zuhanden seiner Effekten herausgegeben. 

6. Sämtliche Sicherstellungen, Asservate, Spuren und Spurenträger, welche im 

Kontext dieses Verfahrens erhoben wurden, verbleiben bis zur Rechtskraft 

dieses Urteils bei den Akten bzw. bei den jeweiligen Lagerbehörden und kön-

nen nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils vernichtet werden. Vorbehal-

ten bleibt die Herausgabe an andere Strafverfolgungsbehörden auf deren 

Verlangen, zur Verfolgung allfälliger Mittäter.  

7. Der Beschuldigte wird verpflichtet, den nachfolgend genannten Privatklägern 

wie folgt Schadenersatz zu bezahlen: 

− B._____ (Privatklägerin 4): Fr. 1'764.–; 

− C._____ (Privatkläger 8): Fr. 311.50; 

− D._____ (Privatklägerin 9): Fr. 5'000.–;  

− E._____ (Privatklägerin 15): Fr. 3'105.85. 

 In einem allfälligen Mehrbetrag werden die Privatkläger mit ihrem jeweiligen 

Schadenersatzbegehren auf den Zivilweg verwiesen. 

- 34 - 

8. Es wird festgestellt, dass der Beschuldigte gegenüber den nachstehend 

genannten Privatklägern für Folgen aus dem eingeklagten Ereignis gemäss 

seiner Anerkennung dem Grundsatze nach schadenersatzpflichtig ist:  

− F._____ (Privatklägerin 3); 

− G._____ (Privatklägerin 14); 

− H._____ (Privatkläger 11). 

 Zur genauen Feststellung des Umfangs des jeweiligen Schadenersatzan-

spruches werden die Privatkläger auf den Zivilweg verwiesen. 

9. Folgende Privatkläger werden mit ihrem jeweiligen Schadenersatzbegehren 

auf den Zivilweg verwiesen: 

− I._____ (Privatkläger 2); 

− J._____ (Privatklägerin 5); 

− K._____ (Privatkläger 6); 

− L._____ (Privatkläger 10); 

− M._____ und N._____ (Privatkläger 12 und 13). 

10. Folgende Privatkläger werden mit ihrem jeweiligen Genugtuungsbegehren auf 

den Zivilweg verwiesen: 

− F._____ (Privatklägerin 3); 

− B._____ (Privatklägerin 4); 

− H._____ (Privatkläger 11); 

− M._____ und N._____ (Privatkläger 12 und 13);  

− E._____ (Privatklägerin 15). 

11. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:  

- 35 - 

Fr. 6'000.00 ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 5'000.00  Gebühr für das Vorverfahren 

Fr. 3'909.00  Auslagen (Gutachten) 

Fr. 3'740.00  Auslagen Polizei 

Fr. 17'335.35  Auslagen inner- & ausserkantonale Verfahrenskosten 

Fr. 7'094.90  Auslagen ausserkantonale Kosten amtl. Verteidigung  (Fr. 6'125.85, Fr. 642.45 und Fr. 326.60, bereits bezahlt)  

Fr. 10'171.85  amtl. Verteidigung ab 24. Juli 2019 (inkl. Baraus-  lagen und MwSt.) 

Fr. 53'251.10  Total  

 Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

12. Die Kosten des Vorverfahrens (Gebühr für das Vorverfahren, Auslagen [Gut-

achten], Auslagen Polizei, Auslagen inner- & ausserkantonale Verfahrenskos-

ten) und des gerichtlichen Verfahrens, einschliesslich derjenigen der amtli-

chen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt und soweit ausrei-

chend gemäss Dispositiv-Ziffer 4 aus der beschlagnahmten Barschaft ge-

deckt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden indessen einstweilen 

auf die Staatskasse genommen. Eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 

StPO bleibt vorbehalten. 

 

13. (Mitteilungen.) 

14. (Rechtsmittel.)" 

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.  

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist zudem schuldig 

− des gewerbsmässigen, teilweise bandenmässigen Diebstahls im Sinne 

von Art. 139 Ziff. 1 in Verbindung mit Ziff. 2 und teilweise in Verbindung 

mit Ziff. 3 Abs. 2 StGB, 

- 36 - 

− der mehrfachen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB 

sowie 

− des mehrfachen Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB. 

2. Der Beschuldigte wird zudem vom Vorwurf des Diebstahls, der Sachbe-

schädigung und des Hausfriedensbruchs hinsichtlich Dossier 21 freigespro-

chen. 

3. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 5 Jahren, wovon 

bis und mit heute 702 Tage durch Haft und vorzeitigen Strafvollzug erstan-

den sind.  

4. Der Beschuldigte wird im Sinne von Art. 66a StGB für 12 Jahre des Landes 

verwiesen. 

5. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 3'000.00 ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 5'500.00   amtliche Verteidigung. 

6. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der 

amtlichen Verteidigung, werden zu 3/4 dem Beschuldigten auferlegt und zu 

1/4 auf die Gerichtskasse genommen.  

7. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichts-

kasse genommen. Die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten bleibt im 

Umfang von 3/4 gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO vorbehalten.  

8. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten (übergeben) 

− die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland (versandt) 
− das Migrationsamt des Kantons Zürich (versandt) 
− die Privatklägerschaft (versandt, je im Dispositivauszug) 
− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 

Vollzugsdienste (versandt) 

- 37 - 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten 

− die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälli-

ger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz mit dem Ersuchen um Vornahme der notwendigen 
Mitteilungen gemäss erstinstanzlicher Dispositivziffer 4, 5 und 6 

− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 
Vollzugsdienste  

− das Migrationsamt des Kantons Zürich  
− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A 
− die Staatsanwaltschaft Luzern, Zentrale Dienste, Zentralstrasse 28, 

6002 Luzern mit dem Formular "Abnahme ED-Material bzw. DNA-Profil 
durch die Luzerner Polizei" 

9. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 

- 38 - 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
 

Zürich, 15. Februar 2021 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

lic. iur. Ch. Prinz 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

MLaw T. Künzle 
 

 

	Urteil vom 15. Februar 2021
	1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig
	 des gewerbsmässigen, teilweise bandenmässigen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 in Verbindung mit Ziff. 2 und teilweise in Verbindung mit Ziff. 3 Abs. 2 StGB,
	 des betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage im Sinne von Art. 147 Abs. 1 StGB,
	 der mehrfachen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB sowie
	 des mehrfachen Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB.

	Vom Vorwurf des Diebstahls, der Sachbeschädigung und des Hausfriedensbruchs hinsichtlich Dossier 22 wird der Beschuldigte freigesprochen.
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer unbedingten Freiheitsstrafe von 5 1/2 Jahren, wovon 325 Tage (vom 17. März 2019 bis und mit 4. Februar 2020) durch Haft und vorzeitigen Strafvollzug erstanden sind.
	3. Der Beschuldigte wird im Sinne von Art. 66a Abs. 1 lit. c StGB für 14 Jahre des Landes verwiesen.
	4. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 7. August 2019 beschlagnahmte Barschaft von Fr. 130.90 wird zur teilweisen Deckung der Verfahrenskosten verwendet.
	5. Das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 7. August 2019 beschlagnahmte Mobiltelefon der Marke Huawei, Honor 6, IMEI-Nr. 1, Rufnummer +2, wird nach Eintritt der Rechtskraft dem Beschuldigten zuhanden seiner Effekten herausge...
	6. Sämtliche Sicherstellungen, Asservate, Spuren und Spurenträger, welche im Kontext dieses Verfahrens erhoben wurden, verbleiben bis zur Rechtskraft dieses Urteils bei den Akten bzw. bei den jeweiligen Lagerbehörden und können nach Eintritt der Recht...
	7. Der Beschuldigte wird verpflichtet, den nachfolgend genannten Privatklägern wie folgt Schadenersatz zu bezahlen:
	 B._____ (Privatklägerin 4): Fr. 1'764.–;
	 C._____ (Privatkläger 8): Fr. 311.50;
	 D._____ (Privatklägerin 9): Fr. 5'000.–;
	 E._____ (Privatklägerin 15): Fr. 3'105.85.
	In einem allfälligen Mehrbetrag werden die Privatkläger mit ihrem jeweiligen Schadenersatzbegehren auf den Zivilweg verwiesen.
	8. Es wird festgestellt, dass der Beschuldigte gegenüber den nachstehend genannten Privatklägern für Folgen aus dem eingeklagten Ereignis gemäss seiner Anerkennung dem Grundsatze nach schadenersatzpflichtig ist:
	 F._____ (Privatklägerin 3);
	 G._____ (Privatklägerin 14);
	 H._____ (Privatkläger 11).
	Zur genauen Feststellung des Umfangs des jeweiligen Schadenersatzanspruches werden die Privatkläger auf den Zivilweg verwiesen.
	9. Folgende Privatkläger werden mit ihrem jeweiligen Schadenersatzbegehren auf den Zivilweg verwiesen:
	 I._____ (Privatkläger 2);
	 J._____ (Privatklägerin 5);
	 K._____ (Privatkläger 6);
	 L._____ (Privatkläger 10);
	 M._____ und N._____ (Privatkläger 12 und 13).
	10. Folgende Privatkläger werden mit ihrem jeweiligen Genugtuungsbegehren auf den Zivilweg verwiesen:
	 F._____ (Privatklägerin 3);
	 B._____ (Privatklägerin 4);
	 H._____ (Privatkläger 11);
	 M._____ und N._____ (Privatkläger 12 und 13);
	 E._____ (Privatklägerin 15).
	11. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:
	Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.
	12. Die Kosten des Vorverfahrens (Gebühr für das Vorverfahren, Auslagen [Gutachten], Auslagen Polizei, Auslagen inner- & ausserkantonale Verfahrenskosten) und des gerichtlichen Verfahrens, einschliesslich derjenigen der amtlichen Verteidigung, werden ...
	13. (Mitteilungen.)
	14. (Rechtsmittel.)"
	Erwägungen:
	I.     Verfahrensgang/Prozessuales
	II.  Sachverhalt
	III.  Rechtliche Würdigung
	IV.  Sanktion/Strafvollzug
	V.  Landesverweisung
	VI.  Kosten- und Entschädigungsfolgen

	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Winterthur vom 4. Februar 2020 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	"Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig
	 (…)
	 des betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage im Sinne von Art. 147 Abs. 1 StGB,
	 (…)
	 (…)

	Vom Vorwurf des Diebstahls, der Sachbeschädigung und des Hausfriedensbruchs hinsichtlich Dossier 22 wird der Beschuldigte freigesprochen.
	2. (…)
	3. (…)
	4. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 7. August 2019 beschlagnahmte Barschaft von Fr. 130.90 wird zur teilweisen Deckung der Verfahrenskosten verwendet.
	5. Das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 7. August 2019 beschlagnahmte Mobiltelefon der Marke Huawei, Honor 6, IMEI-Nr. 1, Rufnummer +2, wird nach Eintritt der Rechtskraft dem Beschuldigten zuhanden seiner Effekten herausge...
	6. Sämtliche Sicherstellungen, Asservate, Spuren und Spurenträger, welche im Kontext dieses Verfahrens erhoben wurden, verbleiben bis zur Rechtskraft dieses Urteils bei den Akten bzw. bei den jeweiligen Lagerbehörden und können nach Eintritt der Recht...
	7. Der Beschuldigte wird verpflichtet, den nachfolgend genannten Privatklägern wie folgt Schadenersatz zu bezahlen:
	 B._____ (Privatklägerin 4): Fr. 1'764.–;
	 C._____ (Privatkläger 8): Fr. 311.50;
	 D._____ (Privatklägerin 9): Fr. 5'000.–;
	 E._____ (Privatklägerin 15): Fr. 3'105.85.
	In einem allfälligen Mehrbetrag werden die Privatkläger mit ihrem jeweiligen Schadenersatzbegehren auf den Zivilweg verwiesen.
	8. Es wird festgestellt, dass der Beschuldigte gegenüber den nachstehend genannten Privatklägern für Folgen aus dem eingeklagten Ereignis gemäss seiner Anerkennung dem Grundsatze nach schadenersatzpflichtig ist:
	 F._____ (Privatklägerin 3);
	 G._____ (Privatklägerin 14);
	 H._____ (Privatkläger 11).
	Zur genauen Feststellung des Umfangs des jeweiligen Schadenersatzanspruches werden die Privatkläger auf den Zivilweg verwiesen.
	9. Folgende Privatkläger werden mit ihrem jeweiligen Schadenersatzbegehren auf den Zivilweg verwiesen:
	 I._____ (Privatkläger 2);
	 J._____ (Privatklägerin 5);
	 K._____ (Privatkläger 6);
	 L._____ (Privatkläger 10);
	 M._____ und N._____ (Privatkläger 12 und 13).
	10. Folgende Privatkläger werden mit ihrem jeweiligen Genugtuungsbegehren auf den Zivilweg verwiesen:
	 F._____ (Privatklägerin 3);
	 B._____ (Privatklägerin 4);
	 H._____ (Privatkläger 11);
	 M._____ und N._____ (Privatkläger 12 und 13);
	 E._____ (Privatklägerin 15).
	11. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:
	Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.
	12. Die Kosten des Vorverfahrens (Gebühr für das Vorverfahren, Auslagen [Gutachten], Auslagen Polizei, Auslagen inner- & ausserkantonale Verfahrenskosten) und des gerichtlichen Verfahrens, einschliesslich derjenigen der amtlichen Verteidigung, werden ...
	13. (Mitteilungen.)
	14. (Rechtsmittel.)"
	2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist zudem schuldig
	 des gewerbsmässigen, teilweise bandenmässigen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 in Verbindung mit Ziff. 2 und teilweise in Verbindung mit Ziff. 3 Abs. 2 StGB,
	 der mehrfachen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB sowie
	 des mehrfachen Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB.

	2. Der Beschuldigte wird zudem vom Vorwurf des Diebstahls, der Sachbeschädigung und des Hausfriedensbruchs hinsichtlich Dossier 21 freigesprochen.
	3. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 5 Jahren, wovon bis und mit heute 702 Tage durch Haft und vorzeitigen Strafvollzug erstanden sind.
	4. Der Beschuldigte wird im Sinne von Art. 66a StGB für 12 Jahre des Landes verwiesen.
	5. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	6. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung, werden zu 3/4 dem Beschuldigten auferlegt und zu 1/4 auf die Gerichtskasse genommen.
	7. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten bleibt im Umfang von 3/4 gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO vorbehalten.
	8. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland (versandt)
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich (versandt)
	 die Privatklägerschaft (versandt, je im Dispositivauszug)
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste (versandt)
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland
	 die Vorinstanz mit dem Ersuchen um Vornahme der notwendigen Mitteilungen gemäss erstinstanzlicher Dispositivziffer 4, 5 und 6
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A
	 die Staatsanwaltschaft Luzern, Zentrale Dienste, Zentralstrasse 28, 6002 Luzern mit dem Formular "Abnahme ED-Material bzw. DNA-Profil durch die Luzerner Polizei"

	9. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.