# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 90b6aa7f-311c-5c5d-b8b9-ca4187ba970f
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-05-21
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 21.05.2010 D-3571/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-3571-2010_2010-05-21.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-3571/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 1 .  M a i  2 0 1 0

Einzelrichter Fulvio Haefeli, 
mit Zustimmung von Richter Martin Zoller;
Gerichtsschreiberin Karin Schnidrig.

A._______, geboren (...),
Bangladesch,
vertreten durch lic. iur. Bernhard Zollinger, Rechtsanwalt, 
(...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 10. Mai 2010 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-3571/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer – ein Staatsangehöriger von Bangladesch 
bengalischer  Ethnie  –  seinen Heimatstaat  eigenen Angaben zufolge 
am 10. März  2009 verliess  und via B.,  C. und D. am 12.  April  2009 
illegal in die Schweiz gelangte, wo er am folgenden Tag im Empfangs- 
und Verfahrenszentrum (EVZ) E. ein Asylgesuch einreichte,

dass der Beschwerdeführer anlässlich der Befragung vom 3. Mai 2010 
zur Person (BzP) und der Anhörung zu den Asylgründen vom 10. Mai 
2010 im EVZ E. insbesondere geltend machte,  er  sei  bei  der  F. als 
Gärtner angestellt gewesen,

dass  am  25.  Februar  2009  eine  Schiesserei  zwischen  der  F. und 
anderen  Einheiten stattgefunden  habe,  wobei  er  durch  den Schuss-
wechsel Angst bekommen habe und in sein Heimatdorf geflüchtet sei,

dass Einheiten der G. am 3. März 2009 während seiner Abwesenheit 
sein  Elternhaus  nach  Waffen  durchsucht  hätten,  da  er  des  gewalt -
samen Einbruchversuchs in die Waffenkammer verdächtigt worden sei,

dass die G. seinem Vater mitgeteilt  hätten, er müsse sich innert  drei 
Tagen bei ihnen melden,

dass die  G. in  der  Folge seinen Vater  mehrmals  mitgenommen und 
ihm  gesagt  hätten,  sie  würden  den  Beschwerdeführer  sofort  er-
schiessen, falls sie ihn fänden,

dass  ihm  bei  einer  Rückkehr  in  seinen  Heimatstaat  eine  30-jährige 
Haftstrafe drohe,

dass  der  Beschwerdeführer  eine  Bestätigung  „to  whom  it  may 
concern“ zu den Akten legte,

dass  er  innerhalb  von  48  Stunden  nach  der  Gesuchstellung  keine 
Reise- oder Identitätspapiere einreichte,

dass das BFM mit Verfügung vom 10. Mai 2010 – gleichentags münd-
lich  eröffnet  (Art.  13  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni  1998  [AsylG, 
SR 142.31]) – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das 
Asylgesuch nicht eintrat und die Wegweisung des Beschwerdeführers 
aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

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dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, vorliegend 
seien  keine  entschuldbaren  Gründe  ersichtlich,  die  es  dem  Be-
schwerdeführer  verunmöglicht  hätten,  rechtsgenügliche  Ausweis-
papiere einzureichen,

dass  das  eingereichte  Dokument  „to  whom  it  may  concern“  nicht 
rechtsgenüglich sei,

dass  als  Identitätsausweis  beziehungsweise  Identitätspapier  nur  ein 
amtliches Dokument mit Fotografie gelte, aus dem die Identität seiner 
Inhaberin oder  seines Inhabers hervorgehe (Art. 1a Bst. c  der  Asyl-
verordnung 1  vom  11. August  1999  über  Verfahrensfragen  [AsylV 1, 
SR 142.311]),

dass die Aussagen des Beschwerdeführers zu den Umständen seiner 
Reise, wonach er ohne jegliche Identitätsdokumente und ohne jemals 
kontrolliert  worden zu sein, von Bangladesch in die Schweiz gelangt 
sei, in höchstem Masse realitätsfremd seien,

dass  deshalb  davon  auszugehen  sei,  der  Beschwerdeführer  sei  auf 
eine andere als die von ihm angegebene Art  und Weise gereist und 
habe  hierfür  einen  gültigen  Reisepass  verwendet,  den  er  den  Asyl-
behörden vorenthalte,

dass seine Vorbringen darüber hinaus keine Asylrelevanz entfalteten,

dass es dem legitimen Anspruch des bangladeschischen Staates ent-
spreche, kriminelle Handlungen zu verfolgen,

dass dem Beschwerdeführer die Möglichkeit offen stehe, und es ihm 
auch zuzumuten sei, sich mit Hilfe eines Anwalts und den ihm zur Ver-
fügung stehenden Mitteln zur Wehr zu setzen und seine Unschuld zu 
beweisen,

dass  abgesehen  davon  die  Ausführungen  in  Zusammenhang  mit 
seiner Suche seitens der G. durchwegs substanzlos seien, wobei die 
geltend  gemachte  Bezichtigung  des  Einbruchversuchs  in  ein 
Waffenlager nicht stichhaltig sei und konstruiert wirke,

dass der Beschwerdeführer demnach die Flüchtlingseigenschaft nicht 
erfülle,  und aufgrund der  Aktenlage keine weiteren Abklärungen  zur 

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Feststellung der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines  Wegweisungsvoll -
zugshindernisses erforderlich seien,

dass infolgedessen auf das Asylgesuch nicht einzutreten sei,

dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  14. Mai 2010  (Post-
stempel vom 18. Mai 2010) gegen diesen Entscheid beim Bundesver-
waltungsgericht Beschwerde erheben und dabei beantragen liess, die 
vorinstanzliche Verfügung sei  aufzuheben und das Verfahren zurück-
zuweisen,

dass ihm in der Folge Asyl zu gewähren sei,

dass er eventualiter nicht wegzuweisen, sondern ihm stattdessen die 
vorläufige Aufnahme zu gewähren sei,

dass  sein  Sicherheitskonto  genügend  gedeckt  sei,  weshalb  für  die 
Deckung von Verfahrenskosten darauf zuzugreifen sei,

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am 19.  Mai  2010  beim Bundesver-
waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  endgültig  über  Beschwerden 
gegen  Verfügungen  (Art. 5  des  Bundesgesetzes  vom 
20. Dezember 1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG, 
SR 172.021])  des  BFM entscheidet  (Art. 105  AsylG i.V.m. Art. 31-33 
des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [VGG, 
SR 173.32];  Art. 83  Bst.  d  Ziff.  1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Be-
schwerde - mit Ausnahme des Antrags auf Asylgewährung (vgl. BVGE 
2007/8 E. 2.1 S. 73, E. 5.6.5 S. 90 f.) - einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 
AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 Abs. 1 VwVG),

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dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet  –  einer  selbständigen 
materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und 
die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. 
Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurs-
kommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass  dementsprechend  in  einem  diesbezüglichen  Beschwerde-
verfahren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines 
formellen  Nichteintretensentscheides auch  die  Flüchtlingseigenschaft 
Prozessgegenstand ist (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass  die  Vorinstanz  die  Frage  der  Wegweisung  und  des  Vollzugs 
materiell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich 
volle Kognition zukommt, 

dass  über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  be-
ziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  wird  (Art.  111 
Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um 
eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur 
summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

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dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art.  32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet,  wenn Asyl-
suchende  glaubhaft  machen  können,  sie  seien  dazu  aus  entschuld-
baren Gründen nicht  in  der  Lage (Art. 32  Abs. 3  Bst. a  AsylG),  auf-
grund der Anhörung sowie gestützt auf Art.  3 und 7 AsylG die Flücht-
lingseigenschaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder 
sich aufgrund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur 
Feststellung der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines  Wegweisungsvoll -
zugshindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass hinsichtlich  der  zur  Begründung des Asylgesuches geltend ge-
machten  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  vorweg  auf  dessen  im 
EVZ  E.  am  3.  Mai  2010  protokollierten  Aussagen  sowie  auf  das 
Protokoll  der  direkten  Bundesanhörung  vom  10.  Mai  2010  zu  ver-
weisen ist,

dass das Bundesverwaltungsgericht aufgrund der gesamten Akten und 
Umstände  davon  ausgeht,  der  Beschwerdeführer  habe  die  ihm  ob-
liegende gesetzliche Mitwirkungspflicht (vgl. Art. 8 Abs. 1 Bst. b AsylG)  
missachtet,

dass in  der angefochtenen Verfügung überzeugend dargelegt  wurde, 
weshalb  für  das  Nichteinreichen  von  Reise-  oder  Identitätspapieren 
keine entschuldbaren Gründe vorliegen,

dass in der Rechtsmitteleingabe zwar geltend gemacht wird, der Be-
schwerdeführer habe nunmehr sein originales Nationalitätendokument 
den  zuständigen  Behörden  am  3.  Mai  2010  abgegeben,  wobei  die 
Verspätung aus guten Gründen erfolgt sei,

dass  er  aus  dieser  Argumentation  jedoch  nichts  zu  seinen  Gunsten 
abzuleiten  vermag,  zumal  mit  keinem  Wort  dargelegt  wird,  aus 
welchen  „guten  Gründen“  er  besagtes  Dokument  nicht  innert  der 
gesetzlich festgelegten Frist von 48 Stunden nach der Gesuchstellung 
zu den Akten legte,

dass  der  Beschwerdeführer  im  vorinstanzlichen  Verfahren  geltend 
machte,  er  habe  die  gesamte  Reise  von  seinem Heimatland  in  die 

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Schweiz ohne Ausweisdokumente und ohne je kontrolliert  worden zu 
sein,  zurückgelegt  (vgl.  Befragungsprotokoll  vom  3.  Mai  2010;  A1, 
S. 8),

dass  diese  Behauptung  offensichtlich  unglaubhaft  ist  und  der  all -
gemeinen Erfahrung widerspricht,

dass  sämtliche  Schengen-Vertragsstaaten  gemäss  dem Schengener 
Abkommen  verpflichtet  sind,  die  strengen  EU-Ein-
wanderungsbestimmungen mit Visa- und Passkontrollen einzuhalten,

dass die Reisewegdiskussion durch die Nachreichung des Nationali -
tätendokuments  entgegen  der  in  der  Beschwerde  vertretenen  Auf-
fassung keineswegs überholt  ist,  zumal  der Beschwerdeführer einer-
seits  das  Dokument,  sollte  er  tatsächlich  damit  in  die  Schweiz  ein -
gereist  sein,  innert  Frist  hätte  einreichen  können,  und  andererseits 
seine  realitätsfremden  Aussagen  zu  den  Reiseumständen  nach  wie 
vor aktenkundig sind,

dass schliesslich Widersprüche oder tatsachenwidrige Angaben über 
den  Reiseweg  negative  Rückschlüsse  auf  die  Glaubhaftigkeit  einer 
geltend  gemachten  Verfolgung  zulassen  (vgl.  EMARK  1998  Nr.  17 
E. 4b S. 150),

dass sich sodann die Aktenlage nach der Direktanhörung dermassen 
klar präsentierte, dass bereits aufgrund einer summarischen Prüfung 
der eindeutige Schluss gezogen werden konnte, der Beschwerdeführer 
erfülle die Flüchtlingseigenschaft offensichtlich nicht,

dass  die  Ausführungen  des  BFM  zur  fehlenden  Asylrelevanz  der 
geltend  gemachten  Verfolgung  im  Rahmen  eines  Nichteintretens-
entscheides zwar unzulässig respektive unbehelflich sind (vgl. EMARK 
2004 Nr. 5),

dass  der  Beschwerdeführer  jedoch  bei  der  Schilderung seiner  Asyl-
gründe mehrheitlich nicht in der Lage war, konkrete und substanziierte 
Angaben zu machen,

dass  er  beispielsweise  nicht  wusste,  wofür  die  Abkürzung  „F.“  steht 
(vgl. Anhörungsprotokoll vom 10. Mai 2010; A8, S. 4, F23), obwohl er 
bei dieser Einheit seit dem Jahr 2006 als Gärtner angestellt gewesen 
sein will (vgl. a.a.O., S. 2, F7),

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dass in diesem Zusammenhang auch erstaunt, dass der Beschwerde-
führer anlässlich der BzP bei der Frage nach der letzten ausgeübten 
Tätigkeit  nicht  die  Anstellung  als  Gärtner  angab,  sondern  geltend 
machte, er habe ab 2003 begonnen, T-Shirts zu kaufen und verkaufen 
(vgl. A1, S. 3),

dass jedoch vom Beschwerdeführer zu erwarten gewesen wäre, dass 
er sich an die Tätigkeit  als Gärtner erinnert  und diese entsprechend 
erwähnt  hätte,  zumal  die  mutmassliche  Schiesserei  auf  dem 
Kasernenareal,  welche  ihn  zur  Flucht  in  sein  Heimatdorf  veranlasst 
haben soll,  angeblich stattfand, als er mit  Grasschneiden beschäftigt 
gewesen sein will (vgl. A8, S. 3, F18, S. 4, F24/25),

dass  im Weiteren  die  Unkenntnis  des  Beschwerdeführers  betreffend 
Fragen zu seinem Vorgesetzten auffällt,

dass  er  weder  dessen  vollständigen  Namen  noch  seinen  genauen 
Rang bezeichnen konnte,

dass er auch nicht  in der Lage war, die Aufgaben des Vorgesetzten 
abgesehen von der Auftragserteilung genau anzugeben (vgl. A8, S. 3, 
F12-14),

dass der Beschwerdeführer darüber hinaus weder wusste, weshalb es 
zur angeblichen Schiesserei gekommen ist, wer dabei gegen wen ge-
kämpft hat noch wie lange der Vorfall etwa gedauert hat (vgl. A8, S. 4),

dass er diesbezüglich jedoch eingehend hätte informiert  sein sollen, 
zumal  er  nach  der  Schiesserei  die  Zeitung  gelesen  haben  will 
(vgl. a.a.O.),

dass der Beschwerdeführer geltend machte, für die Arbeit im Garten 
hätten  sie  stets  diverse  Werkzeuge,  auch  Mähmaschinen  benutzt, 
weshalb  er  vermutlich  beschuldigt  worden  sei,  das  Schloss  zum 
Waffenlager aufgebrochen zu haben,

dass  diese  Erklärung  nicht  zu  überzeugen  vermag,  zumal  der  Be-
schwerdeführer beruflich offensichtlich nicht  mit  Waffen zu tun hatte, 
und  daher  nicht  nachvollziehbar  ist,  weshalb  ausgerechnet  er  als 
Gärtner das Schloss hätte aufbrechen sollen,

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dass  der  Beschwerdeführer  im  Weiteren  nicht  konkret  anzugeben 
wusste, wann sein Vater auf den Polizeiposten bestellt worden sei,

dass dies von ihm indessen hätte erwartet  werden dürfen,  zumal  er  
geltend  machte,  er  sei  von  seinem Vater  informiert  worden,  die  G.-
Einheit habe gedroht, ihn zu erschiessen (vgl. A1, S. 7),

dass der Beschwerdeführer schliesslich keine Kenntnis darüber hatte, 
ob ein Verfahren gegen ihn hängig sei (vgl. a.a.O.),

dass er jedoch ein Interesse daran haben sollte, sich entsprechend zu 
informieren, will er doch sein Heimatland wegen der angeblichen Be-
zichtigung des Einbruchversuchs verlassen haben,

dass  es  unter  diesen  Umständen  auch  seltsam  anmutet,  wenn  der 
Beschwerdeführer plötzlich genau wissen will, dass ihn eine 30-jährige 
Gefängnisstrafe erwarten würde (vgl. a.a.O.),

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  angesichts  der  Unkenntnis  des 
Beschwerdeführers  und  seiner  unsubstanziierten  Angaben  von  der 
Unglaubhaftigkeit der Verfolgungsvorbringen ausgeht,

dass das BFM demnach in der Entscheidbegründung zu Recht aus-
führte, die geltend gemachte Bezichtigung des Einbruchversuchs sei 
nicht stichhaltig und wirke konstruiert,

dass  es  sich  daher  erübrigt,  auf  die  weiteren Vorbringen in  der  Be-
schwerdeeingabe  näher  einzugehen,  zumal  dies  zu  keiner  anderen 
Einschätzung zu führen vermag,

dass sich in Anbetracht dieser Sachlage die Erkenntnis ergibt, es be-
stehe weder Anlass zur Vornahme zusätzlicher Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses noch gar zur direkten Feststellung der Flüchtlingseigen-
schaft (Art. 32 Abs. 3 Bstn. b und c AsylG sowie BVGE 2007/8 E. 2.1),

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 

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hat  (Art. 44  Abs. 1 AsylG),  vorliegend der  Kanton keine Aufenthalts-
bewilligung  erteilt  hat  und  zudem kein  Anspruch auf  Erteilung einer 
solchen  besteht  (vgl.  EMARK  2001  Nr. 21),  weshalb  die  verfügte 
Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen  steht 
und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den  gesetz-
lichen Bestimmungen über  die  vorläufige  Aufnahme von Ausländern 
regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-
bar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2 AsylG; Art.  83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass  bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen 
gemäss  ständiger  Praxis  des Bundesverwaltungsgerichts  und  seiner 
Vorgängerorganisation  ARK der  gleiche  Beweisstandard  wie  bei  der 
Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der 
strikte  Beweis  möglich  ist,  und  andernfalls  wenigstens  glaubhaft  zu 
machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser, 
Ausländerrecht, 2. Auflage, Basel 2009, Rz. 11.148), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht-
liche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen, 
weshalb  das in  Art. 5  AsylG verankerte  Prinzip des flüchtlingsrecht -
lichen Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung 
findet,

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dass  darüber  hinaus  keine  Anhaltspunkte  für  eine  menschenrechts-
widrige  Behandlung  im  Sinne  von  Art.  3  der  Konvention  vom 
4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfrei-
heiten (EMRK, SR 0.101) ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer 
im Heimatstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen  wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner  Gewalt  und 
medizinischer Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  weder  die  allgemeine  Lage  in  Bangladesch  noch  individuelle 
Gründe  auf  eine  konkrete  Gefährdung  im  Falle  einer  Rückkehr 
schliessen lassen,

dass in Bangladesch keine Situation allgemeiner Gewalt herrscht,

dass  insbesondere  davon  auszugehen  ist,  der  junge  und  gemäss 
Akten gesunde Beschwerdeführer werde in seiner Heimat eine neue 
Existenz  aufbauen  können,  zumal  er  die  Schule  besuchte  und 
Arbeitserfahrung als Verkäufer hat,

dass er im Übrigen in Bangladesch über ein tragfähiges soziales Be-
ziehungsnetz  (Eltern,  4  Brüder,  2  Schwestern)  verfügt,  welches  ihm 
bei der Wiedereingliederung behilflich sein kann,

dass auch keine weiteren persönlichen Gründe ersichtlich sind,  auf-
grund  derer  unter  Umständen  geschlossen  werden  könnte,  der  Be-
schwerdeführer  gerate  im  Falle  der  Rückkehr  in  eine  existenz-
bedrohende  Situation,  weshalb  der  Vollzug  der  Wegweisung  -  in 
Übereinstimmung mit der Vorinstanz - als zumutbar zu bezeichnen ist,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  in  den 
Heimatstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse be-
stehen (Art. 83 Abs. 2 AuG),  und es dem Beschwerdeführer obliegt, 
bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 
AsylG),

dass infolgedessen der vom Bundesamt verfügte Wegweisungsvollzug 
insgesamt zu bestätigen ist und eine Anordnung der vorläufigen Auf-
nahme ausser Betracht fällt (Art. 83 Abs. 1-4 AuG),

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dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder  unangemessen  sei  (Art.  106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art.  16  Abs.  1  Bst.  a  VGG  i.V.m.  Art.  1-3  des  Reglements  vom 
21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, SR 173.320.2])  dem Beschwerde-
führer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG),

dass  der  Antrag,  das  Sicherheitskonto  des  Beschwerdeführers  sei 
genügend  gedeckt,  weshalb  für  die  Deckung  von  Verfahrenskosten 
darauf  zuzugreifen  sei,  abzuweisen  ist,  da  solche  Sicherheitskonten 
nicht mehr existieren.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Rechtsvertreter  des  Beschwerdeführers  (vorab  per  Telefax; 
Einschreiben, Beilage: Einzahlungsschein)

- das BFM, Empfangs- und Verfahrenszentrum E. (per Telefax zu den 
Akten Ref.-Nr. N _______)

- (...) (per Telefax)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Fulvio Haefeli Karin Schnidrig

Versand:

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