# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b0769ef4-f49b-5f15-b83a-ed6149cf7156
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-13
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 13.03.2025 200 2025 3
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2025-3_2025-03-13.pdf

## Full Text

ALV 200 2025 3 
JAP/LUB/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 13. März 2025

Verwaltungsrichter Jakob
Gerichtsschreiber Lüthi

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Amt für Arbeitslosenversicherung des Kantons Bern
Rechtsdienst, Lagerhausweg 10, 3018 Bern
Beschwerdegegner

betreffend Einspracheentscheid vom 11. Dezember 2024

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. März 2025, ALV 200 2025 3

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Sachverhalt:

A.

Der 1978 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
stand ab 1. Januar 2024 als "…" in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis 
mit der B.________ AG (Akten des Amts für Arbeitslosenversicherung des 
Kantons Bern [AVA bzw. Beschwerdegegner; act. II] 62 f./152 f.). Mit 
Schreiben vom 12. September 2024 kündigte die Arbeitgeberin das Ar-
beitsverhältnis fristlos (act. II 60/143, vgl. auch act. II 41/92). In der Folge 
stellte der Versicherte am 23. September 2024 einen Antrag auf Arbeitslo-
senentschädigung ab 13. September 2024 (act. II 63/153-156). Aufforde-
rungsgemäss (act. II 42/94 f.) nahm die ehemalige Arbeitgeberin mit 
Schreiben vom 16. Oktober 2024 Stellung zum Kündigungsgrund 
(act. II 32/70). Nachdem dem Versicherten dazu das rechtliche Gehör ge-
währt worden war (act. II 30/67), stellte ihn das AVA (Arbeitslosenkasse) 
mit Verfügung vom 30. Oktober 2024 (act. II 29/64 f.) wegen selbstver-
schuldeter Arbeitslosigkeit für die Dauer von 44 Tagen ab dem 13. Sep-
tember 2024 in der Anspruchsberechtigung ein. Die dagegen erhobene 
Einsprache (act. II 25/54, 21/45) hiess das AVA (Rechtsdienst) nach weiter 
eingeholten Stellungnahmen der Arbeitgeberin sowie des Versicherten 
(act. II 13/26 f., 9/21) mit Entscheid vom 11. Dezember 2024 (act. II 8/16-
20) teilweise gut und reduzierte die Einstelldauer von 44 auf 39 Tage; so-
weit weitergehend wies es die Einsprache ab.

B.

Mit Eingabe vom 3. Januar 2025 (Postaufgabe) erhob der Versicherte Be-
schwerde und beantragte sinngemäss die Aufhebung bzw. die Überprüfung 
des Einspracheentscheids vom 11. Dezember 2024.

Mit Beschwerdeantwort vom 9. Januar 2025 schloss der Beschwerdegeg-
ner auf Abweisung der Beschwerde.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 100 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 über die 
obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung 
[AVIG; SR 837.0] i.V.m. Art. 128 Abs. 1 und Art. 119 Abs. 1 der Verordnung 
vom 31. August 1983 über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und 
die Insolvenzentschädigung [AVIV; SR 837.02]). Da auch die Bestimmun-
gen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 
Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die 
Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die 
Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 11. Dezem-
ber 2024 (act. II 8/16-20). Streitig und zu prüfen ist die Einstellung in der 
Anspruchsberechtigung auf Arbeitslosenentschädigung wegen selbstver-
schuldeter Arbeitslosigkeit im Umfang von 39 Tagen ab 13. September 
2024.

1.3 Bei einer Einstelldauer von 39 Tagen und einem Taggeldanspruch 
von Fr. 240.65 (act. II 22/50, 26/58, 35/85) liegt der Streitwert unter 
Fr. 20'000.--, womit die Beurteilung der Beschwerde in die einzelrichterliche 
Zuständigkeit fällt (Art. 57 Abs. 1 GSOG).

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 Abs. 1 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Nach Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG sind Versicherte in der Anspruchsbe-
rechtigung einzustellen, wenn sie durch eigenes Verschulden arbeitslos 
sind. Die Arbeitslosigkeit gilt namentlich dann als selbstverschuldet, wenn 
die versicherte Person durch ihr Verhalten, insbesondere wegen Verlet-
zung arbeitsvertraglicher Pflichten, dem Arbeitgeber Anlass zur Auflösung 
des Arbeitsverhältnisses gegeben hat (Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV). Die Ein-
stellung in der Anspruchsberechtigung wegen selbstverschuldeter Arbeits-
losigkeit gemäss Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV setzt jedoch keine Auflösung des 
Arbeitsverhältnisses aus wichtigen Gründen gemäss Art. 337 bzw. Art. 346 
Abs. 2 des Schweizerischen Obligationenrechts (OR; SR 220) voraus. Es 
genügt, dass das allgemeine Verhalten Anlass zur Kündigung bzw. Entlas-
sung gegeben hat; Beanstandungen in beruflicher Hinsicht müssen nicht 
vorgelegen haben. Mithin gehören dazu auch charakterliche Eigenschaften 
im weiteren Sinne, die den Arbeitnehmer oder die Arbeitnehmerin für den 
Betrieb als untragbar erscheinen lassen (BGE 112 V 242 E. 1 S. 244; ARV 
2016 S. 60 E. 5; SVR 2006 ALV Nr. 15 S. 51, C 223/05 E. 1).

2.2 Ein Selbstverschulden im Sinne der Arbeitslosenversicherung liegt 
dann vor, wenn und soweit der Eintritt oder das Andauern der Arbeitslosig-
keit nicht objektiven Faktoren zuzuschreiben ist, sondern in einem nach 
den persönlichen Umständen und Verhältnissen vermeidbaren Verhalten 
der versicherten Person liegt, für das die Versicherung die Haftung nicht 
übernimmt. Dieses Verhalten muss gemäss Art. 20 lit. b des Übereinkom-
mens Nr. 168 der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) vom 21. Juni 
1988 über Beschäftigungsförderung und den Schutz gegen Arbeitslosigkeit 
(SR 0.822.726.8) vorsätzlich erfolgt sein, wobei Eventualvorsatz genügt. 
Folglich reicht es aus, dass das allgemeine Verhalten am Arbeitsplatz aus 
sachlich gerechtfertigten Gründen vom Arbeitgeber missbilligt wurde und 
die versicherte Person trotz Wissens um diese Missbilligung ihr Verhalten 

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nicht geändert hat, womit sie dem Arbeitgeber Anlass zur Kündigung gab 
bzw. eine solche in Kauf nahm. Ausschlaggebend ist, ob die versicherte 
Person wissen konnte und musste, dass sie durch ihr Handeln womöglich 
eine Kündigung bewirkt (BGE 147 V 342 E. 6.1 S. 357; Urteil des Bundes-
gerichts [BGer] 8C_466/2007 vom 19. November 2007 E. 3.1; ARV 2016 
S. 60 E. 5).

2.3 Eine versicherte Person kann nach Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV in der 
Anspruchsberechtigung nur eingestellt werden, wenn das ihr zur Last ge-
legte Verhalten in beweismässiger Hinsicht klar feststeht. Anders ausge-
drückt darf nicht einzig auf die Aussagen des Arbeitgebers zu den Umstän-
den der vorzeitigen Auflösung des Arbeitsverhältnisses abgestellt werden, 
insbesondere nicht, wenn diese bestritten und durch keine weiteren Indizi-
en gestützt werden (BGE 112 V 242 E. 1 S. 245; ARV 1999 S. 39 E. 7b). 
Von zusätzlichen Abklärungen darf nicht schon deshalb abgesehen wer-
den, weil die versicherte Person die von ihrem Arbeitgeber erhobenen 
Vorwürfe nicht substantiell bestritten hat (ARV 2016 S. 60 E. 5, 1993/94 
S. 188 E. 6b bb).

3.

3.1 Aufgrund der Akten ist erstellt, dass dem Beschwerdeführer von der 
Arbeitgeberin die im Januar 2024 angetretene unbefristete Stelle als "…" 
(act. II 62 /152) am 12. September 2024 fristlos gekündigt wurde 
(act. II 60/143, 63/154).

Die Kündigung wurde von der Arbeitgeberin mit Schreiben vom 12. Sep-
tember 2024 (act. II 60/143) im Wesentlichen damit begründet, der Be-
schwerdeführer habe schwerwiegend gegen …vorgaben verstossen. Im 
Antrag auf Arbeitslosenentschädigung vom 23. September 2024 gab der 
Beschwerdeführer als Kündigungsgrund ebenfalls ein "…vergehen" auf-
grund einer Fehlentscheidung an (act. II 63/154 Ziff. 20). In der Arbeitge-
berbescheinigung vom 26. September 2024 vermerkte die Arbeitgeberin 
als Grund der fristlosen Kündigung wiederum einen schwerwiegenden Ver-
stoss gegen entsprechende Bestimmungen (act. II 41/92 Ziff. 10, 13). Dies 
bestätigte sie in der Stellungnahme vom 16. Oktober 2024 und führte zu-

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sätzlich aus, der Beschwerdeführer habe sich falsch verhalten und gegen 
die …vorgaben verstossen, obwohl er am 19. Januar 2024 entsprechend 
geschult worden sei. Eine Verwarnung sei nicht erfolgt (act. II 32/70 Ziff. 1-
3).

Am 17. Oktober 2024 erwähnte der Beschwerdeführer gegenüber der Ver-
waltung, es sei ihm zuerst eine Verwarnung in Aussicht gestellt worden und 
entgegen dieser Ankündigung sei dann eine fristlose Kündigung ausge-
sprochen worden (act. II 33/72). In der Stellungnahme vom 22. Oktober 
2024 hielt er bezugnehmend auf die Ausführungen der Arbeitgeberin vom 
16. Oktober 2024 fest, sie (er und wohl ein anderer Mitarbeiter) hätten das 
Beste für die letzten … machen wollen, hätten aber die Vorgesetzten früher 
beiziehen sollen. Ein Grund sei womöglich auch die Müdigkeit gewesen, da 
sie immer 10-14 Stunden hätten arbeiten müssen. Der Druck sei sehr hoch 
gewesen. Die Schulung habe er gemacht, allerdings könne dies nicht im-
mer "eins zu eins" in der Praxis angewendet werden (act. II 30/67). In der 
Einsprache vom 31. Oktober 2024 hielt der Beschwerdeführer zudem fest, 
über die firstlose Kündigung gäbe es keine Diskussion, es sei klar, dass er 
in übermüdetem Zustand, in einer Ausnahmesituation (… habe auf dem 
Boden gelegen), im Stress einen Fehler begangen habe. Über die Kündi-
gungsbedingungen gäbe es keinen Verhandlungsspielraum (act. II 25/54). 
In der ergänzenden Stellungnahme vom 18. November 2024 erwähnte er 
zudem, es liege sicher ein Selbstverschulden vor, das … habe er aber nicht 
bewusst quälen wollen. Da er sowieso nichts gegen die Unternehmung 
habe machen können, habe er unüberlegt aus Frust und Enttäuschung die 
Kündigung unterzeichnet. Es sei zuerst eine Verwarnung angekündigt wor-
den und erst eine Woche später sei die fristlose Kündigung erfolgt 
(act. II 21/45). 

Die Arbeitgeberin führte in der Stellungnahme vom 2. Dezember 2024 
(act. II 13/26) zum Vorfall aus, der Beschwerdeführer habe versucht, das … 
mittels … zum Aufstehen zu bewegen und habe diesen gegen die Vor-
schriften über eine längere Zeit zwölf Mal eingesetzt. Anstatt einen Team-
leiter oder den … beizuziehen habe er nach den erfolglosen Versuchen 
den … verengt, mit den Füssen auf … … eingetreten und es mit insgesamt 
fünf massiven … …. Anschliessend habe er nochmals den … (36 …) ein-

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gesetzt. Nach Intervention des Teamleiters sei das … noch im … … wor-
den (Ziff. 1). Es treffe nicht zu, dass zuerst eine Verwarnung in Aussicht 
gestellt und eine Woche später die Entscheidung zur fristlosen Kündigung 
getroffen worden sei. Der Vorfall habe sich am 10. September 2024 ereig-
net, worauf am 12. September 2024 (nach Besprechungen mit der Perso-
nalabteilung und dem Betriebsleiter sowie Einsicht in das Videomaterial) 
die fristlose Kündigung ausgesprochen worden sei (Ziff. 2). Der Beschwer-
deführer sei zu keinem früheren Zeitpunkt bereits verwarnt worden (Ziff. 3). 
Mit der …schulung vom Januar 2024 sei der Beschwerdeführer unterrichtet 
worden, spätestens nach dem dritten erfolglosen Versuch mit dem … um-
gehend einen Teamleiter sowie … hinzuzuziehen. Somit hätte er im Falle 
einer Überforderung Unterstützung beiziehen können bzw. müssen, was er 
unterlassen habe (Ziff. 4). 

Im Rahmen der Stellungnahme vom 6. Dezember 2024 (Postaufgabe) ver-
wies der Beschwerdeführer erneut auf die Arbeitsbelastung von zehn bis 
zwölf Stunden pro Tag und den sehr grossen Druck, dass immer genügend 
… in der … ständen, damit nicht ein ganzes … zum Stillstand komme oder 
leer auslaufe. Um den reibungslosen Ablauf sicherzustellen, habe er mit 
einem Kollegen die … – bei welcher schon bei der Anlieferung nicht alles in 
Ordnung gewesen sei, diese sei nicht in die … eingeführt worden und habe 
schon in der … am … gelegen – wieder auf die … "gestellt". Nochmals er-
wähnte er, der … nicht mit Absicht Schmerzen zugefügt zu haben. Der 
Druck sei bei dieser Arbeitsstelle immens gewesen und er entschuldige 
sich noch einmal für dieses Fehlverhalten (act. II 9/21).

3.2 Die Angaben der Arbeitgeberin zum Fehlverhalten, das zur fristlo-
sen Kündigung des Arbeitsverhältnisses führte, werden vom Beschwerde-
führer im Grundsatz nicht bestritten. Er bestreitet auch nicht eine Schulung 
zu den …vorgaben erhalten zu haben. Vielmehr anerkennt er sein Fehlver-
halten, gab er im Antrag auf Arbeitslosenentschädigung als Kündigungs-
grund doch selbst einen Verstoss gegen die …vorgaben aufgrund einer 
Fehlentscheidung an (act. II 63/154), erwähnte in der Einsprache vom 
31. Oktober 2024 im Stress einen Fehler begangen zu haben (act. II 25/54) 
und bestätigte in der Stellungnahme vom 6. Dezember 2024 entschuldi-
gend sein Fehlverhalten (act. II 9/21). Im Übrigen bestätigte er auch unter-

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schriftlich die fristlose Kündigung vom 12. September 2024 (act. II 60/143), 
erklärte am 2. Oktober 2024 explizit, diese akzeptiert zu haben 
(act. II 44/98), hielt im Rahmen der Einsprache zudem ausdrücklich fest, 
dass es darüber keine Diskussion bzw. keinen Verhandlungsspielraum 
gäbe (act. II 25/54) und anerkannte in der Stellungnahme vom 18. Novem-
ber 2024 ein Selbstverschulden (act. II 21/45). 

Unter diesen Umständen ist erstellt, dass der Beschwerdeführer durch sein 
Verhalten Anlass zur Kündigung bzw. Entlassung gab. Auch wenn die Si-
tuation am Arbeitsplatz für den Beschwerdeführer belastend gewesen sein 
mag (vgl. act. II 9/21, 25/54, 30/67), lässt sich sein Verhalten namentlich 
mit Blick auf seinen beruflichen Hintergrund als ... (vgl. act. II 9/21, 14/30) 
und die zu Beginn der Anstellung erfolgte Schulung zum Schutz … … nicht 
rechtfertigten. Eine Unzumutbarkeit der Arbeitsbedingungen ist nicht aus-
gewiesen. Das Verhalten des Beschwerdeführers wäre ohne weiteres auch 
vermeidbar gewesen. Er weist denn auch selbst darauf hin, dass der Bei-
zug der Vorgesetzten früher hätte erfolgen sollen (act. II 30/67). Die Auflö-
sung des Arbeitsverhältnisses ist damit selbstverschuldet. Dass dem Be-
schwerdeführer laut seinen Angaben zuerst eine Verwarnung in Aussicht 
gestellt worden war (act. II 33/72) und nicht wie später erfolgt, die fristlose 
Kündigung des Arbeitsverhältnisses, ist unerheblich (act. II 60/143). Eine 
der Kündigung vorangegangene Abmahnung durch die Arbeitgeberin ist 
nicht erforderlich. Entscheidend ist allein das Wissen bzw. das Wissenkön-
nen und -müssen des Versicherten um die Möglichkeit, durch sein Handeln 
eine Kündigung zu bewirken (Urteil des BGer 8C_382/2007 vom 7. Februar 
2008 E. 5). Dies war vorliegend eindeutig der Fall. Durch sein Verhalten 
nahm der Beschwerdeführer eine Kündigung zumindest in Kauf (vgl. E. 2.2 
hiervor; vgl. dazu auch etwa BARBARA KUPFER BUCHER, Rechtsprechung 
des Bundesgerichts zum AVIG, 5. Aufl. 2019, Art. 30 S. 203 f.). Demnach 
hat der Beschwerdeführer seine Arbeitslosigkeit im Sinne von Art. 44 
Abs. 1 lit. a AVIV selbst verschuldet und die Einstellung in der Anspruchs-
berechtigung (Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG; vgl. E. 2.1 hiervor) erfolgte daher 
grundsätzlich zu Recht.

4.

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Zu prüfen bleibt die Angemessenheit der verfügten Sanktion von 39 Ein-
stelltagen (act. II 8/20).

4.1 Die Dauer der Einstellung in der Anspruchsberechtigung bemisst 
sich nach dem Grad des Verschuldens (Art. 30 Abs. 3 Satz 3 AVIG) und 
nicht nach der tatsächlichen Dauer der Arbeitslosigkeit (BGE 113 V 154; 
ARV 2023 S. 279 E. 4.1). Massgebend ist das Gesamtverhalten der versi-
cherten Person, das unter Berücksichtigung aller wesentlichen Umstände 
des Einzelfalls, d.h. der objektiven und subjektiven Gegebenheiten zu wür-
digen ist (BGE 141 V 365 E. 4.1 S. 369). Die Dauer der Einstellung beträgt 
1 bis 15 Tage bei leichtem, 16 bis 30 Tage bei mittelschwerem und 31 bis 
60 Tage bei schwerem Verschulden (Art. 45 Abs. 3 lit. a - c AVIV).

Innerhalb dieses Rahmens entscheiden die Organe der Arbeitslosenversi-
cherung nach pflichtgemässem Ermessen. Das Sozialversicherungsgericht 
darf sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund anstelle desjenigen der Ver-
waltung setzen; es muss sich somit auf Gegebenheiten abstützen können, 
die seine abweichende Ermessensausübung als näher liegend erscheinen 
lassen (BGE 123 V 150 E. 2 S. 152; SVR 2020 ALV Nr. 11 S. 35, 
8C_331/2019 E. 3.3; ARV 2023 S. 279 E. 4.3, S. 197 E. 5.3, 2022 S. 444 
E. 3.3).

4.2 Die mit Einspracheentscheid vom 11. Dezember 2024 um fünf auf 
39 Tage reduzierte Einstellung in der Anspruchsberechtigung (act. II 8/19) 
liegt unter dem Mittelwert der Sanktionsspanne für schweres Verschulden 
von 31 bis 60 Tagen von Art. 44 Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 45 Abs. 3 lit. c AVIV. 
Der Beschwerdeführer führte mit seinem Verhalten zumindest eventualvor-
sätzlich die Auflösung seines unbefristeten Arbeitsverhältnisses herbei (vgl. 
E. 3.2 hiervor), womit der Beschwerdegegner zu Recht von einem schwe-
ren Verschulden ausging. Auch korrespondiert das Sanktionsmass mit den 
Weisungen des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO; vgl. AVIG-Praxis 
ALE, Einstellraster für ALK, D75/1.C; abrufbar unter <www.arbeit.swiss>, 
unter: Publikationen/Weisungen/AVIG-Praxis; zur Bedeutung von 
Verwaltungsweisungen für das Gericht vgl. BGE 150 V 1 E. 6.4.2 S. 6, 148 
V 385 E. 5.2 S. 391, 147 V 79 E. 7.3.2 S. 82, 146 V 224 E. 4.4.2 S. 228). 
Dabei berücksichtigte der Beschwerdegegner in pflichtgemässem Ermes-
sen schuldmindernd die persönlichen Umstände des Beschwerdeführers, 

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mithin die geltend gemachte Arbeitsbelastung und die Überforderungen 
während der fraglichen Situation (act. II 8/19, 9/21, 25/54, 30/67). In seiner 
Beschwerdeschrift verweist der Beschwerdeführer bloss auf seine schwie-
rige finanzielle Situation, bringt aber keine triftigen Gründe für ein gerichtli-
ches Eingreifen in das Ermessen der Organe der Arbeitslosenversicherung 
vor. Dem Gericht ist bewusst, dass diese Einstellung den Beschwerdefüh-
rer in eine prekäre finanzielle Lage bringen kann (Beschwerde; 
act. II 21/54), das Gesetz berücksichtigt diesen Umstand im Rahmen der 
Einstellung in der Anspruchsberechtigung jedoch nicht; massgebend ist 
einzig der Grad des Verschuldens (vgl. E. 4.1 hiervor). Die Einstellung ist 
folglich weder rechtsfehlerhaft noch unangemessen.

5.

Nach dem Dargelegten lässt sich die Einstellung in der Anspruchsberechti-
gung von 39 Tagen nicht beanstanden. Die Beschwerde gegen den Ein-
spracheentscheid vom 11. Dezember 2024 (act. II 8/16-20) ist damit abzu-
weisen.

6.

6.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG 
(Umkehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639) sind keine Verfahrenskosten zu 
erheben.

6.2 Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

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1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- Amt für Arbeitslosenversicherung des Kantons Bern, Rechtsdienst 
- Staatssekretariat für Wirtschaft – SECO

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.