# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7050dd30-1ae1-5161-bea0-c93df6703b3d
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-20
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Kammer für Kindes-und Erwachsenenschutz 20.10.2025 XBE.2025.30
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_002_XBE-2025-30_2025-10-20.pdf

## Full Text

Obergericht 

Kammer für Kindes- und Erwachsenenschutz 

 

XBE.2025.30  
(KEBK.2025.116 / 117)  

 

 

Entscheid vom 20. Oktober 2025 
 

 

Besetzung  Oberrichterin Merkofer, Präsidentin  

Oberrichter Lindner  

Oberrichter Giese  

Gerichtsschreiberin B. Gloor 

 

 

 
 

 

  

Beschwerde-

führer  

 A._____,  

[…]   

 

 
   

Betroffene 

Person 1 

 B._____,  

[…]   

 

 

Betroffene 

Person 2 

 C._____,  

[…]   

 

 

Mutter   D._____,  

[…]  

 

 

Beiständin   E._____,  

[…]  

 

 

Anfechtungs- 

gegenstand 

 Entscheid des Familiengerichts Zofingen vom 14. März 2025 

 

 

Betreff  Prüfung Bericht 

 
 

  

 - 2 - 

 

 

 

   

Die Kammer für Kindes- und Erwachsenenschutz entnimmt den 

Akten: 

 

1. 

1.1. 

B._____ (nachfolgend: Betroffene 1), geboren am tt.mm.2012, und 

C._____ (nachfolgend: Betroffene 2), geboren am tt.mm.2014, sind die 

Töchter der geschiedenen Eltern D._____ (nachfolgend: Mutter) und 

A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer). Für die Betroffenen besteht seit 

dem 23. Oktober 2020 eine Beistandschaft nach Art. 308 Abs. 2 ZGB.  

 

1.2. 

Mit Eingabe vom 25. Februar 2025 erstattete die Beiständin E._____ dem 

Familiengericht Zofingen den periodischen Rechenschaftsbericht für den 

Zeitraum vom 1. November 2022 bis zum 31. Oktober 2024.  

 

1.3. 

Mit Entscheid vom 14. März 2025 erkannte die Fachrichterin des Familien-

gerichts Zofingen (KEBK.2025.116/117):  

 

" 1. 
Der Bericht vom 25. Februar 2025 wird genehmigt. 
 
2. 
Auf die Festsetzung einer Mandatsentschädigung wird verzichtet. 
 
3. 
Die Beiständin wird eingeladen, den nächsten Beistandschaftsbericht per 
31. Oktober 2026 bis spätestens am 31. Januar 2027 einzureichen. 
 
4. 
Auf die Erhebung von Gerichtskosten wird verzichtet." 

 

2. 

2.1. 

Gegen diesen ihm in begründeter Ausfertigung am 19. März 2025 zuge-

stellten Entscheid erhob der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 4. April 

2025 (Postaufgabe: 7. April 2025) Beschwerde beim Obergericht des Kan-

tons Aargau und beantragte eine Berichtigung des genehmigten Rechen-

schaftsberichts der Beiständin vom 25. Februar 2025.  

 

2.2. 

Nach Zustellung der Kostenvorschussverfügung vom 10. April 2025 stellte 

der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 25. April 2025 ein Gesuch um Ge-

währung der unentgeltlichen Rechtspflege  

 

 - 3 - 

 

 

2.3. 

Mit Schreiben vom 2. Mai 2025 verzichtete die Vorinstanz auf eine Ver-

nehmlassung.  

 

 
 

   

Die Kammer für Kindes- und Erwachsenenschutz zieht in Erwä-

gung: 

 

1. 

1.1. 

Zuständig für Beschwerdeverfahren gegen Entscheide der Kindes- und Er-

wachsenenschutzbehörde wie das vorliegende ist die Kammer für Kindes- 

und Erwachsenenschutz des Obergerichts des Kantons Aargau als einzige 

Beschwerdeinstanz (§ 41 EG ZGB i.V.m. § 10 Abs. 1 lit. c EG ZPO und 

§ 10 Abs. 1 der Geschäftsordnung des Obergerichts des Kantons Aargau 

vom 21. November 2012 [GKA 155.200.3.101] i.V.m. deren Anhang 1 

Ziff. 5 Abs. 7 lit. b). 

 

1.2. 

Der Beschwerdeführer ist als Vater der Betroffenen gemäss Art. 314 Abs. 1 

ZGB i.V.m. Art. 450 Abs. 2 ZGB beschwerdelegitimiert. Auf die frist- und 

formgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.  

 

1.3. 

Die Rechtsmittelinstanz prüft den erstinstanzlichen Entscheid von Amtes 

wegen in Anwendung der Untersuchungs- und Offizialmaxime – in der Re-

gel beschränkt auf den Umfang der Anfechtung – in rechtlicher und tatsäch-

licher Hinsicht umfassend und beurteilt ihn neu (Art. 446 Abs. 4 ZGB; Bot-

schaft zum Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kindesrecht, nachfol-

gend: BBl 2006 7001 ff., S. 7083). 

 

2. 

2.1. 

Der Beschwerdeführer beantragt die Entfernung sämtlicher Passagen des 

Rechenschaftsberichts, die sich auf seine Religionszugehörigkeit bezie-

hen, sowie die Berichtigung von Ziff. 2.8 des Rechenschaftsberichts dahin-

gehend, dass er im Sommer 2023 mit den Betroffenen und seiner Frau 

nach Q._____ gefahren sei und er während der langen Autofahrt keine Me-

dikamente eingenommen habe.  

 

2.2. 

2.2.1. 

Gemäss Art. 314 Abs. 1 i.V.m. Art. 415 Abs. 1 und 2 ZGB prüft die Kindes-

schutzbehörde den periodischen Bericht und erteilt oder verweigert die Ge-

nehmigung. Wenn nötig verlangt sie eine Berichtsergänzung. Es liegt in der 

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Natur der Sache, dass Berichte von Beistandspersonen eine subjektive 

Sicht der Dinge wiedergeben und deshalb inhaltlich umstritten sein können. 

Es ist nicht Sinn der Genehmigung, diese Inhalte nach dem objektiven 

Wahrheitsgehalt zu erforschen und ihnen dadurch behördlich festgestellte 

Beweiskraft zu verleihen. Die Genehmigung bedeutet auch nicht eine Zu-

stimmung zu allen Aussagen der Beistandsperson. Mit der Genehmigung 

des periodischen Rechenschaftsberichts wird daher nicht die materielle 

Richtigkeit des Berichts beurteilt, sondern damit bringt die Behörde lediglich 

zum Ausdruck, dass sie die Betreuung durch die Beistandsperson für die 

entsprechende Periode als richtig empfindet (BIDERBOST, in: FamKommen-

tar, Erwachsenenschutz, 2013, N. 6 zu Art. 415 ZGB; VOGEL, in: Basler 

Kommentar, Zivilgesetzbuch, 7. Aufl. 2022, N. 10a f. zu Art. 415 ZGB). Die 

Genehmigung resp. die Nicht-Genehmigung des Rechenschaftsberichts 

berührt die Verantwortlichkeit nicht (Art. 454 ZGB) und ist mithin keine De-

charge-Erteilung. Gegenüber Dritten entfaltet die Genehmigung des Be-

richts grundsätzlich keine Wirkung (BBl 2006, 7001 ff. S. 7056; VOGEL, 

a.a.O., N. 11 ff. zu Art. 415 ZGB). 

 

2.2.2. 

Eine Nichtgenehmigung des Berichts hat allenfalls dann zu erfolgen, wenn 

die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde mit der Amtsführung des Bei-

stands nicht einverstanden ist. Wird der Bericht nicht genehmigt oder hat 

die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde – trotz Genehmigung des Be-

richts – Beanstandungen zu machen, hat dies in der Regel nicht zur Folge, 

dass der Rechenschaftsbericht abgeändert werden muss, denn die Ver-

gangenheit kann nicht mehr verändert werden. Die Behörde wird der Bei-

standsperson in diesem Fall jedoch eine Weisung erteilen, wie sie sich in 

Zukunft zu verhalten hat. 

 

2.2.3. 

Zur Gestaltung und Ausführlichkeit des Berichts lassen sich dem Gesetz 

keine direkten Aussagen entnehmen. Massgeblich sind Art und Umfang 

des Auftrags (AFFOLTER, Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl. 

2022, N. 5 f. zu Art. 411 ZGB). Je nach Situation und Auftrag genügt ein 

kurzer summarischer Bericht oder es ist eine ausführlichere Schilderung 

der Entwicklung und des Zustandes im Zeitpunkt der Berichterstattung not-

wendig. Es ist nicht erforderlich, dass die Kindes- und Erwachsenenschutz-

behörde für die Wahrung ihrer Aufsichts- und Kontrollfunktion jegliche De-

tails aus dem Leben der betreuten Person und der oft wechselhaften Be-

ziehung zwischen Beistandsperson und Betreutem kennt (HÄFELI, Weglei-

tung für vormundschaftliche Organe, 4. Aufl. 2005, S. 228 f. bzw. in: Fam-

Kommentar, Erwachsenenschutz, 2013, N. 9 zu Art. 411 ZGB). Kann sich 

die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde aufgrund des Berichts kein 

Bild über die Mandatsführung resp. die Situation der betroffenen Person 

machen, so hat sie die Beistandsperson zur Ergänzung resp. Präzisierung 

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des Berichts aufzufordern, sinnvollerweise mittels gezielter Fragestellun-

gen (VOGEL, a.a.O., N. 10 zu Art. 415 ZGB). 

 

2.3. 

Der Rechenschaftsbericht der Beiständin vom 25. Februar 2025 gibt um-

fassend Auskunft über alle wichtigen Belange der Betroffenen, insbeson-

dere über deren aktuelle persönliche Situation, ihr schulisches und soziales 

Umfeld, ihre Gesundheit sowie über das Besuchsrecht und die Kooperation 

und die Kommunikation der Eltern. Es ist weder dargelegt noch ersichtlich, 

dass der Rechenschaftsbericht der Informationspflicht nicht genügt. Der 

Beschwerdeführer bringt in seiner Beschwerde zudem nicht vor, inwiefern 

die Amtsführung der Beiständin mit dem erteilten Auftrag und den erteilten 

Kompetenzen nicht vereinbar sein soll. Vielmehr stört sich der Beschwer-

deführer an den seiner Meinung nach falschen Darstellungen der Beistän-

din im Rechenschaftsbericht. In diesem Zusammenhang ist jedoch zu be-

rücksichtigen, dass der Rechenschaftsbericht die subjektive Sichtweise der 

Beiständin wiedergibt und es möglich ist, dass einzelne Passagen inhaltlich 

von der subjektiven Wahrnehmung anderer involvierter Personen abwei-

chen und somit umstritten sein können. Im Rahmen der Berichtsgenehmi-

gung ist jedoch nicht der objektive Wahrheitsgehalt zu erforschen (vgl. 

E. 2.2.1 hiervor). Schliesslich macht der Beschwerdeführer nicht geltend, 

dass die im Rechenschaftsbericht enthaltenen Aussagen und Informatio-

nen nachteilige Auswirkungen auf die weitere Mandatsführung oder auf die 

Interessen der Betroffenen haben. Angesichts dessen bestehen keine An-

haltspunkte dafür, dass die Vorinstanz den Rechenschaftsbericht der Bei-

ständin vom 25. Februar 2025 für den Zeitraum vom 1. November 2022 bis 

zum 31. Oktober 2024 nicht hätte genehmigen dürfen. Die Beschwerde ist 

daher abzuweisen. 

 

3. 

3.1. 

Der Beschwerdeführer ersucht um Gewährung der unentgeltlichen Rechts-

pflege. 

 

3.2. 

Eine Person hat Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, wenn sie nicht 

über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechtsbegehren nicht aus-

sichtslos erscheint (§ 38 Abs. 3 EG ZGB i.V.m. Art. 117 ZPO). 

 

3.3. 

Als aussichtslos sind Begehren anzusehen, bei denen die Gewinnaussich-

ten beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren und die deshalb kaum 

als ernsthaft bezeichnet werden können. Dagegen gilt ein Begehren nicht 

als aussichtslos, wenn sich Gewinnaussichten und Verlustgefahren unge-

fähr die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Mass-

gebend ist, ob eine Partei, die über die nötigen Mittel verfügt, sich bei 

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vernünftiger Überlegung zu einem Prozess entschlösse; eine Partei soll ei-

nen Prozess, den sie auf eigene Rechnung und Gefahr nicht führen würde, 

nicht deshalb anstrengen können, weil er sie nichts kostet. Ob im Einzelfall 

genügende Erfolgsaussichten bestehen, beurteilt sich aufgrund einer vor-

läufigen und summarischen Prüfung der Prozessaussichten (BGE 138 III 

217; 133 III 614 E. 5). 

 

3.4. 

Der Beschwerdeführer legt in seinem Gesuch um Bewilligung der unent-

geltlichen Rechtspflege vom 25. April 2025 nicht dar, weshalb seine 

Rechtsbegehren nicht als aussichtslos zu bezeichnen sind. Dies ist auch 

nicht ersichtlich. Wie die vorstehenden Erwägungen zeigen, waren die Ver-

lustgefahren der Beschwerde des Beschwerdeführers erheblich grösser als 

die Gewinnaussichten. Die Beschwerde des Beschwerdeführers ist daher 

im Sinne von Art. 117 lit. b ZPO als aussichtslos zu bezeichnen. Sein Ge-

such um unentgeltliche Rechtspflege im Beschwerdeverfahren ist deshalb 

abzuweisen. Ist das Gesuch bereits wegen Aussichtslosigkeit des Rechts-

mittels abzuweisen, erübrigt es sich, die finanziellen Verhältnisses des Be-

schwerdeführers näher zu prüfen. 

 

4. 

Gemäss diesem Ausgang des Verfahrens sind die obergerichtlichen Ver-

fahrenskosten gemäss § 38 Abs. 3 EG ZGB i.V.m. Art. 106 Abs. 1 ZPO 

dem Beschwerdeführer aufzuerlegen und mit dem von ihm geleisteten Kos-

tenvorschuss zu verrechnen. Eine Entschädigung ist ihm nicht auszurich-

ten. Die Mutter hatte keine Beschwerdeantwort zu erstatten, weshalb ihr 

keine Parteientschädigung zuzusprechen ist.  

 

 
 

   

Die Kammer für Kindes- und Erwachsenenschutz beschliesst: 

 

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abge-

wiesen. 

 

 
 

   

Die Kammer für Kindes- und Erwachsenenschutz entscheidet: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. 

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 400.00 werden dem Be-

schwerdeführer auferlegt.  

 

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3. 

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.