# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a2fe0b6f-e49b-5eb9-bc19-8d86196ec0c0
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-06-25
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 25.06.2010 D-2169/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-2169-2010_2010-06-25.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-2169/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 5 .  J u n i  2 0 1 0

Einzelrichter Martin Zoller, 
mit Zustimmung von Richter Fulvio Haefeli;
Gerichtsschreiber Daniel Stadelmann.

A._______, geboren (...),
Sri Lanka,
Beschwerdeführerin,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asylgesuch aus dem Ausland und Einreisebewilligung; 
Verfügung des BFM vom 11. Februar 2010 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-2169/2010

Sachverhalt:

A.
Die  Beschwerdeführerin  reichte  am 15.  Mai  2009  (Eingang  bei  der 
schweizerischen  Botschaft  in  Colombo)  ein  schriftliches  Asylgesuch 
ein.

B.
In  ihrem  schriftlichen  Asylgesuch  und  der  am  23.  Juni  2009  ein-
gegangen  schriftlichen  Ergänzung  sowie  anlässlich  der  Befragung 
durch die schweizerische Botschaft in Colombo vom 12. Oktober 2009 
machte die Beschwerdeführerin im Wesentlichen geltend, sie sei eine 
ethnische  Tamilin  hinduistischen  Glaubens  aus  B._______.  Seit  un-
gefähr 2001/2002 lebe sie in C._______, wo sie im Jahre 2007 ihren 
Ehemann kennengelernt habe. Dieser sei während zwölf Jahren – zu-
letzt  als  Gruppenführer  –  bei  den  Liberation  Tigers  of  Tamil  Eelam 
(LTTE) gewesen. Dann habe er die Organisation verlassen, weil er es 
nicht mehr ertragen habe, Befehle entgegenzunehmen und sei durch 
den Dschungel nach C._______ gelangt. Nach einem sechsmonatigen 
Aufenthalt habe er sie kennengelernt und sie hätten geheiratet. Als ihr 
Ehemann 2009 zu seinem Onkel nach D._______ gegangen sei, sei er 
durch die Polizei verhaftet, indes nach zwei Tagen wieder freigelassen 
worden. Kurz darauf  sei  er  jedoch von ihr  unbekannten Personen in 
einem weissen Van entführt worden. Später habe sie erfahren, dass ihr 
Ehemann nach E._______ gelangt  sei,  wo er  sich als  Asylbewerber 
aufhalte. Sie selbst sei dann von Unbekannten verfolgt worden, welche 
von ihr  umgerechnet Fr. 10'000.-- verlangt  hätten. Sie vermute, dass 
die Erpresser wüssten, dass ihr Ehemann sich in E._______ aufhalte, 
und daher  so  viel  Geld  verlangten. Eine Frist  für  die  Übergabe des 
Geldes sei ihr nicht gesetzt worden.

Zur Stützung ihrer Vorbringen reichte sie diverse Dokumente in Kopie 
zu den Akten.

C.
Mit Verfügung vom 11. Februar 2010 – eröffnet am 26. Februar 2010 – 
wies das BFM das Asylgesuch der Beschwerdeführerin ab und verwei-
gerte ihr die Einreise in die Schweiz. Auf die Begründung wird, soweit 
entscheidwesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

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D.
Mit  Eingabe  vom 23.  März  2010  (Eingang  bei  der  Schweizerischen 
Botschaft in Colombo) erhob die Beschwerdeführerin Beschwerde ge-
gen  die  Verfügung  des  BFM vom 11. Februar  2010. Diese  Eingabe 
wurde dem Bundesverwaltungsgericht  am 25. März  2010 zuständig-
keitshalber überwiesen (Eingang am 6. April 2010). Darin brachte die 
Beschwerdeführerin im Wesentlichen vor, sie sei eine alleinstehende 
Frau,  die  unter  dem  Bürgerkrieg,  dem  Rassismus  und  unter 
körperlicher Gewalt leide. Ihr Mann sei ein Mitglied der LTTE gewesen. 
Sie wisse jedoch nicht mehr über seine diesbezüglichen Aufgaben und 
dessen  Vergangenheit.  Es  sei  ein  Wunder,  dass  er  nach  seiner 
Verhaftung umgehend wieder frei gelassen worden sei. Ihr Ehemann 
sei nicht mehr in Sri Lanka, sondern halte sich ohne Aufenthaltsbewilli-
gung in F._______ auf. Aus diesen Gründen beantrage sie Asyl in der 
Schweiz.

E.
Mit  Schreiben  vom 2.  Juni  2010  (Eingang  bei  der  Schweizerischen 
Botschaft  in Colombo, weitergeleitet von dieser am 8. Juni 2010 und 
schliesslich eingegangen beim Bundesverwaltungsgericht am 21. Juni 
2010) unterstrich die Beschwerdeführerin noch einmal ihre Asylgründe 
und  reichte  ein  Referenzschreiben  eines  Parlamentsmitglieds  des 
G._______ zu den Akten.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005  (VGG,  SR 173.32)  beurteilt  das  Bundesverwaltungs-
gericht Beschwerden gegen Verfügungen nach  Art. 5 des Bundesge-
setzes  vom  20. Dezember 1968  über  das  Verwaltungsverfahren 
(VwVG, SR 172.021). Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 
VGG und  ist  daher  eine  Vorinstanz  des  Bundesverwaltungsgerichts. 
Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG 
liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist  daher zuständig für 
die  Beurteilung  der  vorliegenden  Beschwerde  und  entscheidet  im 
Bereich  des  Asylrechts  endgültig  (Art. 105  des  Asylgesetzes  vom 
26. Juni 1998  [AsylG,  SR 142.31];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

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1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem 
BGG,  soweit  das  AsylG  nichts  anderes  bestimmt  (Art. 37  VGG und 
Art. 6 AsylG).

1.3 Die Beschwerde ist nicht in einer Amtssprache des Bundes abge-
fasst (Art. 70 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eid-
genossenschaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101]). Auf die Ansetzung 
einer Frist zur Beschwerdeverbesserung kann indessen verzichtet wer-
den,  da  den  in  Englisch  verfassten  Rechtsmitteleingaben  genügend 
klare, sinngemässe Rechtsbegehren und deren Begründungen zu ent-
nehmen sind; mithin kann ohne weiteres darüber befunden werden.

1.4 Die Beschwerde ist – abgesehen vom sprachlichen Mangel – frist- 
und formgerecht eingereicht; die Beschwerdeführerin hat am Verfahren 
vor  der  Vorinstanz  teilgenommen,  ist  durch  die  angefochtene 
Verfügung  besonders  berührt,  hat  ein  schutzwürdiges  Interesse  an 
deren  Aufhebung  beziehungsweise  Änderung  und  ist  daher  zur 
Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 108 AsylG sowie Art. 105 
AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 und Art. 52 VwVG). Auf die 
Beschwerde ist einzutreten.

2.
Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

3.
Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterli -
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  be-
ziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  (Art.  111  Bst. e 
AsylG). Wie  nachstehend aufgezeigt,  handelt  es  sich  vorliegend  um 
eine  solche,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG).

Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde vorliegend auf die Durch-
führung des Schriftenwechsels verzichtet.

4.
In  formeller  Hinsicht  ist  zunächst  festzuhalten,  dass  gemäss Art. 19 
Abs. 1  AsylG ein  Asylgesuch  im Ausland bei  einer  schweizerischen 
Vertretung gestellt werden kann, welche es mit einem Bericht an das 
Bundesamt überweist (Art. 20 Abs. 1 AsylG). Die schweizerische Ver-

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tretung führt  mit  der asylsuchenden Person in der Regel eine Befra-
gung durch (Art. 10 Abs. 1 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 
über Verfahrensfragen [AsylV 1, SR 142.311]). Ist dies nicht möglich, 
so wird die asylsuchende Person von der Vertretung aufgefordert, ihre 
Asylgründe  schriftlich  festzuhalten  (Art. 10  Abs. 2  AsylV 1).  Die 
schweizerische Vertretung überweist dem Bundesamt das Befragungs-
protokoll  oder das schriftliche Asylgesuch sowie weitere zweckdienli-
che Unterlagen und einen ergänzenden Bericht, der ihre Beurteilung 
des Asylgesuchs enthält (Art. 10 Abs. 3 AsylV 1). Im vorliegenden Fall  
wurden  diesen  gesetzlichen  Bestimmungen  durch  die  Einholung 
detaillierter  Informationen  durch  die  schweizerische  Botschaft,  die 
Befragung der Beschwerdeführerin sowie den entsprechenden Bericht 
der  schweizerischen  Vertretung  praxisgemäss  Genüge  getan  (vgl. 
Entscheide des  Schweizerischen  Bundesverwaltungsgerichts  [BVGE] 
2007/30).

5.
5.1 Das BFM kann  ein  im Ausland gestelltes  Asylgesuch  ablehnen, 
wenn die asylsuchenden Personen keine Verfolgung glaubhaft machen 
können oder ihnen die Aufnahme in einem Drittstaat zugemutet wer-
den kann (vgl. Art. 3, Art. 7 und Art. 52 Abs. 2 AsylG). Gemäss Art. 20 
Abs. 2 AsylG bewilligt das BFM Asylsuchenden die Einreise zur Abklä-
rung des Sachverhaltes, wenn ihnen nicht zugemutet werden kann, im 
Wohnsitz- oder Aufenthaltsstaat zu bleiben oder in ein anderes Land 
auszureisen.

5.2 Bei diesem Entscheid sind die Voraussetzungen zur Erteilung ei-
ner Einreisebewilligung grundsätzlich restriktiv zu umschreiben, wobei 
den  Behörden  ein  weiter  Ermessensspielraum zukommt.  Neben  der 
erforderlichen Gefährdung im Sinne von Art. 3 AsylG sind namentlich 
die Beziehungsnähe zur  Schweiz,  die Möglichkeit  der  Schutzgewäh-
rung  durch  einen  anderen  Staat,  die  Beziehungsnähe  zu  anderen 
Staaten, die praktische Möglichkeit und objektive Zumutbarkeit zur an-
derweitigen Schutzsuche sowie die voraussichtlichen Eingliederungs- 
und Assimilationsmöglichkeiten in Betracht zu ziehen (vgl. die weiter-
hin zutreffende Praxis  gemäss Entscheidungen und Mitteilungen der 
Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 1997 Nr. 15, insbe-
sondere S. 131 ff., welche angesichts bloss redaktioneller Änderungen 
bei der letzten Totalrevision des Asylgesetzes nach wie vor Gültigkeit  
hat). Ausschlaggebend für die Erteilung der Einreisebewilligung ist da-
bei  die  Schutzbedürftigkeit  der  betroffenen  Personen  (vgl.  EMARK 

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1997 Nr. 15 E. 2c S. 130), mithin die Prüfung der Fragen, ob eine Ge-
fährdung im Sinne von Art. 3 AsylG glaubhaft gemacht wird und ob der 
Verbleib  am Aufenthaltsort  für  die  Dauer  der  Sachverhaltsabklärung 
zugemutet werden kann.

6.
6.1 Zur  Begründung ihres Entscheides führte die Vorinstanz im We-
sentlichen aus,  Vorbringen seien dann unglaubhaft,  wenn sie in  we-
sentlichen  Punkten  der  allgemeinen  Erfahrung  oder  der  Logik  des 
Handelns widersprächen. Die Beschwerdeführerin mache geltend, ihr 
Ehemann  sei  während  zwölf  Jahren  bei  der  LTTE  –  zuletzt  als 
Gruppenführer – tätig gewesen, er solle aber bereits zwei Tage nach 
seiner Verhaftung durch die Polizei in (...) wieder freigelassen worden 
sein. Es könne davon ausgegangen werden, dass die srilankischen Si-
cherheitsbehörden in Erfahrung gebracht hätten, wenn jemand so lan-
ge  Mitglied  bei  der  LTTE  gewesen  wäre.  Vor  diesem  Hintergrund 
widerspreche das geschilderte Vorgehen der  srilankischen Behörden 
deren  ständiger  Praxis  und  der  allgemeinen  Erfahrung,  dass  ein 
höheres Mitglied der LTTE nach so kurzer Zeit von der Polizei wieder 
freigelassen werde. Weiter mache die Beschwerdeführerin geltend, ihr 
Ehemann habe sich nach seiner Desertion von der LTTE unbehelligt in 
C._______  aufhalten  und  im  Jahr  2007  offiziell  eine  Ehe  eingehen 
können.  Auch  dieses  Vorbringen  widerspreche  der  allgemeinen 
Erfahrung. Wenn ihr Ehemann tatsächlich ein Gruppenführer der LTTE 
gewesen wäre, wäre dies nicht möglich gewesen. Zu diesem Zeitpunkt 
sei C._______ nämlich von den LTTE-Zellen infiltriert gewesen und ihr 
Ehemann wäre zweifellos für seine Desertion zur Rechenschaft gezo-
gen worden. Deshalb sei das von der Beschwerdeführerin geltend ge-
machte politische Profil  ihres Ehemannes unglaubhaft. Somit bestün-
den auch erhebliche Zweifel an der Glaubhaftigkeit ihrer vorgebrach-
ten  Verfolgungssituation  insgesamt,  zumal  diese  ausschliesslich  auf 
die angeblichen politischen Tätigkeiten ihres Ehemannes zurückzufüh-
ren sei.

6.2 Überdies  seien  Vorbringen  dann  nicht  hinreichend  begründet, 
wenn sie in wesentlichen Punkten zu wenig konkret, detailliert und dif -
ferenziert dargelegt würden und somit den Eindruck vermittelten, dass 
die Beschwerdeführerin das Geschilderte nicht selbst erlebt habe. Sie 
habe  geltend  gemacht,  ihr  Ehemann sei  während  längerer  Zeit  Mit -
glied und zuletzt Gruppenführer der LTTE gewesen. Anlässlich der An-
hörung in Colombo vom 12. Oktober 2009 habe die Beschwerdeführe-

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rin aber kaum Angaben zu dessen Tätigkeit machen können. So habe 
sie beispielsweise nicht einmal seinen angeblichen Kampfnamen ge-
kannt. Da sie diese Vorbringen in wesentlichen Punkten zu wenig kon-
kret und detailliert habe darzulegen vermocht, seien diese nicht hinrei -
chend begründet. Dies erhärte die bereits geäusserten Zweifel an der 
Glaubhaftigkeit ihrer Vorbringen.

6.3 Somit erübrige es sich, auf zahlreiche weitere unglaubhafte Ele-
mente in der Schilderung der Asylvorbringen der Beschwerdeführerin 
näher einzugehen. Ihre Vorbringen hielten demnach in ihrer Gesamt-
heit den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit nach Art. 7 AsylG nicht 
stand.  An  dieser  Einschätzung  vermöchten  auch  die  von  ihr  einge-
reichten Dokumente nichts zu ändern. Zusammenfassend sei  festzu-
stellen,  dass  die  Beschwerdeführerin  nicht  schutzbedürftig  im Sinne 
des Asylgesetzes (Art. 3 AsylG) sei. Daher sei das Asylgesuch abzu-
lehnen und die Einreise in die Schweiz nicht zu bewilligen.

7.
7.1 Die  Beschwerdeführerin  setzt  sich  in  ihrer  Beschwerde  vom 
23. März 2010 und dem nachgereichten Schreiben vom 2. Juni 2010 
nicht  explizit  mit  den  ihr  von  der  Vorinstanz  vorgehaltenen 
Unglaubhaftigkeitselementen auseinander, sondern verweist pauschal 
auf ihre schwierigen Lebensbedingungen in Sri Lanka. Überall wo sie 
hingehe,  werde  sie  von  Sicherheitskräften  und  ihr  unbekannten 
Personen verfolgt. Sie habe auch finanzielle Probleme und lebe zurzeit 
in H._______ (I._______).

7.2 Nach  Prüfung  der  Akten  gelangt  das  Bundesverwaltungsgericht 
vorab zum Schluss, dass das BFM den rechtserheblichen Sachverhalt 
in  ausreichender  Weise abgeklärt  hat,  um einen Entscheid  über  die 
Frage einer Gefährdung der Beschwerdeführenden fällen zu können.

Darüber  hinaus  sind  die  vom BFM in  der  angefochtenen  Verfügung 
festgestellten Widersprüche zu bestätigen. Für die Begründung kann in 
casu vollumfänglich auf die vorinstanzliche Verfügung verwiesen wer-
den. Sodann ist  festzustellen,  dass  die  Vorbringen der  Beschwerde-
führerin bezüglich der Verfolgung durch Unbekannte sehr vage ausge-
fallen sind und Realkennzeichen vermissen lassen, was die bereits be-
stehenden  Zweifel  an  der  Glaubhaftigkeit  der  Vorbringen  weiter  ver-
stärkt. Auch die beim BFM und beim Bundesverwaltungsgericht in Ko-
pie  eingereichten  Beweismittel  (u.a.  Auszüge  aus  dem  „register  of 

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birth“,  ein  „certificate  of  marriage“,  ein  Referenzschreiben  eines 
Kommunalpolitikers) sind nicht geeignet, eine asylrelevante Verfolgung 
glaubhaft zu machen.

7.3 Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen ist zusammenfassend 
festzustellen, dass die Beschwerdeführerin keine aktuelle und unmit-
telbare Gefährdung im Sinne von Art. 3 AsylG darzulegen vermochte. 
Mithin  erhellt,  dass  das  BFM demnach  der  Beschwerdeführerin  die 
Einreise  in  die  Schweiz  zu  Recht  verweigert  beziehungsweise  das 
Asylgesuch  abgelehnt  hat.  Zwar  erkennt  das  Bundesverwaltungs-
gericht, dass die Situation der Beschwerdeführerin aufgrund der der-
zeitigen Lage in Sri Lanka generell als schwierig und belastend zu be-
zeichnen  ist.  Dieser  Umstand  betrifft  indessen  letztlich  die  Mehrheit 
der Zivilbevölkerung in Sri  Lanka, weshalb die vorinstanzliche Verfü-
gung angesichts der Praxis im Bereich der Auslandverfahren, bei de-
nen sich  die  Frage  von allfälligen Wegweisungsvollzugshindernissen 
gerade nicht stellt, zu bestätigen ist. Zusammenfassend ist festzustel-
len, dass die Schutzbedürftigkeit der Beschwerdeführenden im Sinne 
von Art. 20 i.V.m. Art. 3  AsylG als  nicht  gegeben zu qualifizieren ist 
und  auch  keine  anderen  Gründe  die  Erteilung  einer  Einreisebewilli -
gung indizieren würden.

8.
Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 
Bundesrecht  nicht  verletzt,  den rechtserheblichen Sachverhalt  richtig 
und vollständig feststellt und angemessen ist (Art.  106 AsylG). Die Be-
schwerde ist nach dem Gesagten abzuweisen.

9.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten von Fr. 600.-- 
an  sich  der  Beschwerdeführerin  aufzuerlegen (Art. 63  Abs. 1VwVG); 
aus verwaltungsökonomischen Gründen wird indessen in Anwendung 
von Art. 6 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  (VGKE,  SR 
173.320.2) auf das Erheben von Verfahrenskosten verzichtet.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin durch Vermittlung der schweizerischen Ver-
tretung in Colombo (per EDA-Kurier)

- die  schweizerische  Vertretung  in  Colombo  (Ref.  Nr. [...]),  mit  der 
Bitte um Eröffnung des Urteils an die Beschwerdeführerin und um 
Zustellung  der  beiliegenden  Empfangsbestätigung  an  das 
Bundesverwaltungsgericht (per EDA-Kurier; in Kopie)

- das  BFM,  Abteilung  Asylverfahren,  mit  den  Akten  Ref.-Nr. 
N _______ (per Kurier; in Kopie)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Martin Zoller Daniel Stadelmann

Versand:

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