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**Case Identifier:** 156993a8-3314-57e2-bc86-a4c42c22fb83
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-04-11
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 11.04.2014 100 2013 236
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2013-236_2014-04-11.pdf

## Full Text

Eine gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten hat das Bundesgericht am 13.04.2015 abgewiesen, soweit es 
darauf eingetreten ist (2C_427/2014, 2C_428/2014).

100.2013.236/237U
VBL/ROC/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil der Einzelrichterin vom 11. April 2014

a.o. Verwaltungsrichterin von Büren
Gerichtsschreiber Röthlisberger Brandenburg

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

Steuerverwaltung des Kantons Bern
Brünnenstrasse 66, Postfach 8334, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

und

Steuerrekurskommission des Kantons Bern
Sägemattstrasse 2, Postfach 54, 3097 Liebefeld

betreffend Kantons- und Gemeindesteuern sowie direkte Bundessteuer 2006 und 2007 
(Entscheide der Steuerrekurskommission des Kantons Bern vom 18. Juni 2013; 
100 10 320; 100 10 321, 200 10 254, 200 10 255)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.04.2014, Nrn. 100.2013.236/
237U, Seite 2

Sachverhalt:

A.

A.________ ist Alleineigentümerin der Stockwerkeinheit B.________ Gbbl. 
Nr. 1________ (nachfolgend: Stockwerkeinheit) und hälftige Miteigentümerin der von 
ihr bewohnten Liegenschaft (B.________ Gbbl. Nr. 2________ [nachfolgend: 
Wohnhaus]). An beiden Liegenschaften sind in den Jahren 2006 und 2007 
Sanierungsarbeiten durchgeführt worden. In der Stockwerkeinheit wurde namentlich 
die bestehende Laube saniert und teilweise umgebaut, beim Wohnhaus unter anderem 
das Dach saniert und drei Dachfenster eingebaut. Die gesamten in diesem 
Zusammenhang angefallenen Kosten brachte A.________ in der Folge in den 
Steuererklärungen 2006 und 2007 als Liegenschaftsunterhalt zum Abzug. Das dadurch 
bei der Miteigentümergemeinschaft resultierende (negative) Nettoeinkommen bzw. das 
gemeinsame Nettovermögen übertrug A.________ zu 100 % in ihre eigenen 
Steuererklärungen. – Mit Veranlagungsverfügungen vom 13. Mai 2009 bzw. 10. Juni 
2009 anerkannte die Steuerverwaltung des Kantons Bern (Steuerverwaltung), Kreis 
Bern-Mittelland, abweichend von der Selbstdeklaration der Steuerpflichtigen die 
Unterhaltskosten betreffend die Laubensanierung (Fr. 134'751.80) nicht. Das 
Einkommen aus Miteigentum rechnete sie um Fr. 6'600.-- bei den Kantons- und 
Gemeindesteuern bzw. Fr. 8'600.-- bei der direkten Bundesssteuer auf, weil sie zum 
einen die Unterhaltskosten betreffend die Dachsanierung nur teilweise anerkannte 
(kein Abzug für Dachfenster) und zum andern die Höhe des Eigenmietwerts nach oben 
korrigierte. Dagegen erhob A.________ sowohl betreffend die Kantons- und 
Gemeindesteuern als auch die direkte Bundessteuer 2006 und 2007 Einsprache.

B.

Am 14. April 2010 hiess die Steuerverwaltung die Einsprachen teilweise gut und 
veranlagte A.______ für die Kantons- und Gemeindesteuern 2006 und 2007 auf ein 
steuerbares Einkommen von Fr. 1'200.-- bzw. Fr. 33'900.-- und auf ein steuerbares 
Vermögen von Fr. 103'000.-- bzw. Fr. 146'000.-- sowie für die direkte Bundessteuer 
2006 und 2007 auf ein steuerbares Einkommen von Fr. 8'600.-- bzw. Fr. 40'300.--. 
Dabei anerkannte sie die zunächst nicht zum Abzug zugelassenen Sanierungskosten 
betreffend die Stockwerkeinheit bis auf Kosten für die Laubensanierung von 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.04.2014, Nrn. 100.2013.236/
237U, Seite 3

Fr. 22'322.--. Beim Einkommen aus Miteigentum bestätigte sie die bereits im 
Veranlagungsverfahren vorgenommene Aufrechnung des Nettoeinkommens und 
reduzierte darüber hinaus den Anteil von A.________ am Einkommen und Vermögen 
der Miteigentümergemeinschaft entsprechend den Eigentumsverhältnissen gemäss 
Grundbuch in beiden Steuerjahren auf 50 %.

C.

Dagegen gelangte A.________ am 30. April 2010 mit Rekurs und Beschwerde an die 
Steuerrekurskommission des Kantons Bern (StRK). Diese hiess die Rechtsmittel am 
18. Juni 2013 teilweise gut und liess bei den Kantons- und Gemeindesteuern sowie der 
direkten Bundessteuer für das Jahr 2006 um Fr. 12'386.-- höhere 
Liegenschaftsunterhaltskosten im Zusammenhang mit der Laubensanierung zum 
Abzug zu. Im Übrigen wies sie Rekurs und Beschwerde ab.

D.

In einer einzigen Rechtsschrift vom 10. Juli 2013 erhebt A.________ sowohl bezüglich 
der Kantons- und Gemeindesteuern als auch der direkten Bundessteuer 2006 und 
2007 Verwaltungsgerichtsbeschwerden. Sie beantragt sinngemäss die Entscheide der 
StRK seien aufzuheben und der wertvermehrende Anteil bei der Laubensanierung sei 
auf Fr. 6'004.-- (gerundet) sowie derjenige für den Einbau der Dachfenster auf 
höchstens Fr. 1'200.-- (Fr. 400.-- pro Fenster) festzulegen. Zudem sei sie beim 
Miteigentum für 100 % und nicht nur für 50 % der Anteile zu besteuern bzw. sei ein 
Abzug im Umfang von 100 % der Unterhaltskosten zuzulassen; eventuell sei ihr dieser 
Abzug im Sinn eines «Unterstützungsbeitrags» zu gewähren. Des Weiteren stellt 
A.________ folgende Feststellungsbegehren:

«[…]

II. Es sei festzustellen, dass

a. ein Miteigentumsanteil von 100 % einer Besteuerung nach der wirtschaftlichen 
Leistungsfähigkeit entspricht, da 100 % der Kosten getragen wurden

b. die Kostenfestsetzung für den wertvermehrenden Anteil der Laubensanierung 
sowie für die einfachen Lüftungs-Dachfenster nach den effektiven Kosten erfolgen 
soll

[…]»

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237U, Seite 4

Am 15. Juli 2013 hat der Abteilungspräsident i.V. die Verfahren betreffend die Kantons- 
und Gemeindesteuern sowie die direkte Bundessteuer vereinigt.

Die StRK und die Steuerverwaltung beantragen mit Eingaben vom 14. August bzw. 
17. September 2013 je die Abweisung der Beschwerden.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerden als letzte 
kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes vom 
23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zuständig (vgl. 
auch Art. 201 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 21. Mai 2000 [StG; BSG 661.11] und 
Art. 145 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer 
[DBG; SR 642.11] sowie Art. 9 Abs. 3 der Verordnung vom 18. Oktober 2000 über den 
Vollzug der direkten Bundessteuer [BStV; BSG 668.11]). Die Beschwerdeführerin hat 
am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, ist durch die angefochtenen Entscheide 
besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder 
Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Auf die form- und fristgerecht eingereichten 
Beschwerden ist – unter Vorbehalt von E. 1.2 hiernach – einzutreten.

1.2 Die Beschwerdeführerin beantragt, es sei festzustellen, dass «ein 
Miteigentumsanteil von 100 % einer Besteuerung nach der wirtschaftlichen 
Leistungsfähigkeit [entspreche]», und dass die Kostenfestsetzung beim 
Liegenschaftsunterhalt (Laube und Dachfenster) «nach den effektiven Kosten erfolgen 
soll» (Bst. D vorne). Feststellungsbegehren bedürfen eines ausgewiesenen 
Feststellungsinteresses und sind gegenüber leistungsverpflichtenden und rechtsge-
staltenden Begehren subsidiär (vgl. BVR 2014 S. 33 E. 1.4, 2011 S. 564 E. 3.3, 2010 
S. 337 E. 3.2; Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, 
Art. 49 N. 20). Mit der Aufhebung der angefochtenen Entscheide und der Gewährung 
der beantragten (höheren) Abzüge für den Liegenschaftsunterhalt betreffend Laube 
und Dachfenster sowie mit der Besteuerung entsprechend 100 % und nicht nur 50 % 

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der Anteile würde den Interessen der Beschwerdeführerin vollständig Rechnung ge-
tragen. Das Bestehen eines besonderen Feststellungsinteresses wird nicht dargetan 
und ist auch nicht ersichtlich. Vielmehr enthalten die Feststellungsbegehren im 
Wesentlichen die Begründung für die gestellten Gestaltungsanträge. Unter diesen 
Umständen bleibt für die Feststellungsbegehren kein Raum, weshalb darauf nicht 
einzutreten ist.

1.3 Sind sowohl Entscheide bezüglich der Kantons- und Gemeindesteuern als auch 
der direkten Bundessteuer angefochten, so muss das Verwaltungsgericht zwei Urteile 
fällen; denn es handelt sich um zwei verschiedene Steuern, die unterschiedlichen 
Gemeinwesen zustehen und in getrennten Verfahren veranlagt werden. Die beiden 
Entscheide können aber in ein und derselben Urteilsschrift getroffen werden (vgl. 
BGE 135 II 260 E. 1.3.1, 130 II 509 E. 8.3). – Vorliegend ist umstritten, ob und 
inwieweit höhere Liegenschaftsunterhaltskosten von den steuerbaren Einkünften 
abziehbar sind sowie in welchem Umfang die Beschwerdeführerin für das Einkommen 
und Vermögen aus Miteigentum zu besteuern ist. Da die massgeblichen 
Rechtsnormen des kantonalen und eidgenössischen Rechts im Wesentlichen gleich 
lauten (vgl. E. 2 und 5 hinten), rechtfertigt sich nicht nur die Vereinigung der Verfahren 
(Art. 17 Abs. 1 VRPG; vgl. vorne Bst. D), sondern auch die gemeinsame Beurteilung 
der Streitigkeit hinsichtlich kommunaler, kantonaler und eidgenössischer Steuern.

1.4 Das Verwaltungsgericht überprüft die angefochtenen Entscheide auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG).

1.5 Die von der Beschwerdeführerin geschuldeten Steuerbeträge belaufen sich 
gemäss den von der StRK grösstenteils bestätigten Einspracheentscheiden auf 
Fr. 6'648.-- (2006: Fr. 364.--; 2007: Fr. 6'284.--) bei den Kantons- und 
Gemeindesteuern bzw. auf rund Fr. 240.-- (2006: Fr. 0.--; 2007: Fr. 239.95) bei der 
direkten Bundessteuer. Eine Gutheissung der Beschwerden würde deshalb 
offensichtlich zu einer Steuerersparnis von weniger als Fr. 20'000.-- pro Verfahren 
führen, womit die Beschwerden in die einzelrichterliche Zuständigkeit fallen (Art. 57 
Abs. 1 des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden 
und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]).

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2.

Streitig sind zunächst die abziehbaren Liegenschaftsunterhaltskosten betreffend die 
Sanierung der Laube (Stockwerkeigentum) einerseits (vgl. E. 3 hinten) und den Einbau 
der Dachfenster (Wohnhaus) andererseits (vgl. E. 4 hinten).

2.1 Bei Liegenschaften im Privatvermögen können gemäss Art. 36 Abs. 1 StG bzw. 
Art. 32 Abs. 2 DBG u.a. die Unterhaltskosten von den steuerbaren Einkünften 
abgezogen werden (vgl. auch Art. 9 Abs. 1 und Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 
14. Dezember 1990 über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und 
Gemeinden [StHG; SR 642.14]). Nicht abziehbar sind demgegenüber Aufwendungen 
für die Anschaffung, Herstellung oder Wertvermehrung von Vermögensgegenständen 
(Art. 39 Bst. d StG; Art. 34 Bst. d DBG). Unterhaltskosten im engeren Sinn sind 
insbesondere Auslagen für Reparaturen und Renovationen, die keine Wertvermehrung 
darstellen (Art. 1 Abs. 1 Bst. a Ziff. 1 der Verordnung der ESTV vom 24. August 1992 
über die abziehbaren Kosten von Liegenschaften des Privatvermögens bei der direkten 
Bundessteuer [ESTV-Liegenschaftskostenverordnung; SR 642.116.2]; Art. 1 Abs. 1 
Bst. a und b der Verordnung vom 12. November 1980 über die Unterhalts-, Betriebs- 
und Verwaltungskosten von Grundstücken [VUBV; BSG 661.312.51]). Abziehbar sind 
nach Art. 1 Abs. 1 Bst. c VUBV ausserdem die Auslagen für den Ersatz bereits vor-
handener Anlagen (sanitäre Einrichtungen, Kochherde, Heizeinrichtungen usw.), 
soweit sie keinen Mehrwert bewirken. Nicht abziehbar sind gemäss ausdrücklicher 
Regelung in Art. 1 Abs. 2 Bst. a VUBV wertvermehrende Aufwendungen für Neuein-
richtungen und Verbesserungen von Grundstücken; wertvermehrende Umbaukosten 
liegen vor, wenn sie entweder den Gebrauchswert der Liegenschaft erhöhen oder die 
jährlichen Betriebskosten senken, wobei die kantonale Steuerverwaltung Richtlinien für 
die Abgrenzung dieser Aufwendungen erlässt (vgl. hiernach E. 2.2). Unterhalt liegt 
mithin dann vor, wenn Aufwendungen dazu dienen, die Liegenschaft in ihrem Wert 
bzw. bisherigen Zustand zu erhalten (vgl. zum Ganzen VGE 2012/94/95 vom 
21.5.2013, in StE 2013 B 25.6 Nr. 62 E. 2.1; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Hand-
kommentar zum DBG, 2. Aufl. 2009, Art. 32 N. 37; vgl. auch BGer 2C_677/2008 vom 
29.5.2009, E. 3.3 f., 2C_57/2008 vom 11.12.2008, in StE 2009 B 25.6 Nr. 57 E. 2.3 ff.).

2.2 Bei Sanierungen oder beim Ersatz vorhandener Anlagen wird nicht verlangt, 
dass das Ersatzobjekt mit dem zu ersetzenden Gut vollkommen identisch ist. 
Wesentlich ist, dass beide Objekte die gleiche Funktion erfüllen. Ist das Ersatzobjekt 
qualitativ besser, ist indes der wertvermehrende Anteil nicht zum Abzug zuzulassen 

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(vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., Art. 32 N. 48 ff. sowie N. 79 ff. mit 
Hinweisen zur Kasuistik). Umfasst eine Aufwendung sowohl einen wertvermehrenden 
als auch einen werterhaltenden Anteil, so ist Letzterer zu schätzen und der Abzug nur 
in diesem Umfang zulässig (vgl. VGE 2012/94/95 vom 21.5.2013, in StE 2013 B 25.6 
Nr. 62 E. 3.4 und 4.3 mit Hinweisen; BGer 2C_141/2008 vom 15.2.2008, E. 2.1; vgl. 
auch Art. 1 Abs. 1 Bst. c VUBV; zum Schätzungsvorgang sogleich E. 2.3). Gestützt auf 
Art. 1 Abs. 2 Bst. a VUBV hat die Steuerverwaltung das Merkblatt 5 
«Grundstückkosten» verfasst (vorliegend massgeblich in der ab 2006 bzw. 2007 
gültigen Fassung, einsehbar unter <http://www.fin.be.ch>, Rubriken 
«Steuern/Ratgeber/Publikationen/Merkblätter/Einkommens- und 
Vermögenssteuern/2006 bzw. 2007» [nachfolgend: MB 5]), welches einen 
Ausscheidungskatalog für die Abgrenzung von abzugsfähigen Unterhaltskosten und 
wertvermehrenden Aufwendungen enthält. In Bezug auf Arbeiten am Gebäude lässt 
sich dem Katalog entnehmen, dass Reparaturen und Renovationen im Rahmen des 
«normalen periodischen Unterhalts» sowie in der Regel auch Isolierungsmassnahmen 
als Unterhaltskosten abziehbar sind soweit sie keine Grundrissveränderungen oder 
erstmalige bzw. neue Installationen beinhalten (vgl. Ziff. 1 und 2).

2.3 Der Erkenntnisvorgang der Schätzung gleicht demjenigen der Beweiswürdigung 
(vgl. BVR 2008 S. 181 E. 4.1 zum Schätzungsvorgang bei der 
Ermessensveranlagung). Die Schätzung beruht notwendigerweise auf Annahmen und 
Vermutungen. Die Steuerbehörden verfügen daher über einen entsprechenden 
Spielraum. Bei der Überprüfung dieses «Schätzungsermessens» auferlegt sich das 
Verwaltungsgericht Zurückhaltung. In Fragen, die besondere Fachkenntnisse und 
einschlägige Erfahrungen voraussetzen, weicht es nicht von der Expertenmeinung 
bzw. vom vorinstanzlichen Schätzungsermessen ab, soweit die Fachperson bzw. die 
Vorinstanz von richtigen Voraussetzungen sowie von einleuchtenden und rechtlich 
abgestützten Schätzungsnormen oder allgemein anerkannten Schätzungsmethoden 
ausgegangen ist, die Normen bzw. Methoden richtig angewendet hat und gesamthaft 
gesehen zu einem nicht offensichtlich unrichtigen Ergebnis gelangt ist (vgl. zum 
Schätzungsermessen BVR 2013 S. 331 E. 1.2 [nicht publ.], 2006 S. 551 E. 1.2 je mit 
Hinweisen; Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 80 N. 3).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.04.2014, Nrn. 100.2013.236/
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3.

Hinsichtlich der Laube ist nicht bestritten, dass die dafür getätigten Aufwendungen 
teilweise wertvermehrenden Charakter haben und somit nicht vollumfänglich als 
Unterhaltskosten abziehbar sind. Streitig und zu prüfen ist hingegen die Höhe dieser 
Kosten.

3.1 Die Steuerverwaltung hat festgehalten, die auf die Laube entfallenden Kosten 
könnten anhand der eingereichten Bauabrechnung «nicht genau eruiert» werden, 
weshalb sie diese gestützt auf den eingereichten Kostenvoranschlag hochgerechnet 
bzw. geschätzt habe (vgl. Vernehmlassung vom 28.7.2010, Vorakten StRK [in act. 4A], 
pag. 72 ff. [nachfolgend Vernehmlassung StV], S. 3). Die StRK hat zur (genaueren) 
Abklärung der auf die Laube entfallenden Unterhaltskosten ein gerichtliches Gutachten 
in Auftrag gegeben, auf welches sie sich in der Folge gestützt hat. Demnach sind für 
die Sanierung bzw. den Umbau der Laube Kosten von insgesamt Fr. 17'750.-- 
angefallen, wobei der wertvermehrende Anteil Fr. 9'936.-- und der werterhaltende 
Fr. 7'814.-- ausmacht (vgl. Gutachten C.________ vom 27.12.2012, Vorakten StRK, 
pag. 85-91 [nachfolgend: Gutachten], S. 5). – Die Beschwerdeführerin kritisiert, es sei 
nicht nachvollziehbar, dass sich die StRK auf das Gutachten und damit auf eine Schät-
zung gestützt habe, seien die effektiven Kosten doch von der bauausführenden 
Unternehmung (D.________) ausgewiesen worden.

3.2 Die von der D.________ erstellte Bauabrechnung weist die angefallenen 
Kosten aufgeteilt nach Baukostenplan (BKP; Dachdecker, Elektroarbeiten, Sanitär-
/Heizungsarbeiten usw.) sowie die Gesamtkosten von Fr. 134'751.80 aus, 
unterscheidet aber nicht zwischen den auf die Laube entfallenden und den übrigen 
Kosten der Sanierung (vgl. Bauabrechnung D.________ vom 27.2.2007, Vorakten StV, 
pag. 8; vgl. auch Gutachten, S. 3). Die Beschwerdeführerin hat zwar eine zusätzliche 
Kostenaufstellung eingereicht, welche die Kosten betreffend Laube separat ausweist 
und die wertvermehrenden Aufwendungen ausscheidet; von Kosten von insgesamt 
Fr. 16'785.-- (gerundet), seien demnach Fr. 6'004.-- (gerundet) als wertvermehrend 
und Fr. 10'780.-- (gerundet) als werterhaltend anzunehmen (vgl. Vorakten StRK, 
pag. 18-21 auch zum Folgenden). Die Beschwerdeführerin übersieht dabei, dass es 
sich bei dieser (undatierten) Kostenaufstellung gemäss ihren eigenen Angaben um 
eine Offerte handelt und die aufgeführten Beträge nicht effektive Kosten, sondern 
lediglich «geschätzte Preise» darstellen (vgl. Stellungnahme vom 3.2.2013, Vorakten 
StRK, pag. 99 oben, 101). Aus der Bauabrechnung erhellt sodann, dass diese Offerte 

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– zumindest bezüglich der Gesamtkosten – um rund 36 % (Verhältnis der offerierten 
Gesamtkosten von Fr. 98'992.-- zu den effektiven Kosten von Fr. 134'751.80 [vgl. 
Bauabrechnung D.________]) zu tief ausgefallen ist. Hinzu kommt, dass sich in den 
Akten eine zweite «Kostenschätzung» der D.________ vom 3. November 2005 
befindet, welche die Kosten für die Laube auf Fr. 21'950.-- und damit um rund 30 % 
höher schätzt als die erwähnte Offerte (vgl. unpag. Vorakten StV [graues Mäppli]). 
Damit bestanden im vorinstanzlichen Verfahren über die Höhe der abzugsfähigen 
Unterhaltskosten erhebliche Unklarheiten, die sich auch durch die nachgereichte 
Offerte nicht ausräumen liessen. Da die Sanierung der Laube zudem sowohl einen 
wertvermehrenden als auch einen werterhaltenden Anteil umfasst, ist somit nicht zu 
beanstanden, dass die StRK zur Schätzung geschritten ist bzw. einen 
Sachverständigen damit beauftragt hat (vgl. vorne E. 2.2). Zu prüfen bleibt, ob diese 
Schätzung der Rechtskontrolle standhält.

3.3 Zur Sanierung bzw. zum Umbau der Laube sowie zum Gutachten ist den Akten 
Folgendes zu entnehmen: Die Laube bzw. die sich darüber befindliche Lukarne bildet 
den eigentlichen Eingangsbereich der sich im Dachgeschoss befindlichen Wohnung 
der Beschwerdeführerin. Im Rahmen der Umbauarbeiten wurde die bisher auf der 
Flucht der Hausfassade angeordnete Wohnungstür entfernt und eine neue um neunzig 
Grad gedrehte Türe beim Kopf der Aufgangstreppe installiert. Die Wände und Decke 
der Lukarne wurden isoliert und neu verkleidet. Zudem wurden der einfache 
Laubenboden mit einem vollwertigen, der Wohnung entsprechenden Bodenbelag 
versehen und die einfachverglasten Fenster durch zeitgemässe Isolierfenster ersetzt 
(vgl. Gutachten S. 3; Baugesuchspläne, unpag. Vorakten StV [graues Mäppli]). Dem 
Gutachter standen für seine Beurteilung die Vorakten, insbesondere die 
Bauabrechnung D.________ (vgl. E. 3.2 hiervor), die Baugesuchspläne sowie eine 
Fotodokumentation über den Vorzustand (vgl. Verkehrswertschätzung «E.________» 
vom 4.6.2003, unpag. Vorakten StV [graues Mäppli]) zur Verfügung. Zudem nahm er 
einen Augenschein vor. Zu seinem Vorgehen gibt der Gutachter an, sich soweit 
möglich auf die Angaben der D.________ gestützt und, wo Lücken bestanden, eigene 
Erfahrungswerte beigezogen zu haben. Bei der Unterscheidung zwischen Mehrwert 
einerseits und Unterhalt andererseits habe er sich an das MB 5 gehalten (vgl. 
Gutachten S. 2 f.).

3.4 Die Beschwerdeführerin legt nicht dar, inwiefern die Kostenschätzung des 
Gutachters fehlerhaft sein soll. Solches ist denn auch nicht ersichtlich: Der Gutachter 

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hat vom Gesamtbetrag der Bauabrechnung von Fr. 134'751.80 die auf die Laube 
entfallenden Kosten von geschätzten Fr. 17'750.-- ausgeschieden und davon den 
wertvermehrenden bzw. werterhaltenden Anteil festgelegt. Sämtliche der in der 
Bauabrechnung ausgewiesenen BKP-Positionen finden sich in seinen 
Berechnungsgrundlagen wieder (vgl. die Tabelle «Aufteilung von Mehrwert / Unterhalt» 
im Anhang zum Gutachten). Zudem ist anhand der einzelnen Arbeits- bzw. Material-
positionen erkennbar, dass die von der D.________ gemachten Angaben soweit 
plausibel berücksichtigt worden sind (vgl. die Tabelle «Details Baukosten 
Eingangsbereich» [Anhang Gutachten] mit der Offerte [Vorakten StRK, pag. 21 ff.]). 
Des Weiteren hat der Gutachter seine Ausscheidung – die sich teils zugunsten teils 
zuungunsten der Beschwerdeführerin auswirkte – jeweils mit einer kurzen Bemerkung 
(z.B. «Eingangsbereich passiv beheizt», «best. Wandanteil als U»; «Ersatz», «Neue 
Türe, anderer Standort [Grundrissänderung]», «unverändert alt», «Neuinstallation / 
Anpassung») und damit in nachvollziehbarer Weise begründet (vgl. Tabellen im 
Anhang zum Gutachten). Dieses Vorgehen überzeugt und ist plausibel, zumal sich der 
Gutachter soweit ersichtlich an das MB 5 gehalten hat und im Ergebnis «auf Werte in 
der Grössenordnung der ausführenden Firma D.________» gekommen ist, wie die 
Beschwerdeführerin selber feststellt (vgl. Beschwerde S. 3). Unter diesen Umständen 
besteht mangels triftiger Gründe auch für das Verwaltungsgericht, das sich bei 
Schätzungsfragen Zurückhaltung auferlegt (vgl. vorne E. 2.3), kein Anlass vom 
(gerichtlichen) Gutachten und damit von den vorinstanzlichen Schlussfolgerungen 
abzuweichen (vgl. BGE 135 V 465 E. 4.4, 130 I 337 E. 5.4.2; BVR 2012 S. 252 
E. 3.4.4; Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 19 N. 8).

3.5 Damit erweisen sich die Beschwerden bezüglich der abziehbaren 
Unterhaltskosten für die Sanierung der Laube als unbegründet.

4.

Zu prüfen sind weiter die abziehbaren Unterhaltskosten für den Einbau der drei 
Dachfenster beim Wohnhaus.

4.1 Die Steuerverwaltung hat im Steuerjahr 2006 für den Einbau der drei 
Dachfenster Fr. 5'000.-- als wertvermehrende Aufwendungen nicht zum Abzug 
zugelassen (Fr. 6'600.-- [Kantons- und Gemeindesteuern] bzw. Fr. 8'600.-- [direkte 

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Bundessteuer] abzüglich die korrigierten Eigenmietwerte von Fr. 1'600.-- bzw. 
Fr. 3'600.--; vgl. je Zusatzblatt Ziffer 2 der Einspracheentscheide 2006 [Vorakten StV, 
pag. 68 und 72] sowie Formular 21b [Vorakten StRK, pag. 39]; vgl. auch 
Vernehmlassung StV S. 2 ff.). Die StRK hat diese Aufrechnung geschützt: Die 
eingebauten Dachfenster stellten eine nicht als Unterhalt abziehbare Neueinrichtung 
dar, wodurch sich die Luft- und Tageslichtsituation im Estrich und damit auch die 
Qualität des Grundstücks verbessert habe. Da sich die Höhe dieser wertvermehrenden 
Aufwendungen gestützt auf die eingereichten Unterlagen nicht genau ermitteln lasse, 
habe die Steuerverwaltung den auf die drei Dachfenster entfallende Anteil schätzen 
müssen. Solche Schätzungen überprüfe die StRK nur mit Zurückhaltung und greife nur 
ein, wenn diese offensichtlich falsch seien. – Die Beschwerdeführerin wendet ein, bei 
den drei Dachfenstern handle es sich um einfache Glaskonstruktionen, wie sie 
üblicherweise in ungeheizten Dachstöcken eingebaut würden. Die ausführende 
Bauunternehmung «F.________» habe auf Nachfrage deren Wert mit ungefähr 
Fr. 400.-- pro Stück beziffert. Da die Dachfenster im Rahmen einer kompletten 
Dachsanierung eingebaut worden seien, seien dadurch keine zusätzlichen Kosten 
entstanden. Wenn dennoch ein Mehrwert angenommen werde, was sie nicht ganz 
nachvollziehen könne, soll auf die effektiven Kosten (d.h. insgesamt Fr. 1'200.-- 
gemäss Angaben «F.________») und nicht auf die Schätzung der Steuerverwaltung 
abgestellt werden, die von wertvermehrenden Kosten von Fr. 15'000.-- ausgegangen 
sei.

4.2 Für die Beurteilung, ob Grundstückkosten abziehbaren Unterhalt oder nicht 
abziehbaren Mehrwert darstellen, kommt es grundsätzlich nicht auf deren Umfang an. 
Massgebend ist vielmehr deren Natur, d.h. in erster Linie, ob sie den Wert des 
Bestehenden erhalten oder vermehren (vgl. vorne E. 2.1). Namentlich 
Neueinrichtungen und Massnahmen, welche Bestehendes nicht nur zeitgemäss 
ersetzen, sondern darüber hinaus in ihrer Funktion deutlich erweitern und ergänzen, 
führen zu einem Mehrwert (vgl. vorne E. 2.2; VGE 2012/94/95 vom 21.5.2013, in StE 
2013 B 25.6 Nr. 62 E. 3.5). Die Beschwerdeführerin bestreitet nicht, dass die Dach-
fenster neu eingebaut wurden und sich dadurch die Luft- und Tageslichtsituation im 
Estrich verbessert hat. Insofern geht die Dachsanierung über eine Renovation des 
bereits Bestehenden hinaus, womit die StRK zu Recht von einem nicht als Unterhalt 
abziehbaren Mehrwert ausgegangen ist. Zu prüfen bleibt, ob sich die StRK hinsichtlich 
der Höhe des wertvermehrenden Anteils zu Recht auf die Schätzung der 
Steuerverwaltung abgestützt hat.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.04.2014, Nrn. 100.2013.236/
237U, Seite 12

4.3 Die von der Beschwerdeführerin eingereichte Kostenzusammenstellung der 
«F.________» vom 20. November 2006 weist unter der Position «Dach» – bestehend 
aus «Dach abdecken, Ziegel und Dachlatten entsorgen, neues Unterdach liefern und 
verlegen, Lattung montieren, neue Ziegel liefern und versetzen, Anschlussbleche neu 
montieren, 3 neue Dachfenster liefern und montieren» – Kosten von insgesamt 
Fr. 15'000.-- aus (vgl. Vorakten StRK, pag. 38). Detaillierte Angaben zu den auf die 
Dachfenster entfallenden Kosten können der Zusammenstellung sowie den übrigen 
Akten nicht entnommen werden. Die Beschwerdeführerin hat zwar bereits im 
Einspracheverfahren vorgebracht, gemäss «F.________» betrage der Wert pro 
Dachfenster ungefähr Fr. 400.-- (vgl. Beschwerde S. 3; Stellungnahme vom 8.1.2010, 
unpag. Vorakten StV [blaues Mäppli]). Diese Aussage ist jedoch bis heute unbelegt 
geblieben; entgegen der Beschwerdeführerin sind die effektiven Kosten damit nicht 
ausgewiesen. Der Steuerverwaltung war es nicht möglich, den entsprechenden 
Kostenanteil gestützt auf die vorhandenen Unterlagen einwandfrei zu ermitteln, 
weshalb nicht zu beanstanden ist, dass sie die entsprechenden wertvermehrenden 
Kosten geschätzt hat (vgl. vorne E. 2.2).

4.4 Zur Rechtmässigkeit der Schätzung ergibt sich Folgendes: Zunächst ist 
festzuhalten, dass die Steuerverwaltung für die Dachfenster einen Betrag von 
Fr. 5'000.-- und nicht, wie die Beschwerdeführerin offenbar meint, von Fr. 15'000.-- 
ausgeschieden hat: Fr. 15'000.-- betragen gemäss Zusammenstellung der 
«F.________» die Kosten für die gesamte Dachsanierung (vgl. E. 4.3 hiervor). Gestützt 
darauf hat die Steuerverwaltung die Kosten für den Einbau der Dachfenster auf 
Fr. 5'000.--, d.h. auf einen Drittel der Gesamtkosten geschätzt (vgl. E. 4.1 hiervor). 
Konkrete Anhaltspunkte für eine fehlerhafte Schätzung fehlen und werden auch von 
der Beschwerdeführerin nicht dargelegt. Wie gesehen kann auf ihre Behauptung, der 
«Wert» der drei Dachfenster belaufe sich auf Fr. 1'200.-- (Fr. 400.-- pro Stück), nicht 
abgestellt werden (E. 4.3 hiervor), zumal nebst dem Wert der Fenster, auch weitere 
Kosten, insbesondere für den Arbeitsaufwand anfallen. Jedenfalls kann der 
Beschwerdeführerin nicht gefolgt werden, wenn sie behauptet, durch den Einbau der 
Dachfenster seien keine zusätzlichen Kosten angefallen. Insgesamt betrachtet ist die 
Schätzung der Steuerverwaltung somit nicht offensichtlich unrichtig. Die 
vorinstanzlichen Entscheide halten damit der Rechtskontrolle auch betreffend die 
abziehbaren Unterhaltskosten für den Einbau der Dachfenster stand.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.04.2014, Nrn. 100.2013.236/
237U, Seite 13

5.

Schliesslich ist streitig, in welchem Umfang die Beschwerdeführerin für das im 
Miteigentum stehende Wohnhaus zu besteuern ist.

5.1 Die StRK hat auf die Eigentumsverhältnisse gemäss Grundbuch abgestellt und 
die Beschwerdeführerin auf 50 % des Einkommens und Vermögens besteuert. 
Entsprechend hat sie nur 50 % der auf das Wohnhaus entfallenden Unterhaltskosten 
berücksichtigt. – Die Beschwerdeführerin will dagegen zu 100 % besteuert werden 
bzw. 100 % der geltend gemachten Unterhaltskosten zum Abzug bringen, da sämtliche 
Kosten von Beginn weg allein von ihr getragen worden seien. Es widerspreche dem 
Grundsatz der Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit, wenn sie 
nicht entsprechend den tatsächlichen Verhältnissen besteuert werde. Der Verweis der 
StRK auf die Eigentumsverhältnisse überzeuge nicht. So erfolge beispielsweise bei der 
Nutzniessung die Besteuerung auch nicht nach den Eigentumsverhältnissen, sondern 
es werde die nutzniessungsberechtigte Person besteuert, welche effektiv die Kosten 
trage. Es ergebe sich eine Ungleichbehandlung, wenn nicht auch sie als 
Miteigentümerin entsprechend den tatsächlich getragenen Kosten besteuert werde.

5.2 Nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts, auf welche die StRK 
zutreffend verweist, sind bei Liegenschaften im gemeinschaftlichen Eigentum mehrerer 
Personen die Erträge und Unterhaltskosten anteilmässig im Verhältnis zu den 
Eigentumsquoten zu verteilen; abweichende Vereinbarungen sind steuerlich nicht 
anzuerkennen. Diese Anknüpfung an die sachenrechtlichen Eigentumsverhältnisse 
gründet im Gewinnungskostencharakter der Liegenschaftsunterhaltskosten. Nur im 
Umfang ihres Miteigentumsanteils ist die steuerpflichtige Person gesetzlich verpflichtet, 
sich an Verwaltungskosten, Steuern und anderen Lasten, die aus dem Miteigentum 
erwachsen oder auf der gemeinschaftlichen Sache ruhen, zu beteiligen (Art. 649 
Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [ZGB; SR 210]). Wenn ihre Leistungen 
freiwillig bzw. aufgrund vertraglicher Vereinbarung weiter reichen, kann insoweit nicht 
von (für die Erzielung von steuerbarem Ertrag) notwendigem Unterhalt gesprochen 
werden, weshalb es dafür an einer inneren wirtschaftlichen Rechtfertigung fehlt. Diese 
Handhabung von Art. 36 Abs. 1 StG und Art. 32 Abs. 2 DBG entspricht zudem der 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung, gemäss der die steuerpflichtige Person nur im 
Umfang ihres Miteigentumsanteils für den Eigenmietwert steuerpflichtig ist (vgl. zum 
Ganzen VGE 2010/280/281 vom 24.3.2011, in StE 2011 B 25.6 Nr. 59 E. 2.2 ff. und 
4.2 f. mit Hinweisen; BGer 2A.508/2001 vom 26.6.2002, in StR 2002 S. 564 E. 2.2).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.04.2014, Nrn. 100.2013.236/
237U, Seite 14

5.3 Die Beschwerdeführerin ist unbestrittenermassen zu 50 % Miteigentümerin des 
Wohnhauses (vgl. Kaufvertrag vom 19.12.2001, Vorakten StRK, pag. 59). Mithin sind 
ihr 50 % und nicht 100 % des Miteigentums zuzurechnen. Soweit die 
Beschwerdeführerin mehr als 50 % der Grundstückkosten trägt, handelt es sich um 
freiwillige Leistungen, die nicht sie, sondern die Miteigentümerin als 
Liegenschaftsunterhalt abziehen kann (vgl. VGE 2010/280/281 vom 24.3.2011, in 
StE 2011 B 25.6 Nr. 59 E. 4.4.1). Im Gegenzug muss die Beschwerdeführerin nur 50 % 
des Eigenmietwerts und Vermögens versteuern (vgl. E. 5.2 hiervor; Art. 46 Abs. 1 und 
Art. 52 Abs. 1 Bst. a StG i.V.m. Art. 655 Abs. 2 Ziff. 4 ZGB). Diese Aufteilung 
widerspricht dem Grundsatz der Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähig-
keit nicht, ist doch jede Miteigentümerin im Umfang ihres Anteils berechtigt, das 
Wohnhaus zu gebrauchen und zu nutzen, d.h. die entsprechenden wirtschaftlichen 
Vorteile daraus zu ziehen (vgl. Art. 648 Abs. 1 ZGB; Christoph Brunner/Jürg 
Wichtermann, in Basler Kommentar, 4. Aufl. 2010, Art. 648 ZGB N. 10 ff.). Soweit die 
Beschwerdeführerin auf die Nutzniessung verweist, übersieht sie, dass der 
Nutzniesserin bzw. dem Nutzniesser kraft dinglicher Berechtigung der volle Genuss 
und damit der volle wirtschaftliche Nutzen an der fremden Sache zusteht, währenddem 
der Eigentümerin bzw. dem Eigentümer bloss das «nackte Eigentum» verbleibt (vgl. 
Art. 745 Abs. 2 und 755 ff. ZGB; Hans Michael Riemer, Die beschränkten dinglichen 
Rechte, 2. Aufl. 2000, § 13 N. 1). Die Steuerverwaltung knüpft denn auch bei der 
Besteuerung der Nutzniessung vollständig an die zivilrechtlichen Regeln des ZGB an 
und anerkennt davon abweichende faktische Nutzniessungen steuerlich nicht (vgl. 
Leuch/Kästli, Praxis-Kommentar zum Berner Steuergesetz, Art. 1 bis 125, 2006, Art. 11 
N. 2 f.). Von einer Ungleichbehandlung kann daher keine Rede sein. Dem Begehren 
der Beschwerdeführerin, sie sei beim Miteigentum unbesehen der Eigentums-
verhältnisse für 100 % der Anteile zu besteuern, ist somit nicht stattzugeben.

5.4 Die Beschwerdeführerin beantragt eventuell, es sei ein Abzug «im Sinne eines 
Unterstützungsbeitrags […] für die unentgeltliche Nutzung mindestens in der Höhe von 
50 % des Miteigentumsanteils» zuzulassen (vgl. Beschwerde S. 2 unten). Was 
steuerbares Einkommen bildet und welche Kosten im Gegenzug zur Ermittlung des 
Reineinkommens abzugsfähig sind, regeln das StG und DBG abschliessend 
(steuerbare Einkünfte: Art. 19-28 StG bzw. Art. 16-23 DBG; Aufwendungen und allg. 
Abzüge: Art. 30-41 StG bzw. 26-33a DBG). Für die Anerkennung des von der Be-
schwerdeführerin beantragten «Unterstützungsbeitrags» fehlt somit die gesetzliche 
Grundlage. Damit erweist sich auch der Eventualantrag als unbegründet.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.04.2014, Nrn. 100.2013.236/
237U, Seite 15

6.

Zusammenfassend erweisen sich die Beschwerden als unbegründet und sind 
abzuweisen, soweit auf sie einzutreten ist. Bei diesem Ausgang der Verfahren wird die 
Beschwerdeführerin kostenpflichtig (Art. 151 StG i.V.m. Art. 108 Abs. 1 VRPG; Art. 145 
Abs. 2 i.V.m. Art. 144 Abs. 1 DBG). Parteikosten sind keine zu sprechen (Art. 151 StG 
i.V.m. Art. 108 Abs. 3 und Art. 104 Abs. 3 VRPG; Art. 145 Abs. 2 i.V.m. Art. 144 Abs. 4 
DBG und Art. 64 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwal-
tungsverfahren [VwVG; SR 172.021]).

Demnach entscheidet die Einzelrichterin:

1. Die Beschwerde betreffend die Kantons- und Gemeindesteuern 2006 und 2007 wird 
abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. Die Beschwerde betreffend die direkte Bundessteuer 2006 und 2007 wird 
abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

3. Die Kosten der Verfahren vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf eine 
Pauschalgebühr von Fr. 1'500.--, werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

4. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

5. Zu eröffnen:
- der Beschwerdeführerin
- der Steuerverwaltung des Kantons Bern
- der Steuerrekurskommission des Kantons Bern
- der Eidgenössischen Steuerverwaltung

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.04.2014, Nrn. 100.2013.236/
237U, Seite 16

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.