# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 00553e2e-3960-5eaa-84f5-9f221aecaf78
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-05-11
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 11.05.2021 U 2020 52
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_U-2020-52_2021-05-11.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

U 20 52

2. Kammer 

Einzelrichterin von Salis

Aktuar Bühler

URTEIL

vom 11. Mai 2021

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____,

Beschwerdeführer

gegen

Gemeinde B.________, 

vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Christian Fey,

Beschwerdegegnerin

betreffend Sozialhilfe

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I. Sachverhalt:

1. Die Gemeinde B.________ richtete A._____ im Zeitraum vom 1. 

Dezember 2016 bis am 30. Dezember 2019 Sozialhilfe von insgesamt 

CHF 43'166.30 aus.

2. Mit Verfügung der IV-Stelle der Sozialversicherungsanstalt des Kantons 

Graubünden (nachfolgend SVA Graubünden) vom 22. Oktober 2019 

wurde A._____ rückwirkend ab 1. September 2019 eine ganze 

Invalidenrente von monatlich CHF 1'877.-- zugesprochen. 

3. Am 15. November 2019 verfügte die AHV-Ausgleichskasse der SVA 

Graubünden zugunsten von A._____ – ebenfalls rückwirkend ab 1. 

September 2019 – Ergänzungsleistungen von monatlich CHF 667.-- sowie 

die Übernahme der Prämienpauschale für die Krankenversicherung von 

monatlich CHF 404.--.

4. Für den Zeitraum vom 1. September 2019 bis am 30. November 2019 

wurden sowohl die Invalidenrente von insgesamt CHF 5'631.-- (= 3 

Monate x 1'877.--) als auch die Ergänzungsleistungen von insgesamt CHF 

2'001.--(3 Monate x CHF 667.--) von der SVA Graubünden direkt an die 

Gemeinde B.________ bezahlt, die damit die Auslagen von A._____ 

deckte. 

5. Mit Verfügung vom 30. April 2020 stellte die Gemeinde B.________ die 

wohnörtliche Unterstützung inklusive die Übernahme der 

Krankenkassenbeiträge für A._____ per 30. Dezember 2019 ein. Dieser 

Verfügung war ein auf den Beschwerdeführer lautender Auszug über die 

Sozialhilfeschulden von insgesamt CHF 43'166.30 beigelegt. Begründend 

wurde ausgeführt, A._____ sei aufgrund der ihm ausgerichteten 

Invalidenrente und Ergänzungsleistungen in der Lage, seinen 

Lebensunterhalt wieder selbständig zu bestreiten. Die Gemeinde 

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B.________ machte in der Verfügung vom 30. April 2020 ausdrücklich 

darauf aufmerksam, dass innert 30 Tagen seit der schriftlichen Mitteilung 

dieser Verfügung dagegen Beschwerde beim Verwaltungsgericht des 

Kantons Graubünden, Chur, erhoben werden könne. 

6. Am 29. Mai 2020 (Poststempel 3. Juni 2020) erhob A._____ (nachfolgend 

Beschwerdeführer) Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden. Darin beanstandete er, dass die in der angefochtenen 

Verfügung vom 30. April 2020 enthaltene Rechtsmittelbelehrung nicht 

korrekt und unvollständig sei. Zudem verlangte er sinngemäss eine 

differenzierte Aufschlüsselung der Schlussabrechnung in verschiedene 

Perioden. Ferner rügte er, dass die Schlussabrechnung bereits am 3. 

Dezember 2019 enden würde und dies obschon die Unterstützung der 

Gemeinde B.________ bis am 30. Dezember 2019 gedauert habe. Es sei 

daher nicht ersichtlich, ob bis am 30. Dezember 2019 noch Zahlungen ein- 

oder ausgegangen seien. Des Weiteren könne der Schlussabrechnung 

nicht entnommen werden, welche Leistungen die Spitex verrechnet habe; 

dies sei für ihn indes wichtig, um allfällige Rückforderungen gegenüber der 

SVA Graubünden geltend machen zu können. Überdies resultiere gemäss 

der Schlussabrechnung für den Zeitraum vom 1. September 2019 bis am 

30. Dezember 2019 eine buchhalterische Differenz zu seinen Gunsten von 

CHF 559.10. 

7. Mit Schreiben vom 5. Juni 2020 bzw. 24. Juni 2020 machte das 

Verwaltungsgericht den Beschwerdeführer darauf aufmerksam, dass 

seine Eingabe vom 29. Mai 2020 den gesetzlichen Anforderungen an eine 

Beschwerde nicht erfülle, weshalb ihm Frist zu deren Verbesserung 

angesetzt wurde. 

8. Am 2. Juli 2020 (Poststempel 3. Juli 2020) reichte der Beschwerdeführer 

seine verbesserte Eingabe ein. Darin hielt er weiterhin daran fest, dass die 

in der angefochtenen Verfügung vom 30. April 2020 enthaltene 

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Rechtsmittelbelehrung nicht rechtsgenügend sei. Des Weiteren 

beantragte er, dass die Gemeinde B.________ drei separate 

Abrechnungen zu erstellen habe (Abrechnung für den Zeitraum vom 1. 

Dezember 2016 bis am 31. August 2018; Abrechnung für den Zeitraum 

vom 1. September 2018 bis am 31. August 2019; Abrechnung ab dem 1. 

September 2019). Überdies verlangte der Beschwerdeführer die 

Vollständigkeit dieser Abrechnungen. In der Schlussabrechnung würden 

nämlich die gesetzlichen Abgaben (AHV-/IV-Beiträge) sowie die 

obligatorischen Krankenkassenprämien nicht aufgeführt werden. Im 

Übrigen hielt er weiterhin daran fest, dass zu seinen Gunsten ein Betrag 

von CHF 559.10 resultiere. 

9. Am 3. September 2020 reichte die Gemeinde B.________ (nachfolgend 

Beschwerdegegnerin) ihre Stellungnahme ein, worin sie die kostenfällige 

Abweisung der Beschwerde beantragte, soweit darauf einzutreten sei. 

Begründend wurde vorgebracht, dass auf die Rüge der mangelhaften 

Rechtsmittelbelehrung mangels schutzwürdigen Interesses nicht 

einzutreten sei. Auch auf die Anträge gemäss Ziffern I. und II. der Eingabe 

vom 2. Juli 2020 sei nicht einzutreten. Der Beschwerdeführer habe die 

SIL-Berechnungsblätter zu keinem Zeitpunkt beanstandet. Auch habe er 

regelmässig Akteneinsicht auf dem Sozialamt genommen, weshalb nicht 

ersichtlich sei, welche Angaben ihm heute noch fehlen würden. Die 

Akteneinsicht sei dem Beschwerdeführer stets gewährt worden. Nach wie 

vor sei man bereit, dem Beschwerdeführer sein komplettes Dossier zur 

wohnörtlichen Unterstützung zur Einsicht vorzulegen. Vor diesem 

Hintergrund sei nicht nachvollziehbar, weshalb diesbezüglich Beschwerde 

erhoben worden sei. Mithin fehle es dem Beschwerdeführer an einem 

schutzwürdigen Interesse. Zudem sei zu berücksichtigen, dass es bei der 

Ausrichtung wohnörtlicher Unterstützung keine Unterscheidung zwischen 

Unterstützung aus wirtschaftlichen und gesundheitlichen Gründen gebe. 

Aus diesem Grund sei es gar nicht möglich, auf die 

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beschwerdeführerischen Anträge gemäss Ziffern I. und II. der Eingabe 

vom 2. Juli 2020 einzugehen. Des Weiteren machte die 

Beschwerdegegnerin geltend, dass sie gemäss Detailabrechnung für den 

Zeitraum vom 1. September 2019 bis am 3. Dezember 2019 

Rentenzahlungen der SVA Graubünden von insgesamt CHF 7'632.00 

sowie CHF 1'942.90 an Rückzahlungen der Krankenkasse erhalten habe, 

was einen Gesamtbetrag von CHF 9'574.90 ergebe. Demgegenüber habe 

sie Lebenshaltungskosten des Beschwerdeführers von insgesamt CHF 

9'628.85 bezahlt.  Seit dem 1. Dezember 2019 erhalte der 

Beschwerdeführer die Invalidenrente und die Ergänzungsleistungen direkt 

von der SVA Graubünden und nicht mehr über sie ausbezahlt. Dies sei 

auch der Hintergrund für den Erlass der angefochtenen Verfügung 

gewesen. Des Weiteren habe der Beschwerdeführer anfangs Dezember 

2019 einen Betrag von CHF 150.-- zur Überbrückung einer akuten 

finanziellen Notlage bis zur Leistung der IV-Renten ausbezahlt erhalten. 

Mit Beendigung der wohnörtlichen Unterstützung habe sie keine Einsicht 

mehr in die Krankenkassenabrechnungen und auch keine Einsicht in die 

AHV-Beiträge. Die Prämienrechnungen der Krankenkasse würden nun 

wieder direkt dem Beschwerdeführer zugestellt. Die AHV-Beiträge würden 

zudem vom Kanton bezahlt werden, was indes bei der SVA Graubünden 

abzufragen wäre. Insoweit der Beschwerdeführer eine Saldodifferenz von 

CHF 559.10 zu seinen Gunsten ableite, sei ihm nicht zu folgen. Vielmehr 

würde die Detailabrechnung ein Guthaben zugunsten der 

Beschwerdegegnerin von CHF 53.95 ergeben, welches indes nicht 

eingefordert werde. 

Auf die Ausführungen der Parteien in den Rechtschriften sowie in der 

angefochtenen Verfügung wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden 

Erwägungen eingegangen. 

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II. Die Einzelrichterin zieht in Erwägung:

1. Gemäss Art. 43 Abs. 3 VRG entscheidet das Verwaltungsgericht in 

einzelrichterlicher Kompetenz, wenn der Streitwert CHF 5'000.00 nicht 

übersteigt und keine Fünferbesetzung (Art. 43 Abs. 2 VRG) 

vorgeschrieben ist (lit. a) oder ein Rechtsmittel offensichtlich unzulässig 

oder offensichtlich begründet oder unbegründet ist (lit. b). Wie nachfolgend 

dargestellt, sind sowohl die Beschwerde vom 29. Mai 2020 wie auch die 

verbesserte Eingabe des Beschwerdeführers vom 2. Juli 2020 

offensichtlich unbegründet, weshalb die einzelrichterliche Kompetenz 

gegeben ist.

2. Anfechtungsobjekt im vorliegenden Beschwerdeverfahren bildet die 

Verfügung der Gemeinde B.________ vom 30. April 2020, mit welcher die 

Einstellung der wohnörtlichen Unterstützung für den Beschwerdeführer 

samt Krankenkassenbeiträge per 30. Dezember 2019 festgestellt wurde. 

Diese Verfügung stellt nach Art. 49 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) ein taugliches 

Anfechtungsobjekt dar. Als Adressat der angefochtenen Verfügung ist die 

Legitimation des Beschwerdeführers zu bejahen (Art. 50 VRG) und die 

Beschwerde wurde – mit Verbesserung vom 2. Juli 2020 - formgerecht 

erhoben (Art. 38 VRG).

Die Beschwerde datiert vom 29. Mai 2020, wurde jedoch erst am 3. Juni 

2020 der Post übergeben. Die Beschwerdegegnerin äusserte sich in ihrer 

Vernehmlassung nicht zur Fristeinhaltung. Da dem Beschwerdeführer die 

angefochtene Verfügung am 2. Mai 2020 per A-Post Plus zugestellt 

worden war (Gerichtsbeilage), lief die 30-tägige Beschwerdefrist 

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grundsätzlich am 1. Juni 2020 ab. Beim 1. Juni 2020 handelte es sich um 

den Pfingstmontag (staatlich anerkannter Feiertag), weshalb die 

Rechtsmittelfrist am 2. Juni 2020 endete (Art. 7 Abs. 1 und 2 VRG, Art. 8 

Abs. 1 VRG). Damit wurde die Beschwerde mit Postaufgabe am 3. Juni 

2020 verspätet eingereicht. Dieser Umstand allein führt bereits zum 

Nichteintreten. Wie nachfolgend ausgeführt, ist auf die Beschwerde aus 

weiteren Gründen nicht einzutreten.  

3.1. Der Beschwerdeführer rügt, dass die in der angefochtenen Verfügung vom 

30. April 2020 enthaltene Rechtsmittelbelehrung nicht korrekt und 

vollständig, also unrichtig, sei. Diese Rüge verfängt aus nachstehenden 

Gründen nicht. 

3.2. Das Fehlen oder die Unrichtigkeit einer Rechtsmittelbelehrung stellt eine 

mangelhafte Eröffnung der Verfügung dar. Aus ihr darf den Parteien kein 

Rechtsnachteil erwachsen, wenn sie sich in guten Treuen darauf 

verlassen durfte (BGE 129 II 134 f.; 124 I 258; 121 II 72). Der 

Beschwerdeführer macht in diesem Zusammenhang geltend, es dürften 

ihm aus der in der angefochtenen Verfügung vom 30. April 2020 

enthaltenen (angeblich) unrichtigen Rechtsmittelbelehrung keine 

Erschwernisse bzw. Nachteile erwachsen. Konkrete Gründe, weshalb ihm 

aus der vorliegenden Rechtsmittelbelehrung der Beschwerdegegnerin ein 

Rechtsnachteil erwachsen sein soll, bringt er nicht vor. Solche Gründe 

sind auch nicht ersichtlich. Dabei ist nämlich zu berücksichtigen, dass die 

in der angefochtenen Verfügung vom 30. April 2020 enthaltene 

Rechtsmittelbelehrung es dem Beschwerdeführer ermöglichte, diese 

bestimmungsgemäss anzufechten. Es entstand ihm damit kein Nachteil 

(Auslassen oder Kürzen des Instanzenzuges). Ein Nachteil ist auch nicht 

darin zu erblicken, dass der Beschwerdeführer die 30-tägige 

Beschwerdefrist schliesslich verstreichen liess. Es verhält sich nämlich so, 

dass der Wortlaut der in der angefochtenen Verfügung enthaltenen 

Rechtsmittelbelehrung klar und unmissverständlich war, so dass es dem 

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Beschwerdeführer ohne Weiteres möglich gewesen wäre, die Beschwerde 

vom 29. Mai 2020 innert der 30-tägigen Rechtsmittelfrist bei der 

zuständigen Rechtsmittelinstanz, beim Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden, einzureichen. Mangels Vorliegens eines Rechtsnachteils 

verfängt die Rüge der unrichtigen Rechtsmittelbelehrung nicht; dies umso 

weniger, als sich die in der angefochtenen Verfügung vom 30. April 2020 

enthaltene Rechtsmittelbelehrung inhaltlich mit der gesetzlichen 

Bestimmung von Art. 52 Abs. 1 VRG deckt. Diese Bestimmung hat 

folgenden Wortlaut:

"Die Beschwerde ist schriftlich innert 30 Tagen seit Mitteilung des 

angefochtenen Entscheids beim Verwaltungsgericht einzureichen."

Vor diesem Hintergrund sind keinerlei Anhaltspunkte ersichtlich, inwiefern 

die in der angefochtenen Verfügung vom 30. April 2020 enthaltene 

Rechtsmittelbelehrung nicht korrekt bzw. unvollständig sein soll.  

4.1. In den Ziffern I. bis III. der Eingabe vom 2. Juli 2020 beantragte der 

Beschwerdeführer drei separate Abrechnungen für die Zeiträume vom 1. 

Dezember 2016 bis am 31. August 2018 (Bedürftigkeit aus wirtschaftlichen 

Gründen), vom 1. September 2018 bis am 31. August 2019 (Bedürftigkeit 

aus gesundheitlichen Gründen) sowie ab dem 1. September 2019 

(Anspruch auf Invalidenrente sowie Ergänzungsleistungen und 

Prämienverbilligung). 

4.2. Gemäss Art. 1 Abs. 1 des Gesetzes über die Unterstützung Bedürftiger 

(Kantonales Unterstützungsgesetz, UG; BR 546.250) ist bedürftig, wer für 

seinen Lebensunterhalt und den seiner Familienangehöriger mit gleichem 

Wohnsitz nicht hinreichend oder nicht rechtzeitig aus eigenen Mitteln 

aufkommen kann. Diese Bestimmung unterscheidet nicht nach dem 

Grund, auf welchen die Bedürftigkeit zurückzuführen ist. Weshalb eine 

Unterscheidung zwischen Bedürftigkeit aus wirtschaftlichen oder 

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gesundheitlichen Gründen gemacht werden sollte, ist auch nicht 

ersichtlich; schliesslich führen beide Gründe dazu, dass ein Betroffener 

seinen Lebensunterhalt nicht mit eigenen Mitteln finanzieren kann (vgl. Art. 

1 Abs. 1 UG). Daraus ergibt sich, dass der Beschwerdeführer keinen 

(gesetzlichen) Anspruch auf separate Abrechnungen für die Zeiträume 

vom 1. Dezember 2016 bis am 31. August 2018 sowie vom 1. September 

2018 bis 31. August 2019 hat. Vor diesem Hintergrund können die 

Ausführungen der Beschwerdegegnerin, wonach die auf einen 

Bedürftigen lautende Abrechnung nicht noch zusätzlich nach dem 

Unterstützungsgrund bzw. auf einzelne Abrechnungsperioden 

aufzugliedern sei, nicht beanstandet werden. Aus diesem Grund hat der 

Beschwerdeführer auch keinen Anspruch auf Erstellung einer separaten 

Abrechnung für den Zeitraum ab dem 1. September 2019. 

5.1. Überdies bringt der Beschwerdeführer vor, dass einerseits die 

Schlussabrechnung unvollständig sei, weil darin die gesetzlichen Abgaben 

(AHV/IV-Beiträge), die obligatorischen Krankenkassenprämien sowie die 

Leistungen der Spitex nicht aufgeführt seien, und andererseits er für den 

Zeitraum vom 1. September 2019 bis am 30. Dezember 2019 Anspruch 

auf Bezahlung eines Überschusses von CHF 559.10 habe. Damit rügt er 

sinngemäss die Höhe der gemäss der Schlussrechnung ausgewiesenen 

Sozialhilfeschulden von insgesamt CHF 43'166.30.

5.2. Im vorliegenden Beschwerdeverfahren liegt einerseits die der 

angefochtenen Verfügung vom 30. April 2020 beigeschlossene 

Schlussabrechnung (vgl. beschwerdeführerische Akten [Bf-act.] B1) und 

andererseits die von der Beschwerdegegnerin mit ihrer Vernehmlassung 

eingereichte Detailabrechnung (vgl. beschwerdegegnerische Akten [Bg-

act.] B4) im Recht. Die Prüfung der beiden Abrechnungen ergibt, dass 

diese in Bezug auf die im Zeitraum vom 15. August 2019 bis am 3. 

Dezember 2019 gebuchten Leistungen nicht identisch sind. Gemäss der 

Detailabrechnung (Bg-act. B4) resultiert für diesen Buchungszeitraum ein 

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Guthaben zugunsten der Beschwerdegegnerin von CHF 53.95. 

Demgegenüber ergibt sich gemäss der Schlussabrechnung (Bf-act. B1) 

ein Guthaben von CHF 411.95 zugunsten des Beschwerdeführers. Diese 

Differenz ergibt sich insbesondere daraus, dass die folgenden in der 

Schlussabrechnung enthaltenen Soll-Positionen und Haben-Positionen in 

der Detailabrechnung der Beschwerdegegnerin keinen Eingang (mehr) 

gefunden haben:

Soll-Positionen:

- "19.08.2019 C.________ AG, Behandlung CHF 305.30"

- "27.08.2019 SIL krankheitsbedingte Zugfahrten CHF 26.20"

- "31.08.2019 D.________ Spitex, Leistung A._____ Juli 2019 CHF 

372.65" 

Haben-Positionen:

- "20.08.2019 E.________ AG, Rückerst. A._____ CHF 623.25"

- "11.09.2019 E.________ AG, Rückerst. A._____ Juli/Aug CHF 546.80" 

Weshalb diese Positionen in der Detailabrechnung nicht aufgeführt 

werden, ist für das Verwaltungsgericht nicht erkennbar; dies schadet der 

Beschwerdegegnerin – zumindest im vorliegenden Beschwerdeverfahren 

– indes nicht. Der Schlussabrechnung (Bf-act. B1) kann nämlich 

entnommen werden, dass über den gesamten Unterstützungszeitraum 

vom 1. Dezember 2016 bis am 30. Dezember 2019 (angeblich) eine 

Schuld zulasten des Beschwerdeführers von CHF 43'166.30 resultiert. 

Selbst wenn also im Zeitraum vom 1. September 2019 bis 30. Dezember 

2019 zugunsten des Beschwerdeführers ein Überschuss von CHF 559.10 

resultieren würde, würde sich die Sozialhilfeschuld noch immer auf 

insgesamt CHF 42'607.20 (= CHF 43'166.30 – CHF 559.10) belaufen. 

Mithin kann keine Rede davon sein, dass der Beschwerdeführer Anspruch 

auf Rückerstattung eines Betrages hat. Hinzu kommt, dass die Höhe der 

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ausstehenden Sozialhilfeschulden nicht Gegenstand des vorinstanzlichen 

Verfahrens war. Es verhält sich nämlich so, dass die Beschwerdegegnerin 

mit der angefochtenen Verfügung vom 30. April 2020 lediglich festgestellt 

hat, dass die wohnörtliche Unterstützung des Beschwerdeführers per 30. 

Dezember 2019 samt Krankenkassenbeiträge eingestellt werde, was vom 

Beschwerdeführer nicht beanstandet wurde. Die Höhe Sozialhilfeschulden 

von insgesamt (angeblich) CHF 43'166.30 bildete – wie bereits gesagt – 

nicht Gegenstand der angefochtenen Verfügung; dies umso weniger, als 

darin keine Rückerstattung der Unterstützungskosten verfügt worden ist. 

Vor diesem Hintergrund fehlt es dem Beschwerdeführer in Bezug auf die 

Rüge, wonach die Schlussabrechnung unvollständig und die darin 

ausgewiesenen Sozialhilfeschulden von CHF 43'166.30 nicht korrekt 

seien, an einem Rechtsschutzinteresse und es kann auch aus diesem 

Grund auf sein Begehren nicht eingetreten werden. Die Frage nach der 

Höhe der (gegebenenfalls zu erstattenden) Sozialhilfeschulden wird sich 

erst stellen, wenn die Beschwerdegegnerin die Rückerstattung derselben 

verfügen sollte (vgl. Art. 11 Abs. 2 UG). In diesem Zusammenhang wird 

der Beschwerdeführer sodann die Möglichkeit haben, allfällige 

betragsmässige Unstimmigkeiten (z.B. Sozialversicherungsbeiträge, 

Krankenkassenprämien, Spitexleistungen) bzw. einen angeblichen 

Fehlbetrag geltend zu machen. 

5.3 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass auf die offensichtlich 

unbegründete Beschwerde nicht einzutreten ist.  

6. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Verfahrenskosten gemäss 

Art. 73 Abs. 1 VRG zulasten des Beschwerdeführers. Da das vorliegende 

Verfahren nicht besonders umfangreich oder schwierig und die 

wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers begrenzt ist, 

erscheint eine Staatsgebühr von CHF 300.-- als angemessen. Eine 

Parteientschädigung steht der obsiegenden Beschwerdegegnerin gemäss 

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Art. 78 Abs. 2 VRG nicht zu, da sie in ihrem amtlichen Wirkungskreis 

obsiegt. 

III. Demnach erkennt die Einzelrichterin:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.  

2. Die Gerichtskosten, bestehend aus

- einer Staatsgebühr von CHF 300.--

- und den Kanzleiauslagen von CHF 266.--

Zusammen CHF 566.--

gehen zulasten von A._____. 

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]