# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b471d38c-e3d4-5d7f-80c0-c453d615b4a2
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-10-21
**Language:** de
**Title:** Zürich Baurekursgericht 21.10.2008 BRKE II Nrn. 0216-0217/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Baurekurs/ZH_BRK_001_BRKE-II-Nrn--0216-02_2008-10-21.pdf

## Full Text

BRKE II Nrn. 0216 und 0217/2008 vom 21. Oktober 2008 in BEZ 2008 Nr. 59

(Eine gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde ist beim Verwaltungsgericht 
pendent.)

8.2.1. (…) Bei der Anwendung der Bestimmung von § 5 ABV auf bestehende 
Gebäude ergibt sich das Problem, dass ursprüngliche – zulässige – Abgrabungen 
mit der Bauvollendung zum gewachsenen Terrain werden, was seinerseits zur Bau-
rechtswidrigkeit des Gebäudes (Überschreitung der Gebäudehöhe oder der Bau-
massenziffer, Verletzung von Geschosszahlvorschriften etc.), jedenfalls aber zu ei-
ner Reservenminderung (Höhenreserve, Baumassenreserve etc.) mit den entspre-
chenden Einschränkungen bezüglich baulicher Änderungen an diesen Gebäuden 
führt. Diese Folge ist offensichtlich unsinnig. Daher erkannte die Baurekurskommis-
sion II in BRKE II Nr. 0026/2000 vom 15. Februar 2002 (= BEZ 2000 Nr. 12, 
www.brk.zh.ch), dass bei Änderungen an bestehenden Gebäuden das gewachsene 
Terrain nicht neu festzustellen sei; vielmehr sei für das betreffende Gebäude bzw. 
für die Beurteilung baulicher Änderungen an diesem weiterhin der mit der seinerzei-
tigen Neubaubewilligung festgestellte gewachsene Boden massgebend. In dem je-
nem Entscheid zu Grunde liegenden Fall ging es um Abgrabungen, die seinerzeit 
bei der Erstellung des Gebäudes vorgenommen worden waren. Mit VB.2004.00202 
vom 18. August 2004 bestätigte das Verwaltungsgericht diese Praxis, und mit 
VB.2005.00295 (= BEZ 2006 Nr. 9 = RB 2005 Nr. 75) weitete das Gericht diese Pra-
xis auf Aufschüttungen aus. 

Diese nachgerade ständige Praxis der beiden kantonalen Rechtsmittelinstan-
zen wurde mit BRKE II Nr. 0208/2008 vom 21. Oktober 2008 (= BEZ 2008 Nr.60) um 
die Feststellung ergänzt, dass der Rückgriff auf das Stammbaugesuch bei Umbau-
ten oder Änderungen bestehender Gebäude aus Gründen der Rechtssicherheit auf 
einen Zeitraum von 30 Jahren vor Einreichung des neuen Baugesuches zu limitieren 
sei.

8.2.2. Die Rechtsmittelinstanzen haben sich indes zu keinem Zeitpunkt dafür 
ausgesprochen, dass auch bei Neuüberbauungen unter vorgängiger Beseitigung der 
Altbauten auf einen andern als den bei der Einreichung des aktuellen Baugesuchs 
bestehenden Verlauf des Bodens abzustellen sei. Dies zu Recht nicht, beruht doch 
die vorstehend wiedergegebene Praxis auf dem Gedanken, dass ein einmal erstell-
tes Gebäude sein massgebliches Terrain behält, dieses also bei nachträglichen Än-
derungen nicht erneut zu bestimmen ist. Im Zusammenhang mit der Erstellung des 
Gebäudes vorgenommene Abgrabungen und Aufschüttungen führen auf diese Wei-
se nicht zu (bei nachträglichen Änderungen manifest werdenden) ungewollten oder 
gar unsinnigen Ergebnissen. 

www.brk.zh.ch
http://www.brk.zh.ch/

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Demgegenüber ist bei Neuüberbauungen regelmässig auch das massgebliche 
Terrain neu zu bestimmen, und zwar unbesehen davon, ob der Erstellung des Neu-
baus die Beseitigung eines Altbaus vorangeht oder nicht. Allein der Umstand, dass 
der für die Einhaltung der Bauvorschriften massgebliche Terrainverlauf in Gesetz 
und Verordnung als «gewachsener Boden» bezeichnet wird, was die Vorstellung 
eines zu keinem Zeitpunkt gestalteten Terrainverlaufs evozieren mag, lässt noch 
nicht schliessen, dass die Bestimmung von § 5 Abs. 1 ABV nur dann zu Zuge 
kommt, wenn «auf der grünen Wiese» gebaut wird. Solche Bauvorhaben stellen ge-
radezu einen Ausnahmefall dar, während die Bestimmung von § 5 Abs. 1 ABV eine 
Regel formuliert. Die Auffassung der Vorinstanz ist auch deswegen zu verwerfen, 
weil Neubauten oftmals mehrere Vorgängerbauten aufweisen, womit ein Rückgriff 
auf die «natürlich entstandenen Terrainverhältnisse», d.h. auf jene vor der ersten 
Überbauung, in der Regel illusorisch wird. Hat die Überbaubarkeit eines Grundstück 
auf Grund von Aufschüttungen und Abgrabungen für die zu beseitigende Altbaute in 
geradezu unzumutbarer Weise gelitten, ist dem mit Ausnahmebewilligungen (§ 220 
PBG) beizukommen, wobei von der Einhaltung der jeweiligen Bauvorschrift und nicht 
etwa von § 5 ABV zu dispensieren ist, da nur von Bauvorschriften, nicht aber von 
Legaldefinitionen befreit werden kann (BRKE II Nr. 0032/2004 = BEZ 2004 Nr. 75, 
www.brk.zh.ch). Baugruben sind aufzufüllen bzw. rechnerisch auf dem Wege der 
Interpolation zu schliessen. 

www.brk.zh.ch). Baugruben 
http://www.brk.zh.ch/