# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 632868ec-9c4d-5887-b932-72408149a906
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-02-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.02.2014 B-1985/2012
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-1985-2012_2014-02-24.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
 
 

 

 

  

 
 Abteilung II 

B-1985/2012 

 

 

  U r t e i l  v o m  2 4 .  F e b r u a r  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Richter Ronald Flury (Vorsitz), 

Richterin Madeleine Hirsig-Vouilloz,  

Richterin Eva Schneeberger,    

Gerichtsschreiberin Andrea Giorgia Röllin. 
 

 
 

Parteien 

 
X._______,  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 

 
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2,    

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Invalidenleistungen (Rentenanspruch und berufliche 

Massnahmen). 

 

 

B-1985/2012 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der am '_______' 1955 geborene, verheiratete X._______ ist deutscher 

Staatsangehöriger und lebt in Deutschland. Der gelernte Bauschlosser 

arbeitete vom Mai 1977 bis Ende April 2009 (mit Unterbrüchen) als 

Grenzgänger in der Schweiz – zuletzt seit dem 1. April 2001 als Fabrika-

tions-Mitarbeiter bei der A._______ AG in einem 100%igen Pensum (IV-

act. 7), wobei der letzte effektive Arbeitstag der 4. Februar 2009 war (IV-

act. 56 S. 2) – und entrichtete dabei Beiträge an die schweizerische Al-

ters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (Auszug aus dem indivi-

duellen Konto vom 9. Februar, IV-act. 48).  

Kurz vor Ende seiner Arbeit in der Schweiz, nämlich Mitte Februar/Anfang 

März 2009, meldete sich X._______ bei der schweizerischen Invaliden-

versicherung (IV) wegen Krankheit erstmals zum Bezug von (Renten-) 

Leistungen an (Anmeldungsformular vom 16. Februar 2009, IV-act. 2).  

Ab dem 1. Mai 2009 erbrachte die Krankentaggeldversicherung Trust 

Sympany nach Massgabe einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit die gesetzli-

chen Leistungen (vgl. IV-act. 42 S. 1-2). 

B.  

Nachdem die IV-Stelle des Kantons Zürich ein neurologisches Gutachten 

eingeholt hatte (Gutachten von Dr. med. B._______, Facharzt FMH für 

Neurologie, vom 7. Juli 2009, IV-act. 19), wies die IV-Stelle für Versicherte 

im Ausland (IVSTA) mit Verfügung vom 22. Januar 2010 das erstmalige 

Leistungsgesuch von X._______ mangels Vorliegen eines invalidisieren-

den Gesundheitsschadens ab (IV-act. 37). 

C.  

Ab dem 1. Mai 2010 bezog X._______ Leistungen der deutschen Agentur 

für Arbeit (IV-act. 49 S. 1).  

Am 17. November 2010 stellte er beim deutschen Sozialversicherungs-

träger zuhanden der IVSTA erneut ein Gesuch um Rentenleistungen der 

schweizerischen Invalidenversicherung (EU-Formular E 204 "Antrag auf 

Invaliditätsrente", IV-act. 38). Die deutsche Agentur für Arbeit richtete ab 

dem 9. Dezember 2010 keine Leistungen mehr aus (IV-act. 49 S. 1). Am 

30. Januar 2011 reichte der Versicherte der Zürcher IV-Stelle eine eigene 

Anmeldung zum Leistungsbezug (berufliche Integration/Rente) nach (IV-

act. 43; Eingang: 2. Februar 2011). Er begründete seine Neuanmeldung 

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Seite 3 

mit einer erheblichen Verschlechterung der Rückenschmerzen seit dem 

Jahr 2009 (IV-act. 43 S. 8). Die IV-Stelle des Kantons Zürich holte darauf 

Auskünfte der deutschen Agentur für Arbeit (Fragebogen zur Arbeitslosig-

keit vom 9. Februar 2011, IV-act. 49), einen Auszug aus dem individuellen 

Konto (IK-Auszug vom 9. Februar 2011, IV-act. 48) und medizinische Be-

richte (IV-act. 52 und 55) ein.  

Mit Vorbescheid vom 5. April 2011 stellte die IV-Stelle des Kantons Zürich 

dem Versicherten die Abweisung seines Leistungsgesuchs in Aussicht 

(IV-act. 58). X._______ erhob dagegen mit Schreiben vom 20. April 2011 

(IV-act. 59) und 18. Mai 2011 (IV-act. 61) Einwand. Nachdem die Deut-

sche Rentenversicherung C._______ einen Anspruch des Versicherten 

auf eine Rente wegen Erwerbsminderung mit Bescheid vom 4. Juli 2011 

verneint (IV-act. 62 S. 2-7) und den von X._______ erhobenen Wider-

spruch mit Bescheid vom 6. Dezember 2011 abgewiesen (IV-act. 64) hat-

te, wies schliesslich auch die IVSTA (nachfolgend: Vorinstanz) das Leis-

tungsbegehren des Versicherten, wie angekündigt, mit Verfügung vom 

23. März 2012 ab (IV-act. 68). 

D.  

Hiergegen hat X._______ (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 12. April 

2012 Beschwerde mit dem sinngemässen Begehren erhoben, die ange-

fochtene Verfügung sei aufzuheben und die Sache zwecks weiterer me-

dizinischer Abklärungen an die Vorinstanz zurückzuweisen.  

E.  

Mit Eingabe vom 23. April 2012 hat der Beschwerdeführer einen Be-

scheid des Landratsamts D._______ vom 29. März 2012, ein allgemein-

medizinisches Gutachten von Dr. med. E._______, Fachärztin für Allge-

meinmedizin und Ärztin der Agentur für Arbeit F._______, vom 25. Januar 

2012, sowie ein sozialmedizinisches Gutachten von Dr. med. G._______, 

Arzt des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung C._______, 

vom 17. November 2011 nachgereicht. 

F.  

In ihrer Vernehmlassung vom 8. Juni 2012 hat die Vorinstanz beantragt, 

die Beschwerde sei abzuweisen.  

G.  

Am 27. Juni 2012 hat der Beschwerdeführer unaufgefordert zur Vernehm-

lassung Stellung genommen. 

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Seite 4 

H.  

Die Vorinstanz hat auf eine Duplik verzichtet, worauf der Schriftenwechsel 

mit Verfügung vom 31. August 2012 einstweilen geschlossen worden ist. 

I.  

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien sowie die eingereichten Un-

terlagen wird – soweit erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen 

näher eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 

Bundesverwaltungsgericht (VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 69 

Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invaliden-

versicherung (IVG, SR 831.20) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht 

Beschwerden von Personen im Ausland gegen Verfügungen der IV-Stelle 

für Versicherte im Ausland (IVSTA). Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32 

VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist demnach für die 

Beurteilung der Beschwerde zuständig. 

1.2 Das Bundesgesetz vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungs-

verfahren (VwVG; SR 172.021) findet keine Anwendung in Sozialversi-

cherungssachen, soweit das Bundesgesetz vom 6. Oktober 2000 über 

den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) 

anwendbar ist (Art. 3 Bst. d
bis VwVG). Nach Art. 1 Abs. 1 IVG finden die 

Vorschriften des ATSG auf die Invalidenversicherung (Art. 1a bis 26
bis

 IVG 

und Art. 28 bis 70 IVG) Anwendung, soweit das IVG nicht ausdrücklich 

eine Abweichung vom ATSG vorsieht. 

1.3 Der Beschwerdeführer ist durch die angefochtene Verfügung berührt 

und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Ände-

rung, so dass er im Sinne von Art. 59 ATSG (vgl. auch Art. 48 Abs. 1 

VwVG) beschwerdelegitimiert ist.  

1.4 Zudem hat der Beschwerdeführer frist- und formgerecht (Art. 60 

ATSG; vgl. auch Art. 50 und Art. 52 VwVG) Beschwerde erhoben. Nach-

dem auch der Verfahrenskostenvorschuss innert Frist geleistet wurde, ist 

auf die Beschwerde einzutreten. 

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Seite 5 

2.  

2.1 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht 

einschliesslich der Überschreitung und des Missbrauchs des Ermessens, 

die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG). 

2.2 Der Beschwerdeführer begründet seine Beschwerde vom 12. April 

2012 sinngemäss damit, die Vorinstanz habe die neuen Gutachten des 

Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung und des Medizinischen 

Dienstes der Agentur für Arbeit nicht berücksichtigt. In seiner unaufgefor-

derten Stellungnahme vom 27. Juni 2012 führt der Beschwerdeführer 

aus, dass eine Verschlechterung stattgefunden habe. Der Grad der Be-

hinderung betrage 40 %. 

2.3 Die Vorinstanz führt als Begründung der angefochtenen Verfügung 

an, der Gesundheitszustand habe sich seit dem 22. Januar 2010 nicht 

wesentlich verschlechtert. Es liege weiterhin kein invalidisierender Ge-

sundheitsschaden vor. Die bisherige Tätigkeit als Fabrikations-Mitarbeiter 

sowie jegliche angepasste Verweistätigkeiten seien weiterhin im Vollpen-

sum zumutbar, womit ein rentenausschliessendes Einkommen erzielt 

werden könne. Eine gesundheitsbedingte Einschränkung bei der Stellen-

suche bestehe nicht. Zur Begründung ihres Vernehmlassungsantrags 

verweist die Vorinstanz auf die Stellungnahme der IV-Stelle des Kantons 

Zürich vom 1. Juni 2012. Die Zürcher IV-Stelle ihrerseits verweist darin 

auf ihre Akten, insbesondere auf die Stellungnahme des Regionalen Ärzt-

lichen Dienstes vom 3. März 2011 (IV-act. 56 S. 4-5), und hält fest, dass 

mit der Beschwerde keine neuen wesentlichen medizinischen Erkennt-

nisse dargelegt worden seien. 

2.4 Im vorliegenden Verfahren ist somit streitig und vom Bundesverwal-

tungsgericht zu prüfen, ob die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung 

das neuerliche Leistungsgesuch des Beschwerdeführers zu Recht abge-

wiesen hat.  

3.  

Die örtliche Zuständigkeit der IV-Stelle richtet sich in der Regel nach dem 

Wohnsitz des Versicherten im Zeitpunkt der Anmeldung (Art. 55 IVG). Zu-

ständig zur Entgegennahme und Prüfung der Anmeldungen von Grenz-

gängern ist die IV-Stelle, in deren Tätigkeitsgebiet der Grenzgänger eine 

Erwerbstätigkeit ausübt. Dies gilt auch für ehemalige Grenzgänger, sofern 

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Seite 6 

sie bei der Anmeldung ihren ordentlichen Wohnsitz noch in der benach-

barten Grenzzone haben und der Gesundheitsschaden auf die Zeit ihrer 

Tätigkeit als Grenzgänger zurückgeht. Die Verfügungen werden von der 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland erlassen (Art. 40 Abs. 2 der Verord-

nung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV, 

SR 831.201]).  

Der Beschwerdeführer war Grenzgänger, wohnt immer noch im Grenzge-

biet und hatte seine letzte Arbeitsstelle im Kanton Zürich. Damit hat die 

IV-Stelle des Kantons Zürich zu Recht die erneute Anmeldung des Be-

schwerdeführers für Leistungen der Invalidenversicherung entgegenge-

nommen und geprüft. Ebenso war die IVSTA gemäss der vorstehenden 

Erwägung für den Erlass der angefochtenen Verfügung zuständig.  

4.  

4.1 Der Beschwerdeführer ist ein in Deutschland wohnhafter deutscher 

Staatsangehöriger, weshalb das am 1. Juni 2002 in Kraft getretene Ab-

kommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenos-

senschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihrer Mit-

gliedsstaaten andererseits über die Freizügigkeit (FZA, SR 

0.142.112.681) zu beachten ist.  

4.1.1 Anhang II des FZA betreffend die Koordinierung der Systeme der 

sozialen Sicherheit wurde per 1. April 2012 geändert (Beschluss 

Nr. 1/2012 des Gemischten Ausschusses vom 31. März 2012; AS 2012 

2345). Die am 1. April 2012 für die Schweiz anwendbar gewordenen neu-

en EU-Verordnungen (insbesondere Verordnung [EG] Nr. 883/2004 und 

Verordnung [EG] Nr. 987/2009) sind vorliegend jedoch angesichts des 

Zeitpunktes des Erlasses der angefochtenen Verfügung (23. März 2012) 

nicht einschlägig. Vorliegend ist daher auf die bis Ende März 2012 gültige 

Fassung (vgl. namentlich AS 2002 1527, AS 2006 979 und 995, AS 2006 

5851, AS 2009 2411 und 2421) abzustellen, wonach die Vertragsparteien 

untereinander insbesondere folgende Rechtsakte (oder gleichwertige 

Vorschriften) anwenden (Art. 1 Abs. 1 i.V.m. Abschnitt A Anhang II des 

FZA): die Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 

zur Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer 

und Selbstständige sowie deren Familienangehörige, die innerhalb der 

Gemeinschaft zu- und abwandern (AS 2004 121 [vgl. auch AS 2008 

4219, AS 2009 4831]; nachfolgend: Verordnung [EWG] Nr. 1408/71) so-

wie die Verordnung (EWG) Nr. 574/72 des Rates vom 21. März 1972 über 

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die Durchführung der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 über die Anwen-

dung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbst-

ständige sowie deren Familienangehörige, die innerhalb der Gemein-

schaft zu- und abwandern (AS 2005 3909 [vgl. auch AS 2009 621, AS 

2009 4845]). Im Rahmen des FZA ist auch die Schweiz als "Mitgliedstaat" 

im Sinn dieser Koordinierungsverordnungen zu betrachten (Art. 1 Abs. 2 

Anhang II des FZA).  

4.1.2 Soweit das FZA bzw. die auf dieser Grundlage anwendbaren ge-

meinschaftsrechtlichen Rechtsakte keine abweichenden Bestimmungen 

vorsehen, richtet sich die Ausgestaltung des Verfahrens sowie die Prü-

fung der Anspruchsvoraussetzungen einer schweizerischen Invalidenren-

te grundsätzlich nach der innerstaatlichen Rechtsordnung (BGE 130 V 

257 E. 2.4). Dass die im FZA erwähnten Verordnungen – insbesondere 

die Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 – am 1. April 2012 durch die Verord-

nungen (EG) Nr. 883/2004 und (EG) Nr. 987/2009 abgelöst worden sind, 

ändert vorliegend an dieser grundsätzlichen Geltung des Schweizer 

Rechts nichts (vgl. Urteile des Bundesverwaltungsgerichts B-194/2013 

vom 22. Juli 2013 E. 3.1 und C-3985/2012 vom 25. Februar 2013 E. 2.1).  

4.1.3 Nach Art. 40 Abs. 4 der Verordnung Nr. 1408/71 ist die vom Träger 

eines Staates getroffene Entscheidung über die Invalidität eines An-

tragstellers für den Träger eines anderen betroffenen Staates nur dann 

verbindlich, wenn die in den Rechtsvorschriften dieser Staaten festgeleg-

ten Tatbestandsmerkmale der Invalidität in Anhang V dieser Verordnung 

als übereinstimmend anerkannt sind – was für die schweizerischen bzw. 

deutschen Rechtsvorschriften nicht zutrifft. Demnach bestimmt sich die 

Frage ob und gegebenenfalls ab wann Anspruch auf Leistungen der 

schweizerischen Invalidenversicherung besteht, allein aufgrund der 

schweizerischen Rechtsvorschriften und es besteht für die rechtsanwen-

denden Behörden in der Schweiz keine Bindung an Feststellungen und 

Entscheide ausländischer Versicherungsträger, Krankenkassen, Behör-

den und Ärzte bezüglich Invaliditätsgrad und Anspruchsbeginn (vgl. BGE 

130 V 253 E. 2.4; AHI-Praxis 1996, S. 179; vgl. auch ZAK 1989 S. 320 

E. 2). Vielmehr unterstehen die aus dem Ausland stammenden Beweis-

mittel der freien Beweiswürdigung durch das Gericht (vgl. Urteil des Eid-

genössischen Versicherungsgerichts [EVG] vom 11. Dezember 1981 i.S. 

D. und BGE 125 V 351 E. 3a). 

4.1.4 Entsprechend bestimmt sich vorliegend der Anspruch des Be-

schwerdeführers auf Leistungen der schweizerischen Invalidenversiche-

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Seite 8 

rung ausschliesslich nach dem innerstaatlichen schweizerischen Recht, 

insbesondere nach dem IVG sowie der IVV.  

4.2  

4.2.1 In zeitlicher Hinsicht ist zunächst festzuhalten, dass Rechts- und 

Sachverhaltsänderungen, die nach dem massgebenden Zeitpunkt des Er-

lasses der streitigen Verfügung (hier: 23. März 2012) eintraten, im vorlie-

genden Verfahren grundsätzlich nicht zu berücksichtigen sind (vgl. BGE 

130 V 329 sowie 129 V 1 E. 1.2, je mit Hinweisen).  

Die Sache beurteilt sich grundsätzlich nach denjenigen materiellen 

Rechtssätzen, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tat-

bestandes Geltung hatten (vgl. BGE 130 V 329). Ein allfälliger Leistungs-

anspruch ist daher für die Zeit vor einem Rechtswechsel aufgrund der 

bisherigen und ab diesem Zeitpunkt nach den neuen Normen zu prüfen 

(pro rata temporis; vgl. BGE 130 V 445 sowie Urteile des Bundesverwal-

tungsgerichts C-8639/2007 vom 20. Januar 2012 E. 2.4 und C-196/2010 

vom 19. Juli 2011 E. 3.2). 

4.2.2 Zur Beurteilung des vorliegenden Sachverhalts ist daher auf die ma-

teriellen Bestimmungen des IVG und der IVV in der Fassung gemäss den 

am 1. Januar 2008 in Kraft getretenen Änderungen (5. IV-Revision; AS 

2007 5129 und AS 2007 5155) abzustellen. Die mit dem ersten Mass-

nahmenpaket der 6. IV-Revision am 1. Januar 2012 in Kraft getretenen 

Änderungen des IVG und der IVV (IV-Revision 6a; AS 2011 5659 und AS 

2011 5679) wären in zeitlicher Hinsicht auf den zu beurteilenden Sach-

verhalt teilweise anwendbar, sind hier sachlich jedoch nicht einschlägig. 

4.2.3 Bezüglich der vorliegend auf Grund von Art. 2 ATSG in Verbindung 

mit Art. 1 Abs. 1 IVG zu berücksichtigenden ATSG-Normen zur Arbeitsun-

fähigkeit (Art. 6), Erwerbsunfähigkeit (Art. 7), Invalidität (Art. 8) und zur 

Bestimmung des Invaliditätsgrades (Art. 16) hat das Schweizerische 

Bundesgericht (vormals Eidgenössisches Versicherungsgericht [EVG]) 

erkannt, dass es sich bei den in Art. 3 bis 13 ATSG enthaltenen Legalde-

finitionen in aller Regel um eine formellgesetzliche Fassung der höchst-

richterlichen Rechtsprechung zu den entsprechenden Begriffen vor In-

Kraft-Treten des ATSG handelt und sich inhaltlich damit keine Änderung 

ergibt, weshalb die hierzu entwickelte Rechtsprechung übernommen und 

weitergeführt werden kann (vgl. BGE 130 V 343 E. 3.1, 3.2 und 3.3). 

 

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Seite 9 

5.  

5.1 Anspruch auf eine Rente der schweizerischen Invalidenversicherung 

hat, wer invalid im Sinn des Gesetzes ist (Art. 7, 8 und 16 ATSG; Art. 4, 

28, 28a und 29 IVG) und beim Versicherungsfall mindestens während 

dreier Jahre (Art. 36 Abs. 1 IVG in der Fassung der 5. IV-Revision) Bei-

träge an die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung geleistet 

hat. Diese zwei Bedingungen müssen kumulativ erfüllt sein. 

Der Beschwerdeführer hat in der Schweiz unbestrittenermassen während 

mehr als drei Jahren Beiträge an die Alters-, Hinterlassenen- und Invali-

denversicherung geleistet, womit die beitragsmässigen Voraussetzungen 

für den Bezug einer ordentlichen Invalidenrente erfüllt sind. Zu prüfen 

bleibt damit, ob der Beschwerdeführer zum rechtsrelevanten Zeitpunkt 

23. März 2012, dem Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfü-

gung, als invalid im Sinne des Gesetzes zu betrachten ist. 

5.2  

5.2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-

ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG), die 

Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein kann (Art. 4 

Abs. 1 IVG).  

Dabei ist Erwerbsunfähigkeit der durch Beeinträchtigung der körperlichen, 

geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer 

Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 

der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche-

nen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Be-

einträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 

bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Auf-

gabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die 

zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich be-

rücksichtigt (Art. 6 ATSG). 

5.2.2 Der Begriff der Invalidität ist demnach nicht nach medizinischen Kri-

terien definiert, sondern nach der Unfähigkeit, Erwerbseinkommen zu er-

zielen oder sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen (vgl. BGE 

110 V 273 E. 4a und 102 V 165). Dabei sind die Erwerbs- bzw. Arbeits-

möglichkeiten nicht nur im angestammten Beruf bzw. in der bisherigen 

Tätigkeit, sondern – wenn erforderlich – auch in zumutbaren Verwei-

sungstätigkeiten zu prüfen. Der Invaliditätsgrad ist also grundsätzlich 

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Seite 10 

nach wirtschaftlichen und nicht nach medizinischen Grundsätzen zu er-

mitteln. Bei der Bemessung der Invalidität kommt es somit einzig auf die 

objektiven wirtschaftlichen Folgen einer funktionellen Behinderung an, 

und nicht allein auf den ärztlich festgelegten Grad der funktionellen Ein-

schränkung (vgl. BGE 110 V 273; ZAK 1985 S. 459). 

5.2.3 Gemäss Art. 4 Abs. 2 IVG gilt die Invalidität als eingetreten, sobald 

sie die für die Begründung des Anspruchs auf die jeweilige Leistung er-

forderliche Art und Schwere erreicht hat (sogenannter leistungsspezifi-

scher Versicherungsfall; vgl. BGE 137 V 417 E. 2.2.1 und 2.2.4; SVR 

2007 IV Nr. 7 E. 1.1).  

5.3 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss 

Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Ein-

kommensvergleichs zu bestimmen.  

5.4  

5.4.1 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades ver-

weigert, so wird nach Art. 87 Abs. 4 IVV eine neue Anmeldung nur ge-

prüft, wenn die Voraussetzungen gemäss Abs. 3 dieser Bestimmung er-

füllt sind. Danach ist im Leistungsbegehren gleich wie im Revisionsge-

such glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versi-

cherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert 

hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache 

materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicher-

ten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch 

tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei ei-

nem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (vgl. dazu BGE 

130 V 71; AHI 1999 S. 83 E. 1b mit Hinweisen). Stellt sie fest, dass der 

Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine 

Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls 

hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, 

um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu bejahen, und 

hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle 

Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 130 V 71 E. 3.2.2 f.). 

5.4.2 Eine Änderung des Invaliditätsgrades setzt stets auch eine Ände-

rung der tatsächlichen Verhältnisse voraus. Zu vergleichen ist dabei der 

Sachverhalt im Zeitpunkt der letzten der versicherten Person eröffneten 

rechtskräftigen Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Ren-

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Seite 11 

tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdi-

gung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunk-

ten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesund-

heitszustandes) beruht; vorbehalten bleibt die Rechtsprechung zur Wie-

dererwägung und prozessualen Revision (BGE 130 V 71 E. 3.2.3). Ferner 

muss die Veränderung der Verhältnisse erheblich, d.h. hinsichtlich der 

Auswirkungen auf den Invaliditätsgrad rentenwirksam sein (siehe Art. 17 

ATSG, BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Unter revisionsrechtlichen 

Gesichtspunkten – welche gleichermassen für das Neuanmeldungsver-

fahren gelten (vgl. BGE 133 V 108 E. 5.2; Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts I 658/05 vom 27. März 2006 E. 4.4) – ist die unter-

schiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen 

Sachverhaltes unerheblich (BGE 112 V 371 E. 2b mit Hinweisen; SVR 

1996 IV Nr. 70 S. 204 E. 3a).  

5.4.3 Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheb-

lichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige 

Verfügung oder der letzte rechtskräftige Einspracheentscheid, welche 

oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit 

rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invalidi-

tätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3 

und Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit 

Hinweisen). 

5.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, sind die Entscheidbe-

hörden auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls 

auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arz-

tes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und da-

zu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätig-

keiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Des Weiteren sind die 

ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Fra-

ge, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet 

werden können (vgl. BGE 125 V 25 E. 4 und 115 V 133 E. 2; Rechtspre-

chung und Verwaltungspraxis in den Bereichen AHV, IV etc., AHI-Praxis 

2002, S. 62 E. 4b/cc). Aufgabe des medizinischen Dienstes ist es dabei, 

zu Handen der Verwaltung den medizinischen Sachverhalt zusammenzu-

fassen und zu würdigen. Auch diese Berichte sind entscheidrelevante Ak-

tenstücke (vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_341/2007 vom 16. No-

vember 2007 E. 4.1, mit Hinweisen, sowie I 143/07 vom 14. September 

2007 E. 3.3). 

B-1985/2012 

Seite 12 

5.6  

5.6.1 Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismittel 

zu würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und Beschwerdeverfah-

ren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versi-

cherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die Beweise frei, das 

heisst ohne förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss 

zu würdigen. Dies bedeutet für das Gericht, dass es alle Beweismittel, 

unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu 

entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beur-

teilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. 

5.6.2 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, 

ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Un-

tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-

gung der Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Si-

tuation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertinnen und 

Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist 

grundsätzlich somit weder die Herkunft des Beweismittels noch die Be-

zeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme 

als Bericht oder als Gutachten (vgl. dazu das Urteil des Bundesgerichts 

I 268/2005 vom 26. Januar 2006 E. 1.2, mit Hinweis auf BGE 125 V 352 

E. 3a). 

5.6.3 Das Gericht darf eine Tatsache grundsätzlich dann als bewiesen 

annehmen, wenn es sich von deren Vorhandensein derart überzeugt hat, 

dass das Gegenteil als unwahrscheinlich erscheint (vgl. PATRICK L. 

KRAUSKOPF/KATRIN EMMENEGGER, in: Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], 

Praxiskommentar VwVG, a.a.O., N 9 zu Art. 12 VwVG). Im Sozialversi-

cherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid nach dem Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen, sofern das Gesetz nicht 

etwas Abweichendes vorsieht. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten 

Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat 

vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die sie von allen mögli-

chen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (vgl. BGE 

126 V 353 E. 5b und 125 V 193 E. 2, je mit Hinweisen).  

 

 

B-1985/2012 

Seite 13 

6.  

6.1 Die Vorinstanz ist auf das neue, am 17. November 2010 in Deutsch-

land gestellte Leistungsgesuch (vorstehend Sachverhalt Bst. C; IV-act. 

38) im Rahmen des zwischenstaatlichen Verfahrens eingetreten und hat 

den Sachverhalt von der IV-Stelle des Kantons Zürich ermitteln sowie 

würdigen lassen (siehe IV-act. 39-68). Demnach ist in Anwendung der 

hiervor dargelegten Rechtsprechung zu prüfen, ob sich der Gesundheits-

zustand des Beschwerdeführers zwischen dem 22. Januar 2010 (Zeit-

punkt der erstmaligen, rechtskräftigen Verfügung) und dem 23. März 

2012 (Erlass der neuerlichen, angefochtenen Verfügung) invaliditätsrele-

vant verändert hat und ob die von der Vorinstanz durchgeführte An-

spruchsermittlung mit den hiervor erwähnten Grundsätzen vereinbar ist. 

6.2 Die IVSTA stützte sich bei ihrer letztmaligen leistungsabweisenden 

Verfügung vom 22. Januar 2010, welche die Vorinstanz mit einem fehlen-

den (rentenbegründenden) invalidisierenden Gesundheitsschaden sowie 

fehlender gesundheitsbedingter Einschränkung bei der Stellensuche be-

gründete, auf das neurologische Gutachten von Dr. B._______ vom 7. Ju-

li 2009 und die Stellungnahme des fallbetrauten Arztes des Regionalen 

Ärztlichen Dienstes (RAD), PD Dr. med. univ. H._______, Facharzt für 

Neurologie, vom 15. Oktober 2009 (vgl. Verfügungsbegründung [IV-act. 

37 S. 1] sowie Feststellungsblätter für den Beschluss vom 27. Juli 2009 

[IV-act. 20] und vom 18. Januar 2010 [IV-act. 34]). Aus diesen medizini-

schen Berichten geht im Wesentlichen Folgendes hervor: 

6.2.1 Dr. B._______ hielt in seinem neurologischen Gutachten vom 7. Juli 

2009 (IV-act. 19) fest, es bestünden keine neurologischen Diagnosen mit 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Als neurologische Diagnosen ohne 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte er (S. 11 f.): 

– Kopfschmerz bei Analgetikaübergebrauch gemäss ICHD-II 8.2.3, 

wahrscheinlich seit Mitte 2005; 

– Status nach kurativer Entfernung eines Keilbeinflügelmeningeoms 

rechts WHO-Grad I am 20. April 1998 mit Quadrantenanopsie nach 

links oben; 

– symptomatische fokale Epilepsie, anfallsfrei unter Levetiracetam seit 

März 2007; 

– Status nach subkortikalen ischämischen Infarkten mit Dysdiadochoki-

nese links und fraglicher sensibler Halbseitenstörung links. 

B-1985/2012 

Seite 14 

Auf neurologischem Gebiet sei keine relevante Einschränkung der Ar-

beitsfähigkeit in der letzten beruflichen Tätigkeit als Galvaniseur und Be-

triebs- bzw. Rotorenschlosser ausgewiesen. Nachdem der Beschwerde-

führer im Verlauf der kurativen Meningeomentfernung im April 1998 bis 

Februar 2009 unbeeinträchtigt und langjährig seiner beruflichen Tätigkeit 

als Betriebsschlosser bzw. Galvaniseur habe nachgehen können, ein Re-

zidivwachstum ausgeschlossen sei und seit März 2007 Anfallsfreiheit sei-

tens der fokalen Epilepsie bestehe, sei aus rein neurologischer Sicht kei-

ne relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ab Februar 2009 be-

gründbar (S. 12). Der chronische Kopfschmerz sei mit einem Analgeti-

kaentzug, flankierenden psychoedukativen Massnahmen und gleichzeiti-

ger Etablierung einer medikamentösen Kopfschmerzprophylaxe behan-

delbar und rechtfertige keine dauernde Einschränkung der Arbeitsfähig-

keit (S. 10 f.). In Bezug auf die angegebenen Rückenschmerzen fänden 

sich klinisch keine akuten Wurzelkompressionszeichen, so dass diese 

Beschwerden neurologischerseits nicht erklärbar seien und allenfalls or-

thopädisch bzw. rheumatologisch beurteilt werden sollten (S. 11). 

6.2.2 Dr. med. I._______, Fachärztin für Allgemeinmedizin, tätig in der 

ärztlichen Untersuchungsstelle der Deutschen Rentenversicherung 

C._______, schrieb in ihrem ausführlichen ärztlichen Bericht gemäss EU-

Formular E 213 vom 20. April 2009 (IV-act. 27) zuhanden der Zürcher IV-

Stelle, aufgrund der Erkrankungen des Beschwerdeführers seien Tätig-

keiten mit Absturzgefahr nicht mehr zuzumuten, zudem auch keine Tätig-

keiten, die ein vermehrtes Konzentrations- und Reaktionsvermögen vor-

aussetzten. Weiter seien keine Tätigkeiten, die Gang- und Standsicher-

heit erforderten, möglich. Ferner seien keine Wirbelsäulenzwangshaltun-

gen und kein häufiges Bücken sowie kein schweres Heben und Tragen 

von Lasten zumutbar. Hebe- und Traglasten sollten auf 10 bis 15 kg be-

schränkt sein. Leichte bis mittelschwere Tätigkeiten, welche dies berück-

sichtigten, könnten vom Beschwerdeführer weiterhin in vollem zeitlichem 

Umfang verrichtet werden. Die letzte Tätigkeit als Rotorschlosser ent-

spreche dem Leistungsbild nicht. Hier müsse seit dem 13. Februar 2009 

von einem nur noch unter dreistündigen Leistungsvermögen ausgegan-

gen werden. Die festgestellten Einsatzbeschränkungen bestünden auf 

Dauer seit dem 13. Februar 2009. 

6.2.3 RAD-Arzt PD Dr. H._______ wies in seiner Stellungnahme vom 

15. Oktober 2009 darauf hin, dass die medizinische Situation im Gutach-

ten Dr. B._______s und im Bericht Dr. I._______s im Wesentlichen iden-

tisch beschrieben werde. Es werde ein Gesundheitsschaden berichtet, 

B-1985/2012 

Seite 15 

der jedenfalls in angepasster Tätigkeit keine Arbeitsunfähigkeit bedinge. 

Ob die bisherige Tätigkeit als Schlosser dem von Dr. I._______ beschrie-

benen angepassten Arbeitsprofil entspreche, könne letztlich nur vor Ort 

erhoben werden. In angepasster Tätigkeit bestehe aber nach wie vor 

nachvollziehbar eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Anzumerken sei, dass das 

von Dr. I._______ beschriebene angepasste Arbeitsprofil nicht unbedingt 

überzeuge: Der Beschwerdeführer habe inzwischen seine Fahrerlaubnis 

zurückerhalten. Lenken eines Personenwagens erfordere sehr wohl ver-

mehrtes Konzentrations- und Reaktionsvermögen, so dass vom genann-

ten angepassten Arbeitsprofil lediglich die übrigen Einschränkungen 

nachvollziehbar erschienen (IV-act. 34 S. 1-2). 

6.2.4 Zusammenfassend geht aus diesen ärztlichen Berichten hervor, 

dass der Beschwerdeführer damals aus neurologischer Sicht seit Februar 

2009 als vollumfänglich arbeitsfähig galt und gesamthaft als zumindest in 

leidensangepassten Tätigkeiten dauerhaft zu 100 % arbeitsfähig einge-

schätzt worden ist. Dass nichtneurologische gesundheitliche Leiden mög-

licherweise eine dauerhafte Arbeitsunfähigkeit in der zuletzt ausgeübten 

Tätigkeit als Schlosser verursachen, schlossen die Ärzte nicht aus (vgl. 

E. 6.2.1 hiervor und IV-act. 10 S. 2-3). Die Vorinstanz begründete ihre 

Verfügung vom 22. Januar 2010 entsprechend damit, dass jedenfalls eine 

leidensangepasste Tätigkeit und wohl auch die bisherige Tätigkeit als 

Fabrikations-Mitarbeiter weiterhin zu 100 % zumutbar sei (IV-act. 37).  

6.3 Inwiefern sich sein Zustand gesundheitlich dauerhaft verschlechtert 

haben sollte, führt der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde und in 

seiner nachfolgenden Stellungnahme mit keinem Wort aus. Seit dem 

22. Januar 2010 stellt sich der Gesundheitszustand des Beschwerdefüh-

rers wie folgt dar:  

6.3.1 Es kann den Akten entnommen werden, dass der Beschwerdefüh-

rer im relevanten Zeitraum vor allem über stärkere Rückenbeschwerden 

und Kopfschmerzen klagte.  

6.3.1.1 Dr. med. J._______, Facharzt für Neurologie, schrieb am 10. Feb-

ruar 2011 der Zürcher IV-Stelle, in der Zwischenzeit habe sich zusätzlich 

zu den bekannten Erkrankungen eine chronische Lumbago bei nachge-

wiesenen degenerativen Lendenwirbelsäulen-Veränderungen entwickelt 

(IV-act. 52 S. 5). Allerdings bestand diese von Dr. J._______ als neue Er-

krankung erwähnte chronische Lumbago zumindest anfangshaft bereits 

vor dem 22. Januar 2010, wie insbesondere der Bericht von 

B-1985/2012 

Seite 16 

Dr. K._______ vom 16. März 2009 (IV-act. 10) und das Gutachten von 

Dr. B._______ vom 7. Juli 2009 (E. 6.2.1 hiervor) zeigen. Zudem fand 

sich in der Zwischenanamnese vom 5. Oktober 2010 keine relevante Be-

fundänderung (Bericht Dr. J._______s vom 6. Oktober 2010, IV-act. 55 

S. 5), so dass mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ein stabiler Zustand 

vorlag, der bereits am 22. Januar 2010 bestanden hatte. Am 12. April 

2011 stellte Dr. J._______ dann fest, dass von Seiten der chronischen 

Lumbago aktuell nur wenige Beschwerden bestünden (Bericht von dato, 

IV-act. 62 S. 55). Entsprechend kann aus der von Dr. J._______ als neu 

beschriebenen chronischen Lumbago allein – selbst wenn sich diese Er-

krankung weiterentwickelt haben sollte – noch keine wesentliche Ver-

schlechterung des Gesundheitszustands gefolgert werden.  

Andere Veränderungen des Gesundheitszustands sind laut Dr. J._______ 

nicht vorhanden: Seitens der symptomatischen Epilepsie und des leichten 

hirnorganischen Psychosyndroms bei Zustand nach operativ behandel-

tem Keilbeinflügelmeningeom rechts sowie des chronischen Spannungs-

kopfschmerzes und der bekannten arteriellen Hypertonie habe sich in der 

Zwischenzeit keine Befundänderung ergeben (Bericht vom 10. Februar 

2011, IV-act. 52 S. 5). Am 12. April 2011 hielt Dr. J._______ zudem fest, 

dass sich seitens der chronischen Kopfschmerzsymptomatik keine Be-

fundänderung ergeben habe (Bericht von dato, IV-act. 62 S. 55).  

6.3.1.2 Dass aus diesen Leiden eine wesentliche gesundheitliche Ver-

schlechterung eingetreten ist, geht auch aus den Berichten von Dr. med. 

L._______, Arzt für Neurologie und Psychiatrie, nicht hervor: 

Dr. L._______ zog in seinem nervenfachärztlichen Gutachten vom 

18. Mai 2011 (IV-act. 62 S. 31-47) zuhanden der Deutschen Rentenversi-

cherung C._______ als Vergleichsgrundlage seiner Bescheinigung der 

weiterhin vollschichtig zumutbaren leichten bis mittelschweren Tätigkeit 

offensichtlich das entsprechende gleichlautende Attest der Allgemeinme-

dizinerin Dr. I._______ vom 20. April 2009 (E. 6.2.2 vorstehend) bei, das 

er inhaltlich als weiterhin geltend ansah. Im Übrigen hielt Dr. L._______ 

nur eine Empfehlung fest, von welchen Tätigkeiten der Beschwerdeführer 

absehen solle. Der vom Beschwerdeführer angegebene ständige Kopf-

schmerz von 10/10 auf der numerischen Analogskala (NAS) sei mit der 

Verhaltensbeobachtung nicht zu vereinbaren. Zudem sei auch der fort-

dauernde deutliche Nikotinabusus schwer damit kompatibel. Der Rücken 

sei gemäss Aussage des Beschwerdeführers bereits seit dem Jahr 2009 

so wie heute, wobei die Schmerzen 8/10 erreichten. Diesbezüglich werde 

auf die Ausführungen zu den Kopfschmerzen hingewiesen. Zur Aussage 

B-1985/2012 

Seite 17 

des Beschwerdeführers, wonach Sitzen allenfalls während 15 Minuten 

möglich sei, bemerkte Dr. L._______, dass dieser nach über 45minütiger 

Exploration keine Unruhe, kein Umsetzen, keine Eile gezeigt habe und 

durchaus flott aus dem Sitzen wieder aufgestanden sei. In der Verhal-

tensbeobachtung seien ganz erhebliche Diskrepanzen zwischen beklag-

ter Schmerzintensität NAS 10/10 und damit überhaupt nicht korrespon-

dierendem Aspekt aufgefallen. Das gelte bezüglich der Kopfschmerzen, 

in vergleichbarer Weise aber auch bezüglich der Angaben zur Lendenwir-

belsäule. Der Spannungskopfschmerz werde im Kontext mit Versor-

gungswünschen offenkundig zusätzlich funktionell ausgeweitet. 

6.3.1.3 Dr. med. M._______, Facharzt für Chirurgie/Unfallchirurgie, be-

richtete ebenfalls keine wesentliche Verschlechterung des Gesundheits-

zustands: Dr. M._______ bescheinigte in seinem chirurgisch-

orthopädischen Zusatzgutachten vom 23. Mai 2011 (IV-act. 62 S. 21-28) 

zuhanden der Deutschen Rentenversicherung C._______ dem Be-

schwerdeführer in leichten leidensangepassten Tätigkeiten ohne Ge-

wichtsbelastung im Anheben, Halten und Transportieren von Gegenstän-

den eine weiterhin bestehende Arbeitsfähigkeit von sechs Stunden und 

mehr täglich, wobei der Experte das Profil der noch zumutbaren Tätigkei-

ten detailliert beschrieb. Der Beschwerdeführer sei im Fachgebiet nur ge-

ring vorerkrankt; vorhanden sei eine Lendenwirbelsäulen-Arthrose. Chi-

rurgisch-orthopädisch seien eine erhebliche linkskonvexe Brust- und 

Lendenwirbelsäulenskoliose mit deutlich degenerativen Wirbelsäulenver-

änderungen und chronischem Schmerzsyndrom (ICD-10 M54.5), eine 

Inaktivitätsarthropathie beider oberen und unteren Sprunggelenke (ICD-

10 M25.9) sowie eine ausgedehnte Bauchwandschwäche mit grossem 

Nabelbruch und eine Dehiszenz der Linea alba (ICD-10 M79.8) zu diag-

nostizieren. Ein Hinweis, dass sich der gesundheitliche Zustand des Be-

schwerdeführers seit dem 22. Januar 2010 wesentlich verändert hat, 

kann dem Zusatzgutachten Dr. M._______s nicht entnommen werden.  

6.3.2 Dass überwiegend wahrscheinlich keine dauerhafte wesentliche 

Verschlechterung vorliegt, zeigt ferner der Bericht des deutschen Internis-

ten Dr. N._______ vom 9. Juni 2011: Der deutsche Arzt erachtete darin 

den Beschwerdeführer als seit Februar 2009 dauerhaft in einer leichten 

leidensangepassten Tätigkeit vollschichtig arbeitsfähig, hingegen sei die 

frühere Tätigkeit als Monteur für grosse Elektromotoren seit Februar 2009 

bleibend nicht mehr zumutbar. Die attestierte Arbeitsunfähigkeit begrün-

dete der deutsche Internist ausschliesslich mit orthopädisch-rheumato-

logischen Leiden, nämlich mit ausgeprägten Verschleisserscheinungen 

B-1985/2012 

Seite 18 

und der Fehlhaltung der Wirbelsäule sowie den daraus resultierenden Be-

lastungsbeschwerden. Gemäss eigenanamnestischer Angabe des Be-

schwerdeführers nähmen die Beschwerden seit ca. einem bis zwei Jah-

ren zu, jede Woche werde es schlimmer. Dr. N._______ weist diesbezüg-

lich jedoch darauf hin, dass der Nervenarzt wenige Wochen zuvor erho-

ben habe, dass von der chronischen Lumbago her nur wenige Beschwer-

den bestünden (ausführlicher ärztlicher Bericht gemäss EU-Formular 

E 213 vom 9. Juni 2011, IV-act. 62 S. 9-20). Für Dr. N._______ ist der ge-

sundheitliche Zustand somit seit Februar 2009 unverändert. 

6.3.3 Weiter wurde auch in sozialmedizinischer Hinsicht keine erhebliche 

gesundheitliche Verschlechterung festgehalten: 

6.3.3.1 Dr. med. O._______, Arzt des Medizinischen Dienstes der Kran-

kenversicherung C._______, beschrieb in seinem sozialmedizinischen 

gutachterlichen Bericht vom 3. Dezember 2010 (IV-act. 54 S. 10-11) keine 

dauerhafte Arbeitsunfähigkeit. Er bestätigte lediglich, dass der Beschwer-

deführer damals seit einigen Tagen wegen einer Exazerbation einer chro-

nisch-rezidivierenden Lumbalgie krankgeschrieben war und auf Zeit wei-

terhin Arbeitsunfähigkeit bestehe. Aus Sicht Dr. O._______s lag eine er-

hebliche Gefährdung der Erwerbsfähigkeit vor. Aus dem Bericht des 

deutschen Arztes geht unter Hinweis auf eine Magnetresonanztomogra-

phie zwar hervor, dass bildgebend ziemlich deutliche degenerative Ver-

änderungen der Lendenwirbelsäule vorhanden seien. Dass seit dem 

22. Januar 2010 eine dauerhafte wesentliche Veränderung des Gesund-

heitszustands eingetreten ist, kann dem Bericht jedoch nicht entnommen 

werden.  

6.3.3.2 Dr. G._______ bescheinigte in seinem sozialmedizinischen Gut-

achten vom 17. November 2011, das wegen Fragen zum Leistungsbild 

veranlasst worden war, pauschal die Nachvollziehbarkeit der von anderen 

Ärzten seit dem 28. Oktober 2010 attestierten Arbeitsunfähigkeit bis An-

fang Dezember 2011. Der Beschwerdeführer sei seit dem 28. Oktober 

2010 im Wesentlichen wegen Kopfschmerzen und einer symptomatisch 

sekundär generalisierten Temporallappenepilepsie bei Zustand nach Keil-

beinflügelmeningeom-Operation im Jahre 1998 krankgeschrieben. So-

dann sei in adaptierten körperlich leichten Tätigkeiten eine vollschichtige 

Beschäftigung möglich. Der Gutachter beschrieb diesbezüglich selber nur 

das Profil zumutbarer leidensangepasster Tätigkeiten. Eine Gefährdung 

bzw. Minderung der Erwerbsunfähigkeit liege nicht vor. Eine allfällige we-

sentliche Veränderung gegenüber dem Gesundheitszustand im Januar 

B-1985/2012 

Seite 19 

2010 geht damit aus der Expertise Dr. G._______s ebenfalls nicht hervor. 

Zudem überzeugt angesichts der übrigen fachärztlichen, vorstehend dar-

gestellten Akten seine Aussage, dass keine erhebliche Gefährdung der 

Erwerbsfähigkeit gegeben ist, wie sie Dr. O._______ (E. 6.3.3.1 hiervor) 

vermutete.  

6.3.4 Schliesslich schätzte Dr. E._______, Fachärztin für Allgemeinmedi-

zin, den Beschwerdeführer in ihrem allgemeinmedizinischen Gutachten 

vom 25. Januar 2012 zuhanden der Bundesagentur für Arbeit Deutsch-

lands ebenfalls als in leichten leidensangepassten Tätigkeiten vollschich-

tig, das heisst täglich sechs Stunden und mehr, arbeitsfähig ein. Die letzte 

Tätigkeit als Motorschlosser entspricht laut der deutschen Ärztin hinge-

gen dem von ihr beschriebenen, noch vorhandenen Leistungsbild nicht 

mehr. Als Motorschlosser sei der Beschwerdeführer weniger als drei 

Stunden leistungsfähig. Die Ärztin zählte sodann pauschal die Gesund-

heitsstörungen auf, welche (für die Deutsche Bundesagentur für Arbeit) 

vermittlungs- und beratungsrelevant seien. Zudem hielt Dr. E._______ ein 

Profil der noch zumutbaren Leistungen fest. Ein weniger als dreistündiges 

Leistungsvermögen in der letzten Tätigkeit hatte indessen bereits 

Dr. I._______ im April 2009 festgehalten (E. 6.2.2 hiervor). Somit kann 

auch der Expertise Dr. E._______s keine wesentliche Veränderung des 

Gesundheitszustands entnommen werden. 

6.3.5 Die Aussagen des langjährigen Hausarztes des Beschwerdeführers, 

Dr. K._______, Arzt für Allgemeinmedizin, vermögen diese vorstehend 

dargestellten ärztlichen Aussagen, welche keine erhebliche Veränderung 

des Gesundheitszustands beschreiben, nicht in Zweifel zu ziehen:  

Bereits in seinem Bericht vom 16. März 2009 (IV-act. 10 S. 1-6) zuhanden 

der IV-Stelle des Kantons Zürich attestierte Dr. K._______ dem Be-

schwerdeführer, welchen er seit dem Jahr 1994 hausärztlich betreut (IV-

act. 10 S. 2), auf Dauer eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % in der bisheri-

gen Tätigkeit – wegen rezidivierenden Schwindelattacken, chronischen 

Kopfschmerzen, intermittierender Gangunsicherheit, schmerzhafter Be-

wegungseinschränkung der Lendenwirbelsäule sowie Angstgefühlen bis 

hin zu Panikattacken – und eine gesundheitlich bedingt fehlende Einsetz-

barkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Am 30. November 2010 

schrieb dann Dr. K._______, dass der Beschwerdeführer wegen einer 

Lumbalgie bei degenerativen Lendenwirbelsäulen-Veränderungen, einer 

chronischen Zephalgie, einer symptomatischen sekundär generalisierten 

Temporallappenepilepsie bei Zustand nach operativ behandeltem Keil-

B-1985/2012 

Seite 20 

beinflügelmeningeom arbeitsunfähig sei, wobei der Zeitpunkt des Wie-

dereintritts der Arbeitsfähigkeit nicht absehbar sei (Bericht vom 30. No-

vember 2010, IV-act. 54 S. 12). In seinem Bericht vom 23. Februar 2011 

zuhanden der IV-Stelle des Kantons Zürich bescheinigte Dr. K._______ 

dem Beschwerdeführer darauf, dass für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit 

seit dem 28. Oktober 2010 bis auf Weiteres eine 100%ige Arbeitsunfähig-

keit bestehe und eine behinderungsangepasste Tätigkeit ebenfalls nicht 

mehr zumutbar sei. Anamnestisch sei eine seit dem Jahr 2000 zuneh-

mende Dorsolumbalgie bei degenerativem Dorsalsyndrom vorhanden. 

Prognostisch sei mit zunehmender Verschlechterung zu rechnen (IV-act. 

55 S. 1-4).  

Die im Februar 2011 attestierte Arbeitsunfähigkeit bestand nach Ansicht 

Dr. K._______s indessen schon zuvor, wie der Bericht vom 16. März 

2009 zeigt. Ferner entsprechen sich auch die von Dr. K._______ ange-

führten Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit in den Berich-

ten vom 16. März 2009 und vom 23. Februar 2011 weitgehend, womit in-

sofern von einem im Wesentlichen gleichgebliebenen Gesundheitszu-

stand auszugehen ist. Im Übrigen schrieb Dr. K._______ zwar dem seit 

2007 vorhandenen Zustand nach stummer Infarzierung im Mediagebiet 

rechts und links im März 2009 und im Februar 2011 eine Auswirkung auf 

die Arbeitsfähigkeit zu, im November 2010 (Bericht vom 30. November 

2010, IV-act. 54 S. 12) aber nicht. Entsprechend lässt sich diesem seit 

dem Jahr 2007 vorhandenen Leiden ebenfalls keine dauerhafte relevante 

Veränderung des Gesundheitszustands zuordnen, die nach dem 22. Ja-

nuar 2010 eingetreten ist. Im Weiteren ist ein (ausdrückliches) Attest einer 

wesentlichen Veränderung der gesundheitlichen Einschränkungen des 

Beschwerdeführers in den Berichten Dr. K._______s nicht ersichtlich. Ob-

jektive Befunde, aus welchen eine wesentliche Veränderung erkennbar 

sein könnte, finden sich in den Berichten Dr. K._______s ebenfalls nicht. 

Auch aus den Berichten Dr. K._______s geht somit keine wesentliche 

gesundheitliche Änderung seit dem 22. Januar 2010 hervor. Der Hausarzt 

widerspricht im Übrigen Fachärzten: So erwähnten weder der Neurologe 

Dr. J._______ noch der Neurologe und Psychiater Dr. L._______ eine re-

levante Auswirkung der Infarzierung des Mediagebiets auf die Arbeitsfä-

higkeit (vgl. E. 6.3.1.1 und E. 6.3.1.2 hiervor). Auch die Aussage 

Dr. K._______s, dass seit dem 28. Oktober 2010 keinerlei Arbeitsfähigkeit 

mehr bestehe und mit einer zunehmenden Verschlechterung zu rechnen 

sei, findet in den fachärztlichen Ausführungen keine Anhaltspunkte (vgl. 

E. 6.3.1-4 vorstehend). Jegliche kritische Auseinandersetzung mit den 

subjektiven gesundheitlichen Klagen und dem Verhalten des Beschwer-

B-1985/2012 

Seite 21 

deführers fehlt. Somit ist in Bezug auf die Aussagen Dr. K._______s die 

Erfahrungstatsache zu berücksichtigen, dass Auskünfte der behandeln-

den Ärzte wegen ihrer auftragsrechtlichen Vertrauensstellung zum Patien-

ten mit angemessenem Vorbehalt zu würdigen sind (vgl. BGE 125 V 351 

E. 3b/cc). 

6.4 An einer ausgewiesenen erheblichen Verschlechterung des gesund-

heitlichen Zustands fehlt es damit. Bei dieser Sachlage kann mit überwie-

gender Wahrscheinlichkeit geschlossen werden, dass der Gesundheits-

zustand des Beschwerdeführers im Zeitraum zwischen dem 22. Januar 

2010 und dem 23. März 2012 im Wesentlichen gleich wie vor dem 

22. Januar 2010 geblieben ist bzw. sich nach dem 22. Januar 2010 nicht 

wesentlich verändert hat. Da von weiteren Untersuchungen keine neuen 

Erkenntnisse zu erwarten sind, kann davon abgesehen werden. Damit 

kann der Feststellung des RAD-Arztes PD Dr. H._______, dass seit der 

Erstverfügung vom 22. Januar 2010 keine substantielle gesundheitliche 

Verschlechterung eingetreten ist (vgl. Stellungnahmen vom 3. März 2011 

[IV-act. 56 S. 4-5] und 13. März 2012 [IV-act. 65 S. 2-3]), gefolgt werden.  

6.5 Zusammenfassend ist mithin festzustellen, dass sich der Gesund-

heitszustand des Beschwerdeführers in der Zeit zwischen dem 22. Janu-

ar 2010 und dem 23. März 2012 überwiegend wahrscheinlich nicht dau-

erhaft wesentlich verschlechtert hat.  

Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz gestützt auf die 

Stellungnahmen vom 3. März 2011 und 13. März 2012 von RAD-Arzt PD 

Dr. H._______ von keiner dauerhaften wesentlichen Veränderung des 

Gesundheitszustandes zwischen dem 22. Januar 2010 und dem 23. März 

2012 ausgegangen ist. Der Beschwerdeführer ist in diesem Zeitraum wie 

zuvor (vgl. E. 6.2.4 vorstehend) zumindest in jeglichen leidensangepass-

ten Verweisungstätigkeiten als dauernd vollschichtig arbeitsfähig zu be-

trachten.  

6.6 Eine Invalidität im Sinne von Art. 8 Abs. 1 ATSG (vgl. E. 5.2.1 hiervor) 

besteht demzufolge nicht, womit mangels invalidenversicherungsrechtli-

cher Relevanz des Gesundheitsschadens sowohl eine Invalidenrente wie 

auch berufliche Massnahmen (Arbeitsvermittlung) zum Vornherein ausser 

Frage stehen.  

B-1985/2012 

Seite 22 

Damit hat die Vorinstanz das Leistungsbegehren des Beschwerdeführers 

zu Recht abgewiesen. Die angefochtene Verfügung vom 23. März 2012 

(IV-act. 68) ist mithin zu schützen und die Beschwerde abzuweisen. 

7.  

7.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1
bis

 in Verbindung mit Art. 69 Abs. 2 IVG ist das 

Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Ver-

weigerung von IV-Leistungen vor dem Bundesverwaltungsgericht kosten-

pflichtig. Die Verfahrenskosten werden in der Regel der unterliegenden 

Partei auferlegt (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Vorliegend werden die Verfah-

renskosten, die sich aus der Gerichtsgebühr und den Auslagen zusam-

mensetzen, unter Berücksichtigung des Umfanges und der Schwierigkeit 

der Streitsache auf Fr. 400.– festgesetzt (vgl. Art. 63 Abs. 4
bis

 VwVG so-

wie Art. 1, Art. 2 und Art. 4 des Reglements vom 21. Februar 2008 über 

die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]) und dem unterliegenden Beschwerdeführer aufer-

legt. Sie sind mit dem von ihm geleisteten Kostenvorschuss in gleicher 

Höhe zu verrechnen.  

7.2 Weder der unterliegende Beschwerdeführer noch die obsiegende Vor-

instanz haben Anspruch auf eine Parteientschädigung (vgl. Art. 64 Abs. 1 

VwVG in Verbindung mit Art. 7 Abs. 1 und 3 VGKE).  

  

B-1985/2012 

Seite 23 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 400.– werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ver-

rechnet.  

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. _______; Gerichtsurkunde) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV (Gerichtsurkunde) 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Ronald Flury Andrea Giorgia Röllin 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des 

Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die 

Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Be-

weismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid 

und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen 

hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

Versand: 5. März 2014