# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5b8a0fd3-0f62-5e05-80e1-bbf17f4e7a69
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-08-15
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 15.08.2008 D-5192/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5192-2008_2008-08-15.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-5192/2008/wif
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 5 .  A u g u s t  2 0 0 8

Einzelrichter Martin Zoller, 
mit Zustimmung von Richter Pietro Angeli-Busi, 
Gerichtsschreiberin Anna Dürmüller.

A._______, geboren (...),
Nigeria,
wohnhaft (...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 29. Juli 2008 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-5192/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer, ein nigerianischer Staatsangehöriger und 
ethnischer  Igbo  mit  letztem  Wohnsitz  in  U._______  (O._______, 
A._______  State),  sein  Heimatland eigenen  Angaben zufolge  am 2. 
Februar 2008 verliess und am 20. Februar 2008 von ihm unbekannten 
Ländern herkommend in die Schweiz einreiste,

dass  er  gleichentags  im  Empfangs-  und  Verfahrenszentrum  (...)  um 
Asyl  nachsuchte und dort  am 27. Februar  2008 summarisch befragt 
wurde,

dass das BFM den Beschwerdeführer am 5. März 2008 ausführlich zu 
seinen Asylgründen anhörte und ihn in  der Folge für  die Dauer des 
Verfahrens dem Kanton (...) zuwies,

dass der Beschwerdeführer anlässlich der Befragungen im Wesentli-
chen geltend machte, er sei homosexuell,

dass er  im Jahr 2004 erstmals homosexuelle Kontakte gehabt  habe, 
und zwar mit dem Pastor respektive Assistenz-Pastor, und in der Folge 
homosexuelle Beziehungen zu einem Bekannten des Pastors gepflegt 
habe,

dass er im Dezember 2007 auf dem Fussballplatz einen Jungen na-
mens I._______ getroffen  und diesen dazu überredet  habe,  mit  ihm 
eine homosexuelle Beziehung einzugehen,

dass  er  sich  in  der  Folge  drei-  bis  viermal  mit  I._______  getroffen 
habe,  dieser  jedoch  nach  dem  25.  Dezember  2007  nicht  mehr 
vorbeigekommen sei und er ihn seither nicht mehr gesehen habe,

dass  er  später  erfahren  habe,  I._______  sei  an  einer  Krankheit 
gestorben  und  habe  vor  seinem  Tod  seinem  Vater,  einem 
muslimischen Soldaten, von seiner homosexuellen Aktivität erzählt, 

dass am 24. Januar 2008 mehrere Männer, darunter Polizisten, ihn in 
der Kirche gesucht hätten,

dass sie ein Foto von ihm dabei gehabt hätten, welches er zusammen 
mit I._______ am 25. Dezember 2007 aufgenommen habe,

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dass sie dem Pastor gesagt hätten, sie wollten ihn - den Beschwerde-
führer - tot oder lebendig,

dass der  Pastor  ihn  später  darüber  aufgeklärt  habe,  Homosexualität 
sei in Nigeria illegal, und ihm mitgeteilt habe, er werde sowohl von der 
Polizei als auch von dem Soldaten gesucht,

dass der Pastor, welcher selbst auch homosexuelle Beziehungen un-
terhalten habe, um den Ruf seiner Kirche sowie um seine Stelle be-
sorgt gewesen sei und ihm geraten habe, sich nicht der Polizei zu stel-
len, sondern sich vorerst in der Kirche zu verstecken,

dass der Soldat ein oder zwei Tage später erneut mit mehreren Perso-
nen zur Kirche gekommen und nach ihm gesucht habe,

dass er daraufhin auf Anraten des Pastors am 29. Januar 2008 nach 
L._______ gegangen sei,

dass der Pastor sowie dessen Freunde seine Ausreise per Schiff orga-
nisiert hätten, worauf er sein Heimatland am 2. Februar 2008 verlas-
sen habe,

dass er im Falle einer Rückkehr nach Nigeria damit rechnen müsse, 
von der Polizei an den Vater von I._______ ausgeliefert  und danach 
von diesem umgebracht zu werden,

dass die Polizei ein Foto von ihm habe und er daher nirgends in Nige-
ria in Sicherheit wäre,

dass für den weiteren Inhalt der Aussagen auf die Protokolle bei den 
Akten zu verweisen ist,

dass der  Beschwerdeführer  im Verlaufe des  vorinstanzlichen Verfah-
rens weder Identitäts-  oder Reisepapiere noch anderweitige Beweis-
mittel zu den Akten reichte,

dass das BFM auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfü-
gung vom 29. Juli 2008 - eröffnet am 4. August 2008 - in Anwendung 
von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, 
SR 142.31) nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie 
den Vollzug anordnete,

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dass  das  BFM  zur  Begründung  seines  Entscheids  im  Wesentlichen 
ausführte, es lägen keine entschuldbaren Gründe für das Nichteinrei-
chen  von  Identitäts-  oder  Reisepapieren  vor,  zumal  die  geltend  ge-
machte Reise ohne jegliche Identitätspapiere realitätsfremd sei und im 
Übrigen  keine  konkreten  Hinweise  bestünden,  wonach  sich  der  Be-
schwerdeführer tatsächlich um die Beschaffung von Identitätspapieren 
bemüht hätte,

dass die  Vorbringen des Beschwerdeführers in  Bezug auf  seine an-
gebliche Verfolgung im Heimatland unrealistisch  und  widersprüchlich 
ausgefallen seien,

dass  der  Beschwerdeführer  in  der  Erstbefragung  lediglich  von  zwei 
Sexualpartnern gesprochen habe, in der Direktanhörung dagegen drei 
Personen erwähnt habe,

dass er sich ausserdem insofern widersprochen habe, als er zunächst 
erklärt habe, er habe mit dem Pastor wiederholt sexuell verkehrt, spä-
ter hingegen geltend gemacht habe, es habe sich nur um ein einziges 
Mal gehandelt,

dass der Beschwerdeführer überdies realitätsfremde und unsubstanzi-
ierte Angaben zum Reiseweg gemacht habe,

dass seine Vorbringen insgesamt nicht glaubhaft seien, weshalb er die 
Flüchtlingseigenschaft nicht erfülle,

dass keine zusätzlichen Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlings-
eigenschaft oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses erforderlich 
seien,

dass der Wegweisungsvollzug zulässig, zumutbar und möglich sei,

dass für den weiteren Inhalt der vorinstanzlichen Verfügung auf die Ak-
ten zu verweisen ist,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 11. August 2008 an das 
Bundesverwaltungsgericht gegen diesen Entscheid Beschwerde erhob 
und dabei beantragte, es sei auf sein Asylgesuch einzutreten und Asyl 
zu gewähren,  eventuell  sei  ihm infolge Unzulässigkeit  und Unzumut-
barkeit die vorläufige Aufnahme zu gewähren,

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dass er  in  prozessualer  Hinsicht  um Gewährung der  unentgeltlichen 
Rechtspflege (Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 
1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) sowie um 
Aussetzung  aller  Vollzugsmassnahmen  ersuchte  und  überdies  die 
Durchführung von weiteren Abklärungen im Sinne von Art. 41 AsylG 
verlangte,

dass auf den Inhalt der Beschwerde, soweit wesentlich, in den nachfol-
genden Erwägungen einzugehen ist,

dass die vorinstanzlichen Akten am 12. August 2008 beim Bundesver-
waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und erwägt,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM auf  dem Gebiet  des Asyl-
rechts entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m.  Art. 31-34 des Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d 
Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [BGG, 
SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  form-  und  fristgerecht  eingereichte  Beschwerde 
grundsätzlich einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG sowie Art. 6 AsylG 
i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  sowie  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentschei-
de praxisgemäss auf die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

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dass sich die Beurteilungszuständigkeit der Beschwerdeinstanz somit 
darin erschöpft, bei Begründetheit des Rechtsmittels die angefochtene 
Verfügung aufzuheben und die Sache zur neuen Entscheidung an die 
Vorinstanz zurückgehen zu lassen (vgl. Entscheidungen und Mitteilun-
gen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 
E. 21 S. 240 f.),

dass daher auf das Begehren, es sei Asyl zu gewähren, nicht einzutre-
ten ist,

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung sowie deren Vollzugs 
dagegen  bereits  materiell  geprüft  hat,  weshalb  dem  Bundesverwal-
tungsgericht diesbezüglich volle Kognition zukommt,

dass auf das Gesuch, es seien alle Vollzugshandlungen auszusetzen, 
nicht  einzutreten ist,  da der vorliegenden Beschwerde von Gesetzes 
wegen aufschiebende Wirkung zukommt (Art. 55 Abs. 1 VwVG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innert 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs 
Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder wenn auf 
Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht-
lingseigenschaft  festgestellt  wird (Bst. b),  oder  wenn sich auf  Grund 
der  Anhörung  die  Notwendigkeit  zusätzlicher  Abklärungen  zur  Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses ergibt (Bst. c),

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dass der Beschwerdeführer bis heute keine Identitäts- oder Reisepa-
piere zu den Akten gereicht hat,

dass er  im Verlauf  der  Anhörungen erklärte,  er  besitze weder  einen 
Reisepass noch eine Identitätskarte und sei ohne jegliche Papiere mit 
einem Schiff aus Nigeria ausgereist,

dass diese Aussage stereotyp und realitätsfremd erscheint,

dass  der  Beschwerdeführer  im  Weiteren  zu  seiner  Reise  in  die 
Schweiz keine substanziierten Angaben machen konnte und insbeson-
dere nicht in der Lage war anzugeben, durch welche Länder er gereist 
sei,

dass er in der Beschwerde - im Widerspruch zu seinen Aussagen an-
lässlich der Anhörungen - ausführte, er habe auf seiner Reise in die 
Schweiz ein Reisedokument gehabt,

dass er in der Direktanhörung überdies einen Taufschein erwähnte,

dass er jedoch bis heute weder den Taufschein noch das in der Be-
schwerde  erwähnte  Reisedokument  zu  den  Akten  reichte  und  auch 
keine ersichtlichen Anstrengungen unternahm, um die besagten Doku-
mente zu beschaffen,

dass es dem Beschwerdeführer  aus diesen Gründen nicht  gelungen 
ist, entschuldbare Gründe für die Nichteinreichung von Identitäts- oder 
Reisepapieren glaubhaft zu machen,

dass demnach zu prüfen bleibt,  ob das BFM zu Recht davon ausge-
gangen ist, die Flüchtlingseigenschaft sei nicht gegeben und es beste-
he aufgrund der Anhörung keine Notwendigkeit zur Vornahme von wei-
teren  Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder 
eines Wegweisungsvollzugshindernisses,

dass  die  Auffassung  des  BFM,  wonach  die  Asylvorbringen  des  Be-
schwerdeführers unglaubhaft seien, zu bestätigen ist,

dass er seinen Angaben zufolge von einem Tag auf den anderen ho-
mosexuell  wurde (vgl. A7,  S. 5  ff.),  diese Neigung jedoch wiederum 
problemlos von einem Tag auf den anderen ablegen konnte (vgl. A7, 
S. 11), was völlig lebensfremd erscheint,

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dass die geltend gemachten homosexuellen Erlebnisse des Beschwer-
deführers bereits deshalb zu bezweifeln sind,

dass er sich den Akten zufolge trotz anfänglichem Widerstrebens sehr 
schnell  zu  homosexuellen  Handlungen  mit  dem  Pastor  überreden 
liess, was realitätsfremd erscheint, zumal er den Pastor am fraglichen 
Tag zum ersten Mal sah und es überdies für ihn angeblich der erste 
sexuelle Kontakt überhaupt war (vgl. A7, S. 5 und 7),

dass  die  Schilderung,  wie  er  I._______,  welchen  er  zuvor  nicht 
gekannt  und  welcher  bisher  keine  homosexuellen  Kontakte  gehabt 
habe,  dazu  überredet  habe,  mit  ihm  eine  homosexuelle  Beziehung 
einzugehen, ebenso realitätsfremd erscheint (vgl. A7, S. 10),

dass sich der Beschwerdeführer widersprüchlich zur Anzahl der sexu-
ellen Begegnungen mit dem Pastor äusserte,

dass seinen Angaben in der Erstbefragung zu entnehmen ist, er habe 
mehrmals mit diesem Sex gehabt (vgl. A1, S. 5),

dass er demgegenüber in der Direktanhörung geltend machte, er habe 
nur einmal mit  dem Pastor Sex gehabt,  danach jedoch nur noch mit 
dessen Partner (vgl. A7, S. 8 und 12),

dass er in der Erstbefragung allerdings mit keinem Wort erwähnt hatte, 
er  habe auch noch mit  dem Partner des Pastors eine homosexuelle 
Beziehung geführt,

dass  er  schliesslich  in  der  Beschwerde  geltend  macht,  jedes  Mal, 
wenn er mit dem Pastor Sex gehabt habe, sei auch dessen Partner an-
wesend gewesen und umgekehrt, wobei jeweils nur der eine aktiv ge-
wesen sei,

dass diese widersprüchlichen Aussagen in  Bezug auf  seine angebli-
chen Sexualpartner weitere Zweifel an den geltend gemachten homo-
sexuellen Beziehungen des Beschwerdeführers aufkommen lassen,

dass der Beschwerdeführer geltend machte, er sei von der Polizei so-
wie vom Vater von I._______ gesucht worden,

dass seine Schilderungen im Zusammenhang mit der Suche nach ihm 
indessen unsubstanziiert und realitätsfremd erscheinen,

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dass  den  Akten  zufolge  weder  die  Polizei  noch  der  Vater  von 
I._______  einen  ernsthaften  Versuch  unternahmen,  den 
Beschwerdeführer auf dem Kirchengelände respektive in der Wohnung 
des Pastors ausfindig zu machen,

dass dieses Vorgehen äusserst unplausibel ist,

dass im Weiteren die Aussage des Beschwerdeführers, wonach er im 
Zusammenhang  mit  den  geltend  gemachten  Ereignissen  landesweit 
gesucht respektive in Gefahr sei, aufgrund der Aktenlage nicht nach-
vollziehbar ist,

dass der Beschwerdeführer in der Beschwerde ohne nähere Begrün-
dung ausführte, er werde nicht nur von der nigerianischen Polizei, son-
dern auch von den Bakassy Boys verfolgt,

dass dieses Sachverhaltselement anlässlich der Anhörungen nicht vor-
gebracht wurde, jeglicher Grundlage entbehrt und somit als offensicht-
lich haltlos zu qualifizieren ist,

dass  die  Verfolgungsvorbringen  des  Beschwerdeführers  gestützt  auf 
die vorstehenden Erwägungen offensichtlich unglaubhaft sind,

dass das Bestehen der Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers 
somit ohne weiteres ausgeschlossen werden kann und auch keine zu-
sätzlichen  Abklärungen hinsichtlich  der  Frage  des  Wegweisungsvoll-
zugs notwendig erscheinen,

dass demnach dem in der Beschwerde gestellten Gesuch um Vornah-
me weiterer Abklärungen im Sinne von Art. 41 AsylG nicht stattzuge-
ben ist,

dass es sich erübrigt, auf die weiteren Vorbringen in der Beschwerde 
näher einzugehen, da sie an der vorstehenden Einschätzung nichts zu 
ändern vermögen,

dass das BFM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 
Bst. a AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht einge-
treten ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel  die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 

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der  Kanton  keine  Aufenthaltsbewilligung  erteilt  hat  und  zudem  kein 
Anspruch  auf  Erteilung  einer  solchen  besteht  (vgl.  EMARK 2001 
Nr. 21),  weshalb  die  verfügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den 
gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist  (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet, 
und überdies keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Be-
handlung ersichtlich sind, die im Heimat- oder Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- bzw. Herkunftsstaat des 
Beschwerdeführers  noch  individuelle  Gründe  auf  eine  konkrete  Ge-
fährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen,

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dass es sich beim Beschwerdeführer um einen jungen Mann handelt, 
welcher den Akten zufolge keine gesundheitlichen Probleme hat, wel-
che einem Vollzug der Wegweisung entgegenstehen könnten,

dass  er  im  Heimatland  über  ein  familiäres  Beziehungsnetz  verfügt, 
eine genügende Schulbildung absolviert und vor der Ausreise zusam-
men mit seiner Mutter auf dem Markt mit Yamswurzeln gehandelt hat, 
weshalb  nicht  davon  auszugehen  ist,  er  würde  bei  einer  Rückkehr 
nach Nigeria in eine existenzbedrohende Situation geraten,

dass der Vollzug der Wegweisung daher als zumutbar zu erachten ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt,  bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art. 8  Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im 
Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen ist, da sich die Beschwer-
de als aussichtslos erwies,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-
gewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-

ten Ref.-Nr. N _______ (per Kurier; in Kopie)
- (...)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Martin Zoller Anna Dürmüller

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