# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1465c1cc-e6b0-5668-81bf-2f2feeea9b4d
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-07-19
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Strafkammer 19.07.2018 SK2 2018 30
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_005_SK2-2018-30_2018-07-19.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 19. Juli 2018 Schriftlich mitgeteilt am:
SK2 18 30 23. Juli 2018

(Mit Verfügung 6B_796/2018 vom 12. September 2018 hat das Bundesgericht die 
gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde infolge Rückzug gegenstandlos 
abgeschrieben.)

Verfügung
II. Strafkammer

Vorsitz Hubert
Aktuarin ad hoc Adank

In der strafrechtlichen Beschwerde

der X._____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt Mag. Peter Fe-
jan, Am Weiher 11/3/4, AT-9400 Wolfsberg, 

gegen

die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 5. Juni 2018, 
mitgeteilt am 8. Juni 2018, in Sachen des Y._____, Beschwerdegegner, vertreten 
durch Rechtsanwalt Dr. iur. Patrik Wagner, Rosenhügelweg 6, 7270 Davos Platz,

betreffend mehrfache Veruntreuung gemäss Art. 138 Ziff. 1 StGB,

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hat der Vorsitzende der II. Strafkammer des Kantonsgerichts von Graubünden 
nach Kenntnisnahme der Beschwerde vom 21. Juni 2018, nach Einsicht in die 
Verfahrensakten sowie aufgrund der Feststellungen und Erwägungen,

– dass X._____, vertreten durch Rechtsanwalt Mag. Peter Fejan, am 5. Sep-
tember 2016 bei der Staatsanwaltschaft Graubünden eine Strafanzeige gegen 
Y._____ wegen mehrfacher Veruntreuung gemäss Art. 138 Ziff. 1 StGB erstat-
tete,

– dass das Strafverfahren gegen Y._____ wegen mehrfacher Veruntreuung 
gemäss Art. 138 Ziff. 1 StGB mit Verfügung vom 5. Juni 2018, mitgeteilt am 8. 
Juni 2018, von der Staatsanwaltschaft Graubünden eingestellt wurde, 

– dass X._____ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) gegen diese Einstellungs-
verfügung am 21. Juni 2018 (aufgegeben bei der L.1_____ Post am 21. Juni 
2018, eingetroffen bei der L.2_____ Post am 23. Juni 2018) beim Kantonsge-
richt von Graubünden Beschwerde erheben liess und beantragte, dass zumin-
dest im Zusammenhang mit der Barabhebung vom 16. September 2015 in 
Höhe von CHF 67'000.00 das Verfahren fortzuführen sei,

– dass gegen Einstellungsverfügungen der Staatsanwaltschaft innert 10 Tagen 
schriftlich und begründet beim Kantonsgericht von Graubünden Beschwerde 
gemäss Art. 393 ff. StPO geführt werden kann, 

– dass die angefochtene Einstellungsverfügung der Beschwerdeführerin 
gemäss Sendungsverfolgung der L.2_____ Post am 11. Juni 2018 zugestellt 
wurde,

– dass die zehntägige Beschwerdefrist demnach am 12. Juni 2018 zu laufen 
begann und am 21. Juni 2018 endete (Art. 90 Abs. 1 und Art. 91 Abs. 1 StPO), 

– dass eine Frist gemäss Art. 91 Abs. 2 StPO dann als gewahrt gilt, wenn eine 
Eingabe spätestens am letzten Tag der Frist bei der Strafbehörde abgegeben 
oder zu deren Handen der L.2_____ Post oder einer diplomatischen oder kon-
sularischen Vertretung übergeben wird, 

– dass das Bundesgericht schon mehrfach bestätigt hat, dass die Aufgabe einer 
Sendung an eine ausländische Post nicht fristwahrend ist (vgl. Urteil des Bun-
desgerichts 6B_521/2013 vom 1. Juli 2013 E. 1 bezüglich des vom Wortlaut 
her identischen Art. 48 Abs. 1 des Bundesgerichtgesetztes [BGG; SR 

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173.110] mit weiteren Hinweisen; vgl. auch Entscheid  des Kantonsgerichts 
von Graubünden SK2 14 9 vom 13. März 2014),

– dass für die Fristenwahrung demzufolge nicht das Datum der Aufgabe bei der 
L.1_____, sondern jenes der Abfertigung bei der L.2_____ Post massgebend 
ist, 

– dass von einem ausländischen Rechtsanwalt erwartet werden kann, dass er 
sich mit den hiesigen Gesetzen vertraut macht und diese anwendet, wenn er 
in einem schweizerischen Strafverfahren als Rechtsvertreter tätig wird, 

– dass die eingereichte Beschwerde vom 21. Juni 2018 am selben Tag der 
L.1_____ Post sowie am 23. Juni 2018 der L.2_____ Post übergeben wurde 
(Sendungsverfolgung Österreichische Post), 

– dass die Beschwerde vom 21. Juni 2018 damit offensichtlich nach Ablauf der 
Rechtsmittelfrist bei der L.2_____ Post eingetroffen ist, 

– dass der Vorsitzende der II. Strafkammer des Kantonsgerichts von Graubün-
den Rechtsanwalt Mag. Peter Fejan am 29. Juni 2018 Gelegenheit zur Stel-
lungnahme gab, unter dem Hinweis, dass davon auszugehen sei, dass die 
Beschwerde verspätet eingereicht worden sei, so dass darauf nicht eingetre-
ten werden könne, 

– dass innert der angesetzten 7-tägigen Frist keine Stellungnahme von Rechts-
anwalt Mag. Peter Fejan einging, 

– dass die Beschwerde sich nach dem Gesagten als offensichtlich verspätet 
erweist, weshalb  auf diese nicht einzutreten ist,

– dass infolge offensichtlicher Unzulässigkeit der Beschwerde von der Einho-
lung von Stellungnahmen abgesehen wurde (Art. 390 Abs. 2 StPO),

– dass der Vorsitzende der II. Strafkammer aufgrund der offensichtlichen Un-
zulässigkeit der vorliegenden Beschwerde in Anwendung von Art. 18 Abs. 3 
des Gerichtsorganisationsgesetztes (GOG; BR 173.000) in einzelrichterlicher 
Kompetenz entscheidet, 

– dass die unterliegende Beschwerdeführerin bei diesem Ausgang des Verfah-
rens kostenpflichtig wird (Art. 428 Abs. 1 StPO), 

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– dass gemäss Art. 8 der kantonalen Verordnung über die Gerichtsgebühren in 
Strafverfahren (VGS; BR 350.210) für Entscheide im Beschwerdeverfahren 
eine Gerichtsgebühr von CHF 1'000.-- bis CHF 5'000.-- zu erheben ist, 

– dass die Gerichtsgebühr bei Erledigung des Rechtsmittels im Verfahren nach 
Art. 18 Abs. 3 GOG gestützt auf Art. 10 VGS nach Ermessen des Gerichts 
herabgesetzt werden kann, 

– dass angesichts des Umstands, dass dem Gericht vorliegend kein grosser 
Aufwand entstanden ist, eine Gerichtsgebühr von CHF 400.00 als angemes-
sen erscheint, 

– dass angesichts des Verzichts auf die Einholung von Stellungnahmen eine 
Parteientschädigung an den Beschwerdegegner von vornherein ausser Be-
tracht fällt,

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erkannt:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens in Höhe von CHF 400.00 gehen zu 
Lasten von X._____.

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 78 ff. des Bundesgesetzes 
vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetzt, BGG; 
SR 173.110) Beschwerde in Strafsachen an das Bundesgericht geführt 
werden. Die Beschwerde ist dem Schweizerischen Bundesgericht, 1000 
Lausanne 14, schriftlich innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen 
Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschrie-
benen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimati-
on, die weiteren Voraussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gel-
ten die Art. 29 ff., 78 ff. und 90 ff. BGG.

4. Mitteilung an:

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni