# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ed1d95f2-46ff-5afc-9235-d50b5aad41f2
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-09-22
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Strafgericht 22.09.2023 SBK.2023.249
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_008_SBK-2023-249_2023-09-22.pdf

## Full Text

Obergericht 

Beschwerdekammer in Strafsachen 

 

 

SBK.2023.249  
(STA.2023.3882)  

Art. 304 

 

 

Entscheid vom 22. September 2023   
 

 

Besetzung  Oberrichter Richli, Präsident  

Oberrichterin Massari  

Oberrichterin Schär  

Gerichtsschreiberin Boog Klingler  

 

 
   

Beschwerde-

führerin  

 A._____, […] 

vertreten durch Rechtsanwältin Juliane Wyss,  

[…]   

 

  
    

Beschwerde-

gegnerin  

 Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm,  

Untere Grabenstrasse 32, Postfach, 4800 Zofingen  

 

 
   

Anfechtungs-

gegenstand 

 Verfügung der Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm vom 2. August 2023 

betreffend unentgeltliche Rechtspflege 

 

in der Strafsache gegen B._____ 

 

  

 - 2 - 

 

 

 

   

Die Beschwerdekammer entnimmt den Akten: 

 

1. 

Die Beschwerdeführerin erstattete am 28. Juli 2023 Strafanzeige gegen ih-

ren ehemaligen Lebenspartner (nachfolgend Beschuldigter) wegen häusli-

cher Gewalt im Zusammenhang mit einem Vorfall vom 29. April 2023 und 

Missbrauchs ihrer Daten und Passwörter. Sie konstituierte sich als Zivil- 

und Strafklägerin.  

 

Gleichentags stellte sie bei der Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm ein Ge-

such um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege mit Einsetzung von 

Rechtsanwältin Juliane Wyss als unentgeltliche Rechtsvertreterin.  

 

2. 

Mit Verfügung vom 2. August 2023 hiess die Staatsanwaltschaft Zofingen-

Kulm das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gut (Ziff. 1). Das Gesuch 

um Bestellung von Juliane Wyss als unentgeltliche Rechtsvertreterin wurde 

dagegen abgewiesen (Ziff. 2). 

 

3. 

3.1. 

Mit Eingabe vom 21. August 2023 erhob die Beschwerdeführerin Be-

schwerde gegen diese ihr am 10. August 2023 zugestellte Verfügung und 

stellte die folgenden Rechtsbegehren: 

 

" 1. 

Die Ziffer 2. der Verfügung vom 2. August 2023 sei aufzuheben und der 

Beschwerdeführerin sei die Unterzeichnende als unentgeltliche 

Rechtsbeiständin im Strafverfahren ST.2023.3882 einzusetzen. 

 

2. 

Der Beschwerdeführerin sei für das vorliegende Verfahren vor Oberge-

richt die ungeteilte unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren und die 

unterzeichnende Rechtsanwältin sei als unentgeltliche Vertreterin ein-

zusetzen. 

 

3. 

Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerde-

gegnerin." 

 

3.2. 

Von der Einholung einer Beschwerdeantwort der Staatsanwaltschaft Zofin-

gen-Kulm wurde abgesehen. 

 

 

  

 - 3 - 

 

 

 

   

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 

 

1. 

Verfügungen und Verfahrenshandlungen der Staatsanwaltschaft sind ge-

mäss Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO mit Beschwerde anfechtbar. Nachdem vor-

liegend keine Beschwerdeausschlussgründe i.S.v. Art. 394 StPO beste-

hen, ist die Beschwerde zulässig. Die übrigen Eintretensvoraussetzungen 

sind erfüllt und geben zu keinen Bemerkungen Anlass. Auf die frist- und 

formgerecht erhobene Beschwerde (vgl. Art. 396 Abs. 1 i.V.m. Art. 385 

Abs. 1 StPO) ist somit einzutreten. 

 

2. 

2.1. 

Vorliegend ist einzig Ziffer 2 der Verfügung vom 2. August 2023 angefoch-

ten, mit welcher das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechts-

verbeiständung i.S.v. Art. 136 Abs. 2 lit. c StPO abgewiesen wurde. Die 

Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm begründete dies zusammengefasst da-

mit, dass es sich nicht um einen komplexen Fall handle. Es bestünden 

keine Anhaltspunkte dafür, dass es der 27-jährigen Beschwerdeführerin 

nicht möglich sein könnte, anlässlich einer Einvernahme die erlebten Vor-

kommnisse ohne anwaltliche Vertretung zu schildern.  

 

2.2. 

Mit Beschwerde wird hierzu im Wesentlichen geltend gemacht, dass aus 

dem Alter der Beschwerdeführerin nicht auf ihre Fähigkeit zur Verfahrens-

führung geschlossen werden könne. Es handle sich um einen Fall häusli-

cher Gewalt im Rahmen einer toxischen Beziehung, welcher sich in eine 

lange Reihe von gewalttätigen Ausbrüchen einreihe. Es seien schon um-

fangreiche Unterstützungen von staatlichen Behörden notwendig gewesen, 

dies vor allem in familienrechtlichen Belangen. U.a. bestehe eine Beistand-

schaft für die gemeinsame Tochter. Die Polizei habe in den letzten Jahren 

bereits diverse Wegweisungen gegen den Beschuldigten ausgesprochen. 

Der Beschuldigte sei nach wie vor äusserst gewaltbereit und es werde ver-

mutet, dass gegen ihn bereits in diversen anderen Kantonen mehrere Straf-

verfahren hängig gewesen seien. Es sei entsprechend von einer umfang-

reichen Aktenlage auszugehen und es gehe keinesfalls nur um die einfache 

Darstellung der Geschehnisse vom 29. April 2023. Es handle sich um einen 

umfangreichen und komplexen Sachverhalt. 

 

Die ständigen Auseinandersetzungen und Vorfälle häuslicher Gewalt hät-

ten die Beschwerdeführerin traumatisiert und sie habe Schwierigkeiten, 

dem Beschuldigten im Strafverfahren gegenüberzutreten. Es belaste die 

Beschwerdeführerin besonders, dass die Tochter die Geschehnisse der 

letzten Zeit habe miterleben müssen. Belastend sei ausserdem, dass ein 

erneutes Kindesschutzverfahren hängig sei. Erschwerend komme hinzu, 

 - 4 - 

 

 

 

dass der Beschuldigte die Beschwerdeführerin bereits des Öfteren zu ei-

nem Rückzug der Anzeige habe bewegen können. Die Beschwerdeführerin 

habe die gemeinsame Wohnung fluchtartig verlassen, jeglichen Kontakt 

zum Beschuldigten abbrechen und ihre Nummer wechseln müssen. Sie 

habe nun mit Unterstützung der Opferhilfe mit ihrer Tochter an einem si-

cheren Ort untergebracht werden können. Das Verfahren gegen ihren ehe-

maligen Partner und Vater ihrer Tochter sei sehr belastend und koste viel 

Kraft. Hinzu komme, dass sich der Beschuldigte vehement weigere, Unter-

halt zu leisten.  

 

Aufgrund der Geschehnisse und im Hinblick auf die Bezifferung der An-

sprüche der Zivilklage sei die fachliche und rechtliche Unterstützung der 

Beschwerdeführerin durch eine Anwältin notwendig. Der Beschuldigte 

habe der Beschwerdeführerin eine Platzwunde zugefügt. Auch die Staats-

anwaltschaft Zofingen-Kulm sehe das Verfahren nicht als aussichtslos an. 

Es werde von der Zusprache einer Entschädigung ausgegangen. 

 

2.3. 

Nach Art. 29 Abs. 3 BV und Art. 6 EMRK hat jede Person, die nicht über 

die erforderlichen Mittel verfügt, Anspruch auf unentgeltliche Prozessfüh-

rung, wenn ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint. Soweit es zur 

Wahrung ihrer Rechte notwendig ist, hat sie ausserdem Anspruch auf un-

entgeltlichen Rechtsbeistand. Art. 136 StPO konkretisiert sodann die Vo-

raussetzungen, unter denen der Privatklägerschaft unentgeltliche Rechts-

pflege im Strafprozess gewährt wird. Demnach kann ein unentgeltlicher 

Rechtsbeistand bestellt werden, wenn dies zur Wahrung der Rechte der 

Privatklägerschaft notwendig ist (Art. 136 Abs. 2 lit. c StPO).  Nach der 

Rechtsprechung stellt – was die Notwendigkeit der Verbeiständung betrifft 

– die Strafuntersuchung in der Regel eher bescheidene juristische Anfor-

derungen an die Wahrung der Mitwirkungsrechte von Geschädigten. Es 

geht im Wesentlichen darum, allfällige Schadenersatz- und Genugtuungs-

ansprüche anzumelden sowie an Verhören von Beschuldigten und allfälli-

gen Zeugen teilzunehmen und gegebenenfalls Ergänzungsfragen zu stel-

len. Durchschnittsbürgerinnen und -bürger sollten daher in der Lage sein, 

ihre Interessen als Geschädigte in einer Strafuntersuchung selbst wahrzu-

nehmen. Bei der Beurteilung, ob eine Verbeiständung dennoch notwendig 

ist, müssen die gesamten Umstände des Einzelfalls berücksichtigt werden. 

Dabei sind insbesondere die auf dem Spiel stehenden Interessen, die Kom-

plexität des Falles in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht, die persönlichen 

Umstände der geschädigten Person, ihre Sprachkenntnisse, ihr Alter, ihre 

soziale Situation und ihr Gesundheitszustand zu berücksichtigen (Urteil 

des Bundesgerichts 1B_638/2021 vom 10. März 2022 E. 3.2 mit Verweis 

auf BGE 123 I 145 E. 3b und Urteile des Bundesgerichts 1B_338/2020 vom 

17. August 2020 E. 2.3 und 1B_505/2019 vom 5. Juni 2020 E. 3.6). 

 

 - 5 - 

 

 

 

2.4. 

Gegenstand der Strafanzeige vom 28. Juli 2023 ist ein Vorfall vom 29. April 

2023, anlässlich welchem der Beschuldigte der Beschwerdeführerin mit ei-

nem Metallpferd (Durchmesser ca. 10 cm) eine Platzwunde am Kopf zuge-

fügt habe. Zudem wird dem Beschuldigten vorgeworfen, anschliessend die 

Daten und Passwörter der Beschwerdeführerin missbraucht und sie über 

die sozialen Medien diffamiert und gestalked zu haben. Es handelt sich um 

einen einfachen und zeitlich eingrenzbaren Sachverhalt ohne ersichtliche 

tatsächliche oder rechtliche Schwierigkeiten. Solche werden auch von der 

Beschwerdeführerin nicht dargelegt. Die von ihr erwähnten früheren Vor-

fälle, die (vermuteten) früheren Strafverfahren gegen den Beschuldigten in 

anderen Kantonen sowie die benötigte behördliche Unterstützung in fami-

lienrechtlichen Belangen vermögen jedenfalls keine Komplexität des hän-

gigen Strafverfahrens zu begründen. Es ist zudem nicht Aufgabe einer 

Rechtsvertreterin, einen möglichen Anzeigerückzug zu verhindern. 

 

Die Teilnahme der Beschwerdeführerin am Strafverfahren dient einzig der 

Durchsetzung ihrer Zivilansprüche. Wenn der Beschwerdeführerin auf-

grund der von ihr geltend gemachten Verletzung sowie des Missbrauchs 

von Daten und Passwörtern seitens des Beschuldigten ein finanzieller 

Schaden entstanden sein sollte – bislang wurden hinsichtlich der Zivilfor-

derung noch keine Ausführungen gemacht –, kann sie diesen relativ form-

los vortragen. Es ist nicht ersichtlich, weshalb die Beschwerdeführerin nicht 

in der Lage sein sollte, eine Schadenersatz- oder Genugtuungsforderung 

zu beziffern, zumal es hierfür weder einer Berechnung noch einer vertieften 

Auseinandersetzung mit der Rechtsprechung bedarf. Im Übrigen verfügen 

Staatsanwaltschaft und Polizei über ein Formular, welches es mittels blos-

sem Ankreuzen ermöglicht, Genugtuung und Schadenersatz zu beantra-

gen und rudimentär zu begründen. Schadensposten, welche schwierig zu 

ermitteln wären (bspw. Haushaltsschaden, Versorgerschaden, künftiger 

Schaden etc.), sind nicht ersichtlich. Allfällige Unklarheiten könnten zudem 

anlässlich der Gerichtsverhandlung mit Hilfe des Gerichts geklärt werden 

(vgl. Art. 123 Abs. 2 StPO, wonach Bezifferung und Begründung spätes-

tens im Parteivortrag vor Gericht erfolgen können).  

 

Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass sie psychisch angeschlagen 

sei. Offenbar befindet sie sich an einem dem Beschuldigten unbekannten 

Ort und wird durch die Opferhilfe unterstützt. Inwiefern zusätzlich eine 

Rechtsverbeiständung notwendig sein sollte und die Beschwerdeführerin 

aufgrund ihrer (nicht weiter belegten) psychischen Verfassung nicht in der 

Lage sein könnte, ihre Ansprüche anzumelden bzw. an Einvernahmen teil-

zunehmen und somit ihre Interessen als Geschädigte wahrzunehmen, ist 

nicht ersichtlich. Soweit sie eine Konfrontation mit dem Beschuldigten be-

fürchtet, kann eine solche mittels prozessualer Vorkehrungen vermieden 

werden. 

 

 - 6 - 

 

 

 

Zusammengefasst erscheint eine anwaltliche Vertretung der Beschwerde-

führerin im Strafverfahren gegen den Beschuldigten nicht notwendig. Die 

Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm hat das Gesuch um unentgeltliche 

Rechtsverbeiständung daher zu Recht abgewiesen. 

 

3. 

3.1. 

Die Beschwerdeführerin beantragt auch für das Beschwerdeverfahren die 

Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege.  

 

3.2. 

Die Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm befreite die Beschwerdeführerin mit 

Verfügung vom 2. August 2023 von Vorschuss- und Sicherheitsleistungen 

sowie von den Verfahrenskosten (Art. 136 Abs. 2 lit. a und b StPO). Dies 

gilt nach der Praxis der Beschwerdekammer in Strafsachen des Oberge-

richts auch für das Beschwerdeverfahren, sofern wie vorliegend kein Grund 

für einen Widerruf besteht. Es besteht damit kein Rechtsschutzinteresse an 

der Beurteilung des entsprechenden Gesuchs, weshalb darauf nicht einzu-

treten ist. 

 

Die Verfahrenskosten sind nach Massgabe des Obsiegens und Unterlie-

gens zu verlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Beschwerdeführerin unterliegt 

im Beschwerdeverfahren, womit sie die Kosten des Beschwerdeverfahrens 

zu tragen hat. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege sind 

ihr diese einstweilen zu erlassen, unter dem Vorbehalt späterer Rückforde-

rung. 

 

3.3. 

Im vorliegenden Beschwerdeverfahren hatte die Beschwerdeführerin dar-

zulegen, weshalb sie im Strafverfahren auf anwaltliche Unterstützung an-

gewiesen sei. Selbst wenn das Beschwerdeverfahren im Vergleich zum 

Strafverfahren, in welchem lediglich Schadenersatz- und Genugtuungsan-

sprüche anzumelden sind, höhere Anforderungen an eine juristisch nicht 

gebildete Person stellt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1B_638/2021 vom 

10. März 2022 E. 5.2), ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin 

durchaus in der Lage gewesen wäre, selbständig Beschwerde einzu-

reichen. Insbesondere ist nicht ersichtlich, inwiefern die Beschwerdeführe-

rin die angefochtene Verfügung sowie die Rechtsmittelbelehrung nicht 

hätte verstehen und innert Frist nicht hätte darlegen können, weshalb sie 

mit den Erwägungen der Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm nicht einver-

standen und sie auf die Vertretung durch ihre Rechtsbeiständin angewie-

sen sei. Den Akten lassen sich keinerlei Hinweise auf sprachliche oder an-

dere Defizite entnehmen. Dass sie sich derzeit in einer belastenden Situa-

tion befinde, vermag nicht zu genügen. Auswirkungen auf die Bewältigung 

des Alltags sind nicht bekannt.  

 

 - 7 - 

 

 

 

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung ist 

damit abzuweisen.  

 

Aus den vorstehenden Ausführungen ergibt sich sodann, dass die Voraus-

setzungen für die Gewährung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung 

klar nicht erfüllt sind und die Gewinnchancen der Beschwerdeführerin damit 

deutlich geringer waren als die Verlustchancen. Das Gesuch um Anord-

nung einer unentgeltlichen Rechtsverbeiständung wäre damit auch infolge 

Aussichtslosigkeit der Beschwerde abzuweisen. 

 

 
   

Die Beschwerdekammer entscheidet: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. 

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege für das Be-

schwerdeverfahren wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

 

3. 

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestehend aus einer Gerichtsge-

bühr von Fr. 800.00 und den Auslagen von Fr. 25.00, zusammen 

Fr. 825.00, werden der Beschwerdeführerin auferlegt, ihr jedoch aufgrund 

der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege einstweilen erlassen, unter 

dem Vorbehalt der späteren Rückforderung.  

 

 
   

Zustellung an: 

[…] 

 

 
   

Rechtsmittelbelehrung für die Beschwerde in Strafsachen (Art. 78 ff., Art. 90 ff. BGG) 

 

Gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen, kann innert 30 Tagen, von der schrift-

lichen Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des Entscheides an gerechnet, die Be-

schwerde an das Schweizerische Bundesgericht erhoben werden. Dieselbe Beschwerde 

kann erhoben werden gegen selbständig eröffnete Vor- und Zwischenentscheide, wenn 

diese einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können oder wenn die Gutheis-

sung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeuten-

den Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde 

(Art. 44 Abs. 1, Art. 78, Art. 90, Art. 93, Art. 100 Abs. 1 und Art. 112 Abs. 1 BGG). 

 

Die Beschwerde ist schriftlich oder in elektronischer Form beim Schweizerischen Bundes-

gericht einzureichen (Art. 42, Art. 100 Abs. 1 BGG). 

 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschriften bzw. eine anerkannte 

elektronische Signatur zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, 

 - 8 - 

 

 

 

inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 ff. BGG) verletzt. Die Urkunden, auf 

die sich eine Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 

hat; ebenso ist der angefochtene Entscheid beizulegen (Art. 42 BGG). Für die Beschwerde- 

legitimation ist Art. 81 BGG massgebend. 

 

 
   

Aarau, 22. September 2023  

 

Obergericht des Kantons Aargau 

Beschwerdekammer in Strafsachen 

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

 

Richli Boog Klingler