# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fdeeed6d-35b1-5f92-bd6b-e001df7d4e67
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-04-17
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 17.04.2024 200 2023 843
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2023-843_2024-04-17.pdf

## Full Text

200 23 843 IV
SCI/PES/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 17. April 2024

Verwaltungsrichter Schwegler, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Mauerhofer
Gerichtsschreiber Peter

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 20. Oktober 2023

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. April 2024, IV/23/843, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Im Juli 2020 meldete sich der 1977 geborene A.________ (nachfolgend 
Versicherter bzw. Beschwerdeführer) erstmals bei der Invalidenversiche-
rung zum Leistungsbezug an. Seit dem 9. Februar 2020 – nach einem Un-
fall beim Skifahren – sei er gesundheitlich beeinträchtigt (Antwortbeilage 
[AB] 1; vgl. auch AB 6). Die IV-Stelle Bern (nachfolgend IV-Stelle bzw. Be-
schwerdegegnerin) nahm in der Folge in erwerblicher und medizinischer 
Hinsicht Abklärungen vor (vgl. AB 4, 17 ff., 22, 32, 38, 41, 45, 47 f., 51). 
Insbesondere holte sie die jeweils aktuellen Akten der Suva ein (AB 10.1 – 
10.47, 27.1 – 27.21). Mit Vorbescheid vom 18. Februar 2021 stellte die IV-
Stelle dem Versicherten die Abweisung seines Leistungsbegehrens in Aus-
sicht, da sich insgesamt aus IV-rechtlicher Sicht kein invalidisierender Ge-
sundheitsschaden feststellen lasse (AB 52). Am 14. April 2021 wurde 
– unter Stellungnahme zu den dagegen erhobenen Einwänden (AB 53) – 
entsprechend verfügt (AB 56), im Laufe des nachfolgenden Beschwerde-
verfahrens jedoch zwecks weiterer Abklärungen eine Wiedererwägung vor-
genommen (AB 60 – 65).

Die IV-Stelle holte in der Folge bei den behandelnden Ärzten weitere Be-
richte (vgl. AB 72, 77, 81, 91, 94 f.) sowie die aktuellen Akten der Suva zum 
Ereignis vom 9. Februar 2020 (AB 84.1 - 84.95) sowie zu einem neuen 
Ereignis vom 16. September 2021 (AB 97.1 – 97.56) ein. Nach Rückspra-
che mit dem Regionalen Ärztlichen Dienst RAD (AB 99) ordnete sie sodann 
eine polydisziplinäre medizinische Untersuchung in den Fachdisziplinen 
Allgemeine Innere Medizin, Psychiatrie, Handchirurgie und Neurologie an 
(vgl. AB 100, 103, 107). Ein erster Versuch scheiterte, weil der Versicherte 
sich gegen eine Tonaufnahme aussprach und die Begutachtung abgebro-
chen werden musste (AB 113). Nach erneutem Aufgebot wurde das Gut-
achten am 25. Mai 2023 erstellt (polydisziplinäres Gutachten der MEDAS 
C.________ vom 25. Mai 2023 samt Aktenzusammenfassung, Teilgutach-
ten, Laborbefund und Beilagen [AB 120.1 – 120.9]). Mit Vorbescheid vom 
26. Juni 2023 stellte die IV-Stelle dem Versicherten erneut die Abweisung 
des Leistungsbegehrens in Aussicht. Die Abklärungen hätten ergeben, 

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dass keine gesundheitlichen Einschränkungen vorliegen würden, welche 
eine massgebende und anhaltende Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit be-
gründeten (AB 122). Mit Verfügung vom 20. Oktober 2023 verneinte die IV-
Stelle ihrem Vorbescheid entsprechend unter Stellungnahme zu den hier-
gegen erhobenen Einwänden (vgl. AB 129, 131) einen Anspruch auf IV-
Leistungen (AB 132). 

B.

Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsan-
walt B.________, am 28. November 2023 Beschwerde mit den Rechtsbe-
gehren, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die Sache zur 
Neubeurteilung unter Beachtung der eingereichten Zeugnisse und Berichte 
der behandelnden Ärzte und neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin 
zurückzuweisen. Eventualiter sei die angefochtene Verfügung aufzuheben 
und ihm eine Rente der Invalidenversicherung zuzusprechen. Unter Kos-
ten- und Entschädigungsfolgen.

Mit Beschwerdeantwort vom 22. Dezember 2023 schliesst die Beschwer-
degegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 

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Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Angefochten ist die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 
20. Oktober 2023 (AB 132). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des 
Beschwerdeführers auf Leistungen der Invalidenversicherung, insbesonde-
re eine Rente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). Sie beurteilen 
offensichtlich begründete oder offensichtlich unbegründete Fälle in Zweier-
besetzung (Art. 56 Abs. 3 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 In formeller Hinsicht macht der Beschwerdeführer eine Verletzung 
der Begründungspflicht geltend. Es seien von Seiten des Beschwerdefüh-
rers jegliche Versuche unternommen worden, verschiedene Arztberichte 
einzuholen, um zu beweisen, wie es ihm tatsächlich gehe. Diese zeigten 
auf, dass er an verschiedenen physischen und psychischen Diagnosen 
leide. Dass die Beschwerdegegnerin nicht auf diese Diagnosen eingehe, 
stelle eine Verletzung der Begründungspflicht dar. 

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2.2 Die Begründungspflicht ist wesentlicher Bestandteil des Anspruchs 
auf rechtliches Gehör im Sinne von Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung 
(BV; SR 101). Sie soll verhindern, dass sich die Behörde von unsachlichen 
Motiven leiten lässt, und den Betroffenen ermöglichen, die Verfügung ge-
gebenenfalls sachgerecht anzufechten. Dies ist nur möglich, wenn sowohl 
die betroffene Person als auch die Rechtsmittelinstanz sich über die Trag-
weite des Entscheids ein Bild machen können. In diesem Sinne müssen 
wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die 
Behörde hat leiten lassen und auf welche sich ihre Verfügung stützt. Dies 
bedeutet indessen nicht, dass sie sich ausdrücklich mit jeder tatbeständli-
chen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen 
muss. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Ge-
sichtspunkte beschränken (BGE 136 I 229 E. 5.2 S. 236, 124 V 180 E. 1a 
S. 181).

2.3 Die Beschwerdegegnerin hat in ihrer Verfügung vom 20. Oktober 
2023 (AB 132) die wesentlichen Überlegungen genannt, von denen sie sich 
hat leiten lassen und auf welche sich ihre Verfügung stützt. Dabei hat sie 
unter anderem auch ausgeführt, dass weder im Einwand noch in den 
nachträglich eingereichten Berichten neue, bis anhin unbekannte medizini-
sche Tatsachen vorgebracht würden, die gutachterlich nicht bereits berück-
sichtigt worden seien, weshalb diese sie nicht veranlassten, ihre Einschät-
zung zu revidieren. Neben der sich aus dem Dispositiv ergebenden Trag-
weite der Verfügung sind aus der Begründung auch die für den Entscheid 
wesentlichen Gesichtspunkte ersichtlich, womit die aus dem Anspruch auf 
rechtliches Gehör fliessende Begründungspflicht erfüllt ist. Der Beschwer-
deführer konnte die Verfügung denn auch sachgerecht anfechten. Dass die 
Beschwerdegegnerin in ihrer Begründung nicht in der vom Beschwerdefüh-
rer gewünschten Ausführlichkeit auf die erhobenen Einwände eingegangen 
ist, stellt nach der Rechtsprechung (vgl. BGE 136 I 229 E. 5.2 S. 236, 124 
V 180 E. 1a S. 181; SVR 2022 IV Nr. 37 S. 122 E. 5.1) keine Verletzung 
des rechtlichen Gehörs dar. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs infolge 
ungenügender Begründung ist somit klar zu verneinen. Ob die vorgenom-
mene Sachverhaltsfeststellung und rechtliche Würdigung materiell korrekt 
sind, ist nachfolgend zu prüfen.

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3.

3.1 Am 1. Januar 2022 sind die Änderungen vom 19. Juni 2020 des 
IVG (Weiterentwicklung der IV) und weiterer Erlasse (insbesondere des 
ATSG) in Kraft getreten (AS 2021 705). In zeitlicher Hinsicht sind – vor-
behältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen – grundsätzlich 
diejenigen Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu 
ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben 
(BGE 146 V 364 E. 7.1 S. 370, 144 V 210 E. 4.3.1 S. 213). Zwar datiert die 
angefochtene Verfügung vom 20. Oktober 2023 (AB 132), womit sie nach 
dem Inkrafttreten der IVG-Änderung vom 19. Juni 2020 erging. Indessen 
liegt der Zeitpunkt der potentiellen Entstehung des Rentenanspruchs vor 
dem 1. Januar 2022 (siehe AB 1 und 6 i.V.m. Art. 28 Abs. 1 und Art. 29 
Abs. 1 IVG), weshalb die Bestimmungen des IVG und diejenigen der Ver-
ordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV, 
SR 831.201) in der bis 31. Dezember 2021 gültigen Fassung (fortan: aArt.) 
massgebend sind (vgl. auch Rz. 9100 f. des Kreisschreibens des Bundes-
amts für Sozialversicherungen [BSV] über Invalidität und Rente in der Inva-
lidenversicherung [KSIR]; zur Bedeutung von Verwaltungsweisungen vgl. 
BGE 147 V 79 E. 7.3.2 S. 82, 146 V 224 E. 4.4.2 S. 228). 

3.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen 
Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem 
nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 
ATSG).

3.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine 
Rente, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufga-
benbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnah-
men wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während 

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eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 
40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf 
dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). 
Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreivier-
telsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad 
von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei ei-
nem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsren-
te. Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens 
nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsan-
spruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die 
Vollendung des 18. Altersjahres folgt.

3.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2021 IV 
Nr. 54 S. 181 E. 2.3). 

4.

4.1 Den Akten lässt sich in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen 
Folgendes entnehmen: 

Gemäss Bericht des Notfallzentrums der Klinik D.________ vom 9. Februar 
2020 ist der Versicherte am Nachmittag desselben Tages beim Skifahren 
gestürzt. Er habe das Skifahren fortsetzen und nach dem Skifahren prak-
tisch beschwerdefrei zum Auto laufen können. Mit einer Latenz von ca. 
40 Minuten habe er Schmerzen im ganzen Körper verspürt. Massgebliche 
pathologische Befunde fanden sich anlässlich der Beurteilung im Notfall-
zentrum nicht. Auf eine Bildgebung wurde verzichtet und festgehalten, die 

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Schmerzen würden als Folge eines reaktiv deutlich erhöhten Muskeltonus 
("Hartspann") im Zuge der Sturz-immanenten Kontusionen gesehen 
(AB 10.47). Am 25. Februar 2020 fanden auf Veranlassung des damaligen 
Hausarztes des Versicherten dennoch eine Computertomographie (CT) der 
Halswirbelsäule (HWS) und des Schultergelenks rechts statt. Die CT der 
HWS ergab keine Zeichen einer ossären Verletzung und keine Gefüge-
störung, sondern lediglich vorbestehende, geringe Diskusprotrusionen C3/4 
und C5/6. Die CT der rechten Schulter ergab keinen Nachweis einer 
ossären Schulterverletzung, keinen Hinweis auf einen Status nach Luxati-
on, eine normale Artikulation des AC-Gelenks und keinen Hinweis auf eine 
Läsion der Rotatorenmanschette (AB 10.42). 

Gemäss Bericht des Notfallzentrums der Klinik D.________ vom 
4. März 2020 stellte sich der Versicherte an diesem Tag erneut selbst vor 
mit Schmerzen des Ringfingers rechts. Gleichzeitig klagte er über weiterhin 
bestehende starke Schmerzen im Bereich der rechten Schulter, des Armes, 
der Hand sowie des gesamten Oberkörpers und des linken Fusses bei Be-
wegung. Seit vier Tagen sei ihm eine Schwellung des rechten Ringfingers 
aufgefallen (AB 19 S. 10). Eine durchgeführte bildgebende Untersuchung 
des Fingers ergab intakte ossäre Strukturen (vgl. AB 19 S. 6). Die Schwel-
lung wurde am ehesten im Rahmen einer partiellen Kapselbandläsion ge-
sehen. Eine Ruhigstellung sei nicht indiziert (AB 19 S. 10). Am 29. April 
2020 um 22.50 Uhr stellte sich der Beschwerdeführer ein weiteres Mal auf 
dem Notfall vor, wobei er entgegen den früheren Angaben, wonach die 
Beschwerden am Finger erst anfangs März aufgetreten seien, nun von di-
rekt nach dem Unfall aufgetretenen Beschwerden sprach (AB 19 S. 7). Im 
Mai 2020 begab sich der Beschwerdeführer zu Dr. med. E.________, 
Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs-
apparates, in Behandlung (AB 10.20) und wurde danach auf dessen Über-
weisung hin von Dr. med. F.________ (ohne Facharzteintrag und ohne 
Berufsausübungsbewilligung im Medizinalberuferegister eingetragen) beur-
teilt. Sie hielt diagnostisch eine dystrophe Reaktion und ein Rehabilitati-
onsdefizit bei wahrscheinlich Hyperextensionstrauma Dig. IV und III Hand 
rechts mit ausgeprägter Bewegungseinschränkung nach Skisturz vom 
7. Februar 2020 fest. Es wurde eine entsprechende (ambulante) Rehabilita-
tionstherapie bezüglich der rechten Hand vorgeschlagen (AB 10.18). Am 

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29. Mai 2020 erfolgte eine Konsultation in der Klinik I.________ des Spitals 
G.________ zur Zweitmeinung (AB 10.14).

Am 5. Juli 2020 stellte sich der Versicherte ein weiteres Mal im Notfallzen-
trum der Klinik D.________ vor und klagte über Beschwerden am Unter-
schenkel links. Die Beschwerden wurden als im Rahmen eines beginnen-
den Erysipels gesehen und antibiotisch und im Verlauf mittels Stichinzision 
therapeutisch behandelt (AB 19 S. 2 f.).

In seiner Beurteilung vom 31. Juli 2020 hielt der Kreisarzt Dr. med. 
H.________, Facharzt für Chirurgie, fest, dass sowohl die Rückenbe-
schwerden als auch die Beschwerden am rechten Ringfinger ein halbes 
Jahr nach dem Unfall nicht mehr als unfallbedingt zu betrachten seien 
(AB 27.16). 

Im Bericht der Klinik I.________ vom 27. Oktober 2020 wurde festgehalten, 
dass bereits nach der letzten Konsultation im MRI keine weitere Verlet-
zungsfolge habe nachgewiesen werden können. Es wurde auf eine Incom-
pliance des Beschwerdeführers anlässlich der Untersuchung hingewiesen. 
Massgebliche Befunde wurden nicht erhoben (AB 32 S. 2).

Am 25. Januar 2021 fand eine Konsultation in der interdisziplinären 
Schmerzsprechstunde (Schmerztherapie, Psychosomatik) des Spitals 
G.________ statt. Im betreffenden Bericht vom 8. Februar 2021 wird eine 
(somatisch nicht erklärbare) massive Schonhaltung mit ausgesprochener 
Regression bei schwieriger psychosozialer Lage festgehalten. Der Be-
schwerdeführer werde Anfang Februar 2021 einen Termin bei einem 
Psychiater wahrnehmen. In dieser ausgeprägten Regression bei laufendem 
Versicherungsstreit werde eine multimodale Schmerztherapie im ... zum 
jetzigen Zeitpunkt als eher nicht indiziert erachtet (AB 47 S. 3 f.) 

Im Bericht vom 6. Februar 2021 wies die den Beschwerdeführer seit dem 
7. Dezember 2020 neu hausärztlich behandelnde Dr. med. J.________, 
Fachärztin für Kardiologie sowie für Allgemeine Innere Medizin, auf eine 
psychiatrische Behandlung durch Prof. Dr. med. K.________ hin und be-
richtete (mit den früheren Facharztberichten in Widerspruch stehend) von 
einer Verletzung am Finger mit Funktionsreduktion (AB 45 S. 3).

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Am 21. April 2021 wurde erneut ein MRI der HWS durchgeführt (AB 72 
S. 28 f.). In einem Bericht vom 28. April 2021 hielt Dr. med. L.________, 
Facharzt für Neurochirurgie, unter Bezugnahme auch auf die erfolgte Bild-
gebung fest, aus neurochirurgischer Perspektive liessen sich die geklagten 
Beschwerden nicht eindeutig erschliessen (AB 72 S. 25 f.). Im Bericht des 
Spitals M.________ vom 31. Mai 2021 (AB 72 S. 3 ff.) wurde festgehalten, 
ein Teil der Beschwerden könne durch die degenerativen Veränderungen 
der HWS erklärt werden. Es bestehe aber eine deutliche Diskrepanz zwi-
schen diesen moderaten Veränderungen und den intensiven Beschwerden. 
Anhaltspunkte für neurogene Schädigungen fehlten. Es bestehe eine de-
pressive Verstimmung, die wohl mitverantwortlich für die Chronifizierung 
der somatischen Probleme sei (AB 72 S. 5).

Im Arztbericht vom 1. Juni 2021 (AB 65 S. 5 f.) werden unter dem Titel 
"Dr. med. N.________, Ärztin/Psychiaterin" von selbiger diverse psychi-
sche Erkrankungen diagnostiziert. Im Medizinalberuferegister ist eine Ärztin 
dieses Namens und dieser Befähigung nicht verzeichnet. Eingetragen ist 
eine N.________ als praktische Ärztin. In späteren Berichten verwendet die 
Ärztin eine angepasste, jedoch nach wie vor mit dem Register nicht über-
einstimmende Bezeichnung (vgl. AB 77 S.2 f. und S. 6 f.). Inhaltlich sind die 
Berichte wenig detailliert. Als Diagnosen genannt werden im Bericht vom 
1. Juni 2021 eine chronifizierte depressive Erkrankung im Sinne einer rezi-
divierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode mit 
somatischem Syndrom (ICD-10: F33.11), differentialdiagnostisch eine ver-
längerte depressive Reaktion (ICD-10: F43.21 [definiert als leichter depres-
siver Zustand als Reaktion auf eine länger anhaltende Belastungssituation; 
vgl. DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT {Hrsg.}, Internationale Klassifikation psy-
chischer Störungen, ICD-10 Kapitel V {F}, Klinisch-diagnostische Leitlinien, 
10. Aufl. 2015, S. 210]). Zudem bestehe der Verdacht auf ein chronisches 
Schmerzsyndrom mit psychosomatischem Anteil im Sinne einer undifferen-
zierten Somatisierungsstörung (ICD-10: F45.1). Der Versicherte sei wegen 
seiner psychischen Erkrankung vollständig arbeitsunfähig (AB 65 S. 5 f.; 
vgl. AB 77 S. 6 f.).

Im Bericht der O.________ vom 1. September 2021 über eine teilstationäre 
psychiatrische Behandlung des Versicherten zur Tagesstrukturierung wur-

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den die Diagnosen einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig 
schwere Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10: F33.2) sowie eine 
undifferenzierte Somatisierungsstörung gestellt. Eine ihm angebotene wei-
tere tagesklinische Behandlung lehnte der Beschwerdeführer ab (AB 77 
S. 4 f.).

Die Psychosomatik des Spitals G.________ hielt mit Bericht vom 1. Sep-
tember 2021 in einer Gesamtschau der weiter durchgeführten Abklärungen 
fest, es hätten sich keine behandlungsbedürftigen (somatischen) Befunde 
ergeben. Somit habe sich ihr Verdacht auf eine chronische Schmerzer-
krankung mit psychischen und somatischen Anteilen bestätigt (AB 81 S. 2).

Gemäss Bericht des Notfallzentrums der Klinik D.________ vom 16. Sep-
tember 2021 soll der Beschwerdeführer an diesem Tag am oberen Ende 
einer Treppe ausgerutscht und diese auf dem Rücken heruntergerutscht 
sein. In der körperlichen Untersuchung zeigte sich eine diffuse Druckdolenz 
der Wirbelsäule. Prellmarken waren keine ersichtlich. Bildgebend zeigten 
sich keine Auffälligkeiten, insbesondere keine Hinweise auf eine Fraktur 
(AB 97.56; siehe auch AB 97.54 f.). 

Am 22. September 2021 führte die Ärztin N.________ aus, der Beschwer-
deführer befinde sich seit März 2021 in ihrer ambulanten psychiatrischen 
Behandlung. Es bestehe weiterhin eine depressive Symptomatik mit chro-
nischen Schmerzen. Der Beschwerdeführer sei nach wie vor arbeitsunfähig 
(AB 77 S. 2 f.; vgl. auch die Verlaufsberichte der Ärztin N.________ vom 
13. Juli [AB 91] und 18. August 2022 [AB 95]).

4.2 Auf Basis dieser medizinischen Aktenlage (vgl. E. 4.1 hiervor) ver-
anlasste die Beschwerdegegnerin zur Klärung der Leistungsansprüche 
eine umfassende medizinische Untersuchung des Versicherten durch die 
MEDAS C.________. Die entsprechende polydisziplinäre Begutachtung 
ergab als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit im interdiszi-
plinären Konsens ein dorsales Handgelenksganglion links (AB 120.1 
S. 11), wobei im handchirurgischen Teilgutachten diese Diagnose (ange-
sichts der Operabilität des Ganglions) als ohne Auswirkung auf die Arbeits-
fähigkeit gestellt wurde (vgl. AB 120.6 S. 20 f.). Sämtliche übrigen geklag-
ten Beschwerden und Befunde wurden von den Gutachtern übereinstim-

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mend als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gesehen. In 
psychischer Hinsicht wurde der Verdacht auf eine Dysthymia bei Nichtein-
nahme der verordneten Medikation festgehalten (AB 120.1 S. 11; zur Her-
leitung der Diagnose und zur Auseinandersetzung mit den in den Vorakten 
gestellten psychiatrischen Diagnosen siehe das psychiatrische Teilgutach-
ten in AB 120.4 S. 25 f.). In der interdisziplinären Konsistenzprüfung wurde 
auf erhebliche Diskrepanzen hingewiesen. Es könne aktuell nur ein gerin-
ger Motivationsgrad erkannt werden, die Beschwerden zu verbessern. Psy-
chopharmaka würden nicht eingenommen und es erscheine fraglich, ob 
diese je eingenommen worden seien (AB 120.1 S. 13 f.). In der letzten 
Tätigkeit als … sei der Beschwerdeführer aufgrund des Handgelenksgan-
glions links zu 10 % eingeschränkt. In einer angepassten Tätigkeit (ohne 
Maximalbelastung des linken Handgelenks in Dorsalextension resp. unter 
Beachtung eines Gewichtslimits links von 5 kg in Dorsalextension [vgl. 
AB 120.6 S. 24 f.]) liege keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit vor 
(AB 120.1 S. 14).

4.3 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-
rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. April 2024, IV/23/843, Seite 13

E. 1.3.4 S. 227, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b bb S. 353; SVR 
2020 IV Nr. 71 S. 246 E. 2.2). 

Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch täti-
gen (Fach-)Arztes einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestell-
ten fachmedizinischen Experten anderseits lässt es nicht zu, ein medizini-
sches Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und 
zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden 
Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben 
Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die be-
handelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpreta-
tion entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung 
unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (SVR 2021 IV Nr. 10 S. 29 
E. 5.7, 2019 UV Nr. 31 S. 117 E. 3).

4.4 Das polydisziplinäre Gutachten der MEDAS C.________ vom 
25. Mai 2023 (AB 120.1 – 120.9) erfüllt sämtliche der in E. 4.3 hiervor ge-
nannten, von der Rechtsprechung an solche Expertisen gestellten Anforde-
rungen. Es ist im Hinblick auf die streitigen Belange umfassend, beruht auf 
allseitigen Untersuchungen, berücksichtigt die geklagten Beschwerden und 
ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden. In der Darlegung der me-
dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation ist es einleuchtend und die getätigten Schlussfolgerungen sind 
begründet. Konkrete Indizien, die gegen die Zuverlässigkeit des Gutach-
tens sprechen würden, sind keine ersichtlich. Der Umstand, dass die be-
handelnden Ärzte die Erwerbsfähigkeit des Beschwerdeführers anders be-
urteilen (vgl. Beschwerde S. 10 lit. c), ist nicht geeignet, das Gutachten der 
fachmedizinischen Experten der MEDAS C.________ in Frage zu stellen 
und zum Anlass weiterer medizinischer Abklärungen zu nehmen, da sich in 
den Berichten der behandelnden Ärzte – wie auch in den übrigen Akten – 
nichts findet, was von den Gutachtern unerkannt oder ungewürdigt geblie-
ben wäre.

Dies gilt auch für die beschwerdeweise eingereichten Arztzeugnisse und 
Berichte, die nach der Begutachtung erstellt worden sind (vgl. Beschwer-
debeilage [BB] 7 – 10). Neue oder veränderte objektive Befunde finden sich 
weder in den Arztzeugnissen der Hausärztin Dr. med. J.________ vom 

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29. August und 15. September (BB 8 f.) noch im Bericht der Praktischen 
Ärztin N.________ vom 29. September 2023 (BB 10), auf deren – entge-
gen des von ihr geschaffenen Scheins – fehlende fachärztliche Qualifikati-
on im psychiatrischen Bereich bereits hingewiesen worden ist (vgl. E. 4.1 
hiervor). Gleiches gilt für den ambulanten Bericht des Spitals M.________ 
vom 3. Oktober 2023 (BB 7). Darin halten die Ärzte explizit fest, dass sich 
im Vergleich zu den Abklärungen des Schmerzzentrums des Spitals 
G.________ (und damit zu den im Zeitpunkt der Begutachtung bekannten 
Befunden) keine relevante Befundänderung gezeigt habe (BB 7 S. 3). 

Zusammenfassend hat die Beschwerdegegnerin dem polydisziplinären 
Gutachten der MEDAS C.________ vom 25. Mai 2023 (AB 120.1 – 120.9) 
zu Recht volle Beweiskraft zuerkannt. Die Einschätzung der Gutachter, 
dass der Beschwerdeführer in der letzten Tätigkeit als Lagerist aufgrund 
des (grundsätzlich jedoch behandelbaren) dorsalen Handgelenksganglions 
links aktuell zu 10 % eingeschränkt ist, in einer angepassten Tätigkeit je-
doch keine Einschränkung vorliegt (vgl. AB 120.1 S. 14), überzeugt. Das 
Gutachten ist sowohl hinsichtlich der psychischen (AB 120.4) als auch be-
züglich der somatischen (vorab handchirurgischen) Situation einlässlich 
begründet und nachvollziehbar. Die Berichte der behandelnden Ärzte, die 
im Wesentlichen letztlich ebenfalls kaum je massgebliche somatische Be-
funde erheben konnten, wurden in den Teilgutachten diskutiert und soweit 
abweichend die gutachterliche Einschätzung überzeugend begründet. Ob 
die Handverletzung tatsächlich unfallkausal ist, ist mit Blick auf die echtzeit-
lichen Berichte äusserst fraglich, braucht hier jedoch nicht abschliessend 
beurteilt zu werden, da diese Frage für die finale Invalidenversicherung 
ohne Relevanz ist. 

5.

Der frühestmögliche Rentenbeginn liegt nach dem Unfall im Februar 2020 
– der die geltend gemachte Arbeitsunfähigkeit ausgelöst haben soll – und 
der Anmeldung im Juli 2020 (vgl. AB 1, 6) im Februar 2021 (vgl. E. 3.3 
hiervor), wobei anzumerken bleibt, dass gemäss dem überzeugenden Gut-
achten nie eine länger dauernde Arbeitsunfähigkeit von 40 % oder mehr 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. April 2024, IV/23/843, Seite 15

vorlag (AB 120.1 S. 15). Auch ist aufgrund der Möglichkeit, das dorsale 
Handgelenksganglion links operativ zu sanieren (AB 120.6 S. 26) – womit 
keine gesundheitliche Einschränkung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähig-
keit mehr bestehen würde – von vornherein eine massgebliche Invalidität 
zu verneinen. Da der Beschwerdeführer im Zeitpunkt des Unfalls seine 
Stelle bereits verloren hatte (vgl. AB 10.46, 17 f., 20) und wiederum unspe-
zifisch im gesamten Arbeitsmarkt für Hilfsarbeit eine Stelle hätte suchen 
müssen und in einer angepassten Tätigkeit so oder anders eine volle Ar-
beitsfähigkeit besteht, wären Validen- und Invalideneinkommen auf der 
gleichen Grundlage, nämlich vom Totalwert der Tabelle TA1 im Kompe-
tenzniveau 1 Männer der Lohnstrukturerhebung des Bundesamts für Statis-
tik zu berechnen. Es ergibt sich somit offensichtlich kein leistungsbegrün-
dender Invaliditätsgrad. Daran würde sich selbst dann nichts ändern, wenn 
im für den Beschwerdeführer günstigsten Fall von einer (derzeit noch) 
10%igen Einschränkung in der angestammten Tätigkeit ausgegangen wür-
de, ist eine operative Sanierung des ursächlichen Handgelenksganglions 
links (mit einem zu erwartenden Ausfall von ungefähr sechs Wochen) doch 
problemlos möglich (AB 120.6 S. 26).

6.

Zusammenfassend ist die angefochtene Verfügung der Beschwerdegegne-
rin vom 20. Oktober 2023 (AB 132) nicht zu beanstanden. Die dagegen 
erhobene Beschwerde ist offensichtlich unbegründet und abzuweisen.

7.

7.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. April 2024, IV/23/843, Seite 16

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, sind entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens dem Beschwerdeführer zur Bezah-
lung aufzuerlegen und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe 
zu entnehmen.

7.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf 
eine Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 61 lit. g 
ATSG [Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.