# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 61ba685a-8287-5682-a959-6da68df18c6e
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-07-08
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Verwaltungsgerichtshöfe 08.07.2021 601 2021 65
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_007_601-2021-65_2021-07-08.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 630, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00
tribunalcantonal@fr.ch
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

601 2021 65

Urteil vom 8. Juli 2021

I. Verwaltungsgerichtshof

Besetzung Präsidentin: Marianne Jungo 
Richter: Christian Pfammatter

Dominique Gross 
Gerichtsschreiberin-Praktikantin: Sabine Cotting

Parteien A.________, Beschwerdeführerin, 

B.________, Beschwerdeführer, beide vertreten durch Rechtsanwalt 
Jeton Kryeziu

gegen

AMT FÜR BEVÖLKERUNG UND MIGRATION, Vorinstanz

Gegenstand Bürgerrecht, Niederlassung, Aufenthalt

Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung

Beschwerde vom 12. April 2021 gegen die Verfügung vom 11. März 2021

Kantonsgericht KG
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Sachverhalt

A. A.________ (Beschwerdeführerin), geboren 1990, kosovarische Staatsangehörige, reiste 
2010 im Rahmen des Familiennachzugs zu ihrem damaligen Ehemann in die Schweiz ein. Aus 
dieser Ehe gingen zwei Kinder hervor (geboren 2011 und 2013). Seit dem 19. Mai 2015 ist die 
Beschwerdeführerin im Besitz einer Niederlassungsbewilligung. Am 25. Juni 2019 wurde sie von 
ihrem ersten Ehemann rechtskräftig geschieden. 

Am 13. Juli 2019 brachte sie ein Mädchen, C.________, zur Welt. In der Geburtsmitteilung vom 
17. Juli 2019 wurden keine Angaben zum Kindsvater gemacht. Die Beschwerdeführerin schloss 
sodann am 19. Februar 2020 in Viti/Kosovo die Ehe mit B.________ (Beschwerdeführer), geboren 
1989, Staatsangehöriger von Kosovo.

B. Der Beschwerdeführer seinerseits war zuvor, am 4. September 2012, von der Staatsanwalt-
schaft La Côte, Morges, wegen illegaler Einreise, illegalem Aufenthalt und Ausübung einer 
Erwerbstätigkeit ohne entsprechende Bewilligung zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen à CHF 
30.- bedingt mit einer Probezeit von zwei Jahren und einer Busse von CHF 450.- verurteilt worden. 
Am 3. Mai 2017 wurde er zudem von der Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis wegen illegaler 
Einreise zu einer Geldstrafe von 10 Tagessätzen à CHF 10.- bedingt mit einer Probezeit von zwei 
Jahren und einer Busse von CHF 100.- verurteilt. 

Das Staatssekretariat für Migration (SEM) verfügte am 4. Mai 2017 wegen Widerhandlungen 
gegen das Ausländerrecht ein Einreiseverbot für den gesamten Schengen-Raum bis zum 3. Mai 
2020 gegen den Beschwerdeführer.

Dennoch stellte dieser am 3. Juli 2017 bei der Schweizer Vertretung in Pristina/Kosovo einen 
Antrag auf Erteilung eines Visums für den längerfristigen Aufenthalt (Visum D) zwecks Ehevorbe-
reitung mit D.________, geboren 1994, welche Schweizer Bürgerin ist. Diese teilte dem Migrati-
onsamt des Kantons Genf per E-Mail vom 20. Dezember 2017 mit, dass dieser Antrag zurückge-
zogen wird. Das Migrationsamt des Kantons Genf informierte die Schweizer Vertretung in Pristi-
na/Kosovo am 16. Januar 2018 über die Einstellung des Verfahrens.

Am 10. September 2019 ersuchte der Beschwerdeführer über seine Rechtsvertreterin aus Frank-
reich beim SEM um eine Kurzaufenthaltsbewilligung, um die Anerkennung seiner Tochter 
C.________ in der Schweiz vornehmen zu können. Das SEM orientierte per Schreiben vom 
12. September 2019, dass es mangels Zuständigkeit nicht auf den Antrag eintreten könne, es 
wäre höchstens zuständig, einen Antrag um Aufhebung des Einreiseverbotes in den Schengen-
Raum zu bearbeiten. Gleichzeitig wurde darauf hingewiesen, dass das Einreiseverbot noch 
besteht, und dass sich der Beschwerdeführer illegal in Frankreich aufhalte. Das Einreiseverbot 
wurde in der Folge nicht aufgehoben.

Gemäss Auszug aus dem Geburtenregister vom 10. Juli 2020 ist der Beschwerdeführer mittlerwei-
le als Vater von C.________ eingetragen.

C. Am 10. Dezember 2020 gelangte die Beschwerdeführerin an das Amt für Bevölkerung und 
Migration des Kantons Freiburg (Vorinstanz) und beantragte sinngemäss, ihrem Ehemann sei eine 
Aufenthaltsbewilligung (Ausweis B) im Familiennachzug zu erteilen. 

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Die Vorinstanz informierte die Beschwerdeführer am 26. Januar 2021, dass sie in Erwägung ziehe, 
das Gesuch abzulehnen. Die Beschwerdeführerin nahm hierzu am 29. Januar 2021 Stellung. 

D. Mit Verfügung vom 11. März 2021 wies die Vorinstanz das Gesuch um Erteilung einer 
Aufenthaltsbewilligung im Familiennachzug für den Beschwerdeführer ab und verfügte dessen 
Wegweisung aus der Schweiz. Sie begründete dies insbesondere damit, dass die Beschwerdefüh-
rer nicht gemeinsam wohnten und nicht über ausreichende finanzielle Mittel verfügten, und dass 
der Beschwerdeführer überdies bereits zweimal wegen Widerhandlungen gegen das Ausländer-
recht verurteilt wurde. Gleichzeitig teilte die Vorinstanz mit, dass die Angelegenheit dem SEM 
unterbreitet werde, um über ein neues Einreiseverbot zu entscheiden.

E. Am 23. März 2021 übermittelte der Beschwerdeführer der Vorinstanz eine Ankunftserklä-
rung, wonach er seit dem 17. März 2021 bei der Beschwerdeführerin in E.________ wohne. 

F. Die Beschwerdeführer haben am 12. April 2021 gegen die Verfügung der Vorinstanz vom 
11. März 2021 Beschwerde ans Kantonsgericht erhoben (in französischer Sprache). Sie beantra-
gen die Aufhebung der angefochtenen Verfügung; dem Beschwerdeführer sei eine Aufenthaltsbe-
willigung im Rahmen des Familiennachzugs zu erteilen. Eventualiter sei die angefochtene Verfü-
gung aufzuheben und die Sache zur neuen Beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Zur 
Begründung bringen sie insbesondere hervor, dass sie mittlerweile einen gemeinsamen Wohnsitz 
hätten und über ausreichende finanzielle Mittel verfügen würden. In verfahrensrechtlicher Hinsicht 
beantragen sie die Einholung einer Bestätigung, dass der Beschwerdeführer bei seiner Frau 
Wohnsitz genommen habe.

G. Am 16. April 2021 setzt die Instruktionsrichterin Deutsch als Verfahrenssprache fest, wobei 
die Beschwerdeführer der guten Ordnung halber darauf hingewiesen wurden, dass ihre Eingaben 
rechtsprechungsgemäss (auch weiterhin) auf Französisch erfolgen könnten.

H. Die Vorinstanz beantragt am 3. Mai 2021 die Abweisung der Beschwerde.

I. Die Beschwerdeführer reichen am 7. Mai 2021 ein Schreiben der F.________ GmbH vom 
23. April 2021 ein, wonach der Ehemann nach Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung bei dieser 
Gesellschaft mit Sitz in G.________ zu 100 % als Chauffeur angestellt werde.

Die Vorinstanz lässt sich am 14. Mai 2021 nochmals vernehmen. Die Beschwerdeführer übermit-
teln dem Kantonsgericht am 18. Mai 2021 eine weitere unaufgeforderte Stellungnahme, worauf 
sich die Vorinstanz am 26. Mai 2021 nochmals äussert. 

J. Mit Schreiben vom 28. Mai 2021 teilt die Instruktionsrichterin den Beschwerdeführern mit, 
dass der vom Kantonsgericht generierte Eintrag in der kantonalen Plattform für Einwohnerkontrolle 
(FriPers) betreffend die Beschwerdeführerin zu den Akten genommen wird, und informiert, dass 
sich betreffend den Beschwerdeführer kein Eintrag findet. 

K. Auf die weiteren Parteivorbringen und die eingereichten Unterlagen wird – soweit für die 
Entscheidfindung erforderlich – im Rahmen der Erwägungen eingegangen.

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Erwägungen

1.

Das Kantonsgericht ist zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig (Art. 114 Abs. 1 
lit. a des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1991 über die Verwaltungsrechtspflege [VRG; 
SGF 150.1] in Verbindung mit Art. 7 Abs. 2 des kantonalen Ausführungsgesetzes vom 13. Novem-
ber 2007 zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer und über die Integration 
[AGAIG; SGF 114.22.1]). Die Beschwerdeführer sind zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert 
(Art. 76 VRG). Die Beschwerdefrist wurde eingehalten (Art. 79 Abs. 1 VRG). Auch wurde der 
Kostenvorschuss rechtzeitig bezahlt (Art. 128 VRG). Auf die Beschwerde ist daher einzutreten.

2.

Mit der Beschwerde an das Kantonsgericht können die Verletzung des Rechts einschliesslich 
Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststel-
lung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden (Art. 77 VRG). Die Rüge der Unangemes-
senheit ist ausgeschlossen (Art. 78 Abs. 2 VRG).

3.

Vorliegend ist streitig, ob die Vorinstanz das Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung im 
Rahmen des Familiennachzugs an den Beschwerdeführer – um mit seiner niederlassungsberech-
tigten Ehefrau (Beschwerdeführerin) und ihrer gemeinsamen Tochter in der Schweiz leben zu 
können – zu Recht abgewiesen und ihn aus der Schweiz weggewiesen hat.

3.1. Nach Art. 43 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer und über 
die Integration vom 16. Dezember 2005 (AIG; SR 142.20) haben ausländische Ehegatten von 
Personen mit Niederlassungsbewilligung Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufent-
haltsbewilligung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen (lit. a), eine bedarfsgerechte Wohnung 
vorhanden ist (lit. b), sie nicht auf Sozialhilfe angewiesen sind (lit. c), sie sich in der am Wohnort 
gesprochenen Landessprache verständigen können (lit. d), und die nachziehende Person keine 
jährlichen Ergänzungsleistungen bezieht oder wegen des Familiennachzugs beziehen könnte 
(lit. e). 

3.2. Die Gewährung einer entsprechenden Aufenthaltsbewilligung nach Art. 43 AIG steht jedoch 
unter dem Vorbehalt des Rechtsmissbrauchs: So erlöschen nämlich laut Art. 51 Abs. 2 AIG die 
Ansprüche nach Art. 43 AIG, wenn sie rechtsmissbräuchlich geltend gemacht werden, namentlich 
um Vorschriften dieses Gesetzes und seiner Ausführungsbestimmungen über die Zulassung und 
den Aufenthalt zu umgehen (lit. a), oder wenn Widerrufsgründe nach Art. 62 Abs. 1 AIG vorliegen 
(lit. b).

Widerrufsgründe nach Art. 62 Abs. 1 AIG liegen vor, wenn der Ausländer oder sein Vertreter im 
Bewilligungsverfahren falsche Angaben macht oder wesentliche Tatsachen verschwiegen hat 
(lit. a); wenn der Ausländer zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt wurde oder gegen ihn 
eine strafrechtliche Massnahme im Sinne der Artikel 59–61 oder 64 StGB angeordnet wurde 
(lit. b); wenn er erheblich oder wiederholt gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung in der 
Schweiz oder im Ausland verstossen hat oder diese gefährdet oder die innere oder die äussere 
Sicherheit gefährdet (lit. c); eine mit der Verfügung verbundene Bedingung nicht einhält (lit. d); 

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oder eine Person, für die er zu sorgen hat, auf Sozialhilfe angewiesen ist (lit. e); in rechtsmiss-
bräuchlicher Weise versucht hat, das Schweizer Bürgerrecht zu erschleichen, oder ihm dieses 
aufgrund einer rechtskräftigen Verfügung im Rahmen einer Nichtigerklärung gemäss Artikel 36 des 
Bürgerrechtsgesetzes vom 20. Juni 2014 (BüG; SR 141.0) entzogen worden ist (lit. f); eine Integra-
tionsvereinbarung ohne entschuldbaren Grund nicht einhält (lit. g).

4.

4.1. Die Vorinstanz stellte in ihrer Verfügung vom 11. März 2021 insbesondere fest, dass die 
Beschwerdeführer nicht zusammenwohnten und auch nicht ersichtlich sei, dass ein Zusammenzie-
hen beabsichtigt sei. Während die Beschwerdeführerin mit ihren Kindern in E.________ wohne, 
müsse aufgrund der Akten und den Angaben der Beschwerdeführerin davon ausgegangen 
werden, dass der Ehemann im Raum H.________ wohne. Zudem sei aufgrund der Akten erstellt, 
dass die Beschwerdeführerin von 2018 bis Ende November 2020 von der Sozialhilfe unterstützt 
wurde. Auf ihren Wunsch wurde sie per 1. Dezember 2020 von der Sozialhilfe abgelöst, weil sie 
laut eigenen Angaben ab diesem Zeitpunkt vom Beschwerdeführer mit rund CHF 4'000.- pro 
Monat unterstützt würde. Gemäss dem eingereichten Lohnausweis wurde dem Beschwerdeführer 
für den Monat Dezember 2020 ein Gehalt in der Höhe von CHF 3'788.20 (netto) entrichtet. Die 
Vorinstanz hält diesbezüglich fest, dass es notorisch sei, dass dieses Gehalt nicht ausreiche, um 
zwei Haushalte zu finanzieren, weshalb das Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung im 
Rahmen des Familiennachzugs auch aus diesem Grund abzulehnen sei.

4.2. Die Beschwerdeführer bringen in ihrer Beschwerde vor, dass sie unterdessen gemeinsam 
in E.________ wohnen würden; der Beschwerdeführer sei bei seiner Frau und den Kindern einge-
zogen. Diesbezüglich beantragen sie, dass das Gericht als Beweis eine Wohnsitzbestätigung 
einholt. Ausserdem reichten sie am 7. Mai 2021 ein vom 23. April 2021 datiertes "Arbeitsverspre-
chen" der F.________ GmbH mit Sitz in G.________ ein, wonach diese bestätigt, den Beschwer-
deführer zu 100% als Chauffeur anzustellen, sobald sein Aufenthalt in der Schweiz geregelt sei; 
dies zu einem Gehalt von CHF 36.- pro Stunde (brutto), was gemäss den Beschwerdeführern 
einem monatlichen Bruttogehalt von ca. CHF 7'500.- entspreche. Sie machen geltend, dass sie 
damit auch ausreichende finanzielle Mittel hätten, weshalb die Verfügung der Vorinstanz aufzuhe-
ben und die Aufenthaltsbewilligung zu erteilen sei.

5.

5.1. Sinn und Zweck des Familiennachzuges ist es, das Zusammenleben der Familie zu ermög-
lichen und rechtlich abzusichern. Entsprechend setzt Art. 43 Abs. 1 lit. a AIG für das Recht auf 
Familiennachzug wie erwähnt das Zusammenwohnen voraus. Wenn Ehegatten nicht zusammen-
wohnen, stellt dies meist ein Indiz für eine Umgehungsehe dar bzw. indiziert, dass nicht das Fami-
lienleben im Vordergrund steht (vgl. zum Ganzen auch SPESCHA, Kommentar zum Migrationsrecht, 
5. Aufl. 2019, Art. 42 AIG N. 4).

5.2. Das Erfordernis des gemeinsamen Wohnsitzes nach Art. 43 Abs. 1 lit. a AIG besteht laut 
Art. 49 AIG nicht, wenn für getrennte Wohnorte wichtige Gründe geltend gemacht werden und die 
Familiengemeinschaft weiter besteht. Wichtige Gründe für die Ausnahme vom Erfordernis des 
Zusammenwohnens können gemäss Art. 76 der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und 
Erwerbstätigkeit vom 24. Oktober 2007 (VZAE; SR 142.201) insbesondere durch berufliche 
Verpflichtungen oder durch eine vorübergehende Trennung wegen erheblicher familiärer Probleme 
entstehen. Von einem wichtigen Grund kann desto eher gesprochen werden, je weniger die 
Ehegatten auf die Situation des Getrenntlebens Einfluss nehmen können, ohne einen grossen 

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Nachteil in Kauf nehmen zu müssen. Dementsprechend ist nicht jeder berufliche Grund ein wichti-
ger Grund, um eine Ausnahme vom Erfordernis des Zusammenwohnens zu rechtfertigen (vgl. 
Urteile BGer 2C_511/2019 vom 28. November 2019 E. 3.1; 2C_544/2010 vom 23. Dezember 2010 
E. 2.3.1). Auch ist ein bewusstes Getrenntleben, sogenanntes "living apart together", nach der 
Rechtsprechung an sich kein wichtiger Grund im Sinne von Art. 49 AIG (Urteil BGer 2C_388/2009 
vom 9. Dezember 2009 E. 4). 

5.3. Zwar dürften die Kriterien des gemeinsamen Wohnsitzes bzw. der bedarfsgerechten 
Wohnung (in der Schweiz) für den Familiennachzug nach Art. 43 Abs. 1 lit. a und b AIG grundsätz-
lich auf die Zukunft ausgerichtet sein (vgl. explizit betreffend die finanziellen Voraussetzungen 
SPESCHA, Kommentar zum Migrationsrecht, 5. Aufl. 2019, Art. 43 AIG N. 4). So sind wohl die 
Hauptkonstellationen für den Familiennachzug von Ehegatten einerseits Fälle, in denen ein 
Ehegatte zum Aufenthalt in der Schweiz berechtigt und hier bereits wohnhaft ist, während der 
andere Ehegatte noch im Herkunftsstaat wohnt, oder Fälle, bei denen beide Ehegatten, welche 
bisher im Herkunftsstaat zusammenwohnten, gleichzeitig gemeinsam in die Schweiz kommen. In 
beiden Konstellationen ist grundsätzlich ein Zusammenwohnen in der Schweiz zum Zeitpunkt des 
Gesuches um Aufenthalt jeweils (noch) nicht möglich. Vorliegend gestaltet sich die Situation 
jedoch anders: Die Beschwerdeführerin ist in der Schweiz niederlassungsberechtigt, und es ist 
unbestritten, dass sich auch der Beschwerdeführer im Zeitpunkt des Gesuches um Erteilung einer 
Aufenthaltsbewilligung und seither (jedenfalls die meiste Zeit) illegal in der Schweiz aufhält. 

5.4. Gemäss der von den Beschwerdeführern eingereichten Niederlassungsbescheinigung der 
Gemeinde E.________ vom 23. Juni 2020 ist die Beschwerdeführerin dort mit ihren Kindern seit 
dem 1. November 2018 wohnhaft. Dieser Wohnsitz wird durch den Auszug aus der kantonalen 
Plattform für Einwohnerkontrolle (FriPers) vom 28. Mai 2021 bestätigt und ist offenbar nach wie vor 
aktuell. Der Beschwerdeführer ist bei der Gemeinde E.________ bzw. im Kanton Freiburg aber 
nicht bekannt; er ist bei FriPers nicht registriert und demnach weder in der Gemeinde E.________ 
noch im Kanton Freiburg offiziell gemeldet. Obwohl die anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer in 
ihrer Beschwerde geltend machten, dass er offiziell bei der Ehefrau (und den Kindern) in 
E.________ Wohnsitz genommen habe und das Kriterium des Zusammenwohnens nun erfüllt sei, 
kann dies nach dem Ausgeführten nicht als erstellt gelten. Hinzu kommt, dass die Beschwerdefüh-
rerin in ihrer schriftlichen Stellungnahme vom 6. Januar 2021 an die Vorinstanz festgehalten hat, 
dass sich ihr Mann (illegal) in H.________ aufhalte und dort arbeite und er sie und die Kinder seit 
über einem Jahr nicht gesehen habe. Aus der Telefonnotiz der Vorinstanz vom 25. Januar 2021 
geht schliesslich hervor, dass die Beschwerdeführerin diese Aussagen anlässlich des Telefonats 
im Wesentlichen bestätigte und insbesondere angab, dass ihr Ehemann nie nach E.________ 
komme. Dass sich der Beschwerdeführer im Raum H.________ aufhielt und dort arbeitete, wird 
überdies durch den Lohnauszug vom Dezember 2020 bestätigt. Dieser wurde auch an eine Adres-
se im Raum H.________, nämlich der Ortschaft I.________, zugestellt. Ferner reichte der 
Beschwerdeführer am 7. Februar 2021 online über das Kontakt-Formular des Migrationsamtes des 
Kantons Genf eine Meldung ein, wonach er sich "abmelde", um in den Kosovo zu reisen und dort 
ein paar Dinge für seinen Aufenthalt in der Schweiz zu regeln. Als Adresse gab er wiederum 
I.________ im Kanton Genf an, was die Annahme eines dortigen (illegalen) Wohnsitzes bzw. 
Aufenthalts bestätigt. Wenn die Beschwerdeführer in ihrer Beschwerde nun geltend machen, sie 
hätten anfangs falsche Angaben gemacht und der Beschwerdeführer habe die Familie sehr wohl 
besucht und auch hin und wieder bei ihr übernachtet, erscheint dies nicht überzeugend bzw. 
bestätigt dies insgesamt die Feststellungen der Vorinstanz, dass der Beschwerdeführer gerade 
nicht in E.________ Wohnsitz genommen hatte bzw. dass er höchstens ausnahmsweise Zeit bei 

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seiner Ehefrau und ihrem gemeinsamen Kind verbringt. Der Beschwerdeführer macht nun (erst) im 
Rahmen des Beschwerdeverfahrens um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung geltend, unterdes-
sen (d.h. nach Erlass der Verfügung durch die Vorinstanz) zur Beschwerdeführerin und ihren 
Kindern gezogen zu sein. Zudem hat er (erst) am 23. März 2021 eine Ankunftserklärung für den 
Kanton Freiburg ausgefüllt und bei der Vorinstanz eingereicht. Dies ist indessen unbehilflich bzw. 
als Schutzbehauptung zu qualifizieren: Aus der Ankunftserklärung geht namentlich hervor, dass 
der Beschwerdeführer am 1. November 2020 in die Schweiz eingereist sei. Seine Ankunft im 
Kanton Freiburg, bei seiner Familie, datiert er (erst) auf den 17. März 2021, also nach dem ange-
fochtenen Entscheid der Vorinstanz in der Sache, als er anwaltlich vertreten war und um die Argu-
mente der Vorinstanz und die Voraussetzungen für die Aufenthaltsbewilligung im Familiennachzug 
– namentlich das Zusammenwohnen – wusste. Überdies findet sich wie erwähnt für den 
Beschwerdeführer bisher kein amtlicher Eintrag über eine Wohnsitznahme im Kanton Freiburg, 
obwohl dies in der Beschwerde behauptet und die Einholung einer entsprechenden Bestätigung 
beantragt wurde.  

5.5. Insgesamt ist damit gestützt auf die Akten festzustellen, dass der Ehemann nicht bei seiner 
Familie Wohnsitz genommen hat, bzw. dass die Beschwerdeführer nicht zusammenwohnen und 
dies offenbar auch nicht beabsichtigen. Wie erwähnt, geht aus den Aussagen der Beschwerdefüh-
rerin namentlich hervor, dass kaum Kontakt bestand; der Beschwerdeführer habe sie und die 
Kinder seit über einem Jahr (wohl seit kurz nach der Hochzeit) nicht gesehen, obwohl er sich 
schon seit einigen Monaten wieder in der Schweiz aufhielt. Im Ergebnis lässt sich nach dem 
Vorgesagten schliessen, dass ein gemeinsames Familienleben vorliegend nicht im Vordergrund 
steht bzw. ein Zusammenwohnen eben gerade nicht beabsichtigt ist.  

5.6. Wichtige Gründe für die Ausnahme vom Erfordernis des Zusammenwohnens gemäss 
Art. 49 AIG bzw. Art. 76 VZAE sind keine ersichtlich und werden überdies auch nicht geltend 
gemacht. Zudem müsste auch beim Vorliegen wichtiger Gründe nachgewiesen sein, dass die 
Familiengemeinschaft weiterbesteht (Art. 49 AIG in fine); dies ist vorliegend nach dem Ausgeführ-
ten nicht der Fall. 

5.7. Folglich sind die Voraussetzungen für den Familiennachzug nach Art. 43 AIG nicht erfüllt, 
da eines der kumulativen Kriterien, nämlich das Kriterium des Zusammenwohnens gemäss Abs. 1 
lit. a vorliegend nicht gegeben ist.

6.

6.1. Was überdies die finanziellen Mittel anbelangt, ist folgendes festzuhalten: Für die Beurtei-
lung der Gefahr der Sozialhilfeabhängigkeit nach Art. 43 Abs. 1 lit. c AIG, welche dem Anspruch 
auf eine Aufenthaltsbewilligung im Familiennachzug entgegensteht, ist von den bisherigen und 
aktuellen Verhältnissen auszugehen und die wahrscheinliche finanzielle Entwicklung auf längere 
Sicht abzuwägen. Diesbezüglich darf nicht bloss auf das Einkommen des hier anwesenden Famili-
enangehörigen abgestellt werden, sondern es sind die finanziellen Möglichkeiten aller Familienmit-
glieder über längere Sicht abzuwägen (vgl. dazu die Rechtsprechung vor Inkrafttreten von Art. 43 
Abs. 1 lit. c AIG zum Bezug von Sozialhilfe als Widerrufsgrund: Urteile BGer 2C_184/2018 vom 
16. August 2018 E. 2.3; 2C_851/2014 vom 24. April 2015 E. 3.4 mit Hinweisen; 2C_1228/2012 
vom 20. Juni 2013 E. 2.3 mit Hinweisen; 2C_685/2010 vom 30. Mai 2011 E. 2.3.1; vgl. auch BGE 
139 I 330 E. 4.1).

Das Einkommen der Angehörigen, die an die Lebenshaltungskosten der Familie beitragen sollen 
und können, ist daran zu messen, ob und in welchem Umfang sich dieses grundsätzlich als 

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tatsächlich realisierbar erweist. In diesem Sinn müssen die Erwerbsmöglichkeiten und das damit 
verbundene Einkommen mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auf mehr als nur kurze Frist hin 
gesichert erscheinen (BGE 139 I 330 E. 4.1; 122 II 1 E. 3 c; Urteil BGer 2C_31/2012 vom 15. März 
2012 E. 2.2).

6.2. Gemäss den Akten und den Angaben der Beschwerdeführer erzielt die Ehefrau kein 
Einkommen. Sie wurde bis und mit November 2020 von der Sozialhilfe unterstützt und ab dem 
1. Dezember 2020 auf ihren Wunsch von dieser abgelöst, weil sie gemäss eigenen Angaben von 
da an vom Beschwerdeführer monatlich in der Höhe von CHF 4'000.- unterstützt werde. Dieser 
erzielte, wie erwähnt, im Dezember 2020 ein Nettoeinkommen in der Höhe von CHF 3'788.20. Die 
Vorinstanz ging davon aus, dass dies nicht ausreiche, um zwei Haushalte zu finanzieren. 

6.3. Aufgrund der Aktenlage erscheint es offensichtlich, dass die hier niederlassungsberechtigte 
Beschwerdeführerin nicht über genügend finanzielle Mittel verfügt, um die gesamte Familie versor-
gen zu können, ohne dass ein Risiko der Sozialhilfeabhängigkeit bestehen würde. Sie geht laut 
eigenen Angaben keiner Erwerbstätigkeit nach und kümmert sich Vollzeit um ihre Kinder und 
wurde, wie erwähnt, bis im November 2020 von der Sozialhilfe unterstützt.

6.4. Die Beschwerdeführer haben am 7. Mai 2021 ein Arbeitsversprechen eingereicht, wonach 
der Ehemann bei Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung bei der F.________ GmbH, welche 
gemäss dem Eintrag im Handelsregister namentlich den Kauf und Verkauf von Baumaschinen 
sowie Durchführung von Transporten aller Art bezweckt, Vollzeit als Chauffeur angestellt werde; 
dies zu einem Gehalt von CHF 36.- pro Stunde, was gemäss der Berechnung der Beschwerdefüh-
rer einem monatlichen Bruttogehalt von ca. CHF 7'500.- entspreche. Dieses Arbeitsversprechen 
erscheint indes nicht glaubwürdig: So verdienen qualifizierte Chauffeure mit einigen Jahren Berufs-
erfahrung gemäss der Landesvereinbarung im Transportwesen und dem Lohnregulativ (Richtlöh-
ne) der ASTAG, Sektion Freiburg, sowie Les Routiers suisses, Sektionen Broye, Freiburg und 
Vieux-Comté (abrufbar unter https://www.routiers.ch/fuer-mitglieder/gesamtarbeitsvertraege/, 
zuletzt besucht am 7. Juli 2021) z.B. für die Kategorie C/CE bzw. D/DE – wie von der Vorinstanz 
vorgebracht – ab dem 6. Berufsjahr ca. CHF 4'800.- brutto. Das dem Beschwerdeführer verspro-
chene monatliche Gehalt würde jenen Lohn um mehr als CHF 2'000.- überschreiten, obwohl in 
keiner Weise ausgewiesen ist, dass er eine Ausbildung bzw. Erfahrung in diesem Beruf besitzt 
bzw. über die erforderlichen Führerausweise bzw. die Fahrerlaubnis in der Schweiz verfügt. Es 
bestehen daher auch Zweifel, ob der Beschwerdeführer in der Schweiz überhaupt ohne Weiteres 
als Chauffeur (für grössere Fahrzeugkategorien) tätig sein könnte. Wenn die Beschwerdeführer in 
ihrer Stellungnahme vom 18. Mai 2021 ausführen, dass das von der Vorinstanz ins Recht gelegte 
Lohnregulativ nicht haltbar sei, und festhalten, dass auch ein Betreiber eines Tankstellenshops ein 
jährliches Einkommen von bis zu CHF 400'000.- erzielen könne, ist dies unbehilflich und es ist 
nicht ersichtlich, in welchem Zusammenhang diese (pauschale) Äusserung mit der konkret zu 
beurteilenden Situation stehen würde. Überdies untermauern die Beschwerdeführer ihre Behaup-
tungen betreffend den versprochenen Lohn auch nicht mit entsprechenden Lohntabellen oder 
weiteren (verbindlicheren) Eingaben der F.________ GmbH, weshalb das behauptete künftige 
monatliche Einkommen nicht berücksichtigt werden kann. 

6.5. Es ist daher zu schliessen, dass die Beschwerdeführer nicht über genügend finanzielle 
Mittel im Sinne von Art. 43 Abs. 1 lit. c AIG verfügen, um die gesamte Familie versorgen zu 
können, ohne dass ein Risiko der Sozialhilfeabhängigkeit bestehen würde, zumal offenbar zwei 
Haushalte zu finanzieren sind. 

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7. 

Insgesamt ergibt sich damit, dass die Vorinstanz dem Beschwerdeführer zu Recht keine Aufent-
haltsbewilligung im Familiennachzug gewährt und ihn weggewiesen hat. Die Voraussetzungen für 
den Familiennachzug nach Art. 43 Abs. 1 AIG sind nicht erfüllt; die ersuchte Aufenthaltsbewilligung 
kann nicht erteilt werden und es kann offenbleiben, ob vorliegend noch Widerrufsgründe erfüllt 
wären. Überdies machte der Beschwerdeführer keine Vollzugshindernisse geltend und solche sind 
auch nicht ersichtlich. 

Die Beschwerde ist demnach abzuweisen und der Entscheid der Vorinstanz zu bestätigen.

8.

8.1 Die Gerichtskosten sind auf CHF 800.- festzusetzen und dem Verfahrensausgang entspre-
chend den Beschwerdeführern solidarisch aufzuerlegen (Art. 131 Abs. 1 VRG; Art. 1 und 2 des 
kantonalen Tarifs vom 17. Dezember 1991 der Verfahrenskosten und Entschädigungen in der 
Verwaltungsjustiz [TarifVJ; SGF 150.12]). Sie werden mit dem Kostenvorschuss verrechnet. 

8.2. Es ist keine Parteientschädigung geschuldet (Art. 137 Abs. 1 VRG).

Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde wird abgewiesen.

II. Die Gerichtskosten von CHF 800.- werden den Beschwerdeführern auferlegt und mit dem 
von ihnen geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.

III. Es ist keine Parteientschädigung geschuldet.

IV. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen ab Zustellung Beschwerde beim Bundesgericht 
eingereicht werden. Gegen die Festsetzung der Höhe der Verfahrenskosten ist innert 30 Tagen die 
Einsprache an die Behörde, die entschieden hat, zulässig, sofern nur dieser Teil des Entscheides 
angefochten wird (Art. 148 VRG).

Freiburg, 8. Juli 2021/dgr/sco

Die Präsidentin: Die Gerichtsschreiberin-Praktikantin: