# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4da4116f-062a-5e67-800f-49a13623d811
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-06-19
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 19.06.2024 200 2024 205
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2024-205_2024-06-19.pdf

## Full Text

200 24 205 ALV
FRC/LUB/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil der Einzelrichterin vom 19. Juni 2024

Verwaltungsrichterin Frey
Gerichtsschreiber Lüthi

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Amt für Arbeitslosenversicherung des Kantons Bern
Rechtsdienst, Lagerhausweg 10, 3018 Bern
Beschwerdegegner

betreffend Einspracheentscheid vom 7. März 2024

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2024, ALV/24/205, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1962 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich am 6. April 2023 beim Regionalen Arbeitsver-
mittlungszentrum (RAV) zur Arbeitsvermittlung an (Akten des Amts für Ar-
beitslosenversicherung des Kantons Bern [AVA bzw. Beschwerdegegner], 
Dossier RAV-Region … [act. IIA] 350 f.) und stellte gleichentags (erneut) 
Antrag auf Arbeitslosenentschädigung (Akten des AVA, Dossier Arbeitslo-
senkasse … [act. II] 296-299, 304, 333). Mit Schreiben vom 16. Januar 
2024 (act. IIA 159) teilte das RAV dem Versicherten mit, dass bislang der 
Nachweis der Arbeitsbemühungen für den Monat Dezember 2023 nicht 
eingegangen sei und er erhielt – unter Hinweis auf die Rechtsfolgen bei 
Pflichtverletzung – Gelegenheit, sich bis am 26. Januar 2024 zum Sach-
verhalt zu äussern. Nachdem der Versicherte mit E-Mail vom 19. Januar 
2024 (act. IIA 158) Stellung genommen und der Nachweis der Arbeits-
bemühungen für den Monat Dezember 2023 nachgereicht hatte, stellte das 
RAV ihn mit Verfügung vom 9. Februar 2024 (act. IIA 129-131) wegen 
erstmals zu spät eingereichten Arbeitsbemühungen während der Arbeitslo-
sigkeit für sechs Tage in der Anspruchsberechtigung auf Arbeitslosenent-
schädigung ab dem 1. Januar 2024 ein. Daran hielt das AVA auf Einspra-
che hin (act. IIA 97 f., 123 f.) mit Entscheid vom 7. März 2024 (act. IIA 60-
63) fest.

B.

Mit Eingabe vom 8. März 2024 erhob der Versicherte Beschwerde. Er be-
antragte sinngemäss die Aufhebung des Einspracheentscheides vom 
7. März 2024 und es seien keine Einstelltage zu verfügen.

Mit Beschwerdeantwort vom 10. April 2024 schloss der Beschwerdegegner 
auf Abweisung der Beschwerde.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2024, ALV/24/205, Seite 3

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 100 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 über die 
obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung 
[AVIG; SR 837.0] i.V.m. Art. 128 Abs. 2 der Verordnung vom 31. August 
1983 über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolven-
zentschädigung [AVIV; SR 837.02]). Da auch die Bestimmungen über Frist 
(Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 
des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechts-
pflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde ein-
zutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 7. März 
2024 (act. IIA 60-63). Streitig und zu prüfen ist die Einstellung in der An-
spruchsberechtigung auf Arbeitslosenentschädigung für die Dauer von 
sechs Tagen wegen erstmals zu spät eingereichten Arbeitsbemühungen 
betreffend die Kontrollperiode Dezember 2023.

1.3 Der Streitwert liegt bei einer Einstelldauer von insgesamt sechs Ta-
gen (vgl. E. 1.2 hiervor) und einer Taggeldhöhe von Fr. 245.55 (act. II 5, 
21, 34) unter Fr. 20'000.--, weshalb die Beurteilung der Beschwerde in die 
einzelrichterliche Zuständigkeit fällt (Art. 57 Abs. 1 GSOG).

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 Abs. 1 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Nach Art. 17 Abs. 1 AVIG müssen Versicherte, die Versicherungs-
leistungen beanspruchen wollen, mit Unterstützung des zuständigen Ar-
beitsamtes alles Zumutbare unternehmen, um Arbeitslosigkeit zu vermei-
den oder zu verkürzen. Insbesondere sind sie verpflichtet, Arbeit zu su-
chen, nötigenfalls auch ausserhalb ihres bisherigen Berufs. Sie müssen 
ihre Bemühungen nachweisen können. Gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG 
ist die versicherte Person in der Anspruchsberechtigung einzustellen, wenn 
sie sich persönlich nicht genügend um zumutbare Arbeit bemüht. Bei der 
Beurteilung der Frage, ob sich eine versicherte Person genügend um zu-
mutbare Arbeit bemüht hat, ist nicht nur die Quantität, sondern auch die 
Qualität ihrer Bewerbungen von Bedeutung (BGE 139 V 524 E. 2.1.1 
S. 525 und E. 2.1.4 S. 528).

2.2 Die versicherte Person muss den Nachweis der Arbeitsbemühun-
gen für jede Kontrollperiode spätestens am fünften Tag des folgenden Mo-
nats oder am ersten auf diesen Tag folgenden Werktag einreichen. Die 
Arbeitsbemühungen werden nicht mehr berücksichtigt, wenn sie die Frist 
verstreichen lässt und keinen entschuldbaren Grund geltend macht (Art. 26 
Abs. 2 AVIV).

2.3 Mit der Verknüpfung von Schadenminderungspflicht und Sanktion 
will das AVIG Arbeitslose zur Stellensuche anspornen und eine miss-
bräuchliche Beanspruchung der Arbeitslosenversicherung verhindern. Die 
Einstellung in der Anspruchsberechtigung unterliegt ausschliesslich den 
spezifischen Bestimmungen der Arbeitslosenversicherung (nicht Art. 43 
Abs. 3 ATSG). Daraus folgt, dass vorbehältlich eines entschuldbaren 
Grundes eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung ausgesprochen 
werden kann, wenn die Nachweise der Arbeitsbemühungen nicht innert der 
Frist des Art. 26 Abs. 2 AVIV eingereicht werden, ohne dass eine zusätzli-
che Frist gewährt werden müsste. Unerheblich ist, dass die Nachweise 

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später erbracht werden, zum Beispiel in einem Einspracheverfahren (BGE 
139 V 164).

2.4 Der den Sozialversicherungsprozess beherrschende Untersu-
chungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne einer Beweisführungs-
last begriffsnotwendig aus, da es Sache des Gerichts – und der verfügen-
den Behörde – ist, für die Zusammentragung des Beweismaterials besorgt 
zu sein. Die Parteien tragen mithin in diesem Verfahrensbereich in der Re-
gel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Ent-
scheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen geblie-
benen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift aller-
dings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, durch die Beweiswür-
digung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlich-
keit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 144 V 427 E. 3.2 
S. 429, 138 V 218 E. 6 S. 222; SVR 2022 ALV Nr. 27 S. 98 E. 5.1).

2.5 Die Übermittlung der Liste der Arbeitsbemühungen an die Behörde 
mittels elektronischer Post ist zulässig. In einem solchen Fall hat die versi-
cherte Person zu beweisen, dass die Liste spätestens am letzten Tag der 
Frist in den Machtbereich der Behörde gelangt ist (BGE 145 V 90).

3.

3.1 Der Beschwerdegegner begründet die sechstägige Einstellung in 
der Anspruchsberechtigung auf Arbeitslosenentschädigung ab dem 1. Ja-
nuar 2024 im angefochtenen Einspracheentscheid vom 7. März 2024 
(act. IIA 60-63) mit erstmals zu spät eingereichten Arbeitsbemühungen 
betreffend die Kontrollperiode Dezember 2023, ohne dass hierfür ent-
schuldbare Gründe vorliegen. Der Beschwerdeführer bringt im Wesentli-
chen vor, in jedem Monat der vergangenen Zeitbereiche der Pflicht der 
Dokumentation der persönlichen Arbeitsbemühungen und der Angaben der 
versicherten Person nachgekommen zu sein bzw. die Dokumente regel-
konform und termingerecht eingereicht zu haben; alle Unterlagen seien 
mittels elektronischen Mail-Verkehr zugesandt worden. Es habe zu keiner 
Zeit einen verspäteten oder verpassten Eingabezeitpunkt oder ein nicht 
vollständiges Dossier hinsichtlich der einverlangten Unterlagen des 

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ALV/ALK RAV … gegeben. Aufgrund der lückenlos eingegebenen Unterla-
gen und Dokumente zu den persönlichen Arbeitsbemühungen und den 
Angaben der versicherten Person liege keine Pflichtverletzung vor (Be-
schwerde S. 1 Ziff. 4-7).

3.2 Der Nachweis der Arbeitsbemühungen für die Kontrollperiode De-
zember 2023 wurde auf Nachfrage des RAV hin am 19. Januar 2024 vom 
Beschwerdeführer per E-Mail eingereicht (act. IIA 156-158). Trotz eingelei-
teter Nachforschungen war sowohl beim zuständigen RAV als auch bei der 
Arbeitslosenkasse eine frühere Einreichung des Nachweises für die Kon-
trollperiode Dezember 2023 nicht feststellbar (act. IIA 133 f., 137). Soweit 
der Beschwerdeführer einen "Mailaustausch" vom 28. Dezember 2023 – 
"oder kurz davor" – geltend macht (act. IIA 143), findet sich weder in den 
amtlichen Akten noch in den Beilagen des Beschwerdeführers eine E-Mail 
mit diesem Verssanddatum. Ein zuvor liegender E-Mail-Verkehr zwischen 
dem Beschwerdeführer und der Verwaltung fand am 15. Dezember 2023 
statt. In dessen Rahmen reichte der Beschwerdeführer der Arbeitslosen-
kasse Arztzeugnisse und das Formular "Angaben der versicherten Person 
für den Monat Dezember 2023" ein, welches auch gleichentags von ihm 
unterzeichnet worden war (Akten des Beschwerdeführers [act. I] 16-20; 
act. II 41-52). Der Nachweis der Arbeitsbemühungen wurde in diesen 
E-Mails jedoch weder im Betreff noch im Text thematisiert, wie er dies ge-
wöhnlich in den anderen Monaten getan hat (vgl. act. I 11, 27, 32; 
act. IIA 189, 205, 216, 257). Auch fällt die deutlich kleinere Dateigrösse des 
Anhangs der E-Mail vom 15. Dezember 2023 mit 1.6 MB (act. I 16-18) im 
Vergleich zu derjenigen der E-Mail vom 28. November 2023 mit 3.6 MB, mit 
welcher er die Formulare "Angaben der versicherten Person für den Monat 
November 2023" und "Nachweis der persönlichen Arbeitsbemühungen für 
den Monat November 2023" versandt hatte (act. I 11-15), auf. Dies spricht 
ebenfalls gegen den Versand des hier strittigen Nachweises mittels E-Mail 
vom 15. Dezember 2023. Des Weiteren unterzeichnete der Beschwerde-
führer das Nachweis-Formular am 28. Dezember 2023 und die darin letzten 
beiden vermerkten Bewerbungen datieren vom 27. und 28. Dezember 
2023, womit eine Einreichung vor dem 28. Dezember 2023 sachlogisch 
ebenfalls ausgeschlossen ist. Auch wenn der Beschwerdeführer bisher alle 
übrigen Arbeitsbemühungen (fristgerecht) eingereicht haben sollte (vgl. 

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Beschwerde S. 1 Ziff. 4), kann daraus nicht ohne Weiteres geschlossen 
werden, er habe dies ebenso mit den Arbeitsbemühungen für den Monat 
Dezember 2023 gehandhabt. 

Unter diesen Umständen fehlt es an dem von der Rechtsprechung gefor-
derten, auf feststellbare Umstände gestützten Beweis für die Einreichung 
und deren Datum (BGE 145 V 90 E. 3.2 S. 92). Die Konsequenzen für die 
Beweislosigkeit hat der Beschwerdeführer zu tragen (vgl. E. 2.4 f. hiervor). 
Für den Monat Dezember 2023 ist deshalb die fristgerechte Einreichung 
des Nachweises der Arbeitsbemühungen nicht nachgewiesen. 

3.3 Für die verspätete Einreichung hat der Beschwerdeführer keinen 
entschuldbaren Grund geltend gemacht; ein solcher ist aufgrund der Akten 
auch nicht ersichtlich. Daher konnten die nachgereichten Arbeitsbe-
mühungen (act. IIA 158) nicht mehr berücksichtigt werden (vgl. E. 2.2 hier-
vor), so dass die Einstellung in der Anspruchsberechtigung in Anwendung 
von Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG vom Grundsatz her zu Recht erfolgte 
(vgl. E. 2.3 hiervor).

3.4 Zu prüfen bleibt die Angemessenheit der verfügten Sanktion von 
sechs Einstelltagen.

3.4.1 Die Dauer der Einstellung bemisst sich nach dem Grad des Ver-
schuldens (Art. 30 Abs. 3 Satz 3 AVIG) und nicht nach der tatsächlichen 
Dauer der Arbeitslosigkeit (BGE 113 V 154; SVR 2006 ALV Nr. 20 S. 71 
E. 3.1 f.). Massgebend ist das Gesamtverhalten der versicherten Person, 
das unter Berücksichtigung aller wesentlichen Umstände des Einzelfalls, 
d.h. der objektiven und subjektiven Gegebenheiten zu würdigen ist (BGE 
141 V 365 E. 4.1 S. 369). Die Dauer der Einstellung beträgt 1 bis 15 Tage 
bei leichtem, 16 bis 30 Tage bei mittelschwerem und 31 bis 60 Tage bei 
schwerem Verschulden (Art. 45 Abs. 3 lit. a - c AVIV).

Innerhalb dieses Rahmens entscheiden die Organe der Arbeitslosenversi-
cherung nach pflichtgemässem Ermessen. Das Sozialversicherungsgericht 
darf sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund anstelle desjenigen der Ver-
waltung setzen; die Rekursbehörde muss sich somit auf Gegebenheiten 
abstützen können, welche ihre abweichende Ermessensausübung als na-

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heliegender erscheinen lassen (BGE 123 V 150 E. 2 S. 152; SVR 2020 
ALV Nr. 11 S. 36 E. 3.3; ARV 2023 S. 200 E. 5.3, 2022 S. 444 E. 3.3).

3.4.2 Bei der mit Verfügung vom 9. Februar 2024 (act. IIA 129-131) fest-
gesetzten und im angefochtenen Einspracheentscheid vom 7. März 2024 
bestätigten Einstelldauer in der Anspruchsberechtigung auf Arbeitslosen-
entschädigung von sechs Tagen (act. IIA 60-63) geht der Beschwerdegeg-
ner vom unteren Bereich des leichten Verschuldens aus (Art. 45 Abs. 3 lit. 
a AVIV, vgl. auch E. 3.4.1 hiervor). Dies hält in Würdigung der gesamten 
objektiven und subjektiven Umstände einer Ermessensprüfung (vgl. 
E. 3.4.1 hiervor) stand. Gemäss "Einstellraster für ALK, KAST und RAV" 
der vom Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) herausgegebenen Wei-
sungen AVIG ALE (AVIG-Praxis ALE, Arbeitsmarkt und Arbeitslosenversi-
cherung [TC]; <www.arbeit.swiss>, Rubrik: Publikationen/Weisungen/AVIG-
Praxis; D79 Ziff. 1.E/1) liegt die Anzahl Einstelltage für erstmals zu spät 
eingereichte Arbeitsbemühungen bei fünf bis neun Tagen. Es besteht kein 
triftiger Grund, in das Ermessen der Verwaltung einzugreifen, weshalb es 
mit den sechs Einstelltagen sein Bewenden hat.

3.5 Nach dem Dargelegten ist der angefochtene Einspracheentscheid 
vom 7. März 2024 (act. IIA 60-63) sowohl in grundsätzlicher als auch mass-
licher Hinsicht nicht zu beanstanden. Die dagegen erhobene Beschwerde 
ist abzuweisen.

4.

4.1 Verfahrenskosten sind in Anwendung von Art. 1 Abs. 1 AVIG 
i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG (Umkehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639) keine 
zu erheben.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG).

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Demnach entscheidet die Einzelrichterin:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- Amt für Arbeitslosenversicherung des Kantons Bern, Rechtsdienst 
- Staatssekretariat für Wirtschaft – SECO

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.