# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 98043d4c-1137-5e7f-a3eb-b99d193fcad4
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-09-26
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 26.09.2025 C-5162/2022
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-5162-2022_2025-09-26.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-5162/2022 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 6 .  S e p t e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richter Christoph Rohrer (Vorsitz), 

Richterin Caroline Bissegger, Richterin Caroline Gehring,    

Gerichtsschreiberin Vera Häne. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, (Liechtenstein),    

vertreten durch Antonius Falkner, Rechtsanwalt,   

Beschwerdeführer,  

  
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Invalidenversicherung, Rentenanspruch  

(Verfügung vom 11. Oktober 2022). 

 

 

 

C-5162/2022 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Der 1971 geborene, geschiedene und mittlerweile im Fürstentum 

Liechtenstein wohnhafte deutsche Staatsangehörige A._______ (im Fol-

genden: Versicherter oder Beschwerdeführer) war – mit Unterbrüchen – in 

den Jahren 1998 bis 2004 während insgesamt 41 Monaten mit einer Nie-

derlassungsbewilligung «C» in der Schweiz erwerbstätig, zuletzt als Be-

triebskontrolleur und stellvertretender zweiter Braumeister bei der 

B._______ in (…) in seinem erlernten Beruf angestellt. Nach verschiede-

nen weiteren Stellen in Deutschland war er zuletzt als Braumeister und 

technischer Leiter bei der C._______ AG in (…) in einem Pensum von 

100 % arbeitstätig. Das Arbeitsverhältnis endete im Februar 2019, wobei 

der letzte effektive Arbeitstag am 19. Februar 2019 war (vgl. Akten der Vo-

rinstanz [im Folgenden: IVSTA-act.] 27; 29; 32; 36; 41; 48; 66). 

A.b Aufgrund einer hohen Arbeitsbelastung war es bereits im Sommer 

2015 zu einer psycho-physischen Erschöpfung gekommen und nach der 

Kündigung der Arbeitsstelle lag ab dem 21. Februar 2019 aufgrund einer 

mittelgradigen depressiven Episode eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % zu-

nächst bis Ende des Jahres 2019 vor (IVSTA-act. 12). Mit Schreiben vom 

31. März 2021 wurde aufgrund eines am 28. Januar 2020 eingereichten 

Antrags auf Ausrichtung einer Invaliditätsrente vom bearbeitenden Träger 

Familienausgleichskasse der D._______ Alters-, Hinterlassenen- und In-

validenversicherung (im Folgenden: Familienausgleichskasse D._______) 

der beteiligte Träger Schweizerische Ausgleichskasse um Zusendung ver-

schiedener Unterlagen (E 205, E 210, Bescheid) gebeten und andererseits 

wurden verschiedene Unterlagen zugestellt (E 204, E 205, E 207, Kopie 

schweizerischer Versicherungsnachweis, Kopie IK-Auszug, Kopie Perso-

nalnachweise; IVSTA-act. 1-6).  

A.c Die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (im Folgenden: IVSTA) wie 

auch die Familienausgleichskasse D._______ tätigten erste Abklärungen 

in erwerblicher und medizinischer Hinsicht, zudem befinden sich auch ent-

sprechende Unterlagen betreffend die Versicherungszeiten in Deutschland 

bei den Akten (IVSTA-act. 7-55). Die Deutsche Rentenversicherung Bund 

teilte mit Entscheid vom 1. September 2021 mit, es werde ab dem 1. Ja-

nuar 2020 eine anteilige Rente gewährt, welche mit dem 31. Dezember 

2022 wegfalle (IVSTA-act. 40; 71 S. 2 f.). Mit Vorbescheid vom 24. Februar 

2022 der Familienausgleichskasse D._______ wurde eine halbe IV-Rente 

vom 1. März 2020 bis 31. Dezember 2020 sowie eine Viertels-Rente vom 

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Seite 3 

1. April 2021 bis 31. Juli 2021 zugesprochen (IVSTA act. 49). In der Folge 

erging diesbezüglich eine Verfügung vom 26. April 2022 gemäss Vorbe-

scheid (IVSTA-act. 56).   

A.d Mit Vorbescheid der IVSTA vom 20. Mai 2022 wurde dem Versicherten 

die Zusprache einer befristeten halben Invalidenrente seit dem 1. Juli 2020 

bis zum 31. März 2021 auf der Grundlage eines Invaliditätsgrades von 

58 % in Aussicht gestellt. Die diesem ab dem 1. April 2021 grundsätzlich 

zustehende Viertelsrente könne nicht ausgerichtet werden, nachdem eine 

Viertelsrente einem EU-Bürger nicht in einen EFTA-Staat ausgerichtet wer-

den könne (IVSTA-act. 58). 

A.e Mit Verfügungen der Familienausgleichskasse D._______ vom 

14. Juni 2022 wurde aufgrund der Ermittlung eines neuen Invaliditätsgrads 

mitgeteilt, es bestehe ab 1. März 2020 bis 31. Dezember 2020 Anspruch 

auf eine halbe Invalidenrente bei einem IV-Grad von 53 % und ab 1. April 

2021 bis 31. Juli 2021 Anspruch auf eine Viertelsrente bei einem Invalidi-

tätsgrad von 45 % sowie jeweils eine entsprechende Kinderrente zur IV-

Rente (IVSTA-act. 73 S. 4 ff.). 

A.f Mit Schreiben vom 21. Juni 2022 liess der Versicherte, vertreten durch 

Rechtsanwalt Mag. iur. Antonius Falkner, Einwand gegen den Vorbescheid 

der IVSTA vom 20. Mai 2022 erheben, allerdings datiert der Poststempel 

vom 19. September 2022 (IVSTA-act. 74), womit der Einwand verspätet 

erfolgte und von der Vorinstanz nicht berücksichtigt wurde (IVSTA-act. 75).  

A.g Am 11. Oktober 2022 erliess die IVSTA eine dem Vorbescheid entspre-

chende Verfügung (vgl. Bst. A.d vorstehend) und stellte dem Versicherten 

die entsprechenden Berechnungsgrundlagen und Erklärungen zur Renten-

berechnung zu (IVSTA-act. 75; 78). 

B.  

Gegen die Verfügung der IVSTA vom 11. Oktober 2022 erhob der Versi-

cherte, vertreten durch Rechtsanwalt Falkner, am 10. November 2022 Be-

schwerde beim Bundesverwaltungsgericht und beantragte, die IVSTA sei 

zu verpflichten, ihm auch über den 31. März 2021 hinaus unbefristet eine 

halbe Invalidenrente auszurichten. Eventualiter sei die Verfügung aufzuhe-

ben und die Rechtssache zur neuerlichen Entscheidung zurückzuweisen. 

Zur Begründung brachte er zusammengefasst vor, bei korrekter Ermittlung 

der für die Berechnung des Invaliditätsgrads notwendigen Vergleichsein-

kommen ergebe sich ein Invaliditätsgrad, der ihn durchgehend zum Bezug 

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Seite 4 

einer halben Invalidenrente berechtige. Die Verfügung der IVSTA sei man-

gelhaft, da sich dieser nicht entnehmen lasse, auf Basis welcher Ver-

gleichseinkommen und Einkommensgrundlagen der Invaliditätsgrad je-

weils berechnet worden sei. Zum Valideneinkommen sei festzuhalten, dass 

er im Gesundheitsfall den damals von der Arbeitgeberin bereits erstellten 

Arbeitsvertrag mit einem Jahresgehalt von Fr. 97’500.– ab 1. März 2019 

unterzeichnet hätte. Indexiert auf das Jahr 2022 ergebe sich somit ein Va-

lideneinkommen von Fr. 98'500.–. In einer zumutbaren Verweistätigkeit er-

gebe sich ein maximales Invalideneinkommen von Fr. 45'000.–. Zudem sei 

nicht nachvollziehbar, welche medizinischen Abklärungsergebnisse 

Grundlage der Verfügung darstellten. Die IVSTA habe sich im Wesentli-

chen auf ein von der Familienausgleichskasse D._______ eingeholtes psy-

chiatrisches Gutachten gestützt, seine schwerwiegenden und aktenkundi-

gen pulmologischen Beschwerden seien überhaupt nicht berücksichtigt 

worden, es werde diesbezüglich insbesondere auf die Berichte des behan-

delnden Pneumologen und des Hausarztes verwiesen. Es werde Antrag 

gestellt auf Einholung eines pulmologischen Sachverständigengutachtens 

sowie eines bidisziplinären Gesamtgutachtens betreffend die Bereiche 

Psychiatrie und Pulmologie. Schliesslich werde bestritten, dass die von der 

IVSTA ab 1. April 2021 errechnete Viertelsrente nicht ausbezahlt werden 

könne, da er als EU-Bürger in einem EFTA-Land lebe (vgl. Akten im Be-

schwerdeverfahren [im Folgenden: BVGer-act.] 1). 

B.a Mit Zwischenverfügung vom 16. November 2022 wurde der Beschwer-

deführer zur Leistung eines Kostenvorschusses in Höhe von Fr. 800.– auf-

gefordert (BVGer-act. 2). Der eingeforderte Kostenvorschuss ging am 

21. Dezember 2022 fristgerecht bei der Gerichtskasse ein (BVGer-act. 4). 

B.b Mit Vernehmlassung vom 6. Februar 2023 beantragte die Vorinstanz 

innert einmalig erstreckter Frist (BVGer-act. 7 f.), die Beschwerde sei ab-

zuweisen und die angefochtene Verfügung sei zu bestätigen. Im Wesentli-

chen hielt sie an ihren Ausführungen fest und machte geltend, anlässlich 

der Beurteilung durch den ärztlichen Dienst sei unter Berücksichtigung 

sämtlicher Unterlagen aus somatischer und psychiatrischer Sicht Stellung 

genommen worden. Der vom Beschwerdeführer erwähnte pneumologi-

sche Bericht sei nicht aktenkundig und könne von diesem mit der Replik 

nachgereicht werden. Die beschwerdeweise geltend gemachten Gesund-

heitsbeeinträchtigungen seien durch den ärztlichen Dienst vollumfänglich 

berücksichtigt worden und diesbezüglich sei insbesondere aus somati-

scher Sicht kein Gesundheitsschaden festgestellt worden, der eine lang-

fristige Arbeitsfähigkeit rechtfertige. Der Entwurf des Arbeitsvertrags könne 

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Seite 5 

nicht berücksichtigt werden, nachdem der Beschwerdeführer die entspre-

chende Änderungskündigung abgelehnt habe. Die Vorinstanz reichte zu-

dem eine Stellungnahme des Fachdienstes für wirtschaftliche Invaliditäts-

bemessung vom 3. Februar 2023 ein (BVGer-act. 9). 

B.c In seiner Replik vom 13. März 2023 hielt der Beschwerdeführer im We-

sentlichen an seinen bisherigen Ausführungen fest und reichte zusätzlich 

medizinische Unterlagen aus dem Jahr 2021 (Verlaufsbericht des Haus-

arztes und pneumologischer Bericht) sowie einen Beschluss des 

E._______ vom 2. März 2023 ein (BVGer-act. 11).  

B.d Mit Duplik vom 13. April 2023 hielt auch die Vorinstanz nach Vornahme 

zusätzlicher Abklärungen an ihren Ausführungen fest und reichte zusätzli-

che Dokumente ein (BVGer-act. 13).  

B.e Mit Eingabe vom 15. Mai 2023 liess der Beschwerdeführer eine Stel-

lungnahme zur Duplik der Vorinstanz einreichen (BVGer-act. 14). 

B.f Mit Verfügung vom 19. Mai 2023 wurde diese Stellungnahme zur Dup-

lik der Vorinstanz zugestellt und gleichzeitig der Schriftenwechsel abge-

schlossen. 

B.g Mit Verfügung vom 20. August 2025 (BVGer-act. 17) teilte der Instruk-

tionsrichter dem Beschwerdeführer mit, das Bundesverwaltungsgericht er-

wäge, die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache an die Vo-

rinstanz zurückzuweisen, damit diese den Sachverhalt in medizinischer 

Hinsicht über den gesamten für den Rentenanspruch relevanten Zeitraum 

abkläre und neu verfüge, womit sich neue Abklärungsergebnisse auch zu 

Ungunsten des Beschwerdeführers auswirken könnten (vgl. BGE 137 V 

314 E. 3.2.4; Urteil des BGer 8C_37/2016 vom 8. Juli 2016 E. 8.2). In die-

sem Zusammenhang wurde dem Beschwerdeführer Frist zur Stellung-

nahme und allfälligem Beschwerderückzug gegeben. Mit Eingabe vom 

19. September 2025 erklärte sich der Beschwerdeführer mit einer Rück-

weisung der Sache an die Vorinstanz ausdrücklich einverstanden und be-

antragte für das Beschwerdeverfahren eine Parteientschädigung von ins-

gesamt Fr. 5'405.– zu Lasten der Vorinstanz (BVGer-act. 19). 

B.h Auf den weiteren Inhalt der Akten sowie der Rechtsschriften ist – so-

weit erforderlich und rechtserheblich – in den nachfolgenden Erwägungen 

einzugehen. 

 

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Seite 6 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Be-

schwerde zuständig (Art. 31, 32 und 33 Bst. d VGG; Art. 69 Abs. 1 Bst. b 

IVG [SR 831.20]). Der Beschwerdeführer ist als Adressat der angefochte-

nen Verfügung durch diese besonders berührt und hat ein schutzwürdiges 

Interesse an deren Aufhebung oder Abänderung, weshalb er zur Erhebung 

der Beschwerde legitimiert ist (Art. 59 ATSG [SR 830.1]). Auf die frist- und 

formgerecht eingereichte Beschwerde (Art. 60 ATSG; Art. 52 Abs. 1 

VwVG) ist, nachdem auch der Kostenvorschuss rechtzeitig geleistet wurde 

(Art. 63 Abs. 4 VwVG), einzutreten. 

2.  

Anfechtungsobjekt und damit Begrenzung des Streitgegenstandes des 

vorliegenden Beschwerdeverfahrens (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1) bildet die 

Verfügung vom 11. Oktober 2022, mit der die Vorinstanz dem Beschwer-

deführer eine befristete halbe Invalidenrente ab dem 1. Juli 2020 bis zum 

31. März 2021 zugesprochen hat. Streitig und vom Bundesverwaltungsge-

richt zu prüfen ist die Rechtmässigkeit dieser Rentenzusprache und in die-

sem Zusammenhang vorab, ob die Vorinstanz den rechtserheblichen 

Sachverhalt in medizinischer und erwerblicher Sicht genügend abgeklärt 

hat. Ebenfalls streitig ist die Frage, ob die Vorinstanz zu Recht einen An-

spruch auf Auszahlung einer Viertelsrente aufgrund des Wohnsitzes des 

deutschen Beschwerdeführers im Fürstentum Liechtenstein verneint hat. 

Wird nur die Abstufung oder die Befristung der Leistungen angefochten, 

wird damit die gerichtliche Überprüfungsbefugnis nicht in dem Sinne ein-

geschränkt, dass unbestritten gebliebene Bezugszeiten von der Beurtei-

lung ausgeklammert bleiben. Es liegt materiell ein einziges Rechtsverhält-

nis vor, wenn eine Leistung rückwirkend zugesprochen, diese aber gleich-

zeitig befristet, herauf- oder herabgesetzt wird (BGE 131 V 164 E. 2.2 f. mit 

Hinweis auf BGE 125 V 417 E. 2d). 

3.  

3.1 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht 

einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, 

die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG). 

3.2 Das Bundesverwaltungsgericht ist gemäss dem Grundsatz der Rechts-

anwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der Begehren der 

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Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG).  Es kann die Beschwerde auch 

aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheissen oder den an-

gefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Begründung bestätigen, die 

von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. BVGE 2013/46 E. 3.2). 

3.3 Sowohl das Verwaltungsverfahren wie auch der erstinstanzliche Sozi-

alversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht 

(vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG; Art. 12 VwVG). Danach hat die Verwaltung und 

im Beschwerdeverfahren das Gericht von Amtes wegen für die richtige und 

vollständige Abklärung des erheblichen Sachverhalts zu sorgen (vgl. 

BGE 136 V 376 E. 4.1.1). Dieser Grundsatz gilt indessen nicht unbe-

schränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien 

(vgl. Art. 43 Abs. 3 ATSG; BGE 125 V 195 E. 2 und 122 V 158 E. 1a, je 

m.w.H.). Sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, gilt im So-

zialversicherungsrecht der Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein-

lichkeit (BGE 143 V 168 E. 2; 138 V 218 E. 6). 

4.  

4.1 Der Beschwerdeführer ist deutscher Staatsangehörige und war unter 

anderem in der Schweiz wohnhaft und erwerbstätig, bevor er nach Liech-

tenstein gezogen ist, wo er aktuell seinen Wohnsitz hat. Aufgrund seiner 

deutschen Staatsangehörigkeit besteht in persönlicher Hinsicht ein inter-

nationaler Sachverhalt mit Bezug zur EU, weshalb das am 1. Juni 2002 in 

Kraft getretene Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizeri-

schen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft 

und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit (FZA; SR 

0.142.112.681) und die Regelwerke der Gemeinschaft zur Koordinierung 

der Systeme der sozialen Sicherheit gemäss Anhang II des FZA, insbeson-

dere die für die Schweiz am 1. April 2012 in Kraft getretenen Verordnungen 

(EG) Nr. 883/2004 (SR 0.831.109.268.1) und Nr. 987/2009 (SR 

0.831.109.268.11), zu beachten sind (BGE 138 V 533 E. 2.1). Seit dem 

1. Januar 2015 sind auch die durch die Verordnungen (EU) Nr. 1244/2010, 

Nr. 465/2012 und Nr. 1224/2012 erfolgten Änderungen in den Beziehungen 

zwischen der Schweiz und den EU-Mitgliedstaaten anwendbar. Das Vor-

liegen einer anspruchserheblichen Invalidität beurteilt sich indes auch im 

Anwendungsbereich des FZA und der Koordinierungsvorschriften nach 

schweizerischem Recht (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4; Urteil des BGer 

9C_573/2012 vom 16. Januar 2013 E. 4; Art. 46 Abs. 3 und Anhang VII der 

Verordnung [EG] Nr. 883/2004). 

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4.2 In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze mass-

geblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechts-

folgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1; 144 

V 210 E. 4.3.1). Deshalb finden die Vorschriften Anwendung, die spätes-

tens beim Erlass der Verfügung vom 11. Oktober 2022 in Kraft standen; 

weiter aber auch Vorschriften, die zu jenem Zeitpunkt bereits ausser Kraft 

getreten waren, die aber für die Beurteilung allenfalls früher entstandener 

Leistungsansprüche von Belang sind.  

4.2.1 Am 1. Januar 2022 sind die Änderung vom 19. Juni 2020 des IVG 

und des ATSG (Weiterentwicklung der IV; AS 2021 705; BBl 2020 5535; 

Botschaft des Bundesrates vom 15. Februar 2017 [BBl 2017 2535]) sowie 

die Änderungen der IVV vom 3. November 2021 (AS 2021 706) in Kraft 

getreten. Weil in zeitlicher Hinsicht – vorbehältlich besonderer übergangs-

rechtlicher Regelungen – grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massge-

blich sind, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechts-

folgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1; 144 

V 210 E. 4.3.1), sind die Leistungsansprüche mit Blick auf das Erlassdatum 

der vorliegend angefochtenen Verfügung (11. Oktober 2022; IVSTA-

act. 78) für die Zeit ab 1. Januar 2022 nach den neuen Normen zu prüfen. 

4.2.2  Soweit aber – wie vorliegend (frühestmöglicher Rentenbeginn im Juli 

2020 bei IV-Anmeldung im Januar 2020, vgl. oben Sachverhalt Bst. A.b) – 

Ansprüche zu prüfen sind, welche noch vor dem 1. Januar 2022 entstan-

den sind, kommen für die Zeit bis zum Rechtswechsel die Normen des IVG 

und der IVV, welche bis zum 31. Dezember 2021 in Kraft standen und 

nachfolgend zitiert werden, zur Anwendung. Weiter ist zu beachten, dass 

die Übergangsbestimmungen des IVG unter lit. b und c für Personen, die 

bei Inkrafttreten der Rechtsänderung am 1. Januar 2022 eine laufende 

Rente beziehen, mehrere Ausnahmen von den allgemeinen übergangs-

rechtlichen Grundsätzen statuieren (vgl. BGE 150 V 323 E. 4.2 und 4.3.1; 

130 V 445; vgl. auch Kreisschreiben des BSV über Invalidität und Rente in 

der Invalidenversicherung [KSIR], gültig ab 1. Januar 2022, Stand 1. Juli 

2020, Rz. 9101; Kreisschreiben zu den Übergangsbestimmungen zur Ein-

führung des linearen Rentensystems [KS ÜB WE IV], Stand 1. Januar 

2022).  

4.3 Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung einer Streit-

sache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen 

Verwaltungsverfügung (hier: 11. Oktober 2022) eingetretenen Sachverhalt 

ab (BGE 144 V 224 E. 6.1.1; 132 V 215 E. 3.1.1). Damit ist vorliegend 

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grundsätzlich der bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung 

eingetretene Sachverhalt zu berücksichtigen. Neue Tatsachen, die sich vor 

Erlass der streitigen Verfügung verwirklicht haben, die der Vorinstanz aber 

nicht bekannt waren oder von ihr nicht berücksichtigt wurden (unechte No-

ven), können im Verfahren vor dem Sozialversicherungsgericht vorge-

bracht werden und sind zu würdigen. Gleiches gilt für neue Beweismittel 

(Urteil des BVGer C-3910/2021 vom 6. Februar 2023 E. 3.2 m.H.; ANDRÉ 

MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER/MARTIN KAYSER, Prozes-

sieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 3. Aufl. 2022, S. 132 

Rz. 2.204). Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sol-

len im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein 

(BGE 121 V 362 E. 1b; Urteil des BGer 8C_136/2017 vom 7. August 2017 

E. 3). Tatsachen, die sich erst später verwirklichen, sind jedoch insoweit zu 

berücksichtigen, als sie mit dem Streitgegenstand in engem Sachzusam-

menhang stehen und geeignet sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des Ver-

fügungserlasses zu beeinflussen (Urteil des BGer 8C_506/2022 vom 

21. Juni 2023 E. 4 m.H.; BGE 121 V 362 E. 1b). 

5.  

5.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invalidi-

tät kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 

Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körper-

lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zu-

mutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teil-

weise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des 

Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der 

gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä-

higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar 

ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchti-

gung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, 

volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich 

zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tä-

tigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 

ATSG). 

5.2 Anspruch auf eine Invalidenrente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG 

Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im 

Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 

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Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern 

können (Bst. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch 

durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen 

sind (Bst. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid 

(Art. 8 ATSG) sind (Bst. c).  

5.3 Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf 

eine Viertelsrente, bei mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei mindes-

tens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei mindestens 70 % auf eine 

ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG [in der bis 31. Dezember 2021 gültig ge-

wesenen Fassung]). Beträgt der Invaliditätsgrad weniger als 50 %, so wer-

den die entsprechenden Renten nur an Versicherte ausbezahlt, die ihren 

Wohnsitz und ihren gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz 

haben (Art. 29 Abs. 4 IVG). Diese Einschränkung gilt jedoch nicht für die 

Staatsangehörigen eines Mitgliedstaates der EU und der Schweiz, sofern 

sie in einem Mitgliedstaat der EU Wohnsitz haben (Art. 7 VO [EG] 

883/2004; vgl. BGE 130 V 253 E. 2.3 und E. 3.1). 

5.4 Zusätzliche kumulative Voraussetzung für einen Rentenanspruch ist, 

dass der Versicherte im Sinne von Art. 36 Abs. 1 IVG beim Eintritt der In-

validität während mindestens drei Jahren Beiträge an die Alters-, Hinterlas-

senen- und Invalidenversicherung (AHV/IV) geleistet hat, wobei auch Bei-

tragszeiten, die in einem EU/EFTA-Staat zurückgelegt worden sind, mitbe-

rücksichtigt werden (vgl. Art. 6 und Art. 45 VO [EG] 883/2004; vgl. auch 

BGE 131 V 390). Die Anspruchsvoraussetzung der Mindestbeitragsdauer 

für eine ordentliche Invalidenrente ist vorliegend unbestritten und akten-

kundig erfüllt (vgl. IVSTA-act. 4; 27; 29; 32; 36; 41; 76 S. 2 ff.).  

5.5 Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens 

nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsan-

spruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die 

Vollendung des 18. Altersjahrs folgt (zum Verhältnis zwischen Art. 28 

Abs. 1 und Art. 29 Abs. 1 IVG vgl. BGE 142 V 547 E. 3.2). 

5.6  

5.6.1 Bei der Beurteilung der Arbeits(un)fähigkeit stützen sich die Verwal-

tung und – im Beschwerdefall – das Gericht auf Unterlagen, die von ärztli-

chen und gegebenenfalls auch anderen Fachleuten zur Verfügung zu stel-

len sind. Ärztliche Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 

und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher 

C-5162/2022 

Seite 11 

Tätigkeiten die versicherte Person arbeits(un)fähig ist. Hinsichtlich des Be-

weiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 

geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anam-

nese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusam-

menhänge sowie der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 

Schlussfolgerungen der Expertinnen und Experten begründet sind 

(BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a). Eine begutachtende medizini-

sche Fachperson muss über die notwendigen fachlichen Qualifikationen 

verfügen (vgl. Urteile des BGer 9C_546/2018 vom 17. Dezember 2018 

E. 4.3 mit Verweis auf BGE 137 V 210; 9C_555/2017 vom 22. November 

2017 E. 3.1 m.H.). 

5.6.2 Zwar gilt für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsver-

fahren der Grundsatz der freien Beweiswürdigung, doch hat die Rechtspre-

chung in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gut-

achten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufgestellt (vgl. BGE 125 V 351 

E. 3b). So kommt den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten 

Gutachten von externen Spezialärzten, welche aufgrund eingehender Be-

obachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht 

erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen 

gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zu, solange nicht 

konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (vgl. 

BGE 137 V 210 E. 2.2.2; 135 V 465 E. 4.4; 125 V 351 E. 3b/bb). Berichte 

behandelnder Ärzte sind aufgrund deren auftragsrechtlichen Vertrauens-

stellung zum Patienten mit Vorbehalt zu würdigen. Dies gilt für den allge-

mein praktizierenden Hausarzt wie den behandelnden Spezialarzt (Urteil 

des BGer 8C_787/2013 vom 14. Februar 2014 E. 3.3.2 m.H. auf BGE 125 

V 351 E. 3b/cc). Allerdings dürfen auch die potentiellen Stärken der Be-

richte behandelnder Ärzte nicht vergessen werden, namentlich wenn sie 

wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende 

– Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder 

ungewürdigt geblieben sind (Urteil des BGer 9C_24/2008 vom 27. Mai 

2008 E. 2.3.2 m.H.). Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner 

Ärzte kommt ebenfalls Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, 

nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine 

Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der 

befragte Arzt in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger 

steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit 

schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das 

C-5162/2022 

Seite 12 

Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet 

erscheinen lassen (BGE 135 V 465 E. 4.4 m.H. auf 125 V 351 E. 3b/ee). 

5.6.3 Nach der Rechtsprechung ist es dem Sozialversicherungsgericht 

nicht verwehrt, einzig oder im Wesentlichen gestützt auf Berichte versiche-

rungsinterner medizinischer Fachpersonen zu entscheiden. In solchen Fäl-

len sind an die Beweiswürdigung jedoch strenge Anforderungen in dem 

Sinne zu stellen, dass bei auch nur geringen Zweifeln an der Zuverlässig-

keit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen ergänzende Abklärun-

gen vorzunehmen sind (BGE 145 V 97 E. 8.5; 139 V 225 E. 5.2). Die Stel-

lungnahmen des regionalen ärztlichen Dienstes (RAD) und des medizini-

schen Dienstes der IVSTA sind als versicherungsinterne Berichte zu wür-

digen (vgl. betreffend RAD: Urteile des BGer 9C_159/2016 vom 2. Novem-

ber 2016 E. 2.2 f.; 8C_197/2014 vom 3. Oktober 2014 E. 4).  

Die Stellungnahmen des RAD oder des medizinischen Dienstes der IVSTA, 

welche nicht auf eigenen Untersuchungen beruhen, können wie Aktengut-

achten beweiskräftig sein, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im 

Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich festste-

henden medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Be-

fassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (vgl. Urteile 

des BGer 9C_661/2019 vom 26. Mai 2020 E. 4.1; 9C_524/2017 vom 

21. März 2018 E. 5.1; 9C_28/2015 vom 8. Juni 2015 E. 3.2; je m.H.). Die 

Aufgabe der versicherungsinternen Fachpersonen besteht insbesondere 

darin, aus medizinischer Sicht – gewissermassen als Hilfestellung für die 

medizinischen Laien in Verwaltung und Gerichten, welche in der Folge über 

den Leistungsanspruch zu entscheiden haben – den medizinischen Sach-

verhalt zusammenzufassen und versicherungsmedizinisch zu würdigen 

(vgl. SVR 2009 IV Nr. 50 [Urteil 8C_756/2008] E. 4.4 m.H.; Urteil des BGer 

9C_692/2014 vom 22. Januar 2015 E. 3.3). Sie haben die vorhandenen 

Befunde aus medizinischer Sicht zu würdigen, wozu namentlich auch ge-

hört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten eine Wertung vorzuneh-

men und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abzustellen 

oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen ist (BGE 142 V 58 

E. 5.1). Enthalten die Akten für die streitigen Belange keine beweistaugli-

chen Unterlagen, kann die Stellungnahme einer versicherungsinternen 

Fachperson in der Regel keine abschliessende Beurteilungsgrundlage bil-

den, sondern nur zu weitergehenden Abklärungen Anlass geben (vgl. Urteil 

des BGer 9C_58/2011 vom 25. März 2011 E. 3.3). 

C-5162/2022 

Seite 13 

5.6.4 Eine direkte Leistungszusprache einzig gestützt auf die Angaben der 

behandelnden Ärztinnen und Ärzte (z.B. Hausärzte oder Spezialärztinnen) 

kommt im Beschwerdeverfahren kaum in Frage, zumal deren Berichte in 

der Regel nicht die materiellen Anforderungen an ein Gutachten erfüllen. 

Die behandelnden Ärztinnen und Ärzte stehen in einem auftragsrechtlichen 

Verhältnis zur versicherten Person und haben sich in erster Linie auf die 

Behandlung zu konzentrieren. Bei der Würdigung ihrer Berichte hat das 

Gericht sowohl dem Unterschied zwischen Behandlungs- und Begutach-

tungsauftrag wie auch der Erfahrungstatsache, dass Hausärzte mitunter im 

Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher 

zu Gunsten ihrer Patienten aussagen, Rechnung zu tragen (BGE 135 V 

465 E. 4.5). Der Umstand allein, dass eine Einschätzung von der Hausärz-

tin oder dem Hausarzt stammt, darf jedoch nicht dazu führen, sie als von 

vornherein unbeachtlich einzustufen. Die einen längeren Zeitraum abde-

ckende und umfassende Betreuung durch behandelnde Ärztinnen und 

Ärzte bringt oft wertvolle Erkenntnisse hervor (Urteil des 

BGer 8C_278/2011 vom 26. Juli 2011 E. 5.3). Ihre Berichte können insbe-

sondere geeignet sein, die Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit von versiche-

rungsinternen medizinischen Stellungnahmen in Zweifel zu ziehen 

(BGE 135 V 465 E. 4.5). 

5.7 Geht es um psychische Erkrankungen sind grundsätzlich für die Beur-

teilung der Arbeitsfähigkeit systematisierte Indikatoren beachtlich, die – un-

ter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren ei-

nerseits und Kompensationspotentialen (Ressourcen) anderseits – erlau-

ben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen 

(BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4–3.6 und 4.1; 143 V 418 E. 6 ff.). Ausgangs-

punkt der Prüfung und damit erste Voraussetzung bildet eine psychiatri-

sche, lege artis gestellte Diagnose (vgl. BGE 141 V 281 E. 2.1; 143 V 418 

E. 6 und E. 8.1). Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit erwähnten In-

dikatoren hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 

E. 4.1.3): Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3) mit den Komple-

xen «Gesundheitsschädigung» (Ausprägung der diagnoserelevanten Be-

funde und Symptome; Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resis-

tenz; Komorbiditäten [E. 4.3.1]), «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsentwick-

lung und -struktur, grundlegende psychische Funktionen [E. 4.3.2]) und 

«sozialer Kontext» (E. 4.3.3) sowie Kategorie «Konsistenz» (Gesichts-

punkte des Verhaltens [E. 4.4]) mit den Faktoren gleichmässige Einschrän-

kung des Aktivitätenniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen 

(E. 4.4.1) und behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewie-

sener Leidensdruck (E. 4.4.2). 

C-5162/2022 

Seite 14 

5.8 Die Bemessung der Invalidität erfolgt bei erwerbstätigen Versicherten 

in der Regel nach der Einkommensvergleichsmethode (Art. 28a Abs. 1 IVG 

[in der bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung] i.V.m. Art. 16 

ATSG), bei nichterwerbstätigen Versicherten durch einen Betätigungsver-

gleich nach der spezifischen Methode (Art. 28a Abs. 2 IVG i.V.m. Art. 27 

IVV [in den bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassungen]) und bei 

teilerwerbstätigen Versicherten mit einem Aufgabenbereich nach der ge-

mischten Methode (Art. 28a Abs. 3 IVG und Art. 27bis IVV i.V.m. Art. 28a 

Abs. 1 und 2 IVG [in den bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fas-

sungen]; Art. 16 ATSG und Art. 27 IVV [in der bis 31. Dezember 2021 gültig 

gewesenen Fassung]). 

5.9 Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig 

oder als nichterwerbstätig einzustufen ist (Statusfrage), was je zur Anwen-

dung einer anderen Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommensver-

gleich, gemischte Methode, Betätigungsvergleich) führt, ergibt sich aus der 

Prüfung, was die Person bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, 

wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Entscheidend ist 

somit nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Per-

son im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem 

Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre. Bei im Haushalt tätigen Versi-

cherten im Besonderen (vgl. Art. 27 IVV [in der bis 31. Dezember 2021 gül-

tig gewesenen Fassung]) sind die persönlichen, familiären, sozialen und 

erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreu-

ungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten 

und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und Begabungen zu 

berücksichtigen. Massgebend sind die Verhältnisse, wie sie sich bis zum 

Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben, wobei für die hypothe-

tische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-) Erwerbstätig-

keit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegen-

den Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 141 V 15 E. 3.1 mit Hinwei-

sen; Urteil des BGer 9C_883/2017 vom 28. Februar 2018 E. 4.1.1). Die 

Statusfrage ist hypothetisch zu beurteilen. Dabei sind die ebenfalls hypo-

thetischen Willensentscheidungen der versicherten Person zu berücksich-

tigen, welche als innere Tatsachen einer direkten Beweisführung nicht zu-

gänglich sind und in aller Regel aus äusseren Indizien erschlossen werden 

müssen (Urteil des BGer 9C_883/2017 vom 28. Februar 2018 E. 4.1.2 mit 

Hinweisen). 

6.  

Aufgrund des vorstehend Ausgeführten ist im Folgenden vorab zu prüfen, 

C-5162/2022 

Seite 15 

ob die Vorinstanz den medizinischen Sachverhalt entsprechend der ihr ge-

mäss Art. 43 Abs. 1 ATSG obliegenden Pflicht rechtsgenüglich abgeklärt 

hat und die vorliegenden medizinischen Berichte es dem medizinischen 

Dienst erlaubten, sich ein vollständiges Bild über den Gesundheitszustand 

des Beschwerdeführers zu machen und seine Schlussfolgerungen nach-

vollziehbar und schlüssig sind.  

6.1 Es lagen der Vorinstanz zum Gesundheitszustand und der 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers zunächst folgende medizinische 

Unterlagen vor:  

6.1.1 Gemäss gutachterlichem Konsil von Dr. med. F._______, Facharzt 

FMH Psychiatrie/Psychotherapie vom 4. November 2019 – verfasst im 

Auftrag der G._______ und basierend auf den ihm entsprechend 

zugestellten Akten und einer persönlichen Untersuchung vom 22. Oktober 

2019 – sei der Versicherte seit dem 21. Februar 2019 aus 

krankheitsbedingten Gründen zu 100 % arbeitsunfähig geschrieben. Aus 

dem hausärztlichen Erstbericht vom 19. Juli 2019 gehe hervor, dass der 

Versicherte sich im Sommer 2015 erstmalig aufgrund von beruflicher 

Überbelastung und geschäftlichen Differenzen mit Erschöpfungszustand, 

Antriebslosigkeit und sozialem Rückzug vorgestellt habe. Es sei eine 

pharmakologische Behandlung erfolgt sowie seit Juli 2015 eine 

psychotherapeutische Behandlung durch Frau Dr. H._______. Es zeige 

sich ein wechselhaftes, vielschichtiges Beschwerde- und Symptombild. 

Wohl habe sich im Rahmen einer konflikthaften Zuspitzung im Februar 

2019 respektive im ersten Halbjahr 2019 die Diagnose einer mittelgradigen 

depressiven Episode (ICD-10 F32.1) als nachvollziehbar erwiesen, doch 

würden sowohl die Intensität wie auch die zeitliche Persistenz der 

Erschöpfungssymptomatik auf eine sonstige anhaltende affektive Störung 

mit Krankheitswert (ICD-10 F34.8) bei Status nach mittelgradiger 

depressiver Episode verweisen, die nicht mehr die Kriterien einer 

spezifischen Depression erfülle. Die ambulante psychotherapeutische 

Behandlung werde weitergeführt, ebenso eine hausärztliche Behandlung 

bei körperlichen Risikofaktoren (Übergewicht). Es beständen noch ein 

reduziertes Durchhaltevermögen sowie eine verminderte Belastbarkeit und 

Stressresistenz, welche die aktuelle Arbeitsunfähigkeit noch 

nachvollziehbar belegen. Es zeige sich eine erkennbare Tendenz der 

Besserung mit langsamer aber kontinuierlicher Leistungssteigerung und es 

dürfe von einem schrittweisen Wiedererlangen der Arbeitsfähigkeit 

ausgegangen werden. Von der behandelnden Psychotherapeutin werde 

eine zumindest teilweise Arbeitsfähigkeit ab Anfang 2020 skizziert, von 

C-5162/2022 

Seite 16 

Seiten des Hausarztes eher etwas später. Bei sich weiter ergebender 

Verbesserung dürfe spätestens ab Frühjahr 2020 mit der bisherigen 

Arbeitsfähigkeit gerechnet werden. Aufgrund der langjährigen beruflichen 

Praxis und ausreichenden sozialen Kompetenz (bei guter Gesundheit) sei 

die bisherige Tätigkeit – bei einem anderen Arbeitgeber – grundsätzlich 

geeignet. Es sei keine Anpassung der beruflichen Tätigkeit erforderlich. 

Das Wiedererlangen der Arbeitsfähigkeit sei an eine Verbesserung der 

gesundheitlichen Situation gebunden und könne nicht durch allfällige 

Anpassungen des Tätigkeitsbereichs beschleunigt werden (IVSTA-

act. 10). 

6.1.2 Die behandelnde Psychotherapeutin, Dr. phil. H._______, 

diagnostizierte in ihrem Bericht vom 10. Februar 2020 eine leicht- bis 

mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1) nach chronischer 

Erschöpfung respektive Burnout, bestehend seit 2015. Sie behandle den 

Versicherten seit Juli 2015 und die letzte Kontrolle sei am 6. Februar 2020 

erfolgt. In seiner vollzeitlich ausgeübten Berufstätigkeit als Braumeister sei 

es aufgrund einer Arbeitsüberlastung, häufigeren und längeren 

krankheitsbedingten Abwesenheiten aufgrund von Erkältungen und 

grippalen Erkrankungen, Schwierigkeiten mit dem Chef und 

Personalmangel zu einer chronischen Erschöpfung sowie auch aufgrund 

eines Gefühls der Hilflosigkeit zu einer schweren depressiven 

Erschöpfungssymptomatik gekommen. Infolge dessen habe er sich im 

Spätjahr 2018 entschieden, die Arbeitsstelle zu kündigen. Nach der 

Kündigung habe sich die Symptomatik durch körperliche Erholung schon 

deutlich gebessert, es bedürfe aber immer noch medizinischer und 

psychotherapeutischer Unterstützung. Der Versicherte sei bereits beim 

I._______ gemeldet (im Folgenden: I._______; Arbeitsfähigkeit von 20 %). 

Die Genesungschancen seien gut, sofern dem Heilungsprozess in den 

nächsten Monaten genügend Raum gegeben werde (langsame, 

schrittweise Wiedereingliederung). Es bestehe eine verminderte 

Leistungsfähigkeit und die bisherige Tätigkeit sei aus medizinischer Sicht 

nicht mehr zumutbar. Diese sei hinsichtlich der Arbeitszeiten zu 

unrhythmisch (Abend- und Wochenendarbeit) gewesen und 

stundenmässig weit über ein Pensum von 100 % hinausgegangen. Die 

Arbeitsunfähigkeit für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit sei beim Hausarzt zu 

erfragen, ebenso in welchem Umfang und seit wann eine 

behinderungsangepasste Tätigkeit mit welchem Belastungsprofil möglich 

sei. Es könne mit einer Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit 

gerechnet werden, es sei diesbezüglich beim Hausarzt nachzufragen, ab 

wann und in welchem Umfang (IVSTA-act. 11). 

C-5162/2022 

Seite 17 

6.1.3 Der Hausarzt Dr. med. J._______, Facharzt für Innere Medizin FMH, 

diagnostizierte in seinem Arztbericht vom 14. Februar 2020 eine 

mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1), bestehend seit Sommer 

2015. Der Versicherte sei bei ihm seit Juli 2015 in Behandlung und die 

letzte Kontrolle sei am 7. Februar 2020 erfolgt. Es sei im Rahmen der 

Arbeitsbelastung mit zahlreichen Überstunden sowie Pikettdiensten am 

Feierabend und am Wochenende zu einer zunehmenden psycho-

physischen Erschöpfung gekommen. Im Frühjahr 2019 habe sich der 

Versicherte aufgrund einer progredienten Verschlechterung gezwungen 

gesehen, seine bisherige Stelle zu kündigen. Er habe diesen in der Folge 

für circa zehn Monate zu 100 % krankschreiben müssen. Seit Anfang 2020 

werde die theoretische Arbeitsfähigkeit nun schrittweise langsam erhöht. 

Er gehe grundsätzlich von einer restitutio ad integrum im Verlauf der 

nächsten Monate aus. Hinsichtlich der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als 

Braumeister habe seit dem 21. Februar 2019 eine Arbeitsunfähigkeit von 

100 %, ab dem 1. Januar 2020 von 80 % und ab dem 8. Februar 2020 von 

60 % bestanden. Die bisherige Tätigkeit sei aus medizinischer Sicht noch 

zumutbar. Er gehe theoretisch davon aus, dass die Arbeitsfähigkeit nach 

vollständiger Erholung wieder bei 80-100 % liegen dürfte, allerdings sollte 

unbedingt gewährleistet sein, dass allfällige Überstunden oder 

Pikettdienste kompensiert werden können, um eine erneute Überlastung 

zu vermeiden. Es bestehe unter Berücksichtigung des Vorstehenden 

grundsätzlich keine verminderte Leistungsfähigkeit. Derzeit sei eine 

Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit im Umfang von 40 % geplant, 

mit einer schrittweisen Erhöhung in den nächsten Monaten (IVSTA-

act. 12). 

6.1.4 Aufgrund einer internen Anfrage der Familienausgleichskasse 

D._______ betreffend die Einleitung von beruflichen Massnahmen im 

Sinne eines Case Managements hielt RAD-Arzt Dr. med. K._______ in 

seinem Bericht vom 3. März 2020 fest, der Versicherte habe aufgrund 

längerer Belastungen am Arbeitsplatz eine depressive Symptomatik 

entwickelt. Mittlerweile bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 40 %, ein 

Wiedererlangen einer Arbeitsfähigkeit von 100 % sei erst im Laufe der 

nächsten sechs Monate zu erwarten. Aus versicherungsmedizinischer 

Sicht unterstütze er die angedachten beruflichen Massnahmen im Sinne 

eines Case Managements (IVSTA-act. 13).  

6.1.5 Dr. H._______ hielt in ihrem Bericht vom 14. Dezember 2020 nach 

einer gleichentags erfolgten Sitzung mit dem Beschwerdeführer ergänzend 

zu den bereits angeführten Diagnosen (vgl. E. 6.1.2 vorstehend) fest, es 

C-5162/2022 

Seite 18 

liege fremdanamnestisch und bekannt seit Frühjahr 2020 ein Schlaf-

Apnoe-Syndrom (ICD-10 G47.0) vor. Kurz nach ihrer letzten 

Berichterstattung sei dieses diagnostiziert und seither erfolgreich mit einer 

CPAP-Maske behandelt worden. Der Versicherte berichte über eine 

deutliche Besserung der Vitalität am Tag, was positive Effekte betreffend 

die psychische Verfassung zeige. Aktuell sei dieser in ein Arbeitsprogramm 

des I._______ eingebunden und sei zuversichtlicher, zukünftig in den 

ersten Arbeitsmarkt zurückkehren zu können. Diesbezüglich liefen bereits 

Bewerbungen. Die Prognose sehe weiterhin gut aus. Betreffend die 

medizinisch begründete Arbeitsunfähigkeit für die zuletzt ausgeübte 

Tätigkeit werde auf den Hausarzt verwiesen. Die Belastbarkeit und 

Leistungsfähigkeit sei aktuell weiterhin eingeschränkt und die 

Tagesarbeitsfähigkeit sei reduziert. Die bisherige Tätigkeit sei wieder 

zumutbar, aber nicht am bisherigen Arbeitsplatz und mit der absoluten 

Notwendigkeit, geregelte Arbeitszeiten einzuhalten, nicht zuletzt auch 

wegen der organisch bedingten Schlafstörung. Dabei bestehe eine 

verminderte Leistungsfähigkeit. Bis zur völligen Wiedereingliederung 

werde die Leistungsfähigkeit sicher eingeschränkt sein, sei aber 

sukzessive wieder herstellbar. Hinsichtlich der Frage, in welchem Umfang 

und seit wann eine angepasste Tätigkeit möglich sei, komme es auf die 

Tätigkeit an. Die Einschränkungen könnten durch die CPAP-Maske 

vermindert werden, welche eine Erhöhung der Leistungsfähigkeit bewirke. 

Bei der beruflichen Eingliederung sei zu beachten, dass keine 

Nachtschichten geleistet werden müssten und geregelte Arbeitszeiten 

beständen. Es könne mit einer Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit 

bzw. mit einer Erhöhung der Einsatzfähigkeit gerechnet werden. Es sei 

diesbezüglich beim Hausarzt zu erfragen, ab wann und in welchem 

Umfang (IVSTA-act. 14).  

6.1.6 Aufgrund einer erneuten Anfrage der Familienausgleichskasse 

D._______, wonach laufende Arbeitsbemühungen beständen, der 

Versicherte sich für eine Ausbildung zum Lehrer interessiere und die 

Arbeitsfähigkeit bis anhin nicht wirklich über 50 % habe gesteigert werden 

können, hielt RAD-Ärztin Dr. L._______, Fachärztin für Neurologie, mit 

Stellungnahme vom 23. Dezember 2020 fest, aktuell werde ein Pensum 

von 60 % gehalten und es beständen Aussichten auf Praktika bzw. Stellen. 

Sie empfehle daher, das bestehende Case Management fortzuführen 

(IVSTA-act. 15).  

C-5162/2022 

Seite 19 

6.1.7 Im Verlaufsbericht vom 4. März 2021 hielt Dr. H._______ einen 

unveränderten Gesundheitszustand fest und verwies auf ihren Bericht vom 

14. Dezember 2020 (IVSTA-act. 16; vgl. E. 6.1.5 vorstehend).  

6.1.8 Weiter befinden sich unter anderem eine erneute Stellungnahme der 

RAD-Ärztin Dr. L._______ zur Frage weiterer medizinischer Abklärungen 

vom 17. März 2020 (IVSTA-act. 17) und der (immer wieder ergänzte) Case 

Management-Bericht vom 9. März 2020 (IVSTA-act. 18; 19; 25; 28) bei den 

Akten. 

6.1.9 Die IVSTA unterbreitete den Fall am 28. Juni 2021 ihrem ärztlichen 

Dienst zur Stellungnahme (IVSTA-act. 38). Dr. M._______, Facharzt FMH 

Allgemeinmedizin, hielt diesbezüglich in seiner medizinischen 

Stellungnahme vom 13. Juli 2021 als Hauptdiagnosen sonstige affektive 

Störungen (ICD-10 F34.8) und einen Zustand nach depressiver Episode 

mittleren Schweregrades (ICD-10 F32.1) fest. Begleitdiagnosen mit 

Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit führte er keine auf. Als begleitende 

Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit führte er einen 

substituierten Hypogonadismus sowie ein Schlafapnoe-Syndrom auf. 

Weiter hielt Dr. M._______ zusammengefasst fest, es bestehe in der 

angestammten Tätigkeit seit dem 20. Februar 2019 eine Arbeitsunfähigkeit 

von 100 %. In somatischer Hinsicht liege keine 

Gesundheitsbeeinträchtigung vor, welche eine längerfristige 

Arbeitsunfähigkeit rechtfertige. Wenn eine längerfristige Arbeitsunfähigkeit 

aus psychiatrischen Gründen medizinisch gerechtfertigt sei und ein neues 

Gutachten unumgänglich sei, sei eine Stellungnahme des Psychiaters des 

internen medizinischen Diensts erforderlich (IVSTA-act. 39).  

6.1.10 In der Folge bestätigte Dr. N._______, Facharzt für Psychiatrie und 

Psychotherapie, Arzt des medizinischen Dienstes der IVSTA, mit 

medizinischer Einschätzung vom 16. November 2021 die bereits 

erwähnten Diagnosen grundsätzlich (mittlere depressive Episode im 

Februar 2019 [ICD-10 F32.1], anschließend anhaltende Stimmungs-

störungen seit dem 4. November 2019 [ICD-10 F34.8]), erwähnte aber das 

Schlafapnoe-Syndrom (ICD-10 G47.3) unter Begleitdiagnosen mit 

Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit und führte den substituierten 

Hypogonadismus nicht auf. Zur Arbeitsunfähigkeit hielt er fest, es bestehe 

in der angestammten Tätigkeit seit dem 20. Februar 2019 eine 

Arbeitsunfähigkeit von 100 %, seit dem 1. Januar 2020 eine solche von 

80 % und seit dem 7. Februar 2020 eine solche von 60 %. Die Krankenakte 

enthalte seit dem Gutachten von Dr. F._______ vom 4. November 2019 

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Seite 20 

relativ wenig psychiatrische Fachmeinungen. Dies umso mehr, als der 

letzte Bericht des Psychologen selbst aus dem April 2021 stamme und 

relativ knapp ausgefallen sei. Ein aktuelles psychiatrisches Gutachten oder 

ein Gutachten mit klinischer Beurteilung der Arbeitsfähigkeit und einer 

Prognose über die weitere Entwicklung sei für eine endgültige 

Stellungnahme wünschenswert (IVSTA-act. 45). 

6.1.11 Gemäss von der Familienausgleichskasse D._______ (vgl. IVSTA-

act. 46 f.) beim Swiss Medical Assessment and Business Center (im 

Folgenden: SMAB) eingeholtem psychiatrischen Gutachten vom 

16. Dezember 2021 wurde dieses aufgrund der von der Auftraggeberin zur 

Verfügung gestellten Akten gemäss Aktenauszug im Anhang 1 zum 

Gutachten und der eigenen Untersuchungen (stattgefunden am 

25. November 2021 von 9.00 Uhr bis 10.20 Uhr) und Befunde erstellt. 

Gutachter Dr. med. O._______, Facharzt für Psychiatrie und 

Psychotherapie, hielt als psychiatrische Diagnose mit Relevanz für die 

Arbeitsfähigkeit betreffend die letzte Tätigkeit eine leichte depressive 

Episode (ICD-10 F32.0) fest. Psychiatrische Diagnosen ohne Relevanz für 

die Arbeitsfähigkeit betreffend die letzte Tätigkeit lägen keine vor. Der 

Versicherte schildere leicht agoraphobische Ängste. Es werde 

eingeschätzt, dass diese als Teil der Depression anzusehen seien. Bei der 

leichten depressiven Episode stehe eine Antriebsminderung im Sinne einer 

vermehrten Erschöpfbarkeit im Vordergrund. Hinsichtlich der beiden 

weiteren Hauptsymptome (depressive Stimmung, Verlust von Interesse 

und Freude) ergebe sich, dass diese nur noch gering ausgeprägt seien. 

Insbesondere gehe der Versicherte wieder vielfältigen positiv besetzten 

Aktivitäten nach und nehme soziale Kontakte wahr, ein wesentlicher 

Verlust von Interesse und Freude sei nicht erkennbar.  

Betreffend die Beurteilung des bisherigen Verlaufs von Behandlungen, 

Rehabilitationen, Eingliederungsmassnahmen etc. und den 

Heilungschancen hielt Dr. O._______ fest, die depressive Symptomatik, 

die ab Februar 2019 vorgelegen habe, habe sich gebessert. Es sei nicht 

optimal, dass über die psychologisch-psychotherapeutische Behandlung 

hinaus keine ambulante psychiatrische Behandlung erfolgt sei. Der 

Versicherte stehe einer psychopharmakologischen Behandlung sehr 

kritisch gegenüber, schliesse diese aber nicht grundsätzlich aus. Aktuell sei 

eine Besserung der Depression eingetreten, so dass es vertretbar sei, bei 

nur noch leichtgradiger depressiver Symptomatik auf eine antidepressive 

Medikation zu verzichten. Sollte aber wieder eine Verschlechterung 

eintreten, sollte eine ambulante psychiatrische Behandlung in die Wege 

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Seite 21 

geleitet und die Therapieoption einer psychopharmakologischen 

Behandlung nochmals besprochen werden.  

Hinsichtlich der Beurteilung von Konsistenz und Plausibilität bestehe eine 

Beschwerdebetonung. Die anfängliche Aussage des Versicherten im 

Untersuchungsgespräch, er könne sich «über nichts freuen», sei nicht 

plausibel. Betreffend die Würdigung von Fähigkeiten, Ressourcen und 

Belastungen lägen als Ressourcen eine fundierte berufliche Ausbildung, 

langjährige berufliche Erfahrungen sowie eine stabile Partnerschaft vor. Als 

Belastungen seien der fehlende Arbeitsplatz und die unsichere berufliche 

Perspektive zu nennen. Hinsichtlich des Belastungsprofils sei eine 

sachbetonte (mit allenfalls geringfügigem Kundenkontakt), regelmässige, 

kognitiv einfache, gut vorstrukturierte Tätigkeit ohne besonderen Zeitdruck 

und ohne erhöhte Anforderungen an die emotionale Belastbarkeit optimal. 

Wegen der agoraphobischen Ängste seien Tätigkeiten an 

starkfrequentierten Orten (Bahnhöfe usw.) nicht geeignet.  

Da die Schwere der Fähigkeitsbeeinträchtigungen im Mini-ICF-APP an der 

Bedeutung der einzelnen Fähigkeitsbereiche für den Referenzkontext zu 

operationalisieren sei und die bisherige Tätigkeit nicht als optimal 

leidensadaptiert anzusehen sei, erfolge die Schweregradeinteilung 

betreffend die beiden Referenzkontexte «bisherige Tätigkeit» und 

«leidensadaptierte Tätigkeit» getrennt. Zusammengefasst hielt 

Dr. O._______ diesbezüglich fest, die Fähigkeit zur Planung und 

Strukturierung von Aufgaben sei in der bisherigen Tätigkeit leicht und in 

einer leidensadaptierten Tätigkeit nicht beeinträchtigt. Betreffend die 

bisherige Tätigkeit sei die Flexibilität und Umstellungsfähigkeit mittelgradig 

beeinträchtigt, in einer angepassten Tätigkeit liege diesbezüglich eine 

leichte Beeinträchtigung vor. Die Entscheidungs- und Urteilsfähigkeit sei in 

der bisherigen Tätigkeit leicht beeinträchtigt, in einer leidensadaptierten 

Tätigkeit nicht beeinträchtigt. Die Widerstand- und Durchhaltefähigkeit sei 

in der bisherigen Tätigkeit mittelgradig und in einer angepassten Tätigkeit 

leicht beeinträchtigt. Betreffend die Fähigkeiten zur Anpassung an Regeln 

und Routinen, die Kompetenz und Wissensanwendung, die Proaktivität 

und Spontanaktivität, die Selbstbehauptungsfähigkeit, die Konversation 

und Kontaktfähigkeit zu Dritten, die Gruppenfähigkeit, die Fähigkeit zu 

engen dyadischen Beziehrungen, die Fähigkeit zur Selbstpflege und 

Selbstversorgung und die Mobilität und Verkehrsfähigkeit lägen weder in 

der bisherigen noch in einer leidensangepassten Tätigkeit 

Beeinträchtigungen vor.  

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Seite 22 

Die zuletzt ausgeübte Tätigkeit stelle hohe Anforderungen an die 

Flexibilität und Umstellungsfähigkeit, die Durchhaltefähigkeit, die 

Daueraufmerksamkeit und die Kontaktfähigkeit zu Dritten. Der Versicherte 

könne in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit täglich fünf Stunden ohne 

Leistungseinschränkung anwesend sein, es liege diesbezüglich eine 

Arbeitsfähigkeit von 60 % vor. Zusammengefasst sei der zeitliche Verlauf 

der Entwicklung der Arbeitsfähigkeit wie folgt: 21. Februar 2019 bis 

31. Dezember 2019: Arbeitsfähigkeit 0 % (basierend auf dem Gutachten 

von Dr. F._______ und der Einschätzung des Hausarztes); 1. Januar 2020 

bis 7. Februar 2020: Arbeitsfähigkeit 20 % (gemäss plausibler 

Einschätzung des Hausarztes); 8. Februar 2020 bis 13. Dezember 2020: 

Arbeitsfähigkeit 40 % (gemäss plausibler Einschätzung des Hausarztes); 

14. Dezember 2020 bis 31. März 2021: Arbeitsfähigkeit 60 % (ab Bericht 

von Dr. H._______ vom 14. Dezember 2020); 1. April 2021 bis 31. Juli 

2021: Arbeitsfähigkeit 50 % (basierend auf Angaben des Versicherten und 

des Hausarztes); seit 1. August 2021: Arbeitsfähigkeit 60 %. Betreffend die 

Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit sei eine sachbetonte 

(allenfalls geringfügiger Kundenkontakt), regelmässige, kognitiv einfache, 

gut vorstrukturierte Tätigkeit ohne besonderen Zeitdruck und ohne erhöhte 

Anforderungen an die emotionale Belastbarkeit optimal geeignet. Die 

maximale Präsenz in einer solchen Tätigkeit sei täglich sieben Stunden, 

dies ohne Leistungseinschränkung. Die Arbeitsfähigkeit in einer solchen 

Tätigkeit im freien Arbeitsmarkt betrage 80 %. Es gelte hinsichtlich des 

zeitlichen Verlauf der Entwicklung dieser Arbeitsfähigkeit die gleiche 

Verlaufsdynamik wie jene bei der bisherigen Tätigkeit, aber mit einer um 

20 % höheren Arbeitsfähigkeit: 21. Februar 2019 bis 31. Dezember 2019: 

Arbeitsfähigkeit 20 %; 1. Januar 2020 bis 7. Februar 2020: Arbeitsfähigkeit 

40 %; 8. Februar 2020 bis 13. Dezember 2020: Arbeitsfähigkeit 60 %; 

14. Dezember 2020 bis 31. März 2021: Arbeitsfähigkeit 80 %; 1. April 2021 

bis 31. Juli 2021: Arbeitsfähigkeit 70 %; seit 1. August 2021: 

Arbeitsfähigkeit 80 %.    

Dr. O._______ hielt zur Thematik der Arbeitsfähigkeit im Sinne einer An-

merkung weiter fest, in seinem Bericht vom 12. Mai 2021 habe der Haus-

arzt mitgeteilt, dass sowohl in der bisherigen Tätigkeit als auch in einer 

angepassten Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % vorliege. Das sei 

nicht nachvollziehbar, die bisherige Tätigkeit stelle deutlich höhere Anfor-

derungen an die berufliche Leistungsfähigkeit als eine einfachere Tätigkeit 

gemäss Belastungsprofil.  

C-5162/2022 

Seite 23 

Es liege keine Situation vor, wo der Versicherte zwar theoretisch über rele-

vante arbeitsbezogene Ressourcen verfüge, diese aber aufgrund interak-

tioneller Schwierigkeiten (z.B. fehlende Sozialkompetenz) nicht an einem 

regulären Arbeitsplatz umsetzen könne. Die Arbeitsfähigkeit könne nach 

seiner Einschätzung noch durch medizinische Massnahmen relevant ver-

bessert werden. Er empfehle die Fortführung der ambulanten psychothe-

rapeutischen Behandlung, gegebenenfalls bei einer erneuten Verschlech-

terung der Depression zusätzlich eine psychiatrische Behandlung mit ge-

gebenenfalls antidepressiver Medikation. Er schätze, dass in sechs bis 

acht Monaten eine vollständige Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit er-

reichbar sei (IVSTA-act. 48). 

6.1.12 Mit medizinischer Stellungnahme vom 4. Mai 2022 hielt Psychiater 

Dr. N._______ als Hauptdiagnose eine leichte depressive Episode (ICD-

10 F32.0; zu Beginn mittelschwer) sowie als Begleitdiagnosen ohne Aus-

wirkungen auf die Arbeitsfähigkeit: einen Hypogonadismus (substituiert) 

und ein Schlafapnoe-Syndrom fest. Betreffend die Arbeitsfähigkeit stimmte 

Dr. N._______ grundsätzlich Dr. O._______s Einschätzung (vgl. E. 6.1.11 

vorstehend) zu, ausser dass er ab dem 14. Dezember 2020 in der ange-

stammten Tätigkeit durchgehend von einer Arbeitsfähigkeit von 60 % und 

in einer angepassten Tätigkeit von einer Arbeitsfähigkeit durchgehend von 

80 % ausging. Zu vermeiden im Sinne von funktionellen Einschränkungen 

seien Nachtarbeit, stressige, schnelle und komplexe Arbeiten, anstren-

gende Arbeiten mit Ausdauer, Arbeiten mit Kunden oder mit häufigen zwi-

schenmenschlichen Kontakten sowie Emotionsmanagement. 

Dr. N._______ verwies weiter hinsichtlich der kognitiven Ebene und der so-

matischen Beeinträchtigung auf die Stellungnahme von Dr. M._______ 

vom 13. Juli 2021. Aus psychiatrischer Sicht würden die in den Unterlagen 

beschriebenen klinischen Elemente (traurige Stimmung, Erschöpfungsge-

fühlt, sozialer Rückzug, Antriebslosigkeit, erhöhte Ermüdbarkeit, Schlafstö-

rungen, Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen) mit der Diagnose 

einer mittelschweren depressiven Episode übereinstimmten. Die Depres-

sion habe sich im Zusammenhang mit einer Überlastung am Arbeitsplatz 

und einem anschliessenden Stellenwechsel manifestiert. Es könne die Hy-

pothese einer Anpassungsstörung aufgestellt werden. Die Elemente im 

Dossier seien kohärent. Insbesondere zu Beginn der Erkrankung habe ein 

sozialer Rückzug und eine Anhedonie stattgefunden, was für diese Art von 

Erkrankung recht typisch sei. Die eingeleiteten Behandlungen, im Wesent-

lichen Psychotherapie, schienen zu einer allmählichen, aber bislang un-

vollständigen Remission der Symptome geführt zu haben. Der Versicherte 

erhalte keine medikamentöse Behandlung, insbesondere keine 

C-5162/2022 

Seite 24 

Antidepressiva. Die durch die Pandemie beeinträchtigten Versuche einer 

beruflichen Neuorientierung würden fortgesetzt. Die kürzlich diagnosti-

zierte und behandelte Schlafapnoe habe die Beschwerden betreffend die 

erhöhte Müdigkeit teilweise verbessert. Es bestehe eine einheitliche Ein-

schränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleichbaren Lebensberei-

chen. Der Versicherte folge allen von den Ärzten vorgeschlagenen Be-

handlungen und zeige damit den Wunsch, sich von den Leiden zu befreien. 

Das Gutachten von Dr. O._______ sei qualitativ hochwertig, ausreichend 

detailliert, klinisch fundiert und stehe im Einklang mit den früheren medizi-

nischen Berichten. Es könne hinsichtlich der Diagnose und der Arbeitsun-

fähigkeit auf dessen Ausführungen abgestellt werden. Die Arbeitsunfähig-

keit nehme mit der Intensität der depressiven Episode und mit dem Aus-

mass der Funktionsstörungen ab. Der beschriebene Zeitraum der sympto-

matischen Verschlechterung von April bis Juli 2021 sei von zu geringer 

Dauer und Intensität, um eine signifikante Veränderung des festgestellten 

Grades der Arbeitsunfähigkeit darzustellen. Die Prognose sei angesichts 

der langsam besser werdenden Beschwerden und der Abnahme der Ar-

beitsunfähigkeit günstig (IVSTA-act. 53). 

6.2 Nach dem Vorbescheid vom 20. Mai 2022 (IVSTA-act. 58) und der Ver-

fügung vom 11. Oktober 2022 (IVSTA-act. 78) liess der Versicherte im bun-

desverwaltungsgerichtlichen Verfahren den Entwurf eines Arbeitsvertrags 

zwischen ihm und der C._______ AG (Beilage zur Beschwerde vom 

10. November 2022; BVGer-act. 1) sowie – nachdem die Vorinstanz in ih-

rer Vernehmlassung vom 6. Februar 2023 unter anderem ausgeführt hatte, 

dass ein vom Beschwerdeführer erwähnter pneumologische Bericht nicht 

aktenkundig sei – einen Bericht von Dr. med. P._______, Facharzt für In-

nere Medizin FMH (spez. Pneumologie), vom 23. März 2021, einen Ver-

laufsbericht von Dr. J._______ vom 12. Mai 2021 und einen Beschluss des 

E._______ in seiner Sozialversicherungssache vom 2. März 2023 (Beila-

gen zur Replik vom 13. März 2023; BVGer-act. 11) einreichen. 

6.2.1 Dr. P._______ stellte in seinem Bericht vom 23. März 2021 – welcher 

als unechtes Novum zu berücksichtigen ist (vgl. dazu E. 4.3 vorstehend) – 

zusammengefasst die folgenden Diagnosen: 

- schweres obstruktives Schlafapnoe-Syndrom und Hypopnoe-Syndrom 

(CPAP-Behandlung seit Mai 2020, sehr gute Therapiecompliance); 

- schwere, partiell reversible obstruktive Ventilationsstörung (DD: Adipositas be-

dingt, chronisches Asthma bronchiale COPD; langjähriger und fortgesetzter 

Nikotinabusus); 

C-5162/2022 

Seite 25 

- Hypertonie (unbehandelt) 

- Adipositas permagna (BMI 39,7) 

- Burnout (50 % arbeitsunfähig; zurzeit stellenlos) 

Dr. P._______ hielt weiter fest, in der Lungenfunktion ergebe sich das Bild 

einer COPD Gold 3 B mit einer schweren obstruktiven Ventilationsstörung, 

die vor allem auch durch sein massives Übergewicht mitverursacht sei. 

Trotzdem hätten sich die Werte im Vergleich zur Voruntersuchung von April 

2020 verschlechtert. Wahrscheinlich sei zusätzlich eine asthmatische 

Komponente vorhanden. Entsprechend komme es auch zu einer deutli-

chen Abnahme der pulmonalen Überblähung und der Atemwegswieder-

stände nach Inhalation. Damit dürfte der Versicherte von einer inhalativen 

Therapie und wahrscheinlich auch von einem topischen Steroid profitieren. 

Ein solches habe er bereits vor einem Jahr erhalten, damit aber aufgehört, 

nachdem die Dosis aufgebraucht gewesen sei. Aufgrund des Befundes der 

Lungenfunktion mache aber eine Fortsetzung der Therapie Sinn. Haupt-

problem dürfte seine massive Adipositas sein als Ursache seiner diversen 

Schwierigkeiten. Hinzu komme der langjährige und fortbestehende Niko-

tinabusus, der wohl auch für die Verschlechterung in der Lungenfunktion 

mitverantwortlich sei (Beilage zur Replik vom 13. März 2023; BVGer-

act. 11). 

6.2.2 Gemäss dem Verlaufsbericht für die Zeit ab Februar 2020 von 

Dr. J._______ vom 12. Mai 2021 – welcher als unechtes Novum zu 

berücksichtigen ist (vgl. dazu E. 4.3 vorstehend) – habe sich der 

Gesundheitszustand seither verbessert. Es liege ein schweres obstruktives 

Schlafapnoesyndrorn und ein Adipositas-Hypoventilationssyndrom sowie 

eine schwere partiell reversible Ventilationsstörung vor. Das obstruktive 

Schlafapnoesyndrom sei mit CPAP-Beatmung suffizient behandelt. Die 

fortgeschrittene Lungenerkrankung beeinträchtige die körperliche 

Leistungsfähigkeit grundsätzlich sicher in relevantem Ausmass, wobei sich 

dies vor allem bei körperlich belastender Arbeit manifestieren würde. 

Grundsätzlich habe sich die depressive Symptomatik im Verlauf des letzten 

Jahres verbessert, allerdings sei es aufgrund der Pandemie-Restriktionen 

und der bis anhin erfolglosen Suche nach einer Arbeitsstelle mit 

zahlreichen Absagen auf seine Bewerbungsschreiben zu einer neuerlichen 

Beeinträchtigung seiner psychischen Stabilität gekommen. Die 

Arbeitsunfähigkeit habe seit Februar 2020 von initial 80 % schrittweise auf 

40 % reduziert werden können, wobei derzeit aufgrund der erneuten 

psychischen Verschlechterung von einer Arbeitsunfähigkeit von 50 % 

C-5162/2022 

Seite 26 

ausgegangen werden müsse (Beilage zur Replik vom 13. März 2023; 

BVGer-act. 11). 

6.3 In der Folge wurden die vom Beschwerdeführer im vorliegenden 

Beschwerdeverfahren neu eingereichten Unterlagen von der Vorinstanz 

dem ärztlichen Dienst unterbreitet.  

6.3.1 Dr. M._______ kam diesbezüglich in seiner Stellungnahme vom 

31. März 2023 zum Schluss, dass nach Durchsicht der neu vorgelegten 

medizinischen Gutachten eine teilweise reversible Atemstörung 

anzunehmen sei, die Anfang 2021 keiner medikamentösen Behandlung 

bedurft habe, jedoch funktionelle Einschränkungen für schwere Tätigkeiten 

rechtfertigte. Es sei ersichtlich, dass im Rahmen der 

Rehabilitationsmassnahmen eine Unterrichtstätigkeit vorgesehen 

gewesen sei. Aus somatischer Sicht sei daher keine langfristige 

Arbeitsunfähigkeit anerkannt oder bescheinigt worden sei. Es müsse eine 

teilweise reversible schwere obstruktive Atemwegserkrankung zur 

aktuellen Diagnose hinzugefügt werden, die funktionelle Einschränkungen 

rechtfertige, die mit schweren Tätigkeiten nicht vereinbar seien und sich 

auf die sonstige Arbeitsfähigkeit auswirkten (Beilage zur Duplik vom 

13. April 2023; BVGer-act. 13). 

6.3.2 Gestützt darauf hielt der Fachdienst für wirtschaftliche 

Invaliditätsbemessung mit Einschätzung vom 12. April 2023 an dem der 

Verfügung vom 11. Oktober 2022 zugrunde liegenden 

Einkommensvergleich fest. Ergänzend wurde ausgeführt, der Abzug von 

10 %, der für den Invalidenlohn im Einkommensvergleich vom 17. Mai 

2022 vorgenommen worden sei, decke auch die in der medizinischen 

Stellungnahme vom 31. März 2023 erwähnten funktionellen 

Einschränkungen ab. Die Einkommenseinbusse ab dem 14.Dezember 

2020 könne höchstens 40 % betragen, was der Arbeitsunfähigkeit in der 

angestammten Tätigkeit entspreche. Es sei somit kein neuer 

Einkommensvergleich zu erstellen (Beilage zur Duplik vom 13. April 2023; 

BVGer-act. 12). 

7.  

Zur Beurteilung des Leistungsanspruchs des Beschwerdeführers stützte 

sich die Vorinstanz in medizinischer Hinsicht gemäss ihrer Begründung in 

der angefochtenen Verfügung vom 11. Oktober 2022 (S. 2) insbesondere 

hinsichtlich des Verlaufs der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit 

C-5162/2022 

Seite 27 

ausdrücklich auf die medizinischen Berichte des Psychiaters 

Dr. F._______ (für die Arbeitsunfähigkeit von 100 % ab dem 21. Februar 

2019), des behandelnden Hausarztes Dr. J._______ (für die 

Arbeitsunfähigkeit von 60 % ab dem 8. Februar 2020) und der 

behandelnden Psychotherapeutin Dr. H._______ (für die 

Arbeitsunfähigkeit von 40% ab dem 14. Dezember 2020). Zudem führte die 

Vorinstanz aus, angepasste Tätigkeiten seien zu 20 % ab dem 21. Februar 

2019, zu 60 % ab dem 8. Februar 2020 und zu 80 % ab dem 14. Dezember 

2020 unter Berücksichtigung der folgenden wesentlichen funktionellen 

Einschränkungen zumutbar: Nicht zumutbar seien Tätigkeiten, die 

Nachtarbeit, Stress, komplexe Aufgaben oder Kunden- oder sonstigen 

häufigen Personenkontakt mit sich brächten, oder Schnelligkeit, Ausdauer, 

das Beherrschen von Emotionen oder die Anpassung an Regeln 

voraussetzten (IVSTA-act. 75). Damit stützte sich die Vorinstanz zwar im 

Wesentlichen zugleich und ohne dies zu erwähnen auf das psychiatrische 

Gutachten von Dr. O._______, wich aber ohne Begründung von dessen 

Beurteilung hinsichtlich des Verlaufs der Schwere der psychischen 

Beeinträchtigung und der Arbeitsfähigkeit für die Zeitspannen 1. Januar 

2020 bis 7. Februar 2020 und 1. April 2021 bis 31. Juli 2021 ab (vgl. oben 

E. 6.1.11). Weiter ist darauf hinzuweisen, dass entgegen den 

Ausführungen der Vorinstanz die Psychotherapeutin Dr. H._______ 

(insbesondere auch in ihrem Bericht vom 14. Dezember 2020) keine 

eigene Einschätzung der Arbeitsfähigkeit vorgenommen hat und auch nicht 

vornehmen konnte und diesbezüglich ausdrücklich auf den Hausarzt 

verwiesen hat (vgl. E. 6.1.5 und 6.1.7 vorstehend).  

7.1 Dr. O._______ erstellte sein psychiatrisches Gutachten vom 

16. Dezember 2021 (vgl. E. 6.1.11 vorstehend) im Auftrag der IV-Stelle 

(…). Es handelt sich um ein von einem externen Spezialarzt erstelltes 

Gutachten, welchem bei der Beweiswürdigung grundsätzlich volle 

Beweiskraft zukommt, solange nicht konkrete Indizien gegen die 

Zuverlässigkeit sprechen, wenn es den praxisgemässen Anforderungen an 

ein ärztliches Gutachten genügt und Dr. O._______ über die notwendigen 

fachlichen Qualifikationen verfügt (vgl. E. 5.6.1 f. vorstehend). 

7.1.1 Dr. O._______ führte eine Untersuchung des Beschwerdeführers 

durch und es lagen ihm grundsätzlich die relevanten medizinischen Akten 

vor, welcher im Anhang 1 im Sinne eines Aktenauszugs zusammengefasst 

sind (BVGer-act. 48 S. 18 ff.).  

C-5162/2022 

Seite 28 

7.1.2 Dr. O._______ diagnostizierte im Zeitpunkt der Untersuchung eine 

leichte depressive Episode (ICD-10 F32.0) mit Relevanz für die 

Arbeitsfähigkeit und wies darauf hin, dass im Vergleich zur Vergangenheit 

eine Verbesserung eingetreten sei. Mit Blick auf die bundesgerichtliche 

Rechtsprechung zu leichten und mittelgradigen depressiven Störungen 

finden sich keine ausreichenden Ausführungen des psychiatrischen 

Gutachters zur Kategorie «funktioneller Schweregrad». In BGE 143 V 409 

erwog das Bundesgericht, dass leichte bis mittelschwere depressive 

Störungen ebenfalls einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 

V 281 zu unterziehen sind. Der Verlauf und Ausgang von Therapien 

verblieben dabei als wichtige Schweregradindikatoren. Dementsprechend 

sei es Aufgabe des medizinischen Sachverständigen aufzuzeigen, 

weshalb trotz lediglich leichter bis mittelschwerer depressiver Störungen 

und an sich guter Therapierbarkeit der Störung im Einzelfall funktionelle 

Leistungseinschränkungen resultierten, die sich auf die Arbeitsfähigkeit 

auswirkten (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2; vgl. auch BGE 148 V 49 E. 6.2.2). 

Vorliegend hält der psychiatrische Gutachter zwar fest, dass sich die 

depressive Symptomatik seit Februar 2019 gebessert habe. Er erwähnt die 

vom Beschwerdeführer absolvierte ambulante Therapie und bezeichnet es 

als nicht optimal, dass keine ambulante psychiatrische Behandlung mit 

einer intensiveren Diskussion der Therapieoption von Psychopharmaka 

erfolgt sei. In diesem Zusammenhang wies er auch darauf hin, dass der 

Versicherte einer psychopharmakologischen Behandlung sehr kritisch 

gegenüberstehe. Bei aktuell nur noch leichtgradiger depressiver 

Symptomatik sei ein Verzicht auf eine antidepressive Medikation vertretbar. 

Damit fehlt es vorliegend an einer gutachterlichen Beurteilung der 

Therapieadhärenz sowie an einer eigentlichen Beurteilung, ob die 

bisherige Therapie, welche in den vorliegenden Akten nicht dokumentiert 

ist, fachgerecht erfolgt ist respektive, ob eine psychiatrische und/oder 

psychopharmakologische Behandlung aus fachpsychiatrischer Sicht in der 

vorliegend zu beurteilenden Zeitperiode indiziert gewesen wäre resp. ist. 

Es fehlen auch Ausführungen dazu, in welcher Regelmässigkeit die 

psychotherapeutischen Sitzungen erfolgen.  

7.1.3 Auch vermag das Gutachten von Dr. O._______ mit Blick auf den 

Indikator «Komorbidität» nicht zu überzeugen (vgl. E. 5.7 vorstehend). Im 

Sinne einer Gesamtbetrachtung wären diesbezüglich auch allfällige im 

konkreten Fall ressourcenhemmende somatische Leiden 

miteinzubeziehen gewesen (vgl. BGE 143 V 418 und Urteil des BGer 

9C_21/2017 E. 5.2.1, je mit Hinweis auf BGE 141 V 281 E. 4.3.1.3). 

Obgleich im Aktenauszug (Anhang 1 zum Gutachten) insbesondere der 

C-5162/2022 

Seite 29 

Bericht von Dr. P._______ vom 23. März 2021 zusammengefasst wird (mit 

den Diagnosen schweres obstruktives Schlafapnoe-Syndrom und 

Hypopnoe-Syndrom, schwere, partiell reversible obstruktive 

Ventilationsstörung [DD: Adipositas bedingt, chronisches Asthma 

bronchiale COPD, langjähriger und fortgesetzter Nikotinabusus], 

Hypertonie und Adipositas permagna; vgl. E. 6.2.1 vorstehend), konnte 

vorliegend keine interdisziplinäre Arbeitsfähigkeitsbeurteilung erfolgen. Die 

erforderliche Gesamtbetrachtung war schon deshalb nicht möglich, weil 

nur ein psychiatrisches Gutachten erstellt wurde und es insbesondere an 

der Mitwirkung eines pneumologischen Facharztes fehlte. Dr. O._______ 

nahm entsprechend und folgerichtig auch keine umfassende Beurteilung 

des gesamten Gesundheitszustands vor.   

7.1.4 Betreffend die Kategorie «Konsistenz» («gleichmässige 

Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleichbaren 

Lebensbereichen» und «behandlungs- und eingliederungsanamnestisch 

ausgewiesener Leidensdruck») weist der psychiatrische Gutachter zwar 

darauf hin, dass eine Beschwerdebetonung vorliege, geht aber auf deren 

Auswirkungen nicht ein. Allein die Ergebnisse des Mini-ICF-APP-Ratings 

wiederzugeben und zusammenfassend auszuführen, die zuletzt 

ausgeübte Tätigkeit stelle hohe Anforderungen an die Flexibilität und 

Umstellungsfähigkeit, die Durchhaltefähigkeit, die Daueraufmerksamkeit 

und die Kontaktfähigkeit zu Dritten, womit – trotz lediglich leichtgradiger 

depressiver Symptomatik – nur eine Arbeitsfähigkeit von ca. 5 Stunden 

täglich gesehen werde, beziehungsweise in einer leidensangepassten 

Tätigkeit könne er täglich 7 Stunden tätig sein, reicht für eine hinreichende 

und nachvollziehbare Begründung der Arbeitsunfähigkeitseinschätzung 

nicht aus, wie sich auch aus dem Nachfolgenden ergibt. 

Aus den anlässlich der psychiatrischen Begutachtung gemachten Angaben 

des Beschwerdeführers geht hervor, dass dieser jeweils um 6.00 Uhr 

aufstehe, seine Körperhygiene verrichte, sich anziehe, frühstücke und 

seine beiden Katzen versorge. Anschliessend fahre er mit dem Bus oder 

mit seiner Freundin mit dem Auto zur Eingliederungsmassnahme nach 

(…), wo er von 7.30 Uhr bis 12.00 Uhr Büroarbeiten verrichte. 

Anschliessend fahre er mit dem Bus nach Hause und esse etwas. Dann 

schlafe er von 13.30 Uhr bis 15.00 Uhr. Wenn er gute Energie habe, mache 

er Hausarbeit und gehe einkaufen. Wenn er wenig Energie habe, lege er 

sich auf die Couch und lese ein Buch. Seine Freundin komme gegen 17.30 

Uhr nach Hause. Er lasse mit ihr den Tag Revue passieren, trinke Kaffee 

und sehe am Abend fern. Zwischen 20.30 Uhr und 21 Uhr gehe er zu Bett. 

C-5162/2022 

Seite 30 

Als Hobbies bezeichnete der Beschwerdeführer fernsehen, spazieren, 

lesen, angeln, Musik hören und Fahrrad fahren. Er benutze öffentliche 

Verkehrsmittel und fahre Auto. Im Sommer habe er mit seiner Freundin ein 

verlängertes Wochenende im Tessin verbracht. Psychopharmakologische 

Medikamente nehme er keine ein (IVSTA-act. 48 S. 7 f.). Das 

Aktivitätsniveau des Beschwerdeführers im Alltag deutet somit durchaus 

auf noch vorhandene Ressourcen hin.  

Bezogen auf den Indikator «behandlungs- und eingliederungs-

anamnestisch ausgewiesener Leidensdruck» ist ungeklärt, weshalb der 

Beschwerdeführer sich nicht in psychiatrische Behandlung begab und sein 

Leiden auch nicht medikamentös behandeln liess. Diesbezüglich fehlen 

Ausführungen zu den Gründen für die fehlende Inanspruchnahme dieser 

therapeutischen Optionen trotz geltend gemachtem subjektiv anhaltendem 

Leidensdruck. Dr. O._______ führt diesbezüglich lediglich aus, eine 

ambulante psychiatrische Behandlung sei gemäss Angaben des 

Versicherten nicht erfolgt und ihm von seiner Psychologin auch nicht 

vorgeschlagen worden. Medikamente wie Antidepressiva wolle er 

möglichst nicht einnehmen. Der Versicherte erinnere sich auf Nachfrage 

nicht an eine antidepressive Medikation durch den Hausarzt mit Valdoxan 

(Antidepressivum), welche gemäss Bericht von Dr. F._______ vom 

4. November 2019 erfolgt sei (IVSTA-act. 48 S. 6). Damit ist auch 

ungeklärt, ob der Beschwerdeführer seiner Mitwirkungspflicht bei den auf 

eine Verbesserung des Gesundheitszustands abzielenden Therapien 

nachkam bzw. nachkommt (vgl. Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG). Im Bericht von 

Dr. F._______ vom 4. November 2019 wird nur ausgeführt, im 

hausärztlichen Erstbericht vom 19. Juli 2019 werde festgehalten, dass zum 

damaligen Zeitpunkt eine pharmakologische Behandlung mit Valdoxan 

erfolgt sei (IVSTA-act. 10). Es finden sich dazu keine weiteren inhaltlichen 

Konkretisierungen in den Akten und auch der erwähnte hausärztliche 

Bericht liegt nicht vor.  

7.1.5 Zusammenfassend verfügte Dr. O._______ zwar über die 

notwendigen fachspezifischen Qualifikationen (Facharzt für Psychiatrie 

und Psychotherapie) um zu den psychischen Beschwerden des 

Versicherten beweistauglich Stellung nehmen zu können. Allerdings fehlt 

es an einer umfassenden und nachvollziehbaren gutachterlichen 

Würdigung, dies insbesondere hinsichtlich der Beurteilung der bei leichten 

bis mittelgradigen depressiven Störungen bedeutsamen Schweregrad-

indikatoren (vgl. E. 7.2.2 vorstehend) und der Kategorie «Konsistenz» (vgl. 

E. 7.2.3 vorstehend). So enthält das Gutachten keine nachvollziehbare 

C-5162/2022 

Seite 31 

Einschätzung hinsichtlich der Gründe, weshalb trotz lediglich leichter 

Depression funktionelle Leistungseinschränkungen persistieren, die sich 

auf die Arbeitsfähigkeit auswirken, und dazu, ob und inwiefern die bisherige 

Therapie leitliniengerecht erfolgte. Auch im Hinblick auf den Indikator 

Komorbidität fehlt es trotz aktenkundiger somatischer Leiden an der 

erforderlichen gutachterlichen Gesamtbetrachtung.  

7.2 Auch die Aktenbeurteilung des Psychiaters Dr. N._______ vom inter-

nen medizinischen Dienst der Vorinstanz vom 4. Mai 2022 kann nicht als 

schlüssig und nachvollziehbar beurteilt werden. Hinsichtlich des Indikators 

«Komorbidität» führt Dr. N._______ lediglich aus, betreffend die kürzlich 

entdeckte und behandelte Schlafapnoe-Komorbidität habe sich die erhöhte 

Müdigkeit teilweise verbessert. Auch beschränkt sich Dr. N._______ da-

rauf, zu behaupten, es bestehe eine gleichmässige Einschränkung des Ak-

tivitätenniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen, ohne dies nach-

vollziehbar zu begründen. Zudem legt er dar, der Versicherte würde sich 

sämtlichen vorgeschlagenen Behandlungen unterziehen und damit den 

Willen zeigen, sich von seinen Leiden zu befreien, ohne dabei in die Über-

legungen einzubeziehen, dass sich der Beschwerdeführer weder einer 

psychiatrischen Behandlung unterzieht noch eine psychopharmakologi-

sche Medikation erfolgt. Dr. N._______ weicht auch von der Einschätzung 

der Arbeitsfähigkeit durch Dr. O._______ ab und führt diesbezüglich ledig-

lich aus, der beschriebene Zeitraum der symptomatischen Verschlechte-

rung von April bis Juli 2021 sei von zu geringer Dauer und Intensität, um 

eine signifikante Veränderung des festgestellten Grades der Arbeitsunfä-

higkeit darzustellen.  

7.3 Auf die ergänzende Stellungnahme des ärztlichen Dienstes vom 

31. März 2023 kann ebenfalls nicht abgestellt werden. Dr. M._______ hält 

fest, es liege eine teilweise reversible schwere obstruktive Atemwegser-

krankung vor, die funktionelle Einschränkungen für schwere Tätigkeiten 

rechtfertige. Weiter führt er lediglich aus, aus somatischer Sicht sei keine 

langfristige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt worden, da eine Unterrichtstätig-

keit vorgesehen gewesen sei. Zur Erforderlichkeit weiterer Abklärungen 

äussert er sich nicht und es fehlt auch an einer alle Leiden einbeziehenden 

Gesamtbetrachtung.  

7.4  Das Gericht kann sich schliesslich auch nicht ausschliesslich auf die 

Berichte der verschiedenen behandelnden und konsultierten Ärzte stützen, 

welche verschiedene Diagnosen und bescheinigte Arbeitsunfähigkeiten 

enthalten. Diese Dokumente erlauben es nicht, als unmittelbare 

C-5162/2022 

Seite 32 

Entscheidgrundlage für ein abschliessendes Urteil herangezogen zu wer-

den (vgl. oben E. 5.6.4). So enthalten auch die Berichte der verschiedenen 

im Verlauf konsultierten oder behandelnden Ärzte keine vollständige und 

rechtsgenügliche Darstellung und Beurteilung des relevanten medizini-

schen Sachverhalts, sondern konzentrieren sich jeweils auf die Behand-

lung des aktuellen Gesundheitszustands.   

7.5 Vorliegend kommt hinzu, dass rechtsprechungsgemäss die Einschät-

zung der Leistungsfähigkeit bei komplexen gesundheitlichen Beeinträchti-

gungen auf einer umfassenden, die Teilergebnisse verschiedener medizi-

nischer Disziplinen integrierenden Grundlage erfolgen muss. Denn Zweck 

solcher interdisziplinären Gutachten ist es, alle relevanten gesundheitli-

chen Beeinträchtigungen zu erfassen und die sich daraus je einzeln erge-

benden Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit in ein Gesamtergebnis zu 

fassen (vgl. BGE 137 V 210 E. 1.2.4). Aus den vorliegenden Akten gehen 

ausser den psychiatrischen Beschwerden wie dargestellt auch somatische 

Leiden hervor, die zu therapieren sind. Diesbezüglich ist insbesondere auf 

den erst im bundesverwaltungsgerichtlichen Verfahren eingereichten Be-

richt des behandelnden Pneumologen Dr. P._______ vom 23. März 2021 

und die hausärztlichen Berichte hinzuweisen. Eine daher notwendige inter-

disziplinäre Gesamtbetrachtung findet sich in den vorliegend verfügbaren 

Unterlagen nicht, dies auch nicht im Hinblick auf eine umfassende Darstel-

lung der pneumologischen Entwicklung (schweres obstruktives Schlafap-

noe-Syndrom und Hypopnoe-Syndrom; schwere, partiell reversible ob-

struktive Ventilationsstörung) und der diagnostizierten Adipositas, welche 

die Gesamtbeurteilung einzubeziehen sind (zur präzisierten Rechtspre-

chung zur Adipositas vgl. BGE 151 V 66 E. 5.9 und 5.11). 

7.6 Insgesamt erweist sich somit die Abklärung des medizinischen Sach-

verhalts durch die Vorinstanz ungenügend. Die eingeholten Arztberichte 

erlauben es nicht, ein schlüssiges und nachvollziehbares Bild der geklag-

ten Leiden zu machen und sie bilden keine rechtsgenügende Grundlage 

für die abschliessende Beurteilung des Gesundheitszustands und der Ar-

beitsfähigkeit des Beschwerdeführers während des massgebenden Zeit-

raums ab spätestens Juli 2019 (bei Anmeldung am 28. Januar 2020) bis 

zur Verfügung vom 11. Oktober 2022. Die Vorinstanz wäre aufgrund des 

Untersuchungsgrundsatzes verpflichtet gewesen, weitere Abklärungen 

vorzunehmen. Im Übrigen war die Vorinstanz vor Verfügungserlass durch 

den Beschwerdeführer unter Hinweis auf sich zum damaligen Zeitpunkt 

nicht in den Akten befindliche Arztberichte auch auf seine somatischen Lei-

den hingewiesen worden (vgl. E. 7 vorstehend). In Anbetracht der 

C-5162/2022 

Seite 33 

langjährigen Beschwerden des Beschwerdeführers hätte sich daher eine 

interdisziplinäre Begutachtung aufgedrängt, auch hinsichtlich des zeitli-

chen Verlaufs. Enthalten die Akten für die streitigen Belange wie vorliegend 

keine beweistauglichen Unterlagen, kann eine Stellungnahme der versi-

cherungsinternen Fachpersonen in der Regel nur zu weiteren Abklärungen 

Anlass geben (vgl. oben E. 5.6.3). Mangels einer zuverlässigen medizini-

schen Entscheidgrundlage ist es vorliegend daher auch nicht möglich, mit 

dem im Sozialversicherungsrecht erforderlichen Beweisgrad der überwie-

genden Wahrscheinlichkeit zu beurteilen, in welcher Höhe und für welchen 

Zeitraum der Beschwerdeführer Anspruch auf eine ordentliche Invaliden-

rente hat. Da es insbesondere an einer interdisziplinären Gesamtbeurtei-

lung der Beschwerden fehlt und die Vorinstanz sich im vorliegenden Ver-

fahren lediglich auf die – wie dargelegt – ungenügenden Beurteilungen der 

behandelnden und konsultierten Ärzte und die Aktenbeurteilungen ihres in-

ternen medizinischen Dienstes gestützt hat, steht einer Rückweisung der 

Sache an die Vorinstanz zu weiteren Abklärungen nichts entgegen (vgl. 

BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4).   

7.7 Die angefochtene Verfügung ist gestützt auf eine unvollständige Sach-

verhaltsabklärung ergangen, weshalb die Sache in Gutheissung des Even-

tualantrags des Beschwerdeführers in Anwendung von Art. 61 Abs. 1 

VwVG zur Vornahme der notwendigen medizinischen Abklärungen und 

hernach neuem Entscheid an die Vorinstanz zurückzuweisen ist. Diese 

Rückweisung an die Vorinstanz erfolgt in Übereinstimmung mit der bun-

desgerichtlichen Rechtsprechung, gemäss welcher eine Rückweisung an 

die IV-Stelle im Falle einer notwendigen Erhebung einer bisher vollständig 

ungeklärten Frage möglich ist (BGE 139 V 99 E. 1.1; 137 V 210 E. 4.4.1.4), 

was vorliegend der Fall ist, da die Vorinstanz die psychischen und somati-

schen Beschwerden des Versicherten nicht rechtsgenüglich abgeklärt hat 

und auch kein interdisziplinäres (Verlaufs)Gutachten eingeholt hat. 

7.8 Die Vorinstanz ist in Anwendung von Art. 61 Abs. 1 VwVG anzuweisen, 

nach Aktualisierung und Vervollständigung der medizinischen Akten und 

Klärung der Statusfrage eine umfassende interdisziplinäre Begutachtung 

des Beschwerdeführers zu veranlassen. Die Gutachter werden dabei im 

Rahmen einer Gesamtbetrachtung insbesondere zu beurteilen haben, wel-

che gesundheitlichen Beeinträchtigungen mir welchen Auswirkungen auf 

die funktionelle Leistungs- und Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers so-

wohl in seiner angestammten als auch in einer angepassten Tätigkeit spä-

testens seit Juli 2019 und auch im zeitlichen Verlauf bestehen.  

C-5162/2022 

Seite 34 

Mit Blick auf die im Raum stehenden Befunde und Diagnosen erscheinen 

Expertisen in den Fachbereichen Innere Medizin, Pneumologie und Psy-

chiatrie (letztere insbesondere unter Berücksichtigung der Standardindika-

toren gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung [BGE 143 V 418; 143 

V 409; 141 V 281]) erforderlich. Ob neben den genannten Fachdisziplinen 

auch noch weitere Spezialisten beizuziehen sind, ist dem pflichtgemässen 

Ermessen der Gutachter zu überlassen, zumal es primär ihre Aufgabe ist, 

aufgrund der konkreten Fragestellung über die erforderlichen Untersu-

chungen zu befinden (vgl. dazu BGE 139 V 349 E. 3.3; Urteil des BGer 

9C_361/2020 vom 26. Februar 2021 E. 4.4). 

In Bezug auf die durchzuführende psychiatrische Begutachtung ist Folgen-

des zu berücksichtigen: Die Vorinstanz hat zunächst die von der behan-

delnden Psychotherapeutin und den behandelnden Ärzten (insbesondere 

auch vom behandelnden Hausarzt seit Beginn der hausärztlichen Behand-

lung im Juli 2015) geführten vollständigen Patientenakten des Beschwer-

deführers für die gesamte Therapiedauer einzuholen, da sich in den echt-

zeitlichen Aufzeichnungen zu den durchgeführten Behandlungen relevante 

Angaben (gerade betreffend jeweils geklagte Beschwerden, festgestellte 

Befunde, zur Entwicklung des Beschwerdebildes und der Befunde, zu the-

rapeutischen Überlegungen und durchgeführten Therapien und ihrer Wir-

kung) finden, welche Aufschluss über den Schweregrad und den Verlauf 

des psychischen Leidens geben können und eine genauere retrospektive 

Arbeitsfähigkeitsbeurteilung zulassen. Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit 

(sowohl retrospektiv als auch für den Begutachtungszeitpunkt) hat unter 

Berücksichtigung der Standardindikatoren zu erfolgen. Die psychiatrische 

Beurteilung kann erst erfolgen, wenn die somatischen Abklärungsergeb-

nisse vorliegen. Bei leichten bis mittelschweren depressiven Störungen ist 

es zudem Aufgabe des medizinischen Sachverständigen aufzuzeigen, 

weshalb trotz an sich guter Therapierbarkeit dieser Störung im Einzelfall 

funktionelle Leistungseinschränkungen resultieren, die sich auf die Arbeits-

fähigkeit auswirken (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2; 148 V 49 E. 6.2.2). 

Schliesslich werden die Gutachter eine gutachterliche interdisziplinäre Ge-

samtwürdigung vorzunehmen haben. Mit der interdisziplinären Begutach-

tung kann sichergestellt werden, dass alle relevanten Gesundheitsschädi-

gungen im Verlauf erfasst und die daraus jeweils abgeleiteten Einflüsse auf 

die Arbeitsfähigkeit würdigend in einem Gesamtergebnis ausgedrückt wer-

den (vgl. dazu Urteil des BVGer C-2713/2015 vom 13. Oktober 2016 

E. 5.1). Sinnvollerweise ist dabei die Entwicklung des Gesundheitszu-

stands und der Verlauf der Arbeits- und Leistungsfähigkeit bis zum Zeit-

punkt der Begutachtung miteinzubeziehen. 

C-5162/2022 

Seite 35 

7.9 Die interdisziplinäre Begutachtung hat in der Schweiz zu erfolgen, da 

die Abklärungsstelle mit den Grundsätzen der schweizerischen Versiche-

rungsmedizin vertraut sein muss (Art. 7m ATSV [SR 830.11]; vgl. auch Ur-

teil des BGer 9C_235/2013 vom 10. September 2013 E. 3.2; statt vieler 

Urteil des BVGer C-3864/2017 vom 11. März 2019 E. 7.5 m.w.H.). Vorlie-

gend sind keine Gründe ersichtlich, welche eine Begutachtung in der 

Schweiz als unverhältnismässig erscheinen lassen. Im Weiteren ist die 

Gutachterstelle nach dem Zufallsprinzip gemäss Zuweisungssystem 

«SuisseMED@P» zu ermitteln (Art. 44 Abs. 7 Bst. a ATSG i.V.m. Art. 72bis 

Abs. 2 IVV; vgl. auch BGE 139 V 349 E. 5.2.1) und dem Beschwerdeführer 

sind die ihm zustehenden Mitwirkungsrechte einzuräumen (vgl. insb. 

Art. 44 Abs. 2 und 3 ATSG). 

8.   

Es bleibt über die Verfahrenskosten und eine allfällige Parteientschädigung 

zu befinden. 

8.1 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig (Art. 69 Abs. 1bis i.V.m. 

Art. 69 Abs. 2 IVG), wobei die Verfahrenskosten grundsätzlich der unterlie-

genden Partei auferlegt werden. Die Rückweisung der Sache zu erneuter 

Abklärung gilt rechtsprechungsgemäss als vollständiges Obsiegen (vgl. 

BGE 146 V 28 E. 7; 141 V 281 E. 11.1; Urteil des BGer 8C_104/2024 vom 

22. Oktober 2024 E. 7.1). Dem obsiegenden Beschwerdeführer sind des-

halb keine Verfahrenskosten aufzuerlegen und der geleistete Kostenvor-

schuss von Fr. 800.– ist ihm nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils zu-

rückzuerstatten. Die Vorinstanz als Bundesbehörde hat ebenfalls keine 

Verfahrenskosten zu tragen (Art. 63 Abs. 2 VwVG). Es werden somit keine 

Verfahrenskosten erhoben.  

8.2 Der obsiegende, anwaltlich vertretene Beschwerdeführer hat gemäss 

Art. 64 Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 7 des Reglements vom 21. Feb-

ruar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwal-

tungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) Anspruch auf eine Parteientschädi-

gung zu Lasten der Vorinstanz. Der Rechtsvertreter des Beschwerdefüh-

rers macht mit Eingabe vom 19. September 2025 (vgl. BVGer-act. 19) für 

die Zeit vom 10. November 2022 bis 19. September 2025 einen anwaltli-

chen Aufwand von 20 Stunden à Fr. 250.– zuzüglich 8.1 % Umsatzsteuer 

von Fr. 405.–, d.h. insgesamt Fr. 5'405.– geltend. 

Mit Blick auf den notwendigen Aufwand ist für das vorliegende Verfahren 

zu prüfen, ob der Aufwand von 20 Stunden als notwendig zu betrachten 

C-5162/2022 

Seite 36 

und demzufolge vollumfänglich zu entschädigen ist. Der Beschwerdeführer 

hat im vorliegenden Verfahren im Wesentlichen folgende Rechtsschriften 

ausarbeiten und einreichen lassen: Beschwerde (7 Textseiten inkl. Deck-

blatt mit einem geltend gemachten Aufwand von 10 Stunden), Replik (rund 

4 Textseiten inkl. Deckblatt mit einem geltend gemachten Aufwand von 

5 Stunden) und eine Stellungnahme zur beabsichtigten Rückweisung 

(2 Textseiten inkl. Deckblatt mit einem geltend gemachten Aufwand von 

1 Stunde). Mit Blick auf diese Eingaben und die weiteren deklarierten Auf-

wendungen, namentlich Aktenstudium und Besprechung der Beschwerde-

schrift sowie der Verfügung zur beabsichtigten Rückweisung mit dem Be-

schwerdeführer, erweist sich der dafür geltend gemachte Aufwand von 

20 Stunden als zu hoch. Der Rechtsanwalt vertrat den Beschwerdeführer 

bereits im Verwaltungsverfahren, weshalb Kenntnis der Sach- und Rechts-

lage grösstenteils vorausgesetzt werden darf. Unter Berücksichtigung der 

obgenannten Umstände, mit Blick auf ähnlich gelagerte Fälle und die im 

Sozialversicherungsrecht geltende Untersuchungsmaxime ist ein Aufwand 

von insgesamt 11 Stunden als angemessen und gerechtfertigt anzusehen, 

wobei 10 Stunden für den Aufwand bis und mit Erstellung der Replik und 

1 Stunde für die Besprechung der Verfügung zur beabsichtigen Rückwei-

sung und das Einreichen der diesbezüglichen Stellungnahme zu veran-

schlagen sind. Der geltend gemachte Stundenansatz von Fr. 250.– ent-

spricht dem in der Regel vom Bundesverwaltungsgericht für Parteientschä-

digungen in Verfahren im Bereich der Invalidenversicherung anerkannten 

Stundenansatz und ist daher nicht zu beanstanden. Ebenfalls zu berück-

sichtigen ist grundsätzlich die geltend gemachte Mehrwertsteuer (vgl. 

Art. 9 Abs. 1 i.V.m. Art. 10 Abs. 2 VGKE; Art. 1 Abs. 2 lit. a und Art. 3 lit. a 

des Bundesgesetzes vom 12. Juni 2009 über die Mehrwertsteuer 

[MWSTG, SR 641.20] i.V.m. Art. 3 Abs. 1 und 2 des Zollgesetzes vom 

18. März 2005 [ZG, SR 631.0] und Art. 2 der Vereinbarung zwischen der 

Schweizerischen Eidgenossenschaft und dem Fürstentum Liechtenstein 

zum Vertrag betreffend die Mehrwertsteuer im Fürstentum Liechtenstein 

vom 12. Juli 2012 [SR 0.641.295.142.1]; zum Begriff (Mehrwertsteuer-)In-

land vgl. auch unter: www.estv2.admin.ch/stp/ds/d-grundsaetze-der-mehr-

wertsteuer-de.pdf, Ziff. 4.1, 4.1.1). Für die erbrachten Leistungen bis zum 

31. Dezember 2023 von 10 Stunden ist ein Mehrwertsteuerzuschlag von 

7.7 % (= Fr. 192.50) und für jene ab dem 1. Januar 2024 von 1 Stunde ein 

solcher von 8.1 %, (= Fr. 20.25) anwendbar, insgesamt Fr. 212.75.  

Dem Beschwerdeführer ist somit zu Lasten der Vorinstanz eine Parteient-

schädigung in der Höhe von insgesamt Fr. 2'962.75 (11 Stunden à 

Fr. 250.– zuzüglich der Mehrwertsteuer von Fr. 212.75) zuzusprechen.  

C-5162/2022 

Seite 37 

Die Vorinstanz hat keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 7 

Abs. 3 VGKE). 

  

C-5162/2022 

Seite 38 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird insoweit gutgeheissen, als die angefochtene Verfü-

gung vom 11. Oktober 2022 aufgehoben und die Sache zur weiteren Ab-

klärung im Sinne der Erwägungen sowie zu neuem Entscheid an die Vor-

instanz zurückgewiesen wird. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der vom Beschwerdeführer 

geleistete Kostenvorschuss in Höhe von Fr. 800.– wird ihm nach Eintritt der 

Rechtskraft des vorliegenden Entscheids zurückerstattet. 

3.  

Dem Beschwerdeführer wird zulasten der Vorinstanz eine Parteientschädi-

gung von Fr. 2'962.75.– zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, die Vorinstanz und das Bun-

desamt für Sozialversicherungen. 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Christoph Rohrer Vera Häne 

 

  

C-5162/2022 

Seite 39 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen 

gemäss Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG gegeben sind. Die Frist ist gewahrt, 

wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundes-

gericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder 

einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung 

übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in einer 

Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit An-

gabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene 

Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende 

Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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