# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a58d6143-0c96-5043-91e7-b84ef58ed8cc
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2005-08-23
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 23.08.2005 SF 2005 24
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SF-2005-24_2005-08-23.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Tribunale cantonale dei Grigioni
Dretgira chantunala dal Grischun

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 23. August 2005 Schriftlich mitgeteilt am: 
SF 05 24 (mündlich eröffnet)

Urteil
Strafkammer

Vorsitz Vizepräsident Bochsler
RichterInnen Heinz-Bommer, Riesen-Bienz, Giger und Hubert
Aktuarin ad hoc Bäder Federspiel

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In der Strafsache

des Z., amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. Luzi Bardill, Poststrasse 43, 
7002 Chur,

mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 22. Juni 2005,

wegen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz, etc.

in Anklagezustand versetzt,

hat sich ergeben:

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A. Z. wurde am A. in B. geboren. Er wuchs zusammen mit einem Bruder 
und einer Schwester vorerst bei den Eltern in C. und später bei der Mutter in D. auf. 
Die Schulen besuchte er in C. (sechs Jahre Primar-, zwei Jahre Oberschule) und in 
E. (ein Jahr Oberstufe). Seine Jugendzeit bezeichnet Z. als schlecht. Nach dem 
Schulabschluss absolvierte er eine einjährige landwirtschaftliche Ausbildung und 
hatte dann an verschiedenen Orten in der Schweiz unterschiedliche Stellen inne. 
Ungefähr im Jahre 1983 machte sich Z. als Transportunternehmer selbständig, wo-
bei er weiterhin Temporäranstellungen hatte. Den Transportbetrieb musste er we-
gen finanzieller Probleme im Frühjahr 2003 aufgeben. Vor seiner Verhaftung im Mai 
2004 arbeitete Z. als Kellner im Restaurant F. in AJ., wo er monatlich brutto ca. Fr. 
2'500.-- verdiente. Nachdem der Angeklagte am 25. Juni 2004 aus der Untersu-
chungshaft entlassen worden war, arbeitete er im Juli 2004 für ein Reinigungsinstitut 
und anschliessend bis am 3. Dezember 2004 als Chauffeur für die Firma G. in H.. 
In der Folge fand er bis im März 2005 keine Anstellung. Danach war Z. während 
zwei bis drei Tagen pro Woche bei der Firma I., Abbruch und Umbau, in J. als All-
rounder tätig. Er verdiente dort monatlich ca. Fr. 1'000.-- bis Fr. 1'500.-- brutto und 
wurde zudem vom Sozialamt unterstützt. Anlässlich der Hauptverhandlung gab Z. 
an, immer noch stundenweise bei der Firma I. zu arbeiten. Daneben sei er als Aus-
hilfe bei der K. AG sowie als Grill-Koch im Restaurant L. in AJ. tätig. So verdiene er 
aktuell ca. Fr. 4'500.-- monatlich. Z. hat Schulden in Höhe von ca. Fr. 250'000.--.

Im Jahre 1990 heiratete Z. M.. Aus dieser Verbindung ging im Jahr 1990 eine 
Tochter hervor. Die Ehe wurde ca. 1994 geschieden. An den Unterhalt seiner ersten 
Frau und der aus dieser Ehe stammenden 15-jährigen Tochter muss Z. monatlich 
Fr. 1'580.-- bezahlen. Im Jahr 1999 heiratete er N., wobei diese Ehe drei Jahre 
später ebenfalls geschieden wurde. Von Februar 2003 bis ca. Herbst 2004 war der 
Angeklagte mit O. verheiratet. Am 29. Juli 2005 heiratete Z. P.. 

Im schweizerischen Strafregister ist Z. mit zwei Eintragungen verzeichnet. Am 
10. Februar 2000 verurteilte ihn das Bezirksgericht AJ. wegen Widerhandlung ge-
gen das Betäubungsmittelgesetz, Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs zu 
einer 15-monatigen Gefängnisstrafe. Der Vollzug der Strafe wurde unter Anordnung 
einer zweijährigen Probezeit aufgeschoben. Am 12. Januar 2004 wurde er von der 
gleichen Instanz wegen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz mit 15 
Monaten Gefängnis bestraft. Auch diese Freiheitsstrafe wurde aufgeschoben und 
eine Probezeit von fünf Jahren angeordnet. Darüber hinaus ist Z. beim Stadtrichter-
amt AJ. wegen diverser Übertretungen verzeichnet. Im SVG-Massnahmenregister 
(ADMAS) ist Z. mit einer Verwarnung vom 11. Dezember 2003 sowie einem vier-

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monatigen Entzug des Führerausweises vom 27. Februar 2004 bis und mit 26. Juni 
2004 verzeichnet.

Z. wurde am 12. Mai 2004 in AJ. festgenommen. Der Haftrichter des Bezirks-
gerichts Plessur ordnete mit Entscheid vom 17. Mai 2004, mitgeteilt gleichentags, 
über Z. die Untersuchungshaft an. Am 25. Juni 2004 wurde er aus der Untersu-
chungshaft entlassen. Vom 8. März 2005 bis am 11. März 2005 befand sich Z. er-
neut in Polizeihaft. 

B. Gemäss Auftrag des Untersuchungsrichters vom 5. August 2004 
wurde über Z. ein psychiatrisches Gutachten verfasst. In ihrem Gutachten vom 14. 
Dezember 2004 gelangte Dr. med. AB., AA., zum Schluss, dass der Angeklagte 
zum Zeitpunkt der inkriminierten Taten voll zurechnungsfähig war. Eine Massnahme 
im Sinne von Art. 43 und/oder Art. 44 StGB ist nach Angaben der Sachverständigen 
nicht angezeigt. Im Falle des Vollzugs einer unbedingten Freiheitsstrafe empfiehlt 
die Gutachterin eine begleitende psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung 
auf freiwilliger Basis.

C. Mit Verfügung vom 6. April 2004 eröffnete die Staatsanwaltschaft 
Graubünden gegen Z. eine Strafuntersuchung wegen Widerhandlung gegen das 
Betäubungsmittelgesetz und beauftragte das Untersuchungsrichteramt AL. mit de-
ren Durchführung. Schlussverfügungen ergingen am 22. Februar 2005 und am 9. 
Mai 2005. Mit Teileinstellungsverfügung vom 6. Juni 2005, mitgeteilt am 24. Juni 
2005, wurde die Strafuntersuchung gegen Z. betreffend Verletzung von Verkehrs-
regeln gemäss Art. 27 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 1 SVG vom 2. 
Februar 2004 eingestellt. Mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 
22. Juni 2005 wurde Z. wegen Widerhandlung gegen Art. 19 Ziffer 2 lit. a BetmG, 
mehrfacher Widerhandlung gegen Art. 19 Ziffer 1 BetmG, mehrfacher Widerhand-
lung gegen Art. 87 Abs. 1 lit. f Heilmittelgesetz, mehrfachen Fahrens in angetrunke-
nem Zustand gemäss Art. 91 Abs. 1 SVG, Ungehorsams gegen amtliche Verfügun-
gen gemäss Art. 292 StGB, Ungehorsams im Betreibungs- und Konkursverfahren 
gemäss Art. 323 Ziff. 1 StGB sowie wegen mehrfacher Verletzung von Verkehrsre-
geln gemäss Art. 27 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 1 SVG in Anklage-
zustand versetzt. Der Anklage liegt gemäss Anklageschrift der Staatsanwaltschaft 
Graubünden vom 22. Juni 2005 der folgende Sachverhalt zugrunde:

„Z. wird angeklagt 

1. der Widerhandlung gegen Art. 19 Ziff. 2 lit. a BetmG.

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In den Jahren 2003 und 2004 kaufte Z. von verschiedenen Personen 
mindestens 773 Gramm Kokain sehr guter Qualität. Den Stoff bezog er 
in der Regel in Einheiten von 30 bis 50 Gramm für durchschnittlich ca. 
CHF 63.- pro Gramm bei einem gewissen "Q." und einem "R." in AJ.. 
Zudem behändigte der Angeklagte am 12. Mai 2004 anlässlich seiner 
Festnahme bzw. einer Razzia im Restaurant F. in AJ. ab einem Tisch 
ein Gramm nicht ihm gehörendes Kokain und versteckte es in seiner 
Unterhose. 

Von den gekauften ca. 773 Gramm Kokain veräusserte Z. zwischen 
Sommer 2003 und Dezember 2004 an verschiedenen Orten in der 
Schweiz an unterschiedliche Personen insgesamt mindestens 760 
Gramm für total CHF 58'260.-, wobei ihm die Abnehmer den Übernah-
mepreis teilweise schuldig blieben. Weitere rund 10 Gramm des Ko-
kains übernahm der damalige Geschäftsführer des F., S., zwischen 
April 2004 und Mai 2004 mit dem stillschweigenden Einverständnis des 
Angeklagten unentgeltlich. Was Z. mit den restlichen mindestens 3 
Gramm Kokain tat, konnte nicht geklärt werden. Er selbst konsumierte 
nie illegale Drogen. 

Im Einzelnen gab Z. wie folgt Kokain ab: 

- Zwischen Sommer 2003 und Mai 2004 verkaufte er in AJ. in mehre-
ren Malen T. mindestens 300 Gramm Kokain für total CHF 21'000.-. 

Akten: Dossier 3, act. 3.52, 3.53
Dossier 4, act. 4.49, 4.50, 4.51, 4.53
Dossier 5, act. 5.51, 5.55 

- Im Herbst 2003 brachte der Angeklagte zusammen mit V. in einem 
Mal mindestens 30 Gramm von ihm für CHF 1'950.- besorgtes Kokain 
von AJ. nach AK.. Dort verkauften sie den Stoff für CHF 2'400.- an 
V.. Die beiden Verkäufer erhielten je die Hälfte des Gewinnes. 

Akten: Dossier 3, act. 3.1
Dossier 4, act. 4.47, 4.48
Dossier 5, act. 5.42, 5.44 

- Im Oktober 2003 übergab Z. im Kanton AP. W. in einem Mal mindes-
tens 50 Gramm Kokain für CHF 4'000.-, das er in AJ. für CHF 2'750.- 
bis CHF 3'500.- erworben hatte. 

Akten: Dossier 3, act. 3.1 
Dossier 4, act. 4.21, 4.42, 4.48
Dossier 5, act. 5.8, 5.14, 5.28 

- Ca. im November 2003 händigte der Angeklagte X. im Kanton AP. 5 
Gramm Kokain aus. Der Übernehmer bezahlte den vereinbarten 
Preis von CHF 400.- nicht. Z. hatte den Stoff für ca. CHF 315.- in AJ. 
bezogen. 

Akten: Dossier 3, act. 3.1 
Dossier 4, act. 4.21, 4.42, 4.48
Dossier 5, act. 5.28 

- Zwischen November 2003 und anfangs März 2004 verkaufte der An-
geklagte in AL. W. in mehreren Malen insgesamt ca. 210 Gramm Ko-
kain in Einheiten von 20 bis 30 Gramm für total CHF 16'800.-. Den 
Stoff hatte er für ca. CHF 13'230.- in AJ. erworben. 

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Akten: Dossier 3,act. 3.1 
Dossier 4,act. 4.8a, 4.21, 4.22, 4.23, 4.25, 4.29, 4.42, 4.47, 

4.48
Dossier 5,act. 5.3, 5.8, 5.14, 5.30 

- In der gleichen Zeitspanne übergab Z. W. in AM. in mehreren Malen 
mindestens 60 Gramm Kokain für CHF 4’800.-. Er hatte diesen Stoff 
in AJ. für ca. CHF 3'780.- übernommen. 

Akten: Dossier 3, act. 3.1 
Dossier 4, act. 4.21, 4.23, 4.42, 4.48
Dossier 5, act. 5.8, 5.14 

- Ebenfalls zwischen November 2003 und anfangs März 2004 ver-
kaufte der Angeklagte an W. in AN. in mehreren Malen rund 40 
Gramm Kokain für CHF 3'200.-. Den Stoff hatte er für etwa CHF 
2’520.- in AJ. bezogen. 

Akten: Dossier 3, act. 3.1 
Dossier 4, act. 4.21, 4.23, 4.29, 4.42, 4.48
Dossier 5, act. 5.8, 5.14 

- Zwischen November 2003 und April 2004 veräusserte Z. in AJ. an 
ihm namentlich nicht bekannte Personen rund 24 Gramm Kokain in 
Einheiten von 1 bis 5 Gramm für total ca. CHF 2'160.-. Er hatte den 
Stoff gleichenorts für rund CHF 1'512.- gekauft. 

Akten: Dossier 3, act. 3.1 
Dossier 4, act. 4.8a, 4.42, 4.48
Dossier 5, act. 5.20 

- Vor seiner Ferienabwesenheit im Frühjahr 2004 legte der Angeklagte 
im Restaurant F. in AJ. 30 Gramm für W. bestimmtes Kokain bereit, 
das er für ca. CHF 1'260.- erworben hatte. Y. sollte den Stoff in der 
Folge nach AM. liefern. Weil W. zwischenzeitlich festgenommen wor-
den war, kam es nicht mehr zu dieser Übergabe. 10 Gramm des Ko-
kains übernahm in der Folge S.. Die verbleibenden 20 Gramm ver-
kaufte Z. bis im April 2004 in Einheiten von 1 bis 5 Gramm für total 
ca. CHF 1'800.- an ihm namentlich nicht bekannte Personen in AJ.. 

Akten: Dossier 3, act. 3.1 
Dossier 4, act. 4.8a, 4.42, 4.43, 4.48
Dossier 5, act. 5.20 

- Als der Angeklagte am 31. Dezember 2003 zusammen mit V. von AJ. 
nach AO. fuhr, streckte er die von beiden mitgeführten ca. 20 Gramm 
Kokain mit Dextroenergen (Traubenzucker) auf rund 25 Gramm und 
übergab das Gemisch V.. Von den verwendeten 20 Gramm Kokain 
hatte Z. mindestens 10 Gramm für rund CHF 630.- in AJ. besorgt. 
Dafür verlangte er von V. CHF 750.-. 

Akten: Dossier 4, act. 4.52
Dossier 5, act. 5.54 

- Zwischen Januar 2004 und Februar 2004 übergab der Angeklagte in 
AJ. Y. in drei Malen insgesamt rund 6 Gramm Kokain für CHF 600.-. 
Diesen Stoff bezahlte der Übernehmer, indem er Z. teilweise Waren 
überliess und für ihn arbeitete. Der Angeklagte hatte dieses Kokain 
für ca. CHF 378.- in AJ. gekauft.

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Akten: Dossier 3, act. 3.1 
Dossier 4, act. 4.43, 4.48 

- Im Dezember 2004 verkaufte Z. in AJ. an T. wenigstens 5 Gramm 
Kokain für CHF 350.-. Zum Zeitpunkt der Übergabe hatte er mindes-
tens 3 weitere Gramm Kokain dabei. Woher dieser Stoff stammte, 
konnte nicht geklärt werden. 

Akten: Dossier 3, act. 3.52, 3.53 
Dossier 4, act. 4.49, 4.50, 4.53
Dossier 5, act. 5.50 

Das vom Angeklagten übernommene und weitergegebene Kokain wies 
einen durchschnittlichen Reinheitsgehalt von 75 bis 80% auf. 

Z. übergab das Kokain den Abnehmern teilweise auf Kredit. Weil die 
entsprechenden Zahlungen zumindest teilweise nicht vereinbarungs-
gemäss eingingen, ist unklar, inwiefern er mit diesem Handel einen Ge-
winn erzielt hat. 

Akten: Dossier 3, act. 3.1 - 3.54
Dossier 4, act. 4.1 - 4.53
Dossier 5, act. 5.1 - 5.55 

Anlässlich der Verhaftung des Angeklagten am 12. Mai 2004 konnten 
im Restaurant F. in AJ. 50.7 Gramm Kokain sichergestellt und am 22. 
Februar 2005 beschlagnahmt werden (Lager Nr. AD. / Stapo ZH). Die-
ser Stoff, der einen Reinheitsgehalt von 94% aufwies, konnte nicht mit 
genügender Sicherheit Z. zugeordnet werden. 

Das Gramm Kokain, das der Angeklagte anlässlich seiner Verhaftung 
am 12. Mai 2004 im Restaurant F. an sich genommen hatte, wurde po-
lizeilich sichergestellt und am 22. Februar 2005 beschlagnahmt (Lager 
Nr. AE./ Stapo ZH). 

Akten: Dossier 3, act. 3.45 

2. der mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 19 Ziff. 1 BetmG.

Zwischen ca. November 2003 und Januar 2004 übernahm Z. von AF. 
im Raum AJ. in fünf Malen rund 2'000 Gramm "Indoor-" und 2'500 
Gramm "Outdoor-Marihuana" für total CHF 17'750.- bis CHF 18'250.-. 
Weitere 453 Gramm bezog er im Januar 2004 von einem Brasilianer in 
AJ. für CHF 100.-. 

Die übernommenen insgesamt etwa 4'953 Gramm "Marihuana" brachte 
der Angeklagte in der erwähnten Zeitspanne nach AL. und übergab sie 
dort W.. Dafür verlangte er vom Käufer ca. CHF 26'000.-, wobei dieser 
den Stoff nur zum Teil bezahlte. Rund 1'000 Gramm des "Marihuanas" 
waren von eher schlechter, aber rauchbarer, der Rest von sehr guter 
Qualität. Von den erwähnten 1'000 Gramm mässiger / schlechter Qua-
lität gab W. dem Angeklagten 500 Gramm zurück, worauf dieser den 
Stoff im Januar 2004 einem gewissen "AG." in AJ. schenkte. 

Akten: Dossier 3, act. 3.1, 3.55 
Dossier 4, act. 4.21, 4.22, 4.29, 4.42, 4.47, 4.48
Dossier 5, act. 5.3, 5.8, 5.14, 5.25, 5.30, 5.33 

3. der mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 87 Abs. 1 lit. f Heilmittelge-
setz. 

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Zwischen Oktober 2003 und März 2004 verkaufte Z. an W. in mehreren 
Malen insgesamt 44 Viagra-Tabletten für CHF 286.- und 44 Caverta-
Tabletten für CHF 440.-. Beide Medikamente sind rezeptpflichtig. Der 
Angeklagte hatte die Tabletten geschenkt erhalten. 

Akten: Dossier 3, act. 3.1, 3.44 
Dossier 4, act. 4.21, 4.42, 4.48
Dossier 5, act. 5.14 

4. des mehrfachen Fahrens in angetrunkenem Zustand gemäss Art. 91 
Abs. 1 SVG. 

Nach dem Konsum einer unbekannten Menge alkoholischer Getränke 
brachte der Angeklagte in der Nacht vom 26. auf den 27. Februar 2004 
mit seinem Personenwagen, Smart XX., einen Bekannten von AJ. nach 
AQ.. Von dort fuhr er nach AR. weiter, wo er das Cabaret Esprit auf-
suchte und zwischen etwa 02.00 Uhr und 04.00 Uhr mindestens 2 
Wodka trank. Darauf setzte sich Z. erneut ans Steuer seines Personwa-
gens. Auf dem Beifahrersitz nahm seine Freundin P. Platz. Während der 
folgenden Fahrt in Richtung AS. hatten die beiden eine verbale Ausein-
andersetzung. Als sie um ca. 04.50 Uhr durch die AT.-Strasse in AJ. 11 
fuhren, griff die Beifahrerin ins Lenkrad, worauf der Angeklagte die Herr-
schaft über das Fahrzeug verlor. Der Wagen prallte gegen einen 
Schutzinselpfosten und kam schliesslich abseits der Fahrbahn zum Still-
stand. Die in der Folge von der Stadtpolizei AJ. bei Z. angeordnete Blut-
probe ergab für den rechtlich relevanten Zeitpunkt eine minimale Blutal-
koholkonzentration von 1.19 Gewichtspromille. 

Der Angeklagte musste nach dem Ereignis wegen Rückenbeschwerden 
zur Abklärung ins Stadtspital Waid und später in die Klinik Balgrist ein-
geliefert werden. P. erlitt verschiedene Prellungen und eine kleine 
Wunde am Mittelfinger. Am Fahrzeug entstand Totalschaden. 

Akten: Dossier 3, act. 3.40 - 3.43
Dossier 6, act. 6.1 - 6.10 

Am Abend des 2. Dezember 2004 stellte Z. den ihm vom Geschäft zu-
geteilten Lieferwagen YY. im Kreis 4 in AJ. ab und trank darauf in ver-
schiedenen Lokalen bis gegen 03.00 Uhr des 3. Dezember 2004 erheb-
liche Mengen Rotwein, Bier und Cüpli. Um ca. 03.30 Uhr setzte er sich 
erneut ans Steuer des erwähnten Fahrzeuges und fuhr damit in Rich-
tung AU., um es dort für die morgendlichen Warenauslieferungen zu be-
laden. Während dieser Fahrt wurde er um 04.20 Uhr von der Kantons-
polizei Aargau auf der Autobahn A1 in AV. angehalten und kontrolliert. 
Die in der Folge beim Angeklagten angeordnete Blutprobe ergab für den 
rechtlich relevanten Zeitpunkt eine minimale Blutalkoholkonzentration 
von 1.49 Gewichtspromille. 

Akten: Dossier 9, act. 9.1 - 9.8 

5. des Ungehorsams gegen amtliche Verfügungen gemäss Art. 292 StGB 
sowie des Ungehorsams im Betreibungs- und Konkursverfahren 
gemäss Art. 323 Ziff. 1 StGB. 

Mit Pfändungsankündigung vom 23. September 2003 wurde Z. vom Be-
treibungsamt AJ. 11 aufgefordert, bis am 6. Oktober 2003 für eine Ein-
vernahme mit anschliessendem Pfändungsvollzug das erwähnte Amt 
aufzusuchen. Gleichzeitig machte man ihn für den Fall eines Nichter-

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scheinens auf die Straffolgen gemäss Art. 292 und 323 StGB aufmerk-
sam. Obwohl der Angeklagte das erwähnte Schreiben rechtzeitig erhal-
ten hatte, erschien er nicht zum Pfändungsvollzug und liess sich auch 
nicht vertreten. Weil Z. auch auf die anschliessend versandten Vorla-
dungen nicht reagierte, musste er am 23. Februar 2004 von der Stadt-
polizei AJ. dem Betreibungsbeamten zugeführt werden. 

Akten: Dossier 8, act. 8.1 - 8.8 

6. der mehrfachen Verletzung von Verkehrsregeln gemäss Art. 27 Abs. 1 
SVG in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 1 SVG 

Am 3. Februar 2004 stellte der Angeklagte seinen Personenwagen, 
Smart, XX., auf einem Parkfeld in der Blauen Zone an der AW.-Strasse 
389 in AJ. 11 ab. Obwohl die Parkzeit gemäss Parkscheibe um 10.30 
Uhr abgelaufen war, stand der Wagen um 10.48 Uhr noch auf dem er-
wähnten Feld. 

Akten: Dossier 7, Pli 7.2 

Per 11. Februar 2004 stellte Z. seinen Personenwagen, Smart, XX., auf 
einem Parkfeld in der Blauen Zone an der AX.-Strasse 15 in AJ. 11 ab. 
Obwohl die Parkzeit gemäss Parkscheibe um 09.00 Uhr abgelaufen 
war, stand der Wagen um 09.16 Uhr noch auf dem erwähnten Feld. 

Akten: Dossier 7, Pli 7.3 

Am 13. Februar 2004 parkierte der Angeklagte seinen Personenwagen, 
Smart, XX., um ca. 22.25 Uhr während mindestens 5 Minuten an der 
AY.-Strasse56 in AJ. 4, obwohl die entsprechende Stelle mit einem Hal-
teverbot signalisiert ist. 

Akten: Dossier 7, Pli 7.4“

D. Die Hauptverhandlung vor der Strafkammer des Kantonsgerichts von 
Graubünden fand am 23. August 2005 in Anwesenheit des Angeklagten, Z., und 
seines amtlichen Verteidigers, Rechtsanwalt lic. iur. Luzi Bardill, statt. Die Anklage 
wurde durch Staatsanwalt Dr. iur. Alex Zindel vertreten. Gegen die Zuständigkeit 
und die Zusammensetzung des Gerichts wurden keine Einwände erhoben, so dass 
sich dieses als in der Sache legitimiert erklärte.

Im Rahmen des Beweisverfahrens zur Person präzisierte der Angeklagte auf 
richterliches Befragen die Angaben zu seinen persönlichen und beruflichen Verhält-
nissen gemäss Anklageschrift. Der amtliche Verteidiger reichte in diesem Zusam-
menhang die Heiratsurkunde von Z. mit P. sowie zwei Arbeitsverträge zu den Akten. 
Die ihm von der Anklage zur Last gelegten Widerhandlungen gegen das Betäu-
bungsmittelgesetz sowie die weiteren Delikte gestand Z. mit wenigen Ausnahmen 
ein.

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Nach Abschluss des Beweisverfahrens zur Person und zur Sache stellte und 
begründete der Staatsanwalt in seinem Plädoyer folgende Anträge: 

„1. Der Angeklagte sei im Sinne der Anklage schuldig zu sprechen.

2. Dafür sei er mit vier Jahren Zuchthaus, teilweise als Zusatzstrafe zum 
Urteil des Bezirksgerichts AJ. vom 12. Januar 2004, zu bestrafen. Die 
Untersuchungshaft sei anzurechnen.

3. Die Gewährung des bedingten Strafvollzuges für die 15 Monate Gefäng-
nis gemäss Urteil vom 12. Januar 2004 sei zu widerrufen und die Strafe 
vollziehen zu lassen.

4. Die sichergestellten und beschlagnahmten Betäubungsmittel seien rich-
terlich einzuziehen und der Vernichtung zuzuführen.

5. Das Gericht habe darüber zu befinden, ob der Angeklagte zu einer Er-
satzleistung zu verpflichten sei und wenn ja, in welcher Höhe.

6. Gesetzliche Kostenfolge.“

Der amtliche Verteidiger führte in seinem Plädoyer aus, dass in Bezug auf 
den Sachverhalt von den Angaben seines Mandanten auszugehen sei. Die von der 
Anklagevertretung vorgenommene rechtliche Subsumtion werde anerkannt. Im 
Weiteren nahm der amtliche Verteidiger zur Strafzumessung Stellung. Aufgrund sei-
ner Ausführungen gelangte der amtliche Verteidiger zu folgenden Anträgen:

„1. Z. sei im Sinne der Anklage schuldig zu sprechen.

2. Dafür sei er mit einer Freiheitsstrafe von maximal 3 Jahren zu bestrafen, 
unter Anrechnung der erstandenen Untersuchungshaft.

3. Die beschlagnahmten Betäubungsmittel seien einzuziehen und zu ver-
nichten.

4. Gesetzliche Kosten- und Entschädigungsfolge.“

Der Staatsanwalt verzichtete auf eine Replik.

In seinem Schlusswort entschuldigte sich der Angeklagte für die von ihm be-
gangenen Taten, auch gegenüber seiner Ehefrau. Er bedaure, dass er das Gesche-
hene nicht rückgängig machen könne. Im Weiteren schliesse er sich den Ausführun-
gen des amtlichen Verteidigers an und hoffe, dass die Strafe nicht wie vom Staats-
anwalt beantragt vier Jahre betragen werde.

Auf die weiteren mündlichen Ausführungen des Staatsanwalts und des amt-
lichen Verteidigers - die mündlichen Plädoyers wurden schriftlich zu den Akten ge-
reicht - sowie die richterliche Befragung des Angeklagten anlässlich der Hauptver-
handlung wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegan-
gen.

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Die Strafkammer zieht in Erwägung :

1.a. Art. 19 BetmG stellt den unbefugten Umgang mit Betäubungsmitteln 
unter Strafe, da deren Genuss für die Gesundheit der Menschen als schädlich be-
trachtet wird. Um dieser Gefahr für die menschliche Gesundheit zu begegnen, hat 
der Gesetzgeber unter Ziff. 1 der zitierten Gesetzesbestimmung diejenigen Hand-
lungen mit Strafe bedroht, welche letztlich dazu führen oder führen können, dass 
Betäubungsmittel in Verkehr gebracht und so für mögliche Konsumenten zugäng-
lich gemacht werden (BGE 120 IV 337). Als Betäubungsmittel gelten nach Art. 1 
Abs. 1 BetmG abhängigkeitserzeugende Stoffe und Präparate der Wirkungstypen 
Morphin, Kokain und Cannabis. Gemäss Art. 19 Ziff. 1 BetmG macht sich unter an-
derem strafbar, wer Betäubungsmittel unbefugt auszieht oder umwandelt (Abs. 2), 
wer sie unbefugt lagert (Abs. 3), wer sie unbefugt anbietet, verteilt, verkauft, vermit-
telt, verschafft, verordnet, in Verkehr bringt oder abgibt (Abs. 4) sowie wer sie un-
befugt besitzt, aufbewahrt, kauft oder sonstwie erlangt (Abs. 5). Das Strafmass be-
trägt, wenn die Tat vorsätzlich begangen wurde, Gefängnis oder Busse. In schwe-
ren Fällen ist die Strafe Zuchthaus oder Gefängnis nicht unter einem Jahr, allenfalls 
verbunden mit einer Busse bis zu einer Million Franken (Art. 19 Ziff. 1 Abs. 9 
BetmG).

b. Ein schwerer Fall liegt gemäss Art. 19 Ziff. 2 lit. a BetmG insbesondere 
vor, wenn der Täter weiss oder annehmen muss, dass sich die Widerhandlung auf 
eine Menge von Betäubungsmitteln bezieht, welche die Gesundheit vieler Men-
schen in Gefahr bringen kann. Viele Menschen im Sinne dieser Bestimmung sind 
nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts zwanzig Personen oder mehr, 
während eine Gesundheitsgefährdung bei physischer oder psychischer Abhängig-
keit zu bejahen ist (BGE 121 IV 334, 106 IV 230). Massgebend ist dabei allein, wie 
viele Konsumenten gefährdet werden könnten und nicht, wie viele tatsächlich ge-
fährdet worden sind, handelt es sich bei Art. 19 Ziff. 2 lit. a BetmG doch um ein 
abstraktes Gefährdungsdelikt. Es spielt keine Rolle, ob neue Abnehmerkreise durch 
die Tathandlung erschlossen werden oder ob die Abnehmer bereits süchtig sind 
(BGE 120 IV 338, 118 IV 205 f., 111 IV 31 f.). Nach Anhörung von Sachverständigen 
geht das Bundesgericht davon aus, dass die Einnahme von zehn Milligramm Kokain 
während 90 Tagen beziehungsweise von zehn Milligramm Heroin während 60 Ta-
gen zu einer psychischen Abhängigkeit führt. Eine Gefährdung der Gesundheit vie-
ler Menschen (20 Personen) ist somit bei einer Rauschgiftmenge von 18 Gramm 
Kokain beziehungsweise 12 Gramm Heroin anzunehmen, wobei es sich dabei nach 
bundesgerichtlicher Praxis um die entsprechende Menge reinen Drogenstoffs han-

11

deln muss (vgl. BGE 109 IV 143 ff.). Keine Rolle spielt, ob der Täter die Betäubungs-
mittel in einer einzigen grossen Portion oder in vielen kleinen Teilmengen in Verkehr 
bringt (BGE 114 IV 167).

In subjektiver Hinsicht verlangt Art. 19 Ziff. 2 lit. a BetmG, dass der Täter 
weiss oder annehmen muss, dass er mit seinem Tun die Gesundheit vieler Men-
schen gefährden kann. Dieses Wissen um das Gefährdungspotential einer solchen 
Menge von Drogen dürfte im Rahmen zentraleuropäischer Verhältnisse im Hinblick 
auf die umfassende Aufklärung der Bevölkerung über den Drogenmissbrauch in der 
Regel bereits bei Ersttätern gegeben sein, die selbst noch keine Erfahrungen mit 
Drogen gemacht haben (vgl. BGE 104 IV 215). In Bezug auf die grosse Menge 
genügt Eventualvorsatz; ein vorgefasster Entschluss, eine solche Menge umzuset-
zen, ist demnach nicht erforderlich. Entscheidend ist folglich, ob der Täter durch 
sein Verhalten in Kauf nahm, mit der von ihm gehandelten Menge eine grosse Zahl 
von Menschen in Gefahr zu bringen (BGE 112 IV 113).

2.a. Z. wird gemäss Ziffer 1 der Anklageschrift vorgeworfen, in den Jahren 
2003 und 2004 von verschiedenen Personen mindestens 773 Gramm Kokain sehr 
guter Qualität gekauft und davon zwischen Sommer 2003 und Dezember 2004 an 
verschiedenen Orten in der Schweiz an unterschiedliche Personen insgesamt min-
destens 760 Gramm veräussert zu haben. Weitere rund 10 Gramm des Kokains soll 
zwischen April 2004 und Mai 2004 S. im Einverständnis von Z. übernommen haben.

Da der Angeklagte nicht vollumfänglich geständig ist, gilt es anhand der re-
levanten strafprozessualen Beweisregeln zunächst zu prüfen, ob dem Angeklagten 
der ihm von der Anklage zur Last gelegte objektive Tatbestand aufgrund der vorlie-
genden Akten und Aussagen rechtsgenüglich nachgewiesen werden kann.

b. Die Beweislast für eine dem Angeklagten zur Last gelegte Tat liegt 
grundsätzlich beim Staat (Padrutt, a.a.O., Ziff. 2 zu Art. 125 StPO, S. 306). Bei der 
Würdigung der Beweismittel entscheidet das Gericht gemäss Art. 125 Abs. 2 StPO 
nach freier, in der Hauptverhandlung gewonnener Überzeugung (vgl. Niklaus 
Schmid, Strafprozessrecht, 4. Aufl., AJ. 2004, N 286, S. 96). Der Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung ergibt sich bereits aus Art. 249 BStP. Das Gericht hat von 
Bundesrechts wegen frei von gesetzlichen Beweisregeln und nur nach seiner per-
sönlichen Überzeugung aufgrund gewissenhafter Prüfung der vorliegenden Be-
weise darüber zu entscheiden, ob es eine Tatsache für bewiesen hält oder nicht 
(vgl. BGE 115 IV 268 f.). Bei der Würdigung der Beweise stellt sich dem Gericht die 

12

Frage, wann es eine bestimmte Tatsache als erwiesen betrachten darf und wann 
nicht. Nach Lehre und Rechtsprechung darf blosse Wahrscheinlichkeit für eine Ver-
urteilung nicht genügen, absolute Sicherheit ist für eine solche aber auch nicht er-
forderlich und eine theoretisch entfernte Möglichkeit, dass der Sachverhalt anders 
sein könnte, rechtfertigt keinen Freispruch (vgl. Hauser/Schweri/Hartmann, 
Schweizerisches Strafprozessrecht, 6. A., Basel 2005, § 54 N 11, S. 247). Trotzdem 
sind an den Beweis der zur Last gelegten Tat hohe Anforderungen zu stellen. Ver-
langt wird mehr als eine blosse Wahrscheinlichkeit, nicht aber ein absoluter Beweis 
der Täterschaft. Aufgabe des Gerichts ist es, ohne Bindung an Beweisregeln die an 
sich möglichen Zweifel zu überwinden und sich mit Überzeugung für einen bestimm-
ten Sachverhalt zu entscheiden, wobei die Bildung der Überzeugung objektivier- 
und nachvollziehbar sein muss (vgl. PKG 1987 Nr. 12; Schmid, a.a.O., N 289, S. 
97). 

Was die verschiedenen Beweismittel betrifft, verbietet der Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung eine Rangordnung, was bedeutet, dass alle Beweismittel 
grundsätzlich gleichwertig sind. Insbesondere sind die Aussagen von Zeugen, Aus-
kunftspersonen, Angeschuldigten oder auch von Personen, die sich selbst strafbar 
gemacht haben, vollgültige Beweismittel mit derselben Beweiseignung. Wesentlich 
können auch sogenannte Indizien sein (vgl. Schmid, a.a.O., N 290, S. 97). Bei der 
Würdigung von Zeugenaussagen fällt schliesslich in Betracht, dass nicht in erster 
Linie die persönliche Glaubwürdigkeit eines Zeugen interessiert, sondern vielmehr 
die sachliche Glaubhaftigkeit seiner konkreten Aussage (vgl. Hauser, Der Zeugen-
beweis im Strafprozess mit Berücksichtigung des Zivilprozesses, AJ. 1974, S. 311 
ff.). Als Kennzeichen wahrheitsgetreuer Aussagen sind dabei die innere Geschlos-
senheit und Folgerichtigkeit in der Darstellung des Geschehens sowie die konkrete 
und anschauliche Wiedergabe des Erlebten zu werten (vgl. im Detail: Friedrich Arnt-
zen/Else Michaelis-Arntzen, Psychologie der Zeugenaussage, System der Glaub-
würdigkeitsmerkmale, 3. Auflage, München 1993).

c. Im Einzelnen werden Z. seitens der Anklage folgende Abgaben von 
Kokain zur Last gelegt:

aa. Zwischen Sommer 2003 und Mai 2004 soll Z. in AJ. in mehreren Malen 
an T. mindestens 300 Gramm Kokain für total Fr. 21’000.-- verkauft haben.

Die Staatsanwaltschaft stützt ihre Anklage auf die Angaben des Käufers T., 
der vor der Polizei am 18. Februar 2005 (act. 5.45) aussagte, von Z. rund 500 

13

Gramm Kokain gekauft zu haben. Er bestätigte dies in der am 22. Februar 2005 
stattfindenden polizeilichen Befragung (act. 5.46). Dort gab er zudem an, dass AC. 
einmal dabei gewesen sei, als er nach AJ. zu Z. gefahren sei. In der polizeilichen 
Einvernahme vom 23. Februar 2005 (act. 5.47) präzisierte er, dass er zwei bis drei 
Mal zusammen mit AC. bei Z. gewesen sei und dabei 150 - 200 Gramm Kokain 
gekauft habe. Vor dem Verhöramt des Kantons Glarus sagte er am 5. April 2005 
(act. 5.55) erneut aus, von Z. insgesamt 500 Gramm Kokain gekauft zu haben. Dies 
bestätigte er auch in der Konfronteinvernahme mit Z. vom 3. Mai 2005 (act. 4.50). 
Er präzisierte bei dieser Gelegenheit, dass er das Kokain immer bei Z. bestellt habe, 
dass es ihm aber teilweise, maximal im Umfang von 200 Gramm, von zwei anderen 
Personen übergeben worden sei. AC. gab anlässlich der polizeilichen Einvernahme 
vom 4. März 2005 (act. 5.52) an, vier Mal zusammen mit T. in AJ. bei Z. gewesen 
zu sein, wobei sie jeweils 50 Gramm, also insgesamt 200 Gramm, gekauft hätten. 
Er bestätigte dies bei der polizeilichen Einvernahme vom 9. März 2005 (act. 5.53). 
Im Konfront mit Z. vom 3. Mai 2005 (act. 4.51) gab er an, zusammen mit T. drei bis 
vier Mal nach AJ. gefahren zu sein und dort Z. getroffen zu haben, der T. insgesamt 
220 Gramm Kokain verkauft habe. Er könne indes nicht sagen, ob T. die ganzen 
ca. 220 Gramm Kokain von Z. bezogen habe. Insoweit könne es allenfalls sein, dass 
nur 40 Gramm von jenem stammten. Im Weiteren gab AH. in der polizeilichen Ein-
vernahme vom 2. März 2005 an, mit T. nach AJ. gefahren zu sein, wobei der letztere 
bei Z. 50 Gramm Kokain gekauft habe (act. 5.51). Der Angeklagte selbst sagte an-
lässlich der untersuchungsrichterlichen Einvernahme vom 10. März 2005 (act. 4.49) 
aus, T. in etwa vier Malen insgesamt 120 - 200 Gramm Kokain verkauft zu haben. 
Bei der Konfronteinvernahme mit T. vom 3. Mai 2005 (act. 4.50) gab er dann an, T. 
bloss 80 Gramm Kokain übergeben zu haben. Im Konfront mit AC. vom 3. Mai 2005 
(act. 4.51) bezeichnete er die an T. in Anwesenheit von AC. abgegebene Menge an 
Kokain mit 40 Gramm. Anlässlich der Hauptverhandlung vor dem Kantonsgericht 
von Graubünden gab Z. schliesslich zu, an T. rund 100 Gramm Kokain verkauft zu 
haben.

Das Kantonsgericht erachtet vorliegend die Aussagen von T. als glaubhaft. 
Diese weisen keine nennenswerten Widersprüche auf und T. hielt auch anlässlich 
der direkten Konfrontierung mit dem Angeklagten an seinen Aussagen fest. Dage-
gen differieren die Angaben des Angeklagten selbst mehrfach. Die Aussage von T., 
bei den Käufen, bei denen er von AC. begleitet worden sei, habe er insgesamt 150 
- 200 Gramm Kokain erworben, deckt sich ferner mit den Angaben von AC. selbst, 
der davon sprach, zusammen mit T. bei Z. 200 beziehungsweise 220 Gramm Ko-
kain bezogen zu haben. Hinzu kommt, dass T., wie es auch vom Angeklagten zu-

14

gestanden wird, nicht nur zusammen mit AC., sondern auch alleine von Z. Kokain 
erwarb. Ferner fuhr AH. einmal zusammen mit T. zu Z. nach AJ., wo T. vom Ange-
klagten Kokain erwarb. Es ist nicht ersichtlich, aus welchen Motiven T. den Ange-
klagten wahrheitswidrig belasten sollte, zumal er sich damit gleichzeitig selbst mehr 
als notwendig belasten würde. Für die rechtliche Qualifikation spielt es sodann keine 
Rolle, ob Z. das Kokain direkt an T. abgab, oder ob er es jenem bloss vermittelte. 
Nach Ansicht des Kantonsgerichts besteht unter diesen Umständen kein Anlass, 
von den Angaben gemäss Anklageschrift abzuweichen. Es erweist sich als rechts-
genüglich nachgewiesen, dass T. insgesamt mindestens 300 Gramm Kokain von Z. 
erworben hat.

bb. Im Weiteren soll der Angeklagte im Herbst 2003 zusammen mit V. in 
einem Mal mindestens 30 Gramm von ihm für Fr. 1'950.-- besorgtes Kokain von AJ. 
nach AK. gebracht und dort den Stoff für Fr. 2'400.-- an V. verkauft haben. Die bei-
den Verkäufer erhielten je die Hälfte des Gewinnes. Der Angeklagte gestand diesen 
Sachverhalt in der Strafuntersuchung (vgl. act. 4.47, 4.48, S. 1) und anlässlich der 
Hauptverhandlung vor dem Kantonsgericht zu.

cc. Gemäss Anklageschrift übergab Z. ferner im Oktober 2003 im Kanton 
AP. W. in einem Mal mindestens 50 Gramm Kokain für Fr. 4'000.--, das er in AJ. für 
Fr. 2'750.-- bis Fr. 3'500.- erworben hatte. Auch diesbezüglich legte Z. in der Stra-
funtersuchung (vgl. act. 4.42, S. 3, act. 4.48, S. 2) sowie anlässlich der Hauptver-
handlung vor dem Kantonsgericht ein Geständnis ab.

dd. Im Weiteren soll der Angeklagte gemäss Anklageschrift X. ca. im No-
vember 2003 im Kanton AP. 5 Gramm Kokain ausgehändigt haben. Der Überneh-
mer bezahlte den vereinbarten Preis von Fr. 400.-- nicht. Z. hatte den Stoff für ca. 
Fr. 315.-- in AJ. bezogen. Der Angeklagte gestand auch diesen Sachverhalt in der 
Strafuntersuchung (vgl. act. 4.42, S. 4, act. 4.48, S. 3) und anlässlich der Hauptver-
handlung vor dem Kantonsgericht zu.

ee. Gemäss Anklageschrift verkaufte der Angeklagte überdies zwischen 
November 2003 und anfangs März 2004 in AL. W. in mehreren Malen insgesamt 
ca. 210 Gramm Kokain in Einheiten von 20 bis 30 Gramm für total Fr. 16'800.--. Den 
Stoff hatte er für ca. Fr. 13'230.-- in AJ. erworben. Auch diesbezüglich erweist sich 
der Angeklagte als geständig (vgl. act. 4.48, S. 2).

ff. Zugestanden wird vom Angeklagten auch, in der gleichen Zeitspanne 
an W. in AM. in mehreren Malen mindestens 60 Gramm Kokain für Fr. 4’800.-- über-

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geben zu haben. Er hatte diesen Stoff in AJ. für ca. Fr. 3'780.-- übernommen (vgl. 
act. 4.8, S. 2).

gg. Ebenfalls an W. und ebenfalls zwischen November 2003 und anfangs 
März 2004 verkaufte der Angeklagte in AN. zugestandenermassen in mehreren Ma-
len rund 40 Gramm Kokain für Fr. 3'200.--. Den Stoff hatte er für etwa Fr. 2’520.-- 
in AJ. bezogen (vgl. act. 4.8, S. 2 f.).

hh. Gemäss Anklageschrift veräusserte Z. im Weiteren zwischen Novem-
ber 2003 und April 2004 in AJ. an ihm namentlich nicht bekannte Personen rund 24 
Gramm Kokain in Einheiten von 1 bis 5 Gramm für total ca. Fr. 2'160.--. Er hatte den 
Stoff gleichenorts für rund Fr. 1'512.-- gekauft. Auch diesbezüglich legte Z. in der 
Strafuntersuchung (vgl. act. 4.42, S. 3, 4.48, S. 3) sowie anlässlich der Hauptver-
handlung vor dem Kantonsgericht ein Geständnis ab.

ii. Der Angeklagte soll gemäss Anklageschrift sodann vor seiner Ferien-
abwesenheit im Frühjahr 2004 im Restaurant F. in AJ. 30 Gramm für W. bestimmtes 
Kokain bereit gelegt haben, das er für ca. Fr. 1'260.-- erworben hatte. Y. sollte den 
Stoff in der Folge nach AM. liefern. Weil W. zwischenzeitlich festgenommen worden 
war, kam es nicht mehr zu dieser Übergabe. 10 Gramm des Kokains übernahm in 
der Folge in stillschweigendem Einverständnis mit dem Angeklagten S.. Die verblei-
benden 20 Gramm verkaufte Z. bis im April 2004 in Einheiten von 1 bis 5 Gramm 
für total ca. Fr. 1'800.-- an ihm namentlich nicht bekannte Personen in AJ.. Der An-
geklagte hat auch diesen Sachverhalt zugestanden (vgl. act. 4.42, S. 3. f., act. 4.48, 
S. 3.f.).

jj. Als der Angeklagte am 31. Dezember 2003 zusammen mit V. von AJ. 
nach AO. fuhr, soll er die von beiden mitgeführten ca. 20 Gramm Kokain mit Dex-
troenergen (Traubenzucker) auf rund 25 Gramm gestreckt und das Gemisch V. 
übergeben haben. Von den verwendeten 20 Gramm Kokain hatte Z. mindestens 10 
Gramm für rund Fr. 630.-- in AJ. besorgt. Dafür verlangte er von V. Fr. 750.--. Der 
Angeklagte ist in Bezug auf diesen Sachverhalt ebenfalls geständig (vgl. act. 4.52).

kk. Gemäss Anklageschrift übergab der Angeklagte im Weiteren zwi-
schen Januar 2004 und Februar 2004 in AJ. Y. in drei Malen insgesamt rund 6 
Gramm Kokain für Fr. 600.--. Diesen Stoff bezahlte der Übernehmer, indem er Z. 
teilweise Waren überliess und für ihn arbeitete. Der Angeklagte hatte dieses Kokain 
für ca. Fr. 378.-- in AJ. gekauft. Auch diesbezüglich erweist sich der Angeklagte als 
geständig (vgl. act. 4.43, S. 2, 4.48, S. 3).

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ll. Die unter lit. bb.-kk. erwähnten Drogenmengen beruhen nicht nur auf 
dem Geständnis des Angeklagten, sondern zudem auch auf den Angaben der Ab-
nehmer. Dabei hat die Staatsanwaltschaft bei Differenzen in den Mengenangaben 
zwischen dem Angeklagten und den Abnehmern stets die tieferen und damit für den 
Angeklagten günstigeren Werte angenommen. Die der Anklage zu Grunde gelegten 
Drogenmengen sind somit in jedem Fall ausgewiesen.

mm. Schliesslich wird Z. in der Anklageschrift vorgeworfen, im Dezember 
2004 in AJ. an T. wenigstens 5 Gramm Kokain für Fr. 350.-- verkauft zu haben. Zum 
Zeitpunkt der Übergabe hatte er mindestens 3 weitere Gramm Kokain dabei. 

Die Staatsanwaltschaft stützt ihre Anklage auf die Angaben des Käufers T., 
der in der polizeilichen Einvernahme vom 28. Februar 2005 (act. 5.50) aussagte, er 
habe Z. vor Weihnachten 2004 5 Gramm Kokain abgekauft. In der Konfronteinver-
nahme vom 3. Mai 2005 (act. 4.50) gab T. in der Folge an, kurz vor Weihnachten 
2004 von Z. in AJ. 10 Gramm Kokain gekauft zu haben. Auf den Widerspruch zur 
polizeilichen Aussage angesprochen, hielt T. fest, dass er sicher sei, vom Ange-
klagten einige Gramm Kokain übernommen zu haben. Er könne sich aber nicht 
mehr an die genauen Mengen erinnern. Der Angeklagte selbst bestritt in der unter-
suchungsrichterlichen Einvernahme vom 10. März 2005 (act. 4.49) sowie anlässlich 
der Konfronteinvernahme vom 3. Mai 2005 (act. 4.50), T. im fraglichen Zeitpunkt 
Kokain abgegeben zu haben. Er habe seit seiner Haftentlassung im Sommer 2004 
nichts mehr mit Kokain zu tun gehabt.

Auch in diesem Anklagepunkt erachtet das Kantonsgericht die Aussagen von 
T. als glaubhaft. Jener schilderte den Kauf des Kokains und die Umstände dieses 
Kaufs detailliert und ohne wesentliche Widersprüche und hielt auch anlässlich der 
direkten Konfrontierung mit dem Angeklagten an seinen Aussagen fest. Es ist kein 
Grund ersichtlich, weshalb er den Angeklagten wahrheitswidrig belasten sollte. Z. 
dagegen besass, nachdem er wegen der vorliegend zu beurteilenden Drogendelikte 
im Mai und Juni 2004 in Untersuchungshaft war, ein erhebliches Interesse, sich 
durch nach seiner Haftentlassung stattfindende Drogenverkäufe nicht noch zusätz-
lich zu belasten. Nach Ansicht des Kantonsgerichts ist daher auch hier rechtsgenüg-
lich erwiesen, dass T. von Z., wie in der Anklageschrift dargestellt, vor Weihnachten 
2004 mindestens fünf Gramm Kokain erworben hat.

d. Zusammenfassend ergibt sich aufgrund der vorangegangenen Erwä-
gungen, dass Z. zwischen Sommer 2003 und Dezember 2004 erhebliche Mengen 

17

an Kokain abgegeben hat, und zwar an folgende Personen: 305 Gramm an T., 30 
Gramm an V., 360 Gramm an W., 5 Gramm an X., 44 Gramm an nicht namentlich 
bekannte Personen, 10 Gramm an S., 10 Gramm an V. und 6 Gramm an Y.. Total 
ergibt dies eine umgesetzte Drogenmenge von 770 Gramm Kokain.

3.a. Indem der Angeklagte insgesamt mindestens 770 Gramm Kokain er-
warb, aufbewahrte, streckte, verkaufte, vermittelte oder unentgeltlich abgab, erfüllt 
er den objektiven Tatbestand von Art. 19 Ziff. 1 Abs. 2-5 BetmG klar.

b. Hat Z. den objektiven Tatbestand von Art. 19 Ziff. 1 BetmG erfüllt, ist 
entsprechend der Anklageschrift zu prüfen, ob ein schwerer Fall im Sinne von Art. 
19 Ziff. 2 lit. a BetmG vorliegt.

aa. Zunächst ist abzuklären, von welcher Qualität das von Z. abgegebene 
Kokain war. Gemäss Anklageschrift wies das vom Angeklagten übernommene und 
abgegebene Kokain einen durchschnittlichen Reinheitsgehalt von 75 - 80 % auf. 
Diesen Wert erachtet das Kantonsgericht unter den gegebenen Umständen als re-
alistisch. Zunächst ist aufgrund der Angaben des Angeklagten selbst davon auszu-
gehen, dass er das Kokain, das er abgab, grundsätzlich nicht streckte, so dass es 
einen hohen Reinheitsgrad aufwies. Im Weiteren stimmt der genannte Wert mit den 
Aussagen der Abnehmer von Z. überein. So bezeichnete beispielsweise W., der 
vom Angeklagten Kokain bezog, die Qualität des eingekauften Kokains als immer 
etwa gleich und zwar gut. W. selbst streckte das Kokain nach dem Kauf um 20 bis 
25 % (vgl. act. 5.1). Bei jenem sichergestelltes und gestrecktes Kokain wies gemäss 
Analyse des IRM St. Gallen denn auch einen Reinheitsgrad von 63.4 % auf (act. 
3.10). Auch AI., der das Kokain wiederum von W. erwarb, schätzte die Qualität des 
von Z. an W. gelieferten Kokains als sehr gut und den Reinheitsgrad auf ca. 70 % 
ein (vgl. act. 5.2). Der in der Anklageschrift relevierte Wert entspricht sodann den 
wissenschaftlichen Erkenntnissen, die bei Kokain von guter Qualität von einem 
durchschnittlichen Reinheitsgrad von 71 - 88 % ausgehen (vgl. SJZ 95 [1999] S. 
511).

Wie bereits erwähnt, legt das Bundesgericht die Grenze des schweren Falles 
bei 18 Gramm reinen Kokains fest (BGE 120 IV 338 f., 109 IV 143 ff.). Aufgrund der 
vorangegangenen Erwägungen konnte Z. der Umsatz von mindestens 770 Gramm 
Kokain nachgewiesen werden. Geht man zugunsten des Angeklagten von einem 
durchschnittlichen Reinheitsgrad von 75 % aus, hat der Angeklagte demnach min-
destens 577 Gramm reines Kokain umgesetzt. Z. erfüllt deshalb mit dem ihm zur 

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Last gelegten Verhalten den objektiven Tatbestand eines schweren Falles gemäss 
Art. 19 Ziff. 2 lit. a BetmG.

bb. Auch in subjektiver Hinsicht bestehen keine Zweifel, dass der Ange-
klagte mit Wissen und Willen gehandelt hat und er wusste, zumindest aber in Kauf 
nahm, mit seinem Tun die Gesundheit vieler Menschen zu gefährden. Er hat daher 
den Tatbestand von Art. 19 Ziff. 2 lit. a BetmG auch in subjektiver Hinsicht erfüllt.

4.a. Art. 1 Abs. 1 BetmG definiert als Betäubungsmittel im Sinne des Ge-
setzes abhängigkeitserzeugende Stoffe und Präparate der Wirkungstypen Morphin, 
Kokain und Cannabis. Abs. 2 ergänzt diese Bestimmung dahingehend, als auch 
Rohmaterialien wie beispielsweise das Hanfkraut oder Präparate daraus zu den 
Betäubungsmitteln im Sinne von Abs. 1 gehören. Auch nach konstanter bundesge-
richtlicher Rechtsprechung unterstehen die verschiedenen Handelsformen des 
Cannabis (Marihuana, Haschisch, Haschischöl usw.) dem Betäubungsmittelgesetz 
(BGE 120 IV 258, mit Hinweisen). Der Handel mit Cannabisprodukten ist aber un-
abhängig der in Umlauf gebrachten Menge nicht unter Art. 19 Ziffer 2 lit. a BetmG 
zu subsumieren, zumal gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung Cannabis 
nicht geeignet ist, die körperliche Gesundheit vieler Menschen in Gefahr zu bringen 
(BGE 117 IV 322 f.; BGE 120 IV 258 ff.). 

b. In Ziffer 2 der Anklageschrift wird Z. vorgeworfen, zwischen ca. No-
vember 2003 und Januar 2004 von AF. im Raum AJ. in fünf Malen rund 2'000 
Gramm "Indoor-" und 2'500 Gramm "Outdoor-Marihuana" für total Fr. 17'750.-- bis 
Fr. 18'250.-- übernommen zu haben. Weitere 453 Gramm bezog er im Januar 2004 
von einem Brasilianer in AJ. für Fr. 100.--. Die übernommenen insgesamt etwa 
4'953 Gramm "Marihuana" brachte der Angeklagte in der erwähnten Zeitspanne 
nach AL. und übergab sie dort W.. Dafür verlangte er vom Käufer ca. Fr. 26'000.--, 
wobei dieser den Stoff nur zum Teil bezahlte. Rund 1'000 Gramm des "Marihuanas" 
waren von eher schlechter, aber rauchbarer, der Rest von sehr guter Qualität. Von 
den erwähnten 1'000 Gramm mässiger Qualität gab W. dem Angeklagten 500 
Gramm zurück, worauf dieser den Stoff im Januar 2004 einem gewissen "AG." in 
AJ. schenkte. Z. ist geständig (vgl. act. 4.21, S. 4 f., act. 4.42, S. 6, act. 4.48, S. 6 
f.).

Indem der Angeklagte rund 4'953 Gramm Marihuana verkaufte beziehungs-
weise unentgeltlich abgab, hat er sich in objektiver wie in subjektiver Hinsicht der 
mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 19 Ziffer 1 BetmG schuldig gemacht.

19

5.a. Gemäss Art. 87 Abs. 1 lit. f des Bundesgesetzes über Arzneimittel und 
Medizinprodukte (Heilmittelgesetz, HMG) wird mit Haft oder mit Busse bis zu Fr. 
50'000.-- bestraft, wer vorsätzlich die Tatbestände nach Art. 86 Abs. 1 HMG erfüllt, 
ohne dass dadurch die Gesundheit von Menschen gefährdet wird. Art. 86 Abs. 1 lit. 
c HMG stellt unter anderem unter Strafe, wer Heilmittel abgibt, ohne dazu berechtigt 
zu sein.

b. Z. ist geständig, zwischen Oktober 2003 und März 2004 an W. in meh-
reren Malen insgesamt 44 Viagra-Tabletten für Fr. 286.-- und 44 Caverta-Tabletten 
für Fr. 440.-- verkauft zu haben (vgl. act. 4.42, S. 7, act. 4.48, S. 7). Der Angeklagte 
hatte die Tabletten geschenkt erhalten. Beide Medikamente sind rezeptpflichtig. In-
dem Z. die genannten Tabletten ohne entsprechende Berechtigung an W. abgab, 
hat er offenkundig gegen Art. 87 Abs. 1 lit. f HMG verstossen, was auch der amtliche 
Verteidiger zu Recht nicht in Abrede stellte.

6.a. Gemäss der bis am 31. Dezember 2004 gültigen Fassung von Art. 91 
Abs. 1 SVG wird mit Gefängnis oder mit Busse bestraft, wer in angetrunkenem Zu-
stand ein Motorfahrzeug führt. Die Fahrunfähigkeit wegen Alkoholeinwirkung (An-
getrunkenheit) gilt nach Art. 2 Abs. 2 der Verkehrsregelverordnung (VRV) in der 
ebenfalls bis am 31. Dezember 2004 gültigen Fassung in jedem Fall als erwiesen, 
wenn der Fahrzeugführer zur Tatzeit eine Blutalkoholkonzentration von 0.8 oder 
mehr Gewichtspromillen aufweist oder eine Alkoholmenge im Körper hat, die zu ei-
ner solchen Blutalkoholkonzentration führt. In BGE 103 IV 110 hielt das Bundesge-
richt indes fest, dass schon eine Blutalkoholkonzentration ab 0.5 Promille unter un-
günstigen Umständen wie Krankheit, Übermüdung, Beeinträchtigung durch beruhi-
gende Medikamente usw. dieselben Wirkungen zeitigen kann, wie sie bei einem 
gesunden, ausgeruhten Menschen unter „normalen“ Verhältnissen erst bei 0.8 Pro-
mille auftreten (vgl. zum Ganzen René Schaffhauser, Grundriss des schweizeri-
schen Strassenverkehrsrechts, Band I, 2. Aufl., Bern 2002, Nr. 502 ff., sowie Band 
III, Bern 1995, Nr. 2359 ff.).

b. Z. ist überführt und geständig, in der Nacht vom 26. auf den 27. Fe-
bruar 2004 nach dem Konsum einer unbekannten Menge alkoholischer Getränke, 
unter anderem mindestens zwei Wodkas, mit seinem Personenwagen, Smart XX., 
von AR. nach AJ. gefahren zu sein, wo es auf der AT.-Strasse zu einem Unfall kam. 
Die in der Folge von der Stadtpolizei AJ. bei Z. angeordnete Blutprobe ergab für 
den rechtlich relevanten Zeitpunkt eine minimale Blutalkoholkonzentration von 1.19 
Gewichtspromillen (vgl. Ziff. 4 der Anklageschrift, act. 6.7, 6.10). Der Angeklagte hat 

20

durch dieses Verhalten den Tatbestand des Fahrens in angetrunkenem Zustand 
gemäss Art. 91 Abs. 1 SVG in objektiver Hinsicht klar erfüllt. Auch der subjektive 
Tatbestand ist erfüllt, da Z. vorsätzlich handelte. Dies ergibt sich bereits aus seinen 
Angaben zur konsumierten Alkoholmenge und blieb letztlich ebenfalls unbestritten.

c. Z. ist im Weiteren überführt und geständig, am Morgen des 3. Dezem-
ber 2004 nach dem Konsum von erheblichen Mengen Rotwein, Bier und Cüpli den 
ihm vom Geschäft zugeteilten Lieferwagen YY. von AJ. in Richtung AU. gelenkt zu 
haben. Während dieser Fahrt wurde er um 04.20 Uhr von der Kantonspolizei Aargau 
auf der Autobahn A1 in AV. angehalten und kontrolliert. Die in der Folge beim An-
geklagten angeordnete Blutprobe ergab für den rechtlich relevanten Zeitpunkt eine 
minimale Blutalkoholkonzentration von 1.49 Gewichtspromillen (vgl. Ziff. 4 der An-
klageschrift, act. 9.4, 9.8). Auch in diesem Fall hat sich Z. daher objektiv und sub-
jektiv des vorsätzlichen Fahrens in angetrunkenem Zustand gemäss Art. 91 Abs. 1 
SVG zu verantworten.

7.a. Wer der von einer zuständigen Behörde oder einem zuständigen Be-
amten unter Hinweis auf die Strafdrohung von Art. 292 StGB an ihn erlassenen Ver-
fügung nicht Folge leistet, wird aufgrund der genannten Bestimmung mit Haft oder 
mit Busse bestraft. Ferner wird der Schuldner, der einer Pfändung oder der Auf-
nahme eines Güterverzeichnisses, die ihm gemäss Gesetz angekündigt worden 
sind, weder selbst beiwohnt noch sich dabei vertreten lässt, nach Art. 323 Ziff. 1 
StGB mit Haft oder Busse bestraft.

b. Mit Pfändungsankündigung vom 23. September 2003 wurde Z. vom 
Betreibungsamt AJ. 11 aufgefordert, bis am 6. Oktober 2003 für eine Einvernahme 
mit anschliessendem Pfändungsvollzug das erwähnte Amt aufzusuchen. Gleichzei-
tig machte man ihn für den Fall eines Nichterscheinens auf die Straffolgen gemäss 
Art. 292 und 323 StGB aufmerksam. Obwohl der Angeklagte das erwähnte Schrei-
ben rechtzeitig erhalten hatte, erschien er nicht zum Pfändungsvollzug und liess 
sich auch nicht vertreten. Weil Z. auch auf die anschliessend versandten Vorladun-
gen nicht reagierte, musste er am 23. Februar 2004 von der Stadtpolizei AJ. dem 
Betreibungsbeamten zugeführt werden (vgl. Ziff. 5 der Anklageschrift). Der Ange-
klagte ist geständig (vgl. act. 8.8). 

Indem der Angeklagte der Pfändungsankündigung vom 23. September 2003, 
die unter Hinweis auf die Straffolgen von Art. 292 StGB und Art. 323 StGB ergangen 
war, vorsätzlich nicht Folge leistete und weder zum Pfändungsvollzug erschien noch 

21

sich vertreten liess, hat er sich des Ungehorsams gegen amtliche Verfügungen 
gemäss Art. 292 StGB sowie des Ungehorsams im Betreibungs- und Konkursver-
fahren gemäss Art. 323 Ziff. 1 StGB schuldig gemacht, was die Verteidigung denn 
auch zu Recht anerkennt.

8.a. Nach Art. 90 Ziff. 1 SVG wird mit Haft oder mit Busse bestraft, wer 
Verkehrsregeln dieses Gesetzes oder der Vollziehungsvorschriften des Bundesra-
tes verletzt. Art. 27 Abs. 1 SVG schreibt vor, dass Signale und Markierungen sowie 
die Weisungen der Polizei zu befolgen sind. Daher ist unter anderem das Parkieren 
dort verboten, wo das Halten verboten ist, oder wo Parkverbote signalisiert oder 
markiert sind (Art. 19 Abs. 2 lit. a VRV, Art. 30 und 79 SSV). Ist gemäss Signal das 
Parkieren gestattet, so können sich Beschränkungen der Parkzeit und der Parkbe-
rechtigung sowie die Parkordnung aus einer Zusatztafel ergeben (vgl. Art. 48 SSV). 
Ist das Abstellen von Motorwagen zeitlich beschränkt, müssen diese spätestens bei 
Ablauf der erlaubten Parkzeit wieder in den Verkehr eingefügt werden, ausser wenn 
das Nachzahlen vor Ablauf der Parkzeit gemäss den an der Parkuhr vermerkten 
Bestimmungen zulässig ist (Art. 48 Abs. 8 SSV).

b. Z. werden in Ziffer 6 der Anklageschrift mehrere Verkehrsregelverlet-
zungen vorgeworfen. Im Einzelnen handelt es sich um folgende Delikte:

aa. Am 3. Februar 2004 stellte der Angeklagte seinen Personenwagen, 
Smart, XX., auf einem Parkfeld in der Blauen Zone an der AW.-Strasse 389 in AJ. 
11 ab. Obwohl die Parkzeit gemäss Parkscheibe um 10.30 Uhr abgelaufen war, 
stand der Wagen um 10.48 Uhr noch auf dem erwähnten Feld. Der Angeklagte an-
erkennt diesen Sachverhalt (vgl. act. 7.2.8). Durch sein Verhalten hat Z. gegen Art. 
27 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 1 SVG verstossen.

bb. Am 11. Februar 2004 stellte Z. seinen Personenwagen, Smart, XX., 
auf einem Parkfeld in der Blauen Zone an der AX.-Strasse in AJ. 11 ab. Obwohl die 
Parkzeit gemäss Parkscheibe um 09.00 Uhr abgelaufen war, stand der Wagen um 
09.16 Uhr noch auf dem erwähnten Feld. Der Angeklagte anerkennt diesen Sach-
verhalt (vgl. act. 7.3.7). Auch durch dieses Verhalten hat Z. gegen Art. 27 Abs. 1 
SVG in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 1 SVG verstossen.

cc. Am 13. Februar 2004 parkierte der Angeklagte seinen Personenwa-
gen, Smart, XX., um ca. 22.25 Uhr während mindestens 5 Minuten an der AY.-
Strasse56 in AJ. 4, obwohl die entsprechende Stelle mit einem Halteverbot signali-
siert ist. Der Angeklagte anerkennt diesen Sachverhalt (vgl. act. 7.4.8). Durch die-

22

ses Verhalten hat Z. ein weiteres Mal gegen Art. 27 Abs. 1 SVG in Verbindung mit 
Art. 90 Ziff. 1 SVG verstossen.

9.a. Gemäss Art. 63 StGB bemisst das Gericht die Strafe nach dem Ver-
schulden des Täters. Es berücksichtigt dabei die Beweggründe, das Vorleben und 
die persönlichen Verhältnisse des Schuldigen. Grundlage für die Bemessung der 
Schuld ist immer die Schwere der Tat. Bei der Beurteilung der Tatkomponente wer-
den insbesondere das Ausmass des verschuldeten Erfolges, die Art und Weise sei-
ner Herbeiführung, die Willensrichtung, mit welcher der Täter gehandelt hat, und die 
Beweggründe des Schuldigen berücksichtigt. Die Täterkomponente umfasst das 
Vorleben, die persönlichen Verhältnisse sowie das Verhalten nach der Tat oder im 
Strafverfahren, wie zum Beispiel Reue, Einsicht oder Strafempfindlichkeit. Das 
Mass des Verschuldens variiert unter anderem mit der Schwere des deliktischen 
Erfolges, den unterschiedlich gravierenden Modalitäten der Tatbegehung und dem 
Mass an Entscheidungsfreiheit, das dem Täter zugeschrieben werden muss. Je 
leichter es für ihn gewesen wäre, die Rechtsgutverletzung zu vermeiden, je grösser 
also sein Handlungsspielraum war, desto grösser wiegt das Verschulden. Diese in 
die Waagschale gelegten Elemente wirken strafmindernd oder straferhöhend, wo-
bei in der Begründung der Strafzumessung die Überlegungen des Gerichts nach-
vollziehbar sein müssen (vgl. BGE 117 IV 113 f., 118 IV 14 f., 124 IV 44 ff., 129 IV 
20 f.).

Wenn jemand durch eine oder mehrere Handlungen mehrere Freiheitsstra-
fen verwirkt hat, so verurteilt ihn das Gericht nach dem Asperationsprinzip zu der 
Strafe der schwersten Tat und erhöht deren Dauer angemessen. Es kann jedoch 
das höchste Mass der angedrohten Strafe nicht um mehr als die Hälfte überschrei-
ten und ist dabei zudem an das gesetzliche Höchstmass der Strafart gebunden (Art. 
68 Ziff. 1 StGB). Schwerste Tat ist diejenige, welche unter den mit der höchsten 
Strafe bedrohten Tatbestand fällt. Grundlage für die Strafzumessung ist daher im 
vorliegenden Fall der in Art. 19 Ziff. 1 in Verbindung mit Art. 19 Ziff. 2 lit. a BetmG 
vorgesehene Strafrahmen von einem Jahr Gefängnis oder Zuchthaus bis zu 20 Jah-
ren, womit eine Busse bis zu einer Million Franken verbunden werden kann. Der 
Gesetzgeber hat damit zu erkennen gegeben, dass die Widerhandlung gegen Art. 
19 Ziff. 2 lit. a Betäubungsmittelgesetz als ernst zu nehmendes Delikt zu qualifizie-
ren ist. Die objektive Schwere des Delikts im konkreten Einzelfall zeigt sich aber 
insbesondere anhand des Ausmasses und der Art der Ausführung desselben. Diese 
erlauben dem Gericht eine Verfeinerung der Wertung, die der Gesetzgeber vorge-
zeichnet hat. Die Menge der umgesetzten Drogen ist zwar für die Strafzumessung 

23

nicht von ausschlaggebender Bedeutung, sie bildet indessen einen ersten massge-
blichen Anhaltspunkt für den kriminellen Willen des Täters (BGE 121 IV 193 = Pra 
1996 Nr. 28; BGE 118 IV 348). Auch der Gesetzgeber hat bei der Umschreibung 
des schweren Falles dem quantitativen Aspekt erhebliches Gewicht beigemessen; 
denn wer eine grosse Menge Rauschgift in Umlauf setzt und damit Leben und Ge-
sundheit vieler Menschen gefährdet, nimmt eine besonders menschenverachtende 
Haltung ein, die grundsätzlich ein hohes Verschulden offenbart.

Zu beachten ist, dass die nunmehr bekannt gewordenen und vorliegend zu 
beurteilenden Delikte durch den Angeklagten zu einem Teil vor seiner Verurteilung 
durch das Bezirksgericht AJ. am 12. Januar 2004 begangen wurden. Z. wurde da-
mals wegen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz zu einer bedingten 
Gefängnisstrafe von 15 Monaten, Probezeit 5 Jahre, verurteilt. Daher muss nun für 
die neu zu beurteilenden Taten eine teilweise Zusatzstrafe ausgefällt werden. Bei 
der Bemessung dieser teilweisen Zusatzstrafe ist darauf zu achten, dass der Täter 
durch die doppelte Aburteilung nicht besser und nicht schlechter gestellt wird, als 
wenn alle zu einem Zeitpunkt verfolgbaren Taten in einem Urteil abgehandelt wor-
den wären (Art. 68 Ziff. 2 StGB). Die Bemessung erfolgt auf die Weise, dass sich 
das Gericht zunächst fragt, welche Strafe es im Falle einer gleichzeitigen Verurtei-
lung in Anwendung von Art. 68 Ziff. 1 StGB ausgesprochen hätte. Ausgehend von 
dieser hypothetischen Gesamtbewertung muss es anschliessend unter Beachtung 
der rechtskräftigen Grundstrafe und allfälliger anderer Zusatzstrafen die erneute Zu-
satzstrafe bemessen (BGE 109 IV 93). 

b. Das Verschulden von Z. ist hinsichtlich der Betäubungsmitteldelikte 
als schwer zu bezeichnen, insbesondere angesichts der von ihm in Umlauf gesetz-
ten Drogenmenge, hat er doch im Zeitraum von rund eineinhalb Jahren mindestens 
577 Gramm reines Kokain verkauft. Dadurch hat er den für die Annahme eines 
schweren Falles massgeblichen Grenzwert von 18 Gramm reinen Kokains um ein 
Vielfaches überschritten. Darüber hinaus veräusserte er fast 5 Kilogramm Marihu-
ana. Hierbei handelte Z. nicht etwa aus einem Beschaffungsdruck heraus, sondern 
um einen Gewinn zu erzielen, damit er seine Schulden abbauen konnte. Auch das 
Verschulden hinsichtlich der weiteren Delikte ist nicht zu bagatellisieren, wobei ins-
besondere das mehrfache Fahren in angetrunkenem Zustand ins Gewicht fällt. Z. 
hat durch sein deliktisches Verhalten eine erhebliche kriminelle Energie an den Tag 
gelegt. Die teilweise mehrfache Tatbegehung sowie das Zusammentreffen mehre-
rer strafbarer Handlungen wirken sich denn auch strafschärfend aus. Straferhöhend 
sind die Vorstrafen des Angeklagten zu berücksichtigen, insbesondere die in den 

24

Jahren 2000 und 2004 durch das Bezirksgericht AJ. wegen Widerhandlung gegen 
das Betäubungsmittelgesetz ausgesprochenen bedingten Freiheitsstrafen. Offen-
sichtlich vermochten diese strafrechtlichen Verfahren bzw. Verurteilungen die 
nötige Warnwirkung auf Z. nicht zu entfalten. Erschwerend tritt in diesem Zusam-
menhang das Delinquieren während der Probezeit des zweiten der genannten Ur-
teile hinzu. Strafmindernd fällt beim Angeklagten das nach anfänglichem Abstreiten 
abgelegte teilweise Geständnis sowie der Umstand ins Gewicht, dass er das Un-
recht seiner Taten heute einsieht und sich seiner Verantwortung stellt. Zu seinen 
Gunsten ist auch die persönliche Komponente zu berücksichtigen. Gemäss dem 
psychiatrischen Gutachten handelt es sich beim Angeklagten um eine labile und 
beeinflussbare Persönlichkeit, die dazu neigt, sich ausnutzen zu lassen. Immerhin 
scheint Z. heute in einer gefestigten Beziehung zu leben, die ihm einen gewissen 
Halt gibt. Offenbar hatte der Angeklagte zudem eine schwere Jugendzeit. Positiv ist 
schliesslich zu werden, dass der Angeklagte stets um Arbeit bemüht war und ent-
sprechend immer eine Anstellung innehatte. Strafmilderungsgründe liegen keine 
vor.

Unter Berücksichtigung sämtlicher Strafzumessungsgründe sowie in Anbe-
tracht der durch das Bezirksgericht AJ. im Urteil vom 12. Januar 2004 bereits aus-
gesprochenen Strafe erscheint, zum Teil als Zusatzstrafe, eine Strafe von 4 Jahren 
Zuchthaus als dem Verschulden und der Verhaltensweise des Angeklagten ange-
messen. Das ausgesprochene Strafmass erscheint auch im Vergleich zu W., der 
sich mit dem Angeklagten zusammen im Drogenhandel betätigte, als angezeigt. W. 
wurde mit Urteil des Kantonsgerichts von Graubünden vom 13. Juli 2005 (SF 05 6) 
zu einer Freiheitsstrafe von ebenfalls vier Jahren Zuchthaus verurteilt. Zwar setzte 
W. erheblich weniger Betäubungsmittel um als Z. und beging auch insgesamt we-
niger Delikte. Doch fällt bei Z. die persönliche Komponente stark mindernd ins Ge-
wicht und ebenso der Umstand, dass jener sich im Gegensatz zu W. der Strafver-
folgung nicht entzog, sondern an der Hauptverhandlung erschien und gewillt zu sein 
scheint, reinen Tisch zu machen und die Verantwortung für seine Taten zu über-
nehmen.

c. Nach Art. 69 StGB rechnet das Gericht dem Verurteilten die Untersu-
chungshaft auf die Freiheitsstrafe an, soweit der Täter diese nicht durch sein Ver-
halten nach der Tat herbeigeführt oder verlängert hat. Ein solches Verhalten kann 
Z. nicht zur Last gelegt werden, so dass einer Anrechnung der erstandenen Polizei- 
und Untersuchungshaft an die Strafe gestützt auf Art. 69 StGB nichts entgegen-
steht. 

25

d. Die Gewährung des bedingten Strafvollzugs gemäss Art. 41 Ziff. 1 
StGB fällt bei diesem Strafmass bereits aus objektiven Gründen ausser Betracht 
und ist demnach nicht näher zu prüfen.

10.a. Gemäss Art. 41 Ziff. 3 Abs. 1 StGB lässt das Gericht eine bedingt aus-
gesprochene Strafe vollziehen, wenn der Verurteilte während der Probezeit ein Ver-
brechen oder Vergehen begeht, trotz förmlicher Mahnung des Gerichts einer ihm 
erteilten Weisung zuwider handelt, sich beharrlich der Schutzaufsicht entzieht oder 
das in ihn gesetzte Vertrauen in anderer Weise stört. Ein Absehen vom Widerruf ist 
dann möglich, wenn begründete Aussicht auf Bewährung besteht und die vorliegend 
zu beurteilenden Verfehlungen als leicht zu bewerten sind (Art. 41 Ziff. 3 Abs. 2 
StGB). Diesfalls kann das Gericht den Verurteilten verwarnen, zusätzliche Mass-
nahmen nach Art. 41 Ziff. 2 StGB anordnen und die im Urteil bestimmte Probezeit 
um höchstens die Hälfte verlängern (Art. 41 Ziff. 3 Abs. 2 StGB). Zuständig für den 
Entscheid über den Vollzug der bedingt ausgesprochenen Strafe ist nach Art. 41 
Ziff. 3 Abs. 3 StGB das für die Beurteilung der Verbrechen und Vergehen während 
der Probezeit zuständige Gericht. Für die Beurteilung der Frage, ob eine Straftat als 
leicht anzusehen ist, kommt dem Strafmass massgebliche Bedeutung zu. Dabei ist 
eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Monaten in der Regel als leicht im Sinne von Art. 
41 Ziff. 3 Abs. 2 StGB anzusehen (BGE 122 IV 161, 117 IV 101 f.; PKG 1994 Nr. 
28; Trechsel, a.a.O., N 55 zu Art. 41 StGB). Ausnahmen sind möglich bei besonde-
ren objektiven oder subjektiven Umständen, die nicht bereits für den Schuldspruch 
oder die Bemessung der Strafe bestimmend waren. Die Annahme eines leichten 
Falls kommt jedoch auch dann nur in Betracht, wenn die Freiheitsstrafe in der Nähe 
von drei Monaten liegt (BGE 122 IV 161 f., BGE 117 IV 102). Umfasst das neue 
Urteil mit einer Gesamtstrafe Taten, die vor und nach Ablauf der Probezeit began-
gen wurden, so muss eine Quotenausscheidung getroffen werden (BGE 101 Ib 155, 
vgl. auch BGE 109 IV 70 f.; Trechsel, a.a.O., N 55 zu Art. 41 StGB). Dasselbe hat 
zu gelten, wenn das neue Urteil Taten betrifft, die vor und nach Beginn der Probe-
zeit, d.h. vor und nach der vorangegangenen Verurteilung, begangen wurden. Für 
die Beurteilung der Frage, ob ein leichter Fall gegeben ist, sind nur die während der 
Probezeit begangenen Delikte beziehungsweise der darauf entfallende Anteil an 
der Gesamtstrafe zu berücksichtigen.

Z. wurde mit Urteil des Bezirksgerichts AJ. vom 12. Januar 2004 wegen Wi-
derhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz zu einer bedingten Gefängniss-
trafe von 15 Monaten verurteilt, bei einer Probezeit von 5 Jahren. Einen Teil der 
vorliegend zur Beurteilung stehenden Delikte beging Z. in der Probezeit dieses Ur-

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teils, so dass das Kantonsgericht über den Widerruf der erwähnten bedingten Ge-
fängnisstrafe zu befinden hat.

b. Die vorliegend abgeurteilten Delikte, namentlich die Verstösse gegen 
Art. 19 Ziff. 2 lit. a BetmG, Art. 19 Ziff. 1 BetmG und Art. 91 Abs. 1 SVG, beging Z. 
im Zeitraum von Sommer 2003 bis Dezember 2004. Hierfür wurde eine Strafe von 
vier Jahren Zuchthaus ausgesprochen. In die Probezeit des erwähnten Urteils des 
Bezirksgerichts AJ. entfällt von diesen Delikten zunächst ein Teil der Kokainver-
käufe von insgesamt 305 Gramm an T.. Da der Angeklagte selbst angab, T. habe 
sich im Dezember 2003 erstmals mit ihm in Verbindung gesetzt (vgl. act. 4.49) und 
auch T. selbst davon ausging, die Geschäfte mit Z. im Frühjahr 2004 getätigt zu 
haben (vgl. act. 5.46, 5.48), dürfte der grösste Teil dieser Kokainverkäufe in die 
Probezeit fallen, sicher zudem der Verkauf im Dezember 2004. Auf die Probezeit 
entfällt sodann ein Teil der Verkäufe und Abgaben von Kokain an W. in AL., AM. 
und AN., an unbekannte Käufer in AJ. sowie an Y. und S. ebenfalls in AJ.. Hinzu 
kommt, dass der Angeklagte während der Probezeit mehrfach in angetrunkenem 
Zustand fuhr. Für die erwähnten Delikte ist nun eine Quotenausscheidung zu tref-
fen. Aufgrund der hohen Gesamtstrafe von vier Jahren Zuchthaus sowie unter 
Berücksichtigung der mehrfachen durch den Angeklagten während der Probezeit 
verübten, zum Teil schwerwiegenden Delikte, ergibt sich klar, dass diese Delikte für 
sich alleine beurteilt mit einer Freiheitsstrafe von deutlich über drei Monaten hätten 
sanktioniert werden müssen. Damit ist vorliegend nicht von einem leichten Fall im 
Sinne des Ausgeführten auszugehen. Der mit Urteil des Bezirksgerichts AJ. vom 
12. Januar 2004 gewährte bedingte Strafvollzug wird daher widerrufen. Die Strafe 
von 15 Monaten Gefängnis ist zu vollziehen.

11.a. Nach Art. 59 Ziff. 1 StGB verfügt das Gericht die Einziehung von Ver-
mögenswerten, die durch eine strafbare Handlung erlangt worden sind oder dazu 
bestimmt waren, eine strafbare Handlung zu veranlassen oder zu belohnen, sofern 
sie nicht dem Verletzten zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes aus-
gehändigt werden. Für nicht mehr vorhandene, unrechtmässig erlangte Vermö-
gensvorteile erkennt das Gericht gemäss Art. 59 Ziff. 2 StGB auf eine Ersatzforde-
rung. Es kann jedoch von einer Ersatzforderung ganz oder teilweise absehen, wenn 
diese voraussichtlich uneinbringlich wäre oder die Wiedereingliederung des Betrof-
fenen ernstlich behindern würde. Die bundesgerichtliche Rechtsprechung postuliert 
in diesem Zusammenhang eine dem Entscheid vorausgehende umfassende Beur-
teilung der finanziellen Lage des Betroffenen (BGE 122 IV 302).

27

b. Z. hat durch den Verkauf von Kokain zweifellos einen Gewinn erzielt. 
Wie hoch dieser ist, kann vorliegend indes nicht genau eruiert werden. Zudem 
übergab Z. das Kokain den Abnehmern offenbar teilweise auf Kredit, wobei die ent-
sprechenden Zahlungen danach nicht immer vereinbarungsgemäss eingingen. Es 
ist unter diesen Umständen davon auszugehen, dass von den durch die Kokainver-
käufe erlangten Vermögensvorteilen auch keine wesentlichen Bestandteile mehr 
vorhanden sind, so dass sich die Frage einer Ersatzforderung stellt. Aufgrund der 
hohen Schulden von Z., der Pflicht zur Tragung der vorliegenden, erheblichen Ver-
fahrenskosten (vgl. nachstehend Ziffer 13) sowie angesichts der Tatsache, dass der 
Angeklagte in der nachfolgenden Zeitspanne nicht über ein erhebliches Einkommen 
verfügen wird, sieht das Gericht von der zusätzlichen Erhebung einer Ersatzabgabe 
gestützt auf Art. 59 Ziffer 2 Abs. 2 StGB ab.

12.a. Nach Art. 58 Abs. 1 StGB verfügt das Gericht ohne Rücksicht auf die 
Strafbarkeit einer bestimmten Person die Einziehung von Gegenständen, die zur 
Begehung einer strafbaren Handlung gedient haben oder bestimmt waren, oder die 
durch eine strafbare Handlung hervorgebracht worden sind, wenn diese Ge-
genstände die Sicherheit von Menschen, die Sittlichkeit oder die öffentliche Ord-
nung gefährden. Gemäss Abs. 2 der genannten Bestimmung kann das Gericht an-
ordnen, dass die eingezogenen Gegenstände unbrauchbar gemacht oder vernichtet 
werden.

b. Anlässlich der Verhaftung des Angeklagten am 12. Mai 2004 konnten 
im Restaurant F. in AJ. 50.7 Gramm Kokain sichergestellt werden. Dieser Stoff 
konnte nicht mit genügender Sicherheit Z. zugeordnet werden. Z. trug jedoch ein 
Gramm Kokain auf sich. Auch dieses wurde sichergestellt. Mit Verfügung des Un-
tersuchungsrichters vom 22. Februar 2005 wurden diese Betäubungsmittel be-
schlagnahmt (act. 3.45). Bereits der unbefugte Besitz sowie das Lagern von Betäu-
bungsmitteln sind strafbar. Es ist daher offensichtlich - wem die beschlagnahmten 
Betäubungsmittel auch immer zuzuordnen sind -, dass diese zur Begehung einer 
strafbaren Handlung bestimmt waren, nämlich dem Handel mit Betäubungsmitteln 
sowie zu deren Konsum. Auch die damit verbundene Gefährdung der öffentlichen 
Ordnung liegt auf der Hand. Die beschlagnahmten Betäubungsmittel werden daher 
gemäss Art. 58 Abs. 1 StGB gerichtlich eingezogen; sie sind gestützt auf Art. 58 
Abs. 2 StGB zu vernichten. 

13. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Untersuchungskosten 
der Staatsanwaltschaft Graubünden, die Gerichtsgebühr sowie das Honorar der 

28

amtlichen Verteidigung gestützt auf Art. 158 Abs. 1 StPO zu Lasten des Verurteilten. 
Dieser hat nach Art. 354 Abs. 3 StGB auch die Rechtshilfekosten zu tragen. Die 
Kosten der angerechneten Untersuchungs- und Polizeihaft sowie des Strafvollzugs 
trägt der Kanton Graubünden (Art. 158 Abs. 3 StPO in Verbindung mit Art. 188 
StPO).

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Demnach erkennt die Strafkammer :

1. Z. ist schuldig der Widerhandlung gegen Art. 19 Ziffer 2 lit. a BetmG, der 
mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 19 Ziffer 1 BetmG, der mehrfachen 
Widerhandlung gegen Art. 87 Abs. 1 lit. f Heilmittelgesetz, des mehrfachen 
Fahrens in angetrunkenem Zustand gemäss Art. 91 Abs. 1 SVG, des Unge-
horsams gegen amtliche Verfügungen gemäss Art. 292 StGB, des Ungehor-
sams im Betreibungs- und Konkursverfahren gemäss Art. 323 Ziff. 1 StGB 
sowie der mehrfachen Verletzung von Verkehrsregeln gemäss Art. 27 Abs. 
1 SVG in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 1 SVG.

2. Dafür wird er, teilweise als Zusatzstrafe zum Urteil des Bezirksgerichts AJ. 
vom 12. Januar 2004, mit vier Jahren Zuchthaus bestraft, abzüglich der er-
standenen Polizei- und Untersuchungshaft von 49 Tagen.

3. Der mit Urteil des Bezirksgerichts AJ. vom 12. Januar 2004 gewährte be-
dingte Strafvollzug wird widerrufen; die Strafe von 15 Monaten Gefängnis ist 
zu vollziehen.

4. Von der Erhebung einer Ersatzabgabe wird gestützt auf Art. 59 Ziff. 2 Abs. 2 
StGB abgesehen.

5. Die beschlagnahmten Betäubungsmittel werden gestützt auf Art. 58 StGB 
gerichtlich eingezogen und sind zu vernichten.

6. Die Kosten des Verfahrens, bestehend aus:

- den Untersuchungskosten der Staatsanwaltschaft
Graubünden von Fr. 13'163.00

- den Kosten gemäss Art. 354 StGB von Fr. 1’100.80
- der Gerichtsgebühr von Fr. 3'000.00
- und dem Honorar der amtlichen Verteidigung von Fr. 12'634.00
total somit Fr. 29'897.80

gehen zu Lasten des Verurteilten. Die Kosten der angerechneten Polizei- und 
Untersuchungshaft sowie des Strafvollzugs trägt der Kanton Graubünden.

7. Gegen dieses Urteil kann, sofern Verletzung eidgenössischen Rechts gel-
tend gemacht werden will, Nichtigkeitsbeschwerde an den Kassationshof des 
schweizerischen Bundesgerichts geführt werden. Diese ist dem Bundesge-
richt innert 30 Tagen seit Zustellung der vollständigen Ausfertigung des Ent-

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scheides in der in Art. 273 des Bundesgesetzes über die Bundesstrafrechts-
pflege (BStP) vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Beschwerdele-
gitimation und die weiteren Voraussetzungen der Nichtigkeitsbeschwerde 
gelten die Art. 268 ff. BStP.

8. Mitteilung an:

__________

Für die Strafkammer des Kantonsgerichts von Graubünden 
Der Vizepräsident: Die Aktuarin ad hoc: