# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c7b429ea-1621-585c-b986-733d88744915
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-04-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.04.2010 C-3583/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-3583-2007_2010-04-01.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-3583/2007/
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 .  A p r i l  2 0 1 0

Richter Beat Weber (Vorsitz), Richter Vito Valenti, 
Richterin Franziska Schneider, 
Gerichtsschreiberin Susanne Flückiger.

B. A._______, Z._______ (Serbien),
vertreten durch Dimitrijevic Dobrivoje, Agentur Dobri, 
Y._______ (Serbien),
Beschwerdeführerin,

gegen

Schweizerische Ausgleichskasse SAK,
X._______,
Vorinstanz.

Leistungen der Alters- und Hinterlassenenversicherung; 
Verfügung der SAK vom 5. März 2007.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-3583/2007

Sachverhalt:

A.
Der am (...)  1957 geborene, verheiratete jugoslawische Staatsbürger 
A. A.________ arbeitete zwischen 1985 und 1987 mit Unterbrüchen in 
der  Schweiz  und  leistete  Beiträge  an  die  obligatorische  Alters-, 
Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (act. SAK/ 79, 89, 90, 104). 
Am 30. Dezember 1987 starb er bei einem Verkehrsunfall (act. SAK/30, 
32, 34).

Seine  Witwe,  B.  A._______  (nachfolgend:  Versicherte  oder 
Beschwerdeführerin),  geboren  am  (...)  1957,  stellte  bei  der 
Schweizerischen Ausgleichskasse SAK (nachfolgend: Vorinstanz) am 
27. Juli 1988 einen Antrag auf Hinterlassenenrenten für sich und ihre 
beiden  Kinder  C._______  (geboren  am  [...]  1980)  und  D._______ 
(geboren  am  [...]  1984;  act.  SAK/93  –  95).  Die  SAK  liess  einen 
Zusammenzug  des  individuellen  Kontos  des  Verstorbenen  erstellen 
(act. SAK/89 – 92). Ein an die Antragstellerin gesendetes Schreiben 
zur Einholung weiterer Akten wurde der SAK am 21. Oktober 1988 als 
unzustellbar  zurückgesandt  (act.  SAK/123  –  126)  und  konnte  auch 
nicht über den jugoslawischen Versicherungsträger zugestellt  werden 
(act. 146 – 147). Aus den Akten geht weiter hervor, dass die SAK die 
Angelegenheit  am  28. März  1990  mit  dem  Vermerk  „Liquidation“ 
abgeschlossen hat (act. SAK/96).

B.
B.a Am  15.  April  2005  (vom  serbischen  Versicherungsträger  am 
20. Januar 2006 beglaubigt, act. SAK/15 – 18) stellte die Versicherte, 
vertreten  durch  Dobrivoje  Dimitrijevic,  Versicherungsberater,  bei  der 
Vorinstanz einen neuen Antrag auf Hinterlassenenrenten für sich und 
ihre beiden Kinder C._______ und D._______. 

B.b Mit  Verfügung  vom  15.  Juni  2006  sprach  die  Vorinstanz  der 
Beschwerdeführerin eine einmalige Abfindung von Fr. 27'888.-- – statt 
einer monatlichen Witwenrente von Fr. 150.-- – basierend auf  einem 
durchschnittlichen Jahreseinkommen von Fr. 38'316.--  bei  einem voll 
angerechneten  Versicherungsjahr  zu  (1995: Mai  –  Dezember,  1987: 
September bis Dezember; act. SAK/36, 43 – 45, 50, 55 – 58).

B.c Die Beschwerdeführerin erhob Einsprache (Eingang bei der SAK 
am 9. August  2006). Sie gab an,  ihr  verstorbener  Ehemann habe in 

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den Jahren 1985 – 1987 je neun Monate in der  Schweiz gearbeitet 
(und nicht nur insgesamt 12 Monate). Ausserdem beantragte sie noch-
mals Waisenrenten für ihre beiden Kinder, die im Zeitpunkt des Todes 
des Vaters noch minderjährig gewesen seien (act. SAK/68, 70).

B.d Die Vorinstanz führte Nachforschungen betreffend zusätzlich ver-
sicherter Arbeitszeiten des Verstorbenen durch (act. SAK/71 – 75, 77 – 
82, 89 – 92, 96 – 100). Aufgrund der ermittelten Ergebnisse rechnete 
sie die bereits ermittelten zwölf Monate an (act. SAK/104).

Mit  Verfügung  vom 26. Februar  2007  und  Einspracheentscheid  vom 
5. März  2007  hiess  sie  die  Einsprache  teilweise  gut,  soweit  sie  der 
Tochter  D.________  eine  einmalige  Abfindung  (basierend  auf  dem 
durchschnittlichen  Jahreseinkommen  von  Fr.  38'316.00  bei  einem 
angerechneten  Versicherungsjahr)  von  Fr.  3'202.--  zusprach  (act. 
SAK/107 – 113).

C.
C.a Die  Beschwerdeführerin,  wiederum  vertreten  durch  Dobrivoje 
Dimitrijevic,  reichte bei  der  Vorinstanz Beschwerde ein (Eingang am 
2. Mai 2007, act. SAK/114 – 120). Sie legte als Beweismittel Unterla -
gen dazu bei, dass sie bereits im Jahr 1988 Hinterlassenenleistungen 
beantragt hatte und verlangte die Feststellung der vollständigen Ver-
sicherungszeiten  für  die  Jahre  1985,  1986  und  1987  sowie  darauf 
gestützt  angepasste  Abfindungen  für  sich,  die  Tochter  D.________ 
sowie eine entsprechende Abfindung für ihren Sohn C.________.

C.b Die Vorinstanz übermittelte die Beschwerde inklusive Beilagen am 
22. Mai  2007  dem  zuständigen  Bundesverwaltungsgericht  (act.  1  – 
1.14 = act. SAK/114 – 120).

C.c Mit  Verfügung  vom 24.  August  2007  setzte  das  Bundesverwal-
tungsgericht der Beschwerdeführerin eine Frist von 30 Tagen, um ein 
Zustelldomizil in der Schweiz anzugeben. Die Verfügung wurde der Be-
schwerdeführerin auf diplomatischem Weg zugestellt. Sie enthielt den 
Hinweis, dass bei unbenutztem Ablauf dieser Frist künftige gericht liche 
Anordnungen  und  Entscheide  in  der  vorliegenden  Sache  der  Be-
schwerdeführerin  durch  Publikation  im  Bundesblatt  eröffnet  würden 
(act. 6). 

Mit  Schreiben  vom  21.  September  2007  (Poststempel)  bat  die  Be-
schwerdeführerin um Urteilszustellung auf diplomatischem bzw. konsu-

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larischem Weg, da sie kein Zustelldomizil in der Schweiz habe (act. 7).  
Mit  Schreiben  vom 4.  Oktober  2007  wurde  der  Beschwerdeführerin 
mitgeteilt,  dass  ihrem  Verfahrensantrag  nicht  stattgegeben  werden 
könne (act. 9).

C.d In  ihrer  Vernehmlassung  vom 3.  Dezember  2007  hielt  die  Vor-
instanz fest, es seien keine weiteren, der Beitragspflicht unterstellten 
Einkommen für die Jahre 1985 – 1987 aufgefunden worden. Unter Be-
rücksichtigung der Verjährungsfrist von fünf Jahren sei zu Gunsten der 
im  Jahr  1984  geborenen  Tochter  D.________  einspracheweise  eine 
Abfindung zugesprochen worden. 

Aufgrund  der  weiteren  eingereichten  Akten  sei  festgestellt  worden, 
dass die Beschwerdeführerin  bereits  im Jahr 1988 einen Antrag auf 
Hinterlassenenleistungen gestellt habe, worauf bereits damals ein Ein-
kommenszusammenzug durchgeführt  worden sei. Die [im Jahr 1988] 
ermittelten,  der  Beitragspflicht  unterstellten  Einkommen  würden  mit 
dem jetzt  ermittelten  Zusammenzug übereinstimmen (act.  SAK/89  – 
96). Aus archivierten Unterlagen gehe aber nicht hervor, welche Folge 
dem  im  Jahr  1988  gestellten  Rentenantrag  geleistet  worden  sei 
(act. 11).

C.e Am  21.  Dezember  2007  schloss  das  Bundesverwaltungsgericht 
den Schriftenwechsel ab (act. 12). 

C.f Je mit Schreiben vom 18. Dezember 2009 ersuchte das Bundes-
verwaltungsgericht das Amt für Migration des Kantons W._______ und 
das Einwohneramt der Stadt V.________ um Auskunft über die Dauer 
des  Aufenthaltes  bzw.  der  Arbeitstätigkeit  von  A.  A.________  im 
Kanton bzw. der Stadt. Die Stadt V.________ übermittelte die Anfrage 
an das Amt für Bevölkerung und Migration. Am 4. Januar 2010 nahm 
das Amt für Bevölkerung und Migration Stellung (act. IV/14 – 17, 19).

Auf weitere Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird 
–  soweit  erforderlich  –  im  Rahmen  der  nachfolgenden  Erwägungen 
eingegangen.

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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss  Art.  31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 
2005  (VGG,  SR  173.32)  in  Verbindung  mit  Art.  85bis Abs.  1  des 
Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946 über die Alters- und Hinter-
lassenenversicherung  (AHVG,  SR  831.10)  beurteilt  das  Bundesver-
waltungsgericht  Beschwerden  gegen  Verfügungen  nach  Art.  5  des 
Bundesgesetzes  vom 20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsver-
fahren (VwVG, SR 172.021), sofern wie hier keine Ausnahme nach Art. 
32 VGG vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 VGG genannten 
Behörden. Dazu gehören nach Art.  33  Bst. d  VGG Verfügungen be-
treffend AHV-Renten von Personen mit Wohnsitz im Ausland (Art. 62 
AHVG).

1.2 Aufgrund  von  Art.  3  Bst.  dbis VwVG findet  das  VwVG keine  An-
wendung  in  Sozialversicherungssachen,  soweit  das  Bundesgesetz 
vom  6. Oktober  2000  über  den  Allgemeinen  Teil  des  Sozialver-
sicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist. Dies trifft hier zu, 
da gemäss Art. 1 Abs. 1 AHVG die Bestimmungen des ATSG auf die 
im  ersten  Teil  geregelte  Alters-  und  Hinterlassenenversicherung  an-
wendbar sind, soweit das AHVG nicht ausdrücklich eine Abweichung 
vom ATSG vorsieht, was hier nicht der Fall ist.

1.3 Die  Beschwerdeführerin  ist  durch  den  angefochtenen  Ein-
spracheentscheid  besonders  berührt  und  hat  ein  schutzwürdiges 
Interesse an dessen Änderung, so dass sie im Sinne von Art. 59 ATSG 
beschwerdelegitimiert  ist. Sie hat  mit  Vollmacht  vom 2. Januar  2005 
Dobrivoje Dimitrijevic, Berater für Arbeiten über soziale Sicherheit, er-
mächtigt (act. SAK/3). Der die Beschwerde unterzeichnende Dobrivoje 
Dimitrijevic  ist  somit  rechtsgültig  bevollmächtigt,  was  die  Ansprüche 
der Beschwerdeführerin betrifft. Soweit Ansprüche der seit Beginn des 
vorliegenden Verfahrens mündigen Kinder in Frage stehen, finden sich 
in  den  Akten  keine  diesbezüglichen  Vollmachten.  Die  Vorinstanz 
scheint  indes davon ausgegangen zu  sein,  der  vom Rechtsvertreter 
der Mutter für die erwachsenen Kinder gestellte Antrag decke auch de-
ren Ansprüche ab, und hat der Tochter D._______ ohne weitere dies-
bezügliche  Abklärungen  eine  Abfindung  zugesprochen  und  auch 
schon  ausbezahlt  (act.  SAK/110).  Behörden  sind  ausserdem  nicht 
zwingend  verpflichtet,  Vertretungsvollmachten  einzufordern  (vgl.  Art. 
37  Abs. 2  ATSG  entsprechend:  Art.  11  Abs.  2  VwVG).  Bei  dieser 

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Aktenlage ist auf die Nachforderung einer ergänzenden Vollmacht für 
den Sohn C._______ zu verzichten.

1.4 Die auf den 5. März 2007 datierte, per Einschreiben verschickte 
Verfügung ist dem Vertreter der Beschwerdeführerin zugestellt worden. 
Gemäss Aussage der Vorinstanz wurde die Beschwerde am 23. April 
2007 bei der Vorinstanz eingereicht (Eingang am 2. Mai 2007; act. 1.1 
und 11 S. 1 Abs. 2). Da das genaue Zustelldatum der angefochtenen 
Verfügung nicht mehr einbringbar ist, ist zu Gunsten der Beschwerde-
führerin  davon  auszugehen,  dass  die  Beschwerde  fristgerecht  ein-
gereicht wurde (Art. 60 Abs. 1 ATSG). Da die Beschwerde im Übrigen 
den  gesetzlichen  Formvoraussetzungen  entspricht,  ist  darauf  –  ein-
schliesslich der  Anträge auf  Leistungen für  die Kinder –  einzutreten 
(Art. 52 VwVG).

2.
Vorab ist zu prüfen, welche Rechtsnormen im vorliegenden Verfahren 
zur Anwendung gelangen.

2.1 Die  Beschwerdeführerin  und  ihre  Kinder  sind  Staatsangehörige 
der Republik Serbien (act. SAK/25, 26, 28). Somit ist zu klären, wel-
ches Recht zwischenstaatlich anwendbar ist. 

Nach dem Zerfall  der  Föderativen Volksrepublik  Jugoslawien blieben 
zunächst die Bestimmungen des Abkommens zwischen der Schweize-
rischen Eidgenossenschaft und der Föderativen Volksrepublik Jugosla-
wien  über  Sozialversicherung  vom  8. Juni  1962  (nachfolgend: 
Abkommen  Jugoslawien;  SR  0.831.109.818.1)  für  alle  Staatsange-
hörigen  des  ehemaligen  Jugoslawiens  anwendbar  (BGE 126  V  203 
E. 2b mit  weiteren Hinweisen). Zwischenzeitlich  hat  die  Schweiz  mit 
Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawiens (Kroatien, Slowenien, 
Mazedonien),  nicht  aber  mit  Serbien,  neue Abkommen über  Soziale 
Sicherheit  abgeschlossen.  Vorliegend  findet  demnach  weiterhin  das 
obgenannte  Abkommen  Anwendung. Nach  Art. 2  stehen  die  Staats-
angehörigen der Vertragsstaaten unter anderem in ihren Rechten und 
Pflichten  aus  der  schweizerischen  Bundesgesetzgebung  über  die 
Alters- und Hinterlassenenversicherung, einander gleich, soweit nichts 
anderes  bestimmt  ist.  Bestimmungen,  die  hinsichtlich  der  Voraus-
setzungen  des  Anspruchs  auf  eine  schweizerische  Hinterlassenen-
rente sowie der anwendbaren Verfahrensvorschriften von dem in Art. 2 
des  Abkommens  aufgestellten  Grundsatz  der  Gleichstellung  abwei-

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chen,  finden sich  weder  im Abkommen selbst  noch in  anderen zwi-
schenstaatlichen Verträgen. Gemäss Art. 4 des Abkommens ist grund-
sätzlich die Gesetzgebung desjenigen Vertragsstaates anwendbar, auf 
dessen Gebiet die für  die Versicherung massgebende Beschäftigung 
ausgeübt wird (bzw. ausgeübt wurde). Vorliegend bestimmen sich Ver-
fahren und die Prüfung der Anspruchsvoraussetzungen von schweize-
rischen  Hinterlassenenrenten  nach  dem  internen  schweizerischen 
Recht, insbesondere dem AHVG und der Verordnung über die Alters- 
und  Hinterlassenenversicherung  vom  31.  Oktober  1947  (AHVV, 
SR 831.101). 

2.2 Nach  den  allgemeinen  intertemporalrechtlichen  Regeln  sind  in 
verfahrensrechtlicher  Hinsicht  diejenigen  Rechtssätze  massgebend, 
welche  im  Zeitpunkt  der  Beschwerdebeurteilung  Geltung  haben 
(BGE 130 V 1 E. 3.2), unter Vorbehalt spezialgesetzlicher Übergangs-
bestimmungen. In materiellrechtlicher Hinsicht sind grundsätzlich die-
jenigen  Rechtssätze  massgebend,  die  bei  der  Erfüllung  des  zu 
Rechtsfolgen führenden Sachverhalts Geltung haben (BGE 130 V 329 
E. 2.3).

3.
3.1 Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerde-
verfahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Miss-
brauchs oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder 
unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie 
die Unangemessenheit des Entscheids rügen (Art. 49 VwVG).

3.2 Das  Sozialversicherungsverfahren  ist,  wie  auch  der  Sozialver-
sicherungsprozess, vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach 
hat die verfügende Behörde, wie auch das Gericht, von Amtes wegen 
aus eigener Initiative und ohne Bindung an die Vorbringen oder Be-
weisanträge der  Parteien für  die richtige  und vollständige Abklärung 
des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (BGE 122 V 158 E. 1a). 
Der Untersuchungsgrundsatz gilt indessen nicht unbeschränkt; er fin-
det sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 
195 E. 2 mit weiteren Hinweisen).

Im Sozialversicherungsprozess hat das Gericht seinen Entscheid, so-
fern  das  Gesetz  nicht  etwas Abweichendes vorsieht,  nach  dem Be-
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse 
Möglichkeit  eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanfor-

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derungen nicht. Das Gericht  hat  vielmehr  jener  Sachverhaltsdarstel-
lung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die 
wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 360 E. 5b, 125 V 195 E.  2, je 
mit Hinweisen).

4.
Im  vorliegenden  Verfahren  ist  streitig  und  vom  Bundesverwaltungs-
gericht zu prüfen, ob die SAK den Anspruch der Beschwerdeführerin 
und ihrer Tochter D._______ auf Hinterlassenenleistungen der schwei-
zerischen Alters-  und Hinterlassenenversicherung zu Recht  auf  eine 
Beitragszeit von nur zwölf Monaten gestützt hat (E. 4.1 ff.). Anschlies-
send  ist  abzuklären,  ob  die  Vorinstanz  den  Anspruch  des  Sohnes 
C._______ auf eine einmalige Abfindung zu Recht verneint hat (E. 6).

4.1 Anspruch auf eine Witwenrente haben Witwen, sofern sie im Zeit-
punkt  der  Verwitwung  Kinder  haben. Der  Anspruch  auf  die  Witwen-
rente entsteht am ersten Tag des dem Tod des Ehemannes folgenden 
Monats (Art. 23 Abs. 1 und 3 AHVG). 

Gemäss Art. 25 Abs. 1 Satz 1 AHVG haben Kinder, deren Vater oder 
Mutter  gestorben ist,  Anspruch auf  eine Waisenrente. Der  Anspruch 
auf die Waisenrente entsteht am ersten Tag des dem Tode des Vaters 
oder  der Mutter folgenden Monats. Er erlischt mit der Vollendung des 
18. Altersjahres oder mit dem Tod der Waise (Art. 25 Abs. 4 AHVG).

4.2 Für  die  Berechnung  der  Witwen-  und  Waisenrente  sind  nach 
Art. 33 Abs. 1 AHVG die Beitragsdauer und das aufgrund der ungeteil-
ten Einkommen der verstorbenen Person sowie ihrer Erziehungs- oder 
Betreuungsgutschriften  ermittelte  durchschnittliche Jahreseinkommen 
massgebend. Die  Beitragsdauer  einer  versicherten  Person  bestimmt 
sich  in  der  Regel  nach  den  Einträgen  in  ihren  individuellen  Konten 
(Art. 30ter AHVG).

4.3 Art. 16 Abs. 1 AHVG bestimmt, dass Beiträge, die nicht innert fünf 
Jahren  nach  Ablauf  des  Kalenderjahres,  für  welches  sie  geschuldet 
sind, mit Verfügung geltend gemacht werden, nicht mehr eingefordert 
und nicht mehr entrichtet werden können. Für jeden beitragspflichtigen 
Versicherten werden individuelle Konten geführt, in welche die für die 
Berechnung der ordentlichen Renten erforderlichen Angaben eingetra-
gen werden (Art. 30ter  Abs. 1 AHVG). Hat der Versicherte jedoch nie 
einen Kontenauszug von der  Ausgleichskasse verlangt,  gegen einen 
erhaltenen Kontenauszug keinen Einspruch  erhoben oder  wurde  ein 

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erhobener  Einspruch abgewiesen,  so  kann bei  Eintritt  des Versiche-
rungsfalls  die  Berichtigung  von  Eintragungen  im  individuellen  Konto 
nur  verlangt  werden,  soweit  deren  Unrichtigkeit  offenkundig  ist  oder 
dafür der volle Beweis erbracht wird. Dies gilt nicht nur für unrichtige, 
sondern auch für  unvollständige bzw. fehlende Eintragungen im indi-
viduellen Konto (Art. 141 Abs. 3 AHVV; BGE 117 V 261 E. 3, BGE 110 
V 89 E. 4a; ZAK 1984 S. 178 E. 1 und S. 441).

4.4 Die  Beschwerdeführerin  legt  einzig  eine  „Aussage“  vor,  gemäss 
dieser ihr verstorbener Ehegatte in den Jahren 1985, 1986 und 1987 
bei derselben Firma in der Schweiz gearbeitet habe. Das habe er ihr 
zu  Lebzeiten gesagt  (act. 1.2). Sie legt  keine Arbeitszeugnisse oder 
ähnliche Dokumente vor. Die in der Anmeldung vom 20. Januar 2006 
als  Beilage  angegebene  „Lohnbestätigung“  der  Baufirma  in 
V.________  befindet  sich  –  auch  auf  explizite  Nachfrage  des 
Bundesverwaltungsgerichts – nicht in den Akten der SAK (act. SAK/16, 
Beschwerdeakten  act.  13).  Auch  fehlen  weitere  Angaben  der 
Beschwerdeführerin betreffend Beitragsdauer und -höhe sowie dem in 
diesem Zeitraum erzielten  Einkommen. Den  Vorakten  ist  zu  entneh-
men, dass die Vorinstanz im Rahmen des Einspracheverfahrens nach 
weiteren Beiträgen in den fraglichen Jahren gesucht hat, aber ausser 
den bereits im Jahr 1988 ermittelten zwölf Monaten für die Jahre 1985 
und  1987  keine  weiteren  Beitragsmonate  aufzufinden  waren  (siehe 
oben  Sachverhalt  F.).  Auch  eine  Nachfrage  des 
Bundesverwaltungsgerichts beim Amt für Bevölkerung und Migration in 
W.________ ergab nichts anderes, zumal das Amt am 4. Januar 2010 
mitteilte,  die  Akten  stünden  nach  so  langer  Zeit  nicht  mehr  zur 
Verfügung.  Das  ebenfalls  angefragte  Einwohneramt  der  Stadt 
V.________  teilte  mit,  die  Anfrage  sei  an  das  Migrationsamt 
weitergeleitet worden.

Da die ermittelten Beiträge sich nicht als offenkundig unvollständig er-
weisen,  die  Beschwerdeführerin  keine  Beweise  für  eine  zusätzliche 
Beitragszeit  vorzulegen vermag, die weiteren Abklärungen die Anga-
ben der Beschwerdeführerin nicht stützen bzw. nicht bestätigen konn-
ten und sie auch nicht rügt, die in der Anmeldung erwähnte „Lohnbe-
stätigung“ sei in der Berechnung nicht berücksichtigt worden, ist dem-
nach auf die Einträge im individuellen Konto abzustellen. Daraus geht 
hervor, dass der Ehemann der Beschwerdeführerin über eine Beitrags-
dauer von zwölf  Monaten verfügte (act. SAK/104). Die SAK hat des-

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halb  in  ihrer  Verfügung vom 26. Februar  2007 zu Recht  auf  ein  an-
rechenbares volles Versicherungsjahr (12 Monate) abgestellt.

5.
5.1 Hat ein Staatsangehöriger der Sozialistischen Föderativen Repu-
blik Jugoslawien, der sich nicht in der Schweiz aufhält, Anspruch auf 
eine ordentliche Teilrente, die höchstens ein Zehntel der entsprechen-
den ordentlichen Vollrente beträgt, so wird ihm an Stelle der Teil rente 
eine Abfindung in  der  Höhe des Barwertes  der  geschuldeten Rente 
gewährt. Beträgt  die ordentliche Teilrente mehr als ein Zehntel,  aber 
höchstens ein Fünftel  der  entsprechenden ordentlichen Vollrente,  so 
kann der  Staatsangehörige der  Sozialistischen Föderativen Republik 
Jugoslawien, der sich nicht in der Schweiz aufhält, zwischen der Aus-
richtung der Rente oder  einer Abfindung wählen. Diese Wahl  ist  bei 
der Anmeldung zum Rentenbezug zu treffen (Art. 7 Bst. a Abkommen 
Jugoslawien).

Die Beschwerdeführerin hat der Vorinstanz am 18. Mai 2005 mitgeteilt, 
sie  bevorzuge eine einmalige Abfindung von Fr. 27'888.--  statt  einer 
monatlichen Rente von Fr. 150.-- (act. SAK/36, 43). Da die Beschwer-
deführerin  auch  einmalige  Abfindungen  statt  Waisenrenten  für  ihre 
Kinder beantragt, besteht für das Bundesverwaltungsgericht kein An-
lass  weiter  zu  prüfen,  ob  die  Vorinstanz  der  Tochter  D._______  zu 
Recht eine Abfindung statt einer Rente zugesprochen hat.

5.2 Die Vorinstanz hat  für  die Witwen- und Waisenrenten in  Anwen-
dung von Art. 46  Abs. 1 AHVG rückwirkend für  fünf  Jahre seit  dem 
Antrag  vom  20.  Januar  2006  kapitalisierte  Rentenbeträge  von 
Fr. 27'888.-- für  die Witwenrente und Fr. 3'202.-- für  die Waisenrente 
eine  Abfindung  von  insgesamt  CHF  31'090.--  ermittelt  (vgl.  act. 
SAK/86 – 88). 

Die Beschwerdeführerin rügt einzig, die Beitragszeit sei nicht vollstän-
dig ermittelt worden. Ansonsten wird nicht ansatzweise dargelegt, in-
wiefern die Berechnung der Abfindungen der Beschwerdeführerin und 
der  Tochter  D._______  fehlerhaft  sein  sollten.  Da  die  Vorinstanz  zu 
Recht die Entschädigungen auf  Grund einer Beitrittsdauer von zwölf 
Monaten berechnet hat (siehe oben E. 4.4), besteht auch für das Bun-
desverwaltungsgericht  kein Anlass für eine weitere Überprüfung. Die 
Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als unbegründet.

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6.
6.1 Gemäss Art. 46 AHVG richtet sich der Anspruch auf Nachzahlung 
nach Art. 24 Abs. 1 ATSG. Demnach erlischt der Anspruch auf ausste-
hende Leistungen fünf Jahre nach dem Ende des Monats, für welchen 
die Leistung geschuldet war.

Die in Art. 24 Abs. 1 ATSG festgehaltene Fünfjahresfrist stellt eine Ver-
wirkungsfrist dar, was sich klar aus den Gesetzesmaterialien und der 
bisherigen  Betrachtungsweise  ergibt.  Mit  dem  Ablauf  einer  Verwir-
kungsfrist erlischt der Anspruch (UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Auf-
lage,  Zürich 2009, Art. 24 Rz. 12 f. mit  Hinweis auf  BGE 117 V 208 
E. 3b und 119 V 89 E. 4c). Die Nachzahlung von Leistungen unterliegt  
einer absoluten Verwirkungsfrist von fünf Jahren, welche rückwärts ab 
dem  Zeitpunkt  der  Neuanmeldung  berechnet  wird,  auch  wenn  die 
Verwaltung fehlerhaft einem bereits früher hinreichend substantiier ten 
Leistungsbegehren nicht entsprochen hat (BGE 121 V 195 Regeste). 
Bei Sozialversicherungsleistungen handelt es sich in der Hauptsache 
um periodische Geldleistungen  und  damit  darum,  dass ein  aktueller 
Unterhaltsbedarf  laufend durch  Leistungen  abgedeckt  wird. Dies  gilt 
für Hilflosenentschädigungen in gleicher Weise wie für AHV/IV-Renten. 
Diese  sollen  den  laufenden  Existenzbedarf  sicherstellen.  Alle  diese 
Leistungen haben gewissermassen eine "Umlage"-Funktion und kom-
men zeitgleich dann zur Ausrichtung, wenn der entsprechende Bedarf 
besteht. Hingegen wird die grundsätzliche Funktion der Deckung eines 
laufenden Bedarfs verlassen, wenn Leistungen über zwei Jahrzehnte 
hinweg  nachbezahlt  werden  müssen.  Letztlich  hat  die  Nachzahlung 
bloss noch die Funktion der Äufnung eines mehr oder weniger grossen 
Vermögens. Dies ist aber nicht die Aufgabe einer Sozialversicherung. 
Aus  diesem  Grunde  –  und  unabhängig  von  den  Argumenten  der 
Rechtssicherheit  und  der  mit  längerem  Zeitablauf  zunehmenden 
Schwierigkeiten der  Sachverhaltsabklärung – drängt  sich  eine abso-
lute  zeitliche  Befristung  von  Nachzahlungen  auf  (BGE  121  V  195 
E. 5c).

Anders sind Fälle zu beurteilen, in denen Leistungsansprüche recht-
zeitig,  d.h. innerhalb der Frist  von fünf Jahren,  geltend gemacht und 
diese  Leistungen  von  der  Behörde  rechtskräftig festgesetzt  wurden. 
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung besteht in diesen Fällen 
zur Durchsetzung dieser Leistungen eine zehnjährige Verwirkungsfrist 
analog  Art.  137  Abs.  2  des  Obligationenrechts  vom  30. März  1911 
(OR, SR 220; vgl. BGE 127 V 209 E. 2a).

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6.2 Die Beschwerdeführerin macht geltend, auch ihr Sohn C._______ 
habe Anspruch auf eine Abfindung anstelle einer Waisenrente, da er 
zum Zeitpunkt des Todes seines Vaters minderjährig gewesen sei (act. 
SAK/70)  und  sie  bereits  im Jahr  1988 bei  der  SAK Hinterlassenen-
leistungen für sich und die Kinder beantragt habe. 

Die Vorakten enthalten die Archivkopien der Anmeldung im Jahr 1988 
(act. SAK/89 – 96). Demnach hatte die Beschwerdeführerin am 27. Juli  
1988 einen Rentenantrag gestellt  (act. SAK/93 und 114 – 117 = Be-
schwerdeakten 1.3 – 1.6). Die Vorinstanz führt in der Vernehmlassung 
aus, es lägen keine Beweismittel mehr vor um festzustellen, ob in Fol-
ge des Zusammenzugs vom Jahr 1987 (recte: 1988) bereits eine Ver-
fügung erlassen oder eine einmalige Abfindung ausbezahlt worden sei 
(act. 11). Den Akten ist  zu entnehmen, dass im November  1988 die 
Aufforderung der IVSTA betreffend Einreichung weiterer Akten wegen 
der unbekannten Adresse der Antragstellerin weder direkt noch über 
den jugoslawischen Versicherungsträger  eröffnet  werden konnte und 
die Angelegenheit am 20. März 1990 bei der SAK abgeschlossen wur-
de (vgl. oben Sachverhalt A.). Die Beschwerdeführerin äussert sich zu 
allfällig bereits damals geleisteten Renten oder Abfindungen nicht.

Es ist deshalb für die Beurteilung des Rentenanspruchs des Sohnes 
C._______ – entsprechend der bundesgerichtlichen Praxis (vgl. E. 6.1) 
– auf den Zeitpunkt der Neuanmeldung abzustellen.

6.3 Der am (...) 1980 geborene C. A._______ war bei Einreichung des 
neuen  Leistungsantrags  durch  seine  Mutter  am  1. März  2005  (act. 
SAK/2)  beziehungsweise  mittels  offiziellem  Antragsformular  am  20. 
Januar  2006  (vgl.  oben  Sachverhalt  B.)  25  bzw. 26  Jahre  alt.  Sein 
Anspruch  auf  eine  Waisenrente  war  mit  der  Vollendung  seines 
18. Altersjahrs,  in  casu  am  5. Januar  1998,  erloschen  (siehe  oben 
E. 4.1). In Berücksichtigung von Art. 24 Abs. 4 AHVG in Verbindung mit 
Art. 46 AHVG und der absoluten Verwirkungsfrist  von Art. 24 Abs. 1 
ATSG hatte er seit dem 5. Januar 2003 keinen Anspruch mehr auf eine 
Waisenrente. Im Übrigen kann bei ihm kaum von einem Existenzbedarf 
als  Waise  wegen  des  Lohnausfalls  des  im  Jahr  1987  verstorbenen 
Vaters (siehe oben E. 6.1) ausgegangen werden. Dem Antrag auf rück-
wirkende Zusprechung einer Waisenrente ist  deshalb die Verwirkung 
des Anspruches entgegenzuhalten.

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6.4 Ergänzend  ist  anzufügen,  dass,  selbst  wenn  die  Vorinstanz  im 
Jahr  1990  eine  Waisenrente  für  C._______  festgesetzt  hätte  –  was 
aufgrund der Akten wenig wahrscheinlich ist  (siehe oben E. 6.2 und 
Sachverhalt A.) – und damit eine Verwirkungsfrist von zehn Jahren ab 
Rechtskraft zu beachten wäre (vgl. E. 6.1), ein Anspruch dahingefallen 
wäre.  Vorliegend  muss  sich  die  Beschwerdeführerin  entgegenhalten 
lassen, dass sie im Jahre 1988 für den Sohn C._______ zwar einen 
Antrag auf  Waisenrente gestellt,  sich indessen ab Herbst 1988 nicht 
mehr  um  den  Verfahrensausgang  gekümmert  hatte.  Gemäss  dem 
Grundsatz  von  Treu  und  Glauben,  an  welchem  die  Berufung  auf 
Formmängel in jedem Fall ihre Grenze findet (vgl. BGE 106 V 93 E. 2a 
mit  weiteren Hinweisen,  sowie Urteil  des Bundesverwaltungsgerichts 
C-2427/2007 vom 3. Januar 2010 E. 5.4 ff.),  hätte eine am 23. März 
1990 erlassene Verfügung – trotz mangelhafter Zustellung – jedenfalls 
vor April 1995 Rechtskraft erlangt und hätte damit die Verwirkungsfrist 
von 10 Jahren vor diesem Zeitpunkt zu laufen begonnen. Der Antrag 
vom 15. April  2005  kann  somit  –  weil  verspätet  eingereicht  –  auch 
nicht als Gesuch um Nachzahlung behandelt werden.

6.5 Zusammenfassend ist  festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin 
auch bezüglich der Zusprache einer Waisenrente bzw. einer einmali-
gen  Abfindung  für  ihren  Sohn  C._______  nichts  zu  ihren  Gunsten 
ableiten kann und die Beschwerde diesbezüglich abzuweisen ist. 

Demnach erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist vollum-
fänglich abzuweisen. 

7.
Das Verfahren ist für die Parteien kostenlos (Art. 85bis Abs. 2 AHVG), 
weshalb keine Verfahrenskosten zu erheben sind.

Weder die obsiegende Vorinstanz noch die unterliegende Beschwerde-
führerin haben einen Anspruch auf Parteientschädigung (Art. 7 Abs. 3 
des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschäd-
igungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR  173.320.2] 
und Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben und es wird keine Partei-
entschädigung zugesprochen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Ediktalweg; Notifikation im Bundesblatt)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. [...])
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Beat Weber Susanne Flückiger

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern, Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und  100  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni  2005  [BGG, 
SR 173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung 
mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die 
beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

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