# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3876eb95-90b8-5abb-9f4c-150bace03e0d
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-06-13
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 13.06.2019 120 2019 24
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_120-2019-24_2019-06-13.pdf

## Full Text

ENTSCHEID
DER

BAU-, VERKEHRS- UND ENERGIEDIREKTION 

RA Nr. 120/2019/24 Bern, 13. Juni 2019

in der Beschwerdesache zwischen

Herrn A.________
Beschwerdeführer

vertreten durch Frau Fürsprecherin B.________

und

Baupolizeibehörde der Gemeinde Zollikofen, Gemeindeverwaltung, 
Wahlackerstrasse 25, Postfach 366, 3052 Zollikofen

Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR), Nydeggasse 11/13, 3011 Bern

betreffend die Verfügung der Baupolizeibehörde der Gemeinde Zollikofen vom 27. Februar 
2019 (Geschäftsnummer 361-2017-0029; Erstellen von 2 Parkplätzen)

I. Sachverhalt

1. Am 5. April 2017 stellte die Gemeinde anlässlich eines Augenscheins fest, dass im 

Bereich der Liegenschaft des Beschwerdeführers auf der Parzelle Zollikofen 

Grundbuchblatt Nr. C.________ Bauarbeiten für Abstellplätze vorgenommen wurden. 

Neben einem mündlichen Baustopp vor Ort erliess die Gemeinde mit Verfügung vom 6. 

April 2017 eine Baueinstellungsverfügung und forderte den Beschwerdeführer auf, alle 

Arbeiten im Zusammenhang mit den Abstellplätzen sofort einzustellen und innert 30 Tagen 

ein nachträgliches Baugesuch einzureichen. Trotz diesen Vorkehren setzte der 

Beschwerdeführer gemäss den Ausführungen der Gemeinde die Arbeiten fort und stellte 

die Abstellplätze fertig. 

RA Nr. 120/2019/24 2

Der Beschwerdeführer reichte am 5. Mai 2017 ein nachträgliches Baugesuch bei der 

Gemeinde ein für die Erstellung von vier Parkplätzen mit einer Grösse von 57 m2 und eines 

Haus- und Wendeplatzes von 38 m2 mit einem sickerfähigen Kiesbelag auf der Parzelle 

Zollikofen Grundbuchblatt Nr. C.________. Die Parzelle liegt in der Landwirtschaftszone. 

Aufgrund von Mängeln wies die Gemeinde das Baugesuch mit Schreiben vom 19. Mai 

2019 zurück und räumte dem Beschwerdeführer eine Frist zur Behebung bis 18. Juni 2017 

ein. Am 23. Mai 2017 fand eine Besprechung vor Ort statt, an welchem neben einem 

Gemeindevertreter auch der zuständige Bauinspektor des AGR teilnahm. Dabei äusserte 

sich Letzterer dahingehend, dass nach Praxis des AGR pro Wohnung ein Parkplatz mit 20 

m2 akzeptiert werde; im vorliegenden Fall seien zwei Wohnungen vorhanden und es 

könnten zwei Parkplätze mit maximal 40 m2 bewilligt werden. 

Am 20. Juni 2017 reichte der Beschwerdeführer das angepasste Baugesuch ein, welches 

folgendes Bauvorhaben vorsah: "Erstellen von zwei Parkplätzen (total 40 m2) in der 

Landwirtschaftszone. Belag: Kies, sickerfähig." Das AGR erteilte mit Verfügung vom 7. Juli 

2017 die Ausnahmebewilligung nach Art. 24c RPG1 mit folgender Nebenbestimmung: "Die 

Parkierfläche ist gut sichtbar von der übrigen Umgebung abzutrennen so dass Fahrzeuge 

nur auf dem bewilligten Parkplatz abgestellt werden." Gestützt darauf bewilligte die 

Gemeinde das Bauvorhaben mit Gesamtentscheid vom 8. August 2017. Unter 

"Bedingungen und Auflagen ist in diesem Entscheid (Ziff. 3.1) Folgendes festgehalten: "Die 

Restfläche der als Parkplätze eingekiesten Fläche ist durch geeignete bauliche 

Massnahmen (Pfosten, Blocksteine, etc.) für die Nutzung als Parkplatz innert 60 Tagen 

nach Rechtskraft dieses Entscheids zu verhindern und dauerhaft zu belassen." Dieser 

Entscheid erwuchs unangefochten in Rechtskraft. 

2. Am 3. Januar 2018 reichte der Beschwerdeführer das unterzeichnete Formular 

Selbstdeklaration Baukontrolle 2 bei der Gemeinde ein und bestätigte darin u.a., dass die 

Bedingungen und Auflagen der Baubewilligung eingehalten seien. In der darauf folgenden 

Korrespondenz machte die Gemeinde den Beschwerdeführer mehrfach auf das 

Nichterfüllen der Auflage aufmerksam und forderte die dauerhafte Absperrung der 

Restfläche mittels geeigneten baulichen Massnahmen innert Frist. Der Beschwerdeführer 

vertrat jeweils die Ansicht, dass die bestmöglichen und verhältnismässigen Massnahmen 

1 Bundesgesetz vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700).

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getroffen worden seien, um die Nichtparkfläche von der Parkfläche zu trennen. Mit 

Verfügung vom 12. September 2018 stellte die Gemeinde fest, dass anhand der vom 

Beschwerdeführer eingereichten Fotos die erwähnte Absperrung lediglich aus zwei 

Metallstäben mit Schnur sowie zwei auf den Boden gelegten Hölzern bestehe und dass an 

einem Augenschein vom 11. September 2018 eine Abtrennung der Nichtparkfläche und 

Parkfläche nicht erkennbar gewesen sei. Die getroffenen Massnahmen seien ungenügend. 

Mit Stellungnahme vom 5. November 2018 hielt der Beschwerdeführer an seinem 

Standpunkt fest, wonach die nötigen Massnahmen getroffen worden seien.

Mit Wiederherstellungsverfügung vom 27. Februar 2019 ordnete die Gemeinde Folgendes 

an: 
"1.   Die Restfläche der als Parkplätze eingekiesten Fläche ist durch geeignete bauliche 

Massnahmen (Pfosten, Blocksteine, etc.) innert 60 Tagen nach Rechtskraft dieser Verfügung 

abzutrennen und dauerhaft zu belassen (Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands nach 

Art. 46 Abs. 2 BauG).

 2.  [Strafandrohung]

 3.  [Gelegenheit zu nachträglichem Baugesuch]

 4. [Androhung Ersatzvornahme]

 5. [Gebühr]

 6. [Rechtsmittelbelehrung]"

3. Gegen diese Verfügung reichte der Beschwerdeführer am 27. März 2019 

Beschwerde bei der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern (BVE) ein. Er 

beantragt die Aufhebung der Wiederherstellungsverfügung vom 27. Februar 2019. 

4. Das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren für die BVE leitet2, führte den 

Schriftenwechsel durch und holte die Vorakten ein. Mit Stellungnahme vom 23. April 2019 

beantragt das AGR die Abweisung der Beschwerde. Auch die Gemeinde stellt mit Eingabe 

vom 26. April 2019 den Antrag, die Beschwerde sei abzuweisen.

2 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau-, Verkehrs- und 
Energiedirektion (Organisationsverordnung BVE, OrV BVE; BSG 152.221.191)

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5. Mit Eingaben vom 20. Mai 2019 und vom 3. Juni 2019 reichte der Beschwerdeführer 

auf Ersuchen des Rechtsamts aktuelle Fotos ein. 

6. Auf die Rechtsschriften wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den 

nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Eintretensvoraussetzungen

Gemäss Art. 49 Abs. 1 BauG3 können baupolizeiliche Verfügungen nach Art. 45 bis 48 

BauG innert 30 Tagen seit Eröffnung mit Beschwerde bei der BVE angefochten werden. 

Der Beschwerdeführer ist als Adressat durch die angefochtene Verfügung beschwert und 

daher zur Beschwerde legitimiert. Auf seine form- und fristgerecht eingereichte 

Beschwerde ist grundsätzlich einzutreten.

2. Relevanter Sachverhalt

a) Der Beschwerdeführer bestreitet in sachverhaltlicher Hinsicht die Feststellung der 

Gemeinde, wonach im April 2017 Aushubarbeiten für Parkplätze vorgenommen worden 

seien. Es sei lediglich die bestehende Abstellfläche abgezogen und die Oberfläche mit 

Splitter überzogen worden.

b) Mit Beschwerde kann unter anderem die unrichtige und unvollständige Feststellung 

des Sachverhalts gerügt werden (Art. 66 Bst. a VRPG4). Der rechtserhebliche Sachverhalt 

muss richtig und vollständig festgestellt werden. Das heisst, dass die Behörde das in 

Erfahrung bringen muss, was im Hinblick auf die Regelung des Rechtsverhältnisses 

bedeutsam ist. Unvollständig ist die Sachverhaltsfeststellung, wenn die Behörde nicht alle 

für den Entscheid wesentlichen Sachumstände oder Beweismittel erhoben hat. Unrichtig ist 

3 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0)
4 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21).

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sie, wenn die Behörde die Beweismittel falsch gewürdigt oder einen rechtserheblichen 

Sachumstand nicht in das Beweisverfahren einbezogen hat.5

c) Ob der Beschwerdeführer im April 2017 tatsächlich Aushubarbeiten für die 

Parkplätze vorgenommen oder bloss die Oberfläche mit Splitter überzogen hat, ist für den 

vorliegend zu beurteilenden Streitfall nicht von Bedeutung. So hat Gemeinde das 

nachträgliche Baugesuch des Beschwerdeführers um Erstellung von zwei Parkplätzen mit 

Entscheid vom 8. August 2017 bewilligt. Hier geht es einzig um die Frage, ob die 

Wiederherstellungsverfügung vom 27. Februar 2019, mit welcher die Auflage gemäss 

Entscheid vom 8. August 2017 durchgesetzt werden soll, rechtens ist. Für die Beurteilung 

dieser Frage ist die vom Beschwerdeführer als falsch kritisierte Sachverhaltsfeststellung 

der Gemeinde nicht relevant. Darauf muss daher nicht näher eingegangen werden. 

d) Die im Zusammenhang mit der strittigen Auflage zu beurteilenden Fragen konnten 

anhand der vorhandenen und im Rahmen des Beschwerdeverfahrens einverlangten Fotos 

beurteilt werden. Auf den vom Beschwerdeführer beantragten Augenschein konnte daher 

verzichtet werden, waren von diesem Beweismittel doch keine weiteren, 

entscheidrelevanten Erkenntnisse zu erwarten.

3. Auflage 

a) Der Beschwerdeführer rügt, die Wiederherstellungsverfügung sei unverhältnismässig. 

Bedingungen und Auflagen müssten verhältnismässig, das heisst für die Zielerreichung 

geeignet, erforderlich und zumutbar sein. Eine Abgrenzung von Pflanzen zur befestigten 

Bodenfläche, wie dies vorliegend gemacht worden sei, reiche aus und werde vielerorts so 

praktiziert. Eine weitergehende Wiederherstellung mit baulichen Massnahmen wie fixe 

Pfosten oder gar Blocksteine sei dagegen nicht nötig und auch nicht zumutbar, folglich 

unverhältnismässig und unangemessen. Obwohl die Auflage in der rechtskräftigen 

Verfügung vom 8. August 2017 definiert worden sei, sei vorliegend mit Fingerspitzengefühl 

zu handeln. Eine Klammerung an die baulichen Massnahmen wie Pfosten, Blocksteine etc. 

gehe vorliegend zu weit. Er bringt sodann vor, mit den getätigten baulichen Massnahmen 

habe er die Auflage des rechtskräftigen Entscheids vom 8. August 2017 erfüllt, deren Ziel 

5 Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 66 N. 7 f.

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und Zweck einzig und alleine eine klare Abgrenzung der Parkplatzfläche von der 

Umgebung sei. So habe er Restfläche der beanstandeten Parkplatzfläche mit Naturkies 

belegt und in der Folge mit Wildblumen eingesät, analog den übrigen Flächen auf dem 

Grundstück. Es möge zwar sein, dass im Zeitpunkt des Augenscheines am 11. September 

2018, am Ende des ausserordentlich trockenen und heissen Sommers, einzelne Pflanzen 

auf der beanstandeten Fläche noch nicht wachsen konnten wie ursprünglich geplant und 

demnach keine flächendeckende Begrünung erkennbar gewesen sei. Dennoch würden 

diese Pflanzen ein natürliche Grenze setzen, die von den Bewohnern der Liegenschaft 

respektiert werde. Die bewilligte Parkplatzfläche sei ordnungsgemäss befestigt und speziell 

eingekiest. Zwei Metallpfosten würden das Ende dieser 40 m2 zum Parkieren bestimmten 

Fläche signalisieren. An der vorderen Ecke sei zusätzlich ein Pflanzentrog (1 x 1 Meter) 

hingestellt und mit Seilen verbunden worden, auf der linken Seite habe er eine Holzbeige 

aufgebaut.

b) Wird ein Bauvorhaben ohne Baubewilligung oder in Überschreitung einer 

Baubewilligung ausgeführt oder werden bei der Ausführung eines bewilligten Vorhabens 

Vorschriften missachtet, so setzt die Baupolizeibehörde eine angemessene Frist zur 

Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands unter Androhung der Ersatzvornahme (Art. 

46 Abs. 1 und 2 BauG). Die Wiederherstellungsverfügung muss im öffentlichen Interesse 

liegen, verhältnismässig sein und darf den Vertrauensgrundsatz nicht verletzen. Eine 

Wiederherstellungsmassnahme ist verhältnismässig, wenn sie geeignet ist, das 

angestrebte Ziel zu erreichen, nicht weiter geht, als zur Herstellung des rechtmässigen 

Zustands nötig ist und die Belastung für die pflichtige Person in einem vernünftigen 

Verhältnis zum verfolgten Ziel steht.6

Die Verpflichtung zur "Wiederherstellung" kann auch in der Aufforderung bestehen, den 

rechtmässigen Zustand erstmals herzustellen, indem etwa verlangt wird, eine 

rechtskräftige Bedingung oder Auflage zu erfüllen.7 Dies ist vorliegend der Fall. Mit der 

angefochtenen Verfügung fordert die Gemeinde den Beschwerdeführer unter Androhung 

der Ersatzvornahme erneut auf, die Restfläche der als Parkplätze eingekiesten Flächen 

durch geeignete bauliche Massnahmen (Pfosten, Blocksteine, etc.) innert 60 Tagen nach 

Rechtskraft dieser Verfügung abzutrennen und dauerhaft zu belassen. Diese Forderung 

6 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 4. Aufl., Band I, Bern 2013, Art. 46 
N. 9; BVR 2013 S. 85 E. 5.1
7 Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 46 N. 8.

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deckt sich mit der im rechtskräftigen Entscheid vom 8. August 2017 verfügten Auflage, 

nach deren Wortlaut die Restfläche der als Parkplätze eingekiesten Fläche durch 

geeignete bauliche Massnahmen (Pfosten, Blocksteine, etc.) für die Nutzung als Parkplatz 

innert 60 Tagen nach Rechtskraft dieses Entscheids zu verhindern und dauerhaft zu 

belassen ist. 

c) Soweit der Beschwerdeführer die angeordneten Massnahmen als unverhältnismässig 

bzw. unangemessen rügt, ist auf seine Beschwerde nicht einzutreten. Diese Rügen 

beziehen sich auf die mit Entscheid vom 8. August 2017 verfügte Auflage, weshalb der 

Beschwerdeführer diese gegen den damaligen Entscheid hätte vorbringen müssen. Auch 

wenn die Gemeinde diese Auflage zwecks Durchsetzung in der angefochtenen 

Wiederherstellungsverfügung wiederholt, ändert dies nichts daran, dass der Entscheid vom 

8. August 2017 unangefochten in Rechtskraft erwuchs und die darin verfügte Auflage damit 

nicht mehr in Frage gestellt werden kann. Gegen die Wiederherstellungsverfügung sind 

diese Vorbringen verspätet. Die Frage der Verhältnismässigkeit dieser Anordnungen ist 

daher vorliegend nicht mehr zu prüfen.

Näher einzugehen ist daher einzig auf die Frage, ob der Beschwerdeführer die Auflage – 

wie er dies vorbringt – mit den getroffenen Massnahmen erfüllt hat und damit für den 

Erlass der Wiederherstellungsverfügung kein Anlass bestand.

d) Mittels Auflage verlangte die Gemeinde im Entscheid vom 8. August 2017, dass die 

Restfläche der als Parkplätze eingekiesten Fläche durch geeignete bauliche Massnahmen 

(Pfosten, Blocksteine, etc.) für die Nutzung als Parkplatz innert 60 Tagen nach Rechtskraft 

dieses Entscheids zu verhindern und dauerhaft zu belassen ist. Grund für diese Auflage 

war der Umstand, dass der Beschwerdeführer eine zu grosse Parkplatzfläche realisierte, 

ohne im Besitze einer Baubewilligung zu sein, nämlich eine Fläche für vier Parkplätze mit 

einer Grösse von 57 m2  sowie für einen Haus- und Wendeplatz von 38 m2 (vgl. 

nachträgliches Baugesuch in erster Fassung vom 5. Mai 20178). Die Gemeinde aber 

bewilligte mit Entscheid vom 8. August 2017 gestützt auf die Verfügung des AGR vom 

7. Juli 2017 lediglich 2 Parkplätze mit einer Fläche von 40 m2.9 Entgegen der Ansicht des 

Beschwerdeführers war damit Ziel und Zweck der Auflage nicht einzig und alleine eine 

klare Abgrenzung der Parkplatzfläche von der Umgebung. Vielmehr sollte damit 

8 Vorakten pag. 29 ff. mit Plan pag. 33.
9 Vorakten pag. 15 ff. mit Plan pag. 18.

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sichergestellt werden, dass die zu gross realisierte, als Parkplatz nutzbare Fläche nur im 

bewilligten Ausmass als Parkplatz genutzt werden kann und ein Parkieren auf der 

darüberhinausgehenden Fläche mit baulichen Massnahmen wie Pfosten oder Blocksteinen 

verunmöglicht wird. Auf den vom Beschwerdeführer im Beschwerdeverfahren 

eingereichten Fotos vom 16. Mai 201910 und vom 2. Juni 201911 lässt sich erkennen, dass 

sich eine Kiesfläche im Bereich der bewilligten zwei Parkplätze (wohl aufgrund 

unterschiedlicher Kies-Splitter) farblich leicht abhebt vom umliegenden Kiesbelag und 

diese Parkplatzfläche südseitig in der Länge mit drei Metallpfosten gekennzeichnet ist.12 

Angrenzend an diese Fläche befindet sich nordwestlich der vom Beschwerdeführer 

erwähnte Pflanzentrog (1 x 1 Meter), östlich und mit etwas Abstand von dieser Fläche ist 

eine Holzbeige erkennbar. Weiter befanden sich am 2. Juni 2019 auf der westlichen 

Kiesfläche, welche gemäss nachträglichem Baugesuch in erster Fassung vom 5. Mai 2017 

Teil der realisierten Parkfläche war, diverse mobile Gegenstände (dünner Holzstamm, 

Sofa, kleiner Veloständer o.ä., Kerzenständer). Bei diesen Vorkehren handelt es sich nicht 

um geeignete bauliche Massnahmen, mit welchen die Nutzung der nicht zum Parkieren 

bewilligten Kiesfläche (im Bereich der ersuchten Parkfläche für vier Autos gemäss 

nachträglichem Baugesuch in erster Fassung vom 5. Mai 2017) als Parkplätze dauerhaft 

verhindert werden könnte. Ein Parkieren ist auf diesen Flächen problemlos möglich. Weder 

der Pflanzentrog noch die erwähnten Gegenstände daneben verhindern ein Parkieren auf 

dieser Fläche; vielmehr handelt es sich bloss um mobile Elemente, die das Parkieren nicht 

dauerhaft verunmöglichen. Der Pflanzentrog ist zudem so situiert, dass das Parkieren nicht 

nur daneben, sondern auch dahinter in anderer Ausrichtung ohne Probleme möglich ist. 

Daran ändert auch die gemäss den Ausführungen des Beschwerdeführers vorgenommene 

Bepflanzung dieser Fläche mit Wildblumen nichts. Erstens sind auf den aktuellen Fotos 

vom 2. Juni 2019 nur vereinzelte Wildblumen erkennbar. Von einer flächendeckenden 

Begrünung mit Wildpflanzen kann auch nach fast zwei Jahren seit Erlass der umstrittenen 

Auflage nicht gesprochen werden. Zweitens würde auch eine dichtere Ansammlung von 

Wildblumen auf der Kiesfläche keine geeignete bauliche Massnahme zur Verhinderung des 

Parkierens darstellen. Der Beschwerdeführer hat damit die Auflage gemäss Entscheid vom 

8. August 2017 trotz mehrfacher Aufforderung nicht umgesetzt. Die Gemeinde hat daher 

die Wiederherstellungsverfügung zu Recht angeordnet.

10 Eingereicht mit Eingabe vom 20. Mai 2019
11 Eingereicht mit Eingabe vom 3. Juni 2019.
12 Vgl. auch Foto 2 zur Eingabe vom 5. November 2018, Vorakten pag. 2.

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4. Vorwurf des Amtsmissbrauchs

a) Nach Ansicht des Beschwerdeführers ist das Verhalten der Bauverwaltung ihm 

gegenüber reine Schikane und grenze an Amtsmissbrauch. Aufgrund früherer 

Unstimmigkeiten würden sich die zuständigen Mitglieder der Bauverwaltung, hauptsächlich 

in der Person des Bereichsleiters Bau und Umwelt, ihm gegenüber nicht mehr objektiv und 

folglich unprofessionell verhalten. Amtsmissbräuchliches Verhalten sei zu prüfen.

b) Auf diese Rüge ist nicht einzutreten, da die Prüfung amtsmissbräuchlichen 

Verhaltens nicht in den Zuständigkeitsbereich der BVE fällt. Soweit der Vorwurf des 

Beschwerdeführers generell die Amtsführung der Bauverwaltung der Gemeinde Zollikofen 

betrifft, so steht es ihm offen, sich mittels Aufsichtsbeschwerde an das zuständige 

Regierungsstatthalteramt zu wenden. Soweit der Beschwerdeführer einzelnen Personen 

als Mitglied einer Behörde den Vorwurf machen sollte, sich des Amtsmissbrauchs gemäss 

Art. 314 StGB13 schuldig gemacht haben, so ist es ihm freigestellt, bei der zuständigen 

Strafverfolgungsbehörde eine Anzeige einzureichen. Es sind jedoch keine Anhaltspunkte 

für ein solches strafrechtlich relevantes Verhalten erkennbar, weshalb seitens der BVE kein 

Anlass für eine Mitteilung an die Staatsanwaltschaft nach Art. 48 Abs. 1 EG ZSJ14 besteht. 

5. Kosten

a) Bei diesem Ausgang des Verfahrens unterliegt der Beschwerdeführer. Er hat die 

Verfahrenskosten zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden bestimmt auf eine 

Pauschalgebühr von Fr. 1'000.00 (Art. 103 Abs. 2 VRPG i.V.m. Art. 19 Abs. 1 GebV15).

b) Als unterliegende Partei hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf 

Parteikostenersatz (Art. 108 Abs. 3 VRPG). Parteikosten werden daher keine gesprochen. 

13 Schweizerisches Strafgesetzbuch vom 21. Dezember 1937 (StGB; SR 311.0).
14 Einführungsgesetz 11. Juni 2009 zur Zivilprozessordnung, zur Strafprozessordnung und zur 
Jugendstrafprozessordnung (EG ZSJ; BSG 271.1) 
15 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; 
BSG 154.21)

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III. Entscheid

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann. Die 

Verfügung der Gemeinde Zollikofen vom 27. Februar 2019 wird bestätigt.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 1'000.00 werden dem Beschwerdeführer zur 

Bezahlung auferlegt. Eine separate Zahlungseinladung folgt, sobald dieser Entscheid 

in Rechtskraft erwachsen ist. 

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

IV. Eröffnung

- Frau Fürsprecherin B.________, eingeschrieben

- Baupolizeibehörde der Gemeinde Zollikofen, Gemeindeverwaltung, eingeschrieben

- Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR), per Kurier

Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion

Der Direktor

Christoph Neuhaus
Regierungsrat