# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7689f50d-c891-5e80-83bc-0061b46aad20
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-07-25
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 25.07.2019 110 2018 106
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_110-2018-106_2019-07-25.pdf

## Full Text

ENTSCHEID
DER

BAU-, VERKEHRS- UND ENERGIEDIREKTION 

RA Nr. 110/2018/106 Bern, 25. Juli 2019

Das Verwaltungsgericht hat eine gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde 

abgewiesen (VGE 2019/280 vom 28.9.2020).

in der Beschwerdesache zwischen

Herrn A.________ und 33 weiteren Beschwerdeführenden

alle vertreten durch Herrn Rechtsanwalt Dr. B.________

und

C.________
Beschwerdegegnerin

vertreten durch Herrn Rechtsanwalt D.________

sowie

Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Wohlen, Departement Bau und Planung, 
Hauptstrasse 26, 3033 Wohlen

betreffend die Verfügung der Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Wohlen vom 20. Juni 
2018 (Baugesuch Nr. 35/15; Mobilfunkanlage)

I. Sachverhalt

1. Die Beschwerdegegnerin reichte am 4. Juni 2015 bei der Gemeinde Wohlen ein 

Baugesuch (datiert vom 19. April 2013) ein für die Installation einer neuen Mobilfunkanlage 

mit entsprechender technischer Einrichtung sowie den Einbau eines Dachflächenfensters 

mit Notausstieg. Der Antennenmast mit drei Antennenkörpern und zwei Richtfunkantennen 

RA Nr. 110/2018/106 2

soll – wie auch das Dachflächenfenster mit Notausstieg – auf bzw. in der ostseitigen 

Dachfläche des ehemaligen Bauernhauses G.________strasse 24, Parzelle Wohlen bei 

Bern Grundbuchblatt Nr. H.________, erstellt werden. Der Mast (ohne Blitzschutz) soll den 

Dachfirst um 4 m überragen. Die Parzelle liegt in der Dorfzone 2-geschossig (DZ 2). Gegen 

das Bauvorhaben erhoben unter anderen die Beschwerdeführenden Einsprache. Mit 

Gesamtentscheid vom 20. Juni 2018 bewilligte die Gemeinde das Bauvorhaben.

2. Dagegen reichten die Beschwerdeführenden am 23. Juli 2018 Beschwerde bei der 

Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern (BVE) ein. Sie beantragen, der 

Gesamtentscheid vom 20. Juni 2018 sei aufzuheben und dem Bauvorhaben sei der 

Bauabschlag zu erteilen. Sie machen insbesondere geltend, das Bauvorhaben 

beeinträchtige das Ortsbild und es fehle der korrekte Nachweis, wonach die Mobilfunkanlage 

die massgebenden Anlagegrenzwerte bei allen Orten mit empfindlicher Nutzung einhalte.

3. Das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren für die BVE leitet,1 führte den 

Schriftenwechsel durch und edierte die Vorakten. Am 18. Dezember 2018 reichte die 

Beschwerdegegnerin korrigierte Planunterlagen sowie eine Projektänderung ein. Mit 

Letzterer wurde die Abschirmung der Dachfenster des Standortgebäudes angepasst 

(Folienbeschichtung anstatt Rahmenprofile mit integriertem Abschirmgewebe). Das 

Rechtsamt holte anschliessend eine (weitere) Stellungnahme des Amts für Wirtschaft 

(ehemals beco), Abteilung Immissionsschutz, sowie einen Fachbericht der kantonalen 

Kommission zur Pflege der Orts- und Landschaftsbilder (OLK) ein. Danach führte es im 

Beisein der Verfahrensbeteiligten und je einer Vertretung der OLK sowie der 

gemeindeeigenen Fachberatung Baugestaltung einen Augenschein mit 

Instruktionsverhandlung durch; die Fachberatung Baugestaltung hat im Vorfeld des am 

4. Juni 2015 eingereichten Baugesuchs mehrmals zum Bauvorhaben Stellung genommen. 

Die Verfahrensbeteiligten erhielten Gelegenheit, sich zum Ergebnis des Beweisverfahrens 

sowie zur Projektänderung zu äussern bzw. Schlussbemerkungen einzureichen. Die 

Beschwerdegegnerin beantragt, die Beschwerde sei vollumfänglich abzuweisen. Die 

Gemeinde beantragt, die Beschwerde sei abzuweisen und der angefochtene Entscheid sei 

zu bestätigen.

1 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau-, Verkehrs- und 
Energiedirektion (Organisationsverordnung BVE, OrV BVE; BSG 152.221.191).

RA Nr. 110/2018/106 3

4. Auf die Rechtsschriften und die vorliegenden Akten sowie den Fachbericht der OLK 

und das Ergebnis des Augenscheins wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den 

nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Eintretensvoraussetzungen

a) Angefochten ist ein Gesamtentscheid nach Art. 9 KoG2. Laut Art. 11 Abs. 1 KoG kann 

er – unabhängig von den geltend gemachten Einwänden – nur mit dem Rechtsmittel 

angefochten werden, das für das Leitverfahren massgeblich ist. Das Leitverfahren ist im 

vorliegenden Fall das Baubewilligungsverfahren (Art. 5 Abs. 1 KoG). Bauentscheide können 

nach Art. 40 Abs. 1 BauG3 innert 30 Tagen seit Eröffnung mit Baubeschwerde bei der BVE 

angefochten werden. Die BVE ist somit zur Beurteilung der Beschwerde gegen den 

Gesamtentscheid der Gemeinde Wohlen bei Bern vom 20. Juni 2018 zuständig.

b) Zur Beschwerde befugt sind die Baugesuchstellerinnen, die Baugesuchsteller, die 

Einsprecherinnen, die Einsprecher und die zuständige Gemeindebehörde (Art. 10 KoG 

i.V.m. Art. 40 Abs. 2 BauG). Die Einsprachen der Beschwerdeführenden wurden 

abgewiesen, womit sie formell beschwert sind. Sie wohnen zudem allesamt innerhalb eines 

Umkreises von rund 240 m vom Bauvorhaben entfernt. Der maximale Abstand, bis zu dem 

die Berechtigung zur Einsprache gegeben ist, beträgt gemäss Standortdatenblatt vom 

4. Juni 2015 912 m. Damit sind die Beschwerdeführenden durch den vorinstanzlichen 

Entscheid auch materiell beschwert. Sie sind daher zur Beschwerdeführung legitimiert. Auf 

ihre form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.

2. Ortsbild- und Landschaftsschutz

a) Die ersten beiden Fassungen des Baugesuchs wurden von der Fachberatung 

Baugestaltung noch abgelehnt. Nachdem die Beschwerdegegnerin die Antennenanlage 

2 Koordinationsgesetz vom 21. März 1994 (KoG; BSG 724.1).
3 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0).

RA Nr. 110/2018/106 4

aber zusätzlich redimensioniert und anders platziert hatte, erachtete die Fachberatung die 

Antennenanlage als «ortsbaulich verträglich», sofern diese symmetrisch auf die Ostseite des 

Daches verschoben würde.4 Dieser Forderung kam die Beschwerdegegnerin mit dem am 

4. Juni 2015 eingereichten Baugesuch nach.

b) Die Beschwerdeführenden rügen, die Antenne wirke sich aufgrund ihres exponierten 

Standorts auf dem Dach einer ortsbildprägenden Baute nach wie vor negativ auf das Ortsbild 

aus und führe nicht zu einer guten Gesamtwirkung. Daran würden auch die auf der 

Bauparzelle vorhandenen Bäume nichts ändern. So sei nur die Hälfte des Baugrundstücks 

entlang der G.________strasse überhaupt mit Bäumen bewachsen. Bei den meisten 

Bäumen handle es sich zudem um Niederstammfruchtbäume, die einerseits zwischen 

Herbst und Frühjahr kein Laub tragen würden und andererseits von der geplanten Antenne 

deutlich überragt würden. Hinzu komme, dass die Bäume nicht geschützt seien und daher 

jederzeit beseitigt werden könnten. Das Bauvorhaben beeinträchtige ferner die bestehende 

Dachsymmetrie und damit den vom grossen Dach geprägten Gesamteindruck des 

Standortgebäudes. Schliesslich beanstanden sie, dass die Vorinstanz nicht die OLK 

beigezogen habe.

c) Die Gemeinde stellt sich demgegenüber auf den Standpunkt, die Bauparzelle befinde 

sich weder in einem Ortsbildschutzperimeter noch sei das Standortgebäude 

denkmalgeschützt. Zudem befänden sich auch in dessen unmittelbarer Nähe keine 

Schutzzonen oder -gebiete, die den Bau einer Mobilfunkanlage aus ästhetischen Gründen 

verunmöglichen würden. Folglich könne hier nicht von einem erhöhten Ortsbildschutz oder 

einem besonderen ästhetischen Schutzstatus der betreffenden Liegenschaft gesprochen 

werden, weshalb sie auch nicht verpflichtet gewesen sei, die OLK beizuziehen. Der 

Forderung der Fachberatung Baugestaltung, wonach die Antenne ortsbildverträglich wäre, 

sofern sie symmetrisch auf der östlichen, von der G.________strasse abgewendeten 

Dachfläche zum Stehen käme, sei im Übrigen Rechnung getragen worden. Des Weiteren 

macht die Gemeinde geltend, es stehe nicht im Belieben der Mobilfunkbetreiberinnen, nur in 

jenen Gebieten Mobilfunkanlagen zu erstellen, in denen durch die Erstellung keinerlei 

Auswirkungen auf die Umgebung resultieren würden. Ferner sei bei der Beurteilung der 

Einordnung von Mobilfunkanlagen insbesondere zu beachten, dass sich diese wegen ihrer 

technischen Form und Funktion gestalterisch nur schwer befriedigend bzw. gut einordnen 

4 Vgl. Vorakten, pag. 1.2 ff.

RA Nr. 110/2018/106 5

liessen. Zu berücksichtigen sei weiter, dass Mobilfunkanlagen, um ihre Funktion zu erfüllen, 

die Dächer und die nähere Umgebung überragen müssten, was eine gewisse Mindesthöhe 

voraussetze. Die Höhe der projektierten Anlage liege folglich in der Natur der Sache. Wie 

andere Infrastrukturanlagen würden Mobilfunkanlagen vom durchschnittlichen Betrachter 

aber als technisch notwendige Einrichtungen hin- und wahrgenommen.

d) Die Beschwerdegegnerin weist ebenfalls darauf hin, dass vorliegend kein Ortsbild- 

oder Landschaftsschutzgebiet tangiert sei. Zudem komme den Gemeinden bei 

Gestaltungsfragen ein Ermessensspielraum zu, der vorliegend nicht überschritten worden 

sei. Ferner gebe es für den Eigentümer des Baugrundstücks keinen Anlass, die seit vielen 

Jahren bestehenden Bäume zu entfernen, da diese auch einen Sichtschutz für sein 

Grundstück gewährleisten würden. Die geplante Mobilfunkanlage sei von der 

G.________strasse schliesslich auch dann nur eingeschränkt einsehbar, wenn die 

bestehenden Bäume nicht vorhanden wären. So würde die Mobilfunkanlage aufgrund ihrer 

Anordnung auf der Ostseite des Daches auch von der westlichen Dachhälfte abgedeckt 

werden. Ferner überrage die Antenne den First bloss um 4 m, was bei einer Firsthöhe von 

11.5 m nicht zu einer markanten Erscheinung, sondern zu einer ästhetisch 

zufriedenstellenden Lösung führe. Da die Mobilfunkanlage in der Mitte der östlichen 

Dachhälfte geplant sei, würde sie schliesslich auch nicht die bestehende Dachsymmetrie 

stören. Selbst wenn aber ein Eingriff in die Dachsymmetrie vorläge, würde dieser nicht den 

Gesamteindruck des Standortgebäudes beeinträchtigen. Im Übrigen sei das Bauvorhaben 

mit der Fachberatung Baugestaltung bereits von einer leistungsfähigen, örtlichen Fachstelle 

beurteilt worden, was einen Beizug der OLK ausschliesse.

e) Gemäss Art. 9 Abs. 1 BauG dürfen Bauten, Anlagen, Reklamen, Anschriften und 

Bemalungen Landschaften, Orts- und Strassenbilder nicht beeinträchtigen. Diese Vorschrift 

stellt die «ästhetische Generalklausel» im Sinne eines allgemeinen 

Beeinträchtigungsverbots dar. Art. 17 Abs. 1 BauV5 konkretisiert diese Vorschrift: 

Aussenanlagen für Radio- und Fernsehempfang sowie für Funkzwecke und dergleichen sind 

möglichst unauffällig zu gestalten und anzubringen; sie dürfen die Landschaft und das 

Ortsbild nicht beeinträchtigen. Schutzobjekt des Ortsbild- und Landschaftsschutzes ist der 

Aussenraum, soweit er von einem allgemein begangenen Standort aus als Einheit wirkt und 

5 Bauverordnung vom 6. März 1985 (BauV; BSG 721.1).

RA Nr. 110/2018/106 6

als solche erfassbar ist. Eine Beeinträchtigung liegt vor, wenn ein Bauvorhaben einen 

Gegensatz zur bestehenden Überbauung schafft, der erheblich stört.6

Darüber hinaus sind die Gemeinden befugt, eigene Ästhetikvorschriften zu erlassen, die über 

die kantonalen Vorschriften hinausgehen können (Art. 9 Abs. 3 BauG und Art. 17 Abs. 1 

letzter Satz BauV). Solche Vorschriften müssen aber, um eine selbständige Bedeutung zu 

haben, konkreter gefasst sein als die kantonalen und dürfen Letztere nicht nur allgemein 

anders umschreiben.7 Die Gemeinde Wohlen hat unter dem Titel «Weiterentwicklung von 

Orts- und Landschaftsbild» in Art. 14 GBR8 geregelt, dass Bauten und Anlagen so zu 

gestalten sind, dass das Objekt als Einzelbau und mit Bezug zur Umgebung eine gute 

Lösung ergibt. Bei der Beurteilung der guten Gesamtwirkung sind insbesondere zu 

berücksichtigen:

- die prägenden Elemente und Merkmale des Strassen-, Orts- und Landschaftsbildes,

- die bestehende Gestaltung der benachbarten Bebauung,

- Standort, Stellung, Form, Proportionen und Dimensionen der Bauten und Anlagen,

- die Fassaden- und Dachgestaltung sowie die Materialisierung und Farbgebung,

- die Gestaltung der Aussenräume, insbesondere des Vorlandes und der Begrenzungen 

gegen den öffentlichen Raum,

- die Gestaltung und Einordnung der Erschliessungsanlagen, Abstellplätze und Eingänge.

Art. 17 GBR enthält zudem Vorschriften zur Dachgestaltung. Danach sind Lukarnen, 

Schleppgauben, Quergiebel, Dachflächenfenster, Firstoblichter, Dacheinschnitte mit 

Überdachung zulässig, wenn sie den Gesamteindruck des Gebäudes nicht beeinträchtigen 

(Art. 17 Abs. 2 GBR).

Der Begriff «gute Gesamtwirkung» in Art. 14 Abs. 2 GBR stellt einen unbestimmten 

kommunalen Gesetzesbegriff dar, bei dessen Auslegung die kommunalen Behörden einen 

gewissen Beurteilungsspielraum haben. Jedoch dürfen auch an das Erfordernis der guten 

Gesamtwirkung nicht unverhältnismässig hohe Ansprüche gestellt werden. Die gute 

Gesamtwirkung ist weder an geringen noch an besonders hohen architektonischen 

Qualitäten zu messen. Das bedeutet bei durchschnittlichen örtlichen Gegebenheiten, dass 

6 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 4. Aufl., Band I, Bern 2013, Art. 9/10 
N. 13 f.
7 BVR 2009 S. 328 E. 5.2 mit Hinweisen; Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 9/10 N. 4.
8 Baureglement der Gemeinde Wohlen vom 24. März 2010 (GBR).

RA Nr. 110/2018/106 7

das Mittelmass der Umgebung nicht gestört werden darf und sich eine neue Baute oder 

Anlage an den qualitativ hochwertigeren Bauten und Anlagen der Umgebung zu orientieren 

hat.9

f) Gemäss der verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung lassen sich Mobilfunkanlagen 

unter ästhetischen Gesichtspunkten nicht ohne Weiteres mit Gebäuden, auf welche die 

Gestaltungsnormen in erster Linie zugeschnitten sind, vergleichen. Zum einen ist das 

Erscheinungsbild einer Mobilfunkanlage – namentlich Durchmesser und Höhe des Masts 

sowie die Anzahl und optische Erscheinung der Antennen – vorwiegend durch die 

technischen Gegebenheiten bedingt. Die Gestaltungsmöglichkeiten der 

Mobilfunkbetreiberinnen sind daher gering. Ausserdem besteht die Besonderheit, dass 

Mobilfunkanlagen aufgrund ihrer Funktion in der Regel gut sichtbar sind, womit ihnen 

praktisch an jedem Standort von vornherein etwas Störendes anhaftet. Dies allein vermag 

jedoch nicht ohne Weiteres einen Bauabschlag zu rechtfertigen, ansonsten würde aus den 

kommunalen Ästhetiknormen ein flächendeckendes Mobilfunkantennenverbot resultieren, 

was nicht der Absicht des Gesetzgebers entsprechen kann und raumplanungs- bzw. 

fernmelderechtlich problematisch wäre.10 Auch ist zu beachten, dass Mobilfunkantennen 

aufgrund der betrieblich bedingten Höhe regelmässig geeignet sind, Silhouetten zu brechen 

und Horizonte zu teilen. Ein Bauabschlag aus ästhetischen Gründen setzt daher voraus, 

dass der beeinträchtigten Umgebung, Silhouette oder Horizontlinie erhöhte Schutzwürdigkeit 

zukommt.11 Diesen Umständen ist bei der Beurteilung gebührend Rechnung zu tragen. Auch 

das Bundesgericht betont, dass die Anwendung einer Ästhetikbestimmung 

bundesrechtwidrig sein kann, wenn damit jeglicher Bau von Mobilfunkantennen in einem 

Dorf verhindert wird.12

g) Gemäss den Bauplänen soll die Antennenanlage auf der östlichen Hälfte des 

Teilwalmdachs des ehemaligen Bauernhauses G.________strasse 24 errichtet werden und 

zwar mittig oberhalb des bestehenden Schleppdaches. Links davon ist das 

Dachflächenfenster mit Notausstieg geplant. Der Antennenmast mit Söll-Leiter weist ohne 

Blitzschutz eine Höhe von 5.3 m auf und überragt den knapp 11.5 m hohen Dachfirst um 

9 BVR 2009 S. 328 E. 5.3; Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 9/10 N. 4a zweites Lemma.
10 VGE 2011/303 vom 1.6.2012, E. 4.3 mit Hinweisen.
11 VGE 2011/373 vom 15.2.2013, E. 4.3; Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 9/10 N. 17 neuntes Lemma und 
29b fünftes Lemma mit weiteren Hinweisen.
12 BGer 1C_49/2015 vom 9.12.2015, E. 4.3.

RA Nr. 110/2018/106 8

4 m. Die drei Antennenkörper sollen im oberen und die beiden Richtfunkantennen im unteren 

Bereich des Mastes befestigt werden. Weitere technische Einrichtungen sind schliesslich im 

Innern bzw. Dachstock des Gebäudes vorgesehen.

Das ehemalige Bauernhaus G.________strasse 24 befindet sich im Perimeter der Dorfzone 

DZ 2, die im betreffenden Bereich («E.________») in nördlicher, östlicher und teilweise auch 

in südlicher Richtung von der Wohnzone W2 umfasst wird. Gegen Westen grenzt sie 

dagegen an das offene Ackerland des «F.________» (Landwirtschaftszone). Das 

Standortgebäude selbst ist nicht denkmalgeschützt. Südwestlich der besagten Liegenschaft, 

entlang der G.________strasse, befinden sich jedoch mehrere als erhaltenswert eingestufte 

Gebäude.

h) Das Rechtsamt der BVE hat für die ästhetische Beurteilung des Vorhabens die OLK 

beigezogen. Dazu war das Rechtsamt bereits gestützt auf die allgemeinen geltenden 

Verfahrensgrundsätze des VRPG13 (Art. 18 Abs. 1 und 2) befugt. Die Befugnis des 

Rechtsamts der BVE, im vorliegenden Verfahren die OLK beizuziehen, ergibt sich aber auch 

aus Art. 4 Abs. 1 OLKV14. Danach behandelt die OLK alle Bau- und Planungsgeschäfte, die 

ihr von Verwaltungsjustiz- und übrigen Justizbehörden zur Begutachtung von Fragen des 

Ortsbild- und Landschaftsschutzes unterbreitet werden. Daran ändert auch der Umstand 

nichts, wonach das Bauvorhaben im Vorfeld der Baugesuchseingabe vom 4. Juni 2015 

bereits mehrfach von der gemeindeeigenen Fachberatung Baugestaltung beurteilt worden 

ist. Zwar handelt es sich bei Letzterer um eine örtliche leistungsfähige Fachstelle im Sinne 

von Art. 22 Abs. 2 BewD15.16 Das Verbot der «Doppelbegutachtung» gemäss Art. 22a Abs. 2 

BewD gilt jedoch nicht, wenn Bauvorhaben in Rechtsmittelverfahren vor Justizbehörden 

umstritten sind. So sieht Art. 4 Abs. 1a OLKV lediglich vor, dass sich die OLK in solchen 

Fällen bei ihrer Beurteilung mit den bereits eingeholten Gutachten auseinandersetzen muss. 

Das hat die OLK vorliegend getan.

i) Die OLK führt in ihrem Bericht vom 22. Februar 2019 zunächst aus, das lange Zeit 

ländlich geprägte Dorf Wohlen – mit seinen beiden Ortsteilen Ober- und Unterwohlen – sei 

13 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21).
14 Verordnung vom 27. Oktober 2010 über die Kommission zur Pflege der Orts- und Landschaftsbilder (OLKV; 
BSG 426.221).
15 Dekret vom 22. März 1994 über das Baubewilligungsverfahren (Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1).
16 BDE vom 5. Februar 2015, E. 3 (RA Nr. 110/2014/148).

RA Nr. 110/2018/106 9

mit der neuen Landstrasse nach Aarberg verkehrstechnisch in Stadtnähe gerückt worden. 

Dies habe sich bis um 1970 aber nur punktuell auf die Bebauung vor Ort ausgewirkt. Den 

grossen Wachstumsschub habe das Dorf zuerst auf dem Plateau zwischen Oberwohlen und 

dem «Chropf» und wenig später grossflächig im Bereich des «E.________», östlich der nach 

1960 neu trassierten G.________strasse erlebt. Im Zuge dieses Baubooms seien die beiden 

vorher räumlich und topografisch klar getrennten Ortsteile Ober- und Unterwohlen 

zusammengewachsen, allerdings grossmehrheitlich nur östlich der G.________strasse. Die 

Altbebauung entlang der historischen Wegverbindung über den «E.________» 

(G.________strasse) sei gleichzeitig in die bauliche Verdichtung eingebunden worden. So 

sei die locker drapierte und grosszügig durchgrünte Gruppe strukturell und materiell in 

wesentlichen Teilen noch heute in ihrer bis um 1960 organisch gewachsenen Form erhalten 

und damit die Geschichte klar ablesbar.

Betreffend Strassen-, Orts- und Landschaftsbild in der Umgebung des Bauvorhabens hält 

die OLK in ihrem Bericht insbesondere fest, die südwestlich des Standortgebäudes gelegene 

Altbebauung bestehe aus ehemaligen Bauernhäuser des 19. und frühen 20. Jahrhunderts 

mit zugehörigen Nebengebäuden sowie aus Wohn- und Gewerbehäusern aus der Zeit nach 

1900. Prägend für die gestaffelt entlang der Strasse aufgereihten Gebäude mit 

Teilwalmdächern (mit oder ohne Ründi) seien die südorientierten Giebelfronten in 

Sichtfachwerk über gemauertem Sockelgeschoss. Durch diese werde ein gestalterisch 

homogenes Ensemble gebildet, das traditionellen Konstruktionsprinzipien verpflichtet sei. 

Die Liegenschaften würden zudem durch ihre Hausgärten mit Bäumen in einen 

übergeordneten Grünraum eingebunden. Letzerer werde durch einzelne markante hohe 

Nadelbäume in den zugehörigen Hofbereichen akzentuiert. Auf seiner Ostseite sei der 

«E.________» ab 1980 etappenweise – mittlerweile flächendeckend – durch 

unterschiedliche Überbauungen aus (Doppel-)Einfamilienhäuser bebaut worden. Nördlich 

der G.________strasse würden zeitgleiche Reihenhäuser das aufsteigende Terrain 

dominieren. Der südlich gelegene Quartierteil orientiere sich zwar nur stellenweise an der 

Topografie. Ein Teil der Quartierstrassen nehme aber die Altbebauung beidseits der 

G.________strasse geschickt auf, indem einzelne Objekte der Altbebauung als 

wirkungsvoller Raumabschluss eingebunden würden. Trotz den unterschiedlichen 

stilistischen Ausprägungen der nach 1980 entstandenen Wohnhäuser und trotz einzelner 

Neubauten bilde das innere Ortsbild dieses Quartierbereichs ein in sich stimmiges Ganzes, 

das durch Körnung, einheitliche Geschossigkeit, vertraute Dachformen und nicht zuletzt 

durch den verbindenden Grünraum der Gartenbereiche charakterisiert werde. Für das 

RA Nr. 110/2018/106 10

äussere Ortsbild sei das auf der Westseite der in langem Bogen geführten 

G.________strasse bis heute weitgehend unbebaute Ackerland auf der ausgedehnten 

offenen Geländestufe des «F.________» massgebend. Aus Blickrichtung Oberwohlen sowie 

in unterschiedlichen Perspektiven aus westlichen Richtungen bilde die Altbebauung entlang 

der G.________strasse mit ihren gestaffelt aufgereihten Walmdachhäusern und dem 

abwechslungsreichen begleitenden Baumbestand sowie dem Kirchturm einen 

einprägsamen, lebhaft konturierten Siedlungsrand, der dank seiner weitgespannten 

Ausdehnung für das gesamte Dorf Wohlen bis heute kennzeichnend sei. Das aus westlichen 

Richtungen von Weitem gut sichtbare ehemalige Bauernhaus G.________strasse 24, erbaut 

wohl kurz vor 1900, entfalte in verschiedenen Sichtbezügen seine Wirkung und sei damit 

integraler Teil dieser aussagekräftigen Dorfsilhouette. Das betreffende Gebäude sei denn 

auch in all seinen kennzeichnenden äusseren Merkmalen (Gebäudestellung, Volumetrie, 

Konstruktionsweise, Detailgestaltung und Dachform inkl. Eindeckung) zweifellos als 

markanter Teil des historischen Ensembles entlang der G.________strasse zu lesen; dies 

gelte in besonderem Masse bezüglich des Nachbargebäudes G.________strasse 22. Der 

Umstand, wonach das Standortgebäude selbst nicht denkmalgeschützt sei, bedeute im 

Übrigen nicht, dass das Objekt automatisch ohne jeglichen Eigenwert oder ohne ortsbildliche 

Qualitäten wäre. Folgerichtig sei es denn auch, wie die benachbarten als erhaltenswert 

eingestuften Gebäude, der Dorfzone DZ 2 zugewiesen.

Zur Wirkung des Bauvorhabens in Bezug auf das Standortgebäude und dessen Dach führt 

die OLK in ihrem Bericht im Wesentlichen aus: Eine Mobilfunkantenne würde das 

voluminöse Dach verunklären und damit die Gesamterscheinung des Standortgebäudes 

massiv beeinträchtigen. Das Dach habe im Laufe der Zeit zwar Veränderungen erfahren (auf 

beiden Hauptdachflächen je mittig platzierte Ausbauten unter Schleppdächern sowie 

Dachflächenfenster). In seiner Gesamtform sei das gross dimensionierte Teilwalmdach aber 

nach wie vor aussagekräftig. Das technische Gestänge einer Mobilfunkanlage stelle jedoch 

eine andere Kategorie dar und würde die bis anhin nach wie vor geschlossen wirkende 

Gesamterscheinung stark tangieren. Daran ändere auch der Umstand nichts, wonach die 

Antenne im Vergleich zum ursprünglichen Projekt versetzt und in der Höhe geringfügig 

reduziert worden sei. Eine Mobilfunkantenne auf einem so markanten, exponiert platzierten 

Dach wie jenem des Standortgebäudes, würde eindeutig als Störfaktor wahrgenommen.

Betreffend Wirkung auf das umliegende Strassen-, Orts- und Landschaftsbild führt die OLK 

in ihrem Bericht schliesslich aus, die geplante Mobilfunkanlage beeinträchtige in erster Linie 

RA Nr. 110/2018/106 11

die Gesamtwirkung des äusseren Ortsbildes. Mit anderen Worten, die von Oberwohlen und 

aus westlichen Richtungen über den «F.________» gut einsehbare Altbebauung entlang der 

G.________strasse mit ihren gestaffelt aufgereihten Walmdachhäusern und dem 

abwechslungsreichen begleitenden Baumbestand, die zusammen mit dem Kirchturm einen 

einprägsamen, lebhaft konturierten Siedlungsrand bildet. Aufgrund der topografischen 

Gegebenheiten, der Bebauungsstruktur und den vegetationsreichen 

Parzellenbegrenzungen werde die geplante Mobilfunkantenne zwar aus vielen Bereichen 

des Quartiers nicht zu sehen sein. Das innere Ortsbild werde aber zumindest im 

unmittelbaren Umfeld des Bauvorhabens bzw. aus dem objektnahen Strassenraum 

beeinträchtigt sein.

Nach Ansicht der OLK hätte die geplante Mobilfunkantenne insgesamt einen 

unverhältnismässig negativen Einfluss auf das Orts- und Landschaftsbild zwischen Ober- 

und Unterwohlen. Sie beantragt deshalb, dem Bauvorhaben den Bauabschlag zu erteilen. 

Im Übrigen weist sie darauf hin, es sei inkonsistent und sachlich nicht nachvollziehbar, dass 

die Fachberatung Baugestaltung einen Standort auf der Ostseite des Dachfirsts als 

«ortsbaulich verträglich» erachte, nachdem diese das ursprüngliche Projekt zweimal mit dem 

Hinweis auf die hohe ortsbildprägende Bedeutung des betreffenden Gebäudes abgelehnt 

habe.

j) Die Beurteilung der OLK ist nachvollziehbar und überzeugend. Sie deckt sich zudem 

mit dem Eindruck, den das Rechtsamt der BVE anlässlich des Augenscheins vom 3. April 

2019 von der geplanten Antennenanlage, dem Standortgebäude und dessen Umgebung 

gewonnen hat. So ist von Oberwohlen bzw. von Westen her über den «F.________» klar 

erkennbar, dass das Standortgebäude – insbesondere aufgrund seiner Dachform, aber auch 

wegen seiner Stellung und Volumetrie – einen markanten Teil der Altbebauung entlang der 

G.________strasse bildet und mitprägend für den Siedlungsrand von Wohlen bzw. dessen 

Silhouette ist; dies gilt umso mehr, als das betreffende Gebäude den (nördlichen) Abschluss 

der Altbebauung bildet.17 Von der Ecke G.________strasse/J.________strasse wird zudem 

die von der OLK beschriebene Ensemblewirkung des Standortgebäudes mit dem 

denkmalgeschützten Nachbargebäude G.________strasse 22 deutlich: So können die 

beiden Häuser nach wie vor als zusammengehörender Hof wahrgenommen werden.18 Von 

17 Vgl. die Fotodokumentation zum Augenschein vom 3. April 2019, Fotos Nrn. 13, 14 und 19.
18 Vgl. die Fotodokumentation zum Augenschein vom 3. April 2019, Fotos Nrn. 7 und 8.

RA Nr. 110/2018/106 12

einer Ensemblewirkung der Liegenschaften Nr. 22 und 24 ging im Übrigen auch die 

Fachberatung Baugestaltung in ihrem Bericht vom 9. April 2015 aus.19 Dass das 

Standortgebäude selbst nicht im Bauinventar verzeichnet ist, ändert nichts am 

wahrnehmbaren Gesamtbild bzw. Zusammenspiel der betreffenden Gebäude mit ihren 

zusammenhängenden Grünräumen. Gleiches gilt für den Umstand, wonach die Bauten 

nördlich des Standortgebäudes, auf der gegenüberliegenden Strassenseite, einen anderen 

Stil als die Altbebauung aufweisen. Die betreffende Überbauung wie auch das Gebäude 

J.________strasse 2 bilden vielmehr einen eigenständigen Teil des Siedlungsrands und 

haben keinen negativen Einfluss auf die Wirkung der Altbebauung entlang der 

G.________strasse.20 Das Standortgebäude wird zudem nur aus einer einzelnen 

Blickrichtung von Oberwohlen her vom Gebäude J.________strasse 2 (teilweise) verdeckt;21 

aus westlichen Richtungen ist das Standortgebäude hingegen vollständig einsehbar.22 Da 

die Altbebauung entlang der G.________strasse nicht nur prägend für das Dorfbild von 

Wohlen ist, sondern aus dem Zusammenspiel der betreffenden Gebäude, insbesondere 

demjenigen der Liegenschaften G.________strasse 22 und 24, auch die ursprüngliche 

Struktur bzw. Entstehungsgeschichte von Wohlen ablesbar ist,23 kommt dem betreffenden 

inneren und äusseren Ortsbild eine besondere Qualität und damit erhöhte Schutzwürdigkeit 

zu. Dies gilt umso mehr, als es sich beim überwiegenden Teil der Altbebauung, insbesondere 

beim Gebäude G.________strasse 22, um denkmalgeschützte Bauten handelt. Damit 

übereinstimmend misst auch die Fachberatung Baugestaltung dem Standortgebäude 

zusammen mit den als erhaltenswert eingestuften Bauten entlang der G.________strasse 

eine wesentliche Bedeutung für das Ortsbild zu.24

k) Der Augenschein bestätigte ferner die Ansicht der OLK, wonach die geplante 

Antennenanlage als Störfaktor wahrgenommen und sowohl die Gesamterscheinung des 

Standortgebäudes als auch die Gesamtwirkung des inneren sowie äusseren Ortsbildes 

beeinträchtigen würde. Das Dach des Standortgebäudes hat zwar bereits verschiedene 

Eingriffe erfahren (Ausbauten unter Schleppdächern und Dachflächenfenster). Diese sind 

19 Vgl. Vorakten, pag. 1.2.
20 Vgl. die Fotodokumentation zum Augenschein vom 3. April 2019, Fotos Nrn. 10 und 12-14.
21 Vgl. die Fotodokumentation zum Augenschein vom 3. April 2019, Fotos Nrn. 10-12.
22 Vgl. die Fotodokumentation zum Augenschein vom 3. April 2019, Fotos Nrn. 13, 14, 17 und 19.
23 Vgl. in diesem Zusammenhang die Planausschnitte zur geschichtlichen Entwicklung im OLK-Bericht vom 
22. Februar 2019.
24 Vgl. Protokoll des Augenscheins vom 3. April 2019, S. 7 (oben), Votum Vertreter der Fachberatung 
Baugestaltung sowie Vorakten, pag. 1.3.

RA Nr. 110/2018/106 13

jedoch als klar erkennbarer Ausfluss eines Nutzungswandels nicht mit dem technischen 

Gestänge der geplanten Mobilfunkanlage vergleichbar. Die bisherigen baulichen Eingriffe 

am Dach des Standortgebäudes sind in der Fernsicht, der vorliegend besondere Bedeutung 

zukommt (E. 2j), zudem deutlich weniger gut wahrnehmbar als die geplante 

Antennenanlage, die den Dachfirst um 4 m übersteigt.25 Das gross dimensionierte 

Teilwalmdach des Standortgebäudes wirkt mit anderen Worten zumindest aus weiterer 

Entfernung insgesamt nach wie vor intakt und würde durch die geplante Antennenanlage 

empfindlich gestört; dies würde sich wiederum negativ auf die Gesamterscheinung des 

Standortgebäudes und damit letztlich auf die gesamte Altbebauung entlang der 

G.________strasse auswirken. Selbst wenn man die früheren Eingriffe als Beeinträchtigung 

qualifizieren würde, wäre das im Übrigen kein Grund, weitere Beeinträchtigungen zu 

erlauben. Denn die Schutzwürdigkeit eines Orts- oder Landschaftsbilds wird durch frühere 

nachteilige Veränderungen nicht aufgehoben.26 Die geplante Antennenanlage ist ferner nicht 

mit derjenigen auf dem Gemeindehaus vergleichbar, die gemäss Beschwerdegegnerin von 

Oberwohlen aus nur bei genauem Hinsehen erkennbar sei. So befindet sich die besagte 

Anlage nicht am Siedlungsrand, sondern einige Häuserreihen dahinter und ist damit nicht 

gleich exponiert wie die geplante Antennenanlage und folglich auch nicht gleich prägend für 

die Dorfsilhouette bzw. das äussere Ortsbild.27 Hinzu kommt, dass die Mobilfunkanlage auf 

dem Gemeindehaus nach Ansicht der OLK ebenfalls einen deutlichen Störfaktor für das 

äussere Ortsbild darstellt und deshalb nicht hätte bewilligt werden dürfen.28 Dass die 

Antennenanlage auf der Ostseite und nicht (wie ursprünglich geplant) auf der Westseite des 

Daches erstellt werden soll, ändert schliesslich ebenfalls nichts an deren störenden Wirkung. 

So tritt die geplante Antennenanlage nach wie vor auch im objektnahen Strassenraum 

westlich des Standortgebäudes (insbesondere an der Ecke 

G.________strasse/J.________strasse) als markanter Fremdkörper in Erscheinung und 

beeinträchtigt dadurch insbesondere die Ensemblewirkung der Liegenschaften 

G.________strasse 24 und 22, mithin das innere Ortsbild. Daran ändert weder der Umstand, 

wonach die Antennenanlage mittig bzw. symmetrisch platziert werden soll, noch der 

Baumbestand entlang der G.________strasse etwas.29

25 Vgl. die Fotodokumentation zum Augenschein vom 3. April 2019, Fotos Nrn. 13, 14 und 19.
26 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 9/10 N. 22 mit Hinweisen.
27 Vgl. die Fotodokumentation zum Augenschein vom 3. April 2019, Fotos Nrn. 15, 16 und 18.
28 Vgl. Protokoll des Augenscheins vom 3. April 2019, S. 13 (unten), Votum OLK-Vertreter.
29 Vgl. die Fotodokumentation zum Augenschein vom 3. April 2019, Fotos Nrn. 7-9.

RA Nr. 110/2018/106 14

l) Es ist unbestritten, dass es aufgrund der topografischen Gegebenheiten und der 

bestehenden Mobilfunkanlagen anderer Mobilfunkbetreiberinnen für die 

Beschwerdegegnerin schwierig ist, einen Standort zu finden, der Unter- und Oberwohlen 

optimal abdeckt. Zudem weisen Mobilfunkantennen aufgrund ihrer Funktion in der Regel 

immer eine gewisse Höhe und ein technisches Erscheinungsbild auf, weshalb ihnen stets 

etwas Störendes anhaftet. Allerdings bedeutet dies nicht, dass Mobilfunkanlagen unbesehen 

der bestehenden Umgebung und ohne jegliche Berücksichtigung der Ästhetikvorgaben 

realisiert werden können. Vielmehr haben sich Mobilfunkanlagen ebenfalls – wenn auch in 

reduziertem Umfang – an die bestehenden Ästhetikbestimmungen zu halten. Dies gilt 

insbesondere dann, wenn der betreffenden Umgebung und Silhouette – wie vorliegend – 

erhöhte Schutzwürdigkeit zukommt (E. 2f).

Wie oben ausgeführt, überragt die geplante Antennenanlage den Dachfirst des 

Standortgebäudes um 4 m und ist sowohl aus dem objektnahen Strassenraum als auch aus 

grösserer Distanz deutlich als Fremdkörper wahrnehmbar. Dadurch wird nicht nur die 

Gesamterscheinung des Standortgebäudes, sondern auch dessen Zusammenspiel mit der 

übrigen Altbebauung entlang der G.________strasse, allen voran die Ensemblewirkung mit 

dem Nachbargebäude Nr. 22, erheblich gestört. Insbesondere mit Blick auf die noch 

weitgehend intakte Dachlandschaft der Altbebauung, die durch die geplante 

Antennenanlage verunklärt würde, kann nicht mehr gesagt werden, die umstrittene 

Mobilfunkanlage ergebe als Einzelbau und mit Bezug zur Umgebung eine gute Lösung bzw. 

Gesamtwirkung. Die geplante Antennenanlage ordnet sich in keinster Weise ins Ortsbild ein 

und geht bei weitem über das Mass eines «erträglichen Störfaktors» hinaus. Sie führt 

vielmehr zu einer unzulässigen Beeinträchtigung der Altbebauung entlang der 

G.________strasse und damit des für das Dorfbild von Wohlen kennzeichnenden 

Siedlungsrands bzw. dessen Silhouette. Die vorliegend anwendbaren 

Ästhetikbestimmungen (Art. 9 Abs. 1 BauG und Art. 17 Abs. 1 BauV sowie Art. 14 und 

Art. 17 Abs. 2 GBR) werden durch das Vorhaben folglich verletzt. Der vorliegende Entscheid 

führt schliesslich nicht zu einem grundsätzlichen Mobilfunkantennenverbot in der Gemeinde 

Wohlen. So hat die BVE kürzlich, ebenfalls unter Beizug der OLK, einen Gesamtentscheid 

der Gemeinde Wohlen bestätigt, mit welchem einer anderen Mobilfunkanbieterin der Bau 

einer Mobilfunkanlage auf einem Flachdach in Hinterkappelen bewilligt worden ist.30 Im 

30 BDE vom 29. Mai 2018, E. 6 (RA Nr. 110/2017/154).

RA Nr. 110/2018/106 15

Übrigen ist festzuhalten, dass sich aus der Mobilfunkkonzession kein Rechtsanspruch auf 

Erstellung einer Mobilfunkanlage an einem bestimmten Standort ableiten lässt.31

m) Zusammengefasst ist der Fachmeinung der OLK, wonach die geplante 

Antennenanlage einen unzulässigen negativen Einfluss auf das Orts- und Landschaftsbild 

zwischen Ober- und Unterwohlen hat, zu folgen. Die Mobilfunkanlage verstösst gegen die 

anwendbaren Ästhetikbestimmungen. Folglich ist die Beschwerde, soweit sie durch die 

Projektänderung vom 18. Dezember 2018 (Folienbeschichtung anstatt Rahmenprofile mit 

integriertem Abschirmgewebe) nicht bereits gegenstandslos geworden ist, gutzuheissen. 

Der angefochtene Gesamtentscheid ist aufzuheben und dem Baugesuch vom 19. April 2013 

mit Projektänderung vom 18. Dezember 2018 ist der Bauabschlag zu erteilen. Bei diesem 

Ausgang erübrigt es sich, auf die weiteren Rügen der Beschwerdeführenden einzugehen.

An dieser Stelle ist schliesslich darauf hinzuweisen, dass die Aufhebung des 

vorinstanzlichen Entscheids und die Erteilung des Bauabschlags nicht zu einer Verletzung 

der Gemeindeautonomie führen. Wo eine Gemeinde eigene, selbständige (Ästhetik-

)Normen erlassen hat, steht ihr aufgrund der Gemeindeautonomie zwar auch bei der 

Auslegung und Anwendung der Norm ein gewisser Beurteilungsspielraum zu. Soweit die 

Gemeinde die Norm rechtlich vertretbar ausgelegt hat, darf eine Rechtsmittelinstanz sie 

daher nicht anders auslegen.32 Wie sich aus den obigen Ausführungen ergibt, erfüllt das 

umstrittene Bauvorhaben weder die kantonalen noch die kommunalen 

Ästhetikanforderungen. Folglich ist die Auffassung der Gemeinde Wohlen, wonach die 

geplante Antennenanlage ortsbildverträglich sei, rechtlich nicht haltbar. Eine Verletzung der 

Gemeindeautonomie liegt somit nicht vor.

3. Kosten

a) Bei diesem Ausgang des Verfahrens unterliegt die Beschwerdegegnerin. Sie hat die 

Verfahrenskosten zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Die Verfahrenskosten im 

Beschwerdeverfahren bestehen aus einer Pauschalgebühr. Für besondere 

Untersuchungen, Gutachten und dergleichen können zusätzliche Gebühren erhoben werden 

31 BVR 2007 S. 58 E. 5.2; Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 9/10 N. 29 mit weiteren Hinweisen.
32 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 9/10 N. 5 mit Hinweisen.

RA Nr. 110/2018/106 16

(Art. 103 Abs. 1 VRPG). Die Pauschalgebühr wird festgesetzt auf Fr. 1'500.– (Art. 103 Abs. 2 

VRPG i.V.m. Art. 19 Abs. 1 GebV33). Für den Augenschein vom 3. April 2019 wird in 

Anwendung von Art. 20 Abs. 1 GebV eine zusätzliche Gebühr von Fr. 500.– erhoben. Die 

Kosten der OLK (Fr. 1'000.– für den Bericht vom 22. Februar 2019 gemäss Rechnung vom 

28. Februar 2019 und Fr. 300.– für die Teilnahme am Augenschein gemäss Rechnung vom 

9. April 2019) werden gestützt auf Art. 11 GebV zusätzlich erhoben. Die Verfahrenskosten 

im Beschwerdeverfahren betragen somit insgesamt Fr. 3'300.–.

b) Die Beschwerdegegnerin hat als Baugesuchstellerin trotz Bauabschlag die Kosten des 

erstinstanzlichen Baubewilligungsverfahrens zu tragen (Art. 52 Abs. 1 BewD34), jedoch 

reduziert um die Kosten der Baukontrolle, die in der Baubewilligungsgebühr von Fr. 550.– 

enthalten sind (vgl. Ziffer 310.3 GebT35). In Analogie zu Ziffer 311.3 GebT (Reduktion der 

Baubewilligungsgebühr um 25 Prozent bei Verzicht der Bauherrschaft auf Bauausführung 

nach erteilter Bewilligung) rechtfertigt sich vorliegend eine Reduktion der 

Baubewilligungsgebühr um 25 Prozent bzw. Fr. 137.50. Für das Inkasso der auf Fr. 4'933.60 

reduzierten erstinstanzlichen Kosten ist die Gemeinde zuständig.

c) Die Beschwerdegegnerin hat zudem den Beschwerdeführenden die Parteikosten zu 

ersetzen (Art. 108 Abs. 3 VRPG). Die Kostennote des Rechtsvertreters der 

Beschwerdeführenden gibt zu keinen Bemerkungen Anlass. Die Beschwerdegegnerin hat 

somit den Beschwerdeführenden die Parteikosten von Fr. 7'190.05 zu ersetzen.

III. Entscheid

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, soweit sie durch die Projektänderung vom 

18. Dezember 2018 nicht gegenstandslos geworden ist. Der Gesamtentscheid der 

Gemeinde Wohlen vom 20. Juni 2018 wird aufgehoben. Dem Baugesuch vom 19. April 

2013 mit Projektänderung vom 18. Dezember 2018 wird der Bauabschlag erteilt.

33 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; 
BSG 154.21).
34 Dekret vom 22. März 1994 über das Baubewilligungsverfahren (Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1).
35 Gebührentarif der Gemeinde Wohlen vom 29. Juni 1994 (GebT).

RA Nr. 110/2018/106 17

2. Die oberinstanzlichen Verfahrenskosten von Fr. 3'300.– werden der 

Beschwerdegegnerin zur Bezahlung auferlegt. Eine separate Zahlungseinladung folgt, 

sobald dieser Entscheid in Rechtskraft erwachsen ist.

Die reduzierten Kosten des erstinstanzlichen Baubewilligungsverfahrens von 

Fr. 4'933.60 werden der Beschwerdegegnerin zur Bezahlung auferlegt. Für das 

Inkasso dieser Kosten ist die Gemeinde Wohlen zuständig.

3. Die Beschwerdegegnerin hat den Beschwerdeführenden die Parteikosten im Betrag 

von Fr. 7'190.05 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) zu ersetzen.

IV. Eröffnung

- Herrn Rechtsanwalt Dr. B.________, eingeschrieben

- Herrn Rechtsanwalt D.________, eingeschrieben

- Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Wohlen, Departement Bau und Planung, 

eingeschrieben

- Amt für Wirtschaft (AWI), Abteilung Immissionsschutz, zur Kenntnis

- Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR), z. H. der OLK-Gruppe Bern-Mittelland, 

zur Kenntnis

Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion

Der Direktor

Christoph Neuhaus
Regierungsrat

RA Nr. 110/2018/106 18

Rechtsmittelbelehrung

Dieser Entscheid kann innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung mit Beschwerde beim 

Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Speichergasse 12, 3011 Bern, angefochten werden. Eine 

allfällige Verwaltungsgerichtsbeschwerde, die mindestens in vier Exemplaren einzureichen ist, muss 

einen Antrag, die Angabe von Tatsachen und Beweismitteln, eine Begründung sowie eine Unterschrift 

enthalten; der angefochtene Entscheid und andere greifbare Beweismittel sind beizulegen.