# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ef71ec02-a1a8-53eb-ad89-b8ab67018bc1
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-02-25
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 25.02.2025 100 2023 203
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2023-203_2025-02-25.pdf

## Full Text

100.2023.203U
HER/CSA/AMA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 25. Februar 2025

Verwaltungsrichterin Herzog, präsidierendes Mitglied
Verwaltungsrichter Häberli
Gerichtsschreiberin Cotting

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion des Kantons Bern
Rechtsabteilung, Münsterplatz 3a, Postfach, 3000 Bern 8

betreffend Verweigerung einer Kurzaufenthaltsbewilligung zur Ausübung 
einer selbständigen Erwerbstätigkeit; arbeitsmarktlicher Vorentscheid 
(Entscheid der Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion des Kantons 
Bern vom 5. Juli 2023; I2022-008)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25.02.2025, Nr. 100.2023.203U, 
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Prozessgeschichte:

A.

A.________, indischer Staatsangehöriger (Jg. 1971), ersuchte am 31. März 
2015 um eine Aufenthaltsbewilligung zur Ausübung einer selbständigen Er-
werbstätigkeit. Am 14. April 2015 erliess das Amt für Wirtschaft (AWI; damals 
Berner Wirtschaft beco) einen positiven arbeitsmarktlichen Vorentscheid 
(vorerst für eine Kurzaufenthaltsbewilligung) und unterbreitete diesen dem 
Staatssekretariat für Migration (SEM) zur Zustimmung. Mit Verfügung vom 
21. Oktober 2015 stimmte das SEM für die Dauer von maximal zwölf Mona-
ten zu und knüpfte die Bewilligungsverlängerung an die Bedingung, dass an-
hand eines Geschäftsberichts insbesondere nachgewiesen werden kann, 
dass die im Businessplan aufgeführten Ziele in Bezug auf Umsatz, Gewinn, 
Schaffung von Arbeitsplätzen für inländische Arbeitnehmende etc. erreicht 
wurden. Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft.

Nach erstmaliger, nicht zustimmungspflichtiger Verlängerung des Aufent-
haltstitels ersuchte A.________ am 5. Oktober 2017 um eine weitere Verlän-
gerung der bis zum 23. November 2017 gültigen Kurzaufenthaltsbewilligung. 
Das AWI prüfte diese Eingabe im Rahmen des arbeitsmarktlichen Vorent-
scheidverfahrens als Gesuch um Umwandlung der bestehenden Kurzaufent-
haltsbewilligung in eine Aufenthaltsbewilligung und beurteilte das Gesuch 
am 25. Januar 2018 in arbeitsmarktlicher Sicht positiv. Das SEM verweigerte 
mit Verfügung vom 18. Juni 2018 die Zustimmung zu diesem arbeitsmarktli-
chen Vorentscheid mit der Begründung, es fehle an einem gesamtwirtschaft-
lichen Interesse; A.________ habe die für die Bewilligungsverlängerung 
gemäss seiner Verfügung vom 21. Oktober 2015 notwendigen Bedingungen 
nicht annähernd erfüllt.

Gegen die ablehnende Verfügung des SEM vom 18. Juni 2018 erhob 
A.________ am 17. August 2018 Beschwerde ans Bundesverwaltungsge-
richt. Dieses wies die Beschwerde mit Urteil vom 27. Januar 2021 rechts-
kräftig ab (BVGer F-4755/2018).

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B.

A.________ unternahm in der Folge erneut Bemühungen um Erhalt eines 
Aufenthaltstitels zwecks selbständiger Erwerbstätigkeit. Im neuerlichen Vor-
entscheidverfahren vor dem AWI teilte er unter Beilage verschiedener Doku-
mente mit, dass er mit einem neuen Start gemäss dem überarbeiteten Busi-
nessplan den Key Holder Service (Bewirtschaftung von Ferienwohnungen) 
weiter ausbauen und ein Spezialitätenrestaurant eröffnen wolle. Das AWI 
beurteilte das Gesuch in arbeitsmarktlicher Hinsicht mit Entscheid vom 
3. Oktober 2022 abschlägig.

C.

Dagegen erhob A.________ am 27. Oktober 2022 Beschwerde bei der 
Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion des Kantons Bern (WEU). Er be-
antragte die Aufhebung der Verfügung des AWI und die Gutheissung seines 
Gesuchs um «Umwandlung der Kurzaufenthaltsbewilligung in eine Aufent-
haltsbewilligung». Mit Entscheid vom 5. Juli 2023 wies die WEU die Be-
schwerde ab, soweit sie darauf eintrat.

D.

Gegen diesen Entscheid hat A.________ am 27. Juli 2023 Verwaltungsge-
richtsbeschwerde erhoben. Er beantragt die Aufhebung des angefochtenen 
Entscheids und die «Umwandlung [s]einer Kurzaufenthaltsbewilligung (L) in 
eine Aufenthaltsbewilligung (B)». 

Die WEU beantragt mit Beschwerdevernehmlassung vom 5. September 
2023 die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. 
A.________ hat mit Eingabe vom 22. September 2023 repliziert.

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Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte 
kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes 
vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 
zuständig. Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilge-
nommen, ist durch den angefochtenen Entscheid besonders berührt und hat 
ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 79 
Abs. 1 VRPG). Die Bestimmungen über Form und Frist sind eingehalten 
(Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG). Auf die Beschwerde ist unter dem Vor-
behalt von E. 1.2 hiernach einzutreten.

1.2 Streitgegenstand bildet der angefochtene Entscheid, mit dem die 
WEU den negativen arbeitsmarktlichen Vorentscheid des AWI bestätigt hat. 
Zu Recht blieb in der Beschwerde und der Replik unbestritten, dass die Ver-
fügung bzw. der angefochtene Entscheid die Neuerteilung eines Aufenthalts-
titels zwecks selbständiger Erwerbstätigkeit betrifft, nicht die Umwandlung 
(vgl. vorne Bst. D). Insoweit ist die WEU auf die Beschwerde nicht eingetre-
ten (vgl. angefochtener Entscheid E. 1.3). Weiter hat der Beschwerdeführer 
nicht substanziiert bestritten bzw. anerkennt er in seiner Replik (S. 1), dass 
sich der strittige Vorentscheid auf die Erteilung einer Kurzaufenthaltsbewilli-
gung (nicht einer Aufenthaltsbewilligung) bezieht (vgl. dazu angefochtener 
Entscheid E. 1.3 und 1.4). Soweit mit Beschwerde eine Aufenthaltsbewilli-
gung beantragt ist, ist mangels Begründung darauf nicht einzutreten.

1.3 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

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2.

Im Streit liegt der arbeitsmarktliche Vorentscheid für die Erteilung einer Auf-
enthaltsbewilligung zwecks selbständiger Erwerbstätigkeit.

2.1 Als indischer Staatsangehöriger untersteht der Beschwerdeführer 
weder dem Freizügigkeitsabkommen (FZA, SR 0.142.112.681), noch dem 
Übereinkommen vom 4. Januar 1960 zur Errichtung der Europäischen Frei-
handelsassoziation EFTA (EFTA-Übereinkommen, SR 0.632.31). Seine Zu-
lassung zur selbständigen Erwerbstätigkeit als sogenannter Drittstaatsan-
gehöriger richtet sich daher nach dem Bundesgesetz vom 16. Dezember 
2005 über die Ausländerinnen und Ausländer und über die Integration (Aus-
länder- und Integrationsgesetz, AIG; SR 142.20) und dessen Ausführungs-
verordnungen, namentlich der Verordnung vom 24. Oktober 2007 über Zu-
lassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (VZAE; SR 142.201) und der Ver-
ordnung des EJPD vom 13. August 2015 über die dem Zustimmungsverfah-
ren unterliegenden ausländerrechtlichen Bewilligungen und Vorentscheide 
(ZV-EJPD; SR 142.201.1).

2.2 Vor der Erteilung einer Aufenthalts- oder Kurzaufenthaltsbewilligung 
zur Erwerbstätigkeit hat die kantonale Behörde in Form eines arbeitsmarktli-
chen Vorentscheids über das Vorliegen der Voraussetzungen zur Ausübung 
einer selbständigen oder unselbständigen Erwerbstätigkeit nach Art. 18-25 
AIG zu befinden (Art. 40 Abs. 2 AIG; Art. 83 Abs. 1 Bst. a VZAE). Dieser Vor-
entscheid ist dem SEM zur Zustimmung zu unterbreiten (Art. 85 Abs. 1 und 2 
VZAE i.V.m. Art. 1 Bst. a Ziff. 1 ZV-EJPD). Sind die Zulassungsvorausset-
zungen nicht erfüllt oder steht der Bewilligungserteilung ein Widerrufsgrund 
nach Art. 62 AIG entgegen, wird die Zustimmung verweigert (Art. 86 Abs. 2 
Bst. a VZAE). Zu den Widerrufsgründen zählt namentlich die Nichterfüllung 
von mit der Bewilligung verbundenen Bedingungen (Art. 62 Abs. 1 Bst. d 
AIG).

2.3 Ausländerinnen und Ausländer können gemäss Art. 19 AIG zur Aus-
übung einer selbständigen Erwerbstätigkeit zugelassen werden, wenn dies 
dem gesamtwirtschaftlichen Interesse entspricht (Bst. a), die dafür notwen-
digen finanziellen und betrieblichen Voraussetzungen erfüllt werden (Bst. b), 
eine ausreichende, eigenständige Existenzgrundlage vorhanden ist (Bst. c) 

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und die Voraussetzungen nach den Artikeln 20 und 23-25 AIG erfüllt sind 
(Bst. d). Dazu gehören, soweit hier interessierend, die Wahrung der Höchst-
zahlen (Art. 20 AIG), das Vorliegen bestimmter persönlicher Voraussetzun-
gen bei der ausländischen Person, um deren Zulassung es geht (Art. 23 
AIG), und das Verfügen über eine bedarfsgerechte Wohnung (Art. 24 AIG). 
Diese Voraussetzungen müssen kumulativ erfüllt sein, ein Rechtsanspruch 
auf die Bewilligung besteht nicht (vgl. Marco Weiss, Ausländische Personen 
als selbständig Erwerbende, in Uebersax et al. [Hrsg.], Ausländerrecht, 
3. Aufl. 2022, N. 27.50).

3.

Umstritten ist, ob die Erwerbstätigkeit des Beschwerdeführers im gesamt-
wirtschaftlichen Interesse liegt.

3.1 Der Beschwerdeführer bringt vor, dass er mit seinem exklusiven An-
gebot (Rundum-Angebot mit Unterkunft, «Spezialitätenrestaurant», Catering 
und touristischen Beratungen) in der Tourismusbranche mit vielen indischen 
Gästen eine «zusätzliche Wertschöpfung» erzielen könne (Beschwerde S. 3; 
vgl. auch Replik). Wie «wichtig und bedeutungsvoll» dieses Angebot sei, 
zeigten die täglichen Anrufe von indischen Reiseagenten, die sein Angebot 
vermarkten und buchen wollten (vgl. Beschwerde S. 2 mit einer Liste von 
Reiseveranstaltern). Im Übrigen habe er in den vergangenen Jahren auch 
die finanziellen und betrieblichen Voraussetzungen erarbeitet. Zusätzliche 
finanzielle Mittel mache er sich durch den Verkauf seiner Liegenschaften in 
Indien verfügbar (vgl. Beschwerde S. 3).

3.2 Beim Tatbestandselement «gesamtwirtschaftliches Interesse» han-
delt es sich um einen unbestimmten Gesetzesbegriff. Die Auslegung und An-
wendung von unbestimmten Rechtsbegriffen betreffen eine Rechtsfrage, die 
das Verwaltungsgericht grundsätzlich mit freier Kognition überprüft (Art. 80 
Bst. a und b VRPG; Ruth Herzog, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum 
bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 66 N. 6, 44, Art. 80 N. 4). Der in Art. 19 
Bst. a AIG verwendete Begriff des gesamtwirtschaftlichen Interesses soll al-
lerdings bei der Umsetzung des gesetzgeberischen Normprogramms den 

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ökonomischen Sachverstand einer spezialisierten Verwaltungsbehörde 
dienstbar machen und gleichzeitig die notwendige Flexibilität angesichts der 
sich rasch wandelnden Verhältnisse sicherstellen. Der Behörde ist daher ein 
relativ erheblicher Beurteilungsspielraum zuzugestehen, in den das Gericht 
nicht eingreift, solange die Behörde Verfassungs- und Gesetzesrecht beach-
tet hat und sich von sachlichen Überlegungen hat leiten lassen (vgl. im inter-
essierenden Kontext Urteile BVGer F-4755/2018 vom 27.1.2021 E. 6.1, F-
4053/2017 vom 2.5.2019 E. 8.1, F-3384/2017 vom 20.12.2018 E. 6.1; Stefan 
Schlegel, in Handkommentar AIG, 2. Aufl. 2024, Art. 19 AIG N. 14; allgemein 
Ruth Herzog, a.a.O., Art. 66 N. 18, 44 f., Art. 80 N. 13 ff., 20 mit Hinweisen; 
insb. zum Sachverständigenermessen Benjamin Schindler, Verwaltungser-
messen, Gestaltungskompetenzen der öffentlichen Verwaltung in der 
Schweiz, 2010, Rz. 451 ff., 453 und 454).

3.3 Damit eine Erwerbstätigkeit im gesamtwirtschaftlichen Interesse liegt, 
muss gemäss den Weisungen des SEM der Nachweis nachhaltig positiver 
Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt Schweiz erbracht werden. Von einem 
nachhaltigen Nutzen für den Arbeitsmarkt Schweiz kann gesprochen wer-
den, wenn das (neue) Unternehmen zur branchenspezifischen Diversifika-
tion der regionalen Wirtschaft beiträgt, mehrere Arbeitsplätze für Einheimi-
sche erhält oder schafft, erhebliche Investitionen tätigt und neue Aufträge für 
die Schweizer Wirtschaft generiert (Ziff. 4.7.2.1 der Weisungen des SEM im 
Ausländerbereich, online abrufbar unter: < www.sem.admin.ch > Publikation 
& Service > Weisungen und Kreisschreiben > I. Ausländerbereich > 4 Auf-
enthalt mit Erwerbstätigkeit, m.H., letztmals aufgerufen am 20.2.2025; zum 
Stellenwert der Weisungen des SEM im Ausländerbereich für das Verwal-
tungsgericht BVR 2021 S. 463 E. 6.1; vgl. auch BVGer F-6434/2017 vom 
3.6.2019 mit Hinweis auf BVGE 2011/1 E. 6.4).

3.4 Das AWI und die WEU haben das gesamtwirtschaftliche Interesse 
(Art. 19 Bst. a AIG) verneint. Zur Begründung haben sie namentlich ausge-
führt, dass im zu beurteilenden Fall effektive Geschäftszahlen (und nicht nur 
Prognosen) vorliegen. Diese Zahlen (Geschäftszahlen sowie Mehrwertsteuer-
Abrechnung) würden zeigen, dass in Bezug auf Umsatz und die Schaffung 
von Arbeitsplätzen die vom Beschwerdeführer im Jahr 2015 mit dem 
grundsätzlich gleichen Geschäftsmodell eigens gesetzten Ziele bei weitem 

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nicht erreicht wurden (vgl. angefochtener Entscheid E. 4; vgl. auch vorne 
Bst. A). 

3.4.1 Der Beschwerdeführer argumentiert pauschal, er habe die Umsatz-
zahlen aufgrund überhöhter Mietzinse, des noch nicht behandelten Antrags 
auf Erhalt einer Aufenthaltsbewilligung für seine Ehefrau (Chef de Cuisine) 
sowie infolge der Corona-Pandemie nicht erreichen können (Beschwerde 
S. 1). – Diese (pauschale) Behauptung vermag die vorinstanzliche Einschät-
zung nicht in Frage zu stellen: Die Vorinstanzen haben die vom Beschwer-
deführer eingereichten Dokumente zu den Geschäftszahlen analysiert und 
festgestellt, dass der von ihm angestrebte Umsatz weder für die Jahre 2015 
und 2016 noch für das Jahr 2022 erreicht werden konnte (für die anderen 
Jahre lagen den Behörden keine Businesspläne vor). Auch während der 
Rechtshängigkeit des Beschwerdeverfahrens vor dem Bundesverwaltungs-
gericht (August 2018 bis Januar 2021) konnten die Umsatzzahlen nicht ver-
bessert werden. Bereits im Jahr 2019 sanken die erzielten Umsätze wieder, 
während der Corona-Krise noch viel deutlicher, und der Beschwerdeführer 
erzielte keinen nennenswerten Umsatz mehr. Im Folgejahr 2021 erwirtschaf-
tete der Beschwerdeführer sodann immerhin einen kleinen Umsatz (vgl. die 
Zusammenstellung im angefochtenen Entscheid E. 4.3). Auch wies er in die-
sem Jahr buchhalterisch erstmals einen Gewinn aus, wobei dieser tief ausfiel 
und offenbar hauptsächlich aufgrund ausserordentlicher, betriebsfremder Er-
träge zustande gekommen ist (vgl. angefochtener Entscheid E. 4.6).

3.4.2 Weiter stellte die Vorinstanz zutreffend fest, dass der im Business-
plan gelistete Personalaufwand für die Jahre 2023 und 2024 knapp zwei Voll-
zeitstellen im gastronomischen Bereich entspreche, wobei gestützt auf die 
eingereichten Unterlagen davon auszugehen sei, dass diese Stellen (zumin-
dest in den nächsten Jahren) durch Familienmitglieder besetzt würden und 
es nicht realistisch sei, dass der Beschwerdeführer mit seiner skizzierten 
Umsatzentwicklung in Zukunft einheimisches Personal beschäftigen könne. 
Er vermöge daher den Nachweis nachhaltig positiver Auswirkungen auf den 
Arbeitsmarkt Schweiz nicht zu erbringen (vgl. angefochtener Entscheid 
E. 4.7 mit Hinweis). Der Beschwerdeführer hat sich hierzu im verwaltungs-
gerichtlichen Verfahren nicht geäussert. Angesichts dessen und mit Blick auf 
seine Erklärung, warum er die angestrebten Umsatzzahlen nicht erreicht 

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habe (vgl. E. 3.4.1 hiervor), muss davon ausgegangen werden, dass keine 
weiteren Arbeitsplätze in der Schweiz geschaffen werden. Den Vorinstanzen 
ist daher beizupflichten, dass der Beschwerdeführer den Nachweis nachhal-
tig positiver Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt Schweiz nicht erbringen 
kann.

3.5 Zusammenfassend hat die Vorinstanz ihren Entscheid anhand sach-
licher Kriterien begründet. Die Verneinung des gesamtwirtschaftlichen Inter-
esses erscheint – insbesondere auch im Hinblick auf den erheblichen Beur-
teilungsspielraum, den sie als spezialisierte Verwaltungs(justiz)behörde ge-
niesst (vgl. vorne E. 3.2) – gerechtfertigt und ist nicht zu beanstanden. 

Da das gesamtwirtschaftliche Interesse verneint wird, kann offengelassen 
werden, ob der Beschwerdeführer über eine ausreichende eigenständige 
Existenzgrundlage (Art. 19 Bst. c AIG) verfügt (vgl. Beschwerde S. 3 und Re-
plik S. 3), da für eine Zulassung die Voraussetzungen nach Art. 19 AIG ku-
mulativ erfüllt sein müssen (vgl. vorne E. 2.3).

4.

4.1 Der angefochtene Entscheid hält damit der Rechtskontrolle stand. 
Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet und ist abzuwei-
sen, soweit darauf einzutreten ist (vgl. vorne E. 1.2). Das Verwaltungsgericht 
beurteilt solche Rechtsmittel in Zweierbesetzung (Art. 56 Abs. 3 des Geset-
zes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der 
Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]).

4.2 Bei diesem Verfahrensausgang wird der unterliegende Beschwerde-
führer kostenpflichtig (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Parteikosten sind keine zu 
sprechen (Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 VRPG).

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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 2ʹ000.--, werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss entnommen. Der Restbe-
trag von Fr. 1ʹ500.-- wird dem Beschwerdeführer nach Eintritt der Rechts-
kraft dieses Urteils zurückerstattet.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

4. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführer 
- Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion des Kantons Bern
- Staatssekretariat für Migration

und mitzuteilen:
- Amt für Bevölkerungsdienste des Kantons Bern, Migrationsdienst 

Das präsidierende Mitglied: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, subsidiäre Verfassungsbeschwerde gemäss Art. 39 ff. und 
113 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; 
SR 173.110) geführt werden.