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**Case Identifier:** 2c01b69c-d20b-5d4e-96a5-957c03e7132b
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2020-05-05
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 05.05.2020 SK.2020.6
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_SK-2020-6_2020-05-05.pdf

## Full Text

Urteil vom 5. Mai 2020 
Strafkammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Martin Stupf, Vorsitz 

Sylvia Frei und Stephan Blättler,  

Gerichtsschreiber Tornike Keshelava  

Parteien  BUNDESANWALTSCHAFT, vertreten durch  

Staatsanwalt des Bundes Johannes Rinnerthaler,  

 

und 

 

als Privatklägerschaft: 

1. Gemeindewerke B., 

2. D. AG, 

3. F., 

4. G., 

5.      H. 

 
gegen 

  
A., amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Gian Moeri,  

 

 

Gegenstand  
Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in 

verbrecherischer Absicht; Störung von Betrieben, die 

der Allgemeinheit dienen; qualifizierte Sachbeschädi-

B u n d e s s t r a f g e r i c h t  

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

Geschäftsnummer: SK.2020.6 

- 2 - 

gung, teilweise versucht; grobe Verletzung einer Ver-

kehrsregel; einfache Verletzung von Verkehrsregeln; 

versuchte qualifizierte Erpressung 

 

Rückweisung durch das Bundesgericht 

  

- 3 - 

Anträge der Verteidigung: 

1. Die Dispositiv-Ziff. 1-3 des aufgehobenen Urteils der Strafkammer SK.2018.30 

vom 7. Dezember 2018 seien zu bestätigen. 

2. Der Beschuldigte sei vom Vorwurf der Störung von Betrieben, die der Allgemein-

heit dienen, i.S.v. Art. 239 Ziff. 1 StGB (gemäss Anklageziffer 1.2.3) freizuspre-

chen. 

3. Der Beschuldigte sei der Sachbeschädigung i.S.v. Art. 144 Abs. 1 (gemäss An-

klageziffer 1.3.4) sowie der mehrfachen Verletzung von Verkehrsregeln i.S.v. Art. 

90 Abs. 1 SVG i.V.m. Art. 100 Ziff. 1 SVG (gemäss Anklageziffern 1.4 und 1.5) 

schuldig zu sprechen. 

4. Der Beschuldigte sei mit einer bedingten Geldstrafe von 10 Tagessätzen zu 

Fr. 70.– sowie mit einer Übertretungsbusse von Fr. 100.– zu bestrafen, unter An-

rechnung der bereits erstandenen Haft von 24 Tagen und unter angemessener 

Entschädigung der Überhaft von 13 Tagen sowie unter Ansetzung einer Probe-

zeit von 2 Jahren. 

5. Von den Verfahrenskosten (Gebühr und Auslagen des Vorverfahrens, Gerichts-

gebühren und Auslagen des Gerichts) seien dem Beschuldigten nicht mehr als 

2% zur Bezahlung aufzuerlegen. Zugleich sei der Beschuldigte zu verpflichten, 

der Eidgenossenschaft nicht mehr als 2% der Kosten der amtlichen Verteidigung 

zu ersetzen. 

Die Bundesanwaltschaft und Gemeindewerke B. stellten im Rückweisungsverfahren keine 

Anträge. 

 
 
 
Prozessgeschichte: 

A. Am 21. Juni 2018 erhob die Bundesanwaltschaft Anklage gegen A. bei der Straf-

kammer des Bundesstrafgerichts wegen mehrfacher Gefährdung durch Spreng-

stoffe und giftige Gase in verbrecherischer Absicht (Art. 224 Abs. 1 StGB), mehr-

facher Störung von Betrieben, die der Allgemeinheit dienen (Art. 239 Ziff. 1 

StGB), qualifizierter (teilweise versuchter) Sachbeschädigung (Art. 144 Abs. 3 

teilweise i.V.m. Art. 22 StGB), mehrfacher einfacher Verletzung von Verkehrsre-

geln (Art. 90 Abs. 1 SVG), grober Verletzung einer Verkehrsregel (Art. 90 Abs. 2 

SVG) sowie versuchter qualifizierter Erpressung (Art. 156 Ziff. 4 i.V.m. Art. 22 

Abs. 1 StGB). 

- 4 - 

B. Mit Urteil SK.2018.30 vom 7. Dezember 2018 sprach die Strafkammer A. der 

Störung von Betrieben, die der Allgemeinheit dienen (Art. 239 Ziff. 1 StGB), der 

Sachbeschädigung (Art. 144 Abs. 1 StGB), jeweils in einem Anklagepunkt, sowie 

der mehrfachen Verletzung von Verkehrsregeln (Art. 90 Abs. 1 i.V.m. Art. 100 

Ziff. 1 SVG) schuldig. Im Übrigen stellte die Strafkammer das Verfahren ein, trat 

auf die Anklage nicht ein bzw. sprach A. frei. Sie bestrafte ihn mit einer unbe-

dingten Geldstrafe von 150 Tagessätzen à Fr. 165. und einer Übertretungs-

busse von Fr. 500.. Zudem regelte die Strafkammer die Nebenfolgen. 

C. A. führte in der Folge Beschwerde in Strafsachen beim Bundesgericht gegen das 

erwähnte Urteil der Strafkammer. Mit Urteil 6B_935/2019 vom 17. Februar 2020 

hiess das Bundesgericht die Beschwerde gut, soweit es darauf eintrat, hob das 

angefochtene Urteil auf und wies die Sache zu neuer Entscheidung an die Straf-

kammer zurück. 

 

Die Strafkammer erwägt: 

1. Prozessuales 

1.1 Nimmt das Bundesstrafgericht einen Fall nach Rückweisung durch das Bundes-

gericht wieder auf, so wird eine weitere Hauptverhandlung nur durchgeführt, 

wenn dies zur Vervollständigung des Sachverhalts oder zur Wahrung des recht-

lichen Gehörs der Parteien notwendig erscheint (Urteile des Bundesstrafgerichts 

SK.2018.28 vom 18. Dezember 2018 E. 1; SK.2018.37 vom 10. Oktober 2018 

E. 1.1.1; SK.2017.37 vom 23. November 2017 E. 1, bestätigt mit Urteil des Bun-

desgerichts 6B_54/2018 vom 28. November 2018). 

Die genannten Voraussetzungen für eine Hauptverhandlung sind vorliegend 

nicht erfüllt. Die Parteien konnten sich zum Prozessthema äussern und Anträge 

stellen; sie erklärten sich mit der Durchführung des schriftlichen Verfahrens ein-

verstanden (Bundesanwaltschaft, der Beschuldigte) bzw. erhoben dagegen 

keine Einwände (Gemeindewerke B.) (TPF. pag. 14.400.1 ff., 14.510.1 f, 

14.521.1 ff.). Die Akten wurden von Amtes wegen ergänzt, soweit dies für die 

Neubeurteilung des Sanktionspunkts erforderlich war. 

1.2 Heisst das Bundesgericht eine Beschwerde gut und weist es die Angelegenheit 

zur neuen Beurteilung an die Vorinstanz zurück, darf sich diese nur noch mit 

jenen Punkten befassen, die das Bundesgericht kassierte. Die anderen Teile des 

Urteils haben Bestand und sind in das neue Urteil zu übernehmen. Irrelevant ist, 

dass das Bundesgericht mit seinem Rückweisungsentscheid formell in der Regel 

- 5 - 

das ganze angefochtene Urteil aufhebt. Entscheidend ist nicht das Dispositiv, 

sondern die materielle Tragweite des bundesgerichtlichen Entscheids. Die neue 

Entscheidung ist somit auf diejenige Thematik beschränkt, die sich aus den bun-

desgerichtlichen Erwägungen als Gegenstand der neuen Beurteilung ergibt. Das 

Verfahren wird nur insoweit neu in Gang gesetzt, als dies notwendig ist, um den 

verbindlichen Erwägungen des Bundesgerichts Rechnung zu tragen (BGE 143 

IV 214 E. 5.2.1 mit Hinweisen). 

Gegenstand des bundesgerichtlichen Verfahrens waren einzig der Schuldspruch 

wegen Störung von Betrieben, die der Allgemeinheit dienen, gemäss Anklagezif-

fer 1.2.3 sowie die Strafzumessung betreffend die Geldstrafe. Im Übrigen blieb 

das Urteil der Strafkammer unangefochten. Das Bundesgericht hob das ange-

fochtene Urteil in Bezug auf den Schuldspruch wegen Störung von Betrieben, die 

der Allgemeinheit dienen, auf. Mit den Einwänden des Beschwerdeführers be-

treffend die Strafzumessung hat sich das Bundesgericht nicht mehr befassen 

müssen. Somit ist im Rückweisungsverfahren über die erwähnte Anklageziffer 

1.2.3, die Bemessung der Geldstrafe sowie allenfalls die Kosten- und Entschädi-

gungsfolgen neu zu befinden. Die übrigen Entscheidpunkte des aufgehobenen 

Urteils haben Bestand, sind indes neu zu eröffnen. Zur diesbezüglichen Begrün-

dung wird auf die entsprechenden Erwägungen des Urteils SK.2018.30 verwie-

sen. 

2. Störung von Betrieben, die der Allgemeinheit dienen (Art. 239 Ziff. 1 StGB) 

2.1 Die Bundesanwaltschaft wirft dem Beschuldigten unter Anklageziffer 1.2.3 vor, er 

habe am 13. Oktober 2012, um ca. 06:00 Uhr, am U-weg 3 in B. die Verschluss-

kappe des am Strassenrand stehenden Hydranten Nr. 1 abgenommen, die 

Hauptspindel um eine Viertelumdrehung geöffnet und die Verschlusskappe an-

schliessend wieder zugeschraubt, sodass eine unbestimmte Menge Wasser über 

die beiden Seitenarme ausgetreten sei. Diese Manipulationen hätten zur Folge 

gehabt, dass der Hydrant bis zu seiner Wiederinstandstellung nicht betriebsbereit 

und die Löschwasserversorgung im von diesem abzudeckenden Gebiet unter-

brochen oder zumindest gefährdet gewesen sei. Der Beschuldigte habe dadurch 

wissentlich und willentlich den der Allgemeinheit dienenden Betrieb des Hydran-

ten gestört bzw. behindert. 

2.2 Gemäss Art. 239 Ziff. 1 Abs. 2 StGB macht sich strafbar, wer vorsätzlich den 

Betrieb einer zur allgemeinen Versorgung mit Wasser, Licht, Kraft oder Wärme 

dienenden Anstalt oder Anlage hindert, stört oder gefährdet. 

- 6 - 

Art. 239 StGB schützt das Interesse der Allgemeinheit am Funktionieren öffentli-

cher Dienste. Die Täterhandlung von Art. 239 Ziff. 1 Abs. 2 StGB kann in der 

Hinderung, Störung oder Gefährdung des Betriebs der Anstalt oder Anlage be-

stehen. Hinderung ist eine mindestens vorübergehende Verunmöglichung, Stö-

rung eine qualitative Beeinträchtigung und Gefährdung das Herbeiführen der na-

hen und ernstlichen Wahrscheinlichkeit einer Hinderung oder Störung. Die Be-

einträchtigung muss von einer gewissen Intensität sein. In der Doktrin wird die 

Auffassung vertreten, das Ausfallen eines einzelnen Hydranten ohne weitere Fol-

gen für die Versorgung bzw. die Kollision eines Fahrzeugs mit einem Hydranten 

falle nicht unter den Tatbestand von Art. 239 Ziff. 1 Abs. 2 StGB (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts 6B_217/2012 vom 20. Juli 2012 E. 3.2 m.w.H). Konkrete Gefähr-

dung ist jedoch gegeben, wenn der Löschwasserbezug effektiv verunmöglicht 

oder zumindest gestört ist; eine gänzliche Unterbrechung der Löschwasserver-

sorgung ist nicht erforderlich. Entscheidend ist, dass die Hydranten im Brandfall 

ihren Zweck nicht hätten erfüllen können (vgl. a.a.O., E. 3.3.1). 

2.3  

2.3.1 Die Strafkammer erwog im Urteil SK.2018.30 in tatsächlicher Hinsicht, dass es 

am 13. Oktober 2012 zu einer Manipulation am Hydranten Nr. 1 am U.-weg 3, in 

B. gekommen sei. Dabei seien zuerst die Verschlusskappe und danach das 

Hauptventil (Hauptspindel) mit 1/4-Umdrehung geöffnet worden und danach sei 

die Verschlusskappe wieder geschlossen worden. Es sei zu einem Wasserver-

lust gekommen (Wasseraustritt über die beiden Seitenarme), der nicht bestimm-

bar sei, da zu wenig Wasser ausgetreten sei, weshalb kein Sachschadensbetrag 

erhoben werden könne. Das Gericht erachtete die Urheberschaft des Beschul-

digten für die Tat aufgrund diverser (hier nicht zu thematisierender) Indizien als 

erwiesen (a.a.O., E. 3.3). 

2.3.2 In rechtlicher Hinsicht hielt die Strafkammer fest, bei Hydranten handle es sich 

um Anlagen im Sinne von Art. 239 Ziff. 1 Abs. 2 StGB. Die vom Beschuldigten 

vorgenommenen Manipulationen am Hydranten Nr. 1 hätten zu einem Wasser-

austritt über die Seitenarme desselben geführt. Somit sei der Hydrant in seiner 

Funktionsbestimmung beeinträchtigt worden. Die Löschwasserversorgung im 

vom Hydranten Nr. 1 abgedeckten Gebiet sei durch das missbräuchliche Öffnen 

der Spindeln bis zur Wiederinstandstellung bzw. bis zum Zudrehen der Spindeln 

nicht umfassend gewährleistet gewesen. Damit sei der objektive Tatbestand von 

Art. 239 Ziff. 1 Abs. 2 StGB erfüllt (a.a.O., E. 5.3).  

2.4 Das Bundesgericht beanstandete im Rückweisungsurteil (E. 2.4), es sei dem an-

gefochtenen Entscheid nicht zu entnehmen, weshalb die Vorinstanz davon aus-

gehe, die Löschwasserversorgung sei während einer gewissen Zeit nicht ge-

- 7 - 

währleistet gewesen. Dies obschon sie feststelle, der Hydrant sei nicht beschä-

digt worden, sondern es sei lediglich die Spindel leicht mit einer 1/4 -Umdrehung 

geöffnet worden, was zu einem geringen Wasserverlust geführt habe. Wenn der 

Anschluss eines Schlauchs durch die Feuerwehr, wie vom Beschwerdeführer be-

hauptet (allenfalls nach einem vorgängigen vollständigen Zudrehen der Spindel), 

dennoch problemlos möglich gewesen sei, sei nicht ersichtlich, weshalb die 

Löschwasserversorgung durch das leichte Öffnen der Spindel und den geringen 

Wasserverlust hätte behindert, gestört oder gefährdet worden sein sollen. 

2.5 Aufgrund der bundesgerichtlichen Feststellungen ist in objektiver Hinsicht davon 

auszugehen, dass die im aufgehobenen Urteil thematisierte Beeinträchtigung 

des Hydranten nicht die für die Erfüllung des Tatbestandes von Art. 239 Ziff. 1 

StGB erforderliche Intensität erreichte. Insbesondere ist nicht erstellt, dass der 

Hydrant im Brandfall seinen Zweck nicht hätte erfüllen können. In subjektiver Hin-

sicht bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass der Beschuldigte einen weiter-

gehenden Schaden am Hydranten als den eingetretenen beabsichtigte oder in 

Kauf nahm. Demnach ist der Tatbestand von Art. 239 Ziff. 1 StGB weder objektiv 

noch subjektiv erfüllt. Der Beschuldigte ist freizusprechen. 

3. Strafzumessung 

3.1 Gemäss Art. 47 Abs. 1 StGB bemisst das Gericht die Strafe nach dem Verschul-

den des Täters. Es berücksichtigt das Vorleben und die persönlichen Verhält-

nisse sowie die Wirkung der Strafe auf das Leben des Täters. Das Verschulden 

wird nach der Schwere der Verletzung oder Gefährdung des betroffenen Rechts-

guts, nach der Verwerflichkeit des Handelns, den Beweggründen und Zielen des 

Täters sowie danach bestimmt, wie weit der Täter nach den inneren und äusse-

ren Umständen in der Lage war, die Gefährdung oder Verletzung zu vermeiden 

(Art. 47 Abs. 2 StGB).  

Hat der Täter durch eine oder mehrere Handlungen die Voraussetzungen für 

mehrere gleichartige Strafen erfüllt, so verurteilt ihn das Gericht zu der Strafe der 

schwersten Tat und erhöht sie angemessen. Es darf jedoch das Höchstmass der 

angedrohten Strafe nicht um mehr als die Hälfte erhöhen. Dabei ist es an das 

gesetzliche Höchstmass der Strafart gebunden (Art. 49 Abs. 1 StGB).  

3.2 Der Beschuldigte hat sich der Sachbeschädigung (Art. 144 Abs. 1 StGB) sowie 

der mehrfachen Verletzung von Verkehrsregeln (Art. 90 Abs. 1 i.V.m. Art. 100 

Ziff. 1 SVG) schuldig gemacht. Das erstgenannte Delikt wird mit Freiheitsstrafe 

bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bedroht. Wie sich nachfolgend zeigen wird, ist 

für dieses Delikt vorliegend eine Geldstrafe auszusprechen. 

- 8 - 

Die Strafdrohung der Verkehrsregelverletzung gemäss Art. 90 Abs. 1 SVG lautet 

auf Busse. Da sich der Beschuldigte mehrfacher Verkehrsregelverletzung im 

Sinne dieser Bestimmung schuldig gemacht hat, kommt hier Art. 49 Abs. 1 StGB 

zur Anwendung. 

Die auszusprechende Geldstrafe und Busse sind kumulativ zu verhängen, da es 

sich hierbei nicht um gleichartige Strafen handelt (BGE 137 IV 57 E. 4.3.1). 

3.3 Die von der Strafkammer im Urteil SK.2018.30 ausgesprochene Strafe für die 

mehrfache Verletzung von Verkehrsregeln (Busse von Fr. 500., bei schuldhafter 

Nichtbezahlung derselben Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Tagen) ist vom Beschuldig-

ten nicht angefochten worden und hat Bestand. Soweit die Verteidigung vorlie-

gend die Strafzumessung in Bezug auf die SVG-Delikte erneut thematisiert, geht 

sie nach dem Dargelegten (E. 1.2) über den Gegenstand des Rückweisungsver-

fahrens hinaus.  

3.4 Demnach ist vorliegend einzig die Strafe für die Sachbeschädigung neu zu be-

messen. Anzuwenden ist dabei das zum Tatzeitpunkt (17. Mai 2013) geltende 

Recht, da das neue Recht in concreto nicht milder ist (Art. 2 StGB). 

 

3.4.1 In Bezug auf die Tatkomponente ist Folgendes von Relevanz: Der Beschuldigte 

hat das Vermögen des Geschädigten G. durch das Zukleben der Schlosszylinder 

nur in unbedeutendem Umfang geschädigt (Schaden in Höhe von Fr. 608.05; vgl. 

Urteil SK.2018.30 E. 6.4). Der Sachschaden konnte zudem leicht behoben wer-

den. In subjektiver Hinsicht fällt negativ ins Gewicht, dass der Beschuldigte di-

rektvorsätzlich und in der Absicht eines «Vergeltungsaktes» aufgrund der verba-

len Provokation seitens des Privatklägers ihm gegenüber handelte. Dieses Tat-

motiv ist nicht nachvollziehbar. Das Tatverschulden wiegt im Ergebnis eher leicht.  

3.4.2 Innerhalb der Täterkomponente fällt leicht verschuldenserhöhend ins Gewicht, 

dass der Beschuldigte einschlägig vorbestraft ist: Gemäss Strafregisterauszug 

ist er vom Obergericht des Kantons Zürich mit Urteil vom 13. Januar 2012 wegen 

mehrfacher Sachbeschädigung und mehrfacher Störung von Betrieben, die der 

Allgemeinheit dienen, zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 10 Monaten mit ei-

ner Probezeit von 2 Jahren verurteilt worden (TPF pag. 14.231.1.2). Im Übrigen 

sind im Rahmen der Täterkomponente keine strafzumessungsrelevanten Fakto-

ren zu verzeichnen.  

3.4.3 In Würdigung der genannten Umstände erscheint eine Geldstrafe von 60 Tages-

sätzen als schuldangemessen. 

 

- 9 - 

3.5  

3.5.1 Gemäss Art. 48 lit. e StGB mildert das Gericht die Strafe, wenn das Strafbedürf-

nis in Anbetracht der seit der Tat verstrichenen Zeit deutlich vermindert ist und 

der Täter sich in dieser Zeit wohl verhalten hat. Dieser Milderungsgrund knüpft 

an den Gedanken der Verjährung an. Die Praxis fordert eine Strafmilderung 

dann, wenn zwei Drittel der Verjährungsfrist verstrichen sind (BGE 140 IV 145 

E. 3.1; 132 IV 1 E. 6.2). 

3.5.2 Die vorliegend massgebliche Verjährungsfrist beträgt sieben Jahre (Art. 97 

Abs. 1 lit. c aStGB). Diese Frist wäre in casu in wenigen Tagen abgelaufen. Dass 

die Verjährung nach der Ausfällung des Urteils SK.2018.30 am 7. Dezember 

2018 nicht mehr eintreten kann (Art. 97 Abs. 3 StGB), ist unter dem Gesichts-

punkt von Art. 48 lit. e StGB ohne Bedeutung (MATHYS, Leitfaden Strafzumes-

sung, 2. Aufl. 2019, N 340). Die Voraussetzung des Wohlverhaltens ist zwar an-

gesichts der vom Beschuldigten 2016 begangenen (im Urteil SK.2018.30 beur-

teilten) Verkehrsregelverletzungen stricto sensu nicht erfüllt. Es ist indes nicht 

ausgeschlossen, dem Beschuldigten bei einer weit zurückliegenden Straftat ent-

gegenzukommen, auch wenn die Voraussetzungen von Art. 48 lit. e StGB nicht 

vollständig erfüllt sind. Ein äusserst langer Zeitablauf darf ihm unter Umständen 

strafmindernd angerechnet werden, selbst wenn er sich zwischenzeitlich in leich-

tem Masse straffällig gemacht hat (MATHYS, a.a.O., N 343). Die Anwendung von 

Art. 48 lit. e StGB ist in casu angesichts der abgelaufenen Verjährungsfrist ange-

zeigt, zumal es sich bei den zur Debatte stehenden Straftaten des Beschuldigten 

bloss um Übertretungen mit ganz anderem Tatmuster handelt. Angemessen ist 

eine Strafreduktion um ein Drittel.  

Im Ergebnis ist für die Sachbeschädigung eine Geldstrafe von 40 Tagessätzen 

auszusprechen. 

3.6  

3.6.1 Gemäss Art. 34 Abs. 2 aStGB beträgt ein Tagessatz höchstens Fr. 3‘000.. Das 

Gericht bestimmt die Höhe des Tagessatzes nach den persönlichen und wirt-

schaftlichen Verhältnissen des Täters im Zeitpunkt des Urteils, namentlich nach 

Einkommen und Vermögen, Lebensaufwand, allfälligen Familien- und Unterstüt-

zungspflichten sowie nach dem Existenzminimum. 

3.6.2 Die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse des Beschuldigten präsentie-

ren sich wie folgt. Der Beschuldigte und seine Ehefrau verfügen je über eine 

AHV-Jahresrente von rund Fr. 19’500.. Hinzu kommen Einnahmen aus der 

Landwirtschaft von jährlich Fr. 15'500.. Gemäss Steuererklärung 2018 verfügt 

das Ehepaar über ein steuerbares Vermögen von knapp Fr. 930'000. Es beste-

hen keine Unterhaltspflichten (TPF pag. 14.231.2.3 ff., …4.7 ff.).  

- 10 - 

In Berücksichtigung dieser Verhältnisse ist der Tagessatz auf Fr. 165. festzule-

gen. 

3.7  

3.7.1 Das Gericht schiebt den Vollzug einer Geldstrafe in der Regel auf, wenn eine 

unbedingte Strafe nicht notwendig erscheint, um den Täter von der Begehung 

weiterer Verbrechen oder Vergehen abzuhalten (Art. 42 Abs. 1 aStGB). Wurde 

der Täter innerhalb der letzten fünf Jahre vor der Tat zu einer bedingten oder 

unbedingten Freiheitsstrafe von mindestens sechs Monaten oder zu einer Geld-

strafe von mindestens 180 Tagessätzen verurteilt, so ist der Aufschub nur zuläs-

sig, wenn besonders günstige Umstände vorliegen (Art. 42 Abs. 2 aStGB). «Be-

sonders günstige Umstände» sind solche, die ausschliessen, dass die Vorstrafe 

die Prognose verschlechtert. Im Gegensatz zu Art. 42 Abs. 1 aStGB gilt demnach 

bei Art. 42 Abs. 2 aStGB die Vermutung einer günstigen Prognose bzw. des Feh-

lens einer ungünstigen Prognose nicht. Vielmehr kommt der früheren Verurtei-

lung zunächst die Bedeutung eines Indizes für die Befürchtung zu, dass der Täter 

weitere Straftaten begehen könnte. Die Gewährung des bedingten Strafvollzuges 

kommt daher nur in Betracht, wenn eine Gesamtwürdigung aller massgebenden 

Faktoren den Schluss zulässt, dass trotz der Vorstrafe eine begründete Aussicht 

auf Bewährung besteht. Dabei ist zu prüfen, ob die indizielle Befürchtung durch 

die besonders günstigen Umstände zumindest kompensiert wird. Das trifft etwa 

zu, wenn die neuerliche Straftat mit der früheren Verurteilung in keinerlei Zusam-

menhang steht, oder bei einer besonders positiven Veränderung in den Lebens-

umständen des Täters (BGE 134 IV 1 E. 4.2 m.w.H.; SCHNEIDER/GARRÉ, Basler 

Kommentar, 4. Aufl. 2019, Art. 42 StGB N 97). 

3.7.2 Die zur Diskussion stehende Tat wurde am 17. Mai 2013 begangen. Wie erwähnt 

(E. 3.4.2), war der Beschuldigte am 13. Januar 2012 vom Obergericht des Kan-

tons Zürich wegen mehrfacher Sachbeschädigung und mehrfacher Störung von 

Betrieben, die der Allgemeinheit dienen, zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 

10 Monaten mit einer Probezeit von 2 Jahren verurteilt worden. Es liegt mithin 

eine Vorstrafe i.S.v. Art. 42 Abs. 2 aStGB vor. Eine negative Prognose muss dem 

Beschuldigten dennoch entgegen der Annahme im Urteil SK.2018.30 nicht ge-

stellt werden. In jenem Urteil ging die Strafkammer von zwei (relevanten) Straf-

taten aus, wobei die Zielperson der angeblichen Störung von Betrieben, die der 

Allgemeinheit dienen (Gemeindewerke B.), die gleiche war, wie bei den früheren 

Taten. Nachdem der Beschuldigten in diesem Punkt freigesprochen worden ist, 

erscheinen seine Bewährungsaussichten in günstigerem Licht. Es fällt zwar ne-

gativ ins Gewicht, dass die vorliegende und die früheren Taten demselben Ver-

haltensmuster folgten. Der Hintergrund war stets der persönliche Streit des Be-

schuldigten mit den Geschädigten; es handelte sich mithin um Racheakte. Dieser 

- 11 - 

Aspekt wird jedoch durch folgende Umstände überwogen, die für eine Bewäh-

rung sprechen. Seit der zur Beurteilung stehenden Tat sind bereits rund sieben 

Jahre vergangen; der Beschuldigte hat sich in dieser Zeit, abgesehen von hier 

nicht einschlägigen Strassenverkehrsverletzungen, nichts zu Schulden kommen 

lassen. Er ist im fortgeschrittenen Alter (bald 78-jährig) und lebt in geordneten 

familiären und persönlichen Verhältnissen. In Gesamtwürdigung aller dieser Um-

stände besteht für das Gericht eine begründete Aussicht darauf, dass sich der 

Beschuldigte auch künftig wohl verhalten wird. Eine unbedingte Strafe erscheint 

somit nicht als notwendig. 

Demnach ist der Vollzug der Geldstrafe aufzuschieben, unter Ansetzung einer 

Probezeit von 2 Jahren (Art. 44 Abs. 1 StGB). 

3.8 Die vom Beschuldigten erstandene Polizei- und Untersuchungshaft von insge-

samt 24 Tagen ist auf die Geldstrafe anzurechnen (Art. 51 StGB; vgl. auch BGE 

135 IV 126 zur Prioritätenordnung bei der Anrechnung von Haft an mehrere 

gleichzeitig ausgesprochene Strafarten). 

4. Verfahrenskosten 

4.1 Wird die beschuldigte Person verurteilt, trägt sie die Verfahrenskosten (Art. 426 

Abs. 1 Satz 1 StPO). Die Haftung der verurteilten Person kann nicht weitergehen, 

als ein adäquater Zusammenhang zwischen dem zur Verurteilung führenden tat-

bestandsmässigen, rechtswidrigen und schuldhaften Verhalten einerseits und 

den dadurch verursachten Verfahrenskosten andererseits besteht. Sie hat ledig-

lich diejenigen Kosten zu tragen, die mit der Abklärung des zur Verurteilung füh-

renden Delikts entstanden sind (Urteil des Bundesgerichts 6B_1053/2014 vom 

3. Dezember 2015 E. 1.2 m.w.H; DOMEISEN, Basler Kommentar, 2. Aufl., 2014, 

Art. 426 StPO N 3). 

Wird eine beschuldigte Person nur teilweise schuldig und im Übrigen freigespro-

chen, sind ihr nach der Rechtsprechung die Verfahrenskosten anteilsmässig auf-

zuerlegen, jedenfalls soweit sich die verschiedenen Anklagekomplexe klar aus-

einanderhalten lassen. Sie ist kostenpflichtig, wenn die ihr zur Last gelegten 

Handlungen in einem engen und direkten Zusammenhang zu den Kosten stehen, 

und alle Untersuchungshandlungen hinsichtlich der entsprechenden Anklage-

punkte notwendig waren. Die anteilsmässig auf die mit einem Freispruch enden-

den Anklagepunkte entfallenden Kosten verbleiben beim Staat (Art. 426 Abs. 2 

StPO). Bei der Aufteilung der Verfahrenskosten steht der Behörde ein gewisser 

Ermessensspielraum zu (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_151/2014 vom 4. De-

zember 2014 E. 3.2 mit Hinweisen).  

- 12 - 

4.2 Die Strafkammer bestimmte im Urteil SK.2018.30 die Verfahrenskosten mit ins-

gesamt Fr. 41'103.75. Hiervon legte sie dem Beschuldigten dem Ausgang des 

Verfahrens entsprechend Fr. 1'750. auf (a.a.O., E. 10.2.3). Nachdem der Be-

schuldigte im Rückweisungsverfahren von einem weiteren Anklagevorwurf frei-

gesprochen wurde, sind die von ihm zu tragenden Kosten weiter zu reduzieren. 

Angemessen ist eine Kostenreduktion um Fr. 750.. Demnach sind dem Beschul-

digten Verfahrenskosten in Höhe von Fr. 1'000. zur Bezahlung aufzuerlegen.  

4.3 Die im Rückweisungsverfahren angefallenen Kosten sind nicht vom Beschuldig-

ten verursacht worden; sie verbleiben folglich beim Staat.  

5. Entschädigung und Genugtuung bei Freispruch  

5.1 Wird die beschuldigte Person ganz oder teilweise freigesprochen oder wird das 

Verfahren gegen sie eingestellt, so hat sie Anspruch auf Entschädigung ihrer 

Aufwendungen für die angemessene Ausübung ihrer Verfahrensrechte sowie für 

wirtschaftliche Einbussen, die ihr aus notwendiger Beteiligung am Strafverfahren 

entstanden sind (Art. 429 Abs. 1 lit. a und lit. b StPO) sowie einen Anspruch auf 

Genugtuung für besonders schwere Verletzungen ihrer persönlichen Verhält-

nisse, insbesondere bei Freiheitsentzug (Art. 429 Abs. 1 lit. c StPO). Gemäss Art. 

429 Abs. 2 StPO prüft die Strafbehörde den Anspruch auf Entschädigung von 

Amtes wegen. 

5.2 Die Voraussetzungen für eine Entschädigung oder Genugtuung nach Art. 429 

StPO sind vorliegend nicht erfüllt. Es wird vom Beschuldigten weder geltend ge-

macht noch sonst ersichtlich, inwiefern ihm durch das vorliegende Verfahren 

Kosten oder Einbussen entstanden sind. Ebenso wenig liegt eine besonders 

schwere Verletzung der persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten vor.  

6. Entschädigungen der amtlichen Verteidigung  

6.1 Die Entschädigung der amtlichen Verteidigung wird im Bundesstrafverfahren 

nach dem Anwaltstarif des Bundes gemäss BStKR festgesetzt (Art. 135 

Abs. 1 StPO).  

Die Anwaltskosten umfassen das Honorar und die notwendigen Auslagen, na-

mentlich für Reise, Verpflegung und Unterkunft sowie Porti und Telefonspesen 

(Art. 11 Abs. 1 BStKR). Das Honorar wird nach dem notwendigen und ausgewie-

senen Zeitaufwand bemessen. Der Stundenansatz beträgt mindestens 200 und 

höchstens 300 Franken (Art. 12 Abs. 1 BStKR). Die Auslagen werden im Rahmen 

der Höchstansätze aufgrund der tatsächlichen Kosten vergütet (Art. 13 BStKR). 

- 13 - 

Bei Fällen im ordentlichen Schwierigkeitsbereich beträgt der Stundenansatz ge-

mäss ständiger Praxis der Strafkammer Fr. 230. für Arbeitszeit und Fr. 200. für 

Reise- und Wartezeit (Beschluss des Bundesstrafgerichts BK.2011.21 vom 

24. April 2012 E. 2.1). 

6.2 Die von der Strafkammer im Urteil SK.2018.30 festgesetzte Entschädigung im 

Betrag von Fr. 24‘673. für die amtliche Verteidigung des Beschuldigten im bis-

herigen Verfahren wurde von den Parteien nicht angefochten und ist folglich dem 

vorliegenden Entschädigungsentscheid zugrunde zu legen. Für seine Bemühun-

gen im Rückweisungsverfahren macht Rechtsanwalt Gian Moeri ein Honorar von 

Fr. 1'886.– (bei einem Stundensatz von Fr. 230.) sowie Auslagen von Fr. 85.10, 

zzgl. MWSt von Fr. 151.75 geltend (TPF pag. 14.821.1 ff.). Die Honorarnote gibt 

zu keiner Beanstandung Anlass. Im Ergebnis hat die Eidgenossenschaft RA Mo-

eri mit Fr. 26'795.85 (inkl. MWSt) zu entschädigen. 

6.3 Vom genannten Betrag sind Fr. 700.– den Anklagepunkten zuzuordnen, in denen 

der Beschuldigte schuldig gesprochen wurde (vgl. diesbezüglich auch das Urteil 

SK.2018.30 E. 12.2). Er hat folglich der Eidgenossenschaft in diesem Umfang 

Ersatz für die Entschädigung seines amtlichen Verteidigers zu leisten (Art. 135 

Abs. 4 lit. a StPO).  

- 14 - 

Die Strafkammer erkennt: 

I.  

1. Das Strafverfahren gegen A. wird bezüglich der Anklageziffern 1.1.2, 1.1.3, 1.1.4, 

1.1.5, 1.1.6, 1.2.1, 1.2.2, 1.2.4, 1.2.5, 1.2.6, 1.3.2, 1.3.3, 1.3.6, 1.3.7, 1.3.8 ein-

gestellt (Art. 97 Abs. 1 lit. c aStGB). 

2. Auf den Vorwurf der Sachbeschädigung gemäss Anklageziffer 1.3.5 wird nicht 

eingetreten. 

3. A. wird freigesprochen: 

 vom Vorwurf der Gefährdung durch Sprengstoffe in verbrecherischer Absicht 

(Art. 224 Abs. 1 StGB) gemäss Anklageziffer 1.1.1; 

 vom Vorwurf der Störung von Betrieben, die der Allgemeinheit dienen (Art. 

239 Ziff. 1 StGB) gemäss Anklageziffer 1.2.3; 

 vom Vorwurf der versuchten qualifizierten Sachbeschädigung (Art. 144 Abs. 

3 i.V.m. Art. 22 StGB), gemäss Anklageziffer 1.3.1; 

 vom Vorwurf der versuchten qualifizierten Erpressung (Art. 156 Ziff. 4 i.V.m. 

Art. 22 StGB) gemäss Anklageziffer 1.6. 

4. A. wird schuldig gesprochen: 

 der Sachbeschädigung (Art. 144 Abs. 1 StGB) gemäss Anklageziffer 1.3.4; 

 der mehrfachen Verletzung von Verkehrsregeln (Art. 90 Abs. 1 i.V.m. Art. 

100 Ziff. 1 SVG) gemäss Anklageziffern 1.4 und 1.5. 

5. A. wird bestraft mit einer Geldstrafe von 40 Tagessätzen à Fr. 165., bedingt 

vollziehbar, bei einer Probezeit von 2 Jahren.  

Die ausgestandene Polizei- und Untersuchungshaft von 24 Tagen wird auf die 

Geldstrafe angerechnet. 

6. A. wird zudem bestraft mit einer Übertretungsbusse von Fr. 500.; bei schuldhaf-

ter Nichtbezahlung tritt an Stelle der Busse eine Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Ta-

gen. 

7. Für den Vollzug der Strafe wir der Kanton Zürich als zuständig erklärt. 

- 15 - 

8. Von den Verfahrenskosten werden A. Fr. 1‘000. zur Bezahlung auferlegt. 

9. Rechtsanwalt Gian Moeri wird für die amtliche Verteidigung von A. von der Eid-

genossenschaft mit Fr. 26'795.85 (inkl. MWSt) entschädigt. 

A. hat der Eidgenossenschaft hierfür Ersatz im Umfang von Fr. 700. zu leisten. 

10. A. wird keine Entschädigung oder Genugtuung ausgerichtet. 

II.  

1. Alle beschlagnahmten Gegenstände gemäss der Materialauflistung aus den 

Hausdurchsuchungen bei A. sen. und jun. vom 6. und 8. Juli 2016 (pag. BA 08-

01-0067 und 0068; pag. BA 08-02-0022 und 0023) werden mit Ausnahme derje-

nigen in Ziff. II. 2. eingezogen und vernichtet. 

2. Folgende beschlagnahmte Gegenstände werden eingezogen und in den Verfah-

rensakten belassen: 

 Asservat-Nr. 2 (J.-Zeitung vom 22. August 2011); 

 Asservat-Nr. 3 (J.-Zeitung vom 14. August 2010); 

 Asservat-Nr. 4 (Mehrzweckblock blau ab 06. Juli 2012 - 10. Juli 2013); 

 Asservat-Nr. 5 (4 Arbeitsmappen, Stundenblätter); Asservat-Nr. 6 (Brief, 

Schreiben Strassenverkehrsamt). 

III.  

A. wird verpflichtet, G. Schadenersatz im Betrag von Fr. 608.05 (zuzüglich 5% Zins seit 

dem 17. Mai 2013) zu bezahlen.  

IV.  

Dieses Urteil wird den Parteien schriftlich eröffnet. 

Im Namen der Strafkammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

 

Der Vorsitzende Der Gerichtsschreiber 

 

- 16 - 

Nach Eintritt der Rechtskraft mitzuteilen an 

 Bundesanwaltschaft als Vollzugsbehörde (vollständig) 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Rechtsmittelbelehrung 
 
Berufung an die Berufungskammer des Bundesstrafgerichts  

  
Gegen Urteile der Strafkammer des Bundesstrafgerichts, die das Verfahren ganz oder teilweise abschliessen, 
kann innert 10 Tagen seit Eröffnung des Urteils bei der Strafkammer des Bundesstrafgerichts mündlich oder 
schriftlich Berufung angemeldet werden (Art. 399 Abs. 1 i.V.m. Art. 398 Abs. 1 StPO; Art. 38a StBOG).  
  
Mit der Berufung kann das Urteil in allen Punkten umfassend angefochten werden. Mit der Berufung können 
gerügt werden: Rechtsverletzungen, einschliesslich Überschreitung und Missbrauch des Ermessens, Rechts-
verweigerung und Rechtsverzögerung, die unvollständige oder unrichtige Feststellung des Sachverhaltes so-
wie Unangemessenheit (Art. 398 Abs. 2 und 3 StPO).   
  
Die Berufung erhebende Partei hat innert 20 Tagen nach Zustellung des begründeten Urteils der Berufungs-
kammer des Bundesstrafgerichts eine schriftliche Berufungserklärung einzureichen. Sie hat darin anzugeben, 
ob sie das Urteil vollumfänglich oder nur in Teilen anficht, welche Abänderungen des erstinstanzlichen Urteils 
sie verlangt und welche Beweisanträge sie stellt. Werden nur Teile des Urteils angefochten, ist verbindlich 
anzugeben, auf welche sich die Berufung beschränkt (Art. 399 Abs. 3 und 4 StPO).  
  
 
Beschwerde an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts 

 
Gegen den Entschädigungsentscheid kann die amtliche Verteidigung innert 10 Tagen schriftlich und begrün-

det Beschwerde bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts führen (Art. 135 Abs. 3 lit. a und Art. 
396 Abs. 1 StPO; Art. 37 Abs. 1 StBOG). 
 
Mit der Beschwerde können gerügt werden: a. Rechtsverletzungen, einschliesslich Überschreitung und Miss-
brauch des Ermessens, Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung; b. die unvollständige oder unrichtige 
Feststellung des Sachverhalts; c. Unangemessenheit (Art. 393 Abs. 2 StPO). 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
    Versand: 6. Mai 2020