# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 33df35c3-92bf-5abe-bba2-1e034dfe5a4c
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2009-07-02
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 02.07.2009 IV 2007/393
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2007-393_2009-07-02.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2007/393

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 06.07.2020

Entscheiddatum: 02.07.2009

Entscheid Versicherungsgericht, 02.07.2009
Art. 28 IVG (in der bis 31. Dezember 2007 gültigen Fassung). MEDAS-
Gutachten beweistauglich. Aufgrund einer vorübergehenden 
Verschlechterung von Dezember 2004 bis Dezember 2005 hat der 
Beschwerdeführer in Nachachtung der in Art. 88a IVV geregelten 
dreimonatigen Wartefrist für die Dauer von 1. April 2005 bis 1. April 2006 
einen Anspruch auf eine ganze Rente (Entscheid des Versicherungsgerichts 
des Kantons St. Gallen vom 2. Juli 2009, IV 2007/393).

Vizepräsidentin Marie-Theres Rüegg Haltinner, Versicherungsrichter Joachim Huber, 

Versicherungsrichterin Lisbeth Mattle Frei; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen

Entscheid vom 2. Juli 2009

in Sachen

D.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Fürsprecher Marco Büchel, LL.M., c/o K & B Rechtsanwälte, 

Freudenbergstrasse 24, Postfach 213, 9240 Uzwil,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

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Rente

Sachverhalt:

A.  

A.a D.___, geboren 1969, meldete sich am 14. August 2003 zum Bezug von IV-

Leistungen an. Er gab an, an Angina pectoris, Diabetes und Depressionen zu leiden 

(act. G 4.1). Dr. med. A.___, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin, stellte im Arztbericht 

vom 29. August 2003 folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: ein 

metabolisches Syndrom, eine arterielle Hypertonie, einen Diabetes mellitus Typ II und 

eine Hyperlipoproteinämie vom Typ V. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 

diagnostizierte er eine Adipositas permagna. Der Versicherte sei in seinem 

angestammten Beruf als Maschinenführer (act. G 4.4.1) seit dem 18. Juni 2003 bis auf 

weiteres zu 100% arbeitsunfähig (act. G 4.5).

A.b Die IV-Stelle beauftragte am 22. März 2004 die MEDAS Basel mit einer 

interdisziplinären Begutachtung des Versicherten (act. G 4.12). Die MEDAS-Gutachter 

diagnostizierten im Gutachten vom 10. Oktober 2004 mit Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit eine anhaltende depressive Störung, aktuell leicht- bis mittelgradig; ein 

metabolisches Syndrom bei/mit Adipositas permagna, Diabetes mellitus Typ II, 

arterielle Hypertonie und Hyperlipoproteinämie vom Typ V; ein obstruktives 

Schlafapnoesyndrom und einen Morbus Pickwick. Für schwere körperliche Tätigkeiten 

sei der Versicherte zu 100% arbeitsunfähig; für leichte bis mittelschwere Tätigkeit 

bestehe ab August 2003 eine 50%ige Arbeitsfähigkeit (4 Stunden pro Tag; act. 

G 4.16.1 ff.).

A.c Der behandelnde Psychiater, Dr. med. B.___, berichtete am 8. Februar 2005, dass 

der Versicherte an einer mittelgradigen bis schweren depressiven Episode mit 

somatischen Symptomen (ICD-10: F32.11, F33.2) auf dem Boden einer ängstlichen 

Persönlichkeit (ICD-10: F60.6) leide. Aus rein psychiatrischer Sicht bestehe seit dem 

21. Juni 2003 eine 75%ige Arbeitsunfähigkeit (act. G 4.37). Um eine allfällige 

Verschlechterung des Gesundheitszustandes seit der MEDAS-Begutachtung vom 10. 

August 2004 abzuklären, beauftragte die IV-Stelle am 2. März 2005 Dr. med. C.___, 

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Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, mit einer psychiatrischen 

Begutachtung des Versicherten (act. G 4.44). Dieser diagnostizierte eine mittelgradige 

depressive Episode mit somatischen Symptomen verstärkt durch die im Dezember 

2004 erfolgte Scheidung (ICD-10: F32.11). Aufgrund der seit dem letzten Herbst 

aufgetretenen Verschlechterung könne von einer 40%igen Arbeitsunfähigkeit 

ausgegangen werden. Der Versicherte benötige eine massive psychologische 

Betreuung und stützende Therapie. Eine Beschäftigungstherapie sei sinnvoll. Sie sollte, 

wenn möglich, in einer Invalidenwerkstätte stattfinden (act. G 4.45). Auf Nachfrage der 

IV-Stelle (act. G 4.49) teilte Dr. C.___ am 9. Juli 2005 mit, dass die verbliebene 

Arbeitsfähigkeit langfristig in der freien Wirtschaft verwertbar sei. Kurzfristig bestehe 

wegen der Dekonditionierung, der langdauernden Abstinenz von der Arbeit, der 

somatisch bedingten Einschränkungen und der aktuell durch die Scheidung 

ausgelösten Verschlechterung der psychischen Störungen keine Verwertbarkeit in der 

freien Wirtschaft. Er empfahl eine stationäre psychotherapeutische Behandlung (act. 

G 4.50).

A.d Vom 12. September bis 15. Dezember 2005 befand sich der Versicherte zur 

stationären Behandlung in der Psychiatrischen Klinik Wil. Die behandelnden Ärztinnen 

der Klinik diagnostizierten aus psychiatrischer Sicht eine reaktive mittelgradige bis 

schwere depressive Episode mit vegetativen Begleiterscheinungen auf dem Boden 

einer ängstlichen Persönlichkeit (ICD-10: F32.3). Beim Austritt attestierten sie eine 

100%ige Arbeitsunfähigkeit (act. G 4.62).

A.e Der behandelnde Neurologe, Dr. med. E.___, Facharzt FMH für Neurologie, 

bescheinigte im Arztbericht vom 26. Januar 2006 eine seit dem 18. Juni 2003 

bestehende 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Die starke Multimorbidität mit Überlastung 

des Stoffwechsels, des Herzkreislaufes und respiratorischen Systems liessen keine 

verwertbaren Leistungen erwarten (act. G 4.66.1 ff.).

A.f Dr. med. G.___ vom Psychiatrischen Zentrum St. Gallen berichtete am 19. Januar 

2006, der Versicherte habe den Austritt aus der stationären Behandlung mit Bravour 

geschafft. Er zeige sich in Antrieb und Stimmungslage deutlich verbessert. Er habe mit 

seiner neuen Frau Pläne für eine gemeinsame Zukunft entwickelt. Für eine teilstationäre 

Behandlung beziehungsweise einen geschützten Arbeitsplatz könne er sich aktuell 

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nicht motivieren. Er plane, die psychiatrische Behandlung bei Dr. B.___ fortzusetzen. 

Bei Zustandsverschlechterung sei vereinbart worden, dass sich der Versicherte erneut 

melden werde (act. G 4.73.2 f.).

A.g Am 6. April 2006 beauftragte die IV-Stelle die MEDAS Basel mit einer 

Verlaufsbegutachtung (act. G 4.78). Der Versicherte wurde am 4. und 5. Juli 2006 von 

den Gutachtern der MEDAS interdisziplinär untersucht. Die Experten gaben im 

Verlaufsgutachten vom 14. August 2006 an, dass bezüglich der pneumologischen 

Situation eine Verbesserung des Gesundheitszustandes eingetreten sei. Im 

internistischen Fachgebiet bestehe weiter ein metabolisches Syndrom mit einer nach 

wie vor erheblichen Adipositas, ein Diabetes mellitus Typ 2 und eine arterielle 

Hypertonie. Die internistischen Diagnosen seien behandelbar und würden keine 

dauerhafte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit rechtfertigen. Bezüglich des Diabetes 

mellitus gelte es aber zu beachten, dass der Versicherte am Arbeitsplatz essen und 

trinken können sollte, um Blutzuckerschwankungen auszugleichen. Die depressive 

Symptomatik habe sich seit der letzten Begutachtung vom Oktober 2004 initial durch 

belastende Lebensereignisse verschlechtert (abrupte Trennung und Scheidung von 

seiner dritten Ehefrau im Dezember 2004; act. G 4.86.19). Im Rahmen der 

durchgeführten stationären psychiatrischen Behandlung sei es zu einer 

Zustandsverbesserung gekommen. Der Versicherte habe wieder Zukunftspläne 

gefasst, die sich aber nicht vollumfänglich nach seinen Vorstellungen hätten umsetzen 

lassen (Heirat in Serbien; Nachzug der neuen Ehefrau wurde aufgrund der 

Fürsorgeabhängigkeit des Beschwerdeführers nicht bewilligt; act. G 4.86.16). Dieser 

Umstand habe wiederum zu einer vermehrten Ausprägung der Depression geführt, 

sodass der heutige psychische Gesundheitszustand etwa demjenigen vom Oktober 

2004 entspreche. Insgesamt betrage die Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht 

zwischen 60 und 70%. Nebst den internistischen und psychiatrischen Diagnosen 

bestehe auch eine lumbovertebrale Symptomatik, die Arbeiten verunmögliche, die in 

ungünstigen Positionen verrichtet werden müssten, mit Zwangspositionen 

einhergingen oder das Tragen und Heben von schweren Lasten beinhalten würden. 

Insgesamt sei der Versicherte für körperlich schwere Tätigkeit vollständig 

arbeitsunfähig. Für körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeiten, bei denen er frei 

essen und trinken könne, bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 50%, entsprechend 4,2 

Stunden pro Tag. Diese Einschätzung gelte ab August 2003 (act. G 4.86.1 ff.).

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A.h Im Schlussbericht vom 16. Januar 2007 hielt der Arbeitsvermittler der IV-Stelle fest, 

dass sich der Versicherte arbeitsunfähig fühle, weshalb er den Fall abschliesse (act. 

G 4.93).

A.i Mit Vorbescheid vom 27. Juni 2007 stellte die IV-Stelle dem Versicherten aufgrund 

eines ermittelten Invaliditätsgrades von 51% die Gewährung einer halben Rente mit 

Beginn ab 1. August 2004 in Aussicht (act. G 4.100). Ferner teilte sie dem Versicherten 

gleichentags mit, dass die Arbeitsvermittlung abgeschlossen werde, da er sich nicht in 

der Lage sehe, einer Arbeit nachzugehen (act. G 4.101).

B.  

B.a Der Versicherte erhob am 28. August 2007 Einwand gegen den Vorbescheid vom 

27. Juni 2007. Er beantragte die Zusprache einer ganzen Rente und die Vornahme 

weiterer medizinischer Abklärungen. Er rügte, dass die MEDAS-Gutachten jeweils 

lediglich auf einer einmaligen Untersuchung beruhen würden. Demgegenüber könnten 

sich die behandelnden Ärzte auf einen längeren Beobachtungszeitraum abstützen. 

Letztere seien von einer höheren Arbeitsunfähigkeit ausgegangen (act. G 4.102.1 ff.). 

Der Eingabe legte der Versicherte Stellungnahmen der Dres. B.___ vom 23. August 

2007 (act. G 4.102.6 f.) und E.___ vom 21. August 2007 (act. G 4.102.8 ff.) sowie einen 

Bericht des Interdisziplinären Zentrums für Schlafmedizin des KSSG vom 15. März 

2007 (act. G 4.102.11 f.) bei. Dr. B.___ gab an, der Versicherte sei nicht imstande, eine 

Tätigkeit in freier Wirtschaft auszuüben (act. G 4.102.6). Auch Dr. E.___ berichtete, dass 

die Arbeitsfähigkeit des Versicherten aus neurologischer Sicht 0% betrage. Er hätte 

sich der Einschätzung der MEDAS vom Jahr 2004 aus neurologischer Sicht nie 

anschliessen können. Insofern habe sich die Arbeitsfähigkeit aus seiner Sicht nicht 

verändert (act. G 4.102.8 f.). Die Schlafmediziner des KSSG diagnostizierten eine 

schwergradige schlaffragmentierende obstruktive Schlafapnoe (act. G 4.102.12), ohne 

sich zur Arbeitsfähigkeit des Versicherten zu äussern.

B.b Die RAD-Ärztin nahm zu diesen ärztlichen Berichten am 5. September 2007 

Stellung. Es ergäben sich daraus keine Hinweise auf eine gesundheitliche 

Verschlechterung seit der letzten MEDAS-Begutachtung (act. G 4.103).

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B.c Mit Verfügung vom 17. September 2007 sprach die IV-Stelle gestützt auf die RAD-

Stellungnahme vom 5. September 2007 dem Versicherten mit Wirkung ab 1. August 

2004 eine halbe Rente bei einem Invaliditätsgrad von 51% zu (act. G 4.105 f.).

C.  

C.a Dagegen richtet sich die Beschwerde vom 17. Oktober 2007. Der 

Beschwerdeführer beantragt darin unter Kosten- und Entschädigungsfolge die 

Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die rückwirkende Ausrichtung einer 

ganzen Rente, eventualiter einer Dreiviertelsrente, ab 1. August 2004. Zur Begründung 

führt er aus, dass sich seine Zukunftspläne in Luft aufgelöst hätten und er heute völlig 

isoliert lebe. Er sei nicht einmal in der Lage, seinen Haushalt selbstständig zu führen. 

Sogar das MEDAS-Verlaufsgutachten attestiere ihm eine Verschlechterung seines 

psychischen Gesundheitszustandes. Es komme indessen zu Unrecht lediglich auf eine 

leichte bis mittelgradige depressive Störung. Heute müsse davon ausgegangen 

werden, dass eine schwere anhaltende depressive Störung vorliege. Deshalb könne auf 

die Einschätzung der psychiatrischen Klinik Wil vom 13. Dezember 2005, auf den 

Bericht von Dr. F.___ vom 13. März 2006 sowie von Dr. B.___ vom 8. Februar 2005 

abgestellt werden. Zudem bestätigten auch die jüngst eingeholten Berichte der 

behandelnden Ärzte, dass nicht auf die MEDAS-Beurteilung abgestellt werden könne. 

Zumindest sei ein Obergutachten einzuholen. Gestützt auf die Einschätzung der 

behandelnden Dres. B.___ und E.___ sei von einer mindestens 80%igen 

Arbeitsunfähigkeit auszugehen und eine ganze Rente zu entrichten. Was den von der 

Beschwerdeführerin vorgenommenen Einkommensvergleich anbelange, so sei ein 

25%iger Abzug vom Tabellenlohn gerechtfertigt (act. G 1).

C.b Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 14. Dezember 

2007, die Beschwerde sei abzuweisen. Der Einschätzung der neutralen MEDAS-

Experten sei ein grösserer Stellenwert beizumessen als derjenigen der 

erfahrungsgemäss nicht ganz unbefangenen behandelnden Ärzte, die aufgrund ihrer 

(auftragsrechtlichen) Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patienten 

aussagten als unabhängige Experten. Der RAD-Ärztin sei aufgefallen, dass Dr. E.___ 

die vollständige Arbeitsunfähigkeit mit den starken Einschränkungen auf Herz, Kreislauf 

und Atmung begründe, was einer internistischen und nicht einer neurologischen 

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Erkrankung entspreche. Er begründe nicht, wieso die Arbeitsfähigkeit aus 

neurologischer Sicht eingeschränkt sei. Der Beschwerdeführer sei in der 

angestammten oder in einer anderen adaptierten leichten bis mittelschweren Tätigkeit 

zu 50% arbeitsfähig. Dabei werde er eine Erwerbseinbusse von ca. 50% erleiden, was 

einen Anspruch auf eine halbe Rente begründe (act. G 4).

C.c In der Replik vom 28. März 2008 bringt der Beschwerdeführer vor, dass die 

Beschwerdegegnerin zu Unrecht geltend gemacht habe, Dr. E.___ habe lediglich eine 

internistische Erkrankung festgestellt und nicht begründet, weshalb die Arbeitsfähigkeit 

aus neurologischer Sicht eingeschränkt sei. Dem der Replikeingabe beigelegten 

Bericht von Dr. E.___ vom 4. März 2008 (act. G 10.2) sei zu entnehmen, dass dieser 

allein aufgrund der nicht neurologischen Erkrankung eine vollständige 

Arbeitsunfähigkeit bescheinigt habe. Dieser komme zum Schluss, dass er (der 

Beschwerdeführer) zusätzlich an neurologischen Erkrankungen leide und dass sich 

diese ebenfalls auf seine Leistungsfähigkeit negativ auswirken würden. So bestehe ein 

schweres schlaffragmentierendes obstruktives Schlafapnoesyndrom. Die Schlafstörung 

führe zu einer chronischen Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff, was zu 

neurologischen Ausfällen führe. Der Beschwerdeführer beantragt daher eine 

Positronen-Emissions-Tomographie (PET-Untersuchung), mit dem Ziel, die 

Stoffwechselvorgänge im zentralen Nervensystem aufzudecken und die neurologischen 

Defizite nachzuweisen (act. G 10). Der Replikeingabe liegt u.a. ein Bericht der 

Schlafmediziner des KSSG vom 19. Februar 2008 bei (act. G 10.1).

C.d Die Beschwerdegegnerin hat auf die Einreichung einer Duplik verzichtet (act. G 12).

Erwägungen:

1.   

Im vorliegenden Beschwerdeverfahren bildet die Höhe des Rentenanspruchs des 

Beschwerdeführers Streitgegenstand. Umstritten ist, ob dem Beschwerdeführer mehr 

als eine halbe Rente auszurichten ist. Unbestritten geblieben ist der Rentenbeginn 

(1. August 2004). Aus den Akten ergibt sich keine Veranlassung (vgl. Einschätzung der 

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MEDAS-Gutachter in act. G 4.16.7 und G 4.86.9), von dieser zeitlichen Festsetzung 

abzuweichen.

2.   

Am 1. Januar 2008 sind mit der 5. IVG-Revision verschiedene Änderungen des 

Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) in Kraft getreten. Weil 

in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend sind, die bei 

der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 127 V 

467 E. 1), und weil bei der Beurteilung ferner auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses 

der streitigen Verfügung (vorliegend 17. September 2007; act. G 4.106) eingetretenen 

Sachverhalt abzustellen ist (BGE 121 V 366 E. 1b), sind vorliegend die bis zum 31. 

Dezember 2007 geltenden materiellen Bestimmungen anzuwenden.

2.1 Unter Invalidität wird die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit verstanden (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes 

über den allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). 

Erwerbsunfähigkeit ist dabei der durch eine Beeinträchtigung der körperlichen oder 

geistigen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung 

verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in 

Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Nach aArt. 28 Abs. 1 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn 

die versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn 

sie mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% 

besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von 

mindestens 40% ein Anspruch auf eine Viertelsrente. Eine anspruchsbeeinflussende 

Änderung - zum Beispiel eine massgebliche Verbesserung oder Verschlimmerung des 

Gesundheitszustandes - ist zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche 

Unterbrechung drei Monate angedauert hat (Art. 88a der Verordnung über die 

Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]).

2.3 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss aArt. 28 IVG 

aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen (Art. 16 ATSG). Dazu wird das 

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Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sogenanntes Invalideneinkommen), in Beziehung 

gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 

geworden wäre (sogenanntes Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der 

Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen 

ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, 

worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt 

(allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; vgl. BGE 128 V 30 E. 1).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 

Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen 

Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche 

Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 

261 E. 4 mit Hinweisen). Das Gericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen 

festzustellen und demnach zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel eine 

zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruchs gestatten. Diese 

Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen 

Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht. Führen die im 

Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes von Amtes wegen vorzunehmenden 

Abklärungen den Versicherungsträger oder das Gericht bei umfassender, sorgfältiger, 

objektiver und inhaltsbezogener Beweiswürdigung (BGE 132 V 400 E. 4.1) zur 

Überzeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei überwiegend wahrscheinlich (BGE 126 V 

360 E. 5b mit Hinweisen) und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem 

feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, so liegt im Verzicht auf die Abnahme 

weiterer Beweise keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör oder des 

Untersuchungsgrundsatzes (SVR 2001 IV Nr. 10 S. 28 E. 4b mit Hinweisen).

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2.5 Die Rechtsprechung hat es mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als 

vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und 

Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (BGE 125 V 351 E. 3b). Das 

im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholte Gutachten von externen 

Spezialärzten, die aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie 

nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu 

schlüssigen Ergebnissen gelangen, besitzt bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft, 

solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 

125 V 351 E. 3b/bb). Dies bedeutet nicht, dass Parteigutachten durch den Umstand 

allein, dass sie von einer Partei eingeholt und in das Verfahren eingebracht wurden, 

ohne weiteres minder beweiskräftig sind. Denn auch sie können nützliche Äusserungen 

zum medizinischen Sachverhalt enthalten. Daraus folgt wiederum nicht, dass sie den 

gleichen Rang wie ein vom Gericht oder vom Sozialversicherer nach dem 

vorgegebenen Verfahrensrecht eingeholtes Gutachten besitzen. Relevant werden sie 

nur, wenn ihre Aussagen die Auffassungen und Schlussfolgerungen des förmlich 

bestellten Gutachtens in rechtserheblichen Fragen derart zu erschüttern vermögen, 

dass davon abzuweichen wäre (BGE 125 V 351 E. 3c). Was Berichte von Hausärzten 

angeht, so darf diesen nicht zum Vorneherein jede Glaubwürdigkeit abgesprochen 

werden. Indes muss die Erfahrungstatsache mitberücksichtigt werden, dass Hausärzte 

mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher 

zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc; Urteil des 

Bundesgerichts vom 21. Dezember 2005, 4P.254/2005, E. 4.2).

3.   

Bei der Bestimmung der dem Beschwerdeführer verbliebenen Restarbeitsfähigkeit von 

50% stützte sich die Beschwerdegegnerin auf das MEDAS-Gutachten vom 10. Oktober 

2004 (act. G 4.16) und das MEDAS-Verlaufsgutachten vom 14. August 2006 (act. 

G 4.86). Der Beschwerdeführer kritisiert diese Gutachten in verschiedener Hinsicht und 

hält sie für nicht aussagekräftig (act. G 1).

3.1 Bei der Würdigung des medizinischen Sachverhalts fällt ins Gewicht, dass die 

beiden MEDAS-Gutachten auf eigenständigen interdisziplinären Abklärungen, mithin 

auf allseitigen Untersuchungen beruhen und damit für die streitigen Belange 

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umfassend sind. Die Vorakten wurden verwertet und die vom Beschwerdeführer 

geklagten Beschwerden berücksichtigt und gewürdigt. Die MEDAS-Gutachten leuchten 

in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation ein. Vor diesem Hintergrund vermögen auch die darin 

enthaltenen Schlussfolgerungen, namentlich die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit – 

entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers – zu überzeugen. Die MEDAS-

Gutachten erfüllen alle praxisgemässen Kriterien für beweiskräftige Gutachten (vgl. 

BGE 125 V 352 E. 3a), so dass grundsätzlich darauf abzustellen ist. Dies umso mehr, 

als deren Erkenntnisse mit denjenigen des psychiatrischen Gutachtens von Dr. C.___ 

vom 4. Mai 2005 (act. G 4.45) korrespondieren.

3.2 Auch der Beschwerdeführer benennt keine konkreten Mängel an den MEDAS-

Gutachten oder der MEDAS-Gutachtenerstellung. Ebenso ist die fachärztliche 

Qualifikation der MEDAS-Gutachter unbestritten geblieben. Seine Kritik an der 

gutachterlichen Arbeitsfähigkeitseinschätzung stützt er auf das Argument, dass die 

behandelnden Ärzte eine höhere Arbeitsunfähigkeit attestiert hätten (vgl. act. G 1, 

S. 6 f.).

3.3 Was die ärztlichen Stellungnahmen des behandelnden Dr. B.___ vom 14. Februar 

2005 (act. G 4.40) und 23. August 2007 (act. G 4.102.6 f.) anbelangt, ist festzustellen, 

dass dieser keine wesentlichen Gesichtspunkte vorbringt, die von den MEDAS-

Gutachtern nicht beachtet worden wären. Er setzt sich ferner auch nicht mit den 

anderslautenden gutachterlichen Einschätzungen auseinander. Seine nicht näher 

begründete Einschätzung der 20%igen Restarbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht - 

die sich scheinbar vor allem auf die von ihm ungeprüften Angaben des 

Beschwerdeführers stützten - vermag die interdisziplinären MEDAS-Beurteilungen 

nicht ernsthaft in Zweifel zu ziehen.

3.4 Dr. E.___ bescheinigte dem Beschwerdeführer in den ärztlichen Berichten vom 

26. Januar 2006 (act. G 4.66.1 ff.) und 21. August 2007 (act. G 4.102.8 ff.) eine 

vollständige Arbeitsunfähigkeit. Zur Begründung stützte sich der behandelnde 

Neurologe indessen hauptsächlich auf fachfremde Diagnosen (Schlafapnoe, Adipositas 

per magna, metabolisches Syndrom). Der Depression mass er keinen Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit zu. Im Rahmen der knapp ausgefallenen neurologischen 

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Untersuchungen stellte er keine erheblichen Auffälligkeiten fest. Vor diesem 

Hintergrund vermag seine Bescheinigung einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit nicht zu 

überzeugen. Zumindest ist sie nicht geeignet, die schlüssige MEDAS-Beurteilung in 

Frage zu stellen, zumal sich Dr. E.___ damit auch nicht näher auseinandergesetzt hat.

3.5 Aus der Beurteilung von Dr. med. F.___, Facharzt FMH für Endokrinologie und 

Diabetologie, vom 13. März 2006 (act. G 4.71), auf den der Beschwerdeführer u.a. 

verweist (act. G 1, S. 6), vermag er ebenfalls nichts zu seinen Gunsten abzuleiten. Denn 

Dr. F.___ nahm selbst keine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit vor. Den 

Gesundheitszustand des Beschwerdeführers bezeichnete er als besserungsfähig. 

Dieser sei bei den alltäglichen Lebensverrichtungen nicht auf die Hilfe von 

Drittpersonen angewiesen. Insofern kontrastiert die Einschätzung von Dr. F.___ sogar 

mit den pessimistischeren Beurteilungen der übrigen behandelnden Mediziner. 

Wesentlich ist aber, dass keine Gesichtspunkte aus seinem Bericht hervorgehen, die 

bei den MEDAS-Begutachtungen ausser Acht gelassen worden wären.

3.6 Die behandelnden Ärztinnen der Psychiatrischen Klinik Wil attestierten dem 

Beschwerdeführer im Austrittsbericht vom 13. Dezember 2005 eine vollständige 

Arbeitsunfähigkeit (act. G 4.62.5). Diese Leistungsfähigkeitsbeurteilung wird jedoch aus 

psychiatrischer Sicht nicht begründet. Im Übrigen scheint sie sich lediglich auf die 

bisherige Tätigkeit bezogen zu haben und wird mit somatischen Beschwerden 

(Diabetes, Schlafapnoesyndrom) begründet (act. G 4.62.4). Angesichts des 

psychopathologischen Status beim Austritt, dass der Beschwerdeführer von ansonsten 

unauffälligen Befunden im formalen Denken eingeengt auf eine baldige Beurteilung 

seines Rentenanspruchs und affektiv weiterhin "mässiggradig depressiv verstimmt" sei, 

ist die von den Ärztinnen vertretene vollständige Arbeitsunfähigkeit nicht 

nachvollziehbar, zumal mit Blick auf das somatische Beschwerdebild weder der 

behandelnde Endokrinologe (act. G 4.71.3) noch die Schlafmediziner des KSSG (act. 

G 66.5 ff.) eine Arbeitsunfähigkeit bescheinigten.

Ergänzend ist auf die Stellungnahme von Dr. G.___ vom 19. Januar 2006 zu verweisen 

(4.73.2 f.), der berichtete, dass sich der Antrieb und die Stimmungslage des 

Beschwerdeführers deutlich verbessert hätten.

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3.7 Was die von den Schlafmedizinern bereits im Bericht vom 23. Januar 2004 (act. 

G 4.66.5) diagnostizierte (und im Bericht vom 19. Februar 2008 bestätigte; act. G 10.1) 

schwergradige schlaffragmentierende obstruktive Schlafapnoe anbelangt, so fand 

diese in den beiden MEDAS-Gutachten ausreichend Berücksichtigung. Die Gutachter 

anerkannten, dass dieser Befund Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit zeitigt (vgl. act. 

G 4.16.6 f. sowie act. G 4.86.8 f.). Aus den Berichten der Schlafmediziner - die sich 

einer Beurteilung der Arbeitsfähigkeit enthielten - geht nichts hervor, das gegen die 

Einschätzung der MEDAS-Gutachter sprechen würde.

3.8 Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Beurteilung der MEDAS-

Gutachter schlüssig ist und zu überzeugen vermag. Gestützt auf die beiden MEDAS-

Gutachten ist deshalb davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer seit August 

2003 - allerdings nicht ununterbrochen (vgl. zur vorübergehenden gesundheitlichen 

Verschlechterung von Dezember 2004 bis Dezember 2005 nachfolgende E. 4) - für 

leidensadaptierte Tätigkeiten über eine 50%ige Arbeitsfähigkeit verfügt. Eine seit dem 

Verlaufsgutachten vom 14. August 2006 eingetretene - dauerhafte - Verschlechterung 

ist nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit dargetan. So brachte denn auch 

Dr. E.___ im Bericht vom 21. August 2007 zum Ausdruck, dass seine im Vergleich zur 

MEDAS-Auffassung abweichende Einschätzung der Arbeitsfähigkeit nicht auf einer 

gesundheitlichen Verschlechterung basiere. Vielmehr habe er sich bereits der MEDAS-

Beurteilung des Jahres 2004 nie anschliessen können (act. G 4.102.9). Dr. B.___ bejaht 

zwar in der Stellungnahme vom 23. August 2007 eine "ständige Verschlechterung" seit 

August 2006 (act. G 4.102.6). Indessen benennt er keine - nicht rein auf subjektiver 

ärztlicher Interpretation beruhende - Gesichtspunkte, die eine solche dauerhafte 

gesundheitliche Verschlechterung als überwiegend wahrscheinlich erscheinen lassen 

und in der MEDAS-Beurteilung keine Beachtung gefunden hätten. Auch aus den mit 

der Replikeingabe eingereichten medizinischen Berichten der Schlafmediziner des 

KSSG vom 19. Februar 2008 (act. G 10.1) und von Dr. E.___ vom 4. März 2008 (act. 

G 10.2) ergeben sich keine Hinweise auf eine erhebliche gesundheitliche 

Verschlechterung seit der MEDAS-Begutachtung vom 14. August 2006. Es besteht für 

weitere medizinische Abklärungen, insbesondere für die vom Beschwerdeführer 

beantragte PET-Untersuchung, keine Veranlassung.

4.   

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Indessen ist noch der Frage nachzugehen, ob sich der Gesundheitszustand des 

Beschwerdeführer im Zeitraum ab August 2003 bis 17. September 2007 (Erlass 

angefochtene Verfügung; act. G 4.105 f.) vorübergehend rentenrelevant verschlechtert 

hat.

4.1 Im Dezember 2004 ist der Beschwerdeführer unerwartet von seiner dritten Ehefrau 

verlassen und geschieden worden (act. G 4.45.4, G 4.86.8 und G 4.86.19). Aufgrund 

dieses Ereignisses stellte Dr. C.___ im Gutachten vom 4. Mai 2005 eine 

Verschlechterung des Gesundheitszustandes fest. Die Vornahme einer 

Beschäftigungstherapie - wenn möglich in einer Invalidenwerkstätte - hielt Dr. C.___ für 

sinnvoll (act. G 4.45.6). Die dem Beschwerdeführer verbliebene Arbeitsfähigkeit von 

60% sei zwar langfristig in der freien Wirtschaft verwertbar. Kurzfristig bestehe jedoch 

wegen der Dekonditionierung, der langdauernden Abstinenz von der Arbeit, der 

somatisch bedingten Einschränkungen und der aktuell durch die Scheidung 

ausgelösten Verschlechterung der psychischten Störungen keine in der freien 

Wirtschaft verwertbare Arbeitsfähigkeit (act. G 4.50.1). Die MEDAS-Experten 

bestätigten im Gutachten vom 14. August 2006 die von Dr. C.___ festgestellte 

Verschlechterung ab Dezember 2004. Gestützt auf diese medizinischen 

Einschätzungen ist daher mit überwiegender Wahrscheinlichkeit dargetan, dass der 

Beschwerdeführer infolge der gesundheitlichen Verschlechterung ab Dezember 2004 

über keine in der freien Wirtschaft verwertbare Arbeitsfähigkeit mehr verfügte.

4.2 Die MEDAS-Gutachter beurteilten diese Verschlechterung allerdings lediglich als 

vorübergehend und berichteten, dass sich der Gesundheitszustand ab Dezember 2005 

verbessert habe (act. G 4.86.8 f. und G 4.86.19). Mit dieser Einschätzung 

korrespondieren die Angaben von Dr. C.___, dass langfristig wieder von einer 

verwertbaren 60%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden kann (Bericht vom 9. Juli 

2005, act. G 4.50), und diejenigen von Dr. G.___, der bei Austritt aus der stationären 

Behandlung am 15. Dezember 2005 (vgl. zum Austritt act. G 4.66.8) eine deutliche 

Verbesserung des psychischen Gesundheitszustandes festgestellt hat. Nach dessen 

Auffassung verfüge der Beschwerdeführer über gute Ressourcen (Bericht vom 

19. Januar 2006, act. G 4.73.2). Gestützt auf diese festgestellte Verbesserung ist mit 

den MEDAS-Gutachtern (vgl. act. G 4.86.8 f. und G 4.86.19) davon auszugehen, dass 

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der Beschwerdeführer ab Dezember 2005 wieder über eine 50%ige 

Restarbeitsfähigkeit verfügt hat.

4.3 Gemäss Art. 88a der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) 

ist eine anspruchsbeeinflussende Änderung für die Erhöhung, Herabsetzung oder 

Aufhebung von Leistungen der Invalidenversicherung zu berücksichtigen, sobald sie 

ohne wesentlichen Unterbruch 3 Monate angedauert hat und voraussichtlich weiterhin 

andauern wird. Nach ständiger höchstrichterlicher Rechtsprechung handelt es sich 

dabei um eine Wartefrist, die ablaufen muss, bevor die Erhöhung, Herabsetzung oder 

Aufhebung der laufenden Rente wirksam werden kann (vgl. Ulrich Meyer-Blaser, 

Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], in: Erwin Murer/Hans-Ulrich 

Stauffer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Zürich 

1997, S. 263). Das hat zur Folge, dass jede Revision einer laufenden Rente bezogen 

auf die Veränderung des rentenrelevanten Sachverhaltes mit einer mindestens 

dreimonatigen Verzögerung erfolgt (vgl. auf dem Internet publiziertes Urteil des 

Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 9. Mai 2008, IV 2008/3, E. 3.3.2). In 

Nachachtung der dreimonatigen Wartefrist des Art. 88a IVV hat der Beschwerdeführer 

gestützt auf den für die Dauer von Dezember 2004 bis Dezember 2005 ausgewiesenen 

Invaliditätsgrad von 100% für die Zeit von April 2005 bis April 2006 einen Anspruch auf 

eine ganze Rente.

5.   

Zu prüfen bleiben damit noch die erwerblichen Auswirkungen der dem 

Beschwerdeführer für die übrige Zeit ab August 2003 bzw. ab Dezember 2005 

verbliebenen 50%igen Arbeitsfähigkeit. Vorliegend ist zu Recht unbestritten geblieben, 

dass diese durch einen Einkommensvergleich (vgl. vorstehende E. 2.3) zu ermitteln 

sind.

5.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte 

Person im Zeitpunkt des frühest möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte (RKUV 1993 

Nr. U 168 S. 100 E. 3). Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der 

Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, 

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da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne 

Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 129 V 224 E. 4.3.1 mit Hinweisen). Für die 

Bestimmung des trotz Gesundheitsschädigung in zumutbarer Weise noch 

realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist primär von der beruflich-

erwerblichen Situation auszugehen, in der die versicherte Person konkret steht. Übt die 

versicherte Person keine Erwerbstätigkeit mehr aus und ist somit kein tatsächlich 

erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, so ist rechtsprechungsgemäss auf die vom 

Bundesamt für Statistik herausgegebene Schweizerische Lohnstrukturerhebung 

abzustellen. Für den Einkommensvergleich ist dabei auf die im Anhang enthaltene 

Statistik der Lohnsätze, d.h. der standardisierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) 

abzustellen (BGE 126 V 76 E. 3b).

5.2 Dem Valideneinkommen für das Jahr 2004 - dem frühestmöglichen Rentenbeginn - 

ist der vom Beschwerdeführer im Jahr 2002 erzielte Lohn unter Berücksichtigung der 

Teuerung und Reallohnentwicklung im Betrag von Fr. 58'768.-- (Fr. 56'932 + 1,8% + 

1,4%) zugrunde zu legen (act. G 4.105 und G 4.98). Aus den Akten sprechen keine 

Anhaltspunkte gegen die aufgrund des früher erzielten Einkommens erfolgte 

Bestimmung des Valideneinkommens, weshalb darauf abgestellt werden kann. Der 

Beschwerdeführer macht denn auch kein höheres Valideneinkommen geltend.

5.3 Mit den Parteien ist für die Bestimmung des Invalideneinkommens auf die 

Tabellenlöhne der LSE, TA1, Privater Sektor, Anforderungsniveau 4, abzustellen. 

Gemäss LSE 2004 hat der entsprechende Monatslohn - beruhend auf einer 40 Stunden 

Arbeitswoche - Fr. 4'588.-- betragen. Rechtsprechungsgemäss ist dieser Verdienst auf 

die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit des Jahres 2007 von 41.7 Stunden 

hochzurechnen (vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts vom 6. Juni 2008, 9C_6/2008, 

E. 4.1), was einen Monatsverdienst von Fr. 4'772.-- und einen Jahresverdienst von 

Fr. 57'258.-- (Gesetzesausgabe der IV-Stelle, Anhang 2) ergibt. Unter Berücksichtigung 

der 50%igen Arbeitsfähigkeit ergibt sich ein Invalideneinkommen von Fr. 28'629.-- 

(Fr. 57'258.-- x 0.5).

5.4 Zu beurteilen bleibt daher noch die Frage, in welchem Umfang ein sogenannter 

Leidensabzug auf dem Invalideneinkommen vorzunehmen ist. Nach der 

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Rechtsprechung können die statistischen Löhne um bis zu 25% gekürzt werden, um 

dem Umstand Rechnung zu tragen, dass versicherte Personen mit einer 

gesundheitlichen Beeinträchtigung in der Regel das durchschnittliche Lohnniveau nicht 

erreichen (RKUV 1999 Nr. U242 S. 412 E. 4b/bb) bzw. ihre Restarbeitsfähigkeit auf dem 

allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichen Erfolg zu 

verwerten in der Lage sind. Dabei handelt es sich um einen allgemeinen 

behinderungsbedingten Abzug (BGE 126 V 78 E. 5a/bb). Nach der Rechtsprechung 

hängt die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von 

sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen - auch von invaliditätsfremden 

Faktoren - des konkreten Einzelfalles ab (namentlich leidensbedingte Einschränkung, 

Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad), die nach 

pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen sind. Eine schematische 

Vornahme des Leidensabzuges ist unzulässig (BGE 126 V 79 E. 5b, bestätigt in AHI 

2002 S. 62 und BGE 129 V 481 E. 4.2.3 mit Hinweisen).

5.5 Die Beschwerdegegnerin nahm in der angefochtenen Verfügung keinen 

Leidensabzug vom Invalideneinkommen vor (act. G 4.105; vgl. auch act. G 4.98). Dies 

hält einer Ermessensprüfung nicht stand, zumal der bezüglich des Arbeitsmarktes 

sachkundige Arbeitsvermittler einen Leidensabzug von 10% als gerechtfertigt ansah 

(act. G 4.93). Angesichts dessen, dass die gesundheitlichen Beschwerden vorliegend 

bereits im Wesentlichen in die medizinische Arbeitsfähigkeitseinschätzung eingeflossen 

sind, erscheint unter Berücksichtigung eines Teilzeitabzuges ein Abzug von insgesamt 

15% wegen erhöhten Krankheitsrisikos, verminderter psychischer Belastbarkeit und 

den einschränkenden Anforderungen an einen potenziellen Arbeitsplatz angemessen. 

Daneben bestehen keine weiteren zu beachtenden lohnmindernden Faktoren. 

Insbesondere liegen keine Hinweise vor, dass der Beschwerdeführer aufgrund seiner 

Nationalität oder seiner Aufenthaltskategorie auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt sein 

könnte. Nach Vornahme eines 15%igen Leidensabzuges resultiert ein 

Invalideneinkommen von Fr. 24'335.-- (Fr. 28'629.-- x 0.85) und somit eine 

Erwerbseinbusse von Fr. 34'433.-- (Fr. 58'768.-- - Fr. 24'335.--) bzw. ein 

Invaliditätsgrad von gerundet 59% ([Fr. 34'433.-- / Fr. 58'768.--] x 100). Damit hat der 

Beschwerdeführer ab 1. August 2004 (vgl. E. 1) Anspruch auf eine halbe Rente.

6.   

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/19

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Zusammenfassend hat der Beschwerdeführer ab 1. August 2004 Anspruch auf eine 

halbe Rente. Für die Dauer vom 1. April 2005 bis 1. April 2006 steht ihm aufgrund der 

vorübergehenden gesundheitlichen Verschlechterung von Dezember 2004 bis 

Dezember 2005 ein Anspruch auf eine ganze Rente zu.

7.   

7.1 In teilweiser Gutheissung der Beschwerde ist die angefochtene Verfügung vom 

17. September 2007 in dem Sinn aufzuheben, als das festgestellt wird, dass der 

Beschwerdeführer für die Dauer vom 1. April 2005 bis 1. April 2006 einen Anspruch auf 

eine ganze Rente hat. Zur Festsetzung und Ausrichtung der für diese Zeit geschuldeten 

Leistungen ist die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Im Übrigen ist 

die Beschwerde abzuweisen.

7.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- 

erscheint als angemessen. Hievon hat der Beschwerdeführer, der mit seinen 

Leistungsbegehren lediglich teilweise durchgedrungen ist, zwei Drittel, d.h. Fr. 400.--, 

zu tragen. Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist dem Beschwerdeführer im 

Umfang von Fr. 400.-- daran anzurechnen und im Umfang von Fr. 200.-- 

zurückzuerstatten. Den Restbetrag von Fr. 200.-- hat die Beschwerdegegnerin zu 

bezahlen.

7.3 Da der Beschwerdeführer teilweise obsiegt, hat er einen reduzierten Anspruch auf 

eine Parteientschädigung. Diese ist vom Gericht ermessensweise festzusetzen, wobei 

insbesondere der Bedeutung der Streitsache und dem Aufwand Rechnung zu tragen 

ist. Bei vollständigem Obsiegen wäre eine Parteientschädigung von pauschal 

Fr. 3'600.-- angemessen. Entsprechend dem Ausmass des Obsiegens von einem 

Drittel erscheint eine Parteientschädigung von Fr. 1'200.-- (inklusive Barauslagen und 

Mehrwertsteuer) als gerechtfertigt. Die Beschwerdegegnerin hat die Rechtsvertretung 

des Beschwerdeführers somit mit Fr. 1'200.-- zu entschädigen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

bis

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im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.  In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 

17. September 2007 insoweit aufgehoben, als dem Beschwerdeführer für die Dauer 

vom 1. April 2005 bis 1. April 2006 eine ganze Rente zugesprochen wird. Zur 

Berechnung der geschuldeten Leistung wird die Sache an die Beschwerdegegnerin 

zurückgewiesen. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

2.  Die Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- bezahlen die Beschwerdegegnerin im Umfang 

von Fr. 200.-- und der Beschwerdeführer im Betrag von Fr. 400.--. Der geleistete 

Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird dem Beschwerdeführer im Umfang von Fr. 400.-- 

daran angerechnet und im Umfang von Fr. 200.-- zurückerstattet.

3.  Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von 

Fr. 1'200.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 02.07.2009
	Art. 28 IVG (in der bis 31. Dezember 2007 gültigen Fassung). MEDAS-Gutachten beweistauglich. Aufgrund einer vorübergehenden Verschlechterung von Dezember 2004 bis Dezember 2005 hat der Beschwerdeführer in Nachachtung der in Art. 88a IVV geregelten dreimonatigen Wartefrist für die Dauer von 1. April 2005 bis 1. April 2006 einen Anspruch auf eine ganze Rente (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 2. Juli 2009, IV 2007/393).

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		2025-07-19T14:42:18+0200
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