# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 31be96aa-b399-5dcb-b310-ae22acf3b8fc
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-09-17
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 17.09.2015 SB150107
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB150107_2015-09-17.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: SB150107-O/U/eh 
 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. S. Volken, Präsident, Ersatzoberrichterin lic. iur. 

M. Bertschi und Ersatzoberrichter lic. iur. A. Huizinga sowie der  

Gerichtsschreiber lic. iur. P. Rietmann 

Urteil vom 17. September 2015 

 
in Sachen 

 
Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich, 

vertreten durch Staatsanwalt lic. iur. M. Frank 

Anklägerin und I. Berufungsklägerin 

 
sowie 

 
A._____,  

Privatkläger und III. Berufungskläger (Rückzug) 

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____ 

 

 
gegen 

 
B._____,  

Beschuldigter und II. Berufungskläger 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ 

 

betreffend 

qualifizierter Raub etc. 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 2. Abteilung, vom 

10. Dezember 2014 (DG140250) 

-   2   - 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom  

20. August 2014 (Urk. HD 21) ist diesem Urteil beigeheftet. 

Urteil der Vorinstanz: 
(Urk. 58) 

"Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte B._____ ist schuldig 

− des Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB, 

− der einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 in Verbindung mit 

Ziff. 2 Abs. 2 StGB sowie 

− des mehrfachen Vergehens gegen das Waffengesetz im Sinne von Art. 33 Abs. 1 lit. 

a WG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 lit. d und e WG. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 2 Jahren Freiheitsstrafe, wovon bis und mit heute 209 

Tage durch Haft sowie durch vorzeitigen Strafantritt erstanden sind. 

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 3 Jahre festge-

setzt.  

4. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger C._____ Fr. 1'500.– zuzüglich 5 % Zins 

ab 16. September 2012 als Genugtuung zu bezahlen.  

Es wird vorgemerkt, dass der Beschuldigte die Genugtuungsforderung des Privatklägers 

C._____ im Betrag von Fr. 1'500.– anerkannt und bereits bezahlt hat. 

5. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger D._____ Fr. 1'500.– zuzüglich 5 % Zins 

ab 16. September 2012 als Genugtuung zu bezahlen.  

Es wird vorgemerkt, dass der Beschuldigte die Genugtuungsforderung des Privatklägers 

D._____ im Betrag von Fr. 1'500.– anerkannt und bereits bezahlt hat. 

6. a) Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger A._____ Fr. 1'500.– als Genugtuung 

zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren abgewiesen.  

-   3   - 

  

Es wird vorgemerkt, dass der Beschuldigte die Genugtuungsforderung des Privatklägers 

A._____ im Betrag von Fr. 500.– anerkannt hat. 

b) Der Privatkläger A._____ wird bezüglich des Schadenersatzbegehrens auf den Weg des 

Zivilprozesses verwiesen. 

7. Die folgenden, mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 21. März 

2013 bzw. 15. August 2014 beschlagnahmten und bei der Kasse des Bezirksgerichts Zürich 

lagernden Gegenstände: 

− Teleskop-Schlagstock (Asservat-Nr. A…), 

− Elektroschocker getarnt als Mobiltelefon (Asservat-Nr. A…), 

werden eingezogen und der Lagerbehörde zur gutscheinenden Verwendung überlassen. 

8. Das von der Stadtpolizei Zürich, Jugenddienst, am 9. Dezember 2014 beigezogene kleine 

Schmetterlingsmesser (Asservat-Nr. A…) wird als Beweismittel zu den Akten  

genommen. 

9. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 4'200.00 ; die weiteren Auslagen betragen: 

Fr. 4'000.00   Gebühr Anklagebehörde 

Fr. 2'542.00   Auslagen Untersuchung  

Fr.    amtliche Verteidigung (ausstehend) 

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

10.  Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, einschliesslich diejenigen 

der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen 

Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforde-

rung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.  

11.  (Mitteilungen.) 

12.  (Rechtsmittel.)" 

-   4   - 

Berufungsanträge: 

a) der Staatsanwaltschaft (Urk. 78): 

− Feststellung des Eintritts der Rechtskraft des Urteils des Bezirksgerichts  

Zürich vom 10. Dezember 2014, soweit durch keine Partei angefochten. 

− Schuldigsprechung des Beschuldigten wegen mehrfachen qualifizierten 

Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 und Ziff. 3 Abs. 3 StGB. 

− Bestrafung des Beschuldigten mit einer (unbedingten) Freiheitsstrafe von  

3 ½ Jahren. 

− Im Übrigen Bestätigung des erstinstanzlichen Urteils. 

b) der Verteidigung des Beschuldigten (Urk. 79): 

1. Es sei festzustellen, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 2. Abteilung, 

vom 10. Dezember 2014 betreffend die Dispositivziffern 4, 5, 6 lit. b, 7, 8, 9, 

10, 11 und 12 in Rechtskraft erwachsen ist. 

2. Der Beschuldigte sei schuldig zu sprechen 

- des Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB 

- der einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 

StGB 

- des mehrfachen Vergehens gegen das Waffengesetz im Sinne von  

Art. 33 Abs. 1 lit. a WG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 lit. d und e WG 

3. Der Beschuldigte sei zu bestrafen mit einer Freiheitsstrafe von höchstens  

12 Monaten sowie einer angemessenen Geldstrafe, unter Anrechnung der 

erstandenen Untersuchungs- und Sicherheitshaft und des vorzeitigen Straf-

vollzugs. 

-   5   - 

4. Es sei dem Beschuldigten der bedingte Strafvollzug zu gewähren und die 

Probezeit sei auf 3 Jahre festzusetzen. 

5. Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass der Beschuldigte die Genugtuungs-

forderung des Privatklägers A._____ in Höhe von Fr. 500.– anerkennt. Im 

Mehrbetrag sei die Genugtuungsforderung auf den Zivilweg zu verweisen. 

Erwägungen: 

I. Gegenstand des Berufungsverfahrens 

Mit Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 2. Abteilung, vom 10. Dezember 2014  

wurde der Beschuldigte des Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB, 

der einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 in Verbindung 

mit Ziff. 2 Abs. 2 StGB sowie des mehrfachen Vergehens gegen das Waffen-

gesetz im Sinne von Art. 33 Abs. 1 lit. a WG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 lit. d 

und e WG schuldig gesprochen. Er wurde bestraft mit einer bedingten Freiheits-

strafe von 2 Jahren unter Ansetzung einer Probezeit von 3 Jahren. Der Beschul-

digte wurde verpflichtet, den Privatklägern C._____, D._____ und A._____ je eine 

Genugtuung von Fr. 1'500.– zu bezahlen. Das Genugtuungsbegehren des Privat-

klägers A._____ wurde im Mehrbetrag abgewiesen. Bezüglich des Schaden-

ersatzbegehrens wurde der Privatkläger A._____ auf den Weg des Zivilprozesses 

verwiesen (Urk. 58 S. 73 f.). 

Gegen das Urteil haben die Staatsanwaltschaft, der Beschuldigte und der Privat-

kläger A._____ fristgerecht Berufung angemeldet (Urk. 46, 48 und 50). Der Pri-

vatkläger A._____ zog die Berufung mit Eingabe vom 5. Januar 2015 zurück 

(Urk. 53). Mit Präsidialverfügung vom 18. März 2015 wurde vom Rückzug der  

Berufung des Privatklägers A._____ Vormerk genommen und dem Beschuldigten, 

der Staatsanwaltschaft und den Privatklägern Frist zur Erhebung einer  

Anschlussberufung angesetzt. Die Staatsanwaltschaft hat ausdrücklich auf eine 

Anschlussberufung zur Berufung des Beschuldigten verzichtet (Urk. 67), seitens 

der weiteren Beteiligten wurde ebenfalls keine Anschlussberufung erhoben. 

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Die Staatsanwaltschaft reichte mit Eingabe vom 6. Februar 2015 ihre Berufungs-

erklärung ein (Urk. 59). Sie beantragt einen Schuldspruch betreffend mehrfachen 

qualifizierten Raub im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 und Ziff. 3 Abs. 3 StGB und die 

Ausfällung einer (unbedingten) Freiheitsstrafe von 3 ½ Jahren. Der Beschuldigte 

ficht den Schuldspruch betreffend einfache Körperverletzung im Sinne von 

Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 in Verbindung mit Ziff. 2 Abs. 2 StGB an und beantragt, er 

sei der einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 schuldig 

zu sprechen und mit einer Freiheitsstrafe von maximal 12 Monaten sowie einer 

angemessenen Geldstrafe zu bestrafen unter Gewährung des bedingten Straf-

vollzuges und Ansetzung einer Probezeit von 3 Jahren. Der Beschuldigte ficht 

ferner Dispositiv-Ziffer 6 lit. a an und beantragt, es sei davon Vormerk zu nehmen, 

dass er die Genugtuungsforderung des Privatklägers A._____ in der Höhe von 

Fr. 500.– anerkennt. Im Mehrbetrag sei das Genugtuungsbegehren auf den Zivil-

weg zu verweisen (vgl. Urk. 61 S. 2 sowie die anlässlich der Berufungs-

verhandlung aktualisierten Anträge in Urk. 79 S. 2).  

Es ist somit festzuhalten, dass das Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 2. Abtei-

lung, vom 10. Dezember 2014 betreffend den Schuldspruch des mehrfachen Ver-

gehens gegen das Waffengesetz im Sinne von Art. 33 Abs. 1 lit. a WG in Verbin-

dung mit Art. 4 Abs. 1 lit. d und e WG (Dispositiv-Ziff. 1 al. 3) sowie betreffend 

Dispositiv-Ziffern 4, 5, 6 lit. a zweiter Absatz, 6 lit. b, 7, 8, 9 und 10 in Rechtskraft 

erwachsen ist. 

II. Sachverhalt 

1. Zu erstellender Sachverhalt 

Der Anklagesachverhalt betreffend ND 1 und ND 2 (Zuwiderhandlung gegen das 

Waffengesetz) wurde vom Beschuldigten anerkannt, ebenso, dass er am 19. Juni 

2014 einen Schlagring auf sich trug, ohne zum Tragen eines solchen berechtigt 

zu sein (ND 3). Der auf dem anerkannten Sachverhalt basierende Schuldspruch 

betreffend mehrfaches Vergehen gegen das Waffengesetz blieb unangefochten 

und ist in Rechtskraft erwachsen. 

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Der Beschuldigte anerkannte den Anklagesachverhalt betreffend ND 3 im Vorver-

fahren, vor Vorinstanz und im Rahmen der heutigen Berufungsverhandlung inso-

weit als er sich geständig erklärte, dem Privatkläger A._____ am 19. Juni 2014  

einen Faustschlag ins Gesicht versetzt zu haben. Er bestritt jedoch, dabei einen 

Schlagring getragen zu haben. 

Betreffend den Anklagevorwurf des Raubes zum Nachteil von C._____ und 

D._____ (HD) erklärte sich der Beschuldigte weitgehend geständig. In Abrede 

stellte er jedoch, gegen die beiden Privatkläger ein Messer oder einen messer-

ähnlichen Gegenstand eingesetzt zu haben und den Privatkläger D._____ zum 

Bankomaten begleitet zu haben. 

Zu erstellen ist der Anklagesachverhalt somit betreffend den Anklagevorwurf HD 

bezüglich der Frage, ob der Beschuldigte ein Messer oder einen messerähnlichen 

Gegenstand einsetzte und ob er den Privatkläger D._____ zum Bancomat beglei-

tet hat sowie betreffend den Anklagevorwurf ND 3 bezüglich der Frage, ob der  

Beschuldigte beim Versetzen des Faustschlages gegen A._____ einen Schlagring 

trug. 

2. Beweismittel 

2.1. Betreffend Anklagevorwurf HD 

2.1.1. Verwertbarkeit der Beweismittel 

Vorweg ist festzuhalten, dass die Lebendwahlkonfrontationen mit den beiden  

Privatklägern D._____ und C._____ vom 13. März 2013 ohne  

Ergebnis verliefen. Während C._____ sich dahingehend äusserte, der  

Beschuldigte könnte aufgrund der Kopfform und etwas von den Gesichtszügen 

her einer der Täter sein, wobei er den Täter kleiner in Erinnerung habe (Urk. HD 

4/3 S. 2), erkannte D._____ unter den konfrontierten Personen niemanden wieder 

(Urk. HD 5/2 S. 3). Da der Beschuldigte grundsätzlich geständig ist, bei der Tat 

beteiligt gewesen zu sein, und die Wahlkonfrontation keine über sein  

Geständnis hinausgehenden Erkenntnisse ergab, braucht nicht weiter auf die 

-   8   - 

Verwertbarkeit der Wahlkonfrontation mit dem Privatkläger C._____,  

welche in der Form einer Zeugeneinvernahme erfolgte, eingegangen zu werden. 

Wie die Vorinstanz zutreffend erwogen hat, sind die Aussagen des Beschuldigten 

verwertbar (Art. 82 Abs. 4 StPO; Urk. 58 S. 13). Die Aussagen des Mitbeschuldig-

ten E._____ sind ebenfalls alle verwertbar, zumal er auch in den Einvernahmen 

vor der Konfrontation mit dem Beschuldigten diesen nicht belastete und Aussagen 

zugunsten des Beschuldigten ohnehin verwertbar sind. 

Die Aussagen der Privatkläger C._____ und D._____, welche sie unter Wahrung 

des Teilnahmerechts des Beschuldigten in ihren Befragungen als Auskunftsper-

sonen machten (Urk. HD 4/5 und Urk. HD 5/4), sind ebenfalls uneingeschränkt 

verwertbar. Als verwertbar zu erachten sind im Übrigen aber auch die zuvor er-

folgten Einvernahmen der Privatkläger C._____ und D._____. Diese Einvernah-

men sind nicht im Rahmen einer Beweiserhebung durch die Zürcher Staatsan-

waltschaft nach Art. 147 StPO erfolgt, sondern waren noch Bestandteil der  

Ermittlungen (und wurden in diesem Rahmen durch Basler Polizeibeamte durch-

geführt; vgl. Urk. HD 4/2 und 5/1). Anlässlich der Einvernahmen war weder ein 

Teilnahmerecht im Sinne von Art. 159 StPO zu beachten noch lag ein Fall von 

Art. 312 StPO vor, zumal die Einvernahmen durch die Polizeibeamten erfolgt sind, 

noch bevor die zuständige Staatsanwaltschaft in Zürich eine Delegation zuhanden 

der Zürcher Polizei vornahm (Urk. HD 1/2, 4/2 und 5/1; vgl. Art. 312 Abs. 2 StPO). 

Gemäss Praxis des Bundesgerichts sind die Einvernahmen somit als verwertbar 

zu erachten (vgl. Urteile des Bundesgerichts 6B_369/2013 vom 31. Oktober 2013 

E. 2.3 sowie 6B_518/2014 vom 4. Dezember 2014 E. 4.2). 

Die Einvernahmen von F._____, G._____ und H._____ erfolgten nicht unter Wah-

rung der Teilnahmerechte des Beschuldigten. Ihre Aussagen sind daher nur zu-

gunsten des Beschuldigten verwertbar. 

Die Fotoaufnahmen der Verletzungen am Hals der beiden Privatkläger (Urk.  

HD 1/2 und Urk. HD 1/6) wurden dem Beschuldigten vorgehalten und er konnte 

dazu Stellung nehmen (Urk. HD 2/3 S. 3; so auch im Rahmen der heutigen  

-   9   - 

Berufungsverhandlung; Urk. 77 S. 7 f.). Der Verwertbarkeit dieser Aufnahmen 

steht nichts entgegen. 

2.1.2. Die einzelnen Beweismittel 

a) Aussagen des Beschuldigten 

In der ersten polizeilichen Einvernahme vom 14. Februar 2013 (Urk. HD 2/2)  

sagte der Beschuldigte aus, er sei wegen falschen Anschuldigungen von zwei 

Gästen aus Basel von der Security des Clubs I._____ aus dem Club geschmissen 

worden. Draussen sei es dann zu einer Auseinandersetzung mit zwei Baslern  

gekommen. Er habe einer der beiden Personen einen Faustschlag versetzt. Er sei 

sehr aggressiv gewesen und habe die beiden Personen gezwungen, die Handys 

herauszugeben. Auf entsprechende Frage verneinte er, ein Messer dabei gehabt 

zu haben (Urk. HD 2/2 S. 8). Auf Vorhalt, dass bei F._____ im Club ein  

Messer gefunden worden sei, erklärte er, es handle sich um einen Schlüssel-

anhänger, welcher nicht scharf sei, eine Klinge von 3 cm aufweise und eine  

Gesamtlänge von 6 cm habe (Urk. HD 2/2 S: 8). Er antwortete auf die Frage, ob 

er jemanden mit einem Messer bedroht habe: "Nicht dass ich wüsste. Ich glaube 

nicht" (Urk. HD 2/2 S. 8). Er habe kein Messer bei sich gehabt, d.h. er habe es gar 

nicht machen können (HD 2/2 S.8). Einer Person habe er einen Faustschlag ver-

setzt, der anderen habe er vielleicht gedroht, wobei er nicht mehr wisse, was er 

gesagt habe. Auf Vorhalt, wonach er von einer der beiden Personen auf der 

Wahlbildkonfrontation erkannt worden sei und ein Geschädigter gesagt habe, ein 

Mann sei auf ihn zugekommen, habe ihm ein Messer an den Hals gedrückt und 

habe von ihm das Mobiltelefon verlangt, erklärte der Beschuldigte, er habe den 

Mann vielleicht am Hals gepackt, aber ein Messer habe er nicht bei sich gehabt. 

Er sei weggelaufen sobald er die Handys gehabt habe, er habe das Opfer nicht 

zum Bankomaten begleitet (Urk. HD 2/2 S. 9). 

In der Hafteinvernahme vom 15. Februar 2013 bestritt er weiterhin, etwas mit dem 

Bankomaten zu tun gehabt zu haben (Urk. HD 2/3 S. 2). Bezüglich des Messers 

erklärte er, er habe kein Messer dabei gehabt und niemandem ein Messer an den 

Hals gehalten (Urk. HD 2/3 S. 3). 

-   10   - 

Auch in der polizeilichen Einvernahme vom 21. März 2013 hielt der Beschuldigte 

daran fest, dass er nicht mitgegangen sei zum Bankomaten und kein Messer  

eingesetzt habe (Urk. HD 2/4 S. 3). Er gestand weiterhin ein, einem Privatkläger 

einen Faustschlag versetzt zu haben und erklärte, er sei sich nicht sicher, ob er 

einen der Privatkläger noch gekickt habe (HD 2/4 S. 4). E._____ sei mit jeman-

dem zum Bankomaten gegangen, das habe er gesehen als er selber  

weggegangen sei (Urk. HD 2/4 S. 3). Er habe kein Messer bei sich gehabt und 

habe auch nicht gesehen, dass jemand ein Messer eingesetzt habe (Urk. HD 2/4 

S. 14). G._____ habe ein kleines Butterfly Messer, welches ca. 3-4 cm lang sei, 

wenn man es ganz öffne. Das Messer sei nicht scharf und man könne damit gar 

keine Schnittwunden zufügen. Sie würden oft mit diesem Messer spielen, er spie-

le damit beim Zugfahren indem er mit der Klinge über seinen Arm fahre, es 

schneide aber nicht (Urk. HD 2/4 S. 16). Am fraglichen Abend habe F._____ das 

Messer bei sich gehabt oder auch G._____, sie hätten es jedoch nicht eingesetzt 

(Urk. HD 2/4 S. 15). In jener Nacht habe er das Messer erst gesehen nachdem 

E._____ verhaftet worden sei (Urk. HD 2/4 S. 16).  

In der Konfrontationseinvernahme mit E._____ vom 15. April 2014 (Urk. HD 2/8) 

bestritt der Beschuldigte erneut, dass ein Messer im Spiel gewesen sei. Keiner 

habe ein Messer benutzt und keiner habe ein Messer gesehen, auch nicht 

C._____ (Urk. HD 2/8 S. 3). Auch E._____ bestritt, C._____ mit einem Messer 

bedroht zu haben und erklärte, er habe kein Messer gesehen. Es treffe zu, dass 

er mit D._____ zum Geldautomaten gegangen sei (Urk.  

HD 2/8 S. 4). 

Der Beschuldigte hielt in der Schlusseinvernahme vom 10. Juli 2014 daran fest, 

es stimme nicht, dass er zusammen mit E._____ zum Bankomaten gegangen sei 

und dass er ein Messer oder einen messerähnlichen Gegenstand auf sich getra-

gen habe, um den Privatkläger zu bedrohen (Urk. HD 2/12 S. 10). 

In der vorinstanzlichen Hauptverhandlung sagte der Beschuldigte aus, er sei nicht 

dabei gewesen, als der Privatkläger D._____ vom Beschuldigten E._____ zum  

Bankomaten gebracht worden sei (Urk. 37 S. 12). Er bestritt, ein Messer dabei-

gehabt zu haben und machte geltend, er habe niemandem etwas an den Hals 

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gehalten (Urk. 37 S. 12 f.). Er habe die beiden Privatkläger nur mit Worten  

bedroht und einen der Privatkläger geschlagen, keinem habe er einen scharfen 

Gegenstand oder ein Messer an den Hals gehalten (Urk. 37 S. 13). 

Anlässlich der heutigen Berufungsverhandlung hielt der Beschuldigte erneut fest, 

dass er den Privatkläger C._____ mit der Faust geschlagen und ihm einen  

Fusstritt verpasst habe. Er sei von Leuten im Club I._____ beschuldigt worden, 

eine Auseinandersetzung geführt zu haben, wobei ein Messer im Spiel gewesen 

sein soll. Diese Beschuldigung habe ihn wütend gemacht (Urk. 77 S. 6). Er glau-

be, dass die Verletzung an der Lippe des Privatklägers C._____ von seinem  

Faustschlag stamme, welchen er diesem verpasst habe, bevor er dessen Handy 

herausverlangt habe. Betreffend die am Hals befindlichen Verletzungen des  

Privatklägers C._____ hielt der Beschuldigte fest, dass diese nicht von ihm  

stammen würden. Er habe an jenem Tag auch gar kein Messer bei sich gehabt 

(Urk. 77 S. 7). Die Verletzung am Hals des Privatklägers D._____ bezeichnete 

der Beschuldigte als "Spuren", betreffend welchen er festhielt, dass er nicht wisse 

woher diese stammen würden. Auch dem Privatkläger D._____ habe er kein 

Messer an den Hals gehalten. Er habe gar kein Messer dabei gehabt. Er habe die  

Mobiltelefone der beiden Privatkläger erhalten, dann sei er weggegangen (Urk. 77 

S. 8). Im Übrigen treffe es auch nicht zu, dass er dabei gewesen sei, als der  

Privatkläger D._____ zum Bankomat geführt worden sei. Er habe den Privatkläger 

D._____ mit E._____ zusammen weggehen sehen, aber er wisse nicht wohin die-

se genau gegangen seien (Urk. 77 S. 9).  

b) Aussagen des Mitbeschuldigten E._____ 

Bereits in seiner ersten polizeilichen Einvernahme sagte E._____ aus, dass er mit 

einem der Privatkläger allein zum Bankomaten gegangen sei (Urk. HD 3/1 S. 2) 

und bestritt, ein Messer bei sich gehabt zu haben (Urk. HD 3/1 S. 4). Er habe 

auch kein Messer gesehen (Urk. HD 3/1 S. 5). Auch in der Hafteinvernahme hielt 

er daran fest, dass er am fraglichen Abend kein Messer gesehen habe (Urk.  

HD 3/2 S. 2 und S. 3). In der delegierten polizeilichen Einvernahme vom 20. März 

2013 bestätigte er, dass er mit einem Privatkläger alleine zum Bankomaten ge-

gangen sei (Urk. HD 3/3 S. 4 und S. 14). H._____, der Beschuldigte, G._____ und 

-   12   - 

F._____ seien bei C._____ zurückgeblieben als er mit D._____ zum Bankomaten 

gegangen sei (Urk. HD 3/3 S. 10). Er habe kein Messer gesehen und habe auch 

kein Messer gehabt (Urk. HD 3/3 S. 18). Er habe auch nicht gesehen, dass je-

mand geschlagen worden sei (Urk. HD 3/3 S. 19). 

Er bestätigte in der vorinstanzlichen Hauptverhandlung, dass der Beschuldigte 

nicht dabei gewesen sei als er mit dem Privatkläger D._____ zum Bankomaten 

gegangen sei (Urk. 37 S. 12) und erklärte, er habe nicht gesehen, dass der  

Beschuldigte jemanden mit einem Messer bedroht hätte (Urk. 37 S. 15). 

c) Aussagen C._____ 

Anlässlich der polizeilichen Einvernahme als Auskunftsperson vom 3. Januar 

2013 hielt der Privatkläger C._____ fest, dass er sich mit dem Privatkläger 

D._____ zusammen vor dem Club I._____ befunden habe. Als sie gerade wieder 

in den Club hätten gehen wollen, sei eine Gruppe von ca. 10 Leuten auf sie zu 

gekommen. Man habe ihn und den Privatkläger D._____ getrennt. Die eine Grup-

pe sei mit dem Privatkläger D._____ zum Bankomaten gegangen, die andere sei 

zu ihm gekommen. Einer habe ihm ein Messer an den Hals gehalten, ihn gekickt 

und geschlagen. Dann hätte ihm die Gruppe das Portemonnaie und das Handy 

weggenommen. Einer, der etwas ruhiger gewesen sei, habe ihm das Portemon-

naie wieder zurück gegeben. Der aggressivere, der ihn auch mit dem Messer be-

droht habe, habe ihm das Handy aus der Hosentasche genommen (Urk. HD 4/2 

S. 3). Der aggressivere habe sich darüber aufgeregt, dass er wegen Baslern aus 

dem Club geflogen sei. Bei demjenigen, welcher ihn geschlagen, gekickt und mit 

dem Messer bedroht habe, habe es sich um die selbe Person gehandelt (Urk. HD 

4/2 S. 4). Er habe das Messer an seinem Hals gespürt. Er habe aber nicht das 

Gefühl gehabt, dass der Täter ihn habe verletzen wollen, sondern dass dieser ihm 

einfach habe Angst machen wollen (Urk. HD 4/2 S. 7). 

In der Einvernahme als Auskunftsperson vom 15. April 2014 durch die Staats-

anwaltschaft IV des Kantons Zürich sagte C._____ aus, er habe mit D._____ vor 

dem Club I._____ gestanden als eine grössere Gruppe auf sie zugekommen sei. 

Sie seien relativ schnell separiert worden. Ihm sei ein Messer an den Hals gehal-

-   13   - 

ten worden, ein Faustschlag und ein Kick in den Bauch versetzt  

worden und mit D._____ seien die Täter zu einem Bankomaten gegangen. Er 

glaube D._____ sei ebenfalls ein Messer an den Hals gehalten worden, er habe 

auch eine Schnittwunde am Hals gehabt, gesehen habe er dies jedoch nicht. Er 

glaube, D._____ sei schon beim Bankomaten gestanden als ihm (C._____) ein 

Messer an den Hals gehalten worden sei. Er wisse nicht, wer ihm ein Messer an 

den Hals gehalten habe, er wisse nur, dass die Person relativ aggressiv gewesen 

sei und ihm auch den Faustschlag und den Kick versetzt habe. Diese 

Person habe ihm auch das Mobiltelefon abgenommen (Urk. HD 4/5 S. 4). Das 

Messer habe er nicht gesehen, aber gespürt (Urk. HD 4/5 S. 5). Derjenige, der ihn 

angegriffen habe, habe ihm gesagt, dass er wegen eines Baslers aus dem Club 

geworfen worden sei (Urk. HD 4/5 S. 5). Auch das Portemonnaie sei ihm wegge-

nommen worden, jedoch nicht von der Person, welche ihm das Mobiltelefon weg-

genommen habe, sondern von einer anderen Person. Das Portemonnaie habe er 

dann wieder zurück bekommen. Er könne sich an den Ablauf nicht mehr erinnern, 

er glaube, das Messer sei am Schluss nach dem Faustschlag und dem Kick zum 

Einsatz gekommen. Auf erneute Nachfrage, ob der Einvernehmende richtig ver-

standen habe, dass der Privatkläger D._____ erst mit einem Messer bedroht wor-

den sei, als dieser sich vom Privatkläger C._____ entfernt am Bankomaten be-

funden habe hielt der Privatkläger C._____ fest, dass dies nicht zutreffe. Er glau-

be er und der Privatkläger D._____ seien in jenem Moment noch beisammen ge-

wesen (Urk. HD 4/5 S. 6). 

d) Aussagen D._____ 

In der polizeiliche Befragung vom 3. Januar 2013 (Urk. HD 5/1) sagte  

D._____ aus, als er mit C._____ vor dem Club gewesen sei, sei eine Gruppe von 

8 bis 10 Personen gekommen. Eine Person habe sein Portemonnaie aus der Ge-

sässtasche genommen. Zeitgleich sei einer mit einem Messer in der Hand zu ihm 

gekommen und habe ihm dieses an den Hals gedrückt und ihn dabei verletzt. Die 

Person mit dem Messer habe von ihm sein Mobiltelefon und den PIN-Code dazu 

verlangt (Urk. HD 5/1 S. 2). Anschliessend hätten sie ihn an den Armen  

gefasst, zum Bankomaten geführt und ihn gezwungen, den Kontostand abzu-

-   14   - 

fragen. Die Person mit dem Messer habe ihn am Arm gehalten als sie mit ihm 

zum Geldautomaten gegangen seien. Sie hätten ihn zu zweit an den Bankomaten 

begleitet (Urk. HD 5/1 S. 3). Das Messer habe eine Klingenlänge von ca. 10 cm 

aufgewiesen, habe eine Form gehabt, die sich zur Spitze verjünge, und könnte 

auf beiden Seiten geschliffen gewesen sein. Der Typ habe das Messer in der 

rechten Hand gehalten (Urk. HD 5/1 S. 3). Er habe eine oberflächliche Schnittver-

letzung davongetragen, sie habe nicht geblutet (Urk. HD 5/1 S. 4). 

In der Befragung als Auskunftsperson vom 22. Mai 2014 sagte D._____ aus, er 

habe mit C._____ vor dem Club gestanden als die Gruppe von Leuten auf sie zu-

gekommen sei. C._____ habe neben ihm gestanden als er mit dem Messer be-

droht worden sei. Sie seien erst danach getrennt worden. Im Rahmen dieser Ein-

vernahme wurden dem Privatkläger seine Aussagen in der polizeilichen Einver-

nahme nochmals vorgehalten und er bestätigte sie indem er bejahte, dass diese 

Aussagen stimmen (Urk. HD 5/4 S. 4 und S. 5). 

e) Aussagen von F._____, H._____ und G._____ 

An dieser Stelle ist nochmals in Erinnerung zu rufen, dass nur Aussagen dieser 

Personen zugunsten des Beschuldigten verwertbar sind, weshalb auch nur die ihn 

entlastenden Aussagen wiederzugeben sind. 

F._____ sagte aus, er habe keine Messer oder sonstigen scharfen Gegenstände 

gesehen (Urk. HD 8/10 S. 9). Er habe nicht gesehen, dass jemand mit den Bas-

lern zum Bankomaten gegangen sei (Urk. HD 8/14 S. 6).  

H._____ erklärte, er wisse über den Tathergang des Raubes nichts, er wisse nur, 

dass E._____ mit einem zum Bankschalter gegangen sei (Urk. HD 8/14 S. 4). Der 

Beschuldigte und die anderen seien mit ihm am Hängen gewesen (Urk.  

HD 8/14 S. 6). Er wisse nichts von einem Messer (Urk. HD 8/14 S. 6).  

Auch G._____ will niemandem mit einem Messer gesehen haben (Urk.  

HD 8/18 S. 10), nichts von einem Messer wissen (Urk. HD 8/19 S. 4) und sagte 

aus, einer von ihnen, dessen Namen er nicht sage, sei mit einem der Basler zum  

Bankomaten gegangen (Urk. HD 8/19 S. 6). 

-   15   - 

2.1.3. Würdigung 

a) Einsatz eines Messers oder messerähnlichen Gegenstandes 

Aufgrund der fotografisch festgehaltenen Verletzungen am Hals der beiden  

Privatkläger (Urk. HD 1/3 und Urk. HD 1/6) ist erstellt, dass ihnen ein scharfer 

und/oder spitzer Gegenstand an den Hals gehalten wurde. Die Aufnahmen zeigen 

auch eindeutig, dass das Verletzungsbild nicht auf stumpfe Gewalteinwirkung, 

Packen am Hals oder Würgen zurückzuführen ist. 

Im Polizeirapport vom 16. September 2012 wurde betreffend C._____  

seitens der Polizei festgehalten, dass er zwei geringe Schnittverletzungen am 

Hals links und rechts sowie eine Verletzung an der Unterlippe links aufwies 

(Urk. HD 1/1 S. 2). Die Verletzung an der Unterlippe stammt unbestrittener-

massen vom Faustschlag, welchen der Beschuldigte dem Privatkläger versetzt 

hat. Auch betreffend D._____ wurde im Polizeirapport eine kleine 3 cm lange 

Schnittverletzung am Hals festgehalten (Urk. HD 1/3 S. 3). Aus Sicht des  

rapportierenden Polizeibeamten (Wm J._____) waren die Verletzungen am Hals 

der beiden Privatkläger als Schnittverletzungen erkennbar, wobei es sich um ge-

ringe bzw. kleine Schnittverletzungen handelte. Diese Feststellungen des Polizei-

beamten sind aufgrund der Fotoaufnahmen nachvollziehbar. Dass es sich nicht 

um blosse Schürfwunden handelte, ist insbesondere auf der 5. Fotoaufnahme be-

treffend C._____ (Urk. HD 1/2 Blatt 3) erkennbar. Auch der geradlinige Verlauf 

der Verletzung und die scharfe Abgrenzung zum umliegenden Gewebe spricht 

entgegen der von der Verteidigung vertretenen Auffassung gegen das Vorliegen 

einer blossen Kratz- oder Schürfwunde. 

Das fotografisch festgehaltene Verletzungsbild stützt die Aussagen der Privat-

kläger, welche beide übereinstimmend aussagten, dass ihnen von einem Täter 

ein Messer an den Hals gehalten worden sei. C._____ sagte aus, er habe das 

Messer nicht gesehen, nur gespürt. D._____ sagte aus, er habe das Messer ge-

sehen und beschrieb es (silberfarbige Klinge; Klingenlänge ca. 10 cm; Form, die 

sich in die Spitze verjüngt; Urk. HD 5/1 S. 3). Die Aussagen der Privatkläger er-

scheinen als glaubhaft. Beide Privatkläger haben den Messereinsatz nicht drama-

-   16   - 

tisiert, zeigten keine Tendenz die Beschuldigten übermässig zu belasten. C._____ 

räumte vielmehr ein, dass er am Anfang gar nicht bemerkt habe, dass es ein 

Messer sei (Urk. HD 4/2 S. 3), dass er das Messer nicht gesehen habe und dass 

ihm dieses nicht so lange an den Hals gehalten worden sei (Urk. HD 4/5 S. 5). Auf 

die Frage, ob es den Anschein gemacht habe, dass der Täter ihn mit dem Messer 

habe verletzen wollen, antwortete er, er habe das  

Gefühl gehabt, dass er ihm einfach habe Angst machen wollen (Urk. HD 4/2 S. 7). 

Die Aussagen der Privatkläger erscheinen grundsätzlich als glaubhaft. Der Vor-

instanz kann nicht darin gefolgt werden, dass der Privatkläger D._____, weil es 

am Tatort dunkel gewesen sei, kein Messer beim Beschuldigten gesehen habe, 

vielmehr einen anderen Gegenstand, den er nicht genau zu identifizieren ver-

mochte und im Nachhinein Erinnerungslücken mit plausiblen Annahmen und 

Schlussfolgerungen fülle (Urk. HD 58 S. 36). Für einen solchen Vorgang fehlen 

angesichts der präzisen Beschreibung des Messers durch den Privatkläger jegli-

che Hinweise. 

Dass der Beschuldigte, E._____, H._____, F._____ und G._____ kein Messer 

gesehen haben (wollen), vermag keine Zweifel an der Darstellung der Privatklä-

ger zu begründen. Die Interessenlage des Beschuldigten und des Mitbeschuldig-

ten E._____ ist aufgrund ihrer Position eindeutig. Auch H._____ war an der Raub-

tat beteiligt. Er gestand ein, D._____ einen Stoss gegen die Brust versetzt zu ha-

ben als dieser schrie. Er wurde unter anderem wegen dieser Beteiligung an der 

Raubtat mit Strafbefehl vom 18. September 2013 bestraft (Urk. HD 8/21). Daher 

hatte auch H._____ ein unmittelbares eigenes Interesse daran, die Geschehnisse 

in einem für ihn günstigen Licht erscheinen zu lassen. F._____ und G._____ sind 

Kollegen des Beschuldigten. Die Vorinstanz hat die zwischen den Beteiligten be-

stehenden Verbindungen zutreffend dargelegt und es kann auf ihre Ausführungen 

verwiesen werden (Urk. HD 58 S. 14 f.; Art. 82 Abs. 4 StPO). Das kollegiale Ver-

hältnis stellt ein plausibles Motiv dafür dar, den Beschuldigten nicht zu belasten. 

G._____ hat denn auch in seiner Hafteinvernahme vom 19. Februar 2013 auf die 

Frage, weshalb er nicht von Anfang an die Wahrheit gesagt habe, erklärt: "Wollte 

ich nicht. Es sind Kollegen von mir." (Urk. HD 8/19 S. 6). F._____ erklärte in sei-

-   17   - 

ner Einvernahme vom 18. Februar 2013 auf die gleiche Frage, er habe keine Kol-

legen beschuldigen wollen (Urk. HD 8/10 S. 9). 

Als Zwischenfazit ist daher festzuhalten, dass aufgrund der glaubhaften Aussagen 

der Privatkläger, welche durch das Verletzungsbild gestützt werden, erstellt ist, 

dass ihnen von einem der Täter ein Messer an den Hals gehalten wurde. 

Zu prüfen bleibt nachfolgend, wer ihnen das Messer an den Hals hielt. Dabei ist 

vorweg festzuhalten, dass der Beschuldigte weder von C._____ noch von 

D._____ direkt als diejenige Person identifiziert wurde, welche ihnen das Messer 

an den Hals hielt. 

C._____ sagte jedoch aus, der Täter, welcher das Messer zum Einsatz gebracht 

habe, sei relativ aggressiv gewesen und habe ihm auch einen Faustschlag und 

einen Kick versetzt (Urk. HD 4/5 S. 4). Derjenige, der ihn angegriffen habe, habe 

ihm selber gesagt, dass er wegen eines Baslers aus dem Club geworfen worden 

sei (Urk. HD 4/5 S. 5). D._____ erklärte, die Person mit dem Messer habe von 

ihm sein Mobiltelefon und den PIN-Code dazu verlangt (HD Urk. 5/1 S. 2 und Urk. 

HD 5/4 S. 4). Angesichts des Umstandes, dass der Beschuldige anerkannte, ag-

gressiv gewesen zu sein, dem Privatkläger C._____ einen Faustschlag und einen 

Tritt versetzt zu haben, dass er es war, der vor der Tat wegen einer Beschuldi-

gung durch einen Basler aus dem Club I._____ geworfen worden war und aner-

kanntermassen derjenige war, der den Opfern die Handys abgenommen hat und 

die PIN-Codes verlangte (Urk. HD 2/4 S. 5), bestehen keine rechtserheblichen 

Zweifel, dass der Beschuldigte den beiden Privatklägern das Messer an den Hals 

gehalten hat. In diese Richtung weist denn auch die Antwort des  

Beschuldigten in der polizeilichen Einvernahme vom 14. Februar 2013 auf die 

Frage, ob er jemanden mit dem Messer bedroht habe: "Nicht dass ich wüsste. Ich 

glaube nicht." (Urk. HD 2/2 S. 8). 

Auch die Einwände des Verteidigers, welche dieser im vorliegenden Zusammen-

hang im Rahmen der Berufungsverhandlung vorbrachte, vermögen an diesem 

Beweisergebnis nichts zu ändern. Der Verteidiger des Beschuldigten hielt  

zunächst fest, die Vorinstanz habe im Rahmen der Würdigung der Aussagen nicht 

-   18   - 

berücksichtigt, dass der Privatkläger D._____ alkoholisiert gewesen sei (Urk. 79 

S. 3). Dies trifft jedoch nicht zu, hielt die Vorinstanz doch einleitend fest, dass die 

aussagenden Personen in der Tatnacht gemäss eigenen Angaben mit wenigen 

Ausnahmen in unterschiedlichem Masse alkoholisiert waren (Urk. 58 S. 13 f.). 

Der Verteidiger führte zudem aus, dass der Privatkläger D._____ anlässlich sei-

ner polizeilichen Einvernahme festgehalten habe, dass er nicht mehr sagen kön-

ne, wer ihm das Mobiltelefon weggenommen habe (Urk. 79 S. 4). Dies triff zwar 

zu (vgl. Urk. HD 5/1 S. 4), jedoch hielt der Privatkläger D._____ in der selben  

Einvernahme auch fest, dass derjenige, der von ihm das Mobiltelefon und den 

PIN-Code verlangt habe, derjenige mit dem Messer gewesen sei (Urk. HD 5/1 

S. 2). Der Verteidiger machte sodann geltend, dass der Privatkläger D._____ da-

von gesprochen habe, dass sich bei ihm am Raub nur der Typ mit dem Messer, 

der mit dem Portemonnaie und derjenige, welcher das Mobiltelefon an sich  

genommen habe, beteiligt hätten (Urk. 79 S. 4; vgl. HD 5/1 S. 4 f.), was darauf 

hinweise, dass eine dritte Person beteiligt gewesen sei und dass der Täter mit 

dem Messer nicht die gleiche Person gewesen sei, die dem Privatkläger D._____ 

das Mobiltelefon abgenommen habe. Dem Verteidiger ist dabei zuzustimmen, 

dass die Aussagen des Privatklägers D._____ gewisse Widersprüche aufweisen. 

Diesbezüglich ist aber mit der Vorinstanz festzuhalten, dass aufgrund der übrigen  

Aussagen nicht von einer weiteren beteiligten Person ausgegangen werden kann. 

Der Beschuldigte war gemäss den Aussagen sämtlicher Beteiligten die treibende 

Kraft im Rahmen der Auseinandersetzung. Dass später eine weitere Person  

derart aktiv geworden sein soll und plötzlich die zentrale Rolle (und das Messer) 

übernommen haben soll, ohne selber gegenüber den Privatklägern Forderungen 

zu stellen oder von den anderen Anwesenden im Nachhinein genannt zu werden, 

erscheint wenig plausibel (vgl. Urk. 58 S. 35). Es ist davon auszugehen, dass  

einzig noch H._____ beim Raub zum Nachteil des Privatklägers D._____ als wei-

tere Person beteiligt war. Dieser wurde mit Strafbefehl der Jugendanwaltschaft 

Unterland vom 18. September 2013 bestraft, da er den Privatkläger D._____ im 

Verlauf der Auseinandersetzung unter anderem mit der Faust gegen die Brust  

gestossen hat (Urk. HD 8/21 S. 6). Auch der Umstand, dass sich H._____ – und 

auch F._____ – in unmittelbarer Nähe befanden als die Raubtat verübt wurde, 

-   19   - 

erwecken in Anbetracht der übrigen Aussagen keine Zweifel daran, dass es der 

Beschuldigte war, welcher dem Privatkläger D._____ – und auch dem Privatklä-

ger C._____ – das Messer gegen den Hals hielt. 

Betreffend die Aussagen des Privatklägers D._____ ist noch zum Einwand der 

Verteidigung Stellung zu nehmen, wonach der Beschuldigte Linkshänder sei, der  

Täter jedoch gemäss den Aussagen von D._____ mit einem Messer in der rech-

ten Hand auf ihn zugekommen sei und ihm dieses an den Hals gedrückt habe. 

Der Verteidiger macht geltend, es sei nicht anzunehmen, dass der Beschuldigte 

ein Messer in seine schwächere rechte Hand genommen habe (Urk. 39 S. 12). 

Mit der Vorinstanz (Urk. HD 58 S. 35; Art. 82 Abs. 4 StPO) ist darauf hinzuweisen, 

dass der Beschuldigte selber aussagte, dass er mit der rechten Hand schreibe, 

weshalb auch nicht ausgeschlossen werden kann, dass er das Messer in die 

rechte Hand genommen hat.  

Auch betreffend die Aussagen des Privatklägers C._____ zeigte der Verteidiger 

des Beschuldigten in seinem heutigen Plädoyer sodann einen Widerspruch auf, 

indem er ausführte, der Privatkläger C._____ habe zunächst festgehalten, dass 

der ruhigere Täter das Portemonnaie verlangt habe (Urk. HD 4/2 S. 3), wobei er 

nur wenig später in der gleichen Einvernahme festgehalten habe, es sei der  

aggressivere Täter gewesen, welcher gesagt habe, er solle ihm das Mobiltelefon 

und das Portemonnaie geben (Urk. HD 4/2 S. 4). Bei der Staatsanwaltschaft habe 

der Privatkläger C._____ dann zu Protokoll gegeben, das Portemonnaie sei ihm 

von einem anderen Täter weggenommen worden als das Mobiltelefon 

(Urk. HD 4/5 S. 6; Urk. 79 S. 7). Auch dieser Widerspruch, wie auch der Hinweis 

der Verteidigung darauf, dass der Privatkläger C._____ anlässlich der Wahlbild-

konfrontation ausführte, dass er den Täter kleiner in Erinnerung habe, als  

der Beschuldigte es sei (Urk. 79 S. 7), genügt jedoch nicht, um mehr als bloss 

theoretische Zweifel an der eingangs erläuterten Beweiswürdigung zu erwecken. 

An diesen Umständen ändert auch der Einwand des Verteidigers nichts, gemäss 

welchem der Privatkläger D._____ ausgeführt habe, dass ihn der Täter mit dem 

Messer am Arm gehalten und zum Bankomaten geführt habe (Urk. 79 S. 6;  

Urk. HD 5/1 S. 3 f.), während der Privatkläger C._____ zu Protokoll gegeben ha-

-   20   - 

be, er sei zu demjenigen Zeitpunkt geschlagen und getreten worden, während der 

Privatkläger D._____ bereits zum Bankomaten geführt worden sei (Urk. 79 S. 6;  

Urk. HD 4/2 S. 3 und Urk. HD 4/5 S. 4). Bei der vorliegend zu beurteilenden 

Raubtat handelt es sich um eine äusserst dynamische Tat, betreffend welche es 

nicht erstaunt, dass sich in den Aussagen der Privatkläger gewisse Widersprüche 

ergeben. Wenn der Verteidiger sich auf solch einzelne Elemente des Tathergangs 

fokussiert, ändert dies am eigentlichen Kerngehalt der vorliegenden Beweis-

würdigung zur Frage, ob ein Messer zum Einsatz gekommen ist und wer dieses 

zum Einsatz gebracht hat, jedoch nichts: Dass beiden Privatklägern ein Messer 

an den Hals gehalten wurde, ergibt sich aus ihren Aussagen und den fotografisch  

belegten Verletzungen. 

Betreffend C._____ ist klar der Beschuldigte als diejenige Person, die ihm ein 

Messer an den Hals gehalten hat, identifiziert: Gemäss C._____ war es jener  

Täter, der ihn auch geschlagen hat; der Beschuldigte ist geständig, C._____ ge-

schlagen zu haben. 

Es wurde übereinstimmend nur ein Täter mit einem Messer geschildert. Die  

einzige Unsicherheit in den Schilderungen der Privatkläger liegt demnach in  

chronologischen Details des Tatablaufs. 

Gestützt auf vorstehende Erwägungen ist erstellt, dass der Beschuldigte den  

beiden Privatklägern ein Messer an den Hals hielt. 

b) Begleitung des Privatkläger D._____ zum Bankomaten 

Der Privatkläger D._____ sagte aus, er sei von zwei Personen zum Bankomaten 

begleitet worden, wobei die Person mit dem Messer ihn am Arm gehalten habe. 

Der Privatkläger C._____ sagte nichts zu dieser Frage aus.  

Der Mitbeschuldigte E._____ sagte konstant aus, er habe den Privat-kläger 

D._____ allein zum Bankomaten begleitet. H._____ und G._____ sagten eben-

falls aus, der Privatkläger sei nur von einem von ihnen zum Bankomaten begleitet 

worden. 

-   21   - 

Es stehen somit die Aussagen des Privatklägers D._____ auf der einen Seite und 

diejenigen des Beschuldigten und seiner Kollegen auf der anderen Seite einander 

gegenüber. Bei D._____ ist kein Motiv dafür ersichtlich, wahrheitswidrig von zwei 

Personen zu sprechen, welche ihn zum Bankomaten begleiteten. Es ist nicht er-

kennbar, was er aus dieser Aussage für einen Vorteil für sich erwarten könnte. 

Insbesondere lässt sich nicht mit dem wirtschaftlichen Interesse des Privatklägers 

am Ausgang des Verfahrens argumentieren, denn für die Beurteilung der Zivil-

forderungen ist die Frage, ob der Privatkläger von einer oder von zwei Personen 

zum Bankomaten begleitet wurde, offenkundig ohne Bedeutung. Ferner kann ein 

Irrtum des Privatklägers über die Anzahl der ihn begleitenden Personen ausge-

schlossen werden, handelt es sich dabei doch um einen ganz einfachen Sachver-

halt und es ist anzunehmen, dass der Privatkläger diesen trotz Aufregung und 

Angst erfassen und auch in Erinnerung behalten konnte.  

Seitens des Beschuldigten besteht ein Interesse daran, seinen Tatbeitrag  

möglichst gering darzustellen. Ein Motiv für eine Bestreitung der Tatbeteiligung in 

der Phase der Begleitung des Privatklärgers zum Bankomaten ist klar erkennbar. 

H._____ und G._____ sind Kollegen des Beschuldigten. Ein Interesse daran, ih-

ren Kollegen zu entlasten, kann nicht von der Hand gewiesen werden. Wie bereits 

erwähnt kommt bei H._____ hinzu, dass er zugegeben hat,  

D._____ einen Stoss mit der Faust gegen die Brust versetzt zu haben als dieser 

schrie, sie sollten aufhören. Er wurde unter anderem wegen dieser  

Beteiligung an der Raubtat denn auch mit Strafbefehl vom 18. September 2013 

bestraft. Auch H._____ hatte demzufolge ein Interesse daran, die  

Geschehnisse in einem für ihn günstigen Licht erscheinen zu lassen. Dass ein 

Verbringen des Privatklägers zum Bankomaten durch eine Person allein leichter 

wiegt als gemeinsames Vorgehen zweier Mittäter, bedarf keiner weiteren  

Erklärung. Diese Überlegungen gelten auch für die Aussagen von E._____. 

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass aufgrund der glaubhaften Aussagen des 

Privatklägers D._____ erstellt ist, dass er von zwei Personen zum Bankomaten 

begleitet wurde und dass die eine Person der Täter mit dem Messer war. Vorste-

hend wurde erstellt, dass der Beschuldigte der Täter war, der das Messer einge-

-   22   - 

setzt hat. Somit ist auch erstellt, dass er den Privatkläger D._____ zum Bankoma-

ten begleitete. 

2.2. Betreffend Anklagevorwurf ND 3 

2.2.1. Beweismittel 

Für die Sachverhaltserstellung liegen als Beweismittel die Aussagen des  

Beschuldigten, diejenigen des Privatklägers und des Zeugen K._____ vor.  

Betreffend die vom Privatkläger erlittenen Verletzungen liegt ferner ein ärztlicher 

Befund des Stadtspitals Triemli vor über eine Behandlung des Privatklägers auf 

der Notfallstation am 19. Juni 2014. 

Vorweg ist festzuhalten, dass aus dem ärztlichen Befund (Urk. ND 3/8/3)  

bezüglich der Frage, ob der Beschuldigte den Faustschlag mit oder ohne Schlag-

ring ausführte, nichts Schlüssiges abgeleitet werden kann, da die festgestellten 

Verletzungen (Rissquetschwunde an der Augenbraue, Gehirnerschütterung und 

Prellung des Unterkiefers) grundsätzlich auch durch einen Faustschlag ohne 

Schlagring verursacht werden können.  

2.2.2. Aussagen des Privatklägers A._____, des Zeugen K._____ und des 

Beschuldigten 

a) Aussagen des Privatklägers A._____ 

Der Privatkläger A._____ sagte in seiner Einvernahme als Auskunftsperson vom 

11. Juli 2014 (Urk. ND 3/5/2) aus, sein Kollege K._____ habe seit längerer Zeit 

Probleme mit dem Beschuldigten. Am fraglichen Abend hätten sich die beiden 

wieder getroffen. Er (Privatkläger) habe in der L._____-Bar ein Spiel geschaut 

und K._____ sei auch da gewesen. K._____ und er hätten nach  

Hause gehen wollen und seien zum Bahnhof Hardbrücke gegangen. Dort hätten 

sie bemerkt, dass kein Zug mehr nach … fahre. Sie seien zurückgegangen und 

wieder an der L._____-Bar vorbeigegangen. Plötzlich sei aus der Menschenmas-

se der Beschuldigte auf ihn zu gekommen. Er habe nur noch seinen Namen rufen 

gehört und habe einen Schlag gegen sein linkes Auge bekommen. Er habe gese-

-   23   - 

hen, dass der Beschuldigte einen Schlagring an seiner Hand getragen habe. Er 

sei umgefallen und sein Kollege K._____ habe ihm aufstehen geholfen und habe 

ihn zur Polizei getragen. Er habe den Beschuldigten an diesem Abend das erste 

Mal überhaupt gesehen (Urk. ND 3/5/2 S. 5). Auf die Frage, welche Verletzungen 

er erlitten habe, sagte der Privatkläger aus, er habe eine Verletzung am Auge  

gehabt. Auf die Prellung am Kiefer angesprochen, erklärte er, das sei geschnitten 

gewesen (Urk. ND 3/5/2 S. 7). 

Die Darstellung der Geschehnisse durch den Privatkläger ist pauschal und nicht 

nachvollziehbar. Seine Aussagen enthalten keinerlei detailgetreue Schilderung 

und erschöpfen sich im Kern in der Behauptung, der Beschuldigte, den er in jener 

Nacht überhaupt das erste Mal gesehen habe, habe seinen Namen gerufen und 

habe ihm aus dem Nichts heraus, ohne dass eine Auseinandersetzung voraus-

gegangen wäre, einen Faustschlag versetzt. Diese Darstellung ist derart  

pauschal, dass eine Prüfung auf Realitätskriterien nicht möglich ist. Festzuhalten 

ist sodann, dass die Verletzung am Kinn des Privatkläger nach seiner eigenen 

Darstellung eine Schnittwunde sein soll, welche nicht dem Beschuldigten zu-

geordnet werden kann. 

Die Aussagen des Privatklägers enthalten keine stringente Darstellung des  

Ablaufes und sind nicht geeignet, einen rechtsgenügenden Nachweis für einen 

Schlag mit einem Schlagring zu erbringen. Daran ändert auch nichts, dass das 

Aussageverhalten des Privatklägers möglicherweise im Zusammenhang mit der 

Kontaktaufnahme des Vaters des Beschuldigten stehen könnte (Urk. ND 3/5/3). 

Dies mag neben dem Umstand, dass der Privatkläger beim fraglichen Vorfall an-

getrunken war, eine Erklärung dafür abgeben, dass die Aussagen derart dürftig 

ausgefallen sind. Ausserdem soll der Privatkläger gebeten worden sein, nichts 

von einem Schlagring zu sagen, was er aber gerade getan hat. Dass er aufgrund 

einer erheblichen Angetrunkenheit (vgl. hierzu auch die zutreffenden Ausführun-

gen des Verteidigers in Urk. 79 S. 9) das Vorgefallene nur noch pauschal schil-

dern kann, lässt Zweifel an der Zuverlässigkeit seiner Wahrnehmung betreffend 

des Schlagrings aufkommen. Auch die Schilderung des Privatklägers, gemäss 

welcher er zuerst den Schlag erhalten, erst dann den Schlagring gesehen und 

-   24   - 

hierauf umgefallen sei (Urk. ND 3/5/2 S. 6), erhärten diese Zweifel, zumal der  

Privatkläger gemäss Aussagen des Zeugen K._____ in Folge des Schlage kurz 

k.o. gegangen sei (vgl. Urk. ND 3/6/1 S. 2). 

b) Zeugenaussage K._____ 

K._____ sagte in seiner Zeugeneinvernahme vom 11. Juli 2014 aus, seit der Be-

schuldigte erfahren habe, dass er (Zeuge) früher einmal einen Bekannten des 

Beschuldigten beraubt habe, hätten sie Probleme miteinander gehabt. Zum Pri-

vatkläger unterhalte er ein freundschaftliches Verhältnis. K._____ schilderte in 

seiner Zeugeneinvernahme nachvollziehbar, dass es zwischen ihm und dem  

Beschuldigen in der fraglichen Nacht in bzw. vor der L._____-Bar zu Beleidigun-

gen und Provokationen gekommen sei, in deren Verlauf der Privatkläger sich für 

ihn eingemischt habe. Im Zuge dieser Auseinandersetzung habe der Beschuldigte 

einen Schlagring hervorgeholt und er (Zeuge) habe ihn aufgefordert, das Ding 

wegzutun als gerade ein Polizeiauto vorbeigefahren sei und der Beschuldigte sich 

in den nächsten Hinterhof zurückgezogen habe und er ihn nicht mehr gesehen 

habe. Auf dem Nachhauseweg als er mit dem Privatkläger A._____ an der  

L._____-Bar vorbeigegangen sei habe sich der Beschuldigte in der Menschen-

menge versteckt und habe dem Privatkläger A._____ einen Schlag an das Auge 

versetzt. Er wisse nicht, ob der Beschuldigte dabei einen Schlagring getragen  

habe. Er habe weder beim Schlag noch nach dem Schlag einen Schlagring  

gesehen (Urk. ND 3/6/2 S. 4). Einen Schlagring habe er beim Beschuldigten nur 

gesehen bevor das Polizeiauto vorbeigefahren sei (Urk. ND 3/6/2 S. 5). Während 

und nach dem Schlag habe er keinen Schlagring in der Hand des Beschuldigten 

gesehen. Er sei sich diesbezüglich sicher, da er dem Beschuldigten gegenüber 

gestanden habe (Urk. ND 3/6 /2 S. 7). 

Die Zeugenaussage von K._____ ergibt ein stimmiges Ganzes der  

Abläufe. Seine Aussagen sind nachvollziehbar und detailliert. Der Zeuge zeigt 

keine Tendenz zu übermässiger Belastung des Beschuldigten. Vielmehr räumt er 

von sich aus ein, dass er nicht mit Sicherheit sagen könne, ob der Beschuldigte 

mit einem Schlagring geschlagen habe und dass es im Vorfeld Provokationen von 

ihm und vom Privatkläger A._____ gegeben habe (Urk. ND 3/6/2 S. 6). 

-   25   - 

Insgesamt erscheinen die Aussagen von K._____ als glaubhaft, es  

ergeben sich daraus keine Hinweise für eine Falschbelastung des Beschuldigten, 

obwohl das Verhältnis zwischen ihnen belastet ist. Gestützt auf die Zeugen-

aussage von K._____ lässt sich nicht erstellen, dass der Beschuldigte beim 

Faustschlag gegen A._____ einen Schlagring trug. 

c) Aussagen des Beschuldigten 

Die Aussagen des Beschuldigten wurden von der Vorinstanz zutreffend  

zusammengefasst, es kann darauf verwiesen werden (Urk. 58 S. 46 f.). Zudem ist 

der Vorinstanz darin zu folgen, dass die Aussagen des Beschuldigten von der 

deutlichen Tendenz geprägt sind, sich dem jeweiligen Stand der Ermittlungen  

anzupassen. Dies ändert jedoch nichts daran, dass weder aufgrund des  

Verletzungsbildes noch aufgrund der wenig glaubhaften Aussagen des Privat-

klägers erstellt werden kann, dass der Beschuldigte den Faustschlag mit einem 

Schlagring ausführte. Dagegen entlastet die glaubhafte Zeugenaussage von  

K._____ den Beschuldigten. 

2.2.3. Fazit 

Aus den vorstehenden Erwägungen ergibt sich, dass nicht mit rechtsgenügender 

Sicherheit erstellt werden kann, dass der Beschuldigte den Faustschlag gegen 

A._____ mit einem Schlagring ausführte. Ferner handelt es sich bei der Verlet-

zung am Kinn des Privatklägers nach dessen eigener Darstellung nicht um eine 

Folge des Faustschlages, er sprach selber davon, dass er sich geschnitten habe. 

Die vom Privatkläger erlittene Gehirnerschütterung muss jedoch – entgegen der 

Ansicht des Verteidigers (Urk. 79 S. 13 f.) – klar als Folge des Faustschlages ge-

sehen werden, zumal der Privatkläger nach dem Faustschlag kurzzeitig das Be-

wusstsein verloren hat und bei der Anzeigeerstattung auf dem  

Polizeiposten zusammenbrach und in Spitalpflege verbracht werden musste. 

Dass dies allein der Alkoholisierung des Privatklägers zuzuschreiben sein soll,  

erscheint nicht plausibel. 

III. Rechtliche Würdigung  

-   26   - 

1.  Anklagesachverhalt HD 

Dass der Beschuldigte den Tatbestand des Raubes im Sinne von Art. Art. 140 

Ziff. 1 StGB erfüllt hat, bedarf keiner weiteren Erläuterungen und wird auch von 

der Verteidigung nicht in Frage gestellt. Zu prüfen bleibt, ob das konkrete  

Vorgehen und der Einsatz eines Messers den qualifizierten Tatbestand des  

Art. 140 Ziff. 3 Abs. 3 StGB erfüllt. Gemäss dieser Bestimmung wird der Räuber 

mit einer Freiheitsstrafe nicht unter zwei Jahren bestraft, wenn er durch die Art, 

wie er den Raub begeht, seine besondere Gefährlichkeit offenbart. Da auch dem 

Grundtatbestand des Raubes eine gewisse Gewaltanwendung inhärent ist,  

gestaltet sich die Abgrenzung zwischen dem Grundtatbestand und dem qualifi-

zierten Tatbestand der besonderen Gefährlichkeit als schwierig. Die Abgrenzung 

wird auch dadurch erschwert, dass es sich bei der Qualifikation gemäss Ziff. 3 

Abs. 3 um einen Auffangtatbestand handelt, weshalb nach bundesgerichtlicher 

Rechtsprechung eine Bestrafung nach diesem qualifizierten Tatbestand nur in 

Frage kommt, wenn die Tat nach ihrem Unrechts- und Schuldgehalt besonders 

schwer wiegt (Niggli/Riedo, Basler Kommentar, Strafrecht II, 2. A., N 70 und N 71 

zu Art. 140). Begründet werden kann die besondere Gefährlichkeit durch kühne, 

verwegene, heimtückische Art der Tatbegehung. Als Kriterien können heran-

gezogen werden der planerische und technische Aufwand, das Überwinden  

moralischer oder technischer Hindernisse, professionelle Tatvorbereitung, hart-

näckiges, hinterlistiges Vorgehen (BGE 116 IV 312, S. 317). 

Die Staatsanwaltschaft macht geltend, der Beschuldigte habe dadurch, dass er 

ein Messer zum Einsatz gebracht habe, im Sinne des Gesetzes besondere  

Gefährlichkeit offenbart (Urk. 38 S. 13).  

Vorliegend hat der Beschuldigte im Rahmen der Verübung der Raubtat beiden 

Privatklägern für einen relativ kurzen Zeitraum ein Messer oder einen messer-

ähnlichen scharfen Gegenstand an den Hals gehalten und diesen dadurch im 

Halsbereich oberflächliche Schnittverletzungen zugefügt. Art. 140 StGB beinhaltet 

bezüglich des Ausmasses der Gefährdung eine eigentliche Stufenfolge, welche 

mit Ziff. 1 die Bedrohung mit einer gegenwärtigen Gefahr für Leib und Leben vor-

sieht, mit Ziff. 2 das Mitführen einer Schusswaffe oder einer anderen gefährlichen 

-   27   - 

Waffe sanktioniert und mit Ziff. 4 die Herbeiführung einer stark erhöhten konkre-

ten Lebensgefahr berücksichtigt. Zwischen den Ziff. 4 und Ziff. 2 fällt unter Ziff. 3, 

wer eine besondere Gefährlichkeit schafft, welche mehr als eine blosse Gefahr 

darstellt, aber noch keine stark erhöhte Lebensgefahr bewirkt. Mit Art. 140 Ziff. 3 

Abs. 3 StGB hat der Gesetzgeber eine Art Auffangtatbestand geschaffen, mit dem 

einer anderen besonderen Gefährlichkeit der Tat Rechnung getragen werden soll 

(M. Niggli/Ch. Riedo, in: Basler Kommentar zum StGB II, 3. Auflage, Basel 2013, 

N 75 zu Art. 140 StGB). Berücksichtigt man die in diesem Zusammenhang ein-

schlägige Rechtsprechung des Bundesgerichts, so wird klar, dass das vorliegend 

zu beurteilende Verhalten des Beschuldigten unter Art. 140 Ziff. 3 Abs. 3 StGB zu 

subsumieren ist. So hielt das Bundesgericht in seinem Urteil 6B_988/2013 vom  

5. Mai 2014 bezüglich eines Täters, welcher seinem Opfer ein Messer vor das 

Gesicht gehalten, dieses mit dem Messer aber nicht einmal berührt hat, fest, dass 

dieses Vorgehen mit der Drohung mit einer gesicherten Schusswaffe vergleichbar 

sei, worauf es eine Qualifikation im Sinne von Art. 140 Ziff. 3 Abs. 3 StGB bejahte 

(E. 1.4.1 f.). In der heute zu beurteilenden Konstellation sahen sich die Privat-

kläger – wie auch im zitierten Entscheid des Bundesgerichts – ebenfalls einer 

Überzahl an ihnen gegenüberstehenden Tätern ausgesetzt, wobei der Beschul-

digte den Privatklägern – dies im Gegensatz zum zitierten Entscheid – das  

Messer sogar direkt an den Hals hielt und diese – wenn auch nur geringfügig – 

mit dem Messer verletzte (vgl. in diesem Zusammenahng auch die Entscheide 

des Bundesgerichts 6B_1248/2013 vom 23. September 2013, E. 1.4, sowie 

6B_339/2009 vom 7. August 2009, E. 2.1 ff., in welchen das Bundesgericht in 

ähnlichen Sachverhalten gar von einer Qualifikation gemäss Art. 140 Ziff. 4 StGB 

ausging). Auch bezüglich des vorliegend zu beurteilenden Sachverhalts muss da-

von ausgegangen werden, dass das Verhalten des Beschuldigten mindestens mit  

einer Drohung mit einer gesicherten Schusswaffe verglichen werden kann. Die 

heute zu beurteilende Situation ist im Vergleich sogar als noch gefährlicher zu 

beurteilen, da das Ausmass der konkreten Gefährdung der Opfer nicht allein vom 

Verhalten des Täters abhängig war, sondern auch von einer allfälligen  

(Fehl-)Reaktion eines der beiden Privatkläger hätte negativ beeinflusst werden 

können. Bei der durch den Beschuldigten begangenen Raubtat war aufgrund der 

-   28   - 

dieser inhärenten Dynamik mit erheblichen Verletzungsrisiken zu rechnen, nicht 

zuletzt auch wegen solch unvorhersehbarer und unkontrollierbarer Reaktionen 

der beiden Privatkläger. Das Verhalten des Beschuldigten ist folglich als Raub im 

Sinne von Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 und Ziff. 3 Abs. 3 StGB zu würdigen. 

Die Staatsanwaltschaft geht im Rahmen der rechtlichen Würdigung sodann davon 

aus, dass vorliegend ein mehrfacher Raub gegeben sei (Urk. HD 21 S. 4; Urk. 38 

S. 13; Urk. 78 S. 1), wogegen die Vorinstanz festhielt, dass von einer Handlungs-

einheit bzw. von einem Gesamtvorsatz und somit nicht von einer mehrfachen 

Tatbegehung auszugehen sei (Urk. 58 S. 56 und S. 73). 

Ob eine oder mehrere Handlungen vorliegen, ist eine Rechtsfrage (vgl.  

Trechsel/Affoltern-Eijsten, in: Trechsel/Pieth [Hrsg.], Praxiskommentar zum StGB, 

2. Auflage, Zürich/St. Gallen 2013, N 3 zu Art. 49 StGB, mit weiteren Hinweisen). 

Das Bundesgericht hält fest, dass derjenige Täter wegen eines (einfachen)  

Diebstahls zu verurteilen sei, der in einem räumlich-zeitlichen Kontext von Laden 

zu Laden ziehe (Urteil des Bundesgerichts 6S.531/2000 vom 27. Dezember 2000, 

E. 2c). Die herrschende Lehre geht für die Annahme einer Handlungseinheit bei 

Rechtsgütern mit individuellem Einschlag jedoch präzisierend davon aus, dass 

stets auch dieselbe Person betroffen sein müsse, die einzelnen Taten also gegen  

den selben Träger des Rechtsgutes gerichtet sein müsse (Stratenwerth,  

Schweizerisches Strafrecht, AT I, 3. Auflage, Bern 2005, § 19 N 18). Bei  

unpersönlichen Rechtsgütern wie dem Eigentum und dem Vermögen kann die 

Einschränkung des identischen Rechtsgutträgers entbehrlich sein (so im zitierten 

Urteil des Bundesgerichts betreffend Diebstahl). Aufgrund des konkret erstellten 

Verhaltens des Beschuldigten ist vorliegend jedoch von einem dominierenden  

individuellen Anteil im Bereich der geschützten Rechtsgüter auszugehen, womit 

vorliegend eine mehrfache Tagbegehung anzunehmen ist. 

Der Beschuldigte ist daher des mehrfachen Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 

Abs. 1 und Ziff. 3 Abs. 3 StGB schuldig zu sprechen. 

2. Anklagesachverhalt ND 3 

-   29   - 

Betreffend den Vorwurf der einfachen Körperverletzung zum Nachteil des Privat-

klägers A._____ kann bezüglich der Abgrenzung zwischen einfacher  

Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 StGB und Tätlichkeiten im Sinne 

von Art. 126 StGB vollumfänglich auf die zutreffenden Erwägungen der  

Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 58 S. 57 f.; Art. 82 Abs. 4 StPO). 

Festzuhalten ist, dass der Privatkläger als Folge des Faustschlages eine Gehirn-

erschütterung mit kurzzeitiger Bewusstlosigkeit erlitten hat und eine Rissquetsch-

wunde an der linken Augenbraue, welche genäht werden musste und gemäss 

ärztlichem Bericht des Stadtspitals Triemli eine Narbe hinterlassen wird (Urk.  

ND 3/8/3 S. 2). Diese Verletzungsfolgen erfüllen klar den Tatbestand der ein-

fachen Körperverletzung und sind – wie inzwischen auch die Verteidigung aner-

kennt (Urk. 78 S. 16) – nicht mehr als blosse Tätlichkeiten zu qualifizieren. 

Der Beschuldigte ist daher der einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 

Ziff. 1 StGB schuldig zu sprechen. 

IV. Strafzumessung 

1. Strafzumessungsregeln  

Zu den Strafzumessungsregeln hat sich die Vorinstanz abschliessend geäussert, 

es kann vollumfänglich auf ihre zutreffenden Erwägungen verwiesen werden  

(Urk. 58 S. 58 ff.; Art. 82 Abs. 4 StPO). Für die Bemessung der Verschuldens-

grade wird auch vorliegend auf die von der Vorinstanz verwendete Tabelle  

abgestellt (Urk. 58 S. 60). 

2. Strafzumessung für das schwerste Delikt  

2.1. Strafrahmen 

Der Strafrahmen für Raub im Sinne von Art. 140 Ziff. 3 Abs. 3 StGB beträgt Frei-

heitstrafe nicht unter zwei Jahren bis zu 20 Jahren (Art. 40 StGB). Es liegen keine 

besonderen Umstände vor, welche eine Über- oder Unterschreitung dieses  

ordentlichen Strafrahmens angezeigt erscheinen liessen. Die Strafe ist daher in-

nerhalb des ordentlichen Strafrahmens festzulegen (vgl. BGE 136 IV 55, E. 5.8). 

-   30   - 

2.2. Tatkomponente des Raubes zum Nachteil des Privatklägers C._____ 

2.2.1  Objektive Tatkomponente 

Der Beschuldigte hat gegen den Privatkläger C._____ Gewalt angewendet indem 

er ihm ein Messer an den Hals gehalten hat. Zudem hat er diesem einen Faust-

schlag und einen Fusstritt versetzt. Die erlittenen Verletzungen durch den  

Messereinsatz sind zwar noch leicht ausgefallen, wobei der Privatkläger C._____ 

festhielt, dass es nicht den Anschein gemacht habe, dass der Beschuldigte ihn 

mit dem Messer auch tatsächlich habe verletzen wollen, sondern dass dieser ihm 

einfach habe Angst machen wollen (Urk. HD 4/2 S. 7). Es darf jedoch nicht ver-

kannt werden, dass der Einsatz eines Messers gegen den Hals einer Person je 

nach Reaktion des Opfers in einem dynamischen Geschehen zu einer schwer-

wiegenden Verletzung hätte führen können. Das Vorgehen war nicht ausdrücklich 

abgesprochen und erfolgte spontan aus nichtigem Anlass sowie aus einem Frust 

heraus. Der Beschuldigte muss als Initiator gesehen werden. Zudem liegt  

gemeinsame Tatbegehung mit dem Mitbeschuldigten E._____ vor und wurde der 

Eindruck der Übermacht ausgenützt, den die Gruppe um den Beschuldigten  

gegenüber dem Privatkläger erweckte. Die erhältlich gemachte Beute in Form  

eines Mobiltelefons ist nicht hoch ausgefallen und entspricht dem ungeplanten 

unorganisierten Vorgehen. 

In objektiver Hinsicht wiegt das Verschulden innerhalb des qualifizierten Straf-

rahmens von Art. 140 Ziff. 3 Abs. 3 noch leicht. 

2.2.2  Subjektive Tatkomponente 

Der Beschuldigte handelte mit direktem Vorsatz. Aus blossem Frust darüber, dass 

er aus dem Club gewiesen worden war, hat er den Privatkläger angegriffen, ohne 

dass ihm dieser den geringsten Anlass dazu gegeben hätte. Daneben dürften 

auch finanzielle Motive eine Rolle gespielt haben. In erster Linie ging es aber  

darum, Aggressionen abzulassen. Insgesamt wiegt das Verschulden auch in  

Berücksichtigung der subjektiven Tatkomponente noch leicht. 

-   31   - 

2.2.3  Einsatzstrafe 

Dem insgesamt leichten Verschulden angemessen erscheint eine Einsatzstrafe 

von 28 Monaten Freiheitsstrafe. 

2.3. Täterkomponente 

Die Vorinstanz hat die persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten zutreffend 

dargelegt (Urk. 58 S. 64 f.). Auch unter Mitberücksichtigung der anlässlich der 

heutigen Berufungsverhandlung zu Protokoll gegebenen Aktualisierungen zur 

Person (insbesondere betreffend die neue Arbeitsstelle des Beschuldigten,  

welche dieser aufgrund eines Fahrradunfalles jedoch nicht antreten konnte; vgl. 

Urk. 77 S. 1 ff.) ergeben sich daraus keine strafzumessungsrelevanten Faktoren. 

Der Beschuldigte ist nicht vorbestraft (Urk. 72), was sich bei der Strafzumessung 

neutral auswirkt.  

Er hat sich ab Beginn des Vorverfahrens teilweise geständig erklärt, hat sich beim 

Privatkläger C._____ entschuldigt und diesem eine Genugtuung von Fr. 1'500.-- 

bezahlt, was sich strafmindernd auswirkt. 

Entgegen den Ausführungen der Verteidigung (Urk. 79 S. 18 f.) kann nicht  

strafmindernd berücksichtigt werden, dass der Beschuldigte im Zeitpunkt der 

Raubstraftat erst 18 ½ Jahre alt war. Ein entsprechender Milderungsgrund  

existiert im geltenden Recht nicht mehr, was die Verteidigung konzediert. Dass es 

– so die Verteidigung – übermässig lange bis zur Ausfällung eines Strafurteils ge-

dauert hat, hat der Beschuldigte zudem vor allem seiner wiederholten Delinquenz 

während des laufenden Strafverfahrens zu verdanken. Eine Verletzung des  

Beschleunigungsgebots liegt mithin nicht vor. 

Was die erneute Delinquenz des Beschuldigten im Nachgang zu den heute zur 

Diskussion stehenden Delikten betrifft (vgl. Urk. 71 und Urk. 77 S. 3 ff.), ist  

festzuhalten, dass die Strafzumessung das gegenwärtig zu beurteilende Delikt 

und das damit unmittelbar in Zusammenhang stehende Nachtatverhalten  

umfasst. Tatvorwürfe, welche Gegenstand eines anderen Verfahrens sind, darf 

-   32   - 

das Gericht aufgrund der Unschuldsvermutung und des Doppelbestrafungs-

verbots nicht in die Strafzumessung einbeziehen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

6B_488/2011 vom 27. Dezember 2011, E. 3.3). 

2.4. Sanktion 

Die Einsatzstrafe von 28 Monaten ist aufgrund des Teilgeständnisses und  

des Nachtatverhaltens gegenüber dem Privatkläger C._____ auf 24 Monate zu  

reduzieren. 

2.5 Asperation der Strafe betreffend den Raub zum Nachteil des Privatklägers 

D._____ 

Hinsichtlich des Raubes des Beschuldigten zum Nachteil des Privatklägers 

D._____ kann sowohl betreffend die objektive und subjektive Tatkomponente als 

auch die Täterkomponente weitgehend auf die vorstehenden Ausführungen be-

treffend den Raub zum Nachteil des Privatklägers C._____ verwiesen werden 

(Ziff. 2.2.1., Ziff. 2.2.2. und Ziff. 2.3.). In Abweichung zu den genannten Ausfüh-

rungen ist jedoch zu beachten, dass der Beschuldigte dem Privatkläger D._____ 

nicht zusätzlich einen Faustschlag und einen Fusstritt versetzt hat. Zudem ist zu  

berücksichtigen, dass der Beschuldigte den Privatkläger D._____ im Anschluss  

daran, dass er diesem das Messer an den Hals gehalten und dessen Mobiltelefon 

behändigt hat, zusammen mit E._____ zum Bankomaten begleitete. Im Übrigen 

kann aufgrund der Nähe des Tathergangs zu demjenigen zum Nachteil des Pri-

vatklägers C._____ auf die vorgenannten Ausführungen verwiesen werden. 

In Anbetracht der gesamten Umstände ist die Einsatzstrafe für diese zweite  

Raubtat in Anwendung des Asperationsprinzips von 24 Monaten auf 30 Monate 

zu erhöhen. 

 

 

3. Körperverletzung ND 3 

-   33   - 

3.1. Strafrahmen 

Der Strafrahmen für einfache Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 StGB 

erstreckt sich von Geldstrafe bis drei Jahre Freiheitsstrafe. 

3.2. Tatkomponente 

3.2.1. Objektive Tatkomponente 

Der Beschuldigte hat dem alkoholisierten und damit allgemein reduzierten Privat-

kläger unvermittelt einen heftigen Faustschlag versetzt und ihm dadurch eine 

Rissquetschwunde an der linken Augenbraue und eine Gehirnerschütterung zu-

gefügt. Die Rissquetschwunde musste genäht werden und es wird eine Narbe im 

Gesicht des Privatklägers sichtbar bleiben. Der Schlag erfolgte unvermittelt, traf 

den Privatkläger völlig unvorbereitet, ohne dass unmittelbar eine Provokation des 

Privatklägers vorausgegangen wäre.  

Das Verschulden wiegt in objektiver Hinsicht nicht mehr leicht. 

3.2.2. Subjektive Tatkomponente 

Der Beschuldigte handelte mit direktem Vorsatz. Da seiner Tat keine unmittelbare 

Provokation oder ein Angriff des Privatklägers vorausging, der Schlag diesen  

vielmehr völlig unvorbereitet traf, muss das Motiv des Beschuldigten mit der  

Vorinstanz (Urk. 58 S. 63) darin gesehen werden, dass er sich aus verletztem 

Stolz am Privatkläger rächen wollte, weil sich dieser in eine Auseinandersetzung 

zwischen dem Beschuldigen und K._____ eingemischt hatte. 

Das direktvorsätzliche Handeln aus nichtigem Anlass lässt das Verschulden auch 

in subjektiver Hinsicht als nicht mehr leicht erscheinen. 

 

 

3.2.3. Bewertung der Tatkomponente 

-   34   - 

Insgesamt wiegt das Tatverschulden nicht mehr leicht. 

3.3. Täterkomponente 

Hinsichtlich der persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten ist auch an dieser 

Stelle festzuhalten, dass sich daraus keine strafzumessungsrelevanten Faktoren 

ergeben. 

Der Beschuldigte erklärte sich einerseits vollumfänglich geständig, was sich 

strafmindernd auswirkt. Auf der anderen Seite fällt aber straferhöhend ins  

Gewicht, dass der Beschuldigte während hängigem Verfahren und trotz erstande-

ner Untersuchungshaft unbeeindruckt erneut delinquierte. 

Die strafmindernden und straferhöhenden Faktoren wiegen sich gegenseitig auf. 

3.4. Sanktion 

Vorliegend ist keine selbständige Strafe für die Körperverletzung auszufällen, 

vielmehr ist eine angemessene Erhöhung der Einsatzstrafe für das schwerste  

Delikt durch Asperation vorzunehmen (Art. 49 Abs. 1 StGB). Angemessen er-

scheint eine Erhöhung der Einsatzstrafe von 30 Monaten auf 34 Monate. 

4. Mehrfaches Vergehen gegen das Waffengesetz  

Betreffend die Strafzumessung zu diesen Delikten kann vollumfänglich auf die  

zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 58 S. 63,  

Art. 82 Abs. 4 StPO). Mit der Vorinstanz ist das Verschulden als nicht mehr leicht 

zu bewerten. Das Geständnis des Beschuldigten einerseits und die Delinquenz 

während hängigem Verfahren und trotz erlittener Haft wiegen sich auf.  

5. Gesamtbeurteilung 

Mit einer Asperation der Einsatzstrafe von 30 Monaten für die Raubtat auf  

36 Monate für alle Delikte wird allen strafzumessungsrelevanten Faktoren in an-

gemessener Weise Rechnung getragen. 

-   35   - 

Der Beschuldigte ist daher mit einer Freiheitsstrafe von 36 Monaten zu bestrafen. 

An diese Strafe anzurechnen sind 209 Tage erstandene Haft und vorzeitiger 

Strafvollzug. 

V. Vollzug 

Der Beschuldigte ist heute mit einer Freiheitsstrafe von 36 Monaten zu bestrafen. 

Die objektive Voraussetzung für einen vollumfänglichen Aufschub der auszu-

sprechenden Strafe ist somit nicht erfüllt (Art. 42 Abs. 1 StGB). Es ist jedoch zu 

prüfen, ob dem Beschuldigten der teilbedingte Vollzug der Freiheitsstrafe gewährt 

werden kann (Art. 43 Abs. 1 StGB). 

In subjektiver Hinsicht ist dabei zu berücksichtigen, dass der Beschuldigte zwar 

nicht vorbestraft ist, jedoch nach erstandener 35-tägiger Untersuchungshaft und 

während dem betreffend seine Raubtat geführten Strafverfahren zweimal erneut 

straffällig geworden ist (einfache Köperverletzung und Widerhandlungen gegen 

das Waffengesetz), was bereits Zweifel an seinen Bewährungsaussichten  

hervorzurufen vermag. Nach insgesamt 209 Tagen in Haft bzw. in vorzeitigem 

Strafvollzug hat der Beschuldigte nunmehr – wiederum während des noch  

laufenden Strafverfahrens – erneut die Eröffnung einer Strafuntersuchung  

veranlasst, betreffend welcher er zumindest teilweise anerkennt, einen  

Jugendlichen geschlagen und dabei verletzt zu haben (Urk. 77 S. 3 ff.). Das bis 

anhin gegen den Beschuldigten geführte Strafverfahren und die damit in Zusam-

menhang stehende Inhaftierung von insgesamt 209 Tagen scheinen ihn nicht  

genügend beeindruckt zu haben, um ihn von weiterer Delinquenz abzuhalten. An 

dieser Stelle ist auch zu berücksichtigen, dass der Beschuldigte eine gewisse 

Reue und Einsicht offenbarte, welche sich in seinen Entschuldigungen gegenüber 

den Privatklägern und in der Tatsache, dass er deren Zivilforderungen teilweise 

anerkannte und bereits beglichen hat, manifestierte. In Anbetracht der gesamten 

Umstände kann dem Beschuldigten keine eigentliche Schlechtprognose gestellt 

werden, weshalb ihm der teilbedingte Vollzug der Strafe gewährt werden kann. 

Da der Beschuldigte durch sein Verhalten trotz pendentem Verfahren und erstan-

dener Haft aber eine nicht zu vernachlässigende Uneinsichtigkeit an den Tag  

legte, ist heute davon auszugehen, dass der Vollzug von 18 Monaten Freiheits-

-   36   - 

strafe notwendig sein wird, um einerseits seinem Verschulden genügend Rech-

nung zu tragen (Art. 43 Abs. 1 StGB) und andererseits seine Legalprognose  

soweit positiv zu beeinflussen, dass in Zukunft mit keinem erneuten Rückfall in die 

Delinquenz gerechnet werden muss. Die durch ihn bereits erstandenen 209 Tage 

Haft bzw. der vorzeitige Strafvollzug sind dabei auf den vollziehbaren Teil der 

Strafe anzurechnen. Für den aufzuschiebenden Strafteil von 18 Monaten ist dem  

Beschuldigten aufgrund der verbleibenden Bedenken eine Probezeit von 3 Jahren 

anzusetzen (Art. 44 Abs. 1 StGB). 

VI. Zivilforderungen 

Betreffend die Grundsätze für die adhäsionsweise Geltendmachung von Zivil-

forderungen sowie die für die Bemessung der Genugtuung massgebenden  

Kriterien kann auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen  

werden (Urk. 58 S. 67 ff.). 

Der Privatkläger A._____ beantragte die Zusprechung einer Genugtuung im Be-

trage von Fr. 100'000.-- (Urk. ND 3/9/5) ohne dies zu begründen. Der  

Beschuldige anerkannte eine Genugtuungsforderung im Betrage von Fr. 500.-- 

und beantragte, die Genugtuungsforderung sei im Mehrbetrag  auf den Zivilweg 

zu verweisen (Urk. 79 S. 2 und S. 22). 

Der Privatkläger trug aufgrund des massiven Faustschlages des Beschuldigten 

eine Verletzung der körperlichen Integrität davon. Er wurde kurzzeitig bewusstlos 

und erlitt eine Gehirnerschütterung und eine Rissquetschwunde an der linken  

Augenbraue, welche genäht werden musste. Mit der Vorinstanz (Urk. 58 S. 71) ist 

sodann festzuhalten, dass der Privatkläger vom Beschuldigten völlig über-

raschend aus der Menschenmenge heraus geschlagen wurde, ohne dass eine 

Provokation unmittelbar vorausgegangen wäre und von einem Selbstverschulden 

des Privatklägers gesprochen werden könnte. In Berücksichtigung der durch den 

Privatkläger A._____ konkret erlittenen immateriellen Unbill rechtfertigt es sich, 

diesem eine Genugtuung von Fr. 1'000.– zuzusprechen. Das Genugtuungsbegeh-

ren ist im Mehrbetrag abzuweisen. 

-   37   - 

VII. Kostenfolgen 

Im Berufungsverfahren unterliegt der Beschuldigte betreffend die beantragte  

Reduktion der Strafe. Er obsiegt jedoch hinsichtlich der Qualifikation der ein-

fachen Körperverletzung (als davon auszugehen ist, dass kein Schlagring zum 

Einsatz kam und somit auch Ziff. 2 Abs. 2 von Art. 123 StGB nicht zur Anwendung 

gelangt) sowie teilweise hinsichtlich der Bemessung der Genugtuung zugunsten 

des Privatklägers A._____. Die Staatsanwaltschaft dagegen obsiegt mit ihrem  

Antrag im Schuldpunkt betreffend den qualifizierten Raubtatbestand und teilweise 

auch mit dem Antrag auf Erhöhung der Strafe. Entsprechend diesem Obsiegen 

und Unterliegen sind die Kosten des Berufungsverfahrens dem Beschuldigten zu 

drei Vierteln aufzuerlegen und zu einem Viertel auf die Staatskasse zu nehmen 

(Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Kosten der amtlichen Verteidigung sind einstweilen 

auf die Gerichtskasse zu nehmen. Die diesbezügliche Rückzahlungspflicht des 

Beschuldigen gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO ist dabei im Umfang von ¾ vorzube-

halten. 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 2. Abteilung, 

vom 10. Dezember 2014 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:  

"1. Der Beschuldigte B._____ ist schuldig 

- (…) 

- (…) 

- des mehrfachen Vergehens gegen das Waffengesetz im Sinne von Art. 33 
Abs. 1 lit. a WG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 lit. d und e WG 

2.-3. (...) 

4. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger C._____ Fr. 1'500.-- zuzüglich  
5% Zins ab 16. September 2012 als Genugtuung zu bezahlen.  

 Es wird vorgemerkt, das der Beschuldigte die Genugtuungsforderung des Privat-
klägers C._____ im Betrag von Fr. 1'500.-- anerkannt und bereits bezahlt hat. 

5. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger D._____ Fr. 1'500.-- zuzüglich 
 5% Zins ab 16. September 2012 als Genugtuung zu bezahlen.  

-   38   - 

 Es wird vorgemerkt, das der Beschuldigte die Genugtuungsforderung des Privat-
klägers D._____ im Betrag von Fr. 1'500.-- anerkannt und bereits bezahlt hat. 

6. a)  (…) 

Es wird vorgemerkt, das der Beschuldigte die Genugtuungsforderung des  
Privatklägers A._____ im Betrag von Fr. 500.-- anerkannt hat. 

b) Der Privatkläger A._____ wird bezüglich des Schadenersatzbegehen auf den 
Weg des Zivilprozesses verwiesen. 

7. Die folgenden, mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom  

21. März 2013 bzw. 15. August 2014 beschlagnahmten und bei der Kasse des  

Bezirksgerichts Zürich lagernden Gegenstände: 

− Teleskop-Schlagstock (Asservat-Nr. A…), 

− Elektroschocker getarnt als Mobiltelefon (Asservat-Nr. A…), 

werden eingezogen und der Lagerbehörde zur gutscheinenden Verwendung über-
lassen. 

8. Das von der Stadtpolizei Zürich, Jugenddienst, am 9. Dezember 2014 beigezogene 

kleine Schmetterlingsmesser (Asservat-Nr. A…) wird als Beweismittel zu den Akten 

genommen. 

9. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 4'200.00 ; die weiteren Auslagen betragen: 

Fr. 4'000.00   Gebühr Anklagebehörde 

Fr. 2'542.00   Auslagen Untersuchung  

Fr.    amtliche Verteidigung (ausstehend) 

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

10. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, einschliesslich die-
jenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten 
der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten 
bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO. 

11. (Mitteilungen.) 

12. (Rechtsmittel.)" 

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.  

-   39   - 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte ist ausserdem schuldig  

- des mehrfachen Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 und  

Ziff. 3 Abs. 3 StGB  

- der einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1  

Abs. 1 StGB. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 36 Monaten Freiheitsstrafe, wovon  

209 Tage durch Haft sowie vorzeitigen Strafvollzug erstanden sind. 

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 18 Monaten aufgescho-

ben und die Probezeit auf 3 Jahre festgesetzt. Im Übrigen (18 Monate,  

abzüglich 209 Tage, die durch Haft sowie vorzeitigen Strafvollzug erstanden 

sind) wird die Freiheitsstrafe vollzogen. 

4. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger A._____ Fr. 1'000.-- als 

Genugtuung zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren 

abgewiesen. 

5. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 4'000.-- ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 4'000.--   amtliche Verteidigung 

   

6. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der 

amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten zu ¾ auferlegt und im 

verbleibenden Viertel auf die Gerichtskasse genommen.  

Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichts-

kasse genommen. Die Rückzahlungspflicht des Beschuldigen bleibt im  

Umfang von ¾ gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO vorbehalten.  

 

-   40   - 

7. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  
des Beschuldigten (übergeben) 

− die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich (übergeben) 

− Rechtsanwältin lic. iur. X._____ im Doppel für sich  
und zuhanden des Privatklägers A._____ (versandt) 

− den Privatkläger C._____, … [Adresse]  
(versandt) 

− den Privatkläger D._____, … [Adresse]  
(versandt) 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  
des Beschuldigten 

− die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich  

− Rechtsanwältin lic. iur. X._____ im Doppel für sich  
und zuhanden des Privatklägers A._____ 

− den Privatkläger C._____, … [Adresse]  

− den Privatkläger D._____, … [Adresse] 

− Bundesamt für Polizei, Zentralstelle Waffen, Nussbaumstrasse 29, 
3003 Bern 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung all-
fälliger Rechtsmittel an 

− die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und 
Vernichtung des ED-Materials" 

− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A 

− die Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich 

− das Migrationsamt des Kantons Zürich 

− die Vorinstanz 

− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 
Vollzugsdienste 

-   41   - 

8. Rechtsmittel: 

Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-

sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 

begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
 

Zürich, 17. September 2015 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 
 

Oberrichter lic. iur. S. Volken 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 
 

lic. iur. P. Rietmann 
 

 

	Urteil vom 17. September 2015
	Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 2. Abteilung, vom 10. Dezember 2014 (DG140250)
	Anklage:
	Urteil der Vorinstanz: (Urk. 58)
	1. Der Beschuldigte B._____ ist schuldig
	 des Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB,
	 der einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 in Verbindung mit Ziff. 2 Abs. 2 StGB sowie
	 des mehrfachen Vergehens gegen das Waffengesetz im Sinne von Art. 33 Abs. 1 lit. a WG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 lit. d und e WG.

	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 2 Jahren Freiheitsstrafe, wovon bis und mit heute 209 Tage durch Haft sowie durch vorzeitigen Strafantritt erstanden sind.
	3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 3 Jahre festgesetzt.
	4. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger C._____ Fr. 1'500.– zuzüglich 5 % Zins ab 16. September 2012 als Genugtuung zu bezahlen.
	Es wird vorgemerkt, dass der Beschuldigte die Genugtuungsforderung des Privatklägers C._____ im Betrag von Fr. 1'500.– anerkannt und bereits bezahlt hat.
	5. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger D._____ Fr. 1'500.– zuzüglich 5 % Zins ab 16. September 2012 als Genugtuung zu bezahlen.
	Es wird vorgemerkt, dass der Beschuldigte die Genugtuungsforderung des Privatklägers D._____ im Betrag von Fr. 1'500.– anerkannt und bereits bezahlt hat.
	6. a) Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger A._____ Fr. 1'500.– als Genugtuung zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren abgewiesen.
	Es wird vorgemerkt, dass der Beschuldigte die Genugtuungsforderung des Privatklägers A._____ im Betrag von Fr. 500.– anerkannt hat.
	b) Der Privatkläger A._____ wird bezüglich des Schadenersatzbegehrens auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen.
	7. Die folgenden, mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 21. März 2013 bzw. 15. August 2014 beschlagnahmten und bei der Kasse des Bezirksgerichts Zürich lagernden Gegenstände:
	 Teleskop-Schlagstock (Asservat-Nr. A…),
	 Elektroschocker getarnt als Mobiltelefon (Asservat-Nr. A…),

	werden eingezogen und der Lagerbehörde zur gutscheinenden Verwendung überlassen.
	8. Das von der Stadtpolizei Zürich, Jugenddienst, am 9. Dezember 2014 beigezogene kleine Schmetterlingsmesser (Asservat-Nr. A…) wird als Beweismittel zu den Akten  genommen.
	9. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	10. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, einschliesslich diejenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleib...
	11. (Mitteilungen.)
	12. (Rechtsmittel.)"
	Berufungsanträge:
	1. Es sei festzustellen, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 2. Abteilung, vom 10. Dezember 2014 betreffend die Dispositivziffern 4, 5, 6 lit. b, 7, 8, 9, 10, 11 und 12 in Rechtskraft erwachsen ist.
	2. Der Beschuldigte sei schuldig zu sprechen
	- des Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB
	- der einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB
	- des mehrfachen Vergehens gegen das Waffengesetz im Sinne von  Art. 33 Abs. 1 lit. a WG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 lit. d und e WG
	3. Der Beschuldigte sei zu bestrafen mit einer Freiheitsstrafe von höchstens  12 Monaten sowie einer angemessenen Geldstrafe, unter Anrechnung der erstandenen Untersuchungs- und Sicherheitshaft und des vorzeitigen Strafvollzugs.
	4. Es sei dem Beschuldigten der bedingte Strafvollzug zu gewähren und die Probezeit sei auf 3 Jahre festzusetzen.
	5. Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass der Beschuldigte die Genugtuungsforderung des Privatklägers A._____ in Höhe von Fr. 500.– anerkennt. Im Mehrbetrag sei die Genugtuungsforderung auf den Zivilweg zu verweisen.
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	7. Die folgenden, mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom  21. März 2013 bzw. 15. August 2014 beschlagnahmten und bei der Kasse des  Bezirksgerichts Zürich lagernden Gegenstände:
	 Teleskop-Schlagstock (Asservat-Nr. A…),
	 Elektroschocker getarnt als Mobiltelefon (Asservat-Nr. A…),

	8. Das von der Stadtpolizei Zürich, Jugenddienst, am 9. Dezember 2014 beigezogene kleine Schmetterlingsmesser (Asservat-Nr. A…) wird als Beweismittel zu den Akten genommen.
	9. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:

	Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte ist ausserdem schuldig
	- des mehrfachen Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 und  Ziff. 3 Abs. 3 StGB
	- der einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1  Abs. 1 StGB.
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 36 Monaten Freiheitsstrafe, wovon  209 Tage durch Haft sowie vorzeitigen Strafvollzug erstanden sind.
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  des Beschuldigten (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich (übergeben)
	 Rechtsanwältin lic. iur. X._____ im Doppel für sich  und zuhanden des Privatklägers A._____ (versandt)
	 den Privatkläger C._____, … [Adresse]  (versandt)
	 den Privatkläger D._____, … [Adresse]  (versandt)
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich
	 Rechtsanwältin lic. iur. X._____ im Doppel für sich  und zuhanden des Privatklägers A._____
	 den Privatkläger C._____, … [Adresse]
	 den Privatkläger D._____, … [Adresse]
	 Bundesamt für Polizei, Zentralstelle Waffen, Nussbaumstrasse 29, 3003 Bern
	und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung all-fälliger Rechtsmittel an
	 die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials"
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A
	 die Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich
	 die Vorinstanz
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste