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**Case Identifier:** 3a32b1b9-36fb-5ee3-92c1-f046b189c7b2
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-11-07
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 07.11.2018 200 2018 377
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-377_2018-11-07.pdf

## Full Text

200 18 377 IV
KOJ/PES/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 7. November 2018

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schwegler, Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiber Peter

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 12. April 2018

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Nov. 2018, IV/18/377, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1955 geborene A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) meldete sich im Juni 2016 wegen starker Schmerzen der 
Beinmuskulatur bei der Invalidenversicherung für eine berufliche Integrati-
on/Rente an (Antwortbeilage [AB] 1). Die IV-Stelle Bern (nachfolgend IV-
Stelle bzw. Beschwerdegegnerin) nahm in der Folge in medizinischer und 
erwerblicher Hinsicht Abklärungen vor. Insbesondere holte sie bei den be-
handelnden Ärzten Berichte inkl. der medizinischen Vorakten (AB 17, 18, 
22, 30, 34, 39, 44) sowie die Akten der Krankentaggeldversicherung ein 
(AB 19.1 – 19.4, 40.1 – 40.4). 

Zur weiteren Abklärung des medizinischen Sachverhalts beauftragte die IV-
Stelle im März 2017 Dr. med. C.________, Facharzt für Neurologie, mit 
einer medizinischen Untersuchung des Versicherten (AB 48, 50) sowie, 
nachdem die neurologische Untersuchung keine Erklärung für die geklagte 
Schmerzproblematik gebracht hatte (AB 56), nach Rücksprache mit dem 
Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD; AB 57) und Aktualisierung der medizi-
nischen Akten (AB 62) im September 2017 die D.________ (MEDAS) mit 
einer bidisziplinären Begutachtung in den Fachrichtungen Psychiatrie und 
Rheumatologie (AB 65). Das entsprechende Gutachten datiert vom 2. Fe-
bruar 2018 (AB 71.1).

Mit Vorbescheid vom 14. Februar 2018 stellte die IV-Stelle dem Versicher-
ten bei einem errechneten Invaliditätsgrad von 11% die Abweisung seines 
Leistungsbegehrens in Aussicht. Die Abklärungen hätten ergeben, dass 
ihm aus medizinischer Sicht eine angepasste, namentlich leichte bis inter-
mittierend mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeit in einem Pensum 
von 100% ohne Leistungsminderung zumutbar sei. Bei einem Invaliditäts-
grad von 11% bestehe kein Rentenanspruch (AB 72).

Gegen diesen Vorbescheid erhob der Versicherte am 26. Februar 2018 
Einwand (AB 73), welchen er, neu vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, am 5. April 2018 nachbegründen liess (AB 79).

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Nach Einholung einer Stellungnahme des RAD zu den erhobenen Einwän-
den (AB 81 f.) verfügte die IV-Stelle am 12. April 2018 ihrem Vorbescheid 
vom 14. Februar 2018 entsprechend die Abweisung des Leistungsbegeh-
rens. Es bestehe kein Anspruch auf eine Invalidenrente (AB 83).

B.

Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte, weiterhin vertreten durch 
Rechtsanwalt B.________, am 14. Mai 2018 Beschwerde mit den Rechts-
begehren, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei ihm eine 
ganze Rente zuzusprechen. Eventualiter sei die Beschwerdegegnerin an-
zuweisen, zusätzlich eine medizinische Begutachtung durch einen Spezia-
listen/eine Spezialistin aus dem Fachbereich der Diagnostizierung und Be-
handlung peripherer Neuropathien anzuordnen und nach Vorliegen der 
Begutachtung allenfalls seine funktionelle Leistungsfähigkeit zu evaluieren. 
Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge.

Mit Beschwerdeantwort vom 15. Juni 2018 beantragt die Beschwerdegeg-
nerin die Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-

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gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Angefochten ist die Verfügung der IV-Stelle Bern vom 12. April 
2018 (AB 83). Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer An-
spruch auf eine Rente der Invalidenversicherung hat und dabei insbeson-
dere, ob der Sachverhalt rechtsgenüglich abgeklärt ist.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-

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keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346). Für die Beurteilung des Vorliegens 
einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitli-
chen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt 
zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 
Abs. 2 ATSG). Mit dieser Regelung sind die bisher ungeschriebenen 
Rechtsgrundsätze und insbesondere die Rechtsprechung zur Ausschei-
dung der invaliditätsfremden Faktoren und zum Zumutbarkeitsprinzip neu 
ausdrücklich im Gesetz festgehalten (BGE 140 V 197 E. 6.2.1 S. 199, 135 
V 215 E. 7.3 S. 230; Botschaft zur 5. IVG-Revision, BBl 2005 4530 ff.). 

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine 
Rente, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufga-
benbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnah-
men wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 
40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf 
dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). 
Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine Dreivier-
telsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad 
von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente. Der 
Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens nach Ab-
lauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs.

2.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG). 

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 

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beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 

2.5 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352). 

2.6 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

2.7 Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen 
Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Unter-
suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der 
Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b bb S. 353; SVR 2016 IV Nr. 2 S. 5 E. 4.1). 

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Nach der Rechtsprechung kommt den Gutachtern, was die Wahl der Un-
tersuchungsmethoden betrifft, ein weiter Ermessensspielraum zu. Das be-
inhaltet auch die Auswahl der vorzunehmenden fachärztlichen Abklärun-
gen. Es liegt demnach im Ermessen der Gutachter, ob der Beizug weiterer 
Experten notwendig ist oder nicht (Entscheid des Bundesgerichts [BGer] 
vom 30. Januar 2015, 8C_277/2014, E. 5.2).

2.8 Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeu-
tisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und Begutachtungsauftrag des amt-
lich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits lässt es nicht zu, ein 
medizinisches Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stel-
len und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behan-
delnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten 
bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil 
die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher In-
terpretation entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Be-
gutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (SVR 2017 IV 
Nr. 49 S. 148 E. 5.5, 2008 IV Nr. 15 S. 44 E. 2.2.1).

2.9 Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die 
Verwaltung oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur 
Überzeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrschein-
lich zu betrachten und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem 
feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, so ist auf die Abnahme weite-
rer Beweise zu verzichten. Gleiches gilt, wenn der Sachverhalt, den die 
Partei beweisen will, nicht rechtserheblich erscheint (BGE 122 V 157 E. 1d 
S. 162). In einem solchen Vorgehen liegt kein Verstoss gegen das rechtli-
che Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung (BV; SR 101; 
BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236). Auch das Fairnessgebot von Art. 6 Ziff. 1 der 
Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK; SR 0.101) gewährt in 
diesem Zusammenhang keinen zusätzlichen Schutz (BGE 124 V 90 E. 4b 
S. 94).

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3.

Den medizinischen Akten lässt sich im Wesentlichen Folgendes entneh-
men:

3.1 Bei therapierefraktärem polymyalgischem Krankheitsbild (AB 17 
S. 2 ff., AB 18 S. 14 ff.) wurde mit dem Beschwerdeführer im Februar 2014 
eine Kurzhospitalisation auf der Bettenstation des Spitals E.________ ver-
einbart. Anlässlich dieser vom 19. bis 28. Februar 2014 dauernden Hospi-
talisation liess sich – bis auf eine mässige Dekonditionierung – keine soma-
tische Ursache der Beschwerden evaluieren (AB 18 S. 11 f.). 

Vom 17. März bis 6. Juni 2014 nahm der Beschwerdeführer zur Behand-
lung einer muskulären Dysbalance im Beckengürtel mit Insuffizienz der 
Hüftstabilisatoren und der Oberschenkelmuskulatur sowie einer Dysbalan-
ce der Rumpfstabilisatoren inkl. Protraktion an beiden Schultern an einem 
intensiven ambulanten multimodalen Rehabilitationsprogramm mit Physio-
therapie, Krafttraining, Badtherapie und Ausdauertraining teil. Am Ende des 
Programms nahm er die Arbeit wieder zu 50% an drei Tagen die Woche 
auf (AB 18 S. 9 f.). Ab Juli 2014 arbeitete er wieder zu 75% an vier Tagen 
die Woche (AB 19.2 S. 4; siehe auch AB 18 S. 5 f.).

Im November 2014 fand eine neurologische Untersuchung des Beschwer-
deführers durch Dr. med. C.________, Facharzt für Neurologie, statt. Die-
ser hielt als Diagnosen ein Karpaltunnelsyndrom beidseits sowie ein poly-
myalgisches Beschwerdebild fest. Die durchgeführten neurographischen 
Untersuchungen seien gänzlich normal ausgefallen; eine Polyneuropathie 
sei ausgeschlossen. Die Beschwerden an den Beinen müssten demzufolge 
dem polymyalgischen Schmerzsyndrom zugeordnet werden (AB 22 
S. 12 f.).

Ab Januar 2015 nahm der Beschwerdeführer seine Arbeit wieder zu 100% 
auf (siehe AB 19.2). Im Rahmen einer Nachkontrolle im Spital E.________ 
vom 9. März 2015 wurden keine myofaszialen Tenderpoints im Bereich der 
unteren Extremitäten, keine Gelenkschwellungen und auch keine Arthralgi-
en festgestellt. Sensibilität und Kraft waren symmetrisch intakt. Gemäss 
Bericht klagte der Beschwerdeführer jedoch weiterhin über intermittierende 

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Schmerzen im Bereich der lateralen sowie anterioren Oberschenkel 
(AB 18 S. 3 f.).

3.2

3.2.1 Ab dem 26. März 2016 wurde der Beschwerdeführer von Dr. med. 
F.________, Facharzt für Anästhesiologie, zu 100% arbeitsunfähig ge-
schrieben (AB 19.2 S. 2). Am 8. April 2016 fand eine Nachkontrolle im Spi-
tal E.________ statt. Diese ergab als Diagnose unverändert ein polymyal-
gisches Beschwerdebild. Aufgrund einer erneuten Zunahme der Myalgien 
im Bereich des Beckengürtels und der Oberschenkel beidseits, welche bei 
Belastung deutlich ausgeprägter seien, sei der Beschwerdeführer bei ana-
mnestisch ausgeprägter psychosozialer Belastungssituation mit Problemen 
am Arbeitsplatz seit Ostern zu 100% krankgeschrieben. Eine psychologi-
sche Unterstützung lehne er aktuell ab. Von einer diffusen Druckdolenz der 
Oberschenkelmuskulatur abgesehen bestünden klinisch keine pathologi-
schen Befunde. Analgetika würden nur noch selten eingenommen, da die-
se sowieso nichts nützten. Es seien keine weiteren Verlaufskontrollen ge-
plant, wobei der Beschwerdeführer bei Bedarf jederzeit für eine erneute 
Beurteilung zugewiesen werden könne. Inzwischen erfolge eine Behand-
lung bei Dr. med. F.________, Schmerztherapeut in … (AB 18 S. 1 f.).

3.2.2 Mit Arztbericht vom 28. Juni 2016 hielt Dr. med. G.________, 
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, der Hausarzt des Beschwerdefüh-
rers, als Diagnose ebenfalls ein polymyalgisches Beschwerdebild fest. Der 
Beschwerdeführer leide unter muskulären Schmerzen und Bewegungsein-
schränkungen. Bei Belastung würden die Schmerzen im Bereich des Be-
ckengürtels und der Oberschenkelmuskulatur stark zunehmen. Gemäss 
Dr. med. F.________ sei er deswegen seit dem 28. März 2016 zu 100% 
arbeitsunfähig (AB 22 S. 2 ff.).

3.2.3 Mit Kostengutsprachegesuch vom 1. Oktober 2016 hielt Dr. med. 
F.________ als Diagnosen chronische, oberschenkelbetonte neuromus-
kuläre Schmerzen beider Beine, einen Verdacht auf eine Small-Fiber-
Neuropathie im Bereich der unteren Extremitäten sowie eine Polymyalgia 
rheumatica fest. Alle bisher getätigten Therapien hätten dem Beschwerde-
führer nur gerade initial, für wenige Tage, eine gewisse Beschwerdelinde-

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rung gebracht. Da die Beschwerden beinbetont seien und sicherlich eine 
neuropathische Komponente aufweisen würden, empfehle er die Implanta-
tion eines neuromodulativen Systems (AB 30). Im November 2016 fand die 
entsprechende Implantation statt (AB 34 S. 1 ff.). Gemäss Aktennotiz teilte 
der Beschwerdeführer der IV-Stelle am 9. Dezember 2016 mit, dass er 
durch den Neurostimulator keine relevante Verbesserung verspüre. Er ha-
be nach wie vor Schmerzen in der Muskulatur. So könne er keinesfalls 
zurück zur Arbeit. Der nächste Termin bei Dr. med. F.________ sei am 
19. Dezember 2016 (AB 35).

3.2.4 Mit Bericht vom 10. Februar 2016 (recte: 2017) hielt Dr. med. 
F.________ als Diagnosen chronische lumbospondylogene Schmerzen, 
eine Small-Fiber-Neuropathie in beiden Beinen sowie einen Zustand nach 
Implantation einer spinal cord stimulation (SCS) fest. Bezüglich der Be-
schwerden in beiden Unterschenkeln als Folge einer ausgeprägten Small-
Fiber-Neuropathie und der konsekutiven Beschwerden in beiden Ober-
schenkeln mit ausgeprägten Myogelosen habe sich eine ca. 50%ige Ver-
besserung mit einer aktuellen Gehfähigkeit von bis zu 90 Minuten einge-
stellt. Bezüglich der Arbeitsfähigkeit habe sich keine Änderung ergeben. 
Der Beschwerdeführer sei weiterhin zu 100% arbeitsunfähig und werde in 
seinem Beruf nicht mehr arbeitsfähig sein (AB 44).

3.2.5 Im März 2017 beauftragte die IV-Stelle zur weiteren Abklärung des 
medizinischen Sachverhalts den Neurologen Dr. med. C.________ mit ei-
ner medizinischen Untersuchung des Versicherten. Diese ergab als Dia-
gnose eine chronische Schmerzerkrankung unklarer Ätiologie und als Diffe-
rentialdiagnose ein polymyalgisches Beschwerdebild. Eine Polyneuropathie 
bestehe nicht. Es fänden sich auch keine Hinweise für das Vorliegen einer 
Affektion der kleinen Nervenfasern (Small fibers). Die ergänzend durchge-
führten sympathisch-sudomotorischen Testungen seien normal ausgefal-
len. Körperlich zeige sich ein etwas untersetzter, kräftiger Patient ohne tro-
phische Störungen und ohne Reflexasymmetrie. Einzig auffällig seien mäs-
sige paravertebrale Druckdolenzen. Eine strukturelle neurologische Pro-
blematik als Ursache für die Schmerzen finde er nicht. Bei normalem neu-
rologischem Untersuchungsbefund sehe er von weiteren diagnostischen 
Massnahmen ab (AB 56).

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3.2.6 Mit Verlaufsbericht vom 25. Juli 2017 hielt der Hausarzt des Be-
schwerdeführers in diagnostischer Hinsicht unverändert chronische poly-
myalgiforme Schmerzen fest. Der Gesundheitszustand sei stationär. Dem 
Beschwerdeführer seien keine schweren körperlichen Arbeiten mehr mög-
lich. Das Tragen von Gewichten bis 15 kg sei möglich. Ganz leichte körper-
liche Arbeiten seien noch zumutbar. Die bisherige Erwerbstätigkeit als … 
sei nicht mehr zumutbar (AB 62 S. 2 ff.). 

3.2.7 Mit Bericht vom 22. September 2017 hielt auch Dr. med. 
F.________ fest, dass sich die Situation bei unveränderten Diagnosen bis 
dato nicht wesentlich verändert habe. Im Ruhezustand zeige der Be-
schwerdeführer eine gute Abdeckung der Rückenbeinbeschwerden und die 
Gehfähigkeit bleibe wie bis anhin limitiert auf maximal 90 Minuten. Die Be-
lastungsfähigkeit habe sich nicht verändert. Der Beschwerdeführer zeige 
nach wie vor unter erhöhter Belastung die bekannten Waden- und Ober-
schenkelkrämpfe, die sich leider weder durch SCS noch durch Medikamen-
te adäquat behandeln liessen. Diesem Umstand sei Rechnung zu tragen. 
Eine zukünftige Arbeitsfähigkeit sei sicherlich ausgeschlossen (AB 68). 

3.2.8 Das hierauf zur Klärung der den Schmerzen zugrundeliegenden 
Krankheit, der damit verbundenen funktionellen Einschränkungen und de-
ren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit sowie des medizinischen Zumut-
barkeitsprofils (vgl. AB 57 S. 5) von der IV-Stelle in Auftrag gegebene bi-
disziplinäre Gutachten der MEDAS in den Fachrichtungen Rheumatologie 
und Psychiatrie vom 2. Februar 2018 (AB 71.1) ergab als Diagnose mit 
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches Schmerzsyndrom im 
Oberschenkel-Becken-Lendenbereich unklarer Spezifität (ICD-10: M79.1), 
allenfalls im Rahmen einer ausgeprägten muskulären Dysbalance mit ins-
besondere massiver Verkürzung der femoralen Muskulatur beidseits sowie 
als Diagnose ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine Schmerzverarbei-
tungsstörung (ICD-10: F54; AB 71.1 S. 15). 

Aufgrund der klinischen Befunde sei das Beschwerdebild am ehesten auf 
eine muskuläre Dysbalance vom Lenden-Becken-Oberschenkeltyp zurück-
zuführen. Hinweise für eine Arthropathie im Bereich der Beine, eine von der 
Wirbelsäule ausgehende Problematik oder eine Durchblutungsstörung sei-
en nicht fassbar. Auch hätten sich anlässlich der neurologischen Untersu-

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chung vom Juli 2017 keine Hinweise für eine neurologische Beschwerdeur-
sache ergeben. Insgesamt könnten die hohe subjektive Schmerzintensität 
und die ausgeprägte Behinderung nicht durch objektivierbare somatische 
Befunde begründet werden. Funktionell bestehe lediglich eine leicht einge-
schränkte Belastbarkeit beider Beine. Körperlich schwere Tätigkeiten mit 
langem Stehen und Gehen sowie wiederholtem Abknien seien nicht mehr 
zumutbar. Die angestammte Tätigkeit als … könne deshalb nur noch mit 
einer Einschränkung von mindestens 50% ausgeübt werden. Für eine ge-
eignete Tätigkeit ohne starke körperliche Belastung und ohne häufiges Ab-
knien sei die Arbeitsfähigkeit nicht eingeschränkt. Gestützt auf die Aktenla-
ge sei davon auszugehen, dass die aktuell attestierte Einschränkung in der 
angestammten Tätigkeit um 50% seit circa März 2016 vorliege (AB 71.1 
S. 14). 

Im Rahmen der psychiatrischen Untersuchung konnten keine psychopatho-
logischen Befunde erhoben werden. Der Beschwerdeführer sehe sich als 
kaum arbeitsfähig an. Er arbeite jedoch im Haushalt mit, fahre Auto, habe 
eine gute Beziehung zu seinen Familienangehörigen. Aufgrund der ge-
schilderten Aktivitäten sei es nicht nachvollziehbar, dass er sich subjektiv 
als nicht arbeitsfähig fühle. Er habe seine Berufstätigkeit aufgegeben, an-
sonsten habe sich das Aktivitätsniveau nicht verändert (AB 71.1 S. 8 f.). 
Der Beschwerdeführer klage über Schmerzen, bestreite den Alltag jedoch 
trotzdem aktiv. Er sei in der Lage, bis zu zwei Stunden Auto zu fahren und 
bis zu zwei Stunden Spaziergänge zu unternehmen. Er sei im Alltag nicht 
durch schwere, quälende Schmerzen erheblich beeinträchtigt, sodass die 
Diagnose einer chronischen Schmerzstörung nicht gestellt werden könne. 
Es handle sich um eine Schmerzverarbeitungsstörung (ICD-10: F54). Diese 
sei ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Eine weitere psychiatrische 
Diagnose könne nicht gestellt werden. Aus psychiatrischer Sicht bestehe 
eine Arbeitsfähigkeit von 100%. Es bestünden keine Hinweise dafür, dass 
die Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht jemals eingeschränkt gewe-
sen sei (AB 71.1 S. 7). 

Zusammenfassend kamen die Gutachter zur bidisziplinären Beurteilung, 
schwere Tätigkeiten oder auch die angestammte Tätigkeit seien dem Be-
schwerdeführer noch zu 50% zumutbar. Für körperlich leichte bis intermit-

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tierend mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeiten ohne häufiges Ab-
knien bestehe aus Sicht des Bewegungsapparates eine uneingeschränkte 
Arbeits- und Leistungsfähigkeit. Aus psychiatrischer Sicht seien die soma-
tisch nicht ausreichend erklärbaren Befunde für die subjektiv angegebenen 
Beschwerden – bei nicht ursächlich vorliegender psychosozialer Belas-
tungssituation – beschreibend einer Schmerzverarbeitungsstörung zuzu-
ordnen. Eine Komorbidität liege aus psychiatrischer Sicht nicht vor. 
Gemäss Prüfung der Indikatoren und Inkonsistenzprüfung könne aufgrund 
der Schmerzverarbeitung keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zuge-
ordnet werden. Zusammenfassend resultiere aus bidisziplinärer Sicht, dass 
beim Beschwerdeführer in der angestammten Tätigkeit, allgemein in kör-
perlich schweren, erheblich belastenden Tätigkeiten, ab März 2016 eine 
bleibende Arbeitsunfähigkeit zu bestätigen sei. In leichten bis intermittie-
rend mittelschweren, wechselbelastenden Tätigkeiten bestehe hingegen 
nach wie vor eine 100%ige Arbeits- und Leistungsfähigkeit (AB 71.1 S. 15). 
Aus rheumatologischer Sicht empfehle sich eine intensive Physiotherapie 
(AB 71.1 S. 16).

4.

4.1 Die Beschwerdegegnerin stützt sich in der angefochtenen Verfü-
gung vom 12. April 2018 (AB 83) in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen 
auf die Ergebnisse der neurologischen Untersuchung durch Dr. med. 
C.________ vom 7. Juli 2017 (AB 56; vgl. E. 3.2.5 hiervor) sowie auf das 
bidisziplinäre Gutachten der MEDAS vom 2. Februar 2018 (AB 71.1; vgl. 
E. 3.2.8 hiervor). Beiden Expertisen ist vorliegend volle Beweiskraft zuzu-
erkennen. Sie sind für die streitigen Belange umfassend, beruhen auf all-
seitigen Untersuchungen, berücksichtigen die geklagten Beschwerden, 
sind in Kenntnis der Anamnese abgegeben worden, in der Darlegung des 
medizinischen Sachverhalts und in der Beurteilung der medizinischen Si-
tuation einleuchtend und die Schlussfolgerungen sind begründet (vgl. 
E. 2.5 hiervor). 

Dass der rheumatologische Gutachter zur Behandlung der festgestellten 
muskulären Dysbalance im Oberschenkelbereich eine intensive Physiothe-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Nov. 2018, IV/18/377, Seite 14

rapie mit insbesondere Massnahmen zur Detonisierung und Dehnung der 
ventralen Oberschenkelmuskulatur empfiehlt, steht entgegen des Vorbrin-
gens in der Beschwerde S. 4 oben nicht in Widerspruch zur Beurteilung, 
wonach der Beschwerdeführer für körperlich leichte bis intermittierend mit-
telschwere, wechselbelastende Tätigkeiten ohne häufiges Abknien unein-
geschränkt arbeits- und leistungsfähig ist und lediglich körperlich schwere 
Tätigkeiten mit langem Stehen und Gehen sowie wiederholtem Abknien 
nicht mehr zumutbar sind (vgl. E. 3.2.8 hiervor). Die vom Gutachter emp-
fohlene intensive Physiotherapie dient der Behandlung der muskulären 
Dysbalance im Oberschenkelbereich (AB 71.1 S. 14) und ist nicht Bedin-
gung für die Ausübung von angepassten Tätigkeiten. So verspricht sich der 
Gutachter von der Behandlung denn auch keine Steigerung der Arbeits-
fähigkeit (AB 71.1 S. 14 unten). 

Dass der den Beschwerdeführer schmerztherapeutisch behandelnde 
Dr. med. F.________ diesem eine vollständige Arbeitsunfähigkeit auch für 
angepasste Tätigkeiten bescheinigt (AB 68, Beschwerdebeilage [BB] 3), 
kann für sich allein nicht als Indiz gegen die Zuverlässigkeit der diesbezüg-
lichen gutachterlichen Beurteilung gewertet werden. Weder begründet 
Dr. med. F.________ in seinen Berichten, weshalb der Beschwerdeführer 
auch in körperlich leichten bis intermittierend mittelschweren, wechselbe-
lastenden Tätigkeiten ohne häufiges Abknien arbeitsunfähig sein soll noch 
sind aus seinen Berichten Aspekte ersichtlich, die von den Gutachtern un-
erkannt oder ungewürdigt geblieben wären. Seine anderslautende Ein-
schätzung beruht vielmehr allein auf einer abweichenden subjektiven ärztli-
chen Interpretation des von den Gutachtern bereits vollumfänglich berück-
sichtigten (medizinischen) Sachverhalts, was nicht genügt, um die gutach-
terliche Beurteilung in Zweifel zu ziehen und zum Anlass weiterer Ab-
klärungen zu nehmen (vgl. E. 2.8 hiervor). Umso weniger, als in diesem 
Zusammenhang auch der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen ist, 
dass schmerztherapeutisch tätige Ärzte mit dem Erfordernis, den geklagten 
Schmerz zunächst bedingungslos zu akzeptieren, mitunter im Hinblick auf 
ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zugunsten 
ihrer Patienten aussagen (vgl. Entscheid des EVG vom 20. März 2006, 
I 655/05, E. 5.4). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Nov. 2018, IV/18/377, Seite 15

Dass Dr. med. F.________ als Facharzt für Anästhesiologie trotz eines 
normalen neurologischen Untersuchungsbefundes anlässlich der Begut-
achtung durch den Neurologen Dr. med. C.________ im Juli 2017 (AB 56) 
nach wie vor verschiedene Diagnosen bzw. Verdachtsdiagnosen aus dem 
neurologischem Fachgebiet stellt, ohne diese zu begründen (vgl. AB 68, 
BB 3), vermag an der Vollständigkeit und Zuverlässigkeit des neurologi-
schen Gutachtens keine Zweifel zu erwecken. Wie die RAD-Ärztin Dr. med. 
H.________, Fachärztin für Neurologie, in ihrer Aktenbeurteilung vom 
10. April 2018 schlüssig und nachvollziehbar darlegt, ergeben sich keine 
neuen Ansatzpunkte. Dr. med. C.________ hat die relevanten Zusatzun-
tersuchungen (EMG, ENG, Schweisstestung) durchgeführt und den medi-
zinischen Sachverhalt damit aus neurologischer Sicht umfassend abgeklärt 
(vgl. AB 56 und 82). Bei dieser Ausgangslage war im Rahmen der ABI-
Begutachtung keine neurologische Abklärung mehr nötig bzw. kein neuro-
logischer Gutachter beizuziehen (vgl. E. 2.7 hiervor). 

4.2 Der medizinische Sachverhalt ist nach dem Dargelegten rechts-
genüglich abgeklärt. Da von weiteren Abklärungen keine entscheidrelevan-
ten neuen Erkenntnisse mehr zu erwarten sind, ist auf solche in antizipier-
ter Beweiswürdigung (vgl. E. 2.9 hiervor) zu verzichten. Es braucht vorlie-
gend weder eine erneute neurologische Begutachtung noch eine separate 
Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit. Gestützt auf die medizini-
schen Akten ist erstellt, dass dem Beschwerdeführer körperlich schwere 
Tätigkeiten mit langem Stehen und Gehen sowie wiederholtem Abknien 
nicht mehr zumutbar sind und die angestammte Tätigkeit als … deshalb 
nur noch mit einer Einschränkung von mindestens 50% ausgeübt werden 
kann, dass er aber für körperlich leichte bis intermittierend mittelschwere, 
wechselbelastende Tätigkeiten ohne häufiges Abknien noch uneinge-
schränkt arbeits- und leistungsfähig ist. Solche Tätigkeiten sind dem Be-
schwerdeführer auch mit Blick auf sein Alter von im massgebenden Zeit-
punkt (vgl. BGE 138 V 457 E. 3.3 S. 462) 62 Jahren noch zumutbar und auf 
dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt vorhanden. Von einer fehlenden Res-
terwerbsfähigkeit im Rahmen einer Selbsteingliederung kann angesichts 
der nach wie vor uneingeschränkten Arbeits- und Leistungsfähigkeit für 
sämtliche körperlich leichten bis intermittierend mittelschweren, wechselbe-
lastenden Tätigkeiten ohne häufiges Abknien und der langjährigen Berufs-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Nov. 2018, IV/18/377, Seite 16

erfahrung des Beschwerdeführers mit den daraus resultierenden, zweifellos 
auch ausserhalb des Berufs als … anwendbaren Qualifikationen und Fer-
tigkeiten trotz dessen fortgeschrittenen Alters nicht gesprochen werden 
(vgl. Entscheid des BGer vom 23. August 2018, 8C_892/2017, E. 5). Auch 
steht eine intensive ambulante Physiotherapie der Ausübung einer vollzeit-
lichen Erwerbstätigkeit nicht entgegen. 

4.3 Die Beschwerdegegnerin hat den Invaliditätsgrad in der Folge kor-
rekt bemessen. Der durchgeführte Einkommensvergleich ist nicht zu bean-
standen und gibt zu keinen Bemerkungen Anlass (vgl. AB 83 S. 1 f.). Ent-
sprechend wird er vom Beschwerdeführer denn auch nicht beanstandet. 

Bei einem korrekt ermittelten Invaliditätsgrad von 11% besteht kein An-
spruch auf eine Rente der Invalidenversicherung. Die angefochtene Verfü-
gung der IV-Stelle Bern vom 12. April 2018 (AB 83) ist somit nicht zu bean-
standen und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen. 

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf 
eine Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 61 lit. g 
ATSG [Umkehrschluss]).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Nov. 2018, IV/18/377, Seite 17

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.