# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8e255ef2-c246-5160-988a-3abeea112965
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-11-21
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 21.11.2016 IV 2014/288
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2014-288_2016-11-21.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2014/288

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 19.12.2019

Entscheiddatum: 21.11.2016

Entscheid Versicherungsgericht, 21.11.2016
Art. 59 ATSG. Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Legitimation einer beruflichen 
Vorsorgeeinrichtung, die Leistungen aus der weitergehenden beruflichen 
Vorsorge erbringt, zur Beschwerde gegen eine rentenabweisende Verfügung 
bejaht. Prozentvergleich. Kein rentenbegründender Invaliditätsgrad 
(Entscheid des Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen vom 21. 
November 2016, IV 2014/288).

Besetzung

Präsidentin Lisbeth Mattle Frei, Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider 

und Marie Theres Rüegg Haltinner; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen

Geschäftsnr.  

IV 2014/288

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

am Verfahren beteiligt

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B.___,

Beigeladener,

Gegenstand 

Rente (i.S. B.___)

Sachverhalt

A. 

A.a  Am 14. April 2011 meldete sich B.___ zum Bezug von IV-Leistungen an. In der 

Anmeldung gab er an, er übe als Hauptbeschäftigung die Tätigkeit als Lehrer aus und 

sei nebenbei als […] tätig (IV-act. 5; zur Früherfassungsmeldung vom 9. März 2011 

siehe IV-act. 1). Anlässlich des Frühinterventionsgesprächs vom 21. April 2011 gab der 

behandelnde Dr. med. C.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, 

gegenüber RAD-Ärztin Dr. med. D.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie 

FMH, an, der Versicherte leide hauptsächlich an einer depressiven Störung mit 

ängstlichen Zügen (ICD-10: F32). Seit Januar 2011 bestehe eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit. Im Mai 2011 sei eine Wiederaufnahme der Arbeit (als 

Sekundarlehrer) im Teilzeitpensum geplant (Protokoll vom 21. April/6. Mai 2011, IV-act. 

25). Am 13. Mai 2011 erstattete Dr. med. E.___, Spezialarzt FMH für Innere Medizin, 

spez. Herz-, Kreislaufkrankheiten, im Auftrag der A.___ eine vertrauensärztliche 

Beurteilung. Darin gelangte er zur Auffassung, aus somatischer Sicht sei der 

Versicherte zu 100% arbeitsfähig (Fremdakten). Ebenfalls im Auftrag der A.___ wurde 

der Versicherte am 6. Juli 2011 von Dr. med. F.___, Fachärztin für Psychiatrie und 

Psychotherapie FMH, begutachtet. Die Gutachterin stellte die Diagnose einer 

mittelgradigen depressiven Episode (ICD-10: F32.1), zum Teil remittiert. Sie 

bescheinigte für die Tätigkeit als Lehrperson eine 65%ige Arbeitsunfähigkeit. Da sich 

sein psychischer Zustand in den letzten Monaten verbessert habe und es 

vorauszusehen sei, dass sich eine zusätzliche Besserung einstellen werde, sei die 

Diskussion um eine behinderungsangepasste Tätigkeit bis zur völligen Stabilisierung 

des psychischen Zustands verfrüht (Gutachten vom 14. September 2011, 

Fremd¬akten).

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A.b  Am 25. Oktober 2012 berichtete Dr. C.___, ab Mai 2012 habe der Versicherte 

wieder als Lehrer einsteigen können. Bei verschiedenen lehrerspezifischen 

Belastungssituationen zeige sich eine Überforderung, vor allem in Konfliktsituationen 

und im Multitasking. Seit August 2012 arbeite er zu ca. 57% mit 16 Wochenlektionen 

(IV-act. 51; vgl. auch den Verlaufsbericht vom 31. Mai 2013, IV-act. 68). Schon ab Mai 

2011 war der Versicherte im Rahmen eines Arbeitsversuchs im bisherigen Beruf zu 

einem Pensum von 50% tätig gewesen (IV-act. 59-1).

A.c  Mit Mitteilung vom 25. März 2013 wies die IV-Stelle das Gesuch um berufliche 

Massnahmen ab. Zur Begründung brachte sie vor, dass der Versicherte weiterhin bei 

seinem bisherigen Arbeitgeber in seiner angestammten Tätigkeit arbeite mit einem 

Pensum von 16 Wochenlektionen. Zudem gehe er nach wie vor seiner 

nebenberuflichen Tätigkeit als […] nach und fühle sich damit angemessen eingegliedert 

(IV-act. 63).

A.d  Der behandelnde Dr. med. G.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, 

berichtete am 24. Juni 2013, der Versicherte leide an einer "Burnout-Situation/

depressive Entwicklung" und an einem paroxysmalen tachykarden Vorhofflimmern. 

Letzteres sei stressinduziert. Für die angestammte Tätigkeit bescheinigte er dem 

Versicherten eine 60%ige Arbeitsfähigkeit (IV-act. 70-7 f.). RAD-Ärztin Dr. med. H.___, 

Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, führte in der Stellungnahme vom 

4. September 2013 aus, der Versicherte leide an einer leicht ausgeprägten depressiven 

Symptomatik bei Status nach mittelgradiger depressiver Episode (ICD-10: F32.1). 

Aktuell seien ihm 16 Wochenlektionen und (noch konkret zu ermittelnde) Stunden für 

Elternabende und Zusatzprojekte möglich. Weitere 5 bis 6 Stunden pro Woche seien in 

der bisherigen Tätigkeit als […] möglich (IV-act. 74).

A.e  Mit Vorbescheid vom 18. Oktober 2013 stellte die IV-Stelle dem Versicherten in 

Aussicht, das Rentengesuch abzuweisen. Zur Begründung gab sie an, bei mittelgradig 

depressiven Episoden sei von der grundsätzlichen Fähigkeit auszugehen, mit der 

zumutbaren Willensanstrengung die subjektive Arbeitsunfähigkeitsüberzeugung 

vollumfänglich zu überwinden. Es liege deshalb kein invalidisierender 

Gesundheitsschaden vor (IV-act. 77). Dagegen erhob der Versicherte am 29. November 

2013 Einwand (IV-act. 87), dem er u.a. das von der A.___ eingeholte psychiatrische 

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Gutachten von Dr. med. I.___, Spezialarzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, 

vom 29. Januar 2013 beilegte. Darin diagnostizierte dieser eine "chronifizierte 

mittelgradige depressive Episode" (ICD-10: F32.1) und bescheinigte seit 1. August 

2012 eine 35%ige Berufsunfähigkeit (vorher vom 13. Dezember 2010 bis 8. Mai 2011 

eine 100%ige und vom 9. Mai 2011 bis 31. Juli 2012 eine 45%ige Berufsunfähigkeit, 

IV-act. 88). Am 7. Januar 2014 erhob die A.___ Einwand gegen den Vorbescheid (IV-

act. 94). RAD-Ärztin Dr. med. J.___, Fachärztin für Physikalische Medizin und 

Rehabilitation, hielt in der Stellungnahme vom 31. März 2014 fest, gemäss RAD-Ärztin 

Dr. H.___ und Dr. I.___ sei die bisherige Tätigkeit als Klassenlehrer aufgrund der 

funktionellen Einschränkungen nachvollziehbar eingeschränkt (IV-act. 97). Am 1. Mai 

2014 verfügte die IV-Stelle die Abweisung des Rentengesuchs (IV-act. 100).

B. 

B.a  Dagegen richtet sich die vorliegende Beschwerde der A.___ vom 27. Mai 2014. Die 

Beschwerdeführerin beantragt darin deren Aufhebung und die Rückweisung der Sache 

an die Beschwerdegegnerin, damit diese nach Vornahme der erforderlichen 

Abklärungen über den Rentenanspruch des Versicherten neu verfüge; unter Kosten- 

und Entschädigungsfolge. Zur Begründung bringt sie vor, die gutachterliche 

Beurteilung von Dr. I.___ sei beweiskräftig und die von ihm bescheinigten 

gesundheitlichen Beeinträchtigungen seien invalidisierend. Aus den Akten ergebe sich 

jedoch nicht, ob und in welchem Ausmass der Versicherte in seiner Nebentätigkeit als 

[…] eingeschränkt sei. Sie hält des Weiteren die von der Beschwerdegegnerin 

vorgenommene Bestimmung der Grundlagen für den Einkommensvergleich für falsch 

(act. G 1).

B.b  Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 6. August 

2014, auf die Beschwerde sei nicht einzutreten. Sie macht geltend, die 

Beschwerdeführerin sei nicht zur Erhebung einer Beschwerde gegen die Verfügung 

vom 1. Mai 2014 berechtigt. Selbst wenn darauf einzutreten wäre, müsste sie 

abgewiesen werden. Denn selbst wenn der von Dr. I.___ bescheinigten 35%igen 

Arbeitsunfähigkeit eine invalidisierende Bedeutung nicht abgesprochen würde, 

resultierte kein Rentenanspruch, zumal nicht erkennbar sei, weshalb der Versicherte in 

seiner Nebenerwerbstätigkeit mehr als 35% eingeschränkt sei (act. G 4).

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B.c  In der Replik vom 2. September 2014 hält die Beschwerdeführerin unverändert an 

der Beschwerde fest (act. G 6).

B.d  Die Beschwerdegegnerin hat die Frist für eine Duplik unbenützt ablaufen lassen 

(act. G 7).

B.e  Mit Schreiben vom 10. November 2014 hat das Versicherungsgericht den 

Versicherten zum Prozess beigeladen (act. G 8). Dieser äusserte sich mit Eingabe vom 

23. Januar 2015 zum Beschwerdeverfahren (act. G 11).

Erwägungen

1. 

Umstritten und vorab von Amtes wegen zu prüfen ist die Frage, ob die 

Voraussetzungen für ein Eintreten auf die Beschwerde erfüllt sind.

1.1  Gemäss Art. 59 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) ist zur Beschwerde berechtigt, wer durch 

die angefochtene Verfügung berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren 

Aufhebung oder Änderung hat.

1.2  Die Beschwerdeführerin richtet dem Beigeladenen im Rahmen der weitergehenden 

beruflichen Vorsorge seit 1. April 2013 eine Berufsinvalidenrente (§ 19 der Statuten […]) 

und einen Überbrückungszuschuss (§ 23 der Statuten) aus (act. G 1.10 f.). Aufgrund 

der Koordinationsbestimmung von § 57 der Statuten ("Verhinderung ungerechtfertigter 

Vorteile") und der Verpflichtung, dass der Beigeladene die bezogenen 

Überbrückungsleistungen im Fall einer rückwirkenden Rentenzusprache durch die 

Beschwerdegegnerin zurückzuerstatten (§ 23 Abs. 4 der Statuten) sowie der 

Beschwerdeführerin im Umfang der Rückerstattung gegenüber der 

Beschwerdegegnerin ein direktes Forderungsrecht hat (§ 23 Abs. 5 der Statuten), ist 

die Beschwerdeführerin durch die abweisende Rentenverfügung vom 1. Mai 2014 im 

Sinn von Art. 59 ATSG berührt und zur Beschwerde legitimiert. Daran ändert nichts, 

dass die Beschwerdeführerin (vorerst) Leistungen aus der weitergehenden beruflichen 

Vorsorge erbringt, hat doch eine Beurteilung im Gesamten zu erfolgen (vgl. Entscheid 

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des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 24. April 2015, IV.

2014.00406, E. 2). Deshalb und da sämtliche übrigen Eintretensvoraussetzungen 

unbestrittenermassen erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

2. 

In materieller Hinsicht ist der Rentenanspruch des Beigeladenen umstritten.

2.1  Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über 

die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder 

die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 

Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), 

während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% 

arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% 

invalid sind (lit. c). Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich 

bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. 

Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 

psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und 

Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf 

dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für 

die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen 

der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit 

liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 

ATSG).

2.2  Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkommen, das die 

versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung 

gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 

geworden wäre (Art. 16 ATSG).

2.3  Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die 

versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie 

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mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht 

ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% 

ein Anspruch auf eine Viertelsrente.

3. 

Zwischen den Parteien ist die Beweiskraft des psychiatrischen Gutachtens von Dr. 

I.___ unbestritten. Die Beschwerdeführerin hält diesbezüglich lediglich noch die Frage 

nach den Beeinträchtigungen in der Nebentätigkeit als […] für abklärungsbedürftig (act. 

G 6, Rz 13, und IV-act. 94-2).

3.1  Zunächst ergibt sich aus dem IK-Auszug, dass der Beigeladene im Rahmen seiner 

Nebenerwerbstätigkeit als […] in den Jahren 2010, 2011, 2012 und 2013 je Verdienste 

zu erzielen vermochte, die im Vergleich mit den Einkommensverhältnissen vor Eintritt 

der (teilweisen) Arbeitsunfähigkeit für die Tätigkeit als Lehrperson im Jahr 2010 keine 

relevante Verdiensteinbusse ergeben (vgl. insbesondere die IK-Einträge der Jahre 

2006, 2007 und 2009, IV-act. 99). Auch wenn diese Einträge möglicherweise 

Bruttoerträge umfassen, wie der Beschwerdeführer gegenüber der 

Beschwerdegegnerin am 21. Mai 2014 erklärte (IV-act. 107), so ändert dies nichts 

daran, dass ungefähr gleiche Verhältnisse vor und nach Eintritt der teilweisen 

Arbeitsunfähigkeit als Lehrperson gegeben sind. Darüber hinaus sind Schwankungen 

auch mit der Art der Beschäftigung verbunden (Aufträge von verschiedenen 

Auftraggebern, vgl. IK-Auszug vom 8. April 2014, IV-act. 99, und Assessmentprotokoll 

vom 7. Juli 2011, IV-act. 27). Aus den abgerechneten Erwerbseinkommen dieser 

Nebentätigkeit ist zumindest bis Ende 2013 keine Beeinträchtigung bzw. 

Erwerbsunfähigkeit abzuleiten. Die Frage, ob später, das heisst seit dem Jahr 2014 

eine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit in diesem Erwerbsbereich eingetreten ist, 

kann offen bleiben. Denn weder aus den Akten noch den Ausführungen der 

Prozessbeteiligten geht hervor, dass die Einschränkung in dieser Zeit höher als im 

Haupterwerb als Sekundarlehrer (35%ige Arbeitsunfähigkeit; siehe hierzu IV-act. 88-9) 

gewesen wäre.

3.2  Diese Sichtweise deckt sich mit der medizinischen Aktenlage und den damaligen 

Angaben des Beigeladenen. So berichtete Dr. G.___ am 17. Dezember 2010, die 

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bestehende […] Tätigkeit sei idealerweise weiterzuführen, da diese psychosomatisch 

entlastend wirke (IV-act. 6-2; vgl. auch die Angabe des Beigeladenen, die Ärzte hätten 

ihm empfohlen, im […] weiterhin aktiv zu sein, IV-act. 27-1, sowie die Ausführungen 

von Dr. F.___ im Gutachten vom 14. September 2011, S. 15, Fremdakten). Der 

Beigeladene berichtete, dass er als […] weiterhin in einem Umfang von 15% tätig sei 

(IV-act. 2-3 und IV-act. 2-4 unten, worin die Eingliederungsberaterin im Protokoll zum 

Gespräch mit dem Beigeladenen vom 28. März 2011 festhielt, "die AUF sei für 

schulische Belange" und eine Arbeitsunfähigkeit sei den Arbeitgeberinnen der 

Nebenerwerbstätigkeit nicht mitgeteilt worden; siehe auch IV-act. 23-2, IV-act. 27-1, 

IV-act. 50 und IV-act. 59-1). Die Arbeit als Lehrperson belaste ihn demgegenüber mehr 

und sei anspruchsvoller (IV-act. 27-1 und IV-act. 29-1; zu den "verschiedenen 

lehrerspezifischen Belastungssituationen" und der sich dabei zeigenden Überforderung 

siehe IV-act. 51-4 und IV-act. 54; vgl. auch IV-act. 58-1, IV-act. 68-3 und IV-act. 70-8). 

Ein weiterer Abklärungsbedarf besteht nicht, weshalb auf weitere 

Abklärungsmassnahmen verzichtet werden kann (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. 

BGE 122 V 162 E. 1d).

4.  Zu bestimmen bleibt damit der Invaliditätsgrad.

4.1  Nachdem die längerdauernde Arbeitsunfähigkeit am 13. Dezember 2010 begonnen 

hat (vgl. IV-act. 88-9) und die Anmeldung am 14. April 2011 (IV-act. 5-9) erfolgte, ist der 

frühestmögliche Rentenbeginn auf den 1. Dezember 2011 festzusetzen (Art. 28 Abs. 1 

lit b IVG; vgl. auch die damit einhergehende Betrachtungsweise der 

Beschwerdeführerin, act. G 1, Rz 25). Für die Zeit ab 1. Dezember 2011 bis 31. Juli 

2012 bescheinigte Dr. I.___ dem Beigeladenen für die Tätigkeit als Lehrperson eine 

45%ige Berufsunfähigkeit. Keine Stellung nahm er zu allfälligen quantitativen 

Beeinträchtigungen in der Tätigkeit als […] (IV-act. 88-9). Wie bereits erwähnt, ergeben 

sich für diesen Zeitraum aus den Akten keine Hinweise, die auf eine (teilweise) 

Arbeitsunfähigkeit bezogen auf den Beruf als […] sprechen (siehe vorstehende E. 3.1 

f.). Der Beigeladene war damals zu rund 86% im Haupterwerb als Lehrperson und im 

Restpensum von rund 14% der Nebenerwerbstätigkeit als […] beschäftigt (IV-act. 1, 

IV-act. 7 und IV-act. 23-2). Die betragliche Bestimmung der Vergleichseinkommen kann 

vorliegend offen gelassen werden. Da die bisherigen Tätigkeiten zur Bestimmung des 

Invaliditätsgrads herangezogen werden können und die Vergleichseinkommen gestützt 

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auf betraglich symmetrische Grundlagen zu bestimmen sind, kann ein Prozentvergleich 

vorgenommen werden (siehe zum Prozentvergleich etwa Urteil des Bundesgerichts 

vom 6. April 2016, 8C_628/2015, E. 5.3.1 mit Hinweisen). Bei einer 45%igen 

Arbeitsunfähigkeit als Lehrperson resultiert ein (Teil-)Invaliditätsgrad von aufgerundet 

39% (45% x 86%). Da im Bereich der Nebenerwerbstätigkeit keine Beeinträchtigung 

der Erwerbsunfähigkeit besteht, beträgt auch der Gesamtinvaliditätsgrad 39%. 

Angesichts dessen, dass die Realisierung der Restarbeitsfähigkeit in den bisher vom 

Beigeladenen ausgeübten Tätigkeiten zumutbar ist und keine Gründe für eine 

lohnwirksame Benachteiligung ersichtlich sind, besteht kein Anlass für einen 

Tabellenlohnabzug.

4.2  Auch für die Zeit ab 1. August 2012, für die Dr. I.___ eine 35%ige 

Arbeitsunfähigkeit für die Lehrtätigkeit bescheinigte (IV-act. 88-9), kann die 

Bestimmung der Vergleichseinkommen offen gelassen werden. Denn selbst wenn 

zugunsten des Beigeladenen davon ausgegangen würde, diese Einschränkung gälte 

auch für die Nebenerwerbstätigkeit, kann aufgrund der symmetrischen Grundlagen für 

die Bestimmung der Vergleichseinkommen wiederum ein Prozentvergleich 

vorgenommen werden. Ein Tabellenlohnabzug ist nicht angezeigt (vgl. vorstehende E. 

4.1). Der Prozentvergleich ergibt vorliegend für die Zeit ab 1. August 2012 einen nicht 

rentenbegründenden Invaliditätsgrad von 35%.

4.3  Der Vollständigkeit halber ist darauf hinzuweisen, dass der Beigeladene im 

Einwand vom 29. November 2013 die Auffassung vertrat, es "scheint klar zu sein, dass 

meine Einkommenseinbusse die für die Invalidenversicherung relevante Schwelle von 

40% nicht erreicht. (Was ich eigentlich schon von Anfang an vermutet und meinen 

SVA-Sachbearbeiterinnen gegenüber mehrfach ausgedrückt habe)" (IV-act. 87-1). 

Schliesslich geht offenbar auch die Beschwerdeführerin von einem Invaliditätsgrad von 

(lediglich) 33% aus (siehe deren "Entscheid zu den Invalidenleistungen" vom 19. April 

2013, act. G 1.10).

4.4  Angesichts dieser Verhältnisse kann offen bleiben, ob dem depressiven Leiden 

eine invalidenversicherungsrechtliche Erheblichkeit zukommt, was die 

Beschwerdegegnerin bestreitet (IV-act. 100).

5. 

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5.1  Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.

5.2  Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

als angemessen. Die vollständig unterliegende Beschwerdeführerin hat die gesamte 

Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu tragen. Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- 

wird ihr daran angerechnet.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 

Die Beschwerdeführerin hat eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen. Der 

geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird ihr daran angerechnet.

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