# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 298d0396-a7e9-542b-ba72-4020495751d6
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** PQ250033-O3
**Docket/Reference:** PQ250033-O3
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/PQ250033-O3.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer  

Geschäfts-Nr.: PQ250033-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, Oberrichter 

lic. iur. et phil. D. Glur und Oberrichterin lic. iur. A. Strähl sowie Ge-

richtsschreiberin MLaw J. Camelin-Nagel

Beschluss und Urteil vom 26. August 2025

in Sachen

1.

2.

A._____, 

B._____,

Beschwerdeführer

1, 2 unentgeltlich vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____, 

sowie

C._____, 

Verfahrensbeteiligter

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Y._____,

betreffend Kindesschutzmassnahmen 

Beschwerde gegen ein Urteil des Bezirksrates Bülach vom 14. Mai 2025; 

VO.2025.11 (Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Kreis Bülach Süd)

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Erwägungen:

1.

Ausgangslage und Verfahrensverlauf

1.1. A._____ (nachfolgend Beschwerdeführerin oder Mutter) und B._____ 

(nachfolgend Beschwerdeführer oder Vater) sind die nicht verheirateten Eltern 

von C._____, geb. tt.mm.2019. Die Beschwerdeführerin hat ein weiteres Kind na-

mens D._____, geb. tt.mm.2011. C._____ steht unter der gemeinsamen elterli-

chen Sorge der Eltern. Er lebte bis zur Fremdplatzierung zusammen mit der Be-

schwerdeführerin und D._____ in einer Wohnung und sah seinen Vater mehrmals 

wöchentlich sowie regelmässig an den Wochenenden. 

1.2.

Im Jahr 2021 eröffnete die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Kreis 

Bülach Süd (nachfolgend KESB) ein Kindesschutzverfahren. Nach Einholung 

eines Abklärungsberichts beim kjz ordnete die KESB mit Entscheid vom 14. Okto-

ber 2021 für beide Söhne eine sozialpädagogische Familienbegleitung sowie eine 

Erziehungsaufsicht an und ernannte E._____ als Aufsichtsperson (KESB act. 62). 

Mit Entscheid vom 30. Juni 2022 hob die KESB die Erziehungsaufsicht auf, ord-

nete die Weiterführung der sozialpädagogischen Familienbegleitung bis auf Wei-

teres an, errichtete für D._____ und C._____ eine Beistandschaft nach Art. 308 

Abs. 1 und 2 ZGB und ernannte F._____ zum Beistand (KESB act. 128). Die von 

der Beschwerdeführerin gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde wies der 

Bezirksrat Bülach mit Urteil vom 23. November 2022 ab (KESB act. 148). Das 

Mandat als Beiständin für D._____ und C._____ wurde per 1. April 2024 von 

G._____ übernommen (KESB act. 166). 

1.3. Die KESB ordnete mit Entscheid vom 7. Mai 2024 die Erstellung eines Er-

ziehungsfähigkeitsgutachtens über die Beschwerdeführerin an und beauftragte 

lic. phil. H._____, I._____ AG, mit der Begutachtung (KESB act. 176). Das Gut-

achten datiert vom 24. Oktober 2024 (KESB act. 201). Mit superprovisorischem 

Entscheid vom 22. Januar 2025 entzog die KESB der Beschwerdeführerin das 

Aufenthaltsbestimmungsrecht für D._____ und beiden Beschwerdeführern das 

Aufenthaltsbestimmungsrecht für C._____ und brachte beide Kinder in 

einer geeigneten Institution, konkret in der Krisenintervention J._____ in K._____ 

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(nachfolgend J._____), unter. Der Leitung der Institution wurde die Befugnis er-

teilt, in Rücksprache mit der Beiständin über die Frequenz und die Art des Kon-

takts zwischen den Kindern und den Eltern zu entscheiden (KESB act. 217). Glei-

chentags ordnete die KESB eine Kindesvertretung für beide Kinder an und be-

stellte Rechtsanwältin lic. iur. Y._____ als Kindesvertreterin (KESB act. 228). Mit 

Entscheid vom 13. Februar 2025 bestätigte die KESB den superprovisorisch er-

folgten Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts und brachte D._____ und 

C._____ bis auf Weiteres in der J._____ in K._____ unter. Den Beschwerdefüh-

rern wurde ein Besuchsrecht von wöchentlich je 30 Minuten in Begleitung einer 

Fachperson eingeräumt, wobei festgehalten wurde, dass die Kontakte wenn mög-

lich auszuweiten seien und auf Wochenend- und Ferienaufenthalte hinzuwirken 

sei. Einer allfälligen Beschwerde gegen den Entscheid wurde die aufschiebende 

Wirkung entzogen (KESB act. 268 S. 20 ff.). 

1.4. Gegen diesen Entscheid erhoben die Beschwerdeführer mit Eingabe vom 

26. Februar 2025 beim Bezirksrat Bülach Beschwerde (BR act. 2) und beantrag-

ten, es sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen und die beiden 

Kinder seien während der Dauer des Beschwerdeverfahrens wieder zu ihnen zu 

bringen (BR act. 2 S. 2). Der Bezirksrat wies den Antrag auf Wiedererteilung der 

aufschiebenden Wirkung der Beschwerde mit Urteil vom 19. März 2025 ab (BR 

act. 13), die Kammer wies die dagegen gerichtete Beschwerde, mit welcher die 

Beschwerdeführer für C._____ um Erteilung der aufschiebenden Wirkung und um 

umgehende Rückplatzierung ersuchten, mit Urteil vom 15. April 2025 ab (BR 

act. 26; Verfahrens-Nr. PQ250014). 

1.5. Mit Urteil vom 14. Mai 2025 wies der Bezirksrat die Beschwerde gegen den 

Entscheid der KESB vom 13. Februar 2025 ab (BR act. 35 = act. 6 [Aktenexem-

plar]). Dagegen erhoben die Beschwerdeführer mit Eingabe vom 6. Juni 2025 Be-

schwerde bei der Kammer (act. 2). Die vorinstanzlichen Akten (act. 7/1-35, zitiert 

als BR act.) sowie die Akten der KESB (act. 7/8/1-279, zitiert als KESB act.) wur-

den von Amtes wegen beigezogen (act. 4). Mit Beschluss vom 23. Juni 2025 

wurde der Antrag auf Wiedererteilung der aufschiebenden Wirkung der Be-

schwerde abgewiesen, den Beschwerdeführern die unentgeltliche Rechtspflege 

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gewährt und in der Person von Rechtsanwältin lic. iur. X._____ eine unentgeltli-

che Rechtsbeiständin bestellt (act. 10). Mit Verfügung vom 17. Juli 2025 wurde 

der Kindesvertreterin – beschränkt auf die Regelung des Besuchsrechts – Frist für 

die Beschwerdeantwort angesetzt (act. 12). Mit Eingabe vom 15. August 2025 

reichte die Kindesvertreterin ihre Stellungnahme ein (act. 14 und 15/1). Das Ver-

fahren ist spruchreif (vgl. nachstehende E. 2.1.5.).

2.

Prozessuales

2.1. Beschwerdeverfahren 

2.1.1. Das Beschwerdeverfahren in Kindes- und Erwachsenenschutzsachen rich-

tet sich nach den Bestimmungen des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs (ZGB) 

und des Einführungsgesetzes zum Kindes- und Erwachsenenschutzrecht (EG 

KESR, LS 232.3). Enthalten diese Gesetze keine Regelung, gelten für die Verfah-

ren vor den gerichtlichen Beschwerdeinstanzen die Bestimmungen des Gerichts-

organisationsgesetzes (GOG, LS 211.1) sowie subsidiär und sinngemäss die Be-

stimmungen der Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO; Art. 450f ZGB und § 

40 EG KESR). Beschwerden gegen Entscheide der KESB werden in erster In-

stanz vom Bezirksrat und in zweiter Instanz vom Obergericht beurteilt (Art. 450f 

ZGB i.V.m. §§ 40 und 63 f. EG KESR und § 50 GOG). Gegenstand des zweitin-

stanzlichen Beschwerdeverfahrens können stets nur Entscheide des Bezirksrates 

als Vorinstanz sein, nicht hingegen solche der KESB.

2.1.2. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen ein Urteil des Bezirksrats, 

weshalb die angerufene Kammer gestützt auf Art. 450 Abs. 1 ZGB i.V.m. § 64 EG 

KESR dafür zuständig ist. Die Beschwerdeführer sind als sorgeberechtigte Eltern 

von C._____ und als Parteien des vorinstanzlichen Beschwerdeverfahrens ohne 

weiteres zur Beschwerde legitimiert (Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB). Die Beschwerde 

wurde rechtzeitig erhoben (BR act. 35 Anhang, act. 2). Sie enthält Anträge und 

eine Begründung (act. 2). Dem Eintreten steht somit nichts entgegen. 

2.1.3. Mit der Beschwerde kann (neben Rechtsverweigerung und Rechtsverzöge-

rung) eine Rechtsverletzung, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 

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rechtserheblichen Sachverhaltes oder Unangemessenheit des Entscheides ge-

rügt werden (Art. 450a Abs. 1 ZGB). Der Rechtsmittelbehörde kommt sowohl in 

rechtlicher wie auch in tatsächlicher Hinsicht eine umfassende Überprüfungsbe-

fugnis zu; dazu gehört auch die volle Ermessensüberprüfung (BSK ZGB I-DRO-

ESE, 7. Aufl. 2022, Art. 450a N 3 und 10). Von der Beschwerde führenden Partei 

ist indes darzulegen und aufzuzeigen, inwiefern der angefochtene Entscheid als 

fehlerhaft erachtet wird. Sie muss sich sachbezogen mit den Entscheidgründen 

des angefochtenen Entscheides auseinandersetzen und darlegen, inwiefern die 

Vorinstanz das Recht falsch angewendet bzw. den Sachverhalt unrichtig festge-

stellt haben soll. Dies gilt auch im Bereich der Untersuchungsmaxime (Art. 446 

ZGB, §§ 65 und 67 EG KESR; BGE 141 III 569 E. 2.3.3; BGE 138 III 374 

E. 4.3.1). Die Beschwerdeinstanz darf sich primär auf die geltend gemachten Rü-

gen und Anträge konzentrieren (BSK ZGB I-DROESE, a.a.O., Art. 450a N 5).

2.1.4. Im Kindesschutzrecht kommt sowohl die uneingeschränkte Untersuchungs-

maxime als auch die Offizialmaxime zur Anwendung. Dies bedeutet, dass der 

Sachverhalt von Amtes wegen zu erforschen und das Gericht nicht an die Anträge 

der Parteien gebunden ist (vgl. § 65 EG KESR, Art. 446 Abs. 1 und 3 ZGB sowie 

Art. 296 Abs. 1 und 3 ZPO; vgl. auch BGer 5A_528/2015 vom 21. Januar 2016 

E. 2, BGE 144 III 349, OGer ZH PQ190050 vom 26. August 2019 E. 2.3). Der 

nachfolgenden Beurteilung sind deshalb auch neue Tatsachen zugrundezulegen.

2.1.5. Die Beschwerdeführer verlangen mit ihrem Hauptantrag, dass Dispositiv-

Ziffer I des vorinstanzlichen Urteils aufzuheben und ihnen das Aufenthaltsbestim-

mungsrecht über C._____ wieder zu erteilen sei (act. 2 S. 2). Da sich die Be-

schwerde diesbezüglich als offensichtlich unbegründet erweist, kann eine Stel-

lungnahme hierzu gestützt auf § 66 Abs. 1 EG KESR unterbleiben. Entsprechend 

wurde der Kindesvertreterin mit Verfügung vom 17. Juli 2025 nur beschränkt auf 

den Eventualantrag bezüglich der Regelung des Besuchsrechts Frist zur Stellung-

nahme angesetzt (act. 12). Mit ihrem Eventualantrag verlangen die Beschwerde-

führer, es sei Dispositiv-Ziffer I des vorinstanzlichen Urteils aufzuheben und ihnen 

ab sofort ein Besuchsrecht während der Woche von je mindestens zweimal einer 

Stunde am Aufenthaltsort von C._____ sowie ein Besuchsrecht von Freitagabend 

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bis Sonntagabend, während der Schulferien und an Feiertagen bei ihnen zu 

Hause zu gewähren (act. 2 S. 2). Die Kindesvertreterin stellte in ihrer Stellung-

nahme ebenfalls konkrete Anträge zur aktuellen Regelung des Besuchsrechts 

und begründete diese (act. 14). Da aus Gründen des Instanzenzugs weder auf 

die konkreten Anträge der Beschwerdeführer noch der Kindesvertreterin einge-

gangen werden kann (vgl. nachstehende E. 5.5.2.), erübrigt es sich, den Be-

schwerdeführern die Stellungnahme der Kindesvertreterin zur Wahrung des recht-

lichen Gehörs zukommen zu lassen. Den Beschwerdeführern ist die Stellung-

nahme (act. 14) mit dem vorliegenden Entscheid zuzustellen. 

2.2. Einholung eines Obergutachtens

2.2.1. Die Beschwerdeführer verlangen die Einholung eines Obergutachtens. Zur 

Begründung führen sie aus, das Gutachten der I._____ AG sei nicht schlüssig. Es 

fehle eine klare, greifbare und nachvollziehbare Begründung, welchen konkreten 

Bedürfnissen der Kinder die Beschwerdeführerin nicht gerecht werde und wes-

halb ihr – anstelle von milderen Mitteln – das Aufenthaltsbestimmungsrecht zu 

entziehen sei. Es sei nicht ersichtlich, inwiefern sie (die Beschwerdeführer) eine 

konkrete Gefährdung für C._____ darstellten. Im Gutachten werde nur pauschal 

und unspezifisch behauptet, die Beschwerdeführerin sei unfähig und werde den 

Bedürfnissen der Kinder nicht gerecht. Inwiefern sie C._____ schade bzw. ge-

fährde, gehe daraus nicht hervor. Im Gutachten seien auch keine milderen Mass-

nahmen diskutiert worden, obwohl sich aus den Unterlagen ergebe, dass mit der 

ersten Familienbegleitung ein gutes Gleichgewicht habe erzielt werden können. 

Auch eine logopädische Unterstützung für C._____ sei nicht in Erwägung gezo-

gen worden (act. 2 Rz. 13 ff., 43 f.).

2.2.2. Im fachpsychologischen Gutachten vom 24. Oktober 2024 wurde bei der 

Beschwerdeführerin eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittel-

gradige Episode unter Medikation, sowie eine phobische Störung, nicht näher be-

zeichnet, diagnostiziert und der Verdacht auf eine Erkrankung aus dem psychoti-

schen Formenkreis geäussert. Nach Einschätzung der Gutachterin wirkt sich 

diese Erkrankung dahingehend aus, dass die Beschwerdeführerin nicht in der 

Lage sei, sich auf die Bedürfnisse ihrer Kinder zu konzentrieren und diese wahr-

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zunehmen. Die Beschwerdeführerin sei mit ihren eigenen unbefriedigten Bedürf-

nissen so beschäftigt, dass sie keine Kapazitäten habe, sich adäquat um die emo-

tionalen Belange der Kinder zu kümmern und ihren Kindern als feinfühlige und 

präsente Bezugsperson zur Verfügung zu stehen. Trotz intensiver Bemühungen 

durch Fachpersonen wie der sozialpädagogischen Familienbegleitung gelinge es 

der Beschwerdeführerin nicht, die Bedürfnisse ihrer Kinder vor ihren eigenen Be-

dürftigkeit zu priorisieren (KESB 201 S. 68). Entgegen der Auffassung der Be-

schwerdeführer hat die Gutachterin mit diesen Ausführungen sehr wohl konkrete 

Bedürfnisse der Kinder erwähnt, welchen die Beschwerdeführerin nicht nach-

kommt, nämlich deren emotionalen Bedürfnisse, auf welche die Beschwerdefüh-

rerin nicht eingehen kann. Zudem zeigte die Gutachterin eine konkrete Gefähr-

dung auf, indem sie festhielt, der Beschwerdeführerin sei es nicht gelungen, eine 

empathische, zugewandte und auf die Bedürfnisse von C._____ eingehende Ver-

trauensperson darzustellen. Es gelinge ihr nicht, feinfühliges Verhalten zu zeigen 

und sie konfrontiere und belaste C._____ mit nicht kindszentrierten Themen (z.B. 

mit finanziellen Belangen). Die Gutachterin bejahte die Frage, ob Anhaltspunkte 

für eine Kindeswohlgefährdung von C._____ bestünden, und fügte an, die Erzie-

hungseignung sei massiv beeinträchtigt und betreffe abgesehen von der Bin-

dungstoleranz und der Kooperativität alle Bereiche (a.a.O. S. 70). Die Gutachterin 

nahm auf den Verlauf der sozialpädagogischen Familienbegleitung Bezug und 

hielt fest, dass es der Beschwerdeführerin trotz Unterstützung durch die Familien-

begleitung nicht gelungen sei, die Bedürfnisse ihrer Kinder vor ihrer eigenen Be-

dürftigkeit zu priorisieren (a.a.O. S. 68). Darüber hinaus ging die Gutachterin auf 

die Frage ein, ob mildere Massnahmen zur Verfügung stünden. Sie verneinte dies 

aufgrund der mangelnden Erziehungsfähigkeit sowie der nicht vorhandenen Ver-

änderungsfähigkeit und -bereitschaft der Beschwerdeführerin und hielt fest, der 

Kindeswohlgefährdung könne nur mit einer ausserfamiliären Platzierung begegnet 

werden (a.a.O. S. 71). Die Einschätzungen und Feststellungen im Gutachten sind 

nachvollziehbar und schlüssig begründet und decken sich mit den Einschätzun-

gen der weiteren involvierten Fachpersonen (vgl. nachstehend E. 3.4.1 ff.). Es be-

steht demnach keine Veranlassung, ein Obergutachten einzuholen. Der entspre-

chende prozessuale Antrag der Beschwerdeführer ist abzuweisen. 

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3.

Fremdplatzierung

3.1. Erwägungen der Vorinstanz

Die Vorinstanz gab zunächst die Erwägungen der KESB, die Ausführungen der 

Beschwerdeführer in der Beschwerdebegründung und der Kindesvertreterin in der 

Beschwerdeantwort wieder (act. 6 S. 4-21). Sie hielt die Rüge der Beschwerde-

führer, wonach die Gutachtenspersonen aufgrund der Fragestellung befangen ge-

wesen seien, für unbegründet und kam zum Schluss, das Gutachten sei ausführ-

lich und nachvollziehbar begründet und decke sich mit den Einschätzungen ande-

rer Fachpersonen. Auch die inhaltlichen Beanstandungen am Gutachten wies die 

Vorinstanz zurück. Sie hielt fest, das Gutachten sei verwertbar und in keiner 

Weise zu beanstanden. In den Rechenschaftsberichten der Beiständin vom 

31. August 2024 sowie in den Berichten der sozialpädagogischen Familienbeglei-

tung werde eindrücklich dargelegt, dass die sozialpädagogische Familienbeglei-

tung keine wesentlichen Fortschritte gebracht habe. Damit stehe keine mildere 

Massnahme zur Verfügung. Die KESB habe der Beschwerdeführerin zu Recht 

das Aufenthaltsbestimmungsrecht über die Kinder entzogen (a.a.O. S. 24-28). 

Weiter hielt die Vorinstanz fest, mit dem Gutachten sei nur die Erziehungsfähig-

keit der Beschwerdeführerin abgeklärt worden. Der Beschwerdeführer sei im Ok-

tober 2024 in die Wohnung der Beschwerdeführerin gezogen, weil seine eigene 

Wohnung von Ungeziefer befallen gewesen sei. Seither würden sich die Be-

schwerdeführer ständig streiten. Nach Einschätzung der Beiständin könne der Be-

schwerdeführer der Dominanz der Beschwerdeführerin und ihrem erzieherischen 

Unvermögen nicht viel entgegenhalten. Sie vermute zudem, dass der Beschwer-

deführer auch C._____ kaum etwas entgegensetzen oder Regeln einfordern 

könne. Die Familienbegleiterin bezweifle zudem, dass der Beschwerdeführer 

C._____ die nötigen Strukturen für eine adäquate Erziehung bieten könne. Die 

Vorinstanz kam deshalb zum Schluss, die KESB habe auch dem Beschwerdefüh-

rer das Aufenthaltsbestimmungsrecht über C._____ zu Recht entzogen, wobei sie 

darauf hinwies, dass es die KESB für möglich halte, dass der Beschwerdeführer 

C._____ betreuen könne, sobald seine Wohnsituation geklärt sei.

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3.2. Standpunkt der Beschwerdeführer

Die Beschwerdeführer machen in Bezug auf die Erkrankung der Beschwerdefüh-

rerin geltend, eine rezidivierende Depression führe längst nicht zu einer Erzie-

hungsunfähigkeit. Auch ein eher antiautoritärer Erziehungsstil begründe keinen 

Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts. Jedenfalls werde der Beschwerdefüh-

rerin im Gutachten der I._____ AG keine fehlende Grenzsetzung gegenüber 

C._____ vorgeworfen. Das Gutachten bestätige, dass sie über Bindungstoleranz 

und Kooperativität verfüge, dass sie mit ihren Kindern liebevoll umgehe und mit 

ihnen kuschle. Es sei keinem Dokument zu entnehmen, dass die Kinder unterer-

nährt, ungepflegt, verwahrlost oder ähnliches seien. Die Vorinstanz erwähne le-

diglich, dass C._____ wenig spreche und zum Teil mit noch sehr kindlich anmu-

tender Sprache imponiere. Er sei bei Konflikten noch nicht in der Lage, sich selb-

ständig zur Wehr zu setzen, und er sei in der Interaktionsbeobachtung auffallend 

zurückhaltend und angepasst wahrgenommen worden. Es sei nicht ersichtlich, in-

wiefern dies falsch oder problematisch sein solle. Viele 6-jährige Kinder seien 

scheu und zurückhaltend. Auf D._____ treffe dies nicht zu, weshalb dies nicht an 

ihrer Erziehung oder allfälligen Defiziten, sondern einfach in der Natur der unter-

schiedlichen Charaktere liege. C._____s Sprache habe sich mittels Logopädie 

verbessert und den Berichten der Besuchsbegleitung vom März 2025 sei zu ent-

nehmen, dass die Beschwerdeführerin sehr liebevoll und herzlich mit C._____ 

umgehe, ihm Fragen stelle, sich nach seinem Befinden erkundige, auf ihn ein-

gehe, mit ihm kuschle und spiele. Es sei weiterhin unklar, welchen konkreten Be-

dürfnissen der Kinder sie nicht gerecht werde und inwiefern sie eine Gefährdung 

für C._____s Entwicklung darstelle. Auch das Gutachten der I._____ AG sei dies-

bezüglich nicht schlüssig. Darin werde nur pauschal und unspezifisch behauptet, 

sie sei unfähig und werde den Bedürfnissen der Kinder nicht gerecht. Inwiefern 

sie C._____ schade bzw. gefährde, gehe daraus nicht hervor. Entsprechend sei 

ihr das Aufenthaltsbestimmungsrecht zu Unrecht entzogen worden (act. 2 Rz. 11-

16).

In Bezug auf den Beschwerdeführer halte die Vorinstanz nur sehr kurz fest, dass 

seine Erziehungsfähigkeit nicht abgeklärt worden sei. Die Vorinstanz habe ge-

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stützt auf Zweifel und Bedenken der Beiständin und der Familienbegleiterin, wel-

che weder in den Akten noch in der Realität eine Grundlage fänden, den Entzug 

des Aufenthaltsbestimmungsrechts bestätigt. Die Kindesschutzbehörde und die 

übergeordneten Instanzen seien verpflichtet, ihre Entscheidungen auf vollständig, 

sachlich und objektiv abgeklärte Tatsachen zu stützen. Ein Entscheid, der sich le-

diglich auf Zweifel stütze, halte vor der Schweizer Rechtsordnung nicht stand. 

Ausserdem halte auch die Vorinstanz fest, die KESB halte es für möglich, dass 

der Beschwerdeführer C._____ betreuen könne. Abgesehen davon habe er zwei 

Kinder erfolgreich gross gezogen und er werde im Gutachten der I._____ AG als 

emotionale Hauptbezugsperson von C._____ bezeichnet. Es könne schlicht nicht 

angehen, dass ihm das Aufenthaltsbestimmungsrecht entzogen werde, bevor die 

notwendigen, sachlichen und objektiven Abklärungen stattgefunden hätten. Insbe-

sondere hätten keine Abklärungen hinsichtlich seiner Erziehungsfähigkeit stattge-

funden. Damit habe die Vorinstanz Bundesrecht verletzt (act. 2 Rz. 17-27).

3.3. Rechtliches

Die Eltern leiten mit Blick auf das Wohl des Kindes seine Pflege und Erziehung 

und treffen unter Vorbehalt seiner eigenen Handlungsfähigkeit die nötigen Ent-

scheide (Art. 301 Abs. 1 ZGB). Sie haben das Kind ihren Verhältnissen entspre-

chend zu erziehen und seine körperliche, geistige und sittliche Entfaltung zu för-

dern und zu schützen (Art. 302 Abs. 1 ZGB). Die elterliche Sorge schliesst das 

Recht ein, den Aufenthaltsort des Kindes zu bestimmen (Art. 301a Abs. 1 ZGB). 

Ist das Wohl des Kindes gefährdet und sorgen die Eltern nicht von sich aus für 

Abhilfe oder sind sie dazu ausserstande, so trifft die Kindesschutzbehörde die ge-

eigneten Massnahmen zum Schutz des Kindes (Art. 307 Abs. 1 ZGB). Kann der 

Gefährdung des Kindes nicht anders begegnet werden, so hat die Kindesschutz-

behörde es den Eltern oder, wenn es sich bei Dritten befindet, diesen wegzuneh-

men und in angemessener Weise unterzubringen (Art. 310 Abs. 1 ZGB). 

Die Gefährdung des Kindes, die Anlass zu einem (fortdauernden) Entzug des Auf-

enthaltsbestimmungsrechts gibt, muss darin liegen, dass das Kind im Umfeld der 

Eltern nicht so geschützt und gefördert wird, wie es für seine körperliche, geistige 

und sittliche Entfaltung nötig wäre. Auf welche Ursachen die Gefährdung des Kin-

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deswohls zurückzuführen ist, spielt keine Rolle. Ebenso wenig kommt es darauf 

an, ob die Eltern an der Gefährdung ihres Kindes ein Verschulden trifft. An die 

Würdigung der konkreten Umstände ist ein strenger Massstab zu legen. Alle Kin-

desschutzmassnahmen müssen erforderlich sein und es ist immer die mildeste 

erfolgversprechende Massnahme anzuordnen (Grundsätze der Verhältnismässig-

keit und der Subsidiarität; BGer 5A_318/2021 vom 19. Juni 2021 E. 3.1). Eine 

Fremdunterbringung ist dann angebracht, wenn nur diese erlaubt, die Entwicklung 

des Kindes in geordnete Bahnen zu lenken (BSK ZGB I-BREITSCHMID, 7. Aufl. 

2022, Art. 310 N 2 m.H.). Anderseits setzt der Entzug des Aufenthaltsbestim-

mungsrechts nicht voraus, dass ambulante Massnahmen bereits erfolglos ver-

sucht wurden; massgebend ist, dass aufgrund der Umstände nicht damit gerech-

net werden kann, es lasse sich die Gefährdung mit solchen abwenden (BSK ZGB 

I-BREITSCHMID, a.a.O., Art. 310 N 4; BGE 90 II 471, 474). 

3.4. Würdigung

3.4.1. Wie erwähnt (vgl. E. 2.2.2) wurde im fachpsychologischen Gutachten bei 

der Beschwerdeführerin eine Erkrankung diagnostiziert und festgestellt, dass sie 

aufgrund dieser Erkrankung nicht in der Lage sei, sich auf die Bedürfnisse ihrer 

Kinder zu konzentrieren und diese wahrzunehmen. Dabei konstatierte die Gutach-

terin, die Beschwerdeführerin sei aufgrund der fehlenden Bindung und emotiona-

len Nähe in ihrer Kindheit mit ihren eigenen unbefriedigten Bedürfnissen so be-

schäftigt, dass sie keine Kapazitäten habe, sich adäquat um die emotionalen Be-

lange der Kinder zu kümmern und ihren Kindern als feinfühlige und präsente Be-

zugsperson zur Verfügung zu stehen. Trotz intensiver Bemühungen durch Fach-

personen wie der sozialpädagogischen Familienbegleitung gelinge es der Be-

schwerdeführerin nicht, die Bedürfnisse ihrer Kinder vor ihren eigenen Bedürftig-

keit zu priorisieren (KESB act. 201 S. 67 f.). Die Gutachterin nahm C._____ in der 

Interaktionsbeobachtung als auffallend zurückhaltend und angepasst wahr. Auf-

grund dieser Verhaltensauffälligkeiten stellte sie bei ihm die Diagnose einer sons-

tigen Störung sozialer Funktionen mit Beginn der Kindheit sowie einer expressi-

ven Sprachstörung (a.a.O. S. 69). Den Beschwerdeführern ist zwar zuzustimmen, 

dass es nicht aussergewöhnlich ist, dass Kinder im Alter C._____ scheu und zu-

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rückhaltend sind. Bei der Gutachterin handelt es sich jedoch um eine Fachpsy-

chologin Psychotherapie FSP und Rechtspsychologie FSP sowie zertifizierte Gut-

achterin SGRP und SGFP. Es sind keine Gründe ersichtlich und es werden von 

den Beschwerdeführern auch keine Gründe vorgebracht, weshalb die Gutachterin 

nicht in der Lage sein soll, kindliche Scheu und Zurückhaltung von der festgestell-

ten Störung zu unterscheiden. 

3.4.2. In diesem Zusammenhang ist auf die von der Beiständin geschilderten 

Wahrnehmungen hinzuweisen. Sie hielt im Rechenschaftsbericht vom 31. August 

2024 fest, dass C._____ neugierig und zugewandt sei und sich sofort und ohne 

Scheu auf sie eingelassen habe. Während er gut zugehört habe, wenn sie (die 

Beiständin) gesprochen habe, habe er die Worte der Mutter, die immer wieder in 

die Stube gekommen sei und geredet habe, gänzlich ignoriert. Auch beim Essen 

habe er seine Mutter nicht beachtet, und einfach mit ihr (der Beiständin) und sei-

nem Bruder, der ihn die ganze Zeit routiniert umsorgt habe, weiter geredet. Es 

habe den Eindruck gemacht, als ob die Mutter gar nicht anwesend sei. Sogar als 

diese vehement etwas eingefordert und gedroht habe, habe C._____ nicht rea-

giert. C._____ scheine mit dem Ignorieren eine Strategie gefunden zu haben, um 

mit dem nicht enden wollenden Redefluss der Mutter umzugehen. Auf seinen Bru-

der D._____ höre C._____ viel mehr. Er werde zu Hause mehr von seinem Bru-

der erzogen und betreut als von der Mutter (KESB act. 195 S. 9). Diese Wahrneh-

mungen der Beiständin veranschaulichen, dass nicht bloss kindliche Scheu und 

Zurückhaltung Grund für C._____s Verhalten sind. Vielmehr scheint er sich darauf 

eingestellt zu haben, dass die Mutter nicht auf ihn eingehen kann. Die Familienbe-

gleiterin hatte bereits am 4. Oktober 2023 berichtet, dass die Mutter für die Kinder 

im Alltag physisch anwesend, jedoch oft nicht emotional verfügbar sei. Es sei für 

die Mutter schwierig und manchmal unmöglich, den Kindern zuzuhören und ihren 

Themen Priorität zu geben. D._____ gehe auf C._____ ein, er nehme dessen Ge-

fühle und Bedürfnisse wahr. C._____ scheine stärker auf D._____ zu hören als 

auf die Mutter (KESB act. 163/2 S. 6). 

3.4.3. Die Beiständin hielt im zuvor erwähnten Rechenschaftsbericht weiter fest, 

dass die Beschwerdeführerin mit der Betreuung der Kinder überfordert sei; sie sei 

- 13 -

sehr gestresst, wenn der Hort nicht geöffnet sei. Einmal habe die Mutter fast pa-

nisch reagiert, als der Hort an Auffahrt und am Pfingstmontag geschlossen gewe-

sen sei. Sie sei sehr aufgebracht gewesen und habe gesagt, sie könne C._____ 

nicht so lange alleine betreuen (KESB act. 195 S. 5). C._____ freue sich sehr, 

wenn der Vater ihn im Hort abhole. Wenn die Mutter ihn abhole, richte er in der 

Regel den Blick auf den Boden, ziehe sich grusslos an und "trotte mit ihr davon". 

Auch die Mutter grüsse C._____ nicht, frage ihn nicht, wie es ihm gehe, sondern 

sie spreche mit den Hortnerinnen und frage diese, ob er lieb gewesen sei. Gegen-

über den Hortnerinnen habe C._____ mehrfach gesagt, er möchte nicht zur Mut-

ter, sondern lieber im Hort bleiben (KESB act. 195 S. 3 f.). Auch diese Wahrneh-

mungen zeugen von der im Gutachten erörterten fehlenden emotionalen Verfüg-

barkeit der Mutter. 

3.4.4. Die Einschätzungen der Gutachterin werden auch durch die Beobachtun-

gen der Fachpersonen nach der Fremdplatzierung untermauert. So geht aus den 

Akten hervor, dass C._____ kurze Zeit nach der Fremdplatzierung gegenüber den 

Eltern äusserte, dass es ihm gut gehe, dass er gerne hier sei und auch nicht zu-

rück möchte (KESB act. 237). Von Seiten der J._____ wurde der Beiständin we-

nige Tage nach der Fremdplatzierung gemeldet, dass C._____ kein einziges Mal 

nach der Mutter oder dem Zuhause gefragt habe, er habe kein Heimweh und 

schlafe gut (KESB act. 245). Im Kurzbericht der J._____ vom 4. Februar 2025 

wurde ausgeführt, zu Beginn des Aufenthalts habe C._____ wenig bis kein Be-

dürfnis gezeigt, nach den Eltern zu fragen und er habe auch keinen Kontakt ein-

gefordert. Die ersten vier Telefonate mit der Mutter seien ähnlich verlaufen: 

C._____ habe begonnen, etwas zu erzählen, sei jedoch regelmässig von der Mut-

ter unterbrochen worden, die ausführlich über ihre eigenen Sorgen berichtet habe. 

Es sei für die Fachperson herausfordernd gewesen, einen konstruktiven Aus-

tausch zwischen Mutter und Sohn zu unterstützen. Infolgedessen habe sich 

C._____ zunehmend zurückgezogen und sich weniger am Gespräch beteiligt 

(KESB act. 261 S. 2 f.). 

3.4.5. Aus den vorstehenden Erwägungen geht hervor, dass die Einschätzungen 

der Gutachterin aufgrund der Akten nachvollziehbar und schlüssig sind. Die Kritik 

- 14 -

der Beschwerdeführer am Gutachten ist unbegründet. Die Einschätzungen der 

Gutachterin decken sich mit den Wahrnehmungen der involvierten Fachpersonen. 

Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer haben die Abklärungen ergeben, 

dass sich die Beschwerdeführerin nicht adäquat um die emotionalen Belange der 

Kinder kümmern und ihnen nicht als feinfühlige und präsente Bezugsperson zur 

Verfügung stehen kann.

3.4.6. Die Gutachterin gelangte aufgrund der mangelnden Erziehungsfähigkeit der 

Mutter in Verbindung mit ihrer nicht vorhandenen Veränderungsfähigkeit und -be-

reitschaft zum Schluss, dass einer Kindeswohlgefährdung lediglich mit einer aus-

serfamiliären Platzierung begegnet werden könne (KESB act. 201 S. 71). Dieser 

Schlussfolgerung war die Feststellung vorausgegangen, dass die sozialpädagogi-

sche Familienbegleitung keine Verbesserung gebracht habe (a.a.O. S. 67 f.). 

Auch diese Einschätzungen stimmen mit den Erfahrungen der Beiständin und der 

sozialpädagogischen Familienbegleiterin überein. Die Beiständin hatte im Re-

chenschaftsbericht vom 31. August 2024 darauf hingewiesen, dass die Lernfähig-

keit der Mutter laut der Familienbegleiterin beschränkt sei. Eine sozialpädagogi-

sche Familienbegleitung reiche nicht aus, um die Erziehungsfähigkeit der Mutter 

zu stärken und eine Kindeswohlgefährdung abzuwenden (KESB act. 195 S. 10). 

Mit der während beinahe zwei Jahren installierten Familienbegleitung habe ge-

mäss Einschätzung der Fachpersonen keine merkliche Verbesserung erzielt wer-

den können. Es fehle der Beschwerdeführerin am Problembewusstsein, sie exter-

nalisiere die Probleme und sehe sich nicht in der Erziehungspflicht. Zwar hätten 

einige vereinbarte Ziele – wie z.B. die alleinige Bewältigung des Kindergarten-

wegs durch C._____ – umgesetzt werden können. In vielen Bereichen seien aber 

kaum Verbesserungen erzielt worden. Es gebe kaum Regeln und Strukturen, an 

die sich die Kinder halten könnten, etwa fixe Essens- oder Schlafenszeiten. 

D._____ übernehme als älterer Bruder wichtige Betreuungsaufgaben, er küm-

mere sich mehr um C._____ als die Mutter. Gemäss Einschätzung der sozialpäd-

agogischen Familienbegleiterin werde C._____ von der Mutter emotional vernach-

lässigt (KESB act. 195 S. 6 f.). In diesem Zusammenhang ist erneut auf den Zwi-

schenbericht der Familienbegleiterin vom 4. Oktober 2023 hinzuweisen. Diese 

schilderte, ihr wöchentlicher Besuch sei für C._____ ein fixer Bezugspunkt gewor-

- 15 -

den, auf den er sich laut der Mutter sehr freue, weil dann jemand mit ihm rede 

bzw. ihm zuhöre, mit ihm Büchlein anschaue oder spiele (KESB act. 163/2 S. 3). 

3.4.7. Da mit der Familienbegleitung keine wesentliche Verbesserung hat erzielt 

werden können, steht fest, dass mildere Massnahmen eine Kindeswohlgefähr-

dung nicht hätten abwenden können. Die Vorinstanz nahm aufgrund der psychi-

schen Erkrankung der Beschwerdeführerin, ihrer daraus in wesentlichen Berei-

chen resultierenden Erziehungsunfähigkeit und ihrer mangelnden Veränderungs-

bereitschaft und -fähigkeit zu Recht eine schwerwiegende Gefährdung des Kin-

deswohls von C._____ an, welcher nur mit einer Fremdplatzierung begegnet wer-

den kann.

3.4.8. Der Beschwerdeführer ist eine wichtige Bezugsperson für C._____ und die 

Beziehung zwischen Vater und Sohn ist innig. Die Gutachterin hielt fest, der Vater 

sei C._____s emotionale Hauptbezugsperson (KESB act. 201 S. 64). Entspre-

chend nimmt der Vater zweifellos einen wichtigen Platz in der Entwicklung 

C._____ ein. Die Mutter war jedoch stets die Hauptbetreuungsperson für C._____ 

im Alltag. Gemäss Angaben der Mutter haben die Eltern bis zum Zeitpunkt der 

Begutachtung nie in einem gemeinsamen Haushalt gelebt (KESB act. 201 S. 19). 

Erst im Herbst 2024 – just zum Zeitpunkt der Fertigstellung des Gutachtens – zog 

der Vater wegen Ungeziefer in der eigenen Wohnung in die Wohnung der Mutter 

um (vgl. KESB act. 186). Gemäss den Angaben der Mutter gegenüber der Bei-

ständin stellt der Einzug des Vaters in ihre Wohnung nur eine vorübergehende 

Lösung dar (KESB act. 186, 195 S. 3). Des weitern gab die Mutter gegenüber der 

Gutachterin an, sie würden vor den Kindern lautstarke Auseinandersetzungen 

austragen (KESB act. 201 S. 21). Aufgrund der Akten ist von einer konflikthaften 

Elternbeziehung, mitunter auch von einer on-off-Beziehung, auszugehen. Dass 

sich die Streitereien der Eltern auf die Kinder auswirken, ergibt sich aus den Aus-

sagen von C._____ gegenüber der Kindesvertreterin: Seit der Vater in der Woh-

nung der Mutter wohne, würden die Eltern immer streiten. Es sei dann manchmal 

so laut, dass er nichts mehr anderes höre. Das störe ihn sehr (KESB act. 263 Rz. 

20). 

- 16 -

3.4.9. Die Beschwerdeführer kritisieren, die KESB habe die notwendigen Abklä-

rungen bezüglich des Beschwerdeführers, insbesondere bezüglich seiner Erzie-

hungsfähigkeit, unterlassen. Dabei übersehen sie, dass eine (alleinige) Betreuung 

von C._____ durch den Beschwerdeführer im Zeitpunkt des Entscheids der KESB 

vom 13. Februar 2025 allein schon aus faktischen Gründen nicht in Frage kam. 

Der Beschwerdeführer verfügte nicht über eine kindsgerechte Wohnung, sondern 

er war vorübergehend in die Wohnung der Beschwerdeführerin gezogen. Gemäss 

dem Gutachten und der darin festgestellten Erziehungsunfähigkeit der Beschwer-

deführerin bestand eine schwerwiegende Kindeswohlgefährdung. Angesichts der 

konflikthaften und asymmetrischen Elternbeziehung – gemäss den Fachpersonen 

gelingt es dem Beschwerdeführer nicht, sich gegen die Beschwerdeführerin 

durchzusetzen – ging die Vorinstanz zu Recht davon aus, dass der Einzug des 

Beschwerdeführers diese Gefährdung nicht zu entschärfen vermochte. Zudem 

war und ist nicht abschätzbar, ob bzw. wann sich die Lebensumstände des Be-

schwerdeführers so gestalten werden, dass eine durchgehende Betreuung von 

C._____ durch ihn in einer kindsgerechten Wohnung faktisch überhaupt möglich 

ist. Bei dieser Ausgangslage durfte die KESB einstweilen auf weitere Abklärungen 

zur Erziehungsfähigkeit und zu den Lebensumständen des Beschwerdeführers 

verzichten. Die Vorinstanz ist deshalb zu Recht zum Schluss gekommen, die 

KESB habe den Beschwerdeführern das Aufenthaltsbestimmungsrecht über 

C._____ entziehen dürfen. Dass sich an ihren Lebensumständen etwas Wesentli-

ches geändert hätte, geht weder aus der Beschwerde noch aus den übrigen Ak-

ten hervor. Auch die Beschwerdeführer verlangen im Beschwerdeverfahren nicht, 

dass dem Beschwerdeführer (allein) das Aufenthaltsbestimmungsrecht bzw. die 

alleinige Obhut über C._____ zuzuteilen sei. Aufgrund des Gesagten ist die Be-

schwerde im Hauptantrag abzuweisen. 

4. Weitere Kindesschutzmassnahmen

4.1. Gemäss Art. 307 Abs. 3 ZGB kann die Kindesschutzbehörde den Eltern 

und dem Kind bestimmte Weisungen erteilen und eine geeignete Person oder 

Stelle bestimmen, der Einblick und Auskunft zu geben ist. Alle Kindesschutzmass-

nahmen müssen erforderlich sein und es ist immer die mildeste Erfolg verspre-

- 17 -

chende Massnahme anzuordnen (sog. Proportionalität und Subsidiarität); diese 

soll elterliche Bemühungen nicht ersetzen, sondern ergänzen (sog. Komplemen-

tarität) (vgl. BGer 5A_379/2019 vom 26. September 2019 E. 3.4.1).

4.2. Die Gutachterin hielt neben einer Fremdplatzierung eine psychotherapeu-

tisch-psychiatrische Behandlung der Beschwerdeführerin zur Verbesserung ihrer 

Erziehungsfähigkeit für dringend indiziert. Im Vordergrund stehe eine medikamen-

töse Behandlung der Beschwerdeführerin und die Erarbeitung einer Krankheits-

einsicht bzw. damit einhergehend einer Einsicht in eigene ungünstige Verhaltens-

muster im Umgang mit den Kindern. Welche weiteren Schritte zur Erlangung der 

Erziehungsfähigkeit der Mutter im Anschluss an eine psychotherapeutische-

psychiatrische Behandlung notwendig seien, konnte die Gutachterin nicht absch-

liessend beurteilen. Aufgrund der chronifizierten psychischen Erkrankung der Be-

schwerdeführerin erachtete sie ein teil-stationäres Setting als notwendig (KESB 

act. 201 S. 68). 

4.3.

Im Verhältnis zu einer Fremdplatzierung stellt eine psychotherapeutisch-

psychiatrische Behandlung der Beschwerdeführerin eine mildere Massnahme dar. 

Wie den Ausführungen der Gutachterin zu entnehmen ist, vermag eine entspre-

chende Behandlung der Beschwerdeführerin nicht umgehend zur Wiedererlan-

gung der Erziehungsfähigkeit zu führen. Vielmehr ging die Gutachterin davon aus, 

dass im Anschluss an eine psychotherapeutisch-psychiatrische Behandlung wei-

tere, noch nicht bestimmbare Schritte notwendig sein würden. Eine psychothera-

peutisch-psychiatrische Behandlung der Beschwerdeführerin stellt jedoch eine 

verhältnismässige Massnahme dar, um mittel- oder längerfristig einer Gefährdung 

des Kindeswohls zu begegnen und – allenfalls im Verbund mit anderen Massnah-

men – den Weg für eine Rückplatzierung zu ebnen. Trotz der gutachterlichen 

Empfehlung unterliess es die KESB soweit ersichtlich, nähere Abklärungen im 

Hinblick auf eine im Sinne einer Kindesschutzmassnahme anzuordnende Thera-

pie der Beschwerdeführerin vorzunehmen. In Anwendung der Offizial- und Unter-

suchungsmaxime ist die KESB deshalb aufzufordern, diesbezüglich tätig zu wer-

den. 

- 18 -

5.

Besuchsrecht und Besuchsbeistandschaft

5.1. Erwägungen der Vorinstanz

Die Vorinstanz erwog, den Beschwerdeführern sei ein Besuchsrecht von einzeln 

je 30 Minuten pro Woche eingeräumt worden, wobei die Beiständin damit beauf-

tragt worden sei, die Kontakte unter Berücksichtigung des Kindeswohls zu über-

prüfen und wenn möglich auszuweiten. Die Beiständin habe berichtet, dass 

C._____ zu Beginn der Platzierung wenig bis kein Bedürfnis gehabt habe, nach 

den Eltern zu fragen, und er habe auch keinen Kontakt eingefordert. Der erste Be-

such habe eine distanzierte und wenig emotionale Beziehung zwischen C._____ 

und der Beschwerdeführerin gezeigt. Es habe wenig Interaktion stattgefunden 

und die gemeinsame Zeit sei als herausfordernd wahrgenommen worden. Nach 

20 Minuten habe C._____ das Zimmer verlassen und die Betreuungsperson ge-

fragt, ob die vereinbarte Zeit jetzt vorbei sei, weil er den Besuch habe beenden 

wollen. Beim Beschwerdeführer habe sich C._____ als körperlich zugewandt ge-

zeigt, gekuschelt und die gemeinsame Zeit genossen. Beiden sei der Abschied 

schwer gefallen. Gemäss Beiständin würden die Besuche seit Mitte März 2025 

von einer externen Fachstelle begleitet. Die Beschwerdeführerin habe angewie-

sen werden müssen, sich während der Besuchszeit des Beschwerdeführers bei 

C._____ im Auto aufzuhalten, weil sie die beiden nicht habe allein lassen wollen. 

Der Beschwerdeführer könne sich nur auf C._____ einlassen, wenn die Be-

schwerdeführerin nicht da sei, sonst dominiere sie das Geschehen und mische 

sich ständig ein. Beim Besuch der Beschwerdeführerin spiele C._____ alleine und 

er verlasse das Zimmer immer wieder. Wenn schon die beiden Stunden in der 

J._____ ohne externe fachliche Begleitung für C._____ unzumutbar seien, seien 

es Besuche zu Hause zum jetzigen Zeitpunkt sicher auch. Die Vorinstanz hielt un-

ter Verweis auf die Rechtsgrundlagen zum Besuchsrecht fest, grundsätzlich sei 

es nicht zulässig, der Beiständin Entscheidkompetenzen betreffend den Umfang 

des Besuchsrechts zu übertragen. Allerdings hätten so die Besuchszeiten relativ 

rasch und unkompliziert ausgeweitet werden können. Der aktuelle Umfang von je 

zweimal eine halbe Stunde pro Woche und Elternteil scheine angemessen, 

C._____ benötige nach wie vor eine Überwachung der Besuche, um eine Verun-

- 19 -

sicherung und Überforderung zu vermeiden. Der Verlauf der Besuche müsse wei-

terhin gut beobachtet werden, damit allenfalls rasch reagiert werden könne. Je 

nach Verlauf könnten die Besuche auch noch weiter ausgedehnt werden, was mit 

den aktuellen Vorgaben schneller erfolgen könne, als wenn ein Entscheid der 

KESB abgewartet werden müsse. Aufgrund dieser Überlegungen hielt die Vorin-

stanz die von der KESB angeordnete flexible Lösung für sachgerecht. Eine präzi-

sere Regelung müsse getroffen werden, sobald sich die Situation stabilisiert habe 

und klar sei, wo die Kinder längerfristig sein werden (act. 6 S. 30-33).

5.2. Standpunkt der Beschwerdeführer

Die Beschwerdeführer kritisieren, die Vorinstanz habe zwar korrekt festgehalten, 

dass die zeitliche Fixierung und Ausdehnung der Besuchszeiten mit dem Ent-

scheid festzulegen seien und nicht der Beistandsperson überlassen werden dürf-

ten. Dennoch habe sie die zeitliche Gestaltung vollumfänglich der Beiständin 

überlassen, ohne wenigstens ein Minimum festzulegen. Dieses Vorgehen sei wi-

dersprüchlich und verstosse gegen das Willkürverbot. Zudem habe die Beiständin 

die Besuchszeiten, welche zunächst auf 2 x 30 Minuten pro Elternteil pro Woche 

ausgedehnt worden seien, ohne ersichtlichen Grund wieder auf 1 x 30 Minuten 

pro Elternteil pro Woche reduziert. Es könne nicht angehen, dass sie der Willkür 

der Beiständin ausgesetzt seien. Im Entscheid sei zumindest ein angemessenes 

Besuchsrecht mit angemessenen Besuchszeiten festzulegen. Die Vorinstanz sei 

weder auf die Anträge noch auf die Ausführungen der Kindesvertreterin eingegan-

gen, wonach die Besuche der Eltern unterdessen gut verliefen, die Beschwerde-

führerin sich besser als früher auf C._____ einlassen könne und C._____ sich je-

weils sehr auf seine Eltern freue. Sie weisen erneut auf die Berichte der Besuchs-

begleitung im März 2025 hin. Die Erwägungen der Vorinstanz, wonach die beiden 

Stunden für C._____ ohne externe fachliche Begleitung nicht zumutbar seien, 

müsse sich auf die Anfangszeit beziehen. In der Zwischenzeit habe sich die Situa-

tion immer mehr verbessert, die Vorinstanz sei jedoch nicht auf die aktuellen Um-

stände eingegangen. Die Ablehnung eines erweiterten Besuchsrechts sei folglich 

nicht gerechtfertigt. Ein Besuchsrecht von lediglich 30 Minuten pro Woche sei den 

vorliegenden Umständen keineswegs angemessen. Sie hätten ihren Kindern 

- 20 -

nichts angetan oder sie bedroht oder dergleichen. Da die Vorinstanz sich gewei-

gert habe, ein Besuchsrecht festzulegen, gelte nun wieder das sehr beschränkte 

Besuchsrecht, was nicht gerechtfertigt sei. Ihnen sei ein Besuchsrecht von min-

destens 2 x 1 Stunde pro Woche und Person zu gewähren. Zudem sei C._____ 

ab sofort an den Wochenenden von Freitagabend bis Sonntagabend und wäh-

rend der Schulferien und Feiertagen zu ihnen nach Hause zu bringen (act. 2 Rz. 

28-33).

5.3. Stellungnahme der Kindesvertreterin

Die Kindesvertreterin äussert sich in ihrer Stellungnahme nicht zum Detaillie-

rungsgrad der Besuchsregelung. Sie beantragt – entsprechend dem subjektiven 

Willen von C._____ – ein soweit möglich begleitetes Wochenend-, Feiertags- und 

Ferienbesuchsrecht. Eventualiter sei den Eltern ein Besuchsrecht von wöchentlich 

drei Stunden zusammen bzw. bei Bedarf je eineinhalb Stunden allein sowie ein 

Wochenendbesuchsrecht einmal im Monat einzuräumen. Sie begründet den 

Eventualantrag mit objektiven Kindeswohlüberlegungen, wobei sie darauf hin-

weist, dass sich die Eltern absprachefähig, respektvoll und höflich zeigten. Sie 

würden jedoch nach wie vor Unterstützung benötigen, um C._____ in seiner Ent-

wicklung zu fördern (act. 14 Rz. 1 ff.).

- 21 -

5.4. Rechtliches

Die Vorinstanz hat die rechtlichen Grundlagen für die Regelung des Kontaktrechts 

und dessen Einschränkungen zutreffend wiedergegeben (act. 6 S. 22 f.). Ergän-

zend und bestätigend sind die folgenden Grundsätze festzuhalten: 

Für einen angemessenen persönlichen Kontakt zwischen den Eltern und dem 

Kind im Sinne von Art. 273 Abs. 1 ZGB ist das Kindeswohl oberste Richtschnur, 

hinter dem die Interessen der Eltern zurücktreten müssen. Ein begleitetes Be-

suchsrecht bezweckt, der Gefährdung eines Kindes wirksam zu begegnen, Kri-

sensituationen zu entschärfen und Ängste abzubauen sowie Hilfestellungen für 

eine Verbesserung der Beziehungen zum Kind und unter den Eltern zu vermitteln. 

Ein begleitetes Besuchsrecht ist insbesondere bei psychischer Erkrankung, nega-

tiver Beeinflussung des Kindes, psychischer Belastung sowie Überforderung des 

Kindes indiziert (BSK ZGB I-SCHWENZER/COTTIER, 7. Aufl. 2022, Art. 273 N 26). 

Die Festlegung bzw. Anpassung des Besuchsrechts obliegt ausschliesslich dem 

Gericht bzw. der KESB. Die Besuchsbeistandschaft darf nicht zu einer Delegation 

der behördlichen Verantwortung für den Entscheid über die Besuchsrechtsrege-

lung auf den Beistand führen. Die Beistandsperson hat vorab beratende (anlei-

tende und weisende) sowie vermittelnde Funktion hinsichtlich der Erziehung des 

Kindes (Art. 308 Abs. 1 ZGB). Als besondere Aufgabe kann ihr u.a. die Überwa-

chung des persönlichen Verkehrs übertragen werden (Art. 308 Abs. 2 ZGB; BSK 

ZGB I-BREITSCHMID, 7. Aufl. 2022, Art. 308 N 17; BGE 118 II 241 E. 2d). 

5.5. Würdigung

5.5.1. Betreffend den Kontakt zwischen C._____ und den Eltern traf die KESB im 

Beschluss vom 13. Februar 2025 folgende Anordnungen (KESB act. 268 S. 20 

ff.): 

"[1.-4. …]

 5. Die Mutter, A._____, ist gestützt auf Art. 273 Abs. 1 und 2 ZGB berechtigt, 
C._____ einmal wöchentlich für die Dauer von 30 Minuten in Begleitung 
einer Fachperson zu treffen.

- 22 -

 6.  Der Vater, B._____, ist gestützt auf Art. 273 Abs. 1 und 2 ZGB berechtigt, 

C._____ einmal wöchentlich für die Dauer von 30 Minuten in Begleitung 
einer Fachperson zu treffen.

 7.

[Kontakte zwischen Mutter und D._____]

 8. Die Kontakte zwischen der Mutter, insbesondere dem Vater und C._____ 
sollen in Absprache und unter Berücksichtigung des Wohls von C._____ 
überprüft werden und wenn möglich ausgeweitet werden. Es ist auf Wo-
chenende und Ferienaufenthalte bei den Eltern hinzuwirken.

 9.

[Kontakte zwischen Mutter und D._____]

[10.-11. …]

12. Die Aufgaben im Rahmen der Beistandschaft für C._____ und D._____ 

werden um folgende Aufträge ergänzt:

-

[…]

- die Kontakte zwischen der Mutter insbesondere dem Vater zu 

C._____, in Absprache und unter Berücksichtigung des Wohls von 
C._____ zu überprüfen und wenn möglich auszuweiten bzw. auf Wo-
chenende und Ferienaufenthalte bei den Eltern hinzuwirken;

-

-

[…]

in Absprache mit den Beteiligten und der lnstitution die begleite-
ten Kontakte zwischen den Eltern und C._____ und zwischen der Mut-
ter und D._____ in geeigneter Weise zu organisieren;

[13.-18. …]"

Mit dieser Regelung traf die KESB lediglich minimale Anordnungen zur Ausgestal-

tung des Besuchsrechts. Obwohl die KESB von einer Ausweitung des Besuchs-

rechts ausging, indem sie festhielt, es sei auf Wochenendbesuche und Ferienauf-

enthalt hinzuwirken, verzichtete sie darauf, die nächsten Etappen festzulegen. 

Entgegen den vorstehend genannten Grundsätzen unterliess es die KESB, eine 

umfassende, klare und durchsetzbare Regelung des Besuchsrechts anzuordnen, 

sondern sie delegierte die Ausgestaltung des Besuchsrechts weitestgehend an 

die Beistandsperson. Bei einer superprovisorische angeordneten Fremdplatzie-

rung ist die Festlegung einer umfassenden, klaren und durchsetzbaren Besuchs-

regelung zweifellos kaum möglich, zumal wesentliche Fragen im Zusammenhang 

mit der Besuchsrechtsausübung (wie die Möglichkeiten der Besuchsausübung in 

der Institution, Reaktion des Kindes auf die Fremdplatzierung, Verhalten der El-

tern während der Besuche, Reaktion des Kindes auf die Elternkontakte, Gesamt-

belastung des Kindes etc.) noch unklar sind. Es ist deshalb nicht zu beanstanden, 

wenn im Rahmen vorsorglicher oder gar superprovisorischer Massnahmen vor-

- 23 -

übergehend nur rudimentäre Anordnungen für die Kontakte festgelegt werden und 

der Beistandsperson die nähere Ausgestaltung überlassen wird. 

5.5.2. Die KESB erliess mit Beschluss vom 13. Februar 2025 keine vorsorglichen 

Massnahmen, wie dies prozessual zur Bestätigung der superprovisorischen Re-

gelung vom 22. Januar 2025 sowie auch aufgrund der gegebenen faktischen Um-

stände zu erwarten gewesen wäre. Vielmehr erliess die KESB sogleich definitive 

Anordnungen, ohne die obgenannten Grundsätze für die Festlegung des Be-

suchsrechts einzuhalten. Mit einer kaskadenartigen Regelung und der Formulie-

rung von Bedingungen für die Ausdehnung oder Beschränkung des Besuchs-

rechts hätte die KESB die Grundlage dafür schaffen müssen, dass die Beistands-

person über die Ausdehnung oder Beschränkung des Besuchsrechts entscheiden 

könnte. Stattdessen beschränkte sich die KESB auf die Festlegung eines Be-

suchsrechts von wöchentlich 30 Minuten und überliess dessen weitere Ausgestal-

tung vollumfänglich der Beiständin. Die Kritik der Beschwerdeführer ist somit be-

rechtigt; es liegt eine Rechtsverletzung vor. Im vorliegenden Beschwerdeverfah-

ren fehlen einerseits die tatsächlichen Grundlagen, um über das von den Be-

schwerdeführern beantragte Wochenend-, Feiertags- und Ferienbesuchsrechts 

entscheiden zu können. Zudem ist eine erstmalige umfassende, kaskadenartige 

Festlegung des Besuchsrechts im Rahmen des vorliegenden Beschwerdeverfah-

rens vor der Kammer zur Wahrung des Instanzenzuges nicht zulässig. Es erübrigt 

sich deshalb auch, auf die Ausführungen der Kindesvertreterin einzugehen. 

5.5.3. Aufgrund des Gesagten ist ein reformatorischer Entscheid nicht möglich, 

weshalb die Dispositiv-Ziffern 5, 6, 8 und 12, 2. Spiegelstrich, des Beschlusses 

der KESB vom 13. Februar 2025 aufzuheben sind und die Sache diesbezüglich 

zur Ergänzung des Verfahrens und zum neuen Entscheid an die KESB zurückzu-

weisen ist. In diesem Sinne ist der Eventualantrag der Beschwerdeführer teilweise 

gutzuheissen.

5.5.4. Der Vollständigkeit halber ist festzuhalten, dass im Rahmen der Offizialma-

xime auch eine Aufhebung der Besuchsrechtsregelung betreffend D._____ und 

der Beschwerdeführerin bzw. eine entsprechende Neuregelung durch die KESB 

- 24 -

möglich wäre. Allerdings ist aufgrund der Akten davon auszugehen, dass hierfür 

keine Veranlassung besteht.

6.

Fazit

Zusammenfassend ist die Beschwerde gegen den Entzug des Aufenthaltsbestim-

mungsrechts der Beschwerdeführer abzuweisen. Mit Bezug auf die Regelung des 

Besuchsrechts ist die Beschwerde indessen teilweise gutzuheissen. Die Sache ist 

diesbezüglich zur Ergänzung des Verfahrens und zum neuen Entscheid an die 

KESB zurückzuweisen. In Anwendung der Offizialmaxime ist die KESB zudem 

aufzufordern, den Empfehlungen der Gutachterin entsprechend Abklärungen im 

Hinblick auf eine im Sinne einer Kindesschutzmassnahme anzuordnende Thera-

pie der Beschwerdeführerin in die Wege zu leiten.

7.

Kosten- und Entschädigungsfolgen

7.1. Die Beschwerdeführer obsiegen mit ihrer Beschwerde teilweise (vgl. 

Art. 106 Abs. 2 ZPO). Es rechtfertigt sich deshalb, die Kosten des vorliegenden 

Beschwerdeverfahrens zur Hälfte auf die Staatskasse zu nehmen und die andere 

Hälfte den Beschwerdeführern je hälftig, aufzuerlegen. Den Beschwerdeführern 

ist mit Beschluss vom 23. Juni 2025 die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wor-

den, weshalb der von ihnen zu tragende Anteil einstweilen auf die Staatskasse zu 

nehmen ist. Die Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO bleibt vorbehalten.

7.2. Da die Beschwerdeführer die Regelung der Kosten- und Entschädigungs-

folgen für das bezirksrätliche Verfahren (Dispositiv Ziffer II des vorinstanzlichen 

Urteils) mit der vorliegenden Beschwerde nicht angefochten haben, erübrigen sich 

diesbezügliche Weiterungen. 

7.3.

Für die Zusprechung einer Entschädigung aus der Staatskasse fehlt es in-

dessen an einer gesetzlichen Grundlage. Wenn der Staat wie hier nicht wie ein 

Privater am Verfahren beteiligt ist, kommt eine aus der Staatskasse auszurich-

tende Parteientschädigung nur in ganz besonderen Fällen in Frage und ein sol-

cher Fall liegt nicht vor.

- 25 -

Es wird beschlossen:

1.

Der prozessuale Antrag, es sei ein Obergutachten einzuholen, wird abge-

wiesen.

2.

Schriftliche Mitteilung mit nachstehendem Erkenntnis.

Es wird erkannt: 

1.

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde werden die Dispositiv-Ziffern I 

und II des Urteils des Bezirksrates Bülach vom 14. Mai 2025 sowie die Dis-

positiv-Ziffern 5, 6, 8 und 12, 2. Spiegelstrich, des Beschlusses der KESB 

vom 13. Februar 2025 aufgehoben. Das Verfahren wird zur Vervollständi-

gung und zum neuen Entscheid im Sinne der Erwägungen an die KESB 

2.

3.

Bülach Süd zurück gewiesen.

Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 800.– festgesetzt. Sie wird im Umfang von 

Fr. 400.– definitiv auf die Staatskasse genommen und im Umfang von 

Fr.400.– den Beschwerdeführern je zur Hälfte auferlegt, jedoch infolge Ge-

währung der unentgeltlichen Rechtspflege einstweilen auf die Gerichtskasse 

genommen. Die Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO bleibt vorbehal-

ten.

4.

Für das vorliegende Beschwerdeverfahren wird keine Parteientschädigung 

zugesprochen.

5.

Schriftliche Mitteilung an die Beschwerdeführer unter Beilage der Doppel 

von act. 14 und 15/1, die Kindesvertreterin, die Kindes- und Erwachsenen-

schutzbehörde Bülach sowie unter Rücksendung der Akten an den Bezirks-

rat Bülach, je gegen Empfangsschein.

6.

Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 

innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-

richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

- 26 -

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG und ein Zwischenentscheid im 
Sinne von Art. 93 BBG. 

Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer

Die Gerichtsschreiberin:

MLaw J. Camelin-Nagel

versandt am: