# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 46505348-a1ab-58bd-9953-66b14f9dcb2d
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-09-02
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 02.09.2014 U 2014 23
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_U-2014-23_2014-09-02.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT
DES KANTONS GRAUBÜNDEN

U 14 23

3. Kammer 

bestehend aus

Verwaltungsrichter Stecher als Vorsitzender,

Verwaltungsrichterin Moser und Verwaltungsrichter Audétat,

Aktuar ad hoc Decurtins

URTEIL
vom 2. September 2014

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____,

Beschwerdeführerin

gegen 

Gemeinde X._____, 

Beschwerdegegnerin

betreffend Sozialhilfe

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1. Über den regionalen Sozialdienst beantragte A._____ bei ihrer 

Wohnsitzgemeinde X._____ ab dem 1. März 2014 Sozialhilfe. Am 10. 

März 2014 teilte ihr die Gemeinde X._____ mit, dass der 

Gemeindevorstand anlässlich seiner Sitzung vom 4. März 2014 ihrem 

Gesuch entsprochen und – unter diversen Auflagen – einen ab dem 

1. März 2014 monatlich in bar auszubezahlenden Unterstützungsbeitrag 

von Fr. 1‘491.-- beschlossen habe.

2. Gegen diese Verfügung erhob A._____ (nachfolgend 

Beschwerdeführerin) am 26. März 2014 Beschwerde beim 

Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden und beantragte sinngemäss 

die Aufhebung der Verfügung sowie die Zusprechung der ohne 

Begründung abgelehnten minimalen Integrationszulage von Fr. 100.--. 

Zudem bemängelte sie die verfügte Auszahlungsart der 

Unterstützungsbeiträge, da es für die betroffenen Personen beschämend 

und angesichts der nicht behindertengerechten Bauweise sowie der 

Öffnungszeiten der Gemeindekanzlei mit einigen Umständen verbunden 

sei, die Unterstützungsbeiträge in bar auf der Gemeindekanzlei zu 

beziehen.

3. In ihrer Vernehmlassung vom 2. April 2014 beantragte die Gemeinde 

(nachfolgend Beschwerdegegnerin) die kostenfällige Abweisung der 

Beschwerde, soweit überhaupt darauf eingetreten werden könne. Die 

minimale Integrationszulage von Fr. 100.-- sei deshalb gestrichen worden, 

weil es seitens der Beschwerdeführerin an einer „ausgewiesenen 

Bereitschaft zum Erbringen von Eigenleistungen“ gefehlt habe. Obwohl ihr 

gemäss der Rentenverfügung der Sozialversicherungsanstalt des 

Kantons Graubünden, IV-Stelle, vom 11. November 2013 aus ärztlicher 

Sicht eine dem Leiden angepasste Tätigkeit zu 100 % zugemutet werden 

könne, habe sie diesbezüglich keine Bemühungen unternommen. Weiter 

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führte die Beschwerdegegnerin aus, dass die Auszahlung von 

Unterstützungsbeiträgen deshalb in bar auf der Gemeindekanzlei erfolge, 

weil damit wenigstens einmal pro Monat ein minimaler Kontakt zu den 

Sozialhilfeempfängern hergestellt werden könne.

4. In ihrer Replik vom 24. April 2014 äusserte sich die Beschwerdeführerin 

bezüglich der fehlenden „ausgewiesenen Bereitschaft zum Erbringen von 

Eigenleistungen“ dahingehend, dass es ihr angesichts der von 

verschiedenen Ärzten attestierten Arbeitsunfähigkeit sowie der stetigen 

ärztlichen Behandlungen und Therapien gar nicht möglich und erlaubt sei, 

sich um eine angepasste Tätigkeit bei einem Arbeitgeber zu bemühen. 

Deshalb sei ihr die minimale Integrationszulage von Fr. 100.-- 

auszurichten. An ihrem Antrag auf elektronische Auszahlung der 

Unterstützungsbeiträge hielt sie fest, auch wenn sie gegen einen 

minimalen persönlichen Kontakt auf der Gemeindekanzlei nichts 

einzuwenden habe. Hinsichtlich der bereits bemängelten 

behindertengerechten Gestaltung der Gemeindekanzlei legte sie ihrer 

Replik diverse Fotografien bei und beantragte zudem eine Prüfung und 

Stellungnahme durch die Pro Infirmis Graubünden.

5. Am 5. Mai 2014 machte die Beschwerdegegnerin in ihrer Duplik geltend, 

dass die von der Beschwerdeführerin angesprochene Arbeitsunfähigkeit 

sowie die verschiedenen Therapien nichts mit den Arbeitsbemühungen zu 

tun hätten. Der Gemeindevorstand stütze sich auf die Rentenverfügung 

der IV-Stelle, gemäss welcher ihr eine dem Leiden angepasste Tätigkeit 

zu 100 % zugemutet werden könne.

6. In ihrer Eingabe vom 17. Mai 2014 hielt die Beschwerdeführerin erneut an 

ihren Anträgen fest und anerbot sich der Gemeinde für eine ihrem Leiden 

angepasste Tätigkeit.

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7. Mit Schreiben vom 22. Mai 2014 verzichtete die Beschwerdegegnerin 

explizit auf eine weitere Eingabe. Am 15. Juli 2014 reichte sie dem 

Verwaltungsgericht schliesslich aufforderungsgemäss sämtliche 

verfügbaren Akten und Beweismittel im Zusammenhang mit der 

vorliegenden Angelegenheit ein.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften und in 

der angefochtenen Verfügung sowie die im Recht liegenden Beweismittel 

wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Beschwerdeverfahrens ist die 

Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 10. März 2014, mit welcher der 

Beschwerdeführerin ein monatlich in bar auszuzahlender 

Unterstützungsbeitrag in Höhe von Fr. 1‘491.-- zugesprochen wurde. 

Gemäss Art. 49 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) ist das Verwaltungsgericht 

des Kantons Graubünden für die Beurteilung der vorliegenden 

Beschwerde zuständig, da damit ein Entscheid einer Gemeinde 

angefochten wird, der weder bei einer anderen Instanz angefochten 

werden kann noch nach kantonalem oder eidgenössischem Recht 

endgültig ist. Gemäss Art. 52 Abs. 1 VRG ist die Beschwerde schriftlich 

innert 30 Tagen seit Mitteilung des angefochtenen Entscheids 

einzureichen. Insofern ist die Rechtsmittelbelehrung in der angefochtenen 

Verfügung, wonach die Beschwerdefrist nur 20 Tage betrage, nicht 

korrekt und von der Gemeinde im Hinblick auf künftige Verfügungen zu 

korrigieren. Da die vorliegende Beschwerde vom 26. März 2014 auf jeden 

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Fall innert Frist eingegangen ist und im Übrigen auch den an sie 

gestellten Formerfordernissen entspricht, ist auf diese einzutreten. Streitig 

und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin zu 

Recht die minimale Integrationszulage (MIZ) in Höhe von monatlich 

Fr. 100.-- verweigert hat und die Unterstützungsbeiträge nur in bar auf der 

Gemeindekanzlei auszahlt.

2. a) Nach Art. 12 der Bundesverfassung der Schweizerischen 

Eidgenossenschaft (BV; SR 101) hat – wer in Not gerät und nicht in der 

Lage ist, für sich zu sorgen – Anspruch auf Hilfe und Betreuung und auf 

die Mittel, die für ein menschenwürdiges Dasein unerlässlich sind. Diese 

verfassungsrechtliche Grundrechtsnorm bringt zum Ausdruck, dass die 

staatliche Hilfe nach dem Subsidiaritätsprinzip und 

verschuldensunabhängig zu leisten ist (HÄFELIN/HALLER/KELLER, 

Schweizerisches Bundesstaatsrecht, 8. Aufl., Zürich 2012, Rz 916 f.; PVG 

2009 Nr. 18, 2003 Nr. 6 und 2002 Nr. 19; ferner BGE 134 I 65 = Pra 97 

[2008] Nr. 86 E. 3.3 und 130 I 74 E.4.1 mit weiteren Hinweisen).

b) Gemäss Art. 5 des kantonalen Unterstützungsgesetzes (UG; BR 546.250) 

obliegt die Unterstützungspflicht der politischen Gemeinde, in welcher der 

Bedürftige seinen Wohnsitz hat. Nach Art. 1 Abs. 1 UG gilt als bedürftig, 

wer für seinen Lebensunterhalt nicht hinreichend oder nicht rechtzeitig 

aus eigenen Mitteln aufkommen kann. Diese Bestimmung bekennt sich 

ebenfalls zum Grundsatz der Subsidiarität von Sozialhilfeleistungen, d.h. 

solche werden nur gewährt, wenn die bedürftige Person sich nicht selbst 

helfen kann oder Hilfe von dritter Seite nicht oder nicht rechtzeitig 

erhältlich ist (WOLFFERS, Grundriss des Sozialhilferechts, 2. Aufl., Bern 

1999, S. 71; PVG 2009 Nr. 18).

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c) Art. 2 Abs. 1 UG sieht vor, dass die zuständige Sozialbehörde Art und 

Mass der Unterstützung nach dem ausgewiesenen Bedarf unter 

Würdigung der konkreten Verhältnisse bestimmt. Als Grundlage zur 

Bestimmung des Anspruchs dienen im Wesentlichen die Richtlinien der 

Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS-Richtlinien), welche 

von der Bündner Regierung mit Beschluss vom 27. Mai 2002 für alle 

Gemeinden verbindlich erklärt worden sind. Im April 2005 wurden die 

bisherigen SKOS-Richtlinien an die veränderten Lebensgewohnheiten der 

Bevölkerung angepasst. In den Ausführungsbestimmungen zum 

kantonalen Unterstützungsgesetz (ABzUG; BR 546.270) wurden die 

entsprechenden Vorgaben per 1. Januar 2006 auch für den Kanton 

Graubünden für anwendbar erklärt und detailliert geregelt.

3. a) Es ergibt sich aus dem von der Beschwerdeführerin eingereichten 

Berechnungsblatt für die Bemessung der Sozialhilfe und ist unbestritten, 

dass diese als bedürftig im Sinne von Art. 1 Abs. 1 UG einzustufen ist. 

Fraglich ist jedoch zunächst, ob die Beschwerdegegnerin der 

Beschwerdeführerin die minimale Integrationszulage zu Recht nicht 

gewährt hat.

b) Nach Art. 6 Abs. 1 ABzUG ist nicht erwerbstätigen Personen eine 

monatliche Integrationszulage von maximal Fr. 300.-- auszurichten, wenn 

sie an einem von der Gemeinde anerkannten Beschäftigungs-, Einsatz- 

oder Aus-, Fort- und Weiterbildungsprogramm teilnehmen oder wenn sie 

nachweislich eine von der zuständigen Gemeinde zugewiesene oder 

anerkannte gemeinnützige Arbeit ausüben. Personen, die trotz 

ausgewiesener Bereitschaft aus subjektiven (z.B. gesundheitliche 

Probleme) oder objektiven Gründen (z.B. mangelndes Angebot) nicht in 

der Lage sind, eine besondere berufliche oder soziale Integrationsleistung 

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zu erbringen, steht eine minimale Integrationsentschädigung von Fr. 100.-

- pro Monat zu (Art. 6 Abs. 2 ABzUG; SKOS-Richtlinien, Kapitel C.3).

c) Voraussetzung für die Zusprechung einer solchen minimalen 

Integrationsentschädigung (MIZ) ist somit eine nachgewiesene 

gesundheitliche Einschränkung, gekoppelt mit nachweisbaren 

Bemühungen, die Situation beispielsweise durch Inanspruchnahme einer 

Therapie oder einer spezialisierten Beratung zu verbessern. Ein Anspruch 

auf MIZ kann auch dann entstehen, wenn die Sozialhilfeorgane nicht in 

der Lage sind, generelle Integrationsaktivitäten zur Verfügung zu stellen 

oder zu vermitteln. Zudem muss die Bereitschaft zur Erbringung einer 

Integrationsleistung (z.B. Bereitschaft zur Teilnahme an 

Beschäftigungsmassnahmen) nachgewiesen werden. Mit der MIZ soll 

eine ungleiche Behandlung im Vergleich zu jenen passiven 

Hilfesuchenden vermieden werden, welche sich nicht besonders um die 

Verbesserung ihrer Situation bemühen (vgl. dazu Urteil des 

Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden [VGU] U 06 52 vom 6. Juli 

2006 E.3, bestätigt mit Urteil des Bundesgerichts [BGer] 2P.239/2006 

vom 29. Januar 2007 E.2 f.).

d) Im vorliegenden Fall begründet die Beschwerdegegnerin die 

Verweigerung der MIZ damit, dass keine „ausgewiesene Bereitschaft zum 

Erbringen von Eigenleistung“ gegeben sei. Dem entgegnet die 

Beschwerdeführerin, dass ihr von drei verschiedenen Ärzten eine 

100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert worden sei, dass sie 

krankgeschrieben sei und sich in stetiger ärztlicher Behandlung mit täglich 

verordneten Therapien und entsprechenden Medikamenten befinde. Aus 

diesen Gründen könne und dürfe sie zurzeit keine Bemühungen 

unternehmen, um eine angepasste Tätigkeit bei einem Arbeitgeber zu 

finden. Dass und gegebenenfalls zu welchem Grad sie arbeitsunfähig ist, 

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belegt die Beschwerdeführerin indes nicht. Der einzige bei den Akten 

liegende medizinische Bericht – ein auf der Psychotherapiestation einer 

Psychiatrischen Klinik gemeinsam mit der Beschwerdeführerin 

erarbeiteter Behandlungsplan vom 6. Januar 2014 – erwähnt zwar eine 

rezidivierende depressive Störung mit gegenwärtig schwerer Episode 

ohne psychotische Symptome sowie eine Somatisierungsstörung. Weder 

diesem Bericht noch den weiteren Akten ist jedoch zu entnehmen, dass 

die Beschwerdeführerin wie behauptet arbeitsunfähig oder 

krankgeschrieben ist. Mangels anderweitigen Nachweisen ist deshalb 

nach wie vor von der im Rahmen der Rentenverfügung der IV-Stelle vom 

11. Oktober 2013 (vgl. beschwerdeführerische Akten) festgestellten 

zumutbaren Beschäftigung zu 100 % in einer dem Leiden angepassten 

Tätigkeit auszugehen. Damit mangelt es bereits am Nachweis der für die 

Zusprechung einer MIZ vorausgesetzten gesundheitlichen 

Einschränkung.

e) Selbst wenn die Beschwerdeführerin aus medizinischer Sicht 

erwiesenermassen nicht arbeitsfähig wäre, so verlangt die Praxis für 

einen Anspruch auf MIZ mehr als eine passive Hilfesuche, nämlich eine 

ausgewiesene Bereitschaft zum Erbringen von Eigenleistung. Diese kann 

bei einer kranken Person beispielsweise darin bestehen, dass sie durch 

den Besuch von Therapien oder Behandlungen versucht, ihre 

gesundheitliche Situation zu verbessern oder dass sie den Nachweis für 

eine aktive Stellensuche oder für Bemühungen um 

Intregrationsleistungen, für die sie jedoch keine Zusage erhalten hat, 

erbringt (vgl. BGer 2P.239/2006 vom 29. Januar 2007 E.2.3; VGU U 06 

52 vom 6. Juli 2006 E.3; Urteile des Verwaltungsgerichts des Kantons 

Zürich VB.2010.00691 vom 25. Januar 2011 E.4.1, VB.2005.00513 vom 

28. März 2006 E.2.3 sowie Kantonales Sozialamt, Sozialhilfe-

Behördenhandbuch des Kantons Zürich vom 31. Januar 2013, Kap. 

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8.2.02 Ziff. 2). Die in der Replik geäusserte Bereitschaft, sich gerne „für 

eine Arbeitsstelle bei der Gemeinde dem Leiden angepasste Tätigkeit“ zu 

bewerben (vgl. Vernehmlassung der Beschwerdeführerin vom 17. Mai 

2014 S. 1), genügt hierzu nicht, da dieses Gesuch nicht über ein passives 

Hilfesuchen hinausgeht (vgl. BGer 2P.239/2006 vom 29. Januar 2007 

E.3.2.1). Paradoxerweise bedingt der Anspruch auf eine MIZ konkrete 

Schritte, auch wenn diese aufgrund einer Krankheit allenfalls gar nicht 

unternommen werden können (vgl. Urteil des Verwaltungsgerichts des 

Kantons Zürich VB.2013.00741 vom 13. Januar 2014 E.3.2 sowie 

Kantonales Sozialamt, Sozialhilfe-Behördenhandbuch des Kantons Zürich 

vom 31. Januar 2013, Kap. 8.2.02 Ziff. 2). Nur dadurch kann nämlich eine 

reine Erklärung von der ausgewiesenen Bereitschaft, welche einen 

Anspruch auf eine MIZ begründet, unterschieden werden. Da es schon 

am Nachweis der Bereitschaft der Beschwerdeführerin fehlt, erübrigt sich 

im vorliegenden Fall die Prüfung der Frage, ob das Gemeinwesen 

überhaupt in der Lage wäre, ihr eine Arbeit oder eine Beschäftigung 

anzubieten (vgl. BGer 2P.239/2006 vom 29. Januar 2007 E.2.3).

f) Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin weder 

eine für die Zusprechung einer MIZ vorausgesetzte gesundheitliche 

Einschränkung noch ihre Bereitschaft zur Erbringung von 

Integrationsleistungen behauptet resp. rechtsgenüglich nachweist. Damit 

ist es nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin der 

Beschwerdeführerin in der angefochtenen Verfügung die Zusprechung 

einer minimalen Integrationszulage von Fr. 100.-- pro Monat verweigert 

hat. Folglich ist die vorliegende Beschwerde in diesem Punkt abzuweisen. 

Es steht der Beschwerdeführerin aber selbstverständlich offen, ihre 

Arbeitsunfähigkeit sowie ihre Bereitschaft zur Erbringung der vorstehend 

erwähnten Integrationsleistungen (vgl. vorstehend Erwägung 4e) 

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gegenüber der Beschwerdegegnerin zu belegen, worauf diese über die 

Zusprechung einer MIZ erneut zu befinden haben wird.

4. a) In ihrer Beschwerde bemängelt die Beschwerdeführerin zudem, dass die 

Auszahlung der Unterstützungsbeiträge gemäss der angefochtenen 

Verfügung gesamthaft in bar auf der Gemeindekanzlei zu erfolgen hat. 

Dies sei für die betroffenen Personen ein beschämendes Gefühl und auch 

insofern eine Zumutung, als ein Besuch auf der Gemeindekanzlei 

angesichts des nicht behindertengerechten Zugangs sowie der 

Öffnungszeiten mit einigen Umständen verbunden sei, weshalb sie eine 

elektronische Auszahlung der Unterstützungsbeiträge beantrage. 

Demgegenüber stellt sich die Beschwerdegegnerin auf den Standpunkt, 

dass in ihrer Gemeinde Unterstützungsbeiträge praxisgemäss in bar auf 

der Gemeindekanzlei ausbezahlt würden, weil damit wenigstens einmal 

pro Monat ein minimaler Kontakt zu den Sozialhilfeempfängern hergestellt 

werden könne, der gleichzeitig ein Austausch bezüglich Änderungen im 

Gesundheitszustand oder der Arbeitssituation der betroffenen Person 

ermögliche.

b) Weder dem kantonalen Unterstützungsgesetz (UG) noch den 

entsprechenden Ausführungsbestimmungen (ABzUG) lässt sich eine 

Bestimmung über die Auszahlungsmodalitäten von 

Unterstützungsbeiträgen entnehmen. Wie sich aus Kapitel A.7 der SKOS-

Richtlinien ergibt, ist die bargeldlose Auszahlung von Geldbeträgen heute 

indes die Regel (vgl. dazu auch VGU U 11 44 vom 30. August 2011 E.4b 

sowie Entscheid der Regierung des Kantons Luzern betr. Art der 

Auszahlung der wirtschaftlichen Sozialhilfe vom 16. November 2006 

E.2bc). In begründeten Fällen, d.h. wenn die betroffene Person ihr Geld 

nicht einteilen kann oder wenn sie durch den bargeldlosen 

Zahlungsverkehr überfordert ist, kann die zuständige Dienststelle die 

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Unterstützung ausnahmsweise bar auszahlen oder Rechnungen direkt 

begleichen (vgl. SKOS-Richtlinien Kapitel A.7 sowie VGU U 11 44 vom 

30. August 2011 E.4b). Wenn die angeordnete Barauszahlung als Auflage 

im Sinne von Art. 4 UG verstanden wird, mit welcher auf das Verhalten 

der unterstützten Person eingewirkt und die Erfüllung von Pflichten 

verbindlich eingefordert werden soll, so ist dazu zu bemerken, dass eine 

solche Auflage einer rechtlichen Grundlage bedarf und dass sich der mit 

der Auflage verfolgte Zweck zwingend mit dem Zweck der Sozialhilfe 

decken muss (vgl. dazu SKOS-Richtlinien Kapitel 8.1 sowie VGU U 09 82 

vom 25. Januar 2010 E.6).

c) Angesichts dieser Grundsätze und in Anbetracht der Tatsache, dass die 

Zugangsmöglichkeiten zur Gemeindekanzlei trotz Lift effektiv nicht gerade 

behindertenfreundlich ausgestaltet sind (vgl. dazu die von der 

Beschwerdeführerin ins Recht gelegten Fotografien), erscheint es nicht 

gerechtfertigt, die Beschwerdeführerin zum Bezug der ihr zustehenden 

Unterstützungsbeiträge auf die Gemeindekanzlei vorzuladen. 

Insbesondere verfängt die Argumentation der Beschwerdegegnerin, 

wonach auf diese Weise ein minimaler persönlicher Kontakt mit 

gleichzeitigem Austausch von sozialhilferelevanten Informationen 

stattfinde, im vorliegenden Fall nicht. Es ist nicht ersichtlich und wird auch 

nicht geltend gemacht, weshalb mit einer Barauszahlung, welche einen 

etwas diskriminierenden Charakter haben kann, auf das Verhalten der 

Beschwerdeführerin eingewirkt werden müsste oder inwiefern dass dies 

für die zweckdienliche Verwendung der Sozialhilfegelder angezeigt wäre. 

Es liegen insbesondere keine Anhaltspunkte vor, wonach die 

Beschwerdeführerin sich das Geld nicht einteilen könnte oder mit dem 

bargeldlosen Zahlungsverkehr überfordert wäre. Mit anderen Worten gibt 

das Verhalten der Beschwerdeführerin kein Anlass, vom Regelfall der 

bargeldlosen Auszahlung abzuweichen. Der Hinweis der 

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Beschwerdegegnerin, wonach die Besuche auf der Gemeindekanzlei die 

medizinisch indizierten Spaziergänge der Beschwerdeführerin fördern 

würden, vermag daran auch nichts zu ändern. Folglich ist die Beschwerde 

in diesem Punkt gutzuheissen und die angefochtene Verfügung insofern 

abzuändern, als die Unterstützungsbeiträge inskünftig auf ein von der 

Beschwerdeführerin noch zu bezeichnendes Konto zu überweisen sind. 

Damit erübrigt es sich, auf das Gesuch der Beschwerdeführerin um 

Überprüfung der behindertengerechten Bauweise der Gemeindekanzlei 

durch die Pro Infirmis einzugehen.

4. Bei diesem Ausgang des Verfahrens rechtfertigt es sich, die Kosten des 

vorliegenden Beschwerdeverfahrens in Anwendung von Art. 73 Abs. 1 

VRG den Parteien je zur Hälfte zu überbinden. Eine aussergerichtliche 

Entschädigung im Sinne von Art. 78 VRG wird weder der nicht anwaltlich 

vertretenen Beschwerdeführerin noch der Beschwerdegegnerin, welche 

lediglich in ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegt hat (Art. 78 Abs. 2 

VRG), zugesprochen.

Demnach erkennt das Gericht:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene 

Verfügung vom 10. März 2014 in Bezug auf die Auszahlungsart der 

Sozialhilfeleistungen aufgehoben. Die Auszahlung der 

Unterstützungsbeiträge hat künftig im Sinne der Erwägungen zu erfolgen. 

Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 800.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 266.--

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zusammen Fr. 1'066.--

gehen je zur Hälfte zulasten von A._____ sowie der Gemeinde X._____ 

und sind innert 30 Tagen seit Zustellung dieses Entscheids an die 

Finanzverwaltung des Kantons Graubünden, Chur, zu bezahlen.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]