# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 043170fb-9ed2-50ca-9f26-2d1d812bf8d7
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** HE250016-O2
**Docket/Reference:** HE250016-O2
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/HE250016-O2.pdf

## Full Text

Handelsgericht des Kantons Zürich
Einzelgericht  

Geschäfts-Nr.: HE250016-O

U/mk

Mitwirkend: Oberrichter Dr. Stephan Mazan, Vizepräsident, sowie Gerichts-

schreiber Jan Busslinger

Urteil vom 14. April 2025

in Sachen

Stiftung Auffangeinrichtung BVG,

Gesuchstellerin

gegen

A._____ GmbH,

Gesuchsgegnerin

betreffend Organisationsmangel

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Rechtsbegehren:
(act. 1 [sinngemäss])

"Infolge Mängeln in der Organisation der Gesuchsgegnerin seien die 
erforderlichen Massnahmen zu ergreifen"

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

1. Mit Eingabe vom 13. Februar 2025 reichte die Gesuchstellerin das Gesuch 

mit dem oben aufgeführten Antrag ein (act. 1). Mit Verfügung vom 17. Februar 2025 

wurde der Gesuchsgegnerin Frist zur Stellungnahme angesetzt und von der Ge-

suchstellerin ein Kostenvorschuss einverlangt (act. 3). Diese Verfügung konnte der 

Gesuchsgegnerin  an  ihrem  Domizil  nicht  zugestellt  werden  (act. 4/2)  und  wurde 

daher  durch  Publikation  im  Schweizerischen  Handelsamtsblatt  eröffnet  (act.  6; 

Art. 141 Abs. 1 lit. b ZPO). Innert Frist liess sich die Gesuchsgegnerin nicht verneh-

men. Aufgrund dieser Umstände ist androhungsgemäss aufgrund der Akten zu ent-

scheiden. Der einverlangte Kostenvorschuss wurde fristgerecht geleistet (act. 5).

2.

Unbestritten ist, dass die Gesuchstellerin Gläubigerin der Gesuchsgegnerin 

ist und eine offene Forderung von CHF 6'863.48 hat. Damit ist sie zur Stellung des 

Begehrens um Behebung des Organisationsmangels aktivlegitimiert (Art. 819 OR 

in Verbindung mit Art. 731b Abs. 1 OR). Bei der Gesuchsgegnerin handelt es sich 

um eine GmbH. Eine GmbH muss über eine eingetragene vertretungsberechtigte 

Person mit Wohnsitz in der Schweiz verfügen (Art. 814 Abs. 3 und Abs. 6 OR). Bei 

der  Gesuchsgegnerin  ist  dies  nicht  der  Fall.  Die  einzige  im  Handelsregister 

eingetragene  Gesellschafterin  und  Geschäftsführerin  der  Gesuchsgegnerin  ist 

nach unbekannt weggezogen (Prot. S. 4). Es liegt daher ein Organisationsmangel 

vor.  Da  keine  mildere  Massnahme  zur  Behebung  des  Organisationsmangels 

ersichtlich ist, ist die Gesuchsgegnerin aufzulösen. Zu diesem Zweck ist ihre Liqui-

dation nach den Vorschriften über den Konkurs anzuordnen (Art. 819 OR in Ver-

bindung mit Art. 731b Abs. 1bis Ziff. 3 OR). 

3.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die Gesuchsgegnerin kostenpflich-

tig (Art. 106 ZPO). Ausgehend von einem Streitwert von über CHF 30'000.– (vgl. 

act. 3 E. 2), ist die Gerichtsgebühr unter Berücksichtigung der summarischen Natur 

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des Verfahrens (§ 8 Abs. 1 GebV OG) und der Verfahrenserledigung nach Säumnis 

(§ 10 Abs. 1 GebV OG) auf CHF 2'000.– festzusetzen. Mangels Antrag ist der Ge-

suchstellerin keine Parteientschädigung zuzusprechen.

Der Einzelrichter erkennt:

1.

Die Gesuchsgegnerin wird aufgelöst und ihre Liquidation nach den Vorschrif-

ten über den Konkurs angeordnet.

2.

3.

4.

5.

6.

Das Konkursamt Embrach wird mit dem Vollzug beauftragt.

Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf CHF 2'000.–.

Die Kosten werden der Gesuchsgegnerin auferlegt.

Es wird keine Entschädigung zugesprochen.

Schriftliche Mitteilung an 

-

die Parteien (an die Gesuchsgegnerin zusätzlich durch Publikation im 

Schweizerischen Handelsamtsblatt) 

sowie nach Eintritt der Rechtskraft an 

-

-

-

das Handelsregisteramt des Kantons Zürich (Schöntalstrasse 5, 

Postfach, 8022 Zürich) im Dispositiv-Auszug

das Betreibungsamt Embrachertal (Bahnstrasse 1, 8424 Embrach) und 

das Konkursamt Embrach (Postfach, 8424 Embrach), unter Beilage der 

Einlegerakten der Gesuchstellerin. 

Das Konkursamt hat die Einlegerakten der Gesuchstellerin zu behalten, oder 

– falls es sie nicht (mehr) benötigt – an die Gesuchstellerin weiterzuleiten. 

Sie sind dem Handelsgericht nur dann zu retournieren, wenn zufolge einer 

Wiederaufnahme des Verfahrens eine entsprechende Aufforderung erfolgt.

7.

Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb 

von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

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Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Der Streit-

wert übersteigt CHF 30'000.–.

Zürich, 14. April 2025

Handelsgericht des Kantons Zürich
Einzelgericht

Gerichtsschreiber:

Jan Busslinger