# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a826326b-2da6-5542-b5b7-69060fb7dfe6
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-26
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 26.03.2025 110 2024 146
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_110-2024-146_2025-03-26.pdf

## Full Text

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Bau- und Verkehrsdirektion

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BVD 110/2024/146

Entscheid der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD) vom 
26. März 2025

in der Beschwerdesache zwischen

Frau C.________
Beschwerdeführerin 1

Herrn D.________
Beschwerdeführer 2

und

Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Neuenegg, Gemeindeverwaltung, Dorfplatz 1, 
3176 Neuenegg

betreffend die Verfügung der Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Neuenegg vom 28. Oktober 
2024 (2019-5338; Abschreibungsverfügung; Anbau Autounterstand, Anpassung Umgebung)

I. Sachverhalt

1. Die Beschwerdeführenden reichten am 24. Juni 2019 nach zuvor erfolgten Vorabklärungen 
bei der Gemeinde Neuenegg ein Baugesuch für den Anbau eines Autounterstands sowie die Sa-
nierung und Erweiterung von Stützmauern am F.________weg A.________, 3176 Neuenegg, Pa-
rzelle Gbbl. Nr. G.________ (Bauparzelle) in der Wohnzone 2 ein.1 Trotz der langen Verfahrens-
dauer und mehrfachen Hinweisen, Erläuterungen etc. seitens der Gemeinde konnten die Be-
schwerdeführenden das für die Realisierung des Bauvorhabens notwendige Näherbaurecht nicht 
vorweisen. Infolgedessen erliess die Gemeinde am 28. Oktober 2024 eine kostenpflichtige Ab-
schreibungsverfügung, womit das Baubewilligungsverfahren Nr. 2019-5338 ohne materielles Er-
gebnis abgeschlossen wurde.

2. Dagegen reichten die Beschwerdeführenden am 30. Oktober 2024 Beschwerde bei der Bau- 
und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD) ein. Sie beantragen sinngemäss die Aufhebung 
der Abschreibungsverfügung im Kostenpunkt (vgl. Erwägung 1d nachfolgend). Mit der gleichen 
Beschwerde wehren sich die Beschwerdeführenden zudem gegen eine zweite Abschreibungsver-
fügung der Gemeinde Neuenegg vom 28. Oktober 2024, konkret jene im Baubewilligungsverfah-
ren Nr. 2022-5506.2 Das Rechtsamt eröffnete praxisgemäss bei zwei verschiedenen Anfechtungs-

1 Vgl. Vorakten, pag. 148.
2 Vgl. das Beschwerdeverfahren vor der BVD mit der Nummer RA 110/2024/147.

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objekten zwei getrennte Beschwerdeverfahren. In der Folge verzichtete das Rechtsamt auf die 
Vereinigung dieser beiden Beschwerdeverfahren.

3. Das Rechtsamt, das die Verfahren der BVD leitet,3 holte die Vorakten ein und führte den 
Schriftenwechsel durch. In ihrer Beschwerdeantwort beantragt die Gemeinde, die Beschwerde sei 
vollumfänglich abzuweisen und das Vorgehen gestützt auf die Abschreibungsverfügung der Bau- 
und Planungskommission vom 28. Oktober 2024 vollumfänglich zu bestätigen. Zudem seien der 
Beschwerdeführerin [recte: den Beschwerdeführenden] sämtliche Verfahrens- und Parteikosten 
aufzuerlegen.

4. Auf die Rechtsschriften und Vorakten wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den nach-
folgenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Sachurteilsvoraussetzungen

a) Vorliegend hat die Gemeinde das Baubewilligungsverfahren mit der Abschreibungsverfü-
gung vom 28. Oktober 2024 abgeschlossen. Gegen eine Abschreibungsverfügung steht das glei-
che Rechtsmittel wie gegen den Sachentscheid offen (Art. 39 Abs. 2 VRPG4). Bauentscheide kön-
nen nach Art. 40 BauG5 innert 30 Tagen seit Eröffnung mit Baubeschwerde bei der BVD ange-
fochten werden. Die vorliegend umstrittenen Kosten sind Teil der angefochtenen Abschreibungs-
verfügung. Die BVD ist somit zur Beurteilung der Beschwerde gegen die Abschreibungsverfügung 
zuständig. 

b) Zur Beschwerde befugt sind die Baugesuchstellerinnen, die Baugesuchsteller, die Einspre-
cherinnen, die Einsprecher und die zuständige Gemeindebehörde (Art. 40 Abs. 2 BauG). Die Be-
schwerdeführenden, denen die Kosten des Baubewilligungsverfahrens auferlegt wurden, sind 
durch die vorinstanzliche Abschreibungsverfügung beschwert und daher zur Beschwerdeführung 
legitimiert. Auf die fristgerecht eingereichte Beschwerde ist unter Vorbehalt der nachfolgenden 
Ausführungen einzutreten.

c) Anfechtungsobjekt ist die Verfügung der Vorinstanz. Der Streitgegenstand braucht sich nicht 
mit dem Anfechtungsobjekt zu decken, kann aber auch nicht über dieses hinausgehen. Innerhalb 
dieses Rahmens bestimmen die Parteien den Streitgegenstand. Sowohl für das Einleiten eines 
Beschwerdeverfahrens als auch für dessen Umfang und eine allfällige vorzeitige Beendigung gilt 
somit die Verfügungs- oder Dispositionsmaxime sowie das Rügeprinzip. Die Parteien können den 
Streitgegenstand im Verlauf des Verfahrens nicht erweitern, sondern nur einschränken.6

Insoweit die Beschwerdeführenden in ihrer Beschwerde Ausführungen zu den Kosten «einer wei-
teren Bewilligung» im Umfang von CHF 2376.557 sowie zu Sachverhalten im Zusammenhang mit 
dem Aufstellen von zwei Containern während der Corona-Pandemie und damit verbundenen bau-

3 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau- und Verkehrsdirektion 
(Organisationsverordnung BVD, OrV BVD; BSG 152.221.191).
4 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21).
5 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0).
6 Ruth Herzog, in Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 72 N. 12 bis 14.
7 Vgl. die Projektänderungs-Baubewilligung vom 19. August 2020 im Verfahren der Gemeinde Neuenegg Nr. 2010-
4723A, in den Beschwerdebeilagen. 

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rechtlichen Gebühren machen, liegen diese ausserhalb des Streitgegenstandes und es ist dem-
entsprechend nicht darauf einzutreten. 

d) Die Beschwerde enthält zudem Ausführungen zur Umgestaltung des Gartens. Weiter wird 
die Problematik dargelegt, die beim Anbau des Autounterstands aufgetreten ist. In diesen Aus-
führungen bringen die Beschwerdeführenden jedoch nicht vor, dass das Baubewilligungsverfah-
ren Nr. 2019-5338 weitergeführt werden solle, dass ihnen die Baubewilligung zu erteilen sei oder 
Ähnliches. Aus der Beschwerde wird einzig ersichtlich, dass die Beschwerdeführenden mit den 
Kosten der Abschreibungsverfügung nicht einverstanden sind. Die Beschwerde richtet sich somit 
ausschliesslich gegen den Kostenentscheid der angefochtenen Abschreibungsverfügung. Dem-
entsprechend beschränkt sich der Streitgegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens auf 
die Frage der Rechtmässigkeit der Ziffer 3 des Dispositivs der angefochtenen Abschreibungsver-
fügung. 

2. Gebühren des Baubewilligungsverfahrens Nr. 2019-5338

a) In der Abschreibungsverfügung vom 28. Oktober 2024 schloss die Gemeinde das Baube-
willigungsverfahren ohne materielles Ergebnis ab und auferlegte den Beschwerdeführenden die 
hierfür entstandenen Kosten in der Höhe von CHF 1427.50. Aus der Kostenübersicht der Ge-
meinde vom 15. bzw. 24. Oktober 2024 gehen die einzelnen Aufwendungen der Gemeinde hervor, 
welche einen Gesamtbetrag von CHF 2897.50 ausmachen.8 Davon zog die Gemeinde in der Ab-
schreibungsverfügung einen Betrag von CHF 1470.00 ab. Diese Reduktion begründete die Ge-
meinde mit der Verhältnismässigkeit der Kostenauferlegung.

b) Gemäss Art. 52 Abs. 1 BewD9 tragen die Gesuchstellenden die amtlichen Kosten des Bau-
bewilligungsverfahrens unabhängig des Ausgangs des Baubewilligungsverfahrens. Bei den Kos-
ten handelt es sich um Kausalabgaben. Sie sind geschuldet, wenn jemand durch sein Verhalten 
eine Amtshandlung veranlasst oder verursacht (Verursacherprinzip).10 Die amtlichen Kosten des 
Baubewilligungs- und des Baupolizeiverfahrens bestehen aus den Gebühren und Auslagen, wel-
che die Gemeinde für ihre Tätigkeit im Baubewilligungsverfahren und für ihre baupolizeilichen 
Verrichtungen erheben kann (vgl. Art. 51 Abs. 1 BewD). Die Gemeinde erlässt einen Gebühren-
tarif (Art. 51 Abs. 3 BewD). Baubewilligungsgebühren unterstehen insbesondere dem Äquivalenz-
prinzip (vgl. Art. 52 Abs. 2 BewD). Demnach darf die erhobene Abgabe im Einzelfall zum objekti-
ven Wert der Leistung nicht in ein offensichtliches Missverhältnis treten und muss sich in vernünf-
tigen Grenzen bewegen. Das Äquivalenzprinzip stellt die gebührenrechtliche Ausgestaltung des 
Verhältnismässigkeitsgrundsatzes dar.11 Im Beschwerdeverfahren betreffend Gebührenerhebung 
prüft die Rechtsmittelinstanz die verrechneten Kosten lediglich auf ihre Plausibilität hin.12

c) Die Gemeinde hat gestützt auf Art. 69 Abs. 4 Bst. a BauG i.V.m. Art. 51 Abs. 3 BewD ein 
Gebührenreglement13 erlassen. Die Gebühren im Bauwesen werden in den Art. 29 ff. GebR be-
stimmt. Bemessungsgrundlage für die Baubewilligungsgebühren ist nach dieser Aufzählung ei-
nerseits der Zeitaufwand und andererseits ist für einzelne Verfahrenshandlungen eine pauschali-
sierte Gebühr vorgesehen. Der Gemeinderat legt die Aufwandgebühr I und die Aufwandgebühr II 
pro Stunde in einem Gebührentarif als Verordnung fest (Art. 49 Abs. 1 GebR). Gemäss dem Ge-

8 Vgl. die Kostenübersicht in den Vorakten, pag. 300.
9 Dekret vom 22. März 1994 über das Baubewilligungsverfahren (Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1).
10 Vgl. Ruth Herzog, in Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 107 N. 2.
11 BGE 126 I 180 E. 3a/bb.
12 Arn/Friedrich/Müller/Müller/Wichtermann, Kommentar zum Gemeindegesetz des Kanton Bern,1999, Vorbemerkung 
zu Art. 70-79, N. 33.
13 Gebührenreglement der Gemeine Neuenegg vom 24. November 1999 (GebR).

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bührentarif im Anhang zum GebR beträgt die Aufwandgebühr I CHF 75.00 und die Aufwandge-
bühr II CHF 120.00 pro Stunde. Die Gemeinde verfügt damit über eine ausreichende gesetzliche 
Grundlage für die Erhebung von Gebühren in Bausachen.

d) Die Beschwerdeführenden stellen weder das Gebührenreglement als rechtliche Grundlage 
für die Gebührenerhebung noch einzelne Posten der Gebührenrechnung der Gemeinde spezifisch 
in Frage. Die Beschwerdeführenden haben ein Baugesuch eingereicht und damit für Aufwand in 
der Verwaltung der Gemeinde gesorgt. Wie gesehen, ist der Ausgang eines Baubewilligungsver-
fahrens für die Kostenauferlegung an die Gesuchstellenden grundsätzlich ohne Belang. Die Be-
schwerdeführenden sind gestützt auf Art. 52 Abs. 1 BewD damit ohne weiteres gebührenpflichtig 
für die entstandenen Kosten des Baubewilligungsverfahrens, zumal sie nichts hiergegen vorbrin-
gen, was diesem Grundsatz entgegenstehen könnte. 

e) Der im Zusammenhang mit dem abgeschriebenen Verfahren entstandene Aufwand ist in 
der von der Gemeinde im Beschwerdeverfahren eingereichten Kostenübersicht ausgewiesen. 
Dieser Kostenübersicht ist zu entnehmen, dass der Gemeinde ein beträchtlicher administrativer 
Aufwand, insbesondere in Form von Korrespondenz und Besprechungen mit den Beschwerde-
führenden bzw. ihrem Architekten angefallen ist. Zudem haben am 31. Oktober 2018, 29. Juni 
2019 und 24. März 202214 je auch ein Augenschein bzw. ein Treffen vor Ort stattgefunden.15 Im 
Übrigen wurden die Beschwerdeführenden im Rahmen des Augenscheins vom 24. März 2022 
dahingehend informiert, dass das Baugesuch ohne das nötige Näherbaurecht kostenpflichtig ab-
geschrieben werden würde.16 

Die Beschwerdeführenden rügen die Höhe der Kosten der Abschreibungsverfügung nicht direkt, 
sondern beziehen sich in ihrer Beschwerde einzig auf die von ihnen bereits anderweitig bezahlten 
Kosten. Auch nach Zustellung der Beschwerdeantwort der Gemeinde inklusive Kopien der ganzen 
Vorakten und damit auch der oben erwähnten Kostenübersicht der Gemeinde äusserten sich die 
Beschwerdeführenden nicht konkret zu einzelnen Kostenpunkten des vorliegenden Baubewilli-
gungsverfahrens. Die von der Gemeinde verfügten Kosten von CHF 1427.50 erscheinen vorlie-
gend nicht übermässig in der Gesamthöhe für ein derart langes Baubewilligungsverfahren. So-
dann reduzierte die Gemeinde die Kosten gemäss ihrer Auflistung von sich aus um gut die Hälfte. 
Vor diesem Hintergrund und mit Verweis auf die fehlenden konkreten Rügen bezüglich der Höhe 
der verfügten Kosten erübrigt sich demnach eine weitergehende Überprüfung der einzelnen Auf-
wendungen der Kostenübersicht der Gemeinde. 

f) Die Beschwerdeführenden bringen vor, dass sie «alleine für den Architekten über 10`000 Fr 
bezahlt» hätten und «die Projektarbeit des Landschaftsgärtners kostete 2100.-». Zudem hätten 
sie «[f]ür eine weitere Bewilligung […] in diesem Zusammenhang […] zusätzlich 2376.55 Fr be-
zahlt». Es scheine ihnen «nicht gerechtfertigt zu sein, dass [sie] nun noch weitere 1820.– zu den 
bereits über 16'000.– Fr Aufwand bezahlen sollten.» 

Bei den von den Beschwerdeführenden erwähnten Kosten des Architekten und des Landschafts-
gärtners handelt es sich um Aufwendungen, welche aus privatrechtlichen Vertragsverhältnissen 
entstanden sind. Diese haben keinerlei Einfluss auf die Ausgestaltung öffentlich-rechtlicher Ge-
bühren. Weiter haben auch die Gebühren der Baubewilligung vom 19. August 2020 in der Höhe 
von CHF 2376.65 keinen ersichtlichen Einfluss auf das dem vorliegenden Beschwerdeverfahren 
zu Grunde liegenden Baubewilligungsverfahren Nr. 2019-5338. Es wird von den Beschwerde-

14 Wobei dieser Augenschein im Verfahren Nr. 2022-5506 durchgeführt und auch verrechnet wurde, vgl. das Verfahren 
RA 110/2024/147 und die dortigen Vorakten, pag. 84 mit der Kostenauflistung der Gemeinde in diesem Verfahren.
15 Vgl. die Kostenübersicht, in den Vorakten pag. 300.
16 Vgl. auch das Schreiben der Gemeinde vom 29. Juni 2023, in den Vorakten, pag. 280.

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führenden nicht vorgebracht, weshalb diese beiden Verfahren sich bezüglich der Kosten beein-
flussen sollten. Beiden Verfahren liegt ein unterschiedliches Baugesuch mit unterschiedlichen 
Bauvorhaben zu Grunde. Die Beurteilung der Kosten der Baubewilligung vom 19. August 2020 an 
sich liegt, wie gesehen in Erwägung 1c, ausserhalb des Streitgegenstands. Nach dem Gesagten 
vermögen die Beschwerdeführenden aus ihren Vorbringen nichts zu ihren Gunsten abzuleiten und 
die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als unbegründet.

3. Aussichtslosigkeit des Baugesuchs

a) Die Beschwerdeführenden bringen weiter vor, mangels vorhandenem Näherbaurecht hätten 
sie keine Chance gehabt, das vorliegende Bauvorhaben umzusetzen. Dabei machen sie geltend, 
die Gemeinde hätte auf «eine öffentliche Ausschreibung» verzichtet. Die Gemeinde hätte zuerst 
signalisiert, dem stünde nichts im Wege, habe dann aber doch den Vorschlag gemacht, sie sollten 
nach Basel reisen, um die Unterschrift der fehlenden Person für das erforderliche Näherbaurecht 
zu erhalten. Sinngemäss machen die Beschwerdeführenden damit geltend, zufolge Aussichtslo-
sigkeit des Bauvorhabens seien ihnen keine Kosten aufzuerlegen.

b) Die Gesuchstellenden sind verantwortlich für die Einreichung kompletter Unterlagen zusam-
men mit dem Baugesuch. Dazu gehört – sofern erforderlich – auch ein ausgewiesenes Näherbau-
recht.17 Die Gemeinde hat den Architekten der Beschwerdeführenden über die Notwendigkeit des 
Näherbaurechts informiert und auch konkret dargelegt, welche Näherbaurechte erforderlich 
sind.18 Darüber hinaus wurden die Beschwerdeführenden ausdrücklich darauf aufmerksam ge-
macht, dass ein Näherbaurecht nicht durch eine Publikation erwirkt werden kann.19 Die Beschwer-
deführenden bestreiten das Erfordernis des Näherbaurechts im Beschwerdeverfahren (wie auch 
im Vorverfahren) nicht. Zwar hat die Gemeinde im Laufe des Baubewilligungsverfahrens ange-
deutet, die Publikation könnte dennoch eine Lösung für die fehlende Unterschrift der einen Person 
unter das erforderliche Näherbaurecht sein.20 Doch bereits kurze Zeit später am gleichen Tag ori-
entierte die Gemeinde die Beschwerdeführenden nach vorgenommenen Abklärungen, dass eine 
Publikation des Bauvorhabens das fehlende Näherbaurecht nicht zu ersetzen vermöge.21 

c) Nach Art. 5 Abs. 3 GBR ist die schriftliche Zustimmung des Nachbars Grundvoraussetzung 
für das Unterschreiten des Grenzabstandes. Die Zustimmung muss ausdrücklich und unmissver-
ständlich sein; blosses Unterzeichnen des Situationsplanes genügt nicht. Das Zustimmungserfor-
dernis ist öffentlich-rechtlicher Natur und damit Voraussetzung der Baubewilligung.22 Davon ab-
zugrenzen ist die Frage der Publikation eines Baugesuchs. Ein solches ist gemäss Art. 26 Abs. 1 
BewD zu veröffentlichen, wenn nicht das vereinfachte Verfahren nach Art. 27 BewD zur Anwen-
dung kommt. Selbst wenn die Gemeinde das Baugesuch publiziert und die betroffene Person, von 
welcher das Näherbaurecht angestrebt wird, keine Einsprache erhoben hätte, wäre dies nicht mit 
einem erteilten Näherbaurecht gleichzusetzen.

d) Wie erwähnt, tragen die Gesuchstellenden die Kosten des Baubewilligungsverfahrens un-
abhängig von dessen Ausgang und demnach auch unabhängig von den ursprünglichen Erfolgs-
aussichten. Eine Bauherrschaft muss sich zudem das Wissen(müssen) von ihr beigezogenen 

17 Vgl. Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 12 
N. 12 mit weiteren Hinweisen.
18 Vgl. die E-Mail vom 20. November 2019, in den Vorakten pag. 206.
19 Vgl. die E-Mail vom 19. Dezember 2019 in den Vorakten, pag. 218.
20 Vgl. die E-Mail vom 29. Juni 2020, in den Vorakten pag. 264.
21 Vgl. die E-Mail vom 29. Juni 2020, in den Vorakten pag. 270.
22 Zum Ganzen Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, 
Art. 12 N. 12 mit Hinweisen.

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Fachpersonen (z.B. Architekten) anrechnen lassen.23 Die Beschwerdeführenden liessen sich von 
einem Architekten beraten und / oder vertreten. Zudem geht aus den Vorakten hervor, dass sich 
die Beschwerdeführenden offenbar bei einer Rechtsschutzversicherung über Möglichkeiten bei 
nicht erteiltem Näherbaurecht erkundigten.24 Vor diesem Hintergrund ist der Unmut der Beschwer-
deführenden über ein letztlich – mangels einholbarem Näherbaurecht – faktisch aussichtsloses 
Baugesuch und damit verbundenem Aufwand verständlich. Die Ursache hierfür ist jedoch nicht 
der Gemeinde anzulasten. Auch aus diesem Vorbringen vermögen die Beschwerdeführenden 
demnach nichts zu ihren Gunsten abzuleiten und die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt 
als unbegründet.

4. Ergebnis und Kosten

a) Die Beschwerde der Beschwerdeführenden erweist sich nach dem Gesagten in sämtlichen 
Punkten als unbegründet und ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Ziffer 3 Abschrei-
bungsverfügung der Gemeinde vom 28. Oktober 2024 im Verfahren Nr. 2019-5338 ist zu bestäti-
gen.

b) Bei diesem Ausgang des Verfahrens unterliegen die Beschwerdeführenden. Sie haben des-
halb die Verfahrenskosten zu tragen. Diese werden bestimmt auf eine Pauschalgebühr von 
CHF 600.00 (Art. 103 Abs. 2 VPRG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 GebV25). Praxisgemäss re-
duziert die BVD die Pauschalgebühr bei verschiedenen Entscheiden, welche praktisch identisch 
ausfallen, um einen Drittel. Mit Verweis auf den Entscheid BVD 110/2024/147 vom 26. März 2025 
wird die Pauschale auf zwei Drittel, ausmachend CHF 400.00, reduziert. Die Beschwerdeführen-
den haften solidarisch für den ihnen auferlegten Betrag (Art. 106 VRPG).

c) Parteikosten sind keine zu sprechen (Art. 108 Abs. 3 in Verbindung mit Art. 104 Abs. 1 und 
4 VRPG).

III. Entscheid

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf sie eingetreten werden kann. Ziffer 3 der Ab-
schreibungsverfügung der Gemeinde Neuenegg vom 28. Oktober 2024 im Verfahren 
Nr. 2019-5338 wird bestätigt.

2. Die Verfahrenskosten von CHF 400.00 werden den Beschwerdeführenden zur Bezahlung 
auferlegt. Die Beschwerdeführenden haften solidarisch für den gesamten Betrag (Art. 106 
VRPG). Eine separate Zahlungseinladung folgt, sobald der Entscheid in Rechtskraft er-
wachsen ist.

3. Parteikosten werden keine gesprochen.

23 Vgl. Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 46 
N. 9b / b.
24 Vgl. die E-Mail vom 14. Dezember 2019, in den Vorakten, pag. 217.
25 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; BSG 
154.21).

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IV. Eröffnung

- Frau C.________ und Herrn D.________, eingeschrieben
- Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Neuenegg, Gemeindeverwaltung, eingeschrieben

Bau- und Verkehrsdirektion
Der Direktor

Christoph Neuhaus
Regierungsrat

Rechtsmittelbelehrung

Dieser Entscheid kann innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung mit Beschwerde beim Verwaltungs-
gericht des Kantons Bern, Speichergasse 12, 3011 Bern, angefochten werden. Eine allfällige Ver-
waltungsgerichtsbeschwerde, welche mindestens in drei Exemplaren einzureichen ist, muss einen 
Antrag, die Angabe von Tatsachen und Beweismitteln, eine Begründung sowie eine Unterschrift 
enthalten; der angefochtene Entscheid und andere greifbare Beweismittel sind beizulegen.