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**Case Identifier:** fb603a90-2759-5727-85e6-643310313956
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-25
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 25.04.2025 110 2023 154
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_110-2023-154_2025-04-25.pdf

## Full Text

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Bau- und Verkehrsdirektion

Reiterstrasse 11
3013 Bern
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www.bvd.be.ch/ra

BVD 110/2023/154

Entscheid der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD)
vom 25. April 2025

in der Beschwerdesache zwischen

Herrn C.________
Beschwerdeführer

und

D.________
Beschwerdegegnerin 1

E.________
Beschwerdegegnerin 2

sowie

Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Lyss, Bau + Planung, Bahnhofstrasse 10,
Postfach 368, 3250 Lyss

Amt für Gemeinden und Raumordnung, Nydeggasse 11/13, 3011 Bern

betreffend die Verfügung der Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Lyss vom 25. August 2023 
(eBau Nr. A.________; Umbau + Erweiterung Mobilfunkanlage) sowie die Verfügung des Amts 
für Gemeinden und Raumordnung (AGR) vom 7. November 2022 (G.-Nr.: 2022.DIJ.6453)

I. Sachverhalt

1. Die Beschwerdegegnerinnen reichten am 5. September 2022 bei der Gemeinde Lyss ein 
Baugesuch für den Umbau und die Erweiterung der bestehenden Mobilfunkanlage auf der Parzelle 
Lyss Grundbuchblatt Nr. H.________ ein. Die Parzelle liegt in der Landwirtschaftszone und teil-
weise innerhalb der nationalstrassenrechtlichen Baulinie. Der bestehende, freistehende Mast soll 
abgebrochen und durch einen neuen, rund 0.9 m höheren Antennenmast ersetzt werden. Dieser 
soll gegenüber dem bestehenden Antennenmast um rund 2 m an die nordwestliche Ecke des 
bestehenden Technikgebäudes verschoben werden. Die neuen Antennenkörper sollen wie bisher 
auf zwei Ebenen im oberen Teil des Mastes montiert werden. Gemäss Standortdatenblatt vom 
19. Juli 2022 (Revision: 1.45) ist geplant, die Sendeantennen der Beschwerdegegnerin 1 in den 
Frequenzbändern 700 bis 900 Megahertz (MHz), 1400 bis 2600 MHz und 3600 MHz und jene der 
Beschwerdegegnerin 2 in den Frequenzbändern 700 bis 900 MHz, 1800 bis 2600 MHz und 3400 

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MHz zu betreiben. Die Sendeantennen in den höheren Frequenzbändern (3400 MHz und 3600 
MHz) sollen mit je 16 Sub-Arrays adaptiv unter Berücksichtigung eines Korrekturfaktors betrieben 
werden. Richtfunkantennen sind nicht vorgesehen.

2. Gegen das Bauvorhaben erhob der Beschwerdeführer Einsprache. Das Amt für Umwelt und 
Energie (AUE), Abteilung Immissionsschutz, hielt im Fachbericht Immissionsschutz vom 2. No-
vember 2022 fest, dass die geplante Mobilfunkbasisstation die gesetzlichen Anforderungen erfülle 
und der Anlagegrenzwert an allen Orten mit empfindlicher Nutzung (OMEN) rechnerisch einge-
halten werde. Bezüglich der Anwendung des Korrekturfaktors führte es weiter aus, alle Voraus-
setzungen dazu seien erfüllt. Es beantragte, das Vorhaben unter Auflagen zu bewilligen. Das Bun-
desamt für Strassen (ASTRA) stimmte dem Vorhaben mit Eingabe vom 31. Oktober 2022 zu. Mit 
Verfügung vom 7. November 2022 erteilte das Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR) die 
Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG1 für das Bauen ausserhalb der Bauzone. Die Gemeinde 
Lyss erteilte in der Folge mit Gesamtentscheid vom 25. August 2023 für das Vorhaben unter Auf-
lagen die Baubewilligung.

3. Dagegen reicht der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 22. September 2023 Beschwerde 
bei der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD) ein. Er stellt folgende Rechtsbegeh-
ren:

1. Der Entscheid der Baubewilligungsbehörde vom 25. August 2023 sei aufzuheben.
2. Das Baugesuch sei zur Neuberechnung der Anlagegrenzwerte an den OMEN zurückzuweisen und 

anschliessend mit rechtgenügender Entscheid Begründung neu zu eröffnen.
3. Eventualiter sei das Verfahren zu sistieren bis ein taugliches Qualitätssicherungssystem sowie ein 

taugliches Messverfahren für adaptive Antennen vorliegen.
4. Eventualiter sei das Verfahren zu sistieren bis das Bundesgericht ein Urteil zu adaptiven Antennen 

(Vollzugsempfehlungen BAFU vom 23. Februar 2021) gefällt hat.
5. Subeventualiter sei im Bauentscheid festzuhalten, dass die Mobilfunkanlage keinen Korrekturfaktor 

anwenden darf und der Anlagegrenzwert als Effektivwert ohne Sendeleistungserhöhung und gemit-
telter Messung eingehalten werden muss.

6. Den Einsprechenden sei zu allfälligen Stellungnahmen der Bauherrschaft und des Amts für Umwelt 
und Energie (NIS-Fachstelle) das Replikrecht zu gewähren.

Zudem stellt er folgende Verfahrensanträge:

• Dem Beschwerdeführer sind die für die Hochrechnung erforderlichen Original-Antennendiagramme 
für Broadcast und Traffic Beams zur Verfügung und zur Stellungnahme abzugeben.

• Die mangelhafte Interessenabwägung und Prüfung von alternativen Standorten mit den Instrumenten 
der Raumplanung ist zu verbessern. Die Mobilfunknetzplanung (und nicht bloss ein Standort) der 
Betreiber ist aufzuzeigen. Darauf basierend sei die Prüfung der Ausnahmebewilligung nach Art. 24 
RPG ff. erneut vorzunehmen und dem Beschwerdeführer zur Stellungnahme zu eröffnen.

Zusammenfassend befürchtet der Beschwerdeführer, dass es bei der vorliegenden Antenne durch 
die Aufschaltung des Korrekturfaktors zu einer Erhöhung der Sendeleistung komme und dadurch 
der Anlagegrenzwert an den OMEN überschritten werde. Ausserdem bringt er vor, dass Kontroll- 
und Messmöglichkeiten sowie ein Qualitätssicherungssystem (QS-System) für den adaptiven An-
tennenbetrieb fehlten. Zudem würden die planungsrechtlichen Voraussetzungen nach Bundes-
recht fehlen.

1 Bundesgesetz vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700).

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4. Das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren für die BVD leitet2, führte den Schriftenwech-
sel durch und holte die Vorakten ein. Zudem gab es dem AUE Gelegenheit zur Stellungnahme. 
Gleichzeitig forderte es den Beschwerdeführer auf, die Beschwerde eigenhändig zu unterzeich-
nen. Mit Eingabe vom 2. Oktober 2023 reichte der Beschwerdeführer die inhaltsgleiche und ei-
genhändig unterzeichnete Beschwerde erneut bei der BVD ein. In seiner Stellungnahme vom 
11. Oktober 2023 beantragt das AGR die Abweisung der Beschwerde. Auch die Gemeinde Lyss 
beantragt in ihrer Stellungnahme vom 18. Oktober 2023, die Beschwerde sei abzuweisen und ihr 
Gesamtbauentscheid vom 25. August 2023 sowie die Verfügung das AGR vom 7. November 2022 
seien zu bestätigen. Die Beschwerdegegnerin 1 beantragt in ihrer Beschwerdeantwort vom 2. No-
vember 2023 die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde und aller Anträge, soweit darauf 
einzutreten sei. Das AUE hält in seiner Stellungnahme vom 3. November 2023 zusammenfassend 
fest, seine Beurteilung habe ergeben, dass die Anlage die Bestimmungen der NISV3 vollständig 
einhalte und mit Auflagen bewilligt werden könne. Die Beschwerde habe zu keinen neuen Er-
kenntnissen geführt, die eine Anpassung oder Ergänzung seines Fachberichts vom 2. November 
2022 erforderlich machen würde. Die Parteien erhielten Gelegenheit, sich abschliessend zur Sa-
che zu äussern. Mit Schreiben vom 15. November 2023 teilte die Beschwerdegegnerin 1 mit, dass 
sie auf Schlussbemerkungen verzichte. In der Eingabe vom 17. November 2023 hält der Be-
schwerdeführer an den Rügen in seiner Beschwerde fest, wiederholt seinen Verfahrensantrag und 
verweist auf einen Bericht «Berücksichtigung aktueller Mobilfunkantennentechnik bei der HF-
EMF-Expositionsbestimmung» des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) vom November 2022 so-
wie auf ein Dokument von Th. Fluri.

5. Auf die Rechtsschriften, die vorhandenen Akten sowie die Stellungnahme des AUE wird, 
soweit für den Entscheid relevant, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Zuständigkeit, Beschwerdelegitimation, Frist und Unterschrift

a) Der Entscheid der Vorinstanz ist ein Gesamtentscheid im Sinne von Art. 9 Abs. 1 KoG4, die 
Verfügung des AGR eine weitere Verfügung im Sinne von Art. 9 Abs. 2 Bst. b KoG. Beide sind 
gestützt auf Art. 11 Abs. 1 KoG in Verbindung mit Art. 5 Abs. 1 KoG mit Beschwerde nach Art. 40 
Abs. 1 BauG5 bei der BVD anfechtbar. Diese ist somit zur Beurteilung der Beschwerde zuständig.

b) Zur Beschwerde befugt sind die Baugesuchstellerinnen, die Baugesuchsteller, die Einspre-
cherinnen, die Einsprecher sowie die zuständige Gemeindebehörde (Art. 10 KoG i.V.m. Art. 40 
Abs. 2 BauG). Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren als Einsprecher teilge-
nommen.6 Bei Mobilfunkanlagen gilt hinsichtlich der Strahlung als einsprache- und beschwerde-
berechtigt, wer sich im Perimeter befindet, in dem die konkret berechnete Strahlung 10 Prozent 
oder mehr des Anlagegrenzwertes beträgt.7 Im vorliegenden Fall beträgt der Einspracheperimeter 

2 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau- und Verkehrsdirektion 
(Organisationsverordnung BVD, OrV BVD; BSG 152.221.191).
3 Verordnung des Bundesrats vom 23. Dezember 1999 über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV; SR 
814.710).
4 Koordinationsgesetz vom 21. März 1994 (KoG; BSG 724.1).
5 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0).
6 Vgl. Einsprache vom 7. Dezember 2022, Register 4, pag. 24 der Vorakten der Gemeinde Lyss.
7 Vgl. Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 35-
35c N. 17a Lemma 11.

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der Anlage entgegen der Darstellung des Beschwerdeführers nicht 1400 m, sondern 2235.62 m.8 
Das Grundstück des Beschwerdeführers befindet sich am B.________ 4 in Lyss (Parzelle Nr. 
F.________). Es ist rund 880 m (Luftlinie) vom Antennenstandort entfernt und liegt somit innerhalb 
des Einspracheperimeters von 2235.62 m. Die Beschwerdelegitimation des Beschwerdeführers 
ist somit zu bejahen.

c) Die Beschwerde ist zu unterzeichnen (Art. 32 Abs. 2 VRPG9) und innert 30 Tagen seit Eröff-
nung des Bauentscheids bei der zuständigen Rechtsmittelinstanz einzureichen (Art. 40 BauG). 
Der Beschwerdeführer hat die mangelhaft unterzeichnete Beschwerde innerhalb der mit Verfü-
gung vom 27. September 2023 gesetzten Nachfrist verbessert. Damit ist das Gültigkeitserfordernis 
der Unterzeichnung erfüllt und die Beschwerdefrist gilt als gewahrt.10 Auf die im Übrigen formge-
recht eingereichte Beschwerde ist grundsätzlich einzutreten.

2. Befangenheit der kantonalen Vollzugsbehörde

a) In seiner Stellungnahme vom 17. November 2023 hat der Beschwerdeführer ein Dokument 
mit dem Titel «Fachtechnische Vorbringen zu Defiziten und Auslassungen in den Regulierungs-
normen im schweizerischen Mobilfunkvollzug» vom 17. Januar 2023 eingereicht. Der Beschwer-
deführer macht geltend, dass dieses Papier, verfasst von G.________, «schonungslos die Befan-
genheit der Kantonalen Vollzugsbehörde NIS» aufdecke.

b) Art. 9 VRPG regelt, wann eine Person wegen Befangenheit oder Voreingenommenheit in 
den Ausstand zu treten hat. Ausstands- und Ablehnungsgründe können sich nur gegen einzelne 
Mitglieder einer Behörde und gegen Personen richten, die eine Verfügung oder einen Entscheid 
zu treffen haben, nicht aber gegen eine Behörde als solche.11

c) Im Kanton Bern ist das AUE die zuständige Fachbehörde für den Vollzug der kantonalen 
Aufgaben im Bereich des Schutzes vor nichtionisierender Strahlung.12 Soweit es sich beim Vor-
bringen des Beschwerdeführers um ein Ablehnungs- oder Ausstandsbegehren gegen das AUE 
handeln sollte, kann er daraus nichts zu seinen Gunsten ableiten. Ausstandspflichtig sind, wie 
ausgeführt, nur Personen, nicht ganze Behörden oder Abteilungen. Wer den Ausstand aller Mit-
glieder einer Behörde verlangt, muss gegen jedes einzelne Mitglied spezifische Ausstandsgründe 
geltend machen, die über die pauschale Kritik an der Befangenheit der Behörde als solcher hin-
ausgehen.13 Da der Beschwerdeführer keine konkreten Ausstandsgründe gegen einzelne Mitar-
beiterinnen und Mitarbeiter der Abteilung Immissionsschutz des AUE geltend macht, sondern le-
diglich pauschale Kritik übt, kann auf das Ablehnungsbegehren wegen Verletzung der Begrün-
dungspflicht nicht näher eingegangen werden. Im Übrigen wäre auch nicht ersichtlich, inwiefern 
einzelne Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abteilung Immissionsschutz des AUE aufgrund des 
Dokuments von G.________ befangen sein sollten. Das AUE erteilt keine Baubewilligungen für 
Mobilfunkanlagen. Es wirkt als unabhängige kantonale Fachbehörde sowohl im Baubewilligungs-
verfahren als auch im Beschwerdeverfahren beratend mit, indem es Fachwissen zugänglich 

8 Vgl. Standortdatenblatt für Mobilfunk- und WLL-Basisstationen vom 19. Juli 2022 (Revision 1.45), Zusatzblatt 2: 
Technische Angaben zu den Sendeantennen für Mobilfunk und drahtlose Teilnehmeranschlüsse der Anlage S. A2 und 
A3, Register 6, pag. 33 der Vorakten der Gemeinde Lyss.
9 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21).
10 Vgl. Michel Daum, in Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 32 N. 28.
11 VGE 2019/312 vom 27. September 2019 mit Verweis auf BVR 2019 S. 93 (VGE 2018/106 vom 8. November 2018) 
nicht publ.
12 Art. 11b Abs. 1 Bst. i der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Wirt-
schafts-, Energie- und Umweltdirektion (Organisationsverordnung WEU, OrV WEU; BSG 152.221.111).
13 Vgl. Lucie von Büren, in Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 9 N. 9.

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macht. Entsprechend ist eine Mehrfachbefassung systembedingt und damit unvermeidlich.14 Al-
lein darin kann keine unzulässige Vorbefassung gesehen werden. Auch bloss pauschale Vor-
würfe, die herrschende Praxis der Behörde weiche in einer bestimmten Frage von der Auffassung 
der Parteien ab, stellen keine konkreten Anhaltspunkte für eine Befangenheit dar.15

3. Sachverhalt und Streitgegenstand

a) Der Beschwerdeführer bringt in seiner Beschwerde vor, «dass die Betreiber die Korrektur-
faktoren auch rechtswidrig ohne erneute Baubewilligung aufschalten» würden. Dazu verweist er 
auf die Verwaltungsgerichtsurteile VGE 2022/242 vom 11. Dezember 2023 und VGE 2020/300 
(recte: 2021/300) vom 21. August 2023. Er kritisiert in diesem Zusammenhang, dass die Be-
schwerdegegnerinnen mit dem vorliegenden Baugesuch offensichtlich die schützenswerten Inter-
essen der Einsprechenden zur Kontrolle der effektiven und tatsächlichen Feldstärken an den
OMEN infolge der Sendeleistungserhöhung umgehen wollten. Schliesslich verlangt der Beschwer-
deführer in seiner Stellungnahme vom 17. November 2023, es sei zuerst zu klären, ob es bei der 
streitbaren Antenne rechtswidrig zu einer Aufschaltung der Sendeleistung komme.

b) Zur Diskussion steht der Gesamtentscheid der Gemeinde Lyss vom 25. August 2023. Mit 
diesem wurde den Beschwerdegegnerinnen die Baubewilligung für den Umbau und die Erweite-
rung der bestehenden Mobilfunkanlage auf der Parzelle Nr. H.________ erteilt. Das Vorhaben 
umfasst, wie oben dargelegt, in den höheren Frequenzen adaptive Sendeantennen, die mit einem 
Korrekturfaktor betrieben werden sollen. Dies ist gemäss dem Standortdatenblatt vom 19. Juli 
2022 (Revision: 1.45) bei den Sendeantennen mit den Laufnummern 7 bis 9 sowie 14 und 15 der 
Fall. Die Frage, ob bei diesen Sendeantennen ein Korrekturfaktor auf die maximale Sendeleistung 
(ERP) angewendet werden darf, war folglich bereits Gegenstand des Baugesuchsverfahrens und 
ist weiterhin auch im Beschwerdeverfahren umstritten. Gegen die Anwendung des Korrekturfak-
tors konnten sich allfällige Einsprecherinnen und Einsprecher somit bereits im Baubewilligungs-
verfahren zur Wehr setzen, was der Beschwerdeführer den Akten zufolge auch getan hat.16 Unter 
diesen Umständen ist der Vorwurf des Beschwerdeführers, die Beschwerdegegnerinnen hätten 
mit dem vorliegenden Baugesuch die schutzwürdigen Interessen der Einsprecherinnen und Ein-
sprecher an der Kontrolle der effektiven und tatsächlichen Feldstärken an den OMEN infolge der 
Erhöhung der Sendeleistung umgehen wollen, nicht nachvollziehbar, da die Rechtmässigkeit des 
Korrekturfaktors gerade Gegenstand des Baubewilligungsverfahrens war und auch im Beschwer-
deverfahrens umstritten ist. Die Baugesuchsunterlagen mit dem Standortdatenblatt vom 19. Juli 
2022 (Revision: 1.45) enthalten zudem alle wesentlichen Informationen zur Beurteilung der Im-
missionssituation (vgl. Erwägung 5c). Der Sachverhalt ist damit klar. Es bedarf in Bezug auf die 
Frage, ob die Anwendung eines Korrekturfaktors geplant ist, keiner weiteren Abklärungen mehr.

c) Sodann weist die Rüge des Beschwerdeführers, die Betreiber würden die Korrekturfaktoren 
bei bestehenden Mobilfunkanlagen angeblich auch rechtswidrig ohne erneute Baubewilligung auf-
schalten, baupolizeilichen Charakter auf und geht über den Streitgegenstand des Beschwerde-
verfahrens hinaus. Für die Beurteilung dieses Rügepunkts ist nicht die BVD, sondern die Baupo-
lizeibehörden der Gemeinde zuständig. Die BVD kann daher auf die diesbezügliche Rüge erstin-
stanzlich nicht eintreten. Daran ändert auch der Verweis auf die Verwaltungsgerichtsentscheide 
VGE 2022/242 vom 11. Dezember 2023 und VGE 2021/300 vom 21. August 2023 nichts. In diesen 
Verfahren war nicht ein Baubewilligungsverfahren, sondern ein baupolizeiliches Verfahren Aus-

14 Vgl. Lucie von Büren, a.a.O., Art. 9 N. 25.
15 André Moser/Michael Beusch/Lorenz Kneubühler, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 2. Aufl. 2013, 
N. 3.67.
16 Vgl. pag. 24 der Vorakten der Gemeinde Lyss.

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gangspunkt der Rechtsstreitigkeiten. Ob die bestehende Mobilfunkanlage auf der Parzelle 
Nr. H.________ derzeit rechtskonform betrieben wird, wäre somit in einem Baupolizeiverfahren 
zu prüfen.

4. Adaptive Antennen und Korrekturfaktor

a) Zusammenfassend befürchtet der Beschwerdeführer, dass es bei der vorliegenden Antenne 
durch die Aufschaltung des Korrekturfaktors zu einer Erhöhung der Sendeleistung komme und 
dadurch der Anlagegrenzwert an den OMEN überschritten werde. Wie oft, wo genau und insbe-
sondere wie stark (Feldstärke) sei aus den Gesuchsunterlagen nicht ersichtlich. Die Sachverhalts-
angaben betreffend Sendeleistung für die adaptiven Antennen seien daher irreführend und ent-
sprächen nicht der effektiven und tatsächlich genutzten Sendeleistung. Es sei von Amts wegen zu 
prüfen und zu kontrollieren, wo und insbesondere wie stark (Feldstärke) der Anlagegrenzwert 
durch die Aufschaltung des Korrekturfaktors überschritten werde.

b) Das AUE hält in seiner Stellungnahme vom 3. November 2023 fest, dass durch die Anwen-
dung des Korrekturfaktors die Antenne im 3600 MHz-Band kurzfristig stärker senden dürfe. Je-
doch komme es dadurch nicht zu einer erhöhten Dauerleistung. Die vorgeschriebene automati-
sche Leistungsbegrenzung (Power-Lock) stelle die Einhaltung der bewilligten Sendeleistung über 
sechs Minuten gemittelt sicher.

c) Adaptive Antennen bestehen aus mehreren separat ansteuerbaren Antennenelemente 
(Sub-Arrays) und sind durch gezieltes Überlagern der einzelnen von diesen Antenneneinheiten 
ausgesendeten elektromagnetischen Wellen in der Lage, ihr Strahlungsmuster automatisch, d.h. 
ohne Veränderung der Montagerichtung, in kurzen zeitlichen Abständen anzupassen. Je nach 
verwendeter Technologie können entweder nur ein Beam oder auf einmal mehrere Beams gleich-
zeitig ausgesendet werden. Vereinfacht gesagt gilt: Je grösser die Anzahl der Antennenelemente, 
desto grösser die mögliche Richtwirkung bzw. desto schmaler der ausgesendete Beam und desto 
höher der Antennengewinn. Alle möglichen Beams und Ausprägungsformen bleiben dabei jedoch 
innerhalb eines umhüllenden Antennendiagramms.17

d) Nach Anhang 1 Ziffer 63 Abs. 2 NISV kann bei adaptiven Sendeantennen mit acht oder 
mehr separat ansteuerbaren Antenneneinheiten (Sub-Arrays) ein Korrekturfaktor auf die maxi-
male Sendeleistung angewendet werden, wenn die Sendeantennen mit einer automatischen Leis-
tungsbegrenzung ausgerüstet sind. Diese muss sicherstellen, dass im Betrieb die über sechs Mi-
nuten gemittelte Sendeleistung die korrigierte Sendeleistung nicht überschreitet. Mit anderen Wor-
ten muss bei adaptiven Antennen mit acht oder mehr Sub-Arrays die im Standortdatenblatt dekla-
rierte Sendeleistung (ERPn) nicht wie bei konventionellen Antennen maximal, sondern gemittelt 
über sechs Minuten eingehalten werden. Im tatsächlichen Betrieb kann es daher zu kurzzeitigen 
Überschreitungen der massgebenden Sendeleistung (ERPn) kommen. Die kurzzeitigen Leistungs-
spitzen dürfen dabei maximal den Wert ERPmax,n erreichen. Dieser Wert entspricht der bewilligten 
(massgebenden) Sendeleistung ERPn multipliziert mit dem Reziproken des Korrekturfaktors.18 Da 
für die Berechnung der elektrischen Feldstärke die über sechs Minuten gemittelte Sendeleistung 

17 Erläuterungen zu adaptiven Antennen und deren Beurteilung gemäss der Verordnung über den Schutz vor nichtioni-
sierender Strahlung (NISV) vom 23. Februar 2021, S. 8 (abrufbar unter: www.bafu.admin.ch > Themen > Elektrosmog 
und Licht > Fachinformationen > Massnahmen Elektrosmog > Mobilfunk: Vollzugshilfen); vgl. zum Ganzen auch BGer 
1C_307/2023 vom 9. Dezember E. 3.2 und BGer 1C_279/2023 vom 6. Februar 2025 E. 3.2.
18 BAFU, Erläuterungen zu adaptiven Antennen und deren Beurteilung gemäss der Verordnung über den Schutz vor 
nichtionisierender Strahlung (NISV) vom 23. Februar 2021, S. 22 (abrufbar unter: www.bafu.admin.ch > Themen > 
Elektrosmog und Licht > Fachinformationen > Massnahmen Elektrosmog > Mobilfunk: Vollzugshilfen).

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und nicht der Maximalwert massgebend ist, ergibt sich rechnerisch keine Überschreitung des An-
lagegrenzwertes.19 Nach Ziffer 63 Abs. 3 Anhang 1 NISV gelten folgende Korrekturfaktoren KAA:

Anzahl Sub-Arrays Korrekturfaktor KAA
64 und mehr ≥ 0.10
32 bis 63 ≥ 0.13
16 bis 31 ≥ 0.20
  8 bis 15 ≥ 0.40

e) Die strittigen adaptiven Antennen, die gemäss dem Standortdatenblatt in den höheren Fre-
quenzbändern (3400 MHz und 3600 MHz) senden und mit 16 Sub-Arrays ausgestattet sind, sollen 
mit einem Korrekturfaktor KAA von ≥ 0.20 betrieben werden. Bei der Anwendung des Korrekturfak-
tors ist es nach dem Gesagten zwar möglich, dass die Immissionsfeldstärke an den gemäss 
Standortdatenblatt höchstbelasteten OMEN den massgebenden Anlagegrenzwert von 5 V/m kurz-
zeitig und vorübergehend überschreitet. Über einen Zeitraum von sechs Minuten wird der Anlage-
grenzwert von 5 V/m an diesen OMEN jedoch eingehalten. Soweit der Beschwerdeführer verlangt, 
es sei von Amtes wegen zu prüfen und zu kontrollieren, wo und um wie viel (Feldstärke) der An-
lagegrenzwert durch die Aufschaltung des Korrekturfaktors überschritten wird, ist darauf hinzu-
weisen, dass dies im Voraus nicht feststellbar ist, da die tatsächliche Nutzung der Mobilfunkanlage 
(Nutzerverteilung, Nutzungsdauer, Anzahl der gleichzeitig aktiven Nutzer etc.) nicht bekannt ist. 
Generell kann aber gesagt werden, dass zum Beispiel eine adaptive Antenne mit 16 Sub-Arrays 
und mit einer maximalen Sendeleistung von 5000 Watt im 6-Minuten-Mittel die massgebende Sen-
deleistung von 1000 Watt einhalten muss (1000 W [ERPn] = 5000 W [ERPmax,n] x 0.20 [KAA]). Dies 
bedeutet gleichzeitig, dass die elektrische Feldstärke, die für die adaptiven Antennen berechnet 
wurde, kurzfristig höchstens um nicht mehr als das Dreifache übertroffen werden kann. Da eine 
Mobilfunksendeanlage mit adaptiven Antennen in den meisten Fällen – wie im vorliegenden Fall 
– auch mit konventionellen Antennen ausgerüstet ist, erhöht sich die Feldstärke der gesamten 
Anlage kurzfristig nur um einen kleineren Faktor.20

f) Nach dem Gesagten ist für die adaptiven Antennen mit den Laufnummern 7 bis 9 und 14 
und 15, die mit einem Korrekturfaktor betrieben werden sollen, die massgebende Sendeleistung 
ERPn (ERPn = ERPmax,n x KAA) im Standortdatenblatt einzutragen und in Verbindung mit dem um-
hüllenden Antennendiagramm zur Berechnung der elektrischen Feldstärke zu verwenden.21 Für 
die Berechnung der Strahlenbelastung von adaptiven Antennen liegt mit dem Nachtrag «Adaptive 
Antennen» des BAFU eine Vollzugshilfe vor, bei deren Berücksichtigung die Vollzugsbehörden 
davon ausgehen können, dass sie das Bundesrecht rechtskonform vollziehen. Weitere Abklärun-
gen erübrigen sich daher, zumal auch das AUE in seiner Stellungnahme vom 3. November 2023 
zum Schluss gekommen ist, dass die geplante Anlage die Bestimmungen der NISV vollumfänglich 
einhält und bewilligt werden kann. Die Argumentation des Beschwerdeführers, die höchstbelaste-
ten OMEN im Standortdatenblatt seien falsch berechnet und führten aufgrund der Anwendung des 
Korrekturfaktors an den OMEN zu Grenzwertüberschreitungen, erweist sich aufgrund des Gesag-
ten als unbegründet.

19 BGer 1C_307/2023 vom 9. Dezember 2024 E. 3.3, 1C_279/2023 vom 6. Februar 2025 E. 3.3.
20 BAFU, Erläuterungen zu adaptiven Antennen und deren Beurteilung gemäss der Verordnung über den Schutz vor 
nichtionisierender Strahlung (NISV) vom 23. Februar 2021, S. 22 (abrufbar unter: www.bafu.admin.ch > Themen > 
Elektrosmog und Licht > Fachinformationen > Massnahmen Elektrosmog > Mobilfunk: Vollzugshilfen).
21 Vgl. Ziffer 63 Abs. 2 und 3 Anhang 1 NISV; BAFU, Erläuterungen zu adaptiven Antennen und deren Beurteilung 
gemäss der Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV) vom 23. Februar 2021, S. 21 (abruf-
bar unter: www.bafu.admin.ch > Themen > Elektrosmog und Licht > Fachinformationen > Massnahmen Elektrosmog > 
Mobilfunk: Vollzugshilfen).

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g) Anzumerken ist, dass das Bundesgericht in zwei neueren Entscheiden (BGer 1C_307/2023 
vom 9. Dezember 2024 und BGer 1C_ 279/2023 vom 6. Februar 2025) zum Schluss kam, dass 
die Anwendung eines Korrekturfaktors bei adaptiven Antennen gemäss Ziffer 63 Abs. 2 und 3 
Anhang 1 NISV rechtmässig ist. Das Bundesgericht befand, dass im 6-Minuten-Mittel die Sicher-
heitsmarge des Anlagegrenzwerts im bisherigen Umfang erhalten bleibe und auch bei den Leis-
tungsspitzen, die nur kurzzeitig auftreten dürften, weiterhin eine massgebende Sicherheitsmarge 
gegenüber dem Immissionsgrenzwert vorgesehen sei (vgl. auch Erwägung 8c).22

5. Baugesuchsunterlagen

a) Der Beschwerdeführer bringt weiter vor, das vorliegend zu beurteilende Baugesuch sei man-
gelhaft und unvollständig. Zur Begründung führt er aus, der den Gesuchsunterlagen beigelegte 
Fachbericht Immissionsschutz des AUE enthalte keine Angaben über die adaptive Messmethode, 
mit welcher die Prüfung vorgenommen worden sei. Weiter zweifelt der Beschwerdeführer an den 
im Standortdatenblatt ausgewiesenen Sendeleistungen; diese seien zu tief, sodass ein adaptiver 
Betrieb nicht möglich sei. Schliesslich bringt er vor, in den Baugesuchsunterlagen seien nur An-
tennentypen erwähnt, deren Kurzbezeichnung ohne technische Datenblätter nichtssagend sei. 
Die technischen Datenblätter seien nicht allgemein online verfügbar und müssten deshalb den 
publizierten Unterlagen beigelegt werden. Entsprechend beantragt er die Publikation der Original-
Antennendiagramme, die detaillierten Produktinformationen und die Angabe der Einstellungen für 
den realen Betrieb. Gleichzeitig stellt er in der Beschwerde und in der Stellungnahme vom 17. No-
vember 2023 den Antrag, dass ihm die für die Hochrechnung erforderlichen Original-Antennen-
diagramme für Broadcast und Traffic Beams zur Verfügung zu stellen und zur Stellungnahme 
abzugeben seien.

b) Eine Mobilfunkanlage darf nur bewilligt werden, wenn sichergestellt ist, dass die Grenzwerte 
der NISV voraussichtlich eingehalten werden können (vgl. Art. 4 f. NISV). Die Sendeleistung einer 
Mobilfunkanlage kann im Bewilligungsverfahren zwangsläufig nur berechnet und nicht gemessen 
werden. Abzustellen ist daher auf eine rechnerische Prognose. Grundlage für die Berechnung des 
Effektivwerts der elektrischen Feldstärke an einem bestimmten Ort bildet dabei die äquivalente 
Sendeleistung ERP der Antenne, das räumliche Abstrahlungsmuster der Antenne (Antennendia-
gramm), der Abstand und die Richtung zur Antenne sowie die Dämpfung durch die 
Gebäudehülle.23 Der rechnerische Nachweis der Einhaltung des Anlagegrenzwerts nach Ziffer 64 
Anhang 1 an einem OMEN wird wie bisher im Zusatzblatt 4a des Standortdatenblattes erbracht. 
Insofern ist der Vorwurf des Beschwerdeführers, der den Gesuchsunterlagen beigelegte Fachbe-
richt Immissionsschutz des AUE enthalte keine Angaben über die adaptive Messmethode, nicht 
nachvollziehbar. Das AUE hat im vorliegenden Fall die Einhaltung der massgebenden Grenzwerte 
anhand einer rechnerischen Prognose basierend auf dem Standortdatenblatt vom 19. Juli 2022 
(Revision: 1.45) und nicht an anhand einer Messung überprüft. Demzufolge konnte der Fachbe-
richt Immissionsschutz zwangsläufig «keine Angaben über die adaptive Messmethode» enthalten, 
mit welcher die Prüfung vorgenommen wurde.

c) Sodann sind die im Standortdatenblatt deklarierten Sendeleistungen für die Beschwerde-
gegnerinnen verbindlich. Mit der angefochtenen Baubewilligung wird keine höhere Sendeleistung 
ERPn, für die Sendeantennen mit Korrekturfaktor gemittelt über sechs Minuten, erlaubt. Ob die 
Anlage in diesem Rahmen sinnvoll betrieben werden kann, ist Sache der Beschwerdegegnerin-

22 Vgl. BGer 1C_307/2023 vom 9. Dezember 2024 E. 6.3.3, 1C_ 279/2023 vom 6. Februar 2025 E. 6.3.3.
23 BAFU, Erläuterungen zu adaptiven Antennen und deren Beurteilung gemäss der Verordnung über den Schutz vor 
nichtionisierender Strahlung (NISV) vom 23. Februar 2021, S. 8 (abrufbar unter: www.bafu.admin.ch > Themen > Elek-
trosmog und Licht > Fachinformationen > Massnahmen Elektrosmog > Mobilfunk: Vollzugshilfen).

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nen.24 Schliesslich sind die in Art. 11 Abs. 2 NISV erwähnten Parameter im Standortdatenblatt 
vom 19. Juli 2022 (Revision: 1.45) aufgeführt. In den Beilagen zum Standortdatenblatt finden sich 
zudem die umhüllenden Antennendiagramme der entsprechenden Antennentypen. Somit enthal-
ten die Baugesuchsunterlagen mit dem Standortdatenblatt vom 19. Juli 2022 (Revision: 1.45) alle 
wesentlichen Informationen zur Beurteilung der Immissionssituation. Das AUE als kantonale 
Fachbehörde hat das Standortdatenblatt mit den Antennendiagrammen geprüft, keine Beanstan-
dungen erhoben und festgestellt, dass der Anlagegrenzwert an allen OMEN rechnerisch einge-
halten wird. Die BVD sieht keine Veranlassung, von dieser Einschätzung der Fachbehörde abzu-
weichen, zumal dieser regelmässig eine erhöhte Beweiskraft zukommt und die Entscheidbehörde 
nur aus triftigen Gründen davon abweichen soll. Entgegen der Darstellung des Beschwerdeführers 
sind in den Baugesuchsunterlagen bzw. im Standortdatenblatt nicht nur die Antennentypen ge-
nannt. Vielmehr sind im vorliegenden Fall dem Standortdatenblatt die umhüllenden vertikalen und 
horizontalen Antennendiagramme beigelegt, mit denen das zu bewilligende «Coverage Szenario» 
beantragt wird. Nach der Vollzugsempfehlung des BAFU sind umhüllende Antennendiagramme 
zulässig.25 Schliesslich hat auch das Bundesgericht die von den Mobilfunkbetreibern berechneten 
umhüllenden Antennendiagramme als zulässig beurteilt.26 Für die BVD bestehen keine Anhalts-
punkte, an der Richtigkeit der umhüllenden Antennendiagramme zu zweifeln, zumal der Be-
schwerdeführer die Richtigkeit der umhüllenden Antennendiagramme nicht infrage stellt. Das Bau-
gesuch ist vollständig und korrekt. Unter diesen Umständen müssen keine weiteren Unterlagen 
eingeholt werden, insbesondere besteht kein Anlass, dem Beschwerdeführer die Original-Anten-
nendiagramme für Broadcast und Traffic Beams zur Stellungnahme vorzulegen bzw. diese zu 
publizieren. Der diesbezügliche Verfahrensantrag wird abgewiesen (vgl. Ziffer 2 des Rechtsbe-
gehrens). Eine Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zur Neuberechnung der Immissions-
feldstärken an den OMEN fällt somit ausser Betracht.

6. Reflexionen

a) Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, die Beurteilung des vorliegenden Baugesuchs 
durch das AUE basiere auf Immissionsprognosen anhand von Berechnungen. Die Methoden die-
ser Berechnungen würden auf den bisherigen Verfahren für nicht-adaptive Antennen basieren und 
würden die Eigenschaften adaptiver Antennen nicht berücksichtigen. Adaptive Antennen würden 
Reflexionen gezielt ausnutzen. Anhand eines Bildbeispiels kommt der Beschwerdeführer zum Er-
gebnis, dass Immissionsprognosen im Standortdatenblatt, die ausschliesslich auf den direkten, 
linearen Verbindungen beruhten, nicht die Orte erfassten, die aufgrund von Reflexionen mögli-
cherweise stärker belastet seien und an denen auch Grenzwerte überschritten werden könnten. 
Die bisherigen Methoden der Immissionsprognose seien deshalb für das vorliegende Verfahren 
untauglich. Dies habe kürzlich auch das Verwaltungsgericht des Kantons Obwalden im Urteil vom 
26. Juni 2023 erkannt und eine Beschwerde verschiedener Einsprecherinnen und Einsprecher 
vollumfänglich gutgeheissen.

b) Das Bundesgericht hat sich bereits mehrfach mit der Problematik von Reflexionen bei ad-
aptiven Antennen befasst und anerkannt, dass diese zu substanziellen Abweichungen von den 
berechneten Feldstärken führen können. Es hat deshalb festgehalten, dass insbesondere zu er-
wartende Reflexionen von grossen Flächen im Rahmen der rechnerischen Prognose nicht un-
berücksichtigt bleiben dürfen. Entsprechend sei die rechnerische Prognose, soweit technisch und 

24 Vgl. dazu VGE 2020/27 vom 6. Januar 2021 E. 4.7 und BGer 1C_100/2021 vom 14. Februar 2023 E. 7.1.
25 BAFU, Adaptive Antennen, Nachtrag vom 23. Februar 2021 zur Vollzugsempfehlung zur Verordnung über den 
Schutz vor nichtionisierender Strahlung [NISV] für Mobilfunk- und WLL-Basisstationen, BUWAL 2002, S. 12 (abrufbar 
unter: www.bafu.admin.ch > Themen > Elektrosmog und Licht > Fachinformationen > Massnahmen Elektrosmog > Mo-
bilfunk: Vollzugshilfen).
26 BGer 1C_254/2017 vom 5. Januar 2018 E. 5.

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im Rahmen eines verhältnismässigen Aufwands möglich, weiterzuentwickeln und den neuen Ge-
gebenheiten anzupassen. Es wird Aufgabe des BAFU sein, zu prüfen, ob zumindest die wesent-
lichen Reflexionen mit verhältnismässigem Aufwand erfasst werden können und ob seine Voll-
zugsempfehlung in diesem Sinne anzupassen ist. Immerhin kompensiert bereits die Empfehlung, 
nach der Inbetriebnahme der Anlage in der Regel eine NIS-Abnahmemessung durchzuführen, 
wenn gemäss rechnerischer Prognose der Anlagegrenzwert an einem OMEN zu 80 Prozent er-
reicht wird, in einem gewissen Umfang die Nichtberücksichtigung der Reflexionen im Rahmen der 
Prognose. Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung obliegt es der Beschwerdeführerin oder 
dem Beschwerdeführer, anhand konkreter Umstände (insbesondere der Topografie) plausibel zu 
machen, dass die Nichtberücksichtigung von Reflexionen zu einer Überschreitung des Anlage-
grenzwerts an OMEN führen könnte.27 Diese für adaptive Antennen ohne Korrekturfaktor entwi-
ckelte Praxis («worst case»-Betrachtung), übertrug das Bundesgericht auf Fälle, in denen der Kor-
rekturfaktor bei adaptiven Antennen auf die maximale Sendeleistung angewandt wurde.28

c) Der Beschwerdeführer vermag mit seinem fiktiven Bildbeispiel nicht plausibel darzulegen, 
dass die Nichtberücksichtigung der Reflexionen im vorliegenden Fall aufgrund der konkreten to-
pografischen Verhältnisse zu einer Überschreitung des Anlagegrenzwerts an den OMEN gemäss 
Standortdatenblatt oder an anderen OMEN führen könnte. Aufgrund der neuen Rechtsprechung 
des Bundesgerichts kann der Beschwerdeführer auch aus dem Verweis auf einen Entscheid des 
Verwaltungsgerichts Obwalden nichts zu seinen Gunsten ableiten, zumal dieser Entscheid der 
Beschwerde nicht beigelegt wurde und für die BVD nicht auffindbar war. Schliesslich hat das AUE 
im vorliegenden Fall im Fachbericht Immissionsschutz vom 2. November 2022 mittels Auflage 
Abnahmemessungen an den OMEN 4 und 5 angeordnet. Zusammen mit der Immissionsprognose 
stellen die Abnahmemessungen sicher, dass die Anlagegrenzwerte trotz der erwähnten Mängel 
eingehalten werden. Die Beschwerde erweist sich somit auch in diesem Punkt als unbegründet.

7. QS-System und Abnahmemessungen

a) Zusammenfassend kritisiert der Beschwerdeführer, dass das derzeitige QS-System nicht 
geeignet sei, die Einhaltung der Grenzwerte durch adaptive Antennen zu überwachen. Es existiere 
auch keine taugliche Methode, um die Strahlung von adaptiven Antennen zu messen. Die vom 
Eidgenössischen Institut für Metrologie (METAS) empfohlenen Messmethoden zur Durchführung 
von Abnahmemessungen seien ungenügend und er bestreite deren wissenschaftliche Evidenz. 
Zudem beantragt er, ihm seien die für die Hochrechnung erforderlichen Antennendiagramme für 
«Broadcast und Traffic Beams» zur Verfügung und zur Stellungnahme abzugeben. In diesem Zu-
sammenhang verweist er auf den Ressortforschungsbericht «Berücksichtigung aktueller Mobil-
funkantennentechnik bei der HF-EMF-Expositionsbestimmung» des Bundesamts für Strahlen-
schutz (BfS) vom November 2022.

b) Die zuständigen Behörden müssen überprüfen, ob beim Neubau oder bei einer Änderung 
von Mobilfunkanlagen die Grenzwerte der NISV eingehalten werden. Die Einhaltung dieser Grenz-
werte ist von den Betreiberinnen im Rahmen des Baugesuchs, wie ausgeführt, anhand einer rech-
nerischen Prognose nachzuweisen. Nach Art. 11 Abs. 1 und 2 NISV ist das Standortdatenblatt 
das massgebende Dokument für diese Beurteilung. Mit dem QS-System und den Abnahmemes-
sungen wird die rechnerische Prognose der Mobilfunkstrahlung im Betrieb der Anlage überprüft 
(Art. 12 NISV). Damit wird die Einhaltung der Grenzwerte der NISV gewährleistet.

27 BGer 1C_459/2023 vom 12. August 2024 E. 9.4, 1C_5/2022 vom 9. April 2024 E. 5.3 f., 1C_45/2023 vom 16. Januar 
2024 E. 8.2 f., 1C_481/2022 vom 13. November 2023 E. 6.3 f.
28 BGer 1C_307/2023 vom 9. Dezember 2024 E. 8.3, 1C_279/2023 vom 6. Februar 2025 E. 8.2.

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c) Gemäss neuer bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist gestützt auf die aktuellen Erkennt-
nisse davon auszugehen, dass das bestehende QS-System in der Lage ist, den bewilligungskon-
formen Betrieb von adaptiven Antennen, die unter Berücksichtigung eines Korrekturfaktors einge-
setzt werden, zu überprüfen. Eine Echtzeitüberwachung erachtet das Bundesgericht nicht als er-
forderlich. Mit der erforderlichen automatischen Leistungsbegrenzung wird die in einem Funksek-
tor abgestrahlte Gesamtleistung der adaptiven Antennen via Softwareapplikation dauernd detek-
tiert. Wenn kurzzeitige Leistungsspitzen über der im Standortdatenblatt deklarierten Sendeleis-
tung auftreten, wird die Leistung soweit gedrosselt, dass die über einen Zeitraum von sechs Mi-
nuten gemittelte Sendeleistung die deklarierte Sendeleistung nicht überschreitet. Im QS-System 
wird sodann kontrolliert, ob diese automatische Leistungsbegrenzung aktiviert ist. Insofern besteht 
mit der Pflicht zur Ausstattung der adaptiven Antennen mit einer automatischen Leistungsbegren-
zung und der diesbezüglichen Kontrollen im QS-System eine dauernde Überwachung der Sende-
leistung, die gewährleistet, dass die Sendeleistung im massgebenden Betriebszustand nicht über-
schritten wird. Zudem muss im QS-System neu der Betriebsmodus (eingestelltes Antennendia-
gramm, resp. «Coverage Szenario») angegeben werden. Anhand dessen kann beurteilt werden, 
ob der Betriebsmodus mit dem umhüllenden Antennendiagramm übereinstimmt und die Antenne 
derart betrieben wird, dass alle möglichen Antennendiagramme innerhalb des umhüllenden An-
tennendiagramms liegen.29 Die Beschwerdegegnerinnen verfügen zudem über ein QS-System, 
das von einer dafür akkreditierten Stelle zertifiziert wurde. Dies geht aus der Liste auf der Website 
des BAFU hervor.30

d) Hinsichtlich der Abnahmemessungen ist Folgendes festzuhalten: Das Bundesgericht hat be-
reits mehrfach bestätigt, dass die vom METAS empfohlenen Messmethoden zur Durchführung 
von Abnahmemessungen auch für adaptive Antennen mit Korrekturfaktor zwecktauglich sind.31 
Insbesondere im Leiturteil 1C_100/2021 vom 14. Februar 2023, in welchem adaptive Antennen 
aufgrund einer «worst case»-Betrachtung beurteilt worden sind, befand das Bundesgericht, die 
vom METAS empfohlene Messmethode würde sich zum heutigen Zeitpunkt als tauglich erweisen 
und könne für Abnahmemessungen von adaptiven Antennen verwendet werden, bis das METAS 
und das BAFU eine offizielle Messempfehlung herausgegeben hätten. Sodann hat das Bundes-
gericht wiederholt bestätigt, dass die verschiedenen möglichen Ausprägungen des «Beamfor-
ming» wie bei der Strahlungsprognose auch bei der Hochrechnung des effektiv gemessenen 
Werts auf die Gesamtstrahlung bzw. den massgebenden Betriebszustand berücksichtigt würden; 
zu diesem Zweck komme ein spezifischer Antennenkorrekturfaktor zur Anwendung, der die allen-
falls vorhandenen Unterschiede zwischen dem Antennendiagramm der gemessenen Signalisie-
rungskanälen und dem massgebenden umhüllenden Antennendiagramm berücksichtige. Nach 
dem Gesagten ist die Messbarkeit der Strahlung auch beim Betrieb adaptiver Antennen möglich. 
Der Beschwerdeführer bringt nichts Stichhaltiges vor, was das Funktionieren der Messmethoden 
des METAS und den Befund des Bundesgerichts infrage zu stellen vermöchte. Insbesondere 
wurde die schweizerische Messmethode entgegen der Darstellung des Beschwerdeführers im 
Ressortforschungsbericht «Berücksichtigung aktueller Mobilfunkantennentechnik bei der HF-
EMF-Expositionsbestimmung» des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) vom November 2022 
nicht als ungenügend bewertet. Vielmehr wurde diese Methode im genannten Bericht unter der 
Überschrift «Schweizer Messempfehlungen» lediglich objektiv dargestellt. Soweit der Beschwer-
deführer pauschal vorbringt, der technische Bericht des METAS sei fachtechnisch ungenügend, 
ist anzumerken, dass das Bundesgericht das Messverfahren für adaptive Antennen in Kenntnis 
und gestützt auf den genannten Bericht bereits mehrfach als zuverlässig beurteilt hat.32 Dass die 
umhüllenden Antennendiagramme nicht zu beanstanden sind, folgt überdies aus der Erwägung 

29 Vgl. BGer 1C_307/2023 vom 9. Dezember 2024 E. 7, 1C_279/2023 vom 6. Februar 2025 E. 7.
30 Abrufbar unter: www.bafu.admin.ch > Themen > Elektrosmog und Licht > Mobilfunkanlagen > Mobilfunk: Qualitätssi-
cherung > Umsetzung der Qualitätssicherungssysteme: Liste der Mobilfunkbetreiber.
31 BGer 1C_307/2023 vom 9. Dezember 2024 E. 8.3, 1C_279/2023 vom 6. Februar 2025 E. 8.2.
32 Vgl. Entscheid BVD 110 2023 157 vom 7. August 2024 E. 8d.

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5c. Der Antrag des Beschwerdeführers, die Diagramme der Broadcast- und Traffic-Beams des 
hier umstrittenen adaptiven Antennentyps seien bei den Beschwerdegegnerinnen einzuholen und 
ihnen auszuhändigen, wird auch in diesem Zusammenhang abgewiesen.

8. Vorsorgeprinzip und Gesundheitsschutz

a) Darüber hinaus rügt der Beschwerdeführer eine Verletzung des Vorsorgeprinzips durch die 
Festlegung verfassungswidriger Grenzwerte sowie eine unzulässige Privilegierung adaptiver An-
tennen. Sodann rügt er eine Verletzung des Vorsorgeprinzips, indem die höhere Variabilität adap-
tiver Antennen nicht als gesundheitsschädlicher berücksichtigt werde. Schliesslich macht der Be-
schwerdeführer einen Verstoss gegen den Gesundheitsschutz geltend. Er bringt vor, viele Studien 
würden darauf hindeuten, dass 5G die Gesundheit von Menschen, Pflanzen, Tieren, Insekten und 
Mikroben beeinträchtigen würde. Zudem hält der Beschwerdeführer fest, für die Einführung des 
Korrekturfaktors fehlten nachvollziehbare wissenschaftliche Erläuterungen. Die Erläuterungen zu 
den adaptiven Antennen zeigten deutlich, dass ausschliesslich technische Aspekte in Betracht 
gezogen worden seien. Im Endresultat hänge die Höhe des Korrekturfaktors, also die Höhe der 
erlaubten Grenzwertüberschreitung, von der Anzahl Sub-Arrays einer Antenne ab. Das heisse mit 
anderen Worten, je fokussierter eine Antenne strahlen könne, desto stärker dürfe sie auch strah-
len. Es fehlten jegliche, auch nur ansatzweise Überlegungen zu gesundheitlichen Auswirkungen.

b) Der Immissionsschutz ist bundesrechtlich im Umweltschutzgesetz (USG) und den darauf 
gestützten Verordnungen geregelt. Für die Beurteilung der schädlichen oder lästigen Einwirkun-
gen legt der Bundesrat durch Verordnung Immissionsgrenzwerte fest (Art. 13 Abs. 1 USG). Er 
berücksichtigt dabei auch die Wirkungen der Immissionen auf Personengruppen mit erhöhter 
Empfindlichkeit, wie Kinder, Kranke, Betagte oder Schwangere (Art. 13 Abs. 2 USG). Der Bun-
desrat hat in der NISV die von der Internationalen Kommission zum Schutz vor nichtionisierender 
Strahlung (ICNIRP) empfohlenen Referenzwerte als Immissionsgrenzwerte übernommen. Gleich-
zeitig hat der Bundesrat im Sinne der Vorsorge gemäss Art. 1 Abs. 2 und Art. 11 Abs. 2 USG die 
Anlagegrenzwerte weiter so tief angesetzt, wie dies technisch und betrieblich möglich und wirt-
schaftlich tragbar ist, wobei er bezüglich möglicher Gesundheitsgefährdungen eine Sicherheits-
marge vorsah.33

c) Als wissenschaftliche Grundlage für die Bestimmung des Korrekturfaktors dienten statisti-
sche Studien und Messungen.34 Die herangezogenen Studien beruhten auf verschiedenen Sze-
narien mit unterschiedlicher Anzahl Nutzenden und Sub-Arrays sowie anderer Verbindungszeit 
und Beamforming-Methode. Zusammengefasst lagen die über sechs Minuten gemittelten Sende-
leistungen von adaptiven Antennen je nach Szenario in einem Bereich zwischen 1 Prozent (0.01 
bzw. -20 dB) und 50 Prozent (0.5 bzw. 3 dB) der theoretischen Maximalleistung. In den Studien 
zeigte sich auch, dass der Unterschied zwischen der ermittelten und der theoretisch maximalen 
Sendeleistung von der Antennengrösse abhängt, also von der Anzahl Sub-Arrays. Es ist nicht zu 
beanstanden, dass das BAFU gestützt auf diese Ergebnisse den Korrekturfaktor festlegte, der 
vom Bundesrat in der NISV übernommen wurde. Die Höhe des Korrekturfaktors gründet somit auf 
wissenschaftlichen Gesichtspunkten.35

d) Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers führt der Korrekturfaktor nicht zu einer 
Privilegierung adaptiver Antennen gegenüber konventionellen Antennen, sondern soll verhindern, 

33 Vgl. zum Ganzen BGer 1C_97/2018 vom 3. September 2019 E. 3.1.
34 Vgl. BAFU, Erläuterungen zu adaptiven Antennen und deren Beurteilung gemäss der Verordnung über den Schutz 
vor nichtionisierender Strahlung (NISV) vom 23. Februar 2021, Ziff. 6 S. 15 ff. (abrufbar unter: www.bafu.admin.ch > 
Themen > Elektrosmog und Licht > Fachinformationen > Massnahmen Elektrosmog > Mobilfunk: Vollzugshilfen).
35 BGer 1C_307/2023 vom 9. Dezember 2024 E. 6.2.3, 1C_279/2023 vom 6. Februar 2025 E. 6.1.2.

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dass adaptive Antennen strenger behandelt werden. Vor der Einführung des Korrekturfaktors wur-
den adaptiven Antennen vorübergehend nach der sog. «worst case»-Beurteilung beurteilt: Dabei 
wurde die Strahlung wie bei konventionellen Antennen unter der Annahme beurteilt, dass für jede 
Senderichtung gleichzeitig die maximale Sendeleistung abgestrahlt wird. Das heisst, dass die 
Strahlung nach dem maximalen Gesprächs- und Datenverkehr bei maximaler Sendeleistung und 
basierend auf Antennendiagrammen beurteilt wurde, die für jede Senderichtung den maximal 
möglichen Antennengewinn berücksichtigen (sog. umhüllendes Antennendiagramm). Weil adap-
tive Antennen die Strahlung jedoch gezielt dorthin abstrahlen können, wo sich das verbundene 
Mobiltelefon befindet, ist die Strahlungsexposition in der von ihnen versorgten Funkzelle im Mittel 
geringer als bei konventionellen Antennen, bei denen die räumliche Abstrahlcharakteristik immer 
gleich ist. Mit dem bisher angewandten «worst case»-Szenario wurde die tatsächliche Strahlung 
von adaptiven Antennen in der Umgebung der Anlage daher insgesamt überschätzt. Die beson-
dere Signalcharakteristik adaptiver Antennen rechtfertigt daher eine differenzierte Betrachtung im 
Vergleich zu konventionellen Antennen. Im Ergebnis stellt der Korrekturfaktor sicher, dass die 
massgebende (korrigierte) Sendeleistung die realistisch auftretenden Maximalleistungen der ad-
aptiven Antenne abbildet. Damit ist das gleiche Schutzniveau wie bei konventionellen Antennen 
gewährleistet und der vorsorgliche Gesundheitsschutz bleibt gewahrt. Wie sich aus der neueren 
Rechtsprechung des Bundesgerichts ergibt, ist der Korrekturfaktor daher im Hinblick auf das Vor-
sorgeprinzip (Art. 11 Abs. 2 USG) nicht zu beanstanden.36 Insoweit kann auch nicht von einer 
Verletzung von Art. 74 Abs. 1 BV37 gesprochen werden. Nach dieser Bestimmung erlässt der Bund 
Vorschriften über den Schutz des Menschen und seiner natürlichen Umwelt vor schädlichen oder 
lästigen Einwirkungen.

e) Ausserdem setzte sich das Bundesgericht im Zusammenhang mit der Strahlung adaptiver 
Antennen ausführlich mit verschiedenen neuen Studien, insbesondere auch solchen zum oxidati-
ven Stress und zu den Pulsationen, auseinander. Es kam zum Schluss, dass nach dem heutigen 
Wissensstand die vorsorgliche Emissionsbegrenzung durch die Anwendung der aktuellen Grenz-
werte dem Vorsorgeprinzip entspreche.38 Auch erwog es, dass keine hinreichenden Hinweise 
bestünden, wonach der Bundesrat eine Anpassung der Grenzwerte hätte vornehmen müssen.39 
Dass diese Rechtsprechung überholt ist, vermag der Beschwerdeführer mit den in der Be-
schwerde zitierten Studien und Berichten nicht aufzuzeigen. Entgegen der Auffassung des Be-
schwerdeführers hat sich auch die Höhe des Anlagegrenzwerts durch die Revision der NISV nicht 
geändert. Dem Vorsorgeprinzip und dem Gesundheitsschutz wird mit den heutigen Grenzwerten 
der NISV nach heutigem Wissensstand ausreichend Rechnung getragen.40 Die Bewilligung wurde 
auch unter diesem Aspekt zu Recht erteilt.

f) Schliesslich sind die Immissions- und Anlagegrenzwerte der NISV in erster Linie auf den 
Schutz von Menschen und nicht auf den Schutz von Tieren und Pflanzen zugeschnitten. Tiere und 
Pflanzen sind jedoch von den Grenzwerten der NISV mitgeschützt, sofern sie sich an denselben 
Orten wie Menschen befinden, was insbesondere auf Haustiere zutrifft. Bei Nutz- und Wildtieren 
besteht demgegenüber eine andere Ausgangslage. Nach der Rechtsprechung werden namentlich 
frei lebende Wildtiere wie Vögel und Fledermäuse von den Immissions- und Anlagegrenzwerten 
der NISV nicht erfasst, da sie sich im gesamten Luftraum aufhalten können. Es ist deshalb davon 

36 BGer 1C_307/2023 vom 9. Dezember 2024 E. 6.1.3, 1C_279/2023 vom 6. Februar 2025 E. 6.2.
37 Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV; SR 101).
38 BGer 1C_100/2021 vom 14. Februar 2023 E. 5, 1C_153/2022 vom 11. April 2023 E. 6, 1C_693/2021 vom 3. Mai 
2023 E. 4, 1C_101/2021 vom 13. Juli 2023 E. 6, 1C_532/2021 vom 28. September 2023 E. 3, 1C_45/2022 vom 9. Ok-
tober 2023 E. 7, 1C_196/2022 vom 13. Oktober 2023 E. 6, 1C_251/2022 vom 13. Oktober 2023 E. 6, 1C_301/2022 
vom 3. November 2023 E. 5, 1C_481/2022 vom 13. November 2023 E. 7, 1C_45/2023 vom 16. Januar 2024 E. 9, 
1C_5/2022 vom 9. April 2024, 1C_261/2023 vom 9. Dezember 2024 E. 7.2.1.
39 BGer 1C_100/2021 vom 14. Februar 2023 E. 5.7.
40 BGer 1C_307/2023 vom 9. Dezember 2024 E. 9, 1C_279/2023 vom 6. Februar 2025 E. 9.

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auszugehen, dass die NISV keine abschliessende Regelung für den Schutz von Nutz- und Wild-
tieren gegen nichtionisierende Strahlung enthält. Fehlt eine abschliessende Verordnungsrege-
lung, so ist im Einzelfall zu klären, ob Immissionen übermässig sind (vgl. Art. 12 Abs. 2 USG). Die 
Einzelfallbeurteilung hat sich an die materiellen Grundsätze für die verordnungsmässige Festset-
zung der Immissionsgrenzwerte zu halten (Art. 13 – 15 USG). Danach sind die Immissionsgrenz-
werte so festzulegen, dass nach dem Stand der Wissenschaft oder der Erfahrung Immissionen 
unterhalb dieser Werte Tiere und Pflanzen, ihre Lebensgemeinschaft und Lebensräume nicht ge-
fährden (Art. 14 Bst. a USG). Fehlen belastbare Hinweise auf eine konkrete Gefährdung, besteht 
für eine Herabsetzung der Strahlung von Mobilfunkanlagen kein Raum. Derartige Hinweise ver-
mag der Beschwerdeführer in seiner allgemein und abstrakt gehaltenen Beschwerde nicht ansatz-
weise beizubringen. Eine Herabsetzung der Strahlung ist daher nicht geboten.41

g) Nach dem Gesagten besteht keine Grundlage dafür, im Bauentscheid festzuhalten, dass 
bei der strittigen Mobilfunkanlage kein Korrekturfaktor angewendet werden darf und der Anlage-
grenzwert ohne Mittelung der Sendeleistung einzuhalten ist (vgl. Ziffer 5 des Rechtsbegehrens). 
Der diesbezügliche Antrag ist ebenfalls abzuweisen.

9. Planungsgrundlage

a) Der Beschwerdeführer moniert, damit eine Interessenabwägung und Prüfung von alternati-
ven Standorten mit den Instrumenten der Raumplanung erfolgen könne, müsse die Mobilfunknetz-
planung (und nicht bloss der Standort) der Betreiber bekannt sein. Nur so könne die zuständige 
Planungsbehörde die vorliegend noch fehlende Standortevaluation überprüfen. Solange keine al-
ternativen Standorte aufgezeigt würden, könnten die Bewilligungsvoraussetzungen nach Raum-
planungs- und Umweltrecht nicht geprüft und beurteilt werden. Weiter hält er zusammenfassend 
fest, vorliegend fehlten die planungsrechtlichen Voraussetzungen, die planungsrechtliche Abstim-
mung zu den Netzen der Konkurrenzbetreiber sowie die raumplanerische Koordination zwischen 
den drei Mobilfunknetzen, zwischen sich konkurrenzierenden Anbietern und der öffentlichen Hand 
auf allen drei Stufen (Bund, Kanton und Gemeinde). Die planungsrechtlichen Voraussetzungen 
nach Bundesrecht (RPG) lägen für den Aufbau eines neuen adaptiven Mobilfunknetzes schlicht 
nicht vor.

b) Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichts kann für die Errichtung von Mobilfunk-
anlagen kein Sach- oder Richtplan mit konkreten räumlichen und zeitlichen Vorgaben verlangt 
werden, weshalb keine gesetzliche Pflicht zur Einreichung einer Gesamtplanung für Mobilfunkan-
lagen besteht. Diese Rechtsprechung hat das Bundesgericht in konstanter Praxis in neueren Ur-
teilen auch in Bezug auf den Ausbau des 5G-Netzes bestätigt.42 Was der Beschwerdeführer in 
seiner Beschwerde vorbringt, vermag die zitierte Rechtsprechung des Bundesgerichts nicht in-
frage zu stellen. Vielmehr ist es ist in erster Linie Sache der Mobilfunkbetreiberinnen, ihre Mobil-
funknetze zu planen und die geeigneten Antennenstandorte hierfür auszuwählen. Eine Planungs-
pflicht des Gemeinwesens gemäss Art. 2 RPG besteht nicht. Aus dem Verweis auf das der Be-
schwerde beigefügte Rechtsgutachten kann der Beschwerdeführer mit Blick auf die Rechtspre-
chung des Bundesgerichts nichts zu seinen Gunsten ableiten. Die Bewilligung wurde auch unter 
diesem Gesichtspunkt zu Recht erteilt. Die Rüge der fehlenden Gesamtplanung für Mobilfunkan-
lagen und -antennen erweist sich als unbegründet.

41 BGer 1C_375/2020 vom 5. Mai 2021 E. 3.2.3 f., 1C_261/2023 vom 9. Dezember 2024 E. 7.2.2 f.
42 BGer 1C_590/2023 vom 6. Januar 2023 E. 5.1, 1C_268/2023 vom 4. November 2024 E. 5.1, 1C_314/2022 vom 
24. April 2024 E. 8.1, 1C_45/2023 vom 16. Januar 2024 und 1C_694/2021 vom 3. Mai 2023 E. 7.2.

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10. Raumplanungsrechtliche Ausnahmebewilligung

a) Aufgrund der fehlenden planungsrechtlichen Voraussetzungen bestreitet der Beschwerde-
führer pauschal die Ausnahmebewilligung für das Vorhaben nach Art. 24 RPG.

b) Im angefochtenen Gesamtentscheid hat die Vorinstanz auf die Ausnahmebewilligung vom 
7. November 2022 des AGR verwiesen. Darin hielt das AGR fest, es handle sich um ein Bauvor-
haben, das aus objektiven Gründen an den vorgesehenen Standort gebunden sei, weil nicht ein 
Neubau zur Diskussion stehe, sondern ein Umbau mit einer Verschiebung eines bereits beste-
henden Mobilfunkstandorts, der Gebiete ausserhalb der Bauzone versorge und im Weiteren auch 
für die Versorgung des Autobahnstücks A6 östlich von Lyss sowie das umliegende Siedlungsge-
biet (J.________) konfiguriert sei. Zudem sei der Standort konzentriert, da er durch zwei Betrei-
berinnen genutzt werde. Dem Vorhaben stünden auch keine überwiegenden Interessen entgegen, 
da es zu keiner Verschlechterung des umgebenden Orts- und Landschaftsbilds komme.

c) Der Beschwerdeführer setzt sich in seiner Beschwerde mit keinem Wort mit den Ausführun-
gen der Vorinstanz und des AGR auseinander. Es ist fraglich, ob die Rüge zur Ausnahmebewilli-
gung nach Art. 24 RPG den Anforderungen der Begründungspflicht nach Art. 32 Abs. 2 VRPG 
genügt, zumal nach dem Gesagten auch die Rüge der fehlenden Gesamtplanung für Mobilfunk-
anlagen und -antennen von vornherein unbegründet ist. Diese Frage kann vorliegend offenblei-
ben, da die Rüge ohnehin unbegründet ist.

d) Die Begründung des AGR, wonach die Voraussetzungen für eine Ausnahmebewilligung 
nach Art. 24 RPG erfüllt sind, ist schlüssig. Die Abdeckungskarten in den Standortbegründungen 
der Beschwerdegegnerinnen belegen, dass der Anlagestandort optimal in deren Mobilfunknetze 
eingebunden und aus funktechnischen Gründen für eine ausreichende Mobilfunkversorgung un-
erlässlich ist.43 Dazu kommt, dass der Mast im vorliegenden Fall von den Beschwerdegegnerinnen 
gemeinsam genutzt wird. Mit dieser Konzentration von zwei Mitbewerberinnen auf einem Mast 
wird der Vorgabe des Bundesamtes für Raumentwicklung (ARE) Rechnung getragen, wonach bei 
der Erstellung mehrerer eigenständiger Netze die Antennenstandorte ausserhalb der Bauzone 
nach Möglichkeit zusammenzulegen sind.44 Zwar soll der bestehende Mast gemäss Baugesuch 
zurückgebaut werden. Dies ändert jedoch nichts an der Standortgebundenheit. Der Mast wird wie-
der aufgebaut und damit eine Versorgungslücke geschlossen. Eine Aufgabe des bestehenden 
Standorts steht somit nicht zur Diskussion. Insofern wäre mit einer Verweigerung der Ausnahme-
bewilligung aus raumplanerischer Sicht nichts gewonnen, da bei einem Bauabschlag der beste-
hende Mast weiterbetrieben würde. Konkrete Alternativstandorte müssen bei dieser Ausgangs-
lage keine geprüft werden. Der geplante Standort stellt sich aufgrund der vorliegenden Unterlagen 
und unter Abwägung aller massgebenden Interessen als der vorteilhafteste dar und ist einer oder 
mehreren zusätzlichen Antennen klar vorzuziehen. Ein oder mehrere neue Antennenstandorte 
würden zudem andere Gebiete zusätzlich belasten, ohne dass dadurch für die Nichtbauzone et-
was gewonnen würde. Dem Vorhaben stehen auch keine überwiegenden Interessen entgegen, 
zumal die Anlage, wie dargelegt, die Grenzwerte der NISV einhält und keine Verschlechterung 
der Einpassung in das umgebende Orts- und Landschaftsbild erfolgt. Das AGR hat die Ausnah-
mebewilligung zu Recht erteilt. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers sind die Betrei-
berinnen im vorliegenden Fall auch nicht verpflichtet, ihre Mobilfunknetzplanung über einen Stand-
ort hinaus darzulegen. Der Verfahrensantrag des Beschwerdeführers, die Prüfung der Ausnah-
mebewilligung nach Art. 24 RPG ff. sei erneut vorzunehmen und es sei ihm Gelegenheit zur Stel-
lungnahme zu geben, ist abzuweisen.

43 Vgl. pag. 31 und 32 der Vorakten der Gemeinde Lyss.
44 Merksätze zur Problematik von Mobilfunkanlagen und Raumplanung, BRP/ARE Juni 1998/Juli 2000/Dezember 2004 
(abrufbar unter: www.are.admin.ch > Medien & Publikationen > Publikationen > Infrastruktur).

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11. Versorgungsauftrag und Stromverbrauch

a) Der Beschwerdeführer vertritt die Ansicht, an diesem Standort bestehe kein Bedarf für zu-
sätzliche Leistung und/oder 5G-Technologie und das Wachstum des mobilen Datenvolumens 
habe in den letzten Jahren sehr stark abgenommen von jährlich 100 Prozent auf 30 Prozent. Er 
wirft weiter die Frage auf, ob überhaupt ein gesellschaftliches Interesse an der Einführung dieser 
neuen Technologie bestehe. Sodann bringt der Beschwerdeführer vor, die Datenübertragung über 
5G benötige ca. 14-mal mehr Energie als die Übertragung über Glasfaserkabel.

b) Entspricht das Bauvorhaben der Beschwerdegegnerinnen den bau- und planungsrechtli-
chen Vorschriften und den nach anderen Gesetzen im Baubaubewilligungsverfahren zu prüfenden 
Vorschriften, ist dieses zu bewilligen (vgl. Art. 2 Abs. 1 BauG). Die Frage des gesellschaftlichen 
Interesses an der Einführung der 5G-Technologie ist im Baubewilligungsverfahren nicht zu prüfen 
und spielt daher für die Bewilligungsfähigkeit des Baugesuchs der Beschwerdegegnerinnen keine 
Rolle. Auch besteht für Mobilfunkantennenanlagen keine Pflicht zur Einhaltung energetischer An-
forderungen. Ebenso wenig ist im Baubewilligungsverfahren zu prüfen, ob die Datenübertragung 
über 5G etwa 14-mal mehr Energie als die Datenübertragung über Glasfaserkabel benötigt. Die 
Rüge ist unbegründet. 

12. Fazit und Sistierung

a) Als Gesamtfazit ergibt sich, dass die Baubewilligung für den umstrittenen Mobilfunkanla-
genumbau den rechtlichen Anforderungen entspricht. Die Beschwerde erweist sich als unbegrün-
det und ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.

b) Schliesslich besteht nach dem bisher Gesagten kein Grund für eine Verfahrenssistierung. 
Das Bundesgericht hat eine Verletzung des Vorsorgeprinzips verneint und die Kritik an der Mess-
methode und an der Tauglichkeit des QS-Systems für adaptive Antennen, die mit einem Korrek-
turfaktor betrieben werden, verworfen. Soweit der Beschwerdeführer die Sistierung des Verfah-
rens beantragt (vgl. Ziffer 2 und 3 des Rechtsbegehrens), ist der Antrag abzuweisen, soweit er 
durch die neueren Bundesgerichtsentscheide nicht gegenstandslos geworden ist.

13. Kosten

a) Bei diesem Ausgang des Verfahrens unterliegt der Beschwerdeführer. Er hat daher die Ver-
fahrenskosten zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Die oberinstanzlichen Verfahrenskosten beste-
hen aus einer Pauschalgebühr (Art. 103 Abs. 1 VRPG). Für Entscheide in einer Verwaltungsjus-
tizsache wird eine Pauschalgebühr von CHF 200.00 bis CHF 4000.00 je Beschwerde erhoben 
(Art. 19 Abs. 1 i.V.m. Art. 4 Abs. 3 GebV45). In Anwendung dieser Bestimmung wird die Pauschale 
auf CHF 1800.00 festgelegt.

b) Die unterliegende Partei hat der Gegenpartei die Parteikosten zu ersetzen, sofern nicht de-
ren prozessuales Verhalten oder die besonderen Umstände eine andere Teilung oder Wettschla-
gung gebieten oder die Auflage der Parteikosten an das Gemeinwesen als gerechtfertigt erscheint 

45 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; 
BSG 154.21).

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(Art. 108 Abs. 3 VRPG). Die Beschwerdegegnerinnen waren nicht anwaltlich vertreten. Parteikos-
ten werden daher keine gesprochen (Art. 104 Abs. 1 VRPG).

III. Entscheid

1. Die Sistierungsanträge des Beschwerdeführers werden abgewiesen, soweit sie nicht ge-
genstandslos geworden sind.

2. Die Beschwerde wird abgewiesen und der Gesamtentscheid der Gemeinde Lyss vom 
25. August 2023 wird bestätigt.

3. Die Verfahrenskosten von CHF 1800.00 werden dem Beschwerdeführer zur Bezahlung auf-
erlegt. Eine separate Zahlungseinladung folgt, sobald dieser Entscheid in Rechtskraft er-
wachsen ist.

4. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

IV. Eröffnung

- Herrn C.________, eingeschrieben
- D.________, eingeschrieben
- E.________, eingeschrieben
- Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Lyss, Bau + Planung, eingeschrieben
- Amt für Gemeinden und Raumordnung, per E-Mail
- Amt für Umwelt und Energie, Abteilung Immissionsschutz, zur Kenntnis, per E-Mail

Bau- und Verkehrsdirektion

Der Direktor

Christoph Neuhaus
Regierungsrat

Rechtsmittelbelehrung

Dieser Entscheid kann innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung mit Beschwerde beim Verwaltungs-
gericht des Kantons Bern, Speichergasse 12, 3011 Bern, angefochten werden. Eine allfällige Ver-
waltungsgerichtsbeschwerde, die mindestens in fünf Exemplaren einzureichen ist, muss einen 
Antrag, die Angabe von Tatsachen und Beweismitteln, eine Begründung sowie eine Unterschrift 
enthalten; der angefochtene Entscheid und andere greifbare Beweismittel sind beizulegen.