# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b7d844cc-41bf-551f-b073-5055c06fd0b7
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-01-15
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 15.01.2015 PQ140086
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PQ140086_2015-01-15.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: PQ140086-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. A. Katzenstein, Vorsitzende, Oberrichter 

lic. iur. et phil. D. Glur und Ersatzrichter lic. iur. H. Meister sowie  

Gerichtsschreiber lic. iur. D. Oehninger. 

Urteil vom 15. Januar 2015 

 

in Sachen 

 
A._____,  

Beschwerdeführer 

 

betreffend Gutachten 

 
Beschwerde gegen einen Entscheid des Bezirksrates Uster vom 4. Novem-

ber 2014; VO.2014.32 (Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Dübendorf) 

- 2 - 

Erwägungen: 

1. 

1.1. A._____, der Beschwerdeführer (nachfolgend Vater), und B._____ (fortan 

Mutter) sind die verheirateten Eltern von C._____, geboren am tt.mm.2002, und 

D._____, geboren am tt.mm.2003. Ende Juli 2011 trennten sie sich. Die beiden 

Söhne leben seither beim Vater. Mit Urteil vom 7. Juni 2013 stellte der Eheschutz-

richter C._____ und D._____ für die Dauer des Getrenntlebens der Eltern unter 

die Obhut des Vaters und räumte der Mutter ein gerichtsübliches Besuchsrecht 

ein. Für die beiden Kinder ordnete er eine Beistandschaft im Sinne von Art. 308 

Abs. 2 ZGB an mit dem Auftrag an den von der Kindes- und Erwachsenenschutz-

behörde Dübendorf (fortan KESB) zu bestellenden Beistand, die Ausübung des 

Besuchsrechts zu überwachen und bei Konflikten zu vermitteln (KESB-act. 11). 

Die übrigen Anordnungen in diesem Entscheid sind für das vorliegende Verfahren 

nicht weiter von Belang. Die Bestellung der Beiständin in der Person von 

E._____, kjz …, erfolgte mit Entscheiden der KESB vom 30. Juli 2013 (KESB-

act. 14 und 15). 

Die Kindseltern befinden sich in einem andauernden, hochstrittigen Elternkonflikt 

und decken sich gegenseitig mit Vorwürfen ein. Die Mutter wirft dem Vater vor, 

die Kinder zu vernachlässigen und gegen sie aufzuwiegeln. Letzterer fühlt sich 

verunglimpft und führt die Anschuldigungen der Mutter auf eine psychische Er-

krankung zurück, nach seiner Darstellung leidet diese an einer manisch-

depressiven Störung, was in der Vergangenheit u.a. zu ihrer zwangsweisen Ein-

weisung in eine psychiatrische Klinik geführt habe. 

Am Besuchswochenende anfangs Februar 2014 begab sich die Mutter mit den 

beiden Söhnen ins Frauenhaus … und liess die Kinder am Sonntagabend nicht 

zum Vater zurückkehren. Sie begründete dies mit ihrer Sorge um das Wohl der 

Kinder. (Vermittlungs-) Bemühungen verschiedener Stellen (Frauenhaus, KESB, 

Kantonspolizei Zürich und Graubünden) bewirkten, dass die Kinder am folgenden 

Montagabend dem Vater übergeben werden konnten. 

- 3 - 

Einem Bericht von Lehrpersonen der Schule … über das Verhalten von C._____ 

in den Tagen nach dem Aufenthalt im Frauenhaus … lässt sich entnehmen, dass 

C._____ einen verstörten Eindruck machte und sehr aufgewühlt war (KESB-

act. 39). In einer Gefährdungsmeldung vom 14. Februar 2014 hielt F._____ vom 

Frauenhaus … fest, dass C._____ und D._____ nach ihrer Einschätzung in einem 

enormen Loyalitätskonflikt stehen und sie aufgrund von Äusserungen vermute, 

dass sie von den Eltern stark unter Druck gesetzt werden (KESB-act. 50). 

1.2. Am 12. Februar 2014 hörte die KESB die Mutter an (KESB-act. 60), am 

27. Februar 2014 den Vater (KESB-act. 62). Die KESB orientierte dabei die Kind-

seltern über ihre Absicht, die Situation der Kinder und der Kindseltern − Gesund-

heit (physisch und psychisch), Schule und Familie − und die Notwendigkeit allfäl-

liger Massnahmen abzuklären und liess diese dazu Stellung nehmen. Eine weite-

re Anhörung der Mutter (auch zu weiteren Themen) erfolgte am 16. April 2014 

(KESB-act. 136), der Vater wurde am 17. April 2014 telefonisch über den bevor-

stehenden Entscheid informiert und kurz dazu angehört (KESB-act. 139). 

Mit Entscheiden vom 17. April 2014, der eine bezieht sich auf D._____ (KESB-

act. 143), der andere auf C._____ (KESB-act. 144), ordnete die KESB die Begut-

achtung der Kindseltern an (Dispositiv Ziff. 5), bestellte G._____, Psychologin 

FSP, zur Gutachterin (Dispositiv Ziff. 6) und beauftragte diese mit der Beantwor-

tung konkreter Fragen, insbesondere zur Verfassung der Kinder, zur psychosozia-

len Situation, Erziehungsfähigkeit und Bindungstoleranz der Kindseltern sowie der 

Notwendigkeit allfälliger Massnahmen (Dispositiv Ziff. 7). Sie hielt Form und Zeit-

punkt der Ablieferung des Gutachtens fest (Dispositiv Ziff. 8 und 9) und setzte den 

Kindseltern Frist an, um Einwände gegen die Person und fachliche Qualifikation 

der Gutachterin zu erheben (Dispositiv Ziff. 6) und um Ergänzungsfragen zu stel-

len (Dispositiv Ziff. 10). Weitere Anordnungen betrafen das Besuchsrecht der Mut-

ter (Dispositiv Ziff. 1 - 4) und die Obhut des Vaters (Dispositiv Ziff. 11). Diese spie-

len für das vorliegende Beschwerdeverfahren keine Rolle, weshalb darauf nicht 

näher eingegangen wird. 

Mit Eingabe an die KESB vom 30. April 2014 stellte die Mutter verschiedene Er-

gänzungsfragen an die Gutachterin (KESB-act. 160). Rechtsanwalt X._____ 

- 4 - 

nahm am 2. Mai 2014 namens des Vaters schriftlich Stellung zum Entscheid der 

KESB (KESB-act. 161). Er beanstandete primär die Anordnung der Begutachtung 

des Vaters und rügte diesbezüglich Verfahrensmängel (ungenügende Aktenein-

sicht und lediglich telefonische Anhörung) sowie die fehlende Notwendigkeit der 

Begutachtung. Dennoch erklärte RA X._____, "Trotz dieser Einwände, die hiermit 

zu den Akten gegeben sein wollen, verzichtet mein Mandant auf eine Beschwer-

de" (a.a.O., S. 4). Weiter bemängelte er die Qualifikation der bestellten Gutachte-

rin und verlangte, dass ein Facharzt, ein Psychiater, mit der Begutachtung beauf-

tragt werde. Hinsichtlich der Möglichkeit, Ergänzungsfragen zu stellen, ersuchte 

er um Fristerstreckung. Auf eine kurze Stellungnahme zur Sistierung des Be-

suchsrechts der Mutter folgte schliesslich das Gesuch um Bewilligung der unent-

geltlichen Rechtsvertretung und Prozessführung. 

Mit (Präsidial-) Entscheiden vom 16. Mai 2014 betreffend C._____ (KESB-

act. 169) und D._____ (KESB-act. 170) ordnete die KESB, Behördenmitglied 

H._____, an, dass an der Gutachterin G._____ festgehalten werde (Dispositiv 

Ziff. 1). Ihre weiteren Anordnungen − Erstreckung der Frist für Ergänzungsfragen 

und Aufforderung an den Vater, Unterlagen zu seiner Einkommens- und Vermö-

genssituation einzureichen (Dispositiv Ziff. 2 und 3) − sind für die Beurteilung der 

vorliegenden Beschwerde nicht von Bedeutung, und es wird darauf nicht näher 

eingegangen. 

1.3. Mit Eingabe an den Bezirksrat Uster (nachfolgend Bezirksrat) vom 29. Mai 

2014 erhob der Vater "Einsprache". In der Betreff-Zeile erwähnte er die Entschei-

de der KESB Nr. DU-2014/297 und 2014/236 und /370. Bei DU-2014/297 handelt 

es sich um den Entscheid der KESB vom 17. April 2014 betreffend C._____, mit 

welchem unter anderem die Begutachtung der Kindseltern angeordnet worden 

war (KESB-act. 144). DU-2014/370 steht für den (Präsidial-) Entscheid der KESB 

vom 16. Mai 2014 betreffend D._____, mit welchem die KESB unter anderem an 

der Person der Gutachterin, G._____, festhielt (KESB-act. 170). Ein Entscheid mit 

der Geschäfts-Nr. DU-2014/236 existiert gemäss den vorliegenden Akten nicht. 

Unter den Beilagen, welche der Vater dem Bezirksrat einreichte, befanden sich 

die beiden (Präsidial-) Entscheide der KESB vom 16. Mai 2014 betreffend 

- 5 - 

C._____ und D._____ (BR-act. 2/1 und 2/2). In seinen einleitenden Ausführungen 

zur Wahrung der Rechtsmittelfrist bezog sich der Vater auf den Entscheid, der 

ihm am 19. Mai 2014 zugestellt worden war (BR-act. 1 S. 1). Dabei dürfte es sich 

um diese beiden Entscheide vom 16. Mai 2014 gehandelt haben (KESB-act. 169 

und 170). Dies ergibt sich indirekt daraus, dass die vorangegangenen Entscheide 

vom 17. April 2014 dem Vater bereits am 22. April 2014 zugestellt worden waren 

(KESB-act. 145 und act. 161, insbes. S. 5), und direkt aus dem in den Akten be-

findlichen Auszug über den Status der Postsendung ("Sendungsverfolgung" vom 

6. Juni 2014), der allerdings, wohl versehentlich, dem Entscheid der KESB vom 

17. April 2014 (KESB-act. 144) angehängt ist, statt den Entscheiden vom 16. Mai 

2014. Der Bezirksrat behandelte die "Einsprache" damit zu Recht als Beschwerde 

gegen die beiden (Präsidial-) Entscheide der KESB vom 16. Mai 2014. 

Der Vater beantragte, dass anstelle von G._____ ein Gutachter mit einem medizi-

nischen Studium und einer Ausbildung in Fachrichtung Psychiatrie zu bestellen 

sei (Antrag 1), dass ihm, dem Vater, das rechtliche Gehör in Form eines Ge-

sprächs in der KESB Dübendorf zu gewähren sei (Antrag 2), dass von einer Be-

gutachtung seiner Person abzusehen sei (Antrag 3) und schliesslich dass vor-

gängig über die Mutter ein ausführliches psychiatrisches Gutachten erstellt werde 

(Antrag 4) (BR-act. 1 S. 1). 

Auf Aufforderung des Bezirksrats nahm die KESB am 12. August 2014 zur Be-

schwerde Stellung (BR-act. 10). Der Vater verzichtete auf eine weitere Stellung-

nahme. Mit Beschluss und Urteil vom 4. November 2014 fällte der Bezirksrat fol-

genden Entscheid (act. 6 = act. 3/1 = BR-act. 16): 

 Beschluss: 

"I. In Bezug auf die Anträge 2 und 3 wird auf die Beschwerde nicht eingetreten. 

II. In Bezug auf den Antrag 4 wird die Beschwerde als gegenstandslos abge-

schrieben. 

III. (Mitteilungssatz)" 

- 6 - 

Urteil: 

"I. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

II. Eine Entscheidgebühr wird nicht erhoben. 

III. (Rechtsmittelbelehrung) 

IV. (Mitteilungssatz)" 

Aufs Wesentliche zusammengefasst erwog der Bezirksrat, dass der Entscheid der 

KESB, die Kindseltern, und damit auch den Vater, begutachten zu lassen, am 

17. April 2014 gefällt worden sei. Der Rechtsvertreter des Vaters habe in seiner 

Eingabe an die KESB vom 2. Mai 2014 zwar die Notwendigkeit dieser Abklärung 

bestritten und die Verletzung des rechtlichen Gehörs gerügt, trotzdem aber aus-

drücklich darauf verzichtet, gegen diese Anordnung Beschwerde zu erheben. Der 

Vater müsse sich dies anrechnen lassen. Mit Entscheid vom 12. August 2014 ha-

be die KESB zwischenzeitlich die Begutachtung der Mutter durch einen Facharzt 

der Psychiatrie angeordnet. Dieser Entscheid sei in Rechtskraft erwachsen und 

diesem Anliegen des Vaters damit Rechnung getragen worden. G._____, so der 

Bezirksrat abschliessend, sei als Psychologin und forensisch tätige Gutachterin 

fachlich geeignet, ein Gutachten zu Fragen rund um die Kinderbetreuung zu er-

stellen. 

1.4. Mit Eingabe an die Kammer vom 10. Dezember 2014 erhob der Vater Be-

schwerde gegen den Entscheid des Bezirksrats vom 4. November 2014 mit fol-

genden Anträgen (act. 2 S. 1): 

"1. Das Gutachten gegen meine Person sei aufzuheben, da es keine Anhalts-

punkte für ein Fehlverhalten von mir gibt. 

2. Die von der KESB Dübendorf ausgewählte Gutachterin ist durch einen Gut-

achter mit einem medizinischen Studium und einer Ausbildung in Fachrich-

tung Psychiatrie zu ersetzen." 

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Die Akten des Bezirksrats und der KESB wurden beigezogen (act. 7/1-17, als 

"BR-act." bezeichnet, und act. 8/1-225, "KESB-act."). Auf eine Vernehmlassung 

der Vorinstanz und/oder eine Stellungnahme weiterer Verfahrensbeteiligter konn-

te verzichtet werden (§ 66 Abs. 1 und § 68 Abs. 1 (e contrario) EG KESR). Das 

Verfahren erweist sich als spruchreif. Auf die Ausführungen des Beschwerdefüh-

rers wird nachfolgend soweit erforderlich eingegangen. 

2. 

2.1. Der Vater will keine Begutachtung seiner Person. Diese wurde von der 

KESB am 17. April 2014 angeordnet (KESB-act. 143 und 144). Mit diesem (Be-

weis-) Mittel will die KESB abklären, ob und welche Kindesschutzmassnahme 

(zusätzlich zur bereits bestehenden Beistandschaft nach Art. 308 Abs. 2 ZGB) er-

forderlich ist oder ob auf eine solche verzichtet werden kann (a.a.O., S. 10 ff.). Es 

handelt sich bei dieser Anordnung, wie die KESB zutreffend ausführte, um einen 

(typischen) prozessleitenden Entscheid im Sinne von Art. 450f ZGB i.V.m. 

Art. 154 ZPO (KUKO ZPO-Schmid, Art. 154 N 1 ff., insbes. N 4). Solche Ent-

scheide sind gemäss Art. 450f ZGB i.V.m. § 40 Abs. 3 EG KESR und Art. 321 

Abs. 2 ZPO innert 10 Tagen seit der Zustellung anzufechten (BSK Erw.Schutz-

STECK, Art. 450 N 24; BSK Erw.Schutz-REUSSER, Art. 450b N 8), worauf die KESB 

in der Rechtsmittelbelehrung zutreffend hinwies (act. 143 und 144, je Dispositiv 

Ziff. 13 Abs. 2). 

Die Entscheide der KESB vom 17. April 2014 wurden dem Vater am 22. April 

2014 zugestellt (KESB-act. 145 und act. 161, insbes. S. 5). Da die gesetzlichen 

Fristenstillstände gemäss Art. 145 Abs. 1 ZPO (Ostern) in Kindes- und Erwachse-

nenschutzsachen nicht gelten (§ 43 EG KESR), worauf die KESB ebenfalls hin-

wies (act. 143 und 144, je Dispositiv Ziff. 13 Abs. 4), lief die Frist zur Beschwerde 

an den Bezirksrat am 2. Mai 2014 ab. Innert dieser Frist erhob der Vater keine 

Beschwerde. Im Gegenteil, mit Eingabe an die KESB vom 2. Mai 2014 erklärte 

sein Rechtsvertreter explizit, auf eine Beschwerde hinsichtlich der Anordnung der 

Begutachtung seiner Person zu verzichten, und er beschränkte sich darauf, Ein-

wände gegen die Person der Gutachterin vorzubringen (KESB-act. 161 S. 4 f.). 

Darauf wies bereits der Bezirksrat in seinem Entscheid vom 4. November 2014 

- 8 - 

hin (act. 6 S. 6 f.). Der Vater hält dem nichts Stichhaltiges entgegen. Sein Ein-

wand, die KESB habe mit ihren Entscheiden vom 16. Mai 2015 die Anordnung der 

Begutachtung "neu entschieden", ist offensichtlich falsch. Soweit sich die KESB in 

diesen Entscheiden mit der Begutachtung der Kindseltern befasste, ging es allein 

um die Einwände des Vaters gegen die Person der Gutachterin, welche abgewie-

sen wurden, und nicht mehr um die Anordnung eines Gutachtens an sich. Der 

Bezirksrat ist daher in diesem Punkt zu Recht auf die Beschwerde nicht eingetre-

ten. Bei dieser Sachlage verbietet es sich, die von der KESB bejahte Notwendig-

keit der Begutachtung des Vaters zu überprüfen und sich mit den Einwänden des 

Vaters auseinanderzusetzen. 

2.2. Der Vater beanstandet sodann die Person der Gutachterin. Nicht nur die 

Anordnung der Begutachtung an sich sondern auch die Wahl des Gutachters ist 

ein prozessleitender Entscheid. Wie eben erwähnt, gilt für solche Entscheide eine 

Frist zur Einreichung einer Beschwerde von 10 Tagen. Diese gilt gleichermassen 

(nicht nur für eigene prozessleitende Entscheide des Bezirksrats sondern auch) 

für den Endentscheid des Bezirksrats im Rahmen eines Beschwerdeverfahrens, 

das prozessleitende Entscheide der KESB zum Gegenstand hat. Der Hinweis des 

Bezirksrats in seiner Rechtsmittelbelehrung, wonach die Beschwerdefrist 30 Tage 

betrage (act. 6, Dispositiv Ziff. III), ist daher falsch. Da Rechtsanwalt X._____, 

welcher den Vater im Verfahren der KESB vertreten hatte, sein Mandat am 28. 

Juli 2014 niederlegte (KESB-act. 225) und der Vater im Beschwerdeverfahren 

beim Bezirksrat überdies nie anwaltlich vertreten war, ist der Vater in seinem Ver-

trauen auf die falsche Rechtsmittelbelehrung des Bezirksrates in des zu schützen. 

Seine Beschwerde vom 10. Dezember 2014 gab er gleichentags und damit innert 

30 Tagen ab Zustellung des Entscheids des Bezirksrats (BR-act. 16, Anhang) zur 

Post und sie ist deshalb als rechtzeitig erfolgt zu betrachten. 

Gegen prozessleitende Entscheide wie etwa eine Beweisanordnung steht die Be-

schwerde nicht uneingeschränkt zur Verfügung. Vorausgesetzt ist, dass durch 

diesen Entscheid ein nicht leicht wieder gutzumachender Nachteil droht (Art. 319 

lit. b Abs. 2 ZPO). Dies war für den Vater, ein juristischer Laie, ebenfalls nicht er-

kennbar. Der Bezirksrat selber behandelte die Beschwerde des Vaters, ohne auf 

- 9 - 

diese Rechtsmittelvoraussetzung explizit einzugehen, und mit der falschen 

Fristangabe in der Rechtsmittelbelehrung (30 statt 10 Tage) setzte er ein weiteres 

Signal, dass es sich bei seinem Entscheid nicht um eine blosse prozessleitende 

Anordnung handelt. Insofern darf dem Vater kein Nachteil daraus erwachsen, 

dass er sich in der Beschwerde an die Kammer zu dieser Rechtsmittelvorausset-

zung nicht konkret äusserte, und es müsste ihm Gelegenheit gegeben werden, 

die Begründung seiner Beschwerde nachträglich zu diesem Punkt zu vervollstän-

digen. Darauf kann indessen verzichtet werden, da die Beschwerde, wie nachfol-

gend zu zeigen sein wird, selbst dann abzuweisen wäre, wenn die Rechtsmittel-

voraussetzung des nicht leicht wiedergutzumachenden Nachteils zu bejahen und 

auf die Beschwerde einzutreten wäre. (Im Entscheid 5A_211/2014 vom 14. Juli 

2014 bejahte das Bundesgericht einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil 

rechtlicher Natur im Fall eines psychiatrischen Gutachtens.) 

Der Bezirksrat erwog, dass G._____ als Psychologin und forensisch tätige Gut-

achterin qualifiziert und in der Lage sei, ein Gutachten zu Fragen der Kinderbe-

treuung − ist das Kindeswohl im bestehenden Familiensystem gewahrt, inwieweit 

bedürfen die Kindseltern einer erzieherischen Unterstützung und können diese 

trotz ihrer problematischen Beziehung ihren Kindern eine Beziehung zum jeweils 

anderen Elternteil ermöglichen − zu erstellen. Mit der Abklärung der medizinisch-

psychiatrischen Fragen betreffend die Mutter sei zwischenzeitlich von der KESB 

zusätzlich ein Psychiater beauftragt worden. Sollte G._____ den Beizug weiterer 

Fachkräfte für nötig halten, könne sie dies, wie in solchen Abklärungsaufträgen 

üblich, von sich aus in die Wege leiten. 

Der Vater wendet zunächst ein, die Komplexität des Falles verlange einen Kin-

derarzt, wie er zum Beispiel in verschiedenen Kinder- und Jugendpsychiatrischen 

Diensten zu finden sei und der möglicherweise auch über eine psychiatrische 

Ausbildung verfüge (act. 2 S. 2). Dieser Einwand verwundert, steht er doch im 

Widerspruch zu den Ausführungen des Vaters im vorangegangenen Beschwer-

deverfahren beim Bezirksrat. Damals stellte er sich auf den Standpunkt, dass es 

bei der angeordneten Begutachtung hauptsächlich um die psychische Erkrankung 

der Mutter und deren Auswirkungen auf die Kinder gehe. G._____ sei dafür nicht 

- 10 - 

geeignet, habe diese doch hauptberuflich Erfahrung im Umgang mit Kindern (BR-

act. 1 S. 3 Ziff. 9). Von einem Kinderarzt war damals keine Rede, im Gegenteil 

hob der Vater die Erfahrung der Gutachterin im Umgang mit Kindern hervor. Sei-

ne Forderung, nur ein (Kinder-) Arzt genüge den fachlichen Anforderungen, be-

gründet er pauschal mit der "Komplexität des Falles", ohne darzulegen, welche 

Fragen, die die KESB beantwortet haben will (vgl. KESB-act. 143 und 144, je Dis-

positiv Ziff. 7), die Qualifikation von G._____ übersteigen. Wie schon die KESB in 

ihrer Stellungnahme an den Bezirksrat zutreffend ausführte (BR-act. 10 S. 3), ist 

G._____ ausgebildete Psychologin (FSP) und forensisch tätig, sie figuriert auf der 

Liste der anerkannten Gutachter der Schweizerischen Gesellschaft für Rechts-

psychologie (SGRP). Im Zentrum der Fragen, die sie zu beantworten hat, stehen 

kinderpsychologische Aspekte. Ihre Ausbildung und Erfahrung lassen erwarten, 

dass sie über die notwendige fachliche Qualifikation verfügt, die entsprechenden 

Abklärungen zu tätigen und die Fragen zu beantworten. Soweit die gesundheitli-

che (insbesondere psychische) Verfassung der Mutter und deren Bedeutung für 

den Umgang mit den Kindern und dem Vater zu untersuchen sind, wurde von der 

KESB zwischenzeitlich ein zusätzliches Gutachten bei Dr. med. I._____, Facharzt 

FMH für Psychiatrie, angeordnet und in Auftrag gegeben. Gleichzeitig wurde 

G._____ angewiesen, ihre Arbeit bis zum Vorliegen des Gutachtens von Dr. 

I._____ einzustellen, damit sie dessen Erkenntnisse in ihre Begutachtung einbe-

ziehen kann (BR-act. 13/1 und 13/2). Dieses Vorgehen der KESB ist sachgerecht, 

und sie trug damit den berechtigten Bedenken des Vaters, dass die gesundheitli-

che Verfassung der Mutter nicht durch eine Psychologin sondern durch einen 

Facharzt beurteilt werden soll, auf angemessene Weise Rechnung. Unverständ-

lich und ungerechtfertigt ist, dass der Vater neu auch für die kinderpsychologi-

schen Aspekte der angeordneten Begutachtung die Bestellung eines (Kinder-) 

Arztes fordert. 

Der Vater erachtet sodann G._____ als voreingenommen und befangen. Die Gut-

achterin werfe ihm vor, dass er die Zusammenarbeit mit ihr verweigere, was nicht 

wahr sei. Er habe ihr lediglich mitgeteilt, dass er rechtliche Schritte gegen die Be-

gutachtung unternommen habe und er sich daher in einem Loyalitätskonflikt mit 

ihr befinde und der Termin daher nicht stattfinden könne. Weiteres Zeichen ihrer 

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fehlenden Neutralität sei, dass sie bereits vor ihrer rechtskräftigen Bestellung eine 

Sitzung mit der Mutter abgehalten habe (act. 2 S. 3 f. Ziff. 2). Zunächst ist dem 

Vater entgegenzuhalten, dass er seine Behauptung, die Gutachterin werfe ihm die 

"Verweigerung" der Zusammenarbeit vor, nicht belegte. Bei seiner Beilage 2, die 

er als Beweis offerierte, handelt es sich um eine Kopie seiner Beschwerde an den 

Bezirksrat (act. 3/2). Darin ist keine Rede vom angeblichen Vorwurf der Gutachte-

rin, er verweigere die Zusammenarbeit. In den Akten findet sich diesbezüglich, 

soweit ersichtlich, einzig eine Telefonnotiz vom 10. Juni 2014, in welcher H._____ 

von der KESB die schlichte Mitteilung der Gutachterin festhielt, dass der Vater ih-

rer Einladung keine Folge leiste (KESB-act. 181). Eine Voreingenommenheit der 

Gutachterin ist darin nicht zu erkennen. Auch seine Behauptung, die Gutachterin 

habe bereits ein Gespräch mit der Mutter geführt, belegte er nicht. Selbst wenn 

dem so wäre, liesse sich auch deswegen nicht auf eine Befangenheit der Gutach-

terin schliessen. 

Im Übrigen begnügte sich der Vater mit der blossen Wiederholung (Kopie) seiner 

Ausführungen in der Beschwerde an den Bezirksrat (act. 2 S. 4 f. i.V.m. BR-act. 1 

S. 1 ff.). Mit den diesbezüglichen Erwägungen des Bezirksrats setzte er sich nicht 

auseinander. Damit genügt er den Anforderungen an eine Beschwerde nicht 

(ZR 110/2011 Nr. 80), und es kann ohne weitere Ausführungen und Wiederholun-

gen auf die zutreffenden Ausführungen des Bezirksrats (act. 6 S. 10 f. Ziff. 4.4.3) 

sowie die vorstehenden Erwägungen unter Ziff. 2.2. Abs. 4 verwiesen werden. 

2.3. Wie obige Ausführungen zeigen, vermag der Vater mit seinen Einwänden 

nicht durchzudringen. Seine Beschwerde ist deshalb abzuweisen. 

3. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdeführer kostenpflichtig 

(Art. 450f ZGB i.V.m. § 40 Abs. 3 EG KESR und Art. 106 Abs. 1 ZPO). Da keine 

Verfahrensbeteiligten anzuhören waren, gibt es keinen Anlass, Parteientschädi-

gungen zuzusprechen. 

- 12 - 

Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'000.− festgesetzt und dem Beschwerde-

führer auferlegt. 

3. Schriftliche Mitteilung an den Beschwerdeführer, an RA Dr. Y._____ zuhan-

den der Mutter (B._____) unter Beilage einer Kopie von act. 2, die Kindes- 

und Erwachsenenschutzbehörde Dübendorf, die Direktion der Justiz und 

des Innern (Gemeindeamt des Kantons Zürich) sowie – unter Rücksendung 

der eingereichten Akten – an den Bezirksrat Uster, je gegen Empfangs-

schein. 

4. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).  

Dies ist ein Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG. 
Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. 
Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer 

 
Der Gerichtsschreiber: 

 
 
 

lic. iur. D. Oehninger 
 
 
versandt am: 

	Urteil vom 15. Januar 2015
	Erwägungen:
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'000.− festgesetzt und dem Beschwerdeführer auferlegt.
	3. Schriftliche Mitteilung an den Beschwerdeführer, an RA Dr. Y._____ zuhanden der Mutter (B._____) unter Beilage einer Kopie von act. 2, die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Dübendorf, die Direktion der Justiz und des Innern (Gemeindeamt des Kant...
	4. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...