# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fe7f4fb5-68c9-58e9-b9b1-aceacead77fc
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-10-15
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 15.10.2020 I 2020 51
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2020-51_2020-10-15.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2020 51

Entscheid vom 15. Oktober 2020 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
MLaw Aaron Steiner, a.o. Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt B.________,

gegen

Suva, Rechtsabteilung, Fluhmattstrasse 1, Postfach, 6002 Luzern,
Vorinstanz,

Gegenstand Unfallversicherung (Integritätsentschädigung)

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Sachverhalt:

A. A.________ (geb. 1978) ist seit dem 1. Juni 2017 bei der C.________ 
GmbH als Gipser angestellt und dadurch bei der Suva gegen Unfallfolgen obliga-
torisch versichert. Mit Schadenmeldung vom 20. März 2018 informierte die Ar-
beitgeberin die Suva, dass A.________ am 17. März 2018 bei der Reinigung ei-
nes Rohrs eines Silos für Grundputz Grundputzmaterial ins rechte (recte wohl: 
linke) Auge gelangt ist, woraufhin er ins Spital Schwyz und von dort in die Au-
genklinik nach I.________ gebracht wurde (Vi-act. 1). Mit Schreiben vom 22. 
März 2018 teilte die Suva der Arbeitgeberin mit, sie übernehme für die Folgen 
des Berufsunfalles vom 17. März 2018 von A.________ die Versicherungsleis-
tungen (Vi-act. 2).

B. In der Augenklinik des I.________spitals (Hospitalisation 17.3. - 23.3.2018) 
erfolgten notfallmässig die Entfernung der Gipsreste und Augenspülung. Am 21. 
März 2018 wurden bei ungenügender Wundheilung eine Peritotomie und Amnio-
nmembran-Transplantation erforderlich (Vi-act. 9). Am 4. Oktober 2018 folgte die 
Implantation einer Hinterkammerlinse (Vi-act. 52) und am 21. November 2018 ei-
ne Hornhauttransplantation (Vi-act. 59). 

C. Ab dem 7. Januar 2019 arbeitete A.________ zu 50% jeweils halbtags, un-
ter Verrichtung der üblichen Tätigkeiten zu voller Leistung, mit einer speziellen 
Brille und möglichst ohne Staub (Vi-act. 63 und 65). Ab 1. Februar 2019 nahm 
A.________ seine Arbeitstätigkeit wieder zu 100% auf (Vi-act. 67). 

D. Nach Einholung einer medizinischen Beurteilung verfügte die Suva am 
14. Mai 2019 die Ausrichtung einer Integritätsentschädigung für die verbliebene 
Beeinträchtigung bei einer Integritätseinbusse von 8% in der Höhe von 
Fr. 11'856.-- (Vi-act. 77).

E. Gegen die Verfügung vom 14. Mai 2019 liess A.________ am 28. Mai 2019 
Einsprache einreichen (Vi-act. 80), welche mit Eingabe vom 24. Juni 2019 be-
gründet wurde (Vi-act. 82). Mit Entscheid vom 15. Mai 2020 wurde die Einspra-
che abgewiesen (Vi-act. 87; Bf-act. 1).

F. A.________ lässt am 27. Mai 2020 gegen den Einspracheentscheid vom 
15. Mai 2020 beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz fristgerecht Be-
schwerde erheben mit den Anträgen:

1. Der Einspracheentscheid vom 15. Mai 2020 sei aufzuheben und es sei die Be-
schwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerdeführer eine Integritätsent-
schädigung von mindestens 17% auszurichten.

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2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin.

G. Mit Vernehmlassung vom 19. August 2020 beantragt die Suva die Be-
schwerdeabweisung. Am 3. September 2020 lässt der Beschwerdeführer hierzu 
Stellung nehmen. Mit Duplik vom 9. Oktober 2020 bestätigt die Suva ihren Antrag 
gemäss Vernehmlassung.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Im konkreten Fall ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer am 17. März 
2018 einen Unfall erlitt, für welchen die Vorinstanz leistungspflichtig wurde, was 
sie auch anerkannte. Des Weiteren ist unstrittig, dass der Beschwerdeführer ab 
1. Februar 2019 seine Arbeitstätigkeit wieder zu 100% ausüben konnte, er für die 
verbliebene dauernde Beeinträchtigung jedoch Anspruch auf eine Integritätsent-
schädigung hat (vgl. Ingress Bst. A und C f.). 

Während die Vorinstanz bei einem bestkorrigierten Fernvisus von 0.64 von einer 
Integritätseinbusse von 8% ausgeht (Ingress Bst. D; Vi-act. 76), macht der Be-
schwerdeführer einen Visus mit Korrektur von maximal 0.3 und somit eine Inte-
gritätseinbusse von 17% geltend (Vi-act. 82; Verwaltungsgerichtsbeschwerde 
vom 27.5.2020 S. 5 Ziff. 9).

Streitig und nachfolgend zu prüfen ist somit, ob die Suva zu Recht eine Inte-
gritätsentschädigung gestützt auf eine Integritätseinbusse von 8% zugesprochen 
und eine höhere Entschädigung abgelehnt hat.

2.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 
(UVG; SR 832.20) vom 20. März 1981 werden, soweit das Gesetz nichts Ande-
res bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfäl-
len und Berufskrankheiten gewährt. 

Erleidet der Versicherte durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat er Anspruch auf 
eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Nach Art. 25 
Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Integritätsentschädigung. 
Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 der Verordnung über die Unfallversicherung 
(UVV; SR 832.202) vom 20. Dezember 1982 Gebrauch gemacht. Ein Integritäts-
schaden gilt als dauernd, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens 
mindestens in gleichem Umfang besteht. Er ist erheblich, wenn die körperliche, 
geistige oder psychische Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augen-
fällig oder stark beeinträchtigt wird (Art. 36 Abs. 1 UVV). 

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2.2 Gemäss Art. 36 Abs. 2 UVV gelten für die Bemessung der Integritätsent-
schädigung die Richtlinien des Anhangs 3. Darin hat der Bundesrat in einer als 
gesetzmässig erkannten, nicht abschliessenden Skala (BGE 124 V 29 Erw. 1 b; 
BGE 113 V 219 Erw. 2a; RKUV 1988 Nr. U 48 S. 236 Erw. 2a mit Hinweisen) 
häufig vorkommende und typische Schäden prozentual gewichtet. Für die im An-
hang 3 zur UVV genannten Integritätsschäden entspricht die Entschädigung im 
Regelfall dem angegebenen Prozentsatz des Höchstbetrages des versicherten 
Verdienstes (Ziff. 1 Abs. 1). Die Entschädigung für spezielle oder nicht aufgeführ-
te Integritätsschäden wird nach dem Grad der Schwere vom Skalenwert abgelei-
tet. Das gilt auch für das Zusammenfallen mehrerer körperlicher, geistiger und 
psychischer Integritätsschäden (Ziff. 1 Abs. 2). 

2.3 Voraussehbare Verschlimmerungen des Integritätsschadens werden an-
gemessen berücksichtigt. Revisionen sind nur im Ausnahmefall möglich, wenn 
die Verschlimmerung von grosser Tragweite ist und nicht voraussehbar war (Art. 
36 Abs. 4 UVV).

2.4 Verwaltung und Gericht sind für die Beurteilung der einzelnen Integritäts-
einbussen auf ärztliche Sachverständige angewiesen. Die Beurteilung des Inte-
gritätsschadens basiert auf dem medizinischen Befund. Die Skala der Integritäts-
schäden im Anhang 3 zur UVV erlaubt es dem Arzt, grundsätzlich jeden Inte-
gritätsschaden annähernd vergleichbaren Integritätsschäden in dieser Skala zu-
zuordnen. Trotzdem hat sich in der Praxis ein Bedürfnis zur differenzierten listen-
mässigen Erfassung der Integritätsschäden manifestiert. Die Suva hat in der Fol-
ge, basierend auf der erwähnten Skala und unter Berücksichtigung dieser ver-
bindlichen Werte, weitere Schätzungsgrundlagen in tabellarischer Form erarbei-
tet (vgl. www.suva.ch/de-ch/unfall/unfall/versicherungsmedizin; letztmals einge-
sehen am 22.9.2020). Diese von der Verwaltung herausgegebenen Tabellen 
(sog. Feinraster) stellen zwar keine Rechtssätze dar und sind für die Parteien 
nicht verbindlich, umso mehr als Ziffer 1 der Richtlinien im Anhang 3 zur UVV be-
stimmt, dass der in der Skala angegebene Prozentsatz des Integritätsschadens 
für den Regelfall gilt, welcher im Einzelfall Abweichungen nach unten wie nach 
oben ermöglicht. Soweit sie jedoch lediglich als Richtwerte angesehen werden, 
mit denen die Gleichbehandlung aller versicherten Personen gewährleistet wer-
den soll, sind sie mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 29 Erw. 1c; 
Urteil BGer 8C_19/2017 vom 22.5.2017 Erw. 4.2 mit Hinweisen).

2.5 Somit fällt es in einem ersten Schritt dem Arzt oder der Ärztin zu, sich unter 
Einbezug der in Anhang 3 der UVV und gegebenenfalls in den Suva-Tabellen 
aufgeführten Integritätsschäden dazu zu äussern ob und inwieweit ein Schaden 

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vorliegt, welcher dem Typus von Verordnung, Anhang oder Weisung entspricht. 
Die Feststellung des Integritätsschadens ist eine Tatfrage, die ein Mediziner zu 
beurteilen hat (Urteil BGer 8C_734/2019 vom 23.12.2019 Erw. 4.2). Verwaltung 
und Gericht obliegt es danach, gestützt auf die ärztliche Befunderhebung die 
rechtliche Beurteilung vorzunehmen, ob ein Integritätsschaden gegeben ist, ob 
die Erheblichkeitsschwelle erreicht ist und, bejahendenfalls, welches Ausmass 
die erhebliche Schädigung angenommen hat. Dass sie sich hierfür an die medi-
zinischen Angaben zu halten haben, ändert nichts daran, dass die Beurteilung 
des Integritätsschadens als Grundlage des gesetzlichen Leistungsanspruchs 
letztlich Sache der Verwaltung, im Streitfall des Gerichts, und nicht der medizini-
schen Fachperson ist. Gelangt der Rechtsanwender im Rahmen der freien Be-
weiswürdigung zur Auffassung, es lägen keine schlüssigen medizinischen Anga-
ben zum Vorliegen eines Integritätsschadens vor, bedingt dies regelmässig Ak-
tenergänzungen in medizinischer Hinsicht (Urteil BGer 8C_762/2019 vom 
12.3.2020 Erw. 6.3 m.w.H.; zum Zusammenwirken ärztlicher Einschätzung und 
juristischer Wertung bei der Bemessung der Integritätseinbusse vgl. auch Tho-
mas Frei, Die Integritätsentschädigung nach Art. 24 und 25 des Bundesgesetzes 
über die Unfallversicherung, Diss. Freiburg 1997, S. 68 ff.).

2.6.1 Die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall der Richter ist wesensgemäss auf 
Angaben ärztlicher Fachkräfte angewiesen. Hinsichtlich des Beweiswerts eines 
Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfas-
send ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben 
worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Be-
urteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 
der Fachperson begründet sind (BGE 134 V 231 Erw. 5.1). Ausschlaggebend für 
den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich weder die Herkunft 
eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag ge-
gebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 Erw. 3a; 
BGE 122 V 157 f. Erw. 1c mit Hinweisen). 

2.6.2 Auch den Berichten versicherungsinterner Ärzte kann rechtsprechungs-
gemäss Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als schlüssig erscheinen, 
nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien 
gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (RKUV 1991 Nr. U 133 S. 311). Ein Anstel-
lungsverhältnis dieser Person zum Versicherungsträger alleine lässt nicht schon 
auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr be-
sonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurtei-
lung objektiv als begründet erscheinen lassen. Soll ein Versicherungsfall jedoch 

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ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die 
Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe 
Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztli-
chen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 139 
V 225 Erw. 5.2; BGE 135 V 465 Erw. 4.4 mit Hinweisen; Urteil BGer 
8C_762/2019 vom 12.3.2020 Erw. 6.3). 

2.6.3 In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll der Richter 
der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass die Ärzte mitunter im Hinblick auf 
ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer 
Patienten aussagen, weshalb den (unabhängigen) Fachärzten mehr Gewicht zu-
kommt (vgl. Urteil des BGer 8C_871/2008 vom 24.3.2009 Erw. 3.2 mit Hinwei-
sen; BGE 135 V 465 Erw. 4.5; BGE 125 V 353 Erw. 3b/cc). Dies gilt grundsätz-
lich nicht nur für Hausärzte (BGE 135 V 465 Erw. 4.5), sondern auch für spezia-
lärztlich behandelnde Medizinalpersonen (Urteile BGer 8C_609/2017 vom 
27.3.2018 Erw. 4.3.3; 8C_180/2017 vom 21.6.2017 Erw. 4.4.2). Mit Blick auf die 
Verschiedenheit von Behandlungs- und Begutachtungsauftrag kann daher im 
Streitfall regelmässig nicht auf die Sicht des behandelnden (Fach-)Arztes abge-
stellt werden (vgl. statt vieler: Urteil des BGer I 701/05 vom 5.1.2007 Erw. 2 mit 
Hinweisen). 

2.6.4 Eine ärztliche Beurteilung aufgrund der Akten ist nicht an sich unzuverläs-
sig. Für die Beweistauglichkeit entscheidend ist, dass genügend Unterlagen von 
persönlichen Untersuchungen vorliegen (RKUV 1988 Nr. U 56 S. 371 Erw. 5b). 
Dem reinen Aktengutachten kann voller Beweiswert zukommen, sofern ein lü-
ckenloser Befund vorliegt, und es im Wesentlichen nur um die ärztliche Beurtei-
lung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhaltes geht. Aktengut-
achten sind insbesondere dann von Belang, wenn die relevanten Befunde mehr-
fach und ohne wesentlichen Widerspruch bereits erhoben worden sind, aber die 
Zuordnung zu einer Diagnose oder der Kausalzusammenhang und das Ausmass 
der Behinderung verschieden bewertet werden. In diesen Fällen kann in einem 
Aktengutachten das Für und Wider der verschiedenen Meinungen erwogen und 
die überwiegende Wahrscheinlichkeit für eine bestimmte Beurteilung deutlich 
gemacht werden (BGE 125 V 352 Erw. 3b/ee; Urteile BGer 8C_46/2019 vom 
10.5.2019 Erw. 3.2.1; 8C_523/2018 vom 5.11.2018 Erw. 5.2).

2.7 Gemäss dem in Art. 43 Abs. 1 ATSG normierten Untersuchungsgrundsatz 
hat der Versicherungsträger die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen 
vorzunehmen. Diese Untersuchungspflicht gilt grundsätzlich auch im Gerichtsver-
fahren (Kieser, ATSG-Kommentar, 3.A., Art. 43 Rz. 28). Was notwendig ist, er-

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gibt sich zum einen daraus, in welchem Umfang Abklärungen vorzunehmen sind, 
und zum anderen daraus, in welcher Tiefe dies der Fall ist. Zunächst sind die für 
die zu entscheidende Frage massgebenden Bereiche abzustecken und in der 
Folge ist der Sachverhalt abzuklären. Die Verwaltung als verfügende Instanz und 
im Beschwerdefall das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen an-
nehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungs-
recht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abwei-
chendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Be-
weisanforderungen nicht. Der Richter und die Richterin haben vielmehr jener 
Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die sie von allen möglichen Geschehensab-
läufen als die wahrscheinlichste würdigen (BGE 138 V 218 Erw. 6; BGE 126 V 
353 Erw. 5b; BGE 125 V 193 Erw. 2). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die 
Beweislast im Sinne der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus, da es Sache 
des Sozialversicherungsgerichts (oder der verfügenden Verwaltungsstelle) ist, für 
die Zusammentragung des Beweismaterials besorgt zu sein. Im Sozialversiche-
rungsprozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur inso-
fern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei 
ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten woll-
te. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich er-
weist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdi-
gung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für 
sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 261 Erw. 3b; Urteil BGer 
8C_663/2009 vom 27.4.2010 Erw. 2.2). Auf ein beantragtes Beweismittel kann 
ohne Verletzung des Gehörsanspruches des Versicherten verzichtet werden, 
wenn die Verwaltung oder der Richter bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur 
Überzeugung gelangt, der Sachverhalt, den eine Partei beweisen will, sei nicht 
rechtserheblich oder der angebotene Beweis vermöge keine Abklärungen her-
beizuführen. In der damit verbundenen antizipierten Beweiswürdigung kann kein 
Verstoss gegen das rechtliche Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV erblickt werden 
(BGE 122 V 157 Erw. 1.d mit Hinweis auf BGE 104 V 209 Erw. a und BGE 119 V 
335 Erw. 3c je mit Hinweisen).

2.8 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 
Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 43 und 61 ATSG). Danach haben 
die beurteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Be-
weismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und da-
nach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurtei-
lung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. 

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3. Aus den Akten ergibt sich betreffend den Gesundheitsverlauf des Be-
schwerdeführers was folgt:

3.1 Nach einer okulären Verätzung DUA-Klassifikation Grad V links mit trocke-
nem Gipspulver bei der Arbeit am 17. März 2018 nahm Dr.med. D.________ 
(Leitender Arzt der Augenklinik des I.________spitals) notfallmässig eine Entfer-
nung der Gipsreste und Augenspülung mit Diphoterine und bei ungenügender 
Wundheilung am 21. März 2018 eine Peritotomie und Amnionmembran-
Transplantation vor (Vi-act. 9f.). Im Arztbericht wird ausgeführt, dass sich bei Ein-
tritt am linken Auge eine fast totale Bindehauterosio gezeigt hat. Das Randsch-
lingennetz sei brüchig im Aspekt, allerdings über insgesamt 4,5 Uhrzeiten intakt 
erschienen. Zusätzlich habe eine totale Hornhauterosio mit zentraler Trübung 
stromal imponiert. Am rechten Auge habe sich nur eine leichte Stippung gezeigt. 
Der Visus habe bei Eintritt am rechten Auge s.c. 1.0 und links s.c. 0.4 bei kom-
pensierten Intraokulardruckwerten betragen. Der intra- sowie postoperative Ver-
lauf bei Amnionmembrantransplantation habe sich komplikationslos gestaltet. 
Der Beschwerdeführer habe am 23. März 2018 nach Hause entlassen werden 
können (Vi-act. 9).

3.2 Bei der Verlaufskontrolle äusserte der Beschwerdeführer gemäss Bericht 
vom 19. Mai 2018 von Dr.med. D.________ ein Fremdkörpergefühl und etwas 
Verschwommensehen links. In der Untersuchung habe ein s.c. Visus von 0.1 
links und 1.25 rechts bestanden. Die Tensio links sei mit 12mmHg unter Tropf-
therapie kompensiert. Links habe sich eine Hornhaut mit Descementfalten ge-
zeigt, das Epithel sei geschlossen und inferior gestippt gewesen. Für die Stärke 
der Verletzung habe sich ein erfreulicher Verlauf gezeigt (Vi-act. 14 und 23). Im 
Verlaufsbericht von Dr.med. E.________ (Stv. Leiterin Berichts- und Anfragema-
nagement des I.________spitals) wurde anhand der Krankengeschichtsnotizen 
die Diagnose einer Hornhautdekompensation hinzugefügt (Vi-act. 33). 

3.3 Am 4. Oktober 2018 führte Dr.med. D.________ bei den Diagnosen "Kata-
rakt, Hornhautdekompensation bei schwerer Verätzung" eine Phakoemulsifikati-
on mit Implantation einer Hinterkammerlinse durch (Vi-act. 52). Daraufhin folgte 
am 21. November 2018 ebenfalls durch Dr.med. D.________ eine Endothel-
transplantation (Hornhauttransplantation) links (Vi-act. 59).

Im Austrittsbericht vom 23. November 2018 führte Dr.med. D.________ die fol-
genden Diagnosen auf (Vi-act. 60): 

Links: Okuläre Verätzung DUA Grad V
- mit trockenem Gipspulver bei der Arbeit am 17.03.2018
- St.n. Amniondeckung am 21.03.2018

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- Aktuell: Endotheldekompensation
Pseudophakie (04.10.2018, Dr.D.________)

Beim Austritt habe ein Fernvisus rechts von s.c. 1.25, ein Fernvisus links von s.c. 
Fingerzählen in 3m bestanden, die Tensio rechts und links sei palpatorisch nor-
moton gewesen (Vi-act. 60).

3.4 Dr.med. D.________ berichtete am 21. Februar 2019 bei bekannten Dia-
gnosen, dass der Beschwerdeführer eine Sehleistungsverbesserung bemerkte. 
Im Untersuch habe sich am linken Auge mit -1.75/-2.0/37° ein bestkorrigierter 
Fernvisus von 0.64v gezeigt. Es finde sich ein adäquater Intraokulardruck von 
20mmHg. Im Vorderabschnitt zeige sich die anliegende Hornhautlamelle mit den 
straffen temporalen Einzelknopfnähten, welche an diesem Tag entfernt würden. 
Die weiteren Nachkontrollen seien bei Dr.med. F.________ (Ophthalmologie 
FMH, Ophthalmochirurgie) vorgesehen. Zudem sei in neun Monaten eine erneu-
te Endothelzellzählung (an diesem Tag: 2328 Zellen/mm2) vorgesehen (Vi-act. 
70).

3.5 Am 10. Mai 2019 antwortete der Versicherungsmediziner Dr.med. 
G.________ (Facharzt für Ophtalmologie und Ophthalmochirurgie, Mitglied FMH) 
auf die Fragen der Vorinstanz wie folgt (Vi-act. 75):

1) Gehen wir richtig in der Annahme, dass mit dem Beweisgrad der überwiegen-
den Wahrscheinlichkeit durch weitere Massnahmen keine namhafte Besserung 
des Gesundheitszustandes mehr erreicht werden kann?
Ja.

2) Wenn Frage 1 bejaht wird: Sind nach Fallabschluss noch Behandlungen not-
wendig, welche mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine akute Verschlimme-
rung des Gesundheitszustandes verhindern? Falls ja, in welcher Menge / in wel-
chem Intervall und wie lange sind diese Behandlungen notwendig?
Ja. Sowohl regelmässige augenärztliche Kontrollen, initial monatlich, später aus-
dünnend bis dauerhaft jährlich, wie auch die noch längerdauernde Behandlung mit 
Dexafree Augentropfen ist unfallkausal. Dexafree dürfte längerfristig abgesetzt 
werden, befeuchtende Tropfen (Lacrycon) könnten eventuell langfristig notwendig 
bleiben. Ich empfehle die Kontrollen lebenslänglich.

3) Ist die Brillenversorgung zukünftig aufgrund der Unfallfolgen indiziert? Wenn ja, 
wie lange?
Ja. Eine Brillenversorgung ist für das verunfallte linke Auge bis zum 50. Lebensjahr 
des Versicherten zu übernehmen, dies gemäss der internen Hilfsmittelliste. Es ist 
davon auszugehen, dass der Versicherte ab dem 50. Lebensjahr ohnehin eine Bril-
le benötigt, weswegen spätere Brillen nicht mehr als unfallkausal angesehen wer-
den können.

4) Ist ein unfallbedingter Integritätsschaden entstanden? Wenn ja, wie hoch schät-
zen Sie diesen?

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Ja, es besteht ein unfallbedingter augenärztlicher Integritätsschaden, ich verweise 
auf das separate Dokument.

In der medizinischen Beurteilung des Integritätsschadens hält Dr.med. 
G.________ fest (Vi-act. 76): Unfallbedingt besteht nach Zementverätzung am 
linken Auge Pseudophakie (Operation des Grauen Stars mit Kunstlinseneinpflan-
zung), dies nach Amniondeckung sowie späterer Endotheltransplantation. Der 
Fernvisus beträgt bestkorrigiert wieder 0.64, über Vorschäden ist nichts bekannt, 
das rechte Auge ist unauffällig. Der Zustand ist dauerhaft.

Gemäss Dr.med. G.________ beträgt der unfallbedingte augenärztliche Inte-
gritätsschaden 8%, wobei die Schätzung auf der Tabelle 11 der Suva (Revision 
1998), Integritätsschaden bei Augenverletzungen, Absatz 4, einseitige Pseudo-
phakie bei Fernvisus mindestens 0.6 beruhe (Vi-act. 76).

3.6 Daraufhin reichte der Beschwerdeführer mit seiner Einsprache an die Vor-
instanz einen Arztbericht von Dr.med. F.________ vom 19. Juni 2019 ein, wo-
nach bei ihr seit März 2019 mehrere Augenkontrollen stattgefunden hätten und 
der Visus bei diesen Kontrollen mit Korrektur nun maximal 0.3 links betragen ha-
be (Vi-act. 82):

Visus rechts ohne Korrektur 0.9
Visus links
25.3. ohne Korrektur 0.05, mit Korrektur 0.25
7.5. mit Korrektur 0.3
15.5. mit Korrektur 0.3
13.6. mit Korrektur 0.25

Eine Brillenkorrektur bringe zurzeit aufgrund der Anisometropie und der nur leich-
ten Visusverbesserung links nur wenig. Ein Visus von 0.64 habe mit Brillenkor-
rektur nicht mehr erzielt werden können (Vi-act. 82).

3.7 Mit Bericht vom 9. August 2019 hielt Dr.med. G.________ an seiner Beur-
teilung vom 10. Mai 2019 fest, wobei diskrepante Angaben der verschiedenen 
behandelnden Ärzte zum erreichten Visus vorliegen würden. Dennoch hielt er an 
der Schätzung aufgrund der Angabe der Augenklinik des I.________spitals fest, 
weil der dort angegebene Visuswert von 0.64 das wahrscheinlich bestkorrigierte 
Ergebnis, anders formuliert, das Visuspotential, bezeichnete. Im Bericht der Au-
genklinik I.________spitals sei eine Brillenkorrektur angegeben worden
(-1.75/-2.0/37°), mit welcher der Visus erreicht worden sei, während die Angaben 
von Dr.med. F.________ keine Refraktionswerte enthalten würden. Unabhängig 
hiervon sei es durchaus möglich, dass das Visuspotential durch Verwendung ei-
ner Kontaktlinse ausgeschöpft werde. Gegebenenfalls sei zu einem späteren 
Zeitpunkt gar eine operative Verbesserung der Hornhautoberfläche denkbar, 

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welche zum Ausschöpfen des Visuspotentials führe. Eine Schätzung des Inte-
gritätsschadens aufgrund eines Visus von 0.3 würde somit zur wahrscheinlichen 
Überschätzung führen. Umgekehrt sei zu bemerken, dass eine eventuelle Ver-
schlechterung des Gesundheitszustandes im Sinne eines Rückfalls mit entspre-
chender dauerhafter Reduktion des Visuspotentials auch zu einem späteren 
Zeitpunkt eine Nachschätzung des Integritätsschadens erlauben würde (Vi-act. 
85).

3.8 Im Bericht vom 1. Juli 2020 attestierte Dr.med. F.________ neben den be-
kannten Diagnosen neu einen Verdacht auf Steroidresponder. Die Befunde lau-
ten wie folgt (Bf-act. 1):

Fernvisus rechts mit Korrektur von -0.25/-0.5/115° 1.0
Fernvisus links mit Korrektur von -1.5/-0.5/33° 0.25
Tensio 11 mmHg applaniert links, rechts 12mmHg applaniert
Spaltlampenuntersuchung rechts: reizarme vordere Augenabschnitte mit klaren 
brechenden Medien.
Spaltlampenuntersuchung links: reizarme vordere Augenabschnitte, Hornhaut klar, 
Transplantatlamelle anliegend, Vorderkammer tief, reizarm, Pseudophakie, Pupille 
rund.
Fundus beidseits: Papille vital, randscharf, physiologisch excaviert, Macula ohne 
Zentralreflex, Gefässe altersentsprechend.

3.9 In seiner Stellungnahme vom 7. August 2020 führte Dr.med. G.________ 
aus, dass sich aus seiner Sicht seit seiner Beurteilung vom 9. August 2019 keine 
neuen Erkenntnisse ergeben hätten. Dies gelte insbesondere für seine Überle-
gungen zum Visuspotential des linken Auges. Er mache weiter darauf aufmerk-
sam, dass der Bericht von Dr.med. F.________ keine Angaben zur Refraktion 
mache und auch keine medizinischen Hinweise auf die Diskrepanz zwischen der 
von der Augenklinik und ihr angegebenen Visuswerte gebe.

Die von ihm bisher tatsächlich nicht berücksichtigte Anisometropie spiele insbe-
sondere mit Bezug auf Absatz 5 der Tabelle 11 im vorliegenden Fall keine Rolle, 
da sie unter 3.0 dpt liege: Die Anisometropie berechne sich aufgrund der Refrak-
tionsdifferenz zwischen beiden Augen. Hierzu werde der Wert der sphärischen 
Korrektur mit der Hälfte des Werts des Astigmatismus addiert (sphärische Äqui-
valenz). Die Formel laute: SE = S + ½*A, wobei SE der Betrag des sphärischen 
Äquivalents, S die sphärische Korrektur und A die Astigmatismuskorrektur be-
deute, alle Werte in Dioptrien (dpt). Im vorliegenden Fall gelte also für das linke 
Auge -1.75 + (0.5 * -2.0) = 2.75. Am rechten Auge bestehe Emmetropie, die Ani-
sometropie betrage also 2.75 dpt.

4.1 Vorliegend ist zunächst auf Anhang 3 Ziff. 1 Abs. 4 UVV hinzuweisen, wo-
nach der Integritätsschaden zwar grundsätzlich ohne Hilfsmittel beurteilt wird, bei 

12

den Sehhilfen hingegen eine Ausnahme gemacht wird. Die Beeinträchtigung des 
Sehvermögens ist somit im korrigierten Zustand zu beurteilen.

Im Anhang 3 der UVV befindet sich auf der Skala der Integritätsentschädigung 
lediglich der Verlust des Sehvermögens auf einer Seite, welcher mit 30% ent-
schädigt wird. Deshalb hat die Vorinstanz zu Recht ihre Tabelle 11: Integritäts-
schaden bei Augenverletzungen hinzugezogen. Neben dem kompletten Verlust 
des Sehvermögens auf einer Seite wird darin die einseitige Visusreduktion (Ziff. 
2), die Aphakie (Ziff. 3), die Pseudophakie (Ziff. 4), die Anisometropien (Ziff. 5), 
Kosmetische Schäden (Ziff. 6), Tränenträufeln (Ziff. 7), Diplopie (Ziff. 8) und die 
Blendung / Lichtscheu (Ziff. 9) thematisiert. Bei der einseitigen Visusreduktion 
wird der Integritätsschaden anhand des Restvisus festgelegt (Tab. 11.2).

In den Akten ist zudem von einer Pseudophakie die Rede, bei welcher einseitig 
mindestens von einem Integritätsschaden von 8% auszugehen ist. Wenn bei ein-
seitiger Pseudophakie gleichzeitig der Visus unter 0.6 abgefallen ist (Visus 0.6 = 
8% Integritätsschaden), wird der Integritätsschaden nach dem Restvisus gemäss 
Tab. 11.2 berechnet. Somit ist auch hier der Restvisus (wie bei der einseitigen 
Visusreduktion) zu berücksichtigen. Der Beschwerdeführer macht geltend, dass 
noch ein Restvisus von 0.3 vorliege, was gemäss Tab. 11.2 einem Integritäts-
schaden von 17% entspricht.

Schliesslich berichtet Dr.med. F.________ am 19. Juni 2019 von einer Anisome-
tropie. Dabei handelt es sich versicherungsmedizinisch um Refraktionsdifferen-
zen von mehr als 3 Dioptrien. In einem solchen Fall gilt gemäss Tabelle 11 Ziff. 5 
nicht der bestmögliche Visus, sondern derjenige, welcher nach optimaler, mögli-
cher und zumutbarer Korrektur erreicht werden kann.

4.2.1 Nachdem der operierende Arzt des Beschwerdeführers, Dr.med. 
D.________, am 21. Februar 2019 von einer Sehleistungsverbesserung am lin-
ken operierten Auge mit -1.75/-2.0/37° sowie mit Refraktion von einem bestkorri-
gierten Fernvisus von 0.64v berichtete (vgl. Vi-act. 70), hat der Versicherungsarzt 
Dr.med. G.________ in seinem Bericht vom 10. Mai 2019 darauf abgestellt und 
ist, gestützt darauf sowie auf die Tabelle 11 der Vorinstanz, von einem unfallbe-
dingten augenärztlichen Integritätsschaden von 8% ausgegangen, was 
grundsätzlich bei dieser Sachlage nachvollziehbar ist.

Mit dem Arztbericht der, den Beschwerdeführer seit März 2019 behandelnden, 
Augenärztin Dr.med. F.________ vom 19. Juni 2019 wurde der Gesundheitszu-
stand jedoch nicht gleich wie von Dr.med. D.________ dargestellt. Vielmehr wur-
de festgehalten, dass ein Visus von 0.64 mit Brillenkorrektur nicht mehr bzw. mit 

13

Korrektur maximal ein Visuswert von 0.3 erreicht werden konnte (bei vier ver-
schiedenen Augenkontrollen, vgl. oben Erw. 3.6).

Dennoch hielt Dr.med. G.________, zwar mit dem Hinweis auf das Vorliegen von 
diskrepanten Angaben der verschiedenen behandelnden Ärzte zum erreichten 
Visus, an seiner bisherigen Beurteilung fest. Er begründete seine Beurteilung 
insbesondere damit, dass es sich beim Visuswert von Dr.med. D.________ um 
das Visuspotential handle, zumal die Angaben in diesem Bericht im Gegensatz 
zu den Angaben von Dr.med. F.________ Refraktionswerte enthielten. Zudem 
sei durchaus möglich, dass das Visuspotential durch Verwendung von Kontakt-
linsen ausgeschöpft werden könne, und dass zu einem späteren Zeitpunkt gar 
eine operative Verbesserung der Hornhautoberfläche denkbar sei, welche zum 
Ausschöpfen des Visuspotentials führe.

4.2.2 Im konkreten Fall reicht das Fehlen von Refraktionswerten im Arztbericht 
der behandelnden Ärztin vom 19. Juni 2019 nicht aus, um ohne weiteres bzw. 
ohne weitere Abklärungen und Untersuchungen der Beurteilung des Visus im 
früheren Arztbericht des operierenden Arztes zu folgen, zumal Dr.med. 
F.________ in einem späteren Bericht vom 1. Juli 2020 ebenfalls die Refrakti-
onswerte aufführte, der Visus mit Korrektur dennoch nicht über 0.25 reichte und 
sich die Refraktionswerte von denjenigen im Bericht von Dr.med. D.________ - 
nicht wesentlich - unterschieden. Hinzu kommt, dass Dr.med. F.________ in ih-
rem ursprünglichen Bericht vom 19. Juni 2019 festhielt, dass eine Brillenkorrektur 
aufgrund der Anisometropie und der nur leichten Visusverbesserung links nur 
wenig bringe. Zudem sind die Ausführungen des Beschwerdeführers in der Ver-
waltungsgerichtsbeschwerde vom 27. Mai 2020 (S. 5 Ziff. 9) glaubhaft, wonach 
dieser inzwischen auch Kontaktlinsen trage, was zu keiner Verbesserung des Vi-
sus geführt habe. Gleichzeitig wird dadurch auch die Aussage von Dr.med. 
G.________, wonach das Visuspotential von 0.6 durch Verwendung von Kontakt-
linsen ausgeschöpft werden könne, erheblich in Zweifel gezogen. Dr.med. 
G.________ hat indes zutreffend ausgeführt, dass die von der behandelnden 
Ärztin erwähnte Anisometropie in deren Bericht nicht hergeleitet wurde. Hinge-
gen rechnete er das Nichtvorliegen einer Anisometropie gestützt auf die Refrakti-
onswerte aus dem Bericht von Dr.med. D.________. Bei abweichenden Refrakti-
onswerten vermag die Berechnung von Dr.med. G.________ das von Dr.med. 
F.________ geltend gemachte Vorliegen einer Anisometropie nicht ohne weite-
res zu widerlegen.

4.2.3 Dr.med. G.________ geht sodann nicht auf die unterschiedlichen Beurtei-
lungen der der behandelnden Ärzte ein. Vielmehr zieht er einerseits die Aus-
führungen der behandelnden Ärztin aufgrund der fehlenden - allerdings nachge-

14

lieferten - Refraktionswerte generell in Zweifel, macht jedoch gleichzeitig geltend, 
dass mit Massnahmen wie Kontaktlinsen und einer allfälligen weiteren Operation 
eine Verbesserung erzielt werden kann. Bei der Beurteilung des Visus von 
Dr.med. D.________ von 0.64 handle es sich derweil um das erreichbare Poten-
tial. Gleichzeitig erweist sich jedoch sein Hinweis auf eine mögliche Verbesse-
rung des Visus durch Kontaktlinsen als unrichtig bzw. durch den Erfahrungswert 
des Beschwerdeführers widerlegt. Auf seinen Hinweis betreffend eine mögliche 
Operation ist nachfolgend noch näher einzugehen. 

Obwohl somit der medizinische Sachverhalt auch seiner Meinung nach nicht klar 
feststeht, nimmt Dr.med. G.________ keine eigenen Untersuchungen vor (vgl. 
dazu vorstehende Erw. 2.6.4).

4.2.4 Nach dem Gesagten und aufgrund der unterschiedlichen Beurteilungen der 
behandelnden Ärzte, welche beide etwa in gleichem Masse begründet wurden, 
kann vorliegend weder dem Arztbericht von Dr.med. D.________, noch demjeni-
gen von Dr.med. F.________ ohne weiteres gefolgt werden. Auch an der Beur-
teilung von Dr.med. G.________ bestehen erhebliche Zweifel und ihr kann somit 
nicht gefolgt werden, zumal er nicht schlüssig zu begründen vermag, weshalb 
der Beurteilung von Dr.med. D.________ und nicht derjenigen von Dr.med. 
F.________ zu folgen ist bzw. weshalb bei der Visusbeurteilung von Dr.med. 
D.________, nicht jedoch bei derjenigen von Dr.med. F.________ von einem 
dauernden Gesundheitsschaden auszugehen ist, er trotz unklarem medizini-
schen Sachverhalt keine persönliche Untersuchung vorgenommen hat und auch 
seine Hinweise zur Verbesserung des Visus aus bereits oder nachfolgend er-
wähnten Gründen an dieser Beurteilung nichts zu ändern vermögen. Auch mit 
der Duplik vom 9. Oktober 2020 erklärt die Vorinstanz die abweichenden Beurtei-
lungen nicht. Soweit mit Verweis auf den ophtalmologischen Befund vom 16. Juni 
2020 festgehalten wird, es müsste damit bei korrekter Refraktion eigentlich von 
einem wesentlich besseren wenn nicht gar vollen Fernvisus ausgegangen wer-
den, so ist dies eine rein theoretische Aussage, die durch die konkreten Visusbe-
stimmungen widerlegt ist. Nicht gefolgt werden kann auch der Darstellung, wo-
nach die Rechtsprechung betreffend Beweiswert von Beurteilungen der behan-
delnden Ärzte so auch auf Visusbestimmungen der behandelnden Ärzte ange-
wendet werden soll. Kommt hinzu, dass es sich auch bei Dr.med. D.________ 
um einen behandelnden Arzt handelt und die Vorinstanz selber keinen Befund 
erhob.

4.3.1 Soweit die Vorinstanz gestützt auf die Beurteilung von Dr.med. 
G.________ geltend macht, dass eine eventuelle Verschlechterung des Gesund-
heitszustandes im Sinne eines Rückfalls mit entsprechender dauerhafter Reduk-

15

tion des Visuspotentials auch zu einem späteren Zeitpunkt eine Nachschätzung 
des Integritätsschadens erlauben würde, ist diese Aussage zwar grundsätzlich 
richtig. Im konkreten Fall wird ein verschlechterter Zustand jedoch bereits zum 
Zeitpunkt der Beurteilung des Integritätsschadens geltend gemacht. Eine voraus-
sehbare Verschlimmerung des Integritätsschadens ist bei der Bemessung eines 
solchen jedoch bereits angemessen zu berücksichtigen (vgl. vorstehende Erw. 
2.3).

Die Festsetzung der Integritätsentschädigung kann jedoch grundsätzlich erst er-
folgen, wenn der Arzt eine zuverlässige Prognose hinsichtlich der Dauerhaftigkeit 
und Erheblichkeit der Beeinträchtigung sowie allfälliger späterer Verschlimme-
rungen stellen kann (Murer / Stauffer, a.a.O., S. 164). Sofern wie im konkreten 
Fall keine Rentenverfügung erforderlich ist, erfolgt die Festsetzung der Inte-
gritätsentschädigung am Ende der medizinischen Behandlung (Berger, BSK 
UVG, Basel 2019, Art. 24 N 25). Soweit Dr.med. G.________ ausführt, dass zu 
einem späteren Zeitpunkt gar eine operative Verbesserung der Hornhautober-
fläche denkbar sei, welche zur Ausschöpfung des Visuspotentials führen könnte, 
so ist dem entgegen zu halten, dass es in diesem Fall fraglich wäre, vorliegend 
vom Ende der medizinischen Behandlung und vom richtigen Zeitpunkt für die 
Festlegung der Integritätsentschädigung auszugehen. Anderseits steht diese Be-
urteilung im Widerspruch zu seiner eigenen Aussage, wonach von einer weiteren 
Behandlung überwiegend wahrscheinlich keine namhafte Besserung erwartet 
werden kann (vgl. oben Erw. 3.5).

Da die Integritätsentschädigung dem Ausgleich von Dauerschäden dient, kann 
dieser Anspruch erst beurteilt werden, wenn sich der Gesundheitszustand des 
Betroffenen stabilisiert hat und wenn von medizinischen Massnahmen keine 
Besserung mehr erwartet werden kann (Frei, a.a.O., S. 39, 63 und 105). Nur 
wenn eine spontane oder auf Selbsttherapierung durch den Versicherten beru-
hende Verbesserung des Gesundheitsschadens möglich ist, kann allenfalls in 
Erwägung gezogen werden, die Integritätsentschädigung zuzusprechen, obwohl 
der Integritätsschaden noch nicht dauerhaft ist. In diesem Fall ist die Entschädi-
gung auf das voraussehbare Minimum zu beschränken. Bei dieser Möglichkeit ist 
jedoch Zurückhaltung angebracht. Sie sollte sich auf Fälle beschränken, wo Ver-
besserungen mittelfristig in Aussicht stehen. Klärt sich die Frage der Verbesse-
rung kurzfristig, ist ein Zuwarten mit der Integritätsentschädigung zumutbar. Je 
später diese Klärung zu erwarten ist, umso mehr rechtfertigt es sich, die Inte-
gritätsentschädigung ungekürzt nach dem gegenwärtigen Zustand zu gewähren, 
denn umso wahrscheinlicher ist es, dass der Versicherte diese Besserung nicht 
mehr erlebt oder wenigstens einen grossen Teil des Lebensrestes ohne die Bes-
serung wird verbringen müssen.

16

Wird jedoch eine minimale Integritätsentschädigung im Hinblick auf eine Verbes-
serung ausgerichtet, so sollte der Zeitraum festgelegt werden, in dem diese Ver-
besserung erwartet wird. Nach Ablauf dieses Zeitraumes ist die Situation zu 
überprüfen; es ist abzuklären, ob die Verbesserung eingetreten ist, und bei nega-
tivem Resultat eine neue zeitlich bestimmte Prognose zu stellen (Frei, a.a.O., S. 
106). Tritt keine Verbesserung ein, so ist die Integritätsentschädigung anzupas-
sen und eine ergänzende Entschädigung auszurichten, wobei das Ausbleiben 
der Verbesserung auch für die Zukunft mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
nachzuweisen ist (Frei, a.a.O., S. 113). 

Die Schwierigkeiten im Zusammenhang mit dem Ausbleiben einer prognostizier-
ten Verbesserung zeigen, dass von der Möglichkeit der Zusprechung einer Inte-
gritätsentschädigung trotz prognostizierter Verbesserung des Gesundheitsscha-
dens nur sehr zurückhaltend Gebrauch gemacht werden sollte; besser ist das 
Zuwarten mit der ersten Verfügung oder das Ausserachtlassen einer künftigen 
Verbesserung bei der ersten Verfügung (Frei, a.a.O., S. 114).

4.3.2 Im konkreten Fall spricht selbst Dr.med. G.________ nicht von einer spon-
tanen Verbesserung, sondern nur von einer allenfalls später möglichen operati-
ven Verbesserung. In diesem Fall ist aber eher von einer noch nicht abgeschlos-
senen Behandlung auszugehen. Zudem ist diese Aussage zu einer zukünftigen 
Verbesserung sehr vage und stützt sich einzig auf die einmalige Beurteilung des 
Visus bzw. des Visuspotentials am 20. Februar 2019 durch Dr.med. D.________ 
ab, ohne die von Dr.med. F.________ mehrfach (viermal von März bis Juni 2019 
und Juni 2020) festgestellten Visusverschlechterungen zu berücksichtigen, wes-
halb sich dadurch eine tiefere Integritätsentschädigung nach dem Gesagten nicht 
ohne weiteres rechtfertigen lässt. Vielmehr bedarf auch diese prognostische Fra-
ge einer eingehenden Abklärung und Begründung, weshalb sich auch diesbezüg-
lich die Einholung eines externen Gutachtens rechtfertigt.

Soweit möglich ist bereits bei der aktuellen Bemessung der Integritätsentschädi-
gung zu beurteilen, ob die Behandlung des Gesundheitsschadens grundsätzlich 
abgeschlossen ist bzw. mit welcher Schwere von einem dauerhaften Zustand der 
Gesundheitsbeeinträchtigung auszugehen ist bzw. ob in naher Zukunft mit einer 
spontanen Verbesserung des Gesundheitsschadens zu rechnen ist. Ist ein dau-
ernd verschlechterter Gesundheitsschaden jedoch bereits zum Zeitpunkt der ak-
tuell verfügten Integritätsentschädigung bekannt, so kann der Beschwerdeführer 
eine allfällige Verschlechterung nicht mehr zu einem späteren Zeitpunkt geltend 
machen bzw. ist dieser Gesundheitsschaden bereits bei der aktuellen Bemes-
sung der Integritätsentschädigung zu berücksichtigen.

17

4.4 Bei dieser Sachlage ergibt sich, dass der Sachverhalt im konkreten Fall 
ungenügend abgeklärt wurde. Begonnen damit, dass die Berichte der behan-
delnden Ärzte erheblich voneinander abweichen, wird das Festhalten an der Be-
urteilung vom Versicherungsarzt nur mit fehlenden Refraktionswerten, die nach-
geliefert wurden, der unterlassenen Verwendung von Kontaktlinsen, was eben-
falls nachgeholt wurde, sowie mit einer Operation, welche in den Akten bisher nie 
erwähnt wurde, begründet. Hinzu kommt, dass auch das Vorliegen einer - versi-
cherungsmedizinisch definierten - Anisometropie fraglich ist, was jedoch für die 
Beurteilung der Integritätsentschädigung ebenfalls von Relevanz ist. Und 
schliesslich geht der Versicherungsarzt ohne genügende Begründung und Hin-
weise von einer Verbesserung des aktuellen Gesundheitsschadens aus, was 
ebenfalls einer eingehenden Beurteilung bedarf. Somit bestehen erhebliche 
Zweifel an der Beurteilung des Versicherungsarztes. Gleichzeitig kann jedoch 
auch nicht ohne weiteres auf die mehrfach erhobenen Messdaten von Dr.med. 
F.________, deren Abweichung von den Messdaten von Dr.med. D.________ 
sie nicht diskutiert, abgestellt werden. Eine eingehende Abklärung des Sachver-
halts durch eine geeignete externe Fachperson erweist sich im konkreten Fall als 
unerlässlich. Sie wird auf einem persönlichen Untersuch des Beschwerdeführers 
zu basieren haben und sich zum einen zum Zeitpunkt der Integritätsschätzung 
äussern müssen und zum andern - soweit der Zeitpunkt gegeben ist - den Inte-
gritätsschaden zu beurteilen haben und dabei auch Stellung zu nehmen zu den 
durch Dr.med. D.________ und Dr.med. F.________ erhobenen Befunde.

5. Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde insoweit als begründet, als 
der Einspracheentscheid vom 15. Mai 2020 aufgehoben und die Sache zur wei-
teren Abklärung und neuem Entscheid an die Vorinstanz zurückgewiesen wird.

6.1 Es werden keine Kosten erhoben (Art. 61 lit. a ATSG).

6.2 Die Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zur erneuten Abklärung und 
neuem Entscheid (mit noch offenem Ausgang) gilt nach ständiger Praxis für die 
Frage der Auferlegung der Gerichtskosten wie auch der Zusprechung einer Par-
teientschädigung als Obsiegen der beschwerdeführenden Partei, unabhängig 
davon, ob die Rückweisung überhaupt beantragt, oder ob das entsprechende 
Begehren im Haupt- oder Eventualantrag gestellt wird (vgl. BGE 137 V 210 Erw. 
7.1; VGE I 2019 75 vom 16.3.2020 Erw. 6.2, je mit Hinweisen).

Nachdem der beanwaltete Beschwerdeführer im vorliegenden Verfahren obsiegt, 
ist ihm zu Lasten der Vorinstanz eine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 61 
lit. g ATSG). Die Parteientschädigung ist in Beachtung des kantonalen Ge-
bührentarifs für Rechtsanwälte (GebTRA; SRSZ 280.411) vom 27. Januar 1975, 

18

welcher für das Honorar im Verfahren vor Verwaltungsgericht in § 14 einen 
Rahmen von Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- vorsieht, und unter Beachtung der in § 2 
des Gebührentarifs enthaltenen Kriterien sowie in Ausübung des pflichtgemäs-
sen Ermessens auf insgesamt Fr. 2'000.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) festzu-
setzen.

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom 15. Mai 
2020 aufgehoben und die Sache im Sinne der Erwägungen zur Durch-
führung eines externen Fachgutachtens und neuem Entscheid an die Vor-
instanz zurückgewiesen. 

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Die Vorinstanz hat dem beanwalteten Beschwerdeführer eine Parteien-
tschädigung von Fr. 2'000.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) zu leisten.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

5. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (2/R; unter Beilage der Du-

plik vom 9. Oktober 2020)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Gesundheit, BAG, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 15. Oktober 2020

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der a.o. Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

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Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.
Versand: 21. Oktober 2020