# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8002b92f-a574-5750-b664-fa99130d9155
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-03-26
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 26.03.2015 PS150029
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PS150029_2015-03-26.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: PS150029-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. A. Katzenstein, Vorsitzende, Oberrichter lic. iur. 

P. Diggelmann und Oberrichter Dr. P. Higi sowie Gerichtsschreiber 

lic. iur. M. Isler. 

Urteil vom 26. März 2015 

in Sachen 

 

A._____,  

Schuldner und Beschwerdeführer, 

 

gegen 

 

B._____ Krankenkasse,  

Gläubigerin und Beschwerdegegnerin, 

 
betreffend Konkurseröffnung 

 
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Konkursgerichtes des Bezirksgerichtes Zürich 
vom 11. Februar 2015 (EK142132) 

- 2 - 

Erwägungen: 

I. 

Am 11. Februar 2015 eröffnete das Konkursgericht des Bezirksgerichtes Zürich 

auf Begehren der Gläubigerin vom 30. Dezember 2014 (das Konkursgericht nennt 

versehentlich das Datum des 14. Januar 2015) nach vorangegangener Betrei-

bung den Konkurs über den Schuldner (act. 3 und 6). Mit Eingabe an das Oberge-

richt vom 23. Februar 2015 erhob dieser hiergegen rechtzeitig Beschwerde mit 

dem Antrag, es sei die Konkurseröffnung aufzuheben. Er macht im Wesentlichen 

geltend, die der Konkurseröffnung zugrunde liegende Schuld getilgt zu haben und 

zahlungsfähig zu sein (act. 2). 

Mit Präsidialverfügung vom 24. Februar 2015 wurde der Beschwerde antragsge-

mäss aufschiebende Wirkung zuerkannt (act. 9).  

Das vom Schuldner mit der Beschwerde gestellte Gesuch, es sei ihm für die Ein-

reichung neuer Beweise eine Frist von mindestens zehn Tagen zu gewähren, 

wurde mit der gleichen Verfügung abgewiesen (act. 2 S. 2, act. 9). Der Schuldner 

begründete das Gesuch damit, dass sich alle Gläubiger mit Ratenzahlungen ein-

verstanden erklärt hätten und er davon ausgehe, von ihnen die Ratenvereinba-

rungen binnen Wochenfrist per Post zu erhalten (act. 2 S. 3/4).  

Die Kosten des obergerichtlichen Verfahrens wurden vom Schuldner aufforde-

rungsgemäss bevorschusst (act. 9 ff.). Die erstinstanzlichen Akten wurden beige-

zogen (act. 7). 

II.  

Gemäss Art. 174 Abs. 2 SchKG kann die Konkurseröffnung im Beschwerdever-

fahren aufgehoben werden, wenn der Schuldner mit der Einlegung des Rechts-

mittels seine Zahlungsfähigkeit glaubhaft macht und durch Urkunden einen der 

drei gesetzlich vorgesehenen Konkurshinderungsgründe (Tilgung, Hinterlegung 

oder Gläubigerverzicht) nachweist. Die Beschwerde ist innert einer Frist von 

- 3 - 

10 Tagen einzureichen und abschliessend zu begründen. Das bedeutet, dass der 

Schuldner sowohl seine Zahlungsfähigkeit als auch einen der drei Konkurshinde-

rungsgründe innert der Rechtsmittelfrist glaubhaft zu machen bzw. durch Urkun-

den nachzuweisen hat. Neue Behauptungen und Urkundenbeweise über konkurs-

hindernde Tatsachen sind innert der Rechtsmittelfrist selbst dann zulässig, wenn 

sie nach dem erstinstanzlichen Entscheid eingetreten sind. Nachfristen sind hin-

gegen keine zu gewähren (BGE 136 III 294, 139 III 491). 

III. 

Der Schuldner belegt mit einer Abrechnung des Betreibungsamtes Zürich 11, 

dass er bei diesem am 18. Februar 2015 die von der Gegenpartei in Betreibung 

gesetzte Forderung samt Zins und Betreibungskosten bezahlt hat (act. 2 S. 2/3; 

act. 4/4). Weiter hat der Schuldner dem Konkursamt Oerlikon-Zürich einen Kos-

tenvorschuss von Fr. 1'500.– geleistet. Zusammen mit dem vom Konkursgericht 

nicht benötigten Teil des von der Gläubigerin geleisteten Kostenvorschusses von 

Fr. 1'800.– ist dieser Betrag hinreichend, um bei Gutheissung der Beschwerde die 

konkursamtlichen Kosten zu decken und der Gläubigerin den ganzen dem Kon-

kursgericht geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 1'800.– zurückzuerstatten (act. 2 

S. 2/3; act. 4/5, 12). Die erste Voraussetzung für die Aufhebung des Konkurses ist 

damit erfüllt. Zu prüfen bleibt die Zahlungsfähigkeit des Schuldners. 

IV. 

1.   
Zahlungsfähigkeit bedeutet, dass ausreichende liquide Mittel vorhanden sind, mit 

welchen der Schuldner die Gläubiger bei Fälligkeit ihrer Forderungen befriedigen 

kann. Der Schuldner hat aufzuzeigen, dass er in der Lage ist, seinen laufenden 

Verpflichtungen nachzukommen und in absehbarer Zeit auch die bestehenden 

Schulden abzutragen. Bloss vorübergehende Zahlungsschwierigkeiten lassen den 

Schuldner noch nicht als zahlungsunfähig erscheinen. Anders verhält es sich, 

wenn keine Anzeichen für eine Verbesserung seiner finanziellen Lage zu erken-

nen sind und er auf unabsehbare Zeit hinaus als illiquid erscheint. Absehbare 

- 4 - 

Veränderungen, die dem Schuldner die Tilgung seiner Schulden erlauben wür-

den, sind grundsätzlich zu berücksichtigen. Sie müssen jedoch so konkret darge-

legt werden, dass wirklich glaubhaft ist, die gegenwärtigen Zahlungsschwierigkei-

ten seien bloss vorübergehender Natur (vgl. KUKO SchKG-Diggelmann, 2. Aufl., 

Art. 174 N 13). 

2.   

Den Akten lässt sich zu den Verhältnissen des Schuldners im Wesentlichen Fol-

gendes entnehmen: 

2.1. Der Schuldner, laut dem der Beschwerde beigelegten Bericht eines Psycho-

logen seit 2003 als anerkannter Flüchtling in der Schweiz lebend (act. 4/3), wurde 

nach eigener Darstellung, kurz bevor im Januar 2011 die erste Betreibung gegen 

ihn eingeleitet worden sei, arbeitslos. Seine Bemühungen, eine ordentliche Arbeit 

zu finden, seien gescheitert: Er sei nie rechtzeitig und vollständig entlöhnt worden. 

Erst im April 2014, als er eine selbständige Erwerbstätigkeit als Schreiner aufge-

nommen habe, habe er begonnen, Geld zu verdienen (act. 2 S. 2 f.). Seither ist er 

als Inhaber des Einzelunternehmens "C._____" im Handelsregister eingetragen. 

Registrierter Unternehmenszweck ist das Ausführen von allgemeinen Hand-

werksarbeiten, insbesondere ...-, …- und …arbeiten für Gewerbeflächen (vom 

Gericht beigezogener Handelsregisterauszug, act. 5).  

2.2. Der vom Schuldner eingereichte Auszug aus dem Betreibungsregister des 
Betreibungsamtes Zürich 11 vom 13. Februar 2015 weist für die Zeit ab Januar 

2011 bis 13. Februar 2015 49 Verfahren über ein Forderungstotal von rund 

Fr. 120'500.– aus (ohne Zinsen und Kosten) (act. 4/6). 

Drei Verfahren mit Forderungen von insgesamt Fr. 4'262.15 (ohne Zinsen und Be-

treibungskosten) sind erloschen. In weiteren drei Verfahren mit Forderungen von 

zusammen Fr. 2'399.30 (ohne Zinsen und Betreibungskosten) hat der Schuldner 

die Schuld durch Zahlung an das Betreibungsamt beglichen. Die Forderung, wel-

che zur Konkurseröffnung führte (Fr. 1'208.45 nebst Zinsen und Kosten), ist mitt-

lerweile auch bezahlt (vgl. Erw. III oben). 

- 5 - 

30 Verfahren mit Forderungen von insgesamt Fr. 98'823.10 (ohne Zinsen und Be-

treibungskosten) endeten mit einem Pfändungsverlustschein im Sinne von 

Art. 149 SchKG. Die Gesamtschuld aus den Verlustscheinen beträgt 

Fr. 111'853.45. 

Pendent waren bei Konkurseröffnung – das der Konkurseröffnung zugrunde lie-

gende Verfahren ausgenommen – 12 Verfahren, wovon 6 Verfahren über Forde-

rungen von Fr. 4'938.– mit Rechtsvorschlag belegt waren (Beträge gerundet): 

Betr.-Nr. Beginn Gläubiger Forderung/Fr.  
… 20.02.2012 D._____ AG 380 380 Rechtsvorschlag 
… 10.01.2013 E._____ 193 193 Rechtsvorschlag 

… 29.10.2013 F._____ AG 1'588  Rechtsvorschlag 
… 29.10.2013 F._____ AG 746  Rechtsvorschlag 
… 25.11.2014 F._____ AG 823 3'157 Rechtsvorschlag 

… 17.01.2014 B._____ Krankenkas-
se 

1'178  Einkommenspfändung 

… 07.05.2014 B._____ Krankenkas-
se 

1'208  Konkursandrohung 

… 10.11.2014 B._____ Krankenkas-
se 

1'208  Rechtsvorschlag 

… 10.02.2015 B._____ Krankenkas-
se 

1'208 4'804 Zahlungsbefehl zuge-
stellt 

… 23.01.2014 Staat und Stadt Zürich 3'222 3'222 Einkommenspfändung 

… 19.06.2014 Staat Zürich 1'030  Einkommenspfändung 
… 11.09.2014 Staat Zürich 1'030 2'060 Einkommenspfändung 
   

 
 13'816  

      

Die 30 Pfändungsverlustscheine verteilen sich auf folgende Gläubiger (Beträge 

gerundet): 

Gläubiger Anzahl Ver-
lustscheine 

Betreibungsforderung/Fr. 
(ohne Zins und Betrei-

bungskosten) 

Verlustschein- 
forderung/Fr. 

G._____ AG 1 46'964 47'432 
B._____ Krankenkas-
se 

9 10'479 13'084 

H._____ AG 2 9'981 12'061 
I._____ SA 2 7'785 8'928 
Staat und Stadt Zürich 2 5'865 6'828 
Malergeschäft 
J._____ GmbH 

1 4'500 5'787 

Stadt Zürich 4 2'676 3'950 

- 6 - 

K._____ GmbH 1 3'078 3'697 
L._____ AG 1 2'762 3'173 
M._____ AG 1 1'941 2'230 
N._____ AG 1 1'101 1'530 
F._____ AG 1 794 1'285 
Kanton Zürich 3 425 1'165 
O._____ GmbH 1 473 705 

 30 98'824 111'855 
    

2.3. Zum Nachweis von Abzahlungsvereinbarungen reicht der Schuldner ver-

schiedene Unterlagen ein: 

2.3.1. Die B._____ Krankenkasse erklärt sich auf einem (von ihr nicht unterzeich-

neten) Formular "Abzahlungsvertrag und Schuldanerkennung" damit einverstan-

den, dass ihr der Schuldner die Prämien Juli–September 2014 zuzüglich Zinsen, 

Mahnspesen und Betreibungskosten im Gesamtbetrag von Fr. 1'399.15 in vier 

monatlichen Raten von Fr. 351.90 bezahlt, beginnend am 15. Februar 2015 

(act. 4/8). 

2.3.2. Die L._____ AG bestätigt dem Schuldner mit Schreiben vom 19. Februar 
2015, dass sie damit einverstanden sei, dass er ihr eine am 18. November 2011 

von der P._____ AG zedierte Forderung in drei monatlichen Raten von Fr. 137.35 

bzw. Fr. 137.30 zahle, erstmals Ende April 2015 (act. 4/9). 

2.3.3. Mit einem weiteren Schreiben vom 19. Februar 2015 gibt die L._____ AG 

dem Schuldner ihr Einverständnis dazu, dass er eine der Q._____ AG zustehen-

de Forderung in zwei monatlichen Raten von Fr. 144.30 zahle, erstmals Ende 

Februar 2015 (act. 4/10). 

2.3.4. Schliesslich erklärt sich die L._____ AG dem Schuldner gegenüber mit 

Schreiben vom 19. Februar 2015 einverstanden, dass er an eine der R._____ AG 

von der S._____ AG zedierte Forderung gemäss Pfändungsverlustschein vom 30. 

Januar 2013 während eines Jahres monatliche Raten von Fr. 100.– zahle, erst-

mals Ende März 2015. Nach Ablauf des Jahres werde die Angelegenheit noch-

mals überprüft werden (act. 4/11). Betroffen ist offenbar die Verlustscheinforde-

rung der G._____ AG von Fr. 47'432.30. 

- 7 - 

2.4. Die Behauptung des Schuldners, bezüglich der einem "Vollzugsbefehl" der 

Stadt Zürich vom 2. Februar 2015 zugrunde liegenden Schuld von Fr. 1'013.25 

(Stadt Zürich, Stadtrichteramt Zürich) Ratenzahlungen vereinbart und die erste 

Rate bezahlt zu haben, ist nicht belegt (act. 2 S. 4). Im Vollzugsbefehl ist aus-

drücklich festgehalten, dass Ratenzahlungen nicht mehr bewilligt werden könnten 

(act. 4/12). Die zum Nachweis der ersten Ratenzahlung angehängte Quittung vom 

18. Februar 2015 steht damit in keinem ersichtlichen Zusammenhang; sie stammt 

vom Betreibungsamt Zürich 11 und belegt die Ablieferung der Lohnpfändungs-

quote für den Monat Januar 2015 von Fr. 250.– (act. 4/12). 

2.5. Dem Firmenkonto des Schuldners bei der T._____ [Bank] wurden in der Zeit 
vom 6. Juni 2014 bis 23. Februar 2015 insgesamt Fr. 61'350.08 gutgeschrieben 

und Fr. 61'155.55 belastet, wobei rund Fr. 50'000.– in bar abgehoben wurden; der 

Schlusssaldo beträgt Fr. 194.53 (act. 4/7): 
Monat Belastungen/Fr. Gutschriften/Fr. Saldo/Fr.  

per 23. Feb. 2015 
Jun 2014 21'098.00 26'978.88  
Juli 2014 3'355.95 0.00  
Aug 2014 4'184.60 8'500.00  
Sep 2014 2'160.50 0.00  
Okt 2014 6'312.60 3'400.00  
Nov 2014 1'973.00 1'000.00  
Dez 2014 10'721.55 11'341.20  
Jan 2015 3'948.95 3'200.00  
Feb 2015 7'400.40 6'930.00  

 61'155.55 61'350.08 194.53 

    

3.  

Aufgrund der vorliegenden Angaben bleibt die Zahlungsfähigkeit des Schuldners 

zu beurteilen: 

Laut Betreibungsregisterauszug sind Forderungen von rund Fr. 110'000.– (ohne 

Zinsen und Betreibungskosten) offen (pendente Verfahren: Fr. 13'816.–; Verlust-

scheine: Fr. 98'824.–). Hinweise dafür, dass die im Betrag mitberücksichtigten, mit 

Rechtsvorschlag belegten Betreibungen über rund Fr. 5'000.– tatsächlich unbe-

gründet sind, liegen nicht vor. Der Schuldner äussert sich dazu nicht. 

- 8 - 

Flüssige Mittel, womit der Schuldner die Schulden in absehbarer Zeit zurückzah-

len kann, weist er nicht nach.  

Bezüglich der Verlustscheinforderung der G._____ AG von insgesamt 

Fr. 47'432.30 ist glaubhaft, dass sie der R._____ AG abgetreten wurde und diese, 

vertreten durch die L._____ AG, dem Schuldner für die Dauer eines Jahres mo-

natliche Ratenzahlungen von Fr. 100.– bewilligt hat. Nach Ablauf des Jahres wer-

de man die Angelegenheit noch einmal überprüfen (act. 4/11). 

Die Behauptung des Schuldners, dass sich sämtliche Gläubiger mit Ratenzahlun-

gen einverstanden erklärt hätten, ist weder substanziert noch belegt (act. 2 

S. 3/4). Mit Belegen glaubhaft zu machen vermochte der Schuldner innerhalb der 

Beschwerdefrist nur, dass ihm die B._____ Krankenkasse die Bezahlung einer 

von mehreren Betreibungsforderungen (jener für die Prämien Juli–September 

2014) in Höhe von Fr. 1'399.15 (Zinsen und Betreibungskosten eingeschlossen) 

in vier monatlichen Raten von Fr. 351.90 erlaubt hat (act. 4/8) und dass sich die 

L._____ AG mit der Bezahlung zweier nicht in Betreibung gesetzter Forderungen 

von Fr. 392.– (zuzüglich Fr. 20.– Einrichtung Zahlungsvereinbarung) und 

Fr. 262.60 (zuzüglich Fr. 26.– Teilzahlungszuschlag) in drei monatlichen Raten 

von rund Fr. 137.– bzw. zwei monatlichen Raten von rund Fr. 144.– einverstan-

den erklärt hat (act. 4/9–10). Von einem nennenswerten Entgegenkommen dieser 

Gläubiger kann nicht die Rede sein. Die teilweise Stundung der geringen Forde-

rungen um ein paar Monate verbessert die Liquidität des Schuldners bei der ge-

gebenen Schuldenlast nicht erheblich. Anhaltspunkte dafür, dass ihm andere 

Gläubiger stärker ins Gewicht fallende Zahlungserleichterungen gewährt hätten, 

liegen nicht vor. Der Schuldner hat sich zum Inhalt der behaupteten Ratenverein-

barungen nicht geäussert. 

Der Schuldner macht geltend, da sich seine finanzielle Situation seit ein paar Mo-

naten verbessert habe, könne er mittlerweile sowohl den laufenden Verpflichtun-

gen nachkommen als auch die bestehenden Schulden durch Ratenzahlungen til-

gen (act. 2 S. 3/4). Konkrete Angaben zum Geschäftsgang und zur Auftragslage 

macht er in seiner Beschwerdeschrift aber nicht. Er hat weder Erfolgsrechnung 

und Bilanz noch eine Liste der Debitoren und Kreditoren eingereicht. Der Auszug 

- 9 - 

aus dem Firmenkonto ermöglicht keine Einschätzung des Gewinnes, umso weni-

ger als den Belastungen grösstenteils Barbezüge zugrunde liegen, deren Ver-

wendungszweck nicht ersichtlich ist (act. 4/7). Dem Kontoauszug lässt sich nicht 

entnehmen, ob der Schuldner aus dem erzielten Ertrag bereits in erheblichem 

Umfang Schulden abzubauen vermochte. Die als Anhang zum "Vollzugsbefehl" 

der Stadt Zürich vom 2. Februar 2015 eingereichte Quittung des Betreibungsam-

tes Zürich 11 für eine Zahlung von Fr. 250.– "à cto Lohnpfändung, Quote Jan. 15" 

(act. 4/12) dürfte dafür sprechen, dass das Betreibungsamt von einer pfändbaren 

Einkommensquote von Fr. 250.– pro Monat ausging. 

Alles in allem bieten die eingereichten Unterlagen keine hinreichende Grundlage 

für die Erwartung, der Schuldner sei in der Lage, seine erheblichen Schulden in 

absehbarer Zeit zu tilgen und gleichzeitig für die von ihm nicht bekannt gemach-

ten laufenden Kosten aufzukommen. Zwar dürfte ihm die Verlustscheinforderung 

der G._____ AG, die offenbar an die R._____ AG abgetreten wurde, von 12 mo-

natlichen Ratenzahlungen zu Fr. 100.– abgesehen um ein Jahr gestundet worden 

sein. Als erheblich erscheint aber diese Entlastung angesichts der Gesamtver-

schuldung nicht. 

Die Zahlungsfähigkeit des Schuldners ist somit nicht glaubhaft gemacht. Dass 

Verlustscheinforderungen gegen den Schuldner in Höhe von Fr. 63'868.70 darauf 

beruhen sollen, dass er von Dritten im Stich gelassen wurde (Darlehensaufnahme 

für einen Freund bei der G._____ AG; als Bauleiter der U._____ AG erteilte Auf-

träge), vermag dem Schuldner nicht zu helfen (act. 2 S. 3). 

4.  

Die gesetzlichen Voraussetzungen für die Aufhebung der Konkurseröffnung sind 

somit nicht erfüllt. Die Beschwerde ist deshalb abzuweisen. Da ihr am 24. Februar 

2015 aufschiebende Wirkung erteilt wurde (act. 9), ist der Konkurs neu zu eröff-

nen.  

- 10 - 

V. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Schuldner auch für das Beschwer-

deverfahren kostenpflichtig (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Der Gläubigerin ist mangels 

erheblicher Aufwendungen im Beschwerdeverfahren keine Prozessentschädigung 

zuzusprechen.  

Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, und über den Schuldner wird mit Wirkung 
ab 26. März 2015, 15.20 Uhr, der Konkurs eröffnet. Das Konkursamt Oerli-

kon-Zürich wird mit der Durchführung des Konkurses beauftragt. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 750.– festgesetzt, dem 

Schuldner auferlegt und mit dem von ihm geleisteten Kostenvorschuss ver-

rechnet. 

3. Es werden keine Entschädigungen zugesprochen. 

4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Vorinstanz (unter Rücksen-

dung der erstinstanzlichen Akten) und das Konkursamt Oerlikon-Zürich, fer-

ner mit besonderer Anzeige an das Handelsregisteramt des Kantons Zürich 

und an das Betreibungsamt Zürich 11, je gegen Empfangsschein. 

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).  

- 11 - 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um einen Entscheid des Konkurs- oder Nachlassrichters oder der 
Konkurs- oder Nachlassrichterin im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. d BGG. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

 
Der Gerichtsschreiber: 

 
 
 

lic. iur. M. Isler 
 
versandt am: 
27. März 2015 
 
 
 
 

	Urteil vom 26. März 2015
	Erwägungen:
	I.
	II.
	III.
	IV.
	1.   Zahlungsfähigkeit bedeutet, dass ausreichende liquide Mittel vorhanden sind, mit welchen der Schuldner die Gläubiger bei Fälligkeit ihrer Forderungen befriedigen kann. Der Schuldner hat aufzuzeigen, dass er in der Lage ist, seinen laufenden Verpf...
	2.   Den Akten lässt sich zu den Verhältnissen des Schuldners im Wesentlichen Folgendes entnehmen:
	2.1. Der Schuldner, laut dem der Beschwerde beigelegten Bericht eines Psychologen seit 2003 als anerkannter Flüchtling in der Schweiz lebend (act. 4/3), wurde nach eigener Darstellung, kurz bevor im Januar 2011 die erste Betreibung gegen ihn eingeleit...
	2.2. Der vom Schuldner eingereichte Auszug aus dem Betreibungsregister des Betreibungsamtes Zürich 11 vom 13. Februar 2015 weist für die Zeit ab Januar 2011 bis 13. Februar 2015 49 Verfahren über ein Forderungstotal von rund Fr. 120'500.– aus (ohne Zi...
	2.3. Zum Nachweis von Abzahlungsvereinbarungen reicht der Schuldner verschiedene Unterlagen ein:
	2.3.1. Die B._____ Krankenkasse erklärt sich auf einem (von ihr nicht unterzeichneten) Formular "Abzahlungsvertrag und Schuldanerkennung" damit einverstanden, dass ihr der Schuldner die Prämien Juli–September 2014 zuzüglich Zinsen, Mahnspesen und Betr...
	2.3.2. Die L._____ AG bestätigt dem Schuldner mit Schreiben vom 19. Februar 2015, dass sie damit einverstanden sei, dass er ihr eine am 18. November 2011 von der P._____ AG zedierte Forderung in drei monatlichen Raten von Fr. 137.35 bzw. Fr. 137.30 za...
	2.3.3. Mit einem weiteren Schreiben vom 19. Februar 2015 gibt die L._____ AG dem Schuldner ihr Einverständnis dazu, dass er eine der Q._____ AG zustehende Forderung in zwei monatlichen Raten von Fr. 144.30 zahle, erstmals Ende Februar 2015 (act. 4/10).
	2.3.4. Schliesslich erklärt sich die L._____ AG dem Schuldner gegenüber mit Schreiben vom 19. Februar 2015 einverstanden, dass er an eine der R._____ AG von der S._____ AG zedierte Forderung gemäss Pfändungsverlustschein vom 30. Januar 2013 während ei...
	2.4. Die Behauptung des Schuldners, bezüglich der einem "Vollzugsbefehl" der Stadt Zürich vom 2. Februar 2015 zugrunde liegenden Schuld von Fr. 1'013.25 (Stadt Zürich, Stadtrichteramt Zürich) Ratenzahlungen vereinbart und die erste Rate bezahlt zu hab...
	2.5. Dem Firmenkonto des Schuldners bei der T._____ [Bank] wurden in der Zeit vom 6. Juni 2014 bis 23. Februar 2015 insgesamt Fr. 61'350.08 gutgeschrieben und Fr. 61'155.55 belastet, wobei rund Fr. 50'000.– in bar abgehoben wurden; der Schlusssaldo be...
	3.  Aufgrund der vorliegenden Angaben bleibt die Zahlungsfähigkeit des Schuldners zu beurteilen:
	4.  Die gesetzlichen Voraussetzungen für die Aufhebung der Konkurseröffnung sind somit nicht erfüllt. Die Beschwerde ist deshalb abzuweisen. Da ihr am 24. Februar 2015 aufschiebende Wirkung erteilt wurde (act. 9), ist der Konkurs neu zu eröffnen.
	V.

	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen, und über den Schuldner wird mit Wirkung ab 26. März 2015, 15.20 Uhr, der Konkurs eröffnet. Das Konkursamt Oerlikon-Zürich wird mit der Durchführung des Konkurses beauftragt.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 750.– festgesetzt, dem Schuldner auferlegt und mit dem von ihm geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.
	3. Es werden keine Entschädigungen zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Vorinstanz (unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten) und das Konkursamt Oerlikon-Zürich, ferner mit besonderer Anzeige an das Handelsregisteramt des Kantons Zürich und an das Betreibungsamt Züri...
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...