# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0c9d19c7-c7db-5349-9543-5376e713782c
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-09-28
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 28.09.2017 200 2016 1005
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2016-1005_2017-09-28.pdf

## Full Text

200 16 1005 UV
SCP/SCM/NEN/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 28. September 2017

Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiberin Schädeli

A.________ AG
vertreten durch Advokat Dr. B.________
Beschwerdeführerin

gegen

Suva 
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
vertreten durch Rechtsanwalt C.________
Beschwerdegegnerin

D.________
Beigeladener

betreffend Einspracheentscheid vom 21. September 2016

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Sept. 2017, UV/16/1005, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Bei der A.________ AG (Beschwerdeführerin) wurde im Dezember 2015 
eine Betriebsrevision der Suva durchgeführt (Akten der Suva, Antwortbei-
lagen AB] 166 - 171). Im Revisionsbericht vom 22. Dezember 2015 
(AB 171) hielt die Suva fest, dass D.________, welcher in den Jahren 2014 
und 2015 mit seiner im Handelsregister des Kantons ... eingetragenen Ein-
zelfirma ‚E.________‘ im Auftrag der Beschwerdeführerin diverse Arbeiten 
ausgeführt hatte, als unselbstständig erwerbend einzustufen sei und rech-
nete entsprechende Lohnsummen auf. Mit Rechnung nach Revision 
Nr. 5500762 vom 19. Januar 2016 (AB 182) forderte sie deshalb die Be-
schwerdeführerin auf, für das Jahr 2014 die Berufs- und Nichtberufsunfall-
versicherungsprämie für D.________ sowie diverse unbekannte Mitarbeiter 
von Fr. 14'121.80 (Differenzlohnsumme von Fr. 185'203.--) zu bezahlen. 
Dagegen liess diese Einsprache erheben und führte insbesondere aus, 
dass D.________, entgegen der Annahme der Suva, einer selbstständigen 
Erwerbstätigkeit nachgehe (AB 185). Am 7. März 2016 wurde D.________ 
ebenfalls eine entsprechende Verfügung (AB 192) zugestellt sowie die 
Möglichkeit geboten, selber Einsprache zu erheben, wovon dieser keinen 
Gebrauch machte. Mit Entscheid vom 21. September 2016 (AB 215) wies 
die Suva (fortan Beschwerdegegnerin) die Einsprache ab.

B.

Hiergegen erhob die Beschwerdeführerin, vertreten durch Advokat Dr. 
B.________, am 20. Oktober 2016 Beschwerde. Sie liess die Aufhebung 
des angefochtenen Entscheids und damit der Prämienrechnung 
Nr. 5500762 vom 9. Januar 2016 (richtig: 19. Januar 2016) beantragen, 
eventualiter sei der Einspracheentscheid aufzuheben und zur Neubeurtei-
lung an die Vorinstanz zurückzuweisen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Sept. 2017, UV/16/1005, Seite 3

Mit Beschwerdeantwort vom 6. Januar 2017 schloss die Beschwerdegeg-
nerin, vertreten durch Rechtsanwalt C.________, auf vollumfängliche Ab-
weisung der Beschwerde.

Mit prozessleitender Verfügung vom 10. Januar 2017 stellte der Instrukti-
onsrichter anhand einer summarischen Prüfung der Sach- und Rechtslage 
materielle Überlegungen an und setzte der Beschwerdeführerin Frist zur 
Einreichung einer Replik, im Rahmen welcher sie insbesondere darzulegen 
und dokumentiert nachzuweisen hatte, in welcher Form sie den Ab-
klärungspflichten gemäss Art. 23.1 des Gesamtarbeitsvertrages für den 
schweizerischen Gerüstbau (GAV Gerüstbau) nachgekommen war. Zudem 
hielt er fest, dass D.________, welcher von April 2014 bis zur Geschäfts-
aufgabe im Dezember 2016 mit seiner Einzelfirma ‚E.________‘ im Han-
delsregister eingetragen war (SHAB Nr. ... vom April 2014 sowie Nr. ... 
vom Dezember 2016; abrufbar unter www.zefix.ch) vom angefochtenen 
Entscheid betroffen und dem vorliegenden Beschwerdeverfahren beizula-
den sei. 

Die Beschwerdeführerin hielt mit Replik vom 24. März 2017 an den gestell-
ten Rechtsbegehren fest und beantragte, dass der zuständige Instruktions-
richter aufgrund Voreingenommenheit in den Ausstand zu treten habe.

In der Folge wurde das vorliegende Verfahren sistiert. Mit unangefochten 
gebliebenem Urteil vom 28. April 2017 (Verfahren UV/2017/326) wurde das 
Ablehnungsbegehren abgewiesen und das Hauptverfahren mit prozesslei-
tender Verfügung vom 13. Juni 2017 wieder aufgenommen.

Mit Duplik vom 7. September 2017 hielt die Beschwerdegegnerin unter 
Hinweis auf die Ausführungen in der Beschwerdeantwort am Antrag auf 
vollumfängliche Abweisung der Beschwerde fest. 

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist 
(Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit  b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 
des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechts-
pflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde ein-
zutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 21. Sep-
tember 2016 (AB 215), mit welchem die Rechnung nach Revision 
Nr. 5500762 vom 19. Januar 2016 (AB 182) bestätigt worden ist. Streitig 
und zu prüfen ist die Rechtmässigkeit der Prämienforderung und hierbei die 
Frage, ob D.________ bezüglich der Entschädigungen, die ihm von der 
Beschwerdeführerin ausgerichtet wurden, als selbstständig oder als un-
selbstständig Erwerbender anzusehen ist.

1.3. Umstritten ist die Nachzahlung von Versicherungsprämien für das 
Jahr 2014 in der Höhe von Fr. 14'121.80 (AB 182). Der Streitwert liegt da-
her unter Fr. 20'000.--, weshalb die Beurteilung der Beschwerde in die ein-
zelrichterliche Zuständigkeit fällt (Art. 57 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Nach Art. 1a Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über 
die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) sind die in der Schweiz beschäf-
tigten Arbeitnehmer, einschliesslich der Heimarbeiter, Lehrlinge, Praktikan-
ten, Volontäre sowie der in Lehr- oder Invalidenwerkstätten tätigen Perso-
nen obligatorisch versichert. Als Arbeitnehmer im Sinne dieser Bestimmung 
gilt, wer eine unselbstständige Erwerbstätigkeit im Sinne der Bundesge-
setzgebung vom 20. Dezember 1946 über die Alters- und Hinterlassenen-
versicherung (AHVG; SR 831.10) ausübt (Art. 1 der Verordnung vom 
20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung [UVV; SR 832.202]).

2.2 Die Prämien für die obligatorische Versicherung für Berufsunfälle 
und Berufskrankheiten trägt der Arbeitgeber (Art. 91 Abs. 1 UVG). Zu Las-
ten des Arbeitnehmers gehen grundsätzlich die Prämien für die obligatori-
sche Versicherung der Nichtberufsunfälle (Art. 91 Abs. 2 UVG). Der ge-
samte Prämienbetrag wird vom Arbeitgeber geschuldet. Er zieht den Anteil 
des Arbeitnehmers vom Lohn ab (Art. 91 Abs. 3 UVG).

2.3 Mit in Krafttreten des ATSG am 1. Januar 2003 trat auch Art. 1 UVV 
in Kraft, der hinsichtlich des Arbeitnehmerbegriffs explizit auf die Bundes-
gesetzgebung über die AHV verweist und damit eine grundsätzlich einheit-
liche Definitionsbasis geschaffen hat. Daher ist eine Person, die in der AHV 
als unselbstständig erwerbend betrachtet wird, von Ausnahmen und Son-
derfällen abgesehen (Art. 1a und 2 UVV), immer auch Arbeitnehmer im 
Sinne des UVG (vgl. RUMO-JUNGO/HOLZER, Bundesgesetz über die Unfall-
versicherung, 4. Aufl. 2012, S. 10).

2.4 Die sozialversicherungsrechtliche Beitragspflicht Erwerbstätiger 
richtet sich unter anderem danach, ob das in einem bestimmten Zeitraum 
erzielte Erwerbseinkommen als solches aus selbstständiger oder aus un-
selbstständiger Erwerbstätigkeit zu qualifizieren ist (Art. 5 und 9 AHVG so-
wie Art. 6 ff. der Verordnung vom 31. Oktober 1947 über die Alters- und 
Hinterlassenenversicherung [AHVV; SR 831.101]). Nach Art. 5 Abs. 2 
AHVG gilt als massgebender Lohn jedes Entgelt für in unselbstständiger 
Stellung auf bestimmte oder unbestimmte Zeit geleistete Arbeit; als Ein-
kommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit gilt nach Art. 9 Abs. 1 AHVG 

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jedes Einkommen, das nicht Entgelt für in unselbstständiger Stellung ge-
leistete Arbeit darstellt.

2.5 Nach der Rechtsprechung beurteilt sich die Frage, ob im Einzelfall 
selbstständige oder unselbstständige Erwerbstätigkeit vorliegt, nicht auf-
grund der Rechtsnatur des Vertragsverhältnisses zwischen den Parteien. 
Entscheidend sind vielmehr die wirtschaftlichen Gegebenheiten. Die zivil-
rechtlichen Verhältnisse vermögen dabei allenfalls gewisse Anhaltspunkte 
für die AHV-rechtliche Qualifikation zu bieten, ohne jedoch ausschlagge-
bend zu sein. Als unselbstständig erwerbstätig ist im Allgemeinen zu be-
trachten, wer von einem Arbeitgeber in betriebswirtschaftlicher bzw. ar-
beitsorganisatorischer Hinsicht abhängig ist und kein spezifisches Unter-
nehmerrisiko trägt. Aus diesen Grundsätzen allein lassen sich indessen 
noch keine einheitlichen, schematisch anwendbaren Lösungen ableiten. 
Die Vielfalt der im wirtschaftlichen Leben anzutreffenden Sachverhalte 
zwingt dazu, die beitragsrechtliche Stellung einer erwerbstätigen Person 
jeweils unter Würdigung der gesamten Umstände des Einzelfalles zu beur-
teilen. Weil dabei vielfach Merkmale beider Erwerbsarten zutage treten, 
muss sich der Entscheid oft danach richten, welche dieser Merkmale im 
konkreten Fall überwiegen (BGE 123 V 161 E. 1 S. 163; SVR 2012 AHV 
Nr. 6 S. 22 E. 5.2).

2.6 Charakteristische Merkmale einer selbstständigen Erwerbstätigkeit 
sind die Tätigung erheblicher Investitionen, die Benützung eigener Ge-
schäftsräumlichkeiten sowie die Beschäftigung von eigenem Personal. Das 
spezifische Unternehmerrisiko besteht dabei darin, dass die versicherte 
Person unabhängig vom Arbeitserfolg Kosten des Betriebs zu tragen hat, 
wie namentlich Unkosten, Verluste, Inkasso- und Delkredererisiko 
(BGE 122 V 169 E. 3c S. 172; SVR 2009 AHV Nr. 9 S. 34 E. 4.3; AHI 2003 
S. 370 E. 3.3).

2.7 Von unselbstständiger Erwerbstätigkeit ist auszugehen, wenn die 
für den Arbeitsvertrag typischen Merkmale vorliegen, d.h. wenn die versi-
cherte Person Dienst auf Zeit zu leisten hat, wirtschaftlich vom "Arbeitge-
ber" abhängig ist und während der Arbeitszeit auch in dessen Betrieb ein-
geordnet ist, praktisch also keine andere Erwerbstätigkeit ausüben kann. 
Indizien dafür sind das Vorliegen eines bestimmten Arbeitsplans, die Not-

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wendigkeit, über den Stand der Arbeiten Bericht zu erstatten, sowie das 
Angewiesensein auf die Infrastruktur am Arbeitsort. Das wirtschaftliche 
Risiko der versicherten Person erschöpft sich diesfalls in der (alleinigen) 
Abhängigkeit vom persönlichen Arbeitserfolg oder, bei einer regelmässig 
ausgeübten Tätigkeit, darin, dass bei Dahinfallen des Erwerbsverhältnisses 
eine ähnliche Situation eintritt, wie dies beim Stellenverlust eines Arbeit-
nehmers der Fall ist (BGE 122 V 169 E. 3c S. 172).

3.

3.1 Von der Beschwerdeführerin wird nicht bestritten und aufgrund der 
Akten ist erstellt, dass D.________ mit seiner Einzelfirma ‚E.________‘ in 
den Jahren 2014 und 2015 für die Beschwerdeführerin tätig war (vgl. Be-
schwerde S. 4 sowie Replik S. 3). Die Beschwerdegegnerin erachtete diese 
Tätigkeit im Rahmen einer Betriebsrevision (AB 166 - 171) als unselbst-
ständige Erwerbstätigkeit und verpflichtete die Beschwerdeführerin in der 
Folge zur Nachzahlung der entsprechenden Versicherungsprämien 
(AB 182).

Dagegen wird beschwerdeweise vorgebracht, dass vorliegend nicht ohne 
weiteres von einer Unterakkordantenstellung auf eine unselbstständige 
Erwerbstätigkeit geschlossen werden könne. Zwischen der Beschwerde-
führerin und D.________ habe kein Abhängigkeitsverhältnis bestanden, 
sondern der benannte Einzelunternehmer sei arbeitsorganisatorisch unab-
hängig gewesen und habe das Unternehmerrisiko getragen. Zudem habe 
die Beschwerdeführerin die zumutbaren Vorkehrungen zur Klärung von 
dessen sozialversicherungsrechtlichen Status vorgenommen. Die Sub-
sumption von D.________ und dessen Mitarbeitern als Arbeitnehmer der 
Beschwerdeführerin und die damit zusammenhängende Aufrechnung bei 
der Lohnsumme sei somit nicht rechtens (vgl. Beschwerde).

3.2 Aufgrund der Aktenlage steht fest, dass sowohl der Betrieb der Be-
schwerdeführerin als auch die Einzelfirma ‚E.________‘ im massgeblichen 
Zeitpunkt im Baugewerbe tätig waren und damit deren Arbeitnehmer bei 
der Beschwerdegegnerin versichert waren (Art. 66 Abs. 1 lit. b UVG i.V.m. 
Art. 73 lit. a UVV). Von der Beschwerdeführerin wird nicht bestritten, dass 

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die Beschwerdegegnerin die Einzelfirma ‚E.________‘ in der hier interes-
sierenden Zeit nicht als ein ihr unterstellter Betrieb qualifiziert und dieser 
auch keine Versicherungsprämien in Rechnung gestellt hat.

Gemäss Art. 23.1 des GAV Gerüstbau haben Gerüstbaufirmen, welche 
Aufträge an Unterakkordanten vergeben, unter anderem zu überprüfen, 
dass diese bei der Beschwerdegegnerin und der AHV angemeldet sind. So 
wurde die Beschwerdeführerin vom Instruktionsrichter denn auch explizit 
darauf hingewiesen, dass die Erfüllung dieser Pflicht darzulegen und zu 
dokumentieren sei (vgl. prozessleitende Verfügung vom 10. Januar 2017). 
Deren Ausführungen lässt sich jedoch lediglich entnehmen, dass die Ein-
zelfirma zum fraglichen Zeitpunkt ihre Tätigkeiten erst aufgenommen hatte 
und die verlangten Unterlagen deshalb noch nicht hätten vorliegen können 
(vgl. Replik, S. 5 - 6). Weitergehende Belege, dass die Abklärungspflicht 
insbesondere durch Nachfrage bei der Beschwerdegegnerin hinreichend 
wahrgenommen wurde, vermochte sie indessen nicht beizubringen.

3.3 Zu prüfen ist somit nachfolgend, ob die Beschwerdegegnerin die 
Mitarbeiter der Einzelfirma ‚E.________‘ zu Recht als unselbstständig Er-
werbende bzw. Unterakkordanten und damit als über den Betrieb der Be-
schwerdeführerin versicherte Arbeitnehmer qualifiziert hat.

3.3.1 Nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung üben Akkor-
danten in der Regel eine unselbstständige Erwerbstätigkeit aus (vgl. Ent-
scheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts heute Bundesgericht 
{BGer}] vom 22. Februar 2005, U 335/04, E. 2.2.1). Von einer unselbst-
ständigen Erwerbstätigkeit ist auszugehen, wenn die versicherte Person 
kein eigenes wirtschaftliches Risiko trägt, was unter anderem dann der Fall 
ist, wenn eine wirtschaftliche Abhängigkeit vom "Arbeitgeber" besteht und 
die betroffene Person im Rahmen der auszuführenden Arbeiten auch auf 
dessen Infrastruktur angewiesen ist (vgl. E. 2.6 hiervor). 

Soweit die Beschwerdeführerin vorbringen lässt, D.________ habe mit sei-
ner Einzelfirma ein unternehmerisches Risiko getragen und sei somit als 
selbstständig Erwerbstätiger einzustufen (vgl. Beschwerde S. 6), vermag 
dies nicht zu überzeugen. Das spezifische Unternehmerrisiko besteht in der 
Regel darin, dass eine versicherte Person unabhängig vom Arbeitserfolg 

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sämtliche Kosten des Betriebs zu tragen hat (vgl. E. 2.5 hiervor), was auf 
den vorliegenden Sachverhalt gerade nicht zutrifft. Den monatlichen Leis-
tungsabrechnungen zufolge fakturierte die Einzelfirma ‚E.________‘ der 
Beschwerdeführerin einzig ‚Arbeiten‘ (AB 172), woraus zu schliessen ist, 
dass D.________ und die von ihm beigezogenen Mitarbeiter der Be-
schwerdeführerin in Selbstausleihe einzig ihre Arbeitskraft zur Verfügung 
stellten (vgl. auch AB 171 S. 1). Die von D.________ beigezogenen Mitar-
beiter standen zudem in einem Arbeitsverhältnis auf Abruf (AB 220  S. 23 - 
26), womit D.________ das unternehmerische Risiko von Lohnzahlungen 
bei Beschäftigungsausfällen voll und ganz auf seine Angestellten abwälzte. 
Nach den Feststellungen hiervor hatte die Einzelfirma ‚E.________‘ für die 
Ausführung der Gerüstbauaufträge nicht eigenes Gerüstmaterial einzuset-
zen und für die Dauer der Bauarbeiten zur Verfügung zu stellen. Insofern 
hatte diese Einzelfirma für die Auftragserledigung auch nicht beträchtliche 
Investitionen mit entsprechender Kapitalbindung (insbesondere während 
der Stehphase des Gerüsts) zu leisten. Das wirtschaftliche Risiko von 
D.________ erschöpfte sich somit einzig darin, dass er bei Auftragslosig-
keit einen Ertragsausfall hinzunehmen hatte. Soweit es sich dabei um den 
Ausfall der Entschädigung seiner eigenen Arbeitskraft handelte, stand er 
nicht anders da, wie die von im auf Abruf beschäftigten Arbeitnehmer (vgl. 
E. 2.6 hiervor).

3.3.2 Die Beschwerdeführerin lässt unter Verweis auf den Handelsregis-
tereintrag weiter ausführen, die Einzelfirma sei unter eigenem Namen auf-
getreten und sei nicht exklusiv für sie, sondern auch für andere Auftragge-
ber tätig gewesen, was ebenfalls gegen die Qualifikation als unselbststän-
dige Erwerbstätigkeit spreche (vgl. Beschwerde S. 5 und 7). Diesbezüglich 
ist sie darauf hinzuweisen, dass die Eintragung einer Einzelfirma im Han-
delsregister die vorliegend interessierende sozialversicherungsrechtliche 
Qualifikation nicht zu präjudizieren vermag (Entscheid des BGer vom 
18. Juni 2013, 8C_97/2013, E. 3.2) und ein solcher Eintrag lediglich als 
Hilfsmerkmal mitbestimmend sein kann (vgl. dazu Wegleitung über den 
massgebenden Lohn [WML] in der AHV, IV und EO, Rz. 4046 ff.). 

Des Weiteren steht aufgrund der Akten auch fest, dass die Einzelfirma 
‚E.________‘ ihre Arbeiten der Beschwerdeführerin und nicht der jeweiligen 

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Bauherrschaft fakturiert hat, sie mithin die Gerüstaufträge weder selber 
akquiriert noch für Dritte und Behörden (Bauherrschaft, Haftpflichtversiche-
rung, Gerüstpolizei etc.) in klar erkennbarer Weise in eigenem Namen aus-
geführt hat und in diesem Sinne als selbstständiges Wirtschaftssubjekt auf-
getreten ist.

Schliesslich vermag die Beschwerdeführerin auch aus der Behauptung, die 
Einzelfirma ‚E.________‘ sei auch noch für andere Auftraggeber tätig ge-
wesen, nichts zu Gunsten der Annahme einer selbstständigen Erwerbs-
tätigkeit abzuleiten. Abgesehen davon, dass diese Behauptung im vorlie-
genden Verfahren unbelegt blieb, ist die Beschwerdeführerin darauf hinzu-
weisen, dass es vorliegend einzig zu beurteilen gilt, in welcher Art und 
Weise D.________ in ihrem Betrieb tätig war und es durchaus sein kann, 
dass dieser auch noch in einem anderen Gerüstbaubetrieb auf ähnliche 
Weise in unselbstständiger Stellung arbeitete oder, sofern die Einzelfirma 
überhaupt über das hierzu erforderliche Gerüstmaterial verfügte und auch 
die weiteren Merkmale erfüllt waren, als im Sinne von Art. 66 Abs. 1 lit. b 
UVG eigenständiger Betrieb am Wirtschaftsleben teilnahm und im eigenen 
Namen Aufträge akquirierte und ausführte.

3.4 Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Beschwer-
degegnerin die von D.________ bzw. seiner Einzelfirma im Betrieb der 
Beschwerdeführerin geleisteten Arbeiten zu Recht als unselbstständige 
Erwerbstätigkeit einstufte. Der Einspracheentscheid vom 21. Septem-
ber 2016 (AB 215) betreffend die Rechnung nach Revision Nr. 5500762 
vom 19. Januar 2016 (AB 182) erweist sich somit als rechtens und die da-
gegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen.

4.

4.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG sind 
keine Verfahrenskosten zu erheben.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht weder für die unterlie-
gende Beschwerdeführerin (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG) 
noch für die obsiegende Beschwerdegegnerin (Art. 104 Abs. 4 i.V.m. Art. 2 

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Abs. 1 lit. c VRPG sowie BGE 126 V 143 E. 4a S. 150) Anspruch auf eine 
Parteientschädigung.

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- Advokat Dr. B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- Rechtsanwalt C.________ z.H. der Beschwerdegegnerin
- D.________ (mit Dokumenten gemäss Verfügung vom 12.9.2017)
- Bundesamt für Gesundheit

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.