# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 380a9f53-e0c6-5c5f-ac9d-061da9a68c6c
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-05-06
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 06.05.2021 725 20 345/117
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-20-345-117_2021-05-06.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 6. Mai 2021 (725 20 345 / 117) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Status quo ante sine; Zweifel an der kreisärztlichen Beurteilung; Rückweisung an die Vo-

rinstanz zur weiteren Abklärung 

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kan-

tonsrichterin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiberin i.V. Lena Ei-
chenberger 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Daniel Altermatt, 
Rechtsanwalt, Neuarlesheimerstrasse 15, Postfach 435, 4143 Dor-
nach 

  
 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen 

 

 

 

 

A. Die 1965 geborene A.____ verletzte sich am 10. März 2019 anlässlich eines Unfalls das 
rechte Knie. Sie stand damals in einem Anstellungsverhältnis mit der B.____ GmbH in X.____ 
und war dadurch als Arbeitnehmerin bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) 

 
 
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obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert. Die Suva erbrachte in der Folge die ge-
setzlichen Versicherungsleistungen. Mit Schreiben vom 13. August 2019 schloss die Suva den 
Fall per 25. August 2019 ab und stellte die Leistungen auf diesen Zeitpunkt ein. Sie begründete 
dies gestützt auf die kreisärztliche Beurteilung damit, dass der Zustand, wie er unmittelbar vor 
dem Unfall bestanden habe, spätestens am 10. Juni 2019 wieder erreicht gewesen sei. Nachdem 
A.____ erklärt hatte, ihr Arzt vom Spital Y.____ könne diesen Entscheid nicht nachvollziehen, 
nahm die Suva weitere Abklärungen vor. Daraufhin erliess sie am 30. September 2019 eine Ver-
fügung, mit welcher sie an ihrem Schreiben vom 13. August 2019 inhaltlich festhielt. Hiergegen 
liess A.____ am 31. Oktober 2019 durch Rechtsanwalt Daniel Altermatt Einsprache erheben mit 
dem Antrag, es seien ihr über den 25. August 2019 hinaus die gesetzlichen Versicherungsleis-
tungen zu erbringen. Mit Einspracheentscheid vom 7. August 2020 wies die Suva die Einsprache 
ab. 
 

B. Dagegen erhob A.____, weiterhin vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Altermatt, am 
14. September 2020 Beschwerde beim Kantonsgericht des Kantons Basel-Landschaft, Abteilung 
Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Sie beantragte, der Einspracheentscheid vom 7. Au-
gust 2020 sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihr über den 25. August 
2019 hinaus die gesetzlichen Versicherungsleistungen auszurichten; unter Kosten- und Entschä-
digungsfolge. Zur Begründung brachte sie im Wesentlichen vor, dass die Beschwerdegegnerin 
ihre Leistungseinstellung einzig auf versicherungsinterne ärztliche Beurteilungen stützen könne. 
An diesen versicherungsinternen Beurteilungen würden mehr als nur geringe Zweifel bestehen. 
Es gelinge der Beschwerdegegnerin nicht, zweifelsfrei nachzuweisen, dass es sich vorwiegend 
um eine abnützungs- bzw. krankheitsbedingte Meniskusläsion handle. Auch sei festzustellen, 
dass die Beschwerdegegnerin zumindest bis und mit dem operativen Eingriff vom 3. Oktober 
2019 die Leistungen erbringen müsse. 
 

C. In ihrer Vernehmlassung vom 25. September 2020 beantragte die Suva die Abweisung 
der Beschwerde. Sie begründete ihren Antrag damit, dass keine Zweifel an der Zuverlässigkeit 
der kreisärztlichen Beurteilung bestehen würden, weshalb auf diese abzustellen sei. Gemäss der 
Kreisärztin sei der Unfallmechanismus nicht geeignet gewesen, eine Meniskusläsion zu verursa-
chen. Beim Unfall sei es vielmehr zu einer Knieprellung mit einer vorübergehenden, jedenfalls 
nach drei Monaten abgeschlossenen Verschlimmerung eines degenerativen Vorzustands ge-
kommen. Dementsprechend habe der Unfall am 25. August 2019 keine ursächliche Rolle mehr 
gespielt. 
 

D. Mit Eingabe vom 8. Februar 2021 liess die Beschwerdeführerin replikweise geltend ma-
chen, dass sie im Zeitpunkt der Leistungseinstellung immer noch arbeitsunfähig gewesen sei. 
Zudem habe sie vor dem Unfallereignis vom 10. März 2019 keine Kniebeschwerden gehabt bzw. 
diese hätten sich nicht auf die Arbeitsfähigkeit ausgewirkt. 
 

E. Die Suva verzichtete mit Schreiben vom 11. Februar 2021 auf die Einreichung einer 
Duplik, hielt aber an ihrem Antrag auf Abweisung der Beschwerde fest. 
 

 

 
 
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Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

 

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss 
Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 
(UVG) vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einsprache-
entscheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Be-
schwerde erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjeni-
gen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz 
hat. Vorliegend befindet sich dieser in Z.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantons-
gerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfas-
sungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantons-
gericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden ge-
gen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch 
sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und 
formgerecht erhobene – Beschwerde der Versicherten vom 14. September 2020 ist demnach 
einzutreten. 
 

2.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG erbringt 
die Unfallversicherung ihre Leistungen auch bei nachfolgenden Körperschädigungen, sofern sie 
nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind: Knochenbrüche (lit. a); 
Verrenkungen von Gelenken (lit. b), Meniskusrisse (lit. c), Muskelrisse (lit. d), Muskelzerrungen 
(lit. e), Sehnenrisse (lit. f), Bandläsionen (lit. g) und Trommelfellverletzungen (lit. h). Art. 10 Abs. 
1 UVG gewährt der versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfall-
folgen (Heilbehandlung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise ar-
beitsunfähig, so hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Dieses beträgt bei 
voller Arbeitsunfähigkeit 80 % des versicherten Verdienstes. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird 
es entsprechend gekürzt (Art. 17 Abs.1 UVG). Der Anspruch entsteht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG 
am dritten Tag nach dem Unfalltag und er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfä-
higkeit, mit dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person. 
Art. 18 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Person Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn sie 
infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid ist. Erleidet sie durch den Unfall eine dauernde 
erhebliche Schädigung der körperlichen oder geistigen Integrität, so hat sie nach Art. 24 Abs. 1 
UVG Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung. Diese wird mit der Invaliden-
rente festgesetzt oder, falls kein Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung der ärztlichen Be-
handlung gewährt (Art. 24 Abs. 2 UVG). 
 

2.2 Die vorübergehenden Leistungen, wie Taggelder und Heilbehandlung, hat der Unfallver-
sicherer – sofern allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen 

 
 
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sind – nur so lange zu gewähren, als von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch eine 
namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann. Trifft dies nicht mehr zu 
und ist ein Endzustand eingetreten, ist der Fall unter Einstellung der vorübergehenden Leistungen 
mit gleichzeitiger Prüfung des Anspruches auf eine Invalidenrente und/oder eine Integritätsent-
schädigung abzuschliessen (Art. 19 Abs. 1 UVG). Die Einstellung der vorübergehenden Leistun-
gen und der Fallabschluss mit der Prüfung der Rentenfrage und der Integritätsentschädigung 
hängen derart eng zusammen, dass von einem einheitlichen Streitgegenstand auszugehen ist 
(vgl. BGE 144 V 354 E. 4.2). 
 

2.3 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt – unter anderem –vo-
raus, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Ar-
beitsunfähigkeit, Invalidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher und ein adäquater Kausalzu-
sammenhang besteht (BGE 129 V 181 E. 3.1 und 3.2). Ursachen im Sinne des natürlichen Kau-
salzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht 
als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten ge-
dacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kau-
salzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache 
gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis im Sinne einer Teilur-
sache zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicher-
ten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, 
ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (vgl. BGE 142 V 438 E.1, 129 
V 181 E. 3.1, 119 V 337 E. 1 mit weiteren Hinweisen). Ob zwischen einem schädigenden Ereignis 
und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tat-
frage, worüber die rechtsanwendende Behörde – die Verwaltung oder im Streitfall das Gericht – 
im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem im So-zialversicherungsrecht übli-
chen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit 
eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruches nicht (BGE 129 
V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). Es ist vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die von 
allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste gewürdigt wird 
(vgl. BGE 125 V 195 E. 2, 121 V 47 E. 2a und 208 E. 6b). 
 

2.4 Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst 
manifestiert bzw. ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nach-
gewiesen, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die na-
türliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch 
und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der 
(krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo 
ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines 
krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), 
erreicht ist (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 326 E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b, je mit Hinweisen). 
Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen 
jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem 
im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich-
keit (BGE 134 V 125 f. E. 9.5 mit Hinweisen) nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr 

 
 
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gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei um 
eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – anders als bei der Frage, ob 
ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der versi-
cherten Person, sondern beim Unfallversicherer (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 
29. Mai 2020, 8C_241/2020, E. 3, vom 19. März 2019, 8C_834/2018, E. 3, und vom 28. August 
2018, 8C_421/2018, E. 3.2, in: SVR 2019 IV Nr. 9 S. 27). Der Beweis des Wegfalls des Kausal-
zusammenhangs muss nicht durch den Nachweis unfallfremder Ursachen erbracht werden. 
Ebenso wenig geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass 
kein Gesundheitsschaden mehr vorliege oder die versicherte Person nun bei voller Gesundheit 
sei. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen des Gesundheitsschadens ihre kausale 
Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 14. Feb-
ruar 2020, 8C_840/2019, E. 3.2, vom 10. Januar 2020, 8C_548/2019, E. 3.2, und vom 5. Dezem-
ber 2018, 8C_276/2018, E. 2.3, je mit Hinweisen).  
 

2.5 Bezüglich Listenverletzungen gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG hielt das Bundesgericht in 
BGE 146 V 51 (E. 9.1 und 9.2) fest, wenn diese auf ein Unfallereignis im Sinne von Art. 4 ATSG 
zurückzuführen seien, sei der Unfallversicherer so lange leistungspflichtig, bis der Unfall nicht 
mehr die natürliche und adäquate Ursache darstelle, der Gesundheitsschaden also nur noch und 
ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruhe. Bei fehlendem natürlichem Kausalzusam-
menhang zwischen einem Unfallereignis und einer Listenverletzung erübrige sich eine Prüfung 
der Leistungspflicht nach Art. 6 Abs. 2 UVG, jedenfalls solange kein anderes initiales Ereignis als 
Verletzungsursache in Frage komme. Mit dem Erreichen des Status quo sine vel ante entfällt eine 
Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden (SVR 2010 UV Nr. 31 S. 125). Solange 
jedoch der Status quo sine vel ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfallversicherer ge-
stützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und 
Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die Heilbehandlungskosten nach Art. 10 UVG 
fallen. Demnach hat die versicherte Person bis zum Erreichen des Status quo sine vel ante auch 
Anspruch auf eine zweckgemässe Behandlung, welche operative Eingriffe umfassen kann (vgl. 
Urteil des Bundesgerichts vom 20. Juni 2012, 8C_956/2011, E. 4.2 mit Hinweisen). 
 

3.1 Der Sozialversicherungsprozess wird vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht 
(Art. 61 lit. c ATSG). Das Sozialversicherungsgericht hat danach von Amtes wegen für die richtige 
und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt 
nicht uneingeschränkt. Er findet sein Korrelat in der Mitwirkungspflicht der Parteien (vgl. BGE 122 
V 158 E. 1a, 121 V 210 E. 6c je mit Hinweisen). Im Übrigen schliesst der Untersuchungsgrundsatz 
die Beweislast im Sinne der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im Sozialversicherungs-
prozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Fall der Be-
weislosigkeit der Entscheid zuungunsten der Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebe-
nen Sachverhalt Rechte ableiten will (BGE 115 V 142 E. 8a, 107 V 163 E. 3a). Diese Beweisregel 
greift Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes auf 
dem Weg der Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die überwiegende 
Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 138 V 221 E. 6, 117 V 264 
E. 3b, je mit Hinweisen). 
 

 
 
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3.2 Für die Abklärung medizinischer Sachverhalte – wie der Beurteilung des Gesundheits-
zustandes und der Arbeitsfähigkeit sowie der Feststellung natürlicher Kausalzusammenhänge im 
Bereich der Medizin – ist die Verwaltung bzw. das Gericht regelmässig auf Unterlagen angewie-
sen, die ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Das Gericht hat diese 
medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne 
Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies be-
deutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stam-
men, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zu-
verlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei ei-
nander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das ge-
samte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht 
auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist 
demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Unter-
suchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten 
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und 
in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der 
Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 
E. 1c). 
 

3.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten 
Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen 
und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung 
der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft 
zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen 
(BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Den Berichten und Gutachten versicherungs-
interner Fachpersonen hingegen kommt nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren 
nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichts-
gutachten. An die Beweiswürdigung sind deshalb strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein 
Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen 
auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärzt-
lichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 470 E. 4.4, 
mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts vom 26. März 2015, 8C_879/2014, E. 5.3). 
 

4.1 Vorliegend ist strittig und zu prüfen, ob die Suva zu Recht die gesetzlichen Versiche-
rungsleistungen per 25. August 2019 eingestellt hat. Der strittigen Angelegenheit liegen diverse 
ärztliche Unterlagen zu Grunde. Im Folgenden sollen jedoch lediglich diejenigen Stellungnahmen 
und Berichte wiedergegeben werden, welche sich für den Entscheid als zentral erweisen. 
 

 
 
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4.2 Die erstbehandelnde Ärztin Dr. med. C.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, diagnos-
tizierte mit ärztlichem Zwischenbericht vom 24. April 2019 eine Kniekontusion rechts am 10. März 
2019 sowie einen Verdacht auf Abrissfraktur Patella. 
 

4.3 Die Magnetresonanztomographie (MRT) des rechten Knies und Unterschenkels vom 26. 
April 2019 führte zu folgender Beurteilung: Horizontalriss im Corpus bis zum Übergang vom Cor-
pus zum Hinterhorn des Aussenmeniskus, bei Bewegungsartefakten ist eine zusätzliche radiäre 
Komponente nicht auszuschliessen; mässiger Kniegelenkserguss; fokaler Knorpeldefekt (ICRS 
III) des lateralen Tibiacondylus ohne fassbares Corpus liberum; A.e. partiell rupturierte Baker-
zyste; nebenbefundlich bekannte Patella bipartita. 
 

4.4 Am 30. April 2019 wurde ein erstes Telefoninterview mit der Beschwerdeführerin durch-
geführt. Darin berichtete sie, der Arzt des Spitals Y.____ habe ihr mitgeteilt, dass die Hausärztin 
ihr Knie falsch behandelt und eine falsche Knieschiene gesetzt hätte. Durch das Tragen der 
Schiene sei es zu einer Fehlhaltung gekommen. 
 

4.5 Mit Sprechstundenbericht vom 30. April 2019 diagnostizierte die Ärzteschaft des Spitals 
Y.____ betreffend das rechte Knie einen Status nach Treppensturz am 10. März 2019 mit direkter 
Kontusion mit/bei traumatisierter Patella bipartita sowie lateraler Meniskusläsion und freier Lap-
penbildung. Sie bemerkte, dass die Patientin über einen Sturz direkt auf das rechte Knie berichte 
und seither deutliche Schmerzen suprapatellär beim Drauftreten habe. Die Bewegung sei aus-
serdem deutlich eingeschränkt. 
 

4.6 Die Ärzte des Spitals Y.____ stellten zudem mit Sprechstundenbericht vom 22. Mai 2019 
das rechte Knie betreffend den Verdacht auf «Complex Regional Pain Syndrome» (CRPS). In 
der Beurteilung wurde festgehalten, dass keine Verbesserung durch die Physiotherapie eingetre-
ten sei. Es seien die intraartikuläre Infiltration mit Lokalanästhetikum und Kortison erfolgt, 
wodurch sich im Anschluss eine deutliche Besserung der Beschwerden gezeigt habe. 
 

4.7 Mit Sprechstundenbericht datiert vom 12. Juni 2019 des Spitals Y.____ ist die im Bericht 
vom 22. Mai 2019 gestellte Diagnose bestätigt worden. Im Bericht wurde ausgeführt, dass sich 
nun eine Verbesserung der Symptomatik nach CRPS auf der rechten Seite zeige. Die Patientin 
sei jedoch in ihrem Beruf weiterhin nur teileinsatzfähig. Aufgrund des komplizierten Verlaufs 
würde weiterhin eine Arthroskopie bei lateraler Meniskusläsion äusserst vorsichtig indiziert. 
 

4.8 Das Spital Y.____ hielt im Bericht betreffend der MRT-Untersuchung vom 19. Juli 2019 
in der Beurteilung Folgendes fest: bekannter, mittlerweile teils narbig organisierter, dislozierter 
horizontaler Riss des Hinterhorns des Aussenmeniskus am rechten Knie; bekannter Knorpelde-
fekt des lateralen Tibiaplateaus (ICRS III), der lateralen Femurkondyle (ICRS II); geringgradig 
progredientes subchondrales Ödem am posterolateralen Tibiaplateau; etwa konstanter mässiger 
Kniegelenkserguss bei etwas grössenregredienter Bakerzyste. 
 

 
 
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4.9 Im Sprechstundenbericht vom 24. Juli 2019 des Spitals Y.____ wurde zusätzlich zur 
bisher gestellten Diagnose eine Beschwerdepersistenz mit erneuter Verschlechterung unter Be-
lastungssteigerung vom Juli 2019 festgehalten. Mit der Patientin seien die Optionen einer arthro-
skopischen Teilmeniskektomie besprochen worden. Aufgrund der deutlichen Beschwerdeprogre-
dienz erfolge wiederum die Reduktion der Arbeitsfähigkeit auf 50 % ab dem 15. Juli 2019. 
 

4.10 Gemäss Sprechstundenbericht vom 30. Juli 2019 des Spitals Y.____ berichtete die Pa-
tientin über eine persistierende Schmerzsituation und Einschränkung im Alltag. Sie arbeite zu 50 
% bei B.____ als Logistikerin. Eine Infiltration vor mehreren Monaten habe keine signifikante 
Schmerzverbesserung erbracht. In der Beurteilung wurde festgehalten, dass Dr. med. D.____, 
FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, zur Sprechstunde 
hinzugezogen worden sei. Die komplexe Situation sei von ihm ebenfalls als eine CRPS interpre-
tiert worden. 
 

4.11 Wie die Kreisärztin Dr. med. E.____, FMH Allgemeine Chirurgie und Traumatologie, in 
ihrer Stellungnahme vom 6. August 2019 ausführte, seien in der MRT keine strukturellen Läsio-
nen nachgewiesen, die im Zusammenhang mit der Kontusion stehen würden. Zudem sei eine 
Kontusion nach maximal drei Monaten ausgeheilt. Sodann ist der Aktennotiz vom 6. August 2019 
zu entnehmen, dass der Status quo ante sine erreicht worden sei. 
 

4.12 Wie im Sprechstundenbericht des Spitals Y.____ vom 23. August 2019 festgehalten 
wurde, berichte die Patientin über eine nun deutlich verbesserte Beweglichkeit bei jedoch weiter-
hin bestehenden Beschwerden mit wiederkehrend auftretenden Instabilitäts- und Schnappphä-
nomenen über der Knieaussenseite. Aktuell bestehe eine 50%ige Arbeitsfähigkeit. Gleichzeitig 
wurde um Wiedererwägung des Entscheids gebeten, da klar die Kausalität zum Unfallereignis 
bestehe. Betreffend das Schreiben der Suva vom 13. August 2019 hinsichtlich der Leistungsein-
stellung wurde nämlich festgehalten, dass eine Kausalität durch den Treppensturz vom 10. März 
2019 und Folgen der Entwicklung einer Kniegelenksteife, Differenzialdiagnose CRPS, bestehe. 
In dieser Situation sei primär eine operative Versorgung klar kontraindiziert gewesen. Unter der 
nun deutlich verbesserten Gelenksteife, bei jedoch persistierenden Instabilitätssymptomen des 
Meniskuslappens, bestehe nun die Indikation zur operativen Versorgung. 
 

4.13 In ihrer Beurteilung vom 9. September 2019 bemerkte die Kreisärztin Dr. E.____, dass 
die Versicherte gemäss Erstbefund der Hausärztin und den Sprechstundenberichten des Spitals 
Y.____ vom April 2019 an einer Knieschwellung sowie Schmerzen vor allem suprapatellär gelitten 
habe. Meniskuszeichen seien nicht nachgewiesen worden, insbesondere keine Blockaden. In der 
MRT hätten sich keine frischen Läsionen, welche auf die Kniekontusion zurückzuführen wären, 
gezeigt. Im Verlauf hätten die Beschwerden persistiert, sodass zwischenzeitlich ein Verdacht auf 
CRPS bestanden habe, wobei in allen Berichten keine Befunde dokumentiert seien, welche die 
Diagnose unterstützen könnten. Die beschriebene Kniegelenksteife respektive Bewegungsein-
schränkung habe mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in Zusammenhang mit der persistieren-
den Schwellung aufgrund fortgeschrittener degenerativer Veränderungen des lateralen Gelenk-
fachs gestanden. Die nun aktuell indizierte Kniegelenksarthroskopie stehe demnach nicht in Zu-
sammenhang mit dem Unfall, sondern mit den vorbestehenden degenerativen Veränderungen 

 
 
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am lateralen Meniskus. Der beschriebene Sturz vom 10. März 2019 mit Kniekontusion sei biome-
chanisch nicht geeignet gewesen, eine laterale Meniskusläsion auszulösen. Es sei auch zu be-
merken, dass anfangs die Symptome suprapatellar – also im anterioren Kniegelenksbereich – 
beschrieben worden seien. Erst seit Juli 2019 würden laterale Kniegelenksschmerzen angege-
ben. Sie halte an ihrer Stellungnahme vom 6. August 2019 fest. So seien die aktuell geklagten 
Beschwerden am rechten Kniegelenk nicht mehr mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das 
Kontusionstrauma vom 10. März 2019 zurückzuführen, sondern auf vorbestehende degenerative 
Veränderungen im lateralen Kniegelenksfach. Der beschriebene Unfallmechanismus mit Knie-
kontusion rechts hätte zu einer vorübergehenden Verschlimmerung eines degenerativen Vorzu-
stands über maximal drei Monate führen können. 
 

4.14 Mit Sprechstundenbericht des Spitals Y.____ vom 30. September 2019 wurden diesel-
ben Diagnosen wie bisher gestellt. Die Patientin beschreibe weiterhin bestehende starke lateral-
seitige Schmerzen. Die Kortisontherapie sei am 10. September 2019 abgeschlossen worden. 
Aktuell arbeite sie zu 50 % bei B.____. Als Befund wird insbesondere eine weiterhin bestehende 
Schwellung des Gelenks sowie positive laterale Meniskuszeichen mit provozierbarem 
Schnappphänomen festgehalten. Es bestehe weiterhin eine symptomatische laterale Meniskus-
läsion. Aufgrund des erhöhten Leidensdrucks sowie weiterhin bestehender starker Schmerzen 
werde die operative Sanierung mit Meniskektomie des Aussenmeniskus für den 3. Oktober 2019 
geplant. 
 

4.15 Am 3. Oktober 2019 erfolgte der operative Eingriff. Wie dem Operationsbericht vom 
7. Oktober 2019 zu entnehmen ist, habe am 10. März 2019 ein Distorsionstrauma stattgefunden, 
das zu einem symptomatischen instabilen Aussenmeniskuslappenriss geführt habe. Aufgrund ei-
ner Kniegelenkssteife, Differenzialdiagnose CRPS, habe eine operative Versorgung nicht früher 
stattfinden können. 
 

4.16 Aus dem Sprechstundenbericht vom 18. November 2019 des Spitals Y.____ geht her-
vor, dass die erste klinische Verlaufskontrolle sechs Wochen nach der Operation stattgefunden 
habe. Die Patientin gebe an, bisher mit den Gehstöcken teilbelastet zu haben. Physiotherapie 
werde durchgeführt. Zudem sei die Arbeitsfähigkeit noch nicht gegeben. 
 

4.17 Im Sprechstundenbericht vom 13. Januar 2020 des Spitals Y.____ wird anamnestisch 
festgehalten, dass die Patientin eine Besserung der Beschwerden mit jedoch noch bestehenden 
Restbeschwerden angebe. Insbesondere nach vermehrter Belastung habe sie Schmerzen im 
rechten Kniegelenk. Bezüglich des weiteren Vorgehens wurde ausgeführt, dass eine Fortsetzung 
der Physiotherapie empfohlen werde. Ab dem 13. Januar 2020 bis 9. Februar 2020 werde die 
Arbeitsfähigkeit auf einen 50%igen Arbeitsversuch festgelegt, welcher ab dem 10. Februar 2020 
auf 100 % gesteigert werden soll. 
 

4.18 Die Kreisärztin hielt in ihrer Beurteilung vom 4. März 2020 in erneuter Bestätigung ihrer 
Stellungnahme vom 6. August 2019 im Wesentlichen fest, dass die Kniegelenksarthroskopie der 
Sanierung der degenerativen Meniskusläsion gedient habe, die nicht im Zusammenhang mit der 

 
 
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erlittenen Kniekontusion gestanden habe. Der fachradiologische Bericht dokumentiere kein Kno-
chenödem, auch nicht im Bereich der kontusionierten Patella bipartita. Eine Kniegelenksblockade 
oder Steife bei einer nachgewiesenen Kniebeweglichkeit von 90 Grad und mehr habe sich eben-
falls nicht gezeigt. Auch hätten niemals Befunde vorgelegen, die die Budapest-Kriterien für das 
Vorliegen eines CRPS erfüllt hätten. Spätestens bei der Verlaufskontrolle am 12. Juni 2019 seien 
die Unfallfolgen abgeklungen gewesen. Gehe man davon aus, dass die Kniekontusion die vorbe-
stehende Patella bipartita traumatisiert habe, obwohl in der MRT kein entsprechendes Ödem an 
der Patella nachgewiesen worden sei, wären die Folgen spätestens drei Monate nach Kniekon-
tusion abgeheilt. Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit sei die Unfallkausalität entsprechend den 
dokumentierten Befunden vom 12. Juni 2019 spätestens nach drei Monaten nicht mehr gegeben 
gewesen. 
 

5.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich im angefochtenen Einspracheentscheid vom 
7. August 2020 bei der Beurteilung der medizinischen Sachlage auf die kreisärztlichen Beurtei-
lungen vom 6. August 2019, 9. September 2019 und 4. März 2020 von Dr. E.____. Sie ging 
demzufolge davon aus, dass der Unfallmechanismus nicht geeignet gewesen sei, eine Menis-
kusläsion zu verursachen und es beim Unfall zu einer Knieprellung mit einer nach drei Monaten 
abgeschlossenen Verschlimmerung eines degenerativen Vorzustands gekommen sei. Dement-
sprechend habe der Unfall im Zeitpunkt der Leistungseinstellung im Beschwerdebild keine ur-
sächliche Rolle mehr gespielt. Wie oben (vgl. E. 3.3 hiervor) ausgeführt, sind an die Beweiswür-
digung strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Versicherungsfall – wie hier – ohne Einholung 
eines externen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der 
Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind 
ergänzende Abklärungen vorzunehmen.  
 

5.1.1 Solche Zweifel an der Schlüssigkeit der Beurteilung der Kreisärztin Dr. E.____ liegen 
hier vor. So argumentiert sie, der Unfallhergang sei biomechanisch nicht geeignet gewesen, eine 
laterale Meniskusläsion auszulösen. Dieser Einschätzung ist entgegenzuhalten, dass bei einer 
Meniskusschädigung als typischer biomechanischer Ablauf ein Distorsionstrauma gilt. Ein sol-
ches wird im Operationsbericht vom 7. Oktober 2019 explizit festgehalten. Die Kreisärztin nimmt 
keine Stellung dazu, dass die operierenden Ärzte von einem Distorsionstrauma ausgehen. Des 
Weiteren ist auffällig, dass Dr. E.____ als Ursache für die Beschwerden degenerative Verände-
rungen bzw. ein degenerativer Vorzustand annimmt, ohne sich dabei mit einer möglichen Teilur-
sächlichkeit des Unfalls auseinanderzusetzen. Sie ist sogar der Ansicht, dass die Kniegelenks-
arthroskopie einzig der Sanierung der degenerativen Meniskusläsion gedient habe. Demgegen-
über ergeben sich aus sämtlichen medizinischen Berichten keinerlei Hinweise auf einen fortge-
schrittenen degenerativen Vorzustand, der gleichzeitig auch eine Teilursächlichkeit des Unfalls 
ausschliessen würde. Die Beurteilung der Kreisärztin scheint vor diesem Hintergrund zweifelhaft. 
 

5.1.2 Anlass zu weiteren Zweifeln ergibt sich aus dem Umstand, dass die Unfallkausalität ab-
gesprochen wurde, als die Beschwerdeführerin mitten in der Behandlungsphase mit bestehender 
Arbeitsunfähigkeit und bevorstehender Operation stand. Führt man sich die verschiedenen 
Sprechstundenberichte des Spitals Y.____ vor Augen, fällt auf, dass der gesundheitliche Zustand 
der Beschwerdeführerin bis zum Zeitpunkt der Leistungseinstellung – und auch noch darüber 

 
 
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hinaus – symptomatisch war, sodass fraglich ist, ob tatsächlich jegliche Kausalität des Unfalls 
nicht mehr gegeben war. Sowohl der Bericht vom 24. Juli 2019 wie auch derjenige vom 30. Juli 
2019 des Spitals Y.____ halten eine Beschwerdepersistenz mit erneuter Verschlechterung unter 
Belastungssteigerung fest. Sodann ergibt sich aus dem Bericht vom 23. August 2019, dass sich 
die Beweglichkeit zwar deutlich verbessert habe, dass jedoch weiterhin Beschwerden mit wieder-
kehrend auftretenden Instabilitäts- und Schnappphänomenen bestehen würden. Ferner wird in 
diesem Bericht um Wiedererwägung des Entscheids gebeten, da eindeutig von einer Kausalität 
zum Unfallereignis ausgegangen wird. Wie aus dem Sprechstundenbericht vom 30. September 
2019 hervorgeht, litt die Beschwerdeführerin auch nach dem Zeitpunkt der Leistungseinstellung 
an starken lateralseitigen Schmerzen. Auch war ihr Kniegelenk nach wie vor geschwollen. Auf-
grund eines erhöhten Leidensdrucks sowie weiterhin bestehender starker Schmerzen erfolgte 
schliesslich am 3. Oktober 2019 der operative Eingriff. Auch aus dem Operationsbericht können 
Anhaltspunkte entnommen werden, dass als Ursache der Meniskusläsion das Unfallgeschehen 
angesehen wird. Aufgrund des Gesagten lässt sich die streitige Kausalitätsfrage nicht abschlies-
send beurteilen. Damit besteht ein Defizit bei der Ermittlung des relevanten medizinischen Sach-
verhalts. Bei dieser Sachlage hat es die Beschwerdegegnerin unterlassen, im Rahmen der ihr 
obliegenden Untersuchungspflicht (Art. 43 ATSG) zur Klärung der medizinischen Sachlage er-
gänzende Abklärungen durchzuführen. Der angefochtene Einspracheentscheid ist somit aufzu-
heben und es sind weitere Abklärungen in Bezug auf die Unfallkausalität der Beschwerden vor-
zunehmen. 
 

5.2 Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung kann das Sozialversicherungsgericht 
nicht frei entscheiden, ob es eine Streitsache an die Verwaltung zurückweist. Die Beschwer-
deinstanz hat vielmehr im Regelfall selbst die nötigen Abklärungen vorzunehmen, wenn sie einen 
im Verwaltungsverfahren anderweitig erhobenen Sachverhalt überhaupt für gutachterlich abklä-
rungsbedürftig hält oder wenn eine Administrativexpertise in einem rechtserheblichen Punkt nicht 
beweiskräftig ist (BGE 137 V 263 E. 4.4.1 ff.). Da die Beschwerdegegnerin den medizinischen 
Sachverhalt im vorliegenden Fall aber unvollständig abgeklärt hat und es nicht die Aufgabe des 
kantonalen Gerichts ist, im Verwaltungsverfahren versäumte Abklärungen nachzuholen, steht ei-
ner Rückweisung an die Beschwerdegegnerin unter Berücksichtigung der zitierten Rechtspre-
chung des Bundesgerichts nichts entgegen. Demzufolge ist die Angelegenheit zur weiteren Ab-
klärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Diese muss die Unfallkausalität in Bezug 
auf die bei der Versicherten über den 25. August 2019 hinaus bestehenden Beschwerden durch 
ein versicherungsexternes Gutachten abklären lassen. Gestützt auf die Ergebnisse dieser Ak-
tenergänzung wird sie in der Folge über die strittige Leistungseinstellung neu zu befinden haben. 
Die Beschwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen. 
 

6.1 Gemäss Art. 61 lit. a ATSG in der bis Ende 2020 gültig gewesenen, hier anwendbaren 
Fassung (vgl. Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 21. Juni 2019) hat der Prozess vor 
dem kantonalen Gericht für die Parteien in der Regel kostenlos zu sein. Es sind demnach für das 
vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben. 
 

 
 
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6.2 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person An-
spruch auf Ersatz der Parteikosten. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend ist der Be-
schwerdeführerin deshalb eine angemessene Parteientschädigung zuzusprechen. Der Rechts-
vertreter der Beschwerdeführerin hat in seiner Honorarnote vom 4. März 2021 einen Zeitaufwand 
von 8 Stunden und 15 Minuten geltend gemacht, welcher im Umfang des noch vor Erlass des 
angefochtenen Einspracheentscheids geltend gemachten Aufwands von 30 Minuten inklusiv 
Auslagen von Fr. 4.-- zu kürzen ist. Der verbleibende entschädigungsberechtigte Zeitaufwand 
von 7 Stunden und 45 Minuten erweist sich in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und 
Rechtsfragen als angemessen. Die entsprechenden Bemühungen sind zu dem in Sozialversiche-
rungsprozessen praxisgemäss für durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelangenden Stunden-
ansatz von Fr. 250.-- zu entschädigen. Der Beschwerdeführerin ist demnach für das vorliegende 
Beschwerdeverfahren eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 2'176.05 (7 Stunden und 45 
Minuten à Fr. 250.-- und Auslagen von Fr. 83.00 zuzüglich 7,7 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der 
Beschwerdegegnerin zuzusprechen. 
 
7.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 
ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig ge-
gen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenentscheide sind 
– mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbegehren 
(vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten anfechtbar, 
wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können 
(Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid 
herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Be-
weisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Recht-
sprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur 
Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um 
einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückwei-
sungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen 
Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2). 
 

7.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen-
entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraus-
setzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende 
Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 

 

 
  

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als der angefochtene 
Einspracheentscheid vom 7. August 2020 aufgehoben und die Angele-
genheit zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen und zum Er-
lass einer neuen Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückgewie-
sen wird. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine reduzierte 
Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 2'176.05 (inkl. Auslagen und 
7,7 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen.