# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 99b88e60-633e-5956-ba7d-a3e5a9fb7275
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-09-27
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 27.09.2017 III 2017 140
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2017-140_2017-09-27.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2017 140

Entscheid vom 27. September 2017 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Ruth Mikšovic-Waldis, Richterin
Monica Huber-Landolt, Richterin
MLaw Caroline Guhl, a.o. Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,

gegen

1. B.________, E.________,
2. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9, 

Postfach 1260, 6431 Schwyz,
Vorinstanzen,

Gegenstand Sozialhilfe (Einstellung der wirtschaftlichen Hilfe)

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Sachverhalt:

A. A.________ (geb. am … 1962), wohnhaft in E.________, wurde seit Janu-
ar 2002 von der Fürsorgebehörde der Gemeinde E.________ mit wirtschaftlicher 
Hilfe unterstützt. Nach einer entsprechenden Meldung im Juni 2016 veranlasste 
die B.________ eine Fahrzeugabklärung; A.________ bestätigte, drei Fahrzeuge 
zu besitzen. Mit Beschluss vom 12. Oktober 2016 setzte die B.________ 
A.________ Frist an bis zum 1. Dezember 2016, um u.a. hinsichtlich des von ihm 
genutzten VW Polo ein umfassendes Budget und Belege einzureichen sowie die 
weiteren Fahrzeuge (u.a. Fiat Ducato 97) zu verwerten und die Fahrzeugschilder 
dem Verkehrsamt zu retournieren. Dieser Beschluss erwuchs unangefochten in 
Rechtskraft. 

In einem weiteren Beschluss vom 16. November 2016 erteilte die B.________ 
unter Hinweis darauf, dass A.________ gemäss Arztzeugnissen weiterhin 100% 
arbeitsunfähig sei, Kostengutsprache für einen Einsatz im Beschäftigungspro-
gramm WTL, wobei die Aufnahme dieser Beschäftigung möglichst zeitnah durch 
das Sozialzentrum F.________ zu organisieren sei.

B. An der Sitzung vom 14. Dezember 2016 stellte die B.________ fest, dass 
A.________ folgende ihm auferlegte Auflagen nicht erfüllt hatte, und zwar:

 dass er das Budget und die Belege für die Nutzung des VW Polos (Kosten Ab-
stellplatz/ Benzin/ Unterhalt/ Versicherung/ Steuern) nicht eingereicht hatte;

 dass er seine weiteren Fahrzeuge (Fiat Ducato 97 etc.) weder verwertet, noch 
entsprechende Einnahmen gemeldet hatte;

 und dass er (abgesehen vom Nummernschild für den VW Polo) die weiteren Ver-
kehrsschilder weder dem Verkehrsamt retournierte, noch dazu informierte.

Daraus folgerte die Fürsorgebehörde sinngemäss, dass ein Autohandel nicht 
auszuschliessen sei und deswegen die Bedürftigkeit nicht abschliessend beurteilt 
werden könne. Im Ergebnis beschloss sie gleichentags, entsprechend der bereits 
im Oktober-Beschluss angedrohten Leistungskürzung wegen Nichteinhaltung der 
Auflagen sowie Verletzung der Auskunfts- und Meldepflichten, eine Kürzung des 
Grundbedarfs um 30% für drei Monate (Jan. bis März 2017). Zudem wurde 
A.________ eine neue Frist bis 1. März 2017 angesetzt, um die im Beschluss 
vom 12. Oktober 2016 erteilten Auflagen zu erfüllen, unter der Androhung, dass 
bei erneutem Nichterfüllen der Auflagen die wirtschaftliche Sozialhilfe eingestellt 
werde. Auch dieser Beschluss erwuchs unangefochten in Rechtskraft.

C. An der Sitzung vom 15. März 2017 hielt die B.________ hinsichtlich der 
A.________ auferlegten Auflagen u.a. was folgt fest:

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 dass er die Auskunfts- und Meldepflichten weiterhin nicht vollumfänglich erfüllte;

 dass er nur teilweise Unterlagen zur Eigennutzung des VW Polo einreichte;

 dass er nicht sämtliche weiteren Fahrzeuge verwertete sowie keine Angaben zu 
den Einnahmen machte;

 und dass er hingegen alle Nummernschilder (bis auf SZ C.________für den VW 
Polo) beim Verkehrsamt deponiert habe.

Nachdem nicht alle Auflagen erfüllt seien, das eingeräumte rechtliche Gehör 
nicht wahrgenommen worden sei und aus den nur teilweise eingereichten Unter-
lagen nicht entnommen werden könne, wie die Fahrzeuge und deren Nutzung fi-
nanziert würden, beschloss die Fürsorgebehörde am 15. März 2017, die bisheri-
ge wirtschaftliche Sozialhilfe wegen mangelndem Nachweis der Bedürftigkeit 
einzustellen.

D. Gegen diesen Beschluss Nr. 2017.40 vom 15. März 2017 erhob 
A.________ am 28. März 2017 (mit Hilfe der Pro Infirmis) Beschwerde beim Re-
gierungsrat (VB 70/2017; RR-act. I/01). Er beantragte sinngemäss die Weiter-
führung der finanziellen Unterstützung. 

E. Mit RRB Nr. 522/2017 vom 4. Juli 2017 hat der Regierungsrat die Be-
schwerde abgewiesen.

F. Gegen diesen frühestens am 5. Juli 2017 eingegangenen Beschluss (das 
Versanddatum ist nicht aktenkundig) hat A.________ rechtzeitig am 25. Juli 2017 
(= Datum der Postaufgabe) beim Verwaltungsgericht Beschwerde eingereicht mit 
dem sinngemässen Rechtsbegehren, weiterhin wirtschaftliche Hilfe zu erhalten.

G. Mit Vernehmlassung vom 14. August 2017 beantragte das kantonale Si-
cherheitsdepartement, die Beschwerde sei unter Kostenfolgen zulasten des Be-
schwerdeführers abzuweisen, soweit überhaupt darauf eingetreten werden kön-
ne. Die Fürsorgebehörde reichte innert der angesetzten Frist keine Vernehmlas-
sung ein.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Vor Erlass eines Entscheides prüft das Verwaltungsgericht von Amtes we-
gen, ob die Voraussetzungen für einen Sachentscheid erfüllt sind. Es prüft u.a. 
die Zuständigkeit, die Rechtsmittelbefugnis und ob der Rechtsanspruch form- 
und fristgerecht geltend gemacht wurde (§ 27 Abs. 1 lit. a, d und f des kantonalen 
Verwaltungsrechtspflegegesetzes (VRP; SRSZ 234.110). Ist eine der Vorausset-
zungen nicht gegeben, trifft das Gericht einen Nichteintretensentscheid 
(§ 27 Abs. 2 VRP). 

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1.2 Gemäss § 38 Abs. 2 VRP muss die Eingabe einen Antrag, eine Begrün-
dung, die Angabe der Beweismittel und die Unterschrift der Partei oder ihres Ver-
treters enthalten. In der Begründung muss dargetan werden, inwiefern die ange-
fochtene Verfügung nach Auffassung des Beschwerdeführers an einem oder 
mehreren der in § 55 VRP genannten Mängel leidet. Als Mängel im Sinne von 
§ 55 Abs. 1 VRP gelten die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
rechtserheblichen Sachverhaltes (lit. a) oder die unrichtige Rechtsanwendung, 
einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens (lit. b). 

1.3 Insbesondere bei juristischen Laien werden an Antrag und Begründung 
keine hohen Anforderungen gestellt (Griffel in: Kommentar zum Verwaltungs-
rechtspflegegesetz des Kantons Zürich [VRG], 3. Aufl., Zürich 2014, § 23 N 12, 
17 und § 54 N 1). Aus dem Antrag muss sich sinngemäss und unter Umständen 
aus dem Zusammenhang und unter Beizug der Begründung ergeben, was der 
Beschwerdeführer erreichen will (Griffel, a.a.O., § 23 N 12). Die Begründung 
muss sachbezogen sein und es muss im Ansatz erkennbar sein, weshalb und in 
welchen Punkten die beanstandete Verfügung angefochten wird (Griffel, a.a.O.,  
§ 23 N 17 und § 54 N 1; Urteil des Verwaltungsgerichts Zürich VB.2004.00281 
vom 9.9.2004 Erw. 2.2). Eine summarische Begründung wird als ausreichend er-
achtet, wenn sich ihr entnehmen lässt, an welchem Mangel gemäss § 55 Abs. 1 
VRP die angefochtene Verfügung nach Ansicht des Beschwerdeführers leidet 
(vgl. dazu Urteil des Verwaltungsgerichts Zürich VB.2003.00191 vom 11.9.2003 
Erw. 1b). 

1.4 Die Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts zur Beurteilung der vorliegen-
den Beschwerde ergibt sich aus § 51 lit. a VRP. Der Beschwerdeführer ist 
gemäss § 37 Abs. 1 VRP zur Einreichung des Rechtsmittels berechtigt. Die Be-
schwerde wurde fristgerecht eingereicht (§ 47 Abs. 1 VRP). In der Vernehmlas-
sung des Sicherheitsdepartements wird der Nichteintretensantrag damit begrün-
det, dass die Beschwerde zwar einen Antrag, aber keine Begründung enthalte.

1.5 Der Beschwerdeschrift kann entnommen werden, dass sich der Beschwer-
deführer mit der Abweisung seiner Beschwerde durch den Regierungsrat, mit 
welcher er sich gegen die Einstellung der wirtschaftlichen Hilfe durch die 
B.________ gewehrt hat, nicht einverstanden erklärt. Daraus ergibt sich, dass 
der Antrag des Beschwerdeführers darauf ausgerichtet ist, Dispositiv Ziff. 1 des 
angefochtenen Regierungsratsbeschlusses aufzuheben. Entsprechend enthält 
die Beschwerde einen Antrag, was denn auch unbestritten ist.

Entgegen der Argumentation in der Vernehmlassung vom 14. August 2017 lässt 
sich der vorliegenden Beschwerde auch eine (kurze) Begründung entnehmen. 

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Der Beschwerdeführer macht geltend, dass [Originalzitat] "fieles nicht ganz so 
geschrieben wurde was wirklich ist es stimmt nicht dass ich mich immer Weigere 
fieles wird ferdreht was ich gesagt habe (…) und Papiere die ich nicht habe kann 
ich nicht geben  ich habe Kaos mit diversen aufgaben (…)." Sodann reichte der 
Beschwerdeführer zwei Arztberichte ein, welche seine gesundheitlichen Beein-
trächtigungen dokumentieren. 

Damit bringt der Beschwerdeführer konkrete Gründe vor, weshalb der angefoch-
tene Beschluss korrigiert werden sollte. Ob diese Begründung ausreicht, ist nicht 
im Rahmen der Eintretensfrage, sondern vielmehr bei der materiellen Beurteilung 
der Beschwerde zu prüfen.

1.6 Zusammenfassend ist auf die vorliegende Beschwerde einzutreten. 

2.1.1 Der Beschwerdeführer rügt die Einstellung der wirtschaftlichen Sozialhilfe. 
Nachfolgend zu prüfen ist demnach, ob die Fürsorgebehörde die wirtschaftliche 
Sozialhilfe aufgrund von mangelndem Nachweis der Bedürftigkeit einstellen durf-
te oder nicht. 

2.1.2  Gemäss Art. 12 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenos-
senschaft (BV; SR 101) hat, wer in Not gerät und nicht in der Lage ist, für sich zu 
sorgen, Anspruch auf Hilfe und Betreuung und auf die Mittel, die für ein men-
schenwürdiges Dasein unerlässlich sind. Die Hilfe in Notlagen gelangt subsidiär 
zur Anwendung. Wer objektiv in der Lage ist, sich aus eigener Kraft die für sein 
Überleben unverzichtbaren Mittel zu beschaffen, kann sich nicht darauf berufen. 
Die Bundesverfassung garantiert nur das Recht auf ein Existenzminimum und 
überlässt den Gesetzesgebern des Bundes, der Kantone oder der Gemeinden 
die Aufgabe, dessen Höhe und Modalitäten festzusetzen (Urteil des Bundesge-
richts 8C_927/2008 vom 11.2.2009 Erw. 4.2).

2.1.3 Im Kanton Schwyz wird die Hilfe in Notlagen im Gesetz über die Sozialhilfe 
(ShG; SRSZ 380.100) und in der gestützt auf dessen § 9 Abs. 2 SHG ergange-
nen Vollziehungsverordnung zum Gesetz über die Sozialhilfe (ShV;             
SRSZ 380.111) geregelt. Wegleitend sind zudem die Richtlinien für die Ausge-
staltung und Bemessung der Sozialhilfe der Schweizerischen Konferenz für So-
zialhilfe (SKOS-Richtlinien, § 4 Abs. 2 ShV).

2.1.4 Gemäss § 11 Abs. 1 ShG sorgen die Gemeinden dafür, dass Hilfesuchen-
den die nötige und fachgerechte Sozialhilfe zukommt. Die Sozialhilfe umfasst un-
ter anderem die Vermittlung wirtschaftlicher Hilfe (§ 11 Abs. 2 lit. d ShG). An-
spruch auf wirtschaftliche Hilfe hat, wer für seinen Lebensunterhalt oder den sei-

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ner Familienangehörigen mit gleichem Wohnsitz nicht hinreichend oder rechtzei-
tig aus eigenen Mitteln aufkommen kann (§ 15 ShG). 

2.1.5 Die Fürsorgebehörde muss den Sachverhalt zur Beurteilung des An-
spruchs auf wirtschaftliche Sozialhilfe von Amtes wegen ermitteln und die erfor-
derlichen Beweise erheben (§ 36 Abs. 1 ShG i.V.m. § 18 Abs. 1 VRP). Die Be-
dürftigkeit (als Anspruchsvoraussetzung für wirtschaftliche Hilfe) kann von der 
Sozialbehörde nur in beschränktem Umfang in Eigenregie abgeklärt werden. Be-
reits bei der Erstellung der Erstberechnung eines Unterstützungsbudgets, das 
über die Aufnahme der wirtschaftlichen Unterstützung entscheidet, ist die Behör-
de auf die Beibringung diverser Belege wie Kontoauszüge, Mietvertrag etc. an-
gewiesen. Nur so kann rechtsgenüglich eruiert werden, ob die Eigenmittel zur 
Deckung des notwendigen Lebensunterhalts reichen oder nicht. Des Weiteren 
beinhaltet die Bedürftigkeit mit ihren diversen Variablen (etwa bezüglich Wohnsi-
tuation, Dritteinnahmen, Vermögensanfall etc.) und des Charakters der wirt-
schaftlichen Unterstützung als Dauerschuldverhältnis eine ausserordentliche Dy-
namik, die es der Behörde auch faktisch unmöglich macht, stets alle Verände-
rungsprozesse von sich aus zu berücksichtigen (vgl. Guido Wizent, Die sozialhil-
ferechtliche Bedürftigkeit, Zürich/ St. Gallen, 2014, S. 522).

2.1.6 Die hilfesuchende Person ist daher zur Mitwirkung verpflichtet, soweit dies 
notwendig und ihr zumutbar ist (§ 36 Abs. 1 SHG i.V.m. § 19 Abs. 2 VRP). Diese 
Mitwirkungspflicht stützt sich auf den Grundsatz von Treu und Glauben und liegt 
darin begründet, dass die bedürftigkeitsrelevanten Ereignisse naturgemäss dem 
Herrschaftsbereich der unterstützten Person(en) entstammen (Wizent, a.a.O., 
S. 522). Konkret trifft die hilfesuchende Person die Pflicht, über ihre Verhältnisse 
wahrheitsgetreu Auskunft zu geben, Einsicht in ihre Unterlagen zu gewähren und 
Änderungen in ihren Verhältnissen umgehend zu melden (§ 10 Abs. 1 ShV; 
Kap. A. 5.2 SKOS-Richtlinien). 

2.1.7 Dies ändert nichts daran, dass analog der allgemeinen Beweislastregel von 
Art. 8 ZGB die Sozialhilfebehörde die Beweislast für die Einstellung der Unter-
stützungsleistungen mangels Bedürftigkeit trägt. Eine Umkehr der Beweislast 
kann allerdings gerechtfertigt sein, wenn im Lebensbereich des Hilfesuchenden 
gründende Vorgänge nicht aufzuklären sind, dies beispielsweise, wenn der Hilfe-
suchende an der Aufklärung des Sachverhalts absichtlich nicht oder nicht recht-
zeitig mitgewirkt hat (Wizent, a.a.O., S. 539). Entsprechend hält § 26a ShG fest, 
dass die wirtschaftliche Hilfe gekürzt oder eingestellt werden kann, wenn die hil-
fesuchende Person die ihr zumutbare Mitwirkung trotz vorgängiger Mahnung 
verweigert. Dies namentlich dann, wenn sie die Auskunftspflicht verletzt oder den 

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verfügten Auflagen, Bedingungen oder Weisungen zuwiderhandelt. Vorbehalten 
bleiben indessen Konstellationen, in denen es dem Einzelnen nicht möglich oder 
zumutbar ist, vollumfänglich mitzuwirken (beispielsweise aus gesundheitlichen 
oder psychischen Gründen, siehe auch Wizent, a.a.O. S. 539, 2. Abs. im Kontext 
mit Fussnote 1934). 

2.1.8 Die Einstellung der wirtschaftlichen Hilfe aufgrund der Missachtung von 
Anordnungen, die auf die Abklärung für die Gewährung und Bemessung von So-
zialhilfe massgebenden Verhältnisse abzielen, ist nur dann gerechtfertigt, wenn 
bestehende erhebliche Zweifel an der Bedürftigkeit nicht beseitigt werden können 
(Urteil des Verwaltungsgerichts Zürich VB.2012.00352 vom 20.9.2012 Erw. 3.2; 
Urteil des Verwaltungsgerichts Zürich VB.2004.00412 vom 2.12.2004 Erw. 3.2). 
Liegen demgegenüber keine Anhaltspunkte vor, dass es dem Beschwerdeführer 
im Zeitpunkt der Einstellung der wirtschaftlichen Hilfe möglich gewesen wäre, für 
sich selbst zu sorgen und er sich insofern nicht mehr in einer Notlage nach 
Art. 12 BV befunden hat, ist eine Einstellung der wirtschaftlichen Hilfe aufgrund 
der Verletzung der Mitwirkungspflicht nicht gerechtfertigt (Urteil des Verwaltungs-
gerichts Zürich VB.2012.00352 vom 20.9.2012 Erw. 3.2). 

2.2.1 Der Regierungsrat hält im angefochtenen Beschluss fest, der Beschwerde-
führer sei erstmals von der Fürsorgebehörde am 12. Oktober 2016 verpflichtet 
worden, bis am 1. Dezember 2016 ein umfassendes Budget hinsichtlich der Nut-
zung eines seiner Privatfahrzeuge einzureichen (inklusive Unterlagen) und die 
weiteren Fahrzeuge zu verwerten, die Einnahmen zu melden und die entspre-
chenden Nummernschilder zu retournieren. Nachdem er die ihm auferlegten 
Pflichten nicht erfüllte, habe die Fürsorgebehörde den Grundbedarf für den Le-
bensunterhalt androhungsgemäss für drei Monate um 30% gekürzt sowie eine 
neue Frist angesetzt, um bis zum 1. März 2017 die ursprünglichen Auflagen zu 
erfüllen. In der Folge habe der Beschwerdeführer zwar gewisse Unterlagen ein-
gereicht, aber dennoch nicht sämtliche Auflagen erfüllt. Namentlich habe er nicht 
die weiteren Fahrzeuge verwertet und den Erlös bekanntgegeben.

2.2.2  Was den Einwand in der Verwaltungsbeschwerde anbelangt, wonach es 
dem Beschwerdeführer gesundheitlich schlecht gehe und er grosse Probleme mit 
der Erledigung von administrativen Aufgaben habe, führte der Regierungsrat in 
Erwägung 6.3 des angefochtenen Beschlusses aus, der Beschwerdeführer habe 
sich weder beim Sozialamt noch bei der Vorinstanz im Hinblick auf die Beantra-
gung einer Vertretungsbeistandschaft gemeldet, noch die Weiterführung der 
psychiatrischen Behandlung belegt. Der Beschwerdeführer habe die ihm von der 
Fürsorgebehörde eingeräumte Chance (Möglichkeit der Wiedererwägung des 

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zugrundeliegenden Beschlusses) ungenutzt verstreichen lassen. Unbehelflich 
seien auch die geltend gemachten Probleme mit der Erledigung administrativer 
Aufgaben. Der Beschwerdeführer hätte seit Oktober 2016 Zeit gehabt, den Auf-
lagen nachzukommen. Sodann hätte er die Möglichkeit gehabt, entsprechende 
Unterstützung bei der Sozialarbeiterin zu holen, soweit er überfordert gewesen 
wäre. Schliesslich habe der Beschwerdeführer guten Kontakt zu seinem Bruder 
und Vater, die ihm hätten helfen können.

2.3 Was das zuletzt angeführte Argument anbelangt, wird im angefochtenen 
Beschluss übersehen, dass gemäss den Ausführungen in der Verwaltungsbe-
schwerde bis vor 2 Jahren der Vater den Beschwerdeführer massgeblich unter-
stützte, diese Unterstützung nicht mehr gewährleistet ist, weil der Vater nunmehr 
seine Ressourcen für die Pflege der an Demenz erkrankten Mutter des Be-
schwerdeführers benötigt. Besonders ins Gewicht fällt indes das mit der Verwal-
tungsbeschwerde eingereichte Arztzeugnis vom 1. April 2107. Darin hat PD 
Dr.med. D.________, Fachärztin für Innere Medizin sowie psychosomatische/ 
psychosoziale Medizin SAPPM und für delegierte Psychotherapie (…) festgehal-
ten, dass der Beschwerdeführer nebst der sehr langen Liste mit somatischen Er-
krankungen auch psychisch beeinträchtigt ist und deswegen seit 2014 psychiatri-
sche Behandlung in Anspruch nimmt. Konkret betonte die Fachärztin in diesem 
bei der Staatskanzlei am 7. April 2017 eingegangenen Arztzeugnis:

Aufgrund seiner Krankheiten ist Herr F. nicht in der Lage, die vom Sozialamt erteil-
ten Auflagen rechtzeitig zu erfüllen, da er aufgrund seiner physischen und psychi-
schen Störungen nicht in der Lage ist, sich an Zeitrahmen zu halten. Er ist jedoch 
bemüht, in seinem Rhythmus alle erteilten Auflagen zu erfüllen. Zudem zeigte es 
sich im Rahmen der psychotherapeutischen Gespräche, dass Herr … das schein-
bare Chaos mit den vielen Autoschildern nicht zu Verdienstzwecken, sondern zu 
gesellschaftlichen Zwecken verursacht hat (Wunsch, sich bei seinen Bekannten 
mit den vielen Autos wichtig zu geben in der Hoffnung, dass er so besser akzep-
tiert werde).

2.4.1  Mit diesen Ausführungen der behandelnden Fachärztin, welche im Verwal-
tungsbeschwerdeverfahren vorlagen, hat sich der Regierungsrat nicht auseinan-
dergesetzt, jedenfalls wird darauf im angefochtenen Beschluss nicht substantiiert 
eingegangen. 

2.4.2  Verhielte es sich im konkreten Fall so, dass beim Leistungsansprecher 
keine gesundheitlichen Probleme und namentlich auch keine psychischen Beein-
trächtigungen bestünden, wäre das vorinstanzliche Ergebnis, wonach sinn-
gemäss die wirtschaftliche Hilfe infolge massgeblicher Verletzung der Auskunfts- 
und Mitwirkungspflichten trotz Einräumung einer Nachfrist und trotz korrekter An-

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drohung der Rechtsnachteile einzustellen sei, grundsätzlich wohl nicht zu bean-
standen. Denn diesfalls wäre die Haltung des Leistungsansprechers, über die 
Vorgänge mit den verschiedenen Fahrzeugen nicht lückenlos zu informieren (in-
kl. Unterlagen), als Weigerung auszulegen, allfällige Einkünfte offen zu legen, 
womit die Frage der Bedürftigkeit kaum hinreichend geklärt werden könnte.

2.4.3  Nach der Aktenlage, wie sie sich vor Gericht präsentiert, zeigt sich indes 
ein anderes Bild. Es erweist sich als glaubhaft, dass der Beschwerdeführer er-
hebliche gesundheitliche Probleme aufweist, welche nicht ausschliesslich soma-
tischer Natur sind, sondern auch psychische Beeinträchtigungen umfassen (vgl. 
auch die vor Gericht eingereichten Arztberichte = Bf-act. 1 und 2), auch wenn 
diesbezüglich noch kein definitiver IV-Entscheid ergangen ist.

Damit verdichtet sich der Eindruck, dass beim Beschwerdeführer (hinsichtlich der 
ungenügenden Mitwirkung) nicht eine bewusste Weigerungshaltung im Vorder-
grund steht (im Sinne von absichtlichem Verheimlichen von Vermögenswerten/ 
Einkünften, um von der Fürsorgebehörde mehr Leistungen zu erhalten), sondern 
vielmehr psychische Störungen zu berücksichtigen sind, welche letztlich bei ihm 
zur Folge haben, dass er - ohne entsprechende Unterstützung - gar nicht in der 
Lage ist, in adäquater Weise die ihm auferlegten Auflagen rechtzeitig zu erfüllen.

2.5 Bei dieser konkreten Sachlage drängt es sich auf, den angefochtenen RRB 
sowie den zugrunde liegenden Beschluss vom 15. März 2017 aufzuheben und 
die Sache zur vertiefteren Abklärung des Unterstützungsbedarfs des Beschwer-
deführers an die Fürsorgebehörde zurückzuweisen. Soweit bei diesen Abklärun-
gen sich herausstellen sollte, dass der Beschwerdeführer nicht in der Lage ist, 
die angebotene Unterstützung des Sozialamtes anzunehmen (worauf voraus-
sichtlich mit einem Abgleiten in eine ausgeprägte Notsituation zu rechnen wäre), 
wird auch eine Gefährdungsmeldung an die zu ständige KESB bzw. ein Einbe-
zug der KESB zu prüfen sein.

3. Auf die Erhebung von Verfahrenskosten wird verzichtet.

 

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird insoweit gutgeheissen, als der Beschluss der Erstin-
stanz vom 15. März 2017 sowie der RRB Nr. 522/2017 vom 4. Juli 2017 
aufgehoben und die Sache an die Fürsorgebehörde zurückgewiesen wird, 
damit sie im Sinne der Erwägungen zusätzliche Abklärungen treffen und 
alsdann neu über die Frage des Unterstützungsanspruchs befinden kann.

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht, BGG, SR 173.110).

4. Zustellung an:
- den Beschwerdeführer (R)
- die B.________ (R, inkl. Kopien von Bf-act. 1 und 2 sowie Arztzeugnis 

vom 1.4.2017)
- den Regierungsrat (EB)
- den Rechts- und Beschwerdedienst des Sicherheitsdepartements 
- und das kantonale Amt für Gesundheit und Soziales.

Schwyz, 27. September 2017

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die a.o. Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 
Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 28. September 2017