# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f158cbe3-ef19-58ef-b5d0-e1a9a68f7dc2
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2007-05-30
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 30.05.2007 PZ 2007 46
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_PZ-2007-46_2007-05-30.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 30. Mai 2007 Schriftlich mitgeteilt am: 
PZ 07 46/50

Verfügung
Kantonsgerichtspräsidium

Vorsitz Vizepräsident Schlenker
Aktuarin Duff Walser

——————

In den Rekursen

des A., Gesuchsgegner, Rekurrent und Rekursgegner, vertreten durch Rechtsan-
walt lic. iur. Daniel Perret, Postfach 380, Grossfeldstrasse 40, 7320 Sargans,

und

der X., Gesuchstellerin, Rekursgegnerin und Rekurrentin, vertreten durch Rechts-
anwalt lic. iur. et oec. Pius Fryberg, Postfach 731, Vazerolgasse 2, 7002 Chur,

gegen

die Verfügung des Bezirksgerichtspräsidenten Landquart vom 8. Februar 2007, mit-
geteilt am 26. Februar 2007, 

betreffend Eheschutz,

hat sich ergeben:

2

1. A., geboren am 22. November 1971, und X., geboren am 8. Oktober 
1971, heirateten am 7. August 1998. Aus dieser Ehe gingen der Sohn K., geboren 
am 3. April 2000, sowie die Tochter Z., geboren am 16. August 2002 hervor. Die 
Familie wohnte bis zum Auszug des Ehemannes am 1. April 2006 gemeinsam in 
einem Einfamilienhaus in B., welches je zur Hälfte im Miteigentum der Eheleute 
steht. X. verlegte ihren Wohnsitz gemeinsam mit den beiden Kindern per 1. August 
2006 nach L..

2. Am 10. November 2006 liess X. beim Bezirksgerichtspräsidenten Lan-
dquart ein Gesuch um Erlass eheschutzrichterlicher Massnahmen einreichen.

3. Anlässlich der Eheschutzverhandlung vor dem Bezirksgerichtspräsi-
dium Landquart vom 8. Februar 2007 einigten sich die Parteien mit Ausnahme der 
Frage der Festsetzung des Unterhaltsbeitrages für die Ehefrau über sämtliche strit-
tigen Punkte und unterzeichneten am 8. Februar 2007 eine Teil-Trennungsverein-
barung mit folgendem Wortlaut: 

„1. Die Eheleute leben seit 1. April 2006 im gegenseitigen Einvernehmen 
getrennt.

2. Die aus der Ehe der Parteien hervorgegangenen Kinder K., geboren am 
3. April 2000, und Z., geboren am 16. August 2002, werden für die 
Dauer der Trennung der Mutter zur Pflege und Erziehung zugewiesen 
und unter ihre Obhut gestellt.

3.  Der Vater ist berechtigt, die beiden Kinder jedes zweite Wochenende 
zu sich auf Besuch zu nehmen und zwei Wochen Ferien im Jahr mit 
ihnen zu verbringen. Diese Regelung gilt als Rahmenregelung für den 
Fall, dass sich die Eltern unter Wahrung der Interessen ihrer Kinder 
nicht anderweitig zu einigen vermögen.

4. Der Vater verpflichtet sich, an den Unterhalt der beiden Kinder jeweils 
auf den ersten des Monats im Voraus zahlbare Unterhaltsbeiträge von 
je Fr. 750.-- pro Monat und Kind zuzüglich gesetzliche oder vertragliche 
Kinderzulagen zu bezahlen.

5. Über den Unterhaltsbeitrag für die Ehefrau können sich die Eheleute 
nicht einigen. Sie beantragen daher dem Gericht, diesbezüglich eine 
Entscheidung auf der Basis ihrer in den Rechtsschriften gestellten An-
träge zu fällen.

6. Die Kosten des vorliegenden Eheschutzverfahrens übernehmen die 
Eheleute je zur Hälfte. Die ausseramtlichen Entschädigungen werden 
wettgeschlagen.“

Gleichzeitig einigten sich die Parteien an der Eheschutzverhandlung auch 
darüber, dass das variable 14. Monatsgehalt von A. je hälftig aufzuteilen und bei 

3

der Berechnung des Unterhaltsbeitrages durch den Richter ausser Acht zu lassen 
sei.

4. Gestützt darauf erliess der Bezirksgerichtspräsident Landquart als 
Eheschutzrichter am 8. Februar 2007, mitgeteilt am 26. Februar 2007, die folgende 
Verfügung:

„1. Es wird gerichtlich davon Vormerk genommen, dass sich die Parteien 
im gegenseitigen Einvernehmen getrennt haben und seither zum Ge-
trenntleben berechtigt sind.

2. Die beiden aus der Ehe der Parteien hervorgegangenen Kinder:

- K., geb. 03. April 2000

- Z., geb. 16. August 2002

werden der Mutter zur Pflege und Erziehung zugewiesen und unter ihre 
Obhut gestellt. 

3. Der Vater ist berechtigt, die beiden Kinder jedes zweite Wochenende zu 
sich auf Besuch zu nehmen und zwei Wochen Ferien im Jahr mit ihnen 
zu verbringen. Diese Regelung gilt als Rahmenregelung für den Fall, 
dass sich die Eltern unter Wahrung der Interessen ihrer Kinder nicht an-
derweitig zu einigen vermögen.

4. A. wird verpflichtet, an den Unterhalt der beiden Kinder jeweils auf den 
ersten des Monats im Voraus zahlbare Unterhaltsbeiträge von je Fr. 
750.-- pro Monat und Kind zuzüglich gesetzliche oder vertragliche Kin-
derzulagen zu bezahlen.

5. A. wird weiter verpflichtet, an den Unterhalt von X. einen monatlich prä-
numerando je auf den Ersten fälligen Beitrag von  Fr. 2’234.-- zu bezah-
len.

6 Die Kosten des Verfahrens vor Bezirksgerichtspräsidium Landquart, be-
stehend aus:

- einer Gerichtsgebühr von Fr.    907.00

 - einer Schreibgebühr von Fr.    256.00

- Barauslagen von Fr.      87.00 

Total Fr. 1'250.00

werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt. Der Kostenanteil von X. 
wird zufolge der ihr erteilten Bewilligung zur unentgeltlichen Prozess-
führung unter Vorbehalt des Rückforderungsrechts gemäss Art. 45 
Abs. 2 ZPO beim Kanton Graubünden in Rechnung gestellt.

Die ausseramtlichen Entschädigungen werden wettgeschlagen.

7. (Mitteilung).“

4

5. Gegen diese Verfügung liess A. mit Eingabe vom 9. März 2007 beim 
Kantonsgerichtspräsidium von Graubünden Rekurs erheben mit folgenden Rechts-
begehren:

„1. Dispositiv Ziffer 5 des Entscheides vom 08. Februar 2007 (Proz. Nr. 
130-2006-189) sei aufzuheben.

2. Der Gesuchsgegner und Rekurrent sei zu verpflichten, an den Unterhalt 
der Gesuchstellerin und Rekursgegnerin einen monatlichen pränume-
rando je auf den 1. fälligen Betrag von Fr. 1'629.-- zu bezahlen.

3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Vorin-
stanz.“

Zur Begründung weist er darauf hin, die Ehegatten seien sich anlässlich der 
Eheschutzverhandlung auch dahingehend einig geworden, dass der variable Lohn-
anteil des Ehemannes je hälftig aufzuteilen und bei der Berechnung des Unterhaltes 
durch den Richter ausser Acht zu lassen sei. Der entsprechende Betrag sei daher 
entgegen der Unterhaltsberechnung der Vorinstanz vom Jahresnettolohn des Ehe-
mannes in Abzug zu bringen, wie im Übrigen auch die Versicherungsbeiträge in 
Höhe von Fr. 437.--. Für die Ehefrau bleibe somit ein Unterhaltsbeitrag von nurmehr 
Fr. 1'629.-- übrig.

6. Am 19. März 2007 liess sodann auch X. gegen die Verfügung des 
Bezirksgerichtspräsidenten Landquart vom 8. Februar 2007 beim Kantonsgerichts-
präsidium von Graubünden Rekurs erheben. Sie stellte folgende Anträge:

„1. Ziff. 5 des Dispositivs der angefochtenen Eheschutzverfügung sei auf-
zuheben und A. sei zu verpflichten, an den Unterhalt von X. einen mo-
natlich pränumerando je auf den Ersten fälligen Beitrag von Fr. 3'184.-- 
zu bezahlen.

Es sei Vormerk zu nehmen, dass sich die Parteien darauf geeinigt ha-
ben, dass das variable 14. Monatsgehalt von A. je hälftig auf die Par-
teien aufzuteilen ist. 

2. Die Unterhaltszahlungen gemäss Ziff. 4 des Dispositivs der angefochte-
nen Verfügung sowie der neuen Ziff. 5 gemäss Ziff. 1 des obigen Rechts-
begehrens seien rückwirkend ab 1. April 2006 geschuldet.

3. Ziff. 6 des Dispositivs der angefochtenen Eheschutzverfügung sei aufzu-
heben und die Kosten des Verfahrens vor Bezirksgerichtspräsidium Lan-
dquart in Höhe von Fr. 1'250.-- seien dem Gesuchsgegner aufzuerlegen, 
welcher zudem zu verpflichten sei, die Gesuchstellerin aussergerichtlich 
mit Fr. 1'500.--, zuzüglich Mehrwertsteuer, zu entschädigen.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge.“

Zur Begründung wird im Wesentlichen geltend gemacht, die Vorinstanz sei 
bei der Berechnung des Unterhaltsbeitrags an die Ehefrau zu Unrecht von einem 

5

Grundbetrag des Ehemannes von Fr. 950.-- statt Fr. 775.-- ausgegangen. Ebenso-
wenig sei es gerechtfertigt, dass der Bezirksgerichtspräsident dem Ehemann Fr. 
200.-- für die auswärtige Verpflegung sowie den Privatanteil von Fr. 300.-- für das 
Geschäftsfahrzeug/Privatfahrzeug angerechnet habe. 

7. In seiner Vernehmlassung vom 2. April 2007 bestätigte der Bezirksge-
richtspräsident Landquart, dass die Parteien anlässlich der Einigungsverhandlung 
vom 8. Februar 2007 eine Vereinbarung erzielt hätten, wonach der variable Lohn-
anteil des Ehemannes je hälftig unter den Parteien aufzuteilen sei und bei der Un-
terhaltsberechnung ausser Betracht bleibe. Entsprechend räumte er ein, dass er es 
beim angefochtenen Entscheid versehentlich unterlassen habe, den variablen 
Lohnanteil abzuziehen, weshalb eine entsprechende Korrektur zu erfolgen habe. Im 
Übrigen sei jedoch an der detailliert vorgenommenen Unterhaltsberechnung festzu-
halten. 

A. beantragte mit Rekursantwort vom 5. April 2007 die vollumfängliche Ab-
weisung des Rekurses von X. unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten 
der Gegenpartei. 

In Bezug auf den Rekurs von A. beantragte X. mit Vernehmlassung vom 24. 
April 2007 ebenfalls die vollumfängliche Abweisung unter Kosten- und Entschädi-
gungsfolge. 

8. An der vom Kantonsgerichtspräsidium Graubünden auf den 30. Mai 
2007 angesetzten Einigungsverhandlung nahmen beide Parteien zusammen mit ih-
ren Rechtsvertretern teil. Der Kantonsgerichtsvizepräsident eröffnete die Ausspra-
che um 14.30 Uhr. Dabei wies er zunächst auf die Teileinigung der Parteien anläss-
lich der Eheschutzverhandlung vor Vorinstanz hin, wonach der jährlich variable 
Lohnanteil des Ehemannes je hälftig unter den Parteien aufzuteilen und bei der Be-
rechnung des Unterhaltes ausser Acht zu lassen sei. Entsprechend sei der variable 
Bonusanteil bei der Ermittlung des verfügbaren Einkommens vom Jahresnettolohn 
des Ehemannes in Abzug zu bringen. Ausgehend von der vorinstanzlichen Berech-
nung legte der Kantonsgerichtsvizepräsident sodann die einzelnen Positionen zur 
Ermittlung des Grundbedarfs der Ehegatten dar, wobei er auch eingehend auf die 
im Grundbedarf des Ehemannes strittigen drei Positionen (Höhe des Grundbetrags, 
Geschäftsfahrzeug/Privatfahrzeug und auswärtige Verpflegung) einging. Schliess-
lich erläuterte er die Liegenschaftsbuchhaltung für das Mehrfamilienhaus in B., wel-
ches je im hälftigen Miteigentum der Parteien steht. Mit Bezug auf die darin aufge-

6

führten Nebenkosten, welche seitens der Rekurrentin als zu hoch beanstandet wer-
den, führte er aus, dass der Mieter gemäss Mietvertrag (act. III.7) lediglich für die 
Nebenkosten für Heizung und Warmwasser, Wasser und Abwasser sowie Radio/TV 
und Hauswartung aufzukommen habe, nicht jedoch für die Kosten der Hauseigentü-
mergemeinschaft. Letztere würden gemäss Akten (act. III.12) rund Fr. 1’950.-- be-
tragen, was in etwa dem von der Vorinstanz eingesetzten Betrag von Fr. 2’000.-- 
entspreche. Die Liegenschaftsrechnung der Vorinstanz sei demnach grundsätzlich, 
das heisst von der Berechnungsmethode her nicht zu beanstanden. In Anbetracht 
des je hälftigen Miteigentumsanteils der Parteien erscheine es sodann angezeigt, 
den Überschuss ab Vermietung der Liegenschaft hälftig untereinander aufzuteilen. 
Allerdings sei dabei zu berücksichtigen, dass das Einfamilienhaus erst ab. 1. Okto-
ber 2006 vermietet worden sei, weshalb sich eine hälftige Aufteilung der Kosten des 
Einfamilienhauses für die Monate August und September 2006 aufdränge. Schliess-
lich sei ausgehend vom Trennungszeitpunkt am 1. April 2006 davon auszugehen, 
dass die Unterhaltszahlungen rückwirkend ab 1. April 2006 geschuldet seien. Er-
gänzend führte der Kantonsgerichtsvizepräsident zudem aus, dass die Ehefrau 
noch bis zum 31. Juli 2006 weiter im Einfamilienhaus gewohnt habe. Es erscheine 
daher gerechtfertigt, dass die Kosten des Einfamilienhauses für den Zeitraum vom 
1. April 2006 bis 31. Juli 2006 von X. getragen würden. 

Im Anschluss an die Darlegungen des Kantonsgerichtsvizepräsidenten zo-
gen sich die Parteien zur Beratung und Diskussion zurück, wobei sie sich sowohl in 
Bezug auf die hälftige Aufteilung des variablen Lohnanteils von A. und dessen Nicht-
berücksichtigung bei der Ermittlung des verfügbaren Einkommens, die Aufteilung 
des Überschusses aus der Liegenschaftsbuchhaltung und der Kosten des Einfami-
lienhauses wie auch die rückwirkende Zahlungspflicht der Unterhaltsbeiträge ab 1. 
April 2006 zu einigen vermochten. Bezüglich der Höhe des monatlichen Unterhalts-
beitrages an die Ehefrau konnte indes zwischen den Parteien keine Einigung erzielt 
werden. Ohne im Verlaufe der Verhandlung die Ausführungen des Kantonsgerichts-
vizepräsidenten umfassend zu bestätigen und gleichfalls ohne Anerkennung der je-
weils von der Gegenpartei vertretenen Argumentation unterzeichneten die Parteien 
somit nach eingehender Diskussion schliesslich folgende wörtlich wiedergegebene 
Teilvereinbarung:

„Gerichtlicher Vergleich

In den Rekursen

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des A., Gesuchsgegner, Rekurrent und Rekursgegner, vertreten durch 
Rechtsanwalt lic. iur. Daniel Perret, Postfach 380, Grossfeldstrasse 40, 7320 
Sargans,

und

der X., Gesuchstellerin, Rekursgegnerin und Rekurrentin, vertreten durch 
Rechtsanwalt lic. iur. et oec. Pius Fryberg, Postfach 731, Vazerolgasse 2, 
7002 Chur,

gegen

die Verfügung des Bezirksgerichtspräsidenten Landquart vom 8. Februar 
2007, mitgeteilt am 26. Februar 2007, 

betreffend Eheschutz,

schliessen die Parteien in dem vor dem Kantonsgerichtspräsidium von 
Graubünden hängigen Rekursverfahren auf Vorschlag des Vizepräsidenten 
folgende Vereinbarung:

1. „Ziff. 5 der Verfügung des Bezirksgerichtspräsidenten Landquart vom 8. 
Februar 2007 wird aufgehoben. Im Übrigen behält die angefochtene 
Verfügung unverändert ihre Gültigkeit.

2. A. verpflichtet sich, an den Unterhalt von X. rückwirkend ab 1. April 2006 
monatlich im Voraus einen vom Gericht festzulegenden Unterhaltsbei-
trag zu bezahlen. X. trägt die Kosten des von ihr vom 1. April 2006 bis 
31. Juli 2006 bewohnten Einfamilienhauses.

3. Der jährliche variable Lohnanteil von A. wird je hälftig auf die Parteien 
aufgeteilt.

4. Der aus der Liegenschaftsbuchhaltung betreffend das Einfamilienhaus 
in B. jährlich ermittelte Überschuss wird ab 1. Oktober 2006 je hälftig auf 
die Parteien aufgeteilt. Die Kosten des Einfamilienhauses für die Mo-
nate August und September 2006 tragen die Parteien je zur Hälfte.

5. Die Kosten des Rekursverfahrens von Fr. 800.-- zuzüglich Schreibge-
bühren gehen je zur Hälfte zu Lasten von A. und X.. Die aussergericht-
lichen Kosten des Rekursverfahrens werden wettgeschlagen.

6. Die Parteien beantragen dem Kantonsgerichtspräsidium Graubünden, 
den gerichtlichen Vergleich - soweit erforderlich - zu genehmigen und 
das Verfahren als erledigt abzuschreiben.

7. Diese Vereinbarung wird fünffach ausgefertigt. Je ein Exemplar ist für 
das Kantonsgerichtspräsidium Graubünden, für jede Partei und deren 
Rechtsvertreter bestimmt. 

Chur, den 30. Mai 2007

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S. W. Ackermann G. Ackermann-Hemmi

D. Perret  P. Fryberg

Für das Kantonsgerichtspräsidium

von Graubünden
Der Vizepräsident“

9. Mit der vorstehenden Vereinbarung haben sich die Parteien im Rah-
men eines gerichtlichen Vergleichs mit Ausnahme der Höhe des an die Ehefrau zu 
leistenden Unterhaltsbeitrages über sämtliche strittigen Punkte geeinigt. Die beiden 
Rekursverfahren sind demnach, soweit sich die Parteien gerichtlich geeinigt haben, 
als durch Vergleich erledigt abzuschreiben (Art. 114 Abs. 2 ZPO). Die Höhe des 
Unterhaltsbeitrages an die Ehefrau, über die zwischen den Parteien keine Einigung 
erzielt werden konnte, bleibt indes im Folgenden durch das Kantonsgerichtspräsi-
dium festzulegen.

10. a) Auszugehen ist dabei zunächst vom verfügbaren Einkommen. X. ist 
mit der Betreuung der beiden Kinder ausgelastet und geht entsprechend keiner Er-
werbstätigkeit nach. Es kann ihr daher kein Einkommen angerechnet werden. 
Gemäss Lohnausweis (act. III.19) erzielte A. demgegenüber im Jahre 2006 ein Ein-
kommen von netto Fr. 89'586.--. Davon in Abzug zu bringen sind die Kinderzulagen 
von Fr. 4'080.--  sowie gemäss gerichtlicher Vereinbarung der Parteien der im Jah-
reslohn von A. enthaltene variable Lohnanteil. Dieser betrug im Jahre 2006 Fr. 
7'290.-- brutto, was rund Fr. 6'500.-- netto entspricht. Ebenfalls abzuziehen sind so-
dann entgegen der Auffassung der Rekurrentin die Versicherungsbeiträge in Höhe 
von Fr. 437.--, zumal diese gemäss Lohnausweis  2006 (act. III. 19) im Nettolohn II 
von Fr. 89'586.-- enthalten sind. Unter Berücksichtigung der dargelegten Abzüge 
ergibt sich somit ein verfügbares Einkommen von Fr. 78'569.-- pro Jahr.

Nettolohn 2006 Fr.  89'586.--

9

Dies entspricht monatlich Fr. 6’547.-- (Fr. 78'569.-- : 12).

b)  Diesem Betrag von Fr. 6'547.-- ist der monatliche Grundbedarf gegenü-
berzustellen. Der von der Vorinstanz ermittelte Grundbedarf der Ehefrau von Fr. 
4'090.-- ist nicht zu beanstanden und wird seitens der Rekurrenten denn auch nicht 
bestritten. Es ist mithin auf die einzelnen Positionen im Grundbedarf von X. nicht 
weiter einzugehen. Was demgegenüber die Berechnung des Grundbedarfs von A. 
anbelangt, sind drei Positionen strittig. So wird seitens der Rekurrentin zunächst 
geltend gemacht, dass die Vorinstanz zu Unrecht von einem Grundbetrag von Fr.  
950.-- ausgegangen sei, da A. mit einer Partnerin in Hausgemeinschaft lebe, so 
dass lediglich die Hälfte von Fr. 1'550.--, also Fr. 775.-- gerechtfertigt seien. Dem 
kann so nicht gefolgt werden. Zwar ist es richtig, dass gemäss Richtlinien im Kreis-
schreiben über die Berechnung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums für 
ein Ehepaar oder zwei andere eine dauernde Hausgemeinschaft bildende erwach-
sene Personen von einem Grundbetrag von Fr. 1'550.-- auszugehen ist, womit der 
Grundbetrag für eine dieser dauernd in Hausgemeinschaft lebenden Personen Fr. 
775.-- (Fr. 1'550 : 2) beträgt. Vorliegend ist allerdings zu berücksichtigen, dass der 
Rekurrent Wohnsitz in G. bei seinen Eltern hat, während der Woche jedoch auf-
grund der Nähe zum Arbeitsort bei seiner Partnerin im Kanton W. wohnt. A. muss 
also unter der Woche zusätzlich auswärts wohnen, womit die Einsetzung eines 
Grundbetrags von Fr. 950.-- in Anbetracht dieser ausserordentlichen Verhältnisse 
und der hohen Wohn- und Lebenshaltungskosten in W. gerechtfertigt erscheint. So-
weit die Rekurrentin überdies den vom Bezirksgerichtspräsidenten bei der Bedarfs-
berechnung eingesetzten Betrag von Fr. 300.-- für das Geschäftsfahrzeug/Privat-
fahrzeug kritisiert, vermag sie ebensowenig durchzudringen. A. ist zur Ausübung 
seiner beruflichen Tätigkeit auf die Benützung eines Fahrzeuges angewiesen. Für 
die Fahrzeugbenützung wird ihm gemäss Lohnabrechnungen 2006 (act. III. 2, 3 und 

Kinderzulagen Fr.    4'080.--

Variabler Lohnanteil netto Fr.    6’500.--

Versicherungsbeiträge Fr.       437.--

Verfügbares Einkommen Total Fr.  78'569.--

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4) ein Betrag von Fr. 300.-- in Abzug gebracht. Zwar ist es - wie der Rekurrent auch 
selber einräumt - richtig, dass er das Geschäftsfahrzeug auch für private Fahrten 
benutzen darf und der Abzug von Fr. 300.-- somit als Entgelt für die Privatnutzung 
des Autos zu verstehen ist. Allerdings ist dabei entscheidend, dass A. in Bezug auf 
das Fahrzeug beziehungsweise die Entrichtung des Privatanteils von Fr. 300.-- 
keine Wahlmöglichkeit besitzt. Das Geschäftsfahrzeug wird ihm von der Arbeitge-
berein zur Verfügung gestellt. Gleichzeitig wird ihm aber entsprechend deren Ge-
pflogenheiten auch ein Betrag von Fr. 300.-- aufgerechnet, und zwar unabhängig 
davon, ob er das Auto zu Privatzwecken benutzt oder nicht. Im Übrigen hat die Re-
kurrentin diesen Betrag vor Vorinstanz ausdrücklich anerkannt. Entsprechend er-
scheint es gerechtfertigt, den Betrag von Fr. 300.-- für das Geschäftsfahrzeug/Pri-
vatfahrzeug bei der Bedarfsberechnung zu berücksichtigen. Demgegenüber wird 
je- doch die Berücksichti-
gung des Betrages von Fr. 
200.-- für auswärtige Verpfle-
gung in der Bedarfsberech-
nung der Vorinstanz seitens 
der Rekurrentin zu Recht 

gerügt. Aus dem 
Lohnausweis 2006 (act. 

III.19) geht nämlich klar hervor, 
dass die Arbeitgeberin dem 
Re- kurrenten einen Beitrag 
an die Kosten der Mahlzeiten 
am Arbeitsort bezahlt. Die 
zu- sätzliche Berücksichti-
gung eines Betrages für aus-
wär- tige Verpflegung in der 
Bedarfsberechnung erscheint folglich unter diesen Umständen nicht gerechtfertigt. 
Ausgehend von den unbestritten gebliebenen Positionen in der Bedarfsberechnung 
der Vorinstanz unter Hinzurechnung eines korrigierten Grundbetrages von Fr. 950.-- 
und der Kosten für das Geschäftsfahrzeug/Privatfahrzeug von Fr. 300.-- ergibt sich 
somit ein Grundbedarf des Ehemannes von Fr. 3'191.--.

Grundbetrag Fr.    950.--

Wohnkosten Fr.    750.--

Nebenkosten Fr.    125.--

Krankenkasse Fr.    310.--

Alimente Tochter Larissa Fr.    756.--

Geschäfts-/Privatfahrzeug Fr.    300.--

Steuern (BGE 126 III 353 f.) -

Total Fr.  3'191.--

11

Stellt man dem monatlichen Grundbedarf beider Ehegatten von insgesamt 
Fr.  7'281.-- (Fr. 3'191.-- + Fr. 4'090.--) - der von der Vorinstanz berechnete Grund-
bedarf der Ehefrau in Höhe von Fr. 4'090.-- ist unbestritten geblieben - das verfüg-
bare Monatseinkommen von Fr. 6’547.-- gegenüber, resultiert demnach ein Fehlbe-
trag von Fr. 734.-- 

c) Ausgehend vom monatlich verfügbaren Erwerbseinkommen von A. in 
Höhe von Fr. 6’547.-- unter Abzug des für ihn errechneten Grundbedarfs von Fr. 
3'191.-- verbleiben ihm für die Leistung der Unterhaltszahlungen an die beiden Kin-
der und die Rekurrentin somit insgesamt Fr. 3'356.-- monatlich (Fr. 6'547.-- ./. Fr. 
3'191.--). Zieht man davon die Unterhaltsleistungen an die Kinder von monatlich Fr. 
1'500.-- (je Fr. 750.--) ab (Fr. 3'356.-- ./. Fr. 1'500.--), bleiben pro Monat Fr. 1’856.-- 
für den Unterhalt der Ehefrau übrig. Der von A. monatlich an den Unterhalt von X. 
zu leistende Beitrag ist folglich auf Fr. 1’856.-- festzusetzen. Was den jährlichen 
variablen Lohnanteil betrifft, so hat A. diesen unaufgefordert seiner Ehefrau bekannt 
zu geben und alsdann den hälftigen Nettoanteil an seine Ehefrau zu bezahlen.

11. Die Kosten der beiden Rekursverfahren von Fr. 800.-- zuzüglich 
Schreibgebühren gehen gemäss Ziff. 5 der von den Parteien vor Kantonsgerichts-
präsidium unterzeichneten gerichtlichen Vereinbarung je zur Hälfte zu Lasten von 
A. und X.. Die aussergerichtlichen Kosten der Rekursverfahren werden wettge-
schlagen.

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Demnach erkennt das Kantonsgerichtspräsidium :

1. Ziff. 5 der Verfügung des Bezirksgerichtspräsidenten Landquart vom 8. Fe-
bruar 2007 wird aufgehoben. Im Übrigen behält die angefochtene Verfügung 
unverändert ihre Gültigkeit.

2. A. ist verpflichtet, an den Unterhalt von X. rückwirkend ab 1. April 2006 mo-
natlich im Voraus einen je auf den Ersten fälligen Unterhaltsbeitrag von Fr. 
1856.--  zu bezahlen. 

Der jährliche variable Lohnanteil (Nettobetrag) von A. wird je hälftig auf die 
Parteien aufgeteilt.

3. Der aus der Liegenschaftsbuchhaltung betreffend das Einfamilienhaus in B. 
jährlich ermittelte Überschuss wird ab 1. Oktober 2006 je hälftig auf die Par-
teien aufgeteilt. Die Kosten des Einfamilienhauses für die Monate August und 
September 2006 tragen die Parteien je zur Hälfte. X. trägt die Kosten des von 
ihr vom 1. April 2006 bis 31. Juli 2006 bewohnten Einfamilienhauses.

4. Die Kosten der beiden Rekursverfahren von Fr. 800.-- zuzüglich Schreibge-
bühren von Fr. 224.--, total somit Fr. 1’024.--, gehen je zur Hälfte zu Lasten 
von A. und X.. Die aussergerichtlichen Kosten der Rekursverfahren werden 
wettgeschlagen.

5. Die Rekursverfahren werden, soweit sich die Parteien mit gerichtlichem Ver-
gleich geeinigt haben, als durch Vergleich erledigt abgeschrieben.

6. Gegen diese, einen Streitwert von mindestens 30'000 Franken betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 1 lit. b des 
Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Zivilsachen an das 
Schweizerische Bundesgericht geführt werden. Diese ist dem Bundesgericht 
schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der 
Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise 
einzureichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren 
Voraussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 
72 ff. und 90 ff. BGG.             

7. Mitteilung an:

__________

13

Für das Kantonsgerichtspräsidium von Graubünden 
Der Vizepräsident Die Aktuarin