# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c7a155fd-1cd1-57ef-9632-1825ec355734
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-04-21
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 21.04.2021 200 2021 105
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2021-105_2021-04-21.pdf

## Full Text

200 21 105 UV
JAP/SVE/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 21. April 2021

Verwaltungsrichter Jakob, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Kölliker, Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiberin Schwitter

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin B.________
Beschwerdeführer

gegen

Suva
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 29. Dezember 2020

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. April 2021, UV/21/105, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1960 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
über seine Arbeitgeberin bei der Schweizerischen Unfallversicherungsan-
stalt (Suva bzw. Beschwerdegegnerin) obligatorisch unfallversichert als er 
sich gemäss Schadenmeldung UVG am 5. Dezember 2018 beim Hantieren 
mit einer ... mit einer Hand auf das Waschbecken stützte, dabei das 
Waschbecken umkippte und es in der Folge zum Sturz kam, bei dem er mit 
dem Kopf ans Waschbecken prallte und sich eine Schnittwunde an der 
Stirn zuzog sowie den linken Mittelfinger ausrenkte (Akten der Suva 
[act. II] 1). Anlässlich einer ärztlichen Konsultation am 18. Dezember 2018 
beklagte der Versicherte eine drastische Zunahme seiner Knieinstabilität 
rechts (vgl. act. II 27). Die Suva erbrachte im Zusammenhang mit diesem 
Ereignis die gesetzlichen Versicherungsleistungen in Form von Heilbe-
handlung (vgl. act. II 5 f.). Mit Schreiben vom 23. März 2020 (act. II 14) 
ersuchte der Versicherte die Suva um Kostengutsprache für die stationäre 
Rehabilitation im C.________ von November 2019 bis Januar 2020 und um 
Aufnahme der Erbringung der Versicherungsleistungen aufgrund eines 
Knieprothesen-Wechsels vom 14. November 2019 (vgl. hierzu act. II 28 f.). 
Gestützt auf eine Beurteilung durch med. pract. D.________, Facharzt für 
Chirurgie, ... (act. II 48), stellte die Suva die Versicherungsleistungen mit 
Verfügung vom 7. August 2020 (act. II 51) rückwirkend per 20. August 2019 
ein. Eine dagegen erhobene Einsprache (act. II 52) wies sie mit Entscheid 
vom 29. Dezember 2020 (act. II 58) ab. 

B.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin 
B.________, mit Eingabe vom 1. Februar 2021 Beschwerde mit folgenden 
Rechtsbegehren:

1. Der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 29. Dezember 
2020 sei aufzuheben.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. April 2021, UV/21/105, Seite 3

2. Die Beschwerdegegnerin sei zu verurteilen, die Erbringung der Versiche-
rungsleistungen rückbezüglich seit dem 20. August 2019 wieder aufzu-
nehmen.

- unter Kosten- und Entschädigungsfolgen -

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 3. März 
2021 auf Abweisung der Beschwerde. 

Mit prozessleitender Verfügung vom 12. März 2021 edierte der Instruktions-
richter die Akten des parallelen Beschwerdeverfahrens UV/2020/707.

Der Beschwerdeführer hielt mit freiwilliger Replik vom 15. März 2021 an 
den beschwerdeweise gestellten Rechtsbegehren fest.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde - unter Vor-
behalt der nachstehenden Erwägung - einzutreten (vgl. BGE 131 V 164 
E. 2.1 S. 164; SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 2.1).

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1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 29. Dezem-
ber 2020 (act. II 58). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf gesetzliche 
Unfallversicherungsleistungen im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 
5. Dezember 2018 (Schaden-Nr. 27.66717.18.0) und dabei insbesondere, 
ob die Beschwerdegegnerin die vorübergehenden Leistungen zulässiger-
weise per 20. August 2019 terminierte und einen Anspruch auf weitere Un-
fallversicherungsleistungen verneinte. Soweit der Beschwerdeführer einen 
weiteren Leistungsanspruch alternativ mit einem Kausalzusammenhang 
zwischen den rechtsseitigen Kniebeschwerden und dem Ereignis vom 
13. Dezember 1995 (Schaden Nr. ...; vgl. dazu Urteil des Verwaltungsge-
richts des Kantons Bern vom 12. März 2021, UV/2020/707) begründet (Be-
schwerde S. 12 ff. Ziff. 3 Art. 8), bewegt er sich ausserhalb des Anfech-
tungsgegenstandes, weshalb insoweit auf die Beschwerde nicht einzutre-
ten ist (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1 S. 164; SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 2.1).

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 

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129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2018 UV Nr. 3 S. 9 E. 3.1, 2012 UV 
Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.2.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 142 V 435 E. 1 S. 438, 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2019 IV Nr. 9 S. 26 E. 3.1; Entscheid des Bundesgerichts 
[BGer] vom 21. September 2018, 8C_781/2017, E. 5.1). 

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 142 V 435 E. 1 S. 438, 
129 V 177 E. 3.1 S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.2.2 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursa-
che eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV 
Nr. 30 S. 122 E. 5.2). Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen 
deckt sich die adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausa-
lität; die Adäquanz hat hier praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 
140 V 356 E. 3.2 S. 358; SVR 2018 UV Nr. 3 S. 10 E. 3.1).

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2.2.3 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers bei einem durch den 
Unfall verschlimmerten oder überhaupt erst manifest gewordenen krankhaf-
ten Vorzustand entfällt erst, wenn der Unfall nicht mehr die natürliche und 
adäquate Ursache darstellt, der Gesundheitsschaden also nur noch und 
ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft zu, wenn 
entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem 
Unfall bestanden hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er 
sich nach schicksalsmässigem Verlauf eines krankhaften Vorzustandes 
auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), er-
reicht ist (BGE 146 V 51 E. 5.1. S. 55).

Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang 
muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursa-
chen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht 
allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender 
ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei 
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast - an-
ders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzu-
sammenhang gegeben ist - nicht bei der versicherten Person, sondern 
beim Unfallversicherer (BGE 146 V 51 E. 5.1 S. 56).

2.3 Zur Klärung der Leistungspflicht des Unfallversicherers, insbeson-
dere der Frage der natürlichen Kausalität, ist die Verwaltung (und im Be-
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und gege-
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe 
des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
(vgl. BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV 
Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1). 

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3.

3.1 Aufgrund der Akten erstellt und zwischen den Parteien unbestritten 
ist, dass der Beschwerdeführer am 5. Dezember 2018 (vgl. act. II 1) einen 
Unfall im Rechtssinne (vgl. E. 2.1 hiervor) erlitt. Die Beschwerdegegnerin 
erbrachte denn auch entsprechende Versicherungsleistungen (vgl. act. II 5 
f., 51 S. 2). Umstritten ist hingegen die Leistungspflicht der Beschwerde-
gegnerin über den 20. August 2019 hinaus. 

3.2 Den Akten ist in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen das Fol-
gende zu entnehmen: 

3.2.1 Der Hausarzt Dr. med. E.________, Facharzt für Allgemeine Innere 
Medizin, hielt im Überweisungsschreiben an Dr. med. F.________, Fach-
arzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsappa-
rates, vom 18. Dezember 2018 (act. II 27) fest, der Beschwerdeführer sei 
am 5. Dezember 2018 gestürzt und habe sich mit dem linken Arm abstüt-
zen wollen. Dabei habe er sich den Mittelfinger im PIP-Gelenk ausgerenkt 
und eine klaffende Riss-Quetsch-Wunde an der Stirn zugezogen. Über das 
rechte Knie habe er anlässlich der Erstversorgung nicht geklagt. Bei der 
heutigen Konsultation habe der Beschwerdeführer eine drastische Zunah-
me seiner Knieinstabilität rechts beklagt. Das angefertigte Röntgenbild zei-
ge einen grösseren Defekt am medialen Tibiaplateau, welcher neu sei ge-
genüber der Voraufnahme. Ein 13 x 5 mm grosses Fragment sei offenbar 
nach medial herausgedrückt worden.

3.2.2 Im Konsiliarbericht vom 3. Januar 2019 (act. II 7) vermerkte 
Dr. med. F.________ die nachstehenden Diagnosen:

 Massives Valgus- und Aussenrotationstrauma sowie partielle 
mediale Seitenbandavulsionsfraktur Knie rechts bei Sturz vom 
5. Dezember 2018

 Sensomotorische inkomplette Paraplegie L3
 Status nach subtotaler Patellektomie Knie rechts mit Ge-

lenkspülung und Inlaywechsel vom 28. September 2017 
mit/bei:
 Frühinfekt nach Gelenkspülung und Osteosynthesemate-

rialentfernung (OSME) Patella rechts vom 21. September 
2017

 Status nach offener Revision und Optimierung der femo-
ralen Aussenrotation durch Wechsel der Femurkompo-
nente und laterale Fazettektomie sowie ausgedehntem 

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lateralem Release und Kompressionsosteosynthese der 
Patellalängsfraktur rechts vom 19. Januar 2017

 Patellalängsfraktur bei Status nach Knietotalprothese-
nimplantation rechts wegen massiver Valgus- und Aus-
senrotationsfehlstellung im Rahmen einer Kondylusne-
krose mit Einbruch des lateralen Tibiaplateaus vom 16. 
März 2012

 Achillessehnenruptur links vom 20. April 2017

Der Orthopäde erklärte, der Beschwerdeführer sei an Stöcken nach wie vor 
gehfähig. Er gehe mit einer massiven Aussenrotation und Valgusstellung 
im rechten Kniegelenk und schleudere beim Gehen den rechten Unter-
schenkel nach vorne als Folge der Parese der Quadrizepsmuskulatur. Nun 
sei es am 5. Dezember 2018 noch einmal zu einem Sturzereignis mit star-
ken Schmerzen im Bereich des medialen Gelenkkompartiments gekom-
men. Die Instabilität habe subjektiv noch einmal stark zugenommen.

3.2.3 Dr. med. E.________ hielt im Überweisungsschreiben an das Spital 
G.________ vom 29. Januar 2019 (act. II 10) insbesondere fest, am 5. De-
zember 2018 sei es zu einem fatalen Sturz auf den Schädel frontal mit 
grosser Rissquetschwunde und unklarer Läsion am rechten Kniegelenk mit 
konsekutiver Zunahme der Instabilität gekommen.

3.2.4 Dr. med. F.________ diagnostizierte im Bericht über die Sprech-
stunde vom 20. Oktober 2019 (act. II 13) eine Lockerung der Tibiakompo-
nente bei mangelnder muskulärer Stabilisierung des Kniegelenks im Rah-
men einer sensomotorischen und inkompletten Paraplegie und Status nach 
Sturz im Januar 2019 (richtig wohl: Dezember 2018) mit proximaler Fibula-
fraktur rechts und fraglicher Begleitfraktur der proximalen lateralen Tibia 
rechts (…), eine Achillessehnenruptur links vom 20. April 2017 sowie ein 
chronisches Schmerzsyndrom. Beim Beschwerdeführer bestehe eine in-
komplette Paraparese rechts mit weitgehend fehlender Quadriceps-
Innervation. In Folge dessen sei es zu einer Stabilisierung des Gelenkes 
durch Aussendrehen des Oberschenkels und zu einer passiven Stabilisati-
on mit dem medialen Seitenbandapparat gekommen. Verstärkt werde diese 
Situation durch den ausgesprochenen Knick-Senkfuss und die zusätzlich 
fehlende Stabilisation bei Status nach Achillessehnenruptur. Als Folge des-
sen sei es im Knie initial zu einer schwersten Valgusfehlstellung und Fe-
murkondylusnekrose gekommen. Diese sei mittels einer Knietotalprothese 
versorgt worden, die während einigen Jahren gut funktioniert habe. In der 

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Folge sei es zu einer zunehmenden Subluxation der Patella mit Ermü-
dungsfraktur derselben gekommen. Eine Rezentrierung durch vermehrte 
Aussenrotation der Femurkomponente und Osteosynthese der Patella sei 
letztlich auch als Folge der fehlenden muskulären Stabilisation nicht gelun-
gen. Als ultima ratio sei eine Patellektomie geblieben. Die Situation habe 
sich anschliessend nach Ruptur der Achillessehne verschlechtert. Durch 
die vermehrte Knick-Senkfuss-Belastung habe der Valgusstress auf das 
rechte Knie noch einmal stark zugenommen. Zudem sei ein Sturz mit Ab-
riss des medialen Seitenbandapparates erfolgt. Vermutlich ebenfalls bei 
diesem Sturz sei es zu einer dislozierten Tibiaschaftfraktur gekommen.

3.2.5 Im Austrittsbericht des Spitals G.________, in welchem der Be-
schwerdeführer vom 13. bis zum 21. November 2019 hospitalisiert war 
(act. II 28), diagnostizierte Dr. med. H.________, Facharzt für Orthopädi-
sche Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, unter ande-
rem eine Lockerung der Tibiakomponente bei mangelnder muskulärer Sta-
bilisierung des Kniegelenks im Rahmen einer sensomotorischen und in-
kompletten Paraplegie rechts bei Status nach Sturz im Januar 2019 (richtig 
wohl: Dezember 2018) mit proximaler Fibulafraktur rechts und fraglicher 
Begleitfraktur der proximalen lateralen Tibia rechts sowie einen Status nach 
"Knie-Implantation" rechts 2012 mit folglich Wechsel der femoralen Kom-
ponente bei chronischer Patellasubluxation mit Patellaquerfraktur und 
Frühinfekt nach Osteosynthese der Patella und anschliessender Patellek-
tomie Knie rechts am 28. September 2017 (…). Am 14. November 2019 sei 
ein Knie-TP-Wechsel rechts (EnRo rotating hinch; vgl. Operationsbericht 
vom 14. November 2019 [act. II 29]) vorgenommen worden.

3.2.6 Med. pract. D.________ hielt in der versicherungsmedizinischen 
Beurteilung vom 31. Juli 2020 (act. II 48) fest, bereits im Zeitpunkt des Be-
richts von Dr. med. F.________ vom 22. Februar 2018 (vgl. act. II 42) habe 
eine deutliche Instabilität des rechten Kniegelenks bestanden und am 
6. Juni 2018 sei ein deutlicher Reizzustand des Gelenks dokumentiert wor-
den (vgl. Akten im Verfahren UV/2020/707 [act. III] 336). Der Reizzustand 
und die Instabilität seien mit einer Lockerung der Endoprothese zu er-
klären. Auf der Röntgenaufnahme vom 17. Dezember 2018 imponiere in-
nenseitig eine deutliche Aufhellungszone unterhalb des medialen Plateaus 

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der tibialen Prothesenkomponente. Es entstehe der Eindruck, dass die tibi-
ale Komponente gelockert sei. Eindeutige Hinweise auf eine Fraktur fänden 
sich weder an der Tibia noch an der Fibula (S. 11). Es fehlten zudem initial 
die Zeichen einer akuten schweren Verletzung, die zu dem von 
Dr. med. F.________ mit dem Bericht vom 3. Januar 2019 (vgl. act. II 7) 
postulierten „massiven Valgus- und Aussenrotationstrauma“ passten. So 
habe Dr. med. E.________ von einer „unklaren Läsion“ am rechten Kniege-
lenk und einer konsekutiven Zunahme der Instabilität berichtet (vgl. 
act. II 10). Wenn die Bänder akut verletzt worden wären, hätte daraus so-
fort eine Instabilität resultiert. Dr. med. F.________ komme daher mit sei-
ner Beurteilung vom 3. Januar 2019 auch zum Schluss „dementsprechend 
[sei] es zu einer Auslockerung des kollateralen Seitenbandapparats sowohl 
medial als auch lateral von grossem Ausmass gekommen“ (vgl. act. II 7) 
und beschreibe damit einen chronischen Prozess (S. 12). Diese Bewertung 
werde durch den Vergleich der Röntgenaufnahmen vom 17. Dezember 
2018 mit den Aufnahmen vom 2. Oktober 2017 unterstützt. Die Weichteil-
verknöcherung, die von Dr. med. F.________ als Avulsion des medialen 
Kollateralbands angesehen worden sei, sei zu diesem Zeitpunkt bereits 
vorhanden gewesen. Die tibiale Komponente der Endoprothese weise ei-
nen Zwischenraum medial und lateral zum Tibiaplateau auf. Die Resekti-
onslinie verlaufe leicht schräg von lateral oben nach medial unten. Der Pro-
thesenstem weise einen zarten Saum als Zeichen einer möglichen begin-
nenden Lockerung auf. Es sei somit im Verlauf zu einer (weiteren) Auslo-
ckerung und Lageveränderung der tibialen Komponente der Totalendopro-
these (TEP) gekommen. Der Spalt zwischen dem lateralen Anteil der tibia-
len Komponente und dem Tibiaplateau sei auf der Röntgenaufnahme auf-
gehoben, dafür sei die mediale Spaltbildung grösser geworden. Da eine 
Fraktur fehle und eine Auslockerung imponiere, spreche diese Konstellati-
on eindeutig für einen chronischen Prozess und gegen eine akute Verlet-
zungsfolge durch den Sturz vom 5. Dezember 2018. Auf den am 5. Februar 
2019 erneut angefertigten Röntgenaufnahmen komme neu eine Spiral-
Fraktur der proximalen Fibula zur Darstellung. Diese weise keine Kallusbil-
dung auf und zeige noch keine Abrundung der Frakturenden, die Fraktur-
spalten seien scharf gezeichnet. Diese dargestellte Fibulafraktur sei somit 
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine Folge des Ereignisses vom 
5. Dezember 2018. Zum einen sei diese Verletzung mit den Röntgenbildern 

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vom 17. Dezember 2018 nicht dargestellt, zum anderen sähe die Fraktur 
nach zwei Monaten durch die Heilungsvorgänge des betroffenen Knochens 
anders aus (eine Kallusbildung wäre nach zwei Monaten zu erwarten und 
der Frakturspalt würde „verwaschen“ imponieren; S. 13). Im seitlichen 
Strahlengang sei nun auch neu zu den Bildern vom 17. Dezember 2018 
eine nicht dislozierte Fraktur des dorsalen Tibiaplateaus zu erkennen. Eine 
relevante Kallusbildung sei auch hier nicht ersichtlich, was dagegen spre-
che, dass diese Fraktur Folge des Unfalls vom 5. Dezember 2018 sei. 
Neue Unfälle seien seit diesem Datum nicht dokumentiert. Die Frakturen 
des Tibiaplateaus könnten auch Folge der massiven Lockerung der tibialen 
Komponente der Prothese sein, denn die Prothese finde keinen Halt mehr 
im Knochen. Die Fibulafraktur sei damit hingegen nicht überzeugend zu 
erklären. Nachvollziehbar sei die ausgeprägte Instabilität im rechten Knie-
gelenk mit der massiven Auslockerung der tibialen Prothesenkomponente 
erklärt. Nachvollziehbar sei auch, dass es zu einer konsekutiven Zunahme 
der Instabilität seit dem Jahr 2017 gekommen sei. Die Instabilität im Knie-
gelenk sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine Folge des Sturzes 
(S. 14). Die Fraktur der Fibula sei gemäss dem fachradiologischen Befund 
der Computertomographie (CT) vom 20. August 2019 (act. III 411) 
knöchern konsolidiert. Die Frakturen des Tibiaplateaus fänden mit diesem 
Bericht keine Erwähnung mehr und seien bei Einsichtnahme in die Bildge-
bung zu diesem Zeitpunkt auch nicht mehr objektivierbar. Spätestens zu 
diesem Zeitpunkt seien die Folgen einer Verletzung, die sich nach dem 
5. Dezember 2018 und vor dem 5. Februar 2019 ereignet haben müsse, 
abgeheilt. Die Prothese sei zu diesem Zeitpunkt immer noch locker, was 
eine persistierende Instabilität und damit auch einen persistierenden Reiz-
zustand nachvollziehbar erkläre. Der Wechsel der Knie-Endoprothese auf 
ein gekoppeltes Model (EnRo rotating hinch) am 14. November 2019 sei 
nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit aufgrund von Folgen des Un-
falls vom 5. Dezember 2018 oder einem zeitnahen Ereignis erforderlich, 
sondern sei an die unfallunabhängig bereits vor dem 5. Dezember 2018 
schleichend entstandenen Lockerung der Tibia-komponente der Endopro-
these adressiert. Zusammenfassend habe der Unfall vom 5. Dezember 
2018 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht zu zusätzlichen struktu-
rellen Läsionen am rechten Kniegelenk geführt. Spätestens am 20. August 
2019 hätten die Folgen des Unfalls vom 5. Dezember 2018 keine Rolle 

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mehr gespielt. Eine an die Folgen der Operation vom 14. November 2019 
adressierte stationäre Rehabilitation sei mit überwiegender Wahrschein-
lichkeit nicht zufolge des Unfalls vom 5. Dezember 2018 medizinisch not-
wendig (S. 15). 

3.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe 
anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische 
These abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352). 

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. 
Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die 
Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder 
in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352). 

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354). Soll ein Versicherungs-
fall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so 
sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen 
auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ver-
sicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Ab-
klärungen vorzunehmen. Insbesondere sind die von der versicherten Per-
son aufgelegten Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte mitzu-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. April 2021, UV/21/105, Seite 13

berück-sichtigen. Wird die Schlüssigkeit der Feststellungen der versiche-
rungsinternen Fachpersonen durch einen nachvollziehbaren Bericht eines 
behandelnden Arztes in Zweifel gezogen, so genügt der pauschale Hinweis 
auf dessen auftragsrechtliche Stellung (BGE 125 V 351 E. 3a cc S. 353) 
nicht, um solche Zweifel auszuräumen. Vielmehr wird das Gericht entweder 
ein Gerichtsgutachten anzuordnen oder die Sache an den Versicherungs-
träger zurückzuweisen haben, damit dieser im Verfahren nach Art. 44 
ATSG eine Begutachtung veranlasst (BGE 142 V 58 E. 5.1 S. 65, 139 V 
225 E. 5.2 S. 229, 135 V 465 E. 4.4 - 4.6 S. 469).

3.4

3.4.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich im angefochtenen Einspra-
cheentscheid (act. II 58) massgeblich auf die Aktenbeurteilung von 
med. pract. D.________ vom 31. Juli 2020 (act. II 48). Dieser traf seine 
überzeugenden Schlussfolgerungen gestützt auf die medizinischen Vorak-
ten, wobei er insbesondere auch die bildgebenden Untersuchungen 
berücksichtigte. Eine persönliche klinische Untersuchung war hierzu nicht 
notwendig, wurde doch die Knieprothese bereits am 14. November 2019 
gewechselt und können auch reine Aktengutachten beweiskräftig sein, so-
fern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die 
fachärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sach-
verhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten 
Person in den Hintergrund rückt (SVR 2020 IV Nr. 38 S. 134 E. 4.3). Dem-
nach genügt die Aktenbeurteilung von med. pract. D.________ (act. II 48) 
den höchstrichterlichen Beweisanforderungen (vgl. E. 3.3 hiervor) und er-
bringt vollen Beweis, weshalb darauf abzustellen ist.

3.4.2 Der Beschwerdeführer bringt vor, es gelinge der Beschwerdegegne-
rin nicht, das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung des Unfalls für die 
nach dem 20. August 2019 persistierenden Kniebeschwerden mit dem Be-
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachzuweisen (Be-
schwerde S. 11 Ziff. III Art. 6, Replik S. 5 Ziff. 3 Ad. Ziff. 4.6). Diesbezüglich 
ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin tatsächlich Leistungen im 
Zusammenhang mit dem Ereignis vom 5. Dezember 2018 erbrachte (vgl. 
act. II 5 f., 51 S. 2) und damit ihre grundsätzliche Leistungspflicht für die 
Traumafolgen (rechtsseitige Kniebeschwerden) anerkannte. Indessen be-

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stritt sie von Anfang an die natürliche Unfallkausalität für objektivierbare 
zusätzliche strukturelle Läsionen (act. II 51), mithin für die Fraktur des Ti-
biaplateaus und der Fibula. Folglich kommt die Beweislastumkehr (vgl. 
E. 2.2.2 hiervor) in Bezug auf die Frakturen vorliegend nicht zur Anwen-
dung (vgl. Entscheide des BGer vom 14. Oktober 2015, 8C_444/2015, 
E. 4.6, und vom 15. Mai 2014, 8C_805/2013, E. 4.3). Im Übrigen liegt auf-
grund der beweiskräftigen Beurteilung des med. pract. D.________ ohne-
hin keine Beweislosigkeit vor.

3.4.3 Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers (Beschwerde S. 10 
Ziff. III Art. 6) zeigte med. pract. D.________ in seiner Aktenbeurteilung 
nachvollziehbar auf, weshalb die Tibia- und Fibulafrakturen nicht auf den 
Unfall vom 5. Dezember 2018 zurückzuführen sind: So hielt er in seiner 
Beurteilung einleuchtend fest, dass nach dem Sturzereignis initial keine 
Verletzungen des rechten Knies bzw. damit assoziierte Anhaltspunkte (wie 
Hämatome, Schmerzen oder Hautverletzungen) dokumentiert wurden (vgl. 
act. II 48 S. 12). Der behandelnde Arzt Dr. med. E.________ hielt im Be-
richt vom 18. Dezember 2018 (act. II 27) denn auch ausdrücklich fest, der 
Beschwerdeführer habe anlässlich der Erstkonsultation keine Beschwerden 
am rechten Kniegelenk geltend gemacht. Zudem gab der Beschwerdefüh-
rer in der Schadenmeldung (act. II 1) einzig an, mit dem Kopf ans Wasch-
becken geprallt zu sein. Überdies ist kein anderweitiger biomechanischer 
Hergang aktenkundig, der zu einer traumatischen Verletzung am rechten 
Kniegelenk passen würde. Was den Bericht von Dr. med. E.________ vom 
29. Januar 2019 (act. II 10) betrifft (vgl. Beschwerde S. 5 Ziff. III Art. 2), 
wurde darin lediglich festgehalten, es sei anlässlich des Unfalls zu einer 
„unklaren“ Läsion gekommen. Indes legte der behandelnde Arzt nicht diffe-
renziert dar, inwiefern es aufgrund des Sturzes vom 5. Dezember 2018 zu 
einer Verletzung des rechten Kniegelenks gekommen sein soll. 
Med. pract. D.________ setzte sich sodann einleuchtend mit der Einschät-
zung des Dr. med. F.________ auseinander, wonach ein am 5. Dezember 
2018 stattgehabtes erhebliches Knietrauma zu einer Knieinstabilität geführt 
habe und dabei vermutlich eine Fraktur aufgetreten sei (vgl. act. II 13 S. 2). 
Vorab ist festzuhalten, dass die medizinische Verwendung des Begriffs 
„Trauma“ aus rechtlicher Sicht ohnehin keine Rückschlüsse auf einen allfäl-
ligen natürlich-kausalen Zusammenhang der Fraktur mit dem Unfall vom 

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5. Dezember 2018 zulässt (Entscheid des BGer vom 29. Mai 2020, 
8C_241/2020, E. 6.1). Überdies zeigte der Versicherungsarzt - entgegen 
der Ansicht des Beschwerdeführers (Beschwerde S. 10 Ziff. III Art. 6) - 
nachvollziehbar auf, dass aufgrund des bildgebend dokumentierten Vorzu-
standes von einer Auslockerung und Lageveränderung der tibialen Kompo-
nente der TEP auszugehen ist, was für einen chronischen Prozess resp. 
degenerative Veränderungen und gegen eine akute Verletzungsfolge durch 
den Sturz vom 5. Dezember 2018 spricht (act. II 48 S. 14). Was die Fibu-
lafraktur betrifft, führte der chirurgische Sachverständige sodann schlüssig 
aus, diese sei gemäss fachradiologischem Befund der CT vom 20. August 
2019 (act. III 411) knöchern konsolidiert bzw. mittels Kallus komplett über-
baut gewesen. Gestützt auf diese Einschätzung sei folglich davon auszu-
gehen, dass die Folgen einer Verletzung, die sich nach dem 5. Dezember 
2018 und vor dem 5. Februar 2019 ereignet haben müsse, abgeheilt seien. 
Deshalb leuchtet auch ein, dass spätestens im Zeitpunkt der fachradiologi-
schen Verlaufskontrolle vom 20. August 2019 (vgl. act. III 411) der Status 
quo sine vel ante (vgl. E. 2.2.2 hiervor) hinsichtlich der vorübergehenden 
Traumafolgen eingetreten war. Nach dem Dargelegten liegen keine diver-
gierenden Einschätzungen vor, die geeignet wären, auch nur geringe Zwei-
fel an dieser Beurteilung des med. pract. D.________ (act. II 48) zu be-
gründen (vgl. E. 3.3 hiervor). Der medizinische Sachverhalt erweist sich 
folglich als rechtsgenüglich abgeklärt. Da bei dieser Ausgangslage von 
weiteren medizinischen Abklärungen keine neuen Erkenntnisse zu erwar-
ten sind, ist in antizipierter Beweiswürdigung auf die beantragten (Be-
schwerde S. 12 Ziff. III Art. 7; Replik S. 6) zusätzlichen Erhebungen zu ver-
zichten (BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 
E. 1d S. 162; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 163 E. 4).

3.5 Zusammenfassend ist ein natürlicher Kausalzusammenhang 
zwischen dem Unfall vom 5. Dezember 2018 und den nach dem 20. August 
2019 bestehenden rechtsseitigen Kniebeschwerden nicht überwiegend 
wahrscheinlich. Der angefochtene Einspracheentscheid (act. II 58) ist damit 
nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen, 
soweit darauf einzutreten ist. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. April 2021, UV/21/105, Seite 16

4.

4.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 fbis ATSG (Um-
kehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639) sind keine Verfahrenskosten zu er-
heben.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehr-
schluss]). 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- Suva
- Bundesamt für Gesundheit

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.