# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c40c7067-9832-537b-b0ea-66deeb866c1d
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-27
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 27.10.2025 SV1 2025 32
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SV1-2025-32_2025-10-27.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Urteil vom 27. Oktober 2025
mitgeteilt am 30. Oktober 2025

Referenz SV1 25 32SV1 25 32

Instanz Erste sozialversicherungsrechtliche Kammer

Besetzung Pedretti, Vorsitz
von Salis und Bäder Federspiel
Jauch, Aktuarin

Parteien A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch Procap Schweiz

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden
IV-Stelle, Ottostrasse 24, 7001 Chur
Beschwerdegegnerin

Gegenstand Invalidenversicherung

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Sachverhalt

A. A.________, geb. 1976, meldete sich erstmals im Januar 2013 namentlich 
unter Hinweis auf eine Hirnblutung, neuropsychologische Defizite, eine 
posttraumatische Belastungsstörung (PTBS), posttraumatische 
Spannungskopfschmerzen, eine Antriebsschwäche, Müdigkeit sowie 
Verspannungen der Muskeln seit einem erlittenen Überfall am 6. Februar 2011 bei 
der IV-Stelle des Kantons Graubünden (nachfolgend: IV-Stelle) zum 
Leistungsbezug an. Mit Verfügung vom 25. August 2016 gewährte die IV-Stelle 
A.________ eine Viertelsrente bei einem Invaliditätsgrad von 48 % ab dem 1. Juli 
2013. Mit Verfügung vom 6. November 2019 sprach die IV-Stelle des Kantons 
Zürich A.________ eine ganze Rente bei einem Invaliditätsgrad von 80 % ab dem 
1. Februar 2019 zu. Da die Ehescheidung vom 9. April 2019 bei der 
Rentenberechnung noch nicht berücksichtigt worden sei, berechnete die 
dannzumal zuständige IV-Stelle des Kantons Luzerns die Rente mit Verfügungen 
vom 27. November 2020 und vom 26. März 2021 neu. 

B. Ende November 2024 meldete sich A.________ bei der IV-Stelle erstmals 
zum Bezug von Hilflosenentschädigung an. Dabei gab er an, wegen 
gesundheitlicher Beeinträchtigungen auf eine lebenspraktische Begleitung 
angewiesen zu sein. In der Folge liess die IV-Stelle am 3. März 2025 den Hilfsbedarf 
abklären. 

C. Mit Vorbescheid vom 17. März 2025 stellte die IV-Stelle A.________ die 
Abweisung seines Leistungsbegehrens in Aussicht. Begründung hielt sie fest, er sei 
in keiner der sechs für den Bezug einer Hilflosenentschädigung relevanten 
Lebensverrichtungen auf die regelmässige und erhebliche Hilfe Dritter angewiesen 
und eine dauernde persönliche Überwachung liege nicht vor. Die lebenspraktische 
Begleitung von zwei Stunden wöchentlich über eine Zeitspanne von drei Monaten 
sei nicht ausgewiesen, womit die Voraussetzungen der Regelmässigkeit, der Dauer 
und der Intensität an Begleitung nicht erfüllt seien. 

D. Mit Verfügung vom 19. Mai 2025 beschied die IV-Stelle wie vorbeschieden 
und verneinte in Abweisung des Leistungsbegehrens einen Anspruch auf eine 
Hilflosenentschädigung. 

E. Dagegen liess A.________ (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 18. Juni 
2025 Beschwerde beim Obergericht des Kantons Graubünden erheben und in 
Aufhebung der Verfügung beantragen, ihm sei mit Wirkung ab dem 
frühestmöglichen Zeitpunkt eine dem Grad der Hilflosigkeit entsprechende 
Hilflosenentschädigung zuzusprechen. Eventualiter sei die Angelegenheit zu 

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weiteren Abklärungen an die IV-Stelle zurückzuweisen. Im Rahmen einer 
rudimentären Kurzbegründung führte er aus, strittig sei der Anspruch auf eine 
Hilflosenentschädigung aufgrund eines Bedarfs an lebenspraktischer Begleitung. 
Allein die Spitexleistungen würden sich auf vier Stunden pro Woche belaufen. 
Selbstredend sei der Bedarf an lebenspraktischer Begleitung dadurch aber nicht 
gedeckt. 

Innert der vom Gericht angesetzten Nachfrist ergänzte der Beschwerdeführer seine 
Beschwerde mit Eingabe vom 3. Juli 2025. Dabei brachte er im Wesentlichen vor, 
es liege eine Verletzung des rechtlichen Gehörs vor, da die angefochtene 
Verfügung nicht begründet sei. Sodann benötige er Hilfe bei der 
Tagesstrukturierung, bei der Bewältigung von Alltagssituationen und bei der 
Haushaltsführung. Auch sei er regelmässig auf eine Begleitung bei 
ausserhäuslichen Verrichtungen angewiesen. Da sein Sohn nur teilweise bei ihm 
wohne, bestehe eine Gefahr der Isolation. Die Anspruchsvoraussetzungen für eine 
Hilfelosenentschädigung aufgrund lebenspraktischer Begleitung seien erfüllt. 

F. Die IV-Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) schloss in ihrer 
Vernehmlassung vom 9. September 2025 auf Abweisung der Beschwerde. Sie 
verneinte eine Verletzung der Begründungspflicht. Auch seien keine besonderen 
Umstände gegeben, welche den Bericht zur Abklärung vor Ort am 3. März 2025 als 
ungeeignet oder mangelhaft erscheinen liessen. Der zeitliche Bedarf an 
lebenspraktischer Begleitung pro Woche betrage nur 60 Minuten, so dass der 
Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung habe.

G. Der Beschwerdeführer liess sich trotz der ihm eingeräumten Frist zur 
Einreichung einer Replik nicht mehr vernehmen.

Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften, die angefochtene Verfügung 
sowie die übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden 
Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1. Nach Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG sind Verfügungen der kantonalen IV-Stellen 
direkt vor dem Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle anfechtbar. Die Verfügung 
der Beschwerdegegnerin vom 19. Mai 2025 stellt eine solche anfechtbare 
Verfügung der Invalidenversicherung und folglich ein taugliches Anfechtungsobjekt 
für ein Verfahren vor dem Obergericht des Kantons Graubünden dar. Die sachliche 
Zuständigkeit des Obergerichts ergibt sich aus Art. 57 ATSG (SR 830.1) i.V.m. 
Art. 49 Abs. 2 lit. a VRG (BR 370.100). Als Adressat der strittigen Verfügung ist der 

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Beschwerdeführer davon berührt und er weist ein schutzwürdiges Interesse an 
deren Aufhebung oder Änderung auf (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 59 ATSG). Die 
Beschwerde wurde zudem frist- und formgerecht eingereicht (Art. 1 Abs. 1 IVG 
i.V.m. Art. 60 Abs. 1 und 2 ATSG, Art. 38 f. sowie Art. 61 lit. b ATSG). Darauf ist 
somit einzutreten.

2.1. Streitgegenstand bildet vorliegend die Frage, ob die Beschwerdegegnerin mit 
Verfügung vom 19. Mai 2025 zu Recht einen Anspruch des Beschwerdeführers auf 
eine Hilflosenentschädigung verneint hat. Dabei ist unbestritten, dass dieser weder 
in den relevanten alltäglichen Lebensverrichtungen auf regelmässige und 
erhebliche Hilfe angewiesen ist noch einer dauernden persönlichen Überwachung 
bedarf (vgl. Anmeldung vom 28. November 2024 [IV-act. 176]).

2.2. Gemäss Art. 42 Abs. 4 IVG entsteht der Anspruch auf eine 
Hilflosenentschädigung am ersten Tag des Monats (Art. 35 Abs. 1 IVV [SR 
831.201]), in dem eine leistungsberechtigte Person ununterbrochen während 
mindestens eines Jahres in leichtem Grade hilflos gewesen ist und alle übrigen 
Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind. Ein Anspruch auf eine 
Hilflosenentschädigung entstünde vorliegend in Anbetracht der im November 2024 
erfolgten Anmeldung (vgl. IV-act. 176) frühestens ab dem 1. November 2023; denn 
macht eine versicherte Person diesen mehr als zwölf Monate nach dessen 
Entstehung geltend, so wird die Leistung nur für die zwölf Monate nachgezahlt, die 
der Geltendmachung vorangehen (Art. 48 Abs. 1 IVG). 

3. In Bezug auf das anwendbare Recht ist festzuhalten, dass seit dem 1. Januar 
2022 die revidierten Bestimmungen des IVG (sowie des ATSG) und der IVV in Kraft 
sind (Weiterentwicklung der IV). Weil in zeitlicher Hinsicht – vorbehältlich 
besonderer übergangsrechtlicher Regelungen – grundsätzlich diejenigen 
Rechtssätze massgeblich sind, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden 
oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (statt vieler: BGE 150 
V 323 E. 4.1 f., 148 V 174 E. 4.1, 146 V 364 E. 7.1 und 144 V 210 E. 4.3.1; Urteil 
des Bundesgerichts 8C_516/2024 vom 25. Februar 2025 E. 2.1), die angefochtene 
Verfügung nach dem Inkrafttreten der Gesetzesänderungen vom 19. Juni 2020 
datiert und der hier umstrittene Anspruch auf Hilflosenentschädigung seine 
Begründung frühestens ab dem 1. November 2023 fände (vgl. Art. 48 Abs. 1 IVG), 
sind die ab dem 1. Januar 2022 geltenden Normen anwendbar (vgl. 
Übergangsbestimmungen des IVG zur Änderung vom 19. Juni 2020 und 
Übergangsbestimmungen der IVV zur Änderung vom 3. November 2021).

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4. Soweit der Beschwerdeführer eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches 
Gehör rügt, indem er vorbringt, in der angefochtenen Verfügung fehle eine 
nachvollziehbare Begründung, kann ihm nicht gefolgt werden. Aus der 
angefochtenen Verfügung vom 19. Mai 2025 gehen die Überlegungen, von denen 
sich die Beschwerdegegnerin leiten liess, im Kern hervor, namentlich dass der 
Beschwerdeführer in keiner der sechs für den Bezug einer Hilflosenentschädigung 
relevanten Lebensverrichtungen auf die regelmässige und erhebliche Hilfe Dritter 
angewiesen sei, dass eine dauernde persönliche Überwachung nicht vorliege und 
dass die lebenspraktische Begleitung von zwei Stunden wöchentlich über eine 
Zeitspanne von drei Monaten nicht ausgewiesen sei (vgl. IV-act 187; siehe ferner 
BGE 148 III 30 E. 3.1, 145 III 324 E. 6.1, 143 III 65 E. 5.2 und 142 III 433 E. 4.3.2). 
Eine weitergehende Begründung musste mangels erhobenem Einwand nicht 
erfolgen. Dem Beschwerdeführer war es auch möglich, sich zusammen mit dem 
Abklärungsbericht vom 10. März 2025 (vgl. IV-act. 182) über die Tragweite des 
Entscheides Rechenschaft zu geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die 
nächsthöhere Instanz weiterzuziehen (vgl. BGE 145 IV 407 E. 3.4.1, 143 IV 40 
E. 3.4.3 und 142 III 433 E. 4.3.2), was er mit seiner Beschwerde samt 
Nachbesserung auch getan hat. Somit ist keine Gehörsverletzung auszumachen. 
Selbst wenn vorliegend mit Blick auf die gerügte Begründungspflicht eine allfällige 
Verletzung des rechtlichen Gehörs bejaht würde, dürfte der Mangel als nachträglich 
geheilt qualifiziert werden, weil es sich um keine schwerwiegende Verletzung der 
Parteirechte handelt, dem Obergericht volle Kognition zukommt (vgl. Art. 61 ATSG) 
und sich der Beschwerdeführer im vorliegenden Verfahren ausführlich äussern 
konnte (vgl. BGE 137 I 195 E. 2.3.2, 136 V 117 E. 4.2.2.2 und 132 V 387 E. 5.1; 
Urteile des Bundesgerichts 9C_551/2022 vom 4. März 2024 E. 4.3.1 und 
8C_736/2021 vom 22. März 2022 E. 4.2). Im Übrigen braucht diese Frage 
angesichts des vorliegenden Verfahrensausgangs nicht abschliessend beantwortet 
werden, da die Angelegenheit ohnehin in Aufhebung der angefochtenen Verfügung 
zu weiteren Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird.

5.1. Gemäss Art. 42 Abs. 1 IVG haben Versicherte mit Wohnsitz und 
gewöhnlichem Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz, die hilflos (Art. 9 ATSG) 
sind, Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung. Als hilflos gilt eine Person, die 
wegen einer Beeinträchtigung der Gesundheit für alltägliche Lebensverrichtungen 
dauernd der Hilfe Dritter oder der persönlichen Überwachung bedarf (Art. 9 ATSG). 
Im Bereich der Invalidenversicherung gilt auch eine Person als hilflos, welche zu 
Hause lebt und wegen der gesundheitlichen Beeinträchtigung dauernd auf 
lebenspraktische Begleitung angewiesen ist (vgl. Art. 42 Abs. 3 Satz 1 IVG; Art. 38 
IVV). 

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5.2.1. Art. 37 IVV sieht drei Hilflosigkeitsgrade vor. Gemäss Abs. 3 dieser 
Bestimmung gilt die Hilflosigkeit als leicht, wenn die versicherte Person trotz der 
Abgabe von Hilfsmitteln in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen 
regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist (lit. a); einer 
dauernden persönlichen Überwachung bedarf (lit. b); einer durch das Gebrechen 
bedingten ständigen und besonders aufwendigen Pflege bedarf (lit. c); wegen einer 
schweren Sinnesschädigung oder eines schweren körperlichen Gebrechens nur 
dank regelmässiger und erheblicher Dienstleistungen Dritter gesellschaftliche 
Kontakte pflegen kann (lit. d); oder dauernd auf lebenspraktische Begleitung im 
Sinne von Art. 38 IVV angewiesen ist (lit. e).

5.2.2. Gemäss Art. 37 Abs. 2 IVV gilt die Hilflosigkeit als mittelschwer, wenn die 
versicherte Person trotz der Abgabe von Hilfsmitteln in den meisten alltäglichen 
Lebensverrichtungen regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter 
angewiesen ist (lit. a); in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen 
regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist und überdies 
einer dauernden persönlichen Überwachung bedarf (lit. b); oder in mindestens zwei 
alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe 
Dritter und überdies dauernd auf lebenspraktische Begleitung im Sinne von Art. 38 
IVV angewiesen ist (lit. c). Nach der Rechtsprechung setzt Hilflosigkeit 
mittelschweren Grades nach Art. 36 (seit 1. Januar 2004: Art. 37) Abs. 2 lit. a IVV 
eine Hilfsbedürftigkeit in mindestens vier alltäglichen Lebensverrichtungen voraus 
(vgl. BGE 121 V 88 E. 3b, BGE 107 V 145 E. 2).

5.3.1. Nach Art. 38 Abs. 1 IVV liegt ein Bedarf an lebenspraktischer Begleitung im 
Sinne von Art. 42 Abs. 3 IVG vor, wenn eine volljährige versicherte Person 
ausserhalb eines Heimes lebt und infolge Beeinträchtigung der Gesundheit: ohne 
Begleitung einer Drittperson nicht selbständig wohnen kann (lit. a); für 
Verrichtungen und Kontakte ausserhalb der Wohnung auf Begleitung einer 
Drittperson angewiesen ist (lit. b); oder ernsthaft gefährdet ist, sich dauernd von der 
Aussenwelt zu isolieren (lit. c). Zu berücksichtigen ist nur diejenige lebenspraktische 
Begleitung, die regelmässig und im Zusammenhang mit den in Absatz 1 erwähnten 
Situationen erforderlich ist (Art. 38 Abs. 3 Satz 1 IVV). Als regelmässig im Sinne von 
Art. 38 Abs. 3 Satz 1 IVV gilt die lebenspraktische Begleitung, wenn sie über eine 
Periode von drei Monaten gerechnet im Durchschnitt mindestens 2 Stunden pro 
Woche benötigt wird (vgl. BGE 146 V 322 E. 6.2, 133 V 450 E. 6.2).

5.3.2. Die lebenspraktische Begleitung umfasst weder die (direkte oder indirekte) 
Dritthilfe bei den alltäglichen Lebensverrichtungen noch die dauernde Pflege oder 
persönliche Überwachung im Sinne von Art. 37 IVV. Vielmehr stellt sie ein 

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zusätzliches und eigenständiges Institut dar. Lebenspraktische Begleitung ist nicht 
auf Menschen mit psychischen oder geistigen Behinderungen beschränkt; auch 
körperlich Behinderte können grundsätzlich lebenspraktische Begleitung 
beanspruchen. Die Notwendigkeit einer Dritthilfe ist objektiv nach dem 
Gesundheitszustand der versicherten Person zu beurteilen. Abgesehen vom 
Aufenthalt in einem Heim ist die Umgebung, in welcher sie sich aufhält, 
grundsätzlich unerheblich. Bei der lebenspraktischen Begleitung darf keine Rolle 
spielen, ob die versicherte Person allein lebt, zusammen mit dem Lebenspartner, 
mit Familienmitgliedern oder in einer der heutzutage verbreiteten neuen 
Wohnformen. Massgebend ist einzig, ob die versicherte Person, wäre sie auf sich 
allein gestellt, erhebliche Dritthilfe in Form von Begleitung und Beratung benötigen 
würde. Von welcher Seite diese letztlich erbracht wird, ist ebenso bedeutungslos 
wie die Frage, ob sie kostenlos erfolgt oder nicht (BGE 146 V 322 E. 2.3 mit 
Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 9C_444/2023 vom 28. Februar 2024 E. 2.3).

5.3.3. Ziel der lebenspraktischen Begleitung ist, zu verhindern, dass Personen 
schwer verwahrlosen und/oder in ein Heim oder eine Klinik eingewiesen werden 
müssen. Die zu berücksichtigenden Hilfeleistungen müssen dieses Ziel verfolgen 
(vgl. Rz. 2085 des Kreisschreibens des BSV über Hilflosigkeit [KSH], gültig ab 
1. Januar 2022 [Stand: 1. Januar 2025; 
<https://sozialversicherungen.admin.ch/de/d/18480>]). Mithin ist die 
lebenspraktische Begleitung nur dann erforderlich, wenn eine Person unter 
Berücksichtigung der Mitwirkungs- und Schadenminderungspflicht nicht fähig ist, 
ihre Grundversorgung sicherzustellen (Nahrung, Körperpflege, angemessene 
Kleidung, minimale Anforderungen an die Wohnungspflege usw., Rz. 2086 KSH).

5.4. Bei der Erarbeitung der Grundlagen für die Bemessung der Hilflosigkeit ist 
eine enge, sich ergänzende Zusammenarbeit zwischen Arzt und Verwaltung 
erforderlich. Ersterer hat anzugeben, inwiefern die versicherte Person in ihren 
körperlichen beziehungsweise geistigen Funktionen durch das Leiden 
eingeschränkt ist (BGE 133 V 450 E. 11.1.1). 

Gemäss Art. 69 Abs. 2 IVV kann die IV-Stelle zur Prüfung eines 
Leistungsanspruches unter anderem Abklärungen an Ort und Stelle vornehmen 
(vgl. auch Rz. 8011 KSH). Nach der Rechtsprechung hat ein Abklärungsbericht 
unter dem Aspekt der Hilflosigkeit (Art. 9 ATSG) oder des Pflegebedarfs folgenden 
Anforderungen zu genügen: Als Berichterstatterin oder Berichterstatter wirkt eine 
qualifizierte Person, welche Kenntnis der örtlichen und räumlichen Verhältnisse 
sowie der aus den seitens der Arztperson gestellten Diagnosen sich ergebenden 
Beeinträchtigungen und Hilfsbedürftigkeiten hat. Bei Unklarheiten über physische 

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oder psychische Störungen und/oder deren Auswirkungen auf alltägliche 
Lebensverrichtungen sind Rückfragen an die medizinischen Fachpersonen nicht 
nur zulässig, sondern notwendig. Weiter sind die Angaben der Hilfe leistenden 
Personen zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im 
Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext muss schliesslich plausibel, begründet 
und detailliert bezüglich der einzelnen alltäglichen Lebensverrichtungen sowie der 
tatbestandsmässigen Erfordernisse der dauernden Pflege, der persönlichen 
Überwachung und der lebenspraktischen Begleitung sein. Schliesslich hat er in 
Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben zu stehen. Das 
Gericht greift, sofern der Bericht eine zuverlässige Entscheidungsgrundlage im 
eben umschriebenen Sinne darstellt, in das Ermessen der die Abklärung tätigenden 
Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehleinschätzungen vorliegen. Das gebietet 
insbesondere der Umstand, dass die fachlich kompetente Abklärungsperson näher 
am konkreten Sachverhalt ist als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 
140 V 543 E. 3.2.1; Urteile des Bundesgerichts 8C_332/2024 vom 13. Juni 2024 
E. 4.1, 8C_241/2022 vom 5. August 2022 E. 2.4 und 9C_80/2021 vom 16. Juni 
2021 E. 3.3). 

6.1. Es sind die folgenden aktuelleren medizinischen Berichte aktenkundig:

6.2. Der behandelnde Psychiater Dr. med. B.________, Facharzt für Psychiatrie 
und Psychotherapie, sowie der behandelnde Psychologe lic. phil. C.________ 
berichteten am 21. September 2022 gegenüber dem Strassenverkehrsamt 
Graubünden, dass der Beschwerdeführer seit dem 24. Januar 2012 bei ihnen in 
regelmässiger, ca. 14-täglicher psychologisch-psychiatrischer Behandlung sei. Die 
Symptome einer PTBS nach Überfällen hätten sich dahingehend geändert, dass 
der Beschwerdeführer nicht mehr an eigentlichen klassischen Flashbacks leide, 
aber an angstmachenden Nachhallerinnerungen und Angststörungen in öffentlichen 
Verkehrsmitteln mit unbekanntem Publikum, weswegen er auf ein Privatauto 
angewiesen sei. Die Krankheit sei chronifiziert (vgl. act. B.5; siehe ferner auch Attest 
vom 10. März 2022 [act. B.6]). 

6.3. Psychologe lic. phil. C.________ hielt in seinem Bericht vom 29. April 2024 
folgende Diagnosen fest: 

- rezidivierende mittelgradige depressive Störung (ICD-10 F33.1), wobei diese 
zwischen leicht und schwer schwanke; 

- psychische Beeinträchtigungen durch Chronifizierung (angstmachende 
Nachhallerinnerungen mit Angststörung) nach PTBS (ICD-10 F43.1) durch 

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Überfall mit Schädel-Hirn-Verletzung vom 6. Februar 2011: Alpträume, 
Bedrohungsgefühle (im öffentlichen Verkehr, wenn jemand hinter ihm sei, 
etc.); 

- organisch bedingte neuropsychologische Einbussen, übersteigerte Selbstbeo-
bachtung, Weitschweifigkeit im Erzählen;

- ADS ohne Hyperaktivität (ICD-10 F98.8);

- diverse Schlafstörungen gemäss Abklärung im Zentrum für Schlafmedizin, 
Hirslanden, vom 13. August 2013, Schlafapnoe gemäss klinischen 
Untersuchungen in Luzern Ende 2020 und Anfang 2021;

- kombinierte Persönlichkeitsstörung mit narzisstischen und schizoiden Zügen 
(ICD-10 F61.0). 

Psychologe lic. phil. C.________ führte aus, der Beschwerdeführer klage weiterhin 
über schlechten Schlaf, dauernde Müdigkeit sowie das Aufschieben wichtiger 
administrativer Belange. Positiv berichte der Beschwerdeführer, dass er sich besser 
an einen Tages-Rhythmus habe gewöhnen können. Er verliere schnell den 
Überblick und wirke im Erzählen umständlich. Eine Psychiatriespitex würde dem 
Beschwerdeführer Hilfe leisten. Er leide unter sozialer Phobie und bekomme 
Angst/Panik, wenn er alleine unter Menschen in der Stadt sei. Daher sei er immer 
noch nicht im öffentlichen Verkehr unterwegs. Durch den aktuellen Selbstmord des 
Bruders im Januar 2024 und Konflikte mit der Mutter fühle er sich vermehrt 
depressiv (vgl. act. B.4).

6.4. Psychiater Dr. med. B.________ gab in seinem Arztbericht betreffend 
Hilflosenentschädigung vom 13. Januar 2025 zuhanden der Beschwerdegegnerin 
an, er habe den Beschwerdeführer seit dem 25. November 2019 nicht mehr 
gesehen. Damals habe keine Hilflosigkeit im Sinne der Invalidenversicherung 
bestanden. Der Beschwerdeführer habe vor über 20 Jahren einen Überfall mit 
leichtem Schädel-Hirn-Trauma erlitten. In der Folge habe er Ängste entwickelt, v.a. 
wenn jemand hinter ihm gewesen sei, weshalb er den Beruf als Mittelschullehrer 
habe aufgeben müssen. Als Diagnosen wies Dr. med. B.________ eine PTBS (ICD-
10 F43.1) sowie eine rezidivierende depressive Störung, meist leichte bis 
mittelgradige Episoden (ICD-10 F33.1), aus (vgl. IV-act. 181 S. 1). Im Weiteren 
erachtete Dr. med. B.________ eine psychiatrische Spitex für sinnvoll. Der 
Beschwerdeführer sei verheiratet, habe ein Kind und sei somit nicht sozial isoliert. 
Der Leidensdruck sei auch nicht riesig. Der Gesundheitszustand des 
Beschwerdeführers sei mit einer geeigneten angepassten Medikation 

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besserungsfähig und er müsste sich in psychiatrische Behandlung begeben. 
Ebenso könne ein Expositionstraining im Rahmen einer Verhaltenstherapie helfen 
(vgl. IV-act. 181 S. 2). 

6.5. Die Chefärztin Schlafmedizin der D.________, Dr. med. E.________, wies in 
ihrem Überweisungsbericht vom 18. März 2025 zuhanden des Chefarztes 
Schlafmedizin der Klinik F.________ zwecks Zweitmeinung die Diagnosen einer 
Schlaf-Wach-Rhythmus-Störung sowie ein mittelschweres obstruktives 
Schlafapnoe-Syndrom (oSAS) als Hauptdiagnosen aus. Hinsichtlich Verlauf führte 
sie namentlich aus, der Beschwerdeführer befinde sich seit Dezember 2020 in der 
D.________ in Behandlung. Das oSAS sei inzwischen unter CPAP-Therapie 
optimal behandelt. Anamnestisch seien zudem zahlreiche Beschwerden (u.a. 
Unerholtsein morgens, Tagesmüdigkeit/Schläfrigkeit, Einschlafprobleme, kognitive 
Schwäche, Energielosigkeit, Erschöpfung, fehlende Leistungsfähigkeit) 
festzustellen. Der ESS (Epworth-Schläfrigkeitsskala) sei mit 20 Punkten erhöht 
gewesen. Die wiederholt durchgeführten Aktimetrie-Tests zeigten über die Jahre 
lange Bettzeiten, einen verzögerten und z.T. unregelmässigen Schlaf-Wach-
Rhythmus und punktuell erhöhte Aktivitätsmuster während der angegebenen 
Bettzeiten. Die bisher wiederholt durchgeführten Versuche zur Strukturierung und 
schrittweisen Vorverschiebung der Bettzeiten (u.a. schlafhygienische Massnahmen, 
Lichttherapie nach dem Aufstehen, Melatonin zur Nacht) seien gescheitert. Der 
Beschwerdeführer äussere wiederholt Schwierigkeiten, die abgemachten Bettzeiten 
einzuhalten aufgrund von Aufstehschwierigkeiten (vgl. act. B.3).

7. Aus dem Abklärungsbericht vom 10. März 2025 geht hervor, dass der 
Beschwerdeführer Montag bis Freitag als Wochenaufenthalter in G.________ 
gemeinsam mit seinem Sohn in einer 2.5-Zimmerwohnung wohnt. Die 
Wochenenden verbringt er in der Regel alleine in H.________. Die 
Abklärungsfachperson hielt im besagten Bericht betreffend die hier strittige 
lebenspraktische Begleitung unter dem Punkt "Hilfe bei der Tagesstrukturierung" 
fest, bei wichtigen Terminen stelle der Beschwerdeführer eine Erinnerung im Handy. 
Der Spitextermin am Dienstagnachmittag helfe dem Beschwerdeführer 
aufzustehen, um für den Termin einigermassen pünktlich bereit zu sein. Das 
Erarbeiten der Tages- und Wochenstruktur werde durch die psychiatrische Spitex 
unterstützt. Bei Stimmungsschwankungen leiste die Spitex Krisenintervention. 
Betreffend "Alltagssituationen" führte die Abklärungsfachperson aus, die Spitex 
unterstütze die Organisation und Erledigung administrativer Tätigkeiten. Es werde 
eine Pendenzenliste erstellt und die Dokumente in einer Mappe geordnet. Der 
Beschwerdeführer gab an, die meiste Zeit während der Anwesenheit der Spitex 

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werde für die Administration verwendet. Telefon und PC könne er bedienen. 
Hinsichtlich "Reinigungsarbeiten" ist dem Bericht zu entnehmen, dass gemeinsam 
mit der Spitex keine Reinigungsarbeiten durchgeführt würden. Die Präsenz der 
Spitex sei eine Hilfe, um "das Chaos zu vermeiden". Der Beschwerdeführer habe 
einen Hang dazu, die Dinge aufzuschieben. Er reinige Bad, WC und Küche. Für das 
Staubsaugen werde ein Roboter verwendet. Wenn der Geschirrspüler voll sei, 
staple sich teilweise das schmutzige Geschirr. Der Sohn helfe nach Aufforderung, 
den Geschirrspüler leer zu räumen. Das Einräumen des Geschirrs in den 
Geschirrspüler falle dem Beschwerdeführer leichter als das Ausräumen. Nach 
Zwischenlagerung auf dem Balkon entsorge er den Kehricht. Schädlinge im 
Kehricht seien einmal vorgekommen, was ihn erschreckt habe. Zum Thema 
"Waschen/Bügeln" hielt die Abklärungsfachperson fest, dass der Beschwerdeführer 
die Wäsche selbständig wasche. Die gewaschene und trockene Wäsche werde 
gestapelt anstatt in die Schränke versorgt und direkt wieder angezogen. Dies 
begründe keine Verwahrlosung. Sodann führte sie zu "Mahlzeiten 
organisieren/Kochen" aus, der Beschwerdeführer kaufe selbständig zu Fuss ein und 
bereite pro Tag eine warme Mahlzeit (Nachtessen) zu. Der Beschwerdeführer habe 
während der Abklärung bestätigt, dass er pro Woche vier warme Mahlzeiten 
zubereite. Was das "Einkaufen" angeht, erledige dieser sämtliche Einkäufe 
selbständig. Der Einkauf finde regelmässig statt. Er tätige keine Onlinekäufe für 
Lebensmittel. Die Wohnung in G.________ befinde sich direkt oberhalb eines 
Einkaufszentrums. Betreffend "Freizeitaktivitäten" habe der Beschwerdeführer 
angegeben, er sei oft zu Hause und je nach Verfassung falle es ihm schwer, aus 
dem Haus zu gehen. Er könne sich zum Snowboarden verabreden. Der 
Beschwerdeführer werde punktuell zu Freizeitaktivitäten, die in 
Menschenansammlungen stattfänden, durch Drittpersonen begleitet. In Bezug auf 
"Kontakte mit Amtsstellen/Medizinalpersonen" führte die Abklärungsfachperson 
aus, es falle dem Beschwerdeführer schwer, Telefonate zu erledigen. Er vergesse 
es immer wieder und dann seien die Öffnungszeiten, z.B. der Arztpraxis, vorbei. 
Sofern der Beschwerdeführer angerufen werde, könne er einen Termin 
vereinbaren. Sodann könne er an Elternabenden teilnehmen. Eine Beistandschaft 
bestehe nicht. Der Beschwerdeführer lehne eine solche betreffend die Finanzen ab. 
Er möchte dies mit Hilfestellung durch die Spitex soweit es gehe selber erledigen. 
Im Übrigen führte die Abklärungsfachperson aus, eine Isolation sei gemäss den 
rechtlichen Bestimmungen nicht gegeben, da der Beschwerdeführer mit einem 
Familienmitglied zusammenlebe. Er betreue regelmässig im Rahmen des geteilten 
Sorgerechtes und der geteilten Obhut seinen Sohn (vgl. IV-act. 182 S. 8 f.). 
Basierend auf diesen Feststellungen hielt sie betreffend lebenspraktische 
Begleitung den folgenden wöchentlichen Zeitaufwand fest: Hilfe bei der 

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Tagesstrukturierung (inkl. Lebensberatung und Rückhalt geben bei psychischen 
Erkrankungen): 15 Minuten, Alltagssituationen (Administratives, Telefon, Fragen 
der Ernährung, Hygienefragen): 15 Minuten, übliche Reinigungsarbeiten (Bad, WC, 
Staubsaugen, Kochen): 10 Minuten, Waschen/Bügeln (nicht wöchentlich 
notwendig): 5 Minuten sowie Kontaktpflege (Behörden, Coiffeur, Post, 
Restaurantbesuch; nicht wöchentliche Vorkommnisse): 15 Minuten, mithin total 60 
Minuten (vgl. IV-act. 182 S. 7 f.). Folglich kam sie zum Schluss, dass die 
lebenspraktische Begleitung von zwei Stunden wöchentlich über eine Zeitspanne 
von drei Monaten nicht ausgewiesen sei (vgl. IV-act. 182 S. 10).

8.1. Der Beschwerdeführer macht einen zeitlichen Aufwand von mehr als vier 
Stunden pro Woche geltend. So habe er im Umfang von vier Stunden pro Woche 
eine psychiatrische Spitex verordnet erhalten und beansprucht. Bei diesen 
Leistungen handle es sich um klassische Leistungen der lebenspraktischen 
Begleitung. Dadurch sei aber sein Bedarf an lebenspraktischer Begleitung noch 
nicht abgedeckt. 

8.2. Anlässlich der von der Beschwerdegegnerin nach Eingang der Anmeldung 
zum Bezug von Hilflosenentschädigung veranlassten Abklärung beim 
Beschwerdeführer zu Hause in H.________ vom 10. März 2025 war die 
Abklärungsperson sowie der Beschwerdeführer anwesend. In diagnostischer 
Hinsicht wurde gestützt auf den Bericht von Psychiater Dr. med. B.________ vom 
13. Januar 2025 vom Vorliegen einer posttraumatischen Belastungsstörung (ICD-
10 F43.1) sowie einer rezidivierenden depressiven Störung, meist leichte bis 
mittelgradige Episoden (ICD-10 F33.1), ausgegangen (vgl. IV-act. 182 S. 1). 
Diesbezüglich ist festzuhalten, dass Psychiater Dr. med. B.________ im genannten 
Bericht darauf hinwies, dass er den Beschwerdeführer letztmals am 25. November 
2019 gesehen habe (vgl. IV-act. 181 S. 1), womit er einen Gesundheitszustand vom 
November 2019 beurteilte und sich die im Bericht aufgeführten Diagnosen auf 
diesen Zeitpunkt beziehen. Aus dem Umstand, dass aus den Berichten von 
Psychiater Dr. med. B.________ und Psychologe lic. phil. C.________ vom 
10. März 2022 (act. B.6) und 21. September 2022 (act. B.5) hervorgeht, dass der 
Beschwerdeführer in regelmässiger, 14-tägiger psychologisch-psychiatrischer 
Behandlung in ihrer Praxis steht, lässt sich daher ableiten, dass er diese bei 
Psychologe lic. phil. C.________ wahrnimmt. Bevor sich der Beschwerdeführer am 
28. November 2024 zum Bezug einer Hilflosenentschädigung anmeldete (vgl. IV-
act. 176), hatte die Beschwerdegegnerin letztmals im Hinblick auf die Verfügung 
vom 25. August 2016, mit welcher dem Beschwerdeführer eine Viertelsrente ab 
1. Juli 2013 zugesprochen wurde (vgl. IV-act. 107), zur Klärung eines 

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Leistungsanspruchs des Beschwerdeführers eigens ein polydisziplinäres Gutachten 
beim Begutachtungszentrum BL (BEGAZ) in Auftrag gegeben, welches am 8. April 
2015 erstattet wurde (vgl. IV-act. 72). Im Rahmen der Zusprache einer ganzen 
Rente ab dem 1. Februar 2019 stellte die damals zuständige IV-Stelle des Kantons 
Zürich auf die von der I.________ in Auftrag gegebene vertrauensärztliche 
Untersuchung und Begutachtung durch Dr. med. J.________, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie, vom 28. Februar 2019 ab (vgl. IV-act. 143 S. 400 
f. und IV-act. 143 S. 451 ff.). Psychiater Dr. med. J.________ stellte damals 
folgende Diagnosen: eine rezidivierende depressive Störung mit schwankendem 
Verlauf, gegenwärtig mittelgradig ausgeprägt (ICD-10 F33.10), eine ADS ohne 
Hyperaktivität (ICD-10 F98.8), eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit 
narzisstischen und schizoiden Zügen (ICD-10 F61.0), eine neuropsychologische 
Störung (gemäss Aktenlage) sowie differenzialdiagnostisch eine posttraumatische 
Belastungsstörung (ICD 10 F43.1) (vgl. IV-act. 143 S. 512). Entsprechend hat die 
Beschwerdegegnerin seit dem Jahr 2015 keine eigenen Abklärungen bezüglich des 
Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers mehr vorgenommen. Im Rahmen 
des aktuellen Verfahrens holte die Beschwerdegegnerin in medizinischer Hinsicht 
lediglich das Arztbericht-Formular betreffend Hilflosenentschädigung beim 
behandelnden Psychiater Dr. med. B.________ ein (vgl. IV-act. 180 S. 2). Obwohl 
dieser darin angab, dass die letzte Konsultation am 25. November 2019 
stattgefunden hatte, und die Angaben darin äusserst rudimentär sind, hielt die 
Beschwerdegegnerin nicht dafür, weitere Abklärungen zu tätigen. Dies erstaunt 
umso mehr, als Dr. med. J.________ in seinem psychiatrischen Gutachten vom 
28. Februar 2019 schwere Beeinträchtigungen u.a. in der Planung und 
Strukturierung von Aufgaben sowie eine mittelgradige Einschränkung u.a. in der 
Gruppenfähigkeit, Kontaktfähigkeit zu Dritten und in familiären bzw. intimen 
Beziehungen festhielt (vgl. IV-act. 143 S. 506 und S. 508). Bereits Dr. med. 
J.________ fiel dannzumal auf, dass der Beschwerdeführer sehr spät zwischen 
12 Uhr und 14 Uhr aufstehe und dieser sich im Alltag, hauptsächlich im Hinblick auf 
die Erledigung von notwendigen Büroarbeiten, überfordert gezeigt hätte (vgl. IV-
act. 143 S. 521). Zudem kam es im Jahr 2019 aufgrund der damals gegenwärtigen 
depressiven Symptomatik offenbar noch zu einem Klinikaufenthalt (vgl. Gutachten 
Dr. med. J.________ vom 28. Februar 2019 [IV-act. 143 S. 526] und 
Abklärungsbericht vom 10. März 2025 [IV-act. 182 S. 2]). Die Beschwerdegegnerin 
unterliess es alsdann, insbesondere einen aktuellen Bericht des Psychologen lic. 
phil. C.________ einzuholen, obwohl ihr bekannt war, dass der Beschwerdeführer 
sich in regelmässiger psychotherapeutischer Behandlung bei diesem befindet. Auch 
fand dessen Bericht vom 29. April 2024, in welchem mehrere psychische Diagnosen 
und damit zusammenhängende Funktionseinschränkungen, wie Schlafstörungen, 

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Müdigkeit, Aufschieben wichtiger administrativer Belange, Angst bzw. Panik sowie 
eine soziale Phobie mit Stresssymptomen und einer Art Alarmzustand, 
ausgewiesen wurden (vgl. act. B.4), keine Berücksichtigung. Eine Stellungnahme 
des regionalen ärztlichen Dienstes (RAD) zum Gesundheitszustand des 
Beschwerdeführers ist ebenfalls nicht aktenkundig. Damit fehlt es an einem 
aktuellen Bericht betreffend den psychischen Gesundheitszustand des 
Beschwerdeführers mit gegenwärtigen Diagnosen. Die Beschwerdegegnerin 
stützte ihren Entscheid (einzig) auf den Abklärungsbericht vom 10. März 2025 ab 
(IV-act. 182). Wie dargelegt (Erwägung 5.4 vorstehend), haben bei der Abklärung 
der Hilflosigkeit die medizinischen Fachpersonen aber anzugeben, inwiefern die 
versicherte Person in ihren körperlichen beziehungsweise geistigen Funktionen 
durch das Leiden eingeschränkt ist (BGE 133 V 450 E. 11.1.1). Mithin muss die 
Abklärung vor Ort auf einem ärztlich erhobenen Gesundheitszustand basieren. 
Hinsichtlich der Beeinträchtigungen des Beschwerdeführers fällt dabei ins Gewicht, 
dass die Rentenzusprache im Wesentlichen auf psychischen Gründen gründete 
(vgl. IV-act. 143 S. 400 f.), es der Abklärungsperson jedoch regelmässig nur 
beschränkt möglich ist, das Ausmass des psychischen Leidens und der damit 
verbundenen Einschränkungen zu erkennen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 
9C_671/2017 vom 12. Juli 2018 E. 4.2 und 9C_185/2016 vom 8. August 2016 
E. 4.1). Psychiater Dr. med. B.________ gab im Bericht vom 13. Januar 2025 
zuhanden der Beschwerdegegnerin an, dass damals im November 2019 keine 
Hilflosigkeit im Sinne der Invalidenversicherung bestanden habe (vgl. IV-act. 181 
S. 1). Dies ist allerdings bereits insoweit zu relativieren, als er zum aktuellen Leiden 
und allfälligen Einschränkungen aufgrund der letztmaligen Konsultation im 
November 2019 keine Aussage machen konnte (vgl. IV-act. 181). Hinzu kommt, 
dass Dr. med. B.________ im April 2024 und September 2024 Verordnungen für 
die psychiatrische Spitex ausstellte, deren Unterstützungsleistungen durchaus für 
die Ermittlung des Bedarfs an lebenspraktischer Begleitung relevant sind (vgl. IV-
act. 177). Nach dem Ausgeführten lag damit kein ärztlich erhobener aktueller 
Gesundheitszustand vor. Vielmehr stellte die Abklärungsfachperson auf den 
Arztbericht von Psychiater Dr. med. B.________ vom 13. Januar 2025 ab, welcher 
sich jedoch nur zum Gesundheitszustand des Beschwerdeführers im November 
2019 äusserte (vgl. IV-act. 182 S. 10; siehe ferner Berichte vom 10. März 2022 
[act. B.6] und 21. September 2022 [act. B.5], woraus bloss hervorgeht, dass der 
Beschwerdeführer in regelmässiger psychologisch-psychiatrischer Behandlung in 
der Praxis von Dr. med. B.________ und lic. phil. C.________ steht).

8.3. Unabhängig des vorstehend Ausgeführten ist der Abklärungsbericht vom 
10. März 2025 in gewissen Punkten mängelbehaftet. Zunächst ist festzuhalten, 

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dass die Abklärung vor Ort in H.________ stattgefunden hat, wo der 
Beschwerdeführer lediglich am Wochenende wohnt und dessen Mutter die 
Reinigung der Wohnung vornimmt (vgl. IV-act. 182 S. 2 und 9). Insoweit ist die 
Feststellung der Abklärungsfachperson, wonach die Küche und das Wohnzimmer 
sauber und ordentlich gewesen seien, nicht aussagekräftig. Demgegenüber findet 
die Aussage des Beschwerdeführers, wonach die Wohnung in G.________ in 
einem unordentlicheren und ungepflegteren Zustand sei, er sich für dessen Zustand 
schäme und deshalb vor dem Besuch der Spitex etwas aufräume (vgl. IV-act. 182 
S. 2 und S. 10), keine eigentliche Würdigung im Bericht. Anhaltspunkte dafür, dass 
an der Glaubwürdigkeit der Aussagen des Beschwerdeführers zu zweifeln wäre, 
sind nicht ersichtlich, nachdem die Abklärungsfachperson in ihrem Bericht vom 
10. März 2025 festhielt, den Eindruck zu haben, dass der Beschwerdeführer einen 
offenen und ehrlichen Einblick in seinen Alltag und seine Wohnverhältnisse gebe 
(vgl. IV-act. 182 S. 10).

Sodann erscheint die Anrechnung von lediglich 15 Minuten pro Woche für die 
Tagesstrukturierung zu kurz gegriffen. Die Chefärztin der D.________ 
diagnostizierte im Bericht vom 18. März 2025 u.a. eine Schlaf-Wach-Rhythmus-
Störung mit Tagesschläfrigkeit und hielt einen erhöhten ESS von 20 Punkten fest 
(vgl. act. B.3). Aus dem Abklärungsbericht ergibt sich, dass der Beschwerdeführer 
unter der Woche zwar mit seinem Sohn um 7 Uhr aufstehe, sich dann aber 
nochmals bis um 12 Uhr bzw. 14 Uhr hinlege. Freitags schlafe der 
Beschwerdeführer sogar bis um 15/17 Uhr (vgl. IV-act. 182 S. 3; vgl. ferner 
Gutachten Dr. med. J.________ vom 28. Februar 2019 [IV-act. 143 S. 521]). Soweit 
die Abklärungsfachperson im Bericht sodann hinsichtlich Tagesstrukturierung 
festhielt, dass das Erarbeiten der Tages- und Wochenstruktur durch die 
psychiatrische Spitex unterstützt werde (vgl. IV-act. 182 S. 8), ist dies zutreffend 
(vgl. IV-act. 177 S. 3). Nicht berücksichtigt wird dabei aber das Erarbeiten von 
Strategien bezüglich der Schlafstörung, um einen verbesserten Schlafrhythmus zu 
erreichen, welches ebenfalls durch die Spitex erfolgt (vgl. IV-act. 177 S. 3). 

Gleichermassen erklärungsbedürftig ist die Anrechnung von 15 Minuten pro Woche 
für die Erledigung administrativer Tätigkeiten. Gemäss den ärztlichen 
Verordnungen vom 29. April 2024 und 4. September 2024 wurden für Massnahmen 
zur Überwachung und Unterstützung psychisch kranker Personen in der 
grundlegenden Alltagsbewältigung zweimal 30 Minuten pro Woche an 
psychiatrischer Spitex verordnet (vgl. IV-act. 177). Der Beschwerdeführer gab 
gegenüber der Abklärungsfachperson an, während der Anwesenheit der Spitex 
werde die meiste Zeit für die Administration verwendet (vgl. IV-act. 182 S. 8), wobei 

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die Abklärungsfachperson den Beschwerdeführer als ehrlich wahrnahm (vgl. IV-
act. 182 S. 10). Daraus eröffnet sich nun aber eine für die vorliegend zu 
beurteilenden Belange wesentliche Diskrepanz zu den von der 
Abklärungsfachperson angerechneten 15 Minuten. Nicht berücksichtigt und folglich 
nicht angerechnet wird unter dem Punkt "Alltagssituationen" die Bearbeitung der 
Post, obwohl diesbezüglich am Ende des Berichts explizit festgehalten wird, dass 
das Ziel, täglich die Post zu öffnen, zum Abklärungszeitpunkt noch ausstehend sei 
(vgl. IV-act. 182 S. 10). 

Im Weiteren berücksichtigte die Abklärungsfachperson unter Ziffer 5.2 "Begleitung 
bei ausserhäuslichen Verrichtungen" die Aussage des Beschwerdeführers, wonach 
er aufgrund der psychischen Beeinträchtigung aktuell den öffentlichen Verkehr nicht 
benutze, in keiner Weise (vgl. IV-act. 182 S. 6 und 8 f.). Dieser Umstand ergibt sich 
allerdings aus den Berichten von Psychologe lic. phil. C.________ bzw. von diesem 
und Psychiater Dr. med. B.________ vom 29. April 2024 (vgl. act. B.4) und vom 
21. September 2022 (act. B.5). Aus ersterem Bericht geht – nebst der 
Nichtbenutzung des öffentlichen Verkehrs und der sozialen Phobie – zudem hervor, 
dass erst leichte Erfolge im Rahmen der beginnenden Expositionstherapie hätten 
erzielt werden können und immer noch starke Einschränkungen vorlägen; Ziel sei, 
dass sich der Beschwerdeführer wieder vermehrt in die Öffentlichkeit wage (vgl. act. 
B.4 S. 2). Dass die diesbezüglichen Einschränkungen wesentlich sind, ergibt sich 
auch aus dem Abklärungsbericht, wonach lediglich eingeübte Strecken zur Post 
oder in einen bestimmten Einkaufsladen für den Beschwerdeführer zu bewältigen 
seien (vgl. IV-act. 182 S. 6). Vor diesem Hintergrund ist auch eine möglicherweise 
drohende Isolation zu diskutieren und kann diese nicht bloss damit abgetan werden, 
dass der Beschwerdeführer mit seinem Sohn zusammenlebt (vgl. IV-act. 182 S. 9), 
da Ersterer in der Regel nur von Montag bis Donnerstagmittag beim 
Beschwerdeführer wohnt (vgl. IV-act. 182 S. 2).

9. Aus dem Gesagten ergibt sich, dass die Beschwerdegegnerin den aktuellen 
Gesundheitszustand des Beschwerdeführers ungenügend abgeklärt hat. Psychiater 
Dr. med. B.________ äusserte sich in seinem Bericht vom 13. Januar 2025 zum 
Gesundheitszustand des Beschwerdeführers im November 2019. Entsprechend 
kann auch nicht auf den Abklärungsbericht vom 10. März 2025 abgestellt werden, 
da sich die Abklärungsfachperson betreffend Gesundheitszustand bzw. Diagnosen 
auf den besagten Bericht von Dr. med. B.________ stützte. Ebenso wenig kann auf 
die vom Beschwerdeführer anlässlich des vorliegenden Beschwerdeverfahrens 
eingereichten Berichte abgestellt werden, da diese einerseits der 
Abklärungsfachperson nicht vorlagen und andererseits auch keine aktuelle 

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Beurteilung des psychischen Gesundheitszustandes mit fachärztlicher Diagnose 
und Begründung der dadurch erlittenen Funktionseinschränkungen enthalten (vgl. 
Erwägungen 6.2, 6.3 und 6.5 vorstehend). Die angefochtene Verfügung vom 
19. Mai 2025 ist demnach aufzuheben und die Sache ist an die 
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie den Gesundheitszustand des 
Beschwerdeführers abklärt, gestützt darauf eine neue Abklärung vor Ort, 
insbesondere in G.________, vornimmt und hernach über den Leistungsanspruch 
neu entscheidet.

10. Demzufolge ist die Beschwerde gutzuheissen, die angefochtene Verfügung 
vom 19. Mai 2025 aufzuheben und die Angelegenheit zu weiteren Abklärungen im 
Sinne der Erwägungen und zu neuem Entscheid an die Beschwerdegegnerin 
zurückzuweisen.

11.1. Laut Art. 69 Abs. 1bis IVG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG ist das 
Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten über Leistungen aus der 
Invalidenversicherung vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. 
Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von CHF 200.00 bis CHF 1'000.00 festgelegt. Bei Fällen wie dem 
vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Aufwand entstanden ist, setzt das 
Gericht die Kosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens auf 
CHF 700.00 fest. Gemäss ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung einer 
Sache zu weiteren Abklärungen und zu neuem Entscheid für die Frage der 
Auferlegung der Gerichtskosten wie auch der Parteientschädigung als vollständiges 
Obsiegen (vgl. BGE 141 V 281 E. 11.1, 137 V 210 E. 7.1 und 132 V 215 E. 6.1). 
Infolge des Ausgangs des Beschwerdeverfahrens sind die Gerichtskosten somit der 
Beschwerdegegnerin zu überbinden (vgl. Art. 73 Abs. 1 VRG).

11.2. Der Beschwerdeführer hat gestützt auf Art. 61 lit. g ATSG Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten zu Lasten der Beschwerdegegnerin. Die Bemessung der 
Entschädigung erfolgt ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der 
Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses, wobei der zeitliche Aufwand 
der Rechtsvertretung regelmässig durch die Schwierigkeit des Prozesses 
mitbestimmt wird. Im Übrigen wird die Bemessung der Parteientschädigung gemäss 
Art. 61 Ingress ATSG nach dem kantonalen Recht bestimmt (vgl. Urteile des 
Bundesgerichts 9C_519/2020 vom 6. Mai 2021 E. 2.2, 9C_64/2019 vom 25. April 
2019 E. 4, 9C_714/2018 vom 18. Dezember 2018 E. 9.2 und 9C_321/2018 vom 
16. Oktober 2018 E. 6.1). Gemäss Art. 78 VRG i.V.m. Art. 2 HV 
(Honorarverordnung; BR 310.250) wird die Parteientschädigung nach Ermessen 
des Gerichts festgesetzt, wobei es grundsätzlich von dem in der Honorarnote 

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geltend gemachten (und als angemessen zu betrachtenden) Aufwand sowie vom 
(üblichen) Stundenansatz ausgeht.

11.3. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers reichte aufforderungsgemäss 
am 29. September 2025 eine Honorarnote ein. Das geltend gemachte Honorar 
beläuft sich auf insgesamt CHF 2'529.70 (bestehend aus einem Aufwand von 
14.2 Stunden à CHF 160.00 [CHF 2'272.00] zzgl. einer Spesenpauschale von 3 % 
[CHF 68.15] und 8.1 % MWST [CHF 189.55]). Diese berücksichtigt sowohl den 
praxisgemäss geltenden, reduzierten Stundenansatz für Hilfsorganisationen, zu 
denen auch die Procap Schweiz zu zählen ist (PVG 2010 Nr. 31 und Nr. 32), als 
auch die rechtsprechungsgemäss anzuerkennende Spesenpauschale von 3 % des 
Honorars (vgl. Urteile des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden S 24 8 
vom 12. März 2024 E. 8.2, S 23 55 vom 19. September 2023 E. 9.2.2, S 22 106 
vom 1. November 2022 E. 4, S 21 117 vom 25. Januar 2022 E. 9 und S 20 67 vom 
8. Dezember 2020 E. 7). Insgesamt erweist sich somit eine Entschädigung von 
CHF 2'529.70 als angemessen. In diesem Umfang hat die Beschwerdegegnerin 
den Beschwerdeführer aussergerichtlich zu entschädigen.

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Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, die angefochtene Verfügung vom 
19. Mai 2025 aufgehoben und die Angelegenheit zu weiteren Abklärungen 
im Sinne der Erwägungen und zu neuem Entscheid an die IV-Stelle des 
Kantons Graubünden zurückgewiesen.

2. Die Kosten von CHF 700.00 gehen zulasten der IV-Stelle des Kantons 
Graubünden.

3. Die IV-Stelle des Kantons Graubünden hat A.________ mit CHF 2'529.70 
(inkl. Barauslagen und MWST) zu entschädigen.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

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