# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 692656a2-8c20-5236-9ff1-8e4cf0742b80
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-12-20
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 20.12.2021 III 2021 196
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2021-196_2021-12-20.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2021 196

Entscheid vom  

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
lic.iur. Karl Gasser, Richter
Monica Huber-Landolt, Richterin
lic.iur. Josef Mathis, Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführerin, 

gegen

Amt für Gesundheit und Soziales, Kollegiumstrasse 28, Postfach 
2161, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Opferhilfe (Genugtuung)

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Sachverhalt:

A. Gemäss dem rechtskräftigen Strafbefehl 001.________ der Staatsanwalt-
schaft des Kantons Schwyz vom 22. Juni 2021 (Vi-act. 2) wurde A.________ am 
7. März 2021, ca. 15.45 Uhr, im Nachgang an eine zunächst verbale Auseinan-
dersetzung von ihrer Nachbarin an den Haaren gepackt und nach unten gezo-
gen, wodurch A.________ zu Boden ging und sich eine Verstauchung der Hals-
wirbelsäule und des linken Fusses sowie eine beidseitige Prellung der Knie zu-
zog.

Laut dem Strafbefehl packte und zog die Nachbarin A.________ bewusst und 
gewollt an den Haaren und nahm die dadurch verursachten körperlichen Beein-
trächtigungen von A.________ zumindest billigend in Kauf. Die Nachbarin wurde 
wegen dieser Tätlichkeit im Sinne von Art. 126 Abs. 1 des Schweizerischen 
Strafgesetzbuchs (StGB) vom 21. Dezember 1937 (und wegen einer fahrlässigen 
Verletzung der Verkehrsregeln durch mangelnde Vorsicht beim Rückwärtsfahren) 
mit einer Busse von Fr. 1'000.-- bestraft. Die Zivilforderung von A.________ wur-
de auf den Zivilweg verwiesen. 

B. Am 17. August 2021 unterzeichnete A.________ ein Opferhilfe-Gesuch um 
Genugtuung in der Höhe von Fr. 15'000.--. Sie habe grosse Angst seit dem Er-
eignis, Panikattacken, kein Vertrauen. Sie habe Angst alleine raus zu gehen, die 
Täterin wohne sehr nahe. Sie sei sehr schreckhaft und wenig im Garten, da die 
Täterin immer wieder sehr provozierend rüber schaue. Sie habe Angst, dass sie 
wieder angreife, nächtliches Herzrasen (Vi-act. 1). 

C. Mit Verfügung Nr. 304/2021 vom 16. November 2021 wies das Amt für Ge-
sundheit und Soziales das Gesuch um Genugtuung ab (VG-act. 03).

D. Am 23. November 2021 erhebt A.________ beim Verwaltungsgericht des 
Kantons Schwyz fristgerecht Beschwerde mit dem sinngemässen Antrag, die 
Verfügung sei aufzuheben und es sei ihr die beantragte Genugtuung zuzuspre-
chen.

F. Mit Schreiben vom 2. Dezember 2021 verzichtet die Vorinstanz auf eine in-
haltliche Stellungnahme.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Nach Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Hilfe an Opfer von Strafta-
ten (Opferhilfegesetz, OHG; SR 312.5) vom 23. März 2007 hat jede Person, die 

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durch eine Straftat in ihrer körperlichen, psychischen oder sexuellen Integrität 
unmittelbar beeinträchtigt worden ist (Opfer), Anspruch auf Opferhilfe. Die Opfer-
hilfe umfasst dabei verschiedene Leistungen wie z.B. Beratung, Soforthilfe, Ent-
schädigung oder Genugtuung (vgl. Art. 2 OHG). Der Anspruch besteht unabhän-
gig davon, ob der Täter oder die Täterin ermittelt worden ist, sich schuldhaft ver-
halten hat, vorsätzlich oder fahrlässig gehandelt hat (Art. 1 Abs. 3 OHG).

1.2.1 Gemäss Art. 22 Abs. 1 OHG haben das Opfer und seine Angehörigen An-
spruch auf eine Genugtuung, wenn die Schwere der Beeinträchtigung es recht-
fertigt; die Art. 47 und 49 des Bundesgesetzes betreffend die Ergänzung des 
Schweizerischen Zivilgesetzbuches (Fünfter Teil: Obligationenrecht, OR; SR 220) 
vom 30. März 1911 sind sinngemäss anwendbar (BGE 132 II 117 Erw 2.2.1; 
BGE 128 II 49 Erw 4.1). Die Genugtuung wird nach der Schwere der Beeinträch-
tigung bemessen (Art. 23 Abs. 1 OHG). Sie beträgt höchstens Fr. 70'000.-- für 
das Opfer und Fr. 35'000.-- für Angehörige (Art. 23 Abs. 2 lit. a und b OHG). Ge-
nugtuungsleistungen Dritter werden abgezogen (Art. 23 Abs. 3 OHG). 

1.2.2 Die Genugtuung soll primär die immaterielle Unbill abgelten, die dem Opfer 
aus der Straftat und deren Folgen erwächst. Nicht jede physische oder psychi-
sche Verletzung oder Beeinträchtigung führt zu einer Genugtuung. Vorausset-
zung ist eine gewisse Schwere der Beeinträchtigung (vgl. BGE 131 I 455 Erw. 
1.2.2; BGE 129 IV 216 Erw. 1.2.1; BGE 125 III 70 Erw. 3a; Urteil BGer 
1A.20/2002 vom 4.7.2002 Erw. 4.2). Dieses Erfordernis ist insbesondere bei In-
validität oder dem endgültigen Verlust der Funktion eines Organs erfüllt (vgl. 
BGE 121 II 369 Erw. 3c/bb). 

Bei vorübergehenden Beeinträchtigungen ist eine entsprechende Schwere erfor-
derlich, die sich zum Beispiel aus der Lebensgefährdung, aus einschneidenden 
Wirkungen auf das private und berufliche Leben, aus einem langen Spitalaufent-
halt oder besonders heftigen oder langdauernden Schmerzen ergeben kann (Ur-
teil BGer 1A.107/1999 vom 11.8.2000 Erw. 2e). Ist eine Schädigung nicht dau-
ernd, wird ein Genugtuungsanspruch nach Art. 22 Abs. 1 OHG nur angenom-
men, wenn besondere Umstände vorliegen, wie etwa ein mehrmonatiger Spital-
aufenthalt mit zahlreichen Operationen oder eine lange Leidenszeit und Arbeits-
unfähigkeit, sowie eine erhebliche psychische Beeinträchtigung wie eine post-
traumatische Belastungsstörung, die zu einer dauerhaften Persönlichkeitsverän-
derung führt. Kann eine Verletzung ohne grosse Komplikationen und ohne dau-
ernde Beeinträchtigung geheilt werden, ist in der Regel keine Genugtuung ge-
schuldet (Urteile BGer 1C_509/2014 vom 1.5.2015 Erw. 2.1; 1A.20/2002 vom 
4.7.2002 Erw. 4.2 f.; 1A.235/2000 vom 21.2.2001 Erw. 5b/aa, je mit Hinweisen; 

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Bundesamt für Justiz: Leitfaden zur Bemessung der Genugtuung nach Opferhil-
fegesetz, überarbeitete Fassung vom 3.10.2019, Rz. 11 und 13). 

1.2.3 Bei einer Arbeitsunfähigkeit von bloss einigen Wochen wird im Allgemeinen 
ein Genugtuungsanspruch verneint (Peter Gomm, in Handkommentar OHG, 4. 
Aufl. 2020, Art. 22 N 8 mit Hinweis auf das Urteil BGer 1A.107/1999 vom 
11.8.2000 Erw. 2e). Im Urteil 4C.283/2005 vom 18.1.2006 stimmte das Bundes-
gericht der Ablehnung einer Genugtuung nach drei Operationen und einer Ar-
beitsunfähigkeit von 100% während sieben Monaten sowie von 50% während 
drei Monaten als "Grenzfall" zu (vgl. Roland Brehm, Berner Kommentar, 5. Aufl. 
2021, Art. 47 OR N 29). Bei fehlendem Dauerschaden sollte nur dann eine Ge-
nugtuungssumme zugesprochen werden, wenn wirklich besondere - schmerzhaf-
te Umstände vorliegen (etwa ein langer Spitalaufenthalt oder eine mühselige, 
langwierige Therapie) (Brehm, a.a.O. Art. 47 OR N 164b).

1.2.4 Gemäss dem vorerwähnten Bemessungsrahmen des Bundesamtes für 
Justiz (zitiert nach Gomm, a.a.O., Art. 23 N 11) wird Opfern mit schwerer Beein-
trächtigung der psychischen Integrität eine Genugtuung von bis Fr. 5'000.-- zu-
gesprochen bei einer "nicht unerheblichen, wenn auch vorübergehenden Beein-
trächtigung, sofern erschwerende, auf die Tat bezogene Umstände vorliegen, wie 
etwa Verwendung von Waffen oder anderen gefährlichen Gegenständen, ge-
meinsame Tatbegehung mehrerer Täter, Tatbegehung an einem geschützten 
Ort, längerer Zeitraum und Häufigkeit der Tatbegehung (Raubüberfall, mehrfa-
che, massive Todesdrohungen). Eine Genugtuung in einer Bandbreite von 
Fr. 5'000.-- bis Fr. 15'000.-- setzt eine "schwere psychische Beeinträchtigung" 
voraus "nach besonders dramatischen Begleitumständen mit schwerwiegenden 
Folgen, bspw. ausgewiesene lange Psychotherapie oder Arbeitsunfähigkeit (be-
sonders brutaler Raubüberfall mit massiver Gewaltausübung ohne körperliche 
Folgen […])". Eine über Fr. 15'000.-- hinausgehende Genugtuung setzt eine 
"sehr schwere psychische Beeinträchtigung nach aussergewöhnlich eindrückli-
chen Gewalterlebnissen mit lebenslangen psychischen Folgen voraus". 

1.2.5 Das Verwaltungsgericht hatte vereinzelt über geltend gemachte Genugtu-
ungsansprüche nach OHG zu befinden. In VGE III 2017 81 vom 24. Juli 2017 
war ein Taxifahrer von einem Fahrgast zu Boden gestossen und geschlagen 
worden. Infolge der Schläge gegen seinen Kopf erlitt er ein Schädel-Hirn-Trauma 
und eine Kontusion der Stirn sowie einen Tinnitus (in der Folge gut kompensiert, 
war während 16 Tagen vollständig arbeitsunfähig und nahm während rund 1 ½ 
Jahren psychologische Unterstützung durch einen Psychiater in Anspruch. Der 
Täter wurde mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft der einfachen Körperverlet-

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zung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 des Schweizerischen Strafgesetzbuchs (StGB; 
SR 311.0) vom 21. Dezember 1937 schuldig gesprochen und mit einer Geldstra-
fe von 30 Tagessätzen zu Fr. 180.--, total Fr. 5'400.--, und einer Busse von Fr. 
1'350.-- bestraft. Dem Ersuchen des Geschädigten um die Ausrichtung einer Ge-
nugtuung von Fr. 5'000.-- wurde im Umfang von Fr. 1'000.-- entsprochen. Die  
Vorinstanz orientierte sich dabei am Leitfaden zur Bemessung der Genugtuung 
nach Opferhilfegesetz des Bundesamtes für Justiz. Konkret wurde auch die Ge-
nugtuungspraxis Opferhilfe bei der Bemessung herangezogen. Daraus ging her-
vor, dass für eine einfache Körperverletzung, begangen durch einen oder mehre-
re Faustschläge, die zu einem Trauma und/oder einem Bruch des Jochbeins  
oder des Nasenbeins führen, eine Genugtuung von Fr. 1'000.-- ausgerichtet wur-
de (VGE III 2017 81 Erw. 2.1 mit Hinweis auf Meret Baumann/Blanca Anabitar-
te/Sandra Müller Gmünder, Genugtuungspraxis Opferhilfe, Jusletter vom 
1.6.2015, S. 20 f.). 

Weitere Fälle datieren zwar vor der Totalrevision des OHG 2009; die zuvor er-
gangene Rechtsprechung zur Genugtuung kann dennoch weiterhin grundsätzlich 
Gültigkeit beanspruchen (vgl. Gomm, a.a.O., Art. 22 N 5). Im Verfahren VGE 
1034/05 vom 17. November 2005 war ein Mann betroffen, der ohne erkennbaren 
Anlass und ohne Vorwarnung in einer Bar niedergestochen und lebensgefährlich 
verletzt worden war. Der Täter wurde wegen versuchter vorsätzlicher Tötung so-
wie weiterer Delikte mit 5½ Jahren Zuchthaus sowie einer Busse von Fr. 500.-- 
bestraft. Hinsichtlich der Zivilforderung einigten sich Täter und Geschädigter (vor 
dem Kantonsgericht) auf eine Genugtuungszahlung von Fr. 20'000.-- (entspre-
chend der vom Strafgericht adhäsionsweise gesprochenen Fr. 20'000.--). Aus 
Opferhilferecht wurde dem Geschädigten eine Genugtuung von Fr. 8'000.-- (bei 
beantragten Fr. 50'000.--) zugesprochen. Das Verwaltungsgericht entsprach dem 
Antrag auf Erhöhung auf Fr. 20'000.-- mit Fr. 13'000.-- teilweise. Eine Bindung 
der (staatlichen) Opferhilfebehörde an die zivilrechtliche Genugtuung wurde im 
Grundsatz verneint (Erw. 2.2). 

Im Verfahren VGE III 2008 22 vom 24. April 2008 wurde der Schwester eines 
Mordopfers im Strafverfahren eine Genugtuung von Fr. 25'000.-- zugesprochen, 
wobei Fr. 20'000.-- auf den Verlust der Schwester entfielen. Fr. 5'000.-- wurden 
ihr zugesprochen, weil der Täter (Ex-Freund der ermordeten Schwester) versucht 
hatte, den Tatverdacht auf sie zu lenken und sie deswegen rund drei Wochen in 
Untersuchungshaft verbringen und der Beerdigung ihrer Schwester in Hand-
schellen beiwohnen musste. Aus OHG wurde ihr eine Genugtuung von 
Fr. 5'000.-- zugesprochen. Ihrem Ersuchen auf die vom Strafgericht gesprochene 
Höhe von Fr. 25'000.-- wurde vom Verwaltungsgericht nicht entsprochen. 

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Im Verfahren VGE 1046/03 vom 18. Februar 2004 war ein SBB-Zugchef betrof-
fen, der von einem Fahrgast, der keinen gültigen Fahrausweis hatte, auf dem 
Perron mit der Faust in Gesicht geschlagen wurde und dabei eine Kiefergelenks-
fraktur rechts und ein leichtes Schädelhirntrauma erlitt. Die Fraktur musste opera-
tiv behandelt werden. In der Folge war der SBB-Zugchef mehrere Wochen ganz 
bzw. teilweise arbeitsunfähig. Nach etwas über drei Monaten bestand wieder vol-
le Arbeitsfähigkeit. Der Täter wurde der einfachen Körperverletzung im Sinne von 
Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB schuldig gesprochen. Das Gesuch des Opfers um 
Ausrichtung einer Genugtuung von Fr. 5'000.-- wurde vom Regierungsrat abge-
lehnt. Das Verwaltungsgericht bestätigte diesen Entscheid. Das Verwaltungsge-
richt führte unter anderem aus (Erw. 2.3), das Opfer habe noch am Tag der Ope-
ration aus dem Spital entlassen werden können (9.4.2002). Ab Mitte Juli 2002 
habe wiederum volle Arbeitsfähigkeit bestanden. Der Behandlungsabschluss im 
Kantonsspital Luzern habe im März 2003 stattgefunden. Gemäss ärztlichem Be-
richt habe die Kontrolle eine einwandfreie achsengerechte Knochenkonsolidie-
rung mit einwandfreier Okklusion ergeben. Nach dem Unfallereignis habe der 
Beschwerdeführer gemäss hausärztlichem Zeugnis auch an Kopfschmerzen, 
Schwindel, Erbrechen, schnellem Ermüden und Erschöpfung gelitten. Für eine 
Dauerhaftigkeit dieser Beschwerde lägen in den Akten jedoch keine Anhalts-
punkte vor und es würden solche im vorliegenden Verfahren auch nicht geltend 
gemacht. Insgesamt könne weder von einer besonders langen Leidenszeit und 
Arbeitsunfähigkeit noch vom Vorliegen einer dauernden Beeinträchtigung ge-
sprochen werden. 

1.3 Die opferhilferechtliche Genugtuung beruht auf der Idee, dass das Ge-
meinwesen anstelle des unbekannten oder zahlungsunfähigen Täters bezahlt, 
um das Wohlbefinden des Opfers zu steigern bzw. die erlittene Beeinträchtigung 
erträglicher zu machen und die schwierige Situation des Opfers anzuerkennen 
(Urteil BGer 1C_320/2019 vom 23.04.2020 Erw. 4.3). Die Genugtuung bezweckt 
weder die Bestrafung des Schädigers noch stellt sei eine Sühneleistung dar 
(BGE 126 III 161 =Pra 2001 Nr. 80 Erw. 5a, BGE 123III 10 Erw. 4c/bb).

2.1 Die Vorinstanz führte in der angefochtenen Verfügung Nr. 304/2021 vom 
16. November 2021 u.a. aus, bei den am 7. März 2021 erlittenen Verletzungen 
der Beschwerdeführerin (Verstauchung der Halswirbelsäule und des linken Fus-
ses sowie eine beidseitige Prellung der Knie) handle es sich um keine erhebliche 
körperliche Beeinträchtigung mit bleibendem Schaden. Sie mache jedoch eine 
schwere Beeinträchtigung der psychischen Integrität geltend (Erw 3). Gemäss 
dem Kurzbericht von Dr.med.univ. D.________ vom 28. Oktober 2021 leide die 
Beschwerdeführerin seit dem Vorfall vom 7. März 2021 an Ängsten, 

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Schlafstörungen mit Albträumen und Panikattacken. Eine Arbeitsunfähigkeit habe 
deswegen nie bestanden (Erw. 5). Bei der auslösenden Straftat handle es sich 
um Tätlichkeit, mithin ein Bagatelldelikt. Es sei nicht ersichtlich, dass durch diese 
leichte Straftat eine erhebliche Belastungssituation entstanden wäre, noch wäre 
dies nachvollziehbar. Darüber hinaus liege im vorliegenden Fall auch keine 
schwere Beeinträchtigung der psychischen Integrität vor. Aus diesen Gründen 
sei das vorliegende Genugtuungsgesuch abzulehnen. 

2.2 Die Beschwerdeführerin macht demgegenüber geltend, es stimme nicht, 
dass keine Arbeitsunfähigkeit bestanden habe. Sie sei einige Monate krankge-
schrieben gewesen und habe nicht arbeiten können (unter Beilage von Arbeits-
unfähigkeitszeugnissen den Zeitraum vom 7.3.2021 bis 30.6.2021 betreffend). 
Sie habe mehrere Monate nicht schlafen können, da sie starkes Herzrasen ge-
habt habe, was auch mit Dr.med.univ. D.________ besprochen worden sei. Ihr 
seien auch Medikamente verschrieben worden. Sie leide auch jetzt noch an 
Herzrasen und Angst, wenn sie allein aus dem Haus gehe oder in der Nacht er-
schreckend aufwache. Wenn sie aus dem Haus gehe, nehme sie auch jetzt noch 
ab und zu Tabletten ein, weil ihre Nachbarin ihr jederzeit entgegenkommen oder 
folgen könnte. Sie habe kein Vertrauen mehr und Angst vor ihr. 

Sie finde es schlimm, dass die Nachbarin nur eine Busse habe bezahlen müs-
sen. Sie habe ihr weh getan. Sie habe Schmerzen gehabt; Panikattacken und 
grosse Angst bestünden noch immer, das alles vor ihren zwei kleinen Mädchen 
und einigen Leuten.

3.1 Entgegen der Darstellung der Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung 
Nr. 304/2021 (Erw. 5) wurde mit dem Antwortschreiben der medizinischen Fach-
personen der E.________ AG Schwyz, Dr.med. B.________, Facharzt für Psych-
iatrie und Psychotherapie, Leitender Arzt und Dr.med.univ. D.________, Assis-
tenzärztin vom 28. Oktober 2021 nicht bestätigt, es habe nie eine Arbeitsunfähig-
keit wegen den beklagten Beschwerden bestanden (Vi-act. 6). Im besagten 
Schreiben vom 28. Oktober 2021 wurde, in konkreter Beantwortung der Frage 4 
der Vorinstanz vom 11. Oktober 2021 (Vi-act. 5) lediglich das Bestehen einer 
dauerhaften Arbeitsunfähigkeit verneint. 

Laut den von der Beschwerdeführerin im vorliegenden Verfahren beigebrachten 
Arbeitsunfähigkeitszeugnissen wurde ihr von Dr.med. C.________ von der Not-
fallpraxis Schwyz am 7. März 2021 eine Arbeitsunfähigkeit zu 100% bis zum 14. 
März 2021 attestiert. Im Folgenden wurde ihr von Dr.med.univ. D.________ von 
der E.________ AG vorerst eine Arbeitsunfähigkeit zu 100% vom 15. März 2021 
bis 31. März 2021 attestiert und anschliessend in diesem Ausmass bis 9. April 

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2021 verlängert. Ab dem 10. April 2021 bis zum 30. April 2021 bescheinigte 
Dr.med.univ. D.________ eine Arbeitsunfähigkeit zu 80%, im Monat Mai 2021 
eine Arbeitsunfähigkeit zu 70% und im Monat Juni 2021 von 50%. 

3.2 Aus psychologischer Sicht wies die Beschwerdeführerin gemäss dem er-
wähnten Schreiben der medizinischen Fachpersonen der E.________ AG vom 
28. Oktober 2021 Ängste, Schlafstörungen mit Albträumen und Panikattacken 
auf. Diese bewirkten laut den von der Beschwerdeführerin im vorliegenden Ver-
fahren beigebrachten Arbeitsunfähigkeitszeugnissen eine vorübergehende Ein-
schränkung der Arbeitsfähigkeit, die nach einer anfänglichen, rund vier Wochen 
dauernden vollständigen Einschränkung sukzessive wieder zu einer vollen Ar-
beitsfähigkeit gesteigert werden konnte. 

3.3 Es kann mithin nicht davon ausgegangen werden, dass die von der Be-
schwerdeführerin nach einer zuerst verbalen Auseinandersetzung erlebte Tät-
lichkeit ihre Persönlichkeit dauerhaft und signifikant verändert hat. Aus den Akten 
geht auch nicht hervor, dass die beklagten Ängste, Schlafstörungen mit Albträu-
men und Panikattacken eine besonders mühselige, langwierige Therapie erfor-
dert hätten oder noch erfordern würden. Auch die zunächst vollständige und 
dann sukzessiv abnehmende Arbeitsunfähigkeit im Zeitraum vom 7. März 2021 
bis Ende Juni 2021 dokumentiert weder eine lange Arbeitsunfähigkeit im darge-
legten Sinne (Erw. 1.2.3 hiervor), noch besonders schmerzhaften Umstände, 
welche bei bloss vorübergehender Beeinträchtigung einen Anspruch auf eine 
Genugtuung nach Opferhilfegesetz begründen würden. Erschwerende, traumati-
sche Begleitumstände sind in dem im Strafbefehl 001.________ geschilderten 
Sachverhalt nicht zu erkennen. 

Die Ansicht der Beschwerdeführerin, dass ihre Nachbarin mit der Verurteilung zur 
Bezahlung einer Busse 'zu einfach davon gekommen sei', ist für die Frage, ob sie 
Anspruch auf eine opferhilferechtliche Genugtuung hat, sodann ohne Relevanz 
(vgl. Erw. 1.3 hiervor).

3.4 Zusammenfassend ist die Ablehnung des Gesuchs um Genugtuung durch 
die Vorinstanz nicht zu beanstanden. Die Verfügung Nr. 304/2021 vom 16. No-
vember 2021 erweist sich demzufolge als rechtens, was zur Abweisung der Be-
schwerde führt.

Gemäss Art. 30 Abs. 1 OHG ist das Verfahren kostenlos.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde* 
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82 ff. des Bundesgesetzes über 
das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 

4. Zustellung an:
- die Beschwerdeführerin (R)
- die Vorinstanz (EB)
- und das Bundesamt für Justiz, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Präsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

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