# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** decfcd51-ac38-57dd-aae3-2280e097656e
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-11-09
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 09.11.2017 IV 2015/357
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2015-357_2017-11-09.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2015/357

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 06.05.2020

Entscheiddatum: 09.11.2017

Entscheid Versicherungsgericht, 09.11.2017
Art. 16 ATSG, Art. 28 IVG: Ein als beweistauglich erachtetes MEDAS-
Gutachten attestiert dem zum Y.___ umgeschulten Beschwerdeführer eine 
70 %ige Arbeitsfähigkeit als Lehrer in medizinischen Fächern. Ein 
rentenbegründender Invaliditätsgrad liegt selbst dann nicht vor, wenn das 
Valideneinkommen nicht auf Basis des Erstberufes als Bäcker/Konditor 
berechnet wird, sondern auf Basis der auf 100 % hochgerechneten 
Lehrtätigkeit, weshalb die Frage nach der Validenbasis offen gelassen 
werden kann (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen 
vom 9. November 2017, IV 2015/357).

Entscheid vom 9. November 2017

Besetzung

Präsidentin Marie Löhrer, Versicherungsrichterinnen

Michaela Machleidt Lehmann und Lisbeth Mattle Frei;

Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner

Geschäftsnr.  

IV 2015/357

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

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vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Roland Zahner,

Studer Anwälte AG, Hauptstrasse 11a, Postfach 2125, 8280 Kreuzlingen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand 

Rente

Sachverhalt

A. 

A.a  A.___ meldete sich am 29. Oktober 2001 erstmals bei der Invalidenversicherung 

(IV) an und beantragte Berufsberatung, Umschulung und Arbeitsvermittlung, da er unter 

Depression leide (IV-act. 1). Der ausgebildete Bäcker/Konditor (IV-act. 2; IV-act. 3-3) 

war zuvor vom 1. September 1995 bis 31. Juli 2001 als Maschinenführer bei der B.___ 

AG (IV-act. 4) und nach eigenen Angaben vom 1. August bis 8. Oktober 2001 in einer 

Bäckerei/Konditorei tätig gewesen (IV-act. 1-4).

A.b  Ein im Auftrag der IV-Stelle erstattetes psychiatrisches Gutachten von Dr.med. 

C.___, Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie, kam im Wesentlichen zum Schluss, der 

Versicherte leide unter einer Panikstörung (episodisch paroxysmale Angst, ICD-10: 

F41.0) mit generalisierter Angststörung (ICD-10: F41.1). Tätigkeiten mit regelmässig 

gegebenem Rhythmus ohne Schichtarbeit, idealerweise unter wohlwollender Führung, 

seien während 8 Stunden täglich mit einer um 20 % bis 30 % reduzierten 

Leistungsfähigkeit möglich (Psychiatrisches Gutachten vom 8. Juli 2002; IV-act. 13). 

Mit Verfügung vom 14. November 2002 sprach die IV-Stelle dem Versicherten die 

Kostenübernahme für die Umschulung zum Z.___ vom 7. Oktober 2002 bis 30. 

September 2004 zu (IV-act. 19) und erliess am 25. November 2002, am 29. August 

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2003 und am 9. Januar 2004 (IV-act. 20, 25, 26) entsprechende Taggeldverfügungen. 

Auf Antrag der Berufsberatung (IV-act. 28, 33) und gestützt auf eine Vereinbarung mit 

dem Versicherten (IV-act. 34) übernahm die IV sodann die Kosten für Verpflegung und 

Unterkunft für eine Zusatzausbildung zum Y.___ in D.___ vom 1. November 2004 bis 

30. April 2006 (Verfügung vom 27. Oktober 2004, IV-act. 35) und richtete weiterhin 

Taggelder aus (Verfügungen vom 19. und 26. November, vom 17. und 31. Dezember 

2004, vom 9. August sowie vom 23. und 30. Dezember 2005, IV-act. 40 ff.). In einer 

rechtskräftig gewordenen Verfügung vom 25. September 2006 hielt die IV-Stelle fest, 

mit der Ausbildung zum Physiotherapeuten sei der Versicherte in der Lage, ein 

rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen und rentenausschliessend 

eingegliedert (IV-act. 68).

B. 

B.a  Der Versicherte arbeitete ab September 2006 in einem 90 %-Pensum als Z.___ 

(Protokoll RAV vom 19. März 2010, Fremdakten act. G 5.2; IK-Auszug [IV-act. 165-1 

f.]), unterrichtete ab 1. Mai 2007 an der E.___ (IV-act. 97; Arbeitsvertrag vom 11. April 

2007, Fremdakten act. G 5.2), gab die Stelle als Z.___ auf Ende März 2010 

gesundheitsbedingt auf (Arztzeugnis Dr.med. F.___, Praktischer Arzt, vom 16. März 

2010, Fremdakten act. G 5.2) und arbeitete ab Mai 2010 während 33,6 Std./Woche (80 

%-Pensum) in der I.___ (IV-act. 98). Ab Januar 2011 unterrichtete er zusätzlich bei der 

G.___ GmbH (Fremdakten act. G 5.2). Am 5. November 2012 meldete er sich erneut bei 

der IV zum Leistungsbezug an (IV-act. 83).

B.b  Der behandelnde H.___, Arzt für Psychiatrie/Psychotherapie, diagnostizierte im 

Bericht vom 22. Dezember 2012 eine generalisierte Angststörung (ICD-10, F41.1), eine 

rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradig (ICD-10: F33.1), sowie ein 

Burn-out-Syndrom (ICD-10: Z73.0). Der Versicherte sei schon 2010 mehrere Wochen 

arbeitsunfähig gewesen und seit dem 15. August 2012 bestehe erneut eine volle 

Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 91). Die Arbeitsstelle bei der I.___ wurde dem Versicherten 

wegen Umstrukturierung auf den 31. Januar 2013 gekündigt (IV-act. 98-5).

B.c  Im Auftrag des Krankentaggeldversicherers verfasste MR Dr.med. J.___, Facharzt 

für Psychiatrie und Psychotherapie, am 9./10. August 2013 eine "second opinion". Er 

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diagnostizierte eine Panikstörung (ICD-10: F41.0), bestehend sei etwa 20 Jahren, sowie 

eine Angst und depressive Störung gemischt (ICD-10: F41.2), bestehend seit etwa zwei 

Jahren und schätzte den Versicherten als Y.___ zu 50 % und in einer adaptierten 

Tätigkeit ohne erhöhte Belastung oder Zeitdruck, ohne direkte Patientenarbeit und 

ohne überdurchschnittliche Dauerbelastung zu 70 % arbeitsfähig (Fremdakten act. G 

5.2). Der behandelnde H.___ erachtete gemäss Verlaufsbericht vom 26. Oktober 2013 

bei unveränderten Befunden eine Tätigkeit als Lehrer bis maximal einem 30 %-Pensum 

als zumutbar (IV-act. 107) und führte am 20. Dezember 2013 gegenüber der 

Rechtsvertreterin des Versicherten aus, die Tätigkeit als Y.___ sei nicht mehr und die 

adaptierte Tätigkeit als Lehrer zu 30 % bis 50 % (12 bis 15 Std./Woche) zumutbar (IV-

act. 121).

B.d  Am 7. Februar 2014 trat der Versicherte eine Stelle als Y.___ bei der K.___ GmbH 

mit variablem und jeweils nach Bedarf abzusprechendem Arbeitseinsatz an 

(Arbeitsvertrag vom 26. Februar 2014, IV-act. 125-1 f.).

B.e  In einer Stellungnahme vom 20. Mai 2014 führte Dr. J.___ aus, aus den von ihm 

und H.___ gestellten Diagnosen ergäben sich keine wesentlichen Unterschiede in der 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Er hielt indes an seiner Einschätzung der 

Arbeitsfähigkeit fest (IV-act. 132). Im Verlaufsbericht vom 24. November 2014 nannte 

H.___ als Diagnosen eine Angststörung (ICD-10: F41.0, F41.1) sowie eine depressive 

Störung (ICD-10: F33.17) bei anankastischer Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F60.5) mit 

wiederholter Zwangsstörung (ICD-10: F42.0). Die zumutbare Arbeitsfähigkeit liege als 

Y.___ unter 30 % und als Lehrer bei 20 % bis 30 % (8 bis 12 Std.; IV-act. 147).

B.f  Ab Januar 2015 übte der Beschwerdeführer eine weitere Lehrtätigkeit für die L.___ 

aus (IV-act. 174-1 ff.).

B.g  In der Folge beauftragte die IV-Stelle die MEDAS Zentralschweiz mit einem 

bidisziplinären Gutachten (allg. innere Medizin/Psychiatrie, Gutachten vom 24. April 

2015, Untersuchungen 24. und 25. März 2015; IV-act. 157). Die psychiatrische 

Gutachterin diagnostizierte eine Panikstörung (ICD-10: F41.0), eine depressive 

Symptomatik: DD rezidivierende depressive Störung, zuletzt leichte depressive 

Episode, gegenwärtig remittiert (ICD-10: F32.4), DD atypische Depression (ICD-10: 

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F32.8), sowie eine akzentuierte Persönlichkeit mit zwanghaften und dependenten 

Zügen (ICD-10: Z73). Der internistische Gutachter fand eine hypertensive Herzkrankheit 

(IV-act. 157-31). Die federführende psychiatrische Gutachterin führte aus, im Hinblick 

auf seine Tätigkeit als Y.___ dürfte der Versicherte mit seinem aktuellen Pensum von 

maximal 30 % seine obere Grenze erreicht haben. Aufgrund der bestehenden 

Symptomatik und Funktionsstörungen sollte es möglich sein, eine wohlwollende 

Umgebung und eine möglichst freie Gestaltung der Zeit(einteilung) vorausgesetzt, die 

Tätigkeit als Lehrer auszuüben. Die Einschränkungen dürften sich auf ein vermehrtes 

Pausenbedürfnis und gelegentliche Erholungsphasen reduzieren lassen, sodass der 

Versicherte gesamthaft auf eine Einschränkung von ca. 30 % kommen müsste (IV-act. 

157-34). Mit seiner Lehrertätigkeit als freier Mitarbeiter habe der Versicherte im Prinzip 

aktuell ideale Bedingungen. Aus versicherungsmedizinischer Sicht sollte die 

Leistungsfähigkeit nicht mehr als 30 % eingeschränkt sein. Die Reduktion der 

Arbeitsfähigkeit bestehe seit etwa November 2012 (IV-act. 157-35).

B.h  Nach eigenen Angaben kündigte der Versicherte die Stelle als Y.___ bei der K.___ 

GmbH aus gesundheitlichen Gründen auf Ende Mai 2015 und die Stelle bei L.___ per 

September 2015. Er habe diese Stellen entgegen ärztlichem Rat annehmen und den 

zunehmend schlechter werdenden Gesundheitszustand in Kauf nehmen müssen (IV-

act. 160).

B.i Mit Vorbescheid vom 3. August 2015 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die 

Abweisung des Rentenbegehrens in Aussicht (IV-act. 177). Hiergegen liess der 

Versicherte am 8. September 2015 Einwand erheben und bemängelte namentlich die 

gutachterliche Arbeitsfähigkeitsschätzung und die Bemessung des 

Invalideneinkommens (IV-act. 179).

B.j Mit Verfügung vom 2. Oktober 2015 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren ab. 

Die Bestimmung des Invaliditätsgrades habe sich auf die medizinisch zumutbare 

Arbeitsfähigkeit von 70 % abzustützen. Als Basis für das Einkommen mit Behinderung 

diene einerseits zur Hälfte das Einkommen als Lehrperson und andererseits stütze es 

sich zur Hälfte auf die Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik 

(BFS). Zum Einwand wurde in der Verfügung ausgeführt, gemäss Stellungnahme des 

RAD vom 8. Mai 2015 könne auf das Gutachten abgestellt werden. Die Arbeitsfähigkeit 

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von 70 % beziehe sich allgemein auf adaptierte Tätigkeiten und nicht ausschliesslich 

auf Lehrtätigkeiten. Gemäss Rechtsprechung sei bei der Bemessung des 

Invalideneinkommens primär auf das effektive Einkommen abzustellen, sofern die 

Tätigkeit zumutbar und der Lohn marktüblich sei. Dies treffe beim Versicherten 

eindeutig zu. Da das Einkommen, welches er durch seine Lehrtätigkeit erziele, 

überdurchschnittlich hoch sei, könne nicht ausschliesslich auf die 

Lohnstrukturerhebung abgestellt werden. Für die Bemessung des Pensums sei nicht 

das Einkommen entscheidend, sondern die geleistete Arbeitszeit. Durch die 

Lehrtätigkeit werde ein effektives Pensum von 30 % geleistet, wodurch für die 

verbleibenden 40 % auf die LSE abgestützt werden müsse. Wenn das Einkommen der 

Lehrtätigkeit (Pensum 30 %) angerechnet und das Einkommen des zusätzlich 

zumutbaren Pensums von 40 % durch die LSE addiert werde, sei der Invaliditätsgrad 

noch immer unter 40 %. Ein Tabellenlohnabzug (Leidensabzug) sei nicht gerechtfertigt, 

da sich die Arbeitsfähigkeit von 70 % auf ein ganztägiges Pensum mit reduzierter 

Leistung aufgrund der notwendigen vermehrten Pausen beziehe. Somit sei ein 

Tabellenlohnabzug bei der Festlegung der verbleibenden Arbeitsfähigkeit bereits 

berücksichtigt. Ein Teilzeitabzug von 10 % könnte durchaus gewährt werden, doch 

bestehe dann weiterhin ein nicht rentenbegründender IV-Grad von 35 % (IV-act. 182).

C.

C.a Gegen die Verfügung vom 2. Oktober 2015 lässt A.___, vertreten durch 

Rechtsanwalt lic.iur. R. Zahner, am 29. Oktober 2015 Beschwerde erheben. Er 

beantragt, die angefochtene Verfügung sei unter Kosten- und Entschädigungsfolgen 

aufzuheben und es sei ihm mindestens eine Viertelsrente auszurichten. Eventualiter sei 

die angefochtene Verfügung aufzuheben und es seien weitere Abklärungen 

vorzunehmen. Subeventualiter sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und dem 

Beschwerdeführer eine befristete Invalidenrente zuzusprechen. Die von der 

Beschwerdegegnerin vorgenommene Bemessung des Invalideneinkommens sei aus 

verschiedenen Gründen nicht korrekt. Sie unterstelle dem Beschwerdeführer, er könne 

drei Jobs gleichzeitig ausüben (E.___, L.___ und zusätzlich eine adaptierte Tätigkeit auf 

dem allgemeinen Arbeitsmarkt), ohne die daraus resultierenden Wechselwirkungen zu 

diskutieren. Der Beschwerdeführer arbeite aktuell als Lehrer mit einem schwankenden 

Pensum von 40 % bereits voll am Limit. Eine zusätzliche Erwerbstätigkeit würde sich 

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zweifellos negativ auf seinen schon angeschlagenen Gesundheitszustand auswirken. 

Weiter fehle es mindestens an der Voraussetzung eines besonders stabilen 

Arbeitsverhältnisses, um das effektiv erzielte Einkommen als Lehrer dem 

Invalideneinkommen gleichzusetzen. Das angenommene Invalideneinkommen von Fr. 

64'031.-- entspreche ziemlich genau dem Einkommen eines gesunden Arbeitnehmers 

mit 100 %-Pensum (LSE, TA 1 2012 Kompetenzniveau 1 Männer). Anstelle der 

Mischrechnung seien Tabellenlöhne beizuziehen. Als Ausgangswert für das 

Invalideneinkommen errechne sich ein Betrag von Fr. 46'681.35, woraus ein 

Invaliditätsgrad von 45 % resultiere. Grundsätzlich wäre beim Valideneinkommen auch 

eine hypothetische Entwicklung als Gesunder im Rahmen der Lehrtätigkeit zu 

berücksichtigen. Dem Gutachten könne nicht entnommen werden, dass sich die 

gutachterlich festgestellte Arbeitsfähigkeit von 70 % auf ein ganztägiges Pensum 

beziehe. Dem Beschwerdeführer stehe angesichts der ausgewiesenen 

Funktionsstörungen ein Tabellenlohnabzug von mindestens 10 % zu. Zusätzlich habe 

er Anspruch auf einen Teilzeitabzug von 10 %, weshalb sich insgesamt ein 

Tabellenlohnabzug von 20 % errechne. Es resultiere ein Invaliditätsgrad von 56 %, was 

dem Beschwerdeführer Anspruch auf eine halbe Invalidenrente gebe. Die Angaben der 

psychiatrischen Gutachterin bezüglich der Arbeitsfähigkeit als Lehrer und bei anderer 

Tätigkeit seien nicht schlüssig. Dies rechtfertige weitere Abklärungen in Form einer 

Rückfrage bei der psychiatrischen Gutachterin oder einer neuerlichen psychiatrischen 

Begutachtung. Aus dem Gutachten ergebe sich hinsichtlich des Beginns der 

reduzierten Arbeitsfähigkeit lediglich, dass diese seit etwa November 2012 reduziert 

sei. Indes habe H.___ ab 15. August 2012 eine volle Arbeitsunfähigkeit als 

Physiotherapeut und im Verlaufsbericht vom 26. Oktober 2013 ein maximal zumutbares 

Pensum von 30 % als Lehrer attestiert. Der Beschwerdeführer habe ab 1. August 2013 

bis März 2015 (zuzüglich dreimonatige Übergangsfrist) im Minimum Anspruch auf eine 

befristete Invalidenrente (act. G 1).

C.b Mit Beschwerdeantwort vom 16. Dezember 2015 beantragt die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Die Angaben im MEDAS-

Gutachten seien genügend präzis, um eine adaptierte Tätigkeit des Beschwerdeführers 

zu umschreiben. Demnach erübrigten sich Rückfragen oder gar weitere psychiatrische 

Abklärungen. Der Beschwerdeführer habe den Beruf eines Konditors erlernt. Es gebe 

keine Hinweise, dass er sich als Gesunder noch in einen anderen Beruf umgeschult 

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hätte. Das Valideneinkommen sei daher gestützt auf die Tätigkeit des 

Beschwerdeführers als Konditor zu bestimmen und betrage Fr. 67'254.--. Der von einer 

versicherten Person tatsächlich erzielte Verdienst könne lediglich dann als 

Invalideneinkommen übernommen werden, wenn besonders stabile Arbeitsverhältnisse 

eine Bezugnahme auf den hypothetisch ausgeglichenen Arbeitsmarkt praktisch 

erübrigten und wenn anzunehmen sei, dass die Restarbeitsfähigkeit in zumutbarer 

Weise ausgeschöpft werde. Weil der Beschwerdeführer lediglich im Ausmass von 40 % 

arbeitstätig sei, schöpfe er seine Restarbeitsfähigkeit nicht in zumutbarer Weise aus, 

weshalb auf Tabellenlöhne abzustellen sei. Der Beschwerdeführer verfüge über 

vielfältige berufliche Kenntnisse, weshalb es gerechtfertigt sei, sein 

Invalideneinkommen gestützt auf das Kompetenzniveau 2 der Tabellenlöhne zu 

berechnen. Ein Leidens- oder Teilzeitabzug sei nicht vorzunehmen. Das 

Invalideneinkommen betrage somit Fr. 49'328.--, woraus ein Invaliditätsgrad von 27 % 

resultiere. Weil nicht ersichtlich sei, dass sich der Gesundheitszustand im 

massgeblichen Zeitraum, nämlich seit Mai 2013 bis zur Begutachtung vom 24. März 

2015 wesentlich verändert habe, gelte die Arbeitsfähigkeitsschätzung im MEDAS-

Gutachten auch rückwirkend (act. G 4).

C.c Der Beschwerdeführer reicht keine Replik ein (act. G 7).

Erwägungen

1. 

1.1  Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) umschreibt Invalidität als voraussichtlich 

bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. 

Erwerbsunfähigkeit ist der durch die gesundheitliche Beeinträchtigung verursachte und 

nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende Verlust der 

Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind 

ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. 

Eine Erwerbsunfähigkeit liegt nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar 

ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

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1.2  Nach Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 

831.20) besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person 

mindestens zu 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie wenigstens zu 60 %, auf eine 

halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 %, und auf eine Viertelsrente, wenn sie 

mindestens zu 40 % invalid ist. Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum 

Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Valideneinkommen, Art. 16 ATSG).

1.3  Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 

Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen). Hinsichtlich des 

Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 

ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen 

Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind 

(BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen; BGE 141 V 14 E. 6.3.1). Im Sinne einer Richtlinie 

ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen 

Spezialärzten und -ärztinnen, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und 

Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 

Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, volle Beweiskraft 

zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise 

sprechen (BGE 137 V 227 E. 1.3.4; BGE 125 V 353 E. 3b/bb).

1.4  Im Sozialversicherungsrecht gilt der Untersuchungsgrundsatz. Verwaltung und 

Sozialversicherungsgericht haben von sich aus für die richtige und vollständige 

Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen (BGE 122 V 158 E. 1a). 

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Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den 

streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben 

Verwaltungsbehörden und das Sozialversicherungsgericht zusätzliche Abklärungen 

stets dann vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hierzu aufgrund der 

Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebenden Anhaltspunkte 

hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 E. 4a). Im Sozialversicherungsrecht hat 

das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, 

nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen (BGE 126 V 360 

E. 5b; BGE 125 V 195 E. 2, je mit Hinweisen).

2. 

Medizinische Grundlage der Verfügung bildet das Gutachten der MEDAS 

Zentralschweiz vom 24. April 2015 (IV-act. 157). Es ist zunächst dessen 

Beweistauglichkeit zu prüfen. In diagnostischer Hinsicht stimmt die Beurteilung der 

psychiatrischen Hauptgutachterin im Wesentlichen mit Dr. J.___ (IV-act. 157-31) und 

mit dem behandelnden H.___ überein. Zum Persönlichkeitsaspekt führt die Gutachterin 

aus, der Beschwerdeführer habe seinen Lebensunterhalt selbst verdient, eine Familie 

gegründet und sich intensiv um sie und seine Eltern gekümmert und führe ein 

geordnetes Leben. Sie begründet damit schlüssig, weshalb sie keine 

Persönlichkeitsstörung diagnostiziert (IV-act. 157-30 f.). Die Funktionseinschränkungen 

erhebt sie ausführlich mit der Mini-ICF-APP von Linden Baron und Muschalla (IV-act. 

157-31 ff.) und kommt zum Schluss, insgesamt seien die Fähigkeiten nicht prinzipiell 

sehr schwer eingeschränkt. Gewisse Fähigkeiten seien jedoch relevant beeinträchtigt, 

insbesondere die Flexibilität und Umstellfähigkeit, die Durchhaltefähigkeit und die 

Kontaktfähigkeit zu Dritten (IV-act. 157-34). Die Gutachterin bezeichnet die aktuelle 

Lehrtätigkeit des Beschwerdeführers unter den Bedingungen einer wohlwollenden, 

unterstützenden Umgebung sowie freier Zeiteinteilung als im Prinzip ideal (IV-act. 

157-34 f.). Diese sich auf die Lehrtätigkeit beziehenden Aussagen enthalten zugleich 

die Adaptationskriterien (RAD-Stellungnahme vom 8. Mai 2015, IV-act. 158-2). Dr. J.___ 

hatte ausgeführt, die emotionale Belastbarkeit, die geistige Flexibilität, Interessen, 

Motivation und Dauerbelastbarkeit seien beeinträchtigt und eine Tätigkeit im X.___ sei 

zusätzlich emotional belastend. Adaptiert seien Tätigkeiten ohne emotionale Belastung, 

erhöhten Zeitdruck (Stressbelastung), W.___ und ohne überdurchschnittliche 

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Dauerbelastung (Fremdakten act. 5.2). Er hat damit ähnliche Einschränkungen 

festgestellt und ähnliche Adaptationskriterien umschrieben wie die Gutachterin. 

Diagnosestellung und Arbeitsfähigkeitsschätzung der Gutachterin berücksichtigen die 

geklagten Beschwerden, die wesentlichen medizinischen Akten und beruhen auf einer 

umfangreichen Befunderhebung mit Testungen (Beck-Angst-Inventar [BAI], Beck-

Depressions-Inventar [BDI-II], Hamilton-Depressions-Skala [HAMD], Fragebogen zur 

Analyse motivationaler Schemata [FAMOS], Inkongruenz-Fragebogen [INK], Inventar 

zur Erfassung interpersonaler Probleme [IIP]; IV-act. 157-29 ff.). Die Berichte von H.___ 

enthalten keine durch die Gutachterin nicht berücksichtigten Befunde bzw. Diagnosen, 

weshalb es sich bei seinen Arbeitsfähigkeitsschätzungen um abweichende 

Beurteilungen desselben medizinischen Sachverhalts handelt, welche die Beweiskraft 

des Gutachtens nicht in Frage zu stellen vermögen (vgl. Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts [seit 1. Januar 2007 Sozialrechtliche Abteilungen des 

Bundesgerichts] vom 18. April 2006, I 783/05, E. 2.2 mit Verweis; BGE 137 V 227 E. 

1.3.4 und BGE 125 V 353 E. 3b/bb). Auf das MEDAS-Gutachten ist daher abzustellen 

und von einer Arbeitsfähigkeit von 70 % in adaptierten Tätigkeiten auszugehen.

3.  Zu prüfen bleibt der vorliegend umstrittene Einkommensvergleich.

3.1  Für die Ermittlung des Einkommens, welches die versicherte Person ohne 

Invalidität erzielen könnte, ist entscheidend, was sie im massgebenden Zeitpunkt 

aufgrund ihrer beruflichen Fähigkeiten und persönlichen Umstände nach dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient 

hätte. Die Einkommensermittlung hat so konkret wie möglich zu erfolgen. Da nach 

empirischer Feststellung in der Regel die bisherige Tätigkeit im Gesundheitsfall 

weitergeführt worden wäre, ist Anknüpfungspunkt für die Bestimmung des 

Valideneinkommens grundsätzlich der letzte vor Eintritt der Gesundheitsschädigung 

erzielte, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepasste 

Verdienst (Urteil des Bundesgerichts vom 21. August 2013, 8C_196/2013, E. 3.1, mit 

weiteren Verweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 23. September 2014, 

9C_192/2014, E. 3.2). Der Beschwerdeführer erzielte bei der B.___ AG zuletzt im Jahre 

2001 einen Lohn von Fr. 68'250.-- (Fr. 5'250.-- x 13; IV-act. 14-1, Angabe des 

Arbeitgebers; vgl. auch IK-Auszug IV-act. 165-3). Unter Berücksichtigung der 

Lohnentwicklung bis zum Jahr 2015 entspricht dies Fr. 79'876.-- (Lohnentwicklung 

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2015, Index Männer 2001: 1902, 2015: 2226; Informationsstelle AHV/IV, IV 2015, Bern 

2015, update http://www.shop.ahv-iv.ch/data/docs/ download/21902/de/Anhaenge-1-

Saeule-Stand-Januar-2017.pdf, Anhang 2). Nach Beendigung der Umschulung Ende 

April 2006 hat der Beschwerdeführer als Y.___ ein rentenausschliessendes Einkommen 

erzielt. Im Jahr vor seiner Wiederanmeldung bei der IV, d.h. im Jahr 2011, betrug sein 

Einkommen gemäss IK-Auszug Fr. 79'419.-- (vgl. IV-act. 165). Hochgerechnet auf das 

Jahr 2015 ergäbe dies einen Betrag von Fr. 81'431.-- (Index 2011: 2171, 2015: 2226). 

Wie nachfolgend auszuführen sein wird, kann offen gelassen werden, von welcher 

Basis für die Bemessung des Valideneinkommens auszugehen ist.

3.2 

3.2.1  Anlässlich der Begutachtung (März 2015) äusserte der Beschwerdeführer, das 

Lehrpensum sei unterschiedlich, in letzter Zeit seien es zwei volle Tage gewesen, je 

nach Kurs. Jetzt sei noch eine andere Schule in M.___ dazugekommen (IV-act. 157-19). 

Am 21. Mai 2015 gab der Beschwerdeführer an, das Pensum bei der E.___ sei variabel 

und betrage ca. 30 %, bei der L.___ arbeite er aushilfsweise mit variablem 

Beschäftigungsgrad von ca. 10 % (IV-act. 160). Im Einwand vom 8. September 2015 

nannte er ein Pensum als Lehrer von ca. 40 %, welches sowohl die Tätigkeit bei der 

E.___ als auch jene bei der L.___ umfasst (IV-act. 179-2, 3). Bei der E.___ wurden ihm 

im Januar 2015 31,5 Std., im Februar 2015 54,75 Std., im März 2015 47,25 Std., im 

April 2015 31,5 Std., im Mai 2015 46,5 Std., und im Juni 2015 42 Std. angerechnet (IV-

act. 173-1 ff.). Dies ergibt einen Durchschnitt von 42,25 Std. pro Monat, wobei in den 

berücksichtigten Monaten Januar bis Juni insbesondere keine Sommerferien angefallen 

sind. Insgesamt liegt das Wochenpensum somit bei rund 10 Stunden, was auch der 

Angabe der Schule vom 1. März 2013 entspricht (IV-act. 97-2). Gemäss Arbeitsvertrag 

mit der E.___ erfolgen die Lohnzahlungen monatlich nach abgerechneten Stunden (inkl. 

Korrekturarbeiten und Vorbereitungszeit; Fremdakten act. G 5.2; vgl. auch 

Feststellungblatt vom 27. Juli 2015, IV-act. 176-2). An der L.___ unterrichtete der 

Beschwerdeführer vom 31. Januar bis 1. April 2015 18 Stunden, vom 2. April bis 10. 

Juni 2015 18 Stunden und vom 11. bis 19. Juni 2015 12 Stunden (IV-act. 174). Dies 

ergibt rund 10 Stunden monatlich, was unter Berücksichtigung der Ferien rund zwei 

Lektionen pro Woche entspricht. Insgesamt umfasst die Lehrtätigkeit somit 12 

Lektionen pro Woche. Gemäss Art. 12 Abs. 2 der Ergänzenden Verordnung über das 

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Arbeitsverhältnis der Lehrpersonen an Berufs- und Weiterbildungszentren (sGS 231.31) 

in Verbindung mit deren Anhang Laufbahn D wird die Jahreswochenlektion im 

Lehrauftrag mit 3,36 % angerechnet, woraus für die 12 Wochenlektionen des 

Beschwerdeführers ein Pensum von 40,3 % resultiert. Somit erscheint der von der 

Beschwerdegegnerin angenommene und vom Beschwerdeführer nicht bestrittene 

Beschäftigungsgrad von 40 % plausibel und es kann darauf abgestellt werden.

3.2.2  Der Beschwerdeführer ist in seiner Tätigkeit als Lehrer zu 70 % arbeitsfähig (vgl. 

E. 2.1) und schöpft daher seine Erwerbsfähigkeit mit seinem 40 %-Pensum nicht voll 

aus. Für die Bemessung des Invalideneinkommens ist daher gemäss 

bundesgerichtlicher Rechtsprechung der bei tatsächlich ausgeübtem Pensum erzielte 

Lohn auf das Entgelt bei voll ausgeschöpftem Pensum hochzurechnen (Urteil vom 11. 

Februar 2013, 9C_720/2012, E. 2.3.2; U. MEYER/M.REICHMUTH, Bundesgesetz über 

die Invalidenversicherung [IVG], 3. Aufl., Zürich 2014, Art. 28a N 78). Das 

Invalideneinkommen ist daher aufgrund einer angenommenen 70 %igen Tätigkeit als 

Lehrer zu bemessen.

3.2.3  Von der E.___ AG wurden folgende Bruttolöhne vergütet: Fr. 3'451.-- (Januar 

2015), Fr. 4'467.-- (Februar 2015), Fr. 3'979.-- (März 2015), Fr. 2'702.-- (April 2015), Fr. 

3'220.-- (Mai 2015) und Fr. 3'024.-- (Juni 2015; IV-act. 173-1 ff.). Dies entspricht einem 

Durchschnitt von Fr. 3'474.--. In Abzug zu bringen ist der in diesem Betrag enthaltene 

Ferien-/Feiertagslohn von 11 %, weil der Beschwerdeführer während der Ferienzeit 

keine Lektionen erteilen kann, womit ein Monatslohn von Fr. 3'092.--  (0,89 x Fr. 

3'474.--) und ein Jahreseinkommen von Fr. 37'102.-- (12 x Fr. 3'092.--) resultiert. Das 

Jahreseinkommen der L.___ beträgt bei angenommenen 10 Stunden monatlich 120 

Stunden im Jahr zu Fr. 75.-- (IV-act. 174-1 ff.), somit Fr. 9'000.--, wovon 8,33 % 

Ferienzulage in Abzug zu bringen sind, was den Betrag von Fr. 8'249.-- (0,9166 x Fr. 

9'000.--) ergibt. Insgesamt erzielte der Beschwerdeführer im Jahr 2015 mit seiner 40 

%igen Lehrtätigkeit ein Jahreseinkommen von mutmasslich Fr. 45'351.-- (Fr. 37'102.-- 

+ Fr. 8'249.--). Dabei kann offen bleiben, ob der Beschwerdeführer sein 

Arbeitsverhältnis bei der L.___ nun beibehalten oder gekündigt hat, denn gemäss 

Gutachten war ihm dieses Arbeitsverhältnis zumutbar. Das auf 70 % hochzurechnende 

Invalideneinkommen beläuft sich somit auf Fr. 79'365.-- (Fr. 45'351.-- : 40 % x 70 %). 

Selbst wenn statt einer Hochrechnung einzig ein zusätzlich zumutbares Einkommen als 

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Hilfsarbeiter berück¬sichtigt würde, würde das Invalideneinkommen Fr. 65'341.-- 

betragen (Fr. 45'351.-- + Fr. 66'633.-- x 30 % [vgl. Informationsstelle AHV/IV, IV 2015, 

Bern 2015, update http://www.shop.ahviv.ch/data/docs/download/

21902/de/Anhaenge-1-Saeule-Stand-Januar-2017.pdf, Anhang 2]).

3.2.4  Gemäss Gutachten lassen sich die Einschränkungen bei der vom 

Beschwerdeführer ausgeübten Lehrtätigkeit auf ein vermehrtes Pausenbedürfnis und 

gelegentliche Erholungsphasen reduzieren, so dass gesamthaft eine Einschränkung 

von 30 % bestehe (IV-act. 157-34). Die gesundheitsbedingten Einschränkungen sind 

somit in der geschätzten Arbeitsunfähigkeit enthalten und können deshalb nicht 

nochmals durch einen leidensbegründeten Tabellenlohnabzug berücksichtigt werden 

(Urteil des Bundesgerichts vom 22. Januar 2015, 9C_846/2014, E. 4.1.1). Es bleibt 

somit höchstens Raum für den von der Beschwerdegegnerin anerkannten 

Tabellenlohnabzug von 10 % wegen teilzeitlicher Tätigkeit (Urteile des Bundesgerichts 

vom 26. August 2011, 8C_379/2011, E. 4.2.2.1 und vom 29. Februar 2016, 

9C_808/2015, E. 3.3.2). Das Invalideneinkommen beläuft sich somit - unter 

Berücksichtigung der 40 %-igen Lehrertätigkeit und einer 30 %igen Hilfsarbeit - auf 

mindestens Fr. 58'807.-- (0,9 x Fr. 65'341.--).

3.3  Aus der Gegenüberstellung des Valideneinkommens von höchstens Fr. 81'431.-- 

und des Invalideneinkommens von mindestens Fr. 58'807.-- resultiert ein 

Invaliditätsgrad von 27,8 %, der keinen Rentenanspruch begründet. Selbst wenn 

zugunsten des Beschwerdeführers angenommen würde, im Gesundheitsfall wäre er 

vollumfänglich als Lehrer tätig und entsprechend ein Prozentvergleich vorgenommen 

würde, beträgt der Invaliditätsgrad unter Berücksichtigung eines Tabellenlohnabzugs 

von 10 % maximal 37 % (1-[0,7 x 0,9])

4. 

Gemäss dem Gutachten besteht die reduzierte Arbeitsfähigkeit seit etwa November 

2012 (IV-act. 157-35), was sich auch auf die adaptierte Lehrtätigkeit bezieht. Dieser 

Zeitpunkt entspricht demjenigen der Wiederanmeldung (5. November 2012, IV-act. 83). 

Für einen befristeten Rentenanspruch besteht somit keine medizinische Grundlage.

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5.

5.1  Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.

5.2  Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem Ausgang des 

Verfahrens entsprechend ist sie vollumfänglich dem Beschwerdeführer aufzuerlegen 

und durch den von ihm geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 600.-- gedeckt. Der 

Beschwerdeführer hat bei diesem Verfahrensausgang keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung (vgl. Art. 61 lit. g ATSG).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 

Der Beschwerdeführer hat eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen; diese ist 

durch den in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss gedeckt.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 09.11.2017
	Art. 16 ATSG, Art. 28 IVG: Ein als beweistauglich erachtetes MEDAS-Gutachten attestiert dem zum Y.___ umgeschulten Beschwerdeführer eine 70 %ige Arbeitsfähigkeit als Lehrer in medizinischen Fächern. Ein rentenbegründender Invaliditätsgrad liegt selbst dann nicht vor, wenn das Valideneinkommen nicht auf Basis des Erstberufes als Bäcker/Konditor berechnet wird, sondern auf Basis der auf 100 % hochgerechneten Lehrtätigkeit, weshalb die Frage nach der Validenbasis offen gelassen werden kann (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 9. November 2017, IV 2015/357).

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