# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 62928fbf-7c56-583c-b607-a8b5696c95ff
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-02-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.02.2012 E-5907/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-5907-2010_2012-02-23.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung V
E­5907/2010

U r t e i l   v om   2 3 .   F e b r u a r   2 0 1 2

Besetzung Einzelrichterin Regula Schenker Senn,
mit Zustimmung von Richter Hans Schürch;  
Gerichtsschreiberin Néomie Nicolet.

Parteien A._______,
(Beschwerdeführer 1),
B._______,
(Beschwerdeführerin 2),
C._______,
(Beschwerdeführer 3),
D._______,
(Beschwerdeführer 4),
Serbien, 
Beschwerdeführende, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Asyl und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 20. Juli 2010 / N (…).

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Sachverhalt:

A. 
Gemäss  eigenen  Angaben  verliessen  die  Beschwerdeführenden  ihren 
Heimatstaat Serbien am 27. Juni 2010 und  reisten am 28. Juni 2010  in 
die  Schweiz  ein,  wo  sie  gleichentags  um  Asyl  nachsuchten.  Anlässlich 
der  Kurzbefragungen  vom  1.  Juli  2010  im  Empfangs­  und 
Verfahrenszentrum  (EVZ) E._______ und den Anhörungen vom 13. Juli 
2010  zu  den  Asylgründen  machten  sie  im  Wesentlichen  Folgendes 
geltend:

Sie  seien  ethnische Roma und  in  ihrem Heimatland Serbien Schikanen 
sowie  Belästigungen  ausgesetzt  gewesen  und  hätten  deswegen 
mehrfach  ihren  Wohnort  wechseln  müssen.  Am  25.  Juni  2010  sei  der 
Beschwerdeführer  1  von  zwei  Mafiosi  aufgefordert  worden,  ein  Auto 
gegen  Bezahlung  von  3'000  Euro  über  die  Grenze  nach  Ungarn  zu 
fahren.  Die  beiden  hätten  den  Beschwerdeführer  1 massiv  unter  Druck 
gesetzt  und  körperliche Gewalt  angewendet.  Er  habe  den  Auftrag  trotz 
der  angebotenen Bezahlung  nicht  akzeptiert,  worauf  die  beiden Mafiosi 
tags  darauf  die  Beschwerdeführer  3  und  4  in  ihre  Gewalt  genommen 
hätten. Erst als der Beschwerdeführer 1 dem Transport zugestimmt habe, 
seien die beiden Kinder – nach einer Nacht in Gewahrsam der Entführer 
– wieder freigelassen worden. Die Beschwerdeführenden hätten noch am 
selben Tag  ihr Dorf  verlassen und sich entschlossen, Serbien endgültig 
zu  verlassen. Weil  die Mafiosi mit  dem  Tod  der  Kinder  gedroht  hätten, 
hätten  sie  (die  Beschwerdeführenden)  keine  Meldung  bei  der  Polizei 
gemacht. Hinzu komme, dass sie wegen schlechten Erfahrungen  in der 
Vergangenheit  ohnehin  das Vertrauen  in  die Polizei  und die  serbischen 
Behörden verloren hätten. 

Als  Beweismittel  reichten  die  Beschwerdeführenden  ihre  Geburts­  und 
Heimatscheine,  die  Identitätskarte  des  Beschwerdeführers  1  sowie 
weitere unübersetzte Dokumente zu den Akten. 

B. 
Mit Verfügung vom 20. Juli 2010 – eröffnet am 21. Juli 2010 – lehnte das 
BFM die Asylgesuche  der Beschwerdeführenden  ab  und  ordnete  deren 
Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug an. Auf die Begründung 
wird, soweit entscheidwesentlich, in den Erwägungen eingegangen. 

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C. 
Mit Beschwerdeeingabe  vom 17. August  2010  (Poststempel  19. August 
2010)  beantragten  die  Beschwerdeführenden  die  Aufhebung  der 
angefochtenen Verfügung,  die Gewährung  des Asyls  sowie  eventualiter 
die Gewährung der vorläufigen Aufnahme in der Schweiz. In prozessualer 
Hinsicht beantragten sie die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege 
und die Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde. 
Auf die Begründung wird soweit entscheidwesentlich, in den Erwägungen 
eingegangen. 

Als Beweismittel reichten sie eine Fürsorgebestätigung zu den Akten. 

D. 
Mit  Zwischenverfügung  vom  2.  September  2010  stellte  die 
Instruktionsrichterin  den  legalen  Aufenthalt  der  Beschwerdeführenden 
während  des  Verfahrens  fest,  wies  das  Gesuch  um  Gewährung  der 
unentgeltlichen  Rechtspflege  infolge  Aussichtslosigkeit  der  Beschwerde 
ab  und  setzte  Frist  zur  Leistung  eines  Kostenvorschusses,  zur 
Einreichung der  in der Beschwerde erwähnten ärztlichen Zeugnisse und 
zur Unterzeichnung einer Entbindungserklärung. 

Mit  Schreiben  vom  8.  September  2010  reichten  die 
Beschwerdeführenden die unterzeichnete Erklärung "Entbindung von der 
ärztlichen  Schweigepflicht"  sowie  vier  weitere  Arztzeugnisse  betreffend 
den Beschwerdeführenden (…) zu den Akten. 

Mit  Zahlung  vom  8.  September  2010  wurde  der  Kostenvorschuss 
fristgerecht geleistet. 

E.  
Mit  Beschwerdeergänzung  vom  22.  Dezember  2010  wurde  ein  Bericht 
"Sprechstunde  Neurologie"  vom  5.  November  2011  betreffend  den 
Beschwerdeführer (…) zu den Akten gereicht. 

F.  
Mit weiteren Beschwerdeergänzungen vom 14. Januar respektive 22. Juli 
2011  wurden  ärztliche  Beweismittel  betreffend  den  Beschwerdeführer 
(…) zu den Akten gereicht. 

G. 
Mit  Zwischenverfügung  vom  19.  Januar  2012  setzte  die 

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Instruktionsrichterin  den  Beschwerdeführenden  Frist  zur  Einreichung 
allfälliger  medizinischer  Berichte  betreffend  Beschwerdeführer  (…), 
welche  im  Anschluss  an  den  Bericht  vom  6.  Juli  2011  entstanden  sind 
beziehungsweise zur Mitteilung gesundheitlicher Veränderungen.

H. 
Mit  Schreiben  vom  26.  Januar  2012  liessen  die  Beschwerdeführenden 
durch eine angeblich neu mandatierte Rechtsvertreterin einen ärztlichen 
Bericht  vom  25.  Januar  2012  betreffend  den  Beschwerdeführer  (…)  zu 
den Akten reichen, wobei keine Vollmacht beigebracht wurde.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 

1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 
gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 
1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 172.021).  Das  BFM 
gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz 
des  Bundesverwaltungsgerichts.  Eine  das  Sachgebiet  betreffende 
Ausnahme  im  Sinne  von  Art. 32  VGG  liegt  nicht  vor.  Das 
Bundesverwaltungsgericht  ist  daher  zuständig  für  die  Beurteilung  der 
vorliegenden  Beschwerde  und  entscheidet  auf  dem  Gebiet  des  Asyls 
endgültig,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des 
Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht 
(Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]; Art. 83 
Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG, 
SR 173.110]).

1.2. Das  Verfahren  richtet  sich  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem 
BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 
AsylG).

1.3. Nachdem  die  Beschwerdeführenden  im  Schreiben  vom  26.  Januar 
2012  zwar  die  Mandatierung  einer  Rechtsvertreterin  anzeigten,  jedoch 
keine  Vollmacht  beibrachten,  werden  sie  vorliegend  als  nicht  vertreten 
betrachtet und das Urteil wird ihnen eröffnet. 

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1.4.  Die  Beschwerde  ist  frist­  und  formgerecht  eingereicht.  Die 
Beschwerdeführenden  haben  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen, sind durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 
und  haben  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung.  Sie  sind  daher  zur  Einreichung  der 
Beschwerde  legitimiert  (Art. 108 AsylG  sowie Art.  105 AsylG  i.V.m.  Art. 
37 VGG und Art. 48 Abs. 1 und Art. 52 VwVG). Auf die Beschwerde  ist 
einzutreten. 

2. 
Mit  Beschwerde  kann  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

3. 
Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise 
einer  zweiten  Richterin  entschieden  (Art. 111  Bst. e  AsylG).  Wie 
nachstehend  aufgezeigt,  handelt  es  sich  vorliegend  um  eine  solche, 
weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist 
(Art. 111a Abs. 2 AsylG).

Gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  wurde  vorliegend  auf  die 
Durchführung eines Schriftenwechsels verzichtet.

4. 

4.1.  Gemäss  Art. 2  Abs. 1  AsylG  gewährt  die  Schweiz  Flüchtlingen 
grundsätzlich  Asyl.  Flüchtlinge  sind  Personen,  die  in  ihrem Heimatstaat 
oder  im Land,  in dem sie zuletzt wohnten, wegen  ihrer Rasse, Religion, 
Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder 
wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt 
sind  oder  begründete  Furcht  haben,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu 
werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich 
die  Gefährdung  des  Leibes,  des  Lebens  oder  der  Freiheit  sowie 
Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken. Den 
frauenspezifischen Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 AsylG).

4.2.  Wer  um  Asyl  nachsucht,  muss  die  Flüchtlingseigenschaft 
nachweisen  oder  zumindest  glaubhaft  machen.  Diese  ist  glaubhaft 
gemacht,  wenn  die  Behörde  ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender 
Wahrscheinlichkeit  für  gegeben  hält.  Unglaubhaft  sind  insbesondere 

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Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich 
widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich 
auf  gefälschte  oder  verfälschte  Beweismittel  abgestützt  werden  (Art. 7 
AsylG).

Nach Lehre und Praxis ist für die Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft 
erforderlich,  dass  die  asylsuchende  Person  ernsthafte  Nachteile  von 
bestimmter  Intensität erlitten hat, beziehungsweise solche  im Falle einer 
Rückkehr  in den Heimatstaat mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit und  in 
absehbarer  Zukunft  befürchten  muss.  Die  Nachteile  müssen  der 
asylsuchenden  Person  gezielt  und  aufgrund  bestimmter 
Verfolgungsmotive  drohen  oder  zugefügt  worden  sein  (vgl. W. STÖCKLI, 
§11 Asyl,  in: Uebersax/Rudin/Hug Yar/Geiser  [Hrsg.], Ausländerrecht, 2. 
Auflage,  Basel  2009,  S.  521  –  588,  S.  525  ff.).  Gemäss  Schutztheorie 
(vgl.  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen 
Asylrekurskommission  [EMARK]  2006  Nr. 18  S. 180)  kann  eine 
Verfolgungshandlung  im  Sinne  von  Art.  3  AsylG  von  staatlichen  oder 
nichtstaatlichen  Akteuren  ausgehen.  Danach  ist  nichtstaatliche 
Verfolgung als Verfolgung im Sinne des Asylgesetzes zu erachten, wenn 
der Staat  unfähig oder nicht willens  ist, Schutz  vor besagter Verfolgung 
zu  bieten.  Es  ist  dabei  nicht  eine  faktische  Garantie  für  langfristigen 
individuellen  Schutz  der  von  nichtstaatlicher  Verfolgung  bedrohten 
Person  zu  verlangen, weil  es  keinem Staat  gelingen  kann,  die  absolute 
Sicherheit  seiner  Bürgerinnen  und  Bürger  jederzeit  und  überall  zu 
garantieren. Erforderlich ist aber, dass eine funktionierende und effiziente 
Schutzinfrastruktur  zur  Verfügung  steht,  wobei  in  erster  Linie  an 
polizeiliche Aufgaben wahrnehmende Organe sowie an ein Rechts­ und 
Justizsystem zu denken ist, das eine effektive Strafverfolgung ermöglicht. 
Die  Inanspruchnahme  dieses  Schutzsystems  muss  der  betroffenen 
Person  zudem  objektiv  zugänglich  und  individuell  zumutbar  sein,  was 
jeweils  im  Rahmen  einer  Einzelfallprüfung  unter  Berücksichtigung  des 
länderspezifischen Kontexts zu beurteilen ist (vgl. EMARK 2006 Nr. 18 E. 
10.2 S. 202  f.; EMARK 2006 Nr. 32 E. 6.1 S. 340  f.). Die Anerkennung 
der Flüchtlingseigenschaft setzt ferner voraus, dass die betroffene Person 
einer landesweiten Verfolgung ausgesetzt ist und nicht in einem anderen 
Teil  ihres  Heimatstaates  um  effektiven  Schutz  nachsuchen  kann  (vgl. 
EMARK 2006 Nr. 18 E. 10.3.1 f. S. 203 mit weiteren Hinweisen).

5. 

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5.1.  Die  Vorinstanz  hält  zur  Begründung  ihres  ablehnenden 
Asylentscheides  im  Wesentlichen  fest,  dass  sich  im  Zuge  des 
demokratischen  Wandels  die  Situation  der  ethnischen  Minderheiten  in 
Serbien  entspannt  habe.  Am  25. Februar  2002  sei  das  Bundesgesetz 
zum Schutz und zur Freiheit der nationalen Minoritäten in Kraft getreten. 
Es  handle  sich  hierbei  um  einen  gesetzlichen Rahmen,  der  die Rechte 
der  nationalen  Minderheiten  und  der  Angehörigen  schütze.  Vereinzelte 
Übergriffe  durch  Drittpersonen  auf  Roma  könnten  zwar  nicht  restlos 
ausgeschlossen  werden,  hingegen  komme  solchen 
Verfolgungsmassnahmen  in der Regel  keine asylrelevante  Intensität  zu. 
Ausserdem billige oder unterstütze der Staat solche Übergriffe nicht. Die 
von  den  Beschwerdeführenden  dargelegten  Vorfälle  würden  auch  in 
Serbien Straftatbestände darstellen, die verfolgt würden.  Es sei daher 
nicht  nachvollziehbar,  weshalb  die  Beschwerdeführenden  die  diversen 
strafrechtlich  relevanten  Übergriffe 
– insbesondere  die  fluchtauslösenden  Behelligungen  durch  die  Mafiosi 
und  die  Entführung  ihrer  Kinder  –  nicht  zur  Anzeige  gebracht  hätten, 
obschon  ihnen  die  Inanspruchnahme  des  staatlichen  Schutzsystems 
objektiv  zugänglich  und  individuell  zumutbar  gewesen  wäre.  Die 
Begründung für den Verzicht auf eine Anzeige, wonach sie sich vor den 
Mafiosi  gefürchtet  hätten  und  die  Polizei  ohnehin  nicht  geholfen  hätte, 
überzeuge nicht. Weil grundsätzlich vom Vorhandensein eines adäquaten 
Schutzes durch den Heimatstaat auszugehen sei, seien die Übergriffe im 
vorliegenden  Fall  nicht  asylrelevant.  Die  Vorbringen  der 
Beschwerdeführenden  würden  den  Anforderungen  an  die 
Flüchtlingseigenschaft  von  Art. 3  AsylG  nicht  standhalten,  weshalb  die 
Asylgesuche abzulehnen seien. 

5.2.  In  ihrer Rechtsmitteleingabe wiederholen die Beschwerdeführenden 
ihre bereits bei der Vorinstanz gemachten Vorbringen und weisen erneut 
auf  die  schwierige Situation  der Roma  in Serbien  hin. Weiter  rügen  sie 
eine  unvollständige  Sachverhaltsfeststellung  des  BFM  (Narben 
Beschwerdeführer  1  und  Vorfall  Beschwerdeführerin  2  mit  Nachbarin). 
Weiter habe es nicht berücksichtigt,  dass die Beschwerdeführenden die 
Entführung  der  Kinder  nicht  der  Polizei  hätten  melden  können,  da  die 
Entführer  mit  deren  Tötung  gedroht  hätten,  für  den  Fall  einer  Anzeige. 
Diese  Gefahr  habe  sie  davon  abgehalten  sich  an  die  Behörden  zu 
wenden.  Überdies  sei  aufgrund  der  psychischen  Probleme  bei  den 
einzelnen  Familienmitgliedern  und  der  erlebten  Entführung  eine 
Wegweisung aus der Schweiz unzulässig und unzumutbar. 

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5.3.  Die  Instruktionsrichterin  erwog  in  der  Zwischenverfügung  vom 
2. September  2010  zur  Begründung  der  Aussichtslosigkeit  der 
Beschwerde,  dass  die  angefochtene  Verfügung  nach  einer 
summarischen  Prüfung  der  Akten  bestätigt  und  der  vorinstanzlichen 
Einschätzung,  die  geltend  gemachten  Übergriffe  seien  asylrechtlich  als 
nicht relevant zu qualifizieren, gefolgt werden dürfte. In Übereinstimmung 
mit  der  Vorinstanz  sei  von  einem  adäquaten  staatlichen  Schutz  für  die 
Beschwerdeführenden  auszugehen.  Betreffend  der  Rüge  der  nicht 
vollständigen  Erhebung  des  Sachverhalts  wurde  argumentiert,  die 
Vorinstanz  habe  in  ihren  Erwägungen  den  Sachverhalt  durchaus 
vollständig berücksichtigt und sie sei nicht gehalten, sämtliche Vorbringen 
der Beschwerdeführenden in der angefochtenen Verfügung zu rezitieren. 
Die  geltend  gemachten  gesundheitlichen  Problemen  dürften  keine 
ausreichenden Gründe darstellen, die einen Wegweisungsvollzug aus der 
Schweiz  unzulässig  oder  unzumutbar  machen  würden,  zumal  diese 
lediglich pauschal behauptet würden und  in Serbien aufgrund der  relativ 
gut  ausgebauten  medizinischen  Infrastruktur  die  Behandlung  von  (…) 
Problemen möglich sein dürfte. 

5.4.  Das  Bundesverwaltungsgericht  schliesst  sich  den  ausführlichen 
Erwägungen  der  Vorinstanz  zur  Situation  der  Minderheit  der  Roma  in 
Serbien  sowie  zur  grundsätzlichen  Schutzfähigkeit  und  ­willigkeit  des 
Staates  vollumfänglich  an.  Die  Beschwerdeführenden  haben  auf  den 
Schutz und die Hilfe der heimatlichen Behörden verzichtet, indem sie die 
Vorfälle – insbesondere die Entführung der Kinder – nicht bei der Polizei 
oder  einer  allenfalls  höherrangigen Behörde  angezeigt  haben. Obschon 
nachvollziehbar  ist,  dass  sie  während  der  Entführung  der  Kinder,  die 
Anweisungen  der  Entführer  befolgt  haben,  hätten  die 
Beschwerdeführenden  spätestens  nach  der  Freilassung  der Kinder  sich 
an die Polizei wenden können. Die Asylrelevanz der geltend gemachten 
Übergriffe  ist  demzufolge  zu  verneinen.  Die  zudem  vorgebrachten 
alltäglichen  Benachteiligungen  und  Diskriminierungen  sind,  selbst  unter 
Berücksichtigung  der  erschwerten  Lebensbedingungen  der  Roma, 
mangels Verfolgungsintensität ebenfalls nicht asylrelevant. Aufgrund der 
Aktenlage  erübrigt  es  sich  auf  die  weiteren  Vorbringen  der 
Beschwerdeführenden  einzugehen,  und  es  kann  zwecks  Vermeidung 
weiterer  Wiederholungen  auf  die  einlässlichen  Erwägungen  der 
Vorinstanz  in  ihrer  Verfügung  vom  20.  Juli  2010  und  die  Ausführungen 
des  Bundesverwaltungsgerichts  in  der  Zwischenverfügung  vom  2. 
September 2010 verwiesen werden. 

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5.5.  Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführenden 
die  Voraussetzungen  zur  Zuerkennung  der  Flüchtlingseigenschaft  nicht 
erfüllen und die Vorinstanz die Asylgesuche zu Recht abgelehnt hat. Es 
erübrigt  sich  auf  die  weiteren  Vorbringen  und  Beweismittel  näher 
einzugehen,  zumal  sie  am  Ausgang  des  Verfahrens  nichts  zu  ändern 
vermögen.

6. Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, 
so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet 
den  Vollzug  an;  es  berücksichtigt  dabei  den  Grundsatz  der  Einheit  der 
Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).

6.1.  Die  Beschwerdeführenden  verfügen  weder  über  eine 
ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf 
Erteilung  einer  solchen.  Die  Wegweisung  wurde  demnach  zu  Recht 
angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG; vgl. BVGE 2009/50 E. 9).

7. 

7.1.  Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 
nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach 
den  gesetzlichen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von 
Ausländern  (Art. 44  Abs. 2  AsylG;  Art. 83  Abs. 1  des  Bundesgesetzes 
vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer  [AuG, 
SR 142.20]).

7.2. Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 
der  Schweiz  einer Weiterreise  der  Ausländerin  oder  des  Ausländers  in 
den  Heimat­,  Herkunfts­  oder  einen  Drittstaat  entgegenstehen  (Art. 83 
Abs. 3 AuG).

So  darf  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land 
gezwungen  werden,  in  dem  ihr  Leib,  ihr  Leben  oder  ihre  Freiheit  aus 
einem  Grund  nach  Art. 3  Abs. 1  AsylG  gefährdet  ist  oder  in  dem  sie 
Gefahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu  werden 
(Art. 5  Abs. 1  AsylG;  vgl.  ebenso  Art. 33  Abs. 1  des  Abkommens  vom 
28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). 
Gemäss  Art. 25  Abs. 3  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen 
Eidgenossenschaft  vom  18. April  1999  (BV,  SR 101),  Art. 3  des 
Übereinkommens  vom  10. Dezember  1984  gegen  Folter  und  andere 
grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe 
(FoK,  SR 0.105)  und  der  Praxis  zu  Art. 3  der  Konvention  vom 

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4. November 1950 zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten 
(EMRK,  SR 0.101)  darf  niemand  der  Folter  oder  unmenschlicher  oder 
erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden.

7.3.  Die  Vorinstanz  wies  in  ihrer  angefochtenen  Verfügung  zutreffend 
darauf hin, dass das Prinzip des  flüchtlingsrechtlichen Non­Refoulement 
nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es den 
Beschwerdeführenden  nicht  gelungen  ist,  eine  asylrechtlich  erhebliche 
Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der  in Art. 5 
AsylG  verankerte  Grundsatz  der  Nichtrückschiebung  im  vorliegenden 
Verfahren  keine  Anwendung  finden.  Eine  Rückkehr  der 
Beschwerdeführenden nach Serbien  ist demnach unter dem Aspekt von 
Art. 5 AsylG rechtmässig.

Sodann  ergeben  sich  weder  aus  den  Aussagen  der  Beschwerde­
führenden noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass sie für den Fall 
einer Ausschaffung nach Serbien dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit 
einer  nach  Art. 3  EMRK  oder  Art. 1  FoK  verbotenen  Strafe  oder 
Behandlung  ausgesetzt  wären.  Gemäss  Praxis  des  Europäischen 
Gerichtshofes  für  Menschenrechte  (EGMR)  sowie  jener  des  UN­Anti­
Folterausschusses  müssten  die  Beschwerdeführenden  eine  konkrete 
Gefahr  ("real  risk")  nachweisen  oder  glaubhaft  machen,  dass  ihnen  im 
Fall einer Rückschiebung Folter oder unmenschliche Behandlung drohen 
würde  (vgl.  EGMR  [Grosse  Kammer],  Saadi  gegen  Italien,  Urteil  vom 
28. Februar 2008, Beschwerde Nr. 37201/06, §§ 124 – 127, mit weiteren 
Hinweisen).  Auch  die  allgemeine  Menschenrechtssituation  in  Serbien 
lässt den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt klarerweise nicht 
als  unzulässig  erscheinen.  Nach  dem  Gesagten  ist  der  Vollzug  der 
Wegweisung  sowohl  im  Sinne  der  asyl­  als  auch  der  völkerrechtlichen 
Bestimmungen zulässig.

7.4.    Gemäss  Art. 83  Abs. 4  AuG  kann  der  Vollzug  für  Ausländerinnen 
und  Ausländer  unzumutbar  sein,  wenn  sie  im  Heimat­  oder 
Herkunftsstaat  auf  Grund  von  Situationen  wie  Krieg,  Bürgerkrieg, 
allgemeiner  Gewalt  und  medizinischer  Notlage  konkret  gefährdet  sind. 
Wird  eine  konkrete  Gefährdung  festgestellt,  ist  –  unter  Vorbehalt  von 
Art. 83 Abs. 7 AuG – die vorläufige Aufnahme zu gewähren.

Angesichts  der  heutigen  Lage  in  Serbien  ist  gemäss  konstanter  Praxis 
nicht  von  einer  Situation  allgemeiner  Gewalt  oder  kriegerischen 
respektive  bürgerkriegsähnlichen  Verhältnissen  zu  sprechen.  Zur  Lage 

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der  Roma  in  Serbien  hat  sich  das  Bundesverwaltungsgericht  in  einem 
publizierten  Urteil  vom  18. September  2009  ausführlich  geäussert.  Es 
stellte unter anderem fest, aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit seien 
Roma  generell  unterschiedlichen  Schikanen  und  Diskriminierungen 
ausgesetzt  und  ihre  Lage  in  wirtschaftlicher  und  sozialer  Sicht  sei 
allgemein  schwierig  (vgl.  BVGE  2009  Nr.  51  E.  5.7.2.).  Auch  wenn 
Übergriffe  von  Privatpersonen  auf  Angehörige  der  Roma  und  teilweise 
behördliche  Schikanen  sowie  Diskriminierungen  nicht  völlig 
ausgeschlossen werden können, erreichen diese  jedoch  im Allgemeinen 
nicht  ein Ausmass, welches einen Wegweisungsvollzug  als  unzumutbar 
erscheinen lässt (vgl. statt vieler Urteil des Bundesverwaltungsgerichts D­
5714/2009 vom 13. November 2009).

Im Rahmen der Anhörung und speziell auf Beschwerdeebene haben die 
Beschwerdeführenden  diverse  gesundheitliche  (vor  allem  psychische) 
Probleme  geltend  gemacht  und  diese mit  verschiedenen medizinischen 
Berichten  und  Zeugnissen  belegt.  Aufgrund  der  bestehenden  Akten 
ergeben  sich  jedoch  keine  Hinweise,  wonach  diese  Probleme  derart 
gravierend wären, dass sie einem Wegweisungsvollzug entgegenstehen 
würden, zumal Serbien über eine ausreichende medizinische Infrastruktur 
verfügt,  welche  die  Behandlung  zulässt.  Weiter  war  es  dem 
Beschwerdeführer  1  vor  der  Ausreise  möglich,  mit  dem  Handel  von 
Daunenfedern  und  als  Taglöhner  den  Lebensunterhalt  der  Familie  zu 
finanzieren.  Es  ist  ihm  zumutbar,  bei  einer  Rückkehr  diese  Tätigkeit 
wieder  aufzunehmen.  Die  Beschwerdeführenden  sind  gemäss  Akten 
Eigentümer eines Hauses in F._______, in welcher Stadt auch die Eltern 
und  der  Bruder  des  Beschwerdeführers  1  wohnen  (vgl.  vorinstanzliche 
Akten A1 F12, A9 F16). Die Beschwerdeführenden verfügen somit über 
ein  eigenes  Zuhause  und  über  ein  familiäres  Beziehungsnetz  an  ihrem 
letzten  Wohnsitz  in  Serbien. 

Sind von einem allfälligen Wegweisungsvollzug Kinder betroffen, so bildet 
bei  der  Zumutbarkeitsprüfung  das  Kindeswohl  einen Gesichtspunkt  von 
gewichtiger  Bedeutung.  Dies  ergibt  sich  nicht  zuletzt  aus  einer 
völkerrechtskonformen Auslegung von Art. 83 Abs. 4 AuG im Lichte von 
Art.  3  Abs.  1  des  Übereinkommens  vom  20. November  1989  über  die 
Rechte des Kindes (KRK, SR 0.107) (vgl. dazu EMARK 2005 Nr. 6 E. 6. 
S.  57  f.).  In  diesem  Zusammenhang  ist  festzuhalten,  dass  unter  dem 
Aspekt  des  Kindeswohls  sämtliche  Umstände  einzubeziehen  und  zu 
würdigen sind, die im Hinblick auf einen Wegweisungsvollzug wesentlich 
erscheinen  (vgl.  EMARK 1998 Nr.  13 E.  5e/aa). Der Persönlichkeit  des 

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Kindes  und  seinen  Lebensumständen  ist  umfassend  Rechnung  zu 
tragen. Dabei können bei dieser gesamtheitlichen Beurteilung namentlich 
folgende Kriterien von Bedeutung sein: Alter, Reife, Abhängigkeiten, Art 
(Nähe,  Intensität,  Tragfähigkeit)  seiner  Beziehungen,  Eigenschaften 
seiner  Bezugspersonen  (insbesondere  Unterstützungsbereitschaft  und  ­
fähigkeit),  Stand  und  Prognose  bezüglich  Entwicklung  und  Ausbildung, 
sowie der Grad der erfolgten Integration bei einem längeren Aufenthalt in 
der  Schweiz. 

 
Die  Beschwerdeführer  3  und  4  werden  bald  (…)  beziehungsweise  (…) 
Jahre  alt.  Da  sie  sich  jedoch  erst  seit  gut  eineinhalb  Jahren  in  der 
Schweiz aufhalten, was nicht als längerer Aufenthalt zu beurteilen ist,  ist 
trotz ihres jugendlichen Alters nicht von einer fortgeschrittenen Integration 
in  der  Schweiz  auszugehen.  Auch  sonst  ergeben  sich  keine  Hinweise, 
wonach  die  KRK  einem  Wegweisungsvollzug  entgegenstehen  würde.

Zusammenfassend  erweist  sich  ein  Vollzug  der  Wegweisung  als 
zumutbar.  Es  erübrigt  sich,  auf  die  diversen  beigebrachten  Arztberichte 
näher  einzugehen,  zumal  diese  aufgrund  der  Behandelbarkeit  der 
gesundheitlichen Probleme der Beschwerdeführenden in Serbien nicht zu 
einem anderen Ausgang des Verfahrens zu führen vermögen.

7.5.  Schliesslich  obliegt  es  den  Beschwerdeführenden,  sich  bei  der 
zuständigen  Vertretung  des  Heimatstaates  die  für  eine  Rückkehr 
notwendigen  Reisedokumente  zu  beschaffen  (vgl.  Art. 8  Abs. 4  AsylG 
und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 – 515), weshalb der Vollzug 
der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist.

7.6. Zusammenfassend  hat  die  Vorinstanz  den Wegweisungsvollzug  zu 
Recht als zulässig, zumutbar und möglich erachtet. Nach dem Gesagten 
fällt  eine  Anordnung  der  vorläufigen  Aufnahme  ausser  Betracht  (Art. 83 
Abs. 1 – 4 AuG).

8. 
Aus  diesen  Erwägungen  ergibt  sich,  dass  die  angefochtene  Verfügung 
Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und 
vollständig  feststellt  und  angemessen  ist  (Art. 106  AsylG).  Die 
Beschwerde ist nach dem Gesagten abzuweisen.

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9. 
Bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  sind  die  Kosten  den 
Beschwerdeführenden  aufzuerlegen  (Art. 63  Abs. 1  VwVG)  und  auf 
insgesamt  Fr. 600.–  festzusetzen  (Art. 1  –  3  des  Reglements  vom 
21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR  173.320.2]).  Sie  sind  durch  den 
am  8. September  2010  in  gleicher  Höhe  geleisteten  Kostenvorschuss 
gedeckt und werden mit diesem verrechnet. 

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.–  werden  den  Beschwerdeführenden 
auferlegt.  Sie  sind  durch  den  in  gleicher  Höhe  geleisteten 
Kostenvorschuss gedeckt und werden mit diesem verrechnet.

3. 
Dieses  Urteil  geht  an  die  Beschwerdeführenden,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Regula Schenker Senn Néomie Nicolet

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