# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6752e756-7d7e-545c-9b6f-cb5d7b63b23e
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-05-14
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 14.05.2013 RT130027
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_RT130027_2013-05-14.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    

 
 

Geschäfts-Nr.: RT130027-O/U.doc 

 

Mitwirkend: Oberrichter Dr. R. Klopfer, Vorsitzender, Oberrichter Dr. G. Pfister 

und Ersatzoberrichter Dr. S. Mazan sowie Gerichtsschreiberin 

lic. iur. K. Montani Schmidt 

Beschluss vom 14. Mai 2013 

 

in Sachen 

 

Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich,  
Gesuchstellerin und Beschwerdeführerin 

 

gegen 

 

A._____,  
Gesuchsgegner und Beschwerdegegner 

 

betreffend Rechtsöffnung 
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichts Audienz am Bezirksgericht 
Zürich vom 10. Januar 2013 (EB121918-L) 
 
 

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Erwägungen: 

1.1 Mit Urteil vom 10. Januar 2013 wies die Vorinstanz das gestützt auf die 
Verfügung Nr. … für zu viel ausbezahlte Arbeitslosenentschädigung gegen den 

Beklagten (recte: Gesuchsgegner) und Beschwerdegegner (fortan Gesuchsgeg-

ner) erhobene Rechtsöffnungsbegehren der Klägerin (recte: Gesuchstellerin) und 

Beschwerdeführerin (fortan Gesuchstellerin) in der Betreibung Nr. … des Betrei-

bungsamtes B._____ (Zahlungsbefehl vom 12. Dezember 2012) ab. Die Kosten- 

und Entschädigungsfolgen wurden zu Lasten der Gesuchstellerin geregelt (Urk. 8 

S. 3). 

1.2 Hiergegen erhob die Gesuchstellerin am 1. Februar 2013 fristgerecht 
Beschwerde mit folgenden Beschwerdeanträgen (Urk. 7 S. 2): 

"1. In Gutheissung der Beschwerde sei das Urteil vom 10. Januar 2013 des 
Bezirksgerichts Zürich vollständig aufzuheben;  

 2. Der Beschwerdeführerin sei in der Betreibung Nr. …, Betreibungsamt 
B._____, definitive Rechtsöffnung zu erteilen für CHF 5'432.95; 

alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Beschwerdegeg-
ners." 

1.3 Mit Verfügung vom 28. Februar 2013 wurde dem Gesuchsgegner Frist 
zum Beantworten der Beschwerde angesetzt (Urk. 12). Innert Frist liess sich die-

ser indes nicht vernehmen (Urk. 12; Urk. 13). 

2.1 Die Vorinstanz begründete ihren Entscheid damit, dass Rechtsöffnung 
nur erteilt werden könne, wenn die Forderung auf einem Leistungsentscheid ba-

siere, d.h. die beklagte Partei darin zur Zahlung einer bestimmten Summe ver-

pflichtet worden sei. Der von der Gesuchstellerin eingereichte Entscheid stelle le-

diglich die Schuld des Gesuchsgegners fest, verpflichte diesen jedoch nicht zur 

Zahlung dieser Schuld, sondern halte ausdrücklich fest, dass der Betrag mit lau-

fenden Leistungen verrechnet werde. Damit aber stelle die Verfügung Nr. … der 

Gesuchstellerin keinen Rechtsöffnungstitel im Sinne von Art. 80 SchKG dar (Urk. 

8 S. 2). 

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2.2 Die Gesuchstellerin bringt beschwerdeweise im Wesentlichen vor, 
dass in der Verfügung Nr. … – entgegen der Ansicht der Vorinstanz – nicht aus-

drücklich festgehalten worden sei, dass die Forderung mit laufenden Leistungen 

verrechnet werde. Vielmehr sei festgehalten worden, dass der Gesuchsgegner für 

zu viel bezahlte Arbeitslosenentschädigung rückerstattungspflichtig sei. Die Ver-

rechnung mit laufenden Leistungen sei explizit nur "soweit möglich" vorbehalten 

worden. Entgegen der Ansicht der Vorinstanz sei – unter Hinweis auf BGE 134 III 

656 E. 5.3.2 – nicht nur auf das Dispositiv des Urteils abzustellen, sondern es 

seien auch die Urteilsgründe zu berücksichtigen, wenn es darum gehe, die Frage 

nach der Eignung des Urteils als Vollstreckungstitel im Sinne von Art. 80 Abs. 1 

SchKG zu beantworten. Der Verfügung könne klar entnommen werden, dass das 

Amt für Wirtschaft und Arbeit, Abteilung Arbeitslosenversicherung, den Gesuchs-

gegner ab dem 12. Mai 2012 in seiner Anspruchsberechtigung eingestellt habe, 

weshalb die Kontrollperioden Mai und Juni 2012 neu hätten abgerechnet werden 

müssen. Ebenso werde darin festgehalten, dass sich gestützt hierauf ergeben 

habe, dass Fr. 5'432.95 zu viel an Entschädigung ausbezahlt worden sei. Dieser 

Betrag werde dementsprechend zurückgefordert. Entsprechend stelle die Rück-

forderungsverfügung vom 16. Juli 2012 einen Leistungsentscheid dar. Das im 

Dispositiv genannte Wort "rückerstattungspflichtig" beinhalte mithin eine "Pflicht 

zum Zurückzahlen". Sodann habe die Gesuchstellerin den Gesuchsgegner zur 

Zahlung von Fr. 5'432.95 aufgefordert und verpflichtet, womit erstellt sei, dass die 

genannte Verfügung einen definitiven Rechtsöffnungsentscheid darstelle (Urk. 7 

S. 4). 

3.1 Die als Rechtsöffnungstitel herangezogene Verfügung der Gesuchstel-
lerin vom 16. Juli 2012 lautet wie folgt (Urk. 10/6 = Urk. 3/1): 

"Die versicherte Person ist für die für die Monate Mai 2012 und Juni 2012 zu 

viel ausbezahlte Arbeitslosenentschädigung von total CHF 5'432.95 netto 

rückerstattungspflichtig. Soweit möglich, erfolgt eine Verrechnung mit den 

laufenden Leistungen."  

3.2.1 Die Begründung der Vorinstanz, wonach der Schuldner nicht zur Zah-
lung einer bestimmten Summe "verpflichtet" worden sei, sondern lediglich dessen 

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Schuld festgestellt worden sei, vermag in zweifacher Hinsicht nicht zu überzeu-

gen:  

- Das Dispositiv des Rechtsöffnungstitels enthält keine Feststellung. 

Vielmehr wird der Schuldner für "rückerstattungspflichtig" erklärt. Damit 

aber ist der Schuldner rechtskräftig verpflichtet worden, Fr. 5'432.95 zu 

bezahlen und es wäre hierfür definitive Rechtsöffnung zu erteilen ge-

wesen.  

- Sodann wird nicht gesagt, dass der Betrag mit den laufenden Leistun-

gen verrechnet wird, sondern nur, dass er "soweit möglich" mit Leis-

tungen verrechnet wird. Daraus resultiert, dass eine Verrechnung un-

terbleibt, wenn keine Leistungen geschuldet sind. Es ist vorliegend 

nicht Sache der Gesuchstellerin als Gläubigerin darzulegen, dass keine 

Verrechnung stattgefunden hat. Vielmehr ist es Sache des Schuldners 

und damit des Gesuchsgegners, die Einwendung zu erheben, wonach 

die Rückerstattungspflicht im Umfang von bestimmten laufenden Leis-

tungen infolge Verrechnung untergegangen ist. Tut er dies nicht, so 

bleibt es beim Betrag von Fr. 5'432.95, für welchen definitive Rechts-

öffnung zu erteilen wäre.  

3.2.2 Damit aber hätte die Vorinstanz eine schriftliche Stellungnahme des 
Gesuchsgegners einholen oder zu einer mündlichen Verhandlung vorladen müs-

sen (Art. 253 ZPO). Hierbei hätte der Gesuchsgegner Gelegenheit gehabt, beim 

Vorliegen einer allfälligen Verrechnung die entsprechende Einwendung nach 

Art. 81 SchKG zu erheben. Eine sofortige Abweisung des Gesuchs wegen offen-

sichtlicher Unbegründetheit gemäss Art. 253 ZPO war damit unzulässig. 

3.3 Dementsprechend ist die Beschwerde gutzuheissen. Der Entscheid der 
Vorinstanz vom 10. Januar 2013 ist aufzuheben, und die Sache ist zur Fortset-

zung des Verfahrens und zur materiellen Beurteilung des Rechtsöffnungsbegeh-

rens an diese zurückzuweisen.  

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4.1 Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden grundsätzlich den Par-
teien ausgangsgemäss auferlegt (Art. 106 ZPO). Vorliegend hat die Gesuchstelle-

rin obsiegt. Indes hat sich der Gesuchsgegner nicht mit dem vorinstanzlichen Ent-

scheid identifiziert, weshalb er auch nicht als unterliegende Partei bezeichnet 

werden kann. Entsprechend sind die Kosten des Verfahrens in Anwendung von 

Art. 107 Abs. 2 ZPO auf die Staatskasse zu nehmen.  

4.2 Der obsiegenden Gesuchstellerin kann keine Parteientschädigung zu-
gesprochen werden, weil der Gesuchsgegner nicht als unterliegend gilt und auch 

für eine Ersatzpflicht des Kantons keine Rechtsgrundlage ersichtlich ist. 

Es wird beschlossen: 

1. Das Urteil des Einzelgerichts Audienz im summarischen Verfahren am Be-

zirksgericht Zürich vom 10. Januar 2013 wird aufgehoben und die Sache zur 

Fortsetzung des Verfahrens und zur materiellen Beurteilung des Gesuch um 

Erteilung der Rechtsöffnung an die Vorinstanz zurückgewiesen. 

2. Für das zweitinstanzliche Verfahren werden keine Kosten erhoben.  

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie an das Einzelgericht Audienz 

am Bezirksgericht Zürich, je gegen Empfangsschein. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

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Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
Fr. 5'432.95. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 
 
Zürich, 14. Mai 2013 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
Die Gerichtsschreiberin: 

 
 
 

lic. iur. K. Montani Schmidt 

 
 
versandt am: js 

	Beschluss vom 14. Mai 2013
	Erwägungen:
	4.1 Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden grundsätzlich den Parteien ausgangsgemäss auferlegt (Art. 106 ZPO). Vorliegend hat die Gesuchstellerin obsiegt. Indes hat sich der Gesuchsgegner nicht mit dem vorinstanzlichen Entscheid identifiziert, wes...
	4.2 Der obsiegenden Gesuchstellerin kann keine Parteientschädigung zugesprochen werden, weil der Gesuchsgegner nicht als unterliegend gilt und auch für eine Ersatzpflicht des Kantons keine Rechtsgrundlage ersichtlich ist.
	Es wird beschlossen:
	1. Das Urteil des Einzelgerichts Audienz im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Zürich vom 10. Januar 2013 wird aufgehoben und die Sache zur Fortsetzung des Verfahrens und zur materiellen Beurteilung des Gesuch um Erteilung der Rechtsöffnung an d...
	2. Für das zweitinstanzliche Verfahren werden keine Kosten erhoben.
	3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie an das Einzelgericht Audienz am Bezirksgericht Zürich, je gegen Empfangsschein.
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...