# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c44ed8ff-a3dd-5c10-a6c1-eb288c5638f5
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-10-29
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 29.10.2015 ZK1 2011 16
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2011-16_2015-10-29.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 29. Oktober 2015 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 11 16 30. Oktober 2015

(Mit Urteil 5A_956/2015 vom 07. September 2016 hat das Bundesgericht die ge-
gen dieses Urteil erhobene Beschwerde abgewiesen, soweit darauf einzutreten 
war.)

Urteil
I. Zivilkammer

Vorsitz Michael Dürst
Richter Brunner und Hubert
Aktuar Pers

In der zivilrechtlichen Berufung

der X._____, Beklagte und Berufungsklägerin, vertreten durch Rechtsanwältin lic. 
iur. Karin Caviezel, Reichsgasse 65, 7002 Chur, 

gegen

das Urteil des Bezirksgerichts Prättigau/Davos vom 9. Dezember 2010, mitgeteilt 
am 9. Februar 2011, in Sachen des Y._____, Kläger und Berufungsbeklagter, ver-
treten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Hans Peter Kocher, Landstrasse 181, 7250 
Klosters, gegen die Beklagte und Berufungsklägerin,

betreffend Nebenfolgen der Ehescheidung,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Y._____, niederländischer Staatsangehöriger, geboren am _____1957 in 
O.1_____ (O.4_____, Grossbritannien), und X._____, irische Staatsangehörige, 
geboren am _____1969 in O.2_____ (Dublin, Irland), heirateten am 29. Mai 1998 
vor dem Zivilstandsamt O.3_____. Aus dieser Ehe gingen die gemeinsamen Kin-
der A._____, geboren am _____1998, B._____, geboren am _____2000, und 
C._____, geboren am _____2001, hervor.

B. Mit Vermittlungsbegehren vom 26. Januar 2006 gelangte Y._____ an den 
Kreispräsidenten Klosters. Anlässlich der zweiten Sühneverhandlung vom 7. Juli 
2006 wurden die folgenden Rechtsbegehren deponiert:

"Klägerisches Rechtsbegehren:

1. Die am 29. Mai 1998 vor dem Zivilstandsamt O.3_____ geschlossene 
Ehe der Parteien sei gestützt auf Art. 114 ZGB, evt. gestützt auf Art. 
115 ZGB, zu scheiden.

2. Die gemeinsamen Kinder, A._____, geb. _____1998, B._____, geb. 
_____2000, und C._____, geb. _____2001, seien unter die elterliche 
Sorge des Vaters zu stellen.

3. Der Beklagten sei ein angemessenes Besuchs- und Ferienrecht ein-
zuräumen.

4. Die Beklagte sei zu verpflichten, an den Unterhalt der Kinder einen an-
gemessenen gerichtlich festzusetzenden Betrag, zahlbar jeweils im 
Voraus auf den ersten eines jeden Monats, zu bezahlen.

5. Es sei festzustellen, dass der Kläger keiner Vorsorgeeinrichtung an-
gehört.

6. Es sei festzustellen, dass zwischen den Parteien während der gesam-
ten Ehe Gütertrennung bestand.

7. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beklagten.

Beklagtisches Rechtsbegehren:

1. Es sei auf die Klage des Klägers Y._____ wegen Unzuständigkeit des 
Kreisamtes Klosters nicht einzutreten bzw. es sei die Klage von der 
Hand zu weisen.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Klägers."

C. Mit Prozesseingabe vom 31. August 2006 prosequierte Y._____ den Leit-
schein an das Bezirksgericht Prättigau/Davos. Dabei wurde das Rechtsbegehren 
mit einer neuen Ziffer 5 ergänzt, welche wie folgt lautete:

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5. Der Kläger sei zu verpflichten, an den Unterhalt der Beklagten bis 31. 
Oktober 2013 monatlich CHF 1'000.00, zahlbar jeweils im Voraus auf 
den ersten eines jeden Monats, zu bezahlen."

Zur Begründung wurde im Wesentlichen dargetan, der Ehemann werde in 
O.3_____ nach Aufwand besteuert. Gemäss Veranlagungsverfügung für die Kan-
tons-, Gemeinde- und direkte Bundessteuer vom 23. August 2004 betrage das 
steuerbare Einkommen Fr. 250'000.-- und das Vermögen Fr. 3'500'000.--. Die Be-
klagte müsse die Kinder nicht selber betreuen, da diese Aufgabe ein Kindermäd-
chen (Vollzeit) übernehme. Die Beklagte sei daher in der Lage, für ihren Lebens-
unterhalt selbst zu sorgen, wie sie dies auch vor der Ehe getan habe. Trotzdem 
sei der Kläger bereit, ihr für eine Übergangsperiode Fr. 1'000.-- pro Monat zu be-
zahlen. Da der Kläger in der Schweiz nie einer Erwerbstätigkeit nachgegangen 
und nie in einem Arbeitsverhältnis gestanden sei, sei festzustellen, dass er keiner 
Vorsorgeeinrichtung angehöre. Die Parteien hätten mit Ehe- und Erbvertrag vom 
20. Mai 1998 Gütertrennung vereinbart. Eine güterrechtliche Auseinandersetzung 
entfalle daher und die Beklagte habe keinerlei güterrechtliche Ansprüche auf ir-
gendwelche Vermögenswerte des Klägers.

D. Mit Prozessantwort vom 23. Oktober 2006 stellte X._____ die folgenden 
Anträge:

"1. Das Verfahren betreffend Ehescheidung sei nach Art. 21 LugÜ auszu-
setzen bis die Zuständigkeit des britischen Gerichts feststeht.

2. Im Falle der internationalen Zuständigkeit des Bezirksgerichts Prätti-
gau/Davos sei die Klage auf Scheidung der Ehe abzuweisen, soweit 
darauf einzutreten ist.

3. Eventualbegehren für den Fall der Gutheissung der Scheidungsklage:

3.1 Auf die Ziffern 2 und 3 des Rechtsbegehrens des Klägers sei 
nicht einzutreten und es sei festzustellen, dass das Bezirksge-
richt Prättigau/Davos nicht zuständig ist für Anordnungen betref-
fend die elterliche Sorge und Obhut über die ehelichen Kinder 
A._____, geboren _____1998, B._____, geboren _____2000, 
und C._____, geboren _____2001, und betreffend das Verkehrs-
recht.

3.2 Der Kläger sei zu verpflichten, der Beklagten an den Unterhalt 
der Kinder A._____, geboren _____1998, B._____, geboren 
_____2000, und C._____, geboren _____2001, monatlich im 
Voraus je CHF 7'750.00 bis zum Abschluss der Ausbildung zu 
bezahlen.

3.3 Der Kläger sei zu verpflichten, an den Unterhalt der Beklagten 
persönlich jährlich CHF 393'000.00 zu bezahlen; eventualiter sei 
der Kläger zu verpflichten, der Beklagten bei Rechtskraft des 
Scheidungsurteils einen kapitalisierten Unterhaltsbeitrag von 
CHF 4'392'954.00 zu bezahlen.

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3.4 Es sei festzustellen, dass die Parteien in güterrechtlicher Hinsicht 
auseinandergesetzt sind.

3.5 Eine vom Kläger während der Dauer der Ehe eventuell erworbe-
ne Austrittsleistung der beruflichen Vorsorge sei hälftig zu teilen 
und die Vorsorgeeinrichtung sei gerichtlich anzuweisen, den 
noch zu ermittelnden Betrag auf ein auf den Namen der Beklag-
ten lautendes Freizügigkeitskonto zu übertragen.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Klägers."

Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, sie (die Beklagte) habe nach 
der Hochzeit ihre berufliche Tätigkeit (Schauspielerin und Drehbuchautorin für 
D._____) im Einvernehmen mit dem Ehemann zugunsten der Familie aufgegeben. 
Sie und die Kinder hätten mit dem sehr vermögenden Kläger ein sehr luxuriöses 
Leben genossen. Sie selbst verfüge über keinerlei Einkommen und Vermögen. Ihr 
Unterhaltsbedarf sei am gelebten Standard zu messen, wobei darauf zu achten 
sei, dass sie und die Kinder in angemessener Weise am Einkommen und Vermö-
gensertrag des Klägers, der nach ihrem Wissen keine weiteren Unterhaltspflichten 
mehr habe, teilhaben würden. Der eheliche Standard ergebe sich aus dem von ihr 
erstellten Budget (Wohnkosten: GBP 68'772, Bekleidung: GBP 32'500, Verpfle-
gung: GBP 24'960, weitere Haushaltsausgaben: GBP 26'816, Auto: GBP 9'600, 
Schulkosten: GBP 31'260, Sport/Hobby Kinder: GBP 4'700, Weitere Ausgaben 
Kinder: GBP 32'860, Persönliche Ausgaben Ehefrau: GBP 13'825, Sport, Unter-
haltung, Hobbys, Ferien Ehefrau: GBP 70'580, Versicherungen/Sparen: GBP 
3'500) und belaufe sich für Ehefrau und Kinder zusammen auf total GBP 319'403 
pro Jahr.

E. In der Folge fand zunächst eine Teilverhandlung über die Frage der örtli-
chen (internationalen) Zuständigkeit des Bezirksgerichts Prättigau/Davos statt. Mit 
Entscheid vom 1. Februar 2007, mitgeteilt am 21. Februar 2007, wurde die von 
X._____ erhobene Einrede der örtlichen Unzuständigkeit verworfen und entschie-
den, auf die Scheidungsklage des Y._____ einzutreten, dies unter Vorbehalt von 
Anordnungen bezüglich der Obhut, der elterlichen Sorge und des persönlichen 
Verkehrs sowie allfälliger weiterer konkreter Kindesschutzmassnahmen, für wel-
che eine Zuständigkeit des Bezirksgerichts Prättigau/Davos nicht bestehe. Bejaht 
wurde die Zuständigkeit hingegen für die Regelung des Kindesunterhalts, wobei 
gerichtlich davon Vormerk genommen wurde, dass das Bezirksgericht Prätti-
gau/Davos das zuerst angerufene Gericht im Sinne von Art. 21 des Übereinkom-
mens über die gerichtliche Zuständigkeit und die Vollstreckung gerichtlicher Ent-
scheidungen in Zivil- und Handelssachen vom 16. September 1988 (LugÜ) sei. 
Dieser Entscheid blieb unangefochten. Am 11. Juli 2007 wurde sodann eine weite-

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re Teilverhandlung über das Bestehen eines Scheidungsanspruches seitens des 
Ehemannes durchgeführt, was das Bezirksgericht Prättigau/Davos mit gleichen-
tags gefälltem und am 20. Juli 2007 mitgeteiltem Entscheid bejahte. Die von der 
Ehefrau dagegen erhobene Beschwerde in Zivilsachen wies das Bundesgericht 
mit Urteil 5A_523/2007 vom 10. April 2008 ab, worauf der Schriftenwechsel fort-
gesetzt wurde.

F. Mit Replik vom 3. Oktober 2008 stellte Y._____ das folgende Rechtsbegeh-
ren:

"1. Die am 29. Mai 1998 vor dem Zivilstandsamt O.3_____ geschlossene 
Ehe der Parteien sei zu scheiden.

2.1 Der Kläger sei zu verpflichten, an den Unterhalt der gemeinsamen 
Kinder, A._____, geb. _____1998, B._____, geb. _____2000, und 
C._____, geb. _____2001, einen angemessenen gerichtlich festzuset-
zenden Betrag zu bezahlen, maximal jedoch je CHF 2'000.00 pro Kind, 
solange diese nicht ein Internat besuchen, sowie maximal je CHF 
1'000.00, sobald das betreffende Kind ein Internat besucht, zahlbar je-
weils im Voraus auf den Ersten eines jeden Monats.

2.2 Der Kläger sei zu verpflichten, die Schul- und Internatsgebühren der 
gemeinsamen Kinder A._____, geb. _____1998, B._____, geb. 
_____2000, und C._____, geb. _____2001, direkt an die jeweilige 
Schule zu bezahlen.

3. Der Kläger sei zu verpflichten, an den Unterhalt der Beklagten bis 31. 
Oktober 2013 monatlich CHF 1'000.00, zahlbar jeweils im Voraus auf 
den Ersten eines jeden Monats, zu bezahlen.

4. Es sei festzustellen, dass der Kläger keiner Vorsorgeeinrichtung an-
gehört.

5. Es sei festzustellen, dass zwischen den Parteien während der gesam-
ten Ehe Gütertrennung bestand.

6. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten."

G. Mit Duplik vom 17. November 2008 präzisierte X._____ ihr in der Prozes-
santwort vom 23. Oktober 2006 gestelltes Rechtsbegehren wie folgt:

"1. Die am 29. Mai 1998 vor dem Zivilstandsamt O.3_____ geschlossene 
Ehe der Parteien sei zu scheiden.

2. Der Kläger sei zu verpflichten, der Beklagten an den Unterhalt der Kin-
der A._____, geb. _____1998, B._____, geb. _____2000, und 
C._____, geb. _____2001, rückwirkend ab Rechtshängigkeit des Be-
gehrens monatlich im Voraus – unter Vorbehalt einer Anpassung auf-
grund des Beweisergebnisses – je CHF 7'750.00 (indexiert) bis zum 
Abschluss der Ausbildung zu bezahlen; abzüglich die vom Kläger be-
reits während des Verfahrens geleisteten Unterhaltszahlungen (inkl. 
Schulgeld).

3. Der Kläger sei zu verpflichten, an den Unterhalt der Beklagten persön-
lich rückwirkend ab Rechtshängigkeit des Begehrens monatlich im 

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Voraus – unter Vorbehalt einer Anpassung aufgrund des Beweiser-
gebnisses – je CHF 32'750.00 (indexiert) zu bezahlen; abzüglich die 
vom Kläger bereits während des Verfahrens geleisteten Unterhaltszah-
lungen; eventualiter sei der Kläger zu verpflichten, der Beklagten bei 
Rechtskraft des Scheidungsurteils einen kapitalisierten Unterhaltsbei-
trag von – ebenfalls unter Vorbehalt einer Anpassung aufgrund des 
Beweisergebnisses – CHF 4'392'954.00 zu bezahlen.

4. Der Kläger sei zu verpflichten, der Beklagten das Chalet 'E._____' 
während zwei Wochen pro Jahr, wo dieses kostenlos dem Kläger zur 
Verfügung steht, und die Segelyacht 'F._____' (mit Crew) während 
zwei Wochen pro Jahr unentgeltlich zur Verfügung zu stellen.

5. Eine vom Kläger während der Dauer der Ehe eventuell erworbene 
Austrittsleistung der beruflichen Vorsorge sei hälftig zu teilen und die 
Vorsorgeeinrichtung sei gerichtlich anzuweisen, den noch zu ermitteln-
den Betrag auf ein auf den Namen der Beklagten lautendes Freizügig-
keitskonto zu überweisen.

6. Der Kläger sei zu verpflichten, der Beklagten ein allenfalls bestehen-
des Vorsorgedefizit durch Zahlung der Differenz des unter Ziff. 5 zu 
leistenden Vorsorgeausgleichs zum Betrag von CHF 250'000.00 zu 
kompensieren.

7. Es sei der Kläger anzuweisen, der Beklagten deren persönliche Ge-
genstände aus den Chalets in O.3_____ und der G._____ Farm her-
auszugeben.

8. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Klägers."

H. In seiner Triplik vom 19. Januar 2009 hielt Y._____ an seinen Rechtsbe-
gehren gemäss Replik vom 3. Oktober 2009 fest und stellte in einer neuen Ziffer 6 
den Antrag, die Rechtsbegehren Nr. 2 bis 8 der Duplik der Beklagten vom 17. No-
vember 2008 seien abzuweisen.

I. Bereits mit Verfügung vom 27. Oktober 2008, mitgeteilt am 5. November 
2008, hatte das Bezirksgerichtspräsidium Prättigau/Davos zwischen den Parteien 
im Rahmen vorsorglicher Massnahmen was folgt festgelegt (Proz. Nr. 130-2008-
24):

"1. Y._____ wird verpflichtet, an den Unterhalt von X._____ rückwirkend 
ab dem 1. Januar 2008 bis zum 31. Oktober 2008 einen monatlichen 
Unterhaltsbeitrag von Fr. 15'000.00 zu bezahlen.

2. Y._____ wird verpflichtet, an den Unterhalt der drei Kinder A._____, 
B._____ und C._____ rückwirkend ab dem 1. Januar 2008 bis zum 31. 
Oktober 2008 einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von je Fr. 5'000.00 
zu bezahlen.

3. Y._____ wird verpflichtet, an den Unterhalt von X._____ ab dem 1. 
November 2008 einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 
14'500.00, zahlbar pränumerando, zu leisten.

4. Y._____ wird verpflichtet, an den Unterhalt der drei Kinder A._____, 
B._____ und C._____ ab dem 1. November 2008 einen monatlichen 

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Unterhaltsbeitrag von je Fr. 3'000.00, zahlbar pränumerando, zu be-
zahlen.

5. Y._____ wird verpflichtet, sämtliche Schul- und Internatskosten für die 
drei Kinder A._____, B._____ und C._____ ab dem 1. November 2008 
direkt zu bezahlen.

6. Allfällige von Y._____ seit dem 1. Januar 2008 bereits geleistete Un-
terhaltsbeiträge, Schul- und Internatskosten für die Kinder, allfällige 
Mietzinse für X._____ etc. können von diesem verrechnet werden.

7. Y._____ wird verpflichtet, X._____ an deren Anwaltskosten einen wei-
teren Vorschuss von Fr. 20'000.00 zu bezahlen.

8. Im Übrigen werden die Anträge der Parteien abgewiesen.

9. (Verfahrenskosten).

10. (Aussergerichtliche Kosten).

11. (Rechtsmittelbelehrung).

12. (Mitteilung)."

Die von Y._____ hiergegen erhobene Beschwerde wurde vom Bezirksgerichts-
ausschuss Prättigau/Davos mit Urteil vom 4. Dezember 2008, mitgeteilt am 23. 
Januar 2009, abgewiesen (Proz. Nr. 120-2008-25).

J. Am 25. September 2009 erliess der Bezirksgerichtspräsident Prätti-
gau/Davos die Beweisverfügung, woraufhin X._____ mit Eingabe vom 9. Oktober 
2009 den Antrag stellen liess, die Beweisverfügung im Sinne ihrer Anträge zu er-
gänzen bzw. zu modifizieren. Sollte die Beweisverfügung nicht entsprechend ab-
geändert werden, sei ihre Eingabe als innert Frist erfolgte Beschwerde im Sinne 
von Art. 237 Abs. 1 ZPO-GR an den Bezirksgerichtsausschuss Prättigau/Davos 
weiterzuleiten. Y._____ beantragte in seiner Stellungnahme vom 2. November 
2009 die kostenfällige Abweisung der Anträge seiner Ehefrau. Nachdem der vor-
sitzende Richter den Parteien mit Verfügung vom 23. Dezember 2009 mitgeteilt 
hatte, dass der Bezirksgerichtspräsident Prättigau/Davos auf seine Beweisverfü-
gung nicht zurückzukomme, infolgedessen der Bezirksgerichtsausschuss Prätti-
gau/Davos als Beschwerdeinstanz hierüber befinden werde, wurde die Beschwer-
de von X._____ mit Beschwerdeentscheid/Beiurteil vom 15. Juni 2010, mitgeteilt 
am 10. August 2010, abgewiesen (Proz. Nr. 120-2009-26).

K.1. An der Hauptverhandlung vom 9. Dezember 2010, zu welcher mit prozess-
leitender Verfügung vom 19. Oktober 2010 vorgeladen wurde, waren die Parteien 
sowie deren Rechtsvertreter zugegen. Im Rahmen seines Plädoyers machte der 
klägerische Rechtsvertreter geltend, der Ehemann halte an seinem Rechtsbegeh-

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ren gemäss Triplik vom 19. Januar 2009 bis auf die folgenden Ausnahmen unver-
ändert fest:

"2.1 neu: Der Kläger sei zu verpflichten, an den Unterhalt der gemeinsamen 
Kinder, A._____, geb. _____1998, B._____, geb. _____2000, und 
C._____, geb. _____2001, einen angemessenen gerichtlich festzuset-
zenden Betrag bis zur Volljährigkeit des jeweiligen Kindes bzw. bis 
zum Abschluss dessen ordentlichen Ausbildung zu bezahlen, maximal 
jedoch je CHF 2000.00 pro Kind, solange diese nicht ein Internat be-
suchen, sowie maximal je CHF 1000.00, sobald das betreffende Kind 
ein Internat besucht, zahlbar jeweils im Voraus auf den Ersten eines 
jeden Monats.

2.2 neu: Der Kläger sei zu verpflichten, die Schul- und Internatsgebühren 
der gemeinsamen Kinder A._____, geb. _____1998, B._____, geb. 
_____2000, und C._____, geb. _____2001, direkt an die jeweilige 
Schule, die von den Eltern gemeinsam bzw. durch das zuständige Ge-
richt bestimmt wurde, zu bezahlen.

Die Unterhaltsbeiträge gemäss Ziff. 2.1, 2.2 und 3 seien rückwirkend 
per Rechtshängigkeit gerichtlich festzusetzen."

2. Auch der beklagtische Rechtsvertreter führte in seinem Plädoyer aus, dass 
die Ehefrau an den mit Duplik vom 17. November 2008 gestellten Rechtsbegehren 
festhalte. Einzig Ziffer 8 werde insofern präzisiert, als neu auch die Mehrwertsteu-
er auf die vom Ehemann an die Ehefrau zu bezahlende aussergerichtliche Ent-
schädigung verlangt werde. Ferner wurde ein Gesuch um Erlass vorsorglicher 
Massnahmen mit dem folgenden Begehren gestellt:

"1. Es sei die Verfügung des Klägers/Gesuchsgegners über das Chalet 
E._____ in O.3_____ (Parzelle _____) sowie die Guthaben des Klä-
gers/Gesuchsgegners bei der Bank.1_____ sowie über das vom Klä-
ger/Gesuchsgegner direkt oder indirekt gehaltene Segelschiff 'F._____' 
unter Strafandrohung nach Art. 292 StGB von der Zustimmung der Be-
klagten/Gesuchstellerin abhängig zu machen.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich MWST) zulasten 
des Klägers/Gesuchsgegners."

3. Mit Urteil vom 9. Dezember 2010, mitgeteilt am 9. Februar 2011, erkannte 
das Bezirksgericht Prättigau/Davos wie folgt:

"1. Die am 29. Mai 1998 vor Zivilstandsamt O.3_____ zwischen Y._____ 
und X._____ geschlossene Ehe wird geschieden.

2. Der Vater Y._____ wird verpflichtet, an den Unterhalt der gemeinsa-
men Kinder

- A._____, geboren am _____1998,

- B._____, geboren am _____2000, und

- C._____, geboren am _____2001,

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monatlich je CHF 3'000.00 zu bezahlen, zahlbar im Voraus bis zum 
Ersten eines jeden Monats.

Gesetzliche und/oder vertragliche Kinder-/Ausbildungszulagen sind 
von Y._____ zusätzlich zu bezahlen, soweit und solange er solche 
ausbezahlt erhält und sie nicht von der Kindsmutter bezogen werden.

Die Unterhaltsbeiträge sind an die Kindsmutter, X._____, zu Gunsten 
von A._____, B._____ und C._____ zu bezahlen.

Die Unterhaltspflicht beginnt mit Rechtskraft dieser Dispositiv-Ziffer 
und dauert bis zum Ende jenes Monats, in dem das anspruchsberech-
tigte Kind seinen 18. Geburtstag feiert.

Die Unterhaltsbeiträge basieren auf dem Landesindex der Konsumen-
tenpreise des Bundesamtes für Statistik per Dezember 2010 von 104.2 
Punkten (Basis Dezember 2005 = 100 Punkte). Sie sind jährlich auf 
den 1. Januar, erstmals auf den 1. Januar 2012, nach Massgabe des 
Indexstandes per November des Vorjahres anzupassen. Die Anpas-
sung des Unterhaltsbeitrages erfolgt nach folgender Formel:

Neuer Unterhaltsbeitrag = (CHF 3'000.00 x Index November) : 104.2

Eine Unterschreitung des Unterhaltsbeitrags von CHF 3'000.00 je Kind 
ist ausgeschlossen.

3. Y._____ wird verpflichtet, zusätzlich zu den an die Kindsmutter 
X._____ zu leistenden Unterhaltsbeiträgen gemäss Dispositiv Ziffer 2 
vorstehend, sämtliche Schul- und Internatskosten für die drei Kinder 
A._____, B._____ und C._____ direkt an die jeweilige Schule, die von 
den Eltern gemeinsam beziehungsweise durch die zuständige Ge-
richts- oder andere Behörde bestimmt wurde, zu bezahlen.

4. Y._____ wird verpflichtet, an den nachehelichen Unterhalt von 
X._____ monatlich Unterhaltsbeiträge wie folgt zu bezahlen:

- CHF 14'500.00 ab Rechtskraft dieses Urteils bis und mit 31. Okto-
ber 2011;

- CHF 10'000.00 vom 1. November 2011 bis und mit 31. Oktober 
2017.

Die Unterhaltsbeiträge sind an X._____ zu bezahlen, jeweils im Vor-
aus auf den Ersten eines jeden Monats.

Die Unterhaltsbeiträge basieren auf dem Landesindex der Konsumen-
tenpreise des Bundesamtes für Statistik per Dezember 2010 von 104.2 
Punkten (Basis Dezember 2005 = 100 Punkte). Sie sind jährlich auf 
den 1. Januar, erstmals auf den 1. Januar 2012, nach Massgabe des 
Indexstandes per November des Vorjahres anzupassen. Die Anpas-
sung des Unterhaltsbeitrages erfolgt nach folgender Formel:

Neuer Unterhaltsbeitrag = (CHF 10'000.00 x Index November) : 104.2

Eine Unterschreitung des Unterhaltsbeitrags von CHF 14'500.00 (bis 
31. Oktober 2011) und von CHF 10'000.00 (ab 1. November 2011) ist 
ausgeschlossen.

5. Die Eheleute X.Y._____ sind güterrechtlich auseinandergesetzt. So-
weit Y._____ noch persönliche, im Alleineigentum von X._____ ste-

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hende Gegenstände besitzt, ist er verpflichtet, diese an X._____ her-
auszugeben.

6. Da weder Y._____ noch X._____ über ein Vorsorgeguthaben verfü-
gen, nie Gelder bei einer Vorsorgeeinrichtung einbezahlt haben und 
somit nie einer Einrichtung der beruflichen Vorsorge angehörten, sind 
Y._____ und X._____ hierunter wechselseitig auseinandergesetzt.

7. Im Übrigen werden die Anträge von Y._____ und von X._____ abge-
wiesen.

8. Die Kosten des Kreisamtes Klosters (für das Vermittlungsverfahren) 
von Fr. 226.20 gehen je hälftig zulasten von Y._____ und X._____ (= 
je Fr. 113.10). Gegen den Nachweis, dass Y._____ diese Fr. 226.20 
tatsächlich bezahlt hat, hat ihm X._____ Fr. 113.10 zu erstatten.

Die Kosten des Bezirksgerichts Prättigau-Davos, bestehend aus:

- einer Gerichtsgebühr von Fr. 10'000.00

- Barauslagen von Fr.   2'648.80

- Schreibgebühren von Fr.   1'600.00

total somit von Fr. 14'248.80

gehen je hälftig zulasten von Y._____ und X._____ (= je Fr. 7'124.40). 
Die von X._____ zu bezahlenden Fr. 7'124.40 werden mit dem von 
Y._____ erlegten und für sie mithaftenden Kostenvorschuss ebenfalls 
verrechnet (Verfügung vom 8. Dezember 2010 [im Proz. Nr. 130-2010-
133]). Y._____ kann im Umfange dieser Fr. 7'124.40 Regress nehmen 
auf X._____. Eine Verrechnung mit von Y._____ an X._____ zu leis-
tenden Unterhaltsbeiträgen (gemäss Dispositiv Ziffer 2 und 4 vorste-
hend) ist dabei ausgeschlossen.

9. Die aussergerichtlichen Kosten werden wettgeschlagen.

10. (Rechtsmittelbelehrung).

11. (Mitteilung)."

L. Gegen dieses Urteil liess X._____ mit Eingabe vom 14. März 2011 Beru-
fung an das Kantonsgericht von Graubünden erheben, wobei sie folgende 
Rechtsbegehren stellte:

"1. Der Beschwerdeentscheid/das Beiurteil des Bezirksgerichtsausschus-
ses Prättigau/Davos vom 15. Juni 2010, mitgeteilt am 10. August 2010, 
sei aufzuheben. Es seien die folgenden Beweise abzunehmen:

1.1. Der Berufungsbeklagte sei gerichtlich als Partei zu befragen:

- zu seinen Bankverbindungen im In- und Ausland (Angabe 
sämtlicher Banken, mit welchen er geschäftliche Beziehungen 
pflegt, Angabe der Konto- und Depotnummern) seit 31. De-
zember 2001 bis heute,

- zu den von ihm seit 2001 verwendeten Kreditkarten,
- zu seiner Stellung als Eigentümer, wirtschaftlich Berechtigter 

oder wirtschaftlich Begünstigter von juristischen Personen im 
In- und Ausland (Angabe der von ihm beherrschten oder ihn 

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begünstigenden juristischen Personen mit Namen, Grün-
dungsdatum, Aktivitäten und seinen Bezügen) seit 31. De-
zember 2001 bis heute.

1.2 Der Berufungsbeklagte sei gerichtlich zu verpflichten, die folgen-
den Akten zu edieren:

- Akten zur Vermögens- und Ertragssituation der H._____ Stif-
tung und der von dieser gehaltenen Beteiligung I._____ und 
Depot (J._____, K._____) seit 31. Dezember 2001 bis heute,

- Akten zur Vermögens- und Ertragssituation der L._____ 
Foundation seit 31. Dezember 2001 bis heute,

- Akten zur Liquidation des M._____ seit 31. Dezember 1998 
bis zur Auflösung,

- Akten zum Verkauf der N._____ Ltd,
- Bilanz und Erfolgsrechnung der O._____ GmbH seit der 

Gründung bis zur Liquidation derselben samt Lohnausweisen 
für den Berufungsbeklagten,

- Bilanz und Erfolgsrechnung sowie Beistatuten sämtlicher übri-
ger Vermögensträger, bei welchen der Berufungsbeklagte Ei-
gentümer, wirtschaftlich Berechtigter oder Begünstigter ist, 
seit 31. Dezember 2001 bis heute,

- Aktuelle Schätzungen der in seinem Eigentum stehenden Lie-
genschaften, namentlich Chalet E._____, Chalet P._____, Pa-
rzelle Q._____, Parzelle R._____, eventuell Verträge betref-
fend Verkauf und Belege über die Verwendung des Verkaufs-
erlöses,

- Auszüge sämtlicher auf den Namen des Berufungsbeklagten 
lautenden in- und ausländischen Bankkonten und Depots seit 
31. Dezember 2001 bis heute,

- Kreditkartenabrechnungen des Berufungsbeklagten seit 31. 
Dezember 2001 bis heute.

1.3 Eventualiter seien die Akten zur Durchführung des Beweisverfah-
rens und zur Vervollständigung des Sachverhalts an die Vor-
instanz zurückzuweisen.

1.4. Die Kosten des Verfahrens vor Bezirksgerichtsausschuss Prätti-
gau/Davos betreffend den Beschwerdeentscheid/das Beiurteil 
seien dem Berufungsbeklagten aufzuerlegen und dieser sei zu 
verpflichten, die Berufungsklägerin ausseramtlich mit CHF 
800.00 zu entschädigen.

2. Ziffer 4 des Urteils des Bezirksgerichts Prättigau/Davos vom 9. De-
zember 2010, mitgeteilt am 9. Februar 2011, sei aufzuheben und durch 
folgenden Entscheid zu ersetzen:

2.1. Der Berufungsbeklagte sei zu verpflichten, der Berufungsklägerin 
gestützt auf Art. 126 Abs. 2 ZGB eine Abfindung in der Höhe von 
CHF 4'392'954.00 zu bezahlen.

2.2. Eventualiter sei der Berufungsbeklagte zu verpflichten, der Beru-
fungsklägerin mit Wirkung ab Rechtshängigkeit des Scheidungs-
verfahrens (26. Januar 2006) gestützt auf Art. 125 ZGB monat-
lich im Voraus CHF 32'750.00 zu bezahlen; der Berufungsbe-
klagte sei für berechtigt zu erklären, bereits geleistete Unter-
haltsbeiträge für die Berufungsklägerin persönlich in Abzug zu 

Seite  12 — 80

bringen. Es sei festzustellen, dass der Unterhaltsbeitrag auf dem 
Landesindex der Konsumentenpreise, herausgegeben durch das 
Bundesamt für Statistik, per Dezember 2010 von 104.2 Punkten 
(Basis Dezember 2005 = 100 Punkte) beruht und der Unterhalts-
beitrag jährlich auf den 1. Januar, erstmals auf den 1. Januar 
2012, an den Indexstand vom November des Vorjahres anzu-
passen ist.

3. Ziffer 8 des Urteils des Bezirksgerichts Prättigau/Davos vom 9. De-
zember 2010, mitgeteilt am 9. Februar 2011, sei insofern aufzuheben, 
als die Berufungsklägerin mit Kosten belegt wird; die erstinstanzlichen 
Kosten seien vollumfänglich dem Berufungsbeklagten aufzuerlegen.

4. Ziffer 9 des Urteils des Bezirksgerichts Prättigau/Davos vom 9. De-
zember 2010, mitgeteilt am 9. Februar 2011, sei aufzuheben und der 
Berufungsbeklagte sei zu verpflichten, der Berufungsklägerin eine Par-
teientschädigung gemäss der vor erster Instanz eingereichten Hono-
rarnote zuzusprechen.

5. Unter vollumfänglicher gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- 
und Entschädigungsfolge für das Berufungsverfahren zulasten des Be-
rufungsbeklagten.

6. Prozessuale Anträge:

6.1. Der Berufungsbeklagte sei zu verpflichten, der Berufungsklägerin 
einen Gerichtskostenvorschuss in der Höhe des vom Kantonsge-
richt festzusetzenden Vorschusses für die Gerichtskosten zu be-
zahlen.

6.2. Der Berufungsklägerin sei die Frist zur Leistung eines Gerichts-
kostenvorschusses bis zum Entscheid über vorstehende Ziffer 
6.1 abzunehmen.

6.3. Der Berufungsbeklagte sei zu verpflichten, der Berufungsklägerin 
einen Anwaltskostenvorschuss in der Höhe von CHF 30'000.00 
oder nach richterlichem Ermessen für das Berufungsverfahren zu 
bezahlen.

6.4. Es sei festzustellen, dass der Berufungsbeklagte diese Vor-
schüsse nicht mit allfälligen Forderungen gegenüber X._____ 
verrechnen darf."

M. In seiner Berufungsantwort vom 6. Mai 2011 liess Y._____ die Abweisung 
der Berufung sowie die Bestätigung des angefochtenen Urteils des Bezirksge-
richts Prättigau/Davos vom 9. Dezember 2010 und des Beschwerdeent-
scheids/Beiurteils des Bezirksgerichtsausschusses vom 15. Juni 2010 beantragen; 
unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Berufungsklägerin.

N. Nach Abschluss des Schriftenwechsels ersuchte die Rechtsvertreterin von 
X._____ nach Rücksprache mit der Gegenpartei und deren Einverständnis das 
Kantonsgericht von Graubünden gestützt auf Art. 126 ZPO um vorläufige Sistie-
rung des Verfahrens, da die Parteien in Vergleichsverhandlungen stünden. Die-
sem Gesuch wurde mit Verfügung der Vorsitzenden der I. Zivilkammer vom 3. Ok-

Seite  13 — 80

tober 2011 entsprochen und das Berufungsverfahren ZK1 11 16 vorerst bis 31. 
Dezember 2011 sistiert. Gleichzeitig wurden die Parteien angehalten, das Gericht 
bis spätestens Anfang 2012 über den Stand der Vergleichsverhandlungen zu in-
formieren. Auf Gesuch der berufungsklägerischen Rechtsvertreterin wurde die 
Sistierung des Verfahrens mit Verfügung vom 4. Januar 2012 bis 29. Februar 
2012 verlängert. Ende März 2012 teilte die Rechtsvertreterin von X._____ der 
Vorsitzenden der I. Zivilkammer telefonisch mit, dass die Vergleichsbemühungen 
zu keinem Ergebnis geführt hätten und das Berufungsverfahren weiterzuführen 
sei.

O. Mit Verfügung der Vorsitzenden der I. Zivilkammer vom 6. August 2012, 
mitgeteilt am 7. August 2012 (ERZ 11 242), wurde das im Rahmen der Berufung 
gestellte Gesuch von X._____, wonach Y._____ zu verpflichten sei, ihr für das 
Berufungsverfahren einen Gerichtskostenvorschuss in der Höhe des vom Kan-
tonsgericht festzusetzenden Vorschusses sowie einen Anwaltskostenvorschuss in 
Höhe von Fr. 30'000.-- oder nach richterlichem Ermessen zu bezahlen, abgewie-
sen. In der Folge wurde X._____ die ratenweise Bezahlung des auf Fr. 20'000.-- 
festgesetzten Gerichtskostenvorschusses mit Frist bis 14. Juni 2013 bewilligt

P.1. Am 22. Juli 2013 reichte X._____ zuhanden des Kantonsgerichts von 
Graubünden ein Gesuch ein, in welchem beantragt wurde, Y._____ sei aufzufor-
dern, den Kaufvertrag betreffend das Chalet E._____ einzureichen. In der Be-
gründung dieses Gesuchs wurde vorgebracht, dass das Chalet E._____ zwi-
schenzeitlich verkauft worden sei, der Verkaufspreis der Berufungsklägerin jedoch 
nicht bekannt sei. Dadurch sei die Liquidität des Berufungsbeklagten erhöht wor-
den, was namentlich bei der Beurteilung der Frage, ob dieser über genügend 
Vermögen zur Leistung einer Abfindung verfüge, von Bedeutung sei. Die Vorlage 
des Kaufvertrags sei erforderlich, um den Umfang der entsprechenden Liquiditäts-
erhöhung feststellen zu können.

2. In seiner Stellungahme vom 28. August 2013 beantragte Y._____ die Ab-
weisung dieses Beweisantrags. Sodann sei die Bank.2_____ mit Sitz in O.8_____ 
gerichtlich anzuweisen, den Betrag von Fr. 2'500'000.-- zuzüglich Zinsen auf dem 
Konto lautend auf SwissLegal Lardi & Partner AG + Kocher-Schnyder Hans Peter 
innert zehn Tagen nach Rechtskraft des Urteils an ihn auszuzahlen.

3. Am 30. April 2014 reichte Y._____ eine Ergänzung zu seiner Stellungnah-
me vom 28. August 2013 ein, in welcher unverändert an den dannzumal gestellten 
Anträgen festgehalten wurde. Zugleich reichte er indessen den zur Edition ver-

Seite  14 — 80

langten Kaufvertrag betreffend das Chalet E._____ vom 24. April 2013 samt ei-
nem Nachtrag vom 27. Dezember 2013 und der diesem vorangegangenen Korre-
spondenz mit dem Käufer ein. Des weitern teilte er dem Gericht mit, dass der Ge-
genpartei im Rahmen der Verhandlungen über die Freigabe des bei der 
Bank.2_____ hinterlegten Betrages (Sicherstellungskonto) verschiedene Doku-
mente zu seiner finanziellen Situation, namentlich zur Beteiligung an der S._____ 
und zum Schuldstand der Hypothek der Bank.3_____ für das Chalet E._____, zur 
Verfügung gestellt worden seien. Mit dem Hinweis, dass die Gegenpartei diese 
Unterlagen trotz entsprechender Beweisanträge im Berufungsverfahren bis anhin 
nicht eingereicht habe, gab er diese nunmehr selber zu den Gerichtsakten und 
äusserte sich zu seinen aktuellen Einkommens- und Vermögensverhältnissen. 

4. Mit Eingabe vom 26. Mai 2014 nahm X._____ innert der angesetzten Frist 
zu dieser Ergänzung Stellung und stellte bei dieser Gelegenheit folgende Rechts-
begehren:

"1. Die Berufungsklägerin hält an den in der Berufung und im Schreiben 
vom 22. Juli 2013 gestellten Anträgen fest.

2. Die nicht mit den Rechtsbegehren der Berufungsklägerin übereinstim-
menden Anträge des Berufungsbeklagten seien abzuweisen.

3. Die mit Rechtsbegehren Ziffer 2 der Berufung vom 14. März 2011 zur 
Bezahlung verlangte Abfindung gemäss Art. 126 Abs. 2 ZGB sei auf 
CHF 5'800'000.00 festzulegen und der Berufungsbeklagte sei zu ver-
pflichten, der Berufungsklägerin diese Summe zu bezahlen, eventuali-
ter sei er zu verpflichten, der Berufungsklägerin an ihren Unterhalt mo-
natlich im Voraus CHF 42'600.00 zu bezahlen.

4. Die Bank.2_____ sei anzuweisen, den auf dem Konto IBAN 
IBAN._____, lautend auf SwissLegal Lardi & Partner AG + Kocher-
Schnyder Hans Peter, 7000 Chur, hinterlegten Betrag von CHF 
2'500'000.00 zuzüglich Zinsen an die Berufungsklägerin auszubezah-
len; der Berufungskläger sei für berechtigt zu erklären, diesen Betrag 
mit der Abfindung gemäss Art. 126 Abs. 2 ZGB zu verrechnen.

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Berufungsbe-
klagten."

5. Y._____ wiederum beantragte mit Stellungnahme vom 7. Juli 2014 die Ab-
weisung der nicht mit seinen Anträgen übereinstimmenden Anträge der Beru-
fungsklägerin. Im Übrigen hielt er unverändert an seinen Begehren gemäss Stel-
lungnahme vom 28. August 2013 fest.

Q.1. Am 31. Juli 2013 reichte Y._____ zuhanden des Kantonsgerichts von 
Graubünden ein Gesuch mit folgenden Anträgen ein:

"1. Der Vater Y._____ sei zu verpflichten, an den Unterhalt der gemein-
samen Kinder

Seite  15 — 80

- A._____, geboren am _____1998,
- B._____, geboren am _____2000, und
- C._____, geboren am _____2001,

monatlich je CHF 1'000.00 zu bezahlen, zahlbar im Voraus bis zum 
Ersten eines jeden Monats.

Die Unterhaltsbeiträge seien auf je ein Kinderkonto von A._____, 
B._____ und C._____ einzuzahlen, auf welches beide Eltern Zugriff 
haben.

2. Y._____ sei zu verpflichten, sämtliche Schul- und Internatskosten für 
die drei Kinder direkt an die jeweilige Schule, die von den Eltern ge-
meinsam beziehungsweise durch die zuständige Gerichts- oder ande-
ren Behörde bestimmt wurde, zu bezahlen.

3. Der Berufungsbeklagte sei zu verpflichten, an den nachehelichen Un-
terhalt der Berufungsklägerin monatlich Unterhaltbeiträge wie folgt zu 
bezahlen:

CHF 14'500.00 ab Rechtskraft des Urteils bis und mit 31. Oktober 2011

CHF 10'000.00 ab 1. November 2011 bis und mit 31. August 2013

Der Berufungsbeklagte sei zu ermächtigen, die ab 1. November 2011 
zu viel bezahlten Unterhaltsbeiträge mit allfälligen künftigen Unter-
haltszahlungen zu verrechnen bzw. zurückzufordern.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich MWST von 8 Pro-
zent zulasten der Berufungsklägerin."

Zur Begründung wird im Wesentlichen eine grundlegende Änderung der Betreu-
ungssituation, welche Auswirkungen auf die Frauenalimente habe, geltend ge-
macht. Im Gegensatz zum Urteil des Bezirksgerichts Prättigau/Davos, in welchem 
davon ausgegangen worden sei, dass die Kinder mehrheitlich von der Mutter be-
treut würden und bei ihr wohnen würden, werde dies ab September 2013 nicht 
mehr der Fall sein, da ab Schulbeginn alle drei Kinder ein Internat besuchen wür-
den. Die Berufungsklägerin könne somit bereits ab September 2013 einer vollen 
Erwerbstätigkeit nachgehen, was ihr auch zumutbar sei.

2. Mit Stellungnahme vom 30. August 2013 beantragte X._____, auf das Ge-
such von Y._____ sei nicht einzutreten, eventualiter sei es abzuweisen; unter Kos-
ten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Berufungsbeklagten.

3. Mit weiteren Stellungnahmen vom 19. September bzw. 4. Oktober 2013 
hielten beide Parteien unverändert an ihren Anträgen gemäss Gesuch vom 31. 
Juli 2013 bzw. Stellungnahme vom 30. August 2013 fest.

Auf die weitergehenden Ausführungen im angefochtenen Beschwerdeent-
scheid/Beiurteil und im angefochtenen Urteil sowie in den Rechtsschriften wird, 
soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Seite  16 — 80

II. Erwägungen

1.a. Das angefochtene Urteil des Bezirksgerichts Prättigau/Davos vom 9. De-
zember 2010 wurde den Parteien am 9. Februar 2011 und somit nach Inkrafttreten 
der Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO; SR 272) am 1. Januar 2011 mit-
geteilt. Damit ist im Gegensatz zum vorinstanzlichen Verfahren, welches sich noch 
nach der Zivilprozessordnung des Kantons Graubünden (ZPO-GR; BR 320.000) 
und den bis dahin geltenden verfahrensrechtlichen Bestimmungen des Schweize-
rischen Zivilgesetzbuches (ZGB; SR 210) samt den dazugehörigen Bestimmungen 
(Art. 5 ff.) des kantonalen Einführungsgesetzes zum ZGB (EGzZGB; BR 210.100) 
richtete, auf das Rechtsmittelverfahren die Schweizerische Zivilprozessordnung 
anwendbar (Art. 405 Abs. 1 ZPO).

b. Beim angefochtenen Entscheid, welcher eine vermögensrechtliche Angele-
genheit mit einem Streitwert über Fr. 10‘000.-- zum Gegenstand hat, handelt es 
sich um einen erstinstanzlichen Endentscheid, welcher mit Berufung angefochten 
werden kann (vgl. Art. 308 Abs. 1 lit. a ZPO). Die Zuständigkeit des Kantonsge-
richts von Graubünden ergibt sich aus Art. 7 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zur 
Schweizerischen Zivilprozessordnung (EGzZPO; BR 320.100). Innerhalb des Kan-
tonsgerichts liegt die Zuständigkeit für zivilrechtliche Berufungen auf dem Rechts-
gebiet des Zivilgesetzbuches bei der I. Zivilkammer (Art. 6 der Verordnung über 
die Organisation des Kantonsgerichts [KGV; BR 173.100]).

c. Gemäss Art. 311 ZPO ist die Berufung unter Beilage des angefochtenen 
Entscheids innert 30 Tagen seit Zustellung des begründeten Entscheids bezie-
hungsweise seit der nachträglichen Zustellung der Entscheidbegründung schrift-
lich und begründet bei der Rechtsmittelinstanz einzureichen. X._____ hat gegen 
das am 9. Februar 2011 schriftlich mitgeteilte Urteil des Bezirksgerichts Prätti-
gau/Davos am 14. März 2011 und damit innert der Rechtsmittelfrist Berufung er-
hoben. Auf die im Übrigen auch formgerecht eingereichte Berufung ist folglich ein-
zutreten.

d. Im Rahmen der Berufung ist namentlich auch die Mitanfechtung des Be-
schwerdeentscheids/Beiurteils des Bezirksgerichtsausschusses Prättigau Davos 
vom 15. Juni 2010, mitgeteilt am 10. August 2010 (Proz. Nr. 120-2009-26), betref-
fend Beweisverfügung zulässig, womit die Berufungsklägerin die Aufhebung die-
ses Beiurteils und die Abnahme bereits vor Vorinstanz gestellter Beweise bean-
tragt. Zwar ist unter der Herrschaft der neuen ZPO eine erneute Anfechtung aus-
geschlossen, wenn gegen eine prozessleitende Verfügung selbständig Beschwer-

Seite  17 — 80

de erhoben und darauf eingetreten wurde (vgl. Benedikt Seiler, Die Berufung nach 
ZPO, Basel 2013, N 406). Dies kann jedoch für das vorliegendenfalls noch unter 
dem alten Recht ergangene Beiurteil nicht gelten, da dannzumal eine Mitanfech-
tung von Beiurteilen im Rahmen der Berufung ausdrücklich vorgesehen war und 
zudem die einzige Möglichkeit zur Überprüfung derselben durch eine übergeord-
nete Rechtsmittelinstanz bot (Art. 218 Abs. 2 ZPO-GR). Dies galt sowohl für Beiur-
teile, mit denen eine Beschwerde gegen eine prozessleitende Verfügung vorab 
erledigt wurde (Art. 237 Abs. 4 ZPO-GR) als auch für im Rahmen der Hauptver-
handlung ergangene Entscheide über prozessuale Vorfragen (Art. 120 Abs. 1 
ZPO-GR; vgl. Urteil der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 
11 90 E. 2.a). Wie bereits nach bisherigem Recht (Art. 226 Abs. 1 ZPO-GR) kann 
auch unter der neuen ZPO im Berufungsverfahren die Abnahme von vor erster 
Instanz rechtzeitig beantragter, aber nicht abgenommener Beweismittel verlangt 
werden (Seiler, a.a.O., N 1177; Martin H. Sterchi, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], 
Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Band II, Bern 2012, N 5 
zu Art. 310 ZPO und N 19 zu Art. 316 ZPO), sei dies im Rahmen der Berufungs-
begründung oder vorzugsweise – wie auch vorliegend – durch Nennung in den 
Berufungsanträgen (Seiler, a.a.O., N 887; Peter Reetz/Stefanie Theiler, in: Sutter-
Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivil-
prozessordnung [ZPO]. 2. Aufl., Zürich 2013, N 35 zu Art. 311 ZPO). Die Möglich-
keit der Berufungsinstanz zur Beweisabnahme ist in Art. 316 Abs. 3 ZPO aus-
drücklich vorgesehen. Hinsichtlich der ihrer Prüfung noch unterstehenden An-
sprüche ist die Berufungsinstanz grundsätzlich ebenso frei wie die erste Instanz, 
sodass es in ihrem Ermessen liegt, Beweismittel zuzulassen, welche von der ers-
ten Instanz abgelehnt wurden. Eine Wiederholung oder Ergänzung des Beweis-
verfahrens durch die Berufungsinstanz drängt sich auf, wenn sich aus der Beru-
fungsschrift oder der Berufungsantwort zeigt, dass wesentliche Umstände des 
Sachverhalts unklar oder bestritten sind, insbesondere wenn die Vorinstanz unge-
nügend Beweis abgenommen oder Beweise nicht überzeugend gewürdigt hat 
(Seiler, a.a.O., N 1178; Reetz/Theiler, a.a.O., N 47 f. zu Art. 316 ZPO). Ob im vor-
liegenden Fall Gründe für eine Ergänzung des Beweisverfahrens gegeben sind 
bzw. ob auf die im Zusammenhang mit dem mitangefochtenen Beiur-
teil/Beschwerdeentscheid des Bezirksgerichts Prättigau/Davos erlassene Beweis-
verfügung zurückzukommen ist, wird im jeweiligen Sachzusammenhang zu prüfen 
sein.

2. Das Bezirksgericht Prättigau/Davos sprach X._____ mit Wirkung ab 
Rechtskraft des Scheidungsurteils bis und mit 31. Oktober 2011 einen nacheheli-

Seite  18 — 80

chen Unterhaltsbeitrag in Höhe von Fr. 14'500.-- pro Monat und vom 1. November 
2011 bis und mit 31. Oktober 2017 einen solchen von monatlich Fr. 10'000.-- zu. 
Diese Unterhaltsbeiträge wurden sodann indexiert und zugleich festgehalten, dass 
eine Unterschreitung derselben ausgeschlossen ist. Die Berufungsklägerin bean-
tragt mit ihrer Berufung nun, der Berufungsbeklagte sei zu verpflichten, ihr gestützt 
auf Art. 126 Abs. 2 ZGB eine Abfindung in Höhe von Fr. 4'392'954.-- zu bezahlen. 
Eventualiter sei er zu verpflichten, ihr mit Wirkung ab Rechtshängigkeit des Schei-
dungsverfahrens (26. Januar 2006) einen nachehelichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 
32'750.-- pro Monat zu bezahlen. Mit Stellungnahme vom 26. Mai 2014 (act. 41) 
änderte die Berufungsklägerin ihre ursprünglich gestellten Anträge dahingehend 
ab, als die geforderte Abfindung auf Fr. 5'800'000.-- und der eventualiter beantrag-
te Unterhaltsbeitrag auf Fr. 42'600.-- pro Monat erhöht wurden. Y._____ seiner-
seits stellt Antrag auf Abweisung der Berufung und Bestätigung des erstinstanzli-
chen Urteils bzw. Gutheissung seiner eigenen Anträge vom 31. Juli 2013. Der Be-
rufungsbeklagte sieht sowohl im neu gestellten Hauptantrag auf Bezahlung einer 
Kapitalabfindung anstelle eines monatlichen Unterhaltsbeitrags als auch in der 
Erhöhung der Kapitalabfindung sowie des eventualiter geforderten nachehelichen 
Unterhaltsbeitrags eine unzulässige Klageänderung, da die Voraussetzungen von 
Art. 317 Abs. 2 und Art. 227 Abs. 1 ZPO nicht gegeben seien (act. 06 S. 12 f. und 
act. 45 S. 3 f.). Demgegenüber vertritt die Berufungsklägerin die Auffassung, beim 
Wechsel im Hauptbegehren von einer monatlichen Unterhaltsrente zu einer Kapi-
talabfindung handle es sich gar nicht um eine Klageänderung im Sinne des Ge-
setzes, da weder das Klagefundament noch der Klagegrund geändert und somit 
die Klage auch inhaltlich nicht geändert worden sei (act. 01. S. 26). Wie es sich 
damit verhält, ist nachfolgend zu prüfen.

a. Gemäss Art. 227 Abs. 1 ZPO ist eine Klageänderung zulässig, wenn der 
geänderte Grund oder neue Anspruch nach der gleichen Verfahrensart zu beurtei-
len ist und mit dem bisherigen Anspruch in einem sachlichen Zusammenhang 
steht (lit. a) oder die Gegenpartei zustimmt (lit. b). Im Berufungsverfahren ist eine 
Klageänderung nur noch zulässig, wenn die vorerwähnten Voraussetzungen ge-
geben sind und sie zudem auf neuen Tatsachen und Beweismitteln beruht (Art. 
317 Abs. 2 ZPO). Der Begriff der Klageänderung meint Streitgegenstandsände-
rung, mithin Änderung des prozessualen Anspruchs während der Rechtshängig-
keit vor Gericht (Daniel Willisegger, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler 
Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 2. Aufl., Basel 2013, N 14 zu 
Art. 227 ZPO) bzw. die inhaltliche Änderung der Klage nach Eintritt der Rechts-
hängigkeit (Laurent Killias, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner Kommentar, 

Seite  19 — 80

Schweizerische Zivilprozessordnung, Band II, Bern 2012, N 1 und N 6 zu Art. 227 
ZPO). Der Streitgegenstand ist eine prozessuale Form, die bestimmt, was das 
Gericht zu beurteilen hat und worüber die Parteien prozessieren; er umreisst mit-
hin das Streitprogramm. Der Bericht zum Vorentwurf hält fest, die Klageänderung 
könne in einer Änderung des Rechtsbegehrens oder in einer Änderung des Klage-
fundaments bestehen (Willisegger, a.a.O., N 5 f. zu Art. 227 ZPO; vgl. zum Gan-
zen auch Christoph Leuenberger, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger 
[Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 2. Aufl., 
Zürich 2013, N 1 zu Art. 227 ZPO). Ob die Voraussetzungen für eine Klageände-
rung gegeben sind, stellt eine Prozessvoraussetzung dar (Art. 59 ZPO) und ist von 
Amtes wegen und somit ohne Parteiantrag zu prüfen. Sind die Voraussetzungen 
der Klageänderung nicht gegeben, tritt das Gericht auf die geänderten Teile der 
Klage nicht ein und beurteilt die ursprüngliche Klage, soweit diese nicht zurückge-
zogen wurde (Leuenberger, a.a.O., N 12 zu Art. 227 ZPO; Willisegger, a.a.O., N 
39 und N 55 f. zu Art. 227 ZPO).

b. Eine Gegenüberstellung der Duplik der Berufungsklägerin vom 17. Novem-
ber 2008 (act. II.22) mit der Berufungsschrift vom 14. März 2011 (act. 01) ergibt, 
dass die Berufungsklägerin ihr Rechtsbegehren mit der vorliegenden Berufung 
sowohl dem Wortlaut nach als auch inhaltlich geändert hat. Während ihr Hauptan-
trag bisher auf Ausrichtung einer monatlichen Rente lautete, verlangt sie neu die 
Leistung einer Kapitalabfindung. Zwar sind die beiden Rechtsbegehren wertmäs-
sig gleich und beruhen auf demselben Rechtsgrund – dem nachehelichen Unter-
halt –, sie betreffen aber eine andere Zahlungsmodalität, die von zusätzlichen 
Voraussetzungen ("besondere Umstände"; vgl. Art. 126 Abs. 2 ZGB) abhängig ist. 
Dass es sich nach geltendem Recht um unterschiedliche Ansprüche handelt, die 
nicht beliebig austauschbar sind, zeigt sich auch darin, dass der Antrag auf Aus-
richtung einer Kapitalabfindung – anders als nach bisherigem Recht, wo eine sol-
che im Ermessen des Gerichts, welches nicht an die Anträge der Parteien gebun-
den war, lag – Voraussetzung dafür ist, dass das Gericht überhaupt eine Abfin-
dung anstelle einer Rente zusprechen kann (Urs Gloor/Annette Spycher, in: Hon-
sell/Vogt/Geiser [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 5. Aufl., Basel 
2014, N 1 und N 9 zu Art. 126 ZGB; a.M. Christoph Hurni, in: Hausheer/Walter 
[Hrsg.], Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Band I, Bern 
2012, N 77 zu Art. 58 ZPO; Daniel Glasl, in: Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], 
DIKE-Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Zürich/St. Gallen 2011, N 
36 zu Art. 58 ZPO). Vorliegend hat nun die Berufungsklägerin bereits im vor-
instanzlichen Verfahren einen derartigen Antrag gestellt, welchen sie allerdings 

Seite  20 — 80

stets als blossen Eventualantrag formuliert hat. Dabei erweist sich die Bezeich-
nung als Eventualantrag insofern als unzutreffend, als damit nicht ein Begehren 
gestellt wurde, das für den Fall der Abweisung des Hauptbegehrens gelten sollte 
(vgl. Sterchi, a.a.O., N 5 zu Art. 90 ZPO; Hurni, a.a.O., N 40 zu Art. 58 ZPO). 
Vielmehr erscheint es als Ergänzung des Hauptbegehrens für den Fall, dass nebst 
dem Anspruch auf Unterhalt auch die Voraussetzungen für die Zusprechung einer 
Kapitalabfindung erfüllt sind. Bereits anlässlich der erstinstanzlichen Hauptver-
handlung hat die Berufungsklägerin sodann zum Ausdruck gebracht, dass sie die 
Voraussetzungen hierfür als erfüllt erachtet (vgl. Plädoyer RA Ammann, act. II.27 
Rz. 18) und primär eine Kapitalabfindung beantragt wird, was nach damaligem 
Recht auch zulässig war (vgl. Art. 138 aZGB und Art. 5d Abs. 1 aEGzZGB). Ange-
sichts dessen kann festgehalten werden, dass die seitens der Berufungsklägerin 
vorgenommene Priorisierung ihrer Anträge unter dem bisherigen Recht rechtzeitig 
erfolgt ist und mit der vorliegenden Berufung lediglich erneuert wird. Es handelt 
sich demnach nicht um eine erstmals im Berufungsverfahren vorgebrachte Kla-
geänderung, weshalb auf die Vorbringen des Berufungsbeklagten, wonach die 
geltend gemachte Klageänderung nicht auf neuen Tatsachen und Beweismitteln 
beruhe, sondern sich einzig darauf stütze, dass er sich – was die Unterhaltszah-
lungen anbelange – seit Verfahrensbeginn als höchst unzuverlässig erwiesen ha-
ben soll, nicht eingegangen werden muss.

c. Anders verhält es sich hingegen in Bezug auf das in der Stellungnahme der 
Berufungsklägerin vom 26. Mai 2014 (act. 41) abgeänderte Rechtsbegehren, 
gemäss welchem die beantragte Kapitalabfindung neu mit Fr. 5'800'000.-- (statt 
wie bisher mit Fr. 4'392'954.--) beziffert und der eventualiter geforderte monatliche 
Unterhaltsbeitrag von anfänglich Fr. 32'750.-- auf Fr. 42'600.-- erhöht wurden. Bei 
dieser quantitativen Erweiterung des ursprünglichen Rechtsbegehrens bzw. Er-
höhung der Klagesumme handelt es sich selbst nach Auffassung der Berufungs-
klägerin um eine Klageänderung. Sie hält diese jedoch für zulässig, weil ihrer An-
sicht nach die Voraussetzungen von Art. 227 Abs. 1 ZPO gegeben seien und die 
Anhebung des eingeklagten Betrags zudem auf neuen Tatsachen und Beweismit-
teln beruhe (Art. 317 Abs. 2 ZPO). Zur Begründung der Klageänderung führt sie 
aus, dass seit Einreichung der Berufung im März 2011 drei Jahre und seit Einrei-
chung der Scheidungsklage durch den Berufungsbeklagten und die Formulierung 
der Rechtsbegehren im vorinstanzlichen Scheidungsverfahren durch die Beru-
fungsklägerin inzwischen bereits acht Jahre vergangen seien. In den letzten drei 
Jahren hätten sich die Lebenshaltungskosten in Grossbritannien, wo sie mit den 
drei gemeinsamen Kindern lebe, massiv erhöht. Dies gelte namentlich in Bezug 

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auf die Wohnkosten, welche besonders in O.4_____ überproportional angestiegen 
seien. Sie habe jährliche Mietzinskosten von GBP 72'800, womit sich diese seit 
Verfahrensbeginn um rund 18% verteuert hätten. Sie habe immer schon geplant 
und dies dem Berufungsbeklagten gegenüber auch regelmässig kundgetan, dass 
sie den nachehelichen Unterhalt teilweise für die Finanzierung eines in O.4_____ 
gelegenen Hauses für sich und die Kinder zu verwenden beabsichtige. Aufgrund 
des Umstands, dass die Preise für Wohneigentum in O.4_____ massiv zugenom-
men hätten, sei eine ihren Verhältnissen und ihrer Familiengrösse angepasste 
Behausung mit vier Schlafzimmern nicht unter GBP 3'000'000 bzw. Fr. 4'528'344.-
- zu haben. Diese Preisentwicklung sei bei Einreichung der Berufung nicht abseh-
bar gewesen. Ebenfalls sei nicht absehbar gewesen, dass sich das Verfahren 
derart in die Länge ziehe. Sie habe den Unterhalt auf den Zeitpunkt vor acht Jah-
ren kapitalisiert gehabt. Damals habe für sie eine statistisch gesehen grosse 
Wahrscheinlichkeit der Wiederverheiratung bestanden; inzwischen sei sie wohl 
geschieden, aber nicht wieder verheiratet. Die Klageänderung basiere somit auf 
neuen Fakten – Dauer des Verfahrens, andere Berechnung der Kapitalisierung 
des Unterhalts sowie extreme Verteuerung der Wohnkosten – und sei, nachdem 
diese im Schriftenwechsel vorgetragen worden sei, zuzulassen (act. 41 S. 9 f.). 
Der Berufungsbeklagte hält die Klageänderung demgegenüber für unzulässig. Ei-
nerseits sei der Berufungsklägerin bereits im Herbst 2013 bekannt gewesen, wie 
hoch die Lebenshaltungs- und Wohnkosten in O.4_____ seien. Dass ihr dies erst 
ein Jahr später klar geworden sein soll, sei weder nachvollziehbar noch glaubhaft. 
Sie habe also bereits Gelegenheit gehabt, dies im Verfahren einzubringen. Ihre 
Klageänderung sei deshalb verspätet und demzufolge nicht mehr zu berücksichti-
gen. Andererseits seien ihr – soweit sich die Klageänderung auf die Unterlagen 
betreffend die finanziellen Verhältnisse des Berufungsbeklagten beziehen sollte – 
die bereits früher geforderten Unterlagen seit Ende Dezember 2013 bekannt ge-
wesen. Die entsprechenden Unterlagen seien der Anwältin der Berufungsklägerin 
nämlich damals durch den Berufungsbeklagten zugestellt worden. Eine Klageän-
derung, welche rund fünf Monate später erfolge, sei nicht mehr zulässig (act. 45 S. 
3 f.). Der Auffassung des Berufungsbeklagten ist grundsätzlich zu folgen. Auf-
grund der Akten hat als erstellt zu gelten, dass die Berufungsklägerin seit längerer 
Zeit Kenntnis von den tatsächlichen Wohnkosten in O.4_____ hatte. So hat sie 
denn auch bereits in ihrer Stellungnahme vom 30. August 2013 ausgeführt, dass 
sich die Wohnkosten in O.4_____ erhöht hätten und sie hierfür neu monatlich 
GBP 6'066.66 bzw. rund Fr. 8'700.-- zu veranschlagen habe (act. 33 S. 5). Indes-
sen scheint sie darin zu jenem Zeitpunkt offensichtlich keinen Grund für eine Kla-
geänderung bzw. eine Erhöhung der Klagesumme erblickt zu haben. Auch in der 

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darauffolgenden Stellungnahme vom 4. Oktober 2013 (act. 37) ist von einer Kla-
geänderung aufgrund der Erhöhung der Wohnkosten keine Rede. Dass nebst den 
Mietzinsen zugleich auch die Immobilienpreise gestiegen sind, liegt auf der Hand 
und musste der Berufungsklägerin bereits in dem Zeitpunkt klar gewesen sein, als 
sie mit der vorerwähnten Stellungnahme auf den Umstand der erhöhten Wohnkos-
ten aufmerksam gemacht hat, mithin im August 2013. Die mit Eingabe vom 26. 
Mai 2014 (act. 41) beantragte Klageänderung beruht entgegen deren Auffassung 
somit nicht auf neuen Tatsachen. Demnach kann sie im vorliegenden Berufungs-
verfahren – unter Vorbehalt einer Berücksichtigung der aus der langen Verfah-
rensdauer resultierenden geringeren Wiederverheiratungschance im Falle einer 
Kapitalisierung des Unterhaltsanspruchs – nicht zugelassen werden. Die mit Beru-
fung beantragten Beträge von Fr. 4'392'954.-- für die Kapitalabfindung und Fr. 
32'750.-- pro Monat für den nachehelichen Unterhalt bilden im vorliegenden Beru-
fungsverfahren mithin die obere Grenze dessen, was der Berufungsklägerin vom 
Kantonsgericht zugesprochen werden kann. Darüber hinausgehende Beträge sind 
mit Blick auf die Dispositionsmaxime ausgeschlossen.

3.a. Am 31. Juli 2013 reichte der Berufungsbeklagte zuhanden des Kantonsge-
richts von Graubünden ein Gesuch ein (act. 30), in welchem er den Antrag stellte, 
der Unterhalt an die drei gemeinsamen Kinder sei von monatlich Fr. 3‘000.-- pro 
Kind auf Fr. 1‘000.-- herabzusetzen (Ziff. 1). Zudem seien sämtliche Schul- und 
Internatskosten direkt an die jeweilige Schule zu bezahlen (Ziff. 2). Ferner sei er 
zu verpflichten, der Berufungsklägerin ab Rechtskraft des Urteils bis und mit 31. 
Oktober 2011 monatliche Unterhaltsbeiträge von Fr. 14‘500.-- und ab 1. November 
2011 bis und mit 31. August 2013 solche von Fr. 10‘000.-- zu bezahlen (Ziff. 3). In 
seiner Begründung vertritt er die Auffassung, dass die Rechtsmittelinstanz gestützt 
auf Art. 282 Abs. 2 ZPO auch die nicht angefochtenen Unterhaltsbeiträge für die 
Kinder neu beurteilen könne, wenn der Unterhaltsbeitrag für den Ehegatten ange-
fochten werde. Des Weiteren beruft er sich auf Art. 317 ZPO und macht im We-
sentlichen geltend, die Betreuungssituation habe sich seit September 2013 grund-
legend geändert, weil seither alle drei Kinder ein Internat besuchen und somit 
grundsätzlich in diesem betreut würden. Aus diesem Grund könne die Berufungs-
klägerin ab September 2013 einer vollen Erwerbstätigkeit nachgehen, was ihr 
auch zumutbar sei. 

b. Derweil beantragt die Berufungsklägerin, auf das Gesuch sei nicht einzutre-
ten, eventualiter sei es abzuweisen (act. 33). In der Begründung wird vorgebracht, 
der Berufungsbeklagte habe mit seiner Berufungsantwort die Abweisung der Beru-
fung und die Bestätigung des angefochtenen Urteils verlangt, hingegen keine An-

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schlussberufung erhoben, geschweige denn selbst Berufung eingereicht. Es gehe 
nun nicht an, auf dem Umweg von Art. 317 ZPO mit einer Klageänderung Ver-
säumtes nachzuholen und den Antrag auf Abweisung der Berufung mit einer An-
schlussberufung zu ergänzen. Das Novenrecht erstrecke sich im Berufungsverfah-
ren nur auf diejenigen Sachverhalte, die überhaupt noch zu beurteilen seien. So-
mit könne der vom Berufungsbeklagten unangefochten gebliebene Frauenunter-
halt nicht auf dem Weg von neuen Anträgen nachträglich aufgehoben werden. 
Dasselbe gelte in Bezug auf die vom Gericht festgelegten und nicht Gegenstand 
des Berufungsverfahrens bildenden Unterhaltsbeiträge für die Kinder. Die von ihm 
zitierte Bestimmung (Art. 282 Abs. 2 ZPO) bedeute nämlich nicht, dass die Beru-
fungsinstanz grundsätzlich nicht angefochtene Kinderunterhaltsbeiträge vollstän-
dig neu überprüfen könne. Die Möglichkeit der Neubeurteilung wirke nur zuguns-
ten und nur ausnahmsweise zulasten des Kinderunterhalts. Die Berufungsinstanz 
könne nur korrigierend eingreifen, wenn die Unterhaltsbeiträge in ihrer Gesamtheit 
nicht mehr angemessen wären, zum Beispiel der Leistungsfähigkeit des Unter-
haltsverpflichteten nicht mehr entsprechen würden, oder wenn die Verteilung des 
Unterhalts von der Ehefrau auf die Kinder oder umgekehrt vorgenommen würde, 
dies in der Regel aber auch nur dann, wenn der Frauenunterhalt reduziert und die 
Leistungsfähigkeit des Ehemannes die Zusprechung höherer bedarfsdeckender 
Beiträge an die Kinder erlaube. Im vorliegenden Fall wolle der Gesuchsteller aber 
nicht solche Korrekturen, sondern eine vollständige Neubeurteilung der Kinderun-
terhaltsbeiträge, was auf dem Weg von neuen Anträgen im Berufungsverfahren – 
wie erwähnt – nicht zulässig sei. Auf das Gesuch sei demzufolge nicht einzutreten.

c. Wie die Berufungsklägerin in ihrer Stellungnahme vom 30. August 2013 
(act. 33) zu Recht einwendet, hat der Berufungsbeklagte im vorliegenden Fall kei-
ne Berufung gegen das vorinstanzliche Urteil eingelegt; er hat sich mithin weder 
gegen die Höhe der nachehelichen Unterhaltsbeiträge zugunsten der Berufungs-
klägerin noch derjenigen der Unterhaltsbeiträge an die drei gemeinsamen Kinder 
gewehrt. Ebenso wenig hat er Anschlussberufung erhoben. Zur Klageänderung im 
Berufungsverfahren ist – immer unter den Voraussetzungen von Art. 317 Abs. 2 
ZPO – allerdings nur jene Partei berechtigt, welche entweder selbständig Beru-
fung eingelegt oder sich der gegnerischen Berufung angeschlossen hat (Seiler, 
a.a.O., N 1128 und N 1387). Damit ist der Berufungsbeklagte, welcher keine An-
schlussberufung erhoben hat, von der Möglichkeit einer Klageänderung generell 
ausgeschlossen. Wäre es anders, so könnte die (etwa im Rahmen der Berufungs-
antwort verlangte) Klageänderung zu einer unzulässigen reformatio in peius zuun-
gunsten der berufungsklägerischen Partei führen (Peter Reetz/Sarah Hilber, in: 

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Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen 
Zivilprozessordnung [ZPO], 2. Aufl., Zürich 2013, N 74 zu Art. 317 ZPO). Aus die-
sem Grund erweist sich der vom Berufungsbeklagten gestellte Antrag auf vorzeiti-
ge Aufhebung des Ehegattenunterhalts bereits per 31. August 2013 als unzuläs-
sig. Zulässig ist einzig das Vorbringen von Noven, um seinen mit Berufungsant-
wort gestellten Antrag auf Abweisung der Berufung zu stützen. Diesbezüglich wird 
vom Berufungsbeklagten der Internatseintritt bzw. -aufenthalt aller drei Kinder als 
Grund für eine erhöhte Eigenversorgungskapazität der Berufungsklägerin ab Sep-
tember 2013 geltend gemacht. Darauf ist im entsprechenden Sachzusammenhang 
zurückzukommen. Bereits an dieser Stelle ist indessen festzuhalten, dass es dem 
Kantonsgericht mit Bezug auf die Unterhaltsbeiträge der Berufungsklägerin nicht 
erlaubt ist, tiefere als die von der Vorinstanz zugesprochenen und zufolge nicht 
erhobener Berufung durch den Berufungsbeklagten bis zu diesem Betrag unange-
fochten gebliebenen Unterhaltsbeiträge festzulegen. Eine Reduktion der mit dem 
angefochtenen Urteil festgelegten Unterhaltsbeiträge von Fr. 14'500.-- ab Rechts-
kraft des Urteils bis 31. Oktober 2011 und von Fr. 10'000.-- ab 1. November 2011 
bis 31. Oktober 2017 ist mit anderen Worten aufgrund des Verbots der reformatio 
in peius ausgeschlossen. 

d. Gleichermassen unzulässig ist der Antrag des Berufungsbeklagten auf Her-
absetzung des Kindesunterhalts, da dieser aufgrund des berufungsklägerischen 
Rechtsbegehrens gar nicht Gegenstand des Berufungsverfahrens bildet und sich 
das Novenrecht im Berufungsverfahren nur auf diejenigen Sachverhalte erstreckt, 
die überhaupt noch zu beurteilen sind (vgl. Sterchi, a.a.O., N 17 zu Art. 317 ZPO). 
Insofern kann auch der vom Berufungsbeklagten als Novum eingebrachte Um-
stand des zwischenzeitlichen Internatseintritts aller drei gemeinsamen Kinder nicht 
zu einer Herabsetzung der von der Vorinstanz festgesetzten und mit Berufung un-
angefochten gebliebenen Kindesunterhaltsbeiträge führen. Entgegen der Ansicht 
des Berufungsbeklagten vermag daran auch sein Hinweis auf Art. 282 Abs. 2 ZPO 
nichts zu ändern. Zwar kann die Rechtsmittelinstanz gestützt darauf auch die nicht 
angefochtenen Unterhaltsbeiträge der Kinder neu beurteilen, wenn der Unter-
haltsbeitrag für den Ehegatten angefochten wird. Allerdings gestattet diese Be-
stimmung, welche eine Durchbrechung der Teilrechtskraft bewirkt, der Rechtsmit-
telinstanz lediglich im Sinne einer Ausnahme die Möglichkeit einer Überprüfung 
und allenfalls Korrektur der nicht angefochtenen Kinderalimente. Von praktischer 
Bedeutung soll dies nach der Botschaft zur Schweizerischen Zivilprozessordnung 
vom 28. Juni 2006 in erster Linie dann sein, wenn der angefochtene nacheheliche 
Unterhalt tatsächlich herabzusetzen ist und sich gleichzeitig herausstellt, dass der 

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nicht angefochtene Kinderunterhalt von der unteren Instanz zu tief angesetzt wur-
de. Ohne diese Ausnahmebestimmung wäre eine Korrektur des Kinderunterhalts 
ausgeschlossen (BBl 2006 S. 7362; vgl. hierzu auch Roland Fankhauser, in: Sut-
ter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen 
Zivilprozessordnung [ZPO], 2. Aufl., Zürich 2013, N 21 zu Art. 282 ZPO; Kurt 
Siehr/Daniel Bähler, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, 
Schweizerische Zivilprozessordnung, 2. Aufl., Basel 2013, N 6 zu Art. 282 ZPO; 
Seiler, a.a.O., N 1660). Daneben soll diese Regelung (als Sonderaspekt der Offi-
zialmaxime) das Existenzminimum des Unterhaltsschuldners vor Eingriffen schüt-
zen. Zur Neufestsetzung des Kindesunterhalts kann es demnach einerseits kom-
men, wenn die Unterhaltsbeiträge an die geschiedene Ehegattin von der Beru-
fungsinstanz tiefer bemessen werden als von der Vorinstanz und die – bisher nicht 
bedarfsdeckenden – Unterhaltsbeiträge für die Kinder entsprechend zu erhöhen 
sind. Andererseits kann eine durch die Berufungsinstanz festgesetzte Erhöhung 
der Unterhaltsbeiträge an die geschiedene Ehefrau zur Wahrung des Existenzmi-
nimums des Schuldners unter Umständen eine Anpassung des Kindesunterhalts 
nach unten erfordern (Annette Spycher, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner 
Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Band II, Bern 2012, N 31 zu 
Art. 282 ZPO). Demgegenüber begründet Art. 282 Abs. 2 ZPO entgegen der 
scheinbar vom Berufungsbeklagten vertretenen Ansicht keine Zuständigkeit für die 
Behandlung von Abänderungsanträgen zufolge veränderter Verhältnisse. Diesbe-
züglich wäre auch die Berufungsklägerin auf das ordentliche Abänderungsverfah-
ren (Art. 134 ZGB in Verbindung mit Art. 284 ZPO) zu verweisen. Denn bei der 
Bestimmung von Art. 282 Abs. 2 ZPO handelt es sich um eine Durchbrechung der 
Rechtskraft eigener Art. Mit anderen Worten bleiben die nicht angefochtenen Kin-
deralimente bis zum Entscheid der Rechtsmittelinstanz vollstreckbar, ohne dass 
es dafür einer besonderen Anordnung im Sinne von Art. 315 ZPO bedarf (Urs 
Gloor, in: Hausheer/Spycher [Hrsg.], Handbuch des Unterhaltsrechts, 2. Aufl., 
Bern 2010, N 11.37; Seiler, a.a.O., N 1662). Ebenso wenig führt Art. 282 Abs. 2 
ZPO zur Anwendbarkeit der Untersuchungsmaxime. Ist wie vorliegend einzig der 
Ehegattenunterhalt angefochten, unterliegt dessen Beurteilung ausschliesslich der 
Verhandlungsmaxime. Nur wenn die dabei gewonnenen Erkenntnisse (ohne zu-
sätzliche Erforschung des Sachverhalts) eine Änderung des Kindesunterhalts im 
vorbeschriebenen Sinne nahelegen, erfolgt seitens des Gerichts ein Eingreifen 
von Amtes wegen. Auf den Antrag des Berufungsbeklagten auf Herabsetzung des 
Kindesunterhalts ist somit auch aus diesem Grund nicht einzutreten.

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e. Selbst wenn ungeachtet der vorangegangenen Ausführungen im Beru-
fungsverfahren eine materielle Beurteilung des Kindesunterhalts vorzunehmen 
wäre, gälte es vorab festzustellen, dass diese Regelung – da die drei gemeinsa-
men Kinder mit ihrer Mutter in England leben – dem englischen Recht unterstellt 
ist, zu dessen Inhalt der Berufungsbeklagte in seinem Gesuch keine Ausführun-
gen gemacht hat. Zwar ist der Inhalt des anzuwendenden ausländischen Rechts 
von Amtes wegen festzustellen, dennoch kann hierzu aber die Mitwirkung der Par-
teien verlangt werden (Art. 16 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das internationale 
Privatrecht [IPRG; SR 291]). Insofern hätte vom Berufungsbeklagten zumindest 
erwartet werden dürfen, in seinem Gesuch darzutun, aus welchen Rechtsgrundla-
gen sich der Anspruch auf eine Reduktion und die geänderte Zahlungsmodalität 
ergeben sollen. Die Vorinstanz hat im angefochtenen Urteil trotz bereits bestehen-
den Internatsaufenthalts des Sohnes B._____ einen monatlichen Unterhaltsbeitrag 
von Fr. 3'000.-- festgesetzt, was von beiden Parteien unangefochten geblieben ist. 
Darauf zurückzukommen, besteht vorliegend kein Grund. Der Berufungsbeklagte 
hat in seinem Gesuch denn auch nicht dargetan, weshalb für die Mädchen unter 
den gleichen Bedingungen (Internatsaufenthalt) eine andere Unterhaltsregelung 
bzw. tiefere Unterhaltsbeiträge als für den Sohn gelten sollten. Nicht substantiiert 
wurden ferner die angeblichen Einsparungen im Haushalt der Berufungsklägerin. 
Was die zwischenzeitlich gestiegenen Internatskosten anbelangt, so sind diese 
zwar ausgewiesen. Indessen wird seitens des Berufungsbeklagten nicht geltend 
gemacht, dass die Leistungsfähigkeit zur Bezahlung der bisherigen Beiträge fehlt. 
Letzteres ist – wie nachfolgend noch eingehend dargelegt wird (vgl. E. 8) – denn 
auch klarerweise nicht der Fall. 

f. Nach dem Gesagten kann festgehalten werden, dass die mit Gesuch vom 
31. Juli 2013 gestellten Anträge des Berufungsbeklagten unzulässig sind und des-
halb im vorliegenden Berufungsverfahren nicht berücksichtigt werden können.

4.a. Ist einem Ehegatten nicht zuzumuten, für den gebührenden Unterhalt, in-
klusive eines angemessenen Vorsorgeunterhalts, selbst aufzukommen, so hat ihm 
der andere Teil gemäss Art. 125 Abs. 1 ZGB angemessenen nachehelichen Un-
terhalt zu leisten, soweit er seinerseits hierzu in der Lage ist. Diese Bestimmung 
verdeutlicht zwei Grundsätze, nämlich einerseits denjenigen der wirtschaftlichen 
Unabhängigkeit der Ehegatten nach der Scheidung, wonach, sofern möglich, jeder 
Ehegatte nunmehr für seine eigenen Lebensunterhaltskosten aufzukommen hat, 
und andererseits denjenigen der nachehelichen Solidarität, wonach die Ehegatten 
gemeinsam nicht nur die Konsequenzen der während der Ehe gelebten Aufgaben-
teilung zu tragen haben (Art. 163 Abs. 2 ZGB), sondern auch die Nachteile, wel-

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che bei einem der Ehegatten ehebedingt angefallen sind und ihn daran hindern, 
für den ihm gebührenden Unterhalt selber aufzukommen. Dem Grundsatz sowie 
der Höhe und der Dauer nach ist die Leistungspflicht unter Berücksichtigung der in 
Art. 125 Abs. 2 ZGB nicht abschliessend aufgeführten Kriterien festzulegen (vgl. 
BGE 137 III 102 E. 4.1.1 S. 104 f. = Pra 2012 Nr. 27 mit Hinweis auf BGE 132 III 
598 E. 9.1 S. 600 = Pra 2007 Nr. 55).

b. Aufgrund der Akten ging die Vorinstanz davon aus, die Parteien hätten sich 
im Sommer 2005 getrennt und demnach rund sieben Jahre zusammengelebt. Mit 
Rücksicht auf die bei den Akten liegenden E-Mails, die belegen würden, dass die 
Parteien noch im Jahr 2005 gemeinsame Interessen verfolgt hätten und die Ehe-
frau in die Verwaltung verschiedener klägerischer Liegenschaften involviert gewe-
sen sei, sowie auf den Umstand, dass die Eheleute Weihnachten 2004 im Beisein 
der Mutter der Ehefrau gemeinsam in O.3_____ gefeiert hätten, ohne dass eine 
Trennung ein Thema gewesen wäre, dürfte die Behauptung des Ehemannes, wo-
nach er "seit mindestens Anfang Januar 2004 dauernd getrennt" von seiner Ehe-
frau lebe, wohl weniger zutreffen als jene der Ehefrau, wonach die Parteien seit 
August 2005 getrennt leben würden. Vorliegend scheine es dem Kern der Wahr-
heit näher zu kommen, wenn davon ausgegangen werde, die Parteien hätten sich 
erst im Sommer 2005 und somit zu einem Zeitpunkt, als die Ehefrau 36 Jahre alt 
gewesen sei, getrennt. Obwohl eine Ehedauer von rund sieben Jahren als eher 
kurz bezeichnet werden müsse, sei die Ehe der Parteien aufgrund der ihr in klei-
nen Abständen entsprossenen Kinder als lebensprägend zu bezeichnen (ange-
fochtenes Urteil E. 7.3 S. 36 ff.). Wie bereits vor Vorinstanz wird der lebensprä-
gende Charakter der Ehe der Parteien vom Berufungsbeklagten in seiner Beru-
fungsantwort bestritten, basierend allerdings auf einem anderen Sachverhalt als er 
von der Vorinstanz festgestellt wurde. So bringt er vor, dass die Ehe bis zur mass-
geblichen Trennung weniger als sechs Jahre gedauert habe und die Ehefrau 
dannzumal 35-jährig gewesen sei. Zwar seien aus der Ehe drei Kinder hervorge-
gangen, die Berufungsklägerin sei dadurch jedoch nicht an einer Erwerbstätigkeit 
gehindert worden, da die Kinder bis heute durch eine Kinderfrau bzw. in der Schu-
le betreut würden. Auch die Haushaltsführung sei durch Hausangestellte erledigt 
worden. Es habe demnach keine klassische Rollenverteilung vorgelegen, bei der 
die Ehefrau die Kinder grossgezogen und sich um den Haushalt gekümmert habe 
und deshalb keiner Erwerbstätigkeit hätte nachgehen können (act. 06 S. 4). Der 
Berufungsbeklagte setzt sich nicht ansatzweise mit der vorinstanzlichen Beweis-
würdigung auseinander, weshalb weiterhin von einer Trennung im Sommer 2005 
auszugehen ist. Mit Bezug auf das Argument, dass die Berufungsklägerin dank 

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Personal für Kinderbetreuung und Haushalt nie an einer Erwerbstätigkeit gehindert 
worden sei, ist dem Berufungsbeklagten entgegenzuhalten, dass es für die Beur-
teilung der Auswirkungen der Ehe nicht darauf ankommt, ob die Ausübung einer 
Erwerbstätigkeit möglich gewesen wäre, sondern vielmehr darauf, welche Aufga-
benteilung unter den Ehegatten während der Dauer der Ehe tatsächlich gelebt 
wurde. Vorliegend ist unbestritten, dass die Berufungsklägerin ihre Erwerbstätig-
keit zwecks persönlicher (Mit-)Betreuung der gemeinsamen Kinder aufgegeben 
hat und der Berufungskläger alleine für den Unterhalt der Familie aufgekommen 
ist. Unter diesen Umständen und mit Blick darauf, dass gemäss herrschender 
Rechtsprechung eine Ehe unabhängig von ihrer Dauer in der Regel als lebens-
prägend gilt, wenn aus ihr gemeinsame Kinder hervorgegangen sind (BGE 137 III 
102 E. 4.2.1 S. 105 = Pra 2012 Nr. 27; BGE 135 III 59 E. 4.1 S. 61 mit weiteren 
Hinweisen), hat die Vorinstanz zu Recht auf das Bestehen einer lebensprägenden 
Ehe erkannt. Der nacheheliche Unterhalt ist deshalb nach Massgabe des zuletzt 
gelebten ehelichen Lebensstandards zu bemessen.

c. In methodischer Hinsicht wehrt sich die Berufungsklägerin zunächst gegen 
die Bemessung der nachehelichen Unterhaltsbeiträge anhand des im Massnah-
meverfahren zugesprochenen Unterhalts. Sie rügt namentlich, dass aufgrund des 
lebensprägenden Charakters der Ehe nicht auf die vorehelichen Verhältnisse ab-
zustellen sei, sondern sie Anspruch auf einen gebührenden Unterhalt habe, des-
sen Höhe sich am während der Ehe zuletzt gelebten Standard zuzüglich schei-
dungsbedingter Mehrkosten und gegebenenfalls einer angemessenen Rückstel-
lung für die Altersvorsorge orientiere (act. 01 Rz. 18).

c/aa. Die Vorinstanz hat zunächst festgestellt, dass sich der in der Ehe der Par-
teien zuletzt gelebte Standard nach den Verhältnissen im Zeitpunkt der Trennung 
im Sommer 2005 bemesse. Vorliegend enthielten die Akten indes zu wenig ver-
lässliche Informationen, denen entnommen werden könnte, wie viel Geld die Ehe-
leute X.Y._____ bis zu ihrer Trennung für die Bestreitung ihres Lebensaufwands in 
etwa aufgewendet hätten. Liege somit ein Fall vor, bei dem die letzte gemeinsame 
Lebenshaltung nicht einigermassen zuverlässig festgestellt werden könne, bleibe 
mit Blick auf BGE 134 III 577 nur ein Abstellen auf den während der Trennung ge-
lebten Lebensstandard, der an sich bloss bei langjähriger Trennungszeit als 
Grundlage für die Bemessung des nachehelichen Unterhalts diene, aber in vielen 
Fällen – zumindest bei ausreichenden finanziellen Mitteln – weitgehend dem ehe-
lichen Lebensstandard entspreche. Dass vorliegend auf den während der Tren-
nung gelebten Lebensstandard abzustellen sei, dränge sich ferner durch die Tat-
sache auf, dass die Eheleute X.Y._____ in Zeiten, als ihre drei Kinder noch klein 

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beziehungsweise noch nicht geboren gewesen seien, ein Leben geführt hätten, 
das sich heute, wo alle drei Kinder schulpflichtig seien, nicht mehr führen lasse, 
wie beispielsweise längeres Reisen oder das Leben auf dem Segelschiff 
"F._____". Es erschiene unbillig, heute, nachdem alle drei Kinder eingeschult sei-
en und deshalb der Tagesbefehl ganz anders laute, an diese Zeiten anzuknüpfen, 
um den Anspruch der Ehefrau zu formulieren. Weiter müsse davon ausgegangen 
werden, dass der Ehemann zur Bezahlung von Unterhaltsbeiträgen von monatlich 
Fr. 30'000.-- in der Lage sei. Noch am 8. Juni 2007 habe er ausdrücklich zuge-
standen, seiner Ehefrau und seinen Kindern einen solchen Unterhalt während den 
Monaten Juli bis Dezember 2007 zu bezahlen, womit er nicht nur zum Ausdruck 
gebracht habe, der (nicht näher detaillierte oder spezifizierte) Bedarf der Ehefrau 
und Kinder sei in diesem Bereich anzusiedeln, sondern in diesem Umfang sei er 
auch tatsächlich leistungsfähig. Andererseits müsse nach der allgemeinen Le-
benserfahrung und dem gewöhnlichen Lauf der Dinge davon ausgegangen wer-
den, dass Fr. 14'500.-- ausreichen würden, um selbst in O.4_____ einen ange-
nehmen Lebensstandard pflegen und dabei noch Ersparnisse für die Altersvorsor-
ge bilden zu können. Der gebührende Unterhalt der Ehefrau belaufe sich nach 
Ansicht des Bezirksgerichts Prättigau/Davos auf Fr. 14'500.-- pro Monat. Im Lichte 
dessen erweise sich ein Unterhaltsbeitrag von Fr. 3'000.-- pro Kind ebenfalls als 
angemessen. Dass der gebührende Bedarf der Ehefrau sowie der drei Kinder mit 
diesen Unterhaltsleistungen gedeckt sei, belege auch der Umstand, dass Letztere 
diese Leistungen seit dem 1. November 2008 beziehen würden und damit gut 
über die Runden kämen. Dem Bezirksgericht Prättigau/Davos sei die Sache im 
Übrigen nicht einfach gemacht worden, indem weder dem Zugeständnis des 
Ehemanns vom 8. Juni 2007, Frau und Kindern von Juli bis Dezember 2007 Fr. 
30'000.-- an Unterhalt pro Monat zu bezahlen, noch den Entscheiden des vorsorg-
lichen Massnahmerichters entnommen werden könne, wie sich der Frauen- und 
Kinderbeitrag konkret zusammensetzten. Dies passe insofern ins Bild, als – auf 
der Einnahmenseite – auch im Dunkeln geblieben sei, aus welchen Quellen der 
Ehemann den Unterhalt seiner Ehefrau konkret bestritten habe (angefochtenes 
Urteil E. 7.5 S. 44 ff.).

c/bb. In BGE 137 III 102 (Pra 2012 Nr. 27) hat das Bundesgericht das Vorgehen 
zur Bemessung des nachehelichen Unterhalts bei lebensprägender Ehe, welche 
im konkreten Fall nach den vorangegangenen Ausführungen vorgelegen hat, im 
Grundsatz festgelegt und eine Vorgehensweise in drei Schritten propagiert. Dem-
nach ist in einem ersten Schritt der gebührende Unterhalt zu ermitteln und der 
während der Ehe gelebte Standard zu bestimmen. In einem zweiten Schritt ist zu 

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prüfen, inwiefern jeder der Ehegatten den ihm gebührenden Unterhalt je selber 
finanzieren kann und in einem dritten Schritt ist die Leistungsfähigkeit des Pflichti-
gen zu ermitteln und ein angemessener Unterhaltsbeitrag festzulegen, welcher auf 
dem Prinzip der nachehelichen Solidarität beruht. Bei einer lebensprägenden Ehe 
gilt es zu berücksichtigen, dass grundsätzlich beide Parteien Anspruch auf Fort-
führung des im gegenseitigen Einverständnis gewählten Lebensstandards haben, 
sofern genügend Mittel vorhanden sind. Dieser bildet die Obergrenze des ge-
bührenden Unterhalts. In Anwendung der einstufig-konkreten Methode ist dabei zu 
prüfen, ob X._____ über genügend Eigenversorgungskapazität verfügt, um ihren 
Verbrauchsunterhalt, das heisst den für die Aufrechterhaltung des ehelichen Stan-
dards notwendigen Bedarf zu decken. Ist angesichts der scheidungsbedingten 
Mehrkosten die Fortführung des in der Ehe zuletzt gemeinsam gelebten Standards 
nicht möglich, so hat der Unterhaltsberechtigte Anspruch auf denselben Lebens-
standard wie der Unterhaltspflichtige. Gemäss ständiger Praxis des Kantonsge-
richts ist der aktuelle Grundbedarf dabei um den Anteil an der ehelichen Lebens-
haltung, welcher sich nach den Einkommensverhältnissen vor der Trennung be-
misst, zu erhöhen. Soweit dieser Verbrauchsunterhalt aufgrund einer allfälligen, 
beschränkten Erwerbsfähigkeit der unterhaltsberechtigten Person nicht aus eige-
ner Kraft gedeckt werden kann, besteht zwecks Ausgleichs des nachehelichen 
Vorsorgedefizits zusätzlich ein Anspruch auf Vorsorgeunterhalt. Kommt es erst 
nach einer langdauernden, ungefähr 10-jährigen Trennungszeit zur Scheidung, ist 
grundsätzlich darauf abzustellen, wie der Unterhaltsberechtigte während der 
Trennungszeit gelebt hat. Daraus geht e contrario hervor, dass eine – wie vorlie-
gend – etwas mehr als fünfjährige Trennungszeit bis zur Scheidung nicht genügt, 
um den während der Trennungszeit gelebten Standard massgeblich werden zu 
lassen. Dies hat das Bundesgericht bereits in BGE 129 III 7 E. 3.1.1 S. 8 f. (= Pra 
2003 Nr. 85) wie auch in BGE 132 III 598 E. 9.3 S. 601 f. (= Pra 2007 Nr. 55) fest-
gehalten (vgl. auch Heinz Hausheer/ Annette Spycher, in: Hausheer/Spycher 
[Hrsg.], Handbuch des Unterhaltsrechts, 2. Aufl., Bern 2010, N 05.57). Der Beru-
fungsklägerin kann in diesem Zusammenhang auch nicht entgegengehalten wer-
den, dass sie den vorsorglichen Unterhaltsbeiträgen zugestimmt (2007) bzw. de-
ren Weiterführung (2008) akzeptiert hat. Ihr Verhalten im Massnahmeverfahren 
kann angesichts der beschränkten prozessualen Möglichkeiten nicht als Indiz 
dafür gewertet werden, dass mit dem vorsorglichen Unterhalt der Bedarf im Um-
fang des ehelichen Standards gedeckt ist. Zwar kann der Trennungsunterhalt 
durchaus ein Indiz für die Höhe des gebührenden Unterhalts sein, da er in vielen 
Fällen – zumindest bei ausreichenden finanziellen Verhältnissen – dem ehelichen 
Lebensstandard entspricht (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5C.43/2006 vom 8. Juni 

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2006 E. 1). Dennoch können die im Rahmen von Eheschutzmassnahmen oder 
von vorsorglichen Massnahmen während des Scheidungsverfahrens geleisteten 
Unterhaltsbeiträge gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung nicht einfach ge-
nerell dem gebührenden Unterhalt gleichgesetzt werden. Das Scheidungsgericht 
ist an derart festgelegte oder von den Parteien vereinbarte Unterhaltsbeiträge 
denn auch nicht gebunden und vielmehr befugt und auf Bestreitung hin auch ver-
pflichtet, die Faktoren, die den nachehelichen Unterhalt bestimmen sollen, neu zu 
prüfen und festzustellen. Die Entscheidungsbefugnis des Scheidungsgerichts er-
gibt sich ohne weiteres aus der beschränkten Rechtskraft der im summarischen 
Verfahren als vorsorgliche Massnahmen oder Eheschutzmassnahmen ergange-
nen Entscheide gegenüber dem im ordentlichen Verfahren zu fällenden Schei-
dungsurteil (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_384/2008 vom 21. Oktober 2008 E. 
4.1; Hausheer/Spycher, a.a.O., N 05.60). Die Schlussfolgerung, wonach der Tren-
nungsunterhalt dem ehelichen Standard entspricht, setzt eine nachvollziehbare 
Bemessung des Trennungsunterhalts voraus, woran es im vorliegenden Fall – wie 
im angefochtenen Urteil selber festgestellt (E. 7.5 S. 46) – aber gerade fehlt. 

c/cc. Zu einfach macht es sich die Vorinstanz auch mit der unter Verweis auf das 
Urteil des Kantonsgerichts ZK1 09 20 vom 7. September 2009 gemachten Fest-
stellung, wonach auf den während der Trennung gelebten Lebensstandard abzu-
stellen sei, wenn die letzte gemeinsame Lebenshaltung nicht einigermassen zu-
verlässig festgestellt werden könne. Der diesem Urteil zugrunde liegende Sach-
verhalt betraf einen Fall, in welchem sich die Parteien selber weder zum Lebens-
standard während der Ehe noch zu den damaligen Einkommensverhältnissen 
geäussert haben. Im Gegensatz dazu hat die Berufungsklägerin im vorliegenden 
Fall ausführliche Angaben zum ehelichen Lebensstandard gemacht (vgl. Prozes-
santwort vom 23. Oktober 2006, act. II.3 S. 16 ff.; Duplik vom 17. November 2008, 
act. II.2 S. 8 ff.) und den diesem Standard entsprechenden Bedarf anhand eines 
detaillierten Budgets auch beziffert (Prozessantwort vom 23. Oktober 2006, act. 
II.3 S. 29). Zwar hat die Berufungsklägerin ihren Bedarf darin selbst nur in sehr 
beschränktem Umfang belegt, indessen hat sie aber bereits in den beiden Mass-
nahmeverfahren gestützt auf Art. 170 ZGB um umfassende Auskunft ersucht und 
im Hauptverfahren gar konkrete Beweisanträge gestellt (unter anderem die Edition 
von Akten zur Vermögens- und Ertragssituation der H._____ Stiftung sowie der 
L._____ Foundation, diverser Bilanz- und Erfolgsrechnungen, von Auszügen 
sämtlicher auf den Namen des Berufungsbeklagten lautenden in- und ausländi-
schen Bankkonten sowie von Kreditkartenabrechnungen des Berufungsbeklagten, 
jeweils ab 31. Dezember 2001 bis heute, act. II.22 S. 5 ff.). Diesen Anträgen hat 

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die Vorinstanz mit der Anordnung von Bankauszügen ab Januar 2006 nur teilwei-
se entsprochen (Beweisverfügung des Bezirksgerichts Prättigau/Davos vom 25. 
September 2009, act. II.25). Soweit die Abweisung der hiergegen erhobenen Be-
schwerde damit begründet wurde, dass der nacheheliche Unterhalt den vorsorg-
lich verfügten Unterhalt erfahrungsgemäss nicht übersteigt (vgl. Beschwerdeent-
scheid/Beiurteil des Bezirksgerichtsausschusses Prättigau/Davos vom 15. Juni 
2010 E. 5.2 S. 19 [Proz. Nr. 120-2009-26]), kann auf das bereits Gesagte verwie-
sen werden. Damit hat der Bezirksgerichtsausschuss Prättigau/Davos die Bedeu-
tung des letzten ehelichen Lebensstandards als Bemessungskriterium für den 
nachehelichen Unterhalt, der bei ausreichender Leistungsfähigkeit massgeblich 
bleibt, verkannt. Insofern sind entgegen den Erwägungen im erwähnten Be-
schwerdeentscheid/Beiurteil nicht bloss die aktuellen und zukünftigen Verhältnisse 
entscheidend. Diese sind zwar für die Beurteilung der Leistungsfähigkeit des Un-
terhaltsverpflichteten von Bedeutung, nicht aber für die Ermittlung der letzten ehe-
lichen Lebenshaltung. Beweispflichtig für die massgeblichen Faktoren der letzten 
ehelichen Lebenshaltung ist die den Unterhalt fordernde Ehefrau, weshalb ihrer-
seits ein Anspruch auf Abnahme der rechtzeitig beantragten Beweise zumindest 
mit Bezug auf die letzten beiden Jahre vor der Trennung besteht. Eine solche Be-
weisabnahme kann höchstens dann unterbleiben, wenn eine irreversibel tiefere 
Leistungsfähigkeit vorliegt, welche die Deckung des höheren ehelichen Standards 
nicht mehr erlaubt. Insoweit ist eine stufenweise Beweisabnahme vertretbar, so-
lange keine Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die Einkommens- und Vermö-
genssituation im Hinblick auf das Scheidungsverfahren manipuliert sein könnte, 
was sich ohne Vergleich mit den früheren Zahlen allerdings kaum beurteilen lässt. 
Im Anschluss an die unvollständige Edition zu den aktuellen finanziellen Verhält-
nissen hat die Berufungsklägerin für den Fall, dass die Mitwirkungsverweigerung 
durch den Berufungsbeklagten nicht vollständig zu ihren Gunsten interpretiert 
werden sollte, im Rahmen des Plädoyers anlässlich der erstinstanzlichen Haupt-
verhandlung sämtliche Beweisanträge erneuert (vgl. act. II.27 Rz. 7 ff.), weshalb 
die Vorinstanz verpflichtet gewesen wäre, sich damit zu befassen. Stattdessen hat 
das Bezirksgericht Prättigau/Davos die betreffende Frage mit der pauschalen Er-
klärung übergangen, dass der gebührende Unterhalt mit den vorsorglich geleiste-
ten Beiträgen gedeckt sei bzw. ein Betrag von monatlich Fr. 14'500.-- nach der 
allgemeinen Lebenserfahrung und dem gewöhnlichen Lauf der Dinge ausreiche, 
um selbst in O.4_____ einen angenehmen Lebensstandard pflegen und dabei 
noch Ersparnisse für die Altersvorsorge bilden zu können. Damit hat die Vorin-
stanz die Vorbringen der Berufungsklägerin zum dem ehelichen Standard ent-
sprechenden Bedarf im Ergebnis als widerlegt erachtet, was mit der vorliegenden 

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Berufung zu Recht als unzulässige antizipierte Beweiswürdigung gerügt wird. So-
weit die Vorinstanz im angefochtenen Urteil das Abstellen auf den Trennungsun-
terhalt zusätzlich mit dem Fehlen verlässlicher Akten begründet und infolgedessen 
Beweislosigkeit feststellt, wird seitens der Berufungsklägerin nach dem Gesagten 
ferner zu Recht eine Verletzung von Art. 8 ZGB wie auch des rechtlichen Gehörs 
gerügt (vgl. act. 01 Rz. 26 f.).

c/dd. Eine andere Frage ist allerdings, ob die erneute Anordnung einer noch wei-
tergehenden Editionspflicht Sinn gemacht hätte und im vorliegenden Berufungs-
verfahren nachzuholen ist. Diesbezüglich macht der Berufungsbeklagte in seiner 
Berufungsantwort geltend, es sei ihm nicht möglich, die von der Berufungsklägerin 
verlangten Dokumente zu beschaffen. Ob solche Dokumente existierten und wo 
sie sich allenfalls befänden, sei unklar. Nachdem er aus finanziellen Gründen ge-
zwungen gewesen sei, sein Sekretariat aufzugeben und häufig seine Berater ge-
wechselt habe, seien die Unterlagen – soweit überhaupt vorhanden – in verschie-
denen Ländern verstreut und beim besten Willen kaum greifbar. Selbst wenn er 
zur Einreichung der beantragten Unterlagen verpflichtet werde, müsse davon aus-
gegangen werden, dass er dieser Verpflichtung nicht nachkommen könne (vgl. 
act. 06 S. 2 f.). Unter diesen Umständen ist absehbar, dass der Berufungsbeklagte 
einer entsprechenden Editionsverpflichtung erneut keine Folge leisten würde, 
weshalb mit Blick auf dessen bisheriges Verhalten davon abgesehen werden 
kann. Die geltend gemachten Gründe für die unterbliebene Edition der geforderten 
Dokumente wurden bereits von der Vorinstanz zu Recht für unglaubhaft befunden 
(angefochtenes Urteil E. 7.4 S. 41). Mit den betreffenden Erwägungen hat sich der 
Berufungsbeklagte in seiner Berufungsantwort jedoch überhaupt nicht auseinan-
dergesetzt, sondern sich einzig darauf beschränkt, die schon vor Vorinstanz ge-
machten Ausführungen zu wiederholen. Angesichts dessen besteht für das Kan-
tonsgericht von Graubünden kein Anlass zu einer abweichenden Beurteilung, zu-
mal die vorinstanzliche Beurteilung diesbezüglich restlos überzeugt. Es ist in der 
Tat weder glaubwürdig noch nachvollziehbar, dass der Berufungsbeklagte Firmen 
und Trusts auflöst sowie Mandate beendet, aus denen er die finanziellen Mittel zur 
Bestreitung seines und des Lebensunterhalts seiner Familie erzielt, ohne über de-
taillierte Unterlagen zu verfügen. Selbst wenn die Unterlagen aus der Zeit des 
ehelichen Zusammenlebens heute tatsächlich nicht mehr greifbar wären, müsste 
sich der Berufungsbeklagte den Vorwurf der Beweisvereitelung gefallen lassen, da 
er ab Einleitung des Scheidungsverfahrens, spätestens aber ab Kenntnisnahme 
von den jeweiligen Beweisanträgen mit Duplik vom 17. November 2008 mit einer 
entsprechenden Editionsanordnung hat rechnen müssen. Zum damaligen Zeit-

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punkt hätten die Bankunterlagen ohne Schwierigkeiten noch auf fünf Jahre zurück 
besorgt werden können. Welche Folgen eine solche Beweisvereitelung zu zeitigen 
vermag, ist anschliessend zu erörtern.

c/ee. Gemäss Art. 160 Abs. 1 ZPO sind die Parteien und Dritte zur Mitwirkung bei 
der Beweiserhebung verpflichtet. Verweigert eine Partei die Mitwirkung unberech-
tigterweise, d.h. ohne dass Verweigerungsrechte im Sinne von Art. 163 ZPO vor-
liegen, so berücksichtigt dies das Gericht bei der Beweiswürdigung (Art. 164 
ZPO). Art. 164 ZPO macht keine Vorgaben, welche Schlüsse das Gericht bei der 
Beweiswürdigung aus einer Mitwirkungsverweigerung ziehen soll. Bei der unbe-
rechtigten Mitwirkungsverweigerung handelt es sich um einen Umstand unter an-
deren, der in die freie Beweiswürdigung (Art. 157 ZPO) einfliesst (BGE 140 III 264 
E. 2.3 S. 265). Zwar kann darin ein Indiz für das Bestehen jener Tatsache erblickt 
werden, welche durch die Mitwirkung hätte bewiesen werden sollen. Es ist mit 
dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung jedoch nicht vereinbar, bei ungerecht-
fertigter Mitwirkungsverweigerung der mitwirkungspflichtigen Partei unbesehen 
und unreflektiert auf die Wahrheit der Tatsachenbehauptungen der Gegenpartei 
zu schliessen bzw. per se die Tatsache, welche die mitwirkungspflichtige Partei 
hätte beweisen sollen, als wahr anzusehen. Dadurch würde der Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung unterlaufen und das Bestehen der zu beweisenden Tat-
sache geradezu fingiert. Eine Mitwirkungsverweigerung der einen Partei kann aber 
immerhin eine Beweiserleichterung für die Gegenpartei bedeuten (Sven Rüetschi, 
in: Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessord-
nung, Band II, Bern 2012, N 5 ff. zu Art. 164 ZPO; Franz Hasenböhler, in: Sutter-
Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivil-
prozessordnung [ZPO], 2. Aufl., Zürich 2013, N 6 zu Art. 164 ZPO; Ernst F. 
Schmid, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische 
Zivilprozessordnung, 2. Aufl., Basel 2013, N 2 zu Art. 164 ZPO) bzw. eine Herab-
setzung des Beweismasses zur Folge haben (Roger Groner, Beweisrecht, Bewei-
se und Beweisverfahren im Zivil- und Strafrecht, Bern 2011, S. 115). Gewürdigt 
werden kann dabei nicht bloss das passive Verhalten in der Phase der Beweis-
aufnahme, sondern bereits jenes in der Behauptungsphase, wenn die betreffende 
Partei aufgrund des materiellen Rechts auskunftspflichtig ist (vgl. Urteil des Bun-
degerichts 5P.200/2005 vom 2. November 2005 E. 4.3; vgl. auch Daniel Bähler, 
Unterhaltsberechnungen – Von der Methode zu den Franken, in: FamPra 02/2015, 
S. 306, welchem zufolge der unterhaltsberechtigte Ehegatte darzulegen und mit 
dem Beweismass des Glaubhaftmachens zu beweisen hat, dass er den geltend 
gemachten Betrag benötigt, um die vor der Trennung bestehende Lebenshaltung 

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weiterzuführen, sowie Heinz Hausheer, Scheidungsunterhalt: Berechnungs- und 
Bemessungsmethoden, in: ZSR 2012 I S. 18, der ebenfalls eine Glaubhaftma-
chung genügen lassen will, wobei die von ihm anschliessend zitierten Entscheide 
allerdings Eheschutz- bzw. Massnahmeverfahren betreffen, bei welchen sich das 
herabgesetzte Beweismass bereits aus der besonderen Verfahrensart ergibt). Im 
Lichte der genannten Ausführungen profitiert die Berufungsklägerin bei der Ermitt-
lung ihres Verbrauchsunterhalts, für welchen auf den in der Ehe zuletzt gemein-
sam gelebten ehelichen Standard abzustellen ist, aufgrund der unberechtigten 
Mitwirkungsverweigerung durch den Berufungsbeklagten von einer Beweiserleich-
terung bzw. einer Herabsetzung des Beweismasses. Konkret bedeutet dies, dass 
grundsätzlich auf deren Angaben abzustellen ist, soweit diese einer Plausibi-
litätsprüfung standzuhalten vermögen.

5.a. Bevor der zuletzt gemeinsam gelebte eheliche Standard im konkreten Fall 
aufgrund der Angaben der Berufungsklägerin sowie der im Recht liegenden Unter-
lagen ermittelt wird, ist zunächst festzuhalten, dass der von der Berufungsklägerin 
geltend gemachte Bedarf der Lebenshaltung zu Beginn der Ehe entspricht. So 
enthalten denn auch ihre Ausführungen in der Berufung (act. 01 Rz. 23) erneut 
Hinweise auf zahlreiche Unterlagen aus den Jahren 1998 bis 2000 (BB 41, 42, 45, 
46 und 49 [recte 39]). Diese Unterlagen sind im Rahmen des ersten Verfahrens 
betreffend vorsorgliche Massnahmen (Proz. Nr. 130-2006-105) kurz vor der 
Hauptverhandlung und ohne Kommentierung eingereicht worden. Im Rahmen der 
damaligen Hauptverhandlung wurden alsdann nur kurz einzelne wenige Positio-
nen herausgegriffen und erläutert. Zwar wurde im anschliessenden Scheidungs-
verfahren der Beizug der Akten aus dem vorsorglichen Massnahmeverfahren ver-
langt, indessen ging die Berufungsklägerin weder in den nachfolgenden Rechts-
schriften noch anlässlich der Hauptverhandlung weiter auf die fraglichen Urkunden 
ein. Unter diesen Umständen ist nicht zu beanstanden, wenn sich die Vorinstanz 
im angefochtenen Urteil mit diesen Dokumenten nicht auseinandergesetzt hat. Im 
Übrigen ist deren Urheberschaft ohnehin unklar und deren Inhalt insgesamt wenig 
nachvollziehbar. Jedenfalls werden darin nicht bloss die Lebenshaltungskosten 
der Familie aufgeführt, sondern die gesamten Aufwendungen auch geschäftlicher 
Natur beziehungsweise die auf dem gesamten Vermögen anfallenden Verwal-
tungskosten. Unter den genannten Dokumenten ist BB 46, aus welcher die Zu-
sammensetzung der einzelnen Posten, insbesondere auch der Aufwand für Hou-
sehold/Vehicles und der persönliche Aufwand der Parteien (inkl. Hochzeit und 
Zahlungen an die Berufungsklägerin), ersichtlich ist, noch am verständlichsten. 
Letztlich kommt aber auch dieser Aufstellung nur ein geringer Beweiswert zu. Un-

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geachtet dessen ist sie insofern überholt, als die Berufungsklägerin bereits im Affi-
davit für das in England eingeleitete Scheidungsverfahren, datiert vom 23. Mai 
2006 (vgl. Proz. Nr. 130-2006-105, BB 10 S. 4), eingeräumt hat, dass anfangs 
2000 als Folge einer Kreditrückzahlung in Höhe von USD 20'000'000 finanzielle 
Schwierigkeiten aufgetreten seien, welche den Verkauf von Liegenschaften, ins-
besondere T._____, sowie die Vermietung weiterer Liegenschaften in O.5_____ 
(Mallorca) und O.3_____ erforderlich gemacht hätten. Diese Umstände indizieren 
durchaus einen gewissen Rückgang der Lebenshaltungskosten, jedoch nicht ei-
nen solchen im vom Berufungsbeklagten behaupteten Umfang. Auf der einen Sei-
te hatte der Umzug von T._____ in die G._____ Farm zwar eine erhebliche Re-
duktion der Mietkosten zur Folge (vgl. Stellungnahme im Massnahmeverfahren 
vom 18. Oktober 2006, wo von GBP 850 monatlich die Rede ist [Proz. Nr. 130-
2006-105, act. I.3 S. 10], sowie Proz. Nr. 130-2006-105, BB 34, worin monatliche 
Mietzinsen für die G._____ Farm in Höhe von GBP 802 aufgeführt werden). Auf 
der anderen Seite war es den Parteien ungeachtet der damaligen finanziellen Si-
tuation aber weiterhin möglich, die luxuriös ausgestatteten Ferienliegenschaften 
und die Yacht zu nutzen, woraus ebenfalls geschlossen werden kann, dass die 
vom Berufungsbeklagten behaupteten Schwierigkeiten in finanzieller Hinsicht nicht 
derart dramatisch gewesen sein konnten. Hinzu kommt, dass er nach Angaben 
der Berufungsklägerin noch im Sommer 2005, mithin kurz vor der Trennung, den 
Kauf einer Liegenschaft in O.6_____ über einen Betrag von GBP 2'000'000 beab-
sichtigt haben soll (vgl. Prozessantwort vom 23. Oktober 2006, act. II.3 S. 18), was 
in dessen Replik vom 3. Oktober 2008 unbestritten geblieben ist (act. II.21; vgl. 
auch Affidavit im vorsorglichen Massnahmeverfahren, Proz. Nr. 130-2006-105, BB 
10 S. 5 f.). Im Übrigen hat sich auch der Berufungsbeklagte in seiner Berufungs-
antwort – mit Bezug auf die Lebensprägung der Ehe – dahingehend geäussert, 
dass sie während der Dauer der Ehe stets Hausangestellte gehabt hätten (act. 06 
S. 4), was ebenfalls auf einen hohen Lebensstandard schliessen lässt. Bestätigt 
wird diese Einschätzung durch den zusätzlichen Umstand, dass alle drei gemein-
samen Kinder in Privatschulen mit monatlichen Kosten von über Fr. 5'000.-- unter-
gebracht wurden.

Ein Grossteil der von der Berufungsklägerin geltend gemachten Posten wurde 
vom Berufungsbeklagten nicht substantiiert bestritten. Nach der damals anwend-
baren ZPO-GR war eine generelle Bestreitung der Vorbringen der Gegenpartei 
zwar ausreichend, allerdings darf in Fällen, in denen gewisse Tatsachen aussch-
liesslich dem Beweisgegner bekannt sind, dennoch in dem Masse eine substanti-
ierte Bestreitung erwartet werden, dass zumindest konkrete Gegenbehauptungen 

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aufgestellt und diese durch Urkunden belegt werden. Ein blosses Abtun der gel-
tend gemachten Bedarfspositionen als reine Phantasiezahlen genügt nicht. Dies 
gilt vorliegend umso mehr, nachdem für die früheren Ehejahre teilweise noch weit 
höhere Zahlen in Kostenzusammenstellungen/Budgets figuriert haben (vgl. vor 
allem "Reconcillation of Expenditure" vom 15. Februar 2000, Proz. Nr. 130-2006-
105, BB 46). Auch die Tatsache, dass mit den vorsorglichen Unterhaltsbeiträgen 
gewisse Rückstellungen gebildet wurden, um einen geplanten Auslandaufenthalt 
zu finanzieren, beweist entgegen der Auffassung des Berufungsbeklagten nicht, 
dass mit diesen Zahlungen mehr als der gebührende Unterhalt gedeckt wurde, 
zumal der gebührende Unterhalt dem ehelichen Lebensstandard entsprechend 
eben gerade Rückstellungen für unregelmässig anfallende Ausgaben wie längere 
Ferienreisen umfassen kann.

b. Die Berufungsklägerin machte vor Vorinstanz einen Gesamtbedarf (inklusi-
ve Ausgaben für die Kinder) von GBP 319'403 (recte GBP 319'273) geltend. Von 
diesem Bedarf von umgerechnet Fr. 672'000.-- würden Fr. 279'000.-- auf die Kin-
der entfallen, was zu einem jährlich zu bezahlenden Unterhaltsbeitrag von Fr. 
93'000.-- pro Kind führe. Für den Bedarf der Berufungsklägerin persönlich – ihren 
angemessenen Anteil am Einkommen und Vermögen des Berufungsbeklagten 
eingeschlossen – seien im Jahr Fr. 393'000.-- (rund GBP 187'000) erforderlich, 
welche der Berufungsbeklagte zu bezahlen zu verpflichten sei (vgl. Prozessant-
wort vom 23. Oktober 2006, act. II.3 S. 29 ff.). Auch in ihrer Berufung hält sie wei-
terhin dafür, dass ein Bedarf in dieser Grössenordnung der Realität entsprochen 
habe. Solange ihr die beantragte Einsicht in die Kontoauszüge und Kreditkarten-
abrechnungen des Berufungsbeklagten seit 2001 nicht gewährt werde, müsse sie 
an ihrer Behauptung, für die Fortführung des zuletzt gelebten ehelichen Standards 
seien monatlich Fr. 32'500.-- aufzuwenden, festhalten. Dabei sei darauf hinzuwei-
sen, dass es sich um einen Betrag ohne Rückstellungen für die Altersvorsorge 
handle (act. 01 Rz. 28 f.). Demgegenüber vertritt der Berufungsbeklagte die Auf-
fassung, der gebührende Unterhalt der Berufungsklägerin dürfte höchstens Fr. 
5'000.-- bis Fr. 6'000.-- pro Monat betragen (vgl. act. 06 S. 9). Nachfolgend ist auf 
die einzelnen geltend gemachten Bedarfspositionen einzugehen.

b/aa. Mit Blick auf das von der Berufungsklägerin im erstinstanzlichen Verfahren 
aufgestellte und an den zuletzt gemeinsam gelebten