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**Case Identifier:** 31c324bf-b070-51b0-842e-d9bc5f737e30
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-05-11
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 11.05.2021 S 2020 18
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2020-18_2021-05-11.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Dr. iur. Matthias Suter
Gerichtsschreiberin: MLaw Andrea Henggeler

U R T E I L  vom 11. Mai 2021 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch RA MLaw B.________

gegen

IV-Stelle Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Invalidenversicherung 
(Leistungen)

S 2020 18

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Urteil S 2020 18

A. Der Versicherte, A.________, Jahrgang 1983, leidet seit seiner Geburt an einer 
höchstgradigen Schwerhörigkeit beidseits. Infolgedessen wurden ihm die notwendigen 
medizinischen Massnahmen zur Behandlung des Geburtsgebrechens sowie Hilfsmittel 
zugesprochen. Zudem wurden dem Versicherten berufliche Massnahmen gewährt, 
woraufhin er im Juni 2005 seine Ausbildung zum Mediamatiker erfolgreich abschloss (vgl. 
IV-act. 1). In dieser Tätigkeit wurde der Versicherte von der IV-Stelle als voll arbeitsfähig 
erachtet (IV-act. 7). Mit Gesuch vom 14. Dezember 2018 beantragte der Versicherte die 
Kostenübernahme von einem Gebärdensprachdolmetscher für die Weiterbildung im 
Bereich Permakultur. Begründend wurde darauf hingewiesen, dass aus gesundheitlichen 
Gründen eine berufliche Neuorientierung nötig sei (IV-act. 53). Am 24. Januar 2019 
machte der Versicherte im Rahmen einer Neuanmeldung sodann geltend, er sei seit dem 
15. Oktober 2018 zu 100 % arbeitsunfähig (IV-act. 56). Zudem beantragte er die 
Finanzierung einer Umschulung im Bereich Permakultur (IV-act. 62). Mit Vorbescheid vom 
9. Juli 2019 verneinte die IV-Stelle einen Anspruch auf Umschulung und Rente (IV-
act. 75). Trotz des erfolgten Einwands vom 9. September 2019 (IV-act. 77) bzw. 
10. Oktober 2019 (IV-act. 82) hielt die IV-Stelle mit Verfügung vom 9. Januar 2020 an 
ihrem Vorbescheid fest (IV-act. 83). 

B. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 10. Februar 2020 liess A.________ 
beantragen, die Verfügung vom 9. Januar 2020 sei aufzuheben und es seien ihm die 
gesetzlichen Leistungen nach IVG auszurichten. Eventualiter sei die Sache zur weiteren 
Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen; alles unter Kosten- und 
Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin. Zur Begründung liess der 
Beschwerdeführer im Wesentlichen geltend machen, es bestünden berechtigte Zweifel an 
der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der Stellungnahme des fachfremden RAD-Arztes 
Dr. C.________. Entgegen der Ansicht des RAD-Arztes würden seine psychischen und 
physischen Beschwerden resp. sein Burnout nicht auf einen klassischen Konflikt mit dem 
Arbeitgeber zurückgehen. Der Konflikt resp. das Verhalten, welches zum Konflikt geführt 
hätte, seien auf die Gehörlosigkeit resp. die damit einhergehenden Herausforderungen 
zurückzuführen. Es sei daher nicht zutreffend, dass die bisher ausgeübte Tätigkeit als 
Softwareentwickler eine angepasste Tätigkeit sei. Rückwirkend zeige sich somit, dass die 
Lehre zum Mediamatiker keine geeignete Ausbildung gewesen sei, weshalb eine 
Umschulung inkl. Gebärdensprachendolmetscher erforderlich sei. Sollte diese Ansicht 
nicht geteilt werden, sei ihm eine Rente zuzusprechen, da ihm die bisherige Tätigkeit als 
Softwareentwickler nicht mehr vollumfänglich zumutbar sei. 

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Urteil S 2020 18

C. Der mit Verfügung vom 11. Februar 2020 verlangte Kostenvorschuss von 
Fr. 800.– wurde vom Beschwerdeführer fristgerecht bezahlt.

D. Mit Vernehmlassung vom 31. März 2020 beantragte die IV-Stelle die 
vollumfängliche Abweisung der Beschwerde. Begründend führte sie im Wesentlichen aus, 
beim Beschwerdeführer sei aufgrund eines Arbeitskonfliktes bei der D.________ AG ab 
Mitte Juli 2018 eine psychische Dekompensation aufgetreten, welche ab dem 15. Oktober 
2018 zu einer vorübergehenden vollständigen Arbeitsunfähigkeit als Softwareentwickler 
geführt habe. Spätestens ab dem 1. Mai 2019 sei wieder von einer 100%igen 
Arbeitsfähigkeit auszugehen. 

E. Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels hielten die Parteien an ihren 
jeweiligen Anträgen fest. Auf den Inhalt der Eingaben wird – soweit notwendig – 
erwägungsweise einzugehen sein. 

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles 
grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung (in casu: 
9. Januar 2020) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. auch BGE 121 V 362 E. 1b). Dabei 
sind in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Verwirklichung 
des zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 130 V 445 
E. 1.2.1). Am 1. Januar 2021 sind die am 21. Juni 2019 verabschiedeten geänderten 
Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Kraft getreten. Dementsprechend sieht 
Art. 83 ATSG vor, dass für im Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung vom 21. Juni 
2019 beim erstinstanzlichen Gericht hängige Beschwerden das bisherige Recht gilt. Die 
hier zu beurteilende Beschwerde wurde am 10. Februar 2020 der Post übergeben, 
weshalb die bis 31. Dezember 2020 gültigen Normen des ATSG auf den vorliegenden Fall 
Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden. 

2. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 ATSG in Verbindung mit § 77 des 

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Urteil S 2020 18

Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] und § 12 des Einführungsgesetzes 
zu den Bundesgesetzen über die Alters- und Hinterlassenenversicherung und die 
Invalidenversicherung [BGS 841.1]). Die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts 
des Kantons Zug ist vorliegend gestützt auf Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über 
die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) – Zuständigkeit am Ort der IV-Stelle – fraglos 
gegeben. Die IV-Stelle erliess die strittige Verfügung am 9. Januar 2020; diese ging 
gemäss Eingangsstempel am 10. Januar 2020 beim damaligen Rechtsvertreter des 
Beschwerdeführers ein. In Anwendung von Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG ist dagegen direkt 
Beschwerde beim zuständigen Versicherungsgericht einzureichen. Die Beschwerdeschrift 
wurde am 10. Februar 2020 der Post übergeben und ging tags darauf beim 
Verwaltungsgericht ein. Die gemäss Art. 60 Abs. 1 ATSG vorgesehene 30-tägige 
Beschwerdefrist wurde somit gewahrt. Der Beschwerdeführer ist von der angefochtenen 
Verfügung direkt betroffen und zur Beschwerde legitimiert. Die Beschwerdeschrift enthält 
sodann Antrag und Begründung. Damit ist den formellen Anforderungen Genüge getan, 
weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist. Die Beurteilung erfolgt auf dem 
Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; 
BGS 162.11). 

3.
3.1 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, die 
ihre Erwerbstätigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch 
zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern 
können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf 
dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Bei einer Invalidität 
von 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, ab 50 % auf eine halbe, ab 60 % auf 
eine Dreiviertels- und ab 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 

3.2 Invalide oder von einer Invalidität (Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte haben 
gemäss Art. 8 Abs. 1 IVG Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit diese 
notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im 
Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern (lit. a) 
und die Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind 
(lit. b). Der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der 
Ausübung einer Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festlegung der 
Massnahmen ist die gesamte noch zu erwartende Dauer des Erwerbslebens zu 

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Urteil S 2020 18

berücksichtigen (Abs. 1bis). Nach Massgabe der Art. 13 und 21 IVG besteht der Anspruch 
auf Leistungen unabhängig von der Möglichkeit einer Eingliederung ins Erwerbsleben oder 
in den Aufgabenbereich (Abs. 2). Zu den Eingliederungsmassnahmen gehören unter 
anderem Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erstmalige berufliche Ausbildung, 
Umschulung, Arbeitsvermittlung, Kapitalhilfe [Abs. 3 lit. b IVG]).

3.3 Gemäss Art. 17 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf Umschulung auf 
eine neue Erwerbstätigkeit, wenn die Umschulung infolge Invalidität notwendig ist und 
dadurch die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich erhalten oder verbessert werden kann 
(Abs. 1). Nach der zu Art. 17 IVG ergangenen Rechtsprechung ist unter Umschulung 
grundsätzlich die Summe der Eingliederungsmassnahmen berufsbildender Art zu 
verstehen, die notwendig und geeignet sind, dem vor Eintritt der Invalidität bereits 
erwerbstätig gewesenen Versicherten eine seiner früheren annähernd gleichwertige 
Erwerbsmöglichkeit zu vermitteln. Dabei bezieht sich der Begriff der "annähernden 
Gleichwertigkeit" nicht in erster Linie auf das Ausbildungsniveau als solches, sondern auf 
die nach erfolgter Eingliederung zu erwartenden Verdienstmöglichkeiten. Der Anspruch 
auf Umschulung setzt voraus, dass die versicherte Person wegen der Art und Schwere 
des Gesundheitsschadens im bisher ausgeübten Beruf und in den für sie ohne zusätzliche 
berufliche Ausbildung offen stehenden zumutbaren Erwerbstätigkeiten eine bleibende oder 
längere Zeit dauernde Erwerbseinbusse von etwa 20 % erleidet, wobei es sich um einen 
blossen Richtwert handelt (BGE 124 V 108 E. 2a und b mit Hinweisen).

3.4 Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende oder länge-
re Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Bei erwerbstätigen Versicher-
ten wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalidenein-
kommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn 
sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen; sog. Einkommensvergleich). 

3.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls 
auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der 
Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in 
welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig 

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Urteil S 2020 18

ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige 
Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten 
Person noch zugemutet werden können (AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).

4. Nachfolgend stellt sich die Frage, ob die Beschwerdegegnerin einen 
Leistungsanspruch (Umschulung und Rente) des Beschwerdeführers zu Recht verneint 
hat. Zum Gesundheitszustand und zur Arbeits- bzw. Erwerbsfähigkeit des 
Beschwerdeführers lässt sich den Akten im Wesentlichen Folgendes entnehmen:

4.1 Aus dem Bericht des Kantonsspitals E.________ vom 27. September 1984 ergibt 
sich, dass beim Versicherten am 7. September 1984 eine Elektrocochleographie 
durchgeführt wurde, deren Ergebnis eine höchstgradige Schwerhörigkeit beidseits 
aufzeigte (IV-act. 1 S. 10 f.). Der Versicherte wurde daraufhin beidseitig mit Hörgeräten 
versorgt. Im Frühjahr 2007 erfolgte schliesslich eine Umstellung von analogen auf digitale 
Hörgeräte. Wie dem Schlussbericht der Hörberatung vom 19. April 2007 entnommen 
werden kann, war der Versicherte mit dem erreichten Hörerfolg gut zufrieden (IV-act. 17). 
Gemäss Schlussexpertise vom 31. Mai 2007 gab es insbesondere keine Unverträglichkeit 
von Geräuschen aus dem eigenen Körper (IV-act. 18 S. 1). 

4.2 Im Jahr 2015 erfolgte eine weitere Anpassung der Hörgeräte. Weil der Versicherte 
aufgrund der Anforderungen an die Kommunikation am Arbeitsplatz bei der D.________ 
AG (häufige Sitzungen und Kundengespräche) auf eine bestmögliche 
Hörgeräteversorgung angewiesen war, gewährte die IV-Stelle dabei eine Hörgeräte-
Härtefallregelung (IV-act. 52). 

4.3 Mit Arbeitsunfähigkeitszeugnis vom 15. Oktober 2018 attestierte 
Dr. med. F.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, dem 
Versicherten eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Gemäss den darauffolgenden 
Arbeitsunfähigkeitszeugnissen dauerte diese bis zum 18. März 2019 (IV-act. 61). Für 
diesen Zeitraum wurden dem Versicherten Krankentaggelder zugesprochen (IV-act. 68 
S. 1). 

4.4 Mit "Anfangszeugnis" vom 28. November 2018 diagnostizierte Dr. F.________ ein 
seit Monaten bestehendes Burnoutsyndrom. Die Arbeitsunfähigkeit setzte er seit 9. Juli 
2018 und bis auf weiteres auf 100 % fest. Die Frage, ob es sich um einen Fall handle, für 
den die EMV, die Suva oder die IV aufzukommen habe, verneinte er (IV-act. 68 S. 8). 

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4.5 Doktor med. G.________, Facharzt Allgemeine Innere Medizin FMH, 
diagnostizierte am 10. Januar 2019 eine mittelgradige depressive Episode sowie als 
Nebendiagnose eine angeborene Schwerhörigkeit. Unter "subjektive Beschwerden" hielt 
Dr. G.________ emotionale Tiefs, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, 
Antriebslosigkeit, Gereiztheit, Diarrhoe, Muskelverspannungen sowie einen Tinnitus fest, 
während er als "objektive Befunde" die Muskelverspannungen erwähnte. Die aktuelle 
psychische Dekompensation führte Dr. G.________ auf einen zunehmenden 
Arbeitskonflikt mit den Vorgesetzten zurück. Betreffend aktuelle Therapie verwies er auf 
die Gesprächstherapie bei Dr. F.________, die Physiotherapie zur Behandlung der 
muskulären Verspannungen sowie die Einnahme von Relaxane. Die Arbeitsunfähigkeit 
[recte: wohl Arbeitsfähigkeit] im angestammten Beruf beurteilte Dr. G.________ als mittel- 
bis langfristig gut. Abschliessend wies er darauf hin, dass der Patient in einem anderen 
Umfeld wohl relativ schnell wieder arbeitsfähig wäre. Wann mit der Wiederaufnahme der 
teilweisen bzw. vollen Arbeitsfähigkeit gerechnet werden könne, sei aktuell jedoch 
schwierig zu sagen. Evtl. sollte hierzu direkt bei Dr. F.________ eine Beurteilung 
angefordert werden (IV-act. 68 S. 24 f.). 

4.6 Dem Besuchsrapport der Generali vom 26. Februar 2019 kann entnommen 
werden, dass die körperlichen Beschwerden und der Tinnitus seit einigen Jahren 
vorbestehend seien. Deshalb habe der Versicherte im August 2018 eine Reduktion des 
Pensums beantragt, um sich zu entlasten. Kurz vor der Arbeitsunfähigkeit habe er mit 
depressiver Verstimmung, Konzentrationsschwierigkeiten, Antriebslosigkeit, 
Schlafstörungen, zunehmenden Rücken- und Nackenschmerzen, Kopfschmerzen und 
Tinnitus zu kämpfen gehabt. Der vorbestehende Tinnitus auf dem rechten Ohr habe sich 
zunehmend in den Vordergrund gedrängt. Zudem nehme der Versicherte den Tinnitus seit 
zwei Jahren periodisch auch auf dem linken Ohr wahr. Im Rapport wurde weiter 
festgehalten, dass der Versicherte die Beschwerden auf die berufliche Tätigkeit 
zurückführe. Die geschäftliche Situation habe sich in der vergangenen Zeit zunehmend 
verschärft (Druck, Sparmassnahmen, Einschränkungen, einziger Programmierer und 
unzählige Überstunden). Aufgrund der vorhandenen Beschwerden könne er die 
Anforderungen im Betrieb nicht mehr erfüllen. Zum bisherigen Verlauf bzw. heutigen 
Befinden wurde festgehalten, die Symptome der psychischen Beschwerden seien zwar 
noch vorhanden, jedoch nicht mehr so stark ausgeprägt. Weiterhin im Vordergrund 
stünden die Antriebslosigkeit und der Tinnitus. Die körperlichen Beschwerden hätten sich 
inzwischen ebenfalls gebessert. Die entsprechenden Behandlungen seien im Gange. 

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Betreffend Arbeitsunfähigkeit wurde darauf hingewiesen, dass der Arbeitgeber Mitte 
Januar 2019 die Kündigung ausgesprochen habe. Der Versicherte werde das 
Unternehmen somit per Ende April 2019 verlassen. Für angepasste Tätigkeiten bestehe 
eine volle Arbeitsfähigkeit (IV-act. 68 S. 28 ff.). 

4.7 Mit Bericht vom 15. März 2019 führte Dr. G.________ aus, der Patient sei 
aufgrund der Schwerhörigkeit bei der Arbeit als Informatiker schon bisher handicapiert 
gewesen. Die Situation habe sich über die letzten Jahre allmählich verschlechtert; vor 
allem im Sommer 2018. Der Patient sei zunehmend von der Situation überfordert gewesen 
und immer tiefer in eine Depression geglitten. Er habe versucht, die Situation anzugehen, 
indem er im Sommer 2018 sein Pensum auf 80 % reduziert habe. Dies habe jedoch nicht 
den gewünschten Effekt gebracht, weshalb es im Herbst 2018 zum Zusammenbruch 
gekommen sei. Als Befunde führte Dr. G.________ primär die psychischen Symptome 
auf. Der vorbestehende Tinnitus sei aber massiv stärker geworden. Körperlich sei der 
Versicherte unauffällig. Weiter merkte Dr. G.________ an, in der angestammten Tätigkeit 
sei die Prognose zu einem gewissen Grad eingeschränkt, weil die Stressfaktoren 
persistieren würden. Bei einer anderen Tätigkeit (z.B. mehr körperliche Tätigkeit oder 
Tätigkeit im Freien) sei die Prognose hingegen sehr gut. Die Schwerhörigkeit schränke 
den Versicherten in seiner angestammten Tätigkeit sehr ein. Ausserdem sei er dem Stress 
zurzeit nicht gewachsen. Ihm, Dr. G.________, würden jedoch sehr wenige Informationen 
zur beruflichen Situation vorliegen. Es herrsche ein deutlicher Druck von Seiten des Chefs, 
ansonsten könne er nicht viel sagen. Allenfalls könne Dr. F.________ mehr Auskunft 
geben. Betreffend Eingliederung führte Dr. G.________ schliesslich aus, schrittweise sei 
eine schnelle Erhöhung auf ein Vollpensum wohl möglich. Der angestammte Beruf sei 
aber wohl suboptimal. Dem Beiblatt zum Arztbericht ist ferner zu entnehmen, dass die 
bisherige Tätigkeit dem Versicherten nicht mehr zumutbar sei und die Arbeitsfähigkeit im 
bisherigen Tätigkeitsbereich nicht verbessert werden könne. Andere Tätigkeiten seien 
hingegen bis zu acht Stunden pro Tag zumutbar. Abschliessend wurde darauf 
hingewiesen, dass eine Umschulung gutes Potential habe (IV-act. 70). 

4.8 Am 1. Juli 2019 nahm RAD-Arzt Dr. med. C.________, Facharzt Allgemeine 
Innere Medizin FMH, Stellung und führte zusammenfassend aus, dass die von den 
behandelnden Ärzten attestierte Arbeitsunfähigkeit auf einen Konflikt am letzten 
Arbeitsplatz zurückzuführen sei. Die in diesem Kontext sich entwickelte affektive 
Symptomatik sei erfahrungsgemäss behandelbar. Zudem spreche die wenig intensive 
Behandlung für eine zwischenzeitlich bereits eingetretene deutliche Besserung. Diese 

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Einschätzung werde durch die von Seiten der behandelnden Ärzte attestierte 
Arbeitsfähigkeit von 100 % in einer anderen (körperlichen) Tätigkeit gestützt. Deshalb sei 
beim Versicherten keine dauerhafte Einschränkung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
bezogen auf eine der Hörproblematik angepasste Tätigkeit ausgewiesen (IV-act. 74). 

4.9 Im Schreiben vom 29. Januar 2020, welches auf Wunsch des Beschwerdeführers 
verfasst wurde, führte Dr. F.________ aus, der Versicherte leide seit Jahren an einem 
Burnoutsyndrom, wobei dieses Burnoutsyndrom wahrscheinlich auch körperliche 
Symptome auslöse oder zumindest verstärke. Als Psychiater könne er jedoch nicht 
beurteilen, wie weit diese körperlichen Symptome nicht eigenständige Erkrankungen 
seien, die primär nichts mit dem Burnout zu tun hätten. Auf jeden Fall würden sich diese 
Symptome (quälender Tinnitus und Rückenschmerzen) wieder negativ auf das 
Burnoutsyndrom auswirken und sich zu den Belastungen, die der Versicherte infolge 
seiner Gehörlosigkeit schon immer habe tragen müssen, addieren. Gerade in seinem 
angestammten Beruf als Softwareentwickler sei er zurzeit sehr eingeschränkt, da seine 
Arbeitsfähigkeit infolge der depressiven Symptome, der genannten körperlichen 
Symptome sowie der Gehörlosigkeit massiv eingeschränkt sei. Aus diesem Grund habe er 
den Versicherten seit Sommer 2018 zu 100 % krankgeschrieben und er unterstütze das 
Vorhaben, einen neuen Beruf in der Permakultur anzustreben. In diesem Bereich würde er 
von den genannten Symptomen wahrscheinlich nicht so stark behindert, was sich 
allgemein positiv auf den Gesundheitszustand auswirken würde (Bf-act. 11). 

5.
5.1 Diese medizinischen Unterlagen gilt es nun nach dem im 
Sozialversicherungsrecht geltenden Grundsatz der freien Beweiswürdigung zu werten, 
d.h. der Richter ist grundsätzlich an keine förmlichen Beweisregeln gebunden. Zu 
beachten ist dabei jedoch, dass der Sozialversicherungsrichter bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen darf, ohne das 
gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum er auf die eine 
und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines 
Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf 
allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. 
Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines 

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Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen 
Stellungnahme als Bericht oder Gutachten. Die Rechtsprechung hat es mit dem Grundsatz 
der freien Beweiswürdigung aber als vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen 
medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen. 
So ist namentlich den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von 
externen Spezialärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und 
Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung 
der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung 
grundsätzlich volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die 
Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. Demgegenüber darf und soll der Richter in Bezug 
auf Berichte von Hausärzten – wie auch von behandelnden Fachärzten (EVG I 655/05 
vom 20. März 2006 E. 5.4) – der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese 
mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher 
zugunsten ihrer Patienten aussagen. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind 
Berichte der behandelnden Ärzte aufgrund der Verschiedenheit von Expertise und 
Therapie grundsätzlich mit Vorbehalt zu würdigen. Dies gilt für den allgemein 
praktizierenden Hausarzt, den behandelnden Spezialarzt und namentlich für den 
therapeutischen Psychiater mit seinem besonderen Vertrauensverhältnis zum Patienten, 
welcher die geklagten Beschwerden als Faktum hinzunehmen hat (BGer 9C_420/2008 
vom 23. September 2008 E. 3 mit Hinweisen). Immerhin verpflichtet aber jede 
substanziiert vorgetragene Einwendung den Richter, den von der Rechtsprechung 
aufgestellten Richtlinien für die Beweiswürdigung folgend zu prüfen, ob sie in 
rechtserheblichen Fragen die Auffassungen und Schlussfolgerungen eines vom Gericht 
oder von der Verwaltung förmlich bestellten Gutachters derart zu erschüttern vermag, 
dass davon abzuweichen ist (vgl. zum Ganzen BGE 125 V 351 E. 3 mit zahlreichen 
Hinweisen). 

5.2 Bei Berichten des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) im Sinne von Art. 49 
Abs. 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) – um solche 
handelt es sich bei den vorliegenden Stellungnahmen des RAD Zentralschweiz – ist zu 
beachten, dass es sich dabei weder um medizinische Gutachten im Sinne von Art. 44 
ATSG noch um Untersuchungsberichte gemäss Art. 49 Abs. 2 IVV handelt. Ihre Funktion 
besteht einzig darin, den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu würdigen. 
Dazu gehört auch, bei sich widersprechenden medizinischen Akten eine Wertung 
vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abzustellen oder 
aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei. Solchen Berichten nach Art. 49 

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Urteil S 2020 18

Abs. 3 IVV kann zwar ein gewisser Beweiswert zugemessen werden und es ist nach der 
Rechtsprechung dem Sozialversicherungsgericht grundsätzlich auch nicht verwehrt, 
gestützt auf im Wesentlichen oder sogar ausschliesslich vom am Recht stehenden 
Versicherungsträger intern eingeholte medizinische Unterlagen zu entscheiden. In solchen 
Fällen sind an die Beweiswürdigung jedoch strenge Anforderungen in dem Sinne zu 
stellen, dass bei auch nur geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 
ärztlichen Feststellungen ergänzende Abklärungen vorzunehmen sind (BGer 
9C_341/2007 vom 16. November 2007 E. 4.1 mit Hinweis auf BGE 122 V 157 E. 1d). 
Praxisgemäss kommt einer reinen Aktenbeurteilung des RAD im Vergleich zu einer auf 
allseitigen Untersuchungen beruhenden Expertise, welche auch die geklagten 
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, 
in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 
medizinischen Situation einleuchtet und die Schlussfolgerungen widerspruchsfrei 
begründet, allerdings nicht der gleiche Beweiswert zu (BGer 8C_971/2012 vom 11. Juni 
2013 E. 3.4). 

6. In medizinischer Hinsicht stellt die IV-Stelle zur Beurteilung des 
Leistungsanspruchs auf die Stellungnahme ihres RAD-Arztes Dr. C.________ vom 1. Juli 
2019 (IV-act. 74) ab, wonach eine dauerhafte Einschränkung der Arbeits- bzw. 
Leistungsfähigkeit bezogen auf eine der Hörproblematik angepasste Tätigkeit nicht 
ausgewiesen sei. Der Beschwerdeführer wirft der IV-Stelle demgegenüber vor, sie habe 
den medizinischen Sachverhalt nicht hinreichend abgeklärt und es bestünden Zweifel an 
der RAD-Beurteilung, weshalb darauf nicht abgestellt werden könne. 

6.1
6.1.1 In psychiatrischer Hinsicht lag dem RAD-Arzt zum Zeitpunkt seiner Beurteilung 
vom 1. Juli 2019 lediglich der Bericht von Dr. F.________ vom 28. November 2018 (IV-
act. 68 S. 8) vor. Dabei handelt es sich indes um keinen eigentlichen Arztbericht, sondern 
vielmehr um ein blosses Anfangszeugnis zu Handen der Krankentaggeldversicherung. 
Dementsprechend kann dem genannten Bericht auch lediglich ein seit mehreren Monaten 
bestehendes Burnoutsyndrom verbunden mit einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit 
entnommen werden. Darüberhinausgehende Informationen enthält das Anfangszeugnis 
indes nicht. Damit aber erscheint der genannte Bericht als zu oberflächlich, um 
abschliessend beurteilen zu können, von welcher Diagnose in psychiatrischer Hinsicht 
auszugehen ist und wie sich diese auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers 
auswirkt. Weitere medizinische Berichte in psychiatrischer Hinsicht wurden nicht eingeholt. 

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Urteil S 2020 18

Nachdem in den Akten aber auch von einer mittelgradigen depressiven Episode die Rede 
ist und die seit Oktober (vs. Juli) 2018 durchgehend attestierte Arbeitsunfähigkeit 
psychiatrisch begründet wird, wäre die Beschwerdegegnerin verpflichtet gewesen, die 
tatsächlich vorhandenen psychischen Beeinträchtigungen eingehender abzuklären. Daran 
ändert auch der Umstand nichts, dass Dr. F.________ die Frage, ob es sich um einen Fall 
für die IV handle, mit "nein" beantwortet hat, hat er dies doch nicht weiter begründet. In 
Anbetracht der Tatsache, dass der Beschwerdeführer seit mehreren Monaten bei 
Dr. F.________ in psychiatrischer Behandlung war und Hausarzt Dr. G.________, der im 
Übrigen "nur" Facharzt für Allgemeine Innere Medizin ist, bei seinen Beurteilungen 
gewisse Unsicherheiten zeigte und diesbezüglich zu Recht auf Dr. F.________ verwies, 
wäre die Beschwerdegegnerin immerhin gehalten gewesen, beim behandelnden 
Psychiater einen ausführlichen Arztbericht einzuholen. Dies gilt umso mehr, als das 
Anfangszeugnis, wie bereits aufgezeigt, nur sehr rudimentär gehalten ist. Das 
Anfangszeugnis vom 28. November 2018 vermag als Grundlage zur Beurteilung der 
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers aus psychiatrischer Sicht jedenfalls nicht zu 
genügen. 

Was die Berichte vom 10. Januar 2019 (IV-act. 68 S. 24 f.) und 15. März 2019 (IV-act. 70) 
anbelangt, ist vorab zu beachten, dass diese beide vom Hausarzt Dr. G.________ und 
eben gerade nicht zum Teil von Dr. F.________ stammen. Doktor G.________ ist 
Facharzt für Allgemeinmedizin und verfügt über keinen Facharzttitel für Psychiatrie und 
Psychotherapie. Insoweit Dr. G.________ im Bericht vom 10. Januar 2019 von einer 
mittelgradigen depressiven Episode ausgeht und die psychische Dekompensation auf 
einen zunehmenden Arbeitskonflikt mit dem Vorgesetzen des Beschwerdeführers 
zurückführt sowie die Arbeitsfähigkeit im angestammten Beruf als mittel- bis langfristig gut 
beurteilt, fehlt es ihm daher an der für die Beurteilung des psychischen 
Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers angezeigten fachlichen Qualifikation. 
Somit hat er eine Beurteilung vorgenommen, die ausserhalb seines Kompetenzbereiches 
liegt, wobei er sich auf keinen fachärztlichen Bericht stützen konnte, lag in psychiatrischer 
Hinsicht doch lediglich das Anfangszeugnis von Dr. F.________ vor. Entgegen seiner 
Einschätzung vom 10. Januar 2019 geht Dr. G.________ mit Bericht vom 15. März 2019 
davon aus, dass in der angestammten Tätigkeit die Prognose zu einem gewissen Grad 
eingeschränkt sei, weil die Stressfaktoren persistieren würden. Bei einer anderen Tätigkeit 
(z.B. mehr körperliche Tätigkeit oder Tätigkeit im Freien) sei die Prognose sehr gut (Punkt 
2.7). Der angestammte Beruf sei wohl suboptimal (Punkt 4.4). Dem Beiblatt ist ferner zu 
entnehmen, dass die bisherige Tätigkeit für den Beschwerdeführer nicht mehr zumutbar 

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sei (Punkt 1.2) und die Arbeitsfähigkeit im bisherigen Tätigkeitsbereich nicht verbessert 
werden könne (Punkt 2.1), während eine körperliche Tätigkeit draussen zumutbar sei 
(Punkt 2.2). Auch wenn der genannte Bericht unbestrittenermassen im Nachgang zum 
Vorbescheid vom 18. Januar 2019 (keine Kostengutsprache für eine Weiterbildung, IV-
act. 55) erging, kann er nicht lediglich mit dem Hinweis darauf ausser Acht gelassen 
werden. Es liegen somit zwei voneinander abweichende Beurteilungen von 
Dr. G.________ vor. Da seine Beurteilung indes fachfremd erfolgte, kann in 
psychiatrischer Hinsicht weder auf den einen noch auf den anderen Bericht abgestellt 
werden. 

RAD-Arzt Dr. C.________ führt die von den behandelnden Ärzten attestierte 
Arbeitsunfähigkeit schliesslich auf einen Konflikt am letzten Arbeitsplatz zurück. Aufgrund 
der Erfahrungstatsache, dass eine sich in diesem Kontext entwickelte affektive 
Symptomatik gut behandelbar sei und dem Faktum der wenig intensiven Behandlung 
(lediglich ca. monatliche Gesprächstermine, Verzicht auf eine medikamentöse, 
antidepressive Behandlung bzw. lediglich auf pflanzlicher Basis) geht er von einer 
zwischenzeitlich bereits eingetretenen deutlichen Besserung aus und sieht eine 
dauerhafte Einschränkung der Arbeits- bzw. Leistungsfähigkeit bezogen auf eine der 
Hörproblematik angepasste Tätigkeit nicht als ausgewiesen. RAD-Arzt Dr. C.________ ist 
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, daher gilt bei ihm das Gleiche, was bereits bei 
Dr. G.________ festgehalten wurde. Auch wenn es sich bei Dr. C.________ 
unbestrittenermassen um einen RAD-Arzt mit langjähriger Erfahrung handelt, darf das 
bereits Festgestellte, wonach ihm keine eigentlichen Berichte des behandelnden 
Psychiaters vorlagen, nicht unberücksichtigt bleiben. Er konnte sich somit nicht auf einen 
fachärztlichen Bericht stützen, sodass er im Endeffekt ebenfalls eine Beurteilung 
ausserhalb seines Kompetenzbereichs vorgenommen hat. Des Weiteren ist zu beachten, 
dass RAD-Arzt Dr. C.________ keine eigenen medizinischen Untersuchungen 
vorgenommen hat, sondern dass es sich um eine reine Aktenbeurteilung gehandelt hat, 
was grundsätzlich zulässig ist, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im 
Wesentlichen nur um die Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen 
Sachverhalts geht (vgl. BGer 9C_25/2015 vom 1. Mai 2015 E. 4.1). Davon kann 
vorliegend in Anbetracht der nicht vorgelegenen Berichte des behandelnden Psychiaters 
aber eben gerade keine Rede sein. Somit kann auf die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit 
durch den RAD nicht abgestellt werden. Daran ändert auch der Umstand nichts, dass 
aufgrund der Behandlungsfrequenz und des Verzichts auf eine eigentliche 
medikamentöse, antidepressive Behandlung durchaus der Eindruck eines geringen 

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Leidensdrucks oder einer in Folge der aufgenommenen psychiatrischen Behandlung 
bereits wieder eingetretenen Verbesserung des Gesundheitszustandes entstehen kann. 
Solange jedenfalls kein eigentlicher Bericht des behandelnden Psychiaters vorliegt, kann 
darüber nur spekuliert werden. 

6.1.2 Da es sich somit weder bei der Beurteilung von Dr. C.________ noch von 
Dr. G.________ um aus psychiatrischer Sicht fachärztliche Einschätzungen handelt und 
vom behandelnden Psychiater kein eigentlicher Arztbericht eingeholt wurde, lässt der 
medizinische Sachverhalt keine abschliessende Beurteilung der tatsächlich vorhanden 
psychischen Beeinträchtigungen des Beschwerdeführers und deren Auswirkungen auf die 
Arbeitsfähigkeit zu. 

6.2 Soweit sich die Beschwerdegegnerin schliesslich in somatischer Hinsicht auf den 
Standpunkt stellt, die Behauptung des Beschwerdeführers, er könne wegen physischen 
Beschwerden (starke Rücken- und Nackenschmerzen sowie Hörbehinderung) nicht mehr 
als Softwareentwickler arbeiten, finde in den Akten keine Stütze, kann dem so ebenfalls 
nicht gefolgt werden. Auch wenn es zutrifft, dass die IV-Stelle mit Mitteilung vom 6. Juli 
2015 (IV-act. 52) den Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Hörgeräte-Härtefall-
regelung guthiess, gibt es in den Akten zumindest Anhaltspunkte, dass sich der 
Gesundheitszustand seit diesem Zeitpunkt verschlechtert hat. So ist bereits im Einwand 
vom 24. Januar 2019 (IV-act. 62) von einem sich verstärkenden Tinnitus die Rede, der 
dazu geführt habe, dass der Beschwerdeführer seine Hörgeräte nicht mehr den ganzen 
Tag tragen könne. Der Tinnitus wird sodann auch von Dr. G.________ in seinem Bericht 
vom 10. Januar 2019 (IV-act. 68 S. 24) und im Besuchsrapport der Generali vom 
26. Februar 2019 (IV-act. 68 S. 28 ff.) festgehalten. So hat der Beschwerdeführer 
insbesondere gegenüber der Krankentaggeldversicherung im Rahmen der Besprechung 
vom 19. Februar 2019 erwähnt, dass sich der vorbestehende Tinnitus auf dem rechten 
Ohr zunehmend in den Vordergrund gedrängt habe und er den Tinnitus seit zwei Jahren 
auch auf dem linken Ohr wahrnehme. Unter den im Vordergrund stehenden Beschwerden 
wird im Besuchsrapport auch der Tinnitus genannt. Dass der vorbestehende Tinnitus 
massiv stärker wurde, geht zu guter Letzt auch aus dem Bericht von Dr. G.________ vom 
15. März 2019 (IV-act. 70) hervor. Doktor G.________ kommt immerhin zum Schluss, 
dass die Schwerhörigkeit den Beschwerdeführer in seiner angestammten Tätigkeit sehr 
einschränke, weshalb der angestammte Beruf suboptimal sei. Neben dem Tinnitus ist 
sowohl im Einwand vom 24. Januar 2019 als auch im Besuchsrapport der Generali von 
zunehmenden Rücken- und Nackenbeschwerden sowie Kopfschmerzen die Rede. Um 

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diesen körperlichen Beschwerden entgegenzuwirken, besucht der Beschwerdeführer 
neben Physiotherapie auch andere therapeutische Massnahmen wie Massage, TCM, 
Osteopathie und Chiropraktik. Auch wenn es zutrifft, dass alleine mit der 
Inanspruchnahme von Physiotherapie und weiteren therapeutischen Massnahmen noch 
kein IV-relevanter Gesundheitsschaden ausgewiesen ist, rechtfertigt es sich vorliegend, 
die geltend gemachten somatischen Beschwerden im Zuge der aus psychiatrischer 
Hinsicht ohnehin notwendig gewordenen Rückweisung ebenso abzuklären. Hierfür spricht 
insbesondere auch der Umstand, dass sich die physischen und psychischen Beschwerden 
offensichtlich gegenseitig beeinflussen. Doktor F.________ hielt in der im Rahmen des 
vorliegenden Verfahrens eingereichten Stellungnahme vom 29. Januar 2020 (Bf-act. 11) 
jedenfalls fest, dass das Burnoutsyndrom wahrscheinlich auch körperliche Symptome 
auslöse oder zumindest verstärke. Als Psychiater könne er jedoch nicht beurteilen, wie 
weit diese körperlichen Symptome nicht eigenständige Erkrankungen seien, die primär 
nichts mit dem Burnout zu tun hätten. Auf jeden Fall würden sich diese Symptome 
(quälender Tinnitus und Rückenschmerzen) wieder negativ auf das Burnoutsyndrom 
auswirken und sich addieren. Sieht die Beschwerdegegnerin alleine mit dem Hinweis, 
Dr. G.________ habe den Beschwerdeführer als körperlich unauffällig beschrieben, von 
weiteren medizinischen Abklärungen ab, kann ihr nicht gefolgt werden. Zunächst darf nicht 
unberücksichtigt bleiben, dass Dr. G.________ die muskulären Verspannungen im Bericht 
vom 10. Januar 2019 (IV-act. 68 S. 24) objektivieren konnte. Des Weiteren erschliesst sich 
dem Gericht ebenso wenig wie der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers, weshalb in 
somatischer Hinsicht nun alleine auf den Bericht vom 15. März 2019 (IV-act. 70) abgestellt 
werden soll, während derselbe Bericht in psychiatrischer Hinsicht lediglich mit dem 
Hinweis, der Bericht sei im Nachgang zum Vorbescheid ergangen und behandelnde Ärzte 
würden sich aufgrund des Vertrauensverhältnisses erfahrungsgemäss im Zweifelsfall 
zugunsten ihrer Patienten aussprechen, vollkommen ausser Acht gelassen wurde. Bei der 
sich widersprechenden Aktenlage sind weitere medizinische Abklärungen jedenfalls 
angezeigt, sowohl in Bezug auf den Tinnitus als auch in Bezug auf allfällige weitere 
körperliche Beschwerden. 

6.3 Bei dieser Sach- und Rechtslage kann das Ausmass der Arbeitsfähigkeit des 
Beschwerdeführers nicht festgelegt werden, weshalb die angefochtene Verfügung 
aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist, damit sie 
vorab die Frage nach einem im invalidenversicherungsrechtlichen Sinne erheblichen 
Gesundheitsschaden und die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers medizinisch durch 
die Einholung eines Gutachtens rechtsgenügend abklären lässt. Dies ist umso nötiger, als 

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für den unter anderem als Eingliederungsmassnahme zur Diskussion stehenden und vom 
Beschwerdeführer beantragten Anspruch auf Umschulung schon eine bleibende oder 
längere Zeit dauernde Erwerbseinbusse von etwa 20 % genügt (vgl. E. 3.3 vorstehend). 
Im Rahmen der Begutachtung werden insbesondere auch die Wechselwirkungen 
zwischen den psychischen und physischen Beschwerden sowie der Hörbeeinträchtigung 
abzuklären sein. Anschliessend hat die Beschwerdegegnerin über den Leistungsanspruch 
neu zu befinden. In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.

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7.
7.1 Das Verfahren ist gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG kostenpflichtig. Es ist demnach 
eine Spruchgebühr zu erheben, welche auf Fr. 800.– festgesetzt wird und entsprechend 
dem Ausgang des Verfahrens von der Beschwerdegegnerin zu tragen ist. 

7.2 Praxisgemäss wird die Rückweisung einem Obsiegen gleichgestellt, womit dem 
anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer eine Parteientschädigung nach Art. 61 lit. g 
ATSG zusteht. Diese wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf 
den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des 
Prozesses bemessen. Am 25. Mai 2020 reichte die Rechtsvertreterin des 
Beschwerdeführers unaufgefordert eine Kostennote in der Höhe von Fr. 6'319.75 ein (vgl. 
act. 11). Dabei macht sie einen Zeitaufwand von insgesamt 21,1 Stunden zu einem 
Stundenansatz von Fr. 270.– geltend. Vorliegend ist es im Rahmen des 
Gerichtsverfahrens bei einem doppelten Schriftenwechsel ohne weitere 
Beweismassnahmen oder sonstige Vorkehren geblieben. Besonders schwierige rechtliche 
Fragen haben sich sodann nicht gestellt und die für den vorliegenden Fall relevanten 
Akten waren überschaubar. Für das Verfassen der effektiv 17-seitigen Beschwerdeschrift 
rechtfertigt sich praxisgemäss ein Aufwand von maximal sechs Stunden, für die 7-seitige 
Replik inkl. Studium der Vernehmlassung ein solcher von drei Stunden, für Aktenstudium 
und Instruktion sind weitere fünf Stunden hinzuzurechnen. In Berücksichtigung der 
Mehrwertsteuer von 7,7 % und Barauslagen erweist sich bei einem praxisgemässen 
Stundensatz von Fr. 250.– eine pauschale Parteientschädigung von Fr. 3'900.– für die 
notwendigen Aufwendungen im Verwaltungsgerichtsverfahren als angemessen. In diesem 
Umfang steht dem vollumfänglich obsiegenden Beschwerdeführer zu Lasten der 
Beschwerdegegnerin eine Parteientschädigung zu.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als dass die angefochtene 
Verfügung vom 9. Januar 2020 aufgehoben und die Sache an die IV-Stelle 
zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der 
Erwägungen, über den Anspruch des Beschwerdeführers auf 
Versicherungsleistungen neu verfüge. 

2. Der Beschwerdegegnerin wird eine Spruchgebühr von Fr. 800.– auferlegt. Dem 
Beschwerdeführer wird der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 800.– 
zurückerstattet.

3. Dem Beschwerdeführer wird zulasten der Beschwerdegegnerin eine 
Parteientschädigung im Betrage von Fr. 3'900.– (inklusive Auslagen und MWST) 
zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (im Doppel), an die IV-
Stelle Zug (Rechnung folgt nach Rechtskraft des Urteils), an das Bundesamt für 
Sozialversicherungen, Bern, und zum Vollzug von Ziffer 2 im Dispositiv an die 
Finanzverwaltung des Kantons Zug.

Zug, 11. Mai 2021

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am