# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7fc874fb-a275-567c-be9b-5f67e44a73d7
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2020-09-08
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 08.09.2020 D-4076/2020
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4076-2020_2020-09-08.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-4076/2020 

law/fes 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  8 .  S e p t e m b e r  2 0 2 0  

Besetzung 
 Einzelrichter Walter Lang, 

mit Zustimmung von Richterin Mia Fuchs;   

Gerichtsschreiberin Sarah Ferreyra. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Pakistan,   

vertreten durch (…),  

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 13. Juli 2020 / N (…). 

 

 

 

D-4076/2020 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass das SEM mit Verfügung vom 13. Juli 2020 – eröffnet am 15. Juli 2020 

– feststellte, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, 

sein Asylgesuch vom 27. September 2018 ablehnte, die Wegweisung aus 

der Schweiz verfügte und den Vollzug der Wegweisung anordnete, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 14. August 2020 (Datum 

Poststempel) durch seine Rechtsvertreterin gegen diese Verfügung beim 

Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erheben liess und beantragte, es 

sei der Entscheid des SEM aufzuheben, ihm die Flüchtlingseigenschaft zu-

zuerkennen und in der Schweiz Asyl zu gewähren, eventualiter sei die Sa-

che an die Vorinstanz zurückzuweisen, eventualiter sei er vorläufig aufzu-

nehmen,  

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht zudem beantragte, es sei ihm die 

unentgeltliche Prozessführung zu gewähren und auf die Erhebung eines 

Kostenvorschusses zu verzichten, 

dass er mit der Beschwerde je eine Kopie einer Medikamentenverordnung 

vom 4. August 2020, eines Abschlusszeugnisses, einer Aufnahmeverfü-

gung des Berufsvorbereitenden Schuljahrs und eine Fürsorgebestätigung 

vom 11. August 2020 einreichte, 

dass der Instruktionsrichter des Bundesverwaltungsgerichts mit Zwischen-

verfügung vom 26. August 2020 feststellte, der Beschwerdeführer könne 

den Ausgang des Asylverfahrens in der Schweiz abwarten, die Gesuche 

um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und um Verzicht auf 

die Erhebung eines Kostenvorschusses abwies und den Beschwerdefüh-

rer aufforderte, einen Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 750.– einzu-

zahlen mit der Androhung, ansonsten werde auf die Beschwerde nicht ein-

getreten, 

dass der Beschwerdeführer den Kostenvorschuss am 1. September 2020 

einzahlte, 

  

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und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 

über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des SEM entschei-

det, ausser – was vorliegend nicht der Fall ist – bei Vorliegen eines Auslie-

ferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Per-

son Schutz sucht (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. Art. 31–33 VGG; 

Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass am 1. März 2019 eine Teilrevision des AsylG in Kraft getreten ist 

(AS 2016 3101) und für das vorliegende Verfahren das bisherige Recht gilt 

(vgl. Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung des AsylG vom 

25. September 2015), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass der Beschwerdeführer den erhobenen Kostenvorschuss am 1. Sep-

tember 2020 innert angesetzter Frist leistete, 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (aArt. 108 Abs. 1 AsylG; Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und 

Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb das Urteil 

nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde, 

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

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Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde 

ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält, 

dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in wesent-

lichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den 

Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ver-

fälschte Beweismittel abgestützt werden, 

dass der Beschwerdeführer zur Begründung seines Asylgesuches im We-

sentlichen geltend machte, er sei in Pakistan von den Taliban verfolgt wor-

den, weil er als (…) tätig gewesen sei, 

dass er von ihnen drei Drohbriefe erhalten habe, in denen er aufgefordert 

worden sei, mit seiner Tätigkeit als (…) aufzuhören,  

dass er aber der Aufforderung nicht nachgekommen sei und deshalb von 

den Taliban eines Abends nach der Arbeit aufgegriffen und in einer Ruine 

festgehalten worden sei, er aber mit anderen Inhaftierten noch in derselben 

Nacht durchs Fenster habe flüchten können, 

dass er daraufhin mit seiner Familie nach B._______ geflohen sei, jedoch 

auch dort von den Taliban aufgespürt worden sei, weshalb er Pakistan ver-

lassen habe, 

dass sein Vater nach seiner Ausreise von den Taliban wegen ihm bedroht 

worden sei, weshalb sein Vater nach Dubai gereist sei, 

dass der Beschwerdeführer unter anderem zwei Fotos, zwei Arbeitsbestä-

tigungen als (…) und drei Drohbriefe der Taliban in Kopie einreichte, 

dass das SEM das Asylgesuch mit der Begründung ablehnte, seine Schil-

derungen zur geltend gemachten Bedrohungslage durch die Taliban seien 

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äusserst unsubstantiiert, stereotyp und realitätsfremd ausgefallen und Re-

alkennzeichen seien in seinen Schilderungen nur unzureichend vorhan-

den, 

dass seine Aussagen über den Angriff durch die Taliban trotz Aufforderung 

detailliert über den Moment zu berichten, äusserst detailarm, knapp und 

ohne persönlichen Erlebnisbezug ausgefallen seien, 

dass er auch über die Gefangenschaft bei den Taliban nur stereotype und 

detailarme Angaben gemacht habe und auffallend sei, dass er immer wie-

der dieselben Sachverhaltselemente vorgebracht und in ähnlichen Worten 

darüber gesprochen habe, und wenn er tatsächlich über mehrere Stunden 

bei den Taliban inhaftiert gewesen wäre, davon auszugehen sei, dass er 

darüber ausführliche, persönlich gefärbte und erlebnisbasierte Angaben 

hätte machen können, 

dass ihm mehrfach die Gelegenheit eingeräumt worden sei, seine Vorbrin-

gen frei zu schildern, man jedoch anhand seiner Schilderung nicht den Ein-

druck erhalte, dass er tatsächlich von den Taliban bedroht, aufgegriffen und 

inhaftiert worden sei, 

dass er zudem widersprüchliche Angaben über die Anzahl Personen in Ge-

fangenschaft und wer ihn über die Verfolgung der Taliban in B._______ 

informiert habe, gemacht habe, 

dass auch die Beweismittel nicht zu Glaubhaftigkeit seiner Vorbringen bei-

tragen würden, zumal er sich widersprüchlich und realitätsfremd über die 

eingereichten Fotos geäussert habe,  

dass er zunächst mit keinem Wort erwähnt habe, dass ihm von den Taliban 

Handschellen angelegt worden seien und er mit seinem Mobiltelefon habe 

Fotos machen können, und er erst als er auf die eingereichten Fotos an-

gesprochen worden sei, erklärt habe, ihm seien Handschellen angelegt 

worden, und er habe Fotos gemacht und diese seiner Familie per 

WhatsApp geschickt, 

dass im Arbeitsnachweis erwähnt werde, er sei als Teamleiter im Bereich 

der (…) tätig gewesen, was nicht mit seinen Angaben übereinstimme, 

dass die eingereichten Kopien der Drohbriefe seine Vorbringen nicht zu 

belegen vermöchten, zumal solche Dokumente leicht fälschbar und käuf-

lich erwerbbar seien, weshalb ihnen kein Beweiswert zukomme, 

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Seite 6 

dass in der Beschwerde im Wesentlichen geltend gemacht wird, das SEM 

lasse bei der Darlegung des Sachverhalts wichtige Elemente aus und be-

gründe die Unechtheit der Dokumente nicht hinreichend, so lasse es uner-

wähnt, dass über den Beschwerdeführer die Fatwa ausgesprochen worden 

sei, 

dass die fehlende Substanz seiner Schilderungen auf seine Traumatisie-

rung zurückzuführen sei, 

dass es sich bei beiden Widersprüchen um Unstimmigkeiten zwischen der 

Befragung zur Person (BzP) und der Anhörung handeln würde, welche 

zwei Jahre auseinanderlägen, 

dass er zudem bei beiden Befragungen Mühe gehabt habe, die Dolmet-

scherin wortgetreu zu verstehen, und seine Aussagen zusammengefasst 

übersetzt worden seien, 

dass Anschläge auf (…) häufig in Khyber Pakhtunkhwa vorkommen wür-

den, 

dass die pakistanischen Behörden keinen Schutz bieten könnten und ihnen 

auch der Wille dazu fehle, 

dass zu den angeblichen Verständnisschwierigkeiten festzustellen ist, dass 

der Beschwerdeführer anlässlich der BzP angab, alles verstanden zu ha-

ben (vgl. Akte A6/14 Ziff. 9.02), und er anlässlich der Anhörung erklärte, er 

verstehe die Dolmetscherin nicht hundertprozentig, aber er verstehe sie 

(vgl. Akte A21/27 F1), 

dass er während der Anhörung fragte, wenn er etwas nicht verstanden 

hatte, und schliesslich unterschriftlich bestätigte, dass das Protokoll voll-

ständig sei und seinen freien Äusserungen entspreche (vgl. Akte A21/27 

S. 24), weshalb nicht davon auszugehen ist, die Dolmetscherin habe Aus-

sagen zusammengefasst, was ihm bei der Rückübersetzung hätte auffal-

len müssen, 

dass weder der Widerspruch hinsichtlich des Umstands, ob die Mutter oder 

die Freunde über die Suche nach ihm in B._______ berichtet hätten, noch 

der Widerspruch über die Anzahl Inhaftierte auf Übersetzungsfehlern der 

Dolmetscherin beruhen, zumal bei der Verständigung Zahlen beziehungs-

weise die Bezeichnung Mutter oder Freunde kaum zu Schwierigkeiten ge-

führt haben, 

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dass sich das SEM zu den Beweismitteln geäussert hat und – wenn auch 

kurz – hinreichend begründet hat, warum diese an der festgestellten Un-

glaubhaftigkeit der Vorbringen nichts zu ändern vermögen, 

dass deshalb keine Verletzung des rechtlichen Gehörs vorliegt, 

dass insofern dem SEM vorgeworfen wird, es habe nur Argumente aufge-

führt, welche gegen die Glaubhaftigkeit der Vorbringen sprechen würden, 

festzustellen ist, dass die Schilderungen des Beschwerdeführers dermas-

sen eintönig und ohne jegliche Realkennzeichen ausgefallen sind, dass 

nicht der Eindruck entsteht, der Beschwerdeführer sei mit den Taliban in 

Berührung gekommen und schlichtweg keine massgeblichen Elemente, 

welche für die Glaubhaftigkeit seiner Verfolgungsvorbringen sprächen, er-

kennbar sind,  

dass der Beschwerdeführer über die Geschehnisse immer auf dieselbe 

Weise und annähernd mit denselben Worten berichtete, so als hätte er 

diese auswendig gelernt, 

dass die fehlende Substanzlosigkeit auch nicht mit einer Traumatisierung 

erklärt werden kann, da die Schilderungen des Beschwerdeführers nicht 

den Anschein vermitteln, er greife auf Selbsterlebtes zurück, sei aber emo-

tional nicht im Stande, über das Erlebte zu berichten, 

dass im Asylverfahren kein Arztbericht eingereicht wurde, in welchem eine 

Traumatisierung des Beschwerdeführers festgestellt wird, und aus einem 

Medikamentenrezept solches nicht hervorgeht, sondern allenfalls Schlaf-

probleme, 

dass in der Beschwerde die vom SEM festgestellten Widersprüche auch 

nicht nachvollziehbar erklärt werden, 

dass nach Durchsicht der Protokolle der BzP und der Anhörung der Ein-

druck entsteht, der Beschwerdeführer passe seine Geschichte laufend den 

vorgehaltenen Unstimmigkeiten an, 

dass der Beschwerdeführer gemäss seinen Angaben ungefähr um 16 Uhr 

von den Taliban mitgenommen worden, dann zwei bis drei Stunden mit 

dem Auto in eine gebirgige Landschaft zu Ruinen in einen Raum gebracht 

worden sei, wo auch andere Personen gewesen seien, und sie dann um 

zwei oder drei Uhr in der Nacht das Fenster aus dem Raum herausgerissen 

hätten und geflüchtet seien, 

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dass die eingereichten Fotos, welche den Beschwerdeführer in Handschel-

len verbunden mit einem anderen Inhaftierten zeigen sollen, aber bei Ta-

geslicht und draussen aufgenommen worden sind, was nicht mit seinen 

ursprünglichen Vorbringen übereinstimmt,  

dass auch nicht glaubhaft ist, dass der Beschwerdeführer draussen Fotos 

gemacht hat, drinnen im Raum jedoch kein einziges, und auch die Anga-

ben des Beschwerdeführers hinsichtlich seines Mobiltelefons realitäts-

fremd wirken und widersprüchlich sind (vgl. Akte A21/27 F130 f.), 

dass auch nicht nachvollziehbar ist, dass die Inhaftierten einerseits nicht 

zusammen geredet haben, weil draussen Wachen gewesen seien, ande-

rerseits aber später ein Fenster aus einer Wand gerissen haben, ohne dass 

die Aufseher auf die Flüchtenden aufmerksam geworden wären, 

dass der Beschwerdeführer gemäss seinen Angaben zwar nicht alleine die 

Flucht ergriffen hat, er aber seiner Darstellung zufolge plötzlich als einziger 

ein Auto angehalten habe, welches ihn in die Stadt mitgenommen habe, 

ohne zu erwähnen, was mit den anderen Flüchtenden geschehen ist (vgl. 

Akte A21/27 S. 9), 

dass auch nicht nachvollziehbar ist, dass der Beschwerdeführer die Droh-

briefe nicht der Polizei zeigte, zumal diese ihn während der Arbeit als (…) 

beschützte (vgl. Akte A21/27 F49 f.), 

dass es sich bei den eingereichten Drohbriefen nur um Kopien handelt und 

nicht verständlich ist, warum es zu gefährlich sein soll, die Originale zu 

senden,  

dass sodann die Schilderungen des Beschwerdeführers, unter welchen 

Umständen er die Drohbriefe erhalten haben soll und was für Folgen diese 

gehabt hätten, unglaubhaft sind, weshalb die Echtheit der Briefe zu be-

zweifeln ist, 

dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelingt, eine Verfolgung im 

Sinne von Art. 3 AsylG nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb 

das SEM zu Recht die Flüchtlingseigenschaft verneint und sein Asylgesuch 

abgelehnt hat, 

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 

Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 

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(Art. 44 AsylG), vorliegend insbesondere der Kanton keine Aufenthaltsbe-

willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen 

besteht (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.), weshalb die 

vom SEM verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestim-

mungen steht, 

dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-

mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg-

weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche 

Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des 

Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenste-

hen (Art. 83 Abs. 3 AIG), 

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), 

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass-

geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es 

dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche 

Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in 

Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoule-

ment im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet,  

dass sodann keine Anhaltspunkte für eine im Heimat- oder Herkunftsstaat 

drohende menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 

BV, von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter 

und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung 

oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK ersichtlich sind,  

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 

erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen 

wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage kon-

kret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AIG), 

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dass weder die allgemeine Lage in Pakistan noch individuelle Gründe auf 

eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, wes-

halb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist, 

dass hinsichtlich der geltend gemachten gesundheitlichen Beschwerden 

festzustellen ist, dass dem Beschwerdeführer Medikamente gegen Schlaf-

probleme verschrieben worden sind, und diese kein Vollzugshindernis dar-

stellen, 

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Heimat-

staat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen 

(Art. 83 Abs. 2 AIG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der Be-

schaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und 

dazu auch BVGE 2008/34 E. 12), 

dass die Anordnung einer vorläufigen Aufnahme (Art. 83 Abs. 1–4 AIG) 

demnach nicht in Betracht fällt und das SEM den Vollzug der Wegweisung 

folglich zu Recht verfügt hat, 

dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechts-

erheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 

AsylG) und – soweit überprüfbar – angemessen ist, weshalb die Be-

schwerde abzuweisen ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.–  

(Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-

schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) 

dem Beschwerdeführer aufzuerlegen ist (Art. 63 Abs. 1 VwVG), 

dass der am 1. September 2020 in gleicher Höhe geleistete Kostenvor-

schuss zur Begleichung der Verfahrenskosten zu verwenden ist. 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 11 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Der einbezahlte Kostenvorschuss wird zur Bezahlung der Verfahrens-

kosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Walter Lang Sarah Ferreyra 

 

 

Versand: