# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 63fd0dba-97ce-5618-8c38-6b5e96dfe478
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-05-05
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 05.05.2025 F-2984/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-2984-2025_2025-05-05.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-2984/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  5 .  M a i  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Christa Preisig, 

mit Zustimmung von Richterin Susanne Genner;   

Gerichtsschreiberin Megen Sulejmanagic. 
 

 
 

Parteien 
 A._______,  

vertreten durch Claudio Ludwig,  

Rechtsschutz für Asylsuchende, 

Beschwerdeführer,  

  
 

 
gegen 

 
 

Staatssekretariat für Migration SEM,  

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren – Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG);  

Verfügung vom 14. April 2025 / N (...). 

 

 

 

F-2984/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer ersuchte am 7. März in der Schweiz um Asyl. Ein 

Abgleich mit der europäischen Fingerabdruck-Datenbank (Eurodac) ergab, 

dass er bereits am 4. März 2025 ein Asylgesuch in Kroatien gestellt hatte. 

B.  

Die Vorinstanz ersuchte die kroatischen Behörden am 12. März 2025 ge-

stützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. b der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Eu-

ropäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung 

der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die 

Prüfung eines von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in ei-

nem Mitgliedstaat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig 

ist (nachfolgend: Dublin-III-VO) um Wiederaufnahme des Beschwerdefüh-

rers. Im Standardformblatt indizierte sie, dass er sich nicht ausserhalb des 

Hoheitsgebietes der Dublin-Mitgliedstaaten aufgehalten habe und das 

Asylgesuch sowohl für ihn als auch seine Familie gestellt worden sei. 

C.  

Am 17. März 2025 gewährte die Vorinstanz dem Beschwerdeführer im 

Rahmen des Dublin-Gesprächs das rechtliche Gehör zu einem allfälligen 

Nichteintretensentscheid und der Möglichkeit der Überstellung nach Kroa-

tien, dessen Zuständigkeit für die Behandlung des Asylgesuchs grundsätz-

lich in Betracht komme. Zudem wurde er zu seinem Gesundheitszustand 

befragt. 

Dabei äusserte der Beschwerdeführer, er habe drei- oder viermal versucht, 

die bosnisch-kroatische Grenze zu überschreiten. In Kroatien sei er be-

droht und durch kroatische Beamte geschlagen und gefoltert worden. Er 

sei bis auf die Unterhosen ausgezogen, im Regen stehen gelassen und an 

die bosnischen Behörden übergeben worden. Zudem seien ihm sämtliche 

Effekten (Dokumente und Geld) abgenommen worden. Zuletzt sei er wie-

der angehalten und schliesslich in eine Unterkunft gebracht worden. Da-

nach sei er mit einem Taxi nach Bosnien zurückgekehrt, eineinhalb Stun-

den später mit einem weiteren Taxi nach Zagreb und dann in die Schweiz 

gelangt. Bei einer allfälligen Überstellung nach Kroatien würde er an die 

türkischen Behörden übergeben werden und befürchte, aufgrund seiner 

alewitischen Zugehörigkeit dort ins Gefängnis zu kommen. Zu seinem Ge-

sundheitszustand führte er aus, dass er an psychischen Störungen, Nie-

renschmerzen und einer Verschlechterung seines Sehvermögens leide. 

Ausserdem fühle sich die linke Körperseite wie gelähmt an. Des Weiteren 

F-2984/2025 

Seite 3 

klagte er über Magen- und Zahnbeschwerden und gab an, er glaube, ein 

Herzproblem zu haben.  

D.  

Die kroatischen Behörden hiessen das Gesuch um Wiederaufnahme ge-

stützt auf Art. 20 Abs. 5 Dublin-III-VO am 25. März 2025 gut.  

E.  

Mit Verfügung vom 14. April 2025 (eröffnet am 17. April 2025) trat die Vor-

instanz auf das Asylgesuch nicht ein, ordnete seine Wegweisung nach Kro-

atien an und forderte ihn auf, die Schweiz am Tag nach Ablauf der Be-

schwerdefrist zu verlassen. Gleichzeitig stellte sie fest, dass einer allfälli-

gen Beschwerde gegen den Entscheid keine aufschiebende Wirkung zu-

komme.  

F.  

Mit Rechtsmitteleingabe vom 25. April 2025 beantragte der Beschwerde-

führer, die Verfügung der Vorinstanz sei aufzuheben und die Sache an 

diese zurückzuweisen. Eventualiter sei die Vorinstanz anzuweisen, auf das 

Asylgesuch einzutreten. Zudem sei die aufschiebende Wirkung und die un-

entgeltliche Rechtspflege (recte: unentgeltliche Prozessführung) zu ge-

währen. 

G.  

Am 28. April 2025 ordnete die Instruktionsrichterin einen superprovisori-

schen Vollzugsstopp an. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Verfügungen des SEM, die einen Nichteintretensentscheid gemäss 

Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31) zum Gegenstand haben, unter-

liegen der Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht (Art. 105 AsylG; 

Art. 31 ff. VGG). 

1.2 Das Rechtsmittelverfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet 

sich nach dem VwVG, soweit das AsylG oder das VGG nichts anderes be-

stimmt (Art. 6 AsylG, Art. 37 VGG). 

F-2984/2025 

Seite 4 

1.3 Der Beschwerdeführer ist als Verfügungsadressat, der ein schutzwür-

diges Interesse an der Aufhebung oder Änderung der angefochtenen Ver-

fügung hat, zur Erhebung der Beschwerde legitimiert (Art. 48 Abs. 1 

VwVG). Die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen (Rechtsmittelfrist 

[Art. 108 Abs. 3 AsylG] und Form der Beschwerde [Art. 52 VwVG]) sind 

erfüllt. Auf die Beschwerde ist einzutreten. 

1.4 Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet in der vorliegenden Ange-

legenheit endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

2.  

2.1 Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann die Verletzung 

von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Er-

messens und die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtser-

heblichen Sachverhalts gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). Dabei ist 

die Beurteilungskompetenz des Bundesverwaltungsgerichts bei Beschwer-

den gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das SEM ablehnt, das 

Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu überprüfen (Art. 31a Abs. 1–3 

AsylG), grundsätzlich auf die Frage beschränkt, ob die Vorinstanz zu Recht 

auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2017 VI/5 E. 3.1; 

2012/4 E. 2.2, je m.w.H.). 

2.2 Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet, weshalb 

sie im Verfahren einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines 

zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin (Art. 111 Bst. e 

AsylG), ohne Durchführung eines Schriftenwechsels und mit summari-

scher Begründung zu behandeln ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG). 

3.  

3.1 Gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO wird jeder Asylantrag von einem 

einzigen Mitgliedstaat geprüft, der nach den Kriterien des Kapitels III 

(Art. 8–15 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird (vgl. Art. 7 

Abs. 1 Dublin-III-VO).  

3.2 Im Rahmen eines Wiederaufnahmeverfahrens (Art. 23–25 Dublin-III-

VO) findet grundsätzlich keine (erneute) Zuständigkeitsprüfung mehr statt 

(vgl. zum Ganzen BVGE 2017 VI/5 E. 6.2 und 8.2.1). Vielmehr ist der Mit-

gliedstaat, bei dem der erste Antrag auf internationalen Schutz gestellt 

wurde, gehalten, einen Antragsteller, der in einem anderen Mitgliedstaat 

einen Antrag auf internationalen Schutz gestellt hat, nachdem er seinen 

ersten Antrag noch während des Verfahrens zur Bestimmung des zuständi-

F-2984/2025 

Seite 5 

gen Mitgliedstaats zurückgezogen hat, wieder aufzunehmen (Art. 20 Abs. 5 

Satz 1 Dublin-III-VO). Diese Pflicht erlischt, wenn der zuständige Mitglied-

staat nachweisen kann, dass der Antragsteller das Hoheitsgebiet der Mit-

gliedstaaten zwischenzeitlich für mindestens drei Monate verlassen hat 

(Art. 20 Abs. 5 Satz 2 Dublin-III-VO). 

3.3 Für ein Wiederaufnahmegesuch gestützt auf Art. 23 Dublin-III-VO ist 

gemäss Abs. 4 ein Standardformblatt (nachfolgend: Formblatt) zu verwen-

den, das Beweismittel oder Indizien im Sinne der beiden Verzeichnisse 

nach Art. 22 Abs. 3 Dublin-III-VO und/oder sachdienliche Angaben aus der 

Erklärung der betroffenen Person enthalten muss, anhand derer die Be-

hörden des ersuchten Mitgliedstaats prüfen können, ob ihr Staat auf 

Grundlage der in der Dublin-III-VO festgelegten Kriterien zuständig ist. Das 

Bundesverwaltungsgericht hat diesbezüglich bereits mehrfach festgehal-

ten, dass den ersuchenden Mitgliedstaat eine Informationspflicht trifft. Das 

mit dem Formblatt gestellte Übernahmeersuchen muss dabei alle Informa-

tionen enthalten, anhand derer die Behörden des ersuchten Staats ihre 

Zuständigkeit prüfen können (vgl. Urteil F-407/2020 vom 28. Januar 2020 

E. 6.2 m.w.H.). Wird der Informationspflicht nicht (vollständig) nachgekom-

men, kann dies unter Umständen dazu führen, dass die Zustimmung des 

ersuchten Mitgliedstaats nicht als rechtswirksam erteilt betrachtet werden 

kann (vgl. in diesem Sinn im Ergebnis das Urteil des BVGer F-1696/2019 

vom 10. Mai 2019 E. 7.2 und 8.3 m.w.H.).  

3.4 Vorliegend ging die Vorinstanz aufgrund der Eurodac-Abfrage zu Recht 

davon aus, dass die kroatischen Behörden grundsätzlich zur Wiederauf-

nahme des Beschwerdeführers verpflichtet seien, da er dort am 4. März 

2025 ein Asylgesuch gestellt hatte (vgl. SEM-Akten 9/1). Dementspre-

chend richtete sie am 12. März 2025 ein Wiederaufnahmegesuch an Kro-

atien (SEM-Akten 11/5). Sie verneinte dabei, dass der Beschwerdeführer 

einen Aufenthalt in einem Drittstaat geltend gemacht habe. Zu diesem Zeit-

punkt lagen ihr hierzu auch noch keine entsprechenden Angaben vor, da 

sie das Ersuchen noch vor der Durchführung des Dublin-Gesprächs stellte. 

Soweit der Beschwerdeführer nun eine Verletzung der Informationspflicht 

gemäss Art. 23 Abs. 4 Dublin-III-VO rügt, ist festzuhalten, dass das Form-

blatt bezüglich eines allfälligen Aufenthalts in einem Drittstaat unter Zif-

fer 13 lediglich die Auswahlmöglichkeit «yes» oder «no» vorsieht, so dass 

die Verneinung dieser Frage zu diesem Zeitpunkt noch nicht per se als 

falsch zu qualifizieren war. In der Folge unterliess es die Vorinstanz indes, 

die kroatischen Behörden nachträglich über die Aussagen des Beschwer-

deführers anlässlich des Dublin-Gesprächs vom 17. März 2025 betreffend 

F-2984/2025 

Seite 6 

seinen geltend gemachten Aufenthalt in Bosnien und Herzegowina zu in-

formieren (siehe Sachverhalt unter C.), obwohl sie dazu innerhalb der ge-

mäss Art. 23 Abs. 2 Satz 1 Dublin-III-VO vorgesehenen Zweimonatsfrist 

ausreichend Zeit gehabt hätte. Im Übrigen hielt die Vorinstanz in der Rubrik 

«other useful information» des erwähnten Formulars fälschlicherweise fest, 

das Asylgesuch sei für den Beschwerdeführer und seine Familie einge-

reicht worden, obwohl dieser ledig und kinderlos ist. Kroatien stimmte dem 

dergestalt ausgefüllten Wiederaufnahmegesuch gestützt auf Art. 20 Abs. 5 

Dublin-III-VO schliesslich am 25. März 2025 zu (SEM-Akten 20/2). 

3.5 Trotz des in Teilen mangelhaft ausgefüllten Formblatts und der unter-

lassenen Information betreffend die Angaben des geltend gemachten Auf-

enthalts in Bosnien liegt hier kein mit dem in der Beschwerde (BVGer-act. 1 

Ziff. 2.4) zitierten Urteil F-407/2020 vergleichbarer Sachverhalt vor. Den 

Akten ist zu entnehmen, dass zwischen den Asylgesuchen in Kroatien 

(4. März 2025) und der Schweiz (7. März 2025) lediglich drei Tage liegen. 

Die für das Erlöschen der Verpflichtung zur Wiederaufnahme des Be-

schwerdeführers erforderliche Dauer eines Aufenthalts von drei Monaten 

(Art. 20 Abs. 5 Satz 2 Dublin-III-VO) ist somit – anders als im Verfahren 

F-407/2020 – bei weitem nicht erreicht. Aus dem Protokoll des Dublin-Ge-

sprächs ergibt sich zudem, dass der Aufenthalt sowie die Grenzübertritte 

in den geltend gemachten Drittstaat vor dem Asylgesuch des Beschwerde-

führers in Kroatien erfolgten. Nach dem letzten Aufgriff durch die kroati-

schen Behörden und der kurzfristigen dortigen Unterbringung ist der Be-

schwerdeführer gemäss seinen Angaben im Dublin-Gespräch nämlich nur 

noch kurz mit dem Taxi nach Bosnien zurückgekehrt, von wo er sich ein-

einhalb Stunden später sogleich via Zagreb in die Schweiz begeben hat. 

Damit liegt auf der Hand, dass es sich hierbei nicht um zuständigkeitsrele-

vante Informationen handelt. Darüber hinaus war es den kroatischen Be-

hörden möglich, die Identität des Beschwerdeführers trotz der Falschan-

gabe betreffend allfällige Familienmitglieder festzustellen, wie der Zustim-

mung der kroatischen Behörden zu entnehmen ist (siehe die namentliche 

Nennung mit Geburtsdatum und Nationalität in den SEM-Akten 20/2). Die 

kroatischen Behörden verfügten demnach über die notwendigen relevan-

ten Informationen, um ihre Zuständigkeit und insbesondere den Er-

löschenstatbestand von Art. 20 Abs. 5 Satz 2 Dublin-III-VO prüfen zu kön-

nen. 

3.6 Aus den vorgenannten Gründen ergibt sich, dass keine Verletzung der 

Informationspflicht gemäss Art. 23 Abs. 4 Dublin-III-VO vorliegt und die 

F-2984/2025 

Seite 7 

Zuständigkeit Kroatiens gestützt auf Art. 20 Abs. 5 Dublin-III-VO grundsätz-

lich gegeben ist. 

4.  

4.1 Die Vorinstanz hat korrekt erwogen, dass keine wesentlichen Gründe 

für die Annahme von systemischen Schwachstellen des kroatischen Asyl- 

und Aufnahmesystems bestehen, die eine Zuständigkeit der Schweiz ge-

mäss Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-VO begründen würden (vgl. Referenzurteil 

E-1488/2020 vom 22. März 2023 E. 9.5; zuletzt etwa Urteil des BVGer 

F-7549/2024 vom 11. März 2025 E. 5.1).  

4.2 Weiter hat sie korrekt dargelegt, dass vorliegend keine völkerrechtli-

chen Vollzugshindernisse ersichtlich sind, welche die Schweiz zu einem 

Selbsteintritt nach Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO verpflichten würden. Ebenso 

hat sie in rechtsfehlerfreier Ausübung des ihr zustehenden Ermessens von 

einem freiwilligen Selbsteintritt der Schweiz abgesehen (vgl. Art. 17 Abs. 1 

Dublin-III-VO und Art. 29a Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 

1999 [AsylV 1, SR 142.311]). 

Diesbezüglich hat sie insbesondere die vom Beschwerdeführer geltend ge-

machten gesundheitlichen Beschwerden (Aufzählung der Beschwerden) 

und die sich in den Akten befindlichen ärztlichen Berichte hinreichend ge-

würdigt. Zu Recht hat sie festgehalten, dass diese keine derartige Schwere 

aufweisen oder derart spezifisch sind, wonach Kroatien ihm eine allfällig 

notwendige und adäquate medizinische Behandlung nicht bieten könnte. 

Soweit er die Befürchtung äussert, es drohe ihm aufgrund der erlittenen 

Gewalt in Kroatien eine Retraumatisierung, ist festzuhalten, dass die Vo-

rinstanz bereits zutreffend feststellte, dass mögliches unkorrektes oder 

rechtswidriges Verhalten einzelner Mitarbeitenden der kroatischen Sicher-

heitskräfte oder der Behörden entsprechend zur Anzeige gebracht werden 

können. Es ist somit davon auszugehen, dass Kroatien die Sicherheit von 

asylsuchenden Personen garantiert und ihre Rechte gemäss dem interna-

tionalen Recht einhält (namentlich die EMRK, das Übereinkommen vom 

10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche 

oder erniedrigende Behandlung oder Strafe [FoK, SR 0.105], das Abkom-

men vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, 

SR 0.142.30]; die Richtlinien des Europäischen Parlaments und des Rates 

2013/32/EU vom 26. Juni 2013 zu gemeinsamen Verfahren für die Zuer-

kennung und Aberkennung des internationalen Schutzes [Verfahrensricht-

linie] sowie 2013/33/EU vom 26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für 

die Aufnahme von Personen, die internationalen Schutz beantragen 

F-2984/2025 

Seite 8 

[Aufnahmerichtlinie]). Entsprechend besteht kein Grund zur Annahme, 

dass der Beschwerdeführer dort keinen Zugang zu einem fairen Asylver-

fahren erhält, in dem er die in der Rechtsmitteleingabe vorgebrachte Ver-

folgung im Heimatland darlegen kann. Diese ist im Übrigen an dieser Stelle 

unbeachtlich, da die Asylgewährung nicht Gegenstand des vorliegenden 

Verfahrens bildet. 

4.3 Nach dem Gesagten besteht keine Veranlassung, die Sache – wie ge-

mäss Hauptantrag gefordert – zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zu-

rückzuweisen. Auch der Eventualantrag, die Vorinstanz sei anzuweisen, 

auf das Asylgesuch einzutreten, ist abzuweisen. Zusammengefasst ist die 

Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein-

getreten (Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG) und hat seine Wegweisung nach 

Kroatien angeordnet (Art. 44 AsylG).  

5.  

Im Ergebnis ist die angefochtene Verfügung nicht zu beanstanden (Art. 106 

AsylG) und die Beschwerde abzuweisen. Mit diesem Urteil fällt der am 

28. April 2025 angeordnete Vollzugsstopp dahin und das Gesuch um Er-

teilung der aufschiebenden Wirkung wird gegenstandslos.  

6.  

6.1 Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung ist 

abzuweisen, da die Beschwerde gemäss den vorstehenden Erwägungen 

als aussichtslos zu bezeichnen war (Art. 65 Abs. 1 VwVG). 

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwer-

deführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 750.– 

festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 

Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). 

(Dispositiv nachfolgende Seite) 

 

  

F-2984/2025 

Seite 9 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, die Vorinstanz und die zu-

ständige kantonale Migrationsbehörde. 

 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Christa Preisig Megen Sulejmanagic 

 

 

 

Versand: