# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0f6c4656-b990-5d0b-958f-5fcbb6813aaf
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-01-31
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 31.01.2023 RR.2021.247
**Docket/Reference:** RR.2021.247
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_RR-2021-247_2023-01-31

## Full Text

Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an das Fürstentum Liechtenstein; Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG); Dauer der Beschlagnahme (Art. 33a IRSV); Unentgeltliche Rechtspflege (Art. 65 VwVG);;Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an das Fürstentum Liechtenstein; Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG); Dauer der Beschlagnahme (Art. 33a IRSV); Unentgeltliche Rechtspflege (Art. 65 VwVG);;Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an das Fürstentum Liechtenstein; Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG); Dauer der Beschlagnahme (Art. 33a IRSV); Unentgeltliche Rechtspflege (Art. 65 VwVG);;Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an das Fürstentum Liechtenstein; Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG); Dauer der Beschlagnahme (Art. 33a IRSV); Unentgeltliche Rechtspflege (Art. 65 VwVG)

Entscheid vom 31. Januar 2023 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter 
Roy Garré, Vorsitz, 
Miriam Forni und Giorgio Bomio-Giovanascini, 
Gerichtsschreiber Stephan Ebneter 

   
 
Parteien 

  
A., vertreten durch Rechtsanwalt Eugen Koller, 
 

Beschwerdeführer 
 

 gegen 
   

STAATSANWALTSCHAFT ST. GALLEN, Untersu-
chungsamt Altstätten, 
 

Beschwerdegegnerin 
 
 

Gegenstand  Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an das 
Fürstentum Liechtenstein 
 
Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG); Dauer 
der Beschlagnahme (Art. 33a IRSV); unentgeltliche 
Rechtspflege (Art. 65 VwVG) 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: RR.2021.247 
Nebenverfahren: RP.2021.85 
 
 
 

- 2 - 

 

 

Sachverhalt: 
 

A. Das Fürstliche Landgericht des Fürstentums Liechtenstein führt strafrechtli-
che Vorerhebungen gegen A. wegen Verdachts des gewerbsmässigen 
Betrugs (§§ 146, 147 Abs. 2, 148 erster Fall StGB/FL), der Untreue (§ 153 
Abs. 1 und 3 erster Fall StGB) sowie der Geldwäscherei (§ 165 Abs. 1 und 
2 StGB). In diesem Zusammenhang gelangte es mit Rechtshilfeersuchen 
vom 8. Juli 2021 an die Schweiz und ersuchte um Erhebung von Bankdaten 
und um Kontosperren (Akten Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen, 
Untersuchungsamt Altstätten, RH.2021.348 [nachfolgend «Akten UAAL»], 
Dossier Allgemeine Korrespondenz, pag. 1). 
 
 

B. Am 16. Juli 2021 leitete das Bundesamt für Justiz (nachfolgend «BJ») das 
Rechtshilfeersuchen an die Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen, Kan-
tonales Untersuchungsamt, weiter und bezeichnete den Kanton St. Gallen 
als Leitkanton für den Vollzug des Rechtshilfeersuchens sowie allfälliger er-
gänzender Ersuchen (Akten UAAL, Dossier Allgemeine Korrespondenz, 
pag. 1). 
 
 

C. Am 25. August 2021 erliess die Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen, 
Untersuchungsamt Altstätten (nachfolgend «UAAL»), eine Eintretensverfü-
gung (Akten UAAL, Dossier Verfügungen, pag. 1). Mit zwei separaten Ver-
fügungen vom gleichen Tag forderte das UAAL die Bank B. und die Bank 
C. AG auf, zu den von der Bank festgestellten Kundenbeziehungen mit A. 
Unterlagen herauszugeben und Vermögenswerte bis zu einem Maximalbe-
trag von Fr. 90'000.-- zu sperren (Akten UAAL, Dossier Verfügungen, pag. 2 
und 3). 
 
 

D. Am 29. September 2021 gab das UAAL A. die Gelegenheit, innert Frist von 
zehn Tagen der Herausgabe der erhobenen Bankunterlagen zuzustimmen 
(Akten UAAL, Dossier Mitteilungen an Beteiligte, pag. 5). Mit Schreiben vom 
11. Oktober 2021 liess A. um Einsicht in sämtliche Akten ersuchen. Ausser-
dem liess er beantragen, die Frist zur allfälligen Unterzeichnung der Zustim-
mungserklärung sei mit der Zustellung der Akten neu anzusetzen (Akten 
UAAL, Dossier Mitteilungen an Beteiligte, pag. 6). 
 

  

- 3 - 

 

 

E. Mit Schlussverfügung vom 12. Oktober 2021 ordnete das UAAL die Heraus-
gabe von Bankunterlagen und die Aufrechterhaltung der Kontosperren an 
(Akten UAAL, Dossier Verfügungen, pag. 4). 
 
 

F. Am 21. Oktober 2021 gewährte das UAAL A. Akteneinsicht (Akten UAAL, 
Dossier Mitteilungen an Beteiligte, pag. 8). 
 
 

G. Mit Beschwerde vom 12. November 2021 gelangt A., vertreten durch Rechts-
anwalt Eugen Koller, gegen die Schlussverfügung vom 12. Oktober 2021 an 
die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts und beantragt (act. 1): 
 
1. Das Rechtshilfeersuchen des Fürstlichen Landgerichts vom 8. Juli 2021 sei vollumfäng-

lich abzuweisen. 

 

2. Sämtliche Unterlagen, welche im Rahmen des vorliegenden Rechtshilfeersuchens be-

schlagnahmt und sichergestellt wurden, seien dem Beschwerdeführer auszuhändigen. 

 

 Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. 

 
In prozessualer Hinsicht lässt A. die aufschiebende Wirkung der Beschwerde 
beantragen. 
 
 

H. Mit Schreiben vom 18. November 2021 wurde A. u.a. eingeladen, bis 29. No-
vember 2021 einen Kostenvorschuss zu leisten (act. 3). Am 29. November 
2021 liess A. um Erstreckung dieser Frist ersuchen. Am 30. November 2021 
wurde eine Fristerstreckung bis 9. Dezember 2021 bewilligt (act. 6). Mit 
Schreiben vom 9. Dezember 2021 liess A. um unentgeltliche Rechtspflege 
ersuchen (RP.2021.85, act. 1). 
 
 

I. Mit Beschwerdeantwort vom 16. Dezember 2021 beantragt das UAAL, die 
Beschwerde sei kostenpflichtig abzuweisen (act. 9). Das Bundesamt für Jus-
tiz beantragt mit Beschwerdeantwort vom 28. Dezember 2021 die kostenfäl-
lige Abweisung der Beschwerde (act. 10). Die Beschwerdeantworten wurden 
A. mit Schreiben vom 30. Dezember 2021 zur Kenntnis gebracht (act. 11). 
 
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit 
erforderlich, in den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen Bezug genom-
men. 

  

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Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 
 

1.  
1.1 Für die Rechtshilfe zwischen der Schweiz und dem Fürstentum Liechten-

stein sind primär das Europäische Übereinkommen vom 20. April 1959 über 
die Rechtshilfe in Strafsachen (EUeR; SR 0.351.1) und das hierzu 
ergangene zweite Zusatzprotokoll vom 8. November 2001 (ZPII EUeR; 
SR 0.351.12) massgebend. Diese werden vorliegend ergänzt durch das 
Übereinkommen vom 8. November 1990 über Geldwäscherei sowie Ermitt-
lung, Beschlagnahme und Einziehung von Erträgen aus Straftaten (GwUe; 
SR 0.311.53). Ausserdem gelangen die Bestimmungen der Art. 48 ff. des 
Übereinkommens vom 19. Juni 1990 zur Durchführung des Übereinkom-
mens von Schengen vom 14. Juni 1985 (Schengener Durchführungs-
übereinkommen [SDÜ]; CELEX-Nr. 42000A0922(02); Abl. L 239 vom 
22. September 2000, S. 19–62; Text nicht publiziert in der SR, jedoch 
abrufbar auf der Website der Schweizerischen Eidgenossenschaft unter 
«Rechtssammlung zu den sektoriellen Abkommen mit der EU», 8.1 Anhang 
A; https://www.fedlex.admin.ch/de/sector-specific-agreements/EU-acts-re-
gister/8) zur Anwendung. Günstigere Bestimmungen bilateraler oder multila-
teraler Übereinkünfte zwischen den Vertragsparteien bleiben unberührt 
(Art. 48 Abs. 2 SDÜ; Art. 26 Abs. 2 und 3 EUeR). 
 

1.2 Soweit diese Staatsverträge bestimmte Fragen nicht abschliessend regeln, 
finden das Bundesgesetz vom 20. März 1981 (Rechtshilfegesetz, IRSG; 
SR 351.1) und die Verordnung vom 24. Februar 1982 über internationale 
Rechtshilfe in Strafsachen (Rechtshilfeverordnung, IRSV; SR 351.11) 
Anwendung (Art. 1 Abs. 1 lit. b IRSG). Das innerstaatliche Recht gelangt 
nach dem Günstigkeitsprinzip auch dann zur Anwendung, wenn dieses ge-
ringere Anforderungen an die Rechtshilfe stellt (BGE 145 IV 294 E. 2.1; 142 
IV 250 E. 3; 140 IV 123 E. 2; jeweils m.w.H.). Vorbehalten bleibt die Wahrung 
der Menschenrechte (BGE 145 IV 294 E. 2.1; 123 II 595 E. 7c; TPF 2020 64 
E. 1.1). 
 

1.3 Auf Beschwerdeverfahren in internationalen Rechtshilfeangelegenheiten 
sind zudem die Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 
1968 über das Verwaltungsverfahren (Verwaltungsverfahrensgesetz, 
VwVG; SR 172.021) anwendbar (Art. 39 Abs. 2 lit. b i.V.m. Art. 37 Abs. 2 
lit. a Ziff. 1 StBOG), wenn das IRSG nichts anderes bestimmt (siehe Art. 12 
Abs. 1 IRSG). 

 
  

- 5 - 

 

 

2.  
2.1 Die Schlussverfügung der ausführenden kantonalen oder der ausführenden 

Bundesbehörde unterliegt zusammen mit den vorangehenden Zwischenver-
fügungen der Beschwerde an die Beschwerdekammer des Bundesstrafge-
richts (Art. 80e Abs. 1 IRSG). Die entsprechende Beschwerdefrist beträgt 
30 Tage (Art. 80k IRSG). Zur Beschwerdeführung ist berechtigt, wer persön-
lich und direkt von einer Rechtshilfemassnahme betroffen ist und ein schutz-
würdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat (Art. 80h lit. b 
IRSG). Als persönlich und direkt betroffen gilt bei der Erhebung von Konto-
informationen der Kontoinhaber (Art. 9a lit. a IRSV). 
 

2.2 Bei dem hier angefochtenen Entscheid handelt es sich um eine Schlussver-
fügung der ausführenden kantonalen Behörde in internationalen Rechtshil-
feangelegenheiten. Der Beschwerdeführer ist als (Mit-)Inhaber der von der 
Rechtshilfemassnahme betroffenen Konten zur Erhebung der vorliegenden 
Beschwerde berechtigt. Auf die im Übrigen form- und fristgerecht erhobene 
Beschwerde ist einzutreten. 

 
 
3. Die Beschwerdekammer ist nicht an die Begehren der Parteien gebunden 

(Art. 25 Abs. 6 IRSG). Sie prüft die bei ihr erhobenen Rügen grundsätzlich 
mit freier Kognition. Sie ist aber nicht verpflichtet, nach weiteren der Gewäh-
rung der Rechtshilfe allenfalls entgegenstehenden Gründen zu forschen, die 
aus der Beschwerde nicht hervorgehen (BGE 132 II 81 E. 1.4; 130 II 337 
E. 1.4; Urteil des Bundesgerichts 1A.1/2009 vom 20. März 2009 E. 1.6; 
TPF 2011 97 E. 5). Ebenso wenig muss sich die urteilende Instanz mit allen 
Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzen. Sie kann sich auf die für 
ihren Entscheid wesentlichen Punkte beschränken, und es genügt, wenn die 
Behörde wenigstens kurz die Überlegungen nennt, von denen sie sich leiten 
liess und auf welche sich ihr Entscheid stützt (Urteil des Bundesgerichts 
1A.59/2004 vom 16. Juli 2004 E. 5.2 mit weiteren Hinweisen). 
 
 

4. Der Beschwerdeführer beantragt in prozessualer Hinsicht, der Beschwerde 
sei aufschiebende Wirkung zu erteilen. Diese kommt ihr allerdings schon von 
Gesetzes wegen zu (Art. 80l Abs. 1 IRSG), sodass sich der Antrag ohne 
Weiteres als gegenstandslos erweist. 

 
 
5.  
5.1 Der Beschwerdeführer kritisiert die Sachverhaltsdarstellung des Rechtshil-

feersuchens (act. 1 S. 3 ff.). 
  

- 6 - 

 

 

5.2 Gemäss Art. 14 EUeR müssen die Rechtshilfeersuchen insbesondere Anga-
ben über den Gegenstand und den Grund des Ersuchens enthalten (Ziff. 1 
lit. b). Ausserdem müssen sie in Fällen wie vorliegend die strafbare Handlung 
bezeichnen und eine kurze Darstellung des Sachverhalts enthalten (Ziff. 2). 
Art. 28 Abs. 2 und 3 IRSG und Art. 10 Abs. 2 IRSV stellen entsprechende 
Voraussetzungen an das Rechtshilfeersuchen. Diese Angaben müssen der 
ersuchten Behörde die Prüfung erlauben, ob die doppelte Strafbarkeit gege-
ben ist (Art. 5 Ziff. 1 lit. a EUeR), ob die Handlungen, wegen denen um 
Rechtshilfe ersucht wird, nicht ein politisches oder fiskalisches Delikt darstel-
len (Art. 2 lit. a EUeR) und ob der Grundsatz der Verhältnismässigkeit ge-
wahrt wird (BGE 129 II 97 E. 3.1; TPF 2011 194 E. 2.1 S. 195 f.). 
 
Die Rechtsprechung stellt an die Schilderung des Sachverhalts im Rechts-
hilfeersuchen im Regelfall keine hohen Anforderungen. Von den Behörden 
des ersuchenden Staates kann nicht verlangt werden, dass sie den Sach-
verhalt, der Gegenstand des hängigen Strafverfahrens bildet, bereits lücken-
los und völlig widerspruchsfrei darstellen. Das wäre mit dem Sinn und Zweck 
des Rechtshilfeverfahrens nicht vereinbar, ersucht doch ein Staat einen an-
deren gerade deswegen um Unterstützung, damit er die bisher im Dunkeln 
gebliebenen Punkte aufgrund von Beweismitteln, die sich im ersuchten Staat 
befinden, klären kann. Es kann auch nicht verlangt werden, dass die ersu-
chende Behörde die Tatvorwürfe bereits abschliessend mit Beweisen belegt. 
Der Rechtshilferichter hat weder Tat- noch Schuldfragen zu prüfen und 
grundsätzlich auch keine Beweiswürdigung vorzunehmen, sondern ist viel-
mehr an die Sachdarstellung im Ersuchen gebunden, soweit sie nicht durch 
offensichtliche Fehler, Lücken oder Widersprüche sofort entkräftet wird 
(BGE 142 IV 250 E. 6.3; 136 IV 4 E. 4.1; 133 IV 76 E. 2.2; TPF 2017 66 
E. 4.3.3; TPF 2011 194 E. 2.1 S. 196) 
 

5.3 Dem Rechtshilfeersuchen lässt sich folgende Sachverhaltsdarstellung ent-
nehmen (Akten UAAL, Dossier Allgemeines Korrespondenz, pag. 1): 
 
D. «kam Mitte August 2018 über die Internetplattform ‹E.› in Kontakt mit A., 
wobei es in weiterer Folge neben re[ge]lmässigen telefonischen Kontakten 
dann wöchentlich auch mehrfach zu persönlichen Treffen kam. Anlässlich 
eines solchen Treffens gab A. bekannt, dass er mit seiner Immobilienfirma 
und auch privat in einem Konkursverfahren stecke. Zudem liege seine Mutter 
in Italien i[m] Spital und benötige Geld für die Behandlungskosten, wobei 
seine eigenen Konten aber infolge des Konkurses blockiert seien. D. bot da-
her an, ihm Geld zu leihen, dessen schnellstmögliche Rückzahlung A. zu-
sagte. Ein erster Rückzahlungstermin im November 2018 wurde dann auf 

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Februar 2019 hinausgeschoben, da das Konkursverfahren noch nicht habe 
abgeschlossen werden können. 
 
D. zahlte mehrfach an A., teils in bar, teils per Banktransaktion, teils auch in 
Form von ‹Paysafe-Karten›, dieser erstattete jedoch nur kleine Beträge zu-
rück. D. wurde im November 2018 geschieden und übergab sogar ihren Ehe-
ring A. Sie finanzierte A. auch Reisen nach Italien, angeblich aus familiären 
Gründen. Für kurze Zeit überliess sie A. sogar ihre EC-Karte samt PIN, wo-
mit er ohne ihr Einverständnis insgesamt CHF 4'000 abhob. Letztlich geriet 
auch D. in wirtschaftliche Probleme, sodass sie sich entschied, ihren PKW 
an einen Kollegen des A. namens ‹F.› aus Z. zu verkaufen. Sie habe als 
Ersatz ein schadhaftes Fahrzeug [erhalten], das wieder an ‹F.› zurück ging. 
Am Ende hatte sie daher gar kein Fahrzeug mehr und den restlichen Ver-
kaufserlös von CHF 13'000 erhielt sie ebenfalls nicht. Ferner nahm [s]ie zu 
Gunsten des A. noch einen Kredit im Umfang von CHF 20'000 auf. A. wie-
derum bestellte namens der D. an deren Adresse oder an andere Lieferad-
ressen auch Waren, die er trotz Zusicherung nicht bezahlte, wobei er D. auch 
nur teilweise vorab darüber informierte. 
 
Im Januar 2019 trafen sie die Vereinbarung, dass A. die privaten Rechnun-
gen der B. bezahlen sollte, um seine Schulden abzubezahlen. In weiterer 
Folge merk[t]e sie aber, dass weder die Alimente noch die Schulgelder für 
ihren Sohn oder die Miete für die Wohnung der D. bezahlt wurden. 
 
A. versicherte D. mehrfach seinen Rückzahlungswillen und unterstrich dies 
auch mit einem Foto von Tausendernoten, welche sie erhalten sollte, oder 
mit einem Zahlungsauftrag über CHF 45'000, den er erstellt haben wollte. 
 
Insgesamt erlitt D. einen Schaden von ca. CHF 90'000. Die Vermögenswerte 
wurden aber wohl in der Schweiz übertragen. Die Tathandlungen setzte A. 
ebenfalls grossteils in der Schweiz, mit Ausnahme von Bestellungen vom 
Computer der D. Soweit Transaktionen durch D. erfolgten, gingen diese an 
A. auf folgende Konten: 
 
1 (Bank B.) 
2 (Bank B.) 
3 (Bank C. AG) 
4 (Bank C. AG) 
 
A. scheint im Übrigen als Inhaber des Einzelunternehmens ‹G.› mit Sitz in 
Y./SG auf […], welches aber schon am […].[…].2011 gelöscht wurde». 

  

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Es bestehe somit der Verdacht, A. habe «mit dem Vorsatz, sich durch das 
Verhalten der getäuschten D. unrechtmässig zu bereichern, die D. über sei-
nen Willen – und mutmasslich auch über seine Fähigkeit – die von ihr darle-
hensweise erhaltenen Vermögenswerte vereinbarungsgemäss wieder zu-
rückzuerstatten getäuscht und diese so zur Überlassung von Vermögens-
werten im Gesamtumfang von ca. CHF 90'000 veranlasst, wodurch D. man-
gels vertragsgemässer Rückzahlung einen entsprechenden Vermögens-
schaden erlitt». Ausserdem bestehe der Verdacht, er habe «die ihm rechts-
geschäftlich eingeräumte Befugnis, über fremde Vermögenswerte der D. zu 
verfügen, wissentlich missbraucht, indem er unbefugt mittels deren EC-Karte 
und der zur Verfügung gestellten PIN insgesamt CHF 4'000 unberechtigt von 
deren Konto bezog, wodurch er der D. einen entsprechenden Vermögens-
schaden zufügte». Schliesslich bestehe der Verdacht, A. habe die erlangten 
Vermögenswerte «durch Transaktionen und Übertragungen verborgen bzw. 
deren Herkunft verschleiert, wobei er diese Vermögenswerte auch an sich 
brachte, in Verwahrung nahm, verwaltete, umwandelte und an Dritte über-
trug». 
 

5.4 Die Sachverhaltsschilderung im Rechtshilfeersuchen enthält keine offen-
sichtlichen Fehler, Lücken oder Widersprüche, die sie sofort entkräfteten. 
Die Beschwerdekammer ist deshalb daran gebunden. Soweit der Beschwer-
deführer dem Sachverhalt des Ersuchens eine Gegendarstellung gegen-
überstellt, ist diese im Rechtshilfeverfahren nicht zu hören (vgl. BGE 142 IV 
250 E. 6.3). 
 
 

6.  
6.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, er habe weder den Tatbestand der 

Untreue noch des Betrugs noch der Geldwäscherei erfüllt. 
 

6.2 Die Vertragsparteien des EUeR können sich das Recht vorbehalten, die Er-
ledigung von Ersuchen um Durchsuchung oder Beschlagnahme der Bedin-
gung zu unterwerfen, dass die dem Ersuchen zugrunde liegende strafbare 
Handlung sowohl nach dem Recht des ersuchenden als auch nach dem des 
ersuchten Staates strafbar ist (Art. 5 Abs. 1 lit. a EUeR). Die Schweiz hat für 
die Durchführung prozessualer Zwangsmassnahmen eine entsprechende 
Erklärung angebracht (vgl. Art. 3 des Bundesbeschlusses vom 27. Septem-
ber 1966 über die Genehmigung von sechs Übereinkommen des Europara-
tes, AS 1967 805 ff., 809). Art. 64 Abs. 1 IRSG bestimmt (für die akzessori-
sche Rechtshilfe), dass prozessuale Zwangsmassnahmen nur angewendet 
werden dürfen, wenn aus der Darstellung des Sachverhalts im Ersuchen 

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hervorgeht, dass die im Ausland verfolgte Handlung die objektiven Merkmale 
eines nach schweizerischem Recht strafbaren Tatbestandes aufweist. 
 
Für die Frage der beidseitigen Strafbarkeit nach schweizerischem Recht ist 
der im Rechtshilfeersuchen dargelegte Sachverhalt so zu subsumieren, wie 
wenn die Schweiz wegen des analogen Sachverhalts ein Strafverfahren ein-
geleitet hätte (BGE 142 IV 250 E. 5.2; 142 IV 175 E. 5.5; 132 II 81 E. 2.7.2 
S. 90). Zu prüfen ist mithin, ob der im Ausland verübte inkriminierte Sachver-
halt, sofern er – analog – in der Schweiz begangen worden wäre, die Tatbe-
standsmerkmale einer schweizerischen Strafnorm erfüllen würde. Die Straf-
normen brauchen nach den Rechtssystemen der Schweiz und des ersu-
chenden Staates nicht identisch zu sein (BGE 142 IV 175 E. 5.5; 132 II 81 
E. 2.1 S. 84; 129 II 462 E. 4.6; TPF 2011 194 E. 2.1 S. 196). Dabei genügt 
es, wenn der im Rechtshilfeersuchen geschilderte Sachverhalt unter einen 
einzigen Straftatbestand des schweizerischen Rechts subsumiert werden 
kann. Es braucht dann nicht weiter geprüft zu werden, ob darüber hinaus 
auch noch weitere Tatbestände erfüllt sein könnten (BGE 129 II 462 E. 4.6). 
 

6.3 Soweit der Beschwerdeführer die Strafbarkeit nach liechtensteinischem 
Recht bestreitet, ist er darauf hinzuweisen, dass vorbehältlich Fälle offen-
sichtlichen Missbrauchs die ausländische Strafbarkeit nicht zu prüfen ist 
(BGE 116 Ib 89 E. 3c/aa mit Hinweisen; HEIMGARTNER, Basler Kommentar, 
2015, Art. 64 IRSG N. 15; LUDWICZAK GLASSEY, Entraide judiciaire internati-
onale en matière pénale, 2018, N. 430). Vorliegend besteht kein Anlass, die 
ausländische Strafbarkeit ausnahmsweise zu prüfen. 
 

6.4 Gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB macht sich des Betrugs strafbar, wer in der 
Absicht, sich oder einen andern unrechtmässig zu bereichern, jemanden 
durch Vorspiegelung oder Unterdrückung von Tatsachen arglistig irreführt 
oder ihn in einem Irrtum arglistig bestärkt und so den Irrenden zu einem Ver-
halten bestimmt, wodurch dieser sich selbst oder einen andern am Vermö-
gen schädigt. Die Täuschung ist eine unrichtige Erklärung über Tatsachen, 
die darauf gerichtet ist, bei einem andern eine von der Wirklichkeit abwei-
chende Vorstellung hervorzurufen. Als Tatsachen, über welche getäuscht 
werden kann, gelten auch innere Tatsachen, wie etwa Leistungswille und 
Erfüllungsbereitschaft (BGE 147 IV 73 E. 3.1 mit Hinweisen). Bei einfachen 
falschen Angaben bejaht die Rechtsprechung Arglist, wenn deren Überprü-
fung nicht oder nur mit besonderer Mühe möglich oder wenn sie nicht zumut-
bar ist, wenn der Täter das Opfer von der möglichen Überprüfung abhält oder 
wenn er nach den Umständen voraussieht, dass jenes die Überprüfung der 
Angaben aufgrund eines besonderen Vertrauensverhältnisses unterlassen 
werde (BGE 147 IV 73 E. 3.1 mit Hinweisen). Neben arglistiger Täuschung 

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und Irrtum setzt der Tatbestand eine irrtumsbedingte Vermögensverfügung 
der getäuschten Person voraus, wodurch diese sich selbst bzw. das ihrer 
tatsächlichen Verfügung unterliegende Vermögen einer Drittperson unmittel-
bar schädigt. Ein Vermögensschaden liegt vor, wenn das Vermögen des 
Täuschungsopfers nach Vornahme der irrtumsbedingten Vermögensverfü-
gung in seinem Gesamtwert – durch Verringerung der Aktiven oder Vermeh-
rung der Passiven – tatsächlich verringert ist (BGE 147 IV 73 E. 6.1 mit Hin-
weisen). 
 

6.5 Der Sachverhalt, der dem Rechtshilfeersuchen entnommen werden kann, 
kann prima facie unter den Tatbestand des Betrugs nach Art. 146 StGB sub-
sumiert werden. Er schildert insbesondere Anhaltspunkte, dass der Be-
schwerdeführer seinen Rückzahlungswillen erklärte, obwohl er keinen sol-
chen hatte (Vorspiegelung von Tatsachen), folglich D. sich vorstellte, der Be-
schwerdeführer sei gewillt, Darlehen zurückzuzahlen (Irrtum), worauf D. dem 
Beschwerdeführer Darlehen gewährte (Vermögensverfügung), die dieser 
nicht zurückzahlte (Vermögensschaden). Es sind auch Anhaltspunkte er-
sichtlich, die auf ein Vertrauensverhältnis zwischen dem Beschwerdeführer 
und D. schliessen lassen, aufgrund dessen A. voraussehen konnte, dass D. 
die Überprüfung seiner Angaben unterlassen werde (Arglist). So sollen sich 
A. und D. über eine Internetplattform kennengelernt haben, deren Name auf 
eine Partnerbörse hinweist, und daraufhin regelmässig persönlichen Kontakt 
gehabt und sich auch getroffen haben. 
 
Ob sich daneben der Sachverhalt unter weitere Tatbestände subsumieren 
lässt, muss nicht weiter geprüft werden (vgl. oben E. 6.1 in fine). 
 

 
7.  
7.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, dass, wenn überhaupt, ohnehin nicht 

alle Konti, welche auf ihn lauten, gesperrt werden können bzw. alle Konto-
unterlagen herauszugeben sind. Dies käme einer unzulässigen «fishing ex-
pedition» (Beweisausforschung) gleich. 
 

7.2 Rechtshilfemassnahmen haben generell dem Prinzip der Verhältnismässig-
keit zu genügen (statt vieler vgl. Entscheid des Bundesstrafgerichts 
RR.2011.193 vom 9. Juli 2012 E. 8.2). Die internationale Zusammenarbeit 
kann nur abgelehnt werden, wenn die verlangten Unterlagen mit der verfolg-
ten Straftat in keinem Zusammenhang stehen und offensichtlich ungeeignet 
sind, die Untersuchung voranzutreiben, so dass das Ersuchen nur als Vor-
wand für eine unzulässige Beweisausforschung («fishing expedition») er-
scheint (BGE 142 II 161 E. 2.1.2; 139 II 404 E. 7.2.2; 136 IV 82 E. 4.1). Ob 
die verlangten Auskünfte für das Strafverfahren im ersuchenden Staat nötig 

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oder nützlich sind, ist eine Frage, deren Beantwortung grundsätzlich dem 
Ermessen der Behörden jenes Staates anheimgestellt ist. Der ersuchte Staat 
ist verpflichtet, dem ersuchenden Staat alle diejenigen Aktenstücke zu über-
mitteln, die sich auf den im Rechtshilfeersuchen dargelegten Sachverhalt be-
ziehen können; nicht zu übermitteln sind nur diejenigen Akten, die für das 
ausländische Strafverfahren mit Sicherheit nicht erheblich sind (sog. poten-
tielle Erheblichkeit; BGE 128 II 407 E. 6.3.1 S. 423; 122 II 367 E. 2c; 
TPF 2009 161 E. 5.1 m.w.H.). Hierbei ist auch zu beachten, dass für das 
ausländische Strafverfahren nicht nur belastende, sondern auch entlastende 
Beweismittel von Bedeutung sein können, um einen bestehenden Verdacht 
allenfalls zu widerlegen (TPF 2011 97 E. 5.1 S. 106 m.w.H.) 
 
Dabei darf die ersuchte Rechtshilfebehörde über ein im Rechtshilfeersuchen 
gestelltes Begehren nicht hinausgehen (Übermassverbot; BGE 136 IV 82 
E. 4.1 S. 85 f.). Die Rechtsprechung hat diesen Grundsatz derweil insofern 
präzisiert, als das Rechtshilfeersuchen nach Massgabe des Zwecks der an-
gestrebten Rechtshilfe weit ausgelegt werden kann, solange alle Vorausset-
zungen für die Gewährung der Rechtshilfe erfüllt sind. Auf diese Weise kann 
eine andernfalls notwendige Ergänzung des Rechtshilfeersuchens vermie-
den werden (BGE 136 IV 82 E. 4.1; vgl. zum Ganzen auch TPF 2009 161 
E. 5.1). Zielt das Rechtshilfeersuchen auf die Ermittlung ab, auf welchem 
Weg Geldmittel möglicherweise strafbarer Herkunft verschoben worden 
sind, so sind die Behörden des ersuchenden Staates grundsätzlich über alle 
Transaktionen zu informieren, die von Gesellschaften und über Konten ge-
tätigt worden sind, welche in die Angelegenheit verwickelt sind (BGE 129 II 
462 E. 5.3; TPF 2011 97 E. 5.1 m.w.H.). 
 
Es obliegt dem Beschwerdeführer, jedes einzelne Aktenstück, das nach sei-
ner Auffassung nicht an die ersuchende Behörde übermittelt werden darf, zu 
bezeichnen. Zugleich hat er für jedes der so bezeichnete Aktenstücke dar-
zulegen, weshalb es im ausländischen Strafverfahren nicht erheblich sein 
kann (BGE 126 II 258 E. 9c; 122 II 367 E. 2d). 
 

7.3 Der Beschwerdeführer macht geltend, dass nicht alle betroffene Konten im 
Rechtshilfeersuchen genannt sind. Darüber hinaus hätten jene Konten mit 
D. nichts zu tun, was auch nicht behauptet werde. Sofern überhaupt Konto-
unterlagen herausgegeben und Konten gesperrt werden können, habe sich 
das auf jene Konten zu beschränken, die im Rechtshilfegesuch genannt 
sind. Nach Angaben der ersuchenden Behörden soll D. mehrfach an den 
Beschwerdeführer, teils in bar, teils per Banktransaktion, teils auch in Form 
von Paysafe-Karten Zahlungen geleistet haben. Der Beschwerdeführer soll 
entsprechende Vermögenswerte an sich gebracht, in Verwahrung 

- 12 - 

 

 

genommen, verwaltet, umgewandelt und an Dritte übertragen haben. Die 
liechtensteinischen Behörden ersuchen unter Nennung von je zwei Konten 
um Daten zu sämtlichen Geschäftsverbindungen des Beschwerdeführers 
bei den betreffenden Bankinstituten, namentlich um Kontounterlagen ab 
28. Januar 2019, dem Zeitpunkt der ersten Transaktion von D., bis dato. Ein 
ausreichender Sachzusammenhang zwischen dem zu untersuchenden 
Sachverhalt und den fraglichen Dokumenten ist ohne Weiteres gegeben. Die 
Ausführungen des Beschwerdeführers vermögen nicht darzulegen, dass die 
ermittelten Kontounterlagen mit Sicherheit irrelevant sind. Deren Inhalt 
könnte beispielsweise sachrelevante Transaktionen aufweisen oder sich 
allenfalls entlastend auswirken. Wie oben ausgeführt (s. E. 7.2) sind die Be-
hörden des ersuchenden Staates grundsätzlich über alle Transaktionen zu 
informieren, die potentiell nötig oder nützlich sein könnten. Das Vorbringen 
des Beschwerdeführers ist somit nicht zu hören. 
 
 

8.  
8.1 Der Beschwerdeführer stellt zwar keinen expliziten Antrag um Aufhebung 

der angeordneten Kontosperren. Aus der Beschwerdebegründung geht je-
doch hinreichend klar hervor, dass er auch mit der Beschlagnahme nicht ein-
verstanden ist. 
 

8.2 Da die gesperrten Vermögenswerte möglicherweise deliktischer Herkunft 
sind (vgl. vorn E. 7), haben sie grundsätzlich beschlagnahmt zu bleiben bis 
zum Vorliegen eines rechtskräftigen und vollstreckbaren Einziehungs- bzw. 
Rückerstattungsentscheides des ersuchenden Staates bzw. bis der ersu-
chende Staat mitteilt, dass ein solcher Entscheid nicht mehr erfolgen kann 
(vgl. Art. 33a IRSV). Die gesperrten Vermögenswerte stellen einen Bruchteil 
des mutmasslichen Deliktserlöses dar (vgl. vorn E. 5.3), weshalb die Konto-
sperren unter diesem Gesichtspunkt ohne Weiteres als verhältnismässig er-
scheinen. Die Ermittlungen im ersuchenden Staat werden zeigen müssen, 
ob es sich beim beschlagnahmten Kontovermögen überhaupt – und wenn 
ja, integral oder partiell – um Gelder strafbarer Herkunft handelt. Bis diese 
Frage im ausländischen Strafverfahren geklärt ist, muss die Kontosperre ge-
mäss Art. 33a IRSV aufrechterhalten bleiben. Diese besteht erst seit dem 
25. August 2021, was beim geschilderten Tatverdacht keine unverhältnis-
mässig lange Dauer darstellt. 
 
 

9. Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde in allen Punkten als unbe-
gründet. Sie ist abzuweisen. 

  

- 13 - 

 

 

10.  
10.1 Der Beschwerdeführer ersucht um unentgeltliche Rechtspflege 

(RP.2021.85, act. 1). 
 

10.2 Die Beschwerdekammer befreit eine Partei, die nicht über die erforderlichen 
Mittel verfügt, auf Antrag von der Bezahlung der Verfahrenskosten, sofern 
ihr Begehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 65 Abs. 1 VwVG) und bestellt 
dieser einen Anwalt, wenn dies zur Wahrung ihrer Rechte notwendig ist 
(Art. 65 Abs. 2 VwVG). Diese Regelung ist Ausfluss von Art. 29 Abs. 3 BV. 
Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind Prozessbegehren 
als aussichtslos anzusehen, wenn die Gewinnaussichten beträchtlich gerin-
ger erscheinen als die Verlustgefahren. Dagegen gilt ein Begehren nicht als 
aussichtslos, wenn sich Gewinnaussichten und Verlustgefahren ungefähr 
die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Massgebend 
ist, ob eine Partei, die über die nötigen Mittel verfügt, sich bei vernünftiger 
Überlegung zu einem Prozess entschliessen würde (BGE 142 III 138 E. 5.1; 
140 V 521 E. 9.1; 139 III 475 E. 2.2). 
 

10.3 Aufgrund des oben Ausgeführten erweist sich die Beschwerde offensichtlich 
als aussichtslos i.S.v. Art. 65 Abs. 1 VwVG. Demzufolge ist das Gesuch um 
unentgeltliche Rechtspflege bereits aus diesem Grund abzuweisen. 
 
 

11. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten vom Beschwer-
deführer zu tragen (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG). Der gesetzliche Gebühren-
rahmen reicht bis Fr. 50'000.--, wobei angesichts der Gewichtung und des 
Aufwandes des Verfahrens die Gerichtsgebühr vorliegend auf Fr. 3'000.-- 
festzusetzen ist (vgl. Art. 63 Abs. 5 VwVG i.V.m. Art. 73 StBOG sowie Art. 5 
und 8 Abs. 3 lit. b BStKR). 
 

 

- 14 - 

 

 

Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 
 
1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 
2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen. 

 
3. Die Gerichtsgebühr von Fr. 3'000.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt. 

 
 

Bellinzona, 1. Februar 2023 
 
Im Namen der Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:  
 
 
 
 
 
 
 
 
Zustellung an 
 
- Rechtsanwalt Eugen Koller 
- Staatsanwaltschaft St. Gallen, Untersuchungsamt Altstätten 
- Bundesamt für Justiz, Fachbereich Rechtshilfe 
 
 
Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen kann innert zehn 
Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde 
eingereicht werden (Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG). Eingaben müssen spätestens am letzten Tag 
der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder 
einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden (Art. 48 
Abs. 1 BGG). Im Falle der elektronischen Einreichung ist für die Wahrung einer Frist der Zeitpunkt 
massgebend, in dem die Quittung ausgestellt wird, die bestätigt, dass alle Schritte abgeschlossen 
sind, die auf der Seite der Partei für die Übermittlung notwendig sind (Art. 48 Abs. 2 BGG). 

Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die 
Beschwerde nur zulässig, wenn er eine Auslieferung, eine Beschlagnahme, eine Herausgabe von 
Gegenständen oder Vermögenswerten oder eine Übermittlung von Informationen aus dem 
Geheimbereich betrifft und es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (Art. 84 Abs. 1 
BGG). Ein besonders bedeutender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme 
bestehen, dass elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das Verfahren im 
Ausland schwere Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG).