# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 23ead5c7-9770-5078-9dbe-d1dee057e4f7
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-03-05
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 05.03.2015 100 2013 447
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2013-447_2015-03-05.pdf

## Full Text

100.2013.447U
KEP/KOM/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 5. März 2015

Verwaltungsrichter Burkhard, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichterin Arn De Rosa
Verwaltungsrichter Daum, Keller und Rolli
Gerichtsschreiber Kocher 

A.________ und B.________
vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdeführende 

gegen

Einwohnergemeinde Steffisburg
Baubewilligungsbehörde, Gemeindeverwaltung, Höchhusweg 5, 
3612 Steffisburg
Beschwerdegegnerin 

und

Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern
Reiterstrasse 11, 3011 Bern

betreffend Bauvorhaben Glasschiebewand bei gedecktem Sitzplatz; Wiederherstellung 
(Entscheid der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern vom 
21. November 2013; RA Nr. 110/2013/321)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 05.03.2015, Nr. 100.2013.447U, Seite 2

Sachverhalt:

A.

A.________ und B.________ sind Eigentümer der Attikawohnung (Stockwerkeinheit 
Nr. 1___-7) des Mehrfamilienhauses (Parzelle Steffisburg Gbbl. Nr. 1___) am …weg 
2___ in der Einwohnergemeinde (EG) Steffisburg. Das Grundstück liegt in der Zone mit 
Planungspflicht (ZPP) … «C.________» Sektor C und im Perimeter der 
Überbauungsordnung (ÜO) Nr. … «D.________». A.________ und B.________ 
erstellten im Frühjahr 2012 beim gedeckten Sitzplatz auf der Attikaterrasse eine 
Glasschiebewand, ohne eine Baubewilligung einzuholen. Mit Verfügung vom 23. Juli 
2012 forderte die Baupolizeibehörde Steffisburg sie auf, die Verglasung zu entfernen 
und den ursprünglichen Zustand wiederherzustellen oder ein nachträgliches 
Baugesuch einzureichen. Am 20. August 2012 reichten A.________ und B.________ 
ein nachträgliches Baugesuch für einen «Wetterschutz (Schiebewand) aus Glas bei 
gedecktem Sitzplatz» ein. Mit Verfügung vom 13. Juni 2013 erteilte die EG Steffisburg 
den Bauabschlag und ordnete die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands 
innert drei Monaten ab Rechtskraft wie folgt an: «Zurückversetzen der Verglasung auf 
den zulässigen Rücksprung von 1.50 m gegenüber dem unterliegenden Vollgeschoss 
(gemäss beiliegender Skizze)». Sie überliess es A.________ und B.________ zu 
entscheiden, ob diese die vorgeschlagene Projektänderung umsetzen oder den 
ursprünglich bewilligten Zustand wiederherstellen wollten. 

B.

Gegen diese Verfügung erhoben A.________ und B.________ am 17. Juli 2013 
Beschwerde bei der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern (BVE), 
welche diese mit Entscheid vom 21. November 2013 abwies.

C.

Dagegen haben A.________ und B.________ am 20. Dezember 2013 Verwal-
tungsgerichtsbeschwerde erhoben. Sie beantragen, der Entscheid der BVE vom 
21. November 2013 sowie der Bauentscheid der EG Steffisburg vom 13. Juni 2013 
seien aufzuheben und die beantragte Baubewilligung sei zu erteilen. Eventualiter sei 
die Sache an die EG Steffisburg zur neuen Beurteilung zurückzuweisen. Mit 
Beschwerdeantwort vom 13. Januar 2014 beantragt die EG Steffisburg, die 
Beschwerde sei abzuweisen. Die BVE schliesst mit Vernehmlassung vom 9. Januar 
2014 ebenfalls auf Abweisung der Beschwerde.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom , Baubewilligung/Baupolizei/2013/447, Seite 3

Am 25. August 2014 hat eine Delegation des Verwaltungsgerichts unter Mitwirkung der 
Parteien eine Augenscheins- und Instruktionsverhandlung durchgeführt. Die 
Verfahrensbeteiligten haben sich zu Protokoll und Fotodossier geäussert sowie 
Schlussbemerkungen eingereicht, wobei sie an ihren Anträgen festhalten.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte kantonale 
Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 
über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zuständig (vgl. auch Art. 49 
Abs. 2 des Baugesetzes vom 9. Juni 1985 [BauG; BSG 721.0]). Die 
Beschwerdeführenden haben am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, sind durch 
den angefochtenen Entscheid besonders berührt und haben ein schutzwürdiges 
Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 40 
Abs. 5 i.V.m. Abs. 2 BauG). Auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist 
grundsätzlich einzutreten (vgl. jedoch E. 1.2 hiernach).

1.2 Die Beschwerdeführenden beantragen, der Bauentscheid der Gemeinde sei 
aufzuheben (vgl. vorne Bst. C). Dabei übersehen sie, dass ihrer Beschwerde an die 
BVE voller Devolutiveffekt zugekommen ist. Anfechtungsobjekt kann im 
verwaltungsgerichtlichen Verfahren ausschliesslich der vorinstanzliche Entscheid sein. 
Soweit sie die Aufhebung des Bauentscheids der Gemeinde beantragen, ist auf ihre 
Beschwerde deshalb nicht einzutreten (BVR 2010 S. 411 E. 1.4 mit Hinweisen).

1.3 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG). Es urteilt in Fünferbesetzung, da sich Fragen 
von grundsätzlicher Bedeutung stellen (Art. 56 Abs. 2 Bst. a des Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft 
[GSOG; BSG 161.1]).

2.

Umstritten ist, ob den Beschwerdeführenden zu Recht die nachträgliche 
Baubewilligung zur Erstellung einer Glasschiebewand verweigert wurde. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 05.03.2015, Nr. 100.2013.447U, Seite 4

2.1 Die Attikaterrasse der Beschwerdeführenden ist teilweise überdacht. Das 
Terrassendach steht auf vier Stützen. Die strittige Glasschiebewand verbindet diese 
vier Stützen und bildet so zusammen mit Terrassenboden und -dach einen 
schliessbaren, jedoch nicht heizbaren Raum (Plan Attikageschoss 1:50 vom 14.8.2012, 
Baugesuchsakten [act. 3B], pag. 38; Protokoll der Augenscheins- und 
Instruktionsverhandlung vom 25.8.2014 [nachfolgend Protokoll], act. 14 S. 3, Votum 
Beschwerdeführer). Die Glasschiebewand besteht aus 24 Elementen mit je einer Breite 
von ca. 71-77 cm, die mit Ausnahme von zwei Elementen im Norden der Glasschiebe-
wand (insg. ca. 130 cm; Protokoll, act. 14 S. 3, Votum Beschwerdeführer; Fotodossier 
der Augenscheins- und Instruktionsverhandlung vom 25.8.2014 [nachfolgend 
Fotodossier], act. 14A, Fotos Nrn. 17 f.), alle abgedreht und verschoben werden 
können; die Glasschiebewand kann damit fast vollständig geöffnet werden. 
Unbestritten ist, dass die Installation der Glasschiebewand nicht bewilligt worden ist 
(Baubeschwerde vom 17.7.2013, Vorakten BVE, pag. 4). Bewilligt wurde hingegen die 
bestehende Überdachung der Terrasse (vgl. Bauentscheid vom 13.6.2013, Vorakten 
BVE, pag. 17). Die Überdachung und die Glasschiebewand reichen westseitig bis auf 
die Flucht der Mauer, welche den beheizbaren Raum der darunterliegenden 
Geschosse abschliesst. Davor befinden sich sog. Loggien. Deren Überdachung bildet 
den Boden der jeweils darüber liegenden Loggien. Mit Ausnahme eines Sitzplatzes 
(südliche Parterrewohnung) sind alle Loggien mit Schiebeelementen verglast. 
Angeblich ist auch für die südliche Parterrewohnung der Einbau einer 
Glasschiebewand geplant (Protokoll, act. 14 S. 6, Votum Beschwerdeführer). Die 
Loggien werden an den äusseren Ecken, zwischen den einzelnen Wohnungen und in 
deren Mitte mit Säulen gestützt (Fotodossier, act. 14A, Fotos Nrn. 39, 45).

2.2 Für die Beurteilung des vorliegenden Sachverhalts ist grundsätzlich die ÜO Nr. 
... «D.________» vom 9. Februar 2009, genehmigt am 20. März 2009, bestehend aus 
Überbauungsplan und Überbauungsvorschriften (ÜV), massgebend. Gemäss Art. 9 
Abs. 4 ÜV dürfen offene, gedeckte Sitzplätze bis maximal der Hälfte der 
Fassadenlänge des Attikageschosses bis auf die Vorderkante der darunter liegenden 
Vorschicht gestellt werden. Ein geschlossener bzw. schliessbarer Sitzplatz auf dem 
Attikageschoss, wie er hier zur Diskussion steht, fällt nicht unter diese Bestimmung. 
Art. 9 Abs. 3 ÜV verweist im Übrigen auf Art. 40 des Gemeindebaureglements der 
Gemeinde Steffisburg vom 26. November 1995 in der Fassung vom 17. Juni 2007 
(nachfolgend: GBR). Anwendbar sind somit die allgemeinen Vorschriften über die 
Erstellung der Attikageschosse. Art. 40 Abs. 2 Satz 2 GBR sieht vor, dass 
Attikafassaden mit Ausnahme des Treppenhauses und der Liftaufbauten allseitig 
wenigstens um 1,50 m von den Fassaden des darunterliegenden Vollgeschosses 
zurückzunehmen sind. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom , Baubewilligung/Baupolizei/2013/447, Seite 5

2.3 Zwischen den Parteien ist streitig, wo sich die Fassade des darunterliegenden 
Vollgeschosses und damit der relevante Messpunkt für den Rücksprung der 
Attikafassaden befindet. Während die Gemeinde aufgrund der anrechenbaren 
Bruttogeschossfläche und die BVE unter Berücksichtigung des Wortlauts von Art. 25 
Abs. 3 GBR auf die Umfassungswand des beheizten Raums abstellen, erachten die 
Beschwerdeführenden die äussere Mantelfläche des Baukörpers und damit die 
Aussenseite der verglasten Loggien als massgebend. Sie stützen sich dabei 
insbesondere auf Art. 7 Abs. 1 der kantonalen Verordnung vom 25. Mai 2011 über die 
Begriffe und Messweisen im Bauwesen (BMBV; BSG 721.3).

3.

Ausgangspunkt jeder Auslegung bildet der Wortlaut der Bestimmung. Ist der Text nicht 
klar und sind verschiedene Interpretationen möglich, so muss unter Berücksichtigung 
aller Auslegungselemente nach seiner wahren Tragweite gesucht werden. Abzustellen 
ist dabei namentlich auf die Entstehungsgeschichte der Norm, ihren Zweck und die 
Bedeutung, die der Norm im Kontext mit anderen Bestimmungen zukommt 
(BGE 139 III 78 E. 4.3, 138 II 440 E. 13; BVR 2012 S. 20 E. 3.1). Gleich wie das 
Bundesgericht lässt sich das Verwaltungsgericht von einem pragmatischen Metho-
denpluralismus leiten, der keinem Auslegungselement einen grundsätzlichen Vorrang 
zuerkennt. Es muss im Einzelfall abgewogen werden, welche Methode oder 
Methodenkombination zu der Lösung führt, die im normativen Gefüge und mit Blick auf 
die Wertentscheidungen des Gesetzgebers am meisten überzeugt (BVR 2012 S. 410 
E. 4.3). Dabei ist zu beachten, dass die Gemeinden im Bereich ihrer Bau- und 
Zonenordnung im Rahmen der gesetzlichen Regelungen und der übergeordneten 
Planung autonom sind (Art. 50 Abs. 1 der Bundesverfassung [BV; SR 101], Art. 109 
der Verfassung des Kantons Bern [KV; BSG 101.1] und Art. 65 Abs. 1 BauG). Die 
Autonomie beschränkt sich nicht nur auf den Bereich der Rechtsetzung; insbesondere 
wo eine Gemeinde zum Erlass von Rechtsnormen berechtigt ist, kommt ihr 
grundsätzlich auch bei deren Anwendung ein gewisser Beurteilungsspielraum zu. Es 
ist vorab Sache der Gemeinde zu bestimmen, wie sie eine eigene Vorschrift 
verstanden haben will. Wird die Anwendung einer von ihr erlassenen Bestimmung 
Gegenstand eines Beschwerdeverfahrens, haben die Rechtsmittelinstanzen zu prüfen, 
ob die von der Gemeinde geltend gemachte Auslegung rechtlich haltbar ist (BVR 2012 
S. 20 E. 3.2 mit Hinweisen; vgl. auch Zaugg/Ludwig, Kommentar zum bernischen 
BauG, Band I, 4. Aufl. 2013, Art. 9/10 N. 5). Dabei ist auch von Belang, wie die 
Gemeinde die zur Diskussion stehende Vorschrift bisher in der Praxis verstanden und 
gehandhabt hat (BVR 2010 S. 113 E. 4.4 mit Hinweisen).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 05.03.2015, Nr. 100.2013.447U, Seite 6

4.

4.1 Die interessierende Bestimmung von Art. 40 Abs. 2 GBR lautet wie folgt:
Die Attikafassaden dürfen, von oberkant roher Decke Flachdach bis oberkant 
Attikageschoss gemessen, nicht höher als 3.50 m sein. Sie sind mit Ausnahme des 
Treppenhauses und Liftaufbauten allseitig wenigstens um 1.50 m von den Fassaden 
des darunterliegenden Vollgeschosses zurückzunehmen. Auf den Rücksprung kann 
auf einer Seitenfassade und auf der Rückfassade verzichtet werden, wenn:

a) diese Abweichung architektonisch begründet ist;

b) dadurch die Attikagrundfläche nicht erhöht wird;

c) den Nachbarn keine wesentliche Nachteile erwachsen.

Dem Wortlaut von Satz 2 ist insbesondere zu entnehmen, dass die Attikafassaden 
hinter die Fassade des darunter liegenden Vollgeschosses zurückversetzt werden 
müssen. Dass die Fassaden eines Attikageschosses nicht auf diejenigen des 
darunterliegenden Vollgeschosses vorgezogen werden können, weil ansonsten ein 
Vollgeschoss vorliegen oder das Attikageschoss zumindest als solches erscheinen 
würde, wird auch in der Rechtsprechung für richtig befunden (BGer 1P.145/2006 vom 
22.5.2006, E. 2.3, in ZBl 2007 S. 499; VGer ZH VB.2004.00203 vom 24.11.2004, 
E. 2.1, VB.2011.00539 vom 21.3.2012, E. 3.2.1) und ist allgemein anerkannt. Der 
Wortlaut nennt Attikafassaden und Fassaden des Vollgeschosses als massgebende 
Messpunkte für den vorgeschriebenen Rücksprung. Der Begriff der Fassade wird in 
Art. 40 Abs. 2 GBR nicht definiert. Nach Duden und dem allgemeinen Sprachgebrauch 
bedeutet Fassade Vorder-, Schauseite oder auch Ansicht. Gemäss Koepf/Binding 
(Bildwörterbuch der Architektur, 4. Aufl. 2005, S. 167) ist die Fassade ebenfalls die 
Hauptansicht (Schauseite) eines Gebäudes, auf die sich die ganze Gestaltung kon-
zentriert (vgl. VGer ZH VB.2009.00254 vom 3.9.2009, E. 2.2). Auch das 
Verwaltungsgericht hat auf diese Definition abgestellt. Dabei hat es im Zusammenhang 
mit der Messung der Gebäudehöhe hervorgehoben, dass eine Fassade «ein Teil der 
sichtbaren Hülle oder Aussenhaut eines Gebäudes (von lat. facies: Angesicht)» sei und 
es eine «teilweise im Gebäudeinnern verlaufende, gewissermassen ‹fiktive› Fassade» 
begriffsnotwendig nicht geben könne (VGE 23083 vom 21.4.2008, E. 4.5.1; vgl. auch 
VGE 2013/187 vom 13.8.2014, E. 5.4.1 betr. Grenzabstand).

4.2 Das Erfordernis des Rücksprungs der Attikafassade um 1,50 m wurde mit 
Erlass des geltenden GBR im Jahr 1995 eingeführt. Aus den Materialien lässt sich zu 
Art. 40 GBR nichts entnehmen.

4.3 Die systematische Auslegung fragt danach, wie eine Norm in ihrem 
Gesamtkontext zu verstehen ist. 

4.3.1 Art. 40 steht im Abschnitt «C3 Baugestaltung» des GBR. Als Grundsatz legt 
Art. 32 Abs. 1 GBR für diesen Abschnitt Folgendes fest: 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom , Baubewilligung/Baupolizei/2013/447, Seite 7

Bauten und Anlagen sind hinsichtlich ihrer Gesamterscheinung, Lage, Proportionen, 
Dach- und Fassadengestaltung, Material, Farbwahl und Aussenraumgestaltung so 
auszubilden, dass sie das Orts- und Landschaftsbild nicht beeinträchtigen.

Darauf folgen detaillierte Bestimmungen zu den zulässigen Dachaufbauten und -
gestaltungen, welche sich diesem Grundsatz verschreiben. So sind bspw. Dachformen 
und Bedachungsmaterialien untersagt, welche das Orts- und Strassenbild 
beeinträchtigen (Art. 38 Abs. 1 GBR). In diesem Licht betrachtet, dient Art. 40 GBR in 
erster Linie dem optischen Gesamtbild.

4.3.2 Wie die Vorinstanz ausgeführt hat (angefochtener Entscheid, E. 2e), ist die 
Fassade in verschiedener Hinsicht als Referenzpunkt für die Bestimmung von 
baupolizeilichen Massen relevant, insbesondere auch zur Messung von Grenz- bzw. 
Gebäudeabständen. Nach Art. 25 Abs. 3 Satz 1 GBR meint Fassade im 
Zusammenhang mit dem Grenzabstand gegenüber nachbarlichem Grund explizit 
«Umfassungswand». Nicht von dieser Umfassungswand, sondern von der äusseren 
Brüstung von Vorbauten wie Balkonen und dergleichen ist zu messen, falls diese 
Vorbauten mehr als 50 % der Fassade bedecken (Satz 3). Der Wortlaut der 
Bestimmung legt nahe, wie die BVE erwogen hat, dass sich Vorbauten vor der 
Fassade befinden und nicht selber zur Fassade im Sinn einer Umfassungsmauer 
werden. Zur Definition der Umfassungswand und Fassade kann die Bestimmung aller-
dings nur beitragen, wenn von Vorbauten die Rede sein kann. Als solche nennt sie 
«Balkone und dergleichen». Art. 30 GBR über Anlagen und Bauteile im Grenzabstand 
definiert in Abs. 1 Balkone als «vorspringende offene Bauteile». Gemäss Koepf/Binding 
(a.a.O., S. 44) sind Balkone Deckenvorsprünge. Als solche hat auch die Vorinstanz 
Balkone umschrieben (angefochtener Entscheid, E. 2f). Werden aber über die gesamte 
Länge und Höhe eines Gebäudes die Geschossböden verlängert und an ihrem Ab-
schluss mit Betonsäulen abgestützt oder mit Mauerwerk eingefasst, bildet die gesamte 
Konstruktion einen Baukörper. Es besteht dann trotz allfälligen bedeutenden 
Maueröffnungen keine Vorbaute; im Gegenteil wird der gesamte Komplex von einer 
Umfassungswand nach aussen abgegrenzt. Entgegen den Ausführungen der 
Vorinstanz kann schliesslich aus Art. 25 Abs. 3 GBR auch nicht geschlossen werden, 
dass die Fassade nur den beheizten Baukörper umfasst.

4.3.3  Diese Interpretation entspricht letztlich auch den Bestimmungen der BMBV. Sie 
stützt sich auf die Interkantonale Vereinbarung vom 22. September 2005 über die 
Harmonisierung der Baubegriffe (IVHB; BSG 721.2) und ist am 1. August 2011 in Kraft 
getreten. Entgegen den Vorbringen der Beschwerdeführenden (vorne E. 2.3) ist die 
BMBV für die EG Steffisburg allerdings noch nicht verbindlich (vgl. Übergangsfrist in 
Art. 34 BMBV). Sie kann jedoch als Auslegungshilfe beigezogen werden (vgl. dazu 
auch VGE 2012/346 vom 31.1.2013, E. 4.2, 2013/187 vom 13.8.2014, E. 4.4.1; 
BGer 1C_531/2012 vom 7.1.2014, E. 3.5). Die BMBV definiert, wie die 
Beschwerdeführenden zu Recht vorbringen (Beschwerde, Art. 5), die Fassadenflucht 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 05.03.2015, Nr. 100.2013.447U, Seite 8

als Mantelfläche, gebildet aus den lotrechten Geraden durch die äussersten Punkte 
des Baukörpers über dem massgebenden Terrain (Art. 7 Abs. 1 BMBV), wobei 
vorspringende und unbedeutend rückspringende Gebäudeteile nicht berücksichtigt 
werden (Art. 7 Abs. 2 BMBV; vgl. auch VGE 2013/187 vom 13.8.2014, E. 4.4.1). Wo 
weder vorspringende noch rückspringende Gebäudeteile bestehen, deckt der 
Baukörper die gesamte Länge bzw. Breite des Gebäudes ab und wird damit vollständig 
von der Mantelfläche erfasst. Diese bildet die Fassadenflucht und dient im Sinn der 
BMBV zur Definition des Attikageschosses (Vortrag JGK zur BMBV, S. 6, einsehbar 
unter: <http://www.bve.be.ch>, Rubriken «Rechtsamt/Rechtliche 
Grundlagen/Vorträge»), was gemäss GBR die Fassade des darunterliegenden 
Vollgeschosses tut.

4.4 Das teleologische Auslegungselement stützt, soweit ihm überhaupt 
eigenständige Bedeutung zukommt (BVR 2013 S. 173 E. 4.6), die Auffassung, dass 
aufgrund der Baugestaltung zu entscheiden ist, wo sich die massgebende Fassade 
befindet. Für die Rückversetzung der Fassade des Attikageschosses sind nämlich 
keine anderen Gründe massgebend als die Reduktion des Baukörpers. 

4.5 Im Übrigen ist festzuhalten, dass für die Vollgeschosse und für das 
Attikageschoss dieselbe Definition gelten muss. Sollte mit der Gemeinde und der 
Vorinstanz darauf abgestellt werden, dass eine Fassade einen beheizbaren Raum 
umschliesst, müsste dieses Kriterium sowohl für die zur Bemessung des Rücksprungs 
entscheidende Fassade des Vollgeschosses als auch für die Fassade der Attika 
gelten. Unbeheizbare Teile des Attikageschosses blieben diesfalls ebenso 
unbeachtlich wie die unbeheizbaren Teile des darunterliegenden Vollgeschosses.

4.6 Zusammenfassend kann aufgrund des Wortlauts von Art. 40 Abs. 2 Satz 2 
GBR, wonach Attikafassaden von den Fassaden des darunter liegenden 
Vollgeschosses zurückzunehmen sind, davon ausgegangen werden, das GBR 
verlange primär, dass Attikageschosse kleiner erscheinen als Vollgeschosse. Diese 
Überlegung wird aus systematischer Sicht dadurch gestützt, dass sich die 
Attikabestimmung im Abschnitt über die Baugestaltung befindet. Nach Art. 25 Abs. 3 
GBR ist nicht von vorspringenden Gebäudeteilen zu sprechen, wenn sie die gesamte 
Gebäudeseite decken und architektonisch als Teil des Baukörpers wahrgenommen 
werden. Dies wird auch mit Blick auf die BMBV deutlich: Gemäss deren Bestimmungen 
werden sie in dieser Situation von der Mantelfläche erfasst und bilden die 
Fassadenflucht. Auch das teleologische Element zielt in die gleiche Richtung, sind 
doch für die Rückversetzung der Attikafassade keine anderen Gründe massgebend als 
die Reduktion des Baukörpers. Entscheidend ist also, was als Fassade des Gebäudes 
bzw. des unter dem Attikageschoss liegenden Vollgeschosses sichtbar in Erscheinung 
tritt und dass die Fassade des Attikageschosses davon um mindestens 1,50 m zurück-
versetzt wird. Die Auffassung der Gemeinde und der BVE, wonach die Um-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom , Baubewilligung/Baupolizei/2013/447, Seite 9

fassungswand des beheizten Raums die Fassade darstellt, erweist sich damit als 
rechtlich nicht haltbar (vgl. vorne E. 3).

5.

5.1 Zugunsten der Gemeinde ist einzuräumen, dass das von ihr vertretene 
Normverständnis wohl bereits bei der Planung und Realisierung der Überbauung 
«D.________» vorherrschte. Dafür spricht Art. 7 ÜV, der zwischen Baufeldern für 
Hauptbauten (Abs. 1, im Überbauungsplan rot eingezeichnet) und Bereichen für 
Balkone und Loggien (Abs. 3, im Überbauungsplan blau) unterscheidet. Auch deutet 
der Wortlaut von Art. 9 Abs. 4 ÜV auf das Verständnis hin, die Fassade befinde sich 
hinter den Loggien. Andernfalls wäre es nicht nötig gewesen, den Begriff «Vorderkante 
der Vorschicht» einzuführen, um für die Konstruktion von offenen Sitzplätzen auf dem 
Gebäudedach eine grosszügigere Gestaltung zu ermöglichen (vgl. vorne E. 2.2). Im 
Übrigen fällt auf, dass sämtliche Attikageschosse auf der massgebenden 
Gebäudeseite um 1,50 m von der Linie zurückversetzt worden sind, wo auf dem 
darunterliegenden Vollgeschoss der Loggiabereich beginnt.

5.2 Das Normverständnis der Gemeinde beim Erlass der ÜO Nr. ... «D.________» 
ändert jedoch nichts daran, dass es im vorliegenden Fall entscheidend darauf 
ankommt, wie Art. 40 GBR zu verstehen ist. Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass die 
ÜV für die Erstellung der Attikageschosse keine vom GBR abweichende Regelung 
treffen, sondern auf Art. 40 GBR verweisen (Art. 9 Abs. 3 ÜV). Weiter ist festzuhalten, 
dass dem GBR als Gemeindereglement Gesetzescharakter zukommt, während die ÜV 
als Verordnung anzusehen sind, welche der Gemeinderat gestützt auf das GBR 
erlassen hat. Über das Ergebnis der Auslegung von Art. 40 GBR kann sich der 
Gemeinderat in der ÜV nicht hinwegsetzen; erlässt er darin eine Bestimmung, die mit 
jener im GBR nicht vereinbar ist, geht vielmehr letztere aufgrund der Normenhierarchie 
vor. Zwar können gewisse Sachverhalte im Anwendungsbereich einer ÜO für eine ZPP 
abweichend von den allgemeinen Bestimmungen des GBR geregelt werden, doch 
müssten diese Abweichungen auf der gleichen Normstufe vorgesehen werden. So 
wäre es im vorliegenden Fall möglich gewesen, in Art. 59 GBR – welcher für alle ZPP 
der Gemeinde Planungszweck, Art und Mass der Nutzung sowie Grundsätze regelt – 
für die ZPP … «C.________» eine von Art. 40 GBR abweichende Bestimmung zu den 
Attikageschossen vorzusehen (vgl. auch Art. 92 Abs. 1 BauG), was jedoch nicht erfolgt 
ist.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 05.03.2015, Nr. 100.2013.447U, Seite 10

6.

Die eingereichten Akten und insbesondere der Augenschein haben ergeben, dass die 
Loggien von der Gebäudekonstruktion erfasst werden (Fotodossier, act. 14A, Fotos 
Nrn. 33, 37 f., 46 f.). Die Böden der jeweils darüber liegenden Geschosse wurden über 
die Loggien weitergezogen (Fotodossier, act. 14A, Fotos Nrn. 31 ff.). An der 
Aussenseite befinden sich zwischen jeder Loggia sowie in deren Mitte Säulen, welche 
farblich den nördlich, südlichen und östlichen Fassaden des Gebäudes entsprechen 
(Fotodossier, act. 14A, Fotos Nrn. 33, 37, 45). Die (verschiebbare) Verglasung 
(praktisch) sämtlicher Loggien lässt das Gebäude als Komplex erscheinen, welcher mit 
einer Glasfront abgeschlossen ist (Fotodossier, act. 14A, Fotos Nrn. 45 ff.). Die 
Fassade des unter dem Attikageschoss liegenden Vollgeschosses befindet sich damit 
aufgrund der Baugestaltung an der Aussenseite der Loggien. Von hier ist die 
Rückversetzung der Attikafassade um 1,50 m zu messen, welche eingehalten ist. 
Entgegen der Auffassung der Gemeinde (act. 17) werden dadurch nicht klar messbare 
Vorschriften aufgeweicht. Das Ausmass des Rücksprungs ist zwar in Art. 40 Abs. 2 
GBR eindeutig festgelegt, hingegen ist der massgebende Messpunkt nicht klar 
definiert. Entscheidend ist, dass die Fassade, ab welcher der Rücksprung zu messen 
ist, an der Aussenseite der Loggien liegt, da diese aufgrund ihrer Gestaltung und 
insbesondere Verglasung in der Umfassungswand integriert ist. 

7.

Soweit die Gemeinde in ihrer Stellungnahme vom 28. Oktober 2014 (act. 21) erstmals 
geltend machen sollte, mit der Bewilligung der Glasschiebewand würde die zulässige 
Bruttogeschossfläche überschritten, muss sie sich entgegenhalten lassen, bisher keine 
Zahlenangaben oder andere Unterlagen vorgelegt zu haben, welche ihre Behauptung 
stützen würden. Aus den Akten ergibt sich sodann Folgendes: Am 9. Mai 2010 (richtig: 
2011) richtete die Bauherrschaft eine Anfrage an die Gemeinde betreffend die 
Verglasung der Sitzplätze auf den Attikageschossen der Gebäude …weg 3___ 
und 2___ mit einer Fläche von insgesamt knapp 75 m2. Mit Schreiben vom 17. Mai 
2011 beantwortete die Gemeinde die Anfrage negativ (vgl. act. 3C). In ihrer Verfügung 
vom 13. Juni 2013 forderte die Gemeinde die Bauherrschaft auf, die Verglasung 
gemäss beigelegter Skizze zurückzuversetzen (westseitig auf der gesamten Länge von 
8 m um 1,10 m; act. 3D). Implizit hat sie damit bestätigt, dass mit dieser um 8,8 m2 
verkleinerten Fläche des verglasten Sitzplatzes die zulässige Bruttogeschossfläche 
eingehalten würde. Diese beträgt vorbehältlich Nutzungsbonus für energieeffizientes 
Bauen für die gesamte Überbauung maximal 14'500 m2 bzw. für den hier 
interessierenden Sektor C 11'392 m2 (vgl. Art. 43 und 59 GBR sowie Art. 5 Abs. 2 und 
3 ÜV). Es ist nicht anzunehmen, dass die knapp 9 m2 entscheidend dafür wären, dass 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom , Baubewilligung/Baupolizei/2013/447, Seite 11

die zulässige Bruttogeschossfläche überschritten würde. Unter diesen Umständen 
kann davon ausgegangen werden, dass die zulässige Bruttogeschossfläche auch dann 
eingehalten ist, wenn die Glasschiebewand an ihrem jetzigen Standort bestehen bleibt. 

8.

Die Beschwerde erweist sich demnach als begründet und ist gutzuheissen. Der 
Entscheid der BVE ist aufzuheben und die nachträgliche Baubewilligung zu erteilen. 

9.

Die Verfahrens- und Parteikosten sind grundsätzlich nach dem Unterliegerprinzip zu 
verlegen (vgl. Art. 108 Abs. 1 und 3 VRPG). 

9.1 Die Beschwerdeführenden dringen mit ihrem Hauptantrag durch, der 
angefochtene Entscheid sei aufzuheben. Das teilweise Nichteintreten (vorne E. 1.2) 
rechtfertigt keine Kostenausscheidung. Unter diesen Umständen sind sie als 
vollumfänglich obsiegend zu betrachten. Da die Gemeinde nicht in ihren 
Vermögensinteressen betroffen ist, hat sie für das Verfahren vor dem 
Verwaltungsgericht keine Verfahrenskosten zu tragen (Art. 108 Abs. 2 VRPG). Sie hat 
den Beschwerdeführenden die Parteikosten zu ersetzen (Art. 108 Abs. 3 i.V.m. 
Art. 104 Abs. 1 VRPG). Die Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens sind nach den 
gleichen Grundsätzen neu zu verlegen.

9.2 Gemäss Art. 41 Abs. 1 des Kantonalen Anwaltsgesetzes vom 28. März 2006 
(KAG; BSG 168.11) i.V.m. Art. 11 Abs. 1 der Verordnung vom 17. Mai 2006 über die 
Bemessung des Parteikostenersatzes (Parteikostenverordnung, PKV; BSG 168.811) 
beträgt das Honorar in Beschwerdeverfahren Fr. 400.-- bis 11'800.-- pro Instanz 
zuzüglich allfälliger Zuschläge nach Art. 11 Abs. 2 und Art. 16 PKV. Innerhalb dieses 
Rahmentarifs bemisst sich der Parteikostenersatz nach dem in der Sache gebotenen 
Zeitaufwand, der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses 
(Art. 41 Abs. 3 KAG). – Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführenden macht für das 
Verfahren vor der BVE ein Honorar von Fr. 4'500.-- zuzüglich Auslagen in der Höhe 
von Fr. 142.-- und Fr. 371.35 MWSt, somit total Fr. 5ʹ013.35 geltend. Dies erscheint 
nach den genannten Grundsätzen als angemessen. Für das Verfahren vor dem 
Verwaltungsgericht beansprucht der Rechtsvertreter der Beschwerdeführenden ein 
Honorar von Fr. 9ʹ520.-- zuzüglich Auslagen und MWSt. Dies ist nach den 
obgenannten Kriterien deutlich überhöht. Die Bedeutung der Streitsache ist als eher 
unterdurchschnittlich und die Schwierigkeit des Prozesses als durchschnittlich 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 05.03.2015, Nr. 100.2013.447U, Seite 12

einzustufen. Zwar war der gebotene Zeitaufwand angesichts der 
Instruktionsverhandlung mit Augenschein leicht überdurchschnittlich, indessen ist zu 
berücksichtigen, dass der Rechtsvertreter aus dem vorinstanzlichen Verfahren bereits 
über Aktenkenntnis verfügte. Insgesamt ist deshalb auch der gebotene Zeitaufwand als 
durchschnittlich anzusehen. Ein Honorar für das Verfahren vor Verwaltungsgericht von 
Fr. 6'000.-- zuzüglich Fr. 280.-- Auslagen und Fr. 502.40 MWSt, somit total 
Fr. 6'782.40, erscheint nach dem Gesagten als angemessen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, soweit darauf eingetreten wird, der Entscheid 
der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern vom 21. November 
2013 wird aufgehoben und die nachträgliche Baubewilligung zur Erstellung einer 
Glasschiebewand gemäss Baugesuch vom 20. August 2012 wird erteilt. 

2. Für die Verfahren vor dem Verwaltungsgericht und der Bau-, Verkehrs- und 
Energiedirektion des Kantons Bern werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3. a) Die Einwohnergemeinde Steffisburg hat den Beschwerdeführenden für das 
Verfahren vor dem Verwaltungsgericht die Parteikosten, festgesetzt auf 
Fr. 6'782.40 (inkl. Auslagen und MWSt), zu ersetzen.

b) Die Einwohnergemeinde Steffisburg hat den Beschwerdeführenden für das 
Verfahren vor der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern die 
Parteikosten, festgesetzt auf Fr. 5ʹ013.35 (inkl. Auslagen und MWSt), zu 
ersetzen.

4. Zu eröffnen:
- den Beschwerdeführenden
- der Beschwerdegegnerin
- der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern

Der Abteilungspräsident: Der Gerichtsschreiber:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom , Baubewilligung/Baupolizei/2013/447, Seite 13

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.