# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7cd8bf90-58e8-5673-9dbe-1b010d8907c8
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2007-03-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.03.2007 E-2350/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-2350-2007_2007-03-28.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-2350/2007
{T 0/2}

Urteil vom 28. März 2007

Mitwirkung: Richter Weber, Richter Galliker, Richter Brodard
Gerichtsschreiber Hardegger

A._______, Kongo (Kinshasa),
vertreten durch B._______,

Gesuchstellerin

gegen

Bundesverwaltungsgericht (BVGer), Postfach, 3000 Bern 14

betreffend

Urteil des Bundesverwaltungsgerichts (BVGer) vom 28. Februar 2007 in Sachen 
Asyl und Wegweisung (Revision) / N C._______ 

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass das  Bundesamt für Migration (BFM)  mit Verfügung vom 20. Dezember 2006 das 
Asylgesuch der Gesuchstellerin vom 13. November 2006 abgewiesen und die Wegwei-
sung aus der Schweiz sowie deren Vollzug angeordnet hat,

dass die Gesuchstellerin mit Eingabe vom 19. Januar 2007 (Poststempel) gegen diese 
Verfügung beim Bundesverwaltungsgericht (BVGer) Beschwerde erheben liess,

dass  sie mit  Zwischenverfügung vom 26.  Januar  2007 unter  anderem zur  Bezahlung 
eines Kostenvorschusses bis zum 13. Februar 2007 verpflichtet wurde, ansonsten auf 
das Rechtsmittel nicht eingetreten werde,

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil vom 28. Februar 2007 auf die Beschwer-
de wegen Nichtleistung des Kostenvorschusses innert angesetzter Frist nicht eintrat und 
der Gesuchstellerin Verfahrenskosten im Betrag von Fr. 200.-- auferlegte,

dass die Gesuchstellerin mit Eingabe vom 9. März 2007 (Poststempel) um Aufhebung 
des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts vom 28. Februar 2007 und um Wiederauf-
nahme des Beschwerdeverfahrens ersuchen liess,

dass die Gesuchstellerin die Quittung der Posteinzahlung vom 12. Februar 2007 im Ori-
ginal einreichen liess,

dass  der  Instruktionsrichter  mit  Telefonat  vom 14.  März  2007 (einstweiliger  Vollzugs-
stopp) und mit Telefax vom 19. März 2007 (definitive Aussetzung des Vollzugs) die kan-
tonalen Vollzugsbehörden anwies, von Vollzugshandlungen abzusehen,

und zieht in Erwägung,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  an  die  Klassifikation  einer  Rechtsmitteleingabe 
durch die Partei nicht gebunden ist und die unter dem Titel eines Gesuchs um Wieder-
aufnahme des Beschwerdeverfahrens eingereichte Eingabe vom 9. März 2007 als Revi-
sionsgesuch  zu  prüfen  ist  (vgl.  die  weiterhin  zutreffende  Praxis  der  Schweizerischen 
Asylrekurskommission  (ARK)  in  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  ARK [EMARK] 
2004 Nr. 13 E. 4, 2000 Nr. 29 E. 2 S. 246, 1998 Nr. 8 E. 3 S. 53 f.),

dass das Bundesverwaltungsgericht  gemäss Art.  45 des Verwaltungsgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005, VGG, SR 173.32, zuständig ist für die Revision von Entscheiden des 
Bundesverwaltungsgerichts, 

dass dabei  sinngemäss die Artikel  121 bis  128 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. 
Juni  2005,  BGG,  SR 173.110,  gelten  und  das  neue  Verfahrensrecht  anzuwenden  ist 
(vgl. Art.53 Abs. 2 VGG),

dass das Bundesverwaltungsgericht  in der Regel  Revisionsgesuche in  der Besetzung 
mit drei Richtern oder Richterinnen entscheidet, sofern das Revisionsgesuch nicht in die 

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Zuständigkeit des Einzelrichters beziehungsweise der Einzelrichterin fällt (Art. 21 Abs. 1 
VGG; Art. 23 VGG i.V.m. Art. 111 AsylG),

dass  die  Gesuchstellerin  durch  das  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  vom  28. 
Februar  2007  berührt  ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  dessen  Aufhebung  bezie-
hungsweise Änderung hat und daher zur Einreichung des Gesuches legitimiert ist (Art. 6 
des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998, AsylG, SR 142.31, in Verbindung mit Art. 48 Abs. 
1 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 1968, VwVG, 
SR 172.021, weshalb auf das eingereichte Gesuch einzutreten ist,

dass die Gesuchstellerin im Wesentlichen geltend macht,  das angefochtene Urteil  sei 
unhaltbar, weil sie am 12. Februar 2007 den Kostenvorschuss im Betrag von Fr. 600.-- 
bezahlt habe, und sie ihre Behauptung gleichzeitig mit dem originalen Empfangsschein 
der Post nachweist, 

dass die Gesuchstellerin damit die Verletzung eines Verfahrensfehlers im Sinne von Art. 
121 BGG geltend macht,

dass eine kurze Sichtung der Vorakten ergibt, dass die Behauptungen der Gesuchstelle-
rin offensichtlich zutreffen,

dass (...), 

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  bei  der  Ausfällung  des  Urteils  demzufolge  von 
einem unrichtigen Sachverhalt  ausgegangen ist  und die in den Akten liegende erheb-
liche Tatsache offensichtlich aus Versehen nicht berücksichtigt hat (vgl. Art. 121 Bst. d 
BGG i.V.m. Art. 45 VGG),

dass  demzufolge  das  Revisionsverfahren  gutzuheissen,  das  Urteil  vom  28.  Februar 
2007 aufzuheben und das ursprüngliche Beschwerdeverfahren weiterzuführen ist,

dass  sich  die  Gesuchstellerin  bis  zum  Abschluss  des  Beschwerdeverfahrens  in  der 
Schweiz aufhalten kann (Art. 42 Abs. 1 AsylG),

dass einer obsiegenden Partei in der Regel keine Verfahrenskosten aufzuerlegen sind, 
es sei denn, sie habe diese durch Verletzung von Verfahrenspflichten verursacht (vgl. 
Art. 63 Abs. 3 VwVG i.V.m. Art. 45 VGG),

dass vorliegend keine Anzeichen einer Verletzung der Verfahrenspflichten vorliegen,

dass demnach der Gesuchstellerin  keine Verfahrenskosten aufzuerlegen sind (Art.  63 
Abs. 1 VwVG),

dass die vertretene Gesuchstellerin im vorliegenden Verfahren obsiegt und ihr deshalb 
eine Parteientschädigung zuzusprechen ist (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art 7 Abs. 1 
des  Reglementes  über  Kosten  und Entschädigungen  vor  dem Bundesverwaltungsge-
richt, VGKE, SR 173.320.1),

dass der Rechtsvertreter der Gesuchstellerin für dieses Verfahren keine Kostennote zu 
den Akten gereicht  hat,  auf  die Nachforderung einer solchen indes verzichtet  werden 
kann, da sich die Vertretungskosten aufgrund der für das Verfahren ausschlaggebenden 
Akten zuverlässig abschätzen lassen (vgl. Art. 14 Abs. 2 in fine VGKE),

dass die Parteientschädigung unter Berücksichtigung aller massgeblicher Umstände und 
des  für  patentierte  Rechtsanwälte  geltenden  Stundenansatzes  von  Fr. 200.--  auf  Fr. 

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200.-- (inkl. Auslagen und MwSt) festzusetzen ist  (vgl.  (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. 
Art. 8 und 14 Abs. 2 VGKE).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. Das unter dem Titel eines Gesuchs um Wiederaufnahme des Beschwerdeverfah-
rens eingereichte Revisionsgesuch vom 9. März 2007 wird gutgeheissen. 

2. Das Urteil vom 28. Februar 2007 wird aufgehoben; das Beschwerdeverfahren vom 
19. Januar 2007 wird fortgesetzt.

3. Die Gesuchstellerin kann den Ausgang des Beschwerdeverfahrens in der Schweiz 
abwarten.

4. Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt.

5. Der Gesuchstellerin wird vom Bundesverwaltungsgericht eine Parteientschädigung 
von Fr. 200.-- ausgerichtet.

6. Dieses Urteil geht an:

- Rechtsvertreter,  2 Expl.  (vorab per Telefax,  eingeschrieben;  Beilage:  Formular 
Zahladresse zum Ausfüllen und Retournieren)

- Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt  und Rückkehrförderung, ohne Akten (Ref.-Nr.  
N C._______; per Telefax)

- D._______ (per Telefax)

Der Richter: Der Gerichtsschreiber:

Beat Weber Thomas Hardegger

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