# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e6f00915-b45b-5bb7-b590-6bb4213a602a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-08-21
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 21.08.2025 E-5258/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-5258-2025_2025-08-21.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-5258/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 1 .  A u g u s t  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter David R. Wenger, 

mit Zustimmung von Richterin Susanne Bolz-Reimann;   

Gerichtsschreiberin Monique Schnell Luchsinger. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Türkei,   

vertreten durch MLaw Mato Nujic,  

(…),  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 10. Juni 2025 / N (…). 

 

 

 

E-5258/2025 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge am (…) 2023 das 

Camp Makhmur im Irak verliess und am 25. August 2023 in die Schweiz 

einreiste, wo er am 12. September 2023 um Asyl nachsuchte, 

dass er anlässlich der Kurzbefragung vom 18. September 2023 sowie der 

Anhörung zu den Asylgründen vom 24. November 2023 zur Begründung 

des Asylgesuchs im Wesentlichen geltend machte, seine Familie stamme 

aus dem Dorf B._______ in Sirnak, Uludere, sein Vater sei im Jahr (…) von 

den türkischen Behörden in Gewahrsam genommen worden, wo ihm 

16 Zähne zerbrochen worden seien, im Jahre (…) sei ein Onkel festge-

nommen und getötet worden, bevor die Familie im Jahre (…) in den Irak 

vertrieben worden sei, wo sie vorerst in sieben verschiedenen Camps ge-

lebt habe; einige entfernte Verwandte würden noch immer in C._______ 

(Türkei) leben, er selbst habe aber nie in der Türkei gelebt und sei dort 

auch nicht registriert, 

dass er weiter ausführte, dass die Familie einige Zeit im Camp D._______ 

gelebt habe, wo er selbst geboren worden sei; wiederum später sei die 

Familie ins Camp Makhmur übersiedelt, wo er in jungen Jahren in der Ju-

gendorganisation tätig gewesen sei und den Bedürftigen geholfen habe, 

bevor er geheiratet habe und Vater geworden sei; für den Unterhalt seiner 

Familie habe er in E._______ gearbeitet und mehrere Mitarbeiter gehabt, 

dass er sodann geltend machte, bis im Jahre 2018 seien die Wege von 

Makhmur nach E._______ frei gewesen, danach habe es Probleme zwi-

schen der PKK (Partiya Karkerên Kurdistanê, Arbeiterpartei Kurdistans) 

und der KDP (Kurdisch Demokratische Partei) gegeben und man habe sich 

nicht mehr frei bewegen können, weshalb er illegal in E._______ weiterge-

arbeitet habe, wo er im Jahre (…) während zweier Monate von der Barsani 

Antiterroreinheit festgenommen worden und gefoltert worden sei, wobei 

ihm vorgeworfen worden sei, er sei ein PKK-Kämpfer und sie ihn als Spitzel 

hätten einsetzen wollen, dann aber eingesehen hätten, dass er kein Soldat 

sei, worauf er wieder freigekommen und für 45 Tage untergetaucht sei, 

dass der Beschwerdeführer schliesslich vorbrachte, er habe das Camp 

Makhmur mit Unterstützung eines Schleppers verlassen und sei über die 

Türkei schliesslich in die Schweiz gelangt; er könne nicht in die Türkei ge-

hen, weil er von seinen Verwandten in C._______ erfahren habe, dass ge-

gen ihn in der Türkei ein Gerichtsverfahren anhängig sei, und er befürchte, 

das gleiche Unheil zu erleiden wie damals sein Vater und sein Onkel,  

E-5258/2025 

Seite 3 

dass das Asylgesuch des Beschwerdeführers noch am 24. November 2023 

zur weiteren Behandlung dem erweiterten Verfahren zugewiesen und am 

27. November 2023 dem Kanton Solothurn zugeteilt wurde, 

dass im Dezember 2023 ein Wechsel in der Rechtsvertretung erfolgte, 

dass nach weiterer Korrespondenz und Abklärungen das SEM das Asylge-

such des Beschwerdeführers mit Verfügung vom 10. Juni 2025 – eröffnet 

am 16. Juni 2025 – ablehnte sowie die Wegweisung aus der Schweiz und 

den Vollzug anordnete, 

dass das SEM zur Begründung im Wesentlichen anführte, dass der allei-

nige Umstand, ein kurdischer Flüchtling zu sein und im Camp Makhmur 

gelebt zu haben, nach der Praxis der schweizerischen Asylbehörden keine 

asylrelevante Gefährdung mit sich bringe und einer Rückkehr in die Türkei 

nicht entgegenstehe, 

dass das SEM weiter ausführte, das Engagement des Beschwerdeführers 

bei der Jugendorganisation (der PKK) im Lager Makhmur sei auch für die 

türkischen Behörden – wenn überhaupt – als eine äusserst niederschwel-

lige politische Tätigkeit ohne spezifische Exposition zu qualifizieren, wes-

halb nicht anzunehmen sei, dass der Beschwerdeführer von den türki-

schen Behörden als Person wahrgenommen werde, die den türkischen 

Staat und dessen Souveränität gefährden könnte und er deshalb straf-

rechtlich oder in anderer flüchtlingsrechtlich relevanter Weise verfolgt 

würde, 

dass das SEM weiter geltend machte, die früheren Vorkommnisse betref-

fend den Vater und den Onkel seien nicht kausal für die Ausreise des Be-

schwerdeführers gewesen und auch die Asyldossiers der entfernten Ange-

hörigen in der Schweiz würden nicht auf eine Gefährdung des Beschwer-

deführers in der Türkei schliessen lassen, zumal auch nach der Sachdar-

stellung des Beschwerdeführers unter seinen Familienangehörigen keine 

«Militanten» seien und auch das behauptete Gerichtsverfahren gegen den 

Beschwerdeführer in der Türkei nicht näher substantiiert oder konkretisiert 

worden sei, weshalb die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG zu 

verneinen sei, 

dass das SEM weiter argumentiert, dass der Beschwerdeführer als junger, 

gesunder Mann mit hochstehender Schulbildung und langjähriger Arbeits-

erfahrung in diversen Bereichen, zuletzt in gehobener Führungsfunktion, 

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Seite 4 

bei seinen Verwandten in C._______ oder in einer anderen Provinz in der 

Türkei eine neue Existenz aufbauen könne, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 16. Juli 2025 gegen diesen 

Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht durch seinen Rechtsvertreter 

Beschwerde erhob und dabei sinngemäss beantragt, die angefochten Ver-

fügung aufzuheben, die Flüchtlingseigenschaft festzustellen und Asyl zu 

gewähren, eventualiter die Sache zur Neubeurteilung an das SEM zurück-

zuweisen und subeventualiter die vorläufige Aufnahme anzuordnen, unter 

Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Staates, 

dass der Beschwerdeführer in prozessualer Hinsicht beantragt, die unent-

geltliche Rechtspflege und die unentgeltliche Rechtsverbeiständung durch 

den Unterzeichnenden zu bewilligen und auf die Erhebung eines Kosten-

vorschusses zu verzichten, 

dass er seiner Beschwerde weitere Fotos aus dem Familienalbum, eine 

Kopie eines Schulzeugnisses seines Sohnes sowie eine Bestätigung vom 

26. Juni 2025 betreffend Sozialhilfeleistungen beilegte,  

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. 

Art. 31‒33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5), 

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Seite 5 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um ein solches Rechtsmittel handelt, 

weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde, 

dass der Beschwerdeführer unter anderem rügt, das SEM habe den Un-

tersuchungsgrundsatz verletzt, eine solche Verletzung jedoch nicht auszu-

machen ist, obschon die befragende Person den Beschwerdeführer zu Be-

ginn der Befragung zur Sache unterbrochen, ihn jedoch in der Folge ein-

lässlich zu den Asylgründen befragt hat, seine Rechtsvertretung anwesend 

gewesen ist, und keine Anzeichen ersichtlich sind, wonach der Beschwer-

deführer eingeschüchtert gewesen wäre, hat er doch Missverständnisse 

ausgeräumt (SEM-act. A37 F62),  

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde 

ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält, 

und Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in wesent-

lichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den 

Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ver-

fälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 Abs. 2 und 3 AsylG), 

dass die Erwägungen des SEM im angefochtenen Entscheid zum Asyl-

punkt überzeugen und es dem Beschwerdeführer nicht gelingt, diese im 

Beschwerdeverfahren vor Bundesverwaltungsgericht umzustossen, 

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dass insbesondere der alleinige Umstand, ein kurdischer Flüchtling zu sein 

und im Lager Makhmur gelebt zu haben gemäss Praxis keine flüchtlings-

rechtlich relevante Gefährdung mit sich bringt, vielmehr das Profil des Be-

troffenen, welches ihm von den türkischen Behörden zugeschrieben wer-

den dürfte, ausschlaggebend ist, wobei die Herkunft, der familiäre Hinter-

grund und das Umfeld von Bedeutung sind (vgl. Urteil des BVGer 

E-2772/2025 vom 23. Juni 2025 E. 6.10 m.w.H.),  

dass der Beschwerdeführer zwar vorbringt, er sei im irakischen Flüchtlings-

camp D._______ geboren und habe nie in der Türkei gelebt, indessen ein-

räumt, dass sein Vater vor der Ausreise aus der Türkei dort registriert ge-

wesen ist (SEM-act. A37 F5, F32, F37) und er selbst als türkischer Staats-

angehöriger zu betrachten sei, 

dass das kaum ausgeprägte politische Profil des Beschwerdeführers sowie 

sein familiärer Hintergrund entgegen den Vorbringen in der Beschwerde-

schrift nicht ausreichen, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen,  

dass seine Tätigkeit für die Jugendorganisation der PKK – selbst bei Wahr-

unterstellung – als niederschwellig und vernachlässigbar zu qualifizieren 

ist, 

dass die Behauptung des Beschwerdeführers, wonach in der Türkei gegen 

ihn ein Gerichtsverfahren anhängig sei, trotz weiterer Ausführungen in der 

Beschwerde weiterhin als unsubstantiiert zu betrachten ist, es im Übrigen 

auch nicht nachvollziehbar ist, weshalb der türkische Staat gegen ihn ein 

Gerichtsverfahren eingeleitet haben sollte, da der Beschwerdeführer sei-

nen eigenen Angaben zufolge die Türkei – ausser bei seiner Ausreise aus 

dem Irak – noch nie betreten haben will (SEM-act. A37 F 37, f 49, F 60 - 

F62),  

dass das behauptete Verfolgungsinteresse seitens des türkischen Staates 

folglich kaum wahrscheinlich ist,  

dass, auch wenn den türkischen Behörden bekannt sein sollte, dass sich 

der Beschwerdeführer im Flüchtlingslager Makhmur aufgehalten hat, auf-

grund seines fehlenden beziehungsweise äusserst niedrigen politischen 

Profils nicht davon auszugehen ist, er werde bei seiner Einreise in die Tür-

kei in den Augen des türkischen Staates als missliebige Person angesehen 

werden,  

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Seite 7 

dass die zahlreichen sich bei den Akten befindenden Fotografien, welche 

angeblich den Beschwerdeführer zeigen, daran nichts zu ändern vermö-

gen,  

dass denn auch die Zugehörigkeit zur kurdischen Ethnie und – bei Wahr-

unterstellung – der Umstand, dass der Vater und ein Onkel in der Türkei 

gefoltert beziehungsweis zu Tode gekommen seien, nicht dazu führen, 

dass von einer flüchtlingsrechtlich relevanten Gefährdung des Beschwer-

deführers in der Türkei auszugehen wäre, 

dass seine Ausführungen vielmehr darauf schliessen lassen, dass er we-

gen wirtschaftlicher Schwierigkeiten das Camp verlassen hat (SEM-act. 

A37 F52), 

dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelingt, die Flüchtlingseigen-

schaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb das 

SEM das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat, 

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 

Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 

(Art. 44 AsylG), vorliegend insbesondere der Kanton keine Aufenthaltsbe-

willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen 

besteht (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.), weshalb die 

verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen 

steht und demnach vom SEM ebenfalls zu Recht angeordnet wurde, 

dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-

mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg-

weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]), 

dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen ge-

mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard 

wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu 

beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens 

glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche 

Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des 

Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenste-

hen (Art. 83 Abs. 3 AIG), 

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dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), 

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass-

geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es 

dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche 

Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in 

Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoule-

ment im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet,  

dass sodann keine Anhaltspunkte für eine im Heimat- oder Herkunftsstaat 

drohende menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 

BV, von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter 

und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung 

oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK ersichtlich sind,  

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 

erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen 

wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage kon-

kret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AIG), 

dass gemäss konstanter Praxis des Bundesverwaltungsgerichts in der ge-

samten Türkei nicht von einer Situation allgemeiner Gewalt oder bürger-

kriegsähnlichen Verhältnissen auszugehen ist, auch nicht für Angehörige 

der kurdischen Ethnie (vgl. statt vieler Urteile des BVGer E-4459/2025 vom 

14. Juli 2025 E.9.3.2; Referenzurteil des BVGer E-4103/2024 vom  

8. November 2024 E. 13.2), 

dass folglich weder die allgemeine Lage im Heimat- beziehungsweise Her-

kunftsstaat des Beschwerdeführers noch individuelle Gründe auf eine kon-

krete Gefährdung im Falle einer Einreise in die Türkei schliessen lassen, 

weshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist, 

dass der Beschwerdeführer ausführen lässt, er sei nicht in gehobener Füh-

rungsfunktion tätig gewesen und habe keinen Kontakt zu seinen (entfern-

ten) Verwandten in der Türkei, es sei auch nicht einsehbar, wie er von sei-

nen übrigen Verwandten in der Türkei unterstützt werden solle, und seine 

Frau und sein Sohn könnten nicht in die Türkei gehen, 

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Seite 9 

dass dem Beschwerdeführer zwar insoweit zuzustimmen ist, dass die Um-

schreibung seiner Ausbildung und beruflichen Erfahrung im angefochtenen 

Entscheid als übertrieben zu betrachten ist, indessen seine Aussagen 

durchaus dahingehend zu verstehen sind, dass er während mehrerer 

Jahre einer Erwerbstätigkeit nachgegangen ist, die ihm wegen politischer 

Unruhen und Einschränkungen beziehungsweise Schikanen später er-

schwert und schliesslich verunmöglicht worden ist (SEM-act. A37 F47, 

F52 – F 55), weshalb er über genügend berufliche Erfahrung verfügt, um 

eine erneute Erwerbstätigkeit aufzunehmen, wie er sich dies wohl in der 

Schweiz erhofft (vgl. oben), zumal er in der Türkei auf die Unterstützung 

(entfernter) Verwandter (SEM-act. A37 F35) zurückgreifen kann,  

dass der Beschwerdeführer geltend macht, mittels eines Schleppers in die 

Schweiz gelangt zu sein, welche Dienstleistung nach allgemeiner Le-

benserfahrung finanziert werden musste, weshalb angenommen werden 

darf, dass er über finanzielle Mittel oder Unterstützung verfügt, sei es sei-

tens seiner Verwandten aus dem Camp Makhmur (SEM-act. A37 F39), aus 

Österreich (SEM-act. A37 F27) oder aus der Schweiz (SEM-act. A37 F27, 

F40), 

dass der Beschwerdeführer sein Vorbringen, es sei der Vollzug der Weg-

weisung in die Türkei für ihn nicht zumutbar, da seine Ehefrau und der ge-

meinsame Sohn das Lager Makhmur nicht verlassen dürften, in der Be-

schwerdeeingabe in keiner Weise substantiiert hat,  

dass das Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich aber davon ausgeht, 

dass der Beschwerdeführer als türkischer Staatsangehöriger mit seiner Fa-

milie problemlos Aufenthalt in der Türkei nehmen könnte, selbst wenn 

seine Frau eine andere Staatsangehörigkeit als die türkische haben sollte, 

dass der Beschwerdeführer im Übrigen erneut auf die Möglichkeit der fi-

nanziellen Rückkehrhilfe hinzuweisen ist, 

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Heimat-

staat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen 

(Art. 83 Abs. 2 AIG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der Be-

schaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und 

dazu auch BVGE 2008/34 E. 12), 

dass nach dem Gesagten der vom SEM verfügte Vollzug der Wegweisung 

zu bestätigen ist, 

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Seite 10 

dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechts-

erheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt und – soweit 

überprüfbar – angemessen ist, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, 

dass die Anordnung der vorläufigen Aufnahme somit ausser Betracht fällt 

(Art. 83 Abs. 1-4 AIG),  

dass mit vorliegendem Urteil in der Hauptsache das Gesuch um Befreiung 

von der Kostenvorschusspflicht (gemäss Art. 63 Abs. 4 VwVG) gegen-

standslos geworden ist,  

dass die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und 

amtlichen Rechtsverbeiständung abzuweisen sind, da sich die Be-

schwerde nach dem Gesagten als von Anfang an aussichtslos erwiesen 

hat,  

dass demzufolge die Kosten von Fr. 750.- (Art. 1–3 des Reglements vom 

21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-

verwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzu-

erlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 11 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Gesuche um unentgeltliche Prozessführung und amtliche Rechtsver-

beiständung werden abgewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.- werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

David R. Wenger Monique Schnell Luchsinger 

 

 

Versand: