# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 264e9852-da7b-574c-95d3-9fa8f8ba45cf
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-03-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.03.2024 E-729/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-729-2024_2024-03-01.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-729/2024 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 .  M ä r z  2 0 2 4  

Besetzung 
 Einzelrichterin Gabriela Freihofer, 

mit Zustimmung von Richterin Chiara Piras;   

Gerichtsschreiber Stefan Trottmann. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Kongo (Kinshasa),   

vertreten durch Alfred Ngoyi Wa Mwanza,  

BUCOFRAS Consultation juridique pour étrangers,  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 3. Januar 2024 / N (…). 

 

 

 

E-729/2024 

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer am 21. Juni 2023 in der Schweiz um Asyl 

nachsuchte (vgl. Akten der Vorinstanz 1260130-[nachfolgend: SEM-act.] 

1/2), 

dass am 30. Juni 2023 das persönliche Gespräch gemäss Art. 5 der Ver-

ordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des Rats 

vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Bestim-

mung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Drittstaats-

angehörigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten Antrags 

auf internationalen Schutz zuständig ist (Dublin-III-VO) stattfand (Dublin-

Gespräch; vgl. SEM-act. 14/2), 

dass das SEM die kroatischen Behörden am 3. Juli 2023 um Wiederauf-

nahme des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. b Dublin-III-

VO ersuchte (vgl. SEM-act. 15/5),  

dass der Beschwerdeführer am 14. Juli 2023 beim B._______ vorstellig 

wurde (vgl. SEM-act. 29/4),  

dass die kroatischen Behörden das Wiederaufnahmeersuchen vom 3. Juli 

2023 am 17. Juli 2023 ablehnten (vgl. SEM-act. 19/1), 

dass die Vorinstanz am 3. August 2023 mittels Remonstration erneut an 

die kroatischen Behörden gelangte, diese darauf aber nicht antworteten, 

und daraufhin die Vorinstanz am 18. August 2023 das Dublin-Verfahren 

beendete (vgl. SEM-act. 20/2 und 25/1),  

dass der Beschwerdeführer am 4. Oktober 2023 gemäss Art. 29 AsylG  

(SR 142.31) angehört wurde (vgl. SEM-act. 28/14), 

dass er dabei im Wesentlichen ausführte, er sei in Kinshasa geboren und 

dort aufgewachsen, habe in der Gemeinde C._______ gewohnt, seine El-

tern hätten auf dem Markt Brot verkauft und die Schule habe er bis zur 

sechsten Klasse besucht, 

dass er Autos gewaschen und so Geld verdient habe, 

dass er bei der Arbeit R.M. kennengelernt habe, welcher Händler gewesen 

sei und der ihm gesagt habe, er reise oft in den Osten des Landes, 

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dass R.M. ihn angeheuert habe, und er, der Beschwerdeführer, zwischen 

20(…) und 20(…) in seinem Haus in D._______, E._______, gewohnt 

habe,  

dass er danach gemeinsam mit den Leibwächtern auf dem Anwesen von 

R.M. in F._______ gewohnt und gearbeitet habe,  

dass eines Tages Regierungssoldaten aufgetaucht seien, die ihn sowie vier 

Leibwächter festgenommen, nach G._______ überführt und sie dort in der 

Zelle eines Hauses eingesperrt hätten,  

dass man ihm mitgeteilt habe, R.M. gehöre zum Umfeld von H._______ 

und liefere den Rebellen des Ostens Informationen über die DR Kongo,  

dass man ihn auch über den am Krieg beteiligten S.M. und über den Poli-

tiker M.K. befragt habe, und er viele Tage lang an diesem Ort habe verbrin-

gen müssen, 

dass ihm ein Wächter mitgeteilt habe, man beabsichtige, ihn wegen seines 

Chefs R.M. zu töten, 

dass dieser Wächter ihm dann aber zur Flucht verholfen und er, der Be-

schwerdeführer, daraufhin am (…) 2019 Kinshasa verlassen habe, 

dass er mit Hilfe eines barmherzigen Helfers über den Fluss nach 

I._______ (Republik Kongo) gelangt und von dort am (…) 2019 in die Tür-

kei weitergereist sei,  

dass er am 16. Dezember 2019 nach Griechenland weitergereist und dort 

rund drei Jahre lang geblieben sei, ehe er über Italien am 21. Juni 2023 in 

die Schweiz eingereist sei, 

dass er an Schlafstörungen leide und daher Medikamente einnehmen 

müsse, 

dass er seinen Reisepass und seine Wählerkarte unterwegs verloren habe, 

dass das Asylgesuch des Beschwerdeführers am 9. Oktober 2023 dem er-

weiterten Verfahren zugeteilt wurde (vgl. SEM-act. 32/2), 

dass die Vorinstanz mit Verfügung vom 3. Januar 2024 (eröffnet am Folge-

tag) feststellte, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft 

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nicht, sein Asylgesuch ablehnte, die Wegweisung aus der Schweiz ver-

fügte, den Vollzug der Wegweisung anordnete und ihm die editionspflichti-

gen Akten gemäss Aktenverzeichnis aushändigte (vgl. SEM-act. 38/9 und 

40/1), 

dass das SEM zur Begründung des Entscheids im Wesentlichen ausführte, 

der Beschwerdeführer habe unstimmige Angaben zu seiner Biografie so-

wie zu seinem unterstützenden und verwandtschaftlichen Umfeld gemacht, 

dass er sich in eklatante Widersprüche zu seinem Alter verstrickt habe, und 

auch seine Angaben zum angeblichen Fluchthelfer widersprüchlich seien, 

dass der Beschwerdeführer mit Instruktionsschreiben vom 6. Oktober 2023 

aufgefordert worden sei, spitalärztliche Unterlagen nachzureichen und 

auch mitzuteilen, ob er sich in weitere medizinische Behandlung begeben 

habe, er die angesetzte Frist aber ohne Angabe von Gründen ungenutzt 

habe verstreichen lassen, 

dass diese Verhaltensweise darauf hindeute, dass er nicht gewillt sei, an 

der ordentlichen Feststellung des Sachverhalts mitzuwirken, und sich so 

erhebliche Zweifel am Wahrheitsgehalt seiner Asylbegründung ergeben 

würden, 

dass, obwohl dem Beschwerdeführer wiederholt Gelegenheit geboten wor-

den sei, die Umstände seiner Festnahme, des Gewahrsams und der Flucht 

frei zu schildern, seine Ausführungen oberflächlich, vage sowie karg aus-

gefallen seien und jeglichen Erlebnisbezug vermissen lassen würden, zu-

mal sich in seinen Ausführungen nahezu keine Realkennzeichen finden 

liessen, 

dass er in seinen Ausführungen weitgehend bloss einzelne Geschehnisse 

aneinanderreihe, obwohl es sich um an und für sich dramatische und daher 

einprägsame Erlebnisse handle, 

dass diese unsubstantiierten Schilderungen in einer Gesamtwürdigung 

zum Schluss führten, dass der Beschwerdeführer sich auf eine konstruierte 

Asylbegründung abstütze, 

dass der Beschwerdeführer angeboten habe, die Narben, welche aufgrund 

von ihm mit einem Gürtel verpassten Schlägen entstanden seien, zu zei-

gen, dieses angebotene Beweismittel aber nicht geeignet sei, den 

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asylrelevanten Sachverhalt glaubhaft zu machen, da Narben verschiedene 

Ursachen haben könnten, 

dass die Vorbringen folglich den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit ge-

mäss Art. 7 AsylG nicht standhielten, so dass deren Asylrelevanz nicht ge-

prüft werden müsse, 

dass er demzufolge die Flüchtlingseigenschaft nicht erfülle und das Asyl-

gesuch abzulehnen sei,  

dass er nach Ablehnung des Asylgesuchs zur Ausreise aus der Schweiz 

verpflichtet sei, und sich der Vollzug der Wegweisung als zulässig, zumut-

bar und möglich erweise,  

dass der Beschwerdeführer unglaubhafte Angaben zu seiner persönlichen 

und finanziellen Situation sowie zum verwandtschaftlichen Beziehungsnetz 

in der DR Kongo gemacht habe, weshalb es nicht möglich sei, sich in voller 

Kenntnis seiner tatsächlichen persönlichen und familiären Situation zur Zu-

mutbarkeit des Vollzugs der Wegweisung zu äussern, es aber keine Hin-

weise dafür gebe, dass eine konkrete Gefährdung im Sinne von Art. 83 

Abs. 4 AIG (SR 142.20) vorliege, 

dass der Beschwerdeführer mit undatierter Eingabe – beim Gericht einge-

gangen am 5. Februar 2024 – gegen diese Verfügung beim Bundesverwal-

tungsgericht Beschwerde erhoben hat und darin beantragt, es sei auf die 

Beschwerde einzutreten, es sei auf die Erhebung der Verfahrenskosten zu 

verzichten, es sei die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren und es sei 

der Unterzeichnete als amtlicher Rechtsbeistand einzusetzen, 

dass die angefochtene Verfügung aufzuheben, er als Flüchtling anzuerken-

nen und ihm Asyl zu gewähren sei,  

dass eventualiter die vorläufige Aufnahme aufgrund der Unzulässigkeit und 

der Unzumutbarkeit des Vollzugs der Wegweisung anzuordnen sei, 

dass wiederum eventualiter die angefochtene Verfügung aufzuheben und 

die Sache der Vorinstanz zur Neubeurteilung «zurückzusenden» sei, 

dass er der Beschwerde die angefochtene Verfügung und das Anhörungs-

protokoll vom 4. Oktober 2023 – beides in Kopie – sowie ein Schreiben 

eines Therapiezentrums vom 18. Januar 2024 im Doppel (im Original und 

in Kopie) beilegte,  

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dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 5. Februar 2024 eine Fürsor-

gebestätigung vom 2. Februar 2024 nachreichte,  

dass die Instruktionsrichterin mit Zwischenverfügung vom 7. Februar 2024 

die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und um Bei-

ordnung des unterzeichnenden Rechtsvertreters als amtlicher Rechtsbei-

stand abwies und den Beschwerdeführer aufforderte, innert Frist einen 

Kostenvorschuss zu leisten,  

dass der Beschwerdeführer am 21. Februar 2024 den Kostenvorschuss in-

nert der ihm angesetzten Frist bezahlte,  

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31–33 

VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um ein solches Rechtsmittel handelt, 

weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG), 

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dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde, 

dass der Beschwerdeführer zur Begründung seines im Eventualpunkt ge-

stellten Kassationsbegehrens ausführt, die Vorinstanz habe ihren Ent-

scheid im Sinne der Unzulässigkeit des Vollzugs der Wegweisung nicht 

genügend begründet, und er auf das Protokoll der Befragung und auf die 

Begründung der Beschwerde verweise, 

dass das Gericht sich nach Durchsicht der Akten dieser Ansicht nicht an-

schliesst, zumal das SEM die angefochtene Verfügung rechtsgenüglich be-

gründet hat und sich auch aus den Akten keine Verfahrensverletzungen 

ergeben, so dass das im Eventualpunkt gestellte Kassationsbegehren ab-

zuweisen ist, 

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss und dies der Fall ist, wenn die Behörde ihr Vorhan-

densein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält, die Vor-

bringen hingegen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in we-

sentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, 

den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder 

verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG), 

dass die Glaubhaftigkeit von Aussagen asylsuchender Personen im Rah-

men eines inhaltsorientierten Ansatzes aufgrund sogenannter Realkenn-

zeichen beurteilt werden kann, zu welchen insbesondere die logische Kon-

sistenz, die ungeordnete, aber inhaltlich letztlich stimmige Darstellung, der 

quantitative Detailreichtum, raumzeitliche Verknüpfungen, die Wiedergabe 

von Gesprächen, ausgefallene Einzelheiten, spontane Verbesserungen 

der eigenen Aussagen, das Eingeständnis von Erinnerungslücken sowie 

die Schilderung von Interaktionen, Komplikationen, Nebensächlichkeiten, 

unverstandenen Handlungselementen und eigenen psychischen Vorgän-

gen gehören, 

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dass auf die Erwägungen des SEM verwiesen werden kann und es dem 

Beschwerdeführer nicht gelingt, jenen Stichhaltiges entgegenzusetzen, 

dass insbesondere die Angaben zu seinem Alter widersprüchlich sind, 

dass der Beschwerdeführer, welcher im Personalienblatt als Geburtsdatum 

den (…) 1987 angab und daher im Zeitpunkt der Anhörung (…) Jahre alt 

war, anlässlich seiner Anhörung zu seinem Alter aber ausführte, seine El-

tern seien vor zirka zehn Jahren, als er (…) Jahre alt gewesen sei, gestor-

ben (vgl. SEM-act. 28/14 Ziffern 10 und 12), 

dass er mit (…) Jahren begonnen habe, auf der Strasse zu leben  

(vgl. SEM-act. 28/14 Ziffer 33), 

dass er mit (…) Jahren J._______ kennengelernt habe, unmittelbar bei ihm 

eingezogen sei und von 20(…) bis 20(…) bei ihm gewohnt habe  

(vgl. SEM-act. 28/14 Ziffern 81 ff.), 

dass er diese – teilweise widersprüchlichen – Angaben auf Vorhalt korri-

gierte und ausführte, seine Eltern seien gestorben, als er (…) Jahre alt ge-

wesen sei (vgl. SEM-act. 28/14 Ziffer 118), 

dass auch diese Angabe nicht zur Klärung seiner Angaben zum Alter die-

nen, da er – nachdem er ausführte, seine Eltern seien vor zirka zehn Jah-

ren verstorben – im Zeitpunkt seiner Anhörung (…) und nicht (…) Jahre alt 

hätte gewesen sein müssen, 

dass dem Erklärungsversuch in der Beschwerde, traumatisierte Menschen 

bekundeten Mühe, ihre Erinnerungen chronologisch richtig einzuordnen, in 

casu nicht gefolgt werden kann, zumal er sein Ausreisedatum exakt benen-

nen und seine Fluchtroute in bestimmter Reihenfolge zu erklären ver-

mochte (vgl. SEM-act. 28/14 Ziffer 39 ff.), 

dass er des Weiteren zwar ausführte, er sei viele Jahre auf der Strasse 

gewesen (vgl. SEM-act. 28/14 Ziffer 35), er aber gemäss seinen Ausfüh-

rungen bis zum Tod seiner Eltern – als er (…) Jahre alt gewesen sei – bei 

ihnen gewohnt habe (vgl. SEM-act. 28/14 Ziffern 9 und 118) und ebenfalls 

mit (…) Jahren bei J._______ eingezogen sei (vgl. SEM-act. 28/14 Ziffer 

82),  

dass entgegen den Ausführungen in der Beschwerde diese Widersprüche 

nicht erklärbar sind, zumal davon auszugehen ist, dass es dem 

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Beschwerdeführer durchaus möglich wäre – auch ohne Handy oder Com-

puter – anzugeben, ob er lediglich ein Jahr oder gar zehn Jahre in der Ob-

dachlosigkeit verbracht habe,  

dass in der Beschwerde weiter ausgeführt wird, die Angaben zum Flucht-

helfer seien nicht widersprüchlich, der Beschwerdeführer kenne den Na-

men nicht, er vergleiche ihn lediglich mit J._______, der ebenfalls Erbar-

men mit ihm gehabt habe,  

dass diese Ausführung als aktenwidrig zu bezeichnen ist, da der Beschwer-

deführer auf die Frage, was das für Leute gewesen seien, die ihm zur Aus-

reise geholfen hätten, ausführte, «Es war ein Mann, dem ich jeweils das 

Auto wusch. […] Dann hatte er Erbarmen mit mir und er half mir, weil ich 

ihm jeweils das Auto wusch.» (vgl. SEM-act. 28/14 Ziffer 52),  

dass er weiter ausführte, der Name dieses Mannes sei J._______ (vgl. 

SEM-act. 28/14 Ziffer 53), 

dass der Beschwerdeführer seinen Ausreisehelfer somit unmissverständ-

lich als J._______ benannt hat, und er sich daher bei seinen weiteren Vor-

bringen – gemäss den Ausführungen in der angefochtenen Verfügung (vgl. 

ebendort Ziffer II./2.) – offensichtlich in Widersprüche verstrickt hat (vgl. 

SEM-act. 28/14 Ziffer 114 ff.),  

dass des Weiteren entgegen den Ausführungen in der Beschwerde und 

unter Verweis auf die Ausführungen in der angefochtenen Verfügung das 

weitgehende Fehlen von Realkennzeichen bei seinen Ausführungen an-

lässlich der Anhörung festgestellt werden kann,  

dass das SEM bei dieser Aktenlage zu Recht die Flüchtlingseigenschaft 

des Beschwerdeführers verneint, das Asylgesuch abgelehnt und die Weg-

weisung angeordnet hat,  

dass hinsichtlich der Anordnung des Wegweisungsvollzugs ebenfalls auf 

die Ausführungen in der angefochtenen Verfügung zu verweisen ist,  

dass, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine flüchtlings-

rechtlich erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, 

der in Art. 5 AsylG verankerte Grundsatz der Nichtrückschiebung im vorlie-

genden Verfahren keine Anwendung findet und eine Rückkehr in den Hei-

matstaat demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig ist, 

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dass sich weder aus den Aussagen des Beschwerdeführers noch aus den 

Akten Anhaltspunkte dafür ergeben, dass er für den Fall einer Ausschaf-

fung in den Heimatstaat dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit – im 

Sinne eines «real risk» (vgl. dazu das Urteil des EGMR Saadi gegen Italien 

vom 28. Februar 2008, Grosse Kammer, 37201/06, §§ 124–127 m.w.H.) – 

einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 des Übereinkommens vom 10. Dezem-

ber 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder ernied-

rigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) verbotenen Strafe oder 

Behandlung ausgesetzt wäre, 

dass die allgemeine Menschenrechtssituation in Kongo (Kinshasa) den 

Wegweisungsvollzug im heutigen Zeitpunkt nicht als unzulässig erschei-

nen lässt (vgl. Urteil des BVGer D-590/2024 vom 19. Februar 2024 

E. 9.2.2),  

dass gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG der Vollzug für Ausländerinnen und Aus-

länder unzumutbar sein kann, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat 

aufgrund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und 

medizinischer Notlage konkret gefährdet sind, und, wird eine konkrete Ge-

fährdung festgestellt, – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläu-

fige Aufnahme zu gewähren ist, 

dass in Kongo (Kinshasa) keine landesweite Kriegs-, Bürgerkriegs- oder 

Gewaltsituation herrscht und insbesondere der Wegweisungsvollzug nach 

Kinshasa in der Regel als zumutbar zu erachten ist (vgl. Referenzurteil 

BVGer E-731/2016 vom 20. Februar 2017 E. 7.3; bestätigt beispielsweise 

in den Urteilen BVGer E-6011/2020 vom 8. Januar 2021 E. 8.2 f. und  

E-4739/2020 vom 25. November 2020 E. 9.4 f.), 

dass im vorinstanzlichen Verfahren eine «Austrittsmeldung» der 

B._______ vom 14. Juli 2023 eingereicht wurde, welche als «Diagnose-

/Problemliste» eine (…) festhält,  

dass es sich beim neu auf Beschwerdeebene eingereichten «ärztlichen 

Bericht» vom 18. Januar 2024 nicht um einen solchen handelt, da der Ver-

fasser des Berichts ein Psychologe und nicht ein ausgebildeter Arzt ist, 

dass weder eine ärztliche Feststellung der im oben genannten Schreiben 

aufgeführten «Diagnosen» (nebst einer […]) noch die Diagnosen in der 

Austrittsmeldung der B._______ vom 14. Juli 2023 einem Wegweisungs-

vollzug entgegenstehen, 

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dass damit auch das Referenzurteil BVGer E-731/2016 vom 20. Februar 

2017 (insbesondere E. 7.3.4), auf welches der Beschwerdeführer in seiner 

Beschwerde verweist, vorliegend nicht einschlägig ist,  

dass der Wegweisungsvollzug auch möglich ist,  

dass somit der von der Vorinstanz verfügte Vollzug der Wegweisung zu 

bestätigen ist, 

dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechts-

erheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 

AsylG) und – soweit überprüfbar – angemessen ist, weshalb die Be-

schwerde abzuweisen ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten dem Beschwerde-

führer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 750.– 

festzusetzen sind (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über 

die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]), 

dass der einbezahlte Kostenvorschuss zur Begleichung der Verfahrens-

kosten zu verwenden ist. 

(Dispositiv nächste Seite)  

E-729/2024 

Seite 12 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Der einbezahlte Kostenvorschuss wird zur Bezahlung der Verfahrens-

kosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Gabriela Freihofer Stefan Trottmann 

 

 

Versand: