# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0f457290-e8f7-5b7b-bd21-1e90b950cd7b
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-12-19
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 19.12.2008 E-7952/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-7952-2008_2008-12-19.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-7952/2008/ame
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 9 .  D e z e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichterin Christa Luterbacher, 
mit Zustimmung von Richter Thomas Wespi;
Gerichtsschreiberin Esther Karpathakis.

A._______,
Georgien, 

Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 10. Dezember 2008/N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-7952/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer, ein georgischer Staatsangehöriger osseti-
scher beziehungsweise halb ossetischer, halb georgischer Ethnie, ei-
genen  Angaben  zufolge  seinen  Heimatstaat  am 8. August  2008  zu-
sammen mit seiner Mutter und seiner Ehefrau verliess und sich bis am 
28. Oktober 2008 in Rize, Türkei, aufhielt, bevor er per Bus und LKW 
über  Istanbul  und  unbekannte  Länder  am 5. November  2008  in  die 
Schweiz gelangt sei, wo er am selben Tag im Empfangszentrum Vallor-
be um Asyl nachsuchte,

dass am 24. November 2008 im Transitzentrum Altstätten die summari-
sche Befragung zum Reiseweg und den Ausreisegründen (A1) statt-
fand und das BFM den Beschwerdeführer am 4. Dezember 2008 zu 
den Asylgründen anhörte (A7),

dass der Beschwerdeführer zu seinen Reisepapieren zunächst angab, 
er habe weder jemals einen Pass noch jemals eine Identitätskarte be-
sessen  oder  beantragt,  weil  er  sich  nur  zwischen  B._______  und 
C._______  bewegt  habe,  und  dass  er  auch  keine  Geburtsurkunde 
einreichen könne, weil sein Haus niedergebrannt sei (A1 S. 4 f.),

dass er  anlässlich der Anhörung zu Protokoll  gab, er habe im Jahre 
1996 eine georgische Identitätskarte erhalten, welche nur während ei-
nes Jahres gültig gewesen sei, und er habe auch über einen Fahraus-
weis verfügt (A7 S. 3),

dass  der  Beschwerdeführer  anlässlich  der  summarischen Befragung 
zu seinen Asylgründen angab, er habe seit dem Jahre 1992 sowohl mit 
Osseten als auch mit Georgiern Probleme gehabt, weil er Ossete sei,

dass  sein  Vater  am  1.  August  2008  erschossen  worden  sei  und 
D._______, welcher Polizeichef für die Region J. sei und von welchem 
er immer gedacht habe, er sei  ein Freund seines Vaters, die Familie 
besucht habe,

dass  D._______  den  Beschwerdeführer  beauftragt  habe,  mit  Hilfe 
seines  Cousins,  welcher  einem  in  B._______  stationierten 
georgischen  Bataillon  angehört  habe,  herauszufinden,  wie  viele 
Panzer und Waffen das Bataillon habe,

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dass er damit nicht einverstanden gewesen sei, D._______ ihm zwei 
bis  drei  Tage  Bedenkzeit  gegeben  habe  und  seine  Mutter  während 
dieser Zeit gemerkt habe, dass etwas mit dem Beschwerdeführer nicht 
stimme,

dass seine Mutter  ihm erzählt  habe, dass D._______ im Jahre 1992 
etwas von seinem Vater verlangt  habe unter  der Drohung,  er  würde 
sonst seinen Sohn, den Beschwerdeführer, umbringen, weshalb sein 
Vater  während  all  der  Jahre  getan  habe,  was  D._______  von  ihm 
verlangt habe,

dass  D._______  am 6. August  2008  wieder  gekommen  sei  und  die 
Erfüllung des Auftrags verlangt habe, der Beschwerdeführer aus Angst 
damit  einverstanden  gewesen sei,  jedoch  Geld  dafür  verlangt  habe, 
weil er sich damals für die Ausreise entschieden habe,

dass  D._______  ihm  1000  US-Dollar  gegeben  habe,  am  7.  August 
2008 der Krieg ausgebrochen sei und sie am 8. August 2008 das Land 
verlassen hätten,

dass  er  sich  am  8.  August  2008  überdies  beim  Kommissariat  von 
B._______ hätte melden sollen, um in den Krieg zu gehen, und nicht 
wisse, welche Folge sein Nichterscheinen habe,

dass die entsprechende Vorladung zu Hause verblieben sei  und das 
Haus am 9. August 2008 niedergebrannt sei,

dass der Beschwerdeführer anlässlich der Anhörung zu den Asylgrün-
den geltend machte, nach der Beerdigung seines Vaters, am 3. August 
2008,  habe  D._______  ihm  gesagt,  sein  Vater  sei  von  Georgiern 
getötet  worden,  und  diesen  Mord  müssten  sie  rächen,  indem  sie 
Waffen eines in B._______ stationierten Bataillons stehlen sollten,

dass seine Mutter am 5. August 2008 die Nervosität des Beschwerde-
führers bemerkt und ihn nach dem Grund dafür gefragt habe, und dass 
sie ihm erzählt  habe, sein Vater  habe im Jahr 1991 im ersten geor-
gisch-ossetischen Krieg gegen die Georgier gekämpft, und dass sich 
der Beschwerdeführer an diesem 5. August zur Ausreise entschieden 
habe,

dass  abgemacht  worden  sei,  dass  D._______,  dessen Neffe  S. und 
der  Beschwerdeführer  die  Waffen  stehlen  sollten,  wobei  ihnen  der 

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Cousin I. des Beschwerdeführers, welcher beim betreffenden Bataillon 
Dienst geleistet habe, Hilfe leisten würde,

dass der Beschwerdeführer sich zusammen mit S. im Auto aufs Territo-
rium der Armee begeben habe, und dass sie das Auto in den Wäldern 
stehen gelassen hätten,

dass  I.  ihnen  gesagt  habe,  er  werde  die  Wachen  ablenken  und  sie 
könnten während dieser  Zeit  vier  Kisten mit  Waffen entwenden,  und 
dass sie während des Abtransportes der Kisten plötzlich ein „Stopp“ 
vernommen hätten und weggerannt seien,

dass sie zwei Schüsse gehört hätten, der Beschwerdeführer S. seither 
nicht  mehr gesehen habe, und dieser verletzt  worden und in Gefan-
genschaft sei,

dass  er  selbst  zu  Fuss  zu  seinem  Freund  G.  im  Dorf  E._______ 
gegangen sei, welcher ihn nach Hause gebracht habe,

dass in Perewi Leute auf die Kisten gewartet hätten, er den Vorfall ge-
schildert  habe und sie ihm mitgeilt  hätten, D._______ warte in J. auf 
die Kisten,

dass er zu seinem Onkel gegangen sei, welcher ihn nach C._______ 
gebracht habe, und er mit seiner Mutter und seiner Frau abgereist sei,

dass S. ihn verraten habe und die Polizei am folgenden Tag zu seinem 
Onkel gegangen sei, was sie hätten beobachten können, und dass die 
Polizei den Beschwerdeführer suche, weil sie sein Auto im Wald, in der 
Nähe  des  Ortes,  wo  die  Waffen  gestohlen  worden  seien,  gesehen 
habe,

dass sie deshalb am 8. August 2008 das Land verlassen hätten,

dass  er  inzwischen  wisse,  dass  D._______,  welcher  ebenfalls 
ossetischer  Ethnie  sei,  seinen  Vater  erschossen  habe,  weil  dieser 
gegen den Krieg gewesen sei,

dass er im Rahmen der summarischen Befragung aus Angst nicht die 
Wahrheit gesagt habe, sich jedoch anlässlich der ausführlichen Anhö-
rung  dazu  entschieden  habe,  nachdem er  das  Informationsblatt  zur 
Verschwiegenheitspflicht der Behörde gelesen habe,

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dass das BFM auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfü-
gung vom 10. Dezember 2008 - eröffnet am selben Tag - in Anwen-
dung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a  des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 
(AsylG, SR 142.31) nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz 
sowie den Vollzug am Tag nach Eintritt der Rechtskraft anordnete,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  der  Be-
schwerdeführer  habe  den  Asylbehörden  innerhalb  der  eingeräumten 
Frist von 48 Stunden keine Reise- oder Identitätspapiere abgegeben, 
und es lägen dafür keine entschuldbaren Gründe vor,

dass er nämlich widersprüchliche und realitätswidrige Angaben zu sei-
nen Identitätspapieren mache, angesichts seiner mangelhaften Kennt-
nisse der Region auch an der geltend gemachten Herkunft zu zweifeln 
sei und der Beschwerdeführer offensichtlich nicht gewillt sei, dem BFM 
innert  Frist  rechtsgenügliche  Reise-  oder  Identitätspapiere  einzurei-
chen,

dass der Beschwerdeführer anlässlich der beiden Befragungen unter-
schiedliche Versionen seiner Asylgründe darlege, was er mit seiner an-
fänglichen Furcht, diese offen darzulegen, begründe,

dass dieser Rechtfertigungsversuch als Schutzbehauptung zu qualifi-
zieren sei, zumal der Beschwerdeführer vorab eingehend über die Ver-
schwiegenheitspflicht der Behörden und seine Mitwirkungspflicht infor-
miert worden sei,

dass  die  Vorbringen aber  abgesehen davon ohne Substanz und mit 
der Realität nicht zu vereinbaren seien, weshalb der Beschwerdeführer 
die  Flüchtlingseigenschaft  nicht  erfülle,  und zusätzliche Abklärungen 
zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungs-
vollzugshindernisses aufgrund der Aktenlage nicht erforderlich seien,

dass  sich  der  Vollzug  der  Wegweisung  als  zulässig,  zumutbar  und 
möglich erweise,

dass der Beschwerdeführer mit Rechtsmitteleingabe vom 10. Dezem-
ber 2008 (Datum des Poststempels: 11. Dezember 2008) an das Bun-
desverwaltungsgericht  gelangte  und  beantragte,  es  sei  ihm  in  der 
Schweiz  politisches  Asyl  zu  gewähren,  da  er  sowohl  seitens 
D._______,  welcher  Polizeichef  in  J.  sei,  als  auch  seitens  der 
georgischen Polizei gefährdet sei,

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dass er zur Begründung im Wesentlichen ausführte, er habe tatsäch-
lich im Jahre 1996 über eine Identitätskarte mit einjähriger Gültigkeits-
dauer verfügt, bei seinem Onkel befänden sich im Übrigen sein Fahr-
ausweis  und  seine  Geburtsurkunde  und  er  werde  diese  beschaffen, 
sobald es ihm gelinge, mit dem Onkel Kontakt aufzunehmen,

dass er befürchtet habe, die georgischen Behörden erhielten Kenntnis 
von seinen Angaben zu seinem Asylgesuch, weshalb er zunächst nicht 
die Wahrheit gesagt habe, und dass die Angaben anlässlich der zwei-
ten Befragung der Wahrheit entsprächen, da er inzwischen das Infor-
mationsblatt zur Verschwiegenheitspflicht der schweizerischen Behör-
den gelesen habe,

dass  auf  übrige  Vorbringen  in  der  Beschwerde,  sofern  für  den  Ent-
scheid wesentlich, in den Erwägungen näher eingegangen wird,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  vor  der  Vorinstanz  am Verfahren  teilge-
nommen  hat,  durch  die  angefochtene  Verfügung  berührt  ist,  ein 
schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-
rung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist 
(Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG; Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52  VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 

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solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass bei  Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide,  welche das 
BFM in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und 3 AsylG getroffen 
hat, die Beurteilungskompetenz des Bundesverwaltungsgerichts nicht 
auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asyl-
gesuch nicht eingetreten ist, sondern dass auch die Flüchtlingseigen-
schaft  Prozessgegenstand bildet,  wobei  über  deren Bestehen bezie-
hungsweise Nichtbestehen abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 E. 2.1 und 5.6.5 m. H.),

dass die Asylgewährung demgegenüber nicht Gegenstand des vorlie-
genden Verfahrens bildet, weswegen auf den entsprechenden Antrag 
in der Beschwerde nicht einzutreten ist,

dass das BFM die Frage der Wegweisung und des Wegweisungsvoll-
zugs  materiell  geprüft  hat,  weshalb  dem  Bundesverwaltungsgericht 
diesbezüglich volle Kognition zukommt,

dass gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf ein Asylgesuch nicht ein-
getreten wird, wenn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 
48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitätspa-
piere abgeben,

dass diese Bestimmung keine Anwendung findet, wenn Asylsuchende 
glaubhaft  machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren Grün-
den nicht  in  der Lage, oder  wenn aufgrund der Anhörung sowie ge-
stützt  auf  Art.  3  und  7  AsylG  die  Flüchtlingseigenschaft  festgestellt 
wird, oder sich aufgrund der Anhörung die Notwendigkeit zusätzlicher 
Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines 
Wegweisungsvollzugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. a-c AsylG),

dass der Beschwerdeführer innerhalb der ihm eingeräumten Frist von 
48 Stunden keine Reise- oder Identitätspapiere im Sinne von Art. 32 
Abs. 2 Bst. a AsylG (vgl. dazu BVGE 2007/7) abgegeben hat,

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dass das BFM zu Recht und mit überzeugender und ausführlicher Be-
gründung zum Schluss gekommen ist, es lägen dafür keine entschuld-
baren Gründe vor, und dass zur Vermeidung von Wiederholungen dar-
auf verwiesen werden kann,

dass der  Beschwerdeführer  auf  Beschwerdestufe nichts  Entscheiden-
des dagegen vorbringt, vielmehr mit seiner Behauptung, seine Geburts-
urkunde befinde sich bei seinem Onkel, seiner früheren Aussage, diese 
sei mit dem Haus verbrannt, widerspricht (vgl. A1 S. 5),

dass das Bundesverwaltungsgericht keinen Anlass sieht, im Einzelnen 
auf die unsubstanziierten, widersprüchlichen und realitätsfremden Vor-
bringen  des  Beschwerdeführers  einzugehen,  und  hinsichtlich  seiner 
Erklärung für die verschiedenen Versionen seiner offensichtlich konst-
ruierten Geschichte auf die zutreffende Erwägung in der angefochte-
nen Verfügung verwiesen werden kann, zumal der Beschwerdeführer 
anlässlich der summarischen Befragung unterschriftlich bestätigt  hat, 
das  Informationsblatt  zur  Verschwiegenheitspflicht  der  schweizeri-
schen Behörden erhalten und zur Kenntnis genommen zu haben (vgl. 
A1 S. 8),

dass der Schluss der Vorinstanz,  die geltend gemachten Asylgründe 
vermöchten den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit  im Sinne von 
Art. 7 AsylG nicht zu genügen, sich insgesamt als zutreffend erweist, 
und der  Beschwerdeführer  in  seiner  Rechtsmitteleingabe nichts  vor-
bringt, was zu einer anderen Gewichtung beitragen könnte, 

dass sich eine weitere Auseinandersetzung mit seinen Vorbringen er-
übrigt  und  diese  am  zutreffenden  Schluss  des  BFM,  er  erfülle  die 
Flüchtlingseigenschaft nicht, nichts zu ändern vermögen, wobei diese 
Feststellung  bereits  aufgrund  einer  summarischen  Prüfung  der  Vor-
bringen des Beschwerdeführers getroffen werden konnte,

dass sich aus den nachfolgenden Erwägungen zur Frage des Wegwei-
sungsvollzugs ergeben wird,  dass offensichtlich keine Wegweisungs-
vollzugshindernisse  vorliegen  und  entsprechend  diesbezüglich  keine 
zusätzlichen Abklärungen nötig waren,

dass das BFM mithin zu Recht gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
nicht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers eingetreten ist,

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dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht  (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der  Schweizeri-
schen Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21), weshalb die ver-
fügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen 
steht und demnach vom BFM zu Recht angeordnet wurde,

dass das BFM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Be-
stimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  regelt, 
wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 
nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesge-
setzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Auslän-
der [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 
über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]),

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend unter dem Aspekt dieser 
Bestimmungen zulässig ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelun-
gen ist, die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG bzw. Art. 1 A 
Ziff. 2 FK glaubhaft darzutun, weshalb das in Art. 5 AsylG bzw. Art. 33 
Ziff.  1  FK verankerte  Prinzip  des  flüchtlingsrechtlichen  Non-Refoule-
ments im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet,

dass  gemäss  Art.  25  Abs. 3  der  Bundesverfassung  der  Schweizeri-
schen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des 
Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter oder andere 
grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe 
(FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention zum Schutze 
der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  vom  4.  November  1950 

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(EMRK, SR 0.101) niemand der Folter oder unmenschlicher oder er-
niedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden darf,

dass ein Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers nach Geor-
gien sich unter dem Blickwinkel dieser Bestimmungen nur dann als un-
zulässig erweisen würde, wenn er dort  mit  beachtlicher Wahrschein-
lichkeit einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder 
Behandlung  ausgesetzt  wäre,  wobei  der  Beschwerdeführer  gemäss 
Praxis des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) 
sowie  jener  des  UN-Anti-Folterausschusses  eine  konkrete  Gefahr 
("real risk") nachweisen oder glaubhaft machen müsste (vgl. EMARK 
2001 Nr. 16 S. 22, mit weiteren Hinweisen),

dass  der  Beschwerdeführer  nicht  darzutun  vermag,  inwiefern  ihm 
ernsthafte  Gefahr  vor  einer  menschenrechtswidrigen  Behandlung 
droht, zumal er seine Vorbringen nicht glaubhaft gemacht hat und sich 
auch keine entsprechenden Hinweise aus den Akten ergeben,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass in Bezug auf die allgemeine Lage in der angeblichen Herkunfts-
region des Beschwerdeführers auf die entsprechende Erwägung in der 
vorinstanzlichen Verfügung verwiesen werden kann,

dass das Bundesverwaltungsgericht die Zweifel der Vorinstanz an der 
Herkunft  des  Beschwerdeführers  teilt,  zumal  seine  mangelhaften 
Kenntnisse -  etwa indem er aussagt,  er  habe keine Ahnung, welche 
südossetischen Zeitungen es gebe (A7 S. 4) oder von welcher Univer-
sität diejenige in F._______, an welcher er studiert habe, die Filiale sei 
(A1 S. 4) -  angesichts des Umstandes, dass er studiert haben will, zu-
mindest erstaunen,

dass nicht klar wird, was er aus seinem Vorbringen in der Beschwerde, 
in Perewi seien russische Truppen stationiert, ableiten will,

dass zwar tatsächlich vor wenigen Tagen russische Einheiten wieder 
nach Perewi zurückgekehrt sind, nachdem sie sich kurz zuvor zurück-
gezogen hatten, und dass die Sicherheitslage in der Grenzregion zwi-
schen  georgischem  und  südossetischem  Gebiet  fragil  bleibt,  jedoch 

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weder  von  einer  Kriegs-  oder  Bürgerkriegssituation  noch  von  einer 
Situation allgemeiner Gewalt gesprochen werden kann,

dass  auch  nicht  ersichtlich  ist,  inwiefern  der  Beschwerdeführer  von 
allfälligen Zwischenfällen  besonders  betroffen sein  könnte,  macht  er 
selbst doch geltend, sowohl ossetischer als auch georgischer Herkunft 
zu sein und in beiden Gebieten gelebt zu haben, weshalb es ihm auch 
nach einer Rückkehr möglich sein dürfte, sich entsprechend der Situa-
tion  im  jeweiligen  Gebiet,  beziehungsweise  weiter  entfernt  von  der 
Grenzregion niederzulassen, 

dass vorliegend weder die allgemeine Lage im Heimat- bzw. Herkunfts-
staat des Beschwerdeführers noch individuelle Gründe auf eine kon-
krete  Gefährdung im Falle  einer  Rückkehr  schliessen  lassen,  zumal 
der Beschwerdeführer noch relativ jung und aktenkundig gesund ist, 
studiert und in der Landwirtschaft gearbeitet hat,

dass sich der Wegweisungsvollzug insgesamt als zumutbar erweist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es ihm selbst obliegt, bei der Beschaf-
fung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist, 

dass es demnach nicht dargetan ist, inwiefern die angefochtene Verfü-
gung Bundesrecht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt unrich-
tig  oder  unvollständig  feststellt  oder  unangemessen  ist  (Art. 106 
AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, soweit darauf einzu-
treten war,

dass die Kosten des Verfahrens im Betrag von Fr. 600.--  bei  diesem 
Verfahrensausgang dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 
Abs. 1 VwVG, Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 
Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht 
[VGKE, SR 173.320.2]).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten war.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Beschwerdeführer  durch  Vermittlung  des  Transitzentrums Alt-
stätten (Beilage: Einzahlungsschein; vorab per Telefax)

- das BFM, Transitzentrum Altstätten (vorab per Telefax zu den Akten 
Ref.-Nr. N_______, mit  der Bitte um Eröffnung des Urteils an den 
Beschwerdeführer und um Zustellung der Empfangsbestätigung an 
das Bundesverwaltungsgericht)

- die kantonale Migrationsbehörde (per Telefax)

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Christa Luterbacher Esther Karpathakis

Versand: 

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