# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 042d5d53-321d-5d36-8d6f-c35a858e69f3
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-11-11
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 11.11.2021 715 21 160/299
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_715-21-160-299_2021-11-11.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 11. November 2021 (715 21 160 / 299) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Arbeitslosenversicherung 
 
 
Anrechenbarkeit des versicherten Verdiensts bei einer Änderungskündigung mit redu-
ziertem Arbeitspensum; Zumutbarkeit (Art. 37 Abs. 3 AVIV) 
 
 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kan-

tonsrichter Christof Enderle, Gerichtsschreiber i.V. Benjamin Appius 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 Unia Arbeitslosenkasse, Kompetenzzentrum D-CH West, Monbi-
joustrasse 61, Postfach 3398, 3001 Bern, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Ablehnung der Anspruchsberechtigung  

 
 
 
A. Der 1973 geborene A.____ arbeitet seit 1. Januar 2019 bei der B.____ AG. Mit Ände-
rungskündigung vom 2. September 2020 setzte die Arbeitgeberin das Anstellungspensum mit 
Wirkung per 1. November 2020 von 100 % auf 80 % herab. A.____ meldete sich am 27. Januar 
2021 beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) X.____ zur Arbeitsvermittlung an und 
stellte am 1. Februar 2021 bei der Unia Arbeitslosenkasse (Arbeitslosenkasse) Antrag auf Ar-
beitslosenentschädigung ab dem 1. November 2020. In der Folge wurde ihm die Rahmenfrist für 
den Leistungsbezug vom 27. Januar 2021 bis 26. Januar 2023 mit einem versicherten Verdienst 

 
 
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von Fr. 5'160.-- eröffnet. Mit Verfügung vom 19. März 2021 verneinte die Arbeitslosenkasse eine 
Anspruchsberechtigung mangels anrechenbaren Verdienstausfalls. Die dagegen erhobene Ein-
sprache wies die Einspracheinstanz der Arbeitslosenkasse am 23. April 2021 ab. 
 
B. Gegen diesen Entscheid erhob der Versicherte am 17. Mai 2021 Beschwerde bei der 
Arbeitslosenkasse. Er beantragte sinngemäss die Aufhebung des Einspracheentscheids vom 
23. April 2021 und eine Neuberechnung des versicherten Verdiensts. Zur Begründung machte er 
im Wesentlichen geltend, dass sein Lohn im Jahr 2020 niedriger als berechnet ausgefallen sei 
und im Jahr 2021 noch weiter gesunken sei, weshalb ein Verdienstausfall vorliege. Am 18. Mai 
2021 überwies die Arbeitslosenkasse die Angelegenheit zuständigkeitshalber dem Kantonsge-
richt, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). 
 
C. Mit Vernehmlassung vom 15. Juni 2021 schloss die Arbeitslosenkasse unter Verweis auf 
die Ausführungen im angefochtenen Einspracheentscheid auf Abweisung der Beschwerde. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversi-
cherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) vom 25. Juni 1982 in Verbindung mit. den 
Art. 56 und 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG) vom 6. Oktober 2000 kann gegen Einspracheentscheide aus dem Bereich der Arbeitslo-
senversicherung Beschwerde beim kantonalen Versicherungsgericht erhoben werden. Örtlich zu-
ständig ist nach Art. 100 Abs. 3 AVIG in Verbindung mit. Art. 128 Abs. 1 sowie Art. 119 Abs. 1 lit. 
a und Abs. 2 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolven-
zentschädigung (AVIV) vom 31. August 1983 das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, in 
dem die versicherte Person zur Zeit des Verfügungserlasses die Kontrollpflicht erfüllt. Vorliegend 
kommt der in Y.____ wohnhafte Versicherte im Kanton Basel-Landschaft seinen Kontrollpflichten 
nach, weshalb die örtliche Zuständigkeit zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über 
die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das 
Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwer-
den gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG, weshalb auch 
die sachliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts gegeben ist. Auf die im Übrigen form- und frist-
gerecht eingereichte Beschwerde ist daher einzutreten. 
 
2.1 Strittig und zu prüfen ist, ob die Arbeitslosenkasse den Anspruch des Versicherten auf 
Arbeitslosenentschädigung ab 27. Januar 2021 zu Recht abgelehnt hat.  
 
2.2 Der Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung setzt nach Art. 8 Abs. 1 AVIG unter ande-
rem voraus, dass die versicherte Person ganz oder teilweise arbeitslos ist (Art. 10) und einen 
anrechenbaren Arbeitsausfall erlitten hat (Art. 11). Gemäss Art. 10 AVIG gilt als ganz arbeitslos, 
wer in keinem Arbeitsverhältnis steht und eine Vollzeitbeschäftigung sucht (Abs. 1). Als teilweise 
arbeitslos gilt, wer in keinem Arbeitsverhältnis steht und lediglich eine Teilzeitbeschäftigung sucht 

 
 
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(Abs. 2 lit. a) oder eine Teilzeitbeschäftigung hat und eine Vollzeit- oder eine weitere Teilzeitbe-
schäftigung sucht (Abs. 2 lit. b). Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist der von teilar-
beitslosen Personen im Sinne von Art. 10 Abs. 2 lit. b AVIG weiterhin durch die teilzeitliche aus-
geübte Tätigkeit erzielte Lohn als Zwischenverdienst anzurechnen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
vom 17. August 2021, 8C_378/2021, E. 3.2 mit Hinweis auf BGE 127 V 479, 122 V 433, 120 V 
233, bestätigt in SVR 2011 ALV Nr. 5 S. 11 [8C_721/2010]). Darunter fällt – wie vorliegend – die 
Weiterarbeit beim bisherigen Arbeitgeber bzw. bei der bisherigen Arbeitgeberin mit reduziertem 
Pensum infolge Teil-  bzw. Änderungskündigung (vgl. THOMAS NUSSBAUMER, Arbeitslosenversi-
cherung, in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Soziale Sicherheit, 3. Auflage, Basel 
2016, S. 2389 Rz. 419).  
 
2.3 Nach Art. 24 AVIG gilt als Zwischenverdienst jedes Einkommen aus unselbstständiger 
oder selbstständiger Erwerbstätigkeit, das die arbeitslose Person innerhalb einer Kontrollperiode 
erzielt. Die versicherte Person hat Anspruch auf Ersatz des Verdienstausfalls für Tage, an denen 
sie einen Zwischenverdienst erzielt. Der anzuwendende Entschädigungssatz bestimmt sich nach 
Art. 22 AVIG (Art. 24 Abs. 1 AVIG). Als Verdienstausfall gilt die Differenz zwischen dem in der 
Kontrollperiode erzielten Zwischenverdienst, mindestens aber dem berufs- und ortsüblichen An-
satz für die betreffende Arbeit, und dem versicherten Verdienst (Art. 24 Abs. 3 AVIG). 
 
3.1 In einem ersten Schritt ist der versicherte Verdienst zu ermitteln. Als versicherter Ver-
dienst gilt der im Sinne der AHV-Gesetzgebung massgebende Lohn, der während eines Bemes-
sungszeitraums aus einem oder mehreren Arbeitsverhältnissen normalerweise erzielt wurde (Art. 
23 Abs. 1 AVIG). Zum massgebenden Lohn gehören insbesondere der Grundlohn und der 13. 
Monatslohn. Familien- und Haushaltszulagen werden dagegen nicht berücksichtigt (AVIG-Praxis 
ALE C2). Gemäss Art. 37 Abs. 1 AVIV bemisst sich der versicherte Verdienst in der Regel nach 
dem Durchschnittslohn der letzten sechs Beitragsmonate vor Beginn der Rahmenfrist für den 
Leistungsbezug (Abs. 1). Er bemisst sich nach dem Durchschnittslohn der letzten zwölf Beitrags-
monate vor Beginn der Rahmenfrist für den Leistungsbezug, wenn dieser Durchschnittslohn hö-
her ist als derjenige nach Absatz 1 (Abs. 2). Für versicherte Personen, die sich bei Eintritt eines 
anrechenbaren Verdienstausfalls nicht sofort zum Taggeldbezug anmelden, beginnt der Bemes-
sungszeitraum am Tag vor dem Eintritt eines solchen Ausfalls. Voraussetzung ist, dass vor die-
sem Tag mindestens zwölf Beitragsmonate innerhalb der Rahmenfrist für die Beitragszeit liegen 
(Abs. 3).  
 
3.2  Die Arbeitslosenkasse hat die Rahmenfrist für den Leistungsbezug vom 27. Januar 2021 
bis 26. Januar 2023 und diejenige für die Beitragszeit vom 27. Januar 2019 bis 26. Januar 2021 
festgelegt, was vom Versicherten zu Recht nicht bestritten wird (vgl. Art. 9 Abs. 2 und 3 AVIG). 
Aus den Akten ergibt sich, dass der Versicherte seit 1. Januar 2019 bei der B.____ AG arbeitet. 
Dabei war er ab 1. September 2019 in einem Vollzeitpensum angestellt (vgl. act. S. 80 und 81). 
Sein Lohn betrug damals Fr. 5'416.65 (Fr. 5'000.-- [Basislohn] und Fr. 416.65 [Anteil 13. Monats-
lohn]) brutto. Mit Änderungskündigung vom 27. August 2020 (act. S. 98) bzw. vom 2. September 
2020 (act. S. 97) reduzierte die Arbeitgeberin das Arbeitspensum des Versicherten per 1. No-
vember 2020 auf 80 % mit der Folge, dass sie dem Versicherten seither einen Bruttolohn von 
monatlich Fr. 4'333.33 (Fr. 4'000.-- [Basislohn] + Fr. 333.33 [Anteil 13. Monatslohn] auszahlt (vgl. 

 
 
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Auszug aus dem Lohnkonto, act. S. 83). Der Versicherte erlitt somit per 1. November 2020 einen 
Verdienstausfall. Dabei weist er vor dem 1. November 2020 während der hier massgebenden 
Rahmenfrist für die Beitragszeit vom 27. Januar 2019 bis 26. Januar 2021 mehr als die erforder-
lichen 12 Beitragsmonate aus. Da der monatliche Lohn des Versicherten in dieser Zeit stets gleich 
hoch war, entspricht dieser dem versicherten Verdienst. Damit ist der von der Arbeitslosenkasse 
in ihrer Vernehmlassung vom 15. Juni 2021 in Rz. 7 ermittelte versicherte Verdienst per 1. No-
vember 2020 von Fr. 5'416.65 korrekt. 
 
3.3.1 In einem weiteren Schritt ist zu prüfen, ob der Verdienstausfall per 1. November 2020 
anrechenbar ist. Ein Verdienstausfall im Sinne von Art. 37 Abs. 3 AVIV ist anrechenbar, wenn er 
anspruchsbegründend ist. Dies ist der Fall, wenn die versicherte Person aufgrund einer Ände-
rungskündigung oder eines Stellenwechsels einen unzumutbaren Lohn erzielt (AVIG-Praxis ALE 
C 22). Nimmt die versicherte Person während der streitigen Kontrollperiode eine lohnmässig zu-
mutbare Arbeit auf, mithin eine Tätigkeit, die ihr ein Einkommen verschafft, welches zumindest 
dem Betrag der Arbeitslosenentschädigung entspricht, bleibt für die Annahme eines entschädi-
gungsberechtigten Verdienstausfalls kein Raum (BGE 120 V 502). Ob eine Tätigkeit zumutbar 
oder unzumutbar ist, entscheidet sich nach Art. 16 AVIG. Allgemein gilt eine Arbeit in lohnmässi-
ger Hinsicht gemäss Art. 16 Abs. 2 lit. i AVIG als zumutbar, wenn der damit erzielbare Verdienst 
mindestens 70 % des versicherten Verdiensts beträgt. Mit der generellen Festlegung der Zumut-
barkeitsgrenze auf 70 % für alle versicherten Personen werden die Taggeldbezüger bzw. Tag-
geldbezügerinnen nach Art. 22 Abs. 1 und 2 AVIG ungleich behandelt, indem die allgemeine 
Zumutbarkeitsgrenze von 70 % auch für versicherte Personen, deren Taggeld 80 % des versi-
cherten Verdienstes beträgt, gilt. Gemildert wird dies durch die Möglichkeit von Kompensations-
zahlungen. Bei einem Lohn zwischen 70 % und weniger als 80 % des versicherten Verdiensts 
handelt es sich somit um eine zumutbare Tätigkeit, die aber dennoch Anspruch auf Kompensati-
onszahlungen auslöst (Art. 41a Abs. 1 AVIV; NUSSBAUMER, a.a.O., S. 2270 Rz. 304 und S. 2299 
Rz. 411).  
 
3.3.2 Zur Beurteilung, ob das von einer versicherten Person mit einer Teilzeitbeschäftigung 
erzielte Einkommen im Sinne von Art. 16 Abs. 1 lit. i AVIG zumutbar ist, ist das auf der Grundlage 
des versicherten Tagesverdiensts berechnete Bruttotaggeld mit dem Bruttotageslohn zu verglei-
chen. Der Tagesverdienst wird gemäss Art. 40a AVIV ermittelt, d.h. der versicherte Monatsver-
dienst wird durch 21,7 geteilt. Das Bruttotaggeld beträgt dementsprechend 80 % bzw. 70 % des 
versicherten Tagesverdiensts (Art. 22 Abs. 1 AVIG). Um eine übereinstimmende Vergleichs-
grösse zu erhalten, ist ein Bruttomonatslohn mit dem gleichen Divisor 21,7 auf einen Bruttotages-
lohn umzurechnen (BGE 121 V 51 E. 4a; Urteile des Bundesgerichts vom 26. April 2007, 
C 236/06, E. 3, vom 17. Juli 2006, C 224/05, E. 1, und vom 16. Februar 2005, C 170/04, E. 2.2). 
Ist der verdiente Bruttotageslohn tiefer als das versicherte Bruttotaggeld, handelt es sich um ei-
nen entschädigungsberechtigten Verdienstausfall mit der Folge, dass die Voraussetzungen für 
einen Differenzausgleich nach Art. 24 Abs.1 und 3 AVIG erfüllt sind (vgl. NUSSBAUMER, a.a.O., 
S. 2270 Rz. 304); verhält es sich umgekehrt – der Bruttotageslohn ist höher als das Bruttotaggeld 
–, liegt eine lohnmässig zumutbare Arbeit vor (BGE 121 V 51 E. 4a; Urteil des Bundesgerichts 
vom 26. April 2007, C 236/06, E. 3).  
 

 
 
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3.4 Bei einem versicherten Verdienst von Fr. 5'416.65 per 1. November 2020 beträgt der Ta-
gesverdienst Fr. 249.62 (= Fr. 5'416.65 : 21,7). Beim für den Versicherten unbestritten massge-
benden Ansatz von 80 % führt dies zu einem Bruttotaggeldansatz von Fr. 199.70 (= Fr. 249.62 x 
80 %). Die Umrechnung des vom Versicherten bei der B.____ AG ab 1. November 2020 erzielten 
Bruttomonatslohns von Fr. 4'333.33 in einen Bruttotageslohn ergibt Fr. 199.70 (Fr. 4'333.33 : 
21,7). Damit ist der Bruttotaggeldansatz gleich hoch wie der Bruttotageslohn. Bei diesem Ergeb-
nis ist nicht mehr von einem Zwischenverdienst, sondern von einer lohnmässig zumutbaren Arbeit 
auszugehen, welche im Übrigen auch keine Kompensationszahlungen auslösen würde. Demzu-
folge ist der Verdienstausfall per 1. November 2020 nicht anrechenbar (vgl. Erwägung 3.3.1). Da 
bis zum 27. Januar 2021 (= Beginn der Rahmenfrist für den Leistungsbezug) kein anrechenbarer 
Verdienstausfall vorliegt, berechnet sich der versicherte Verdienst nach dem Durchschnittslohn 
der letzten 6 bzw. 12 Beitragsmonate vor Beginn der Rahmenfrist für den Leistungsbezug (vgl. 
Art. 37 Abs. 1 und 2 AVIV; AVIG-Praxis ALE C22).  

 
4.1 In Anbetracht der hier massgebenden Rahmenfrist für den Leistungsbezug vom 27. Ja-
nuar 2021 bis 26. Januar 2023 ist der versicherte Verdienst per 27. Januar 2021 zu berechnen. 
Im angefochtenen Einspracheentscheid hat die Arbeitslosenkasse den versicherten Verdienst 
gestützt auf Art. 37 Abs. 2 AVIV in Anwendung der für den Versicherten vorteilhafteren Berech-
nung nach dem Durchschnittslohn der letzten 12 Beitragsmonate, mithin vom 28. Januar 2020 
bis 26. Januar 2021, ermittelt. Dabei berechnete sie einen versicherten Verdienst von jährlich 
Fr. 61'915.83 bzw. monatlich Fr. 5'160.-- (= Fr. 61'915.83 : 12) per 27. Januar 2021. In ihrer Be-
schwerdeantwort nahm sie eine kleine Korrektur vor, weil sie im Januar 2021 einen zu tiefen Lohn 
angerechnet hatte. Sie ging nunmehr von einem Jahreslohn von Fr. 61'921.54 aus. Diese Kor-
rektur hat jedoch keine Erhöhung des versicherten Verdiensts zur Folge, beläuft sich dieser doch 
weiterhin auf Fr. 5'160.-- (= Fr. 61'921.54 : 12 Monate). Die Überprüfung der dem versicherten 
Verdienst zugrundeliegenden Monatslöhne ergibt, dass diese mit denjenigen von der Arbeitge-
berin angegebenen Löhnen übereinstimmen. Damit ist der von der Arbeitslosenkasse ermittelte 
versicherte Verdienst in der Höhe von Fr. 5'160.-- per 27. Januar 2021 nicht zu beanstanden.   
 
4.2 Ausgehend von einem versicherten Verdienst in Höhe von Fr. 5'160.-- ist der Tagesver-
dienst gemäss Art. 40a AVIV auf Fr. 237.79 (= Fr. 5'160.-- : 21,7) festzusetzen. Das Bruttotaggeld 
beträgt demnach Fr. 190.23 (= Fr. 237.79 x 80 %). Eine Gegenüberstellung des Bruttotaggeldes 
von Fr. 190.23 und des Bruttotageslohnes von Fr. 199.70 (Fr. 4'333.33 : 21,7) ergibt, dass der 
Bruttotageslohn höher ist als das dem Versicherten zustehende Bruttotaggeld, weshalb es sich 
um eine lohnmässig zumutbare Arbeit handelt; d.h. es liegt keine Arbeitslosigkeit im rechtlichen 
Sinne vor. Bei einem im Vergleich zum Bruttotaggeld höheren Bruttotageslohn besteht auch kein 
Anspruch auf Kompensationszahlungen gemäss Art. 24 AVIG und Art. 41a AVIV (vgl. Erwägung 
3.3.1). Auch wenn der Versicherte ab dem 1. November 2020 eine Einkommenseinbusse in Höhe 
von Fr.1'083.30 (= Fr. 5'416.65 – Fr. 4'333.35) erlitten hat, kann er daraus nichts zu seinen Guns-
ten ableiten. Denn eine Einkommenseinbusse von 20 % ist nicht versichert.  
 

 
 
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5.1 Der Beschwerdeführer hat bereits in der Einsprache geltend gemacht, dass die Arbeits-
losenkasse ihm mit Infoschreiben vom 5. März 2021 einen Anspruch auf Arbeitslosenentschädi-
gung in Aussicht gestellt habe, sofern er weniger als Fr. 5'000.-- verdiene und Kinder habe. Damit 
macht er sinngemäss eine Verletzung des Vertrauensschutzes geltend. Das in Art. 9 der Bun-
desverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV) vom 18. April 1999 verankerte 
Recht auf Vertrauensschutz bewirkt unter anderem, dass eine (selbst unrichtige) Zusicherung 
einer Behörde unter bestimmten Umständen eine vom materiellen Recht abweichende Behand-
lung des Rechtsuchenden gebietet. Die Voraussetzung für eine Berufung auf Vertrauensschutz 
ist erfüllt: 1. wenn die Behörde in einer konkreten Situation mit Bezug auf bestimmte Personen 
gehandelt hat; 2. wenn sie für die Erteilung der betreffenden Auskunft zuständig war oder wenn 
die rechtsuchende Person die Behörde aus zureichenden Gründen als zuständig betrachten 
durfte; 3. wenn die Person die Unrichtigkeit der Auskunft nicht ohne weiteres erkennen konnte; 
4. wenn sie im Vertrauen auf die Richtigkeit der Auskunft Dispositionen getroffen hat, die nicht 
ohne Nachteil rückgängig gemacht werden können, und 5. wenn die gesetzliche Ordnung seit 
der Auskunftserteilung keine Änderung erfahren hat. Diese Voraussetzungen müssen kumulativ 
erfüllt sein; ist bereits eine nicht gegeben, erübrigt es sich, die anderen zu prüfen (BGE 137 II 182 
E. 3.6.3). Vorliegend hat der Beschwerdeführer keine Dispositionen, die nicht ohne Nachteil rück-
gängig gemacht werden können, geltend gemacht. Solche sind auch nicht ersichtlich, weshalb 
die Voraussetzungen des Vertrauensschutzes offensichtlich nicht erfüllt sind. 
 
5.2 Soweit der Beschwerdeführer weiter vorbringt, sein Lohn im Jahr 2020 sei aufgrund der 
Korrektur des Quellensteuerabzugs tiefer, als von der Arbeitslosenkasse berechnet ausgefallen, 
ist dies unbehelflich. Da die Quellensteuer erst bei der Berechnung der Netto-Arbeitslosenent-
schädigung zu beachten ist, haben Quellensteuerabzüge keinen Einfluss auf den anrechenbaren 
versicherten Verdienst bzw. auf den bei der B.____ AG erzielten Bruttolohn. Die Arbeitslosen-
kasse hat deshalb zutreffend dargelegt, dass der Quellensteuerabzug kein massgebender Lohn-
bestandteil bildet und deshalb bei der Berechnung des versicherten Verdienstes unberücksichtigt 
zu bleiben hat. Demnach hat die Korrektur des Quellensteuerabzugs keine Auswirkung auf den 
versicherten Verdienst. 
 
5.3 Aus dem Gesagten ergibt sich, dass der Versicherte mangels anrechenbaren Verdienst-
ausfalls keinen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung ab 27. Januar 2021 hat. Daraus folgt, 
dass die Arbeitslosenkasse den Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung zu Recht abgelehnt 
hat, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist. 
 
6. Gemäss Art. 61 lit. fbis ATSG ist das Verfahren bei Streitigkeiten über Leistungen kosten-
pflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen ist. Da das AVIG keine Kostenpflicht 
vorsieht, sind für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben. 
  

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 
 

 

Mitteilung an Parteien 
  KIGA Baselland 
  Direktion für Arbeit (seco) 
 
 
 
Präsidentin 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber i.V. 
 
 
 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit schriftlicher Eröffnung beim Bundesgericht 
Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgeset-
zes (BGG) vom 17. Juni 2005 eingereicht werden. Diese Frist kann nicht verlängert werden 
(Art. 47 Abs. 1 BGG). 
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, einzureichen. 
Sie ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 
der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten (Art. 42 Abs. 1 BGG). In der Begründung ist in 
gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG). 
Die Urkunden, auf die sich die Beschwerde führende Partei als Beweismittel beruft, sind beizule-
gen, soweit die Partei sie in Händen hat. Ebenfalls beizulegen ist der angefochtene Entscheid 
(Art. 42 Abs. 3 BGG).