# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fc0cfd75-1fe9-5f46-b9ae-22f99e72124d
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-12-04
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 04.12.2025 IV 2025/61
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2025-61_2025-12-04.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/7

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2025/61

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 12.01.2026

Entscheiddatum: 04.12.2025

Entscheid Versicherungsgericht, 04.12.2025
Art. 87 Abs. 2 IVV. Rentenrevisionsgesuch. Glaubhaftmachen einer 
relevanten Sachverhaltsveränderung (Entscheid des Versicherungsgerichts 
des Kantons St. Gallen vom 4. Dezember 2025, IV 2025/61).

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Kanton St.Gallen  
Gerichte 
 
 

 
 
 
 

 
 1/6 

 

 
 
Versicherungsgericht 
Abteilung II 

 

 

 
 
 
 

 Entscheid vom 4. Dezember 2025 

Besetzung  Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus 
und Tanja Petrik-Haltiner; Gerichtsschreiber Tobias Bolt  

   

Geschäftsnr.   IV 2025/61 

   

Parteien 
 

 A.___,  
Beschwerdeführerin,  

 
 

  gegen 

  I V - S t e l l e  d e s  K a n t o n s  S t .  G a l l e n ,  Postfach 368, 
9016 St. Gallen,  

Beschwerdegegnerin,  
 
 

 
  

Gegenstand  Rentenrevision (Nichteintreten) 
 
 
 

 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

IV 2025/61 
 

 

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Sachverhalt 
A.  

A.a A.___ meldete sich im November 2021 zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an 
(IV-act. 5). Sie gab an, sie habe einen einjährigen Kurs zur Informatikerin mit Diplom und eine einjährige 

Ausbildung zur Kinderbetreuerin mit einem Zertifikat abgeschlossen. Sie arbeite in einem 

Vollzeitpensum als Büroaushilfe und Reinigungsfachfrau. Der Orthopäde Dr. med. B.___ berichtete am 

29. November 2021 (IV-act. 16), der Versicherten sei im September 2020 bei einer symptomatischen 

posttraumatischen Valgusgonarthrose links eine laterale Hemiprothese implantiert worden. Der 
postoperative Verlauf sei in den ersten drei Monaten sehr erfreulich gewesen. Ende November 2020 

sei es nach einer Rotationsbewegung bei der Arbeit zu einer massiven Schmerzzunahme gekommen. 

Ein MRI habe eine Überlastung des medialen Seitenbandes sowie eine mediale Chondropathie gezeigt. 

Eine Infiltration habe zu einer erheblichen Verbesserung geführt. Die Schmerzen hätten in der Folge 

aber wieder zugenommen und während des Frühjahrs 2021 persistiert. Im Juni 2021 habe die 

Versicherte eine Kniedistorsion erlitten. Die Beschwerden hätten im weiteren Verlauf persistiert. Mit 

einer Mitteilung vom 18. August 2022 wies die IV-Stelle das Begehren um berufliche 

Eingliederungsmassnahmen ab (IV-act. 26). 

A.b Am 14. Februar 2023 berichtete der Neurochirurg Dr. med. C.___ (IV-act. 58), die Versicherte 
leide an einer belastungsabhängigen Lumbalgie (mit einem Verdacht auf eine Nervenwurzelirritation L5 

rechts) und an einem Status nach Implantation einer Knie-Teilprothese links. Aktuell bestehe kein 

Hinweis auf eine Irritation von neuralen Strukturen; mit Sicherheit bestehe keine Operationsindikation. 

Wichtig sei ein regelmässiges Ganzkörpertraining mit Fokus auf die Bauchmuskulatur. Am 22. Februar 

2023 notierte Dr. med. D.___ vom IV-internen regionalen ärztlichen Dienst (RAD), gestützt auf den 
Bericht von Dr. C.___ sei davon auszugehen, dass die Versicherte auch in einer adaptierten Tätigkeit 

nicht zu mehr als zu 50 Prozent arbeitsfähig sei (IV-act. 59). Eine Sachbearbeiterin der IV-Stelle verglich 

den zuletzt erzielten Lohn als Valideneinkommen mit 50 Prozent des um zehn Prozent gekürzten 

statistischen Zentralwertes der Hilfsarbeiterinnenlöhne als Invalideneinkommen und errechnete so 

einen Invaliditätsgrad von 56,91 Prozent (IV-act. 62). Mit einem Vorbescheid vom 10. März 2023 teilte 

die IV-Stelle der Versicherten mit, dass sie die Zusprache einer Rente bei einem Invaliditätsgrad von 

57 Prozent mit Wirkung ab dem 1. Mai 2022 vorsehe (IV-act. 64). Am 8. September 2023 liess die 

Versicherte einwenden, sie sei vollständig arbeitsunfähig, weshalb weitere Abklärungen getätigt werden 

müssten (IV-act. 80). Am 2. Oktober 2023 wies Dr. B.___ darauf hin, dass es zwischenzeitlich zu einer 

sekundären ligamentären Auflockerung am linken Knie gekommen sei, die je nach Verlauf allenfalls 

operativ angegangen werden müsse (IV-act. 89). Die RAD-Ärztin Dr. D.___ hielt am 18. Oktober 2023 

fest, eine relevante Verschlechterung des Gesundheitszustandes der Versicherten seit dem 22. Februar 

2023 sei nicht auszumachen (IV-act. 90). Mit einer Verfügung vom 27. Oktober 2023 sprach die IV-

 

 
 
 
 

 
 
 
 

IV 2025/61 
 

 

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Stelle der Versicherten mit Wirkung ab dem 1. Mai 2022 eine Rente bei einem Invaliditätsgrad von 57 

Prozent zu (IV-act. 92). Diese Verfügung erwuchs unangefochten in formelle Rechtskraft. 

A.c Am 14. Februar 2024 ersuchte der Hausarzt Dr. med. E.___ die IV-Stelle um die Prüfung einer 
Rentenerhöhung (IV-act. 108). Er hielt fest, die Versicherte leide an degenerativen Veränderungen der 

unteren Lendenwirbelsäule. Seit dem 27. Juni 2023 sei sie vollständig arbeitsunfähig. Am 5. März 2024 
ersuchte auch die Versicherte selbst um eine Rentenerhöhung (IV-act. 109). Am 13. August 2024 

erkundigte sich die Versicherte am Schalter nach dem Stand des Verfahrens. Ein Sachbearbeiter 

erklärte ihr (vgl. IV-act. 114), dass sie eine relevante Veränderung des Sachverhaltes seit dem 27. 

Oktober 2023 glaubhaft machen müsse. Das Schreiben von Dr. E.___ vom 14. Februar 2024 sei nicht 

geeignet, „eine abschliessende Einschätzung“ zuzulassen. Am 14. August 2024 berichtete der 

Neurochirurg Dr. med. F.___ (IV-act. 115), die Versicherte sei am 4. Dezember 2023 gestürzt, wodurch 

sich die lumbosakralen Rückenschmerzen verstärkt hätten. Am 18. Januar 2024 sei eine ISG-Infiltration 

durchgeführt worden. Am 7. Mai 2024 sei eine Facetteninfiltration erfolgt. Die ISG hätten diskrete, 

wahrscheinlich postentzündliche Veränderungen gezeigt, die momentan jedoch nicht aktiv seien. In 

einem nächsten Schritt sei die Abklärung einer entzündlichen Systemerkrankung (zum Beispiel 

Spondylitis ancylosans) zu empfehlen. Ein MRI vom 13. August 2024 hatte eine „etwas progrediente“ 

Osteochondrose L3/4 bei einem ansonsten unveränderten Befund im Vergleich zu einer 

Voruntersuchung im März 2023 ergeben (IV-act. 116). Der RAD-Arzt Dr. med. G.___ notierte am 4. 
Oktober 2024, eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes sei nicht auszumachen, wobei er sich 

allerdings nicht zum Hinweis auf eine mögliche entzündliche Systemerkrankung äusserte (IV-act. 118). 

A.d Mit einem Vorbescheid vom 12. Dezember 2024 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass sie 
vorsehe, auf ihr Rentenerhöhungsgesuch nicht einzutreten (IV-act. 126). Die Versicherte reagierte nicht 

auf diesen Vorbescheid. Mit einer Verfügung vom 13. Februar 2025 trat die IV-Stelle nicht auf das 

Rentenerhöhungsgesuch ein (IV-act. 130). 

B.  

B.a Am 12. März 2025 erhob die Versicherte (nachfolgend: die Beschwerdeführerin) eine 
Beschwerde gegen die Verfügung vom 13. Februar 2025 (act. G 1). Sie machte geltend, ihr 

Gesundheitszustand habe sich seit der Rentenzusprache erheblich verschlechtert, was sich direkt auf 

ihre Arbeitsfähigkeit auswirke. Sie ersuche deshalb um eine erneute Überprüfung des 

Invaliditätsgrades. Seit längerer Zeit sei sie vollständig arbeitsunfähig. Das habe sie durch mehrere 

ärztliche Zeugnisse belegt. Gerne sei sie bereit, sich von einem Vertrauensarzt untersuchen zu lassen. 

B.b Das Versicherungsgericht forderte die Beschwerdeführerin am 25. März 2025 auf, bis spätestens 
am 8. April 2025 einen Kostenvorschuss von 600 Franken zu leisten (act. G 2). Die Beschwerdeführerin 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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ersuchte in der Folge telefonisch um die Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung, weshalb sie 

am 1. April 2025 aufgefordert wurde, das entsprechende Formular auszufüllen und zusammen mit den 

notwendigen Belegen bis spätestens am 8. April 2025 einzureichen (act. G 3). Das Formular und die 

Belege trafen am 3. April 2025 beim Versicherungsgericht ein (act. G 4). Am 4. April 2025 teilte das 

Versicherungsgericht der Beschwerdeführerin mit, dass die Bewilligung der unentgeltlichen 
Prozessführung nicht in Frage komme, weil die Beschwerdeführerin rechtsschutzversichert sei; der 

Kostenvorschuss müsse folglich bis spätestens am 5. Mai 2025 geleistet werden (act. G 5). 

B.c Am 16. Mai 2025 teilte die Beschwerdeführerin dem Versicherungsgericht mit, dass sie den 
Kostenvorschuss noch nicht habe leisten können, weil sie sich bis Mitte Mai 2025 im Ausland 

aufgehalten habe (act. G 6). Am 20. Mai 2025 forderte das Versicherungsgericht die 

Beschwerdeführerin auf, den Kostenvorschuss bis spätestens am 3. Juni 2025 zu leisten; ansonsten 

werde das Beschwerdeverfahren abgeschrieben (act. G 7). Diese Aufforderung wurde der 

Beschwerdeführerin gemäss dem Zustellnachweis der Schweizer Post am 21. Mai 2025 zugestellt. 

B.d Am 12. Juni 2025 teilte die Beschwerdeführerin dem Versicherungsgericht telefonisch mit (act. G 
8), sie sei zu spät, weil sie in ihrem Herkunftsland weile. Die Post sei ihr erst jetzt weitergeleitet worden. 

Das Versicherungsgericht räumte ihr deshalb eine weitere Nachfrist bis zum 23. Juni 2025 ein (act. G 

10). Der Kostenvorschuss wurde am 16. Juni 2025 bezahlt (vgl. act. G 11). 

B.e Die IV-Stelle (nachfolgend: die Beschwerdegegnerin) beantragte am 16. Juli 2025 die Abweisung 
der Beschwerde (act. G 12). Zur Begründung führte sie an, die Beschwerdeführerin habe keine 

Veränderung ihres Gesundheitszustandes glaubhaft gemacht. 

Erwägungen 
1.  

Die Beschwerdeführerin hat den Kostenvorschuss nicht innert der vom Versicherungsgericht 

angesetzten Frist (bis spätestens am 8. April 2025) geleistet. Die Frist ist ihr allerdings am 4. April 2025 

bis zum 5. Mai 2025 erstreckt worden, nachdem eine Prüfung der von der Beschwerdeführerin 

eingereichten Unterlagen ergeben hatte, dass kein Anspruch auf eine Befreiung von der Kostenpflicht 

bestanden hat. Diese erste Fristerstreckung ist sachlich gerechtfertigt gewesen. Zudem war bei der 

Fristansetzung im Schreiben vom 25. März 2025 keine Säumnisfolge angedroht worden. Die 

Beschwerdeführerin hat aber auch die zweite Frist (bis 5. Mai 2025) verpasst. Sie hat sich erst am 16. 

Mai 2025 beim Versicherungsgericht gemeldet und mitgeteilt, sie habe sich bis Mitte Mai 2025 im 

Ausland aufgehalten. Obwohl offenkundig kein Grund für eine Fristwiederherstellung vorgelegen hat, 

ist ihr von der verfahrensleitenden Richterin eine neue Frist angesetzt worden, was nur als eine 

Gutheissung des Begehrens um Fristwiederherstellung interpretiert werden kann. Bei dieser zweiten 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Fristerstreckung ist der Beschwerdeführerin explizit angedroht worden, dass nicht auf deren 

Beschwerde eingetreten werde, wenn der Kostenvorschuss nicht bis spätestens am 3. Juni 2025 

bezahlt werde. Die Beschwerdeführerin hat innert dieser Frist nicht auf die Aufforderung vom 20. Mai 

2025 reagiert, weshalb ein Nichteintretensentscheid hätte ergehen müssen. Erst am 12. Juni 2025 hat 

die Beschwerdeführerin dem Versicherungsgericht mitgeteilt, dass sie erst mit einiger Verspätung 
Kenntnis vom Schreiben vom 20. Mai 2025 erhalten habe, weil sie sich erneut im Ausland befinde. 

Damit hat sie ein zweites Mal um eine Fristwiederherstellung ersucht, für die es aber augenscheinlich 

erneut keinen ausreichenden Grund gegeben hat. In der Folge hat die verfahrensleitende Richterin sie 

entgegen der Androhung vom 20. Mai 2025 aufgefordert, den Kostenvorschuss bis spätestens am 23. 

Juni 2025 zu leisten. Diese dritte Fristerstreckung kann nur eine Bewilligung des zweiten 

Fristwiederherstellungsgesuchs gewesen sein. Nachdem die Beschwerdeführerin den 

Kostenvorschuss innert der zum dritten Mal erstreckten Frist bezahlt hatte, hat die verfahrensleitende 

Richterin die Beschwerdegegnerin über die Beschwerdeerhebung informiert und zur 

Beschwerdeantwort aufgefordert, womit sie den verfahrensleitenden Entscheid gefällt haben muss, 

dass auf die Beschwerde einzutreten sei, obwohl die Voraussetzungen dafür offenkundig nicht erfüllt 

gewesen sind. Da das Eintreten auf die Beschwerde in die Zuständigkeit der verfahrensleitenden 

Richterin gefallen ist und da es definitiv ist, ist der Eintretensentscheid trotz seiner Rechtswidrigkeit 

verbindlich, weshalb die Beschwerde materiell zu prüfen ist. 

2.  

Der Zweck dieses Beschwerdeverfahrens erschöpft sich in der Überprüfung der angefochtenen 

Verfügung auf deren Rechtmässigkeit, weshalb sein Gegenstand jenem des vorangegangenen 

Verwaltungsverfahrens entsprechen muss. Dieses hat sich auf die Frage beschränkt, ob auf das 

Rentenerhöhungsgesuch der Beschwerdeführerin einzutreten sei. Folglich ist auch in diesem 

Beschwerdeverfahren ausschliesslich die Eintretensfrage zu prüfen. 

3.  

Das Eintreten auf ein Rentenerhöhungsgesuch setzt gemäss dem Art. 87 Abs. 2 IVV das 

Glaubhaftmachen einer relevanten Sachverhaltsveränderung voraus. Die Beschwerdeführerin hat im 

Rahmen des mit der angefochtenen Verfügung abgeschlossenen Verfahrens zur Prüfung der 

Eintretensfrage je einen Bericht von Dr. E.___ und von Dr. F.___ eingereicht, die beide einen eher 

unspezifischen Hinweis auf eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes in der Form einer 

Zunahme der Beschwerden in der unteren Lendenwirbelsäule enthalten haben. Ein MRI hat einen im 

Vergleich zu einer Voruntersuchung im März 2023 nahezu unveränderten objektiven Zustand ergeben. 
Lediglich die Osteochondrose im Bereich L3/4 ist als „etwas progredient“ beurteilt worden. Allerdings 

hat Dr. F.___ den Verdacht auf eine entzündliche Systemerkrankung geäussert und eine 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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entsprechende Abklärung durch einen Facharzt empfohlen. Der RAD-Arzt Dr. G.___ hat in seiner 

Aktenwürdigung angegeben, dass die von der Beschwerdeführerin eingereichten Berichte keinen 

Hinweis auf eine relevante Veränderung des Gesundheitszustandes seit dem 27. Oktober 2023 

enthalten haben. Er muss also den Hinweis auf eine mögliche entzündliche Systemerkrankung 

übersehen haben. Da die Eintretenshürde im Art. 87 Abs. 2 IVV sehr tief angesetzt ist, weil ein Eintreten 
nur das Glaubhaftmachen einer relevanten Sachverhaltsveränderung erfordert, und da eine (mögliche) 

entzündliche Systemerkrankung im ursprünglichen Rentenverfahren noch nicht zur Diskussion 

gestanden hatte, muss der Hinweis auf eine – entsprechend als neu zu qualifizierende – mögliche 

entzündliche Systemerkrankung für ein Eintreten auf das Rentenrevisionsbegehren ausreichen. Die 

Beschwerdegegnerin hätte das Rentenrevisionsbegehren folglich materiell prüfen müssen. Die 

angefochtene Verfügung ist deshalb als rechtswidrig aufzuheben und durch den verfahrensleitenden 

Entscheid zu ersetzen, auf das Rentenrevisionsbegehren einzutreten. Die Sache ist zur materiellen 

Prüfung an die Beschwerdegegnerin zu überweisen. 

4.  

Die wegen des als durchschnittlich zu qualifizierenden Verfahrensaufwandes praxisgemäss auf 600 

Franken festzusetzenden Gerichtskosten sind der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. 

Der Beschwerdeführerin wird der von ihr geleistete Kostenvorschuss von 600 Franken zurückerstattet. 

Entscheid 
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP  

1.  
Die angefochtene Verfügung wird durch den verfahrensleitenden Entscheid ersetzt, auf das 

Rentenrevisionsbegehren einzutreten; die Sache wird zur materiellen Prüfung an die 

Beschwerdegegnerin überwiesen. 

2.  
Die Beschwerdegegnerin hat die Gerichtskosten von 600 Franken zu bezahlen; der 

Beschwerdeführerin wird der von ihr geleistete Kostenvorschuss von 600 Franken zurückerstattet. 

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 04.12.2025
	Art. 87 Abs. 2 IVV. Rentenrevisionsgesuch. Glaubhaftmachen einer relevanten Sachverhaltsveränderung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 4. Dezember 2025, IV 2025/61).

		2026-01-28T03:56:47+0100
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen