# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** dc7c2874-dc11-5e94-b78e-ae49c86c8438
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-09-21
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 21.09.2009 E-5704/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-5704-2009_2009-09-21.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-5704/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 1 .  S e p t e m b e r  2 0 0 9

Einzelrichterin Muriel Beck Kadima, 
mit Zustimmung von Richter Kurt Gysi;
Gerichtsschreiberin Alexandra Püntener.

A._______,
unbekannte Staatsangehörige, angeblich Mauretanien,
vertreten durch Advokat Guido Ehrler, Advokat,
Beschwerdeführerin,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 2. September 2009 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-5704/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass die  Beschwerdeführerin  eigenen Angaben zufolge im Juli  2009 
ihren Heimatstaat verlassen hat und am 21. Juli 2009 in die Schweiz 
einreiste, wo sie am gleichen Tag um Asyl nachsuchte,

dass sie anlässlich der Kurzbefragung im Empfangs- und Verfahrens-
zentrum B._______ vom 31. Juli  2009  sowie  der  direkten Anhörung 
vom  19. August  2009  zur  Begründung  des  Asylgesuchs  im 
Wesentlichen  geltend  machte,  sie  habe,  nachdem  ihre  Eltern 
gestorben  seien,  seit  ihrem  sechsten  Lebensjahr  bei  einer  weissen 
Familie gelebt, wo sie wie eine Sklavin habe arbeiten müssen,

dass  sie  den  Haushalt  der  Familie  habe führen  und  täglich  Kamele 
habe hüten müssen,

dass sie vom Hausherrn oft geschlagen und mehrmals - erstmals mit 
14 Jahren - vergewaltigt worden sei,

dass sie mit 15 einen Sohn geboren habe,

dass  sie  ausserdem  mit  drei  jungen  Männern,  welche  im  gleichen 
Haushalt gelebt hätten, habe schlafen müssen,

dass sie sich aus diesen Gründen zur Ausreise entschlossen habe,

dass  sie  mit  Hilfe  mehrerer  ihr  unbekannter  Personen  Mauretanien 
verlassen und nach Europa geflohen sei,

dass sie infolge einer Vergewaltigung durch ihren Hausherrn zu dieser 
Zeit  schwanger  gewesen  sei  und  das  Kind  in  B._______  habe 
abtreiben lassen,

dass für  den weiteren Inhalt  der  Aussagen auf  die  Akten verwiesen 
wird,

dass das BFM mit  Verfügung vom 2. September  2009 -  eröffnet  am 
3. September 2009 - in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asyl-
gesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch 
der  Beschwerdeführerin nicht  eintrat  und  die  Wegweisung  aus  der 
Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

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dass das BFM zur  Begründung im Wesentlichen anführte,  es könne 
weder geglaubt werden, dass die Beschwerdeführerin Staatsangehöri-
ge von Mauretanien sei noch dass sie dort Probleme mit einer Familie 
gehabt habe,

dass sie nichts über Mauretanien wisse, obwohl sie dort das ganze Le-
ben verbracht habe, und auch keine Angaben zur Zeit vor dem Tod ih-
rer Eltern habe machen können,

dass sie zudem widersprüchliche Angaben zu den von ihr gesproche-
nen Sprachen gemacht habe,

dass auch ihre Aussagen zur Familie, bei der sie etwa 15 Jahre gelebt 
habe,  sowie zu ihren Tätigkeiten und Lebensumständen dort  unsub-
stanziiert, widersprüchlich und tatsachenwidrig ausgefallen seien,

dass weiter  die  Angaben zum Ort,  wo sie geschlafen habe und von 
drei  Männern  vergewaltigt  worden  sei,  widersprüchlich  geltend  ge-
macht worden seien,

dass  auch  ihr  wiederholt  geltend  gemachter  Hinweis  auf  Verständi-
gungsprobleme  als  Schutzbehauptung  anzusehen  sei,  weil  sich  im 
Verlauf der Befragung herausgestellt habe, dass sie wesentlich besser 
französisch spreche als von ihr angegeben,

dass der Umstand, dass sie in der Lage gewesen sei, mehrere Orte 
auf  ihrer  Reise  in  die  Schweiz  zu  nennen und  genaue Zeitangaben 
habe machen können, darauf hindeute, dass sie ihren Bildungshinter-
grund zu verschleiern versuche,

dass die Beschwerdeführerin die Flüchtlingseigenschaft somit nicht er-
fülle und zusätzliche Abklärungen nicht erforderlich seien,

dass  die  Vorinstanz  weiter  ausführte,  die  Beschwerdeführerin  habe 
den Asylbehörden innerhalb  der  eingeräumten Frist  von 48 Stunden 
keine Reise- oder Identitätspapiere abgegeben,

dass angesichts der unglaubhaften Vorbringen betreffend ihre Staats-
angehörigkeit und ihrer Probleme auch ihre Begründung für die Nicht-
abgabe von Ausweispapieren,  die  derart  eng mit  ihrem angeblichen 
Heimatstaat verknüpft seien, nicht glaubhaft sei,

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dass wegen der unglaubhaften Angaben zu ihrer Reise in die Schweiz 
(Reiseweg, Reise ohne Papiere, unentgeltliche Hilfe) sowie den fehlen-
den Anstrengungen zur Beschaffung eines Nachweises ihrer Identität 
insgesamt keine entschuldbaren Gründe für  das Nichteinreichen von 
Reise- oder Identitätspapieren vorliegen würden,

dass das BFM im Weiteren den Wegweisungsvollzug als zulässig, zu-
mutbar und möglich erklärte,

dass  für  die  weitere  Begründung  auf  die  vorinstanzliche  Verfügung 
vom 2. September 2009 zu verweisen ist,

dass  die  Beschwerdeführerin  mit  Eingabe  vom  10. September 2009 
gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde 
erhob und dabei  die Aufhebung der  angefochtenen Verfügung bean-
tragte, 

dass  die  Vorinstanz  anzuweisen  sei,  auf  das  Asylgesuch  der  Be-
schwerdeführerin einzutreten, eventualiter sei die Beschwerdeführerin 
in der Schweiz vorläufig aufzunehmen,

dass  sie  im Sinne  eines  Eventualbegehrens in  verfahrensrechtlicher 
Hinsicht  um Gewährung der  unentgeltlichen Rechtspflege unter  Bei-
ordnung des Unterzeichnenden als Rechtsbeistand ersuchte,

dass sie unter  Hinweis  auf  zwei  Berichte von Amnesty International 
von 2002 sowie von der Gesellschaft für bedrohte Völker vom 20. Juli 
2000 zur  Begründung ihrer  Beschwerde anführte,  die Schilderungen 
ihres Lebens würden den tatsächlichen Verhältnissen in Mauretanien 
entsprechen,

dass ihre Vorbringen somit asylrechtlich relevant seien und ihr Asylge-
such nicht  in  einem Nichteintretensverfahren erledigt  werden könne, 
wobei sie auf die Bemerkungen der anlässlich der direkten Anhörung 
anwesenden Hilfswerksvertreterin verwies,

dass sie wegen sprachlicher Schwierigkeiten ergänzend zu befragen 
sei,

dass die mangelhaften Kenntnisse der Beschwerdeführerin zu Maure-
tanien, die Wissenslücken in ihrer Biographie und die Widersprüche in 
der Schilderung ihrer Lebenssituation auf eine Traumatisierung zurück-

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zuführen seien, weshalb von Amtes wegen eine psychiatrische Abklä-
rung vorzunehmen sei,

dass das fehlende Erinnerungsvermögen der Beschwerdeführerin auf 
Konzentrations- und Gedächtnisstörungen schliessen lasse,

dass die Vorinstanz im Übrigen dem Umstand keine Rechnung getra-
gen  habe,  wonach  die  Beschwerdeführerin  seit  ihrem  sechsten  Le-
bensjahr  einer  normalen  zwischenmenschlichen  und  gesunden  Ent-
wicklung beraubt  gewesen sei,  und nur  das Allernötigste mit  ihr  ge-
sprochen worden sei,

dass zudem die widersprüchlichen Aussagen der Beschwerdeführerin 
zu den Umständen ihrer Vergewaltigungen nicht gegen die Glaubhaf-
tigkeit sprechen würden,

dass  im  Weiteren  eine  Abklärung  betreffend  die  Familie  C._______ 
vorzunehmen sei,

dass für die weitere Beschwerdebegründung auf die Akten zu verwei-
sen ist,

dass die vorinstanzlichen Akten am 11. September 2009 (per Telefax) 
beim Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Ar. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass die vorliegend zu beurteilende Beschwerde sich gegen eine Ver-
fügung richtet, laut deren Dispositiv das BFM auf das Asylgesuch der 
Beschwerdeführerin  nicht  eingetreten ist  (Ziffer 1 des Verfügungsdis-
positivs),

dass für Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide die Frist fünf 
Arbeitstage beträgt (Art. 108 Abs. 2 AsylG),

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dass die  Beschwerdeführerin  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich die Beschwerdeinstanz - sofern sie den Nichteintretensent-
scheid  als  unrechtmässig  erachtet  -  einer  selbständigen  materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. dazu die wei-
terhin  geltende  Praxis  der  ehemaligen  Asylrekurskommission  [ARK]: 
Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass indes beim Nichteintretenstatbestand von Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG - auf welchen sich die angefochtene Verfügung stützt - die Be-
sonderheit besteht, dass das BFM das offenkundige Nichterfüllen der 
Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG und das offenkundige 
Fehlen von Wegweisungsvollzugshindernissen zu beurteilen hat  (vgl. 

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dazu nachfolgend), weshalb insoweit  auch die Flüchtlingseigenschaft 
Prozessgegenstand  bildet,  soweit  dies  im  Rahmen  einer  summari-
schen Prüfung möglich ist (vgl. BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell  geprüft  hat,  weshalb  dem Bundesverwaltungsgericht  diesbezüg-
lich volle Kognition zukommt, 

dass gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf ein Asylgesuch nicht ein-
getreten wird, wenn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 
48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitätspa-
piere abgeben,

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder wenn auf 
Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht-
lingseigenschaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG),  oder 
wenn sich auf Grund der Anhörung die Notwendigkeit zusätzlicher Ab-
klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Weg-
weisungsvollzugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass  die  Beschwerdeführerin  innert  der  gesetzlichen  Frist  von  48 
Stunden nach Einreichung ihres Asylgesuches keine Identitätspapiere 
eingereicht hat, womit die Grundvoraussetzung für einen Nichteintre-
tensentscheid in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG erfüllt ist,

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung - nach Prüfung der Ak-
ten auch aus der Sicht des Bundesverwaltungsgerichts - überzeugend 
dargelegt hat, weshalb für das Nichteinreichen von Reise- oder Identi-
tätspapieren im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG keine entschuld-
baren Gründe vorliegen,

dass die Angaben der Beschwerdeführerin, wonach sie nie Identitäts-
papiere besessen habe, nicht geglaubt werden können,

dass insbesondere weitestgehend ausgeschlossen werden kann, dass 
es  der  Beschwerdeführerin  angesichts  der  strengen  Hafen-  sowie 
Grenzkontrollen  möglich  gewesen  wäre  ohne  jegliche  Reisepapiere 
von Mauretanien nach Europa und in die Schweiz zu gelangen, ohne 
dabei jemals kontrolliert worden zu sein, 

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dass weiter nicht geglaubt werden kann, mehrere ihr unbekannte Per-
sonen hätten  ihr  ohne weiteres  ihre  Ausreise  nach Europa und von 
dort in die Schweiz ohne Gegenleistung organisiert und finanziert,

dass  die  Beschwerdeführerin  mit  ihrem gesamten  Aussageverhalten 
den auch im Beschwerdeverfahren nicht widerlegten Eindruck vermit-
telt, sie versuche, ihre Identität und genaue Herkunft zu verschleiern, 
und keinesfalls glaubhaft darzulegen vermochte, sie sie aus entschuld-
baren  Gründen  an  der  unverzüglichen  Einreichung  von  Reise-  oder 
Identitätspapieren im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG gehindert 
worden (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG),

dass mithin zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Anhörung zu 
Recht die Flüchtlingseigenschaft verneint und zusätzliche Abklärungen 
zu deren Feststellung beziehungsweise derjenigen von Wegweisungs-
hindernissen als nicht erforderlich erachtet hat,

dass im vorliegenden Verfahren aufgrund der Aktenlage, wie sie sich 
nach der  summarischen Befragung vom 31. Juli  2009 sowie der  Di-
rektanhörung vom 19. August 2009 darstellt, unter Verzicht auf zusätz-
liche  tatbeständliche  oder  rechtliche  Abklärungen  im  Rahmen  einer 
bloss summarischen Prüfung entschieden werden kann,

dass zur Vermeidung von Wiederholungen vorab auf die zutreffenden 
Erwägungen in der angefochtenen Verfügung zu verweisen ist,

dass hinsichtlich des in der Beschwerdeschrift gestellten Antrags, die 
Beschwerdeführerin  wegen  Verständigungsproblemen  anlässlich  der 
direkten Anhörung ergänzend zu befragen, festzustellen ist, dass meh-
rere Anhaltspunkte dafür vorhanden sind, wonach die Beschwerdefüh-
rerin  die  französische  Sprache  gut  beherrscht  und  die  Befragungen 
korrekt durchgeführt worden sind, 

dass die Beschwerdeführerin Wolof als ihre Muttersprache angab, die-
se Sprache jedoch nicht mehr beherrsche, da sie seit ihrem 6. Lebens-
jahr nur noch französisch gesprochen habe (A1, S. 2 ff.; A9, S. 2 ff.),

dass sie zwar anlässlich der summarischen sowie der direkten Befra-
gung zu Beginn vorgab, sie habe manchmal Mühe, die Dolmetscherin 
zu verstehen (vgl. A1, S. 2; A9, S. 2), 

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dass auch die anlässlich der direkten Befragung amtierende Dolmet-
scherin  festhielt,  die  Beschwerdeführerin  habe  Mühe,  sich  exakt  in 
Französisch auszudrücken (vgl. A9, S. 6),

dass dies auch die bei dieser Anhörung anwesende Hilfswerksvertre-
terin in ihren Bemerkungen festhielt, jedoch gleichzeitig anmerkte, die 
Beschwerdeführerin beherrsche die französische Sprache ziemlich gut 
und habe die Bedeutung einiger Wörter nicht gekannt,

dass eine Durchsicht der Protokolle ergibt, dass die Beschwerdeführe-
rin auf die ihr anlässlich den sehr ausführlichen (summarischen und di-
rekten) Befragungen gestellten Fragen unter Angabe zahlreicher Aus-
drücke umfassende Antworten zu geben vermochte, und nicht den Ein-
druck  vermittelt,  wonach  sie  bloss  über  rudimentäre  französische 
Sprachkenntnisse verfügen würde (vgl. A1, S. 2 ff.; A9, S. 3 ff.), 

dass auch sonst kaum Anlass für die Annahme besteht, die Beschwer-
deführerin sei wegen sprachlicher Probleme daran gehindert gewesen, 
die ihr gestellten Fragen zu beantworten,

dass die Beschwerdeführerin ausserdem das in französischer Sprache 
abgefasste Personalienblatt  selbständig ausgefüllt  hat (vgl. Akte A2), 
weshalb auch nicht geglaubt werden kann, sie hätte nie eine Schule 
besucht und sei seit ihrem 6. Lebensjahr bei einer Familie als Sklavin 
gehalten wurde, wobei sie lediglich französische Anweisungen erhal-
ten habe,

dass  aufgrund  dieser  Feststellungen  insgesamt  der  Verdacht  auf-
kommt, die Beschwerdeführerin beherrsche eine andere Sprache bes-
ser als Französisch - offensichtlich aber nicht das in Mauretanien ge-
sprochene Wolof - und ihre eigentliche Muttersprache nicht preisgeben 
wolle,  weshalb  erhebliche Zweifel  an  der  von ihr  angegebenen Her-
kunft und der fehlenden Bildung aufkommen,

dass  der  Antrag,  die  Beschwerdeführerin  sei  ergänzend  anzuhören, 
daher abgewiesen wird,

dass die  Vorinstanz  zudem zu Recht  festgestellt  hat,  die  Vorbringen 
der  Beschwerdeführerin  seien  widersprüchlich,  nicht  nachvollziehbar 
und damit insgesamt unglaubhaft ausgefallen,

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dass insbesondere  nicht  nachvollziehbar  ist,  die  Beschwerdeführerin 
habe keinerlei  Kenntnisse über  Mauretanien -  ihrer  Heimatstadt  und 
deren Umgebung, Nationalfeiertag, Hafen - , wo sie seit ihrer Geburt 
gelebt  habe,  andererseits  aber  problemlos  mehrere  Städte-  und 
Ortsnamen ihrer Reise nach Europa habe nennen können,

dass sie zudem zu ihrem Alltag bei der Familie, bei der sie seit ihrem 
6. Lebensjahr gewohnt habe, und den dortigen Lebensumständen wi-
dersprüchliche,  unsubstanziierte  und  tatsachenwidrige  Angaben  ge-
macht hat, welche entgegen der in der Beschwerdeschrift vertretenen 
Auffassung weder mit Verständigungsproblemen noch einer fehlenden 
Bildung erklärt werden können, 

dass die Beschwerdeführerin gemäss ihren Aussagen von einer unge-
wollten Schwangerschaft betroffen war, welche nach ihrer Einreise in 
die Schweiz in der 10. Lebenswoche beendet wurde, 

dass jedoch aufgrund der vorstehenden Feststellungen nicht geglaubt 
werden kann, dass diese auf die von ihr geschilderte Art und Weise - 
durch Vergewaltigung des Hausherrn - herbeigeführt worden war,

dass die Umstände ihrer Schwangerschaft und deren Beendigung of-
fensichtlich zu einer belastenden Situation für die Beschwerdeführerin 
geführt  haben, weshalb sie anlässlich der direkten Anhörung viel ge-
weint hat und aufgewühlt war,

dass jedoch die festgestellten Ungereimtheiten in ihren Aussagen nicht 
auf die psychische Verfassung der Beschwerdeführerin zurückgeführt 
werden können,

dass  daher  auf  die  Einholung  einer  psychiatrischen  Abklärung  von 
Amtes wegen verzichtet werden kann,

dass deshalb keiner der drei in Art. 32 Abs. 3 AsylG aufgeführten, dem 
Regelfall des Nichteintretens bei Erfüllen des Tatbestandes von Art. 32 
Abs. 2 Bst. a AsylG entgegenstehenden Gründe vorliegt,  zumal,  wie 
sich  im Folgenden zeigen wird,  auch keine  zusätzlichen Abklärungen 
zur Feststellung eines Wegweisungsvollzugshindernisses notwendig sind,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch der Beschwerdeführerin nicht eingetre-

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ten ist,  und auf die übrigen Vorbringen in der Rechtsmitteleingabe bei 
dieser Sachlage nicht eingegangen zu werden braucht,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist  (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass die Untersuchungspflicht der Asylbehörden hinsichtlich Zulässig-
keit, Zumutbarkeit und Möglichkeit des Vollzugs nach Treu und Glau-
ben ihre Grenzen an der Mitwirkungspflicht der Beschwerde führenden 
Person  findet  (Art.  8  AsylG),  die  im  Übrigen  auch  die  Substanziie-
rungslast trägt (Art. 7 AsylG), und es bei nicht belegter beziehungswei-
se zweifelhafter Identität oder Herkunft nicht Sache der Behörde sein 
kann, nach allfälligen Wegweisungshindernissen hypothetischer Natur 
zu forschen,

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung der mass-
geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da 
die Beschwerdeführerin keine Hinweise auf eine Verfolgung oder eine 
begründete Furcht vor Nachteilen darzulegen vermag, welche geeignet 
wäre, ihre Flüchtlingseigenschaft  zu begründen,  und auch keine An-
haltspunkte  für  eine  andere  menschenrechtswidrige  Behandlung  er-
sichtlich sind, die  ihr  in ihrem Heimat- oder Herkunftsstaat droht  (vgl. 
Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass den Akten auch keine Gründe entnommen werden können, die 
den Vollzug der Wegweisung als unzumutbar erscheinen liessen, zu-
mal die Beschwerdeführerin die Folgen ihrer mangelhaften Mitwirkung 
bei der Offenlegung der Identität zu tragen hat, indem vermutungswei-
se davon auszugehen ist,  es längen keine Wegweisungsvollzugshin-
dernisse im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AuG vor,

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dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  der  Beschwerdeführerin in  ihren 
Herkunftsstaat schliesslich möglich ist (Art. 83 Abs. 2 AuG), da es ihr 
obliegt, bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 
Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist (Art. 83 Abs. 1-4 AuG),

dass es der Beschwerdeführerin nicht gelungen ist darzutun, inwiefern 
die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletze, den rechtserhebli-
chen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststelle oder unange-
messen sei (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist,

dass  die  Eventualbegehren  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege im Sinne von Art. 65  Abs. 1 und 2  VwVG abzuweisen 
sind, da sich die Beschwerde als aussichtslos darstellte,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 2 und 3 des Reglements vom 11. Dezember 2006 über die Kosten 
und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 
173.320.2]) der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sin-
ne von Art. 65 Abs.1 und 2 VwVG werden abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses  Urteil  geht  an  den  Rechtsvertreter  der  Beschwerdeführerin, 
das BFM und (...).

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Muriel Beck Kadima Alexandra Püntener

Versand:

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