# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 07080dfc-c579-59a1-937a-984828cf6175
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-07-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.07.2009 D-4086/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4086-2009_2009-07-01.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-4086/2009/wif
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 .  J u l i  2 0 0 9

Einzelrichter Hans Schürch, 
mit Zustimmung von Richter Maurice Brodard,
Gerichtsschreiberin Eva Zürcher.

Z._______, geboren _______, Gambia,
vertreten durch 
Bündner Rechtsberatungsstelle für Asylsuchende, 
_______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 15. Juni 2009 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-4086/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer,  ein  Staatsangehöriger  Gambias  aus 
A._______ mit letztem Wohnsitz in B._______, eigenen Angaben zu-
folge seinen Heimatstaat  ungefähr am 1. Mai  2006 verliess und sich 
nach Senegal begab, wo er sich bis im November 2008 aufhielt,  um 
anschliessend über die kanarischen Inseln, das Festland von Spanien 
und Frankreich am 4. Januar 2009 unter Umgehung der Grenz-kontrol-
len in die Schweiz zu reisen, 

dass er am folgenden Tag ein Asylgesuch stellte,

dass er anlässlich der Kurzbefragung im Empfangs- und Verfahrens-
zentrum C._______ vom 13. Januar 2009 sowie der direkten Bundes-
anhörung vom 21. Januar 2009 zur Begründung seines Asylgesuchs 
im Wesentlichen geltend machte, er sei im Alter von 17 Jahren im Jahr 
2001  zum  Militär  gegangen  und  habe  im  Zuge  eines  gescheiterten 
Putschversuchs im Mai 2006 den Befehl erhalten, Rebellen, die in den 
Putschversuch verwickelt gewesen sei, zu foltern und zu töten, was er 
nicht habe tun wollen,

dass er infolge der Befehlsverweigerung um sein eigenes Leben ge-
fürchtet habe und deshalb im Mai 2006 nach Senegal geflohen sei, wo 
er bis im November 2008 geblieben sei,

dass gestützt auf die Information von seiner Schwester das gambische 
Militär  seinen  Aufenthaltsort  erfahren  habe  und  davon  ausgehe,  er 
habe ebenfalls am Putsch teilgenommen, weshalb er auch in Senegal 
nicht mehr sicher gewesen sei und sich zur Reise in die Schweiz ent-
schieden habe,

dass er über keine Identitätsdokumente verfüge, weil er nie einen Rei-
sepass besessen und seine Identitätskarte nicht mehr habe,

dass  der  Beschwerdeführer  anlässlich  der  Befragungen aufgefordert 
wurde, Identitätspapiere einzureichen, was er indessen unterliess,

dass das BFM auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers in Anwen-
dung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 
(AsylG, SR 142.31) mit Verfügung vom 15. Juni 2009 nicht eintrat und 
die Wegweisung aus der Schweiz sowie deren Vollzug anordnete,

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dass  das  BFM zur  Begründung  im Wesentlichen  anführte,  es  lägen 
keine entschuldbaren Gründe vor, die es dem Beschwerdeführer ver-
unmöglichten, Reise- oder Identitätspapiere einzureichen,

dass der Beschwerdeführer zum Verbleib seiner Identitätspapiere wi-
dersprüchliche  Angaben  zu  Protokoll  gegeben  habe,  weshalb  seine 
Angaben über die Gründe der fehlenden Einreichung der Identitätspa-
piere nicht geglaubt werden könnten,

dass es sich bei dem in Kopie eingereichten Diplom nicht um ein Rei-
se- oder Identitätspapier im Sinne des Gesetzes handle,

dass der Beschwerdeführer zudem die Flüchtlingseigenschaft gemäss 
Art. 3 und 7 AsylG nicht erfülle und aufgrund der Aktenlage keine zu-
sätzlichen  Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft 
oder eines Wegweisungshindernisses erforderlich seien,

dass seine Angaben zum geltend gemachten Putschversuch und der 
damit verbundenen Befehlsverweigerung, Rebellen zu töten, teils tat-
sachenwidrig,  unsubstanziiert,  nicht  plausibel  und  widersprüchlich 
ausgefallen seien, weshalb auch sie der Glaubhaftigkeit entbehrten,

dass der Putschversuch entgegen den Aussagen des Beschwerdefüh-
rers nicht im März 2006, sondern im Mai 2006 stattgefunden habe,

dass aus dem Jahr 2004 kein Putschversuch bekannt sei, obwohl er 
einen solchen erwähnt habe,

dass über die eigentlichen Fluchtgründe wenig konkrete Angaben vor-
lägen und er über die Funktion der hinter dem Putschversuch stehen-
den Person kaum Konkretes habe preisgeben können, obwohl er als 
Armeeangehöriger darüber hätte im Bild sein müssen,

dass auch die übrigen Ausführungen oberflächlich und widersprüchlich 
ausgefallen seien,  weshalb die Vorbringen insgesamt auf den ersten 
Blick als unglaubhaft betrachtet werden müssten,

dass  die  nicht  immer  einwandfreie  Verständigung  des  Beschwerde-
führers mit der Dolmetscherin in der Anhörung an dieser Einschätzung 
nichts zu ändern vermöge, da die Unglaubhaftigkeit aufgrund eindeu-
tiger Aussagen in den Protokollen festgestellt  werden könne und der 

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Beschwerdeführer zu Protokoll gegeben habe, er verstehe die Dolmet-
scherin allmählich richtig gut,

dass das von ihm eingereichte Diplom aufgrund der einfachen Manipu-
lierbarkeit von Kopien einen geringen Beweiswert aufweise und zudem 
nur  die  Absolvierung  eines  Kommandokurses  bestätige,  weshalb  es 
nicht tauglich sei, seine Asylgründe zu belegen,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 25. Juni 2009 gegen die-
sen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und 
dabei beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die 
Vorinstanz anzuweisen, auf sein Asylgesuch einzutreten, 

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Gewährung der unentgelt-
lichen Rechtspflege ersuchte,

dass  die  vorinstanzlichen Akten am 29. Juni  2009  beim Bundesver-
waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet  (Art. 105  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni 1998  [AsylG, 
SR 142.31]  i.V.m.  Art. 31-34  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesge-
richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 50 und 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 

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und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass  das  BFM  den  angefochtenen  Nichteintretensentscheid  auf  der 
Grundlage von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG getroffen hat,

dass bei  Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide die Beurtei-
lungszuständigkeit der Beschwerdeinstanz grundsätzlich auf die Über-
prüfung der Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das 
Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass bei  Begründetheit  der Beschwerde die angefochtene Verfügung 
aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz 
zurückzuweisen ist (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schwei-
zerischen  Asylrekurskommission  [EMARK]  2000  Nr.  34  E.  2.1 
S. 240 f.),

dass gemäss der revidierten,  am 1. Januar 2007 in  Kraft  getretenen 
Bestimmung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf ein Asylgesuch nicht 
eingetreten  wird,  wenn  Asylsuchende  den  Behörden  nicht  innerhalb 
von 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitäts-
papiere abgeben,

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder wenn auf 
Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht-
lingseigenschaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs. 3  Bst.  b  AsylG)  oder 
wenn sich auf Grund der Anhörung die Notwendigkeit zusätzlicher Ab-
klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Weg-
weisungsvollzugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

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dass mithin nach erfolgter Gesetzesrevision neu auch die Flüchtlings-
eigenschaft Prozessgegenstand des Beschwerdeverfahrens bildet, wo-
bei  im Rahmen der summarischen Prüfung das offenkundige Fehlen 
der  Flüchtlingseigenschaft,  sei  es,  weil  die  Vorbringen  offensichtlich 
unglaubhaft sind, oder sei es, weil sie offensichtlich keine flüchtlings-
rechtliche Relevanz nach Art. 3 AsylG aufweisen, und das offenkundi-
ge  Fehlen  von  Wegweisungsvollzugshindernissen  zu  beurteilen  sind 
(vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1),

dass vorliegend der Beschwerdeführer innerhalb von 48 Stunden nach 
Einreichung des Asylgesuchs keine Identitäts-  oder  Reisepapiere im 
Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG abgab,

dass er dazu in der Erstbefragung geltend machte, er habe nie einen 
Reisepass besessen und habe  seine  Identitätskarte,  die  er  im Alter 
von 18 Jahren beziehungsweise im Jahr 2002 erhalten habe, ins Meer 
geworfen (Akte A4/10 S. 4), er werde indessen ein Dokument beibrin-
gen (Akte A4/10 S. 5),

dass er demgegenüber in der Anhörung vorbrachte, er erwarte seine 
im Jahr 2001 ausgestellte Identitätskarte per Fax und man werde sie 
ihm per  Post  schicken,  sobald  er  nach Afrika  telefoniert  habe  (Akte 
A8/14 S. 3 f.), 

dass  bereits  diese  Aussagen  mehrfach  –  nämlich  hinsichtlich  deren 
Existenz und deren Ausstellungsdatum – widersprüchlich sind,

dass er kurz darauf in der gleichen Anhörung darlegte, er habe seine 
Identitätskarte  weggeworfen,  als  er  Gambia  verlassen  habe  (Akte 
A8/14 S. 4), was wiederum mit der zuvor erwähnten Variante nicht ver-
einbart werden kann,

dass er auf die Frage, wie er denn die Identitätskarte beschaffen kön-
ne, wenn er sie doch weggeworfen habe, antwortete, er besitze noch 
andere Karten und werde sich die militärische Karte schicken lassen 
(Akte A8/14 S. 4),

dass  er  auf  den  Hinweis,  die  militärische  Karte  genüge  nicht  als 
rechtsgenügliches Identitätsdokument, aussagte, er werde die Identi-
tätskarte kommen lassen, weil  er  die schon habe (Akte A8/14 S. 5), 
was sich indessen mit  seiner  Aussage,  er  habe diese weggeworfen, 
nicht in Einklang bringen lässt,

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dass er zur Klärung des Sachverhalts auf Vorhalt hin darlegte, er habe 
nicht  die zivile  Identitätskarte,  sondern  die militärische ins Meer  ge-
worfen (Akte A8/14 S. 11),  was jedoch widersprüchlich zur  Aussage 
ist, er werde die militärische Identitätskarte beibringen und wozu ihm 
ebenfalls das rechtliche Gehör gewährt wurde (Akte A8/14 S. 11),

dass er indessen diesbezüglich eine ausweichende Antwort gab (Akte 
A8/14 S. 11),

dass das BFM zu Recht feststellte, die Aussagen des Beschwerdefüh-
rers bezüglich der fehlenden Abgabe von rechtsgenüglichen Identitäts-
papieren seien mehrfach widersprüchlich ausgefallen, 

dass die Einwände in der Beschwerde, die ungereimten Aussagen sei-
en  infolge  der  Verständigungsschwierigkeiten  entstanden,  nicht  zu 
überzeugen vermögen,

dass  der  Beschwerdeführer  einerseits  beide  Protokolle  vorbehaltlos 
unterzeichnete und damit die Richtigkeit der darin enthaltenen Anga-
ben bestätigte,  weshalb  ihm der  Inhalt  der  beiden Protokolle  grund-
sätzlich vollumfänglich anzurechnen ist, 

dass  sich  zwar  aus  dem Protokoll  der  Anhörung gewisse Verständi-
gungsschwierigkeiten zeigen, der Beschwerdeführer jedoch trotz aus-
drücklicher  Aufforderung,  allenfalls  nicht  verstandene  Übersetzungen 
sofort  zu melden,  im Hinblick auf  die Vorbringen im Zusammenhang 
mit den Identitätspapieren keine Verständigungsprobleme ankündigte,

dass er  sich somit  die diesbezüglichen Aussagen vollumfänglich an-
rechnen lassen muss,

dass sich darüber hinaus die mehrfache Widersprüchlichkeit nicht mit 
Übersetzungs-  oder  Verständigungsproblemen  erklären  lässt,  zumal 
den  entsprechenden  Protokollteilen  keine  diesbezüglichen  Probleme 
entnommen werden können,

dass insbesondere die Angabe in der Beschwerde, der Beschwerde-
führer  habe  infolge  der  Missverständnisse  bis  heute  keine  heimatli-
chen Dokumente  einreichen können,  nicht  überzeugt,  zumal  er  klar, 
eindeutig und unmissverständlich darlegte, er müsse nur nach Afrika 
telefonieren und werde solche beschaffen,

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dass aufgrund dieser letzten Aussage des Beschwerdeführers offen-
sichtlich  heimatliche  Identitätspapiere  zu  erwarten  waren,  solche  in-
dessen bis  heute  den Asylbehörden nicht  zugegangen sind und der 
Beschwerdeführer auch in keiner Weise darlegte, inwiefern er sich um 
deren Erhalt bemüht hätte, 

dass  somit  auch  die  offensichtlich  fehlenden  Bemühungen  des  Be-
schwerdeführers  zum Erhalt  von heimatlichen  Identitätspapieren  ge-
gen das Vorliegen von entschuldbaren Gründen für deren Nichtabgabe 
spricht,

dass zudem die Darstellung in der Beschwerde, er habe nach seiner 
Rückkehr von Senegal nach Gambia die Identitätspapiere mitgenom-
men und diese während der Reise in die Schweiz ins Meer geworfen, 
nicht mit seinen Aussagen in den beiden Befragungen zu vereinbaren 
ist und deshalb als nachgeschobene – und somit unglaubhafte – An-
passung an den Sachverhalt nicht geglaubt werden kann,

dass ausserdem das vom Beschwerdeführer in Kopie eingereichte Do-
kument – wie die Vorinstanz ebenfalls zutreffend festhielt  – nicht  als 
Identitätspapier im Sinne des Gesetzes aufzufassen ist, 

dass ihm schliesslich – ungeachtet  seiner Behauptung,  keine Identi-
tätspapiere zu besitzen – insbesondere nicht geglaubt werden kann, er 
sei  ohne heimatliche Identitätspapiere von Senegal beziehungsweise 
Gambia in die Schweiz gereist  und keiner (Grenz)-Kontrolle unterzo-
gen worden, weil dies mit der Realität nicht zu vereinbaren ist,

dass  er  ferner  nicht  angeben  konnte,  unter  welchen  konkreten  Um-
ständen  und  mit  welchen  Schiffs-  respektive  Zugs-  oder  Busgesell-
schaften er gereist sei, obwohl er die englische Sprache offensichtlich 
versteht (vgl. Akte A8/14 S. 5), die Schule besucht hat und lesen kann,

dass  somit  aufgrund  zahlreicher  unglaubhaften  Angaben  des  Be-
schwerdeführers über seine Reise in die Schweiz und seine Identitäts-
papiere nicht geglaubt werden kann, er besitze keine Identitäts- oder 
Reisepapiere,

dass der diesbezüglichen Argumentation der Vorinstanz vollumfänglich 
zuzustimmen ist, weshalb die Vorinstanz zu Recht zum Schluss kam, 
es  würden  keine  entschuldbaren  Gründe  vorliegen,  die  es  dem Be-
schwerdeführer  verunmöglicht  hätten,  den  Behörden  innerhalb  von 

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48 Stunden nach Einreichung des Asylgesuchs Dokumente über seine 
Identität einzureichen,

dass die in der Beschwerde dargelegte Argumentation nicht zu einer 
andern Einschätzung zu führen vermag,

dass sich der Beschwerdeführer insbesondere vor seiner Reise in die 
Schweiz während einiger Zeit ausserhalb seines Heimatlandes aufhielt 
und ihm unter diesen Umständen nicht geglaubt werden kann, er habe 
keine Identitätspapiere mit sich geführt,

dass mithin zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Befragungen zu 
Recht  weder  die  Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  noch  zusätzliche 
Abklärungen  zu  deren  Feststellung  beziehungsweise  derjenigen  von 
Wegweisungshindernissen als erforderlich erachtet hat,

dass  die  Vorinstanz  die  Asylvorbringen  des  Beschwerdeführers  zu 
Recht  als  widersprüchlich,  substanzlos und tatsachenwidrig bezeich-
nete  und  infolgedessen  vom Fehlen  der  Flüchtlingseigenschaft  aus-
ging,

dass – um unnötige Wiederholungen zu vermeiden – auf die zutreffen-
den Ausführungen in der angefochtenen Verfügung verwiesen wird,

dass in Ergänzung dazu das zu den Akten gegebene Dokument über 
die  Absolvierung  eines  militärischen  Kurses  mangels  Abgabe  von 
rechtsgenüglichen Identitätsdokumenten nicht seiner Person zugeord-
net werden kann, weshalb es die von der Vorinstanz erhobenen Zwei-
fel an den geltend gemachten Verfolgungshandlungen nicht zu entkräf-
ten vermag,

dass die Argumente in der Beschwerde nicht  zu überzeugen vermö-
gen,

dass  insbesondere  die  Angabe,  der  Beschwerdeführer  wisse  nicht, 
warum in den Protokollen stehe, der Putschversuch habe im Mai 2006 
stattgefunden, nicht zu überzeugen vermag,

dass diese Angabe offensichtlich vom Beschwerdeführer stammt und – 
entgegen der Argumentation in der Beschwerde – nicht auf eine Ver-
wechslung  oder  auf  sprachliche  Schwierigkeiten  zurückzuführen  ist, 
zumal der Beschwerdeführer diesen Zeitpunkt auch in der Erstbefra-

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gung angab (Akte A4/10 S. 5), wo keine sprachlichen Schwierigkeiten 
geltend gemacht wurden und auch keine solchen aus dem Protokoll 
ersichtlich sind,

dass vom Beschwerdeführer, der im Zuge dieses Putsches als Ange-
höriger des Militärs Befehle verweigert haben will und in der Folge das 
Land verlassen haben soll, nicht nur die Kenntnis über den Zeitpunkt 
des Ereignisses, sondern auch über dessen Hintergründe und die vom 
gambischen Staat zu verfolgenden Personen zu erwarten sind,

dass  er  insbesondere  hätte  in  der  Lage  sein  müssen,  substanzielle 
und konkrete Angaben über den Befehl, welchen er nicht ausgeführt 
haben will, zu Protokoll zu geben,

dass indessen seine diesbezüglichen Aussagen bloss rudimentär und 
oberflächlich ausgefallen sind und somit nicht den Eindruck hinterlas-
sen, er sei im Zuge dieses Putsches als Angehöriger des Militärs im 
Einsatz gewesen,

dass weder die gegenteiligen Einwände in der Beschwerde noch die 
geltend gemachten sprachlichen Schwierigkeiten zu überzeugen ver-
mögen,  zumal  dem  Beschwerdeführer  Gelegenheit  geboten  wurde, 
auch ausführlich in eigener Regie über die Vorfälle zu berichten, und 
er sich bei dieser Gelegenheit insbesondere auf die Beschreibung des 
Ausreiseweges beschränkte (vgl. Akte A8/14 S. 6), während er die an-
gegebenen Ausreisegründe nur kurz und beiläufig erwähnte,

dass auch die übrigen Einwände in der Beschwerde an der Substanz-
losigkeit,  Widersprüchlichkeit  und  Tatsachenwidrigkeit  der  Aussagen 
des Beschwerdeführers nichts zu ändern vermögen,

dass  gestützt  auf  die  Aktenlage  und  die  vorstehenden  Erwägungen 
das Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft nach Art. 3 und 7 AsylG 
– und wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen zum Vollzug der 
Wegweisung ergibt – das Fehlen von Wegweisungshindernissen offen-
kundig erscheinen und sich aus den Akten keine Anhaltspunkte für die 
Annahme ergeben, das BFM habe eine mehr als bloss summarische 
materielle  Prüfung  vorgenommen  oder  zusätzliche  Abklärungen  ge-
troffen,

dass das BFM somit zu Recht keine weiteren Abklärungen vornahm 
und der Sachverhalt  rechtsgenüglich festgestellt  wurde,  weshalb der 

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Antrag  des  Beschwerdeführers  auf  weitere  Abklärungen abzuweisen 
ist,

dass in der Beschwerdeschrift zudem keine neuen Erkenntnisse oder 
Tatsachen  vorgebracht  wurden,  welche  an  den  zutreffenden  vorin-
stanzlichen Erwägungen etwas zu ändern vermöchten,

dass das BFM somit zu Recht gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist, 

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 
der Beschwerdeführer weder eine Aufenthaltsbewilligung besitzt noch 
einen Anspruch auf Erteilung einer solchen hat, weshalb die verfügte 
Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen  steht 
und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass zu prüfen bleibt, ob es Gründe gibt, die dem Vollzug der Wegwei-
sung entgegenstehen,  da im Fall  eines  unzulässigen,  unzumutbaren 
oder unmöglichen Vollzugs das Anwesenheitsverhältnis des Beschwer-
deführers nach den Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 16. De-
zember  2005  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  (AuG, 
SR 142.20) über die vorläufige Aufnahme zu regeln ist (Art. 44 Abs. 2 
AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG),

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung der mass-
geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da 
der Beschwerdeführer keine glaubhaften Hinweise auf eine Verfolgung 
oder eine begründete Furcht vor Nachteilen darzulegen vermag, wel-
che  geeignet  wäre,  seine  Flüchtlingseigenschaft  zu  begründen,  und 
auch keine Anhaltspunkte für eine andere menschenrechtswidrige Be-
handlung ersichtlich sind, die  ihm  in seinem Heimat- oder Herkunfts-
staat droht (vgl. Art. 83 Abs. 3 AuG), da seine Ausführungen unglaub-
haft ausgefallen sind,

dass zudem weder die allgemeine Lage im Heimatland noch individu-
elle  Gründe  gegen  die  Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  des 
Beschwerdeführers sprechen,

dass gemäss den Aussagen seine Mutter und Schwester nach wie vor 
in Gambia leben, womit er bei seiner Rückkehr über ein Beziehungs-
netz verfügt, das ihm zumindest in der ersten Zeit behilflich sein kann,

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dass er im Übrigen infolge seines jungen Alters, seines guten Gesund-
heitszustandes  und  seiner  beruflichen  Erfahrungen  durchaus  in  der 
Lage sein dürfte, sich in seinem Heimatland ein neues Beziehungsnetz 
im weiteren Sinn und eine neue Existenzgrundlage aufzubauen,

dass somit der Vollzug der Wegweisung nach Gambia auch als zumut-
bar zu erachten ist,

dass  der  Vollzug der  Wegweisung  des Beschwerdeführers in  seinen 
Herkunftsstaat schliesslich möglich ist (Art. 83 Abs. 2 AuG), da es ihm 
obliegt, bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 
Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist (Art. 83 Abs. 1-4 AuG),

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass die Beschwerde aufgrund der voranstehenden Erwägungen als 
aussichtslos zu qualifizieren und deshalb das Gesuch um Gewährung 
der unentgeltlichen Rechtspflege nach Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuwei-
sen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.– 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-
gewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.– werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (Einschreiben; Beila-
ge: Einzahlungsschein)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt, mit den Akten Ref.-Nr. N ________ 
(per Kurier; in Kopie)

- _______ ad GR ELAR (in Kopie)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Hans Schürch Eva Zürcher

Versand: 

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