# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2acc03ef-8d4b-5ecd-ac58-3acf833adde1
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-07-08
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 08.07.2014 200 2014 247
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-247_2014-07-08.pdf

## Full Text

Eine gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenhei-
ten hat das Bundesgericht am 05.11.2014 abgewiesen (8C_660/2014).

200 14 247 IV
SCI/JAP/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 8. Juli 2014

Verwaltungsrichter Schwegler, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Loosli, Verwaltungsrichter Grütter
Gerichtsschreiber Jakob

A.________
vertreten durch B.________, Rechtsanwältin Dr. iur. C.________

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 7. Februar 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Juli 2014, IV/14/247, Seite 3

Sachverhalt:

A.

Die 1983 geborene A.________ (fortan Versicherte bzw. Beschwerdeführe-
rin) bezog bei einem Invaliditätsgrad von 63 % ab 1. August 2002 eine hal-
be Rente bzw. ab 1. Januar 2004 (4. IV-Revision) eine Dreiviertelsrente der 
Invalidenversicherung. Im Rahmen einer ordentlichen Rentenrevision stell-
te die IV-Stelle Bern (fortan IVB bzw. Beschwerdegegnerin) die Leistungen 
bei einem Invaliditätsgrad von 21 % mit unangefochten gebliebener Verfü-
gung vom 13. September 2011 per sofort ein (vgl. Akten der IVB, Antwort-
beilagen [AB] 20 f., 27, 84).

B.

Am 16. Mai 2012 meldete sich die Versicherte unter Hinweis auf einen am 
28. November 2011 erlittenen Unfall erneut bei der IVB zum Leistungsbe-
zug an (AB 98). Diese nahm erwerbliche und medizinische Abklärungen 
vor, insbesondere holte sie die Akten der SUVA (AB 101.1, 111.1) ein. Da-
nach gewährte sie Frühinterventionsmassnahmen in Form von Arbeitsver-
mittlung (AB 116) und erteilte Kostengutsprache für einen Arbeitsversuch 
vom 1. März bis 30. August 2013 (AB 127, 142), der zu einer unbefristeten 
Anstellung bei der Durchführungsstelle und einem Abschluss der Arbeits-
vermittlung führte (AB 148 f.). In der Folge berechnete die IVB einen Invali-
ditätsgrad von 30 % und stellte der Versicherten mit Vorbescheid vom 
29. November 2013 (AB 151) die Abweisung des Leistungsgesuchs hin-
sichtlich der Invalidenrente in Aussicht.

Hiermit zeigte sich die Versicherte mit Einwand vom 20. Januar 2014 
(AB 156 f.) nicht einverstanden, worauf die IVB an ihrem Vorbescheid fest-
hielt und mit Verfügung vom 7. Februar 2014 (AB 160) einen Rentenan-
spruch verneinte. Sie erwog hauptsächlich, in medizinischer Hinsicht sei 
seit der rechtskräftigen Renteneinstellung keine anspruchsbegründende 
Sachverhaltsänderung eingetreten. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Juli 2014, IV/14/247, Seite 4

C.

Mit Eingabe vom 12. März 2014 erhob die Versicherte, vertreten durch 
Rechtsanwältin Dr. iur. C.________ vom B.________, Beschwerde und 
beantragte, die angefochtene Verfügung sei kostenfällig aufzuheben und 
ihr eine halbe Invalidenrente zuzusprechen, eventualiter sei ein Gutachten 
anzuordnen und anschliessend über die Invalidenrente neu zu entschei-
den. Zur Begründung machte sie im Wesentlichen und sinngemäss gel-
tend, ein Revisionsgrund liege in erwerblicher Hinsicht vor, da sie mittler-
weile in einem anderen Arbeitsverhältnis stehe und das Valideneinkommen 
ab dem 30. Altersjahr nach der einschlägigen Verordnungsbestimmung mit 
einem anderen Ansatz zu berechnen sei. Zudem sei für das Invalidenein-
kommen auf die tatsächlichen Verhältnisse abzustellen, andernfalls müsse 
die Restarbeitsfähigkeit medizinisch abgeklärt, ein anderer Tabellenlohn 
herangezogen und hiervon ein maximaler leidensbedingter Abzug gewährt 
werden.

In ihrer Beschwerdeantwort vom 3. April 2014 schloss die Beschwerdegeg-
nerin auf Abweisung der Beschwerde.

Am 25. April 2014 nahm die Beschwerdeführerin unter gleichzeitiger Ein-
reichung der Kostennote nochmals Stellung. 

Mit Zuschrift vom 28. Mai 2014 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf 
eine weitere Stellungnahme.

Erwägungen:

1.

1.1 Die angefochtene Verfügung ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 

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(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Verfügun-
gen. Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren 
Anträgen nicht durchgedrungen, durch die angefochtene Verfügung berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung, weshalb sie zur 
Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gege-
ben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversiche-
rung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 7. Februar 2014 
(AB 160). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 

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Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99). 

2.4 Wurde eine Rente wegen eines fehlenden oder zu geringen Invali-
ditätsgrades bereits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur 
geprüft, wenn die versicherte Person glaubhaft macht, dass sich der Grad 
der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat 
(Art. 87 Abs. 2 und 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung vom 
17. Januar 1961 [IVV; SR 831.201]). Dies gilt auch für Revisionsgesuche 
im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG (BGE 130 V 343 E. 3.5.3 S. 351) sowie 
analog, wenn die versicherte Person nach vorausgegangener rechtskräfti-
ger Ablehnung erneut eine Eingliederungsmassnahme beantragt (BGE 113 
V 22 E. 3b S. 27; ZAK 1991 S. 262 E. 1a). Diese Eintretensvoraussetzung 
soll verhindern, dass sich die Verwaltung immer wieder mit gleichlautenden 
und nicht näher begründeten, d.h. keine Veränderung des Sachverhalts 
darlegenden Rentengesuchen befassen muss (BGE 133 V 108 E. 5.3.1 
S. 112).

Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache mate-
riell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Per-
son glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsäch-
lich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revi-
sionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (SVR 2011 IV Nr. 2 S. 8 
E. 3.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren 
rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das 

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neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die fest-
gestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine rentenbegründende Inva-
lidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt 
die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 
E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invaliditätsgrad 
erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuanmeldungsver-
fahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – durch Ver-
gleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten materiellen Beur-
teilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit demjenigen zur 
Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 S. 112; 130 V 
71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

3.

3.1 Die Verwaltung ist auf die Neuanmeldung eingetreten, weshalb die 
Eintretensfrage praxisgemäss nicht zu überprüfen ist (BGE 109 V 108 
E. 2b S. 114). Streitig ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht zum 
Schluss gelangte, die Beschwerdeführerin habe keinen Anspruch auf eine 
Invalidenrente. Zu prüfen gilt es somit zunächst, ob im Vergleich zur Sach-
lage, wie sie der Leistungseinstellung im Jahr 2011 (vgl. AB 84) zugrunde 
lag, im Zeitpunkt der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 7. Februar 
2014 (AB 160) in den tatsächlichen Verhältnissen eine erhebliche Ände-
rung eingetreten ist, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den 
Rentenanspruch zu beeinflussen (vgl. E. 2.4 hievor). Gegebenenfalls ist 
anschliessend der Rentenanspruch allseitig frei zu beurteilen. 

3.2 Die rechtskräftige Verfügung vom 13. September 2011 (AB 84) ba-
sierte massgeblich auf den Erkenntnissen einer vom 14. Februar bis 
13. März 2011 in der Abklärungsstelle G.________ in … durchgeführten 
Arbeitsmarktlichen-Medizinischen Abklärung (AMA). In der medizinischen 
Dokumentation des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) zur AMA vom 
6. April 2011 (AB 70) bzw. im Abklärungsbericht AMA vom 5. April 2011 
(AB 71) rekapitulierte die RAD-Ärztin Dr. med. H.________, Fachärztin für 
Allgemeine Innere Medizin FMH, dass die Beschwerdeführerin an ver-

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schiedenen Geburtsgebrechen gelitten habe und ursprünglich wegen ihres 
geistigen Zustandes berentet worden sei (AB 70/1-3). Sie führte als Dia-
gnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein «Kleinklassenniveau» 
(Minderintelligenz) auf und ordnete einen Status nach Verschluss eines 
offenen Ductus Botalli und Resektion der Pulmonalisstenose am 30. April 
1987 sowie eine verdeckte, submucöse Gaumenspalte den Diagnosen 
ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zu (AB 71/7 f. Ziff. 7). Sie gab an, 
die Beschwerdeführerin sei nach ihrer Herzoperation körperlich gut leis-
tungsfähig, spüre keine Einschränkung und es lägen keine hämo-
dynamischen Defizite vor. Die Berentung sei ursprünglich aus wirtschaftli-
chen Gründen zustande gekommen, weil das in einem … Betrieb zu erzie-
lende Einkommen stark vom mittleren Einkommen für «Frühinvalide» ab-
gewichen sei. Die Anstellungen in letzter Zeit hätten gezeigt, dass eine 
Verwertung der Arbeitsfähigkeit möglich wäre. Es bestehe keine Invalidität, 
da kein Gesundheitsschaden mehr vorhanden sei, weder das operierte 
Herz noch die Lernbehinderung bewirkten eine Arbeitsunfähigkeit. Die Be-
schwerdeführerin sei in der …. oder als ... mit einem Arbeitspensum von 
100 % ohne Einschränkung einsetzbar. Medizinisch seien sämtliche Tätig-
keiten zumutbar, welche den geistigen Fähigkeiten entsprächen (AB 71/8 
Ziff. 7).

Da die Beschwerdeführerin zudem bei ihrer langjährigen ... (vgl. AB 48) 
einen Leistungslohn (vgl. AB 48/2 Ziff. 13) von bis zu Fr. 41‘000.-- 
(AB 44/2 f.) erzielte, wovon die Beschwerdegegnerin zufolge Meldepflicht-
verletzung jedoch erst im Jahr 2010 Kenntnis erhielt, wurde die Rente revi-
diert. In diesem Sinne stimmten denn auch die gelebte Realität mit den 
Ergebnissen der AMA überein, wo die Beschwerdeführerin im Stande war, 
bei einem Wochenpensum von 38.25 Stunden (vgl. AB 71/2 Ziff. 2) in ihrem 
Kernbereich (.../...) sehr gute Leistungen zu erzielen (vgl. AB 71/6 Ziff. 5) 
und neben der Abklärung ihre weiteren Tätigkeiten abends sowie an den 
Wochenenden weiterführte (vgl. AB 71/7 Ziff. 6, 83/2).

3.3 Im Zeitraum zwischen der Verfügung vom 13. September 2011 
(AB 84) und jener vom 7. Februar 2014 (AB 160) entwickelte sich der me-
dizinische Sachverhalt gemäss Aktenlage im Wesentlichen wie folgt:

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3.3.1 Am 28. November 2011 glitt die Beschwerdeführerin aus und ver-
drehte sich das rechte Knie (AB 101.1/7, 101.1/30, 101.1/70). Die erstbe-
handelnden Ärzte im Spital H.________ diagnostizierten eine objektive 
Patellainstabilität mit Läsion des medialen Seitenbandes (AB 101.1/34). 
Vom 12. bis 19. Dezember 2011 war die Beschwerdeführerin im Spital 
H.________ hospitalisiert und unterzog sich am Eintrittstag einer komplika-
tionslosen Knieoperation (Rekonstruktion des medialen Kollateralbandes 
sowie Rezentralisierung des Musculus vastus medialis obliquus [VMO] so-
wie autologe Matrix-induzierte Chondrogenese [AMIC] der Patella-
rückfläche; AB 101.1/45 f., 105/10 f.) mit gutem bzw. regelrechtem post-
operativem Verlauf (AB 101.1/115 f., 101.1/162, 105/10).

3.3.2 Der Hausarzt Dr. med. D.________, Facharzt für Allgemeine Innere 
Medizin FMH, berichtete am 10. Mai 2012 über eine immer noch schlechte 
Kniebeweglichkeit und eine fixierte Patella. Die Beschwerdeführerin habe 
erstaunlicherweise trotz objektiv schlechtem Resultat kaum Schmerzen. 
Die Prognose sei ungünstig, die Behandlung (gegenwärtig Physiotherapie) 
werde voraussichtlich noch viele Monate andauern und als bleibender 
Nachteil sei eine Bewegungseinschränkung im rechten Knie zu erwarten. 
Eine Wiederaufnahme der Arbeit mit einem Pensum von 50 % sei ab Juni 
2012 vorgesehen (AB 101.1/170). Am 31. Mai 2012 gab er gegenüber der 
Beschwerdegegnerin an, seine Patientin habe zwar keine Knieschmerzen, 
jedoch Mühe beim Treppensteigen, sie könne zudem nicht mehr knien oder 
in der Hocke arbeiten. Durch die eingeschränkte Kniebeweglichkeit könne 
sie viele körperliche Arbeiten nicht mehr verrichten, so seien ihr keine … 
mehr zumutbar. Im Sinne einer Beschäftigungstherapie helfe sie zurzeit 
stundenweise im Haushalt einer … aus. Aufgrund ihrer geistigen Defizite 
könne sie allerdings praktisch keine Arbeiten selbständig ausführen, sie 
benötige Überwachung und Anleitung. Eventuell könne sie ab Juli oder 
August 2012 ihre berufliche Tätigkeit wieder zu 25 % aufnehmen 
(AB 105/1-9).

3.3.3 Am 12. Juli 2012 wurde die Beschwerdeführerin durch die SUVA-
Kreisärztin Dr. med. E.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin 
FMH, untersucht. Im entsprechenden Bericht (AB 111.1/294-300) gelangte 
sie zum Schluss, dass sieben Monate nach der Knieoperation noch ein 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Juli 2014, IV/14/247, Seite 10

leichtes Flexionsdefizit sowie klar eine Quadrizepsatrophie bestehe. Diese 
Restbeschwerden seien nach dieser Zeit nicht ungewöhnlich. Positiv sei 
sicher das subjektiv stabile Gefühl des Kniegelenks. Sie empfahl die Wei-
terführung der Physiotherapie und attestierte bis 31. Juli 2012 eine 
vollständige Arbeitsunfähigkeit. Ab 1. August 2012 sei ein Arbeitspensum 
von 50 % wieder zumutbar mit einer Steigerung auf 100 % in zwei Mona-
ten. Längerfristig sei es möglich, dass eine leichte Flexionseinschränkung 
bestehen bleibe, diese erwarte sie aber nicht im Ausmass einer Einschrän-
kung der Arbeitsfähigkeit im angestammten Beruf. 

3.3.4 Im Bericht des Spitals H.________ vom 26. Juli 2012 (AB 112) wur-
de die bisherige Tätigkeit als zumutbar betrachtet. Mit Physiotherapie kön-
ne ein langsamer Aufbau bzw. eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit gewähr-
leistet werden, wobei eventuell wieder eine 100%ige Arbeitsfähigkeit er-
reicht werde. Aktuell bestehe noch eine eingeschränkte körperliche Leis-
tungsfähigkeit bei muskulärer Insuffizienz mit Kraftminderung. 

3.3.5 Am 4. September 2012 erklärte der RAD-Arzt Dr. med. F.________, 
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, hinsichtlich des Zumutbarkeitspro-
fils könne auf die Angaben der kreisärztlichen Untersuchung vom 12. Juli 
2012 (AB 111.1/294-300) sowie auf den Bericht des Spitals H.________ 
vom 26. Juli 2012 (AB 112) abgestellt werden. Die Beschwerdeführerin 
könne weiter in ihrem angestammten Beruf in einem Vollpensum tätig sein. 
Das Besteigen von Leitern und Gerüsten sowie dauernde Arbeiten in ho-
ckender Position seien nicht mehr zumutbar (AB 115).

3.4 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Juli 2014, IV/14/247, Seite 11

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem An-
stellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 
mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Gleiches gilt, 
wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wiederholt für die 
Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 S. 70 
E. 2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen 
in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen 
lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten 
im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gut-
achters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 E. 3b 
ee S. 354).

3.5 In medizinischer Hinsicht ergibt sich aufgrund der dargestellten Ak-
tenlage zwischen dem Referenzzeitpunkt vom 13. September 2011 (AB 84) 
und der angefochtenen Verfügung 7. Februar 2014 (AB 160) keine unter 
revisionsrechtlichen Gesichtspunkten (vgl. E. 2.4 hievor) wesentliche Sach-
verhaltsänderung. Das zuvor angenommene Leistungsprofil hinsichtlich der 
am 28. November 2011 erlittenen rechtsseitigen Knieverletzung war noch 
vor Ablauf eines Jahres wiederhergestellt. Da die Knieverletzung einen 
neuen Gesundheitsschaden darstellt und damit diesen Gesundheitsscha-
den betreffend das Wartejahr (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) separat zu erfül-
len wäre (vgl. BGE 140 V 2 S. 6 E. 5.2; ULRICH MEYER, Bundesgesetz über 
die Invalidenversicherung [IVG], 2. Aufl. 2010, S. 283), kommt dem Unfal-
lereignis und der dabei erlittenen Verletzung aus invalidenversicherungs-
rechtlicher Sicht keine Bedeutung zu. Keinesfalls könnte daraus eine die 
Neuanmeldung betreffende erhebliche Veränderung der Verhältnisse abge-
leitet werden. Zwar vertrat der Hausarzt die Auffassung, dass als Nachteil 
eine Bewegungseinschränkung verbleiben werde (AB 111.1/198) und die 
frühere ... nicht mehr bzw. ab Juli oder August 2012 lediglich mit einem 
Pensum von lediglich 25 % zumutbar sei (AB 105/5 Ziff. 1.7). Dem kann 
jedoch nicht gefolgt werden. Aufgrund der überzeugenden Beurteilung der 
SUVA-Kreisärztin vom 12. Juli 2012 (AB 111.1/294-300), welche auf einer 
klinischen Exploration und der vollständigen Aktenkenntnis beruht, bestand 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Juli 2014, IV/14/247, Seite 12

trotz Residuen prospektiv ab 1. Oktober 2012 wieder eine uneingeschränk-
te Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit. Diese Einschätzung kor-
reliert mit den Feststellungen der behandelnden Ärzte im Spital 
H.________. Diese erachteten die bisherige Tätigkeit ebenfalls als zumut-
bar und das Erreichen einer 100%igen Arbeitsfähigkeit als möglich (vgl. 
AB 112). Ob die im Juli 2012 noch befundete Muskelatrophie (vgl. 
AB 111.1/299) durch die Physiotherapie bzw. die Belastungssteigerung im 
Alltag bis zum Verfügungszeitpunkt am 7. Februar 2014 (AB 160) noch 
vorlag ist vor diesem Hintergrund nicht ausschlaggebend. Hingegen erweist 
sich die seitens von Dr. med. D.________ bescheinigte Arbeitsunfähigkeit 
als nicht schlüssig. Dass allein aufgrund der Bewegungseinschränkung im 
rechten Knie und ohne jegliche Schmerzsymptomatologie ... vollständig 
unzumutbar sein sollen, ist weder einleuchtend noch nachvollziehbar, zu-
mal längerdauernde kniende oder hockende Arbeiten – anders als bei-
spielsweise bei ... – in der Tätigkeit der Beschwerdeführerin nicht enthalten 
sind. Hinzu kommt, dass Dr. med. D.________ eine Einschränkung durch 
starke Ermüdung und das geistige Defizit postulierte (vgl. AB 105/8 Ziff. 3), 
ohne diesbezüglich jedoch eine medizinisch begründete Änderung seit der 
rechtskräftigen Leistungseinstellung im Jahr 2011 zu beschreiben, weshalb 
darauf im Zusammenhang mit dem hier relevanten revisionsrechtlichen 
Beweisthema von vornherein nicht abgestellt werden kann. Wobei auch der 
Hausarzt die Beschwerdeführerin als bloss leicht retardiert bezeichnete 
(AB 101.1/170 Ziff. 5).

Der geistige Zustand ist unbestrittenermassen unverändert geblieben, die 
entsprechenden Einschränkungen bestehen nach wie vor im selben Um-
fang. Dasselbe gilt für den kardiologischen Zustand, der bereits vor der 
Renteneinstellung bloss mittels Endokarditisprophylaxe behandelt bzw. 
durch Verlaufskontrollen beobachtet wurde (vgl. z.B. AB 105/16). Dabei 
war der Beschwerdeführerin – auch unbesehen ihrer Körpergrösse (vgl. 
AB 157/2, Beschwerde S. 5 Ziff. IV Ziff. 3) – früher eine erhebliche Er-
werbstätigkeit möglich. Dafür, dass sich in dieser Hinsicht etwas geändert 
hätte, mithin die gesundheitlichen Beeinträchtigungen schwerer geworden 
wären bzw. nun die Erwerbstätigkeit in grösserem Ausmass beeinträchti-
gen, bestehen keine Anhaltspunkte. Im Gegenteil zeigten die beruflichen 
Abklärungen doch letztlich eindeutig, dass die Beschwerdeführerin durch-

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aus fähig ist, in ihrem angestammten Bereich gute Leistungen zu erzielen 
(vgl. AB 71/6 Ziff. 5). Es ist deshalb nicht einzusehen, weshalb die frühere 
Tätigkeit nicht weiterhin – wie im Rahmen des Arbeitsversuchs und der 
späteren Festanstellung (AB 127 f., 130 f., 139-142, 148), jedoch mit höhe-
rem Pensum – möglich sein sollte. Eine dauernde Überwachung, wie sie 
der Hausarzt für nötig hält (AB 105/5 Ziff. 1.7, 125/4 Ziff. lit. e), ergibt sich 
weder aus den übrigen medizinischen Akten noch wäre ein solches Erfor-
dernis aus den früheren Tätigkeiten abzuleiten. Es besteht bei dieser Aus-
gangslage in Anwendung der antizipierten Beweiswürdigung (vgl. BGE 122 
V 157 E. 1d S. 162) keine Veranlassung für weitere medizinische Ab-
klärungen. Aufgrund des beweiskräftigen medizinischen Zumutbarkeitspro-
fils besteht keine Einschränkung durch die Minderintelligenz, den kardiolo-
gischen Status, die Körpergrösse (…cm) oder das Knieleiden (vgl. Be-
schwerde S. 5 Ziff. IV Ziff. 3).

In medizinischer Hinsicht liegt somit kein Revisionsgrund vor. Auch be-
schwerdeweise wird nicht geltend gemacht, es sei medizinisch eine mass-
gebliche Änderung eingetreten, vielmehr wird auf der erwerblichen Seite 
«in mehrfacher Hinsicht» ein Revisionsgrund erblickt (vgl. Beschwerde S. 4 
Ziff. IV Ziff. 1). Wie es sich damit verhält, ist nachfolgend zu prüfen.

4.

4.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

4.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Juli 2014, IV/14/247, Seite 14

passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325). Konnte die versicherte Person wegen der Invalidität keine zu-
reichenden beruflichen Kenntnisse erwerben, so entspricht das Erwerbs-
einkommen, das sie als Nichtinvalide erzielen könnte, den gemäss Art. 26 
Abs. 1 IVV nach Alter abgestuften Prozentsätzen des jährlichen aktualisier-
ten Medianwertes gemäss der vom Bundesamt für Statistik (BFS) heraus-
gegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE). 

4.1.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2011 IV Nr. 37 
S. 110 E. 4.1). Übt die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität eine 
Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsver-
hältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende 
Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem 
das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als So-
ziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invaliden-
lohn (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2011 IV Nr. 37 S. 110 E. 4.1). Hat 
die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder 
jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenom-
men, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss LSE 
herangezogen werden (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2010 IV Nr. 52 
S. 162 E. 4.3.1).

4.2 Die Beschwerdeführerin – welche mit Unterstützung der Invaliden-
versicherung eine ... Anlehre (heute: …) absolviert hatte (vgl. AB 6, 15; 
Akten der Beschwerdeführerin, Beschwerdebeilagen [BB] 3 f.) – verlor ihre 
Festanstellung bei der ... AG als … per 31. August 2010 und wurde von 
dieser Arbeitgeberin hernach nur noch mit einem minimalen Pensum (vgl. 
AB 50 f.) bzw. aushilfsweise (vgl. AB 53) beschäftigt, weshalb die Be-
schwerdegegnerin sich zur Ermittlung des Invaliditätsgrades im Rahmen 
der leistungseinstellenden Verfügung auf die LSE stützte (vgl. AB 84/2). 

Nach dem vom 1. März bis 30. August 2013 durchgeführten Arbeitsversuch 
im … des ... für ... (AB 127 f., 130 f., 139-142) wurde die Beschwerdeführe-
rin ab 1. September 2013 durch diesen Verein mit einem Arbeitspensum 
von 32 bis 35 Stunden pro Woche im Stundenlohn angestellt (AB 148).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Juli 2014, IV/14/247, Seite 15

4.3 Die Beschwerdeführerin macht geltend, ein Revisionsgrund liege 
bereits deshalb vor, weil sie sämtliche Anstellungen im Zuge des Knieun-
falls verloren habe und in der Folge das neue Arbeitsverhältnis mit dem 
besagten ... begründet worden sei. Zudem habe sie das 30. Altersjahr voll-
endet, womit das Valideneinkommen nach Art. 26 Abs. 1 IVV dem Umfang 
von 100 % des jährlich aktualisierten Medianwertes gemäss LSE entspre-
che (vgl. Beschwerde S. 4 Ziff. IV Ziff. 1).

4.3.1 Vorab ist festzustellen, dass die Beschwerdeführerin zumindest die 
seit 28. April 2006 ausgeübte Haupterwerbstätigkeit als ... für die ... AG 
wegen dem Wegfall eines Kunden bzw. einem «Objektverlust» und damit 
aus invaliditätsfremden Gründen und nicht wegen der Knieverletzung verlor 
(vgl. AB 48/1 Ziff. 3, 71/7 Ziff. 6). Zudem war der Umstand, dass die Be-
schwerdeführerin danach keine ihre Möglichkeiten hinreichend ausschöp-
fende Erwerbstätigkeit ausübte, anlässlich der Rentenaufhebung im Jahr 
2011 bekannt und wurde damals berücksichtigt (vgl. AB 84/2). Dass die 
Beschwerdeführerin ihre medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit weiter-
hin nicht gänzlich ausschöpft, stellt deshalb keinen Revisionsgrund dar.

4.3.2 Sodann bewirkt der Zeitablauf alleine jedenfalls keine rechtsrelevan-
te Änderung im Sinne von Art. 17 ATSG (UELI KIESER, Kommentar zum 
ATSG, 2. Aufl. 2009, Art. 17 N. 21). Vorderhand würde nach diesem 
Grundsatz die Tatsache, dass die Beschwerdeführerin das 30. Altersjahr 
vollendet hat und die damit einhergehende theoretische Erhöhung des Va-
lideneinkommens aufgrund der Prozentabstufung von Art. 26 Abs. 1 IVV 
per se ebenfalls keinen Revisionsgrund darstellen. Das Fortschreiten des 
Alters stellt nicht eine ausschliesslich die Sphäre der Beschwerdeführerin 
betreffende tatsächliche Änderung dar, sondern einen Faktor, welchem 
sämtliche Personen unterworfen sind. Damit wäre die Ausgangslage ähn-
lich wie bei einer Anpassung der statistischen Vergleichslöhne an die Loh-
nentwicklung, ohne gleichzeitige Änderung der Leistungsfähigkeit. Ein dar-
aus resultierender höherer Invaliditätsgrad ist rechtsprechungsgemäss re-
visionsrechtlich irrelevant (BGE 133 V 545 E. 7.3 S. 549; SVR 2010 IV 
Nr. 53 S. 166 E. 3.1). Des Weiteren besteht eine Parallele zum leidensbe-
dingten Abzug vom Tabellenlohn, dem das Alter als zeitliches Merkmale 
ebenfalls inhärent ist (vgl. BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Juli 2014, IV/14/247, Seite 16

S. 327; SVR 2011 IV Nr. 31 S. 91 E. 4.1.1). Wurde bei der erstmaligen 
Rentenfestsetzung ein Tabellenabzug gewährt, so sind die Voraussetzun-
gen für eine Rentenanpassung gemäss Art. 17 ATSG nicht bereits deshalb 
erfüllt, weil aufgrund des Zeitablaufs ein höheres Alter vorliegt (vgl. Ent-
scheid des Bundesgerichts [BGer] vom 26. Mai 2010, 9C_94/2010, E. 3.2). 
Schliesslich liegt auch kein Wechsel der Bemessungsmethode vor, der 
unter Umständen zu einer Revision Anlass gäbe (BGE 125 V 146 E. 2c 
S. 150). Ob der blosse Zeitablauf im Zusammenhang mit Art. 26 Abs. 1 IVV 
einen Revisionsgrund darstellt, kann hier aber letztlich offen bleiben, da 
selbst eine in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht freie Prüfung (vgl. BGE 
117 V 198 E. 4b S. 200; SVR 2011 IV Nr. 37 S. 109 E. 1.1) am Ergebnis 
nichts änderte (vgl. E. 4.6 hienach).

4.4 Die Beschwerdeführerin meldete sich am 16. Mai 2012 neu zum 
Leistungsbezug an (AB 98). Zu diesem Zeitpunkt hatte sie das 29. und am 
… 2013 das 30. Altersjahr vollendet. Damit galt gemäss Art. 26 Abs. 1 IVV 
für das Valideneinkommen bis Ende März 2013 der Ansatz von 90 % 
(Fr. 69‘300.--) und ab April 2013 jener von 100 % (Fr. 77‘000.--; vgl. IV-
Rundschreiben Nr. 324). 

4.5 Entgegen der Argumentation der Beschwerdeführerin (vgl. Be-
schwerde S. 4 Ziff. IV Ziff. 2) ist für das Invalideneinkommen das Abstellen 
auf Tabellenlöhne nach der erwähnten Rechtsprechung (vgl. E. 4.1.2 hie-
vor) zulässig. Die Beschwerdeführerin ist medizinisch-theoretisch uneinge-
schränkt arbeitsfähig, gemäss Arbeitsvertrag ist jedoch ab 1. September 
2013 lediglich ein Arbeitspensum von 32 bis 35 Stunden pro Woche vorge-
sehen (AB 148). Damit schöpft sie ihre verbleibende Arbeitsfähigkeit nicht 
in zumutbarer Weise voll aus, zudem ist bei dem im Verfügungszeitpunkt 
erst seit rund fünf Monate bestehenden Arbeitsverhältnis nicht von beson-
ders stabilen Verhältnissen auszugehen (vgl. E. 4.1.2 hievor). Die in der 
Beschwerde (S. 4 Ziff. IV Ziff. 2) angeführten höchstrichterlichen Entschei-
de sind nicht einschlägig. Bei den entsprechenden Entscheiden ging es um 
versicherte Personen, die ihre Restarbeitsfähigkeit im Zeitpunkt des Ren-
tenbeginns noch voll ausschöpften (Entscheid des BGer vom 6. Januar 
2010, 8C_579/2009, E. 2.3.2), erfolgreich auf einen spezifischen Beruf um-
geschult worden waren (Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsge-

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Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Juli 2014, IV/14/247, Seite 17

richts [EVG; heute: Bundesgericht] vom 1. April 2005, I 171/04, E. 4.2) oder 
bei denen der Invaliditätsgrad ohne ziffernmässige Bestimmung der Ver-
gleichseinkommen anhand eines Prozentvergleichs ermittelt wurde (Ent-
scheid des BGer vom 21. Mai 2010, 8C_25/2010, E. 4.2.1 f.).

Während die Beschwerdegegnerin die nach Wirtschaftszweige gegliederte 
Tabelle TA1 der LSE für anwendbar hält (vgl. AB 160/2, Beschwerdeant-
wort S. 2) vertritt die Beschwerdegegnerin die Ansicht, dass bei einem Ab-
stellen auf Tabellenlöhne für das Invalideneinkommen die nach Tätigkeiten 
gegliederte Tabelle T7S heranzuziehen wäre und dabei der Wert der Tätig-
keit «… und …» für Frauen im Anforderungsniveau 4 (einfache und repeti-
tive Tätigkeiten) berücksichtigt werden müsste (vgl. Beschwerde S. 5 
Ziff. IV Ziff. 3). Selbst wenn in Anbetracht der absolvierten … Anlehre (vgl. 
AB 6, 15, BB 3 f.), des medizinischen Zumutbarkeitsprofils (vgl. 
AB 111.1/299, 115/1) sowie der bisherigen Berufsanamnese mit einer lang-
jährigen Haupterwerbstätigkeit im … (vgl. AB 31, 48, 51, 53), der diesbe-
züglichen Argumentation der Beschwerdeführerin gefolgt würde, änderte 
sich am Ergebnis nichts. 

Da die Zahlen der geschlechtsspezifischen Nominallohnentwicklung für das 
Jahr 2013 noch fehlen, werden die Werte der LSE 2010 (zugunsten der 
Beschwerdeführerin nur) auf das Jahr 2012 aufindexiert, womit ein Invali-
deneinkommen von Fr. 50‘453.85 resultiert (Fr. 3‘954.-- [LSE 2010, Tabelle 
T7S, Tätigkeit Ziff. 35, Frauen, Anforderungsniveau 4] x 12 Monate / 40 
Wochenarbeitsstunden x 41.7 Wochenarbeitsstunden [BFS, Betriebsübli-
che Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen {BUA}, Total 2012] / 100 x 102 
[BFS, Lohnentwicklung 2012, Tabelle T1.1.10, Nominallohnindex nach Ge-
schlecht, Frauen, Indexbasis 2010 bzw. Index 2012]). Für den postulierten 
maximalen leidensbedingten Abzug von 25 % (vgl. Beschwerde S. 5 Ziff. IV 
Ziff. 3) besteht keine Grundlage. Zum einen besteht weder eine Arbeitsun-
fähigkeit noch eine Leistungseinschränkung, zum anderen wären invali-
ditätsfremde Gesichtspunkte (Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthalts-
kategorie [vgl. BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301]) hier nicht massgebend.

4.6 Aus der Gegenüberstellung der Vergleichseinkommen (vgl. E. 4.4 
bzw. 4.5 hievor) resultiert bis Ende März 2013 ein abzurundender (BGE 
130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123) Invaliditätsgrad von 27 % ([Fr. 69‘300.-- ./. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Juli 2014, IV/14/247, Seite 18

Fr. 50‘453.85] / Fr. 69‘300.-- x 100) und danach ein solcher von rund 34 % 
([Fr. 77‘000.-- ./. Fr. 50‘453.85] / Fr. 77‘000.-- x 100). Selbst wenn somit in 
erwerblicher Hinsicht ein Revisionsgrund bejaht würde, ergäbe sich kein 
rentenbegründender Invaliditätsgrad, womit die angefochtene Verfügung 
vom 7. Februar 2014 (AB 160) im Ergebnis nicht zu beanstanden ist. Die 
hiergegen erhobene Beschwerde vom 12. März 2014 erweist sich folglich 
als unbegründet und ist abzuweisen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, werden entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführerin zur Bezah-
lung auferlegt. Sie werden dem geleisteten Kostenvorschuss entnommen.

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdeführerin 
keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 
Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Juli 2014, IV/14/247, Seite 19

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.