# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a0d8e458-afa4-5d3b-b673-d1112c536ffd
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2012-03-05
**Language:** de
**Title:** Zürich Kassationsgericht 05.03.2012 AC110007 (damit vereinigt AC110006)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_KSG_001_AC110007--damit-vere_2012-03-05.pdf

## Full Text

Kassationsgericht des Kantons Zürich 
   

 

 
Kass.-Nr. AC110007-P/U/ys vm AC110006 

Mitwirkende: die Kassationsrichter Herbert Heeb, Vizepräsident, Bernhard Gehrig, Andreas  

Donatsch, Paul Baumgartner und Matthias Brunner sowie der juristische Sekretär 

Christof Tschurr 

Sitzungsbeschluss vom 5. März 2012 

1. X., 

  
 amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt 

 

2. Z.,  

  
 amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt 

 

Angeklagte und Beschwerdeführer 

gegen 

1. Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich,  

Anklägerin und Beschwerdegegnerin 1 
vertreten durch Staatsanwalt lic. iur. M. Scherrer, Molkenstr. 15/17, Postfach 1233, 8026 Zürich 

2. A., 

3. B.,  
 
2, 3 vertreten durch Fürsprecher 

4. C., 

5. D., 
unentgeltlich vertreten durch Rechtsanwältin 

6. E., 

7. Bank F., 

 

8. Versicherung G., 

 

Geschädigte und Beschwerdegegner 2 - 8 

betreffend bandenmässigen Raub 

Nichtigkeitsbeschwerde gegen ein Urteil und Beschluss des Geschworenengerichts des 

Kantons Zürich vom 5. Februar 2010 (WG0900004/U) 

-   2   - 

Das Gericht hat in Erwägung gezogen: 

I. 

1. Mit Anklageschrift vom 11. März 2009 warf die Staatsanwaltschaft IV des 

Kantons Zürich den Angeklagten X. (Beschwerdeführer 1), Y. und Z. (Beschwer-

deführer 2) folgende (detailliert umschriebenen) Straftaten vor (Anklageschrift [GG 

act. 32] angeheftet an das Urteil des Geschworenengerichts des Kantons Zürich 

vom 5. Februar 2010 [KG act. 2] S. 3 - 7): 

Am 31. März 2004 habe X. mit Y. einen Raubüberfall auf die Filiale der Bank 

H. in I./BE bzw. auf den Bankangestellten A. verübt. Am 29. November 2006  

hätten X. und Y. mit einem weiteren, unbekannten Mittäter einen Raubüberfall auf 

die Filiale der Bank F. in K./ZH verübt. Am 28. Dezember 2006 hätten X., Y. und 

Z. einen Raubüberfall auf die Filiale der Bank H. in L./BE und am 12. Januar 2007 

auf die Filiale der Bank F. in M./ZH verübt. Schliesslich habe X. im Januar 2007 in 

Zürich eine Pistole mit Munition erworben und diese am 12. Januar 2007 in einer 

Wohnung in Zürich gelagert. Die Angeklagten bestritten die Beteiligung an den 

Raubüberfällen. 

2. Mit Beschluss vom 8. Mai 2009 liess die Anklagekammer des Ober-

gerichts des Kantons Zürich die Anklage zu und überwies die Angeklagten dem 

Geschworenengericht des Kantons Zürich zur Beurteilung (GG act. 44). 

3. Das Geschworenengericht sprach X., Y. und Z. mit Urteil vom 5. Februar 

2010 schuldig des bandenmässigen Raubs im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 i.V. mit 

Ziff. 3 StGB (betreffend der eingeklagten Raubüberfälle vom 28. Dezember 2006 

in L. und vom 12. Januar 2007 in M.). X. und Y. sprach das Geschworenengericht 

überdies schuldig des bandenmässigen Raubs im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 i.V.m. 

Ziff. 3 StGB betreffend des eingeklagten Raubüberfalls vom 29. November 2009 

in K. sowie des Raubs im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 StGB betreffend des ein-

geklagten Raubüberfalls vom 31. März 2004 in I. X. sprach es überdies schuldig 

der Widerhandlung gegen das Waffengesetz. Mit diesem Urteil vom 5. Februar 

-   3   - 

2010 bestrafte das Geschworenengericht X. mit einer Freiheitsstrafe von  

9 Jahren, Y. mit einer Freiheitsstrafe von 8 Jahren und Z. mit einer Freiheitsstrafe 

von 6 Jahren, jeweils unter Anrechung von 1'120 Tagen Polizei-, Untersuchungs- 

und Sicherheitshaft. Ferner verpflichtete das Geschworenengericht die Angeklag-

ten zu Schadenersatz- und Genugtuungsleistungen an die Geschädigten (KG act. 

2 S. 151 - 155). Mit angefügtem Beschluss vom gleichen Tag, dem 5. Februar 

2010, befand das Geschworenengericht über die Verwendung beschlagnahmter 

Gegenstände und Barwerte (KG act. 2 S. 156 - 158). 

4. Gegen das gleichentags mündlich eröffnete (GG Prot. S. 973 ff.)  

geschworenengerichtliche Urteil vom 5. Februar 2010 meldeten alle drei  

Angeklagten und Verurteilten rechtzeitig je kantonale Nichtigkeitsbeschwerde an 

(GG act. 108 [Y.], 109 [X.] und 115 [Z.]). Mit vorinstanzlichen Verfügungen vom 

14. März 2011, zugestellt am 16. März 2011 (Y. [GG act. 142/2], und Z. [GG 

act. 142/3]) bzw. am 21. März 2011 (X. [GG act. 142/1]), wurden den Angeklagten 

und Verurteilten das schriftlich begründete vorinstanzliche Urteil zugestellt und die 

dreissigtägige Frist zur Begründung der angemeldeten Nichtigkeitsbeschwerden 

angesetzt (GG act. 139 [betr. X.], 140 [betr. Y.] und 141 [betr. Z.]). Z. reichte am 

15. April 2011 und damit rechtzeitig eine Begründung der Nichtigkeitsbeschwerde 

ein (Kass.-Nr. AC110006 act. 1). X. reichte am 20. April 2011 und damit ebenfalls 

rechtzeitig eine Begründung der Nichtigkeitsbeschwerde ein (Kass.-Nr. AC110007 

act. 1). Von Y. ging beim Kassationsgericht keine Beschwerdebegründung ein. 

5. X. und Z. beantragen mit ihren Nichtigkeitsbeschwerden die Aufhebung 

des angefochtenen geschworenengerichtlichen Urteils vom 5. Februar 2010 und 

des Beschlusses vom gleichen Tag und die Rückweisung der Sache an das  

Geschworenengericht bzw. an das erstinstanzliche Gericht (Kass.-Nr. AC110007 

act. 1 S. 3, Kass.-Nr. AC110006 act. 1 S. 2). Das Geschworenengericht verzichte-

te auf eine Vernehmlassung zu den Beschwerden (Kass.-Nr. AC110007 act. 9; 

Kass.-Nr. AC110006 act. 8), die Staatsanwaltschaft auf eine Beschwerdeantwort 

(Kass.-Nr. AC110007 act. 10, Kass.-Nr. AC110006 act. 7). Die Bank F. als  

Geschädigte verzichtete explizit auf eine Beschwerdeantwort (Kass.-Nr. 

-   4   - 

AC110007 act. 11, Kass.-Nr. AC110006 act. 15). Die übrigen Geschädigten  

liessen sich in den Beschwerdeverfahren nicht vernehmen. 

II. 

Seit dem 1. Januar 2011 steht die Schweizerische Strafprozessordnung vom 

5. Oktober 2007 (StPO) in Kraft. Art. 453 Abs. 1 StPO bestimmt, dass Rechts-

mittel, die sich gegen einen Entscheid richten, der vor Inkrafttreten der StPO  

gefällt wurde, nach bisherigem Recht und von den bisher zuständigen Behörden 

beurteilt werden. Für die vorliegenden Beschwerdeverfahren gelangen daher die 

Bestimmungen der (auf den 31. Dezember 2010 aufgehobenen) zürcherischen 

StPO vom 4. Mai 1919 (StPO ZH) wie auch des Gerichtsverfassungsgesetzes 

vom 13. Juni 1976 (GVG) weiterhin zur Anwendung. Ebenso ist mit Bezug auf die 

Beurteilung der erhobenen Rügen das bisherige Prozessrecht heranzuziehen, 

weil im Beschwerdeverfahren zu prüfen ist, ob der angefochtene Entscheid im 

Zeitpunkt der Fällung mit einem der in § 430 StPO ZH bezeichneten Nichtigkeits-

gründe behaftet war. 

III. 

Die Anfechtungsobjekte in den Verfahren Kass.-Nrn. AC110006 und 

AC110007 sind die gleichen, nämlich Urteil und Beschluss des Geschworenen-

gerichts des Kantons Zürich vom 5. Februar 2010. Die beiden Verfahren sind  

daher zu vereinigen und unter Kass.-Nr. AC110007 weiterzuführen. Das Ver-

fahren Kass.-Nr. AC110006 ist als durch Vereinigung erledigt abzuschreiben und 

als KG act. 12 in das Verfahren Kass.-Nr. AC110007 aufzunehmen. 

Die Beschwerde von X. wird im Folgenden als KG act. 1 bezeichnet, die-

jenige von Z. als KG act. 12/1. Urteil und Beschluss des Geschworenengerichts 

vom 5. Februar 2010 werden als KG act. 2 bezeichnet (auch bei der Behandlung 

der Nichtigkeitsbeschwerde von Z.). 

-   5   - 

IV. 

Nichtigkeitsbeschwerde von X. 

1. Die Vorinstanz erwog, die Anklage stütze sich zu einem wesentlichen Teil 

auf Erkenntnisse, die aus abgehörten Telefongesprächen gewonnen worden  

seien. Die einzelnen Abhörmassnahmen (Telefonkontrollen) seien in Über-

einstimmung mit den gesetzlichen Bestimmungen von der Untersuchungsbehörde 

angeordnet und von der Präsidentin der Anklagekammer des Obergerichts  

genehmigt worden. Solche Gesprächsaufzeichnungen auf Tonträgern seien  

beweismässig Augenscheinsobjekte, deren Abschriften als Gesprächsprotokolle 

einem schriftlichen Zeugnis im Sinne von § 138 StPO ZH gleich ständen. Die  

Abschriften genügten als Beweismittel, wobei eine Einsichtnahme in die unmittel-

baren Beweismittel, das heisse die Tonträger, gewährleistet sein müsse (KG 

act. 2 S. 13 Erw. 2.1). Dieses prozessuale Recht stehe den Angeklagten vor-

liegend selbst dann zu, wenn der eingeklagte Sachverhalt auch, wie dies der 

Staatsanwalt darstelle, ohne Zuhilfenahme der Telefonprotokolle erstellt wäre, da 

dieselben in der Untersuchung benutzt worden seien und auf deren Erkenntnisse 

abgestellt worden sei. In diversen Einvernahmen seien den Angeklagten aus-

zugsweise die für die eingeklagten Verhaltensweisen relevanten Protokolle von 

Telefongesprächen vorgehalten worden. Die Argumentation der Verteidigung, 

wonach die Telefongespräche nicht verwertet werden dürften, da sie den An-

geklagten nicht vorgespielt worden seien, schlage fehl, zumal die Angeklagten 

sowie ihre Verteidiger selbst auf ein Abspielen verzichtet und vor Schranken auch 

nicht verlangt hätten (KG act. 2 S. 14). X. habe die Authentizität dieser  

TK-Protokolle auch nicht angezweifelt resp. habe sinngemäss sogar zugegeben, 

diese Telefonate auch geführt zu haben. Auf die Einholung eines von der Staats-

anwaltschaft beantragten Stimmgutachtens betreffend die Angeklagten X. und Y. 

sei verzichtet worden, da die beiden Angeklagten in den mit ihnen durchgeführten 

Einvernahmen teilweise auf die ihnen vorgehaltenen Gespräche eingegangen 

seien sowie an keiner Stelle bestritten hätten, diese Gespräche auch selbst  

geführt zu haben. Damit sei den Angeklagten durch die Untersuchungsbehörde 

resp. vor Schranken der Zugriff auf diese Beweismittel nicht verwehrt worden, 

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sondern die Angeklagten hätten vielmehr von sich aus auf diese Möglichkeit ver-

zichtet, resp. sie hätten auf die Möglichkeit verzichtet, sich dazu zu äussern. Im 

Weiteren befänden sich sämtliche Wortprotokolle und deren dazugehörige Ton-

träger in den Akten und hätten von den Angeklagten sowie deren Verteidigern je-

derzeit, in der Untersuchung wie vor Schranken, eingesehen werden können. 

Aufgrund des erwähnten Verzichts, der nicht zu den unverzichtbaren Verteidi-

gungsrechten zu zählen sei, liege in der Nichtabspielung der TK-Gespräche keine 

Verletzung der Verteidigungsrechte der Angeklagten, und einer inhaltlichen Ver-

wertung der TK-Wortprotokolle stehe nichts entgegen (KG act. 2 S. 15). 

In der Folge stellte die Vorinstanz zum Nachweis der Beteiligung der An-

geklagten an den Raubüberfällen u.a. auf die abgehörten Telefongespräche bzw. 

deren Protokolle ab (KG act. 2 S. 86, S. 90, S. 92, S. 95 f., S. 98, S. 100). 

1.1. Der Beschwerdeführer 1 macht diesbezüglich geltend, sowohl der  

fallführende Polizist als auch der ehemals fallführende Staatsanwalt N. hätten  

bestätigt, dass die Telefongespräche ihm, dem Beschwerdeführer 1, nie vor-

gespielt worden seien. Er habe das Abspielen von Telefongesprächen noch  

während der Untersuchung gefordert. Das sei aber auch darauf nie erfolgt. Auch 

im Geschworenengerichtsprozess sei kein einziges Gespräch abgespielt worden, 

obwohl von der Verteidigung stets auf diesen Mangel in der Untersuchung auf-

merksam gemacht worden sei. Der Beschwerdeführer 1 habe demnach nie dazu 

Stellung nehmen können, ob er überhaupt einer der Gesprächsteilnehmer ge-

wesen sei oder nicht und wenn ja, wovon die Gespräche im Einzelnen gehandelt 

hätten (KG act. 1 S. 3 f.). Staatsanwalt N. sei von einer Unverwertbarkeit dieser 

Telefongespräche ausgegangen (KG act. 2 S. 4 Ziff. 4). Das Kassationsgericht 

habe den Parteien stets das Recht auf Abhörung der Original-Tonbänder zu-

erkannt (KG act. 1 S. 5 Ziff. 6). Vorliegend seien die aufgezeichneten Telefon-

gespräche unverwertbar, weil sie dem Beschwerdeführer 1 nie im Original-Ton 

vorgespielt worden seien und er deshalb nie habe Stellung dazu nehmen können, 

ob er überhaupt einer der Gesprächsteilnehmer gewesen sei oder nicht. Er habe 

entgegen den vorinstanzlichen Vermerken die ihm vorgehaltenen Telefongesprä-

che nie als richtig anerkannt oder anerkannt, dass er sie geführt habe. Seinen von 

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der Vorinstanz diesbezüglich zitierten Aussagen könne keine solche Anerkennung 

entnommen werden. Die vorinstanzliche Feststellung, er habe die Authentizität 

der TK-Protokolle nie angezweifelt, sei aktenwidrig (KG act. 1 S. 5). Auch die vor-

instanzliche Feststellung, die Angeklagten und ihre Verteidiger hätten auf ein Ab-

spielen verzichtet, sei aktenwidrig und willkürlich. Die wenigen diesbezüglichen 

(offenbar gemeint: diesbezüglich von der Vorinstanz zitierten) Aussagen des  

Beschwerdeführers 1 beinhalteten keinen konkreten Verzicht auf ein Abspielen 

und keine Anerkennung geführter Gespräche. Wo die Verteidigung darauf ver-

zichtet haben soll, bleibe vollständig im Dunkeln (KG act. 1 S. 5 f. Ziff. 9). Wider-

sinnig sei der Vorhalt an die Verteidigung, dass sie keinen entsprechenden Antrag 

gestellt und ein Abspielen vor Schranken nicht verlangt habe. Es sei nicht Auf-

gabe der Verteidigung, Beweisanträge zu stellen, die den eigenen Mandanten  

belasten könnten, oder dafür sorgen zu müssen, dass unverwertbare Beweise 

verwertbar würden (KG act. 1 S. 6 Ziff. 10). Überdies habe die Staatsanwaltschaft 

einen Antrag auf die Einholung eines Stimmgutachtens gestellt, und die Verteidi-

gung habe darauf weiterhin konsequent an ihrem Standpunkt festgehalten. Trotz-

dem habe die Vorinstanz auf eine entsprechende Beweisabnahme verzichtet und 

sei aus unverständlichen Gründen von einem verwertbaren Beweismittel aus-

gegangen (KG act. 1 S. 6 Ziff. 11). Indem die Vorinstanz unverwertbare Beweis-

mittel in die Beweiswürdigung miteinbezogen habe, habe sie gesetzliche Prozess-

formen verletzt, insbesondere den Gehörsanspruch des Beschwerdeführers 1 

(KG act. 1 S. 7 Ziff. 13). 

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1.2. Die Zulässigkeit der Anordnungen der Telefonüberwachungen und  

deren Durchführung sind unumstritten. Bezüglich der Verwertung der daraus  

resultierenden Protokolle ging die Vorinstanz kurz zusammengefasst davon aus, 

dass die Angeklagten zwar ein Recht hat darauf hätten, die Tonträger abzuhören, 

dass sie aber auf ein Abspielen, damit auf dieses Recht und auf die Möglichkeit 

der Äusserung dazu verzichtet hätten. Der Beschwerdeführer 1 stellt einen  

solchen Verzicht in Abrede. 

1.3. Die Vorinstanz verwies auf keine Stelle, an welcher der Verteidiger des 

Beschwerdeführers 1 auf ein Abspielen der Telefonaufnahmen verzichtet hätte. 

Bezüglich des erwähnten Verzichts des Beschwerdeführers 1 selber verwies die 

Vorinstanz auf GG Prot. S. 275 f. i.V. mit GG act. HD 2/7 S. 11 und auf GG  

Prot. S. 285 (KG act. 2 S. 14). 

a) Bei den von der Vorinstanz aus dem Protokoll bezeichneten Stellen  

handelt es sich nicht um Aussagen des Beschwerdeführers 1 selber, sondern um 

Aussagen des als Zeugen einvernommenen polizeilichen Sachbearbeiters O. (GG 

Prot. S. 267 ff.) über Aussagen (bzw. das Aussageverhalten; vgl. die Frage auf 

S. 274 des vorinstanzlichen Protokolls) des Beschwerdeführers 1. 

b) O. sagte vor Vorinstanz an der von dieser zuerst bezeichneten Stelle aus, 

der Beschwerdeführer 1 habe zur Vorlage von Fakten, Beweisen, Spuren, Be-

richten einfach geschwiegen. Das habe er gut gekonnt; er habe nicht einmal 'nein' 

gesagt. Manchmal habe er noch eine gewisse Regung gezeigt und ein wenig  

gelächelt. Aber man habe ihn nicht zu einer Aussage provozieren können. Er  

habe einfach von seinem Recht Gebrauch gemacht, dass er nichts gesagt habe. 

Lediglich im Vorhalt an den Zeugen O. auf S. 275 unten ist das von der Vor-

instanz in diesem Zusammenhang zitierte GG act. HD 2/7 erwähnt. Dabei handelt 

es sich um eine Einvernahme, welche O. am 2.3.2007 mit dem Beschwerdeführer 

1 (in Anwesenheit des Verteidigers [GG act. HD 2/7 S. 1]) durchführte. Auf Seite 

11 des Einvernahmeprotokolls, auf welche Seite die Vorinstanz in ihrem Urteil 

verwies, sind folgende Fragen/Antworten aufgeführt: 

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"Ich habe hier ein Gesprächsprotokoll, aus welchem her-
vorgeht, dass" (X.) "von Zürich aus mit dem  
Anschluss 076 4074973 mit" (Y.) ", welcher in" (P) "war, 
sprach. Das Gespräch war am 02.01.2007, 11.17 Uhr. 
Worum ging es bei diesem Gespräch? 

Ich erinnere mich nicht. Habe ich gesprochen oder wurde von diesem Telefon aus 
gesprochen. 

Gemäss Protokoll sprachen Sie: 

Ich kann mich nicht daran erinnern. 

Wollen Sie, dass man Ihnen das Gespräch vorspielt? 

Nein. Das kümmert mich nicht. 

Im Gespräch sagte" (Y.) ", sie würden mit dem Zug kom-
men. Wen könnte er mit dem Wir gemeint haben? 

Ich weiss es nicht. 

(Z.) "wird auch erwähnt! Dann hätten wir Sie," (Y.) und 
(Z). "Wenn man die Umstände des Raubüberfalls vom 
12.01.2007 in" M. "kennt, kommt man zum Schluss, dass 
Sie am 02.01.2007 mit" (Y.) "darüber gesprochen haben! 

Keine Chance. - Ich kann mich nicht erinnern, mit ihm überhaupt gesprochen zu 
haben. Diesen" (Z.) "kenne ich überhaupt nicht. 

Ein Detail:" (Y.) "sagte z.B.: Ich habe ein paar  
solche für Hände…" Beim Raubüberfall wurden solche für 
Hände, also Handschellen gebraucht und zurück ge-
lassen. Was sagen Sie dazu? 

Keine Ahnung. 

Zweifeln Sie an diesem Gesprächsprotokoll? 

Ich verstehe das nicht. Ich bezweifle es auch nicht. 

Es gibt Aufzeichnungen: 

Ich habe nichts dagegen." 

Diesem Protokoll liegen die darin vorgehaltenen TK-Gesprächsprotokolle bei (GG 

act. HD 2/8).  

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c) An der zweiten von der Vorinstanz dazu bezeichneten Stelle sagte  

O. auf Ergänzungsfragen des Verteidigers des Beschwerdeführers 1 aus, es 

stimme, dass er dem Beschwerdeführer 1 in den Befragungen nie ein Telefon-

gespräch vorgespielt habe. Es treffe zu, dass der Beschwerdeführer 1 somit nie 

habe Stellung nehmen können, dass bei einem einzelnen Gespräch auch wirklich 

er einer der Gesprächsteilnehmer sei. Auf die Frage, ob es üblich sei, dass man 

Angeschuldigten solche Telefongespräche nicht von sich (der Polizei) aus vor-

spiele, antwortete O., diejenigen Gespräche, welche relevant seien, spiele man 

vor. Er müsse sagen, dass vorliegend diese Telefonkontrolle nicht von ihnen  

(gemeint: der Kantonspolizei, Abteilung Kapitalverbrechen [GG Prot. S. 267]) ge-

führt worden seien, sondern von der Stadtpolizei. Sie hätten auch abgesprochen, 

wer allenfalls diese Gespräche vorspiele. Die andere Variante wäre ja dann noch 

gewesen, beim Staatsanwalt. Sie hätten deswegen hier bewusst darauf verzich-

tet. Er müsse auch sagen, er habe sich diese Telefongespräche nicht eins zu eins 

zukommen lassen. Er habe nur diese Protokolle gehabt. Man müsse auch sehen, 

auch gemäss BÜPF seien diese Daten, welche dort erhoben worden seien, nicht 

einfach für ihn (O.) offen gewesen. Er sei eigentlich nicht ermächtigt gewesen, 

vollumfänglich in diese Telefonkontrolle hineinzuhören. Es seien die relevanten 

Gespräche gewesen, welche er dem Beschwerdeführer 1 protokolliert vorgehal-

ten habe. Dieser habe das nie beanstandet oder irgendwie gesagt, es sei etwas 

nicht richtig. Das müsse er auch nicht. Und der Verteidiger habe diesbezüglich 

auch keinen Einwand erhoben (GG Prot. S. 285). 

1.4. Aus den von der Vorinstanz zitierten Stellen ergibt sich nicht, dass der 

Beschwerdeführer 1 explizit grundsätzlich auf ein Abspielen der Telefongesprä-

che verzichtet hätte. Zwar verzichtete er auf die Frage, ob er wolle, dass ihm das 

Gespräch vom 2.1.2007, 11.17 Uhr vorgespielt werde, explizit darauf (GG  

act. HD 2/7 S. 11 Frage/Antwort 85). Das scheint indes ausschliesslich auf jene 

Befragung bezogen. Daraus kann kein grundsätzlicher Verzicht auf das Abspielen 

auch weiterer Telefongespräche abgeleitet werden. Auch ein expliziter Verzicht 

der Verteidigung ist an den von der Vorinstanz zitierten Stellen nicht ersichtlich. 

-   11   - 

1.5. Andererseits ergibt sich aus den vom Beschwerdeführer 1 zitierten  

Stellen auch nicht, dass dieser grundsätzlich ein Abspielen der Telefongespräche 

verlangt hätte. Wenn er in einer staatsanwaltschaftlichen Einvernahme verlangte, 

"dass man ihm Telefongespräche vorspiele, in denen er von einem Raub  

spreche" (GG act. HD 2/9 S. 16, GG Prot. S. 795, KG act. 1 S. 4 Ziff. 2), so ver-

langte er damit nicht, dass ihm die Telefongespräche abgespielt würden, deren 

Protokolle (bzw. Auszüge davon) ihm vorgehalten worden waren. Vielmehr  

bekundete er mit diesem offenbar rhetorisch gemeinten Verlangen, dass er in den 

Telefongesprächen, deren Protokolle ihm vorgehalten worden waren, nicht von 

einem Raub spreche. 

1.6. Weder verzichtete der Beschwerdeführer 1 explizit auf das Abspielen 

der Telefongesprächsaufnahmen, noch verlangte er ein solches. Die vorinstanz-

liche Feststellung, dass der Beschwerdeführer 1 und auch sein Verteidiger auf ein 

Abspielen der Telefonprotokolle verzichtet hätten, ist in dem Sinne nicht willkür-

lich, dass sie darauf verzichtet hatten, ein solches Abspielen zu verlangen (wäre 

aber in dem Sinne nicht richtig, dass sie erklärt hätten, auf ein Abspielen zu ver-

zichten). 

1.7. Verlangten der Beschwerdeführer 1 und sein Verteidiger nicht ein  

Abspielen der Telefongesprächsaufnahmen, wurde das Recht des Beschwerde-

führers 1 auf Einsichtnahme bzw. Abspielen nicht verletzt, indem weder die  

Untersuchungsbehörden noch die Vorinstanz (von sich aus) diese Aufnahmen 

abspielten. Dass dem Beschwerdeführer 1 oder seinem Verteidiger entgegen  

einem entsprechenden Antrag die Einsicht bzw. das Anhören verweigert worden 

wäre, macht der Beschwerdeführer 1 nicht geltend (mit Ausnahme des in der vor-

stehenden Erw. 1.5 behandelten rhetorischen Verlangens). Die vorinstanzlichen 

Vermerke, dass dem Beschwerdeführer 1 durch die Untersuchungsbehörden 

resp. vor Schranken der Zugriff auf diese Beweismittel nicht verwehrt worden sei, 

und dass sich sämtliche Wortprotokolle und deren Tonträger in den Akten fänden 

und damit von den Angeklagten sowie deren Verteidiger jederzeit hätten eingese-

hen werden können (KG act. 2 S. 15), werden vom Beschwerdeführer 1 nicht  

widerlegt. 

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1.8. Hatten der Beschwerdeführer 1 oder sein Verteidiger die Möglichkeit, 

Einsicht in die Telefonprotokolle zu nehmen bzw. diese abzuhören, verlangten sie 

das aber gar nicht und verzichteten sie auf einen entsprechenden Antrag, sind 

diese Beweismittel unter diesem Aspekt durchaus verwertbar. Die Rüge geht fehl. 

1.9. Im Gegensatz zur Darstellung in der Beschwerde des Beschwerde-

führers 1 (KG act. 1 S. 6 Ziff. 10 und 11) machte die Vorinstanz der Verteidigung 

keinen Vorwurf, dass sie keinen Antrag auf Abspielung der Telefonabhörprotokol-

le gestellt hatte. Die Vorinstanz erwog lediglich, dass die Verteidigung die  

Möglichkeit gehabt hätte, Einsicht in die Tonträger zu nehmen (bzw. diese hätte 

anhören können), aber darauf verzichtete und deshalb in der Nichtabspielung  

keine Verletzung der Verteidigungsrechte liegt und einer inhaltlichen Verwertung 

der TK-Wortprotokolle (unter diesem Aspekt) nichts entgegen steht (KG act. 2 

S. 15). Dies trifft zu. 

Dabei geht es tatsächlich nicht an, sondern verletzt den Grundsatz von Treu 

und Glauben und ist nicht zu schützen, wenn die Verteidigung bewusst auf die 

Möglichkeit der Anhörung der Tonträger verzichtet, um dann daraus eine Un-

verwertbarkeit der Abschriften abzuleiten. Anders wäre es, wenn eine Pflicht der 

Untersuchungsbehörde oder des Gerichts bestände, die Tonträger selbständig, 

auch ohne entsprechenden Antrag, abzuspielen oder wenn die Abschriften bzw. 

Wortprotokolle nur dann verwertbar wären, wenn die Tonträger dem Angeschul-

digten bzw. Angeklagten auch ohne entsprechenden Antrag seinerseits vor-

gespielt worden wären. Dann dürfte aus der Unterlassung eines entsprechenden 

Antrags durch die Verteidigung nicht abgeleitet werden, dass die Protokolle des-

halb verwertbar wären. Eine solche allgemeine Pflicht bzw. eine solche Verwert-

barkeitsvoraussetzung gibt es aber nicht (mangels entsprechender substantiierter 

Behauptung [vgl. dazu gleich anschliessend Erw. 1.10] nicht zu prüfen ist vor-

liegend, wie dies wäre, wenn der Angeklagte seine Beteiligung an ihm vorgehal-

tenen Telefongesprächen bestreitet oder geltend macht, die Abschrift sei falsch 

protokolliert worden). Auch unter diesem Aspekt geht die Rüge fehl. 

1.10. In diesem Zusammenhang macht der Beschwerdeführer 1 geltend, die 

Staatsanwaltschaft habe vor Vorinstanz einen Antrag auf die Einholung eines 

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Stimmgutachtens gestellt. Die Verteidigung habe darauf konsequent an ihrem 

Standpunkt festgehalten. Trotz dieses Antrags habe die Vorinstanz auf eine ent-

sprechende Beweisabnahme verzichtet (KG act. 1 S. 6 Ziff. 11). 

a) Der Staatsanwalt stellte vor Vorinstanz nicht bloss den Antrag auf Ein-

holung eines Stimmgutachtens, wie der Beschwerdeführer 1 in der Beschwerde 

unzutreffend verkürzt darstellt. Der Staatsanwalt führte aus, im bisherigen Ver-

fahren sei seitens der Verteidigungen nie die Authentizität der aufgezeichneten 

Gespräche zwischen X. und Y. bestritten worden. Es sei nie bestritten worden, 

dass diese beiden Männer darin miteinander gesprochen hätten. Vor Schranken 

sei vorgebracht worden, diese TK-Protokolle seien während des Verfahrens nicht 

oder nicht integral vorgespielt worden. Dem Staatsanwalt sei die Stossrichtung 

dieses Vorbringens nicht klar. Es sei nicht klar, ob jetzt bestritten werde, dass X. 

und Y. miteinander gesprochen hätten, unabhängig von der Interpretation (des 

Inhalts) dieser Gespräche, oder ob das nicht bestritten werde. Nach seiner 

(staatsanwaltschaftlichen) Sichtweise hätten sowohl X. als auch Y. eigentlich  

anerkannt, jeweils alleinige Besitzer und Benutzer dieser fraglichen (Telefon-

)Nummern zu sein. Sollte bestritten sein, dass X. und Y. miteinander gesprochen 

hätten, beantrage er die Erstellung eines Stimmgutachtens (GG Prot. S. 265). Der 

Verteidiger des Beschwerdeführers 1 erklärte darauf in einer Stellungnahme  

dazu, die Telefongespräche seien in der Untersuchung nie vorgespielt worden. 

Somit habe sein Mandant auch nie Stellung nehmen können, ob er wirklich der  

Sprechende sei. Bei dieser Haltung lasse er es zur Zeit bewenden (GG 

Prot. S. 266). 

Auch an dieser Stelle stellte der Beschwerdeführer 1 mithin keinen Antrag 

auf Anhörung der Telefonaufnahmen und bestritt nicht, der jeweils als (X.)  

bezeichnete bzw. identifizierte Teilnehmer der vorgehaltenen Telefongespräche 

gewesen zu sein. Spätestens an dieser Stelle (aber auch bereits in der Unter-

suchung auf Vorhalt der Telefongespräche [vgl. GG Prot. S. 44] und auf deren 

Vorhalt vor Vorinstanz [GG Prot. S. 44 - 47) hätte er durchaus entgegen seiner 

unzutreffenden Behauptung in der Beschwerde (KG act. 1 S. 4 Ziff. 2, S. 5 Ziff. 7) 

-   14   - 

Stellung nehmen - und dies bestreiten - können, ob er überhaupt einer der  

Gesprächsteilnehmer war oder nicht. 

b) Die Vorinstanz erwog, auf die Einholung eines von der Staatsanwaltschaft 

beantragten Stimmgutachtens betreffend die Angeklagten X. und Y. sei verzichtet 

worden, weil die beiden Angeklagten in den mit ihnen durchgeführten Einvernah-

men teilweise auf die ihnen vorgehaltenen Gespräche eingegangen seien sowie 

an keiner Stelle bestritten hätten, diese Gespräche auch selbst geführt zu haben 

(KG act. 2 S. 15). Damit setzt sich der Beschwerdeführer 1 nicht auseinander und 

kann deshalb auch keinen Nichtigkeitsgrund dartun. Ging die Vorinstanz damit 

ohne Willkür davon aus, dass die Identität von X. und Y. als Teilnehmer der vor-

gehaltenen Telefongespräche schon aufgrund der eigenen Verhaltensweisen und 

Aussagen von X. und Y. erstellt ist, musste sie dazu keine weiteren Beweise  

abnehmen bzw. Vorkehren treffen, wie ein Stimmgutachten einzuholen oder die 

Telefonprotokolle abzuspielen. In diesem Zusammenhang hätte ein solches  

Abspielen nur der Abklärung dienen können, ob tatsächlich X. und Y. die 

 Sprechenden waren (eine andere Abklärung, beispielsweise ob die Gespräche 

korrekt und sinnrichtig übersetzt und protokolliert waren, steht nicht in Frage). 

Stand dies aber bereits fest, machte das Abspielen der Gesprächsaufnahmen 

keinen Sinn und konnte willkürfrei davon abgesehen werden. 

1.11. Zusammenfassend ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer 1  

bezüglich der grundsätzlichen Verwertbarkeit der von der Vorinstanz in ihre  

Beweiswürdigung einbezogenen Telefonabhörprotokolle keinen Nichtigkeitsgrund 

nachwies. 

2. Inhaltlich macht der Beschwerdeführer 1 geltend, aus den (Telefon-)  

Gesprächsprotokollen gehe weder etwas über einen Raubüberfall hervor noch 

etwas in einem Zusammenhang zu einem solchen. Die daraus abgeleiteten  

Interpretationen seien rein spekulativ (KG act. 1 S. 3 Ziff. 2). Das Urteil stütze sich 

"zu einem überaus grossen und gewichtigen Teil auf einzelne Telefongespräche" 

ab. Diese seien "als äusserst gewichtiges Indiz für die Schuld des Beschwerde-

führers gewürdigt worden" (KG act. 1 S. 6 Ziff. 12). 

-   15   - 

Der Beschwerdeführer 1 ist auf die Anforderungen an die Substantiierung 

einer Nichtigkeitsbeschwerde hinzuweisen: 

2.1. Aus der Natur des Beschwerdeverfahrens, das keine Fortsetzung des 

Verfahrens vor dem Sachrichter darstellt, folgt, dass sich der Nichtigkeitskläger 

konkret mit dem angefochtenen Entscheid auseinandersetzen und den behaupte-

ten Nichtigkeitsgrund in der Beschwerdeschrift selbst nachweisen muss (§ 430 

Abs. 2 StPO ZH). In der Beschwerdebegründung sind insbesondere die an-

gefochtenen Stellen des vorinstanzlichen Entscheides zu bezeichnen und die-

jenigen Aktenstellen, aus denen sich ein Nichtigkeitsgrund ergeben soll, im  

Einzelnen anzugeben. Es ist nicht Sache der Kassationsinstanz, in den vor-

instanzlichen Akten nach den Grundlagen des geltend gemachten Nichtigkeits-

grundes zu suchen. Wer die vorinstanzliche Beweiswürdigung als willkürlich rügt, 

muss in der Beschwerde genau darlegen, welche tatsächlichen Annahmen des 

angefochtenen Entscheides auf Grund welcher Aktenstellen willkürlich sein sollen. 

Wird Aktenwidrigkeit einer tatsächlichen Annahme behauptet, so sind ebenfalls 

die Bestandteile der Akten, die nicht oder nicht in ihrer wahren Gestalt in die  

Beweiswürdigung einbezogen worden sein sollen, genau anzugeben. Wer vor-

bringt, angerufene Beweismittel seien nicht abgenommen worden, hat zu sagen, 

wo und zu welchen Behauptungen er sich auf diese berufen hat. Wird im Rahmen 

eines Strafprozesses geltend gemacht, die Untersuchungsmaxime sei verletzt 

worden, ist in der Beschwerde anzuführen, durch welche Unterlassung dies  

geschehen sein soll (ZR 91/92 [1992/93] Nr. 6; vgl. auch BGE 127 I 42 E. 3b  

sowie ZR 81 [1982] Nr. 88 E. 6; Schmid, in Donatsch/Schmid, Kommentar zur 

Strafprozessordnung des Kantons Zürich, Zürich 1996 ff., N 32 zu § 430; von  

Rechenberg, Die Nichtigkeitsbeschwerde in Zivil– und Strafsachen nach zürcheri-

schem Recht, 2. Auflage, Zürich 1986, S. 16 ff.). 

2.2. Die Rügen des Beschwerdeführers 1 zum Inhalt der Telefongesprächs-

protokolle genügen diesen Substantiierungsanforderungen nicht. Insbesondere 

unterlässt er es zu spezifizieren, welche Tatsachen die Vorinstanz aufgrund  

welcher Stellen in den Telefongesprächsprotokollen festgestellt habe. Aus den 

pauschalen Hinweisen auf die Seiten 55 - 62 bzw. 63 des angefochtenen Urteils, 

-   16   - 

wo Zitate des Zeugen Fw Q. von der Stadtpolizei Zürich von Auszügen aus den 

TK-Protokollen und Aussagen des Zeugen dazu aufgeführt sind, ergibt sich nicht, 

inwiefern die Vorinstanz zum Nachteil des Beschwerdeführers 1 auf diese Proto-

kolle abgestellt habe. Der Hinweis auf die Seiten 86, 88 f., 90, 92, 95 f., 98 und 

104 des angefochtenen Urteils (KG act. 1 S. 7 Ziff. 12) legt nicht klar dar, was für 

konkrete Feststellungen die Vorinstanz aus den TK-Protokollen abgeleitet habe. 

Auf diese Rüge kann schon deshalb nicht weiter eingegangen werden. 

2.3. Im Übrigen führte die Vorinstanz die Begründungen von Q.  

dafür auf, weshalb er aus den aufgezeichneten Telefongesprächen die Schlüsse 

auf die eingeklagten Raubstraftaten gezogen habe, obwohl nie explizit von Raub-

taten die Rede war (vgl. KG act. 2 S. 56, S. 57, S. 59 - 62). Damit setzt sich der 

Beschwerdeführer 1 überhaupt nicht auseinander und kann auch deshalb keinen 

Nichtigkeitsgrund nachweisen. 

2.4. Schliesslich ist auch die in diesem Zusammenhang vorgebrachte Rüge 

ungenügend substantiiert, die Vorinstanz habe (die Aussagen von) Staatsanwalt 

N. nicht gewürdigt und den Gehörsanspruch verletzt (KG act. 1 S. 4 f. Ziff. 5). Der 

Beschwerdeführer 1 legt nicht dar, was er mit Aussagen von Staatsanwalt N.  

hätte dartun wollen und inwiefern die gerügte Unterlassung zu seinem Nachteil 

gereichte. 

3. Die Vorinstanz erwog, jedem Angeklagten habe eine benutzte schwarze 

"Kappe resp. Helmunterzieher resp. Sturmhaube (fortan: Kappe)" zugewiesen 

werden können. Dazu verwies sie auf Aussagen der Zeugen Fw mbA O. auf den 

Seiten 271 ff. des vorinstanzlichen Protokolls und Wm mbA R. auf den Seiten 674 

ff. des vorinstanzlichen Protokolls sowie Ausführungen der Sachverständigen Dr. 

phil. II S. zur DNA-Spurenauswertung (KG act. 2 S. 94). 

a) O., Sachbearbeiter bei der Kantonspolizei Zürich (GG Prot. S. 267),  

schilderte als Zeuge in seiner Einvernahme vor Vorinstanz u.a., die Polizei habe 

im Auto von T. (vgl. KG act. 2 S. 12) "Sturmhauben, also Vermummungsmaterial" 

gefunden oder zumindest Gegenstände, welche dazu tauglich seien (GG Prot. 

S. 271). Auf Ergänzungsfrage des Verteidigers des Beschwerdeführers 1 erklärte 

-   17   - 

O., er habe diesem die Maske, an welcher angeblich (so die Frage des Verteidi-

gers) DNA-Spuren des Beschwerdeführers 1 festgestellt worden seien, in der  

Untersuchung nicht gezeigt. Wegen des Spurenschutzes habe er diese Maske 

auch nie bei sich im Büro gehabt (GG Prot. S. 291). Man müsse einfach glauben, 

dass es sich um diese Maske handle. Es sei auch nie verlangt worden, dem  

Beschwerdeführer 1 diese Maske zu zeigen (GG Prot. S. 292). Auf Ergänzungs-

frage des Verteidigers von Y., ob die Sturmhauben, von welchen im Laufe des 

Verfahrens immer wieder die Rede gewesen sei, bei den von O. untersuchten 

Überfällen jemals verwendet worden seien, antwortete O., das könne er so nicht 

sagen. Auf Nachfrage, ob bei den Beschreibungen der Tatzeugen je von einer 

solchen Sturmhaube die Rede gewesen sei, meinte O., schwarze Sturmhauben 

oder Rollmützen oder wie man diesen Kopfbedeckungen sagen wolle, seien 

schwierig zu beschreiben und zu unterscheiden. Für einen normalen Menschen 

sei es nicht möglich, so etwas zu erkennen. Die weitere Nachfrage, ob einer  

dieser Überfälle mit einer nach unten gezogenen Sturmmaske verübt worden sei, 

verneinte O. (GG Prot. S. 304). Der Verteidiger des Beschwerdeführers 2 fragte 

O., ob es richtig sei, dass aus der Wohnung von Frau T. u.a. eine Sturmhaube  

sichergestellt worden sei, welche seiner (O.'s) Interpretation nach dem Beschwer-

deführer 2 zugeordnet worden sei. O. antwortete, nicht nach seiner Interpretation, 

sondern aufgrund von DNA, welche man an dieser Sturmhaube habe feststellen 

können. Auf weitere Ergänzungsfragen antwortete O., er habe die fragliche 

Sturmhaube dem Beschwerdeführer 2 nie gezeigt oder vorgehalten. Er wisse 

nicht mehr, ob eine solche Kopfbedeckung bei den Raubüberfällen in L. oder M. 

verwendet worden sei. Man könne es annehmen, aber er möchte es jetzt nicht 

verbindlich sagen. Da müsse der Verteidiger in den Akten nachsehen (GG 

Prot. S. 309). 

b) R., Sachbearbeiter bei der Kantonspolizei Zürich (GG Prot. S. 674),  

erklärte als Zeuge in seiner Einvernahme vor Vorinstanz auf entsprechenden Vor-

halt seines Berichts GG act. ND 5/6/1, aus der Rücklehne des Führersitzes des 

PW Ford Focus (von T.) sei eine schwarze Sturmhaube mit einer DNA-Spur  

genommen worden. Er habe sie in ein Behältnis gelegt, dieses verschlossen, ver-

siegelt und in den Asservatenraum gelegt. Er habe geschrieben, dass die Aus-

-   18   - 

wertung der Swab Safe-Sets - Stäbchen, mit welchen die DNA gesichert werde - 

und der Sturmhaube nur auf einen entsprechenden Antrag erfolgten (GG Prot. 

S. 675 f.). 

c) Die Sachverständige Dr. S. (GG Prot. S. 680) schilderte vor Vorinstanz 

gemäss den vorinstanzlichen Erwägungen, ab der im PW Ford Focus sicher-

gestellten Sturmhaube habe man ungefähr im Mund-/Nasenbereich Stichproben 

ausgeschnitten (ein Mal ca. 4 x 2 cm, ein zweites Mal ca. 3.5 x 3 cm) und  

typisiert. Das Resultat sei eine Übereinstimmung zum Beschwerdeführer 1  

gewesen (GG Prot. S. 687). Bei zwei weiteren Sturmhauben aus der Wohnung 

_______strasse __ (Wohnung von T.) seien ebenfalls im Nase-/Mundbereich Stü-

cke ausgeschnitten worden (GG Prot. S. 688). Bei einer Sturmhaube aus der  

Wohnung stimme ein DNA-Profil mit dem Beschwerdeführer 2 überein. Bei einer 

Sturmhaube aus einer Umhängetasche (in der Wohnung von T.) sei wieder das 

DNA-Profil von Y. vorhanden (GG Prot. S. 689). Die im PW von T. sichergestellte 

"Mütze" mit dem DNA-Profil des Beschwerdeführers 1 (spezifiziert mit 

"A000266671", vgl. GG Prot. S. 686 f.) habe keinen Augenbereich gehabt. Es sei 

offenbar ein Nylonstrumpf (GG Prot. S. 693; vgl. auch S. 708).  

3.1. Der Beschwerdeführer 1 rügt, der aus dem PW von T. sichergestellte 

Damenstrumpf mit einer DNA-Spur von ihm sei ihm nie vorgehalten worden,  

obwohl er das verlangt habe. Dadurch sei sein Gehörsanspruch verletzt worden 

(KG act. 1 S. 7 Ziff. 14 und 15). Unhaltbar sei dieses Strumpfstück als "Sturm-

haube" (oder im angefochtenen Urteil als Sturmmütze oder Helmunterzieher oder 

Kappe) bezeichnet worden (KG act. 1 S. 7 Ziff. 15). Erstmals vor Gericht habe er 

dieses ausschliesslich von DNA-Experten bearbeitete Strumpfstück gesehen. Das 

habe ihn verwirrt. Es sei verständlich, dass er verschiedene Aussagen zu dieser 

Thematik gemacht habe, und es sei unhaltbar, ihm diesbezüglich vorzuwerfen, er 

hätte hierzu widersprüchliche und unglaubhafte Aussagen gemacht (KG act. 1 

S. 8 Ziff. 16). Dieses Strumpfteil sei an zwei Stellen verknotet worden. Es sei nicht 

erstellt, dass es als Gesichtsmaske gedacht gewesen oder je als solche ver-

wendet worden sei. Es sei ungeklärt, für was und von wem es zusammengeknöpft 

worden sei und ob und wofür es verwendet worden sei. Einzig erstellt sei, dass 

-   19   - 

der Beschwerdeführer 1 dieses Strumpfteil berührt habe (KG act. 1 S. 8 Ziff. 17). 

Es handle sich um ein unverwertbares Beweismittel. Beim Raub in I., beim Raub 

in K. und beim Raub in M. habe die Vorinstanz dieses unverwertbare Beweismittel 

zu Unrecht als jeweils gewichtiges Indiz für den Tatnachweis des Beschwerde-

führers verwendet (KG act. 1 S. 9 Ziff. 18). Beim Raub in I. erscheine die DNA auf 

dem fälschlicherweise als "Helmunterzieher" bezeichneten schwarzen Strumpf-

stück geradezu das entscheidende Indiz zu sein, um keinen Zweifel an der Täter-

schaft mehr aufkommen zu lassen. Demgegenüber habe der Zeuge A. auf Frage 

eines Geschworenen von einem hautfarbenen und nicht von einem schwarzen 

Strumpf gesprochen. Das habe die Vorinstanz willkürlich nicht berücksichtigt.  

Diese Aussage des Zeugen A. sei ein gewichtiges Indiz dafür, dass der im Auto 

gefundene Damenstrumpf beim Raub in I. keine Rolle gespielt habe. Im Fall K. sei 

das Strumpfstück fälschlicherweise als Sturmhaube bezeichnet worden. Im Fall 

M. habe die Vorinstanz in Bezug auf das nunmehr fälschlicherweise als Kappe 

bezeichnete Strumpfstück schliesslich willkürlich erwogen, dass diese sich in 

hochgezogenem Zustand in Verbindung mit steten Kopfbewegungen nicht  

zwingend von einer Kappe mit Ohrenlappen unterscheiden lasse (KG act. 1 S. 9 f. 

Ziff. 19). 

3.2. Die Umstände, dass das Strumpfstück dem Beschwerdeführer 1  

während der Strafuntersuchung nicht vorgehalten worden ist und dass es mit ver-

schiedenen, teilweise durchaus fragwürdigen Ausdrücken (so als Sturmhaube) 

bezeichnet worden ist, machen es als Beweismittel nicht unverwertbar. Es ist ein  

offenbar (etwas anderes wird nicht geltend gemacht) rechtmässig sichergestellter 

Gegenstand. Dieser wurde dem Beschwerdeführer 1 vor Vorinstanz vorgehalten 

(KG act. 1 S. 7 Ziff. 15 unten, GG Prot. S. 59, KG act. 2 S. 95). Damit wurde 

§ 155 StPO/ZH und dem Gehörsanspruch des Beschwerdeführers 1 Genüge  

getan. Zwar wurde dieser Gegenstand im Laufe des Untersuchungsverfahrens 

verändert (Ausschneiden von Teilen zur DNA-Untersuchung). Sowohl dass, wie 

und weshalb er verändert worden ist als auch sein Bestand vor den Veränderun-

gen ist bekannt. Das Strumpfstück ist als Beweismittel verwertbar. Insoweit geht 

die Rüge fehl. Den Veränderungen und unterschiedlichen Bezeichnungen ist in-

des bei der Würdigung dieses Beweismittels Rechnung zu tragen. 

-   20   - 

3.3. Zum Raub in I. vom 31. März 2004 erwog die Vorinstanz, für die Täter-

schaft des Beschwerdeführers 1 und von Y. spreche ein sachliches und das  

Gericht überzeugendes Beweismittel, nämlich das Gutachten betreffend die Aus-

wertung von am Tatort auf einem Zahnstocher bzw. an einem Holzkeil sicher-

gestellter DNA der Angeklagten (DNA-Spur des Beschwerdeführers 1 auf einem 

Zahnstocher, DNA-Spur von Y. auf einem Holzkeil). Das Zusammenspiel dieser 

Ergebnisse verbunden mit der Möglichkeit, dass sich beide Angeklagten zur Tat-

zeit am Tatort aufgehalten haben könnten, sich bereits über einen längeren Zeit-

raum gekannt hätten sowie (im Zusammenhang mit einem anderen, in M.  

verübten Raub) gemeinsam verhaftet worden seien und ihnen eine anlässlich der 

anschliessend durchgeführten Haus- und Fahrzeugdurchsuchung sichergestellte 

schwarze "Sturmhaube" resp. ein schwarzer "Helmunterzieher" habe zugeschrie-

ben werden können, wovon sich eine (eine Strumpfmaske, ein Nylonstrumpf  

gemäss Aussage des Geschädigten A.) eindeutig dem Beschwerdeführer 1  

zuweisen lasse, lasse das Gericht zur Überzeugung gelangen, dass keine Zweifel 

an der Täterschaft des Beschwerdeführers 1 und von Y. beständen (KG act. 2 

S. 84). 

a) Der Zeuge A. hatte vor Vorinstanz u.a. ausgesagt, er habe in der Einstell-

halle der Bank parkiert (GG Prot. S. 340). Er sei Richtung Aufgang zur Bank  

gelaufen. Es sei recht dunkel gewesen (GG Prot. S. 341). Ungefähr in der Mitte 

des Weges sei eine mit einer Strumpfmaske, einem Nylonstrumpf maskierte  

Person auf ihn zugerannt (GG Prot. S. 342). Er sei erschrocken. Die Person sei 

relativ schnell, ruckartig auf ihn zugekommen (GG Prot. S. 343). Er habe einmal 

gesehen, dass beim Notausgang noch eine zweite Person gestanden sei. Aber 

diese habe sich immer abseits des Geschehens aufgehalten (GG Prot. S. 346). 

Es sei eine Glühbirne herausgeschraubt worden, wodurch es noch dunkler gewe-

sen sei in dieser Tiefgarage (GG Prot. S. 348). Die Person mit der Maske hätte er 

auf ca. 175 cm geschätzt, relativ kräftige Statur, das Gesicht eher rundlich (GG 

Prot. S. 348). Auf Ergänzungsfrage des Verteidigers des Beschwerdeführers 1 er-

klärte A., die Strumpfmaske sei nicht ausgeschnitten gewesen, weder Mund noch 

Nase. Es sei einfach ein Strumpf gewesen (GG Prot. S. 357). Die Frage eines 

Geschworenen, ob er sich an die Farbe des Strumpfs erinnern könne, verneinte 

-   21   - 

A. (GG Prot. S. 364). Auf die Nachfrage, es gebe ja hautfarbene, wie es dann 

auch im Gesicht wäre, es gebe schwarze …, antwortete A., er hätte jetzt gesagt, 

es sei ein hautfarbener gewesen. Aber er wisse es wirklich nicht mehr sicher, es 

sei sechs Jahre her. Doch er würde sagen, es sei ein hautfarbener gewesen (GG 

Prot. S. 365). 

b) Hauptsächliche Indizien für die vorinstanzliche Annahme der Täterschaft 

des Beschwerdeführers 1 und von Y. bei dieser Tat waren die am Tatort auf-

gefundenen Zahnstocher und Holzkeil mit den DNA-Spuren der Angeklagten. Der 

Umstand, dass bei der (mehr als zweieinhalb Jahre später erfolgten) Fahrzeug-

durchsuchung ein Strumpfteil mit einer DNA-Spur des Beschwerdeführers 1  

gefunden wurde, welches mit der von A. beschriebenen Strumpfmaske überein-

stimmen kann, war für die Vorinstanz lediglich - aber immerhin - ein ergänzendes 

Indiz. Die diesbezügliche Schilderung von A. kann durchaus auf das sichergestell-

te Strumpfteil zutreffen. Bezüglich Farbe (hautfarben oder schwarz) war sich A. 

nicht mehr sicher; anbetrachts der von ihm geschilderten schlechten Lichtverhält-

nisse in der Garage widerspricht auch seine auf Nachfrage geäusserte Tendenz 

zu hautfarben nicht dem sichergestellten Teil. Dieses als ergänzenden Hinweis 

auf die Täterschaft des Beschwerdeführers 1 zu werten, ist nicht willkürlich. 

3.4. Zum Raub in K. vom 29. November 2006 erwog die Vorinstanz, der  

Geschädigte C. habe angegeben, dass die Täter maskiert gewesen seien (KG 

act. 2 S. 85). Als Indiz auf eine mögliche Täterschaft des Beschwerdeführers 1 

zeige sich die Aussage der Bankangestellten U., welche sich an einen wenige 

Tage vor dem Raub stattgefundenen Kundenkontakt erinnert und anlässlich einer 

dazu durchgeführten Fotokonfrontation den Beschwerdeführer 1 erkannt und dar-

auf hingewiesen habe, dass dieser "Kunde" in schlechtem Deutsch gesprochen 

habe. Dass der Beschwerdeführer 1 im Vorfeld der Tat die Bank aufgesucht  

haben könnte, stimme mit einer gerichtsnotorisch bekannten Vorgehensweise von 

Tätern gleichgelagerter Vermögensdelikte überein. Hierbei sei es nicht unüblich, 

dass die Täter im Vorfeld die entsprechende Tatörtlichkeit auskundschafteten. 

Gestützt werde diese Annahme durch ein am 21. Dezember 2006 zwischen dem 

Beschwerdeführer 1 und Y. geführtes Telefongespräch, wonach der Beschwerde-

-   22   - 

führer 1 im Hinblick auf eine "weitere" deliktische Tätigkeit bzw. einen Raub ein 

Objekt gefunden resp. ausgekundschaftet habe. Der Umstand des engen zeit-

lichen Zusammenhangs zwischen dem vorliegenden Sachverhalt und dem  

erwähnten Gespräch sowie der Bezug auf ein bereits stattgefundenes Ereignis, 

welches beide Angeklagten zu kennen schienen, lege es nahe, dass sich das  

Gespräch vom 21. Dezember 2006 auf die vorliegende Tatörtlichkeit (K.) bezogen 

habe und sich beide Angeklagten am eingeklagten Sachverhaltsablauf beteiligt 

hätten. Für die Täterschaft von Y. spreche überdies, dass auf einem am Tatort 

aufgefundenen Elektroschockgerät seine DNA-Spur vorhanden sei. Sodann sei 

das Mobiltelefon von Y. am Tattag um 15.31 Uhr in der Region Zürich geortet 

worden. Um 16.03 Uhr - ca. eine Stunde vor dem Raub - habe ein Mobiltelefon-

wechsel registriert werden können. Ein solcher SIM-Kartenwechsel kurz vor der 

Ausführung einer deliktischen Tätigkeit sei dem Gericht aus einer Vielzahl anderer 

erstellter Lebensvorgänge bekannt und stelle ein nicht unübliches Vorgehen von 

Rechtsbrechern dieser Deliktskategorie dar. Im Weiteren könne auf die auf diesen 

Sachverhalt ebenfalls zutreffenden Erwägungen am Ende der Erwägungen zum 

Raub in I. (betreffend Strumpfmaske) verwiesen werden, wobei zu ergänzen sei, 

dass aufgrund der glaubhaften Aussagen des Geschädigten C. sich eine von den 

Tätern benützte Sturmhaube wiederum dem Beschwerdeführer 1 zuweisen lasse 

(KG act. 2 S. 86 f.). 

a) Der Zeuge C. hatte vor Vorinstanz u.a. ausgesagt, er habe in seinem  

Büro gearbeitet und die Eingangstüre gehört. Als er nach einem Moment auf-

geschaut habe, habe er sich drei maskierten Tätern gegenüber gesehen, welche 

ihn mit einer Pistole bedroht hätten. Sie hätten Strumpfmasken getragen (GG 

Prot. S. 518). Auf Ergänzungsfragen des Verteidigers des Beschwerdeführers 1 

bestätigte C., bei der Polizei gesagt und vor Vorinstanz bestätigt zu haben, dass 

die Täter mit Damenstrümpfen maskiert gewesen seien. Bei Staatsanwalt N. habe 

er ebenfalls von Masken, vermutlich Strumpfmasken, gesprochen. Er denke, es 

seien Strumpfmasken gewesen, ganz feine, die Augen seien nicht einmal aus-

geschnitten gewesen. Sie hätten durch die Maske hindurchgeschaut, zumindest 

derjenige, der ihn angeschaut habe. Er könne ausschliessen, dass es sich dabei 

um Sturmhauben mit offenem Augenteil gehandelt habe (GG Prot. S. 527). Auf 

-   23   - 

die Ergänzungsfrage, ob er auch ausschliessen könne, dass es ein Damen-

strumpf gewesen sei, der bearbeitet worden sei, indem man die Augen und den 

Mund ausgeschnitten habe; ob es ganze Strümpfe gewesen seien, antwortete C., 

er habe die Aussage gemacht, dass er einen der Täter einen Moment lang  

genauer angesehen habe. Bei diesem seien sie nicht ausgeschnitten gewesen 

(GG Prot. S. 527 f.). 

b) Hauptsächliche Indizien für die vorinstanzliche Annahme der Täterschaft 

des Beschwerdeführers 1 und von Y. bei dieser Tat waren die Umstände, dass 

der Beschwerdeführer 1 im Vorfeld der Tat die Bank aufgesucht haben könnte, 

dass der Beschwerdeführer 1 am 21. Dezember 2006 mit Y. ein Telefongespräch 

geführt hatte, wonach der Beschwerdeführer 1 im Hinblick auf einen weiteren 

Raub ein Objekt gefunden habe, dass am Tatort ein Elektroschockgerät mit DNA 

von Y. gefunden wurde und dass das Mobiltelefon von Y. am Tattag um 15.31 

Uhr in der Region Zürich geortet und ca. 1 Stunde vor dem Raub ein SIM-

Kartenwechsel registriert worden ist. Auch bezüglich dieses Sachverhalts war der 

Umstand, dass bei der Fahrzeugdurchsuchung ein Strumpfteil mit einer DNA-

Spur des Beschwerdeführers 1 gefunden wurde, welche mit der von C. beschrie-

benen Strumpfmaske übereinstimmen kann, für die Vorinstanz lediglich - aber 

immerhin - ein ergänzendes Indiz. Auch die diesbezügliche Schilderung von C. 

kann durchaus auf das sichergestellte Strumpfteil zutreffen. Dieses als ergänzen-

den Hinweis auf die Täterschaft des Beschwerdeführers 1 zu werten, ist nicht will-

kürlich. 

3.5. Beim Raub in L. vom 28. Dezember 2006 ist keine Rede von Maskie-

rungen der Täter (KG act. 2 S. 88 - 92). 

-   24   - 

3.6. Zum Raub in M. vom 12. Januar 2007 erwog die Vorinstanz, die  

Geschädigte D. habe u.a. ausgeführt, dass die Täter in einer für sie fremden 

Sprache gesprochen, zwei der Täter "Kappen mit Ohrenlappen" getragen hätten 

und der dritte eine normale Mütze getragen habe. Die Gesichter der Täter seien 

jedoch nicht (durch die Kappen) verdeckt gewesen. Der Geschädigte E. habe  

diese Aussagen im Grundsatz vollumfänglich bestätigt, doch habe er von Tätern 

gesprochen, die Mützen getragen hätten. Bei den Fotokonfrontationen habe die 

Geschädigte D. keinen der Täter erkennen können. Der Geschädigte E. habe 

beim Vorhalt des Fotobogens mit dem Bild des Beschwerdeführers 1 bemerkt, 

dass ihm beim Anblick dieses Bildes etwas hängen bleibe, er jedoch nicht wisse, 

was (KG act. 2 S. 93). Diese Täterbeschreibungen fänden in zweifacher Hinsicht 

eine Stütze. So seien sämtliche Angeklagten fremdsprachig, und jedem der  

Angeklagten habe eine von diesem auch benutzte schwarze Kappe resp. Helm-

unterzieher resp. Sturmhaube (fortan: Kappe) zugewiesen werden können. Dieser 

Umstand lasse für sich alleine noch nicht auf eine Täterschaft der Angeklagten 

schliessen. Eine allfällige Teilnahme lasse sich freilich auch nicht aufgrund der 

Beschreibung der Geschädigten D. ausschliessen. So seien alle drei aufgefunde-

nen und den Kopf völlig bedeckenden Kappen im hochgezogenen Zustand (das 

heisse der Blick auf das Gesicht werde freigegeben) einer Mütze/ Kappe ähnlich 

und könnten bei nicht regelmässig hochgezogenem Zustand in Verbindung mit 

steten Kopfbewegungen nicht zwingend von "Kappen mit Ohrenlappen" unter-

schieden werden. Einen starken Verdacht, diese Kappen für ein fehlbares Verhal-

ten verwendet zu haben, hätten die Angeklagten gleich selber geliefert. So habe 

der Beschwerdeführer 1 unglaubhaft geschildert, davon ausgegangen zu sein, 

dass es sich bei der von ihm unzweifelhaft schon getragenen Kappe um einen 

Putzlappen gehandelt habe. Der Angeklagte Y. habe u.a. geradezu abenteuerlich 

ausgeführt, dass er und sein Sohn in Kroatien Motorrad fahren würden und er 

deswegen in Zürich diesen Helmunterzieher gekauft habe. Der Angeklagte Z.  

habe u.a. darauf hingewiesen, dass seine Freundin V. seine Reisetasche gepackt 

habe und er im Übrigen in Kroatien mit diesem Helmunterzieher Motorrad fahre. 

Keiner der drei mit dem Zug/PW in die Schweiz eingereisten Angeklagten habe 

nachvollziehbar begründen können, weswegen er einen Helmunterzieher resp. 

-   25   - 

einen zugeknoteten Nylonstrumpf mit sich geführt habe (KG act. 2 S. 94 f.). Für 

die Täterschaft der Angeklagten sprächen die im Vorfeld des Raubs geführten  

Telefongespräche. Aus Gesprächen vom 2. und 4. Januar 2007 lasse sich ab-

leiten, dass der nächste Raub innerhalb der nächsten 10 Tage stattfinden müsse. 

Aus Gesprächen vom 8. Januar 2007 werde ersichtlich, dass Y. mit Z. den Zug 

Richtung Zürich bestiegen habe und ein Begleiter an der Grenze verhaftet worden 

sein müsse. Aus den am 10. Januar 2007 geführten Gesprächen gehe hervor, 

dass Y. und sein Begleiter in Zürich angekommen seien und dass um 16.57 Uhr 

nur noch das Mobiltelefon des Beschwerdeführers 1 in Betrieb gewesen sei. Aus 

den Gesprächen liessen sich eine nähere Beziehung zwischen den drei An-

geklagten resp. eine Zusammenarbeit erhärten und ihre Standorte (im In-

/Ausland, vor und nach der Tat) bestimmen, so dass sich ein klares und mit dem 

vorgehaltenen Sachverhalt übereinstimmendes Bewegungsbild aufzeige. Inhalt-

lich wiesen einzelne Gespräche einen zeitlich nahen Zusammenhang zu den 

Raubtaten in K. und M. auf und insbesondere stimme das in den Gesprächen  

erwähnte Auskundschaften von Objekten und der Gebrauch von Handschellen 

etc. mit weiteren Beweismitteln zu den angeklagten Sachverhalten überein (KG 

act. 2 S. 95 f.). Einen engen Zusammenhang zu den erwähnten Telefongesprä-

chen und zum Raub in M. wiesen die eruierten Antennenstandorterhebungen der 

den Angeklagten zugewiesenen Mobiltelefone auf. Zwischen September 2006 

und 11. Januar 2007 seien für den Beschwerdeführer 1 und Y. über 150 und 

betreffend Z. ein Antennenstandort im Raum M./K. ausgewiesen worden. Dabei 

hätten allein für den Beschwerdeführer 1 zwischen dem 19.12.2006 und 

11.1.2007 27 Ortungen und betreffend Y. am 9.1.2007 drei Ortungen den Stand-

ort M. aufgewiesen. Bezüglich den Beschwerdeführer 1 sei eine dem Telefon-

gespräch mit Y. vom 2. Januar 2007 folgende Ortung beim Schützenhaus M. 

ausgewiesen. Die am 10. Januar 2007 zwischen 17.51 Uhr und 18.02 Uhr aus-

gewiesenen sechs Antennenstandorte mit Bezug auf den Beschwerdeführer 1 

korrespondierten mit der nachmaligen Tatzeit des Raubs vom 12. Januar 2007. 

Die Randdatenerhebung der Z. zugewiesenen SIM-Karte habe ausserdem einen 

Standort im Raum Zürich kurz vor und nach der Tat ergeben (KG act. 2 S. 96 f.). 

Aufgrund der polizeilichen Observation vom 10. Januar 2007 habe das Gericht 

-   26   - 

keinen Zweifel daran, dass mindestens der Beschwerdeführer 1 und Y. sowie T. 

am 10. Januar 2007 den Tatort in M. ausgekundschaftet hätten (KG act. 2 S. 97). 

Mit dem Inhalt des am 8. Januar 2007 zwischen dem Beschwerdeführer 1 und Y. 

geführten Gesprächs sowie mit Mobiltelefonortungen stimmten überdies die 

Passeinträge von Y. und Z. überein. Ein weiteres und nicht unerhebliches  

Indiz für die Täterschaft von Y. sei das am Tatort in M. aufgefundene Teppich-

messer sowie das Klebeband. Auf dem Teppichmesser habe man das DNA-Profil 

von Y. nachweisen können. Auf dem Klebeband habe die DNA von Y. und der 

Geschädigten D. nachgewiesen werden können. Jedes einzelne dieser zwei  

Beweismittel (Teppichmesser und Klebeband) weise keinen hohen Beweiswert 

auf. Der Umstand aber, wonach zwei vollkommene DNA-Spuren von Y. von-

einander unabhängig hätten sichergestellt werden können, trage zu einem  

äusserst hohen Aussagewert dieser Ergebnisse bei (KG act. 2 S. 98 f.). Darüber 

hinaus stehe der bei der Verhaftung auf den Angeklagten Y. und Z. sichergestellte 

Bargeldbetrag von je € 3'225.-- in direkter Relation zum gleichentags in M. ent-

wendeten Bargeldbetrag von € 12'830.--. Der Betrag von € 3'225.- entspreche ca. 

¼ der Beute, wenn man von vier Tätern ausgehe (die drei Angeklagten und T.). 

Die Aussagen von Y. und Z. dazu seien wenig glaubhaft. Diese bei den Angeklag-

ten sichergestellten und gleichlautenden Bargeldbeträge seien als Indiz für deren 

Täterschaft zu werten (KG act. 2 S. 99). Wohl könne kein einzelnes Beweismittel 

für sich alleine die Täterschaft sämtlicher Angeklagter belegen. Aus dem Zusam-

menspiel der einzelnen Beweismittel dränge sich aber die Täterschaft aller drei 

Angeklagten mit einer so hohen Wahrscheinlichkeit auf, dass es für das Gericht 

geradezu unwahrscheinlich sei, von einer anderen als der vorliegend erstellten 

Täterschaft auszugehen (KG act. 2 S. 100). 

a) Die Zeugin D. (geb. _____1991, Lehrtochter in der überfallenen Bank [GG 

Prot. S. 606]) antwortete vor Vorinstanz auf die Frage, ob die Täter maskiert/ 

vermummt gewesen seien, sie hätten Kappen getragen, aber das Gesicht selber 

sei nicht gut versteckt gewesen (GG Prot. S. 610). Zwei Täter hätten sicher  

Kappen angehabt, einer mit Ohrlappen und der andere eine normale Mütze. Es 

seien Wintermützen gewesen, welche man hinauflitzen könne (GG Prot. S. 610). 

Auf Vorhalt des Verteidigers des Beschwerdeführers 1, die Zeugin habe (in der 

-   27   - 

Untersuchung) beschrieben, dass zwei Täter schwarze Wollmützen mit gerippel-

tem Gewebe getragen hätten; heute habe sie gesagt, es sei wie eine Skikappe 

gewesen, antwortete D. Ja (GG Prot. S. 620). Auf Vorhalt einer Skikappe des Ver-

teidigers erklärte D., es sei in etwa so eine gewesen. (Auf entsprechende Frage:) 

Eine Sturmhaube, das heisse einen Kopfüberzug, den man unter einem Helm  

trage, hätten die Täter nicht getragen, sie hätten eine solche wie vorgehalten  

gehabt (damit offensichtlich gemeint die Skikappe des Verteidigers) und eine mit 

diesen Ohrlappen, wie sie jetzt in Mode gekommen seien (GG Prot. S. 621 f.). 

b) Der Zeuge E. (Geschäftsführer in der überfallenen Bank [GG Prot. 

S. 628]) hatte, wie ihm vor Vorinstanz vorgehalten wurde, in der Untersuchung  

erklärt, die Täter hätten Mützen getragen (GG Prot. S. 635). Die Ergänzungsfrage 

des Verteidigers des Beschwerdeführers 1, ob er wisse, was eine Sturmhaube 

sei, bejahte E. Auf die Nachfrage, ob solche Sturmhauben von den Tätern ver-

wendet worden seien, erklärte E., er habe keine gesehen (GG Prot. S. 639).  

Seine Aussage in der Untersuchung, die Täter hätten nicht solche Masken ge-

tragen, sie seien beim Überfall nicht maskiert gewesen, das Gesicht sei sichtbar 

gewesen, bestätigte E. als richtig (GG Prot. S. 640). In der staatsanwaltschaft-

lichen Zeugeinvernahme vom 2. November 2007 [aus welcher der zitierte Vorhalt 

stammt; GG Prot. S. 640] waren E. die drei sichergestellten "Sturmhauben" vor-

gehalten worden. Er hatte erklärt, solche Masken hätten die Täter nicht getragen 

[GG act. ND 5/4/3 S. 5]). 

c) Beim Studium ihrer Aussagen vor Vorinstanz und dabei zitierten Aus-

sagen in der Untersuchung fallen sowohl D. als auch E. als genaue Beobachter 

mit einem guten Gedächtnis auf (vgl. z.B. die Beschreibung eines Täters durch D. 

gemäss GG Prot. S. 619). Beide erklärten auf entsprechende Fragen klar, die  

Täter hätten Mützen getragen, D. spezifischer, einer habe eine Kappe mit Ohr-

lappen getragen, ein anderer eine normale Mütze; Wintermützen, die man  

hinauflitzen könne (GG Prot. S. 610). Auf spezifischen Vorhalt der sichergestellten 

"Sturmhauben" in der Untersuchung hatte E. klar deponiert, dass die Täter nicht 

solche Masken getragen hätten. Davon ist auszugehen. Die vorinstanzliche  

Erwägung, jedem Angeklagten habe eine von diesem auch benutzte schwarze 

-   28   - 

Kappe resp. Helmunterzieher resp. Sturmhaube zugewiesen werden können, ist 

als Indiz für die Täterschaft der Angeklagten beim Raub in M. unhaltbar. Zwar ist 

die Erwägung, eine allfällige Teilnahme lasse sich auch nicht aufgrund der  

Beschreibung von D. der "Kappen mit Ohrenlappen" ausschliessen, insoweit nicht 

unhaltbar, als die Angeklagten ja beim Raub in M. andere Mützen als die sicher-

gestellten "Sturmhauben" verwendet haben können und deswegen ihre Teil-

nahme nicht ausgeschlossen ist. Diese Erwägung ist indessen insoweit unhaltbar, 

als sie beinhaltet, dass die Angeklagten die sichergestellten und mit ihrer DNA 

behafteten Sturmhauben bzw. das Strumpfteil trotz der Beschreibung von D. und 

der Verneinung von E. beim Überfall in M. getragen haben können. Selbst wenn, 

wie die Vorinstanz erwog, die sichergestellten "Sturmhauben" grundsätzlich in 

hochgezogenem Zustand einer Mütze/Kappe ähnlich sein können und bei nicht 

regelmässig hochgezogenem Zustand in Verbindung mit steten Kopfbewegungen 

nicht zwingend von "Kappen mit Ohrenlappen" unterschieden werden könnten, so 

ist vorliegend anbetrachts der Beobachtungsgabe und der Aussagen von D. und 

E. auszuschliessen, dass die Täter beim Überfall in M. statt Mützen, teilweise mit 

Ohrenlappen, wie von den Zeugen geschildert, solche nicht regelmässig hoch-

gezogenen "Sturmhauben" getragen haben. 

d) Die Vorinstanz erachtete auch diese Sturmhauben als ein Indiz für die  

Beteiligung des Beschwerdeführers 1 am Raub in M.. Das ist aufgrund des vor-

stehend Ausgeführten bzw. der entsprechenden Schilderungen der Zeugen  

D. und E. nicht haltbar, sondern willkürlich. Da dieses unhaltbare Indiz für die Vor-

instanz neben anderen für die Annahme der Täterschaft des Beschwerdeführers 

1 und damit für den entsprechenden Schuldspruch relevant war (KG act. 2 

S. 100), muss das (wenn auch nur zum Teil) darauf beruhende angefochtene  

Urteil aufgehoben werden. 

-   29   - 

4. Der Beschwerdeführer 1 rügt als Verletzung seines Gehörsanspruchs, 

dass die Vorinstanz verschiedene Einwände der Verteidigung, welche gegen die 

Täterschaft sprächen, nicht berücksichtigt habe (KG act. 1 S. 10 Ziff. II.1). Diese 

Rüge gliedert er in einen allgemeinen Teil (KG act. 1 S. 10 f. Ziff. 21 - 25) und 

spezifiziert sie anschliessend bezüglich der einzelnen Banküberfälle (KG act. 1 

S. 12 - 18 Ziff. 26 - 53). Unter Verweisung auf die Substantiierungsanforderungen 

(vorstehend Erw. 2.1) kann auf die Rüge nur eingetreten werden, soweit sie be-

züglich der einzelnen Banküberfälle genügend spezifiziert ist. 

5. Zum Raub in I. vom 31. März 2004 macht der Beschwerdeführer 1  

geltend, er habe vor Vorinstanz vorgebracht, es sei nicht erstellt, dass zwei Täter 

am Tatort gewesen seien. Die Vorinstanz habe zu Unrecht festgestellt, dass der 

Zeuge A. in unmissverständlicher Weise von zwei Tätern ausgegangen sei (KG 

act. 1 S. 12 Ziff. 27). 

5.1. Vor Vorinstanz hatte der Verteidiger des Beschwerdeführers 1, worauf 

er in der Beschwerde verweist, argumentiert, anbetrachts der ersten Aussagen 

des Zeugen A. sei unklar, ob es überhaupt zwei Täter am Tatort gegeben habe 

(GG act. 102 S. 11). 

5.2. Die Vorinstanz erwog, präzisierend und in unmissverständlicher Weise 

habe der Zeuge A. festgehalten, dass zwei Personen am Überfall beteiligt  

gewesen seien (KG act. 2 S. 42 f. Erw. 6.4 mit Verweisung auf Aussagen des 

Zeugen A. vor Vorinstanz). Der in der Anklageschrift aufgeführte und durch den 

Zeugen A. glaubhaft geschilderte Sachverhaltsablauf in der Tiefgarage sei von 

sämtlichen Parteien unbestritten geblieben. Als erstellt könne gelten, dass sich 

"die Täter" frühmorgens in die Tiefgarage begeben und dort auf den Geschädig-

ten gewartet hätten (KG act. 2 S. 83). 

5.3. Tatsächlich findet sich im vorinstanzlichen Urteil keine Auseinander-

setzung mit den Ausführungen der Verteidigung, dass der Zeuge A. im unmittel-

bar nach dem Überfall erstellten schriftlichen Erlebnisbericht erklärt habe, er habe 

das Gefühl gehabt, eine weitere Person sei noch in der Nähe, gesehen habe er 

-   30   - 

eigentlich niemanden; in der Fotodokumentation sei unterhalb eines einzelnen 

Bildes festgehalten, das Opfer (A.) glaube, im Bereich der Notausgang-Türe noch 

eine weitere Person gesehen zu haben; die damals hoch aktuellen wiedergege-

benen Wahrnehmungen - so argumentierte die Verteidigung vor Vorinstanz weiter 

- hätten eine stärkere und präzisere Aussagekraft als eine beinahe sechs Jahre 

später vor Gericht getätigte Zeugenaussage; in der Tiefgarage sei eine Neonröhre 

entfernt worden und die Lichtverhältnisse seien schlecht gewesen; es könne des-

halb nicht als erstellt gelten, dass überhaupt ein zweiter Täter am Tatort gewesen 

sei (GG act. 103 S. 11 Ziff. 26). 

5.4. Der Beschwerdeführer 1 weist in der Beschwerde zutreffend darauf hin 

(KG act. 1 S. 10 Ziff. 21), dass aus Art. 29 Abs. 2 BV (Anspruch auf rechtliches 

Gehör) die Pflicht der Behörden und der Gerichte folgt, ihre Entscheide zu be-

gründen (BGE 129 I 232 E. 3.2, 126 I 97 E. 2b, je mit Hinweisen). Der Betroffene 

soll daraus ersehen, dass seine Vorbringen tatsächlich gehört, sorgfältig und 

ernsthaft geprüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt wurden. Aus der  

Begründung müssen sich allerdings nur die für den Entscheid wesentlichen  

Gesichtspunkte ergeben; es ist nicht nötig, dass sich der Richter ausdrücklich mit 

jeder tatbeständlichen Behauptung und mit jedem rechtlichen Argument aus-

einandersetzt, sondern es genügt, wenn sich aus den Erwägungen ergibt, welche 

Vorbringen als begründet und welche – allenfalls stillschweigend – als unbegrün-

det betrachtet worden sind (BGE 119 Ia 269 E. d, 112 Ia 109 E. 2b, je mit Hin-

weisen; G. Müller in: Kommentar [alt]BV, Überarbeitung 1995, Art. 4 Rz 112–114; 

J.P. Müller, Grundrechte in der Schweiz, 3. Auflage, Bern 1999, S. 535 ff., 539). 

5.5. Es ist nicht ersichtlich, dass sich die Vorinstanz mit den vorzitierten 

Einwendungen der Verteidigung zur Anzahl der Täter ernsthaft befasst und aus-

einandergesetzt hat. Insbesondere fehlt bei der vorinstanzlichen, auf Aussagen 

des Zeugen A. vor Vorinstanz gestützten Feststellung, der Zeuge habe unmiss-

verständlich festgehalten, dass zwei Personen am Überfall beteiligt gewesen  

seien (KG act. 2 S. 42 f. Erw. 6.4), eine erkenntliche Auseinandersetzung mit den 

Ausführungen der Verteidigung zu diesem Punkt. Die Rüge der Verletzung des 

Gehörsanspruchs ist begründet. 

-   31   - 

5.6. Das Gleiche gilt für die Argumentationen der Verteidigung, auf der in der 

Tiefgarage entfernten Neonröhre hätten sich verwertbare Fingerabdrücke be-

funden, welche aber nicht mit den Fingerabdrücken des Beschwerdeführers 1 

oder von Y. übereinstimmten und welche deshalb für eine andere Täterschaft 

sprächen (KG act. 1 S. 13 Ziff. 28 mit Verweisung auf GG act. [recte:] 103 S. 11 

Ziff. 27), und, ortsunkundige Kroaten hätten nichts von einem Transport des  

Zeugen A. wissen können (KG act. 1 S. 13 Ziff. 29 mit Verweisung auf GG 

act. 103 S. 12 [Ziff. 28]). Das Gericht wird sich bei der neuen Prüfung (vgl. vor-

stehend Erw. 3.6.d) mit diesen Ausführungen auseinandersetzen müssen. 

6. Zum Raub in K. vom 29. November 2006 macht der Beschwerdeführer 1 

geltend, wie er vor Vorinstanz dargelegt habe, habe die Zeugin U. acht Tage nach 

dem Raubüberfall einen Armenier namens W. als Bankkunden identifiziert,  

welcher einige Tage vor dem Überfall bei ihr am Schalter eine 200er-Euro-Note 

habe wechseln wollen. Beinahe 9 Monate später habe sie den Beschwerdeführer 

als diesen Bankkunden identifiziert. Das habe sie bei der Staatsanwaltschaft nicht 

mehr bestätigt. Es sei nicht nachvollziehbar, weshalb die deutlich spätere und zu-

dem einmalige, bei der Staatsanwaltschaft nicht bestätigte Identifizierung bei der 

Polizei mehr Gewicht haben solle als die erste bei der Polizei. Das habe die Vor-

instanz ignoriert (KG act. 1 S. 14 Ziff. 33). 

6.1. In seinem Plädoyer vor Vorinstanz hatte der Verteidiger des Beschwer-

deführers 1 geltend gemacht, U. habe nur eine Woche nach dem Überfall W. als 

den von ihr erwähnten Bankkunden identifiziert, der zwei Wochen vor dem Über-

fall am Bankschalter Euro gewechselt haben solle. Erst in einem zweiten Anlauf 

am 23.8.07 und somit fast 9 Monate später wolle sie dann den Beschwerdeführer 

1 anhand von ihr vorgelegten Fotobögen als denselben Bankkunden erkannt  

haben. Das müsse aufgrund der vorgängigen Erkennung des Armeniers ange-

zweifelt werden. Sodann habe U. diese Identifizierung des Beschwerdeführers 1 

beim Staatanwalt nicht mehr bestätigt, sondern die Frage verneint, ob sie jeman-

den erkennen würde (GG act. 103 S. 12 f. Ziff. 30). 

6.2. Die Vorinstanz erwog, anlässlich der polizeilichen Einvernahme habe U. 

auf Vorlage von 4 Fotobogen mit je 8 Fotos den Beschwerdeführer 1 als den 

-   32   - 

"Kunden" erkannt, welcher wenige Tage vor dem Raub bei ihr am Schalter einen 

200-€-Schein habe einwechseln wollen. An der bei der Staatsanwaltschaft durch-

geführten Einvernahme habe mit der Zeugin keine (verwertbare) Fotokonfrontati-

on mehr durchgeführt werden können. Sie habe nach deren Vorlage zu weinen 

begonnen und auf die Richtigkeit ihrer polizeilichen Aussagen und auf den  

Umstand verwiesen, dieses Ereignis unter Mithilfe ihrer Psychologin völlig ver-

drängt zu haben. Aus diesen wenigen Aussagen gehe nichts hervor, was gegen 

die Glaubhaftigkeit von U. spreche, zumal auch nicht ersichtlich sei, wieso sie den 

Beschwerdeführer 1 falsch beschuldigen sollte (KG act. 2 S. 45). Die Vorinstanz 

wertete diese Aussage von U. als Indiz auf eine mögliche Täterschaft des  

Beschwerdeführers 1 (KG act. 2 S. 85 f.). 

6.3. Es ist nicht ersichtlich, dass sich die Vorinstanz mit den Einwänden des 

Beschwerdeführers 1 zu den Aussagen von U. ernsthaft beschäftigt hätte. Ins-

besondere findet sich im angefochtenen Urteil keine Auseinandersetzung mit der 

Behauptung, U. habe kurz nach dem Überfall einen anderen Mann als den frag-

lichen Bankkunden identifiziert. Auch darin liegt eine Verletzung des Gehörs-

anspruchs des Beschwerdeführers 1. Bei der neuen Prüfung wird sich das Gericht 

auch mit diesen Einwendungen auseinandersetzen müssen. 

7. Zum Raub in L. vom 28. Dezember 2006 macht der Beschwerdeführer 1 

(neben Verweisungen auf vorgängige Rügen, zu welchen auf die vorstehenden 

Erwägungen zu verweisen ist) geltend, die Vorinstanz habe sich nicht damit aus-

einandergesetzt, dass dem Beschwerdeführer 1 zwei Mobiltelefonnummern  

zugeordnet worden seien, bei welchen es sich bei der einen Nummer um ein  

Geschäftstelefon gehandelt habe, das ebenso von T. und von für die Beiden ar-

beitenden Prostituierten benutzt worden sei (KG act. 1 S. 15 Ziff. 41). 

7.1. Die Vorinstanz erklärte, der Zeuge Fw mbA AA. habe gut begründet 

dargelegt, wieso die erwähnten SIM-Karten resp. das Mobiltelefon den/dem jewei-

ligen Angeklagten hätten zugewiesen werden können (KG act. 2 S. 90 mit Ver-

weisung auf die Erwägung B.13.1 [recte: 13.2]). Einerseits befasste sich die Vor-

instanz damit zumindest inhaltlich mit den Einwänden, die Telefonnummern seien 

nicht (nur) von den Angeklagten benutzt worden, und, die Ortung eines Telefon-

-   33   - 

gerätes belege nicht, welche Person dieses zum Zeitpunkt der Ortung auf sich  

getragen habe (KG act. 1 S. 15 Ziff. 41). Andererseits setzt sich der Beschwerde-

führer 1 seinerseits damit nicht auseinander. Diese Rüge geht fehl. 

7.2. Im Zusammenhang mit dem Raub in L. erwog die Vorinstanz, weder für 

noch gegen die Angeklagten könnten die im Untersuchungsverfahren deponierten 

Signalementsbeschreibungen der Täter durch die Geschädigte B. herangezogen 

werden. So habe sie die Beschreibungen vor Schranken stark relativiert und un-

missverständlich klargestellt, dass es nicht zutreffe, keinen der Täter anlässlich 

der durchgeführten Fotokonfrontation erkannt zu haben. Vielmehr habe sie bei 

keinem der ihr vorgelegten Fotos einen Täter mit hundertprozentiger Sicherheit 

erkennen können (KG act. 2 S. 89). 

a) Der Beschwerdeführer 1 bezeichnet diese Würdigung als willkürlich. Da-

bei habe die Vorinstanz ignoriert, dass die Zeugin Signalementsbeschreibungen 

der drei Täter abgegeben habe, welche eindeutig nicht auf die Angeklagten zu-

träfen. Zudem sei unberücksichtigt geblieben, dass die Zeugin sich Gesichter gut 

merken könne, aber keinen der Angeklagten, die vor Gericht gestanden seien, je 

als Täter erkannt habe. Es sei willkürlich, dies nicht zugunsten des Beschwerde-

führers 1 und der Mitangeklagten zu würdigen (KG act. 1 S. 15 f. Ziff. 42). 

b) Die Vorinstanz ignorierte nicht, dass die Zeugin B. (GG Prot. S. 389) in 

der Untersuchung präzise Beschreibungen der Täter machte, welche nicht auf die 

Angeklagten zutreffen. Die Vorinstanz setzte sich damit auseinander, indem sie 

erwog, die Zeugin habe ihre Beschreibung in der Befragung vor Vorinstanz stark 

relativiert und dies gut nachvollziehbar begründet (KG act. 2 S. 46 Erw. 9.3, S. 89 

zweiter Absatz). Damit setzt sich der Beschwerdeführer 1 seinerseits nicht aus-

einander und kann deshalb dabei keinen Nichtigkeitsgrund nachweisen. 

-   34   - 

7.3. Unzutreffend ist die Rüge, es sei willkürlich, dass die Vorinstanz in  

Bezug auf den Beschwerdeführer 1 und den Raubüberfall in L. von einer Vielzahl 

von Indizien spreche (KG act. 1 S. 15 Ziff. 39). Der Beschwerdeführer führt dabei 

selber mehrere Indizien auf, welche gemäss den vorinstanzlichen Erwägungen für 

seine Täterschaft sprächen. Schon deshalb ist es nicht willkürlich, von einer Viel-

zahl von Indizien zu sprechen. 

8. Zum Raub in M. vom 12. Januar 2007 macht der Beschwerdeführer 1 

(auch hier neben Verweisungen auf vorgängige Rügen, zu welchen wiederum auf 

die vorstehenden Erwägungen zu verweisen ist) geltend, die Vorinstanz halte fest, 

dass im Zeitraum vom 19.12.2006 bis 11.1.2007 27 Ortungen (von Mobiltelefo-

nen) im Raum M. dem Beschwerdeführer 1 zuzuordnen seien, unterlasse aber 

aufzuzeigen, welche Handynummern damit gemeint seien (KG act. 1 S. 16 Ziff. 

46). 

8.1. Die Vorinstanz verwies auf die unter Erw. B.13.2 aufgeführten, als  

detailliert und überzeugend bezeichneten Ausführungen des Zeugen Fw mbA AA. 

(KG act. 2 S. 96 zweiter Absatz). Dort (KG act. 2 S. 63 - 68) wurde durchaus  

dargelegt, um welche Handynummern es sich handle. Insbesondere wurden die 

Nummer 076 407 49 73 dem Beschwerdeführer 1 und T. und die Nummer  

078 841 78 76 dem Beschwerdeführer 1 (KG act. 2 S. 63 unten) sowie die Anrufe 

im Raum M. zwischen dem 19.12.2006 und dem 11.1.2007 spezifiziert diesen 

Nummern zugeordnet (KG act. 2 S. 64). Die Rüge geht fehl. 

8.2. Weiter macht der Beschwerdeführer 1 geltend, die Vorinstanz habe 

nicht aufgezeigt, dass eine Ortung eines Telefongesprächs nicht belege, welche 

Person dieses Gerät zur jeweiligen Zeit auf sich getragen habe, und es werde von 

der Vorinstanz nicht aufgezeigt, dass selbst dann nicht erstellt sei, dass der  

Beschwerdeführer 1 auch die Tat verübt habe, wenn er sich zum Tatzeitpunkt in 

der Nähe aufgehalten haben sollte (KG act. 1 S. 16 f. Ziff. 46). 

Sind diese appellatorischen Ausführungen überhaupt als Rüge zu ver-

stehen, geht diese fehl. Bezüglich Zuordnung der Mobiltelefonnummern und  

-   35   - 

-anrufe an den Beschwerdeführer 1 ist auf vorstehende Erwägung 8.1 zu ver-

weisen. Die Vorinstanz gelangte nicht allein deswegen, weil der Beschwerde-

führer 1 zum Tatzeitpunkt in der Nähe des Tatortes war, zur Feststellung seiner 

Tatbeteiligung, sondern aufgrund verschiedener Indizien (KG act. 2 S. 92 - 100). 

Dabei liegt kein Nichtigkeitsgrund darin, dass sie nicht speziell erwähnte, dass die 

Anwesenheit des Beschwerdeführers im Raum M. zum Tatzeitpunkt allein noch 

nicht den Beweis für seine Tatbeteiligung bilde. 

8.3. Weiter bemängelt der Beschwerdeführer, die Vorinstanz habe willkürlich 

nicht berücksichtigt, dass die beiden Tatzeugen E. und D. weder ihn noch einen 

der anderen beiden Angeklagten wiedererkannt bzw. identifiziert hätten, dass der 

Beschwerdeführer 1 allein schon aufgrund seiner Grösse als derjenige Täter aus-

zuschliessen sei, der dem Zeugen E. gemäss dessen Beschreibung eine Pistole 

an die Schläfe gehalten habe (KG act. 1 S. 17 Ziff. 47), und dass die Zeugin D. 

unmittelbar nach der Tat eine genaue Gesichtsbeschreibung eines Täters auf-

geschrieben, aber keinen der Verurteilten als Täter erkannt habe (KG act. 1 S. 17 

Ziff. 49). 

Die Vorinstanz berücksichtigte durchaus, dass die Zeugen D. und E. keinen 

der Täter erkannten (KG act. 1 S. 93; S. 50, S. 52). Die Rüge geht insoweit fehl. 

Darin, dass die Vorinstanz deswegen eine Täterschaft des Beschwerdeführers 1 

nicht ausschloss, liegt keine Willkür. Die Rüge geht auch insoweit fehl. Das  

Gleiche gilt bezüglich der Körpergrösse des Täters, der dem Geschädigten E.  

eine Pistole an den Kopf hielt (vgl. KG act. 2 S. 52). Weshalb der Beschwerde-

führer 1 deswegen als (einer der anderen beiden) Täter ausgeschlossen wäre, ist 

nicht nachvollziehbar. 

8.4. Vor Vorinstanz hatte der Verteidiger des Beschwerdeführers 1 aus-

geführt, BB. habe am Nachmittag des 12. Januar 2007 wenige Stunden vor dem 

Raubüberfall in M. einen 35 - 40-jährigen schlanken, 165 - 170 cm grossen Mann 

mit Brille beobachtet, der sich sehr verdächtig verhalten habe. Auch der Zeuge E. 

habe sich an einen verdächtigen Kunden mit einer Brille erinnert. Keiner der  

Angeklagten sei diese Person. Es sei ungeklärt geblieben, wer diese Person ist 

(GG act. 103 S. 8 Ziff. 16). 

-   36   - 

a) In der Nichtigkeitsbeschwerde beanstandet der Beschwerdeführer 1, die 

Vorinstanz habe den Umstand ignoriert, dass BB. und E. am Tag des Rauüber-

falls einen unbekannten Brillenträger beobachtet hätten, der als Kunde in der 

Bank aufgetaucht sei (KG act. 1 S. 17 Ziff. 48). 

b) Im angefochtenen Urteil findet sich keine Erwähnung dieser Ausführun-

gen der Verteidigung. Die Verteidigung hatte vor Vorinstanz diesbezüglich jedoch 

lediglich gefolgert, dass die Frage ungeklärt geblieben sei, wer diese Person war. 

Da diese Frage für das vorinstanzliche Urteil, wo es um die Täterschaft der  

Angeklagten ging und nicht um die Identifizierung weiterer Personen, aber offen-

kundig unrelevant war, liegt darin kein Nichtigkeitsgrund, zumal (auch) der  

Beschwerdeführer nicht etwa die Einvernahme von BB. im vorinstanzlichen Ver-

fahren beantragt hatte (GG act. 57). 

8.5. Vor Vorinstanz hatte der Beschwerdeführer 1 ausgeführt, er habe bei 

seiner Verhaftung einen hellen Trainingsanzug und weisse Turnschuhe getragen. 

Dunkle, ihm gehörende Kleidung, welche von den Zeugen beschrieben worden 

sei, habe weder im Ford Focus noch in der Wohnung von T. gefunden werden 

können. Der Überfall habe sich um 18 Uhr ereignet. Der Ford Focus mit dem  

Beschwerdeführer 1 am Steuer sei um 19.40 Uhr im Visier der Polizei gewesen 

und habe sich bis zur Verhaftung um 21.40 Uhr nicht mehr unbewacht bewegen 

können. Auch wenn O. von der Kantonspolizei dies bestätigt und darauf hin-

gewiesen habe, dass somit rund 1 ½ Stunden Zeit geblieben seien, um sich um-

zuziehen, verwundere es eben doch, dass die angeblich vom Beschwerdeführer 1 

getragene dunkle Kleidung nicht gefunden worden sei. Dies spreche dafür, dass 

er sich an diesem Tag immer in denselben Kleidern bewegt und keinen Raub-

überfall begangen habe (GG act. 103 S. 17 f. Ziff. 41). 

a) Mit der Nichtigkeitsbeschwerde beanstandet der Beschwerdeführer 1, die 

Vorinstanz sei darauf mit keinem Wort eingegangen (KG act. 1 S. 17 Ziff. 50). 

b) Tatsächlich findet sich im angefochtenen Urteil keine Prüfung dieses Ein-

wandes. Es kann nicht davon ausgegangen werden, dass dieser Einwand offen-

sichtlich irrelevant wäre. In der fehlenden vorinstanzlichen Auseinandersetzung 

-   37   - 

damit liegt vorab eine Verletzung des Gehörsanspruchs des Beschwerdeführers 

1. Bei der neuen Prüfung wird das Gericht auch diesen Einwand - erkenntlich - zu 

prüfen haben. 

8.6. Der Beschwerdeführer 1 rügt, bezüglich der Beuteteilung nehme die  

Vorinstanz eine offensichtlich widersprüchliche und damit willkürliche Würdigung 

vor. Sie folge dabei einer nicht überzeugenden Schlussfolgerung des Zeugen  

O. Dabei werde die Beute vier Personen zugeteilt. Bei der vierten Person solle es 

sich um die nicht wegen Bandenmässigkeit angeklagte T. handeln. Da die Beute-

teilung ein gewichtiges Indiz für Bandenmässigkeit sei, sei widersprüchlich und 

willkürlich, wenn die Vorinstanz eine ansonsten ausgeklammerte Person heran-

ziehe, um die Beuteaufteilung sinnig erklären zu können. Weiter habe die Vor-

instanz ignoriert, dass der Eurobetrag von 3'225.-- Euro, der bei den Mitverurteil-

ten Y. und Z. sichergestellt worden sei, selbst mit dem Beizug einer vierten  

Person nicht aufgehe. Schliesslich sei von der Vorinstanz nicht erklärt worden, 

weshalb dann die beim Raubüberfall gestohlenen Schweizerfranken nicht auf-

geteilt worden seien, und es bleibe unerwähnt, dass der dem Beschwerdeführer 1 

zugeschriebene Beuteanteil nie aufgefunden worden sei (KG act. 1 S. 17 f. 

Ziff. 51). 

a) Zwar lässt sich ein Nachteil des Beschwerdeführers 1 (vgl. zu diesem  

Erfordernis § 430 Abs. 1 Ziff. 4 StPO ZH) durch diesen geltend gemachten  

Nichtigkeitsgrund nicht ohne weiteres erkennen, erklärte doch die Vorinstanz, die 

bei den Angeklagten Y. und Z. sichergestellten Bargeldbeträge seien "als Indiz für 

deren Täterschaft" (und nicht auch für diejenige des Beschwerdeführers 1) zu 

werten (KG act. 2 S. 99), und erwähnte bei der Prüfung der Bandenmässigkeit 

diese Beuteteilung nicht (KG act. 2 S. 104 Erw. 1.4.1.a). Doch ist nicht aus-

zuschliessen, dass sich dieses Indiz als solches für die Täterschaft der beiden 

Mitangeklagten Y. und Z. indirekt (durch die Verbindung des Beschwerdeführers 1 

mit diesen Mitangeklagten) auch als solches für die Täterschaft des Beschwerde-

führers 1 (und damit zu seinem Nachteil) auswirkte, so dass diese Rüge zu prüfen 

ist. 

-   38   - 

b) Die Vorinstanz erwog, der Zeuge O. habe dargelegt, dass der bei der Ver-

haftung auf den Angeklagten Y. und Z. sichergestellte Bargeldbetrag in der Höhe 

von je € 3'225.-- in direkter Relation zum gleichentags in M. entwendeten Bar-

geldbetrag in der Höhe von € 12'830.-- stehe. So entspreche der Betrag von 

€ 3'225.-- ca. ¼ der Beute, wenn man von vier Tätern ausgehe (die drei An-

geklagten und T.). Plausibel erschienen dem Gericht ebenfalls die Ausführungen, 

weshalb lediglich bei den Angeklagten Y. und Z. und nicht auch beim Beschwer-

deführer 1 sowie T. ein €-Betrag habe sichergestellt werden können. Die dies-

bezüglichen Angaben der Angeklagten Y. und Z. seien unglaubhaft. Die Vor-

instanz sei damit klar zur Ansicht gelangt, diese bei den Angeklagten sicher-

gestellten und gleichlautenden Bargeldbeträge als Indiz für deren Täterschaft zu 

werten (KG act. 2 S. 99). 

c) Der Zeuge O. sagte diesbezüglich aus, die erste Hausdurchsuchung in 

der Wohnung von T. habe direkt im Zuge der Verhaftung von T. stattgefunden. 

Dabei habe man die Türe aufbrechen müssen, weil sie nicht geöffnet habe (GG 

Prot. S. 271). Man habe eine grössere Summe Bargeld gefunden. In einem  

Couvert seien es, so glaube er, Fr. 38'000.-- gewesen, dazu habe man in Porte-

monnaies und in anderen Behältnissen nochmals ungefähr Fr. 5'000.-- Bargeld 

sichergestellt (GG Prot. S. 272). Bei der Schilderung dessen, was man im PW von 

T. bei der Durchsuchung festgestellt habe (GG Prot. S. 271), erwähnte der Zeuge 

kein Geld. Auf die Frage, wie er den Umstand interpretiere, dass bei der Verhaf-

tung sowohl bei Y. als auch bei Z. der exakt gleiche Betrag von € 3'225.-- sicher-

gestellt worden sei, antwortete O., gemäss Tatbestandsrapport seien "dort"  

(gemeint: beim Raubüberfall in M.) nahezu 13'000.-- Euro entwendet worden. 

Wenn man das durch vier aufteile, ergebe das exakt diesen Betrag. Und sie  

hätten vier Beteiligte, Frau T. miteingerechnet. Das sei eigentlich eine einfache 

und plausible Erklärung. Dass zwei Personen den genau gleichen Betrag hätten - 

es sei nicht 2'000.--, es sei ein ungerader Betrag -, das könne es geben, aber es 

sei relativ unwahrscheinlich. Er habe die Beiden gefragt, wie es dazu komme, 

dass sie diese Bargeldbeträge dabei hätten. Wenn man nachvollziehe, was sie 

geschildert hätten, dann komme man mathematisch gar nie auf diesen Betrag. 

Aber die andere Rechnung, 13'000.-- geteilt durch vier, ergebe diesen Betrag, 

-   39   - 

welchen jeder auf sich getragen habe (GG Prot. S. 284). Auf Ergänzungsfrage 

des Verteidigers des Beschwerdeführers 1 erklärte O., den Beschwerdeführer 1 

habe nicht er verhaftet. Aber wenn es ihm recht sei, habe der Beschwerdeführer 1 

vielleicht etwa Fr. 100.- dabei gehabt, also einen kleinen, unbedeutenden Betrag 

(GG Prot. S. 287 f.). Auf Ergänzungsfrage des Verteidigers von Y., wenn die  

These stimme, dass die (beim Banküberfall in M. erbeuteten) Euros durch vier  

geteilt worden seien, hätte man doch sinnigerweise auch beim Beschwerdeführer 

1 und bei T. einen solchen identischen Betrag vorfinden müssen, damit die Über-

legung von O. aufgehe, antwortete dieser, zwischen dem Delikt und der Verhaf-

tung sei eine gewisse Zeit vergangen. Die Möglichkeiten seien gross gewesen, 

dieses Geld auszugeben, zu wechseln, verschwinden zu lassen, zu verstecken. 

Als die Polizei an der _______strasse interveniert habe, sei die Türe nicht ge-

öffnet worden. Was in dieser Zeit geschehen sei, wisse niemand. Es sei möglich, 

€ 3'000.-- irgendwie wegzuwerfen, ins WC hinunterzuspülen. Deshalb sei es nicht 

zwingend notwendig, dass man auf den anderen Beiden auch einen solchen  

Betrag gefunden habe (GG Prot. S. 301 f.). Der Beschwerdeführer 1 sei im Auto 

verhaftet worden, nicht an der _______strasse. Er habe keine Euros auf sich  

getragen. Die Polizei vermute eine Mitbeteiligung von T.. Sie habe den Angeklag-

ten Logis geboten, diese hätten ihr Auto benutzen dürfen. Sie habe auch andere 

Sachen ermöglicht. Von daher sei es nicht mehr als richtig, wenn man sie auch an 

der Beute teilnehmen lasse (GG Prot. S. 302). Der Verteidiger von Y. hielt O. vor, 

neben Euros seien (beim Raubüberfall in M.) auch knapp 7'000.-- Schweizer 

Franken entwendet worden. Wenn man der These von O. folge, dann müsste  

dieser Betrag ja auch durch vier aufgeteilt werden. Dies ergäbe dann ungefähr 

Fr. 1'700.-- pro Nase. Beim Beschwerdeführer 1 seien knapp Fr. 100.-- sicher-

gestellt worden, bei Y. Fr. 1'860.-- und bei Z. Fr. 2'090.--. O. pflichtete bei, das 

gehe rechnerisch nicht auf (GG Prot. S. 303). 

d) Die Ausführungen des Zeugen O. zur Teilung der Beute aus dem Raub-

überfall in M. überzeugen im Gegensatz zur vorinstanzlichen Würdigung nicht. 

Der Zeuge O. musste selber einräumen, dass seine These rechnerisch nicht auf-

gehe. In der Wohnung von T. wurden gemäss den Aussagen von O. Fr. 38'000.-- 

und ca. Fr. 5'000.--, aber keine Euros gefunden. Bei der Verhaftung trug der  

-   40   - 

Beschwerdeführer 1 ca. Fr. 100.-- und keine Euros auf sich. Y. und Z. trugen je 

€ 3'225.--, aber keine Schweizer Franken auf sich. Die Überlegung, weil diese 

€ 3'225.-- rechnerisch ca. ¼ der beim Banküberfall entwendeten knapp € 13'000.- 

ausmachen, handle es sich bei diesen je um einen Viertel der "gerecht" verteilten 

Beute, erscheint rein spekulativ und wirft mehr Fragen auf (insbesondere auch die 

Frage, weshalb beim Beschwerdeführer 1 und in der Wohnung von T. keine  

Euros gefunden wurden, wenn doch dort Fr. 38'000.-- und Fr. 5'000.-- vorhanden 

waren) als sie beantwortet. 

e) Auch wenn die Überlegung des Zeugen O. nicht überzeugen kann, ist es 

aber dennoch nicht willkürlich, den Besitz der je € 3'225.-- von Y. und Z. bei der 

Verhaftung als ein (wohl eher schwaches) Indiz für deren Beteiligung am Raub-

überfall in M. zu würdigen, weil Y. und Z. nicht glaubhaft erklären konnten, wie sie 

in diesen Besitz gelangt waren und weil beim zeitlich sehr nahen Raubüberfall  

eine grössere Summe von Euros erbeutet worden ist. Die Willkürrüge geht fehl. 

8.7. Weiter macht der Beschwerdeführer 1 im Zusammenhang mit dem 

Raubüberfall in M. geltend, die Vorinstanz habe den Einwand der Verteidigung  

ignoriert, dass der Zeuge CC. (KG act. 2 S. 75) widersprüchlich ausgesagt habe. 

In der Untersuchung habe er bei der Zeugenbefragung den Beschwerdeführer 1 

als telefonierende Person nicht erkannt, vor Gericht aber schon (KG act. 1 S. 18 

Ziff. 52). 

a) Die Vorinstanz erwog, der Zeuge Wm CC. von der Fahndungsabteilung 

der Stadtpolizei Zürich habe an der Observation vom 10. Januar 2007 teilgenom-

men. Vor Schranken habe er ausgeführt, dass es "sicher" der Angeklagte X.  

gewesen sei, welchen er anlässlich der Observation als am Fenster telefonieren-

de Person an der _______strasse erkannt habe; es würde sich um ein Miss-

verständnis handeln, wenn dies nicht aus dem bei der Staatsanwaltschaft er-

stellten Einvernahmeprotokoll hervorginge. Dazu zitierte die Vorinstanz aus der 

Zeugeneinvernahme von CC. vom 12. Dezember 2007 bei der Staatsanwaltschaft 

folgende Antwort auf den Vorhalt eines Fotobogens und auf die Frage, ob er  

jemanden darauf als observierte Person erkenne: "Ich kenne die Personen auf-

grund von Fotos, die wir schon hatten, erkenne aber niemanden bezüglich der 

-   41   - 

Observation." (KG act. 2 S. 75 Erw. 13.9 mit Verweisung auf GG act. ND 5/5/7 

S. 5). Weiter erwog die Vorinstanz, auf entsprechende Frage habe CC. in  

seiner Befragung vor Vorinstanz dann klargestellt, in Zürich den Beschwerde-

führer 1 und in M. den Angeklagten Y. erkannt zu haben (KG act. 2 S. 75 f. 

Erw. 13.9 mit Verweisung auf GG Prot. S. 598). Der Zeuge CC. habe vor  

Schranken überzeugend ausgeführt, den Beschwerdeführer 1 telefonierend am 

Fenster an der _______strasse gesehen und in M. den Angeklagten Y. erkannt zu 

haben. Dass der Beschwerdeführer 1 um diese Zeit auch tatsächlich telefoniert 

habe, werde durch die Mobiltelefon-Ortung von 16.57 Uhr stark untermauert. Auf-

grund dieser (und weiterer, vorerwähnter) Fakten habe das Gericht keine Zweifel 

daran, dass mindestens der Beschwerdeführer 1 und Y. sowie T. am 10. Januar 

2007 den Tatort in M. ausgekundschaftet hätten (KG act. 2 S. 97). Dies war eines 

der Indizien, welche die Vorinstanz zur Überzeugung der Täterschaft des  

Beschwerdeführers 1 führten (KG act. 2 S. 100 zweiter Absatz). 

b) Auch diese Rüge ist begründet. Aus dem angefochtenen Urteil ist nicht 

ersichtlich, dass sich die Vorinstanz mit dem Einwand der Verteidigung (GG 

act. 103 S. 18 f. Ziff. 43) auseinandergesetzt hätte, der Zeuge CC. habe wider-

sprüchlich und (so sinngemäss) damit unglaubhaft ausgesagt. Der Einwand ist 

nicht von vornherein unbegründet. Tatsächlich erscheint es als befremdlich, dass 

CC. bei der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme vom 12. Dezember 2007 auf 

Vorhalt eines Fotobogens erklärte, er erkenne niemanden (also auch nicht den 

Beschwerdeführer 1), den er bei der Observation beobachtet hatte, und dies  

damit begründete, dass er nie näher als 150 Meter an den Zielpersonen war (GG 

act. ND 5/5/7 S. 5), dann aber an der vorinstanzlichen Befragung vom Januar 

2010 aussagte, damals den Beschwerdeführer 1 erkannt zu haben. Indem die 

Vorinstanz trotzdem die Aussage von CC. ohne weiteres, insbesondere ohne 

Auseinandersetzung mit dem Einwand der Verteidigung, als überzeugend  

bezeichnete und darauf abstellte, verletzte sie den Gehörsanspruch des  

Beschwerdeführers 1. Für das neue Urteil wird dessen Einwand erkenntlich zu 

prüfen sein. 

-   42   - 

9. Schliesslich macht der Beschwerdeführer 1 eine Verletzung des  

Beschleunigungsgebotes geltend und beanstandet, dass dies nicht zu einer Straf-

reduktion geführt habe (KG act. 1 S. 19 f. Ziff. 54 - 57). 

Nach der durch BGE 130 IV 54 (= Pra 2005 Nr. 10 und schon Pra 2004 

Nr. 139) begründeten Rechtsprechung des Bundesgerichts ist auf die Rüge der 

Verletzung des Beschleunigungsgebotes im kantonalen Beschwerdeverfahren 

nicht einzutreten, soweit in diesem Zusammenhang eine Nichtberücksichtigung 

der Verletzung bei der Strafzumessung geltend gemacht wird. Dies unabhängig 

davon, ob die kantonale Vorinstanz über eine Verletzung des Beschleunigungs-

gebotes ausdrücklich entschieden hat oder nicht. Das Bundesgericht prüft in  

diesem Fall (früher im Rahmen der eidgenössischen Nichtigkeitsbeschwerde, 

heute im Rahmen des Strafrechtsbeschwerde nach Art. 78 ff. BGG) die Ver-

letzung dieses Gebotes vorfrageweise zur Hauptfrage der Strafzumessung 

(Kass.-Nr. AC090019 vom 7.3.2011 Erw. III.7 mit Verweisung auf BGE 130 IV 54 

E. 3/3/2; zuletzt: Kass.-Nr. AC090015, Beschluss vom 21. Oktober 2010, in  

Sachen E., E. II/6, insb. m.H. auf Kass.-Nr. AC070009, Beschluss vom 14. Juni 

2007, in Sachen H., E. II/3/2; überholt seither ZR 98 Nr. 56). 

Die Rüge der Verletzung des Beschleunigungsgebotes erfolgt auch vor-

liegend im Hinblick auf eine Berücksichtigung der Verletzung bei der Strafzumes-

sung (vgl. KG act. 1 S. 20 Ziff. 57). Auf diese Rüge kann daher aufgrund der in 

§ 430b StPO ZH statuierten Subsidiarität der kantonalen Nichtigkeitsbeschwerde 

nicht eingetreten werden. 

-   43   - 

V. 

Nichtigkeitsbeschwerde von Z. 

1. Auch der Beschwerdeführer 2 macht geltend, die abgehörten Telefon-

gespräche seien ihm nie vorgespielt worden. Nicht einmal die Wortprotokolle der 

abgehörten Telefongespräche seien ihm vorgehalten worden. Er habe mithin  

weder zur Identität der Gesprächsteilnehmer noch zum Inhalt der Gespräche  

Stellung nehmen können (KG act. 12/1 S. 3 f. Ziff. 3.1). Es sei ihm nie Gelegen-

heit gegeben worden, sich die fraglichen Telefongespräche vorspielen zu lassen. 

Mangels Konfrontation damit habe es auch keinen Verzicht gegeben, sich dazu 

zu äussern. Indem sich die Vorinstanz im angefochtenen Urteil dennoch auf diese 

Gespräche gestützt habe, liege eine Verletzung der Parteirechte des Beschwer-

deführers 2 und damit ein Nichtigkeitsgrund im Sinne von § 430 Abs. 1 Ziff. 4 

StPO ZH vor (KG act. 12/1 S. 5 Ziff. 3.3). 

1.1. Die Vorinstanz gab die Auszüge aus den protokollierten Telefongesprä-

chen wieder, auf welche sie in ihrem Urteil abstellte (KG act. 2 S. 56 - 62). Sie 

verwies darauf, dass Fw Q. in der vorinstanzlichen Hauptverhandlung diese  

Gespräche zitiert hatte (KG act. 2 S. 56 mit Verweisung auf GG Prot. S. 222 ff.). 

Das trifft denn auch zu (GG Prot. S. 223 ff.). Diese Telefongespräche wurden dem 

Beschwerdeführer 2 mithin in dieser Form vorgehalten und er konnte damit dazu 

Stellung nehmen. Ferner verwies die Vorinstanz auf GG act. HD 17/1.1 (KG act. 2 

S. 56 oben). Dabei handelt es sich um einen schriftlichen Nachtragsrapport von 

Fw Q. vom 22. Januar 2007, in welchem die von Fw Q. in der vorinstanzlichen 

Hauptverhandlung zitierten Telefongespräche enthalten und welchem die ent-

sprechenden TK-Gesprächsprotokolle beigefügt waren (GG act. HD 17/1.1 - 

17/1.2/1-23). In seiner Beweismittelliste hatte der Staatsanwalt die Zeugen-

aussage von Fw Q. u.a. bezüglich GG act. HD 17 beantragt (GG act. 53 S. 2) und 

als Urkunden u.a. die TK-Protokolle GG act. HD 17/3.2/1-24 und TK-

Auswertungen GG act. HD 19/1-13 aufgeführt (GG act. 53 S. 7). Den An-

geklagten, auch dem Beschwerdeführer 2, ist mit der Fristansetzung zur Ein-

-   44   - 

reichung ihrer Beweismittelliste die Beweismittelliste der Staatsanwaltschaft zu-

gestellt worden (GG act. 54). Die Vorinstanz hielt unbeanstandet fest, dass sich 

sämtliche Wortprotokolle und deren dazugehörige Tonträger in den Akten  

befänden und damit von den Angeklagten und ihren Verteidigern jederzeit, sowohl 

in der Untersuchung wie auch vor Schranken, hätten eingesehen werden können 

(KG act. 2 S. 15). 

1.2. (Auch) Dem Beschwerdeführer 2 sind mithin die abgehörten Telefon-

gespräche, auf welche die Vorinstanz in ihrem Urteil abstellte, an der vorinstanz-

lichen Hauptverhandlung vorgehalten worden. Er hatte die Möglichkeit, die Wort-

protokolle einzusehen und die Tonträger abzuhören und sich dazu zu äussern. 

Die Rüge geht fehl. 

1.3. Dazu, dass keine Pflicht der Untersuchungsbehörde oder des Gerichts 

bestand, die Tonträger selbständig, auch ohne entsprechenden Antrag der An-

geklagten, abzuspielen, kann auf die vorstehende Erwägung IV.1.9 verwiesen 

werden. 

2. Der Beschwerdeführer 2 beanstandet, dass sich die Vorinstanz in Bezug 

auf den Rauüberfall in M. auf eine schwarze Kappe gestützt habe, die in  

seinem Gepäck sichergestellt worden war. Bezüglich des Raubüberfalls in L.  

habe die Vorinstanz auf eine Klebebandrolle mit DNA-Mischspuren abgestellt, 

welche angeblich ihm hätten zugeordnet werden können. Diese beiden Gegen-

stände seien ihm in der Strafuntersuchung nie vorgehalten worden. Sie seien vom 

IRM Zürich zur Untersuchung verändert und präpariert worden. Im Verfahren vor 

Vorinstanz sei dem Beschwerdeführer 2 lediglich die veränderte Kappe vorgehal-

ten worden, die Klebebandrolle überhaupt nicht. Deshalb seien diese Gegen-

stände nicht verwertbar. Indem die Vorinstanz trotzdem darauf abgestellt habe, 

habe sie seinen Gehörsanspruch verletzt (KG act. 12/1 S. 5 - 7 Ziff. 3.4 - 3.7). 

2.1. Die fragliche Kappe ist dem Beschwerdeführer 2 im vorinstanzlichen 

Verfahren vorgehalten worden (GG Prot. S. 203). Sie ist ein Gegenstand und als 

solcher ein Beweismittel (§§ 96 ff. StPO ZH). Dass dieser Gegenstand auf un-

zulässige Weise entdeckt oder sichergestellt worden wäre, macht der Beschwer-

-   45   - 

deführer 2 nicht geltend. Er ist als Beweismittel verwertbar. Dass die Kappe vom 

IRM verändert wurde, insbesondere zur Untersuchung auf DNA-Spuren Stücke 

ausgeschnitten wurden (vgl. GG Prot. S. 688), ist im Rahmen der Beweiswürdi-

gung zu berücksichtigen (im vorliegenden Beschwerdeverfahren soweit gerügt), 

führt aber nicht zur Unverwertbarkeit des Beweismittels als solchem (vgl. auch 

vorstehend Erw. IV.3.2). Die Rüge geht insoweit fehl. 

2.2. Das im Fall L. verwendete Klebeband sowie die von den Tätern zurück-

gelassene Klebebandrolle wurden fotografiert (GG act. ND 4/6 Fotos III/11 - 

III/14). Dem Beschwerdeführer 2 wurde in der staatsanwaltschaftlichen Ein-

vernahme vom 6. Juni 2007 in Gegenwart seines Verteidigers (GG act. HD 4/12) 

eine Foto betreffend Klebeband vorgehalten und erklärt, eine Bankangestellte sei 

mit Klebeband an Händen und Füssen gefesselt und ihr sei mit Klebeband der 

Mund zugeklebt worden. Der Beschwerdeführer 2 erklärte dazu, das sei ein  

Klebeband wie jedes andere Klebeband. Auf den Vorhalt, am Klebeband, mit  

welchem die Bankangestellte von den Räubern gefesselt worden sei, habe die 

DNA des Beschwerdeführers 2 nachgewiesen werden können, entgegnete dieser, 

er könne das nur so erklären, dass er möglicherweise das Klebeband berührt  

habe, aber er sei nicht bei diesem Raubüberfall dabei gewesen und er habe diese 

Frau nicht damit gefesselt. Vielleicht habe er das Klebeband an einem anderen 

Ort einmal berührt (GG act. HD 4/12 S. 4). Diese Fotos sind in den vorinstanz-

lichen Akten, welche auch dem Verteidiger des Beschwerdeführers zugänglich 

waren, enthalten. In der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme vom 28. März 

2008 wurde dem Beschwerdeführer 2 vorgehalten, dass seine vollständige DNA 

zwar nicht beim zur Fesselung verwendeten Klebeband, aber bei der am Tatort 

zurückgelassenen Klebebandrolle habe nachgewiesen werden können. Der  

Beschwerdeführer 2 entgegnete, das sei vielleicht reiner Zufall. Es seien ja meh-

rere Personen, die DNA-Spuren auf diesem Klebeband hinterlassen hätten. Das 

beweise noch nicht, dass er dort dabei gewesen sei (GG act. HD 4/14 S. 3 f.). 

2.3. In der vorinstanzlichen Hauptverhandlung (in Anwesenheit des  

Beschwerdeführers 2 und seines Verteidigers [GG Prot. S. 367 i.V. mit S. 6)  

wurden dem Zeugen HH. (Kantonspolizei Bern) mittels Projektion (GG Prot. 

-   46   - 

S. 370) die Fotos mi