# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 47918d53-7f9b-57b3-824a-285b1bb3b2af
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-12-04
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 04.12.2025 200 2025 325
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2025-325_2025-12-04.pdf

## Full Text

IV 200 2025 325 
KOJ/SHE/SSM

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 4. Dezember 2025

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schwegler, Verwaltungsrichter Jakob
Gerichtsschreiber Schnyder

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern  
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 9. April 2025

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Dez. 2025, IV 200 2025 325

- 2 -

Sachverhalt:

A.

Der 1979 geborene A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) meldete sich im Juli 2020 mit Verweis auf körperliche und 
psychische Probleme und einer seit dem 1. Juli 2020 bestehenden Arbeits-
unfähigkeit bei der IV-Stelle Bern (nachfolgend IVB bzw. Beschwerdegeg-
nerin) zum Leistungsbezug an (Akten der IVB [act. II 1]). In der Folge ver-
anlasste die IVB medizinische (vgl. insbesondere interdisziplinäres Gutach-
ten der C.________ (MEDAS) vom 25. Januar 2023 [act. II 68.1 ff.], deren 
ergänzende Stellungnahmen vom 27. Februar 2023 [act. II 71] und 1. Juni 
2023 [act. II 88], Stellungnahmen des Regionalen Ärztlichen Dienstes 
[RAD] vom 26. und 27. Juli 2023 [90 ff.] sowie 31. Januar 2024 [act. II 117 
f.] und 5. September 2024 [act. II 135], bidisziplinäres psychiatrisch-
orthopädisches Gutachten der Dres. med. D.________, Praktischer Arzt 
sowie Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und E.________, 
Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs-
apparates, vom 27. Dezember 2023 [act. II 113.1 ff.], psychiatrisches Gut-
achten von PD Dr. med. F.________, Facharzt für Psychiatrie und Psycho-
therapie sowie für Neurologie, vom 26. Juli 2024 [act. II 133.1] samt neuro-
psychologischer Beurteilung von G.________, Fachpsychologin für Neuro-
psychologie FSP, vom 3. Juli 2024 [act. II 133.2]) und berufliche Abklärun-
gen (vgl. insbesondere Abschlussbericht der Abklärungsstelle H.________ 
vom 6. Februar 2025 [act. II 178] betreffend vertiefte Klärung der berufli-
chen Möglichkeiten vom 4. November 2024 bis zum 3. Februar 2025). Mit 
Mitteilung vom 3. April 2025 (act. II 184) schloss die IVB die berufliche Ein-
gliederung ab. Mit Verfügung vom 9. April 2025 (act. II 186) verneinte sie 
nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (act. II 180) bei Invaliditätsgra-
den von 16 % ab dem 1. Januar 2021 und 24 % ab dem 1. Januar 2024 
einen Rentenanspruch. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Dez. 2025, IV 200 2025 325

- 3 -

B.

Mit Eingabe vom 22. Mai 2025 erhob der Versicherte, vertreten durch 
Rechtsanwältin B.________, dagegen Beschwerde mit folgenden Rechts-
begehren: 

1. Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 9. April 2025 sei aufzuhe-
ben.

2. Die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, dem Beschwerdeführer ab 
Januar 2021 eine ganze Invalidenrente auszurichten.

3. Eventualiter sei die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen.
4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge.

Zudem stellte der Beschwerdeführer folgende prozessuale Anträge:

1. Dem Beschwerdeführer sei für das vorliegende Verfahren die unentgelt-
liche Rechtspflege zu gewähren. Es sei ihm rückwirkend per 17. April 
2025 in der Person der Unterzeichnenden eine unentgeltliche Rechts-
beiständin beizuordnen;

2. Unter Kosten und Entschädigungsfolge.

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 17. Juni 
2025 auf Abweisung der Beschwerde.

Mit Eingabe vom 23. Juni 2025 teilte der Beschwerdeführer u.a. mit, sein 
psychischer Zustand habe sich verschlechtert. 

Mit prozessleitender Verfügung vom 7. Juli 2025 hiess der Instruktionsrich-
ter das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gut und ordnete dem Be-
schwerdeführer Rechtsanwältin B.________ als amtliche Anwältin bei. 

Mit Eingabe vom 21. Juli 2025 äusserte sich der Beschwerdeführer u.a. zur 
Beschwerdeantwort der Beschwerdegegnerin vom 17. Juni 2025. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Dez. 2025, IV 200 2025 325

- 4 -

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Ver-
waltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 6. Ok-
tober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist ge-
geben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über 
Frist (Art. 60 ATSG i.V.m. Art. 38 Abs. 4 lit. a ATSG) sowie Form (Art. 61 
lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 
23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) ein-
gehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsgegenstand bildet die Verfügung vom 9. April 2025 
(act. II 186). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers 
auf eine Invalidenrente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 Abs. 1 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Dez. 2025, IV 200 2025 325

- 5 -

2.

2.1 Am 1. Januar 2022 sind die Änderungen vom 19. Juni 2020 des IVG 
(Weiterentwicklung der IV [WEIV]) und weiterer Erlasse (insbesondere des 
ATSG) in Kraft getreten (AS 2021 705). In zeitlicher Hinsicht sind – vor-
behältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen – grundsätzlich 
diejenigen Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu 
ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben 
(BGE 147 V 156 E. 7.2.1 S. 159, 146 V 364 E. 7.1 S. 371). Die Anmeldung 
zum Rentenbezug erfolgte vorliegend im Juli 2020 (act. II 1), womit ein 
Rentenanspruch frühestens im Januar 2021 entstehen konnte (Art. 29 Abs. 
1 IVG). Damit sind die Bestimmungen des IVG und diejenigen der Verord-
nung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV; 
SR 831.201) in der bis 31. Dezember 2021 gültigen Fassung massgebend, 
dies auch über den 31. Dezember 2021 hinaus, da ein seit der Rechtsän-
derung eingetretener Revisionsgrund bis zum Erlass der hier angefochte-
nen Verfügung nicht ersichtlich ist (Rz. 9100 ff. des Kreisschreibens des 
Bundesamtes für Sozialversicherungen [BSV] über Invalidität und Rente in 
der Invalidenversicherung [KSIR]; zur Bedeutung von Verwaltungsweisun-
gen vgl. BGE 150 V 1 E. 6.4.2 S. 6, 148 V 385 E. 5.2 S. 391, 147 V 79 
E. 7.3.2 S. 82, 146 V 224 E. 4.4.2 S. 228; soweit die Änderung von 
Art. 26bis IVV Abs. 3 per 1. Januar 2024 betreffend vgl. E. 4.10 hiernach).

2.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauern-
de ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbs-
unfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 
psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung 
und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbs-
möglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeits-
markt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Arbeits-
unfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbereich, 
sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Erwerbs-
möglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausgegliche-
nen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss teilweise 
Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähigkeit (BGE 
130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Dez. 2025, IV 200 2025 325

- 6 -

2.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wie-
der herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätzlich 
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min-
destens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ablauf 
dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und c).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2021 IV 
Nr. 54 S. 180, 9C_540/2020 E. 2.3).

3.

3.1 Aus medizinischer Sicht ist den Akten im Wesentlichen das Folgen-
de zu entnehmen:

3.1.1 In der interdisziplinären (allgemeininternistischen, orthopädischen, 
psychiatrischen und neuropsychologischen) Gesamtbeurteilung im ME-
DAS-Gutachten vom 25. Januar 2023 (act. II 68.1) wurden folgende Dia-
gnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt (S. 5 Ziff. 4.3.1):

- verminderte Belastbarkeit der Kniegelenke beidseits
- verminderte Belastbarkeit der rechten oberen Extremität bei Rechts-

händigkeit
- Status nach Operation des rechten Schultergelenks 2018, die Indikation 

ergab sich bei Impingement bei degenerativen Veränderungen
- noch deutliche Einschränkungen in der Ebene Vorheben und Abduktion

Aufgrund der Symptomvalidierung sei keine psychiatrische Diagnose ge-
stellt worden. Am ehesten bestehe eine schwere narzisstische Persönlich-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Dez. 2025, IV 200 2025 325

- 7 -

keitsstörung, die jedoch wegen der Symptomvalidierung nur als Verdachts-
diagnose ausgesprochen werden könne. Aus psychiatrischer Sicht könne 
der Beschwerdeführer in jedweder Tätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt 
mithilfe von Massnahmen der Invalidenversicherung innerhalb der nächs-
ten zwei Jahre stufenweise wieder eingegliedert werden mit dem Ziel eines 
100%-Pensums (S. 4 f. Ziff. 4.3 f. sowie S. 7 Ziff. 4.8). Für die Begründung 
der Gesamtarbeitsfähigkeit sei die orthopädische Beurteilung führend (S. 6 
Ziff. 4.5). Die Tätigkeit als ... sollte der Beschwerdeführer bei Beschwerden 
am Bewegungsapparat, konkret rechte Schulter und beide Kniegelenke, 
auf Dauer nicht mehr verrichten. Somit ergebe sich eine Arbeitsunfähigkeit 
von 100 % für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit (S. 6 Ziff. 4.6). Ab sofort sei-
en leichte überwiegend sitzende Tätigkeiten, wie zum Beispiel Kontroll-
tätigkeiten und/oder Bedienung eines Computers, in vollem Umfang, d.h. 
achteinhalb Stunden pro Arbeitstag ohne Einschränkung der Leistungs-
fähigkeit zumutbar (S. 7 Ziff. 4.7)

3.1.2 In der ergänzenden gutachterlichen Stellungnahme der MEDAS 
vom 27. Februar 2023 (act. II 71) wurde ausgeführt, aus orthopädischer 
Sicht sei nach der Operation des Kniegelenkes im August 2020 ab Juli 
2021 für eine angepasste Tätigkeit Arbeitsfähigkeit gegeben.

3.1.3 In der ergänzenden gutachterlichen Stellungnahme der MEDAS 
vom 1. Juni 2023 (act. II 88) wurde ausgeführt, anlässlich der gutachterli-
chen neuropsychologischen Exploration hätten sich mehrere Befunde und 
Inkonsistenzen ergeben, welche deutlich auf ein suboptimales Leistungs-
verhalten des Beschwerdeführers hingewiesen hätten. Dadurch habe die 
Validität der Testergebnisse als ungenügend beurteilt werden müssen. 
Auch anlässlich der psychiatrischen Begutachtung seien Diskrepanzen in 
der Konsistenz und Plausibilität aufgetreten. Aufgrund der Symptomvalidie-
rung habe keine Basis bestanden, um mit überwiegender Wahrscheinlich-
keit Symptomkomplexe zu erheben, die nach ICD-10 F-Kategorien be-
stimmten Störungen hätten zugeordnet werden können. 

3.1.4 Dr. phil. I.________, Fachpsychologe für Neuropsychologie FSP 
vom RAD, führte am 26. Juli 2023 (act. II 90) aus, das neuropsychologi-
sche Teilgutachten sei methodisch korrekt durchgeführt worden, inhaltlich 
umfassend und in Beurteilung und Schlussfolgerungen fachlich korrekt und 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Dez. 2025, IV 200 2025 325

- 8 -

nachvollziehbar. Allein aus neuropsychologischer Perspektive gebe es kei-
ne fachliche Begründung oder Notwendigkeit, die anlässlich der Begutach-
tung korrekt durchgeführte Untersuchung zu wiederholen. 

3.1.5 Dr. med. J.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin vom 
RAD, führte in der Aktenbeurteilung vom 26. Juli 2023 (act. II 92) aus, das 
interdisziplinäre Gutachten der MEDAS sei somatisch nur bedingt nachvoll-
ziehbar. Das orthopädische Teilgutachten weise einige Mängel auf (zu we-
nig ausgearbeitete Diagnoseliste, fehlende retrospektive Beurteilung der 
Arbeitsfähigkeit seit spätestens der Knieoperation rechts vom 17. August 
2020, fehlende vertiefte Auseinandersetzung mit den relevanten orthopädi-
schen Vorakten). Somatisch könne auf das orthopädische Teilgutachten 
deswegen nicht abgestützt werden. Das allgemein-internistische Teilgut-
achten stelle keine Funktionsstörungen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 
fest, daher sei die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nachvollziehbar begrün-
det. 

3.1.6 Dr. med. K.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychothera-
pie vom RAD, führte in der Aktenbeurteilung vom 27. Juli 2023 (act. II 93) 
aus, die psychiatrische Gutachterin der MEDAS habe plausibel festgehal-
ten, dass beim Beschwerdeführer "zweifellos eine psychische Erkrankung" 
vorliege, habe aber keine entsprechende Diagnose im psychiatrischen 
Fachgebiet genannt, was medizinisch nicht plausibel sei. Das Gleiche gel-
te, soweit in der ergänzenden Beurteilung vom 1. Juni 2023 ausgeführt 
werde, dass aufgrund der mangelnden Mitwirkungsbereitschaft des Be-
schwerdeführers keine Diagnose mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
habe abgeleitet werden können, zumal im psychiatrischen Gutachten 
durchaus Symptome mit Krankheitswert festgestellt worden seien. Es sei 
Aufgabe der psychiatrischen Gutachterin, sich mit den festgestellten psy-
chischen Krankheitssymptomen und der im Kontext der neuropsycholo-
gisch festgestellten nicht-authentischen Anstrengungsbereitschaft differen-
ziert auseinanderzusetzen.

3.1.7 In der interdisziplinären psychiatrisch-orthopädischen Gesamtbeur-
teilung der Dres. med. D.________ und E.________ vom 27. Dezember 
2023 wurden folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
gestellt (act. II 113.1/9 f. Ziff. 4.3.1): 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Dez. 2025, IV 200 2025 325

- 9 -

- Einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung (ICD-10 F90.0)
- Leichtgradige depressive Episode (ICD-10 F32.0)
- Autismus-Spektrum-Störung (ASS) im Sinne high function autism (HFA; 

ICD-10 F84.5)
- Impingementsyndrom Schulter rechts (ICD-10 M75.4)
- Degenerative Veränderungen im medialen Kompartiment Knie links 

(Kellgren-Lawrence I; ICD-10 M17.9)
- Status nach offenem Débridement Femurkondylus lateral, Defektfüllung 

mit Spongiosa und Knorpelrekonstruktion AMIC Knie rechts am 17. Au-
gust 2020 bei akut dislozierter Osteochondrosis dissecans lateraler 
Femurkondylus (ICD-10 M93.25)

- Chronische Nacken-, Rücken- und Kreuzschmerzen mit teils Ausstrah-
lung in das rechte Gesäss

Die vollständige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als ... 
könne schlüssig auf die im psychiatrischen Teilgutachten gemachten Ein-
schränkungen (ADHS [Aufmerksamkeits-/Hyperaktivitätsstörung], ASS, 
leichte depressive Episode) abgestellt werden. Dies werde durch die Teila-
rbeitsunfähigkeit aufgrund der Einschränkungen des Bewegungsapparates 
gestützt. In angepasster Tätigkeit könne eine Teilarbeitsunfähigkeit aus den 
im psychiatrischen Teilgutachten gemachten Einschränkungen abgeleitet 
werden. Aufgrund der fehlenden orthopädischen Einschränkung in lei-
densadaptierter Tätigkeit komme es nicht zu einer Teilsummation fach-
spezifischer Arbeitsunfähigkeiten (act. II 113.1/12 Ziff. 4.5). Betreffend eine 
leidensangepasste Tätigkeit seien dem Beschwerdeführer in einer leichten 
wechselbelastenden Tätigkeit keine Tätigkeiten mit höherer nervlicher Be-
lastung oder Konzentrationsanforderungen, keine Tätigkeiten mit eigener 
Entscheidungsbefugnis bzw. Überwachungsfunktion, keine Tätigkeiten mit 
engem Zeitlimit und in ausschliesslichem Personalkontakt sowie keine 
Tätigkeiten mit hohen visuellen Anforderungen zumutbar. Es sollten einfa-
che Tätigkeiten ohne besondere eigene Verantwortung mit mehr vorgege-
benen seriellen Arbeitsabläufen sein. Auch sollten keine Tätigkeiten mit 
Stressbelastung durchgeführt werden. Zu empfehlen sei daher eine wohl-
wollende Arbeitsatmosphäre ohne ausschliessliche Teamarbeit. Eine sol-
che Tätigkeit wäre dem Beschwerdeführer bezogen auf einen 8.5-Stunden-
Tag an 6.8 Stunden bei dabei bestehender zusätzlicher Einschränkung von 
25 % aufgrund erhöhtem Pausenbedarf im Rahmen der Konzentration so-
wie beeinträchtigter Flexibilität und Umstellungsfähigkeit, d.h. gesamthaft 
mit einer Arbeitsfähigkeit von 60 %, zumutbar. Diese Einschätzung gelte 
seit Juni 2019 (act. II 113.3/28 Ziff. 8.2). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Dez. 2025, IV 200 2025 325

- 10 -

Aus rein somatischer Sicht sei dem Beschwerdeführer seine letzte Tätigkeit 
als "..." noch zu 50 % zumutbar (act. II 113.2/32 Ziff. 8.1). Folgende Tätig-
keiten sollten aus somatischer Sicht vermieden werden: Das Heben/Tragen 
von Gewichten über 10 kg, Arbeitszwangshaltungen mit vermehrten Belas-
tungen der HWS, BWS und LWS, Arbeiten welche mit Bücken unter der 
Tischkante verbunden seien, Arbeitshaltungen im Knien oder in Hockestel-
lung, mit Überwinden von Niveauunterschieden, höhenexponierte Tätigkei-
ten, Überkopfarbeiten sowie ausschliesslich stehend/gehende Tätigkeiten 
(act. II 113.2/31 Ziff. 7.2). Solche leichten, wechselbelastenden Tätigkeiten 
seien dem Beschwerdeführer an achteinhalb Stunden pro Tag ohne zu-
sätzliche Leistungsminderung zumutbar. Diese Einschätzung gelte seit 
dem 17. August 2020 (act. II 113.2/32 f. Ziff. 8.2). 

3.1.8 Dr. med. K.________ vom RAD nahm am 17. Januar 2024 (act. II 
117) Stellung zum psychiatrischen Teilgutachten des Dr. med. 
D.________. In der Gesamtschau seien von diesem insbesondere die Dia-
gnosen des ADHS und der Autismusspektrumstörung nicht unter Zugrun-
delegung der ICD-10 hergeleitet und durch ihn nicht dargelegt worden, 
welche Kriterien erfüllt seien. Zum Schweregrad dieser Störungen sei nicht 
Stellung genommen worden. Die Diagnosen ADHS und ASS seien aus 
Sicht des RAD medizinisch nicht plausibel. Damit könne aus diesen postu-
lierten Diagnosen bzw. den damit einhergehenden Funktionseinschränkun-
gen kein Einfluss auf das funktionelle Leistungsvermögen hergeleitet wer-
den. 

3.1.9 PD Dr. med. F.________ stellte im psychiatrischen Gutachten vom 
26. Juli 2024 (act. II 133.1) folgende Diagnosen (S. 24 Ziff. 6):

- Rezidivierende depressive Störung, aktuell leicht-mittelgradige Episode 
(ICD-10 F33.2)

- Kombinierte Persönlichkeitsstörung mit ängstlich vermeidenden und pa-
ranoiden Anteilen (ICD-10 F61.0)

- Einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung (ICD-10 F90.0)

Beim Beschwerdeführer hätten mehrere psychiatrische Diagnosen bestätigt 
werden können. So bestehe aktuell eine leicht-mittelgradige depressive 
Episode, die vor dem Hintergrund einer kombinierten Persönlichkeitss-
törung einzuordnen sei. Auch die Diagnose einer ADHS könne bestätigt 
werden. Zu beachten sei zudem, dass sich diese Diagnosen in ihren Aus-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Dez. 2025, IV 200 2025 325

- 11 -

wirkungen gegenseitig verstärkten: Durch das Scheitern der beruflichen 
Integration in der Schweiz und die Beziehungsschwierigkeiten werde die 
Depression aufrechterhalten und verstärkt. Der damit verbundene soziale 
Rückzug und die Resignation verstärkten dann wiederum die sozialen und 
interaktionellen Schwierigkeiten des Beschwerdeführers, da dadurch seine 
Wahrnehmung "von niemandem unterstützt zu werden" und "immer zu kurz 
gekommen zu sein" weiter verfestigt werde. Es liege also fraglos eine kom-
plexe Ausgangslage vor, die auch zweifelsfrei mit einem Gesundheitsscha-
den im Zusammenhang stehe. Die Tätigkeit als ... sei nicht mehr möglich, 
dies spätestens seit der Diagnosestellung des ADHS (2020; S. 25 Ziff. 7.2). 
In Bezug auf eine leidensangepasste Tätigkeit sei zu beachten, dass die 
kognitiven Anforderungen an eine solche nicht zu hoch gewählt werden 
sollten. Eine einfache möglichst praktische Tätigkeit ohne grosse Anforde-
rungen an Konzentration usw. wäre ideal. Eine gründliche Einführung unter 
ausreichender Betreuung wäre vermutlich hilfreich, da davon auszugehen 
wäre, dass er vor allem zu Beginn mehr Mühe mit den Anforderungen an 
ihn hätte. Es wäre daher vermutlich sinnvoll, die Art der Tätigkeit z.B. durch 
eine Potentialabklärung besser einzugrenzen. Ein Start mit sechs Stunden 
an fünf Tagen wäre möglich. Angesicht der langen Zeit ohne Anforderun-
gen an ihn müsse man vermutlich auch von einer gewissen Dekonditionie-
rung ausgehen, so dass initial von einer reduzierten Leistungsfähigkeit von 
75 % auszugehen wäre. Zu Beginn läge die Arbeitsfähigkeit daher bei 50-
60 %, könnte aber bei günstigem Verlauf und optimaler Anpassung weiter 
ansteigen. Eine retrospektive Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sei in diesem 
Fall durch Inkonsistenzen usw. deutlich erschwert (S. 29 f. Ziff. 8). 

3.1.10 Der behandelnde Dr. med. L.________, Facharzt für Psychiatrie 
und Psychotherapie, führte am 2. April 2025 (act. II 185) aus, beim Be-
schwerdeführer sei in den letzten Wochen eine zunehmende Dekompensa-
tion des psychischen Gesundheitszustandes eingetreten. Massgeblich 
hierzu beigetragen hätten mehrere psychosoziale Belastungsfaktoren, ins-
besondere die Trennung von der Ehefrau, der Abbruch der Arbeitseinsätze 
anlässlich der vertieften Klärung im Rahmen der Berufsberatung und damit 
der Verlust einer Tagesstruktur und der negative Vorbescheid betreffend 
Invalidenrente. Der Beschwerdeführer sei mit der aktuellen Situation mas-
siv überfordert und dringend auf eine Behandlungsintensivierung und 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Dez. 2025, IV 200 2025 325

- 12 -

Klärung seiner allgemeinen Lebenssituation und Zukunft angewiesen. Eine 
Anmeldung in der Akuttagesklinik sei erfolgt. In der aktuellen Situation sei 
er dringend behandlungsbedürftig, bestehe weiterhin eine vollständige Ar-
beitsunfähigkeit und er werde auch nach Abklingen der akuten Dekompen-
sation auf längere Sicht auf eine psychiatrische Behandlung und Betreuung 
angewiesen sein. Auch das Leistungsniveau bezüglich Arbeit werde in An-
betracht der Vorgeschichte weiter eingeschränkt bleiben und er werde auf 
Hilfe bezüglich der Tagesstrukturierung, administrativer und finanzieller wie 
sozialer (familiärer) Angelegenheiten dauerhaft auf externe Hilfe angewie-
sen sei. In Anbetracht der aktuellen Situation wäre daher eine Neubeurtei-
lung der Rentenfrage bzw. Kontaktaufnahme mit dem Beschwerdeführer 
bezüglich des aktuellen Vorbescheids notwendig. 

3.2

3.2.1 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, un-
abhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander wi-
dersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, oh-
ne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, 
warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt 
(BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

3.2.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Dez. 2025, IV 200 2025 325

- 13 -

3.2.3 Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen 
Spezialärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersu-
chungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der 
Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 
E. 1.3.4 S. 227, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b bb S. 353; SVR 
2020 IV Nr. 71 S. 246, 8C_260/2020 E. 2.2).

Die Frage, ob ein Gutachten beweiskräftig ist oder nicht, beurteilt sich im 
konkreten Einzelfall danach, ob sich gestützt auf die Expertise die rechtsre-
levanten Fragen beantworten lassen oder nicht. Mit anderen Worten ver-
letzt das Abstellen auf ein polydisziplinäres Gutachten Art. 43 Abs. 1 ATSG 
nicht allein schon deshalb, weil einem Teilgutachten der Beweiswert abge-
sprochen wird. Dies hat auch umgekehrt zu gelten, wenn sich die Schluss-
folgerungen im Hauptgutachten, das nicht in einer interdisziplinären Kon-
sensbesprechung der beteiligten Fachärzte entstand, nicht nachvollziehen 
und sich nicht mit den Teilgutachten vereinbaren lassen, die Beurteilungen 
in allen Teilgutachten jedoch als schlüssig zu bezeichnen sind. Eine Be-
weiswürdigung, welche überzeugenden Teilkonsilien vollen Beweiswert zu-
erkennt, kann somit nicht allein deshalb als bundesrechtswidrig bezeichnet 
werden, weil einem weiteren Teil des Gutachtens die Beweiskraft fehlt 
(BGE 143 V 124 E. 2.2.4 S. 128; SVR 2018 IV Nr. 27 S. 86, 8C_260/2017 
E. 4.2.2).

3.3 Aus somatischer Sicht ist gestützt das orthopädisch-traumatologi-
sche Gutachten des Dr. med. E.________ vom 27. Dezember 2023 
(act. II 113.3) erstellt und von den Parteien zu Recht unbestritten (Be-
schwerde S. 10 Ziff. 27), dass dem Beschwerdeführer seit dem 17. August 
2020 leichte, wechselbelastende Tätigkeiten an achteinhalb Stunden pro 
Tag ohne Einschränkung zumutbar sind, d.h. eine Arbeitsfähigkeit von 
100 % vorliegt (act. II 113.3/32 f. Ziff. 8.2). Bei bestehenden qualitativen 
Einschränkungen (eingeschränkte körperliche Belastbarkeit, vermindertes 
Arbeitstempo, vermehrte Pausen nach verstärkter Belastung etc.; 
act. II 113.2/32 Ziff. 8.1) ist weiter erstellt, dass der Beschwerdeführer die 
früher ausgeführte Tätigkeit als ... nicht mehr ausüben kann. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Dez. 2025, IV 200 2025 325

- 14 -

3.4

3.4.1 Aus psychiatrischer Sicht stützt sich die Beschwerdegegnerin auf 
das Gutachten von PD Dr. med. F.________ vom 26. Juli 2024 
(act. II 133.1). Dieses erfüllt die Voraussetzungen der Rechtsprechung an 
Expertisen (vgl. E. 3.2 hiervor) und überzeugt. Die Feststellungen des Gut-
achters beruhen auf eigenen spezialärztlichen Abklärungen und sind in 
Kenntnis der Vorakten sowie unter Berücksichtigung der geklagten Be-
schwerden getroffen worden. Der Gutachter hat seine Befunde und Dia-
gnosen im Rahmen seiner Beurteilung umfassend und nachvollziehbar 
diskutiert und dargelegt sowie dabei auch früher gestellte (andere) Diagno-
sen mitberücksichtigt und sich hierzu geäussert (act. II 133.1/19 ff. Ziff. 6). 
Er hat begründet dargelegt, dass eine rezidivierende depressive Störung, 
aktuell leicht-mittelgradige Episode (ICD-10 F33.2), eine kombinierte Per-
sönlichkeitsstörung mit ängstlich-vermeidenden und paranoiden Anteilen 
(ICD-10 F33.2) sowie eine ADHS (ICD-10 F90) vorliegen (act. II 133.1/19 
ff. Ziff. 6), und dem Beschwerdeführer seine frühere Tätigkeit als ... 
(spätestens seit der Diagnosestellung der ADHS 2020) nicht mehr möglich 
ist. Weiter hat der Gutachter in Bezug auf eine leidensangepasste Tätigkeit 
überzeugend erörtert, dass die kognitiven Anforderungen an eine solche 
nicht zu hoch gewählt werden sollten. Eine einfache möglichst praktische 
Tätigkeit ohne grosse Anforderungen an Konzentration usw. wäre ideal. Ei-
ne gründliche Einführung unter ausreichender Betreuung erachtet der Gut-
achter vermutlich als hilfreich, da davon auszugehen wäre, dass der Be-
schwerdeführer vor allem zu Beginn mehr Mühe mit den Anforderungen an 
eine solche Arbeit hätte. Daher – so der Gutachter – wäre vermutlich sinn-
voll, die Art der Tätigkeit z.B. durch eine Potentialabklärung besser einzu-
grenzen. Ein Start mit sechs Stunden an fünf Tagen wäre möglich. Ange-
sicht der langen Zeit ohne Anforderungen an ihn müsse man vermutlich 
auch von einer gewissen Dekonditionierung ausgehen, so dass initial von 
einer reduzierten Leistungsfähigkeit von 75 % auszugehen wäre. Zu Be-
ginn läge die Arbeitsfähigkeit daher bei 50-60 %, könnte aber bei günsti-
gem Verlauf und optimaler Anpassung weiter ansteigen (act. II 133.1/29 f. 
Ziff. 8). Die gutachterlichen Beurteilungen der medizinischen Zusammen-
hänge sind für die streitigen Belange umfassend und die gezogenen 
Schlussfolgerungen zum Gesundheitszustand werden nachvollziehbar und 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Dez. 2025, IV 200 2025 325

- 15 -

einleuchtend begründet. Dem psychiatrischen Gutachten von PD Dr. med. 
F.________ vom 26. Juli 2024 (act. II 133.1) kommt damit auch unter 
Berücksichtigung der übrigen ärztlichen Berichte sowie der Vorbringen des 
Beschwerdeführers im Beschwerdeverfahren – wie nachfolgend dargelegt 
– grundsätzlich (vgl. aber Ausführungen unter E. 3.4.6 hiernach) voller Be-
weiswert zu und es ist darauf abzustellen.

3.4.2 Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, keines der drei von der Be-
schwerdegegnerin in Auftrag gegebenen psychiatrischen Gutachten vermö-
ge zu überzeugen (Beschwerde S. 11 Ziff. 28), kann ihm nicht gefolgt wer-
den. Wie vom RAD nachvollziehbar dargelegt (vgl. Beurteilungen vom 
27. Dezember 2023 [act. II 93] und vom 17. Januar 2024 [act. II 117]) und 
von den Parteien zu Recht unbestritten, bestehen in Bezug auf das psych-
iatrische Teilgutachten der MEDAS vom 25. Januar 2023 (act. II 68.1), de-
ren ergänzende Stellungnahme vom 1. Juni 2023 (act. II 88) sowie das 
psychiatrische Gutachten des Dr. med. D.________ vom 27. Dezember 
2023 (act. II 113.1; vgl. hierzu auch act. II 133.1/22 Ziff. 6) konkrete Indizi-
en, welche gegen deren Zuverlässigkeit sprechen (vgl. E. 3.2.3 hiervor). 
Demgegenüber ist auf das psychiatrische Gutachten des PD Dr. med. 
F.________ vom 26. Juli 2024 (act. II 133.1) wie erwähnt vollumfänglich 
abzustellen. Dass die vorherigen Gutachter wie auch die behandelnden 
Ärzte unterschiedliche Diagnosen stellten, ändert daran nichts, zumal für 
die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht die Diagnosen, sondern die dar-
aus resultierenden funktionellen Einschränkungen entscheidend sind (Urteil 
des Bundesgerichts [BGer] 8C_803/2021 vom 20. April 2022 E. 5.3.1). PD 
Dr. med. F.________ hat sich im Übrigen mit den diesbezüglich abwei-
chenden Diagnosen eingehend auseinandergesetzt und seine Schlussfol-
gerungen (vgl. auch Ausführungen hiernach) nachvollziehbar und begrün-
det dargelegt (act. II 133.1/19 ff. Ziff. 6). Entgegen dem Vorbringen des 
Beschwerdeführers (vgl. Beschwerde S. 14 Ziff. 33) war es PD Dr. med. 
F.________ keineswegs unmöglich, die Arbeitsfähigkeit zu beurteilen und 
festzulegen. Vielmehr hat er gestützt auf seine Exploration inkl. Test, die 
dabei erhobenen Befunde, die zusätzlich veranlasste neuropsychologische 
Begutachtung (act. II 133.2) und die Vorakten die Einschränkungen klar 
begründet, nachvollziehbar erläutert und gestützt darauf das Leistungsprofil 
erstellt. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Dez. 2025, IV 200 2025 325

- 16 -

3.4.3 Soweit der Beschwerdeführer selber bzw. seine Rechtsvertreterin 
von einer schweren depressiven Störung ausgehen (Beschwerde S. 11 f. 
Ziff. 30), handelt es sich hierbei nicht um eine medizinische, geschweige 
denn um eine fachmedizinische Einschätzung, und vermag dies die Fest-
stellungen von PD Dr. med. F.________ per se nicht in Zweifel zu ziehen. 
Dieser hat im psychiatrischen Gutachten ausführlich und nachvollziehbar 
dargelegt, weshalb maximal eine mittelgradige Depression diagnostiziert 
werden kann (act. II 133.1/20 f. Ziff. 6; vgl. diesbezüglich auch die zutref-
fenden Ausführungen in der Beschwerdeantwort S. 3 Ziff. 5). 

Weiter vermag das Vorbringen des Beschwerdeführers, es sei wider-
sprüchlich, wenn im psychiatrischen Gutachten festgehalten worden sei, es 
bestünden keine Hinweise auf eine nicht authentische Beschwerdevalidie-
rung und an anderer Seite ohne klare Begründung von auffälliger Sym-
ptomvalidierung gesprochen werde (Beschwerde S. 12 Ziff. 30), nicht zu 
überzeugen. Wie die Beschwerdegegnerin zu Recht vorbringt, handelt es 
sich dabei um zwei verschiedene Feststellungen. Auch bei für den Unter-
sucher authentisch erscheinender Beschwerdedarstellung kann das Sym-
ptomvalidierungsverfahren auffällig ausfallen und Inkonsistenzen objektivie-
ren (Beschwerdeantwort S. 3 Ziff. 4). So ergaben sich anlässlich der neuro-
psychologischen Abklärungen im Rahmen der psychiatrischen Begutach-
tung in einem der vier eingesetzten Verfahren zur Symptomvalidierung Hin-
weise auf mögliche Verfälschungstendenzen bzw. eine ungenügende Leis-
tungsbereitschaft, was zur Folge hatte, dass die von der Neuropsychologin 
erhobenen Befunde nicht abschliessend dargelegt und interpretiert werden 
konnten, die im Minimum vorliegenden kognitiven Ressourcen anhand der 
einzelnen mindestens durchschnittlich ausgefallenen Testverfahren jedoch 
zur Einschätzung des kognitiven Leistungspotentials herangezogen werden 
konnten (act. II 133.2/6). 

3.4.4 Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, er leide an einem Asperger-
Autismus (Beschwerde S. 12 f. Ziff. 31), ist ihm nicht beizupflichten. PD Dr. 
med. F.________ hat sich in seinem Gutachten mit den diesbezüglichen 
Vorakten auseinandergesetzt und insbesondere dargelegt, dass sich die 
von den psychiatrischen Diensten M.________ im Jahr 2021 gestellte Dia-
gnose einer Autismus-Spektrum-Störung (ASS) im Sinne eines high func-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Dez. 2025, IV 200 2025 325

- 17 -

tioning autism (HFA; ICD-10 F84.5; vgl. Bericht vom 20. Dezember 2021 
[act. II 51]) nicht nachvollziehen lässt und Dr. med. D.________, der im 
Gutachten vom 27. Dezember 2023 (act. II 113.1) die interaktionellen Pro-
bleme des Beschwerdeführers als Ausdruck einer Autismusspek-
trumstörung interpretierte, es versäumt hat, diese Diagnose alsdann herzu-
leiten und zu begründen (act. II 133.1/22 Ziff. 6). PD Dr. med. F.________ 
hat nachvollziehbar dargelegt, dass sich anlässlich seiner Untersuchung 
keine überzeugenden Hinweise auf eine Autismusspektrumstörung finden 
liessen und sich zudem Inkonsistenzen hinsichtlich des Blutspiegels der in 
diesem Zusammenhang verordneten Medikamente ergaben. Dem Um-
stand, dass die psychiatrischen Dienste M.________ dem Beschwerdefüh-
rer die Möglichkeit gegeben hätten, sich in seiner Muttersprache auszudrü-
cken (Beschwerde S. 12 Ziff. 31), kommt hinsichtlich der vom Beschwerde-
führer geltend gemachten Diagnose keine Bedeutung zu. Er bezeichnet 
seine Deutschkenntnisse selber als sehr gut (Niveau C1; act. II 179/2). Es 
ist denn auch anzunehmen, dass er, welcher seit 20 Jahren in der Schweiz 
wohnt (act. II 113.2/19 Ziff. 6.2), seit Oktober 2012 im Besitz des Schweizer 
Bürgerrechts ist (act. II 1/1 Ziff. 1.4), über 14 Jahre mit einer Schweizer 
Bürgerin verheiratet (act. II 1/2 Ziff. 2.2) und über viele Jahre im Schweizer 
Arbeitsmarkt integriert war (act. II 9), über zumindest gute Kenntnisse der 
Deutschen Sprache verfügt, die keinen Einsatz eines Dolmetschers erfor-
dern. Dies wurde denn auch in den drei Gutachten festgestellt (vgl. etwa 
act. II 68.4/8 Ziff. 4.2, 68.3/5 Ziff. 4.2, 68.2/3 Ziff. 4.2, 113.3/11 Ziff. 4.2, 
113.2/31 Ziff. 7.2, 133.1/14 Ziff. 4.2). Auch wurde der Beschwerdeführer im 
Vorfeld der Begutachtung bei PD Dr. med. F.________ explizit von der 
Beschwerdegegnerin auf die Möglichkeit hingewiesen, bei Bedarf frühzeitig 
beim Gutachter einen Dolmetscher zu verlangen (act. II 120), was offen-
sichtlich nicht erfolgte. Weiter lässt sein Argument, anlässlich der Ab-
klärung in den psychiatrischen Diensten M.________ hätten drei Ge-
spräche stattgefunden (Beschwerde S. 12 Ziff. 31), keinen Rückschluss auf 
die Qualität des Abklärungsergebnisses zu. Zudem ist zu berücksichtigen, 
dass anlässlich der Begutachtung bei PD Dr. med. F.________ ebenfalls 
während dreier Tage Abklärungen stattfanden (act. II 133.1/1). Der 
Vollständigkeit halber ist auf die Begutachtung der MEDAS zu verweisen. 
Auch wenn dem Gutachten in der Folge zu Recht kein abschliessender 
Beweiswert beigemessen wurde, hat der damalige psychiatrische Gutach-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Dez. 2025, IV 200 2025 325

- 18 -

ter auf der Befundebene nachvollziehbar und überzeugend dargelegt, dass 
die Symptomkomplexe des Autismus und des ADHS vom Beschwerdefüh-
rer wie auswendig referiert worden seien und einem Lehrbuchwissen ent-
sprochen hätten. Seine Interaktion und sein Verhalten seien aber untypisch 
für diese Störungen gewesen (act. II 68.4/9 Ziff. 4.3). Diese Selbstdarstel-
lung des Beschwerdeführers setzte sich auch bei den weiteren Gutachtern 
fort und führte denn auch zu Auffälligkeiten in der Symptomvalidierung.

3.4.5 Was die Potentialabklärung betrifft, regte PD Dr. med. F.________ 
eine solche an, um abzuklären bzw. einzugrenzen, in welchen Bereichen 
der Beschwerdeführer gemäss seinen (verbliebenen) Fähigkeiten am bes-
ten eingegliedert werden könnte (act. II 133.1/29 f. Ziff. 8). Dieses Ziel der 
Abklärung (Eruieren der konkreten Verweistätigkeiten aufgrund des erstell-
ten Zumutbarkeitsprofils) konnte anlässlich der Abklärung bei der Ab-
klärungsstelle H.________ vom 4. November 2024 bis zum 3. Februar 
2025 (act. II 178) zumindest teilweise erreicht werden, indem sich zeigte, 
dass für den Beschwerdeführer einfache ...-, ...- oder ... geeignet sind (act. 
II 178/4 Ziff. 2.2, 178/8 Ziff. 4.1). All das ändert aber nichts an der Massge-
blichkeit der von PD Dr. med. F.________ medizinisch-theoretisch festge-
setzten Arbeitsfähigkeit in einer (solchen, dem Zumutbarkeitsprofil entspre-
chenden) angepassten Tätigkeit. Denn es ging bei der Potentialabklärung 
entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers (Beschwerde S. 13 f. Ziff. 33 
f.) nicht darum, abzuklären, ob er seine Restarbeitsfähigkeit auf dem aus-
geglichenen Arbeitsmarkt noch verwerten kann (vgl. hierzu E. 4.8 hier-
nach). Damit erübrigen sich diesbezügliche Ausführungen zu seinem Vor-
bringen, wonach das Ergebnis der Potentialabklärung von der Beschwer-
degegnerin nicht medizinisch abgeklärt worden sei, sie sich mit den Ergeb-
nissen dieser Abklärung nicht auseinandergesetzt habe und er dem 
während dieser Massnahme innegehabten Pensum von 35 % nur mit 
"Mühe und Not" habe standhalten können (Beschwerde S. 9 f. Ziff. 23 so-
wie S. 14 f. Ziff. 34 f.). Während der Potentialabklärung war die Motivation 
des Beschwerdeführers fraglich (vgl. etwa act. II 173, 175/6 Ziff. 2.1, 178/2 
Ziff. 2.1 sowie Protokoll per 17. Juni 2025 [im Gerichtsdossier] Einträge 
vom 26. November 2024, 22. Januar 2025 und 2. April 2025) und die zahl-
reichen zuvor und während der Potentialabklärung durchgeführten Labor-
kontrollen zeigten, dass er die Medikamente nicht regelmässig bzw. nicht in 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Dez. 2025, IV 200 2025 325

- 19 -

der verordneten Dosis einnimmt (vgl. etwa act. II 133.1/26 Ziff. 7.2, 148, 
154, 166/3 f., 169, 174/3 f., 177), was – wie die Beschwerdegegnerin zu 
Recht vorbringt (vgl. Beschwerdeantwort S. 3 Ziff. 7) – für einen geringen 
Leidensdruck spricht. Auch wurde der Erfolg der Potentialabklärung mass-
geblich durch die ungelöste Kinderbetreuungssituation mitbeeinflusst, wes-
halb gestützt auf diese Abklärung nicht davon ausgegangen werden kann, 
die Restarbeitsfähigkeit sei gesundheitsbedingt unverwertbar (184, 178/3 
Ziff. 2.1, 178/9 Ziff. 6.1, 175/7 Ziff. 2.1, 175/13 Ziff. 6.1; vgl. auch Protokoll 
per 17. Juni 2024 [in den Gerichtsakten] Einträge vom 26. November 2024, 
2. April 2025). Damit widerspricht die festgesetzte Arbeitsfähigkeit von 
sechs Stunden pro Tag an fünf Tagen die Woche den Ergebnissen der 
Potentialabklärung entgegen dem Vorbringen des Beschwerdeführers (Be-
schwerde S. 13 Ziff. 33) nicht.

3.4.6 Soweit PD Dr. med. F.________ davon ausgeht, dem Beschwerde-
führer sei eine leidensangepasste Tätigkeit an sechs Stunden pro Tag zu-
mutbar, kann ihm gefolgt werden und es ist darauf abzustellen. Anders ver-
hält es sich, soweit der Gutachter wegen der Dekonditionierung angesichts 
der langen Zeit ohne Anforderungen von einer anfänglichen Einschränkung 
um 25 % bzw. einer Gesamtarbeitsfähigkeit von 50-60 % ausgeht 
(act. II 133.1/30 Ziff. 8). Eine Dekonditionierung, insbesondere eine wie im 
vorliegenden Fall durch Untätigkeit bzw. Arbeitslosigkeit bedingte, stellt ge-
mäss höchstrichterlicher Rechtsprechung (vgl. Urteile des BGer 
8C_793/2021 vom 30. März 2022 E. 4.2.1, 9C_755/2020 vom 8. März 2021 
E. 5.1 mit weiteren Hinweisen und 9C_780/2015 vom 7. Januar 2016 
E. 3.3.2) kein in der Invalidenversicherung versichertes Risiko dar, weshalb 
eine solche bei der Beurteilung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit nicht zu 
berücksichtigen ist. Dabei kann letztlich offen bleiben, ob sich die gutach-
terlich attestierte Einschränkung auf eine tägliche Arbeitszeit von sechs 
Stunden insbesondere mit Blick auf die wiederholt festgestellten Inkonsis-
tenzen im Rahmen einer Indikatorenprüfung überhaupt bestätigen liesse. 
Es besteht so oder anders kein Anspruch auf eine Rente. 

3.4.7 Soweit der behandelnde Psychiater Dr. med. L.________ im Bericht 
vom 2. April 2025 (act. II 185) von einer "in den letzten Wochen" aufgetre-
tenen Dekompensation ausgeht, ist diese nicht zu berücksichtigen. Wie er 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Dez. 2025, IV 200 2025 325

- 20 -

selbst ausführt, haben psychosoziale Belastungsfaktoren zur Dekompensa-
tion beigetragen. Solche sind jedoch gemäss bundesgerichtlicher Recht-
sprechung nicht zu berücksichtigen (Urteil des BGer 9C_902/2012 vom 
17. Juli 2012 E. 4.1). Die diesbezüglichen Vorbringen des Beschwerdefüh-
rers (Beschwerde S. 15 f. Ziff. 36 f.) sind damit unbegründet. 

Für das vorliegende Verfahren ebenfalls nicht von Relevanz ist die angeb-
lich ab 30. Juni 2025 begonnene teilstationäre Behandlung (vgl. Akten des 
Beschwerdeführers [act. I] 6), da diese nicht den vorliegend massgebenden 
Sachverhalt bis zum Erlass der Verfügung vom 9. April 2025 (BGE 144 V 
210 E. 4.3.1 S. 213, 131 V 242 E. 2.1 S. 243, 130 V 138 E. 2.1 S. 140; 
SVR 2022 UV Nr. 46 S. 183, 8C_655/2021 E. 6.3.1) betrifft und daher nicht 
zu berücksichtigten ist.

3.4.8 Insgesamt erweist sich der massgebende medizinische Sachverhalt 
als liquide. Das Vorbringen des Beschwerdeführers, die Beschwerdegeg-
nerin habe den Untersuchungsgrundsatz verletzt (Beschwerde S. 10 
Ziff. 26), ist unbegründet. In antizipierter Beweiswürdigung (BGE 144 V 361 
E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; in BGE 151 III 
28 nicht publ. E. 5.2 des Urteils 9C_298/2024 vom 14. August 2024; SVR 
2019 IV Nr. 50 S. 162, 9C_296/2018 E.4) ist auf weitere Abklärungen zu 
verzichten

3.5 Damit ist erstellt, dass dem Beschwerdeführer eine Tätigkeit als ... 
nicht mehr zumutbar ist, er jedoch eine leidensangepasste Tätigkeit min-
destens während sechs Stunden pro Tag ohne zusätzliche Leistungsmin-
derung ausführen kann. Gestützt auf diese Schlussfolgerungen ist in der 
Folge die Invaliditätsbemessung vorzunehmen. 

4.

4.1 Die Beschwerdegegnerin hat die Invaliditätsbemessung anhand der 
allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs vorgenommen (100 % 
Erwerb). Ob aufgrund der Betreuungssituation der Kinder des Beschwerde-
führers (dieser betreut drei Tage pro Woche die Kinder [vgl. etwa 
act. II 26/12, 50/2, 68.4/2 Ziff. 3.2.1, 145/3]) nicht eher die Anwendung der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Dez. 2025, IV 200 2025 325

- 21 -

gemischten Methode zutreffender wäre, braucht nicht abschliessend beur-
teilt zu werden. Selbst bei Anwendung der für den Beschwerdeführer güns-
tigeren Methode des Einkommensvergleichs hat dies keine Auswirkung auf 
das Ergebnis (kein Rentenanspruch, vgl. E. 4.9 f. hiernach), da die ge-
sundheitliche Beeinträchtigung des Beschwerdeführers im Aufgabenbe-
reich offensichtlich zu keinen massgeblichen Einschränkungen führen wür-
de.

4.2 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungs-
massnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Ar-
beitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkom-
men, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 
ATSG).

4.3 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nöti-
genfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepass-
ten Verdienst angeknüpft. Die Ermittlung des Valideneinkommens hat so 
konkret wie möglich zu erfolgen (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110, 134 V 322 
E. 4.1 S. 325; SVR 2022 UV Nr. 4 S. 12, 8C_134/2021 E. 3.2).

4.4

4.4.1 Soweit die Zeit bis am 31. Dezember 2021 betreffend, ist für die 
Festsetzung des Invalideneinkommens primär von der beruflich-erwerbli-
chen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht 
(BGE 148 V 174 E. 6.2 S. 181, 143 V 295 E. 2.2 S. 296). Hat die versicher-
te Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls kei-
ne ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, so können 
nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für 
Statistik (BFS) herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herange-
zogen werden. Dabei wird in der Regel der Totalwert angewendet. Praxis-
gemäss ist beim anhand der LSE vorgenommenen Einkommensvergleich 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Dez. 2025, IV 200 2025 325

- 22 -

sodann von der Tabellengruppe A (standardisierte Bruttolöhne) auszuge-
hen, wobei üblicherweise auf die Tabelle TA1_tirage_skill_level, privater 
Sektor, abgestellt wird. Bei der Verwendung der standardisierten Bruttolöh-
ne ist gemäss Rechtsprechung jeweils vom sogenannten Zentralwert (Me-
dian) auszugehen (BGE 148 V 174 E. 6.2 S. 181, 143 V 295 E. 2.2 S. 297). 
Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 148 V 
174 E. 6.3 S. 182, 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 
2024 UV Nr. 14 S. 58, 8C_706/2022 E. 6.1.2, 2018 IV Nr. 46 S. 147, 
8C_211/2018 E. 3.3). Zu beachten ist, dass allfällige bereits in der Beurtei-
lung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Ein-
schränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Ab-
zugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Ge-
sichtspunkts führen dürfen (BGE 148 V 174 E. 6.3 S. 182, 146 V 16 E. 4.1 
S. 20; SVR 2023 IV Nr. 18 S. 63, 8C_332/2022 E. 5.2.1.1).

4.4.2 Soweit das Invalideneinkommen betreffend, ergibt die seit dem 
1. Januar 2024 gültige Rechtslage das Folgende: 

Erzielt die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität ein Erwerbsein-
kommen, so wird ihr dieses als Einkommen mit Invalidität (Art. 16 ATSG) 
angerechnet, sofern sie damit ihre verbliebene funktionelle Leistungsfähig-
keit in Bezug auf eine ihr zumutbare Erwerbstätigkeit bestmöglich verwertet 
(Art. 26bis Abs. 1 IVV). Liegt kein anrechenbares Erwerbseinkommen vor, 
so wird das Einkommen mit Invalidität nach statistischen Werten gemäss 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Dez. 2025, IV 200 2025 325

- 23 -

Art. 25 Abs. 3 IVV bestimmt. Vom statistisch bestimmten Wert nach Abs. 2 
werden 10 % abgezogen. Kann die versicherte Person aufgrund ihrer Inva-
lidität nur noch mit einer funktionellen Leistungsfähigkeit nach Art. 49 Abs. 
1bis IVV von 50 % oder weniger tätig sein, so werden 20 % abgezogen. 
Weitere Abzüge sind nicht zulässig (Art. 26bis Abs. 3 IVV).

4.4.3 Das trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung zumutbarerweise 
erzielbare Einkommen ist bezogen auf einen ausgeglichenen Arbeitsmarkt 
zu ermitteln. Dieser theoretische und abstrakte Begriff dient dazu, den Leis-
tungsbereich der Invalidenversicherung von jenem der Arbeitslosenversi-
cherung abzugrenzen. Ein ausgeglichener Arbeitsmarkt ist gekennzeichnet 
durch ein gewisses Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage nach 
Arbeitskräften und weist einen Fächer verschiedenster Tätigkeiten auf und 
zwar sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen 
Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes. Er um-
fasst auch sogenannte Nischenarbeitsplätze, also Stellen- und Arbeitsan-
gebote, bei welchen Behinderte mit einem sozialen Entgegenkommen von 
Seiten des Arbeitgebers rechnen können. Dabei ist nicht von realitätsfrem-
den Einsatzmöglichkeiten auszugehen. Es können nur Vorkehren verlangt 
werden, die unter Berücksichtigung der gesamten objektiven und subjekti-
ven Gegebenheiten des Einzelfalles zumutbar sind. An die Konkretisierung 
von Arbeitsgelegenheiten und Verdienstaussichten sind jedoch rechtspre-
chungsgemäss keine übermässigen Anforderungen zu stellen (BGE 148 V 
174 E. 9.1 S. 188, 138 V 457 E. 3.1 S. 459; SVR 2019 IV Nr. 21 S. 65, 
8C_458/2018 E. 4.2). Nach diesen Gesichtspunkten bestimmt sich im Ein-
zelfall, ob die invalide Person die Möglichkeit hat, ihre restliche Erwerbs-
fähigkeit zu verwerten und ob sie ein rentenausschliessendes Einkommen 
zu erzielen vermag oder nicht (BGE 110 V 273 E. 4b S. 276; ZAK 1991 S. 
320 E. 3b).

4.5 Unter Herrschaft der bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen 
Rechtslage galt das Folgende: Bezog eine versicherte Person aus invali-
ditätsfremden Gründen (z.B. geringe Schulbildung, fehlende berufliche 
Ausbildung, mangelnde Deutschkenntnisse, beschränkte Anstellungsmög-
lichkeiten wegen Saisonnierstatus) ein deutlich unterdurchschnittliches Ein-
kommen, ist diesem Umstand bei der Invaliditätsbemessung nach Art. 16 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Dez. 2025, IV 200 2025 325

- 24 -

ATSG Rechnung zu tragen, sofern keine Anhaltspunkte dafür bestehen, 
dass sie sich aus freien Stücken mit einem bescheideneren Einkommensni-
veau begnügen wollte. Nur dadurch ist der Grundsatz gewahrt, dass die auf 
invaliditätsfremde Gesichtspunkte zurückzuführenden Lohneinbussen ent-
weder überhaupt nicht oder aber bei beiden Vergleichseinkommen gleich-
mässig zu berücksichtigen sind. Diese Parallelisierung der Einkommen 
kann praxisgemäss entweder auf Seiten des Valideneinkommens durch ei-
ne entsprechende Heraufsetzung des effektiv erzielten Einkommens oder 
durch Abstellen auf die statistischen Werte oder aber auf Seiten des Invali-
deneinkommens durch eine entsprechende Herabsetzung des statistischen 
Wertes erfolgen (BGE 148 V 174 E. 6.4 S. 183; SVR 2024 UV Nr. 17 S. 68, 
8C_756/2022 E. 5.1.1). Weicht der tatsächlich erzielte Verdienst mindes-
tens 5 % vom branchenüblichen LSE-Tabellenlohn ab, ist er im Sinne der 
Rechtsprechung deutlich unterdurchschnittlich und kann – bei Erfüllung der 
übrigen Voraussetzungen – eine Parallelisierung der Vergleichseinkommen 
rechtfertigen. Es ist allerdings nur in dem Umfang zu parallelisieren, in wel-
chem die prozentuale Abweichung den Erheblichkeitsgrenzwert von 5 % 
übersteigt (BGE 148 V 174 E. 6.4 S. 183, 135 V 297 E. 6.1.2 S. 303 und 
E. 6.1.3 S. 304). 

Seit dem 1. Januar 2022 ergibt die seither gültige Rechtslage das Folgen-
de: Liegt das tatsächlich erzielte Erwerbseinkommen 5 % oder mehr unter-
halb des branchenüblichen Zentralwertes der LSE nach Art. 25 Abs. 3 IVV, 
so entspricht gemäss Art. 26 Abs. 2 IVV das Einkommen ohne Invalidität 
95 % dieses Zentralwertes. Diese Bestimmung findet gemäss Art. 26 Abs. 
3 IVV keine Anwendung, wenn das Einkommen mit Invalidität nach Art. 
26bis Abs. 1 IVV ebenfalls 5 % oder mehr unterhalb des branchenüblichen 
Zentralwertes der LSE nach Art. 25 Abs. 3 IVV liegt (lit. a) oder das Ein-
kommen aus selbstständiger Tätigkeit erzielt wurde (lit. b). 

4.6 Aufgrund des unter E. 2.1 hiervor Dargelegten fällt der frühestmögli-
che Rentenbeginn vorliegend auf den Januar 2021. Ob das Wartejahr (vgl. 
E. 2.3. hiervor) in jenem Zeitpunkt erfüllt war, kann offen bleiben, denn 
selbst unter entsprechender Annahme zu Gunsten des Beschwerdeführers 
ändert sich am Ergebnis (vgl. E. 4.9 f. hiernach) nichts. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Dez. 2025, IV 200 2025 325

- 25 -

4.7 Die Beschwerdegegnerin hat das Valideneinkommen gestützt auf 
das zuletzt bei der N.________ AG ab dem 1. Juli 2019 als "..." erzielte 
Einkommen abgestellt (act. II 186). Die dagegen vom Beschwerdeführer 
vorgebrachten Einwände (Beschwerde S. 16 f. Ziff. 38 f.) vermögen nicht 
zu überzeugen. Entgegen seinem Vorbringen hat er die davor lediglich un-
terjährig innegehabten Stellen als ... bei der O.________ AG (act. II 9/3) 
sowie beim P.________ und Umgebung (vgl. act. II 9/3, act. I 3) nicht we-
gen mangelnder Anpassungsfähigkeit und Konzentrationsfähigkeit (Be-
schwerde S. 13 Ziff. 32, Eingabe vom 21. Juli 2025) und daher nicht invali-
ditätsbedingt verloren, sondern weil er Unfälle nicht gemeldet hatte (act. II 
51/6, 68.4/2, 113.4/77, 113.4/47, 113.3/8, 113.3/2; vgl. auch Beschwerde-
antwort S. 4 Ziff. 8). Der Beschwerdeführer wäre daher auch ohne Ge-
sundheitsschaden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht mehr als ... 
beschäftigt. Somit hat die Beschwerdegegnerin das Valideneinkommen zu 
Recht gestützt auf die Verhältnisse des letzten Arbeitsverhältnisses 
(N.________ AG), welches aus gesundheitlichen Gründen gekündigt wurde 
(act. II 133.1/12, 113.2/5), ermittelt. Die Beschwerdegegnerin führte dies-
bezüglich in der angefochtenen Verfügung lediglich aus, das Validenein-
kommen richte sich nach den Angaben der N.________ AG und betrage 
Fr. 53'452.--. Weitere diesbezügliche Berechnungen oder Angaben seitens 
der Beschwerdegegnerin fehlen. Ab Stellenantritt bei der N.________ AG 
im Juli 2019 betrug der monatliche Bruttolohn Fr. 4'000.-- bzw. der jährliche 
Bruttolohn Fr. 48'000.-- (act. II 21 f.). Ob die Beschwerdegegnerin bei der 
Berechnung des Valideneinkommens unzulässigerweise (vgl. statt vieler 
Urteil des BGer 8C_194/2020 vom 12. Mai 2020 E. 4.5) die im Lohnkonto 
(act. II 22.1) ausgewiesenen Pauschalspesen von monatlich Fr. 464.-- bzw. 
jährlich von Fr. 5'568.-- berücksichtigt hat, lässt sich den Angaben in der 
Verfügung nicht entnehmen. Auch nicht gestützt auf welche Zahlen sie zum 
Schluss kommt, der Beschwerdeführer hätte bei der N.________ AG ein 
um 10 % unterdurchschnittliches Einkommen erzielt. Auch diese Frage 
braucht nicht abschliessend beantwortet zu werden. Selbst wenn zu Guns-
ten des Beschwerdeführers auf die von der Beschwerdegegnerin berück-
sichtigten Zahlen sowie die von ihr vorgenommene Parallelisierung um 5 % 
(vgl. E. 4.8 hiernach) abgestellt wird, ändert sich am Ergebnis (vgl. E. 4.9 f. 
hiernach) nichts. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Dez. 2025, IV 200 2025 325

- 26 -

4.8

4.8.1 Was das Invalideneinkommen betrifft, ist dem Beschwerdeführer 
gestützt auf das gutachterliche Zumutbarkeitsprofil eine leidensangepasste 
Tätigkeit an sechs Stunden pro Tag zumutbar. Zumutbar sind leichte, 
wechselbelastende Tätigkeiten. Folgende Tätigkeiten sollten vermieden 
werden: Das Heben/Tragen von Gewichten über 10 kg, Arbeitszwangshal-
tungen mit vermehrten Belastungen der HWS, BWS und LWS, Arbeiten 
welche mit Bücken unter der Tischkante verbunden sind, Arbeitshaltungen 
im Knien oder in Hockestellung, mit Überwinden von Niveauunterschieden, 
höhenexponierte Tätigkeiten, Überkopfarbeiten sowie ausschliesslich ste-
hende/gehende Tätigkeiten (act. II 113.2/31 Ziff. 7.2). Weiter muss es sich 
um eine Tätigkeit ohne hohe kognitive Anforderungen handeln. Eine einfa-
che möglichst praktische Tätigkeit ohne grosse Anforderungen an Konzen-
tration usw. wäre ideal (act. II 133.1/29 Ziff. 8). Die gutachterlich attestierte 
hohe Restarbeitsfähigkeit ist auf dem hier massgebenden, hypothetisch 
ausgeglichenen Arbeitsmarkt verwertbar, ist die adaptierte Tätigkeit doch 
nicht derart formuliert, dass dem Beschwerdeführer derartige Arbeiten in 
nur so eingeschränkter Form möglich wären, dass sie der ausgeglichene 
Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder sie nur unter nicht realistischem 
Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wären 
und das Finden einer entsprechenden Stelle daher zum Vornherein als 
ausgeschlossen erscheinen würde (BGE 148 V 174 E. 9.1 S. 188; SVR 
2024 IV Nr. 18 S. 59, 8C_346/2023 E. 2.3). Sodann wirkt sich eine fehlen-
de Ausbildung etwa in Form einer Berufslehre im Kompetenzniveau 1 nicht 
negativ aus bzw. steht einer solchen nicht entgegen (Urteil des BGer 
8C_715/2022 vom 8. März 2023 E. 10.4.2.2). Damit bestehen hier auf dem 
hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt, der überdies auch sogenann-
te Nischenarbeitsplätze mitumfasst (E. 4.4.3 hiervor), ausreichende Be-
schäftigungsmöglichkeiten. 

4.8.2 Im Abschlussbericht der Abklärungsstelle H.________ vom 6. Fe-
bruar 2025 (act. II 178) wurde die Vermittelbarkeit für den ersten Arbeits-
markt mit Verweis auf das reduzierte Arbeitspensum, die unüblichen Ar-
beitszeiten sowie die Anforderungen an das Arbeitsumfeld verneint 
(act. II 178/8 Ziff. 4.1). Dazu ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Dez. 2025, IV 200 2025 325

- 27 -

selber sich auf eine Steigerung des 35%-Pensums "nicht einlassen" konnte 
bzw. eine solche Steigerung von ihm abgelehnt wurde (act. II 178/7 f. 
Ziff. 3.2). In Bezug auf die "unüblichen Arbeitszeiten" betrafen diese ledig-
lich den Einsatz im Bereich Logistik (act. II 178./4 Ziff. 2.2). Die postulierten 
Einschränkungen bezüglich Arbeitsumfeld beruhen lediglich auf den Anga-
ben des Beschwerdeführers (act. II 178/8 Ziff. 4.1) und somit nicht auf ob-
jektivierten Tatsachen. Die Schlussfolgerungen im Abschlussbericht der 
Abklärungsstelle H.________ vermögen daher nicht, die Verwertbarkeit der 
Restarbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt in Zweifel zu zie-
hen.

Da der Beschwerdeführer seine verbleibende Restarbeitsfähigkeit nicht 
verwertet, obwohl ihm dies zumutbar wäre, ist das Invalideneinkommen ge-
stützt auf statistische Zahlen zu bestimmen (vgl. E. 4.4.1 hiervor). Gemäss 
dem Totalwert der Tabelle TA1_tirage_skill_level der LSE 2020, Männer, 
Kompetenzniveau 1, betrug das monatliche Einkommen im Jahr 2020 
Fr. 5'261.--. Bei Aufrechnung auf ein Jahr und unter Berücksichtigung einer 
betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41.7 Stunden (vgl. Total-
wert der Tabelle Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, in 
Stunden pro Woche), einer zumutbaren wöchentlichen Arbeitszeit von 
30 Stunden sowie der Nominallohnentwicklung per 2021 (vgl. Totalwert Ta-
belle Nominallohnindex, Männer, 2016-2024, T1.1.15; 103.2 [2020], 102.5 
[2021]) resultiert ein Invalideneinkommen von Fr. 47'028.-- (Fr. 5'261.-- x 
12 Monate / 40 Stunden x 30 Stunden / 103.2 x 102.5). Hiervon hat die 
Beschwerdegegnerin keinen Abzug vom Tabellenlohn vorgenommen, was 
entgegen dem Vorbringen des Beschwerdeführers (Beschwerde S. 17 
Ziff. 40) nicht zu beanstanden ist: Die gesundheitlichen Einschränkungen 
wurden allesamt bereits im medizinischen Zumutbarkeitsprofil genügend 
berücksichtigt und dürfen nicht ein weiteres Mal zu einem Abzug führen 
(vgl. E. 4.4.1 hiervor). Auch die übrigen Faktoren (Alter und Dienstjahre) 
vermögen keinen Abzug zu begründen. Da Hilfsarbeiten auf dem massge-
benden hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt altersunabhängig 
nachgefragt werden, wirkt sich der Faktor Alter nicht (zwingend) lohnsen-
kend, sondern im Kompetenzniveau 1 sogar lohnerhöhend aus (Urteil des 
BGer 8C_14/2017 vom 15. März 2017 E. 6.3). Weiter gilt es zu beachten, 
dass die Bedeutung der Dienstjahre im privaten Sektor abnimmt, je niedri-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Dez. 2025, IV 200 2025 325

- 28 -

ger das Anforderungsprofil ist. Mit Blick auf das Kompetenzniveau 1 kommt 
dem Umstand, dass der Beschwerdeführer im Rahmen einer Verweistätig-
keit keine Dienstjahre und kein Erfahrungswissen aufweist, keine relevante 
Bedeutung zu (vgl. hierzu u.a. Urteil des BGer 8C_699/2017 vom 26. April 
2018 E. 3.2). Schliesslich ist in Bezug auf das Kriterium Nationalität zu 
berücksichtigen, dass er am 5. Oktober 2012 das Schweizer Bürgerrecht 
erlangt hat (act. II 1/1 Ziff. 1.4) und sich daher ein diesbezüglicher Abzug 
rechtsprechungsgemäss (vgl. SVR 2025 IV Nr. 6 S. 27, 8C_621/2023 
E. 5.2.3) nicht rechtfertigt. Unter Berücksichtigung der von der Beschwer-
degegnerin zu Gunsten des Beschwerdeführers vorgenommenen Paralleli-
sierung um 5 % (vgl. E. 4.7 hiervor) ergibt sich per 1. Januar 2021 ein 
massgebendes Invalideneinkommen von Fr. 44'677.-- (Fr. 47'028.-- x 
95 %) per 2021.

4.9 Aus der Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen resul-
tiert ein abgerundeter (BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123; SVR 2019 IV 
Nr. 61 S. 196, 8C_575/2018 E. 7.1) Invaliditätsgrad von 16 % ([Fr. 53'452.-- 
./. Fr. 44'677.--] / Fr. 53'452.-- x 100). Mithin besteht per Januar 2021 kein 
Rentenanspruch (vgl. E. 2.3 hiervor).

4.10 Infolge der per 1. Januar 2024 erfolgten Änderung von Art. 26bis 
Abs. 3 IVV (Pauschalabzug; vgl. Änderung der IVV vom 18. Oktober 2023 
[AS 2023 635]) ist eine Invaliditätsbemessung anhand der bisherigen Fak-
toren ohne Berücksichtigung eines allfällig erfolgten leidensbedingten Ab-
zugs, jedoch unter Berücksichtigung des Pauschalabzugs vorzunehmen 
(vgl. Rz. 9203 KSIR). Die Rechtsänderung von Art. 26bis Abs. 3 IVV stellt ei-
nen eigenständigen Änderungstitel dar (Rz. 9210 KSIR). Demnach ist beim 
vorerwähnten Invalideneinkommen nunmehr ein Pauschalabzug von 10 % 
vorzunehmen (Art. 26bis Abs. 3 IVV). Es resultiert damit ein Invalidenein-
kommen von Fr. 40'209.-- (Fr. 44'677.-- x 90 %). Bei einem Validenein-
kommen von Fr. 53'452.-- und einer invaliditätsbedingten Erwerbseinbusse 
von Fr. 13'243.-- (Fr. 40'209.-- ./. Fr. 53'452.--) resultiert per 1. Januar 2024 
ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von aufgerundet 25 % 
(Fr. 13'243.-- / Fr. 53'452.-- x 100).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Dez. 2025, IV 200 2025 325

- 29 -

5.

Zusammenfassend ist die angefochtene Verfügung vom 9. April 2025 
(act. II 186) im Ergebnis nicht zu beanstanden. Die dagegen erhobene Be-
schwerde ist abzuweisen.

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, sind entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens dem Beschwerdeführer zur Bezah-
lung aufzuerlegen. Mit Verfügung vom 7. Juli 2025 wurde sein Gesuch um 
unentgeltliche Rechtspflege gutgeheissen. Der Beschwerdeführer ist folg-
lich – unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht gemäss Art. 113 VRPG 
i.V.m. Art. 123 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezem-
ber 2008 (Zivilprozessordnung, ZPO; SR 272) – von der Zahlungspflicht 
betreffend die Verfahrenskosten zu befreien.

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG).

6.3 Aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege unter Beiord-
nung von Rechtsanwältin B.________ als amtliche Anwältin (vgl. Verfü-
gung vom 7. Juli 2025) bleibt das amtliche Honorar festzulegen.

Gemäss Art. 42 des kantonalen Anwaltsgesetzes vom 28. März 2006 
(KAG; BSG 168.11) bezahlt der Kanton den amtlich bestellten Anwältinnen 
und Anwälten eine angemessene Entschädigung, die sich nach dem gebo-
tenen Zeitaufwand bemisst und höchstens dem Honorar gemäss der Tarif-
ordnung für den Parteikostenersatz entspricht. Bei der Festsetzung des ge-
botenen Zeitaufwandes sind die Bedeutung der Streitsache und die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Dez. 2025, IV 200 2025 325

- 30 -

Schwierigkeit des Prozesses zu berücksichtigen. Auslagen und Mehrwert-
steuer werden zusätzlich entschädigt (Abs. 1). Die Aufwendungen für die 
Erlangung des Rechts auf unentgeltliche Rechtspflege sind nach den glei-
chen Regeln zu entschädigen (Abs. 3). Nach Art. 42 Abs. 4 KAG i.V.m. 
Art. 1 der Verordnung vom 20. Oktober 2010 über die Entschädigung der 
amtlichen Anwältinnen und Anwälte (EAV; BSG 168.711) beträgt der Stun-
denansatz Fr. 200.--.

Mit Kostennote vom 21. Juli 2025 macht Rechtsanwältin B.________ ein 
Honorar von total Fr. 3'026.30 (Fr. 2'718.-- [13.59 Stunden à Fr. 200.--] zu-
züglich Auslagen von pauschal 3 %, ausmachend Fr. 81.55, und Mehrwert-
steuer [MWST] von Fr. 226.75 [8.1 % von Fr. 2'799.55]) geltend, was nicht 
zu beanstanden ist (zur Zulässigkeit eines pauschalierten Auslagenersat-
zes vgl. BVR 2024 S. 390 E. 4.2). Dieser Betrag ist Rechtsanwältin 
B.________ nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils aus der Gerichts-
kasse auszurichten. Vorbehalten bleibt die Nachzahlungspflicht des Be-
schwerdeführers gegenüber dem Kanton Bern entsprechend den Voraus-
setzungen von Art. 123 ZPO (vgl. Art. 113 VRPG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen 
Rechtspflege wird der Beschwerdeführer – unter Vorbehalt der Nach-
zahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO – jedoch von der Zahlungspflicht 
befreit.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Rechtsanwältin B.________ wird nach Eintritt der Rechtskraft dieses 
Urteils aus der Gerichtskasse eine auf Fr. 3'026.30 festgesetzte Ent-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Dez. 2025, IV 200 2025 325

- 31 -

schädigung (inkl. Auslagen und MWST) vergütet. Vorbehalten bleibt 
die Nachzahlungspflicht nach Art. 123 ZPO.

5. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso,

Postfach 8334, 3001 Bern

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.