# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cd2e707c-a70e-5ced-b6db-0f570fd5e087
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-08-29
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 29.08.2023 D-4554/2023
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4554-2023_2023-08-29.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-4554/2023 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 9 .  A u g u s t  2 0 2 3  

Besetzung 
 Einzelrichterin Susanne Bolz-Reimann, 

mit Zustimmung von Richter Walter Lang, 

Gerichtsschreiber Jonas Perrin. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Afghanistan,  

(…),   

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren - Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG);  

Verfügung des SEM vom 21. August 2023 / N (…). 

 

 

D-4554/2023 

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer am 2. August 2023 in der Schweiz um Asyl 

nachsuchte, und ein Abgleich mit der europäischen Fingerabdruck-Daten-

bank (Eurodac) ergab, dass er am 25. Juli 2020 bereits in Kroatien ein 

Asylgesuch gestellt hatte, 

dass das SEM die kroatischen Behörden am 4. August 2023 um Wieder-

aufnahme des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. b der 

Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des Ra-

tes vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Be-

stimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Dritt-

staatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten An-

trags auf internationalen Schutz zuständig ist (Neufassung) (ABl. L 180/31 

vom 29.6.2013; nachfolgend: Dublin-III-VO) ersuchte,  

dass das SEM dem Beschwerdeführer anlässlich des Dublin-Gesprächs 

gemäss Art. 5 Dublin-III-VO vom 15. August 2023 das rechtliche Gehör zur 

mutmasslichen Zuständigkeit Kroatiens für die Durchführung des Asylver-

fahrens, zu einer allfälligen Rückkehr dorthin sowie zum medizinischen 

Sachverhalt gewährte, 

dass er dabei im Wesentlichen geltend machte, er habe Afghanistan vor 

einem halben Jahr verlassen und sei über Iran, die Türkei, Bulgarien, Ser-

bien, Kroatien, Slowenien und Italien in die Schweiz gereist, 

dass er in Kroatien aufgrund einer Fussverletzung nicht mehr mit den 

Schleppern habe weitergehen können, woraufhin ihn die kroatische Polizei 

aufgegriffen habe, 

dass er versucht habe, vor den kroatischen Polizisten wegzurennen, diese 

ihn jedoch eingeholt und mit drei oder vier Stockschlägen traktiert hätten, 

dass die kroatischen Polizisten ihn anschliessend festgenommen und ge-

zwungen hätten, seine Fingerabdrücke abzugeben, 

dass er in Kroatien denselben Namen wie gegenüber den schweizerischen 

Behörden angegeben habe, er jedoch nicht mehr wisse, welches Geburts-

datum er den kroatischen Behörden genannt habe, 

dass er in die Schweiz gereist sei, weil seine Cousins hier lebten,  

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dass er erfahren habe, dass sein Bruder in Pakistan erschossen worden 

sei, weshalb es ihm psychisch nicht gut gehe, 

dass er an Kopfschmerzen leide sowie das Gefühl habe, sein Kopf würde 

sich drehen und er sich nicht auf den Beinen halten könne, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe seines damaligen Rechtsvertre-

ters vom 15. August 2023 beantragte, im Zentralen Migrationsinformati-

onssystem (ZEMIS) sei der Name «B._______» als sein Vorname und der 

Name «C._______» als sein Nachname zu erfassen, 

dass die kroatischen Behörden dem Wiederaufnahmegesuch am 18. Au-

gust 2023 gestützt auf Art. 20 Abs. 5 Dublin-III-VO zustimmten, 

dass das SEM mit Mutationsformular für Personendaten ZEMIS am 21. Au-

gust 2023 eine entsprechende Nebenidentität erfasste,  

dass das SEM mit Verfügung vom 21. August 2023 – eröffnet am 23. Au-

gust 2023 – in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31) 

auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eintrat, die Wegweisung 

aus der Schweiz nach Kroatien anordnete und ihn aufforderte, die Schweiz 

spätestens am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen, 

dass es gleichzeitig feststellte, einer allfälligen Beschwerde gegen den Ent-

scheid komme keine aufschiebende Wirkung zu, und die Aushändigung 

der editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis an den 

Beschwerdeführer verfügte, 

dass das SEM den Nichteintretensentscheid mit der Zuständigkeit Kroati-

ens zur Durchführung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens des Be-

schwerdeführers begründete, 

dass der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers sein Mandat am 23. Au-

gust 2023 niederlegte, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 23. August 2023 gegen den 

Nichteintretensentscheid des SEM vom 21. August 2023 beim Bundesver-

waltungsgericht Beschwerde erhob und dabei beantragte, die angefoch-

tene Verfügung sei aufzuheben und auf sein Asylgesuch sei einzutreten, 

dass er in prozessualer Hinsicht um Gewährung der aufschiebenden Wir-

kung der Beschwerde sowie der unentgeltlichen Prozessführung ein-

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schliesslich des Verzichts auf Erhebung eines Kostenvorschusses er-

suchte, 

dass die vorinstanzlichen Akten dem Bundesverwaltungsgericht am 

24. August 2023 in elektronischer Form vorlagen (vgl. Art. 109 Abs. 3 

AsylG), 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31‒33 

VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 3 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um ein solches Rechtsmittel handelt, 

weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde, 

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des 

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Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG), 

dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO jeder Asylantrag von einem einzi-

gen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapitels III 

(Art. 8–15 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird (vgl. auch 

Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO), 

dass im Rahmen eines Wiederaufnahmeverfahrens (engl.: take back) 

grundsätzlich keine (erneute) Zuständigkeitsprüfung nach Kapitel III statt-

findet (vgl. zum Ganzen BVGE 2019 VI/7 E. 4-6; 2017 VI/5 E. 6.2 und 8.2.1 

m.w.H.), 

dass der nach dieser Verordnung zuständige Mitgliedstaat verpflichtet ist, 

Antragstellende, die während der Prüfung ihres Antrags in einem anderen 

Mitgliedstaat einen Antrag gestellt haben oder sich im Hoheitsgebiet eines 

anderen Mitgliedstaats ohne Aufenthaltstitel aufhalten, nach Massgabe der 

Artikel 23, 24, 25 und 29 wiederaufzunehmen (Art. 18 Abs. 1 Bst. b Dublin-

III-VO),  

dass die grundsätzliche Zuständigkeit Kroatiens gegeben ist, nachdem die 

kroatischen Behörden am 18. August 2023 dem Wiederaufnahmeersu-

chen des SEM vom 4. August 2022 zugestimmt hatten, 

dass gemäss Art. 3 Abs. 2 Sätze 2 und 3 Dublin-III-VO der die Zuständig-

keit prüfende Mitgliedstaat für die Durchführung des Asylverfahrens zu-

ständig wird, falls es sich als unmöglich erweist, einen Antragsteller in den 

eigentlich zuständigen Mitgliedstaat zu überstellen, weil es wesentliche 

Gründe für die Annahme gibt, dass das Asylverfahren und die Aufnahme-

bedingungen für Antragsteller in jenem Mitgliedstaat systemische 

Schwachstellen aufweisen, die eine Gefahr einer unmenschlichen oder 

entwürdigenden Behandlung im Sinne von Artikel 4 der Charta der Grund-

rechte der Europäischen Union (ABl. C 364/1 vom 18.12.2000, nachfol-

gend: EU-Grundrechtecharta) mit sich bringen, und nach den Regeln der 

Dublin-III-VO kein anderer zuständiger Mitgliedstaat bestimmt werden 

kann, 

dass jeder Mitgliedstaat abweichend von Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO be-

schliessen kann, einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder 

Staatenlosen gestellten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch 

wenn er nach den in dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die 

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Prüfung zuständig ist (Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO; sog. Selbstein-

trittsrecht), 

dass dieses sogenannte Selbsteintrittsrecht im Landesrecht durch Art. 29a 

Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311) 

konkretisiert wird und das SEM das Asylgesuch gemäss dieser Bestim-

mung «aus humanitären Gründen» auch dann behandeln kann, wenn da-

für gemäss Dublin-III-VO ein anderer Staat zuständig wäre, 

dass das Bundesverwaltungsgericht in seinem jüngsten Referenzurteil 

zum Dublin-Mitgliedstaat Kroatien gestützt auf eine Analyse diverser staat-

licher und nichtstaatlicher Quellen und unter Berücksichtigung der Recht-

sprechung anderer Dublin-Mitgliedstaaten seine bisherige Rechtspre-

chung bestätigt hat, wonach das kroatische Asyl- und Aufnahmesystem 

– sowohl betreffend Aufnahme- wie auch Wiederaufnahmeverfahren 

– keine systemischen Schwachstellen im Sinne von Art. 3 Abs. 2 Dublin-

III-VO aufweist (vgl. dazu das Referenzurteil des BVGer E-1488/2020 vom 

22. März 2022 E. 9.3 m.V.a. die früheren Referenzurteile E-3078/2019 vom 

12. Juli 2019 und D-1611/2016 vom 22. März 2016), 

dass der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde anführte, er sei in Kroa-

tien sehr schlecht behandelt worden und habe viel Gewalt erfahren, wes-

halb er befürchte, bei einer Überstellung nach Kroatien erneut Opfer von 

behördlicher Gewalt zu werden, 

dass diese Einwände die Zuständigkeit der Schweiz nicht zu begründen 

vermögen, zumal es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, ein konkre-

tes und ernsthaftes Risiko darzutun, wonach die kroatischen Behörden 

sich weigern würden, ihn wiederaufzunehmen und seinen Antrag auf inter-

nationalen Schutz unter Einhaltung der Regeln der EU-Verfahrensrichtlinie 

zu prüfen,  

dass der Beschwerdeführer im Übrigen auf die Möglichkeit zu verweisen 

ist, gegen die fehlbaren Polizeibeamten bei den zuständigen kroatischen 

Behörden Anzeige zu erstatten,  

dass den Akten auch keine stichhaltigen Hinweise für die Annahme zu ent-

nehmen sind, Kroatien werde in seinem Fall den Grundsatz des Non-Re-

foulement missachten und ihn zur Ausreise in ein Land zwingen, in dem 

sein Leib, sein Leben oder seine Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 

Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem er Gefahr laufen würde, zur Aus-

reise in ein solches Land gezwungen zu werden, 

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dass der Beschwerdeführer auch keine konkreten Hinweise für die An-

nahme dargetan hat, Kroatien würde ihm dauerhaft die ihm gemäss der 

Richtlinie der Europäischen Union 2013/33/EU vom 26. Juni 2013 zur Fest-

legung von Normen für die Aufnahme von Personen, die internationalen 

Schutz beantragen (sog. Aufnahmerichtlinie) zustehenden minimalen Le-

bensbedingungen vorenthalten, und dass er sich bei einer allfälligen vo-

rübergehenden Einschränkung im Übrigen nötigenfalls an die kroatischen 

Behörden wenden und die ihm zustehenden Aufnahmebedingungen auf 

dem Rechtsweg einfordern könnte (vgl. Art. 26 Aufnahmerichtlinie), 

dass seine geltend gemachten gesundheitlichen Beschwerden – Kopf-

schmerzen sowie das Gefühl, sein Kopf würde sich drehen und er könne 

sich nicht auf den Beinen halten – nicht als derart gravierend zu bezeich-

nen sind, dass bei einer Rückführung nach Kroatien von einer ernsten, ra-

schen und unwiederbringlichen Verschlechterung seines Gesundheitszu-

stands ausgegangen werden müsste, zumal weder der Beschwerdeführer 

noch sein vormaliger Rechtsvertreter medizinische Unterlagen einreichten 

und Kroatien über ein ausreichendes Gesundheitssystem verfügt (vgl. Ur-

teil des BVGer E-3994/2023 vom 27. Juli 2023 E. 8.4.5),  

dass darüber hinaus im Rahmen der medizinischen Rückkehrhilfe gemäss 

Art. 75 Abs. 3 der Asylverordnung 2 vom 11. August 1999 (AsylV 2, 

SR 142.312) die Möglichkeit besteht, dem Beschwerdeführer die benötig-

ten Medikamente auf Vorrat mitzugeben, 

dass auch der weitere Einwand des Beschwerdeführers, er habe seine Fin-

gerabdrücke nicht freiwillig abgegeben, nichts an der Zuständigkeit Kroati-

ens zu ändern vermag, zumal die daktyloskopische Erfassung von illegal 

einreisenden ausländischen Personen und Asylsuchenden sich auf Art. 14 

Abs. 1 der Verordnung (EU) Nr. 603/2013 des Europäischen Parlaments 

und des Rats vom 26. Juni 2013 (Eurodac-Verordnung) stützt und sich als 

zuständigkeitsbegründend erweist (vgl. Urteile des BVGer E-305/2023 

vom 25. Januar 2023 E. 7 und F-1157/2023 vom 7. März 2023 E. 6.2), 

dass im Übrigen auch der Umstand, dass sich die Cousins des Beschwer-

deführers in der Schweiz aufhalten, keine Zuständigkeit der Schweiz zu 

begründen vermag, zumal diese nicht als Familienangehörige im Sinne von 

Art. 2 Bst. g Dublin-III-VO gelten und den Akten auch kein Abhängigkeits-

verhältnis im Sinne von Art. 16 Dublin-III-VO zu entnehmen ist, 

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dass – soweit der Beschwerdeführer das Vorliegen von «humanitären 

Gründen» geltend macht – das SEM gemäss der Praxis des Bundesver-

waltungsgerichts bei der Anwendung der Kann-Bestimmung von Art. 29a 

Abs. 3 AsylV 1 über einen Ermessensspielraum verfügt (vgl. BVGE 2015/9 

E. 7 f.), 

dass den Akten keine Hinweise auf einen Ermessensmissbrauch oder ein 

Über- respektive Unterschreiten des Ermessens zu entnehmen sind, wes-

halb sich das Gericht in diesem Zusammenhang weiterer Äusserungen 

enthält, 

dass das SEM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b 

AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist und 

– weil der Beschwerdeführer nicht im Besitz einer gültigen Aufenthalts- 

oder Niederlassungsbewilligung ist – in Anwendung von Art. 44 AsylG die 

Rücküberstellung nach Kroatien angeordnet hat (Art. 32 Bst. a AsylV 1),  

dass unter diesen Umständen allfällige Vollzugshindernisse gemäss 

Art. 83 Abs. 3 und 4 AIG (SR 142.20) nicht mehr zu prüfen sind, da das 

Fehlen von Überstellungshindernissen bereits Voraussetzung des Nicht-

eintretensentscheides gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG ist (vgl. BVGE 

2015/18 E. 5.2 m.w.H.),  

dass die Beschwerde aus diesen Gründen abzuweisen und die Verfügung 

des SEM zu bestätigen ist,  

dass das Beschwerdeverfahren mit vorliegendem Urteil abgeschlossen ist, 

weshalb sich der Antrag auf Gewährung der aufschiebenden Wirkung der 

Beschwerde als gegenstandslos erweist, 

dass das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der unent-

geltlichen Prozessführung abzuweisen ist, da die Begehren – wie sich aus 

den vorstehenden Erwägungen ergibt – als aussichtlos zu bezeichnen wa-

ren, weshalb die Voraussetzungen von Art. 65 Abs. 1 VwVG nicht erfüllt 

sind, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr.  750.– (Art. 1‒

3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Susanne Bolz-Reimann Jonas Perrin 

 

 

Versand: