# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0a0a0732-0bd7-5ce9-9118-3a4710f81ddf
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-07-10
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 5. Kammer 10.07.2013 R 2013 106
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_005_R-2013-106_2013-07-10.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT
DES KANTONS GRAUBÜNDEN

R 13 106

4. Kammer 

bestehend aus

Vizepräsident Priuli als Vorsitzender, Präsident Meisser und 

Verwaltungsrichterin Moser, Aktuar Simmen

URTEIL
vom 10. Juli 2013

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____, 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Reto T. Annen, 

Beschwerdeführer

gegen 

Gemeinde O.1._____, 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Remo Cavegn, 

Beschwerdegegnerin

sowie

B._____, 

und

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C._____ und D._____, und Mitbeteiligte, 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Claudio Weingart, 

Beigeladene

betreffend Quartierplan "O._____" (Kostenverteiler)

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1. Im Rahmen eines im Jahre 1996 eingeleiteten Quartierplanverfahrens 

wurde das Quartierplangebiet O._____ in O.1._____ in den Jahren 2008 

und 2011 in zwei Etappen erschlossen. Dabei wurden die Privatstrasse, 

die Kanalisation in den Teilstücken III - V sowie die 

Trankwasserversorgung erstellt. Die Vorfinanzierung erfolgte durch die 

erstbauende B._____. A._____ war Eigentümer der Parzelle 1228 (heute 

als Parzelle 21228 im Grundbuch eingetragen), welche er überbaut als 

sechs Stockwerkeinheiten mit verschiedenen Kaufverträgen im Jahre 

2010 verkaufte. Mit Schreiben vom 8. November 2011 wurden A._____ 

die Schlussabrechnung der Erschliessungskosten und die 

entsprechenden Kostenverteiler für die Quartiererschliessung O._____ 

zugestellt. Die durch ihn gegen die kommunale Schlussabrechnung und 

die Kostenverteiler erhobene Einsprache vom 28. November 2011 wurde 

durch die Gemeinde O.1._____ mit Einspracheentscheid vom 

13. Dezember 2012 abgewiesen mit der Verpflichtung, als 

Schlusszahlung Fr. 68‘439.80 an die vorfinanzierende erstbauende 

Eigentümerin B._____ zu bezahlen. 

2. Dagegen erhob A._____ am 25. Januar 2013 Beschwerde an das 

Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden mit den Anträgen auf 

Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids und Feststellung, 

dass er an der Erschliessung O._____ keine Kosten zu tragen habe. Die 

vom Beschwerdeführer beantragte aufschiebende Wirkung der 

Beschwerde wurde durch den Instruktionsrichter am 25. Februar 2013 

gewährt. Die Erschliessung des Quartierplangebiets O._____ sei in zwei 

Etappen in den Jahren 2008 und 2011 realisiert und deren Kosten von 

der Erstbauenden B._____ vorfinanziert worden. Auf seiner im 

Quartierplangebiet liegenden Parzelle 21228 (vormals 1228) sei vor der 

Erstellung des Gebäudes Stockwerkeigentum begründet worden. Im 

Zeitraum von Mai bis November 2010 habe er den unüberbauten 

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Landanteil gemäss Miteigentumsquote den neuen Stockwerkeigentümern 

verkauft. Er habe somit die genannte Parzelle nicht selber überbaut, 

sondern das Land vor der Überbauung und mithin vor der Inangriffnahme 

der zweiten Erschliessungsetappe veräussert. In den entsprechenden 

Kaufverträgen sei ausdrücklich festgehalten, dass er lediglich den 

Landanteil verkaufe. Als Generalunternehmer sei E._____ aufgetreten, 

der das Mehrfamilienhaus auf genannter Parzelle projektiert und erstellt 

habe. Wirtschaftlich habe auch dieser die Stockwerkeinheiten verkauft 

und den entsprechenden Erlös unter Abzug des Bodenanteils, welcher an 

ihn gegangen sei, erhalten. In einigen Kaufverträgen sei die 

Gesamtsumme für Land und Wohnung aufgeführt worden, da sich dies 

aus Gründen des Erwerbs durch Ausländer oder wegen des bestehenden 

Rohbaus aufgedrängt habe. Es sei darin jedoch stets präzisiert worden, 

dass der Beschwerdeführer wirtschaftlich nur das Land veräussere. 

Gemäss Art. 4 QPV gelte der Quartierplan für die Eigentümer aller im 

Quartierplangebiet gelegenen Grundstücke, unbesehen allfälliger 

Handänderungen, womit die Verbindlichkeit desselben nicht für die 

anlässlich der Auflage bestehende Eigentümerschaft massgebend sei. 

Vielmehr gingen die Rechte und Pflichten aus dem Quartierplan - wie jene 

betreffend Erschliessung - mit einer Handänderung auf einen neuen 

Eigentümer über. Nach Art. 27 Abs. 2 und Art. 28 Abs. 2 QPV seien die 

Kosten für die Privatstrasse und die privaten Werkleitungen jeweils vom 

Erstbauenden ohne Anspruch auf Vergütung eines Zinses zu finanzieren. 

Der Kostenanteil der Nächstbauenden werde mit der Erteilung einer 

Baubewilligung innert 30 Tagen zur Bezahlung fällig (Privatstrasse) bzw. 

innert 30 Tagen nach Rechnungsstellung durch den Ausführenden 

(private Werkleitungen). Für die Rückerstattung aller vorfinanzierten 

Beiträge sei somit in Übereinstimmung mit Art. 4 QPV der jeweilige 

Grundbucheintrag bei Rechnungsstellung massgebend, d.h. hier jener der 

einzelnen Stockwerkeigentümer. 

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3. Die Gemeinde O.1._____ beantragte in ihrer Vernehmlassung die 

Abweisung der Beschwerde. Die Quartierplanung O._____ sei am 9. Mai 

1996 durch den Gemeindevorstand zuhanden der öffentlichen Auflage mit 

den entsprechenden Quartierplanvorschriften verabschiedet worden. 

Gemäss Art. 4 QPV gelte der Quartierplan für die Eigentümer aller im 

Quartierplangebiet gelegenen Grundstücke, unbesehen der 

Handänderungen. Ebenfalls seien der Altbestand, die Neuzuteilung und 

der Kostenverteiler verabschiedet worden. Es seien drei verschiedene 

Kostenverteiler gebildet worden, nämlich der Kostenverteiler 1 

(Quartierplanung), der Kostenverteiler 2 (Privatstrasse, Erstellungskosten 

inkl. Nebenanlagen) und der Kostenverteiler 3 (Kanalisation, Privat). Die 

Kosten der im Jahre 2008 realisierten ersten Etappe von total Fr. 

179‘520.-- seien von B._____, Erstbauende und Eigentümerin der 

Parzelle 21229 vorfinanziert worden. Im vorliegenden 

Beschwerdeverfahren gehe es um die Rückerstattung des Anteils des 

Beschwerdeführers an seiner Parzelle 21228 an den vorfinanzierten 

Kosten. Die Kosten der in den Jahren 2010 und 2011 realisierten zweiten 

Etappe von Fr. 35‘372.05 seien unbestrittenermassen von der 

Stockwerkeigentümergemeinschaft O._____ übernommen worden. Im 

Rahmen der Neuzuteilung im Quartierplanverfahren O._____ habe der 

Beschwerdeführer die Parzelle 1228 erhalten, welche nun als Parzelle 

21228 im Grundbuch eingetragen sei. Die sechs darauf geplanten 

Stockwerkeinheiten habe er gemäss Grundbucheinträgen zwischen dem 

10. Juni und dem 16. November 2010 schlüsselfertig und erschlossen 

veräussert. Die Erschliessungskosten habe demnach der Verkäufer, d.h. 

der Beschwerdeführer, übernommen. Einzig Kosten, welche wider 

Erwarten eingeführt würden, seien nach Ziff. 9 der weiteren 

Bestimmungen der Kaufverträge hälftig aufzuteilen. Die Baubewilligung 

für das Mehrfamilienhaus sei dem Beschwerdeführer denn auch bereits 

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am 15. März 2010, d.h. vor Abschluss sämtlicher Kaufverträge der 

Stockwerkeinheiten, erteilt worden. Zu diesem Zeitpunkt sei nach wie vor 

der Beschwerdeführer als Eigentümer im Grundbuch eingetragen 

gewesen. Im aufgelegten Kostenverteiler sei für die Parzelle 21228 ein 

Gesamtanteil von Fr. 103‘811.85 festgestellt worden. Davon seien 

unbestrittenermassen Fr. 35‘372.05 von der Stockwerkeigentümer-

gemeinschaft O._____ bezahlt worden, womit noch Fr. 68‘439.80 

ausstehend seien. 

4. Die neuen Stockwerkeigentümer des Mehrfamilienhauses O._____, 

welche vom Instruktionsrichter beigeladen worden sind, beantragten in 

ihrer Vernehmlassung ebenfalls die Abweisung der Beschwerde. Die 

vorfinanzierten Erschliessungskosten seien nach Art. 27 bzw. 28 QPV auf 

den Nächstbauenden für die Privatstrasse mit Erteilung der 

Baubewilligung am 15. März 2010 und für die weiteren Erschliessungen 

im Zeitpunkt der Erstellung der Werkleitungen übergegangen, d.h. in der 

vorliegenden Konstellation auf den Beschwerdeführer. Hinzu komme, 

dass ihnen der Beschwerdeführer gemäss Kaufverträgen voll 

erschlossenes Bauland verkauft habe und ihnen gegenüber stets auch als 

Bauherr aufgetreten sei. Er verhalte sich missbräuchlich, wenn er trotz 

Kenntnis der zu erwartenden Erschliessungskosten bzw. der 

Rückzahlungspflicht an die erstbauende Nachbarin B._____ sie als 

Käufer der Stockwerkeinheiten nicht darüber aufgeklärt habe. 

5. In seiner Replik ergänzte der Beschwerdeführer, dass Art. 27 QPV an den 

Begriff des Nächstbauenden anknüpfe. Dieser dürfe aber nicht mit dem 

Grundeigentümer im Zeitpunkt der Erteilung der Baubewilligung 

gleichgesetzt werden, denn sonst hätte der Gesetzgeber ausdrücklich 

den Eigentümer und nicht den Nächstbauenden in die Pflicht genommen. 

Als Nächstbauender gelte vielmehr jener, auf den die Baubewilligung 

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ausgestellt worden sei, mithin die Baugesellschaft O._____ respektive ihr 

Stellvertreter E._____. Mit ihrer nachfolgenden Zahlung von Fr. 35‘372.05 

hätten auch die Stockwerkeigentümer anerkannt, dass sie im Sinne der 

Quartierplanvorschriften als Nächstbauende zu qualifizieren und 

entsprechend Schuldner der Erschliessungskosten seien. Entgegen der 

Meinung der Gegenparteien stelle Art. 28 QPV für die privaten 

Erschliessungskosten der Werkleitungen nicht auf den Zeitpunkt der 

Realisierung, was eine unzulässige Rechtsunsicherheit bei 

Handänderungen verursachen würde, sondern auf den Zeitpunkt der 

Rechnungsstellung ab. Im Übrigen seien die Bauabrechnungen gemäss 

Art. 27 Abs. 3 und Art. 28 Abs. 3 QPV innert drei Monaten nach deren 

Vollendung den übrigen Miteigentümern zur Kenntnisnahme zuzustellen, 

was vorliegend ebenfalls nicht erfolgt sei. Infolge Nichteinhaltung dieser 

Frist durch die Erstzahlende sei er nicht in der Lage gewesen, die ihm 

unbekannten Erschliessungskosten auf die Landkäufer abzuwälzen. 

6. In ihren Dupliken führten die Gemeinde und die neuen 

Stockwerkeigentümer insbesondere noch aus, dass es für die vorliegende 

Streitigkeit keine Rolle spielen könne, wer mit der Planung des 

Mehrfamilienhauses O._____ beauftragt worden sei und wer dieses 

letztlich projektiert und erstellt habe. Auch könne nicht massgebend sein, 

dass die Baubewilligung der Baugesellschaft O._____ erteilt worden sei. 

Für die Gemeinde sei nämlich immer verborgen geblieben, wie sich die 

Zusammensetzung der Baugesellschaft O._____ gestaltet habe. Überdies 

bedürfe ein Baugesuch nach geltender Gesetzgebung stets der 

Zustimmung des Grundeigentümers. Dies sei zum Zeitpunkt der Erteilung 

der Baubewilligung am 15. März 2010 immer noch der Beschwerdeführer 

gewesen. Letzterer sei darüber und über die tatsächlichen 

Erschliessungskosten immer voll im Bilde gewesen. Vertragliche 

Vereinbarungen zwischen Grundeigentümern und allfälligen 

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Generalunternehmern seien für die Kostenverteilung im 

Quartierplanverfahren irrelevant. Eine entsprechende private Übertragung 

der Erschliessungskosten auf spätere Käufer hätte der Beschwerdeführer 

ohne Einfluss auf die öffentlich-rechtlichen Schuldneraspekte vornehmen 

können, doch sei dies vorliegend nicht erfolgt. Zur Diskussion stünden 

vorliegend ausschliesslich Erschliessungskosten der ersten, im Jahre 

2008 ausgeführten Etappe in der Höhe von Fr. 68‘439.80, welche mit den 

durch die Stockwerkeigentümergemeinschaft O._____ übernommenen 

Kosten für die zweite Etappe im Jahre 2011 von Fr. 35‘372.05 nichts zu 

tun hätten. Eine entsprechende Anerkennung durch die 

Stockwerkeigentümergemeinschaft habe demnach auch nicht erfolgen 

können. 

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften und 

im angefochtenen Einspracheentscheid wird, soweit erforderlich, in den 

nachstehenden Erwägungen eingegangen. 

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet der 

Einspracheentscheid der Gemeinde O.1._____ vom 13. Dezember 2012, 

mit welchem der Beschwerdeführer verpflichtet wurde, als 

Schlusszahlung Fr. 68‘439.80 an die vorfinanzierende erstbauende 

Eigentümerin B._____ zu bezahlen. Streitig und zu prüfen ist die Frage, 

ob die Gemeinde den Beschwerdeführer zu Recht als Nächstbauenden 

im Sinne der Quartierplanvorschriften (QPV) und dementsprechend als 

Schuldner der Erschliessungskosten qualifiziert hat. 

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2. Zunächst gilt es bezüglich des anwendbaren Rechts was folgt 

festzuhalten: In vorliegendem Beschwerdeverfahren geht es um die 

öffentlich-rechtliche Quartierplanung O._____, welche am 9. Mai 1996 

vom Vorstand der früheren Gemeinde O.1._____ (seit dem Jahr 2009 

fusioniert mit den früheren Gemeinden O.2._____ und O.3._____) nach 

kommunalem Recht mitsamt den entsprechenden 

Quartierplanvorschriften verabschiedet wurde. Auf den 1. November 2005 

ist sodann das Raumplanungsgesetz für den Kanton Graubünden (KRG; 

BR 801.100) mitsamt der dazugehörigen Vollziehungsverordnung (KRVO; 

BR 801.110) in Kraft getreten, deren Bestimmungen über Quartierpläne 

inklusive teilweise jene über die Erschliessung und die Landumlegung 

(Art. 51 - 54 KRG und Art. 16 - 21 KRVO sowie weitere vereinzelte 

Bestimmungen über die Erschliessung bzw. die Landumlegung) dem 

kommunalen Recht vorgehen. Über die in vorliegendem 

Beschwerdeverfahren zur Diskussion stehenden detaillierten 

Kostentragungsaspekte schweigen sich die kantonalen 

Quartierplanbestimmungen des KRG und der KRVO jedoch aus, weshalb 

die kommunalen Quartierplanvorschriften hierfür massgebend bleiben. 

Dies erscheint im konkreten Fall auch in materieller Hinsicht 

gerechtfertigt, da in Art. 27 Abs. 2 und Art. 28 Abs. 2 der kommunalen 

Quartierplanvorschriften abweichend von der ansonsten geltenden 

Regelung die Vorfinanzierungspflicht der Kosten für die Erstellung der 

Privatstrasse sowie jenen für die Erstellung der privaten Kanalisation 

durch den Erstbauenden ohne Anspruch auf Vergütung eines Zinses 

vorgesehen ist. Entsprechend ist in den soeben erwähnten 

Quartierplanvorschriften auch die Rückzahlungspflicht der 

Nächstbauenden (Art. 27 Abs. 2 QPV) bzw. der berechtigten 

Grundeigentümer (Art. 28 Abs. 2 QPV) geregelt worden. 

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3. a) Vorliegend stehen zwei verschiedene private Vorfinanzierungen durch die 

erstbauende Eigentümerin der Parzelle 21229, B._____, welche sich am 

vorliegenden Beschwerdeverfahren trotz Beiladung nicht direkt beteiligt 

hat, zur Diskussion:

- Einerseits geht es um die erste Bauetappe im Jahr 2008 mit 

Gesamtkosten von Fr. 179‘520.25, bestehend aus den Kosten für die 

Privatstrasse von Fr. 89‘611.70, Fr. 68‘553.15 für die Werkleitungen 

Kanalisation Teilstück V, Fr. 2‘147.15 für die Werkleitungen 

Kanalisation Teilstück IV, Fr. 6‘799.10 für die Werkleitungen 

Kanalisation Teilstück III sowie Fr. 12‘409.15 für die Werkleitungen 

Trinkwasser. 

- Andererseits geht es um die zweite Bauetappe im Jahre 2011 mit 

gesamthaften Kosten von Fr. 35‘372.05, bestehend aus den Kosten 

von Fr. 23‘977.35 für die Fertigstellung der Privatstrasse und aus den 

Kosten von Fr. 11‘394.70 für die Fertigstellung der Werkleitungen 

Kanalisation Teilstück V.

- Daneben fielen noch Quartierplanungskosten für den Kostenverteiler 

von Fr. 2‘870.-- an, deren Aufteilung auf die Privatstrasse und die 

Werkleitungen proportional zur Bausumme der Baumeisterarbeiten 

erfolgt ist (Privatstrasse Fr. 1‘517.05, Werkleitung Kanalisation 

Teilstück V Fr. 1‘067.70, Werkleitung Kanalisation Teilstück IV 

Fr. 28.70, Werkleitung Kanalisation Teilstück III Fr. 90.80, Werkleitung 

Trinkwasser Fr. 165.75). 

Gemäss Kostenverteiler Kanalisation Teilstücke III - V und Trinkwasser 

wurden dem Beschwerdeführer Kostenanteile von gesamthaft 

Fr. 33‘021.60 (Fr. 26‘654.10 + Fr. 2‘175.85 + Fr. 4‘191.65) auferlegt. 

Bezüglich Privatstrasse wurden ihm gesamthaft Fr. 70‘790.25 belastet, 

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welche sich im Verhältnis von rund 80 % auf die erste Etappe 

(Fr. 89‘611.70) bzw. von rund 20 % auf die zweite Etappe (Fr. 23‘977.35) 

beziehen. Diese Unterscheidung zwischen dem Kostenverteiler 

Kanalisation Teilstücke III - V und Trinkwasser und dem Kostenverteiler 

Privatstrasse ist rechtlich von Bedeutung, weil die in den 

Quartierplanvorschriften enthaltenen Regelungen für die Kostenerstattung 

an die Erstbauende für die Privatstrasse und jene für die Werkleitungen 

Kanalisation und Trinkwasser nicht deckungsgleich sind (vgl. Art. 27 Abs. 

2 und Art. 28 Abs. 2 QPV). 

Den auf die Parzelle 21228 entfallenden Erschliessungskostenanteil für 

die zweite Bauetappe in der Höhe von gesamthaft Fr. 35‘372.05 wurde 

von der Stockwerkeigentümergemeinschaft O._____ im Jahre 2011 

übernommen und an B._____ bezahlt, sodass nach Abzug des für den 

Beschwerdeführer berechneten Kostenanteils für die Werkleitungen von 

Fr. 33‘021.60, welcher somit vollumfänglich beglichen wurde, noch ein 

Betrag für die zweite Bauetappe der Privatstrasse von Fr. 2‘350.45 

(Fr. 35‘372.05 - Fr. 33‘021.60) in Abzug zu bringen ist. Dies ergibt 

schliesslich auf die Parzelle 21228 entfallende offene vorfinanzierte 

Beträge für die Privatstrasse von Fr. 68‘439.80, bestehend aus 

Fr. 56‘632.20 für die erste Bauetappe und Fr. 11‘807.60 (Fr. 14‘158.05 -

 Fr. 2‘350.45) für die zweite Bauetappe. 

b) Nachdem somit nur noch die Rückerstattung an die vorfinanzierende 

Erstbauende B._____ bezüglich der Privatstrasse, nicht aber bezüglich 

der Werkleitungen zur Diskussion steht, gelangt einzig noch Art. 27 QPV 

zur Anwendung. Dieser schreibt in Abs. 1 explizit vor, dass die Kosten für 

die Erstellung der Privatstrasse gemäss Kostenverteiler 2 zulasten der 

Eigentümer der NZ-Parzellen 1230, 1229 und 1228 gehen. Abs. 2 

selbiger Norm bestimmt überdies, dass die Kosten für die Erstellung der 

Privatstrasse vom Erstbauenden ohne Anspruch auf Vergütung eines 

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Zinsens vorzufinanzieren sind. Der Kostenanteil der Nächstbauenden 

wird sodann mit Erteilung einer Baubewilligung innert 30 Tagen zur 

Bezahlung fällig. Weitere Handlungen bezüglich des Eintritts der Fälligkeit 

werden in den Quartierplanvorschriften nicht genannt, sodass die 

Fälligkeit automatisch 30 Tage nach Erteilung der Baubewilligung eintritt. 

Damit setzen die Quartierplanvorschriften den Nächstbauenden entgegen 

den anderslautenden Ausführungen des Beschwerdeführers mit 

demjenigen Eigentümer gleich, welcher zur Zeit der Erteilung der 

Baubewilligung bzw. 30 Tage nach Erteilung der Baubewilligung im 

Grundbuch eingetragen ist. Dadurch wird klargestellt, dass die 

Kostenpflicht den zum Zeitpunkt der Fälligkeit im Grundbuch 

eingetragenen Eigentümer trifft und dieser als Nächstbauender im Sinne 

der Quartierplanvorschriften zu betrachten ist. Grundlagen, wonach Dritte, 

welche im Zeitpunkt der Erteilung der Baubewilligung nicht Eigentümer 

sind und welche mit dem Eigentümer allenfalls in einem vertraglichen 

Verhältnis stehen, zu Zahlung der noch offenen Erschliessungskosten 

angehalten werden können, sind demgegenüber den 

Quartierplanvorschriften nicht zu entnehmen. An diesem Ergebnis vermag 

Art. 4 QPV, wonach der Quartierplan unbesehen allfälliger 

Handänderungen für die Eigentümer aller im Quartierplangebiet 

gelegenen Grundstücke gilt, nichts zu ändern. Damit wird - wie die 

Gemeinde zu Recht ausführte - einzig zum Ausdruck gebracht, dass für 

die Verbindlichkeiten des Quartierplans nicht die anlässlich dessen 

rechtskräftigen Auflage bestehende Eigentümerschaft massgebend ist, 

sondern die Rechte und Pflichten aus dem Quartierplan mit einer 

Handänderung auf einen neuen Eigentümer übertragen werden können. 

Art. 4 vermag jedoch denjenigen, welcher zum Zeitpunkt der Erteilung der 

Baubewilligung bzw. 30 Tage nach Erteilung der Baubewilligung als 

Nächstbauender gilt, nicht von der in Art. 27 Abs. 2 QPV festgesetzten 

Kostentragungspflicht für die Erschliessung der Privatstrasse zu befreien. 

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c) Vor dem Hintergrund der vorstehenden Ausführungen ist aber sowohl der 

Hauptanteil für die erste Bauetappe von Fr. 56‘632.20 als auch der 

verbleibende Nebenanteil für die zweite Bauetappe von Fr. 11‘807.60, 

gesamthaft somit Fr. 68‘439.80, 30 Tage nach der Erteilung der 

Baubewilligung vom 15. März 2010 für das vorliegend zur Diskussion 

stehende Mehrfamilienhaus im Stockwerkeigentum, das heisst am 

15. April 2010, fällig geworden. Am 15. April 2010 war nach wie vor der 

Beschwerdeführer als Eigentümer des in der Zwischenzeit von Parzelle 

1228 zu Parzelle 21228 mutierten Grundstücks bzw. der neu gebildeten 

Stockwerkeinheiten im Grundbuch eingetragen. Denn die Kaufverträge 

der einzelnen Stockwerkeinheiten wurden erwiesenermassen erst 

zwischen dem 21. Mai 2010 und dem 15. November 2010 

abgeschlossen. Dementsprechend konnten die ersten Handänderungen 

im Grundbuch frühestens Ende Mai 2010 erfolgt sein. Daraus ergibt sich, 

dass der Beschwerdeführer noch bis mindestens Ende Mai 2010 und 

damit auch noch 30 Tage nach der Erteilung der Baubewilligung vom 

15. März 2010, d.h. am 15. April 2010, als Alleineigentümer aller 

Stockwerkeinheiten im Grundbuch eingetragen war. Somit ist er zur 

Zahlung der Kosten der Erschliessung der Parzelle 21228 verpflichtet. 

Dass er dies nicht gewusst haben soll, trifft offensichtlich nicht zu, da er in 

Art. 27 Abs. 1 QPV als Eigentümer der Parzelle 1228 namentlich 

aufgeführt ist. 

Nach dem Gesagten hat die Gemeinde den Beschwerdeführer zu Recht 

als Schuldner der Erschliessungskosten qualifiziert und ihm die noch 

offenen, durch die Erstbauende B._____ vorfinanzierten Beträge für die 

Privatstrasse in Rechnung gestellt. 

d) An diesem Ergebnis vermögen die beschwerdeführerischen 

Ausführungen, wonach er zwar früherer Eigentümer der Parzelle 1228 

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gewesen sei, diese jedoch nicht selber überbaut, sondern vor der 

Überbauung an die neuen Stockwerkeigentümer verkauft habe, nichts zu 

ändern. Denn wie gesehen ist für die Kostentragungspflicht weder 

entscheidend, wer im Zeitpunkt des Baubeginns Eigentümer der 

jeweiligen Stockwerkeinheiten des Mehrfamilienhauses war, noch, wer 

die Parzelle schliesslich überbaut hat. Entscheidend ist einzig, dass der 

Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Erteilung der Baubewilligung sowie 

auch noch 30 Tage nach deren Erteilung am 15. April 2010 als 

Eigentümer des entsprechenden Grundstücks bzw. der 

Stockwerkeinheiten im Grundbuch eingetragen war. Die 

erwiesenermassen erst nach dem 15. April 2010 erfolgten 

Handänderungen der Stockwerkeigenheiten sind somit nicht geeignet, 

dieses Ergebnis in Zweifel zu ziehen. Der angefochtene 

Einspracheentscheid der Gemeinde O.1._____ vom 13. Dezember 2012 

erweist sich somit als rechtmässig, was zur Abweisung der Beschwerde 

führt. 

4. Bei diesem Ausgang des Beschwerdeverfahrens gehen die 

Gerichtskosten gestützt auf Art. 73 Abs. 1 des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) zulasten des 

Beschwerdeführers. Eine aussergerichtliche Entschädigung steht der 

Gemeinde nach Art. 78 Abs. 2 VRG nicht zu, da sie lediglich in ihrem 

amtlichen Wirkungskreis obsiegte. Hingegen steht den anwaltlich 

vertretenen privaten Beigeladenen eine angemessene aussergerichtliche 

Entschädigung zu (Art. 78 Abs. 1 VRG). Der mit der eingereichten 

Honorarnote geltend gemachte Betrag von Fr. 5‘647.55 (inkl. MWST) 

erscheint dabei als ausgewiesen. 

Demnach erkennt das Gericht:

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1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 3‘000.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 344.--

zusammen Fr. 3‘344.--

gehen zulasten von A._____ und sind innert 30 Tagen seit Zustellung 

dieses Entscheides an die Finanzverwaltung des Kantons Graubünden, 

Chur, zu bezahlen.

3. A._____ entschädigt die beigeladenen C._____, D._____ und 

Mitbeteiligte aussergerichtlich mit gesamthaft Fr. 5‘647.55 (inkl. MWST). 

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]

Die an das Bundesgericht erhobene Beschwerde wurde mit Urteil vom 17. Juni 

2014 abgewiesen, soweit darauf einzutreten war.