# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 461a58a9-086f-59bf-8849-7880310f85db
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-01-20
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 20.01.2021 SB190369
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB190369_2021-01-20.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer    
 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB190369-O/U/hb-cs 
 

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. Spiess, Präsident, und lic. iur. Stiefel, 

Ersatzoberrichterin lic. iur. Laufer sowie Gerichtsschreiber MLaw 

Orlando 

 

Urteil vom 20. Januar 2021 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschuldigte und Erstberufungsklägerin 

 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

1. B._____ AG,  
Privatklägerin und Zweitberufungsklägerin 

2. C._____ AG, ,  
Privatklägerin 

 

1, 2 vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Y._____ 

 

sowie 

 

Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl,  
Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

betreffend mehrfache Geldwäscherei   
 

- 2 - 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 10. Abteilung - 
Einzelgericht, vom 15. März 2019 (GG180042) 
 

 

- 3 - 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 7. Februar 2018 

(Urk. 18) ist diesem Urteil beigeheftet.  

Urteil der Vorinstanz: 

1. Bezüglich der Überweisung vom 14. November 2013 ist die Beschuldigte 

nicht schuldig und wird vom Vorwurf der Geldwäscherei im Sinne von Art. 

305bis Ziff. 1 StGB freigesprochen. 

2. Die Beschuldigte ist schuldig der mehrfachen Geldwäscherei im Sinne von 

Art. 305bis Ziff. 1 StGB bezüglich der Barabhebungen vom 29. November 

2013 bis zum 15. Januar 2014 und der nachfolgenden Aufbewahrung und 

Übergabe des entsprechenden Geldes an D._____. 

3. Die Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 210 Tagessätzen zu 

Fr. 100.–.  

4. Der Vollzug dieser Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf zwei 

Jahre festgesetzt. 

5. Die Schadenersatzforderung der Privatklägerin 1 wird auf den Zivilweg 

verwiesen. 

6. Die Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin 1 eine 

Prozessentschädigung in Höhe von Fr. 6'992.15 (inkl. Mehrwertsteuer) zu 

bezahlen.  

7. Die beschlagnahmte Festplatte (STA-Sachkautionsnummer 33322) wird 

nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils auf erstes Verlangen hin an die 

Beschuldigte herausgegeben. Wird die Festplatte nicht abgeholt, wird diese 

sechs Monate nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils der Lagerbehörde 

zur Vernichtung überlassen. 

  

- 4 - 

8. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf  

Fr. 1'500.00 ; die weiteren Auslagen betragen: 

Fr. 1'100.00   Gebühr Anklagebehörde 

Fr. 50.00   Auslagen Untersuchung  

Fr. 10'847.95   Kosten der amtlichen Verteidigung 

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.  

9. Rechtsanwalt lic. iur. HSG X._____ wird für seine Aufwendungen als 

amtlicher Verteidiger aus der Gerichtskasse wie folgt entschädigt: 

  
Honorar CHF 9'636.75  
Barauslagen CHF 435.65  
   
Zwischentotal CHF 10'072.40  
7.7% MwSt.  CHF 775.55  
   

Entschädigung total, inkl. MwSt. CHF 10'847.95  

(Zur Auszahlung gelangen nur gerundete Beträge.) 

10. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden – 

mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung – zu vier Fünfteln der 

Beschuldigten auferlegt und zu einem Fünftel auf die Gerichtskasse 

genommen. 

11. Die Kosten der amtlichen Verteidigung gemäss Dispositivziffer 9 werden auf 

die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung bei 

der Beschuldigten gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO im Umfang von vier 

Fünfteln dieser Kosten. 

Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung der Beschuldigten: 

 (Urk. 73 S. 2) 

1. Die Beschuldigte und Erstberufungsklägerin sei von Schuld und Strafe 

vollumfänglich freizusprechen. 

- 5 - 

2. Die Zivilforderungen der Privatklägerin 1 seien vollumfänglich 

abzuweisen, eventualiter auf den Zivilweg zu verweisen. 

3. Die Kosten der Untersuchung und des erstinstanzlichen Verfahrens 

inklusive der amtlichen Verteidigung seien ausgangsgemäss 

vollumfänglich auf die Staatskasse zunehmen. 

4. Unter ausgangsgemässen Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. 

MwSt.). 

b) Des Vertreters der Privatklägerin 1: 

(Urk. 70 S. 2) 

1. Die Beschuldigte A:_____ sei zu verpflichten, der Privatklägerin 

B._____ AG Schadenersatz in der Höhe von Fr. 322'500.– zu 

bezahlen, zuzüglich 5 % Zins seit dem 15. Januar 2014. 

2. Eventualiter sei die Beschuldigte A._____ zu verpflichten, der 

Privatklägerin B._____ AG Schadenersatz in der Höhe von 

Fr. 322'500.– zu bezahlen, zuzüglich 5 % Zins seit dem 15. Januar 

2014, dies in solidarischer Haftung mit D._____. 

3. Die Beschuldigte sei zu verpflichten, der Privatklägerin B._____ AG für 

ihre notwendigen Aufwendungen eine Prozessentschädigung in Höhe 

von Fr. 14'447.85 zu bezahlen.  

c) Der Staatsanwaltschaft: 

(Urk. 58) 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils. 

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I. Verfahrensgang und Prozessuales 

1. Verfahrensgang 

In Bezug auf den Verfahrensgang bis zum vorinstanzlichen Urteil kann zur 

Vermeidung von Wiederholungen auf die zutreffenden Erwägungen im 

angefochtenen Entscheid verwiesen werden (Urk. 51 S. 5 f.). Mit Urteil des 

Bezirksgerichtes Zürich, 10. Abteilung - Einzelgericht, vom 15. März 2019 wurde 

die Beschuldigte im Sinne des eingangs wiedergegebenen Urteilsdispositivs 

schuldig gesprochen und bestraft (Urk. 51 S. 38 f.). Gegen das mündlich eröffnete 

Urteil liess die Beschuldigte gleichentags Berufung anmelden (Urk. 44). Die 

Privatklägerin B._____ AG meldete mit Eingabe vom 18. März 2019 Berufung an 

(Urk. 45). Das begründete Urteil wurde den Parteien am 29. Juli 2019 zugestellt 

(Urk. 50/1-3). Mit Eingabe vom 14. bzw. 19. August 2019 reichten die 

Beschuldigte sowie die B._____ AG innert der zwanzigtägigen Frist von Art. 399 

Abs. 3 StPO die Berufungserklärung ein (Urk. 53; Urk. 55). Anschlussberufungen 

wurden keine erhoben (vgl. auch Urk. 58). Die auf den 17. April 2020 angesetzte 

Berufungsverhandlung musste infolge der vorübergehenden Einstellung des 

Verhandlungsbetriebs der Zürcher Gerichte zwecks Eindämmung der 

Coronavirus-Pandemie abgesagt werden (Urk. 62). Mit Präsidialverfügung vom 

16. April 2020 wurde im Einverständnis mit den Parteien (Urk. 64/1-3) die 

schriftliche Durchführung des Berufungsverfahrens angeordnet (Urk. 65). Mit 

Eingabe vom 10. Juni 2020 bzw. 13. Juli 2020 reichten der Vertreter der B._____ 

AG und die Verteidigung jeweils fristgerecht die Berufungsbegründung ein 

(Urk. 70; Urk. 73). Auf Berufungsantwort wurde seitens der Privatklägerschaft 

sowie der Staatsanwaltschaft verzichtet (Urk. 77; Urk. 78). Am 7. September 2020 

reichte die Verteidigung innert Frist die Berufungsantwort ein (Urk. 82). Weitere 

Stellungnahmen wurden nicht eingereicht. Beweisanträge wurden keine gestellt 

(vgl. auch Urk. 73 S. 2). Das Verfahren erweist sich als spruchreif. 

- 7 - 

2. Umfang der Berufung 

Die Berufung der Beschuldigten richtet sich gegen die Dispositivziffern 2-6 sowie 

10 und 11 des vorinstanzlichen Urteils (Urk. 53 S. 3 f.). Die Privatklägerin B._____ 

AG ficht mit ihrer Berufung die Dispositivziffern 5 und 6 des vorinstanzlichen 

Urteils an (Urk. 55 S. 1). Damit ist das Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 10. 

Abteilung - Einzelgericht, vom 15. März 2019 bezüglich der Dispositivziffern 1 

(Freispruch vom Vorwurf der Geldwäscherei in Bezug auf die Überweisung vom 

14. November 2013), 7 (Herausgabe der beschlagnahmten Festplatte) sowie 8 

und 9 (Kostenfestsetzung inklusive Kosten der amtlichen Verteidigung) in 

Rechtskraft erwachsen, was vorab festzustellen ist. 

3. Anklageprinzip 

3.1. Die Verteidigung stellt sich – wie bereits vor Vorinstanz – auf den 

Standpunkt, dass die Anklageschrift den formellen Anforderungen in Bezug auf 

die Umschreibung des subjektiven Tatbestands nicht genüge. In der Anklage 

werde in einzig pauschaler, vollkommen unbegründeter Art und Weise 

festgehalten, die Beschuldigte habe gewusst, dass die Gelder deliktisch erlangt 

worden seien, und wissentlich und willentlich deren Herkunft verschleiert. Aus 

dieser Beschreibung werde nicht ersichtlich, wieso die Beschuldigte was gewusst 

oder wenigstens in Kauf genommen haben soll. Dies gehöre zwingend in die 

Anklage. Die Schilderung des objektiven Tatgeschehens genüge für die 

Umschreibung des subjektiven Tatbestands nur, wenn sich daraus die Umstände 

ergäben, aus denen auf einen vorhandenen Vorsatz geschlossen werden könne. 

Vorliegend könne aus den in der Anklage umschriebenen objektiven Umständen 

– hier einzig, dass der Vater der Beschuldigten ohne Rechtsanspruch Gelder von 

Konten der Privatklägerinnen abgehoben habe – nicht auf einen vorhandenen 

Vorsatz geschlossen werden, auch nicht bezüglich Vertuschungshandlungen 

(Urk. 73 S. 3 f.). 

3.2. Nach dem Anklagegrundsatz bestimmt die Anklageschrift den Gegenstand 

des Gerichtsverfahrens (Umgrenzungsfunktion). Die Anklage hat die der 

beschuldigten Person zur Last gelegten Delikte in ihrem Sachverhalt so präzise 

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zu umschreiben, dass die Vorwürfe in objektiver und subjektiver Hinsicht 

genügend konkretisiert sind. Zugleich bezweckt das Anklageprinzip den Schutz 

der Verteidigungsrechte der beschuldigten Person und garantiert den Anspruch 

auf rechtliches Gehör (Informationsfunktion). Entscheidend ist, dass die 

beschuldigte Person genau weiss, welcher konkreter Handlungen sie beschuldigt 

und wie ihr Verhalten rechtlich qualifiziert wird, damit sie sich in ihrer Verteidigung 

richtig vorbereiten kann. Die nähere Begründung der Anklage erfolgt an 

Schranken; es ist Sache des Gerichts, den Sachverhalt verbindlich festzustellen 

(Urteil des Bundesgerichts 6B_1423/2019 vom 26. Oktober 2020 E. 2.2). In 

Bezug auf den subjektiven Tatbestand sind die Anforderungen an dessen 

Umschreibung in der Anklageschrift gering (BGE 143 IV 63 E. 2.3 mit Hinweis). 

Hinsichtlich der Vorsatzelemente genügt grundsätzlich der Hinweis auf den 

gesetzlichen Straftatbestand im Anschluss an die Darstellung des Sachverhalts 

als zureichende Umschreibung der subjektiven Merkmale, wenn der betreffende 

Tatbestand nur vorsätzlich begangen werden kann (Urteil des Bundesgerichts 

6B_654/2019 vom 12. März 2020 E. 1.3). Dass in der Anklageschrift die 

Elemente, die auf Vorsatz schliessen lassen, nicht speziell aufgeführt sind, führt 

somit nicht zu einer Verletzung des Anklagegrundsatzes (Urteil des 

Bundesgerichts 6B_985/2016 vom 27. Februar 2017 E. 2.3 mit Hinweisen). 

3.3. Der Beschuldigten wird mehrfache Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis 

Ziff. 1 StGB zur Last gelegt. In der Anklageschrift vom 7. Februar 2018 wird klar 

umschrieben, mit welchem konkreten Verhalten sie den Tatbestand von Art. 305bis 

Ziff. 1 StGB in objektiver Hinsicht verwirklicht haben soll (Urk. 18 S. 3 f.). Die 

Anklagevorwürfe sind auch im subjektiven Bereich hinreichend konkretisiert. Wie 

erwähnt, ist das objektive Tatgeschehen, aus welchem die Staatsanwaltschaft auf 

den Vorsatz der Beschuldigten schliesst, in der Anklageschrift ausdrücklich 

umschrieben. Sodann führt die Anklage aus, die Beschuldigte habe gewusst, 

dass das von ihrem Vater, D._____, überwiesene Geld von der B._____ AG und 

der C._____ AG (vormals B._____ International AG) gestammt habe. Sie habe 

weiter gewusst, dass D._____ das Geld ohne Rechtsanspruch abgehoben habe 

(Urk. 18 S. 3). Zudem wird festgehalten, die Beschuldigte habe gewusst oder 

zumindest in Kauf genommen, dass D._____ das Geld durch ungetreue 

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Geschäftsbesorgung erlangt habe, und habe gewusst und gewollt, dass durch ihr 

Handeln der Ursprung des Geldes vertuscht werde. Sie habe gewusst und 

gewollt, dass durch ihr Handeln die Beschlagnahme des Geldes durch die 

Behörden erschwert oder verhindert werde (Urk. 18 S. 4). Es trifft zu, dass in der 

Anklageschrift nicht näher begründet wird, woher die Beschuldigte wusste, dass 

das von ihrem Vater überwiesene Geld von der B._____ AG bzw. der C._____ 

AG stammte und von ihrem Vater ohne Rechtsanspruch abgehoben worden war. 

In der Anklage ist das inkriminierte Verhalten jedoch lediglich zu behaupten. Es ist 

nicht Aufgabe der Anklage, die vorgebrachten Behauptungen zu belegen oder zu 

beweisen. Ob die Behauptungen zutreffen, ist im Rahmen des gerichtlichen 

Verfahrens zu entscheiden. In die Anklage gehören deshalb keine Hinweise auf 

Beweise oder Ausführungen, welche die Anklagebehauptungen in 

sachverhaltsmässiger Hinsicht oder bezüglich der Schuld- oder Rechtsfragen 

stützen (Urteil des Bundesgerichts 6B_1030/2015 vom 13. Januar 2017 E. 1.3; 

vgl. dazu auch SCHMID/JOSITSCH, StPO Praxiskommentar, 3. Aufl. 2018, N 1 zu 

Art. 325; LANDSHUT/BOSSHARD, in: Donatsch/Lieber/Summers/Wohlers [Hrsg.], 

Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2020, N 2 zu 

Art. 325; BSK StPO-NIGGLI/HEIMGARTNER, 2. Aufl. 2014, N 45 zu Art. 9). Dass in 

der Anklageschrift die Argumente, die auf das Wissen der Beschuldigten 

schliessen lassen, nicht im Einzelnen aufgeführt sind, führt somit nicht zu einer 

Verletzung des Anklagegrundsatzes. Es ist vorliegend denn auch nicht ersichtlich, 

inwiefern es der Beschuldigten gestützt auf den in der Anklageschrift enthaltenen 

Lebenssachverhalt nicht möglich gewesen sein soll, zu erkennen, was ihr konkret 

vorgeworfen wird, und ihre Verteidigungsrechte angemessen auszuüben. Dies 

zeigt sich im Übrigen auch im Umstand, dass sich die Verteidigung vor Vorinstanz 

sowie im Berufungsverfahren umfassend und eingehend zum subjektiven 

Sachverhalt äusserte (Urk. 40 S. 15 ff.; Urk. 73 S. 9 ff.). 

4. Verwertbarkeit der Einvernahmen der Beschuldigten 

4.1. Die Verteidigung macht geltend, dass die Einvernahmen der Beschuldigten 

unverwertbar bzw. jedenfalls nicht zu Ungunsten der Beschuldigten verwertbar 

seien. Der Beschuldigten sei zu Beginn ihrer ersten Einvernahme am 3. Juli 2015 

- 10 - 

kein genügender Vorhalt gemacht worden. Es sei ihr einzig vorgehalten worden, 

dass gegen sie ein Strafverfahren wegen Geldwäscherei eingeleitet worden sei. 

Dieser Vorhalt genüge der klaren, unmissverständlichen Vorgabe des 

Gesetzgebers und der darauf basierenden Rechtsprechung des Bundesgerichts 

nicht (Urk. 73 S. 4 ff.). In der Konsequenz sei diese Einvernahme gemäss Art. 158 

Abs. 2 StPO unverwertbar. Dabei handle es sich um eine absolute 

Unverwertbarkeit im Sinne von Art. 141 Abs. 1 Satz 2 StPO (Urk. 73 S. 6). Da die 

erste Einvernahme nicht verwertbar sei, gelte die nachfolgende Einvernahme vom 

22. Januar 2018 neu als erste Einvernahme im Sinne von Art. 158 Abs. 1 StPO. 

Auch an dieser Einvernahme sei der Beschuldigten zu Beginn kein genügender 

Vorhalt gemacht worden. Zudem seien ihr die Aussagen aus der vorherigen 

Einvernahme vorgehalten worden. Im Ergebnis sei deshalb auch die 

Einvernahme vom 22. Januar 2018 absolut unverwertbar (Urk. 73 S. 7). Dies 

gelte analog auch für die Konfrontationseinvernahme vom 30. Januar 2018 sowie 

die Einvernahme vom 30. Januar 2018 (Urk. 73 S. 7 f.). 

4.2. Gemäss Art. 158 Abs. 1 StPO weisen Polizei oder Staatsanwaltschaft die 

beschuldigte Person zu Beginn der ersten Einvernahme darauf hin, dass gegen 

sie ein Vorverfahren eingeleitet worden ist und welche Straftaten Gegenstand des 

Verfahrens bilden (lit. a). Die beschuldigte Person muss in allgemeiner Weise und 

nach dem aktuellen Verfahrensstand darüber aufgeklärt werden, welches Delikt 

ihr zur Last gelegt wird. Vorzuhalten ist ein nach dem aktuellen Verfahrensstand 

möglichst präziser einzelner Lebenssachverhalt und der daran geknüpfte 

Deliktsvorwurf, nicht aber bereits die genaue rechtliche Würdigung. Der Vorhalt 

muss so konkret sein, dass die beschuldigte Person den gegen sie gerichteten 

Vorwurf erfassen und sich entsprechend verteidigen kann. Einvernahmen ohne 

diesen Hinweis sind nicht verwertbar. Der Vorhalt muss zu Beginn der 

Einvernahme erfolgen. Der Hinweis auf den Gegenstand des Verfahrens im 

Verlauf der Einvernahme genügt nicht. Soweit die erste Einvernahme wegen 

eines nicht rechtsgenüglichen Tatvorhalts nicht verwertbar ist, gilt die 

nachfolgende Einvernahme neu als erste Einvernahme im Sinne von Art. 158 

Abs. 1 StPO (Urteil des Bundesgerichts 6B_1214/2019 vom 1. Mai 2020 E. 1.3.1 

mit Hinweisen). Erfolgt der Tatvorhalt nicht zu Beginn, sondern erst im Verlauf der 

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Einvernahme, ist die Einvernahme insgesamt nicht verwertbar. Eine lediglich 

partielle Unverwertbarkeit bis zu jenem Zeitpunkt fällt ausser Betracht (Urteil des 

Bundesgerichts 6B_646/2017 vom 1. Mai 2018 E. 5.3). Nach der Rechtsprechung 

ist im frühen Verfahrensstadium der ersten Einvernahme eine gewisse 

Verallgemeinerung im Hinblick auf eine erfolgreiche Durchführung der 

Strafuntersuchung zulässig (Urteile des Bundesgerichts 6B_646/2017 vom 1. Mai 

2018 E. 5.1; 6B_489/2018 vom 31. Oktober 2018 E. 3.2). 

4.3. In der ersten (delegierten) polizeilichen Einvernahme vom 3. Juli 2015 wurde 

die Beschuldigte zu Beginn pauschal darauf hingewiesen, dass gegen sie ein 

Strafverfahren wegen Geldwäscherei eingeleitet worden sei (Urk. 6/1 S. 1). 

Weitere Angaben wurden nicht gemacht. Insbesondere wurde der Beschuldigten 

nicht dargelegt, mit welchem konkreten Verhalten oder in welchem 

Zusammenhang sie sich der Geldwäscherei schuldig gemacht haben soll. Die 

präzisen Vorwürfe ergaben sich erst aus den im Laufe der Einvernahme 

gestellten Fragen (Urk. 6/1 S. 2 ff.). Der Gegenstand der Strafuntersuchung 

wurde damit weder in zeitlicher noch sachlicher Hinsicht umschrieben. Die 

Vorinstanz stufte den allgemeingehaltenen Vorhalt der Geldwäscherei als 

ausreichend ein. Es sei gerade Sinn und Zweck einer Einvernahme – erst recht 

der ersten Einvernahme – den relevanten Sachverhalt zu ermitteln. Das Vorgehen 

der Polizei, welche nicht einen einzigen Vorhalt gemacht habe, sondern die 

Beschuldigte zu allen fraglichen Transaktionen befragt habe, sei gleichermassen 

sinnvoll wie auch rechtlich zulässig (Urk. 51 S. 13). Damit lässt die Vorinstanz 

indes ausser Acht, dass die beschuldigte Person zu Beginn der Einvernahme 

über die Vorwürfe informiert werden muss. Nur auf diese Weise kann sie die 

Situation abschätzen und darüber entscheiden, wie sie ihre Verteidigungsrechte 

wahrnehmen will (BSK StPO-RUCKSTUHL, a.a.O., N 22 zu Art. 158; GODENZI, in: 

Donatsch/Lieber/Summers/Wohlers [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen 

Strafprozessordnung, a.a.O., N 21 zu Art. 158). Der Hinweis auf den Gegenstand 

des Verfahrens im Verlauf der Einvernahme genügt daher nicht. Die der 

Beschuldigten konkret angelasteten Handlungen, namentlich die Geldbezüge, 

waren der einvernehmenden Person von Anfang an bekannt, wie die von ihr 

gestellten Fragen zeigen. Der Tatvorwurf hätte damit bereits vor den Aussagen 

- 12 - 

der Beschuldigten selber dargelegt werden können. Zu Beginn einer 

Strafuntersuchung darf eine Belehrung nach dem vorstehend Ausgeführten zwar 

grundsätzlich noch vage und allgemein ausfallen. Der Beschuldigten hätte zu 

Beginn der Einvernahme aber mindestens vorgehalten werden müssen, es werde 

ihr vorgeworfen, sich durch die von ihr vorgenommenen Bargeldbezüge der 

Geldwäscherei schuldig gemacht zu haben. Dass die Beschuldigte aus den 

Umständen wusste, worum es geht, wie die Vorinstanz ebenfalls anführte (Urk. 51 

S. 13), ist möglich, letztlich bleibt dies aber unklar und darf nicht zu ihren Lasten 

angenommen werden. Wie bereits dargelegt, ist der beschuldigten Person ein 

möglichst präziser einzelner Lebenssachverhalt und der daran geknüpfte 

Deliktsvorwurf vorzuhalten. Ungenügend sind blosse juristische Vorwürfe. 

Nachdem der Beschuldigten lediglich pauschal der Vorwurf der Geldwäscherei 

gemacht wurde, kann der Auffassung der Vorinstanz, wonach die Beschuldigte 

anwaltlich verteidigt gewesen sei und deshalb allfällige Unklarheiten etwa in 

Bezug auf den Begriff der Geldwäscherei mit der Verteidigung hätte klären 

können (Urk. 51 S. 13), nicht gefolgt werden. Im Ergebnis ist der Deliktsvorhalt in 

der ersten Einvernahme mit der Verteidigung als unzureichend einzustufen. Die 

von der Beschuldigten anlässlich der polizeilichen Einvernahme vom 3. Juli 2015 

getätigten Aussagen sind deshalb nicht verwertbar (Art. 158 Abs. 2 StPO). Daran 

ändert nichts, dass die Beschuldigte diese in der staatsanwaltschaftlichen 

Einvernahme vom 22. Januar 2018 bestätigte (Urk. 6/3 S. 2), zumal sie zuvor 

nicht auf die Unverwertbarkeit der vorherigen Einvernahme hingewiesen worden 

war (vgl. dazu BSK StPO-RUCKSTUHL, a.a.O., N 37 zu Art. 158; GODENZI, in: 

Donatsch/Lieber/Summers/Wohlers [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen 

Strafprozessordnung, a.a.O., N 36 f. zu Art. 158). In den nachfolgenden 

Einvernahmen hat die Beschuldigte keine Aussagen zur Sache mehr gemacht 

(Urk. 6/3; Urk. 6/4; Urk. 7). Vor Vorinstanz hat sie lediglich die Ergänzungsfragen 

der Verteidigung beantwortet (Prot. I S. 9 ff.). Wie sich nachfolgend ergibt, sind 

diese Aussagen für die Erstellung des Sachverhalts nicht entscheidend. 

Unabhängig davon ist davon auszugehen, dass die Beschuldigte die gegen sie 

erhobenen Vorwürfe im Zeitpunkt der späteren Einvernahmen klar erfassen und 

- 13 - 

sich auch gegen diese verteidigen konnte, nachdem ihr die einzelnen Geldbezüge 

im Verlauf der ersten Einvernahme im Einzelnen vorgehalten worden waren. 

5. Verwertbarkeit der WhatsApp-Chats 

5.1. Die Verteidigung macht sodann geltend, dass die WhatsApp-Chats 

unverwertbar seien. Aus den Akten sei nicht ersichtlich, dass die WhatsApp-Chats 

der Beschuldigten je anlässlich einer Einvernahme vorgehalten worden wären. 

Dies gelte entgegen der Vorinstanz auch für die Einvernahme der Beschuldigten 

vom 22. Januar 2018. Weder habe die Beschuldigte die Chats unterzeichnet noch 

seien sie als Beilage zum Protokoll angehängt. Insofern sei dieses Beweismittel 

nicht zu Ungunsten der Beschuldigten verwertbar. Dass die Vorinstanz bei der 

Entscheidfindung dennoch zu Ungunsten der Beschuldigten darauf abgestellt 

habe, verletzte die Ansprüche auf Gewährung des rechtlichen Gehörs, auf 

effektive Möglichkeit, sich zu verteidigen, und auf ein faires Verfahren (Urk. 73 

S. 8 f.). 

5.2. Die Printauszüge der WhatsApp-Chats (Urk. 3/2) befinden sich seit Beginn 

des Strafverfahrens gegen die Beschuldigte bei den Akten. Mit Eingabe vom 

9. Juli 2015 hatte die Privatklägerschaft der Staatsanwaltschaft neben einem 

iPhone auch einen Ordner mit Ausdrucken von WhatsApp-Gesprächen 

eingereicht. Sie führte diesbezüglich aus, das iPhone stehe im Eigentum der 

B._____ AG und sei der Beschuldigten während ihrer Zeit bei der B._____ AG 

und E._____ AG unentgeltlich zur Verfügung gestellt worden. Bei ihrem Austritt 

habe sie es wieder zurückgegeben. Im Ordner gebe es eine Zusammenfassung 

ausgewählter WhatsApp-Gespräche (Urk. 2 S. 1). Auf Antrag der Beschuldigten 

wurden das Mobiltelefon (sowie ein Geschäftscomputer) versiegelt. Am 25. Mai 

2016 stellte die Staatsanwaltschaft beim Zwangsmassnahmengericht am 

Bezirksgericht Zürich einen Antrag auf Entsiegelung und Durchsuchung. Mit 

Verfügung vom 26. August 2016 hiess das Zwangsmassnahmengericht das 

Gesuch gut und gab die versiegelten Geräte der Staatsanwaltschaft zur 

Durchsuchung und weiteren Verwendung frei. Der Antrag der Beschuldigten auf 

Entfernung der WhatsApp-Ausdrucke aus den Akten wurde abgewiesen. Die von 

der Beschuldigten gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde wurde vom 

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Bundesgericht mit Urteil vom 21. November 2016 abgewiesen (vgl. dazu Urk. 5/8 

ff.; Urk. 5/27). In Anbetracht dieses Verfahrensablaufs kann kein Zweifel daran 

bestehen, dass die Beschuldigte Kenntnis von der Existenz der WhatsApp-

Gespräche und deren Bedeutung für das Strafverfahren hatte. Sie hatte zudem 

die Gelegenheit, sich dazu zu äussern und ihren Standpunkt darzulegen. Wie die 

Vorinstanz zutreffend ausführte, wurde der Beschuldigten in der 

staatsanwaltschaftlichen Einvernahme vom 22. Januar 2018 vorgehalten, 

aufgrund der WhatsApp-Chats (sowie ihrer Stellung bei der E._____ AG) habe sie 

gewusst, dass ihr Vater sehr viel Geld von der B._____ AG und der B._____ 

International AG bezogen habe (Urk. 6/3 S. 3). Damit wurde ihr auch 

kommuniziert, dass die WhatsApp-Gespräche im Verfahren als Beweismittel 

herangezogen werden. Dass die Gespräche, die sich wie erwähnt als Ausdrucke 

bei den Akten befinden, ihr nicht im Einzelnen vorgehalten wurden, schadet nicht. 

Dies gilt umso mehr, als die Beschuldigte vor Vorinstanz erklärte, dass sie 

anlässlich der Verhandlung keine Aussagen zur Sache machen wolle, und 

ausdrücklich darauf verzichtete, dass ihr die Fragen des Gerichts im Einzelnen 

vorgehalten werden (Prot. I S. 9 f.). Insofern verhält sie sich widersprüchlich, 

wenn sie nun im Nachhinein geltend macht, man hätte ihr die Auszüge im 

Einzelnen vorhalten sollen. Im Übrigen verweigerte die Beschuldigte auch in den 

staatsanwaltschaftlichen Einvernahmen die Aussagen zur Sache (Urk. 6/3-4; 

Urk. 7). Schliesslich nahm neben dem Privatklägervertreter auch die Verteidigung 

im vorinstanzlichen Verfahren zu den WhatsApp-Gesprächen und deren 

möglichen Interpretation Stellung (Urk. 37 S. 4 f.; Urk. 40 S. 20). Es kann daher 

nicht die Rede davon sein, dass sich die Vorinstanz auf ein Beweismittel 

abgestützt hätte, das den Parteien nicht bekannt gewesen wäre oder mit deren 

Erheblichkeit sie nicht hätten rechnen müssen. Mit der Vorinstanz (Urk. 51 S. 14) 

ist deshalb von der Verwertbarkeit der WhatsApp-Chats auszugehen. 

II. Sachverhalt und rechtliche Würdigung 

1. Anklagevorwurf 

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Der Beschuldigten wird in der Anklage zur Last gelegt, sich der Geldwäscherei 

schuldig gemacht zu haben. Dies, indem sie Geldbeträge in der Höhe von 

insgesamt Fr. 322'500.– ab dem Konto ihres Vaters, D._____, bei der F._____ 

abgehoben und das Geld ihrem Vater übergeben habe. Die Beschuldigte habe 

gewusst, dass das Geld von der B._____ AG und der C._____ AG (vormals 

B._____ International AG) gestammt habe und von ihrem Vater ohne 

Rechtsanspruch abgehoben worden sei. Weiter habe sie gewusst oder zumindest 

in Kauf genommen, dass D._____ das Geld durch ungetreue 

Geschäftsbesorgung erlangt gehabt habe. Sie habe gewusst und gewollt, dass 

durch ihr Handeln der Ursprung des Geldes vertuscht werde bzw. die 

Beschlagnahme des Geldes durch die Behörden erschwert oder verhindert werde 

(Urk. 18 S. 3 f.). In der Anklage wird der Beschuldigten noch eine weitere 

Geldwäschereihandlung (Überweisung vom 14. November 2013) zur Last gelegt 

(vgl. Urk. 18 S. 3). Von diesem Anklagevorwurf wurde sie rechtskräftig 

freigesprochen. 

2. Straftatbestand der Geldwäscherei 

Gemäss Art. 305bis Ziff. 1 StGB macht sich der Geldwäscherei schuldig, wer eine 

Handlung vornimmt, die geeignet ist, die Ermittlung der Herkunft, die Auffindung 

oder die Einziehung von Vermögenswerten zu vereiteln, die wie er weiss oder 

annehmen muss, aus einem Verbrechen herrühren. Das strafbare Verhalten liegt 

in der Sicherung der durch die Vortat unrechtmässig erlangten Vermögenswerte. 

Der Tatbestand schützt in erster Linie die Rechtspflege in der Durchsetzung des 

staatlichen Einziehungsanspruchs bzw. das öffentliche Interesse an einem 

reibungslosen Funktionieren der Strafrechtspflege. Nach der Rechtsprechung 

dient der Tatbestand in Fällen, in denen die der Einziehung unterliegenden 

Vermögenswerte aus Delikten gegen das Vermögen herrühren, neben dem 

Einziehungsinteresse des Staates auch dem Schutz der individuell durch die 

Vortat Geschädigten. Tathandlung der Geldwäscherei ist jeder Vorgang, der 

geeignet ist, den Zugriff der Strafbehörden auf die verbrecherisch erlangten 

Vermögenswerte zu vereiteln (Urteil des Bundesgerichts 6B_1208/2018 vom 

6. August 2019 E. 3.1 mit Hinweisen). Geldwäscherei ist ein abstraktes 

- 16 - 

Gefährdungsdelikt. Der Nachweis einer konkreten Vereitelungsgefahr oder einer 

gelungenen Vereitelung ist demnach nicht erforderlich (BGE 136 IV 188 E. 6.1; 

BGE 127 IV 20 E. 3a, je mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 6B_295/2019 

vom 8. August 2019 E. 1.3). In subjektiver Hinsicht ist Vorsatz erforderlich, wobei 

Eventualvorsatz genügt. Dem Täter muss dabei mindestens in der üblicherweise 

geforderten "Parallelwertung in der Laiensphäre" (BGE 138 IV 130 E. 3.2.1) 

bewusst sein, dass die Vermögenswerte aus einer schwerwiegenden Vortat 

stammen, die erhebliche Sanktionen nach sich zieht. Die genauen Umstände der 

Vortat muss der Täter nicht kennen (ISENRING, in: Donatsch [Hrsg.], Kommentar 

StGB, Schweizerisches Strafgesetzbuch, 20. Aufl. 2018, N 20a zu Art. 305bis; BSK 

StGB II-PIETH, 4. Aufl. 2019, N 59 zu Art. 305bis mit Hinweisen). 

3. Objektiver Tatbestand 

3.1. In der Anklageschrift vom 7. Februar 2018 wird in Bezug auf die Vortat zur 

Geldwäscherei ausgeführt, D._____, Vater der Beschuldigten und Inhaber der 

E._____ AG, habe im September 2013 von der B._____ AG und der C._____ AG 

(vormals B._____ International AG) insgesamt Fr. 1‘901‘418.25 auf das Konto der 

E._____ AG bei der F._____ überwiesen. Er habe gewusst, dass er keinerlei 

Rechtsanspruch auf dieses Geld gehabt habe sowie gewusst und gewollt, dass 

das Geld gegen den Willen von G._____ und H._____ transferiert werde. Um zu 

verhindern, dass die Geschädigten H._____ und G._____ oder die Behörde 

Zugriff auf das Geld bekommen hätten, habe D._____ Fr. 500'000.– auf sein 

Konto der I._____ in J._____ überwiesen. Ab November 2013 habe er begonnen, 

von den Fr. 500'000.– Beträge in die Schweiz auf sein Konto Nr. … bei der 

F._____ zu überweisen (Urk. 18 S. 2 f.). Der Beschuldigten wird wie erwähnt 

vorgeworfen, im Zeitraum zwischen dem 29. November 2013 und 15. Januar 

2014 auf Anweisung von D._____ insgesamt Fr. 322'500.– von diesem Konto 

abgehoben und ihm das Geld zu namentlich nicht bekannten Zeitpunkten 

zwischen dem 29. November 2013 und 2. Juli 2015 übergeben zu haben (Urk. 18 

S. 3 f.). 

3.2. Mit Urteil des Obergerichts Zürich, I. Strafkammer, vom 4. April 2018 wurde 

D._____ der ungetreuen Geschäftsbesorgung schuldig gesprochen. Das 

- 17 - 

Obergericht erachtete es als erstellt, dass D._____ von der B._____ AG, der 

B._____ International AG sowie der B._____ Unique AG Geldbeträge in der Höhe 

von insgesamt Fr. 1'901'418.25 auf das Konto der E._____ AG bei der F._____ 

überwiesen hat, wie ihm in der Anklage zur Last gelegt wurde. Die 

Überweisungen seien nicht mit G._____ und H._____ abgesprochen gewesen 

und die E._____ AG habe darauf keinerlei Rechtsanspruch gehabt. Dadurch sei 

den erwähnten Gesellschaften finanzieller Schaden entstanden. Mit seinem 

Verhalten habe sich D._____ der ungetreuen Geschäftsbesorgung im Sinne von 

Art. 158 Ziff. 1 Abs. 1 und Abs. 3 StGB schuldig gemacht (Urk. 29 S. 46 ff.). Das 

Urteil des Obergerichts Zürich, I. Strafkammer, vom 4. April 2018 ist in 

Rechtskraft erwachsen (Urk. 29 S. 79). Damit bildet die in der Anklage als Vortat 

aufgeführte Straftat Gegenstand eines rechtskräftigen Urteils, weshalb sie mit der 

Vorinstanz (Urk. 51 S. 21 und 26) als nachgewiesen zu erachten ist. Von der 

Beschuldigten wird dies nicht bestritten. Bei der ungetreuen Geschäftsbesorgung 

im Sinne von Art. 158 Ziff. 1 Abs. 1 und 3 StGB handelt es sich um ein 

Verbrechen (Art. 10 Abs. 2 StGB). Damit liegt eine im Sinne des 

Geldwäschereitatbestandes taugliche Vortat vor. Die in der Anklage aufgeführten 

vom F._____ Konto Nr. … getätigten Bargeldbezüge sind durch die bei den Akten 

liegenden Belege dokumentiert (Urk. 6/2/2 ff.). Daraus geht auch hervor, dass die 

Beschuldigte die Bezüge vorgenommen hat. Dies stimmt mit den Aussagen von 

D._____ anlässlich der Konfrontationseinvernahme vom 30. Januar 2018 überein. 

D._____ gab damals an, dass die Beschuldigte die Gelder auf seine Anweisung 

bezogen und für ihn aufbewahrt habe (Urk. 7 S. 2 ff.). Von der Beschuldigten 

wurde im Verlauf des Verfahrens denn auch nie bestritten, die in der Anklage 

aufgeführten Bargeldbezüge getätigt und das Geld zuhause aufbewahrt zu haben. 

Ebenfalls nicht in Abrede gestellt wurde von ihr, dass D._____ das auf dem 

F._____ Konto befindliche Geld zuvor von seinem Konto bei der I._____ 

überwiesen hatte. Dies lässt sich auch anhand der Akten nachvollziehen 

(Urk. 6/2/1 ff.). Damit ist erstellt, dass die von der Beschuldigten bezogenen 

Geldbeträge aus einem Verbrechen stammen. 

3.3. Die Verteidigung macht in Bezug auf den objektiven Tatbestand geltend, 

dass die Handlungen der Beschuldigten nicht dazu geeignet seien, den "paper 

- 18 - 

trail" zu unterbrechen bzw. zu verschleiern. Ihr Vater habe ihr vor seiner Abreise 

eine Generalvollmacht ausgestellt. Da die Beschuldigte nicht Inhaberin des 

Kontos bei der F._____ gewesen sei, habe sie, um Geld abheben zu können, am 

Bankschalter jedes Mal die Vollmacht sowie eine Kopie des Ausweises ihres 

Vaters und ihres eigenen Ausweises vorzeigen müssen. Es sei deshalb ohne 

weiteres möglich gewesen nachzuvollziehen, wer die Gelder abgehoben habe. 

Auch die spätere Aufbewahrung der Gelder bei der Beschuldigten zuhause sei 

nicht geeignet, den "paper trail" zu unterbrechen. Da man problemlos habe 

nachvollziehen können, dass die Beschuldigte die Barbezüge vorgenommen 

habe, sei selbstverständlich auch der Schluss nahegelegen, sie habe die Gelder 

bei sich zuhause aufbewahrt. Auch die Rückgabe an die einstige "Quelle" der 

Gelder bzw. an D._____ sei derart naheliegend, dass die Auffindung der Gelder 

nicht genügend erschwert werde (Urk. 73 S. 12 f.). 

3.4. Der Auffassung der Verteidigung kann nicht gefolgt werden. Es trifft zu, dass 

sich die Beschuldigte beim Bezug der Gelder vom Konto ihres Vaters jeweils 

ausweisen musste, weshalb im Nachhinein nachvollzogen werden konnte, dass 

sie die Barauszahlungen getätigt hatte. Dies ist jedoch nicht entscheidend. Bei 

der Beurteilung, ob eine Geldwäschereihandlung vorliegt, ist massgebend, ob die 

in Frage stehende Handlung geeignet ist, die Ermittlung der Herkunft, die 

Auffindung oder die Einziehung der Vermögenswerte zu vereiteln. Dies ist 

insbesondere der Fall, wenn die Papierspur ("paper-trail") unterbrochen wird. Bei 

der Einzahlung von Bargeld auf ein Bankkonto oder der Überweisung von Geld 

von einem inländischen Konto auf ein anderes inländisches Konto, wird aus 

diesem Grund in der Regel keine Geldwäschereihandlung angenommen, da 

dadurch erst ein "paper-trail" begründet bzw. dieser verlängert wird. 

Demgegenüber bricht die Spur der Vermögenswerte beim Barbezug von 

Geldbeträgen ab (EGGER TANNER, Die strafrechtliche Erfassung der 

Geldwäscherei, Diss. 1999, S. 125 und 159 f.; ACKERMANN, in: Ackermann/Heine 

(Hrsg.), Wirtschaftsstrafrecht der Schweiz, Bern 2013, § 15 N 57 und 62). Die 

Barauszahlung von deliktischem Geld wird von Lehre und Rechtsprechung daher 

als Geldwäschereihandlung eingestuft (BGE 142 IV 333 E. 5.1; vgl. dazu auch 

ISENRING, in: Donatsch [Hrsg.], Kommentar StGB, Schweizerisches 

- 19 - 

Strafgesetzbuch, a.a.O., N 17 zu Art. 305bis; BSK StGB II-PIETH, a.a.O., N 51 zu 

Art. 305bis, je mit Hinweisen). Es besteht kein Anlass, vorliegend anders zu 

entscheiden. Im Übrigen ist festzuhalten, dass die durch die ungetreue 

Geschäftsbesorgung von D._____ deliktisch erlangten Gelder im gegen ihn 

geführten Verfahren nicht eingezogen werden konnten, da die entsprechenden 

Vermögenswerte nicht mehr vorhanden waren. Im Urteil vom 4. April 2018 wurde 

D._____ deshalb zu einer Ersatzforderung verpflichtet (Urk. 29 S. 75). Die von 

D._____ und der Beschuldigten vorgenommenen Handlungen waren somit nicht 

nur grundsätzlich geeignet, die Einziehung der Vermögenswerte zu vereiteln. 

Diese wurden dem Zugriff der Privatklägerschaft bzw. der Strafbehörden auch 

effektiv entzogen. 

3.5. Damit ist der objektive Tatbestand der Geldwäscherei im Sinne von 

Art. 305bis Ziff. 1 StGB erfüllt. Nachdem die Beschuldigte mehrere Bargeldbezüge 

vorgenommen hat, ist von mehrfacher Tatbegehung auszugehen. 

4. Subjektiver Tatbestand 

4.1. Die Vorinstanz kam zum Schluss, die Beschuldigte habe in Kauf genommen, 

dass ihr Vater die von ihr abgehobenen Vermögenswerte deliktisch erlangt habe. 

Sie habe weiter gewusst und gewollt, dass durch ihr Handeln der Ursprung des 

Geldes vertuscht und die Beschlagnahmung durch die Behörden erschwert oder 

gar verhindert werde (Urk. 51 S. 24 und 28). Die Vorinstanz stützte sich bei ihrer 

Beweiswürdigung auf den WhatsApp-Chat sowie die Aussagen der Beschuldigten 

und ihres Vaters, welche sie als nicht überzeugend erachtete (Urk. 51 S. 22 ff.). 

4.2. Gemäss erstelltem Sachverhalt hat die Beschuldigte innerhalb eines 

Zeitraums von lediglich eineinhalb Monaten rund Fr. 322'000.– vom Konto ihres 

Vaters bei der F._____ abgehoben und bis zur Übergabe an ihren Vater bei sich 

zu Hause aufbewahrt. Die Beschuldigte hob die Gelder vom privaten Konto ihres 

Vaters ab. Die von ihr getätigten Bezüge waren nur möglich, weil ihr Vater 

vorgängig Geld von seinem Konto bei der I._____ überwies. Die Bargeldbezüge 

der Beschuldigten bewegten sich zwischen Fr. 5'000.– und Fr. 35'000.– und 

erfolgten alle paar Tage, wobei unterschiedliche Filialen der F._____ beteiligt 

- 20 - 

waren. Mit zwei Ausnahmen wandte sich die Beschuldigte nie zweimal 

hintereinander an dieselbe Bankfiliale. Im Laufe des Verfahrens konnte die 

Beschuldigte keine plausible Erklärung für die Höhe und Anzahl der 

Transaktionen sowie die Modalitäten der Bargeldbezüge vorbringen. Wie bereits 

dargelegt, sind die von ihr in der polizeilichen Einvernahme vom 3. Juli 2015 

(Urk. 6/1) gemachten Angaben nicht verwertbar. In den nachfolgenden 

Einvernahmen hat die Beschuldigte Aussagen zur Sache verweigert (Urk. 6/3 S. 2 

ff.; Urk. 6/4 S. 1 f.; Urk. 7 S. 2 ff.). Vor Vorinstanz führte sie auf Ergänzungsfragen 

der Verteidigung aus, sie habe das Geld auf Wunsch ihres Vaters in 

Einzelbeträgen abgehoben. Ihr Vater habe erwähnt, dass er mit dem Geld eine 

Firma in K._____ gründen wolle. Dabei habe es sich um eine Computer/IT-

Reparaturfirma gehandelt (Prot. I S. 11). D._____ gab anlässlich der 

Konfrontationseinvernahme vom 30. Januar 2018 an, seine Tochter habe das 

Geld auf seine Anweisung hin abgehoben und zu Hause aufbewahrt. Er sei zu 

diesem Zeitpunkt in K._____ gewesen. Er habe ihr gesagt, dass er das Geld in 

bar benötige. Dies, da sein Geschäftspartner das Geld in bar gewollt habe (Urk. 7 

S. 2 ff.). Die Aussagen der Beschuldigten und von D._____ zum Hintergrund der 

Bargeldbezüge stimmen überein, vermögen aber nicht ansatzweise zu 

überzeugen. So erscheint es wenig zweckmässig, für eine Firmengründung in 

K._____ Schweizer Bargeld bereitzustellen. Der Vorinstanz (Urk. 51 S. 24) ist 

sodann weiter darin zu folgen, dass es keinerlei Sinn ergibt, Bargeld im 

Gesamtbetrag von rund Fr. 322'000.– abzuheben und zu Hause aufzubewahren, 

während sich der Empfänger dieses Geld im Ausland befindet. Es ist kein Grund 

dafür ersichtlich, weshalb das Geld für die Firmengründung nicht bis zur Rückkehr 

von D._____ in die Schweiz auf seinem Bankkonto hätte belassen werden 

können. Insofern lag die Annahme nahe, dass die Bargeldbezüge den Grund 

hatten, die Verfolgbarkeit und das Auffinden des deliktisch erlangten Geldes zu 

erschweren. 

4.3. Die Verteidigung verwies darauf, dass die Beschuldigte auf Anweisung ihres 

Vaters gehandelt habe und ihm habe vertrauen dürfen (Urk. 73 S. 10 und 12). 

Wie erwähnt, waren die Angaben des Vaters der Beschuldigten zum Zweck der 

Transaktionen jedoch offensichtlich nicht geeignet, das ungewöhnliche Vorgehen 

- 21 - 

überzeugend zu erklären oder Zweifel bezüglich der Herkunft der Gelder zu 

beseitigen. Dies gilt umso mehr, als es sich bei der Beschuldigten nicht um eine 

geschäftsunerfahrene oder am Geschehen unbeteiligte Person handelte. Die 

Beschuldigte war selbst bei der B._____ AG sowie der E._____ AG angestellt 

(Urk. 6/3 S. 4), weshalb es naheliegend ist, dass sie über den Hintergrund der 

Transaktionen mehr wusste, als sie später angab. Diese Annahme wird durch die 

Printauszüge der WhatsApp-Chats zwischen der Beschuldigten und ihrem Vater 

gestützt (Urk. 3/2). Es kann diesbezüglich auf die korrekte Zusammenfassung der 

Kommunikation im vorinstanzlichen Urteil verwiesen werden (Urk. 51 S. 18 ff.). 

Entgegen der Auffassung der Verteidigung (Urk. 73 S. 9 ff.) geht daraus klar 

hervor, dass die Beschuldigte nicht nur von den Differenzen zwischen ihrem Vater 

und den Inhabern der Privatklägerinnen Kenntnis hatte, sondern auch darüber 

informiert war, dass ihr Vater Geldbeträge im grösseren Umfang abgezogen hat. 

So schrieb D._____ der Beschuldigten, dass er sich dies von den beiden 

Grünschnäbeln nicht gefallen lasse, sie müssten bluten, was die Beschuldigte mit 

"yes" sowie "und wie" kommentierte (Urk. 3/2/13). Weiter schrieb D._____ am 

6. September 2013, dass es jetzt losgehe mit dem Geld "abzüglen". Es werde 

eskalieren. Auf die Frage, um wie viel [Geld] es gehe, antwortete D._____ mit 

"750 + 750" (Urk. 3/12/14 f.). Der Verteidigung (Urk. 73 S. 10) ist beizupflichten, 

dass das Wort "abzügle" nicht in jedem Fall gleichbedeutend mit stehlen oder 

veruntreuen ist. Im damaligen Zusammenhang deutete es indes klar auf ein 

unrechtmässiges Verhalten hin. Im Übrigen wies D._____ die Beschuldigte im 

Verlaufe ihrer Kommunikation mehrfach an, nicht mehr über WhatsApp zu 

schreiben, sondern Viber zu nutzen. Weiter schrieb er, man solle die Ohren 

offenhalten bzw. aufpassen und keine Fehler machen. Er wies sie zudem an, 

alles auf dem Handy zu löschen (Urk. 3/12/16; Urk. 3/12/20 ff.). Hätte sich 

D._____ lediglich ihm zustehende Gelder ausbezahlt, wäre dieses konspirative 

Vorgehen nicht nötig gewesen. Die Kommunikation zwischen der Beschuldigten 

und ihrem Vater wurde im September bzw. Oktober 2013 geführt. Im November 

2013 und damit lediglich kurze Zeit später begann sie auf seine Anweisung hin, 

grössere Geldbeträge von seinem Konto abzuheben. Dass sie in diesem 

- 22 - 

Zeitpunkt nicht mit der allenfalls deliktischen Herkunft des Geldes gerechnet 

haben will, ist nicht glaubhaft.  

4.4. Für die Erfüllung des subjektiven Tatbestandes der Geldwäscherei ist nicht 

erforderlich, dass der Täter die genauen Umstände der Vortat oder deren 

rechtliche Würdigung kennt. Insofern muss der Beschuldigten entgegen der 

Auffassung der Verteidigung (Urk. 73 S. 10) nicht nachgewiesen werden, dass sie 

im Einzelnen über die Delinquenz ihres Vaters informiert war und diese rechtlich 

richtig erfassen konnte. Entscheidend ist, dass die Beschuldigte in Anbetracht der 

Ungewöhnlichkeit der Transaktionen mit der deliktischen Herkunft des Geldes 

rechnen musste. Darüber hinaus hatte sie aufgrund der WhatsApp-Nachrichten 

ihres Vaters Kenntnis davon, dass er nur kurze Zeit zuvor von den 

Privatklägerinnen erhebliche finanzielle Mittel abgezogen hatte. Vor diesem 

Hintergrund bestanden konkrete Anhaltspunkte für das Vorliegen einer schweren 

Rechtsverletzung. Dass die Barauszahlung von deliktischem Geld dazu geeignet 

ist, die Einziehung der Vermögenswerte zu erschweren bzw. zu vereiteln, liegt auf 

der Hand und muss auch der Beschuldigten bewusst gewesen sein (vgl. dazu die 

zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz, Urk. 51 S. 24). Daran vermag der 

Umstand, dass die einzelnen Bargeldbezüge dokumentiert wurden (Urk. 73 S. 12 

f.), selbstredend nichts zu ändern. Indem die Beschuldigte die Bargeldbezüge 

trotz aller Verdachtsgründe vornahm, nahm sie in Kauf, Vermögenswerte aus 

einer schweren Straftat einem allfälligen Zugriff durch die Strafbehörden zu 

entziehen. Damit ist der Tatbestand der mehrfachen Geldwäscherei im Sinne von 

Art. 305bis Ziff. 1 StGB auch in subjektiver Hinsicht erfüllt und die Beschuldigte 

entsprechend schuldig zu sprechen. 

III. Sanktion 

1. Anwendbares Recht 

Am 1. Januar 2018 sind die neuen Bestimmungen des Allgemeinen Teils des 

Strafgesetzbuches (Änderungen des Sanktionenrechts) in Kraft getreten. Die 

Beschuldigte hat die zu beurteilenden Straftaten vor Inkrafttreten des neuen 

Rechts verübt. Gemäss Art. 2 Abs. 1 StGB wird ein Straftäter nach demjenigen 

- 23 - 

Recht beurteilt, das bei Begehung der Tat in Kraft war. Das neue Recht ist indes 

anwendbar, wenn es für den Täter das mildere ist (Art. 2 Abs. 2 StGB). Die 

Revision hat zu einer Einschränkung des Anwendungsbereichs der Geldstrafe 

geführt. Neu beträgt die Geldstrafe mindestens drei und höchstens 180 

Tagessätze (Art. 34 Abs. 1 StGB). Damit erweisen sich die revidierten 

Bestimmungen für die Beschuldigte nicht als milder und es ist das bisherige Recht 

anzuwenden. 

2. Strafzumessungsregeln 

2.1. Bei der Bildung der Gesamtstrafe nach Art. 49 Abs. 1 StGB ist vorab der 

Strafrahmen für die schwerste Straftat zu bestimmen und alsdann die 

Einsatzstrafe für die schwerste Tat innerhalb dieses Strafrahmens festzusetzen. 

Die Einsatzstrafe ist unter Einbezug gleichartiger Strafen der anderen Straftaten 

in Anwendung des Asperationsprinzips angemessen zu erhöhen (BGE 144 IV 217 

E. 3.5.1). Nach der gesetzlichen Konzeption basiert die Gesamtstrafe begrifflich 

auf mehreren selbständigen Einzelstrafen, was voraussetzt, dass das Gericht 

zumindest gedanklich für sämtliche begangenen Taten eine konkrete Strafe 

gebildet hat (BGE 144 IV 217 E. 3.5.3). Die Vorinstanz ist dem insoweit 

nachgekommen, als sie die schwerste Geldwäschereihandlung bestimmt und 

dafür eine Einsatzstrafe von 70 Tagessätzen festgesetzt hat (Urk. 51 S. 29 ff.). 

Für die weiteren Geldwäschereihandlungen wurden keine separaten 

(hypothetischen) Strafen mehr festgesetzt, sondern dafür eine Erhöhung der 

Einsatzstrafe um insgesamt 140 Tagessätze vorgenommen (Urk. 51 S. 31). Dies 

zeigt bereits auf, wie schwierig eine separate Beurteilung der einzelnen 

Geldwäschereihandlungen ist. Die Beschuldigte handelte innerhalb eines 

Zeitraums von lediglich eineinhalb Monaten, wobei sie exakt gleich vorging. Die 

Geldwäschereihandlungen unterscheiden sich einzig im Deliktsbetrag 

voneinander. Sind verschiedene Straftaten zeitlich und sachlich derart eng 

miteinander verknüpft, dass sie sich nicht sinnvoll auftrennen und für sich allein 

beurteilen lassen, verletzt es gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung kein 

Bundesrecht, wenn das Gericht nicht für jedes Delikt eine hypothetische Strafe 

festsetzt, sondern diese in einem Gesamtzusammenhang würdigt (Urteile des 

- 24 - 

Bundesgerichts 6B_483/2016 vom 30. April 2018 E. 2.4; 6B_210/2017 vom 25. 

September 2017 E. 2.2.1; 6B_523/2018 vom 23. August 2018 E. 1.2.2). 

2.2. Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziff. 1 StGB wird mit Freiheitsstrafe 

bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft. Ausserordentliche Umstände, die ein 

Verlassen des ordentlichen Strafrahmens als angezeigt erscheinen liessen, liegen 

nicht vor. Zu den Grundsätzen der Strafzumessung finden sich im 

vorinstanzlichen Urteil bereits zutreffende Erwägungen (Urk. 51 S. 29 f.). Diese 

brauchen an dieser Stelle nicht wiederholt zu werden. 

3. Tatkomponenten 

3.1. Die Beschuldigte hat einen nicht unerheblichen Aufwand betrieben, um das 

von ihrem Vater deliktisch erlangte Geld dem Zugriff der Behörden zu entziehen. 

Sie ist innerhalb eines Zeitraums von lediglich eineinhalb Monaten insgesamt 

14 Mal bei einer Bankfiliale der F._____ vorbeigegangen, um das Geld 

abzuheben. Die Bezüge bewegten sich zwischen Fr. 5'000.– und Fr. 35'000.–. 

Insgesamt wurden Gelder im Umfang von rund Fr. 322'000.– abgehoben, wobei 

die entsprechenden Vermögenswerte dem Zugriff der Behörden letztlich auch 

effektiv entzogen wurden. Dieser Betrag ist als erheblich einzustufen, auch wenn 

im Rahmen des Tatbestands der Geldwäscherei regelmässig noch höhere 

Deliktsbeträge vorliegen dürften. In diesem Zusammenhang ist im Übrigen darauf 

hinzuweisen, dass bei der gewerbsmässigen Geldwäscherei im Sinne von 

Art. 305bis Ziff. 2 lit. c StGB ein Umsatz ab Fr. 100'000.– als gross gilt (BGE 129 IV 

188 E. 3.1). Demgegenüber erweisen sich die von der Beschuldigten 

vorgenommenen Vereitelungshandlungen in Form von Bargeldbezügen ab dem 

Bankkonto ihres Vaters nicht als besonders raffiniert. Die von ihr an den Tag 

gelegte kriminelle Energie ist als tief zu werten. Insgesamt ist in objektiver 

Hinsicht von einem noch leichten Verschulden auszugehen. 

3.2. In subjektiver Hinsicht ist der Beschuldigten mindestens 

eventualvorsätzliches Handeln anzulasten, wobei ihr konkrete Anhaltspunkte für 

die deliktische Herkunft der Gelder vorlagen. Mit der Vorinstanz (Urk. 51 S. 30) ist 

anzunehmen, dass die Beschuldigte nicht aus eigenem Antrieb, sondern auf 

- 25 - 

Initiative ihres Vaters gehandelt hat. Dies ändert nichts daran, dass sie sich ohne 

Weiteres gegen den Bezug der Gelder hätte entscheiden können, lässt ihr 

Verschulden aber in einem milderen Licht erscheinen. Dass die Beschuldigte aus 

der Tatbegehung einen finanziellen Vorteil erlangte, wird ihr in der Anklage nicht 

vorgeworfen. Insgesamt vermag die subjektive Tatschwere die objektive leicht zu 

relativieren. Dem Tatverschulden angemessen erweist sich eine Geldstrafe von 

240 Tagessätzen. 

4. Täterkomponenten 

4.1. Zum Vorleben und den persönlichen Verhältnissen der Beschuldigten ist 

bekannt, dass sie 1989 geboren wurde und in Zürich L._____ aufgewachsen ist. 

Sie machte eine Ausbildung als kaufmännische Angestellte und fing nach der 

Lehre bei der Privatklägerin B._____ AG zu arbeiten an. In der Folge arbeitete sie 

bei verschiedenen Arbeitgebern. Im Jahr 2017 absolvierte sie eine 

Berufsausbildung zur Personalassistentin und bildete sich in der Folge zur 

Payroll-Spezialistin weiter. Derzeit arbeitet sie in der Personalvermittlung im IT- 

und Finanzwesen (Urk. 6/3 S. 4; Prot. I S. 7). Die Beschuldigte ist ledig und hat 

keine Kinder (Urk. 60/1). 

Aus der Biographie und den persönlichen Verhältnissen der Beschuldigten lassen 

sich keine strafzumessungsrelevanten Faktoren ableiten. 

4.2. Die Vorstrafenlosigkeit der Beschuldigten (Urk. 52 = Urk. 89) ist 

strafzumessungsneutral zu behandeln (BGE 136 IV 1). 

4.3. Die Beschuldigte hat Aussagen zur Sache im Verfahren grösstenteils 

verweigert. Damit liegt hinsichtlich des Nachtatverhaltens kein vollumfängliches 

Geständnis oder kooperatives Verhalten bei der Aufklärung der Tat vor, welches 

die Strafverfolgung nennenswert erleichterte und strafmindernd zu 

berücksichtigen wäre. Das Nachtatverhalten ist daher mit der Vorinstanz (Urk. 51 

S. 31) als neutral zu gewichten. 

4.4. Seit Begehung der Geldwäschereihandlungen der Beschuldigten sind rund 

sieben Jahre vergangen. Eine Verletzung des Beschleunigungsgebots wurde 

- 26 - 

nicht geltend gemacht und ist auch nicht ersichtlich, zumal das Verfahren gegen 

die Beschuldigte im Zusammenhang mit dem relativ aufwändigen Verfahren 

gegen ihren Vater, D._____, stand. Nachdem sich die Beschuldigte seit der 

Tatbegehung wohlverhalten hat (Urk. 52 = Urk. 89), rechtfertigt sich indes gestützt 

auf Art. 48 lit. e StGB eine leichte Reduktion der Strafe. Die von der Vorinstanz 

ausgesprochene Geldstrafe von 210 Tagessätzen erweist sich im Ergebnis als 

angemessen. 

5. Tagessatzhöhe 

Die Beschuldigte arbeitet 100 % und verdient rund Fr. 6'600.– netto pro Monat, 

wobei sie einen 13. Monatslohn erhält. Sie verfügt über kein Vermögen, hat 

jedoch Schulden in der Höhe von Fr. 9'000.–. Für die Krankenkasse zahlt sie 

monatlich rund Fr. 300.–. Die Steuern betragen gemäss ihren Angaben rund 

Fr. 420.– pro Monat (Urk. 60/1 ff.). Die von der Vorinstanz festgesetzte 

Tagessatzhöhe von Fr. 100.– erweist sich vor diesem Hintergrund sicherlich nicht 

als zu hoch. Nachdem sich die finanziellen Verhältnisse der Beschuldigten seit 

dem vorinstanzlichen Urteil nicht verbessert haben, steht einer Erhöhung des 

Tagessatzes ohnehin das Verschlechterungsverbot entgegen (vgl. dazu BGE 144 

IV 198 E. 5.4). Die Beschuldigte ist daher mit einer Geldstrafe von 210 

Tagessätzen zu Fr. 100.– zu bestrafen. 

6. Vollzug 

Die Vorinstanz hat den Vollzug der Geldstrafe bedingt aufgeschoben und die 

Probezeit auf zwei Jahre festgesetzt (Urk. 51 S. 38). Dies erscheint als 

angemessen und ist auch in Beachtung des Verschlechterungsverbots zu 

bestätigen. 

IV. Zivilansprüche 

1. Parteistandpunkte 

Die Vorinstanz hat die Schadenersatzforderung der Privatklägerin B._____ AG 

auf den Zivilweg verwiesen (Urk. 51 S. 38). Dagegen erhob die Privatklägerin 

- 27 - 

Berufung und verlangt, wie bereits vor Vorinstanz, die Zusprechung von 

Schadenersatz in der Höhe von Fr. 322'500.– zuzüglich 5 % Zins seit dem 

15. Januar 2014. Eventualiter beantragt sie die Verpflichtung der Beschuldigten 

zur Leistung von Schadenersatz in solidarischer Haftung mit D._____ (Urk. 70 

S. 2). Die Privatklägerin C._____ AG hat im vorliegenden Verfahren ausdrücklich 

auf die Zusprechung von Schadenersatz verpflichtet (Urk. 37 S. 6), wovon 

Vormerk zu nehmen ist. Die Beschuldigte beantragt die Abweisung der 

Zivilforderungen der B._____ AG. Eventualiter seien diese auf den Zivilweg zu 

verweisen (Urk. 73 S. 2; Urk. 82 S. 1). Zur Begründung wird ausgeführt, es fehle 

an der Widerrechtlichkeit, da die Beschuldigte vom Vorwurf der Geldwäscherei 

vollumfänglich freizusprechen sei. Damit entfalle die Grundlage für die Haftung 

aus unerlaubter Handlung (Urk. 82 S. 1; vgl. auch Urk. 73 S. 14). Sodann wird auf 

die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen, wobei ergänzend ausgeführt wird, 

dass es für die solidarische Haftung der gerichtlichen Feststellung bedürfe. Die 

Solidarität führe nicht zu einer Kumulation der Ansprüche des Geschädigten. 

Dieser könne seine Ansprüche nur einmal befriedigen. Damit sei entscheidend, 

ob D._____ den fraglichen Betrag bereits bezahlt habe. Mit der Vorinstanz stehe 

die Ungewissheit, ob die Bezahlung des Schadenersatzes durch D._____ 

erfolgen werde bzw. erfolgt sei, der Gutheissung der Schadenersatzforderung der 

B._____ AG entgegen (Urk. 82 S. 1 f.). 

2. Rechtliche Grundlagen 

Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung besteht eine zivilrechtliche 

Verantwortlichkeit des Geldwäschers. Zwar schützt der Tatbestand der 

Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziff. 1 StGB in erster Linie die 

Rechtspflege in der Durchsetzung des staatlichen Einziehungsanspruchs bzw. 

das öffentliche Interesse an einem reibungslosen Funktionieren der 

Strafrechtspflege. Doch dient der Tatbestand nach der Rechtsprechung in Fällen, 

in denen die der Einziehung unterliegenden Vermögenswerte aus Delikten gegen 

das Vermögen herrühren, neben dem Einziehungsinteresse des Staates auch 

dem Schutz der individuell durch die Vortat Geschädigten (Urteil des 

Bundesgerichts 6B_1202/2019 vom 9. Juli 2020 E. 4.2.1 f. mit Hinweisen). Haben 

- 28 - 

mehrere den Schaden gemeinsam verschuldet, sei es als Anstifter, Urheber oder 

Gehilfen, so haften sie dem Geschädigten solidarisch (Art. 50 Abs. 1 OR). Der 

Begünstiger haftet nur dann und nur soweit für Ersatz, als er einen Anteil am 

Gewinn empfangen oder durch seine Beteiligung Schaden verursacht hat (Art. 50 

Abs. 3 OR). Unter Begünstigung wird allgemein ein Verhalten verstanden, 

welches den durch die Vortat verursachten Erfolg sichert. Die Definition der 

Sicherung des Erfolges einer Vortat trifft auch auf die Geldwäscherei zu. 

Verhindert der Geldwäscher die Aushändigung der aus der Vortat stammenden 

Vermögenswerte an den Geschädigten der Vortat gestützt auf Art. 70 Abs. 1 

StGB oder eine Einziehung und Verwendung zu Gunsten des Geschädigten, wird 

damit im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung der durch die Vortat 

eingetretene Erfolg gesichert (HEIERLI, Zivilrechtliche Haftung für Geldwäscherei 

unter Berücksichtigung der Instrumente des Einziehungsrechts, Diss. 2012, N 

1152 ff. und 1207 f.; BSK OR-GRABER, 7. Aufl. 2020, N 30 ff. zu Art. 50). Die 

Haftung des Geldwäschers erstreckt sich auf den durch die Vortat verursachten 

Schaden im Umfang der Vermögenswerte, deren Einziehung durch die 

Geldwäscherei vereitelt worden ist (Urteil des Bundesgerichts 6B_1202/2019 vom 

9. Juli 2020 E. 4.2.2 mit Hinweisen). 

3. Würdigung 

3.1. Gemäss erstelltem Sachverhalt hat sich die Beschuldigte der Geldwäscherei 

schuldig gemacht, indem sie vom Konto ihres Vaters Bargeldbezüge in der Höhe 

von insgesamt Fr. 322'500.– getätigt hat. Dabei handelt es sich um Geld, welches 

dieser unrechtmässig auf das Konto der E._____ AG überwiesen hatte. D._____ 

wurde deswegen rechtskräftig wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung verurteilt. 

Die von der Beschuldigten bezogenen Vermögenswerte stammen damit aus 

einem Vermögensdelikt (Ziff. II.3.). Der Vorinstanz (Urk. 51 S. 33) ist deshalb 

beizupflichten, dass die Beschuldigte aufgrund der von ihr begangenen 

Geldwäscherei grundsätzlich zivilrechtlich belangt werden kann. Der 

Beschuldigten wird nicht vorgeworfen, sich an den strafbaren Handlungen ihres 

Vaters beteiligt und den dadurch verursachten Schaden mitbewirkt zu haben. 

Durch die von ihr vorgenommenen Bargeldbezüge ab dem Konto ihres Vaters 

- 29 - 

wurde jedoch der Zugriff auf die von ihm deliktisch erlangten Vermögenswerte 

verunmöglicht und in diesem Umfang auch der durch die Vortat eingetretene 

Erfolg gesichert. Wie bereits dargelegt, hat die Beschuldigte in Kauf genommen, 

dass die fraglichen Vermögenswerte unrechtmässig erworben wurden. Damit liegt 

eine schuldhafte Begünstigungshandlung vor. Nachdem die Beschuldigte erst 

nach der eigentlichen Schadenverursachung mitgewirkt hat, haftet sie lediglich für 

die von ihr gewaschene und aus diesem Grund nicht mehr greifbare Summe 

(perpetuierter Schadensteil). Die Beschuldigte wird daher gegenüber der 

Privatklägerschaft im Umfang der von ihr bezogenen Bargeldbezüge von 

Fr. 322'500.– ersatzpflichtig. Sie haftet dafür in Solidarität mit D._____ (vgl. dazu 

HEIERLI, a.a.O., N 1152 ff.). 

3.2. Die Vorinstanz wies darauf hin, dass D._____ mit Urteil vom 4. April 2018 

dazu verpflichtet worden sei, der B._____ AG Schadenersatz in Höhe von 

Fr. 1'237'653.39 zu bezahlen. Sie führte diesbezüglich aus, dadurch bestehe 

bereits seitens von D._____ eine Schadenersatzpflicht in Bezug auf die hier 

relevanten Fr. 322'500.–. Soweit D._____ den fraglichen Betrag bezahlt habe, 

bestehe seitens der B._____ AG kein Schaden mehr. Ob D._____ bereits 

Schadenersatz bezahlt habe, sei nicht bekannt bzw. zumindest aktenmässig nicht 

belegt. Diese Ungewissheit stehe einer Gutheissung der Schadenersatzklage der 

B._____ AG entgegen (Urk. 51 S. 34). Ein Solidarschuldner wird erst durch die 

effektive Zahlung des Mitschuldners befreit, nicht schon durch dessen 

Verurteilung zur Zahlung. Ein Solidarschuldner kann nicht haftungsreduzierend 

einwenden, dass auch Dritte für den gleichen Schaden einzustehen haben (BSK 

OR-GRABER, a.a.O., N 14 zu Art. 50; N 7 zu Art. 144). Die Haftung der 

Geldwäschers ist nicht subsidiär. Sie besteht auch dann, wenn vom Vortäter 

Schadenersatz erhältlich gemacht werden kann. Dass der perpetuierte 

Schadensteil über die Schadenersatzforderung gegen den Vortäter oder über 

eine staatliche Ersatzforderung gegen diesen oder die Bank mit Verwendung des 

Verwertungserlöses zu Gunsten des Geschädigten getilgt werden kann, ändert 

nichts daran, dass der Schaden – Nichtverfügbarkeit der durch die Vortat 

abhandengekommenen Vermögenswerte des Geschädigten – noch besteht, und 

dass dieses Fortbestehen durch die Begünstigung bedingt ist. Insofern spielt es 

- 30 - 

keine Rolle, ob die Schadenersatzforderung des Geschädigten gegen den 

Vortäter durchsetzbar ist und ob der Vortatschaden über die Geltendmachung 

einer staatlichen Ersatzforderung getilgt werden könnte (HEIERLI, a.a.O., N 1174, 

1199 und 1210). Seitens der Beschuldigten wurde im Laufe des Verfahrens nie 

bestritten, dass die B._____ AG einen Schaden im Umfang von Fr. 322'500.– 

erlitten hat. Es wurde von ihr auch nicht geltend gemacht, dass der Schaden 

zumindest teilweise ersetzt worden sei. Der Behauptung der B._____ AG, wonach 

D._____ den Schaden bis heute nicht ersetzt hat (Urk. 70 S. 5 f.), wurde seitens 

der Beschuldigten auch im Berufungsverfahren nicht widersprochen (vgl. dazu 

Urk. 82 S. 2). Im Übrigen ist auch nicht ersichtlich, wie die B._____ AG 

nachweisen könnte, dass ihre Schadenersatzforderung noch nicht beglichen 

wurde, handelt es sich dabei doch um eine negative Tatsache (vgl. dazu auch 

Urk. 70 S. 5). Dass D._____ in dem gegen ihn geführten Strafverfahren zu seiner 

Schadenersatzleistung verpflichtet wurde, steht einer Schadenersatzverpflichtung 

der Beschuldigten damit nicht entgegen. Dasselbe gilt für den Umstand, dass in 

seinem Strafverfahren Vermögenswerte beschlagnahmt wurden. Sollte der 

Schaden von D._____ bereits ersetzt worden sein, was wie erwähnt von der 

Beschuldigten nicht behauptet wird, wäre die Beschuldigte gegenüber der 

B._____ AG von ihrer Schadenersatzpflicht befreit. 

3.3. Die Vorinstanz war der Ansicht, dass eine solidarische Verpflichtung der 

Beschuldigten mit D._____ nicht in Frage komme, da eine solche von der 

B._____ AG nicht beantragt worden sei (Urk. 51 S. 35). Der Vorinstanz ist 

zuzustimmen, dass die Dispositionsmaxime im Adhäsionsverfahren im gleichen 

Umfang gilt wie in einem gewöhnlichen Zivilprozess (LIEBER, in: Donatsch/Lieber/ 

Summers/Wohlers [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen 

Strafprozessordnung, a.a.O., N 4a zu Art. 122). Nicht ersichtlich ist 

demgegenüber, inwiefern die Verpflichtung der Beschuldigten zu Schadenersatz 

in Solidarhaftung mit D._____ gegen die Dispositionsmaxime verstossen soll. Die 

solidarische Haftung ist gesetzlich vorgeschrieben. Wie erwähnt, sieht Art. 50 

Abs. 3 OR vor, dass der Begünstiger für den durch die Geldwäscherei 

perpetuierten Schadensteil in Solidarität mit dem Vortäter haftet. Durch die 

Anordnung der solidarischen Haftung nach Massgabe dieser Bestimmung wird 

- 31 - 

der B._____ AG nicht mehr zugesprochen als sie beantragt hat. Vielmehr wird 

damit im Dispositiv explizit festgehalten, dass sie ihren Schaden nur einmal 

ersetzt erhält. Die Vorinstanz führte im Weiteren aus, im Urteil des Obergerichts 

Zürich, I. Strafkammer, vom 4. April 2018 sei rechtskräftig entschieden worden, 

dass D._____ nicht solidarisch hafte, sondern alleine. Dem Gericht stehe es nicht 

zu, an diesem rechtskräftigen Entscheid etwas zu ändern (Urk. 51 S. 34 f.). Der 

Vertreter der B._____ AG wies diesbezüglich zutreffend darauf hin, dass das 

Verfahren gegen die Beschuldigte im Zeitpunkt des Urteils vom 4. April 2018 noch 

pendent war, weshalb D._____ nicht solidarisch mit der Beschuldigten zur 

Leistung von Schadenersatz verpflichtet werden konnte (Urk. 70 S. 4). Eine 

solche Anordnung kann im vorliegenden Verfahren denn auch nur getroffen 

werden, weil D._____ bereits verurteilt worden ist. Zwischen den Strafverfahren 

gegen D._____ bzw. die Beschuldigte besteht ein enger Sachzusammenhang. 

Dies bedeutet aber nicht, dass die gegen sie geltend gemachten Zivilansprüche 

zwingend gemeinsam beurteilt werden müssen, zumal keine notwendige 

Streitgenossenschaft besteht. Durch die solidarische Mitverpflichtung der 

Beschuldigten wird zudem entgegen der Vorinstanz nicht in das rechtskräftige 

Urteil gegen D._____ eingegriffen. Seine Haftung wird nicht dadurch verändert, 

dass weitere Personen für den Schaden solidarisch einzustehen haben. Vielmehr 

ergibt sich für die B._____ AG dadurch einzig die Möglichkeit, zumindest im 

Umfang von Fr. 322'500.– auch gegen die Beschuldigte vorgehen zu können. 

Dies ändert nichts daran, dass die B._____ AG den Schaden nur einmal ersetzt 

erhält. 

3.4. Nach dem Gesagten ist die Beschuldigte antragsgemäss zu verpflichten, der 

B._____ AG Schadenersatz von Fr. 322'500.– zuzüglich Zins zu 5 % seit dem 

15. Januar 2014 zu bezahlen. Dies in solidarischer Haftung mit D._____. 

V. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

1. Kostenfolgen 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist die erstinstanzliche Kostenregelung 

(Dispositivziffern 10 und 11) zu bestätigen. Im Berufungsverfahren tragen die 

- 32 - 

Parteien die Kosten nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 

Abs. 1 StPO). Mit dem heutigen Urteil unterliegt die Beschuldigte mit ihren 

Berufungsanträgen vollumfänglich, während die Privatklägerin B._____ AG 

vollumfänglich obsiegt. Die Kosten des Berufungsverfahrens sind deshalb der 

Beschuldigten aufzuerlegen. Die Kosten der amtlichen Verteidigung sind 

einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen, wobei die Rückzahlungspflicht der 

Beschuldigten gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO vorzubehalten ist. 

2. Parteientschädigung 

Die Privatklägerschaft hat gegenüber der beschuldigten Person Anspruch auf 

angemessene Entschädigung für notwendige Aufwendungen im Verfahren, wenn 

sie obsiegt (Art. 433 Abs. 1 lit. a StPO). Die Aufwendungen betreffen in erster 

Linie die Anwaltskosten, soweit diese durch die Beteiligung am Strafverfahren 

selbst verursacht wurden und für die Wahrung der Interessen der 

Privatklägerschaft notwendig waren (BGE 139 IV 102 E. 4.1). Ein Obsiegen ist 

dann gegeben, wenn die beschuldigte Person im Strafpunkt verurteilt wird und der 

Privatklägerschaft die geltend gemachte Zivilforderung zugesprochen wird 

(SCHMID/JOSITSCH, StPO Praxiskommentar, a.a.O., N 6 zu Art. 433). Die Regelung 

von Art. 433 StPO gilt auch im Rechtsmittelverfahren (Art. 436 Abs. 1 StPO). 

Auch wenn Art. 436 StPO diesbezüglich keine direkte Verweisungsnorm aufweist, 

richtet sich die Norm hinsichtlich des Entschädigungsanspruches und der -pflicht 

nach dem Grundsatz des Obsiegens bzw. Unterliegens, welcher in Art. 428 StPO 

Niederschlag gefunden hat (BSK StPO-WEHRENBERG/FRANK, a.a.O., N 6 zu Art. 

436 mit Hinweisen). Ausgangsgemäss hat die B._____ AG gegenüber der 

Beschuldigten daher Anspruch auf angemessene Entschädigung für die 

notwendigen Aufwendungen im Verfahren. Die von der B._____ AG für das 

gesamte Verfahren geltend gemachte Entschädigung von Fr. 14'447.85 (Urk. 70 

S. 2 und 6; Urk. 71/2) wurde von der Beschuldigten in ihrer Höhe nicht bestritten 

und erweist sich als angemessen. Die Beschuldigte ist daher zu verpflichten, der 

B._____ AG eine Prozessentschädigung von Fr. 14'447.85 zu bezahlen. 

Es wird beschlossen: 

- 33 - 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 10. 

Abteilung - Einzelgericht, vom 15. März 2019 bezüglich der Dispositivziffern 

1 (Freispruch vom Vorwurf der Geldwäscherei in Bezug auf die Überweisung 

vom 14. November 2013), 7 (Herausgabe der beschlagnahmten Festplatte) 

sowie 8 und 9 (Kostenfestsetzung inklusive Kosten der amtlichen 

Verteidigung) in Rechtskraft erwachsen ist. 

2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. 

Es wird erkannt: 

1. Die Beschuldigte A._____ ist schuldig der mehrfachen Geldwäscherei im 

Sinne von Art. 305bis Ziff. 1 StGB (Bargeldbezüge im Zeitraum 29. November 

2013 bis 15. Januar 2014). 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 210 Tagessätzen zu 

Fr. 100.–. 

3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre 

festgesetzt. 

4. Es wird davon Vormerk genommen, dass die Privatklägerin C._____ AG auf 

die Zusprechung von Schadenersatz verzichtet hat. 

5. Die Beschuldigte wird in solidarischer Haftung mit dem Beschuldigten 

D._____ (Geschäfts-Nr. SB170201) verpflichtet, der B._____ AG 

Schadenersatz von Fr. 322'500.– zuzüglich 5 % Zins seit dem 15. Januar 

2014 zu bezahlen. 

6. Die erstinstanzliche Kostenregelung (Dispositivziffern 10 und 11) wird 

bestätigt. 

7. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 3'000.00  ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 5'967.15    amtliche Verteidigung 

- 34 - 

8. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der 

amtlichen Verteidigung, werden der Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der 

amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen. Die 

Rückzahlungspflicht bleibt gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO vorbehalten. 

9. Die Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin B._____ AG für das 

gesamte Verfahren eine Prozessentschädigung von Fr. 14'447.85 zu 

bezahlen. 

10. Schriftliche Mitteilung in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden der 
Beschuldigten 

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl 
− den Rechtsvertreter der Privatklägerinnen 1 und 2 dreifach für sich und 

zuhanden der Privatklägerinnen 1 und 2 
− das Bundesamt für Polizei fedpol, Meldestelle für Geldwäscherei 

MROS, Guisanplatz 1A, 3003 Bern 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung 

allfälliger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A. 

 

11. Rechtsmittel:  

Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in 
Strafsachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des 

Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des 

Bundesgerichtsgesetzes. 

- 35 - 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer 

 
 

Zürich, 20. Januar 2021  
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Oberrichter lic. iur. Spiess 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

MLaw Orlando 
 

 

 

 

 

 

Zur Beachtung: 

Der/die Verurteilte wird auf die Folgen der Nichtbewährung während der Probezeit aufmerksam 

gemacht: 

Wurde der Vollzug einer Geldstrafe unter Ansetzung einer Probezeit aufgeschoben, muss sie 

vorerst nicht bezahlt werden. Bewährt sich der/die Verurteilte bis zum Ablauf der Probezeit, muss 

er/sie die Geldstrafe definitiv nicht mehr bezahlen (Art. 45 StGB); Analoges gilt für die bedingte 

Freiheitsstrafe. 

Eine bedingte Strafe bzw. der bedingte Teil einer Strafe kann im Übrigen vollzogen werden 

(Art. 46 Abs. 1 bzw. Abs. 4 StGB), 

- wenn der/die Verurteilte während der Probezeit ein Verbrechen oder Vergehen begeht, 

- wenn der/die Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet. 

 

- 36 - 

 

	Urteil vom 20. Januar 2021
	Anklage:
	Urteil der Vorinstanz:
	1. Bezüglich der Überweisung vom 14. November 2013 ist die Beschuldigte nicht schuldig und wird vom Vorwurf der Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziff. 1 StGB freigesprochen.
	2. Die Beschuldigte ist schuldig der mehrfachen Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziff. 1 StGB bezüglich der Barabhebungen vom 29. November 2013 bis zum 15. Januar 2014 und der nachfolgenden Aufbewahrung und Übergabe des entsprechenden Geldes an ...
	3. Die Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 210 Tagessätzen zu Fr. 100.–.
	4. Der Vollzug dieser Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf zwei Jahre festgesetzt.
	5. Die Schadenersatzforderung der Privatklägerin 1 wird auf den Zivilweg verwiesen.
	6. Die Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin 1 eine Prozessentschädigung in Höhe von Fr. 6'992.15 (inkl. Mehrwertsteuer) zu bezahlen.
	7. Die beschlagnahmte Festplatte (STA-Sachkautionsnummer 33322) wird nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils auf erstes Verlangen hin an die Beschuldigte herausgegeben. Wird die Festplatte nicht abgeholt, wird diese sechs Monate nach Eintritt der...
	8. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf
	Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.
	9. Rechtsanwalt lic. iur. HSG X._____ wird für seine Aufwendungen als amtlicher Verteidiger aus der Gerichtskasse wie folgt entschädigt:
	10. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden – mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung – zu vier Fünfteln der Beschuldigten auferlegt und zu einem Fünftel auf die Gerichtskasse genommen.
	Berufungsanträge:
	1. Die Beschuldigte und Erstberufungsklägerin sei von Schuld und Strafe vollumfänglich freizusprechen.
	2. Die Zivilforderungen der Privatklägerin 1 seien vollumfänglich abzuweisen, eventualiter auf den Zivilweg zu verweisen.
	3. Die Kosten der Untersuchung und des erstinstanzlichen Verfahrens inklusive der amtlichen Verteidigung seien ausgangsgemäss vollumfänglich auf die Staatskasse zunehmen.
	4. Unter ausgangsgemässen Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.).
	1. Die Beschuldigte A:_____ sei zu verpflichten, der Privatklägerin B._____ AG Schadenersatz in der Höhe von Fr. 322'500.– zu bezahlen, zuzüglich 5 % Zins seit dem 15. Januar 2014.
	2. Eventualiter sei die Beschuldigte A._____ zu verpflichten, der Privatklägerin B._____ AG Schadenersatz in der Höhe von Fr. 322'500.– zu bezahlen, zuzüglich 5 % Zins seit dem 15. Januar 2014, dies in solidarischer Haftung mit D._____.
	3. Die Beschuldigte sei zu verpflichten, der Privatklägerin B._____ AG für ihre notwendigen Aufwendungen eine Prozessentschädigung in Höhe von Fr. 14'447.85 zu bezahlen.
	Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils.
	I. Verfahrensgang und Prozessuales
	1. Verfahrensgang
	In Bezug auf den Verfahrensgang bis zum vorinstanzlichen Urteil kann zur Vermeidung von Wiederholungen auf die zutreffenden Erwägungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden (Urk. 51 S. 5 f.). Mit Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 10. Abteilung...

	2. Umfang der Berufung
	3. Anklageprinzip
	3.1. Die Verteidigung stellt sich – wie bereits vor Vorinstanz – auf den Standpunkt, dass die Anklageschrift den formellen Anforderungen in Bezug auf die Umschreibung des subjektiven Tatbestands nicht genüge. In der Anklage werde in einzig pauschaler,...
	3.2. Nach dem Anklagegrundsatz bestimmt die Anklageschrift den Gegenstand des Gerichtsverfahrens (Umgrenzungsfunktion). Die Anklage hat die der beschuldigten Person zur Last gelegten Delikte in ihrem Sachverhalt so präzise zu umschreiben, dass die Vor...
	3.3. Der Beschuldigten wird mehrfache Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziff. 1 StGB zur Last gelegt. In der Anklageschrift vom 7. Februar 2018 wird klar umschrieben, mit welchem konkreten Verhalten sie den Tatbestand von Art. 305bis Ziff. 1 StGB...

	4. Verwertbarkeit der Einvernahmen der Beschuldigten
	4.1. Die Verteidigung macht geltend, dass die Einvernahmen der Beschuldigten unverwertbar bzw. jedenfalls nicht zu Ungunsten der Beschuldigten verwertbar seien. Der Beschuldigten sei zu Beginn ihrer ersten Einvernahme am 3. Juli 2015 kein genügender V...
	4.2. Gemäss Art. 158 Abs. 1 StPO weisen Polizei oder Staatsanwaltschaft die beschuldigte Person zu Beginn der ersten Einvernahme darauf hin, dass gegen sie ein Vorverfahren eingeleitet worden ist und welche Straftaten Gegenstand des Verfahrens bilden ...
	4.3. In der ersten (delegierten) polizeilichen Einvernahme vom 3. Juli 2015 wurde die Beschuldigte zu Beginn pauschal darauf hingewiesen, dass gegen sie ein Strafverfahren wegen Geldwäscherei eingeleitet worden sei (Urk. 6/1 S. 1). Weitere Angaben wur...

	5. Verwertbarkeit der WhatsApp-Chats
	5.1. Die Verteidigung macht sodann geltend, dass die WhatsApp-Chats unverwertbar seien. Aus den Akten sei nicht ersichtlich, dass die WhatsApp-Chats der Beschuldigten je anlässlich einer Einvernahme vorgehalten worden wären. Dies gelte entgegen der Vo...
	5.2. Die Printauszüge der WhatsApp-Chats (Urk. 3/2) befinden sich seit Beginn des Strafverfahrens gegen die Beschuldigte bei den Akten. Mit Eingabe vom 9. Juli 2015 hatte die Privatklägerschaft der Staatsanwaltschaft neben einem iPhone auch einen Ordn...

	II. Sachverhalt und rechtliche Würdigung
	1. Anklagevorwurf
	2. Straftatbestand der Geldwäscherei
	3. Objektiver Tatbestand
	3.1. In der Anklageschrift vom 7. Februar 2018 wird in Bezug auf die Vortat zur Geldwäscherei ausgeführt, D._____, Vater der Beschuldigten und Inhaber der E._____ AG, habe im September 2013 von der B._____ AG und der C._____ AG (vormals B._____ Intern...
	3.2. Mit Urteil des Obergerichts Zürich, I. Strafkammer, vom 4. April 2018 wurde D._____ der ungetreuen Geschäftsbesorgung schuldig gesprochen. Das Obergericht erachtete es als erstellt, dass D._____ von der B._____ AG, der B._____ International AG so...
	3.3. Die Verteidigung macht in Bezug auf den objektiven Tatbestand geltend, dass die Handlungen der Beschuldigten nicht dazu geeignet seien, den "paper trail" zu unterbrechen bzw. zu verschleiern. Ihr Vater habe ihr vor seiner Abreise eine Generalvoll...
	3.4. Der Auffassung der Verteidigung kann nicht gefolgt werden. Es trifft zu, dass sich die Beschuldigte beim Bezug der Gelder vom Konto ihres Vaters jeweils ausweisen musste, weshalb im Nachhinein nachvollzogen werden konnte, dass sie die Barauszahlu...
	3.5. Damit ist der objektive Tatbestand der Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziff. 1 StGB erfüllt. Nachdem die Beschuldigte mehrere Bargeldbezüge vorgenommen hat, ist von mehrfacher Tatbegehung auszugehen.

	4. Subjektiver Tatbestand
	4.1. Die Vorinstanz kam zum Schluss, die Beschuldigte habe in Kauf genommen, dass ihr Vater die von ihr abgehobenen Vermögenswerte deliktisch erlangt habe. Sie habe weiter gewusst und gewollt, dass durch ihr Handeln der Ursprung des Geldes vertuscht u...
	4.2. Gemäss erstelltem Sachverhalt hat die Beschuldigte innerhalb eines Zeitraums von lediglich eineinhalb Monaten rund Fr. 322'000.– vom Konto ihres Vaters bei der F._____ abgehoben und bis zur Übergabe an ihren Vater bei sich zu Hause aufbewahrt. Di...
	4.3. Die Verteidigung verwies darauf, dass die Beschuldigte auf Anweisung ihres Vaters gehandelt habe und ihm habe vertrauen dürfen (Urk. 73 S. 10 und 12). Wie erwähnt, waren die Angaben des Vaters der Beschuldigten zum Zweck der Transaktionen jedoch ...
	4.4. Für die Erfüllung des subjektiven Tatbestandes der Geldwäscherei ist nicht erforderlich, dass der Täter die genauen Umstände der Vortat oder deren rechtliche Würdigung kennt. Insofern muss der Beschuldigten entgegen der Auffassung der Verteidigun...

	III. Sanktion
	1. Anwendbares Recht
	2. Strafzumessungsregeln
	2.1. Bei der Bildung der Gesamtstrafe nach Art. 49 Abs. 1 StGB ist vorab der Strafrahmen für die schwerste Straftat zu bestimmen und alsdann die Einsatzstrafe für die schwerste Tat innerhalb dieses Strafrahmens festzusetzen. Die Einsatzstrafe ist unte...
	2.2. Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziff. 1 StGB wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft. Ausserordentliche Umstände, die ein Verlassen des ordentlichen Strafrahmens als angezeigt erscheinen liessen, liegen nicht v...

	3. Tatkomponenten
	3.1. Die Beschuldigte hat einen nicht unerheblichen Aufwand betrieben, um das von ihrem Vater deliktisch erlangte Geld dem Zugriff der Behörden zu entziehen. Sie ist innerhalb eines Zeitraums von lediglich eineinhalb Monaten insgesamt 14 Mal bei einer...
	3.2. In subjektiver Hinsicht ist der Beschuldigten mindestens eventualvorsätzliches Handeln anzulasten, wobei ihr konkrete Anhaltspunkte für die deliktische Herkunft der Gelder vorlagen. Mit der Vorinstanz (Urk. 51 S. 30) ist anzunehmen, dass die Besc...

	4. Täterkomponenten
	4.1. Zum Vorleben und den persönlichen Verhältnissen der Beschuldigten ist bekannt, dass sie 1989 geboren wurde und in Zürich L._____ aufgewachsen ist. Sie machte eine Ausbildung als kaufmännische Angestellte und fing nach der Lehre bei der Privatkläg...
	4.2. Die Vorstrafenlosigkeit der Beschuldigten (Urk. 52 = Urk. 89) ist strafzumessungsneutral zu behandeln (BGE 136 IV 1).
	4.3. Die Beschuldigte hat Aussagen zur Sache im Verfahren grösstenteils verweigert. Damit liegt hinsichtlich des Nachtatverhaltens kein vollumfängliches Geständnis oder kooperatives Verhalten bei der Aufklärung der Tat vor, welches die Strafverfolgung...
	4.4. Seit Begehung der Geldwäschereihandlungen der Beschuldigten sind rund sieben Jahre vergangen. Eine Verletzung des Beschleunigungsgebots wurde nicht geltend gemacht und ist auch nicht ersichtlich, zumal das Verfahren gegen die Beschuldigte im Zusa...

	5. Tagessatzhöhe
	6. Vollzug
	IV. Zivilansprüche
	1. Parteistandpunkte
	2. Rechtliche Grundlagen
	3. Würdigung
	3.1. Gemäss erstelltem Sachverhalt hat sich die Beschuldigte der Geldwäscherei schuldig gemacht, indem sie vom Konto ihres Vaters Bargeldbezüge in der Höhe von insgesamt Fr. 322'500.– getätigt hat. Dabei handelt es sich um Geld, welches dieser unrecht...
	3.2. Die Vorinstanz wies darauf hin, dass D._____ mit Urteil vom 4. April 2018 dazu verpflichtet worden sei, der B._____ AG Schadenersatz in Höhe von Fr. 1'237'653.39 zu bezahlen. Sie führte diesbezüglich aus, dadurch bestehe bereits seitens von D.___...
	3.3. Die Vorinstanz war der Ansicht, dass eine solidarische Verpflichtung der Beschuldigten mit D._____ nicht in Frage komme, da eine solche von der B._____ AG nicht beantragt worden sei (Urk. 51 S. 35). Der Vorinstanz ist zuzustimmen, dass die Dispos...
	3.4. Nach dem Gesagten ist die Beschuldigte antragsgemäss zu verpflichten, der B._____ AG Schadenersatz von Fr. 322'500.– zuzüglich Zins zu 5 % seit dem 15. Januar 2014 zu bezahlen. Dies in solidarischer Haftung mit D._____.

	V. Kosten- und Entschädigungsfolgen
	1. Kostenfolgen
	2. Parteientschädigung
	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 10. Abteilung - Einzelgericht, vom 15. März 2019 bezüglich der Dispositivziffern 1 (Freispruch vom Vorwurf der Geldwäscherei in Bezug auf die Überweisung vom 14. November 2013), 7 (...
	2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschuldigte A._____ ist schuldig der mehrfachen Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziff. 1 StGB (Bargeldbezüge im Zeitraum 29. November 2013 bis 15. Januar 2014).
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 210 Tagessätzen zu Fr. 100.–.
	3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.
	4. Es wird davon Vormerk genommen, dass die Privatklägerin C._____ AG auf die Zusprechung von Schadenersatz verzichtet hat.
	5. Die Beschuldigte wird in solidarischer Haftung mit dem Beschuldigten D._____ (Geschäfts-Nr. SB170201) verpflichtet, der B._____ AG Schadenersatz von Fr. 322'500.– zuzüglich 5 % Zins seit dem 15. Januar 2014 zu bezahlen.
	6. Die erstinstanzliche Kostenregelung (Dispositivziffern 10 und 11) wird bestätigt.
	7. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	8. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung, werden der Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen. Die Rückzahlungspflicht bleibt gemäss Art. 135 ...
	10. Schriftliche Mitteilung in vollständiger Ausfertigung an
	- die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden der Beschuldigten
	- die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl
	- den Rechtsvertreter der Privatklägerinnen 1 und 2 dreifach für sich und zuhanden der Privatklägerinnen 1 und 2
	- das Bundesamt für Polizei fedpol, Meldestelle für Geldwäscherei MROS, Guisanplatz 1A, 3003 Bern
	- die Vorinstanz
	- die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A.

	11. Rechtsmittel:
	Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.
	Zur Beachtung:
	- wenn der/die Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet.