# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c5510873-96a9-58d7-a5b2-9f06a5b9eb02
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-08-20
**Language:** de
**Title:** Kein Rentenanspruch, Einkommensvergleich, Polytoxikomanie bleibt unberücksichtigt, Rückweisung zur Prüfung beruflicher Massnahmen
**Docket/Reference:** IV.2014.00635
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2014.00635.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2014.00635
III. Kammer
Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Annaheim
Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer
Gerichtsschreiberin Oertli
Urteil
vom
20. August 2014
in Sachen
X.___
Beschwerdeführer
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1965 geborene
X.___
,
gelernter Maler
,
war als Maschinengehilfe
bei der
Y.___
AG
tätig
,
als er sich am
2
3.
März 2010 zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung
(Massnahmen für die berufliche Ein
gliederung/Rente)
an
meldete
(
Urk.
8/55)
. In der Anmeldung wies er
auf eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit seit 2
6.
Dezember 2009
nach einer
Critical
Illness
Neuropathie im Rahmen
eines
Multiorganversagens sowie eine
m
septischen Schock bei H1N1 mit
Pneumokokkenpneumonie
hin
. Die
Sozialversicherungs
anstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, nahm Massnahmen zur
Arbeitsplatzer
haltung
in Angriff (Urk.
8/60 und
Urk.
8/67-
69) und
holte Arztberichte (
Urk.
8/63,
Urk.
8/64
,
Urk.
8/71-73
und
Urk.
8/75
)
sowie einen Auszug aus dem individuellen Konto
des Versicherten
(
IK-Auszug,
Urk.
8/61)
ein
. Am 3
1.
Mai 2010 teilte
sie
X.___
mit, das
s
keine beruflichen Eingliederungsmass
nahmen nötig seien, da er aktuell wieder zu 50
% mit
Aussicht auf
eine
Steige
rung des Arbeitspensums arbeite und sein Arbeitsplatz nicht gefährdet sei (
Urk.
8/70).
Ab
1.
August 2010 arbeitete der Versicherte wieder
in einem
Voll
pensum
und sein Hausarzt Dr.
med.
Z.___
, F
acharzt für Innere Medizin FMH,
bescheinigte ihm
im Bericht vom
5.
November 2010
ab diesem Datum
eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit (
Urk.
8/77/1-6
Ziff.
1.4 und
Ziff.
1.6), weshalb die IV-Stelle mit Verfügung vom
1
0.
Februar 2011
festhielt, dass kein Anspruch auf eine Invalidenrente bestehe, weil das vorausgesetzte Wartejahr nicht erreicht worden sei (
Urk.
8/8
1
).
1.2
Mit Schreiben vom 2
1.
März 2011 stellte
die
Pro
Infirmis
A.___
unter Hinweis auf beigelegte Arbeitgeber
-
und Arztberichte
(
Urk.
8/87)
den
Antrag
,
die
Ein
g
liederungs
beratung
/Arbeit
svermittlung wieder aufzunehmen. Sie führte hierzu aus,
dem Versicherten
sei
aufgrund des Lungenleidens ein 100%-Pensum
in sei
ner jetzigen körperlich
schwer
en Tätigkeit nicht mehr möglich
(
Urk.
8/88)
.
Die IV-Stelle holte einen weiteren Arztbericht (
Urk.
8/90) ein und bewilligte eine Beratung und Unterstützung bei der Stellensuche
(
Urk.
8/102),
die in der Folge wegen mangelnder aktiver
Teilnahme
des Versicherten
trotz schriftlicher
Mahnung
am 11. September 2012
wieder eingestellt wurde
(Urk.
8/110)
.
1.3
Am
2
1.
August 2012
hatte
die
Y.___
AG das Arbeitsverhältnis mit dem Versicherten per 3
1.
Oktober 2012
gekündigt
(
Urk.
8/
113), worauf
dieser
mit Schreiben vom
1
7.
September 2012 erneut um Eingliederungsmassnahmen ersuchte (
Urk.
8/114)
. Mit Mitteilung vom 1
2.
Februar 2013 wurde der Anspruch auf Arbeitsvermittlung bejaht und dem Versicherten eine Beratung und Unter
stützung bei der Stellensuche
vom
1
2.
März bis 1
1.
September 2013
gewährt
(
Urk.
8/122
).
Am
8.
Oktober 2013 wurde die Arbeitsvermittlung abgeschlossen
unter Hinweis
,
es sei nicht gelungen, den Versicherten innert angemessener Zeit in den Arbeitsmarkt zu integrieren
(
Urk.
8/135).
Der Beschwerdeführer wünschte eine Rentenprüfung (
Urk.
8/136 S. 2). Die
IV-Stelle
holte
einen
Arbeitgeberbe
richt
(
Urk.
8/139) und einen
weiteren
Bericht
bei Dr.
Z.___
(
Urk.
8/140) sowie einen
aktuellen
IK-Auszug (
Urk.
8/141) ein und stellte dem Versicherten mit Vorbescheid vom 1
2.
Dezember 2013
die
Abweisung des Rentenbegehrens in Aussicht (
Urk.
8/145).
Dagegen erhob
X.___
Einwand
(
Urk.
8/150
und
Urk.
8/155
).
Er reichte zudem einen Bericht des Spitals
B.___
über eine ambu
lante
pneumologische
Kontrolle vom 20.
Januar 2014
nach
(
Urk.
8/154).
Die IV
Stelle hielt
in der Folge
mit Verfügung vom 16.
Mai 2014 an ihrem Vorbe
scheid fest und wies das Leistungsbegehren ab (
Urk.
8/157
, in Kopie als
Urk.
2 zu den Akten genommen
).
2.
Am 1
6.
Juni 2014 erhob der Beschwerdeführer gegen die Verfügung vom 16.
Mai 2014 Beschwerde mit den Anträgen, es seien ihm eine Invalidenrente und berufliche Massnahmen zuzusprechen. Ferner sei er von den
Verfahrens
kosten
zu befreien (
Urk.
1).
Die Beschwerdegegnerin schloss in ihrer Vernehm
lassung
vom 2
3.
Juli 2014
auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7), was dem Beschwerdeführer am 2
8.
Juli 2014 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk.
9).
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1
des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der
körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent besteht Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.4
Einem ärztlichen Bericht kommt Beweiswert zu, wenn er für die streitigen Be
lange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt und in Kenntnis der
Vorakten
(Anam
nese) abgege
ben worden ist, wenn die Beschreibung der medizinischen Situa
tion und Zusammenhänge einleuchtet und die Schlussfolgerungen des Arztes begründet sind
(BGE 125 V 351 E. 3a).
1.5
Gemäss ständiger Rechtsprechung begründet eine Drogensucht für sich allein keine Invalidität, sondern nur in Verbindung mit einem die Erwerbsfähigkeit beeinträchtigenden geistigen, körperlichen oder psychischen
Gesundheitsscha
den
mit Krankheitswert, der zur Sucht geführt hat oder als deren Folge einge
treten ist (BGE 102 V 167, 99 V 28 E. 2; AHI 2002 S. 30 E. 2a, 2001 S. 228 f. E.
2b; SVR 2001 IV Nr. 3 S. 7 E. 2b; Urteil des Bundesgerichts I 940/05 vom 10. März 2006 E. 2.1 mit Hinweisen).
Daraus
folgt nicht, dass die Auswirkungen einer Drogensucht, die ihrerseits auf einen Gesundheitsschaden zurückgeht, per se invaliditätsbegründend sind. Die zitierte Praxis setzt vielmehr den Grundsatz um, dass funktionelle Einschränkungen nur anspruchsbegründend sein können, wenn sie sich als Folgen selbstständiger Gesundheitsschädigungen darstellen (
Art.
6 ff. ATSG und
Art.
4
Abs.
1 IVG
;
Urteil des Bundesgerichts 9C_856/2012 vom 19. August 2013
E. 2.2.1 mit Hinweisen auf
BGE 127 V 294
E. 5a und Urteil
I
955/05 vom
6.
November 2006 E. 3.3.2
).
Angesichts der insoweit finalen
Natur der Invalidenversicherung
ist nicht ent
scheidend, ob die Drogensucht Folge eines körperlichen oder geistigen
Gesund
heitsschadens
ist oder ob die Sucht
ausserhalb
eines Kausalzusammenhangs mit dem versicherten Gesundheitsschaden steht. In beiden Konstellationen sind
reine Suchtfolgen IV-rechtlich
irrelevant
, soweit sie als solche allein
leistungs
mindernd
wirken. Hingegen sind sie
gleichermassen
IV-rechtlich relevant, soweit sie in einem engen Zusammenhang mit einem eigenständigen
Gesund
heitsschaden
stehen. Dies kann der Fall sein, wenn die Drogensucht
–
einem Symptom gleich
–
Teil e
ines Gesundheitsschadens bildet
; dies unter der Voraussetzung, dass nicht allein die unmittelbaren Folgen des
Rauschmittel
konsums
, sondern wesentlich auch der psychiatrische Befund sel
ber zu Arbeits
unfähigkeit führt
. Sodann können selbst reine Suchtfolgen invalidisierend sein, wenn daneben ein psychischer Gesundheitsschaden besteht,
welcher die
Betäu
bungsmittelabhängigkeit
aufrecht erhält oder deren Folgen
massgeblich
ver
stärkt. Umgekehrt können die Auswirkungen der Sucht (unabhängig von ihrer Genese) wie andere psychosoziale Faktoren auch mittelbar zur Invalidität bei
tragen, wenn und soweit sie den Wirkungsgrad der Folgen eines
Gesundheits
schadens
beeinflussen (
Urteil des Bundesgerichts 9C_856/2012 vom 19. August 2013
E. 2.2.2 mit Hinweisen auf
BGE 99 V 28
E.
3b,
120 V 95
E. 4c, SVR 2012 IV Nr. 32 S. 127, 9C_776/2010 vom 20. Dezember 2011 E. 2.3.3, ZAK 1992 S.
169).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin hielt in der rentenablehnenden Verfügung
vom 16.
Mai 2014
(
Urk.
2) fest, gestützt auf die medizinische Beurteilung sei dem Beschwerdeführer eine dem Gesundheitszustand angepasste berufliche Tätigkeit in einem vollem Pensum zumutbar. In den im
Einspracheverfahren
zugestellten ärztlichen Berichten würden kein
en neuen medizinischen Befunde und
Sach
verhalte vorgebracht. Die Beschwerdegegnerin errechnet
e
einen Invaliditätsgrad von 12
%
.
2.2
Der Beschwerdeführer wandte dagegen ein
(
Urk.
1), es stimme nicht, dass der im Rahmen des
Einspracheverfahrens
eingereichte ärztliche Bericht keine neuen medizinischen Befunde enthalte. Beim letzten ablehnenden IV-Entscheid im Februar 2011 habe erst ein Verdacht auf eine COPD Gold Stadium II vorgelegen. Auch in den Berichten
des Regionalen Ärztlichen Dienstes der IV-Stelle (RAD)
vom Dezember 2013 sei von Gold Stadium II die Rede.
Dr.
med.
Z.___
(richtig:
Dr.
C.___
) bestätige nun aber im Arztbericht vom 2
3.
Januar 2014 das Vorliegen einer COPD Gold Stadium III. Unter Berücksichtigung
der
anderen Erkrankun
gen wie der
Polytoxikomanie
etc.
betrachte der Arzt eine Arbeitsfähigkeit in der freien Wirtschaft als nicht mehr gegeben. Die IV-Stelle weiche von dieser Beur
teilung ab, ohne ihn persönlich untersucht zu haben.
Wenn sie dies anders beurteile, erwarte er, dass ein medizinisches Gutachten erstellt werde.
3
.
3
.
1
Dr.
med.
C.___
, leitender Arzt und Facharzt für
I
nnere Medizin FMH und Pneumo
logie FMH, Spital
B.___
stellte im Bericht vom 2
8.
Juni 2011 an Dr.
Z.___
über eine ambulante
pneumologische
Abklärung
vom Vortag
zur Beur
teilung der Arbeitsfähigkeit (
Urk.
8/90/10-13) die folgenden Diagnosen:
-
COPD Gold Stadium II
-
mittelschwere, obstruktive Ventilationsstörung
-
schwere CO-Diffusionsstörung
-
Nikotin- und
Heroinabusus
-
apika
l
betontes Lungenemphysem
-
Status nach
Mulitorganversagen
bei pandemischer Grippe H1N1
-
bilaterale Pneumokokken-Pneumon
ie mit septischem Schock
-
ARDS und
Trachestomie
-
Unterlappenatelektase
links
-
Status nach
Pseudomonas
aeruginosa
-Nachweis (22.1.2010
D.___
)
-
Polytoxikomanie
-
Methadonsubstitution,
Nikotinabusus
,
Heroin
inhalativ
In seiner Beurteilung hielt
Dr.
C.___
fest, der 45-jährige Hilfsarbeiter habe sich prinzipiell gut erholt von seinem Multiorganversagen im Rahmen eines pande
mischen H1N1-Infektes mit damals bi
lateraler Pneumokokken-Pneumonie
, Nierenversagen, DIC und mechanischer Beatmung bei ARDS. Aktuell sei die Leistungsfähigkeit des
polytoxikomanen
schmächtigen Patienten offenbar ungenügend für
das 100%-Pensum
im Baustoff-Recyclingwerk, wo er seit Au
gust 2010 wieder arbeite
.
Dr.
C.___
führte weiter aus, n
achweislich finde sich aktuell eine vermehrte obstruktive Ventilati
onsstörung
im Vergleich zur Vor
untersuchung vom April 2010 bei doch deutlich verbesserter Vitalkapazität (neuromuskuläre Erholung). Ursächlich für die vermehrte Obstruktion könnte der deutliche
Nikotinabusus
sein, der sicher mehr als die angegebenen drei Zigaretten pro Tag betrage bei einem CO-
Hb
von über 5
%
. Neu sei eine schwere CO-Diffusionsstörung dokumentiert, frühere Messungen lägen ihm keine vor. Entsprechend sei es zu einer deutlichen
Desaturation
im 6-Minuten
Gehtest
gekommen, der leicht besser ausgefallen sei als vor 14 Monaten. Ursa
che dafür dürfte auch die besser
e
neuromuskuläre Situation sein, bei allerding
s nun vermehrt zu Tage tretender
pulmonaler Limitation.
Zusammenfassen
d
empfahl
Dr.
C.___
,
die an
t
iobstruktive Medikation wie verord
net
weiterzuführen
, das Einstellen
des Nikotin- und vor allem
Heroi
n
konsums
und die Korrektur der
leichten Anämie durch Ersatz des
vermuteten Substratmangels. Eine
(erfolgreiche)
operative Sanierung sei aufgrund
d
er
Chronifizierung
der
Unterlappenatelektase
unwahrscheinlich. Die Arbeitsfähig
keit sei auf maximal 50
%
reduziert, für schwere körperliche Arbeiten wie Schaufeln und Treppen steigen sei der Beschwerdeführer aufgrund der pulmo
nalen Limitation ungeeignet. Beim aktuellen Arbeitgeber sei ihm mündlich ge
kündigt worden, weshalb wohl eine neue Beschäftigung mit weniger körperli
chem Einsatz gesucht werden müsse.
3
.
2
Der Hausarzt
Dr.
Z.___
stellte im Bericht
vom
5.
Juli 2011 (
Urk.
8/90/1-6) die
identischen
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
.
Er
führte aus, es sei im Dezember 2009 im Rahmen eines H1N1-Infektes mit bilateraler
Pneumokokkenpne
umonie
zu einem Multiorganversa
gen gekommen.
Der
Beschwerdeführer
habe
die Arbeit in einem Kiesrecyclingwerk ab 31.
Mai 2010 zu 50
%
und ab
1.
August 2010 zu 100
%
wieder aufgenommen.
In der Folge
habe sich herausgestellt, dass der Beschwerdeführer den körperlichen Anforderungen nicht gewachsen gewesen sei, so dass er eine mündliche Kündi
gung erhalten habe. Auch sei es dem Beschwerdeführer wegen fehlender
Fahr
bewilligung
nicht möglich, pünktlich um 5.45 Uhr zur Arbeit zu erscheinen.
Dr.
Z.___
attestierte dem Beschwerdeführer für die zuletzt ausgeführten Tätigkei
ten als Maler, Lagerist und Angestellter in einem Kiesrecyclingwerk seit
dem 2
9.
Dezember 2009 eine 100
%
ige
Arbeitsunfähigkeit mit der Anmerkung, diese gelte andauernd für körperlich schwere Arbeit. Er fügte
an
, es bestehe eine reduzierte körperliche Arbeitsfähigkeit mit Anstrengungsdyspnoe.
Dr.
Z.___
bescheinigte sodann ein
Belastungsprofil, wonach rein sitzende und stehende
sowie wechselbelastende Tätigkeiten zumutbar seien. Ebe
nfalls zumut
bar seien
B
ücken, Über-Kopf-Arbeiten und Rotation im Sitzen/Stehen.
Für
der
art
angepasste Tätigkeiten
machte
Dr.
Z.___
keine
zeitliche
n
oder
leistungs
mässige
n
Einschränkungen
.
Nicht zumutbar sind dem Beschwerdeführer gemäss dem Belastungsprofil von
Dr.
Z.___
vorwiegend im Gehen ausgeführte Tätig
keiten, kauern, knien, heben/tragen, auf Leitern/Gerüste steigen sowie Treppen steigen.
Des Weiteren verwies
Dr.
Z.___
auf Einschränkungen
bezüglich
Kon
zentrationsvermögen
, Auffassungsvermögen, Anpassungsfähigkeit sowie Belast
barkeit.
3
.
3
Die RAD-Ärztin med
.
pract
.
E.___
, Fachärztin für I
nnere Medizin FMH, hielt in ihrer Stellungnahme vom 1
5.
Juli 2011
(
Urk.
8/112 S. 2)
fest, unter Berücksich
tigung der Einschätzung von
Dr.
C.___
und
Dr.
Z.___
gelte das folgende
Belas
tungsprofil
: leichte bis mittelschwere, wechsel
belastende Tätigkeiten,
Gewichts
limite
20 Kilogramm, ohne Ersteigen von Leitern, Treppen
und
Gerüsten
und ohne Schaufeln.
Weitere medizinische Abklärungen seien nicht notwendig.
3
.
4
Im Bericht vom
1.
Oktober 2013 (
Urk.
8/134)
verwies
Dr.
Z.___
bezüglich
des medizinischen Sachverhalts, der im Wesentlichen unverändert sei,
auf seine
Vorb
erichte
und
fügte an, die Arbeitsstelle
bei der
Y.___
AG sei
dem Beschwerdeführer
per 3
1.
Oktober 2012 gekündigt worden. Der Beschwer
deführer stelle deshalb
einen
Antrag auf eine Beschäftigung im ges
chützten Sektor
–
was natürlich nur
mit einer
Invalidenrente
möglich sei
.
3
.
5
Im Bericht vom
1.
November 2013 (
Urk.
8/140) nannte
Dr.
Z.___
die bekannten Diagnosen.
Er wies darauf hin, der Beschwerdeführer rauch
e
trotz zweiwöchi
gem stationären Entzug und Methadonsubstitution (15
mg) immer wieder Heroin, speziell am Wochenende. Der Beschwerdeführer zeige leid
er keine Moti
vation, sein jahre
langes Konsumverhalten zu ändern. Er rauche weiterhin Niko
tin.
Dr.
Z.___
hielt zudem fest, der Beschwerdeführer sei nur für körperlich leichte Arbeit geeignet. Bisher habe der gelegentliche Heroinkonsum den Pati
enten bei der Arbeit nicht beeinträchtigt. Er nannte ferner dasselbe
Belas
tungs
profil
wie im Bericht vom
5.
Juli 2011.
3
.
6
Der RAD-Arzt
Dr.
med.
F.___
, Facharzt für Innere Medizin
,
hielt in seiner Stellungnahme vom
5.
Dezember 2013 (
Urk.
8/143 S. 3 f.) fest,
der Beschwer
deführer sei seit dem 29. Dezember 2009
für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit
nicht mehr arbeitsfähig
. Für eine adaptierte Tätigkeit bestehe seit 2011 eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Er verwies diesbezüglich auf die RAD-Stellungnahme vom 1
5.
Juli 2011 und das damals formulierte Belastungsprofil.
3
.
7
Im Bericht vom 2
3.
Januar 2014 über die ambulante
pneumologische
Kontrolle vom 2
0.
Januar 2014 (
Urk.
8/154/1-2) diagnostizierte
Dr.
C.___
eine COPD Gold Stadium III, progredient im Vergleich zum Juni 2011 mit negiertem
Nikotin
abusus
.
Dr.
C.___
hielt fest, es sei zweieinhalb Jahre nach seiner letzten Beur
teilung zu einer Verschlechterung der obs
truktiven Venti
lationsstörung gekom
men. Leider habe der Nikotinkonsum nicht eingestellt werden können. Auch die Leistungsfähigkeit scheine abgenommen zu haben, allerdings sei im 6-Minuten-Gehtest die
Desaturation
deutlich geringer wie auch der Pulsanstieg, so dass er von einer verminderten Anstrengung ausgehe.
Dr.
C.___
führte weiter aus, d
ie Frage nach der Arbeitsfähigkeit sei
für die vor
mals geleistete körperliche Betätigung
bei der schweren COPD und wahrschein
lich auch schwersten CO-Diffusionseinschränkung als
nicht mehr gegeben zu erachten
. Somit kämen nur noch sitzende Tätigkeiten in Frage. Auch Boten
gänge mit längeren Gehdistanzen könnten dem Beschwerdeführer nicht mehr zugemutet werden. Im Kontext des stark vorgealterten,
polytoxikomanen
Per
sönlichkeitsbildes könne er sich nur noch eine Tätigkeit in einer sozialen Insti
tution vorstellen.
3
.
8
Die RAD-Ärztin
Dr.
med.
G.___
hielt in ihrer Stellungnahme vom
8.
Mai 2014
(Urk. 8/156)
zum im
Einwandverfahren
neu eingereichten Bericht vom 2
3.
Januar 2014
fest, es würden keine neuen medizinischen Sachverhalte vor
gebracht, welche die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit gemäss der RAD-Stellungnahme vom
5.
Dezember 2013 tangieren könnte
n
. Unter Berücksichtigung des Belastungsprofils (körperlich leichte Tätigkeiten, wechselbelastend mit überwiegend sitzendem Anteil) sei die 100%ige Arbeitsfä
higkeit unter Weiterführung einer adäquaten fachärztlichen Behandlung umsetzbar. Empfehlenswert wäre im Sinne einer Prophylaxe einer zusätzlichen Verschlechterung des Gesundheitszustandes die thematisierte Nikotinkarenz.
4
.
4
.1
Aufgrund der medizinischen Akten
steht fest
, dass der Beschwerdeführer, der
an einer
chronisch obstruktiven Lungenkrankheit (
COPD Gold nun Stadium III
) sowie einer
Polytoxikomanie
(Methadonsubstitution,
Nikotinabusus
, Heroin
inhalativ
)
leidet,
seine
bisherige
Tätigkeit
als Anlagenhilfe bei der
Y.___
AG zwar
noch
bis zum 3
1.
Oktober 2012
in einem 100%-Pensum
ausübte,
den körperlichen Anforderungen
am
Arbeitsplatz
aber
laut Ein
schätzung
der Ärzte und seiner
Arbeitgeberin
seit längerem nicht mehr gewachsen war. Es wurde versucht, körperlich leichtere Arbeiten für den Beschwerdeführer zu finden (
Urk.
8/139/1-4
Ziff.
2.8 f.). Schliesslich kündigte die
Y.___
AG im August 2012 mit der Begründung, die Kündigung werde zum gesundheitlichen Schutz ausgesprochen, weil die auszuführenden Tätigkeiten zu anstrengend und keine anderen
Tätigkeiten
für den Beschwer
deführer
vorhanden seien (Urk.
8/139/5)
.
4
.2
Aus den Berichten des Hausarztes
Dr.
Z.___
(zuletzt vom
1.
November 2013
, E.
3.5
), dem Bericht
von
Dr.
C.___
zur
pneumologischen
Kontrolle
im Spital
B.___
vom 2
0.
Januar 2014 (E. 3.7)
und den RAD-Stellungnahmen
(
E. 3.3,
E.
3.6 und 3.8)
ergibt sich des Weiteren
, dass
der Beschwerdeführer
in ange
passter Tätigkeit
noch
zu 100
% arbeitsfähig
ist
.
Trotz Hinweis auf eine Ver
schlechterung mit
derzeit
Stadium III der COPD Gold
hielt
auch
Dr.
C.___
in
Bezug auf
sitzende Tätigkeiten keine
(zeitlichen oder leistungsmässigen)
Ein
schränkungen
fest
.
Botengänge mit längeren Gehdistanzen schloss
der Facharzt
Dr.
C.___
nach seiner Kontrolluntersuchung vom 2
0.
Januar 2014
allerdings aus.
Das
vom Hausarzt
sowie vom RAD
für die Zeit ab Mitte Juli 2011
formulierte Belastungsprofil (leichte bis mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeiten,
o
hne
H
eben
und
T
ragen von Gewichten
, ohne Ersteigen von
Leitern, Treppen und Gerüsten und ohne Schaufeln)
ist
ab diesem Datum entsprechend anzupassen (überwiegend sitzende körperlich leichte Tätigkeiten ohne Botengänge mit län
geren Gehdistanzen
).
4.3
An dieser Einschätzung vermag auch der Hinweis von
Dr.
C.___
, im Kontext des stark vorgealterten,
polytoxikomanen
Persönlichkeitsbildes könne er sich nur noch eine Tätigkeit in einer sozialen Institution vorstellen, nichts zu ändern (vgl. E. 3.7).
Eine
im Zusammenhang mit der
Polytoxikomanie
stehende
psychi
atrische Erkrankung ist nicht aktenkundig
und wird auch von
Dr.
C.___
nicht thematisiert
. Selbst anlässlich des stationären Aufenthaltes
vom 1
5.
bis 2
9.
Dezember 2010 (
freiwilliger Entzug,
Urk.
8/90/7-9)
in der
der
H.___
wurden keine psychiatrischen Diagnosen gestellt
.
Auch d
er Hausarzt
Dr.
Z.___
wies in seinen Berichten nie auf psychiatrische Beschwerden hin
und hielt zudem fest, bisher habe der gele
gentliche Heroinkonsum den Beschwerdeführer bei der Arbeit nicht beeinträch
tigt (vgl. E. 3.6)
. Die
Polytoxikomanie
vermag deshalb rechtsprechungsgemäss keine invalidenversicherungsrechtlich relevante
L
eistungsminderung zu begrün
den
.
Dass der Beschwerdeführer und
seine behandelnden Ärzte
nach gescheiterter Arbeitsvermittlung
einen geschützten Arbeitsplatz
als ideale Lösung ansahen (
Urk.
8/136 S. 2), vermag
ebenfalls
nicht in Frage zu stellen, dass
letztere
dem Versicherten
grundsätzlich eine
100%
ige
Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätig
keit
bescheinigten
, wovon auch
die RAD-Ärzte
bei der Würdigung der insoweit lückenlosen Befunde und
des
feststehenden medizinischen Sachverhaltes aus
ging
en
(
vgl.
Urteil
des Bundesgerichts
8C_
908/2012 vom 2
9.
Mai 2013 E. 4.2.1 mit Hinweisen
)
.
Mit Blick auf den im Bereich der Invalidenversicherung mass
gebenden und von der Rechtsprechung konkretisierten Begriff des
ausgegliche
nen Arbeitsmarkt
s
ist des Weiteren festzuhalten, dass dieser auch
sogenannte Nischenarbeitsplätze
enthält
, also Stellen- und Arbeitsangebote, bei welchen Behinderte mit einem sozialen Entgegenkommen vonseiten des Arbeitgebers rechnen können (Urteile des Bundesgerichts 9C_95/2007 vom 29.
August 2007 E. 4.3 und
9C_98/2014 vom 2
2.
April 2014 E. 3.1
, je mit Hinweisen).
5
.
5
.1
Die Rentenprüfung erfolgte nach erneuter Anmeldung zum Bezug von Leistun
gen der Invalidenversicherung (namentlich Eingliederungsmassnahmen) vom 1
7.
September 2012 (
Urk.
8/114). Massgebend sind die Gegebenheit
en
ab dem
Zeitpunkt des
frühstmöglichen
Rentenbeginns
(März 2013
,
vgl.
Art.
29
Abs.
1 IVG).
5
.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Ve
rbindung mit
Art.
28
a
Abs.
1
IVG
aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
5
.
3
Mit der Beschwerdegegnerin ist entsprechend der Auskunft der ehemaligen Arbeit
geberin
Y.___
AG
(
Urk.
8/139
Ziff. 2.11
)
von einem
Vali
deneinkommen
von
Fr.
64‘350.-- für das Jahr 2013 auszugehen
(vgl. auch IK
Auszug vom
5.
November 2013,
Urk.
8/141)
.
5
.
4
Die Tätigkeit als
Anlagengehilfe
bei der
Y.___
AG wurde dem Beschwerdeführer
– wie erwähnt –
aus gesundheitlichen Gründen per
31.
Oktober 2012
gekündigt
(
vgl. E.
4
.1
)
.
Für
die Bestimmung des
Invalidenein
kommens
sind somit
praxisgemäss die Tabellenlöhne gemäss den vom Bundes
amt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) heran
zuziehen
. Das von Männern im Durchschnitt aller einfachen und repetiti
ven Tätigkeiten erzielte Einkommen betrug im Jahr 2010
Fr.
58‘812.-- (
Fr.
4‘901.-- x 12; LSE 2010, S.
26, Tabelle TA1, Total, Männer,
Anforderungs
niveau
4). Unter Berücksichtigung der
gegenüber
der
den Tabellenlöhnen zugrundeliegenden 40-Stundenwoche
höheren
durchschnittlichen wöchentli
chen Arbeitszeit von 41.
7
Stunden im Jahr 201
3
(Die Volkswirtschaft,
6
-201
4
, S.
8
4 Tabelle B9.2) ergibt sich ein Einkommen von
Fr.
61‘
312
.--
(
Fr.
58‘812.-- / 40 x 41.
7
)
.
Angepasst an die Nomi
nallohnentwicklung
bei Männern
vom
Aus
gangswert
2150 im Jahr 2010 auf den Wert von 2204 im Jahr 2013 (
Die Volks
wirtschaft,
6
-201
4
, S.
85 Tabelle B10.3)
errechnet sich ein
Invalideneinkommen
von
Fr.
62‘852.--.
5
.
5
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen (
sog. leidensbedingter Abzug vgl.
BGE 126 V 75).
Die
Beschwerdegeg
nerin
hat
unter diesem Titel einen Abzug von 10
%
vorgenommen und hierzu ausgeführt, das eingeschränkte Belastungsprofil wirke sich als lohnmindernder
Faktor aus.
Ob dieser Abzug
namentlich auch den seit Januar 2014
verschärften
lungenkrankheitsbedingten
Anforderungen an den Arbeitsplatz (
mit
überwie
gend sitzende
n
körperlich leichte
n
Tätigkeiten ohne Botengänge mit längeren Gehdistanzen) s
owie
den weiteren
massgebenden
Umständen angemessen Rechnung trägt
,
kann offen gelassen werden, da
selbst bei einem maximalen leidensbedingten Abzug von 25
%
ein unter der rentenbegründenden Schwelle liegender Invaliditätsgrad von 27
%
erreicht würde (Inval
ideneinkommen von
Fr.
47‘
139
.--
).
5
.
6
Dies führt zum Schluss, dass die Beschwerdegegnerin einen Anspruch auf eine Invalidenrente zu Recht verneint hat.
6.
6.1
Was die vom Beschwerdeführer beantragten
beruflichen Massnahmen
betrifft,
hielt die Beschwerdegegnerin in ihrer Vernehmlassung
fest,
Eingliederungs
massnahmen seien nicht Gegenstand der angefochtenen Verfügung,
eine erneute Anmeldung für Eingliederungsmassnahmen sei jederzeit möglich, darauf
hin werde der Anspruch auf solche nochmals geprüft
(
Urk.
7
)
.
Der
Beschwerde
führer
stellte allerdings
bereits im Einwand
vom 2.
April 2014 (
Urk.
8/155) unter Hinweis auf
die
Verschlechterung der gesundheitlichen Situ
ation einen Antrag auf berufliche Wiedereingliederungsmassnahmen für eine sehr leichte Tätigkeit
. Die Beschwerdegegnerin
hielt in der Verfügung hierzu fest
, berufliche Massnahmen seien nicht erforderlich und
wies
im Dispositiv das
Leistungsbe
gehren
insgesamt
ab
(
Urk.
2
), ohne dass
vorher eine eigentliche Prüfung des Anspruchs auf
berufliche Massnahmen stattgefunden h
ä
tte
.
6.2
Soweit mit Verfügung vom 1
6.
Mai 2014 der Anspruch auf berufliche Mass
nahmen verneint wurde, ist die Sache somit an die IV-Stelle zurückzuweisen, damit diese
die nötigen Abklärungen
tätige und hernach über den Anspruch neu befinde. In diesem Sinne ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen. In Bezug auf die beantragte Rente ist die Beschwerde hingegen abzuweisen.
7
.
7
.1
Da die Voraussetzungen für die unentgeltliche Prozessführung im vorliegenden Gerichtsverfahren erfüllt sind (
Urk.
6/1
), ist der entsprechende Antrag des Beschwerdeführers (
Urk.
1 S. 1
Ziff.
3) gutzuheissen.
Der Beschwerdeführer
ist auf
§
16
Abs.
4
des
Gesetz
es
über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
)
hin
zuweisen.
7
.2
D
ie Verfahrenskosten gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG sind ermessensweise auf Fr.
6
00.-- festzulegen
.
Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie den Parteien je zur Hä
lfte aufzuerlegen.
Zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung sind die
dem Beschwerdeführer
auferlegten Kosten von Fr.
3
0
0.-- einstweilen auf die Gerichtskasse z
u nehmen
.
Das Gericht beschliesst:
In Bewilligung des Gesuchs vom
1
6.
Juni 2014
wird
dem Beschwerdeführer
für das vorliegende Verfahren die unentgeltliche Prozessführung gewährt
,
und
erkennt:
1.
In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom
1
6.
Mai 2014
insoweit aufgehoben, als damit ein Anspruch auf
berufliche Mass
nahmen
verneint wurde, und es wird die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen, damit diese, nach erfolgter Abklä
rung
, über den Anspruch
des Beschwerdeführers
auf
berufliche Massnahmen
neu verfüge. Im Übrigen wird die  Beschwerde abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
600
.-- werden
den Parteien je zur Hälfte
auferlegt.
Zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung werden die
dem Beschwerdeführer
auf
erlegten Kosten von
Fr.
300
.-- einstweilen auf die Gerichtskasse genommen.
Der Beschwerdeführer wird
auf
§
16
Abs.
4
GSVGer
hingewiesen.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
X.___
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu ent
hal
ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
GräubOertli