# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ceaaa9dd-08a6-5074-add9-04cb8d62b108
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-04-06
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 06.04.2010 D-2006/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-2006-2010_2010-04-06.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-2006/2010/dcl
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  6 .  A p r i l  2 0 1 0

Einzelrichter Bendicht Tellenbach,
mit Zustimmung von Richter Kurt Gysi;
Gerichtsschreiber Martin Scheyli

G._______ O._______, geboren [...], Eritrea,
wohnhaft [...],
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 18. März 2010 / N [...]

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-2006/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer,  ein  eritreischer  Staatsangehöriger,  ge-
mäss eigenen Angaben seinen Heimatstaat am 5. April 2008 in Rich-
tung Äthiopien verliess,

dass er gemäss seinen Angaben im Lauf des Jahres 2008 zuerst in den 
Sudan  und  anschliessend  nach  Libyen  weiterreiste,  von  wo  er  am 
16. April 2009 nach Italien gelangte,

dass er gemäss entsprechenden Einträgen in der Datenbank „Eurodac“ 
am 29. August und am 20. Oktober 2008 in Italien im Rahmen des ge-
meinsamen Europäischen Asylsystems daktyloskopisch registriert wur-
de,

dass er am 16. Juli 2009 von Italien her kommend illegal in die Schweiz 
einreiste  und  gleichentags  beim  Empfangs-  und  Verfahrenszentrum 
Chiasso ein Asylgesuch stellte,

dass er dort durch das Bundesamt für Migration (BFM) am 28. Juli 2009 
summarisch zu seinen Asylgründen angehört  und anschliessend dem 
Kanton Zürich zugewiesen wurde,

dass er im Rahmen seiner Anhörung beim Empfangs- und Verfahrens-
zentrum in Bezug auf seine Asylgründe im Wesentlichen zu Protokoll 
gab, er sei in Eritrea zum Militärdienst einberufen worden und habe sich 
dem Dienst durch Flucht entzogen, da er nicht habe in den Kampf zie-
hen wollen, 

dass  der  Beschwerdeführer  am  28.  Juli  2009  ausserdem  durch  das 
BFM ergänzend zu den Umständen seines Aufenthalts in Italien befragt 
wurde, wobei ihm mündlich mitgeteilt wurde, es werde die Zuständigkeit 
Italiens für die Durchführung des Asylverfahrens in Erwägung gezogen, 
wobei  gegebenenfalls auf sein Asylgesuch gestützt  auf  Art. 34 Abs. 2 
Bst. d  des Asylgesetzes vom 26. Juni  1998 (AsylG, SR 142.31)  nicht 
eingetreten werde, 

dass der Beschwerdeführer bei  dieser Gelegenheit  ausserdem dahin-
gehend befragt wurde, ob Gründe vorlägen, die gegen die Zuständigkeit 
Italiens für die Durchführung des Asylverfahrens sowie gegen einen all-
fälligen Wegweisungsvollzug nach Italien sprechen würden,

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dass der Beschwerdeführer auf die letztgenannten Fragen hin zu Proto-
koll gab, in Italien sei es ihm schlecht gegangen, und er habe dort kei-
nerlei Rechte,

dass das BFM am 14. Dezember 2009 an die zuständigen italienischen 
Behörden die Mitteilung richtete, gestützt auf die einschlägigen Staats-
verträge (Abkommen vom 26. Oktober 2004 zwischen der Schweizeri-
schen Eidgenossenschaft und der Europäischen Gemeinschaft über die 
Kriterien  und Verfahren zur  Bestimmung des zuständigen Staates für 
die Prüfung eines in einem Mitgliedstaat oder in der Schweiz gestellten 
Asylantrags  [Dublin-Assoziierungsabkommen,  SR  0.142.392.68]; Ver-
ordnung [EG] Nr. 343/2003 des Rates vom 18. Februar 2003 zur Fest-
legung der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, 
der für  die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehörigen in  einem 
Mitgliedstaat  gestellten  Asylantrags  zuständig  ist  [VO Dublin];  Ver-
ordnung [EG] Nr. 1560/2003 der Kommission vom 2. September 2003 
mit Durchführungsbestimmungen zur Verordnung [EG] Nr. 343/2003 des 
Rates [DVO Dublin])  werde Italien  als  zur  Durchführung des Asylver-
fahrens zuständig erachtet,

dass das BFM am 15. Januar 2010 an die zuständigen italienischen Be-
hörden die Mitteilung richtete, nachdem bislang keine Antwort auf die 
Mitteilung  vom 14. Dezember  2009  eingegangen  sei,  gehe  das  Bun-
desamt gestützt auf Art. 20 Abs. 1 Bst. c VO Dublin davon aus, dass Ita-
lien für die Prüfung des Asylgesuchs zuständig sei,

dass das BFM mit  Verfügung vom 18. März 2010 gestützt auf  Art. 34 
Abs. 2 Bst. d  AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht 
eintrat,  dessen Wegweisung aus der  Schweiz nach Italien  sowie  den 
Vollzug anordnete und den Beschwerdeführer anwies, die Schweiz so-
fort zu verlassen,

dass der Beschwerdeführer die Verfügung des BFM mit  Eingabe vom 
29. März 2010 beim Bundesverwaltungsgericht anfocht,

dass er dabei beantragte, die genannte Verfügung sei aufzuheben und 
das BFM sei anzuweisen, das Selbsteintrittsrecht im Sinne von Art. 3 
Abs. 2 VO Dublin auszuüben, 

dass  er  ausserdem in  prozessualer  Hinsicht  beantragte,  der  Vollzug 
der Wegweisung sei vorläufig auszusetzen, seiner Beschwerde sei die 
aufschiebende Wirkung zu erteilen, und es sei ihm die unentgeltliche 

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Prozessführung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG, 
SR 172.021) zu gewähren, 

dass mit Zwischenverfügung vom 30. März 2010 der Vollzug im Sinne 
einer vorsorglichen Massnahme vorläufig ausgesetzt wurde,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) Beschwerden 
gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG beurteilt,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  über  Beschwerden  gegen  Ver-
fügungen, die gestützt auf das AsylG durch das BFM erlassen worden 
sind,  endgültig  entscheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 31-33  VGG; 
Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005 
[BGG, SR 173.110]),

dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht, einschliesslich Missbrauch und Überschreitung des 
Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechts-
erheblichen Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden 
können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders  berührt  ist  und ein schutzwürdiges Interesse an deren Auf-
hebung hat,  womit  er  zur  Einreichung der Beschwerde legitimiert  ist 
(Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  im  vorinstanzlichen  Aktendossier  keinerlei  Angaben  dazu  ent-
halten sind, zu welchem Zeitpunkt die vom 18. März 2010 datierende 
Verfügung des BFM dem Beschwerdeführer eröffnet wurde,

dass die Beweislast für die erfolgte Zustellung und deren Zeitpunkt die 
Behörde trägt, welche die Zustellung veranlasst hat (vgl. FELIX UHLMANN/ 
ALEXANDRA SCHWANK,  in:  Bernhard  Waldmann/Philippe  Weissenberger 
[Hrsg.],  Praxiskommentar  VwVG,  Zürich/Basel/Genf  2009,  Art. 34, 
N 10),

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dass somit im vorliegenden Fall  davon auszugehen ist,  dass die Be-
schwerde innert  der gesetzlichen Frist  (Art. 108 Abs. 2 und 5 AsylG) 
beim Bundesverwaltungsgericht erhoben worden ist,

dass auf die im Übrigen formgerecht eingereichte Beschwerde somit 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG sowie Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 
Abs. 1 und Art. 52 VwVG),

dass  über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  be-
ziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  wird  (Art. 111 
Bst. e AsylG),

dass es sich im vorliegenden Fall, wie nachfolgend aufgezeigt wird, um 
eine solche Beschwerde handelt, weshalb der Entscheid nur summa-
risch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass der zuständige Instruktionsrichter als Folge der Erkennung der Be-
schwerde als offensichtlich unbegründet davon abgesehen hat,  ihr  in 
Anwendung von Art. 107a Satz 2 AsylG die aufschiebende Wirkung zu 
erteilen,

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel 
verzichtet wird,

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  Asylgesuche  auf  ihre  Begründetheit  hin  zu  über-
prüfen  (Art.  32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das betreffende Asylgesuch nicht eingetreten 
ist  (vgl.  die  diesbezüglich  weiterhin  zutreffende  Rechtsprechung  der 
ehemaligen  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [ARK]  in  Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurs-
kommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1), 

dass demgegenüber das Bundesverwaltungsgericht die angefochtene 
Verfügung hinsichtlich der angeordneten Wegweisung und deren Voll-
zugs  in  voller  Kognition  prüft,  sind  diese  Punkte  doch  von  der  Vor-
instanz materiell geprüft worden, 

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asyl-
suchende in einen Drittstaat ausreisen können, welcher für die Durch-

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führung  des  Asyl-  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich  zu-
ständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG),

dass angesichts des zuvor festgestellten Sachverhalts, der erwähnten 
staatsvertraglichen  Rechtslage  und  der  diesbezüglich  zutreffenden 
Ausführungen  in  der  angefochtenen  Verfügung  Italien  als  für  die 
Durchführung des Asylverfahrens zuständig zu erachten ist,

dass  der  Beschwerdeführer  somit  ohne  weiteres  in  einen  Drittstaat 
(Italien) ausreisen kann, welcher für die Prüfung seines Asylgesuchs 
staatsvertraglich zuständig ist,

dass der Beschwerdeführer in seiner Eingabe im Wesentlichen geltend 
macht, es drohe ihm in Italien die Ausweisung nach Libyen und somit 
eine Verletzung des Gebots des Non-Refoulements sowie  von Art. 3 
der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten 
vom 4. November 1950 (EMRK, SR 0.101),

dass er weiter ausführt, die jüngsten Übereinkommen zwischen Italien 
und Libyen in  Bezug auf  die  gemeinsame Bekämpfung der  illegalen 
Migration  erforderten eine genaue Überprüfung der  Zulässigkeit  und 
Zumutbarkeit einer Überstellung nach Italien,

dass er sich ferner auf den Standpunkt stellt, solange bei einer Über-
stellung nach Italien das Risiko einer Verletzung des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  (FK,  SR 
0.142.30) und der EMRK nicht ausgeschlossen werden könne, müss-
ten die Zulässigkeit und Zumutbarkeit einer Überstellung nach Italien 
verneint und sein Asylgesuch durch die Schweiz materiell entschieden 
werden,

dass ausserdem in der Beschwerdeschrift verschiedene Ausführungen 
über  die  Praxis  der  italienischen Behörden,  Flüchtlinge nach  Libyen 
abzuschieben, sowie über die Lebensbedingungen von Flüchtlingen in 
Libyen gemacht werden, 

dass demgegenüber festzuhalten ist, dass Italien sowohl Signatarstaat 
der FK wie auch der EMRK ist und keine Anhaltspunkte vorliegen, die 
daraus resultierenden völkerrechtlichen Verpflichtungen würden durch 
die italienischen Behörden in genereller Weise missachtet,

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dass im vorliegenden Fall auch sonst keine konkreten Hinweise darauf 
bestehen, Italien werde sich nicht an die massgeblichen völkerrecht-
lichen Bestimmungen, insbesondere an die einschlägigen Normen der 
FK und der EMRK, halten,

dass  das  BFM  folglich  zu  Recht  in  Anwendung  von  Art. 34  Abs. 2 
Bst. d  AsylG  auf  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  nicht  ein-
getreten ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), 

dass der Beschwerdeführer weder über eine ausländerrechtliche Auf-
enthaltsbewilligung verfügt, noch ein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), 

dass die verfügte Wegweisung somit im Einklang mit den gesetzlichen 
Bestimmungen steht und vom BFM zu Recht angeordnet wurde,

dass das BFM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Be-
stimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  regelt, 
wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 
nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG;  Art. 83  Abs. 1  des  Bundes-
gesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Aus-
länder [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht-
liche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 
über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]),

dass Italien unter anderem Signatarstaat der FK, der EMRK und des 
Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter oder andere 
grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe 

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(FoK, SR 0.105) ist und – wie bereits erwähnt – keine konkreten Hin-
weise dafür bestehen, Italien werde sich im vorliegenden Fall nicht an 
die aus diesen Übereinkommen resultierenden Verpflichtungen halten,

dass der Vollzug der Wegweisung somit  in Beachtung der massgeb-
lichen  völker-  und  landesrechtlichen  Bestimmungen  zulässig  ist,  da 
der Beschwerdeführer in einen Drittstaat ausreisen kann, in welchem 
er Schutz vor Rückschiebung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG findet,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  Dublin-Rückkehrende und verletzliche Personen betreffend Un-
terbringung von den italienischen Behörden bevorzugt behandelt wer-
den und sich – neben den staatlichen Strukturen – auch zahlreiche pri-
vate  Hilfsorganisationen  der  Betreuung  von  Asylsuchenden  und 
Flüchtlingen annehmen, 

dass auch sonst kein konkreter  Grund zur Annahme besteht,  Perso-
nen, welche sich im Rahmen eines Asylverfahrens in Italien aufhalten, 
würden aufgrund der dortigen Aufenthaltsbedingungen generell in eine 
existentielle Notlage im erwähnten Sinn versetzt,

dass im vorliegenden Fall auch keine individuellen Gründe ersichtlich 
sind, welche gegen die Zumutbarkeit eines Vollzugs der Wegweisung 
des Beschwerdeführers nach Italien sprechen würden, 

dass der Vollzug der Wegweisung auch faktisch möglich ist, nachdem 
Italien  zur  Wiederaufnahme des Beschwerdeführers  staatsvertraglich 
verpflichtet ist,

dass  nach  dem Gesagten  der  vom BFM  verfügte  Vollzug  der  Weg-
weisung zu bestätigen ist,

dass nach den angestellten Erwägungen die angefochtene Verfügung 
Bundesrecht  nicht  verletzt,  den rechtserheblichen Sachverhalt  richtig 
und vollständig  feststellt  und angemessen ist  (Art. 106 AsylG),  wes-
halb die Beschwerde abzuweisen ist, 

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dass bei diesem Ausgang des Verfahrens dessen Kosten grundsätzlich 
dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG),

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung 
gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen ist, da sich die Beschwerde 
als von vornherein aussichtslos erweist,

dass bei diesem Ausgang des Beschwerdeverfahrens die Kosten von 
Fr. 600.-- (Art. 1-3  des  Reglements  vom 21. Februar  2008  über  die 
Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht 
[VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen nach Versand des Urteils 
zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das  BFM,  Abteilung  Aufenthalt,  mit  den Akten  Ref.-Nr.  N  [...] 

(in Kopie)
- das Migrationsamt des Kantons Zürich, Ref.-Nr. [...],  zur Kenntnis-

nahme (in Kopie)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Bendicht Tellenbach Martin Scheyli

Versand: 

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