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**Case Identifier:** 8a76930a-9246-5083-9e71-a4ec5d48a55b
**Source:** Appenzell Ausserrhoden (AR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-01-07
**Language:** de
**Title:** Appenzell Ausserrhoden Obergericht 3. Abteilung 07.01.2021 OG O3V-19-54
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AR_Gerichte/AR_OG_003_OG-O3V-19-54_2021-01-07.pdf

## Full Text

Beschwerdeführer A. 

 

vertreten durch: RA AA. 

 

 

 

Vorinstanz Versicherung B. 

 

 

 

 

  

Obergericht Appenzell Ausserrhoden  
3. Abteilung 

 

Zirkular-Urteil vom 7. Januar 2021 
 

Mitwirkende Obergerichtsvizepräsident W. Kobler 

Oberrichter H.P. Fischer, F. Windisch, M. Schneider, E. Ganz 

Obergerichtsschreiber M. Giger 

 

 

 

Verfahren Nr. O3V 19 54 

 

 

  

Gegenstand Leistungen aus der Unfallversicherung  

Beschwerde gegen den Einspracheentscheid der 

Versicherung B. vom 19. November 2019 

Seite 2 

Rechtsbegehren 

 

a) des Beschwerdeführers: 

1. Der Einspracheentscheid vom 19. November 2019 sei aufzuheben und es seien dem 

Beschwerdeführer die gesetzlichen Leistungen zuzusprechen. 

2. Eventualiter sei die Angelegenheit zur Durchführung weiterer Abklärungen an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich Mehrwertsteuer zulasten der 

Beschwerdegegnerin. 

 

 

b) der Vorinstanz: 

 Die Beschwerde vom 23. Dezember 2019 gegen den Einspracheentscheid vom 

19. November 2019 sei vollumfänglich abzuweisen. 

 

 

 

Sachverhalt 

 

A. Der am XX.XX.1956 geborene A. (nachfolgend: der Versicherte oder Beschwerdeführer) ist 

seit dem 1. August 2013 als Schulleiter bei der Schule C. angestellt und dadurch bei der 

Versicherung B. (nachfolgend: Versicherung B. oder Vorinstanz) obligatorisch gegen die 

Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Mit Datum vom 15. August 2018 

reichte er bei der Versicherung B. eine Unfallmeldung ein, laut welcher er am 12. August 

2018 auf einer Treppe ausgerutscht sei und mit dem rechten Bein den Sturz reflexartig 

aufgefangen habe, woraufhin er einen scharfen Schmerz im Knie verspürt habe, und es 

hätten sich in der Folge grössere Knieschmerzen entwickelt (act. 7.1/7.2). Die Vorinstanz 

anerkannte ihre gesetzliche Leistungspflicht (act. 7.82). In einer versicherungsinternen 

medizinischen Beurteilung vom 1. November 2018 legte Dr. D. den Status quo sine auf den 

31. August 2018 fest (act. 7.83). Die Versicherung B. teilte dem Versicherten folglich am 

7. November 2018 die Leistungseinstellung per jenem Datum mit (act. 7.86). Dieser 

verlangte am 10. November 2018 eine einsprachefähige Verfügung (act. 7.96), welche von 

der Versicherung B. am 4. Dezember 2018 erlassen wurde (act. 7.103). Am 14. Januar 

2019 bzw. 19. März 2019 liess der Versicherte durch die Versicherung E. Einsprache 

erheben (act. 7.122/7.137). Es stützte sich diese namentlich auf eine medizinische 

Stellungnahme des beratenden Arztes der Versicherung E., Dr. F., vom 25. Februar 2019 

(act. 7.135). Nachdem der Vertrauensarzt der Versicherung B., Dr. D., sich am 28. März 

2019 zur Einsprache geäussert hatte, schlug der Versicherungsträger dem Versicherten am 

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17. Juli 2019 ein Vergleichsangebot vor (act. 7.140). Am 5. August 2019 teilte die 

Versicherung E. für den Versicherten unter Beilegung einer neuerlichen Stellungnahme von 

Dr. F. vom 23. Juli 2019 der Versicherung B. mit, dass an der Einsprache festgehalten 

werde (act. 7.144). Im Anschluss an eine weitere medizinische Stellungnahme von Dr. D. 

vom 24. Oktober 2019 (act. 7.148) wies die Versicherung B. die Einsprache schliesslich am 

19. November 2019 ab, unter gleichzeitiger Erklärung, dass auf die Rückforderung allfälli-

ger bereits erbrachter Leistungen verzichtet werde (act. 7.149 ff.). 

 

B. Gegen die nämliche Verfügung richtet sich die vorliegende Beschwerde des nunmehr durch 

RA AA. vertretenen Versicherten vom 23. Dezember 2019, mit dem eingangs zitierten 

Rechtsbegehren (act. 1). Die Vernehmlassung der Vorinstanz mit dem Antrag auf 

Beschwerdeabweisung ging am 23. April 2020 ein (act. 6), wobei der betreffenden 

Stellungnahme eine medizinische Beurteilung des beratenden Arztes der Versicherung B., 

Dr. G., vom 5. April 2020 beigelegt war (act. 7.162 ff.). Am 19. Mai 2020 erfolgte die Replik 

des Beschwerdeführers; die betreffende Eingabe enthielt unter anderem einen Bericht von 

Dr. H. vom Spital I. mit Datum vom 23. Dezember 2019 (act. 10). Die Versicherung B. 

duplizierte am 9. Juni 2020 (act. 12), unter Beilegung einer zusätzlichen Einschätzung von 

Dr. G. vom 2. Juni 2020 (act. 7.169 – 178). 

 

C. Die Parteien verzichteten auf eine mündliche Verhandlung. 

 

 

 

Erwägungen 

 

1. 

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversicherungsrecht ergangen. 

Zuständig für die Beurteilung von sozialversicherungsrechtlichen Streitigkeiten ist gemäss 

Art. 58 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) das Versicherungsgericht desjenigen Kan-

tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung Wohnsitz hat. Da 

der Beschwerdeführer im Kanton AR wohnt, ist die Zuständigkeit des ausserrhodischen 

Versicherungsgerichts gegeben.  

 

1.2 Gemäss Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 28 Abs. 1 lit. b des Justizgesetzes (JG, bGS 145.31) be-

urteilt das Obergericht als kantonales Versicherungsgericht Beschwerden aus dem Bereich 

der Sozialversicherungen. Das Gesamtgericht hat Beschwerden in Sozialversicherungs-

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sachen mit medizinischen Fragestellungen der 3. Abteilung zur Beurteilung zugewiesen (so 

publiziert im aktuellen Staatskalender des Kantons Appenzell Ausserrhoden [https:// staats-

kalender.ar.ch/organizations/pdf], Ziff. 2.6.1.2), weshalb diese zur Beurteilung der vorlie-

genden Beschwerdesache zuständig ist.  

 

1.3 Die von Amtes wegen vorzunehmende Prüfung der weiteren Prozessvoraussetzungen 

ergibt, dass diese sowohl hinsichtlich der Beschwerdeberechtigung auf Seiten des Be-

schwerdeführers als auch hinsichtlich der Form- und Fristerfordernisse mit Bezug auf die 

Beschwerdeschrift erfüllt sind (insbesondere Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 

20. März 1981 über die Unfallversicherung [UVG, SR 832.20] i.V.m. Art. 59, Art. 60 Abs. 1 

und Art. 61 lit. b ATSG). 

 

1.4 Auf die Beschwerde ist somit einzutreten. 

 

1.5 Gestützt auf Art. 2 der Verordnung über COVID-19-Massnahmen: Gerichte (bGS 113.2) 

kann das Obergericht zur Bewältigung der aktuell ausserordentlichen Lage in allen Fällen 

auf dem Zirkularweg entscheiden, wenn das Gesetz keine Verhandlung vorschreibt. Ent-

scheide, die auf dem Zirkularweg gefällt werden, bedürfen der Einstimmigkeit (Art. 52 

Abs. 2 JG). Da vorliegend keine Durchführung einer Verhandlung vorgeschrieben ist und 

die Parteien auf die Durchführung einer solchen verzichteten, hat das Obergericht den vor-

liegenden Entscheid im Zirkularverfahren gefällt. 

 

 

2. 

2.1 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt das Bestehen eines 

natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen 

Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) voraus. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzu-

sammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg 

nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit ein-

getreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung 

des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder 

unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende 

Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der 

versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit anderen Worten nicht weggedacht 

werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele. Die 

Leistungspflicht des obligatorischen Unfallversicherers erstreckt sich auch auf mittelbare 

bzw. indirekte Unfallfolgen (vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_558/2019 vom 

19. September 2019 E. 3, m.w.H.). Der Unfallversicherer haftet jedoch für einen Gesund-

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heitsschaden nur insoweit, als dieser nicht nur in einem natürlichen, sondern auch in einem 

adäquaten Kausalzusammenhang zum versicherten Ereignis steht. Bei organisch objektiv 

ausgewiesenen Unfallfolgen deckt sich die adäquate weitgehend mit der natürlichen 

Kausalität, so dass in solchen Fällen die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus 

dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers 

praktisch keine Rolle spielt (Urteil des Bundesgerichts 8C_786/2019 vom 20. Februar 2020 

E. 3.1, namentlich mit Hinweis auf BGE 129 V 177). 

 

2.2 Während bei der Frage, ob ein Kausalzusammenhang überhaupt jemals gegeben ist, die 

versicherte Person beweisbelastet ist, trägt die Beweislast für einen behaupteten Wegfall 

der Kausalität aufgrund des Erreichens des Status quo sine (oder allenfalls des Status quo 

ante) der Unfallversicherer. Allerdings tragen die Parteien im Sozialversicherungsrecht in 

der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu 

Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte 

ableiten wollte. Diese Beweisregel greift aber erst Platz, wenn es sich als unmöglich 

erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung 

einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der 

Wirklichkeit zu entsprechen (Urteil des Bundesgerichts 8C_623/2019 vom 21. Januar 2020 

E. 2.1.2, m.w.H.).  

 

2.3 Für die Feststellung natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin sind der 

Versicherungsträger und das Gericht auf Angaben ärztlicher Experten angewiesen. 

Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzten kommt nach der 

Rechtsprechung Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar 

begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit 

bestehen (vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_824/2018 vom 26. März 2019 

E. 3.3, insbesondere mit Hinweis auf BGE 125 V 351 E. 3b/ee). Auch wenn den Berichten 

versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen mithin grundsätzlich Beweiswert 

zuerkannt wird, so ist doch zu betonen, dass ihnen praxisgemäss nicht dieselbe Beweis-

kraft zuzubilligen ist wie einem gerichtlichen oder einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG 

vom Versicherungsträger in Auftrag gegebenen Gutachten. Soll ein Versicherungsfall ohne 

Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweis-

würdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der 

Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so 

sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (Urteil des Bundesgerichts 8C_844/2019 vom 

26. Februar 2020 E. 2.2, m.w.H.). 

 

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3. Streitig ist vorliegend, ob die Vorinstanz bezüglich des Unfalls vom 12. August 2018 zurecht 

davon ausgeht, dass sie über den 31. August 2018 hinaus keine Leistungspflicht mehr trifft. 

 

 

4. Im Folgenden ist die medizinische Aktenlage in den wesentlichen Zügen darzustellen: 

 

4.1 In der Unfallmeldung vom 15. August 2018 ist in Bezug auf den Unfallhergang vom 

12. August 2018 ausgeführt, der Beschwerdeführer sei auf einer Treppe ausgerutscht und 

habe mit dem rechten Bein den Sturz reflexartig aufgefangen. Er habe einen scharfen 

Schmerz im Knie und in der Folge grössere Knieschmerzen verspürt. Es wurde die Ver-

mutung geäussert, der Meniskus sei verletzt worden (act. 7.1/7.2). 

 

4.2 In Beantwortung des offiziellen Fragebogens der Versicherung B. schilderte der Versicherte 

den Hergang des Unfalls am 25. September 2018 wie folgt: auf Fliesentreppe von EG zur 

Garage ausgerutscht/mit rechtem Bein Sturz reflexartig aufzufangen versucht/unglücklich 

verlaufen/scharfer Schmerz im Knie/in der Folge grössere Schmerzen im Knie beim Gehen, 

aber auch in Ruhe/auch nach 2 Wochen nicht besser/eigene Vermutung: Meniskusverlet-

zung/folglich Untersuch im Spital (act. 7.27). 

 

4.3 Das Spital I., Dr. H., Oberarzt mbF Orthopädie, hielt im Rahmen der ärztlichen Erst-

untersuchung vom 29. August 2018 die Verdachtsdiagnose Innenmeniskushinterhornläsion 

Knie rechts fest und veranlasste eine MRT-Bildgebung (act. 7.35). 

 

4.4 Nachdem der Versicherte am 18. Februar 2012 beim Langlaufen ein Rotationstrauma am 

rechten Knie erlitten hatte, war am 22. Februar 2012 eine Kernspintomographie erfolgt. Die 

betreffende Beurteilung hatte damals folgendes ergeben: Ruptur des vorderen Kreuzban-

des proximal. Deutliche Partialruptur des medialen Seitenbandes im proximalen Abschnitt, 

mit noch einzelnen kontinuitätserhaltenen Faserzügen und deutlichem periligamentärem 

Ödem. Mässig-gradige Bone-bruise-Zone im lateralen Tibiaplateau dorsal. Mittelvolumige 

Bakerzyste loco classico. Mässig-gradige Degeneration des medialen Meniskushinterhorns 

mit möglichem kleinen Einriss in die Oberfläche. Mittelvolumiger Kniegelenkserguss. Im Üb-

rigen normales Kernspintomogramm des rechten Knies (act. 7.30). Im Rahmen der von Dr. 

H. veranlassten MRT des rechten Kniegelenkes vom 31. August 2018 wurde nun beim 

Befund ein Vergleich mit der Voruntersuchung vom 22. Februar 2012 angestellt. Die Beur-

teilung ergab eine progrediente Degeneration und den Nachweis einer vertikalen bzw. radi-

ären Ruptur des Innenmeniskus am Hinterhorn mit progredienter Verletzung des menisko-

kapsulären Ansatzes und synoviale Reizung; Nachweis einer Plica infrapatellaris; grössen-

konstante Bakerzyste in loco typico (act. 7.32). Dr. H. äusserte hierauf mit Arztbericht vom 

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5. September 2018 die Indikation zur diagnostischen Kniearthroskopie rechts, die dann am 

14. September 2018 durchgeführt wurde (act. 7.37/7.38).  

 

4.5 Am 1. November 2018 nahm der beratende Arzt der Versicherung B., Dr. D., Facharzt FMH 

für Chirurgie sowie Intensivmedizin, zur medizinischen Sachlage Stellung. Er erklärte, in 

Verbindung mit dem geltend gemachten Ereignis sei eine erneute Bildgebung mittels MRT 

des rechten Knies am 31. August 2018 erfolgt. Dem beurteilenden Radiologen sei zur 

Beurteilung des aktuellen Sachverhaltes die Voruntersuchung vom 22. Februar 2012 zur 

Verfügung gestanden. Der beurteilende Radiologe komme zum Schluss, dass sich im 

Bereiche des Hinterhorns des Innenminiskus eine progrediente degenerative Veränderung 

nachweisen lasse mit entsprechender zwischenzeitlich aufgetretener Zerstörung im Sinne 

einer vertikalen bzw. radiären Ruptur. Diese radiären Rupturen seien im vorgelegten und 

persönlich eingesehenen Datensatz nicht als singuläre neue Veränderungen zu erkennen, 

sondern überwiegend wahrscheinlich Ausdruck der vorbestehend degenerativen 

Veränderung. Zusammenfassend sei die aktuelle Pathologie im Bereiche des 

Innenmeniskus Ausdruck eines Vorzustandes. Dieser Sachverhalt habe im Rahmen der 

Bildgebung erkannt und dokumentiert werden können. Die Bildgebung sei notwendig 

gewesen zur sorgfältigen Sachverhaltsabklärung. Der Status quo sine gelte per 31. August 

2018 als erreicht (act. 7.83 - 85). 

 

4.6 Am 31. Oktober 2018 erfolgte eine Verlaufskontrolle im Spital I. durch Dr. H.. Laut der 

Beurteilung im betreffenden Bericht bestehe ein regelrechter Verlauf bis anhin. Es erfolge 

ab nun Mobilisation nach Massgabe der Beschwerden. Für eine Woche seien weiter 

Gehstöcke zu benutzen, aber unter erlaubter Vollbelastung. Die Thromboseprohylaxe sei 

zu stoppen. Es werde eine 2. Physiotherapieverodnung ausgestellt zur Optimierung des 

Gangbildes und Auftrainieren des Quadrizeps. Aktuell werde kein Folgetermin vereinbart, 

der Versicherte würde sich bei wieder auftretenden Beschwerden mit dem Sekretariat in 

Verbindung setzen. Die Arbeitsunfähigkeit betrage ab 31. Oktober 2018 0 % (act. 7.91). 

 

4.7 Der beratende Arzt der Versicherung E., Dr. F., Allgemeinmedizin FMH/FA Manuelle 

Medizin FMH, führte in seiner medizinischen Beurteilung vom 25. Februar 2019 aus, im 

konkreten Fall könne die Aussagekraft des MRI bezüglich einer medialen Meniskusläsion 

im Hinterhorn nicht tel quel übernommen werden. Die Spezifität und Sensivität seien nicht 

100 %, dagegen weise die Arthroskopie eine Sensivität von 100 % auf. Der peroperativ 

festgestellte Befund mit einem einzigen Riss in der roten Zone des medialen Meniskus im 

Hinterhorn und die Tatsache, dass der Meniskus wieder habe resinseriert werden können, 

wie auch der Umstand, dass keine weiteren Substanzverluste notwendig geworden seien, 

liessen den Befund im MRI als nicht aussagekräftig erscheinen. Die Annahme einer 

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frischen Läsion durch den Operateur im Operationsbericht sei nachvollziehbar. Die 

Terminierung der Unfallfolgen per 31. August 2018 sei nicht nachvollziehbar. Mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit handle es sich um eine einzige und frische traumatische 

Meniskusläsion nach einem geeigneten belastenden Rotations-Ereignis des rechten Knies 

(act. 7.134 -135). 

 

4.8 Dr. D. hielt der vorstehenden Stellungnahme am 28. März 2019 entgegen, an seiner 

Beurteilung vom 1. November 2018 ändere sich nichts. Dr. F. blende den dokumentierten 

Sachverhalt aus der Bildgebung vom 22. Februar 2012 komplett aus. In diesem Bericht sei 

konkret festgehalten worden, dass sich am Innenmeniskus bereits damals degenerative 

Veränderungen hätten dokumentieren lassen (act. 7.138). 

 

4.9 In der Folge äusserte sich Dr. F. am 23. Juli 2019 von Neuem, namentlich zum von Dr. D. 

erhobenen Vorwurf, er (Dr. F.) habe die Bildgebung vom 22. Februar 2012 komplett 

ausgeblendet. Dr. F. hielt diesbezüglich zusammenfassen fest, er rechne den OP-Befund 

und die Meinung des Operateurs höher ein als die MR-Befunde. Zudem sei der Entschluss, 

eine Meniskusnaht durchzuführen, ein deutlicher Hinweis für eine frische Meniskusläsion. 

Eine Meniskusnaht ausserhalb der roten Zone und bei degenerativen Verhältnissen sei 

nicht geläufig (act. 7.143). 

 

4.10 Dr. D. entgegnete dem in einer weiteren Stellungnahme vom 24. Oktober 2019, sofern 

andere beratende Ärzte ebenfalls die Bilddatensätze Februar 2012 und August 2018 spezi-

fisch miteinander vergleichen würden, wäre auch für diese problemlos zu erkennen, dass 

bereits im Februar 2012 das Hinterhorn des Innenmeniskus dokumentiert degenerativ ver-

ändert gewesen sei. Es sei jedem Operateur im Rahmen seines therapeutischen Ermes-

senentscheides freigestellt, ob er im Einzelfall eine Meniskusnaht nicht nur in der soge-

nannten roten Zone, sondern auch in der weissen Zone durchführe. Selbst Dr. F. komme in 

seinem Fazit vom 23. Juli 2019 zum Schluss, dass es nicht der Fall sein könne, dass auch 

eine Meniskusnaht ausserhalb der roten Zone gemacht werde. Der Operateur Dr. H. habe 

sich im konkreten Fall zu einer Meniskus-Refixation entschlossen, weil bei einer allfälligen 

Teilmeniskektomie des Hinterhorns zu viel Substanz hätte reseziert werden müssen. Dr. H. 

beschreibe explizit nicht, in welchem Abschnitt er die Naht gesetzt habe (weiss oder rot?). 

Zudem vermute Dr. H. nur, dass eine frische Läsion vorliegen könne, weil ein Ereignis im 

Sinne einer Kniedistorsion vom 12. August 2018 bekannt sei. Dr. H. weise explizit nicht 

darauf hin, dass ihm der erste Bilddatensatz vom Februar 2012 ebenfalls bekannt sei und 

zudem entsprechend, dass er den ersten Bilddatensatz persönlich eingesehen habe. Dr. F. 

gebe dem Stellenwert des OP-Berichtes mehr Bedeutung – obwohl wie hiervor dargestellt 

die Informationen nicht substantiiert seien – gegenüber dem Radiologiebericht vom 

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31. August 2018. Hierin werde unmissverständlich festge-halten, dass im Vergleich zur 

Voruntersuchung eine progrediente mukoide Degeneration des Innenmeniskus am 

Hinterhorn zur Darstellung gelange. Dieser Befund erkläre auch die Überlegungen von Dr. 

H., dass er im Falle einer Resektion zuviel Material des in der Bildgebung dokumentiert 

degenerativ veränderten Meniskus hätte entfernen müssen (act. 7.148).  

 

4.11 Der von der Vorinstanz im Rahmen dieses Beschwerdeverfahrens eingereichten Stellung-

nahme von Dr. G., Facharzt für Orthopädische Chirurgie FMH, vom 5. April 2020 

(act. 7.162 - 168) ist zu entnehmen, nach dem Unfall vom 12. August 2018 sei es beim Be-

schwerdeführer zum Auftreten von medial betonten rechtsseitigen Knieschmerzen gekom-

men, die ihn nach etwa zweiwöchiger Persistenz zu einer orthopädischen Abklärung bei Dr. 

H. motiviert hätten. Dabei sei offensichtlich nur eine sehr kurze Anamneseerhebung erfolgt 

und insbesondere kein allfälliger Vorzustand betreffend das rechte Knie exploriert worden 

(bzw. sei er zumindest nicht in erkennbarer Weise dokumentiert). Dies wäre im 

vorliegenden Fall aber durchaus wichtig gewesen, da nach einem Ereignis vom Februar 

2012 eine Läsion des vorderen Kreuzbandes am rechten Knie postuliert worden und der 

Versicherte während mehrerer Monate behandelt worden sei. Es sei am 31. August 2018 

eine MRT veranlasst worden, wo im entsprechenden Bericht des Radiologen unter Bezug 

auf die Aufnahmen von 2012 explizit auf den Vorzustand verwiesen und eine dazu „progre-

diente Degeneration“ des medialen Meniskus beschrieben worden sei. Eine solche ent-

spreche wiederum einem natürlichen Verlauf über einen Zeitraum von mehr als 6 Jahren 

und sei nicht Hinweis auf ein frisches Trauma, zumal bereits 2012 bis an Ober- und Unter-

fläche reichende Signalveränderungen am medialen Meniskus zu sehen gewesen seien. 

Auch sonst hätten sich keine konkreten Zeichen auf eine akute Läsion in Form von bone 

bruises und/oder ödematösen Veränderungen des Kapselbandapparates gefunden, wie sie 

nach relevanten Traumata fast immer zu sehen seien, im Falle des Versicherten z.B. nach 

dem Ereignis von 2012. Dies alles habe bei der orthopädischen Besprechung wenige Tage 

später soweit ersichtlich keine erkennbare Beachtung erfahren und es sei stattdessen um-

gehend eine operative Sanierung des Meniskus in Form einer partiellen Resektion verein-

bart worden. Im Rahmen des Eingriffs vom 14. September 2018 habe sich eine Pathologie 

am medialen Meniskus in Form einer an die Unterfläche reichenden Läsion gezeigt. Hier 

habe man zwar mit dem Testhaken einhängen und den Meniskus leicht nach ventral ziehen 

können, doch sei es nicht gelungen, die genaue Morphologie der Läsion darzustellen, was 

bei reinen Unterflächenläsionen oft der Fall sei. Dies habe entsprechend auch verunmög-

licht, eine anhand struktureller Befunde objektiv begründbare Aussage über die Ätiologie 

der Meniskusproblematik zu machen, so dass Dr. H. lediglich geschrieben habe „aufgrund 

der Unfalls und der zurückliegenden Kniedistorsion vom 12. August 2018 denke ich, dass 

eine frische Läsion vorliegt“. Mit dieser Formulierung werde eine rein zeitliche Korrelation 

Seite 10 

vorgenommen (post hoc ergo propter hoc), nicht aber ein begründeter Kausal-

zusammenhang hergestellt. Dies gelte vorliegend umso mehr, als sich Dr. H. wohl gar nicht 

auseinandergesetzt habe mit der Vorgeschichte am rechten Knie und entsprechend auch 

nicht vom biomechanisch zweifelsohne viel heftigeren Trauma von 2012 gewusst habe. Mit 

Blick auf die von Dr. H. verwendeten Formulierungen scheine dieser auch vom 

intraoperativen angetroffenen Befund etwas überrascht worden zu sein, da es kaum 

vorkommen solle, dass man zu Beginn des Eingriffs eine Teilmeniskektomie plane, um 

dann zuletzt eine Refixation durchzuführen. Hingegen sei das Umgekehrte durchaus nicht 

selten, indem man präoperativ noch hoffe, eine Refixation durchführen zu können, was sich 

dann intraoperativ aus technischen oder morphologischen Gründen als nicht sinnvoll er-

weise, so dass nur noch eine partielle Resektion möglich sei. 

 

Bezogen auf das Vorliegen eines Vorzustandes erklärte Dr. G., beim Versicherten hätten 

zum Zeitpunkt des Ereignisses vom 12. August 2018 als pathologischer Vorzustand schon 

deutliche Veränderungen am medialen Meniskus vorgelegen, im Wesentlichen dege-

nerativer Natur, möglicherweise beeinflusst durch das Trauma von 2012, was sich aber 

retrospektiv nicht mehr zuverlässig beurteilen lasse. Unter Berücksichtigung sämtlicher 

vorliegenden Dokumente – und dabei namentlich der beiden MRT vom 22. Februar 2012 

und vom 31. August 2018 sowie der intraoperativen Bilder der Arthroskopie vom 

14. September 2018 – bestünden keine objektiven Hinweise darauf, dass das Ereignis vom 

12. August 2018 am rechten Knie des Versicherten zu neuen strukturellen Veränderungen 

und damit einer richtunggebenden Veränderung des oberwähnten pathologischen 

Vorzustandes am medialen Meniskus geführt habe. Vielmehr sei es lediglich zu einer 

schmerzhaften Aktivierung im Sinne einer vorübergehenden Verschlimmerung gekommen 

und es wäre zu erwarten gewesen, dass ein rein exspektatives Vorgehen innert weniger 

Wochen zu einer Beschwerdefreiheit geführt hätte. Dies gelte im Fall des Versicherten 

umso mehr, als er mit einem derartigen Prozedere 2012 sogar bei einem Trauma mit 

deutlich eindrücklicheren frischen Läsionen, wie sie 2018 nicht zu finden gewesen sein, 

gute Erfahrungen gemacht habe. Ein morphologischer Status quo sine bezüglich des 

Ereignisses vom 12. August 2018 habe mit der MRT vom 31. August 2018 belegt werden 

können und sämtliche in der Folge durchgeführten Abklärungen und Behandlungen wie 

damit verbundene Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit seien überwiegend wahrscheinlich 

ausschliesslich unfallfremder Natur. 

 

Bezogen auf abweichende medizinische Beurteilungen führte Dr. G. aus, die medizinische 

Argumentation in der Beschwerdeschrift der Rechtsvertreterin basiere in wesentlichen 

Teilen auf ärztlichen Einschätzungen, die nicht in Kenntnis sämtlicher verfügbaren Doku-

mente abgegeben worden sein. Weder Dr. H. noch Dr. F. setzten sich in erkennbarer 

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Weise mit dem ohne namhafte Zweifel vorhandenen pathologischen Vorzustand auseinan-

der und es sei insbesondere nicht zu erkennen, dass sie sich die MRT-Bilder von 2012 und 

2018 zum Vergleich angeschaut hätten. Ansonsten hätte ihnen zwingend auffallen müssen, 

dass – unabhängig vom späteren intraoperativen Befund – durch das Ereignis vom 

12. August 2018 keine frischen strukturellen Läsionen von potenziell dauerhaftem 

Charakter entstanden seien und ein morphologischer Status quo sine bereits mit der MRT 

vom 31. August 2018 habe belegt werden können. Inwieweit die Unterflächenläsion am 

medialen Meniskus, die überwiegend wahrscheinlich schon 2012 im Ansatz vorhanden ge-

wesen sei und sich dann über die Jahre offenbar symptomlos weiterentwickelt habe, über-

haupt operationsbedürftig gewesen sei, solle an dieser Stelle nicht weiter thematisiert wer-

den. 

 

4.12 In der vom Beschwerdeführer zusammen mit seiner Replik eingereichten Stellungnahme 

von Dr. H. vom 23. Dezember 2019 führte dieser aus, im Rahmen seiner Operation vom 

14. September 2018 habe er eine arthroskopische Innenmeniskushinterhornrefixation 

rechts im Bereich der Zone rot-rot durchgeführt, sprich sehr basisnah am Ansatz des 

Meniskushinterhorns hin zur Gelenkskapsel. In seinem Operationsbericht habe er keine 

Degeneration des Innenmeniskushinterhorns/des medialen Meniskushinterhorns erwähnt, 

da keine Degeneration vorgelegen habe. Die fehlende Meniskusvorschädigung/Meniskus-

degeneration sowie der Innenmeniskuskorbhenkelriss im Bereich der rot-roten Zone seien 

zwei wesentliche Kriterien gewesen für die Meniskusnaht. Anhand der vorliegenden intra-

operativen Bilder zeige sich lediglich in der weissen Zone (weiss-weiss) eine leichte Auf-

faserung des Meniskusrandes, von einer Degeneration würde er nicht sprechen, daher 

habe er diese auch nicht als solche benannt. Das Kernspintomogramm vom 22. Februar 

2012 des rechten Kniegelenkes zeige keinerlei Veränderungen und/oder Degeneration des 

Innenmeniskushinterhorns. Das MRT vom 31. August 2018 des rechten Kniegelenkes 

zeige eine klare Ruptur. Die Befundung des Kernspintomogramms des rechten Kniegelen-

kes vom 31. August 2018 durch Dr. J. sei in seinen Augen mit Vorsicht zu geniessen, er 

teile den Befund nicht, vor allem teile er nicht den Ausdruck der progredienten mukoiden 

Degeneration. 

 

 Hinsichtlich der Frage, weshalb er den Korbhenkelriss als unfallbedingt und frisch ansehe 

bzw. was gegen eine degenerative Ursache spreche, erläuterte Dr. H., im Rahmen der 

Arthroskopie vom 14. September 2018 habe er die Meniskusverletzung als frisch beurteilt, 

da in seinen Augen keine Vorschädigung vorgelegen habe intraoperativ. Des Weiteren sei 

ein relevantes Kniedistorsionstrauma rechts im Rahmen eines Treppensturzes vorange-

gangen. Der Patient sei davor völlig beschwerdefrei gewesen. Gegen eine degenerative 

Seite 12 

Ursache spreche alleinig seine intraoperative Beurteilung der Meniskussubstanz/des 

Meniskus (act. 10.25). 

 

4.13 In seiner hierauf ergangenen Stellungnahme vom 2. Juni 2020 (act. 13.176 -178) führte 

Dr. G. aus, für ihn sei es schleierhaft, wie Dr. H. das Vorliegen von intrameniskalen 

Degenerationen – unter anderem auch entgegen der anderslautenden Beurteilung von 

zwei unterschiedlichen Fachärzten für Radiologie aus dem eigenen Spitalverbund – einfach 

pauschal verneinen könne – zumal er sich davon auch durch eine eigene Bildbetrachtung 

hätte überzeugen können. Der Verweis von Dr. H., dass sich die Degenerationen im 

Rahmen der Arthroskopie vom 14. September 2018 nicht hätten erkennen lassen, sei 

ebenfalls in keinster Weise stichhaltig. Vielmehr handle es sich primär um intrameniskale 

Veränderungen, die von aussen gar nicht sichtbar seien.  

 

 Im Rahmen des Eingriffs vom 14. September 2018 habe Dr. H. offensichtlich eine Läsion 

am medialen Meniskus nur auf einem einzelnen Bild einigermassen klar festhalten können, 

das ebenfalls in seiner (Dr. G.s) Stellungnahme vom 5. April 2020 ausgedruckt zur 

Verfügung stehe. Allein diesem Bild zu entnehmen, der knapp dargestellte Unterflä-

cheneinriss sei frisch, entbehre seines Erachtens jeder plausiblen Grundlage, zumal ja 

auch keine Blutstropfen oder zumindest Gefässe erkennbar seien, wie sie bei einer frischen 

Verletzung in der rot-roten Zone des Meniskus zu finden sein müssten. Dr. H. seien bei 

seinem Eingriff ausser der arthroskopischen Kamera keine zusätzlichen Mittel zur Ver-

fügung gestanden, um Dinge zu visualisieren, die für Aussenstehende nicht sichtbar gewe-

sen wären. Entsprechend widerspiegle seine Aussage vom 23. Dezember 2019 „gegen 

eine degenerative Ursache spricht alleinig meine intrapoperative Beurteilung der Meniskus-

substanz / des Meniskus“ ausschliesslich seine persönliche Meinung, die sich aber weder 

durch die präoperativ angefertigten MRT noch durch die von ihm festgehaltenen Arthrosko-

piebilder objektivieren lasse. Vielmehr hinterliessen diese ohne namhafte Zweifel den Ein-

druck, dass es sich nicht um eine frische Meniskusläsion handle. 

 

Eine richtunggebende Verschlimmerung könne im Fall des Versicherten – nach wiederhol-

ter Durchsicht der zur Verfügung stehenden MRT-Untersuchungen – wiederum definitiv 

verneint werden. Es seien bildgebend keine durch das Ereignis vom 12. August 2018 

zusätzlich entstandenen strukturellen Veränderungen zu den bereits vorbestehenden 

Degenerationen zu erkennen, die sich dann auch in der Arthroskopie vom 14. September 

2018 nicht hätten nachweisen lassen.  

Bezogen auf das beschwerdeführerische Vorbringen, es hätten auch Schmerzen über den 

31. August 2018 hinaus bestanden, bemerkte Dr. G., es sei nicht auszuschliessen, dass 

einem bestimmten Auslöser zugeschriebene Beschwerden bei einem degenerativen 

Seite 13 

Vorzustand noch während einiger Zeit geltend gemacht würden, auch wenn auf morpholo-

gischer Ebene bereits ein Status quo sine erreicht worden sei, der für sich jedoch eine 

richtunggebende, das heisst strukturelle Verschlimmerung ausschliesse. 

 

 

5.  

5.1 Aktenkundig war vorliegend beim Beschwerdeführer am 14. September 2018 ein Eingriff 

am rechten Knie zur Behebung einer Meniskusläsion durchgeführt worden. Die Parteien 

sind sich uneins, ob die betreffende Verletzung auf den Unfall vom 12. August 2018 zurück-

zuführen ist. Die Vorinstanz geht gestützt auf die Einschätzungen ihrer beratenden Ärzte 

Dr. D. bzw. Dr. G. davon aus, die arthroskopisch behandelte Meniskusverletzung sei 

ausschliesslich degenerativer Natur. Sowohl Dr. G. als auch Dr. D. stützen sich bei ihrer 

Einschätzung auf die Gegenüberstellung der MRT-Bilder vom 31. August 2018 betreffend 

das hier fragliche Ereignis vom 12. August 2018 einerseits und jenes vom 22. Februar 2012 

betreffend den vom Versicherten damals erlittenen Unfall beim Langlaufen andererseits. Im 

älteren MRT-Bericht waren vom zuständigen Radiologen des Spital I. namentlich eine 

mässig-gradige Degeneration des medialen Meniskus-hinterhornes mit möglichem kleinen 

Einriss in die Oberfläche beschrieben worden. Der im Rahmen des MRI vom 31. August 

2018 angestellte Vergleich mit der Voruntersuchung ergab eine progrediente Degeneration 

und den Nachweis einer vertikalen bzw. radiären Ruptur des Innenmeniskuks am 

Hinterhorn mit progredienter Verletzung des menisko-kapsulären Ansatzes und synoviale 

Reizung. Im Übrigen hatte Dr. G. auch darauf hingewiesen, dass die Arthroskopiebilder 

vom 14. September 2018 eine unfallkausale Meniskusläsion nicht zu belegen vermöchten. 

 

5.2 a) Betrachtet man im Einzelnen, was den Beurteilungen der beratenden Ärzte der 

Versicherung B. von anderen Ärzten, auf welche sich der Versicherte beruft, 

entgegengehalten wurde, so hatte der damals für die Arthroskopie vom 14. September 

2018 zuständig gewesene Dr. H. in seinem Operationsbericht ausgeführt, aufgrund der 

Unfalls und der zurückliegenden Kniedistorsion vom 12. August 2018 denke er, dass eine 

frische Läsion vorliege. Begründet wurde dies nicht weiter, wie Dr. G. und Dr. D. zurecht 

feststellen. Im Sinne der Einschätzungen von Dr. G. besteht der Eindruck, dass Dr. H. auf 

Basis einer rein zeitlichen Sichtweise argumentierte. Mit Blick darauf, dass die 

versicherungsinternen Ärzte die Meniskusläsion anhand der MRT-Bilder auf degenerative 

Veränderungen zurückführen, wäre eine fundierte Auseinandersetzung von Dr. H. mit 

diesem Aspekt zu erwarten gewesen. Eine solche erfolgte – wie Dr. G. zurecht darauf 

hinweist – auch nicht in dem Bericht zur Sprechstunde vom 5. September 2018, im 

Rahmen derer der behandelnde Arzt die Indikation für den arthroskopischen Eingriff stellte. 

Im Sinne der Angaben von Dr. G. hätte eine unfallkausale Läsion für Dr. H. eigentlich als 

Seite 14 

fragwürdig erscheinen müssen, da die MRT-Aufnahme vom 31. August 2018 keine 

konkreten Zeichen einer akuten Läsion in Form von bone bruises und/oder ödematösen 

Veränderungen des Kapselbandapparates lieferte, wie sie nach relevanten Traumata fast 

immer zu sehen seien (act. 7.165). In seiner Stellungnahme vom 23. Dezember 2019 

erörterte Dr. H. dann noch nachträglich im Zusammenhang mit seinem Operationsbericht, 

seiner Meinung habe keine Degeneration vorgelegen, was für ihn ausschlaggebend für die 

gewählte Therapie gewesen sei. Bezogen auf die MRT-Aufnahmen hatte er dannzumal 

ausgeführt, dass das Kernspintomogramm vom 2. Februar 2012 keinerlei Veränderungen 

und/oder Degeneration des Innenmeniskushinterhorns zeige und dass er die Meinung des 

für das MRT vom 31. August 2018 zuständig gewesenen Radiologen Dr. J. nicht teile. 

Bezüglicher dieser Einschätzungen hatte Dr. G. indes fundiert dargetan und belegt, dass es 

schlicht nicht nachvollziehbar sei, wie Dr. H. das Vorliegen degenerativer Veränderungen 

pauschal habe verneinen können. Ohnehin ist hinsichtlich des fraglichen Schreibens vom 

23. Dezember 2019 wiederum festzustellen, dass die Ausführungen zu den MRT-Auf-

nahmen bzw. die Aussage, weshalb die Meinung von Dr. J. nicht geteilt werde, von Dr. H. 

nicht begründet werden. 

 

b) Dem Gesagten nach lieferte Dr. H. also keine schlüssigen Erklärungen, weshalb er den 

Riss im Meniskus als unfallbedingt ansah. Im Sinne der Auffassung von Dr. G. scheint sich 

Dr. H. faktisch einzig auf die UV-rechtlich unzulässige Beweismaxime „post hoc ergo 

propter hoc“ gestützt zu haben (vgl. dazu statt vieler SVR 2016 UV Nr. 24 S. 75). Dr. G. 

wirft zurecht auch die Frage auf, inwieweit sich Dr. H. mit der medizinischen Vorgeschichte 

überhaupt hinreichend auseinander gesetzt hat. Soweit von beschwerdeführerischer Seite 

noch daraufhin hingewiesen wird, dass der Einschätzung von Dr. H. als jenem Arzt, 

welcher die Arthroskopie durchführte, besonderes Gewicht zukomme, ist dem im Sinne der 

Angaben von Dr. G. nicht zu folgen. Der versicherungsinterne orthopädische Facharzt 

erläuterte eingehend, dass Arthroskopien dem aussenstehenden Beobachter den 

identischen Eindruck ermöglichen wie dem ausführenden Chirurgen. Vorliegend habe 

Dr. H. offensichtlich eine Läsion am medialen Meniskus nur auf einem einzelnen Bild 

einigermassen klar festhalten können. Allein diesem Bild zu entnehmen, der knapp 

dargestellte Unterflächenriss sei frisch, entbehre jeder plausiblen Grundlage, zumal ja auch 

keine Blutstropfen oder zumindest Gefässe erkennbar seien, wie sie bei einer frischen 

Verletzung in der rot-roten Zone des Meniskus zu finden sein müssten. Im Ergebnis lasse 

sich die Auffassung des Operateurs, die intraoperative Beurteilung der Meniskussubstanz 

spreche gegen eine degenerative Ursache durch die festgehaltenen Arthroskopiebilder 

nicht objektivieren. Vielmehr hinterliessen diese ohne namhafte Zweifel den Eindruck, dass 

es sich nicht um eine frische Meniskusläsion handle (act. 13.176 - 178). Im Übrigen hatte 

Dr. G. noch dargetan, dass die auf den MRT-Bildern festgestellten Alterationen dafür 

Seite 15 

sprächen, dass schon im Jahr 2012 eine Läsion vorgelegen habe, die wahrscheinlich den 

Begriff eines degenerativen „Risses“ erfüllt hätte, wenn man eine Arthroskopie vorgenom-

men hätte (act. 7.164). Insbesondere dies ist ein Aspekt, mit dem sich Dr. H. soweit ersicht-

lich nicht auseinandergesetzt hatte. Schliesslich wies Dr. G. darauf hin, dass Dr. H. den 

schlussendlich angetroffenen intraoperativen Befund ursprünglich offenbar falsch 

eingeschätzt hatte. Laut Dr. G. sollte es eigentlich kaum vorkommen, dass man zu Beginn 

des Eingriffs eine Teilmeniskektomie plane (und mit dem Patienten auch vereinbare), um 

dann zuletzt eine Refixation durchzuführen. Hingegen sei das Umgekehrte nicht selten (vgl. 

oben E. 4.11). 

 

5.3 Mögen letztlich die Einschätzungen von Dr. H. die versicherungsinterne Beurteilung der 

Versicherung B. nicht umzustossen, kann aus analogen Überlegungen für die Stellung-

nahmen des beratenden Arztes der Versicherung E., Dr. F., nichts anderes gelten. Dr. F. 

stellte sich etwa auf den Standpunkt, den Erkenntnissen aus der Arthroskopie vom 

14. September 2018 komme ein höherer Stellenwert zu als jenen aus der MRT-

Untersuchung vom 31. August 2018. Anders als eine MRT weise eine Arthroskopie eine 

Sensivität von 100 % auf. Der Meinung des Operateurs, welcher expressis Verbis eine 

frische Läsion annehme, komme besonderes Gewicht zu. Zu diesem Vorbringen sei 

bemerkt, dass aufgrund der Arthroskopiebilder im Sinne der schlüssigen Erwägungen von 

Dr. G. gerade nicht von einer unfallbedingten Läsion des Meniskus ausgegangen werden 

kann, und es ist nochmals zu betonen, dass Dr. H. ausser der arthroskopischen Kamera 

keine zusätzlichen Mittel zur Verfügung standen, um Dinge zu visualisieren (vgl. act. 13.177 

und oben E. 5.3). Dr. F. führte sodann aus, der peroperativ festgestellte Befund mit einem 

einzigen Riss in der roten Zone des medialen Meniskus im Hinterhorn und die Tatsache, 

dass der Meniskus wieder habe resinseriert werden können, wie auch der Umstand, dass 

keine weiteren Substanzverluste notwendig geworden seien, liessen den Befund im MRI 

als nicht aussagekräftig erscheinen. Ausserdem sei der Entschluss, eine Meniskusnaht 

durchzuführen, ein deutlicher Hinweis für eine frische Meniskusläsion Diese Angaben 

wirken nicht überzeugend. Einerseits hatte Dr. G. plausibel erklärt, bei der Indikation für 

eine Meniskusrefixation spiele im Wesentlichen die Lage der Läsion eine Rolle und nicht 

deren genaues Alter, das zudem häufig gar nicht bekannt sei. Andererseits sei an dieser 

Stelle auch auf die Einschätzung von Dr. D. hingewiesen, gemäss welcher die Überlegung 

von Dr. H., im Fall einer Resektion zuviel Material entfernen zu müssen, auf den MRT-

Befund der progredienten mukoiden Degeneration zurückzuführen gewesen sei 

(act. 7.148). Im Übrigen kann die Behauptung von Dr. F., dass die Durchführbarkeit der 

Reinsertion die MRT-Befunde als nicht aussagekräftig erscheinen lasse, nicht nachvoll-

zogen werden. Schliesslich erscheint es de facto ungereimt, wenn Dr. F. schreibt, der 

Status quo sine sei nicht zu beurteilen, „weil keine (sic!) Vorzustand dokumentiert ist“ 

Seite 16 

(act. 7.134). Mit Dr. G. stellt sich auch hier die Frage, inwieweit sich Dr. F. mit dem 

Vorzustand überhaupt hinreichend auseinander gesetzt hat.  

 

5.4 Soweit sich der Versicherte darauf beruft, es hätten nach dem Unfall durchgehend und über 

den 31. August 2018 hinaus Schmerzen bestanden, derweil vor dem 12. August 2018 

keine Schmerzsymptome bestanden hätten, ist dies gemäss den plausiblen und unwider-

sprochen gebliebenen Ausführungen von Dr. G. noch kein hinreichender Beleg für eine 

entsprechende (verlängerte) Unfallkausalität. Dr. G. hatte wie gesehen – in Erwiderung des 

vom Beschwerdeführer erhobenen Vorwurfs der Widersprüchlichkeit – erklärt, dass auch 

bei Erreichen des morphologischen Status quo sine einem bestimmten Auslöser 

zugeschriebene Beschwerden bei einem degenerativen Vorzustand noch während einiger 

Zeit weiter bestehen könnten (vgl. E. 4.13 a. E.). Gestützt auf die fundierten Erklärungen 

von Dr. G., die sich namentlich auf die Richtlinien von Swiss Orthopaedics stützen, muss im 

Übrigen auch angenommen werden, dass – aufgrund der Erkenntnisse der MRT vom 

31. August 2018 – die Operation vom 14. September 2018 kaum indiziert war, sondern 

vielmehr ein exspektatives, gegebenenfalls medikamentös unterstütztes Vorgehen einzu-

schlagen gewesen wäre. Bei dieser Ausgangslage hätten mithin von der Unfallversicherung 

finanzierte therapeutische Vorkehren nach dem 31. August 2018 de facto gar nicht mehr 

zur Diskussion gestanden. Dies spricht eben für die Richtigkeit der Terminierung der UV-

Leistungen per besagtem Datum. 

 

5.5 Zusammenfassend erweist sich die von der Vorinstanz gelieferte versicherungsinterne 

Beurteilung, insbesondere jene von Dr. G., als sehr umfassend, fundiert und schlüssig. 

Gestützt darauf ist davon auszugehen, dass das Unfallereignis vom 12. August 2018 beim 

Versicherten zu keinen neuen strukturellen Veränderungen und damit keiner richtungge-

benden Veränderung des pathologischen Vorzustandes am medialen Meniskus geführt hat, 

sondern dass es lediglich zu einer schmerzhaften Aktivierung im Sinne einer vorüberge-

henden Verschlimmerung kam. Die Terminierung der Unfallfolgen per 31. August 2018 

erscheint mithin hinreichend begründet. Abweichende ärztliche Einschätzungen vermögen 

nicht einmal geringfügige Zweifel an der versicherungsinternen Beurteilung zu erwecken, 

womit dieser voller Beweiswert zuzuerkennen ist. Angemerkt sei, dass es nicht schadet, 

dass die beiden Stellungnahmen von Dr. G., auf welche sich der Schutz der angefochtenen 

Verfügung im Wesentlichen stützt, erst im Beschwerdeverfahren vorgelegt wurden (vgl. 

Urteil des Kantonsgerichts Basel-Landschaft 720 17 194/295 vom 9. November 2016 E. 

5.2, mit Verweis auf das Urteil des Bundesgerichts 8C_196/2017 vom 28. Juli 2017 E. 5.3). 

Allerdings wurde dies von beschwerdeführerischer Seite auch nicht in Frage gestellt. 

Unbegründet sind im Übrigen die Ausführungen des Beschwerdeführers zur unfallähnlichen 

Körperschädigung. Letztlich ist unstreitig, dass es sich bei dem Ereignis vom 12. August 

Seite 17 

2018 um einen Unfall im Rechtssinne handelte, und es kann nicht sein, dass das gleiche 

Ereignis respektive die gleiche Verletzung zunächst als Unfall gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG 

qualifiziert wird und später - nachdem jegliche (Teil-)Ursächlichkeit des Unfalls erloschen 

ist - auch noch als Körperschädigung gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG zu prüfen ist (vgl. dazu 

Urteil des Obergerichts Appenzell Ausserrhoden O3V 19 20 vom 18. Februar 2020 E. 5). 

 

Im Ergebnis ist die Beschwerde abzuweisen. 

 

 

6. Das Verfahren ist kostenlos (Art. 61 lit. a ATSG). Dem unterliegenden Beschwerdeführer 

steht keine Parteientschädigung zu (Art. 61 lit. g ATSG e contrario). Für die Zusprechung 

einer Parteientschädigung an die obsiegende Vorinstanz fehlt eine gesetzliche Grundlage 

(UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, N. 218 zu Art. 61 ATSG; SUSANNE 

BOLLINGER, in: Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, 2020, 

N. 77 zu Art. 61 ATSG). 

 

 

  

Seite 18 

Das Obergericht erkennt: 
 
 
1. Die Beschwerde von A. wird abgewiesen. 
 
 
2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben. 
 
 
3. Es werden keine Entschädigungen zugesprochen. 
 
 

4. Rechtsmittel: 

 Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit der Zustellung Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten erhoben werden. Die Zulässigkeit einer solchen Beschwerde 
richtet sich nach Art. 82 ff. Bundesgerichtsgesetz (BGG, SR 173.110). Die Beschwerde ist 
beim Schweizerischen Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, schriftlich einzu-
reichen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Be-
weismittel und die Unterschrift zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Be-
weismittel angerufenen Urkunden sind - soweit vorhanden - beizulegen (Art. 42 BGG). Die 
Beschwerde hat in der Regel keine aufschiebende Wirkung (Art. 103 BGG). 

 
 
5. Zustellung an den Beschwerdeführer über dessen Anwältin, die Vorinstanz und an das 

Bundesamt für Gesundheit. 
 
 
 

Im Namen der 3. Abteilung des Obergerichts 
 
 
Der Obergerichtsvizepräsident: 

 

 

lic. iur. Walter Kobler 

Der Obergerichtsschreiber: 

 

 

lic. iur. Marc Giger 

 
 
 
 
versandt am: 12. Januar 2021