# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fe14aab1-5bd0-5b00-8618-baf3663412bf
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-08-20
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 20.08.2008 D-4276/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4276-2008_2008-08-20.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-4276/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 0 .  A u g u s t  2 0 0 8

Einzelrichter Hans Schürch, 
mit Zustimmung von Richterin Regula Schenker Senn, 
Gerichtsschreiberin Anna Dürmüller.

A._______, geboren _______,
Äthiopien,
vertreten durch lic. iur. LL.M. Tarig Hassan, 
Advokatur Kanonengasse, _______,
Beschwerdeführerin,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Vollzug der Wegweisung; Verfügung des BFM vom 
22. Mai 2008 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-4276/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass die Beschwerdeführerin,  eine äthiopische Staatsangehörige mit 
letztem  Wohnsitz  in  B._______,  ihr  Heimatland  eigenen  Angaben 
zufolge  am  2.  August  2001  verliess  und  am  6.  August  2001  in  die 
Schweiz einreiste, wo sie gleichentags ein erstes Asylgesuch stellte,

dass  das  Bundesamt  das  erste  Asylgesuch  der  Beschwerdeführerin 
mit Verfügung vom 25. Januar 2002 ablehnte und die Wegweisung aus 
der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass  die  damals  zuständige  Schweizerische  Asylrekurskommission 
(ARK)  auf  die  gegen  diese  Verfügung  erhobene  Beschwerde  vom 
20. Februar 2002 mit Urteil vom 15. März 2002 nicht eintrat,

dass  die  Beschwerdeführerin  mit  Eingabe  an  das  Bundesamt  vom 
14. Juli  2003  um  Wiedererwägung  der  ablehnenden  Verfügung  vom 
25. Januar 2002 im Vollzugspunkt ersuchte,

dass das Bundesamt das Wiedererwägungsgesuch mit Verfügung vom 
4. August 2003 abwies und seine Verfügung vom 25. Januar 2002 für 
rechtskräftig und vollstreckbar erklärte,

dass  die  Beschwerdeführerin  diese  Verfügung  mit  Beschwerde  vom 
1. September 2003 bei der ARK anfechten liess,

dass die ARK diese Beschwerde mit Urteil  vom 19. September 2003 
vollumfänglich abwies,

dass  die  Beschwerdeführerin  mit  Eingabe  vom  11.  März  2008  ein 
zweites Asylgesuch stellen liess, worin insbesondere um Feststellung 
der  Flüchtlingseigenschaft  sowie  eventualiter  um  Feststellung  der 
Unzulässigkeit  und/oder  Unzumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs 
ersucht wurde,

dass  zur  Begründung  im  Wesentlichen  ausgeführt  wurde,  es  hätten 
sich  seit  dem  Abschluss  des  ordentlichen  Asylverfahrens  subjektive 
Nachfluchtgründe ergeben,

dass die Beschwerdeführerin seit dem 29. April 2007 aktives Mitglied 
der KINIJIT Support Organisation Schweiz (KSOS) sei, was durch ein 
entsprechendes Schreiben der KSOS bestätigt werde,

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dass sie für die KSOS wichtige Aufgaben im organisatorischen Bereich 
wahrnehme,

dass  die  Beschwerdeführerin  ausserdem  die  Association  des 
Ethiopiens en Suisse (AES) unterstütze und dort ebenfalls Mitglied sei, 
was von der AES schriftlich bestätigt werde,

dass die zwei genannten Organisationen in Äthiopien verboten seien,

dass die exilpolitische Tätigkeit äthiopischer Staatsangehöriger durch 
die äthiopischen Behörden überwacht werde,

dass  davon  auszugehen  sei,  auch  einfache  Mitglieder  und 
Sympathisanten  von  Oppositionsparteien  seien  in  den  Datenbanken 
des äthiopischen Sicherheitsdienstes enthalten,

dass  das  äthiopische  Aussenministerium  am  31.  Juli  2006  eine 
Weisung erlassen habe, wonach die äthiopischen Auslandvertretungen 
angewiesen  würden,  Informationen  über  "extreme  Elemente"  im 
Ausland  zu  sammeln  und  an  die  Zentrale  in  Addis  Abeba 
weiterzuleiten,

dass  spätestens  im  Zeitpunkt  einer  allfälligen  Rückkehr  der 
Beschwerdeführerin  nach  Äthiopien  mit  deren  Registrierung  als 
exilpolitisch tätige Aktivistin zu rechnen wäre, da bei der Einreise nach 
Äthiopien respektive bereits bei der Beantragung eines neuen Passes 
beziehungsweise  einer  Passverlängerung  oder  eines  Laisser-passer 
eine umfangreiche Sicherheitsüberprüfung erfolgen würde,  wobei  die 
exilpolitische Tätigkeit der Beschwerdeführerin zutage treten würde,

dass  die  Beschwerdeführerin  daher  in  Äthiopien  verfolgt  würde  und 
dabei menschenrechtswidrige Behandlungen zu gewärtigen hätte,

dass  die  Beschwerdeführerin  über  ein  verfolgungsbegründendes 
exilpolitisches  Profil  verfüge  und  sehr  wahrscheinlich  von  den 
äthiopischen Behörden registriert worden sei,

dass sie somit begründete Furcht habe, bei einer allfälligen Rückkehr 
nach Äthiopien ernsthaften Nachteilen ausgesetzt zu werden, weshalb 
sie die Flüchtlingseigenschaft erfülle,

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dass  nach  dem  Gesagten  überdies  der  Wegweisungsvollzug  als 
unzulässig zu bezeichnen sei,

dass der Vollzug der Wegweisung ausserdem unzumutbar sei, da ein 
erneuter Krieg zwischen Eritrea und Äthiopien nicht  auszuschliessen 
sei und dies eine humanitäre Krise zur Folge hätte,

dass  dem Gesuch  ein  Schreiben  von  H. S.,  Vorsitzender  der  Kinijit 
Support Organizations Europe and Africa, vom 1. März 2008 sowie ein 
Schreiben von M. H.,  Vizepräsident der AES, vom 11. Februar 2008, 
beilagen,

dass  das  BFM  die  Beschwerdeführerin  am  24.  April  2008  zu  ihren 
Asylgründen anhörte,

dass  die  Beschwerdeführerin  dabei  ausführte,  sie  sei  seit  ungefähr 
vier Jahren für die EMAS und seit ungefähr einem Jahr für die KINIJIT 
tätig,

dass sie eine von vier Vertreterinnen der EMAS in Zürich sei,

dass  sie  an  Sitzungen  sowie  Kundgebungen  dieser  Organisationen 
teilgenommen  habe  und  jeweils  dabei  helfe,  die  Teilnehmer  dieser 
Veranstaltungen aufzubieten,

dass  sie  zwischen  den  Jahren  2005  und  2007  insgesamt  an  sechs 
Demonstrationen teilgenommen habe,

dass  sie  nicht  nach  Äthiopien  zurückkehren  könne,  zumal  die 
äthiopischen Behörden über eine Namensliste verfügten,

dass  das  BFM  das  zweite  Asylgesuch  der  Beschwerdeführerin  mit 
Verfügung vom 22. Mai 2008 - eröffnet am 26. Mai 2008 - ablehnte und 
die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass die Vorinstanz zur Begründung ihres Entscheids im Wesentlichen 
ausführte,  aufgrund  der  Aktenlage  sei  nicht  davon  auszugehen,  die 
Beschwerdeführerin  habe im Zeitpunkt  ihrer  Einreise  in  die Schweiz 
unter  spezieller  Beobachtung  seitens  der  äthiopischen  Behörden 
gestanden,

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dass  im  Weiteren  keine  Hinweise  dafür  vorlägen,  die  äthiopischen 
Behörden  hätten  von  der  Mitgliedschaft  der  Beschwerdeführerin  bei 
der AES und der KINIJIT/CUDP überhaupt Kenntnis erhalten,

dass  gestützt  auf  die  Aussagen  der  Beschwerdeführerin  ausserdem 
davon  auszugehen  sei,  sie  habe  innerhalb  der  genannten 
Organisationen keine führende Funktion inne,

dass  es  sich  bei  der  AES  im  Übrigen  nicht  um  eine  eigentliche 
exilpolitische Oppositionspartei handle,

dass somit keine Anhaltspunkte für eine bei einer Rückkehr drohende 
Verfolgung durch die äthiopischen Behörden vorlägen,

dass sich die Beschwerdeführerin am 2. Mai 2008 bei der äthiopischen 
Botschaft in der Schweiz einen Reisepass und im Dezember 2007 in 
B._______  eine  Geburtsurkunde  sowie  eine  Ledigkeitsbestätigung 
habe ausstellen lassen,

dass  dieser  Umstand  die  Schlussfolgerung,  wonach  keine 
Verfolgungsgefahr bestehe, bestätige,

dass  die  Beschwerdeführerin  nämlich  kaum  Kontakt  zu  den 
heimatlichen  Behörden  aufgenommen  hätte,  wenn  sie  tatsächlich 
Verfolgungsmassnahmen zu befürchten hätte,

dass  ausserdem davon  auszugehen  sei,  die  äthiopischen  Behörden 
hätten  bei  dieser  Gelegenheit  reagiert,  wenn  ihnen  die 
Beschwerdeführerin  tatsächlich  als  regimefeindliche  Person  bekannt 
gewesen wäre,

dass  die  vorgebrachten  subjektiven  Nachfluchtgründe  den 
Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3  des 
Asylgesetzes  vom  26. Juni  1998  (AsylG,  SR  142.31)  daher  nicht 
standhielten,  weshalb  die  Flüchtlingseigenschaft  verneint  werden 
müsse,

dass der Wegweisungsvollzug als zulässig, zumutbar und möglich zu 
erachten sei,

dass  die  Beschwerdeführerin  diese  Verfügung  mit  Beschwerde  vom 
25.  Juni  2008  beim  Bundesverwaltungsgericht  anfechten  und  dabei 

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beantragen  liess,  die  angefochtene  Verfügung  sei  hinsichtlich  des 
angeordneten Wegweisungsvollzugs (Ziffern 4 und 5 des Dispositivs) 
aufzuheben, und es sei  die Unzulässigkeit  oder Unzumutbarkeit  des 
Wegweisungsvollzugs  festzustellen  und  die  vorläufige  Aufnahme 
anzuordnen,

dass  in  prozessualer  Hinsicht  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG, 
SR 172.021)  sowie  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvor-
schusses ersucht wurde,

dass der Beschwerde eine Bestätigung der Fürsorgeabhängigkeit vom 
20. Juni  2008 sowie eine Kopie der  Aufenthaltsbewilligung von Y. S. 
beilagen,

dass  der  zuständige  Instruktionsrichter  das  Gesuch  um Gewährung 
der  unentgeltlichen  Rechtspflege  mit  Zwischenverfügung  vom 1. Juli 
2008 infolge Aussichtslosigkeit der Beschwerdebegehren abwies und 
die  Beschwerdeführerin  aufforderte,  innert  Frist  einen  Kostenvor-
schuss  zu  leisten,  andernfalls  auf  die  Beschwerde  nicht  eingetreten 
werde,

dass der Kostenvorschuss am 16. Juli 2008 einbezahlt wurde,

und zieht in Erwägung,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  endgültig  über  Beschwerden 
gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM im Bereich des Asylrechts 
entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichts-
gesetzes  vom 17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1 
des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass die Beschwerdeführerin legitimiert ist, weshalb auf die frist- und 
formgerecht  eingereichte  Beschwerde  einzutreten  ist  (Art.  6  AsylG 
i.V.m. Art. 48 Abs. 1, 50 und 52 VwVG),

dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 

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rechtserheblichen  Sachverhalts  sowie  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass  über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden  in 
einzelrichterlicher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten 
Richters  beziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  wird 
(Art. 111  Bst. e  AsylG)  und  es  sich  vorliegend,  wie  nachfolgend 
aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeent-
scheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass  in  der  Beschwerde  erneut  auf  die  exilpolitische  Tätigkeit  der 
Beschwerdeführerin  für  die  KINIJIT  und  die  AES  hingewiesen  und 
geltend  gemacht  wird,  die  Beschwerdeführerin  müsse  deswegen  im 
Falle  einer  Rückkehr  nach  Äthiopien  mit  Verfolgungsmassnahmen 
seitens der äthiopischen Behörden rechnen,

dass  ausserdem ausgeführt  wird,  die  Beschwerdeführerin  habe sich 
mit einem in der Schweiz wohnhaften eritreischen Staatsangehörigen 
namens Y. I. verlobt, welcher über eine Aufenthaltsbewilligung verfüge,

dass sie seit eineinhalb Jahren inoffiziell mit diesem Mann zusammen 
lebe  und  für  dessen  zwei  Kinder  aus  erster  Ehe  eine  Ersatzmutter 
geworden sei,

dass  die  Beschwerdeführerin  und  Y.  I.  Anfang  Mai  2008  das 
Ehevorbereitungsverfahren  eingeleitet  hätten,  welches  nach  wie  vor 
hängig sei,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  angesichts  der  bevorstehenden 
Eheschliessung und der engen Beziehung der Beschwerdeführerin zu 
Y. I. und dessen Kindern unzumutbar sei, zumal es der Familie nicht 
zuzumuten  sei,  gemeinsam  in  Eritrea  oder  Äthiopien  Wohnsitz  zu 
nehmen,

dass  die  allgemeine  Lage  in  Äthiopien  ausserdem  instabil  und 
jederzeit mit einem erneuten Krieg zwischen Äthiopien und Eritrea zu 
rechnen sei,

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dass  mit  der  Beschwerde  vom  25.  Juni  2008  den  Rechtsbegehren 
zufolge lediglich der Vollzug der Wegweisung (Dispositivziffern 4 und 5 
der angefochtenen Verfügung) angefochten werden,

dass die Verfügung des BFM vom 22. Mai 2008 somit in Rechtskraft 
erwachsen  ist,  soweit  sie  die  Frage  des  Asyls  und  der 
Flüchtlingseigenschaft betrifft,

dass  auch  die  Wegweisung  als  solche  (Dispositivziffer  3)  damit 
grundsätzlich nicht mehr zu überprüfen ist,

dass  im  Folgenden  daher  lediglich  zu  untersuchen  ist,  ob  die 
Vorinstanz  den  Wegweisungsvollzug  zu  Recht  als  durchführbar 
erachtet hat oder ob allenfalls an Stelle des Vollzugs eine vorläufige 
Aufnahme anzuordnen ist,

dass  insoweit,  als  in  der  Beschwerde  Ausführungen  zur  Frage  der 
Flüchtlingseigenschaft gemacht werden, darauf angesichts der klaren 
Rechtsbegehren  (vgl.  auch  das  Fazit  in  Ziff.  II  B.  4  der 
Beschwerdebegründung, S. 7 der Beschwerde) nicht einzugehen ist,

dass  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den 
gesetzlichen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von 
Ausländern regelt,  wenn der Vollzug der Wegweisung nicht  zulässig, 
nicht  zumutbar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG; Art. 83 
Abs. 1  des  Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die 
Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig  ist,  wenn 
völkerrechtliche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der 
Ausländerin  oder  des  Ausländers  in  den  Heimat-,  Herkunfts-  oder 
einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land 
gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit 
aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem 
sie  Gefahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu 
werden  (Art. 5  Abs. 1  AsylG;  vgl.  ebenso  Art. 33  Abs. 1  des 
Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge 
[FK, SR 0.142.30]),

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dass  sich  der  Vollzug  für  Ausländerinnen  und  Ausländer  als 
unzumutbar  erweist,  wenn  sie  im  Heimat-  oder  Herkunftsstaat  auf 
Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und 
medizinischer Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  der  Beschwerdeführerin  nach 
Äthiopien  vorliegend  in  Beachtung  der  vorgenannten  massgeblichen 
völker-  und  landesrechtlichen  Bestimmungen  zulässig  ist,  da  es  ihr 
nicht  gelungen  ist,  eine  asylrechtlich  erhebliche  Gefährdung 
nachzuweisen oder glaubhaft zu machen (vgl. die Ausführungen in der 
in diesem Punkt unangefochten gebliebenen und somit rechtskräftigen 
vorinstanzlichen  Verfügung),  weshalb  das  in  Art. 5  AsylG verankerte 
Prinzip  des  flüchtlingsrechtlichen  Non-Refoulements  im vorliegenden 
Verfahren keine Anwendung findet,

dass  den  Akten  überdies  keine  konkreten  Anhaltspunkte  für  eine 
menschenrechtswidrige  Behandlung  ersichtlich  sind,  die  der 
Beschwerdeführerin in ihrem Heimatstaat droht,

dass  entgegen  der  in  der  Beschwerde  vertretenen  Auffassung 
insbesondere  nicht  davon  auszugehen  ist,  die  Beschwerdeführerin 
wäre  bei  einer  Rückkehr  nach  Äthiopien  infolge  ihrer  exilpolitischen 
Tätigkeit in relevanter Weise gefährdet,

dass  eine  solche  Gefährdung  nur  dann  als  überwiegend 
wahrscheinlich erscheinen würde, wenn konkrete Anhaltspunkte - nicht 
bloss  abstrakte  oder  theoretische  Möglichkeiten  -  vorlägen,  wonach 
die  Beschwerdeführerin  tatsächlich  das  Interesse  der  äthiopischen 
Behörden auf  sich gezogen hat respektive als regimefeindliches und 
"extremes" Element namentlich identifiziert und registriert wurde,

dass  im vorliegenden  Fall  keine derartigen  konkreten  und  nicht  von 
vornherein haltlosen Indizien bestehen,

dass eine Art. 3  der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze 
der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  (EMRK,  SR  0.101) 
widersprechende  Bestrafung  oder  Behandlung  der 
Beschwerdeführerin im Falle ihrer Rückkehr nach Äthiopien überdies 
angesichts  der  geringen  Qualität  und  Quantität  ihres  exilpolitischen 
Engagements als unwahrscheinlich zu erachten ist, 

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dass auch die  allgemeine  Menschenrechtssituation  in  Äthiopien den 
Vollzug der Wegweisung nicht als unzulässig erscheinen lässt,

dass der Vollzug der Wegweisung nach Äthiopien auch mit  Blick auf 
das  hängige  Ehevorbereitungsverfahren  nicht  als  unzulässig  oder 
unzumutbar erachtet werden kann,

dass die Beschwerdeführerin aufgrund der Aktenlage weder aus Art. 8 
EMRK  noch  aus  dem  in  Art.  44  Abs.  1  in  fine  AsylG  verankerten 
Grundsatz  der  Einheit  der  Familie  etwas  zu  ihren  Gunsten  ableiten 
kann,

dass Y. I. sowie dessen Kinder angesichts der relativ kurzen Dauer des 
bisherigen  unverheirateten  Zusammenlebens  im  heutigen  Zeitpunkt 
nicht  als  Familienangehörige  der  Beschwerdeführerin  im  Sinne  der 
genannten Bestimmungen qualifiziert werden können,

dass daher  weder  die  Beziehung zu Y. I.  an  sich noch das hängige 
Ehevorbereitungsverfahren  den  Wegweisungsvollzug  als  unzulässig 
oder unzumutbar erscheinen lassen,

dass auch die allgemeine Lage in Äthiopien dem Wegweisungsvollzug 
nicht  entgegensteht,  da  in  Äthiopien  nach  Einschätzung  des 
Bundesverwaltungsgerichts  nach wie vor  keine Situation  allgemeiner 
Gewalt  herrscht,  weshalb  die  generelle  Zumutbarkeit  des 
Wegweisungsvollzugs dorthin zu bejahen ist,

dass  weitere,  individuelle  Unzumutbarkeitsargumente  weder  konkret 
vorgebracht werden noch implizit aus den Akten ersichtlich sind,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  der  Beschwerdeführerin  nach 
Äthiopien somit insgesamt als zulässig und zumutbar zu qualifizieren 
ist,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  der  Beschwerdeführerin  in  den 
Heimatstaat  schliesslich  möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse 
bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es der Beschwerdeführerin obliegt, 
bei  der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

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dass es der Beschwerdeführerin demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder  unangemessen  ist  (Art. 106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  der  Beschwerdeführerin  aufzuerlegen  (Art. 63  Abs. 1 
VwVG)  und  mit  dem am 16.  Juli  2008  in  gleicher  Höhe  geleisteten 
Kostenvorschuss zu verrechnen sind.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt und mit  dem in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss 
verrechnet.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (eingeschrieben)
- das  BFM,  Abteilung  Aufenthalt  und  Rückkehrförderung,  mit  den 

Akten Ref.-Nr. N _______ (per Kurier; in Kopie)
- das _______ (in Kopie)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Hans Schürch Anna Dürmüller

Versand:

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