# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 26d93db1-874f-5a65-adb4-b783b6fe46cb
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2018-06-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.06.2018 A-5168/2016
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-5168-2016_2018-06-01.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 

Entscheid aufgehoben durch BGer mit  
Urteil vom 18.01.2019 (9C_488/2018) 

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung I 

A-5168/2016 

 

 
 

  
U r t e i l  v o m  1 .  J u n i  2 0 1 8  

Besetzung 

 
Richterin Marianne Ryter (Vorsitz), 

Richter Jürg Steiger, Richter Michael Beusch,    

Gerichtsschreiberin Tanja Petrik-Haltiner. 
 

 

 

Parteien 

 
A._______ GmbH, 

(….),   

Beschwerdeführerin,  

 
 

 

gegen 

 

 

Stiftung Auffangeinrichtung BVG, 

Elias-Canetti-Strasse 2 

Postfach 8050 Zürich 

Vorinstanz.  

 
 

 

 
Gegenstand 

 
Beitragsverfügung und Aufhebung des Rechtsvorschlags. 

 

 

A-5168/2016 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a  Mit rechtskräftiger Verfügung vom 9. Mai 2008 schloss die Stiftung 

Auffangeinrichtung BVG (nachfolgend: Auffangeinrichtung) die A._______ 

GmbH (nachfolgend: Arbeitgeberin) rückwirkend per 1. Januar 2007 

zwangsweise an. 

A.b  Die Arbeitgeberin beantragte mit Bezug auf die entsprechend zu leis-

tenden Beiträge mit Schreiben vom 12. November 2008 eine Ratenzah-

lung. In der Folge anerkannte sie, der Auffangeinrichtung Fr. 11‘896.– 

(Saldo per 3. November 2008) zuzüglich Zins ab dem 3. Dezember 2012 

zu schulden, und unterzeichnete am 19. November 2008 einen Tilgungs-

plan. Ein vorgängig gestelltes Betreibungsbegehren zog die Auffangein-

richtung infolge vollständiger Begleichung dieser Forderung mit Schreiben 

vom 19. Januar 2010 zurück. 

A.c  Mit Schreiben vom 25. Juli 2012 stellte die Auffangeinrichtung beim 

Betreibungsamt Stadt Zürich Stadtammann- und Betreibungsamt Zürich 11 

erneut ein Betreibungsbegehren für eine Forderungssumme von 

Fr. 2‘216.70 zuzüglich Zins zu 5 % seit dem 31. Dezember 2011 und von 

Fr. 755.10 zuzüglich Zins zu 5 % seit dem 31. März 2012 zuzüglich 

Mahn- und Inkassokosten von je Fr. 100.–. Am 2. August 2012 stellte das 

Betreibungsamt der Arbeitgeberin den Zahlungsbefehl in der Betreibung 

Nr. (…) zu, wogegen Letztere keinen Rechtsvorschlag erhob. Die Auffan-

geinrichtung übermittelte dem Betreibungsamt in der Folge das Fortset-

zungsbegehren vom 19. September 2012. Daraufhin stellte das Betrei-

bungsamt der Arbeitgeberin die Konkursandrohung am 27. September 

2012 zu. 

Am 10. Oktober 2012 anerkannte die Arbeitgeberin, der Auffangeinrichtung 

Fr. 3‘251.80 (Saldo per 3. Oktober 2012) zu schulden, und vereinbarte mit 

ihr einen Tilgungsplan, dessen Kosten in der Höhe von Fr. 100.– im folgen-

den Quartal ihrer Beitragsrechnung belastet wurden. Demnach sollte die 

aufgelaufene Schuld ab Oktober 2012 bis Februar 2013 in monatlichen Ra-

tenzahlungen von Fr. 500.– sowie im März 2013 mittels einer Ratenzahlung 

von Fr. 751.80 beglichen werden. Bei Verzug mit einer Ratenzahlung 

werde die gesamte (Rest)-Schuld ohne Mahnung fällig. Die Auffangeinrich-

tung stellte daraufhin kein Konkursbegehren. 

A-5168/2016 

Seite 3 

A.d  Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich liess der Auffan-

geinrichtung mit Schreiben vom 15. Juni 2015 eine Kopie der Rentenver-

fügung vom 18. April 2011 betreffend einen Arbeitnehmer der vorgenann-

ten Arbeitgeberin zukommen, wonach Ersterer seit 1. April 2010 Anspruch 

auf eine halbe Invalidenrente bei einem errechneten Invaliditätsgrad von 

50% habe. Dieser Arbeitnehmer war mit einem AHV-Jahreslohn von 

Fr. 25‘020 bei einem Beschäftigungsgrad von 50 % vom 1. Januar 2012 

bis zum 31. Juli 2014 bei der Arbeitgeberin angestellt. 

B.  

B.a  Am 2. September 2015 stellte die Auffangeinrichtung aufgrund von 

Zahlungsrückständen der Arbeitgeberin erneut ein Betreibungsbegehren 

für eine Forderung in der Höhe von Fr. 6‘037.–, bestehend aus geschulde-

ten Beiträgen für vorgenannten Arbeitnehmer in den Jahren 2012 bis 2014 

zuzüglich Zinsen zu 5 % seit dem 2. September 2015 sowie für Betrei-

bungskosten von Fr. 100.– und Mahnkosten von Fr. 50.–. Der entspre-

chende Zahlungsbefehl in der Betreibung Nr. (…) wurde der Arbeitgeberin 

am 9. Oktober 2015 zugestellt, wogegen diese gleichentags Rechtsvor-

schlag erhob. 

B.b  Mit Schreiben vom 22. Oktober 2015 gewährte die Auffangeinrichtung 

der Arbeitgeberin unter Beilage der betreffenden Kontoauszüge, Beitrags-

sätze und des Versichertenverzeichnisses das rechtliche Gehör und gab 

ihr insbesondere Gelegenheit, sich zur in Betreibung gesetzten Forderung 

zu äussern und allenfalls zu belegen, weshalb die Beiträge nach Art. 66 

des Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 über die berufliche Alters-, Hinter-

lassenen- und Invalidenvorsorge (BVG, SR 831.40) nicht geschuldet sein 

sollten. Gleichzeitig drohte sie der Arbeitgeberin an, bei ungenutztem Ab-

lauf der Frist den Rechtsvorschlag zu beseitigen und eine anfechtbare Bei-

tragsverfügung zu erlassen. 

B.c  Daraufhin führte die Arbeitgeberin mit Schreiben vom 17. November 

2015 insbesondere aus, dass sie mit dem gesamten in Betreibung gesetz-

ten Betrag von Fr. 6‘187.– nicht einverstanden sei, da ihr Arbeitnehmer sie 

nicht über seine Invalidenrente informiert habe, und bat die Auffangeinrich-

tung, die Betreibung zurückzuziehen. Ihre gesetzliche Beitragsverpflich-

tung bestritt sie nicht. 

C.  

Am 26. Juli 2016 erliess die Auffangeinrichtung (nachfolgend: Vorinstanz) 

androhungsgemäss eine Beitragsverfügung über den Betrag von 

A-5168/2016 

Seite 4 

Fr. 5‘691.87 (geschuldete Beiträge in der Höhe von Fr. 5‘131.87 sowie Kos-

ten aus der Betreibung Nr. (…) von Fr. 360.–, Mahn- und Tilgungsplankos-

ten von je Fr. 100.–) zuzüglich 5 % Zins seit dem 2. September 2015 sowie 

Mahngebühren von Fr. 50.–, Betreibungsgebühren von Fr. 100.– und einen 

bis zum 2. September 2015 aufgelaufenen Verzugszins von Fr. 536.22 

(Dispositiv-Ziffer I). Gleichzeitig hob sie den Rechtsvorschlag in der Betrei-

bung Nr. (…) des Betreibungsamts der Stadt Zürich 11 im Betrag von 

Fr. 5‘841.87 (ausstehende Beiträge sowie Betreibungs- und Mahngebüh-

ren) auf (Dispositiv-Ziff. II) und auferlegte der Arbeitgeberin die Verfü-

gungskosten von Fr. 300.– (Dispositiv-Ziff. III). Schliesslich hielt sie fest, 

dass diese Verfügung nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist voll-

streckbar werde und sie dazu berechtige, das Fortsetzungsbegehren zu 

stellen (Dispositiv-Ziff. IV). 

Die Vorinstanz erklärte, nachdem die Beiträge und Kosten nach Einleitung 

der vorgenannten Betreibung neu berechnet worden seien, hätten einzelne 

Buchungen im Beitragskontokorrent der Arbeitgeberin nicht mehr vollstän-

dig nachvollzogen werden können, weshalb sie den in Betreibung gesetz-

ten Betrag mit Meldung an das zuständige Betreibungsamt von Fr. 6‘187.– 

auf Fr. 5‘841.87 reduziert habe. 

D.  

Gegen die Verfügung vom 26. Juli 2016 erhebt die Arbeitgeberin (nachfol-

gend: Beschwerdeführerin) mit Eingabe vom 25. August 2016 Beschwerde 

beim Bundesverwaltungsgericht und beantragt deren Aufhebung.  

E.  

Mit Vernehmlassung vom 14. Oktober 2016 beantragt die Vorinstanz, die 

Beschwerde sei unter Kostenfolgen zulasten der Beschwerdeführerin ab-

zuweisen. 

F.  

Auf weitere Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird 

– soweit erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1  Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Zu den anfechtbaren 

A-5168/2016 

Seite 5 

Verfügungen gehören jene der Auffangeinrichtung, zumal diese im Bereich 

der beruflichen Vorsorge öffentlich-rechtliche Aufgaben des Bundes erfüllt 

(vgl. Art. 60 Abs. 2 BVG) und sie somit zu den Vorinstanzen des Bundes-

verwaltungsgerichts gehört (vgl. Art. 33 Bst. h VGG und Art. 54 Abs. 4 

BVG). Eine Ausnahme, was das Sachgebiet angeht, ist vorliegend nicht 

gegeben (vgl. Art. 32 VGG). Das Bundesverwaltungsgericht ist somit zur 

Beurteilung der Beschwerde zuständig. 

1.2  Die Beschwerdeführerin hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenom-

men, ist als Verfügungsadressatin durch die angefochtene Verfügung be-

sonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhe-

bung, womit sie zur Erhebung der vorliegenden Beschwerde i.S.v. Art. 48 

Abs. 1 VwVG berechtigt ist. 

1.3  Auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde (vgl. Art. 50 

Abs. 1 VwVG und Art. 52 Abs. 1 VwVG) ist somit einzutreten. 

2.  

2.1  Die Vorinstanz ist zwecks Erfüllung ihrer Aufgaben als Auffangeinrich-

tung (Beitrags- und Zinserhebung sowie Geltendmachung von Schadener-

satz im Zusammenhang mit Leistungen vor dem Anschluss) nicht nur zu-

ständig, über den Bestand sowie den Umfang ihrer Forderungen gegen-

über Arbeitgebenden Verfügungen zu erlassen, die vollstreckbaren Urtei-

len im Sinne von Art. 80 des Bundesgesetzes vom 11. April 1889 über 

Schuldbetreibung und Konkurs (SchKG, SR 281.1) gleichgestellt sind 

(vgl. Art. 60 Abs. 2 Bst. a i.V.m. Art. 11 i.V.m. Art. 60 Abs. 2bis BVG). Als 

Rechtsöffnungsinstanz kann sie grundsätzlich gleichzeitig mit dem materi-

ell-rechtlichen Entscheid über den strittigen Anspruch auch die Aufhebung 

eines Rechtsvorschlages verfügen, soweit es um eine von ihr in Betreibung 

gesetzte Forderung geht (BGE 134 III 115 E. 3.2 und E. 4.1.2 und Urteil 

des BVGer A-4271/2016 vom 21. Juni 2017 E. 1.2.2 mit Hinweisen sowie 

JOLANTA KREN KOSTKIEWICZ in: SchKG-Kommentar, 19. Aufl. 2016, Art. 79 

N. 11). Hat sie indessen bereits vor Einleitung der Betreibung über eine 

öffentlich-rechtliche Forderung befunden, so kann sie den Rechtsvorschlag 

nicht nachträglich selbst beseitigen, sondern muss diesbezüglich definitive 

Rechtsöffnung gemäss Art. 80 Abs. 1 SchKG verlangen (BGE 134 III 115 

E. 4.1.1; vgl. auch MICHAEL BEUSCH, Der Untergang der Steuerforderung, 

2012, S. 119 zur selben Konstellation im Recht der Selbstveranlagungs-

steuern mit Bezug auf die Eidgenössische Steuerverwaltung). Ebenso we-

nig ist sie, wenn sie vor Einleitung der Betreibung rechtskräftig in der Sache 

entschieden hat, befugt, ihre materielle Verfügung nach erhobenem 

Rechtsvorschlag zu bestätigen, um diesen beseitigen zu können (BGE 134 

A-5168/2016 

Seite 6 

III 115 E. 4.1.1 und Urteile des BVGer A-4271/2016 vom 21. Juni 2017 

E. 1.2.2 und A-3230/2011 vom 8. November 2011 E. 5.2, mit Hinweisen). 

2.2  Im vorliegenden Fall wurde die Beschwerdeführerin mit dem ange-

fochtenen Entscheid zur Bezahlung von BVG-Beiträgen, darauf aufgelau-

fenen Verzugszinsen von 5 % vor und nach Einleitung der Betreibung so-

wie Mahn- und Betreibungsgebühren verpflichtet. Die Vorinstanz hat mit 

Verfügung vom 26. Juli 2016 erst nachdem sie am 2. September 2015 die 

Betreibung Nr. (…) eingeleitet und die Beschwerdeführerin am 9. Oktober 

2015 Rechtsvorschlag erhoben hat, materiell über die strittigen Beträge 

und zugleich über die Beseitigung des Rechtsvorschlags entschieden (vgl. 

vorne Sachverhalt Bst. B.a und C.). Gemäss vorangegangenen Ausführun-

gen war sie dazu sachlich zuständig. 

3.  

Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann gerügt werden, 

die angefochtene Verfügung verletze Bundesrecht (einschliesslich Über-

schreitung oder Missbrauch des Ermessens), beruhe auf einer unrichtigen 

oder unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts 

oder sei unangemessen (Art. 49 VwVG). 

Das Bundesverwaltungsgericht ist gemäss dem Grundsatz der Rechtsan-

wendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der Begehren der 

Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die Beschwerde auch 

aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheissen oder den an-

gefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Begründung bestätigen, die 

von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. statt vieler BGE 128 II 145 E. 1.2.2). 

4.  

4.1  Gemäss Art. 66 Abs. 2 BVG i.V.m. Art. 3 Abs. 1 der Verordnung vom 

28. August 1985 über die Ansprüche der Auffangeinrichtung der beruflichen 

Vorsorge (VOAA, SR 831.434) hat der Arbeitgeber der Auffangeinrichtung 

die Beiträge für alle dem BVG unterstellten Arbeitnehmenden von dem 

Zeitpunkt an zu entrichten, von dem an er bei einer Vorsorgeeinrichtung 

hätte angeschlossen sein müssen. Wie nachfolgende Ausführungen zei-

gen, ist der betreffende Arbeitnehmer, dessen Beiträge in den Jahren 2012 

bis 2014 strittig sind, BVG-versicherungspflichtig. 

4.2  Für Personen, die im Sinne des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 

über die Invalidenversicherung teilweise invalid sind, werden die Grenzbe-

träge zur Unterstellung unter die obligatorische Versicherung nach den 

Art. 2, 7, 8 Abs. 1 und 46 BVG entsprechend dem IV-Rentenanteil gekürzt 

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Seite 7 

(Art. 4 der Verordnung vom 18. April 1984 über die berufliche Alters-, Hin-

terlassenen und Invalidenvorsorge [BVV 2, SR 831.441.1]). Der fragliche 

Arbeitnehmer, welcher mit einem Beschäftigungsgrad von 50 % und einer 

Teilinvalidität von 50 % vom 1. Januar 2012 bis zum 31. Juli 2014 mit ei-

nem Jahreslohn von Fr. 25‘020.– bei der Beschwerdeführerin beschäftigt 

war (vgl. vorne Sachverhalt Bst. A.d), hatte im betreffenden Zeitraum das 

17. Altersjahr überschritten. Sein jährlicher Lohn überschritt sogar den vol-

len Grenzbetrag von Fr. 20‘880.– für das Jahr 2012 und von Fr. 21‘060.– 

für die Jahre 2013 und 2014, womit er im Rahmen der beruflichen Vorsorge 

obligatorisch zu versichern war (vgl. Art. 2 Abs. 1, Art. 5 Abs. 1, Art. 7 und 

Art. 9 BVG i.V.m. Art. 5 BVV 2 in den in dieser Zeitspanne gültig gewese-

nen Fassungen [AS 2010 4587; AS 2012 6347]). Von dieser Versiche-

rungspflicht war er insbesondere aufgrund der Tatsache, dass sein Invali-

ditätsgrad weniger als 70 % betrug, nicht ausgenommen (vgl. Art. 1j Abs. 1 

Bst. d BVV 2). 

5.  

5.1  Die Beschwerdeführerin bestreitet ihre gesetzliche Beitragsverpflich-

tung mit Bezug auf den vom 1. Januar 2012 bis zum 31. Juli 2014 ange-

stellten und obligatorisch zu versichernden Arbeitnehmer auch im Be-

schwerdeverfahren nicht (zum vorinstanzlichen Verfahren vgl. vorne Sach-

verhalt Bst. B.c). Ebenso wenig stellt sie in Abrede, dass sie der Vorinstanz 

grundsätzlich noch ausstehende BVG-Beiträge in der verfügten Höhe 

schuldet. Sie macht jedoch geltend, es sei rechtsmissbräuchlich im Sinne 

von Art. 2 Abs. 2 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches vom 10. Dezem-

ber 1907 (ZGB, SR 210), wenn sie den verfügten Betrag für den vorge-

nannten Arbeitnehmer, welcher ihr nichts von seiner Invalidität und der ent-

sprechenden Rente mitgeteilt habe, bezahlen müsse. Diesbezüglich ver-

weist sie auf ihre Anmeldung vom 1. März 2013 zuhanden der Auffangein-

richtung, mit welcher sie schriftlich erklärte, ihr Arbeitnehmer sei voll ar-

beitsfähig, während die Austrittsmeldung vom 5./10. Juni 2014 den Invali-

ditätsgrad von 50% nennt. Da sie absichtlich getäuscht worden sei und in 

Kenntnis der Fakten diesen Arbeitsvertrag nicht abgeschlossen hätte, wei-

gere sie sich, für die Mehrkosten des IV-Bezügers aufzukommen, der an-

dernfalls ungerechtfertigt bereichert wäre. Um den Betrag von ihrem ver-

mutungsweise zahlungsunfähigen ehemaligen Arbeitnehmer zurückzuer-

halten, müsste sie diesen betreiben. 

5.2  Die Vorinstanz erklärt diesbezüglich zu Recht, dass die Beschwerde-

führerin ihr und nicht dem fraglichen Arbeitnehmer die gesamten, ausste-

henden Beiträge schulde (vgl. Art. 66 Abs. 2 Satz 1 BVG und hinten 

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Seite 8 

E. 6.3.1). Sie ist unabhängig von der Zahlung der Beiträge durch die Be-

schwerdeführerin dazu verpflichtet, ihre gesetzlichen Leistungen dem Ar-

beitnehmer gegenüber zu erbringen. Insofern kann nicht von einer unge-

rechtfertigten Bereicherung dieses Arbeitnehmers zulasten der Beschwer-

deführerin oder von rechtsmissbräuchlichem Verhalten im Allgemeinen die 

Rede sein. Im vorliegenden Verfahren nicht zu beurteilen ist sodann, ob 

und wie die Beschwerdeführerin – sollte sie den reglementarisch festge-

legten Beitragsanteil des Arbeitnehmers nicht wie in Art. 66 Abs. 3 BVG 

vorgesehen bereits vom Lohn abgezogen haben – diesen zurückfordern 

kann. 

Nicht vertieft einzugehen ist sodann auf die Frage einer allfälligen nach-

träglichen Ungültigkeit des Arbeitsvertrags gemäss Art. 320 Abs. 3 des Ob-

ligationenrechts vom 30. März 1911 (OR, SR 220) aufgrund der geltend 

gemachten absichtlichen Täuschung nach Art. 28 OR. So konnte der frag-

liche Arbeitnehmer, welcher zu 50 % invalid ist, nämlich auch mit der vor-

handenen, der Beschwerdeführerin behauptungsweise nicht zur Kenntnis 

gebrachten Arbeitsunfähigkeit sein Arbeitspensum von 50 % vollständig er-

füllen. Es bestand ein zumindest faktisches Arbeitsverhältnis. Demnach 

läge es an der Beschwerdeführerin, im Rahmen eines entsprechenden zi-

vilrechtlichen Verfahrens nachzuweisen, dass ihr rechtsunkundiger Arbeit-

nehmer um die rechtliche Unverbindlichkeit des Arbeitsvertrags als Folge 

der behaupteten absichtlichen Täuschung wusste. Andernfalls wird vermu-

tet, dass er seine Arbeit gutgläubig gegen den vereinbarten Lohn geleistet 

hat (vgl. BGE 132 III 242 gesamte E. 4.2 mit Hinweisen). Aus der Argu-

mentation der Beschwerdeführerin lässt sich jedenfalls keine Beitragsbe-

freiung zu ihren Gunsten ableiten. 

6.  

Zu prüfen bleibt, ob Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die vorinstanzli-

chen Anordnungen betreffend Beitragshöhe, Verzugszinsen, Gebühren 

und Kosten der angefochtenen Verfügung nicht rechtmässig sind 

(vgl. vorne E. 3). 

6.1  Die Vorinstanz verfügte in Dispositiv-Ziff. I, dass ihr die Beschwerde-

führerin Fr. 5‘691.87 – zusammengesetzt aus per Einleitung der Betrei-

bung Nr. (…) am 2. September 2015 geschuldeten Beiträgen für die rele-

vanten Beitragsjahre 2012 bis 2014 in der Höhe von Fr. 5‘131.87 sowie den 

Kosten der vorherigen Betreibung Nr. (…) von Fr. 360.–, Mahn- und Til-

gungsplankosten von je Fr. 100.– zuzüglich 5 % Zins seit dem 2. Septem-

ber 2015 – sowie Mahngebühren von Fr. 50.–, Betreibungsgebühren von 

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Seite 9 

Fr. 100.– und einen bis zum 2. September 2015 aufgelaufenen Verzugs-

zins von Fr. 536.22 zu bezahlen habe. Mit Dispositiv-Ziffer II hob sie den 

Rechtsvorschlag in der hängigen Betreibung Nr. (…) im Umfang dieser Be-

träge ohne Berücksichtigung der Verzugszinsen auf (Fr. 5‘841.87; 

vgl. auch vorne Sachverhalt Bst. C). 

6.2  

6.2.1  Für die Berechnung der Beiträge an die berufliche Vorsorge ist – 

analog zur Versicherungsunterstellung (vgl. Art. 7 Abs. 2 BVG) – der mass-

gebende Lohn nach dem Bundesgesetz vom 20. Dezember 1946 über die 

Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG, SR 831.10) heranzuzie-

hen. Die Vorinstanz ist dabei an die Lohnbescheinigungen der Ausgleichs-

kasse gebunden und hat darauf abzustellen (statt vieler Urteil des BVGer 

A-4271/2016 vom 21. Juni 2017 E. 2.2.2 mit Hinweis), sofern sie in ihrem 

Reglement keine abweichenden Bestimmungen gemäss Art. 3 BVV 2 vor-

gesehen hat. Zu versichern ist allerdings nur ein bestimmter, als sog. koor-

dinierter Lohn bezeichneter Teil des jeweiligen Jahreslohns (Art. 8 Abs. 1 

BVG i.V.m. Art. 5 BVV 2 in den jeweils gültigen Fassungen), und zwar – 

soweit hier interessierend – in Anwendung von Art. 4 BVV 2 jeweils die 

Hälfte des Grenzbetrags von Fr. 24'360.– im Jahr 2012 sowie von 

Fr. 24'570.– in den Jahren 2013 und 2014 (vgl. zum Ganzen auch vorne 

E. 4.2). Dementsprechend ist die Vorinstanz im Rahmen ihrer Beitragsbe-

rechnung von einem hälftigen Koordinationsabzug von Fr. 12‘180.– für das 

Jahr 2012 und von Fr. 12’375.– für die Jahre 2013 und 2014 ausgegangen. 

Bei unterjähriger Beschäftigung ist gleichsam der hypothetische Jahres-

lohn zu ermitteln und zu koordinieren, indessen sind die jährlichen Beiträge 

im Verhältnis zur Beschäftigungsdauer zu reduzieren (vgl. Urteil des 

BVGer A-4311/2016 vom 22. März 2017 E. 8.4.2 mit Hinweis). 

6.2.2  Die Beiträge werden in Prozenten des koordinierten Lohnes berech-

net und setzen sich für Arbeitnehmende, die – wie vorliegend – das 24. Al-

tersjahr überschritten haben, aus den Altersgutschriften gemäss Art. 16 

BVG zuzüglich den Beiträgen für die Risiken Tod und Invalidität nach 

Art. 67 BVG i.V.m. Art. 42 BVV 2 sowie den Verwaltungskostenbeiträgen 

entsprechend dem jeweils anwendbaren Vorsorgereglement der Vorsorge-

einrichtung zusammen (vgl. auch Urteil des BVGer A-4311/2016 vom 

22. März 2017 E. 8.4.3 mit Hinweis). 

6.2.3  Die Vorinstanz hat die fraglichen Beiträge pro Beitragsjahr wie folgt 

berechnet: Sie hat die anwendbaren Beitragssätze gemäss einschlägigem 

Vorsorgeplan mit den anhand der Lohnbescheinigungen der Ausgleichs-

kasse festgestellten, aufgrund der Teilinvalidität reduzierten koordinierten 

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Seite 10 

Löhnen des Arbeitnehmers während der strittigen Periode multipliziert und 

auch der Tatsache Rechnung getragen, dass der fragliche Arbeitnehmer 

2014 nur unterjährig beschäftigt war. Es bestehen keinerlei Anhaltspunkte, 

dass die verfügten Beiträge oder deren Höhe gemäss den der angefochte-

nen Verfügung beigelegten Tabellen und Berechnungen nicht korrekt er-

mittelt wurden. Die diesbezüglichen vorinstanzlichen Anordnungen in Dis-

positiv-Ziffern I und II (Zahlungsverpflichtung und Aufhebung Rechtsvor-

schlag) sind somit rechtmässig. 

6.3  

6.3.1  Gemäss Art. 66 Abs. 2 Satz 1 BVG schuldet der Arbeitgeber der Vor-

sorgeeinrichtung die gesamten Beiträge und überweist sie ihr nach Art. 66 

Abs. 4 BVG bis spätestens zum Ende des ersten Monats nach dem Kalen-

der- oder Versicherungsjahr, für welches sie geschuldet sind. Diese ge-

setzliche Fälligkeitsregelung findet Anwendung, wenn weder vertragliche 

noch allgemein reglementarische Fälligkeitsregelungen vereinbart wurden 

(vgl. JÜRG BRECHBÜHL in: Handkommentar BVG, 2010, Art. 66 N. 33). Für 

nicht rechtzeitig bezahlte Beiträge kann die Vorsorgeeinrichtung ab Fällig-

keit Verzugszinsen erheben (Art. 66 Abs. 2 Satz 2 BVG und Ziff. 4 Abs. 6 f. 

Anschlussbedingungen). Die Höhe des Zinssatzes entspricht nach Art. 3 

Abs. 2 VOAA dem jeweils von der Auffangeinrichtung für geschuldete Bei-

träge geforderten Zinssatz. Dieser wurde vom Stiftungsrat gestützt auf vor-

genannte Verordnungsbestimmung mit Beschluss vom 3. Dezember 2015 

auf 5 % festgelegt (vgl. auch das bei Erlass der angefochtenen Verfügung 

gültige Kostenreglement der Stiftung Auffangeinrichtung BVG zur Deckung 

von ausserordentlichen administrativen Umtrieben sowie den subsidiär an-

wendbaren Art. 104 Abs. 1 und 2 OR und zu Letzterem Urteil des BVGer 

A-1087/2016 vom 10. August 2016 E. 2.5 mit Hinweisen). 

6.3.2  Ausgehend von der entsprechenden Schuldanerkennung der Be-

schwerdeführerin vereinbarten die Verfahrensbeteiligten per 10. Oktober 

2012 im Tilgungsplan, dass bei Verzug mit einer Ratenzahlung die gesamte 

noch nicht getilgte Beitragsschuld vollumfänglich und ohne vorgängige 

Mahnung fällig wird (sog. Verfalltagsgeschäft; vgl. vorne Sachverhalt 

Bst. A.c). Demzufolge ist es gerechtfertigt, dass die Vorinstanz für die Zeit 

vom 31. Dezember 2012 bis zur Einleitung der Betreibung am 2. Septem-

ber 2015, in welcher sich die Beschwerdeführerin mit der Zahlung der Bei-

tragsschuld in Verzug befand, in Dispositiv-Ziffer I einen Verzugszins in der 

Höhe von 5 % erhebt. Im der angefochtenen Verfügung beigelegten „Ver-

zugszinsnachweis“ hat die Vorinstanz die auferlegten Verzugszinsen nach 

Beiträgen und Perioden separat aufgeschlüsselt sowie ausführlich und 

nachvollziehbar dargelegt. Es bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass 

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die entsprechende Berechnung, die in einem Total von Fr. 536.22 resultiert, 

nicht korrekt sein sollte. Die Verfügung ist somit auch in diesem Punkt nicht 

zu beanstanden.  

Da die Vorinstanz die bis zum 2. September 2015 aufgelaufenen Verzugs-

zinsen nicht betrieben hat, ist es konsequenterweise richtig, dass sie dafür 

in Dispositiv-Ziffer II keine Rechtsöffnung erteilt hat (vgl. e contrario Urteil 

des BVGer A-4311/2016 vom 22. März 2017 E. 11.5 mit Hinweisen). 

6.3.3  Die Vorinstanz erhebt in Dispositiv-Ziffer I ab Einleitung der Betrei-

bung ebenfalls einen Verzugszins von 5 %, und zwar nicht nur auf den Bei-

trägen als Hauptschuld, sondern auch auf im Zusammenhang mit der Ein-

treibung dieser Forderung entstandenen Kosten und Gebühren in der 

Höhe von insgesamt Fr. 560.–. 

Im Recht der beruflichen Vorsorge besteht eine spezialgesetzliche Grund-

lage zur Erhebung von Verzugszinsen lediglich mit Bezug auf Beitragsfor-

derungen (Art. 66 Abs. 2 Satz 2 BVG und vorne E. 6.3.1), nicht jedoch 

betreffend Nebenforderungen wie Kosten oder Gebühren, denen kein Ka-

pitalschuldcharakter zukommt. Der Verzugszins dient dem Vorteilsaus-

gleich wegen verspäteter Zahlung der Hauptschuld. Nebst dem pauscha-

len Ausgleich von Zinsgewinn und -verlust bezweckt er, den administrati-

ven Aufwand für die verspätete bzw. nachträgliche Beitragserhebung und 

für die Erhebung des Verzugszinses selbst abzugelten (BGE 139 V 297 

E. 3.3.2.2). Demnach sind damit auch die im Zusammenhang mit der Ein-

treibung der Beiträge als Hauptschuld entstandenen Aufwände gedeckt 

und ist mangels anderweitiger spezialgesetzlicher Grundlage kein Ver-

zugszins darauf geschuldet (vgl. auch Entscheid des Versicherungsge-

richts St. Gallen BV 2013/18 vom 20. Februar 2014 E. 3.3, welches eine 

Verzugszinspflicht auf Nebenforderungen mangels besonderer Vereinba-

rung verneint). Der entsprechende Betrag in Dispositiv-Ziffer I ist somit um 

insgesamt Fr. 560.– auf Fr. 5‘131.87 zu reduzieren (Tilgungsplankosten 

von Fr. 100.–, im Rahmen der vorgängigen Betreibung Nr. (…) angefallene 

Kosten in der Höhe von Fr. 360.– und ohnehin unbelegt gebliebene Mahn-

kosten in der Höhe von insgesamt Fr. 100.–; vgl. zur Frage der rechtmäs-

sigen Erhebung dieser Verwaltungskosten nachfolgende E. 6.4). 

6.4  

6.4.1  Nach Art. 11 Abs. 7 BVG stellt die Auffangeinrichtung dem säumigen 

Arbeitgeber den von ihm verursachten Verwaltungsaufwand in Rechnung 

(vgl. auch Art. 3 Abs. 4 VOAA, wonach der Arbeitgeber der Auffangeinrich-

tung alle Aufwendungen zu ersetzen hat, die dieser in Zusammenhang mit 

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Seite 12 

seinem Anschluss entstehen). Gemäss Kostenreglement kann die 

Vorinstanz für eine eingeschriebene Mahnung Fr. 50.–, für die Einleitung 

einer Betreibung Fr. 100.–, für die Stellung eines Fortsetzungsbegehrens 

Fr. 100.– und für die Erstellung eines Tilgungsplans Fr. 100.– einfordern. 

Voraussetzung für die Rechtmässigkeit dieser Gebührenforderungen ist 

praxisgemäss, dass die damit abgegoltenen Verwaltungsmassnahmen ef-

fektiv und zu Recht erfolgt sind (statt vieler Urteil des BVGer A-4271/2016 

vom 21. Juni 2017 E. 2.3 mit Hinweisen). 

6.4.2  Die Vorinstanz hat in Anwendung des Kostenreglements von der Be-

schwerdeführerin insgesamt Fr. 400.– für die effektiv erfolgte Einleitung der 

Betreibungen Nr. (…) und Nr. (…), die Stellung des Fortsetzungsbegehrens 

in der Betreibung Nr. (…) sowie die Erstellung des Tilgungsplans verlangt. 

Weiter sind ihr in der vorgängigen Betreibung Nr. (…), in deren Rahmen 

der Beschwerdeführer keinen Rechtsvorschlag erhoben hat, Kosten für die 

Ausstellung des Zahlungsbefehls und der Konkursandrohung von je 

Fr. 80.– entstanden (vgl. vorne Sachverhalt Bst. A.c). Die im Zusammen-

hang mit der Betreibung Nr. (…) tatsächlich erfolgten Verwaltungsmass-

nahmen und die Erstellung des Tilgungsplans scheinen rechtmässig zu 

sein. Mit Bezug auf die Betreibung Nr. (…) wurde jedenfalls für einen weit 

überwiegenden Teil des seitens der Vorinstanz geltend gemachten Betrags 

zu Recht eine Betreibung eingeleitet. Es ist deshalb nicht zu beanstanden, 

dass die Vorinstanz nebst dem Betrag von Fr. 460.– für die Einleitung letz-

terer Betreibung eine separate Gebühr von Fr. 100.– berechnet und den 

Rechtsvorschlag auch im Umfang dieser Forderungen aufgehoben hat. 

6.4.3  Die Mahngebühren in der Höhe von Fr. 100.–, die wie die vorgenann-

ten, im Vorfeld und Rahmen der Betreibung Nr. (…) angefallenen Gebüh-

ren und Tilgungsplankosten mit der Hauptschuld ungerechtfertigt verzinst 

wurden (vgl. dazu vorne E. 6.3.3), sind ebenso wenig belegt wie die sepa-

rat geltend gemachten Mahnkosten für die aktuelle Betreibung Nr. (…) von 

Fr. 50.–. Demnach sind sie allesamt nicht zu berücksichtigen, was mit Be-

zug auf Erstere den geschuldeten Betrag in Dispositiv-Ziffer I auf 

Fr. 5‘591.87 verringert. Dies führt wiederum zu einer entsprechenden Re-

duktion des Verzugszinses vor Einleitung der Betreibung auf Fr. 526.79 

(vgl. dazu vorne E. 6.3.2). Ebenso zu senken ist der in Dispositiv-Ziffer II 

erwähnte Betrag von Fr. 5‘841.87, in welchem der Rechtsvorschlag aufge-

hoben wird, und zwar um die gesamten, nicht zu berücksichtigenden 

Mahnkosten von Fr. 150.– auf Fr. 5‘691.87. 

 

A-5168/2016 

Seite 13 

6.5  

6.5.1  Die Vorinstanz legte die Kosten ihres Entscheids nach dem Gebüh-

renrahmen der Gebührenverordnung vom 23. September 1996 zum 

SchKG (GebV SchKG, SR 281.35) auf Fr. 300.– fest. Als die angefochtene 

Verfügung am 26. Juli 2016 erlassen wurde, entsprach dieses Vorgehen 

der damals geltenden Praxis (vgl. statt vieler Urteil des BVGer A-1087/2016 

vom 10. August 2016 E. 2.4). 

Mittlerweile geht die Rechtsprechung davon aus, dass die Auffangeinrich-

tung bei Erlass einer formellen Beitragsverfügung materiell im (ordentli-

chen) Verwaltungsverfahren über die Beitragsforderung befindet, auch 

wenn gleichzeitig unter Bezugnahme auf eine hängige Betreibung über die 

Aufhebung des betreffenden Rechtsvorschlages entschieden wird. Für die 

Bemessung der Kosten für das Beitragserhebungsverfahren inkl. Rechts-

öffnung durch die Auffangeinrichtung sind demnach in erster Linie deren 

Anschlussvereinbarungen bzw. Reglemente massgeblich. Fehlt es wie vor-

liegend an einer reglementarischen Grundlage, sind die Kosten in Anwen-

dung von Art. 3 Abs. 4 VOAA nach dem Aufwand geschuldet. Die Verfah-

renskosten in materiellen Streitigkeiten, mithin im ordentlichen Verwal-

tungsverfahren, werden nicht den Betreibungskosten im Sinne von Art. 68 

SchKG zugerechnet, weshalb hierfür keine Rechtsöffnung zu erteilen ist 

(vgl. zum Ganzen Urteil des BVGer A-4311/2016 vom 22. März 2017 

E. 11.3 f. mit Hinweisen und in diesem Sinne auch Urteil des BGer 

9C_196/2017 vom 19. Dezember 2017 E. 4.4 mit Hinweisen). 

6.5.2  Auch nach der soeben geschilderten, neuen gerichtlichen Praxis, 

welche grundsätzlich – vorbehältlich des Grundsatzes des Vertrauens-

schutzes, welcher insbesondere bei Änderungen von Eintretensvorausset-

zungen eine Rolle spielt – umgehend auf hängige Verfahren anzuwenden 

ist (vgl. BGE 132 II 153 E. 5.1 und Urteil des BGer 6B_1071/2015 vom 

18. Juli 2016 E. 5.1), ist die Gebührenhöhe nicht zu beanstanden. 

7.  

Zusammengefasst sind die verfügten Beiträge, Verzugszinsen vor Einlei-

tung der Betreibung, die eingeforderten, belegten Kosten für die laufende 

Betreibung und die Gebühren für den Erlass der Verfügung nicht zu bean-

standen. Hingegen dürfen Verzugszinsen nur auf den Beiträgen erhoben 

werden, weshalb die entsprechenden Zinsen ab Einleitung der Betreibung 

auf mit der Eintreibung dieser Hauptschuld zusammenhängenden Aufwän-

den nicht zu berücksichtigen sind. Ebenso wenig in Rechnung gestellt wer-

den dürfen sämtliche nicht belegten Mahnkosten. 

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Seite 14 

8.  

Im Ergebnis sind die Kosten des Verfahrens in Höhe von Fr. 800.– der Be-

schwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG und Art. 1 ff. des 

Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen 

vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) und dem ge-

leisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu entnehmen. Das gering-fü-

gige Obsiegen rechtfertigt weder eine andere Kostenverlegung noch die 

Entrichtung einer Parteientschädigung (vgl. Art. 7 VGKE). 

 
Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde werden die Dispositiv-Ziffern I 

und II der vorinstanzlichen Verfügung vom 26. Juli 2016 wie folgt abgeän-

dert: 

I. Die Arbeitgeberin hat der Stiftung Auffangeinrichtung BVG CHF 5‘591.87 zuzüg-

lich 

 

Verzugszins 5% auf   CHF 5‘131.87       seit 02.09.15 

 

und 

 

Gebühren für Einleitung Betreibung Nr. (…)      CHF 100.00 

Verzugszins bis zum 2. September 2015      CHF 526.79 

zu bezahlen. 

II. Der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. (…) des Betreibungsamts Stadt Zürich 

Stadtammann- und Betreibungsamt Zürich 11 wird im Betrag von CHF 5‘691.87 

aufgehoben. 

Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.– werden der Beschwerde-

führerin auferlegt. Der einbezahlte Kostenvorschuss in gleicher Höhe wird 

zur Bezahlung der Verfahrenskosten verwendet. 

3.  

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

  

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4.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde) 

– das Bundesamt für Sozialversicherung (Gerichtsurkunde) 

– die Oberaufsichtskommission BVG (Gerichtsurkunde) 

 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Marianne Ryter Tanja Petrik-Haltiner 

 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die 

Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unter-

schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 

sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 

BGG). 

 

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