# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e3f8296e-dacb-5496-a4d4-e0240712b434
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-03-24
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 24.03.2014 ZK1 2012 58
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2012-58_2014-03-24.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 24. März 2014 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 12 58                                                                              31. März 2014

Urteil
I. Zivilkammer

Vorsitz Michael Dürst
RichterInnen Brunner und Schlenker
Redaktion Aktuarin ad hoc Bäder Federspiel

In der zivilrechtlichen Berufung

der A.X._____, Klägerin 1 und Berufungsklägerin 1, vertreten durch ihre Mutter 
B.X._____, wiedervertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Marco Pool, Via Tinus 3, 
Postfach 88, 7500 St. Moritz, und der B.X._____, Klägerin 2 und Berufungskläge-
rin 2, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Marco Pool, Via Tinus 3, Postfach 88, 
7500 St. Moritz,

gegen

das Urteil des Bezirksgerichts Maloja vom 11. Juli 2012, mitgeteilt am 10. August 
2012, in Sachen der Klägerinnen und Berufungsklägerinnen gegen Y._____, Be-
klagter und Berufungsbeklagter, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. et oec. Pius 
Fryberg, Quaderstrasse 8, 7000 Chur,

betreffend Kindesunterhalt und Erstausstattung,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Am _____2010 kam A.X._____ zur Welt. Sie ist die Tochter von B.X._____, 
geboren am _____1970, und von Y._____, geboren am _____1964. Der Vater 
anerkannte A.X._____ am 9. Dezember 2010 vor dem Zivilstandsamt A._____. 
Die Kindseltern leben getrennt. Aus einer im Jahr 2005 geschiedenen Ehe hat 
Y._____ eine weitere Tochter, B._____, geboren am _____1996. Sie steht unter 
der elterlichen Sorge der Mutter und lebt in C._____.

B/1. Über die vom Vater an A.X._____ zu leistenden Unterhaltsbeiträge besteht 
zwischen den Kindseltern seit der Geburt der Tochter Uneinigkeit. Vermittlungs-
bemühungen der Vormundschaftsbehörde der Kreise Oberengadin/Bergell zur 
Festsetzung des Unterhalts scheiterten. Am 22. November 2011 reichten 
A.X._____ und B.X._____ bei der Schlichtungsbehörde des Bezirks Maloja ein 
Schlichtungsgesuch ein. Da Y._____ der auf den 15. Dezember 2011 anberaum-
ten Schlichtungsverhandlung fern blieb, konnte auch bei dieser Gelegenheit keine 
Einigung erzielt werden, weshalb den klagenden Parteien am 21. Dezember 2011 
die Klagebewilligung erteilt wurde. Am 15. Januar 2012 reichten die Klägerinnen 
beim Bezirksgericht Maloja eine Klage mit Kurzbegründung ein. Darin erhoben sie 
folgende Rechtsbegehren:

„1. Der Beklagte sei zu verpflichten, folgende zu indexierende monatliche 
Beiträge an den Unterhalt seiner Tochter A.X._____ (Klägerin 1) zu 
zahlen:

- rückwirkend ab Geburt bis zum 13. Geburtstag der Klägerin 1: min-
destens Fr. 1'500.00

- vom 13. Geburtstag bis zum Abschluss einer ordentlichen Ausbil-
dung der Klägerin 1: mindestens Fr. 1'000.00

je zuzüglich allfälliger gesetzlicher und vertraglicher Kinder- und Fami-
lienzulagen, sofern diese nicht von der Mutter (Klägerin 2) bezogen 
werden, und abzüglich bereits geleisteter Zahlungen, welche im Urteil 
festzuhalten sind.

Der Unterhaltsbeitrag sei monatlich im Voraus bis zur Mündigkeit des 
Kindes an die Mutter und danach an das mündige Kind oder an einen 
ermächtigten Vertreter zu zahlen.

2. Der Beklagte sei zu verpflichten, sich an ausserordentlichen oder spe-
ziellen Unterhaltskosten seiner Tochter A.X._____ (Ausbildung, Zahn-
korrekturen, Sport- und/oder Musikausbildung, Nachhilfe u.a.) mit 50% 
zu beteiligen.

3. Der Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin 2 im Sinn von Art. 295 
Abs. 1 ZGB Fr. 3'500.00 innert 20 Tagen nach Eintritt der Rechtskraft 
zu zahlen.

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4. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des 
Beklagten.”

Mit prozessleitender Verfügung vom 17. Januar 2012 ordnete der Bezirksgerichts-
präsident Maloja einen Schriftenwechsel an. Am 27. Februar 2012 wurde die be-
gründete Klage eingereicht, wobei B.X._____ ihre Forderung auf Ersatz der Erst-
ausstattung gemäss Ziffer 3 ihrer Rechtsbegehren auf Fr. 2'650.-- reduzierte.

B/2. Y._____ stellte in seiner Klageantwort vom 27. April 2012 folgende Anträge:

„1. Der Beklagte erklärt sich bereit, an den Unterhalt seiner Tochter einen 
monatlichen, monatlich im voraus zahlbaren Unterhaltsbeitrag in Höhe 
von CHF 750.00, zzgl. allfälliger gesetzlicher und vertraglicher Kinder-
zulagen, zu bezahlen.

Im Mehrbetrag sei die Klage abzuweisen.

2. Die Klage der Klägerin 2 sei abzuweisen, soweit auf sie eingetreten 
werden kann.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge.“

B/3. Die Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht Maloja fand am 11. Juli 2012 
statt. Dabei forderte der klägerische Rechtsvertreter in Präzisierung von Ziffer 1 
der gestellten Rechtsbegehren die folgenden monatlichen Unterhaltsbeiträge: Fr. 
1'620.-- rückwirkend ab Geburt bis zum 6. Geburtstag der Klägerin 1, Fr. 1'845.-- 
vom 6.-13. Geburtstag der Klägerin 1, Fr. 1'935.-- vom 13.-16. Geburtstag der 
Klägerin 1 und Fr. 1'670.-- vom 16. Geburtstag der Klägerin 1 bis zum Abschluss 
einer angemessenen Ausbildung. Darüber hinaus hielt er fest, dass der Beklagte 
der Klägerin 2 an die Erstausstattung zwischenzeitlich Fr. 1'000.-- bezahlt habe; 
diese Summe sei an den gemäss Ziffer 3 der Rechtsbegehren geforderten Betrag 
anzurechnen.

Mit Urteil vom 11. Juli 2012, mitgeteilt am 10. August 2012, erkannte das Bezirks-
gericht Maloja, wie folgt:

„1. Die Klage wird teilweise gutgeheissen und der Beklagte verpflichtet, 
der Klägerin 2 monatlich im Voraus folgende Beiträge an den Unterhalt 
der Klägerin 1 zu zahlen:

- ab August 2012 bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres der Kläge-
rin 1 CHF 921.- + Kinderzulagen;

- ab dem 7. Geburtstag der Klägerin 1 bis zur Vollendung des 12. Le-
bensjahres CHF 1'052.- + Kinderzulagen;

- vom 13. bis zum 18. Geburtstag der Klägerin 1, längstens jedoch 
bis zu ihrem Eintritt in die volle Erwerbstätigkeit, CHF 655.- + Kin-
der- resp. Ausbildungszulagen.

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2. Die Unterhaltsbeiträge gemäss vorstehender Ziffer 1 sind jährlich auf 
den 31. Dezember dem Indexstand der Konsumentenpreise anzupas-
sen (Indexstand 30. November 2011 = 103.6 Punkte, Basis Dezember 
2005 = 100 Punkte).

3. Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin 2 CHF 4'670.- zu bezahlen.

4. Der Beklagte wird verpflichtet, sich an ausserordentlichen Unterhalts-
kosten der Klägerin 1, soweit er hierzu seine Zustimmung gibt, mit 
50% zu beteiligen.

5. Die Gerichtskosten, bestehend aus einer Entscheidgebühr von CHF 
3'000.-, einschliesslich Schreibgebühren, werden zu zwei Dritteln der 
Klägerin 2 und zu einem Drittel dem Beklagten auferlegt.

6. Die Klägerin 2 hat den Beklagten mit CHF 2'500.- ausseramtlich zu 
entschädigen.

7. (Rechtsmittelbelehrungen)

8. (Mitteilung)”

C/1. Gegen dieses Urteil erklärten A.X._____ und B.X._____ mit Eingabe vom 
14. September 2012 Berufung an das Kantonsgericht von Graubünden. Sie erhe-
ben folgende Rechtsbegehren:

„1. Der Berufungsbeklagte (Vater) sei in Abänderung von Ziff. 1 und 3 des 
angefochtenen Urteilsdispositivs zu verpflichten, folgende zu indexie-
rende monatliche Beiträge an den Unterhalt seiner Tochter A.X._____ 
(Berufungsklägerin 1) zu zahlen:

- CHF 1'620 rückwirkend ab Geburt bis zum 6. Geburtstag der Beru-
fungsklägerin 1

- CHF 1'845 vom 6.-13. Geburtstag der Berufungsklägerin 1

- CHF 1'935 vom 13.-16. Geburtstag der Berufungsklägerin 1

- CHF 1'670 vom 16. Geburtstag der Berufungsklägerin 1 bis zum 
Abschluss einer angemessenen Ausbildung

je zuzüglich allfälliger gesetzlicher und vertraglicher Kinder- und Aus-
bildungszulagen, sofern diese nicht von der Mutter (Berufungsklägerin 
2) bezogen werden, und abzüglich bereits geleisteter Zahlungen, wel-
che im Urteil festzuhalten sind.

Der Unterhaltsbeitrag sei monatlich im Voraus bis zur Mündigkeit des 
Kindes an die Mutter und danach an das mündige Kind oder an einen 
ermächtigten Vertreter zu zahlen.

Vorbehalten bleibt eine neue Bezifferung der Unterhaltsbeiträge nach 
Abschluss des Editionsverfahrens.

2. Der Berufungsbeklagte sei zu verpflichten, der Berufungsklägerin 2 im 
Sinn von Art. 295 Abs. 1 ZGB Fr. 2'632.00 innert 20 Tagen nach Ein-
tritt der Rechtskraft zu zahlen unter Anrechnung von bereits geleiste-
ten CHF 1'000.

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3. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge für das Beru-
fungsverfahren und unter Aufhebung von Ziff. 5 und 6 des angefochte-
nen Urteils für das Verfahren vor Bezirksgericht Maloja zu Lasten des 
Berufungsbeklagten.”

C/2. Y._____ beantragt in seiner Berufungsantwort vom 22. Oktober 2012, was 
folgt:

„1. Die Berufung der A.X._____ sei abzuweisen.

2. Auf die Berufung der B.X._____ sei nicht einzutreten, eventualiter sei 
sie abzuweisen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge.”

C/3. In ihrer Replik vom 26. November 2012 hielten die Berufungsklägerinnen 
vollumfänglich an ihren Rechtsbegehren fest. Zusätzlich stellten sie den Even-
tualantrag, die Berufung betreffend Forderung aus Art. 295 ZGB als Beschwerde 
entgegenzunehmen und gutzuheissen. Am 4. Februar 2013 reichte der Be-
rufungsbeklagte eine Duplik ein, in der er seine in der Berufungsantwort gestellten 
Rechtsbegehren bestätigte. Mit Datum vom 11. März 2013 ging eine Stellung-
nahme der Berufungsklägerinnen ein.

C/4. Nachdem der Berufungsbeklagte am 17. April 2013 eine Noveneingabe 
hatte einreichen lassen, ordnete die Vorsitzende der I. Zivilkammer mit Verfügung 
vom 23. April 2013 eine Instruktionsverhandlung im Sinne von Art. 226 ZPO mit 
vorgängiger Edition verschiedener einkommensrelevanter Unterlagen aus Händen 
des Berufungsbeklagten an. Diese fand am 28. Mai 2013 statt, wobei die Be-
rufungsklägerin B.X._____ und der Berufungsbeklagte Y._____ sowie ihre 
Rechtsvertreter anwesend waren. Zunächst wurde den Rechtsvertretern die Mög-
lichkeit eingeräumt, zu den eingegangenen Editionen und den letzten schriftlichen 
Eingaben Stellung zu nehmen. Des Weiteren wurden die Parteien im Sinne von 
Art. 56 ZPO richterlich befragt. Schliesslich stand im Rahmen des letzten Teils der 
Instruktionsverhandlung der Versuch einer Einigung zwischen den Parteien im 
Zentrum. Eine solche kam indessen nicht zustande. In der Folge wurde das Be-
weisverfahren bereinigt, wobei beide Parteien an ihren Anträgen festhielten, so-
weit diesen noch nicht entsprochen worden war. Abschliessend wurden die Par-
teivertreter aufgefordert, innert 10 Tagen ihre Honorarnote einzureichen. Der 
Rechtsvertreter der Berufungsklägerinnen gab seine Honorarforderung mit 
Schreiben vom 6. Juni 2013 ein. Vom Rechtsvertreter des Berufungsbeklagten 
ging keine Honorarnote ein, doch bestritt dieser in seinem Schreiben vom 2. Juli 
2013 die Forderung des Gegenanwalts. Mit Eingaben vom 17. bzw. 21. Juni 2013 
äusserten sich beide Parteivertreter innert der ihnen hierfür angesetzten Frist zum 

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Verhandlungsprotokoll der Instruktionsverhandlung. Des weitern belegte der Beru-
fungsbeklagte seine im Zeitraum von Juli 2012 bis Mai 2013 geleisteten Unter-
haltszahlungen, welche sich mit den Angaben des klägerischen Rechtsvertreters 
deckten. Bis Ende 2013 gingen dem Kantonsgericht noch weitere Schreiben der 
Parteien zu, welche auf den Ausgang des vorliegenden Verfahren keinen Einfluss 
mehr hatten, weshalb von einer Kenntnisgabe an die jeweilige Gegenpartei abge-
sehen werden konnte.

D. Auf die Begründung der Anträge in den Rechtsschriften, die Erwägungen im 
angefochtenen Urteil sowie die Ausführungen der Parteien anlässlich der Instruk-
tionsverhandlung wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen ein-
gegangen.

II. Erwägungen

1a/aa. Mit Berufung anfechtbar sind erstinstanzliche End- und Zwischenentscheide 
(Art. 308 Abs. 1 lit. a ZPO). Handelt es sich um eine vermögensrechtliche Angele-
genheit, ist eine Berufung indes nur zulässig, wenn der Streitwert der zuletzt auf-
rechterhaltenen Rechtsbegehren mindestens Fr. 10'000 beträgt (Art. 308 Abs. 2 
ZPO).

a/bb. Das Urteil des Bezirksgerichts Maloja vom 11. Juli 2012, mitgeteilt am 10. 
August 2012, stellt einen erstinstanzlichen Endentscheid dar. Da eine vermögens-
rechtliche Angelegenheit betroffen ist, bleibt zu prüfen, ob der angefochtene Ent-
scheid in Bezug auf den Streitwert berufungsfähig ist. Für die Unterhaltsklage er-
weist sich dies als unbestritten. Demgegenüber stellt der Berufungsbeklagte die 
Berufungsfähigkeit des Urteils hinsichtlich der Klage auf Ersatz der Kosten für die 
Erstausstattung nach Art. 295 ZGB in Frage (Berufungsantwort, S. 3).

a/cc. Die Berufungsklägerin B.X._____ fordert gemäss Ziffer 2 ihrer Berufungs-
begehren, dass ihr der Berufungsbeklagte im Sinn von Art. 295 Abs. 1 ZGB einen 
Betrag von Fr. 2'632.-- zu zahlen habe, unter Anrechnung von bereits geleisteten 
Fr. 1'000.--. Isoliert betrachtet liegt der Streitwert der Berufung damit klar unter Fr. 
10'000.--. Zu beachten ist aber, dass die Klage auf Ersatz der Kosten für die Erst-
ausstattung nach Art. 295 ZGB vorliegend von Beginn weg mit der Unterhaltsklage 
nach Art. 279 ZGB verbunden wurde. Indem Kindsmutter und Tochter im vorin-
stanzlichen Verfahren gemeinsam gegen den Kindsvater klagten, bildeten sie eine 
einfache (aktive) Streitgenossenschaft nach Art. 71 ZPO. Dass mehrere Personen 

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gemeinsam klagen können, setzt nach Art. 71 Abs. 1 ZPO voraus, dass Rechte 
und Pflichten beurteilt werden sollen, die auf gleichartigen Tatsachen oder 
Rechtsgründen beruhen. In casu liegt eine solche Konnexität der Ansprüche vor, 
beruht doch sowohl die Klage nach Art. 295 ZGB als auch diejenige nach Art. 279 
ZGB auf gleichartigen Tatsachen, nämlich auf dem Umstand, dass es sich bei 
Y._____ um den Vater der von B.X._____ geborenen Tochter A.X._____ handelt. 
Im Weiteren hängt die Zulässigkeit einer einfachen Streitgenossenschaft davon 
ab, dass für die einzelnen Klagen die gleiche Verfahrensart anwendbar ist (Art. 71 
Abs. 2 ZPO). Diese Voraussetzung ist ebenfalls erfüllt, gilt doch vorliegend sowohl 
für die Unterhaltsklage (vgl. Art. 295 ZPO) als auch für die Klage nach Art. 295 
ZGB (vgl. Art. 243 Abs. 1 ZPO) das vereinfachte Verfahren. Soweit die Verfah-
rensart – wie im Falle der Klage nach Art. 295 ZGB – vom Streitwert abhängt, be-
stimmt Art. 93 Abs. 2 ZPO explizit, dass bei einfacher Streitgenossenschaft die im 
vorangehenden Absatz vorgeschriebene Zusammenrechnung des Streitwerts oh-
ne Einfluss auf die Verfahrensart bleibt. Im Grundsatz wird für die Zulässigkeit ei-
ner einfachen Streitgenossenschaft sodann auch die gleiche örtliche und sachli-
che Zuständigkeit gefordert (BGE 138 III 471 ff. [480 f.], E. 5.1, m.w.H.; Cristina 
von Holzen, Die Streitgenossenschaft im schweizerischen Zivilprozess, Basler 
Studien zur Rechtswissenschaft, Reihe A: Privatrecht, Band 85, Basel 2006, S. 
205). Für den Fall der aktiven einfachen Streitgenossenschaft stellt sich die Pro-
blematik der örtlichen Zuständigkeit indes kaum, können mehrere Kläger die er-
forderliche gemeinsame örtliche Zuständigkeit doch ohne weiteres am Ort des für 
die beklagte Partei zuständigen Gerichts begründen (von Holzen, a.a.O., S. 215), 
wie dies auch vorliegend geschehen ist. Ebenso wenig kann in Fällen, wo keine 
Zuständigkeit eines Sondergerichts zur Diskussion steht und die Frage der sachli-
chen Zuständigkeit einzig die Besetzung innerhalb des gleichen Gerichts betrifft, 
die Zulässigkeit der Streitgenossenschaft an den unterschiedlich hohen Streitwer-
ten der geltend gemachten Ansprüche scheitern. Vielmehr beeinflusst die Streit-
genossenschaft die Streitwertberechnung dergestalt, dass für alle Parteien die 
gleiche Besetzung des Spruchkörpers resultiert (von Holzen, a.a.O., S. 221 ff.). 
Insofern bildet die gleiche sachliche Zuständigkeit nicht mehr eine Zulässigkeits-
voraussetzung der einfachen Streitgenossenschaft, sondern folgt aus der mit der 
Konnexität begründeten Zusammenrechnung der Ansprüche gemäss Art. 93 ZPO 
(vgl. zur Wechselwirkung zwischen Verbindungs- und Prozessvoraussetzungen 
auch von Holzen, a.a.O., S. 181 und S. 205). Nach dem Gesagten ergab sich in 
casu die Zuständigkeit des für die Unterhaltsklage zuständigen Bezirksgerichts 
(vgl. Art. 5 des Einführungsgesetzes zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 

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EGzZPO; BR 320.100) auch für die Klage nach Art. 295 ZGB, obwohl deren Be-
handlung ohne Streitgenossenschaft in die Zuständigkeit des Einzelrichters gefal-
len wäre (vgl. Art. 4 Abs. 1 lit. b EGzZPO).

Die Vorinstanz ging unter diesen Umständen – wenn auch stillschweigend, fehlen 
doch entsprechende Ausführungen – zu Recht vom Bestehen einer einfachen 
Streitgenossenschaft aus; deren Zulässigkeit wurde im Übrigen auch von den Par-
teien nicht in Frage gestellt. Diese Streitgenossenschaft wirkt im Rechtsmittelver-
fahren fort, sofern die Voraussetzungen nach wie vor erfüllt sind (von Holzen, 
a.a.O., S. 254). Dies trifft vorliegend zu, liegt doch nach wie vor eine Konnexität 
der Ansprüche vor. Dass die Streitgenossenschaft weiterhin besteht, hat zur Fol-
ge, dass nach Art. 93 Abs. 1 ZPO die geltend gemachten Ansprüche zusammen-
gerechnet werden und sich die Berufungsfähigkeit des vorinstanzlichen Ent-
scheids nach dem zusammengerechneten Streitwert richtet (Benedikt Seiler, Die 
Berufung nach ZPO, Zürich 2013, Rz. 693 ff., insb. Rz. 699; Peter Reetz/Stefanie 
Theiler, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur 
Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 2. A., Zürich 2013, N 41 zu Art. 308 
ZPO; Viktor Rüegg, in: Spühler/Tenchio/Infanger (Hrsg.), Basler Kommentar, 
Schweizerische Zivilprozessordnung, 2. A., Basel 2013, N 3 zu Art. 93 ZPO). 
Demzufolge ist die Berufungsfähigkeit des Entscheids des Bezirksgerichts Maloja 
auch hinsichtlich der Ansprüche der Berufungsklägerin 2 aus Art. 295 ZGB gege-
ben.

b/aa. Eine Berufung ist innert 30 Tagen seit Zustellung des begründeten Ent-
scheides beziehungsweise seit der nachträglichen Zustellung der Entscheidbe-
gründung schriftlich und begründet einzureichen; der angefochtene Entscheid ist 
beizulegen (Art. 311 ZPO).

b/bb. Die Berufungsklägerinnen A.X._____ und B.X._____ reichten ihre Berufung 
gegen das Urteil des Bezirksgerichts Maloja vom 11. Juli 2012, mitgeteilt am 10. 
August 2012, am 14. September 2012 ein, so dass die Eingabe unter Berücksich-
tigung des Fristenstillstands nach Art. 145 Abs. 1 lit. b ZPO fristgerecht erfolgte. 
Überdies entspricht die Berufung den Formerfordernissen, weshalb darauf 
grundsätzlich eingetreten werden kann. 

c. Die Zuständigkeit des Kantonsgerichts von Graubünden zur Beurteilung der 
Berufung ergibt sich aus Art. 7 Abs. 1 EGzZPO. Innerhalb des Kantonsgerichts 
liegt die Zuständigkeit für zivilrechtliche Berufungen auf dem Rechtsgebiet des 

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Zivilgesetzbuches bei der I. Zivilkammer (Art. 6 der Verordnung über die Organisa-
tion des Kantonsgerichts [KGV; BR 173.100]).

d/aa. Nach Art. 316 Abs. 1 ZPO kann die Rechtsmittelinstanz eine Verhandlung 
durchführen oder aufgrund der Akten entscheiden. Der Entscheid hierüber liegt im 
pflichtgemässen Ermessen des Gerichts, wobei ihm ein grosser Gestaltungsspiel-
raum zukommt. Die Durchführung einer Berufungsverhandlung ist nach Abwägung 
sämtlicher Umstände und in Berücksichtigung des bisherigen Verfahrens an-
zuordnen, wenn eine solche als geboten erscheint. Dies ist insbesondere dann der 
Fall, wenn – namentlich wegen zulässiger neuer Tatsachen und/oder Beweismittel 
(Art. 317 Abs. 1 ZPO)  – Beweise abzunehmen sind  (vgl. Art. 316 Abs. 3 ZPO) 
oder wenn die schriftlichen Eingaben der Parteien im Berufungsverfahren für eine 
Beurteilung aufgrund der Akten zu wenig Aufschluss geben. Demgegenüber 
kommt ein Entscheid aufgrund der Akten dann in Frage, wenn die Sache auch 
ohne Berufungsverhandlung spruchreif ist (Peter Reetz/Sarah Hilber, in: Sutter-
Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivil-
prozessordnung [ZPO], 2. A., Zürich 2013, N 10, N 17 f. u. N 34 zu Art. 316 ZPO).

d/bb. Vorliegend erscheint die Durchführung einer mündlichen Berufungsver-
handlung nicht als geboten. Die Parteien haben ihre Standpunkte im vorinstanzli-
chen Verfahren, in den Berufungsschriften wie auch anlässlich der Instruktions-
verhandlung ausführlich dargelegt. Ihre Ausführungen sowie die eingereichten 
Akten geben zu den zu beurteilenden Tat- und Rechtsfragen ausreichend Auf-
schluss. Zu den im Berufungsverfahren vorgebrachten neuen Tatsachen und Be-
weismitteln konnten sie umfassend Stellung nehmen. Weitere Beweise sind nicht 
mehr abzunehmen (vgl. E. 4b/cc in fine, E. 5b/bb). Schliesslich ist zu beachten, 
dass sich die Parteien anlässlich der Instruktionsverhandlung vom 28. Mai 2013 
damit einverstanden erklärten, dass der Entscheid in der Sache ohne mündliche 
Hauptverhandlung aufgrund der Akten gefällt wird.

e. Gegenstand des Berufungsverfahrens bilden die Ansprüche von B.X._____ 
gegenüber Y._____ aus Art. 295 Abs. 1 ZGB sowie Höhe und Dauer der ordentli-
chen Unterhaltsbeiträge, die Y._____ an A.X._____ zu leisten hat. Im Weiteren 
streben die Berufungsklägerinnen eine Neuregelung der vorinstanzlichen Kosten-
verteilung an. Unangefochten geblieben und damit in Rechtskraft erwachsen ist 
das vorinstanzliche Urteil hinsichtlich der Pflicht des Berufungsbeklagten, sich an 
ausserordentlichen Unterhaltskosten seiner Tochter mit 50% zu beteiligen (Ziff. 4 
des Urteilsdispositivs).

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2a. Nach Art. 295 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB hat die unverheiratete Mutter gegenüber 
dem Kindsvater unter anderem einen Anspruch auf Ersatz der Auslagen für die 
erste Ausstattung des Kindes.

b/aa. Die Berufungsklägerin B.X._____ forderte vom Berufungsbeklagten für die 
Erstausstattung ihrer Tochter ursprünglich einen Betrag von Fr. 3'500.-- (vgl. Kla-
gebewilligung [KB 2] sowie Klage vom 15. Januar 2012). In der Klagebegründung 
vom 27. Februar 2012 reduzierte sie ihre Forderung auf Fr. 2'650.--. Anlässlich der 
vorinstanzlichen Hauptverhandlung hielt der Rechtsvertreter der Berufungskläge-
rin 2 sodann fest, der Berufungsbeklagte habe seit der Klagebegründung Fr. 
1'000.-- an die Erstausstattung gezahlt, was im Urteil zu vermerken sei.

b/bb. Das Bezirksgericht Maloja wies die Forderung der Kindsmutter vollumfäng-
lich ab. Es führte unter Hinweis auf die Lehrmeinung von Breitschmid im Basler 
Kommentar aus, die erste Ausstattung des Kindes gehöre der Sache nach nicht 
zu den Ansprüchen der Mutter, sondern zum Unterhalt des Kindes, weshalb sie 
der Mutter nur dort gesondert zu vergüten sei, wo das Kind wegen Tot- oder Fehl-
geburt gar keinen Anspruch erwerbe, die Objekte von der Mutter aber schon hät-
ten angeschafft werden müssen. Daher habe die Kindsmutter keinen Anspruch auf 
Ersatz für die Auslagen hinsichtlich Erstausstattung. Die Kosten seien vielmehr 
aus dem Unterhalt des Kindes zu tragen (E. 8, S. 14, des angefochtenen Urteils).

b/cc. In ihrer Berufung macht die Kindsmutter geltend, die Lehrmeinung von 
Breitschmid könne nicht als herrschende Lehre betrachtet werden; diese verstos-
se sowohl gegen den klaren Wortlaut des Gesetzes als auch gegen die Recht-
sprechung. Art. 295 ZGB habe auch ausserhalb der Fälle von Totgeburten neben 
den monatlichen Unterhaltsbeiträgen durchaus eine eigenständige Bedeutung. 
Alle Arten von Unterhaltsleistungen basierten nämlich auf der Annahme, dass der 
Unterhaltsgläubiger bereits vollständig ausgestattet sei und mit dem Unterhaltsbei-
trag nur die bereits vorhandene Ausstattung zu erhalten sei. Bei den geltend ge-
machten Positionen handle es sich nicht um normale Unterhaltsauslagen, sondern 
um die Erstausstattung. Eine Ausnahme sei der Betrag von Fr. 18.-- für Drogerie-
artikel, um den die Forderung vorliegend reduziert werde. Somit werde noch ein 
Betrag von Fr. 2'632.-- geltend gemacht (Berufung, S. 3 f.).

c/aa. Der Argumentation der Kindsmutter ist grundsätzlich beizupflichten. Der 
Aufwand für die erste Säuglingsausstattung ist als Sonderbedarf der Mutter zu 
ersetzen und nicht als Teil des Unterhalts des Kindes (vgl. Cyril Hegnauer, Berner 
Kommentar zu Art. 270–295 ZGB, Bern 1997, N 18 zu Art. 295 ZGB). Die gegen-

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teilige Meinung von Breitschmid, wonach die erste Ausstattung des Kindes nicht 
zu den Ansprüchen der Mutter, sondern zum Unterhalt des Kindes gehöre und der 
Mutter folglich nur bei Tot- oder Fehlgeburt gesondert zu vergüten sei (Peter Breit-
schmid, in: Basler Kommentar zum ZGB I, Art. 1-456 ZGB, 4. A., Basel 2010, N 4 
zu Art. 295 ZGB), verträgt sich weder mit dem Wortlaut von Art. 295 ZGB noch mit 
den Materialien (vgl. Hegnauer, a.a.O., N 18 zu Art. 295 ZGB, m.w.H.). Das Bun-
desgericht befasste sich bis anhin nur spärlich mit Ansprüchen der Mutter gemäss 
Art. 295 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB (Urteil vom 31. Mai 2001, 5C.49/2001, E. 2; Urteil vom 
1. Februar 2001, 5P.468/2000, E. 2b). In den erwähnten Urteilen ging es aber je-
weils von einem persönlichen Anspruch der Mutter auf Ersatz der für die Erstaus-
stattung des Kindes getätigten Auslagen nebst Unterhalt für das Kind aus. Auch 
das Kantonsgericht schützte in einem Urteil aus dem Jahr 2005 die Verpflichtung 
eines Vaters zum Ersatz der Kosten für die Erstausstattung (Urteil vom 1. Februar 
2005, ZF 04 64, E. 4).

c/bb. Zu beachten ist nun aber, dass sich der Ersatzanspruch nach Art. 295 Abs. 
1 Ziff. 3 ZGB auf Gegenstände beschränkt, die bei der Geburt des Kindes oder 
innerhalb der ersten Lebensmonate zwingend vorhanden sein müssen und deren 
Kosten nicht ohne Weiteres aus laufenden Unterhaltsbeiträgen finanziert werden 
können. Von den eingelegten Einzelbelegen (KB 11) trifft dies einzig auf den Kin-
derwagen im Wert von Fr. 515.95 zu. Alle weiteren Quittungen betreffen kleinere 
Auslagen, die problemlos aus den monatlichen Unterhaltsbeiträgen gedeckt wer-
den können, zumal diese vorliegend nach den Zürcher Richtlinien bemessen wer-
den (vgl. E. 6d). Vereinzelt gilt dies auch für die mit der Quittung von D._____ (KB 
10) belegten Anschaffungen über Fr. 1'618.--. Dennoch rechtfertigt es sich, der 
Berufungsklägerin 2 diese Auslagen zu ersetzen, da es sich mit wenigen Aus-
nahmen um notwendige Grundausstattung handelt und sich die Kindsmutter durch 
den Erwerb von Sachen aus zweiter Hand überdies bemüht hat, die Kosten für die 
Erstausstattung gering zu halten. Zusammenfassend ergibt sich ein Anspruch der 
Berufungsklägerin 2 von (gerundet) Fr. 2'134.--, so dass ihre Berufung hinsichtlich 
Ersatz der Auslagen für die Erstausstattung teilweise gutzuheissen ist. Vom ge-
schuldeten Betrag wurden im Verlauf des Verfahrens gemäss übereinstimmenden 
Angaben der Parteien Fr. 1'000.-- bezahlt, wovon Vormerk genommen wird. Der 
Restanspruch von B.X._____ beläuft sich somit auf Fr. 1'134.--, der antrags-
gemäss innert 20 Tagen nach Eintritt der Rechtskraft zu bezahlen ist.

3a. Die Eltern haben für den Unterhalt eines Kindes aufzukommen, darin ein-
geschlossen die Kosten von Erziehung, Ausbildung und Kindesschutzmassnah-

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men (Art. 276 Abs. 1 ZGB). Der Unterhalt wird durch Pflege und Erziehung oder, 
wenn das Kind nicht unter der Obhut eines Elternteils steht, durch Geldzahlung 
geleistet (Art. 276 Abs. 2 ZGB). Der Unterhaltsbeitrag soll den Bedürfnissen des 
Kindes sowie der Lebensstellung und Leistungsfähigkeit der Eltern entsprechen 
und ausserdem Vermögen und Einkünfte des Kindes sowie den Beitrag des nicht 
obhutsberechtigten Elternteils an der Betreuung des Kindes berücksichtigen (Art. 
285 Abs. 1 ZGB). Kinderzulagen, Sozialversicherungsrenten und ähnliche für den 
Unterhalt des Kindes bestimmte Leistungen, die dem Unterhaltspflichtigen zuste-
hen, sind zusätzlich zum Unterhaltsbeitrag zu zahlen, soweit das Gericht es nicht 
anders bestimmt (Art. 285 Abs. 2 ZGB). In Anbetracht der Vielfalt der Fälle um-
schrieb der Gesetzgeber in Art. 285 Abs. 1 ZGB den Umfang der Unterhaltspflicht 
mit der Aufzählung der verschiedenen massgeblichen Kriterien. Dabei ist zu be-
achten, dass sich diese zum Teil gegenseitig beeinflussen. Insbesondere lässt 
sich nur im Zusammenhang mit den andern drei genannten Elementen bestim-
men, was unter die Bedürfnisse des Kindes fällt (BGE 116 II 110 ff. [112], E. 3a). 

b/aa. Art. 285 Abs. 1 ZGB bezweckt, einem Kind langfristig die situationsbezoge-
ne Deckung seiner effektiven Bedürfnisse zu ermöglichen (Breitschmid, a.a.O., N 
4 zu Art. 285 ZGB). Das Gesetz schreibt keine konkrete Methode vor, wie der Kin-
desunterhalt zu bemessen ist. Sind die finanziellen Verhältnisse gut, sollten der 
Unterhalt und der Bedarf des Kindes auf Grund der massgeblichen Lebenshaltung 
des Unterhaltspflichtigen konkret bemessen werden. Die Berechnung der tatsäch-
lichen Lebensstellung bzw. die konkrete Bedarfsermittlung kommt freilich nicht 
ohne gewisse Pauschalierungen aus, so dass das Abstellen auf vorgegebene Be-
darfszahlen unumgänglich ist. In der schweizerischen Praxis werden dafür häufig 
die vom Amt für Jugend und Berufsberatung des Kantons Zürich herausgegebe-
nen Empfehlungen zur Bemessung von Unterhaltsbeiträgen für Kinder („Zürcher 
Richtlinien“) als objektivierte Anhaltspunkte herangezogen. Ein solches Vorgehen 
ist gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ohne weiteres zulässig, soweit 
die erforderlichen Anpassungen vorgenommen werden und namentlich allfälligen 
besonderen Bedürfnissen des Kindes wie auch der Lebenshaltung und der Leis-
tungsfähigkeit der Eltern Rechnung getragen wird (Urteile des Bundesgerichts 
vom 23. Juni 2008, 5A_154/2008, E. 3.2, vom 16. Oktober 2009, 5A_159/2009, E. 
4.1, sowie vom 8. August 2013, 5A_142/2013, E. 3.1). Auch nach der Rechtspre-
chung des Kantonsgerichts von Graubünden stellt die Bemessung des Unterhalts-
beitrages anhand der Zürcher Richtlinien eine von mehreren möglichen Methoden 
der Unterhaltsfestsetzung dar, doch wird ebenfalls betont, dass es sich um Leitli-
nien handelt und die darin aufgeführten Bedarfswerte im Einzelfall stets auf ihre 

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Angemessenheit zu überprüfen und an die konkreten Gegebenheiten anzupassen 
sind (vgl. die Urteile des Kantonsgerichts vom 22. Juni 2010, ZK1 09 37/38, E. 4c, 
sowie vom 26. September 2012, ZK1 11 10, E. 3c).

b/bb. Das Kind hat auf eine den Verhältnissen seiner Eltern entsprechende Er-
ziehung und Lebensstellung Anspruch. Leben die Eltern – wie im vorliegenden 
Fall – getrennt, so hat das Kind grundsätzlich gegenüber jedem Elternteil einen 
Anspruch darauf, an dessen Lebensstellung teilzuhaben. Von daher rechtfertigt es 
sich, für die von Vater und Mutter zu erbringenden Unterhaltsbeiträge auf ihre je-
weils unterschiedliche Lebensstellung abzustellen (BGE 116 II 110 ff. [112 ff.], E. 
3; BGE 120 II 285 ff. [290 f.], E. 3b/bb). Die Lebensstellung und Leistungsfähigkeit 
der Eltern ist sodann massgebend für die Verteilung der Beitragspflicht. Unter El-
tern, die gemeinsam für den Unterhalt des Kindes aufzukommen haben, sind die 
Anteile im Grundsatz proportional zu ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit zu verle-
gen. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass der obhutsberechtigte Elternteil 
seinen Beitrag an den Unterhalt des Kindes primär durch die Leistung von Pflege 
und Erziehung in natura erbringt. In Fällen, in denen die Leistungsfähigkeit des 
andern Elternteils erheblich grösser ist als diejenige des obhutsberechtigten El-
ternteils, ist es daher in der Regel gerechtfertigt, dass der wirtschaftlich leistungs-
fähigere Elternteil den gesamten Barbedarf des Kindes trägt (BGE 120 II 285 ff. 
[289 f.], E. 3a/cc; ZK1 09 37/38, E. 6a in fine; ZK1 11 10, E. 3b; Breitschmid, 
a.a.O., N 16 zu Art. 285 ZGB; Stephan Wullschleger, in: FamKomm Scheidung, 
Band I: ZGB, 2. A., Bern 2011, N 59 ff. zu Art. 285 ZGB).

b/cc. Die Leistungsfähigkeit als solche ergibt sich aus der Gegenüberstellung von 
Bedarf und Nettoeinkommen des unterhaltspflichtigen Elternteils (Breitschmid, 
a.a.O., N 12 zu Art. 285 ZGB; Wullschleger, a.a.O., N 20 ff. zu Art. 285 ZGB). An 
die Leistungspflicht des Unterhaltspflichtigen werden hohe Anforderungen gestellt, 
was persönlichen Einsatz und die Ausschöpfung aller finanziellen, intellektuellen 
sowie körperlichen Ressourcen verlangt; es besteht eine Erwerbspflicht (Breit-
schmid, a.a.O., N 25 zu Art. 276 ZGB). Grundsätzlich ist bei der Beurteilung der 
Leistungsfähigkeit vom tatsächlich erzielten Einkommen des Unterhaltspflichtigen 
auszugehen. Soweit dieses Einkommen allerdings nicht ausreicht, um den aus-
gewiesenen Bedarf zu decken, darf bei der Festsetzung von Unterhaltsbeiträgen 
vom tatsächlichen Leistungsvermögen des Pflichtigen, das Voraussetzung und 
Bemessungsgrundlage der Beitragspflicht bildet, abgewichen und stattdessen von 
einem hypothetischen Einkommen ausgegangen werden, falls und soweit der 
Pflichtige bei gutem Willen bzw. bei ihm zuzumutender Anstrengung mehr zu ver-

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dienen vermöchte, als er effektiv verdient. Wo die reale Möglichkeit einer Ein-
kommenssteigerung fehlt, muss eine solche jedoch ausser Betracht bleiben. Die 
Anrechnung eines hypothetischen, höheren Einkommens hat keinen pönalen Cha-
rakter. Es geht vielmehr darum, dass der Unterhaltspflichtige das Einkommen zu 
erzielen hat, das ihm zur Erfüllung seiner Pflichten tatsächlich möglich und zumut-
bar ist (BGE 137 III 118 ff. [120 f.], E. 2.3; BGE 128 III 4 ff. [5 f.], E. 4a).

c. Hat eine unterhaltspflichtige Person mehrere Kinder, so sind diese finanziell 
gleich zu behandeln. Dieser Grundsatz der Geschwistergleichbehandlung gilt auch 
für Kinder, die nicht im gleichen Haushalt leben, und ebenso zwischen ehelichen 
und ausserehelichen Kindern. Unterhaltsberechtigte Kinder sind indessen nur im 
Verhältnis zu ihren objektiven Bedürfnissen gleich zu behandeln. Unterschiedli-
chen Erziehungs-, Gesundheits- und Ausbildungsbedürfnissen oder unterschiedli-
chen Lebenshaltungskosten am Wohnort der Kinder darf daher Rechnung getra-
gen werden, weshalb ungleiche Unterhaltsbeiträge nicht von vornherein ausge-
schlossen sind, aber einer Rechtfertigung bedürfen. Leben unterhaltsberechtigte 
Kinder mit an sich vergleichbaren Unterhaltsbedürfnissen in verschiedenen Haus-
halten mit unterschiedlichen finanziellen Rahmenbedingungen, können sich unter-
schiedliche Beiträge nur schon daraus ergeben, dass die Höhe des Unterhaltsbei-
trages eben nicht nur von der Leistungsfähigkeit des in die Unterhaltspflicht ge-
nommenen, sondern auch von den finanziellen Umständen des obhuts- bzw. sor-
geberechtigten Elternteils abhängt (vgl. BGE 126 III 353 ff. [358 f.], E. 2b, m.w.H.; 
Urteil des Bundesgerichts vom 24. August 2007, 5A_62/2007, E. 6.1; Wullschle-
ger, a.a.O., N 58 zu Art. 285 ZGB; Breitschmid, a.a.O, N 17 zu Art. 285 ZGB).

d. Die Festsetzung des Kindesunterhaltsbeitrages nach Art. 285 Abs. 1 ZGB 
schliesst ein erhebliches Ermessen ein, welches zwar objektiv und pflichtgemäss 
ausgeübt werden muss, jedoch nicht bis ins Letzte begründbar ist (Hegnauer, 
a.a.O., N 13 zu Art. 285 ZGB). Eine gewisse Pauschalierung aufgrund von Ver-
gleichs- und Erfahrungswerten ist unumgänglich (Breitschmid, a.a.O., N 4 zu Art. 
285 ZGB). Das Gericht hat bei der Beitragsbemessung als Folge der nach Art. 296 
Abs. 1 ZPO geltenden Untersuchungsmaxime von sich aus alle Elemente in Be-
tracht zu ziehen, die entscheidwesentlich sind, und – soweit dies für eine Ent-
scheidung im Kindeswohl erforderlich ist – unabhängig von den Anträgen und 
Vorbringen der Parteien Beweise zu erheben. Dies entbindet die Parteien aller-
dings nicht davon, am Verfahren aktiv mitzuwirken und ihre eigenen Standpunkte 
zu vertreten; an ihnen ist es, das Gericht über den Sachverhalt zu unterrichten und 
es auf die greifbaren Beweismittel hinzuweisen (BGE 128 III 411 ff. [412 ff.], E. 

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3.2.1). Die Untersuchungsmaxime gilt anerkanntermassen auch im Rechtsmittel-
verfahren. Unklar sind indessen deren Auswirkungen auf die in Art. 317 ZPO sta-
tuierte Beschränkung des Novenrechts. Die I. Zivilkammer des Kantonsgerichts 
von Graubünden hatte sich in einer ersten Phase der Mehrheit der deutschspra-
chigen Kommentatoren angeschlossen und sämtliche von der Untersuchungsma-
xime beherrschten Verfahren vom Geltungsbereich von Art. 317 ZPO ausgenom-
men. Namentlich in Verfahren um Kinderbelange waren daher sowohl echte als 
auch unechte Noven bis zur Urteilsberatung zugelassen worden. Diese Praxis ist 
im Anschluss an BGE 138 III 625 E. 2.1 (= Pra 2013 Nr. 26) für Verfahren, die der 
sog. sozialen (eingeschränkten) Untersuchungsmaxime unterstehen, aufgegeben 
worden. Ausdrücklich offengelassen wurde indessen die Frage einer analogen 
Anwendbarkeit von Art. 229 Abs. 3 ZPO in Verfahren betreffend Kinderbelange 
(vgl. Urteil vom 8. Mai 2013, ZK1 12 18, E. 2.3 sowie zuletzt Urteil vom 3. Februar 
2014, ZK1 13 28, E. 2). Vorliegend haben beide Parteien im Berufungsverfahren 
zahlreiche neue Tatsachen und Beweismittel eingebracht, ohne sich zu deren 
Zulässigkeit zu äussern respektive die Zulässigkeit der gegnerischen Vorbringen 
unter novenrechtlichen Aspekten in Frage zu stellen. Dabei liessen sie sich offen-
sichtlich von der ursprünglichen Praxis des Kantonsgerichts leiten, weshalb es 
sich rechtfertigt, nachfolgend ohne vertiefte Prüfung der Voraussetzungen von Art. 
317 ZPO auf ihre Vorbringen einzugehen. Dies gilt umso mehr, als sich ein Gross-
teil der Noven als nicht entscheidrelevant erweist und deren prozessuale Zuläs-
sigkeit damit offenbleiben kann. Umgekehrt erfüllen die für den Ausgang des Ver-
fahrens relevanten Umstände und Beweismittel, soweit es sich dabei um Noven 
handelt, auch die Voraussetzungen von Art. 317 ZPO, indem sie entweder erst im 
Verlaufe des Berufungsverfahrens eingetreten bzw. entstanden sind oder ein 
früheres Vorbringen nicht geboten war.  

4. Da der Unterhaltsbeitrag für das Kind wie auch die Verteilung der Beitrags-
pflicht unter den Eltern von deren Lebensstellung und Leistungsfähigkeit abhängt, 
muss nun zunächst die wirtschaftliche Situation beider Elternteile geprüft werden. 
Als erstes ist die Leistungsfähigkeit der Kindsmutter zu beurteilen.

a. Die Vorinstanz gelangte im angefochtenen Urteil zum Ergebnis, dass der 
Kindsmutter eine Teilzeitstelle zu 50% zumutbar sei. So habe sie an der Haupt-
verhandlung bekräftigt, gegenwärtig zu 5% zu arbeiten. Ausserdem sei unbestrit-
ten, dass sie sich für verschiedene Stellen im Engadin beworben und damit den 
Tatbeweis erbracht habe, dass es ihr zuzumuten sei, einer Arbeit nachzugehen. 
Dies gelte umso mehr, als die genannten Stellen nicht mit einem kleinen Teilzeit-

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pensum zu bewältigen seien. Die Mutter könne daher ohne weiteres zumindest ein 
50%-Pensum leisten. Ferner würden auch in Südbünden immer wieder Juristen 
gesucht. In Anbetracht ihrer Ausbildung und Berufserfahrung dürfte die Klägerin 
mit einer Teilzeitstelle zu 50% netto Fr. 5'000.-- pro Monat verdienen. Anlässlich 
der Hauptverhandlung habe die Klägerin sodann ausgeführt, sie beabsichtige, ab 
dem 13. Geburtstag der Tochter 80–100% zu arbeiten. Diesfalls könne von einem 
Nettoeinkommen von monatlich Fr. 10'000.-- ausgegangen werden (E. 4d, S. 9 f., 
des angefochtenen Urteils).

b/aa. Die Berufungsklägerin 2 stellt in ihrer Berufung in Abrede, dass von ihr als 
Mutter eines Kleinkindes vor dem Kindergarten- bzw. Schuleintritt eine Ausdeh-
nung des tatsächlichen Arbeitspensums als Anwältin verlangt werden kann. Es 
treffe zwar zu, dass sie sich auf Stellen im Engadin beworben habe, dies jedoch 
vor ihrer Schwangerschaft bzw. Mutterschaft. Zudem könne aus dem Umstand 
einer Stellenbewerbung weder eine höhere Leistungsfähigkeit noch eine höhere 
Leistungsbereitschaft abgeleitet werden, sei es doch eine Tatsache, dass sie seit 
ihrer Mutterschaft nie wirklich eine Erwerbstätigkeit ausgeübt habe. Damit sei der 
Tatbeweis, dass sie jetzt schon zu 50% arbeiten könne, gerade nicht erbracht. 
Zudem verkenne die Vorinstanz, dass die Mutterrolle und eine Berufsausübung 
eine tatsächliche Doppelbelastung sei. Gemäss Bundesgericht könne auch in der 
heutigen gesellschaftlichen Zeit einer Mutter erst ab dem 10. Geburtstag des 
jüngsten Kindes zugemutet werden, zu 50% zu arbeiten. Eine 100%-ige Erwerbs-
tätigkeit sei ab dem 16. Geburtstag zumutbar. Nichtsdestotrotz beabsichtige sie, 
schon ca. ab dem 13. Geburtstag des Kindes 80–100% zu arbeiten (Berufung, S. 
8 f.). Der Berufungsbeklagte schliesst in Übereinstimmung mit der Vorinstanz dar-
auf, dass ein 50%-Pensum ohne weiteres möglich und auch zumutbar sei (Beru-
fungsantwort, S. 6).

b/bb. Das Bezirksgericht Maloja leitete die Zumutbarkeit eines 50%-Pensums 
daraus ab, dass seitens der Mutter eine gewisse Erwerbstätigkeit zugestanden 
worden war und sie nicht bestritten habe, sich auf verschiedene Stellen im Enga-
din beworben zu haben. Letzteres mag zutreffen, doch ist zu beachten, dass sich 
die Berufungsklägerin 2 bereits vor der Vorinstanz stets auf das aktuell tiefere 
tatsächliche Arbeitspensum berief wie auch auf die bundesgerichtliche Rechtspre-
chung, wonach einer Mutter nicht vor dem 10. Geburtstag eines Kindes zugemutet 
werden könne, 50% zu arbeiten. Das Bundesgericht hat in der Tat erst kürzlich 
entschieden, es gelte auch unter den heutigen gesellschaftlichen Verhältnissen als 
Richtlinie, dass dem betreuenden Elternteil die (Wieder-)Aufnahme einer Erwerbs-

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tätigkeit im Umfang von 50 Prozent erst zumutbar ist, wenn das jüngste Kind 10-
jährig ist, und zu 100 Prozent erst dann, wenn das jüngste Kind das 16. Altersjahr 
erreicht hat (BGE 137 III 102 ff. [108 f.], E. 4.2.2.2; Urteil vom 28. März 2012, 
5A_95/2012, E. 4.2, sowie vom 12. Dezember 2011, 5A_618/2011, E. 5.2). 
Grundsätzlich betrifft die besagte Rechtsprechung indes die Zumutbarkeit der 
Aufnahme bzw. Ausdehnung der Erwerbstätigkeit nach einer lebensprägenden 
Ehe und lässt sich daher nicht tel quel auf eine unverheiratete Mutter übertragen. 
Dennoch darf nicht ausser Acht gelassen werden, dass die Berufungsklägerin 
B.X._____ ihren Beitrag an den Unterhalt des Kindes als Inhaberin der elterlichen 
Sorge und Obhut in erster Linie durch Pflege und Erziehung erbringt. Dieser per-
sönlichen Betreuung kommt bei Kleinkindern vorrangige Bedeutung zu, weshalb 
das Bundesgericht bei der Beurteilung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit einer 
Mutter unmittelbar nach der Geburt bzw. in den ersten Lebensjahren des Kindes 
wiederholt zur Zurückhaltung gemahnt hat (Urteil vom 19. Oktober 2012, 
5A_309/2012, E. 3.4; vom 9. November 2010, 5A_241/2010, E. 5.6, sowie vom 
14. November 2008, 5A_210/2008, E. 3.2). Zwar darf von den Eltern, wie in Erwä-
gung 3b/cc dargelegt, zur Erfüllung ihrer Unterhaltspflicht die Ausschöpfung aller 
finanziellen, intellektuellen und körperlichen Ressourcen verlangt werden, woraus 
sich eine Erwerbspflicht ergibt. Dies gilt indes primär für Elternteile, die ein Kind 
nicht in ihrer Obhut haben und Unterhalt in Form von Geldleistungen zu erbringen 
haben. Der obhutsberechtigte Elternteil erbringt seine Leistungspflicht dagegen 
grundsätzlich gleichwertig durch persönliche Betreuung, Pflege und Erziehung. 
Solange die materiellen Bedürfnisse eines Kindes durch den Beitrag des anderen 
Elternteils gedeckt werden können, ist daher aus Sicht des Kindeswohls eine zu-
sätzliche Erwerbspflicht des obhutsberechtigten Elternteils zu verneinen.

Vorliegend hat sich die Berufungsklägerin B.X._____ unter Verzicht auf ein mass-
gebliches eigenes Erwerbseinkommen und unter Inkaufnahme einer Verschuldung 
bei Dritten zur persönlichen Betreuung des Kindes entschieden. Dies ist bei der 
Bemessung des vom Vater zu leistenden Beitrags zu akzeptieren. Eine Verpflich-
tung zur Ausdehnung ihrer Erwerbstätigkeit besteht aufgrund des Gesagten im 
gegenwärtigen Zeitpunkt nicht, zumal auf Seiten des Berufungsbeklagten ausrei-
chende finanzielle Verhältnisse vorliegen, die materiellen Bedürfnisse des Kindes 
daher durch den Beitrag des Vaters gedeckt werden können und ein zusätzliches 
Einkommen der Mutter unter diesen Umständen nicht dem Kind, sondern einzig 
der finanziellen Entlastung des anderen Elternteils dienen würde.

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b/cc. Die Leistungsfähigkeit der Mutter ist folglich mindestens bis zum Kindergar-
teneintritt von A.X._____ gestützt auf das tatsächliche Arbeitspensum zu ermitteln. 
Abzustellen ist hierbei auf den Jahresabschluss 2011 (act. B.7), also den Ab-
schluss des ersten Jahres, in dem Tochter A.X._____ auf der Welt war. 2011 wur-
den Honorareinnahmen von rund Fr. 36'000.-- und ein Reingewinn von ca. Fr. 
1'600.-- verbucht. Unter diesen Umständen fehlt der Kindsmutter die Leistungs-
fähigkeit, selbst wenn gestützt auf ihre Angaben bei der richterlichen Befragung 
anlässlich der Instruktionsverhandlung davon auszugehen ist, dass das Arbeits-
pensum im Jahr 2012 leicht ausgedehnt wurde. So gab B.X._____ bei dieser Ge-
legenheit an, ca. 20% bzw. ca. 4 bis 5 verrechenbare Stunden pro Woche zu ar-
beiten, unter Einschluss des neu hinzugekommenen Verwaltungsratsmandats bei 
der E._____ AG und der Verwaltung der Stockwerkeigentümergemeinschaft 
F._____, welche pauschal mit Fr. 5‘000.-- respektive Fr. 7‘000.-- pro Jahr ent-
schädigt würden (vgl. act. F.1). Aufgrund dieser Zahlen wäre für 2012 zwar entge-
gen ihrer eigenen Einschätzung ein deutlich besseres Ergebnis als im Jahre 2011 
zu erwarten, welches aber nach wie vor nicht ausreicht, um den eigenen Lebens-
unterhalt zu decken. 

Nicht als Einkommen anrechenbar ist die Unterstützung der Kindesmutter durch 
ihre Eltern und/oder eine andere Privatperson, die ihr ein zinsloses Darlehen bis 
maximal Fr. 50'000.-- pro Jahr zur Verfügung stellt. Nach eigenen Angaben hat die 
Mutter 2011 davon Fr. 30'000.-- beansprucht (vgl. act. F.1). Der Berufungsbeklag-
te lässt in der Berufungsantwort (S. 9) wie auch in seiner Stellungnahme zum Ver-
handlungsprotokoll (act. A.12) ausführen, bei den fraglichen Fr. 50'000.-- pro Jahr 
handle es sich um ein Geschenk, welches als Einkommen zu betrachten sei. Dem 
kann nicht gefolgt werden. Die entsprechenden Leistungen erfolgen, selbst wenn 
es sich dabei de facto um Schenkungen oder Erbvorbezüge handeln sollte, offen-
kundig ohne jede rechtliche Verpflichtung zu Gunsten der Mutter und im Interesse 
des Kindes. Die Absicht einer finanziellen Entlastung des Kindsvaters kann aus-
geschlossen werden. Unter diesen Umständen müssen die fraglichen Zahlungen 
bei der Bemessung der Unterhaltsbeiträge ausser Betracht bleiben. Gleichzeitig 
erübrigen sich mangels Relevanz entsprechende Abklärungen seitens des Ge-
richts, bspw. mittels Edition von Bankauszügen, wie dies der Berufungsbeklagte 
anlässlich der Instruktionsverhandlung beantragte.

c/aa. Im Weiteren lässt die Kindsmutter in der Berufung ausführen, dass sie 
selbst bei einem 50%-Pensum als Anwältin kein Einkommen von Fr. 5'000.-- pro 
Monat erreichen könnte. Aktuell verfüge sie in ihrer Tätigkeit als selbständige An-

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wältin nur über wenige Mandate. Dass sie sich um den Aufbau eines Netzwerkes 
oder Klientenstamms kümmere, lasse die persönliche Betreuung der Tochter im 
Moment nicht zu. 2009 habe die Mutter bei einem 100%-Pensum netto Fr. 
74'223.-- verdient, d.h. Fr. 6'185.-- pro Monat. Im Jahr 2010 sei es bedeutend we-
niger gewesen, da sie dann hauptsächlich als K._____ gearbeitet habe. Jedenfalls 
betrage das Jahreseinkommen bei einer Tätigkeit von 50% weniger als die Hälfte 
der genannten Summe, weil die fixen Bürokosten immer gleich blieben. Monatlich 
würde ein Gewinn von netto Fr. 2'592.-- resultieren, womit sie ihren eigenen Be-
darf bei weitem nicht decken könne. Dass die Kindsmutter als angestellte Anwältin 
mehr verdienen könne, treffe nicht zu. Im Engadin gebe es keinen Stellenmarkt für 
angestellte Anwälte und auch andere Stellen für Juristen seien dünn gesät. Das 
von der Vorinstanz angenommene Einkommen von monatlich netto Fr. 10'000.-- 
bei einem Pensum von 100% werde sodann nicht einmal im Kanton Zürich erzielt. 
Die Mutter sei Allgemeinanwältin und als solche nicht für die am besten bezahlten 
Stellen in Zürcher Wirtschaftskanzleien qualifiziert. Eine Stelle in Chur oder Zürich 
anzunehmen sei für sie als Engadinerin aber ohnehin nicht zumutbar und würde 
nur neue Probleme im Zusammenhang mit dem persönlichen Verkehr zwischen 
Vater und Tochter schaffen. Selbst wenn das Einkommen in einem Anstellungs-
verhältnis leicht höher wäre, so wäre für einen Direktvergleich überdies zu berück-
sichtigen, dass von einem Angestelltenlohn noch gewisse Berufsauslagen zu sub-
trahieren wären, welche die Mutter heute über die Buchhaltung bereits abziehe. 
Unter diesen Umständen könne ihr kein höheres als das tatsächlich erzielte Ein-
kommen angerechnet werden, weder im Angestelltenverhältnis noch als selbstän-
dig erwerbende Anwältin (Berufung, S. 5 ff.). Der Berufungsbeklagte erachtet 
demgegenüber die von der Vorinstanz angenommenen Fr. 5'000.-- netto pro Mo-
nat bei einem Pensum von 50% als an der absolut unteren Grenze liegend (Beru-
fungsantwort, S. 5).

c/bb. Wie bereits einleitend dargelegt (vgl. E. 3b/cc), setzt die Anrechenbarkeit 
eines hypothetischen Einkommens nebst der Zumutbarkeit einer Erwerbstätigkeit 
auch deren Möglichkeit bzw. die effektive Erzielbarkeit des angenommenen Ein-
kommens voraus. Abgesehen davon muss für eine Umstellung der Lebensver-
hältnisse genügend Zeit eingeräumt werden (Urteil des Bundesgerichts vom 19. 
Oktober 2012, 5A_309/2012, E. 3.2). Vor diesem Hintergrund ist der Berufungs-
klägerin 2 darin beizupflichten, dass ihr selbst im Fall, dass die Zumutbarkeit eines 
50%-Pensums schon vor dem Kindergarteneintritt der Tochter zu bejahen wäre, 
kein Nettoeinkommen von Fr. 5‘000.-- angerechnet werden kann.

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Im Engadin besteht für Juristen zweifellos ein beschränkter Stellenmarkt, so dass 
für B.X._____ vorliegend kaum eine realistische Möglichkeit zur Aufnahme einer 
unselbständigen Tätigkeit existiert. Dass nebst den Jobs, auf die sich die Mutter 
erfolglos beworben hat, in absehbarer Zeit konkret Stellen zu besetzen wären, 
wurde denn auch weder von der Vorinstanz noch von der Gegenpartei dargetan. 
Ein Wegzug aus dem Engadin bzw. ein Anstellungsverhältnis im Unterland steht 
nicht zur Diskussion; derartiges wird auch vom Berufungsbeklagten nicht verlangt 
(vgl. Berufungsantwort, S. 7). Im Übrigen kann entgegen den Ausführungen des 
Berufungsbeklagten im Schreiben vom 22. Juli 2013 (act. A.14) allein aus der Be-
merkung der Kindsmutter gegenüber der Beiständin, sie ziehe eventuell einen 
Umzug in Erwägung, noch nicht auf die Bereitschaft oder die tatsächliche Absicht 
zu einem Umzug zwecks Ausdehnung der beruflichen Anstellung geschlossen 
werden. Damit bliebe nur die Möglichkeit einer Ausdehnung der selbständigen 
Tätigkeit als Anwältin. In diesem Zusammenhang wären die vor der Geburt der 
Tochter erzielten Einkommen mit zu berücksichtigen. Der Einwand des Beru-
fungsbeklagten, dass Anwälte im Engadin durchschnittlich bedeutend mehr als Fr. 
120'000.-- netto pro Jahr verdienen würden, mag zutreffen. Dies setzt aber ent-
sprechende Mandate voraus, welche die Mutter in der Vergangenheit offenbar 
noch nicht akquirieren konnte. Sie ist erst seit 2007 als selbständige Anwältin tätig 
(vgl. act. C.4). Im Jahr 2009 erzielte sie bei Honorareinnahmen im Bereich von Fr. 
124'000.-- einen Gewinn von rund Fr. 74'000.-- (KB 3). Eine Aussicht auf rasche 
Steigerung bestand wohl nicht, was denn auch die Bereitschaft der Berufungsklä-
gerin 2 für ihren Stellenantritt als K._____ per 1. Januar 2010 erklärt. Sie schätzte 
diese Tätigkeit nach eigenen Angaben als wirtschaftlich attraktiver ein. Für den 
Aufbau eines Kundenstammes, welcher bei einem 50%-Pensum ein durchschnitt-
liches Einkommen von monatlich netto Fr. 5'000.-- ermöglicht, müsste B.X._____ 
unter diesen Umständen eine angemessene Übergangszeit eingeräumt werden. 
Wie lange diese Übergangsfrist konkret zu bemessen wäre, kann in casu offenge-
lassen werden, da sich selbst dann, wenn bereits vor dem Kindergarteneintritt der 
Tochter ein Einkommen von Fr. 5'000.-- pro Monat anrechenbar wäre, keine aus-
reichende Leistungsfähigkeit ergibt, um die Mutter einen Teil des Barunterhalts 
tragen zu lassen (vgl. E. 4d/ee sowie E. 6g nachstehend).

d. Zur Ermittlung der Leistungsfähigkeit der Kindsmutter ist ihr Einkommen 
nun ihrem persönlichen Bedarf gegenüberzustellen.

d/aa. Die Vorinstanz berücksichtigte bei B.X._____ einen Grundbedarf von total 
Fr. 3'403.-- pro Monat, bestehend aus dem Grundbetrag von Fr. 1'350.--, Wohn-

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kosten von Fr. 1'600.-- (eingesetzt wurde der um den Anteil des Kindes von einem 
Drittel reduzierte Teil der effektiven Mietkosten von Fr. 2'400.--, KB 4), Kosten von 
Fr. 298.-- für die obligatorische Krankenversicherung (KB 7), von Fr. 23.-- für eine 
Lebens- und Invaliditätsversicherung (KB 7) und von Fr. 32.-- für eine Haushalts-
versicherung (KB 9) sowie Anschlussgebühren von Fr. 100.-- (vgl. E. 4d, S. 10, 
des angefochtenen Urteils). 

d/bb. In der Berufung wird geltend gemacht, sofern von einer 50%-Tätigkeit aus-
gegangen werde, seien ins Existenzminimum zusätzlich Fremdbetreuungskosten 
einzurechnen. Die Vorinstanz habe diese Gestehungskosten zu Unrecht nicht 
berücksichtigt bzw. lediglich eine Summe von monatlich Fr. 362.50 veranschlagt, 
was dem hälftigen Betrag für Pflege und Erziehung gemäss den Zürcher Tabellen 
entspreche. Würde die Mutter zu 50% arbeiten, fielen indes Fremdbetreuungskos-
ten von Fr. 29'808.-- pro Jahr an. Zudem seien zum Existenzminimum der Mutter 
noch die Steuern zu addieren, die gemäss Bundesgericht nur in Mankofällen nicht 
zum Bedarf gehörten. Ein solcher bestehe aus der Sicht des Kindes angesichts 
des Einkommens des Vaters nicht (Berufung, S. 10 ff.).

d/cc. Die Argumentation der Berufungsklägerin B.X._____, dass die Vorinstanz 
ihre Steuerbelastung zu Unrecht nicht in die Berechnung des Grundbedarfs einbe-
zog, erweist sich als zutreffend. Gemäss der bei der Beurteilung der Leistungs-
fähigkeit in familienrechtlichen Angelegenheiten herrschenden Praxis hat die 
Steuerlast bei der Berechnung des Existenzminimums nämlich nur bei engen fi-
nanziellen Möglichkeiten unberücksichtigt zu bleiben (BGE 127 III 68 ff. [69 f.], E. 
2b; Wullschleger, a.a.O., N 42 zu Art. 285 ZGB), was vorliegend nicht der Fall ist. 
Welche Steuerlast bei einem 50%-Pensum zu tragen wäre, wurde seitens der 
Kindsmutter weder vor der Vorinstanz noch im Berufungsverfahren beziffert. Für 
ein Arbeitspensum von 100% geht sie von einer Steuerbelastung von monatlich 
Fr. 950.-- aus (Berufung, S. 12). Bei einem reduzierten Arbeitspensum von 50% 
und unter der Annahme, dass die Kindsmutter ein Einkommen von Fr. 60'000.-- 
sowie Kinderalimente in der Grössenordnung von Fr. 15'000.-- zu versteuern hat, 
wovon ein Kinderabzug von Fr. 6'200.-- sowie Abzüge von rund Fr. 5'000.-- für 
Versicherungsprämien und von rund Fr. 7'500.-- für die Kinderbetreuung (vgl. E. 
4d/dd) gemacht werden können, ergibt sich ein steuerbares Einkommen zwischen 
Fr. 55'000.-- und Fr. 60'000.--. Daraus resultiert eine Steuerlast von ca. Fr. 300.-- 
bis Fr. 350.-- pro Monat.

Seite  22 — 40

d/dd. Des Weiteren sind im Bedarf der Mutter die Kinderbetreuungskosten zu 
berücksichtigen. Verlangt man von der Kindsmutter bereits vor dem Kindergarten-
eintritt von A.X._____ eine 50%-ige Erwerbstätigkeit, besteht nämlich die Notwen-
digkeit einer entgeltlichen Fremdbetreuung. Dass in der Vergangenheit ein Teil der 
Betreuung von den Grosseltern übernommen wurde, berechtigt grundsätzlich nicht 
zur Annahme, dass auch bei einem 50%-Pensum die Betreuung unentgeltlich wei-
tergeführt würde. Ebensowenig kann die Berechnung von Fremdbetreuungskosten 
mit dem Argument verhindert werden, dass der Vater zur Betreuung seiner Toch-
ter während 2.5 Tagen pro Woche bereit wäre (vgl. Berufungsantwort, S. 5 u. S. 7; 
Duplik, S. 2 u. S. 5). Als nicht obhutsberechtigter Elternteil hat der Vater den Un-
terhalt primär durch Geldleistungen zu erbringen. Dabei besteht im Grundsatz eine 
Erwerbspflicht, so dass für eine Kinderbetreuung während einer halben Woche zu 
den ordentlichen Arbeitszeiten kein Raum bleibt. Abgesehen davon würde die 
Übernahme der Betreuung durch den Kindsvater an 2.5 Tagen ein ungetrübtes 
Verhältnis zwischen den Eltern voraussetzen, was in Anbetracht des gerichtsnoto-
rischen und auch im vorliegenden Verfahren dokumentierten Streits um das Be-
suchsrecht (act. B.10-13, C.11, C.19-21) nicht der Fall ist. Ungeachtet dessen, wer 
die momentane Situation zu verantworten hat, kann der Bemessung der Unter-
haltsbeiträge keine über das gerichtlich festgelegte Besuchsrecht hinausgehende 
Betreuung des Vaters zu Grunde gelegt werden. 

Ist A.X._____ zumindest bis zu einem gewissen Alter auf eine Betreuung ange-
wiesen, gehören die entsprechenden Kosten an sich zu ihrem Bedarf. Dies gilt 
jedoch nicht, wenn die Kosten der Fremdbetreuung anfallen, weil der Elternteil, 
dem die Obhut über das Kind zusteht, einer Erwerbstätigkeit nachgehen will oder 
muss, um seinen eigenen Lebensunterhalt zu decken oder zu verbessern. In ei-
nem solchen Fall gehören die Kosten nicht zum Bedarf des Kindes, sondern wie 
andere Gewinnungskosten (bspw. Fahrkosten zum Arbeitsort, auswärtige Verpfle-
gung etc.) zum Bedarf des betreffenden Elternteils (im Einzelnen vgl. ZK1 09 
37/38, E. 5a). Davon ging auch die Vorinstanz aus, doch gestand sie der Mutter 
unter diesem Titel lediglich einen Betrag von Fr. 362.50 zu, nämlich die Hälfte der 
Pflege- und Erziehungskosten gemäss Zürcher Richtlinien (E. 5b, S. 11 f., des 
angefochtenen Urteils). Dies wird mit der Berufung zu Recht beanstandet. Im Be-
darf der Mutter kann nicht einfach ein anhand der Zürcher Richtlinien ermittelter 
Pauschalwert der Kinderbetreuung berücksichtigt werden. Einzubeziehen sind 
vielmehr die effektiv anfallenden Betreuungskosten. Soweit die Vorinstanz die gel-
tend gemachten Kosten von jährlich fast Fr. 30'000.-- (basierend auf wöchentlich 
23 Betreuungsstunden à Fr. 27.-- während 48 Wochen [Klagebegründung vom 27. 

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Februar 2012, S. 6 f.; Berufung, S. 11]) als übersetzt erachtete, wäre sie gehalten 
gewesen, die Krippenkosten im Engadin entweder selbst abzuklären bzw. die Vor-
lage entsprechender Beweise zu verlangen oder wenigstens einen angemessenen 
Erfahrungswert einzusetzen. Auf der Basis der mit der Berufung eingelegten Krip-
pentarife (act. B.4) – die im Übrigen auch allgemein zugänglich sind und damit als 
notorisch zu gelten haben – muss bei einer Erwerbstätigkeit der Mutter von 50% 
mit Kosten von ca. Fr. 650.-- pro Monat gerechnet werden (Betreuungszeit 270% 
bzw. 2.7 Tage [nach Art. 8.2.2 des Reglements für die Kinderkrippen der Kinder-
betreuung Engadin entspricht die Betreuung während eines ganzen Tages einer 
Betreuungszeit von 100% und jene während eines halben Tages mit Mittagessen 
einer Betreuungszeit von 70%] à Fr. 60.80 pro Tag [Stufe 12] während 4 Wochen 
pro Monat, ohne Abzug für Ferienabwesenheiten). Zieht man von diesem Betrag 
Verpflegungskosten für drei Mahlzeiten pro Woche ab, die aus dem Unterhaltsbe-
trag für das Kind gedeckt werden müssten, verbleiben für die Fremdbetreuung 
Kosten von mindestens Fr. 550.-- pro Monat.

d/ee. Der anrechenbare Bedarf der Mutter beträgt damit insgesamt rund Fr. 
4'300.-- pro Monat (Fr. 3'403.-- [gemäss Vorinstanz] + Fr. 350.-- [Steuern] + Fr. 
550.-- [Kosten Kinderbetreuung]). Damit verbliebe ihr selbst bei einem angenom-
menen Einkommen von Fr. 5'000.-- monatlich ein Überschuss von maximal Fr. 
700.--. Ob damit die Tragung eines Teils des Kindesunterhalts zumutbar ist, hängt 
vom Vergleich mit der Leistungsfähigkeit des Vaters ab. Diese ist in einem nächs-
ten Schritt zu beurteilen.

5a. Das Bezirksgericht Maloja ermittelte bei der Unterhaltsberechnung auf Sei-
ten des Vaters einen Einkommensüberschuss von Fr. 2'886.80 pro Monat. Es ging 
zunächst von einem anrechenbaren Einkommen von netto Fr. 7'055.80 aus, wobei 
sie dieser Annahme den Lohn des Berufungsbeklagten zugrunde legte, den dieser 
im Jahr 2011 als Mittelschullehrer am G._____ erzielt hatte (inklusive Anteil am 
13. Monatslohn, exklusive Quellensteuer und Kinderzulagen) (E. 4b, S. 8, des an-
gefochtenen Urteils). Den Bedarf veranschlagte die Vorinstanz auf Fr. 4'169.-- 
(Grundbetrag Fr. 1'350.--, Wohnkosten Fr. 1'650.--, Krankenkasse Fr. 284.--, Ver-
sicherungen Fr. 35.--, Radio- und Fernsehgebühren Fr. 100.--, Unterhaltsbeitrag 
für die in C._____ lebende Tochter B._____ aus einer früheren Ehe Fr. 750.--) (E. 
4c, S. 9, des angefochtenen Urteils).

b/aa. Die Berufungsklägerinnen lassen in ihrer Berufung ausführen, der Kindsva-
ter verdiene als Mittelschullehrer am G._____ bei einem Pensum von 92% monat-

Seite  24 — 40

lich Fr. 7'275.--. Da es in casu um Kinderunterhaltsbeiträge gehe, sei er indes ver-
pflichtet, seine Arbeitskraft voll auszuschöpfen. Bei einem Vollpensum könne er 
einen Verdienst von netto Fr. 7'662.-- zuzüglich Kinderzulagen erzielen. Zudem sei 
durch die Übernahme von Stellvertretungen und/oder die Ausübung von Neben-
erwerbstätigkeiten als Skilehrer, Dozent an einer Universität in H._____, Immobili-
enmakler oder Ingenieur in eigener Firma sogar ein Einkommen von mehr als 
100% erzielbar. Es gehe nicht an, dass die Vorinstanz weder die Nebeneinkom-
men des Vaters in die Berechnungen einbezogen noch sein Pensum beim 
G._____ von 92% auf 100% aufgerechnet habe. In diesem Sinn verlangen die 
Berufungsklägerinnen, dass dem Berufungsbeklagten ein Einkommen von min-
destens Fr. 7'662.-- pro Monat anzurechnen ist, nebst einer Anrechnung von Ver-
mögenserträgen aus Immobilien in I._____ und H._____, welche gestützt auf die 
Steuerveranlagung 2009 mit Fr. 1'135.-- pro Monat beziffert werden (Berufung, S. 
13 ff.). Diese Argumentation wurde von den Klägerinnen bereits vor erster Instanz 
vorgebracht (S. 5 ff. des klägerischen Plädoyers).

b/bb. Die Vorinstanz sah im angefochtenen Urteil davon ab, dem Kindsvater ein 
höheres als das tatsächliche Arbeitspensum anzurechnen, wobei sie diesen Ver-
zicht damit begründete, dass der Überschuss des Beklagten ausreiche, um seinen 
Anteil am Unterhalt des Kindes zu bezahlen (E. 4b, S. 8, des angefochtenen Ur-
teils). Dies ist im Ergebnis nicht zu beanstanden. Wie in Erwägung 3b/cc dargelegt 
wurde, trifft es zwar zu, dass für den unterhaltspflichtigen Elternteil ohne Obhut 
eine Erwerbspflicht besteht und dieser seine Arbeitskraft grundsätzlich vollständig 
auszuschöpfen hat. Dies gilt aber insbesondere bei engen wirtschaftlichen Ver-
hältnissen. Wo der ausgewiesene Bedarf des Kindes bereits mit einem Einkom-
men aus einem tieferen Arbeitspensum gedeckt werden kann, besteht kein Grund, 
vom tatsächlichen Einkommen abzuweichen und ein hypothetisches Einkommen 
anzurechnen. Es ist in diesem Zusammenhang zwar einzuräumen, dass auch der 
Bedarf des Kindes keine absolute Grösse ist, sondern vom Einkommen des Un-
terhaltspflichtigen abhängt. Dementsprechend kann der Bedarf bei guten wirt-
schaftlichen Verhältnissen grosszügiger bemessen werden, unter Umständen 
durch eine Erhöhung der Bedarfswerte der Zürcher Richtlinien um bis zu 25%. 
Nach der Praxis des Kantonsgerichts wird eine pauschale Erhöhung der für Bünd-
ner Verhältnisse bereits grosszügig bemessenen Bedarfswerte indes nur zurück-
haltend und jedenfalls erst bei einem Einkommen von deutlich mehr als Fr. 
10'000.-- pro Monat gewährt.

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Reicht das vorinstanzlich berücksichtigte Einkommen von monatlich Fr. 7'000.-- 
aus, um den anhand der Zürcher Richtlinien bemessenen Bedarf des Kindes zu 
decken (vgl. E. 6f und 6g nachstehend), erweisen sich die in der Berufung geltend 
gemachten Anrechnungen als nicht entscheidrelevant. Darauf braucht nicht weiter 
eingegangen zu werden. Die beantragten Beweiserhebungen zu möglichen Zu-
satzeinkommen des Berufungsbeklagten, namentlich aus der Tätigkeit als Skileh-
rer, können in diesem Sinn ebenfalls unterbleiben, womit gleichzeitig auch das 
Interesse an der Prüfung der Frage entfällt, ob die mit der Duplik eingelegten Zeu-
genbestätigungen zuzulassen sind oder nicht. Ohne unmittelbare Relevanz bleibt 
des Weiteren die Tatsache, dass der Berufungsbeklagte gemäss den im Beru-
fungsverfahren edierten Lohnbelegen in den Schuljahren 2011/12 und 2012/13 
tatsächlich mehr verdiente, als die Vorinstanz gestützt auf die Lohnabrechnungen 
von Januar bis März 2012 (BB 2) errechnet hat. So erzielte er 2011/2012 zufolge 
einer zweimonatigen Stellvertretung mit zusätzlicher Entschädigung im Durch-
schnitt ein Einkommen von monatlich netto ca. Fr. 8'200.-- (Nettolohn [inkl. 13. 
Monatslohn] total Fr. 100'833.25 abzüglich Kinderzulagen von Fr. 2'640.-- : 12 = 
8'182.-- [act. C.17d]). 2012/2013 verdiente er dank eines Vollpensums netto rund 
Fr. 7'660.-- pro Monat (Lohn netto durchschnittlich Fr. 7'290.-- abzüglich Kinderzu-
lage von Fr. 220.-- zuzüglich Anteil am 13. Monatslohn von Fr. 589.-- = Fr. 7'659.-- 
[act. C.14, C.15]), beides jeweils nach Abzug der Quellensteuern. Das Einkommen 
des Berufungsbeklagten bewegt sich nämlich auch unter Berücksichtigung dieser 
Zahlen noch in einem Bereich, der keine pauschale Erhöhung der Bedarfswerte 
gemäss Zürcher Richtlinien rechtfertigt.

Die Anrechnung eines höheren Einkommens ist auch vor dem Hintergrund abzu-
lehnen, dass gemäss Schreiben des Berufungsbeklagten vom 17. April 2013 das 
Arbeitsverhältnis mit dem G._____ per Ende Schuljahr 2012/2013 aufgelöst wurde 
(act. A.8, C.16) und der Berufungsbeklagte aktuell arbeitslos ist. Aus welchen 
Gründen die Arbeitgeberin das Angebot zum Abschluss eines neuen Arbeitsver-
trags mit einem flexiblen Pensum von 80-100% letztlich zurückgezogen hat, kann 
dahingestellt bleiben. Selbst im Falle, dass dem Berufungsbeklagten ein gewisses 
Verschulden an der gegenwärtigen Arbeitslosigkeit anzulasten wäre und ihm da-
her weiterhin die bisherigen Einkünfte anzurechnen wären, würde dies nach dem 
bereits Gesagten ohne Einfluss auf die Bemessung der Unterhaltsbeiträge blei-
ben. Gleichzeitig stellt die Kündigung aber auch keinen Grund dar, für die Bemes-
sung der Unterhaltspflicht von einem tieferen Einkommen als die Vorinstanz aus-
zugehen. Selbst während der Dauer der Arbeitslosigkeit wird der Berufungsbe-
klagte dank der Leistungen der Arbeitslosenversicherung nämlich über ein ausrei-

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chendes Einkommen verfügen. Die Höhe der Arbeitslosentaggelder wird aufgrund 
des in den letzten zwei Jahren erzielten Verdienstes bemessen. Das Einkommen 
des Berufungsbeklagten lag in beiden Schuljahren über dem maximal versicherten 
Verdienst von brutto Fr. 126'000.-- pro Jahr bzw. Fr. 10'500.-- pro Monat (Art. 23 
Abs. 1 des Arbeitslosenversicherungsgesetzes [AVIG, SR 837.0] i.V.m. Art. 22 der 
Verordnung über die Unfallversicherung [UVV, SR 832.202], vgl. act. C.15 u. 
C.17d). Als Versicherter mit Unterhaltspflicht hat er daher Anspruch auf ein Tag-
geld in Höhe von monatlich brutto Fr. 8'400.--, was 80% des versicherten Ver-
dienstes entspricht (Art. 22 Abs. 1 AVIG), und dies während maximal 400 Tagen 
bzw. 80 Wochen (Art. 21 AVIG, Art. 27 Abs. 2 lit. b AVIG). Nach Abzug der Sozial-
versicherungsleistungen von ca. 8% und der Quellensteuern, die sich gemäss 
dem einschlägigen Tarif im Bereich von 11% bewegen, dürften ihm netto rund Fr. 
6'800.-- pro Monat verbleiben. Bei diesem Betrag handelt es sich lediglich um eine 
geringfügige Reduktion im Vergleich zu dem von der Vorinstanz angerechneten 
Einkommen. Diese Reduktion dürfte zudem aller Voraussicht nach vor-
übergehender Natur sein. Aufgrund der Ausbildung und der beruflichen Erfahrung 
des Berufungsbeklagten kann davon ausgegangen werden, dass er erneut eine 
Anstellung als Mittelschullehrer finden wird, zumal notorisch ein Mangel an Lehr-
kräften im Bereich der Naturwissenschaften besteht. Selbst wenn der Beklagte 
dabei eine Anstellung mit variablem Pensum annehmen müsste, wie dies gemäss 
einem anlässlich der Instruktionsverhandlung eingereichten Zeitungsartikel (act. 
B.35a) auch an anderen Schulen üblich ist, darf von einem zukünftigen Einkom-
men von monatlich mindestens Fr. 7'000.-- netto ausgegangen werden. Dies gilt 
auch für den Fall, dass der Berufungsbeklagte nach H._____ zurückkehrt. Das 
dort erzielbare Einkommen konnte der Genannte anlässlich der Befragung an der 
Instruktionsverhandlung zwar nicht beziffern. Er machte aber auch nicht geltend, 
dass in H._____ ein erheblich tieferes Lohnniveau als in der Schweiz bestehe. 
Hinzu kommt, dass die Quellensteuerpflicht als Folge der in den Jahren 2011 bis 
2013 erzielten hohen Einkommen in Zukunft entfallen (vgl. Art. 105a des Steuer-
gesetzes [StG, BR 720.000], Art. 28 der Ausführungsbestimmungen zur Steuerge-
setzgebung [ABzStG, BR 720.015]) und sich die bisher beim Einkommen berück-
sichtigte Steuerlast mit der ordentlichen Veranlagung spürbar verringern dürfte. 
Selbst bei Fortbestand der Quellensteuerpflicht bestünde die Möglichkeit einer 
Tarifkorrektur, um den bis anhin nicht berücksichtigten Unterhaltsleistungen an 
beide Töchter Rechnung zu tragen (Art. 31 Abs. 1 ABzStG). Auch unter diesen 
Aspekten ist die Anrechnung eines Einkommens von mindestens Fr. 7'000.-- netto 
pro Monat weiterhin gerechtfertigt.

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c/aa. Was den von der Vorinstanz berücksichtigten Bedarf des Berufungsbeklag-
ten von monatlich Fr. 4'169.-- betrifft, wird mit der Berufung zunächst beanstandet, 
dass die Vorinstanz dem Genannten als Folge der Hausgemeinschaft mit seinem 
Neffen den Grundbetrag eines alleinerziehenden Schuldners von Fr. 1'350.-- an-
rechnete (Berufung, S. 16 f.). Mit der Ergänzung zur Berufungsantwort vom 23. 
Oktober 2012 (act. A.3) räumte der Berufungsbeklagte ein, dass sein Neffe mitt-
lerweile nach H._____ zurückgekehrt sei und nicht mehr bei ihm wohne. Demzu-
folge ist lediglich ein Grundbetrag von Fr. 1'200.-- anrechenbar, so dass sich der 
Bedarf des Berufungsbeklagten um Fr. 150.-- verringert.

c/bb. Im Weiteren rügen die Berufungsklägerinnen, dass die Vorinstanz dem Be-
rufungsbeklagten einen Unterhaltsbeitrag von Fr. 750.-- statt eines solchen von 
Euro 250.-- bzw. Fr. 300.-- für die Tochter B._____ aus erster Ehe angerechnet 
hat. Der Vater habe im Juli 2012 ohne erkennbare Veranlassung bzw. ohne Not 
und einzig im Hinblick auf das vorliegende Unterhaltsverfahren einen neuen Un-
terhaltsvertrag abgeschlossen. Falls das Gericht von einem Unterhaltsbeitrag von 
mehr als Euro 250 ausgehe und die beantragten Unterhaltsbeiträge reduziere, sei 
jedenfalls in zeitlicher Hinsicht eine Abstufung vorzunehmen, da B._____ bald 
mündig werde und sie dann gegenüber A.X._____ zurückzustehen habe (Beru-
fung, S. 18 f.).

Die Frage, ob dem erst im Hinblick auf die vorinstanzliche Hauptverhandlung ab-
geschlossenen Unterhaltsvertrag vom Juli 2012 (BB 7) Beweiskraft zukommen 
kann, wird in der Berufung zu Recht aufgeworfen. Auch das Fehlen einer recht-
lichen Verpflichtung zum Abschluss eines neuen Unterhaltsvertrags, mit dem der 
bisherige Beitrag mehr als verdoppelt wurde, wurde mit gutem Grund thematisiert. 
Anlässlich der Instruktionsverhandlung führte der Berufungsbeklagte zur Begrün-
dung des neuen Vertrags einzig an, C._____ sei genauso teuer wie die Schweiz, 
weshalb eine finanzielle Gleichbehandlung der Kinder wünschenswert sei. Wie in 
Erwägung 3c dargelegt wurde, bedeutet der Grundsatz der Gleichbehandlung der 
Kinder indes nicht, dass allen Kindern per se die gleichen Beiträge zu leisten 
wären. Unterschiedlich hohe Beiträge können unter anderem darin begründet 
sein, dass die Kinder nicht denselben Bedarf aufweisen, was nicht zuletzt auf-
grund unterschiedlich hoher staatlicher Leistungen der Fall sein kann. Ferner hän-
gen die Beiträge von den finanziellen Ressourcen des obhutsberechtigten Eltern-
teils ab. Vorliegend hat der Berufungsbeklagte weder zum Bedarf seiner Tochter 
B._____ noch zu den finanziellen Verhältnissen deren Mutter substanzierte Anga-
ben gemacht. Die Angemessenheit der erhöhten Beiträge für B._____ kann unter 

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diesen Umständen nicht beurteilt werden. Allerdings können diesbezügliche Ab-
klärungen unterbleiben, da selbst mit Berücksichtigung eines höheren Beitrages 
von Fr. 750.-- an B._____ – der gemäss Vertrag im Übrigen nur für die Dauer ei-
ner festen Anstellung des Vaters am G._____ Geltung haben sollte – ein ausrei-
chender Überschuss verbleibt, um der Tochter A.X._____ einen bedarfs-
deckenden Unterhaltsbetrag zu bezahlen. Mit dem höheren Unterhaltsbeitrag be-
trägt der Bedarf des Berufungsbeklagten monatlich Fr. 4'019.-- (Grundbetrag Fr. 
1'200.--, Wohnkosten Fr. 1'650.-- [KB 13], Krankenkasse Fr. 284.-- [BB 11], Versi-
cherungen Fr. 35.--, Radio- und Fernsehgebühren Fr. 100.--, Unterhaltsbeitrag 
B._____ Fr. 750.--). Rechnet man den ursprünglichen Unterhaltsbeitrag an die 
ältere Tochter von Fr. 300.-- bzw. Euro 250.-- (KB 14) ein, liegt der monatliche 
Bedarf des Berufungsbeklagten bei Fr. 3'569.--. Bei einem Einkommen von min-
destens Fr. 7'000.-- pro Monat verbleibt dem Berufungsbeklagten damit je nach 
dem ein Überschuss von rund Fr. 3'000.-- bzw. von rund Fr. 3'450.--, was für die 
Unterhaltszahlung an A.X._____ wie erwähnt ausreicht. Der Berufungsbeklagte 
kann zu keinen höheren Unterhaltsbeiträgen an seine jüngere Tochter verpflichtet 
werden, als zur Deckung ihres angemessenen Bedarfs notwendig ist. Überdies ist 
bei der Ermittlung des Unterhaltsbeitrags für ein Kind nicht zwingend die gesamte 
wirtschaftliche Leistungskraft der Eltern heranzuziehen, da der Beitrag durch die 
effektive Lebensstellung der Eltern begrenzt wird (vgl. Breitschmid, a.a.O., N 22 zu 
Art. 285 ZGB). Ein höherer Überschuss führt somit nicht automatisch zu höheren 
Unterhaltsbeiträgen. Die konkrete Höhe des Überschusses wäre allenfalls von 
Bedeutung für die Beurteilung der Verteilung der Unterhaltslast unter den Eltern. 
Nachdem, wie nachstehend noch aufzuzeigen sein wird (vgl. E. 6g), für die ersten 
Lebensjahre der Tochter von einer Beteiligung der Mutter aber ohnehin abgese-
hen wird, kann die Frage der Anrechenbarkeit des Unterhalts für B._____ auch 
unter diesem Aspekt offen bleiben.

6a. Schliesslich ist der Bedarf von A.X._____ zu klären. Die Vorinstanz be-
stimmte diesen anhand der Zürcher Richtlinien. Sie subtrahierte dabei vom Total-
bedarf die Position "Pflege und Erziehung" und gelangte so zu einem monatlichen 
Barbedarf des Kindes von Fr. 1'315.-- vom 1. bis zum 6. Lebensjahr, von Fr. 
1'475.-- vom 7. bis zum 12. Lebensjahr und von Fr. 1'785.-- vom 13. bis zum 18. 
Lebensjahr. Das Vorliegen von Gründen für eine Anpassung der Richtlinienwerte 
in die eine oder andere Richtung, wie sie von den Parteien geltend gemacht wor-
den waren, wurde verneint (E. 5, S. 10 ff., des angefochtenen Urteils). Dass die 
Vorinstanz zur Bestimmung des Bedarfs von A.X._____ die Zürcher Richtlinien 
anwendete, entspricht der bundes- und der kantonsgerichtlichen Praxis (vgl. E. 

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3b/aa). Zu prüfen bleibt, ob das Bezirksgericht Maloja die durch die konkreten 
Umstände gebotenen Anpassungen vorgenommen und den sonstigen Bemes-
sungskriterien ausreichend Rechnung getragen hat.

b. In der Berufung wird unter Bezugnahme auf die Praxis des Kantonsgerichts 
von Appenzell Ausserrhoden bei hohen Gesamteinkommen vorgebracht, die Be-
träge der Zürcher Richtlinien seien pauschal auf 140% zu erhöhen (Berufung, S. 
21 ff.). Für eine solche Erhöhung besteht indes kein Grund. Nach der Praxis des 
Kantonsgerichts erfolgt primär eine einzelfallbezogene Prüfung, ob und in welcher 
Hinsicht Anpassungen vorzunehmen sind. Wie in Erwägung 5b/bb bereits darge-
legt wurde, käme eine pauschale Erhöhung zudem von vornherein nur bei über-
durchschnittlich günstigen Verhältnissen in Frage, was in casu nicht zutrifft. Eine 
Übernahme der Praxis des Kantonsgerichts Appenzell Ausserrhoden ist aber auch 
deshalb nicht angezeigt, weil – was in der Berufung ausser Acht gelassen wird – 
im erwähnten Kanton die Bedarfswerte der Zürcher Richtlinien unter Verweis auf 
die tiefen Lebenshaltungskosten analog der Walliser Rechtsprechung vorab pau-
schal um 30% gekürzt werden (vgl. KB 16), was im Übrigen der neusten Recht-
sprechung des Bundesgerichts widerspricht (vgl. das Urteil vom 21. April 2011, 
5A_690/2010, E. 2.3).

c/aa. Der Berufungsbeklagte führt in der Berufungsantwort aus, für den Bedarf 
des Kindes sei vom betreibungsrechtlichen Grundbedarf auszugehen, der sich auf 
rund Fr. 850.-- pro Monat belaufe. Falls es zutreffe, dass die Mutter mit ihrem Ein-
kommen nicht in der Lage sei, ihren eigenen Grundbedarf zu decken, habe die 
Tochter keinen Anspruch auf einen Unterhaltsbeitrag, der über dem betreibungs-
rechtlichen Existenzminimum liege. Mit dem von der Vorinstanz zugesprochenen 
Beitrag erhalte das Kind bereits mehr als das betreibungsrechtliche Existenzmini-
mum, womit sein Bedarf auch unter Berücksichtigung der Lebensstellung und 
Leistungsfähigkeit der Eltern gedeckt sein dürfte. Selbst wenn man der Berech-
nung die Zürcher Tabellen zu Grunde lege, liege der Barbedarf im Übrigen ledig-
lich bei Fr. 895.-- pro Monat, da die Kinderzulage abzuziehen sei sowie die weite-
ren Kosten mangels Nachweis um Fr. 200.-- zu reduzieren seien (Berufungsant-
wort, S. 4 f.).

c/bb. Diesen Ausführungen kann sich die Berufungsinstanz nicht anschliessen. 
So wurde bereits dargelegt, dass das Bezirksgericht Maloja bei den gegebenen 
Einkommensverhältnissen des Berufungsbeklagten zu Recht die Zürcher Richtli-
nien anwendete. Mit dem Abstellen auf Richtwerte erübrigt sich der Beweis ein-

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zelner Bedarfspositionen, weshalb für die Position "weitere Kosten" kein Nachweis 
verlangt werden kann. Ein Grund, die Tabellenwerte zu kürzen bzw. auf das be-
treibungsrechtliche Existenzminimum abzustellen, besteht nicht. Da ein Kind 
grundsätzlich gegenüber jedem Elternteil einen Anspruch darauf hat, an dessen 
Lebensstellung teilzuhaben, ist für die von Vater und Mutter zu erbringenden Un-
terhaltsbeiträge auf ihre jeweils unterschiedliche Lebensstellung abzustellen (vgl. 
E. 3b/bb). Für die Bemessung des vom Vater zu leistenden Beitrags sind somit 
nicht das Einkommen und der Lebensstandard der Mutter, sondern jene des Va-
ters massgebend. Die Tochter hat sich bei günstigen finanziellen Verhältnissen 
grundsätzlich nicht auf das Existenzminimum zu beschränken, auch nicht wegen 
der Befürchtung, dass die Mutter die Unterhaltsbeiträge zweckwidrig für den eige-
nen Unterhalt verwenden könnte (vgl. Berufungsantwort, S. 4). Solchem wäre 
nötigenfalls durch geeignete Kindesschutzmassnahmen entgegenzutreten (BGE 
116 II 110 ff. [116], E. 4c in fine).

d. Aufgrund der vorangehenden Ausführungen steht fest, dass im konkreten 
Fall kein Anlass besteht, die Werte der Zürcher Richtlinien pauschal zu erhöhen, 
wie dies die Berufungsklägerinnen anstreben, oder diese im Sinne des Beru-
fungsbeklagten zu kürzen. Nichtsdestotrotz ist festzustellen, dass die Richtwerte 
der Zürcher Richtlinien für Bündner Verhältnisse eher grosszügig bemessen sind. 
Die klägerischerseits geltend gemachten besonderen Kostenfaktoren wie Spezi-
almilch, Hautpflegeprodukte oder das Fehlen von Discountern (Berufung, S. 20) 
sind mit den ungekürzten Bedarfswerten der Zürcher Richtlinien daher ausrei-
chend abgegolten. Anders ist dies allerdings bezüglich der im A._____ notorisch 
hohen Mietkosten, die entgegen der Vorinstanz (vgl. E. 5b, S. 11, des angefochte-
nen Urteils) durch mögliche Einsparungen bei Freizeitaktivitäten und Steuern nicht 
kompensiert werden. Auch dass die Wohnung früher von der Mutter allein be-
wohnt wurde, ändert nichts daran, dass im Bedarf des Kindes ein angemessener 
Betrag für die Unterkunft anzurechnen ist. Gemäss den Zürcher Richtlinien wird 
1/3 des konkreten Mietzinses, den der Inhaber der elterlichen Obhut zu entrichten 
hat, berücksichtigt, sofern die Wohnungsgrösse angemessen ist und der Mietzins 
im ortsüblichen Rahmen liegt (Empfehlungen zur Bemessung von Unterhaltsbei-
trägen für Kinder [act. B.36d], S. 12). Letzteres ist bei Mietkosten von Fr. 2'400.-- 
pro Monat für eine 3.5-Zimmer-Wohnung fraglich. Stellt man statt dessen auf die 
Mietkosten des Berufungsbeklagten von monatlich Fr. 1'650.-- ab (KB 13) – ist 
doch dessen Lebenshaltung für die Bemessung des Unterhalts massgebend –, 
ergeben sich für die Tochter Wohnkosten von Fr. 550.-- pro Monat. Das sind Fr. 
200.-- mehr als in den Zürcher Richtlinien, die von einem Betrag von Fr. 370.-- 

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ausgehen, wovon Fr. 20.-- für die Anschaffung von Kinder- und Jugendmobiliar 
gedacht sind (Empfehlungen zur Bemessung von Unterhaltsbeiträgen für Kinder 
[act. B.36d], S. 13).

e/aa. Nicht berücksichtigt werden können bei der vorliegenden Bedarfsberech-
nung die Kosten der Besuchsrechtsbeistandschaft. Die Berufungsklägerinnen 
bringen in diesem Zusammenhang vor, die Kosten für Kindesschutzmassnahmen 
gehörten nach Art. 276 Abs. 1 ZGB ebenfalls zum Bedarf des Kindes (Berufung, 
S. 21; Replik, S. 11). Zwar ist zutreffend, dass Kindesschutzmassnahmen in Art. 
276 Abs. 1 ZGB erwähnt werden und dass die entsprechenden Kosten in den Be-
darfswerten der Zürcher Richtlinien nicht enthalten sind. Daraus kann aber nicht 
abgeleitet werden, dass solche Kosten zum ordentlichen Bedarf hinzuzurechnen 
und die Unterhaltsbeiträge entsprechend zu erhöhen wären. Dies wäre schon 
deshalb nicht möglich, weil es sich um ausserordentliche Kosten handelt, deren 
Dauer und Umfang heute noch gar nicht absehbar sind. Gemäss Art. 63a Abs. 1 
EGzZGB sind die Kosten für Massnahmen von der betroffenen Person oder den 
Inhabern der elterlichen Sorge zu tragen, soweit nicht Dritte zahlungspflichtig sind. 
Sofern nun in casu nicht die zuständige Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde 
über die Kosten der Beistandschaft bestimmt, ist wohl von ausserordentlichen Un-
terhaltskosten im Sinne der rechtskräftig gewordenen Ziff. 4 des Dispositivs des 
vorinstanzlichen Urteils auszugehen. Ansonsten müsste die Beteiligung des Va-
ters in einem separaten Verfahren gemäss Art. 286 Abs. 3 ZGB durchgesetzt wer-
den. Jedenfalls aber sind die fraglichen Kosten nicht Gegenstand des vorliegen-
den Rechtsmittelverfahrens.

e/bb. Schliesslich wird in der Replik (S. 10) geltend gemacht, der Unterhalt des 
Kindes erstrecke sich auch auf seinen Rechtsschutz in behördlichen Verfahren. 
Deshalb seien die Prozesskosten für den Unterhaltsprozess und für das Verfahren 
betreffend Regelung des persönlichen Verkehrs ebenfalls angemessen zu berück-
sichtigen. Diesen Ausführungen kann ebenfalls nicht gefolgt werden. Die Kosten 
für das Besuchsrechtsverfahren bzw. für die Anordnung der Beistandschaft wur-
den im Entscheid des Kantonsgerichts ZK1 12 27 sowie im Entscheid der KESB 
Engadin/Südtäler vom 11. März 2013 (act. C.11) bereits geregelt. Für das vorlie-
gende Unterhaltsverfahren werden die Kosten nach den Regeln der Zivilprozess-
ordnung verteilt. Die entsprechenden Beträge können daher nicht nachträglich 
bzw. zusätzlich in die Bemessung der Unterhaltsbeiträge einbezogen werden. 
Was den Streit um das Besuchsrecht betrifft, so ist dieser als Rechtsstreit zwi-
schen den Eltern ohnehin nicht Teil des Unterhalts des Kindes. Die Prozesskosten 

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für den Besuchsrechts- und Unterhaltsstreit sind bei der Bemessung des Unter-
haltsbeitrags daher ebenfalls ausser Acht zu lassen.

f/aa. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich der Bedarf von A.X._____ 
gemäss den Zürcher Richtlinien im 1. bis 6. Lebensjahr auf Fr. 1'515.-- pro Monat 
beläuft (Barbedarf Fr. 1'315.-- zuzüglich Kosten von Fr. 200.-- für die Unterkunft, 
vgl. E. 6d). Ausgegangen wird in Übereinstimmung mit der Vorinstanz vom Stand 
der Zürcher Tabellen per 1. Januar 2012, was in Anbetracht des Richtliniencharak-
ters der Werte ohne weiteres zulässig ist. Vom Bedarf von Fr. 1'515.-- werden Fr. 
220.-- durch die Kinderzulage gedeckt. Dies wurde vom Bezirksgericht Maloja zu 
Unrecht ausser Acht gelassen. Das Bundesgericht hat in seiner jüngeren Recht-
sprechung wiederholt klargestellt, dass die Kinderzulagen als ausschliesslich für 
den Unterhalt des Kindes bestimmte Leistung nicht zum Einkommen des bezugs-
berechtigten Elternteils hinzuzuzählen, sondern bei der Ermittlung des durch den 
Unterhaltsbeitrag zu deckenden Bedarfs des Kindes vorweg in Abzug zu bringen 
sind (BGE 137 III 59 ff. [64], E. 4.2.3; Urteil des Bundesgerichtes vom 8. März 
2012, 5A_775/2011, E. 3.1). Somit ergibt sich ein Unterhaltsbeitrag von gerundet 
Fr. 1'300.-- pro Monat.

Mit der Ausrichtung einer Kinderzulage an den Berufungsbeklagten darf auch 
nach Auflösung des Arbeitsverhältnisses mit dem G._____ gerechnet werden, sei 
es, dass er eine neue Anstellung findet oder dass ihm eine entsprechende Zulage 
zu den Arbeitslosengeldern ausgerichtet wird (Art. 22 Abs. 1 AVIG, Art. 34 der Ar-
beitslosenversicherungsverordnung [AVIV, SR 837.02]). Sollte der Genannte kei-
ne Kinderzulage beziehen, könnte die Mutter dies tun. Für sie bestünde ein An-
spruch auf eine Familienzulage, wenn sie als Selbständigerwerbende ein Min-
desteinkommen von Fr. 7'020.-- pro Jahr erzielt. Im Fall eines tieferen Einkom-
mens wäre sie für den Bezug einer nichterwerbstätigen Person gleichgestellt (vgl. 
das Merkblatt der Sozialversicherungsanstalt Graubünden zum Familienzulagen-
gesetz des Kantons Graubünden, insb. Ziff. 6 u. 7). 

f/bb. Wird ein Unterhaltsbeitrag von Fr. 1'300.-- festgelegt, stehen A.X._____ 
zusammen mit der Kinderzulage Fr. 1'520.-- pro Monat zur Verfügung, das heisst 
rund Fr. 450.-- mehr als der nach betreibungsrechtlichen Richtlinien bemessene 
Grundbedarf (Grundbetrag Fr. 400.--, Wohnkosten Fr. 550.--, Krankenkasse ca. 
Fr. 100.--, total Fr. 1'050.--). 

g. Aus der in den Erwägungen 4 und 5 vorgenommenen Beurteilung der Leis-
tungsfähigkeit der Kindseltern ergibt sich, dass der Mutter unter der Annahme ei-

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ner 50%-igen Erwerbstätigkeit mit einem möglichen Einkommen von Fr. 5‘000.-- – 
welche zumindest für die ersten Lebensjahre des Kindes nicht zulässig ist – ein 
monatlicher Überschuss von maximal Fr. 700.-- verbleibt, während für den Vater, 
je nach Höhe des Unterhaltsbeitrags für die Tochter B._____, ein solcher von Fr. 
3'000.-- bzw. Fr. 3'450.-- resultiert. Das Bezirksgericht Maloja hat den Barbedarf 
von A.X._____ im Verhältnis der Überschüsse auf die Eltern aufgeteilt (E. 5b, S. 
12, des angefochtenen Urteils). Damit übereinstimmend vertritt auch der Beru-
fungsbeklagte den Standpunkt, die Kindsmutter habe – sofern im Vergleich zum 
angefochtenen Urteil ein höherer Bedarf angenommen werde – zumindest für ei-
nen Teil der Unterhaltskosten für das Kind aufzukommen (Berufungsantwort, S. 
6). Bei den gegebenen Verhältnissen kann der Ansicht der Vorinstanz und des 
Berufungsbeklagten allerdings nicht gefolgt werden. Unter Berücksichtigung des 
erheblichen Einkommensgefälles sowie des Umstands, dass die Mutter die Be-
treuungsarbeit für A.X._____ nach wie vor praktisch alleine leistet, erscheint eine 
rein mathematische Berechnung der Beiträge proportional zu den beidseitigen 
Überschüssen nicht gerechtfertigt. Vielmehr ist es angemessen, den Berufungs-
beklagten den gesamten ungedeckten Barbedarf der Tochter tragen zu lassen und 
der Mutter keinen zusätzlichen finanziellen Beitrag aufzuerlegen (vgl. E. 3b/aa). 
Die Leistungsfähigkeit des Vaters lässt dies ohne Weiteres zu. Bei einem Ein-
kommen von Fr. 7'000.-- und einem Grundbedarf von rund Fr. 4'000.-- (mit einem 
Unterhaltsbeitrag an B._____ von Fr. 750.--) bzw. von rund Fr. 3'550.-- (mit einem 
Unterhaltsbeitrag an B._____ von Fr. 300.--) verbleibt ihm nach der Leistung von 
Fr. 1'300.-- an A.X._____ nämlich immer noch ein monatlicher Überschuss von Fr. 
1'700.-- bzw. von Fr. 2'150.--.

7a/aa. Zu prüfen bleibt, ab wann der Berufungsbeklagte zur Bezahlung des er-
rechneten Unterhaltsbeitrages zu verpflichten ist. Die Vorinstanz setzte den Be-
ginn der Unterhaltspflicht auf den Zeitpunkt der Geburt fest, und zwar gestützt auf 
einen entsprechenden Antrag der Klägerinnen und unter Verweis auf die in Art. 
279 ZGB verankerte Möglichkeit zur rückwirkenden Festlegung des Unterhalts bis 
ein Jahr vor Klageanhebung. Auf den Einwand des Berufungsbeklagten, dass er 
seine Anstellung am G._____ erst im August 2011 angetreten und das zuvor er-
zielte Einkommen aus Nebenbeschäftigungen keine höheren Leistungen als die 
bereits erbrachten Zahlungen erlaubt habe, ging sie nicht weiter ein (E. 6, S. 12 f., 
des angefochtenen Urteils).

a/bb. Die Verpflichtung zu Unterhaltsleistungen setzt die Leistungsfähigkeit des 
Unterhaltsschuldners im betreffenden Zeitraum voraus. Hat das Gericht gestützt 

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auf Art. 279 Abs. 1 ZGB rückwirkend für einen vor seinem Urteil liegenden Zeitab-
schnitt Unterhaltsbeiträge festzusetzen, darf es daher gemeinhin keine Ausgaben 
oder Einkünfte berücksichtigen, die in dieser Zeit effektiv nicht angefallen sind (Ur-
teil des Bundesgerichts vom 24. August 2007, 5A_62/2007, E. 7.2.1). Ferner be-
steht der Grundsatz, dass das Existenzminimum des Unterhaltsschuldners zu 
schützen ist (BGE 137 III 59 ff.).

a/cc. Die im Recht liegenden Steuerunterlagen für die Jahre 2010 und 2011 wei-
sen ein eher bescheidenes Einkommen des Berufungsbeklagten aus. Gemäss 
den Steuerrechnungen für das Jahr 2010 (BB 5) betrug sein in der Schweiz steu-
erbares Einkommen im erwähnten Zeitraum Fr. 19'100.--. 2011 wurden gemäss 
Steuerveranlagungen (act. C.12 u. C.13) nebst einem Einkommen aus un-
selbständiger Tätigkeit von Fr. 45'000.-- – dieses stammt aus der Anstellung am 
G._____ ab August 2011 (BB 3) – Liegenschaftserträge von Fr. 15'000.-- versteu-
ert. Es handelt sich dabei um die amtlich geschätzten Eigenmietwerte von zweien 
der insgesamt vier Liegenschaften des Berufungsbeklagten in H._____ und 
I._____ (vgl. KB 12 für das Jahr 2009). Darüber hinaus wird ein selbständiges Er-
werbseinkommen von Fr. 10'000.-- ausgewiesen. Ob in den versteuerten Ein-
kommen das Honorar für die Tätigkeit des Berufungsbeklagten als Dozent an ei-
ner Universität in H._____ (vgl. BB 6) enthalten ist, kann mangels Einreichung der 
zugehörigen Steuererklärungen nicht beurteilt werden. Selbst wenn dieses Hono-
rar noch hinzuzurechnen wäre, dürfte das fragliche Einkommen indes unter dem 
zur Deckung des eigenen Grundbedarfs benötigen Betrag liegen. Allerdings ist zu 
beachten, dass es sich bei der Veranlagung 2011 um eine Ermessensveranlagung 
handelt. Die tatsächliche Höhe der Einkünfte des Berufungsbeklagten – z.B. als 
Skilehrer, bei der er nach eigenen Angaben an der Instruktionsverhandlung Fr. 
350.-- pro Tag erhielt – bleibt damit offen. Dazu kommt, dass der Berufungsbe-
klagte über ein Vermögen von Fr. 380'000.-- (Steuerwert 2011) verfügt. Es handelt 
sich dabei zwar hauptsächlich um Liegenschaften, doch besteht für den Genann-
ten die Möglichkeit zur Ausschöpfung eines Kreditrahmens, wovon er nach Anga-
ben in der Berufungsantwort (S. 13 f.) zur Deckung des eigenen Lebensunterhalts 
auch Gebrauch gemacht hat. Dementsprechend kann ihm zugemutet werden, 
auch zur Deckung des Bedarfs seiner neugeborenen Tochter auf das Vermögen 
zu greifen. Dies umso mehr, als nur eine beschränkte Zeit von acht Monaten (De-
zember 2010 bis und mit Juli 2011) zur Diskussion steht und er anschliessend mit 
seiner Anstellung als Lehrer ein hohes Einkommen erzielte. Der Berufungsbeklag-
te hat den Unterhaltsbeitrag an seine Tochter von Fr. 1'300.-- pro Monat folglich 
ab deren Geburt zu leisten.

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b/aa. Im Weiteren stellt sich die Frage, ob der Unterhaltsbeitrag zu staffeln bzw. 
ab einem gewissen Alter zu erhöhen ist. Gemäss den Zürcher Richtlinien nimmt 
der Barbedarf eines Kindes – dieser entspricht dem Totalbedarf abzüglich der Po-
sition "Pflege und Erziehung" – mit vollendetem 6. Altersjahr um Fr. 160.-- (Fr. 
1'475.-- im Vergleich zu Fr. 1'315.--) und mit vollendetem 12. Altersjahr um Fr. 
470.-- (Fr. 1'785.-- im Vergleich zu Fr. 1'315.--) zu. Mit den nach dem Alter des 
Kindes abgestuften Ansätzen tragen die Richtlinien der Erfahrungstatsache Rech-
nung, dass der Bedarf eines Kindes mit zunehmendem Alter ansteigt. In diesem 
Sinn wird mit der Berufung eine gestaffelte Anhebung der Unterhaltsbeiträge ver-
langt. Gleichzeitig machen die Berufungsklägerinnen geltend, dass der Barunter-
halt bis zum 13. Geburtstag der Tochter allein vom Kindsvater zu bestreiten sei, 
da die Kindsmutter bis zu diesem Zeitpunkt über keine Leistungsfähigkeit verfüge. 
Vom 13. bis zum 16. Geburtstag von A.X._____ betrage ihre monatliche Leis-
tungsfähigkeit Fr. 832.-- und danach Fr. 1'832.--, so dass sich die Mutter dannzu-
mal anteilsmässig am Unterhalt beteiligen könne (Berufung, S. 12 f., S. 23 f.).

b/bb. Vorliegend darf entgegen den Ausführungen in der Berufung erwartet wer-
den, dass die Kindsmutter bereits ab dem vollendeten 6. Altersjahr von A.X._____ 
einen Teil des monatlichen Unterhalts trägt und den um Fr. 160.-- zunehmenden 
Barbedarf des Kindes aus eigenen Mitteln finanziert. Zu jenem Zeitpunkt wird 
A.X._____ bereits das zweite Kindergartenjahr besuchen, weshalb sich der Be-
treuungsaufwand der Mutter entsprechend reduziert und zugleich die Fremdbe-
treuungskosten im Umfang der Unterrichtszeiten im Kindergarten zurückgehen. 
Aufgrund der seit dem Schuljahr 2013/14 kantonsweit eingeführten Blockzeiten, 
welche auf der Kindergartenstufe jeweils drei Stunden pro Vormittag umfassen, 
sowie des in der Gemeinde J._____ zur Verfügung stehenden schulergänzenden 
Betreuungsangebots wird es der Mutter möglich sein, ihre Tätigkeit als Anwältin 
ohne Beeinträchtigung der Kindsinteressen auszubauen. Spätestens ab Beginn 
des zweiten Kindergartenjahres wird daher ein Arbeitspensum von 50% sowohl 
zumutbar als auch möglich sein, wobei bis dahin auch der Aufbau eines Kunden-
stammes erwartet werden darf, der die Erzielung des von der Vorinstanz ange-
nommenen Einkommens von monatlich Fr. 5‘000.-- erlaubt. Nach dem 13. Ge-
burtstag von A.X._____ geht die Mutter selbst von einem möglichen Arbeitspen-
sum von 80–100% aus (vgl. Berufung, S. 9) und rechnet damit, dass sie einen 
Überschuss von Fr. 832.-- pro Monat erzielt (Berufung, S. 12). Damit wird für sie 
auch eine Beteiligung an den ab diesem Zeitpunkt im Umfang von monatlich Fr. 
470.-- steigenden Unterhaltskosten tragbar sein, zumal ihr Überschuss voraus-
sichtlich wesentlich höher sein wird. Zum einen geht die Berufungsklägerin 2 für 

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ihre Berechnungen nämlich vom im Jahr 2009 mit einem Pensum von 100% er-
zielten Einkommen von jährlich netto Fr. 74'223.-- aus. Es darf aber durchaus da-
mit gerechnet werden, dass das Einkommen der Kindsmutter nach mehrjähriger 
beruflicher Tätigkeit höher als 2009 ausfällt. Zum anderen rechnet die Mutter zwi-
schen dem 13. und dem 16. Geburtstag der Tochter immer noch mit Betreuungs-
kosten von Fr. 1'000.-- monatlich, eine Annahme, die mit Sicherheit zu hoch ge-
griffen ist. Vielmehr dürften die Betreuungskosten in diesem Alter kaum mehr ins 
Gewicht fallen. Unter diesen Umständen ist der steigende Barbedarf von 
A.X._____ von der Mutter zu tragen und von einer Staffelung des vom Vater zu 
leistenden Unterhaltsbeitrags abzusehen. Sollten sich die vorstehenden Erwartun-
gen nicht erfüllen, bliebe immer noch die Möglichkeit eines Abänderungsverfah-
rens. Dasselbe gilt im Übrigen mit Bezug auf die erstmals im Berufungsverfahren 
vorgebrachten gesundheitlichen Probleme des Berufungsbeklagten, die eine vor-
zeitige Pensionierung im Jahr 2024 erforderlich machen sollen (Berufungsantwort, 
S. 13). Ob dem tatsächlich so ist, kann mangels Vorlegung von Beweisen nicht 
beurteilt werden.

c. Die Unterhaltsbeiträge an A.X._____ sind gestützt auf Art. 277 Abs. 1 ZGB, 
wie von der Vorinstanz zu Recht erkannt (E. 9, S. 14, des angefochtenen Urteils), 
bis zum Erreichen der Mündigkeit zu leisten. Zwar werden mit der Berufung – wie 
schon im vorinstanzlichen Verfahren – darüber hinausgehend Unterhaltsbeiträge 
bis zum Abschluss einer angemessenen Ausbildung verlangt, indes ohne in den 
Rechtsschriften die Abweichung zum vorinstanzlichen Urteil substanziert zu be-
gründen. Da die Geltung der Offizial- und Untersuchungsmaxime nicht von der 
Pflicht zur Begründung des Rechtsmittels entbindet (vgl. auch E. 3d), ist auf die 
Berufung insoweit nicht einzutreten.

8a. Bis am 26. Juli 2011 bezahlte der Berufungsbeklagte Unterhaltsbeiträge 
von Fr. 4'750.-- (act. A.11; Klage vom 27. Februar 2012, S. 4), so dass für den 
Zeitraum von Dezember 2010 bis und mit Juli 2011 ein Restguthaben der Tochter 
von Fr. 5'650.-- besteht (8 Monate à Fr. 1'300.-- = Fr. 10'400.-- abzüglich Fr. 
4'750.--). Ab dem 30. August 2011 leistete er, jeweils für den Folgemonat, Fr. 
970.-- monatlich (Fr. 750.-- zuzüglich Kinderzulage von Fr. 220.--). Diese Zahlun-
gen sind aufgrund der Akten bis und mit 30. Mai 2013 – wobei diese letzte Zah-
lung für den Monat Juni 2013 bestimmt war – nachgewiesen (act. A.11, act. C.18). 
Ausstehend sind damit der Unterhalt für den Monat August 2011 (Fr. 1'520.-- [Fr. 
1'300.-- zuzüglich Kinderzulage von Fr. 220.--]) sowie die Differenz zwischen den 
gerichtlich festgelegten und den tatsächlich bezahlten Unterhaltsbeiträgen von 

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September 2011 bis und mit Juni 2013 (22 Monate à Fr. 550.-- [Fr. 1'520.-- abzüg-
lich Fr. 970.--] = Fr. 12'100.--), somit total ein Betrag von Fr. 13'620.--. Das Gutha-
ben von A.X._____ per 30. Juni 2013 beträgt damit insgesamt Fr. 19'270.--. Ab 
dem 1. Juli 2013 besteht die Verpflichtung des Berufungsbeklagten zur Zahlung 
von monatlich Fr. 1'300.-- zuzüglich Kinderzulagen von Fr. 220.--, wobei nach-
weislich geleistete Zahlungen wiederum angerechnet werden können.

b. Zusammenfassend steht aufgrund vorstehender Erwägungen fest, dass die 
Berufung auch in Bezug auf die ordentlichen Unterhaltsbeiträge an A.X._____ 
teilweise gutzuheissen und der Berufungsbeklagte zu verpflichten ist, für den Un-
terhalt seiner Tochter ab deren Geburt bis und mit Juni 2013 Fr. 19'270.-- nachzu-
zahlen. Ab Juli 2013 hat er an den Unterhalt seiner Tochter einen im Voraus zahl-
baren monatlichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 1‘300.-- zu leisten, zuzüglich allfälli-
ger gesetzlicher und vertraglicher Kinderzulagen, sofern letztere nicht von der 
Mutter bezogen werden sollten. Bereits erfolgte Zahlungen sind anzurechnen. Der 
Unterhaltsbeitrag ist an die Kindsmutter zu Gunsten des Kindes zu überweisen 
(Art. 289 Abs. 1 ZGB). Die Unterhaltspflicht dauert unter dem Vorbehalt von Art. 
277 Abs. 2 ZGB bis zur Mündigkeit von A.X._____ (Art. 277 Abs. 1 ZGB). Gestützt 
auf Art. 286 Abs. 1 ZGB sind die Unterhaltsbeiträge zu indexieren. 

9a/aa. Trifft die Rechtsmittelinstanz einen neuen Entscheid, so entscheidet sie 
nach Art. 318 Abs. 3 ZPO auch über die Prozesskosten des erstinstanzlichen Ver-
fahrens. Gemäss Art. 106 Abs. 1 ZPO werden die Prozesskosten, wozu sowohl 
die Gerichtskosten als auch die Parteientschädigungen zählen (Art. 95 Abs. 1 
ZPO), der unterliegenden Partei auferlegt. Hat keine Partei vollständig obsiegt, 
werden die Prozesskosten nach dem Ausgang des Verfahrens verteilt (Art. 106 
Abs. 2 ZPO). Sind am Prozess mehrere Personen als Haupt- oder Nebenparteien 
beteiligt, bestimmt das Gericht ihren Anteil an den Prozesskosten. Es kann auf 
solidarische Haftung erkennen (Art. 106 Abs. 3 ZPO). In familienrechtlichen Ver-
fahren darf das Gericht von diesen Verteilungsgrundsätzen abweichen und die 
Prozesskosten nach Ermessen verteilen (Art. 107 Abs. 1 lit. c ZPO).

a/bb. Die Vorinstanz hat die Gerichtskosten zu zwei Dritteln B.X._____ und zu 
einem Drittel Y._____ auferlegt. Ausserdem verpflichtete sie B.X._____, Y._____ 
mit Fr. 2'500.-- ausseramtlich zu entschädigen (E. 10, S. 15, des angefochtenen 
Urteils). Die Berufungsklägerinnen beantragen, diesen Kostenspruch aufzuheben 
und eine Kosten- und Entschädigungsregelung zu Lasten des Berufungsbeklagten 

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zu treffen. Zu diesem Zweck wurde für das erstinstanzliche Verfahren eine Hono-
r