# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1bb07623-0283-5703-b7d1-0c9ea589be84
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-03-30
**Language:** de
**Title:** Zürich Steuerrekursgericht 30.03.2017 QS.2016.10
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Steuerrekurs/ZH_SRK_001_QS-2016-10_2017-03-30.pdf

## Full Text

Steuerrekursgericht  
des Kantons Zürich 
1. Abteilung 

1 QS.2016.10 
 
 
 

Entscheid 
 
 

30. März 2017 
 
 

 
Mitwirkend: 

Einzelrichter Walter Balsiger und Gerichtsschreiber Claude Treyer 
 
 
 
 

In Sachen 
 
 
A,   
 
 Rekurrent,  
 
 
 

gegen 
 
 
 
Sta at  Zür ic h ,   
 Rekursgegner,  
vertreten durch das kant. Steueramt,  
Dienstabteilung Quellensteuer, 
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  
 
 
 
 

betreffend 
Quellensteuer 2014 

 
 
 

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hat sich ergeben: 
 

 

 A. Die im Kanton Aargau domizilierte B AG zog dem der Quellenbesteuerung 

unterliegenden, aus Österreich stammenden, seit 2007 in der Schweiz arbeitenden und 

seit Mitte 2007 in der Stadt C ein möbliertes 1-Zimmer-Appartement bewohnenden 

österreichischen Staatsangehörigen A (nachfolgend der Pflichtige) im Jahr 2014 insge-

samt Fr. 6'443.30 Quellensteuern vom Lohn ab. 

 

 Das kantonale Steueramt leitete auf Antrag des Pflichtigen hin mit Auflage 

vom 20. Oktober 2015 eine Neuveranlagung der Quellensteuer 2014 ein. Es verlangte 

vom Pflichtigen den Lohnausweis des Jahres 2014, den Nachweis der Unterhaltszah-

lungen an seine in Österreich wohnende Tochter sowie eine Bankverbindung. Nach 

Mahnung der Auflage vom 23. November 2015 reichte der Pflichtige verschiedene Un-

terlagen ein. Mit Einschätzungsentscheid vom 29. April 2016 veranlagte das kantonale 

Steueramt unter Berücksichtigung von zusätzlich abzugsfähigen Kinderalimentenzah-

lungen von Fr. 3'206.62 eine fällige Quellensteuer von Fr. 5'944.30. Dies führte zu ei-

ner Rückerstattung der Quellensteuer im Umfang von Fr. 499.-.  

 

 

 B. Die hiergegen erhobene Einsprache des Pflichtigen vom 9. Mai 2016, in 

welcher dieser unter Beilage weiterer Unterlagen die Nichtberücksichtigung von Wo-

chenaufenthaltskosten in der Höhe Fr. 3'200.- sowie den Umfang der abzugsfähigen 

Kinderalimente beanstandete, hiess das kantonale Steueramt mit Entscheid vom  

31. Oktober 2016 insoweit teilweise gut, als es die Unterhaltszahlungen für die Tochter 

im Umfang von Fr. 8'280.- zum Abzug zuliess. Den Status des Pflichtigen als internati-

onaler Wochenaufenthalter und die Abzugsfähigkeit damit zusammenhängender Kos-

ten verneinte das kantonale Steueramt. Das kantonale Steueramt verfügte eine zusätz-

liche Rückerstattung der Quellensteuer im Umfang von Fr. 313.85. 

 

 

 C. Mit Rekurs vom 29./30. November 2016 verlangte der Pflichtige unter Hin-

weis auf seine Wohnverhältnisse, seine Beziehung zu seiner Tochter bzw. zu seiner 

betagten Mutter, seinen Freundes-, Bekannten- und Verwandtenkreises in Österreich 

sowie auf seine zweiwöchentliche Rückkehr nach Österreich die nochmalige Überprü-

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fung seines Status als Wochenaufenthalter. Der Aufforderung des Steuerekursgerichts 

vom 8. Dezember 2016, einen ziffernmässigen Antrag zu stellen, kam der Pflichtige 

insofern nach, als er mit Eingabe vom 22. Dezember 2016 verschiedene Aufwandposi-

tionen geltend machte. In seiner Rekursantwort vom 13. Januar 2017 schloss das kan-

tonale Steueramt auf Abweisung des Rechtsmittels. Der Pflichtige liess sich hierzu 

nicht mehr vernehmen.  

 

 Auf die Ausführungen der Parteien wird – soweit rechtserheblich – in den 

nachfolgenden Erwägungen zurückgekommen. 

 

 Der Referent des Steuerrekursgerichts hat die Quellensteuerakten ab der 

Steuerperiode 2009 beigezogen. 

 

 

 

Der Einzelrichter zieht in Erwägung: 

 

 

1. Mit dem Antrag auf Prüfung des Status als internationaler Wochenaufent-

halter und der Abzugsfähigkeit damit verbundener Aufwendungen verficht der Pflichtige 

sinngemäss den Standpunkt, im internationalen Verhältnis zwischen der Schweiz und 

der Republik Österreich lediglich im letzteren Staat über einen steuerrechtlichen 

Wohnsitz zu verfügen und dort ansässig zu sein. 

 

a) Natürliche Personen sind laut Art. 3 des Bundesgesetzes über die direkte 

Bundessteuer vom 14. Dezember 1990 (DBG) bzw. § 3 des Steuergesetzes vom  

8. Juni 1997 (StG) aufgrund persönlicher Zugehörigkeit steuerpflichtig, wenn sie ihren 

steuerrechtlichen Wohnsitz oder Aufenthalt in der Schweiz bzw. im Kanton haben  

(Abs. 1). Einen steuerrechtlichen Wohnsitz in der Schweiz bzw. im Kanton hat eine 

Person, wenn sie sich hier mit der Absicht dauernden Verbleihens aufhält oder wenn 

ihr das Bundesrecht hier einen besonderen gesetzlichen Wohnsitz zuweist (Abs. 2). 

 

b) In Anwendung dieser Norm bestimmt sich die Steuerhoheit auch im interna-

tionalen Verhältnis, es sei denn, ein Staatsvertrag zur Vermeidung der Doppelbesteue-

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rung enthalte gesonderte Bestimmungen über den Wohnsitz (VGr, 8. Dezember 2010, 

SB.2010.00069 E. 2.1; RB 1999 Nr. 134, StE 1999 B 11.1 Nr. 16).  

 

Das Abkommen vom 30. Januar 1974 zwischen der Schweizerischen Eidge-

nossenschaft und der Republik Österreich zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf 

dem Gebiete der Steuern vom Einkommen und vom Vermögen (DBA-A) verweist be-

züglich Ansässigkeit auf das innerstaatliche Recht (Art. 4 Abs. 1 DBA-A). Der steuer-

rechtliche Wohnsitz des Pflichtigen bestimmt sich somit ausschliesslich nach Landes-

recht. 

 

c) Unter dem steuerrechtlichen Wohnsitz im Sinn von Art. 3 Abs. 1 und 2 DBG 

bzw. § 3 Abs. 1 und 2 StG ist in der Regel der zivilrechtliche Wohnsitz zu verstehen, 

d.h. der Ort, wo sich eine Person mit der Absicht dauernden Verbleibens aufhält (Art. 

23 Abs. 1 des Zivilgesetzbuchs [ZGB]) und wo sich mithin der Mittelpunkt ihrer persön-

lichen und wirtschaftlichen Interessen befindet (vgl. z.B. BGE 138 II 300 E. 3.2; BGE 

132 I 29 E. 4; BGE 125 I 458 E. 2b = Pra 2000 Nr. 178; BGE 125 I 54 E. 2). Unter dem 

Gesichtspunkt der Steuerhoheit bestimmt sich der Mittelpunkt der Lebensinteressen 

nach der Gesamtheit der objektiven, äusseren Umstände, die diese Interessen erken-

nen lassen, und nicht nach den bloss erklärten Wünschen der (allenfalls steuerpflichti-

gen) Person. Bei Ungewissheit der tatsächlichen Verhältnisse sind Indizien für den 

Lebensmittelpunkt unter anderem der gewöhnliche Aufenthalt und der Schwerpunkt 

der persönlichen, familiären und gesellschaftlichen Beziehungen, der Zivilstand und die 

Familienverhältnisse (Heirat und Konkubinat), die regelmässige Heimkehr, das Alter, 

die Art der Erwerbstätigkeit (selbständig oder unselbständige berufliche Aktivität), die 

Nationalität des Arbeitgebers, die Dauer und der Zweck des Aufenthalts (Dauer- oder 

temporärer Aufenthalt) sowie die Wohnverhältnisse an den jeweiligen Orten, z.B. eige-

nes Haus, Wohnung, Hotelaufenthalt (Zweifel/Hunziker in: Kommentar zum Schweize-

rischen Steuerrecht, Internationales Steuerrecht, 2015, Art. 4 N. 41). Auf formelle Krite-

rien wie polizeiliche An- und Abmeldung, Niederlassungsbewilligung, Hinterlegung der 

Schriften, Ausübung des Stimmrechts oder Eintrag im Handelsregister kommt es nicht 

an. Solche Elemente können allerdings ebenfalls Indizien für die Absicht dauernden 

Verbleihens sein, wenn auch das übrige Verhalten der Person dafür spricht (so etwa 

BGE 132 I 29 E. 4.1; BGr, 17. August 2012, 2C_92/2012, E. 4.1; 22. Februar 2008, 

2P.5/2007, E. 2.2). Im Übrigen gilt bei internationalen Verhältnissen der Grundsatz von 

Art. 24 Abs. 1 ZGB analog, wonach der einmal begründete Wohnsitz in der Schweiz 

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grundsätzlich bis zum Erwerb eines neuen Wohnsitzes im Ausland weiterbesteht (sog. 

"remanence du domicile", vgl. BGr, 1. Juli 2013, 2C_1267/2012, E. 3.3; BGE 138 II 300 

E. 3.3). 

 

d) Die Regeln, die das Bundesgericht zum interkantonalen Doppelbesteue-

rungsverbot mit Blick auf die Bestimmung des Hauptsteuerdomizils entwickelt hat, 

können nicht ohne weiteres auf das internationale Verhältnis übertragen werden (Peter 

Locher, Einführung in das internationale Steuerrecht der Schweiz, 3. A., Bern 2005,  

S. 228 f.). Das muss gerade etwa für die formalisierten Kriterien der "regelmässigen 

Rückkehr" an den Familienort und des "leitenden Angestellten" gelten. Denn diese er-

geben im internationalen Verhältnis kaum Sinn (BGr, 1. Juli 2013, 2C_1267/2012, 

E. 4.1; BGr, 7. November 2012, 2C_452/2012, E. 4.6 = StE 2013 A 32 Nr. 19). Hier ist 

entscheidend, ob im Rahmen einer Gesamtbetrachtung die wirtschaftlichen Interessen 

in einem Staat die persönlichen Interessen im andern Staat derart überwiegen, dass 

gesagt werden kann, der Mittelpunkt der Lebensinteressen befinde sich dort, wo die 

stärkeren wirtschaftlichen Interessen bestünden (BGr, 18. Januar 2011, 2C_ 472/2010, 

E. 3.4.2; Vogel/Lehner, Doppelbesteuerungsabkommen, Kommentar, 6. A., München 

2014, Art. 4 Rz. 196). Eine solche Gesamtbetrachtung steht auch im Einklang mit der 

Regelung, wie sie dem OECD-Musterabkommen zur Vermeidung der Doppelbesteue-

rung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen und vom Vermögen bzw. dem 

Kommentar zu diesem Musterabkommen entnommen werden kann. Nach Ziff. 15 des 

Kommentars zu Art. 4 Abs. 2 des OECD-Musterabkommens sind bei der Prüfung der 

Frage, zu welchem der beiden Staaten eine Person, die in beiden Staaten über eine 

ständige Wohnstätte verfügt, die engeren persönlichen und wirtschaftlichen Beziehun-

gen hat, deren "familiären und gesellschaftlichen Beziehungen, ihre berufliche, politi-

sche, kulturelle und sonstige Tätigkeit, der Ort ihrer Geschäftstätigkeit, der Ort, von wo 

aus sie ihr Vermögen verwaltet, und ähnliches zu berücksichtigen. Die Umstände sind 

als Ganzes zu prüfen; Erwägungen, die sich aus dem persönlichen Verhalten der na-

türlichen Person ergeben, haben selbstverständlich erhöhte Bedeutung. Begründet 

eine Person, die in einem Staat über eine Wohnstätte verfügt, ohne diese aufzugeben, 

im anderen Staat eine zweite Wohnstätte, so kann die Tatsache, dass sie die erste 

Wohnstätte dort beibehält, wo sie bisher stets gelebt und gearbeitet hat und wo sie ihre 

Familie und ihren Besitz hat, zusammen mit anderen Gesichtspunkten als Zeichen 

dafür sprechen, dass diese Person den Mittelpunkt ihrer Lebensinteressen im ersten 

Staat beibehalten hat". 

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e) Im Rahmen der ordentlichen Besteuerung obliegt es der Steuerbehörde, 

die Umstände darzutun und zu beweisen, aus denen folgt, dass sich der steuerrechtli-

che Wohnsitz einer natürlichen Person im Kanton und damit in der Schweiz befindet. 

Das ergibt sich allgemein aus dem Grundsatz, dass steuerbegründende Tatsachen von 

der die Steuerhoheit beanspruchenden Steuerbehörde zu beweisen sind. Erscheint der 

von der Behörde angenommene Wohnsitz im Kanton als sehr wahrscheinlich, so ge-

nügt dies in der Regel als Hauptbeweis, und es obliegt alsdann der betroffenen Per-

son, den Gegenbeweis für den von ihr behaupteten Lebensmittelpunkt ausserhalb des 

Kantons bzw. der Schweiz zu erbringen (vgl. BGr, 1. Juli 2013, 2C_1267/2012, E. 3.4; 

16. Februar 2010, 2C_625/2009, E. 3.2; 16. Juni 2009, 2C_827/2008, E. 4.1; 22. Au-

gust 2008, 2C_175/2008, E. 3.2; 1. März 2007, 2P.203/2006, E. 2.3; 29. September 

1999, Pra 2000 Nr. 7, E. 3c; VGr, 18. Mai 1984, StE 1984 B 11.1 Nr. 2). Wird der 

Nachweis der Wohnsitzverlegung nicht erbracht, besteht in analoger Anwendung von 

Art. 24 Abs. 1 ZGB das bisherige Domizil fort (BGr, 8. November 2015, 2C_873/2014, 

E. 3.3; 7. Mai 2014, 2C_793/2013, E. 4.4; 1. Juli 2013, 2C_1267/2012, E. 3.4).  

 

Diese Beweislastverteilung kann indes – wie vorliegend – im Rahmen der 

Quellenbesteuerung unselbständig Erwerbstätiger nicht unbesehen übernommen wer-

den. Im System der Quellenbesteuerung unselbständig Erwerbstätiger ist nämlich zu-

mindest bezüglich des Einkommens aus der Quelle "Unselbständige Erwerbstätigkeit" 

die Steuerplicht unabhängig davon gegeben, ob der Lohnempfänger in der Schweiz 

einen steuerrechtlichen Wohnsitz begründet hat oder nicht. Steuerbegründend ist die 

Tatsache des steuerrechtlichen Wohnsitzes in der Schweiz lediglich dahin gehend, 

dass in diesem Fall im Rahmen einer ergänzenden ordentlichen Veranlagung gemäss 

Art. 90 Abs. 1 DBG bzw. § 93 Abs. 1 StG auch das Einkommen aus anderen Quellen 

als der unselbständigen Erwerbtätigkeit erfasst wird. Eine solche ergänzende ordentli-

che Veranlagung steht im vorliegenden Verfahren indes nicht zur Diskussion. Streitge-

genstand ist hier im Rahmen der Tarifkorrektur die steuermindernde Abzugsfähigkeit 

von Auslagen für den internationalen Wochenaufenthalt für einen Quasi-Ansässigen 

quellensteuerpflichtigen Arbeitnehmer (vgl. zum Begriff und den Kriterien vgl. 

Jud/Rufener: in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Bundesgesetz über 

die direkte Bundessteuer, 3. A., 2017, vor Art. 83 - 101 N 84 ff. DBG ) als weitere Be-

rufsauslagen, welche einen ausländischen Wohnsitz des Pflichtigen voraussetzt. Die 

Beweislast für den ausländischen Wohnsitz liegt in diesem Zusammenhang beim 

Pflichtigen. 

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2. a) aa) Das kantonale Steueramt begründet den steuerrechtlichen Wohnsitz 

des Pflichtigen in der Schweiz in der Steuerperiode 2014 damit, dass dieser seit 2007 

in der Schweiz unselbstständig erwerbstätig gewesen und immer zum Tarif "A" für Al-

leinstehende quellenbesteuert worden sei. Der steuerrechtliche Wohnsitz eines Un-

selbstständigerwerbenden befinde sich regelmässig am Ort, zu dem er sich zum 

Zweck eines Unterhaltserwerbs für längere oder unbestimmte Zeit aufhalte. Es bestehe 

die Vermutung, dass am Arbeitsort in der Regel auch der Mittelpunkt der Lebensinte-

ressen einer steuerpflichtigen Person sei. Der Arbeitsort begründe nur dann keinen 

steuerrechtlichen Wohnsitz, wenn die persönlichen Beziehungen zu einem anderen Ort 

stärker seien als zum Arbeitsort, wobei unter diesem der zu verstehen sei, von dem 

aus die steuerpflichtige Person zur Arbeit gehe. Bei regelmässiger Rückkehr an einen 

anderen Aufenthaltsort würden bei ledigen Personen die Kriterien, nach welchen dieser 

Aufenthaltsort als steuerrechtlicher Wohnsitz anerkannt werden könne, besonders 

streng gehandhabt. Bei ledigen Personen mit langjährigem Aufenthalt am Arbeitsort 

verliere die regelmässige Rückkehr an den Familienort an Gewicht und dies selbst bei 

nach wie vor engen Beziehungen zum Familienort. Die Praxis gehe dabei davon aus, 

dass die Beziehung einer steuerpflichtigen Person zur elterlichen Familie nicht mehr so 

stark seien, wenn der Pflichtige das 30. Altersjahr überschritten habe oder aber sich 

seit mehr als 5 Jahren ununterbrochen am selben Arbeitsort aufhalte.  

 

bb) Obschon aus den Quellensteuerakten der Vorjahre ersichtlich ist, dass der 

Pflichtige regelmässig in verschiedenem Umfang (teilweise nur Fahrtkosten, teilweise 

auch Wohnkosten) Auslagen für den internationalen Wochenaufenthalt und damit auch 

der Status als internationaler Wochenaufenthalter gewährt worden ist und der Pflichtige 

bereits im Jahr 2002 die Vaterschaft zu seiner in Österreich lebenden Tochter aner-

kannt hat, genügt der Hinweis des kantonalen Steueramts auf die mittlerweile langjäh-

rige unselbstständigen Tätigkeit des ledigen Pflichtigen in der Schweiz und damit ver-

bunden dem Vorhandensein bedeutender wirtschaftlicher Interessen, um diesem im 

vorliegenden Zusammenhang die Beweislast für die Beibehaltung des steuerrechtli-

chen Wohnsitzes in Österreich und damit dem Überwiegen der persönlichen – so ins-

besondere den familiären und gesellschaftlichen – Interessen aufzuerlegen.  

 

b) Dem Pflichtigen gelingt ein solcher Beweis des Lebensmittelpunkts und 

damit der Ansässigkeit in der österreichischen Gemeinde D – bzw. des dadurch verur-

sachten blossen internationalen Wochenaufenthalts in der Schweiz – trotz detaillierter 

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Aufforderungen zur Einreichung einschlägiger Beweismittel bereits im Rahmen des 

Einspracheverfahrens (R-act. 9/26) nicht: Die bereits im Einspracheverfahren einge-

reichte Wohnsitzbestätigung der Gemeinde D wie auch die Bewilligungen der eidge-

nössischen Zollverwaltung für die Verwendung eines unverzollten Fahrzeugs genügen 

als rein formelle Kriterien hierfür nicht. Der Pflichtige ist darüber hinaus für sämtliche 

seiner Vorbringen für einen Wohnsitz in Österreich (zweiwöchentliche Rückkehr vom 

Arbeitsort in der Schweiz, Wohnsituation in Österreich, regelmässiger Kontakt mit sei-

ner Mutter und seiner Tochter, regelmässige Kontakte mit Freundes- und Bekannten-

kreis sowie weiteren Verwandten, weitere Integration in der Gemeinde D wie Vereins-

zugehörigkeit etc.) eine substanziierte Sachdarstellung sowie einen Beweis hierzu 

schuldig geblieben. Zwar mag die von ihm gemietete Wohnung in Kloten nicht gerade 

als grosszügige Unterkunft erscheinen, indes hat der Pflichtige davon abgesehen, sei-

ne Wohnsituation in Österreich offenzulegen. Die in den meisten aktenkundigen Do-

kumenten enthaltene Adresse scheint diejenige der Mutter des Pflichtigen zu sein. Eine 

gemeinsame Wohnstätte mit seiner Tochter und deren Mutter ist nicht ausgewiesen. 

Aufgrund der Inanspruchnahme des Alimenteninkassos sowohl in Österreich als auch 

in der Schweiz für die Unterhaltszahlungen an die Tochter ist unklar, ob, und falls ja, in 

welcher Intensität der Pflichtige die Beziehung zu seiner Tochter und zu deren Mutter 

pflegt. Nicht weiter helfen dem Pflichtigen schliesslich die ebenfalls bereits im Ein-

spracheverfahren eingereichten Fahrzeuggutachten als Beleg für die Fahrleistung sei-

nes Fahrzeugs und damit für eine regelmässige Rückkehr nach Österreich. Zwar ist für 

die Zeitspanne zwischen den beiden Gutachten eine Fahrleistung von 20'360 km be-

legt, indes ist aufgrund der fehlenden Datierung des älteren Gutachtens unklar, in wel-

cher Periode diese Strecke absolviert worden ist. Selbst wenn im Jahr 2014 von einer 

Jahresleistung von 20'360 km ausgegangen werden könnte, würde dies in Anbetracht 

der Wegstrecke zwischen der zürcherischen Stadt C und der österreichischen Ge-

meinde D von rund 1'240 km hin und zurück (vgl Wegberechnung in Google Maps) 

lediglich zu einer Rückkehr nach Österreich knapp alle drei Wochen ausreichen. Sol-

che Rückkehrintervalle stünden überdies unter dem Vorbehalt, dass der Pflichtige sein 

Fahrzeug ausschliesslich für diese Fahrten verwendet hätte. In Anbetracht der Distanz 

von 25 km zwischen dem Wohnort des Pflichtigen in der Stadt C und dem Sitz seiner 

Arbeitgeberin im Kanton Aargau (vgl. Wegberechnung in Google Maps), der im Ver-

gleich zum Individualverkehr zeitintensiven Erschliessung durch den öffentlichen Ver-

kehr (vgl. www.sbb.ch, R-act. 13c) sowie mangels Hinweisen für die Benutzung eines 

Geschäftsfahrzeugs im Lohnausweis 2014 erscheint dies aber als zweifelhaft. Auch bei 

http://www.sbb.ch/

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in Anbetracht des internationalen Sachverhalts und der Fahrtstrecke grosszügiger Aus-

legung des Begriffs der Regelmässigkeit der Fahrten in die österreichische Gemeinde 

D  ist eine solche nicht bewiesen. 

 

c) Mangels Nachweises seines Lebensmittelpunkts in Österreich sowie eines 

blossen internationalen Wochenaufenthalts in der Schweiz zufolge regelmässiger 

Rückkehr nach Österreich sind die Voraussetzungen für die Abzugsfähigkeit damit 

verbundener Kosten (Wohnkosten/zusätzliche Verpflegungskosten/Fahrkosten) für die 

Steuerperiode 2014 von vornherein nicht erfüllt. Soweit der Pflichtige in seinem nach-

träglichen Antrag zum Rekurs vom 22. Dezember 2016 darüber hinaus übrige Berufs-

kosten und Krankenkassenprämien geltend macht, sind diese bereits in der Tarifgestal-

tung der Quellensteuer mit einberechnet (vgl. Art. 86 Abs. 1 DBG bzw. § 90 Abs. 1 

StG). Die Kosten für Spesen, besondere Arbeitskleider, Umschulung sind, sofern diese 

nicht ebenfalls in der Tarifierung berücksichtigt sind, auf jeden Fall unbelegt geblieben. 

Dies gilt auch für die Prämien der Mietkautionsversicherung. Bezüglich all dieser gel-

tend gemachten Kosten ist der Rekurs daher abzuweisen. 

 

 

3. a) Im Rahmen des nachträglichen Antrags zum Rekurs führt der Pflichtige 

den Betrag von Fr. 1'190.- für Alimente auf. Obschon aus der blossen Nennung dieses 

Betrags ohne weitere Angaben nicht ermittelt werden kann, aufgrund welcher Tatsa-

chen der Pflichtige diesen zusätzlichen Betrag unter diesem Titel abgezogen haben 

will, drängt sich mit Blick auf die Ungereimtheit zwischen dem im Einspracheentscheid 

erwähnten abzugsfähigen Kinderunterhalt im Umfang von Fr. 8'280.- und dem abzugs-

fähigen Kinderunterhalt von Fr. 5'280.- gemäss den dem Einspracheentscheid beilie-

genden Veranlagungsdetails eine nähere Prüfung des tatsächlich abzugsfähigen Kin-

derunterhalts auf. 

 

b) Der Vorinstanz ist offensichtlich ein doppelter Fehler unterlaufen, indem sie 

einerseits den massgebenden Betrag "8'280.-" mit der falschen Währung berücksichtigt 

hat und andrerseits von der Höhe her mit "5'280.-" falsch in die Detailberechnung über-

tragen hat. Aus der Kontomitteilung für das Jahr 2014 der Rechtsvertretung Minderjäh-

riger der zuständigen österreichischen Bezirkshauptmannschaft vom 5. Januar 2015 ist 

ersichtlich, dass der Pflichtige insgesamt Unterhaltsbeiträge im Umfang von 8'280.- 

Euro bezahlt hat. Bei einem Jahresmittelkurs 2014 von 1 Euro = Fr. 1.214629 (vgl. 

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Publikation der Jahresmittelkurse 2014 der eidgenössischen Steuerverwaltung für die 

Belange der Wehrpflichtersatzabgabe, https://www.estv.admin.ch/ estv/de/home/ direk-

te-bundessteuer/wehrpflichtersatzabgabe/dienstleistungen/jahres-mittelkurse.html) er- 

gibt dies einen Gesamtbetrag von rund Fr. 10'057.- bzw. Monatsbetreffnisse von  

Fr. 838.10. Dies führt zu folgender Neuberechnung der für die Steuerperiode 2014 ef-

fektiv geschuldete Quellensteuer: 

Monatsein- 
kommen 
brutto 

QStPfl. Monatslohn abzüglich Unterhalt (8280.-
/12=) 690.-, währungsbereinigt Mittelkurs 2014 
1 EURO = 1.214629 = Fr. 838.10 monatlich. 

Quellensteuer Tarif A 
effektiv schuldig mit 
abzugsfähigem Unterhalt 
838.10.- monatlich 

      
5'700.00 4'861.90 284.40 
5'700.00 4'861.90 284.40 
5'700.00 4'861.90 284.40 
7'261.00 6'422.90 508.05 
5'700.00 4'861.90 284.40 
5'914.00 5'075.90 313.20 
7'200.00 6'361.90 500.70 
5'700.00 4'861.90 284.40 
5'700.00 4'861.90 284.40 
5'700.00 4'861.90 284.40 
5'700.00 4'861.90 284.40 

11'545.00 10'706.90 1'318.00 
77'520.00 67'462.80 4'915.15 

 

c) Die Differenz zwischen der von der Arbeitgeberin des Pflichtigen bereits 

abgezogenen Quellensteuer im Umfang von Fr. 6'443.30 und der effektiv geschuldeten 

Quellensteuer im Betrag von Fr. 4'915.15, d.h. der Betrag von Fr. 1'528.15, ist dem 

Pflichtigen daher in teilweiser Gutheissung des Rekurses zurückzuerstatten. 

 

 

4. Ausgangsgemäss sind die Verfahrenskosten den Parteien nach Massgabe 

ihres Obsiegens anteilmässig aufzuerlegen (§ 151 Abs. 1 StG). 

 

https://www.estv.admin.ch/%20estv/de/home/direkte-bundessteuer/wehrpflichtersatzabgabe/
https://www.estv.admin.ch/%20estv/de/home/direkte-bundessteuer/wehrpflichtersatzabgabe/

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Demgemäss erkennt der Einzelrichter: 

 

 

1. Der Rekurs wird teilweise gutgeheissen. Für die Steuerperiode 01.01. - 31.12.2014 

sind dem Rekurrenten Quellensteuern im Umfang von Fr. 1'528.15 zurückzuerstat-

ten.  
 

	Entscheid