# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5392c4c3-9147-59e8-b64e-7fbcbbf6d0ca
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2020-05-11
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 11.05.2020 C-650/2018
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-650-2018_2020-05-11.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-650/2018 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  11 .  M a i  2 0 2 0  

Besetzung 
 Richterin Viktoria Helfenstein (Vorsitz), 

Richter David Weiss, Richter Christoph Rohrer,    

Gerichtsschreiberin Rahel Schöb. 
 

 
 

Parteien 
 A._______,  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, 

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Invalidenversicherung; Anspruch auf Invalidenrente;  

Verfügungen der IVSTA vom 21. Dezember 2017. 

 

 

 

C-650/2018 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der 1962 geborene, geschiedene, nunmehr in (…) wohnhafte schweizeri-

sche Staatsangehörige A._______ (nachfolgend: Versicherter oder Be-

schwerdeführer) ist gelernter Chemikant. Der Versicherte wohnte bis zum 

1. Februar 2018 in Frankreich, war in seiner früheren Eigenschaft als 

Grenzgänger zuletzt vom 15. Juni 2009 bis 21. März 2011 temporär über 

die B._______ AG in (…) angestellt und gegen die Folgen von Berufs- und 

Nichtberufsunfällen bei der C._______ (nachfolgend: C._______) versi-

chert (Akten der IV-Stelle D._______ [nachfolgend: IV-Stelle D._______] 

gemäss Aktenverzeichnis vom 19.04.2018 [nachfolgend: IV-act.] 1, 4, 8.62 

und 8.63, 8.53, 43, 150). Nebenerwerblich arbeitete er als Schwimmbad-

aufsicht (IV-act. 11).  

B.  

B.a Am 20. November 2010 erlitt der Versicherte eine Kniegelenks-Distor-

sion rechts mit anschliessender Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 8.16, 8.43, 8.54, 

87.170), worauf die C._______ ihrer gesetzlichen Leistungspflicht nach-

kam. Nach der am 22. Dezember 2010 erfolgten Operation (proximale Re-

Insertionsplastik laterales Seitenband rechts; IV-act. 8.31) war der Versi-

cherte ab Juli 2011 wieder vollständig arbeitsfähig (IV-act. 13, 16.16, 

16.17). Nachdem er über die E._______ (Schweiz) AG eine neue tempo-

räre Erwerbstätigkeit aufgenommen und am 3. September 2011 eine Par-

tialruptur am Bizeps femoris rechts erlitten hatte, was zu einer erneuten 

Arbeitsunfähigkeit führte (IV-act. 16.6 und 16.7), endete dieses Anstel-

lungsverhältnis per Ende Dezember 2011 (IV-act. 20). Am 19. April 2013 

erlitt der Versicherte einen Myokardinfarkt; am 24. April 2013 wurde eine 

Bypass-Operation durchgeführt (IV-act. 2, S. 2).  

B.b Nach weiteren medizinischen Abklärungen (IV-act. 87.37 und 87.27) 

sprach die C._______ dem Versicherten mit Verfügung vom 13. August 

2015 eine unfallbedingte Rente bei einem Erwerbsunfähigkeitsgrad von 

25 % mit Wirkung ab 1. September 2015 zu (IV-act. 106). 

C.  

C.a Am 8. Juni 2011 meldete sich der Versicherte bei der IV-Stelle 

D._______ zum Leistungsbezug an (IV-act. 1 bis 3; vgl. auch IV-act. 39). 

Die IV-Stelle D._______ nahm erwerbliche und medizinische Abklärungen 

vor (IV-act. 27, 30, 31, 32, 45).  

C-650/2018 

Seite 3 

C.b Mit Vorbescheid vom 21. November 2013 wurden dem Versicherten 

vom 1. Dezember 2011 bis 30. November 2012 und vom 1. Juli bis 31. Ok-

tober 2013 befristete, ganze IV-Renten in Aussicht gestellt (IV-act. 48). 

Hiergegen liess der Versicherte am 4. Dezember 2013 summarisch Ein-

wand erheben (IV-act. 51 bis 53); die entsprechenden, materiell begründe-

ten Einwendungen der Rechtsvertreterin datieren vom 28. Januar 2014 (IV-

act. 57 bis 59, 63). In der Folge sah sich die IV-Stelle D._______ veran-

lasst, weitere medizinische Abklärungen in die Wege zu leiten (IV-act. 66, 

69 [vgl. auch 95]; 76; 80). 

C.c Am 9. März 2015 beauftragte die IV-Stelle D._______ die Neurologie 

F._______ AG (Polydisziplinäre Begutachtungsstelle, MEDAS [nachfol-

gend: MEDAS]) mit einer polydisziplinären medizinischen Abklärung (IV-

act. 91; vgl. auch IV-act. 93). Nach Vorliegen des psychiatrischen (IV-

act. 101, S. 99 bis 116), orthopädischen (S. 87 bis 98), kardiologischen 

(S. 80 bis 86) und allgemeinmedizinisch-internistischen (S. 62 bis 79) Teil-

gutachtens sowie des Hauptgutachtens vom 27. Mai 2015 (S. 1 bis 59) 

holte die IV-Stelle D._______ am 17. September 2015 eine Stellungnahme 

von Dr. med. G._______, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, vom Re-

gionalen Ärztlichen Dienst (nachfolgend: RAD), ein (IV-act. 108).  

C.d Mit Vorbescheid vom 28. September 2015 ersetze die IV-Stelle 

D._______ den Vorbescheid vom 21. November 2013 und stellte dem Ver-

sicherten vom 1. Dezember 2011 bis 30. November 2012 und vom 1. Juli 

2013 bis 1. Juli 2014 eine befristete ganze IV-Renten in Aussicht (IV-act. 

111).  

C.e Hiergegen liess der Versicherte am 2. November 2015 unter Beilage 

einer durch Dr. med. H._______, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, 

am 24. September 2015 erfolgten Würdigung des polydisziplinären Gut-

achtens seine Einwendungen vorbringen (IV-act. 112). Nach einer ergän-

zenden Stellungnahme der Rechtsvertreterin vom 11. Dezember 2015 (IV-

act. 115) nahm der RAD-Arzt, Dr. med. G._______, am 18. Dezember 2015 

erneut Stellung (IV-act. 118).  

C.f Nachdem sich auch noch der IV-interne Rechtsdienst am 13. Januar 

2016 mit dem Dossier befasst hatte (IV-act. 121), erliess die IV-Stelle 

D._______ am 19. Januar 2016 einen dem Vorbescheid vom 28. Septem-

ber 2015 entsprechenden Beschluss (IV-act. 122); die entsprechenden, 

von der IVSTA erlassenen Verfügungen datieren vom 26. Februar 2016 (IV-

act. 124).  

C-650/2018 

Seite 4 

D.  

D.a Gegen diese Verfügungen liess der Versicherte beim Bundesverwal-

tungsgericht mit Eingabe vom 12. April 2016 Beschwerde erheben und be-

antragen, die Verfügung vom 26. Februar 2016 sei betreffend Abweisung 

des Rentenbegehrens ab 1. Juli 2014 aufzuheben und es sei ihm mit Wir-

kung ab 1. Juli 2014 eine ganze IV-Rente zuzusprechen; eventualiter sei 

die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen (BVGer-

Urteil C-2283/2016 vom 9. August 2017, Sachverhalt D). 

D.b Mit Urteil C-2283/2016 vom 9. August 2017 entschied das Bundesver-

waltungsgericht, dass die Beschwerde vom 12. April 2016 insofern gutge-

heissen werde, als der Beschwerdeführer – nebst dem Anspruch auf eine 

ganze IV-Rente für die Zeit vom 1. Dezember 2011 bis 30. November 2012 

und vom 1. Juli 2013 bis 30. Juni 2014 – auch mit Wirkung ab dem 1. Juli 

2014 bis 31. August 2015 Anspruch auf eine halbe IV-Rente habe. Die Vo-

rinstanz wurde zudem angewiesen, eine neue Verfügung zu erlassen und 

die entsprechenden Rentenbetreffnisse rückwirkend ab dem Zeitpunkt der 

Einstellung auszurichten (Urteil des BVGer C-2283/2016 vom 9. August 

2017, Urteilsdispositiv). 

D.c Die hiergegen erhobene Beschwerde ans Bundesgericht liess der Ver-

sicherte mit Schreiben vom 2. November 2017 wieder zurückziehen, wo-

raufhin das Verfahren durch das Bundesgericht abgeschrieben wurde 

(IV-act. 146). 

D.d In Nachachtung des Urteils des BVGer C-2283/2016 vom 9. August 

2017 erliess die IVSTA drei Verfügungen, alle jeweils datiert vom 21. De-

zember 2017, mit welchen sie die entsprechenden Verfügungen vom 

26. Februar 2016 ersetzte und den Anspruch des Versicherten auf eine 

Rente der Invalidenversicherung wie folgt festlegte:  

– 1. Dezember 2011 bis 30. November 2012: ordentliche ganze Invalidenrente 

über monatlich Fr. 2'301.– (Akten im Beschwerdeverfahren [nachfolgend: 

BVGer-act.] 1, Beilage 3); 

– 1. Dezember 2012 bis 30. Juni 2013: keine Invalidenrente (Beilage 6 zu 

BVGer-act. 1); 

– 1. Juli 2013 bis 30. Juni 2014: ordentliche ganze Invalidenrente über monatlich 

Fr. 2'321.– (Beilage 4 zu BVGer-act. 1); 

C-650/2018 

Seite 5 

– 1. Juli 2014 bis 31. August 2015: ordentliche halbe Invalidenrente über monat-

lich Fr. 1'161.– (Beilage 5 zu BVGer-act. 1); 

– ab 1. September 2015: keine Invalidenrente (Beilage 6 zu BVGer-act. 1). 

E.  

E.a Hiergegen erhob der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 26. Januar 

2018 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht (BVGer-act. 1) und be-

antragte sinngemäss, die angefochtenen Verfügungen seien aufzuheben. 

Dies begründete er im Wesentlichen damit, dass bei der Berechnung der 

Leistungseinbusse verschieden Arbeitszeitmodelle miteinander verrechnet 

worden seien. Die Vorinstanz sei hinsichtlich des Valideneinkommens von 

einem Arbeitszeitmodell von 40 Stunden pro Woche ausgegangen, in wel-

chem er die letzten 25 Jahre gearbeitet habe (seit 2009 im Stundenlohn). 

Beim Invalideneinkommen habe die Vorinstanz hingegen das Zeitmodell 

von 41,7 Stunden pro Woche aus der schweizerischen Lohnstrukturerhe-

bung (LSE) angewandt. Es könne niemandem logisch erscheinen, weshalb 

er bei einem Invaliditätsgrad von 40 % und nach viermaliger Bypassopera-

tion mehr Arbeitszeit als vor dem Ereignis aufwenden können solle. 

E.b Per 1. Februar 2018 verlegte der Beschwerdeführer seinen Wohnsitz 

in die Schweiz (Beilage 2 zu BVGer-act. 8).  

E.c Mit Zwischenverfügung vom 7. Februar 2018 wurde der Beschwerde-

führer aufgefordert, bis zum 12. März 2018 einen Kostenvorschuss von 

Fr. 800.– in der Höhe der mutmasslichen Verfahrenskosten zu leisten 

(BVGer act. 2); dieser Aufforderung kam der Beschwerdeführer am 9. März 

2018 nach (BVGer-act. 4). 

E.d In ihrer Vernehmlassung vom 25. April 2018 beantragte die Vorinstanz 

die Abweisung der Beschwerde und verwies zur Begründung auf die Stel-

lungnahme der IV-Stelle D._______ vom 19. April 2018 (BVGer-act. 6). 

Die IV-Stelle D._______ führte zusammengefasst aus (Beilage 1 zu 

BVGer-act. 6), dass die IVSTA ausgehend vom Urteil des Bundesverwal-

tungsgerichts die Verfügung vom 21. Dezember 2017 erlassen habe. Die-

ses sei in Rechtskraft erwachsen. Darin sei für die IVSTA verbindlich fest-

gelegt worden, von welche Rentenansprüchen in der neu zu erlassenden 

Verfügung auszugehen sei. Die IVSTA habe mit ihrer Verfügung vom 

21. Dezember 2017 nur dieses Urteil umgesetzt. Aufgrund der Bindungs-

wirkung des Urteils habe die IVSTA auch nicht davon abweichen dürfen. 

Bei der lnvaliditätsbemessung (Ermittlung des lnvaliditätsgrads) habe sie 

C-650/2018 

Seite 6 

denn auch die Validen- und lnvalideneinkommen vom Urteil übernommen. 

Wegen der Rechtskraft des Urteils und dessen Bindungswirkung könne der 

lnvaliditätsgrad auch nicht mehr im jetzigen Beschwerdeverfahren über-

prüft werden, selbst wenn die Bemessung der lnvaliditätsgrade im Urteil 

fehlerhaft gewesen sein sollte.  

Das Vorbringen des Beschwerdeführers sei hingegen nicht nur aus formel-

len Gründen, sondern auch in der Sache nicht berechtigt. Das Validenein-

kommen sei jenes Einkommen, welches der Beschwerdeführer erzielt 

hätte, wenn er gesund geblieben wäre. Ausgangspunkt für die Bemessung 

des Valideneinkommens sei dabei das bei der letzten Arbeitgeberin vor 

dem Eintritt der Invalidität erzielte Einkommen. Dabei seien die realen Ver-

hältnisse der jeweiligen Arbeitgeberin massgebend. Ob das Einkommen in 

einer 40-Stunden Woche oder in einer 42-Stunden Woche erzielt worden 

sei, sei jeweils nicht relevant. 

Demgegenüber sei das lnvalideneinkommen jenes Einkommen, welches 

die Beschwerdeführerin [recte: der Beschwerdeführer] zumutbarerweise 

nach Eintritt des Gesundheitsschadens noch erzielen könnte. Wenn die 

versicherte Person ihre medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit nicht bei 

einer konkreten Arbeitgeberin ausschöpfe, seien für das lnvalideneinkom-

men die Verhältnisse bei einer statistisch durchschnittlichen schweizeri-

schen Arbeitgeberin massgebend. Die durchschnittliche Arbeitszeit be-

trage in der Schweiz 41,7 Stunden pro Woche. Aus diesen Gründen sei es 

in der Tat zulässig, dass das Valideneinkommen auf einer 40-Stunden-Wo-

che und das lnvalideneinkommen auf einer 41.7-Stunden-Woche beruhe. 

E.e Mit prozessleitender Verfügung vom 30. April 2018 schloss die Instruk-

tionsrichterin – vorbehältlich weiterer Instruktionsmassnahmen – den 

Schriftenwechsel (BVGer-act. 7). 

E.f Mit unaufgeforderter Eingabe vom 30. April 2018 machte der Be-

schwerdeführer weitere Ausführungen zu seiner Arbeitsunfähigkeit 

(BVGer-act. 8). Er hielt fest, dass er am 9. April 2018 ein Gespräch bei der 

IV-Stelle D._______ zur Beurteilung seiner aktuellen Situation gehabt 

habe. Im Gespräch sei ihm dargelegt worden, dass ein Arbeitspensum von 

100 % für ihn Utopie sei und da er auch kein 80 % Pensum arbeiten könne, 

würde auch eine Umschulung nicht in Frage kommen. Bei seinen Ein-

schränkungen würde sein Arbeitspensum ca. 50-60 % betragen, weswe-

gen das am 21. Dezember 2017 verfügte Pensum von 100 % nicht zutreffe 

und darum sein IV-Grad neu berechnet werden müsse.  

C-650/2018 

Seite 7 

Zudem habe sich der Sachbearbeiter der IV-Stelle D._______ ein Bild von 

seiner linken verkümmerten Hand machen können, welche bei der Berech-

nung des IV-Grades nie gewürdigt worden sei, dies aber mindestens im 

Leidensabzug hätte geschehen sollen. Entsprechende Fotografien legte er 

der unaufgeforderten Eingabe bei. 

E.g In ihrer Duplik vom 29. Mai 2018 hielt die Vorinstanz vollumfänglich an 

ihren Rechtsbegehren fest und verwies zur Begründung auf die Beurtei-

lung der IV-Stelle D._______ vom 23. Mai 2018 (BVGer-act. 10). 

Die IV-Stelle D._______ führte zusammengefasst aus (Beilage 1 zu 

BVGer-act. 10), dass es sich bei der Verfügung der IVSTA vom 21. Dezem-

ber 2017 um die Umsetzung eines rechtskräftigen Urteils gehandelt habe. 

Ein Spielraum davon abzuweichen, habe daher nicht bestanden. Da es 

sich um eine res iudicata handle, müsse sie zudem auch den rechtskräftig 

beurteilten Sachverhalt nicht ein weiteres Mal aufrollen.  

Die Funktionseinschränkungen der linken Hand seien zudem im Gutach-

ten, welches dem Gerichtsurteil zu Grunde lag, bereits berücksichtigt wor-

den. Sofern der Beschwerdeführer mit den Aufnahmen der Hände neue 

Tatsachen oder Beweismittel vorbringen möchte, so sei darauf hingewie-

sen, dass die Revision des rechtskräftigen Urteils vom 6. November 2017 

wegen neuer Tatsachen oder Beweismittel dem Gericht und nicht der IV-

Stelle obliege. Inwiefern der Beschwerdeführer nicht dazu in der Lage ge-

wesen sein soll, die Bilder bereits im ersten Gerichtsverfahren beim Bun-

desverwaltungsgericht einzureichen, sei hingegen nicht zu ersehen. Dem-

nach läge mit diesen Bildern kein Grund für die Revision des Urteils vom 

9. August 2017 vor. 

Dem Protokoll der IV-Stelle D._______ vom 9. Mai 2018 zufolge habe sich 

der Beschwerdeführer eine Sehne im Finger gerissen. Dies habe sich aber 

nach der angefochtenen Verfügung vom 21. Dezember 2017 ereignet. Da-

mit erscheine zwar eine nachträgliche Verschlechterung der Beschwerden 

an der Hand nicht ausgeschlossen. Eine solche sei aber nicht mehr Ge-

genstand dieses Beschwerdeverfahrens, sondern eines allfälligen Revisi-

onsverfahrens der IV-Stelle für Versicherte im Ausland. 

E.h Mit prozessleitender Verfügung vom 1. Juni 2018 schloss die Instrukti-

onsrichterin den Schriftenwechsel (BVGer-act. 11). 

C-650/2018 

Seite 8 

F. Auf den weiteren Inhalt der Akten sowie der Rechtsschriften und Be-

weismittel ist – soweit erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen 

einzugehen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG in Verbindung mit Art. 33 Bst. d VGG und Art. 69 

Abs. 1 Bst. b IVG (SR 831.20) sowie Art. 5 VwVG beurteilt das Bundesver-

waltungsgericht Beschwerden von Personen im Ausland gegen Verfügun-

gen der IVSTA. Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. 

1.2 Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenom-

men und ist als Adressat der Verfügung davon berührt. Er hat – soweit er 

die Verfügungen bezüglich behaupteter noch offener Forderungen anficht 

– grundsätzlich ein schutzwürdiges Interesse an deren Anfechtung (Art. 59 

ATSG).  

1.3 Die Verfügung vom 18. April 2017 wurde rechtzeitig und formgerecht 

angefochten und der auferlegte Kostenvorschuss (BVGer-act. 3) fristge-

recht geleistet (Art. 60 ATSG, Art. 52 Abs. 1 VwVG und Art. 63 Abs. 4 

VwVG). Auf die Beschwerde vom 31. Januar 2018 wäre daher grundsätz-

lich – unter Vorbehalt der Frage, ob aufgrund der Rechtsbegehren der 

Grundsatz der abgeurteilten Sache (res iudicata) zum Tragen kommt (E. 4 

nachfolgend) – einzutreten. 

2.  

2.1 Zuständig ist in der Regel die IV-Stelle, in deren Kantonsgebiet der Ver-

sicherte im Zeitpunkt der Anmeldung seinen Wohnsitz hat. Der Bundesrat 

ordnet die Zuständigkeit in Sonderfällen (Art. 55 Abs. 1 IVG). Für Versi-

cherte, die ihren Wohnsitz im Ausland haben, ist die IV-Stelle für Versi-

cherte im Ausland zuständig (Art. 40 Abs. 1 Bst. b der Verordnung über die 

Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]). Zuständig zur Entgegennahme 

und Prüfung der Anmeldungen von Grenzgängern ist die IV-Stelle, in deren 

Tätigkeitsgebiet der Grenzgänger eine Erwerbstätigkeit ausübt. Dies gilt 

auch für ehemalige Grenzgänger, sofern sie bei der Anmeldung ihren or-

dentlichen Wohnsitz noch in der benachbarten Grenzzone haben und der 

Gesundheitsschaden auf die Zeit ihrer Tätigkeit als Grenzgänger zurück-

geht. Die Verfügungen werden von der IV-Stelle für Versicherte im Ausland 

erlassen (Art. 42 Abs. 2 IVV). 

C-650/2018 

Seite 9 

2.2 Der Beschwerdeführer war im Zeitpunkt der Anmeldung zum Leis-

tungsbezug der Invalidenversicherung im Juni 2011 (IV-act. 1 bis 3; vgl. 

auch IV-act. 39) als Grenzgänger im Kanton D._______ tätig und hatte sei-

nen Wohnsitz in Frankreich. Somit hat die IV-Stelle D._______ zu Recht 

Abklärungen zum Leistungsanspruch vorgenommen und die IVSTA die an-

gefochtenen Verfügungen vom 21. Dezember 2017 erlassen. Die nach 

Verfügungserlass erfolgte erneute Wohnsitznahme in der Schweiz ist in 

diesem Zusammenhang unbeachtlich. 

3.  

3.1 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht 

einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, 

die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG). 

3.2 Mit der Rückweisung der Angelegenheit an die Vorinstanz ist das Bun-

desverwaltungsgericht an das rechtskräftige Urteil C-2283/2016 vom 9. Au-

gust 2017 gebunden (BGE 135 III 334 E. 2; Urteile des BGer 8C_680/2015 

vom 14. Dezember 2015 E. 4.1 und 4.3.3 und 8C_720/2015 vom 12. April 

2016 E. 3), weshalb vorab – anstelle einer Wiederholung der entsprechen-

den Erwägungen im vorliegenden Entscheid – insbesondere betreffend die 

Anwendbarkeit des europäischen Koordinationsrechts und des innerstaat-

lichen temporalen Rechts (E. 2.1 f.), die Invalidität und den Rentenan-

spruch (E. 2.2 ff.), die Beweiswürdigung und den Beweiswert von ärztli-

chen Dokumenten (E 2.9), auf die entsprechenden Erwägungen im obge-

nannten Urteil verwiesen werden kann.  

4.  

Das Bundesverwaltungsgericht hat den Anspruch des Beschwerdeführers 

auf eine Rente der Invalidenversicherung bereits geprüft und die damalige 

Beschwerde mit rechtskräftigem Urteil C-2283/2016 vom 9. August 2017 in 

dem Sinne gutgeheissen, als es dem Versicherten – nebst dem Anspruch 

auf eine ganze IV-Rente für die Zeit vom 1. Dezember 2011 bis 30. Novem-

ber 2012 und vom 1. Juli 2013 bis 30. Juni 2014 – auch mit Wirkung ab 

dem 1. Juli 2014 bis 31. August 2015 eine halbe IV-Rente zusprach und 

die Vorinstanz anwies, eine neue Verfügung zu erlassen und die entspre-

chenden Rentenbetreffnisse rückwirkend ab dem Zeitpunkt der Einstellung 

auszurichten (Dispositiv-Ziffer 1). Zu klären ist deshalb vorab, ob der er-

neuten Prüfung der Invaliditätsbemessung des Beschwerdeführers die 

Rechtskraft des genannten Urteils entgegensteht. 

C-650/2018 

Seite 10 

4.1 Der Beschwerdeführer rügt im vorliegenden Beschwerdeverfahren die 

inkorrekte Berechnung des Invaliditätsgrades und führt zur Begründung im 

Wesentlichen an, dass die dem Validen- sowie Invalideneinkommen zu-

grundeliegende Wochenarbeitszeit voneinander abweichten (40 bzw. 41,7 

Wochenstunden). Daraus folge ein zu tiefer Invaliditätsgrad (39 % statt 

42 %) und somit ein Anspruch auf mindestens eine Viertelsrente (BVGer-

act. 1). Mit Beschwerdeergänzung bzw. Replik beanstandet er im Weiteren, 

er sei lediglich zu 50 % bis 60 % arbeitsfähig und nicht wie von der Vo-

rinstanz angenommen zu 100 %. Sodann seien die Funktionseinschrän-

kungen in seiner linken Hand bei der Berechnung des IV-Grades unberück-

sichtigt geblieben (BVGer-act. 8).  

4.2 Kann ein Entscheid nicht mehr mit einem ordentlichen Rechtsmittel an-

gefochten werden – sei es, dass auf die Ergreifung eines ordentlichen 

Rechtsmittels explizit verzichtet respektive ein solches zurückgezogen 

wurde, sei es, dass die Rechtsmittelfrist ungenutzt abgelaufen oder der 

Entscheid letztinstanzlich ist – erwächst er in formelle Rechtskraft (TSCHAN-

NEN/ZIMMERLI/MÜLLER, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. Aufl. 2014, § 31 

Rz. 5 ff.). Ein formell rechtskräftiger Beschwerdeentscheid kann nur (aber 

immerhin) durch das ausserordentliche Rechtsmittel der Revision abgeän-

dert werden (E. 5 hiernach; vgl. dazu MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, Pro-

zessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 2. Aufl. 2013, S. 303 ff.). 

4.2.1 Eine bereits abgeurteilte Sache, eine sogenannte res iudicata, liegt 

vor, wenn der streitige Anspruch mit einem schon rechtskräftigen Urteil 

identisch ist (BGE 144 I 11 E. 4.2; 142 III 210 E. 2.1). Dies trifft zu, falls der 

Anspruch dem Gericht aus demselben Rechtsgrund und gestützt auf den-

selben Sachverhalt erneut zur Beurteilung unterbreitet wird und sich wieder 

die gleichen Parteien gegenüberstehen (BGE 144 I 11 E. 4.2; Urteil des 

BGer 9C_527/2016 vom 12. Dezember 2016 E. 2.1). Durch die Anerken-

nung der materiellen Rechtskraft soll den Parteien verwehrt bleiben, über 

den gleichen Streitgegenstand beliebig wieder ein neues ordentliches Ver-

fahren in Gang zu setzen. Auf ein derartiges nochmaliges Gesuch oder 

Rechtsmittel ist mangels Rechtschutzinteresse nicht einzutreten (Urteil des 

BGer 9C_527/2016 vom 12. Dezember 2016 E. 2.1 mit Hinweis).  

4.2.2 Die materielle Rechtskraft eines Urteils erstreckt sich auf den indivi-

dualisierten prozessualen Anspruch und schliesst Angriffe auf sämtliche 

Tatsachen aus, die im Zeitpunkt des Urteils bereits bestanden hatten, un-

abhängig davon, ob sie den Parteien bekannt waren, von diesen vorge-

bracht oder vom Richter beweismässig als erstellt erachtet wurden. Die 

C-650/2018 

Seite 11 

Identität von Streitgegenständen beurteilt sich hinsichtlich der negativen 

Wirkung der materiellen Rechtskraft nach den prozessualen Ansprüchen 

in den Anträgen und dem zugrundeliegenden Lebenssachverhalt. Dabei ist 

der Begriff der Anspruchsidentität nicht grammatikalisch, sondern inhaltlich 

zu verstehen. Der neue prozessuale Anspruch ist deshalb trotz abweichen-

der Umschreibung vom beurteilten nicht verschieden, wenn er in diesem 

bereits implizit enthalten war oder wenn im neuen Verfahren das kontradik-

torische Gegenteil zur Beurteilung gestellt wird (BGE 142 III 210 E. 2.1; 

139 III 126 E. 3.2.3; Urteil des BVGer B-4598/2012 vom 11. März 2013 E. 

5.3). Zwar begrenzt sich die Rechtskraftbindung grundsätzlich auf das Dis-

positiv und auf den Umfang des Streitgegenstands. Für die genaue Um-

schreibung der Rechtskraft – um nämlich den Umfang des Dispositivs 

überhaupt zu erkennen – muss jedoch auf die Begründungselemente zu-

rückgegriffen werden. Die Erwägungen des Entscheids sind daher zur Be-

stimmung des Inhalts des Dispositivs heranzuziehen und nehmen, soweit 

sie zum Streitgegenstand gehören, an der formellen Rechtskraft teil (vgl. 

BGE 136 V 369 E. 3.1.2; KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, Verwaltungsverfahren 

und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. Aufl. 2013, Rz. 1196; siehe 

auch WEISSENBERGER/HIRZEL, in Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], Pra-

xiskommentar VwVG, 2. Aufl. 2016, Rz. 43 zu Art. 61, mit Hinweisen). 

4.2.3 Ein mit verbindlichen Weisungen versehener Rückweisungsent-

scheid (vgl. Art. 61 Abs. 1 VwVG) schliesst das Verfahren bezüglich der in 

den Erwägungen definitiv behandelten Punkte ab. Wenn der unteren In-

stanz, an welche die Sache zurückgewiesen wird, kein Entscheidungs-

spielraum mehr bleibt und die Rückweisung nur noch der Umsetzung des 

oberinstanzlich Angeordneten dient, handelt es sich – in Bezug auf die de-

finitiv entschiedenen Punkte – um einen Endentscheid, der – wo noch ein 

Rechtsmittel offensteht – vor der nächsthöheren Instanz anfechtbar ist 

(BGE 134 II 124 E. 1.3; Urteil des BGer 2C_258/2008 vom 27. März 2009 

E. 3.3; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 3.196; zum Ganzen: Ur-

teil des BVGer A-7745/2010 vom 9. Juni 2011 E. 1.2.1).  

4.2.4 Die rechtliche Beurteilung, mit der die Zurückweisung begründet 

wird, muss der neuen Entscheidung zugrunde gelegt werden (Urteil des 

BGer 4C.46/2007 vom 17. April 2007 E. 3.1 mit Hinweisen; BGE 122 I 250 

E. 2, 116 II 220 E. 4a; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 3.196). 

Eine freie Überprüfung durch das ein zweites Mal angerufene Gericht ist 

nur noch möglich betreffend jene Punkte, die im Rückweisungsentscheid 

nicht entschieden wurden oder bei Vorliegen neuer Sachumstände (vgl. 

C-650/2018 

Seite 12 

statt vieler: Urteile des BVGer A-5311/2015 vom 28. Oktober 2015 E. 1.2 

m.w.H.; A-1165/2011 vom 20. September 2012 E. 1.2 m.w.H.). 

4.3 Vorliegend hat Bundesverwaltungsgericht in seinem Urteil vom 9. Au-

gust 2017 festgehalten, dass sich der gesundheitliche Zustand des Be-

schwerdeführers und dessen Auswirkungen auf die Arbeits- und Leistungs-

fähigkeit aufgrund der vorliegenden ärztlichen Dokumente schlüssig und 

zuverlässig beurteilen lasse und sich somit der medizinische Sachverhalt 

als rechtsgenüglich abgeklärt erweise (vgl. BGE 125 V 353 E. 3b/bb). Aus 

gesamtmedizinischer Sicht sei während der Dauer der Arbeitsunfähigkei-

ten von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätig-

keit als Chemikant ab dem 20. November 2010 auszugehen. Zusätzlich 

habe in einer leidensangepassten, leichten bis mittelschweren Tätigkeit 

eine vollständige Arbeitsunfähigkeit vom 20. November 2010 bis 4. Juli 

2011, 6. bis 16. September 2011, 11. Dezember 2011 bis 31. August 2012, 

19. April 2013 bis 11. August 2013 sowie vom 16. August 2013 bis 18. April 

2014 bestanden. Vom 19. April 2014 bis 11. Mai 2015 habe eine Arbeits-

unfähigkeit von 30 % vorgelegen; ab dem 12. Mai 2015 in einer leidens-

adaptierten Verweisungstätigkeit wieder eine volle Arbeits- und Leistungs-

fähigkeit (E. 5).  

Zufolge des Unfalls sei der Beginn der einjährigen gesetzlichen Wartezeit 

auf den 20. November 2010 und deren Ablauf auf den 19. November 2011 

zu datieren. Da der Rentenanspruch aufgrund des Anmeldedatums (8. Juni 

2011) gemäss Art. 29 IVG frühestens ab dem 1. Dezember 2011 habe ent-

stehen können, sei die Invalidität ab diesem Zeitpunkt zu prüfen resp. zu 

bemessen. Der Beschwerdeführer habe ab dem 11. Dezember 2011 so-

wohl in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Chemikant als auch in leidens-

adaptierten Verweisungstätigkeiten eine volle Arbeits- resp. Erwerbsunfä-

higkeit aufgewiesen. Vor diesem Hintergrund ergebe bereits ein Prozent-

vergleich, dass beim Beschwerdeführer ab Dezember 2011 eine vollstän-

dige Invalidität vorgelegen habe, weshalb sich die ab 1. Dezember 2011 

von der Vorinstanz ausgerichtete ganze IV-Rente nicht beanstanden lasse 

(E. 6). 

Das Bundesverwaltungsgericht bestimmte sodann in Erwägung 7 die Inva-

lidität des Beschwerdeführers ab dem 1. September 2012 anhand eines 

bezifferten Einkommensvergleichs wie folgt: 

4.3.1 Da die ab dem 15. Juni 2009 in den Monaten Juli bis Dezember 2009 

erzielten Einkommen derart stark schwankten (IV-act. 4 S. 8; Juli: 

C-650/2018 

Seite 13 

Fr. 10'009.45, August: Fr. 0.–, September: Fr. 6‘986.80, Oktober: 

Fr. 11'203.30 [inkl. Taggeldleistungen von Fr. 5'191.–], November: Fr. 0.–, 

Dezember: Fr. 7'127.60), könnten diese nicht als hinreichend verlässliche 

Grundlage zur Ermittlung des hypothetischen Valideneinkommens heran-

gezogen werden, zumal sich dieses anhand der tatsächlichen Einkom-

mensverhältnisse im Jahr 2010 genügend genau bestimmen lasse (vgl. 

zum Ganzen Urteil des BGer 8C_5/2010 vom 24. März 2010 E. 4.4). Ge-

mäss Lohnkonto 2010 (IV-act. 4 S. 10) habe der Beschwerdeführer in den 

acht Monaten, in denen er keinerlei Krankentaggelder bezogen hatte (Ja-

nuar, März bis und mit Juni, August bis und mit Oktober), bei der B._______ 

AG einen Bruttolohn von insgesamt Fr. 55'068.– erzielt. Umgerechnet auf 

ein volles Jahr ergebe sich daraus ein Bruttolohn von Fr. 82'602.–. Unter 

Berücksichtigung der auf ein Jahr umgerechneten Lohnnachzahlung der 

B._______ AG ohne Krankentaggeldleistungen von Fr. 17'014.20.– 

(Fr. 24'103.40 : 17 x 12) und der Nominallohnentwicklung von 2010 bis 

2012 (2010: 100; 2012: 101.5; Tabelle 1.1.10; Nominallohnindex Männer 

Wirtschaftszweig C (Ziff. 10 – 33 [verarbeitendes Gewerbe/Herstellung von 

Waren]) erhöhe sich dieses Einkommen auf insgesamt Fr. 101'110.–. Zu-

sammen mit dem im Jahr 2010 bei der Gemeinde I._______ erzielten, der 

Nominallohnentwicklung angepassten Einkommen von Fr. 1'889.– (IVSTA-

act. 11, S. 4; Fr. 1'870.– : 100 x 101; Tabelle 1.1.10; Nominallohnindex 

Männer Wirtschaftszweig O (Ziff. 84 [öffentliche Verwaltung]) belaufe sich 

demnach das hypothetische Valideneinkommen auf insgesamt 

Fr. 102'999.–.  

4.3.2 Der Versicherte verfüge zwar über erhebliche Berufs- und Fach-

kenntnisse im angestammten Beruf als Chemikant. Es stehe jedoch fest, 

dass ihm dieser Beruf nicht mehr zumutbar sei. Da nicht anzunehmen sei, 

dass er diese Kenntnisse in einer dem Gesundheitsschaden angepassten 

Tätigkeit (leichte bis mittelschwere körperliche Tätigkeiten wechselbelas-

tend ganztags, mit überwiegenden sitzenden Anteilen ohne Besteigen von 

Leitern, Arbeiten auf unebenem Gelände, häufiges Treppengehen, Arbei-

ten in kniender/hockender Stellung, kauernde Tätigkeiten, besonderes 

Konzentrations-, Reaktions-, Umstellungs- und Anpassungsvermögen, 

Verantwortung für Personen/Maschinen, Publikumsverkehr, interaktiven 

Stress, Gruppenarbeit, Zeit- und Erfolgsdruck, Überwachung und Steue-

rung komplexer Arbeitsvorgänge, Lärm, Erschütterungen, Vibrationen, er-

höhter Unfallgefahr sowie ohne häufig wechselnde Arbeitszeiten) ohne 

Weiteres verwerten könne, sei rechtsprechungsgemäss beim Invalidenein-

kommen vom Totalwert, Kompetenzniveau 1, auszugehen (vgl. hierzu Ur-

teil des BGer 8C_787/2014 vom 5. Februar 2015 E. 6.2 mit Hinweis auf 

C-650/2018 

Seite 14 

Urteil 8C_386/2013 vom 15. Oktober 2013 E. 6.2 mit Hinweisen). Der ent-

sprechende Wert belaufe sich für Männer im privaten Sektor im Jahr 2012 

auf monatlich brutto Fr. 5'210.– bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 

Stunden und inkl. 13. Monatslohn. Unter Umrechnung dieses Einkommens 

auf die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden im Jahr 

2012 (BGE 126 V 75 E. 3b bb S. 76) resultiere demnach ein hypothetisches 

jährliches Invalideneinkommen von Fr. 65'177.–. Werde richtigerweise auf 

das LSE-Kompetenzniveau 1 abgestellt, so entfalle bei vollem Beschäfti-

gungsgrad in einer leidensadaptierten Verweisungstätigkeit ein leidensbe-

dingter Abzug, weil der Tabellenlohn gemäss diesem Niveau bereits eine 

Vielzahl von leichten und mittelschweren Tätigkeiten umfasse (vgl. Urteil 

des BGer 8C_787/2014 vom 5. Februar 2015 E. 6.3.1 mit Hinweis auf Urteil 

9C_630/2014 vom 23. Dezember 2014 E. 2.1 und 3.2). 

Aus der Gegenüberstellung eines hypothetischen Valideneinkommens von 

Fr. 102'999.– und eines hypothetischen Invalideneinkommens von 

Fr. 65'177.– resultiere ein IV-Grad von 37 % (zur Rundung vgl. BGE 130 V 

121). Die Vorinstanz habe demnach die ab 1. Dezember 2011 zugespro-

chene ganze IV-Rente zufolge der ab September 2012 vorgelegenen Ver-

besserung der Leistungsfähigkeit in einer leidensadaptierten Tätigkeit in 

Anwendung von Art. 88a Abs. 1 IVV zu Recht per Ende November 2012 

befristet. 

4.3.3 Ab dem 19. April 2013 habe der Beschwerdeführer erneut eine voll-

ständige Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit sowohl in der zuletzt ausgeübten 

Tätigkeit als Chemikant als auch in leidensadaptierten Verweisungstätig-

keiten aufgewiesen, weshalb wiederum aufgrund eines Prozentvergleichs 

ab April 2013 eine volle Invalidität vorgelegen habe. Es lasse sich deshalb 

ebenfalls nicht beanstanden, dass die Vorinstanz dem Beschwerdeführer 

in Anwendung von Art. 88a Abs. 2 IVV ab dem 1. Juli 2013 eine ganze IV-

Rente ausgerichtet habe (E. 8). 

4.3.4 Mit Blick auf die Verbesserung der Leistungsfähigkeit ab April 2014 

resp. die vom 19. April 2014 bis 11. Mai 2015 attestierte 70 %ige und ab 

12. Mai 2015 attestierte 100 %ige Erwerbsfähigkeit in einer leidensadap-

tierten Verweisungstätigkeit hielt das Bundesverwaltungsgericht sodann 

fest (E. 9):  

Das hypothetische Valideneinkommen belaufe sich im Jahr 2012 auf 

Fr. 101'110.– (B._______ AG). Unter Berücksichtigung der Nominallohn-

entwicklung von 2012 bis 2014 (2012: 101.5; 2014: 103.3; Tabelle 1.1.10; 

C-650/2018 

Seite 15 

Nominallohnindex Männer Wirtschaftszweig C (Ziff. 10 – 33 [verarbeiten-

des Gewerbe/Herstellung von Waren]) erhöhe sich dieses Einkommen auf 

insgesamt Fr. 103'102.–. Zusammen mit dem bei der Gemeinde I._______ 

erzielten, der Nominallohnentwicklung angepassten Einkommen von 

Fr. 1'913.– (IV-act. 11 S. 4; Fr. 1'899.– : 101 x 102.3; Tabelle 1.1.10; Nomi-

nallohnindex Männer Wirtschaftszweig O (Ziff. 84 [öffentliche Verwaltung]) 

belaufe sich demnach das hypothetische Valideneinkommen auf insge-

samt Fr. 105'015.–.  

Beim Invalideneinkommen sei wiederum vom Totalwert, Kompetenzni-

veau 1, auszugehen. Der entsprechende Wert belaufe sich für Männer im 

privaten Sektor im Jahr 2014 auf monatlich brutto Fr. 5'365.– bei einer wö-

chentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden und inkl. 13. Monatslohn. Unter 

Umrechnung dieses Einkommens auf die betriebsübliche wöchentliche Ar-

beitszeit von 41.7 Stunden im Jahr 2014 (BGE 126 V 75 E. 3b bb S. 76) 

resultiere demnach ein hypothetisches jährliches Invalideneinkommen von 

Fr. 67'116.–. Mit Blick auf die ab April 2014 attestierte 70 %ige Leistungs-

fähigkeit in leidensadaptierten Tätigkeiten reduziere sich dieses Invaliden-

einkommen auf Fr. 46'981.–. Zwar könne dieses Einkommen aufgrund des 

Alters des Beschwerdeführers und fehlender Dienstjahre bei zumutbaren 

Hilfsarbeiten keiner Reduktion unterzogen werden (vgl. Urteil des BGer 

I 278/06 vom 18. Mai 2007 E. 5.1). Unter Berücksichtigung eines dem Ver-

sicherten jedoch unter dem Titel "Beschäftigungsgrad" zu gewährenden 

Abzugs von 5 % (vgl. hierzu Urteil des BGer 8C_787/2014 vom 5. Februar 

2015 E. 6.3.1 mit Hinweis auf Urteil 9C_630/2014 vom 23. Dezember 2014 

E. 2.1 und 3.2) – entsprechend der nicht zu beanstandenden Erhebung der 

Vorinstanz (vgl. zum Eingriff ins Verwaltungsermessen BGE 126 V 75 E. 6 

und BGE 123 V 150 E. 2 mit Hinweisen) – betrage das massgebende jähr-

liche hypothetische Invalideneinkommen somit Fr. 44'632.–.  

Aus der Gegenüberstellung eines hypothetischen Valideneinkommens von 

Fr. 105'015.– und eines hypothetischen Invalideneinkommens von 

Fr. 44'632.– resultiere bei einer Erwerbseinbusse von Fr. 60'383.– ein IV-

Grad von 57 % (zur Rundung vgl. BGE 130 V 121), weshalb der Beschwer-

deführer in Anwendung von Art. 88a Abs. 1 IVV ab 1. Juli 2014 Anspruch 

auf eine halbe IV-Rente habe. 

4.3.5 Betreffend die ab 12. Mai 2015 attestierte 100 %ige Erwerbsfähigkeit 

in einer leidensadaptierten Verweisungstätigkeit legte das Bundesverwal-

tungsgericht in Erwägung 10 schliesslich folgende Invaliditätsbemessung 

dar: 

C-650/2018 

Seite 16 

Da sowohl das hypothetische Validen- als auch das hypothetische Invali-

deneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben seien, könne auf 

eine Indexierung der Einkommen auf das Jahr 2015 verzichtet werden. Für 

die Zeit ab 12. Mai 2015 ergebe sich somit aus der Gegenüberstellung ei-

nes hypothetischen Valideneinkommens von Fr. 105'015.– und eines hy-

pothetischen Invalideneinkommens von Fr. 63'760.– (Fr. 67'116.– x 0.95) 

ein IV-Grad von gerundet 39 %, weshalb die halbe IV-Rente mit Beginn ab 

1. Juli 2014 in Anwendung von Art. 88a Abs. 1 IVV per 1. September 2015 

aufzuheben sei. 

4.4 Damit steht fest, dass das Bundesverwaltungsgericht zur Frage, ob und 

gegebenenfalls in welchem Umfang dem Beschwerdeführer ab dem 1. De-

zember 2011 eine Rente der Invalidenversicherung auszurichten sei, be-

reits abschliessend und verbindlich Stellung bezogen hat. Es hat gestützt 

auf die Berechnung der Invaliditätsgrade die Höhe der Invalidenrenten für 

die Zeiträume vom 1. Dezember 2011 bis 30. November 2012, vom 1. Juli 

2013 bis 30 Juni 2014, vom 1. Juli 2014 bis 31. August 2015 und vom 

1. September 2015 bis zum 19. Januar 2016 verbindlich festgelegt und es 

kann grundsätzlich in diesen Zeiträumen keine höhere Rente ausgerichtet 

werden, es sei denn, die Voraussetzungen der prozessualen Revision wä-

ren im konkreten Fall erfüllt; denn die Rechtskraftwirkung – und damit Ver-

bindlichkeit – des Rückweisungsentscheides steht immer unter dem Vor-

behalt, dass sich nicht aus dem Rückweisungsverfahren neue Tatsachen 

oder Beweismittel im Sinne der prozessualen Revision (vgl. dazu nachfol-

gende E. 5) ergeben, welche dessen sachverhaltliche Grundlage erschüt-

tern (Urteile des BGer 8C_680/2015 E. 4.3.3 und 8C_454/2013 vom 

24. September 2013 E. 6.1). 

5.  

5.1 Eine nochmalige Überprüfung der einem rechtskräftigen Urteil des 

Bundesverwaltungsgerichts zugrundeliegenden Streitsache ist grundsätz-

lich ausgeschlossen (vgl. E. 4 hiervor). Das Gericht kann auf seine Urteile 

nur zurückkommen, wenn ein Revisionsgrund vorliegt. Die Revision als 

ausserordentliches Rechtsmittel dient hingegen nicht dazu, einen Ent-

scheid, den eine Partei für unrichtig hält, umfassend neu beurteilen zu las-

sen. Sie soll vielmehr die Möglichkeit bieten, Mängel zu beheben, die so 

schwer wiegen, dass sie unter rechtsstaatlichen Gesichtspunkten nicht hin-

zunehmen sind (vgl. Urteil des BGer 9F_8/2017 vom 18. August 2017 

E. 1.1).  

C-650/2018 

Seite 17 

5.2 Nach Art. 45 VGG gelten für die Revision von Entscheiden des Bun-

desverwaltungsgerichts die Art. 121-128 BGG (SR 173.110) sinngemäss. 

Gemäss Art. 47 VGG findet auf Inhalt, Form und Ergänzung des Revisi-

onsgesuches Art. 67 Abs. 3 VwVG Anwendung. 

5.2.1 Nicht als Revisionsgründe gelten Gründe, welche die Partei, die um 

Revision nachsucht, bereits im ordentlichen Beschwerdeverfahren hätte 

geltend machen können (sinngemäss Art. 46 VGG). 

5.2.2 Die Revision eines Urteils in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

kann unter anderem verlangt werden, wenn die ersuchende Partei nach-

träglich erhebliche Tatsachen erfährt oder entscheidende Beweismittel auf-

findet, die sie in ihrem früheren Verfahren nicht beibringen konnte, unter 

Ausschluss der Tatsachen und Beweismittel, die erst nach dem Entscheid 

entstanden sind (Art. 45 VGG i.V.m. Art. 123 Abs. 2 Bst. a BGG). 

5.2.3 An die Begründung ausserordentlicher Rechtsmittel werden erhöhte 

Anforderungen gestellt (Art. 67 Abs. 3 VwVG i.V.m. Art. 47 VGG). In der 

Rechtsschrift ist die Rechtzeitigkeit des Revisionsbegehrens im Sinne von 

Art. 124 BGG darzutun; zudem ist anzugeben, welcher gesetzliche Revisi-

onstatbestand angerufen wird und inwiefern Anlass besteht, gerade diesen 

Grund geltend zu machen. Sind dem Gesuch nicht genügend substanti-

ierte, wirkliche Rechtsmittelgründe zu entnehmen, so ist darauf nicht ein-

zutreten (vgl. FRITZ GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl. 1983, 

S. 198 f.). Demgegenüber ist nicht erforderlich, dass die angerufenen Re-

visionsgründe wirklich bestehen, sondern es genügt, wenn der Gesuchstel-

ler deren Vorliegen behauptet (BGE 96 I 279; BEERLI-BONORAND, Die aus-

serordentlichen Rechtsmittel in der Verwaltungsrechtspflege des Bundes 

und der Kantone, 1985, S. 148 f.). 

5.3 Der Beschwerdeführer macht geltend, seine verkrümmte Hand sei bei 

der Berechnung des IV-Grades nie berücksichtig worden (BVGer-act. 8).  

5.4 Bei den geltend gemachten Beschwerden, handelt es sich um Funkti-

onseinschränkungen in der linken Hand, welche bereits im Verfahren 

C-2283/2016 vom 9. August 2017. bekannt war und Teil der IV-Akten sind 

(in chronologischer Reihenfolge: IV-act. 8.54, 30, 57 [S. 4, 10, 54], 86, 101, 

107, 108, 115 [S. 8 f.]). Insbesondere wurde im MEDAS-Hauptgutachten 

vom 27. Mai 2015, dessen orthopädischem Teilgutachten vom 14. Mai 

2015 sowie des allgemein-internistischen Teilgutachtens vom 18. Mai 2015 

festgehalten, die Funktionsbeeinträchtigung der linken Hand mit partieller 

C-650/2018 

Seite 18 

Schädigung der Ellennerven sei ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 

(IV-act. 101, S. 52, 74, 95; weitere Ausführungen der Gutachter zur Funk-

tionsbeeinträchtigung in der linken Hand: IV-act. 101, S. 14, 15, 28, 29, 30, 

31, 33, 34, 35, 44, 52, 53, 68, 69, 73, 74, 75, 90, 92, 93, 95, 96, 97). Dieses 

Gutachten sowie die weiteren entsprechenden Akten wurde durch das 

Bundesverwaltungsgericht im Urteil C-2283/2016 eingehend gewürdigt 

und als schlüssig sowie zuverlässig beurteilt. Das Bundesverwaltungsge-

richt hielt fest, dass sich der medizinische Sachverhalt als rechtsgenüglich 

abgeklärt erweise (vgl. E. 4.2 hiervor). Weitergehende, bereits im Urteils-

zeitpunkt bestehende Erkrankungen oder Funktionseinschränkungen sei-

ner Hände bringt der Beschwerdeführer nicht vor. Auch entsprechende Be-

weismittel, welche nicht bereits im Verfahren C-2283/2016 eingebracht 

werden konnten, wurden dem Bundesverwaltungsgericht nicht eingereicht. 

Eine Revision fällt somit ausser Betracht. 

6.  

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass auf die Beschwerde des Versi-

cherten vom 31. Januar 2017 wegen Vorliegens einer abgeurteilten Sache 

(res iudicata) nicht einzutreten ist. Ebenfalls sind keine Revisionsgründe 

ersichtlich und werden auch durch den Versicherten nicht substantiiert dar-

gelegt, welche ein Zurückkommen auf das rechtskräftige Urteil des Bun-

desverwaltungsgerichts C-2283/2016 vom 9. August 2017 erlauben wür-

den.  

7.  

Hinsichtlich der im Verlaufe des Beschwerdeverfahrens vom Beschwerde-

führer an das Bundesverwaltungsgericht übermittelten Fotografien, welche 

die Hände des Beschwerdeführers zeigen und aufgrund der Angaben des 

Beschwerdeführers nach dem Datum der vorliegend angefochtenen Verfü-

gungen vom 21. Dezember 2017 entstanden sind (vgl. BVGer-act. 8 sowie 

die entsprechenden Beilagen), ist darauf hinzuweisen, dass das Bundes-

verwaltungsgericht die Gesetzmässigkeit der angefochtenen Verfügungen 

vom 21. Dezember 2017 nach dem Sachverhalt, der zur Zeit deren Erlas-

ses gegeben war, zu prüfen hat; Tatsachen, die diesen Sachverhalt verän-

dert haben, haben Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung zu bil-

den (vgl. BGE 130 V 138 E. 2.1 S. 140). Soweit der Beschwerdeführer 

davon ausgeht, mit den eingereichten Fotografien eine seit dem Erlass der 

angefochtenen Verfügungen vom 21. Dezember 2017 eingetretene nam-

hafte Verschlechterung seines Gesundheitszustandes glaubhaft machen 

zu können, steht es ihm frei, sich erneut mit einem Leistungsbegehren an 

C-650/2018 

Seite 19 

die Invalidenversicherung zu wenden. Nichts anderes gilt für die Geltend-

machung einer aktuell bestehenden Arbeitsfähigkeit im Umfang von 50 -

60 %, von welcher der Beschwerdeführer aufgrund eines am 9. April 2018 

geführten Gesprächs mit der IV-Stelle D._______ auszugehen scheint (vgl. 

BVGer-act. 8).  

8.  

Zu befinden bleibt über die Verfahrenskosten und eine allfällige Parteient-

schädigung. 

8.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwer-

deführer die Verfahrenskosten zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Diese wer-

den unter Berücksichtigung des Umfanges und der Schwierigkeit der Streit-

sache im vorliegenden Verfahren auf Fr. 800.– festgesetzt (Art. 63 Abs. 4bis 

VwVG, Art. 69 Abs. 1bis IVG sowie Art. 1, 2 und 4 des Reglements vom 

21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-

verwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) und dem am 9. März 2018 ge-

leisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe entnommen. 

8.2 Weder der unterliegende Beschwerdeführer noch die obsiegende Vo-

rinstanz haben Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 64 Abs. 1 

VwVG e contrario und Art. 7 Abs. 3 VGKE). 

(Für das Urteilsdispositiv wird auf die nächste Seite verwiesen) 

  

C-650/2018 

Seite 20 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.  

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 800.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt und dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 800.– entnommen. 

3.  

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Viktoria Helfenstein Rahel Schöb 

  

C-650/2018 

Seite 21 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen 

gemäss Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG gegeben sind. Die Frist ist gewahrt, 

wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundes-

gericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder 

einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung 

übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in einer 

Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit An-

gabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene 

Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende 

Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

Versand: