# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2fbaded4-1082-5209-b303-be2d13eb106c
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-12-19
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 19.12.2008 D-8048/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-8048-2008_2008-12-19.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-8048/2008/cvv
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 9 .  D e z e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Daniel Schmid, 
mit Zustimmung von Richter Robert Galliker;
Gerichtsschreiber Alfred Weber.

A._______, geboren (...),
Mongolei,
vertreten durch David Ventura, 
Beratungsstelle für Asylsuchende der Region Basel, (...),
Beschwerdeführerin,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 3. Dezember 2008 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-8048/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass die Beschwerdeführerin am 27. Juni 2001 in der Schweiz ein ers-
tes Asylgesuch stellte, 

dass  das  damalige  Bundesamt  für  Flüchtlinge  (BFF)  in  Anwendung 
von aArt. 34 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) 
mit Verfügung vom 23. Juli 2001 auf das Asylgesuch der Beschwerde-
führerin nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den 
Vollzug anordnete,

dass diese Verfügung unangefochten in Rechtskraft erwuchs,

dass die Beschwerdeführerin, nachdem sie gemäss eigenen Angaben 
in ihren Heimatstaat zurückgekehrt sei, am 23. Februar 2004 ein zwei-
tes Asylgesuch in der Schweiz stellte,

dass sie im Wesentlichen geltend machte, sie habe nach ihrer Rück-
kehr  in  die  Mongolei  als  Händlerin  und  kurzzeitig  als  Lebensmittel-
technologin gearbeitet,

dass sie am 2. November 2003 durch einen gewissen G. und zwei an-
dere Männer entführt und in einem Lagerraum eingesperrt worden sei,

dass  zwei  Brüder  von G.,  welche sich  zurzeit  in  Haft  befänden,  am 
22. Juli 2000 ihren Vater ermordet hätten, welcher als Wachmann bei 
einer Bank gearbeitet habe,

dass G. ihr  gesagt  habe,  er  werde sie entweder in ein Bordell  nach 
Japan verkaufen oder sie töten,

dass sie bis zu ihrer Flucht am 10. Februar 2004 von den drei Män-
nern beinahe täglich vergewaltigt worden sei,

dass es ihr an jenem Tag gelungen sei, die Pistole von G. zu behän-
digen, diesen zu erschiessen und alsdann davon zu laufen,

dass eine Fotografie von ihr bereits am nächsten Tag in einer Zeitung 
abgebildet gewesen, und sie als Mörderin gesucht worden sei,

dass  das  BFF  mit  Verfügung  vom  29.  Oktober  2004  auf  das  Asyl-
gesuch  der  Beschwerdeführerin  gestützt  auf  aArt.  32  Abs.  2  Bst.  e 

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AsylG nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den 
Vollzug anordnete,

dass es zur Begründung seines Entscheids unter  anderem anführte, 
die  Beschwerdeführerin  habe  im  Rahmen  des  ersten  und  zweiten 
Asylgesuchs abweichende Angaben gemacht (hinsichtlich der Namen 
der angeblichen drei Mörder ihres Vaters und des Aufenthaltsorts die-
ser Männer),

dass ihre Aussagen völlig unsubstanziiert seien, habe sie doch keine 
überzeugende Beschreibung des Ortes gegeben, an welchem sie drei 
Monate lang festgehalten worden sein soll,

dass sie keine überzeugenden Angaben über  ihre Überlebensstrate-
gien, über den Alltag in Gefangenschaft und über die Interaktion mit ih-
ren Entführern gemacht habe,

dass sie auch die geltend gemachten Vergewaltigungen stereotyp ge-
schildert habe,

dass auch die Behauptung, sie sei schon am der Tat folgenden Mor-
gen in der Presse als Mörderin gesucht worden, unglaubhaft sei,

dass die Beschwerdeführerin somit nicht in der Lage gewesen sei, für 
die Flüchtlingseigenschaft oder die Gewährung des vorübergehenden 
Schutzes relevante Ereignisse darzulegen, 

dass die damalige Schweizerischen Asylrekurskommission (ARK) die 
gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde in Bestätigung der Er-
wägungen des BFF mit Urteil vom 22. November 2004 abwies, soweit 
sie darauf eintrat,

dass die Beschwerdeführerin am 13. Januar 2005 unter anderer Identi-
tät ein drittes Asylgesuch in der Schweiz stellte,

dass sie nach Konfrontation mit der Tatsache, sie hätte in der Schweiz 
unter  der  im Rubrum genannten  Identität  bereits  zwei  Asylverfahren 
erfolglos durchlaufen, eingestand, dass diese ihre richtige Identität sei 
und sie  dieselben  Gründe wie  anlässlich  ihres  zweiten  Asylgesuchs 
vorzubringen habe,

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dass das BFM mit Verfügung vom 20. April 2005 auf das Asylgesuch 
der Beschwerdeführerin gestützt auf aArt. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG er-
neut  nicht  eintrat  und  die  Wegweisung  aus  der  Schweiz  sowie  den 
Vollzug anordnete,

dass  zur  Begründung  im  Wesentlichen  ausgeführt  wurde,  die  Be-
schwerdeführerin sei  aufgrund der unglaubhaften Vorbringen nicht  in 
der  Lage  gewesen,  zwischenzeitlich  die  Flüchtlingseigenschaft  be-
gründende  oder  für  die  Gewährung  des  vorübergehenden  Schutzes 
relevante Ereignisse darzulegen, 

dass diese Verfügung unangefochten in Rechtskraft erwuchs,

dass  die  Beschwerdeführerin  am  12.  Mai  2005  kommentarlos  vier 
Dokumente zu den Akten reichte (Arbeitsbestätigung, Zeitungsartikel 
betreffend  Tod des  Vaters,  Todesanzeige  des  Vaters,  Zeitungsartikel 
über die Fahndungsausschreibung der Beschwerdeführerin wegen Tö-
tung) und ausführte, erst nach der Ablehnung des dritten Asylgesuchs 
diese Dokumente  erhalten  und nichts  von der  Möglichkeit  einer  Be-
schwerdeeinreichung gewusst zu haben,

dass  die  Beschwerdeführerin  anlässlich  einer  Fahrscheinkontrolle  in 
(Ort) vom 5. November 2008 kontrolliert und aufgrund einer bestehen-
den  Ausschreibung  der  Staatsanwaltschaft  (...)  zugeführt  wurde,  wo 
sie  anlässlich  der  Einvernahme  durch  das  Migrationsamt  vom 
10. November 2008 das vierte Asylgesuch stellte, 

dass das BFM am 25. November 2008 die Beschwerdeführerin direkt 
zu den Asylgründen anhörte,

dass die Beschwerdeführerin bei den beiden Befragungen im Wesent-
lichen ausführte, nach Ablehnung des dritten Asylgesuchs im August 
2005 die Schweiz verlassen und sich nach (Land) begeben zu haben, 
von wo aus sie zwei Monate später auf dem Luftweg in die Mongolei 
zurückgekehrt sei,

dass sie dort bei ihren Verwandten in der Provinz (...) gelebt habe, ehe 
sie am 22. Oktober 2008 auf dem Luftweg (Land) ausgereist und von 
dort aus mit dem Auto am 29. Oktober 2008 schliesslich erneut in die 
Schweiz gelangt sei,

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dass sie dieselben Gründe wie beim zweiten und dritten Asylgesuch 
vorzubringen habe,

dass  namentlich  ein  Mann namens B. zusammen mit  der  Polizei  im 
August 2008 bei einem Verwandten in Ulaan Baatar nach ihr gefragt 
habe,

dass der Verwandte ihr daraufhin geraten habe, so schnell wie möglich 
auszureisen,

dass sie sich nach Ulaan Baatar begeben habe, wo sie sich rund zwei 
Monate bei einer chinesischen Familie versteckt habe,

dass sie dort im September 2008 im Fernsehen gesehen habe, dass 
die Polizei nach ihr fahnde, weil sie am 10. Februar 2004 den Mörder 
ihres Vaters umgebracht habe,

dass sie Angst  habe,  von den Mördern ihres Vaters,  welche mit  der 
Polizei zusammenarbeiten würden, umgebracht zu werden,

dass sie vor diesem Hintergrund das Land verlassen habe,

dass  das  BFM mit  Verfügung vom 3. Dezember  2008  – eröffnet  am 
8. Dezember  2008 –  in  Anwendung von Art. 32  Abs. 2  Bst. e  AsylG 
wiederum auf das Asylgesuch nicht eintrat und die Wegweisung aus 
der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  das  am 
13. Januar 2005 eingeleitete dritte Asylverfahren sei seit dem 30. April 
2005 rechtskräftig abgeschlossen,

dass die Vorbringen der Beschwerdeführerin in den vorangegangenen 
Verfahren unglaubhaft beurteilt worden seien, 

dass den nach rechtskräftigem Abschluss des dritten Asylverfahrens 
eingereichten und (noch) nicht gewürdigten Dokumenten beweisrecht-
lich keine Bedeutung zukomme,

dass demzufolge ihre auf dem unglaubhaften Sachverhalt des zweiten 
und dritten Asylgesuchs beruhenden Darlegungen weiterhin mit Zwei-
feln behaftet seien und keine Änderung des Standpunktes des BFM zu 
rechtfertigen vermöchten,

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dass in  diesem Zusammenhang auf  die Erwägungen in  den diesbe-
züglich  ergangenen  Verfügungen  des BFM sowie  auf  das  Urteil  der 
ARK vom 22. November  2004  (zweites  Asylverfahren)  zu  verweisen 
sei,

dass sich aus den Akten somit keine Hinweise ergäben, dass nach Ab-
schluss dieses Verfahrens Ereignisse eingetreten seien, die geeignet 
seien,  die Flüchtlingseigenschaft  zu begründen oder  die  für  die  Ge-
währung vorübergehenden Schutzes relevant seien,

dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei,

dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 15. Dezember 2008 ge-
gen  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde 
erheben  und  unter  Kosten-  und  Entschädigungsfolge  die  Aufhebung 
der angefochtenen Verfügung beantragen liess, 

dass die Vorinstanz anzuweisen sei, das Asylverfahren der Beschwer-
deführerin  wieder  aufzunehmen,  den  rechtserheblichen  Sachverhalt 
unter  Wahrung ihrer  Verfahrensrechte pflichtgemäss zu erstellen und 
zu prüfen sowie eine neue Verfügung zu erlassen,

dass eventuell festzustellen sei, dass der Vollzug der Wegweisung un-
zulässig sei und daher das BFM anzuweisen sei,  die vorläufige Auf-
nahme in der Schweiz anzuordnen,

dass im Sinne einer vorsorglichen Massnahme die Vollzugsbehörden 
anzuweisen seien, die Kontaktaufnahme mit dem Heimatstaat der Be-
schwerdeführerin sowie jede Weitergabe von Daten an denselben bis 
zum Endentscheid über diese Beschwerde zu unterlassen,

dass  vor einer  allfälligen Abweisung der  Beschwerde die  Vorinstanz 
anzuweisen  sei,  eine  eventuell  bereits  erfolgte  Datenweitergabe  an 
den Heimatstaat offenzulegen und der Beschwerdeführerin dazu das 
rechtliche Gehör  im Hinblick auf  subjektive Nachfluchtgründe zu ge-
währen, 

dass der Beschwerdeführerin die unentgeltliche Rechtspflege im Sinne 
von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über 
das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) zu bewilligen und ins-
besondere von der Erhebung eines Kostenvorschusses abzusehen sei,

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dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m. Art. 31-34 des  Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d  Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  die  Beschwerdeführerin  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
rührt  ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  bezie-
hungsweise Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde 
legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. 
Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM   ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintretensent-
scheid  als  unrechtmässig  erachtet  – einer  selbständigen materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer  Entscheidung  an  die  Vorinstanz  zurückweist  (vgl.  Entschei-
dungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission 
[EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs ma-
teriell  prüft,  weshalb  dem  Bundesverwaltungsgericht  diesbezüglich 
volle Kognition zukommt, 

dass  über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 

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solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende in 
der  Schweiz  bereits  ein  Asylverfahren  erfolglos  durchlaufen  haben 
oder  während  des  hängigen  Asylverfahrens  in  den  Heimat-  oder 
Herkunftsstaat zurückgekehrt sind,

dass  diese  Bestimmung  jedoch  keine  Anwendung  findet,  wenn  es 
Hinweise  auf  zwischenzeitlich  eingetretene  Ereignisse  gibt,  die 
geeignet  sind,  die Flüchtlingseigenschaft  zu begründen,  oder  die für 
die  Gewährung  vorübergehenden  Schutzes  relevant  sind  (Art. 32 
Abs. 2 Bst. e AsylG),

dass unbestritten ist, dass die Beschwerdeführerin in der Schweiz be-
reits drei Asylverfahren erfolglos durchlaufen hat,

dass die Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG eine summari-
sche  materielle  Prüfung  der  Glaubwürdigkeit  der  gesuchstellenden 
Person voraussetzt,  aus der sich das offensichtliche Fehlen von Hin-
weisen auf  die Erfüllung der Flüchtlingseigenschaft  beziehungsweise 
der  Voraussetzungen für  die  Gewährung vorübergehenden Schutzes 
ergibt (vgl. EMARK 2000 Nr. 14 S. 102 ff.),

dass im Rahmen von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG lediglich - wie vom 
BFM  jeweils  korrekt  vorgenommen  -  eine  summarische  materielle 
Glaubhaftigkeitsprüfung der Verfolgungsvorbringen vorzunehmen ist,

dass die sich sowohl im zweiten als auch dritten Asylverfahren stets 
auf  dieselben  Verfolgungsvorbringen  stützenden  Schilderungen  der 
Beschwerdeführerin  vom BFM  als  unglaubhaft  erachtet  wurden  und 
jeweils zu einem Nichteintretensentscheid nach Art. 32 Abs. 2 Bst. e 
AsylG geführt haben, 

dass im Rahmen des zweiten Verfahrens die ARK in Bestätigung der 
Erwägungen der Vorinstanz die entsprechend von der Beschwerdefüh-
rerin erhobene Beschwerde abgewiesen hat, 

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dass die Beschwerdeführerin nach ihrer angeblichen Heimreise beim 
vierten Asylgesuch an die in den vorangegangenen Verfahren geltend 
gemachten Verfolgungsvorbringen anknüpft,

dass  in  der  Beschwerde  sodann  explizit  ausgeführt  wird,  die  Be-
schwerdeführerin sei in der Zeit zwischen Juli  2005 und dem Stellen 
des vierten Asylgesuchs nicht in die Heimat zurückgekehrt, womit den 
für diesen Zeitraum geltend gemachten Verfolgungsvorbringen jegliche 
Grundlage entzogen ist,

dass  ferner  ausgeführt  wird,  die  Beschwerdeführerin  halte  nach wie 
vor an der Begründung zum Asylgesuch fest, wobei zur Bekräftigung 
des Gesuchs auf vier nach rechtskräftigem Abschluss des dritten Asyl-
verfahrens eingereichte Dokumente verwiesen wird,

dass eine Auseinandersetzung in substanziierter und detaillierter Wei-
se mit  den Ausführungen des BFM in der angefochtenen Verfügung, 
insbesondere mit denjenigen zum Beweiswert der nunmehr gewürdig-
ten Dokumente, nicht stattfindet, 

dass das Bundesverwaltungsgericht  daher keine Veranlassung sieht, 
die im vorliegenden Verfahren vom BFM vorgenommene Würdigung zu 
beanstanden beziehungsweise die Feststellung des geringen Beweis-
wertes der Dokumente in Frage zu stellen,

dass zur Vermeidung von Wiederholungen daher auf die entsprechen-
den Erwägungen in der angefochtenen Verfügung zu verweisen ist, 

dass sich nicht  zuletzt  auch aufgrund einer Gesamtwürdigung die in 
diesem Zusammenhang vom Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin 
gemachten Ausführungen als spekulativ erweisen,

dass diese Ansicht auch etwa der pauschalen Formulierung entnom-
men werden kann, wonach die Vorinstanz anzuweisen sei, die einge-
reichten  Beweismittel  pflichtgemäss  zu  prüfen  und  über  eine  Bot-
schaftsabklärung in Erfahrung zu bringen, ob die  Beschwerdeführerin 
zurzeit in der Heimat strafrechtlich verfolgt werde und ob ihr die Todes-
strafe drohe,

dass  die  Beschwerdeführerin  mithin  keine  Hinweise darzulegen  ver-
mag, wonach seit dem rechtskräftigen Abschluss ihres dritten Asylver-
fahrens Ereignisse eingetreten sind, die geeignet sind, die Flüchtlings-

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eigenschaft zu begründen, oder die für die Gewährung vorübergehen-
den Schutzes relevant sind,

dass bei dieser Sachlage der Antrag abzuweisen ist, wonach die Vor-
instanz  anzuweisen  sei,  das  Asylverfahren  der  Beschwerdeführerin 
wieder  aufzunehmen,  den rechtserheblichen Sachverhalt  unter  Wah-
rung ihrer Verfahrensrechte pflichtgemäss zu erstellen und zu prüfen 
sowie eine neue Verfügung zu erlassen, 

dass demnach das BFM zu Recht gestützt auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. e 
AsylG auf das vierte Asylgesuch der Beschwerdeführerin nicht einge-
treten ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat  (Art. 44  Abs. 1 AsylG),  vorliegend der  Kanton keine Aufenthalts-
bewilligung  erteilt  hat  und  zudem kein  Anspruch auf  Erteilung einer 
solchen  besteht  (vgl.  EMARK  2001  Nr. 21),  weshalb  die  verfügte 
Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen  steht 
und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den  gesetz-
lichen Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme von Ausländern 
regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-
bar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2 AsylG; Art.  83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht-
liche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

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dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es der Beschwerdeführerin nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen, 
weshalb  das  in  Art. 5  AsylG verankerte  Prinzip des flüchtlingsrecht-
lichen Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung 
findet  und  keine  Anhaltspunkte  für  eine  menschenrechtswidrige  Be-
handlung ersichtlich sind, die der Beschwerdeführerin im Heimat- oder 
Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- bzw. Herkunftsstaat der 
Beschwerdeführerin  noch individuelle  Gründe  auf  eine  konkrete  Ge-
fährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Voll-
zug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass insbesondere keine individuellen, in der Person der Beschwerde-
führerin liegende Gründe gegen einen Vollzug der Wegweisung spre-
chen,

dass die ledige, über eine solide Ausbildung verfügende Beschwerde-
führerin den Beruf einer Lebensmitteltechnologin erlernte und diesen 
eigenen Angaben zufolge während rund zweieinhalb  Jahren im Hei-
matland ausgeübt hat,

dass sie im Falle einer Rückkehr in die Mongolei zudem auf ein ver-
wandtschaftliches  Beziehungsnetz  zurückgreifen  kann,  welches  ihre 
Reintegration erleichtern dürfte,

dass  in  Berücksichtigung  all  dieser  Aspekte  die  Zumutbarkeit  des 
Wegweisungsvollzugs  der  Beschwerdeführerin  in  ihr  Heimatland  zu 
bejahen ist,

dass der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführerin in den Hei-
matstaat  schliesslich  möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse  be-
stehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es der Beschwerdeführerin obliegt, 
bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 
AsylG),

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dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es der Beschwerdeführerin demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass  mit  dem vorliegenden  letztinstanzlichen  Endentscheid  das  Ge-
such  der  Beschwerdeführerin,  die  Vollzugsbehörden  seien  anzuwei-
sen,  die  Kontaktaufnahme mit  den  Heimat-  oder  Herkunftsbehörden 
sowie jede Weitergabe von Daten an dieselben bis zum Endentscheid 
über die Beschwerde zu unterlassen, gegenstandslos geworden ist,

dass es sich ebenso verhält in Bezug auf das Gesuch um Verzicht auf 
die Erhebung eines Kostenvorschusses,

dass aus den dargelegten Gründen den Beschwerdebegehren keine 
ernsthaften Erfolgsaussichten beschieden waren, weshalb das Gesuch 
um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege unabhängig von der 
Frage  der  prozessualen  Bedürftigkeit  der  Beschwerdeführerin  abzu-
weisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2])  demnach  der  Beschwerdeführerin  aufzuerlegen  sind 
(Art. 63 Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-
gewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Rechtsvertreter  der  Beschwerdeführerin  (vorab  per  Telefax; 
Einschreiben,  Beilagen:  angefochtene  Verfügung  im Original,  Ein-
zahlungsschein)

- das  BFM,  Empfangs-  und  Verfahrenszentrum  Basel  (vorab  per 
Telefax, in Kopie mit den Akten Ref.-Nr. N [...])

- zuständige kantonale Behörde ad (...) (per Telefax)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Daniel Schmid Alfred Weber

Versand: 

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