# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 613490e7-adc1-53cd-ae98-ec0ca01d3352
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-12-31
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht Praxis des Verwaltungsgerichts (PVG) 31.12.2013 PVG 2013 16
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_006_PVG-2013-16_2013-12-31.pdf

## Full Text

8/16 Steuern PVG 2013

Steuern 8
Taglias 
Imposte

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Einkommenssteuer. Grundsatz der Gesamtreineinkommen. 
Einkünfte aus Wettbewerben, Lotterien und lotterieähnlichen 
Veranstaltungen.
– Art. 16 Abs. 1 StG und auch DBG enthalten sogenannte Ge- 

neralklauseln, gemäss welchen alle wiederkehrenden und 
einmaligen Einkünfte der Einkommenssteuer unterliegen, es 
sei denn, sie würden ausdrücklich von der Besteuerung 
ausgenommen oder ausdrücklich einer anderen vergleich- 
baren Steuer unterstellt.

– Die Bestimmung des Kantons Graubünden in Art. 29 lit. g StG 
geht zwar noch weiter als Art. 23 lit. e DBG und umfasst 
ausdrücklich auch «Wettbewerbe», während die Bundesbe- 
stimmung nur «Lotterien und lotterieähnliche Veranstaltun- gen» 
erwähnt und damit enger gefasst ist, doch sind 
grundsätzlich alle Gewinne aus Glücksspielen – wie hier ein 
Quiz – von der Einkommensgeneralklausel erfasst.

Imposta sul reddito. Principio del reddito onnicomprensivo. 
Entrate derivanti da concorsi, lotterie e manifestazioni simili a 
lotterie.
– Gli’art. 16 cpv. 1 LIG come pure LIFD contengono delle clau- 

sole di tipo generale stando alle quali  tutte  le  en- trate 
ricorrenti e unatantum sono soggette all’imposta sul reddito a 
meno che non siano esplicitamente esonerate dall’imposta 
o che la loro imposizione cada espressamente sotto un’altra 
imposta equivalente.

– La lettera della disposizione cui all’art. 29 lett. g LIG va oltre 
quanto stabilito all’art. 23 lett. e LIFD e comprende espres- 
samente anche i «concorsi» mentre la disposizione a livello 
federale contempla solo le «lotterie e manifestazioni analo- ghe 
a lotterie» ed è quindi formulata in modo più restrittivo; in       
realtà       tutte        le        entrate        prove- nienti da vincite 
fortuite, come nell’evenienza un quiz, sot- tostanno 
all’imposta sul reddito.

Erwägungen:

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2. a) Bezüglich der Frage der Besteuerung des Gewinns bei 
der «Millionen-Falle» vom 7. Mai 2012 von brutto Fr. 50 000.– bzw. 
netto Fr. 49 000.– (abzüglich  der  Fr.  1000.–  Gewinnungskos- 
ten) bei den entsprechenden Kantons-, Gemeinde- und direkten 
Bundessteuern im Jahr 2012 als Einkommen verweisen  Art. 2 und
3 des Gemeindesteuergesetzes der Gemeinde auf die entspre- 
chenden kantonalen Bestimmungen, sodass diese zur Anwen- 
dung gelangen. Sowohl Art. 16 Abs. 1 StG als auch Art. 16 Abs. 1 
DBG enthalten sogenannte Generalklauseln, gemäss welchen alle 
wiederkehrenden und einmaligen Einkünfte der Einkommens- 
steuer unterliegen, es sei denn, sie würden ausdrücklich von der 
Besteuerung ausgenommen oder ausdrücklich einer anderen ver- 
gleichbaren Steuer unterstellt. Beides trifft vorliegend nicht zu, im 
Gegenteil, unterstellt doch Art. 29 lit. g StG «Einkünfte aus Wett- 
bewerben, Lotterien und lotterieähnlichen Veranstaltungen» bzw. 
Art. 23 lit. e DBG «Einkünfte aus Lotterien und lotterieähnlichen 
Veranstaltungen» ausdrücklich der Einkommenssteuer. Davon be- 
freit sind nach Art. 30 lit. m StG bzw. Art. 24 lit. i DBG lediglich 
echte Spielbankengewinne («Steuerfrei sind die bei Glücksspielen 
in Spielbanken im Sinne des Spielbankengesetzes erzielten 
Gewinne.»). Die Bestimmung des  Kantons  Graubünden  in 
Art. 29 lit. g StG geht zwar noch weiter als die Bestimmung in 
Art. 23 lit. e DBG und umfasst ausdrücklich auch «Wettbewerbe», 
während die Bundesbestimmung nur «Lotterien und lotterieähnli- 
che Veranstaltungen» erwähnt und damit enger gefasst ist, doch 
sind grundsätzlich alle Gewinne aus Glücksspielen – wie hier ein 
Quiz – mit Ausnahme jener bei echten Spielbanken von der Ein- 
kommensgeneralklausel erfasst. Gemäss Duden ist ein Quiz ein 
besonders im Fernsehen veranstaltetes Frage-und-Antwort-Spiel, 
bei dem die Antworten innerhalb einer vorgeschriebenen Zeit ge- 
geben werden müssen. Ein Quiz lässt sich somit unter die Katego- 
rie der Glücksspiele subsumieren. Auf jeden Fall kann diesbezüg- 
lich  nicht,  wie  Locher  in  seinem  Kommentar  zum  DBG,  
Art. 16 N. 6, ausführt, ein qualifiziertes Schweigen in dem Sinne 
angenommen werden, dass nur Lotterien im engeren Sinne ge- 
meint wären (vgl. LOCHER, Kommentar zum DBG, Therwil/Basel 
2001, Art. 16 N. 6). Reich geht in seinem Kommentar noch weiter 
und hält kantonale Steuerordnungen mit einer Sondersteuer oder 
einer Steuerbefreiung von Lotteriegewinnen für harmonisierungs- 
widrig, denn Art. 7 Abs. 1 StHG verlange die Erhebung einer all- 
gemeinen Einkommenssteuer, die gemäss dem Grundsatz der Ge- 
samtreineinkommenssteuer alle Einkünfte umfasse, mithin auch

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die unter die Generalklausel fallenden Lotteriegewinne (REICH, 
Steuerrecht, 2. Aufl., Zürich 2012, § 13 N. 216).

b) Mit der Verpflichtung – gemäss Wegleitung zur Steuer- 
erklärung 2012 Punkt 4.4 «Weitere Einkünfte» – der Angabe von 
Lotteriegewinnen und ähnlichen Einkünften im Wertschriftenver- 
zeichnis (sowie der Wiederholung auf S. 31 der Wegleitung bei der 
Erklärung der Verzeichnisse selber) erfolgt nicht eine Unterstel- 
lung dieser Gewinne unter eine andere vergleichbare Steuer im 
Sinne von Art. 16 StG bzw. DBG. Vielmehr wird unter Punkt 4.4 der 
Wegleitung am Schluss nochmals der Grundsatz hervorgehoben, 
dass sämtliche Einkünfte in Form von Geld oder geldwerten Leis- 
tungen steuerbar seien, soweit sie das Gesetz nicht ausdrücklich 
als steuerfrei erkläre. Einkünfte aus Glücksspielen werden – wie 
vorstehend in E. 2.a ausgeführt – explizit nicht als steuerfrei er- 
klärt. Der Beschwerdeführer kann also auch diesbezüglich nichts 
zu seinen Gunsten ableiten, zumal der Grundsatz der Gesamtrein- 
einkommenssteuer auch in der Wegleitung deutlich festgehalten 
ist. Die vorliegende Beschwerde ist somit abzuweisen.
A 13 51 Urteil vom 21. November 2013

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