# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0b129fed-32b2-5c6c-bf02-ade9799233da
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2012-03-16
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 16.03.2012 UH110325
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_UH110325_2012-03-16.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
III. Strafkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: UH110325-O/U/mp 

 

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. K. Balmer, Präsident, lic. iur. W. Meyer und 

Ersatzoberrichter lic. iur. A. Schärer sowie die Gerichtsschreiberin 

lic. iur. A. Gürber 

 

Beschluss vom 16. März 2012 
 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschwerdeführer 

 

vertreten durch RA X._____,  

 

gegen 

 

1. B._____,  
2. C._____,  
3. Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich,  
Beschwerdegegner 

 

1 amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. iur. Y._____,  

2 amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. iur. Z._____,  

 

betreffend Akteneinsicht   
 
Beschwerde gegen die Verfügung des Vorsitzenden der 9. Abteilung des 
Bezirksgerichtes Zürich vom 20. Oktober 2011, DG100411 
 
 

 

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Erwägungen: 

I. 

1. A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) erwarb im Jahr 2005 Anlei-

hensobligationen der D._____ AG (Urk. 2 S. 3). Mit Verfügung vom 13. Februar 

2009 wurde über die D._____ AG der Konkurs eröffnet (Urk. 16 S. 2). Ein durch 

den Beschwerdeführer gegen B._____ (Präsident des Verwaltungsrates der 

D._____ AG) und C._____ (Delegierter des Verwaltungsrates der D._____ AG; 

nachfolgend: Beschwerdegegner 1-2) angestrengtes Strafverfahren stellte die 

Staatsanwaltschaft III mit Verfügung vom 10. August 2010 rechtskräftig ein 

(Urk. 16). 

2. Ebenfalls am 10. August 2011 erhob die Staatsanwaltschaft III beim Be-

zirksgericht Zürich Anklage gegen die Beschwerdegegner 1-2 wegen mehrfacher 

Falschbeurkundung (Urk. 13 S. 25 ff.). Mit Faxeingabe vom 18. Oktober 2011 ver-

langte der Beschwerdeführer in diesem Verfahren Akteneinsicht (Urk. 15/HD 52). 

Der Vorsitzende der 9. Abteilung des Bezirksgerichts Zürich (nachfolgend: Vo-

rinstanz) wies dieses Begehren mit Verfügung vom 20. Oktober 2011 ab (Urk. 6). 

3. Gegen diese Verfügung liess der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 2. No-

vember 2011, bei der hiesigen Kammer eingegangen am 4. November 2011, 

rechtzeitig Beschwerde erheben und sinngemäss den Antrag stellen, es sei die 

Verfügung der Vorinstanz vom 20. Oktober 2011 aufzuheben und dem Be-

schwerdeführer die Akteneinsicht zu gewähren (Urk. 2). 

4. Mit Urteil der Vorinstanz vom 2. November 2011 wurden die Beschwerde-

gegner 1-2 der mehrfachen Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB 

schuldig gesprochen (Urk. 13). Dieses Urteil erwuchs am 15. November 2011 in 

Rechtskraft (Urk. 11). 

5. Mit Verfügung vom 13. Dezember 2011 wurde der Vorinstanz sowie der 

Staatsanwaltschaft III und den Beschwerdegegnern 1-2 Frist angesetzt zur freige-

stellten Stellungnahme (Urk. 7). Die Vorinstanz und die Staatsanwaltschaft III ver-

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zichteten am 15. Dezember 2011 bzw. am 22. Dezember 2011 auf Stellungnah-

me (Urk. 9 und 10). Die Beschwerdegegner 1-2 liessen sich innert Frist nicht ver-

nehmen. 

6. Das Verfahren erweist sich damit als spruchreif. 

II. 

1. Die Vorinstanz begründete die Abweisung des Akteneinsichtsgesuchs des 

Beschwerdeführers wie folgt: Gemäss Art. 101 StPO hätten die Parteien das 

Recht auf Akteneinsicht in einem hängigen Strafverfahren. Gemäss Art. 104 StPO 

seien die beschuldigte Person, die Staatsanwaltschaft sowie die Privatkläger-

schaft Parteien im Strafverfahren. Der Beschwerdeführer sei keine solche Partei, 

da das auf seine Strafanzeige gestützte Verfahren rechtskräftig eingestellt worden 

sei. Gemäss Art. 101 Abs. 3 StPO könnten Dritte Akten einsehen, wenn sie dafür 

ein wissenschaftliches oder ein anderes schützenswertes Interesse geltend ma-

chen und der Einsichtnahme keine überwiegenden öffentlichen oder privaten Inte-

ressen entgegenstehen. Ein schützenswertes Interesse habe der Beschwerdefüh-

rer nicht geltend gemacht und ein solches sei auch nicht ersichtlich (Urk. 6 S. 2). 

2. Zur Begründung seiner Beschwerde liess der Beschwerdeführer geltend 

machen, er habe Anleihensobligationen der D._____ AG im Nennwert von Euro 

5'000.- gezeichnet (Urk. 2 S. 3). Bis heute habe er weder die seit dem Jahr 2008 

fälligen Zinsen erhalten und auch die versprochene Zahlung der eingezahlten 

Gelder sei bislang nicht eingehalten worden. Daraus folge ein ganz erheblicher 

Schaden. Zwischenzeitlich sei über die D._____ AG der Konkurs eröffnet worden. 

Das Konkursverfahren sei mangels Aktiven eingestellt und die Gesellschaft am 

tt.mm.2009 aus dem Handelsregister gelöscht worden. Deshalb könne er seine 

Ansprüche gegen die Gesellschaft nicht mehr durchsetzen. B._____ sei Präsident 

des Verwaltungsrates und C._____ Delegierter des Verwaltungsrates der 

D._____ AG gewesen. Als Unternehmensverantwortliche seien sie für den Inhalt 

des Verkaufsprospektes, die Verwendung des Kapitals der Anleihensobligationen 

einschliesslich der Rückzahlung des Kapitals und die Einhaltung der von ihnen 

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selbst gemachten Versprechen zur Zins- und Rückzahlung persönlich verantwort-

lich. Sie hätten wissentlich falsche Angaben gemacht und damit den Beschwerde-

führer zur Zeichnung des Kapitalanlageproduktes verleitet. Dadurch sei dem Be-

schwerdeführer ein Schaden entstanden (Urk. 2 S. 4). Zur Geltendmachung die-

ses Schadens in einem zivilrechtlichen Schadenersatzverfahren sei er auf die in 

der Strafakte niedergelegten behördlichen Ermittlungsergebnisse angewiesen. 

Insbesondere könne er den Nachweis, welche Angaben im Verkaufsprospekt von 

vornherein falsch gewesen seien und wie das Kapital der Anleihensobligationen 

von den Unternehmensverantwortlichen der D._____ AG tatsächlich verwendet 

worden sei, mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln nicht führen. In einem 

Zivilprozess könnte das erkennende Gericht zwar gegebenenfalls die Strafakte 

beiziehen. Um Gewissheit über den Inhalt und den Umfang der behördlichen Er-

mittlungsergebnisse zu erlangen, sei der Beschwerdeführer jedoch zunächst da-

rauf angewiesen, Akteneinsicht in die Strafakte zu nehmen (Urk. 2 S. 5). 

III. 

1. Der Beschwerdeschrift vom 2. November 2011 (Urk. 2) lässt sich sinnge-

mäss entnehmen, dass der Beschwerdeführer Einsicht in die Untersuchungsakten 

des durch die Staatsanwaltschaft III gegen die Beschwerdegegner 1-2 geführten 

Strafverfahrens nehmen möchte. So verlangt er Einsicht in "die in der Strafakte 

niedergelegten behördlichen Ermittlungsergebnisse" (Urk. 2 S. 5). Diese Untersu-

chungsakten sind zum einen Bestandteil der Akten der Vorinstanz (Prozess-

Nr. DG100411; vgl. Urk.14), zum anderen jedoch - zumindest teilweise - auch Be-

standteil der Akten des vom Beschwerdeführer gegen die Beschwerdegegner 1-2 

angestrengten und mit Verfügung der Staatsanwaltschaft III vom 10. August 2010 

rechtskräftig eingestellten Verfahrens (vgl. Urk.16). 

2. Das Verfahren vor Vorinstanz gegen die Beschwerdegegner 1-2 ist zwar 

mittlerweile rechtskräftig erledigt, dennoch handelt es sich vorliegend nicht um ein 

Gesuch um Akteneinsicht in die Akten eines abgeschlossenes Verfahrens, da das 

Verfahren im Zeitpunkt der Einreichung des Akteneinsichtsgesuches vom 18. Ok-

tober 2011 noch hängig war. 

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2.1. Art. 101 Abs. 1 StPO sowie Art. 107 Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 104 StPO räu-

men den Parteien die Akteneinsicht ein. Die Vorinstanz begründete die Ableh-

nung der Akteneinsicht denn auch im Wesentlichen damit, dass dem Beschwer-

deführer im betreffenden Verfahren keine Parteistellung zukomme, da das von 

ihm angestrengte Strafverfahren rechtskräftig eingestellt worden sei und er sich 

nicht als Privatkläger konstituiert habe (Urk. 6 S. 2). Der Beschwerdeführer ist tat-

sächlich nicht Partei im Verfahren vor Vorinstanz. Die insoweit zutreffende Be-

gründung der Vorinstanz wird denn auch vom Beschwerdeführer nicht bestritten. 

Nach Art. 105 Abs. 2 StPO steht das Recht auf Akteneinsicht im Rahmen ihrer 

schützwürdigen Interessen aber auch anderen Verfahrensbeteiligten zu, soweit 

diese in ihren Rechten unmittelbar betroffen sind und Aktenkenntnis zur Wahrung 

ihrer Interessen erforderlich ist.  

2.2. Verfahrensbeteiligte im Sinne von Art. 105 Abs. 1 StPO sind die geschädigte 

Person (lit. a), die Person, die eine Anzeige erstattet (lit. b), die Zeugin oder der 

Zeuge (lit. c), die Auskunftsperson (lit. d), die oder der Sachverständige (lit. e) o-

der die oder der durch Verfahrenshandlungen beschwerte Dritte (lit. f). Während 

sich die Parteien voraussetzungslos auf die durch die Strafprozessordnung vor-

gesehenen Verfahrensrechte berufen können, müssen die anderen Verfahrensbe-

teiligten darlegen, dass sie in ihren Rechten direkt betroffen i.S.v. Art. 105 Abs. 2 

StPO sind. Ihnen kommen daher die Parteirechte nur zu, wenn diese Vorausset-

zung erfüllt ist (BGE 1B_238/2011 E. 2.2.1.). Ein bloss mittelbares oder faktisches 

Betroffensein genügt nicht für die Einräumung von Parteirechten. Vielmehr muss 

die betreffende Person glaubhaft machen, dass sie durch eine Verfahrenshand-

lung in ihren rechtlich geschützten Interessen tangiert ist (Küffer, in: Nig-

gli/Heer/Wiprächtiger, Basler Kommentar zur Strafprozessordnung, Basel 2011, N 

31 zu Art. 105). Als Beispiele von direkten Beeinträchtigungen der Rechte anderer 

Verfahrensbeteiligter werden die Verletzung von Grundrechten, die Pflicht, sich 

einer Untersuchung zu unterziehen, die Bestreitung des Schweigerechts, die Ab-

weisung eines Gesuchs um Entschädigung, die Auflage von Kosten oder auch die 

Verweigerung einer Schutzmassnahme genannt (BGE 1B_238/2011 E. 2.2.1. mit 

Hinweisen). 

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2.3. Aus dem Vorstehenden folgt, dass den Verfahrensbeteiligten grundsätzlich 

keine Parteirechte zukommen, ausser die Ausnahme in Art. 105 Abs. 2 StPO ist 

erfüllt, d.h. im Falle einer direkten, unmittelbaren und persönlichen Verletzung der 

Rechte der betroffenen Person. Es ist nicht ersichtlich und wird vom Beschwerde-

führer nicht dargelegt, inwiefern er durch eine Verfahrenshandlung im Rahmen 

des Verfahrens vor der Vorinstanz unmittelbar in seinen Rechten betroffen wurde. 

Auch gestützt auf Art. 105 StPO kommt dem Beschwerdeführer somit kein Akten-

einsichtsrecht zu.  

2.4. Ist der Beschwerdeführer weder Partei noch direkt in seinen Rechten be-

troffener Verfahrensbeteiligter, bleibt zu prüfen, ob er als Dritter Einsicht in die Ak-

ten des Verfahrens bei der Vorinstanz nehmen kann. Nach Art. 101 Abs. 3 StPO 

können Dritte Akten einsehen, wenn sie dafür ein wissenschaftliches oder ein an-

deres schützenswertes Interesse geltend machen und der Einsichtnahme keine 

überwiegenden öffentlichen oder privaten Interessen entgegenstehen. Auch der 

Verordnung der obersten kantonalen Gerichte über die Information über Gerichts-

verfahren und die Akteneinsicht bei Gerichten durch Dritte vom 16. März 2001 

(LS 211.15) lässt sich nichts anderes entnehmen, wird dort doch in § 21 Abs. 2 

auf Art. 101 Abs. 3 und Art. 102 StPO verwiesen. Ein solches Interesse ist nicht 

leichthin zu bejahen (Brüschweiler, in: Donatsch/Hansjakob/Lieber [Hrsg.], Kom-

mentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung (StPO), Zürich/Basel/Genf 

2010, N 11 zu Art. 101). Wie die Vorinstanz zutreffend ausführte, ist ein schüt-

zenswertes Interesse des Beschwerdeführers weder ersichtlich noch wurde ein 

solches geltend gemacht. Die vom Beschwerdeführer angestrebte Erleichterung 

der Durchsetzung von zivilrechtlichen Ansprüchen gegenüber den Beschwerde-

gegnern 1-2 genügt dafür nicht.  

2.5. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass dem Beschwerdeführer im Verfah-

ren vor der Vorinstanz kein Akteneinsichtsrecht zukommt, weshalb die Beschwer-

de abzuweisen ist. 

3. Wie bereits ausgeführt sind die Untersuchungsakten (oder zumindest ein 

Teil davon) auch Bestandteil des vom Beschwerdeführer gegen die Beschwerde-

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gegner 1-2 angestrengten und mit Verfügung der Staatsanwaltschaft III vom 

10. August 2010 rechtskräftig eingestellten Verfahrens.  

3.1. Die StPO regelt die Akteneinsicht in abgeschlossene Straffälle nicht. Nach 

einem Teil der Lehre stehen die Akten abgeschlossener Strafverfahren den Par-

teien sowie anderen Behörden und (beschränkt) Dritten nach den Grundregeln 

sowie in den Schranken von Art. 101 Abs. 1-3 StPO und unter Berücksichtigung 

von Art. 29 Abs. 2 und Art. 30 Abs. 3 BV sowie Art. 102 StPO zur Einsicht offen 

(Schmid, Handbuch des schweizerischen Strafprozessrechts, Zürich/St. Gallen 

2009, N 629; Brüschweiler, a.a.O., N 1 zu Art. 102). Nach anderer - zutreffender - 

Ansicht gilt mit Bezug auf die Einsicht in die Akten rechtskräftig abgeschlossener 

Strafverfahren das Verwaltungsrecht (Datenschutzrecht, Archivrecht usw.) des 

Bundes oder des Kantons, je nachdem ob es sich um ein Verfahren der Bundes-

gerichtsbarkeit oder der kantonalen Gerichtsbarkeit handelt (Schmutz, in: Nig-

gli/Heer/Wiprächtiger, Basler Kommentar zur Strafprozessordnung, Basel 2011, N 

2 zu Art. 103; Riedo/Fiolka/Niggli, Strafprozessrecht sowie Rechtshilfe in Strafsa-

chen, Basel 2011, N 784). Dies ergibt sich einerseits aus Art. 99 Abs. 1 StPO, 

wonach sich nach Abschluss des Verfahrens das Bearbeiten von Personendaten, 

das Verfahren und der Rechtsschutz nach den Bestimmungen des Datenschutz-

rechts von Bund und Kantonen richten (die Gewährung von Akteneinsicht stellt in 

der Terminologie des Datenschutzrechtes eine Bearbeitung von Personendaten 

dar, vgl. Droese, Die Akteneinsicht des Geschädigten in der Strafuntersuchung 

vor dem Hintergrund zivilprozessualer Informationsinteressen, Zürich/Basel/Genf 

2008, S. 262 f.). Andererseits entspricht dieses Vorgehen bei Verfahren, die durch 

die Staatsanwaltschaft rechtskräftig erledigt wurden, der bisherigen ständigen 

Praxis (vgl. Entscheide des Verwaltungsgerichts vom 13. Januar 2011 

[VB.2010.00594], vom 16. Dezember 2010 [VB.2010.00588], vom 18. November 

2010 [VB.2010.00450] und vom 19. Mai 2010 [VB.2010.00025]; sodann auch 

BGE 136 I 80 E. 2.2.). 

3.2. Da es sich vorliegend um ein kantonales Verfahren handelt, ist das Gesetz 

über die Information und den Datenschutz vom 12. Februar 2007 (IDG, LS 170.4) 

sowie die Verordnung über die Information und den Datenschutz vom 28. Mai 

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2008 (IDV; LS 170.41) anwendbar. Gemäss § 1 Abs. 1 IDV sind die öffentlichen 

Organe in ihrem Zuständigkeitsbereich für die Einhaltung und Umsetzung der 

Grundsätze im Umgang mit Informationen und Personendaten bei der Informati-

onstätigkeit und den Datenschutzmassnahmen verantwortlich. Sie geben bei Vor-

liegen der Voraussetzungen und nach Abwägung der öffentlichen und privaten In-

teressen Informationen bekannt durch Gewährung des Zugangs zu Informationen 

auf Gesuch im Sinne von § 20 IDG (§ 1 Abs. 2 lit. b IDV). 

3.3. Das vom Beschwerdeführer gegen die Beschwerdegegner 1-2 angestrengte 

Verfahren wurde mit Verfügung vom 10. August 2010 durch die Staatsanwalt-

schaft III rechtskräftig eingestellt (Urk. 16). Mit anderen Worten befand sich dieses 

Verfahren einzig im Zuständigkeitsbereich der Staatsanwaltschaft III. Daran än-

dert nichts, dass es sich bei der Einstellung vom 10. August 2010 mit Blick auf 

das gesamte gegen die Beschwerdegegner 1-2 geführte Verfahren nur um eine 

Teileinstellung handelte und bezüglich anderer - vom Beschwerdeführer nicht an-

gezeigter - Delikte Anklage erhoben wurde. In Bezug auf die vom Beschwerdefüh-

rer angezeigten Delikte wurde das Verfahren bei der Staatsanwaltschaft III 

rechtskräftig abgeschlossen. In Anwendung von § 1 Abs. 1 und 2 IDV ist deshalb 

auch die Staatsanwaltschaft III - bei welcher es sich gemäss § 2 Abs. 2 i.V.m. § 3 

lit. b IDG um ein öffentliches Organ handelt - zuständig, um über Begehren um 

Einsicht in die Akten des bei ihnen abgeschlossenen Strafverfahrens zu entschei-

den. Dies erscheint sachgerecht, ist doch die Staatsanwaltschaft III die einzige 

Behörde, die sich mit den Gründen der Einstellung befasst hat. Deshalb ist sie 

auch die geeignete Behörde für den Entscheid, welche Akten in diesem Zusam-

menhang massgebend waren und in welche Akten - falls überhaupt ein Einsichts-

recht besteht - Einsicht zu gewähren ist. Dass sich die gesamten Untersuchungs-

akten bei der Vorinstanz befinden, vermag an dieser Zuständigkeit nichts zu än-

dern. Die Beschwerdeschrift ist deshalb der Staatsanwaltschaft III zur Behandlung 

als Akteneinsichtsgesuch in die Untersuchungsakten, welche zur Einstellungsver-

fügung vom 10. August 2010 führten, zu überweisen. 

4. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerde gegen die Verfü-

gung der Vorinstanz vom 20. Oktober 2011 abzuweisen ist. Zuständigkeitshalber 

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ist die Beschwerdeschrift der Staatsanwaltschaft III zu überweisen zum Entscheid 

über die Einsicht in die Akten des bei ihnen rechtskräftig mit Verfügung vom 

10. August 2010 abgeschlossenen Verfahrens. 

IV. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdeführer grundsätzlich 

kostenpflichtig (Art. 428 Abs. 1 StPO). Zu berücksichtigen ist jedoch, dass der 

Beschwerdeführer bereits früher ein Akteneinsichtsgesuch bei der Staatsanwalt-

schaft III gestellt hatte, die Oberstaatsanwaltschaft ihm jedoch mit Schreiben vom 

7. Oktober 2011 mitteilte, die Akteneinsicht sei beim Bezirksgericht Zürich zu ver-

langen (Urk. 15/HD 53). Es rechtfertigt sich deshalb, ausnahmsweise von einer 

Kostenauflage abzusehen. Mangels Umtrieben ist den Beschwerdegegnern 1-2 

keine Prozessentschädigung zuzusprechen. 

Es wird beschlossen: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Eine Kopie der Beschwerdeschrift wird der Staatsanwaltschaft III überwie-

sen zum Entscheid über das Gesuch um Einsicht in die Akten des mit Ver-

fügung vom 10. August 2010 rechtskräftig abgeschlossenen Verfahrens. 

3. Die Gerichtsgebühr fällt ausser Ansatz. 

4. Den Beschwerdegegnern 1-2 wird keine Prozessentschädigung zugespro-

chen. 

5. Schriftliche Mitteilung an: 

− den Vertreter des Beschwerdeführers, zweifach für sich und zuhanden 
des Beschwerdeführers (gegen Auslandrückschein) 

− den Vertreter des Beschwerdegegners 1, zweifach für sich und zuhanden 
des Beschwerdegegners 1 (gegen Gerichtsurkunde) 

− den Vertreter des Beschwerdegegners 2, zweifach für sich und zuhanden 
des Beschwerdegegners 2 (gegen Gerichtsurkunde) 

- 10 - 

− die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich, unter Beilage einer Kopie 
von Urk. 2 (gegen Empfangsschein) 

− die Vorinstanz (gegen Empfangsschein) 
sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger 
Rechtsmittel an: 
− die Vorinstanz unter Rücksendung der beigezogenen Akten (Urk. 15; ge-

gen Empfangsschein) 
 

6. Rechtsmittel: 

Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben wer-
den. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der 
Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der 

in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich 

einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
Zürich, 16. März 2012 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

III. Strafkammer 
 

Präsident: 
 
 
 

lic. iur. K. Balmer 

Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. A. Gürber 
 
 
 

	Beschluss vom 16. März 2012
	 Erwägungen:
	I.
	II.
	III.
	IV.

	Es wird beschlossen:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Eine Kopie der Beschwerdeschrift wird der Staatsanwaltschaft III überwiesen zum Entscheid über das Gesuch um Einsicht in die Akten des mit Verfügung vom 10. August 2010 rechtskräftig abgeschlossenen Verfahrens.
	3. Die Gerichtsgebühr fällt ausser Ansatz.
	4. Den Beschwerdegegnern 1-2 wird keine Prozessentschädigung zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an:
	 den Vertreter des Beschwerdeführers, zweifach für sich und zuhanden des Beschwerdeführers (gegen Auslandrückschein)
	 den Vertreter des Beschwerdegegners 1, zweifach für sich und zuhanden des Beschwerdegegners 1 (gegen Gerichtsurkunde)
	 den Vertreter des Beschwerdegegners 2, zweifach für sich und zuhanden des Beschwerdegegners 2 (gegen Gerichtsurkunde)
	 die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich, unter Beilage einer Kopie von Urk. 2 (gegen Empfangsschein)
	 die Vorinstanz (gegen Empfangsschein)
	sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger Rechtsmittel an:
	 die Vorinstanz unter Rücksendung der beigezogenen Akten (Urk. 15; gegen Empfangsschein)

	6. Rechtsmittel: Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bunde...