# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7d0f449d-7c0c-5e4d-a96d-f4dd1888b86c
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-11-05
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 05.11.2008 B-673/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-673-2008_2008-11-05.pdf

## Full Text

Abtei lung II
B-673/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  5 .  N o v e m b e r  2 0 0 8

Richterin Vera Marantelli (Vorsitz), Richter Hans Urech, 
Richter David Aschmann, 
Gerichtsschreiberin Kathrin Bigler.

X._______, 
vertreten durch 
Isler & Pedrazzini AG Patent- und Markenanwälte, 
Gotthardstrasse 53, Postfach 1772, 8027 Zürich,
Beschwerdeführerin,

gegen

Eidgenössisches Institut für Geistiges Eigentum,
Stauffacherstrasse 65, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Eintragung der internationalen Registrierung Nr. 828'149 
T TRELLEBORG (fig.).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

B-673/2008

Sachverhalt:

A.
Die Beschwerdeführerin ist Inhaberin der am 4. März 2004 internatio-
nal  registrierten  Marke  Nr.  828'149  TRELLEBORG  (fig.)  mit  Ur-
sprungsland  Schweden. Die  Marke  beansprucht  auch  Schutz  in  der 
Schweiz, und zwar für folgende Waren:

Klasse 7: Machines et machines-outils; (non pour véhicules), accouplements 
et organes de transmission (non pour véhicules); instruments agricoles (au-
tres que les outils à main), couveuses à oeufs.

Klasse 9: Appareils et instruments scientifiques, nautiques, photographiques, 
cinématographiques, optiques; appareils et instruments de pesage, de mesu-
rage,  de  signalisation,  de  contrôle  (surveillance),  de  secours  et 
d'enseignement; matériel et instruments d'inspection et d'arpentage; matériel 
et instruments pour le câblage, la conduite, la distribution, la transformation, 
l'accumulation,  le  réglage  ou  la  commande  de  courant  électrique;  matériel 
d'enregistrement, de filmage, de diffusion ou de réception du son ou des ima-
ges;  supports  d'enregistrement  magnétiques,  disques  acoustiques;  distribu-
teurs automatiques et mécanismes pour appareils à prépaiement; caisses en-
registreuses;  machines  à  calculer;  matériel  informatique  et  ordinateurs;  ex-
tincteurs.

Klasse 12: Véhicules et bateaux; moyens de locomotion terrestres, aériens ou 
nautiques.

Klasse 17: Caoutchouc, gutta-percha, gomme, amiante, mica et produits en 
ces matières non compris dans d'autres classes; produits en matières plas-
tiques mi-ouvrées; matières à calfeutrer, à étouper et à isoler; tuyaux flexibles 
non métalliques.

Klasse 19: Matériaux de construction (non métalliques); tuyaux rigides (non 
métalliques)  pour  la  construction;  asphalte,  poix  et  bitume;  constructions 
transportables non métalliques; monuments non métalliques.

Klasse 27: Tapis, paillassons, nattes, linoléum et autres revêtements de sols; 
tentures murales (non textiles).

Die Marke hat folgendes Aussehen:

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B-673/2008

B.
Am 30. Juni 2005 verweigerte die Vorinstanz der Marke für sämtliche 
beanspruchten Waren vorläufig den Schutz für die Schweiz. Zur Be-
gründung führte sie aus, die Marke enthalte die Bezeichnung „Trelle-
borg“, den Namen einer schwedischen Stadt, welche für ihren grossen 
Hafen bekannt sei, und weise damit auf die Herkunft der beanspruch-
ten Waren hin. Diese Bezeichnung könnte  die  angesprochenen  Ver-
kehrskreise  bezüglich  der  Herkunft  der  beanspruchten  Waren  in  die 
Irre führen, wenn diese nicht aus Schweden stammten. Die Einschrän-
kung „tous les produits concernés; tous les produits provenant de Suè-
de“ würde zum Wegfall der Irreführungsgefahr führen.

Mit Eingabe vom 26. September 2005 beantragte die Beschwerdefüh-
rerin,  der  internationalen  Registrierung  Nr.  828'149  auch  in  der 
Schweiz Schutz zu gewähren, und zwar ohne Einschränkung der Wa-
renliste. Zur Begründung brachte sie vor, X. sei ein Konzern, der welt-
weit tätig sei, weshalb die angesprochenen Verkehrskreise auf Grund 
dessen  Bekanntheit  keine  Erwartung  in  Bezug  auf  die  geografische 
Herkunft  der  Produkte  hätten.  Im  Weiteren  kenne  das  betroffene 
Schweizer Publikum sicherlich weder die Stadt  Trelleborg mit  38'759 
Einwohnern  (im Jahr  2002),  noch die anderen schwedischen Städte 
dieser  Grösse. Trelleborg habe zudem als  Bezeichnung einer  Wikin-
gerfestung  in  Dänemark  noch  eine  zweite  Bedeutung.  Schliesslich 
wies  die  Beschwerdeführerin  darauf  hin,  dass  die  strittige  Marke  in 
Schweden  ohne  Einschränkung  registriert  und  die  Ortsbezeichnung 
Trelleborg auch nicht staatsvertraglich geschützt sei.

Die Vorinstanz hielt  mit  Schreiben vom 22. Dezember  2005 an ihrer 
Auffassung  fest,  dass  dem  strittigen  Zeichen  der  Schutz  wegen 
Irreführungsgefahr  zu  verweigern  sei,  wenn die  Warenliste  nicht  auf 
Erzeugnisse schwedischer Herkunft eingeschränkt werde. Die von der 
Beschwerdeführerin genannte dänische Festung mit der Bezeichnung 
Trelleborg sei dem schweizerischen Publikum unbekannt und daher im 
vorliegenden  Fall  unbeachtlich,  im  Gegensatz  zum  internationalen 
schwedischen  Hafen  gleichen  Namens.  Da  sich  im  Weiteren  das 
strittige  Zeichen  auf  keinerlei  Geschäftstätigkeit  beziehe,  könne  im 
vorliegenden Fall die Täuschungsgefahr nicht ausgeschlossen werden. 
Schliesslich  verleihe  der  Umstand,  dass  das  Zeichen  im  Ausland 
eingetragen  worden  sei,  der  Beschwerdeführerin  kein  Recht  auf 
dessen Eintragung in der Schweiz.

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Mit Eingabe vom 2. Juni 2006 wies die Beschwerdeführerin darauf hin, 
dass eine Irreführungsgefahr gemäss konstanter Rechtsprechung und 
Lehre erst dann vorliege, wenn die Irreführung bei einem beachtlichen 
Teil  der  Abnehmerschaft  befürchtet  werden  müsse. Dass  das  breite 
Schweizer Publikum (vgl. Waren der Klasse 9, 12 und 27) die schwedi-
sche Kleinstadt Trelleborg kenne, sei mehr als unwahrscheinlich. Die 
wenigen Schweizer, welche nach Schweden reisten, buchten gewöhn-
lich  einen  Flug  nach  Stockholm  oder  in  eine  andere  bedeutende 
schwedische  Grossstadt. Was die  spezialisierte  Abnehmerschaft  der 
Produkte der Klassen 7,  17 und 19 betreffe, könne von vorneherein 
ausgeschlossen werden, dass diese auch nur entfernt auf den Gedan-
ken kommen könnten, die mit TRELLEBORG (fig.) gekennzeichneten 
Waren stammten aus Trelleborg  respektive Schweden,  denn bei  der 
X.-Gruppe handle es sich um einen in Fachkreisen unzweifelhaft sehr 
bekannten Anbieter im Bereich Polymerspitzentechnologie. Bei der Be-
urteilung der Marke habe die Vorinstanz im Weiteren zu Unrecht nicht 
berücksichtigt, dass die Wortmarke TRELLEBORG mit einem auffälli-
gen figurativen Element (vier Dreiecke mit dem Buchstaben T) kombi-
niert sei. Dieses figurative Element werde unzweifelhaft als Firmenlogo 
und nicht etwa als schwedisches Wappen aufgefasst.

Auch nach erneuter  Prüfung hielt  die  Vorinstanz  in  ihrem Schreiben 
vom  2.  Oktober  2006  an  ihrer  Beanstandung  fest.  Sie  erklärte,  auf 
Grund internationaler  Verpflichtungen  der  Schweiz  könnten Zeichen, 
die eine Herkunftsangabe enthielten oder aus einer  solchen bestün-
den, nur zum Markenschutz zugelassen werden, wenn jegliche Irrefüh-
rungsgefahr  ausgeschlossen  werden  könne.  Dies  sei  beim strittigen 
Zeichen nicht der Fall. Im Weiteren könne gestützt auf die von der Be-
schwerdeführerin  eingereichten  Belege  nicht  angenommen  werden, 
dass die geografische Angabe „Trelleborg“ eine „secondary meaning“ 
erlangt habe. Zudem seien die zusätzlichen Dreiecke und der Einzel-
buchstabe T rein figürlicher / dekorativer Natur. Insbesondere handle 
es sich dabei nicht um Elemente, die bei den relevanten Abnehmer-
kreisen  den  Rückschluss  zuliessen,  dass  es  sich  bei  der  geografi-
schen Angabe „Trelleborg“ ausschliesslich um einen Hinweis auf eine 
bestimmte betriebliche Herkunft handle.

Mit Schreiben vom 30. März 2007 wiederholte die Beschwerdeführerin 
ihren Antrag, die Marke TRELLEBORG zum Schutz in der Schweiz zu-
zulassen. 

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Mit Verfügung vom 17. Dezember 2007 verweigerte die Vorinstanz der 
internationalen Registrierung Nr. 828'149 „T TRELLEBORG (fig.)“ der 
Schutz in der Schweiz für alle beanspruchten Waren, weil die relevan-
ten Abnehmerkreise im Wort „Trelleborg“ ohne Gedankenaufwand die 
geografische  Angabe  „Trelleborg“  erkennen  und  erwarten  würden, 
dass so gekennzeichnete Waren aus Schweden stammten. Die Konsu-
menten seien somit getäuscht, falls diese Waren nicht aus Schweden 
stammten. 

C.
Gegen diese Verfügung erhob die Beschwerdeführerin am 1. Februar 
2008 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Sie beantragt, die 
Verfügung  der  Vorinstanz  vom 17.  Dezember  2007  sei  aufzuheben, 
und der internationalen Registrierung Nr. 828'149 TRELLEBORG (fig.) 
sei der Schutz in der Schweiz für sämtliche beanspruchten Waren zu 
erteilen. Sie hielt fest, die strittige Marke sei nicht irreführend und kön-
ne für den Markenschutz in der Schweiz zugelassen werden.

D.
Mit  Vernehmlassung vom 14. Mai  2008 beantragt  die Vorinstanz, die 
Beschwerde sei vollumfänglich abzuweisen. 

E.
Auf  die  Durchführung  einer  öffentlichen  Verhandlung  hat  die  Be-
schwerdeführerin stillschweigend verzichtet.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Das Bundesverwaltungsgericht  ist  zur  Beurteilung von Beschwerden 
gegen  Eintragungsverfügungen  der  Vorinstanz  in  Markensachen 
zuständig (Art. 31, 32 und 33 Bst. d des Bundesgesetzes vom 17. Juni 
2005 über das Bundesverwaltungsgericht [Verwaltungsgerichtsgesetz, 
VGG, SR 173.32]).

Die  Beschwerdeführerin  ist  als  Adressatin  der  angefochtenen  Verfü-
gung durch diese beschwert und hat ein schutzwürdiges Interesse an 
ihrer Aufhebung oder Änderung. Sie ist daher zur Beschwerdeführung 
legitimiert  (Art. 48  Abs. 1 des  Bundesgesetzes  vom  20.  Dezember 
1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]). Eingabe-
frist und -form sind gewahrt (Art. 50 Abs. 1 und 52 Abs. 1 VwVG), der 

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Kostenvorschuss  wurde  fristgerecht  bezahlt  (Art. 63  Abs. 4 VwVG), 
der  Vertreter  hat  sich  rechtsgenüglich  ausgewiesen  (Art. 11 VwVG) 
und  die  übrigen  Sachurteilsvoraussetzungen  liegen  vor  (Art.  44  ff. 
VwVG).

Auf die Verwaltungsbeschwerde ist daher einzutreten.

2.
Zwischen Schweden und der Schweiz gelten das Protokoll zum Madri-
der Abkommen über die internationale Registrierung von Marken vom 
27. Juni 1989 (MMP, SR 0.232.112.4) sowie die Pariser Verbandsüber-
einkunft zum Schutz des gewerblichen Eigentums, revidiert  in Stock-
holm am 14. Juli 1967 (PVÜ, SR 0.232.04). Nach Art. 5 Abs. 1 MMP 
darf  ein  Verbandsland  einer  international  registrierten  Marke  den 
Schutz nur verweigern, wenn nach den in der PVÜ genannten Bedin-
gungen ihre Eintragung in das nationale Register  verweigert  werden 
kann. Das trifft gemäss Art. 6quinquies Bst. B Ziff. 3 PVÜ namentlich dann 
zu, wenn die Marke gegen die guten Sitten oder die öffentliche Ord-
nung verstösst, insbesondere wenn sie geeignet ist, das Publikum zu 
täuschen.  Dieser  Ausschlussgrund  ist  auch  im  Bundesgesetz  vom 
28. August 1992 über den Schutz von Marken und Herkunftsangaben 
(Markenschutzgesetz, MSchG, SR 232.11) vorgesehen, das in Art. 2 
Bst.  c  MSchG irreführende  Zeichen  vom Markenschutz  ausschliesst 
(vgl. Entscheid der Eidgenössischen Rekurskommission für  geistiges 
Eigentum [RKGE] in: Schweizerische Zeitschrift  für  Immaterialgüter-, 
Informations- und Wettbewerbsrecht [sic!] 2006 S. 681 E. 2 – Burberry 
Brit; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B-7408/2006 vom 21. Juni 
2007  E.  2  –  bticino  [fig.],  mit  Verweis  auf  BGE  128  III  454  E.  2  – 
Yukon). Lehre und Praxis zu dieser Bestimmung können somit im vor-
liegenden Fall  herangezogen werden (Urteil  des Bundesverwaltungs-
gerichts  B-1611/2007  vom 7.  Oktober  2008  E.  3.2  -  Laura  Biagiotti 
Aqua di Roma).

3.
Irreführend ist eine Marke unter anderem dann, wenn sie eine geogra-
fische  Angabe  enthält  oder  gar  ausschliesslich  aus  einer  geografi-
schen Bezeichnung besteht,  und damit die Adressaten zur Annahme 
verleitet, die Ware stamme aus dem Land oder dem Ort, auf den die 
Angabe hinweist, obschon das in Wirklichkeit nicht zutrifft (BGE 132 III 
770 E. 2.1 – Colorado, BGE 128 III  454 E. 2.2 – Yukon, Urteile des 
Bundesgerichts 4A.14/2006 vom 7. Dezember 2006 E. 4.1 – Champ, 

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und 4A.3/2006 vom 18. Mai 2006 E. 2.1 – FischmanufakturDeutsche-
See [fig.]). Als derartige geografische Herkunftsangaben gelten unter 
anderem die Namen von Städten (BGE 128 III 454 E. 2.1 – Yukon, mit 
Verweis auf:  EUGEN MARBACH, Markenrecht, in: Roland von Büren / Lu-
cas  David  [Hrsg.],  Schweizerisches  Immaterialgüter-  und  Wettbe-
werbsrecht, 3. Band Kennzeichenrecht, Basel und Frankfurt a.M. 1996 
[SIWR III], S. 52 f.). 

Wird ein geografischer Name von den massgebenden Verkehrskreisen 
nicht  als  Hinweis  auf  eine  bestimmte  Herkunft  verstanden,  so  kann 
das Zeichen, in dem er enthalten ist, insofern auch keine Irreführung 
bewirken (vgl. Art. 47 Abs. 2 MSchG; RKGE in sic! 2005 S. 890 E. 4 – 
La differenza si chiama Gaggenau). Dies trifft insbesondere dann zu, 
wenn  die  geografische  Angabe  den  massgebenden  Verkehrskreisen 
überhaupt nicht bekannt ist, trotz bekanntem geografischem Gehalt als 
Fantasiezeichen aufgefasst wird, offensichtlich nicht als Produktions-, 
Fabrikations- oder Handelsort in Frage kommt, als Typenbezeichnung 
erkannt wird, sich im Verkehr als Kennzeichen für ein bestimmtes Un-
ternehmen durchgesetzt  hat  oder  sich  zur  Gattungsbezeichnung ge-
wandelt hat (BGE 128 III 454 E. 2.2 und E. 2.1.1 – 2.1.6 – Yukon, BGE 
132 III 770 E. 2.1 - Colorado, Urteile des Bundesgerichts 4A.14/2006 
vom 7. Dezember 2006 E. 4.1 - Champ, und 4A.3/2006 vom 18. Mai 
2006 E. 2.1 – FischmanufakturDeutscheSee [fig.]).

Ob  eine  geografische  Bezeichnung,  die  als  Bestandteil  einer  Marke 
verwendet  werden  soll,  zur  Täuschung  des  Publikums  geeignet  ist, 
entscheidet sich nicht allgemein, sondern hängt von den Umständen 
des Einzelfalles ab. Dazu gehören insbesondere die Bekanntheit des 
Wortes als geografische Angabe und als Marke, tatsächliche oder na-
heliegende Beziehungen zwischen dieser und zusätzlichen Angaben, 
welche die  Täuschungsgefahr  erhöhen oder  beseitigen können. Ent-
scheidend ist, ob eine Marke beim Publikum eine Ideenverbindung zu 
einer bestimmten Gegend oder einem bestimmten Ort hervorruft und 
so mindestens indirekt die Vorstellung einer Herkunftsangabe weckt. In 
solchen Fällen besteht  die Gefahr der  Irreführung,  falls  die mit  dem 
Zeichen versehenen Waren nicht dort hergestellt werden (BGE 132 III 
770 E. 2.1 – Colorado, BGE 128 III 454 E. 2.2 Yukon, Urteile des Bun-
desgerichts 4A.14/2006 vom 7. Dezember 2006 E. 4.1 – Champ, und 
4A.3/2006 vom 18. Mai  2006 E. 2.1  – FischmanufakturDeutscheSee 
[fig.]).

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Bei zusammengesetzten Marken sind vorerst die den Gesamteindruck 
bildenden Einzelelemente auf einen geografischen Sinngehalt und ihre 
Relevanz bezüglich einer Herkunftserwartung hin zu untersuchen. In 
einem  zweiten  Schritt  ist  sodann  zu  prüfen,  ob  der  einen  geografi-
schen  Sinngehalt  aufweisende  Zeichenbestandteil  in  Bezug  auf  die 
beanspruchten Waren und Dienstleistungen im Verständnis der mass-
geblichen  Verkehrskreise  eine  Herkunftsangabe  darstellt.  Erst  wenn 
letzteres bejaht  wird,  ist  schliesslich  zu prüfen,  ob die angefochtene 
Marke in ihrem Gesamteindruck – und nicht nur in Bezug auf einzelne 
Zeichenbestandteile  –  eine  Herkunftserwartung  bezüglich  der  bean-
spruchten Waren und Dienstleistungen hervorruft (Urteil des Bundes-
verwaltungsgerichts  B-3511/2007  vom  30.  September  2008  E. 4  - 
AgieCharmilles).

Gemäss  bundesgerichtlicher  Rechtsprechung  werden  im  Gegensatz 
zu Zeichen des Gemeingutes (BGE 129 III 225 E. 5.3 - Masterpiece) 
Grenzfälle irreführender, gegen geltendes Recht,  die öffentliche Ord-
nung oder die guten Sitten verstossende Zeichen nicht zur Eintragung 
zugelassen (Urteil  des Bundesverwaltungsgerichts  B-7408/2006 vom 
21. Juni 2007 E. 2.2 – bticino [fig.],  mit  Verweis auf: BGer in PMMBl 
1994 I  S. 76 – Alaska, BGer in PMMBI 1996 S. 25 – San Francisco 
49ers).

4.
Das Bundesverwaltungsgericht setzt für die Prüfung der Frage, ob ein 
Zeichen eine geografische Herkunft erwarten lässt und dadurch im Zu-
sammenhang mit  bestimmten Waren oder Dienstleistungen zum Ge-
meingut zählt oder irreführend wirkt, in der Regel besondere Sachver-
haltsabklärungen voraus. Es prüft einerseits, ob die Vorinstanz die mit 
vernünftigem Aufwand erhältlichen  Beweismittel,  soweit  es  nicht  um 
allgemein notorische Tatsachen geht, vollständig erhoben und gewür-
digt hat. Bestehen konkrete Anhaltspunkte dafür, dass der Sinngehalt 
im Gesamteindruck des Zeichens und im Zusammenhang mit den Wa-
ren und Dienstleistungen, für die die Marke beansprucht wird, als Her-
kunftsbezeichnung aufgefasst wird, eine entsprechende Herkunft die-
ser Waren und Dienstleistungen erwarten lässt und – bei mehrdeuti-
gen Zeichen – von keinem naheliegenderen Sinngehalt ohne geografi-
schen Bezug in  den Hintergrund gerückt  wird,  ist  in  der  Regel  eine 
Herkunftserwartung  zu  bejahen.  Für  Weitergehendes  trägt  die  Be-
schwerdeführerin  die  Folgen einer  Beweislosigkeit  (Urteile  des  Bun-
desverwaltungsgerichts B-1611/2007 vom 7. Oktober 2008 E. 5 – Lau-

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ra  Biagiotti  Aqua  di  Roma E. 5,  B-7412/2006  vom 1. Oktober  2008 
E. 4.1 ff. – Afri-Cola und B-3511/2007 vom 30. September 2008 E. 4 - 
AgieCharmilles).

5.
Die Frage einer Irreführungsgefahr beurteilt sich aus der Sicht der be-
troffenen  Abnehmer.  In  diesem  Zusammenhang  sind  sich  die  Be-
schwerdeführerin  und  die  Vorinstanz  uneinig  darüber,  wie  gross  der 
Irreführungsgrad bei den massgebenden Verkehrskreisen sein muss, 
um einem Zeichen, welches eine geografische Angabe enthält, wegen 
Irreführungsgefahr den Schutz zu verweigern.

Die Vorinstanz vertrat im Schreiben vom 2. Oktober 2006 die Ansicht, 
insbesondere  auf  Grund  internationaler  Verpflichtungen der  Schweiz 
wie des TRIPS-Abkommens könnten Zeichen, die eine Herkunftsanga-
be  enthielten  oder  aus  einer  solchen  bestünden,  nur  zum  Marken-
schutz  zugelassen  werden,  wenn  jegliche Irreführungsgefahr  ausge-
schlossen werden könne (vgl. auch Ziff. 8.7.1 der Richtlinien in Mar-
kensachen [Stand: 1. Juli 2008]). In E. 6 der angefochtenen Verfügung 
stellte sie dieselbe Anforderung, während sie in E. 3 dieses Entscheids 
die Irreführungsgefahr bejahte, weil  die geografische Angabe „Trelle-
borg“ einem  gewissen Teil der schweizerischen Bevölkerung bekannt 
sei. Die Beschwerdeführerin argumentiert, zum Ausschluss eines Zei-
chens vom Markenschutz genüge es nicht, wenn diesem nur von ei-
nem kleinen Teil der Bevölkerung ein bestimmter Sinngehalt zugemes-
sen werde; es bedürfe eines  wesentlichen oder doch  nicht unerhebli-
chen Teils der Markenadressaten.

5.1 Nach konstanter Rechtsprechung der Rekurskommission für geis-
tiges  Eigentum muss  die  geografische  Angabe in  ihrem Gesamtein-
druck geeignet sein, von einem „nicht unerheblichen Teil des Verkehrs“ 
als  Hinweis  auf  die  geografische  Herkunft  aufgefasst  zu  werden 
(RKGE in sic! 2006 S. 769 E. 2 – Off Broadway Shoe Warehouse [fig.], 
RKGE in sic!  2006 S. 587 E. 3 – Fedex Europe First,  RKGE in sic! 
2006 S. 275 E. 3 – Die fünf Tibeter, RKGE in sic! 2006 S. 40 E. 3 – 
Würthphoenix [fig.], alle mit Verweis auf CHRISTOPH WILLI, Markenschutz-
gesetz, Das schweizerische Markenrecht  unter Berücksichtigung des 
europäischen  und  internationalen  Markenrechts,  Zürich  2002,  Art.  2 
N. 226).  Das  Bundesverwaltungsgericht  hat  diese  Rechtsprechung 
übernommen  (vgl.  Urteile  des  Bundesverwaltungsgerichts 
B-7411/2006  vom  22.  Mai  2007  E.  7  –  Bellagio,  B-3511/2007  vom 

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30. September  2008  E.  2  –  AgieCharmilles  und  B-3259/2007, 
B-3261/2007, B-3262/2007 und B-3270/2007 vom 30. September 2008 
E. 9 - Oerlikon). Auch das Bundesgericht spricht in einem älteren Ur-
teil  von einem „nicht  unerheblichen Teil  der Käuferschaft“  (BGE 93 I 
570 E. 4 – Trafalgar); eine Täuschungsgefahr lediglich bei dem einen 
oder  anderen  schweizerischen  Konsumenten  genügt  nicht  (vgl.  Ent-
scheid des Bundesgerichts vom 12. Dezember 1978,  in: Schweizeri-
sches Patent-, Muster- und Markenblatt [PMMBI] 1979 S. 16 E. 2a – 
Greys). Jüngere Entscheide äussern sich soweit ersichtlich nicht zum 
erforderlichen Grad der Bekanntheit.

Die Vorinstanz stützte ihre Meinung, wonach jegliche Irreführungsge-
fahr ausgeschlossen sein müsse, insbesondere auf Art. 24 Abs. 3 und 
Art. 22 Abs. 3 des Abkommens vom 15. April 1994 über handelsbezo-
gene Aspekte der Rechte an geistigem Eigentum (TRIPS-Abkommen, 
Anhang 1 C zum Abkommen zur Errichtung der Welthandelsorganisati-
on, SR 0.632.20). Aus diesen Bestimmungen lässt sich indessen keine 
Forderung nach Ausschluss jeglicher Täuschungsgefahr ableiten (vgl. 
auch ALESCH STAEHELIN, Das TRIPs-Abkommen, Bern 1999, S. 113 und 
117 f.;  WILLI, a.a.O., Vor47 N. 51 f.). Die Rekurskommission für geisti-
ges Eigentum hat denn auch hinsichtlich des Irreführungsgrades nicht 
zwischen Schweizer und internationalen Marken unterschieden, figu-
rieren doch unter den eingangs genannten Fällen auch zwei, in denen 
für internationale Marken um Schutz ersucht wird (RKGE in sic! 2006 
S. 769 – Off Broadway Shoe Warehouse [fig.] und RKGE in sic! 2006 
S. 275 – Die fünf Tibeter). Auch das Bundesverwaltungsgericht machte 
bisher keine entsprechenden Differenzierungen bezüglich internationa-
ler  Registrierungen  (vgl.  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts 
B-7411/2006 vom 22. Mai 2007 – Bellagio).

Auf Grund der dargestellten konstanten Rechtsprechung ist  somit zu 
prüfen,  ob  die  Bezeichnung  „Trelleborg“  einem  erheblichen Teil  des 
Verkehrs bekannt ist (vgl. auch  EUGEN MARBACH, Die Verkehrskreise im 
Markenrecht, in sic! 2007 S. 3 ff., S. 5 Bst. f). Die von der Vorinstanz im 
Schreiben vom 2. Oktober 2007 und in E. 6 der angefochtenen Verfü-
gung gestellte  Anforderung,  wonach  jegliche Irreführungsgefahr  aus-
geschlossen werden müsse, ginge daher, zumindest bei der Frage der 
Irreführung  über  die  Herkunft,  zu  weit,  wenn  die  Vorinstanz  damit 
meint, dass niemand irregeführt werden dürfe. Sie räumte denn auch 
in ihrer Stellungnahme vom 14. Mai 2008 ein, Bekanntheit bei einem 
nicht unwesentlichen Teil der relevanten Verkehrskreise reiche aus, um 

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dem Zeichen im Lichte von Art. 2 Bst. c MSchG den Schutz zu verwei-
gern.

5.2 Vorfrageweise sind sodann die massgebenden Verkehrskreise zu 
bestimmen.

Nach  Ansicht  der  Vorinstanz  sind  Durchschnittskonsumenten,  aber 
auch Spezialisten wie beispielsweise Ingenieure, Techniker oder Fach-
personen im Bereich des Baus Abnehmer der beanspruchten Waren.

Die Beschwerdeführerin  vertritt  im Ergebnis  dieselbe Meinung,  diffe-
renziert indessen, nur bezüglich der in Klasse 9 beanspruchten Waren 
"Photo-  und  Filmapparate",  "Geräte  zur  Aufzeichnung,  Übertragung 
und  Wiedergabe  von  Ton  und  Bild",  "Datenverarbeitungsgeräte  und 
Computer" und "Feuerlöschgeräte" sowie bezüglich der in den Klassen 
12 und 27 beanspruchten Waren könne angenommen werden,  dass 
sie regelmässig (auch) vom Schweizerischen Durchschnittskonsumen-
ten erworben würden. Bei allen übrigen Waren sei der Adressatenkreis 
enger zu ziehen.

In der Tat können hinsichtlich eines Teils der beanspruchten Waren der 
Klasse  9  (appareils  et  instruments  photographiques,  cinématogra-
phiques, optiques; appareils et instruments de pesage, de mesurage; 
matériel d'enregistrement, de filmage, de diffusion ou de réception du 
son ou des images; disques acoustiques; machines à calculer; matéri-
el  informatique  et  ordinateurs)  sowie  der  Klassen  12  und  27  auch 
Durchschnittskonsumenten angesprochen sein. Diese und die übrigen 
beanspruchten Waren richten sich ansonsten an ein Fachpublikum in 
den verschiedensten Bereichen wie  Bauwesen (Hoch-  und Tiefbau), 
Industrie, Landwirtschaft, Naturwissenschaften, Schifffahrt, Fotografie, 
Filmwesen, Optik, Handel, Immobilien, Rettungswesen, Unterrichtswe-
sen, Polizei, Elektrotechnik, Informatik, Automobilwesen und Luftfahrt. 

6.
Die strittige Marke besteht aus dem Wortbestandteil  „Trelleborg“ und 
einem  sich  darüber  befindenden  Bildbestandteil,  nämlich  vier  sich 
überlappenden, mit dem Spitz nach unten gerichteten Dreiecken, wo-
bei  auf  dem  vordersten,  voll  sichtbaren  Dreieck  der  Buchstabe  „T“ 
prangt. 

Unbestrittenermassen  hat  von  diesen  beiden  Markenbestandteilen 
„Trelleborg“ einen geografischen Sinngehalt: Es handelt  sich um den 

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Namen einer schwedischen Hafenstadt an der Südküste von Schonen, 
südöstlich  von Malmö an  der  Ostsee  gelegen,  mit  mittlerweile  zirka 
41'000 Einwohnern (vgl. MEYERS GROSSES UNIVERSAL LEXIKON, Mannheim / 
Wien  /  Zürich  1985,  S.  327;  GRAND LAROUSSE UNIVERSEL,  Paris  1991, 
S. 10'349; www.wissen.de,  www.britannica.com,  www.scb.se). „Trelle-
borg“ ist zudem der Name einer Wikingerfestung auf der dänischen In-
sel Seeland (vgl. www.copenhagenpictures.dk/trlborg.html [Beilage der 
Beschwerdeführerin zur Eingabe vom 26. September 2005]). Der Be-
griff „Trelleborg“ hat somit zwei Bedeutungen. Indessen dürfte die Wi-
kingerfestung namens Trelleborg bei den schweizerischen Abnehmern 
der  beanspruchten  Waren  nicht  oder  kaum  bekannt  sein  (vgl.  etwa 
MEYERS GROSSES UNIVERSAL LEXIKON,  a.a.O.,  S. 327,  und  GRAND LAROUSSE 
UNIVERSEL,  a.a.O., S. 10'349, welche unter „Trelleborg“ keine dänische 
Wikingerfestung aufführen), weshalb diese Bedeutung im vorliegenden 
Fall in den Hintergrund rückt. 

6.1 Die Vorinstanz führte in der angefochtenen Verfügung aus, Trelle-
borg verfüge über einen wichtigen Hafen,  den zweitgrössten Schwe-
dens, der jährlich von über 2 Millionen Passagieren auf der Durchreise 
passiert  werde und der als „pont du Continent“ respektive als „major 
crossing point to continental Europe“ bezeichnet werde. Der Hafen lie-
ge an der Königslinie, die mit einer Fahrzeit von etwa vier Stunden die 
kürzeste  direkte  Fährverbindung  zwischen  Deutschland  und  Schwe-
den sei. Auch unter dem Aspekt des Handels sei Trelleborg ein wichti-
ger Ort. Nicht nur aus Sicht der Touristen, die auf dem Land- und See-
weg nach Schweden reisten und wovon ein grosser Teil die Stadt Trel-
leborg passiere, sondern auch aus Sicht des internationalen Handels 
müsse davon ausgegangen werden, dass die geografische Angabe ei-
nem gewissen Teil der schweizerischen Bevölkerung bekannt sei.

Die Beschwerdeführerin vertritt dagegen die Ansicht, die schwedische 
Hafenstadt sei den massgebenden Abnehmern der Waren unbekannt. 
Mit 40'000 Einwohnern sei Trelleborg eine schwedische Kleinstadt. Auf 
Grund ihrer Grösse könne respektive müsse sie den Markenadressa-
ten in der Schweiz nicht bekannt sein. Der Hafen von Trelleborg habe 
für die Schweiz im Allgemeinen und die Markenadressaten im Beson-
deren keine spezielle Bedeutung. Zudem sei er nicht der einzige und 
schon gar nicht der wichtigste Haften bzw. das wichtigste „Tor“ Skandi-
naviens respektive Schwedens zum Rest Europas. Schweden sei von 
Kontinentaleuropa auch und erst  noch schneller  und bequemer über 
Dänemark bzw. den Öresund erreichbar. Im Weiteren gehöre Schwe-

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den nicht zu den primären Reisezielen der schweizerischen Wohnbe-
völkerung. Schliesslich  könne  die  Wichtigkeit  von  Trelleborg  für  den 
Handel nur insoweit als glaubhaft gemacht erachtet werden, als es um 
den Güterumschlag gehe. Entsprechend fiele  diese Behauptung  nur 
dann ins Gewicht, wenn davon auszugehen wäre, dass es sich bei den 
Markenadressaten primär um Frachtunternehmen handeln würde, was 
indessen im vorliegenden Fall nicht zutreffe.

6.2 Ein  Vergleich  der  Bevölkerungszahlen  verschiedener  schwedi-
scher Städte zeigt, dass Trelleborg mit seinen zirka 41'000 Einwohnern 
zu den schwedischen Kleinstädten zu zählen ist: Die grösste Stadt ist 
Stockholm mit beinahe 800'000 Einwohnern, gefolgt von Göteborg mit 
fast einer halben Million Einwohnern. Selbst in der Provinz Schonen, 
zu der Trelleborg gehört, existieren weitaus grössere Städte, wie Hel-
singborg mit knapp 125'000 Einwohnern und das nahe von Trelleborg 
gelegene Malmö, welches 280'000 Einwohner aufweist (vgl. die Bevöl-
kerungsstatistik des statistischen Zentralbüros auf www.scb.se). Allei-
ne  auf  Grund  ihrer  Grösse  dürfte  die  Stadt  den  massgebenden 
schweizerischen Verkehrskreisen daher kaum bekannt sein, zumal sie 
auch  als  Tourismusdestination  nicht  von grosser  Bedeutung  zu  sein 
scheint  (vgl.  www.trelleborg.se/Tourismus;  MEYERS GROSSES UNIVERSAL 
LEXIKON,  a.a.O.,  S.  327;  GRAND LAROUSSE UNIVERSEL,  a.a.O.,  S. 10'349; 
www.wissen.de, www.britannica.com).

Indessen wird Trelleborg zumindest beim angesprochenen Fachpubli-
kum im Bereich der Schifffahrt  (nautische Apparate und Instrumente 
[Klasse 9]  sowie Schiffe  und nautische Fortbewegungsmittel  [Klasse 
12]) auf Grund des Hafens, in dem Fähren von und nach Deutschland 
verkehren, bekannt sein. Er wird, wie von der Vorinstanz ausgeführt, 
jährlich von über 2 Millionen Passagieren auf der Durchreise passiert 
und als “pont du Continent“ bezeichnet (vgl. Beilagen 2 – 4 der ange-
fochtenen Verfügung). Zwischen Travemünde und Trelleborg dauert die 
Überfahrt zirka 7 Stunden, zwischen Rostock und Trelleborg etwa 5¾ 
Stunden und zwischen Sassnitz (Insel Rügen) und Trelleborg 4 Stun-
den (vgl. www.ttline.com, www.scandlines.de). 

Fraglich ist, ob Trelleborg auch den übrigen massgebenden Verkehrs-
kreisen ein Begriff  ist. Die Beschwerdeführerin verneint dies mit dem 
Argument,  abgesehen  von  Einzelfällen  würden  Schweizer  Touristen, 
welche  Schweden  als  Reiseziel  hätten,  nicht  die  Route  über  Trelle-
borg,  d.h. mit  der  Fähre  von Deutschland aus,  wählen,  sondern  mit 

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dem Auto  oder  dem Zug  über  Kopenhagen –  Malmö respektive  mit 
dem Flugzeug anreisen. 

Zu Recht hat die Beschwerdeführerin betont, dass entgegen der Mei-
nung der Vorinstanz nicht zwingend alle Touristen, die von der Schweiz 
aus  Skandinavien  auf  dem  Wasserweg  ansteuern,  in  Trelleborg  an-
kommen.  So  existieren  beispielsweise  Fährverbindungen  zwischen 
Kiel  und  Oslo  (vgl.  www.colorline.de)  respektive  Göteborg  (vgl. 
www.stenaline.de)  oder  zwischen  Travemünde  und  Helsinki  (vgl. 
www.finnlines.de). Gerade Touristen, welche den Norden Skandinavi-
ens  bereisen  wollen,  werden  möglicherweise  eine  Fährverbindung 
wählen, welche sie – unter Auslassung vom an der Südspitze Schwe-
dens gelegenen Trelleborg – weit in den Norden hinauf bringt. 

Nebst  der  Fähre  gibt  es  zudem  andere  Transportmittel,  um  nach 
Schweden zu gelangen. So erfreut sich die Öresund-Brücke zwischen 
Kopenhagen und Malmö,  welche eine schnelle  Überfahrt  von Däne-
mark  nach  Schweden  mit  dem  Auto  oder  mit  dem  Zug  ermöglicht, 
wachsender Beliebtheit (vgl. www.oresundsbron.com → „Verkehrsent-
wicklung auf der Öresundbrücke“). Mit der Beschwerdeführerin ist je-
doch dafür zu halten, dass angesichts des langen Anfahrtsweges die 
Mehrheit  der  Schweizer  Touristen,  welche  Schweden  bereisen,  das 
Flugzeug als  Transportmittel  wählen wird. Die  Fahrt  mit  einer  Fähre 
von Deutschland nach Trelleborg (inkl. Anreise mit dem Auto oder mit 
dem Zug)  ist  somit  nur  eine  von  mehreren  Möglichkeiten,  um nach 
Schweden respektive Skandinavien zu gelangen. 

Schliesslich ist auch in Erwägung zu ziehen, dass Schweden nicht zu 
den  meistgewählten  Feriendestinationen  von  Schweizern  gehört.  Im 
Bericht „Reiseverhalten der schweizerischen Wohnbevölkerung 2003“ 
des  Bundesamtes  für  Statistik  (Beilage  2  zur  Beschwerde)  wird 
Schweden zu „Übriges Europa“ gezählt, auf welches 15% der Privat-
reisen mit  Übernachtungen fallen, während etwa Deutschland alleine 
so viele Privatreisen aufweist, Frankreich und Italien sogar je 23% (vgl. 
S. 24 des genannten Berichtes). 

Auf  Grund  dieser  Erwägungen  kann  der  Schluss  gezogen  werden, 
dass lediglich ein unerheblicher Teil der angesprochenen Verkehrskrei-
se (abgesehen vom Fachpublikum im Bereich Schifffahrt) die geografi-
sche Angabe Trelleborg kennt. Es besteht daher nur für Fachleute im 
Bereich Schifffahrt die Gefahr der Irreführung, falls die mit dem stritti-
gen Zeichen versehenen nautischen Apparate und Instrumente (Klas-

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se 9) sowie Schiffe und nautischen Fortbewegungsmittel  (Klasse 12) 
nicht dort hergestellt werden. 

7.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das strittige Zeichen nur für 
„appareils  et  instruments nautiques“ (Klasse 9)  sowie „bateaux“ und 
„moyens de locomotion nautiques“ (Klasse 12) täuschend ist. Daher ist 
die  Beschwerde  teilweise  gutzuheissen  und  die  Vorinstanz  anzuwei-
sen, der internationalen Marke für alle angemeldeten Waren ausser für 
„appareils  et  instruments nautiques“ (Klasse 9)  sowie „bateaux“ und 
„moyens de locomotion nautiques“ (Klasse 12) in der Schweiz definitiv 
Schutz zu gewähren.

8.
Bei diesem Ergebnis muss auf die von der Beschwerdeführerin im vor-
instanzlichen Verfahren aufgeworfenen Argumente, Trelleborg sei eine 
Konzernmarke und habe eine zweite, eigenständige Bedeutung („se-
condary meaning“) erlangt, nicht weiter eingegangen werden.

9.
Die  Beschwerdeführerin  obsiegt  damit  fast  vollständig.  Im  entspre-
chenden Umfang sind die Verfahrenskosten auf die Gerichtskasse zu 
nehmen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Die stark reduzierte Spruchgebühr ist 
nach Umfang und Schwierigkeit  der Streitsache, Art  der Prozessfüh-
rung und finanzieller Lage der Parteien zu bestimmen (Art. 63 Abs. 4bis 

VwVG, Art. 2 Abs. 1 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 
Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht, 
VGKE,  SR 173.320.2).  Bei  Markeneintragungen  geht  es  um Vermö-
gensinteressen.  Die  Gerichtsgebühr  bemisst  sich  folglich  nach  dem 
Streitwert (Art. 4 VGKE). Die Schätzung des Streitwertes hat sich nach 
Lehre und Rechtsprechung an Erfahrungswerten aus der Praxis zu ori-
entieren,  wobei  bei  eher  unbedeutenden  Zeichen  grundsätzlich  ein 
Streitwert  zwischen Fr. 50'000.- und Fr. 100'000.- angenommen wer-
den darf (BGE 133 III  490 E. 3.3 - Turbinenfuss, mit Hinweisen). Von 
diesem Erfahrungswert  ist  auch im vorliegenden Verfahren auszuge-
hen.  Es  sprechen  keine  konkreten  Anhaltspunkte  für  einen  höheren 
oder niedrigeren Wert der strittigen Marke. Die von der Beschwerde-
führerin  zu  einem  geringen  Teil  geschuldete  Gerichtsgebühr  ist  mit 
dem  von  ihr  am  22. Februar  2008  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 3'000.- zu verrechnen. 

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Der grösstenteils obsiegenden Beschwerdeführerin ist eine leicht ge-
kürzte  Parteientschädigung  für  ihr  erwachsene  notwendige  und  ver-
hältnismässig hohe Kosten des Beschwerdeverfahrens zu Lasten der 
Vorinstanz zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Die  Entschädigung 
wird auf Grund der von der Beschwerdeführerin eingereichten Kosten-
note für das Beschwerdeverfahren (Fr. 2'000.-) auf total Fr. 1'600.- fest-
gesetzt (Art. 14 Abs. 2 VGKE).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen, Ziff. 1 der die internatio-
nale Registrierung Nr. 828'149 „T Trelleborg (fig.)“  betreffende Verfü-
gung  des  Eidgenössischen  Instituts  für  Geistiges  Eigentum  vom 
17. Dezember 2007 wird aufgehoben, und das Institut  wird angewie-
sen, der internationalen Registrierung Nr. 828'149 „T Trelleborg (fig.)“ 
für  alle  beanspruchten Waren ausser  „appareils  et  instruments  nau-
tiques“ (Klasse 9)  sowie „bateaux“ und „moyens de locomotion nau-
tiques“ (Klasse 12) in der Schweiz definitiv Schutz zu gewähren. So-
weit weitergehend wird die Beschwerde abgewiesen.

2.
Die Verfahrenskosten von Fr. 2'500.- werden im Umfang von Fr. 500.- 
der Beschwerdeführerin auferlegt. Der Überschuss von Fr. 2'500.- wird 
der Beschwerdeführerin nach Rechtskraft dieses Urteils zurückerstat-
tet.

3.
Der Beschwerdeführerin  wird zulasten des Eidgenössischen Instituts 
für Geistiges Eigentum eine Parteientschädigung von Fr. 1'600.- (inkl. 
MWSt) zugesprochen.

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4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. Internationale Registrierung Nr. 828'149; Ge-

richtsurkunde)
- das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (Gerichtsurkun-

de)

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Vera Marantelli Kathrin Bigler

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in Zivilsachen geführt 
werden (Art. 72 ff.,  90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift  hat die Begeh-
ren,  deren Begründung mit  Angabe der  Beweismittel  und die Unter-
schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 
sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizu-
legen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 13. November 2008

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