# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 835568d1-d188-525a-95c1-c93e92d743ac
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-10-17
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 17.10.2022 I 2022 27
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2022-27_2022-10-17.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2022 27

Entscheid vom 17. Oktober 2022 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Urs Gössi, Richter
MLaw Manuel Gamma, Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________

gegen

C.________,
Vorinstanz,

Gegenstand Unfallversicherung (Vorliegen eines Unfalls)

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Sachverhalt:

A. A.________ (Jg. 1959) ist seit dem Jahr 2011 im D.________ als Pflege-
helferin SRK tätig und als solche bei der C.________ (nachfolgend Vorinstanz) 
obligatorisch unfallversichert. Mit Unfallmeldung UVG vom 9. März 2020 (Post-
eingang) wurde der Vorinstanz ein Unfallereignis angezeigt, wonach A.________ 
am 15. Februar 2020 einem Bewohner von hinten aus dem Rollstuhl geholfen 
habe. Der Bewohner sei vor ihr gestanden und habe eine ruckartige Bewegung 
nach hinten gemacht. Beide seien rückwärts umgefallen. Dabei sei bei 
A.________ ein Rückenknochen gebrochen (Vi-act. 2 S. 2). 

Am 30. März 2020 erteilte die Vorinstanz Kostengutsprache für die Übernahme 
der Spitalkosten (Vi-act. 11). 

B. Nach "nochmaliger Prüfung der Akten" hielt die Vorinstanz mit Verfügung 
vom 25. Mai 2021 (Vi-act. 51) fest, sie würde ihre ursprüngliche Leistungszu-
sprechung in Wiedererwägung ziehen und lehne ihre Leistungspflicht ab, wobei 
auf die bereits bezahlten Heilungskosten und Taggelder nicht zurückgekommen 
werde. Für weitere künftige oder noch offene Leistungen sei es nicht möglich, 
aufzukommen. Den erstbehandelnden Ärzten gegenüber habe A.________ fest-
gehalten, sie habe nach Heben eines Patienten einen stark einschiessenden 
Schmerz im LWS-Bereich verspürt. Es fehle ein Unfallereignis, der Begriff des 
ungewöhnlichen äusseren Faktors sei nicht erfüllt. Der beratende Arzt habe so-
dann festgestellt, dass die Beschwerden überwiegend wahrscheinlich vorwie-
gend auf eine Erkrankung zurückzuführen seien. 

Dagegen erhob A.________ am 15. Juni 2021 Einsprache (Vi-act. 56), welche 
die Vorinstanz mit Einspracheentscheid vom 19. Juli 2021 abwies (Vi-act. 60). 

C. Am 14. September 2021 erhob A.________ Beschwerde beim Verwal-
tungsgericht und beantragte die Aufhebung des angefochtenen Einspracheent-
scheids und die Verpflichtung der Vorinstanz zur Ausrichtung der gesetzlichen 
Leistungen. 

Mit VGE I 2021 62 vom 17. November 2021 hiess das Verwaltungsgericht die 
Beschwerde insoweit gut, als der Einspracheentscheid vom 19. Juli 2021 aufge-
hoben und die Sache im Sinne der Erwägungen zur weiteren Sachverhaltsab-
klärung, namentlich dem Vorliegen eines Sturzereignisses oder eines blossen 
Verhebetraumas (vgl. zit. VGE I 2021 62 Erw. 5.4 i.f.), und zum neuen Entscheid 
an die Vorinstanz zurückgewiesen wurde.  

D. In der Folge forderte die Vorinstanz einerseits bei der E.________ AG bzw. 
bei Dr.med. F.________ die vollständige Krankengeschichte zum Zeitpunkt der 

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ersten Behandlung nach dem Ereignis vom 15. Februar 2020 ein; anderseits er-
suchte sie das Spital G.________ um die Einreichung verschiedener Dokumente 
(Notfalldokumentation inkl. Überwachungsblätter, Pflegedokumentation inkl. Vi-
talparameter/Bewusstseinslage und Wundversorgung) sowie um Stellungnahme, 
welche Wunde genäht worden sei und ob die Versicherte alleine 
oder durch eine oder mehrere Personen begleitet gewesen sei (vgl. Vi-act. 67 f.); 
am 31. Januar 2022 bzw. am 1. Februar 2022 gingen bei der Vorinstanz entspre-
chende Unterlagen ein (vgl. angefochtener Einspracheentscheid Sachverhalt 
Ziff. 1.8 f.). Sodann wurden drei Mitarbeiterinnen des D.________ (Ereignisort) 
als Zeuginnen befragt (vgl. Vi-act. 70, 83 ff.). 

Gestützt hierauf verneinte die Vorinstanz mit Verfügung vom 15. Februar 2022 
ein Unfallereignis i.S.v. Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil 
des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) vom 6. Oktober 2000; auszu-
gehen sei von einem reinen Verhebetrauma, das rechtsprechungsgemäss nicht 
als Unfallereignis anerkannt werde, es sei denn, es habe sich ursprünglich von 
aussen etwas Unvorhersehbares oder Unerwartetes ereignet; ein solches Ereig-
nis fehle vorliegend (vgl. Vi-act. 86 S. 1 f.). Eine von A.________ am 25. März 
2022 hiergegen erhobene Einsprache (Vi-act. 88) wies die Vorinstanz mit Ein-
spracheentscheid vom 15. April 2022 ab (Vi-act. 90 = Bf-act. 2).

E. Am 23. Mai 2022 lässt A.________ beim Verwaltungsgericht des Kantons 
Schwyz fristgerecht Beschwerde gegen diesen (bei ihrem Rechtsvertreter am 
20.4.2022 eingegangenen) Einspracheentscheid vom 15. April 2022 erheben mit 
den Anträgen:

1. Der angefochtene Einspracheentscheid sei aufzuheben und es sei die Be-
schwerdegegnerin zu verpflichten, der Beschwerdeführerin die gesetzlichen 
Leistungen auszurichten;

2. unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich Mehrwertsteuerzusatz zu 
Lasten der Beschwerdegegnerin. 

F. Mit Vernehmlassung bzw. "Beschwerdeantwort" vom 9. Juni 2022 bean-
tragt die Vorinstanz die Abweisung der Beschwerde, die Bestätigung des Ein-
spracheentscheids vom 15. April 2022 und dass keine Kosten zu vergüten seien. 
Mit Replik vom 1. Juli 2022 lässt die Beschwerdeführerin um Gutheissung der 
Beschwerde ersuchen und duplizierend beantragt die Vorinstanz am 12. Juli 
2022 weiterhin die Abweisung der Beschwerde. 

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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Bezüglich Leistungspflicht des Unfallversicherers resp. die Anspruchsvor-
aussetzungen für den Bezug von Versicherungsleistungen für Unfallfolgen bzw. 
für unfallähnliche Körperschädigungen kann auf die entsprechenden Ausführun-
gen im Vorentscheid VGE I 2021 62 vom 17. November 2021 Erw. 2 verwiesen 
werden. Zu ergänzen ist:

1.2 Hat der Unfallversicherer seine Leistungspflicht einmal anerkannt, entfällt 
diese erst, wenn der Unfall nicht mehr die natürliche und adäquate Ursache des 
Gesundheitsschadens darstellt, der Gesundheitsschaden mit anderen Worten 
nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann 
zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor 
dem Unfall bestanden hat (status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er 
sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch 
ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine), erreicht ist (vgl. 
BGE 146 V 51 Erw. 5.1 mit weiteren Hinweisen).

1.3 Bei Taggeldern und Heilbehandlung handelt es sich nicht um Dauerleistun-
gen. Der Versicherungsträger kann vorübergehende Leistungen ohne Berufung 
auf einen Wiedererwägungs- oder Revisionsgrund "ex nunc und pro futuro" ein-
stellen, wenn sich herausstellt, dass die gesetzlichen Anspruchsvoraussetzungen 
gar nicht erfüllt sind, etwa weil bei richtiger Betrachtung gar kein versichertes Er-
eignis vorliegt (BGE 130 V 380 Erw. 2.3.1; Urteile BGer 8C_187/2017 vom 
11.8.2017 Erw. 2.3) oder der Kausalzusammenhang zwischen Unfall und leis-
tungsbegründendem Gesundheitsschaden gar nie bestanden hat oder dahinge-
fallen ist (Urteil BGer 8C_319/2020 vom 3.9.2020 Erw. 6.4). Eine solche Einstel-
lung kann auch rückwirkend erfolgen, sofern der Unfallversicherer keine Leistun-
gen zurückfordern will (Urteil BGer 8C_133/2021 vom 25.8.2021 Erw. 5.2.1 
m.w.H.).

1.4 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt u.a. ein Unfallereignis vor-
aus (Art. 6 Abs. 1 UVG). Als Unfall gilt gemäss Art. 4 ATSG die plötzliche, nicht 
beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors 
auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen oder 
geistigen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (BGE 142 V 219 Erw. 4.3.1; Ur-
teil BGer 8C_589/2021 vom 17.12.2021 Erw. 5.1). Nach der Rechtsprechung be-
zieht sich das Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit nicht auf die Wirkung des 
äusseren Faktors, sondern nur auf diesen selbst. Der äussere Faktor ist unge-
wöhnlich, wenn er - nach einem objektiven Massstab - nicht mehr im Rahmen 
dessen liegt, was für den jeweiligen Lebensbereich alltäglich und üblich ist (BGE 

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142 V 219 Erw. 4.3.1). Der äussere Faktor ist zentrales Begriffscharakteristikum 
eines jeden Unfallereignisses; er ist Gegenstück zur - den Krankheitsbegriff kon-
stituierenden - inneren Ursache.

Es obliegt der versicherten Person, die einzelnen Umstände des Unfallgesche-
hens glaubhaft zu machen (BGE 116 V 136 Erw. 4b; BGE 114 V 298 Erw. 5b). 
Kommt sie dieser Forderung nicht nach, indem sie unvollständige, ungenaue 
oder widersprüchliche Angaben macht, die das Bestehen eines unfallmässigen 
Schadens als unglaubwürdig erscheinen lassen, besteht keine Leistungspflicht 
der Unfallversicherung (BGE 117 V 261 Erw. 3b; Urteil BGer 8C_549/2018 vom 
22.1.2019 Erw. 3).

Im Streitfall obliegt es dem Gericht zu beurteilen, ob die einzelnen Vorausset-
zungen des Unfallbegriffs erfüllt sind. Der Untersuchungsmaxime entsprechend 
hat es von Amtes wegen die notwendigen Beweise zu erheben. Das Gericht darf 
eine Tatsache als bewiesen annehmen, wenn es von ihrem Bestehen überzeugt 
ist. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das 
Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwie-
genden Wahrscheinlichkeit zu fällen; die blosse Möglichkeit eines bestimmten 
Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht (Urteil BGer 8C_530/2019 
vom 20.11.2019 Erw. 6.2.4). Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstel-
lung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahr-
scheinlichste würdigt (BGE 144 V 427 Erw. 3.2; 138 V 218 Erw. 6). Erachtet das 
Gericht nach durchgeführter Untersuchung und Beweiswürdigung das Vorliegen 
eines Unfallereignisses nicht wenigstens in diesem Sinne als überwiegend wahr-
scheinlich, so hat dieses als unbewiesen zu gelten, was sich zu Lasten der den 
Anspruch erhebenden Person auswirkt (vgl. Urteil BGer 8C_696/2013 vom 
14.11.2013 Erw. 2 mit Hinweis auf BGE 116 V 140). 

2. Im erwähnten Vorentscheid VGE I 2021 62 vom 17. November 2021 hat 
das Verwaltungsgericht festgestellt, die Vorinstanz bestreite das Vorliegen eines 
Unfalls nach Art. 4 ATSG als Ursache der Gesundheitsschädigung, wogegen die 
Beschwerdeführerin nach eigener Darstellung am 15. Februar 2020 einen Unfall 
erlitten haben wolle (Erw. 4). Sodann hat sich das Verwaltungsgericht mit dem 
aktenmässigen Ereignishergang sowie dem Gesundheitsverlauf befasst (Erw. 4.1 
ff). In Würdigung der Aktenlage stellte das Verwaltungsgericht dabei fest: 

5.2 Hinsichtlich des Ereignishergangs vom 15. Februar 2020 sind die vorliegen-
den Akten widersprüchlich. Sie lassen keinen Schluss zu, was an jenem Morgen 
genau geschehen ist. […]. Unklar ist ebenso, wo sich das Verhebetrauma resp. der 
Sturz ereignet haben soll, ob im Bewohnerzimmer oder dessen Bad/Toilette. Der 
Ort ist relevant für die Frage, ob ein Anschlagen am Toilettenrand überhaupt mög-
lich war. Diesbezüglich fällt auch auf, dass im Austrittsbericht geschrieben steht, 

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der Hausarzt werde um Entfernung des Nahtmaterials gebeten (vgl. oben Erw. 
4.2), was auf eine äusserliche Wunde schliessen lässt, die sonst jedoch nirgends 
erwähnt ist. […].

5.3 […].

5.4 Entsprechend relevant ist, dass der für die Anspruchsprüfung massgebliche 
Sachverhalt mit dem notwendigen Beweismass nachgewiesen ist. Der Vorinstanz 
kann nun aber nicht gefolgt werden, wenn sie ohne weitere Abklärungen davon 
ausgeht, das reine Verhebetrauma stelle denjenigen Sachverhalt dar, der zumin-
dest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen, und wei-
tere Abklärungen würden nicht mehr Klarheit schaffen. So kann nicht eindeutig ge-
sagt werden, ob nun die Schadenmeldung oder das Arztzeugnis UVG die 'Aussage 
der ersten Stunde' darstellt. Beide wurden rund drei Wochen nach dem Ereignis 
ausgestellt; beide stammen nicht unmittelbar von der Beschwerdeführerin, beide 
basieren jedoch auf ihren Angaben. Beide dürften dabei unbeeinflusst sein von ir-
gendwelchen versicherungstechnischen Motiven. Später finden sich beide Versio-
nen auch in Arztberichten. Einen Unfallfragebogen musste die Beschwerdeführerin 
nie ausfüllen. Hingegen erfolgte im September 2020 eine Befragung, wobei die 
Beschwerdeführerin das Ereignis mit einem Sturz beschrieb. Dies zu einem Zeit-
punkt, da die Versicherung Leistungen erbrachte, mithin die Leistungen nicht strit-
tig waren. Es bestand damit keine Veranlassung, das Ereignis zu dramatisieren. 

Es darf jedoch erwartet werden, dass weitere Abklärungen mehr Klarheit schaffen 
werden. Zwar gibt es neben dem Bewohner selbst keine eigentlichen Zeugen. 
Warum dieser nicht befragt werden kann, ergibt sich aus den Akten nicht zwin-
gend. Nach dem Ereignis kamen der Beschwerdeführerin weitere Angestellte zu 
Hilfe. Diese sahen wohl das Ereignis nicht, aber sie können mit Sicherheit be-
schreiben, ob sie die Beschwerdeführerin zufällig oder durch den Lichtruf alarmiert 
gefunden haben. Sie können bestätigen, in welchem Raum sie die Beschwerde-
führerin gefunden haben und in welcher Lage. So lässt sich eruieren, ob sich das 
Ereignis tatsächlich im Bad und bei der Toilette abgespielt hat und ob beide Per-
sonen am Boden lagen, die Beschwerdeführerin unter dem Bewohner liegend. An-
schliessend wurde die Beschwerdeführerin in den Notfall des Spitals gefahren. Im 
Notfall wird mit Sicherheit eine Notfalldokumentation geführt. Diese liegt nicht im 
Recht. Sie dürfte aber entscheidender sein als das viel später auf einem Formular 
ausgefüllte Arztzeugnis UVG. Das Gleiche gilt es für darüber hinaus beizuziehende 
Akten des Spitals G.________, namentlich die Überwachungsblätter (falls die Be-
wusstlosigkeit der Beschwerdeführerin Thema war) sowie die Pflegedokumentati-
on, zu sagen: Hieraus dürften sich insbesondere eine allfällige Kontrolle der Vital-
parameter und Bewusstseinslage wegen/nach angeblicher vorangehender Be-
wusstlosigkeit zeitigen sowie eine allfällige Wundversorgung. Zudem enthält in der 
Regel auch die Pflegedokumentation eine Anamnese, welche für den Hergang 
aufschlussreich sein könnte. Auch lässt sich klären, ob im Notfall die Beschwerde-
führerin alleine war oder noch begleitet durch eine weitere Angestellte. Diese Per-
son könnte allenfalls zum Inhalt der Notfalldokumentation befragt werden. Klären 
lässt sich auch der Berichtsinhalt betreffend Entfernung von Nahtmaterial. Diese 
weiteren Hinweise werden wesentliche Anhaltspunkte liefern, ob nun das Sturzer-
eignis oder das blosse Verhebetrauma wahrscheinlicher der Wirklichkeit entspricht.

5.5 Zusammenfassend kann der Vorinstanz nicht gefolgt werden, wenn sie 
festhält, von weiteren Abklärungen seien keine Informationen zu erwarten, die be-
züglich Ereignishergang mehr Klarheit schaffen könnten. Wenn aber aufgrund der 

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vorliegenden Akten kein Sachverhalt vorliegt, der zumindest die Wahrscheinlichkeit 
für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen, und vermögen weitere Sachverhalts-
abklärungen mehr Klarheit zu schaffen, dann hat die Vorinstanz Versicherungsleis-
tungen in Verletzung ihrer Untersuchungspflicht abgelehnt. Der angefochtene Ein-
spracheentscheid ist daher aufzuheben und die Sache zur Vornahme weiterer Ab-
klärungen und neuem Entscheid an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

3.1 Im Nachgang zu diesem VGE I 2021 62 hat die Vorinstanz beim Hausarzt 
Dr.med. F.________ (Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, ________) 
die Krankengeschichte der Beschwerdeführerin eingeholt. Diese zeitigt u.a. was 
folgt für die Periode nach dem Ereigniszeitpunkt (15.2.2020; Vi-act. 72 S. 1): Im 
Verlaufseintrag vom 21. Februar 2020 wird unter der Überschrift "Osteoporose 
___" "Subjektiv: hatte impressionsfraktur [sic] LWK 3 2/20 beim Heben von apti-
etn [recte wohl: Patient], ist sie nach hinten gefallen, dabei Fraktur. LWK 3" ange-
führt; sodann wird "MRI, DEXA, BE" als Abklärung und als Therapie "schmerz-
therapie [sic] weiter" genannt. 

Der Eintrag vom 24. Februar 2020, ebenfalls unter dem Titel "Osteoporose ___", 
äussert sich (lediglich) zur Therapie wie folgt: "adn Dr. H.________ I.________, 
neu Fentanyl und zudem Prolia 60 mg Sc. MPA: Prolia s.c. re OS/mr". Der "All-
gemeine[r] KG-Eintrag" vom 30. März 2020 gibt schliesslich darüber Auskunft, 
dass die Beschwerdeführerin den Hausarzt gewechselt habe und nun bei 
Dr.med. J.________ in Behandlung sei. 

3.2 Aus den der Vorinstanz ergänzend zugestellten Akten (vgl. vorstehend 
Sachverhalt lit. D) des Spitals G.________, wo die Beschwerdeführerin vom 15. 
bis 18. Februar 2020 hospitalisiert war (vgl. VGE I 2021 62 vom 17.11.2021 Erw. 
4.2), ergibt sich namentlich Folgendes: 

3.2.1  Dem Eintrittsbericht vom 15. Februar 2020 (beteiligte Personen [nicht vi-
siert]: K.________ [Assistenzärztin] und Dr.med. L.________ [Oberarzt mbF, 
Kaderarzt], beide Spital G.________) lässt sich u.a. entnehmen (Vi-act. 73): 

Anamnese - Kurzanamnese / Jetziges Leiden
Notfallmässige Selbstzuweisung. Die Patientin arbeitet als Pflegefachfrau im 
D.________. Heute am Arbeitsplatz wollte sie einen Patienten heben. Anschlies-
send verspürte sie heftigen einschiessenden Schmerz im LWS-Bereich und in den 
Leisten, so dass sie kollabierte. Deswegen erfolgte die Vorstellung auf der Notfall-
station. Aktuell kann die Patientin nicht genau den Schmerz lokalisieren. Es tut so-
wohl im Unterbauch als auch Rücken weh. 
Anamnestisch keine Vorerkrankungen, keine Medikamenteneinnahme. Letztes 
Jahr erfolgte eine MRI-Untersuchung der Leber im USZ wegen Zysten, wobei auch 
die degenerativen Veränderungen der Wirbelsäule diagnostiziert wurden.

Status - Kurzstatus
Pat. in normalem AZ und gutem EZ, bewusstseinsklar. (…).

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Diagnose
Akute Lumboischialgie

- Rx LWS und Becken 15.02.2020: XXX

Beurteilung
Bei Eintritt auf die Notfallstation präsentierte sich die Patientin in schmerzbedingt 
reduziertem AZ, normoton, normokard, afebril. In der klinischen Untersuchung 
zeigten sich ausser immobilisierenden Schmerzen keine Auffälligkeiten, vor allem 
keine Druckdolenz Wirbelsäule entlang. Es zeigten sich keine neurologischen Auf-
fälligkeiten, Schwäche oder sonstige Ausfälle. Nach per oraler Verabreichung auf 
dem Notfall von Ecofenac 75 mg und Paracetamol 1g kam es zur keinen wesentli-
chen Linderung der Schmerzintensität, so dass die stationäre Aufnahme erfolgte. 

3.2.2  Dem Überwachungsblatt Notfallstation vom 15. Februar 2020 (Vi-act. 75) 
lässt sich unter Anamnese entnehmen: "beim Heben eines Pat. plötzlicher SZ in-
guinal/Unterbauch". Auf dem Überwachungsblatt wurde als Ersteinschätzung un-
ter "(D) Bewusstsein" wach, orientiert und ruhig angekreuzt. 

3.2.3  Den Verlaufsberichten über die Hospitalisation vom 15. Februar bis 
18. Februar 2020 (Vi-act. 74) sowie den übrigen Arzt- bzw. Sprech- und Untersu-
chungsberichten vom 21. Februar 2020 (Dr.med. M.________, Oberarzt, Spital 
G.________; Vi-act. 72 S. 2), 12. März 2020 (diese und nachfolgende von 
Dr.med. L.________; Vi-act. 76, 78 [betreffend zwei Untersuchungen vom 
26.2.2020 bzw. 4.3.2020), 19. März 2020 (Vi-act. 72 S. 5 f. = Vi-act. 79), 29. April 
2020 (Vi-act. 72 S. 3 f. = Vi-act. 80) und 27. Mai 2020 (Vi-act. 81) lassen sich 
keine Angaben zum Ereignis- bzw. zu einem Unfallhergang entnehmen. Hinzu-
weisen ist, dass einige dieser Berichte bereits im Verfahren I 2021 62 aktenkun-
dig waren (so z.B. die Sprech-/ Untersuchungsberichte vom 19.3.2020 bzw. 
29.4.2020, vgl. Vi-act. 21 S. 1 ff.); das Gleiche trifft im Übrigen auf den Austritts-
bericht vom 18. Februar 2020 zu (Vi-act. 72 S. 7 f.; 77; vgl. zit. VGE I 2021 62 
Erw. 4.2). 

3.3 Der "Care Manager" der Vorinstanz stellte den befragten drei Zeuginnen 
(vgl. hiervor Ingress lit. D) die folgenden Fragen (vgl. Vi-act. 83 ff.): 

Zu wissen ist: wann, wie und wo haben Sie die Versicherte gefunden? um welche 
Zeit? (in den Akten ist die Rede von 6h45 und 8h30)
Wurde die Vte. gefunden oder konnte sie selber mittels Lichtruf alarmieren? (strittig 
ob sie ihr Bewusstsein verloren hat oder nicht)
In welchem Raum und in welcher Lage wurde sie aufgefunden? (Bewohnerzimmer 
oder Bad/Toilette? Wie lagen die Vte. und der Bewohner?)
Bemerkungen der befragten Person oder allfällige Ergänzungen

3.3.1  Die Zeugin N.________ (vgl. Vi-act. 83) gab am 9. Februar 2022 sinn-
gemäss zu Protokoll, sie könne die genaue Uhrzeit nicht mehr sagen, wann sie 
die Versicherte gefunden habe; es müsse ca. zwischen 7.00 Uhr und 7.30 Uhr 

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gewesen sein. Sie sei gerufen worden und nicht dabei gewesen, als man sie 
fand; die Versicherte sei ansprechbar gewesen; sie könne nicht sagen, ob sie 
immer bei Bewusstsein gewesen sei. Sie sei im/in der Bad/Toilette gefunden 
worden, neben der Toilette gesessen und der Bewohner sei daneben gelegen; 
sie sei im Rollstuhl begleitet gewesen bis zum Spitaltransport. 

3.3.2  Die Zeugin O.________ (vgl. Vi-act. 85) führte ebenfalls am 9. Februar 
2022 sinngemäss aus, sie habe die Versicherte um ca. 7.00 Uhr mit dem PW ins 
Spital gefahren und sei bei ihr geblieben, bis ihr Mann gekommen sei. Angaben 
dazu, ob die Versicherte zufällig gefunden worden war oder den Lichtruf tätigen 
konnte bzw. in welchem Raum und in welcher Lage sie gefunden worden war, 
könne sie keine machen. Sie (die Zeugin) habe Frühstücksdienst im Speisesaal 
gehabt. 

3.3.3  Gemäss der Erinnerung der Zeugin P.________ (vgl. Vi-act. 84; Befragung 
am 10.2.2022) habe man die Versicherte zwischen 6.45 Uhr und 7.00 Uhr gefun-
den. Frau P.________ sei die erste Person am Unfallort gewesen; insgesamt 
seien dann 4 Personen bei der Verunfallten gewesen, um sich um sie und den 
Bewohner zu kümmern. Die Versicherte habe sich mit einem Notruf bemerkbar 
gemacht, "Knopf gedrückt für Hilfe anzufordern". Frau P.________ sei sofort 
dorthin gesprungen; der Bewohner sei am Boden dort bzw. vor der Geschädigten 
gelegen oder gesessen, so genau könne sie das nicht mehr sagen; die Versi-
cherte sei in einer kauernden Stellung vorgefunden worden, sei ansprechbar ge-
wesen, wobei es keine Anzeichen dafür gegeben habe, dass die Versicherte das 
Bewusstsein verloren hatte. Der Bewohner und die Versicherte seien im/in der 
Bad/Toilette vorgefunden worden, beide seien ansprechbar gewesen. Der Be-
wohner habe keine Verletzungen erlitten und sei wieder ins Zimmer gebracht 
worden; die Versicherte habe warten müssen, bis sie dann privat ins Spital ge-
fahren worden sei; eine Ambulanz habe sie nicht gewollt.

4.1 Mit Verfügung vom 15. Februar 2022 (Vi-act. 86 S. 1 f.) hielt die Vorinstanz 
namentlich sinngemäss fest, aus dem Eintrittsbericht sei insbesondere ersicht-
lich, dass die Beschwerdeführerin selbständig eingewiesen worden sei. Gemäss 
Aussagen von Frau P.________ sei sie sodann ansprechbar gewesen und es 
hätte keine Anzeichen für eine Bewusstlosigkeit gegeben, was so auch nicht in 
der Pflegedokumentation erwähnt werde. Unter diesen Umständen und gemäss 
der unmittelbar nach dem Ereignis geäusserten Aussagen sei weiterhin davon 
auszugehen, dass nicht von einem Unfallereignis i.S.v. Art. 4 ATSG auszugehen 
sei, sondern von einem reinen Verhebetrauma. Gemäss konstanter Rechtspre-
chung würden Gesundheitsschädigungen, die wegen einer Anstrengung beim 
Heben oder Tragen einer Last eintreten, nicht als Unfallereignisse anerkannt, es 

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sei denn, es habe sich ursprünglich von Aussen etwas Unvorhersehbares oder 
Unerwartetes ereignet. Da im vorliegenden Fall ein solches Ereignis fehle, sei 
der Begriff des ungewöhnlichen äusseren Faktors nicht erfüllt. 

4.2 In der Einsprache vom 25. März 2022 lässt die Beschwerdeführerin im We-
sentlichen sinngemäss vortragen (Vi-act. 88), die vorgenommenen Sachver-
haltsabklärungen hätten den Punkt bestätigt, wonach sich das Ereignis tatsäch-
lich im Bad und bei der Toilette abgespielt habe. Sowohl N.________ als auch 
P.________ hätten angegeben, dass die Einsprecherin und der Bewohner im 
Bad/Toilette gefunden worden waren; gemäss Aussagen von Frau P.________ 
sei der Bewohner am Boden vor der Einsprecherin gelegen oder gesessen, letz-
tere sei in einer kauernden Stellung vorgefunden worden. Erstellt sei also, dass 
die Einsprecherin in der Toilette/im Bad gewesen sei, wie sie immer angegeben 
habe, und dass der Bewohner vor der Einsprecherin aufgefunden worden sei, die 
Einsprecherin also hinter dem Bewohner, in kauernder Stellung, gesessen sei, 
womit sich die Einsprecherin aufgerichtet haben müsse. Ein Sturz sei damit er-
stellt, ein Unfallereignis nachgewiesen. Die Einsprecherin habe Anspruch auf die 
gesetzlichen Leistungen. 

4.3 Mit Entscheid vom 15. April 2022 wies die Vorinstanz die Einsprache ab 
(Vi-act. 90 S. 1 ff. = Bf-act. 2). Sie erwog im Wesentlichen (Erw. 2.6), aus den Er-
klärungen der Zeugin Frau P.________ sei insbesondere zu entnehmen, dass 
die Versicherte den Lichtruf ausgelöst und sich in kauernder Stellung am Boden 
befunden habe. Dass sich die Versicherte am Boden befunden habe, bedeute 
aber noch nicht, dass sie gestürzt sei. So sei aus der Notfalldokumentation des 
Spitals G.________ zu entnehmen, dass die Versicherte einen Patienten habe 
heben wollen; anschliessend habe sie einen heftigen Schmerz im LWS-Bereich 
verspürt, sodass sie kollabiert sei. Der Sturz sei somit aufgrund der Schmerzen 
und nicht aufgrund eines äusseren ungewöhnlichen Faktors erfolgt; der natürli-
che Ablauf der durchgeführten Bewegung sei nicht durch einen äusseren Faktor 
beeinflusst oder unterbrochen worden. Es handle sich dabei um die ganz ersten 
Aussagen gegenüber dem Notfallarzt, anders gesagt um die Aussagen der ers-
ten Stunde. Sie würden beweisen, dass von einem sogenannten Verhebetrauma 
auszugehen sei, welches nicht unter den Unfallbegriff gemäss Art. 4 ATSG falle. 

Die von Dr.med. J.________ am 3. Juni 2021 festgehaltene Version könne nicht 
als erwiesen betrachtet werden, da sie mit den Feststellungen der Zeuginnen 
nicht übereinstimme. Insbesondere behaupte er, dass der über 100 kg schwere 
Patient auf den Beinen der Versicherten gesessen sei, wobei er sie unter sich 
begraben hätte; erst als eine Kollegin das Zimmer betreten habe, habe die Be-

11

schwerdeführerin ihr Bewusstsein wieder zurückgewonnen. Dies werde durch die 
Zeuginnen nicht bestätigt. 

Auch die erst später geltend gemachte Version eines Sturzes auf den Toiletten-
rand ist unter diesen Umständen nicht überwiegend wahrscheinlich.

Bei der im Austrittsbericht erwähnten Entfernung des Nahtmaterials handle es 
sich höchstwahrscheinlich um einen "Unaufmerksamkeitsfehler", da die Behand-
lung konservativ erfolgt sei. In keinem anderen Bericht sei von einer Wunde die 
Rede. Die entsprechende Frage der Versicherung sei weder vom Spital 
G.________ noch von Dr.med. F.________ beantwortet worden. 

4.4 Vor Verwaltungsgericht lässt die Beschwerdeführerin (wiederum) festhal-
ten, die vorgenommenen Sachverhaltsabklärungen hätten nun eindeutig 
bestätigt, dass sich das Ereignis im Bad und bei der Toilette abgespielt habe; 
sowohl Frau N.________ als auch Frau P.________ hätten angegeben, dass die 
Beschwerdeführerin und der Bewohner des Heims im Bad/in der Toilette gefun-
den worden seien. Gemäss den Aussagen von Frau P.________ sei der Bewoh-
ner am Boden vor der Beschwerdeführerin, diese selbst in kauernder Stellung, 
vorgefunden worden (Beschwerde S. 3 Ziff. 6; vgl. Replik S. 2 Ziff. 3). Es sei er-
stellt, dass die Beschwerdeführerin in der Toilette/im Bad gewesen sei, wie sie 
immer angegeben habe, und dass der Bewohner vor der Beschwerdeführerin 
aufgefunden worden sei, sie also hinter dem Bewohner gesessen sei, in kauern-
der Stellung, womit sie sich im Nachgang zum Sturz ausgerichtet haben müsse. 
Der Sturz sei damit erstellt (Beschwerde S. 3 Ziff. 7; vgl. Replik S. 2 Ziff. 2). 

Weil ein Sturz erstellt sei, liege ein Unfallereignis vor. Der aussergewöhnliche 
Faktor sei gegeben, indem die Beschwerdeführerin beim Heben des Bewohners 
gestürzt sei und sich eine LWK3-Fraktur zugezogen habe (Beschwerde S. 4 
Ziff. 8). 

Im Übrigen liege eine Listenverletzung nach Art. 6 Abs. 2 UVG vor, was auch die 
Beschwerdegegnerin nicht bestreite. Dr.med. Q.________, beratender Arzt der 
Beschwerdegegnerin, habe in seinem Bericht vom 31. Juli 2020 bestätigt, dass 
es sich um eine entsprechende Listendiagnose handle; er habe als Antwort auf 
die Frage "wenn ja, ist diese Diagnose vorwiegend auf Abnützung oder Erkran-
kung zurückzuführen?" bestätigt, dass Hinweise für eine Erkrankung oder Abnüt-
zung aus den vorliegenden Akten nicht hervorgehen würden; darüber hinaus ha-
be dieser Arzt bestätigt, dass der Status quo ante/sine nicht mehr erreicht wer-
den könne (Beschwerde S. 4 Ziff. 9 f.). 

Eine andere Einschätzung habe der von der Vorinstanz in der Folge neu hinzu-
gezogene Dr.med. R.________, ebenfalls Vertrauensarzt der Vorinstanz, in einer 

12

späteren Beurteilung angegeben. Ohne jegliche Begründung gebe er an, dass es 
sich bei der Fraktur um eine solche gehandelt haben soll, welche überwiegend 
durch eine Erkrankung im Sinne einer fortgeschrittenen stammbetonten Osteopo-
rose verursacht worden sei. Er habe angegeben, die Beschwerdeführerin solle 
sich die Fraktur bei der Ausübung ihrer normalen tagtäglichen Arbeitsabläufe zu-
gezogen haben und dass das Vorliegen einer unfallähnlichen Körperschädigung 
abzulehnen sei; es würde sich um einen Einbruch der Abschlussplatte handeln. 
Dr.med. R.________ sei damals freilich nicht im Besitz der nun nachträglich ein-
gegangenen Berichte der Zeugen gewesen. Sodann sei es nicht Aufgabe des 
Arztes den Ratschlag zu geben, das Vorliegen einer unfallähnlichen Körperschä-
digung abzulehnen (Beschwerde S. 4 f. Ziff. 11; vgl. Replik S. 3 Ziff. 6). 

Bei der Führung des Entlastungsbeweises für die Befreiung von der Leistungs-
pflicht bei Listenverletzungen müsse der Unfallversicherer die verschiedenen In-
dizien, die für oder gegen Abnützung oder Erkrankung sprechen, aus medizini-
scher Sicht gewichten. Dies sei hier nicht gemacht worden; das Ursachenspek-
trum bestehe nicht einzig aus Elementen, die für Abnützung oder Erkrankung 
sprechen würden; die Vorinstanz habe keinerlei diesbezüglichen Abklärungen 
vorgenommen; die Frage des Entlastungsbeweises sei im angefochtenen Ein-
spracheentscheid kein Thema; die Vorinstanz habe die Begleitumstände der Ver-
letzung nicht genau abgeklärt (Beschwerde S. 5 f. Ziff. 12 ff.; vgl. Replik S. 3 
Ziff. 6). 

Die Beschwerdeführerin sei nicht mehr in der Lage, als Pflegehilfe zu arbeiten; 
die Vorinstanz habe keine Abklärungen zur Frage getätigt, ob sie unter dem 
Blickwinkel der Schadenminderungspflicht einen Berufswechsel vorzunehmen 
habe. Auch habe die Vorinstanz die Beschwerdeführerin nicht zu einem Berufs-
wechsel aufgefordert; Taggelder seien noch immer auf Grundlage der ange-
stammten Tätigkeit auszurichten, ebenso seien weiterhin Heilungskosten zu 
übernehmen (Beschwerde S. 6 Ziff. 16 f.). 

4.5 Die Vorinstanz widerspricht den Ausführungen in der Beschwerde, ihr Ent-
scheid könne nur bestätigt werden. Im Eintrittsbericht werde unmissverständlich 
festgehalten, dass die Beschwerdeführerin einen heftigen Schmerz verspürt ha-
be, als sie einen Patienten habe heben wollen, sodass sie anschliessend (Her-
vorhebung gemäss Original [unterstrichen]) kollabiert sei. Es sei klar von einem 
den Unfallbegriff nicht erfüllenden Verhebetrauma auszugehen. Die Behauptung, 
ein Sturz sei erstellt, weil die Beschwerdeführerin auf dem Boden gesessen/ge-
legen sei, genüge somit nicht, um einen Unfall im Rechtssinne nachzuweisen. 
Weder die Zeugenbefragungen noch die Notfalldokumentation hätten auf eine 
Bewusstlosigkeit schliessen lassen können (vgl. Duplik S. 2 Ziff. 1). 

13

Der Punkt der Listenläsion sei bereits im ersten Einspracheentscheid vom 19. Ju-
li 2021 eingehend geprüft worden; in der dagegen erhobenen Beschwerde sei 
diese Frage jedoch nicht angegangen worden. Es werde die Meinung vertreten, 
dass die Ablehnung der Listenläsion bereits in Rechtskraft erwachsen sei. Sollte 
das Verwaltungsgericht diese Ansicht nicht teilen, sei der Vollständigkeit halber 
nochmals auf den Einspracheentscheid vom 19. Juli 2021 zu verweisen: laut 
Dr.med. R.________, dessen Bericht voll beweiskräftig sei, sei die Fraktur über-
wiegend wahrscheinlich auf eine vorbestehende Erkrankung, Osteoporose, 
zurückzuführen; später eingeholte Zeugenbefragungen änderten daran nichts, da 
er in seinem Bericht von der im Nachhinein korrekt zu betrachtenden Version 
ausgegangen sei. Es würden keine medizinischen Argumente bestehen, die ge-
eignet wären, diese Beurteilung zu widerlegen oder entkräften; sowohl Dr.med. 
J.________ als auch Dr.med. S.________ würden von einem falschen Unfallher-
gang ausgehen und sich einzig auf den natürlichen Kausalzusammenhang mit 
dem Ereignis vom 15. Februar 2020 beziehen (Duplik S. 2 f. Ziff. 2). 

5.1 Zu erinnern ist an die Intention im Rückweisungsentscheid VGE I 2021 62 
vom 17. November 2021. Das Verwaltungsgericht versprach sich einerseits 
durch Zeugenbefragungen und anderseits durch das Einholen zusätzlicher Do-
kumente (etwa Notfalldokumentation), mehr Klarheit, mithin zusätzliche Anhalts-
punkte für die Klärung namentlich der Fragen, ob das Sturzereignis oder das rei-
ne Verhebetrauma wahrscheinlicher der Wirklichkeit entspricht (vgl. zit. VGE 
I 2021 62 Erw. 5.4 i.f.), wo sich das Ereignis zugetragen hat und wie sich die Po-
sition/Lage der Beschwerdeführerin/des Bewohners darstellte, ob die Beschwer-
deführerin bewusstlos war und wie es sich betreffend der in den Akten erwähnten 
Entfernung von Nahtmaterial verhält. Die gerichtliche Würdigung dieser zusätzli-
chen Abklärungen zeitigt was folgt. 

5.2.1  Zunächst ist hinzuweisen, dass der Bewohner, welchem die Beschwerde-
führerin - unbestrittenerweise - im fraglichen Zeitpunkt behilflich war, nach dem 
Rückweisungsentscheid des Gerichts nicht mehr als Zeuge befragt werden konn-
te, da dieser zwischenzeitlich verstorben war (vgl. Vi-act. 70). 

5.2.2  Die durchgeführten Zeugenbefragungen der drei Mitarbeiterinnen des 
D.________ zeitigen nun Klarheit hinsichtlich des Orts des Ereignisses: Zwar 
konnte eine Zeugin hierüber keine Angaben machen zufolge Frühstücksdienst im 
Speisesaal. Die zwei anderen befragten Mitarbeiterinnen gaben indes überein-
stimmend zu Protokoll, die Beschwerdeführerin zusammen mit dem Bewohner im 
Bad/bei der Toilette vorgefunden zu haben. Gleiches gilt es hinsichtlich dessen 
zu sagen, wie die Beschwerdeführerin und der Bewohner aufgefunden worden 
waren. Während eine Zeugin keine Aussagen hierzu machen konnte, erklärten 

14

die Anderen grundsätzlich übereinstimmend und sinngemäss, die Beschwerde-
führerin am Boden (bzw. neben der Toilette) sitzend oder liegend bzw. in Kauer-
stellung vorgefunden zu haben, wobei der Bewohner neben bzw. vor der Be-
schwerdeführerin lag oder sass. 

5.3.1  Anzeichen dafür, dass die Beschwerdeführerin bewusstlos gewesen wäre, 
konnten die Zeuginnen nicht machen; jedenfalls war sie in der Gegenwart der 
Zeuginnen stets ansprechbar. Es erhellt im Übrigen, dass die Mitarbeiterinnen 
die Beschwerdeführerin nicht zufällig, sondern durch den durch die Beschwerde-
führerin ausgelösten Notruf alarmiert gefunden hatten. Auch den übrigen zusätz-
lich eingeholten Akten lassen sich keine Hinweise auf Bewusstlosigkeit entneh-
men; im Gegenteil wird auf dem Überwachungsblatt Notfallstation das Bewusst-
sein mit wach, orientiert und ruhig angegeben (vgl. hiervor Erw. 3.3.2; vgl. auch 
Eintrittsbericht [Erw. 3.2.1 hiervor], wonach sich die Patientin bei Eintritt auf die 
Notfallstation in schmerzbedingt reduziertem Allgemeinzustand präsentiert habe). 
Die von der Beschwerdeführerin ins Feld geführte Bewusstlosigkeit kann indes 
trotzdem nicht gänzlich von der Hand gewiesen werden, als nicht ausgeschlos-
sen ist, dass die Beschwerdeführerin allenfalls kurzzeitig das Bewusstsein hätte 
verloren haben können (vgl. dazu auch unten Erw. 5.5.3), bevor sie - wieder zu 
sich gekommen - den Notruf betätigte. 

5.3.2  Ebenso wenig lassen sich den neu zu den Akten gereichten Dokumenten 
Angaben zu Nahtmaterial bzw. auf eine Entfernung dessen schliessen. Aus kei-
ner der neu eingereichten Gesundheitsakten lassen sich irgendwelche Anhalts-
punkte zu einer äusserlichen Wunde, zu einer Wundversorgung mittels Naht, zu 
Fadenentfernung oder Wund- bzw. Narbenkontrolle entnehmen. Dies wäre indes 
zu erwarten, hätte sich die Beschwerdeführerin eine entsprechende Verletzung 
zugezogen. Zudem insistiert auch die Beschwerdeführerin nicht auf einer ent-
sprechenden Verletzung, welche erwartungsgemäss noch heute (in Form einer 
Narbe) nachgewiesen werden könnte. 

Handelt es sich aber bei der diesbezüglichen Angabe im Bericht von Dr.med. 
L.________ "höchstwahrscheinlich um einen Fehler", so erschüttert dies mitunter 
die Glaubwürdigkeit der Angabe(n) dieses Arztes bzw. erweist sich die Zuverläs-
sigkeit ebenso als fraglich wie auch, ob die gebotene Sorgfalt bei der Führung 
der Berichtsablage gewahrt wurde.

5.3.3  Schliesslich ist im Zusammenhang mit der Aktenergänzung auf folgende 
Auffälligkeit hinzuweisen: Der die Vorinstanz beratende Arzt Dr.med. 
R.________ sprach in seinem Bericht vom 20. April 2021 (vgl. VGE I 2021 62 
vom 17.11.2021 Erw. 4.7; Vi-act. 50) von einem "Erstbehandlungsbericht des 

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Spitals G.________" worin die Beschwerdeführerin "anlässlich einer stationären 
Behandlung vom 15.02.2020 bis 18.02.2020 zu Protokoll" gegeben habe, "sie 
habe in ihrer Funktion als Pflegehelferin beim Heben eines schweren und de-
menten Patienten einen plötzlich einschiessenden heftigen Schmerz im Bereich 
des unteren Rückens verspürt". In den dem Gericht vorliegenden Akten findet 
sich indes kein Bericht des Spitals G.________, in welchem erwähnt würde, dass 
die Beschwerdeführerin anzeigte, dass sie einen schweren und dementen Pati-
enten habe heben wollen (vgl. Austrittsbericht Vi-act. 72 7/8; Eintrittsbericht Vi-
act. 73; Verlaufsbericht Vi-act 74; Überwachungsblatt Notfallstation Vi-act. 75). 
Die - unbestrittenen - Elemente der Demenz und des Gewichts des Heimbewoh-
ners tauchen aktenkundig und soweit ersichtlich erst im Bericht des versiche-
rungsinternen Schadenexperten ("Care Manager") vom 18. September 2020 auf 
(vgl. VGE I 2021 62 vom 17.11.2021 Erw. 4.6; Vi-act. 28). Insofern erweist sich 
auch die Vollständigkeit des Aktendossiers als fraglich oder es bestehen Zweifel 
am Bericht von Dr.med. R.________. Jedenfalls beinhalten weder die im Verfah-
ren I 2021 62 vorgelegenen, noch die ergänzend eingeholten Akten einen Bericht 
bzw. einen "Erstbehandlungsbericht des Spitals G.________", welcher die von 
Dr.med. R.________ zitierten Äusserungen der Beschwerdeführerin wiederge-
ben würden. 

5.4 Für die Beurteilung der Streitfrage, ob ein Sturzereignis oder ein blosses 
Verhebetrauma wahrscheinlicher der Wirklichkeit des Ereignishergangs vom 
15. Februar 2020 entspricht, ergibt sich aus den zusätzlich vorliegenden Akten - 
soweit sie sich zum Ereignisvorgang überhaupt äussern - einerseits die Doku-
mentation eines Hebevorgangs in dem Sinne, als die Beschwerdeführerin einen 
Patienten hob bzw. heben wollte ("Heute am Arbeitsplatz wollte sie einen Patien-
ten heben. Anschliessend verspürte sie heftigen einschiessenden Schmerz im 
LWS-Bereich und in den Leisten, so dass sie kollabierte" [Eintrittsbericht vom 
15.2.2020]; "beim Heben eines Pat. plötzlicher SZ inguinal/Unterbauch" [Über-
wachungsblatt Notfallstation vom 15.2.2020]; "beim Heben von aptietn [recte 
wohl: Patient], ist sie nach hinten gefallen, dabei Fraktur. LWK 3" [hausärztlicher 
Verlaufseintrag vom 21.2.2020]; vgl. zum Ganzen Erw. 4.1 ff. hiervor). Anderseits 
zeitigen zwei dieser zitierten Umschreibungen des Ereignisherganges ein eigent-
liches Sturzereignis der Beschwerdeführerin ("nach hinten gefallen"; "kollabier-
te"). 

5.5.1  Das Verwaltungsgericht betonte mit Entscheid I 2021 62 vom 17. Novem-
ber 2021 die Relevanz des Orts des Ereignisses für die Frage, ob ein Anschla-
gen am Toilettenrand überhaupt möglich war. Nachdem sich - wie aufgezeigt - 
aus der nachgeholten Befragung der Zeuginnen ergibt, dass sich das Ereignis im 

16

Bad/bei der Toilette abgespielt hat und die Beschwerdeführerin (und der Bewoh-
ner/Patient) neben bzw. vor der Toilette vorgefunden wurde, ist davon auszuge-
hen bzw. muss als erstellt gelten, dass ein Anschlagen am Toilettenrand bei ei-
nem Sturz ohne Weiteres möglich war. 

5.5.2  Zu erinnern ist ferner, dass das Verwaltungsgericht in seinem Rückwei-
sungsentscheid erwog (Erw. 5.3), dass bei Vorliegen eines Sturzereignisses die 
Unfallelemente überwiegend wahrscheinlich erfüllt sein dürften. Nach dem zuvor 
Gesagten ist der Beschwerdeführerin (vgl. Beschwerde S. 3 i.f.) beizupflichten, 
dass ein Sturzereignis vorliegt bzw. als überwiegend wahrscheinlich zu gelten 
hat. 

Eigentliche Zeugen eines Sturzes gibt es nicht. Auch vermag die Endlage der 
Beschwerdeführerin und des Bewohners, in welcher sie von den Zeuginnen auf-
gefunden wurden, einen Sturz nicht eigentlich zu beweisen. In der Summe indes 
erachtet das Gericht ein Sturzereignis als den am ehesten wahrscheinlichen, 
mithin überwiegend wahrscheinlichen Ereignishergang: Unbestrittenermassen 
half die Beschwerdeführerin dem Bewohner im Bad bei einem Positionswechsel. 
Beim Auffinden befanden sich beide am Boden, sitzend/liegend/kauernd. Es 
passt dies überein mit der Schilderung vom 18. September 2020, wonach ein 
dementer Bewohner, sehr gross und sehr schwer, aufgestanden ist und von der 
Beschwerdeführerin bei drohendem Sturz mit dem ganzen Gewicht aufgefangen 
wurde, wobei beide stürzten und sie am Toilettenrand aufschlug. Entsprechend 
waren dann beide auf dem Boden, so wie sie von den Zeuginnen aufgefunden 
wurden. 

Auch die Vorinstanz - wenngleich im Einspracheentscheid in Anführungs- und 
Schlusszeichen gesetzt (vgl. Erw. 2.6 3. Abschnitt) - nennt einen Sturz bzw. ein 
Kollabieren der Beschwerdeführerin. Zwar ist mit der Vorinstanz festzuhalten, 
dass allein aufgrund dessen, dass die Beschwerdeführerin am Boden sass/lag/ 
kauerte, ein Unfall im Rechtssinne nicht nachgewiesen ist; vorliegend kommen 
jedoch wie erwähnt weitergehende Sachverhaltselemente hinzu, die einen Sturz 
(im Bad/bei der Toilette) überwiegend wahrscheinlich erscheinen lassen. 

Hinzuweisen ist, dass die Vorinstanz im Verfahren I 2021 62 u.a. (und unter Be-
rufung auf das Urteil BGer 8C_26/2019 vom 11.9.2019 [ohne Erwägungs-
Angabe]; vgl. auch Vernehmlassung vom 9.6.2022 S. 2 Ziff. 1) noch festhielt, 
dass wenn die Beschwerdeführerin wirklich gestürzt wäre, sie gegenüber ihren 
Ärzten sicher darüber berichtet hätte; aktenkundig sei dies jedoch nicht; erst in 
der Unfallmeldung vom 9. März 2020 sei plötzlich von einem Sturz die Rede; es 
sei unwahrscheinlich, dass die Beschwerdeführerin sowohl den Notfall- als auch 
den Hausarzt nicht über einen Sturz informiert habe (vgl. VGE I 2021 62 vom 

17

17.11.2021 Erw. 3.1 und 3.3). Dem ist aufgrund der nun vorliegenden Akten ent-
gegenzuhalten, dass die Beschwerdeführerin ein Kollabieren gegenüber dem 
Spitalpersonal bzw. ein Sturzereignis gegenüber ihrem Hausarzt (am 21.2.2020, 
mithin in der ersten Konsultation bzw. am sechsten Tag nach dem Ereignis vom 
15.2.2020 bzw. 3. Tag nach Spitalaustritt) sehr wohl berichtet hatte. Der Ein-
wand, dass erst in der Unfallmeldung vom 9. März 2020 erstmals von einem 
Sturz die Rede sei (vgl. VGE I 2021 62 vom 17.11.2021 Erw. 3.1), verfängt daher 
nicht. Dass diese Informationen nicht bereits im erwähnten Verfahren I 2021 62 
aktenkundig waren, ist dem eigenen, vorinstanzlichen Versäumnis, sprich der 
ungenügenden Sachverhaltsabklärung, zuzuschreiben. 

5.5.3  Wenngleich ein Sturz überwiegend wahrscheinlich als erstellt zu gelten 
hat, ergeben sich aus den Schilderungen des Ereignishergangs in Bezug auf die 
Einzelheiten des Ereignisablaufs (nach wie vor [vgl. bereits VGE I 2021 62 vom 
17.11.2021 Erw. 5.2]) teilweise Abweichungen. So weist die Vorinstanz insbe-
sondere auf entsprechende Dokumentationen hin, wonach die Beschwerdeführe-
rin den (einschiessenden) Schmerz bereits beim Heben des Bewohners verspürt 
habe und in der Folge bzw. aufgrund dessen kollabiert sei; die Vorinstanz stellt 
auf diesen Geschehensablauf ab und geht von einem (reinen) Verhebetrauma 
und mithin (implizit) davon aus, dass sich die Beschwerdeführerin die LWK-3-
Fraktur bereits zu diesem Zeitpunkt des Ereignishergangs zugezogen habe, und 
nicht erst beim nachfolgenden Sturz/Kollabieren. Diesbezüglich fällt auf, dass 
selbst diese, gemäss vorinstanzlicher Auffassung "ganz ersten Aussagen" (vgl. 
angefochtener Einspracheentscheid Erw. 2.3; Vernehmlassung vom 9.6.2022 
S. 2 Ziff. 1) nicht deckungsgleiche Informationen enthalten, ist doch namentlich 
beim Eintrittsbericht von Schmerzen im LWS-Bereich sowie in den Leisten die 
Rede, wohingegen im Überwachungsblatt Notfallstation lediglich von Schmerzen 
"inguinal/Unterbauch" gesprochen wird, mithin der LWS-Bereich nicht erwähnt 
wird. Festzuhalten ist sodann, dass insbesondere der Eintrittsbericht entgegen 
den vernehmlassenden Ausführungen der Vorinstanz genau besehen nicht da-
von spricht, dass die Beschwerdeführerin den Schmerz verspürte, als sie den 
Bewohner heben wollte; vielmehr wird festgehalten, sie habe diesen Schmerz 
anschliessend verspürt (vgl. auch Austrittsbericht, wonach sie die Schmerzen 
nach dem Heben verspürt habe). 

Sodann könnte entgegen dem vorstehend Erwähnten der Begriff des Kolla-
bierens bei einem medizinisch-begrifflichen Verständnis auch mit kurzzeitiger 
Bewusstseinseintrübung oder Bewusstlosigkeit gleichgesetzt werden (vgl. htt-
ps://www.pschyrembel.de/Kollaps/K0BW7/doc/), zumal durchaus davon ausge-
gangen werden kann, dass das den Eintrittsbericht verfassende ärztliche Perso-
nal diesen Begriff auch so verstanden haben wollte. Insofern plausibel erscheint 

18

denn auch die Sachverhaltsdarstellung, welche die Beschwerdeführerin gegenü-
ber dem Care-Manager der Vorinstanz am 18. September 2020 kundtat. 

5.5.4  Mit den obstehenden Indizien ohne Weiteres vereinbar ist ein Ereignis, 
wonach die Versicherte am 15. Februar 2020 im Rahmen ihrer Tätigkeit als Pfle-
gehelferin einem Patienten behilflich war, als sie zufolge einer (plötzlichen) Be-
wegung des Patienten mit diesem zusammen rückwärts stürzte, dabei mit dem 
Rücken am Toilettenrand aufschlug und schliesslich mit dem Patienten gänzlich 
zu Boden ging. Möglich erscheint zwar grundsätzlich - zumal in Anbetracht der 
ins Feld geführten Osteoporose - auch, dass die Versicherte bereits beim Heben 
des Patienten sich die Deckplattenimpressionsfraktur zuzog und hernach zu-
sammen mit dem Patienten zu Boden fiel. Diese Hypothese erscheint jedoch für 
das Gericht deutlich weniger wahrscheinlich, zumal die Beschwerdeführerin ein 
Sturzereignis (nach hinten und wie erwähnt entgegen den früheren vorinstanzli-
chen Ausführungen) gegenüber ihrem Hausarzt zeitnah am 21. Februar 2020 
mitgeteilt hatte und ein Vorgang eines eigentlichen 'Hebens' des Bewohners nicht 
dokumentiert ist (zumal die Diagnose einer Osteoporose sich so nicht aus den 
Akten ergibt, vgl. Berichte von Dr.med. J.________, Vi-act. 41 S. 10, 56 S. 5 f., 
wo lediglich "Osteopenie Schenkellhals [sic] ED 03/20" dokumentiert ist - soweit 
dort auch "Osteoporose LWS 3/4" erwähnt ist, erweist sich eine solche Diagnose 
als fragwürdig). Dass die Unfallmeldung an die Vorinstanz mit inhaltlich 
grundsätzlich übereinstimmenden (bzw. detaillierteren) Angaben in der Folge von 
der Arbeitgeberin erst am 9. März 2020 übermittelt worden war, darf der Be-
schwerdeführerin grundsätzlich nicht zum Nachteil gereichen (vgl. KOSS - Biag-
gi, Art. 45 UVG N 3). Es rechtfertigt sich vorliegend nicht, die beschwerdeführeri-
schen Angaben namentlich gegenüber ihrem Hausarzt bzw. in der Unfallmeldung 
nicht zu berücksichtigen. Vielmehr ist ihnen als (einige Tage nach dem Ereignis) 
reflektiert ergangene Dokumentationen des Hergangs Beweiswert zuzusprechen. 
Dies gilt auch für die Befragung durch den versicherungsinternen Care-Manager 
im September 2020, wo das Sturzereignis ohne ersichtliche Veranlassung, das 
Ereignis zu dramatisieren, erneut erwähnt wurde. Zwar ist der Vorinstanz inso-
fern zuzustimmen, als es sich bei den Angaben gegenüber dem Ärzte-, Notfall- 
bzw. Pflegepersonal im Spital G.________ um die "ganz ersten" Aussagen han-
delt. Der Grundsatz, wonach die ersten Aussagen nach einem schädigenden Er-
eignis in der Regel unbefangener und zuverlässiger sind als spätere Darstellun-
gen, stellt eine im Rahmen freier Beweiswürdigung zu berücksichtigende Ent-
scheidungshilfe dar (vgl. VGE I 2021 62 vom 17.11.2021 Erw. 2.3.2). Weshalb 
die in einer für die Patientin gewisserweisen Ausnahmesituation auf der Notfall-
station ergangenen Aussagen als zuverlässiger oder unbefangener zu qualifizie-
ren wären, erhellt vorliegend indes nicht. Zum einen sind die Notizen in den Spi-

19

talberichten äusserst kurz gehalten und stellen keine eigentliche Ereignisdarstel-
lung dar. Zum andern ist - zumindest der Austrittsbericht - nachweislich fehler-
haft, weshalb Zweifel gerechtfertigt sind. Zudem wird das Sturzereignis ebenso 
einerseits ereignisnah dokumentiert und anderseits auch im September 2020 
noch zu einem Zeitpunkt, da die Beschwerdeführerin an der Leistungsbereit-
schaft der Vorinstanz nicht zweifeln musste; mithin bestand für sie keine Veran-
lassung, mit einer geschönten Darstellung ihre Anspruchschancen zu erhöhen. 
Schliesslich kann oberwähnte Entscheidungshilfe nur zur Anwendung gelangen, 
wenn von zusätzlichen Abklärungen keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind. 
Gerade vorgenommene zusätzliche Abklärungen zeitigen nun, dass die Be-
schwerdeführerin bereits sechs Tage nach dem Unfall bzw. nur drei Tage nach 
dem Spitalaufenthalt bzw. -austritt am 18. Februar 2020 dem Hausarzt über ei-
nen am 15. Februar 2020 erlittenen Sturz berichtete; weder erfolgten diese Aus-
führungen nach Kenntnis einer Ablehnungsverfügung noch ist (deshalb) erkenn-
bar, dass diese Darstellungen bewusst oder unbewusst von nachträglichen Über-
legungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst gemacht wurden. 
Für das Sturzereignis bei der Toilette sprechen ferner die von den Zeuginnen be-
schriebene Situation, wie sie die Beschwerdeführerin sowie den Bewohner am 
Boden im Bad/bei der Toilette vorgefunden haben, was im Übrigen grundsätzlich 
mit der Schilderung der Beschwerdeführerin gegenüber dem Care-Manager 
übereinstimmt. Wenn die Zeuginnen als Ort des Vorfalles das Bad bzw. die Toi-
lette nennen bzw. bestätigen können, so untermauert dies die Glaubwürdigkeit 
der entsprechenden Aussagen der Beschwerdeführerin, wenngleich sie diese 
Örtlichkeit bzw. der Umstand des Sturzes auf den Toilettenrand erst zeitlich 
später nannte. Sodann sprechen wie erwähnt auch die von der Vorinstanz favori-
sierten Berichte nicht a priori gegen, sondern viel mehr (auch) für ein Sturzereig-
nis. 

5.5.5  Für den behandelnden Arzt Dr.med. J.________ erklärt die einwirkende 
Kraft auf kleiner Fläche des Toilettenrandes sehr schlüssig die von der Be-
schwerdeführerin erlittene Deckplattenimpressionsfraktur (Vi-act. 56 5/8). Diese 
Ansicht teilt Dr.med. S.________, der ergänzt, bei einem Sturz auf den Toiletten-
rand würde eine entsprechende Fraktur selbst ohne Osteoporose verursacht 
werden (Vi-act. 56 3/8). Beide gehen daher von einem Unfall als Ursache aus.

Bei der Frage, ob ein Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG vorliegt, handelt es sich 
um eine Rechtsfrage, die nicht vom Mediziner, sondern vom Rechtsanwender zu 
beurteilen ist. Ein mangelhafter Nachweis eines die Merkmale des Unfalls erfül-
lenden Ereignisses lässt sich nur selten durch medizinische Feststellungen er-
setzen; vielmehr kommt ihnen im Rahmen der Beweiswürdigung für oder gegen 
das Vorliegen eines unfallmässigen Geschehens in der Regel nur die Bedeutung 

20

von Indizien zu (Urteil BGer 8C_270/2020 vom 1.9.2020 Erw. 5.2). Dies gilt auch 
vorliegend. Die Diagnose einer Deckplattenimpressionsfraktur LWK 3 vermag ei-
nen Unfall im Rechtssinne nicht zu beweisen. Sie passt indes zum zuvor herge-
leiteten Ereignishergang und kann als Indiz für die überwiegende Wahr-
scheinlichkeit dieses Hergangs, nämlich eines Sturzes, gelten (vgl. Urteil BGer 
8C_225/2019 vom 20.8.2019 Erw. 3.4).

5.6 Nachdem am 15. Februar 2020 ein den Unfallbegriff erfüllendes Ereignis 
eingetreten ist, hat die Vorinstanz ihre Leistungszusage zu Unrecht mangels Un-
fallereignis in Wiedererwägung gezogen und einen Leistungsanspruch (ex nunc 
et pro futuro) ab dem 25. Mai 2021 verneint. Entsprechend ist der angefochtene 
Einspracheentscheid aufzuheben und die Sache an die Vorinstanz zurückzuwei-
sen, damit sie die weiteren Anspruchsvoraussetzungen und die Leistungspflicht 
ab dem 25. Mai 2021 prüft und neu verfügt. 

6. Anzufügen ist, dass, wollte man wie die Vorinstanz von einem Verhebet-
rauma ausgehen, die entsprechende Begründung äusserst knapp ausfällt. Die 
Vorinstanz geht von einem blossen Heben des Bewohners durch die Beschwer-
deführerin aus, stützt sich mithin auf die entsprechenden Berichte des Spitals 
G.________ ab. Ausser Acht lässt sie dabei namentlich die sinngemässe Sach-
verhaltsdarstellung, wonach der Bewohner eine ruckartige Bewegung nach hin-
ten gemacht habe bzw. sie versucht habe, einen drohenden Sturz des "sehr 
gross[en] und sehr schwer[en]" (vgl. Vi-act. 28) ("über 100 kg", vgl. Vi-act. 56 
S. 5 f.) Bewohners aufzufangen oder zu verhindern. Vermisst wird dagegen die 
Dokumentation eines eigentlichen Hebenvorgangs (im Gegensatz zum Sturzer-
eignis). In Anbetracht dessen und der reichhaltigen Rechtsprechung im Zusam-
menhang mit einer Überanstrengung bei Fällen aus dem Pflegebereich (vgl. SK 
ATSG-Kieser, Art. 4 N 57; KOSS [Kommentar zum Schweizerischen Sozialversi-
cherungsrecht] - Nabold, Art. 6 UVG N 33; BSK UVG-Hofer, Art. 6 N 37 + 40; für 
eine Übersicht über die entsprechende Rechtsprechung vgl. Urteil Versiche-
rungsgericht SO VSBES.2020.91 vom 20.11.2020 Erw. 2.2; Rumo-Jungo/Holzer, 
Rechtsprechung des Bundesgerichts zum UVG, 4. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2012, 
S. 41 ff.) wäre eine entsprechende differenzierte vorinstanzliche Auseinanderset-
zung zu erwarten gewesen. Eine summarische Prüfung des Verwaltungsgerichts 
zeitigt jedenfalls, dass nicht von vornherein (bloss) von einem reinen (vgl. VGE I 
2021 62 vom 17.11.2021 Erw. 5.3), den Unfallbegriff nicht erfüllenden Verhebet-
rauma gesprochen werden kann, welches keine Leistungspflicht begründen wür-
de (vgl. für einen ähnlich gelagerten Fall SVG-ZH UV.2007.00449 vom 7.1.2009 
[Bejahung des Kriteriums der Ungewöhnlichkeit bzw. des Unfallbegriffs]). 

21

Wie es sich damit abschliessend verhält, kann aufgrund des oberwähnten Er-
gebnisses und des Ausgangs des Verfahrens offen gelassen werden. Das Glei-
che gilt für die beschwerdeführerisch alternativ angerufene Leistungspflicht der 
Vorinstanz aus unfallähnlicher Körperschädigung i.S.v. Art. 6 Abs. 2 UVG. 

7.1 Es werden keine Kosten erhoben (Art. 61 lit. fbis ATSG).

7.2 Der beanwalteten Beschwerdeführerin ist zu Lasten der Vorinstanz eine 
Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 61 lit. g ATSG / § 74 Abs. 1 VRP). Die 
Parteientschädigung ist in Beachtung des kantonalen Gebührentarifs für Rechts-
anwälte (GebTRA; SRSZ 280.411) vom 27. Januar 1975, welcher für das Hono-
rar im Verfahren vor Verwaltungsgericht in § 14 einen Rahmen von Fr. 300.-- bis 
Fr. 8'400.-- vorsieht, und unter Beachtung der in § 2 des Gebührentarifs enthal-
tenen Kriterien sowie in Ausübung des pflichtgemässen Ermessens auf insge-
samt Fr. 1'200.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) festzusetzen.

22

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Einspracheent-
scheid vom 15. April 2022 im Sinne der Erwägungen aufgehoben und die 
Sache zur Prüfung der weiteren Anspruchsvoraussetzungen und neuem 
Entscheid an die Vorinstanz zurückgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben. 

3. Die Vorinstanz hat der beanwalteten Beschwerdeführerin eine Parteien-
tschädigung von Fr. 1'200.-- (inkl. MwSt und Barauslagen) zu leisten.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

5. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (2/R) 
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Gesundheit BAG, 3003 Bern (A).

Schwyz, 17. Oktober 2022

Im Namen des Verwaltungsgerichts
Der Vizepräsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 3. November 2022