# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 38a71c4e-a480-59e4-9ed2-adce504784e1
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-03-20
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 20.03.2024 E-277/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-277-2024_2024-03-20.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-277/2024 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 0 .  M ä r z  2 0 2 4  

Besetzung 
 Einzelrichterin Roswitha Petry, 

mit Zustimmung von Richter Walter Lang, 

Gerichtsschreiberin Mara Urbani. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Irak,   

vertreten durch lic. iur. Michael Steiner, Rechtsanwalt, (…),  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung (beschleunigtes Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 12. Dezember 2023. 

 

 

 

E-277/2024 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer ersuchte am (…) Oktober 2023 in der Schweiz um 

Asyl. Am 25. Oktober 2023 fand die Personalienaufnahme (PA) statt und 

am 15. November 2023 sowie am 29. November 2023 wurde er einlässlich 

zu den Asylgründen angehört. Dabei machte er im Wesentlichen Folgen-

des geltend: 

Er sei irakischer Staatsangehöriger kurdischer Ethnie und stamme aus 

B._______, wo er bis zur Ausreise mit seiner Familie gelebt habe. Er habe 

die Schule mit der Maturität abgeschlossen und im Jahr 2017 an der Uni-

versität ein Diplom in (…) erworben. Ab 2018 bis Oktober 2023 habe er für 

die Firma C._______ gearbeitet, welche für das (…) zuständig sei. 

Im Januar 2023 sei er mit seinem Freund D._______ im Einkaufszentrum 

gewesen. Dieser habe ihm von E._______ erzählt, der auf der Suche nach 

Leuten gewesen sei, die Esswaren an die Partiya Karkerên Kurdistanê 

(PKK) liefern würden. D._______ habe beschlossen, diese Arbeit zu ma-

chen und habe auch ihn (den Beschwerdeführer) überzeugt, sich zu betei-

ligen. Nachts seien sie gemeinsam in ein Kaffee namens F._______ gefah-

ren. Dort habe ihnen E._______ mitgeteilt, dass sie zweimal im Monat Es-

sensvorräte nach G._______ in einen Park bringen müssten. Dabei sollten 

er (der Beschwerdeführer) und sein Freund sich abwechseln, so dass sie 

den Transport jeweils einmal im Monat durchführen müssten. Sie sollten 

dann das Fahrzeug samt Autoschlüssel mit der Ware dort stehen lassen 

und es später wieder abholen. Am (…) Oktober 2023 habe er einen Tele-

fonanruf vom Millî İstihbarat Teşkilâtı (MİT; türkisch für Nationaler Aufklä-

rungsdienst) entgegengenommen. Die Anrufer hätten ihm ein Ortungsgerät 

mitgeben wollen, welches er in seinem Fahrzeug platzieren sollte, damit 

der MİT den Standort der PKK ausfindig machen könne. Die Anrufer hätten 

behauptet, Beziehungen zu den Parastin (Anmerkung des Gerichts: Nach-

richtendienste der Region Kurdistan-Irak [RKI]) beziehungsweise zur kur-

dischen Regierung zu haben, und ihm mitgeteilt, dass er am Sonntag einen 

Telefonanruf mit dem genauen Auftrag bekommen würde. Danach habe er 

sich mit seinem Schwager H._______ in Verbindung gesetzt, der Bezie-

hungen zur Regierung habe. Sein Schwager habe ihn gewarnt, dass er von 

der PKK umgebracht werde, wenn er das Ortungsgerät mittransportiere. 

Wenn er es nicht mitnehmen würde, werde die MİT hingegen gegenüber 

den Parastin behaupten, er gehöre zur PKK. Dann würden ihm Verfolgung, 

Folter und Gefängnis drohen. Deshalb habe er sich zur Flucht entschieden. 

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Seite 3 

Er habe vom (…) Oktober 2023 bei seiner Arbeitsstelle Urlaub genommen 

unter dem Vorwand, seine Mutter für eine medizinische Behandlung in die 

Türkei zu begleiten. Stattdessen sei er illegal mit einem Schlepper ausge-

reist.  

Der Beschwerdeführer reichte als Nachweise für seine Identität Kopien sei-

ner Nationalitätenkarte, seiner Identitätskarte sowie seines Führerauswei-

ses ein. Als Beweismittel reichte er Kopien seines Fahrzeugausweises, sei-

nes Arbeitsausweises, seines Universitätszertifikats sowie einer Bewilli-

gung seines Arbeitgebers für den beantragten Urlaub und ein Foto seines 

Fahrzeuges zu den Akten.  

B.  

Der Beschwerdeführer erhielt vom SEM die Gelegenheit, zum Entwurf des 

Asyl- und Wegweisungsentscheids Stellung zu nehmen, wovon er mit 

Schreiben vom 11. Dezember 2023 Gebrauch machte.  

C.  

Mit Verfügung vom 12. Dezember 2023 (eröffnet gleichentags) hielt die 

Vorinstanz fest, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft 

nicht, lehnte sein Asylgesuch ab und ordnete die Wegweisung aus der 

Schweiz sowie den Vollzug der Wegweisung an. 

D.  

Mit Eingabe vom 11. Januar 2024 erhob der Beschwerdeführer beim Bun-

desverwaltungsgericht Beschwerde. Er beantragte die Aufhebung der an-

gefochtenen Verfügung, die Feststellung seiner Flüchtlingseigenschaft und 

die Rückweisung der Sache ans SEM zur vollständigen und richtigen Ab-

klärung, zur Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und zur Neu-

beurteilung. Eventualiter sei seine Flüchtlingseigenschaft festzustellen und 

es sei ihm Asyl zu gewähren. Eventualiter sei er als Flüchtling anzuerken-

nen, die Unzulässigkeit beziehungsweise Unzumutbarkeit des Wegwei-

sungsvollzugs festzustellen und er vorläufig aufzunehmen.  

In verfahrensrechtlicher Hinsicht ersuchte er um vollumfängliche Einsicht 

in die Akte A9/2; im Anschluss sei eine angemessene Frist zur Einreichung 

einer Beschwerdeergänzung anzusetzen.  

E.  

Mit Zwischenverfügung vom 15. Januar 2024 stellte die Instruktionsrichte-

rin den einstweilen rechtmässigen Aufenthalt des Beschwerdeführers in 

der Schweiz fest. Gleichzeitig wies sie das Gesuch um Einsicht in die vor-

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instanzliche Akte A9/2 sowie das Gesuch um Ansetzung einer Frist zur Ein-

reichung einer Beschwerdeergänzung ab. Überdies forderte sie den Be-

schwerdeführer zur Bezahlung eines Kostenvorschusses auf, welchen die-

ser am 22. Januar 2024 beglich. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Gemäss Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung 

von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG zuständig und 

entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – wie auch vorliegend 

– endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG; Art. 105 AsylG [SR 142.31]). Der 

Beschwerdeführer ist als Verfügungsadressat zur Beschwerdeführung le-

gitimiert (Art. 48 VwVG). Nachdem der Kostenvorschuss innert angesetzter 

Frist geleistet wurde, ist auf die frist- und formgerecht eingereichte Be-

schwerde einzutreten (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG). 

2.  

2.1 Mit Beschwerde in Asylsachen kann die Verletzung von Bundesrecht 

(einschliesslich Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die 

unrichtige und unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachver-

halts gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). Die Kognition im Bereich des 

Ausländerrechts richtet sich nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5).  

2.2 Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet und ist im 

Verfahren einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten 

Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin (Art. 111 Bst. e AsylG) 

ohne Durchführung eines Schriftenwechsels und mit summarischer Be-

gründung zu behandeln (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG).  

3.  

3.1 Der Beschwerdeführer rügt in formeller Hinsicht die Verletzung des 

rechtlichen Gehörs, namentlich die Verletzung des Akteneinsichtsrechts in 

Bezug auf die Akte A9/2 sowie der Begründungs- und der Abklärungs-

pflicht.  

3.2 Das Bundesverwaltungsgericht hat mit Zwischenverfügung vom 

15. Januar 2024 den Antrag auf Akteneinsicht in die Akte A9/2 und auf Ein-

räumung einer Frist zur Einreichung einer Beschwerdeergänzung abge-

wiesen. Auf die entsprechende Begründung kann hier verwiesen werden, 

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Seite 5 

gemäss welcher keine Verletzung des Akteneinsichtsrechts vorliegt. Auf 

den diesbezüglichen Antrag ist somit nicht weiter einzugehen. 

3.3 In Bezug auf das rechtliche Gehör sowie den Untersuchungsgrundsatz 

wird zudem gerügt, das SEM habe sich in seinem Entscheid nicht konkret 

mit der Stellungnahme des früheren Rechtsvertreters vom 11. Dezember 

2023 auseinandergesetzt und die eingereichten Beweismittel nicht detail-

liert gewürdigt.  

Diese Rüge erweist sich als unbegründet. Die Vorinstanz hat in den ange-

fochtenen Entscheiden alle wesentlichen Vorbringen sowie Beweismittel 

berücksichtigt und diese dann einer Würdigung unterzogen. Dies gilt na-

mentlich für die Argumente in der Stellungnahme zum Entscheidentwurf 

vom 11. Dezember 2023. Insbesondere wird im Entscheid dargelegt, wes-

halb es nicht glaubhaft sei, dass der Beschwerdeführer sich keinerlei Ge-

danken über das Risiko und etwaige Sicherheitsvorkehrungen gemacht 

habe (vgl. dort S. 8). Die verfügende Behörde muss sich nicht ausdrücklich 

mit jeder tatbestandlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand 

auseinandersetzen, sondern darf sich auf die wesentlichen Gesichtspunkte 

beschränken. Daher ist auch nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz 

die Beweismittel nicht ausdrücklich in der Begründung ihrer Verfügung er-

wähnt hat. Die Verfügung enthält eine Liste der eingereichten Beweismittel 

(dort S. 3) und hält fest, dass diese den Standpunkt des SEM nicht zu än-

dern vermöchten (dort S. 8). Die Vorinstanz hat weder an der Identität noch 

an der Arbeitstätigkeit des Beschwerdeführers für die Firma C._______ ge-

zweifelt. Dazu bestand auch kein Anlass, wobei anzumerken ist, dass er 

für diese Firma gemäss seinen Aussagen am Computer als (…) und nicht 

– wie in der Beschwerde behauptet – als Fahrer tätig war (vgl. SEM 

act. 14/14 F28, F78; 16/11 F20). Auch der Umstand, dass sein Arbeitgeber 

ihm Urlaub gewährte, wurde vom SEM nicht in Zweifel gezogen. Beweis-

mittel, welche andere Sachverhaltselemente als diese zu belegen vermö-

gen, hat der Beschwerdeführer nicht eingereicht. Auch in der Beschwerde 

wird nicht ausgeführt, in welchem Sinne die Beweismittel an der Einschät-

zung des SEM etwas ändern könnten.  

3.4 Überdies bemängelt der Beschwerdeführer, seine Anhörungen seien 

aufgrund des Dialekts des Dolmetschers, der aus der Türkei stamme, von 

Verständigungsschwierigkeiten geprägt gewesen. Er habe deshalb immer 

wieder nachfragen und gestikulieren müssen. Dies erkläre auch, weshalb 

er den Begriff «Asyl» nicht verstanden habe. Das SEM sei unter diesen 

Umständen gehalten gewesen, die Anhörung abzubrechen und unter 

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Beizug einer anderen Übersetzungsperson erneut durchzuführen. Auch 

deshalb sei der Sachverhalt nicht korrekt festgestellt und der Untersu-

chungsgrundsatz verletzt worden. 

Auch diese Rüge erweist sich als unbegründet. Zu Beginn der Anhörung 

hat der Beschwerdeführer angegeben, den Dolmetscher zu verstehen und 

kündigte diesem gegenüber an: «Falls ich irgendetwas nicht verstehe, 

werde ich Sie bitten, es zu wiederholen.» (vgl. SEM act. […]-[nachfolgend: 

SEM act.] 14/14 F1). Auch hat er am Schluss des Gesprächs unterschrift-

lich bestätigt, dass ihm die Aussagen in einer ihm verständlichen Sprache 

(Badini) Satz für Satz rückübersetzt worden sind (vgl. a.a.O. S. 14). Dem 

SEM ist dahingehend zuzustimmen, dass in der Anhörung Verständigungs-

schwierigkeiten jeweils geklärt wurden und Fragen wiederholt beziehungs-

weise umformuliert wurden, so dass der Beschwerdeführer sie – abgese-

hen von der Frage nach dem Grenzübergang (vgl. unten E. 6.4) – verstan-

den hat und sachgerecht beantworten konnte (vgl. a.a.O. F37 f., F61 f., 

F90 ff., F96, F102). Dies gilt auch für die Protokollstelle betreffend Asyl, wo 

er schliesslich angibt, alle Gründe genannt zu haben, aus welchen er aus-

gereist sei (vgl. a.a.O. F82–85). Ob sein diesbezügliches anfängliches Un-

verständnis als ausweichend zu bewerten ist, kann dabei offenbleiben. So-

dann hatte er in der Anhörung vom 29. November 2023 erneut die Gele-

genheit, seine Asylgründe umfassend darzulegen. Aus einem Vergleich der 

Unterschriften der dolmetschenden Personen ergibt sich, dass dort ein an-

derer Dolmetscher anwesend war als in der Befragung vom 15. November 

2023, und der Beschwerdeführer gab zu Beginn an, diesen sehr gut zu 

verstehen (vgl. SEM act. 14/14 S. 14; 16/11 F1, S. 11). Weder diesem 

zweiten Anhörungsprotokoll noch der Beschwerdeschrift sind wesentliche 

neue Sachverhaltselemente zu entnehmen, die aufgrund von angeblichen 

Verständigungsproblemen nicht dokumentiert worden sein sollen. Auch 

sonst enthalten die Akten keine Hinweise dafür, dass der Sachverhalt nicht 

vollständig festgestellt worden wäre. Festzuhalten ist zudem, dass die an 

beiden Befragungen anwesende Rechtsvertreterin in Bezug auf die Über-

setzung keine Einwände erhoben hat und ihre offenen Fragen beantwortet 

wurden (vgl. SEM act. 14/14 F68, F101 ff., S. 14; 16/11 F54 ff., S. 11). 

3.5 Schliesslich wird in der Rechtsmitteleingabe moniert, der Anspruch des 

Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör sei verletzt worden, indem das 

SEM nicht konkret begründet habe, weshalb seine Ausführungen nicht de-

tailliert gewesen seien. Die Einschätzung der Glaubhaftigkeit der Asylvor-

bringen sei treuwidrig und willkürlich erfolgt.  

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Seite 7 

Entgegen der Behauptung in der Beschwerde hat die Vorinstanz in ihrer 

Begründung mehrere Protokollstellen konkret erwähnt, in welchen der Be-

schwerdeführer weniger Details genannt hat, als von ihm zu erwarten wä-

ren, wenn er das Erzählte selbst erlebt hätte (vgl. angefochtene Verfügung 

S. 5–7). Dass sie ihm nicht erklärt hat, welche Details zu erwarten gewesen 

wären, ist nicht zu beanstanden. Die diesbezügliche Rüge in der Be-

schwerde vermengt die sich aus dem Untersuchungsgrundsatz ergebende 

Frage der Sachverhaltsfeststellung sowie des Anspruchs auf rechtliches 

Gehör mit der Frage der rechtlichen Würdigung der Sache, welche die ma-

terielle Entscheidung über die vorgebrachten Asylgründe betrifft. Darauf 

wird an entsprechender Stelle (E. 6) eingegangen.  

3.6 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich die Vorinstanz mit den 

Vorbringen des Beschwerdeführers differenziert auseinandergesetzt und in 

ihrer Verfügung die wesentlichen Überlegungen genannt hat, von denen 

sie sich hat leiten lassen, so dass eine sachgerechte Anfechtung möglich 

war (vgl. BVGE 2008/47 E. 3.2 m.w.H.). Es liegt weder eine Verletzung des 

Anspruchs auf rechtliches Gehör noch eine Verletzung von Treu und Glau-

ben oder des Willkürverbots vor. Den Akten sind auch keine Hinweise dafür 

zu entnehmen, dass der Sachverhalt nicht richtig oder unvollständig erstellt 

worden sei; es ergibt sich kein weiterer Abklärungsbedarf. 

Das Begehren, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sa-

che zur vollständigen und richtigen Abklärung, zur Feststellung des rechts-

erheblichen Sachverhalts sowie zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zu-

rückzuweisen, ist demzufolge abzuweisen. 

4.  

4.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

4.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die 

Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für 

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gegeben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentli-

chen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den 

Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ver-

fälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 

5.  

5.1 Nach Ansicht der Vorinstanz halten die Vorbringen des Beschwerde-

führers den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 AsylG 

nicht stand. Seine Aussagen wiesen nicht die Qualität von selbst Erlebtem 

auf und enthielten unlogische Aspekte sowie Widersprüche. Er habe kaum 

etwas über E._______ und D._______ erzählen können und es sei un-

glaubhaft, dass er mit ihnen nur Organisatorisches besprochen habe. Zum 

Gespräch mit H._______ oder dessen Funktion bei der Regierung habe er 

keine Details angegeben. Seine Schilderungen enthielten kaum Emotionen 

oder Gedankengänge. Er habe substanzlos beschrieben, weshalb er sich 

für die Arbeit für die PKK entschieden habe. Auch sei es fraglich, weshalb 

er über die Türkei ausgereist sei, wenn er doch geltend machte, Vergel-

tungsmassnahmen des türkischen MİT zu befürchten. Der zeitlich enge 

Konnex zwischen der Ablehnung seines Antrags auf ein Schengenvisum 

und seiner Ausreise bestärke die Zweifel an seinem Vorbringen, das Hei-

matland unter den genannten Umständen illegal und fluchtartig verlassen 

zu haben. Gegen eine Verfolgungsgefahr spreche auch der Umstand, dass 

seine Familienangehörigen nicht behelligt worden seien, obwohl seine 

Identität einfach zu ermitteln gewesen sei. 

5.2 Dem setzt der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitteleingabe in ma-

terieller Hinsicht im Wesentlichen entgegen, er habe mit E._______ wirk-

lich nur über organisatorische Aspekte seines Auftrags gesprochen. Es sei 

absurd zu erwarten, dass er über die Beweggründe der anderen Beteiligten 

Bescheid wisse. Seinen einzigen Beweggrund für die Arbeit, nämlich Geld 

zu verdienen, habe er glaubhaft dargelegt. Dass seine Familie bisher un-

behelligt geblieben sei, könne nicht als Argument gegen seine Glaubhaf-

tigkeit verwendet werden, da es sich dabei um die angeblich fehlende «Ver-

folgerlogik» handle, die ihm nicht angelastet werden könne. Es könne ihm 

auch nicht vorgeworfen werden, er habe die Frage, wo er bei der Ausreise 

die Grenze überquert habe, nicht verstanden. Er habe den Grenzübergang 

I._______ nämlich genannt.  

6.  

6.1 Das Bundesverwaltungsgericht gelangt nach Durchsicht der Akten zum 

Schluss, dass die Erwägungen des SEM zu bestätigen sind. Auf 

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Seite 9 

Beschwerdeebene wird nichts vorgebracht, was an der vorinstanzlichen 

Würdigung etwas zu ändern vermag. Folglich kann mit folgenden Ergän-

zungen auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen wer-

den (vgl. dort S. 4 ff.; zusammengefasst oben E. 5.1).  

6.2 Die Ausführungen des Beschwerdeführers weisen zwar an gewissen 

Stellen Realkennzeichen auf und enthalten Details. Dies hält auch die Vor-

instanz in ihrer Verfügung fest und verweist auf entsprechende Aktenstel-

len (vgl. angefochtene Verfügung S. 6). Sie hat aber auch zu Recht festge-

stellt, dass seine Ausführungen insgesamt nicht den Eindruck von selbst 

Erlebtem erwecken. Ein Beispiel dafür sind die Aussagen des Beschwer-

deführers betreffend die letzten Tage vor seiner Ausreise. In der Be-

schwerde macht er geltend, er habe über eine Dreiviertelseite detaillierte 

Ausführungen zu diesem Zeitraum gemacht. Wie das SEM aber zutreffend 

festhielt, handelte es sich dabei bloss um Handlungsabfolgen, wobei der 

Beschwerdeführer keine Emotionen, Gedanken und Sinneseindrücke be-

treffend die drei letzten Tage vor seiner Ausreise erkennen liess (vgl. 

a.a.O.; SEM act. 16/11 F20).  

6.3 Es ist sodann nicht nachvollziehbar, dass er als berufstätiger alleinste-

hender Mann aus rein finanziellen Gründen ein derartig hohes Risiko auf 

sich genommen hätte, in den Fokus der verschiedenen Behörden und Kon-

fliktparteien zu geraten. Er war nicht in der Lage, Gedankengänge oder 

Gefühle lebensnah zu schildern, welche diese Entscheidung plausibel er-

scheinen lassen könnten (vgl. SEM act. 16/11 F42 f.). Dass er das Risiko 

nicht erkannt habe, ist angesichts seines Bildungsgrades und der Her-

kunftsregion des Beschwerdeführers nicht glaubhaft (vgl. SEM act. 14/14 

F87, F95). Ebenso fehlt es an Details zum Gespräch mit H._______, wel-

ches ausschlaggebend für seinen Entschluss zur Ausreise gewesen sein 

soll (vgl. SEM act. 16/11 F24). 

6.4 Das Gericht schliesst sich auch der Einschätzung des SEM an, es sei 

unglaubhaft, dass der Beschwerdeführer angesichts seiner geltend ge-

machten Furcht vor Verfolgung durch die türkischen Behörden über die 

Türkei ausgereist sei. Daran ändert auch der Umstand nichts, dass er die 

Dienste eines Schleppers in Anspruch genommen habe, welcher ihn – ge-

mäss den Angaben in der Beschwerde – auch vor den türkischen Behör-

den geschützt habe. Das SEM hat zu Recht festgestellt, dass seine Aus-

führungen ausweichend erschienen, als er zwar erwähnte, er sei über den 

Grenzübergang I._______ ausgereist, aber mehrmals angab, er wisse 

nicht, durch welches Land er zunächst gereist sei; dies auch, nachdem die 

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befragende Person die Fragen mehrmals umformuliert und mit Beispielen 

erklärt hat (vgl. SEM act. 14/14 F43–48, F57–59). Dass er über die Türkei 

ausgereist sei, gab der Beschwerdeführer erst an der Anhörung vom 29. 

November 2023 ausdrücklich zu Protokoll (vgl. SEM act. 16/11 F20). Seine 

Erklärung auf Nachfrage (vgl. a.a.O. F48), er habe bei der Befragung vom 

15. November 2023 lediglich nicht gewusst, welches die Nachbarländer 

der Türkei seien, überzeugt nicht. Erstens wurde er damals gar nicht nach 

den Nachbarländern der Türkei, sondern des Iraks gefragt (vgl. SEM act. 

14/14 F44 f., F67). Zweitens hatte er anlässlich der ersten Anhörung zu 

Protokoll gegeben, er wisse nicht, über welches Land er ausgereist sei, 

weil er die ersten vier Tage der Reise im hinteren Teil eines LKWs versteckt 

gewesen sei (vgl. SEM act. 14/14 F45). Vor diesem Hintergrund erscheint 

seine Behauptung, er habe bei der ersten Anhörung die diesbezüglichen 

Fragen nicht verstanden, als Schutzbehauptung. 

Zweifel weckt sodann das Vorbringen des Beschwerdeführers, nach einem 

Gespräch mit seinem Bruder J._______ habe sein Schwager mit den Pa-

rastin über seine Schwierigkeiten gesprochen und diese hätten ihm mitge-

teilt, dass er «keine weitere Möglichkeit habe ausser schnellstmöglich das 

Land zu verlassen» (vgl. SEM act. 16/11 F24); ansonsten werde er «für 

unbestimmte Zeit inhaftiert» (vgl. a.a.O. F25). Dass er das Risiko einge-

gangen ist, sowohl gegenüber seinem Schwager, der mit der Regierung zu 

tun hat, als auch gegenüber den Parastin seine Identität und illegale Arbeit 

offenzulegen, erscheint unplausibel.  

Schliesslich ist angesichts des Vorbringens, er habe sich einerseits vor Ver-

folgung durch den MİT beziehungsweise die Parastin gefürchtet und ande-

rerseits vor Vergeltungsmassnahmen der PKK, nicht verständlich, dass er 

über die Türkei ausgereist sei, und ihm ausgerechnet die «Parastin-Zu-

ständigen» dazu geraten hätten, das Land zu verlassen (vgl. SEM 

act. 16/11 F25).  

6.5 Insgesamt ergibt sich, dass die Vorinstanz zu Recht das Vorliegen der 

Flüchtlingseigenschaft verneint und das Asylgesuch des Beschwerdefüh-

rers abgelehnt hat. 

7.  

7.1 Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so 

verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den 

Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie 

(Art. 44 AsylG). 

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Seite 11 

7.2 Der Beschwerdeführer verfügt insbesondere weder über eine auslän-

derrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Ertei-

lung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach ebenfalls zu Recht 

angeordnet (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.). 

8.  

8.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz (insbesondere Art. 5 Abs. 1 AsylG, Art. 33 Abs. 1 des Abkom-

mens über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30], Art. 25 

Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen 

Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behand-

lung oder Strafe [FoK, SR 0.105] und Art. 3 EMRK) einer Weiterreise der 

Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen 

Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AlG). Gemäss Art. 83 Abs. 4 AlG 

kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn 

sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen wie Krieg, 

Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret ge-

fährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung festgestellt, ist – unter Vorbe-

halt von Art. 83 Abs. 7 AlG – die vorläufige Aufnahme zu gewähren. Der 

Vollzug ist schliesslich nicht möglich, wenn die Ausländerin oder der Aus-

länder weder in den Heimat- oder in den Herkunftsstaat noch in einen Dritt-

staat ausreisen oder dorthin gebracht werden kann (Art. 83 Abs. 2 AlG).  

8.2 Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt ge-

mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard 

wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu be-

weisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens 

glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

8.3 Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend darauf 

hin, dass das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulement nur Per-

sonen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es dem 

Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefähr-

dung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der in Art. 5 AsylG 

verankerte Grundsatz der Nichtrückschiebung im vorliegenden Verfahren 

keine Anwendung finden. Eine Rückkehr des Beschwerdeführers in den 

Heimatstaat ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig. 

Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des Beschwerdeführers 

noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Aus-

schaffung in den Heimatstaat dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit 

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Seite 12 

einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behand-

lung ausgesetzt wäre. Gemäss der Praxis des Europäischen Gerichtshofes 

für Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti-Folterausschusses 

müsste der Beschwerdeführer eine konkrete Gefahr ("real risk") nachwei-

sen oder glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer Rückschiebung Folter 

oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. Urteil des EGMR 

Saadi gegen Italien vom 28. Februar 2008, Grosse Kammer 37201/06, 

§§ 124–127 m.w.H.). Auch die allgemeine Menschenrechtssituation im 

Heimatstaat lässt den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht 

als unzulässig erscheinen. Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Weg-

weisung sowohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestim-

mungen zulässig. 

8.4  

8.4.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-

grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-

dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung 

festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläufige 

Aufnahme zu gewähren. 

8.4.2 In seinem als Referenzurteil zu publizierendes Urteil D-913/2021 vom 

19. März 2024 aktualisierte das Bundesverwaltungsgericht seine Praxis 

zur Frage der Zumutbarkeit des Vollzugs von Wegweisungen in die RKI 

und hielt fest, dass dieser für alleinstehende und gesunde kurdische Män-

ner oder Paare, die längere Zeit dort gelebt haben, in der Regel zumutbar 

ist. Die sozioökonomische Lage ist zwar in gewissen Bereichen als ange-

spannt zu bezeichnen, generell ist aber von einem genügenden Zugang zu 

Strom, Wasser, Bildung und medizinischer Grundversorgung auszugehen. 

In den kurdischen Provinzen herrscht keine Situation allgemeiner Gewalt 

und die Sicherheitslage ist weitgehend stabil ist. Gewisse Vorbehalte gel-

ten bezüglich der von den türkischen Militäroffensiven betroffenen Bergre-

gionen in Grenznähe. Bei Personen aus ländlichen Bergregionen in Grenz-

nähe ist eine Einzelfallprüfung bezüglich einer Aufenthaltsalternative zu 

prüfen (vgl. zum Ganzen a.a.O. E. 14). 

8.4.3 Die Vorinstanz hat zu Recht festgestellt, dass der Wegweisungsvoll-

zug des Beschwerdeführers nach B._______ zumutbar ist. Die pauschalen 

Behauptungen in der Beschwerde, er sei mittellos und verfüge über kein 

tragfähiges Beziehungsnetz, sind nicht mit den Akten zu vereinbaren. Sei-

nen Angaben zufolge wurde er in B._______ geboren und verbrachte sein 

E-277/2024 

Seite 13 

gesamtes Leben dort (vgl. SEM act. 14/14 F6 ff.). Dabei handelt es sich 

um eine Grossstadt, die nicht im Fokus türkischer Angriffe liegt, weshalb 

der Wegweisungsvollzug dorthin grundsätzlich zumutbar ist (vgl. als Refe-

renzurteil zu publizierendes Urteil D-913/2021 vom 19. März 2024 E. 14.3). 

Zuletzt lebte er mit seiner Mutter, seiner Schwester, seinem Bruder und 

dessen Ehefrau gemeinsam im zweistöckigen Haus seines Bruders (vgl. 

a.a.O. F33 f.). Diese und weitere Verwandte leben nach wie vor in 

B._______ (vgl. a.a.O. F10 ff., F38). Sodann verfügt er über ein Universi-

tätsdiplom und arbeitete seit dem Abschluss seines Studiums bis zu seiner 

Ausreise bei der gleichen Firma (vgl. a.a.O. F28 ff.). Da er jung, gesund 

sowie alleinstehend ist und die finanzielle Situation seiner Familie gemäss 

seinen Aussagen sehr gut ist, wird er ohne Weiteres in der Lage sein, sich 

in seinem Heimatstaat wirtschaftlich zu reintegrieren (vgl. SEM act. 14/14 

F5, F32, F35 f.).  

8.4.4 Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung auch 

als zumutbar. 

8.5 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der zuständi-

gen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen Rei-

sedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 

2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu 

bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AIG). 

8.6 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

9.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und – soweit diesbezüglich 

überprüfbar – angemessen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwerde-

führer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 750.– 

festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 

Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). Der am 22. Januar 2024 in gleicher Höhe geleistete Kos-

tenvorschuss ist zur Bezahlung der Verfahrenskosten zu verwenden. 

(Dispositiv nächste Seite)  

E-277/2024 

Seite 14 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Der in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss wird zur Bezahlung 

der Verfahrenskosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Roswitha Petry Mara Urbani 

 

 

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