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**Case Identifier:** 78e33285-e004-58a8-8c9c-10306e8a7978
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-06-02
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 02.06.2014 200 2014 98
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-98_2014-06-02.pdf

## Full Text

200 14 98 IV
MAW/GET/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 2. Juni 2014

Verwaltungsrichter Matti, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schwegler, Verwaltungsrichterin Fuhrer
Gerichtsschreiber Germann

A.________
vertreten durch Fürsprecher B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 23. Dezember 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Juni 2014, IV/14/98, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1962 geborene A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) zog sich am 28. Oktober 2009 bei einem Autounfall eine 
Commotio cerebri sowie Beschwerden im Bereich der Wirbelsäule zu (Ak-
ten der IV-Stelle Bern [nachfolgend IVB bzw. Beschwerdegegnerin], [act. 
II], 2.13 S. 1; 2.14 S. 6 und 10). Am 27. September 2010 meldete er sich 
bei der IVB unter Hinweis auf (nicht näher bezeichnete) unfallbedingte ge-
sundheitliche Beeinträchtigungen zum Leistungsbezug an (act. II 1). Die 
IVB klärte den Sachverhalt in erwerblicher und medizinischer Hinsicht ab 
und zog insbesondere die Akten des obligatorischen Unfallversicherers 
(Z.________ […]) bei (act. II 2.1 ff.). Ferner führte sie ein zwölfwöchiges 
Belastbarkeitstraining in der Abklärungsstelle E.________, durch (act. II 
18). Im entsprechenden Bericht wurde festgehalten, dass die „Grundar-
beitsfähigkeiten“ noch nicht vorhanden seien und die medizinischen bzw. 
therapeutischen Themen noch im Vordergrund ständen, weshalb mit der 
Integrationsmassnahme nicht weitergefahren werde (act. II 38 S. 5). Hier-
auf beauftragte die IVB gemeinsam mit der Z.________ das MEDAS 
F.________ mit der Durchführung einer polydisziplinären Begutachtung 
(Expertise vom 4. April 2013 [act. II 74.1]). Mit Vorbescheid vom 21. Mai 
2013 (act. II 77) stellte die IVB dem Versicherten bei einem Invaliditätsgrad 
von 20% die Ablehnung des Rentenanspruchs in Aussicht. Dagegen liess 
der Versicherte Einwand (act. II 78) erheben und Zusatzfragen an die ME-
DAS-Gutachter stellen; ausserdem liess er zwei Berichte von Dr. med. 
B.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 5. 
und 8. Juli 2013 einreichen (act. II 80). In der Folge holte die IVB bei Dr. 
med. C.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, 
Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), eine Stellungnahme ein (act. II 84). Am 
23. Dezember 2013 (act. II 85) verfügte sie wie im Vorbescheid in Aussicht 
gestellt. 

In der Zwischenzeit hatte die Z.________ per 25. August 2013 (act. II 81) 
die Leistungseinstellung verfügt, wogegen der Versicherte Einsprache er-
heben liess (act. II 86 S. 23). 

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B.

Gegen die Verfügung vom 23. Dezember 2013 liess der Versicherte, ver-
treten durch Fürsprecher B.________, mit Eingabe vom 30. Januar 2014 
Beschwerde erheben und beantragen: 

1. Die Verfügung vom 23. Dezember 2013 sei aufzuheben.

2. Es seien weitere Abklärungen durchzuführen, insbesondere 
seien bei der Z.________ und der Beschwerdegegnerin die 
am 11. Juli 2013 gestellten Ergänzungsfragen sowie die da-
mals beigelegten Berichte von Dr. med. B.________ vom 5. 
und 8. Juli 2013 der Gutachterstelle MEDAS F.________, zu-
zustellen und zur Beantwortung zu unterbreiten. 

3. Anschliessend sei neu über den Leistungsanspruch zu verfü-
gen und die gesetzlichen Leistungen seien auszurichten. 

- Unter Kosten- und Entschädigungsfolge -

Der Beschwerdeführer bringt im Wesentlichen vor, sein Anspruch auf recht-
liches Gehör sei in schwerwiegender, der Heilung nicht zugänglicher Weise 
verletzt worden, indem sich die Beschwerdegegnerin geweigert habe, die 
Ergänzungsfragen den Gutachtern zur Beantwortung zu unterbreiten. Im 
Eventualstandpunkt macht er hauptsächlich geltend, die im MEDAS-
Gutachten gestellte (psychiatrische) Diagnose sei nicht zutreffend; vielmehr 
sei mit Dr. med. B.________ von einer chronifizierten und komplexen post-
traumatischen Belastungsstörung (PTBS) mit dissoziativen Symptomen 
auszugehen. Der Unfall, in den ein Militärfahrzeug involviert gewesen sei, 
habe beim Beschwerdeführer die Erinnerungen an die Zeit im Konzentrati-
onslager (in …) aufbrechen lassen. Dadurch seien die verdrängten 
schmerzhaften Bilder und Emotionen plötzlich wieder da gewesen. 
Schmerzen träten seither vor allem an den Stellen auf, wo der Beschwer-
deführer gefoltert worden sei. Dadurch sei er bis heute zu 100% in seiner 
Erwerbsfähigkeit eingeschränkt und er habe Anspruch auf Ausrichtung ei-
ner ganzen Rente. 

Mit Beschwerdeantwort vom 3. März 2014 schliesst die Beschwerdegegne-
rin auf Abweisung der Beschwerde. In der Begründung macht sie im We-
sentlichen geltend, sie habe im Rahmen des Anhörungsverfahrens die ein-
gereichten Ergänzungsfragen sowie die beigelegten Berichte des behan-
delnden Psychiaters geprüft und gewürdigt und dazu in der angefochtenen 
Verfügung Stellung genommen. Da aus den vorgebrachten Einwänden 

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bzw. aus dem Einholen einer Stellungnahme bei den Gutachtern dazu aus 
Sicht der Verwaltung keine neuen Erkenntnisse zu erwarten gewesen sei-
en, sei in antizipierter Beweiswürdigung auf eine Nachfrage beim MEDAS 
F.________ verzichtet worden. Bei dieser Sachlage sei nicht von einer Ver-
letzung des rechtlichen Gehörs auszugehen. Im Übrigen sei die von Dr. 
med. B.________ getroffene Einschätzung des medizinischen Sachver-
halts den Gutachtern bekannt gewesen. 

Mit prozessleitender Verfügung vom 6. März 2014 edierte der Instruktions-
richter die den Beschwerdeführer betreffenden Akten der Z.________, wel-
che dem Verwaltungsgericht am 15. April 2014 zugestellt wurden (act. III) 
und welche der Instruktionsrichter mit weiterer prozessleitender Verfügung 
vom 29. April 2014 zum Verfahren beizog.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 

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vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 23. Dezember 2013 
(act. II 85). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers 
auf eine Rente der Invalidenversicherung.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1

2.1.1 Die Parteien haben Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 
BV und Art. 57a Abs. 1 IVG).

2.1.2 Das rechtliche Gehör dient einerseits der Sachaufklärung, ander-
seits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht der Verfah-
rensbeteiligten beim Erlass von Verfügungen dar, die ihre Rechtsstellung 
betreffen. Dazu gehört insbesondere das Recht der Betroffenen, sich vor 
Erlass eines in ihre Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zur Sache zu 
äussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu neh-
men, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhe-
bung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum 
Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu 
beeinflussen (BGE 132 V 368 E. 3.1 S. 371; SVR 2008 UV Nr. 1 S. 2 
E. 3.2).

Hält der Versicherungsträger bei Vorliegen eines externen Gutachtens 
Erläuterungs- oder Ergänzungsfragen für notwendig, so ist er berechtigt, 
der Gutachtensperson solche zu stellen. Aufgrund ihres Rechtes, sich zum 
Beweisergebnis zu äussern und erhebliche Beweisanträge vorzubringen, 

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darf auch die versicherte Person solche Fragen an den Experten richten 
(BGE 136 V 113 E. 5.4 S. 116). 

2.1.3 Nach der Rechtsprechung kann eine nicht besonders schwerwie-
gende Verletzung des rechtlichen Gehörs als geheilt gelten, wenn die be-
troffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu 
äussern, die sowohl den Sachverhalt wie die Rechtslage frei überprüfen 
kann. Die Heilung eines allfälligen Mangels soll aber die Ausnahme bleiben 
(BGE 137 I 195 E. 2.3.2 S. 197, 126 V 130 E. 2b S. 132; SVR 2013 IV Nr. 
26 S. 76 E. 4.2).

2.2 Der Versicherungsträger prüft die Begehren, nimmt die notwendigen 
Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte 
ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG).

Der Untersuchungsgrundsatz besagt, dass die verfügende Instanz den 
rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen, aus eigener Initiative und 
ohne Bindung an die Vorbringen oder Beweisanträge der Parteien, ab-
klären und feststellen muss. Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von de-
ren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so oder anders 
zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben Verwaltungsbehörden zu-
sätzliche Abklärungen stets vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hiezu 
aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergeben-
den Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 E. 4a S. 
283). Der Untersuchungsgrundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er 
findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 
193 E. 2 S. 195, 122 V 157 E. 1a S. 158; SVR 2009 IV Nr. 4 S. 7 E. 4.2.2).

Der Untersuchungsgrundsatz als ein an Verwaltungsbehörden gerichteter 
allgemeiner Verfahrensgrundsatz wird ergänzt durch die im Anspruch auf 
rechtliches Gehör enthaltenen Parteirechte auf Teilnahme am Verfahren 
und auf Einflussnahme auf den Prozess der Entscheidfindung (BGE 122 V 
157 E. 1a S. 158, 117 V 282 E. 4a S. 283; RKUV 1995 U 209 S. 27 E. 1a).

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3.

3.1 Mit Schreiben vom 13. Juli 2011 (act. II 48) ordnete die 
Beschwerdegegnerin eine medizinische Abklärung durch das MEDAS 
F.________ an, welche sie – auf Anregung des Beschwerdeführers hin 
(act. II 54) – mit der Z.________ koordinierte (act. II 58; 60). Am 28. 
Oktober 2011 stellte die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer den 
Gutachterfragenkatalog zu (act. II 59). Am 5. April 2013 erfolgte die 
Zustellung des Gutachtens an die Beschwerdegegnerin (act. II 74.1), 
welche gestützt darauf mit Vorbescheid vom 21. Mai 2013 (act. II 77) die 
Ablehnung eines Rentenanspruchs in Aussicht stellte. Im anschliessenden 
Einwandverfahren machte der Beschwerdeführer geltend, die Z.________ 
habe ihm Frist bis zum 11. Juli 2013 gewährt, um Ergänzungsfragen an die 
Gutachter zu richten. Gleichzeitig ersuchte er die Beschwerdegegnerin, mit 
dem Erlass der Verfügung bis zur Beantwortung der Ergänzungsfragen 
zuzuwarten (act. II 78 S. 1). Mit an die Z.________ gerichtetem, in Kopie 
auch der Beschwerdegegnerin zugestelltem und sechs Ergänzungsfragen 
beinhaltendem Schreiben, reichte der Beschwerdeführer am 11. Juli 2013 
zwei Berichte von Dr. med. B.________ vom 5. und 8. Juli 2013 ein; 
gleichzeitig ersuchte er die Z.________, die beiden Stellungnahmen 
zusammen mit den Ergänzungsfragen den Gutachtern zu unterbreiten. 
Zusätzlich beantragte der Beschwerdeführer ein ergänzendes 
psychiatrisches Gutachten (act. II 80). Mit Verfügung vom 13. August 2013 
(act. II 81) stellte die Z.________ die Leistungen per 25. August 2013 ein; 
im Übrigen sah sie von der Beantwortung der Zusatzfragen mit der 
Begründung ab, dass hiervon keine für die Beurteilung der Leistungspflicht 
wesentlichen Erkenntnisse zu erwarten seien. In der Folge stellte der 
Beschwerdeführer der Beschwerdegegnerin das Schreiben vom 11. Juli 
2013 (samt Stellungnahmen von Dr. med. B.________) abermals zu, 
verbunden mit dem Ersuchen, „die Ergänzungsfragen den Gutachtern 
zuzustellen“ (act. II 82). Hierauf gelangte die Beschwerdegegnerin mit der 
Anfrage an Dr. med. C.________ (RAD), ob – im Lichte der 
Stellungnahmen von Dr. med. B.________ – durch die „gewünschten 
Zusatzfragen“ sowie eine ergänzende psychiatrische Begutachtung neue 
medizinische Erkenntnisse gewonnen werden könnten oder an der 
bisherigen Beurteilung gestützt auf die Ausführungen der MEDAS 

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festgehalten werden könne (act. II 83). Mit Stellungnahme vom 11. 
Dezember 2013 (act. II 84) hielt Dr. med. C.________ fest, eine neuerliche 
psychiatrische Begutachtung rein auf klinischer Ebene würde keine 
weiteren versicherungsmedizinischen Erkenntnisse bringen. Ausserdem 
würden seitens Dr. med. B.________ an den Experten des MEDAS 
F.________, Dr. med. D.________, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie FMH, grosse Fachkenntnisse attestiert, was auch nicht 
schlüssig mache, warum jetzt neu begutachtet werden sollte. Im Falle 
beruflicher Massnahmen müsse im Zumutbarkeitsprofil berücksichtigt 
werden, dass die Umgebung ruhig sei und die PTBS-Symptomatik nicht 
provoziert werde. 

3.2 Aus dem Dargelegten folgt, dass die von der Beschwerdegegnerin 
angefragte RAD-Ärztin die Ergänzungsfragen nicht beantwortete. Dabei ist 
zu beachten, dass der Beschwerdeführer im Einwandverfahren anders als 
gegenüber der Z.________ nicht eine neuerliche psychiatrische Begutach-
tung beantragte, sondern einzig – aber immerhin – um Beantwortung der 
gestellten Ergänzungsfragen ersuchte (act. II 82 S. 1). 

Der Beschwerdeführer konnte sich zu den Gutachterfragen im Vorfeld der 
Begutachtung äussern (act. II 59), womit dem in BGE 137 V 210 E. 3.4.2.9 
S. 258 festgelegten Anspruch auf Mitwirkung der versicherten Person 
diesbezüglich Genüge getan wurde. 

Fraglich ist, ob aus dem nämlichen Mitwirkungsrecht vor der Begutachtung 
auch ein grundsätzlicher Anspruch der versicherten Person auf 
Beantwortung derjenigen (sachdienlichen) Fragen durch die Gutachter 
abgeleitet werden kann, die sich aus der Begutachtung ergeben. Immerhin 
gilt auch insoweit, dass der versicherten Person ein nicht wieder 
gutzumachender Nachteil entstehen kann, wenn die Mitwirkungsrechte erst 
nachträglich – bei der Beweiswürdigung im Verwaltungs- und 
Beschwerdeverfahren – greifen (vgl. BGE 137 V 210 E. 3.4.2.7 S. 256/7). 
Tatsächlich liefe es der mit BGE 137 V 210 angestrebten verfassungs- und 
konventionskonformen Gutachtensvergabe wohl zuwider, wenn die 
Beantwortung stichhaltiger Ergänzungsfragen stets durch den RAD 
vorgenommen würde. Die Beurteilung beruhte diesfalls – mangels 
Anwendbarkeit von Art. 44 ATSG auf Abklärungen versicherungseigener 

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Fachpersonen – auf verschiedenen Rechtsgrundlagen, wobei bereits 
geringe Zweifel genügten, um den Beweiswert der Antworten des RAD in 
Frage zu stellen, was wiederum zusätzliche Abklärungen mit 
entsprechenden verfahrensmässigen Weiterungen zur Folge haben könnte. 
Kommt die Verwaltung deshalb – allenfalls nach Rücksprache mit dem 
RAD – zum Schluss, dass die Fragen nicht in einfacher Weise beantwortet 
werden können bzw. von den beantragten weiteren Abklärungen 
sachdienliche Erkenntnisse mit Bezug auf den rechtserheblichen 
Sachverhalt zu erwarten sind, scheint es angezeigt, allfällige 
Ergänzungsfragen, welche konkrete Aspekte des Gutachtens beschlagen 
und deshalb idealerweise vom bzw. von den untersuchenden Experten zu 
beurteilen sind, durch die Gutachterstelle beantworten zu lassen (vgl. auch 
Kreisschreiben über das Verfahren in der Invalidenversicherung [KSVI], Rz. 
2087.3; Stand: 1. Januar 2014). 

3.3 Vorliegend kann indessen offen bleiben, ob im Umstand, wonach 
die Beschwerdegegnerin die Ergänzungsfragen der Gutachterstelle nicht 
zur Beantwortung unterbreitete, eine Verletzung des rechtlichen Gehörs zu 
erblicken ist. Denn wie nachstehend zu zeigen ist, ist bereits eine Verlet-
zung des Untersuchungsgrundsatzes gegeben: 

Zunächst steht fest, dass die Beschwerdegegnerin bezüglich der vom Be-
schwerdeführer gestellten Zusatzfragen eine potentielle Abklärungsrele-
vanz nicht von vornherein ausschloss, andernfalls sie den RAD nicht um 
eine Stellungnahme dahingehend ersucht hätte, ob von den nämlichen 
Fragen neue medizinische Erkenntnisse gewonnen werden könnten. Die 
vom Beschwerdeführer geübte Kritik am Gutachten, die er im Rahmen der 
Zusatzfragen beantwortet haben will, es sei unberücksichtigt geblieben, 
dass die Symptome der PTBS durch bestimmte Sachverhalte getriggert 
würden, blieb dem Gesagten zufolge (vgl. E. 3.2) indessen unbeantwortet. 
Im Bericht der Abklärungsstelle E.________ vom 24. März 2011 (act. II 38) 
war festgehalten worden, dass der Beschwerdeführer während des Belast-
barkeitstrainings von Lärm verursachenden Arbeiten dispensiert worden 
sei, weil ihn diese an sein Trauma erinnert hätten (S. 3). Zu diesen sowie 
zu den von Dr. med. B.________ im Bericht vom 5. Juli 2013 (act. II 80 
S. 3), d.h. nach der Begutachtung getroffenen Feststellungen (Schmerz- 

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und Dissoziationsreaktionen auf äussere Reize) hat sich der Experte der 
MEDAS, Dr. med. D.________, bis anhin nicht geäussert. Einer Diskussion 
dieser in den Ergänzungsfragen thematisierten Aspekte hätte es indes be-
durft, umso mehr, als auch Dr. med. C.________ (RAD) in der Stellung-
nahme vom 11. Dezember 2013 (act. II 84 S. 2) festhielt, im Rahmen des 
Zumutbarkeitsprofils müsse auf eine ruhige Umgebung geachtet werden, 
um eine Provokation der geltend gemachten PTBS-Symptomatik zu ver-
hindern. Anders ausgedrückt scheint sie wie Dr. med. B.________ eine 
Triggerung von PTBS-Symptomen bei unruhiger Umgebung zumindest in 
Betracht zu ziehen. Insofern können die Ergänzungsfragen nicht als zum 
vornherein rechtlich unerheblich taxiert werden, weshalb sich auch deren 
Offenlassung durch das Gericht im Rahmen antizipierter Beweiswürdigung 
verbietet. 

3.4 Aus dem Dargelegten folgt, dass die für eine Beurteilung der Ar-
beits- und Leistungsfähigkeit notwendigen medizinischen Abklärungen bis 
anhin nicht hinreichend erfolgt sind, weshalb die Beschwerdegegnerin wei-
tere Abklärungen zu tätigen bzw. die Sache dem MEDAS F.________ 
nochmals zur Beurteilung zu unterbreiten haben wird. Vorgängig wird sie 
die medizinischen Akten zu vervollständigen und insbesondere die Unter-
lagen betreffend die offenbar nach der Einreise erfolgte medizinische Be-
treuung, die vollständige Krankengeschichte des behandelnden Psychia-
ters sowie die Akten betreffend das offenbar durchgeführte Asylverfahren 
einzuholen haben. Im Weiteren lag der Bericht der (im Auftrag der 
Z.________ erfolgten) …ärztlichen Untersuchung vom 13. Mai 2011 (act. III 
102) gemäss dem in der MEDAS F.________-Expertise aufgelisteten Ak-
tendossier (act. II 74.1 S. 4 ff.) nicht bei. Schliesslich erscheint es ange-
zeigt, von Dr. med. B.________ eine Aufklärung des Widerspruchs zu er-
fragen, wonach er in seinem Bericht vom 6. Juli 2010 (act. II 2.3 S. 3) die 
Diagnose einer dissoziativen Störung stellt, dazu aber den ICD-10-Code 
F48.1 (Depersonalisations- und Derealisationssyndrom) und nicht F44.- 
(Dissoziative Störungen [Konversionsstörungen]) verwendet (vgl. auch act. 
II 74.1 S. 41). 

Die dergestalt vervollständigten medizinischen Akten sind anschliessend 
den Gutachtern zuzustellen, verbunden mit dem Auftrag, die bereits mit der 

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Auftragserteilung gestellten wie auch die vom Beschwerdeführer danach 
ergänzend formulierten Fragen im Rahmen einer Verlaufsbegutachtung zu 
beantworten. Der Beschwerdeführer ist alsdann darauf hinzuweisen, dass 
er gegenüber den Gutachtern auch Angaben zu den offenbar vorhandenen 
psychosozialen Belastungen zu machen hat (vgl. act. II 74.1 S. 33). 

3.5 Zusammenfassend ist die Beschwerde gutzuheissen und die Sache 
zum Vorgehen im Sinne der Erwägungen an die Beschwerdegegnerin 
zurückzuweisen. 

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 
200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4). Der geleistete Kostenvor-
schuss von Fr. 700.-- ist dem Beschwerdeführer nach Eintritt der Rechts-
kraft des Urteils zurückzuerstatten.

4.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten (Art. 61 lit. g ATSG). Nach der Rechtsprechung gilt 
es unter dem Gesichtspunkt des (bundesrechtlichen) Anspruchs auf eine 
Parteientschädigung im Streit um eine Sozialversicherungsleistung bereits 
als Obsiegen, wenn die versicherte Person ihre Rechtsstellung im Ver-
gleich zu derjenigen nach Abschluss des Administrativverfahrens insoweit 
verbessert, als sie die Aufhebung einer ablehnenden Verfügung und die 
Rückweisung der Sache an die Verwaltung zu ergänzender Abklärung und 
neuer Beurteilung erreicht (BGE 137 V 57 E. 2.1 S. 61).

Mit angemessener Kostennote vom 16. Mai 2014 hat Fürsprecher 
B.________ ein Honorar von Fr. 1‘875.-- sowie Auslagen von Fr. 40.60 und 

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die Mehrwertsteuer von Fr. 153.30 geltend gemacht. Der gesamte Partei-
kostenersatz wird somit auf Fr. 2‘068.90 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteu-
er) festgesetzt.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Bern vom 23. Dezember 2013 aufgehoben und die Sache an 
die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie – nach Vornahme 
der Abklärungen im Sinne der Erwägungen – neu verfüge. 

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 700.-- 
wird dem Beschwerdeführer nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils 
zurückerstattet.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 2‘068.90 (inkl. Auslagen und Mehrwert-
steuer), zu ersetzen.

4. Zu eröffnen (R):
- Fürsprecher B.________ z.H. des Beschwerdeführers (samt einge-

reichten Akten)
- IV-Stelle Bern (samt eingereichten Akten)
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Hinweis: Im Falle einer Anfechtung dieses Entscheides sind die Akten dem 
Bundesgericht zuzustellen.

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-

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desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.