# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 97d73976-cf33-54cb-91ad-d89bb1f074f7
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-06-10
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 10.06.2010 E-2339/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-2339-2010_2010-06-10.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-2339/2010/luc/bos/gon
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 0 . J u n i  2 0 1 0

Einzelrichterin Christa Luterbacher, 
mit Zustimmung von Richter Robert Galliker;
Gerichtsschreiberin Sandra Bodenmann.

A._______,
Kosovo,
vertreten durch Annelise Gerber, (...),
Beschwerdeführerin,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung nach 
Slowenien (Dublin-Verfahren); Verfügung des BFM vom 
1. April 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-2339/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  die  Beschwerdeführerin  eigenen  Angaben  zufolge  am 
26. November 2009 in die Schweiz einreiste und hier gleichentags ein 
Asylgesuch stellte,

dass sie am 4. Dezember 2009 vom BFM im Rahmen einer summari -
schen  Anhörung  im  Empfangs-  und  Verfahrenzentrum  Chiasso  zu 
ihren Asyl- und Ausreisegründen befragt wurde, 

dass der Beschwerdeführerin im Rahmen dieser Befragung das recht-
liche  Gehör  zu  einer  mutmasslichen  Verfahrenszuständigkeit  Slo-
weniens und zu einer allfälligen Wegweisung dorthin gewährt wurde,

dass die Beschwerdeführerin dabei im Wesentlichen vortrug, sie sei in 
Begleitung ihres  Sohnes,  der  Schwiegertochter  und der  zwei  Enkel-
söhne im Juni  2008 nach Slowenien gereist,  wo sie ein Asylgesuch 
gestellt hätten,

dass  sie  schon  nach  einem circa  eineinhalbmonatigen  Aufenthalt  in 
Slowenien nach Schweden weitergereist seien,

dass sie jedoch von den schwedischen Behörden aufgrund ihres ge-
stellten  Asylgesuches  in  Slowenien  dorthin  zurückgeschickt  worden 
seien,

dass  die  Bedingungen  in  Slowenien  jedoch  sehr  schlecht  gewesen 
seien; dass sie keine medizinische Unterstützung erhalten hätten und 
sie als Roma nicht gut behandelt worden seien,

dass sie deswegen in die Schweiz gereist seien,

dass  die  slowenischen  Behörden  („DUBLIN  NAP SI“)  mit  Schreiben 
vom 21. Januar  2010 einer Rückübernahme der Beschwerdeführerin 
ausdrücklich zugestimmt haben,

dass das BFM mit  Verfügung vom 1. April  2010 gestützt  auf  Art. 34 
Abs. 2 Bst. d des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) 
auf das Asylgesuch der Beschwerdeführerin nicht eintrat sowie deren 
Wegweisung  aus  der  Schweiz  nach  Slowenien  und  den  Vollzug  an-
ordnete,

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dass  diese  Verfügung  der  Beschwerdeführerin  am 8.  April  2010  er-
öffnet wurde (vgl. Beschwerdeakten act. 4),

dass aus der Begründung des BFM hervorgeht,  dass Slowenien ge-
stützt  auf  das  Abkommen  vom  26.  Oktober  2004  zwischen  der 
Schweizerischen  Eidgenossenschaft  und  der  Europäischen  Gemein-
schaft  über  die  Kriterien  und  Verfahren  zur  Bestimmung  des  zu-
ständigen Staates für die Prüfung eines in einem Mitgliedstaat oder in 
der  Schweiz  gestellten  Asylantrags  (Dublin-Assoziierungsabkommen 
[DAA],  SR  0.142.392.68)  sowie  das  Übereinkommen  vom  17. 
Dezember  2004  zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft, 
der  Republik  Island  und  dem  Königreich  Norwegen  über  die  Um-
setzung,  Anwendung  und  Entwicklung   des  Schengen-Besitzstands 
und über die Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des zuständigen 
Staates für  die Prüfung eines in der Schweiz, in  Island oder in Nor-
wegen gestellten Asylantrags (SR 0.362.32) für die Durchführung des 
Asyl- und Wegweisungsverfahrens der Beschwerdeführerin zuständig 
sei,

dass die Rückführung – vorbehältlich einer allfälligen Unterbrechung 
oder  Verlängerung  –  bis  spätestens  zum  21.  Juli  2010  zu  erfolgen 
habe,

dass die Beschwerdeführerin im Rahmen des rechtlichen Gehörs die 
Abklärungen des BFM bestätigt habe,

dass im Übrigen keine Hinweise einer drohenden Verletzung von Art. 3 
EMRK bestünden,

dass die Beschwerdeführerin in einen Drittstaat reisen könne, in wel-
chem sie Schutz vor Rückschiebung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG 
finde  und  somit  das  Non-Refoulement-Gebot  hinsichtlich  ihres  Hei-
matstaates nicht zu prüfen sei,

dass  Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide  gemäss Art.  34 
Abs. 2 Bst. d AsylG gestützt auf Art. 107a AsylG keine aufschiebende 
Wirkung zukomme,

dass mit  Schreiben vom 9. April  2010 Frau Dr. med. B._______ dem 
Bundesverwaltungsgericht  mitteilte,  die  Beschwerdeführerin  leide 
unter heftigen, teils fast immobilisierenden Rückenschmerzen und be-
finde sich deswegen in ärztlicher Behandlung,

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dass  das  Gericht  darum  gebeten  werde,  die  Ausreisefrist  zu  er-
strecken, damit die Beschwerdeführerin ihren Termin am 12. April 2010 
auf der Rheumatologie wahrnehmen und die medizinische Behandlung 
fortsetzen könne, bis es ihr besser gehe und ihr eine Reise zugemutet 
werden könne,

dass Frau Dr. med. B._______ mit Schreiben vom 12. April 2010 von 
Seiten  des  Gerichtes  mitgeteilt  wurde,  dass  die  Beschwerdeführerin 
beim  Gericht  bislang  keine  Beschwerde  erhoben  habe  und  das 
Schreiben somit, da es für sich keine Beschwerdeerhebung darstelle, 
nicht zu den Akten genommen werde (vgl. E-2392/2010), 

dass die  Beschwerdeführerin  mit  Telefaxeingabe vom 15. April  2010 
beantragte, die BFM-Verfügung vom 1. April 2010 sei aufzuheben, auf 
das  Asylgesuch  der  Beschwerdeführerin  sei  einzutreten,  es  sei  die 
Flüchtlingseigenschaft  festzustellen  und  Asyl  beziehungsweise  eine 
vorläufige  Aufnahme  sowie  die  unentgeltliche  Rechtspflege  zu  ge-
währen und es sei die aufschiebende Wirkung wiederherzustellen,

dass  die  zuständige  Behörde  vorsorglich  anzuweisen  sei,  die  Kon-
taktaufnahme  mit  den  Behörden  des  Heimat-  oder  Herkunftsstaats 
sowie jegliche Datenweitergabe an dieselben zu unterlassen, und es 
sei  über  eine  allenfalls  bereits  erfolgte  Datenweitergabe  zu  in-
formieren,

dass die Beschwerdeführerin zudem um Akteneinsicht ersuchte,

dass sie zur Begründung im Wesentlichen geltend machte, sie könne 
aufgrund  der  prekären  Situation  in  Slowenien  nicht  dorthin  zurück-
kehren,

dass  sie  in  Slowenien  weder  genügend  medizinisch  versorgt  noch 
sonst gut behandelt werde,

dass das Bundesverwaltungsgericht mittels vorsorglicher Massnahme 
vom 15. April 2010 den Vollzug der Wegweisung einstweilen aussetzte 
und diese Massnahme mit  Verfügungen vom 22. April  2010 und 11. 
Mai 2010 aufrechterhielt,

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Verfügung vom 22. April 2010 
festhielt,  dass  gemäss  Art.  52  Abs.  1  des  Bundesgesetzes  vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG, 

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SR 172.021)  die Beschwerdeschrift die Begehren, deren Begründung 
mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  der  Beschwerde-
führerin zu enthalten hat und die vorliegend per Telefax eingereichte 
Beschwerdeschrift diesen Anforderungen nicht genüge,

dass die  Beschwerdeführerin  aus diesem Grund  aufgefordert  wurde 
dem Gericht die Beschwerde im Original zuzustellen,

dass  sich  die  Originalbeschwerde  jedoch  fälschlicherweise  bei  den 
Vorakten abgelegt befand,

dass der Sohn der Beschwerdeführerin sowie dessen Familie ebenfalls 
eine Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht einreichten,

dass auf diese mit Urteil vom 30. April 2010 nicht eingetreten wurde,

dass der Sohn und seine Familie in der Folge am 12. Mai 2010 nach 
Slowenien überstellt wurden,

dass am 5. Mai 2010 (per Telefax, im Original nachgereicht) eine er-
neute,  als  Beschwerde  betitelte  Eingabe  durch  die  neue  Rechts-
vertreterin der Beschwerdeführerin beim Gericht einging,

dass  sie  dabei  im  Wesentlichen  geltend  machte,  die  Zustände  im 
slowenischen Asylsystem seien prekär, weshalb es nicht zumutbar sei, 
die Beschwerdeführerin dorthin zurückzuschicken,

dass  die  Beschwerdeführerin  in  Slowenien  mit  grosser  Wahr-
scheinlichkeit  nicht  mit  einem  den  europäischen  Menschenrechts-
normen entsprechenden Asylverfahren rechnen könne und sie daher 
mit Sicherheit in den Kosovo zurückgewiesen werde,

dass sie zudem in der Schweiz in ärztlicher Behandlung sei und am 
28. Mai 2010 einen Arzttermin im Kantonsspital C._______ habe, wel-
chen sie unbedingt sollte einhalten können,

dass  die  Beschwerdeführerin  mit  Verfügung  vom 11.  Mai  2010  auf-
gefordert  wurde, dem Gericht innert  sieben Tagen ab Erhalt  aktuelle 
Arztzeugnisse einzusenden,

dass zudem festgehalten wurde, die Eingabe vom 5. Mai 2010 werde 
als Beschwerdeergänzung betrachtet,

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dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung 
auf einen späteren Zeitpunkt verschoben, das Gesuch um Gewährung 
der  unentgeltlichen  Rechtsverbeiständung  hingegen  abgewiesen 
wurde,

dass  die  Rechtsvertreterin  der  Beschwerdeführerin  mit  Telefax  vom 
19. Mai  2010  dem  Gericht  mitteilte,  die  Arztzeugnisse  seien  an-
gefordert worden,

dass diese jedoch bis zum heutigen Urteilsdatum nicht nachgereicht 
wurden,

und zieht in Erwägung,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  endgültig  über  Beschwerden 
gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM auf dem Gebiet des Asyls 
entscheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 31-33  des  Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d 
Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG, 
SR 173.110]),

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG 
richtet,  soweit  das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und 
Art. 6 AsylG),

dass die  Beschwerdeführerin  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass die Verfügung des BFM vom 1. April  2010 am 8. April  2010 er -
öffnet wurde,

dass somit  auf die frist-  und formgerecht eingereichte Beschwerde - 
unter  Vorbehalt  der  nachfolgenden  Erwägungen  -  einzutreten  ist 
(Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG), 

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 

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und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz  zu  Recht  auf  das  Asylgesuch  nicht  eingetreten  ist,  und 
dass  auf  die  Rechtsbegehren  betreffend  Anerkennung  der  Flücht-
lingseigenschaft und Asylgewährung nicht einzutreten ist,

dass  sich  demnach  die  Beschwerdeinstanz  –  sofern  sie  den  Nicht -
eintretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen 
materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und 
die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. 
Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurs-
kommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  be-
ziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  wird  (Art.  111 
Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um 
eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  sum-
marisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asyl -
suchende in einen Drittstaat ausreisen können, welcher für die Durch-
führung  des  Asyl-  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich  zu-
ständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG),

dass gestützt auf die einleitenden Bestimmungen sowie Art. 1 Abs. 1 
DAA i.V.m. Art. 29a Abs. 1 der Asylverordnung vom 11. August 1999 
über Verfahrensfragen (AsylV1,  SR 142.311) die Prüfung der staats-
vertraglichen Zuständigkeit zur Behandlung eines Asylgesuches nach 
den Kriterien der  Verordnung (EG) Nr. 343/2003 des Rates vom 18. 
Februar  2003  zur  Festlegung  von  Kriterien  und  Verfahren  zur  Be-
stimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines Asylantrags zu-
ständig ist, den ein Staatsangehöriger eines Drittlandes in einem Mit-
gliedstaat gestellt hat (Dublin II-VO) zu erfolgen hat, 

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dass Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG weiter voraussetzt, dass der staats -
vertraglich  zuständige  Staat  einer  Übernahme  der  asylsuchenden 
Person zugestimmt hat (vgl. Art. 29a Abs. 2 AsylV1),

dass,  sobald  ein  Asylantrag  erstmals  in  einem Mitgliedstaat  gestellt 
wurde, das Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Mitgliedstaates 
eingeleitet wird (Art. 4 Abs. 1 Dublin-II-VO), wobei die Kriterien in der  
in Kapitel III der Dublin-II-VO genannten Rangfolge anzuwenden sind 
sowie von der Situation, die zum Zeitpunkt besteht, in dem der Asyl-
bewerber  erstmals  seinen  Antrag  in  einem Mitgliedstaat  stellt,  aus-
zugehen ist (Art. 5 Abs. 1 und 2 Dublin-II-VO), 

dass den Akten zu entnehmen ist, dass sich die Beschwerdeführerin 
bereits in Slowenien aufgehalten hat, 

dass  die  slowenischen  Behörden  das  Ersuchen  der  Schweizer  Be-
hörden  um Rückübernahme  der  Beschwerdeführerin  am  21.  Januar 
2010  positiv  beantwortet  haben  respektive  der  Rückübernahme  zu-
gestimmt haben,

dass das BFM seinen Nichteintretensentscheid gesetzes- und praxis-
konform begründet hat,

dass der Inhalt der Beschwerde offensichtlich zu keiner anderen Ein-
schätzung führt, zumal die Zuständigkeit Sloweniens zur Durchführung 
des  Asylverfahrens  von  der  Beschwerdeführerin  im  Grundsatz  nicht 
bestritten wird,

dass  daran  auch  das  am  9.  April  2010  durch  Dr.  med.  B._______ 
eingereichte  Schreiben  nichts  zu  ändern  vermag,  da  diese  lediglich 
darum ersuchte, man möge die Ausreisefrist bis nach dem Termin in 
der Rheumatologie am 12. April 2010 erstrecken,

dass auch nach Aufforderung des Gerichtes (Verfügung vom 11. Mai 
2010) bis heute kein aktuelles Arztzeugnis eingereicht wurde,

dass  deshalb  davon  ausgegangen  werden  muss,  die  Beschwerde-
führerin befinde sich in keinem kritischen Gesundheitszustand, und ihr 
somit  eine  Ausreise  aus  gesundheitlicher  Sicht  zugemutet  werden 
kann,

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dass sich auch der Sohn der Beschwerdeführerin und dessen Familie 
in Slowenien befinden,

dass im Rahmen des Nichteintretensverfahrens im Sinne von Art. 34 
Abs. 2 Bst. d AsylG (Dublin-Verfahren) keine einlässliche Prüfung der 
Flüchtlingseigenschaft stattfindet und von Gesetzes wegen auch keine 
einlässliche Anhörung zu den Asylgründen vorgesehen ist  (vgl. dazu 
Art.  36  AsylG),  sondern  der  asylsuchenden  Person  das  rechtliche 
Gehör im Hinblick auf  eine Dublin-Rücküberstellung zu gewähren ist 
(vgl. Art. 36 Abs. 2 AsylG),

dass zwar nicht ausgeschlossen werden kann, dass Asylsuchende in 
Slowenien bei  der Unterkunft,  der  Arbeit  und dem Zugang zu medi -
zinischer  Infrastruktur  gewissen  Schwierigkeiten  ausgesetzt  sein 
können,

dass  Slowenien  jedoch  sowohl  Signatarstaat  des  Abkommens  vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  (FK, 
SR 0.142.30)  als  auch  der  Konvention  vom 4. November  1950  zum 
Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) 
ist,

dass keine konkreten Anhaltspunkte vorliegen, wonach sich Slowenien 
nicht  an  die  daraus  resultierenden  völkerrechtlichen  Verpflichtungen 
hält, 

dass  die  Einwände  der  Beschwerdeführerin,  ihr  drohe  eine  Rück-
schiebung  in  den  Kosovo,  daran  nichts  ändern,  da  Slowenien  ver-
pflichtet  ist,  allfällige  Einwände  der  Beschwerdeführerin  gegen  eine 
Rückschaffung in ihr Heimatland auf deren Begründetheit hin zu prü-
fen,

dass  die  Beschwerdeführerin  weder  im  Rahmen  des  ihr  gewährten 
rechtlichen Gehörs noch auf Beschwerdeebene hinreichend bestimmte 
Vorbehalte  gegen  eine  Rückkehr  nach  Slowenien  geltend  machte, 
weshalb keine konkreten Anhaltspunkte dafür ersichtlich sind, dass die 
Beschwerdeführerin im Falle einer Rückkehr nach Slowenien in  eine 
existenzielle Notlage geraten würde, 

dass somit keine Gründe vorliegen, die einen Selbsteintritt  des BFM 
gemäss Art. 3 Abs. 2 Dublin-II-VO nahegelegt hätten, 

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dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG 
zu  Recht  auf  das  Asylgesuch  der  Beschwerdeführerin  nicht  einge-
treten ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat  (Art. 44  Abs. 1 AsylG),  vorliegend der  Kanton keine Aufenthalts-
bewilligung  erteilt  hat  und  zudem kein  Anspruch auf  Erteilung einer 
solchen  besteht  (vgl.  EMARK  2001  Nr. 21),  weshalb  die  verfügte 
Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen  steht 
und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass  im  Rahmen  des  Dublin-Verfahrens,  bei  dem  es  sich  um  ein 
Überstellungsverfahren in  den für  die Prüfung des Asylgesuches zu-
ständigen Staat  handelt,  systembedingt  kein Raum bleibt  für  Ersatz-
massnahmen im Sinne von Art. 44 Abs. 2 AsylG i.v.m. Art. 83 Abs. 1 
des Bundesgesetzes vom 16. Dezember  2005 über  die  Ausländerin-
nen und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass sich  die Frage nach dem Bestehen von Wegweisungsvollzugs-
hindernissen regelmässig bereits als Voraussetzung (und nicht erst als 
Regelfolge) des Nichteintretensentscheids darstellt,  und demnach im 
Rahmen  der  Prüfung  eines  allfälligen  Selbsteintritts  zu  beantworten 
ist,

dass  das  Selbsteintrittsrecht  vorliegend,  wie  ausgeführt,  nicht  zur 
Anwendung  gelangt,  und  dass  in  diesem  Sinne  die  Vorinstanz  den 
Vollzug der Wegweisung nach Slowenien zu Recht angeordnet hat,

dass es der Beschwerdeführerin demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder  unangemessen  ist  (Art.  106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist,

dass mit dem Urteil  in der Sache die Anordnung vorsorglicher Mass-
nahmen  betreffend  eine  allfällige  Datenweitergabe  gegenstandslos 
wird,  und dass aus den Akten eine derartige  bereits  erfolgte Daten-
weitergabe  nicht  hervorgeht,  weshalb  auch  der  Antrag  um  ent-
sprechende Informierung gegenstandslos ist,

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dass  sich  die  Beschwerdebegehren  als  aussichtslos  darstellten  und 
dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung 
im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG demzufolge abzuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  der  Beschwerdeführerin  aufzuerlegen  sind  (Art.  63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil  geht  an die  Rechtsvertreterin  der  Beschwerdeführerin, 
das BFM und die kantonale Migrationsbehörde.

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Christa Luterbacher Sandra Bodenmann

Versand: 

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