# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 84ed3b6a-94bc-5fa5-98d4-f5120c4c2cc6
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-14
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 14.10.2025 VR2 2025 56
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_VR2-2025-56_2025-10-14.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Urteil vom 14. Oktober 2025
mitgeteilt am 16. Oktober 2025

Referenz VR2 25 56

Instanz Zweite verwaltungsrechtliche Kammer

Besetzung Aebli, Vorsitz

Parteien A.________
Beschwerdeführer

gegen

Steuerverwaltung des Kantons Graubünden
Beschwerdegegnerin

Gegenstand Steuerveranlagung

  

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In Erwägung,

– dass A.________ mit Eingabe vom 23. Juli 2025 an das Obergericht des 
Kantons Graubünden gelangte und beantragte, die Steuerrechnung 
Nr. Z.________ vom 8. März 2024 sei zu widerrufen,

– dass er gleichzeitig festhielt, Gegenstand der Rechtsstreitigkeit sei nicht die 
Rechnung als solche, sondern das Revisionsgesuch vom 9. März 2024, 

– dass er seiner Eingabe nebst der Steuerrechnung bzw. Mahnung verschiedene 
Korrespondenz mit der Steuerverwaltung des Kantons Graubünden beilegte, 

– dass die Vorsitzende der Zweiten verwaltungsrechtlichen Kammer 
(Oberrichterin B.________) A.________ mit prozessleitender Verfügung vom 
24. Juli 2025 eine Nachfrist zur Verbesserung seiner Eingabe bis zum 8. August 
2025 einräumte, da diese die gesetzlichen Anforderungen für die Einleitung 
eines Verfahrens vor Obergericht nicht erfülle,

– dass er darin auf die Anforderungen gemäss Art. 38 des Gesetzes über die 
Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) hingewiesen und ihm mitgeteilt 
wurde, dass auf die Eingabe vom 23. Juli 2025 nicht eingetreten werden könne, 
wenn die Mängel innert der nicht erstreckbaren Nachfrist nicht behoben würden,

– dass A.________ mit Eingabe vom 18. August 2025 geltend machte, es sei 
inakzeptabel und parteiisch, dass das Schreiben vom 24. Juli 2025 der 
Steuerverwaltung des Kantons Graubünden zur Kenntnisnahme zugestellt 
worden sei, weshalb ein unparteiischer Oberrichter zu bestellen und einen neue 
Frist für die Ergänzung der Eingabe festzulegen sei,

– dass A.________ am 21. August 2025 mitgeteilt wurde, dass die angesetzte 
Nachfrist nicht erstreckbar sei,

– dass A.________ in seinem Schreiben vom 10. September 2025 festhielt, es 
gehe nicht um eine Fristverlängerung, sondern um die Parteilichkeit, weshalb 
die Rechtssache einem unparteiischen Richter zu übertragen sei,

– dass der  Vorsitzende der Zweiten verwaltungsrechtlichen Kammer (Oberrichter 
C.________) A.________ mit prozessleitender Verfügung vom 17. September 
2025 darauf hinwies, dass seine Eingaben vom 18. August 2025 und vom 
10. September 2025 den Anforderungen von Art. 38 VRG nicht genügen 
würden und insbesondere nicht dargelegt werde, inwiefern ein Ausstandsgrund 
gemäss Art. 6a VRG vorliege,

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– dass ihm gleichzeitig eine nicht erstreckbare Frist bis zum 29. September 2025 
eingeräumt wurde, um ein rechtsgenügliches Ausstandsgesuch einzureichen, 
ansonsten auf die Eingaben nicht eingetreten und davon ausgegangen werde, 
dass er von der Eröffnung eines Ausstandsverfahrens gegen Oberrichterin 
B.________ absehe, 

– dass A.________ die gesetzte Nachfrist unbenutzt verstreichen liess,

– dass er (erst) am 6. Oktober 2025 mitteilte, dass er keinen Ausstand, sondern 
einen Neuanfang verlange,

– dass A.________ damit jedenfalls auf die Eröffnung eines Ausstandsverfahrens 
in Zusammenhang mit seiner Eingabe vom 23. Juli 2025 bzw. der an die 
Steuerverwaltung ergangenen Kopie der Verfügung vom 24. Juli 2025 
verzichtet, 

– dass die oder der zuständige Vorsitzende in einzelrichterlicher Kompetenz 
entscheidet, wenn ein Rechtsmittel offensichtlich unzulässig oder offensichtlich 
begründet oder unbegründet ist (Art. 43 Abs. 3 lit. b VRG),

– dass gemäss Art. 38 Abs. 1 VRG Rechtsschriften in einer Amtssprache 
abzufassen sind, das Rechtsbegehren, den Sachverhalt und eine Begründung 
zu enthalten haben sowie unter Beilage der verfügbaren Beweismittel und des 
angefochtenen Entscheids einzureichen sind,

– dass, wenn die Eingabe den gesetzlichen Erfordernissen nicht entspricht oder 
sie in unziemlicher Form abgefasst, unleserlich oder unnötig umfangreich ist, 
eine angemessene Frist zur Behebung des Mangels angesetzt wird mit der 
Androhung, dass auf die Eingabe sonst nicht eingetreten werde (Art. 38 Abs. 3 
VRG),

– dass die Vorsitzende A.________ vorliegend mit prozessleitender Verfügung 
vom 24. Juli 2025 unter Androhung von Säumnisfolgen (Nichteintreten) zur 
Nachbesserung innert 14 Tagen, d.h. bis zum 8. August 2025, aufforderte, 
wobei A.________ dieser Aufforderung nicht nachkam,

– dass die Eingabe vom 23. Juli 2025 den Anforderungen von Art. 38 VRG 
offensichtlich nicht genügt, zumal darin nicht zum Ausdruck kommt, wogegen 
überhaupt Beschwerde erhoben werden soll (Anfechtungsobjekt) und was den 
Beschwerdegrund bildet,

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– dass A.________ sowohl innert der gesetzten Nachfrist als auch mit Verzicht 
auf die Eröffnung eines Ausstandsverfahrens keine Eingabe eingereicht hat, 
welche die Formvorschriften erfüllt,

– dass auf die Eingabe vom 23. Juli 2025 somit, wie angedroht, nicht eingetreten 
werden kann,

– dass bei diesem Verfahrensausgang aufgrund des geringen Aufwands keine 
Kosten erhoben werden, 

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wird erkannt:

1. Auf die Beschwerde vom 23. Juli 2025 wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilung]