# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1031fc44-fdeb-5c0b-a256-809bed2cae29
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-06-24
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 24.06.2019 IV 2017/102
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2017-102_2019-06-24.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2017/102

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 05.02.2020

Entscheiddatum: 24.06.2019

Entscheid Versicherungsgericht, 24.06.2019
Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 28 IVG: Der Beschwerdeführer macht 
invalidisierende Beschwerden aufgrund des dritten erlittenen 
Schleudertraumas geltend. Abweisung eines Rentengesuchs gestützt auf ein 
bezüglich Beweiskraft bestrittenes polydisziplinäres Gutachten, welches 
eine Arbeitsfähigkeit von 100% attestierte. Das Gutachten weist auf mehrere 
Diskrepanzen und Inkonsistenzen hin und die neuropsychologische 
Symptomvalidierung war hochgradig auffällig. Das Gutachten ist trotz 
gerügtem Hinweis auf eine "Schleudertraumastatistik" beweiskräftig. Ein 
invalidisierender Gesundheitsschaden ist nicht überwiegend wahrscheinlich 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 24. Juni 
2019, IV 2017/102).

Entscheid vom 24. Juni 2019

Besetzung

Versicherungsrichterinnen Michaela Machleidt Lehmann (Vorsitz), Marie Löhrer und 

Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichts-schreiberin Beatrix Zahner

Geschäftsnr.

IV 2017/102

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

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vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Daniel Ehrenzeller, Engelgasse 214, 9053 Teufen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.  

A.___ meldete sich am 24. Oktober 2011 (Posteingang 31. Mai 2012) wegen 

Folgen dreier Autounfälle bei der Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an (IV-

act. 2). Nach eigenen Angaben war der Versicherte am 24. November 2000 in einen 

Auffahrunfall von hinten und am 14. Februar 2007 in eine seitliche Heckkollision mit 

Abdrehen seines Autos verwickelt gewesen (Beschwerdeschrift, act. G 1-3). Am 

30. August 2010 war ihm ein Militärfahrzeug (Puch mit Anhänger) aufgefahren 

(Schadenmeldung UVG vom 6. September 2010, Fremdakten, act. 1-280 f.; Bericht 

Armee vom 31. August 2010, Fremdakten, act. 1-160 f.).

A.a. 

Vom 17. November bis 15. Dezember 2010 war der Versicherte in der Rehaklinik 

Bellikon stationär therapiert worden. Dabei waren ein zervikovertebrales Syndrom ohne 

ossäre Läsionen an HWS und BWS sowie ein sehr diskretes Bandscheibenbulging 

C4/5 ohne Einengung des Spinalkanals oder neuroforaminaler Strukturen erhoben und 

eine mässige Symptomausweitung beobachtet worden (Austrittsbericht vom 

20. Dezember 2010, Fremdakten, act. 1-186 ff.). In einer biomechanischen 

Kurzbeurteilung vom 26. Januar 2011 war im Wesentlichen ausgeführt worden, eine 

Aufprallgeschwindigkeit von 10 bis 15 km/h führe im "Normalfall" nicht zu erheblichen 

HWS-Schädigungen. Für die vom Versicherten beklagten Beschwerden ergäben sich 

jedoch unter Berücksichtigung der Abweichungen vom Normalfall 

A.b. 

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Erklärungsmöglichkeiten (Fremdakten, act. 1-127 ff.). Der Kreisarzt der SUVA hatte am 

23. März 2011 zusammenfassend Stellung genommen, aufgrund der vorhandenen 

Unterlagen und der klinischen und radiologischen Abklärungen sei nicht von einem 

schwergradigen Trauma auszugehen. Ein Vorzustand infolge früherer HWS-

Verletzungen liege nicht vor, da auch bei den beiden früheren Unfällen keine 

strukturellen Läsionen verursacht worden seien. Medizinisch theoretisch sei der 

Versicherte voll arbeitsfähig (Fremdakten, act. 1-115 ff.). Einem Bericht der 

Rheumaklinik und des Instituts für Physikalische Medizin des Universitätsspitals Zürich 

(USZ) vom 31. Mai 2011 ist zu entnehmen, dass die für den Versicherten stark 

einschränkenden, plötzlich exacerbierenden Beschwerden mutmasslich durch 

intermittierend auftretende akute segmentale Dysfunktionen am zervikothorakalen 

Übergang ausgelöst würden. Der voll arbeitsfähige Versicherte zeige ein adäquates 

Schmerzverhalten ohne Zeichen der Ausweitung und führe selbständig regelmässige 

Therapien (zweimal wöchentlich MTT) durch. Eine entzündlich rheumatologische 

Erkrankung oder eine Fibromyalgie liege nicht vor. Der Versicherte sei in allen 

Lebensbereichen mittelgradig eingeschränkt, was einen grossen Einfluss auf die 

Lebensqualität ausübe. Er sei durch die veränderte Arbeitssituation belastet. Die 

Leistungsbereitschaft bei den durchgeführten Tests werde als schlecht beurteilt, da 

vier der sieben durchgeführten Tests wegen Schmerzen selbstlimitiert gewesen seien 

(Fremdakten, act. 1-91 ff.). Der Kreisarzt der SUVA hatte am 4. Juli 2011 als Diagnose 

ein chronisches, intermittierend exazerbierendes cervico-/thorakovertebrales bis 

spondylogenes Syndrom bei Status nach drei HWS-Distorsionstraumen, segmentaler 

Dysfunktion C1/C2 links und C4 bis Th5 mit Hypermobilität, Insuffizienz der anterioren 

und dorsalen HWS-Stabilisationsmuskulatur, Schulterprotraktion mit muskulärer 

Dysbalance, Hyperkyphose der oberen BWS und Hyperlordose der unteren HWS 

festgehalten. Interpretierend hatte er ausgeführt, die Untersuchung im USZ habe neben 

segmentalen Funktionsstörungen diverse muskuläre Probleme zu Tage befördert. 

Diese Befunde könnten sowohl Folge wie auch Ursache der Fehlhaltung sein 

(Fremdakten, act. 1-86 f.). Dr.med. B.___, FMH Allgemeine Medizin, hatte in einem 

Bericht vom 8. Juli 2011 an C.___, Bewegungswissenschaftlerin ETH, auf 

demonstratives Verhalten des Versicherten hingewiesen (Fremdakten, act. 1-84 f.). 

Letztere hatte in Berichten vom 22. August (Fremdakten, act. 1-71 ff.) und vom 

12. Oktober 2011 (Fremdakten, act. 1-66 ff.) festgehalten, die vorhandene 

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Beschwerdesymptomatik könne durch die beschriebenen muskulären Defizite im 

Schulter-Nackenbereich und den damit verbundenen Überlastungsreaktionen teilweise 

erklärt werden. Aufgrund einer starken Angst vor Belastung und der geringen 

Leistungsbereitschaft seitens des Versicherten sei die Durchführung einer gezielten 

Trainingstherapie kaum möglich. Trotz intensiver therapeutischer Massnahmen und 

einem deutlichen Rückgang der muskulären Verspannungen in den letzten Wochen 

klage der Versicherte über eine Zunahme der Beschwerdeproblematik, die nur schwer 

nachvollziehbar sei. Die Einzeltherapie sei am 5. Oktober 2011 gestoppt worden.

Die Ärzte der Rheumaklinik und Institut für Physikalische Medizin USZ hielten im 

Bericht vom 19. Januar 2012 fest, dem Versicherten sei in der Zwischenzeit die 

Arbeitsstelle gekündigt worden, sodass sicherlich neu eine zusätzliche psychosoziale 

Belastungssituation bestehe. Die empfohlenen Massnahmen seien bisher nur 

unvollständig umgesetzt worden. Weder an der Diagnose noch an den therapeutischen 

Empfehlungen hätte sich in der Zwischenzeit eine Veränderung ergeben (Fremdakten, 

act. 1-44 f.).

A.c. 

Mit Verfügung vom 15. Februar 2012 stellte die SUVA ihre Leistungen mangels 

Adäquanz des Kausalzusammenhangs der Beschwerden des Versicherten mit dem 

Unfallereignis vom 30. August 2010 per 29. Februar 2012 vollständig ein (Fremdakten, 

act. 1-33 ff.). Eine dagegen erhobene Einsprache wurde mit Entscheid vom 8. Mai 2012 

(Fremdakten, act. 1-10 ff.) abgewiesen (was in der Folge durch Entscheid des hiesigen 

Versicherungsgerichts vom 2. Juli 2013 [UV 2012/56, IV-act. 39-3 ff.] und durch das 

Bundesgericht [Urteil vom 9. April 2014, 8C_635/2013, IV-act. 39-21 ff.] geschützt 

wurde).

A.d. 

RAD-Arzt Dr.med. D.___, Facharzt für Chirurgie, nahm am 22. Juni 2012 Stellung, 

es bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 100% in angestammter Tätigkeit (IV-act. 17). 

Gestützt darauf gewährte die IV-Stelle dem Versicherten mit Vorbescheid vom 27. Juni 

2012 das rechtliche Gehör zur beabsichtigten Abweisung des Leistungsbegehrens 

(berufliche Massnahmen und Rentenleistungen; IV-act. 21).

A.e. 

Ab August 2012 absolvierte der Versicherte ein Programm im zweiten Arbeitsmarkt 

im E.___. Dabei war er an 5 1/2 von 20 Tagen krankheitsbedingt abwesend (vgl. 

Auszug Bericht Stiftung Arbeitsgestaltung vom 7. September 2012, IV-act. 28).

A.f. 

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Mit Einwand vom 31. August 2012 machte der Versicherte zusammenfassend 

geltend, der Vorbescheid vom 27. Juni 2012 stütze sich ausschliesslich auf die 

Abklärungen der SUVA. Diese habe den vorangegangenen Unfällen vom 24. November 

2000 und vom 14. Februar 2007 zuwenig Rechnung getragen (IV-act. 23-1 ff.). Die IV-

Stelle orientierte den Versicherten mit Schreiben vom 12. Oktober 2012, sie werde zum 

Einwand nach Abschluss des unfallversicherungsrechtlichen Verfahrens Stellung 

nehmen (IV-act. 31), womit sich der Versicherte nicht einverstanden erklärte (Schreiben 

vom 17. Oktober 2012, IV-act. 32).

A.g. 

Dr.med. F.___, Leitende Ärztin Rheumatologie Kliniken Valens, führte im 

Verlaufsbericht vom 29. Mai 2013 aus, die angegebenen Beschwerden entsprächen 

weiterhin einem bisher therapierefraktären chronischen cervicocephalen und 

cervikothorakospondylogenen Syndrom bei insbesondere muskulären Dysbalancen mit 

Myogelosen und nur geringen degenerativen Wirbelsäulenveränderungen. Bisher seien 

die ambulanten Therapiemassnahmen ausgeschöpft worden und sollten vorerst 

weitergeführt werden, nachdem leider zweimalig ein Kostengutsprachegesuch für 

einen stationären Rehabilitationsaufenthalt abgelehnt worden sei (IV-act. 39-30 f.). Im 

Bericht vom 18. Februar 2014 hielt die Ärztin fest, der Versicherte stehe regelmässig in 

ihrer rheumatologischen Behandlung. Die Beschwerdesymptomatik sei vor allem 

verursacht durch ausgeprägte muskuläre Dysbalancen mit Myogelosen und 

Triggerpunkten, welche nur schwer therapeutisch angegangen werden könnten (IV-

act. 39-35 f.).

A.h. 

In Stellungnahmen vom 14. Mai und 27. Juni 2014 führte RAD-Arzt Dr. D.___ aus, 

unter Berücksichtigung der vorliegenden Akten und der Urteile werde davon 

ausgegangen, dass keine wesentlichen unfallfremden gesundheitlichen 

Einschränkungen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit vorlägen. Es könne davon 

ausgegangen werden, dass die gerichtlich festgestellten Beurteilungen weiterhin ihre 

Gültigkeit hätten. In einer adaptierten Tätigkeit bestehe volle Arbeitsfähigkeit 

spätestens ab dem Zeitpunkt, in dem die SUVA ihre Leistungspflicht einstelle. Das 

Ausmass der demonstrierten Einschränkungen sei mit den objektiven pathologischen 

Befunden nur ungenügend zu erklären (IV-act. 53-5 f.). Die 

Eingliederungsverantwortliche schloss ihren Fall am 10. Oktober 2014 ab, da sich der 

Versicherte 100% arbeitsunfähig fühle (IV-act. 49-4 f.).

A.i. 

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Dr.med. G.___, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, hielt im Arztbericht vom 

27. Februar 2015 fest, er behandle den Versicherten seit 12. April 2013. Es fänden zirka 

monatlich stützende psychotherapeutische Gespräche mit Fokus auf Empowerment/ 

Gelassenheit statt (IV-act. 56). Auf Nachfrage der IV-Stelle führte er am 7. Juni 2014 

aus, der Versicherte leide an einer längeren leicht- bis mittelgradigen depressiven 

Anpassungsstörung (ICD-10: F43.22). Es bestünden ungenügende klinische Hinweise 

für eine posttraumatische psychische Pathologie, die Auswirkung auf den Verdienst 

hätte. Es sei ihm vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 eine 50%-ige 

Arbeitsunfähigkeit durch den Hausarzt attestiert worden. Vom 1. bis 31. Januar 2015 

habe aufgrund einer vorübergehenden psychischen Verschlechterung eine 100%-ige 

Arbeitsunfähigkeit bestanden. Seit 1. Februar 2015 sei eine 50%-ige Arbeitsunfähigkeit 

durch den Hausarzt attestiert. Die depressive Symptomatik alleine begründe eine ca. 

20%-ige Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 61).

A.j. 

Nach einer Einholung einer weiteren RAD-Stellungnahme vom 15. Juni 2015 (IV-

act. 62), wonach die 20%-ige Arbeitsunfähigkeit aus RAD-psychiatrischer Sicht nicht 

nachvollzogen und anerkannt werden könne, erliess die IV-Stelle am 2. Februar 2016 

erneut einen Vorbescheid, wonach sie das Gesuch abzuweisen gedenke (IV-act. 66). 

Hiergegen wandte der Versicherte am 9. März 2016 im Wesentlichen ein, die 

Ablehnung der SUVA-Leistungen sei klar aus unfallversicherungsrechtlicher 

Betrachtung, mangels Kausalität, erfolgt. Seine Beschwerden seien von der SUVA nie 

in Zweifel gezogen worden (IV-act. 69).

A.k. 

Am 1. Mai 2016 trat der Versicherte eine 35%-Stelle bei der H.___ GmbH an, deren 

Geschäftsführer und Gesellschafter der Sohn des Versicherten ist (Arbeitsvertrag, IV-

act. 91, Lohnabrechnung Mai 2016, IV-act. 92).

A.l. 

In der Folge wurde der Versicherte im Auftrag der IV-Stelle durch die PMEDA, 

Polydisziplinäre medizinische Abklärungen, Zürich, polydisziplinär begutachtet 

(Gutachten vom 13. September 2016; Dr.med. I.___, Innere Medizin; Dr.med. J.___, 

Neurologie; Dr.med. K.___, Orthopädie; Dr.med. L.___, Psychiatrie; Mag.rer.nat. M.___, 

Neuropsychologie; Untersuchungen 28. Juni, 1., 5. und 8. Juli 2016; IV-act. 81). Die 

Gutachter kamen zum Schluss, es bestehe eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit ex tunc in 

der zuletzt ausgeübten sowie in jedweder vergleichbaren oder auch anderen Tätigkeit 

A.m. 

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des allgemeinen Arbeitsmarktes. Die hiesigen objektiven Befunde sprächen 

durchgehend für eine nicht plausible Darbietung von Einschränkungen und 

Beschwerden und die erfolgte neuropsychologische Beschwerdevalidierung weise ein 

verfälschendes Antwortverhalten aus. Hinweise für eine namhafte psychiatrische 

Erkrankung liessen sich nicht erheben. Für die beklagten zervikalen und weiteren 

Schmerzen bestehe kein objektives Befundkorrelat (IV-act. 81-40). Es liege eine 

Symptomausweitung (also eine nicht plausible Ausprägung der reklamierten 

Beschwerden) vor (IV-act. 81-47).

RAD-Arzt Dr. D.___ nahm am 20. September 2016 Stellung, auf das Gutachten 

könne abgestellt werden (IV-act. 82). Der Beschwerdeführer bemängelte am Gutachten 

hauptsächlich, dieses basiere auf statistischen Werten statt auf Befunden bzw. einer 

Auseinandersetzung mit seinen Beschwerden (IV-act. 86). Die PMEDA entgegnete dazu 

am 25. Januar 2017, das Gutachten beschränke sich nicht auf eine statistische 

Abhandlung. Zudem seien nach versicherungsmedizinischen Regeln die Beschwerden 

nach den Kriterien überwiegender Wahrscheinlichkeit zu prüfen. Eben dies hätten die 

Gutachter anhand ihrer Befunde, der Aktendaten und grundsätzlicher 

Kausalitätserwägungen der wissenschaftlichen Medizin getan. Eine Schonhaltung oder 

ein schmerzgeplagter Eindruck sei nicht zu erkennen gewesen. Der erfolgte Test zur 

Prüfung eines verfälschenden Antwortverhaltens sei zweifelsfrei hochgradig auffällig 

gewesen und das Testverfahren gelte in der wissenschaftlichen Medizin als robuster 

Parameter und dessen Durchführung als Qualitätskriterium versicherungsmedizinischer 

Evaluationen. Die Behauptung sich aufsummierender (Beschwerden nach mehreren) 

Schleudertraumata sei abwegig, da es keinen (entsprechenden) Anhalt aus der 

Datenlage der wissenschaftlichen Medizin gebe (IV-act. 98).

A.n. 

RAD-Arzt Dr. D.___ hielt am 2. Februar 2017 fest, aus Sicht des RAD würden die 

medizinischen Einwände in sachlich fundierter Art und Weise widerlegt und hätten 

bezüglich des Gutachtens keine Bedeutung (IV-act. 99).

A.o. 

Mit Verfügung vom 3. Februar 2017 wies die IV-Stelle das Gesuch ab. Die 

Abklärungen hätten ergeben, dass der Versicherte am 30. August 2010 bei einem 

Autounfall eine HWS-Distorsion erlitten habe. Gemäss Abklärungen der SUVA seien die 

beklagten Beschwerden organisch nicht hinreichend nachvollziehbar. Aus 

A.p. 

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B.  

versicherungsmedizinischer Sicht bestehe eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit in einer 

adaptierten Tätigkeit (IV-act. 100).

Gegen die Verfügung vom 3. Februar 2017 lässt A.___, vertreten durch 

Rechtsanwalt lic.iur. D. Ehrenzeller, am 6. März 2017 Beschwerde erheben. Er 

beantragt, die angefochtene Verfügung sei unter Kosten- und Entschädigungsfolge 

aufzuheben und es sei ihm mit Wirkung ab November 2012 mindestens eine halbe IV-

Rente zuzusprechen. Eventualiter sei unter Aufhebung der angefochtenen Verfügung 

die Angelegenheit an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Er macht 

zusammengefasst geltend, die Folgen der vorgängigen Unfälle seien noch nicht 

abgeheilt gewesen, vielmehr habe er sich zum Zeitpunkt des dritten Unfalls in einem 

kritischen Zeitpunkt des Genesungsprozesses befunden. Entgegen der Darlegung der 

Gutachter entspreche es einer Erfahrungstatsache, dass pathologische Zustände nach 

HWS-Verletzungen bei erneuter Traumatisierung stark exacerbieren könnten. Das 

Gutachten beruhe im Prinzip auf statistischen Aussagen und Unterlagen und nicht auf 

seinem Gesundheitszustand. Es werde ständig auf die epidemiologischen Kriterien der 

Kausalbeziehung assoziierter Phänomene/Ereignisse verwiesen. Die zitierte Literatur 

stamme mit einer Ausnahme aus dem Jahr 1998 oder früher. Die allgemein gehaltenen 

Aussagen würden eine Voreingenommenheit der Gutachter belegen. Die Gutachter 

würden im Prinzip jede Anspruchstellung für Versicherungsleistungen im Kontext mit 

Schleudertraumata mit einer Rentenbegehrlichkeit gleichsetzen. Die begutachtenden 

Ärzte verfügten nicht über ein Gutachter-Attest bzw. ein SIM-Zeugnis. Ein 

Schmerzsyndrom nach drei HWS-Traumata lasse sich organisch nie hinreichend 

belegen, weshalb die Rechtsprechung diesem Schmerzbild angepasst worden sei. Es 

treffe nicht zu, dass er seine Miktion als unauffällig geschildert habe. Ebenso 

unzutreffend sei, dass eine sachliche Diskussion über Verweistätigkeiten nicht möglich 

gewesen sei und weiterhin eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit reklamiert werde, zumal er 

seit Mai 2016 eine Beschäftigung bei seinem Sohn habe antreten können. Als 

freundliche, offene und auch gepflegte Person sei er über die Befragungsmethode der 

Gutachter völlig schockiert gewesen und sich wie ein Beschuldigter vorgekommen. 

Das in der neurposychologischen Begutachtung festgestellte abnehmende 

Leistungsverhalten sei ganz natürlich zu erklären. Die von den Gutachtern 

B.a. 

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angenommene Antwortverzerrung werde auch hier statistisch begründet. In Anbetracht 

des mit ihm kollidierenden Fahrzeugs mit massiver Eisenkonstruktion ohne eigene 

Knautschzone könne trotz geringer Auffahrgeschwindigkeit eine M.___ 

Beeinträchtigung resultieren. Schliesslich lägen Hinweise auf eine beginnende 

hypertensive Herzkrankheit vor. Die Aussagen zu den Ressourcen seien sehr knapp 

gehalten. Es sei von einer Arbeitsfähigkeit von etwa 50 % auszugehen, wobei die heute 

ausgeübte Tätigkeit im Umfang von 35 % keinen direkten Vergleich zu einer üblichen 

Erwerbsstelle zulasse, da er die Zeit relativ frei einteilen könne und die Hilfstätigkeiten 

ohne jeglichen Druck ausführen könne. Im psychiatrischen Gutachten sei auch nicht 

gewürdigt oder diskutiert worden, dass er in regelmässiger psychiatrisch-

psychotherapeutischer Behandlung stehe. Hinsichtlich des Aktivitätsniveaus hätte eine 

differenziertere Gewichtung vorgenommen werden müssen (act. G 1).

Mit Beschwerdeantwort vom 2. Juni 2017 beantragt die Beschwerdegegnerin, die 

Beschwerde sei abzuweisen. Das PMEDA-Gutachten sei ausführlich abgefasst und 

dessen Schlussfolgerungen zusammen mit der Arbeitsfähigkeitseinschätzung 

erscheine als begründet und schlüssig. Es erfülle die Kriterien eines beweistauglichen 

Gutachtens. Die vom Rechtsvertreter des Beschwerdeführers vorgebrachten 

Einwendungen hätten durch die PMEDA widerlegt werden können, was der RAD 

bestätigt habe. Die PMEDA habe auch die SUVA-Akten gewürdigt. Sowohl die SUVA-

Gutachter als auch die Gutachter der PMEDA hätten kein medizinisches objektives 

Befundkorrelat (zu den beklagten Beschwerden) finden können. Es würden einzig 

ätiologisch-pathogenetisch unerklärliche syndromale Leidenszustände beschrieben, 

denen infolge der fehlenden Objektivierbarkeit jedoch keine invalidisierende Wirkung 

zukomme. Gemäss dem PMEDA-Gutachten lägen keine erheblichen somatisch-

pathologischen Befunde und auch keine psychische Komorbidität vor. Bereits in den 

SUVA-Akten bzw. in den Berichten der Rehaklinik Bellikon sei festgestellt worden, dass 

der Beschwerdeführer den Hang zur Symptomausweitung habe. Er habe während den 

Untersuchungen nicht schmerzgeplagt gewirkt und die spontane Mobilität, 

insbesondere des Kopfes bzw. der Halswirbelsäule, sei frei und ungehindert gewesen. 

Der Verdacht auf Symptomausweitung werde dadurch bestärkt, dass der 

psychiatrische Gutachter der PMEDA ein verfälschtes Antwortverhalten festgestellt 

habe. Der Beschwerdeführer gebe an, dass er den Alltag dank Medikation nur knapp 

B.b. 

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meistern könne, könne jedoch einer aktiven belastenden Arbeitstätigkeit bei seinen 

Söhnen nachgehen. Ausserdem beschreibe er eine rege Alltagstätigkeit. Die vom 

internistischen Gutachter festgehaltene deutliche Beschwielung von Händen und 

Füssen lasse auf eine tatsächlich rege physische Tätigkeit schliessen. Aus den Akten 

gehe hervor, dass der Beschwerdeführer sozial sehr gut eingebettet sei und auf stabile 

Familienstrukturen zurückgreifen könne. Er sei gemäss Gutachten im Alltag selbständig 

und selbstversorgend (act. G 4).

Mit Replik vom 10. Juli 2017 bestreitet der Beschwerdeführer, dass seine 

Einwendungen vom 27. Oktober 2016 von der Gutachterstelle widerlegt worden seien. 

Ebenso wenig werde auf die fehlenden Ausbildungsnachweise der Gutachter 

eingegangen. Das Gutachten beruhe auf zweifelhaften und veralteten statistischen 

Schlüssen und beantworte eigentlich nur die Frage, ob es sich um eine reine 

Rentenbegehrlichkeit handeln solle oder nicht. Die Rotation des Halses habe nichts mit 

der Arbeitsfähigkeit zu tun. Im Gutachten sei fälschlicherweise nachzulesen, dass er die 

Tätigkeit bei seinen Söhnen ohne Bezahlung ausübe. Er sei von seiner Ehefrau nach 

N.___ gefahren worden, selber fahre er nur kurze Strecken. Es sei nicht 

nachvollziehbar, weshalb das Sistieren der Beschwerdedarstellung bei Ablenkung 

auffällig sein sollte. Als eher intelligente Peron habe er zweifellos keine Verfälschungen 

bewusst vorgenommen, welche das Führen eines Motorfahrzeuges in Frage stellten. Er 

sei vor dem dritten Unfall keineswegs voll leistungsfähig gewesen. Er habe sich eine 

leichtere Tätigkeit gesucht und sowohl Therapien als auch Medikamente und das 

Entgegenkommen des Arbeitgebers seien weiterhin notwendig gewesen, um die 

Arbeitsfähigkeit beizubehalten. Er leide auch immer wieder unter Übelkeit und 

Magenproblemen, weshalb er vom 30. Juni bis 1. Juli 2017 habe hospitalisiert werden 

müssen (act. G 6; act. G 6.1).

B.c. 

Am 17. August 2017 reicht der Beschwerdeführer einen Bericht der Facharztpraxis 

für Innere Medizin Dr. O.___ in P.___, vom 4. August 2017 zu den Akten, wonach er 

sich während der Ferien wegen seiner hypertensiven Herzkrankheit notfallmässig habe 

in Spitalbehandlung begeben müssen (act. G 8; act. G 8.1).

B.d. 

Mit Duplik vom 14. September 2017 bringt die Beschwerdegegnerin vor, die 

Gutachter verfügten über die notwendige Qualifikation. Diese werde vom Bundesamt 

B.e. 

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Erwägungen

1.  

für Sozialversicherungen (BSV) überwacht und sei nach Ergehen der entsprechenden 

Mitteilung nicht gerügt worden. Die beklagten Verspannungen und Kopfschmerzen 

seien in den Anamnesen berücksichtigt und sodann medizinisch gewürdigt worden. Es 

mangle an einem objektiven Befund, der die subjektiven Empfindungen des 

Beschwerdeführers stütze. Invalidisierend könnten nur Einschränkungen sein, die auf 

objektiven Befunden beruhten. Es sei nicht ersichtlich, inwiefern die Gutachter ein 

Interesse gehabt hätten, die Aussagen des Beschwerdeführers in den Anamnesen 

wahrheitswidrig wiederzugeben. Die Vergabe der Gutachtensaufträge erfolge nach 

Zufallsprinzip, womit die Unabhängigkeit gewahrt werde. Die Aussage, dass die 

Ehefrau den Beschwerdeführer gefahren habe, sei nachgeschoben und haltlos. Die 

vom Beschwerdeführer gelieferten Testergebnisse könnten nur bei schwersten 

kognitiven Störungen nachvollzogen werden. Er würde somit ständige Pflege und 

Überwachung benötigen. Der Beschwerdeführer versuche, basierend auf subjektiven 

Angaben den Beweiswert des Gutachtens zu erschüttern. Ein die geltend gemachten 

Schmerzen objektivierender Befund bleibe weiterhin aus. Aufgrund des verfälschenden 

Antwortverhaltens und des demonstrativen Verhaltens könne auf seine Aussagen nicht 

abgestellt werden (act. G 9).

Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) umschreibt Invalidität als voraussichtlich 

bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. 

Erwerbsunfähigkeit ist der durch die gesundheitliche Beeinträchtigung verursachte und 

nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende Verlust der 

Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind 

ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. 

Eine Erwerbsunfähigkeit liegt nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar 

ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.1. 

Ein invalidenversicherungsrechtlich relevanter Gesundheitsschaden setzt eine auf 

objektivierten Beschwerden beruhende fachärztlich gestellte Diagnose nach einem 

wissenschaftlich anerkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 130 V 396 E. 5.3 und 

1.2. 

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E. 6, BGE 141 V 289 E. 3.2; Urteil des Bundesgerichts vom 22. Februar 2016, 

8C_1/2016, E. 4.3). Erforderlich ist zudem, dass die geltend gemachten Beschwerden 

objektiviert werden können und sich auf die Arbeits- bzw. Erwerbsfähigkeit auswirken 

(vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 30. November 2017, 8C_350/2017, E. 5.4, und 

vom 27. März 2015, 8C_673/2014, E. 5.1.1; BGE 143 V 427 E. 6). Für somatisch 

unklare Beschwerdebilder (somatoforme Schmerzstörung und gleichgestellte 

Diagnosen) sowie psychische Erkrankungen wie namentlich Depressionen ist der 

Beweis nach dem strukturierten Verfahren mittels Indikatoren zu führen (vgl. dazu BGE 

141 V 281 und BGE 143 V 428, E. 7.1). Der Beweis für eine lang andauernde und 

erhebliche gesundheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit kann nur dann als geleistet 

betrachtet werden, wenn die Prüfung der massgeblichen Beweisthemen im Rahmen 

einer umfassenden Betrachtung ein stimmiges Gesamtbild einer Einschränkung in allen 

Lebensbereichen (Konsistenz) für die Bejahung einer Arbeitsunfähigkeit zeigt (BGE 143 

V 427, E. 6 a. E.).

Nach Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 

831.20) besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person 

mindestens zu 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie wenigstens zu 60%, auf eine 

halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50%, und auf eine Viertelsrente, wenn sie 

mindestens zu 40% invalid ist. Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum 

Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Valideneinkommen, Art. 16 ATSG).

1.3. 

Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 

Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen). Hinsichtlich des 

Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 

ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen 

Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind 

1.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/24

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2.

Der Beschwerdeführer rügt, das Gutachten der PMEDA vom 13. September 2016 (IV-

act. 81) genüge den Anforderungen einer beweistauglichen Grundlage der 

angefochtenen Verfügung vom 3. Februar 2017 (IV-act. 100) nicht.

3.  

(BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen; BGE 141 V 14 E. 6.3.1). Im Sinne einer Richtlinie 

ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen 

Spezialärzten und -ärztinnen, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und 

Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 

Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, volle Beweiskraft 

zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise 

sprechen (BGE 137 V 227 E. 1.3.4; BGE 125 V 353 E. 3b/bb).

Im Sozialversicherungsrecht gilt der Untersuchungsgrundsatz. Verwaltung und 

Sozialversicherungsgericht haben von sich aus für die richtige und vollständige 

Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen (BGE 122 V 158 E. 1a). 

Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den 

streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben 

Verwaltungsbehörden und das Sozialversicherungsgericht zusätzliche Abklärungen 

stets dann vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hierzu aufgrund der 

Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebenden Anhaltspunkte 

hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 E. 4a). Im Sozialversicherungsrecht hat 

das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, 

nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen (vgl. BGE 126 V 

360 E. 5b; BGE 125 V 195 E. 2, je mit Hinweisen).

1.5. 

Zunächst macht der Beschwerdeführer geltend, die jeweils aus dem Ausland 

beigezogenen Gutachter verfügten nicht über die notwendige (Zusatz-)ausbildung, um 

als Gutachter tätig zu sein.

3.1. 

Mit der Beschwerdegegnerin ist vorab festzuhalten, dass entsprechende Einwände 

gegen die Gutachtenspersonen bereits nach der Mitteilung der Namen am 13. Mai 

2016 hätten geltend gemacht werden können bzw. müssen (IV-act. 77). Der 

Beschwerdeführer war schon damals vertreten und der Rechtsvertreter wusste um die 

Abläufe. Im Zusammenhang mit dem situativen Beizug ausländischer Konsiliarärzte 

durch bestimmte MEDAS führte das Bundesgericht zudem aus, es bleibe eine offene 

Frage, wie auf die Problematik einer mangelnden Vertrautheit mit den hiesigen 

3.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/24

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(versicherungs-)medizinischen Anforderungen zu reagieren sei. Nach der 

Rechtsprechung stehe fest, dass die Gutachter nicht zwingend über eine FMH-

Ausbildung verfügen müssen; verlangt sei eine Fachausbildung, die auch im Ausland 

erworben sein könne (BGE 137 V 246, E. 3.3.2; Urteil vom 1. Februar 2018, 

8C_460/2017, E. 5.5). Neuropsychologische Teilgutachter haben einen anerkannten 

Abschluss in Psychologie und einen eidgenössischen oder als gleichwertig 

anerkannten Weiterbildungstitel in Neuropsychologie nach dem 

Psychologieberufegesetz vom 18. März 2011 (PsyG); oder einen anerkannten 

Abschluss in Psychologie nach dem PsyG und einen Fachtitel Neuropsychologie der 

Föderation der Schweizer Psychologinnen und Psychologen nachzuweisen (IV-

Rundschreiben Nr. 367 vom 21. August 2017). Spezielle Kenntnisse im 

Gutachtensbereich wie insbesondere das Zertifikat "medizinischer Gutachter SIM" 

werden zwar empfohlen, sind aber nicht fachliche Voraussetzung für eine 

beweistaugliche Begutachtung (vgl. E. Furrer, Rechtliche und praktische Aspekte auf 

dem Weg zum Gerichtsgutachten in der Invalidenversicherung, SZS 2019 Nr. 3, 

S. 6 ff.). Die Begutachtenden sind mit entsprechendem Facharzttitel, teilweise FMH, 

aufgeführt, so dass - auch in Anbetracht der Aufsichtspflicht des BSV - davon 

auszugehen ist, dass sie über die erforderlichen Fachkenntnisse verfügen. Dass der 

Leiter der Gutachtensstelle, welcher selbst keine Untersuchung bzw. fachliche 

Teilbegutachtung vorgenommen hat, das Gutachten mitunterzeichnet hat, vermag 

dessen Beweiskraft nicht zu zerstören (Urteil des Bundesgerichts vom 4. Januar 2017, 

8C_548/2016, E. 4.1). Eine Voreingenommenheit bzw. Befangenheit des betreffenden 

Institutsleiters wurde vom Bundesgericht schon mehrfach abgelehnt; insbesondere aus 

der Beilage des Anhangs "Assoziation von leichtgradigen HWS-Schleudertraumen 

(ohne Nachweis struktureller Läsionen) mit Kopf- und Nackenschmerzsyndromen", 

welcher auch vorliegend dem Gutachten beigefügt ist, schloss das Bundesgericht nicht 

auf Befangenheit (Urteile des Bundesgerichts vom 4. Januar 2017, 8C_548/2016, 

E. 4.1, und vom 30. März 2017, 9C_19/2017, E. 4 f.). Nebst dem Leiter, Prof.Dr.med. Q, 

unterzeichnete der neuropsychologische Gutachter mag.rer.nat. M.___ das Gutachten 

"in Vertretung" der jeweiligen Fachärzte (IV-act. 81-50). Auf der Vorseite wird 

ausgeführt, in Zusammenfassung aller Teilgutachten, der dabei erhobenen Anamnesen 

und Befunde sowie der Aktendaten seien die Gutachter gemeinsam zum Schluss 

gekommen, die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in der zuletzt ausgeübten 

sowie jedweder vergleichbaren oder auch einer anderen Tätigkeit des allgemeinen 

Arbeitsmarktes sei mit 100 % einzuschätzen (IV-act. 81-49). Somit ist davon 

auszugehen, dass eine Konsensbeurteilung stattgefunden hat. Zudem haben alle 

Gutachter die Stellungnahme vom 25. Januar 2017 unterschrieben (IV-act. 98). Im 

Übrigen wäre ein Teilgutachten selbst ohne Unterschrift beweistauglich, sofern das 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/24

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4.  

Gesamtgutachten unterzeichnet ist (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 8. Mai 2008, 

9C_235/2007, E. 3.2.2, und vom 4. November 2008, 8C_499/2007, E. 3.2.2). Weitere 

Hinweise auf formelle Unregelmässigkeiten werden nicht geltend gemacht und sind 

den Akten nicht zu entnehmen. In formeller Hinsicht erweist sich das Gutachten somit 

als beweistauglich.

Der Beschwerdeführer schilderte anlässlich der Begutachtung, er habe 2004 und 

2008 Verkehrsunfälle erlitten, die jedoch folgenlos verlaufen seien. 2010 sei ein Auto 

auf sein Fahrzeug aufgefahren. Seither leide er unter unvermindert anhaltenden 

Nackenbeschwerden, sein Leben sei "zerstört und kaputt gemacht" worden. Er leide 

unter krampfartigen Schmerzen, die vom Nacken ausgehend über beide Schultern 

nach lumbal ausstrahlen würden bzw. permanenten Schmerzen cervikal und entlang 

der oberen Brustwirbelsäule bzw. Schmerzen, die von der BWS ausstrahlend bis nach 

zervikal und in den Kopf (Hinterhauptregion) ziehen würden. Auf einer Skala von 0 bis 

10 sei die Ausprägung minimal mit 3, aktuell mit 6 und maximal mit 8 zu bewerten. 

Miktion und Stuhlverhalten seien bis auf eine dreimalige Nykturie unauffällig. Er leide 

unter Durchschlafstörungen und sei gelegentlich tagesmüde (IV-act. 81-9, 13, 18, 23, 

25, 30). Zwischenzeitliche Physiotherapie und physikalische Therapiemassnahmen 

sowie eine Rehabilitationsbehandlung 2013 hätten keine durchgreifende Besserung 

bewirkt (IV-act. 81-24). Als analgetische Bedarfsmedikation gab er Primofenac Salbe 

und Flectoparin Gel (Diclofenac, rheumatische Beschwerden und stumpfe Traumen), 

Dafalgan 1 g (Paracetamol, leichte bis mässig M.___ Schmerzen) sowie Novalgin 

(Metamizol, refraktäre, M.___ Schmerzen; IV-act. 81-10; vgl. zu den Medikamenten 

www.compendium.ch) an. Er nehme zwei- bis dreimal bzw. viermal täglich Dafalgan 

und täglich ein- bis zweimal Novalgin ein, was die Schmerzen um 1 % bzw. 2 % bzw. 

für wenige Stunden auf Niveau 3 -4/10 VAS reduziere (IV-act. 81-14, 19, 23). Schweres 

Heben und Tragen sowie schnelle Bewegungen würden den Schmerz verstärken (IV-

act. 81-23). Aufgrund seiner Schmerzen könne er sich nicht vorstellen, irgendeine 

Erwerbstätigkeit auszuüben (IV-act. 81-10, 24). Er benutze bedarfsweise das Auto 

seines Sohnes und sei damit die 80 km zur Untersuchung selbst gefahren. Er sei ein 

"sicherer Autofahrer" (IV-act. 81-31). Er verrichte täglich für etwa drei bzw. vier Stunden 

ohne Bezahlung in der Autowerkstatt seines Sohnes leichte Arbeiten, vor allem 

Botengänge (IV-act. 81-10, 19 f.). Er treffe nur gelegentlich Freunde, habe aber einen 

guten und engen Kontakt zur Familie. Sport treibe er nicht, da dies seine körperlichen 

Beschwerden verschlimmere, Hobbies habe er nicht (IV-act. 81-10). Vor einem Monat 

habe er für 10 Tage in R.___ Freunde und Angehörige besucht, er verbringe dort einmal 

4.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/24

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jährlich Ferien (IV-act. 81-15, 19 f., 26). Gegenüber dem psychiatrischen Gutachter 

verneinte er auf Nachfrage depressive Beschwerden. Durch den Dauerschmerz 

reagiere er oft gereizt, könne sich schlecht konzentrieren und sei auch vergesslich (IV-

act. 81-23, vgl. auch S. 30). Er habe auf nichts Lust (IV-act. 81-31). Als Medikament 

nannte er Rebalance 500 mg (Johanniskraut, gegen Gemütsverstimmungen, Nervosität 

und begleitende Schlafstörungen, www.compendium.ch). Er sei seit etwa zwei Jahren 

mit vier bis fünf psychotherapeutischen Gesprächen im Jahr in psychiatrisch-

psychotherapeutischer Behandlung, weil ihn alles störe, er mit seinem Leben 

unzufrieden sei und er oft gereizt reagiere. Durch die Therapie habe sich sein Zustand 

nicht verändert (IV-act. 81-24).

Ein MRI HWS vom 25. November 2010 zeigte ein lediglich sehr diskretes 

Bandscheibenbulging auf dem Niveau HWK 4/5, jedoch ohne Einengung des 

Spinalkanals oder neuroforaminaler Strukturen (IV-act. 1-180 f.). Im Austrittsbericht der 

Rehaklinik Bellikon vom 20. Dezember 2010 wurde ausgeführt, das Ausmass der 

demonstrierten physischen Einschränkungen lasse sich mit den objektivierbaren 

pathologischen Befunden der klinischen Untersuchung und bildgebenden Abklärung 

sowie den Diagnosen nur ungenügend erklären. Es bestehe eine mässige 

Symptomausweitung (Fremdakten, act. 1-186 ff.). Dem gegenüber ist dem Bericht 

Rheumaklinik und Institut für physikalische Medizin des USZ vom 31. Mai 2011 zu 

entnehmen, die für den Versicherten stark einschränkenden, plötzlich exacerbierenden 

Beschwerden würden mutmasslich durch intermittierend auftretende akute segmentale 

Dysfunktionen am zervikothorakalen Übergang ausgelöst (Fremdakten, act. 1-91 ff.). 

Der Kreisarzt der SUVA hielt am 4. Juli 2011 fest, es bestehe ein chronisches, 

intermittierend exazerbierendes cervico-/thorakovertebrales bis spondylogenes 

Syndrom bei Status nach drei HWS-Distorsionstraumen, segmentaler Dysfunktion C1/

C2 links und C4 bis Th5 mit Hypermobilität, Insuffizienz der anterioren und dorsalen 

HWS-Stabilisationsmuskulatur, Schulterprotraktion mit muskulärer Dysbalance, 

Hyperkyphose der oberen BWS und Hyperlordose der unteren HWS. Die Untersuchung 

im USZ habe neben segmentalen Funktionsstörungen diverse muskuläre Probleme zu 

Tage befördert (Fremdakten, act. 1-86 f.). Die Bewegungswissenschaftlerin C.___ 

führte am 22. August 2011 aus, die vorhandene Beschwerdesymptomatik könne durch 

die beschriebenen muskulären Defizite im Schulter-Nackenbereich und den damit 

verbundenen Überlastungsreaktionen teilweise erklärt werden (Fremdakten, 

act. 1-71 ff.). Dr. B.___ erhob gemäss Bericht vom 19. März 2012 klinisch paravertebral 

zervikal und thorakal eine diffuse Druckdolenz bei generell erhaltener Beweglichkeit 

sowohl der BWS als auch der HWS (Fremdakten, act. 1-24 ff.). Dr.med. S.___, FMH 

Physikalische Medizin und Rehabilitation, führte im Bericht vom 25. September 2012 

4.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/24

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aus, als radiologisches Korrelat sei eine leichte Spondylophytose im Bereich Th4 und 

Th5 sichtbar (IV-act. 33). Die den Beschwerdeführer ambulant behandelnde Ärztin der 

Klinik Valens berichtete, die angegebenen Beschwerden entsprächen weiterhin einem 

bisher therapierefraktären chronischen cervicocephalen und 

cervikothorakospondylogenen Syndrom bei insbesondere muskulären Dysbalancen mit 

Myogelosen und nur geringen degenerativen Wirbelsäulenveränderungen. Die 

Beschwerdesymptomatik sei vor allem verursacht durch ausgeprägte muskuläre 

Dysbalancen mit Myogelosen und Triggerpunkten, welche nur schwer therapeutisch 

angegangen werden könnten (Berichte vom 29. Mai 2013, IV-act. 39-30 ff., und vom 

13. Februar 2014, IV-act. 39-35 f.). Das Bundesgericht hielt im 

unfallversicherungsrechtlichen Urteil (vom 9. April 2014, 8C_635/2013, E. 2) 

zusammenfassend fest, die geklagten Beschwerden seien nicht auf einen im Sinne der 

Rechtsprechung organisch objektiv ausgewiesenen Gesundheitsschaden 

zurückzuführen (IV-act. 39-24). Der RAD nahm am 14. Mai/27. Juni 2014 dahingehend 

Stellung, dass keine wesentlichen unfallfremden gesundheitlichen Einschränkungen mit 

Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit vorlägen (IV-act. 53-5 f.). Als Korrelat der beklagten 

Beschwerden wurden in den Vorakten somit segmentale Dysfunktion im Bereich C1/C2 

links und C4 bis Th5 mit Hypermobilität, Insuffizienz der anterioren und dorsalen HWS-

Stabilisationsmuskulatur, eine Schulterprotraktion mit muskulärer Dysbalance und eine 

Hyperkyphose der oberen BWS und Hyperlordose der unteren HWS festgestellt. Es 

erscheint somit nachvollziehbar, dass sowohl der neurologische als auch der 

orthopädische Gutachter weder klinisch noch bildgebend ein organisches Korrelat für 

die Beschwerden im vom Beschwerdeführer geschilderten Ausmass finden konnten, 

sondern vielmehr eine uneingeschränkte Beweglichkeit der Halswirbelsäule 

verzeichneten (IV-act. 81-18, 23).

Der psychiatrische Gutachter kam zum Schluss, eine die Arbeitsfähigkeit 

einschränkende psychiatrische Erkrankung sei anhand objektiver Befunde nicht 

festzustellen (IV-act. 81-30). Die Stimmung sei unauffällig, zeitweise unterschwellig 

gereizt, affektiv sei der Versicherte angemessen schwingungsfähig. Hinweise für 

Schuldgefühle und Insuffizienzerleben fänden sich nicht. Der Antrieb wirke unauffällig. 

Psychomotorische Auffälligkeiten zeigten sich nicht. Im AMDP-konform erhobenen 

psychiatrischen Befund liessen sich die Achsenkriterien einer namhaften Depression 

(vitale Traurigkeit, Antriebs-, Freud- und Interessenverlust) nicht erkennen. Auch die 

strukturierte Alltagsgestaltung (mit etwa halbschichtiger Arbeitstätigkeit), die 

unauffällige Verhaltensbeobachtung und die geringe Inanspruchnahme psychiatrisch-

psychotherapeutischer Therapiemassnahmen sprächen gegen eine namhafte 

depressive Störung. Die in den Akten beschriebene depressive Entwicklung könne also 

4.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/24

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5.  

nicht bestätigt werden. Auch die aktenkundig festgestellte Diagnose einer 

Anpassungsstörung könne aufgrund der definitionsgemäss maximal zweijährigen 

Dauer hier bereits aus formellen Gründen nicht gestellt werden (IV-act. 81-28 f.). Der 

psychiatrische Gutachter äussert sich nicht zum Vorliegen einer somatoformen 

Schmerzstörung. Diese Diagnose wurde indes im gesamten Aktenverlauf nirgendwo 

erwogen. Wie nachfolgend noch aufzuzeigen sein wird, bestehen im Verhalten des 

Beschwerdeführers Inkonsistenzen, welche es als nachvollziehbar erscheinen lassen, 

dass nicht von einem andauernden, schweren und quälenden Schmerz ausgegangen 

werden kann (vgl. H. Dilling/H.J. Freyberger, Taschenführer zur ICD-10-Klassifikation 

psychischer Störungen, 7. Aufl., Bern 2014, S. 195). Der neuropsychologische 

Gutachter gelangte zum Ergebnis, das in der Symptomvalidierung erzielte Ergebnis sei 

höchst auffällig und wäre nur bei einer schwersten kognitiven Störung (mit ständigem 

Pflege- und Überwachungsbedarf) zu erwarten, die angesichts der Alltagsbeständigkeit 

und Selbstversorgung sowie der regen Alltagsaktivität des Versicherten gar nicht 

vorliegen könne. Aus neuropsychologischer Sicht sei keine kognitive Störung mit 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zu attestieren (IV-act. 81-38).

Nach dem Gesagten geht aus dem Gutachten übereinstimmend mit den 

medizinischen Vorakten zum einen hervor, dass die vom Beschwerdeführer 

beschriebenen Schmerzen und kognitiven Einschränkungen nur teilweise somatisch 

und nicht psychiatrisch objektivierbar sind. Ob eine spezifische und unfalladäquate 

HWS-Verletzung (Schleudertrauma) ohne organisch nachweisbare Funktionsausfälle 

invalidisierend wirkt, beurteilt sich sinngemäss der Rechtsprechung zu der anhaltenden 

somatoformen Schmerzstörung (BGE 136 V 279). Es kommt daher das mit BGE 141 V 

281 eingeführte strukturierte Beweisverfahren zur Anwendung.

5.1. 

Die Gutachter haben verschiedene Inkonsistenzen vermerkt: Der internistische 

Experte hielt fest, diskrepant zu den anamnestischen Angaben wirke der 

Beschwerdeführer nicht schmerzgeplagt (IV-act. 81-12 f.). Die beklagten 

Bewegungseinschränkungen beider Arme über Schulterhöhenniveau hinaus seien nicht 

nachvollziehbar. Während der 10-minütigen Ultraschalluntersuchung des Abdomens 

sei es dem Versicherte sofort, problemlos und durchgängig möglich gewesen, beide 

Arme hinter dem Kopf verschränkt zu halten. Die angegebene Schmerzintensität habe 

während der 90-minütigen Untersuchung nicht mit dem Eindruck des Untersuchers 

übereingestimmt. Alle Bewegungen seien spontan sowie auf Aufforderung hin flüssig 

und zügig ausgeführt worden. Die deutlich sicht- und tastbare Beschwielung beider 

Hände spreche ebenfalls für eine rege körperliche Aktivität (IV-act. 81-13). Auch der 

5.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/24

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neurologische Gutachter berichtete, während des Untersuchs habe der 

Beschwerdeführer nicht schmerzgequält oder anderweitig beeinträchtigt gewirkt (IV-

act. 81-15). Der psychiatrische Gutachter führte aus, die Beschwerdeschilderung sei 

geordnet, dabei (aber) ausweichend und wenig konkret. Der Beschwerdeführer wirke 

weder schmerzgequält noch in seiner Beweglichkeit beeinträchtigt (IV-act. 81-26). Die 

geklagten Beschwerden seien nach Art und Lokalisation nicht mit objektiven Befunden 

in Einklang zu bringen. Es bestehe eine auffällige Diskrepanz zwischen demonstrierter 

Beschwerdeschilderung und fehlender objektiver Beeinträchtigung. Die Beschwerden 

lösten in der Gegenübertragung keine Betroffenheit beim Gutachter aus. Der 

Versicherte habe durch bisherige Therapiebemühungen seit dem Unfall 2010 keine 

Besserung erzielen können. Auch sei die seltene und wenig intensive psychiatrisch-

psychotherapeutische Behandlung (mit Terminen im Abstand von zwei bis drei 

Monaten und einem unterdosierten Johanniskrautpräparat) als Ausdruck eines 

geringen Leidensdrucks zu verstehen. Eine sachliche Diskussion über mögliche 

Verweistätigkeiten sei nicht möglich gewesen. Ausserdem hätten sich bei dem 

orientierenden Test zur Beschwerdevalidierung klare Hinweise für ein nicht 

glaubwürdiges Antwortverhalten ergeben. Insgesamt fänden sich somit deutliche 

Indizien für eine bewusstseinsnahe demonstrative Darbietung von Einschränkungen 

und Beschwerden (IV-act. 81-29 f.). Der neuropsychologische Gutachter führte aus, die 

testpsychologische Erhebung habe formal unterdurchschnittliche Leistungen erbracht 

(Reaktionsbereitschaft, geteilte Aufmerksamkeit, wahrnehmungsgebundenes logisches 

Denken, kurz- und längerfristige visuelle Merkleistung). Das 

Beschwerdevalidierungsverfahren deute jedoch auf eine nicht ausreichende 

Leistungsbereitschaft hin. Das Ergebnis des Beschwerdevalidierungsverfahrens decke 

sich mit der Verhaltensbeobachtung, da auch hier die Beschwerdedarstellung 

demonstrativ gewirkt habe. Der Versicherte habe mehrmals bereits gefundene 

Lösungen verworfen, die begangenen Fehler seien inkonsistent gewesen und zu keiner 

kognitiven Störung passend. Auch die Reaktionszeitmessungen hätten auf ein nicht 

plausibles Antwortverhalten hingedeutet. Die Untersuchungsergebnisse deuteten auf 

eine unüblich hohe Streubreite im Antwortverhalten und der Antwortlatenz hin, die 

selbst bei einer kognitiven Verlangsamung z.B. aufgrund eines schweren Schädel-

Hirntraumas ungewöhnlich wäre. Das berichtete problemlose Führen eines Autos wäre 

bei einer derartigen Verlangsamung gar nicht möglich. Beim Versicherten sei mit hoher 

Wahrscheinlichkeit von einer bewusst oder vorbewusst motivierten Antwortverzerrung 

auszugehen. Das in der Symptomvalidierung erzielte Ergebnis sei höchst auffällig und 

wäre nur bei einer schwersten kognitiven Störung (mit ständigem Pflege- und 

Überwachungsbedarf) zu erwarten, die angesichts der Alltagsbeständigkeit und 

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Selbstversorgung sowie der regen Alltagsaktivität des Versicherten gar nicht vorliegen 

könne (IV-act. 81-37 f.).

Der neuropsychologische Gutachter begründet nachvollziehbar, weshalb eine 

kognitive Beeinträchtigung, wie sie den Testergebnissen entsprechen würde, nicht 

vorliegt. Offenbar sind insgesamt zwei unterschiedliche Beschwerdevalidierungstests 

auffällig ausgefallen (vgl. IV-act. 81-30 und 81-37). In der internistischen und 

psychiatrischen Anamnese wurde ausdrücklich vermerkt, der Beschwerdeführer sei 

alleine angereist und selbst zum Begutachtungsort gefahren. Er könne das verfügbare 

Fahrzeug mit Automatik problemlos und sicher führen. Er fahre hin und wieder 

vorzugsweise kurze Strecken (IV-act. 81-10, 14, 20, 26). Dass, wie vom Rechtsvertreter 

mit Replik geltend gemacht (act. G 6, S. 3), die Ehefrau gefahren sei, erscheint in 

Anbetracht des quasi doppelten Widerspruchs zu den gutachterlichen Aufzeichnungen 

nicht überwiegend wahrscheinlich, zumal sich aus dem Gutachten keine Anhaltspunkte 

ergeben, dass im konkreten Fall des Beschwerdeführers gleich zwei Gutachter 

befangen gewesen wären oder den Beschwerdeführer falsch verstanden hätten. Selbst 

wenn der Beschwerdeführer nur kürzere Strecken fährt, ist dies mit den 

neuropsychologischen Testergebnissen unvereinbar. Sodann sprechen weitere 

Inkonsistenzen gegen das Vorhandensein von Schmerzen in der vom 

Beschwerdeführer geltend gemachten Intensität. Zu nennen sind hier zunächst die - 

objektivierbare - freie Beweglichkeit von Hals- und Brustwirbelsäule während den 

Untersuchungen. Auch berichten die Gutachter übereinstimmend, dass der 

Beschwerdeführer keinen schmerzgeplagten Eindruck vermittelt habe. Sodann vermag 

der Beschwerdeführer, diskrepant zu seiner subjektiven Einschätzung einer kompletten 

Arbeitsunfähigkeit, immerhin im Betrieb seines Sohnes während bis zu vier Stunden 

täglich leichtere Arbeiten zu verrichten. Die psychiatrisch lediglich leichte und 

analgetisch lediglich bedarfsweise verordnete Medikation und die bisher erfolgten 

Behandlungen lassen nicht auf einen Leidensdruck in der vom Beschwerdeführer 

dargelegten Intensität schliessen. Ähnlich wie von den Gutachtern war bereits in der 

Rehaklinik Bellikon eine mässige Symptomausweitung beobachtet worden 

(Austrittsbericht vom 20. Dezember 2010, Fremdakten, act. 1-186 ff.), und auch der 

Bericht der Rheumaklinik und des Instituts für physikalische Medizin erwähnt eine 

Selbstlimitierung (Fremdakten, act. 1-91 ff.). Schliesslich hielt auch die 

Bewegungswissenschaftlerin fest, schon bei geringer Belastung und bei leichten 

Übungen ohne Gewicht habe der Beschwerdeführer über eine Schmerzzunahme 

geklagt und die Übung nach kurzer Zeit abgebrochen. Er habe eine starke Angst vor 

Belastung und eine geringe Leistungsbereitschaft gezeigt (Bericht vom 12. Oktober 

2011, Fremdakten, act. 1-66 ff.). Der psychiatrische Gutachter kommt somit 

5.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 21/24

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nachvollziehbar zum Schluss, es seien mehrere Indizien für eine nicht plausible 

Präsentation (gemäss Widder) zu identifizieren (IV-act. 81-29). Insgesamt fänden sich 

deutliche Indizien für eine bewusstseinsnahe demonstrative Darbietung von 

Einschränkungen und Beschwerden (IV-act. 81-30). Dem ist auch aus rechtlicher Sicht 

zu folgen: Das Bundesgericht führte in einem Urteil vom 29. Juni 2015 (9C_899/2014, 

E. 4.1) aus, dass regelmässig keine versicherte Gesundheitsschädigung vorliege, wenn 

die Leistungseinschränkung auf Aggravation oder einer ähnlichen Konstellation beruhe. 

Dies treffe namentlich zu, wenn eine erhebliche Diskrepanz zwischen den geschilderten 

Schmerzen und dem gezeigten Verhalten oder der Anamnese bestehe, wenn intensive 

Schmerzen angegeben würden, deren Charakterisierung jedoch vage bleibe, wenn 

keine medizinische Behandlung und Therapie in Anspruch genommen werde, wenn 

demonstrativ vorgetragene Klagen auf den Sachverständigen unglaubwürdig wirkten 

oder wenn schwere Einschränkungen im Alltag behauptet würden, das psychosoziale 

Umfeld jedoch weitgehend intakt sei.

Ob vorliegend von einem anspruchausschliessenden Malingering auszugehen ist, 

kann indes offen bleiben, denn auch die Prüfung des Anspruchs anhand der 

massgebenden Standardindikatoren führt zum Ergebnis, dass keine 

invalidenversicherungsrechtlich relevanten Einschränkungen bestehen. Aufgrund der 

fehlenden Objektivierbarkeit und der dargelegten vorhandenen Inkonsistenzen ist nicht 

von einer schwergradigen, sondern höchstens von einer mittelgradigen funktionellen 

Einschränkung auszugehen (vgl. Bericht der Rheumaklinik und des Instituts für 

physikalische Medizin, Universitätsspital Zürich, Fremdakten, act. 1-92). 

Psychiatrischerseits stellte der Fachexperte keine die Arbeitsfähigkeit einschränkende 

Komorbidität fest (IV-act. 81-30). Hinsichtlich der Persönlichkeit werden keine Befunde 

oder Diagnosen erwähnt oder geltend gemacht. Der behandelnde Psychiater 

diagnostizierte ausschliesslich eine längere leicht- bis mittelgradige 

Anpassungsstörung (ICD-10: F43.22), die für sich alleine vorübergehend zu einer 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 20% geführt habe (vgl. IV-act. 61). Von 

massgeblichen psychischen bzw. persönlichkeitsbedingten Einschränkungen ist somit 

nicht auszugehen. Der Beschwerdeführer absolvierte in seiner Heimat zehn Schuljahre 

(Gymnasium abgebrochen) und war in der Schweiz als Bauarbeiter, 

Produktionsmitarbeiter und in einem Schuhreparaturservice tätig (IV-act. 81-25). Er ist 

verheiratet und Vater dreier erwachsener Söhne, wobei er auch eine frühere 

Partnerschaft und seit längerem vermehrte Ehestreitigkeiten erwähnt. Er fliegt einmal 

jährlich in seine Heimat, wo er ein eigenes Haus besitzt (IV-act. 81-26). Aufgrund dieser 

Angaben ist von weitgehend intakten Ressourcen und keinen gravierenden 

psychosozialen oder soziokulturellen Belastungsfaktoren auszugehen. Die Gutachter 

5.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 22/24

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halten fest, der Beschwerdeführer sei im Alltag selbständig und selbstversorgend 

sowie sozialfamiliär eingebunden, die Ressourcen für eine Arbeitstätigkeit seien also 

erhalten. Er arbeite zudem bereits im Unternehmen seines Sohnes. Eine namhafte 

Änderung des Aktivitätsniveaus sei nicht wahrscheinlich. Willensbildung und 

Einsichtsfähigkeit seien angesichts der erhobenen Befunde nicht limitiert (IV-

act. 81-48 f.).

Das Gutachten der PMEDA berücksichtigt die beklagten Beschwerden und 

medizinischen Vorakten vollständig. Es genügt dem für Schleudertraumen 

anwendbaren strukturierten Beweisverfahren. Der Kardiologe Dr.med. T.___ 

diagnostizierte eine beginnende hypertensive Herzkrankheit. Er äusserte sich nicht zur 

Arbeitsunfähigkeit und empfahl eine Steigerung der antihypertensiven Therapie (Bericht 

vom 29. November 2016, act. G 1.3). Die kardialen Beschwerden führten vom 26. Juli 

bis 4. August 2017 zu einer notfallmässigen ambulanten Behandlung im Spital von 

P.___ (act. G 8.1). Der internistische Gutachter diagnostizierte eine Hypertonie, 

attestierte dieser aber keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (IV-act. 81-12). Aus den 

Berichten von Dr. T.___ und des Spitals P.___ ergibt sich kein vom internistischen 

Gutachter nicht berücksichtigter objektiver Befund, welcher dessen Einschätzung der 

Arbeitsfähigkeit in Frage zu stellen vermag. Die im Bericht des Urologen Dr.med. U.___ 

notierte Nykturie (drei bis viermal, act. G. 1.2) wurde auch vom internistischen 

Gutachter aufgenommen (bis zu dreimalige Nykturie, IV-act. 81-9). Der Verdacht auf 

Gastritis, welcher vom 30. Juni bis 1. Juli 2017 zu einer Kurzhospitalisation führte 

(act. G 6.1), betrifft den vorliegend nicht mehr relevanten Zeitraum nach Erlass der 

angefochtenen Verfügung (BGE 121 V 366 E. 1 b; BGE 131 V 243 E. 2.1); zudem ist 

eine invalidenversicherungsrechtlich relevante Dauer und Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit mit dem vorliegenden Bericht nicht als überwiegend wahrscheinlich 

ausgewiesen.

5.5. 

Dem Gutachten der PMEDA ist ein Anhang beigefügt mit dem Titel "Assoziation 

von leichtgradigen HWS-Schleudertraumen (ohne Nachweis struktureller Läsionen) mit 

Kopf- und Nackenschmerz-Syndromen". Darin wird unter anderem dargelegt, bei 

jedem zweiten Patienten mit HWS-Schleudertrauma habe ein Schmerzsyndrom vor 

dem Unfall entweder bereits bestanden oder zumindest als entsprechende Disposition 

vorgelegen (IV-act. 81-52). Typisch für den posttraumatischen Kopfschmerz sei, dass 

er weder mit der Schwere des Traumas noch mit neurologischen Ausfällen oder 

untersuchungstechnischen Befunden korreliere (so genannter Dosis-Antwort-Effekt). Es 

bestehe mithin kein Zusammenhang zwischen dem Schweregrad des erlittenen 

Traumas und der Häufigkeit und Ausprägung des Kopfschmerzsyndroms (IV-

5.6. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 23/24

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act. 81-53). Bei Patienten ohne Aussicht auf eine materielle Entschädigung seien 

Schmerzsyndrome nach HWS-Traumen nicht häufiger gewesen als bei Personen ohne 

solche Verletzungen (IV-act. 81-54). Der Beschwerdeführer stellt die von den 

Gutachtern zitierten Studien mit Hinweis auf neuere Untersuchungen in Frage 

(E. Samuelsson, Schleudertrauma - quo vadis?: in HAVE, Personen-Schaden-Forum 

2017, Zürich 2017, S. 17 ff.). Die zitierten Studien sowie das vom Beschwerdeführer 

angeführte bundesgerichtliche Urteil vom 14. Februar 2012 (8C_150/2011) beziehen 

sich vor allem auf den in der Unfallversicherung relevanten adäquaten 

Kausalzusammenhang. Das Vorbringen des Beschwerdeführers lässt sich dahingehend 

zusammenfassen, dass entgegen den von den Gutachtern zitierten Statistiken vom 

Vorhandensein invalidisierender Beschwerden auszugehen sei, umso mehr als er 

bereits vorgängig zwei Schleudertraumen erlitten habe. Aufgrund der Akten ist nicht 

erstellt, dass sich die vorangegangenen Unfallereignisse auf die Folgen der HWS-

Distorsion vom 30. August 2010 auswirkten. In der Anamnese des internistischen 

Gutachtens ist im Gegenteil festgehalten, dass diese folgenlos verlaufen seien (IV-

act. 81-9). Im Bericht der Rehaklinik Bellikon vom 12. November 2010 wurden vom 

Beschwerdeführer angegebene seit dem Unfall im Jahr 2007 vorbestehende Kopf- und 

Rückenschmerzen lediglich ohne Weiterungen vermerkt (Fremdakten, act. 1-212). Die 

biomechanische Kurzbeurteilung vom 16. Januar 2011 (Fremdakten, act. 1-127 ff.) kam 

im Wesentlichen zum Ergebnis, dass sich für die Beschwerden aufgrund der 

möglicherweise bestehenden Vorschädigung "Erklärungsmöglichkeiten" ergäben. 

Letztlich geht es hier im Kontext der final ausgerichteten Invalidenversicherung um die 

Frage, ob bzw. inwieweit Beschwerden nach einem Schleudertrauma statistisch 

objektivierbar sind. Dies wird von der bundesgerichtlichen Rechtsprechung verneint, 

indem HWS-Distorsionen (Schleudertrauma) ohne Nachweis struktureller Läsionen 

nach dem für nicht bildgebend-apparativ oder klinisch objektivierte Beschwerden 

anwendbaren strukturierten Beweisverfahren zu beurteilen sind (E. 5.1). Eine Ausnahme 

im vorliegenden Fall hierzu aufgrund von Vorschädigungen lässt sich auch aufgrund 

der erwähnten biomechanischen Kurzbeurteilung nicht begründen. Dass aufgrund der 

vom Beschwerdeführer angeführten Studien eine andere Sichtweise gerechtfertigt 

wäre, drängt sich nicht auf.

Zusammenfassend stützt sich das Gutachten nicht auf generelle Statistiken zu 

Schleudertraumen, sondern berücksichtigt die geklagten Beschwerden, die 

medizinische Aktenlage und die umfassend erhobenen Befunde. In Anbetracht der von 

den Gutachtern übereinstimmend beobachteten und dokumentierten diversen 

Inkonsistenzen erscheint nachvollziehbar und schlüssig, dass keine 

invaliditätsbegründenden funktionellen Einschränkungen vorliegen. Die Gutachter 

5.7. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 24/24

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6.  

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Der Beschwerdeführer hat eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen; diese ist 

durch den in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss gedeckt.

begründen dies mit ihren Befunden und Wahrnehmungen, die statistische 

Argumentation ist lediglich ergänzend und von untergeordneter Bedeutung. Somit ist 

von einer 100%-igen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in angestammter und 

vergleichbaren Tätigkeiten auszugehen und dies auch retrospektiv (vgl. IV-act. 81-49). 

Es besteht kein Rentenanspruch.

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.6.1. 

Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- 

erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem 

Ausgang des Verfahrens entsprechend ist sie vollumfänglich dem Beschwerdeführer 

aufzuerlegen und durch den von ihm geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 600.-- 

gedeckt. Der Beschwerdeführer hat bei diesem Verfahrensausgang keinen Anspruch 

auf eine Parteientschädigung (vgl. Art. 61 lit. g ATSG).

6.2. 

bis

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	Entscheid Versicherungsgericht, 24.06.2019
	Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 28 IVG: Der Beschwerdeführer macht invalidisierende Beschwerden aufgrund des dritten erlittenen Schleudertraumas geltend. Abweisung eines Rentengesuchs gestützt auf ein bezüglich Beweiskraft bestrittenes polydisziplinäres Gutachten, welches eine Arbeitsfähigkeit von 100% attestierte. Das Gutachten weist auf mehrere Diskrepanzen und Inkonsistenzen hin und die neuropsychologische Symptomvalidierung war hochgradig auffällig. Das Gutachten ist trotz gerügtem Hinweis auf eine "Schleudertraumastatistik" beweiskräftig. Ein invalidisierender Gesundheitsschaden ist nicht überwiegend wahrscheinlich (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 24. Juni 2019, IV 2017/102).

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