# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 545749ce-554f-5998-a83a-9dc4b2ba3e23
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2005-05-11
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 11.05.2005 BV.2005.4
**Docket/Reference:** BV.2005.4
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_BV-2005-4_2005-05-11

## Full Text

Beschwerde gegen Entschädigungsentscheid (Art. 100 Abs. 4 VStrR);;Beschwerde gegen Entschädigungsentscheid (Art. 100 Abs. 4 VStrR);;Beschwerde gegen Entschädigungsentscheid (Art. 100 Abs. 4 VStrR);;Beschwerde gegen Entschädigungsentscheid (Art. 100 Abs. 4 VStrR)

Entscheid vom 11. Mai 2005 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Emanuel Hochstrasser, Vorsitz, 
Andreas J. Keller und Tito Ponti,  
Gerichtsschreiber Hanspeter Lukács  

   
 
Parteien 

  
C.______, PANAMA, vertreten durch Rechtsanwalt 
Dr. Rudolf Ottomann,  
 

Beschwerdeführerin 
 

 
 gegen 
   

OBERZOLLDIREKTION,  
 

Beschwerdegegnerin 
 

 
Gegenstand  Beschwerde gegen Entschädigungsentscheid (Art. 

100 Abs. 4 VStrR) 
 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

Geschäftsnummer:  BV.2005.4 
 
 
 

 

 

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Sachverhalt: 
 

A. Aufgrund einer Anzeige der Sanctions Assistance Missions Communications 
Centre (SAMCOMM) in Brüssel als europäische UNO-Koordinationsstelle für den 
Vollzug der Embargo-Bestimmungen gegenüber Jugoslawien (Serbien und Mon-
tenegro) vom 14. September 1995 führte die Eidgenössische Zollverwaltung 
(nachfolgend „EZV“) gegen A.______, Handlungsbevollmächtigten der C.______ 
in Panama, ein Verwaltungsstrafverfahren wegen Bannbruchs im Sinne von Art. 
76 Zollgesetz (ZG; SR 631.0). In dieses Verfahren waren weitere natürliche und 
juristische Personen, letztere teils ausländischem Recht unterstehend, involviert. 
Gegenstand des Strafverfahrens bildete die Lieferung von Zigaretten in grossem 
Umfang in den Jahren 1994 und 1995 aus Zollfreilagern in der Schweiz via Frei-
lager der Firma D.______ in Rotterdam nach Mazedonien und weiter nach Mon-
tenegro. Gemäss Schlussprotokoll der EZV vom 1. Juni 1999 wurde ein Waren-
wert (ohne MwSt) von Fr. 38'931'298.-- ermittelt (BV act. 1.4). 
 

B. Die EZV verfügte am 21./27. September 1995 die Sperrung der Konten der 
C.______ bei der D.______ in Z.______ und beschlagnahmte deren sämtliche 
Guthaben. Gemäss Kontoauszügen betraf dies fünf Konten. Nachdem gegen 
A.______ am 3. Juli 2002 ein Strafbescheid wegen Bannbruchs erlassen worden 
war, verfügte die Eidgenössische Oberzolldirektion (nachfolgend „OZD“) am 
5. September 2002 hinsichtlich drei der fünf Konten die selbständige Einziehung 
der darauf vorhandenen Guthaben (BK act. 1.7). Auf Einsprache der C.______ 
vom 11. Oktober 2002 und Eingabe vom 27. Mai 2003 reagierte die OZD über 
längere Zeit nicht. Erst mit Verfügung vom 12. Januar 2005 hob sie den Einzie-
hungsbescheid vom 5. September 2002 wegen Eintritts der absoluten Verjährung 
auf, stellte die fortdauernde Beschlagnahme der Konti gestützt auf ein separates 
Rechtshilfeverfahren fest, sah von der Erhebung von Verfahrenskosten ab und 
verweigerte der C.______ eine Parteientschädigung (BK act. 1.1. = 5.1.).  

 
C. Gegen diese Verfügung liess die C.______ durch ihren Rechtsvertreter bei der 

Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts am 14. Februar 2005 Beschwerde 
einreichen mit dem Antrag, Ziffer 4 der angefochtenen Verfügung sei aufzuhe-
ben, und es sei ihr für das vorinstanzliche Verfahren eine Parteientschädigung in 
der Höhe von Fr. 5'754.— auszurichten; eventuell sei die Sache zu neuer Ent-
scheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen, und es sei ihr für das Beschwer-
deverfahren eine angemessene Entschädigung auszurichten (BK act. 1). Die 
OZD beantragte mit Stellungnahme vom 11. März 2005 die kostenfällige Abwei-
sung der Beschwerde (BK act. 5). Mit Replik vom 22. März 2005 hielt die 
C.______ an ihren Rechtsbegehren fest (BK act. 7). Die OZD verzichtete auf ei-
ne weitere Stellungnahme (BK act. 9). Auf die Ausführungen der Parteien wird, 
soweit erforderlich, in den Erwägungen Bezug genommen. 

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Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 

 
1. 
1.1 Dem Inhaber eines beschlagnahmten Gegenstandes oder einer durchsuchten 

Wohnung, der nicht als Beschuldigter ins Verfahren einbezogen worden ist, steht 
ein Anspruch auf Entschädigung zu, insoweit er unverschuldet einen Nachteil er-
litten hat (Art. 99 Abs. 2 VStrR). Die Entschädigung geht zu Lasten des Bundes 
(Art. 99 Abs. 3 VStrR). Der Entschädigungsanspruch nach Art. 99 Abs. 2 VStrR 
erlischt, wenn er nicht innert eines Jahres seit der Durchsuchung oder, im Falle 
einer Beschlagnahme, seit der Rückgabe des beschlagnahmten Gegenstandes 
oder der Aushändigung des Verwertungserlöses geltend gemacht wird (Art. 100 
Abs. 2 VStrR). Das Entschädigungsbegehren ist der beteiligten Verwaltung 
schriftlich einzureichen und hat einen bestimmten Antrag sowie dessen Begrün-
dung zu enthalten (Art. 100 Abs. 3 VStrR). Über das Begehren trifft die Verwal-
tung spätestens innert drei Monaten einen Entscheid. Gegen den Entscheid kann 
innert 30 Tagen seit der Eröffnung bei der Beschwerdekammer des Bundesstraf-
gerichts Beschwerde geführt werden (Art. 100 Abs. 4 VStrR). 

 
1.2 Die Beschwerdeführerin verlangte dem Grundsatz nach schon in der Einsprache 

gegen den Einziehungsbescheid – also schon vor Aufhebung des Einziehungs-
bescheids bzw. Rückgabe der beschlagnahmten Gegenstände (Art. 100 Abs. 2 
VStrR) - eine Entschädigung, indem sie beantragte, der Einziehungsbescheid sei 
aufzuheben, und es sei ihr „eine angemessene Entschädigung für ihre Aufwen-
dungen und Mühen in den vergangenen sieben Jahren zu belassen“ (Einsprache 
S. 5). Das Stellen eines Entschädigungsbegehrens schon vor der Rückgabe des 
beschlagnahmten Gegenstandes ist zwar nicht ausgeschlossen (vgl. BGE 115 IV 
156 f.), das Gesetz verlangt jedoch, dass das Entschädigungsbegehren einen 
bestimmten Antrag sowie dessen Begründung zu enthalten hat (Art. 100 Abs. 3 
VStrR). Darunter ist ein bezifferter Antrag mit einlässlicher Begründung zu ver-
stehen: Der durch die Untersuchungshandlung erlittene Nachteil ist vom An-
tragsteller zu substanzieren und zu beweisen (Hauri, Verwaltungsstrafrecht 
(VStrR), Bern 1998, Art. 99 N 2). Nichts anderes ergibt sich aus Art. 11 der Ver-
ordnung über Kosten und Entschädigungen im Verwaltungsstrafverfahren (SR 
313.32). Gemäss dieser Bestimmung ist der die Entschädigung festsetzenden 
Behörde – vorliegend mithin der Beschwerdegegnerin - eine detaillierte Aufstel-
lung über die Kosten des Verteidigers, die Barauslagen und anderen Spesen 
sowie den infolge der Untersuchungshandlungen eingetretenen Verdienstausfall 
einzureichen. Beim Entschädigungsverfahren handelt es sich somit dem Grund-
satz nach um ein streitiges Verwaltungsverfahren, welches vom Dispositions- 

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und Verhandlungsprinzip beherrscht wird: Dabei entscheiden die beteiligten Pri-
vaten über Einleitung und Beendigung sowie Gegenstand des Verfahrens, und 
diese haben den für das Verfahren erheblichen Sachverhalt darzustellen und zu 
beweisen (vgl. Häfelin/Müller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. A., Zürich 2002, 
N 1609 ff., inbes. 1618 ff.). Fehlt ein bestimmter Antrag oder dessen Begrün-
dung, hat die Verwaltungsbehörde demzufolge auf das Begehren nicht einzutre-
ten bzw. dieses abzuweisen. Will die Verwaltungsbehörde indes die Frage der 
Entschädigung - statt wie vom Gesetz vorgesehen in einem formell separaten 
Verfahren - gleichzeitig mit dem Entscheid über die Einsprache materiell behan-
deln, hat sie die Partei, die - wie vorliegend die Beschwerdeführerin in der Ein-
sprache vom 11. Oktober 2002 - bloss einen unbestimmten, nicht näher begrün-
deten Antrag auf Entschädigung gestellt hat, zumindest dazu anzuhalten, diesen 
zu beziffern und substanziert zu begründen. Im vorliegenden Fall trat die Be-
schwerdegegnerin – trotz Fehlens eines bestimmten Antrags und einer Begrün-
dung – auf das Entschädigungsbegehren der Beschwerdeführerin ein, verneinte 
jedoch dessen rechtliche Voraussetzungen und wies das Begehren ab.  

 
1.3 Die Beschwerdeführerin ist durch die Verweigerung einer Entschädigung für ihre 

Anwaltskosten im Einziehungsverfahren betroffen und damit zur Beschwerde le-
gitimiert. Die entsprechenden gesetzlichen Fristen sind gewahrt. Auf die Be-
schwerde ist demnach einzutreten. 

 
 
2. Mit der Beschwerde kann nur die Verletzung von Bundesrecht, einschliesslich 

Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens, gerügt werden. Sie ist bei der 
zuständigen Behörde schriftlich mit Antrag und kurzer Begründung einzureichen 
(Art. 27 Abs. 3 i.V.m. Art. 28 Abs. 2 sowie Art. 96 Abs. 1 bzw. 100 Abs. 4 VStrR). 

 
2.1 Gemäss Art. 2 VStrR gelten die allgemeinen Bestimmungen des Strafgesetzbu-

ches für Taten, die in der Verwaltungsgesetzgebung des Bundes mit Strafe be-
droht sind, soweit das Bundesgesetz über das Verwaltungsstrafrecht oder das 
einzelne Verwaltungsgesetz nichts anderes bestimmt. Die Neuregelung der straf-
rechtlichen Verantwortlichkeit des Unternehmens in den Art. 100quater und 
100quinquies StGB, welche per 1. Oktober 2003 in Kraft getreten sind, gilt somit 
heute durch Verweis auch im Verwaltungsstrafrecht. Vor dem 1. Oktober 2003 
konnte ein Strafverfahren gegen juristische Personen weder im allgemeinen 
Strafrecht noch im Verwaltungsstrafrecht geführt werden. Im Zeitraum, in wel-
chem das Verwaltungsstrafverfahren gegen A.______ tatsächlich geführt wurde 
(also bis zum Einziehungsbescheid vom 5. September 2002), konnte ein solches 
gegen die Beschwerdeführerin mangels entsprechender gesetzlicher Grundlage 
noch nicht geführt werden. Für die Zeit hernach, d.h. ab 1. Oktober 2003, ist nicht 
ersichtlich, dass das Verwaltungsstrafverfahren auf die Beschwerdeführerin aus-

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gedehnt worden wäre, zumal die Voraussetzungen des Art. 100quater StGB 
(Fehlen einer natürlichen Person als Verantwortungsträger) auch gar nicht erfüllt 
gewesen wären. Mit Bezug auf die Beschwerdeführerin regelt sich daher die Ent-
schädigungsfrage nach Art. 99 Abs. 2 VStrR, welche Bestimmung auf den Inha-
ber eines beschlagnahmten Gegenstandes, der nicht als Beschuldigter ins Ver-
fahren einbezogen worden ist, anwendbar ist (vgl. Erw. 1.1). 

 
2.2 Von einer Entschädigung kann danach nur abgesehen werden, wenn die Be-

schwerdeführerin verschuldet einen Nachteil erlitten hat. Nachdem die Be-
schwerdeführerin sich selbst nicht strafbar machen konnte, ist zu prüfen, ob ihr 
mit Bezug auf die Entschädigungsfrage ein allfälliges Verschulden ihrer Organe 
angerechnet werden muss. Grundsätzlich gilt, dass die juristische Person für 
Fehlverhalten ihrer Organe zivilrechtlich einzustehen hat (Art. 55 Abs. 2 ZGB). 
Die Entschädigungsfrage ist im Grunde nach den dem Zivilrecht angenäherten 
Grundsätzen zu entscheiden. Widerrechtliches, schuldhaftes und für das Straf-
verfahren kausales Verhalten von Organen einer juristischen Person bewirkt 
deshalb, dass der juristischen Person der durch das Strafverfahren entstandene 
Schaden nicht zu ersetzen ist. Der definitive Gehalt des Begriffs „unverschuldet“ 
braucht hier nicht im Detail geklärt zu werden. Es darf jedenfalls keine über die 
strafprozessuale Haftung des beschuldigten Organs – hier von A.______ – hi-
nausgehende Haftung der juristischen Person geschaffen werden. Anders zu 
entscheiden hiesse, auf dem Umweg der Verweigerung einer Entschädigung an 
die juristische Person ein strafrechtliches Verschulden ihres Organs indirekt zu 
bejahen, obschon es freigesprochen bzw. das Verfahren gegen es eingestellt 
wurde und ihm keine Kosten auferlegt wurden. Dies käme einer unzulässigen 
Verdachtsstrafe gleich. 

 
2.3 Damit ist auf den mit gleichem Datum ergangenen Entscheid der Beschwerde-

kammer in Sachen A.______ gegen OZD betreffend Kosten und Entschädigung 
(BV.2005.3) abzustellen. Gemäss diesem Entscheid fehlte es an der Vorausset-
zung für eine Kostenauflage an A.______ und es war ihm für die anwaltlichen 
Bemühungen eine Entschädigung zuzusprechen. Der grundsätzliche Anspruch 
der Beschwerdeführerin auf Ersatz des Schadens ist somit ausgewiesen. Die 
Beschwerde ist daher gutzuheissen und Ziffer 4 des Dispositivs der angefochte-
nen Verfügung ist aufzuheben, und die Beschwerdeführerin ist für den erlittenen 
Nachteil zu entschädigen. 

 
 
3. Massgeblich für die Bemessung der Entschädigung ist die bereits erwähnte Ver-

ordnung über Kosten und Entschädigungen im Verwaltungsstrafverfahren (SR 
313.32). Nach Art. 11 Abs. 3 der Verordnung haben bei der Festsetzung der Ent-
schädigung unnötige oder übersetzte Kosten unberücksichtigt zu bleiben, woraus 

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sich ergibt, dass für die Anwaltskosten eine angemessene Parteientschädigung 
auszurichten ist. Diese hat den tatsächlichen und rechtlichen Schwierigkeiten des 
konkreten Falles zu entsprechen (BGE 115 IV 160). Nachdem der Verordnung 
keine Tarifansätze zu entnehmen sind, erscheint es sachgerecht, zur Bemes-
sung des Honorars des Verteidigers das Regelement des Bundesstrafgerichts 
über die Entschädigung in Verfahren vor dem Bundesstrafgericht (Entschädi-
gungsreglement; SR 173.711.31) anzuwenden. Dieses sieht einen Stundenan-
satz von mindestens 200 und höchstens 300 Franken vor (Art. 3 Abs. 1). Die Sa-
che ist daher zur Bemessung der Höhe der Entschädigung an die Vorinstanz zu-
rückzuweisen, welche dabei die vorstehenden Grundsätze zu berücksichtigen 
hat. Eine Rückweisung an die Vorinstanz ist schon deshalb angezeigt, weil die 
Beschwerdekammer nicht bereits bei Unangemessenheit einer Verfügung, son-
dern erst bei Über- bzw. Unterschreitung des Ermessens sowie bei Ermessens-
missbrauch der Vorinstanz korrigierend einzugreifen hat. Der Ermessensent-
scheid ist mit anderen Worten der Verwaltungsbehörde vorbehalten. Wie ein-
gangs (E. 1.2) ausgeführt, hat die Beschwerdegegnerin vor ihrem Sachentscheid 
die Beschwerdeführerin aufzufordern, einen bestimmten Antrag mit spezifizierter 
Begründung einzureichen, nachdem der Anwalt im Einspracheverfahren offenbar 
keine Kostennote einreichte; erst im Beschwerdeverfahren bezifferte er das Ent-
schädigungsbegehren und legte eine Honorarnote ins Recht. 

 
 
4. Gemäss Art. 25 Abs. 4 VStrR bestimmt sich die Kostenpflicht im Beschwerdever-

fahren vor der Beschwerdekammer nach Art. 245 BStP und Art. 156 OG. Danach 
werden die Gerichtskosten in der Regel der vor Bundesstrafgericht unterliegen-
den Partei auferlegt (Art. 156 Abs. 1 OG). Der Eidgenossenschaft, auch öffent-
lichrechtlichen Institutionen der Eidgenossenschaft, selbst solchen mit eigener 
Rechtspersönlichkeit, können keine Kosten auferlegt werden (Art. 156 Abs. 2 
OG; Poudret, Commentaire de la loi fédérale d'organisation judiciaire, Band V, S. 
145 f). Der Beschwerdeführerin ist der Kostenvorschuss zurückzuerstatten. 

 
 Gemäss Art. 159 Abs. 2 OG wird die unterliegende Partei verpflichtet, der obsie-

genden die notwendigen Kosten zu ersetzen. Ein Privileg zu Gunsten der Eidge-
nossenschaft beziehungsweise öffentlichrechtlicher Organisationen analog Art. 
156 Abs. 2 OG besteht bezüglich dieser Entschädigung nicht (Poudret, a.a.O., 
146). Die Beschwerdeführerin hat Anspruch auf Ersatz der Anwaltskosten, wobei 
das Honorar nach Ermessen festgesetzt wird (Art. 3 Abs. 2 des Reglements des 
Bundesstrafgerichts über die Entschädigung in Verfahren vor dem Bundesstraf-
gericht [SR 173.711.31]). Angemessen erscheint - auch in Anbetracht, dass der 
Anwalt weitgehend identische Ausführungen im Parallelverfahren A.______ ge-
gen OZD gemacht hat (BV.2005.3) - eine Entschädigung von Fr. 800.--; aufgrund 
des ausländischen Sitzes der Beschwerdeführerin entfällt eine Mehrwertsteuer-

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pflicht (Art. 3, 5 lit. b e contrario und 14 Abs. 3 lit. c Mehrwertsteuergesetz; SR 
641.20). 

 
 

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Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 
 
1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und Ziffer 4 der Aufhebungsverfügung der 

Beschwerdegegnerin vom 12. Januar 2005 wird aufgehoben  
 
2. Die Sache wird zur Festsetzung der Parteientschädigung der Beschwerdeführe-

rin für das Einziehungsverfahren im Sinne der Erwägungen an die Beschwerde-
gegnerin zurückgewiesen.  

 
3. Es wird keine Gebühr erhoben. Der Kostenvorschuss von Fr. 500.— wird der 

Beschwerdeführerin zurückerstattet. 
 
4. Die Beschwerdegegnerin hat die Beschwerdeführerin für das vorliegende Verfah-

ren mit Fr. 800. — zu entschädigen. 
 
 
Bellinzona, 20. Mai 2005 
 
Im Namen der Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Der Präsident:    Der Gerichtsschreiber:  
 
 
 
 

Zustellung an 
 
- Oberzolldirektion 
- RA Dr. Rudolf Ottomann 
 
 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.