# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6b78b369-94e2-5789-8e96-a1e1a7b5eafd
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-10-17
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 17.10.2016 200 2015 902
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2015-902_2016-10-17.pdf

## Full Text

200 15 902 UV
SCJ/BOC/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 17. Oktober 2016

Verwaltungsrichter Scheidegger, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Ackermann, Verwaltungsrichter Grütter
Gerichtsschreiberin Bossert

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. B.________
Beschwerdeführer

gegen

SUVA
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
vertreten durch Rechtsanwalt C.________
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 15. September 2015

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Okt. 2016, UV/15/902, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1973 geborene A.________ (nachfolgend: Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) war über seine Arbeitgeberin bei der Schweizerischen 
Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend: SUVA bzw. Beschwerdegegnerin) 
obligatorisch gegen Berufs- und Nichtberufsunfälle sowie Berufskrankhei-
ten versichert, als ihm am 18. Juli 2013 bei der Arbeit als … beim … eine 
zirka 10kg schwere Metallstange vom … aus einer Höhe von mindestens 
einem Meter auf den Kopf fiel (Akten der SUVA [act. IIa] 1, 13). Die SUVA 
erbrachte in der Folge die gesetzlichen Versicherungsleistungen. Im De-
zember 2013 fand in der Klinik D.________ ein Assessment betreffend 
einer allfälligen leichten traumatischen Hirnverletzung statt (act. IIb 40 - 42) 
und am 9. Dezember 2014 erfolgte eine psychiatrische Untersuchung 
durch Dr. med. E.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie 
FMH, Konsiliarpsychiater beim Versicherungsmedizinischen Dienst der 
SUVA (Bericht vom 16. Dezember 2014 [act. IIa 107]). 

Mit Verfügung vom 19. Februar 2015 (Akten der SUVA [act. IIb] 122) stellte 
die SUVA die Versicherungsleistungen per 20. Februar 2015 mangels 
adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen den noch geklagten Be-
schwerden und dem Unfall vom 18. Juli 2013 ein. Die Krankenversicherung 
des Versicherten, die F.________ AG, erhob dagegen am 11. März 2015 
eine vorsorgliche Einsprache, welche sie am 20. März 2015 wieder zurück-
zog (act. IIb 126, 130). Ebenfalls am 20. März 2015 erhob der Versicherte, 
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. B.________, Einsprache gegen die 
Verfügung vom 19. Februar 2015, welche die SUVA mit Entscheid vom 
15. September 2015 (act. IIb 144) abwies.

B.

Dagegen erhob der Versicherte, weiterhin vertreten durch Rechtsanwalt Dr. 
iur. B.________, am 15. Oktober 2015 Beschwerde. Er stellt die folgenden 
Rechtsbegehren:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Okt. 2016, UV/15/902, Seite 3

1. Der Einspracheentscheid vom 15. September 2015 sei aufzuheben 
und die Beschwerdegegnerin anzuweisen, für das Unfallereignis 
vom 18. Juli 2013 die gesetzlichen Leistungen zu erbringen.

2. Eventualiter seien die Akten an die Beschwerdegegnerin zurückzu-
weisen und diese anzuhalten, weitere medizinische Abklärungen 
bezüglich der Kausalität (insbesondere auch unter Berücksichtigung 
eines weiteren Berufsunfalles vom 2. Oktober 2013) vornehmen zu 
lassen und darüber anschliessend erneut verfügungsweise zu ent-
scheiden. 

3. Subeventualiter: Es sei gerichtlich eine umfassende Begutachtung 
durch einen neutralen Experten anzuordnen.

4. Es sei dem Beschwerdeführer für das Beschwerdeverfahren die un-
entgeltliche Rechtspflege bzw. die unentgeltliche Verbeiständung zu 
gewähren und ihm der Unterzeichnende als unentgeltlicher Anwalt 
beizuordnen.

Unter Kosten- bzw. Entschädigungsfolgen

Mit Beschwerdeantwort vom 16. November 2015 beantragt die Beschwer-
degegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt C.________, die Abweisung der 
Beschwerde sowie die Wettschlagung der Kosten bei Kostenlosigkeit des 
Verfahrens.

Aufforderungsgemäss ergänzte und belegte der Beschwerdeführer das 
Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege mit Eingabe vom 20. Januar 2016. 
Gleichzeitig stellte er ein Gesuch um Sistierung des Verfahrens, dies mit 
der Begründung, er müsse sich im Rahmen des laufenden IV-Verfahrens 
einer polydisziplinären medizinischen Untersuchung unterziehen. Es seien 
die Ergebnisse dieser Untersuchung abzuwarten und das Beschwerdever-
fahren sei erst danach in Kenntnis der Resultate weiterzuführen. 

Mit prozessleitender Verfügung vom 21. Januar 2016 bewilligte der Instruk-
tionsrichter das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege unter Beiordnung 
von Rechtsanwalt Dr. iur. B.________ als amtlicher Anwalt. Gleichzeitig 
wurde das Verfahren bis zum Vorliegen des von der Invalidenversicherung 
in Auftrag gegebenen polydisziplinären Gutachtens sistiert, wobei der Be-
schwerdeführer aufgefordert wurde, dem Verwaltungsgericht unverzüglich 
eine Kopie des Gutachtens zuzustellen, sobald dieses vorliege. 

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Mit Eingabe vom 22. Juli 2016 liess der Beschwerdeführer dem Verwal-
tungsgericht das von der Invalidenversicherung in Auftrag gegebene poly-
disziplinäre Gutachten der G.________ (MEDAS), vom 12. Juli 2016 (Akten 
des Beschwerdeführers [act. Ib] 2) zukommen. 

In der Folge stellte der Instruktionsrichter mit prozessleitender Verfügung 
vom 25. Juli 2016 das MEDAS-Gutachten der Beschwerdegegnerin zu, hob 
die Sistierung des Verfahrens auf und gab den Parteien Gelegenheit, sich 
zum Gutachten zu äussern. 

Der Beschwerdeführer teilte am 5. September 2016 den Verzicht auf eine 
Stellungnahme zum MEDAS-Gutachten mit, wohingegen die Beschwerde-
gegnerin am 7. September 2016 eine Stellungnahme einreichte. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 

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[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist – vorbehältlich der Ausführun-
gen in Erwägung 1.2 hiernach – auf die Beschwerde einzutreten. 

1.2 Angefochten ist der Einspracheentscheid vom 15. September 2015 
(act. IIb 144), mit welchem die Beschwerdegegnerin die Einstellung ihrer 
Versicherungsleistungen per 20. Februar 2015 bestätigt hat. Streitig und zu 
prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf Versicherungsleistun-
gen für die Folgen des Unfalles vom 18. Juli 2013 ab dem 21. Februar 
2015.

Soweit der Beschwerdeführer beantragt, der weitere Berufsunfall vom 
2. Oktober 2013, bei welchem er beim Hinausschleppen einer Palette auf 
dem Roller ausgerutscht und umgefallen war und die Ecke einer Hebebüh-
ne den linken Oberschenkel verletzt hatte (act. IIa 107 S. 4 f.), sei auch in 
die Beurteilung miteinzubeziehen, kann auf die Beschwerde nicht eingetre-
ten werden. Denn der Unfall vom 2. Oktober 2013 ist nicht Gegenstand des 
angefochtenen Einspracheentscheides vom 15. September 2015 (act. IIb 
144), womit es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sach-
urteilsvoraussetzung mangelt (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1 S. 164; SVR 
2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 2.1). Im Übrigen informierte der Beschwerdeführer 
die Beschwerdegegnerin am 29. Januar 2014 ohnehin darüber (act. IIa 55), 
dass er mit dem linken Oberschenkel keine Probleme mehr habe, er sei nur 
zirka zwei Wochen arbeitsunfähig gewesen und seitdem sei auch die Be-
handlung abgeschlossen.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 
80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 

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Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung vom 20. März 1981 [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 
129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.3 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 S. 
337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

Steht aufgrund einer speziellen Adäquanzprüfung fest, dass ein allfällig 
bestehender natürlicher Kausalzusammenhang nicht adäquat und damit 
nicht rechtsgenüglich wäre, braucht die Frage, ob der natürliche Kausalzu-
sammenhang tatsächlich besteht, nicht geprüft zu werden (BGE 135 V 465 
E. 5.1 S. 472; SVR 2014 UV Nr. 25 S. 82 E. 4).

2.4 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursa-
che eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 

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(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV Nr. 
30 S. 122 E. 5.2).

2.5 Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen deckt sich die 
adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die 
Adäquanz hat hier praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 140 V 
356 E. 3.2 S. 358). Objektivierbar sind Untersuchungsergebnisse, die re-
produzierbar sind und von der Person des Untersuchenden und den Anga-
ben des Patienten unabhängig sind. Von organisch objektiv 
ausgewiesenen Unfallfolgen kann somit erst dann gesprochen werden, 
wenn die erhobenen Befunde mit apparativen, insbesondere bildgebenden 
Abklärungen bestätigt wurden und die hierbei angewendeten Untersu-
chungsmethoden wissenschaftlich anerkannt sind (BGE 138 V 248 E. 5.1 
S. 251).

2.6 Bei organisch nicht objektiv ausgewiesenen Beschwerden ist für die 
Beurteilung der Adäquanz vom augenfälligen Geschehensablauf auszuge-
hen, und es sind je nachdem weitere unfallbezogene Kriterien einzubezie-
hen. Bei psychischen Fehlentwicklungen nach Unfall werden diese 
Adäquanzkriterien unter Ausschluss psychischer Aspekte geprüft (BGE 140 
V 356 E. 3.2 S. 358, 115 V 133 E. 6c aa S. 140), während bei Schleuder-
traumen und äquivalenten Verletzungen der Halswirbelsäule sowie Schä-
del-Hirntraumen auf eine Differenzierung zwischen physischen und 
psychischen Komponenten verzichtet wird (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112; 
SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1). Dabei ist wie folgt zu differenzieren: Es ist 
zunächst abzuklären, ob die versicherte Person beim Unfall ein Schleuder-
trauma der Halswirbelsäule, eine dem Schleudertrauma äquivalente Verlet-
zung (SVR 1997 UV Nr. 95 S. 346 E. 2a, 1995 UV Nr. 23 S. 67 E. 2) oder 
ein Schädel-Hirntrauma (BGE 117 V 369 E. 4b S. 382; SVR 2001 UV Nr. 1 
S. 2 E. 3) erlitten hat, wobei die Schleudertrauma-Praxis nur dann Anwen-
dung findet, wenn sich innert der Latenzzeit von 24 bis 72 Stunden Be-
schwerden in der Halsregion und der Halswirbelsäule (HWS) manifestieren 
(SVR 2009 UV Nr. 30 S. 107 E. 5.2). Liegt keine der erwähnten Verletzun-
gen vor, gelangt die Rechtsprechung gemäss BGE 115 V 133 für Unfälle 
mit psychischen Folgeschäden zur Anwendung. Ergeben die Abklärungen 
indessen, dass die versicherte Person eine der soeben erwähnten Verlet-

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zungen erlitten hat, muss beurteilt werden, ob die zum typischen Be-
schwerdebild einer solchen Verletzung gehörenden Beeinträchtigungen 
(diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Gedächtniss-
törungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit, Visusstörungen, Reizbarkeit, Af-
fektlabilität, Depression, Wesensveränderung usw.; BGE 119 V 335 E. 1 S. 
338, 117 V 359 E. 4b S. 360) zwar teilweise vorliegen, im Vergleich zur 
psychischen Problematik aber bereits unmittelbar nach dem Unfall ganz in 
den Hintergrund treten oder die physischen Beschwerden im Verlaufe der 
ganzen Entwicklung vom Unfall bis zum Beurteilungszeitpunkt gesamthaft 
nur eine sehr untergeordnete Rolle gespielt haben und damit ganz in den 
Hintergrund getreten sind (vgl. RKUV 2002 U 465 S. 438 E. 3a). Trifft dies 
zu, sind für die Adäquanzbeurteilung ebenfalls die in BGE 115 V 133 für 
Unfälle mit psychischen Folgeschäden aufgestellten Grundsätze massge-
bend; andernfalls erfolgt die Beurteilung der Adäquanz gemäss den in der 
Schleudertrauma-Praxis (BGE 134 V 109, 117 V 359) festgelegten Kriteri-
en, d.h. ohne Unterscheidung zwischen körperlichen und psychischen Be-
schwerden (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112, 127 V 102 E. 5b bb S. 103). 
Ebenfalls nach BGE 115 V 133 vorzugehen ist, wenn bei einer versicherten 
Person bereits vor dem Unfall psychische Beschwerden vorlagen, die 
durch das Unfallereignis verstärkt wurden (Entscheid des Bundesgerichts 
[BGer] vom 15. Juni 2007, U 159/05, E. 2.2).

2.7 Bei psychischen Unfallfolgen setzt die Bejahung des adäquaten 
Kausalzusammenhangs grundsätzlich voraus, dass dem Unfallereignis für 
die Entstehung einer psychisch bedingten Erwerbsunfähigkeit eine mass-
gebende Bedeutung zukommt. Das trifft dann zu, wenn es objektiv eine 
gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht 
fällt. Für die Beurteilung dieser Frage ist gemäss BGE 115 V 133 E. 6 S. 
138 an das objektiv erfassbare Unfallereignis anzuknüpfen, wobei – aus-
gehend vom augenfälligen Geschehensablauf mit den sich dabei entwi-
ckelnden Kräften (SVR 2013 UV Nr. 3 S. 8 E. 5.2) – eine Katalogisierung 
der Unfälle in leichte (banale), im mittleren Bereich liegende und schwere 
Unfälle vorzunehmen ist (BGE 129 V 177 E. 4.1 S. 183). Die erlittenen Ver-
letzungen können dabei Rückschlüsse auf die Kräfte, die sich beim Unfall 
entwickelt haben, gestatten (SVR 2011 UV Nr. 10 S. 36 E. 4.2.2). Abhängig 
von der Unfallschwere sind je nachdem weitere Kriterien in die Beurteilung 

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einzubeziehen. Diese werden unter Ausschluss psychischer Aspekte ge-
prüft (BGE 140 V 356 E. 5.1 S. 359).

Bei banalen Unfällen wie z.B. bei geringfügigem Anschlagen des Kopfes 
oder Übertreten des Fusses und bei leichten Unfällen wie z.B. einem ge-
wöhnlichen Sturz oder Ausrutschen kann der adäquate Kausalzusammen-
hang zwischen Unfall und psychischen Gesundheitsstörungen in der Regel 
(vgl. jedoch BGE 140 V 356 E. 5.3 S. 360) ohne weiteres verneint werden, 
weil aufgrund der allgemeinen Lebenserfahrung, aber auch unter Einbezug 
unfallmedizinischer Erkenntnisse davon ausgegangen werden darf, dass 
ein solcher Unfall nicht geeignet ist, einen erheblichen Gesundheitsscha-
den zu verursachen (BGE 129 V 177 E. 4.1 S. 183, 115 V 133 E. 6a S. 
139).

Bei schweren Unfällen dagegen ist der adäquate Kausalzusammenhang 
zwischen Unfall und psychisch bedingter Erwerbsunfähigkeit in der Regel 
zu bejahen. Denn nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der 
allgemeinen Lebenserfahrung sind solche Unfälle geeignet, invalidisierende 
psychische Gesundheitsschäden zu bewirken (BGE 129 V 177 E. 4.1 S. 
183, 115 V 133 E. 6b S. 140).

Bei Unfällen aus dem mittleren Bereich lässt sich die Frage, ob zwischen 
Unfall und psychisch bedingter Erwerbsunfähigkeit ein adäquater Kausal-
zusammenhang besteht, nicht auf Grund des Unfalles allein schlüssig be-
antworten. Das Bundesgericht hat daher festgestellt, dass weitere, objektiv 
erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall im Zusammen-
hang stehen oder als direkte bzw. indirekte Folgen davon erscheinen, in 
eine Gesamtwürdigung einzubeziehen sind. Als wichtigste Kriterien sind zu 
nennen (BGE 129 V 177 E. 4.1 S. 183, 115 V 133 E. 6c aa S. 140):

- besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklich-
keit des Unfalles;

- die Schwere oder besondere Art der erlittenen (somatischen) Verletzun-
gen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische Feh-
lentwicklungen auszulösen;

- ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung;
- körperliche Dauerschmerzen;
- ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlim-

mert;

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Okt. 2016, UV/15/902, Seite 10

- schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;
- Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit.

Der Einbezug sämtlicher objektiver Kriterien in die Gesamtwürdigung ist 
jedoch nicht in jedem Fall erforderlich. Je nach den konkreten Umständen 
kann für die Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen 
Unfall und psychisch bedingter Erwerbsunfähigkeit neben dem Unfall allen-
falls ein einziges Kriterium genügen. Dies trifft einerseits dann zu, wenn es 
sich um einen Unfall handelt, welcher zu den schwereren Fällen im mittle-
ren Bereich zu zählen ist oder sogar als Grenzfall zu einem schweren Un-
fall zu qualifizieren ist. Sowohl einem mittelschweren wie auch einem im 
Grenzbereich zu den leichten Unfällen liegenden Ereignis kommt nur dann 
im Sinne adäquater Kausalität massgebende Bedeutung für die aktuelle 
Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit zu, wenn ein einzelnes der unfallbezoge-
nen Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist oder aber diese in 
gehäufter oder auffallender Weise gegeben sind (RKUV 2005 U 548 S. 232 
E. 3.2.3). Liegt im eigentlichen mittleren Bereich keines der Einzelkriterien 
in besonders ausgeprägter oder auffallender Weise vor, so müssen für die 
Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs drei Kriterien erfüllt sein 
(SVR 2012 UV Nr. 2 S. 7 E. 3.5). Handelt es sich um einen mittelschweren 
Unfall im Grenzbereich zu den leichten Unfällen müssen für die Bejahung 
der Adäquanz vier Kriterien gegeben sein (SVR 2010 UV Nr. 25 S. 102 E. 
4.5). Diese Würdigung des Unfalles zusammen mit den objektiven Kriterien 
führt zur Bejahung oder Verneinung der Adäquanz (BGE 117 V 359 E. 6b 
S. 367, BGE 115 V 133 E. 6c bb S. 140; vgl. RKUV 1997 U 272 S. 174 E. 
4b).

2.8 Gestützt auf Art. 19 Abs. 1 UVG sowie gemäss konstanter Recht-
sprechung hat der Versicherer – sofern allfällige Eingliederungsmassnah-
men der Invalidenversicherung abgeschlossen sind – die Heilbehandlung 
(und das Taggeld) nur solange zu gewähren, als von der Fortsetzung der 
ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszu-
standes erwartet werden kann. Trifft dies nicht mehr zu, ist der Fall unter 
Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung des 
Anspruchs auf eine Invalidenrente und auf eine Integritätsentschädigung 
abzuschliessen (BGE 140 V 130 E. 2.2 S. 132, 137 V 199 E. 2.1 S. 201). 
Was unter einer namhaften Besserung des Gesundheitszustandes der ver-

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sicherten Person zu verstehen ist, umschreibt das Gesetz nicht näher. Mit 
Blick darauf, dass die soziale Unfallversicherung ihrer Konzeption nach auf 
die erwerbstätigen Personen ausgerichtet ist, wird sich dies namentlich 
nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der 
Arbeitsfähigkeit, soweit unfallbedingt beeinträchtigt, bestimmen. Dabei ver-
deutlicht die Verwendung des Begriffes "namhaft" durch den Gesetzgeber, 
dass die durch weitere Heilbehandlung zu erwartende Besserung ins Ge-
wicht fallen muss. Unbedeutende Verbesserungen genügen nicht (BGE 
134 V 109 E. 4.3 S. 115). Die Frage einer zu erwartenden gesundheitlichen 
Verbesserung ist nur prognostisch und nicht aufgrund retrospektiver Fest-
stellungen zu beurteilen (SVR 2010 UV Nr. 3 S. 14 E. 8.2).

2.9 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.

In medizinischer Hinsicht ist den Akten im Wesentlichen das Folgende zu 
entnehmen:

3.1 Die behandelnden Ärzte des Notfallzentrums des Spitals N.______ 
gaben im Bericht vom 18. Juli 2013 (act. IIa 17) die folgenden Diagnosen 
an:

 Axiales Schädeltrauma
 CT HWS vom 18. Juli 2013: keine ossäre Läsion.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Okt. 2016, UV/15/902, Seite 12

Sie hielten weiter fest, es sei zu keinem Bewusstseinsverlust gekommen, 
initial hätten leichte Kopfschmerzen bestanden, welche nun regredient sei-
en. Im Verlauf habe sich ein Schmerz über der HWS entwickelt. Neurologi-
sche Ausfälle habe der Beschwerdeführer verneint, es bestehe keine 
Amnesie, keine Übelkeit, kein Erbrechen und keine sonstigen Beschwer-
den. Es handle sich um einen 40-jährigen, ansonsten gesunden Patienten, 
welcher sich nach axialem Stauchungstrauma in der hiesigen Notaufnahme 
vorstelle. Im CT HWS ergebe sich kein Hinweis auf eine ossäre Läsion, in 
der klinischen Untersuchung seien keine neurologischen Ausfälle gegeben. 
Es werde somit auf eine muskuläre Ursache der Beschwerden geschlos-
sen. 

3.2 Dr. med. H.________, Facharzt für Neurologie, diagnostizierte im 
Bericht vom 4. September 2013 (act. IIa 14) eine Schädel-Prellung am 
18. Juli 2013 und hielt fest, der klinisch-neurologische Untersuchungsbe-
fund sei ohne relevante Auffälligkeiten gewesen, wegen der halbseitigen 
Störung (am linken Arm) sei noch eine Tibialis-SEP durchgeführt worden, 
welche allerdings auch völlig unauffällig gewesen sei. Zum Ausschluss ei-
ner relevanten Hirnverletzung sei ein MRI des Schädels durchgeführt wor-
den, wo keine Traumafolgen erkennbar gewesen seien, allerdings als 
Nebenbefund eine Sinusitis maxillaris links. Relevante Traumafolgen seien 
gegenwärtig nicht erkennbar, bei Kopfschmerzen durch eine Schädelprel-
lung sei eine Restitutio ad integrum innerhalb weniger Tage bis maximal 
Wochen zu erwarten. Differentialdiagnostisch wäre ein Spannungskopf-
schmerz, daneben auch ein Effekt durch die MR-tomografisch nachgewie-
sene Sinusitis maxillaris denkbar. 

3.3 Im Bericht vom 25. November 2013 (act. IIa 37) führte Dr. med. 
I.________, Fachärztin für Neurologie FMH, die folgenden Diagnosen auf:

1. Schädel-Prellung am 18. August (richtig: Juli) 2013
2. Status nach Kompressionsneuropathie N. ulnaris links, operiert, 17. Januar 

2006 Spital N.________
3. Status nach Kontusionstrauma mit ventraler Stauchungsfraktur LWK 5 18. Mai 

2006, persistierend lumbosakrales Schmerzsyndrom
4. Status nach Schnittverletzung Dig. II links 19. August 2006, Thenoraphie nach 

Lim/Tsai am 20. August 2006, residuell Flexionsdefizit und Hypästhesie Fin-
gerendglied II links

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Okt. 2016, UV/15/902, Seite 13

5. Seit Jahren chronisch rezidivierende agitiert depressive Störung mit Müdigkeit, 
Kraftlosigkeit, innerer Nervosität und Unruhe, reaktiv bedingt und eindeutig 
Folge der multiplen jahrelangen Kriegstraumatisierungen (Psychiater Dr. med. 
J.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, 5. Mai 2007). 

Dr. med. I.________ hielt fest, es hätten sich zu keinem Zeitpunkt neurolo-
gische Auffälligkeiten oder ossäre Läsionen an der HWS gefunden. Es per-
sistierten jedoch Kopf- und linksseitige Nackenschmerzen sowie 
Schmerzen und ein Schwächegefühl im linken Arm. Beklagt würden auch 
massive Gedächtnisstörungen, was sich auch bei der Anamneseerhebung 
habe erkennen lassen. Klinisch neurologisch fänden sich sonst keine Auf-
fälligkeiten. Schädel-MRI’s vom August 2012 und Mai 2013 (Indikation Tin-
nitus und nicht beeinflussbarer Schwindel) seien unauffällig ausgefallen. 
Insgesamt sei der Grossteil der Beschwerden vorbestehend. Das psychia-
trische Leiden stehe weiterhin im Vordergrund. Die Wiederaufnahme 
psychiatrischer Betreuung sei äusserst wichtig.

3.4 Im Bericht der Klinik D.________ vom 23. Dezember 2013 (act. IIa 
41) führte PD Dr. med. K.________, Fachärztin für Neurologie sowie 
Psychiatrie und Psychotherapie, die folgenden Diagnosen auf:

 Schädelprellung (ICD-10: S009)
 Medikamentenübergebrauchskopfschmerzen (ICD-10: G44.4)
 Anamnestisch Drehschwindelattacken, nicht klassifizierbar, ohne klinisches 

Korrelat (ICD-10: H82)

PD Dr. med. K.________ hielt fest (act. IIa 41/7 ff.), am 18. Juli 2013 sei es 
beim Beschwerdeführer zu einer Contusio capitis, einer Schädelprellung, 
jedoch nicht zu einer leichten traumatischen Hirnverletzung gekommen. 
Neben den ausgeprägten Kopfschmerzen werde berichtet über immer noch 
auftretende, kurz dauernde, nicht klar positionsabhängige rezidivierende 
Drehschwindelattacken, welche sich im neurologischen Untersuchungsbe-
fund nicht auslösen liessen, über schmerzbedingte affektive Veränderun-
gen, vor allem Reizbarkeit, Nervosität und Rückzug, über schmerzbedingte 
ausgeprägte Schlafstörungen, welche auch auf Mirtazapin nicht ausrei-
chend ansprächen, sowie über Konzentrationsstörungen, welche wiederum 
durch die Schmerzen und die Dauermüdigkeit bei schlechtem Schlaf ent-
stehen dürften. Während sich aus der neuropsychologischen, ergothera-
peutischen und physiotherapeutischen Untersuchung keine 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Okt. 2016, UV/15/902, Seite 14

therapeutischen Konsequenzen ergäben, sei aus neurologischer Sicht bei 
dem vorliegenden massiven Schmerzmittelgebrauch gemäss den gelten-
den Diagnosekriterien von Medikamenten-Übergebrauchs-Kopfschmerzen 
auszugehen, eine Therapie sei hierfür dringend indiziert.

3.5 Im Bericht vom 12. Februar 2014 (act. IIa 66) hielt Dr. med. 
I.________ fest, seit der letzten Konsultation vom 15. Januar (2014) habe 
sich an der Kopfschmerzsituation nichts verändert. Es liege kein Schwindel 
mehr vor. Die MR-Untersuchung der Wirbelsäule (vom 23. Januar 2014) 
habe keine Hinweise auf traumatische Veränderungen ergeben. 

3.6 Der Kreisarzt Dr. med. L.________ gab am 10. März 2014 an (act. 
IIa 67), der Unfall vom 18. Juli 2013 habe zu keinen bildgebend nachweis-
baren strukturellen Läsionen am Schädel geführt und die geltend gemach-
ten Kopfschmerzen stünden nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in 
einem natürlich kausalen Zusammenhang mit dem Unfallereignis. Am 
31. März 2014 hielt der Kreisarzt weiter fest (act. IIa 79), in unfallbedingter 
Hinsicht sei von weiteren ärztlichen Behandlungen keine namhafte Besse-
rung mehr zu erwarten. 

3.7 Im Bericht vom 4. Juni 2014 (act. IIa 88) gab Dr. med. I.________ 
an, es bestünden weiterhin sehr störende Dauerkopfschmerzen, wobei es 
wiederholt zu Attacken mit überlagerten, fast unerträglichen Kopfschmer-
zen komme. Der Beschwerdeführer sei informiert worden, dass nach an-
dauerndem Gebrauch auch ein medikamenteninduzierter Kopfschmerz 
auftreten könne. Gemäss seinen Angaben habe er vor dem Ereignis vom 
Juli 2013 nicht an Kopfschmerzen gelitten. Aufgrund des zeitlichen Zu-
sammenhangs komme das Trauma mit Schädelprellung und HWS-
Stauchung weiterhin als Kopfschmerzursache in Frage.

3.8 Die behandelnde Psychiaterin Dr. med. M.________, Fachärztin für 
Psychiatrie und Psychotherapie FMH, führte im Bericht vom 28. August 
2014 (act. IIa 97) die folgenden Diagnosen auf:

 Schädelprellung am 18. Juli 2013, persistierende holocephale Kopfschmerzen
 Morbus Bechterew
 Posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10: F43.1)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Okt. 2016, UV/15/902, Seite 15

Dr. med. M.________ hielt fest, beim Beschwerdeführer habe sie aufgrund 
seiner traumatischen Erfahrungen während des Krieges in … eine post-
traumatische Belastungsstörung diagnostizieren können. Sie habe aber 
auch medizinische Unterlagen über den Unfall vom 18. Juli 2013 mit Schä-
delprellung erhalten. Es habe die differentialdiagnostische Schwierigkeit 
bestanden, die Kopfschmerzen richtig einzuordnen. Nur zu Beginn der The-
rapie sei über die Erfahrungen in … gesprochen worden. Es habe sich ge-
zeigt, dass die vorgängigen psychiatrischen Therapien in … und der 
Schweiz entscheidend dazu beigetragen hätten, dass der Beschwerdefüh-
rer die zugefügten Traumen gut verarbeitet habe und seinen Alltag ohne 
Einbusse seitens dieser psychischen Belastung meistern könne. Der Be-
schwerdeführer habe nach seiner zweiten Einreise 2011 in die Schweiz 
eine Arbeit finden können und habe die letzten zwei Jahre vor seinem Un-
fall zu 100 % gearbeitet. Eine körperliche oder psychische Beeinträchtigung 
habe sich in dieser Zeit nicht manifestiert. Eine klassische Traumatherapie 
bezüglich seiner … habe sie nicht durchführen müssen. Die Behandlung 
fokussiere klar auf den Umgang mit seinen Kopfschmerzen, wie er sie in 
seinem Alltag integrieren könne, damit er für Tätigkeiten, soziale Kontakte 
und andere wichtige Lebensinhalte nicht blockiert werde. Die Kopfschmer-
zen seien nicht als Folge seiner posttraumatischen Belastungsstörung zu 
betrachten. Früher habe der Beschwerdeführer nie unter einer solchen Art 
von Kopfschmerzen und dazu noch auf täglicher Basis gelitten. Aufgrund 
all dieser differentialdiagnostischen Erwägungen seien die persistierenden 
holocephalen Kopfschmerzen als Folge des am 18. Juli 2013 erlittenen 
Unfalles zu betrachten. 

3.9 In der versicherungspsychiatrischen Beurteilung vom 16. Dezember 
2014 (act. IIa 107) führte Dr. med. E.________ die folgenden psychiatri-
schen Diagnosen nach ICD-10 auf:

1. Kopfschmerzen
a. Bei Status nach Schädelprellung am 18. Juli 2013 ohne Bewusstseinsver-

lust
b. Differenzialdiagnosen:

i. Anhaltende somatoforme Schmerzstörung ICD-10 F45.4
ii. Entwicklung körperlicher Symptome aus psychischen Gründen F68.0

2. Dysfunktionaler Umgang mit Schmerzmedikation

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Okt. 2016, UV/15/902, Seite 16

a. Nebenwirkungen der Schmerztherapie mit Opiaten ICD-10 Y57 (Sexual-
funktionsstörungen, möglicherweise auch depressive Symptome und An-
triebsprobleme)

b. Differentialdiagnosen:
i. Abhängigkeitssyndrom von Opiaten ICD-10 F11.24

3. Status nach posttraumatischer Belastungsstörung 2005 bis 2008 ICD-10 F43.1

Dr. med. E.________ gab an, HWS-Beschwerden lägen seit dem Unfall mit 
der Eisenstange nicht vor und seien auch nie prominent vorhanden gewe-
sen. Er leide unter holozephalen Kopfschmerzen. Diese seien organisch 
nicht mit strukturellen Läsionen erklärbar. Differentialdiagnostisch bestehe 
nun die Möglichkeit, dass eine selbstständige sekundäre psychische 
Störung im Sinne einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung vorlie-
ge. Im Bericht von Dr. med. M.________ werde auch auf die Schmerzpro-
blematik fokussiert, die sie auf dem organischen Hintergrund beurteile. 
Eine arbeitsleistungseinschränkende psychische Störung habe sonst seit 
dem Unfall nicht vorgelegen. Die Schmerzstörung im Sinne einer selbst-
ständigen sekundären psychischen Störung habe auf der Annahme, dass 
keine organische Ursache vorliegen sollte, seit dem zweiten Unfall den 
gesamten Verlauf dominiert.

3.10 Am 19. März 2015 hielt Dr. med. I.________ fest (act. IIb 129 S. 
14), bei der Arbeit habe der Beschwerdeführer am 18. Juli 2013 eine Schä-
del-Prellung erlitten. Es habe sich weder klinisch noch bildgebend eine un-
fallbedingte Läsion nachweisen lassen. Bis zu diesem Zeitpunkt habe er 
die Arbeit, soweit anamnestisch bekannt, problemlos verrichten können. 
Seither sei er wegen persistierend heftigsten invalidisierenden Kopf-
schmerzen arbeitsunfähig. Der Schmerzmittelkonsum sei gross, was den 
Verdacht aufkommen lasse, dass mindestens z.T. auch medikamentenin-
duzierte Kopfschmerzen vorliegen könnten. Ein Zusammenhang der Kopf-
schmerzen mit dem Trauma sei nicht beweisbar. Das zeitliche 
Zusammentreffen lasse aber mindestens an eine auslösende Komponente 
denken. 

3.11 In dem von der Invalidenversicherung in Auftrag gegebenen inter-
disziplinären MEDAS-Gutachten vom 12. Juli 2016 (act. Ib 2) mit Untersu-
chungen und Beurteilungen in den Fachdisziplinen Psychiatrie, Rheumato-
logie, Innere Medizin und Neurologie führten die Gutachter die folgenden 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Okt. 2016, UV/15/902, Seite 17

Diagnosen mit Relevanz für die Arbeitsfähigkeit (als …) auf (act. Ib 2 S. 
37): 

 Persönlichkeitsstörung, vorwiegend narzisstisch mit emotional instabilen Antei-
len F60.8

 Somatoforme Störung nicht näher bezeichnet F45.9
 Dringender Verdacht auf HLA-B27 negative Spondylarthropathie mit Sakroiliitis 

beidseits
 Aktivierte Facettengelenksarthrose LWK4/5 beidseits, rechtsbetont
 Kleine subligamentäre Diskushernie LWK4/5 foraminal links
 Breitbasiges Diskusbulging LWK5/SWK1 bei Osteochondrose ohne Neuro-

kompression
 Chronisch paroxysmale Hemicranie
 Chronischer Spannungskopfschmerz

Die Gutachter gaben an (act. Ib 2 S. 37), auf psychiatrischem Gebiet stehe 
eine Persönlichkeitsstörung, vorwiegend narzisstisch mit emotional instabi-
len Anteilen F60.8, im Vordergrund. In neurologischer Hinsicht ergäben 
sich Hinweise auf eine bisher schwer behandelbare chronisch paroxysmale 
Hemicranie und auf rheumatologischem Fachgebiet bestehe der dringende 
Verdacht auf HLA-B27 negative Spondylarthropathie mit Sakroiliitis beid-
seits. In der angestammten Tätigkeit als … wie auch in Verweistätigkeiten 
bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 50 % integral (act. Ib 2 S. 38). 

4.

4.1 Vorliegend ist umstritten, ob die nach wie vor vom Beschwerdefüh-
rer geklagten Beschwerden weiterhin in einem natürlichen und adäquaten 
Kausalzusammenhang zum Unfall vom 18. Juli 2013 stehen bzw. ob die 
Beschwerdegegnerin die Versicherungsleistungen zu Recht per 20. Febru-
ar 2015 eingestellt hat. Der Beschwerdeführer macht geltend (Beschwerde 
S. 4 ff.), die Unfallkausalität sei zu bejahen, da keine vorbestehende Kopf-
schmerzanamnese bestehe. Weiter sei die psychiatrische Behandlung bei 
Dr. med. J.________ bereits fünf Jahre vor dem hier interessierenden Un-
fallereignis abgeschlossen worden, der Beschwerdeführer sei seit 2008 voll 
arbeitsfähig gewesen. Folglich bestehe kein relevanter psychischer Vorzu-
stand, welcher als Ursache für das heutige Beschwerdebild in einem Aus-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Okt. 2016, UV/15/902, Seite 18

mass (mit)verantwortlich gemacht werden könnte, dass dadurch die 
adäquate Kausalität zwischen dem erlittenen Unfall und dem heutigen Zu-
stand unterbrochen würde. Zudem könne auf die Beurteilung des Konsilia-
rpsychiaters Dr. med. E.________ nicht abgestellt werden. Bei der 
Beurteilung der Leistungspflicht könne der Medikamentenkonsum dem Be-
schwerdeführer nicht zum Nachteil gereichen. Insgesamt liege kein hinrei-
chend abgeklärter Sachverhalt vor, weshalb weitere Abklärungen 
vorzunehmen seien (durch eine Fachperson auf dem Gebiet der Neurolo-
gie). Schliesslich seien genügend der massgebenden Kriterien erfüllt, um 
die Adäquanz zu bejahen.

4.2 In medizinischer Hinsicht ist festzuhalten, dass mittlerweile das 
MEDAS-Gutachten vom 12. Juli 2016 (act. Ib 2) vorliegt. Dieses kann zur 
Beurteilung ohne weiteres herangezogen werden, insoweit es Rückschlüs-
se auf den Sachverhalt im Zeitpunkt des angefochtenen Einspracheent-
scheids vom 15. September 2015 zulässt (Umkehrschluss aus SVR 2008 
IV Nr. 8 S. 25 E. 3.4). Zudem haben sich die Parteien zum Gutachten äus-
sern können (vgl. prozessleitende Verfügung vom 25. Juli 2016). Das ME-
DAS-Gutachten vom 12. Juli 2016 (act. Ib 2) erfüllt die an den Beweiswert 
einer medizinischen Expertise gestellten Anforderungen (vgl. E. 2.9 hiervor) 
und hat volle Beweiskraft. Gleiches gilt für die psychiatrische Beurteilung 
von Dr. med. E.________ vom 16. Dezember 2014 (act. IIa 107). Sowohl 
das MEDAS-Gutachten als auch die Beurteilung von Dr. med. E.________ 
handeln – beruhend auf allseitigen Untersuchungen und unter Berücksich-
tigung der geklagten Beschwerden – die streitigen Punkte umfassend ab 
und wurden in Kenntnis der Vorakten abgegeben. Weiter leuchten sie in 
der medizinischen Beurteilung ein und die darin gezogenen Schlussfolge-
rungen werden eingehend begründet. Entgegen der Auffassung des Be-
schwerdeführers (vgl. Beschwerde S. 12) sind keine Zweifel an der 
Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der Beurteilung von Dr. med. E.________ 
auszumachen. Folglich sind keine weiteren medizinischen Abklärungen 
notwendig, insbesondere auch keine neurologischen, wie vom Beschwer-
deführer geltend gemacht wird (Beschwerde S. 12).

4.3 Es lässt sich nicht beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin die 
vorübergehenden Leistungen per 20. Februar 2015 eingestellt hat. Dies 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Okt. 2016, UV/15/902, Seite 19

deshalb, weil nach abgeschlossenem Beweisverfahren davon auszugehen 
ist, dass im Zeitpunkt des Fallabschlusses keine organisch objektivierbaren 
Unfallfolgen mehr vorgelegen haben, insbesondere liegt den nach wie vor 
geklagten Kopfschmerzen kein organisch objektiv ausgewiesenes Korrelat 
zu Grunde. So ergab bereits unmittelbar nach dem Unfall vom 18. Juli 2013 
ein CT der HWS keinen Hinweis auf eine ossäre Läsion (act. IIa 17). Laut 
Bericht von Dr. med. H.________ vom 4. September 2013 (act. IIa 14) sei 
eine Tibialis-SEP völlig unauffällig gewesen und im durchgeführten MRI 
des Schädels seien keine Traumafolgen erkennbar gewesen. Auch eine 
am 23. Januar 2014 durchgeführte MR-Untersuchung der ganzen Wir-
belsäule ergab keine Hinweise auf traumatische Veränderungen (act. IIa 
66). 

Die gemäss MEDAS-Gutachten vom 12. Juli 2016 (act. Ib 2) – neben den 
Kopfschmerzen – im Vordergrund stehenden Beschwerden (Persönlich-
keitsstörung, vorwiegend narzisstisch mit emotional instabilen Anteilen und 
dringender Verdacht auf HLA-B27 negative Spondylarthropathie mit Sakroi-
liitis beidseits [act. Ib 2 S. 37]) sind nicht unfallkausal und spielen deshalb 
bei der Frage nach der Zulässigkeit des Fallabschlusses keine Rolle. Dabei 
kann ohne weiteres angenommen werden, dass die Beschwerden, wie sie 
im MEDAS-Gutachten beschrieben werden, in vergleichbarer Weise bereits 
im Zeitpunkt des Fallabschlusses vorgelegen haben. Es ist deshalb uner-
heblich, dass die behandelnden Ärzte dem Beschwerdeführer im Zeitpunkt 
des Fallabschlusses eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % attestiert haben 
(vgl. act. IIb 134), denn es ist ohne weiteres davon auszugehen, dass die 
entsprechende Beeinträchtigung nicht unfallbedingt war. Der Kreisarzt Dr. 
med. L.________ hielt bereits am 31. März 2014 fest (act. IIa 79), von einer 
weiteren ärztlichen Behandlung könne in unfallbedingter Hinsicht keine 
namhafte Besserung mehr erwartet werden. Somit ist der Zeitpunkt des 
Fallabschlusses bzw. der Prüfung der Adäquanz (vgl. E. 2.8 hiervor) per 
20. Februar 2015 nicht zu beanstanden. Der Beschwerdeführer macht 
denn auch nicht geltend, die Adäquanz sei zu früh geprüft und gestützt 
darauf der Fall abgeschlossen worden.

4.4 Da den aus unfallversicherungsrechtlicher Sicht interessierenden 
Kopfschmerzen wie erwähnt kein organisch objektiv ausgewiesenes Korre-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Okt. 2016, UV/15/902, Seite 20

lat zu Grunde liegt und gleichzeitig psychische Beschwerden vorliegen (an-
haltende somatoforme Schmerzstörung ICD-10 F45.4 [act. IIa 107] bzw. 
somatoforme Störung nicht näher bezeichnet F45.9 [act. Ib 2 S. 37]), hat 
eine besondere Prüfung der Adäquanz zu erfolgen (vgl. E. 2.6 hiervor). 
Dabei ist von Bedeutung, ob die versicherte Person ein Schleudertrauma 
der Halswirbelsäule, eine dem Schleudertrauma äquivalente Verletzung 
oder ein Schädelhirntrauma erlitten hat (vgl. E. 2.6 hiervor). Ob der Be-
schwerdeführer beim Unfall vom 18. Juli 2013 überhaupt eine der genann-
ten Verletzungen erlitten hat, ist bei der diagnostizierten Schädelprellung 
ohne leichte traumatische Hirnverletzung (act. IIa 41 S. 7) zumindest frag-
lich und kann offen gelassen werden. Denn selbst unter der Annahme, 
dass eine der genannten Verletzungen vorliegt, ist die Adäquanz nach der 
Rechtsprechung gemäss BGE 115 V 133 für Unfälle mit psychischen Fol-
geschäden zu prüfen, da die physischen Beschwerden im Verlauf der gan-
zen Entwicklung vom Unfall bis zum Zeitpunkt der Einstellung der 
Leistungen nur eine sehr untergeordnete Rolle gespielt haben (vgl. E. 2.6 
hiervor). So hat Dr. med. E.________ die Kopfschmerzen differentialdia-
gnostisch als anhaltende somatoforme Schmerzstörung beurteilt (act. IIa 
107 S. 15) und festgehalten (act. IIa 107 S. 16 f.), die Schmerzstörung im 
Sinne einer selbstständigen sekundären psychischen Störung habe auf der 
Annahme, dass keine organische Ursache vorliegen sollte, seit dem zwei-
ten Unfall den gesamten Verlauf dominiert. Auch die den Beschwerdeführer 
seit November 2013 behandelnde Psychiaterin Dr. med. M.________ hielt 
fest (act. IIa 97), nur zu Beginn sei über die Erfahrungen in … gesprochen 
worden, die Behandlung fokussiere sich klar auf den Umgang mit den 
Kopfschmerzen. Da damit bereits die anzuwendende Methode der 
Adäquanzprüfung feststeht, ist unerheblich, ob der Beschwerdeführer un-
mittelbar vor den Unfall vom 18. Juli 2013 noch unter psychischen Proble-
men im Zusammenhang mit seinen Erlebnissen in … (vgl. act. IIa 70 - 74) 
gelitten hat oder nicht und ob diese durch das Ereignis von Juli 2013 ver-
stärkt worden sind oder nicht. Bejahendenfalls hätte die Adäquanzprüfung 
ebenfalls gemäss BGE 115 V 133 zu erfolgen (vgl. E. 2.6 hiervor am 
Schluss).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Okt. 2016, UV/15/902, Seite 21

5.

5.1 Bei der Prüfung der adäquaten Kausalität nach der Rechtsprechung 
gemäss BGE 115 V 133 für Unfälle mit psychischen Folgeschäden ist die 
Schwere des Unfalles ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf 
mit den sich dabei entwickelnden Kräften zu beurteilen (vgl. E. 2.7 hiervor). 
Bezüglich der Unfallschwere geht die Beschwerdegegnerin in Bezug auf 
das Ereignis vom 18. Juli 2013, bei welchem dem Beschwerdeführer beim 
… eine ungefähr 10kg schwere Metallstange vom … aus einer Höhe von 
mindestens einem Meter auf den Kopf gefallen ist (act. IIa 13), höchstens 
von einem mittelschweren Unfall im Grenzbereich zu den leichten Unfällen 
aus, was nicht zu beanstanden ist. Ein Unfall im eigentlichen mittleren Be-
reich, wovon der Beschwerdeführer ausgeht (Beschwerde S. 12 Ziff. 8), 
liegt nicht vor. Als solchen hat das Bundesgericht den Fall einer versicher-
ten Person qualifiziert, welcher eine etwa 15kg schwere Reklametafel aus 
einer Höhe von etwa zwei Metern auf den Kopf fiel oder denjenigen einer 
versicherten Person, die von einer aus fünf Metern Höhe zu Boden fallen-
den 15.6kg schweren Schalttafel am Kopf getroffen wurde (Entscheid des 
BGer vom 15. März 2013, 8C_945/2012, E. 3.2). Der Beschwerdeführer 
wurde jedoch von einem leichteren Gegenstand, welcher ihm aus geringe-
rer Höhe auf den Kopf fiel, verletzt. Bei Vorliegen eines Unfalles im mittle-
ren Bereich an der Grenze zu einem leichten Unfall ist die adäquate 
Kausalität nur zu bejahen, wenn entweder ein einzelnes der massgeben-
den Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist oder aber mehrere 
– mindestens vier – in gehäufter oder auffallender Weise gegeben sind 
(vgl. E. 2.7 hiervor).

5.2 Die Prüfung der einzelnen Adäquanzkriterien gemäss BGE 115 V 
133 (vgl. E. 2.7 hiervor) ergibt das folgende Bild:

5.2.1 Das Kriterium der besonders dramatischen Begleitumstände oder 
besonderen Eindrücklichkeit des Unfalles ist objektiv zu beurteilen und 
nicht aufgrund des subjektiven Empfindens bzw. Angstgefühls der versi-
cherten Person. Jedem mindestens mittelschweren Unfall ist eine gewisse 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Okt. 2016, UV/15/902, Seite 22

Eindrücklichkeit eigen, welche somit noch nicht für die Bejahung des Krite-
riums ausreichen kann (BGE 140 V 356 E. 5.6.1 S. 366, 134 V 109 E. 
10.2.1 S. 127; SVR 2013 UV Nr. 3 S. 9 E. 6.1). Beim Unfall vom 18. Juli 
2013 waren weder besonders dramatische Begleitumstände gegeben noch 
war dieser besonders eindrücklich, womit dieses Kriterium nicht erfüllt ist.

5.2.2 Ebenfalls nicht erfüllt ist das Kriterium der Schwere oder besonde-
ren Art der erlittenen (somatischen) Verletzungen, da die erlittene Schädel-
prellung (ohne leichte traumatische Hirnverletzung [act. IIa 41 S. 7]) 
üblicherweise nicht geeignet ist, der Auslöser für psychische Fehlentwick-
lungen zu sein. 

5.2.3 Das Kriterium der ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Be-
handlung setzt eine länger dauernde, kontinuierliche und zielgerichtete 
Behandlung somatisch begründbarer Beschwerden voraus (BGE 140 V 
356 E. 5.6.2 S. 366). Über längere Zeit lagen hier nach dem Ereignis vom 
18. Juli 2013 keine somatisch begründbaren Beschwerden vor, weshalb 
auch dieses Kriterium zu verneinen ist.

5.2.4 Beim Kriterium körperliche Dauerschmerzen sind allein objektiv or-
ganisch ausgewiesene Beschwerden relevant. Da die vom Beschwerdefüh-
rer nach wie vor geltend gemachten Beschwerden diese Voraussetzung 
nicht erfüllen, ist auch dieses Kriterium nicht gegeben.

5.2.5 Eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich 
verschlimmert hat, liegt ebenfalls nicht vor.

5.2.6 Die beiden Teilaspekte des Kriteriums des schwierigen Heilungsver-
laufs und der erheblichen Komplikationen müssen nicht kumulativ erfüllt 
sein (SVR 2012 UV Nr. 2 S. 7 E. 3.5.5). Aus der blossen Dauer der ärztli-
chen Behandlung und der geklagten Beschwerden darf nicht schon auf 
einen schwierigen Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen ge-
schlossen werden. Es bedarf hiezu besonderer Umstände, welche die Hei-
lung beeinträchtigt haben (BGE 140 V 356 E. 5.6.3 S. 367, 134 V 109 E. 
10.2.6 S. 129; SVR 2007 UV Nr. 25 S. 85 E. 8.5). Nicht darunter fallen etwa 
die Einnahme vieler Medikamente und die Durchführung verschiedener 
Therapien wie auch die Tatsache, dass trotz regelmässiger Therapien we-
der eine Beschwerdefreiheit noch eine (vollständige) Arbeitsfähigkeit in der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Okt. 2016, UV/15/902, Seite 23

angestammten Tätigkeit erreicht werden konnten (SVR 2010 UV Nr. 10 S. 
42 E. 4.3). Damit stellt der bisweilen übermässige Schmerzmittelkonsum 
entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (vgl. Beschwerde S. 13) 
keine Komplikation im Sinne dieses Kriteriums dar. Ebenfalls zu verneinen 
ist das Vorliegen eines schwierigen Heilungsverlaufs.

5.2.7 Wie die Beschwerdegegnerin schliesslich zutreffend festhält (Be-
schwerdeantwort S. 6), war eine allfällige Arbeitsunfähigkeit bereits nach 
kurzer Zeit ausschliesslich psychisch bedingt, da die psychische Problema-
tik bereits kurz nach dem Unfallereignis klar im Vordergrund stand (vgl. E. 
4.4 hiervor). Da eine psychisch begründete Arbeitsunfähigkeit im vorlie-
genden Zusammenhang nicht zu berücksichtigen ist, ist auch das Kriterium 
Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit zu verneinen.

5.3 Da keines der relevanten Kriterien erfüllt ist, ist die Adäquanz zwi-
schen dem Unfall vom 18. Juli 2013 sowie den anhaltenden Kopfschmer-
zen bzw. den psychischen Beschwerden zu verneinen. Somit erübrigt sich 
auch eine Prüfung des natürlichen Kausalzusammenhangs (vgl. E. 2.3 
hiervor).

5.4 Die Beschwerdegegnerin hat deshalb die vorübergehenden Leis-
tungen zu Recht per 20. Februar 2015 eingestellt und den Anspruch auf 
weitergehende Leistungen verneint. Die Beschwerde ist demnach abzu-
weisen, soweit darauf einzutreten ist (vgl. E. 1.2 hiervor).

6.

6.1 Verfahrenskosten sind keine zu erheben (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. a ATSG).

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf 
eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. g ATSG).

6.3 Aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege (vgl. prozess-
leitende Verfügung vom 21. Januar 2016) ist das amtliche Honorar von 
Rechtsanwalt B.________ festzulegen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Okt. 2016, UV/15/902, Seite 24

Gemäss Art. 42 des kantonalen Anwaltsgesetzes vom 28. März 2006 
(KAG; BSG 168.11) bezahlt der Kanton den amtlich bestellten Anwältinnen 
und Anwälten eine angemessene Entschädigung, die sich nach dem gebo-
tenen Zeitaufwand bemisst und höchstens dem Honorar gemäss der Tarif-
ordnung für den Parteikostenersatz entspricht. Bei der Festsetzung des 
gebotenen Zeitaufwandes sind die Bedeutung der Streitsache und die 
Schwierigkeit des Prozesses zu berücksichtigen. Auslagen und Mehrwert-
steuer werden zusätzlich entschädigt (Abs. 1). Die Aufwendungen für die 
Erlangung des Rechts auf unentgeltliche Rechtspflege sind nach den glei-
chen Regeln zu entschädigen (Abs. 3). Nach Art. 42 Abs. 4 KAG i.V.m. 
Art. 1 der kantonalen Verordnung vom 20. Oktober 2010 über die Entschä-
digung der amtlichen Anwältinnen und Anwälte (EAV; BSG 168.711) be-
trägt der Stundenansatz Fr. 200.--.

Mit Kostennote vom 21. September 2016 macht Rechtsanwalt B.________ 
einen Zeitaufwand von 13.55 Stunden à Fr. 260.-- bzw. ein Honorar von 
Fr. 3‘523.-- zuzüglich Auslagen von Fr. 155.-- sowie Mehrwertsteuer von 
Fr. 294.25 (8 % von Fr. 3‘678.--), total Fr. 3‘972.25, geltend, was nicht zu 
beanstanden ist. Folglich wird der tarifmässige Parteikostenersatz für die-
ses Verfahren auf Fr. 3‘972.25 festgesetzt. Davon ist Rechtsanwalt 
B.________ nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils aus der Gerichts-
kasse ein amtliches Honorar von Fr. 2‘710.-- (13.55 h x Fr. 200.--) zuzüg-
lich Auslagen von Fr. 155.-- und Mehrwertsteuer von Fr. 229.20 (8 % von 
Fr. 2‘865.--), total somit eine Entschädigung von Fr. 3‘094.20, auszurichten. 
Vorbehalten bleibt die Nachzahlungspflicht des Beschwerdeführers ge-
genüber dem Kanton Bern entsprechend den Voraussetzungen von 
Art. 123 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 
(ZPO; SR 272 [vgl. Art. 113 VRPG]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Okt. 2016, UV/15/902, Seite 25

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Der tarifmässige Parteikostenersatz des amtlichen Anwalts wird in die-
sem Verfahren auf Fr. 3‘972.25 (inkl. Auslagen und MWSt.) festge-
setzt. Davon wird Rechtsanwalt B.________ nach Eintritt der 
Rechtskraft dieses Urteils aus der Gerichtskasse eine auf Fr. 3‘094.20 
festgesetzte Entschädigung (inkl. Auslagen und MWSt.) vergütet. Vor-
behalten bleibt die Nachzahlungspflicht nach Art. 123 ZPO.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt Dr. B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- Rechtsanwalt C.________ z.H. der Beschwerdegegnerin
- Bundesamt für Gesundheit 
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Okt. 2016, UV/15/902, Seite 26

Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.