# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bf0c2ff5-f786-5b27-b636-694442e983b5
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-01-07
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 07.01.2022 RT210093
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_RT210093_2022-01-07.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: RT210093-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichter Dr. M. Kriech, Vorsitzender, Oberrichter  

lic. iur. M. Spahn und Oberrichterin lic. iur. Ch. von Moos Würgler  

sowie Gerichtsschreiber MLaw M. Wild 

Urteil vom 7. Januar 2022 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Gesuchsgegner und Beschwerdeführer 

 

vertreten durch Rechtsanwalt X._____ 

 

gegen 

 

B._____,  
Gesuchstellerin und Beschwerdegegnerin 

 

vertreten durch C._____,  

 

betreffend Rechtsöffnung  
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen  
Verfahren am Bezirksgericht Hinwil vom 14. April 2021 (EB210001-E) 

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Erwägungen: 

1.1 Mit Verfügung und Urteil vom 14. April 2021 erledigte die Vorinstanz das 

Gesuch der Gesuchstellerin und Beschwerdegegnerin (fortan Gesuchstellerin) um 

Rechtsöffnung in der Betreibung Nr. 1 des Betreibungsamts Hinwil, Zahlungsbe-

fehl vom 2. Dezember 2020, indem sie auf das Begehren um Rechtsöffnung über 

die Betreibungskosten nicht eintrat (Verfügungsdispositiv-Ziffer 1), definitive 

Rechtsöffnung über den Betrag von Fr. 15'999.95 erteilte (Urteilsdispositiv-Ziffer 1 

Absatz 1), das Begehren im Betrag von Fr. 622.– infolge Zahlung als gegen-

standslos geworden abschrieb (Urteilsdispositiv-Ziffer 1 Absatz 2) und im Mehrbe-

trag das Begehren abwies (Urteilsdispositiv-Ziffer 1 Absatz 3; Urk. 21 S. 7 f. = 

Urk. 24 S. 7 f.). Im Übrigen regelte sie die Kosten- und Entschädigungsfolgen zu-

lasten des unterliegenden Gesuchsgegners und Beschwerdeführers (fortan Ge-

suchsgegner; Urteilsdispositiv-Ziffern 2-4). 

1.2 Hiergegen erhob der Gesuchsgegner mit Eingabe vom 11. Juni 2021 innert 

Frist (vgl. Urk. 22) Beschwerde mit den nachfolgenden Anträgen (Urk. 23 S. 2): 

 "1. Der Rechtsöffnungsentscheid EB210001-E/U02 des Bezirksgerichts 
Hinwil, Einzelgericht im summarischen Verfahren, vom 14. April 2021 sei 
in Ziffer 1 Absatz 1 sowie in den Ziffern 2, 3, 4, 5 und 6 aufzuheben; 

  2. Eventualiter sei der Entscheid aufzuheben und zur Neubeurteilung an 
die Vorinstanz zurückzuweisen; 

  unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegegne-
rin, zuzüglich Mehrwertsteuerzuschlag." 

1.3 Nach fristgerechtem Eingang des Kostenvorschusses von Fr. 750.– (Urk. 28 

und 29) wurde der Gesuchstellerin mit Verfügung vom 24. August 2021 Frist zur 

Beschwerdeantwort angesetzt (Urk. 30). Die Beschwerdeantwort, in welcher die 

Gesuchstellerin die Abweisung der Beschwerde beantragt (Urk. 31), sowie die 

weiteren in der Folge eingereichten Stellungnahmen (Urk. 35 und 39) wurden der 

jeweiligen Gegenpartei zur Kenntnisnahme zugestellt. Die letzte Eingabe der Ge-

suchstellerin erfolgte am 13. Oktober 2021 (Datum Eingang; Urk. 39). 

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1.4 Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (Urk. 1-22). Das Verfahren 

erweist sich als spruchreif. 

2.1 Mit der Beschwerde können unrichtige Rechtsanwendung und offensichtlich 

unrichtige Feststellung des Sachverhalts gerügt werden (Art. 320 ZPO). Es gilt 

das Rügeprinzip (ZK ZPO-Freiburghaus/Afheldt, Art. 321 N 15), d.h. die Be-

schwerde führende Partei hat im Einzelnen darzulegen, an welchen Mängeln (un-

richtige Rechtsanwendung, offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachver-

halts) der angefochtene Entscheid ihrer Ansicht nach leidet. Was nicht in dieser 

Weise gerügt wird, hat grundsätzlich Bestand. Neue Anträge, neue Tatsachenbe-

hauptungen und neue Beweismittel sind im Beschwerdeverfahren ausgeschlos-

sen; das Novenverbot ist umfassend (Art. 326 Abs. 1 ZPO).  

2.2 Aufgrund des umfassenden Novenverbots sind die von den Parteien im Be-

schwerdeverfahren neu eingereichten Urkunden (vgl. Urk. 26/11; Urk. 33/1-8, 

Urk. 37/17-18, Urk. 41/9-14) sowie die damit zusammenhängenden Ausführungen 

für die Entscheidfindung nicht zu berücksichtigen. Auf die übrigen Parteivorbrin-

gen wird im Folgenden insoweit eingegangen, als dies für die Entscheidfindung 

notwendig ist. 

2.3 Gemäss Art. 327 Abs. 2 ZPO kann die Rechtsmittelinstanz im Beschwerde-

verfahren aufgrund der Akten entscheiden. Hierbei handelt es sich um die Regel. 

Bei Zweckmässigkeit ist es möglich, eine mündliche Parteiverhandlung durchzu-

führen (Botschaft ZPO, 7379). Trotz entsprechendem Gesuch werden vom Ge-

suchsgegner keine Gründe vorgebracht, weshalb vorliegend abweichend von der 

Regel eine Beschwerdeverhandlung zweckmässig wäre (Urk. 23 S. 3). Es kann 

somit darauf verzichtet und das Verfahren rein schriftlich geführt werden. 

3.1 Die Gesuchstellerin beantragt Rechtsöffnung für einen Betrag von total 

Fr. 18'093.95 (Urk. 1 S. 1). Als Rechtsöffnungstitel verweist sie auf vier Verlust-

scheine des Betreibungsamts Hinwil (Verlustschein vom 30. Mai 2013, Verlust-

scheinnummer 2, Forderungsbetrag von Fr. 2'052.35 [Urk. 2/5]; Verlustschein 

vom 10. September 2013, Verlustscheinnummer 3, Forderungsbetrag von 

Fr. 3'935.45 [Urk. 2/6]; Verlustschein vom 10. September 2013, Verlustschein-

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nummer 4, Forderungsbetrag von Fr. 7'234.10 [Urk. 2/8]; Verlustschein vom 

3. März 2014, Verlustscheinnummer 5, Forderungsbetrag von Fr. 4'872.10 

[Urk. 2/7]) sowie auf ein Urteil des Bezirksgerichts Bischofszell vom 29. März 

2010 (Urk. 2/4; Urk. 1 S. 1 f.). 

3.2 Die Vorinstanz hielt zusammengefasst fest, dass das rechtskräftige und voll-

streckbare Urteil des Bezirksgerichts Bischofszell vom 29. März 2010 einen defini-

tiven Rechtsöffnungstitel für die darin festgelegte Unterhaltspflicht und Güter-

rechtsforderung darstelle (Urk. 24 S. 4). Mit Verweis auf Rechtsprechung und 

Lehre zur Tilgung gemäss Art. 81 Abs. 1 SchKG führte sie aus, der Gesuchsgeg-

ner habe einerseits Kontobelege für die Überweisung von zwei Akontozahlungen 

mit der Referenz "Altlasten" in der Höhe von je Fr. 8'000.– und andererseits eine 

von der Gesuchstellerin ausgestellte Quittung vom 26. Februar 2015 eingereicht. 

Die Bezeichnung in der Quittung beschränke sich auf "Altlasten der letzten Jahre 

bis 16. September 2014". Weitergehende Angaben, welche zu bestimmen erlau-

ben würden, ob die Zahlungen die betriebenen Forderungen betreffen würden, 

seien nicht ersichtlich. Die Ausführungen des Gesuchsgegners, er habe mit den 

Akontozahlungen die Forderungen in den genannten Verlustscheinen überwie-

sen, seien blosse Schutzbehauptungen. Aufgrund der zahlreichen Betreibungs-

verfahren zwischen den Parteien sei es sogar wahrscheinlich, dass die damaligen 

Zahlungen des Gesuchsgegners andere Forderungsgründe betreffen würden 

(Urk. 24 S. 4 f.). Des Weiteren hätte der Gesuchsgegner bei vollständiger Zahlung 

die Verlustscheine herausverlangen und die Löschung der Einträge verlangen 

können, was er nicht gemacht habe (Urk. 24 S. 5 f.). Es gelinge dem Gesuchs-

gegner nicht, durch Urkunden zu beweisen, dass die in Betreibung gesetzten Be-

träge getilgt seien (Urk. 24 S. 6). Hingegen erachtete die Vorinstanz die vom Ge-

suchsgegner vorgebrachte Verrechnungseinrede über Fr. 1'472.– als gerechtfer-

tigt, weshalb sie über den entsprechenden Betrag keine Rechtsöffnung erteilte 

(Urk. 24 S. 6). Sodann hielt sie fest, der Gesuchsgegner könne mit der einge-

reichten Abrechnung des Betreibungsamtes Hinwil vom 15. März 2021 belegen, 

dass er Fr. 622.– der betriebenen Forderung bezahlt habe, weshalb sie das 

Rechtsöffnungsbegehren in diesem Umfang infolge Zahlung als gegenstandslos 

geworden abschrieb (Urk. 24 S. 6).  

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4.1 Der Gesuchsgegner stellt in seiner Beschwerdeschrift (zu Recht) nicht in Ab-

rede, dass die Gesuchstellerin mit dem Scheidungsurteil vom 29. März 2010 

(Urk. 2/4) einen definitiven Rechtsöffnungstitel im Sinne von Art. 80 Abs. 1 SchKG 

vorgelegt hat. Vielmehr führt er in seiner Beschwerdeschrift zusammengefasst 

aus, die Vorinstanz habe die von ihm eingereichte tabellarische Aufstellung, wel-

che die Gesuchstellerin in einem früheren Rechtsöffnungsverfahren bei der Vorin-

stanz selber ins Recht gereicht habe, nicht berücksichtigt (Urk. 23 S. 4). Gemäss 

dieser Aufstellung habe die Gesuchstellerin die vom Gesuchsgegner bis zum 

26. Februar 2015 geleisteten Fr. 16'000.– an die im vorliegenden Verfahren in 

Frage stehenden vier Verlustscheine in der Gesamthöhe von Fr. 18'094.– ange-

rechnet. Auch die noch bestehende Restschuld von Fr. 2'094.– sei von der Ge-

suchstellerin in ihrer Aufstellung klar festgehalten worden (Urk. 23 S. 5.). Die Vor-

instanz habe den Sachverhalt somit aktenwidrig festgestellt. Aufgrund der vorge-

nannten Aufstellung sei belegt, dass die im vorliegenden Verfahren in Betreibung 

gesetzte Forderung im Umfang von Fr. 16'000.– getilgt worden sei (Urk. 23 S. 6). 

Sodann sei die Restschuld, wie von der Vorinstanz korrekt festgehalten, durch die 

Verrechnung der Parteientschädigung von Fr. 1'472.– sowie mit der Zahlung von 

Fr. 622.– beglichen worden (Urk. 23 S. 7). 

4.2 Beruht die Forderung - wie hier - auf einem vollstreckbaren Entscheid eines 

schweizerischen Gerichts, so kann der Schuldner die definitive Rechtsöffnung nur 

abwenden, wenn er durch Urkunden beweist, dass die Schuld seit Erlass des 

Entscheids getilgt oder gestundet worden ist (Art. 81 Abs. 1 SchKG). Die Tilgung 

und Stundung muss bewiesen werden, glaubhaft machen genügt im Gegensatz 

zu Art. 82 Abs. 2 SchKG nicht (BGE 124 III 501 E. 3.a; BGE 140 III 41 E. 3.3.2; 

BGer 5D_72/2015 vom 13. August 2015, E. 4.1). Der Beweis kann sich aus meh-

reren eingereichten Dokumenten ergeben (Stücheli, Die Rechtsöffnung, Diss. Zü-

rich 2000, S. 232). Die Urkunden müssen nicht zwingend vom Gläubiger unter-

zeichnet worden sein, so genügt bspw. auch ein Bankbeleg für den Nachweis der 

Tilgung (BSK SchKG I-Staehelin, Art. 82 N 4 und 9b). Dem Schuldner obliegt da-

bei der Nachweis, dass die Zahlung die in Betreibung gesetzte Forderung betrof-

fen hat (vgl. Art. 85 ff. OR; OGer ZH RT150200 vom 12.04.2016, E. 4.1).  

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4.3 Der Gesuchsgegner reichte vor Vorinstanz mit seiner Stellungnahme vom 

12. März 2021 zur Beantwortung des Rechtsöffnungsgesuchs diverse Urkunden 

ins Recht, unter anderem zwei Überweisungsbelege von je Fr. 8'000.– vom 

27. Januar 2015 und vom 26. Februar 2015 mit der Referenz "Altlasten" (vgl. 

Urk. 13/A5a+A5b), eine von der Gesuchstellerin unterzeichnete Quittung für den 

Erhalt von Fr. 16'000.– vom 26. Februar 2015 betreffend "Altlasten der letzten 

Jahre bis 16.09.2014" (vgl. Urk. 13/A6) sowie eine undatierte Aufstellung über 

ausstehende Schulden (vgl. Urk. 13/A1a). In der Aufstellung sind die im vorlie-

genden Verfahren zur Diskussion stehenden vier Verlustscheine des Betrei-

bungsamtes Hinwil mit den Verlustscheinnummern 2, 3, 4 und 5 mit den jeweili-

gen Forderungsbeträgen tabellarisch aufgeführt. Des Weiteren ist der Aufstellung 

zu entnehmen, dass im Zusammenhang mit diesen vier Verlustscheinen vom Ge-

suchsgegner Fr. 16'000.– bezahlt wurden und nach Abzug dieser Zahlung "per 

16.03.2014" eine Restschuld von Fr. 2'094.– resultierte (vgl. Urk. 13/A1a).  

4.4 Mit den Überweisungsbelegen (Urk. 13/A5a+A5b) sowie der Quittung 

(Urk. 13/A6) kann der Gesuchsgegner beweisen, dass er der Gesuchstellerin an-

fangs 2015 Fr. 16'000.– zur Begleichung offener Schulden überwiesen hat. Der 

Wortlaut der Quittung lässt zumindest die Vermutung zu, dass sich die Zahlungen 

auf die fraglichen Verlustscheine beziehen, datieren diese doch allesamt vor dem 

16. September 2014 und ist aus dem Rechtsöffnungsgesuch nicht ersichtlich, 

dass der Gesuchsgegner damals noch andere Schulden gegenüber der Gesuch-

stellerin hatte. Diesbezüglich verwies der Gesuchsgegner nun aber zusätzlich be-

reits vor Vorinstanz auf die genannte Aufstellung (Urk. 13/A1a), welche gemäss 

seinen Ausführungen von der Gesuchstellerin selber erstellt und von ihr in einem 

anderen Rechtsöffnungsverfahren im Jahr 2018 eingereicht worden war (vgl. 

Urk. 12 S. 6). Diese Behauptung zum Ursprung der Urkunde wurde von der Ge-

suchstellerin trotz entsprechender Möglichkeit (vgl. Urk. 14) weder vor Vorinstanz 

noch im Rahmen des Beschwerdeverfahrens bestritten (vgl. Urk. 31 und 39) und 

gilt damit im vorliegenden Prozess als anerkannt. Eine vom Gläubiger selber er-

stellte Aufstellung ist als Nachweis, dass eine Zahlung des Schuldners die in Be-

treibung gesetzte Forderung betroffen hat, zu berücksichtigten. Es ist nicht nach-

vollziehbar, weshalb die Vorinstanz sich nicht mit dieser Urkunde auseinanderge-

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setzt und die damit zusammenhängenden Ausführungen des Gesuchsgegners als 

blosse Schutzbehauptungen bezeichnet hat. Deren Erwägungen, dass es wahr-

scheinlich sei, dass die Zahlungen des Gesuchsgegners andere Forderungsgrün-

de betreffen würden, lässt sich weder aus dem Rechtsöffnungsgesuch noch aus 

den vorinstanzlichen Akten herleiten (vgl. Urk. 24 S. 5). Allfällige anderslautende 

Ausführungen der Gesuchstellerin im Beschwerdeverfahren hierzu sind aufgrund 

des Novenverbots unbeachtlich (vgl. E. 2.2). Die Nichtberücksichtigung der Auf-

stellung (Urk. 13/A1a) durch die Vorinstanz führt zu einer offensichtlich unrichti-

gen Feststellung des Sachverhalts im Sinne von Art. 320 lit. b ZPO, weshalb sich 

die Beschwerde des Gesuchsgegners als begründet erweist. 

4.5 Wie ausgeführt, wird in der Aufstellung der Gesuchstellerin festgehalten, 

dass der Forderungsbetrag von total Fr. 18'094.–, bestehend aus der Summe der 

Forderungsbeträge aus den vier Verlustscheinen des Betreibungsamtes Hinwil 

mit den Verlustscheinnummern 2, 3, 4 und 5, durch Zahlungen des Gesuchsgeg-

ners in der Höhe von Fr. 16'000.– bis zu einer Restschuld von Fr. 2'094.– getilgt 

wurde (Urk. 13/A1a). Die Gesuchstellerin hat vor Vorinstanz keine Gründe vorge-

bracht, weshalb der Inhalt dieser Urkunde anzuzweifeln wäre. In Verbindung mit 

den Überweisungsbelegen (Urk. 13/A5a+A5b) sowie der Quittung der Gesuch-

stellerin (Urk. 13/A6) gelingt dem Gesuchsgegner im vorliegenden Verfahren der 

Tilgungsbeweis. Die Restschuld von Fr. 2'094.– wurde sodann, wie von der Vorin-

stanz zutreffend ausgeführt (Urk. 23 S. 7), durch die Verrechnung der Parteient-

schädigung von Fr. 1'472.– sowie mit der Zahlung von Fr. 622.– vollumfänglich 

getilgt. Dies blieb unangefochten. Entsprechend kann keine Rechtsöffnung erteilt 

werden (Art. 327 Abs. 3 lit. b ZPO). 

4.6 Zusammenfassend ist die Beschwerde des Gesuchsgegners gutzuheissen 

und das Rechtsöffnungsbegehren der Gesuchstellerin abzuweisen, soweit es 

nicht im Betrag von Fr. 622.- infolge Zahlung als gegenstandslos geworden abzu-

schreiben ist. 

5.1 Da das erstinstanzliche Urteil aufgehoben wird, sind auch dessen Kosten- 

und Entschädigungsfolgen neu zu regeln. In Anwendung von Art. 48 GebV 

SchKG und Art. 106 Abs. 1 ZPO ist die erstinstanzliche Spruchgebühr auf 

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Fr. 300.– festzusetzen und der fast vollumfänglich unterliegenden Gesuchstellerin 

aufzuerlegen. Zudem ist die Gesuchstellerin zu verpflichten, dem anwaltlich ver-

tretenen Gesuchsgegner unter Berücksichtigung des erstinstanzlichen Streitwerts 

von Fr. 18'093.95 sowie in Anwendung von § 2 Abs. 1, § 4 Abs. 1 und 2 sowie § 9  

AnwGebV eine Parteientschädigung von Fr. 1'200.– zu bezahlen. Ein Mehrwert-

steuerzuschlag wurde nicht verlangt (Urk. 12 S. 2, S. 7). 

5.2 Ausgangsgemäss wird die unterliegende Gesuchstellerin auch für das Be-

schwerdeverfahren kosten- und entschädigungspflichtig (Art. 106 Abs. 1 ZPO). 

Die Gerichtsgebühr ist ausgehend von einem Rechtsmittelstreitwert von 

Fr. 15'999.95 sowie in Anwendung von Art. 48 i.V.m. Art. 61 Abs. 1 GebV SchKG 

auf Fr. 750.– festzusetzen und der Gesuchstellerin aufzuerlegen. Sie ist mit dem 

Vorschuss des Gesuchsgegners zu verrechnen und die Gesuchstellerin ist zum 

Ersatz desselben zu verpflichten (Art. 111 Abs. 1 und 2 ZPO). Unter Berücksichti-

gung des Streitwerts des Beschwerdeverfahrens sowie von § 2 Abs. 1, § 4 Abs. 1, 

§ 9 und § 13 Abs. 1 und 2 AnwGebV rechtfertigt es sich, die Höhe der Parteient-

schädigung auf Fr. 800.– (inkl. 7.7 % Mehrwertsteuer) festzusetzen. 

Es wird erkannt: 

1. In Gutheissung der Beschwerde werden die Dispositiv-Ziffern 1-4 des Urteils 

des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Hinwil 

vom 14. April 2021 aufgehoben und durch folgende Fassung ersetzt: 

"1. Das Rechtsöffnungsgesuch in der Betreibung Nr. 1 des Betreibungs-

amts Hinwil, Zahlungsbefehl vom 2. Dezember 2020, wird abgewie-

sen, soweit es nicht abgeschrieben wird. 

 2. Die Spruchgebühr wird festgesetzt auf Fr. 300.–. 

 3. Die Gerichtskosten werden der Gesuchstellerin auferlegt und mit ih-

rem Kostenvorschuss verrechnet. 

 4. Die Gesuchstellerin wird verpflichtet, dem Gesuchsgegner eine Par-

teientschädigung von Fr. 1'200.– zu bezahlen." 

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2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 750.– festgesetzt. 

3. Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden der Gesuchstellerin 

auferlegt und mit dem vom Gesuchsgegner geleisteten Kostenvorschuss 

verrechnet. Die Gesuchstellerin wird verpflichtet, dem Gesuchsgegner den 

geleisteten Vorschuss von Fr. 750.– zu ersetzen.  

4. Die Gesuchstellerin wird verpflichtet, dem Gesuchsgegner für das Be-

schwerdeverfahren eine Parteientschädigung von Fr. 800.– zu bezahlen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie an die Vorinstanz, je gegen 

Empfangsschein. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 
30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
Fr. 15'999.95. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 

 

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Zürich, 7. Januar 2022 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer 

 
Der Gerichtsschreiber: 

 
 
 

MLaw M. Wild 
 
 
versandt am: 
jo 

	Urteil vom 7. Januar 2022
	Erwägungen:
	Es wird erkannt:
	1. In Gutheissung der Beschwerde werden die Dispositiv-Ziffern 1-4 des Urteils des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Hinwil vom 14. April 2021 aufgehoben und durch folgende Fassung ersetzt:
	"1. Das Rechtsöffnungsgesuch in der Betreibung Nr. 1 des Betreibungsamts Hinwil, Zahlungsbefehl vom 2. Dezember 2020, wird abgewiesen, soweit es nicht abgeschrieben wird.
	2. Die Spruchgebühr wird festgesetzt auf Fr. 300.–.
	3. Die Gerichtskosten werden der Gesuchstellerin auferlegt und mit ihrem Kostenvorschuss verrechnet.
	4. Die Gesuchstellerin wird verpflichtet, dem Gesuchsgegner eine Parteientschädigung von Fr. 1'200.– zu bezahlen."
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 750.– festgesetzt.
	3. Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden der Gesuchstellerin auferlegt und mit dem vom Gesuchsgegner geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. Die Gesuchstellerin wird verpflichtet, dem Gesuchsgegner den geleisteten Vorschuss von Fr. 750...
	4. Die Gesuchstellerin wird verpflichtet, dem Gesuchsgegner für das Beschwerdeverfahren eine Parteientschädigung von Fr. 800.– zu bezahlen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...