# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8ab18e14-07ca-5849-a4ba-d4d9a19c42bb
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-06-10
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 10.06.2013 SB130067
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB130067_2013-06-10.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    

 
 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB130067-O/U/eh 
 
 
 

Mitwirkend: die Oberrichter Dr. F. Bollinger, Präsident, lic. iur. Ch. Prinz und  

Ersatzoberrichterin lic. iur. B. Schärer sowie die Gerichtsschreiberin 

lic. iur. S. Hürlimann Winterhalter 

 

Urteil vom 10. Juni 2013 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschuldigter und Berufungskläger 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____ 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat,  
vertreten durch Leitenden Staatsanwalt lic. iur. H. Bebié,  

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

betreffend 

Urkundenfälschung etc. und Widerruf 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Dielsdorf, II. Abteilung,  
vom 15. Juni 2012 (DG110013) 

- 2 - 

 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 23. September 

2011 (Urk. 30) ist diesem Urteil beigeheftet. 

Entscheid der Vorinstanz: 
(Urk. 57 S. 53 ff.) 

"Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ wird freigesprochen von den Vorwürfen 

− der Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 Abs. 1, 2 und 3 

StGB zum Nachteil der Firma B._____ (Anklageziffer 3), 

− der mehrfachen Urkundenfälschung und des versuchten Betrugs im 

Sinne von Art. 251 Ziff. 1 Abs. 1, 2 und 3 bzw. Art. 146 Abs. 1 in  

Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB zum Nachteil der C._____ AG (An-

klageziffer 4) sowie 

− der mehrfachen Urkundenfälschung und des versuchten Betrugs im 

Sinne von Art. 251 Ziff. 1 Abs. 1, 2 und 3 bzw. Art. 146 Abs. 1 in Ver-

bindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB zum Nachteil der D._____ AG (Ankla-

geziffer 5). 

2. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig 

− der Urkundenfälschung und des versuchten Betrugs im Sinne von 

Art. 251 Ziff. 1 Abs. 1, 2 und 3 bzw. Art. 146 Abs. 1 in Verbindung mit 

Art. 22 Abs. 1 StGB zum Nachteil von E._____ (Anklageziffer 1), 

− der Urkundenfälschung und des versuchten Betrugs im Sinne von 

Art. 251 Ziff. 1 Abs. 1, 2 und 3 bzw. Art. 146 Abs. 1 in Verbindung mit 

Art. 22 Abs. 1 StGB zum Nachteil der F._____ AG (Anklage-ziffer 2), 

- 3 - 

− der Urkundenfälschung und des versuchten Betrugs im Sinne von 

Art. 251 Ziff. 1 Abs. 1, 2 und 3 bzw. Art. 146 Abs. 1 in Verbindung mit 

Art. 22 Abs. 1 StGB zum Nachteil der Firma G._____ (Anklageziffer 6), 

− des Fahrens ohne Fahrzeugausweis im Sinne von Art. 96 Ziff. 2 SVG 

in Verbindung mit Art. 63 Abs. 1 SVG (Anklageziffer 7), 

− des Missbrauchs von Ausweisen und Schildern im Sinne von Art. 97 

Ziff. 1 Abs. 1 SVG (Anklageziffer 7) sowie 

− weiterer Widerhandlungen im Sinne von Art. 99 Ziff. 3 SVG in Verbin-

dung mit Art. 10 Abs. 4 SVG (Anklageziffer 7). 

3. Die mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 25. Juni 2008 

ausgefällte bedingte Strafe von 30 Tagessätzen Geldstrafe zu Fr. 40.– wird 

widerrufen. 

4. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 12 Monaten  

sowie mit einer Busse von Fr. 50.–. 

5. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 6 Monaten aufge-

schoben und die Probezeit auf 4 Jahre festgesetzt. Im Übrigen (6 Monate) 

wird die Freiheitsstrafe vollzogen. Die Busse ist zu bezahlen. 

6. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle 

eine Ersatzfreiheitsstrafe von 1 Tag. 

7. Vom Rückzug der Schadenersatzforderung des Privatklägers wird Vormerk 

genommen. 

8. Die Genugtuungsforderung des Privatklägers wird abgewiesen. 

9. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 4'500.00 ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 3'600.00   Gebühr für die Führung der Strafuntersuchung 

Fr.     amtl. Verteidigung (ausstehend) 

Fr. 8'100.00    
 

- 4 - 

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

10. Die Kosten des Verfahrens werden dem Beschuldigten zu zwei Drittel  

auferlegt und im Übrigen auf die Staatskasse genommen. Die Kosten der  

amtlichen Verteidigung werden auf die Staatskasse genommen. 

11. (Mitteilung) 

12. (Rechtsmittel)" 

Berufungsanträge: 
(Prot. II. S. 4 f.) 

a) der Verteidigung des Beschuldigten 

(Urk. 72 S. 2 f.) 

1. Die den Appellanten bereits freisprechenden Anklagepunkte im Urteil,  

nämlich Urteil  

- Punkt 2.3. "Zum Nachteil der Firma B._____ (ND2)", 
- Punkt 2.4. "Zum Nachteil der C._____ AG in Cham (ND6)", 
- und Punkt 2.5. "Zum Nachteil der D._____ AG in Aarburg (ND14)", sei-

en als Freisprüche zu bestätigen. 

2. Betreffs Urteil 

- Punkt 2.1. "Zum Nachteil des Geschädigten E._____ (HD),  
- Punkt 2.2. "Zum Nachteil der Geschädigten F._____ AG, H._____ 

(ND1)", 
- sowie Punkt 2.6. "Zum Nachteil des G._____ in I._____ (ND8)", 
sei der Appellant von Schuld und Strafe freizusprechen.  

3. Das vorinstanzliche Urteil sei betreffs der SVG-Delikte in den Punkten 

- 2.7. "Missbrauch von Ausweisen und Schildern, etc. (ND13)", 
- sowie 2.8. "Fahren ohne Fahrzeugausweis" sowie weitere Widerhand-

lungen gegen die Strassenverkehrsgesetzgebung, vollumfänglich zu 
bestätigen. 

4. Die mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 25.06.2008 

ausgesprochene bedingte Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu Fr. 40.--, sei 

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nur im Fall eines Schuldspruches betreffend Anklagepunkt 6. (Neben-

dossier 8, Fall I._____) zu widerrufen. 

5. Eventualiter, im Falle eines Schuldspruchs in den vorstehend beantragten 

Freisprüchen,  

a) sei der Beschuldigte mit einer Freiheitsstrafe von nicht mehr als  
6 Monaten zu bestrafen, sowie mit einer Busse von Fr. 50.--. 

b) Der Vollzug der Freiheitsstrafe sei bedingt aufzuschieben, unter  
Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren. 

6. Die Verfahrenskosten seien dem Beschuldigten im proportionalen Verhältnis 

zum Verfahrensgang aufzuerlegen. 

b) der Staatsanwaltschaft 

(Urk. 66) 

Bestätigung des vorinstanzlichen Entscheids. 

Erwägungen: 

1. Prozessgeschichte 

1.1. Hinsichtlich des Verfahrensganges bis zum Abschluss des erstinstanzli-

chen Verfahrens kann vollumfänglich auf die vollständigen und zutreffenden  

Erwägungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden (Urk. 57 S. 3 ff.;  

Art. 82 Abs. 4 StPO).  

 

1.2. Mit vorstehend wiedergegebenem Urteil vom 15. Juni 2012 wurde der  

Beschuldigte hinsichtlich der Anklageziffern 1, 2 und 6 jeweils der Urkunden-

fälschung sowie des versuchten Betruges schuldig gesprochen. Weiter erfolgten 

hinsichtlich Anklageziffer 7 Schuldsprüche wegen Fahrens ohne Fahrzeug-

ausweis sowie wegen Missbrauchs von Ausweisen und weiterer Widerhandlun-

gen gegen die Strassenverkehrsgesetzgebung. Die Vorinstanz bestrafte den  

Beschuldigten mit einer Freiheitsstrafe von 12 Monaten sowie mit einer Busse von 

- 6 - 

Fr. 50.-- und schob den Vollzug der Freiheitsstrafe im Umfang von 6 Monaten auf, 

wobei sie die Probezeit auf 4 Jahre festsetzte. Vom Rückzug der Schadenersatz-

forderung des Privatklägers wurde Vormerk genommen. Schliesslich wurden die 

Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens dem Beschuldigten 

auferlegt (Urk. 57 S. 53 ff.). 

1.3. Gegen dieses Urteil liess der Beschuldigte durch seinen amtlichen Ver-

teidiger am 20. Juni 2012 fristgerecht Berufung anmelden (Urk. 53) und nach  

Zustellung des begründeten Urteils (am 4. Februar 2013: Urk. 55; Urk. 56/1-3) am 

22. Februar 2013 ebenfalls fristgerecht dem Obergericht die Berufungserklärung 

einreichen (Urk. 59). Auf entsprechende Aufforderung hin teilte die Anklage-

behörde mit Eingabe vom 26. März 2013 mit, sie verzichte auf die Erhebung einer 

Anschlussberufung und beantrage die Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils 

(Urk. 66). Auf das Stellen von Beweisanträgen wurde allseits verzichtet. 

1.4. In der Folge wurde auf den 10. Juni 2013 zur Berufungsverhandlung vor-

geladen (Urk. 69). 

1.5. Zu Beginn der heutigen Berufungsverhandlung, zu welcher der Beschuldig-

te und seinen Verteidiger erschienen sind, waren weder Vorfragen zu entscheiden 

noch Beweise abzunehmen (Prot. II S. 5 f.). Das vorliegende Urteil erging im  

Anschluss an die Berufungsverhandlung (Prot. II S. 7). 

2. Umfang der Berufung 

2.1. Die Verteidigung beantragt, der Beschuldigte sei vom Vorwurf der  

Urkundenfälschung und des versuchten Betruges zum Nachteil der Geschädigten 

E._____ (Anklageziffer 1), F._____ AG (Anklageziffer 2) und Firma G._____ (An-

klageziffer 6) vollumfänglich freizusprechen. Im Eventualstandpunkt beanstandet 

die Verteidigung die Strafzumessung (Urk. 59 S. 2 f.). 

2.2. Demnach sind im Berufungsverfahren folgende Dispositivziffern des Urteils 

vom 15. Juni 2012 (Urk. 57) nicht mehr angefochten: 

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− Freisprüche betreffend die Anklageziffern 3, 4 und 5 gemäss Urteils-

dispositivziffer 1 

− Schuldsprüche betreffend des Fahrens ohne Fahrzeugausweis gemäss 

Anklageziffer 7, des Missbrauchs von Ausweisen und Schildern  

gemäss Anklageziffer 7 und der Widerhandlung im Sinne von Art. 99 

Ziff. 3 SVG in Verbindung mit Art. 10 Abs. 4 SVG gemäss Anklage-

ziffer 7, allesamt gemäss Urteilsdispositivziffer 2 

− Vormerknahme des Rückzugs der Schadenersatzforderung gemäss 

Urteilsdispositivziffer 7 

− Abweisung der Genugtuungsforderung des Privatklägers gemäss  

Urteilsdispositivziffer 8 

− Kostenfestsetzung gemäss Urteilsdispositivziffer 9 

Nach dem Gesagten ist vorab festzuhalten, dass das angefochtene Urteil in  

diesem Umfang bereits in Rechtskraft erwachsen ist (Art. 404 Abs. 1 StPO). Auf 

diese Punkte ist im Folgenden nicht mehr weiter einzugehen. 

3. Formales 

3.1. Der Einfachheit halber wird nachfolgend weitestgehend an der Systematik 

des angefochtenen Entscheides festgehalten respektive darauf aufgebaut. 

3.2. Soweit für die tatsächliche und die rechtliche Würdigung des angeklagten 

Sachverhaltes auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen wird, so erfolgt dies 

jeweils in Anwendung von Art. 82 Abs. 4 StPO, auch ohne, dass dies jeweils  

explizit Erwähnung findet.   

4. Sachverhalt 

4.1. Glaubwürdigkeit des Beschuldigten sowie von J._____ 

4.1.1. Die Vorinstanz hat sich sozusagen vorfrageweise mit der Frage der Glaub-

würdigkeit des Beschuldigten und mit jener von J._____ auseinandergesetzt.  

- 8 - 

4.1.2. In Bezug auf J._____ kamen die Vorderrichter zum Schluss, insbesondere 

aufgrund seiner deliktischen Vergangenheit und seiner als Einzeltäter an den Tag 

gelegten Vorgehensweisen zeige sich zweifelsfrei, dass seine Darstellung, wo-

nach er sozusagen das Opfer des Anstifters A._____ gewesen sei, unhaltbar sei. 

Hinzu komme, dass er im Laufe der Untersuchung seine Aussagen immer wieder 

dem momentanen Stand der Ermittlungen angepasst und zugegebenermassen 

verschiedentlich die Unwahrheit gesagt habe. Seine Aussagen seien, soweit sie 

den Beschuldigten belasteten, mit höchster Vorsicht zu "geniessen" (Urk. 57 S. 9 

ff.). Dieser Schlussfolgerung der Vorinstanz ist nichts hinzuzufügen, auf die ent-

sprechenden Erwägungen kann verwiesen werden. 

4.1.3. Hinsichtlich der Glaubwürdigkeit des Beschuldigten setzte sich die  

Vorinstanz ebenfalls gründlich mit dessen deliktischer Vergangenheit auseinan-

der. Sein in der Vergangenheit an den Tag gelegtes Verhalten spreche ebenso 

wenig für dessen Glaubwürdigkeit, wie sein Aussageverhalten im vorliegenden 

Verfahren. Zudem dürfe nicht ausser Acht gelassen werden, dass der Beschuldig-

te selbstverständlich ein grosses Interesse daran habe, die Dinge in einem für ihn 

günstigen Licht erscheinen zu lassen (Urk. 57 S. 12). Auch diese gründlichen und 

durchwegs zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz können ohne Weiteres 

übernommen werden. 

4.1.4. In Ergänzung zu den erwähnten Ausführungen der Vorinstanz ist schliess-

lich darauf hinzuweisen, dass man sich bei eingehender Betrachtung der  

Befragungsprotokolle des Beschuldigten und von J._____ mitunter des  

Eindrucks nicht erwehren kann, dass aufgrund ihres doch schon fortgeschrittenen 

Alters - der Beschuldigte steht im 79. Lebensjahr, J._____ steht im 74. Altersjahr - 

das Erinnerungsvermögen teilweise eingeschränkt sein dürfte, was in Bezug auf 

deren Glaubwürdigkeit ebenfalls zu beachten ist. 

4.2. Urkundenfälschung und versuchter Betrug zum Nachteil des Geschädigten 

E._____ (Hauptdossier) 

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4.2.1. Die Vorinstanz hat den Anklagevorwurf unter Ziff. 2.1.1. zutreffend wieder-

gegeben und unter Ziff. 2.1.2. den unbestrittenen Sachverhalt ebenfalls korrekt 

zusammengefasst. Darauf kann verwiesen werden.  

4.2.2. Zur Sachverhaltsermittlung stellten die Vorderrichter einerseits auf die  

Aussagen der beiden Hauptbeteiligten und andererseits auf die Aussagen des 

Geschädigten E._____ ab. Weiter erachteten sie den Check, welcher dem  

Geschädigten E._____ übergeben wurde sowie den Untersuchungsbericht der 

Kriminaltechnischen Abteilung der Kantonspolizei Zürich vom 30. Juni 2008 

ebenso als beweiserheblich, wie diverse Belege, welche sich als Urkunden 5/1-6 

bei den Akten befinden. 

4.2.2.1. Hinsichtlich der Aussagen der Hauptbeteiligten gilt es zunächst festzu-

halten, dass die Anklagebehörde am 11. Januar 2011 den Mitbeschuldigten  

J._____ im Beisein des Beschuldigten und seines Verteidigers einvernommen 

hat. Anlässlich dieser Einvernahme wurde der Beschuldigte mit den Aussagen 

J._____'s konfrontiert und er hatte Gelegenheit Ergänzungsfragen zu stellen  

(Urk. 7/15). Zudem wurde J._____ von der Vorinstanz als Zeuge vorgeladen und 

im Rahmen der Hauptverhandlung einlässlich zur Sache befragt. Auch hier wurde 

dem Beschuldigten und seinem Verteidiger die Möglichkeit eingeräumt, 

 Ergänzungsfragen zu stellen (Urk. 42). Damit wurden die Teilnahmerechte des 

Beschuldigten in Bezug auf die Aussagen von J._____ vollumfänglich gewahrt, 

weshalb diese uneingeschränkt als Beweismittel verwendet werden können  

(Art. 147 Abs. 1 und 4 StPO). Anders verhält es sich mit den Aussagen des  

Geschädigten E._____. Dieser wurde lediglich einmal polizeilich einvernommen 

(Urk. 8/1). Der Beschuldigte wurde mit dem Geschädigten nie konfrontiert. Unter 

diesen Umständen dürfen die Aussagen des Geschädigten E._____ in Nach-

achtung der relevanten Bestimmung der damals geltenden Zürcher Strafprozess-

ordnung (§ 15 i.V.m. § 14 Abs. 1 StPO ZH) nicht zum Nachteil des Beschuldigten 

verwertet werden. 

4.2.2.2. Bei den Akten befindet sich weiter ein Untersuchungsbericht der Kriminal-

technischen Abteilung der Kantonspolizei Zürich vom 30. Juni 2008 (Urk. 11/1). 

Diesem Bericht lässt sich entnehmen, dass er durch einen polizeilichen Sachbe-

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arbeiter (Fw K._____) in Auftrag gegeben wurde. Bei dem betreffenden  

Bericht handelt es sich nicht um ein sachverständigen Gutachten im Sinne von 

§ 109 ff. StPO ZH. Einerseits wurde es nicht durch die zuständige Stelle in  

Auftrag gegeben und andererseits ist nicht ersichtlich, ob der Hinweis auf die 

Straffolgen eines falschen Gutachtens nach Art. 307 StGB (§ 113 StPO ZH)  

erfolgte. Unterbleibt die Inpflichtnahme, stellt das Ergebnis der Sachverständigen-

tätigkeit kein verwertbares Gutachten dar (Donatsch in: Donatsch/Schmid,  

Kommentar zur Strafprozessordnung des Kantons Zürich, N 8 zu § 113). Der  

Bericht ist daher unter Verletzung von Gültigkeitsvorschriften erhoben worden, 

was dessen Unverwertbarkeit nach sich zieht. 

4.2.2.3. Was die weiteren Urkunden (Urk. 5/1-6) anbelangt, so spricht im Grunde 

nichts gegen deren Verwertbarkeit, allerdings ist auch nicht ersichtlich, inwiefern 

diese zur Sachverhaltsermittlung beitragen könnten. 

4.2.3. Die Vorinstanz kam zusammengefasst zum Schluss, den Aussagen der 

beiden Hauptbeteiligten könne aufgrund der Vielzahl von Widersprüchen nicht viel 

Erhellendes entnommen werden. Immerhin habe sich aber J._____ konstant da-

hingehend geäussert, dass er und der Beschuldigte vorab beschlossen hätten, 

dass man mit unlauteren Geschäften habe zu Geld kommen wollen. Sie hätten 

versucht, mittels ungedeckter Checks bei diversen Händlern Fahrzeuge aller Art 

zu kaufen, die man anschliessend habe gewinnbringend verkaufen wollen. Beim 

Beschuldigten sei demgegenüber als eigentliche Kernaussage nur die konstante 

Bestreitung seiner Mittäterschaft erkennbar, ansonsten habe auch er bei jeder 

fast denkbaren Gelegenheit in seinen Aussagen Widersprüche produziert. Wo es 

nicht anders gegangen sei, habe er im Sachverhalt gelegentlich Zugaben  

gemacht, welche er aber immer sogleich erklärt habe. Seine Mittäterschaft habe 

er dabei stets in Abrede gestellt. Entscheidend für die Sachverhaltserstellung  

seien jedoch eine Vielzahl von Indizien, welche insgesamt keinen anderen 

Schluss zuliessen, als eben jenen, dass der Beschuldigte im eingeklagten  

Umfang an den strafbaren Handlungen von J._____ beteiligt gewesen sei  

(Urk. 57 S. 14 ff.). 

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4.2.4. Vor Vorinstanz stellte sich die Verteidigung zusammengefasst auf folgende 

Standpunkte (Urk. 49 S. 4 ff.): Zunächst sei festzuhalten, dass ausschliesslich 

J._____ mit dem Geschädigten in Kontakt getreten sei. Allein aufgrund des Um-

standes, dass der Beschuldigte seinen Kumpel und Partner J._____ nach 

L._____ chauffiert und diesem in seinem Wohnwagen seine Schreibmaschine zur 

Verfügung gestellt habe, lasse sich weder ein Mitwissen, noch eine Tatbeteiligung 

herleiten. Es sei zwar für den Beschuldigten nicht gerade schmeichelhaft, dass er 

J._____ einen Blankocheck der Sparkasse M._____ übergeben habe, dies habe 

er jedoch nur getan, damit J._____ sehe, wie die Checks dereinst aussehen wür-

den, die er selber von der Bank erhalte. Der Beschuldigte habe seine Kontonum-

mer abgedeckt, weil er einerseits kein Konto mehr bei der Sparkasse gehabt habe 

und der Check entsprechend auch nicht gedeckt gewesen sei. Von den inneren 

tatbeständlichen Vorgängen auf Seiten von J._____ habe der Beschuldigte kei-

nerlei Kenntnis gehabt. J._____ habe das betreffende Geschäft ganz alleine und 

ohne Wissen des Beschuldigten geplant und durchgeführt. 

Die Verteidigung wiederholte die bereits vor Vorinstanz vorgebrachten Argumente 

weitestgehend auch im Berufungsverfahren. So stellte sie sich namentlich erneut 

auf den Standpunkt, der Beschuldigte habe von den inneren tatbeständlichen 

Vorgängen auf Seiten von J._____ keine Kenntnis gehabt. Er habe insbesondere 

nicht gewusst, dass J._____ beim Geschädigten ein Fahrzeug der Marke 

Ssangyong habe kaufen und dieses mit einem gefälschten Bankcheck in Höhe 

von Euro 4'000.-- habe bezahlen wollen. Ebenso habe der Beschuldigte keine 

Kenntnis davon gehabt, dass der übergebene Check auf den Namen von 

N._____ gelautet habe. Die Vorinstanz habe aus dem Umstand, dass sich die de-

liktischen Tätigkeiten in der "geschäftlichen Heimat" des Beschuldigten ereignet 

hätten, den Schluss gezogen, dies stelle ein Indiz für die Mittäterschaft des  

Beschuldigten dar. Mit dieser Folgerung verfalle die Vorinstanz beinahe in Willkür. 

Richtig sei, dass der Beschuldigte J._____ in sein berufliches Umfeld integriert 

habe, damit dieser dort Geschäfte habe machen können. Daraus könne man  

jedoch ebenso wenig eine Beteiligung konstruieren, wie aus dem Umstand, dass 

- 12 - 

der Beschuldigte J._____ seine Schreibmaschine zum Gebrauch überlassen ha-

be (Urk. 72 S. 5 ff.). 

4.2.5. Zunächst ist mit der Vorinstanz darauf hinzuweisen, dass J._____  

aufgrund des eingeklagten Sachverhaltes rechtskräftig wegen versuchten  

Betruges sowie wegen Urkundenfälschung schuldig gesprochen wurde (Urteil des 

Bezirksgerichts Zürich vom 3. März 2011 im Verfahren DG100509 sowie Urteil 

des Obergerichts des Kantons Zürich vom 25. Oktober 2011 im Verfahren 

SB110444).  

4.2.6. Die Vorinstanz hat sich gründlich und ausführlich mit den vorhandenen  

Beweismitteln auseinandergesetzt und eine eingehende Beweiswürdigung vorge-

nommen. Auch wenn wie vorstehend ausgeführt, der Untersuchungsbericht der 

Kriminaltechnischen Abteilung der Kantonspolizei Zürich vom 30. Juni 2008 sowie 

die Aussagen des Geschädigten E._____ nicht als Beweismittel zum Nachteil des 

Beschuldigten verwendet werden dürfen, ist die vorinstanzliche Beweiswürdigung 

im Ergebnis nicht zu beanstanden. Die nachfolgenden Erwägungen verstehen 

sich daher lediglich als Ergänzung. Unbestrittenermassen hat sich J._____ am 

12. Februar 2008 auf dem Handelsplatz des Geschädigten E._____ in  

L._____ eingefunden, um von diesem einen Gebrauchtwagen der Marke 

"Ssanyong" für Fr. 6'400.-- zu erwerben. Zwecks Bezahlung des Kaufpreises 

übergab J._____ dem Geschädigten einen auf den Namen N._____ lautenden 

Verrechnungs-Check über Euro 4'000.-- der Sparkasse M._____. Nachdem der 

Beschuldigte zunächst kategorisch in Abrede stellte, etwas mit dem fraglichen 

Check zu tun zu haben (Urk. 6/2 S. 3 ff.), gestand er schliesslich ein, der Check 

stamme von ihm. Er habe zu einem früheren Zeitpunkt bei der Sparkasse 

M._____ ein Konto geführt, welches aber zwischenzeitlich bereits aufgelöst ge-

wesen sei. Nach Angaben des Beschuldigten will er J._____ einen "Blanko-

Check" ausgehändigt haben, damit dieser auf die Bank gehen und sich so selber 

Checks beschaffen könne. Er habe gewusst, dass der Check nicht gedeckt gewe-

sen sei und dass J._____ das Auto bei E._____ damit habe bezahlen wollen. Er 

habe J._____ aber nie einen entsprechenden Auftrag erteilt. Er habe diesen 

Check entgegen den Aussagen von J._____, auch nicht verfälscht (Urk. 6/7 S. 4 

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f). An anderer Stelle gab der Beschuldigte zu Protokoll, er habe J._____ den 

Check nur deshalb ausgehändigt, damit dieser einmal sehe, wie so ein Check 

aussehe (Urk. 6/4 S. 3 f.). In der darauffolgenden staatsanwaltschaftlichen Ein-

vernahme gab der Beschuldigte dann jedoch zu Protokoll, J._____ habe ja nicht 

bloss einmal falsche Checks verwendet (Urk. 6/7 S. 5). Anlässlich der vorinstanz-

lichen Hauptverhandlung räumte der Beschuldigte dann ein, er habe seine Refe-

renz- und Kontonummer auf dem Check abgedeckt und von diesem eine Kopie 

hergestellt. Damit habe er zu seinem Schutz sicherstellen wollen, dass aus dem 

Check kein Hinweis auf ihn hervorgehe und dass J._____ den Check nicht mit 

seinen Angaben herausgeben könne. Auf Ergänzungsfrage des Verteidigers er-

gänzte der Beschuldigte, er habe nicht gewollt, dass J._____ seinen Check ver-

wende und er habe auch keine Ahnung gehabt, was dieser im Schilde führe (Urk. 

41 S. 6 ff.). J._____ dagegen belastete den Beschuldigten dahingehend, dass 

dieser ihm gestützt auf den gemeinsamen Plan mit dem Check ausgeholfen habe. 

Dies deshalb, weil seine eigenen Checks, welche er nach der Kontoeröffnung bei 

der Sparkasse M._____ hätte erhalten sollen, noch nicht verfügbar gewesen sei-

en. Diese Schilderungen von J._____ erscheinen im Gegensatz zu den doch 

reichlich absurden Erklärungsversuchen des Beschuldigten, als durchaus glaub-

haft. Nach anfänglichen Bestreitungen machte J._____ in Bezug auf die Herkunft, 

die Verfälschung und die Verwendung des fraglichen Checks konstante Angaben, 

welche einerseits lebensnah und detailreich geschildert wurden und welche 

schliesslich über weite Teile auch durch den Beschuldigten selbst bestätigt wur-

den. Demgegenüber erscheinen die Erklärungsversuche des Beschuldigten im 

Zusammenhang mit der Aushändigung des Checks als vollends unglaubhaft. Wie 

bereits die Vorinstanz ausführlich und in nicht zu beanstandender Art und Weise 

erwog, macht es schlicht keinen Sinn, dass der Beschuldigte J._____ den Check 

aushändigt, damit dieser sehe, wie dessen zukünftige Checkformulare dereinst 

aussehen würden. Einerseits machte der Beschuldigte nämlich selbst geltend, 

J._____ habe bereits bei anderer Gelegenheit falsche Checks verwendet (Urk. 

6/7 S. 5). Entsprechend wäre also J._____ nach Darstellung des Beschuldigten 

an den Umgang mit Checks gewohnt gewesen und es hätte damit kein Grund be-

standen, ihm einen Check auszuhändigen, damit dieser sich ein Bild davon ma-

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chen könne. Andererseits ist unbestritten, dass es der Beschuldigte selbst war, 

welcher den Check dergestalt manipulierte, dass keine Rückschlüsse mehr auf 

ihn gezogen werden konnten. Für dieses Verhalten gibt es nur eine Erklärung, 

nämlich jene, dass der Beschuldigte sehr wohl wusste, zu welchem Zweck 

J._____ den Check verwenden wollte und dass er dieses Vorhaben mittels Aus-

händigung des Checks unterstützen wollte. Vollkommen zu Recht hat die Vo-

rinstanz darüber hinaus auf weitere Indizien hingewiesen, welche bei einer ge-

samthaften Betrachtung keinen Zweifel mehr an der Teilnahme des Beschuldigten 

an den strafbaren Handlungen des J._____ aufkommen lassen. Diesbezüglich 

kann vollumfänglich auf die Erwägungen der Vorinstanz unter dem Untertitel 

2.1.3. "Indizien" verwiesen werden. Eine Wiederholung dieser überzeugenden Ar-

gumente der Vorinstanz erübrigt sich.  

Ob J._____, wie in der Anklageschrift geschildert, "im Auftrag" des Beschuldigten 

handelte, lässt sich nicht erstellen. Ohne Zweifel hat er jedoch in Absprache mit 

diesem gehandelt. Entgegen seinen Beteuerungen wusste der Beschuldigte, dass 

J._____ den von ihm fabrizierten Blanko-Check zur Bezahlung des Autos ver-

wenden wollte und er wusste nach eigenen Angaben auch, dass der manipulierte 

Check nicht gedeckt war, gab er doch selber zu Protokoll, dass das  

betreffende Konto bereits zuvor aufgelöst wurde. Gegenüber dem Staatsanwalt 

räumte er unverblümt ein, er habe gewusst, dass der Check nicht gedeckt ge-

wesen sei (Urk. 6/7 S. 5). Anlässlich der Hauptverhandlung vor Bezirksgericht gab 

der Beschuldigte hierzu an, der Check sei im Zeitpunkt der Aushändigung an 

J._____ sowieso nicht mehr gültig gewesen. Er hätte ihn auch wegschmeissen  

können, weil er bei der Bank ohnehin kein Konto mehr gehabt habe (Urk. 41 S. 7). 

J._____ hat konstant zu Protokoll gegeben, er habe den Check vom Beschuldig-

ten erhalten. Dieser habe daraufhin eine Schreibmaschine geholt und er  

- also J._____ - habe mit dieser dann den Absendernamen N._____ auf den 

Check geschrieben (Urk. 7/10 S. 4; Urk. 7/14 S. 2 f.). Anlässlich einer Einvernah-

me als Auskunftsperson vom 11. Januar 2011 konnte sich  

J._____ nicht mehr genau daran erinnern, wo und womit er den Check ausfüllte. 

Immerhin aber gab er erneut und dezidiert zu Protokoll, er sei es gewesen, der 

den Check ausgefüllt habe. Es könne sein, dass er den Check beim Beschuldig-

- 15 - 

ten ausgefüllt habe. Jedenfalls hätten weder er noch der Beschuldigte Geld ge-

habt, um das Auto zu bezahlen (Urk. 7/15 S. 7 f.). Der Beschuldigte selbst  

gestand einerseits ein, eine Schreibmaschine zu besitzen. Andererseits bestätigte 

er, dass J._____ einmal etwas auf seiner Schreibmaschine geschrieben habe. 

Was er geschrieben habe, wisse er allerdings nicht. Er selber - also der Beschul-

digte - habe auf seiner eigenen Schreibmaschine noch nie etwas geschrieben 

(Urk. 6/7 S. 5). Schliesslich stellte auch die Verteidigung nicht in Abrede, dass der 

Beschuldigte J._____ die Schreibmaschine zum Gebrauch überlassen habe (Urk. 

72 S. 10). Auch hier fällt auf, dass der Beschuldigte, der zunächst überhaupt 

nichts vom Check wissen wollte, aufgrund der belastenden Aussagen von 

J._____, schrittweise Zugeständnisse machte und schliesslich immerhin einge-

stand, dass J._____ auf seiner Schreibmaschine und in seiner Küche einmal et-

was geschrieben habe (Urk. 6/7 S. 4 f.). Aufgrund der in diesem Punkt überzeu-

genden und durchwegs konstanten Aussagen von J._____ - welcher sich damit 

immerhin selber der Urkundenfälschung bezichtigte - steht fest, dass der Be-

schuldigte vom Vorgehen J._____s Kenntnis hatte und dieses insofern unterstütz-

te, als er diesem zum Ausfüllen des Checks seine Schreibmaschine zur Verfü-

gung stellte. 

4.2.7. Zusammenfassend kann damit mit Verweis auf die betreffenden vorinstanz-

lichen Erwägungen festgehalten werden, dass der unter Anklageziffer 1. A) und 

B) umschriebene Sachverhalt als erstellt zu betrachten ist. Davon ist im Rahmen 

der rechtlichen Würdigung auszugehen. 

4.3. Urkundenfälschung und versuchter Betrug zum Nachteil der Geschädigten 

Firma F._____ AG (Nebendossier 1) 

4.3.1. Die Anklagbehörde wirft dem Beschuldigten was folgt vor: Am 3. März 

2008, um ca. 11:00 Uhr, sei J._____ im Auftrag und in Absprache mit dem  

Beschuldigten bei der geschädigten Firma F._____ AG an der …strasse … in … 

H._____ erschienen, um von dieser einen Wohnwagen der Marke TEC Travel 

King 720 RDK (Chassis-Nr. …; Stamm-Nr. …) zum Preis von Fr. 34'000.-- zu er-

werben. Wie der Beschuldigte gewusst habe, habe sich J._____ als N._____ 

ausgegeben und habe unter Verwendung dieses Namens einen Kaufvertrag über 

- 16 - 

besagten Wohnwagen abgeschlossen. Anschliessend habe er dem Geschäftsfüh-

rer der Geschädigten, F1._____, einen über den Betrag von EUR 20'800.-- er-

stellten und auf die Sparkasse M._____ gezogenen Verrechnungscheck, lautend 

auf J._____ übergeben. Der Beschuldigte und J._____ hätten gewusst, dass der 

Check nicht gedeckt gewesen sei. Zudem hätten sie gewusst, dass sie weder die 

Geldmittel noch die Absicht gehabt hätten, besagtes Fahrzeug je zu bezahlen. Sie 

hätten angenommen, dass auch keine andere Person, insbesondere auch 

N._____ nicht die Absicht gehabt hätten, das Fahrzeug je selber zu bezahlen, 

was sie dem Geschädigten jedoch bei Übergabe des Checks verschwiegen hät-

ten. Am 25. März 2008, sei J._____ wiederum im Auftrag und in Absprache mit 

dem Beschuldigten, erneut bei der geschädigten Firma F._____ AG an der 

…strasse … in … H._____ erschienen, um von dieser besagten Wohnwagen 

(Marke TEC Travel King 720 RDK [Chassis-Nr. …; Stamm-Nr. …]) zum Preis von 

Fr. 34'000.-- zu erwerben. Dabei habe er dem Geschäftsführer der Geschädigten, 

F1._____, eine abgestempelte Postquittung über den Betrag von Fr. 39'000.-- 

übergeben. Der Beschuldigte und J._____ hätten dabei gewusst, dass sie die  

fragliche Postquittung kurz zuvor selbst hergestellt hatten, indem der Beschuldigte 

auf die Postquittung einen Datumstempel gesetzt und J._____ den Namen 

N._____ eingesetzt und die Quittung unterschrieben habe. Zudem hätten beide 

gewusst, dass niemand den auf der Postquittung aufgeführten Betrag einbezahlt 

habe. Auch hätten sie gewusst, dass sie weder die Geldmittel noch die Absicht 

gehabt hätten, je besagtes Fahrzeug zu bezahlen. Schliesslich hätten sie beide 

angenommen, dass auch keine andere Person, insbesondere auch N._____ nicht 

die Absicht gehabt hätten, das Fahrzeug je selber zu bezahlen, was sie der Ge-

schädigten respektive deren Geschäftsführer jedoch bei Übergabe der Postquit-

tung verschwiegen hätten. Der Beschuldigte und J._____ hätten jeweils gewusst, 

dass die Geschädigte die innere Zahlungsbereitschaft nicht habe überprüfen kön-

nen und sie hätten darauf vertraut, dass die Geschädigte nicht überprüfen würde, 

ob die Postquittung der Wahrheit entspreche. Sie hätten zudem gewusst, dass 

solche Überprüfungen bei einem derartigen Geschäft nicht immer vorgenommen 

würden. Durch ihr Verhalten hätten sie die Geschädigte, respektive deren Ge-

schäftsführer F1._____ über die Zahlungsbereitschaft und den wahren Käufer 

- 17 - 

täuschen wollen, um die Geschädigte auf diese Weise zur Herausgabe des 

Wohnwagens zu veranlassen, was diese bei Kenntnis der wahren Sachlage nicht 

getan hätte. Der Beschuldigte und J._____ hätten in der Absicht gehandelt, sich 

einen finanziellen Vorteil zu verschaffen, indem sie unentgeltlich zu einem Wohn-

wagen hätten kommen wollen, um diesen unentgeltlich zu gebrauchen. Nur weil 

der Geschäftsführer der Geschädigten den Check und die Postquittung habe 

überprüfen lassen, sei die Übergabe des Wohnwagens nicht zustande gekom-

men. Bei Zustandekommen des Geschäftes wäre der Geschädigten ein Schaden 

in der Höhe von rund Fr. 34'000.-- entstanden, um welchen Betrag sich der Be-

schuldigte und J._____ hätten bereichern wollen (Urk. 30 S. 4 f.). 

4.3.2. Die Vorinstanz kam zusammengefasst zum Schluss, die Darstellung von 

J._____ sei insgesamt überzeugend. Es sei der Beschuldigte gewesen, der im 

Hintergrund die Fäden gezogen habe. Er habe genau gewusst und mitgeplant, 

was zu tun gewesen sei und er sei es auch gewesen, der bei Bedarf aktiv  

- beispielsweise bei der Beschaffung des Stempels - eingegriffen habe. Damit sei 

die Mittäterschaft des Beschuldigten erstellt (Urk. 57 S. 18 ff.). 

4.3.3. Die Verteidigung führte vor Vorinstanz zusammengefasst aus, der Beschul-

digte habe J._____ im Rahmen eines Freundschaftsdienstes zur Geschädigten 

nach H._____ gefahren. J._____ habe die Absicht gehabt, sich einen Wohnwa-

gen anzuschaffen, wofür er in Luzern bereits einen Standplatz in Aussicht gehabt  

habe. Was J._____ mit dem Geschäftsführer be- respektive abgesprochen  

habe, wisse der Beschuldigte nicht. Davon habe er draussen in seinem Auto 

 wartend nichts mitbekommen. Er habe namentlich keine Kenntnis davon gehabt, 

dass sich J._____ als N._____ ausgegeben habe und eben so wenig gewusst, 

dass er einen auf den Namen von N._____ lautenden Check der Sparkasse 

M._____ habe ausstellen und damit habe zahlen wollen. Was die gefälscht Post-

quittung angehe, so handle es sich dabei um eine reine Räubergeschichte des 

J._____. Der Beschuldigte habe damit rein gar nichts zu tun. Weder habe er ei-

nen entsprechenden Stempel besessen, noch habe er bei der Fälschung der 

Quittung mitgewirkt. Auch die Übergabe der gefälschten Postquittung habe einzig 

und alleine J._____ bewerkstelligt. Der Beschuldigte sei in keiner Art und Weise 

- 18 - 

daran beteiligt gewesen. Er habe mit diesen Vorwürfen nichts zu tun (Urk. 49 

S. 12). 

Im Rahmen der Berufungsverhandlung brachte die Verteidigung keine neuen  

Argumente mehr vor, sondern wiederholte im Wesentlichen das, was bereits vor 

Vorinstanz eingewendet wurde (Urk. 72 S. 15 ff.). 

4.3.4. Vorab ist auch bezüglich dieses Anklagesachverhaltes darauf hinzuweisen, 

dass J._____ in dem gegen ihn geführten Strafverfahren den Sachverhalt als zu-

treffend anerkannte und entsprechend schuldig gesprochen wurde (Urteil des Be-

zirksgerichts Zürich vom 3. März 2011 im Verfahren DG100509 sowie Urteil des 

Obergerichts des Kantons Zürich vom 25. Oktober 2011 im Verfahren SB110444).  

4.3.5. Die Anklagebehörde stützt sich im wesentlichen auf die Aussagen von 

J._____, welcher aussagte, das Vorgehen basiere auf der Idee des Beschuldig-

ten. Dieser habe die Geschädigte bereits gekannt, weil er früher selbst mit Wohn-

wagen gehandelt habe. Der Beschuldigte habe ihm gesagt, welches Modell er 

kaufen und welches Zubehör er nachträglich noch bestellen solle. Sie hätten  

beide Geld machen wollen. Der Beschuldigte habe sich im Wohnwagengeschäft 

von seiner früheren Tätigkeit her gut ausgekannt und genau gewusst, welche 

Fahrzeuge sich am besten weiterkaufen liessen. Ebenso habe der Beschuldigte 

gewusst, dass er - also J._____ - kein Geld gehabt habe und mit einem unge-

deckten Check bezahlen würde. Der Beschuldigte sei es auch gewesen, der mit 

ihm auf die Bank gegangen sei, um sich dort Checks zu beschaffen. Den Check 

habe man erneut gemeinsam im Wohnwagen/Büro des Beschuldigten ausgefüllt 

und mit dem Namen "N._____" versehen. Der Beschuldigte habe nach dem ge-

scheiterten ersten Versuch auch darauf bestanden, dass J._____ es noch einmal 

versuche. Deshalb hätten sie wiederum gemeinsam im Wohnwagen die Postquit-

tung erstellt wobei der Beschuldigte einen kleinen Stempel gehabt habe, der wie 

ein Poststempel ausgesehen habe. Dabei habe es sich um eine Fälschung ge-

handelt. Damit sei die Quittung abgestempelt worden. Den „Haken“ (Unterschrift) 

habe J._____ auf der Quittung angebracht (Urk. 7/14 S. 8 ff.). Anlässlich seiner 

Einvernahme vom 11. Januar 2011 bestätigte J._____ seine zuvor gemachten 

Aussagen im Beisein des Beschuldigten (Urk. 7/15 S. 13 ff.). Schliesslich bestä-

- 19 - 

tigte J._____ seine Aussagen auch als Zeuge vor Vorinstanz, wobei sein Erinne-

rungsvermögen teilweise etwas getrübt war (Urk. 42 S. 8 ff.). Im Kern sind jedoch 

die Aussagen von J._____ kongruent. Sie sind ohne weiteres nachvollziehbar und 

weisen keine nennenswerten Strukturbrüche auf. Bemerkenswert ist in diesem 

Zusammenhang auch, dass sich J._____ mit seinen Aussagen über weite Teile 

selber belastete, was schliesslich auch zu seiner Verurteilung führte. Anzeichen 

dafür, dass er bemüht war, den Beschuldigten in ein besonders schlechtes Licht 

zu rücken bestehen nicht. Insgesamt können die Aussagen von J._____ in Bezug 

auf diesen Anklagesachverhalt durchaus als weitestgehend glaubhaft bezeichnet 

werden. Dies umso mehr, als verschiedene Indizien bestehen, welche die Schil-

derungen von J._____ stützen und mit diesen zusammen bei einer gesamthaften 

Betrachtung ein in sich stimmiges Bild ergeben. Die Vorinstanz hat diese Indizien 

ausführlich dargetan, weshalb sie an dieser Stelle - mit Verweis auf die Erwägun-

gen unter Ziffer 2.2.2. des angefochtenen Entscheides (Urk. 57 S. 20 ff.) nur noch 

zusammenfassend zu erwähnen sind. 

Zunächst fällt auf, dass just J._____, welcher selbst nach Angaben des  

Beschuldigten, von Wohnwagen keine Ahnung hatte (Urk. 41 S. 4), sich mit der 

Anschaffung eben eines solchen Wohnwagens befasste. Dies notabene bei  

einem Wohnwagenhändler im zürcherischen Unterland - also sozusagen in den 

Stammlanden des Beschuldigten -, mit welchem der Beschuldigte nach eigenen 

Angaben verschiedentlich Geschäfte gemacht hatte (Urk. 4/2 S. 8). Entsprechend 

war der Beschuldigte mit dem Geschäftsführer der Geschädigten persönlich  

bekannt. Ungeachtet dieses Umstandes, hat der Beschuldigte J._____ zwar zur 

Geschädigten gefahren, ist dann jedoch nicht mit hinein gegangen, weil er nach 

seiner Darstellung "mit dieser Firma nichts mehr zu tun gehabt habe". Diese  

Darstellung des Beschuldigten wirkt vollkommen unglaubhaft. Was für einen 

Grund sollte der Beschuldigte gehabt haben, seinen Bekannten J._____ nicht in 

das Geschäft der Geschädigten zu begleiten, nachdem er zuvor angab, dieser im 

Rahmen von geschäftlichen Beziehungen "sehr viele Aufträge" gegeben zu  

haben? Ein derartiges Vorgehen lässt sich vernünftigerweise und im Lichte der 

Aussagen von J._____, nur damit begründen, dass der Beschuldigte eben bei der 

Geschädigten keinesfalls in Erscheinung treten wollte. Auffällig ist in diesem Zu-

- 20 - 

sammenhang auch, dass der im Caravan-Geschäft spezialisierte Beschuldigte, 

J._____ bei der Anschaffung des Wohnwagens sozusagen seinem Schicksal 

überliess und diesem nicht beratend zur Seite stand. Dies umso mehr, als 

J._____ gegenüber dem Geschäftsführer der Geschädigten, F1._____, dergestalt 

sonderbar auftrat, dass dieser offenbar misstrauisch wurde (Urk. 44 S. 4).  

Nachdem J._____ F1._____ eine Visitenkarte einer gewissen O._____ AG prä-

sentierte, sah sich letzterer dadurch offenbar veranlasst, Recherchen betreffend 

diese Gesellschaft zu tätigen. Im Internet wurde er fündig und konnte so aus ei-

genen Stücken eine Beziehung zwischen J._____ und dem Beschuldigten her-

stellen. Diesbezüglich gab der Zeuge F1._____ zu Protokoll, er habe das Gefühl 

gehabt, dass da etwas sein könnte. Er habe gewusst, dass der Beschuldigte et-

was mit einer solchen Firma zu tun gehabt habe. Er habe vermutet, dass der Be-

schuldigte hinter der Sache stecken könnte. Wie sonst - so fragte sich der Zeuge 

F1._____ - hätte J._____ einen Bezug zu der Firma im Tessin haben können. 

Wenn jemand Erfahrung im Wohnwagenbereich habe, dann sei es bestimmt der 

Beschuldigte (Urk. 44 S. 8). Der Beschuldigte machte hinsichtlich der verwende-

ten Visitenkarte der O._____ AG geltend, J._____ habe ihm die entsprechenden 

Dokumente aus seinem Wohnwagen gestohlen (Urk. 41 S. 8). Gegen diesen 

Einwand des Beschuldigten spricht namentlich der Umstand, dass J._____ einer-

seits über eine Fülle von Detailkenntnissen betreffend die O._____ AG verfügte 

und andererseits, dass eine vom Beschuldigten unterschriebene Vollmacht der 

O._____ AG zugunsten von J._____ bei den Akten liegt, aus welcher unter ande-

rem hervorgeht, dass Letzterem "alle Akten der O._____ übergeben wurden" 

(Urk. 43/3). Im Lichte dieser Umstände erweist sich der vom Beschuldigten be-

hauptete Aktendiebstahl als reine Schutzbehauptung.  

Schliesslich stellt auch der für die Fälschung der Postquittung verwendete  

Stempel (Urk. ND 1/2/11) ein klares Indiz für die Tatbeteiligung des Beschuldigten 

dar. Die Vorinstanz hat hierzu gründlich und ausführlich dargetan, dass die Stem-

pelfirma P._____ AG in Q._____ eine Geschäftsbeziehung des Beschuldigten 

darstellte, mit welcher dieser bereits im Oktober 2007 - mithin bevor J._____ mit 

dem Beschuldigten in Kontakt trat - Geschäfte tätigte (Urk. ND 1/2/12). Wenn sich 

- 21 - 

der Beschuldigte in diesem Zusammenhang auf den Standpunkt stellt, er habe mit 

dem Stempel nichts zu tun, sondern J._____ habe diesen bei der P._____ AG in 

Q._____ bestellt, so erscheint dies absolut unglaubhaft. Wohl verhält es sich so, 

dass J._____  bei der P._____ AG einen Stempel bestellt hatte. Allerdings han-

delte es sich dabei um einen solchen mit dem Schriftzug "3001 Bern 1", welcher 

offenkundig in Anlehnung an den "8001 Zürich 1 " Stempel in Auftrag gegeben 

wurde. J._____s Stempel wurde schliesslich nach Angaben der P._____ AG auch 

an den Beschuldigten zu Handen von J._____ herausgegeben, was mit der Vo-

rinstanz dafür spricht, dass der Beschuldigte zusammen mit J._____ bei der 

Stempelfirma in Q._____ in Erscheinung getreten ist. Der Beschuldigte selbst 

liess durch seinen Verteidiger vor Vorinstanz ausführen, er sei von der Geschäfts-

führerin der P._____ AG angerufen und darauf aufmerksam gemacht worden, 

J._____ haben den Stempel noch nicht abgeholt. Darauf sei er selbst nach 

Q._____ gefahren, um den Stempel dort in Empfang zu nehmen (Urk. 49 S. 12). 

Genau das wurde von J._____ auch bestätigt. Auch in Bezug auf die Geschäfts-

verbindung zur P._____ AG und die Beschaffung der fraglichen Stempel erweisen 

sich daher seine Aussagen, im Gegensatz zu jenen des Beschuldigten, als glaub-

haft.  

4.3.6. Zusammenfassend ist unter Verweis auf die vorinstanzlichen Erwägungen 

festzuhalten, dass der unter Anklageziffer 2. A) und B) umschriebene Sachverhalt 

als erstellt zu betrachten ist. Davon ist im Rahmen der rechtlichen Würdigung 

auszugehen. 

4.4. Urkundenfälschung und versuchter Betrug zum Nachteil des Geschädigten 

G._____ (Nebendossier 8) 

4.4.1. Die Anklagebehörde wirft dem Beschuldigten folgendes vor (Urk. 30 S. 9 f.): 

Zu einem nicht mehr genauer bestimmbaren Zeitpunkt im Januar 2009 sei 

J._____ im Auftrag und in Absprache mit dem Beschuldigten bei der geschädig-

ten Firma G._____ in I._____ erschienen, um von dieser ein Wohnmobil zum 

Preis von Fr. 30’500.-- zu erwerben. Wie der Beschuldigte gewusst habe, habe 

J._____ dabei einen auf den Betrag von Fr. 30'500.-- erstellten und auf die 

O._____ AG gezogenen, mit „O1._____“ unterzeichneten Wechsel übergeben, 

- 22 - 

welchen J._____ kurz zuvor ohne Wissen und Einverständnis der O._____ AG 

oder von O1._____, aber in deren Namen hergestellt habe. Der Beschuldigte und 

J._____ hätten gewusst, dass besagter Wechsel nicht gedeckt gewesen sei. Zu-

dem hätten sie gewusst, dass sie weder die Geldmittel noch die Absicht gehabt 

hätten, besagtes Fahrzeug je zu bezahlen. Schliesslich hätten sie angenommen, 

dass auch keine andere Person, insbesondere auch die O._____ AG oder 

O1._____ nicht die Absicht gehabt hätten, das Fahrzeug je selber zu bezahlen, 

was sie der Geschädigten respektive dem zuständigen Sachbearbeiter jedoch bei 

Übergabe des Wechsels verschwiegen hätten.  

Der Beschuldigte und J._____ hätten gewusst, dass die Geschädigte die innere 

Zahlungsbereitschaft nicht habe überprüfen können und sie hätten darauf  

vertraut, dass die Geschädigte nicht überprüfen werde, ob der Wechsel tatsäch-

lich gedeckt sei. Der Beschuldigte und J._____ hätten darauf vertraut, dass  

solche Überprüfungen bei einem derartigen Geschäft nicht immer vorgenommen 

würden und sie hätten versucht, sich diesen Umstand zu Nutze zu machen. Durch 

ihr Verhalten hätten sie die Geschädigte respektive deren zuständigen Sach-

bearbeiter über die Zahlungsbereitschaft getäuscht und versucht dadurch zu  

erreichen, dass die Geschädigte das Fahrzeug übergebe, was diese bei Kenntnis 

der wahren Sachlage nicht getan hätte.  

Der Beschuldigte und J._____ hätten in der Absicht gehandelt, sich einen 

 finanziellen Vorteil zu verschaffen, indem sie unentgeltlich zu einem Wohnmobil 

hätten kommen wollen, welches sie in der Folge hätten weiterverkaufen wollen. 

Weil die Geschädigte den Wechsel habe überprüfen lassen, sei die Übergabe des 

Fahrzeugs nicht zustande gekommen. Wäre das Geschäft vollzogen worden,  

wäre der Geschädigten ein Schaden in der Höhe von rund Fr. 30'500.-- ent-

standen, um welchen Betrag sich der Beschuldigte und J._____ hätten  

bereichern wollen. 

4.4.2. Die Vorinstanz kam zusammengefasst zum Schluss, es sei wiederum fast 

müssig, auf die Aussagen des Beschuldigten und von J._____ abstellen zu  

wollen, da beidseits die Widersprüche zu gross seien. Immerhin habe J._____ in 

seinen Befragungen Detailkenntnisse über das Verhältnis A._____-O._____ AG-

- 23 - 

O1._____ angegeben, die er nur haben könne, wenn er instruiert gewesen sei. 

Die Aussage des Beschuldigten, J._____ habe ihm diese Unterlagen gestohlen, 

sei jedoch klar falsch. Hierzu könne auf die von ihm unterschriebene Vollmacht  

abgestellt werden, wo er erkläre, J._____ diese Unterlagen zu übergeben. Ein 

mehr als schlechtes Licht werfe hier auch der Umstand auf den Beschuldigten, 

dass dieser sich noch zu Beginn des Jahres 2009 als Vertreter der O._____ AG 

ausgegeben und ganz offensichtlich auch noch über einen Stempel dieser Firma 

verfügt habe, den er auch eingesetzt habe (vgl. den Stempel auf Urk. 43/3). Vor  

diesem Hintergrund wirke seine Bestreitung, er habe nicht über den Stempel mit 

der Unterschrift von O1._____ verfügt, unglaubwürdig [recte: unglaubhaft]. Es sei 

hier ganz klar der Darstellung von J._____ der Vorzug zu geben. Glaubwürdig 

[recte: Glaubhaft] wirke auch, wenn J._____ angebe, das Motiv des  

Beschuldigten habe darin gelegen, den Namen der O._____ AG und damit von  

O1._____ zu missbrauchen und diesem gewissermassen die Zahlung des  

ertrogenen Wohnwagens "anzuhängen". Als J._____ von diesem Motiv in  

seinen früheren Befragungen erzählt habe, habe er noch nicht wissen können, 

was für eine Rolle dieses Indiz einmal spielen würde. Dass ein solches Motiv aber 

tatsächlich bestand habe, hätten der Beschuldigte und O1._____ anlässlich der 

Hauptverhandlung selbst in optima forma dem Gericht präsentiert. Es sei  

daher offensichtlich, dass J._____ vom Beschuldigten über die O._____ AG,  

O1._____ und dessen Verhältnis zum Beschuldigten instruiert worden sei. Eben-

so sei für das Gericht offensichtlich, dass der Beschuldigte als Mittäter  

gehandelt hat (Urk. 57 S. 28 ff.). 

4.4.3. Hierzu führte die Verteidigung vor Vorinstanz zusammengefasst aus, der 

Beschuldigte habe weder den Geschädigten gekannt, noch habe er vom Vor-

haben des J._____ Kenntnis gehabt. J._____ sei aus eigenem Antrieb nach 

I._____ gefahren und habe mit dem Geschädigten Verhandlungen betreffend den 

Kauf des alten Zirkuswagens geführt. Es liege auf der Hand, dass J._____ alleine 

die Motivation und die Initialzündung zu diesem Betrugsversuch gehabt habe, 

vom Beschuldigten seien diese jedenfalls nicht ausgegangen. Wie J._____ zu ei-

nem Stempel von O1._____ gekommen sei, wisse der Beschuldigte nicht. Er 

könne es sich nur so erklären, dass er eventuell im Zusammenhang mit der Aus-

- 24 - 

händigung der O._____ AG Unterlagen durch den Beschuldigten, an einen Blan-

kocheck gekommen sei. Allenfalls habe sich J._____ auch einen derartigen 

Stempel eigens anfertigen lassen. Wenn man sich die deliktische Vergangenheit 

von J._____ vor Augen führe, dann werde augenscheinlich, dass dieser die ver-

meintlichen Überredungskünste und Motivationsanregungen des Beschuldigten 

für seine Betrügereien gebraucht habe. Der Beschuldige werde jedenfalls voll-

kommen zu Unrecht belastet, er habe mit diesem Vorfall in keiner Art und Weise 

etwas zu tun (Urk. 49 S. 19 ff.). 

Die Verteidigung wiederholt im Rahmen der Berufungsverhandlung im Wesentli-

chen die Argumente, welche sie bereits vor Vorinstanz vorbrachte (Urk. 72  

S. 25 ff.). 

4.4.4. Auch bezüglich dieses Anklagesachverhaltes ist darauf hinzuweisen, dass 

J._____ in dem gegen ihn geführten Strafverfahren den Sachverhalt als zu-

treffend anerkannte und antragsgemäss schuldig gesprochen wurde (Urteil des 

Bezirksgerichts Zürich vom 3. März 2011 im Verfahren DG100509 sowie Urteil 

des Obergerichts des Kantons Zürich vom 25. Oktober 2011 im Verfahren 

SB110444).  

4.4.5. Die Anklagebehörde stützt sich auch bezüglich dieses Anklagesach-

verhaltes im Wesentlichen auf die Aussagen von J._____. Dieser wurde am  

16. August 2010 durch die Anklagebehörde als Angeschuldigter zur Sache ein-

vernommen. Damals gab er zu Protokoll, es treffe zu, dass er im Januar 2009 bei 

der Firma G._____ in I._____ mit einem gefälschten Wechsel über  

Fr. 30'500.-- versucht habe, ein Wohnmobil zu erwerben, ohne dieses zu bezah-

len. Den Wechsel habe er von der Bank erhalten. Er habe ihn ausgefüllt und der 

Beschuldigte habe ihn mit O1._____ abgestempelt. O1._____ sei der  

VR-Präsident der O._____ AG. O1._____ habe weder vom Wechsel noch vom 

Wohnwagenkauf Kenntnis gehabt. Der Beschuldigte habe gesagt, er solle den 

Wechsel auf die O._____ AG respektive auf O1._____ ausstellen, weil ihm dieser 

noch Fr. 50'000.-- schulde. Der Beschuldigte habe gesagt, sie müssten schauen, 

dass sie das Geld von O1._____ bekommen würden. J._____ gab weiter an, er 

habe den Wechsel nicht alleine gefälscht. Wohl habe er die Daten darauf ge-

- 25 - 

schrieben. Abgestempelt habe ihn aber der Beschuldigte. Das Ganze sei im 

Wohnwagen des Beschuldigten geschehen. Den Stempel habe der Beschuldigte 

noch von der Firma gehabt. Über Geld zur Bezahlung des Wohnwagens hätte 

weder er noch der Beschuldigte verfügt (Urk. 7/14). Am 11. Januar 2011 als Aus-

kunftsperson befragt, bestätigte J._____ seine zuvor gemachten Angaben vollum-

fänglich (Urk. 7/15 S. 19 ff.). Bekanntlich wurde J._____ anlässlich der Hauptver-

handlung durch die Vorderrichter eingehend als Zeuge zur Sache einvernommen. 

Die Vorinstanz hat die entsprechenden Äusserungen ebenso vollständig und in-

haltlich korrekt zusammengefasst, wie jene des Beschuldigten. Auf die vorinstanz-

lichen Erwägungen unter Ziff. 2.6.3.1 (Aussagen J._____) und Ziff. 2.6.6.2. (Urk. 

57 S. 30 f.) kann daher zwecks Vermeidung von unnötigen Wiederholungen voll-

umfänglich verwiesen werden.  Auch in Bezug auf diesen Anklagesachverhalt ist 

augenscheinlich, dass es der Beschuldigte bei seinen Aussagen mit der Wahrheit 

nicht allzu genau zu nehmen scheint. Soweit er beispielsweise behauptet, 

J._____ habe die Geschäftsunterlagen zur O._____ AG gestohlen, so lässt sich 

diese Behauptung wie bereits erwähnt, durch die Vollmacht vom 2. Januar 2009 

(Urk. 43/3) ohne Weiteres widerlegen. Darin erklärt der Beschuldigte nämlich  

eigenhändig folgendes: "Alle Akten der O._____ wurden Hr. J._____ übergeben".  

Diese Aussage bestätigte der Beschuldigte unterschriftlich und verwendete im 

Kopf der Vollmacht sowie bei der Unterschriftenzeile zweimal einen Stempel mit 

der Firmenbezeichnung "O._____ AG, … [Adresse]". Damit ist erstellt, was 

J._____ auch so ausführte, nämlich, dass der Beschuldigte ihm die entsprechen-

den Unterlagen ausgehändigt hat. Von einem Diebstahl kann daher keine Rede 

sein. Vielmehr kommt in dieser Schutzbehauptung des Beschuldigten seine Dreis-

tigkeit exemplarisch zum Ausdruck. Um nämlich den Verdacht von sich zu lenken, 

schreckte er nicht davor zurück, J._____ wider besseren Wissens eines delikti-

schen Verhaltens zu bezichtigen. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang 

auch der Umstand, dass der Beschuldigte unter Verwendung eines Firmenstem-

pels der O._____ AG in deren Namen noch im Januar 2009 eine Vollmacht 

zeichnete, dies obwohl er gemäss Handelsregisterauszug mindestens seit Sep-

tember 2006 für die O._____ AG keine Zeichnungsbefugnis mehr inne hatte. Ob 

er überhaupt jemals für die O._____ AG zeichnungsberechtigt war, lässt sich zu-

- 26 - 

mindest dem elektronischen Handelsregisterauszug nicht entnehmen (…). 

O1._____ war unbestrittenermassen ein ehemaliger Geschäftspartner und damit 

ein Bekannter des Beschuldigten. Weiter bestritt der Beschuldigte nicht, dass er 

und O1._____ im Streit auseinandergegangen seien und ihm dieser noch einen 

grösseren Geldbetrag schulde. Nach Darstellung des Beschuldigten soll nun 

J._____ die Unterlagen der O._____ AG gestohlen haben, um damit sozusagen 

an Stelle des Beschuldigten und ohne dessen Wissen, O1._____ eins auszuwi-

schen und bei dieser Gelegenheit noch ein Geschäft mit dem Verkauf des Wohn-

wagens zu machen (Urk. 41 S. 15 ff.). Dass die von J._____ geschilderte Sachla-

ge um einiges plausibler ist, musste selbst der Beschuldigte auf entsprechenden 

Vorhalt der Vorderrichter konstatieren (Urk. 41 S. 17). Mit Verweis auf die über-

zeugenden vorinstanzlichen Erwägungen kann festgehalten werden, dass die tat-

sächlichen Schilderungen von J._____ im Zusammenhang mit dem hier interes-

sierenden Anklagevorwurf überzeugen. Dass er detaillierte Kenntnisse von den 

Verhältnissen zwischen dem Beschuldigten, O1._____ und der O._____ AG hat-

te, lässt sich vernünftigerweise nur damit erklären, dass er vom Beschuldigten 

entsprechend instruiert wurde. Dass das Tatmotiv darin gründete, dass der Be-

schuldigte O1._____ die Bezahlung des Wohnwagens "anzuhängen" versuchte 

um sich an diesem - nach Meinung des Beschuldigten - für dessen Geschäftsge-

baren zu  rächen und auf diese Weise die offenen Schulden einzutreiben, wurde 

von J._____ überzeugend, widerspruchslos und konstant dargetan. Auf seine  

Aussagen ist daher abzustellen, was die Vorinstanz richtigerweise erkannte. 

4.4.6. Zusammenfassend ist nach dem Gesagten mit der Vorinstanz festzuhalten, 

dass der unter Anklageziffer 6. A) und B) umschriebene Sachverhalt als erstellt zu 

betrachten ist. Davon ist im Rahmen der rechtlichen Würdigung auszugehen. 

5. Rechtliche Würdigung 

5.1. Die Vorinstanz kam bezüglich der Anklageziffern 1 (zum Nachteil von 

E._____), 2 (zum Nachteil der F._____ AG) und 6 (zum Nachteil der Firma 

G._____) im Rahmen ihrer rechtlichen Würdigung zum Schluss, der  

Beschuldigte habe sich als Mittäter des J._____ jeweilen der Urkundenfälschung 

sowie des versuchten Betruges im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 Abs. 1, 2 und 3 und 

- 27 - 

Art. 146 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB schuldig gemacht. Bei ihrer 

rechtlichen Subsumtion stützte sich die Vorinstanz im Wesentlichen auf die ein-

schlägigen und rechtskräftigen Verurteilungen des J._____ (Urk. 57 S. 18, 23 und 

33).  

5.2. Die Verteidigung äusserte sich vor Vorinstanz nicht zur rechtlichen Würdi-

gung durch die Anklagebehörde. Ihrem Eventualstandpunkt zur Strafzumessung 

legte die Verteidigung aber immerhin die Annahme einer Verurteilung wegen 

mehrfach versuchten Betruges und mehrfacher Urkundenfälschung zugrunde, 

worin wohl eine implizite Anerkennung der rechtlichen Würdigung zu erblicken 

sein dürfte (Urk. 49 S. 33). 

Auch im Rahmen der Berufungsverhandlung äusserte sich die Verteidigung nicht 

zur rechtlichen Würdigung der Vorinstanz (Urk. 72 S. 39 ff.). 

5.3. Die rechtliche Würdigung durch die Vorinstanz ist unbestritten, im Ergebnis 

korrekt und daher nicht zu beanstanden. Entsprechend ist der vorinstanzliche 

Schuldspruch betreffend die Anklageziffern 1, 2 und 6 vollumfänglich zu bestäti-

gen. Schuldausschluss- und/oder Rechtfertigungsgründe liegen keine vor.  

6. Strafzumessung 

6.1. Die Vorinstanz hat den Strafrahmen korrekt ermittelt und zur Straf 

zumessung im allgemeinen das Nötige ausgeführt, darauf kann verwiesen werden 

(Urk. 57 S. 36 ff.). 

6.2. Weiter hat die Vorinstanz zutreffende und vollständige Ausführungen zum 

objektiven und subjektiven Tatverschulden hinsichtlich der Straftatbestände  

Betrug und Urkundenfälschung gemacht. Wenn die Vorderrichter zusammen-

fassend zum Schluss kommen, das Tatverschulden des Beschuldigten sei insge-

samt als keineswegs mehr leicht einzustufen, weshalb eine Einsatzstrafe von  

12 Monaten resultiere, so ist anzumerken, dass die Einsatzstrafe gemessen am 

festgestellten Tatverschulden und angesichts des Strafrahmens von bis zu  

5 Jahren Freiheitsstrafe, wohl zu tief angesetzt wurde. Angemessen wäre unter 

diesen Umständen eine Einsatzstrafe von rund 20 Monaten Freiheitsstrafe.  

- 28 - 

6.3. Die Verteidigung äussert sich zur Frage der Strafzumessung dahingehend, 

dass sie im Eventualstandpunkt mit Verweis auf das hohe Alter, das geringe  

objektive Tatverschulden und den tadellosen persönlichen Eindruck des Beschul-

digten eine milde Freiheitsstrafe von 6 Monaten sowie eine Busse von Fr. 50.-- 

beantragt (Urk. 72 S. 40). 

6.4. Die Vorinstanz macht weiter korrekte Ausführungen zum Tatverschulden 

hinsichtlich der SVG-Delikte. Insbesondere ist ihr insofern zuzustimmen, als diese 

Delikte im Vergleich zum Hauptanklagepunkt von untergeordneter Bedeutung 

sind. Der Schluss der Vorinstanz, nämlich für den Missbrauch von Ausweisen und 

Schildern sowie für das Fahren ohne Fahrzeugausweis, überhaupt keine  

Erhöhung der Einsatzstrafe vorzunehmen, ist hingegen nicht angängig. Zudem ist 

der Vollständigkeit halber darauf hinzuweisen, dass das diesbezügliche Geständ-

nis des Beschuldigten und die ihm attestierte Reue nicht unter dem Titel "Tat-

komponente" sondern beim Nachtatverhalten zu berücksichtigen sind. Insgesamt 

wäre die Einsatzstrafe für die Hauptdelikte aufgrund der SVG-Delikte und unter 

Berücksichtigung des Asperationsprinzips um 1 Monat zu erhöhen gewesen. 

6.5. Unter dem Titel Täterkomponente hat die Vorinstanz zunächst die persön-

lichen Verhältnisse des Beschuldigten und dessen Werdegang vollständig dar-

getan und richtigerweise festgehalten, dass sich daraus keine strafzumessungs-

relevanten Faktoren ergeben. Darauf kann vollumfänglich verwiesen werden. Zu 

keinen weiteren Erörterungen Anlass gibt auch die Einschätzung der Vorinstanz 

im Hinblick auf die Vorstrafen des Beschuldigten. Unter Berücksichtigung des 

Umstandes, dass beide Vorstrafen - obwohl einschlägig - verhältnismässig weit 

zurückliegen, würde mit der Vorinstanz eine leichte Straferhöhung als ange-

messen erscheinen. Wie die Vorderrichter weiter zutreffend erwogen haben, hat 

der Beschuldigte während laufender Probezeit und trotz laufender Strafunter-

suchung erneut delinquiert. Diese Umstände erachtete die Vorinstanz als leicht 

straferhöhend. Dieser Auffassung kann nicht ohne Weiteres gefolgt werden. In 

diesem Verhalten des Beschuldigten kommt eine Haltung zum Ausdruck, welche 

auf eine doch bedenkliche Unverfroren- und Gleichgültigkeit schliessen lässt.  

- 29 - 

Zudem legt der Beschuldigte eine Unbelehrbarkeit an den Tag, welche sich nicht 

bloss leicht, sondern merklich straferhöhend hätte auswirken müssen. 

6.6. Die Verteidigung reklamierte für den Beschuldigten vor Vorinstanz und 

auch im Berufungsverfahren eine Strafminderung wegen der erhöhten Straf-

empfindlichkeit (Urk. 49 S. 33, Urk. 72 S. 40). Diesem Ansinnen kam die  

Vorinstanz nach und attestierte dem Beschuldigten aufgrund seines hohen Alters 

und der geltend gemachten Knieprobleme eine erhöhte Strafempfindlichkeit, was 

zu einer leichten Strafminderung führte (Urk. 57 S. 44). Die vorinstanzlichen  

Erwägungen stehen im Einklang mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung 

wonach bei fortgeschrittenem Alter von einer erhöhten Strafempfindlichkeit  

auszugehen ist (BGE 92 IV 204 f.). Der Beschuldigte steht im 79. Altersjahr  

weshalb mit Fug von fortgeschrittenem Alter die Rede sein kann. Die dem  

Beschuldigten im angefochtenen Entscheid zugestandene, leichte Strafminderung 

unter diesem Titel ist daher ohne Weiteres zu bestätigen. 

6.7. In Bezug auf das Nachtatverhalten des Beschuldigten hat die Vorinstanz 

das Nötige ausgeführt. Mit Ausnahme seines Geständnisses hinsichtlich der 

SVG-Delikte und der ihm zuerkannten Reue diesbezüglich, spricht nichts für eine 

Strafminderung. Unter dem Titel Nachtatverhalten ist ihm daher hinsichtlich der 

SVG-Delikte eine lediglich marginal Strafminderung zuzubilligen.  

6.8. Die Vorinstanz kommt gesamthaft zum Schluss, die unter dem Titel "Täter-

komponente" aufgezählten Zumessungsgründe würden sich gegenseitig auf-

heben, so dass keine Anpassung der Einsatzstrafe zu erfolgen habe. Sie be-

strafte den Beschuldigten mit einer Freiheitsstrafe von 12 Monaten. Diese Straf-

zumessung erweist sich insgesamt als sehr milde. Ausgehend von einer Einsatz-

strafe von 20 Monaten und der Erhöhung derselben um 1 Monat infolge der SVG-

Delikte sowie unter Berücksichtigung einer leichten Erhöhung wegen der Vor-

strafen, einer merklichen Erhöhung wegen der Delinquenz während laufender 

Probezeit und angehobener Strafuntersuchung sowie einer leichten Strafminde-

rung wegen der altersbedingten Strafempfindlichkeit und einer marginalen Straf-

minderung wegen des Nachtatverhaltens hinsichtlich der SVG-Delikte, hätte eine 

Freiheitsstrafe im Bereich von 24 Monaten resultieren müssen. Aufgrund des 

- 30 - 

Verbots der reformatio in peius (Art. 391 Abs. 2 StPO) muss es jedoch  

im Ergebnis bei der durch die Vorinstanz festgesetzten Freiheitsstrafe von  

12 Monaten sein Bewenden haben. 

6.9. Die Vorinstanz fällte als Sanktion für die vom Beschuldigten zu verant-

wortende Übertretung (Anklageziffer 7, fahrlässiges Nichtmitführen des  

Führerausweises auf einer Motorradfahrt) eine Busse in der Höhe von Fr. 50.-- 

aus und setzte die Ersatzfreiheitsstrafe für den Fall der schuldhaften Nichtbezah-

lung auf 1 Tag Freiheitsstrafe fest (Urk. 57 S. 45). Weder der Beschuldigte, noch 

die Verteidigung beanstandeten die ausgefällte Busse, weshalb sie alleine schon 

aufgrund des Verschlechterungsverbotes zu bestätigen ist.  

7. Widerruf 

7.1. Die Vorinstanz hat die mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-

Limmat vom 25. Juni 2008 ausgefällte bedingte Strafe von 30 Tagessätzen zu  

40 Franken widerrufen und für vollziehbar erklärt (Urk. 57 S. 47 f.).  

7.2. Die Verteidigung stellte den Widerruf für den Fall einer Verurteilung des 

Beschuldigten betreffend Anklageziffer 6 (zum Nachteil der Firma G._____, 

I._____) nicht in Abrede (Urk. 72 S. 2).  

7.3. Die Erwägungen der Vorinstanz zur Frage des Widerrufs sind vollständig, 

inhaltlich nicht zu beanstande und daher vollumfänglich zu übernehmen. Entspre-

chend ist der Widerruf der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat 

vom 25. Juni 2008 ausgefällte bedingte Strafe von 30 Tagessätzen zu 40 Franken 

zu bestätigen.  

8. Vollzug 

8.1. Freiheitsstrafe 

8.1.1. Die Vorinstanz kam zusammengefasst zum Schluss, beim Beschuldigten 

bestünden Bedenken hinsichtlich seiner Bewährung. Wie bereits in der Vergan-

genheit, so zeige sich auch im Zusammenhang mit den vorliegenden Tatvorwür-

fen, dass er sich um Recht und Gesetze grundsätzlich foutiere. Es sei bei ihm 

- 31 - 

darüberhinaus keinerlei Einsicht festzustellen und er habe hartnäckig jede Beteili-

gung an den gemeinsam verübten Delikten bestritten. Nur mit grössten Bedenken 

und daher auch nur teilweise, nämlich im Umfang von 6 Monaten sei der Vollzug 

der Strafe aufzuschieben. Die restlichen 6 Monate seien zu vollziehen. Die  

Probezeit für den aufgeschobenen Teil der Freiheitsstrafe sei auf 4 Jahre  

anzusetzen (Urk. 57 S. 47). 

8.1.2. Die Verteidigung führte hierzu anlässlich der Berufungsverhandlung aus, 

der Beschuldigte sei heute sichtlich geläutert. Von ihm gehe keinerlei Gefahr 

mehr aus, je wieder straffällig zu werden. In Bezug auf seine Bewährung bestün-

den aufgrund der gesamten Lebensumstände keine Bedenken mehr und es recht-

fertige sich daher, ihm im Sinne einer allerletzten Chance den bedingten Strafvoll-

zug zu gewähren. Es bestünde vorliegend kein zwingender Grund, den bald 

79jährigen Beschuldigten mit einer unbedingten Freiheitsstrafe zu belegen 

(Urk. 72 S. 41). 

8.1.3. Der Vollzug einer Freiheitsstrafe von mindestens sechs Monaten und 

höchstens zwei Jahren ist in der Regel aufzuschieben, wenn eine unbedingte 

Strafe nicht notwendig erscheint, um den Täter von der Begehung weiterer  

Verbrechen oder Vergehen abzuhalten (Art. 42 Abs. 1 StGB). Wurde der Täter 

 innerhalb der letzten fünf Jahre vor der Tat zu einer bedingten oder unbedingten 

Freiheitsstrafe von mindestens sechs Monaten oder zu einer Geldstrafe von  

mindestens 180 Tagessätzen verurteilt, so ist der Aufschub nur zulässig, wenn 

besonders günstige Umstände vorliegen (Art. 42 Abs. 2 StGB). In objektiver  

Hinsicht ist heute eine dem bedingten Strafvollzug zugängliche Freiheitsstrafe von 

einem Jahr auszufällen (Art. 42 Abs. 1 StGB). Der Angeklagte weist wie bereits 

dargetan zwei Vorstrafen auf. Letztere datiert vom 25. Juni 2008. Da der  

Beschuldigte damals lediglich zu einer bedingten Geldstrafe von 30 Tagessätzen 

zu Fr. 30.-- verurteilt wurde, ändert dies nichts am Umstand, dass die Gewährung 

des bedingten Vollzugs vorliegend nicht an besonders günstige Umstände  

geknüpft werden muss (Art. 42 Abs. 2 StGB). Die Gewährung des bedingten 

Strafvollzugs setzt voraus, dass keine Befürchtung besteht, der Täter werde sich 

in Zukunft nicht bewähren. Es genügt mithin das Fehlen einer ungünstigen  

- 32 - 

Prognose. Im Bereich von Freiheitsstrafen zwischen einem und zwei Jahren bildet 

der bedingte Strafvollzug die Regel, der teilbedingte Vollzug die Ausnahme. Eine 

teilbedingte Strafe kommt nur dann in Betracht, wenn der Aufschub wenigstens 

eines Teils der Strafe aus spezialpräventiver Sicht erfordert, dass der andere 

Strafteil unbedingt ausgesprochen wird, das heisst, wenn im Bereich einer höchst 

ungewissen Prognose die Warnwirkung des Teilaufschubes angesichts des 

gleichzeitig angeordneten Teilvollzuges für die Zukunft eine weitaus bessere 

Prognose erlaubt (BGE 134 IV 6, 14 f.). Der Beschuldigte steht heute im  

79. Lebensjahr und seine persönlichen Verhältnisse haben sich seit der Tatbe-

gehung offenbar nicht verändert. Er lebt nach wie vor mit seiner Ehefrau zusam-

men, welche durch ihre Erwerbstätigkeit und Unterstützung einen massgeblichen 

Beitrag zum Unterhalt des Beschuldigten leistet. Wie bereits vor Vorinstanz, so 

zeigte sich der Beschuldigte auch im Berufungsverfahren uneinsichtig und man 

kann sich des Eindrucks kaum erwehren, dass ihm jedes Unrechtsbewusstsein 

auf die ihm vorgeworfene Delinquenz vollends abgeht. Die Vorinstanz weist im 

Zusammenhang mit der Prognosebildung zu Recht darauf hin, dass der Beschul-

digte bereits im Jahre 2001 wegen einschlägiger Delinquenz verurteilt wurde, die 

betreffende Verurteilung liegt jedoch schon lange zurück. Negativ fällt zwar ins 

Gewicht, dass der Beschuldigte noch im Januar 2009 delinquierte, obwohl er zu 

jenem Zeitpunkt bereits wusste, dass er in ein Strafverfahren involviert war und 

Ermittlungen gegen ihn angehoben wurden, seit gut vier Jahren ist der Beschul-

digte jedoch nicht mehr straffällig geworden. Ausserdem ist heute der bedingte 

Vollzug einer Geldstrafe zu widerrufen, was für den Beschuldigten in seinen doch 

engen finanziellen Verhältnisses eine Einschränkungen darstellen und wohl  

Warnung genug sein wird, um nicht mehr zu delinquieren. Dem Beschuldigten 

kann vorliegend gerade noch einmal der bedingte Vollzug gewährt werden. Die 

ausgesprochene Freiheitsstrafe von 1 Jahr ist daher aufzuschieben, wobei die 

durch die Vorinstanz festgesetzte Probezeit von 4 Jahren zu bestätigen ist. In  

Bezug auf die Dauer der Probezeit fällt auf, dass die Verteidigung noch vor  

Vorinstanz ebenfalls die Anordnung einer 4-jährigen Probezeit beantragte  

(Urk. 49 S. 2), während sie sich im Berufungsverfahren auf den Standpunkt  

stellte, eine Probezeit von 2 Jahren sei ausreichend (Urk. 72 S. 2). 

- 33 - 

8.2. Busse 

Dass die Busse zu vollziehen ist, ergibt sich aus dem Gesetz (Art. 105 Abs. 1 

StGB) und bedarf keiner weiterer Erläuterungen mehr.  

9. Kosten 

Die Kosten im Rechtsmittelverfahren tragen die Parteien nach Massgabe ihres 

Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Der Beschuldigte unterliegt 

hinsichtlich seiner Anträge vollumfänglich. Damit hat er auch die Kosten des  

Berufungsverfahrens zu tragen. Die Kosten der amtlichen Verteidigung sind 

einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen, wobei die Rückzahlungspflicht  

gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO besteht. 

Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist auf Fr. 3'000.-- anzusetzen. 

 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Dielsdorf, 

II. Abteilung, vom 15. Juni 2012 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:  

"1.  Der Beschuldigte A._____ wird freigesprochen von den Vorwürfen 

− der Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 Abs. 1, 2 und 3 StGB  

zum Nachteil der Firma B._____ (Anklageziffer 3), 

− der mehrfachen Urkundenfälschung und des versuchten Betrugs im Sinne 

 von Art. 251 Ziff. 1 Abs. 1, 2 und 3 bzw. Art. 146 Abs. 1 in Verbindung mit 

 Art. 22 Abs. 1 StGB zum Nachteil der C._____ AG (Anklageziffer 4) sowie 

− der mehrfachen Urkundenfälschung und des versuchten Betrugs im Sinne  

von Art. 251 Ziff. 1 Abs. 1, 2 und 3 bzw. Art. 146 Abs. 1 in Verbindung mit  

Art. 22 Abs. 1 StGB zum Nachteil der D._____ AG (Anklageziffer 5). 

2. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig 

− (…) 

− des Fahrens ohne Fahrzeugausweis im Sinne von Art. 96 Ziff. 2 SVG  

in Verbindung mit Art. 63 Abs. 1 SVG (Anklageziffer 7), 

- 34 - 

− des Missbrauchs von Ausweisen und Schildern im Sinne von  

Art. 97 Ziff. 1 Abs. 1 SVG (Anklageziffer 7) sowie 

− weiterer Widerhandlungen im Sinne von Art. 99 Ziff. 3 SVG i 

n Verbindung mit Art. 10 Abs. 4 SVG (Anklageziffer 7). 

3.-6. (…) 

7. Vom Rückzug der Schadenersatzforderung des Privatklägers wird Vormerk ge-

nommen. 

8. Die Genugtuungsforderung des Privatklägers wird abgewiesen. 

9. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 4'500.00 ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 3'600.00   Gebühr für die Führung der Strafuntersuchung 

Fr.     amtl. Verteidigung (ausstehend) 

Fr. 8'100.00    

 
Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

10. (…) 

11. (Mitteilung) 

12. (Rechtsmittel)" 

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte ist zudem schuldig 

− der Urkundenfälschung und des versuchten Betrugs im Sinne von 

Art. 251 Ziff. 1 Abs. 1, 2 und 3 bzw. Art. 146 Abs. 1 in Verbindung mit 

Art. 22 Abs. 1 StGB zum Nachteil von E._____  

(Anklageziffer 1), 

− der Urkundenfälschung und des versuchten Betrugs im Sinne von 

Art. 251 Ziff. 1 Abs. 1, 2 und 3 bzw. Art. 146 Abs. 1 in Verbindung  

- 35 - 

mit Art. 22 Abs. 1 StGB zum Nachteil der F._____ AG  

(Anklageziffer 2), 

− sowie der Urkundenfälschung und des versuchten Betrugs im Sinne 

von Art. 251 Ziff. 1 Abs. 1, 2 und 3 bzw. Art. 146 Abs. 1 in Verbindung 

mit Art. 22 Abs. 1 StGB zum Nachteil der Firma G._____  

(Anklageziffer 6). 

2. Die mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 25. Juni 2008 

ausgefällte bedingte Strafe von 30 Tagessätzen Geldstrafe zu Fr. 40.– wird 

widerrufen. 

3. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 12 Monaten  

sowie mit einer Busse von Fr. 50.–. 

4. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf  

4 Jahre festgesetzt. Die Busse ist zu bezahlen. 

5. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle 

eine Ersatzfreiheitsstrafe von 1 Tag. 

6. Die erstinstanzliche Kostenauflage (Ziff. 10) wird bestätigt. 

7. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 3'000.-- ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr.     amtliche Verteidigung 

 

8. Die Kosten des zweitinstanzlichen Gerichtsverfahrens, ausgenommen die 

Kosten der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. 

Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichts-

kasse genommen. Die Rückzahlungspflicht gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO 
bleibt vorbehalten. 

9. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

- 36 - 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  
des Beschuldigten(übergeben) 

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat  
− den Privatkläger O1._____ 

 (Eine begründete Urteilsausfertigung gemäss Art. 84 Abs. 4 StPO wird 

dem Privatkläger nur zugestellt, sofern er dies innert 10 Tagen nach 

Erhalt des Dispositivs verlangt.) 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  
des Beschuldigten 

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat 
 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung all-

fälliger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 

Vollzugsdienste  
− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat (zuhanden der Akten 2006/2680 

zum Vollzug der widerrufenen Geldstrafe) 
− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A und B. Gegen diesen 

Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben 
werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 

- 37 - 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
 

Zürich, 10. Juni 2013 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Dr. F. Bollinger 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. S. Hürlimann Winterhalter 
 

 
 
 
 
 

	Urteil vom 10. Juni 2013
	Anklage:
	Entscheid der Vorinstanz: (Urk. 57 S. 53 ff.)
	"Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ wird freigesprochen von den Vorwürfen
	 der Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 Abs. 1, 2 und 3 StGB zum Nachteil der Firma B._____ (Anklageziffer 3),
	 der mehrfachen Urkundenfälschung und des versuchten Betrugs im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 Abs. 1, 2 und 3 bzw. Art. 146 Abs. 1 in  Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB zum Nachteil der C._____ AG (Anklageziffer 4) sowie
	 der mehrfachen Urkundenfälschung und des versuchten Betrugs im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 Abs. 1, 2 und 3 bzw. Art. 146 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB zum Nachteil der D._____ AG (Anklageziffer 5).

	2. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig
	 der Urkundenfälschung und des versuchten Betrugs im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 Abs. 1, 2 und 3 bzw. Art. 146 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB zum Nachteil von E._____ (Anklageziffer 1),
	 der Urkundenfälschung und des versuchten Betrugs im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 Abs. 1, 2 und 3 bzw. Art. 146 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB zum Nachteil der F._____ AG (Anklage-ziffer 2),
	 der Urkundenfälschung und des versuchten Betrugs im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 Abs. 1, 2 und 3 bzw. Art. 146 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB zum Nachteil der Firma G._____ (Anklageziffer 6),
	 des Fahrens ohne Fahrzeugausweis im Sinne von Art. 96 Ziff. 2 SVG in Verbindung mit Art. 63 Abs. 1 SVG (Anklageziffer 7),
	 des Missbrauchs von Ausweisen und Schildern im Sinne von Art. 97 Ziff. 1 Abs. 1 SVG (Anklageziffer 7) sowie
	 weiterer Widerhandlungen im Sinne von Art. 99 Ziff. 3 SVG in Verbindung mit Art. 10 Abs. 4 SVG (Anklageziffer 7).

	3. Die mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 25. Juni 2008 ausgefällte bedingte Strafe von 30 Tagessätzen Geldstrafe zu Fr. 40.– wird widerrufen.
	4. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 12 Monaten  sowie mit einer Busse von Fr. 50.–.
	5. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 6 Monaten aufgeschoben und die Probezeit auf 4 Jahre festgesetzt. Im Übrigen (6 Monate) wird die Freiheitsstrafe vollzogen. Die Busse ist zu bezahlen.
	6. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 1 Tag.
	7. Vom Rückzug der Schadenersatzforderung des Privatklägers wird Vormerk genommen.
	8. Die Genugtuungsforderung des Privatklägers wird abgewiesen.
	9. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:
	Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.
	10. Die Kosten des Verfahrens werden dem Beschuldigten zu zwei Drittel  auferlegt und im Übrigen auf die Staatskasse genommen. Die Kosten der  amtlichen Verteidigung werden auf die Staatskasse genommen.
	11. (Mitteilung)
	12. (Rechtsmittel)"
	Berufungsanträge: (Prot. II. S. 4 f.)
	Erwägungen:
	1. Prozessgeschichte
	1.1. Hinsichtlich des Verfahrensganges bis zum Abschluss des erstinstanzlichen Verfahrens kann vollumfänglich auf die vollständigen und zutreffenden  Erwägungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden (Urk. 57 S. 3 ff.;  Art. 82 Abs. 4 StPO).
	1.2. Mit vorstehend wiedergegebenem Urteil vom 15. Juni 2012 wurde der  Beschuldigte hinsichtlich der Anklageziffern 1, 2 und 6 jeweils der Urkundenfälschung sowie des versuchten Betruges schuldig gesprochen. Weiter erfolgten hinsichtlich Anklageziff...
	1.3. Gegen dieses Urteil liess der Beschuldigte durch seinen amtlichen Verteidiger am 20. Juni 2012 fristgerecht Berufung anmelden (Urk. 53) und nach  Zustellung des begründeten Urteils (am 4. Februar 2013: Urk. 55; Urk. 56/1-3) am 22. Februar 2013 e...
	1.4. In der Folge wurde auf den 10. Juni 2013 zur Berufungsverhandlung vorgeladen (Urk. 69).
	1.5. Zu Beginn der heutigen Berufungsverhandlung, zu welcher der Beschuldigte und seinen Verteidiger erschienen sind, waren weder Vorfragen zu entscheiden noch Beweise abzunehmen (Prot. II S. 5 f.). Das vorliegende Urteil erging im  Anschluss an die B...

	2. Umfang der Berufung
	2.1. Die Verteidigung beantragt, der Beschuldigte sei vom Vorwurf der  Urkundenfälschung und des versuchten Betruges zum Nachteil der Geschädigten E._____ (Anklageziffer 1), F._____ AG (Anklageziffer 2) und Firma G._____ (Anklageziffer 6) vollumfängli...
	2.2. Demnach sind im Berufungsverfahren folgende Dispositivziffern des Urteils vom 15. Juni 2012 (Urk. 57) nicht mehr angefochten:
	 Freisprüche betreffend die Anklageziffern 3, 4 und 5 gemäss Urteilsdispositivziffer 1
	 Schuldsprüche betreffend des Fahrens ohne Fahrzeugausweis gemäss Anklageziffer 7, des Missbrauchs von Ausweisen und Schildern  gemäss Anklageziffer 7 und der Widerhandlung im Sinne von Art. 99 Ziff. 3 SVG in Verbindung mit Art. 10 Abs. 4 SVG gemäss ...
	 Vormerknahme des Rückzugs der Schadenersatzforderung gemäss Urteilsdispositivziffer 7
	 Abweisung der Genugtuungsforderung des Privatklägers gemäss  Urteilsdispositivziffer 8
	 Kostenfestsetzung gemäss Urteilsdispositivziffer 9
	Nach dem Gesagten ist vorab festzuhalten, dass das angefochtene Urteil in  diesem Umfang bereits in Rechtskraft erwachsen ist (Art. 404 Abs. 1 StPO). Auf diese Punkte ist im Folgenden nicht mehr weiter einzugehen.

	3. Formales
	3.1. Der Einfachheit halber wird nachfolgend weitestgehend an der Systematik des angefochtenen Entscheides festgehalten respektive darauf aufgebaut.
	3.2. Soweit für die tatsächliche und die rechtliche Würdigung des angeklagten Sachverhaltes auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen wird, so erfolgt dies jeweils in Anwendung von Art. 82 Abs. 4 StPO, auch ohne, dass dies jeweils  explizit Erwähnun...

	4. Sachverhalt
	4.1. Glaubwürdigkeit des Beschuldigten sowie von J._____
	4.1.1. Die Vorinstanz hat sich sozusagen vorfrageweise mit der Frage der Glaubwürdigkeit des Beschuldigten und mit jener von J._____ auseinandergesetzt.
	4.1.2. In Bezug auf J._____ kamen die Vorderrichter zum Schluss, insbesondere aufgrund seiner deliktischen Vergangenheit und seiner als Einzeltäter an den Tag gelegten Vorgehensweisen zeige sich zweifelsfrei, dass seine Darstellung, wonach er sozusage...
	4.1.3. Hinsichtlich der Glaubwürdigkeit des Beschuldigten setzte sich die  Vorinstanz ebenfalls gründlich mit dessen deliktischer Vergangenheit auseinander. Sein in der Vergangenheit an den Tag gelegtes Verhalten spreche ebenso wenig für dessen Glaubw...
	4.1.4. In Ergänzung zu den erwähnten Ausführungen der Vorinstanz ist schliesslich darauf hinzuweisen, dass man sich bei eingehender Betrachtung der  Befragungsprotokolle des Beschuldigten und von J._____ mitunter des  Eindrucks nicht erwehren kann, da...
	4.2. Urkundenfälschung und versuchter Betrug zum Nachteil des Geschädigten E._____ (Hauptdossier)
	4.2.1. Die Vorinstanz hat den Anklagevorwurf unter Ziff. 2.1.1. zutreffend wiedergegeben und unter Ziff. 2.1.2. den unbestrittenen Sachverhalt ebenfalls korrekt zusammengefasst. Darauf kann verwiesen werden.
	4.2.2. Zur Sachverhaltsermittlung stellten die Vorderrichter einerseits auf die  Aussagen der beiden Hauptbeteiligten und andererseits auf die Aussagen des Geschädigten E._____ ab. Weiter erachteten sie den Check, welcher dem  Geschädigten E._____ übe...
	4.2.2.1. Hinsichtlich der Aussagen der Hauptbeteiligten gilt es zunächst festzuhalten, dass die Anklagebehörde am 11. Januar 2011 den Mitbeschuldigten  J._____ im Beisein des Beschuldigten und seines Verteidigers einvernommen hat. Anlässlich dieser E...
	4.2.2.2. Bei den Akten befindet sich weiter ein Untersuchungsbericht der Kriminaltechnischen Abteilung der Kantonspolizei Zürich vom 30. Juni 2008 (Urk. 11/1). Diesem Bericht lässt sich entnehmen, dass er durch einen polizeilichen Sachbearbeiter (Fw K...
	4.2.2.3. Was die weiteren Urkunden (Urk. 5/1-6) anbelangt, so spricht im Grunde nichts gegen deren Verwertbarkeit, allerdings ist auch nicht ersichtlich, inwiefern diese zur Sachverhaltsermittlung beitragen könnten.
	4.2.3. Die Vorinstanz kam zusammengefasst zum Schluss, den Aussagen der beiden Hauptbeteiligten könne aufgrund der Vielzahl von Widersprüchen nicht viel Erhellendes entnommen werden. Immerhin habe sich aber J._____ konstant dahingehend geäussert, dass...
	4.2.4. Vor Vorinstanz stellte sich die Verteidigung zusammengefasst auf folgende Standpunkte (Urk. 49 S. 4 ff.): Zunächst sei festzuhalten, dass ausschliesslich J._____ mit dem Geschädigten in Kontakt getreten sei. Allein aufgrund des Umstandes, dass ...
	Die Verteidigung wiederholte die bereits vor Vorinstanz vorgebrachten Argumente weitestgehend auch im Berufungsverfahren. So stellte sie sich namentlich erneut auf den Standpunkt, der Beschuldigte habe von den inneren tatbeständlichen Vorgängen auf Se...
	4.2.5. Zunächst ist mit der Vorinstanz darauf hinzuweisen, dass J._____  aufgrund des eingeklagten Sachverhaltes rechtskräftig wegen versuchten  Betruges sowie wegen Urkundenfälschung schuldig gesprochen wurde (Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 3....
	4.2.6. Die Vorinstanz hat sich gründlich und ausführlich mit den vorhandenen  Beweismitteln auseinandergesetzt und eine eingehende Beweiswürdigung vorgenommen. Auch wenn wie vorstehend ausgeführt, der Untersuchungsbericht der Kriminaltechnischen Abtei...
	Ob J._____, wie in der Anklageschrift geschildert, "im Auftrag" des Beschuldigten handelte, lässt sich nicht erstellen. Ohne Zweifel hat er jedoch in Absprache mit diesem gehandelt. Entgegen seinen Beteuerungen wusste der Beschuldigte, dass J._____ de...
	4.2.7. Zusammenfassend kann damit mit Verweis auf die betreffenden vorinstanzlichen Erwägungen festgehalten werden, dass der unter Anklageziffer 1. A) und B) umschriebene Sachverhalt als erstellt zu betrachten ist. Davon ist im Rahmen der rechtlichen ...
	4.3. Urkundenfälschung und versuchter Betrug zum Nachteil der Geschädigten Firma F._____ AG (Nebendossier 1)
	4.3.1. Die Anklagbehörde wirft dem Beschuldigten was folgt vor: Am 3. März 2008, um ca. 11:00 Uhr, sei J._____ im Auftrag und in Absprache mit dem  Beschuldigten bei der geschädigten Firma F._____ AG an der …strasse … in … H._____ erschienen, um von d...
	4.3.2. Die Vorinstanz kam zusammengefasst zum Schluss, die Darstellung von J._____ sei insgesamt überzeugend. Es sei der Beschuldigte gewesen, der im Hintergrund die Fäden gezogen habe. Er habe genau gewusst und mitgeplant, was zu tun gewesen sei und ...
	4.3.3. Die Verteidigung führte vor Vorinstanz zusammengefasst aus, der Beschuldigte habe J._____ im Rahmen eines Freundschaftsdienstes zur Geschädigten nach H._____ gefahren. J._____ habe die Absicht gehabt, sich einen Wohnwagen anzuschaffen, wofür er...
	Im Rahmen der Berufungsverhandlung brachte die Verteidigung keine neuen  Argumente mehr vor, sondern wiederholte im Wesentlichen das, was bereits vor Vorinstanz eingewendet wurde (Urk. 72 S. 15 ff.).
	4.3.4. Vorab ist auch bezüglich dieses Anklagesachverhaltes darauf hinzuweisen, dass J._____ in dem gegen ihn geführten Strafverfahren den Sachverhalt als zutreffend anerkannte und entsprechend schuldig gesprochen wurde (Urteil des Bezirksgerichts Zür...
	4.3.5. Die Anklagebehörde stützt sich im wesentlichen auf die Aussagen von J._____, welcher aussagte, das Vorgehen basiere auf der Idee des Beschuldigten. Dieser habe die Geschädigte bereits gekannt, weil er früher selbst mit Wohnwagen gehandelt habe...
	Zunächst fällt auf, dass just J._____, welcher selbst nach Angaben des  Beschuldigten, von Wohnwagen keine Ahnung hatte (Urk. 41 S. 4), sich mit der Anschaffung eben eines solchen Wohnwagens befasste. Dies notabene bei  einem Wohnwagenhändler im zürch...
	Nachdem J._____ F1._____ eine Visitenkarte einer gewissen O._____ AG präsentierte, sah sich letzterer dadurch offenbar veranlasst, Recherchen betreffend diese Gesellschaft zu tätigen. Im Internet wurde er fündig und konnte so aus eigenen Stücken eine ...
	Schliesslich stellt auch der für die Fälschung der Postquittung verwendete  Stempel (Urk. ND 1/2/11) ein klares Indiz für die Tatbeteiligung des Beschuldigten dar. Die Vorinstanz hat hierzu gründlich und ausführlich dargetan, dass die Stempelfirma P._...
	4.3.6. Zusammenfassend ist unter Verweis auf die vorinstanzlichen Erwägungen festzuhalten, dass der unter Anklageziffer 2. A) und B) umschriebene Sachverhalt als erstellt zu betrachten ist. Davon ist im Rahmen der rechtlichen Würdigung auszugehen.
	4.4. Urkundenfälschung und versuchter Betrug zum Nachteil des Geschädigten G._____ (Nebendossier 8)
	4.4.1. Die Anklagebehörde wirft dem Beschuldigten folgendes vor (Urk. 30 S. 9 f.): Zu einem nicht mehr genauer bestimmbaren Zeitpunkt im Januar 2009 sei J._____ im Auftrag und in Absprache mit dem Beschuldigten bei der geschädigten Firma G._____ in I....
	4.4.2. Die Vorinstanz kam zusammengefasst zum Schluss, es sei wiederum fast müssig, auf die Aussagen des Beschuldigten und von J._____ abstellen zu  wollen, da beidseits die Widersprüche zu gross seien. Immerhin habe J._____ in seinen Befragungen Deta...
	4.4.3. Hierzu führte die Verteidigung vor Vorinstanz zusammengefasst aus, der Beschuldigte habe weder den Geschädigten gekannt, noch habe er vom Vorhaben des J._____ Kenntnis gehabt. J._____ sei aus eigenem Antrieb nach I._____ gefahren und habe mit ...
	Die Verteidigung wiederholt im Rahmen der Berufungsverhandlung im Wesentlichen die Argumente, welche sie bereits vor Vorinstanz vorbrachte (Urk. 72  S. 25 ff.).
	4.4.4. Auch bezüglich dieses Anklagesachverhaltes ist darauf hinzuweisen, dass J._____ in dem gegen ihn geführten Strafverfahren den Sachverhalt als zutreffend anerkannte und antragsgemäss schuldig gesprochen wurde (Urteil des Bezirksgerichts Zürich ...
	4.4.5. Die Anklagebehörde stützt sich auch bezüglich dieses Anklagesachverhaltes im Wesentlichen auf die Aussagen von J._____. Dieser wurde am  16. August 2010 durch die Anklagebehörde als Angeschuldigter zur Sache einvernommen. Damals gab er zu Prot...
	4.4.6. Zusammenfassend ist nach dem Gesagten mit der Vorinstanz festzuhalten, dass der unter Anklageziffer 6. A) und B) umschriebene Sachverhalt als erstellt zu betrachten ist. Davon ist im Rahmen der rechtlichen Würdigung auszugehen.

	5. Rechtliche Würdigung
	5.1. Die Vorinstanz kam bezüglich der Anklageziffern 1 (zum Nachteil von E._____), 2 (zum Nachteil der F._____ AG) und 6 (zum Nachteil der Firma G._____) im Rahmen ihrer rechtlichen Würdigung zum Schluss, der  Beschuldigte habe sich als Mittäter des J...
	5.2. Die Verteidigung äusserte sich vor Vorinstanz nicht zur rechtlichen Würdigung durch die Anklagebehörde. Ihrem Eventualstandpunkt zur Strafzumessung legte die Verteidigung aber immerhin die Annahme einer Verurteilung wegen mehrfach versuchten Betr...
	Auch im Rahmen der Berufungsverhandlung äusserte sich die Verteidigung nicht zur rechtlichen Würdigung der Vorinstanz (Urk. 72 S. 39 ff.).
	5.3. Die rechtliche Würdigung durch die Vorinstanz ist unbestritten, im Ergebnis korrekt und daher nicht zu beanstanden. Entsprechend ist der vorinstanzliche Schuldspruch betreffend die Anklageziffern 1, 2 und 6 vollumfänglich zu bestätigen. Schuldaus...

	6. Strafzumessung
	6.1. Die Vorinstanz hat den Strafrahmen korrekt ermittelt und zur Straf zumessung im allgemeinen das Nötige ausgeführt, darauf kann verwiesen werden (Urk. 57 S. 36 ff.).
	6.2. Weiter hat die Vorinstanz zutreffende und vollständige Ausführungen zum objektiven und subjektiven Tatverschulden hinsichtlich der Straftatbestände  Betrug und Urkundenfälschung gemacht. Wenn die Vorderrichter zusammenfassend zum Schluss kommen,...
	6.3. Die Verteidigung äussert sich zur Frage der Strafzumessung dahingehend, dass sie im Eventualstandpunkt mit Verweis auf das hohe Alter, das geringe  objektive Tatverschulden und den tadellosen persönlichen Eindruck des Beschuldigten eine milde Fre...
	6.4. Die Vorinstanz macht weiter korrekte Ausführungen zum Tatverschulden hinsichtlich der SVG-Delikte. Insbesondere ist ihr insofern zuzustimmen, als diese Delikte im Vergleich zum Hauptanklagepunkt von untergeordneter Bedeutung sind. Der Schluss der...
	6.5. Unter dem Titel Täterkomponente hat die Vorinstanz zunächst die persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten und dessen Werdegang vollständig dargetan und richtigerweise festgehalten, dass sich daraus keine strafzumessungsrelevanten Faktoren erg...
	6.6. Die Verteidigung reklamierte für den Beschuldigten vor Vorinstanz und auch im Berufungsverfahren eine Strafminderung wegen der erhöhten Strafempfindlichkeit (Urk. 49 S. 33, Urk. 72 S. 40). Diesem Ansinnen kam die  Vorinstanz nach und attestierte...
	6.7. In Bezug auf das Nachtatverhalten des Beschuldigten hat die Vorinstanz das Nötige ausgeführt. Mit Ausnahme seines Geständnisses hinsichtlich der SVG-Delikte und der ihm zuerkannten Reue diesbezüglich, spricht nichts für eine Strafminderung. Unter...
	6.8. Die Vorinstanz kommt gesamthaft zum Schluss, die unter dem Titel "Täterkomponente" aufgezählten Zumessungsgründe würden sich gegenseitig aufheben, so dass keine Anpassung der Einsatzstrafe zu erfolgen habe. Sie bestrafte den Beschuldigten mit e...
	6.9. Die Vorinstanz fällte als Sanktion für die vom Beschuldigten zu verantwortende Übertretung (Anklageziffer 7, fahrlässiges Nichtmitführen des  Führerausweises auf einer Motorradfahrt) eine Busse in der Höhe von Fr. 50.-- aus und setzte die Ersatz...

	7. Widerruf
	7.1. Die Vorinstanz hat die mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 25. Juni 2008 ausgefällte bedingte Strafe von 30 Tagessätzen zu  40 Franken widerrufen und für vollziehbar erklärt (Urk. 57 S. 47 f.).
	7.2. Die Verteidigung stellte den Widerruf für den Fall einer Verurteilung des Beschuldigten betreffend Anklageziffer 6 (zum Nachteil der Firma G._____, I._____) nicht in Abrede (Urk. 72 S. 2).
	7.3. Die Erwägungen der Vorinstanz zur Frage des Widerrufs sind vollständig, inhaltlich nicht zu beanstande und daher vollumfänglich zu übernehmen. Entsprechend ist der Widerruf der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 25. Juni 200...

	8. Vollzug
	8.1. Freiheitsstrafe
	8.1.1. Die Vorinstanz kam zusammengefasst zum Schluss, beim Beschuldigten bestünden Bedenken hinsichtlich seiner Bewährung. Wie bereits in der Vergangenheit, so zeige sich auch im Zusammenhang mit den vorliegenden Tatvorwürfen, dass er sich um Recht u...
	8.1.2. Die Verteidigung führte hierzu anlässlich der Berufungsverhandlung aus, der Beschuldigte sei heute sichtlich geläutert. Von ihm gehe keinerlei Gefahr mehr aus, je wieder straffällig zu werden. In Bezug auf seine Bewährung bestünden aufgrund der...
	8.1.3. Der Vollzug einer Freiheitsstrafe von mindestens sechs Monaten und höchstens zwei Jahren ist in der Regel aufzuschieben, wenn eine unbedingte Strafe nicht notwendig erscheint, um den Täter von der Begehung weiterer  Verbrechen oder Vergehen abz...
	8.2.  Busse
	Dass die Busse zu vollziehen ist, ergibt sich aus dem Gesetz (Art. 105 Abs. 1 StGB) und bedarf keiner weiterer Erläuterungen mehr.

	9. Kosten
	Die Kosten im Rechtsmittelverfahren tragen die Parteien nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Der Beschuldigte unterliegt hinsichtlich seiner Anträge vollumfänglich. Damit hat er auch die Kosten des  Berufungsverfahre...
	Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist auf Fr. 3'000.-- anzusetzen.

	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Dielsdorf, II. Abteilung, vom 15. Juni 2012 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	"1.  Der Beschuldigte A._____ wird freigesprochen von den Vorwürfen
	 der Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 Abs. 1, 2 und 3 StGB  zum Nachteil der Firma B._____ (Anklageziffer 3),
	 der mehrfachen Urkundenfälschung und des versuchten Betrugs im Sinne  von Art. 251 Ziff. 1 Abs. 1, 2 und 3 bzw. Art. 146 Abs. 1 in Verbindung mit  Art. 22 Abs. 1 StGB zum Nachteil der C._____ AG (Anklageziffer 4) sowie
	 der mehrfachen Urkundenfälschung und des versuchten Betrugs im Sinne  von Art. 251 Ziff. 1 Abs. 1, 2 und 3 bzw. Art. 146 Abs. 1 in Verbindung mit  Art. 22 Abs. 1 StGB zum Nachteil der D._____ AG (Anklageziffer 5).

	2. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig
	 (…)
	 des Fahrens ohne Fahrzeugausweis im Sinne von Art. 96 Ziff. 2 SVG  in Verbindung mit Art. 63 Abs. 1 SVG (Anklageziffer 7),
	 des Missbrauchs von Ausweisen und Schildern im Sinne von  Art. 97 Ziff. 1 Abs. 1 SVG (Anklageziffer 7) sowie
	 weiterer Widerhandlungen im Sinne von Art. 99 Ziff. 3 SVG i n Verbindung mit Art. 10 Abs. 4 SVG (Anklageziffer 7).

	3.-6. (…)
	7. Vom Rückzug der Schadenersatzforderung des Privatklägers wird Vormerk ge-nommen.
	8. Die Genugtuungsforderung des Privatklägers wird abgewiesen.
	9. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:
	Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.
	10. (…)
	11. (Mitteilung)
	12. (Rechtsmittel)"
	2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte ist zudem schuldig
	 der Urkundenfälschung und des versuchten Betrugs im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 Abs. 1, 2 und 3 bzw. Art. 146 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB zum Nachteil von E._____  (Anklageziffer 1),
	 der Urkundenfälschung und des versuchten Betrugs im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 Abs. 1, 2 und 3 bzw. Art. 146 Abs. 1 in Verbindung  mit Art. 22 Abs. 1 StGB zum Nachteil der F._____ AG  (Anklageziffer 2),
	 sowie der Urkundenfälschung und des versuchten Betrugs im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 Abs. 1, 2 und 3 bzw. Art. 146 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB zum Nachteil der Firma G._____  (Anklageziffer 6).

	2. Die mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 25. Juni 2008 ausgefällte bedingte Strafe von 30 Tagessätzen Geldstrafe zu Fr. 40.– wird widerrufen.
	3. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 12 Monaten  sowie mit einer Busse von Fr. 50.–.
	4. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf  4 Jahre festgesetzt. Die Busse ist zu bezahlen.
	5. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 1 Tag.
	6. Die erstinstanzliche Kostenauflage (Ziff. 10) wird bestätigt.
	7. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	8. Die Kosten des zweitinstanzlichen Gerichtsverfahrens, ausgenommen die Kosten der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Die Rückzahlungspf...
	9. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  des Beschuldigten(übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat
	 den Privatkläger O1._____

	(Eine begründete Urteilsausfertigung gemäss Art. 84 Abs. 4 StPO wird dem Privatkläger nur zugestellt, sofern er dies innert 10 Tagen nach Erhalt des Dispositivs verlangt.)
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat
	 die Vorinstanz
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat (zuhanden der Akten 2006/2680 zum Vollzug der widerrufenen Geldstrafe)
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A und B.

	10. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.