# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 192c2e77-6465-5663-83dc-da630c70a68c
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-30
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 30.09.2025 ZR1 2024 31
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZR1-2024-31_2025-09-30.pdf

## Full Text

«I_NAM»
«I_ALI»
«I_BEM»

Urteil vom 30. September 2025
mitgeteilt am 2. Oktober 2025

Referenz ZR1 24 31

Instanz Erste zivilrechtliche Kammer

Besetzung Richter-Baldassarre, Vorsitz
Aebli und Bäder Federspiel
Coray-Mosele, Aktuarin

Parteien A.________ AG
Berufungsklägerin
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Placi Berther

gegen

B.________
Berufungsbeklagte
vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Gian Luca Peng

Gegenstand Dienstbarkeit und Notwegrecht

Anfechtungsobj. Entscheid Regionalgericht Surselva vom 26. Juli 2023, mitgeteilt 
am 8. Februar 2024 (Proz. Nr. 115-2022-22)

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Sachverhalt

A. B.________ ist Eigentümerin der Parzelle Nr. Z.1.________ in der Gemeinde 
G.________, auf welcher sie als Einzelunternehmerin ein Ferienhaus als 
Gruppenunterkunft betreibt ("Ferienhaus C.________"). Zwischen der Parzelle 
Nr. Z.1.________ und der Kantonsstrasse (Via D.________) liegt die Parzelle 
Nr. Z.2.________. Diese steht im Eigentum der A.________ AG, welche das darauf 
stehende Hotel betreibt. Von der Kantonsstrasse zweigt die Via E.________ ab und 
führt unter anderem zur Parzelle Nr. Z.1.________ von B.________. Nachdem der 
Bruder von B.________ die A.________ AG im Dezember 2021 wirtschaftlich an 
die heutige Eigentümerin verkaufte, entbrannte zwischen den Parteien ein Streit 
darüber, ob der Parzelle Nr. Z.1.________ das bis dahin einvernehmlich gelebte 
Fuss- und Fahrwegrecht für einen direkten Zugang zur Kantonsstrasse sowie ein 
Parkrecht für sechs Autos zulasten der Parzelle Nr. Z.2.________ rechtlich 
zustehen.

[Situationsplan]

B. Am 10. Mai 2022 reichte B.________ beim Vermittleramt Surselva ein 
Schlichtungsgesuch ein. Nach erfolgloser Durchführung der 
Schlichtungsverhandlung am 22. Juni 2022 (Proz. Nr. V 22/19) stellte ihr das 
Vermittleramt am 23. Juni 2022 die Klagebewilligung aus. Mit Klage vom 5. Oktober 
2022 prosequierte B.________ die Klage ans Regionalgericht Surselva mit 
folgenden, mit der Klagebewilligung grundsätzlich übereinstimmenden 
Rechtsbegehren:

Hauptrechtsbegehren:

1. Es sei festzustellen, dass ein unbeschränktes Fuss- und Fahrwegrecht 
auf der bestehenden Zufahrtsrampe und deren Verlängerung an der 
Nordost-Seite der Liegenschaft bis zur Grenze der Parzellen 
Nrn. Z.2.________/Z.3.________ sowie bis zur Ausfahrt auf die Via 
D.________ auf der Parzelle Nr. Z.2.________ auf einer Breite von ca. 
4-5 Meter zugunsten der Parzelle Nr. Z.1.________ des Grundbuchs 
G.________ und zulasten der Parzelle Nr. Z.2.________ des 
Grundbuchs G.________ sowie ein Parkrecht für sechs Autos 
zugunsten der Parzelle Nr. Z.1.________ des Grundbuchs G.________ 
und zulasten der Parzelle Nr. Z.2.________ des Grundbuchs 
G.________ gemäss beigelegtem Plan (Beilage 12, Fuss- und 
Fahrwegrecht grün eingezeichnet und Parkrecht gelb eingezeichnet) 
besteht.

2. Das Grundbuchamt F.________ sei gerichtlich anzuweisen, das 
unbeschränkte Fuss- und Fahrwegrecht auf der bestehenden 
Zufahrtsrampe und deren Verlängerung an der Nordost-Seite der 
Liegenschaft bis zur Grenze der Parzellen 
Nrn. Z.2.________/Z.3.________ sowie bis zur Ausfahrt auf die Via 
D.________ auf der Parzelle Nr. Z.2.________ auf der Breite von ca. 4-

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5 Meter zugunsten der Parzelle Nr. Z.1.________ des Grundbuchs 
G.________ und zulasten der Parzelle Nr. Z.2.________ des 
Grundbuchs G.________ sowie ein Parkrecht für sechs Autos 
zugunsten der Parzelle Nr. Z.1.________ des Grundbuchs G.________ 
und zulasten der Parzelle Nr. Z.2.________ des Grundbuchs 
G.________ als Grunddienstbarkeiten zugunsten der Parzelle 
Nr. Z.1.________ des Grundbuchs G.________ und zulasten der 
Parzelle Nr. Z.2.________ des Grundbuchs G.________ gemäss 
beigelegtem Plan (Beilage 12, Fuss- und Fahrwegrecht grün 
eingezeichnet und Parkrecht gelb eingezeichnet) einzutragen. 

3. Unter gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und 
Entschädigungsfolgen zuzüglich MwSt. zulasten der Beklagten. 

Eventualrechtsbegehren:

1. Die Beklagte habe zugunsten des jeweiligen Eigentümers der Parzelle 
Nr. Z.1.________ des Grundbuchs G.________ und zulasten der 
jeweiligen Eigentümer der Parzelle Nr. Z.2.________ des Grundbuchs 
G.________ auf der bestehenden Zufahrtsrampe und deren 
Verlängerung an der Nordost-Seite der Liegenschaft bis zur Grenze der 
Parzellen Nrn. Z.2.________/Z.3.________ sowie bis zur Ausfahrt auf 
die Via D.________ auf der Parzelle Nr. Z.2.________ auf einer Breite 
von ca. 4-5 Meter gemäss beigelegtem Plan (Beilage 13, orange 
eingezeichnet) ein fuss- und fahrwegrechtliches Notwegrecht als 
Grunddienstbarkeit einzuräumen.

2. Es sei die von der Klägerin für die Einräumung des Notwegrechts 
geschuldete Entschädigungssumme gerichtlich festzusetzen. 

3. Das Grundbuchamt F.________ sei gerichtlich anzuweisen, nach 
erfolgter Bezahlung der gerichtlich festgesetzten Entschädigungen das 
fuss- und fahrwegrechtliche Notwegrecht gemäss Ziff. 1 des 
Eventualbegehrens als Grunddienstbarkeit zugunsten der Parzelle 
Nr. Z.1.________ des Grundbuchs G.________ und zulasten der 
Parzelle Nr. Z.2.________ des Grundbuchs G.________ gemäss 
beigelegtem Plan (Beilage 13, Notwegrecht orange eingezeichnet) 
einzutragen. 

4. Unter gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und 
Entschädigungsfolge zuzüglich MwSt. zulasten der Beklagten.

C. Mit Klageantwort vom 5. Dezember 2022 beantragte die A.________ AG, die 
Klage sei unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten von B.________ 
abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Anlässlich der Hauptverhandlung vom 
26. Juli 2023 führte das Regionalgericht Surselva einen Augenschein durch.

D. Mit Entscheid vom 26. Juli 2023, mitgeteilt am 8. Februar 2024, erkannte das 
Regionalgericht Surselva:

1.a) Die Klage wird teilweise gutgeheissen, und es wird zugunsten der 
Parzelle Nr. Z.1.________ des Grundbuchs G.________ – momentan 
im Eigentum von B.________ – und zulasten der Parzelle 
Nr. Z.2.________ – momentan im Eigentum der A.________ AG – auf 
der bestehenden Zufahrtsrampe und deren Verlängerung an der 
Nordost-Seite der Liegenschaft bis zur Ausfahrt auf die Via D.________ 

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auf der Parzelle Nr. Z.2.________ ein fuss- und fahrwegrechtliches 
Notwegrecht auf einer Breite von 3.5 Metern als Grunddienstbarkeit 
eingeräumt.

  b) Das fuss- und fahrwegrechtliche Notwegrecht ist demnach gemäss 
folgendem Plan einzuräumen:

[Situationsplan]

2. B.________ wird verpflichtet, für die Einräumung des Notwegrechts 
eine Entschädigung von CHF 10'500.00 an die A.________ AG zu 
leisten.

3. Das Grundbuchamt F.________ wird angewiesen, nach Rechtskraft 
dieses Entscheides sowie nach Einreichung des Nachweises der 
erfolgten Bezahlung der gerichtlich festgelegten 
Entschädigungssumme gemäss Ziff. 2 das fuss- und fahrwegrechtliche 
Notwegrecht gemäss Ziff. 1 zugunsten der Parzelle Nr. Z.1.________ 
des Grundbuchs G.________ und zulasten der Parzelle Nr. 
Z.2.________ des Grundbuchs G.________ einzutragen.

4.a) Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 8'350.00 gehen zu Lasten von 
B.________. Sie werden im Umfang von CHF 8'000.00 aus dem von ihr 
in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss bezogen. Die Pauschale 
für das Schlichtungsverfahren wurde durch B.________ CHF 350.00 
bereits geleistet.

  b) Wird keine schriftliche Begründung des Entscheids verlangt, reduzieren 
sich die Gerichtskosten auf CHF 4'350.00 (Entscheidgebühr 
CHF 4'000.00 + Pauschale für das Schlichtungsverfahren CHF 350.00). 
Diesfalls wird die Entscheidgebühr im vollen Umfang aus dem von 
B.________ geleisteten Vorschuss bezogen. Der Überschuss von 
CHF 4'000.00 wird B.________ seitens des Gerichts erstattet. Die 
Pauschale für das Schlichtungsverfahren wurde durch B.________ 
CHF 350.00 bereits geleistet.

  c) Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

5. [Rechtsmittel]

6. [Mitteilung]

E. Gegen diesen Entscheid erhob die A.________ AG (fortan 
Berufungsklägerin) mit Eingabe vom 13. März 2024 beim damaligen Kantonsgericht 
Berufung und stellt folgende Anträge:

1. Der angefochtene Entscheid des Regionalgerichts Surselva vom 
26. Juli 2023 gemäss Ziffer 1. a), b) und Ziffer 2 und 3 des Dispositivs 
sei aufzuheben und die Klage auf Einräumung eines fuss- und 
fahrwegrechtlichen Notwegrechts auf der Parzelle Nr. Z.2.________ 
der Beklagten abzuweisen. 

2. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge für das 
Berufungsverfahren zulasten der Beschwerdegegnerin.

F. Der mit Verfügung vom 14. März 2024 von der Berufungsklägerin 
einverlangte Kostenvorschuss von CHF 8'000.00 wurde innert der mit Verfügung 
vom 18. April 2024 angesetzten Nachfrist geleistet.

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G. Mit Verfügung vom 2. Mai 2024 wurde der Berufungsbeklagten Frist zur 
Einreichung einer Berufungsantwort angesetzt. Diese ging am 30. Mai 2024 
fristgerecht ein. B.________ (fortan Berufungsbeklagte) schloss auf Abweisung der 
Berufung sowie Bestätigung des vorinstanzlichen Entscheids unter Kosten- und 
Entschädigungsfolgen zuzüglich Mehrwertsteuer zulasten der Berufungsklägerin.

H. Per 1. Januar 2025 erfolgte die Zusammenführung des Kantonsgerichts und 
des Verwaltungsgerichts zum Obergericht des Kantons Graubünden. Das 
vorliegende Verfahren ZK1 24 31 wird vom Obergericht unter der Referenz ZR1 24 
31 weitergeführt.

I. Die vorinstanzlichen Akten (Proz. Nr. 115-2022-22) wurden beigezogen. Das 
Verfahren ist spruchreif.

Erwägungen

1. Prozessuales

1.1. Beim angefochtenen Entscheid des Regionalgerichts Surselva vom 26. Juli 
2023 handelt es sich um einen Endentscheid, der grundsätzlich mit Berufung 
anfechtbar ist (Art. 308 Abs. 1 lit. a ZPO).

1.2. In vermögensrechtlichen Angelegenheiten sind Endentscheide 
berufungsfähig, wenn der Streitwert der zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbegehren 
mindestens CHF 10'000.00 beträgt (vgl. Art. 308 ZPO). Wie die Vorinstanz 
festgehalten hat, beträgt der Streitwert vorliegend mehr als CHF 30'000.00 (act. E.1 
E. 1; was auch ohne die Parkplätze zutrifft [vgl. zur Streitwertberechnung Urteile 
des Bundesgerichts 5A_796/2013 vom 17. März 2014 E. 1.2.3, 5A_713/2017 vom 
7. Juni 2018 E. 1.2.3 ff.]), womit das Streitwerterfordernis ohne Weiteres erfüllt ist.

1.3. Die am 13. März 2024 erhobene schriftliche Berufung erweist sich als frist- 
und formgerecht. Unter dem Vorbehalt rechtsgenügender Begründung ist darauf 
einzutreten. Ihre Beurteilung fällt in die Zuständigkeit der Ersten zivilrechtlichen 
Kammer (Art. 9 Abs. 1 lit. a Verordnung über die Organisation und 
Geschäftsführung des Obergerichts [OGV; BR 173.010]).

2. Gegenstand des Berufungsverfahrens

2.1. Vor Vorinstanz beantragte die Berufungsbeklagte im Hauptrechtsbegehren 
die Feststellung, dass ein Fuss- und Fahrwegrecht sowie Parkrecht besteht, und 
dessen Eintragung in das Grundbuch. Das Eventualrechtsbegehren lautete auf 

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Einräumung eines Notwegrechts gegen Entschädigung sowie dessen Eintragung in 
das Grundbuch (RG-act. I/1 S. 2).

2.2. Mit Entscheid vom 26. Juli 2023 hiess das Regionalgericht Surselva die 
Klage insofern gut, als es zugunsten der Parzelle der Berufungsbeklagten ein fuss- 
und fahrwegrechtliches Notwegrecht zulasten der Parzelle der Berufungsklägerin 
einräumte. Was die von der Berufungsbeklagten vor Regionalgericht beantragte 
Feststellung des Fuss- und Fahrwegrechts sowie dessen Eintragung im Grundbuch 
anbelangt, ist dem vorinstanzlichen Dispositiv keine explizite Abweisung zu 
entnehmen. Dass die Klage diesbezüglich abgewiesen wurde, ergibt sich jedoch 
unter Mitberücksichtigung der Begründung.

2.3. Gegen das Urteil des Regionalgerichts Surselva ergriff einzig die 
Berufungsklägerin ein Rechtmittel. Sie beantragt, Dispositiv-Ziff. 1a, b und 2 sowie 
3 seien aufzuheben und die Klage auf Einräumung des Notwegrechts abzuweisen. 
Damit ist vor Obergericht einzig das Notwegrecht strittig und Gegenstand des 
Verfahrens. Die Abweisung des Hauptrechtsbegehrens der Berufungsbeklagten 
blieb hingegen unangefochten und erwuchs damit in Rechtskraft.

3. Anforderungen an die Berufung

3.1. Nach der Rechtsprechung zur Berufung (Art. 311 ff. ZPO) zeichnet sich das 
zweitinstanzliche Verfahren dadurch aus, dass bereits eine richterliche Beurteilung 
des Streits vorliegt. Der Berufungskläger hat deshalb anhand der erstinstanzlich 
festgestellten Tatsachen oder der daraus gezogenen rechtlichen Schlüsse 
aufzuzeigen, inwiefern sich die Überlegungen der ersten Instanz nicht 
aufrechterhalten lassen (BGE 147 III 176 E. 4.2.1 m. w. H.) bzw. der angefochtene 
Entscheid als fehlerhaft erachtet wird. Dieser Anforderung genügt er nicht, wenn er 
lediglich auf die vor erster Instanz vorgetragenen Vorbringen verweist, sich mit 
Hinweisen auf frühere Prozesshandlungen zufriedengibt oder den angefochtenen 
Entscheid in allgemeiner Hinsicht kritisiert. Der Berufungskläger muss im Einzelnen 
die vorinstanzlichen Erwägungen bezeichnen, die er anficht, und die Aktenstücke 
nennen, auf denen seine Kritik beruht (BGE 141 III 569 E. 2.3.3, 138 III 374 E. 4.3.1; 
Urteile des Bundesgerichts 4A_555/2022 vom 11. April 2023 E. 3.1, 4A_117/2022 
vom 8. April 2022 E. 2.1.1, 5A_209/2014 vom 2. September 2014 E. 4.2.1). Anders 
formuliert muss der Berufungskläger versuchen zu beweisen, dass seine These 
gegenüber derjenigen des angefochtenen Entscheids überwiegt. Er darf sich nicht 
darauf beschränken, einfach Tatsachenbehauptungen oder rechtliche Argumente 
aus der ersten Instanz zu wiederholen, sondern muss versuchen, nachzuweisen, 
dass die angefochtene Entscheidung hinsichtlich der festgestellten Tatsachen oder 

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der daraus gezogenen rechtlichen Schlussfolgerungen fehlerhaft ist. Dies kann er 
nur tun, indem er die Vorgehensweise des ersten Richters aufgreift und auf die 
Fehler in dessen Argumentation hinweist. Wenn diese Voraussetzungen nicht erfüllt 
sind, ist die Berufung unzulässig. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn die 
Berufungsbegründung mit den Gründen identisch ist, die bereits in der ersten 
Instanz vor der Abgabe der angefochtenen Entscheidung vorgebracht wurden, oder 
wenn sie nur eine ganz allgemeine Kritik an der angefochtenen Entscheidung 
enthält oder nur auf die in der ersten Instanz vorgebrachten Gründe verweist (Urteil 
des Bundesgerichts 5A_356/2020 vom 9. Juli 2020 E. 3.2 m. w. H.).

3.2. Stützt sich der angefochtene Entscheid auf mehrere Begründungen, die je 
für sich den Ausgang des Rechtsstreits besiegeln oder eine bestimmte Annahme 
tragen, muss sich der Berufungskläger in der Berufungsschrift mit sämtlichen den 
Entscheid selbstständig tragenden Begründungen auseinandersetzen und alle 
Begründungen argumentativ entkräften. Dasselbe gilt im Falle von Haupt- und 
Eventualbegründung (BGE 142 III 364 E. 2.4, in: Pra 2017 Nr. 73; Urteile des 
Bundesgerichts 5A_524/2023 vom 14. Dezember 2023 E. 3.3.1, 4A_614/2018 vom 
8. Oktober 2019 E. 3.2; SPÜHLER, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler 
Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 4. Aufl. 2024, Art. 311 N. 16; 
Urteil des Obergerichts des Kantons Graubünden ZR2 24 6 vom 7. April 2025 
E. 2.4.1).

3.3. Die Berufungsinstanz ist also nicht gehalten, den erstinstanzlichen Entscheid 
losgelöst von konkreten Anhaltspunkten in der Berufungsbegründung von sich aus 
in jede Richtung hin auf mögliche Mängel zu untersuchen, die eine Gutheissung des 
Rechtsmittels ermöglichen könnten. Abgesehen von offensichtlichen Mängeln 
beschränkt sie sich vielmehr darauf, die Beanstandungen zu beurteilen, welche die 
Parteien in ihren schriftlichen Begründungen (Art. 311 Abs. 1 und Art. 312 Abs. 1 
ZPO) gegen das erstinstanzliche Urteil erheben. Inhaltlich ist die Rechtsmittel-
instanz dabei weder an die Argumente, welche die Parteien zur Begründung ihrer 
Beanstandungen vorbringen, noch an die Erwägungen der ersten Instanz 
gebunden; sie wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 57 ZPO) und verfügt 
über freie Kognition in Tatfragen, weshalb sie die Berufung auch mit einer anderen 
Argumentation gutheissen oder diese auch mit einer von der Argumentation der 
ersten Instanz abweichenden Begründung abweisen kann. Die vorgebrachten 
Beanstandungen geben zwar das Prüfprogramm vor, binden die 

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Rechtsmittelinstanz aber nicht an die Argumente, mit denen diese begründet 
werden (zum Ganzen: BGE 147 III 176 E. 4.2.1 m. w. H.).

3.4. In der Berufung sind neue Vorbringen mit wenigen Ausnahmen 
ausgeschlossen (Art. 317 ZPO). Die Parteien müssen, um den vorstehend 
genannten Erfordernissen zu genügen, die Voraussetzungen einer der gesetzlichen 
Ausnahmen begründen. Wenn sie in der Berufung tatsächliche Behauptungen 
vortragen, die nicht auf den ersten Blick etwas betreffen, wovon schon das 
erstinstanzliche Gericht ausging, werden sie als neu betrachtet, ohne dass die 
Berufungsinstanz die erstinstanzlichen Rechtsschriften und Akten darauf hin zu 
durchsuchen hätte, wo die Behauptung allenfalls schon aufgestellt worden sein 
könnte. Auch neue Beweismittel unterliegen der Noven-Beschränkung. Sie sind nur 
zulässig, sofern sie ohne Verzug vorgebracht und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht 
schon vor Vorinstanz vorgebracht werden konnten (Art. 317 Abs. 1 ZPO).

3.5. Die Berufungsklägerin reichte mit der Berufungsschrift Fotos ein und 
offerierte als Beweismittel einen Augenschein (act. A.1 Rz. 5 u. 8). Zu Recht moniert 
die Berufungsbeklagte, in der Berufung werde nicht dargelegt, wieso die 
Berufungsklägerin die ins Recht gelegten Fotos nicht bereits im erstinstanzlichen 
Verfahren hätte einreichen können. Solche Gründe seien auch nicht ersichtlich. Die 
Beilagen 5 und 6 seien somit für das Berufungsverfahren unbeachtlich (act. A.2 
Rz. 5). In Bezug auf den offerierten Augenschein – ein solcher erfolgte bereits im 
vorinstanzlichen Verfahren – macht die Berufungsklägerin insbesondere nicht 
geltend, dass die Vorinstanz diesen offerierten Beweis zu Tatsachen, welche damit 
zu beweisen gewesen wären, unzulässigerweise nicht abgenommen habe. Zudem 
legt sie auch nicht dar, welche zusätzlichen Erkenntnisse aus der Wiederholung des 
Augenscheins gewonnen werden könnten (vgl. act. A.1 Rz. 8). Sowohl die 
eingereichten Fotos als auch der offerierte Augenschein sind daher als unzulässige 
neue Beweismittel zu qualifizieren und infolgedessen unbeachtlich.

4. Wegenot leichtfertig verursacht?

4.1. Die Berufungsklägerin moniert, die Berufungsbeklagte habe die Wegenot 
leichtfertig verursacht (act. A.1 Rz. 12). Zumal diesfalls ein Anspruch auf 
Einräumung eines Notweges entfallen würde (vgl. E. 4.3), rechtfertigt es sich, vorab 
darauf einzugehen.

4.2. Die Berufungsklägerin bringt vor, die Berufungsbeklagte hätte beim Kauf im 
Jahre 1997 gewusst, dass der Kauf frei von Dienstbarkeiten erfolgt sei. Sie habe 
keinen Dienstbarkeitsvertrag abgeschlossen – auch nicht mit ihrem Bruder, welcher 

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bis zum Verkauf Ende 2021 langjähriger Besitzer des Hotels gewesen sei. Die 
Berufungsbeklagte habe durch ihre eigene Untätigkeit die rechtliche Absicherung 
der alternativen Zufahrt verschlafen und allein durch ihre jahrelange 
Verhaltensweise die von ihr behauptete Wegenot leichtfertig verursacht (act. A.1 
Rz. 12), was die Berufungsbeklagte bestreitet (act. A.2 Rz. 25 ff.). Die Vorinstanz 
äusserte sich trotz entsprechender Vorbringen (vgl. RG-act. I/2 Rz. 7) nicht dazu.

4.3. Die Rechtsprechung hält fest, dass ein Eigentümer keinen Durchgang im 
Sinne von Art. 694 ZGB verlangen kann, wenn er den Notstand selbst verursacht, 
geduldet oder sich damit abgefunden hat oder wenn er sich entgegen dem 
Grundsatz von Treu und Glauben verhalten hat, indem er beispielsweise einen 
bestehenden Durchgang beseitigt hat, um einen bequemeren zu erlangen. Die 
Verweigerung des Durchgangs setzt somit voraus, dass der Eigentümer den 
Notstand durch bewusstes Handeln herbeigeführt hat (BGE 150 III 17 E. 4.3, in: Pra 
2024 Nr. 73, 134 III 49 E. 4.1; Urteile des Bundesgerichts 5A_757/2022 vom 17. Mai 
2023 E. 7.1; 5A_410/2008 vom 9. September 2008 E. 4.1; vgl. auch BGE 136 III 
130 E. 5.4.3; Urteil des Bundesgerichts 5A_449/2014 vom 2. Oktober 2014 
E. 5.2.3). Hingegen ist anerkannt, dass dem Eigentümer, der ein bereits bebautes 
Grundstück kauft, nicht vorgeworfen werden kann, er habe das Bedürfnis nach 
Zugang schuldhaft geschaffen. Das verwerfliche Verhalten kann nicht im Kauf eines 
schlecht erschlossenen Grundstücks bestehen, sondern muss sich auf die 
bewusste Schaffung der Abgeschnittenheit, für die der Käufer objektiv nicht 
verantwortlich ist, beschränken (BGE 150 III 17 E. 4.3).

4.4. Vorliegend hat die Berufungsbeklagte das Grundstück mit dem 
Ferienlagerhaus so gekauft, was ihr nicht vorgeworfen werden kann, hat sie doch 
diese Situation nicht baulich selber geschaffen (vgl. auch BGE 136 III 130 E. 5.4.3, 
in welchem das von der Grundeigentümerin geplante Bauprojekt sich nicht ohne 
Eingriff in das Eigentum eines Nachbarn hat verwirklichen lassen). Die 
Berufungsbeklagte hat zwar die Errichtung eines Wegrechts bis zum vorliegenden 
Verfahren unterlassen, doch hat sie nicht selber Lage, Zufahrt und Begrenzung der 
Parzelle festgelegt. Insofern ist die Situation nicht mit jener vergleichbar, in der die 
Eigentümerin die Erschliessung durch einen Erbteilungs- und Dienstbarkeitsvertrag 
selber ausgehandelt hat und insoweit bewusst auf einen genügenden Weg auf eine 
öffentliche Strasse verzichtet hat, woraus das Bundesgericht schloss, sie könne 
deshalb keinen Notweg beanspruchen (Urteil des Bundesgerichts 5A_449/2014 
vom 2. Oktober 2014 E. 5.2.3; vgl. auch BGE 134 III 49 E. 4). Es kann somit 
festgehalten werden, dass der Berufungsbeklagten keine bewusste Schaffung der 
geltend gemachten Notlage vorgeworfen werden kann (vgl. ohnehin E. 10).

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5. Vorinstanzliche Erwägungen und Parteistandpunkte zur Wegenot

5.1. Die Vorinstanz hielt fest, es sei unbestritten, dass die Berufungsbeklagte 
erfolglos alles getan habe, um eine öffentlich-rechtliche Erschliessung zu erhalten. 
Damit sei die Gewährung eines privatrechtlichen Notwegrechts grundsätzlich 
möglich.

5.2. Sie kam zum Schluss, dass über die Via E.________ keine hinreichende 
Zufahrt zum Grundstück der Berufungsbeklagten gewährleistet sei. Die Via 
E.________ sei aufgrund ihrer Neigung resp. Steilheit, Schmalheit sowie 
Kurvenführung gänzlich ungeeignet, um als ganzjährige Erschliessungsstrasse zur 
Parzelle der Berufungsbeklagten zu dienen. Dies verwundere nicht, da die Via 
E.________ erstellt worden sei, als die Parzelle noch nicht in die zwei heutigen 
aufgeteilt gewesen sei. Ein bestimmungsgemässer Gebrauch des Ferienlagers 
C.________ könne nicht über die Via E.________ erfolgen, welche nicht einmal im 
Sommer mit einem grösseren Personenwagen befahren werden könne. Völlig 
ungeeignet als Erschliessungsstrasse sei die Via E.________ im Winter, in 
welchem in Sedrun touristischer Hochbetrieb herrsche und das Ferienlager 
C.________ auch zu einem wesentlichen Teil wirtschaftlich betrieben werde. Da sei 
es wohl sogar schmalen Personenwagen mit 4x4 Antrieb unmöglich, die fragliche 
Zufahrt zu benutzen, zumal der Weg im Winter nicht unterhalten werde. Die Via 
E.________ sei weder mit einem Rollstuhl noch einem Handkarren problemlos zu 
bewältigen. Diese Wegverbindung sei demnach nicht geeignet, behinderten oder 
gebrechlichen Personen leichthin Zugang zur Parzelle der Berufungsbeklagten zu 
verschaffen. Auch die Lieferung von Holz, Möbeln, Baumaterialien usw. sei auf 
diesem Weg mit erheblichem Aufwand verbunden. Das Krankenauto und die 
Feuerwehr könnten nicht über diesen Weg zum Ferienlager C.________ gelangen. 
Davon abgesehen sei die Berufungsbeklagte auch darauf angewiesen, dass 
mittelgrosse Personentransporter ganzjährig zu ihrer Parzelle gelangen könnten. 
Zudem sei die Via E.________ im Winterhalbjahr aufgrund der Steilheit – über 
20 % – wohl nicht einmal als Erschliessung für Fussgänger geeignet, insbesondere 
da die Berufungsbeklagte regelmässig Kinder – auch behinderte Kinder – 
beherberge, welche mit dem äusserst steilen Zugang über die Via E.________ wohl 
bereits bei geringer Nässe des Untergrunds überfordert wären, geschweige denn 
bei gefrorenem oder schneebedecktem Untergrund. Der von der Berufungsklägerin 
aufgeworfene Einwand, dass der Zugang bei schwarz geräumter Strasse ohne 
Weiteres auch im Winter gewährleistet sei, erscheine denn auch ein wenig zynisch, 
da unbestrittenermassen kein Winterdienst auf der fraglichen Strasse erfolge bzw. 
je erfolgt sei. Zudem wäre der Winterdienst auf dieser Strasse aufgrund der 

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Steigungen, Kurvenführung und Breite der Strasse wohl von vornherein einzig mit 
kleineren Maschinen (Schneeschleudern etc.) überhaupt erst möglich, was zu 
weiteren Folgeproblemen betreffend Arbeitssicherheit bzw. enormem zusätzlichen 
Arbeitsaufwand führen würde.

5.3. Die Berufungsklägerin moniert, die Vorinstanz habe dem Begehren um 
Einräumung eines Notwegrechts überraschenderweise stattgegeben, obwohl das 
Grundstück der Berufungsbeklagten direkt an einen öffentlichen Zufahrtsweg der 
Gemeinde G.________ angeschlossen und keine eigentliche Wegenot gegeben sei 
(act. A.1 Rz. 1). Währenddessen schliesst sich die Berufungsbeklagte grundsätzlich 
den vorinstanzlichen Erwägungen an.

6. Theorie Notwegrecht

6.1. Hat ein Grundeigentümer keinen genügenden Weg von seinem Grundstück 
auf eine öffentliche Strasse, so kann er gemäss Art. 694 Abs. 1 ZGB beanspruchen, 
dass ihm die Nachbarn gegen volle Entschädigung einen Notweg einräumen.

6.2. Das Notwegrecht bedeutet wie andere mittelbare gesetzliche 
Eigentumsbeschränkungen (z. B. Durchleitungen, Notbrunnen u. Ä.) eine 
"privatrechtliche Enteignung". Nach der Rechtsprechung kann der 
nachbarrechtliche Anspruch auf ein Notwegrecht nur unter strengen 
Voraussetzungen, das heisst in einer eigentlichen Notlage, geltend gemacht 
werden (BGE 136 III 130 E. 3.1; Urteil des Bundesgerichts 5A_670/2019 vom 
10. Februar 2020 E. 4.1).

6.3. Eine Wegenot liegt vor, wenn einem Grundeigentümer die zur 
bestimmungsgemässen Benutzung seines Grundstücks erforderliche Verbindung 
zur öffentlichen Strasse überhaupt fehlt oder der vorhandene Weg sich als 
ungenügend erweist (BGE 136 III 130 E. 3.1; Urteile des Bundesgerichts 
5A_670/2019 vom 10. Februar 2020 E. 4.1, 5A_657/2015 vom 14. März 2017 
E. 3.2.2.2). Anders ausgedrückt liegt Wegenot vor, wenn das berechtigte 
Grundstück mangels einer genügenden Verbindung zu einer öffentlichen Strasse 
weder bestimmungsgemäss genutzt noch im Rahmen dieser Nutzung rationell 
bewirtschaftet werden kann (Urteil des Bundesgerichts 5C.91/2005 vom 
11. Oktober 2005 E. 1). Welches die bestimmungsgemässe Nutzung eines 
Grundstücks ist, ergibt sich aus öffentlichem Recht, namentlich aus dem 
Bundesgesetz vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz 
[RPG; SR 700]). Liegt das Land in der Bauzone, so ist das Erstellen eines 
Wohnhauses eine bestimmungsgemässe Nutzung (BGE 136 III 130 E. 3.2; Urteil 

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des Bundesgerichts 5A_670/2019 vom 10. Februar 2020 E. 4.1). Insofern besteht 
eine erste Schnittstelle mit dem öffentlichen Recht. Es stellt sich die Frage, was für 
die eruierte bestimmungsgemässe Nutzung notwendig ist, damit diese nicht 
vereitelt wird. Besteht die Nutzung beispielsweise in einem agrotouristischen 
Betrieb, zu dem kein Fahrweg führt, ist die Frage zu beantworten, ob die Gäste 
ausbleiben, wenn diese eine Stunde Fussmarsch bewerkstelligen müssen, statt mit 
dem Auto anfahren zu können (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5C.91/2005 vom 
11. Oktober 2005 E. 1.2).

6.4. Grenzt das Grundstück an eine öffentliche Strasse, schliesst dies die 
Einräumung eines privatrechtlichen Notweges nicht in jedem Fall aus. Eine 
Wegenot im Sinne von Art. 694 ZGB ist in der Regel zu verneinen, wo eine 
öffentlich-rechtliche Erschliessung besteht. Die rechtskräftige Feststellung, dass 
nach öffentlichem Recht eine hinreichende Zufahrt zu einem Grundstück besteht, 
ist Ausgangspunkt der gerichtlichen Beurteilung der Wegenot im Sinne von Art. 694 
ZGB. Insofern besteht eine zweite Schnittstelle mit dem öffentlichen Recht. Ein 
Notweg kann nicht gewährt werden, um die regelmässig weitergehenden 
Anforderungen des öffentlichen Rechts an eine hinreichende Zufahrt zu erfüllen 
(BGE 136 III 130 E. 3.3.3). Schon in seiner älteren Rechtsprechung hat das 
Bundesgericht erkannt, dass die öffentlich-rechtlichen Anforderungen an die Zufahrt 
für eine Überbauung keine Wegenot begründen können (BGE 120 II 185 E. 2b). Der 
Eigentümer, der einen Notweg beanspruchen will, hat insoweit darzulegen, dass 
er – erfolglos – alles ihm Mögliche getan hat, um einen Zugang zu seinem 
Grundstück mit öffentlich-rechtlichen Mitteln zu erlangen (BGE 136 III 130 E. 3.3.1).

6.5. Ist rechtskräftig festgestellt, dass nach öffentlichem Recht eine hinreichende 
Zufahrt zu einem Grundstück besteht, hat das Zivilgericht nur zu prüfen, ob aufgrund 
sämtlicher Umstände des konkreten Einzelfalls die privatrechtlich definierte 
Wegenot beseitigt ist oder nicht (BGE 136 III 130 E 3.3.4 f.; Urteil des 
Bundesgerichts 5A_670/2019 vom 10. Februar 2020 E. 4.2). Ein Begehren um 
Einräumung eines privatrechtlichen Notwegrechts kann begründet sein, wenn die 
Bewohnung und Bewirtschaftung der Liegenschaft mit den vorhandenen Zufahrten 
nicht möglich ist und den zusätzlichen Notweg erfordert, wenn also der schon 
vorhandene Weg für die Nutzung der Gesamtliegenschaft nicht genügt (BGE 136 
III 130 E. 4, 84 II 614 E. 3, je m. w. H.).

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7. Öffentlich-rechtliche Erschliessung

7.1. In tatsächlicher Hinsicht steht fest, dass die Parzelle der Berufungsbeklagten 
an die Via E.________ grenzt, welche das Grundstück mit der Kantonsstrasse 
verbindet.

7.2. Die Vorinstanz führte aus, die Via E.________ sei nicht als 
Erschliessungsstrasse für die Parzelle der Berufungsbeklagten erstellt worden, da 
die [ursprüngliche] Parzelle Nr. 72 noch nicht in zwei Parzellen aufgeteilt gewesen 
sei (act. E.1 E. 3.1), und ging damit von einer fehlenden Erschliessung aus. Die 
Berufungsklägerin moniert eine fehlende Überprüfung der Vorinstanz, ob die 
Parzelle der Berufungsbeklagten gemäss öffentlich-rechtlichen Vorgaben 
angemessen erschlossen sei (act. A.1 Rz. 5). Gleichzeitig stellt sie sich auf den 
Standpunkt, die Parzelle sei – entgegen der Vorinstanz – durch die Via E.________ 
gestützt auf den generellen Erschliessungsplan angemessen erschlossen (act. A.1 
Rz. 2 u. 3) bzw. die Gemeinde sei der Erschliessungspflicht nachgekommen 
(act. A.1 Rz. 3). Währenddessen schliesst sich die Berufungsbeklagte den 
Erwägungen der Vorinstanz an (act. A.2 Rz. 12). 

7.3. Die Berufungsklägerin fordert insofern zu Recht die Prüfung, ob eine 
angemessene Erschliessung gemäss öffentlich-rechtlichen Vorgaben erstellt wurde 
(act. A.1 Rz. 1), als die rechtskräftige Feststellung, dass nach öffentlichem Recht 
eine hinreichende Zufahrt zu einem Grundstück besteht, Ausgangspunkt der 
gerichtlichen Beurteilung einer Wegenot im Sinne von Art. 694 ZGB ist (BGE 136 III 
130 E. 3.3.5). Hingegen geht ihre weitere Rüge, die Vorinstanz habe einen Fehler 
begangen, indem sie es unterlassen habe zu prüfen, ob die Via E.________ eine 
genügende Erschliessung gemäss öffentlich-rechtlichen Vorgaben darstelle 
(act. A.1 Rz. 5), insofern fehl, als es nicht an der Vorinstanz (als Zivilgericht) ist, 
darüber zu entscheiden, ob eine hinreichende Erschliessung der Parzelle der 
Berufungsbeklagten vorliegt oder nicht, sind dafür doch die öffentlich-rechtlichen 
Mittel auszuschöpfen und ist auf die daraus hervorgehende rechtskräftige 
Feststellung abzustellen.

7.4. Das Raumplanungsrecht umschreibt die Nutzungspläne und damit die 
Zonen (Art. 14 ff. RPG) und legt die Anforderungen an die Erschliessung fest 
(Art. 19 Abs. 1 RPG). Das Gemeinwesen ist zur Erschliessung verpflichtet, und der 
Grundeigentümer kann erst bei dessen Versäumnis selber tätig werden (Art. 19 
Abs. 2 und 3 RPG). Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung gehört zu einer 
hinreichenden Zufahrt nach Art. 19 Abs. 1 RPG auch das Verbindungsstück von der 
öffentlich zugänglichen Strasse zum Baugrundstück. Gleichwohl gibt es in der 

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Praxis in den zur Überbauung bestimmten Gebieten immer wieder Land, das über 
keinen genügenden Zugang verfügt; diese Situation kann Folge einer Parzellierung 
sein, bei welcher die nachbarrechtlichen Beziehungen vernachlässigt worden sind. 
In solchen Fällen ein Notwegrecht zu gewähren, ohne dass die planungsrechtlichen 
Möglichkeiten ausgeschöpft worden sind, kann dem Zweck der Raumplanung sogar 
zuwiderlaufen, was nicht wünschenswert ist (BGE 120 II 185 E. 2c, 121 I 65 E. 3c; 
vgl. auch BGE 117 II 35 E. 2 und 4; Urteil des Bundesgerichts 5C.82/2001 vom 
30. Januar 2001 E. 3a.bb). Weiter besteht die Gefahr, dass Argumente zur 
Gewährung eines privatrechtlichen Notwegrechts führen, die Anforderungen des 
öffentlichen Rechts an eine hinreichende Zufahrt sind. Denn der Begriff des 
Notweges im Sinne von Art. 694 ZGB ist unabhängig von kantonalen oder 
kommunalen Bauvorschriften und als solcher des Bundesprivatrechts in der ganzen 
Schweiz nach einheitlichen Gesichtspunkten auszulegen. Aus der Unabhängigkeit 
folgt, dass ein Notweg nicht gewährt werden kann, um die regelmässig 
weitergehenden Anforderungen des öffentlichen Rechts an eine hinreichende 
Zufahrt zu erfüllen (BGE 136 III 130 E. 3.3.3, 85 II 392 E. 2, siehe auch 105 II 178 
E. 3d, 110 II 17 E. 2a, 117 II 35 E. 2).

7.5. Zur Behebung eines ungenügenden Zugangs zur öffentlichen Strasse 
verweist das Bundesgericht den Grundeigentümer also in erster Linie auf die 
öffentlich-rechtlichen Rechtsinstitute. Solange mit öffentlich-rechtlichen Mitteln eine 
angemessene Erschliessung erreicht werden kann, besteht keine (privatrechtliche) 
Wegenot (BGE 120 II 185 E. 2c; 121 I 65 E. 4b). Der Eigentümer, der einen Notweg 
beanspruchen will, hat insoweit darzulegen, dass er – erfolglos – alles ihm Mögliche 
getan hat, um einen Zugang zu seinem Grundstück mit öffentlich-rechtlichen Mitteln 
zu erlangen (BGE 136 III 130 E. 3.3.1).

7.6. Wenn nun die Vorinstanz der Berufungsbeklagten folgte, dass die Parzelle 
nicht über die Via E.________ erschlossen sei, hätte die Berufungsbeklagte 
versuchen müssen, die Erschliessung, zu welcher die Gemeinde gemäss Art. 19 
Abs. 2 RPG verpflichtet ist, öffentlich-rechtlich zu erlangen bzw. alles ihr Mögliche 
zu tun, um einen Zugang mit öffentlich-rechtlichen Mitteln zu erlangen. Was die 
geforderten Bemühungen anbelangt, eine öffentlich-rechtliche Erschliessung zu 
erhalten, äusserte sich die Vorinstanz kurz und knapp, vorliegend sei unbestritten, 
dass die Berufungsbeklagte erfolglos alles Entsprechende getan habe (act. E.1 E. 3 
m. H. a. RG-act. II/11). Unbestritten kann aber nur die Behauptung von einzelnen 
Tatsachen sein, also was die Berufungsbeklagte alles erfolglos unternommen habe, 
um einen Zugang mit öffentlich-rechtlichen Mitteln zu erlangen, nicht aber die 
(rechtliche) Würdigung, ob darin erblickt werden kann, dass sie "alles ihr Mögliche" 

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getan habe. Die Vorinstanz traf aufgrund fehlender Bestreitung auf der tatsächlichen 
Ebene unmittelbar eine rechtliche Schlussfolgerung. Dieser hätte notwendigerweise 
eine rechtliche Würdigung der Tatsachenvorbringen der Berufungsbeklagten 
vorausgehen müssen. Eine solche ist den Erwägungen des angefochtenen 
Entscheids aber nicht zu entnehmen. Insofern liegt ein offensichtlicher Mangel vor, 
wenn die Vorinstanz festhält, es sei unbestritten, dass die Berufungsbeklagte 
erfolglos alles Entsprechende getan habe, der ohne entsprechende Rüge von 
Amtes wegen zu korrigieren ist (vgl. zur Prüfungsfrage des offensichtlichen Mangels 
im Berufungsverfahren HURNI, Der Rechtsmittelprozess der ZPO, ZBJV 2020, S. 78; 
ferner auch Urteile des Bundesgerichts 5A_440/2024 vom 31. März 2025 E. 4.3.2, 
zur Publ. vorgesehen; 4A_588/2023 vom 11. Juni 2024 E. 4.3).

7.7. In Bezug auf ihre Bemühungen verwies die Berufungsbeklagte darauf, von 
der Gemeinde eine abschlägige Antwort erhalten zu haben (RG-act. I/1 Rz. 11). Im 
Recht liegt einzig das Antwortschreiben der Gemeinde vom 2. März 2022 (RG-
act. II/11), auf welches die Vorinstanz verwies und aus welchem hervorgeht, dass 
die Berufungsbeklagte darum ersuchte, eine in öffentlich-rechtlicher Hinsicht 
hinreichende und rechtlich sichergestellte Erschliessung ihrer Parzelle zu prüfen. 
Die Gemeinde beschied, in dieser Angelegenheit keinen Handlungsbedarf zu sehen 
und die Anfrage abzulehnen. Diese simple Anfrage an die Gemeinde erscheint 
angesichts dessen, dass in PVG 2016 Nr. 18 die Geltendmachung eines öffentlich-
rechtlichen Notwegrechts bis vor Verwaltungsgericht und im Urteil des 
Bundesgerichts 5C.82/2001 der Versuch, mit einem Revisionsbegehren das 
Quartierplanverfahren neu aufzurollen (Urteil des Bundesgerichts 5C.82/2001 vom 
30. Oktober 2001 E. 3b.bb), als genügend angesehen wurden, um eine Wegenot 
mit öffentlich-rechtlichen Mitteln zu beheben, nicht als "alles ihr Mögliche" (vgl. auch 
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden R 19 64 vom 5. Januar 
2021).

7.8. Gemäss Schreiben der Gemeinde G.________ vom 20. Juni 2023 (RG-
act. IV/3) diene die Via E.________ u. a. der Erschliessung der Parzelle der 
Berufungsbeklagten, was sich mit dem im Recht liegenden Erschliessungsplan 
(RG-act. III/19) deckt. Ob darin die vom Bundesgericht geforderte rechtskräftige 
Feststellung, dass nach öffentlichem Recht eine hinreichende Zufahrt zu einem 
Grundstück besteht, erblickt werden kann, obwohl das Bundesgericht in BGE 136 
III 130 auf die Baubewilligung abstellte, braucht nicht weiter vertieft zu werden. Denn 
selbst bei Vorliegen einer rechtskräftigen Feststellung, dass eine nach öffentlichem 
Recht hinreichende Zufahrt besteht, bzw. der Schlussforderung, dass die 
Berufungsbeklagte alles ihr Mögliche unternommen hat, um mit öffentlich-

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rechtlichen Mitteln eine hinreichende Zufahrt zu erhalten, ist als weitere 
Voraussetzung für die Einräumung eines privatrechtlichen Notwegerechts zu 
prüfen, ob aufgrund sämtlicher Umstände des konkreten Einzelfalls die 
privatrechtlich definierte Wegenot beseitigt ist oder nicht (BGE 136 III 130 E. 3.3.4 f.; 
Urteil des Bundesgerichts 5A_670/2019 vom 10. Februar 2020 E. 4.2). Dafür ist der 
Zugang über die Via E.________ anzuschauen.

8. Zugang über die Via E.________

8.1. Was die Zufahrt über die Via E.________ betrifft, bringt die 
Berufungsklägerin diverse Sachverhaltsrügen vor, welche entscheidrelevante 
Tatsachenelemente betreffen. Entsprechend wird auf diese im Folgenden 
eingegangen.

8.2. Die Berufungsklägerin macht geltend, das Ferienlagerhaus der 
Berufungsbeklagten liege in zweiter Bautiefe in relativ schwieriger Hanglage 
(act. A.1 Rz. 5), was von der Berufungsbeklagten in der Berufungsantwort nicht 
kritisiert wurde (vgl. act. A.2 Rz. 14 ff.). Trotz entsprechender 
Sachverhaltsbehauptungen der Berufungsklägerin vor Vorinstanz äusserte sich 
Letztere nicht explizit dazu. Die Sachverhaltsdarstellung der Berufungsklägerin 
ergibt sich aus den in den Akten liegenden Situationsplänen und Fotos (vgl. RG-
act. II/14 f.).

8.3. Die Berufungsklägerin bringt vor, die Distanz von der Kantonsstrasse bis zur 
Parzellengrenze betrage 25 m (act. A.1 Rz. 5), was von der Berufungsbeklagten in 
der Berufungsantwort nicht kritisiert wurde (vgl. act. A.2 Rz. 14 ff.). Trotz 
entsprechender Sachverhaltsbehauptungen der Berufungsklägerin vor Vorinstanz 
äusserte sich Letztere nicht explizit dazu. Anlässlich des Augenscheins wurde diese 
Distanz nicht gemessen, hingegen die Gesamtlänge der Via E.________, welche 
41.8 m beträgt (vgl. RG-act. VIII/2). Aus dem Plan ist ersichtlich, dass die Parzelle 
der Berufungsbeklagten ungefähr nach der Hälfte der Via E.________ anfängt. 
Entsprechend erscheint die Angabe der Berufungsklägerin als zutreffend.

8.4. Die Berufungsklägerin geht von einer Breite der Via E.________ von rund 
3 m aus (act. A.1 Rz. 5), was von der Berufungsbeklagten in der Berufungsantwort 
nicht kritisiert wurde (vgl. act. A.2 Rz. 14 ff.). Dem vorinstanzlichen Urteil sind trotz 
entsprechender Behauptungen der Berufungsklägerin keine genauen Angaben zu 
entnehmen. Die Vorinstanz spricht lediglich von der "Schmalheit" der Via 
E.________. Anlässlich des Augenscheins wurde eine Breite von mindestens 2.8 m 
bei der Einfahrt in die Via E.________ und von maximal 3.2 m weiter oben 

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gemessen (RG-act. VIII/2). Die Berufungsklägerin legt nicht dar, inwiefern die 
Messungen anlässlich des Augenscheins unzutreffend sein sollen. Insofern ist von 
einer Breite von 2.8 bis 3.2 m auszugehen.

8.5. Weiter führt die Berufungsklägerin aus, der Zufahrtsweg befinde sich in 
gutem Zustand und sei asphaltiert (act. A.1 Rz. 5). Die Berufungsbeklagte äussert 
sich nicht dazu (act. A.2 Rz. 14 ff.). Die Vorinstanz hat keine 
Sachverhaltsfeststellung dazu gemacht. Auf den in den Akten liegenden Fotos (RG-
act. II/4) ist ersichtlich, dass die Via E.________ nicht bis oben asphaltiert ist, 
sondern nur im unteren Bereich, jedoch kann von befestigtem Boden gesprochen 
werden.

8.6. Die Vorinstanz ging von einer Steigung von 20 % aus. Die Berufungsklägerin 
moniert dies nicht, sondern spricht selber von einer "relativ steilen" Zufahrt (act. A.1 
Rz. 6).

8.7. Als Zwischenfazit kann festgehalten werden, dass sich die Lage der Parzelle 
der Berufungsbeklagten derart präsentiert, dass sich diese in zweiter Bautiefe (ab 
der Kantonsstrasse) in Hanglage befindet. Die Via E.________, welche gesamthaft 
41.8 m lang und befestigt, jedoch nur im unteren Teil asphaltiert ist, führt von der 
Kantonsstrasse in einer Breite von 2.8 bis 3.2 m mit einer Steigung von 20 % in 
25 m Distanz zur Parzelle.

8.8. Was den Zugang zur Parzelle über die Via E.________ zu Fuss betrifft, 
moniert die Berufungsklägerin die vorinstanzlichen Erwägungen, die Via 
E.________ sei weder mit Rollstuhl noch mit Handkarren problemlos zu bewältigen 
und im Winter nicht einmal als Erschliessung für Fussgänger geeignet. Sie führt 
aus, zu Fuss könne über die Via E.________ sowohl im Sommer wie Winter ohne 
Probleme auf die Parzelle gelangt werden (act. A.1 Rz. 5 u. 7). Dass die Via 
E.________ im Sommer zu Fuss nicht begehbar sei, stellte auch die Vorinstanz 
nicht fest. Aufgrund der Steigung ist die Bewältigung mit Handkarren oder Rollstuhl 
bzw. für ältere oder gehbehinderte Personen sicher erschwert, was auch die 
Berufungsklägerin nicht konkret bestreitet (vgl. act. A.1 Rz. 8 "[…] beanspruchte 
alternative Zufahrt über das private Nachbarsgrundstück der Beklagten ebenfalls 
weder mit einem Rollstuhl oder Handkarren problemlos zu bewältigen." 
[Hervorhebung durch das Obergericht]). Die Situation bei Schnee zeigt sich auf dem 
in den Akten liegenden Foto (RG-act. II/4 S. 2): Die Via E.________ ist nicht 
schwarzgeräumt, sondern es gibt einen breiten Trampelpfad. Die Vorinstanz führte 
denn auch aus, es erfolge kein Winterdienst, was sich aus der Anfrage an die 
Gemeinde G.________ ergibt (RG-act. IV/3), welche von Privaträumung spricht. 

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Diese Sachverhaltsfeststellung wurde von der Berufungsklägerin nicht moniert. 
Ebenso die weitere Feststellung der Vorinstanz, der Winterdienst auf der Via 
E.________ sei aufgrund der Steigungen, Kurvenführung und Breite der Strasse 
wohl von vornherein einzig mit kleineren Maschinen (Schneeschleudern etc.) 
überhaupt erst möglich, was zu weiteren Folgeproblemen betreffend 
Arbeitssicherheit bzw. enormem zusätzlichen Arbeitsaufwand führen würde. Damit 
ging aber auch die Vorinstanz davon aus, dass eine Schneeräumung der Via 
E.________ grundsätzlich dennoch möglich ist. Das Passieren der Via E.________ 
zu Fuss bei Schnee erfordert sicherlich grosse Vorsicht, kann aber – auch wenn die 
Strasse nicht geräumt ist – nicht als völlig unmöglich bezeichnet werden. 
Schliesslich müssen auch die Bewohner des Hauses auf der westlichen Seite der 
Via E.________ über diese zu ihrem Haus gelangen.

8.9. In Bezug auf die Zufahrt mit Motorfahrzeugen befand die Vorinstanz, nicht 
einmal im Sommer sei die Via E.________ mit einem grösseren Personenwagen 
befahrbar, im Winter sei es wohl sogar schmalen Personenwagen mit 4x4 Antrieb 
unmöglich, die fragliche Zufahrt zu benutzen, zumal der Weg im Winter nicht 
unterhalten werde. Die Berufungsklägerin rügt, mit einem Motorfahrzeug könne an 
die Grenze zum Grundstück gefahren werden (act. A.1 Rz. 5). Zudem liege ein 
Sonderfall vor. Die Berufungsbeklagte habe keinen Anspruch immer und zu jeder 
Jahreszeit unmittelbar bis an die Grenze des Grundstücks fahren zu können 
(act. A.1 Rz. 6). Fahrzeuge mit einer Breite, welche ein Befahren der im unteren 
Bereich 2.8 m breiten Via E.________ verunmöglichen, können ganzjährig nicht bis 
zur Parzellengrenze gelangen. Motorfahrzeugen, welche nicht zu breit sind, ist es 
im Sommer indes auch bei der vorhandenen Steigung möglich, über die Via 
E.________ bis zur Parzelle zu gelangen. Was die Zufahrt im Winter bei Schnee 
betrifft, verneint die Vorinstanz die Befahrbarkeit insbesondere darum, da die Via 
E.________ nicht unterhalten werde. Das trifft jedoch auf jede nicht geräumte 
Strasse zu. Im Winter ist die Zufahrt sicher deutlich erschwert, bei geräumter 
Strasse mit Einsatz von Schneeketten und der notwendigen Vorsicht jedoch nicht 
als unmöglich zu bezeichnen und zudem mit Raupenfahrzeugen wie 
Schneemobilen, welche üblich sind in Schneesportorten, gewährleistet. Die 
vorinstanzliche Feststellung, dass die Lieferung von Holz, Möbeln, Baumaterialien 
usw. auf diesem Weg mit erheblichem Aufwand verbunden sei, kritisierte die 
Berufungsklägerin nicht und ergibt sich auch aus den vorangehenden Erwägungen.

8.10. Die Vorinstanz ging nicht auf die Behauptung der Berufungsklägerin ein, die 
Berufungsbeklagte habe die Möglichkeit, auf dem ebenen Vorplatz bei ihrem 
Ferienlagerhaus einen Parkplatz zu erstellen (act. A.1 Rz. 11). Die 

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Berufungsbeklagte führt dazu aus, da die Via E.________ nicht als Erschliessung 
funktioniere, vermöge auch die Erstellung eines Parkplatzes im Garten keine Abhilfe 
zu schaffen (act. A.2 Rz. 24). Wie festgestellt, bietet die Via E.________ Zufahrt für 
Motorfahrzeuge, welche eine 2.8 m breite Strasse befahren können. Bei Erstellung 
einer Parkier- und sogar Wendemöglichkeit auf ihrer Parzelle könnte die 
Berufungsbeklagte nicht nur an die Parzellengrenze, sondern von dort auf dem 
ebenen Vorplatz direkt an das Ferienlagerhaus heranfahren.

8.11. Was den Zugang für die Feuerwehr und die Sanität betrifft, bringt die 
Berufungsklägerin vor Berufungsgericht erstmals vor, es sei für die Feuerwehr 
keineswegs notwendig, mit Fahrzeugen oder schwerem Gerät auf das Grundstück 
zum Ferienlager zu gelangen, um einen Brandfall bekämpfen zu können, und es sei 
nicht aussergewöhnlich, dass die Sanität für Patiententransporte regelmässig 
längere Distanzen als 25 m zu Fuss zurücklegen müsse (act. A.1 Rz. 10), ohne 
darzulegen, dass die Voraussetzungen für neue Vorbringen erfüllt sind. Diese 
Vorbringen sind daher unbeachtlich. Ebenso verhält es sich mit der Behauptung der 
Berufungsklägerin, im Gartenzaun der Berufungsbeklagten habe es eine Öffnung 
von 2 m (act. A.1 Rz. 5). Soweit die Vorinstanz indes ausführte, das Krankenauto 
und die Feuerwehr könnten nicht über diesen Weg zum Ferienlager gelangen, liegt 
ein offensichtlicher Mangel vor, der auch ohne entsprechende Rüge der 
Berufungsklägerin von Amtes wegen zu korrigieren ist. Denn gemäss Art. 25 des 
Gesetzes über den vorbeugenden Brandschutz und die Feuerwehr im Kanton 
Graubünden (BR 840.100) haben Eigentümerinnen und Eigentümer von 
Liegenschaften den Feuerwehren bei Einsätzen, zu Übungszwecken sowie zur 
Einsatzplanung Zugang zur Liegenschaft zu gewähren. Folglich kann die 
Einräumung eines privatrechtlichen Notwegrechts nicht auf das Argument gestützt 
werden, es müsse ein Zugang für die Feuerwehr geschaffen werden. Gleiches muss 
für andere Noteinsatzfahrzeuge gelten.

8.12. Zusammenfassend ist zum Zugang festzuhalten, dass die Via E.________ 
im Sommer zu Fuss begehbar, aufgrund der Steigung von 20 % die Bewältigung 
mit Handkarren oder Rollstuhl aber nicht problemlos möglich ist. Liegt im Winter 
Schnee, muss die Strasse geräumt werden, was aufgrund der Steigung mit 
enormem zusätzlichen Aufwand verbunden ist. Entsprechend geräumt ist die Via 
E.________ mit der notwendigen Vorsicht passierbar für Fussgänger. Im Sommer 
ist eine Zufahrt bis zur Parzelle über die Via E.________ auch bei der vorhandenen 
Steigung möglich, im Winter jedoch auch bei geräumter Strasse und mit 
Schneeketten eher schwierig, mit Raupenfahrzeugen jedoch gewährleistet. 
Fahrzeuge, welche eine Breite aufweisen, welche ein Befahren der im unteren 

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Bereich 2.8 m breiten Via E.________ verunmöglichen, können ganzjährig nicht bis 
zur Parzellengrenze gelangen. Die Lieferung von Holz, Möbeln, Baumaterialien 
usw. ist auf diesem Weg mit erheblichem Aufwand verbunden. Von der 
Parzellengrenze verläuft das Gelände eben bis zum Ferienlagerhaus. Die 
Platzverhältnisse auf der Parzelle liessen die Erstellung einer Parkier- und 
Wendemöglichkeit zu, was eine Zufahrt – unter den genannten Einschränkungen – 
nicht nur bis zur Parzellengrenze, sondern bis zum Ferienlagerhaus erlauben 
würde.

9. Zugang über beanspruchten Notweg

9.1. Die Berufungsklägerin rügt, die Vorinstanz sei mit keinem Wort auf die 
schwierigen topographischen Verhältnisse der alternativen Zufahrt eingegangen. 
Sie habe einen wesentlichen Teil des notwendigen Sachverhalts aussen 
vorgelassen – trotz Hinweis in der Duplik. Eröffne die beanspruchte alternative 
Zufahrt wie im vorliegenden Fall keine bessere Anbindung bzw. könne die "nicht 
optimale Anbindung" so oder anders nicht gelöst werden, sei die Gewährung des 
Notwegrechts kategorisch ausgeschlossen. Denn es könne nicht sein, dass aus 
Gründen der Bequemlichkeit oder der Gewohnheit, weil die Berufungsbeklagte in 
den vergangenen Jahren nur auf Zusehen hin die private Nachbarparzelle ihres 
Bruders, welcher bis zum Verkauf Ende 2021 langjähriger Besitzer des Hotels 
gewesen sei, habe benützen können, ein Fahr- und Fusswegrecht eingeräumt 
werden solle (act. A.1 Rz. 8).

9.2. Es trifft zu, dass sich die Vorinstanz zu den Verhältnissen des beanspruchten 
Notweges nicht geäussert hat. Ebenfalls ist der Berufungsklägerin zuzustimmen, 
dass diese Verhältnisse insofern von Bedeutung sind, als ein Begehren um einen 
Notweg nur begründet sein kann, wenn dieser für die rationelle Bewohnung und 
Bewirtschaftung der Liegenschaft erforderlich ist (vgl. BGE 136 III 130 E. 4 m. H. a. 
84 II 614 E. 3). Im Folgenden ist demnach auf die Verhältnisse des beanspruchten 
Notweges einzugehen.

9.3. Die Berufungsklägerin macht geltend, über das Nachbargrundstück könne 
mit einem Fahrzeug bei guten Verhältnissen und der nötigen Vorsicht nur bis an die 
hintere Ecke des Hotels gefahren werden. Für die Überwindung des letzten 
Wegabschnitts bis zum Hauseingang spricht sie von einer sehr steilen Metalltreppe 
bzw. einer schmalen und steilen Rampe (act. A.1 Rz. 8), was von der 
Berufungsbeklagten in der Berufungsantwort nicht kritisiert wurde (vgl. act. A.2 
Rz. 20). Auch im vorinstanzlichen Verfahren wurde nie behauptet, dass hinter dem 
Hotel bis direkt an das Ferienlagerhaus herangefahren werden kann, was sich 

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zudem aus dem anlässlich des Augenscheins erstellten Plan (RG-act. VIII/2) ergibt, 
in welchem die von der Berufungsklägerin erwähnte Treppe vermerkt wurde.

9.4. Die Berufungsklägerin bringt vor, die Steigung sei auf der alternativen 
Zufahrt nicht geringer, sondern gleich wie bei der Via E.________. Ab Beginn der 
Steigung (untere Ecke Hotel) bis zur Grundstücksgrenze seien es 20 %. Werde der 
weitere Aufgang bis zum Ferienlager berücksichtigt, steige die Steigung weiter an. 
Bei der Begründung des Gerichts werde der Eindruck vermittelt, als ob nur die Via 
E.________ relativ steil sei. Beide Wegverbindungen müssten die gleiche 
Höhendifferenz von rund 7 m überwinden (act. A.1 Rz. 11). Die Berufungsbeklagte 
bestreitet nicht, dass die bestehende Zufahrt bedingt durch die Hanglage ebenfalls 
eine Steigung aufweise. Sie bringt vor, im Gegensatz zur Via E.________ verlaufe 
die bestehende Zufahrt aber gerade und sei breiter ausgebaut, was das Befahren 
erheblich erleichtere (act. A.2 Rz. 23). Auf den in den Akten liegenden Fotos (RG-
act. II/5 u. 6) ist ersichtlich, dass das Gelände neben dem Hotel auch ansteigt, 
allerdings ist mit dem Fahrzeug weniger Steigung zu bewältigen als auf der Via 
E.________, da das letzte Stück bis zum Ferienlagerhaus zu Fuss über die Treppe 
oder die Rampe zurückzulegen ist. Aus dem Situationsplan (RG-act. VIII/2), auf 
welchem die anlässlich des Augenscheins vorgenommenen Vermessungen 
eingetragen sind, ergibt sich, dass der beantragte Notweg mit 4.5 m deutlich breiter 
ist als die Via E.________.

9.5. Die Berufungsklägerin moniert weiter, die Vorinstanz erwähne nicht, dass 
auch die alternative Zufahrt im Winter nicht schneefrei und zu räumen sei (act. A.1 
Rz. 7). Die Berufungsbeklagte führt dazu aus, die bestehende Zufahrt sei breiter 
und weit weniger steil, was die Schneeräumung im Winter erheblich erleichtere 
(act. A.2 Rz. 19). Sie bestreitet damit zu Recht nicht, dass auch der beanspruchte 
Notweg einer Schneeräumung bedarf. Da es sich um Privatgrund handelt, erfolgt 
diese nicht durch die Gemeinde, sondern ist von der Berufungsklägerin zur 
Sicherstellung ihres Betriebs zu bewerkstelligen. Aufgrund der weniger steilen 
Zufahrt als die Via E.________, kann ohne Weiteres davon ausgegangen werden, 
dass sich die Schneeräumung weniger aufwändig gestaltet.

9.6. Vor dem Hintergrund der skizzierten Verhältnisse weist die 
Berufungsklägerin zutreffend darauf hin (act. A.1 Rz. 8), dass die beanspruchte 
alternative Zufahrt über das Nachbargrundstück ebenfalls weder mit Rollstuhl noch 
Handkarren problemlos zu bewältigen sei. Auch der Transport von schweren Gütern 
über die beanspruchte alternative Zufahrt auf der Nachbarparzelle sei nicht besser. 
Bis hinter dem Hotel sei die Auffahrt ebenfalls relativ steil, es könne nicht gewendet 
werden, danach müsse entweder über die steile Metalltreppe oder die Rampe zum 

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Ferienlager hochgelaufen werden (act. A.1 Rz. 10). Auch die Berufungsbeklagte 
bestreitet dies in der Berufungsantwort nicht (vgl. act. A.2 Rz. 20 u. 22).

9.7. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass über den beanspruchten 
Notweg die gleiche Höhendifferenz von der Kantonsstrasse bis zum 
Ferienlagerhaus zu überwinden ist wie über die Via E.________. Der Zugang von 
der Kantonsstrasse bis hinter das Hotel ist aber breiter und weniger steil als die Via 
E.________. Über den beanspruchten Notweg ist keine Zufahrt bis an das 
Ferienlagerhaus gewährleistet, sondern es kann nur bis hinter das Hotel gefahren 
werden und dann ist zu Fuss eine schmale, steile Rampe oder eine Treppe zu 
überwinden. Entsprechend gestaltet sich auch der Zugang mit Handkarren, 
Rollstühlen und schweren Gütern nicht problemlos. Zudem ist auch eine 
Schneeräumung – sowohl der Zufahrt hinter das Hotel, wie auch der Treppe und 
Rampe – erforderlich.

10. Anspruch auf Einräumung eines Notweges?

10.1. Dass die Parzelle der Berufungsbeklagten an die öffentliche Via E.________ 
grenzt, schliesst die Einräumung eines Notweges für das darauf erbaute 
Ferienlagerhaus – wie ausgeführt – nicht von vornherein aus. Ein entsprechendes 
Begehren kann begründet sein, wenn die (rationelle) Bewohnung und 
Bewirtschaftung der Liegenschaft mit der vorhandenen Zufahrt nicht möglich ist und 
den zusätzlichen Notweg erfordert, wenn also der schon vorhandene Weg für die 
Nutzung der Gesamtliegenschaft nicht genügt (BGE 136 III 130 E. 4, 84 II 614 E. 3). 
Um zu prüfen, ob eine Wegenot vorliegt, ist anhand der bestimmungsgemässen 
Nutzung zu eruieren, welchen Anforderungen eine Zufahrt genügen muss, um diese 
Nutzung zu gewährleisten. An dieser Stelle ist nochmals darauf hinzuweisen, dass 
die öffentlich-rechtlichen Anforderungen an die Zufahrt keine Wegenot begründen 
(BGE 120 II 185 E. 2a; Urteil des Bundesgerichts 5C.82/2001 vom 30. Oktober 2001 
E. 3a.aa).

10.2. Die Parzelle der Berufungsbeklagten liegt in der Bauzone M2, "zona 
mischedada" (RG-act. II/23). Nach Art. 26 Baugesetz der Gemeinde G.________ 
(RG-act. II/20) dient die Zone für Wohnzwecke und Dienstleistungsangebote. 
Entsprechend erweist sich das Ferienlagerhaus als zonenkonform und als 
bestimmungsgemässe Nutzung.

10.3. Die Berufungsklägerin reklamiert, die Vorinstanz habe unzulässigerweise 
suggeriert, dass die Berufungsbeklagte behinderte bzw. handicapierte Gruppen in 
den vergangenen Jahren überdurchschnittlich oft beherbergt habe. Dies sei falsch, 

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von Beginn an bestritten, und es sei kein Beweis angeboten und abgenommen 
worden. Die Vorinstanz hätte dies nicht zur Begründung des Entscheids verwenden 
dürfen (act. A.1 Rz. 9). Die Berufungsklägerin hat solches bereits vor Vorinstanz 
moniert (vgl. RG-act. I/4 Rz. 9: "Die Schlafräume sind im Obergeschoss, ein 
Personenlift ist nicht vorhanden. Der Weg zum Hauseingang auf dem Grundstück 
ist nicht eben. Das Konzept und die Einrichtungen des Ferienhauses und der Weg 
zum Hauseingang sind aufgrund dieser Tatsachen in keiner Weise besonders 
behinderten gerecht oder freundlich für handicapierte Personen. Dass das Haus 
besonders oft von solchen Gruppen mit Bussen und Cars besucht wird, wird 
zurückgewiesen."). Die Berufungsbeklagte äussert dazu, wie oft das Ferienlager 
durch behinderte Personen genutzt werde, spiele keine Rolle. Die Vorinstanz habe 
vielmehr festgehalten, dass die Via E.________ im Winter nicht einmal für Personen 
ohne Gehbehinderung geeignet sei (act. A.2 Rz. 21). Nach der substantiierten 
Bestreitung durch die Berufungsklägerin (das Ferienhaus selber sei nicht 
behindertengerecht, da kein Personenlift und Weg zum Hauseingang; vgl. RG-
act. I/4 Rz. 9) hat die Berufungsbeklagte ihre Behauptung nicht weiter substantiiert 
(vgl. RG-act. II/28 Rz. 9 f.). Entsprechend war die Behauptung unsubstantiiert und 
der dazu von der Berufungsbeklagten offerierte Beweis ihrer Befragung (RG-act. I/3 
Rz. 18) nicht abzunehmen. Die Berufungsklägerin zeigt auf, dass die Vorinstanz 
Recht verletzte, als sie von einer regelmässigen Beherbergung von behinderten 
bzw. handicapierten Kindern im Ferienlagerhaus ausging.

10.4. Einen Anspruch auf Zufahrt mit Bussen/Cars, wie die Berufungsbeklagte im 
vorinstanzlichen Verfahren für sich reklamierte (RG-act. I/3 Rz. 18 u. 25) und von 
der Berufungsklägerin bestritten wurde (RG-act. I/4 Rz. 10), bejahte die Vorinstanz 
nicht. Sie attestierte aber, für den bestimmungsgemässen Gebrauch des 
Ferienlagers sei eine Zufahrt mit einem "grösseren Personenwagen" erforderlich 
und spricht an anderer Stelle davon, die Berufungsbeklagte sei darauf angewiesen, 
dass "mittelgrosse Personentransporter" ganzjährig zu ihrer Parzelle gelangen 
könnten (act. E.1 E. 3.1 S. 13). Die Berufungsklägerin rügt, es liege ein Sonderfall 
vor. Die Berufungsbeklagte habe keinen Anspruch, immer und zu jeder Jahreszeit 
unmittelbar bis an die Grenze ihres Grundstücks fahren zu können (act. A.1 Rz. 6). 
Hingegen hält die Berufungsbeklagte dagegen, wie die Berufungsklägerin selber 
einräume, sei eine Zufahrt zum Ferienlager über die Via E.________ insbesondere 
im Winter nicht möglich. Gerade dann sei aber Hauptsaison für das Ferienlager und 
die Feriengäste reisten mit viel Gepäck an, was eine Zufahrt zum Ferienlager 
unabdingbar mache (act. A.2 Rz. 18). Nach heutiger Auffassung hat ein 
Grundeigentümer in einem Gebiet, wo Wohn- oder Ferienhäuser stehen, 
grundsätzlich Anspruch auf eine allgemeine Zufahrt zu seinem Grundstück mit 

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einem Motorfahrzeug, sofern die topografischen Verhältnisse eine solche überhaupt 
zulassen (vgl. BGE 136 III 130 E. 3.3.3, 110 II 125 E. 5, 93 II 167 E. 2; Urteile des 
Bundesgerichts 5A_670/2019 vom 10. Februar 2019 E. 4.1, 5C.142/2003 vom 
28. August 2003 E. 2.4, in: ZBGR 85/2004 S. 313, 5C.225/2003 vom 23. Dezember 
2003 E. 7.1, in: Zeitschrift für Gesetzgebung und Rechtsprechung in Graubünden 
[ZGRG] 23/2004 S. 75). Das Ferienlagerhaus der Berufungsbeklagten, welches 
nicht ganzjährig bewohnt wird, befindet sich im Berggebiet und liegt am Hang in 
zweiter Bautiefe von der Kantonsstrasse entfernt. Angesichts dieser topografischen 
Verhältnisse führt die Berufungsklägerin zutreffend aus, dass keine 
Idealerschliessung realisiert werden kann (act. A.1 Rz. 6). Die Via E.________ lässt 
nur Fahrzeuge zu, die eine 2.8 m breite Strasse befahren können. Die 
Berufungsbeklagte führte erstinstanzlich nur generell aus, es verstehe sich von 
selbst, dass ein Ferienlager in einer Mischzone zur bestimmungsgemässen 
Nutzung der Parzelle Anspruch auf Zufahrt zum Grundstück mit einem 
Personenwagen, Krankenwagen, Feuerwehrauto, Bus und Car habe (RG-act. I/3 
Rz. 25). Für die Zufahrt von Krankenwagen und Feuerwehr ist – wie dargelegt (vgl. 
E. 8.11) – kein privatrechtliches Notwegrecht einzuräumen. Den Anspruch auf 
Zufahrt mit Bus und Car verneinte die Vorinstanz. Was Letztere genau unter 
"grösseren Personenwagen" bzw. "mittelgrossen Personentransportern" versteht, 
bleibt unklar. Immerhin ergibt sich aus den vorinstanzlichen Erwägungen, dass 
solche Fahrzeuge auch im Sommer die Via E.________ nicht befahren können. 
Inwiefern eine Zufahrt mit solchen Fahrzeugen für die rationelle Bewirtschaftung 
notwendig sein soll, ist dem vorinstanzlichen Urteil nicht zu entnehmen ist. Die 
Zufahrt ist zwar – wie ausgeführt und zugestanden wird (vgl. E. 8.12) – 
eingeschränkt, aber der Transport von Personen, Gepäck und anderen schweren 
Gütern ist nicht verunmöglicht, sondern mit Motorfahrzeugen, welche eine 2.8 m 
breite Strasse befahren können, und im Winter mit Raupenfahrzeugen oder bei 
Schneeräumung und Einsatz von Schneeketten sowie genügender Sorgfalt mit 
anderen Motorfahrzeugen gewährleistet. Bei Erstellung einer Parkier- und 
Wendemöglichkeit – die Ausschöpfung der Gestaltungsmöglichkeiten auf dem 
Privatgrund ist zumutbar – ist sogar ein ebener Zugang bis zum Ferienlagerhaus 
möglich. Behauptungen dazu, dass die Lagerhausgäste unter diesen Umständen 
ausbleiben, mithin die rationelle Bewirtschaftung des Ferienlagerhauses nicht mehr 
gewährleistet ist, wenn "grössere Personenwagen" bzw. "mittelgrosse 
Personentransporter" und grössere Motorfahrzeuge nur bis zur 25 m entfernten 
Kantonsstrasse anfahren können, finden sich nicht. Es ist auch nicht ersichtlich, 
dass ein Ferienlagerhaus in einem Wintersportort in den Bergen eines 
entsprechenden Zugangs bedarf, sodass ohne einen solchen von einer schweren 
Beeinträchtigung der rationellen Bewirtschaftung gesprochen werden müsste. 

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Letztere ist zudem durch den beanspruchten Notweg nicht bedeutend mehr 
gewährleistet. Dieser erlaubt zwar eine Zufahrt mit Motorfahrzeugen jeglicher 
Grösse bis an die Parzellengrenze, doch ist bis zum Ferienlagerhaus nicht ein 
ebener Garten zu durchqueren wie beim Zugang über die Via E.________, sondern 
eine Treppe bzw. eine Rampe zu bewältigen. Der Zugang für gehbehinderte, auf 
den Rollstuhl angewiesene Personen oder Kranke wie auch für den Transport von 
schweren Gütern – insbesondere Gepäck der Lagerhausgäste – ist angesichts 
dessen nicht bedeutend besser gewährleistet als über die Via E.________. 
Lagerhausgäste, die mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen, müssen sowohl 
über die Via E.________ wie auch über den beanspruchten Notweg im Ergebnis 
die gleiche Höhendifferenz überwinden. Insofern ist eine schwere Beeinträchtigung 
der bestimmungsgemässen Nutzung bzw. eine eigentliche Notlage zu verneinen. 
So hat das Kantonsgericht von Graubünden im Entscheid ZF 03 7 vom 26. Mai 
2003, welcher vom Bundesgericht geschützt wurde (Urteil des Bundesgerichts 
5C.225/2003 vom 23. Dezember 2003 E. 7), eine Wegenot verneint, zumal zwar 
nicht bis zur Grundstücksgrenze gefahren werden konnte, doch über einen 
Treppenaufgang von rund 30 m bis zum Ferienhaus gelangt werden konnte. Die 
Park- und Garagenplätze lagen in zumutbarer Distanz zur Erschliessungsanlage mit 
Schräglift zum Grundstück. Die Bodenbeschaffenheit erlaubte es, mit einem 
Rollstuhl, Kinderwagen oder Handkarren bis zur Erschliessungsanlage zu 
gelangen. Der Zugang zur Parzelle wurde daher sowohl für ältere, gehbehinderte 
und auf die Benützung eines Rollstuhls angewiesene Personen als auch für den 
Transport von Kranken oder schweren Gütern als nicht weniger gewährleistet 
qualifiziert, als wenn das Recht bestanden hätte, über die Nachbarparzelle bis an 
die Grundstücksgrenze zu fahren. Das Bundesgericht bejahte hingegen eine 
Wegenot bei einer Hanglage in einem Wohngebiet, wo eine 50 m lange Treppe 
einen beschwerlichen Zugang bildete, welcher für Rollstühle und Kinderwagen 
überhaupt nicht befahrbar war und auch keine Zufahrt mit Motorfahrzeugen 
erlaubte, und schützte das Begehren um eine motorfahrzeugmässige Erschliessung 
der Liegenschaft über eine bereits bestehende Strasse (Urteil des Bundesgerichts 
5C.142/2003 vom 28. August 2003 E. 2, siehe auch Urteile des Bundesgerichts 
5C.255/1999 vom 27. Juni 2000 und 5C.327/2001 vom 21. März 2002). Mithin ist 
entscheidend, dass vorliegend nicht davon gesprochen werden kann, dass der 
vorhandene Weg zum Ferienlagerhaus überhaupt keine Zufahrt mit 
Motorfahrzeugen gewährleistet, während auf dem beanspruchten Notweg eine 
solche gegeben wäre. Soweit der beanspruchte Notweg aber aufgrund der weniger 
starken Steigung und der Breite einen komfortableren Zugang erlaubt, ist auf das 
Urteil des Bundesgerichts 5A_670/2019 vom 10. Februar 2020 zu verweisen. 
Diesem ist in E. 5.1 zu entnehmen, dass die Walliser Vorinstanz erwog, wenn der 

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beanspruchte Notweg erlaube, näher an das Chalet, welches nicht ganzjährig 
bewohnt sei, zu fahren und so den Fussweg, der nicht geräumt werde und 
unbefestigt sei, um 7 m zu verkürzen, könne darin kein Anspruch begründet werden, 
welcher über denjenigen des öffentlichen Rechts hinausgehe. Auch wenn das 
Bundesgericht sich in seinem Urteil nicht mit diesen Erwägungen befasste, sondern 
die Beschwerde aufgrund der mangelnden Passivlegitimation abwies, kann 
dennoch festgehalten werden, dass diese zweitinstanzliche kantonale 
Rechtsprechung im Einklang mit den strengen Voraussetzungen des Notwegrechts 
und dem Grundsatz steht, dass zur blossen Steigerung der Bequemlichkeit des 
Grundeigentümers kein Wegrecht eingeräumt werden kann (vgl. BGE 84 II 614 
E. 3).

10.5. Angesichts der unangefochtenen vorinstanzlichen Sachverhaltsdarstellung, 
wonach im Winter touristischer Hochbetrieb herrsche und das Ferienlagerhaus zu 
einem wesentlichen Teil wirtschaftlich betrieben werde, ist ergänzend auf die 
Situation hinsichtlich der Schneeräumung einzugehen. Die Berufungsklägerin weist 
zutreffend darauf hin, dass sowohl die Zufahrten über die Via E.________ wie auch 
über den beanspruchten Notweg privat von Schnee zu räumen sind (act. A.1 Rz. 7). 
Die Räumung der Via E.________ ist aufgrund der Steigung mit enormem 
zusätzlichen Aufwand verbunden und gestaltet sich damit aufwendiger und 
anspruchsvoller als die der flacher ansteigenden Zufahrt hinter das Hotel und der 
darauffolgenden Treppe und Rampe. Darin kann jedoch angesichts der strengen 
Voraussetzungen noch keine Notlage erblickt werden, sondern geht dies eher in die 
Richtung der Steigerung der Bequemlichkeit, welche keine Notlage zu begründen 
vermag. Mit der Verbesserung eines mangelhaften Zuganges ist keine eigentliche 
Notlage gegeben (Urteil des Bundesgerichts 5C.82/2001 vom 30. Oktober 2001 
E. 3a.aa). An dieser Stelle sei nochmals erwähnt, dass der Zugang zum Haus auf 
der Parzelle Nr. 1586 und zum landwirtschaftlichen Gebäude auf der Parzelle 
Nr. 1587 auch über die Via E.________ erfolgt, womit die Schneeräumung mit jenen 
Eigentümern koordiniert werden könnte.

10.6. Zusammengefasst kann festgehalten werden, dass die Möglichkeit, mit 
kleinerem Aufwand die Schneeräumung vorzunehmen, um dann mit 
Motorfahrzeugen jeder Grösse – statt nur mit solchen, welche das Befahren einer 
2.8 m breiten Strasse erlauben – bis an die Parzellengrenze zu fahren, von wo aus 
aber nicht wie über die eigene Parzelle ein ebener Zugang zum Ferienlagerhaus 
besteht, sondern über eine Treppe oder eine Rampe zum Ferienlagerhaus gelangt 
werden muss, weshalb auch kein problemloser Zugang für gehbehinderte oder auf 
den Rollstuhl angewiesene Personen wie auch für den Transport von schweren 

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Gütern und Kranken gewährleistet ist, keine Einräumung eines Notwegrechts 
erlaubt, welches immerhin eine "privatrechtliche Enteignung" darstellt und daher 
streng zu handhaben ist. Die Berufung ist entsprechend gutzuheissen und die Klage 
der Berufungsbeklagten ist vollumfänglich, sprich auch in Bezug auf die Einräumung 
eines fuss- und fahrwegrechtlichen Notwegrechts, abzuweisen (zur bereits erfolgten 
und rechtskräftigen Abweisung des Hauptrechtsbegehrens [Feststellung des Fuss- 
und Fahrwegrechts sowie dessen Eintragung im Grundbuch] der 
Berufungsbeklagten durch die Vorinstanz vgl. vorstehend E. 2.3).

11. Kosten- und Entschädigungsfolgen

11.1. Trifft die Rechtsmittelinstanz einen neuen Entscheid, so entscheidet sie auch 
über die Prozesskosten des erstinstanzlichen Verfahrens (Art. 318 Abs. 3 ZPO). Die 
Vorinstanz hat die Entscheidgebühr auf CHF 8'000.00 festgelegt. Dazu kommt die 
Pauschale für das Schlichtungsverfahren von CHF 350.00. Die Parteien monieren 
dies nicht. 

11.2. Die Entscheidgebühr bei Entscheiden des Obergerichts als Kollegialgericht 
in Berufungsverfahren beträgt CHF 1'000.00 bis CHF 30'000.00 (Art. 11 Abs. 1 
VGZ [BR 320.210]; vgl. ferner auch Art. 13 VGZ) und bemisst sich nach dem 
Aufwand, dem Interesse und den wirtschaftlichen Verhältnissen der 
kostenpflichtigen Person (Art. 15 Abs. 2 EGzZPO [BR 320.100]). Für das 
Berufungsverfahren ist die Gerichtsgebühr angesichts der sich stellenden Sach- 
und Rechtsfragen und des Streitwerts auf CHF 6'000.00 festzusetzen.

11.3. Nach Art. 106 Abs. 1 Satz 1 ZPO werden die Prozesskosten der 
unterliegenden Partei auferlegt. Die Berufungsbeklagte unterliegt vollumfänglich, 
womit sie kostenpflichtig ist. Die Vorinstanz hat der Berufungsbeklagten bereits die 
Gerichtskosten auferlegt (act. E.1 E. 4). Insofern erübrigt sich eine Anpassung des 
erstinstanzlichen Kostenentscheids. Die auferlegten Gerichtsgebühren des 
Berufungsverfahrens werden mit dem geleisteten Vorschuss von CHF 8'000.00 
verrechnet. Der Restbetrag des Kostenvorschusses ist der Berufungsklägerin durch 
das Obergericht zu erstatten. Die Berufungsbeklagte hat der Berufungsklägerin die 
Entscheidgebühr von CHF 6'000.00 zu ersetzen (vgl. aArt. 111 Abs. 1 i. V. m. 
Art. 111 Abs. 1 und Art. 407f ZPO).

11.4. Die Zusprechung von Parteientschädigung(en) als Teil der Prozesskosten 
(vgl. Art. 95 Abs. 1 ZPO) erfolgt im selben Verhältnis wie die Gerichtskosten 
(Art. 106 und 107 ZPO). Die Berufungsbeklagte ist zu verpflichten, der 
Berufungsklägerin die von ihr beantragte Parteientschädigung (vgl. RG-act. I/2 S. 2; 

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act. A.1 S. 2) sowohl für das erstinstanzliche wie auch für das Berufungsverfahren 
zu bezahlen.

11.5. Nach Art. 2 Abs. 2 i. V. m. Art. 3 Abs. 1 der Honorarverordnung (HV; 
BR 310.250) ist bei der Bemessung des Honorars vom Betrag auszugehen, welcher 
der entschädigungsberechtigten Partei für die anwaltliche Vertretung in Rechnung 
gestellt wird, sofern der Stundenansatz zwischen CHF 210.00 und CHF 270.00 
liegt. Rechtsanwalt Placi Berther machte für das erstinstanzliche Verfahren einen 
Aufwand von 60.3 Stunden zu einem Stundenansatz von CHF 240.00 sowie 3 % 
Spesen geltend (RG-act. III/22). Der Aufwand erscheint angemessen. Die 
Zusprechung von Mehrwertsteuer wurde zu Recht nicht beantragt, weil die 
Berufungsklägerin selber mehrwertsteuerpflichtig ist und die Mehrwertsteuer, 
welche sie ihrer Rechtsvertretung zu zahlen hat, als Vorsteuer von ihrer eigenen 
Mehrwertsteuerschuld abziehen kann (vgl. Art. 28 MWSTG). Die 
Berufungsbeklagte hat der Berufungsklägerin für das erstinstanzliche Verfahren 
eine Parteientschädigung von CHF 14'906.15 zu leisten.

11.6. Da für das Berufungsverfahren keine Honorarnote der Rechtsvertretung der 
Berufungsklägerin im Recht liegt, ist die beantragte Entschädigung nach 
pflichtgemässem Ermessen festzulegen (Art. 2 Abs. 2 Ziff. 1 HV), wobei der 
vereinbarte Stundenansatz von CHF 240.00 zur Anwendung gelangt. Unter 
Berücksichtigung der sich stellenden Sach- und Rechtsfragen sowie des daraus 
erforderlichen Aufwands erweist sich eine volle Parteientschädigung von 
CHF 3'708.00 (15 Stunden à CHF 240.00 zzgl. 3 % Spesenpauschale) als 
angemessen. Von der Zusprechung der Mehrwertsteuer ist wiederum abzusehen. 
Die Berufungsbeklagte ist demnach zu verpflichten, die Berufungsklägerin für das 
Berufungsverfahren in besagtem Umfang zu entschädigen.

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Es wird erkannt:

1.1. Die Berufung wird gutgeheissen und der Entscheid des Regionalgerichts 
Surselva vom 26. Juli 2023 (Proz. Nr. 115-2022-22) aufgehoben.

1.2. Die Klage von B.________ wird abgewiesen.

2.1. Die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens von CHF 8'350.00 werden 
B.________ auferlegt und mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss von 
CHF 8'000.00 verrechnet. Die Pauschale für das Schlichtungsverfahren von 
CHF 350.00 wurde durch B.________ bereits geleistet.

2.2. B.________ wird verpflichtet, der A.________ AG für das erstinstanzliche 
Verfahren eine Parteientschädigung von CHF 14'906.15 (inkl. Spesen) zu 
bezahlen.

3.1. Die Kosten des Berufungsverfahrens von CHF 6'000.00 werden B.________ 
auferlegt. Sie werden mit dem von der A.________ AG geleisteten 
Kostenvorschuss von CHF 8'000.00 verrechnet. Der Restbetrag des 
Kostenvorschusses von CHF 2'000.00 wird der A.________ AG durch das 
Obergericht erstattet. B.________ hat die Kosten des Berufungsverfahrens 
von CHF 6'000.00 der A.________ AG zu ersetzen.

3.2. B.________ wird verpflichtet, der A.________ AG für das 
Berufungsverfahren eine Parteientschädigung von CHF 3'708.00 (inkl. 
Spesen) zu bezahlen.

4. [Rechtsmittelbelehrung] 

5. [Mittteilung]