# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8c90d334-6a50-517e-bf80-e3c1161783f0
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-08-17
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe 17.08.2018 605 2017 203
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_011_605-2017-203_2018-08-17.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

605 2017 203
605 2017 204

Urteil vom 17. August 2018

I. Sozialversicherungsgerichtshof

Besetzung Präsident: Marc Boivin 
Richter: Susanne Fankhauser

Marianne Jungo
Gerichtsschreiber-Berichterstatter: Bernhard Schaaf 

Parteien A.________, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt 
David Husmann    

gegen

INVALIDENVERSICHERUNGSSTELLE DES KANTONS FREIBURG, 
Vorinstanz    

Gegenstand Beschwerde gegen Zwischenentscheid – Wahl Gutachterstelle

Beschwerde vom 12. September 2017 gegen die Zwischenverfügung vom 
6. Juli 2017

Kantonsgericht KG
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Sachverhalt

A. A.________, geboren 1964, geschieden, Mutter von zwei erwachsenen Kindern, wohnhaft in 
B.________, gelernte Krankenpflegerin und ausgebildete Rettungssanitäterin, arbeitete ab dem 
1. Juni 1996 als Nachtwache im C.________ und nebenberuflich seit dem 1. Mai 1992 als 
Rettungsfahrerin beim D.________. Am 11. Juli 1998 erlitt sie als Beifahrerin (Rücksitz) bei einem 
Auffahrunfall auf der Autobahn in Spanien ein Schleudertrauma.

Am 1. November 1999 meldete sie sich aufgrund eines HWS-Distorsionstraumas für den 
Leistungsbezug bei der Invalidenversicherungsstelle des Kantons Bern (nachfolgend: IVB) an. 
Diese sprach ihr gestützt auf ein Gutachten des E.________ vom 27. Januar 2000, wonach aus 
psychischen und psychosomatischen Gründen eine Arbeitsunfähigkeit von 70% bzw. von 50% im 
Haushalt bestehe, mit Verfügungen vom 5., 15. und 19. Februar 2001 ab dem 1. Juli 1999 eine 
halbe Invalidenrente (Invaliditätsgrad 58%, gemischte Methode) bzw. ab dem 1. Februar 2001 eine 
ganze Rente (Invaliditätsgrad 70%, Einkommensvergleich) zu. Die Rente wurde am 26. September 
2002 von der IVB und am 17. Juni 2009 von der Invalidenversicherungsstelle des Kantons 
Freiburg (nachfolgend: IV-Stelle) bestätigt.

B. Im Rahmen einer im Januar 2013 eingeleiteten Rentenrevision ordnete die IV-Stelle am 
22. April 2014 ein bidisziplinäres Gutachten bei Dr. med. F.________, Facharzt für Rheumatologie 
und Innere Medizin, sowie Dr. med. G.________, Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psycho-
therapie, an. Aus der interdisziplinären Beurteilung ergab sich eine Arbeitsfähigkeit von rund 70%. 
Gestützt darauf erliess die IV-Stelle am 5. Juli 2016 einen Vorbescheid in welchem sie in 
Anwendung der Schlussbestimmungen der 6. IV-Revision die Einstellung der Rente in Aussicht 
stellte.

Dagegen reichte A.________, vertreten durch Rechtsanwalt David Husmann, am 8. September, 
ergänzt am 3. November 2016, umfassende Einwände ein. Aufgrund der Opiatabhängigkeit sei der 
Beizug eines Suchtmittelspezialisten notwendig. Ferner fehle es an einer neuropsychologischen 
Einschätzung. Überdies kritisierte sie das psychiatrische Gutachten.

Die IV-Stelle ordnete deshalb am 6. April 2017 ein umfassendes polydisziplinäres Gutachten an 
(Innere Medizin, Neurologie, Neuropsychologie, Psychiatrie und Rheumatologie) und übermittelte 
den Fragenkatalog an A.________, mit der Möglichkeit zur Stellungnahme innert 10 Tagen. Diese 
Frist wurde am 26. April 2017 um 10 Tagen erstreckt.

Am 16. Mai 2017 erteilte die IV-Stelle auf der SuisseMED@P Plattform den Gutachtensauftrag. 
Die Wahl fiel auf das H.________. Dieses nahm den Auftrag am 30. Mai 2017 an, schlug aber 
anstelle des rheumatologischen ein orthopädisches Teilgutachten vor. Gleichentags wurde 
A.________ über die Begutachtung durch das H.________ informiert und ihr wurden die Experten 
genannt, mit der Möglichkeit zur Stellungnahme innert 10 Tagen.

Am 15. Juni 2017 sprach sie sich gegen eine Begutachtung durch das H.________ aus. Sie 
kritisierte namentlich, der vorgesehene Neuropsychologe verfüge nicht über die notwendige 
Ausbildung.

Mit Zwischenverfügung vom 6. Juli 2017 hielt die IV-Stelle an der Abklärungsstelle fest.

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C. Dagegen erhebt A.________, weiterhin vertreten durch Rechtsanwalt David Husmann, am 
12. September 2017 Beschwerde beim Kantonsgericht Freiburg und beantragt, die Zwischen-
verfügung vom 6. Juli 2017 sei aufzuheben und es sei von einer neuropsychologischen Begut-
achtung durch lic. phil. I.________ abzusehen. Ferner stellt sie ein Gesuch um unentgeltliche 
Rechtspflege (URP-Gesuch). Andere IV-Stellen würden den vorgesehenen Neuropsychologen 
nicht beiziehen. Sollte das H.________ an diesem festhalten, sei der Auftrag an eine andere 
Gutachterstelle zu vergeben.

Die IV-Stelle hält in ihren Bemerkungen vom 22. Januar 2018 an ihrer Zwischenverfügung fest und 
beantragt die Abweisung der Beschwerde.

Die weiteren Elemente des Sachverhalts ergeben sich, soweit sie für die Urteilsfindung mass-
gebend sind, aus den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen.

Erwägungen

1.

Die Beschwerde vom 12. September 2017 gegen die Zwischenverfügung der IV-Stelle vom 6. Juli 
2017 ist unter der Berücksichtigung des Fristenstillstandes vom 15. Juli bis 15. August (Art. 38 
Abs. 4 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozial-
versicherungsrechts [ATSG; SR 830.1], welches hier aufgrund von Art. 1 Abs. 1 des Bundes-
gesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20] zur Anwendung 
kommt) fristgerecht durch einen ordentlich bevollmächtigten Rechtsvertreter bei der sachlich und 
örtlich zuständigen Beschwerdeinstanz eingereicht worden. Die Beschwerdeführerin hat ein 
schutzwürdiges Interesse, dass das Kantonsgericht, I. Sozialversicherungsgerichtshof, prüft, ob 
die IV-Stelle zu Recht an der Gutachterstelle festgehalten hat.

Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2.

Muss der Versicherungsträger zur Abklärung des Sachverhaltes ein Gutachten einer oder eines 
unabhängigen Sachverständigen einholen, so gibt er der Partei deren oder dessen Namen 
bekannt. Diese kann den Gutachter aus triftigen Gründen ablehnen und Gegenvorschläge machen 
(Art. 44 ATSG).

In Bezug auf die Einholung von Gutachten nahm das Bundesgericht in BGE 137 V 210 diverse 
Praxisänderungen vor. So hat die Vergabe von polydisziplinären Gutachten nun per Zufallsprinzip 
zu erfolgen. Hingegen sei ein solches zufälliges Auswahlverfahren bei mono- und bidisziplinären 
Gutachten kaum geeignet, weshalb für diese weiterhin die flexible direkte Auftragserteilung an 
praktizierende Ärzte vorzusehen sei (E. 3.1.1).

Zudem sei das Bestreben um eine einvernehmliche Gutachtenseinholung in den Vordergrund zu 
stellen. So liege es in der beiderseitigen Verantwortung von Invalidenversicherungsstelle und 
versicherter Person, vermeidbare Verfahrensweiterungen abzuwenden. Komme es aber 
hinsichtlich der Wahl eines Gutachters nicht zu einem Konsens, so sei die Anordnung, eine 
Expertise einzuholen, in die Form einer Zwischenverfügung zu kleiden, welche beim kantonalen 

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Versicherungsgericht angefochten werden kann, wobei sowohl materielle Einwendungen (z. B. 
Einwand gegen die Begutachtung an sich, im Sinne es handle sich um eine unnötige "second 
opinion", oder betreffend die fehlende Fachkompetenz eines Gutachters) als auch personen-
bezogene Ausstandsgründe gerügt werden können. Nicht gehört werden kann indessen das 
Vorbringen, die Abgeltung aus Mitteln der Invalidenversicherung führe zu einer Befangenheit (BGE 
137 V 210 E. 3.4.2.6 f.).

Ferner ist dem Versicherten ein Anspruch einzuräumen, sich vorgängig zu den Gutachterfragen zu 
äussern. So haben die IV-Stellen dem Versicherten zusammen mit der verfügungsmässigen 
Anordnung einer Begutachtung, den vorgesehen Fragenkatalog zur Stellungnahme zu unter-
breiten (BGE 137 V 210 E. 3.4.2.9). Dies ist auch bei mono- und bidisziplinären Gutachten der Fall 
(BGE 139 V 349 E. 5.1). Der Versicherte hat aber auch weiterhin keinen Anspruch auf einen 
Gutachter seiner Wahl, wie es das Bundesgericht bereits früher (vgl. BGE 132 V 93 E. 6.5) erklärt 
hatte und wie es erneut (vgl. Urteil BGer 9C_908/2012 vom 22. Februar 2013 E. 5.3.2) bestätigt 
hat.

Bei polydisziplinären Begutachtungen erfolgt die Gutachterwahl immer nach dem Zufallsprinzip 
(Art. 72bis Abs. 2 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV; 
SR 831.201]) und daher besteht grundsätzlich kein Raum für eine einvernehmliche Benennung. 
Die Zufallszuweisung ist aber im Falle stichhaltiger Einwendungen gegen bezeichnete Sachver-
ständige allenfalls zu wiederholen bzw. zu modifizieren, indem die Beteiligten z. B. überein-
kommen, an der ausgelosten Abklärungsstelle festzuhalten, dabei aber eine Arztperson nicht 
mitwirken zu lassen. Bei erneuter Nichteinigkeit wird letztlich eine Zwischenverfügung erlassen 
(BGE 139 V 349 E. 5.2.1, in der Folge regelmässig bestätigt, z. B. in Urteil BGer 9C_708/2013 
vom 28. Oktober 2014 E. 3.).

Im Kreisschreiben über das Verfahren in der Invalidenversicherung, Version 12, gültig ab 1. Januar 
2010, Stand 1. Februar 2013 (nachfolgend: KSVI) wird in den Rz. 2080 ff. im Detail das Verfahren 
der Gutachtenseinholung dargestellt. So teilt die IV-Stelle der versicherten Person in einem ersten 
Schritt mit, dass eine Expertise eingeholt werden soll; zugleich gibt sie ihr die Art der 
vorgesehenen Begutachtung (poly- oder mono- bzw. bidisziplinär) sowie die vorgesehenen 
Fachdisziplinen und Gutachterfragen bekannt. In diesem Stadium kann die versicherte Person erst 
einmal (nicht personenbezogene) materielle Einwendungen gegen eine Begutachtung an sich oder 
gegen Art oder Umfang der Begutachtung vorbringen. In einem zweiten Verfahrensschritt teilt die 
IV-Stelle der versicherten Person die durch SuisseMED@P zugeteilte Gutachterstelle und die 
Namen der Sachverständigen mit jeweiligem Facharzttitel mit. Mit der Bezeichnung der Sachver-
ständigen kommt die Möglichkeit (materieller oder formeller) personenbezogener Einwendungen 
hinzu (BGE 139 V 349 Erw. 5.2.2.2; bestätigt im vorerwähnten Urteil 9C_708/2013 E. 3). Ferner 
schreibt die im August 2012 eingefügte Rz. 2082.2 KSVI vor, das Bestätigungsmail der Plattform 
SwissMED@P über die erfolgreiche Vergabe des Gutachtensauftrages sei im Versichertendossier 
zu erfassen.

3.

Es ist unbestritten, dass die IV-Stelle das Verfahren gemäss Rz. 2080 ff. KSVI eingehalten hat. 
Streitig ist demgegenüber, ob die IV-Stelle zu Recht an der Gutachterstelle festgehalten hat. 

3.1. Die Beschwerdeführerin kritisiert die vorgesehene neuropsychologische Begutachtung 
durch lic. phil. I.________. Dieser verfüge nicht über die notwendige Ausbildung. Er habe es auch 
bis anhin unterlassen, einen Ausbildungsnachweis vorzulegen. Andere IV-Stellen würden ihn 

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deshalb auswechseln. Es sei nicht von Belang, dass die Weisung des Bundesamtes für Sozial-
versicherungen (BSV) betreffend die berufliche Mindestausbildung vom 22. Februar 2017 für die 
Gutachterstellen erst ab dem 1. Juli 2017 umgesetzt werden müsse. Sie habe Anspruch, von 
einem genügend ausgebildeten Gutachter begutachtet zu werden. Sofern das H.________ auf 
einer Begutachtung durch lic. phil. I.________ bestehe, sei der Auftrag an eine andere 
Gutachterstelle zu geben, oder aber die IV-Stelle habe dafür zu sorgen, dass lic. phil. I.________ 
ausgewechselt werde. Mit ihrem Bestehen auf den nicht zureichend ausgebildeten Gutachter 
verletze die IV-Stelle das Prinzip der Waffengleichheit.

3.2. Die IV-Stelle ihrerseits bringt vor, die Weisung des BSV komme für das vorliegende 
Verfahren noch nicht zur Anwendung. Ferner habe das Bundesgericht in seinem Urteil 
9C_531/2017 bzw. 9C_532/2017 vom 15. September 2017 erklärt, dass Gutachten, bei denen der 
fragliche Neuropsychologe mitgearbeitet habe, nicht als beweisuntauglich eingestuft werden 
könnten. Es bestehe damit kein Ablehnungsgrund aus triftigen Gründen gemäss Art. 44 ATSG.

3.3. Gemäss IV-Rundschreiben Nr. 367 des BSV vom 21. August 2017 gelten für neuropsycho-
logische Begutachtungen in der IV ab dem 1. Juli 2017 folgende fachliche Mindestanforderungen: 
Eidgenössisch anerkannter Abschluss in Psychologie und privatrechtlicher Fachtitel in Neuro-
psychologie der Föderation der Schweizer Psychologinnen und Psychologen FSP (Bst. a) oder 
eine gemäss Tarifvertrag zwischen H+ und SVNP sowie BSV (IV), MTK (UVG) und BAMV (MV) 
vom Dezember 2003 zugelassene äquivalente Aus- und Weiterbildung (Bst. b) oder Eidgenössisch 
anerkannter Abschluss in Psychologie und einen eidgenössischen oder als gleichwertig 
anerkannten Weiterbildungstitel in Neuropsychologie gemäss dem Psychologieberufegesetz (der 
Erwerb des eidgenössischen Weiterbildungstitels wird erst mit der Akkreditierung des Weiter-
bildungsgangs möglich sein) (Bst. c). Die Gutachterstellen seien dementsprechend im Februar 
2017 darüber informiert worden, dass alle Aufträge für neuropsychologische Begutachtungen, 
welche ab 1. Juli 2017 von der Plattform vergeben werden, durch Neuropsychologinnen oder 
Neuropsychologen durchgeführt werden müssen, welche die obigen fachlichen Anforderungen 
erfüllen.

Weiter erklärte das BSV, im Hinblick auf die Sicherstellung der entsprechenden Qualität für neuro-
psychologische Begutachtungen seien die von SuisseMED@P an Gutachterstellen vergebenen 
Aufträge mit einer neuropsychologische Begutachtung stets auf die obigen fachlichen Mindest-
anforderungen zu überprüfen. Seien diese nicht erfüllt, sei die Gutachterstelle aufzufordern, eine 
andere Gutachterin oder einen anderen Gutachter mit einer entsprechenden fachlichen 
Qualifikation zu benennen. Sei sie dazu nicht in der Lage, sei der Auftrag abzubrechen und neu zu 
vergeben. In diesen Fällen sei für allfällig bereits geleistete Vorbereitungsarbeiten (Aktenstudium) 
durch die Gutachterstelle keine Aufwandsentschädigung zu entrichten, da die fachlichen Mindest-
anforderungen für die Begutachtung seitens der Gutachterstelle nicht erfüllt gewesen seien.

3.4. Dem Psychologieberufsregister (abrufbar unter https://www.psyreg.admin.ch/ui/personen-
search, besucht am 23. Juli 2018) ist zu entnehmen, dass lic. phil. I.________ am 1. Januar 1980 
einen anerkannten inländischen Abschluss in Psychologie machte und er zudem am 
13. November 1999 bei der J.________ die Weiterbildung zum Eidgenössisch anerkannten 
Psychotherapeuten abschloss. Demgegenüber fehlt es ihm offenbar an einer Weiterbildung in 
Neuropsychologie gemäss den neuen Mindestanforderungen des BSV hinsichtlich 
neuropsychologischer Gutachter. Vorliegend wurde der Gutachtensauftrag am 16. Mai 2017 auf 
der SuisseMED@P Plattform eingegeben und das H.________ nahm den Auftrag am 30. Mai 

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2017 an. Die Zuteilung erfolgte damit vor dem 1. Juli 2017. Erst aber ab diesem Datum war die 
Weisung des BSV für die IV-Stelle verbindlich.

Zudem verweist diese zu Recht auf das vorgenannte Urteil BGer 9C_531/2017 betreffend ein unter 
anderem vom H.________ vor dem Schiedsgericht des Kantons Basel-Stadt eingeleitetes 
Schiedsgerichtsverfahren, bei welchem die beiden involvierten Gutachterstellen eine vorsorgliche 
Massnahme erwirkt haben, wonach lic. phil. I.________ momentan weiter eingesetzt werden 
könne. Das Bundesgericht hielt in E. 4.3. fest, die seit 1. Juli 2017 vom BSV geforderten neuen 
fachlichen (Mindest-) Anforderungen an Sachverständige, die als Neuropsychologen an 
polydisziplinären medizinischen Gutachten nach Art. 72bis IVV mitwirken, würden eine Änderung 
der Vereinbarung vom 4. April 2012 zwischen dem BSV und den fraglichen Gutachterstellen 
bedeuten. Sie sei gemäss BSV in Nachvollzug des am 1. Juli 2017 in Kraft getretenen Art. 50b der 
Verordnung über die Krankenversicherung (KVV; SR 832.102) erfolgt, um die gleichen 
Qualitätsanforderungen auch in der Invalidenversicherung sicherzustellen. Diese Bestimmung 
sage, was Neuropsychologen und Neuropsychologinnen, die auf Anordnung oder im Auftrag eines 
Arztes oder einer Ärztin Leistungen erbringen, nachzuweisen hätten, um zur Tätigkeit zu Lasten 
der obligatorischen Krankenpflegeversicherung zugelassen zu sein. Dabei handle es sich um 
Leistungen, die der Diagnose oder Behandlung einer Krankheit und deren Folgen dienen. 
Demgegenüber gehe es im zu entscheidenden Fall um eine Begutachtung. Es komme dazu, dass 
der neue Art. 50b KVV keine Verschärfung der Zulassungsbedingungen für Neuropsychologen 
und Neuropsychologinnen bringe. Im Gegenteil seien alle Angehörigen dieser Berufsgruppe, und 
zwar unabhängig von ihrer Qualifikation, bis Ende Juni 2017 überhaupt nicht zur (delegierten) 
Tätigkeit zu Lasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung berechtigt gewesen. Entgegen 
der Auffassung des BSV lasse sich daher auch nicht sagen, die Zulassungsbedingungen in 
Art. 50b KVV müssten von Gesetzes wegen zwingend auf den Zeitpunkt seines Inkrafttretens in 
der IV-Begutachtungspraxis übernommen werden. Im Weitern sei es unbestritten, dass der von 
den Gutachterstellen bisher als neuropsychologischer Experte eingesetzte C. als Fachpsychologe 
für Psychotherapie FSP die hierfür erforderlichen Voraussetzungen gemäss der Vereinbarung vom 
4. April 2012 bis zu deren Änderung zum 1. Juli 2017 erfüllte. Er sei zudem Absolvent des 
Gutachterkurses SIM in Neuropsychologie. Das BSV stelle seine Fähigkeit und Eignung als 
neuropsychologischer Sachverständiger nach Art. 44 ATSG grundsätzlich auch nicht in Frage.

Bei besagtem Fachpsychologen C. handelt es sich um lic. phil. I.________. In einem weiteren 
Urteil erklärte das Bundesgericht, insofern die Vorinstanz gestützt auf das dargestellte Urteil 
9C_531/2017 von genügenden fachlichen Kompetenzen von lic. phil. I.________ ausgegangen 
sei, verletze dies kein Bundesrecht (vgl. Urteil BGer 8C_466/2017 vom 9. November 2017 E. 4.3). 
Das Bundesgericht hat sich damit in diesen Urteilen nicht gegen eine neuropsychologische 
Begutachtung durch lic. phil. I.________ ausgesprochen.

Gemäss Auskunft des BSV waren die IV-Stellen gehalten, lic. phil. I.________ weiterhin als Neuro-
psychologen zu akzeptieren bzw. bei entsprechenden Einwänden mit Verweis auf die geltende 
vorsorgliche Massnahme an ihm festzuhalten (Informationsschreiben vom 30. Januar 2018 an die 
IV-Stellen). Am 1. März 2018 informierte das BSV, die vorsorgliche Massnahme sei vom Schieds-
gericht Basel-Stadt per 28. Februar 2018 aufgehoben worden und die IV-Stelle waren gebeten, 
künftig für die Neuropsychologie nur noch fachlich qualifizierte Gutachter entsprechend den 
Anweisungen im IV-Rundschreiben Nr. 367 zu akzeptieren. Am 29. Mai 2018 erinnerte das BSV 
daran, dass lic. phil. I.________ für jegliche medizinische Gutachten des H.________, welche ab 
dem 1. März 2018 zugeteilt wurden, mangels fachlicher Qualifikation nicht mehr eingesetzt werden 
könne.

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Die Beschwerdeführerin ist daran zu erinnern, dass, wie gesehen, bei polydisziplinären Gutachten 
grundsätzlich kein Raum für eine einvernehmliche Benennung besteht. Die Zufallszuweisung ist 
aber im Falle stichhaltiger Einwendungen gegen bezeichnete Sachverständige allenfalls zu wieder-
holen bzw. zu modifizieren, indem die Beteiligten z. B. übereinkommen, an der ausgelosten 
Abklärungsstelle festzuhalten, dabei jedoch eine Arztperson nicht mitwirken zu lassen. Bei 
erneuter Nichteinigkeit wird letztlich eine Zwischenverfügung erlassen. Aufgrund der klaren 
Weisung des BSV, an welche die IV-Stelle gebunden ist, bestand für ein solches Vorgehen aber 
kein Raum, da die Zuteilung an das H.________ bereits im Mai 2017 erfolgte. Zudem gibt es an 
der Vorgehensweise der IV-Stelle auch unter Berücksichtigung der soeben dargestellten höchst-
richterlichen Entscheide, in welchen dem Fachpsychologen lic. phil. I.________ die Kompetenz für 
eine neurologische Begutachtung gerade nicht abgesprochen wurde, nichts auszusetzen. Die Tat-
sache, dass offenbar andere IV-Stellen eine andere Vorgehensweise pflegen, ändert daran nichts.

Sollte schliesslich das Gutachten des H.________ nicht den Anforderungen der Rechtsprechung 
genügen, kann die sich darauf stützende Verfügung der IV-Stelle immer noch angefochten 
werden.

Aus den genannten Gründen ist die Vorgehensweise der IV-Stelle, an der Abklärungsstelle und 
den vorgesehenen Gutachtern (einschliesslich lic. phil. I.________ als neuropsychologischen 
Gutachter) festzuhalten, nicht zu kritisieren. Die Beschwerde ist abzuweisen und die Zwischen-
verfügung vom 6. Juli 2017 zu bestätigen.

4.

Die Beschwerdeführerin stellte zusammen mit ihrer Beschwerde ein URP-Gesuch.

4.1. Gemäss Art. 61 Ingress Satz 1 ATSG bestimmt sich das Verfahren vor dem kantonalen 
Versicherungsgericht, unter Vorbehalt von Art. 1 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 
1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG; SR 172.021), nach kantonalem Recht, welches 
bestimmten bundesrechtlichen Anforderungen zu genügen hat. Art. 61 Bst. f ATSG sieht vor, dass 
das Recht, sich verbeiständen zu lassen, gewährleistet sein muss und der beschwerdeführenden 
Person ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bewilligt wird, wo die Verhältnisse es rechtfertigen.

Wer gemäss Art. 142 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1991 über die Verwaltungsrechts-
pflege (VRG; SGF 150.1) nicht genügend Mittel besitzt, um ohne Beschränkung des notwendigen 
Lebensunterhaltes für sich oder seine Familie die Kosten eines Verfahrens bestreiten zu können, 
hat Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege (Abs. 1). Die unentgeltliche Rechtspflege wird nicht 
gewährt, wenn das Verfahren von vornherein aussichtslos erscheint (Abs.  2).

Es sind jene Prozessbegehren als aussichtslos anzusehen, bei denen die Gewinnaussichten 
beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren und die deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet 
werden können; dagegen gilt ein Begehren nicht als aussichtslos, wenn sich Gewinnaussichten 
und Verlustgefahren ungefähr die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese; 
massgebend ist, ob eine Partei, die über die nötigen finanziellen Mittel verfügt, sich bei 
vernünftiger Überlegung zu einem Prozess entschliessen würde; eine Partei soll einen Prozess, 
den sie auf eigene Rechnung und Gefahr nicht führen würde, nicht deshalb anstrengen können, 
weil er sie nichts kostet (BGE 129 I 129 Erw. 2.3.1, 128 I 225 Erw. 2.5.3).

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4.2. Aufgrund der in der Beschwerde vorgebrachten Argumente ist das vorliegende Verfahren als 
aussichtslos anzusehen. Damit ist eine der kumulativen Voraussetzungen für die Gewährung der 
unentgeltlichen Rechtspflege nicht erfüllt und das URP-Gesuch ist abzuweisen.

5.

Zusammenfassend ist die Beschwerde (605 2017 203) abzuweisen und die Zwischenverfügung 
vom 6. Juli 2017 zu bestätigen. Das URP-Gesuch (605 2017 204) wird ebenso abgewiesen. 

Obwohl das Verfahren kostenpflichtig wäre, wird ausnahmsweise auf die Erhebung von Gerichts-
kosten verzichtet (Art. 129 VRG).

Da die Beschwerdeführerin mit ihren Anträgen unterliegt, hat sie keinen Anspruch auf Partei-
entschädigung.

Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde (605 2017 203) von A.________ wird abgewiesen.

II. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtpflege (605 2017 204) wird abgewiesen.

III. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

IV. Es besteht kein Anspruch auf Parteientschädigung.

V. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innerhalb einer Frist von 30 Tagen ab Erhalt beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
eingereicht werden. Diese Frist kann weder verlängert noch unterbrochen werden. Die 
Beschwerdeschrift muss in drei Exemplaren abgefasst und unterschrieben werden. Dabei müssen 
die Gründe angegeben werden, weshalb die Änderung dieses Urteils verlangt wird. Damit das 
Bundesgericht die Beschwerde behandeln kann, sind die verfügbaren Beweismittel und der 
angefochtene Entscheid mit dem dazugehörigen Briefumschlag beizulegen. Das Verfahren vor 
dem Bundesgericht ist grundsätzlich kostenpflichtig.

Freiburg, 17. August 2018/bsc

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber-Berichterstatter: