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**Case Identifier:** 62990af3-b9bc-5325-ac13-21f305d26a5b
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-09-05
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 05.09.2019 200 2019 483
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2019-483_2019-09-05.pdf

## Full Text

200 19 483 IV
KOJ/SCM/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 5. September 2019

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Loosli, Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiberin Schädeli

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 15. Mai 2019

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Sep. 2019, IV/19/483, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1959 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich am 7. Juni 2010 unter Hinweis auf eine atopische Dermatitis 
und eine schwere depressive Episode bei der Eidgenössischen Invaliden-
versicherung (IV) zum Leistungsbezug an (Akten der IV, Antwortbeilagen 
[AB] 1). Im Rahmen der erwerblichen und medizinischen Erhebungen liess 
die IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) insbesondere ein poly-
disziplinäres Gutachten der B.________ (MEDAS) vom 10. Juli 2012 
(AB 66.1) einholen, gestützt worauf sie nach Durchführung des Vorbe-
scheidverfahrens (AB 71, 73) am 14. November 2012 bei einem Invali-
ditätsgrad von 24 % die Abweisung des Rentenanspruchs verfügte (AB 76). 
Die dagegen erhobene Beschwerde (AB 78) wies das Verwaltungsgericht 
des Kantons Bern mit Entscheid vom 11. Februar 2015 (VGE IV/2013/12; 
AB 84) ab, wobei es in Anwendung der allgemeinen Methode des Einkom-
mensvergleichs einen Invaliditätsgrad von 30 % ermittelte (E. 4.3 und 5.3; 
AB 84/12, 84/15).

Mit Neuanmeldung vom 3. August 2017 liess die Versicherte eine gesund-
heitliche Verschlechterung geltend machen (AB 87). In der Folge tätigte die 
IVB wiederum medizinische und erwerbliche Abklärungen, anlässlich wel-
cher sie ein neuerliches Gutachten der MEDAS vom 15. Oktober 2018 
(AB 123.1, 123.2, 123.3) veranlasste. Nach Durchführung des Vorbe-
scheidverfahrens (AB 128, 139, 141) samt Einholung einer weiteren Stel-
lungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD; AB 143, vgl. zuvor 
AB 101) lehnte die IVB einen Rentenanspruch mit Verfügung vom 15. Mai 
2019 (AB 144) bei einem Invaliditätsgrad von 30 % abermals ab.

B.

Hiergegen erhob die Versicherte am 15. Juni 2019 Beschwerde. Sie bean-
tragt die Aufhebung der angefochtenen Verfügung sowie die Zusprache 
einer Invalidenrente. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Sep. 2019, IV/19/483, Seite 3

Mit Beschwerdeantwort vom 5. August 2019 schliesst die Beschwerdegeg-
nerin auf Abweisung der Beschwerde. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 15. Mai 2019 (AB 144). 
Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Neben den geistigen und körperlichen 
Gesundheitsschäden können auch solche psychischer Natur eine Invali-
dität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 ATSG).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV 
Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1).

2.4 Wurde eine Rente wegen eines fehlenden oder zu geringen Invali-
ditätsgrades bereits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur 

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geprüft, wenn die versicherte Person glaubhaft macht, dass sich der Grad 
der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat 
(Art. 87 Abs. 2 und 3 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invali-
denversicherung [IVV; SR 831.201]). 

2.4.1 Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung oder das Revisionsge-
such ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewis-
sern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung 
des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist. Stellt sie fest, dass 
der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine 
Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls 
hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, 
um nunmehr eine rentenbegründende (bzw. anspruchsrelevant höhere) 
Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall 
obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 
117 V 198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

2.4.2 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen 
(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben. Dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer 
Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung. Ein Revisionsgrund ist 
ferner unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der 
Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des 
Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 
E. 2.3 S. 10; SVR 2018 UV Nr. 22 S. 79 E. 2.2.1). Eine weitere Diagnose-
stellung bedeutet nur dann eine revisionsrechtlich relevante Gesundheits-
verschlechterung oder eine weggefallene Diagnose eine verbesserte ge-
sundheitliche Situation, wenn diese veränderten Umstände den Rentenan-
spruch berühren (BGE 141 V 9 E. 5.2 S. 12). Unerheblich unter revisions-
rechtlichem Gesichtswinkel ist nach ständiger Praxis die unterschiedliche 
Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhaltes (BGE 

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144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 E. 2.3 S. 11; SVR 2018 UV Nr. 22 S. 79 
E. 2.2.1).

2.4.3 Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invali-
ditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuan-
meldungsverfahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG 
– durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten mate-
riellen Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit 
demjenigen zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 
S. 112; 130 V 71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

2.4.4 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b 
S. 200; SVR 2018 UV Nr. 22 S. 79 E. 2.2.1).

3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung eingetreten, 
womit die Eintretensfrage gerichtlich nicht zu beurteilen ist (BGE 109 V 108 
E. 2b S. 114). Indes ist zu prüfen, ob eine für den Leistungsanspruch rele-
vante Veränderung in den tatsächlichen Verhältnissen eingetreten ist (vgl. 
E. 2.4.2 hiervor), wobei der Sachverhalt im Zeitpunkt der rentenablehnen-
den Verfügung vom 14. November 2012 (AB 76), im Ergebnis bestätigt mit 
Urteil des Verwaltungsgerichts vom 11. Februar 2015 (VGE IV/2013/12; 
AB 84), mit demjenigen im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung vom 
15. Mai 2019 (AB 144) zu vergleichen ist (vgl. E. 2.4.3. hiervor).

3.2 Die Beschwerdegegnerin stützte die leistungsabweisende Verfü-
gung vom 14. November 2012 (AB 76) in medizinischer Hinsicht massge-
blich auf das MEDAS-Gutachten vom 10. Juli 2012 (AB 66.1). Nach einer 
allgemeininternistischen, psychiatrischen, rheumatologischen und dermato-
logischen Untersuchung diagnostizierten die Fachärzte mit Auswirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit eine anankastische Persönlichkeitsstörung (ICD-10 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Sep. 2019, IV/19/483, Seite 7

F60.5), eine narzisstische Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.8), ein chro-
nisches Schulterimpingement-Syndrom rechts (ICD-10 M75.9) und ein ato-
pisches Ekzem. Weiter stellten sie diverse Diagnosen ohne Einfluss auf die 
Arbeitsfähigkeit (AB 66.1/21-22). Aus interdisziplinärer Sicht bestehe für 
körperlich leichte bis intermittierend mittelschwere, adaptierte Tätigkeiten 
seit Dezember 2009 eine 70%ige Arbeits- und Leistungsfähigkeit. Die Leis-
tungseinschränkung bei grundsätzlich vollzeitig durchführbarem Pensum 
resultiere aufgrund des verminderten Rendements und der gelegentlichen 
Ausfälle. Die bisherige …-Tätigkeit sei geeignet (AB 66.1/23-24).

Dieses Gutachten wurde vom Verwaltungsgericht als beweiskräftig einge-
stuft (VGE IV/2013/12, E. 3.3 [AB 84/8-10]).

3.3 Der angefochtenen Verfügung vom 15. Mai 2019 (AB 144) liegen 
insbesondere die folgenden Berichte zugrunde:

3.3.1 Dr. med. C.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, 
hielt im Bericht vom 24. Juli 2017 (AB 87/2) fest, der Gesundheitszustand 
der Beschwerdeführerin habe sich insofern verschlechtert, als ein Fersen-
sporn links seit Beginn 2016, eine Verschlechterung des seit 1997 bekann-
ten Karpaltunnelsyndroms, eine atopische Dermatitis sowie eine mittelgra-
dige bis schwere Depression vorliege. Aufgrund der Depression sowie der 
Schmerzen in der Fusssohle links und den Beinen bestehe seit Februar 
2010 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. 

3.3.2 Im Bericht vom 11. September 2017 (AB 96) führte Dr. med. 
D.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, aus, der Ge-
sundheitszustand der Beschwerdeführerin habe sich verschlechtert; eine 
erneute Verschlechterung sei nach dem Tod des Vaters am 4. Juli 2017 
eingetreten. Die Diagnosen einer anhaltenden mittelgradigen bis schweren 
depressiven Episode, aktuell schwere depressive Episode ICD-10 F33.2, 
sowie einer atopischen Dermatitis hätten Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. 
Seit dem 14. Dezember 2009 bestehe in der bisher ausgeübten Tätigkeit 
bedingt durch die erneut schwere depressive Symptomatik sowie die Ge-
lenkbeschwerden, aktuell am Fuss und an anderen Gelenken, eine 
100%ige Arbeitsunfähigkeit. Ob eine andere Tätigkeit ausgeübt werden 
könnte, müsste durch eine berufliche Abklärung ermittelt werden. 

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3.3.3 Im bidisziplinären Gutachten vom 15. Oktober 2018 (AB 123.1, 
123.2, 123.3) stellten der psychiatrische und rheumatologische Facharzt im 
interdisziplinären Konsens mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit die Diagno-
se einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig leichte bis mit-
telgradige Episode (ICD-10 F33.0 / F33.1). Das persistierende Hypermobi-
litätssyndrom (ICD-10 M35.7), das intermittierende Schulterimpingement-
Syndrom rechts (ICD-10 M75.9) sowie das beidseits linksbetonte Karpal-
tunnelsyndrom (ICD-10 G56.0) sei ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähig-
keit. Aus interdisziplinärer Sichte beeinflusse die rezidivierende depressive 
Störung die Arbeitsfähigkeit insofern, als eine um 30 % verminderte Ar-
beitsfähigkeit in sämtlichen Erwerbstätigkeiten bestehe (AB 123.1/7). Aus 
bidisziplinärer Sicht betrage die Arbeits- und Leistungsfähigkeit seit der 
letzten Begutachtung im Jahr 2012 in einer Tätigkeit mehrheitlich in schul-
ter-neutraler Stellung, zum Beispiel an einem ergonomisch gut eingestell-
ten Arbeitstisch, mit der Möglichkeit die Arbeitsposition regelmässig 
selbständig zu wechseln, ohne repetitive Überkopfbewegungen mit dem 
rechten dominanten Arm sowie ohne körperlich regelmässig mittel- und gar 
schwer belastende Tätigkeiten 70 % (AB 123.1/8).

3.3.4 In der Stellungnahme vom 15. Februar 2019 (AB 141/5) beurteilte 
Dr. med. C.________ die durch die Gutachter erhobenen Befunde und 
Diagnosen als korrekt, wobei sie diagnostisch noch eine belastende, aus-
geprägte atopische Dermatitis bzw. Ekzeme in Falten und beugenbetont 
anfügte. Aus somatischer Sicht bestünden keine weiteren Bemerkungen; 
die Arbeitsunfähigkeit sei vor allem durch die rezidivierenden depressiven 
Episoden und die Komorbidität bedingt. 

3.3.5 Dr. med. D.________ hielt in der Stellungnahme vom 23. Februar 
2019 (AB 141/3-4) fest, die von den Gutachtern erhobenen Befunde er-
schienen abgesehen von der in den letzten Jahren enorm zugenommenen 
Erschöpfbarkeit korrekt. Auch die Diagnosen seien korrekt und nachvoll-
ziehbar gestellt worden. Nicht korrekt sei jedoch die Einschätzung der Ar-
beitsfähigkeit, da die Zunahme der Erschöpfung in den letzten Jahren nicht 
berücksichtigt worden sei. Das mögliche Arbeitspensum mit einer deutlich 
reduzierten Leistungsfähigkeit, die für den ersten Arbeitsmarkt nicht ausrei-
chend wäre, werde mit 30 % bis 40 % eingeschätzt. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Sep. 2019, IV/19/483, Seite 9

3.3.6 Im Bericht vom 15. April 2019 (AB 143) führte der RAD-Arzt Dr. 
med. E.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, aus, wenn es 
tatsächlich zu der im Einwand vorgebrachten enormen Zunahme der Er-
schöpfbarkeit (vgl. AB 141/1) gekommen wäre, würde sich dies im Gutach-
ten widerspiegeln, was nicht der Fall sei. Eine enorme Erschöpfbarkeit sei 
nicht angegeben worden. Auch das Ausmass der gegenüber den Gutach-
tern geschilderten Alltagsaktivitäten spreche gegen das Vorliegen einer 
schwergradigen Erschöpfbarkeit. Betreffend die geschilderte Müdigkeit 
handle es sich um ein Symptom der gutachterlich diagnostizierten depres-
siven Störung. Die gutachterlich gestellte Diagnose werde vom behandeln-
den Psychiater nicht bestritten. Die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 
durch die diagnostizierte depressive Störung sei mit den veranschlagten 
30 % adäquat berücksichtigt, zumal auch bei der Untersuchung kein Anhalt 
auf eine abnorme Erschöpfbarkeit bestanden habe. Zudem habe die 
Hausärztin Dr. med. C.________ bestätigt, dass die rheumatologischen 
Befunde korrekt erhoben worden seien. Aus den erhobenen (geringgradi-
gen) Befunden und dem Fehlen von relevanten Funktionsstörungen am 
Bewegungsapparat ziehe der rheumatologische Gutachter den plausiblen 
Schluss, dass eine vielfältige Einsetzbarkeit im ersten Arbeitsmarkt beste-
he. Was die von der Hausärztin aufgeführte falten- und beugenbetonte ato-
pische Dermatitis anbelange, habe sich die subjektive Einschätzung der 
Arbeitsfähigkeit durch die Beschwerdeführerin keineswegs auf diese bezo-
gen. Zudem seien bei der Untersuchung durch den rheumatologischen 
Gutachter keine ausgedehnten atopischen Veränderungen aufgefallen. 
Eine lokale atopische Dermatitis sei lokal und allenfalls systemisch behan-
delbar und wirke sich nicht auf die Arbeitsfähigkeit in einer Tätigkeit ohne 
erhöhte Hautbelastung z.B. der Hände aus. 

3.4 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-

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ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.5 Das bidisziplinäre Gutachten vom 15. Oktober 2018 (AB 123.1, 
123.2, 123.3) erfüllt die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den 
Beweiswert eines medizinischen Gutachtens gestellten Anforderungen 
(E. 3.4 hiervor), weshalb ihm volle Beweiskraft zukommt (vgl. BGE 
125 V 351 E. 3b bb S. 353). Die darin enthaltenen Feststellungen beruhen 
auf eigenen Abklärungen und sind in Kenntnis der Vorakten sowie unter 
Berücksichtigung der geklagten Beschwerden getroffen worden. Die Aus-
führungen in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sind ein-
leuchtend und die gezogenen Schlussfolgerungen zum aktuellen Gesund-
heitszustand und zur Arbeitsfähigkeit werden nachvollziehbar begründet. 
Auch stehen die Fachbeurteilungen in Übereinstimmung untereinander und 
flossen in die interdisziplinäre Beurteilung ein.

3.5.1 In somatischer Hinsicht gelangte der rheumatologische Experte un-
ter sorgfältiger Anamnese- (AB 123.3/1-2) und Befunderhebung 
(AB 123.3/2-4) zum nachvollziehbaren Schluss, dass die anlässlich der 
Begutachtung im Jahr 2012 vorliegende Schulterimpingement-Symptomatik 
(vgl. AB 66.1/18-19) im Verlauf weitgehend regredient gewesen sei 
(AB 123.3/6) und zum aktuellen Gutachtenszeitpunkt (9. Juli 2018 
[AB 123.3/1]) nur noch intermittierend auftrete (AB 123.1/7, 123.3/1, 
123.3/5-6). Zudem machte der Gutachter eine tendenzielle Hypermobilität 
mit einer überdurchschnittlichen Bewegungsfähigkeit des Achsenskeletts 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Sep. 2019, IV/19/483, Seite 11

sowie der peripheren Gelenke an den oberen und unteren Extremitäten, bei 
klinisch neurologisch unauffälligem Befund bis auf ein dokumentiertes Kar-
paltunnelsyndrom beidseits links mehr als rechts, aus (AB 123.3/4, 
123.3/6). Das Hypermobilitätssyndrom lag bereits im Jahr 2012 vor 
(AB 66.1/18) und auch die allgemeine muskuläre Dekonditionierung be-
steht unverändert (AB 66.1/18, 123.3/6). Aus rheumatologischer Sicht 
überzeugt die für körperlich leichte bis selten mittelschwere, wechselbelas-
tende Tätigkeiten im Langzeitverlauf seit dem Gutachten von 2012 unver-
ändert attestierte Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 100 % (AB 66.1/19, 
123.3/7). Auch Dr. med. C.________ beurteilte die Einschätzung des 
rheumatologischen Gutachters am 15. Februar 2019 als der Realität ent-
sprechend und hatte aus somatischer Sicht keine weiteren Bemerkungen 
(AB 141/5; siehe zu den Hautproblemen jedoch sogleich). Zudem bewerte-
te der RAD-Arzt Dr. med. E.________ die rheumatologische Beurteilung 
der Arbeitsfähigkeit am 15. April 2019 als plausibel (AB 143/4). 

Die geschilderten Hautprobleme (AB 123.2/3) fanden gegenüber dem Vor-
gutachten nicht mehr Eingang in die Diagnoseliste („atopisches Ekzem“ 
[AB 66.1/20-21]). Gemäss dem früheren Gutachter bestanden damals dia-
gnostische Lücken bezüglich der atopischen Dermatitis und der beschrie-
benen Sensibilisierungen, da keine Testungen und auch keine Therapien 
durchgeführt worden waren (AB 66.1/20-21). Indessen resultierte aus der-
matologischer Sicht keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (AB 66.1/21, 
vgl. VGE IV/2013/12, E. 3.3.1 [AB 84/9]). Damit überzeugt, wenn der RAD-
Arzt Dr. med. E.________ am 15. April 2019 bezogen auf die von der 
Hausärztin Dr. med. C.________ am 15. Februar 2019 aufgeführte belas-
tende, ausgeprägte atopische Dermatitis (vgl. AB 141/5) festhielt, eine loka-
le atopische Dermatitis wäre allenfalls lokal mit Salbe und systemisch, z.B. 
mittels Medikamenteneinnahme gegen Juckreiz, behandelbar und begrün-
de keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (AB 143/4).

Bezüglich der von den Dres. med. C.________ und D.________ seit Fe-
bruar 2010 (AB 87/2; E. 3.3.1 hiervor) bzw. seit Dezember 2009 (AB 96/3; 
E. 3.3.2 hiervor) attestierten vollständigen Arbeitsunfähigkeit ist zu bemer-
ken, dass diese Einschätzungen der mit VGE IV/2013/12 (AB 84) bestätig-
ten rentenabweisenden Verfügung vom 14. November 2012 (AB 76) mit 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Sep. 2019, IV/19/483, Seite 12

Zugrundelegung einer 70%igen Arbeits- und Leistungsfähigkeit seit De-
zember 2009 (vgl. AB 66.1/23, 76/1, 84/10) widersprechen, weshalb auf die 
entsprechenden Angaben nicht abgestellt werden kann.

3.5.2 In psychiatrischer Hinsicht gelangte der Gutachter unter Berücksich-
tigung der Anamnese- (AB 123.2/1-3) und Befunderhebung (AB 123.2/4) 
bei unter anderem erhobener depressiver Stimmung mit etwas verminder-
ter Freude, herabgesetztem Antrieb, Schlafstörungen in der Nacht, erhöh-
ter Ermüdbarkeit am Tag, Insuffizienzgedanken bei durchaus erhaltenem 
Selbstwert und negativen Zukunftsperspektiven bezüglich der gesundheitli-
chen und beruflichen Situation zum nachvollziehbaren und einleuchtenden 
Schluss, dass eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte 
bis mittelgradige Episode (ICD-10 F33.0/F33.1), vorliege (AB 123.2/4-5). 
Der Experte führte überzeugend aus, dass auch der behandelnde Dr. med. 
D.________ weiterhin eine mittelgradige bis schwere depressive Episode 
sowie eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit angab (Bericht vom 24. Juni 2010 
[AB 21/2-3 Ziff. 1.1 und 1.6] und 11. September 2017 [AB 96/2-3 Ziff. 3 und 
11]), mithin von einem unveränderten Gesundheitszustand ausgehe (vgl. 
AB 123.2/6). Die im Jahr 2012 diagnostizierte anankastische und narzissti-
sche Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.5, F60.8 [AB 66.1/14]) konnte der 
Gutachter aufgrund der Untersuchung im Juli 2018 nicht bestätigen. Die 
Beschwerdeführerin habe früher stets gearbeitet und ein lebenserhaltendes 
Einkommen erwirtschaftet, dies bei trotz allem normaler Sozialisation und 
voller Leistungsfähigkeit. Dagegen entwickle sich eine Persönlichkeitss-
törung nach ICD-10 seit der Kindheit und manifestiere sich im frühen Er-
wachsenenalter auf Dauer. Insgesamt sah der psychiatrische Gutachter 
eine Verschlechterung nicht als erwiesen an (AB 123.2/6). Damals wie ak-
tuell attestierten die psychiatrischen Experten eine 70%ige Arbeits- und 
Leistungsfähigkeit, wobei sich die Einschränkungen im Jahr 2012 mit den 
psychopathologischen Erhebungen wie Einschränkungen bezüglich der 
Anpassungsfähigkeit, der Umstellungsfähigkeit und der Teamfähigkeit so-
wie einer gewissen Verlangsamung begründeten (AB 66.1/14-15). In der 
Expertise von 2018 führte der Gutachter die Leistungseinschränkung auf 
die affektive Störung bzw. die damit verbundene Ermüdbarkeit zurück 
(AB 123.2/7). Dabei berücksichtigte er insbesondere auch die rechtspre-
chungsgemäss geforderte Abhandlung im Rahmen eines strukturierten 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Sep. 2019, IV/19/483, Seite 13

Beweisverfahrens (AB 123.2/5-6; vgl. BGE 143 V 418 E. 7 S. 427, 
141 V 281 E. 4.1 S. 296). Schliesslich bezeichnete RAD-Arzt Dr. med. 
E.________ die um 30 % eingeschränkte Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
denn auch als adäquat (AB 143/3). 

Soweit der behandelnde Dr. med. D.________ darauf hinweist, dass eine 
in den letzten Jahren enorm zugenommene Erschöpfbarkeit bestehe, wel-
che zu einer reduzierten Leistungsfähigkeit von lediglich 30 % bis 40 % 
führe (AB 141/4), kann darauf gestützt auf die überzeugenden Ausführun-
gen von Dr. med. E.________ vom 15. April 2019 (AB 143), wonach für die 
geltend gemachte grosse Erschöpfbarkeit der Beschwerdeführerin keine 
hinreichenden Anhaltspunkte bestehen, nicht abgestellt werden. Zum einen 
enthält das Gutachten keinen Hinweis auf eine enorme Erschöpfbarkeit und 
war die Beschwerdeführerin doch anlässlich der Untersuchung wach, be-
wusstseinsklar, allseits orientiert und konnte die Anamnese gut erhoben 
werden (AB 123.2/4). Sie gab gegenüber dem Gutachter zwar an, es be-
stehe eine erhöhte Ermüdbarkeit am Tag (AB 123.2/2, 123.2/4), welche im 
Rahmen der affektiven Störung denn auch mit einer um 30 % reduzierten 
Leistungsfähigkeit berücksichtigt wurde (AB 123.2/7), jedoch findet sich 
kein objektiver Beleg für die vorgebrachte darüber hinausgehende Müdig-
keit. Überdies berichtete die Beschwerdeführerin bereits anlässlich der Be-
gutachtung im Sommer 2012 von einer grossen Erschöpfung (AB 66.1/7). 
Zum anderen stehen der Annahme einer grösseren bzw. enormen Er-
schöpfbarkeit die geschilderten Alltagsaktivitäten mit regelmässigem Auf-
stehen um 6.30 Uhr, Lesen und Stricken, Spaziergängen bis zu 1.5 Stun-
den sowie selbständiger Erledigung des Haushalts entgegen (vgl. 
AB 123.2/3, 123.2/6, 123.3/2). In diesem Zusammenhang ist schliesslich 
auch der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass Hausärzte wie 
auch die behandelnden Spezialärzte im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche 
Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patienten aussa-
gen (BGE 125 V 351 E. 3b cc S. 353; SVR 2015 IV Nr. 26 S. 80 E. 5.3.3.3; 
Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG, heute Bun-
desgericht] vom 20. März 2006, I 655/05, E. 5.4). Schliesslich lässt es die 
unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen 
(Fach-)Arztes einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten 
fachmedizinischen Experten andererseits auch nicht zu, ein Administrativ- 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Sep. 2019, IV/19/483, Seite 14

oder Gerichtsgutachten stets infrage zu stellen und zum Anlass weiterer 
Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslauten-
den Einschätzungen gelangen (SVR 2017 IV Nr. 49 S. 148 E. 5.5, 2008 IV 
Nr. 15 S. 44 E. 2.2.1).

3.5.3 Zusammenfassend ist erstellt, dass im massgeblichen Vergleichs-
zeitpunkt (E. 3.1 hiervor) zwar eine unterschiedliche diagnostische Einord-
nung der medizinischen Ausgangslage vorliegt (AB 66.1/21, 123.1/7), diese 
jedoch allein eine unter revisionsrechtlichem Gesichtswinkel unerhebliche 
unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen 
Sachverhaltes darstellt (vgl. E. 2.4.2 hiervor). Denn die Einschränkung in 
der Arbeitsfähigkeit ist unverändert geblieben und die Beschwerdeführerin 
ist in einer körperlich leichten bis intermittierend mittelschweren Tätigkeit 
seit der Vorbegutachtung von 2012 zu 70 % arbeits- und leistungsfähig, 
wobei die 30%ige Leistungseinschränkung gleichbleibend aus psychiatri-
schen Gründen besteht (AB 66.1/23, 123.1/7-9, 123.2/7). Die massgebli-
chen funktionellen Einschränkungen haben sich einzig insofern verändert, 
als die Erstgutachterin diese aufgrund der Persönlichkeitsstörung im Zu-
sammenhang mit der Anpassungsfähigkeit, Umstellungsfähigkeit, Team-
fähigkeit und einer gewissen Verlangsamung sah (AB 66.1/14), der Zweit-
gutachter diese demgegenüber mit der erhöhten Ermüdbarkeit im Rahmen 
der affektiven Störung begründete (AB 123.2/7). Das Ausmass der Arbeits- 
und Leistungsfähigkeit ist hingegen im Verlauf seit 2012 erstelltermassen 
unverändert geblieben (AB 123.2/7), womit keine wesentliche Änderung in 
den medizinischen Verhältnissen vorliegt, die geeignet wäre, den Invali-
ditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen (vgl. E. 2.4.2 
hiervor).

3.6 Nach dem Dargelegten ist ein medizinischer Revisionsgrund nicht 
ausgewiesen. Auch in erwerblicher oder sonstiger tatsächlicher Hinsicht ist 
eine revisionsrechtlich relevante Veränderung weder ersichtlich noch wird 
eine solche geltend gemacht, weshalb auch diesbezüglich kein Neuanmel-
dungsgrund vorliegt. Damit hat der seinerzeit ermittelte rentenausschlies-
sende Invaliditätsgrad von 30 % (AB 84/15) weiterhin Gültigkeit. Folglich ist 
die angefochtene Verfügung vom 15. Mai 2019 (AB 144) nicht zu bean-
standen und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Sep. 2019, IV/19/483, Seite 15

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Beschwerdefüh-
rerin die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

4.2 Es besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 1 
Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- A.________
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Sep. 2019, IV/19/483, Seite 16

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.