# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d81df170-dfaf-5f3f-a99a-adf1d6561daf
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-03
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 03.03.2025 200 2024 642
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2024-642_2025-03-03.pdf

## Full Text

IV 200 2024 642 
KOJ/BOC/WSI

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 3. März 2025

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Jakob, Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiberin Bossert

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern  
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 16. August 2024

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. März 2025, IV 200 2024 642

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Sachverhalt:

A.

Die 1971 geborene A.________ (nachfolgend: Versicherte bzw. Beschwer-
deführerin) bezog vom 1. Dezember 1995 bis 31. Januar 1997 eine ganze 
Invalidenrente (IV-Rente) der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV; 
Akten der IV-Stelle Bern [nachfolgend: IVB bzw. Beschwerdegegnerin, act. 
II] 1.1 S. 1 ff.). 

Im November 2016 meldete sich die Versicherte unter Hinweis auf eine 
Depression sowie Schmerzen erneut bei der IVB zum Leistungsbezug an 
(act. II 3). Insbesondere basierend auf einer polydisziplinären Begutach-
tung durch die MEDAS C.________ (Expertise vom 13. Juli 2018 [act. II 
51.1 - 51.6]) und Abklärungsberichten Haushalt/Erwerb vom 19. Dezember 
2018 bzw. 22. Februar 2019 (act. II 54, 56) sprach die IVB der Versicherten 
in Anwendung der gemischten Methode (92 % Erwerb / 8 % Haushalt) mit 
Verfügung vom 10. Dezember 2019 (act. II 69) vom 1. Mai 2017 bis 30. 
September 2018 eine ganze Invalidenrente zu. Die dagegen erhobene Be-
schwerde (act. II 77) hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit 
Urteil IV 200 2020 102 vom 9. Februar 2021 (act. II 86) teilweise gut und 
änderte die angefochtene Verfügung dahingehend ab, als der Versicherten 
vom 1. Mai 2017 bis 31. Januar 2018 eine ganze und ab 1. Februar 2018 
eine Viertelsrente zugesprochen wurde. Im Übrigen wurde die Beschwerde 
abgewiesen. Dieses Urteil blieb unangefochten und wurde durch die IVB 
mit zwei Verfügungen vom 11. Juni 2021 umgesetzt (act. II 91 f.).

B.

Am 16. August 2021 liess die Versicherte durch ihre Rechtsvertreterin 
Dr. iur. B.________ bei der IVB eine Verschlechterung des Gesundheitszu-
standes wegen einer seit mehr als drei Monaten anhaltenden mittelschwe-
ren neuropsychologischen Störung melden (act. II 93). Die IVB liess die 
Versicherte einen Revisionsfragebogen ausfüllen (act. II 98) und nahm er-
werbliche sowie medizinische Abklärungen vor, insbesondere liess sie die 

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Versicherte durch die MEDAS D.________ polydisziplinär begutachten 
(Expertise vom 25. Mai 2023 [act. II 172.1 - 172.7]). 

Mit Vorbescheid vom 18. August 2023 (act. II 184) stellte die IVB die Ver-
neinung des Anspruchs auf Hilfsmittel (Rollator und Duschstuhl) in Aus-
sicht, wogegen die Versicherte am 22. September 2023 (act. II 187) durch 
ihre Rechtsvertreterin Einwände erheben liess. 

Im Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb vom 6. Juni 2023 (act. II 192) ermit-
telte die IVB ausgehend von einem Status 100 % Erwerb und 0 % Haushalt 
ab dem 18. August 2021 (Revisionszeitpunkt) einen Invaliditätsgrad von 
57 % und ab dem 25. Mai 2023 (Begutachtungszeitpunkt) einen solchen 
von 4 %. 

Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren und der Einholung von Stel-
lungnahmen der MEDAS D.________-Gutachter, des Regionalen Ärztli-
chen Dienstes (RAD) und des Abklärungsdienstes (act. II 193, 204 - 207, 
212 f., 215 - 217, 219) hob die IVB mit Verfügung vom 16. August 2024 
(act. II 220) bei einen Invaliditätsgrad von 57 % ab dem 18. August 2021 
und einem solchen von 4 % ab dem 25. Mai 2023 die bisherige halbe Ren-
te (richtig: Viertelsrente) mit Wirkung auf das Ende des der Zustellung der 
Verfügung folgenden Monats auf. 

C.

Dagegen erhob die Versicherte, weiterhin vertreten durch Rechtsanwältin 
Dr. iur. B.________, am 18. September 2024 Beschwerde. Sie beantragt 
die Weiterausrichtung der Rente.

Mit Eingabe vom 24. September 2024 präzisiert und ergänzt die Be-
schwerdeführerin das gestellte Rechtsbegehren wie folgt: 

1. Die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei der Beschwer-
deführerin ab 18. August 2021 eine ganze Rente der IV auszurichten, 
eventualiter sei die Verfügung aufzuheben und der Beschwerdeführerin 
ab August 2021 eine unbefristete "61-Grad-Rente" auszurichten, sube-
ventualiter sei ein gerichtliches Obergutachten anzuordnen und der Be-

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schwerdeführerin ab August 2021 mindestens eine "61-Grad-Rente" 
auszurichten, unter Kostenfolge. 

2. Der vorliegenden Beschwerde sei als vorsorgliche Massnahme die auf-
schiebende Wirkung zu gewähren.

Mit Eingabe vom 30. September und 7. Oktober 2014 reichte die Be-
schwerdeführerin weitere Unterlagen ein und machte zusätzliche Aus-
führungen. Ein Doppel dieser Eingaben samt Beilagen wurde der 
Beschwerdegegnerin mit prozessleitenden Verfügungen vom 1. und 9. Ok-
tober 2024 zugestellt. 

Die Beschwerdegegnerin beantragt mit Beschwerdeantwort vom 17. Okto-
ber 2024 die (teilweise) Gutheissung der Beschwerde dahingehend, dass 
die bisherige Viertelsrente der Beschwerdeführerin für den Zeitraum vom 
1. August 2021 bis 31. Mai 2023 auf eine halbe Rente zu erhöhen sei. Im 
Übrigen sei die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. 

Mit Verfügung vom 18. Oktober 2024 trat der Instruktionsrichter auf das 
Gesuch um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung der Beschwer-
de nicht ein. Gleichzeitig wurde der Beschwerdeführerin bis zum 18. No-
vember 2024 Gelegenheit zur Einreichung einer Replik gegeben, wovon sie 
innert Frist keinen Gebrauch gemacht hat.

Mit Eingabe vom 9. Dezember 2024 reichte die Beschwerdeführerin weite-
re Unterlagen ein (inklusive der einverlangten Kostennote) und machte 
ergänzende Ausführungen. Ein Doppel dieser Eingabe samt Beilagen wur-
de mit prozessleitender Verfügung vom 10. Dezember 2024 der Beschwer-
degegnerin zugestellt, wobei dieser gleichzeitig Gelegenheit bis zum 
7. Januar 2025 gegeben wurde, eine allfällige Stellungnahme einzureichen. 

Die Beschwerdeführerin reichte mit Eingabe vom 12. Dezember 2024 eine 
weitere Beilage ein und machte zusätzliche Ausführungen. Ein Doppel die-
ser Eingabe samt Beilage wurde der Beschwerdegegnerin mit prozesslei-
tender Verfügung vom 13. Dezember 2024 zugestellt. 

Mit Eingabe vom 16. Dezember 2024 verzichtete die Beschwerdegegnerin 
auf eine ausführliche Stellungnahme zur Eingabe der Beschwerdeführerin 
vom 9. Dezember 2024, wobei sie am Antrag und an den Ausführungen in 
der Beschwerdeantwort vollumfänglich festhielt. Diese Eingabe wurde der 

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Beschwerdeführerin mit prozessleitender Verfügung vom 17. Dezember 
2024 zur Kenntnisnahme zugestellt. 

Die Beschwerdeführerin reichte mit Eingabe vom 25. Januar 2025 weitere 
Unterlagen ein und machte ergänzende Ausführungen. Ein Doppel dieser 
Eingabe samt Beilagen wurde der Beschwerdegegnerin mit prozessleiten-
der Verfügung vom 21. Januar 2025 zugestellt. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde grundsätzlich (vgl. aber E. 1.2 hiernach) einzutreten.

1.2 Angefochten ist die Verfügung vom 16. August 2024 (act. II 220). 
Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine 
Rente der Invalidenversicherung und dabei namentlich die Rechtmässigkeit 

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der verfügten Rentenaufhebung. Soweit die Beschwerdeführerin die 
Selbsteingliederungsfähigkeit nicht nur im Zusammenhang mit der verfüg-
ten Rentenaufhebung thematisiert (vgl. Eingabe vom 9. Dezember 2024 
S. 3 in fine), sondern einen Anspruch auf Umschulung oder andere berufli-
che Eingliederungsmassnahmen geltend macht (Eingabe vom 24. Septem-
ber 2024 S. 6), bewegt sie sich ausserhalb des Anfechtungsgegenstandes, 
weshalb insoweit auf die Beschwerde nicht einzutreten ist (BGE 131 V 164 
E. 2.1 S. 164; SVR 2021 AHV Nr. 21 S. 67, 9C_86/2021 E. 5.2).

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 Abs. 1 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

In formeller Hinsicht rügt die Beschwerdeführerin eine Verletzung des An-
spruchs auf rechtliches Gehör (Eingabe vom 24. September 2024 S. 1 f.).

2.1 Die Parteien haben Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 
der Bundesverfassung [BV; SR 101]). Das rechtliche Gehör dient einerseits 
der Sachaufklärung, anderseits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mit-
wirkungsrecht der Verfahrensbeteiligten beim Erlass von Verfügungen dar, 
die ihre Rechtsstellung betreffen. Dazu gehört insbesondere das Recht der 
Betroffenen, sich vor Erlass eines solchen Entscheides zur Sache zu äus-
sern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, 
mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung 
wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Be-
weisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu be-
einflussen. Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst als Mitwirkungs-
recht somit alle Befugnisse, die einer Partei einzuräumen sind, damit sie in 
einem Verfahren ihren Standpunkt wirksam zur Geltung bringen kann 
(BGE 143 V 71 E. 4.1 S. 72; SVR 2024 BVG Nr. 23 S. 79, 9C_437/2023 
E. 5.2).

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2.2 Das Recht, angehört zu werden, ist formeller Natur. Die Verletzung 
des Anspruchs auf rechtliches Gehör führt ungeachtet der Erfolgsaussich-
ten der Beschwerde in der Sache selbst zur Aufhebung des angefochtenen 
Entscheids. Es kommt mit anderen Worten nicht darauf an, ob die An-
hörung im konkreten Fall für den Ausgang der materiellen Streitentschei-
dung von Bedeutung ist, d.h. die Behörde zu einer Änderung ihres 
Entscheides veranlasst wird oder nicht (BGE 127 V 431 E. 3d aa S. 437; 
SVR 2021 IV Nr. 43 S. 139, 9C_555/2020 E. 4.4.1).

2.3 Nach der Rechtsprechung kann eine nicht besonders schwerwie-
gende Verletzung des rechtlichen Gehörs als geheilt gelten, wenn die be-
troffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu 
äussern, die sowohl den Sachverhalt wie auch die Rechtslage frei überprü-
fen kann. Die Heilung eines allfälligen Mangels soll aber die Ausnahme 
bleiben (BGE 137 I 195 E. 2.3.2 S. 197, 126 V 130 E. 2b S. 132; SVR 2021 
IV Nr. 43 S. 139, 9C_555/2020 E. 4.4.1, 2020 IV Nr. 57 S. 193, 
8C_25/2020 E. 3.3.1).

2.4 Die Beschwerdeführerin rügt eine Verletzung des rechtlichen 
Gehörs einzig zur Begründung ihres Gesuchs um Wiederherstellung der 
aufschiebenden Wirkung. Auf dieses Gesuch wurde mit Zwischenverfü-
gung vom 18. Oktober 2024 nicht eingetreten; diese Zwischenverfügung ist 
unangefochten in Rechtskraft erwachsen, womit sich diesbezügliche Weite-
rungen erübrigen. Selbst unter der Annahme, dass die gerügte Gehörs-
verletzung auch das Hauptverfahren beträfe, wäre eine allfällige 
Gehörsverletzung geheilt, konnte doch die Beschwerdeführerin vor Verfü-
gungserlass zum MEDAS D.________-Gutachten vom 25. Mai 2023 (act. II 
172.1 - 172.7) Stellung nehmen und der Zugriff auf die Tonaufnahmen zum 
Gutachten wurde ihr auch gewährt (vgl. act. II 176 - 178, 180, 189, 204). 
Weiter wurden die Angaben der Gutachter in deren Stellungnahme vom 7. 
Juni 2024 (act. II 215) bestätigt bzw. es wurde festgehalten, es ergäben 
sich keine neuen Aspekte, die von der bisherigen Beurteilung des Sach-
verhaltes abweichen lassen könnten (vgl. dazu BGE 132 V 387 E. 5.2 S. 
390; Urteil des Bundesgerichts [BGer] 9C_312/2014 vom 19. September 
2014 E. 2.1), was auch in der RAD-Stellungnahme vom 25. Juli 2024 (act. 
II 217) bestätigt wurde. Ob die Zustellung der Stellungnahmen des RAD 

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(vgl. act. Il 212/3, 217/8) erst mit der Verfügung im vorliegenden Fall eine 
Verletzung des rechtlichen Gehörs darstellt, braucht nicht abschliessend 
geklärt zu werden. Denn dieser Umstand würde auf jeden Fall keine 
schwere Verletzung des rechtlichen Gehörs darstellen (SVR 2019 IV Nr. 23 
S. 71, 9C_411/2018 E. 2.1 und 2.2), bestätigte der RAD-Arzt doch einzig 
die Massgeblichkeit des der Beschwerdeführerin bereits bekannten ME-
DAS-Gutachtens. Der Beschwerdeführerin war eine sachgerechte Anfech-
tung der Verfügung vom 16. August 2024 (act. II 220) ohne weiteres 
möglich (vgl. Urteil des BGer 9C_253/2021 vom 21. Juli 2021 E. 2).

3.

3.1 Am 1. Januar 2022 sind die Änderungen vom 19. Juni 2020 des 
IVG (Weiterentwicklung der IV) und weiterer Erlasse (insbesondere des 
ATSG) in Kraft getreten (AS 2021 705). Vorbehältlich besonderer überg-
angsrechtlicher Regelungen sind in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich dieje-
nigen Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu 
ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben 
(BGE 150 V 89 E. 3.2.1 S. 95, 323 E. 4.2 S. 328, 148 V 162 E. 3.2.1 
S. 166, 144 V 210 E. 4.3.1 S. 213). In Anwendung dieses intertemporal-
rechtlichen Hauptsatzes ist bei einem dauerhaften Sachverhalt, der teilwei-
se vor und teilweise nach dem Inkrafttreten der neuen Gesetzgebung 
eingetreten ist, der Anspruch auf eine Invalidenrente für die erste Periode 
nach den altrechtlichen Bestimmungen und für die zweite Periode nach den 
neuen Normen zu prüfen. Besondere übergangsrechtliche Regelungen 
bleiben vorbehalten (BGE 150 V 323 E. 4.2 S. 328). Für Rentenbezügerin-
nen und -bezüger, deren Rentenanspruch vor Inkrafttreten dieser Änderung 
entstanden ist und die bei Inkrafttreten dieser Änderung das 55. Altersjahr 
noch nicht vollendet haben, was auf die 1971 geborene und seit dem 
1. Mai 2017 eine Rente beziehende Beschwerdeführerin (act. II 3/1, 69, 86) 
zutrifft, bleibt der bisherige Rentenanspruch solange bestehen, bis sich der 
Invaliditätsgrad nach Art. 17 Abs. 1 ATSG ändert (Abs. 1 der Übergangs-
bestimmungen zur Änderung vom 19. Juni 2020 [Weiterentwicklung der 
IV]). 

In Revisionsfällen nach Art. 17 ATSG – wie dem vorliegenden – gilt 
gemäss Rz. 9102 des Kreisschreibens über Invalidität und Rente in der 

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Invalidenversicherung (KSIR; zur Bedeutung von Verwaltungsweisungen 
vgl. BGE 150 V 1 E. 6.4.2 S. 6, 148 V 385 E. 5.2 S. 391, 147 V 79 E. 7.3.2 
S. 82, 146 V 224 E. 4.4.2 S. 228) Folgendes: Liegt die massgebende Ände-
rung vor dem 1. Januar 2022, finden die Bestimmungen des IVG und dieje-
nigen der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung 
(IVV; SR 831.201) in der Fassung gültig bis 31. Dezember 2021 Anwen-
dung. Liegt die massgebende Änderung nach diesem Zeitpunkt, finden die 
Bestimmungen des IVG und diejenigen der IVV in der Fassung gültig ab 
1. Januar 2022 Anwendung. Der Zeitpunkt der massgebenden Änderung 
bestimmt sich nach Art. 88a IVV (vgl. Urteil des BGer 8C_658/2022 vom 
30. Juni 2023 E. 3.2). 

Im vorliegenden Fall gibt es sowohl vor als auch nach dem 1. Januar 2022 
eine potentiell massgebliche Änderung (vgl. E. 5.3 und 6.3 hiernach), so 
dass der vorliegende Fall bis zum 31. Dezember 2021 nach dem alten 
(fortan: aArt.) und ab dem 1. Januar 2022 nach dem neuen Recht zu beur-
teilen ist.

3.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur 
Arbeitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem 
ausgeglichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder 
bloss teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbs-
unfähigkeit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346). Für die Beurteilung des Vor-
liegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der 
gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsun-
fähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwind-
bar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

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3.2.1 Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

3.2.2 Gemäss Art. 28b Abs. 1 IVG (in der seit 1. Januar 2022 gültigen 
Fassung) wird die Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen Anteilen an 
einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem Invaliditätsgrad von 50 bis 69 % 
entspricht der prozentuale Anteil dem Invaliditätsgrad (Art. 28b Abs. 2 IVG), 
bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht Anspruch auf eine ganze Rente 
(Art. 28b Abs. 3 IVG). Bei einem Invaliditätsgrad zwischen 40 und 49 % 
gelten die prozentualen Anteile nach Massgabe von Art. 28b Abs. 4 IVG.

3.3

3.3.1 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (aArt. 17 Abs. 1 ATSG).

Gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG (in der seit 1. Januar 2022 gültigen Fassung) 
wird die Invalidenrente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zu-
kunft erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben, wenn der Invaliditätsgrad ei-
ner Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers sich um mindestens fünf 
Prozentpunkte ändert (lit. a) oder auf 100 % erhöht (lit. b).

3.3.2 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen 
(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben. Dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer 
Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung. Ein Revisionsgrund ist 
ferner unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der 

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Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des 
Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 
E. 2.3 S. 10; SVR 2021 IV Nr. 36 S. 109, 8C_280/2020 E. 3.1).

3.3.3 Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeit-
punkt der ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur 
Zeit der streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 
E. 3.5.2 S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369; SVR 2010 IV Nr. 53 S. 165, 
9C_8/2010 E. 3.1).

3.3.4 Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten 
IV-Rente sind die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen analog 
anzuwenden, weil noch vor Erlass der ersten Rentenverfügung eine an-
spruchsbeeinflussende Änderung eingetreten ist mit der Folge, dass dann 
gleichzeitig die Änderung mitberücksichtigt wird. Wird rückwirkend eine 
abgestufte oder befristete Rente zugesprochen, sind einerseits der Zeit-
punkt des Rentenbeginns und anderseits der in Anwendung der Dreimo-
natsfrist von Art. 88a IVV festzusetzende Zeitpunkt der Anspruchsänderung 
die massgebenden Vergleichszeitpunkte (BGE 150 V 67 E. 4.3.2 S. 70, 
133 V 263 E. 6.1 S. 263; SVR 2020 IV Nr. 70 S. 243, 8C_132/2020 
E. 4.2.2).

3.3.5 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums, neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b 
S. 200; SVR 2021 IV Nr. 36 S. 109, 8C_280/2020 E. 3.1).

3.3.6 Bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, 
sich im Aufgabenbereich zu betätigen, ist die anspruchsbeeinflussende 
Änderung für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem 
Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass 
sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu 
berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Mona-
te angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird (Art. 88a 
Abs. 1 IVV). Bei einer Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit oder der 

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Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, ist die anspruchsbeein-
flussende Änderung zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Un-
terbrechung drei Monate angedauert hat (Art. 88a Abs. 2 IVV). Dabei ist im 
Unterschied zu dem in Art. 88a Abs. 1 IVV geregelten Tatbestand der Ver-
besserung der Erwerbsfähigkeit nicht verlangt, dass die Änderung, nach-
dem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat, 
voraussichtlich weiterhin andauern muss. Das gesetzliche Erfordernis einer 
auf Dauer gerichteten Änderung ist mit Ablauf der dreimonatigen Wartezeit 
grundsätzlich erfüllt (SVR 2017 IV Nr. 71 S. 219, 9C_675/2016 E. 2.3.1).

3.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2021 IV 
Nr. 54 S. 180, 9C_540/2020 E. 2.3). 

4.

4.1 Vorliegend ist durch einen Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt 
der rentenzusprechenden Verfügung vom 10. Dezember 2019 (act. II 69) 
mit demjenigen im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung vom 16. August 
2024 (act. II 220) zu prüfen, ob in den tatsächlichen Verhältnissen eine 
Änderung eingetreten ist, welche geeignet ist, den Invaliditätsgrad und da-
mit den Rentenanspruch zu beeinflussen (vgl. E. 3.3.2 und 3.3. hiervor). 
Bejahendenfalls ist eine umfassende freie Prüfung des Leistungsanspruchs 
vorzunehmen (vgl. E. 3.3.5 hiervor). 

4.2 Die rentenzusprechende Verfügung vom 10. Dezember 2019 (act. II 
69) basiert in medizinischer Hinsicht hauptsächlich auf dem polydiszi-
plinären MEDAS C.________-Gutachten vom 13. Juli 2018 (act. II 51.1 - 
51.6) mit Untersuchungen in den Fachgebieten Allgemeine Innere Medizin, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. März 2025, IV 200 2024 642

-13-

Neurologie, Orthopädische Chirurgie, Psychiatrie und Psychotherapie so-
wie Gynäkologie. In der interdisziplinären Gesamtbeurteilung wurden die 
folgenden Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit aufgeführt 
(act. II 51.1/8 Ziff. 4.2): 

1. Borderline-Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F60.31)
2. Rezidivierende depressive Störung, ggw. remittiert (ICD-10: F33.4)
3. Chronisch rezidivierendes Schmerzsyndrom rechte Hüfte

 Bildgebend abgerissenes ventro-craniales Labrum acetabulum
 Pincer-Impingement bei Coxae profunda (MRT 4. September 2014)
 Beidseitige Coxae vara (Röntgen 16. September 2014)

Dr. med. E.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, führte 
im psychiatrischen Teilgutachten (act. II 51.3) aus, die Kindheit der Be-
schwerdeführerin sei durch die religiöse Mitgliedschaft der gesamten Fami-
lie beim … geprägt gewesen. Die Beschwerdeführerin sei mit körperlicher 
Gewalt bestraft (Schläge mit Elektrokabel etc.) und im 12. Lebensjahr von 
einem Onkel sexuell missbraucht worden. Sie habe sich Jeans gekauft und 
die Haare schneiden lassen, woraufhin sie von ihrer Familie in der Klinik 
F.________ hospitalisiert worden sei. Aus drei partnerschaftlichen Bezie-
hungen hätten vier Kinder resultiert. Sie sei regelmässig physisch ange-
gangen worden und habe ins … flüchten müssen (act. II 51.3/14 f. Ziff. 7.1). 
Diagnostisch sei davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin durch 
ihre schwierige Kindheit eine Borderline-Persönlichkeitsstörung (ICD-10: 
F60.31) entwickelt habe. Mutmasslich aufgrund dieser Persönlichkeitss-
törung hätten sich dann immer wieder depressive Episoden entwickelt, 
weshalb vom Vorliegen einer rezidivierenden depressiven Störung, ggw. 
remittiert (ICD-10: F33.4), auszugehen sei. Aktenanamnestisch sei ab min-
destens Mai 2013 aufgrund des Vorliegens einer unterschiedlich stark aus-
geprägten mittel- bis schwergradigen depressiven Symptomatik von einer 
100%igen Arbeitsunfähigkeit bis November 2017 auszugehen. Da seither 
eine Remission der depressiven Symptomatik bestehe, sei ab November 
2017 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit angezeigt. Dieser Grad der Arbeitsun-
fähigkeiten beziehe sich auf sämtliche möglichen Hilfstätigkeiten (act. II 
51.3/18 f. Ziff. 8). Es sei jedoch nicht zu erwarten, dass auch im idealen 
Verlaufsfall eine höhere Arbeitsfähigkeit als 50 % resultieren werde, da 
eine generelle Instabilität und Belastung durch die Symptome der Borderli-
ne-Persönlichkeitsstörung weiterbestünden (act. II 51.3/20 Ziff. 8). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. März 2025, IV 200 2024 642

-14-

Dr. med. G.________, Facharzt für Neurologie, stellte im neurologischen 
Teilgutachten (act. II 51.4) keine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeits-
fähigkeit. Die Lumbalpunktion im Jahr 2016 sei unauffällig gewesen. Die 
Diagnose einer Multiplen Sklerose habe vom beurteilenden Neurologen 
nicht gestellt werden können (Bericht vom 14. Juni 2016 [act. II 17/8 ff.]). 
Die rechtsseitigen Hüftbeschwerden stünden im Vordergrund. Der soma-
tisch-neurologische Befund sei unauffällig (act. II 51.4/16 Ziff. 7.1 f.).

Dr. med. H.________, Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe, stellte 
ebenfalls keine Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (act. II 
51.5/9 Ziff. 6). 

Dr. med. I.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumato-
logie des Bewegungsapparates, führte im orthopädischen Teilgutachten 
(act. II 51.6) aus, seit 2010 bestehe immer wieder eine schmerzhafte 
Hüftanamnese. Im Jahr 2014 sei bei einem Sturz ein Abriss des Labrum 
ventro-cranial erfolgt. Hinzu komme ein Pincer-Impingement bei Coxae 
profundae. Während der aktuellen Statuserhebung hätten sich ohne 
Gehstützen ein stark hinkender Gang rechts sowie bei der Funktionsprü-
fung der rechten Hüfte laute Schmerzangaben ergeben. Gegenüber links 
sei die Beweglichkeit der rechten Hüfte schmerzhaft eingeschränkt. Den-
noch auffallend sei eine seitengleiche Entwicklung der Hüft- und Ober-
schenkelmuskulatur ohne Anzeichen einer Minderung der Muskelmasse 
(act. II 51.6/12 Ziff. 7.1). Tätigkeiten mit häufigem Bücken und in die Hocke 
gehen, Tätigkeiten mit Heben von Lasten, die mehr als 20 kg wiegen, die 
vorwiegend im Stehen und Gehen durchgeführt würden, seien nicht mehr 
zumutbar. Eine vorwiegend sitzende, aber auch zum Teil stehende Tätig-
keit, ohne häufiges Gehen und Treppensteigen sei ab Gutachten voll-
schichtig möglich. Schmerzbedingt ergebe sich eine Einschränkung des 
Rendements von 20 % (act. II 51.6/14 Ziff. 8). 

Interdisziplinär hielten die Gutachter zur Arbeitsfähigkeit fest, die zuletzt 
ausgeübte Tätigkeit als …, aber auch die angelernte Tätigkeit im … seien 
nicht mehr zuzumuten. Aktenanamnestisch sei ab mindestens Mai 2013 
aufgrund des Vorliegens einer unterschiedlich stark ausgeprägten mittel- 
bis schwergradigen depressiven Symptomatik von einer 100%igen Arbeits-
unfähigkeit bis November 2017 auszugehen. Da seither eine Remission der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. März 2025, IV 200 2024 642

-15-

depressiven Symptomatik bestehe, sei ab November 2017 eine 50%ige 
Arbeitsunfähigkeit angezeigt (act. II 51.1/10 Ziff. 4.7). Eine vorwiegend sit-
zende, aber auch zum Teil stehende Tätigkeit, ohne häufiges Gehen und 
Treppensteigen sei aus orthopädischer Sicht ab Gutachten möglich. In ei-
ner entsprechend adaptierten Tätigkeit bestehe eine 50%ige Arbeitsfähig-
keit seit November 2017. Die aus orthopädischer und psychiatrischer Sicht 
gemachten Einschränkungen sähen sie nicht als additiv (act. II 51.1/10 f. 
Ziff. 4.8).

4.3 Bei Erlass der angefochtenen Verfügung vom 16. August 2024 
(act. II 220) präsentierte sich die medizinische Aktenlage wie folgt:

4.3.1 Im Bericht des Spitals J.________ vom 22. August 2022 (act. II 
189/20 ff.) wurden die folgenden (Haupt-)Diagnosen angegeben: 

1. Funktionelle neurologische Störung (ICD-10: F44.7)
2. Mittelgradige neuropsychologische Störung (ICD-10: F06.7), ED 29. 

April 2021

Zusammenfassend zeige sich ein stabiler Verlauf der funktionellen neuro-
logischen Störung mit fluktuierender Kraftminderung der rechten Körper-
hälfte. Die Beschwerdeführerin könne verschiedene Stressoren als 
mögliche Auslöser für diese Episoden benennen und erkenne eine gewisse 
Ablenkbarkeit der Symptomatik. In der klinischen Untersuchung bestünden 
unverändert Positivzeichen passend zu einer neurofunktionellen Störung. 
Im Vordergrund der Beschwerden stehe eine schnelle Erschöpfbarkeit und 
Müdigkeit. Aufgrund der anamnestischen Angabe einer deutlichen Ver-
schlechterung seit Juni 2022 werde kein klarer Zusammenhang zu der 
durchgemachten Covid-Infektion im Januar 2022 gesehen. Es werde emp-
fohlen, das Arbeitspensum gegebenenfalls anzupassen, um weitere Krank-
schreibungen zu vermeiden. Eine Pensumssteigerung sollte sehr langsam 
und progressiv erfolgen, um eine allfällige Überforderung und somit poten-
tielle Symptomverschlechterung zu vermeiden. Bezüglich der neuropsycho-
logischen Testung von Mai 2022 zeige sich im Vergleich zur 
Voruntersuchung von 2021 eine leichte Verbesserung. Die bestehenden 
Einschränkungen würden im Rahmen der psychischen Situation interpre-
tiert. Hinweise auf einen neurodegenerativen Prozess hätten sich nicht er-
geben. Eine Verlaufskontrolle sei vorerst nicht vorgesehen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. März 2025, IV 200 2024 642

-16-

4.3.2 Im Bericht des Spitals J.________ vom 10. Januar 2023 (act. II 
189/16 ff.) wurden die gleichen (Haupt-)Diagnosen wie im Bericht vom 22. 
August 2022 (act. II 189/20 ff.) festgehalten. Es wurde ausgeführt, in der 
heutigen Konsultation berichte die Beschwerdeführerin über eine subjektive 
Beschwerdezunahme; klinisch zeige sich im Vergleich zur Voruntersu-
chung ein zirka stationärer Befund, welcher aber auch aufgrund von Schul-
terschmerzen rechts eingeschränkt beurteilbar sei. Es werde mit der 
Beschwerdeführerin besprochen, dass funktionelle neurologische Störun-
gen typischerweise einen fluktuierenden Verlauf hätten und eine transiente 
Symptomverschlechterung entsprechend kein Grund zur Beunruhigung sei. 
Häufig werde dies ausgelöst durch Stress oder Emotionen im weitesten 
Sinn, aber auch der (am 16. November 2022) stattgehabte Verkehrsunfall 
könne dazu beitragen. Die geschilderten zwei Episoden mit "schwarz wer-
den vor den Augen" seien möglicherweise im Rahmen von funktionellen 
nicht-epileptischen Anfällen zu interpretieren. Bereits im Februar/März 2021 
sei es zu ähnlichen Episoden gekommen, allerdings mit anderer Semiolo-
gie ("Aussetzer mit Desorientiertheit"). Die weiterführenden kardiologischen 
Abklärungen seien anamnestisch allesamt unauffällig ausgefallen. Hinwei-
se auf eine epileptische Genese der Beschwerden lägen aktuell nicht vor. 
Auch sei ein EEG im Jahr 2019 diesbezüglich unauffällig gewesen. Aus 
diesem Grunde gebe es auch keine Indikation für eine weiterführende neu-
rologische Abklärung. Betreffend der aktuell im Vordergrund stehenden 
Müdigkeit werde die Beschwerdeführerin hausintern zur weiterführenden 
Behandlung weiter verwiesen. Auch die beschriebenen Gedächtnisstörun-
gen seien in diesem Kontext zu interpretieren. Es werde aktuell keine 
Nachkontrolle geplant.

4.3.3 Im Bericht des Spitals J.________ vom 23. Mai 2023 (act. II 180/3 
f.) wurden die folgenden Diagnosen aufgeführt:

Somatische Belastungsstörung (nach DSM 5) Central Sensitivity Syndrom
 Funktionelle neurologische Störung
 Mittelgradige neuropsychologische Störung
 Anamnestisch rezidivierende psychiatrische Hospitalisation
 Anamnestisch chronisches Schmerzsyndrom
 Aktuell: Chronisches Erschöpfungssyndrom

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. März 2025, IV 200 2024 642

-17-

Aktuell leide die Beschwerdeführerin unter einem chronischen Erschöp-
fungssyndrom mit chronisch gestörtem, nicht erholsamen Schlaf, gastroin-
testinalen Beschwerden sowie ausgeprägter Belastungsintoleranz. Die bis 
November 2022 ausgeübte Tätigkeit von 20 % im geschützten Rahmen sei 
aktuell nicht mehr möglich und die Beschwerdeführerin brauche auch Un-
terstützung bei der Haushaltführung, lebe jedoch allein. Aus psychosomati-
scher Sicht lasse sich das chronische und komplexere Krankheitsbild der 
Beschwerdeführerin im Rahmen einer somatischen Belastungsstörung (mit 
Einschränkungen sowohl auf körperlicher, psychischer als auch auf sozia-
ler Ebene) oder auch im Rahmen eines Central Sensitivity Syndroms zu-
sammenfassen; dabei liessen sich durch die zentrale Sensibilisierung mit 
entsprechender zentraler Dysregulation und Reizamplifikation die vielfälti-
gen Beschwerden im Bereiche der verschiedenen, zentral gesteuerten Or-
gansysteme (inklusive der Psyche) erklären. In den Rahmen der zentralen 
Sensitivierung würden auch die aktuellen Symptome mit der funktionellen 
neurologischen Störung sowie der Fatigue- und Schmerzproblematik pas-
sen. Weitere Termine seien nicht mehr vereinbart worden.

4.3.4 Im polydisziplinären MEDAS D.________-Gutachten vom 25. Mai 
2023 (act. II 172.1 - 172.7) mit Untersuchungen in den Fachdisziplinen Or-
thopädie/Traumatologie, Innere Medizin, Neurologie, Psychiatrie und Neu-
ropsychologie wurde in der interdisziplinären Gesamtbeurteilung die 
folgende Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit aufgeführt (act. 
II 172.1/6 Ziff. 4.3): 

 Rezidivierende Coxalgien (ICD-10: M79.65) bei Zustand nach traumati-
schem Labrumabriss rechte Hüfte nach Distorsion 18. Juli 2014 mit ra-
diologisch nachgewiesener, beginnender Coxarthrose und Pincer-
Impingement rechts, aktuell ohne wesentliche 
Bewegungseinschränkung und ohne Belastungsdefizit

Die Sachverständigen hielten fest (act. II 172.1/7 Ziff. 4.3), orthopädisch 
bestünden rezidivierende Lumbalgien bei degenerativen LWS-Verän-
derungen mit Facettenarthrosen, einer muskulären Dysbalance im Rücken-
bereich, rezidivierenden Zervikalgien und Zervikozephalgien bei degene-
rativen HWS-Veränderungen. Außerdem seien belastungsabhängige 
Schmerzen im rechten Hüftgelenk zu attestieren. Hier sei radiologisch ein 
Pincer-Impingement beschrieben bei Coxa vara beidseits. Am rechten AC-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. März 2025, IV 200 2024 642

-18-

Gelenk sei eine beginnende AC-Gelenksarthrose nachgewiesen, aktuell 
zeige sich hier lediglich ein lokaler Druckschmerz ohne wesentliche Bewe-
gungseinschränkung. Orthopädisch liessen sich Zeichen einer Verdeutli-
chung erkennen.

Eine auf internistischem Fachgebiet diagnostizierte arterielle Hypertonie 
werde adäquat medikamentös behandelt. Internistische Erkrankungen mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit seien nicht zu verzeichnen.

Neurologisch bestünden Spannungskopfschmerzen, die zu keiner dauer-
haften Einschränkung der Arbeitsfähigkeit führten.

Die Beschwerdeführerin habe auf dem Boden einer emotionalen instabilen 
Persönlichkeitsstörung zunächst eine rezidivierende depressive Störung 
entwickelt und im weiteren Verlauf auch eine dissoziative Störung mit im 
Vordergrund stehenden Lähmungserscheinungen und Gangunsicherheit. 
Unter einer psychiatrisch-/psychotherapeutischen Behandlung habe sich 
eine zunehmende Stabilisierung der Beschwerdeführerin gezeigt, so dass 
die depressive Symptomatik aktuell als remittiert anzusehen sei. Es persis-
tiere aktuell eine ausgeprägte Erschöpfungssymptomatik. Bei der Be-
schwerdeführerin hätten anlässlich der aktuellen neuropsychologischen 
Untersuchung keine validen Befunde erhoben werden können. Es müsse 
davon ausgegangen werden, dass die in der Untersuchung gezeigten Leis-
tungen zumindest teilweise durch eine ungenügende Anstrengungsbereit-
schaft zustande gekommen seien. Zudem hätten sich in der Untersuchung 
deutliche Inkonsistenzen gezeigt: Beispielsweise im Anamnesegespräch 
und widersprüchlich zu der in der Untersuchung erfassten deutlichen ver-
balen Gedächtnisstörung. Zudem sei das Arbeitstempo während der Unter-
suchung inkonsistent gewesen: Kognitive Defizite könnten somit weder 
bestätigt noch ausgeschlossen werden.

Zur Arbeitsfähigkeit hielten die Sachverständigen fest (act. II 172.1/8 f. 
Ziff. 4.6 f.), in der bisherigen Tätigkeit bestehe eine 100%ige Arbeitsun-
fähigkeit. In einer angepassten Tätigkeit bestehe eine 100%ige Arbeits-
fähigkeit (8.5 Stunden pro Tag ohne zusätzliche Leistungseinschränkung), 
wobei das folgende Belastungsprofil gelte (act. II 172.1/8 Ziff. 4.4): Eine 
optimal angepasste Tätigkeit bestünde in einer leichten körperlichen Tätig-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. März 2025, IV 200 2024 642

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keit, vorwiegend sitzend, mit der Möglichkeit der eigen gewählten Positi-
onswechsel und gelegentlichem Gehen oder Stehen, ohne erhöhte Unfall-
gefahr (kein häufiges Besteigen von Treppen, Leitern oder Gerüsten), kei-
ne Überkopfarbeiten rechts und keine Tätigkeiten, die eine häufige Rotation 
der Halswirbelsäule erforderten. Arbeiten unter belastenden Witterungsver-
hältnissen, insbesondere Kälte, Nässe und Zugluft, sollten vermieden wer-
den. In Anlehnung an das Mini-ICF-APP zeigten sich keine 
Einschränkungen im Bereich Fähigkeit zur Anpassung an Regeln und Rou-
tinen, Entscheidungs- und Urteilsfähigkeit, Selbstbehauptungsfähigkeit und 
Fähigkeit zur Selbstpflege sowie leichte Einschränkung im Bereich Flexibi-
lität und Umstellungsfähigkeit, Kontaktfähigkeit zu Dritten, Fähigkeit zu en-
gen dyadischen Beziehungen und Mobilitäts- und Verkehrsfähigkeit sowie 
mittelschwere Beeinträchtigungen im Bereich Fähigkeit zur Anwendung 
fachlicher Kompetenzen, Fähigkeit zur ausserberuflichen Aktivitäten und 
Gruppenfähigkeit und schwere Einschränkungen im Bereich der Durchhal-
tefähigkeit.

Weiter gaben die Sachverständigen an (act. II 172.1/10 Ziff. 4.9), im Ver-
gleich zur medizinischen Aktenlage, die der Verfügung vom 18. März 2021 
(richtig: 10. Dezember 2019) zugrunde gelegen habe, habe sich eine Ver-
änderung des Gesundheitszustandes ergeben. Die Kriterien einer emotio-
nal-instabilen Persönlichkeitsstörung seien aktuell aus Sachverständigen-
sicht nicht mehr erfüllt, so dass die Diagnose hier nicht gestellt werde. Es 
zeige sich nun aber eine dissoziative Bewegungsstörung. Von einer disso-
ziativen Störung sei spätestens ab 5. Juni 2019 (Bericht Dr. med. 
K.________, Fachärztin für Neurologie [act. II 79/28 f.]) auszugehen. 

Rückblickend sei dem MEDAS C.________-Gutachten vom 13. Juli 2018 
zu folgen, so dass von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit von Mai 2013 bis 
November 2017 ausgegangen werde, sowie von einer 50%igen Arbeitsun-
fähigkeit von November 2017 bis zum aktuellen Begutachtungszeitpunkt. 
Ab dem aktuellen Begutachtungszeitpunkt bestehe eine volle Arbeitsfähig-
keit.

4.3.5 Im Bericht des Spitals J.________ vom 8. August 2023 (act. II 
189/12 f.) wurden die folgenden Diagnosen angegeben: 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. März 2025, IV 200 2024 642

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 Somatische Belastungsstörung (nach DSM 5) Central Sensitivity Syn-
drom
 Funktionelle neurologische Störung
 Mittelgradige neuropsychologische Störung
 Anamnestisch rezidivierende psychiatrische Hospitalisation, Border-

line-Persönlichkeitsstörung
 Anamnestisch chronisches Schmerzsyndrom (HWS und LWS)
 Anamnestisch Blasenentleerungsstörung unklarer Ätiologie
 Chronische Erschöpfungssymptomatik
 Aktuell: V.a. Traumafolgestörung

Bei der Beschwerdeführerin liege ein komplexes Krankheitsbild vor. In der 
heutigen Exploration berichte sie auf Nachfrage von traumatischen Ereig-
nissen während der Kindheit und der Jugendzeit. Ein Einblick in die psych-
iatrische Krankengeschichte sei nicht gegeben, jedoch sei allein aus 
psychiatrischer Sicht die Grundlage für eine IV-Rente gegeben. Eine nie-
derschwellige Aktivität tagsüber wäre hilfreich, damit die Beschwerdeführe-
rin eine Tagesstruktur habe und mehr sozialen Austausch. 

4.3.6 Im Bericht des Notfallzentrums des Spitals L.________ vom 12. 
Februar 2024 (act. II 210) wurden die folgenden (Haupt-)Diagnosen aufge-
führt: 

1. Unklare Armparese rechts mit Kraftgrad M4 bei klinisch Vd. a. Myelopa-
thie DD i.R. Dg. 2 aggraviert durch Hyperextensions-Hyperflexions-
trauma vom XX.XX 2024

2. Bekannte funktionelle neurologische Störung (CFS) mit rezidivierenden 
transienten multifokalen neurologischen Symptomen

Die Beschwerdeführerin berichte, am XX.XX 2024 im Bus gesessen zu 
sein, dieser habe abrupt bremsen müssen, dabei habe es ihr den Kopf 
nach vorne und nach hinten geschlagen, hierbei habe es keinen Kopfan-
prall gegeben. Initial seien Nackenschmerzen und leichte Kopfschmerzen 
aufgetreten. Zwei Tage nach dem Ereignis habe sie eine zunehmende 
Kraftminderung rechts sowie ein Kribbeln am rechten Arm innenseitig, bis 
zum Daumen reichend, beobachtet. Bei ihr sei eine rechtsseitige Arm-
schwäche im Rahmen eines CFS vorbestehend, jedoch nicht in diesem 
Ausmass. Zudem bestünden noch leichte Kopfschmerzen und Schwindel 
sowie intermittierend ein Tinnitus rechtsseitig. Es wurde keine Arbeitsun-
fähigkeit attestiert. 

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-21-

4.3.7 Dr. med. M.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, führte im Bericht vom 20. Febru-
ar 2024 (act. II 209/7 f.) die folgenden (Haupt-)Diagnosen auf: 

 Unklare Kraftminderung Arm rechts mit möglicher C6-Radikulopathie DD 
im Rahmen der funktionellen neurologischen Störungen und klinisch 
Hinweisen für eine Myelopathie

 Funktionelle neurologische Störung mit rezidivierend transienten, multi-
fokalen neurologischen Symptomen

 Chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom mit Lumboischialgie 
rechts

 Anamnestisch rezidivierende psychiatrische Hospitalisation bei Borderli-
ne-Persönlichkeitsstörung

 Blasenentleerungsstörung unklarer Aetiologie
 Chronische Erschöpfungssymptomatik

Die Beschwerdeführerin habe ein Hyperextensions-/Hyperflexionstrauma 
der HWS im Rahmen einer Busfahrt am XX.XX 2024 erlitten. Daraufhin sei 
es zu einer Zunahme der Beschwerden im rechten Arm mit Kraftminderung 
und einer Sensibilitätsstörung im Daumen bis zum Mittelfinger gekommen, 
bei schon seit Jahren bestehender Schwäche im rechten Arm. Die Kollegen 
der Neurologie im Hause würden gebeten die Beschwerdeführerin aufzu-
bieten und eine neuerliche Evaluation durchzuführen, ob die neurologi-
schen Störungen funktioneller Genese seien oder ob eine Myelopathie 
bestehe. 

4.3.8 Im Bericht der Neurologie des Spitals L.________ vom 8. März 
2024 (act. II 209/4 ff.) wurden die folgenden (Haupt-)Diagnosen aufgeführt: 

1. Funktionelle neurologische Störung mit rezidivierenden transienten mul-
tifokalen neurologischen Symptomen

2. Zervikale relative Spinalkanalstenose C5/C6 (MR-HWS 12. Februar 
2024)

Die aktuelle Verschlechterung der vorbestehenden rechtsseitigen senso-
motorischen Parese beim Vorliegen mehrerer funktioneller Positivzeichen 
werde im Rahmen der Symptomausweitung des Zervikalsyndroms nach 
dem HWS-Bagatelltrauma bei bekannter funktioneller neurologischer 
Störung gesehen. Die Hyperreflexie sei vorbestehend und symmetrisch, 
weitere oder insbesondere neue Hinweise auf eine Myelopathie hätten kli-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. März 2025, IV 200 2024 642

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nisch nicht vorgelegen. Eine mögliche sensible C6-Reizung könnte vorlie-
gen, jedoch werde hierin keine genügende Indikation zur operativen Ver-
sorgung gesehen. Weitere Abklärungen seien im Moment nicht indiziert. 
Aus neurologischer Sicht bestehe aufgrund der chronischen funktionellen 
neurologischen Störung ein Anspruch auf eine IV-Rente zweifelsohne fort.

4.3.9 In der Stellungnahme vom 7. Juni 2024 (act. II 215) wurde von Sei-
ten der MEDAS D.________ festgehalten, das vorgelegte Aktenmaterial, 
welches zum allergrössten Teil schon hinlänglich bekannt gewesen und 
ausführlich gewürdigt worden sei, sei gesichtet worden und es fänden sich 
keinerlei neue, bisher nicht bekannte oder bewertete medizinische Sach-
verhalte. Aktuell ergäben sich keine neuen Aspekte, die von der bisherigen 
Beurteilung des Sachverhaltes abweichen lassen könnten.

4.3.10 Der RAD-Arzt Dr. med. N.________, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie, hielt in der Stellungnahme vom 25. Juli 2024 (act. II 217) 
fest, anhand der Einwände hätten keine neuen medizinisch relevanten As-
pekte vorgebracht werden können, welche die Arbeitsfähigkeit der Be-
schwerdeführerin beeinflussten. Konform mit der Einschätzung der MEDAS 
D.________ ergäben sich keine neuen Aspekte, um von der bisherigen 
Beurteilung des Sachverhalts abzuweichen. Dem Fatigue-Fragebogen 
(act. II 214), der eine Selbsteinschätzung darstelle, komme aus versiche-
rungsmedizinischer Sicht keine Relevanz zu. Es seien keine weiteren Ab-
klärungen notwendig und es könne weiterhin auf das erstellte 
Zumutbarkeitsprofil gemäss MEDAS D.________-Gutachten abgestellt 
werden. 

4.4 Die folgenden medizinischen Berichte wurden nach Erlass der an-
gefochtenen Verfügung vom 16. August 2024 (act. II 220) verfasst:

4.4.1 Im Kurzaustrittsbericht des Spitals J.________ vom 11. September 
2024 (act. I 8) im Zusammenhang mit dem Aufenthalt vom 27. August bis 
12. September 2024 wurden die folgenden Diagnosen aufgeführt:

 Dissoziative Störung
 Funktionelle neurologische Störung (ICD-10: F44.7)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. März 2025, IV 200 2024 642

-23-

 Klinik: Beinparese rechts seit 06/20, episodische Schluck- und 
Sprechstörung, situative Desorientierung; aktuell V.a. zusätzliche 
funktionelle nicht epileptische Anfälle (diagnostic level: possible)

 St. n. transienter Beinparese, Wortfindungsstörungen, Hypästhesie 
rechts 05/19

 St. n. Armparese rechts 04/19
 St. n. Sehstörung, Beinparese links, Gefühlsstörung 2016

 Chronisches Fatigue-Syndrom
 ED 29. April 2021
 DD im Rahmen Dg 1, beginnende neurodegenerative Erkrankung, 

teilweise vorbestehend
 schwere verbal episodische Lern- und Gedächtnisstörung, schwere 

Aufmerksamkeits- und Exekutivfunktionenstörung, allgemeine Ver-
langsamung

 Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren
 Rez. HWS-Beschwerden nach Schleudertrauma vom XX.XX 2024
 Chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom mit Lumboischial-

gie rechts
 Arterielle Hypertonie

 cvRF: Arterielle Hypertonie, Adipositas, Status nach Nikotinkonsum 
bis 1995, py unklar

 HWS-Syndrom bei degenerativer Veränderung
 St.n. Autounfall XX/2022 radiografisch ohne Traumafolgen, kranio-

zervikales Beschleunigungstrauma XX.XX 2024
 Degenerative HWS-Veränderungen mit neuroforaminalen Engen 

HWK 3/4 und 4/5 linksbetont, C5/6 rechtsbetont

4.4.2 Dr. med. O.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, führ-
te im Schreiben vom 1. Oktober 2024 (act. I 15) zuhanden der Rechtsver-
treterin der Beschwerdeführerin aus, die Beschwerdeführerin könne kaum 
selbstständig den Alltag bewältigen und eine Selbsteingliederung im ersten 
Arbeitsmarkt sei jenseits jeglicher Vernunft und illusorisch. Es gehe nicht 
darum, ob sie genügend Selbstvertrauen in die Leistungsfähigkeit ihres 
Körpers habe, sie sei schlicht und einfach gesundheitlich schwer in ihrer 
Leistungsfähigkeit eingeschränkt. Mit einer Selbsteingliederung sei die Be-
schwerdeführerin klar überfordert und eine weitere Verschlechterung des 
Gesundheitszustandes könne in diesem Fall nicht ausgeschlossen werden. 
Sollte ein Versuch gestartet werden, die Beschwerdeführerin in den zwei-
ten Arbeitsmarkt zu integrieren, seien niederschwellige Integrationsmass-
nahmen sicherlich indiziert. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. März 2025, IV 200 2024 642

-24-

4.4.3 Im Bericht des Spitals L.________ vom 3. Dezember 2024 (act. I 
19) wurden die folgenden (Haupt-)Diagnosen angegeben: 

1. Beinbetonte rechtsseitige sensomotorische Hemisymptomatik und ver-
langsamte Sprache verstärkt seit dem 30. November 2024

2. Bekannte funktionelle neurologische Störung (CFS) mit rezidivierenden 
transienten multifokalen neurologischen Symptomen

3. Kontusion Hüfte rechts und Schulter rechts 1. November 2024
4. Arterielle Hypertonie
5. Depressive Stimmungslage, psychologisch/psychiatrische Betreuung

Die notfallmässige Selbstvorstellung sei bei seit dem 30. November 2024 
bestehender verstärkter rechtsseitiger Kraftminderung und verlangsamter 
Sprache erfolgt. Bei der Beschwerdeführerin sei eine funktionelle neurolo-
gische Störung bekannt, worunter es schon mehrfach zu ähnlichen Be-
schwerden gekommen sei. In Rücksprache mit den Kollegen der 
Neurologie sei keine Indikation zur notfallmässigen Diagnostik gegeben 
gewesen, zumal die aktuellen Beschwerden mit der bekannten, mehrfach 
abgeklärten funktionellen Störung vereinbar gewesen seien. Auch die Be-
schwerdeführerin habe angegeben, dass sich die Beschwerden gleich an-
fühlen würden, wie sie sie sonst bei vermehrtem Stress vom CFS kennen 
würde. Sie sei lediglich vorstellig geworden, da ihre Anwältin ihr dies nahe 
gelegt hätte. 

5.

5.1

5.1.1 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. März 2025, IV 200 2024 642

-25-

dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

5.1.2 Die Feststellung einer revisionsbegründenden Veränderung erfolgt 
durch eine Gegenüberstellung eines vergangenen und des aktuellen Zu-
standes. Gegenstand des Beweises ist somit das Vorhandensein einer 
entscheidungserheblichen Differenz in den den medizinischen Unterlagen 
zu entnehmenden Tatsachen. Der Beweiswert eines zwecks Rentenrevisi-
on erstellten Gutachtens hängt folglich wesentlich davon ab, ob es sich 
ausreichend auf das Beweisthema – erhebliche Änderung(en) des Sach-
verhalts – bezieht. Einer für sich allein betrachtet vollständigen, nachvoll-
ziehbaren und schlüssigen medizinischen Beurteilung, die im Hinblick auf 
eine erstmalige Beurteilung der Rentenberechtigung beweisend wäre, 
mangelt es daher in der Regel am rechtlich erforderlichen Beweiswert, 
wenn sich die (von einer früheren abweichende) ärztliche Einschätzung 
nicht hinreichend darüber ausspricht, inwiefern eine effektive Veränderung 
des Gesundheitszustandes stattgefunden hat. Vorbehalten bleiben Sachla-
gen, in denen es evident ist, dass die gesundheitlichen Verhältnisse sich 
verändert haben (SVR 2018 IV Nr. 13 S. 39, 9C_244/2017 E. 4.2 und 
4.2.1).

Wegen des vergleichenden Charakters des revisionsrechtlichen Be-
weisthemas und des Erfordernisses, erhebliche faktische Veränderungen 
von bloss abweichenden Bewertungen abzugrenzen, muss deutlich wer-
den, dass die Fakten, mit denen die Veränderung begründet wird, neu sind 
oder dass sich vorbestandene Tatsachen in ihrer Beschaffenheit oder ih-
rem Ausmass substanziell verändert haben. Eine verlässliche Abgrenzung 
der tatsächlich eingetretenen von der nur angenommenen Veränderung ist 
als erforderliche Beweisgrundlage nicht erreicht, wenn bloss nominelle Dif-
ferenzen diagnostischer Art bestehen. Die Feststellung über eine seit der 
früheren Beurteilung eingetretene tatsächliche Änderung ist hingegen 
genügend untermauert, wenn die ärztlichen Sachverständigen aufzeigen, 
welche konkreten Gesichtspunkte in der Krankheitsentwicklung und im Ver-
lauf der Arbeitsunfähigkeit zu ihrer neuen diagnostischen Beurteilung und 
Einschätzung des Schweregrades der Störungen geführt haben (SVR 2018 
IV Nr. 13 S. 39, 9C_244/2017 E. 4.2.2).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. März 2025, IV 200 2024 642

-26-

5.1.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

5.2

5.2.1 Das polydisziplinäre MEDAS D.________-Gutachten vom 25. Mai 
2023 (act. II 172.1 - 172.7) inklusive der Stellungnahme vom 7. Juni 2024 
(act. II 215) erfüllt die an den Beweiswert einer medizinischen Expertise 
gestellten Anforderungen (vgl. E. 5.1.1 hiervor). Es ist voll beweiskräftig, da 
es – beruhend auf allseitigen Untersuchungen und unter Berücksichtigung 
der geklagten Beschwerden – die streitigen Punkte umfassend abhandelt 
und in Kenntnis der Vorakten abgegeben wurde. Weiter leuchtet es in der 
medizinischen Beurteilung ein und die darin gezogenen Schlussfolgerun-
gen werden eingehend begründet. Gestützt auf das Gutachten liegt in psy-
chischer Hinsicht kein Gesundheitsschaden mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit mehr vor. Insbesondere wurde im psychiatrischen MEDAS 
D.________-Teilgutachten schlüssig und überzeugend dargelegt (act. II 
172.6/15 Ziff. 6.3), dass rückblickend bei der Beschwerdeführerin einige 
Symptome (einer emotional instabilen Persönlichkeitsstörung vom Border-
line-Typ) zu eruieren gewesen seien. Diese seien aktuell aber nicht mehr 
vorhanden. Auch wenn die Diagnose früher als überdauernd gegolten ha-
be, zeigten neuere Studien, dass zumindest eine Teilremission der Sym-
ptomatik im Verlauf möglich sei. Dies sei bei der Beschwerdeführerin der 
Fall, so dass die Diagnose hier nicht mehr gestellt werde. Weiter seien bei 
der Beschwerdeführerin rückblickend unterschiedliche Symptome (einer 
dissoziativen Störung) wie Lähmungserscheinungen, Gangunsicherheit 
oder auch Wortfindungsstörungen zu eruieren gewesen. Auch wenn kein 
eigener psychosozialer Belastungsfaktor aktuell zu eruieren gewesen sei, 
habe sich doch eine deutliche familiäre Belastungssituation gezeigt, sodass 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. März 2025, IV 200 2024 642

-27-

die Diagnose (ICD-10: F44.7) hier gestellt werde, auch wenn sich zunächst 
in der testpsychologischen Untersuchung keine diesbezüglichen Hinweise 
gezeigt hätten. Mit Blick auf diese Ausführungen und den Umstand, dass 
im psychiatrischen MEDAS D.________-Teilgutachten Hinweise auf eine 
nicht authentische Beschwerdeschilderung im Sinne von zumindest Ver-
deutlichungstendenzen, in der neuropsychologischen Begutachtung auffäl-
lige Werte in den Performancevalidierungsverfahren mit der Folge der 
fehlenden Erhebung valider Befunde und eine teilweise Malcompliance bei 
den Medikamenten erwähnt wurden (act. II 172.6/12 Ziff. 6.2), ist die aus 
psychiatrischer Sicht attestierte volle Arbeits- und Leistungsfähigkeit in ei-
ner angepassten Tätigkeit (act. II 172.6/17 Ziff. 8) überzeugend und 
schlüssig. Im MEDAS C.________-Gutachten im Jahr 2018 wurde aus 
psychiatrischer Sicht noch eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (act. II 
51.3/18 Ziff. 8).

Sodann trifft es entgegen den Ausführungen in den Stellungnahmen der 
Beschwerdeführerin vom 24. September 2024, S. 4 lit. a, und vom 9. De-
zember 2024, S. 3, nicht zu, dass die Einschränkungen im Mini-ICF-APP 
insgesamt deutlich zugenommen hätten im Vergleich zum Mini-ICF-APP 
gemäss dem MEDAS C.________-Gutachten aus dem Jahr 2018 (act. II 
51.3/13 Ziff. 4.3), vielmehr resultiert gemäss dem D.________-Gutachten 
vom 25. Mai 2023 in diversen Bereichen eine geringere Einschränkung 
(act. II 172.1/8 Ziff. 4.4).

Entgegen den Ausführungen in der Stellungnahme der Beschwerdeführerin 
vom 24. September 2024, S. 3 lit. c, überzeugt die Einschätzung im or-
thopädisch-/traumatologischen MEDAS D.________-Teilgutachten aus 
dem Jahr 2023, wonach – in Abweichung von dem im orthopädischen ME-
DAS C.________-Teilgutachten im Jahr 2018 attestierten vollschichtigen 
Pensum mit einer schmerzbedingten Leistungsminderung von 20 % (act. II 
51.6/14 Ziff. 8) – in einer leidensangepassten Tätigkeit eine 100%ige Ar-
beitsfähigkeit ohne zusätzliche Leistungsminderung besteht (act. II 
172.3/11 Ziff. 8). Denn im orthopädisch-/traumatologischen MEDAS 
D.________-Teilgutachten aus dem Jahr 2023 wurde nachvollziehbar und 
schlüssig ausgeführt (act. II 172.3/8 f. Aktenwürdigung), die aktuelle or-
thopädische Begutachtung zeige an der rechten Hüfte keine wesentliche 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. März 2025, IV 200 2024 642

-28-

Schmerzsymptomatik mehr, auch eine relevante Bewegungseinschränkung 
sei im Rahmen der aktuellen Begutachtung nicht mehr zu attestieren. 

Weiter wurde entgegen den Ausführungen in der Stellungnahme der Be-
schwerdeführerin vom 24. September 2024, S. 3 f. lit. b und c, im neurolo-
gischen MEDAS D.________-Teilgutachten überzeugend und 
nachvollziehbar festgehalten (act. II 172.5/9 Ziff. 6.1), dass eine neurode-
generative Erkrankung differentialdiagnostisch ebenfalls diskutiert worden 
sei, dass aber fluktuierende und insbesondere über die Zeit sich verbes-
sernde Befunde gegen das Vorliegen einer solchen sprechen würden; eine 
neurodegenerative Erkrankung habe zu keinem Zeitpunkt hinreichend 
wahrscheinlich belegt werden können (vgl. auch E. 5.2.3 hiernach).

5.2.2 Die Feststellung in den Stellungnahmen der MEDAS D.________-
Gutachter vom 7. Juni 2024 (act. II 215) und des RAD vom 25. Juli 2024 
(act. II 217), wonach die von der Beschwerdeführerin nach dem MEDAS 
D.________-Gutachten vom 25. Mai 2023 (act. II 172.1 - 172.7) eingereich-
ten Unterlagen (vgl. act. II 189, 204, 208 ff., 214) keine neuen medizini-
schen Fakten enthalten, ist nicht zu beanstanden: In den Berichten des 
Spitals J.________ vom 22. August 2022 und 10. Januar 2023 (act. II 
189/16 ff.) und vom 8. August 2023 (act. II 189/12 f.) wird keine Arbeitsun-
fähigkeit bescheinigt und ein Bedarf an Nachkontrollen wurde mitunter ver-
neint (act. II 189/19). Im Bericht des Spitals J.________ vom 23. Mai 2023 
(act. II 180/3 f.) wurde zwar aktuell selbst eine 20%ige Tätigkeit im ge-
schützten Rahmen nicht mehr für möglich gehalten, dies aber ohne nähere 
Begründung und auch gemäss diesem Bericht wurden keine weiteren Ter-
mine vereinbart. Weiter sind die Berichte der Ergotherapeutin P.________ 
vom 13. November 2023 (act. II 204/12 f.) und der Q.________ AG vom 4. 
Dezember 2023 (act. II 204/8 f.) nicht fachärztlicher Natur, so dass die Be-
schwerdeführerin daraus nichts zu ihren Gunsten ableiten kann. Das Not-
fallzentrum des Spitals L.________ (Bericht vom 12. Februar 2024 [act. II 
210]) und Dr. med. M.________ (Bericht vom 20. Februar 2024 [act. II 
209/7 f.]) attestieren ebenfalls keine Arbeitsunfähigkeit; dies gilt auch für 
den Bericht der Neurologie des Spitals L.________ vom 8. März 2024 (act. 
II 209/4 ff.), in welchem überdies ein weiterer Rentenanspruch der Be-
schwerdeführerin bejaht wird (act. II 209/5 unten), was nicht in den Zustän-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. März 2025, IV 200 2024 642

-29-

digkeitsbereich der Ärzte fällt, da der Begriff der Invalidität nicht nur von 
medizinischen, sondern auch von erwerblichen Faktoren bestimmt wird 
(vgl. Art. 16 ATSG; SVR 2021 IV Nr. 17 S. 51, 8C_487/2020 E. 6.2). Zu-
dem darf und soll das Gericht in Bezug auf Atteste von Hausärzten der 
Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick 
auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu-
gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b cc S. 353; SVR 
2015 IV Nr. 26 S. 78, 8C_616/2014 E. 5.3.3.3). Dies gilt nicht nur für den 
allgemein praktizierenden Hausarzt, sondern ebenso für den behandelnden 
Spezialarzt und erst recht für den schmerztherapeutisch tätigen Arzt mit 
seinem besonderen Vertrauensverhältnis und dem Erfordernis, den geklag-
ten Schmerz zunächst bedingungslos zu akzeptieren (Urteil des Eidgenös-
sischen Versicherungsgerichts [EVG, heute BGer] I 655/05 vom 20. März 
2006 E. 5.4).

5.2.3 Soweit sich die Beschwerdeführerin in den Eingaben vom 24. Sep-
tember, 9. Dezember 2024 und 20. Januar 2025 auf nach Erlass der ange-
fochtenen Verfügung vom 16. August 2024 (act. II 220) – dem für das 
Gericht massgebenden Überprüfungszeitpunkt (BGE 144 V 210 E. 4.3.1 
S. 213, 131 V 242 E. 2.1 S. 243, 130 V 138 E. 2.1 S. 140; SVR 2022 UV 
Nr. 46 S. 183, 8C_655/2021 E. 6.3.1) – bezieht, sind diese nicht massge-
bend, soweit sie keine Rückschlüsse auf die im Zeitpunkt des Abschlusses 
des Verwaltungsverfahrens bestehende Situation erlauben (SVR 2008 IV 
Nr. 8 S. 23, I 649/06 E. 3.4). Im Kurzaustrittsbericht des Spitals J.________ 
vom 11. September 2024 (act. I 8) wird eine von der Beschwerdeführerin 
erwähnte "beginnende neurodegenerative Erkrankung" aufgeführt, wobei 
es sich jedoch lediglich um eine Differenzialdiagnose ("DD") handelt, wel-
che als solche nicht massgebend ist. Im Übrigen wurde diese Differenzial-
diagnose bereits in den Berichten des Spitals J.________ vom 22. August 
2022 und 10. Januar 2022 (act. II 189/16 ff.) aufgeführt und die MEDAS 
D.________-Gutachter hielten – wie bereits ausgeführt (vgl. E. 5.2.1 hier-
vor) – überzeugend und schlüssig fest, dass eine neurodegenerative Er-
krankung zu keinem Zeitpunkt hinreichend wahrscheinlich habe belegt 
werden können. Soweit die Beschwerdeführerin bzw. ihre Rechtsvertreterin 
sodann die Schlüssigkeit des MEDAS D.________-Gutachtens und der 
jeweiligen Teilgutachten mit eigenen medizinischen Überlegungen bezwei-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. März 2025, IV 200 2024 642

-30-

felt, ist festzuhalten, dass es sich dabei nicht um fachärztliche Stellung-
nahmen handelt. 

Mit der Beschwerdegegnerin ist zudem festzuhalten (Beschwerdeantwort 
S. 3 lit. C Ziff. 8), dass auch der Bericht von Dr. med. O.________ vom 
1. Oktober 2024 (act. I 15) das MEDAS D.________-Gutachten nicht in 
Zweifel zu ziehen vermag. Zwar führt der Arzt aus, dass die Beschwerde-
führerin kaum selbstständig den Alltag bewältigen könne und eine Selbst-
eingliederung der Beschwerdeführerin im ersten Arbeitsmarkt jenseits 
jeglicher Vernunft und illusorisch sei; zur Begründung dieser Ausführungen 
nennt Dr. med. O.________ jedoch keinerlei objektive Befunde. 

5.2.4 Mit Blick auf die vorstehenden Ausführungen ist der Sachverhalt 
rechtsgenüglich abgeklärt. Auf weitere Beweismassnahmen, namentlich 
das beantragte gerichtliche Obergutachten, kann in antizipierter Beweis-
würdigung (BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 
E. 1d S. 162; Urteil des BGer 9C_298/2024 vom 14. August 2024 E. 5.2, 
zur Publikation vorgesehen; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 162, 9C_296/2018 
E. 4) verzichtet werden. 

5.2.5 Aus Gründen der Verhältnismässigkeit kann dort von einem struktu-
rierten Beweisverfahren abgesehen werden, wo es nicht nötig oder geeig-
net ist. Es bleibt daher etwa dann entbehrlich, wenn für eine – länger 
dauernde (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) – (psychisch bedingte) Arbeitsunfähig-
keit nach bestehender Aktenlage keine Hinweise (mehr) bestehen oder 
eine solche im Rahmen beweiswertiger fachärztlicher Berichte in nachvoll-
ziehbar begründeter Weise verneint wird und allfälligen gegenteiligen Ein-
schätzungen mangels fachärztlicher Qualifikation oder aus anderen 
Gründen kein Beweiswert beigemessen werden kann (BGE 145 V 215 E. 7 
S. 228). Da hier die MEDAS D.________-Gutachter aus psychiatrischer 
Sicht überzeugend und schlüssig keine Diagnosen mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit gestellt haben und die übrigen Akten dieses Ergebnis nicht 
in Zweifel zu ziehen vermögen, kann vorliegend auf eine Indikatorenprü-
fung gemäss BGE 141 V 281 verzichtet werden.

5.3 Damit ist ein Revisionsgrund im Sinne einer gesundheitlichen Ver-
besserung per Mai 2023 gegeben und der Leistungsanspruch ist frei zu 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. März 2025, IV 200 2024 642

-31-

prüfen (vgl. E. 3.3.5 hiervor), wobei das gutachterlich definierte Zumutbar-
keitsprofil massgebend ist; eine Einschränkung besteht einzig aus orthopä-
discher Sicht (vgl. act. II 172.1/8). 

6.

Es ist somit im Folgenden die Invaliditätsbemessung vorzunehmen. Die 
Rechtsgrundlagen für die Bestimmung des Invaliditätsgrades haben mit 
Inkrafttreten der IVG-Änderung vom 19. Juni 2020 geändert. 

6.1 Für den Zeitraum bis 31. Dezember 2021 gilt was folgt: 

6.1.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

6.1.2 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft. Die Ermittlung des Valideneinkommens hat 
so konkret wie möglich zu erfolgen (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110, 134 V 
322 E. 4.1 S. 325; SVR 2022 UV Nr. 4 S. 12, 8C_134/2021 E. 3.2). Lässt 
sich aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse das ohne gesundheitliche Be-
einträchtigung realisierbare Einkommen nicht hinreichend genau beziffern, 
ist auf statistische Werte wie die vom Bundesamt für Statistik (BFS) her-
ausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) abzustellen. Auf sie darf 
jedoch im Rahmen der Invaliditätsbemessung nur unter Mitberücksichti-
gung der für die Entlöhnung im Einzelfall gegebenenfalls relevanten per-
sönlichen und beruflichen Faktoren abgestellt werden (BGE 144 I 103 E. 
5.3 S. 110; SVR 2022 IV Nr. 22 S. 70, 8C_276/2021 E. 4.2).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. März 2025, IV 200 2024 642

-32-

6.1.3 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 148 V 174 E. 6.2 S. 181, 143 V 295 E. 2.2 
S. 296). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens 
keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit 
aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne 
gemäss den vom BFS herausgegebenen LSE herangezogen werden. Da-
bei wird in der Regel der Totalwert angewendet. Praxisgemäss ist beim 
anhand der LSE vorgenommenen Einkommensvergleich sodann von der 
Tabellengruppe A (standardisierte Bruttolöhne) auszugehen, wobei übli-
cherweise auf die Tabelle TA1_tirage_skill_level, privater Sektor, abgestellt 
wird. Bei der Verwendung der standardisierten Bruttolöhne ist gemäss 
Rechtsprechung jeweils vom sogenannten Zentralwert (Median) auszuge-
hen (BGE 148 V 174 E. 6.2 S. 181, 143 V 295 E. 2.2 S. 297).

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invaliden-
einkommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, 
wobei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist 
(BGE 148 V 174 E. 6.3 S. 182, 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 
S. 327; SVR 2024 UV Nr. 14 S. 58, 8C_706/2022 E. 6.1.2, 2018 IV Nr. 46 
S. 147, 8C_211/2018 E. 3.3). 

6.2 Für die Zeit ab 1. Januar 2022 präsentiert sich die Rechtslage wie 
folgt:

6.2.1 Gemäss Art. 28a Abs. 1 IVG richtet sich die Bemessung des Invali-
ditätsgrades von erwerbstätigen Versicherten nach Art. 16 ATSG (vgl. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. März 2025, IV 200 2024 642

-33-

E. 6.1.1 hiervor). Der Bundesrat umschreibt die zur Bemessung des Invali-
ditätsgrades massgebenden Erwerbseinkommen sowie die anwendbaren 
Korrekturfaktoren. 

Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hy-
pothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- 
und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und 
allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum 
Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 150 V 67 E. 4.1 S. 69, 143 
V 295 E. 4.1.3 S. 300, 129 V 222; vgl. auch Art. 25 Abs. 2 IVV).

Soweit für die Bestimmung der massgebenden Erwerbseinkommen statisti-
sche Werte herangezogen werden, sind die Zentralwerte der LSE des BFS 
massgebend. Andere statistische Werte können beigezogen werden, so-
fern das Einkommen im Einzelfall nicht in der LSE abgebildet ist. Es sind 
altersunabhängige und geschlechtsspezifische Werte zu verwenden 
(Art. 25 Abs. 3 IVV). Die statistischen Werte nach Abs. 3 sind an die be-
triebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen und an die Nominal-
lohnentwicklung anzupassen (Art. 25 Abs. 4 IVV). 

6.2.2 Für die Ermittlung des Einkommens ohne Invalidität (Validenein-
kommen; Art. 16 ATSG) ist entscheidend, was die versicherte Person im 
Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte 
(BGE 134 V 322 E. 4.1 S. 325). Das Valideneinkommen bestimmt sich an-
hand des zuletzt vor Eintritt der Invalidität tatsächlich erzielten Erwerbsein-
kommens. Unterlag das in den letzten Jahren vor Eintritt der Invalidität 
erzielte Erwerbseinkommen starken Schwankungen, so wird auf ein ange-
messenes Durchschnittseinkommen abgestellt (Art. 26 Abs. 1 IVV). Kann 
das tatsächlich erzielte Erwerbseinkommen nicht oder nicht hinreichend 
genau bestimmt werden, so wird das Einkommen ohne Invalidität nach 
statistischen Werten nach Art. 25 Abs. 3 IVV für eine Person bei gleicher 
Ausbildung und entsprechenden beruflichen Verhältnissen festgelegt 
(Art. 26 Abs. 4 IVV).

6.2.3 Erzielt die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität ein Er-
werbseinkommen, so wird ihr dieses als Einkommen mit Invalidität (Art. 16 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. März 2025, IV 200 2024 642

-34-

ATSG) angerechnet, sofern sie damit ihre verbliebene funktionelle Leis-
tungsfähigkeit in Bezug auf eine ihr zumutbare Erwerbstätigkeit bestmög-
lich verwertet (Art. 26bis Abs. 1 IVV). Liegt kein anrechenbares Erwerbsein-
kommen vor, so wird das Einkommen mit Invalidität nach statistischen 
Werten gemäss Art. 25 Abs. 3 IVV bestimmt. Kann die versicherte Person 
aufgrund ihrer Invalidität nur noch mit einer funktionellen Leistungsfähigkeit 
nach Art. 49 Abs. 1bis IVV von 50 % oder weniger tätig sein, so werden vom 
statistisch bestimmten Wert 10 % für Teilzeitarbeit abgezogen (Art. 26bis 
Abs. 3 IVV in der bis 31. Dezember 2023 gültig gewesenen Fassung). So-
weit aufgrund der gegebenen Fallumstände, bei Beachtung von Art. 26 
Abs. 2 und Art. 26bis Abs. 3 IVV (in der bis 31. Dezember 2023 gültig gewe-
senen Fassung) sowie der nach Art. 49 Abs. 1bis IVV ärztlich festgelegten 
qualitativen und quantitativen Leistungsfähigkeit Bedarf an weitergehender 
Korrektur besteht, ist, was die zu berücksichtigenden Faktoren und deren 
Gewichtung beim leidensbedingten Abzug angeht, ergänzend auf die bis-
herigen Rechtsprechungsgrundsätze zurückzugreifen (Urteil des BGer 
8C_823/2023 vom 8. Juli 2024 E. 10.6, zur Publikation vorgesehen).

6.3 Nebst dem medizinischen Revisionsgrund der gesundheitlichen 
Verbesserung ab dem Gutachtenszeitpunkt per Mai 2023 (vgl. E. 5.2 und 
5.3 hiervor) liegt mit dem von der Beschwerdegegnerin per 2021 ange-
nommenen und zu Recht nicht bestrittenen Statuswechsel von 92 % Er-
werb und 8 % Haushalt (act. II 56/4 ff. Ziff. 3.4 und 4) zu 100 % Erwerb und 
0 % Haushalt aufgrund der inzwischen weggefallenen Kinderbetreuung und 
der zwischenzeitlich eingetretenen Volljährigkeit der 20XX geborenen und 
nur am Wochenende bei der Beschwerdeführerin lebenden Tochter (vgl. 
act. II 187/6, 192/4 Ziff. 4.2) ein weiterer Revisionsgrund vor, und zwar per 
August 2021, dem Zeitpunkt des durch die Beschwerdeführerin gestellten 
Revisionsbegehrens (act. II 93). Da gemäss Art. 88bis Abs. 1 lit. a IVV die 
Erhöhung der Renten frühestens – sofern der Versicherte die Revision ver-
langt – von dem Monat an, in dem das Revisionsbegehren gestellt wurde, 
erfolgt, ist somit per August 2021 eine Invaliditätsbemessung vorzuneh-
men. Der von der Beschwerdegegnerin auf den besagten Zeitpunkt hin 
vorgenommene Einkommensvergleich ist nicht zu beanstanden (act. II 
192/6 Ziff. 5.2 und 5.3), hat sie doch unter Bezugnahme auf VGE 200 2020 
102 E. 6.2 und 6.3 das Valideneinkommen gestützt auf die Ziff. 47 (…) der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. März 2025, IV 200 2024 642

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Tabelle TA1, Kompetenzniveau 1, LSE 2020, Frauen, und das Invaliden-
einkommen basierend auf der LSE 2020, Tabelle TA1, Kompetenzniveau 
1, Total, Frauen, ermittelt. Folglich ist auch der Einwand der Beschwerde-
führerin (Eingabe vom 24. September 2024 S. 5 lit. d) nicht zu hören, wo-
nach beim Valideneinkommen auf das Kompetenzniveau 2 abzustellen sei. 
Gleiches gilt auch für den Einwand (Eingabe vom 24. September 2024 S. 5 
lit. c), wonach die Beschwerdeführerin als frühinvalid gelte, da dies bereits 
in VGE 200 2020 102 E. 6.2 verneint wurde. Der von der Beschwerdegeg-
nerin gewährte 10%ige Tabellenlohnabzug (vgl. E. 6.1.3 hiervor) ist nicht 
zu beanstanden. 

Folglich beträgt der Invaliditätsgrad per August 2021 gerundet 57 % (act. II 
192/6 Ziff. 5.3), womit die Beschwerdeführerin ab 1. August 2021 Anspruch 
auf eine halbe Rente hat (vgl. Art. 88bis Abs. 1 lit. a IVV).

6.4

6.4.1 Eine weitere Invaliditätsbemessung ist mit Blick auf den Revisions-
grund der gutachterlich per Mai 2023 festgestellten gesundheitlichen Ver-
besserung (vgl. E. 5.2 und 5.3 hiervor) hin vorzunehmen. Die beiden 
Vergleichseinkommen sind wiederum gestützt auf statistische Daten zu 
ermitteln (vgl. E. 6.3 hiervor). Wird im Rahmen der Invaliditätsbemessung 
auf Tabellenlöhne abgestellt, so sind die aktuellsten statistischen Daten 
beizuziehen. Gemeint sind damit die im Verfügungszeitpunkt bezogen auf 
den Zeitpunkt des Rentenbeginns aktuellsten veröffentlichten Daten 
(BGE 150 V 67 E. 4.2 S. 70). 

6.4.2 Die Tabelle TA1_tirage_skill_level, Monatlicher Bruttolohn (Zentral-
wert) nach Wirtschaftszweigen, Kompetenzniveau und Geschlecht, Privater 
Sektor der LSE 2022 wurde am 29. Mai 2024 veröffentlicht (<htt-
ps://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/katalog.assetdetail.3160696
8.html>) und somit vor Erlass der angefochtenen Verfügung vom 16. Au-
gust 2024 (act. II 220), womit diese Tabelle vorliegend zur Anwendung ge-
langt.

Für das Valideneinkommen ist auf Ziff. 47 (…), Kompetenzniveau 1, Frau-
en, im Betrag von Fr. 4'505.-- monatlich bzw. Fr. 54'060.--jährlich abzustel-
len. Indexiert auf das Jahr 2023 resultiert ein Betrag von Fr. 54'985.85 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. März 2025, IV 200 2024 642

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(Tabelle T1.2.15, Nominallohnindex, Frauen 2016 - 2023, Ziff. 45 - 96, Sek-
tor 3 Dienstleistungen, Index Jahr 2022: 105.1 Punkte, Index Jahr 2023: 
106.9 Punkte). Die Anpassung an die betriebsübliche wöchentliche Ar-
beitszeit von 41.6 Stunden im Jahr 2023 für Ziff. 47 (…) ergibt ein Validen-
einkommen von Fr. 57’185.30 (Tabelle T03.02.03.01.04.01, Fr. 54'985.85 : 
40 h x 41.6 h). 

Für das Invalideneinkommen ist auf den Abschnitt Total, Kompetenzni-
veau 1, Frauen, im Betrag von Fr. 4'367.-- monatlich bzw. Fr. 52'404.--
jährlich abzustellen. Indexiert auf das Jahr 2023 resultiert ein Betrag von 
Fr. 53'351.35 (Tabelle T1.2.15, Nominallohnindex, Frauen 2016 - 2023, 
Ziff. 05 - 96, Total, Index Jahr 2022: 105.1 Punkte, Index Jahr 2023: 107.0 
Punkte). Die Anpassung an die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit 
von 41.7 Stunden im Jahr 2023 für Ziff. 01 - 96 (Total) ergibt ein Invaliden-
einkommen von Fr. 55'618.80 (Tabelle T03.02.03.01.04.0, Fr. 53'351.35 : 
40 h x 41.7 h). Für die Gewährung eines Tabellenlohnabzuges sind vorlie-
gend keine Gründe gegeben (vgl. E. 6.2.3 hiervor).

6.4.3 Die Gegenüberstellung der beiden hypothetischen Vergleichsein-
kommen ergibt somit per Mai 2023 einen nicht rentenbegründenden Invali-
ditätsgrad von gerundet 3 % ([Fr. 57'185.30 - Fr. 55'618.80] : Fr. 57'185.30 
x 100 = 2.74 %; zu den Rundungsregeln vgl. BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 
S. 123; SVR 2019 IV Nr. 61 S. 196, 8C_575/2018 E. 7.1). 

Wie die Beschwerdegegnerin zutreffend festhält (Beschwerdeantwort S. 4 
lit. C Ziff. 11), ist laut den MEDAS D.________-Gutachtern rückwirkend 
nicht beurteilbar, ab wann sich der Gesundheitszustand der Beschwerde-
führerin wesentlich verbessert hat (vgl. act. II 172.6/18 Ziff. 3), weshalb die 
Gutachter von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit (spätestens) ab dem Begut-
achtungszeitpunkt ausgingen (act. II 172.1/8 f. Ziff. 4.6 f.). In einem solchen 
Fall kann es sich gemäss Rechtsprechung rechtfertigen, die Rente bereits 
auf den Zeitpunkt der Begutachtung hin herabzusetzen oder aufzuheben 
(Urteil des BGer 9C_687/2018 vom 16. Mai 2019 E. 2). Folglich ist die ab 1. 
August 2021 gewährte halbe Rente auf den Zeitpunkt der Begutachtung, 
d.h. per Ende Mai 2023, auf die bisherige Viertelsrente herabzusetzen; 
Letztere ist in Anwendung von Art. 88bis Abs. 2 lit. a IVV per Ende Septem-
ber 2024 aufzuheben.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. März 2025, IV 200 2024 642

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Entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin (Beschwerde S. 2; 
Eingabe vom 24. September 2024 S. 6 lit. e; Eingaben vom 30. September 
und 7. Oktober 2024; Eingabe vom 9. Dezember 2024 S. 3) sind vorliegend 
vor der Rentenaufhebung keine Eingliederungsmassnahmen zu gewähren 
(vgl. dazu BGE 148 V 321 E. 7.3.2 S. 326, 145 V 209 E. 5.1 S. 211, 141 V 
5 E. 4.1 und 4.2.1 S. 7; SVR 2019 IV Nr. 38 S. 120, 8C_680/2018 E. 5.2, 
2016 IV Nr. 27 S. 80, 8C_19/2016 E. 5.1, 2011 IV Nr. 30 S. 86, 
9C_163/2009 E. 4.2.1 und 4.2.2, Nr. 73 S. 220, 9C_228/2010 E. 3.3), da 
die 1971 geborene Beschwerdeführerin (act. II 3/1) im Verfügungszeitpunkt 
am 16. August 2024 (act. II 220) weder das 55. Altersjahr erreicht hatte 
noch in Bezug auf die ab dem 1. Mai 2017 gewährte Rente (act. II 69, 86) 
eine 15jährige Rentenbezugsdauer gegeben war. 

6.5 Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung vom 
16. August 2024 (act. II 220) in teilweiser Gutheissung der Beschwerde 
dahingehend abzuändern, als die bisherige Viertelsrente für den Zeitraum 
vom 1. August 2021 bis 31. Mai 2023 auf eine halbe Rente zu erhöhen ist. 
Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen. 

7.

7.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

Angesichts der temporären Rentenerhöhung vom 1. August 2021 bis 
31. Mai 2023 (vgl. E. 6.5 hiervor) ist je von einem hälftigen Obsiegen bzw. 
Unterliegen der Parteien auszugehen. 

Folglich sind die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, im 
Umfang von je Fr. 400.-- von der Beschwerdeführerin und der Beschwer-
degegnerin zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4), wo-
bei der Anteil der Beschwerdeführerin dem in der Höhe von Fr. 800.-- 
geleisteten Kostenvorschuss zu entnehmen ist. Der davon verbleibende 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. März 2025, IV 200 2024 642

-38-

Restbetrag von Fr. 400.-- ist der Beschwerdeführerin nach Eintritt der 
Rechtskraft des Urteils zurückzuerstatten.

7.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Versicherungsgericht festge-
setzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streit-
sache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g 
ATSG). Nach der Rechtsprechung hat die beschwerdeführende Partei bei 
teilweisem Obsiegen mindestens Anspruch auf eine reduzierte Parteien-
tschädigung (BGE 110 V 54 E. 3a S. 57; SVR 2003 EL Nr. 5 S. 13, P 71/00 
E. 4.1).

Rechtsanwältin Dr. iur. B.________ war bzw. ist vom XX.XX bis XX.XX 
20XX und vom XX.XX 20XX bis XX.XX 20XX mit einem Berufsausübungs-
verbot belegt (Entscheide der Anwaltsaufsichtsbehörde des Kantons Bern 
… und …; vgl. auch Anwaltsregister des Kantons Bern [<…>]). Da im Ge-
biet des Sozialversicherungsrechts kein Anwaltsmonopol besteht (Art. 15 
Abs. 4 VRPG), konnte bzw. kann Rechtsanwältin Dr. iur. B.________ in 
Beschwerdeverfahren wie dem vorliegenden auch während der Dauer des 
Berufsausübungsverbots grundsätzlich als Vertreterin handeln. Das Hono-
rar zwischen Anwalt und Klientschaft kann frei vereinbart werden, weshalb 
grundsätzlich der vereinbarte Honoraransatz gilt, aufgrund des Berufsaus-
übungsverbots jedoch nicht die Regelung gemäss der kantonalen Verord-
nung vom 17. Mai 2006 über die Bemessung des Parteikostenersatzes 
(Parteikostenverordnung, PKV; BSG 168.811). Die Kostennote ist jedoch 
auf ihre Angemessenheit zu prüfen. 

Rechtsanwältin Dr. iur. B.________ macht mit einer undatierten, am 
10. Dezember 2024 beim Gericht eingegangenen Kostennote für die Zeit 
vom 19. August bis 9. Dezember 2024 einen Aufwand von 20.6 Stunden 
bzw. ein Honorar von Fr. 5'150.-- (20.6 h x Fr. 250.--) zuzüglich Auslagen 
von Fr. 121.70 und Mehrwertsteuer von Fr. 427.-- (8.1 % von Fr. 5'271.70), 
total Fr. 5'698.70 geltend, was mit Blick auf die teilweise unnötigen Aus-
führungen in den Eingaben der Beschwerdeführerin zu hoch ist. Unter 
Berücksichtigung der Bedeutung und der Schwierigkeit des hier zu beurtei-
lenden Verfahrens sowie in Anbetracht der in vergleichbaren Fällen ge-
sprochenen Entschädigungen ist vorliegend die Entschädigung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. März 2025, IV 200 2024 642

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ermessensweise auf pauschal Fr. 4‘000.-- (inklusive Auslagen und Mehr-
wertsteuer) festzusetzen. Aufgrund des hälftigen Obsiegens beläuft sich die 
Parteientschädigung somit pauschal auf Fr. 2'000.-- (inklusive Auslagen 
und Mehrwertsteuer); diesen Betrag hat die Beschwerdegegnerin der Be-
schwerdeführerin zu ersetzen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Ver-
fügung der IV-Stelle Bern vom 16. August 2024 dahingehend abgeän-
dert, als die bisherige Viertelsrente für den Zeitraum vom 1. August 
2021 bis 31. Mai 2023 auf eine halbe Rente erhöht wird. Im Übrigen 
wird die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden je hälftig der Beschwerde-
führerin (Fr. 400.--) und der Beschwerdegegnerin (Fr. 400.--) zur Be-
zahlung auferlegt. Der Anteil der Beschwerdeführerin wird dem 
geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 800.-- entnommen. Der Restbe-
trag von Fr. 400.-- wird der Beschwerdeführerin nach Eintritt der 
Rechtskraft des Urteils zurückerstattet.

3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 2'000.-- (inkl. Auslagen und MWST), zu er-
setzen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. März 2025, IV 200 2024 642

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4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin Dr. iur. B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.