# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8496e7fc-389d-531a-bd29-ed0fb09c41d5
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 1988-08-26
**Language:** de
**Title:** Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) sonstige Behörden 26.08.1988 JAAC 52.57
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_VB/CH_VB_999_JAAC-52-57--_1988-08-26.pdf

## Full Text

JAAC 52.57

Verfügung des Eidgenössischen Departements des
Innern vom 26. August 1988

Surveillance des fondations. Fortune suffisante en tant que condition
de validité de la constitution d’une fondation. En cas de constitution
prévue avec un capital initial réduit, il sied de produire des pièces qui
permettent de compter sérieusement sur de futurs dons suffisants[2].

Stiftungsaufsicht. Hinreichendes Vermögen als Voraussetzung für
die rechtsgültige Errichtung einer Stiftung. Wird eine Gründung
mit geringerem Anfangskapital vorgesehen, so müssen Unterlagen
beigebracht werden, aus denen hervorgeht, dass nach der Gründung
mit weiteren, hinreichenden Zuwendungen ernsthaft gerechnet werden
darf.

Vigilanza delle fondazioni. Patrimonio sufficiente quale condizione
di validità per la costituzione di una fondazione. Ove la costituzione
sia stata prevista con un capitale iniziale ridotto, vanno prodotti
documenti dai quali risulti che a costituzione avvenuta si potrà contare
seriamente su future elargizioni sufficienti.

1. Gemäss Art. 80 ZGB bedarf es zur Errichtung einer Stiftung der Widmung
eines Vermögens für einen besonderen Zweck. Dieses Vermögen muss so
gross sein, dass eine einigermassen nennenswerte Tätigkeit der Stiftung
möglich ist (Riemer Hans Michael, Personenrecht, Berner Kommentar, 1975,

1

N. 29 zu Art. 80 ZGB). Erfüllt die Stiftung das Vermögenserfordernis nicht, so
kann sie nicht gültig errichtet werden; zumindest muss die Eintragung ins
Handelsregister verweigert werden (Riemer, a.a.O., N. 24 mit Zitaten).

In der neueren Praxis wird die Errichtung auch mit einem geringeren
Anfangskapital zugelassen, sofern mit weiteren, hinreichenden Zuwendungen
ernsthaft gerechnet werden darf (Riemer, a.a.O., N. 29, vgl. BGE 96 II 296 f. und
BGE 99 II 261). Es ist Sache des Stifters, zuhanden der Aufsichtsbehörde und
des Handelsregisterführers die erforderlichen Beweismittel (Zusicherungen,
glaubwürdige Absichtserklärungen und anderes mehr) vorzulegen.

2. Im Falle der Stiftung X übersteigt der Finanzbedarf für eine angemessene
Erfüllung des recht aufwendigen Zweckes (Förderung der medizinischen
Forschung, Ausrichtung von Stipendien und Unterstützung der medizinischen
Behandlung auf einem Spezialgebiet in einem Drittweltland) das
Anfangskapital von Fr. 10 000.- um ein Mehrfaches, zumal grundsätzlich nur
die Vermögenserträgnisse zur Verfügung stehen. Der Stifter hat daher vorerst
die vorn unter Ziff. 1 genannten Beweismittel vorzulegen oder entsprechende
Verpflichtungserklärungen abzugeben.

[2] Corrigé selon JAAC 53/I.

2

http://jumpcgi.bger.ch/cgi-bin/JumpCGI?id=BGE_96_II_296&resolve=1
http://jumpcgi.bger.ch/cgi-bin/JumpCGI?id=BGE_99_II_261&resolve=1

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

JAAC 52.57 - Verfügung des Eidgenössischen Departements des Innern vom 26. August

1988

In Verwaltungspraxis der Bundesbehörden
Dans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération
In Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione

Jahr 1988
Année

Anno

Band 52
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Ref. No 150 000 791

Das Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv und die Bundeskanzlei konvertiert.

Le document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale.

Il documento è stato convertito dall'Archivio federale svizzero e della Cancelleria federale.

	Verfügung des Eidgenössischen Departements des Innern vom 26. August 1988