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**Case Identifier:** 0e2c9b6c-1fd8-51f5-94c8-a68efbdad5f8
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-24
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 24.03.2025 200 2024 792
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2024-792_2025-03-24.pdf

## Full Text

IV 200 2024 792 
SCI/ZID/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 24. März 2025

Verwaltungsrichter Schwegler, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Mauerhofer, Verwaltungsrichter Isliker
Gerichtsschreiber Zimmermann

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern  
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 25. Oktober 2024

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. März 2025, IV 200 2024 792

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Sachverhalt:

A.

Die 2001 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin), 
die nach dem Realschulabschluss den Lehrgang ... absolviert hatte, melde-
te sich im Januar 2022 bei der Invalidenversicherung (IV) zum Leistungs-
bezug an; sie gab an, an Müdigkeit und Antriebslosigkeit zu leiden und seit 
dem 17. November 2021 wegen einer Depression in psychiatrischer Be-
handlung zu sein (Akten der IV-Stelle Bern [IVB bzw. Beschwerdegegnerin; 
act. II] 1, 3/2). Im Rahmen erwerblicher und medizinischer Abklärungen 
konsultierte die IVB den Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD; Bericht vom 
4. Oktober 2022 [act. II 27/4 f.] und Aktennotiz vom 17. November 2022 
[act. II 30]) und initiierte in der Folge ein Aufbautraining vom 9. Januar bis 
4. Juni 2023 (mit Stabilisierung in einem Pensum von 40 %; act. II 34, 36, 
47, 52, 55, 59, 62) und ein Arbeitstraining im ersten Arbeitsmarkt mit Coa-
ching-Leistung ab dem 5. Juni 2023, wo die Versicherte das geforderte 
Pensum von 60 % nicht erreichte (act. II 72 f., 79, 81, 99). Nach erfolgter 
Aufforderung zur Schadenminderung (Wiederaufnahme einer regelmässi-
gen therapeutischen Behandlung; act. II 86) beendete die IVB mit Verfü-
gung vom 15. November 2023 die Eingliederungsmassnahmen und die 
berufliche Eingliederung aufgrund fehlenden Eingliederungspotentials per 
4. Oktober 2023 (act. II 99/2, 100; vgl. auch act. II 92). Auf Empfehlung des 
RAD (act. II 87/4, 95, 102) erfolgten eine externe neuropsychologische Un-
tersuchung (Konsiliumsbericht vom 31. Januar 2024; act. II 109/2 ff.) und 
(nach Aufforderung zur Mitwirkung [act. II 113]) eine psychiatrische Begut-
achtung (Gutachten vom 28. Mai 2024; act. II 123.1). Mit Vorbescheid vom 
28. Juni 2024 stellte die IVB die Abweisung des Leistungsbegehrens auf-
grund fehlender Invalidität in Aussicht (act. II 124). Nach erhobenem Ein-
wand der Versicherten (unter Beilage eines Berichts ihrer Behandler vom 
9. August 2024; act. II 125, 128) und nach Eingang einer Stellungnahme 
des Gutachters vom 15. Oktober 2024 (act. II 130) verfügte die IVB am 
25. Oktober 2024 wie angekündigt (act. II 131).

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B.

Hiergegen liess die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. 
B.________, mit Eingabe vom 26. November 2024 Beschwerde erheben 
und beantragen, in Aufhebung der angefochtenen Verfügung sei die Sache 
zur weiteren Abklärung des Sachverhalts an die Beschwerdegegnerin 
zurückzuweisen, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.

Mit Beschwerdeantwort vom 18. Dezember 2024 schloss die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Ver-
waltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 6. Ok-
tober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist ge-
geben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über 
Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungs-
rechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwer-
de einzutreten.

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1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 25. Oktober 2024 
(act. II 131). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführe-
rin auf Leistungen der IV.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Ren-
te, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines 
Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % 
arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses 
Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Eine Rente 
nach Abs. 1 wird nicht zugesprochen, solange die Möglichkeiten zur Ein-
gliederung im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter nicht ausgeschöpft sind 

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(Art. 28 Abs. 1bis IVG). Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 
IVG frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des 
Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Mo-
nat, der auf die Vollendung des 18. Altersjahres folgt.

2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2021 IV 
Nr. 54 S. 180, 9C_540/2020 E. 2.3).

3.

3.1 Was den Gesundheitszustand und die Arbeits- und Leistungsfähig-
keit der Beschwerdeführerin betrifft, ist den Akten im Wesentlichen das 
Folgende zu entnehmen:

3.1.1 In Vertretung des Hausarztes, Dr. med. C.________, Facharzt für 
Allgemeine Innere Medizin, diagnostizierte Dr. med. D.________, Prakti-
scher Arzt, im Vertretungsbericht nach einer Konsultation vom 20. Juli 2021 
"Erschöpfungssymptome, Stress bei der Arbeit". Dr. med. D.________ 
führte weiter aus, die Beschwerdeführerin könne sich nicht mehr erholen, 
sie verneine eine Depression, sie nehme keine Medikamente ein und es 
bestehe keine signifikante Vorgeschichte (act. II 10/5). Nach mehreren Fol-
gekonsultationen bei Dr. med. C.________ wegen einer psychosozialen 
Belastungssituation am Arbeitsplatz (personelle Unterbesetzung) stellte 
dieser im Bericht vom 18. Oktober 2021 die Verdachtsdiagnosen einer be-
ginnenden depressiven Episode und einer Anpassungsstörung sowie einer 
Adipositas (DD psychogen). Er überwies die Versicherte an die 
E.________ in ... (act. II 10/3 f.).

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3.1.2 In dem auf den 24. März 2022 datierten Aufnahmebericht des 
E.________ vom 17. November 2021 beschrieb Dr. med. univ. 
F.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, einerseits ei-
nen unauffälligen Befund hinsichtlich Aufmerksamkeit/Konzentrati-
on/Auffassung wie auch hinsichtlich des Gedächtnisses und hielt anderer-
seits bei leicht reduziertem Antrieb eine niedergeschlagene affektive 
Grundstimmung mit wiederholtem Weinen fest. Obwohl von der Beschwer-
deführerin eine erste depressive Episode beschrieben werde, fänden sich 
anamnestisch wiederholte Burn-outs bei der Arbeit mit anschliessender 
Pensumsreduktion, weshalb es sich am ehesten um eine rezidivierende 
depressive Störung, ggw. mittelgradige bis schwere Episode mit somati-
schem Syndrom (ICD-10 F33.11), handle. Es bestehe eine volle Arbeitsun-
fähigkeit (act. II 20/10 f.; vgl. auch act. II 4). Ergänzend führte sie im IV-
Arztbericht vom 24. März 2022 aus, die Behandlungen erfolgten in Abstän-
den von drei bis vier Wochen (act. II 20/3 Ziff. 1.2). Einzig die noch vorhan-
dene depressive Symptomatik (Ein- und Durchschlafstörungen, noch sub-
depressive Emotionalität, schnelle Reizüberflutung, erhöhter Regenerie-
rungsbedarf; act. II 20/5 Ziff. 2.4) stehe einer Eingliederung im Wege (act. II 
20/8 Ziff. 4.4). Auch im Arztbericht vom 20. April 2022 an den Krankentag-
geldversicherer wurde einzig eine rezidivierende depressive Störung dia-
gnostiziert (act. II 43.3/31 Ziff. 5).

Nach leichter Besserung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführe-
rin sah die behandelnde Ärztin zwecks Wiedererlernung einer Tagesstruk-
tur einen Aufenthalt in der Tagesklinik vor und bat die Beschwerdegegnerin 
mit E-Mail vom 25. Mai 2022, dass bei gutem Verlauf in der Tagesklinik 
nach dem Austritt so bald wie möglich eine Eingliederungsmassnahme 
gestartet werde, damit die Beschwerdeführerin nicht wieder in ihre alten 
dysfunktionalen Muster verfalle (act. II 24/2).

3.1.3 Dr. phil. G.________, Fachpsychologe für Psychotherapie und für 
Rechtspsychologie FSP, RAD, führte im Bericht vom 4. Oktober 2022 aus, 
seiner Einschätzung nach könnten nach Austritt aus der Tagesklinik beruf-
liche Massnahmen zunächst zwei Stunden pro Tag mit Steigerung des 
Pensums im weiteren Verlauf und in Rücksprache mit den behandelnden 
Therapeuten bis 80 % (zeitlich und leistungsmässig) durchgeführt werden. 

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Eine Tätigkeit bzw. Ausbildung im ...bereich sei der Beschwerdeführerin mit 
entsprechender fachlicher Unterstützung und Begleitung weiterhin zumut-
bar (act. II 27/4; vgl. auch act. II 30).

3.1.4 Ab dem 23. August 2022 nahm die Beschwerdeführerin die Behand-
lung in der Tagesklinik der psychiatrischen Dienste E.________ auf. Diese 
brach sie am 13. Oktober 2022 ab. Gemäss Austrittsbericht vom 24. Okto-
ber 2022 stellte die Beschwerdeführerin die Sinnhaftigkeit der teilstatio-
nären Behandlung in Frage; sie habe erklärt, keine Symptome mehr zu 
haben. Nach einer Weile seien wieder somatische Erkrankungen dazuge-
kommen, weswegen die Beschwerdeführerin gewünscht habe, die Behand-
lung abzubrechen (act. II 29/2 unten). Der Gesundheitszustand wurde von 
den Behandlern bei guter bzw. fröhlicher affektiver Grundstimmung mit 
vorhandener Schwingungsfähigkeit und gebessertem, wenngleich leicht 
reduziertem Antrieb hinsichtlich der Aufmerksamkeit/Konzentration/Auffas-
sung als subjektiv gut und im Gespräch unauffällig und das Gedächtnis als 
kursorisch unauffällig beschrieben; entsprechend wurde die Depression 
neu als remittiert bezeichnet (ICD-10 F33.4; act. II 29/2). Es wurde drin-
gend der Beginn einer IV-Massnahme empfohlen, um einem allfälligen 
Hospitalismus entgegenzuwirken und die Ressourcen der Beschwerdefüh-
rerin zu nutzen. Schliesslich wies die Behandlerin darauf hin, dass die Be-
schwerdeführerin die Medikation selbstständig abgesetzt habe (act. II 
29/3).

3.1.5 In der Folge wurden Integrationsmassnahmen in Form eines Auf-
bautrainings ab dem 9. Januar 2023 zugesprochen (act. II 34, 47; vgl. auch 
act. II 55). Dem entsprechenden Bericht vom 4. April 2023 zufolge startete 
die Beschwerdeführerin ihr Aufbautraining halbtags im ...bereich, wobei sie 
vormittags insbesondere mit dem "frühen" Aufstehen Mühe bekundet habe. 
Zu Beginn habe sie ausserdem Schwierigkeiten mit der Gewöhnung an die 
Tagesstruktur geäussert. Öfters habe sie fehlende Motivation im Bereich ... 
gezeigt, da sie eigentlich im Bereich ... tätig sein möchte. Ihr Arbeitstempo 
im ... sei eher langsam, die Qualität meist gut gewesen (act. II 59/3 
Ziff. 2.1). In der praktischen Erprobung habe sich gezeigt, dass die Be-
schwerdeführerin eine schnelle Auffassungsgabe habe und sich den Um-
gang mit der ... am ... rasch angeeignet habe; auch bei der ... habe sie kor-

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rekt gearbeitet. Das Arbeitstempo sei reduziert gewesen. Im ... habe sie 
Schwierigkeiten gehabt, anstehende und zu erledigende Arbeiten von sich 
aus zu erkennen; ihre Arbeitsleistung sei hier als eher mangelhaft zu quali-
fizieren. Bei der ... gehe sie anstrengender Arbeit aus dem Weg und suche 
sich tendenziell eher die leichteren Arbeiten aus (act. II 59/5 f. Ziff. 3.1). Bei 
den körperlichen Ressourcen sei die Adipositas hinderlich; betreffend die 
psychischen Ressourcen sei anzumerken, dass sich die Beschwerdeführe-
rin häufig eher unmotiviert gezeigt habe, öfter auch unpünktlich erschienen 
sei und häufige krankheitsbedingte Absenzen (v.a. montags) zu verzeich-
nen gehabt habe. Die Basisbildung (Lesen, Schreiben, Rechnen, Allge-
meinwissen, spezifisches Wissen etc.) sei als durchschnittlich/normal zu 
bezeichnen, ebenso die Lernfähigkeit, wobei nochmals auf die rasche Auf-
fassungsgabe hingewiesen wurde. Aufträge würden zwar nach Vorgabe, 
aber langsam ausgeführt (act. II 59/7). Die Fachleute der beruflichen Ein-
gliederung kamen hinsichtlich der Vermittelbarkeit im ersten Arbeitsmarkt 
zum Schluss, dass diese aufgrund des noch deutlich reduzierten Pensums 
(ca. 40 %; vgl. act. II 59/8 Ziff. 3.2) sowie der Unsicherheit, wie sich eine 
Steigerung des Pensums auf die psychische Stabilität der Beschwerdefüh-
rerin auswirke, nicht gegeben sei (act. II 59/9 Ziff. 4.1; vgl. auch act. II 66).

3.1.6 Angeschlossen wurde ein Arbeitstraining im ersten Arbeitsmarkt bei 
den E.________ (act. II 72, 79), wo die Beschwerdeführerin zunächst ein 
Pensum von 60 % erreichte (act. II 78/2, 84/1), sich dann aber die gegebe-
nen Rahmenbedingungen nicht mehr zutraute (act. II 94). Im Bericht vom 
9. November 2023 führte die H.________ aus, dass die Beschwerdeführe-
rin seit der letzten Beurteilung (vgl. act. II 59) keine weiteren Fortschritte 
habe erzielen und das gesteigerte Arbeitspensum nicht habe bewältigen 
können, wobei sich Krankheitsausfälle und verspätetes Erscheinen gehäuft 
hätten (act. II 99/3 Ziff. 2.1). Aktuell sei keine Vermittelbarkeit gegeben 
(act. II 99/3 Ziff. 2.2). In der Folge wurde die Massnahme aufgrund aktuell 
fehlenden Eingliederungspotentials per 4. Oktober 2023 abgebrochen 
(act. II 100).

3.1.7 Auf Empfehlung des RAD erfolgte am 26. Januar 2024 ein neuro-
psychologisches Konsilium bei lic. phil. I.________, Fachpsychologin für 
Psychotherapie und Neuropsychologie FSP (act. II 89; vgl. auch act. II 95). 

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Im Bericht vom 31. Januar 2021 (act. II 109/2 ff.) wurde ein Gesamt-IQ von 
67 (bei einem Vertrauensintervall zwischen 64 und 72) attestiert, wobei 
gemäss lic. phil. I.________ die Compliance-Tests keine Auffälligkeiten 
gezeigt hätten (act. II 109/7 Ziff. IV). Insgesamt bestünden leichte bis mit-
telschwere kognitive Einschränkungen. Diese beträfen einerseits das Erler-
nen neuer Informationen sowie die Auffassung von Aufträgen. Relevante 
Einschränkungen ergäben sich zudem bei den höheren Aufmerksamkeits-
funktionen (selektive und geteilte Aufmerksamkeit), während das Arbeits-
tempo intakt sei, jedoch mit der Zeit eine Ermüdung eintrete. Die Be-
schwerdeführerin sei bei einfachen, neuartigen Planungsaufgaben rasch 
überfordert. Routinierte, praktische und alltagsnahe Aufgaben könne sie 
erfüllen. Teilweise werde sie etwas ablenkbar sein und Schwierigkeiten 
haben, von einer Aufgabe auf eine andere zu wechseln. Insgesamt lasse 
sich das kognitive Ausfallmuster gut im Rahmen einer leichten Intelligenz-
minderung einordnen, entspreche der bisherigen schulischen Laufbahn und 
erkläre zumindest einen Teil der Schwierigkeiten in der Ausbildung. Die 
Psychologin wies weiter auf depressive Symptome hin (vgl. act. II 109/6 f. 
Ziff. IV) und führte aus, dass das kognitive Profil bei stabiler psychischer 
Situation gegebenenfalls etwas besser ausgefallen wäre; es sei momentan 
durch eine leichte depressive Symptomatik überlagert. Letztere erkläre die 
kognitiven Minderleistungen jedoch nicht vollständig. Es sei jedoch davon 
auszugehen, dass die Beschwerdeführerin im Rahmen der reduzierten 
intellektuellen Leistung über mangelnde Copingstrategien verfüge, so dass 
sie bei Überforderung jeweils psychisch dekompensiere, was zu einer rezi-
divierenden depressiven Symptomatik führe. Diagnostisch liege eine leichte 
bis mittelschwere neuropsychologische Störung im Rahmen einer leichten 
Intelligenzminderung (ICD-10 F70; DD: Kombinierte Störung schulischer 
Fähigkeiten [richtig: Fertigkeiten; ICD-10 F81.3]) überlagert durch die be-
kannte rezidivierende depressive Störung (ICD-10 F33), gegenwärtig kli-
nisch leichten Ausmasses, vor. Die Beschwerdeführerin sei eher für eine 
Routinetätigkeit geeignet. In der angestammten Tätigkeit als ... sei sie bei 
ganztägiger Anwesenheit zu 70 % arbeitsfähig (act. II 109/7 f. Ziff. V).

3.1.8 Nachdem die Beschwerdeführerin den ersten Untersuchungstermin 
für die psychiatrische Begutachtung nicht wahrgenommen hatte (vgl. 
act. II 111), erfolgte die Exploration schliesslich (nach Aufforderung zur 

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Mitwirkung [act. II 113]) am 13. März 2024 (act. II 123.1/1) in Kenntnis des 
neuropsychologischen Konsiliums (act. II 123.1/12 ff.). Gestützt darauf ver-
neinte Prof. (Universität für traditionelle Medizin ...) Dr. med. J.________, 
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, psychiatrische Diagnosen mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Allerdings lägen bei der Beschwerde-
führerin (ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit) eine kombinierte 
Störung schulischer Fertigkeiten (ICD-10 F81.3) und ein Status nach Burn-
out (ICD-10 Z56) vor. Die von der Psychologin diagnostizierte IQ-
Minderung könne wohl nicht so ausgeprägt sein, wenn die Beschwerdefüh-
rerin einen Realschulabschluss erlangt habe, einen Führerausweis besitze, 
selbstständig ein Auto fahre und aus der Nähe von ... zur Untersuchung 
nach ... angereist sei (act. II 123.1/40 f. Ziff. 6.3). Es sei davon auszuge-
hen, dass die Beschwerdeführerin über mangelnde Copingstrategien ver-
füge, so dass sie bei Überforderung möglicherweise psychisch dekompen-
siere, was zu einer depressiven Symptomatik führen könne (act. II 123.1/42 
Ziff. 7.2). Aus rein psychiatrischer Sicht bestehe derzeit weder eine Ein-
schränkung in der bisherigen noch in einer adaptierten Tätigkeit. Allerdings 
sei darauf hinzuweisen, dass sich die Beschwerdeführerin möglicherweise 
mit einem Vollpensum überfordere und es dann zu einem Burn-out kom-
men könne. Im Längsschnitt gebe es keine Hinweise für eine verfestigte, 
längerdauernde und höhergradige Arbeitsunfähigkeit im Sinne einer invali-
disierenden Erkrankung (act. II 123.1/42 ff. Ziff. 8.1 f.).

3.1.9 Die aktuellen Behandler der E.________ führten im Bericht vom 
9. August 2024 aus, dass bereits im November 2021 die Diagnose einer 
rezidivierenden und damit wiederkehrenden depressiven Störung mit so-
matischem Syndrom (ICD-10 F33.11) gestellt worden sei. Hinzu komme die 
von lic. phil. I.________ diagnostizierte leichte Intelligenzminderung (ICD-
10 F70), welche viele bereits seit der Kindheit bestehende Schwierigkeiten, 
insbesondere auch im Berufsleben, erkläre. Diese beiden Diagnosen hät-
ten eindeutig einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit, zumal die Beschwer-
deführerin bisher keine Tätigkeit über einem Pensum von 60 % habe halten 
können. Im Verlauf der Behandlung sei nebst der rezidivierenden depressi-
ven Störung und der Intelligenzminderung auch der Verdacht einer Auf-
merksamkeitsstörung aufgekommen (ICD-10 F90.0; in Abklärung). Vor 
dem Hintergrund der bereits seit Geburt bestehenden Beeinträchtigung 

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habe die Beschwerdeführerin vieles kompensieren müssen, damit sie den 
Schulabschluss überhaupt habe bestehen können. Die Tatsache, dass sie 
auch keine Ausbildung habe absolvieren können, sondern lediglich einen 
Zertifikatslehrgang als ... besucht habe, beschreibe die Schwere der 
Störung, insbesondere auch weil Motivation und Engagement deutlich zu 
spüren seien. Zum aktuellen Zeitpunkt sei unter Berücksichtigung der ge-
nannten Diagnosen für die nächsten zwei bis drei Jahre von einer Arbeits-
fähigkeit von maximal 50 % auszugehen, damit die Beschwerdeführerin 
psychisch stabil bleiben könne (act. II 128/4 f.).

3.1.10 In der Stellungnahme vom 15. Oktober 2024 verwies der psychiatri-
sche Gutachter auf die im Gutachten gemachten Ausführungen und er-
gänzte, dass im Falle des Vorliegens einer Doppeldiagnose IQ-Minderung 
und Depression die Voraussetzungen für das sichere Führen eines Autos 
nicht gegeben wären. Im Zusammenhang mit geltend gemachten kogniti-
ven Defiziten habe es das Bundesgericht wiederholt als Indiz für Aggravati-
on gewertet, wenn die versicherte Person angegeben habe, alleine Auto 
fahren zu können. Seinerseits seien die kognitiven Leistungseinschränkun-
gen als kombinierte Störung schulischer Fertigkeiten gewertet worden. Mit 
Bezug auf die von der Neuropsychologin attestierte 70%ige Arbeitsfähigkeit 
führte er aus, eine 30%ige Arbeitsunfähigkeit begründe keine Invalidität. Im 
Übrigen seien leichte bis höchstens mittelschwere psychische Störungen 
aus dem depressiven Formenkreis in der Regel therapierbar und führten 
invalidenversicherungsrechtlich zu keiner Einschränkung der Arbeitsfähig-
keit. Unter Hinweis auf den Tagesablauf, Hobbies, Urlaub, die Freizeitge-
staltung und die Nutzung von sozialen Medien hätten bei der damaligen 
Untersuchung keine gravierenden Hinweise für eine tiefgreifende Funkti-
ons- und Leistungsbeeinträchtigung im psychischen Bereich erkannt wer-
den können (act. II 130).

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, un-
abhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander wi-
dersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, oh-

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ne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, 
warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt 
(BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situati-
on einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen In-
halt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.2.1 Die Frage, ob ein Gutachten beweiskräftig ist oder nicht, beurteilt 
sich im konkreten Einzelfall danach, ob sich gestützt auf die Expertise die 
rechtsrelevanten Fragen beantworten lassen oder nicht. Den im Verwal-
tungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten, welche 
aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach 
Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde 
zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle 
Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zu-
verlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 E. 1.3.4 S. 227, 135 
V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b bb S. 353; SVR 2020 IV Nr. 71 
S. 246, 8C_260/2020 E. 2.2).

3.2.2 Die Rechtsprechung hat die Qualitätsleitlinien für psychiatrische 
Gutachten in der Eidgenössischen Invalidenversicherung der Schweizeri-
schen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie (SGPP) als aner-
kannten Standard für eine sachgerechte und rechtsgleiche (versicherungs-) 
psychiatrische Begutachtung bezeichnet. Sie verstehen sich als Empfeh-
lung, wovon im begründeten Einzelfall abgewichen werden kann. Ein sich 
formal und inhaltlich nach den Leitlinien richtendes Gutachten soll demnach 
den Regelfall bilden. Als Standard bei der Begutachtung sind die Leitlinien 
dem Rechtsanwender bei der Beurteilung der Gutachtensqualität nützlich 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. März 2025, IV 200 2024 792

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(BGE 140 V 260 E. 3.2.2 S. 262). Sie sollen die gutachterliche Ermessens-
ausübung strukturieren und diese – insbesondere für die Rechtsanwen-
dung – nachvollziehbar machen. Ein Gutachten verliert jedoch nicht auto-
matisch seine Beweiskraft, wenn es sich nicht an die Leitlinien anlehnt. Der 
Nichtbefolgung der Begutachtungsleitlinien ist aber bei der Beurteilung des 
Beweiswertes Rechnung zu tragen, wobei massgebend bleibt, ob ein Gut-
achten gesamthaft gesehen nachvollziehbar begründet und überzeugend 
ist (SVR 2018 IV Nr. 27 S. 86, 8C_260/2017 E. 3.3).

3.3 Die Beschwerdegegnerin verneinte in der angefochtenen Verfügung 
vom 25. Oktober 2024 das Vorliegen einer gesundheitlichen Einschränkung 
mit längerdauernder Auswirkung auf die Arbeits- bzw. Leistungsfähigkeit 
(act. II 131/1). Dabei stützte sie sich im Wesentlichen auf das psychiatri-
sche Gutachten von Prof. Dr. med. J.________ vom 28. Mai 2024 (act. II 
123.1) und dessen ergänzende Stellungnahme vom 15. Oktober 2024 
(act. II 130). Die Beschwerdeführerin negiert in der Beschwerde den Be-
weiswert dieses Gutachtens und macht geltend, der Entscheid der Be-
schwerdegegnerin beruhe im Ergebnis auf einer in medizinischer Hinsicht 
offensichtlich unrichtigen und unvollständigen Sachverhaltsfeststellung. Der 
Beschwerdeführerin ist zu folgen, wenn sie das Gutachten als nicht be-
weiskräftig erachtet.

3.3.1 In der anlässlich der psychiatrischen gutachterlichen Abklärung 
durchgeführten Testung erzielte die Beschwerdeführerin ein Ergebnis mit 
möglichem Hinweis auf das Vorliegen einer mittelschweren depressiven 
Symptomatik. Der Gutachter führte aus, die Einschränkungen im Beck-
Depressions-Inventar (BDI) seien vorwiegend aufgrund der 
Antriebslosigkeit und Müdigkeit erklärbar (act. II 123.1/35). In Gutachten 
und Stellungnahme führte er aus, zur "Depressionsdiagnose" habe er fest-
gestellt, dass es sich um eine Z-Diagnose handle (St.n. Burn-out; act. II 
123.1/41 Ziff. 6.3, 130/3). Der Gutachter hat damit zwar einen psychischen 
Status erhoben (act. II 123.1/34 f. Ziff. 4.3) und eine Diagnose gestellt, die-
se danach aber in der Beurteilung nicht ansatzweise einer eigenen leitlini-
engerechten Diskussion unterzogen (vgl. act. II 123.1 Ziff. 6.3). Dieser 
Mangel wiegt umso schwerer, als der Gutachter mit seiner Einschätzung 
von derjenigen der behandelnden Ärzte abweicht. Eine (nachvollziehbare) 

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medizinische Auseinandersetzung mit den diversen Einschätzungen der 
behandelnden Ärzte wie auch der neuropsychologischen Beurteilung der 
lic. phil. I.________ (act. II 109) nahm der Gutachter nicht vor. In den Be-
richten der Behandler (vgl. E. 3.1.1 f. und 3.1.4 hiervor) wurde durchge-
hend eine rezidivierende depressive Störung mit somatischem Syndrom mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit diagnostiziert, was auch vom RAD-
Psychologen als nachvollziehbar bezeichnet wurde (vgl. E. 3.1.3 hiervor).

Erstmals im neuropsychologischen Konsilium vom 31. Januar 2024 wurde 
die Diagnose einer leichten Intelligenzminderung bzw. einer kombinierten 
Störung schulischer Fertigkeiten (vgl. E. 3.1.7 hiervor) gestellt. Eine neuro-
psychologische Abklärung stellt lediglich – aber immerhin – eine Zusatz-
untersuchung dar, welche bei begründeter Indikation in Erwägung zu zie-
hen ist, wobei es grundsätzlich Aufgabe des psychiatrischen Facharztes ist, 
die Arbeitsfähigkeit unter Berücksichtigung allfälliger neuropsychologischer 
Defizite einzuschätzen (Entscheid des Bundesgerichts 8C_11/2021 vom 
16. April 2021 E. 4.2). Die Neuropsychologin stützte die Diagnose einer 
leichten Intelligenzminderung (ICD-10 F70) im Wesentlichen auf die Ergeb-
nisse des Intelligenztests WAIS-IV (Wechsler Adult Intelligence Scale - 
4. Edition), wonach der ermittelte Gesamt-IQ von 67 formal einer leichten 
Intelligenzminderung entspreche (act. II 109/7). Im Rahmen der psychiatri-
schen Begutachtung führte Prof. Dr. med. J.________ einen Leistungstest 
zur Messung des allgemeinen Intelligenzniveaus (MWT-B Mehrfachwahl-
Wortschatz-Test) durch, dessen Ergebnis von 22 Punkten mit einer durch-
schnittlichen Intelligenz bzw. einem IQ von 91 - 109 einhergeht 
(act. II 123.1/35). Zwar prüfte der Gutachter damit besagte Diagnose 
anhand eines eigens durchgeführten Leistungstests (act. II 130/2), wobei er 
die abweichenden Ergebnisse jedoch nicht weiter erklärte (act. II 123.1/40 
Ziff. 6.3, 130/2).

Sowohl eine leitliniengerechte Diskussion der Befunde wie auch eine nach-
vollziehbare Diskussion abweichender Einschätzungen behandelnder Ärz-
tinnen und Ärzte ist zwingende Voraussetzung für ein valides Gutachten. 
Diesen Anforderungen genügt das Gutachten offensichtlich nicht, vielmehr 
ist es namentlich betreffend die leitliniengerechte Herleitung der gestellten 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. März 2025, IV 200 2024 792

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Diagnosen und die Auseinandersetzung mit den medizinischen Akten un-
vollständig.

3.3.2 Zu prüfen bleibt, ob mit der Beschwerdeführerin davon auszugehen 
ist, dass die übrigen Berichte eine abschliessende Beurteilung erlauben. 
Dies ist nicht der Fall. Die Berichte der behandelnden Ärzte und das neuro-
psychologische Konsilium erlauben weder je für sich allein noch in Kombi-
nation eine abschliessende Beurteilung. Hinweise für eine verminderte 
Intelligenz finden sich in den vorangehenden Arztberichten, die 
lic. phil. I.________ allesamt vorgelegenen haben (vgl. act. II 109/3), nicht. 
So spricht der von Dr. med. F.________ beschriebene unauffällige Ge-
sundheitszustand hinsichtlich Aufmerksamkeit/Konzentration/Auffassung 
wie auch hinsichtlich des Gedächtnisses (act. II 20/10 unten) grundsätzlich 
gegen einen massgeblich reduzierten IQ mit relevanter Auswirkung. Des-
gleichen wurden im Austrittsbericht der Psychiatrischen Dienste 
E.________ vom 24. Oktober 2022 die Aufmerksam-
keit/Konzentration/Auffassung als subjektiv gut bzw. im Gespräch unauffäl-
lig, das Gedächtnis als kursorisch unauffällig und das Denken als inhaltlich 
kohärent bezeichnet (act. II 29/3 unten). Dr. med. F.________ hielt aus-
drücklich fest, dass allein die (noch vorhandene) depressive Symptomatik 
einer Eingliederung im Wege stehe (act. II 20/8 Ziff. 4.4; vgl. auch act. II 
43.3/31 Ziff. 5). Anlässlich der Behandlung in der Tagesklinik zeigte sich, 
dass die Beschwerdeführerin auf Tätigkeiten, die ihr Spass machten, fo-
kussieren und motiviert mitarbeiten konnte, bei anderen Tätigkeiten jedoch 
durch fehlende Motivation auffiel (vgl. act. II 29 f.).

Die Erhebungen der Neuropsychologin bzw. das von der Beschwerdeführe-
rin gezeigte Leistungspotential anlässlich der Untersuchung stehen aber 
auch in einem deutlichen Widerspruch zu den Ergebnissen der praktischen 
Erprobung im Rahmen des Aufbautrainings. Hier wurden wiederholt und 
ausdrücklich eine rasche Auffassungsgabe und weitgehend intakte und 
grundsätzlich gute Arbeitsleistungen erhoben (act. II 59/5 Ziff. 3.1). Damit 
übereinstimmend wurden die Lernfähigkeit und die Basisbildung (Lesen, 
Schreiben, Rechnen, Allgemeinwissen, spezifisches Wissen etc.) als 
durchschnittlich/normal evaluiert (act. II 59/7). Festgestellt wurden auch 
hier Diskrepanzen zwischen Tätigkeiten, für welche die Beschwerdeführe-

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rin motiviert war, und solchen, an welchen sie keine Freude hatte (vgl. 
act. II 59/5 f. Ziff. 3.1). Die schliesslich im Rahmen des Aufbautrainings 
geklagten Schwierigkeiten mit der Gewöhnung an die Tagesstruktur (act. II 
59/3 Ziff. 2.1) lassen im vorliegenden Zusammenhang und mit Blick auf den 
geschilderten Tagesablauf (Schlafen bis zum Mittag; selbst wenn die Be-
schwerdeführerin am Morgen ... fahre, stehe sie zwar um 06.00 Uhr auf, 
gehe dann aber um 07.30 Uhr wieder schlafen; nachmittags gehe sie ... 
spazieren oder besuche die Eltern; manchmal putze sie auch die Wohnung 
[act. II 109/5 f.]) auf eine zumindest im jetzigen Zeitpunkt nicht krankheits-
bedingte und damit überwindbare Dekonditionierung schliessen (vgl. auch 
act. II 66). Diese Darlegungen der beruflichen Eingliederung stehen denn 
auch mit den weiteren Akten in Übereinstimmung: So war die Beschwerde-
führerin in der Lage, im September 2020 die Ausbildung zur ... erfolgreich 
zu absolvieren (act. II 3/2) und die Autoprüfung theoretisch wie praktisch 
– was hoher kognitiver Fähigkeiten bedarf – zu bestehen (vgl. act. II 
123.1/40 Ziff. 6.3 und 130/2 unten). Die Beschwerdeführerin selbst wies 
gegenüber der Psychologin I.________ weiter darauf hin, dass sie die Zah-
lung von Rechnungen und sonst vieles im Haushalt erledige. Das Problem 
sei jedoch, dass sie zeitweise keinen Antrieb habe. Am Wochenende treffe 
sie sich mit Kollegen (act. II 109/5). Entsprechend blieb bis heute ungeklärt, 
inwieweit die von der Beschwerdeführerin demonstrierten Einschränkungen 
aus gesundheitlichen Gründen nicht überwunden werden können und in-
wieweit eine überwindbare, psychosozial gesteuerte Selbstlimitierung vor-
liegt, zumal bereits Dr. med. F.________ das Verhalten der Beschwerde-
führerin mit fehlender Motivation und häufigen Krankheitsabsenzen eher 
auf interpersonelle Verhaltensschwierigkeiten als auf ein gesundheitliches 
Problem zurückgeführt hatte (act. II 66). Sodann bestehen Hinweise auf 
einen Krankheitsgewinn, konnte die Beschwerdeführerin doch in den letz-
ten Jahren in erheblichem Masse von Taggeldern profitieren (vgl. act. II 
43.5) und sich ihrem Privatleben widmen (so hat sie inzwischen ...und ... zu 
versorgen [act. II 123.1/32]). Eine Einschränkung allein hierdurch wäre in-
validenversicherungsrechtlich jedoch unbeachtlich.

3.4 Es fehlt an einer hinreichenden medizinischen Abklärung. Die Sa-
che ist deshalb an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie eine 
neue Begutachtung berücksichtigend auch die von der Beschwerdeführerin 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. März 2025, IV 200 2024 792

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geklagten somatischen Beschwerden anordnet. Vorgängig wird die Be-
schwerdegegnerin aufgrund der zur Diskussion stehenden Intelligenzmin-
derung die Schulunterlagen und allfällige während dieser Zeit erstellte Be-
urteilungen der Schulbehörden einzuholen haben. Nach diesbezüglicher 
gutachterlicher Abklärung wird die Beschwerdegegnerin über den Anspruch 
neu zu befinden haben.

3.5 Zusammenfassend ist die Beschwerde antragsgemäss 
dahingehend gutzuheissen, als die angefochtene Verfügung vom 25. 
Oktober 2024 (act. II 131) aufzuheben und die Sache an die 
Beschwerdegegnerin zur weiteren Abklärung des Sachverhalts im Sinne 
der Erwägungen zurückzuweisen ist, damit diese nach den Abklärungen 
über den Anspruch neu befinde.

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4). Der geleistete Kostenvor-
schuss von Fr. 800.-- ist der Beschwerdeführerin nach Eintritt der Rechts-
kraft des Urteils zurückzuerstatten.

4.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten (Art. 61 lit. g ATSG).

Entsprechend der angemessenen Kostennote von Rechtsanwältin 
B.________ vom 7. Januar 2025 ist die Parteientschädigung auf 
Fr. 1'971.30 festzusetzen (Aufwand von 6 h à Fr. 300.-- zuzüglich Auslagen 
von Fr. 23.60 sowie Mehrwertsteuer [MWST] von Fr. 147.70 [8.1 % auf 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. März 2025, IV 200 2024 792

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Fr. 1'823.60]). Diesen Betrag hat die Beschwerdegegnerin der Beschwer-
deführerin zu ersetzen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Bern vom 25. Oktober 2024 aufgehoben und die Sache an 
die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie – nach Vornahme 
der Abklärungen im Sinne der Erwägungen – neu verfüge.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. Der von der Beschwerdeführerin geleistete 
Kostenvorschuss von Fr. 800.-- wird ihr nach Eintritt der Rechtskraft 
des Urteils zurückerstattet.

3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 1'971.30 (inkl. Auslagen und MWST), zu 
ersetzen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin Dr. iur. B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

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Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.