# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f8e171df-aa78-5c05-b86f-cdab8b291284
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-12-13
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Kindes- und Erwachsenenschutzhof 13.12.2021 106 2021 86
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_004_106-2021-86_2021-12-13.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 630, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00
tribunalcantonal@fr.ch
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

106 2021 86

Urteil vom 13. Dezember 2021

Kindes- und Erwachsenenschutzhof

Besetzung Präsidentin: Sandra Wohlhauser
Richter: Laurent Schneuwly, Daniela Kiener
Gerichtsschreiberin: Julie Eigenmann

Parteien A.________, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt 
Paolo Ghidoni

B.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt 
Paolo Ghidoni

C.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt 
Paolo Ghidoni

Gegenstand Erwachsenenschutz – Vorsorgeauftrag (Art. 360 ff. ZGB), Vertre-
tungsbeistandschaft mit Einkommens- und Vermögensverwaltung 
(Art. 394 i.V.m. Art. 395 ZGB) mit Entzug des Zugriffs auf sämtliche 
Vermögenswerte mit Ausnahme des Kontos zur freien Verfügung 
(Art. 395 Abs. 3 ZGB), Recht zum Öffnen der Post (Art. 391 Abs. 3 
ZGB)

Beschwerde vom 12. November 2021 gegen den Entscheid des Frie-
densgerichts des Saanebezirks vom 20. August 2021

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Sachverhalt

A. Am 12. Mai 2021 meldete sich C.________ telefonisch beim Friedensgericht des Saanebe-
zirks (nachfolgend: Friedensgericht). Er gab an, dass seine Mutter, A.________ (Jahrgang 1941), 
an Alzheimer erkrankt sei und unter Gedächtnisverlust leide. Er fahre regelmässig von D.________ 
(seinem Wohnort) nach E.________ (dem Wohnort seiner Mutter), um sie zu besuchen, ihre Einkäu-
fe zu erledigen und sich um ihre Post zu kümmern. Er habe einen Bruder, B.________, der Anwalt 
sei und in E.________ wohne, sich aber nur sehr wenig um die Mutter kümmere, sich im Gegenteil 
am Vermögen der Mutter bereichere, Dokumente und Ordner betreffend ihre finanzielle Situation 
verschwinden lasse und sie bedrohe. Da er, C.________, mit dieser Situation nicht mehr zu Recht 
komme, kein Vertrauen zu seinem Bruder habe, den er verdächtige, ihn «abzuzocken», und auch 
kein Geld verlieren wolle, da er sich selber in einer delikaten finanziellen Situation befinde, würde er 
die finanziellen Angelegenheiten der Mutter gerne einer neutralen und professionellen Person anver-
trauen. Er sei aber bereit, sich, gegen Entgelt seiner Auslagen, weiterhin um die administrativen 
Angelegenheiten der Mutter zu kümmern.

Gleichentags reichte C.________ eine elektronische Eingabe ein, in welcher er nochmals auf die 
Umstände hinwies, die ihn dazu brachten, eine Gefährdungsmeldung betreffend seine Mutter einzu-
reichen. Unter anderem wies er darauf hin, dass der Bruder (B.________) in den letzten zwei Jahren 
CHF 90’000.- aus dem Vermögen der Mutter «ergaunert» habe.

Mit elektronischer Eingabe vom 14. Mai 2021 meldete sich C.________ ein weiteres Mal beim Frie-
densgericht. Er verwies darauf, dass die Urteilsfähigkeit seiner Mutter allmählich schwinde und ihr 
Kurzzeitgedächtnis schon arg geschädigt sei. Sie könne zwar noch gut ihren Willen kundtun, wolle 
und könne ihre administrativen und finanziellen Angelegenheiten aber nicht mehr selbst erledigen. 
Er wisse von seiner Mutter, dass sie möchte, dass die Geschäfte in «Familienhand» bleiben. Auch 
sei sie immer erpicht darauf gewesen, dass er und sein Bruder schlussendlich gleichviel Geld erhal-
ten würden. Seine Anliegen seien wie folgt: (1.) Abklärung der Urteilsfähigkeit der Mutter, (2.) Vorsor-
geauftrag für den Fall, dass die Urteilsfähigkeit der Mutter nicht mehr gegeben sei, und (3.) Voll-
macht für ihn (C.________).

Am 14., 26. und 31. Mai 2021 fanden mehrere Telefongespräche zwischen C.________ und dem 
Friedensgericht statt, anlässlich welchen C.________ nochmals darauf hinwies, dass der Bruder 
bereits grössere Summen vom Vermögen seiner Mutter entwendet habe. C.________ wurde der 
Unterschied zwischen einem Vorsorgeauftrag und einer Beistandschaft erklärt, worauf dieser 
meinte, er werde zusammen mit seiner Mutter zwecks Errichtung eines Vorsorgeauftrags einen 
Notar aufsuchen.

Am 6. Juli 2021 erschien C.________ am Schalter des Friedensgerichts. Er berichtete, dass er 
soeben beim Notar gewesen sei, wo jedoch kein Vorsorgeauftrag habe errichtet werden können 
«pour cause d’inaptitude». Diesen Monat werde seine Mutter neurologische Tests absolvieren, dann 
werde man sehen, ob sie noch urteilsfähig sei oder nicht. Weiter berichtete C.________, dass es 
immer komplizierter werde mit seinem Bruder, dessen finanzielle Situation sich weiter verschlechte-
re; es bestehe gar die Gefahr, dass er seine Berufsausübungsbewilligung verliere. Sein Bruder 
bereichere sich weiterhin am Vermögen der Mutter und versuche, auch ihn dazu zu benutzen. So 
hätten beide Brüder im Dezember vergangenen Jahres CHF 20'000.- aus dem Vermögen seiner 
Mutter entwendet. Er, C.________, habe dies akzeptiert, weil die Mutter über genug Geld verfüge, 
allerdings müsse man die Interessen der Mutter wahren und dafür sorgen, dass genug Geld vorhan-

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den sei, sollte sie später in ein Heim eintreten. Deshalb seien die Konten der Mutter bei der Migros-
bank, der Bank Clerc und der Raiffeisenbank zu blockieren. Ausserdem seien die finanziellen Ange-
legenheiten ihm (C.________) oder, angesichts der familiären Schwierigkeiten, einer externen 
Person zu übertragen. 

Gleichentags meldete sich C.________ auch telefonisch beim Friedensgericht und informierte 
dahingehend, dass sein Bruder eine grössere Summe (CHF 40'000.- oder CHF 60'000.-) bezahlen 
müsse, um seine Berufsausübungsbewilligung nicht zu verlieren. Es sei sein und auch der Wunsch 
seiner Mutter, dem Bruder zu helfen.

Am 7. Juli 2021 fand ein erstes Telefongespräch zwischen dem Friedensgericht und B.________ 
statt, anlässlich dessen sich B.________ damit einverstanden erklärte, dass sein Bruder die finan-
ziellen Angelegenheiten der Mutter übernehme. Zu seiner finanziellen Situation gab er an, dass er 
bis Ende Juli 2021 einen Betrag von CHF 43'000.- bezahlen müsse, ansonsten er aus dem kanto-
nalen Anwaltsregister gelöscht werde. Es würden aber noch andere Schulden von mehreren zehn-
tausend Franken bestehen. Der Vorsteher des Betreibungsamtes habe ihm empfohlen, diesbezüg-
lich eine Anzahlung von weiteren CHF 20'000.- zu leisten. Er brauche also bis Ende Juli 2021 insge-
samt CHF 63'000.-. Des Weiteren wies B.________ darauf hin, dass seine Mutter genug Geld habe 
und dieses zur Bestreitung ihres Lebensunterhalts nicht brauche. Er hingegen brauche das Geld 
jetzt.

In der Folge holte das Friedensgericht einen Betreibungsregisterauszug von B.________ ein, auf 
welchem Betreibungen von insgesamt CHF 334'850.85 verzeichnet sind, wovon Stand 9. Juli 2021 
noch ein Betrag von CHF 261'614.35 offen war.

Am 9. resp. 23. Juli 2021 liess das Friedensgericht die Konten von A.________ bei der Migrosbank, 
der Bank Cler und der Raiffeisenbank blockieren.

Am 26. Juli 2021 meldete sich B.________ telefonisch beim Friedensgericht. Er äusserte sich dahin-
gehend, dass er mit der Blockierung der Konten nicht einverstanden sei und den Staat haftbar 
machen werde, sollte er einen Schaden erleiden. Es gehe nicht an, dass sich das Friedensgericht 
in die finanziellen Angelegenheiten seiner Mutter einmische. Diese könne mit ihrem Geld, das sich 
auf mehrere zehntausend Franken belaufe, machen, was sie wolle und namentlich auch ihn, der 
sich aktuell in einer schwierigen finanziellen Phase befinde, unterstützen.

Ein weiteres Telefongespräch fand am 28. Juli 2021 zwischen dem Friedensgericht und einer Mitar-
beiterin der Spitex statt. Die Mitarbeiterin der Spitex gab an, dass sie A.________ seit März 2021 
betreue. Aktuell schaue sie an 5 von 7 Tagen jeweils über Mittag bei ihr vorbei, gehe mit ihr einkau-
fen, bereite ihr das Mittagessen zu, nehme dieses mit ihr ein und helfe ihr beim Gang auf die Toilette, 
beim Aufräumen und Waschen. Die kognitiven Fähigkeiten von A.________ seien stark einge-
schränkt.

Anlässlich eines Telefongesprächs vom 30. Juli 2021 berichtete C.________, dass er sich mit 
seinem Bruder ausgesprochen habe und sie sich nun wieder besser verstehen würden. Er habe 
Verständnis für seinen Bruder und sei damit einverstanden, wenn der Bruder aus dem Vermögen 
der Mutter die Summe erhalte, die er benötige, um seine Schulden zu bezahlen.

Am 2. August 2021 wurde A.________ in Anwesenheit der betreuenden Mitarbeiterin der Spitex und 
ihrem Sohn B.________ an ihrem Domizil angehört. Anlässlich dieser Anhörung äusserte sich 
B.________ dahingehend, dass es nicht die Aufgabe des Friedensgerichts sei sicherzustellen, dass 

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ein allfälliger Heimaufenthalt finanziert werden könne. Seine Mutter beziehe eine Altersrente; sollte 
diese nicht ausreichen, habe sie Anspruch auf Ergänzungsleistungen. Vom Vermögen seiner Mutter 
werde der Staat nichts erhalten. Ausserdem stehe es ihm und seinem Bruder frei, einen Teil des 
Vermögens seiner Mutter als Vorerbe zu beziehen; seine Mutter sei ja damit einverstanden.

Mit Eingabe vom 5. August 2021 reichte B.________ einen von Notar F.________ öffentlich beur-
kundeten Vorsorgeauftrag vom 27. Juli 2021 zu den Akten, in welchem A.________ für den Fall ihrer 
Urteilsunfähigkeit folgende Personen mit ihrer Personen- und Vermögenssorge und der damit 
zusammenhängenden Vertretung im Rechtsverkehr beauftragte: (1.) C.________ und (2.) 
B.________ als Ersatzbeauftragten. Der Vorsorgeauftrag beinhaltet namentlich Bestimmungen über 
ihre Gesundheit, ihre Vermögensverwaltung, ihre Vertretung bei Prozesshandlungen, den Beizug 
von Substituten und Hilfspersonen sowie die Entschädigung der Vorsorgebeauftragten.

Am 10. August 2021 bestätigte Dr. med. G.________ zuhanden des Friedensgerichts, dass 
A.________ zwar über eine gute körperliche Gesundheit verfüge, jedoch an Alzheimer erkrankt und 
schwer kognitiv beeinträchtigt sei, weshalb sie urteilsunfähig und nicht mehr in der Lage sei, ihre 
eigenen Angelegenheiten selbständig zu verwalten.

B. Mit Entscheid vom 20. August 2021 stellte das Friedensgericht fest, dass der von A.________ 
errichtete und von Notar F.________ öffentlich beurkundete Vorsorgeauftrag vom 27. Juli 2021 
zufolge Urteilsunfähigkeit von A.________ ungültig sei und somit keine Rechtswirkung entfalte. 
Ausserdem errichtete es zugunsten von A.________ eine Vertretungsbeistandschaft mit Einkom-
mens- und Vermögensverwaltung i.S.v. Art. 394 Abs. 1 und Art. 395 ZGB, wobei sie das Mandat 
H.________, Berufsbeiständin beim Beistandschaftsamt für Erwachsene, Freiburg, anvertraute. 
Gleichzeitig wurde A.________ gestützt auf Art. 395 Abs. 3 ZGB das Zugriffsrecht auf sämtliche 
Bank- und Postkonten entzogen und das alleinige Zugriffs- und Verfügungsrecht der Beiständin 
übertragen. Ausnahme davon bilde das Konto zur freien Verfügung, das die Beiständin i.S.v. Art. 
409 ZGB zugunsten von A.________ einrichten werde. Schliesslich wurde der Beiständin gestattet, 
die Post von A.________ umleiten zu lassen und zu öffnen (Art. 391 Abs. 3 ZGB).

Das Friedensgericht begründete diesen Entscheid im Wesentlichen damit, dass A.________ an 
Alzheimer erkrankt und kognitiv schwer beeinträchtigt sei. Zudem sei erwiesen, dass A.________ 
urteilsunfähig und nicht mehr imstande sei, ihre eigenen Angelegenheiten selbständig zu verstehen 
und zu verwalten. Sie verliere allmählich ihre Autonomie im Alltag und könne nur dank der Hilfe von 
Drittpersonen weiterhin daheim wohnen. Die Hilfs- und Schutzbedürftigkeit von A.________ sei folg-
lich wegen ihrer Betagtheit, aber hauptsächlich aufgrund ihrer angeschlagenen psychischen 
Gesundheit gegeben, weshalb Massnahmen des Erwachsenenschutzes gestützt auf das Verhältnis-
mässigkeits- und Subsidiariätsprinzip geboten seien. Da gegen B.________ zahlreiche Betreibun-
gen vorliegen würden und er sogar riskiere, aus dem kantonalen Anwaltsregister gelöscht zu 
werden, wenn er dem Betreibungsamt nicht rechtzeitig mehrstellige Geldbeträge überweise, und die 
Gefahr bestehe, dass sich C.________ von seinem Bruder beeinflussen lassen könnte, was es zu 
verhindern gelte, sei das Mandat der Berufsbeiständin H.________ anzuvertrauen; diese bringe das 
fachliche Wissen und die Qualitäten mit, die es für die Übernahme eines solchen Mandates brauche.

Dieser Entscheid wurde A.________ und C.________ am 8. Oktober 2021 eröffnet. Die eingeschrie-
bene Sendung an B.________, für welche dieser am 8. Oktober 2021 eine Abholungseinladung 
erhielt, konnte nicht zugestellt werden.

Mit E-Mail vom 3. November 2021 wandte sich die Mitarbeiterin der Spitex an das Friedensgericht 
und teilte mit, dass sich die gesundheitliche Situation von A.________ weiter verschlechtere und sie 

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nun jeden Tag bei ihr vorbeischaue. Die Zusammenarbeit mit ihren Söhnen sei nicht optimal und 
A.________ könne mit dem ihr zur Verfügung stehenden Geld ihre Auslagen für Essen und Haushalt 
kaum decken. Sie mache sich grosse Sorgen um die Zukunft und das Wohlergehen von 
A.________.

C Gegen den Entscheid des Friedensgerichts vom 20. August 2021 erhoben A.________, 
C.________ und B.________, alle vertreten durch Rechtsanwalt Paolo Ghidoni, am 12. November 
2021 Beschwerde beim Kantonsgericht Freiburg. Sie stellen die folgenden Anträge (wörtlich):

a) Restitution de l’effet suspensif / mesures provisionnelles

 A.________ dispose des rentes AVS / LPP et le compte dont elle dispose à I.________ est débloqué.
 La procuration de C.________ est rétablie sur le compte correspondant. Celui est autorisé à accéder à ce 

compte et à y effectuer des paiements.

Au fond

1. Le recours est admis.
2. La décision de la justice de paix est modifiée dans le sens que le mandat pour cause d’inaptitude établi par 

Me F.________ est valable.
3. La désignation de la curatrice est annulée.
4. Une indemnité de partie de 3'000 fr TVA incluse, est accordée aux recourants.

Die Beschwerdeführer machen geltend, dass der rechterhebliche Sachverhalt nicht richtig festge-
stellt worden sei und gegen geltendes Recht verstosse. Auf die Argumentation wird, soweit notwen-
dig, in den nachstehenden rechtlichen Erwägungen eingegangen.

Am 18. November 2021 edierte das Friedensgericht die Vorakten und verzichtete auf die Einrei-
chung einer Stellungnahme.

D. Mit Verfügung vom 23. November 2021 hiess das Kantonsgericht den Antrag auf vorsorgliche 
Massnahmen teilweise gut, erteilte C.________ den Zugriff auf das Konto von A.________ bei der 
Freiburger Kantonalbank und ermächtigte ihn, über dieses Konto die Rechnungen und Auslagen 
(Essen, Haushalt, persönliche Auslagen) seiner Mutter zu bezahlen. Auf den Antrag auf Wiederher-
stellung der aufschiebenden Wirkung wurde nicht eingetreten mit der Begründung, diese komme 
der Beschwerde von Gesetzes wegen zu.

E. Ein weiterer Schriftenwechsel wurde nicht angeordnet.

Erwägungen

1.

1.1. Das Kantonsgericht bzw. dessen Kindes- und Erwachsenenschutzhof (Art. 14 Abs. 1 Bst. c 
des Reglements für das Kantonsgericht vom 22. November 2012 betreffend seine Organisation und 
seine Arbeitsweise [RKG; SGF 131.11]) ist zuständig für die Beschwerden gegen Entscheide, die 
von der Schutzbehörde oder deren Präsidentin oder Präsidenten getroffen wurden (Art. 8 des Geset-
zes vom 15. Juni 2012 über den Kindes- und Erwachsenenschutz [KESG; SGF 212.5.1]).

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1.2. C.________ und B.________ sind als am Verfahren beteiligte Personen ohne weiteres zur 
Beschwerde befugt (Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB). Ihre Handlungsfähigkeit ist nicht eingeschränkt 
(Art. 450f ZGB i.V.m. Art. 67 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 
[ZPO; SR 272]).

A.________ ist zwar durch die verfügte Massnahme direkt betroffen und wäre an sich aus diesem 
Grund grundsätzlich ebenfalls legitimiert, gegen den entsprechenden Entscheid Beschwerde zu 
erheben. Allerdings stellt sich bei ihr die Frage, ob sie prozessfähig ist, setzt doch die Prozessfähig-
keit eine Handlungsfähigkeit (Art. 67 Abs. 1 ZPO) und diese wiederum eine Urteilsfähigkeit voraus 
(Art. 13 ZGB), welche vom behandelnden Arzt aber verneint wird (vgl. das Arztzeugnis von Dr. med. 
G.________ vom 10. August 2021, Vorakten S. 92). Da die Beschwerde aber nicht nur von ihr, 
sondern auch von ihren beiden, zur Beschwerde legitimierten Söhnen mitunterzeichnet wurde, ist 
diese Frage ohne rechtliche Relevanz.

1.3. Die Beschwerdefrist beträgt 30 Tage seit Mitteilung des Entscheids (Art. 450b Abs. 1 ZGB). 

Der angefochtene Entscheid wurde A.________ und C.________ am 8. Oktober 2021 eröffnet (vgl. 
Vorakten S. 104 und 106). Die Beschwerdefrist begann somit am 9. Oktober 2021 und endete am 
8. November 2021. Die Beschwerde wurde aber erst am 12. November 2021 und damit für 
A.________ und C.________ zu spät eingereicht.

B.________ wiederum konnte der Entscheid des Friedensgerichts nicht eröffnet werden. Er erhielt 
zwar am 8. Oktober 2021 eine Abholungseinladung, welcher er jedoch nicht nachkam, weshalb die 
Sendung, nachdem B.________ der Post am 15. Oktober 2021 einen Rückbehaltungsauftrag erteilt 
hatte, am 8. November 2021 als nicht abgeholt an den Absender zurückgesandt wurde (Vorakten 
S. 107). Entsprechend der bundesgerichtlichen Rechtsprechung gilt das Einschreiben damit am 
7. Tag ab Eingang bei der Poststelle am Ort des Empfängers, d.h. am 15. Oktober 2021, als zuge-
stellt (Urteil BGer 5A_897/2018 vom 4. Februar 2019 E. 2 mit Verweis auf BGE 134 V 49 E. 4 und 
141 II 429 E. 3). Für B.________ begann die Beschwerdefrist somit am 16. Oktober 2021 und endete 
am 15. November 2021.

Damit ist festzustellen, dass die am 12. November 2021 eingereichte Beschwerde rechtzeitig erfolgt 
ist.

1.4. Die Beschwerde wurde schriftlich eingereicht und ist auch rechtsgenüglich begründet (vgl. 
Art. 450 Abs. 3 ZGB).

1.5. Gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen (Ziff. 1), die 
unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die Unangemessenheit 
(Ziff. 3) gerügt werden. Die für das erstinstanzliche Verfahren anwendbaren Grundsätze der Unter-
suchungs- und Offizialmaxime gelten auch vor der Beschwerdeinstanz (KOKES-Praxisanleitung 
Erwachsenenschutzrecht, Rz. 12.34).

Da das freiburgische Recht nichts anderes bestimmt, sind die Bestimmungen der Zivilprozessord-
nung sinngemäss anwendbar (Art. 450f ZGB). Die Rechtsmittelinstanz kann somit aufgrund der 
Akten entscheiden (Art. 327 Abs. 2 ZPO).

2.

2.1. Die Erwachsenenschutzbehörde errichtet eine Beistandschaft, wenn eine volljährige Person 
wegen einer geistigen Behinderung, einer psychischen Störung oder eines ähnlichen in der Person 

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liegenden Schwächezustands ihre Angelegenheiten nur teilweise oder gar nicht besorgen kann 
(Art. 390 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB) oder wenn sie wegen vorübergehender Urteilsunfähigkeit oder Abwe-
senheit in Angelegenheiten, die erledigt werden müssen, weder selber handeln kann noch eine zur 
Stellvertretung berechtigte Person bezeichnet hat (Art. 390 Abs. 1 Ziff. 2 ZGB). Die Tatbestandsva-
riante des Schwächezustands begreift sich als Auffangnorm. Sie ist restriktiv zu handhaben. Ein 
Schwächezustand kann nur dann Anlass zur Errichtung einer Beistandschaft sein, wenn er im 
Hinblick auf die Hilfsbedürftigkeit einer Person mit einer geistigen Behinderung oder einer psychi-
schen Störung vergleichbar ist. Erfasst sind davon auch seltene Erscheinungsformen körperlicher 
Behinderung, zum Beispiel eine schwere Lähmung oder eine Verbindung von Blind- und Taubheit 
(Urteil BGer 5A_638/2015 vom 1. Dezember 2015 E. 5.1 mit Hinweisen). Das Vorliegen eines 
Schwächezustandes alleine genügt jedoch nicht für die Anordnung einer Beistandschaft; vielmehr 
ist auch ein Unvermögen erforderlich, die eigenen Angelegenheiten zu besorgen und die erforderli-
chen Vollmachten zu erteilen (Botschaft vom 28. Juni 2006 zur Änderung des Schweizerischen Zivil-
gesetzbuches [Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kindesrecht], BBl 2006 7001, 7043). So 
unterstellt der Gesetzgeber alle behördlichen Massnahmen des Erwachsenenschutzes den beiden 
Maximen der Subsidiarität und der Verhältnismässigkeit. Subsidiarität (Art. 389 Abs. 1 ZGB) heisst, 
dass behördliche Massnahmen nur dann anzuordnen sind, wenn die Betreuung der hilfsbedürftigen 
Person auf andere Weise nicht angemessen sichergestellt ist. Ist die gebotene Unterstützung der 
hilfsbedürftigen Person auf andere Art – durch die Familie, andere nahestehende Personen oder 
private oder öffentliche Dienste – schon gewährleistet, so ordnet die Erwachsenenschutzbehörde 
keine Massnahme an (Art. 389 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB). Kommt die Erwachsenenschutzbehörde demge-
genüber zum Schluss, die vorhandene Unterstützung der hilfsbedürftigen Person sei nicht ausrei-
chend oder von vornherein ungenügend, so muss ihre behördliche Massnahme verhältnismässig, 
das heisst erforderlich und geeignet sein (Art. 389 Abs. 2 ZGB). Die Erwachsenenschutzbehörde 
hat dabei nicht gesetzlich fest umschriebene, starre Massnahmen, sondern «Massnahmen nach 
Mass» zu treffen, das heisst solche, die den Bedürfnissen der betroffenen Person entsprechen (Art. 
391 Abs. 1 ZGB). Es gilt der Grundsatz «Soviel staatliche Fürsorge wie nötig, so wenig staatlicher 
Eingriff wie möglich». Dies gilt auch für die Errichtung einer Vertretungsbeistandschaft nach Art. 394 
Abs. 1 ZGB (BGE 140 III 49 E. 4.3.1 mit Hinweisen). Eine solche wird errichtet, wenn die hilfsbe-
dürftige Person bestimmte Angelegenheiten nicht erledigen kann und deshalb vertreten werden 
muss.

Bleibt zu erwähnen, dass die Umstände, welche zu einer Gefährdungsmeldung geführt haben, uner-
heblich sind. Entscheidend ist vielmehr das Ergebnis der von der Erwachsenenschutzbehörde getä-
tigten Abklärungen. Wenn also die Erwachsenenschutzbehörde feststellt, dass eine volljährige 
Person wegen einer geistigen Behinderung, einer psychischen Störung oder eines ähnlichen in der 
Person liegenden Schwächezustands ihre Angelegenheiten nur teilweise oder gar nicht besorgen 
kann, so hat sie von Gesetzes wegen eine Beistandschaft zu errichten. Dies gilt selbst dann, wenn 
– wie im vorliegenden Fall – der Gefährdungsmeldung familiäre Streitigkeiten zu Grunde lagen und 
diese Streitigkeiten in der Zwischenzeit beigelegt werden konnten.

2.2. Die betroffene Person hat gemäss Art. 401 Abs. 1 ZGB die Möglichkeit, eine Vertrauensper-
son als Beistand oder Beiständin vorzuschlagen. Die Erwachsenenschutzbehörde entspricht dem 
Wunsch, wenn die vorgeschlagene Person für die Beistandschaft geeignet und zu deren Übernahme 
bereit ist. Lehnt die betroffene Person eine bestimmte Person als Beistand oder Beiständin ab, so 
entspricht die Erwachsenenschutzbehörde, soweit tunlich, diesem Wunsch (Abs. 3). Wird die betrof-
fene Person nicht auf die Möglichkeit hingewiesen, eine Vertrauensperson vorzuschlagen, liegt eine 

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Verletzung des rechtlichen Gehörs vor (Urteil BGer 5A_540/2013 vom 3. Dezember 2013 E. 3.1.2 
mit Hinweisen).

3.

3.1. Vorliegend ist erstellt, dass A.________ an Alzheimer erkrankt ist und unter schweren kogni-
tiven Einschränkungen leidet (vgl. namentlich den Arztbericht von Dr. med. G.________, Vorakten 
S. 92 sowie die Einschätzung der Mitarbeiterin der Spitex, Vorakten S. 71, 80 und 110). Bei der 
Anhörung durch das Friedensgericht erkannte sie den anwesenden Sohn (B.________) nicht, konn-
te keine Auskünfte zu ihren Finanzen geben und wusste auch nicht, wer sich um ihre administrativen 
und finanziellen Angelegenheiten kümmert und wer ihr Hausarzt ist (Vorakten S. 78, 79 und 81). Es 
liegt somit – was auch von den Beschwerdeführern im Grundsatz nicht bestritten wird – ein medizi-
nisch bedingter Schwächezustand vor.

Dass sie nach wie vor alleine spazieren geht und dabei noch nie die Orientierung verloren hat (vgl. 
Beschwerde S. 4), vermag daran nichts zu ändern, zumal in den Akten auch einzig eine Desorien-
tierung in zeitlicher, nicht jedoch in räumlicher Hinsicht erwähnt ist (vgl. Vorakten S. 71 und 80).

3.2. Bleibt zu prüfen, inwieweit dieser Schwächezustand die Urteilsfähigkeit der Beschwerdefüh-
rerin beeinträchtigt.

Aus den vorliegenden Akten ergibt sich, dass sich der Gesundheitszustand von A.________ seit 
dem Einreichen der Gefährdungsmeldung (12. Mai 2021) weiter verschlechtert hat. Während Dr. 
med. G.________ am 5. Juli 2021 noch bestätigte, dass A.________ nicht mehr in der Lage sei, 
sich um ihre finanziellen Angelegenheiten zu kümmern (Vorakten S. 17), verwies er in seinem Arzt-
bericht vom 10. August 2021 auf schwere kognitive Einschränkungen und bescheinigte eine Urteils-
unfähigkeit (Vorakten S. 92). Auch wenn der Arztbericht nur knapp begründet ist, so ist zu bemerken, 
dass dem behandelnden Arzt durchaus die fachliche Kompetenz zukommt, Aussagen zur Urteilsfä-
higkeit seiner Patientin zu machen (vgl. Urteil BGer 2C_410/2014 vom 22. Januar 2015 E. 6.4 mit 
diversen Hinweisen).

Auch die Mitarbeiterin der Spitex erwähnte am 28. Juli 2021, 2. August 2021 und 3. November 2021 
eine schwere kognitive Beeinträchtigung. Sie gab an, dass A.________ nicht mehr in der Lage sei, 
sich das Essen selber zubereiten. Sie könne weder ein Gericht aufwärmen, noch den Backofen oder 
die Kaffeemaschine bedienen. Auch beim Essen benötige sie Hilfe, da sie bisweilen nicht mehr 
wisse, wie sie mit dem Besteck umgehen soll. Sie könne keine Einkäufe mehr tätigen, kümmere sich 
nicht mehr um ihre Post und könne auch den Haushalt nicht mehr alleine erledigen; beispielsweise 
wisse sie nicht mehr, wie man die Waschmaschine bediene. Auch sei sie in zeitlicher Hinsicht ziem-
lich desorientiert (Vorakten S. 71 und 80). Sie besuche A.________ mittlerweile jeden Tag, um ihre 
allgemeine Grundversorgung zu gewährleisten und ihr die benötigte Betreuung und Hilfestellung bei 
den grundlegenden täglichen Aufgaben zukommen zu lassen (Vorakten S. 71, 80 und 110).

Das gleiche Bild präsentierte sich anlässlich der Anhörung vom 2. August 2021 (Vorakten S. 78-83). 
Es wurde bereits erwähnt, dass A.________ den an der Anhörung anwesenden Sohn (B.________) 
nicht erkannte resp. meinte, es handle sich um den anderen Sohn (C.________). Auch konnte sie 
keine Auskünfte zu ihren finanziellen Verhältnissen machen und wusste nicht, wer sich um ihre 
administrativen und finanziellen Angelegenheiten kümmert; sie kontrolliere (ihre Söhne) nicht mehr, 
sondern habe Vertrauen in sie. Wer ihr Hausarzt sei resp. ob sie einen solchen habe, wusste 
A.________ nicht (Vorakten S. 78-83).

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Bleibt darauf hinzuweisen, dass sich der zuerst aufgesuchte Notar J.________ am 6. Juli 2021 
weigerte, einen Vorsorgeauftrag zu errichten; dies mit der Begründung, dass A.________ nicht 
urteilsfähig sei («pour cause d’inaptitude»; Vorakten S. 14).

Auch A.________ bestreitet nicht, dass sie auf Grund ihres Gesundheitszustandes auf Hilfe sowohl 
in administrativer wie auch in persönlicher Hinsicht angewiesen sei (Vorakten S. 78 und 80).

Damit ist festzustellen, dass die psychische Erkrankung die Urteilsfähigkeit von A.________ stark 
beeinträchtigt, diese mitunter am 27. Juli 2021, als sie bei Notar F.________ einen Vorsorgeauftrag 
unterzeichnete, nicht mehr gegeben war.

3.3. Was die Beschwerdeführer dagegen vorbringen, vermag an dieser Beurteilung nichts zu 
ändern.

Namentlich können die Beschwerdeführer aus der zu den Akten gereichten Bestätigung von Notar 
F.________ nichts zu ihren Gunsten ableiten. Zwar bestätigt Notar F.________, dass er A.________ 
den Inhalt und Umfang des Vorsorgeauftrages erklärt und sie diesen seines Erachtens zu diesem 
Zeitpunkt vollständig verstanden habe, weshalb der Vorsorgeauftrag durch ihn auch beurkundet 
worden sei (Beschwerdebeilage 3). Es ist jedoch nicht einsichtig, wie A.________, die ohne Beglei-
tung vor dem Notar erschien, den Vorsorgeauftrag und seine rechtlichen Konsequenzen in allen 
Einzelheiten hätte verstehen können, wenn sie ganz offensichtlich unter schweren kognitiven 
Einschränkungen leidet und nur sechs Tage später, anlässlich der Anhörung vom 2. August 2021, 
wo es unter anderem um die Regelung ihrer finanziellen Angelegenheiten ging, keine Auskünfte zu 
ihrer finanziellen Situation und auch keine Angaben dazu machen kann, wer sich aktuell um ihre 
finanziellen Angelegenheiten kümmert. Bezeichnenderweise erwähnte sie anlässlich dieser Anhö-
rung auch weder ihren Besuch beim Notar noch den dort errichteten Vorsorgeauftrag, was als weite-
res Indiz dafür gewertet werden kann, dass sich A.________ aufgrund ihrer mittlerweile schweren 
kognitiven Einschränkungen der Tragweite des errichteten Vorsorgeauftrags nicht bewusst war.

Bleibt die Frage, ob Notar F.________ Kenntnis davon hatte, dass Dr. med. G.________ seiner 
Patientin (A.________) bereits am 5. Juli 2021 bescheinigt hatte, dass sie sich nicht mehr um ihre 
finanziellen Angelegenheiten kümmern könne, und sich vor ihm bereits Notar J.________ geweigert 
hat, einen öffentlich beurkundeten Vorsorgeauftrag zu errichten.

3.4. Damit steht fest, dass A.________ zufolge ihrer starken kognitiven Einschränkungen resp. 
ihrer Urteilsunfähigkeit nicht mehr in der Lage war, einen Vorsorgeauftrag rechtsgültig zu errichten 
und folglich der von Notar F.________ notariell beglaubigte Vorsorgeauftrag auch keine Rechtswir-
kung entfalten kann.

Unter den gegebenen Umständen kann in antizipierter Beweiswürdigung von der beantragten münd-
lichen Anhörung von Notar F.________ abgesehen werden.

4.

4.1. Die Vorinstanz hat eine Vertretungsbeistandschaft in den Bereichen Administratives, Finan-
zielles, Soziales, Medizinisches und Wohnen errichtet.

In den Bereichen Administratives und Finanzielles ist A.________ ganz offensichtlich auf Hilfe ange-
wiesen. So lässt sich den vorliegenden Akten entnehmen, dass sie sich schon längere Zeit nicht 
mehr selber um ihre administrativen und finanziellen Angelegenheiten kümmert, sondern dass diese 
Bereiche vor einigen Monaten von C.________ übernommen wurden. Dieser hat die Post auf seine 

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Adresse in D.________ umgeleitet und verfügt auch über entsprechende Vollmachten bei der Bank, 
damit er die Rechnungen seiner Mutter bezahlen kann. Offensichtlich möchte sich A.________ auch 
nicht mehr selber um das Administrative und Finanzielle kümmern, sie vertraue da ihren Söhnen 
(vgl. Vorakten S. 10, 78 und 79). Ein Unterstützungsbedarf in den Bereichen Administratives und 
Finanzielles ist somit unter den gegebenen Umständen ohne Weiteres ausgewiesen.

Ausserdem hat die Vorinstanz eine Vertretungsbeistandschaft im Bereich Soziales errichtet. Auch 
in diesem Bereich ist ein Unterstützungsbedarf durchaus ausgewiesen, verbringt doch A.________ 
einen Grossteil des Tages alleine zuhause (Vorakten S. 110). Abgesehen von sporadischen Besu-
chen ihrer Söhne, die aber beide berufstätig sind, und den täglichen Besuchen der Spitex scheint 
A.________ über keine weiteren sozialen Kontakte zu verfügen; auf jeden Fall ist nichts Entspre-
chendes in den Akten erwähnt. Dass sie nach wie vor täglich spazieren geht und dabei noch nie die 
Orientierung verloren hat (vgl. Beschwerde S. 4), vermag daran nichts zu ändern.

Auch im Bereich Medizinisches besteht ganz offensichtlich ein Unterstützungsbedarf. Zwar befindet 
sich A.________ bei Dr. med. G.________ in hausärztlicher Behandlung. Aufgrund ihrer gesund-
heitlichen Einschränkungen und namentlich auch der zeitlichen Desorientierung ist sie jedoch nicht 
mehr in der Lage, selbständig Termine zu organisieren und diese auch einzuhalten.

Schliesslich benötigt die Beschwerdeführerin auch Unterstützung im Bereich Wohnen. So ergibt sich 
aus den Akten, dass es der Wunsch von A.________ ist, so lange wie möglich zu Hause wohnen 
zu bleiben. Diesem Wunsch konnte dank regelmässigen Besuchen der Spitex, die nunmehr täglich 
stattfinden, bislang entsprochen werden. Gemäss den Schilderungen der Mitarbeiterin der Spitex ist 
die Situation aber fragil und hängt vom Gesundheitszustand von A.________ ab (Vorakten S. 110). 
Da sich die gesundheitliche Situation von A.________ in relativ kurzer Zeit stark verschlechtert hat, 
ist nicht auszuschliessen, dass sich die Frage eines allfälligen Heimeintritts eher früher als später 
stellen wird.

Damit ist festzustellen, dass A.________ aufgrund ihres sich verschlechternden Gesundheitszustan-
des auf Hilfe in den Bereichen Administratives, Finanzielles, Soziales, Medizinisches und Wohnen 
angewiesen ist, weshalb das Friedensgericht zu Recht in diesen Bereichen eine Vertretungsbei-
standschaft errichtet hat.

4.2. Was den Entzug des Zugriffs auf sämtliche Vermögenswerte, mit Ausnahme des Kontos zur 
freien Verfügung, anbelangt, so erfolgte auch dieser zu Recht. So lässt sich den vorliegenden Akten 
entnehmen, dass sich A.________ aufgrund ihrer psychischen Erkrankung nicht mehr um ihre finan-
ziellen Angelegenheiten kümmern kann. Da sie über ein hohes Vermögen verfügt, ihre beiden Söhne 
finanzielle Probleme haben (Vorakten S. 3 und 21-28, wobei B.________ zwar geltend macht, er 
habe in der Zwischenzeit alle Schulden bezahlt, dies aber nicht zu belegen vermag) und sie ihren 
Söhnen blind vertraut (Vorakten S. 79), besteht die Gefahr, dass C.________ und B.________ ihre 
eigenen finanziellen Interessen über die Interessen ihrer Mutter stellen und versuchen könnten, 
diese dazu zu bringen, ihnen einen Teil ihres Vermögens zu überlassen. Diese Gefahr ist durchaus 
reell, ist doch aktenkundig und nicht bestritten, dass sich beide Söhne in der Vergangenheit am 
Vermögen ihrer Mutter bereichert haben (C.________ im fünfstelligen, B.________ gar im sechs-
stelligen Bereich; vgl. Vorakten S. 2, 3, 12 und 14). Kommt hinzu, dass aller Wahrscheinlichkeit nach 
ein Heimeintritt bevorsteht, der finanziert werden muss, und sich B.________ wiederholt dahinge-
hend äusserte, dass der Staat vom Vermögen seiner Mutter nichts sehen werde; seine Mutter habe 
ihre Rente und könne, wenn diese nicht ausreiche, Ergänzungsleistungen beziehen (wörtlich: 
«L’Etat ne touchera rien à la fin.» und «Protéger de quoi ma maman? Elle a ses rentes, qui seront 

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gérées per l’EMS, et ce sera bon. Et il y aura les PC qui entreront en ligne de compte, et cela suffit. 
Il n’y a pas tout qui est loin avec l’argent qu’on prend. L’état n’aura rien.»; Vorakten S. 79 und 80). 
Auch aus diesem Grund besteht die konkrete Gefahr, dass C.________ und B.________ versucht 
sein könnten, noch vor dem Heimeintritt der Mutter an ihr Vermögen zu gelangen, damit der Heim-
aufenthalt schliesslich aus öffentlichen Geldern bezahlt werden muss.

In diesem Zusammenhang sei zu guter Letzt darauf hingewiesen, dass sich weder aus den Akten 
ergibt noch geltend gemacht wird, dass A.________, als sie noch urteilsfähig war, ihre Söhne finan-
ziell unterstützt hätte. Deshalb kann auch nicht ohne weiteres davon ausgegangen werden, dass sie 
ihr Vermögen, wäre sie nicht urteilsunfähig geworden, tatsächlich zugunsten ihrer Söhne verwendet 
und es nicht allfälligen Drittpersonen oder Institutionen vermacht hätte.

4.3. Damit die Beistandsperson die ihr aufgetragenen Aufgaben erledigen kann, muss sie selbst-
verständlich auch das Recht haben, die Post von A.________ zu öffnen (vgl. Art. 391 Abs. 3 ZGB). 

4.4. Schliesslich ist auch gegen die Ernennung von H.________ als Vertretungsbeiständin nichts 
einzuwenden. Zwar hat A.________ die Möglichkeit, eine Vertrauensperson als Beistandsperson 
vorzuschlagen und aus den vorliegenden Akten ergibt sich, dass sie offenbar den Wunsch geäussert 
hat, dass die Angelegenheit in «Familienhand» bleibe (Vorakten S. 10). Diesem Wunsch kann 
jedoch nicht entsprochen werden, da weder C.________ noch B.________ für die Mandatsführung 
geeignet sind. Zum einen gab es in der Vergangenheit verschiedentlich familiäre Streitigkeiten, da 
sich die beiden Brüder bezüglich der Finanzen ihrer Mutter nicht immer einig waren (eine Einigkeit 
scheint erst zu bestehen, seit das Friedensgericht insgesamt drei Konten von A.________ gesperrt 
und C.________ und B.________ mit diesem Akt den Zugriff darauf verwehrt hat; vgl. Vorakten 
S. 77); offenbar sind auch schon Unterlagen betreffend die Finanzen von A.________ verschwun-
den (Vorakten S. 2). Zum anderen scheint namentlich B.________ primär eigene finanzielle Interes-
sen zu verfolgen. Es wurde bereits erwähnt, dass sich B.________ in der Vergangenheit in grossem 
Stil am Vermögen seiner Mutter bedient hat. Zudem legte er anlässlich eines Telefongesprächs vom 
7. Juli 2021 dem Friedensgericht dar, wie er beabsichtige, seine Schulden mit dem Geld seiner 
Mutter und den Schulden, die sein Bruder bei ihm habe und aus seinem Anteil des Erbvorbezugs 
bezahlen könnte, zu tilgen (Vorakten S. 16). Auch gab er anlässlich der Anhörung vom 2. August 
2021 zu Protokoll, dass er und sein Bruder die Absicht hätten, dass Geld, das seine Mutter nicht 
mehr benötige, hälftig aufzuteilen (Vorakten S. 82). Ähnlich äusserte sich auch C.________ anläss-
lich eines Telefongesprächs vom 30. Juli 2021, als er angab, dass er seinem Bruder helfen wolle 
und damit einverstanden sei, wenn dieser seine Schulden aus dem Vermögen seiner Mutter beglei-
che (Vorakten S. 77). Folglich scheinen sowohl für C.________ wie auch für B.________ nicht die 
Interessen der Mutter oberste Priorität zu haben, sondern ihre eigenen (finanziellen) Belange.

Bei dieser Ausgangslage kann auf eine Anhörung von C.________ und B.________ verzichtet und 
in antizipierter Beweiswürdigung festgestellt werden, dass das Mandat weder C.________ noch 
B.________ anvertraut werden kann und deshalb ein Berufsbeistand resp. eine Berufsbeiständin 
mit der Mandatsführung zu beauftragen ist.

4.5. Insgesamt erweist sich der angefochtene Entscheid des Friedensgerichts nach dem Gesag-
ten als rechtens, weshalb er zu bestätigen und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen ist.

5.

Die Beschwerdeführer dringen mit ihren Anträgen nicht durch.

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Die Prozesskosten, welche pauschal auf CHF 600.- festgesetzt werden (Art. 95 und 96 ZPO i.V.m. 
Art. 19 Abs. 1 des Justizreglements vom 30. November 2010 [JR; SGF 130.11]), sind deshalb 
C.________ und B.________ unter solidarischer Haftung aufzuerlegen (Art. 450f ZGB i.V.m. Art. 6 
Abs. 1 KESG).

Ausgangsgemäss ist den Beschwerdeführern auch keine Parteientschädigung zuzusprechen (vgl. 
Art. 106 Abs. 1 ZPO).

Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde wird abgewiesen und der Entscheid des Friedensgerichts des Saanebezirks 
vom 20. August 2021 bestätigt.

II. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden auf CHF 600.- festgesetzt und C.________ 
und B.________ unter solidarischer Haftung auferlegt.

III. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

IV. Zustellung.

Dieses Urteil kann innert 30 Tagen nach seiner Eröffnung mit Beschwerde in Zivilsachen beim 
Bundesgericht angefochten werden. Das Beschwerderecht und die übrigen Zulässigkeitsvoraus-
setzungen sind in den Art. 72–77 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 
17. Juni 2005 (BGG) geregelt. Die begründete Beschwerdeschrift ist beim Bundesgericht, 1000 
Lausanne 14, einzureichen.

Freiburg, 13. Dezember 2021/dki

Die Präsidentin: Die Gerichtsschreiberin :