# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 558071be-8d63-526a-bf32-e9d0e9d38e40
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2016-06-15
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 15.06.2016 B-3086/2016
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-3086-2016_2016-06-15.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung II 

B-3086/2016 

 

 
 

  A b s c h r e i b u n g s e n t s c h e i d   

v o m  1 5 .  J u n i  2 0 1 6  

Besetzung 
 Einzelrichter Marc Steiner, 

Gerichtsschreiberin Beatrice Badilatti. 
 

 
 

Parteien 
 1. A._______ AG,    

2. B._______ AG,  

beide vertreten durch A._______ AG,  

Beschwerdeführerinnen,  

 
 

 
gegen 

 
 

Eidgenössische Technische Hochschule Zürich  

und Ecole polytechnique fédérale de Lausanne,  

Abt. Finanzdienstleistungen,  

Scheuchzerstrasse 68/70,  

8092 Zürich ETH-Zentrum,    

Vergabestelle.  

 

 
 

 
 

Gegenstand 
 Öffentliches Beschaffungswesen - Kollektiv- 

Lebensversicherungsvertrag - Anfechtung  

einer Ausschreibung - SIMAP-Meldungsnummer 914805 

(Projekt-ID 140204). 

 

 

B-3086/2016 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich und die École  

polytechnique féderale de Lausanne (nachfolgend: Vergabestelle) am 

11. Mai 2016 auf der Internetplattform simap.ch einen Dienstleistungsauf-

trag unter dem Projekttitel "Kollektivlebensversicherungsvertrag für nicht-

BVG-pflichtige Mitarbeitende" (Meldungsnummer 914805; Projekt-ID 

140204) ausgeschrieben haben, 

dass darin die X._____ AG als „Beschaffungsstelle/Organisator“ aufgeführt 

wird,  

dass die A.____ AG und die B.____ AG (nachfolgend: Beschwerdeführe-

rinnen) mit Eingabe vom 17. Mai 2016 beim Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerde gegen die am 11. Mai 2016 publizierte Ausschreibung erhoben 

haben und beantragen, es sei die angefochtene Ausschreibung aufzuhe-

ben und der X.____ AG sei die Beteiligung am Vergabeverfahren zu unter-

sagen, 

dass die Beschwerdeführerinnen in prozessualer Hinsicht beantragten, es 

sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen, 

dass mit Zwischenverfügung vom 18. Mai 2016 der Vergabestelle und der 

X.____ AG untersagt worden ist, die Offerten zu öffnen, 

dass gleichzeitig davon ausgegangen wurde, dass die Beschwerdeführe-

rinnen nicht als Kollektiv handeln, wobei das Verfahren einstweilen unter 

einer Verfahrensnummer geführt werde,  

dass neben der Vergabestelle auch der X.____ AG die Gelegenheit gege-

ben worden ist, sich zu den prozessleitenden Anträgen zu äussern, zumal 

sich ein Antrag der Beschwerdeführerinnen auf deren Beteiligung am 

Vergabeverfahren bezieht,  

dass von den Beschwerdeführerinnen gleichzeitig je ein Kostenvorschuss 

verlangt worden ist, die am 23. Mai 2016 beim Bundesverwaltungsgericht 

eingegangen sind, 

dass die Vergabestelle mit Eingabe vom 26. Mai 2016 mitteilt, dass sie das 

Ausschreibungsverfahren abbreche und neu ausschreiben werde, weshalb 

das Beschwerdeverfahren gegenstandslos sei, 

B-3086/2016 

Seite 3 

dass die Abbruchverfügung am 27. Mai 2016 auf simap.ch publiziert wor-

den ist (Meldungsnummer: 916969),  

dass die X.____ AG mit E-Mail vom 30. Mai 2016, bezugnehmend auf die 

Verfügung vom 18. Mai 2016, Stellung nimmt mit dem ausdrücklichen Hin-

weis, keine Anträge zu stellen, 

dass den Beschwerdeführerinnen mit Verfügung vom 30. Mai 2016 Gele-

genheit gegeben wurde, sich zum Antrag der Vergabestelle auf Abschrei-

bung des Verfahrens zu äussern, wobei darauf hingewiesen wurde, dass 

seitens des Gerichts vorgesehen ist, das Verfahren ohne Kosten- und Ent-

schädigungsfolge abzuschreiben,  

dass die Beschwerdeführerinnen von dieser Gelegenheit nicht Gebrauch 

gemacht haben, 

dass sich das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht nach dem Ver-

waltungsverfahrensgesetz vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) 

richtet, soweit das Bundesgesetz vom 16. Dezember 1994 über das öffent-

liche Beschaffungswesen (BöB, SR 172.056.1) und das Verwaltungsge-

richtsgesetz vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) nichts anderes bestim-

men (Art. 26 Abs. 1 BöB und Art. 37 VGG), 

dass im Anwendungsbereich des BöB gegen eine Ausschreibung im 

Vergabeverfahren die Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht zu-

lässig ist (Art. 29 Bst. b i.V.m. Art. 27 Abs. 1 BöB), 

dass die Vergabestelle in Anwendung von Art. 58 VwVG ihren ursprüngli-

chen Entscheid in Wiedererwägung ziehen kann (KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, 

Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 

3. Aufl. 2013, S. 252 Rz. 714; GALLI/MOSER/LANG/STEINER, Praxis des öf-

fentlichen Beschaffungsrechts, 3. Aufl. 2013, S. 697 Rz. 1376), 

dass, nachdem die Vergabestelle die Ausschreibung vom 11. Mai 2016 wi-

derrufen hat, der Anfechtungsgegenstand der Beschwerde vom 17. Mai 

2016 wegfällt, 

dass das Beschwerdeverfahren daher im einzelrichterlichen Verfahren als 

durch Wiedererwägung gegenstandslos geworden abzuschreiben ist 

(Art. 23 Abs. 1 Bst. a VGG; vgl. Abschreibungsentscheid B-6384/2012 vom 

12. Februar 2013, S. 3), 

B-3086/2016 

Seite 4 

dass die Verfahrenskosten in der Regel jener Partei auferlegt werden, de-

ren Verhalten die Gegenstandslosigkeit bewirkt hat (Art. 5 des Reglements 

vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-

desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]), 

dass die Vergabestelle, welche vorliegend die Gegenstandslosigkeit be-

wirkt hat, gemäss Art. 63 Abs. 2 VwVG von Verfahrenskosten befreit ist, 

dass diesbezüglich festzuhalten ist, dass sich die X.____ AG nicht als Par-

tei konstituiert hat, weshalb ihr, namentlich mangels Parteistellung, keine 

Verfahrenskosten aufzuerlegen sind, 

dass demnach auf die Erhebung von Verfahrenskosten zu verzichten ist, 

dass den Beschwerdeführerinnen die bereits bezahlten Kostenvorschüsse 

nach Rechtskraft des vorliegenden Abschreibungsentscheids zurückzuer-

statten sind, 

dass von einer Parteientschädigung abgesehen werden kann, wenn die 

Kosten verhältnismässig gering sind (Art. 7 Abs. 4 VGKE),  

dass im vorliegenden Fall mit Blick auf den Aufwand der Beschwerdefüh-

rerinnen und mangels Anträgen von der Zusprechung einer Parteientschä-

digung abzusehen ist. 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Das Beschwerdeverfahren wird als gegenstandslos geworden abgeschrie-

ben. 

2.  

2.1. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

2.2. Der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 4‘500.− wird der 

A.____ AG nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Entscheids zu-

rückerstattet. 

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Seite 5 

2.3. Der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 4‘500.− wird der 

B.____ AG nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Entscheids zu-

rückerstattet. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.  

4.  

Dieser Entscheid geht an: 

– die Beschwerdeführerinnen (Gerichtsurkunde; Beilagen: zwei 

Rückerstattungsformulare) 

– die Vergabestelle (Ref-Nr. SIMAP-Projekt-ID 140204;  

Gerichtsurkunde) 

– die X.____ AG (Einschreiben) 

 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Marc Steiner Beatrice Badilatti 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Rechts-

schrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. 

Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Be-

schwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

Versand: 16. Juni 2016