# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 206a95e3-26a5-57a1-bc9f-dbb01a8545b9
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-07-04
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 04.07.2017 SB170042
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB170042_2017-07-04.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer    
 

 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB170042-O/U/hb-gs 
 

Mitwirkend: Oberrichter Dr. Bussmann, Präsident, Ersatzoberrichterin lic. iur. 

Haus Stebler und Ersatzoberrichter lic. iur. Amacker sowie die  

Gerichtsschreiberin lic. iur. Aardoom 

 

Urteil vom 13. Juni 2017 sowie  

Nachtragsbeschluss vom 4. Juli 2017 

 

in Sachen 

 
A._____,  

Beschuldigter und Berufungskläger 

 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____,  

 

gegen 

 
Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat,  

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

sowie 

 
B._____,  

Privatkläger und Berufungsbeklagter  

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ 

 
betreffend Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz etc.   

 

- 2 - 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 3. Abteilung, vom 

29. September 2016 (DG160102) 

 

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Anklage:  

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Zürich - Limmat vom 30. März 2016 ist 

diesem Urteil beigeheftet (Urk. D1/15). 

 

Urteil der Vorinstanz: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig 

− des Verbrechens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von 

Art. 19 Abs. 1 lit. c und d in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a; 

− der Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte im Sinne von 

Art. 285 Ziff. 1 StGB; 

− des mehrfachen Fahrens ohne Berechtigung im Sinne von Art. 95 

Abs. 1 lit. b SVG; 

− des Vergehens gegen das Waffengesetz im Sinne von Art. 33 Abs. 1 in 

Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 lit. d WG, Art. 7 WG und Art. 12 Abs. 1 

lit. h WV; und 

− der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne 

von Art. 19a Ziff. 1. 

2. Das Verfahren wird in Bezug auf die mehrfache Übertretung des Betäu-

bungsmittelgesetzes im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 (Dossier 1) bis und mit 

29. September 2013 eingestellt. 

3. Der Beschuldigte wird mit 18 Monaten Freiheitsstrafe, wovon bis und mit 

heute 1 Tag durch Haft erstanden ist, sowie mit einer Busse von Fr. 700.– 

bestraft. 

4. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 12 Monaten aufgescho-

ben und die Probezeit auf 5 Jahre festgesetzt. Im Übrigen (6 Monate, abzüg-

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lich 1 Tages, der durch Untersuchungshaft erstanden ist) wird die Freiheits-

strafe vollzogen.  

5. Die Busse ist zu bezahlen. 

6. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle 

eine Ersatzfreiheitsstrafe von 7 Tagen. 

7. Die folgenden, sichergestellten Betäubungsmittel und Gegenstände werden 

definitiv eingezogen und der Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen: 

− 27.2 Gramm Kokain und 9.9 Gramm Kokain1 (Asservat-
Nr. A007'765'017 und A007'765'028) 

− 51.4 Gramm Streckmittel (Asservat-Nr. A007'765'040) 

− 2 Messlöffel (Asservat-Nr. A007'765'051 und A007'765'062) 
− 1 Plastiksack (Asservat-Nr. A007'765'073) 

− 1 Feinwaage (Asservat-Nr. A007'765'084) 
− 2 grosse Minigripsäcklein mit jeweils diversen kleinen Minigripsäcklein 

(Asservat-Nr. A007'765'095 und A007'765'131) 

− 1 Knittersack mit diversen leeren Minigripsäcklein (Asservat-
Nr. A007'765'108) 

− diverse leere Minigripsäcklein (Asservat-Nr. A007'765'119) 
− diverse Papiere und Zettel (Asservat-Nr. A007'765'120) 
− 2 Portionen Kokain, insgesamt ca. 0.38 Gramm (Asservat-

Nr. A008'121'968) 
− 2 Paar Quarzsandhandschuhe (Asservat-Nr. A008'122'007 und 

A008'122'041) 

− 5 Pfeffersprays (Asservat-Nr. A008'122'052 und A008'122'085 und 
A008'122'096) 

− 1 Feinwaage (Asservat-Nr. A008'121'980) 
− 1 Schachtel mit div. Medikamenten und Spritzen und Zubehör (Asser-

vat-Nr. A008'122'187) 

− Streckmittel, ca. 14.3 Gramm (Asservat-Nr. A008'122'143) 
− diverse leere Minigripsäcklein (Asservat-Nr. A008'122'154) 

8. Der sichergestellte Barbetrag von Fr. 294.– wird definitiv eingezogen und zur 

Verfahrenskostendeckung verwendet. 

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9. Das Schadenersatzbegehren des Privatklägers B._____ wird abgewiesen. 

10. Das Genugtuungsbegehren des Privatklägers B._____ wird abgewiesen. 

11. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 4'500.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 2'000.–   Gebühr für das Vorverfahren 

Fr. 600.–    Auslagen (Gutachten) 

Fr. 600.–   Auslagen (Einstellgebühr) 

Fr. 1'000.–   Auslagen Polizei (act. D1/9/9) 

Fr. 7'336.80   amtliche Verteidigung 

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.  

12. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausge-

nommen diejenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten 

auferlegt. 

13. Der amtliche Verteidiger wird mit Fr. 7'336.80 (inkl. Mehrwertsteuer) ent-

schädigt. Diese Kosten werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehal-

ten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO. 

14. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger B._____ für das gesam-

te Verfahren eine Prozessentschädigung von Fr. 3'785.– zu bezahlen. 

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Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten: 

(Urk. 47 S. 1 f.) 

1. Das Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 29. September 2016 sei betref-

fend die Ziffern 1.2. sowie 2., Ziffern 3, 4 und 14 aufzuheben. 

2. Der Beschuldigte sei nicht wegen Verbrechen gegen das Betäubungsmit-

telgesetz sondern wegen Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz 

schuldig zu sprechen. 

3. Der Beschuldigte sei vom Vorwurf der Gewalt und Drohung gegen Beam-

te freizusprechen und entsprechend sei dem Privatkläger B._____ keine 

Prozessentschädigung zuzusprechen.  

4. Der Beschuldigte sei wegen Vergehen gegen das Betäubungsmittelge-

setz sowie mehrfachem Fahren ohne Berechtigung, Vergehen gegen das 

Waffengesetz und mehrfache Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes 

schuldig zu sprechen und mit einer bedingten Geldstrafe von 360 Ta-

gessätzen à CHF 50.00 unter Ansetzung einer Probezeit von 4 Jahren zu 

bestrafen.  

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Staates.  

b) Des Vertreters des Privatklägers:  

(Prot. II S. 18) 

1. Das erstinstanzliche Urteil sei mit Bezug auf Anklage Ziff. 1.2 zu bestäti-

gen, d.h. der Beschuldigte sei diesbezüglich wegen Gewalt und Drohung 

gegen Behörden und Beamte i.S. von Art. 285 Ziff. 1 StGB zu bestrafen. 

2. Für das obergerichtliche Verfahren sei der Privatkläger mit Fr. 981.05 inkl. 

MwSt. zu entschädigen. 

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c) Des Vertreters der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat:  

(Urk. 38) 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils. 

 

Erwägungen: 

I. Verfahrensgang / Prozessgeschichte 

1. Vorinstanzliches Verfahren 

Mit Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 3. Abteilung, vom 29. September 2016 

wurde der Beschuldigte schuldig gesprochen des Verbrechens gegen das Betäu-

bungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c und d in Verbindung mit 

Art. 19 Abs. 2 lit. a; der Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte im 

Sinne von Art. 285 Ziff. 1 StGB; des mehrfachen Fahrens ohne Berechtigung im 

Sinne von Art. 95 Abs. 1 lit. b SVG; des Vergehens gegen das Waffengesetz im 

Sinne von Art. 33 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 lit. d WG, Art. 7 WG und 

Art. 12 Abs. 1 lit. h WV; und der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittel-

gesetzes im Sinne von Art. 19a Ziff. 1. Zufolge Verjährung gewisser Konsum-

handlungen wurde das Verfahren von der Vorinstanz mit Bezug auf die mehrfa-

che Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 (Dos-

sier 1) bis und mit 29. September 2013 eingestellt. Der Beschuldigte wurde mit 18 

Monaten Freiheitsstrafe unter Anrechnung von einem Tag Haft sowie mit einer 

Busse von Fr. 700.– bestraft. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wurde im Umfang 

von 12 Monaten aufgeschoben und die Probezeit auf 5 Jahre festgesetzt. Im Üb-

rigen wurde die Freiheitsstrafe für vollziehbar erklärt. Für die zu bezahlende Bus-

se wurde eine Ersatzfreiheitsstrafe von 7 Tagen festgesetzt. Die sichergestellten 

Betäubungsmittel und weitere Gegenstände wurden eingezogen und der Lager-

behörde zur Vernichtung überlassen. Der sichergestellte Betrag von Fr. 294.– 

wurde eingezogen und zur Verfahrenskostendeckung verwendet. Die Schadener-

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satz- und Genugtuungsbegehren des Privatklägers B._____ wurden abgewiesen. 

Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens wurden mit Aus-

nahme derjenigen der amtlichen Verteidigung dem Beschuldigten auferlegt. Die 

dem amtlichen Verteidiger ausbezahlte Entschädigung wurde unter Vorbehalt ei-

ner Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO auf die Gerichtskasse genom-

men. Der Beschuldigte wurde sodann verpflichtet, dem Privatkläger eine Pro-

zessentschädigung von Fr. 3'785.– zu bezahlen (Urk. 34 S. 30ff.). 

2. Berufungsverfahren  

Gegen das gleichentags mündlich eröffnete Urteil vom 29. September 2016 liess 

der Beschuldigte noch vor Schranken Berufung anmelden (Prot. I S. 26). Mit Ein-

gabe vom 30. September 2016 teilte der amtliche Verteidiger mit, der Beschuldig-

te halte an der bereits vor Schranken gestellten Berufungsanmeldung fest 

(Urk. 29). Das begründete Urteil wurde den Parteien am 26. Januar 2017 zuge-

stellt (Urk. 32/1-3). 

Der Beschuldigte reichte die Berufungserklärung im Sinne von Art. 399 Abs. 3 

StPO vom 30. Januar 2017 fristgerecht beim Obergericht ein (Urk. 35/1). Beweis-

anträge wurden keine gestellt. Mit Präsidialverfügung vom 8. Februar 2017 wurde 

der Staatsanwaltschaft sowie dem Privatkläger Frist zur Erhebung einer An-

schlussberufung angesetzt (Urk. 36). Die Staatsanwaltschaft verzichtete mit Ein-

gabe vom 1. November 2016 auf Anschlussberufung, beantragte die Bestätigung 

des vorinstanzlichen Urteils und ersuchte um Dispensation von der Teilnahme an 

der Berufungsverhandlung (Urk. 38). Sie wurde daraufhin fakultativ zur Beru-

fungsverhandlung vorgeladen (Urk. 68). Der Privatkläger liess sich nicht verneh-

men. Der Beschuldigte reichte sodann keine Unterlagen zu seinen finanziellen 

Verhältnissen ein, jedoch einen ärztlichen Verlaufsbericht vom 9. Mai 2017 

(Urk. 44/1). Der Vertreter des Beschuldigten teilte mit Eingabe vom 25. April 2017 

die Korrektur eines offensichtlichen Fehlers bei seinem Antrag zu den Kosten- 

und Entschädigungsfolgen mit (Urk. 42).  

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3. Umfang der Berufung  

Im Rahmen der Berufungserklärung beantragte die Verteidigung die Aufhebung 

von Ziffer 1 Abs. 1 und 2, Ziffern 3, 4 und 14 des erstinstanzlichen Urteils und 

stattdessen den Freispruch des Beschuldigten vom Vorwurf des Verbrechens ge-

gen das Betäubungsmittelgesetz und vom Vorwurf der Gewalt und Drohung ge-

gen Beamte sowie den Verzicht auf Zusprechung einer Prozessentschädigung an 

den Privatkläger B._____. Stattdessen sei der Beschuldigte wegen Vergehens 

gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie mehrfachen Fahrens ohne Berechti-

gung, Vergehen gegen das Waffengesetz und mehrfache Übertretung des Betäu-

bungsmittelgesetzes schuldig zu sprechen und mit einer bedingten Geldstrafe von 

360 Tagessätzen à CHF 50.– unter Ansetzung einer Probezeit von 4 Jahren zu 

bestrafen (Urk. 35/1). Demnach ist das vorinstanzliche Urteil in Ziffer 1 mit Bezug 

auf die Verurteilung des mehrfachen Fahrens ohne Berechtigung im Sinne von 

Art. 95 Abs. 1 lit. b SVG; des Vergehens gegen das Waffengesetz im Sinne von 

Art. 33 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 lit. d WG, Art. 7 WG und Art. 12 

Abs. 1 lit. h WV, und der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes 

im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 in Rechtskraft erwachsen. Ferner ist Ziffer 2 (Einstel-

lung) unangefochten geblieben. Mit der Strafe und deren Vollzug (Ziff. 3 und 4) 

gilt auch der Vollzug der Busse und die Festsetzung der entsprechenden Ersatz-

freiheitsstrafe als angefochten (Ziff. 5 und 6). Unangefochten geblieben sind so-

dann die Einziehungen (Ziff. 7 und 8), der Entscheid über das Schadenersatz- 

und Genugtuungsbegehren des Privatklägers (Ziff. 9 und 10) sowie die Kosten-

festsetzung (Ziff. 11). Indessen ist davon auszugehen, dass das Kosten- und Ent-

schädigungsdispositiv (Ziff. 12-14) zumindest sinngemäss angefochten ist. Die 

Teilrechtskraft bezüglich der erwähnten Ziffern ist festzustellen. Bezüglich der 

Feststellung der Teilrechtskraft von Ziffer 2 des vorinstanzlichen Urteils wurde an-

lässlich der Berufungsverhandlung vom 13. Juni 2017 nicht entschieden, weshalb 

dies mit dem in das Urteil zu integrierenden Nachtragsbeschluss vom 4. Juli 2017 

nachgeholt wurde (Urk. 57). 

Demnach sind im vorliegenden Berufungsverfahren der Anklagesachverhalt Ver-

brechen gegen das Betäubungsmittelgesetz (Dossier 1) respektive dessen recht-

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liche Würdigung sowie der Anklagesachverhalt Gewalt und Drohung gegen Be-

hörden und Beamte (Dossier 2) zu prüfen. Ebenfalls sind die auszufällende Sank-

tion, die Kostenfolgen sowie die Frage, ob dem Privatkläger eine Prozessent-

schädigung zusteht, einer näheren Prüfung zu unterziehen.  

II.  Sachverhalt und rechtliche Würdigung 

A. Anklagevorwurf Dossier 1 (Verbrechen gegen das Betäubungsmittelge-
setz) 

1. Äusserer Sachverhalt / objektiver Tatbestand 

1.1. Der Beschuldigte hat den ihm in der Anklage vorgeworfenen äusseren 

Sachverhalt anerkannt. Er ist geständig, Anfang Dezember 2014 in einem Hinter-

hof an der … [Adresse] einen Sack, welcher mehrere Säcklein mit weissem Pul-

ver, insgesamt ca. 39 Gramm sowie Streckmittel und eine Waage enthielt, gefun-

den zu haben. Diesen Sack habe er dann im Kabelschacht des Kellers der Lie-

genschaft … [Adresse] versteckt. In der Folge habe er bis zum 16. Dezember da-

von an zwei Personen je ca. 1 Gramm des Pulvers als Kokain für jeweils Fr. 60.– 

oder Fr. 70.– verkauft. Den Nachweis, dass es sich beim weissen Pulver um Ko-

kain handelt und den nachträglich festgestellten Reinheitsgrad von 63% stellte der 

Beschuldigte respektive sein Verteidiger nicht in Frage. 

1.2. Die Verurteilung wegen eines schweren Falles nach Art. 19 Abs. 2 lit. a 

BetmG setzt in objektiver Hinsicht voraus, dass die Widerhandlung geeignet sein 

muss, die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr zu bringen. Nach der Recht-

sprechung sind 20 Personen oder mehr "viele Menschen" im Sinne von Art. 19 

Abs. 2 lit. a BetmG. Die bundesgerichtliche Rechtsprechung hat die Mengen des 

reinen Betäubungsmittelwirkstoffs für verschiedene Betäubungsmittel festgelegt, 

bei denen Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG zur Anwendung gelangt (Fingerhuth / Schle-

gel / Jucker, 3. vollst. überarb. Auflage, Zürich 2016, Rz 181 f. zu Art. 19). Für Ko-

kain beträgt dieser bekanntlich 18 Gramm (BGE 109 IV 145), wobei die Menge 

des reinen Drogenwirkstoffs massgebend ist (BGE 119 IV 185).  

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1.3. Es ist unbestritten, dass in objektiver Hinsicht ein qualifizierter Fall einer 

Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 2 

lit. a BetmG vorliegt. 

2. Subjektiver Sachverhalt / subjektiver Tatbestand  

2.1. a) Was der Beschuldigte wusste, wollte oder in Kauf nahm, gehört zum In-

halt des subjektiven Tatbestandes, ist also Tatfrage. Für den Nachweis des Vor-

satzes kann sich das Gericht - soweit der Täter nicht geständig ist - regelmässig 

nur auf äusserlich feststellbare Indizien und Erfahrungsregeln stützen, die Rück-

schlüsse von den äusseren Umständen auf die innere Einstellung des Täters er-

lauben (BGE 130 IV 58 E. 8.5). Rechtsfrage ist hingegen, ob im Lichte der festge-

stellten Tatsachen der Schluss auf den Eventualvorsatz begründet ist, da sich in-

soweit Tat- und Rechtsfragen teilweise überschneiden können (BGE 137 IV 1 

E.4.2.3 und BGE 119 IV 242 E. 2c). 

b) Der subjektive Tatbestand von Art. 19 Abs. 1 und 2 BetmG verlangt Vorsatz, 

wobei Eventualvorsatz genügt. Der Täter muss um die objektiven Umstände wis-

sen oder darauf schliessen. Er muss sich darüber bewusst sein, dass er mit einer 

unter Abs. 1 aufgeführten Widerhandlung die Gesundheit anderer Menschen ge-

fährden kann. Der Täter muss somit Kenntnis haben über die Art und die Menge 

der Betäubungsmittel, auf die sich seine Tathandlung bezieht. Dieses Wissen 

muss sich auf die reine Drogenmenge beziehen. Nur wenn er weiss, dass es sich 

um ein bestimmtes Betäubungsmittel und um eine gewisse Menge davon handelt, 

kann er über das Ausmass der Gesundheitsgefährdung Rechenschaft geben. 

Nicht notwendig ist jedoch die exakte Kenntnis der für lit. a festgelegten und  

massgebenden minimalen Betäubungsmittelgrenzmenge. Das Bewusstsein des 

Täters, dass die von ihm verkaufte Drogenmenge quantitativ erheblich ist, reicht 

aus. Ebenso wenig muss der Drogenhändler die genauen medizinischen Wirkun-

gen des verkauften Stoffes kennen. Vielmehr genügt die Kenntnis, dass der Ge-

brauch des betreffenden Betäubungsmittels beträchtliche Schädigungen der 

menschlichen Gesundheit zu bewirken vermag. Dem Täter muss der Vorsatz mit 

Bezug auf die festgestellte reine Drogenmenge bewiesen werden, damit er wegen 

vollendeter Begehung verurteilt werden kann. Vollendete Begehung liegt nur mit 

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Bezug auf die Menge vor, bei der sich objektiver Sacherhalt und subjektive Vor-

stellung des Täters decken (Hug - Beeli, BetmG-Komm, Basel 2016, Art. 19 N 

1006ff. Fingerhuth et. al., a.a.O., Rz 201-203 zu Art. 19, je mit Verweisen auf die 

Rechtsprechung).  

2.2. a) Die Verteidigung brachte vor Vorinstanz zunächst vor, der Beschuldigte 

habe in der Untersuchung angegeben, er habe nicht gewusst, ob es Amphetamin 

oder Kokain gewesen sei; es stelle sich die Frage, ob zugunsten des Beschuldig-

ten nicht davon ausgegangen werden müsste, dass er dieses Pulver für Amphe-

tamin gehalten habe und dementsprechend die Grenze zum schweren Fall von 

Art. 19 Ziff. 2 BetmG bei 36 Gramm reinem Amphetamin liegen würde (Urk. 25 

S. 3). Dies wiederholte der Verteidiger auch anlässlich der Berufungsverhandlung 

(Urk. 47 S. 3 f.). 

b) Die Vorinstanz hat dazu schon zutreffende Ausführungen gemacht, auf die 

vorab verwiesen werden kann (Urk. 34 S. 6, Art. 82 Abs. 4 StPO). Nochmals ist 

darauf hinzuweisen, dass der Beschuldigte in der laufenden Untersuchung angab, 

er habe zwei Portionen des aufgefundenen Pulvers an unbekannte Abnehmer 

verkauft und diesen gesagt, es sei Kokain (Urk. D1/6/1 S. 3). Weiter ist zu be-
rücksichtigen, dass er gegenüber dem Staatsanwalt aussagte, er habe schon 

vermutet, dass es sich um Kokain handle, er habe einfach nicht die Hand ins 

Feuer legen können dafür; er hätte das Pulver auch aufbewahrt und verkauft, 

wenn er ganz sicher gewesen wäre, dass es sich um Kokain handle (Urk. D1/6/3 

S. 4). Auch heute gab er an, dass er vermutet habe, dass es sich um Kokain 

handle und er den Abnehmern auch gesagt habe, dass es Kokain sei (Prot. II 

S. 13 f.). Somit steht fest, dass der Beschuldigte zumindest in Kauf nahm, Kokain 

zu verkaufen. Es fällt sodann auf, dass der Beschuldigte schon im Rahmen des 

früheren Strafverfahrens, welches mit Strafbefehl vom 12. Juli 2011 erledigt wur-

de, angegeben hatte, er habe beim … [Adresse] ein Säcklein gesehen und dieses 

geöffnet. Er habe nicht gewusst, ob es sich dabei um Kokain oder Amphetamin 

gehandelt habe (Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl Unt. Nr. 2010/5484HD 3/1 S. 3). 

Aufgrund der vorliegend vom Beschuldigten ähnlich geschilderten Umstände (Auf-

finden eines von einem Unbekannten zuvor in einem Hinterhof deponierten Sacks 

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mit Pulver und Betäubungsmittelhandelutensilien) liegt deshalb - auch unter Be-

rücksichtigung der vorerwähnten Äusserungen - nahe, dass es sich eher um eine 

Schutzbehauptung des Beschuldigten handelt und dieser selber tatsächlich davon 

ausging, dass es sich bei dem von ihm gefundenen und aufbewahrten respektive 

verkauften Pulver um Kokain handelte. Der subjektive Tatbestand mit Bezug auf 

die Art der verkauften Drogen (Kokain) ist somit erfüllt.  

2.3. a) Weiter stellte sich die Verteidigung auf den Standpunkt, der Beschuldig-

te sei nicht von einem Kokaingemisch mit einem Reinheitsgrad von 63% ausge-

gangen, sondern allerhöchstens von einem Kokaingemisch mit durchschnittlicher 

Qualität. Er sei wohl von 40 - 45 % ausgegangen, so dass er sich subjektiv nicht 

im Bereich eines schweren Falles befunden habe (Urk. 25 S. 3). Des Weiteren sei 

der Beschuldigte nie befragt worden, ob er denn alles Kokain verkauft hätte. Der 

Beschuldigte sei selber Kokainkonsument, es sei ihm zuzugestehen, dass er zu-

mindest einen Teil des Kokains selber konsumiert hätte (Urk. 25 S. 4) 

b) Der Beschuldigte sah sich den von ihm angeblich gefundenen Sack mit mehre-

ren Grips und einer Feinwaage und einem grösseren "Bömbel" darin an und hielt 

dabei den Sack selber in der Hand (Urk. D1/6/1 S. 2). Folglich war er sich be-

wusst, dass es sich um eine grössere Menge Drogen handelte. Er verkaufte da-

von zwei Mal eine Portion als Kokain zum Preis von Fr. 60.– oder 70.– 

(Urk. D1/6/3 S. 4). Selber konsumierte er davon - nach seinen eigenen bisherigen 

Angaben (Urk. D1/6/5S. 4) - jedoch nichts. Vielmehr war das in der Wohnung sei-

ner Freundin sichergestellte Kokain für den Eigenkonsum bestimmt (Urk. D1/6/3 

S. 3). Wenn der Beschuldigte anlässlich der heutigen Befragung neu angab, er 

habe selber von dem Kokain konsumiert, und zwar sowohl von dem von ihm ge-

fundenen als auch von dem in der Wohnung seiner Freundin sichergestellten 

(Prot. II S. 14), erscheint dies nicht als glaubhaft, da er bisher stets anders ausge-

sagt hat. Es darf somit daraus geschlossen werden, dass er den im Kabelschacht 

versteckten Stoff nicht, - und auch nicht teilweise - selber konsumiert, sondern bei 

weiteren Gelegenheiten verkauft hätte.  

c) Aufgrund des für Kokain von guter Qualität vom Beschuldigten verlangten eher 

bescheidenen Verkaufspreises ist jedoch zu seinen Gunsten davon auszugehen, 

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dass er nicht einen besonders hohen Reinheitsgrad angenommen hatte: So gab 

der Beschuldigte in der Untersuchung an, wenn er gewusst hätte, dass es so rein 

sei, hätte er es teurer verkauft (Urk.D1/6/5 S. 4). Indessen bestehen keine An-

haltspunkte dafür, dass er von schlechter Ware ausging, d.h. Kokain mit einem 

tiefen Reinheitsgrad zu verkaufen glaubte (vgl. Urk. 47 S. 4). Somit ist zugunsten 

des Beschuldigten in Anlehnung an die Rechtsprechung in den Fällen, in denen 

die Betäubungsmittel nicht beschlagnahmt werden konnten und somit der Rein-

heitsgrad nicht nachgewiesen ist, von der Annahme durchschnittlicher Qualität 

seitens des Beschuldigten und somit vom mittleren Reinheitsgehalt von Kokain 

auszugehen (Urteil des Bundesgerichtes vom 29. September 2015 6B_1068/2014 

E. 1.5.  mit Verweis auf BGE 138 IV 100 E. 3.5). Gemäss der für die Tatzeit mas-

sgeblichen Betäubungsmittelstatistik der Schweizerischen Gesellschaft für 

Rechtsmedizin des Jahres 2014 beträgt der Mittelwert der untersuchten Cocain-

HCl  (= Pulver) bei Konfiskaten im Bereich zwischen 10 und 100 Gramm 47 % 

(vgl. dazu den Klammerwert für das Jahr 2014 in der Tabelle "Cocain-HCl 2015, 

Mittlere Betäubungsmittelgehalte, auf www.sgrm.ch, Forensische Chemie, Statis-

tiken Kokain und Heroin). Es wurden 37,1 Gramm Drogengemisch sichergestellt, 

hinzuzuzählen sind die zwei verkauften Portionen von ca. 1 Gramm, so dass von 

total rund 39 Gramm Drogengemisch auszugehen ist. Bei Annahme eines Rein-

heitsgehalts von 47 % ergeben sich 18,33 Gramm reines Kokain. Der Beschuldig-

te hatte in der Einvernahme bei der Staatsanwaltschaft vom 15. März 2016 denn 

auch anerkannt, dass die von ihm aufbewahrte Menge Kokain ausreichen würde, 

die Gesundheit vieler Konsumenten zu gefährden. Somit ist erstellt, dass sich der 

Vorsatz des Beschuldigten - auch bei Berücksichtigung des mittleren Reinheits-

gehalts von im Tatzeitpunkt beschlagnahmtem Kokain - auf eine Drogenmenge 

bezog, die den qualifizierten Tatbestand des Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG erfüllt. 

2.4. In Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils ist der Beschuldigte somit des 

Verbrechens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c 

und d in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a schuldig zu sprechen. 

 

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B. Anklagevorwurf Dossier 2 (Gewalt und Drohung gegen Behörden und 
Beamte) 

1. Sachverhalt 

1.1. Der Beschuldigte räumte in der Untersuchung und vor Vorinstanz ein, dass 

es am 16. September 2014 mit einem VBZ-Buschauffeur bei der Haltestelle 

C._____ zu einem Disput durch das offene Fenster gekommen war. Er stellte je-

doch stets in Abrede, dass er diesen ins Gesicht gespuckt habe (Urk. 34 S. 7 Ziff. 

3.2. mit Verweisen; Prot. II S. 15). 

1.2. Die Vorinstanz hat ausführlich und in vorbildlicher Weise die Beweisregeln 

sowie die zur Verfügung stehenden Beweismittel (Aussagen der Beteiligten) auf-

gezeigt, die Aussagen des Privatklägers sowie des Beschuldigten je bei der Poli-

zei und der Staatsanwaltschaft sowie vor Vorinstanz zutreffend dargestellt und 

sorgfältig gewürdigt (Urk. 34 S. 7 f.-13, Ziff. 3.3, 3.4, 3.5. sowie 3.6). Diesen über-

zeugenden Ausführungen kann beigepflichtet und auf diese vorab verwiesen wer-

den (Art. 82 As. 4 StPO). 

1.3. Die Verteidigung monierte vor Vorinstanz, der vom Geschädigte geschil-

derte Sachverhalt wirke lebensfremd; es sei insbesondere nicht vorstellbar, dass 

der Vorfall - so die Aussage des Geschädigten 5 bis 8 Minuten gedauert habe. 

Dann müsste dieser ja mit seinem Bus 5 bis 8 Minuten lang den C._____ blockiert 

und den Beschuldigten an der Weiterfahrt gehindert haben; spätestens nach 30 

Sekunden hätten jedoch die anderen Verkehrsteilnehmer ringsherum gehupt (Urk. 

25 S. 5). Anlässlich der Berufungsverhandlung brachte die Verteidigung vor, es 

gehe nicht primär um die Glaubhaftigkeit der Aussagen des Privatklägers, son-

dern vielmehr darum, ob es sich gehöre, den C._____ für 5 bis 8 Minuten zu blo-

ckieren. Da sei es wohl der Privatkläger, von welchem die Provokationen ausge-

gangen seien (Urk. 47 S. 6 f.).  

Angesichts des sehr unterschiedlichen Empfindens für zeitliche Abläufe und der 

von der Vorinstanz bereits erwähnten Schwierigkeiten bei der korrekten zeitlichen 

Einschätzung ergeben sich keine Zweifel an der sonst sehr überzeugenden 

Sachverhaltsdarstellung des Privatklägers. Zu ergänzen ist noch, dass der Ge-

- 16 - 

schädigte vom Verteidiger mit dem Vorbringen des Beschuldigten, er habe ein 

Spucken nur angedeutet, konfrontiert worden war und daraufhin plausibel angab, 

er sei nass gewesen und habe es auch gesehen, weil er leicht nach links ge-

schaut habe, als er habe wegfahren wollen. Danach fragte die Verteidigung nicht 

nach der Art des Spuckens, sondern ob der Geschädigte das Spucken nicht nur 

gespürt, sondern auch gesehen habe, was der VBZ-Chauffeur bestätigte. Es er-

staunt deshalb nicht, dass der Geschädigte keine näheren Angaben dazu machte, 

wie er genau bespuckt wurde, da er in diesem Moment wegfahren wollte und wohl 

seine Aufmerksamkeit auch auf den Verkehr richtete. Er schilderte jedoch stets, 

er sei nass geworden an der linken Wange sowie an der Brille, er habe zunächst 

den Speichel mit der Hand weggewischt und sich deswegen dann an der Endhal-

testelle waschen müssen (Urk. D2/3/1S. 2 sowie D2/3/3 S. 3-5). Diese Schilde-

rung wirkt tatsächlich erlebt und absolut lebensnah. Schliesslich spricht auch für 

die Glaubhaftigkeit der Angaben des Privatklägers, dass er sich nicht durch das 

Zeigen des Stinkefingers sowie den Begriff Arschloch, welche Beleidigungen er 

täglich höre, sondern erst durch das Spucken zum Stellen des Strafantrages ver-

anlasst sah.  

1.4. Zusammengefasst ist festzuhalten, dass sich keine erheblichen Zweifel an 

der Sachdarstellung des Privatklägers B._____ ergeben. Dieser hat in den beiden 

zeitlich weit auseinanderliegenden Einvernahmen bei der Polizei am 16. Septem-

ber 2014 (Urk. D2/3/1) und der Einvernahme als Privatkläger bei der Staatsan-

waltschaft am 4. Februar 2016 (Urk. D2/3/3) weitgehend gleichlautend ausgesagt. 

Demgegenüber sind die Aussagen des Beschuldigten widersprüchlich, insbeson-

dere zur Frage, ob er aus dem Auto ausgestiegen ist, darin vollständig sitzen 

blieb oder mit einem Bein auf dem Trittbrett stand. Es ist mithin erstellt, dass der 

Beschuldigte aus dem Auto ausstieg und zum Chauffeur auf der linken Seite des 

VBZ-Bus ging sowie diesem - nach einer Diskussion über die Herausgabe des 

Fahrerbuchs und das Erstellen eines Fotos - ins Gesicht spuckte. 

2. Rechtliche Würdigung 

2.1. Die rechtliche Würdigung des Verhaltens des Beschuldigten als Gewalt 

und Drohung gegen Beamte im Sinne von Art. 285 Ziff. 1 StGB wurde seitens der 

- 17 - 

Verteidigung vor Vorinstanz zu Recht nicht in Frage gestellt (Urk. 25 S. 8f.). Es 

kann auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden 

(Urk. 34 S. 15f.). Festzuhalten ist, dass es sich beim Spucken ins Gesicht des 

sich auf Dienstfahrt befindenden Buschauffeurs um eine Tätlichkeit handelt (vgl. 

Urteil des Verwaltungsgerichtes Zürich VB 2017.16 vom 15.3.17 abgedruckt in 

der NZZ vom 24. April 2017 S. 15 sowie Urteil der II. Strafkammer des Oberge-

richtes des Kantons Zürich vom 8. Juli 2011 SB110261 S. 12 Ziff. III.7.1 und Be-

schluss der III. Strafkammer des Obergerichtes des Kantons Zürich vom 1. No-

vember 2011 UE110171 S. 6), die während einer Amtshandlung ausgeführt wur-

de.  

2.2. Der Beschuldigte ist somit in Bestätigung des vorinstanzlichen Schuld-

spruchs der Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte im Sinne von 

Art. 285 Ziff. 1 StGB schuldig zu sprechen. 

III. Strafe und Vollzug 

1. Sanktion 

1.1. Strafrahmen 

Die Ausführungen der Vorinstanz zur Ermittlung des massgebenden Strafrah-

mens sind zutreffend (Urk. 34 S. 17ff. IV.1.-3., Art. 82 Abs. 4 StGB). Der ordentli-

che Strafrahmen für Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von 

Art. 19 Abs. 1 lit. c und d in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a beträgt Freiheits-

strafe von einem Jahr bis zu zwanzig Jahren. Obwohl die Strafschärfungsgründe 

der Deliktsmehrheit und der mehrfachen Tatbegehung vorliegen, ist im hier zu 

beurteilenden Fall kein Grund ersichtlich, den ordentlichen Strafrahmen zu verlas-

sen. Ein solcher ist nur dann gegeben, wenn aussergewöhnliche Umstände vor-

liegen und die für die betreffende Tat angeordnete Strafe im konkreten Fall zu 

hart bzw. zu milde erscheint (BGE 136 IV 55 ff., 63 E. 5.8). Die Strafe ist innerhalb 

des erwähnten Strafrahmens festzusetzen unter Berücksichtigung der massgebli-

chen Strafzumessungsregeln. 

- 18 - 

1.2. Strafzumessungsregeln 

Hierbei kann wiederum auf die von der Vorinstanz richtig aufgeführten Grundsät-

ze verwiesen werden, wonach die Strafe in erster Linie nach dem Verschulden 

des Täters unter Berücksichtigung seines Vorlebens, der persönlichen Verhältnis-

se sowie der Wirkung der Strafe auf das Leben des Täters festzusetzen ist 

(Urk. 34 S. 19 f. Ziff. IV. 4). 

1.3. Strafmass 

1.3.1. Tatkomponente 

a) Die Vorinstanz kam mit zutreffenden Erwägungen zum Schluss, das Tatver-

schulden bezüglich des Verbrechens gegen des Betäubungsmittelgesetz sei im 

Rahmen des schweren Falles in objektiver Hinsicht noch als leicht zu qualifizie-

ren. Der Beschuldigte habe das Kokain zufällig gefunden, sei also nicht Teil einer 

Drogenhandelshierarchie und sein Vorgehen sei ohne grosse Planung erfolgt. 

Vom gefundenen Kokain habe der Beschuldigte nur eine kleine Menge verkauft 

und einen bescheidenen Gewinn erzielt. Bei der vom Eventualvorsatz des Be-

schuldigten abgedeckten Menge an reinem Kokain handelt es sich sodann um ei-

ne den Grenzwert von 18 Gramm zum schweren Fall nur knapp übersteigende 

Menge. In subjektiver Hinsicht ist mit der Vorinstanz von egoistischen Motiven 

auszugehen, da sein Motiv rein finanzieller Art war (Urk. 34 S. 20 f. Ziff. 5.1.1.). 

Unter Berücksichtigung der objektiven und subjektiven Tatschwere erweist sich 

die Ansetzung der hypothetischen Einsatzstrafe in der Höhe von 12 Monaten als 

angemessen.  

b) In überzeugender Begründung bewertete die Vorinstanz das Verschulden be-

züglich des weiteren Delikts der Gewalt und Drohung gegen Beamte angesichts 

des Umstandes, dass Spucken zwar ekelerregend ist, aber keine Form von roher 

Gewalt darstellt und ein spontanes Handeln im Strassenverkehr vorlag, insgesamt 

als noch leicht (Urk. 51.1 S. 21 f. Ziff. 5.1.2.). In Anwendung des Asperationsprin-

zips erweist sich jedoch eine Erhöhung lediglich um einen Monat als zu milde. Die 

- 19 - 

hypothetische Einsatzstrafe ist um zwei Monate auf 14 Monate Freiheitsstrafe zu 

erhöhen.  

c) Die Vorinstanz qualifizierte das Verschulden beim mehrfachen Fahren ohne 

Berechtigung als im unteren Drittel bis mittleren Bereich liegend, zumal der Be-

schuldigte innerhalb kurzer Zeit wiederholt den Führerausweisentzug nicht beach-

tete und sich ein Auto organisierte, so dass sie - berechtigterweise - auf eine ge-

wisse kriminelle Energie schloss auf eine Straferhöhung um drei Monate vornahm 

(Urk. 34 S.21 f. Ziff. 5.1.3.). Für das Vergehen gegen das Waffengesetz, wobei 

ein vergleichsweise leichtes Verschulden vorgelegen habe, veranschlagte sie ei-

nen Monat (S. 22 Ziff. 5.1.4). Die für die weiteren Delikte vorgenommenen Erhö-

hungen von drei respektive einem Monat erscheinen angemessen und sogar eher 

moderat, weshalb sie zu übernehmen sind.  

d) Es ergibt sich somit unter dem Titel Tatkomponente unter Berücksichtigung der 

zufolge Anwendung des Asperationsprinzips vorzunehmenden Straferhöhungen 

für die weiteren begangenen Delikte eine Freiheitsstrafe von 18 Monaten. 

e) Die durch die Vorinstanz ausgesprochene Busse von Fr. 700.– für die mehrfa-

che Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes erweist sich als angemessen und 

ist zu bestätigen. 

1.3.2. Täterkomponente 

a) Zum Vorleben des Beschuldigten  

Zum Vorleben des Beschuldigten kann auf die Ausführungen im Urteil des Ju-

gendgerichtes Zürich vom 2. November 2009 sowie den in jenem Verfahren ver-

fassten Sozialbericht der Jugendanwaltschaft der Stadt Zürich vom 7. Oktober 

2009 und seine heutigen Aussagen verwiesen werden (vgl. DJ090013 Urk. 64 

S. 9 f. und 15 sowie Urk. 38, Verfahren Jugendanwaltschaft der Stadt Zürich Ak-

tenzeichen 200/71909; Prot. II S. 5 ff.): Der Beschuldigte wurde am 29. Februar 

1992 als Kind D._____ Eltern in E._____ geboren und wuchs als Einzelkind auf. 

Er besuchte die üblichen Schulen, bis mit Beginn der Oberstufe im F._____-

schulhaus seine Auffälligkeiten begannen. Er war seit dem Jahr 2006 mit Unter-

- 20 - 

brüchen in verschiedenen Institutionen platziert. Er begann eine Lehre als Poly-

mechatroniker, welche er jedoch nie abgeschlossen hat. Im Jahr 2007 reiste der 

Vater des Beschuldigten nach G._____ [Staat in Asien] und war während längerer 

Zeit abwesend. In dieser Zeit wurde der Beschuldigte straffällig. 

Die Vorinstanz listete die drei teilweise einschlägigen Vorstrafen auf: Diese sind 

zur besseren Übersicht nochmals aufzuführen (Urk. 34 S. 23 mit Verweis auf 

Urk. 18, vgl. auch den neuesten Ausdruck aus dem Strafregister vom 29. Mai 

2017, Urk. 45):  

1. Mit Urteil vom 2. November 2009 wurde der Beschuldigte für Raub, Dieb-

stahl, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch, Verursachung einer Explo-

sion, Gewalt und Drohung gegen Beamte, Landfriedensbruch, Entwen-

dung zum Gebrauch und für Widerrechtliche Aneignung von Kontrollschil-

dern zu einer Jugendstrafe von 3 Monaten Freiheitsentzug verurteilt. Der 

Vollzug wurde zu Gunsten einer offenen Unterbringung im Sinne von 

Art. 15 Abs. 1 JStG aufgeschoben.  

2. Mit Strafbefehl vom 27. September 2010 der Staatsanwaltschaft 

Limmattal/Albis wurde der Beschuldigte für Entwendung zum Gebrauch, 

Fahren ohne Führerausweis sowie für die Verletzung von Verkehrsregeln 

mit einer Geldstrafe von 70 Tagessätzen zu Fr. 30.– und einer Busse in 

der Höhe von Fr. 250.– bestraft. 

3. Am 12. Juli 2011 wurde der Beschuldigte mit Strafbefehl für ein Vergehen 

nach Art. 19 Abs. 1 BetmG, Hausfriedensbruch, Diebstahl, Hinderung ei-

ner Amtshandlung sowie unrechtmässige Aneignung mit einer Freiheits-

strafe von 90 Tagen bestraft.  

Der Beschuldigte befand sich gemäss seinen Angaben gegenüber der Staatsan-

waltschaft Zürich-Sihl in der Einvernahme vom 12. Juli 2011 während längerer 

Zeit (er sprach von vier Jahren) in einer Massnahmeinstitution und absolvierte an-

schliessend ein Coachingprogramm des RAV (Vorakten 2010/5484 Urk. 3/3 S. 4). 

Ab dem Jahr 2011 lebte er wieder zu Hause bei seinen Eltern und erledigte Hilfs-

- 21 - 

arbeiten und Gelegenheitsjobs. Heute ist er als selbständiger Kreditvermittler tä-

tig, wobei ihm sein Vater ab und zu dabei hilft (Prot. II S. 7 f.). 

Die vorerwähnten, zum Teil einige Zeit zurückliegenden Vorstrafen sind zwar 

nicht mehr erheblich, aber - da teilweise einschlägig - doch deutlich straferhöhend 

zu berücksichtigen.  

b) Ebenso wirkt sich die teilweise Tatbegehung während laufender Strafuntersu-

chung straferhöhend aus (vgl. Ausführungen im vorinstanzlichen Urteil Urk. 34 

S. 23f. Ziff. 5.2.3.).  

c) Die persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten bis zur vorinstanzlichen 

Hauptverhandlung wurden im angefochtenen Urteil richtig zusammengefasst, wo-

rauf zu verweisen ist (Urk. 34 S. 22 f. Ziff. 5.2.1.). Anlässlich der Berufungsver-

handlung bestätigte der Beschuldigte die vorinstanzlich gemachten Angaben 

(Prot. II S. 8 ff.). Hieraus ergeben sich keine weiteren strafzumessungsrelevanten 

Faktoren. 

d) Im Vorfeld der Berufungsverhandlung reichte der Verteidiger des Beschuldigten 

einen sogenannten ärztlichen Verlaufsbericht vom 9. Mai 2017 ein. Diesem ist zu 

entnehmen, dass der Beschuldigte im Rahmen einer akuten Kokain-/Amphetamin 

- Intoxikation am 15. Januar 2017 aufgrund von Selbstgefährdung im Rahmen ei-

ner akuten psychischen Dekompensation in die Psychiatrische Universitätsklinik 

eingeliefert worden war per Fürsorgerischer Unterbringung (Urk. 44/1). Nach sei-

ner Entlassung aus der Klinik begab sich der Beschuldigte seit dem 2. Februar 

2017 in regelmässige psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung. Er nehme 

- so der behandelnde Arzt - seine Termine gewissenhaft wahr und zeige ein star-

kes Bedürfnis betreffend den Kokainkonsum und der konsekutiv entstehenden 

psychischen Beeinträchtigungen Hilfe zu erhalten. Es gehe bei der Therapie um 

die Prävention von schädlichem Konsum und einer Verbesserung der Lebensqua-

lität. Offenbar konsumierte der Beschuldigte illegale Drogen während des laufen-

den Berufungsverfahrens. Er unterzog sich jedoch einer Therapie, so dass sich 

daraus keine Straferhöhung ergibt. 

- 22 - 

Dem neuesten Strafregisterauszug vom 29. Mai 2017 lässt sich entnehmen, dass 

die Staatsanwaltschaft See / Oberland offenbar eine Strafuntersuchung wegen 

Sachbeschädigung gegen den Beschuldigten führt (Urk. 45). 

Die Rückfrage beim zuständigen Staatsanwalt See / Oberland hat ergeben, dass 

der Beschuldigte am 15. Januar 2017 bei einem Mehrfamilienhaus in H._____ ei-

nige Briefkästen, Deckenlampen im Eingangsbereich sowie das Lifttelefon be-

schädigte (Urk. 46/1). Aus dem Rapport ergibt sich, dass der Beschuldigte damals 

in die PUK eingeliefert worden und am 15. Januar 2017 entwichen war (Rapport 

S. 2). In der am 28. Februar 2017 durchgeführten Einvernahme erinnerte sich der 

Beschuldigte zunächst nicht an die Begebenheit, mit der Zeit glaubte er aber, er 

habe bei der fraglichen Liegenschaft Unterschlupf gesucht, ein Kollege habe frü-

her dort gewohnt (Urk. 46/2). Dies sagte er auch heute so aus (Prot. II S. 12). 

Falls der Beschuldigte die Sachbeschädigungen begangen hat, standen diese im 

Zusammenhang mit dem Betäubungsmittelkonsum und der Unterbringung in der 

Psychiatrischen Universitätsklinik. Aufgrund der Unschuldsvermutung kommt die-

ser Strafuntersuchung jedenfalls keine straferhöhende Wirkung zu.  

e) Mit der Vorinstanz ist sodann das Geständnis des Beschuldigten hinsichtlich 

des äusseren Ablaufs bei der Aufbewahrung der Drogen sowie der vollumfängli-

chen Geständnisse bezüglich Fahren ohne Berechtigung und Vergehen gegen 

das Waffengesetz strafmindernd zu veranschlagen. Aufgrund der klaren Beweis-

lage fällt dies allerdings nicht stark, sondern in mittlerem Mass ins Gewicht. 

f) Stellt man die straferhöhenden Umstände (Vorstrafen, Delinquieren während 

laufender Strafuntersuchung) den strafmindernden Faktoren (Geständnis, Thera-

pie) gegenüber, halten sich diese in etwa die Waage.  

Die Strafe ist somit auf 18 Monate Freiheitsstrafe (wovon 1 Tag durch Untersu-

chungshaft erstanden ist) festzusetzen. Eine Geldstrafe kommt bei dieser Straf-

höhe nicht in Frage.  

g) Für die Busse von Fr. 700.– ist sodann eine Ersatzfreiheitsstrafe von 7 Tagen 

festzusetzen. 

- 23 - 

2. Vollzug  

2.1. a) Gemäss Art. 42 Abs. 1 StGB schiebt das Gericht den Vollzug einer 

Geldstrafe, von gemeinnütziger Arbeit oder einer Freiheitsstrafe von mindestens 

sechs Monaten und höchstens zwei Jahren in der Regel auf, wenn eine unbeding-

te Strafe nicht notwendig erscheint, um den Täter von der Begehung weiterer 

Verbrechen oder Vergehen abzuhalten. Für den bedingten Vollzug genügt das 

Fehlen einer ungünstigen Prognose, das heisst die Abwesenheit der Befürchtung, 

der Täter werde sich nicht bewähren (BGE 134 IV 1 E. 4.2.2 S. 5 f. mit Hinwei-

sen). Die Gewährung des Strafaufschubes setzt mit anderen Worten nicht mehr 

die positive Erwartung voraus, der Täter werde sich bewähren, sondern es genügt 

die Abwesenheit der Befürchtung, dass er es nicht tun werde. Der Strafaufschub 

ist deshalb die Regel, von der grundsätzlich nur bei ungünstiger Prognose abge-

wichen werden darf. Er hat im breiten Mittelfeld der Ungewissheit den Vorrang 

(BGE 134 IV 97 E. 7.3; 134 IV 82 E. 4.2). 

b) Die Vorinstanz hat dargetan, unter welchen Umständen ein teilbedingter Voll-

zug angezeigt ist (Urk 34 S. 25f. Ziff. VI.1.). 

2.2. Die Vorinstanz stellte fest, dass die Voraussetzungen des bedingten bzw. 

des teilbedingten Strafvollzugs in objektiver Hinsicht erfüllt seien. In subjektiver 

Hinsicht zog sie in Erwägung, obwohl der Beschuldigte noch nie eine Freiheits-

strafe von mindestens sechs Monaten bzw. eine Geldstrafe von mindestens 180 

Tagessätzen verbüsst habe und die fraglichen Vorstrafen etwas mehr als 5 Jahre 

zurücklägen, seien diese dennoch ein nicht ausser Acht zu lassender Faktor bei 

der Beurteilung, ob eine Wiederholungsgefahr vorliege. Trotz ausgesprochener 

und teilweise vollzogener Strafen sei der Beschuldigte nicht davon abgehalten 

worden, weitere Straftaten zu begehen. Ferner seien mehrere Delikte im Zeitraum 

von Herbst 2013 bis Juni 2015 zu beurteilen, welche er teilweise während laufen-

der Strafuntersuchung begangen habe. Der Beschuldigte habe zwar anlässlich 

der Hauptverhandlung dargetan, dass er sich eine günstige Ausgangslage in pri-

vater und beruflicher Hinsicht erarbeitet habe. Jedoch hätte insbesondere die Be-

ziehung zu seiner Freundin schon im Deliktszeitraum bestanden und ihn nicht da-

von abgehalten, die aktuell zu beurteilenden Straftaten zu begehen. Die Vor-

- 24 - 

instanz kam daher zum Schluss, eine günstige Prognose sei nur unter der Warn-

wirkung des unbedingt zu vollziehenden Teils der Strafe möglich. Sie setzte den 

vollziehbaren Teil der Strafe auf sechs Monate fest, welche Strafe in Halbgefan-

genschaft vollzogen werden könne und so der beruflichen Verwirklichung des Be-

schuldigten Rechnung trage (Urk. 34 S. 26f.).  

2.3. a) Die Verteidigung brachte anlässlich der Berufungsverhandlung vor, sie 

sei der Ansicht, der Beschuldigte habe noch eine letzte Chance verdient, weshalb 

ihm der bedingte Strafvollzug zu gewähren sei (Urk. 47 S. 8; Prot. II S. 18). 

b) Anlässlich der heutigen Berufungsverhandlung hat sich ergeben, dass der Be-

schuldigte immer noch mit seiner Freundin zusammenlebt und nach wie vor sei-

ner Tätigkeit als Kreditvermittler nachgeht. 

Dazu befragt, wie es im Januar 2017 zur Betäubungsmittelintoxikation mit an-

schliessender Fürsorgerischer Unterbringung gekommen sei, führte der Beschul-

digte aus, er habe eine Psychose gehabt, es sei ihm nicht mehr gut gegangen. Er 

habe ein Burnout gehabt, Hilfe gesucht und mache jetzt eine psychotherapeuti-

sche Behandlung, was ihm eine Stütze sei (Prot. II S. 11). 

2.4. Mit der Vorinstanz ist davon auszugehen, dass dem Beschuldigten keine 

vorbehaltlos günstige Prognose mehr gestellt werden kann. So finden sich bei 

sämtlichen seiner Vorstrafen teilweise einschlägige Delikte (Gewalt und Drohung 

gegen Behörden und Beamte / Hinderung Amtshandlung; SVG; BetmG) und hat 

ihn offenbar auch der Vollzug der durch die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl am 

12. Juli 2011 ausgesprochenen Strafe von 90 Tagen nicht von weiteren Straftaten 

abgehalten. Kommt hinzu, dass der Beschuldigte dieses Jahr wieder Kokain kon-

sumierte und erneut eine Untersuchung gegen ihn eröffnet wurde. Zwar ist als 

positiv zu bewerten, dass er sich zur Zeit in Therapie befindet. Insgesamt er-

scheint jedoch mit der Vorinstanz aus spezialpräventiver Sicht erforderlich, dass 

eine teilbedingte Strafe ausgesprochen wird. 

2.5. Der unbedingt vollziehbare Teil darf die Hälfte der Strafe nicht übersteigen. 

Sowohl der aufgeschobene wie auch der zu vollziehende Teil müssen mindestens 

- 25 - 

sechs Monate betragen (Art. 43 Abs. 2 und 3 StGB). Die Vorinstanz hat den un-

bedingt zu vollziehenden Teil auf das Minimum von sechs Monaten festgesetzt. 

Dies erscheint als angemessen und kann aufgrund des Verschlechterungsverbo-

tes ohnehin nicht zu Ungunsten des Beschuldigten abgeändert werden. Die heute 

auszufällende Freiheitsstrafe von 18 Monaten ist somit im Umfang von zwölf Mo-

naten aufzuschieben und zu sechs Monaten zu vollziehen. 

2.6. Der (teil-)bedingte Vollzug einer Strafe wird gemäss Art. 44 Abs. 1 StGB 

mit einer Probezeit von zwei bis fünf Jahren verbunden. Die konkrete Bemessung 

der Probezeit innerhalb des gesetzlichen Rahmens richtet sich nach den Umstän-

den des Einzelfalles, insbesondere nach der Persönlichkeit und dem Charakter 

des Verurteilten, sowie der Gefahr seiner Rückfälligkeit. Je grösser die Gefahr, 

desto länger muss die Bewährungsprobe mit ihrem Zwang zum Wohlverhalten 

sein. Den erwähnten Bedenken hat die Vorinstanz - beim teilbedingten Vollzug - 

zu Recht durch Ansetzung der längstmöglichen Probezeit von fünf Jahren Rech-

nung getragen.  
 

IV. Kosten etc. 

1. Das vorinstanzliche Kostendispositiv (Ziff. 12 und 13) ist ausgangsgemäss zu 

bestätigen (Art. 426 Abs. 1 StPO). Ebenso ist zufolge Bestätigung des vorinstanz-

lichen Schuldspruchs wegen Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte 

die Festsetzung einer Prozessentschädigung zugunsten des Privatklägers im 

erstinstanzlichen Verfahren zu bestätigen (Ziff. 14).  

2. Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe ih-

res Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 Satz 1 StPO). Im Berufungsver-

fahren unterliegt der Beschuldigte vollumfänglich, weshalb ihm die Kosten, exklu-

sive der Kosten der amtlichen Verteidigung, aufzuerlegen sind. Die Kosten der 

amtlichen Verteidigung im Betrag von pauschal Fr. 3'830.– inkl. Mehrwertsteuer 

(vgl. Prot. II S. 4; Urk. 48) sind auf die Gerichtskasse zu nehmen, unter Vorbehalt 

einer Rückforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.  

- 26 - 

3. Sodann ist der Beschuldigte zu verpflichten, dem Privatkläger B._____ für das 

Berufungsverfahren eine Prozessentschädigung von Fr. 981.05 zu bezahlen (vgl. 

Urk. 49). 

 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 3. Abteilung, 

vom 29. September 2016 bezüglich Dispositivziffern 1 teilweise 

(Schuldsprüche betreffend mehrfachen Fahrens ohne Berechtigung, Verge-

hens gegen das Waffengesetz und mehrfacher Übertretung des Betäu-

bungsmittelgesetzes), 2 (Einstellung), 7 und 8 (Einziehungen), 9 und 10 

(Schadenersatz- und Genugtuungsbegehren) sowie 11 (Kostenfestsetzung) 

in Rechtskraft erwachsen ist. 

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.  

 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist ferner schuldig  

− des Verbrechens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von 
Art. 19 Abs. 1 lit. c und d in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a sowie  

− der Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte im Sinne von 
Art. 285 Ziff. 1 StGB.  

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 18 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 1 Tag 

durch Haft erstanden ist sowie mit einer Busse von Fr. 700.–. 

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 12 Monaten aufgescho-

ben und die Probezeit auf 5 Jahre festgesetzt. Im Übrigen (6 Monate, abzüg-

lich 1 Tag, der durch Untersuchungshaft erstanden ist) wird die Freiheitsstra-

fe vollzogen. 

- 27 - 

4. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft 

nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 7 Tagen. 

5. Das erstinstanzliche Kosten- und Entschädigungsdispositiv (Ziff. 12 - 14) 

wird bestätigt. 

6. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 3'000.–  ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 3'830.–   amtliche Verteidigung 

7. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtli-

chen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der 

amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen. Die 

Rückzahlungspflicht bleibt vorbehalten. 

8. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger B._____ für das Beru-

fungsverfahren eine Prozessentschädigung von Fr. 981.05 zu bezahlen. 

9. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten (übergeben) 

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat  

− den Vertreter des Privatklägers im Doppel für sich und zuhanden des 
Privatklägers (übergeben) 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten 

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat  
− den Vertreter des Privatklägers im Doppel für sich und zuhanden des 

Privatklägers 
− das Bundesamt für Polizei, fedpol 
− das Bundesamt für Polizei, Bundeskriminalpolizei 

− das Bundesamt für Polizei, Zentralstelle Waffen 
− den Nachrichtendienst des Bundes 

- 28 - 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälli-

ger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 

Vollzugsdienste 

− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A  

− die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und 

Vernichtung des ED-Materials" zwecks Löschung des DNA-Profils 

− die Kantonspolizei Zürich, KDM-ZD, mit separatem Schreiben (§ 54a 
Abs. 1 PolG) betr. Beschluss 

− das Migrationsamt des Kantons Zürich 

− die Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich 
− das Strassenverkehrsamt des Kantons Zürich, Abteilung Administra-

tivmassnahmen (PIN Nr. 00.023.738.864). 

 

10. Rechtsmittel: 

Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 

begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesge-

richtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen  

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richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer 

 
Zürich, 13. Juni 2017 

 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Oberrichter Dr. Bussmann 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. Aardoom 
 

 

	Urteil vom 13. Juni 2017 sowie
	Nachtragsbeschluss vom 4. Juli 2017
	1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig
	 des Verbrechens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c und d in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a;
	 der Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte im Sinne von Art. 285 Ziff. 1 StGB;
	 des mehrfachen Fahrens ohne Berechtigung im Sinne von Art. 95 Abs. 1 lit. b SVG;
	 des Vergehens gegen das Waffengesetz im Sinne von Art. 33 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 lit. d WG, Art. 7 WG und Art. 12 Abs. 1 lit. h WV; und
	 der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von Art. 19a Ziff. 1.

	2. Das Verfahren wird in Bezug auf die mehrfache Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 (Dossier 1) bis und mit 29. September 2013 eingestellt.
	3. Der Beschuldigte wird mit 18 Monaten Freiheitsstrafe, wovon bis und mit heute 1 Tag durch Haft erstanden ist, sowie mit einer Busse von Fr. 700.– bestraft.
	4. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 12 Monaten aufgeschoben und die Probezeit auf 5 Jahre festgesetzt. Im Übrigen (6 Monate, abzüglich 1 Tages, der durch Untersuchungshaft erstanden ist) wird die Freiheitsstrafe vollzogen.
	5. Die Busse ist zu bezahlen.
	6. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 7 Tagen.
	7. Die folgenden, sichergestellten Betäubungsmittel und Gegenstände werden definitiv eingezogen und der Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen:
	 27.2 Gramm Kokain und 9.9 Gramm Kokain1 (Asservat-Nr. A007'765'017 und A007'765'028)
	 51.4 Gramm Streckmittel (Asservat-Nr. A007'765'040)
	 2 Messlöffel (Asservat-Nr. A007'765'051 und A007'765'062)
	 1 Plastiksack (Asservat-Nr. A007'765'073)
	 1 Feinwaage (Asservat-Nr. A007'765'084)
	 2 grosse Minigripsäcklein mit jeweils diversen kleinen Minigripsäcklein (Asservat-Nr. A007'765'095 und A007'765'131)
	 1 Knittersack mit diversen leeren Minigripsäcklein (Asservat-Nr. A007'765'108)
	 diverse leere Minigripsäcklein (Asservat-Nr. A007'765'119)
	 diverse Papiere und Zettel (Asservat-Nr. A007'765'120)
	 2 Portionen Kokain, insgesamt ca. 0.38 Gramm (Asservat-Nr. A008'121'968)
	 2 Paar Quarzsandhandschuhe (Asservat-Nr. A008'122'007 und A008'122'041)
	 5 Pfeffersprays (Asservat-Nr. A008'122'052 und A008'122'085 und A008'122'096)
	 1 Feinwaage (Asservat-Nr. A008'121'980)
	 1 Schachtel mit div. Medikamenten und Spritzen und Zubehör (Asservat-Nr. A008'122'187)
	 Streckmittel, ca. 14.3 Gramm (Asservat-Nr. A008'122'143)
	 diverse leere Minigripsäcklein (Asservat-Nr. A008'122'154)

	8. Der sichergestellte Barbetrag von Fr. 294.– wird definitiv eingezogen und zur Verfahrenskostendeckung verwendet.
	9. Das Schadenersatzbegehren des Privatklägers B._____ wird abgewiesen.
	10. Das Genugtuungsbegehren des Privatklägers B._____ wird abgewiesen.
	11. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.
	12. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen diejenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt.
	13. Der amtliche Verteidiger wird mit Fr. 7'336.80 (inkl. Mehrwertsteuer) entschädigt. Diese Kosten werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.
	14. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger B._____ für das gesamte Verfahren eine Prozessentschädigung von Fr. 3'785.– zu bezahlen.
	Berufungsanträge:
	1. Das erstinstanzliche Urteil sei mit Bezug auf Anklage Ziff. 1.2 zu bestätigen, d.h. der Beschuldigte sei diesbezüglich wegen Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte i.S. von Art. 285 Ziff. 1 StGB zu bestrafen.
	2. Für das obergerichtliche Verfahren sei der Privatkläger mit Fr. 981.05 inkl. MwSt. zu entschädigen.
	Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils.
	Erwägungen:
	I.  Verfahrensgang / Prozessgeschichte

	1. Vorinstanzliches Verfahren
	2. Berufungsverfahren
	Gegen das gleichentags mündlich eröffnete Urteil vom 29. September 2016 liess der Beschuldigte noch vor Schranken Berufung anmelden (Prot. I S. 26). Mit Eingabe vom 30. September 2016 teilte der amtliche Verteidiger mit, der Beschuldigte halte an der ...

	3. Umfang der Berufung
	Im Rahmen der Berufungserklärung beantragte die Verteidigung die Aufhebung von Ziffer 1 Abs. 1 und 2, Ziffern 3, 4 und 14 des erstinstanzlichen Urteils und stattdessen den Freispruch des Beschuldigten vom Vorwurf des Verbrechens gegen das Betäubungsmi...
	Demnach sind im vorliegenden Berufungsverfahren der Anklagesachverhalt Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz (Dossier 1) respektive dessen rechtliche Würdigung sowie der Anklagesachverhalt Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte (Dossier 2)...
	II.  Sachverhalt und rechtliche Würdigung
	A. Anklagevorwurf Dossier 1 (Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz)

	1. Äusserer Sachverhalt / objektiver Tatbestand
	1.1. Der Beschuldigte hat den ihm in der Anklage vorgeworfenen äusseren Sachverhalt anerkannt. Er ist geständig, Anfang Dezember 2014 in einem Hinterhof an der … [Adresse] einen Sack, welcher mehrere Säcklein mit weissem Pulver, insgesamt ca. 39 Gramm...
	1.2. Die Verurteilung wegen eines schweren Falles nach Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG setzt in objektiver Hinsicht voraus, dass die Widerhandlung geeignet sein muss, die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr zu bringen. Nach der Rechtsprechung sind 20 Per...
	1.3. Es ist unbestritten, dass in objektiver Hinsicht ein qualifizierter Fall einer Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG vorliegt.

	2. Subjektiver Sachverhalt / subjektiver Tatbestand
	2.1. a) Was der Beschuldigte wusste, wollte oder in Kauf nahm, gehört zum Inhalt des subjektiven Tatbestandes, ist also Tatfrage. Für den Nachweis des Vorsatzes kann sich das Gericht - soweit der Täter nicht geständig ist - regelmässig nur auf äusserl...
	b) Der subjektive Tatbestand von Art. 19 Abs. 1 und 2 BetmG verlangt Vorsatz, wobei Eventualvorsatz genügt. Der Täter muss um die objektiven Umstände wissen oder darauf schliessen. Er muss sich darüber bewusst sein, dass er mit einer unter Abs. 1 aufg...
	2.2. a) Die Verteidigung brachte vor Vorinstanz zunächst vor, der Beschuldigte habe in der Untersuchung angegeben, er habe nicht gewusst, ob es Amphetamin oder Kokain gewesen sei; es stelle sich die Frage, ob zugunsten des Beschuldigten nicht davon au...
	b) Die Vorinstanz hat dazu schon zutreffende Ausführungen gemacht, auf die vorab verwiesen werden kann (Urk. 34 S. 6, Art. 82 Abs. 4 StPO). Nochmals ist darauf hinzuweisen, dass der Beschuldigte in der laufenden Untersuchung angab, er habe zwei Portio...
	2.3. a) Weiter stellte sich die Verteidigung auf den Standpunkt, der Beschuldigte sei nicht von einem Kokaingemisch mit einem Reinheitsgrad von 63% ausgegangen, sondern allerhöchstens von einem Kokaingemisch mit durchschnittlicher Qualität. Er sei woh...
	c) Aufgrund des für Kokain von guter Qualität vom Beschuldigten verlangten eher bescheidenen Verkaufspreises ist jedoch zu seinen Gunsten davon auszugehen, dass er nicht einen besonders hohen Reinheitsgrad angenommen hatte: So gab der Beschuldigte in ...
	2.4. In Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils ist der Beschuldigte somit des Verbrechens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c und d in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a schuldig zu sprechen.
	B. Anklagevorwurf Dossier 2 (Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte)

	1. Sachverhalt
	1.1. Der Beschuldigte räumte in der Untersuchung und vor Vorinstanz ein, dass es am 16. September 2014 mit einem VBZ-Buschauffeur bei der Haltestelle C._____ zu einem Disput durch das offene Fenster gekommen war. Er stellte jedoch stets in Abrede, das...
	1.2. Die Vorinstanz hat ausführlich und in vorbildlicher Weise die Beweisregeln sowie die zur Verfügung stehenden Beweismittel (Aussagen der Beteiligten) aufgezeigt, die Aussagen des Privatklägers sowie des Beschuldigten je bei der Polizei und der Sta...
	1.3. Die Verteidigung monierte vor Vorinstanz, der vom Geschädigte geschilderte Sachverhalt wirke lebensfremd; es sei insbesondere nicht vorstellbar, dass der Vorfall - so die Aussage des Geschädigten 5 bis 8 Minuten gedauert habe. Dann müsste dieser ...
	Angesichts des sehr unterschiedlichen Empfindens für zeitliche Abläufe und der von der Vorinstanz bereits erwähnten Schwierigkeiten bei der korrekten zeitlichen Einschätzung ergeben sich keine Zweifel an der sonst sehr überzeugenden Sachverhaltsdarste...
	1.4. Zusammengefasst ist festzuhalten, dass sich keine erheblichen Zweifel an der Sachdarstellung des Privatklägers B._____ ergeben. Dieser hat in den beiden zeitlich weit auseinanderliegenden Einvernahmen bei der Polizei am 16. September 2014 (Urk. D...

	2. Rechtliche Würdigung
	2.1. Die rechtliche Würdigung des Verhaltens des Beschuldigten als Gewalt und Drohung gegen Beamte im Sinne von Art. 285 Ziff. 1 StGB wurde seitens der Verteidigung vor Vorinstanz zu Recht nicht in Frage gestellt (Urk. 25 S. 8f.). Es kann auf die zutr...
	2.2. Der Beschuldigte ist somit in Bestätigung des vorinstanzlichen Schuldspruchs der Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte im Sinne von Art. 285 Ziff. 1 StGB schuldig zu sprechen.
	III.  Strafe und Vollzug

	1. Sanktion
	1.1. Strafrahmen
	Die Ausführungen der Vorinstanz zur Ermittlung des massgebenden Strafrahmens sind zutreffend (Urk. 34 S. 17ff. IV.1.-3., Art. 82 Abs. 4 StGB). Der ordentliche Strafrahmen für Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit....
	1.2. Strafzumessungsregeln
	Hierbei kann wiederum auf die von der Vorinstanz richtig aufgeführten Grundsätze verwiesen werden, wonach die Strafe in erster Linie nach dem Verschulden des Täters unter Berücksichtigung seines Vorlebens, der persönlichen Verhältnisse sowie der Wirku...
	1.3. Strafmass
	1.3.1. Tatkomponente

	1.
	1.
	1.
	2. Vollzug
	2.1. a) Gemäss Art. 42 Abs. 1 StGB schiebt das Gericht den Vollzug einer Geldstrafe, von gemeinnütziger Arbeit oder einer Freiheitsstrafe von mindestens sechs Monaten und höchstens zwei Jahren in der Regel auf, wenn eine unbedingte Strafe nicht notwen...
	b) Die Vorinstanz hat dargetan, unter welchen Umständen ein teilbedingter Vollzug angezeigt ist (Urk 34 S. 25f. Ziff. VI.1.).
	2.2. Die Vorinstanz stellte fest, dass die Voraussetzungen des bedingten bzw. des teilbedingten Strafvollzugs in objektiver Hinsicht erfüllt seien. In subjektiver Hinsicht zog sie in Erwägung, obwohl der Beschuldigte noch nie eine Freiheitsstrafe von ...
	2.3. a) Die Verteidigung brachte anlässlich der Berufungsverhandlung vor, sie sei der Ansicht, der Beschuldigte habe noch eine letzte Chance verdient, weshalb ihm der bedingte Strafvollzug zu gewähren sei (Urk. 47 S. 8; Prot. II S. 18).
	b) Anlässlich der heutigen Berufungsverhandlung hat sich ergeben, dass der Beschuldigte immer noch mit seiner Freundin zusammenlebt und nach wie vor seiner Tätigkeit als Kreditvermittler nachgeht.
	Dazu befragt, wie es im Januar 2017 zur Betäubungsmittelintoxikation mit anschliessender Fürsorgerischer Unterbringung gekommen sei, führte der Beschuldigte aus, er habe eine Psychose gehabt, es sei ihm nicht mehr gut gegangen. Er habe ein Burnout geh...
	2.4. Mit der Vorinstanz ist davon auszugehen, dass dem Beschuldigten keine vorbehaltlos günstige Prognose mehr gestellt werden kann. So finden sich bei sämtlichen seiner Vorstrafen teilweise einschlägige Delikte (Gewalt und Drohung gegen Behörden und ...
	2.5. Der unbedingt vollziehbare Teil darf die Hälfte der Strafe nicht übersteigen. Sowohl der aufgeschobene wie auch der zu vollziehende Teil müssen mindestens sechs Monate betragen (Art. 43 Abs. 2 und 3 StGB). Die Vorinstanz hat den unbedingt zu voll...
	1.1.
	1.1.
	1.1.
	1.1.
	1.1.
	1.1.
	2.6. Der (teil-)bedingte Vollzug einer Strafe wird gemäss Art. 44 Abs. 1 StGB mit einer Probezeit von zwei bis fünf Jahren verbunden. Die konkrete Bemessung der Probezeit innerhalb des gesetzlichen Rahmens richtet sich nach den Umständen des Einzelfal...
	IV.  Kosten etc.

	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 3. Abteilung, vom 29. September 2016 bezüglich Dispositivziffern 1 teilweise (Schuldsprüche betreffend mehrfachen Fahrens ohne Berechtigung, Vergehens gegen das Waffengesetz und mehr...
	2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist ferner schuldig
	 des Verbrechens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c und d in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a sowie
	 der Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte im Sinne von Art. 285 Ziff. 1 StGB.

	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 18 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 1 Tag durch Haft erstanden ist sowie mit einer Busse von Fr. 700.–.
	3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 12 Monaten aufgeschoben und die Probezeit auf 5 Jahre festgesetzt. Im Übrigen (6 Monate, abzüglich 1 Tag, der durch Untersuchungshaft erstanden ist) wird die Freiheitsstrafe vollzogen.
	4. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 7 Tagen.
	5. Das erstinstanzliche Kosten- und Entschädigungsdispositiv (Ziff. 12 - 14) wird bestätigt.
	6. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	7. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen. Die Rückzahlungspflicht bleibt vorbehalten.
	8. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger B._____ für das Berufungsverfahren eine Prozessentschädigung von Fr. 981.05 zu bezahlen.
	9. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat
	 den Vertreter des Privatklägers im Doppel für sich und zuhanden des Privatklägers (übergeben)
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat
	 den Vertreter des Privatklägers im Doppel für sich und zuhanden des Privatklägers
	 das Bundesamt für Polizei, fedpol
	 das Bundesamt für Polizei, Bundeskriminalpolizei
	 das Bundesamt für Polizei, Zentralstelle Waffen
	 den Nachrichtendienst des Bundes
	 die Vorinstanz
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A
	 die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks Löschung des DNA-Profils
	 die Kantonspolizei Zürich, KDM-ZD, mit separatem Schreiben (§ 54a Abs. 1 PolG) betr. Beschluss
	
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich
	 die Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich
	 das Strassenverkehrsamt des Kantons Zürich, Abteilung Administrativmassnahmen (PIN Nr. 00.023.738.864).

	10. Rechtsmittel:
	Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.