# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1d300e6b-bcac-5754-baad-1bf7cdc0008d
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-05-11
**Language:** de
**Title:** Zürich Baurekursgericht 11.05.2021 BRGE II Nr. 0093/2021
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Baurekurs/ZH_BRK_001_BRGE-II-Nr--0093-202_2021-05-11.pdf

## Full Text

Baurekursgericht 
des Kantons Zürich 
2. Abteilung 

 

 

 
 
 
G.-Nr. R2.2020.00246 
BRGE II Nr. 0093/2021  

 
 
  Entscheid vom 11. Mai 2021  
 
 
 
Mitwirkende Abteilungspräsident Peter Rütimann, Baurichter Adrian Bergmann, Ersatz-

richterin Marlen Patt, Gerichtsschreiber Robert Durisch     
 
 
 

in Sachen Rekurrentinnen 
1. M. S. […] 
2. B. V. […] 
beide vertreten durch […] 

 

gegen Rekursgegnerschaft 
1. Gemeinderat X […] 

vertreten durch […] 
2. Baudirektion Kanton Zürich, Walchetor, Walcheplatz 2, Postfach, 

8090 Zürich  
3. Politische Gemeinde X […] 

Nr. 3 vertreten durch Gemeinderat X […] 

 
 
betreffend Beschluss des Gemeinderats vom 22. September 2020 und Verfügung der 

Baudirektion Kanton Zürich BVV 20-1608 vom 27. Juli 2020; Baubewilli-
gung bzw. denkmalschutzrechtliche Bewilligung für Umbau und energeti-
sche Fassadensanierung des Feuerwehrdepots […] 
______________________________________________________ 

 

 

R2.2020.00246 Seite 2 

hat sich ergeben: 

A. 
Der Gemeinderat X erteilte der Politischen Gemeinde X mit Beschluss vom 
22. September 2020 unter Nebenbestimmungen die Baubewilligung für den 
Umbau und die Erweiterung des Feuerwehrdepots und Werkhofs L.-
Strasse 1 und für die bauliche Sanierung des Wohngebäudes L.-Strasse 
1.1 (je Assek.-Nr. 1) auf dem Grundstück Kat.-Nr. 1 in X.  

Die Baubewilligung wurde zusammen mit der Verfügung der Baudirektion 
Kanton Zürich vom 27. Juli 2020 eröffnet, mit welcher der Bauherrin insbe-
sondere die zugehörige Bewilligung der kantonalen Denkmalpflege erteilt 
wurde.  

B.  
Gegen diese Entscheide erhoben M. S. und B. V. mit gemeinsamer Einga-
be vom 29. Oktober 2020 Rekurs beim Baurekursgericht des Kantons Zü-
rich. Die Rekurrentinnen beantragten in erster Linie die Aufhebung der an-
gefochtenen Bewilligungen.  

C.  
Das Baurekursgericht eröffnete mit Verfügung vom 2. November 2020 das 
Rekursverfahren und lud die Rekursgegnerschaft zur freigestellten Ver-
nehmlassung ein.  

Der Gemeinderat X (Rekursgegner 1) und die Baudirektion Kanton Zürich 
(Rekursgegnerin 2) beantragten mit Vernehmlassungen vom 4. Dezember 
2020 und 30. November 2020 die Abweisung des Rekurses unter Kosten-
folge zulasten der Rekurrentinnen. Der Rekursgegner 1 beantragte zudem 
die Zusprechung einer Parteientschädigung.  

In den weiteren Rechtsschriften vom 13. Januar 2021 (Replik), 11. Februar 
2021 (Duplik des Rekursgegners 1) und 22. März 2021 (Triplik) wurde an 
den jeweiligen Anträgen festgehalten. In der Replik beantragten die Rekur-

 

 

R2.2020.00246 Seite 3 

rentinnen zusätzlich, dass ihnen eine Parteientschädigung zuzusprechen 
sei.  

D.  
Am 24. März 2021 führte die 2. Abteilung des Baurekursgerichts im Beisein 
der Parteien einen Augenschein auf dem Lokal durch.  

Dazu liess sich die Rekurrentin 2 mit Eingabe vom 25. März 2021 verneh-
men.  

Es kommt in Betracht: 

1. 
Die Rekurrentinnen sind Bewohnerinnen der Liegenschaften D.-Strasse 1 
und 4, die entweder an das Baugrundstück anstossen oder es in der Nach-
barschaft umgeben. Aufgrund dieser nachbarlichen Nähe zum Bauvorha-
ben und der von ihnen erhobenen Rügen (insbesondere ungenügende Ab-
klärungen zum Schutz des Baumbestandes und mangelnde Einordnung) 
sind sie zum Rekurs gegen die angefochtenen Bewilligungen berechtigt 
(vgl. § 338a des Planungs- und Baugesetzes/PBG).  

Da neben der Rekurslegitimation auch die übrigen Prozessvoraussetzun-
gen erfüllt sind, ist auf den Rekurs einzutreten.  

2.  
Zunächst einmal beantragen die Rekurrentinnen, dass bis zum Vorliegen 
des Schutzentscheids zu den vom Bauvorhaben betroffenen inventarisier-
ten Bäumen des Parks der Villa «S.» und des Schulhauses B. das Vorha-
ben zu ruhen habe bzw. zu sistieren sei.  

 

 

R2.2020.00246 Seite 4 

Dem vorliegenden Rekurs kommt nach § 339 Abs. 1 PBG aufschiebende 
Wirkung zu, was den Parteien mit Verfügung des Baurekursgerichts vom 
2. November 2020 angezeigt worden ist. Als Folge davon erwachsen die 
angefochtenen Entscheide vorerst nicht in Rechtskraft und dürfen die ge-
planten Bauarbeiten bis auf Weiteres nicht ausgeführt werden.  

Ob das Bauvorhaben darüber hinaus bis zum Vorliegen eines formellen 
Schutzentscheids zu ruhen habe, wie es die Rekurrentinnen verlangen, 
hängt sodann davon ab, ob die strittigen Baubewilligungen dereinst in 
Rechtskraft erwachsen oder aber aufgehoben werden, was zum jetzigen 
Zeitpunkt nicht vorweggenommen werden kann.  

3.  
Die Rekurrentinnen beantragen sodann die Einholung eines «Obergutach-
tens» zum Baumbestand des Parks der Villa «S.» und zu den Auswirkun-
gen des Bauvorhabens auf die dazu gehörenden Baumgruppen und Ein-
zelbäume.  

Gemäss § 7 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes (VRG) unter-
sucht die Verwaltungsbehörde den Sachverhalt von Amtes wegen durch 
Befragen der Beteiligten und von Auskunftspersonen, durch Beizug von 
Amtsberichten, Urkunden und Sachverständigen, durch Augenschein oder 
auf andere Weise.  

Bestandteil der Akten bilden unter anderem die Schutzwertbeurteilung des 
Büros G. vom 9. Juni 2015 zum Schulhaus B., der «Baumbestandesplan» 
mit Zustandsbeurteilung von b. Landschaftsarchitektur/Baumpflege vom 
30. Juli 2019, das Baumschutzgutachten von b. vom 4. November 2019, 
das Baumschutzkonzept von b. vom 4. November 2019 und das Parkpfle-
gewerk Teil 1 der r. ag landschaftsarchitekten vom 18. Februar 2020. Diese 
Konzepte, Fachberichte und Gutachten äussern sich unter verschiedenen 
Gesichtspunkten zum Baumbestand der Gartenanlage der Villa «S.» und 
des Schulhauses B. und teilweise auch zu den erwarteten Auswirkungen 
des Bauvorhabens auf die inventarisierten Baumgruppen und Einzelbäume. 
Zu letzterem Thema reichten sodann die Rekurrentinnen insbesondere den 
Bericht von G. W., Baumpflegespezialist eidg. FA, vom 13. Mai 2019, das 
Schreiben von B. Zürich vom 23. Oktober 2020 und die Stellungnahme von 

 

 

R2.2020.00246 Seite 5 

A. L., Dipl-Ing. Gartenbau, vom 28. Oktober 2020 zu den Akten. Beim ge-
richtlichen Augenschein vom 24. März 2021 wurde zudem insbesondere 
den Sachverständigen L. P., Dipl. Ing. Landschaftsarchitekt von b., und A. 
L. ausführlich Gelegenheit geboten, die von ihnen erwarteten Auswirkun-
gen des Bauvorhabens auf die einzelnen inventarisierten Baumgruppen 
und Einzelbäume vor Ort aufzuzeigen.  

Aufgrund der verschiedenen ins Recht gelegten sachdienlichen Unterlagen 
und der genannten tatsächlichen Feststellungen, an denen jeweils auch 
von den Parteien beigezogene Sachverständige mitwirkten, ist der mass-
gebliche Sacherhalt rechtsgenügend abgeklärt. Die Einholung eines zu-
sätzlichen Gutachtens bzw. einer «Oberexpertise» ist deshalb nicht erfor-
derlich.  

Der Verfahrensantrag ist somit abzuweisen.  

4.  
In verfahrensrechtlicher Hinsicht verlangen die Rekurrentinnen weiter, dass 
die inventarisierten Bäume des Parks der Villa «S.» und des Schulhauses 
B. bis zum Vorliegen eines rechtskräftigen formellen Schutzentscheids 
nicht gefällt und ihre Baumkronen nicht zurückgeschnitten werden dürften.  

Gemäss § 23 Abs. 1 VRG muss die Rekursschrift einen Antrag und dessen 
Begründung enthalten. Wie der Antrag bildet auch die Begründung eine 
formelle Gültigkeitsvoraussetzung des Rekurses; wenn mehrere Rekursan-
träge gestellt werden, sind grundsätzlich alle zu begründen (Alain Griffel, in: 
Kommentar VRG, § 23 Rzn. 17 f.).  

Das letzterwähnte Begehren wird jedoch in der Rekursschrift nicht begrün-
det oder auch nur ansatzweise erläutert, weshalb ihm mangels Begründung 
keine Folge zu leisten ist.  

5.1.  
Mit den angefochtenen Entscheiden wurden der Rekursgegnerin 3 unter 
Nebenbestimmungen die notwendigen Bewilligungen für den Um- und 
Ausbau des mehrheitlich in den gewachsenen Boden hineinragenden und 

 

 

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mit dem Untergeschoss des Wohngebäudes L.-Strasse 1.1 (je Assek.-
Nr. 1) zusammenhängenden Feuerwehrdepots und Werkhofs L.-Strasse 1 
erteilt. Gleichzeitig wurde die bauliche Sanierung des zwei Vollgeschosse 
und ein Attikageschoss aufweisenden Wohngebäudes L.-Strasse 1.1 (je 
Assek.-Nr. 1) im Südosten des Baugrundstückes Kat.-Nr. 1 bewilligt. Neben 
der modernisierenden Instandsetzung des Mehrfamilienhauses und der 
Aufstockung des Feuerwehr- und Werkhofgebäudes um ein Vollgeschoss 
und ein reduziertes Attikageschoss zur Unterbringung der Technikzentrale, 
welche rund 20 m östlich des Mehrfamilienhauses auf der bestehenden 
Aussichtsplattform geplant ist, beinhaltet das Bauvorhaben die unterirdi-
sche Erweiterung der zusammenhängenden Baute und Anlage in Richtung 
Norden und Westen. Dabei ist einerseits in nördlicher Richtung auf einer 
Länge von ungefähr 75 m ein 5 m bis 10 m tiefer Ausbau des 1. Unterge-
schosses und anderseits in westlicher Richtung auf einer Länge von 
ca. 15 m die Anhebung der Geschossdecke um rund 0,8 m vorgesehen.  

5.2.  
Die Rekursgegnerin 2 hat in der Verfügung vom 27. Juli 2020 unter ande-
rem Folgendes erwogen:  

Das Bauvorhaben erstrecke sich teilweise auf den Park der Villa «S.», die 
im Inventar der Denkmalschutzobjekte von überkommunaler Bedeutung 
verzeichnet sei. Durch die geplante Erweiterung des Feuerwehrdepots 
werde der südliche Teil der Parkanlage, in dem sich erhaltenswerte, prä-
gende Gehölze aus der Bauzeit befänden, unterbaut. Das Unterbauen be-
einträchtige die Parkanlage im Süden stark, was umso mehr der Fall wäre, 
wenn einzelne Bäume des historischen Baumbestands die vorgesehenen 
Bauarbeiten nicht überleben sollten. Das Bauvorhaben könne deshalb in 
denkmalpflegerischer Hinsicht nur hingenommen werden, wenn vor, wäh-
rend und nach den Bauarbeiten alle Massnahmen ergriffen würden, die das 
Fortbestehen des historischen Baumbestands sicherstellten; falls der Fort-
bestand einzelner Bäume nachgewiesenermassen nicht mehr gewährleistet 
sei, müsse in Absprache mit der kantonalen Denkmalpflege für einen an-
gemessenen Ersatz gesorgt werden. Bei der Bauausführung sei sicherzu-
stellen, dass es nicht zu weiteren Verletzungen des Wurzelwerks der inven-
tarisierten Bäume komme. Das könne nur gewährleistet werden, wenn die 
Vorgaben des Baumschutzkonzepts von b. vom 4. November 2019 befolgt 
und die Bauarbeiten durch einen Fachmann in Baumpflege begleitet wür-

 

 

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den. Einzelne baumpflegerische Massnahmen seien bereits vor Baubeginn 
einzuleiten, so etwa die Redimensionierung der Eiben-Gruppe und Stüt-
zungsmassnahmen zugunsten der Scheinzypressen. Da die kantonale 
Denkmalpflege nicht nur das Ziel verfolge, die noch vorhandenen histori-
schen Elemente des Parks zu stärken, sondern auch die Entlastung der 
Parkanlage von nachträglich hinzugekommenen Elementen anstrebe, sei 
zusätzlich als kompensatorische Massnahme zu verlangen, dass dem in-
zwischen erstellten Leitbild für die zukünftige Entwicklung der Parkanlage 
nachgelebt werde.  

Demnach werde das Bauvorhaben insbesondere unter den folgenden Ne-
benbestimmungen bewilligt (Dispositivziffer II):  

– Neben dem Bauinstallationsplan sei der kantonalen Denkmalpflege vor 
der Erteilung der Baufreigabe ein Konzept eines Fachmanns in Baum-
pflege zur Genehmigung einzureichen, aus dem alle Schutzmassnah-
men hervorgingen, welche aufzeigten, wie die Redimensionierung der 
Eiben-Gruppe und der Umgang mit den Scheinzypressen etc. vor Bau-
beginn und während der Bauarbeiten vorzunehmen seien (lit. b).  

– Vor der Erteilung der Baufreigabe sei der kantonalen Denkmalpflege der 
Nachweis zu erbringen, dass das Baumschutzkonzept von b. vom 4. No-
vember 2019 umgesetzt werde und sämtliche Schutzmassnahmen vor 
und während der Bauarbeiten durch einen Fachmann in Baumpflege be-
gleitet würden (lit. c).  

– Des Weiteren sei der kantonalen Denkmalpflege vor der Erteilung der 
Baufreigabe mittels Beschluss des Gemeinderats nachzuweisen, dass 
das Parkpflegewerk Teil 1 der r. ag landschaftsarchitekten vom 
18. Februar 2020 innerhalb von fünf Jahren umgesetzt werde (lit. d).  

5.3.  
Mit Beschluss vom 27. Juli 2020 hat der Rekursgegner 1 dazu in Erwägung 
gezogen, dass abgesehen von der Eiben-Gruppe, den Scheinzypressen 
und dem ausgewachsenen Mammutbaum, die sich im südlichen Teil des 
Parks der Villa «S.» befänden, auch zwei Eichen im Süden des Schulhau-
ses B. vom Bauvorhaben betroffen seien. Wie die älteren und markanten 
Bäume der Parkanlage seien auch die beiden Eichen beim Schulhaus im 
kommunalen Inventar der Natur- und Heimatschutzobjekte verzeichnet, 
welches die Eichen als «wertvoll» einstufe. Die Schutzwertbeurteilung zum 

 

 

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Schulhaus B. des Büros G. vom 9. Juni 2015 klassifiziere die Eichen als 
«schützenswert». Gemäss dem Baumschutzgutachten von b. vom 4. No-
vember 2019 sei davon auszugehen, dass die zwei Bäume durch geeigne-
te Schutzmassnahmen erhalten werden könnten.  

Das Bauvorhaben werde deshalb zusätzlich zu den mit Verfügung der Re-
kursgegnerin 2 vom 27. Juli 2020 verhängten Auflagen unter nachfolgen-
den Nebenbestimmungen bewilligt (Dispositivziffer 2.3.):  

– Vor der Erteilung der Baufreigabe seien die Schutzmassnahmen und 
weiteren Massnahmen zur Standortverbesserung der inventarisierten 
Bäume gemäss Baumschutzkonzept von b. vom 4. November 2019 um-
zusetzen (lit. b).  

– Die Bauarbeiten seien von einem Fachmann in Baumpflege eng zu be-
gleiten (lit. c).  

– Vor der Erteilung der Baufreigabe sei der Abteilung Hochbau und Lie-
genschaften ein Konzept eines Fachmanns in Baumpflege zu den im 
kommunalen Inventar der Natur- und Heimatschutzobjekte verzeichne-
ten Eichen beim Schulhaus B. zur Genehmigung einzureichen, in dem 
sämtliche Schutzmassnahmen und Arbeitsschritte vor Baubeginn und 
während der Bauarbeiten aufgezeigt werden (lit. d).  

6.1.  
Die Rekurrentinnen machen geltend, dass das Baumschutzgutachten und 
das Baumschutzkonzept von b. vom 4. November 2019 weder vollständig 
noch schlüssig seien. Das Baumschutzkonzept gewährleiste keinen effekti-
ven Schutz der inventarisierten Bäume und Baumgruppen vor den Auswir-
kungen des Bauvorhabens, sondern beschreibe lediglich Massnahmen, um 
deren Schädigung zu begrenzen. Bei der Realisierung des Bauvorhabens 
sei deshalb trotz des Baumschutzkonzepts mit einer massiven Schädigung 
insbesondere des Parks der Villa «S.» und seinem schützenswerten 
Baumbestand zu rechnen. Da das mangelhafte Baumschutzgutachten und 
Baumschutzkonzept die Grundlage für das Parkpflegewerk Teil 1 der r. ag 
landschaftsarchitekten vom 18. Februar 2020 bilde, vermöge auch dieses 
den Anforderungen an die fachgerechte Pflege und den griffigen Schutz der 
historisch bedeutsamen Bäume nicht zu genügen. Aus dem Parkpflege-
werk gehe immerhin unmissverständlich hervor, dass sich der denkmal-

 

 

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pflegerisch wertvollste Bereich des Parks der Villa «S.» im Süden der 
Parkanlage befände. Dessen ungeachtet habe der Rekursgegner 1 wider 
besseren Wissens auf einen Entscheid über die Schutzwürdigkeit der in-
ventarisierten Bäume verzichtet und mit der Erteilung der Bewilligung des 
umstrittenen Bauvorhabens ihre erhebliche Beeinträchtigung und teilweise 
Zerstörung billigend in Kauf genommen. Dabei würde nicht zuletzt das 
Wäldchen aus Eiben- und Scheinzypressen ein spezielles Augenmerk ver-
dienen; es stamme aus der Anfangszeit des Parks und sei ein Naturdenk-
mal ersten Ranges, das auch durch Rückschnitte nicht zerstört werden dür-
fe. Gemäss der Beurteilung von B. S. Landschaftsarchitekten vom 
24. Oktober 2017 bilde die dominante Eibe sogenannte Senkäste aus, was 
dem Baum seine typisch ausladende Form verleihe; bei der Eibe handle es 
sich laut Einschätzung der Fachleute um eines der grössten Exemplare in 
Westeuropa und daher um ein Naturdenkmal von überregionaler Bedeu-
tung.  

Weiter ordne sich der geplante Aufbau des Feuerwehrdepots im Bereich 
der bestehenden Aussichtsterrasse, der sogenannte «Pavillon», nicht in die 
bauliche Umgebung ein. Die vorgesehene Aufstockung solle an einem Ort 
erfolgen, der infolge seiner aussergewöhnlich schönen Aussicht auf den 
Zürichsee von alters her das Erscheinungsbild von X präge. Zu diesem 
neuralgischen Aussichtspunkt passe der «Pavillon», welcher banal gestal-
tet sei und eine immense Höhe von gegen 12 m aufweise, wie die Faust 
aufs Auge.  

6.2.  
Dem hält die Rekursgegnerschaft entgegen, dass die Schutzwürdigkeit der 
inventarisierten Parkanlage und Bäume seitens der zuständigen Behörden 
anerkannt werde. Der materielle Entscheid über deren Schutz könne auch 
in einer Baubewilligung mitenthalten sein. Es sei vorliegend zweckmässi-
ger, einen entsprechenden projektbezogenen Schutzentscheid zu treffen 
als eine von der Baubewilligung separierte formelle Unterschutzstellung 
oder Inventarentlassung anzuordnen. Denn in letzterem Fall sei eine Inte-
ressenabwägung vorzunehmen, die aufgrund des grossen öffentlichen Inte-
resses am geplanten Um- und Ausbau des Feuerwehrdepots und Werkhofs 
zuungunsten des schutzwürdigen Baumbestands ausfallen könnte. Mit zu 
berücksichtigen sei hierbei, dass die ursprüngliche Grösse und Substanz 
des Parks der Villa «S.» bereits durch den Bau des bestehenden Feuer-

 

 

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wehrdepots spürbar beschnitten worden sei. Es komme hinzu, dass sich 
auch bei Realisierung des Bauvorhabens das Konzept der Gartenanlage 
mit seinem unterschiedlichen Bewuchs weiterhin ablesen lasse. Unter die-
sen Umständen sei es die ständige Praxis der Rekursgegnerin 2, wertvolle 
Bäume, die mit Schutzmassnahmen erhalten werden könnten, nicht prä-
ventiv aus dem Inventar zu entlassen. Zudem habe die Bauherrin einerseits 
keine Mühe gescheut, um die Sachlage fachkundig und umfassend abzu-
klären, und anderseits alle nur erdenklichen Massnahmen getroffen, um 
den Erhalt und die grösstmögliche Schonung des schutzwürdigen Baumbe-
stands sicherzustellen. So seien insbesondere ein Baumschutzgutachten 
erstellt und zusätzlich ein Baumschutzkonzept sowie ein Parkpflegewerk 
ausgearbeitet worden. Mit der Umsetzung des Parkpflegewerks und der 
Schutzmassnahmen, die im Baumschutzkonzept vorgesehen seien, sei es 
möglich, die Auswirkungen des Bauvorhabens auf die Parkanlage und den 
Baumbestand auf ein Minimum zu reduzieren sowie die schutzwürdigen 
Bäume zu erhalten und überdies optimal zu schützen. Die strengen Aufla-
gen, die in den angefochtenen Bewilligungen angeordnet worden seien, 
sähen darüber hinaus die fortwährende Begleitung der Bauarbeiten durch 
einen Fachmann in Baumpflege vor.  

Die geplante Aufstockung des bestehenden Gebäudes weise eine stand-
ortgerechte Dichte und gelungene Disposition auf. Sie trete auf dem Terrain 
des Parks der Villa «S.» lediglich eingeschossig in Erscheinung und bilde 
zum Park einen gelungenen räumlichen Abschluss. Die vorgesehene Erhö-
hung des Gebäudes lasse den abgegrabenen Innenhof optisch in den Hin-
tergrund treten und bewirke eine klare Adressierung zur L.-Strasse hin. Die 
Gebäudehöhe des vorgesehenen Aufbaus unterschreite diejenige der be-
nachbarten Villa «S.» und der südlich angrenzenden Häusergruppe an der 
D.-Strasse deutlich. Die Gebäudefassade enthalte unter anderem roten 
Klinker, wodurch ein gestalterischer Bezug zu der Villa und den Gebäuden 
des Schulhauses B. geschaffen werde. Der vorgesehenen Aufstockung sei 
daher eine gute Gestaltung und Einordnung in die Umgebung zu beschei-
nigen.  

7.1.1.  
Zu den möglichen Schutzobjekten des Natur- und Heimatschutzes, welche 
vor Zerstörung oder Beeinträchtigung bewahrt werden sollen, gehören un-

 

 

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ter anderem wertvolle Park- und Gartenanlagen, Bäume, Baumbestände, 
Feldgehölze und Hecken (§ 203 Abs. 1 lit. f PBG, § 13 Abs. 1 und § 19 
Abs. 1 der kantonalen Natur- und Heimatschutzverordnung/KNHV). Deren 
Erhalt erfolgt unter anderem durch Massnahmen des Planungsrechts 
(§ 205 lit. a PBG), in erster Linie durch Einteilung in Freihaltezonen, Festle-
gen von Abstandslinien an Waldrändern und Gewässern sowie bau- und 
zonenrechtliche Regelungen zum Schutz des Baumbestandes (§ 14 und 
§ 20 KNHV). Der Schutz erfolgt ausserdem durch Verordnung, insbesonde-
re bei Schutzmassnahmen, die ein grösseres Gebiet erfassen, Verfügung 
oder Vertrag (§ 205 lit. b-d PBG). Diese Schutzmassnahmen sind anzuord-
nen, wenn oder soweit planungsrechtliche Massnahmen und die Bauvor-
schriften einen fachgerechten Schutz sowie Pflege und Unterhalt nicht si-
cherstellen (§ 9 KNHV). Sind solche Massnahmen angezeigt, ist eine for-
melle Unterschutzstellung erforderlich. Dadurch können Objekte des Natur- 
und Heimatschutzes dauernd geschützt werden, wobei der Umfang der 
Schutzmassnahmen jeweils örtlich und sachlich genau zu umschreiben ist 
(§ 207 Abs. 1 PBG, § 10 KNHV).  

7.1.2.  
Das Gesetz sieht sodann die Erstellung von kommunalen und überkommu-
nalen Inventaren vor (§ 203 Abs. 2 PBG, § 4 KNHV). Dabei handelt es sich 
nicht um eine Schutzmassnahme, sondern um eine Bestandsaufnahme der 
in Betracht fallenden Schutzobjekte. Ein Inventar ist für den Grundeigentü-
mer nicht direkt verbindlich (vgl. § 209 f. PBG). Hingegen ist es behörden-
verbindlich: Mit der Aufnahme in das Inventar wird die Vermutung der 
Schutzwürdigkeit der verzeichneten Objekte aufgestellt und die zuständige 
Behörde verpflichtet, sich mit dieser Vermutung auseinanderzusetzen. Die 
Auseinandersetzung erfolgt beim Entscheid darüber, ob eine Schutzmass-
nahme anzuordnen ist.  

Der aus dieser Auseinandersetzung resultierende Entscheid kann entweder 
in einer definitiven Unterschutzstellung, womit die durch das Inventar be-
gründete Vermutung in eine definitive Schutzmassnahme umgesetzt wird, 
oder in einer Entlassung aus dem Inventar und damit einem Verzicht auf 
Unterschutzstellung bestehen. Daraus folgt indessen nicht, dass im Fall ei-
ner Unterschutzstellung zwingend ein förmlicher Schutzentscheid zu fällen 
wäre, in dem sich die Behörde in allgemeiner Weise über alle schutzwürdi-
gen Teile des Objekts ausspricht und dauernde Schutzmassnahmen an-

 

 

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ordnet. Sofern sich die zuständige Behörde vorfrageweise mit der Schutz-
zweckverträglichkeit der geplanten Eingriffe auseinandersetzt, kann, pro-
jektbezogen, ein materieller Schutzentscheid in einer Bau- oder Abbruch-
bewilligung mitenthalten sein.  

Ist ein Schutzobjekt inventarisiert und möchte der Grundeigentümer daran 
Änderungen vornehmen, bestehen zwei Möglichkeiten: Der Eigentümer 
kann erstens ohne konkretes Bauvorhaben bei der Gemeinde nach § 213 
PBG ein Provokationsbegehren stellen, womit er einen förmlichen Schutz-
entscheid über den Schutzumfang des Objekts oder über dessen Entlas-
sung aus dem Inventar erhalten wird. Zweitens kann er ein Baugesuch ein-
reichen, worauf die Baubehörde, sofern sie auf einen umfassenden 
Schutzentscheid verzichtet, allfällige Schutzmassnahmen in der Baubewilli-
gung, d. h. in einem projektbezogenen Schutzentscheid, anordnen kann. Im 
Baubewilligungsverfahren können keine definitiven Schutzmassnahmen 
angeordnet, aber die der Behörde aufgrund des Bauvorhabens notwendig 
erscheinenden natur- und heimatschutzrechtlichen Massnahmen erlassen 
werden (VB.2019.00813 vom 14. Mai 2020, E. 3.3).  

7.1.3.  
Ein projektbezogener Schutzentscheid setzt voraus, dass sich der erforder-
liche Schutz des Naturschutz- oder Heimatschutzobjektes mit Anordnungen 
in der Baubewilligung gewährleisten lässt. Als solche Anordnungen kom-
men insbesondere Nebenbestimmungen gemäss § 321 PBG in Betracht. 
Nach dieser Bestimmung sind mit der Bewilligung die gebotenen Nebenbe-
stimmungen, d. h. Auflagen, Bedingungen und Befristungen, zu verknüp-
fen, sofern inhaltliche oder formale Mängel des Bauvorhabens ohne be-
sondere Schwierigkeiten behoben werden können. Ein Vorgehen nach 
§ 321 PBG kommt indessen nur infrage, wenn die Mängel des Bauvorha-
bens von untergeordneter Natur sind; führen diese dagegen zu einer we-
sentlichen Projektänderung, können sie nicht mittels einer Nebenbestim-
mung behoben werden. Projektbezogene Schutzentscheide sind in Über-
einstimmung dazu nur bei untergeordneten Eingriffen in die Schutzobjekte 
zulässig, d. h. wenn der Schutzzweck höchstens geringfügig tangiert wird 
und es unverhältnismässig wäre, allein deswegen den Schutzumfang um-
fassend festzulegen. Dabei dürfen die projektbezogen zugelassenen Ein-
griffe eine umfassende Festlegung des Schutzumfangs, die allenfalls zu ei-
nem späteren Zeitpunkt im Rahmen einer formellen Unterschutzstellung zu 

 

 

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erfolgen hat, nicht präjudizieren. Als Folge davon lassen sich Bauvorhaben, 
die zu stark auf Schutzobjekte einwirken oder gar deren Beseitigung vorse-
hen, nicht durch einen projektbezogenen Schutzentscheid bewilligen.  

Ob ein Bauvorhaben mit einem projektbezogenen Schutzentscheid bewilligt 
werden kann, ist demnach in erster Linie von der Art und dem Ausmass der 
Eingriffe in das Schutzobjekt abhängig. Um deren Auswirkungen beurteilen 
zu können, ist im Baugesuch im Einzelnen darzulegen, weshalb die vorge-
sehenen Eingriffe das Schutzobjekt nicht zu gefährden vermögen. Sind 
diese von untergeordneter Natur, ist die Bewilligung zulässig, ohne dass 
vorgängig ein förmlicher Schutzentscheid zu treffen ist. Ein solcher hat 
demgegenüber immer dann zu ergehen, wenn das Schutzobjekt wesentlich 
verändert oder gar abgebrochen werden soll. Andernfalls könnte der Sinn 
und Zweck des Natur- und Heimatschutzes unterlaufen werden, indem das 
Schutzobjekt infolge der Schwere und/oder Anzahl der Eingriffe seinen 
Wert verliert. In diesen Fällen bedarf es folglich einer Inventareröffnung, 
welche die Rechtswirkungen von § 209 PBG entfaltet, oder eines Provoka-
tionsbegehrens des Grundeigentümers gemäss § 213 PBG 
(VB.2019.00813, E. 3.4 und 3.5).  

7.2.1.  
Für die Sanierung und den Ausbau des Feuerwehrdepots und Werkhofs ist, 
wie erwogen, insbesondere auch vorgesehen, den Gebäudekomplex unter 
dem Erdboden in nördlicher und westlicher Richtung zu erweitern. Unterir-
disch soll das Gebäude einerseits zum Park der Villa «S.» hin über eine 
Distanz von rund 75 m 5 m bis 10 m ausgebaut werden; anderseits ist ge-
plant, die Decke der Werkhofhalle südlich des Schulgebäudes B.-Strasse 1 
teilweise um etwa 0,8 m anzuheben. Vom unterirdischen Bauvorhaben wird 
der südliche Teil der Parkanlage und teilweise der Umschwung südlich des 
Schulhauses B. tangiert. Auf diesen Grünflächen stehen einige ältere und 
markante Bäume und Baumgruppen, die im kommunalen Inventar der Na-
tur- und Landschaftsschutzobjekte verzeichnet sind.  

Im Einzelnen handelt es sich um:  

– einen Riesenmammutbaum (Sequoiadendron giganteum, auch Welling-
tonia genannt), Inventar-Nr. 1, der gemäss Eintrag im Inventar einen 
Stammdurchmesser von ca. 1,3 m aufweist und als «sehr wertvoll» gilt,  

 

 

R2.2020.00246 Seite 14 

– eine Eibe (Taxus baccata), Inventar-Nr. 2, die gemäss Eintrag im Inven-
tar «mehrstämmig mit weiteren Stämmen aus Wurzeln», eine «Rarität» 
und «sehr wertvoll» ist,  

– eine Scheinzypresse (Chamaecyparis Iawsoniana), Inventar-Nr. 2, die 
gemäss Eintrag im Inventar «mehrstämmig» und «wertvoll» ist, und  

– zwei Stieleichen (Quercus robur), Inventar-Nr. 3, die gemäss Eintrag im 
Inventar einen Stammdurchmesser von ca. 0,8 m (S) und 0,6 m (N) auf-
weisen und breitkronig sowie «wertvoll» sind.  

Während sich die beiden Stieleichen auf dem Schulgelände B. befinden, 
stehen der Riesenmammutbaum und die Baumgruppe mit der Eibe und 
den Scheinzypressen im Südteil des Parks der Villa «S.», welche selber im 
Inventar der Denkmalschutzobjekte von überkommunaler Bedeutung ver-
zeichnet ist. Bei der Villa «S.» mit Gartenanlage handelt es sich gemäss 
dem zugehörigen Inventarblatt um ein regional eingestuftes Schutzobjekt, 
dessen Schutzzweck unter anderem auch die «integrale Erhaltung von 
Brunnen und Park» vorsieht (Inventarblatt S. 2).  

7.2.2.  
In Zusammenhang mit den inventarisierten Bäumen ist die Schutzwertbeur-
teilung zum Schulhaus B. des Büros G. vom 9. Juni 2015 zum Schluss ge-
langt, dass der südliche Teil des Parks der Villa «S.» bis und mit dem 
«Wegoval» einschliesslich des Riesenmammutbaums, der Eibe und der 
Scheinzypresse schützenswert sei (S. 39). Weiter wurde in der Schutz-
wertbeurteilung empfohlen, die Eiben- und Scheinzypressengruppe im Park 
als Naturdenkmal von kantonaler Bedeutung im Sinn von § 203 Abs. 1 lit. e 
und lit. f PBG unter Schutz zu stellen, weil der baumartige Grossstrauch 
aufgrund seines Kronendurchmessers von 18 m und der zwei Generatio-
nen von Astabsenkern im Kanton Zürich einmalig sei (S. 37).  

Das Baumschutzgutachten von b. vom 4. November 2019 beschreibt die 
Schutzobjekte insbesondere wie folgt:  

– Der markante und schön gewachsene Mammutbaum kil_035 sei noch 
nicht besonders alt. Trotz einer lang anhaltenden Trockenheit und eines 
in Bezug auf den Boden und die Vegetation für die Baumart nicht idealen 
Standorts scheine der Baum sehr vital zu sein. Der Mammutbaum sei 
prächtig, vital und schön gewachsen.  

 

 

R2.2020.00246 Seite 15 

– Die Bäume der Eibe kil_001 und kil_011 bis _034 seien Teil einer alten, 
ineinander gewachsenen Gruppe aus mehreren Generationen, die vom 
«Mutterbaum» kil_001 ausgingen. Die Baumgruppe nehme eine grosse 
Fläche des Parks ein. Die gemeinsame Wuchsform bilde einen für diese 
Art ungewöhnlichen und kuriosen Habitus. Insbesondere die peripher 
stehenden Exemplare wüchsen sehr einseitig und schräg. Die gesamte 
Gruppe sei sehr vital und strukturell grösstenteils in einem sehr guten 
Zustand. Wenige wiesen als Folge der intensiven Nutzung durch Kinder 
Stammschäden auf, wobei diese Schäden kaum problematisch seien. Im 
Innern der Gruppe stünden vereinzelt gekappte, abgestorbene Stämme 
und Schösslinge, die auf eine fortlaufende Regenerationsfähigkeit der 
Gruppe hinwiesen.  

– Die markante Gruppe der Scheinzypressen (wiederum) kil_001 und 
kil_011 bis _034 bestehe, ähnlich wie bei der benachbarten Eibengrup-
pe, aus einem «Mutterbaum», kil_006, der von einer Reihe von Nachfah-
ren unterschiedlichen Alters umgeben sei. Kil_006 weise insbesondere 
im unteren Stammbereich einen ausgesprochen malerischen Wuchs auf. 
Leider zeige die gesamte Gruppe Anzeichen von vitaler Schwäche und 
viele, teilweise gravierende, strukturelle Schäden. Die Bäume stünden im 
Verbund und seien allesamt schlank, hochgewachsen und aufgrund ihrer 
Exposition dem Wind stark ausgesetzt. Ein Freistellen durch Entfernen 
einzelner Exemplare könnte daher sehr problematisch sein.  

– Luftbilder von Swisstopo wiesen darauf hin, dass die zwei mächtigen 
Stieleichen kil_041 und _042 wahrscheinlich ungefähr anfangs der 
1970er Jahre gepflanzt worden seien. Das bedeute, dass sich ihr Wur-
zelwerk in der Überdeckung des unterirdischen Bauwerks ungestört ha-
be ausbreiten können. Die Eiche kil_041 sei vital, gut belaubt, sparrig, 
weit verzweigt; er habe zwei eher dünne Haupttriebe, eine eher lichte 
Krone und einzelne tote Äste im Starkastbereich; alle Wurzelanläufe sei-
en vorhanden und intakt. Der Baum kil_042 sei spärlich belaubt, leicht 
chlorotisch mit geringen Zuwachsraten, aber mit wenig Totholz; die Wur-
zelanläufe seien allesamt intakt und gut ausgeprägt, die Zugwurzel in 
Richtung Westen stark ausgeprägt; Richtung Seeseite wiesen einzelne 
oberflächliche Wurzeln Rasenmäher-Schäden auf; die Stileiche habe ei-
nen geraden Leittrieb mit schönem U-Zwiesel auf ca. 10 m Höhe und sei 
strukturell intakt.  

 

 

R2.2020.00246 Seite 16 

7.2.3.  
Zu den Ein- und Auswirkungen, die das Bauvorhaben auf die inventarisier-
ten Bäume zeitigen würde, äussert sich das Baumschutzgutachten von b. 
vom 4. November 2019 sodann im Wesentlichen folgendermassen:  

– Für das unterirdische Bauwerk erfolge im nahen Bereich des Mammut-
baums ein tiefgründiger Aushub. Obwohl ein böschungsloser Aushub mit 
Bohrpfählen geplant sei, deuteten oberflächliche, gut sichtbare Stark-
wurzeln im nahen und weiter entfernten Bereich des Baums darauf hin, 
dass infolge des Bauvorhabens mit einem grossen Wurzelverlust zu 
rechnen sei. Der Baum wurzle über grosse Flächen, d. h. weit über die 
Baumkrone hinaus, auffallend oberflächlich. Mit den sehr oberflächlichen 
Starkwurzeln erschliesse der Mammutbaum aussergewöhnlich weit ent-
fernte Bodenvolumen, was, verglichen mit dem Erschliessen von baum-
nahen, tiefer liegenden Bodenschichten, für ihn eher ungünstig sei. Es 
sei zu vermuten, dass der Boden im Baumbereich nicht besonders tief-
gründig und/oder in tiefen Lagen für den Baum nicht besonders interes-
sant sei. Der ursprünglich vorgesehene Grundriss hätte zweifelsohne ei-
ne massive Beeinträchtigung des Baumes in seiner Vitalität und damit in 
seiner vitalen Resistenz zur Folge gehabt; diese Beeinträchtigung habe 
im Rahmen der Konfliktbereinigung durch eine Anpassung des Grundris-
ses zu Gunsten des Baums entschärft werden können. Die erfolgte An-
passung des Grundrisses werde die zu erwartende Beeinträchtigung des 
Baums deutlich reduzieren. Der verbleibende Wurzelverlust werde den-
noch zu einem merklichen Einbruch der Vitalität führen. Dem sei mit ei-
ner nachhaltigen Standortverbesserung entgegenzuwirken, wofür na-
mentlich im Baumbereich die Wasseraufnahmefähigkeit und die Durch-
lässigkeit des Bodens gefördert und der Untergrund für den Baum zu-
gänglicher und wurzelfreundlicher ausgestaltet werden sollten.  

 Daraus sei das Fazit zu ziehen, dass der Mammutbaum durch das Bau-
vorhaben in seiner weiteren Entwicklung eher wenig gestört werde, wenn 
die im Baumschutzkonzept aufgezeigten Massnahmen zum Schutz des 
Baums und zur Standortverbesserung umgesetzt würden.  

– Der Erhalt der vollständigen Eibengruppe wäre nur möglich, wenn das 
geplante Gebäude und der dazugehörende Arbeitsraum für das Bohrge-
rät aus dem Kronenbereich der Baumgruppe geschoben würde. Manche 
der betroffenen Bäume stünden im geplanten Aushub, andere seien vom 
Arbeitsraum für das Bohrgerät mehr oder weniger stark betroffen. Es sei 

 

 

R2.2020.00246 Seite 17 

von folgendem Szenario auszugehen: massive Kappung oder Fällung im 
Rahmen des Aushubs und der Grabensicherung von kil_016, _017, 
_019, _020 und _021; starker Rückschnitt oder Kappung bei der Gra-
bensicherung von kil_018, _022, _023, _024 und _030. Der Rest der 
Gruppe könne bei Berücksichtigung der restlichen Auflagen voraussicht-
lich erhalten werden.  

 Das Fazit sei demnach, dass mit der vorgesehenen Kappung und Fäl-
lung die ursprüngliche Form der Eibengruppe unwiderruflich verändert 
werde, es müsse mit einer deutlichen Redimensionierung des Ensem-
bles gerechnet werden.  

– Aufgrund des Aushubs wäre der Erhalt der Scheinzypressen kil_003, 
_004 und _007 kaum möglich und im Fall der bereits geschwächten 
kil_003 und _004 auch wenig sinnvoll. Die kräftige, hoch gewachsene 
Zypresse kil_007 stehe sehr nah an der Kante des Aushubs, wobei ein 
massiver Wurzelanlauf direkt in deren Richtung weise. Insbesondere in 
Kombination mit der Freistellung als Folge der Fällung von kil_003 und 
_004 müsse davon ausgegangen werden, dass auch der Erhalt dieses 
Baums nicht möglich sei. Durch das Entfernen einzelner Exemplare der 
Gruppe würden die verbleibenden Zypressen freigestellt; ob und unter 
welchen Bedingungen dies möglich sei, müsse im Rahmen einer vertief-
ten Untersuchung eruiert werden.  

 Das Fazit laute deshalb, dass das grundlegende Problem der Gruppe im 
geschwächten Allgemeinzustand liege; der ohnehin laufende Prozess 
des Abgangs einzelner Bäume werde jedoch mit dem geplanten Baupro-
jekt beschleunigt.  

– Die Sondierung vom 13. September 2019 habe ausserdem ergeben, 
dass durch die Freilegung der gesamten Decke der Werkhofhalle mit fol-
genden Auswirkungen auf die Stieleiche kil_041 zu rechnen sei: vermin-
derte Vitalität, übermässige Totholzbildung, Vergreisung der Krone, er-
höhte Anfälligkeit für Krankheiten und verfrühtes Absterben des Baumes.  

 Um dem entgegenzuwirken, müssten, so das Fazit, die im Baumschutz-
konzept aufgezeigten Massnahmen zum Schutz, zur Standortverbesse-
rung und zum Unterhalt der Eiche kil_041 konsequent umgesetzt wer-
den. Demgegenüber sei davon auszugehen, dass die Eiche kil_042 
durch die baulichen Tätigkeiten nicht in ihrer weiteren Entwicklung ge-
stört werde.  

 

 

R2.2020.00246 Seite 18 

7.2.4.  
Wie erwogen hängt es von der Art und dem Ausmass der Einwirkungen auf 
ein Schutzobjekt ab, ob ein Bauvorhaben mit einem projektbezogenen 
Schutzentscheid bewilligt werden kann. Bauvorhaben, die zu stark auf 
Schutzobjekte einwirken oder gar deren Beseitigung vorsehen, dürfen nicht 
durch einen projektbezogenen Schutzentscheid bewilligt werden. Ein sol-
cher ist nur bei untergeordneten Eingriffen, durch die der Schutzzweck 
höchstens geringfügig tangiert wird, zulässig. Sollen Schutzobjekte wesent-
lich verändert oder gar abgebrochen werden, hat dagegen immer ein förm-
licher Schutzentscheid zu ergehen.  

Der von der Rekursgegnerin 3 beigezogene Sachverständige kommt in 
seiner gründlichen und überzeugenden Analyse der Auswirkungen auf die 
Schutzobjekte, wie ausgeführt, mehrmals zum Schluss, dass das Bauvor-
haben nicht realisiert werden kann, ohne an den inventarisierten Bäumen 
und Baumgruppen Schaden zu verursachen. So erleide der Mammutbaum 
einen grossen Verlust an Wurzeln, was seine Vitalität merklich einbrechen 
lassen dürfte. Weiter müssten verschiedene Exemplare der Eibengruppe 
stark zurückgeschnitten, gekappt oder sogar gefällt werden, was die beste-
hende Form der Gruppe unwiderruflich verändern und zu einer deutlichen 
Verkleinerung des Ensembles führen würde. Wahrscheinlich sei es sodann 
nicht möglich, die kräftige, hoch gewachsene Zypresse kil_007 zu erhalten. 
Zudem werde der Abgang weiterer Zypressen durch das erforderliche Frei-
stellen dieser Baumgruppe beschleunigt. Mit einem verfrühten Absterben 
sei auch bei der Stieleiche kil_041 zu rechnen, zumal sie aufgrund des 
Bauvorhabens an Vitalität einbüssen, übermässig Totholz bilden und ver-
mehrt anfällig für Krankheiten würde und zudem ihre Baumkrone vergreis-
te.  

Daraus ergibt sich, dass die Art und das Ausmass der vorgesehenen Ein-
griffe vielfältig und erheblich sind. Auf sämtliche Schutzobjekte wird, teil-
weise stark, eingewirkt, wobei auch die Beseitigung von Bestandteilen der 
inventarisierten Bäume und Baumgruppen vorgesehen ist. Von untergeord-
neten Eingriffen, welche den Schutzzweck, namentlich die Erhaltung der 
Schutzobjekte, höchstens geringfügig beeinflussen, kann in Anbetracht der 
notwendigen Behandlung, Beschneidung, Kappung und Fällung der inven-
tarisierten Bäume nicht mehr ausgegangen werden. Es ist folglich nicht 
damit zu rechnen, dass sich ihr Schutz mit Anordnungen in der Baubewilli-

 

 

R2.2020.00246 Seite 19 

gung gewährleisten lässt. In diesem Zusammenhang machen die Rekur-
rentinnen zu Recht geltend, dass das erwähnte Baumschutzkonzept im 
Grunde genommen lediglich Massnahmen vorsieht, welche die beabsichtig-
te Schädigung der inventarisierten Bäume und Baumgruppen möglichst 
eingrenzt. Zusammengefasst ist deshalb davon auszugehen, dass das 
Bauvorhaben die Unversehrtheit und den Bestand der Schutzobjekte we-
sentlich beeinträchtigt. Infolgedessen fällt der rechtmässige Erlass eines 
projektbezogenen Schutzentscheids ausser Betracht und es ist stattdessen 
ein formeller Schutzentscheid zu treffen.  

7.2.5. 
Dieses Resultat wird vorliegend durch § 204 PBG, der die Bindung des 
Gemeinwesens an den Natur- und Heimatschutz regelt, nicht infrage ge-
stellt.  

Gemäss Abs. 1 dieser Bestimmung haben insbesondere der Staat und die 
Gemeinden in ihrer Tätigkeit dafür zu sorgen, dass Schutzobjekte geschont 
und, wo das öffentliche Interesse an diesen überwiegt, ungeschmälert er-
halten bleiben; soweit es möglich und zumutbar ist, muss nach Abs. 2 der 
Vorschrift für zerstörte Schutzobjekte Ersatz geschaffen werden. Diese Be-
stimmung verlangt von den Gemeinden, dass sie bei ihrer täglichen Tätig-
keit Schutzobjekte schonen, dispensiert sie aber nicht von formellen Ent-
scheiden, wo das Planungs- und Baurecht diese im Natur- und Heimat-
schutz vorsieht. Andernfalls würde beispielsweise das Verbandsbeschwer-
derecht ungerechtfertigt eingeschränkt.  

Wie beim Entscheid über eine formelle Unterschutzstellung mittels Verfü-
gung nach § 205 lit. c PBG verlangt die Anwendung von § 204 PBG eine 
Interessenabwägung, welche die entscheidenden Behörden nach pflicht-
gemässem Ermessen vorzunehmen haben. Anders als bei Schutzobjekten 
im Eigentum Privater ist jedoch nicht zwischen dem öffentlichen Schutzinte-
resse und den privaten Interessen der Eigentümer abzuwägen, sondern 
zwischen gegenläufigen öffentlichen Interessen. Gegen die ungeschmäler-
te Erhaltung des Schutzobjekts kann einem dem betreffenden Gemeinwe-
sen obliegende öffentliche Aufgabe oder das Gebot des haushälterischen 
Umgangs mit öffentlichen Mitteln sprechen (BEZ 1996 Nr. 23).  

 

 

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Wie sich aus den Akten ergibt, haben jedoch weder der Rekursgegner 1 
noch die Rekursgegnerin 2 in den angefochtenen Entscheiden oder, nach-
gelagert, in den Vernehmlassungen zum Rekurs eine eigentliche Interes-
senabwägung vorgenommen. Stattdessen haben sie ihre Bemühungen 
vollständig darauf ausgerichtet, das Bauvorhaben möglichst ohne Abstriche 
und unter Begrenzung der erwarteten Schäden an den schutzwürdigen 
Bäumen zu optimieren. Der Rekursgegner 1 deutet dazu in der Vernehm-
lassung – konjunktivistisch – lediglich an, dass im Rahmen der bei einer 
Unterschutzstellung vorzunehmenden Interessenabwägung das grosse öf-
fentliche Interesse an der Realisierung des Feuerwehrdepots mit Werkhof 
zu berücksichtigen und, aufgrund des überwiegenden öffentlichen Interes-
ses am Bauprojekt, ein Verzicht auf die Unterschutzstellung mit Entlassung 
von einzelnen Bäumen aus dem Inventar zweifellos ebenfalls möglich ge-
wesen wäre. Die angefochtenen Entscheide wie auch die Vernehmlassun-
gen schweigen sich dagegen insbesondere über den Grad der Schutzwür-
digkeit der vom Bauvorhaben betroffenen inventarisierten Bäume aus. Dies 
kann gemäss Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts nicht angehen, da 
sich ohne diese Wertung die gegenläufigen Interessen nicht rechtsgenü-
gend abwägen lassen (VB.2019.00388 und VB.2019.00404 vom 8. April 
2020, E. 6.9).  

Die Rekursgegnerschaft kann deshalb aus der Bindung des Gemeinwe-
sens nichts zu ihren Gunsten ableiten.  

7.2.6.  
Die Rüge, welche die Rekurrentinnen zu den Auswirkungen des Bauvorha-
bens auf die inventarisierten Bäume des Parks der Villa «S.» und des 
Schulgeländes B. erheben, ist demnach begründet.  

Daraus folgt, dass ihrem Hauptantrag stattzugeben ist.  

8.  
Der Rekurs ist somit gutzuheissen; die angefochtenen Entscheide sind 
demnach aufzuheben.  

Da der Ausgang des Verfahrens dazu führt, dass vor einer allfälligen Bewil-
ligung des Bauvorhabens ein formeller Schutzentscheid zu fällen ist, ist im 

 

 

R2.2020.00246 Seite 21 

Weiteren davon abzusehen, die zusätzlich erhobene Rüge zur Gestaltung 
und Einordnung des sogenannten «Pavillons» in allen Einzelheiten zu prü-
fen.  

Der Vollständigkeit halber ist immerhin anzufügen, dass der Augenschein 
zeigte, dass der geplanten Aufstockung des Feuerwehrdepots und Werk-
hofs in Übereinstimmung mit der im «Einordnungsgutachten» von Z. Archi-
tekten AG vom 20. August 2020 vertretenen Auffassung eine sorgfältige 
Gestaltung mit ausgewählten Baumaterialien zu bescheinigen ist. Wie sich 
am Augenschein gezeigt hat, ordnet sich sodann dieser «Pavillon», der 
ausserhalb des eigentlichen Areals des Feuerwehrdepots und Werkhofs im 
Wesentlichen eingeschossig in Erscheinung tritt, kubisch zurückhaltend 
und gestalterisch ausgewogen in die bauliche Umgebung und den Park der 
Villa «S.» im Süden bzw. Norden des Bauvorhabens ein (vgl. die anlässlich 
des Augenscheins erstellte Fotografie Nr. 6, act. 1, Protokoll S. 12). Der 
gegenteiligen Ansicht der Rekurrentinnen, wonach diese Aufstockung 
überhaupt nicht zwischen die Häuserzeile D.-Strasse 1, 2 und 3 und dem 
«S.» passe, ist deshalb schwerlich zu folgen.  

9.  
Die am Verfahren Beteiligten tragen die Kosten gemäss § 13 Abs. 2 VRG in 
der Regel entsprechend ihrem Unterliegen. Die Gerichtskosten sind folglich 
der in diesem Verfahren unterliegenden Rekursgegnerschaft zu gleichen 
Teilen aufzuerlegen.  

Die Gerichtsgebühr beträgt bei Verfahren ohne bestimmbaren Streitwert in 
der Regel Fr. 500.-- bis Fr. 50’000.-- (§ 338 Abs. 2 PBG und § 3 Abs. 2 der 
Gebührenverordnung des Verwaltungsgerichts/GebV VGr). Sie wird nach 
dem Zeitaufwand des Gerichts, der Schwierigkeit des Falls und dem tat-
sächlichen Streitinteresse festgelegt (§ 338 Abs. 1 PBG und § 2 GebV 
VGr). Neben dem Streitinteresse schlägt in diesem Verfahren der Aufwand 
des Baurekursgerichts einschliesslich Aktenstudium, Augenschein, Urteils-
findung und Schreibarbeit zu Buche. Die Gerichtsgebühr ist deshalb auf 
Fr. 6’000.-- festzusetzen.  

 

 

R2.2020.00246 Seite 22 

10.  
Den Rekurrentinnen ist eine für eine nichtanwaltliche Vertretung übliche 
hälftige Umtriebsentschädigung in der Höhe von je Fr. 500.-- (insgesamt 
mithin Fr. 1’000.--) zuzusprechen, welche durch die Rekursgegnerin 3 zu 
bezahlen ist; dem vorliegend unterliegenden Rekursgegner 1 steht demge-
genüber keine Entschädigung zu (§ 17 Abs. 2 und 3 VRG).  

[…]