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**Case Identifier:** 5a063ab0-836f-5377-9458-8251b3827a7e
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-12-19
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 19.12.2018 715 18 293/345
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_715-18-293-345_2018-12-19.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 19. Dezember 2018 (715 18 293 / 345) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Arbeitslosenversicherung 
 
Zusammentreffen verschiedener sachlich kongruenter Leistungsansprüche; zwecks 
Vermeidung einer Überentschädigung sind Krankentaggelder, die Erwerbsersatz darstel-
len, gemäss Art. 28 Abs. 2 AVIG von der Arbeitslosenentschädigung abzuziehen und ge-
gebenenfalls zurückzufordern.  
 
 
 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Gerichtsschreiber Stephan Paukner 

 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin 
  

 
gegen 
 
 

 Öffentliche Arbeitslosenkasse Baselland, Bahnhofstrasse 32, 
Postfach, 4133 Pratteln, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Rückforderung 
 
 
 
A. A.____ war seit Dezember 2010 bei der B.____ AG angestellt. Nachdem sie krankheits-
bedingt ab dem 21. Juni 2017 zunächst vollständig und seit dem 12. Juli 2017 nur noch im Um-
fang von 50% arbeitsfähig war, löste die Arbeitgeberin das Arbeitsverhältnis am 15. Januar 
2018 unter Einhaltung der gesetzlichen Kündigungsfrist per Ende März 2018 auf. Am 11. März 
2018 meldete sich A.____ mit Wirkung ab 2. April 2018 zum Bezug von Arbeitslosenentschädi-

 
 
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gung und tags darauf zur Arbeitsvermittlung an. Dabei gab sie an, im Umfang von 50% arbeits-
fähig zu sein und ein Taggeld der Krankenversicherung zu beziehen. 
 
B. Am 23. April 2018 reichte die Versicherte das Formular betreffend die Angaben der versi-
cherten Person für den Monat April 2018 ein. Sie gab an, im April 2018 im Umfang von 50% 
arbeitsfähig gewesen zu sein. Am 26. April 2018 richtete ihr die öffentliche Arbeitslosenkasse 
Baselland gestützt auf ein versichertes Taggeld von Fr. 164.25 nach Abzug von zehn allgemei-
nen Wartetagen eine Arbeitslosenentschädigung von netto Fr. 1‘663.05 aus. Am 24. Mai 2018 
reichte die Versicherte der Kasse auf Aufforderung hin die Taggeldabrechnungen der C.____ 
vom 18. April 2018 ein. Daraus ging hervor, dass ihr gestützt auf eine 50%-ige Arbeitsunfähig-
keit für April 2018 ein Krankentaggeld von netto Fr. 2‘149.50 ausgerichtet worden war. 
 
C. Mit Verfügung vom 13. Juni 2018 forderte die Kasse von der Versicherten die ihr für  April 
2018 ausbezahlte Arbeitslosenentschädigung im Umfang von Fr. 1‘663.05 wieder zurück. Zur 
Begründung machte sie geltend, dass das von der Krankentaggeldversicherung ausgerichtete 
Taggeld bei der am 26. April 2018 erstellten Berechnung betreffend die Arbeitslosenentschädi-
gung noch nicht habe berücksichtigt werden können. Das ausgerichtete Krankentaggeld sei 
nachträglich anzurechnen, und die für April 2018 ausgerichtete Arbeitslosenentschädigung im 
Umfang von Fr. 1‘663.05 sei zurückzufordern. Eine hiergegen erhobene Einsprache der Versi-
cherten wies die Kasse mit Einspracheentscheid vom 31. Juli 2018 ab. 
 
D. Hiergegen erhob die Versicherte am 13. September 2018 Beschwerde beim Kantonsge-
richt des Kantons Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Sie 
beantragte, es sei die angefochtene Rückforderung dahingehend zu reduzieren, als ihr für April 
2018 noch eine Arbeitslosenentschädigung von netto Fr. 951.20 zustehe. Es sei nicht nachvoll-
ziehbar, dass ihr trotz einer lediglich hälftigen Arbeitsunfähigkeit im Monat April 2018 keinerlei 
Arbeitslosenentschädigung zustehe. Da die Krankentaggeldversicherung für 50% des versi-
cherten Lohnes aufkomme, müsse die Kasse für die verbleibenden 50% des versicherten 
Lohns aufkommen. Nach Abzug von zehn allgemeinen Wartetagen resultiere auf der Basis ei-
nes hälftigen Taggelds von brutto Fr. 93.85 sowie elf entschädigungsberechtigten Tagen eine 
Arbeitslosenentschädigung im Umfang von netto Fr. 951.20.  
 
E. Die Kasse schloss mit Vernehmlassung vom 26. Oktober 2018 auf Abweisung der Be-
schwerde. Zur Begründung brachte sie im Wesentlichen vor, dass die der Versicherten für April 
2018 nach Anrechnung der Versicherungsleistung der Krankentaggelder resultierenden Tag-
gelder der Arbeitslosenversicherung in Form von Wartetagen zu berücksichtigen seien und 
deshalb nicht ausbezahlt werden könnten.  
 
Auf die übrigen Ausführungen der Parteien ist soweit notwendig in den nachfolgenden Erwä-
gungen einzugehen. 
 
 
Die Präsidentin zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

 
 
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1.1 Gemäss Art. 100 Abs. 3 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversi-
cherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) vom 25. Juni 1982 kann der Bundesrat die 
örtliche Zuständigkeit des kantonalen Versicherungsgerichts in Abweichung von Art. 58 des 
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 
6. Oktober 2000 regeln. Gemäss Art. 128 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosen-
versicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIV) vom 31. August 1983 richtet sich die Be-
urteilung der Zuständigkeit des kantonalen Versicherungsgerichts nach Art. 119 AVIV. Örtlich 
zuständig ist gemäss Art. 128 in Verbindung mit Art. 119 Abs. 1 lit. a AVIV das Gericht desjeni-
gen Kantons, in dem die Versicherte ihre Kontrollpflicht erfüllt. Da die Versicherte der Kontroll-
pflicht im Kanton Basel-Landschaft nachgeht, ist die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts 
zu bejahen. Nach § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungspro-
zessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als einzige gerichtli-
che Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger 
gemäss Art. 56 ATSG, weshalb auch dessen sachliche Zuständigkeit zu bejahen ist. Auf die im 
Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde vom 13. September 2018 ist somit ein-
zutreten. 
 
1.2 Nach § 55 Abs. 1 VPO entscheidet die Präsidentin der Abteilung Sozialversicherungs-
recht des Kantonsgerichts bei Streitigkeiten bis zu einem Streitwert von Fr. 10‘000.—. Im vorlie-
genden Fall beträgt der Streitwert der geltend gemachten Rückforderung Fr. 1‘663.05. Damit ist 
eine präsidiale Zuständigkeit begründet.  
 
2.1 Nach Art. 95 Abs. 1 AVIG in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 Satz 1 des Bundesgesetzes 
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000  sind 
unrechtmässig bezogene Leistungen nur zurückzuerstatten, wenn in verfahrensrechtlicher Hin-
sicht entweder die für die (prozessuale) Revision oder die für die Wiedererwägung erforderli-
chen Voraussetzungen erfüllt sind. Diese Voraussetzungen sind in Art. 53 Abs. 1 und 2 ATSG 
umschrieben, wobei es sich im Wesentlichen um eine Kodifizierung der bisherigen höchstrich-
terlichen Rechtsprechung zu den Anforderungen an ein Zurückkommen auf eine rechtsbestän-
dig gewordene Verfügung handelt. Gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige 
Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte 
Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt 
oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war. Nach Art. 53 Abs. 2 
ATSG kann der Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einsprache-
entscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung 
von erheblicher Bedeutung ist. Wird eine solche rückwirkende Korrektur einer Verfügung vorge-
nommen, entfällt die rechtliche Grundlage für die zugesprochenen Leistungen. Diese werden im 
Nachhinein zu unrechtmässigen Leistungen (BGE 122 V 138). Diese für die Wiedererwägung 
formell rechtskräftiger Verfügungen massgebenden Voraussetzungen gelten auch mit Bezug 
auf die Rückerstattung zu Unrecht bezogener Geldleistungen der Arbeitslosenversicherung, 
unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder form-
los verfügt worden sind (BGE 129 V 110 E. 1.1 mit Hinweisen; oben, Erwägung 2.1 am Ende). 
Die für die Wiedererwägung rechtskräftiger Verfügungen vorausgesetzte zweifellose Unrichtig-
keit liegt praxisgemäss dann vor, wenn kein vernünftiger Zweifel daran möglich ist, dass die 

 
 
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Verfügung unrichtig war (Urteil des ehemaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; 
seit 1. Januar 2008: Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilungen] vom 23. April 2004, C 214/03, 
E. 3.1.3; vgl. auch THOMAS LOCHER, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, Bern 2014, S. 
573, N 18). 
 
2.2 Den formell rechtskräftigen Verfügungen gleichgestellt sind auch die im formlosen Ver-
fahren ergangenen Entscheide, soweit sie eine mit dem Ablauf der Beschwerdefrist bei formel-
len Verfügungen vergleichbare Rechtsbeständigkeit erreicht haben (UELI KIESER, ATSG-
Kommentar, Zürich/Basel/Genf 2015, Art. 53 Rz 19 und 46). Die für die Wiedererwägung for-
mell rechtskräftiger Verfügungen massgebenden Voraussetzungen gelten deshalb auch mit 
Bezug auf die Rückerstattung zu Unrecht bezogener Geldleistungen der Arbeitslosenversiche-
rung, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder 
formlos verfügt worden sind (BGE 129 V 110 E. 1.1 mit Hinweisen; oben, Erwägung 2.1 am 
Ende).  
 
2.3 Die Festlegung einer allfälligen Rückerstattung von Leistungen erfolgt in einem mehrstu-
figen Verfahren: In einem ersten Entscheid ist über die Frage der Unrechtmässigkeit des Be-
zugs der Leistung zu befinden; hier ist auf Art. 53 ATSG abzustellen. Daran schliesst sich ge-
gebenenfalls der Entscheid über die Rückerstattung an, mit dem insbesondere zu beantworten 
ist, ob – bei der festgestellten Unrechtmässigkeit des Leistungsbezugs – eine rückwirkende 
Korrektur erfolgt oder nicht; rechtliche Grundlage dafür bildet – neben den einzelgesetzlichen 
Regelungen – Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG.  
 
3. Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt der 
Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und Sozialversi-
cherungsgericht die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln sowie 
umfassend und pflichtgemäss zu würdigen (Art. 61 lit. c ATSG; RENÉ RHINOW/HEINRICH 
KOLLER/CHRISTINA KISS/DANIELA THURNHERR/DENISE BRÜHL-MOSER, Öffentliches Prozessrecht, 
2. Auflage, Basel 2010, N 1001). Für das Beschwerdeverfahren hat dies zur Folge, dass das 
Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel – unabhängig von wem sie stammen – objektiv zu 
prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beur-
teilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Die Verwaltung als verfügende Instanz und 
im Beschwerdefall das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn 
sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen 
Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sach-
verhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhalts-
darstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichs-
te würdigt (BGE 126 V 360 E. 5b, 121 V 47 E. 2a, 115 V 142 E. 8b, je mit Hinweisen). 
 
4.1. Gemäss Art. 22 Abs. 1 AVIG beträgt ein volles Taggeld grundsätzlich 80% des versi-
cherten Verdienstes. Gemäss Absatz 2 derselben Bestimmung erhalten jedoch jene Versicherte 
ein Taggeld von lediglich 70% des versicherten Verdienstes, die keine Unterhaltspflicht gegen-
über Kindern unter 25 Jahren haben, ein volles Taggeld erreichen, das mehr als Fr. 140.— be-

 
 
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trägt und keine Invalidenrente beziehen, die einem IV-Grad von mindestens 40% entspricht. 
Der Tagesverdienst wird ermittelt, indem der Monatsverdienst durch 21,7 geteilt wird (Art. 40a 
AVIV). Der Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung beginnt nach einer generellen Wartezeit 
von fünf Tagen kontrollierter Arbeitslosigkeit. Für Personen ohne Unterhaltspflichten gegenüber 
Kindern unter 25 Jahren beträgt die Wartezeit bei einem versicherten Verdienst zwischen 
Fr. 60‘001.— und Fr. 90‘000.— jedoch zehn Tage (Art. 18 Abs. 1 lit. a AVIG). Unter den Partei-
en ist in diesem Zusammenhang zu Recht unbestritten geblieben, dass der versicherte Ver-
dienst der Beschwerdeführerin gemäss Art. 23 Abs. 1 AVIG zu ermitteln ist und sich bei einem 
gesuchten Beschäftigungsgrad von 100% (Antrag auf Arbeitslosenentschädigung, Dok 26) auf 
monatlich Fr. 5‘092.— beläuft (Übersicht Berechnung versicherter Verdienst, Dok 97). Die 
durchschnittliche Monatsentschädigung entspricht bei einem Vermittlungsgrad von 100% somit 
einem Brutto-Betrag von Fr. 3‘564.25 (Dok 110), und das Taggeld belief sich im April 2018 so-
mit richtigerweise auf Fr. 164.25 (Fr. 5‘092.— / 21.7 x 70%). Zu Recht unbestritten geblieben 
sind im Einklang mit den zitierten Gesetzesbestimmungen schliesslich auch die von der Versi-
cherten zu Beginn ihrer Arbeitslosigkeit ab April 2018 zu bestehenden, zehn allgemeinen War-
tetage. Hintergrund bildet der Umstand, dass ihr versicherter Jahres-Verdienst im Umfang von 
Fr. 61‘104.— (12 x Fr. 5‘092.—) über dem in Art. 18 Abs. 1 lit. a AVIG festgesetzten Grenzbe-
trag von Fr. 60‘000.— liegt (Beschwerdebegründung, S. 2). Während die für die Taggeldab-
rechnung der Kasse vom 26. April 2018 (Dok 113) massgebenden Berechnungsparameter so-
mit zu Recht alle unbestritten geblieben sind, besteht zwischen den Parteien Uneinigkeit in Be-
zug auf die Höhe der von der Kasse in der angefochtenen Verfügung vom 13. Juni 2018 in Ab-
zug gebrachten Krankentaggelder. Deren Umfang beläuft sich gemäss Abrechnung der C.____ 
für die Zeit vom 1. bis 30. April 2018 auf Fr. 2‘149.50 (Dok 123). 
 
4.2 Gemäss Art. 28 Abs. 1 AVIG haben Versicherte, die unter anderem wegen Krankheit 
vorübergehend nicht oder nur vermindert arbeits- und vermittlungsfähig sind, Anspruch auf das 
volle Taggeld, sofern sie die übrigen Anspruchsvoraussetzungen erfüllen. Dieser Anspruch 
dauert längstens bis zum 30. Tag nach Beginn der ganzen oder teilweisen Arbeitsunfähigkeit 
und ist innerhalb der Rahmenfrist auf 44 Taggelder beschränkt. Ist die versicherte Person be-
reits bei Eintritt der Arbeitslosigkeit vorübergehend nicht oder nur vermindert arbeits- und ver-
mittlungsfähig, so beginnt die 30-tägige Frist ab dem Zeitpunkt zu laufen, ab welchem die versi-
cherte Person die Anspruchsvoraussetzungen vorbehältlich ihrer Vermittlungsfähigkeit erfüllt. 
Während des Bestehens von generellen Wartetagen wird bei vorübergehender Arbeitsunfähig-
keit die 30-tägige Frist daher weder aufgeschoben noch unterbrochen (AVIG-Praxis ALE, Direk-
tion für Arbeit seco, Fassung Juli 2018, Rz. C166 ff.). Art. 28 Abs. 1 AVIG weicht somit vom 
Grundprinzip der Arbeitslosenversicherung ab, wonach Leistungen nur bei Vermittlungsfähigkeit 
der versicherten Person in Betracht kommen (BGE 117 V 246 f. E. 3c), und erfasst – im Unter-
schied zu Art. 15 Abs. 2 Satz 1 AVIG – die Fälle bloss vorübergehend fehlender oder vermin-
derter Arbeitsfähigkeit (BGE 126 V 127 E. 3b; GERHARDS, Kommentar zum Arbeitslosenversi-
cherungsgesetz, Bd. I, N 5 zu Art. 28). Sinn und Zweck der Ausnahmeregelung besteht darin, 
trotz Vermittlungsunfähigkeit und damit an sich fehlender Anspruchsberechtigung Härtefälle zu 
vermeiden und Lücken im Bereich der "Nahtstellen" zwischen der Arbeitslosenversicherung 
sowie insbesondere der Kranken- und Unfallversicherung zu schliessen und somit namentlich 

 
 
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unter anderem bei Krankheit einen vorübergehend zeitlich limitierten Taggeldanspruch beste-
hen zu lassen (BGE 128 V 155 E. 3b; ARV 2001 Nr. 21 S. 166 Erw. 6a/b).  
 
4.3 Um beim Zusammentreffen verschiedener sachlich kongruenter Leistungsansprüche 
eine Überentschädigung zu verhindern, sieht Art. 28 Abs. 2 AVIG allerdings vor, dass Kranken-
taggelder, die Erwerbsersatz darstellen, von der Arbeitslosenentschädigung abgezogen werden 
müssen. Diese Vorschrift steht im Einklang mit Art. 95 Abs. 1bis AVIG, wonach eine versicherte 
Person, die Arbeitslosenentschädigung bezogen hat und später für denselben Zeitraum Tag-
gelder der Krankenversicherung erhält, zur Rückerstattung der in diesem Zeitraum bezogenen 
Arbeitslosentaggelder verpflichtet ist. In Abweichung von Art. 25 Abs. 1 ATSG beschränkt sich 
die Rückforderungssumme diesfalls auf die Höhe der für denselben Zeitraum ausgerichteten 
Leistungen. Ein Abzug erfolgt demnach nur insoweit, als dass die von einer Kranken-
Taggeldversicherung ausgerichteten Leistungen den gleichen Zeitraum abdecken. Als anre-
chenbare Taggelder von Krankenversicherungen gelten sämtliche Erwerbsersatzleistungen der 
sozialen und privaten Krankenversicherungen nach KVG und VVG (AVIG-Praxis ALE, a.a.O., 
Rz. C174; Urteil des EVG vom 14. April 2003, C 303/02, E. 4.1). Legt Art. 28 Abs. 2 AVIG fest, 
dass Krankentaggeldleistungen eines Versicherers nach dem VVG von der Arbeitslosenent-
schädigung abzuziehen sind, um beim Zusammentreffen verschiedener sachlich kongruenter 
Leistungsansprüche eine Überentschädigung zu verhindern, kann eine solche zu Unrecht erhal-
tene Leistung der Arbeitslosenversicherung aufgrund der für denselben Zeitraum entrichteten 
Krankentaggeldleistung aber auch bereits gestützt auf Art. 95 Abs. 1 AVIG zurückgefordert 
werden (BGE 142 V 448 E. 5.3; oben, Erwägungen 2.1 ff.). 
 
5.1 Die Beschwerdeführerin bestreitet nicht, dass ihr für die Kontrollperiode April 2018 eine 
zu hohe Arbeitslosenentschädigung ausgerichtet worden ist. Sie ist jedoch der Auffassung, 
dass die Rückforderung der Kasse zu hoch ausgefallen ist, und sie in dieser Kontrollperiode 
Anrecht auf eine Arbeitslosenentschädigung von brutto Fr. 1‘032.35 besitze. Dieser Ansicht 
kann nicht gefolgt werden. Sie geht bei ihrer in der Beschwerde vorgebrachten Aufstellung 
fälschlicherweise davon aus, dass die Kasse lediglich 50% ihres versicherten Pensums mit den 
Krankentaggeldern zu verrechnen hat. Hintergrund des Irrtums der Beschwerdeführerin bildet 
mit anderen Worten die Tatsache, dass die Kasse die ihr zustehende Arbeitslosenentschädi-
gung ursprünglich zu Recht auf der Basis eines versicherten Pensums von 100% und nicht nur 
eines hälftigen Pensums vorgenommen hat. Diese Vorgehensweise steht im Einklang mit 
Art. 28 Abs. 1 AVIG, wonach die Versicherte während den ersten 30 Tagen ihrer 50%-igen Ar-
beitsunfähigkeit – mithin während des ganzen Monats April 2018 – Anspruch auf das volle Tag-
geld hat. Basis der ursprünglichen Taggeldausrichtung für April 2018 bildete somit nicht etwa 
ein nur hälftiges Arbeitspensum, sondern ein versicherter Verdienst von Fr. 5‘092.— und damit 
ein Vollzeitpensum, aufgrund dessen ein Taggeld in der Höhe von Fr. 164.25 resultiert (oben, 
Erwägung 5.1). Bei einem versicherten Jahresverdienst über Fr. 60‘000.— waren von den im 
April 2018 total 21 entschädigungsberechtigten Tagen sodann zehn allgemeine Wartetage ab-
zuziehen, wonach sich für April 2018 eine Arbeitslosenentschädigung im Umfang von brutto 
Fr. 1‘806.75 bzw. nach Abzug der Beiträge an die Sozialversicherungen (Art. 22a AVIG) netto 
Fr. 1‘663.05 ergeben hat (11 x Fr. 164.25). Die der Versicherten von der C.____ für April 2018 
ausgerichtete Krankentaggelder beruhen demgegenüber auf einer Arbeitsunfähigkeit von 50% 

 
 
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und damit auf einem lediglich hälftigen Restpensum. Die Tatsache, dass die auf einem 100%-
Pensum beruhende Arbeitslosentschädigung in masslicher Hinsicht geringer (netto 
Fr. 1‘663.05) als die für denselben Zeitraum der Versicherten ausgerichteten Krankentaggelder 
(Fr. 2‘149.50) ausfällt, vermag an diesem Zwischenergebnis nicht zu ändern. Sie ist vielmehr 
darauf zurückführen, dass einerseits der versicherte Jahres-Verdienst, wie er gemäss Art. 23 
Abs. 1 AVIG im Umfang von 12 x Fr. 5‘092.— der Bemessung der Arbeitslosenentschädigung 
zu Recht zu Grunde gelegt worden ist, tiefer als der von der Krankentaggeldversicherung versi-
cherte Jahreslohn im Umfang von Fr. 65‘390.— ausfällt (Dok 123). Ausserdem ist in Erinnerung 
zu rufen, dass bei einer vorübergehender Arbeitsunfähigkeit die 30-tägige Frist gemäss Art. 28 
Abs. 1 AVIG während des Bestehens von generellen Wartetagen weder aufgeschoben noch 
unterbrochen wird (oben, Erwägung 5.2). Wesentlicher Faktor für die trotz Basis eines Vollzeit-
pensums in masslicher Hinsicht tiefere Arbeitslosenentschädigung stellt deshalb auch die Be-
stimmung von Art. 18 Abs. 1 lit. a AVIG dar, wonach der Anspruch auf Arbeitslosenentschädi-
gung erst nach Bestehen der hier massgebenden Wartezeit von zehn Tagen beginnt.  
 
5.2 Die Grundlage der von der C.____ ausgerichteten Leistungen stellt eine durch Versi-
cherungsvertrag abgedeckte Lohnfortzahlungspflicht des ehemaligen Arbeitgebers der Versi-
cherten und damit einen Erwerbsersatz dar. Als solches fallen sie zweifelsohne unter die Be-
stimmung von Art. 28 Abs. 2 AVIG. Nachdem der Versicherten gemäss Abrechnung vom 
18. April 2018 die entsprechenden Krankentaggelder für die Kontrollperiode April 2018 ausbe-
zahlt worden waren (Dok 123), resultierte mit Blick auf die ursprüngliche Taggeldabrechnung 
der Kasse vom 26. April 2018 eine Überentschädigung, welche die Kasse wegen zweifelloser 
Unrichtigkeit ohne Weiteres zu korrigieren (Art. 53 Abs. 2 ATSG) und infolge betraglicher Er-
heblichkeit entsprechend auch zurückzufordern (Art. 95 AVIG in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 
ATSG) berechtigt war. Die von ihr in der Folge wiedererwägungsweise vorgenommene Rück-
forderung erweist sich dabei nicht nur hinsichtlich ihres Bestands, sondern auch in Bezug auf 
deren Umfang als rechtmässig. Die ausgerichteten Krankentaggelder in der Höhe von 
Fr. 2‘149.50 (Dok 123) entsprechen auf der Basis eines 100%-Pensums (oben, Erwägung 5.1) 
13,9 Taggeldern à Fr. 164.25 (Fr. 2‘149.50 : Fr. 164.25). Bei in der fraglichen Kontrollperiode 
insgesamt 21 entschädigungsberechtigten Taggeldern verblieben somit noch 7,9 Taggelder, 
welche in Form von allgemeinen Wartetagen zu berücksichtigen waren und daher nicht ausbe-
zahlt werden durften, da der Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung erst nach dem Bestehen 
der massgebenden Wartezeit entstehen kann (Art. 18 Abs. 1 lit. a AVIG). Die von der Kasse 
unter Berücksichtigung der ausbezahlten Krankentaggelder wiedererwägungsweise für April 
2018 vorgenommene Abrechnung vom 14. Juni 2018 (Dok 133) erweist sich deshalb als zutref-
fend. Hintergrund bildet – wie bereits erwähnt (oben, Erwägung 5.1) – der Umstand, dass die 
der Versicherten ursprünglich ausgerichtete Arbeitslosenentschädigung in der Höhe von 
Fr. 1‘663.05 zu Recht auf der Basis eines versicherten Pensums von 100% und nicht nur eines 
hälftigen Pensums beruht. Nicht die Arbeitslosenentschädigung wird mit dem Erwerbsersatz 
desselben Monats, sondern das versicherte Arbeitslosentaggeld-Taggeld (versicherter Ver-
dienst : 21,7 x 80 %) mit dem erzielten Tageslohn aus Erwerbsersatz verglichen. Insofern ver-
hält es sich nicht anders als in den Fällen, in welchen das versicherte Brutto-Taggeld mit dem 
aus einem Zwischenverdienst erzielten Brutto-Tageslohn zu vergleichen ist (Urteil des Bundes-
gerichts vom 26. April 2007, C 236/06, E. 3). Soweit die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwer-

 
 
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de demgegenüber von einem Taggeld von lediglich Fr. 93.85 ausgeht, würde ihre Berechnung 
dazu führen, dass sie nur die Hälfte der gesetzlich vorgeschriebenen zehn Wartetage zu beste-
hen hätte. Dies aber widerspräche nicht nur Art. 18 Abs. 1 lit. a AVIG, sondern würde im Ver-
gleich zu jenen Versicherten, welche für die Dauer einer krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit 
keinen Erwerbsersatz gemäss Art. 28 Abs. 2 AVIG erhalten haben, letztlich zu einer Überent-
schädigung und somit zu rechtsungleichen Ergebnissen führen.  
 
5.3 Zusammenfassend steht fest, dass die Versicherte im April 2018 zeitgleich mit dem 
Bezug von Krankentaggeldern aufgrund des auf einem Beschäftigungsgrad von 100% berech-
neten, versicherten Verdienstes zu Unrecht auch Leistungen der Arbeitslosenversicherung be-
zogen hat. Die Rückkommensvoraussetzung der Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) auf-
grund der noch vor Erlass der Taggeldabrechnung vom 26. April 2018 zugesprochenen Kran-
kentaggelder durch die C.____ ist gegeben, und die Kasse hat die für die Kontrollperiode April 
2018 ursprünglich ausbezahlte Arbeitslosenentschädigung deshalb zu Recht im vollen Umfang 
wieder zurückgefordert. Ergänzend bleibt festzuhalten, dass die Kasse die entsprechende 
Rückforderung im Umfang von Fr. 1‘663.05 bereits im Rahmen der Abrechnung für die Kon-
trollperiode Juli 2018 verrechnungsweise getilgt hat (Dok 171). Die Beschwerde ist bei diesem 
Ergebnis abzuweisen. 
 
6. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die 
Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu 
erheben.  
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.