# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 76bd1e56-f05e-51a8-bf6a-ebf61ed13009
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-06-03
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 03.06.2008 D-3476/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-3476-2008_2008-06-03.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-3476/2008
law/mah
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 .  J u n i  2 0 0 8

Einzelrichter Walter Lang, 
mit Zustimmung von Richterin Therese Kojic, 
Gerichtsschreiberin Sarah Mathys.

A._______, geboren (...), Nigeria,
(...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 15. Mai 2008 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-3476/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer – eigenen Angaben zufolge ein nigeriani-
scher Staatsangehöriger aus (...) – sein Heimatland am 25. September 
2007 per Schiff verliess und am 14. Oktober 2007 in der Schweiz um 
Asyl nachsuchte,

dass das BFM am 20. November 2007 im Transitzentrum Altstätten die 
Personalien des Beschwerdeführers  erhob und ihn summarisch zum 
Reiseweg und zu den Gründen für  das Verlassen des Heimatlandes 
befragte und ihn am 11. März 2008 einlässlich zu den Asylgründen an-
hörte,

dass das BFM mit Verfügung vom 15. Mai 2008 – eröffnet am 22. Mai 
2008 – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 
26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch des Beschwer-
deführers nicht eintrat, die Wegweisung aus der Schweiz verfügte und 
deren Vollzug anordnete,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 28. Mai 2008 gegen die-
sen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und 
beantragte, die Verfügung des BFM vom 15. Mai 2008 sei aufzuheben 
und das Verfahren zwecks materieller  Prüfung an die  Vorinstanz zu-
rückzuweisen,

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht zudem beantragte, es sei ihm 
die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren, den Kostenvorschuss zu 
erlassen und ihm eine angemessene Parteientschädigung auszurich-
ten,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

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dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten  ist  (Art.  108  Abs.  2  AsylG  und  Art. 6  AsylG  i.V.m.  Art. 52 
VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

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dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass der Beschwerdeführer es unterliess, im Moment der Einreichung 
des Asylgesuchs im Empfangszentrum Vallorbe bzw. in den 48 Stun-
den nach der diesbezüglichen Aufklärung durch Vorhalt eines Informa-
tionsblattes ein Dokument zur seiner zweifelsfreien Identifizierung ab-
zugeben,

dass damit die in Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG statuierte Grundvoraus-
setzung für ein Nichteintreten wegen fehlender Papiere vorliegend er-
füllt ist,

dass der Beschwerdeführer als Ursache der Nichtabgabe seiner Iden-
titätspapiere erklärte, er habe weder je einen Pass, eine Identitätskarte 
noch  andere  Papiere  gehabt  und  wisse  bloss,  dass  er  in  (...)  die 
Schule besucht habe, 

dass er zudem die Ausreise nicht vorbereitet habe,

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dass er sich um die Beschaffung von Papieren bemüht hätte und dies 
immer noch tue, bisher allerdings erfolgslos,

dass er seit seiner Ankunft in der Schweiz eine Person im Heimatland 
kontaktiert habe, wobei diese ihm mitgeteilt habe, dass sie nicht helfen 
könne,

dass er in Nigeria zwar Verwandte habe, sich indessen nicht an alle er-
innere und seine Eltern Beamte seien, zu denen er momentan keine 
gute Beziehung habe und mit ihnen nie telefonischen Kontakt habe,

dass er anlässlich seiner Arbeit als Callboy per Telefon kommuniziert 
habe,  jetzt  aber  niemanden  kenne,  den  er  telefonisch  kontaktieren 
könnte,

dass  das  BFM aufgrund dieser  Angaben des Beschwerdeführers  zu 
seinem Umfeld in der angefochtenen Verfügung zum Schluss kommt, 
es bestehe bezüglich telefonischer Kontaktemöglichkeiten eine die Pa-
pierbeschaffung begünstigende Ausgangslage,

dass trotz längerem Aufenthalt in der Schweiz der Beschwerdeführer 
bis dato keine Dokumente eingereicht habe, welche geeignet wären, 
seine Identität zu belegen und keine Bemühungen dokumentiere, wel-
che ein konkretes Ergebnis erwarten liessen,

dass das BFM folgerte, dass dies zusammen mit seinen unglaubwürdi-
gen  Angaben  zur  Asylbegründung,  den  Schluss  zu  liesse,  der  Be-
schwerdeführer sei nicht willens, Identitätspapiere einzureichen,

dass  der  Beschwerdeführer  zudem  geltend  machte,  er  sei  mit  dem 
Schiff von Lagos in ein ihm unbekanntes Land gereist und von dort mit 
dem Zug in die Schweiz gelangt und dabei nie kontrolliert worden,

dass die Schilderung des Reisewegs äusserst unsubstanziiert ausge-
fallen sei und er nicht habe beschreiben können, wie er genau auf die-
ses  Schiff  gelangt  sei  und  wie  er  es  wieder  verlassen  habe  (act. 
A1/S.7 u. A17/S.12),

dass die geltend gemachte problemlose Reise von Nigeria bis in die 
Schweiz ohne gültige Papiere realitätsfremd erscheine,

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dass das BFM – nach Prüfung der Akten auch aus Sicht des Bundes-
verwaltungsgerichts  –  überzeugend  dargelegt  hat,  weshalb  für  das 
Nichteinreichen von Reise- oder Identitätspapieren innerhalb der Frist 
von 48 Stunden nach Einreichen des Asylgesuchs keine entschuldba-
ren Gründe vorliegen,  zumal  in  der  Beschwerde nichts  Stichhaltiges 
geltend gemacht wird,  was diesbezüglich allenfalls zu einer anderen 
Beurteilung führen könnte,

dass für  den zur  Begründung des Asylgesuches geltend gemachten 
Sachverhalt auf die Protokolle der Befragung vom 20. November 2007, 
der Anhörung vom 11. März 2008 und der Verfügung vom 15. Mai 2008 
zu verweisen ist,

dass  die  Auffassung  des  BFM,  wonach  die  Asylvorbringen  des  Be-
schwerdeführers  widersprüchlich,  unglaubhaft  und  nicht  hinreichend 
begründet seien, zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer nicht  gelungen ist,  seine Verfolgung 
aufgrund seiner angeblichen Homosexualität überzeugend darzulegen,

dass der Beschwerdeführer nicht  eindeutig angeben konnte,  wer ihn 
im Heimatland verfolgt hat, 

dass er  bei der Befragung angab, die Polizei habe ihn gesucht  (act. 
A1/S.5), bei der Anhörung jedoch zu Protokoll gab, er wisse nicht ge-
nau, wer nach ihm gesucht habe, aber da er gewusst habe, was er ge-
macht habe, sei ihm in den Sinn gekommen, dass es die Leute seien, 
die ihn in der Disco in flagranti  mit  seinem Freund erwischt und ge-
schlagen hätten (act. A17/S.4 u. S.9),

dass er bei der Befragung angab, er sei von jemandem per Telefon vor 
der Polizei gewarnt worden, bevor diese im Dorf eingetroffen sei (act. 
A1/S.5),  demgegenüber  bei  der  Anhörung  vorbrachte,  der  Wächter 
vom  Hof  habe  ihm  mitgeteilt,  er  werde  von  Leuten  gesucht  (act. 
A17/S.8), 

dass er bis auf den Vorfall in der Disco noch nie bedroht worden sei 
und sonst auch keine Probleme mit den Behörden gehabt habe (act. 
A1/S.6),

dass der Einwand in der Beschwerde, er habe den Vorfall in der Disco 
realitätsnah  beschrieben,  nicht  überzeugt,  da  der  Beschwerdeführer 

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nicht im Stande war die Disco zu zeichnen oder genauer zu beschrei-
ben und er nicht angeben konnte, wie ihm die Flucht aus der Disco ge-
nau gelungen ist (act. A17/S.5),

dass  der  Beschwerdeführer  nicht  wusste,  was  mit  seinem  Ge-
schlechtspartner nach dem Vorfall in der Disco passiert ist, ob er noch 
am Leben oder tot sei, was erstaunt, zumal es sich um seinen Freund 
gehandelt hat, mit welchem er angeblich zusammen gewohnt hat (act. 
A17/S.4 u. S.5),

dass sich der Beschwerdeführer, wie das BFM zurecht ausführt, wider-
sprüchlich betreffend den Wissensstand der Eltern über seine Homo-
sexualität geäussert hat (act. A1/S.5; A17/S.7),

dass sich der Beschwerdeführer widerspricht,  was die Kenntnis über 
seine Verwandten im Dorf betrifft, da er bei der Befragung noch angab, 
es könnte schon sein, dass er Verwandte im Dorf habe, aber er kenne 
sie nicht (act. A1/S.3), während er sich bei der Anhörung an den Onkel 
B._______ und seine Tante C.________ erinnern  konnte,  welche im 
Dorf leben würden (act. A17/S.3),

dass er trotz viermonatigem Aufenthalt auf dem Hof im Dorf nicht im 
Stande war, diesen zu beschreiben (act. A17/S.8),

dass er – wie bereits erwähnt – die Flucht aus Nigeria, insbesondere 
die Schiffsreise unsubstanziiert und realitätsfremd geschildert hat,

dass der Beschwerdeführer schliesslich in einem Rapport gegenüber 
der Kantonspolizei Zürich am 2. April 2008 zu Protokoll gab, er sei mit 
einer  (angeblich)  Deutschen  Staatsangehörigen  namens  D._______ 
verlobt, was hinsichtlich seiner im Asylverfahren behaupteten Homose-
xualität überwiegende Zweifel erweckt,

dass es sich unter diesen Umständen erübrigt, auf die weiteren Aus-
führungen und Einwände in der Beschwerde und deren handschriftlich 
in Englisch verfassten Anhang näher einzugehen, da sie an der vorste-
henden Einschätzung nicht zu ändern vermögen,

dass  aus  diesen  Gründen  das  Bestehen  der  Flüchtlingseigenschaft 
des Beschwerdeführers somit ohne weiteres ausgeschlossen werden 
kann und auch zusätzliche Abklärungen im Sinne von Art. 32 Abs. 3 
Bst. c AsylG offensichtlich nicht notwendig sind,

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dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 
der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein An-
spruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), 
weshalb  die  verfügte  Wegweisung im Einklang  mit  den gesetzlichen 
Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeord-
net wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder Herkunfts-
staat droht,

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dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage in Nigeria noch individuelle Gründe 
auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen las-
sen,

dass der Beschwerdeführer jung und den Akten zufolge gesund ist, in 
Nigeria  ein familiäres Beziehungsnetz (act. A1/S.3)  und Freunde hat 
(act. A1/S.2 u. A17/S.9) und über eine immerhin 12-jährige Schulaus-
bildung verfügt (act. A1/S.2), weshalb es ihm möglich sein sollte, sich 
im  Falle  der  Rückkehr  eine  wirtschaftliche  Existenzgrundlage  aufzu-
bauen,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass  somit  keine  Wegweisungshindernisse  vorliegen  und  der  vom 
BFM verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass der Antrag, es sei  dem Beschwerdeführer die Bezahlung eines 
Kostenvorschusses zu erlassen, aufgrund des direkten Entscheides in 
der Hauptsache gegenstandslos geworden ist, 

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ge-
mäss Art. 65 Abs. 1 VwVG zufolge Aussichtslosigkeit der Beschwerde 
abzuweisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 

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173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG),

dass die Ausrichtung einer Parteientschädigung nicht in Betracht fällt 
(Art. 64 Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-
gewiesen.

3.
Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet.

4.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

5.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Beschwerdeführer (eingeschrieben; Beilage:  Einzahlungs-
schein)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-
ten Ref.-Nr. N (...) (per Kurier; in Kopie)

- (...)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Walter Lang Sarah Mathys

Versand: 

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