# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d36b97ec-a499-5fe1-bbad-f0cecf155fce
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-03-03
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 03.03.2015 UV 2013/60
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2013-60_2015-03-03.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2013/60

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 03.03.2015

Entscheiddatum: 03.03.2015

Entscheid Versicherungsgericht, 03.03.2015
Art. 6 Abs. 1 UVG; Art. 4 ATSG. Natürliche Kausalität zwischen den geklagten 
Beschwerden im Bereich der Wirbelsäule und dem Unfall mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit verneint. Verzicht auf Adäquanzprüfung nach der 
"Schleudertrauma-Praxis". (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 3. März 2015, UV 2013/60).Präsident Joachim Huber, 
Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider,Versicherungsrichter 
Ralph Jöhl; a.o. Gerichtsschreiber Silvan BötschiEntscheid vom 3. März 
2015in SachenA.___,Beschwerdeführerin,vertreten durch Rechtsanwalt lic. 
iur. Jürg Grämiger, LL.M., Toggenburgerstrasse 35, 9500 Will,gegenAXA 
Versicherungen AG, General Guisan-Strasse 40, Postfach 357, 
8401 Winterthur,Beschwerdegegnerin,betreffendVersicherungsleistungenSachverhalt:

A.    

A.a  A.___ (nachfolgend Versicherte) arbeitete im 80 %-Pensum als Reiseberaterin bei 

der B.___ GmbH (nachfolgend Arbeitgeberin) und war bei der AXA Versicherungen AG 

(nachfolgend AXA) im Rahmen der obligatorischen Unfallversicherung versichert (act. A 

1).

A.b  Am 21. August 2010 erlitt die Versicherte bei einem Verkehrsunfall ein Schädel-

Hirn-Trauma sowie eine Distorsion der Halswirbelsäule (HWS) und der 

Lendenwirbelsäule (LWS) (act. M 5 ff.) Anschliessend beklagte sie sich über anhaltende 

Bewegungs- bzw. Belastungsschmerzen und bezog von der AXA vorläufig 

Taggeldleistungen infolge Arbeitsunfähigkeit (act. M 8 f. und A 74). Im Verlaufe einer 

regelmässigen osteopathischen Behandlung konnte die Leistungsfähigkeit der 

Versicherten sukzessive gesteigert werden und sie übte schliesslich ab 18. Juli 2011 

wieder ein Arbeitspensum von 80 % aus (act. M 13 f. und M 18). Aufgrund der 

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verbliebenen Restschmerzen im Nacken- und Rückenbereich unterzog sich die 

Versicherte ab Juli 2012 einer interventionellen Schmerztherapie (act. M 24 f. und M 

27).

A.c  Mit Verfügung vom 9. Oktober 2012 stellte die AXA die Leistungen der 

obligatorischen Unfallversicherung rückwirkend per 31. März 2012 ein, weil die zu 

diesem Zeitpunkt fortbestehenden Beschwerden nicht mehr auf das Unfallereignis vom 

21. August 2012 zurückzuführen seien (act. A 62).

B.    

B.a  Am 17. Oktober 2012 beantragte die mittlerweile anwaltlich vertretene Versicherte 

einspracheweise die Aufhebung der Verfügung vom 9. Oktober 2012 unter Ausrichtung 

der Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung (act. A 63). Zur Begründung 

machte sie mit ergänzender Eingabe vom 7. November 2012 eine ungenügende 

Sachverhaltsabklärung geltend und verlangte die Einholung eines biomechanischen 

sowie eines polydisziplinären Gutachtens zur Einschätzung der Unfallkausalität der 

verbliebenen Beschwerden. Andernfalls sei diese aufgrund einer gesonderten 

Adäquanzprüfung zu bejahen (act. A 66).

B.b  In ihrem Einsprache-Entscheid vom 19. Juli 2013 hielt die AXA fest, dass gestützt 

auf die vorhandenen medizinischen Akten kein überwiegend wahrscheinlicher natür­

licher Kausalzusammenhang zwischen den von der Versicherten nach der 

Leistungseinstellung am 31. März 2012 geklagten Beschwerden und dem 

Unfallereignis vom 21. August 2010 bestehe. Auf die Einholung eines zusätzlichen 

Gutachtens könne verzichtet werden, da ohnehin keines der rechtsprechungsgemäss 

erforderlichen Kriterien zur Bejahung eines adäquaten Kausalzusammenhangs vorliege 

(act. A 68).

C.    

C.a  Mit Beschwerde vom 16. September 2013 gelangte die Versicherte (nachfolgend 

Beschwerdeführerin) an das Versicherungsgericht und beantragte die Aufhebung des 

Einsprache-Entscheids der AXA (nachfolgend Beschwerdegegnerin) vom 19. Juli 2013. 

Die Beschwerdegegnerin sei zur Ausrichtung der gesetzlichen 

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Unfallversicherungsleistungen zu verpflichten; eventualiter sei ein biomechanisches 

sowie ein umfassendes und neutrales polydisziplinäres Gutachten zur Beurteilung der 

Unfallkausalität in Auftrag zu geben. Begründend bringt die Beschwerdeführerin vor, 

die fehlende Objektivierbarkeit der für ein Schleudertrauma typischen Beschwerden 

rechtfertige rechtsprechungsgemäss nicht deren Negation. Mit Blick auf die 

ungenügende medizinische Aktenlage habe aufgrund der geltenden 

Beweislastverteilung weiterer Abklärungsbedarf betreffend die Unfallkausalität der nach 

der Leistungseinstellung am 31. März 2012 geklagten Beschwerden bestanden. Zudem 

sei die entsprechende Adäquanzprüfung zu einem zu frühen Zeitpunkt und aufgrund 

einer unzutreffenden Einordnung des Unfallereignisses durchgeführt worden; des 

Weiteren seien die einzelnen Adäquanzkriterien falsch beurteilt worden (act. G 1).

C.b  Mit Beschwerdeantwort vom 3. Januar 2014 beantragte die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde vom 16. September 2013. Angesichts der 

medizinischen Aktenlage seien die von der Beschwerdeführerin nach der 

Leistungseinstellung geltend gemachten Beschwerden nicht in rechtsgenüglicher 

Weise als organisch objektive Unfallfolge ausgewiesen. Darüber hinaus befinde sich die 

Beschwerdeführerin infolge weitestgehender Genesung seit der Leistungseinstellung in 

einem stabilen medizinischen Endzustand. Die Adäquanzbeurteilung sei somit 

rechtzeitig durchgeführt worden und gelange mit Blick auf die einzelnen 

Adäquanzkriterien zum korrekten Ergebnis (act. G 7).

C.c  Replizierend hielt die Beschwerdeführerin am 24. März 2014 an den in der 

Beschwerde vom 16. September 2013 geäusserten Anträgen und der damaligen 

Sachverhaltsdarstellung fest. Sie fügte sinngemäss hinzu, die für ein Schleudertrauma 

typischen Beschwerden seien als natürlich-kausale Unfallfolge zu betrachten, zumal 

dies nicht mit dem erforderlichen Beweismass widerlegt worden sei. Berücksichtige 

man zudem die nach der Leistungseinstellung anhaltende Therapiebedürftigkeit und 

die fortgesetzte medizinische Behandlung, so könne am 31. März 2012 noch keine 

Stabilisierung des Gesundheitszustands eingetreten sein. Im Zeitpunkt der 

Leistungseinstellung seien der Sachverhalt deshalb ungenügend erstellt gewesen und 

die Adäquanzprüfung zu früh erfolgt. Im Übrigen zeigte die Beschwerdeführerin anhand 

einer detaillierten Beschreibung des Unfallereignisses auf, weshalb dieses ihres 

Erachtens von der Beschwerdegegnerin unzutreffend eingestuft wurde. Ferner vertrat 

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sie den Standpunkt, dass die einzelnen Adäquanzkriterien mehrheitlich als erfüllt zu 

betrachten seien (act. G 12).

C.d  Die Beschwerdegegnerin verwies in ihrer Duplik vom 12. Mai 2014 vollumfänglich 

auf ihre Beschwerdeantwort vom 3. Januar 2014, welche von der Beschwerdeführerin 

teils falsch interpretiert werde. Es werde in keiner Weise anerkannt, dass bei der 

Leistungseinstellung am 31. März 2012 kein gesundheitlich stabilisierter Zustand 

vorgelegen habe. Ferner seien die adäquanzbezogenen Ausführungen der 

Beschwerdeführerin widersprüchlich und vermöchten nicht zu überzeugen (act. G 15).

Erwägungen:

1.     

1.1   Die Unfallversicherung gewährt Leistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen 

und Berufskrankheiten (Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 

[UVG; SR 832.20]). Als Unfall gilt die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende 

Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die 

eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder 

den Tod zur Folge hat (Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]).

1.2   Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt zunächst voraus, 

dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, 

Invalidität oder Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne 

des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren 

Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der 

gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. 

Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen 

Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder 

unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende 

Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität 

der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht 

weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung 

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entfiele. Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 

Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die 

Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden 

Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines 

Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruches nicht (BGE 

129 V 181 E. 3.1).

1.3   Der im Sozialversicherungsrecht geltende Untersuchungsgrundsatz schliesst die 

Beweislast im Sinne der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus, da es Sache des 

Sozialversicherungsgerichts oder der verfügenden Verwaltungsstelle ist, für die 

Zusammentragung des Beweismaterials besorgt zu sein. Im 

Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur 

insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei 

ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. 

Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im 

Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen 

Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der 

Wirklichkeit zu entsprechen (vgl. BGE 138 V 222 E. 6).

1.4   Gemäss der sogenannten "Schleudertrauma-Praxis" ist bei diagnostiziertem 

Schleudertrauma der HWS und äquivalenten Mechanismen mit Vorliegen eines für 

diese Verletzungen typischen Beschwerdebildes (mit einer Häufung von Beschwerden 

wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, 

Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit, Visusstörungen, Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression, 

Wesensveränderung usw.) der natürliche Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall 

und der danach eingetretenen Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit in der Regel 

anzunehmen, selbst wenn die festgestellten Funktionsausfälle organisch nicht 

nachweisbar sind (vgl. BGE 134 V 116 f. E. 6.2; BGE 119 V 337 f. E. 1; BGE 117 V 

360 f. E. 4b). Dazu wird jedoch verlangt, dass die charakteristischen Beschwerden 

innerhalb einer Latenzzeit von 24 bis höchstens 72 Stunden auftreten (Urteil des 

Bundesgerichts 8C_498/2007 vom 28. Dezember 2007 E. 4.1 mit weiteren Hinweisen).

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1.5   Für die Anwendung der "Schleudertrauma-Praxis" wird ferner vorausgesetzt, dass 

in einer ersten Phase nach dem Unfall dessen Hergang sowie die auftretenden 

Beschwerden möglichst genau und verifizierbar dokumentiert werden. Insbesondere 

der erstbehandelnde Arzt ist gehalten, die versicherte Person genau abzuklären und 

nach ihrem gesundheitlichen Vorzustand zu befragen. Nebst den weiteren der 

Diagnosestellung zugrunde gelegten Überlegungen ist auch der Verlauf der 

Beschwerden ab dem Unfallzeitpunkt genau zu beschreiben, wozu sich der vom 

Schweizerischen Versicherungsverband empfohlene "Dokumentationsbogen für 

Erstkonsultation nach kranio-zervikalem Beschleunigungstrauma" eignet. Bestehen 

Anzeichen für ein längeres Andauern oder eine Chronifizierung der Beschwerden, ist 

eine zügige interdisziplinäre Abklärung und Beurteilung durch Fachärzte angezeigt. In 

der Regel dürfte eine solche Begutachtung nach rund sechs Monaten 

Beschwerdepersistenz zu veranlassen sein (vgl. BGE 134 V 123 ff. E. 9.2 ff.).

2.     

2.1   Die Beschwerdeführerin macht geltend, an den Folgen eines Unfalls im Sinne des 

Gesetzes zu leiden und erhebt einen Anspruch auf entsprechende 

Versicherungsleistungen (act. G 1). Unbestrittenermassen stellte die Kollision vom 

21. August 2010 eine plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines 

ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den Körper der Beschwerdeführerin dar. Die 

Beschwerdegegnerin bestreitet jedoch, dass die nach der Leistungseinstellung noch 

vorhandene Gesundheitsbeeinträchtigung der Beschwerdeführerin eine kausale Folge 

der fraglichen Kollision sei (act. A 62 und G 7; vgl. act. G 15). Nach Ansicht der 

Beschwerdeführerin wurde der diesbezügliche Sachverhalt von der 

Beschwerdegegnerin nicht hinreichend abgeklärt (act. A 66 und G 1; vgl. act. G 12).

2.2   Demnach ist anhand der bestehenden Aktenlage zu prüfen, ob die 

Beschwerdegegnerin die Versicherungsleistungen zu Recht wegen mangelnden 

Kausalzusammenhangs zwischen den von der Beschwerdeführerin nach dem 31. März 

2012 geklagten gesundheitlichen Beschwerden und dem Kollisionsereignis vom 

21. August 2010 eingestellt hat oder ob diesbezüglich weitere 

Sachverhaltsabklärungen notwendig gewesen wären.

3.     

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3.1   Die Beschwerdegegnerin stellte ihre Leistungen der obligatorischen 

Unfallversicherung per 31. März 2012 mit der Begründung ein, die von der 

Beschwerdeführerin weiterhin geklagten Schmerzen im Bereich der Brust- und 

Lendenwirbel wie auch die Schmerzen im Nacken stünden "nicht mehr mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit in Zusammenhang mit dem erwähnten 

Unfallereignis" vom 21. August 2010 (act. A 62 und G 7). Bei diesem seien nämlich 

nachweislich keine objektivierbaren strukturellen Veränderungen entstanden (act. A 62). 

Den medizinischen Unterlagen (act. M 4 und M 7) sei zu entnehmen, dass anlässlich 

der ärztlichen Erstversorgung am Unfalltag radiologisch und neurologisch keine 

unfallbedingten Gesundheitsstörungen ausgemacht werden konnten (act. A 68 und 

G 7). Gleiches ergebe sich aus den Gutachten von Dr. med. C.___, Facharzt für 

Neurologie FMH, vom 25. Januar 2012 (act. M 18) bzw. vom 15. August 2012 (act. M 

26) und vom 18. Dezember 2013 (act. M 28), denen zufolge keine objektiv 

nachweisbaren unfallkausalen Veränderungen oder eine bildgebend ausgewiesene 

richtunggebende Problematik an der Wirbelsäule festzustellen seien (act. G 7; vgl. act. 

A 62 und A 68). Das für ein Schleudertrauma der HWS typische Beschwerdebild – 

Kopf- und Nackenschmerzen sowie Konzentrationsschwierigkeiten – habe bei der 

Beschwerdeführerin "nicht sehr ausgeprägt" vorgelegen und sich nach relativ kurzer 

Dauer "weitestgehend bzw. vollständig zurückgebildet"; danach seien Beschwerden im 

Bereich der Wirbelsäule im Vordergrund gestanden (act. A 68). Diesbezüglich seien 

gemäss den Stellungnahmen von Dr. med. D.___, Facharzt für Innere Medizin und 

Rheumatologie FMH, vom 20. Januar 2011 (act. M 9 ff.) und vom 16. Dezember 2011 

(act. M 16) bzw. vom 3. Februar 2012 (act. M 19) keine unfallkausalen Beschwerden, 

sondern vielmehr eine vorübergehende Verschlimmerung einer bereits vorbestehenden 

Degeneration erkennbar. Die Röntgenbilder (vgl. act. M 9) hätten gezeigt, dass die 

Beschwerden auf eine Scheuermann-Krankheit im Bereich der Brustwirbelsäule (BWS) 

und eine Fehlform der LWS zurückzuführen seien. Zum selben Befund sei Dr. med. 

E.___, Fachärztin für Radiologie, anlässlich einer Computertomographie vom 

19. Januar 2011 (act. M 12) gekommen (act. A 68). Betreffend die geklagten 

Konzentrationsstörungen ergebe sich aus den Umständen des Unfallereignisses sowie 

aus einem neuropsychologischen Untersuchungsbericht von Prof. Dr. phil. F.___, 

Neuropsychologin, vom  7. Juni 2012 (act. M 22), dass die diskret und ätiologisch 

unspezifischen Befunde gegen eine unfallbedingte Hirnverletzung sprächen (act. G 7). 

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An dieser Beurteilung des Sachverhalts vermöchte die von Dr. med. G.___, Facharzt für 

Allgemeine Innere Medizin, nachgewiesene Unfallkausalität der geklagten 

Beschwerden (act. M 17 und M 20) nichts zu ändern; diese stelle nämlich genau 

genommen nur eine beweisuntaugliche Koinzidenz nach der Schlussfolgerung "post 

hoc ergo propter hoc" fest (act. G 7).

3.2   Die Beschwerdeführerin stimmt den Vorbringen der Beschwerdegegnerin insoweit 

zu, als dass die nach dem 31. März 2012 "geklagten Beschwerden nicht mit klar 

ausgewiesenen organischen Befunden im Sinn nachweisbarer struktureller 

Veränderungen erklärbar" seien (act. A 66 und G 1). Bei Schleudertraumata bestünde 

die Schwierigkeit aber gerade darin, dass die gesundheitlichen Auswirkungen "mit 

bildgebenden oder anderen objektivierbaren Untersuchungsmethoden häufig nicht zu 

erfassen" seien (act. A 66). Nach den Erkenntnissen der medizinischen Forschung sei 

jedoch bekannt, dass bei solchen Verletzungen "auch ohne nachweisbare 

pathologische bzw. organische Befunde noch Jahre nach dem Unfall funktionelle 

Ausfälle verschiedenster Art auftreten" könnten. Aufgrund der für ein Schleudertrauma 

typischen Natur der Beschwerden stünden diese daher "weiterhin in einem natürlichen 

Kausalzusammenhang zum Unfallereignis vom 21. August 2010" (act. A 66 und G 1; 

vgl. act. G 12). Die Leistungspflicht des Unfallversicherers erlösche erst, wenn das 

"Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines 

Gesundheitsschadens" rechtsgenüglich nachgewiesen sei. Zumal es sich beim Fehlen 

der Unfallkausalität um eine anspruchsaufhebende Tatsache handle, sei die 

Beschwerdegegnerin diesbezüglich beweisbelastet (act. A 66 und G 1). Den von der 

Beschwerdegegnerin vorgebrachten Stellungnahmen von Dr. D.___ (act. M 16 bzw. M 

19) und Dr. Hauser (act. M 18, M 26 und M 28) mangle es jedoch an einer 

medizinischen Begründung, weshalb die Beschwerden nur möglichweise unfallkausal 

sein sollten und kein weiterer Abklärungs- bzw. Handlungsbedarf bestehen sollte. Aus 

diesem Grund habe die Beschwerdegegnerin den Sachverhalt nicht hinreichend 

abgeklärt und es seien zwingendermassen ein biomechanisches sowie eine 

polydisziplinäres Gutachten zur Beurteilung der Unfallkausalität zu erstellen (act. A 66 

und act. G 7; vgl. act. G 12).

4.     

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4.1   Aus den Unterlagen geht hervor, dass noch in der Unfallnacht eine ärztliche 

Untersuchung im Centre hospitalier universitaire vaudois (CHUV) in Lausanne stattfand, 

bei der eine Prellung des Kopfes ("contusion de la tête") und des Rückens ("contusion 

dorsale") sowie mehrere Hautabschürfungen ("dermabrasions multiples") festgestellt 

und der Verdacht auf ein Schleudertrauma ("coup du lapin") geäussert wurden. 

Anlässlich einer Röntgenuntersuchung ("Rx Thorax") und einer Computertomographie 

("CT cérébral") wurden keine Frakturen oder Blutungen ausgemacht (act. M 6 f.). Da 

auch keine Anzeichen auf eine ungewöhnliche "Gemütsverfassung" oder "Folgen von 

Krankheiten und Unfällen sowie Körperanomalien" bestanden, wurde die 

Beschwerdeführerin am 22. August 2010 aus dem Spital entlassen, wobei ihr eine 

vollständige Arbeitsfähigkeit attestiert wurde (act. M 4).

4.2   Einem von Dr. med. G.___, Assistenzärztin, am 22. August 2010 ausgefüllten 

"Dokumentationsbogen für Erstkonsultation nach kranio-zervikalem 

Beschleunigungstrauma" (act. M 4) zufolge war die Beschwerdeführerin nicht auf die 

Kollision gefasst und prallte mit ihrem Kopf ausserhalb der Kopfstütze an. Sie verlor

dabei das Bewusstsein nicht und wies weder eine Gedächtnislücke auf noch wurde 

eine Angst- oder Schreckreaktion ausgelöst. Allerdings klagte sie unmittelbar nach 

dem Unfall über Kopfschmerzen. Rund zwei Stunden später klagte sie zudem über 

Nacken- und Rückenschmerzen; insbesondere Beugungen/Streckungen sowie 

Neigungen der HWS bereiteten ihr Schmerzen. Neurologische Besonderheiten oder 

sonstige Auffälligkeiten wurden keine festgestellt. Einem von Dr. med. I.___, Facharzt 

für Allgemeine Medizin FMH, am 25. August 2010 ausgefüllten 

"Dokumentationsbogen" derselben Art (act. M 3) kann zusätzlich entnommen werden, 

dass die Beschwerdeführerin von sofort eingetretenen, unerträglich starken 

Kopfschmerzen und – auf entsprechende Nachfrage hin – von rund 24 Stunden nach 

dem Unfallereignis eingetretenen Hör- und Sehstörungen bzw. entsprechenden 

Überempfindlichkeiten berichtete. Ferner seien nach etwa 72 Stunden "lumbosacrale 

Schmerzen" eingetreten. Auch Druckschmerzen im Rücken- und Nackenbereich 

wurden festgestellt. Der Beschwerdeführerin wurde daher bis auf weiteres eine 

vollständige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt (vgl. act. M 1).

4.3   Anlässlich einer Verlaufskontrolle durch Dr. G.___ am 15. September 2010 wurde 

eine tendenzielle Verbesserung des Gesundheitszustands bei "sehr wellenförmigem 

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Verlauf" festgestellt. Die Beweglichkeit der HWS sei gut, wobei die "Endstellungen 

noch schmerzhaft" seien. Die Beschwerdeführerin sei voraussichtlich noch bis zum 

20. September 2010 arbeitsunfähig (act. M 2). Gemäss einem "Unfallzeugnis" von 

Dr. G.___ vom 25. Oktober 2010 (act. M 5) erlitt die Beschwerdeführerin eine HWS- und 

LWS-Distorsion, weshalb entsprechende Beschwerden im Vordergrund stünden. 

Darüber hinaus wird von "wechselhaften Konzentrationsschwierigkeiten" berichtet. 

Angesichts der "stetigen Besserung des Zustands" bestünde keine "Veranlassung[,] 

weitere Abklärungen oder andere Therapien durchzuführen" und die 

Beschwerdeführerin könne "in den nächsten Tagen […] die Arbeit wiederum 

aufnehmen".

4.4   Am 9. November 2010 konnte eine "50% Arbeitsfähigkeit von einem 80% Pensum 

erreicht werden", wobei noch Druck- und Belastungsschmerzen im Bereich der BWS 

und LWS bestanden (act. M 8-1). In einem Bericht vom 12. Januar 2011 (act. M 8-2) 

machte Dr. J.___, Chiropraktor SCT/ECU, aufgrund einer gezielten Medikation und 

mehrmaliger chiropraktischer Behandlung eine "ordentliche allg. Besserungstendenz" 

aus, wobei jedoch noch bewegungs- und belastungsabhängige Beschwerden im 

Bereich der BWS und der LWS bestünden.

4.5   Aufgrund einer durch die Beschwerdegegnerin veranlassten konsiliarischen 

Untersuchung vom 17. Januar 2011 führte Dr. D.___ die andauernden 

"lumbovertebralen Schmerzen resp. mitthorakalen Missempfindungen" auf eine 

unfallfremde und vorbestehende Scheuermann-Krankheit sowie eine "Fehlform der 

LWS mit fraglich Lyse resp. traumatisch bedingter Läsion" zurück (act. M 9). Die 

Ursache der fehlgeformten LWS wurde anhand einer Computertomographie vom 

19. Januar 2011 genauer abgeklärt, wobei weder eine traumatische ossäre Läsion noch 

eine Spondylolyse, jedoch geringe Diskusprotrusionen eruiert wurden (act. M 12). Dr. 

D.___ interpretierte dies dahingehend, dass die Kollision vom 21. August 2010 eine 

"nicht richtunggebende vorübergehende Verschlimmerung bei degenerativ 

vorbestehenden Veränderungen an der BWS und LWS" hervorgerufen habe. Bei 

Fortsetzung der Therapie werde der Status quo ante "im Bereiche Ende Mai 2011 

erreicht sein" (act. M 10). Am 11. Februar 2011 riet Dr. D.___ von einer chiropraktischen 

Behandlung oder Massagen ab und empfahl stattdessen eine Stabilisationsgymnastik, 

wodurch der Status quo ante spätestens Ende Mai 2011 erreicht sei (act. M 11).

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4.6   Mit Schreiben vom 30. Mai 2011 (act. M 13) berichtete Dr. G.___ von einer 

Besserung der lumbalen Beschwerden infolge ostheopatischer Behandlung. In diesem 

Bereich lägen keine Schmerzen mehr vor. Am 14. November 2011 stellte Dr. G.___ 

trotz "leichter stetiger Besserung" einen unbefriedigenden Gesundheitszustand fest. 

Alle Endstellungen der Kopfbewegungen seien schmerzhaft. Ferner seien die Kopf- und 

Brustbewegungen eingeschränkt, weshalb eine MRI-Untersuchung empfohlen wurde 

(act. M 14; vgl. act. M 20). Bei einer in der Folge durchgeführten 

magnetresonanztomographischen Untersuchung der Wirbelsäule erkannte Prof. 

Dr. med. K.___, Facharzt für Radiologie FMH, einen leicht keildeformierten Wirbelkörper 

mit Bodenplattenirregularität sowie eine leicht degenerierte Bandscheibe. 

Kompressionen der neuralen Strukturen an der Wirbelsäule wurden keine ausgemacht 

(act. M 15). Nach einer Einschätzung von Dr. D.___  vom 16. Dezember 2011 (act. M 

16) zeige dies "lediglich den bekannten Status nach Morbus Scheuermann […] und die 

degenerativen Bandscheibenveränderungen". Zumal das Unfallereignis zu keinen 

strukturellen Veränderungen geführt habe, beurteilte er die Unfallkausalität der 

damaligen Beschwerden "höchstens noch als möglich". Am 16. Januar 2012 attestierte 

Dr. G.___ der Beschwerdeführerin erneut einen leicht verbesserten 

Gesundheitszustand, der "noch deutlich entfernt von ihrem Zustand vor dem 

Unfallereignis" liege. Die MRI-Untersuchung der Wirbelsäule habe jedoch keine neuen 

Gesichtspunkte gegeben, insbesondere keinen klareren objektiven Befund, der die 

Beschwerden erklären könnte; diese "können nur durch das Schleudertrauma/

Rückenmarkskontusion des Zentralnervensystems erklärt werden" (act. M 17). Diese 

"absolute Art der Formulierung" stiess bei Dr. D.___ auf Unverständnis und sei in 

fachlicher Hinsicht nicht nachvollziehbar (act. M 19; vgl. bereits act. M 16).

4.7   Auf entsprechende Anfrage der Beschwerdegegnerin beurteilte Dr. C.___ die 

gesamte medizinische Aktenlage und kam in einer Stellungnahme vom 25. Januar 2012 

(act. M 18) zum Schluss, dass die zu diesem Zeitpunkt geklagten Beschwerden 

(Schmerzen bei Rotationsbewegungen, Schmerzen und Verkrampfungen im 

Rückenbereich auf Höhe der Schulterblätter, schmerzhafte Einschränkung der 

Kopfbewegungen sowie Unbeweglichkeit im Bereich der LWS [act. M 13 f.]) "nur 

möglicherweise" in natürlichem Kausalzusammenhang zum Unfall vom 21. August 

2010 stünden. Sämtliche Beschwerdebilder seien genügend abgeklärt und 

weiterführende Abklärungen nicht notwendig.

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4.8   Am 29. Mai 2012 berichtete Dr. G.___, dass die Beschwerdeführerin den 

gesundheitlichen Vorzustand noch immer nicht erreicht habe und empfahl deshalb eine 

neuropsychologische Abklärung (act. M 21), die am 31. Mai 2012 durchgeführt wurde. 

Prof. F.___ diagnostizierte dabei Verminderungen im verbalen Konzeptdenken und der 

adaptiven Flexibilität. Unter Berücksichtigung der Krankengeschichte interpretierte sie 

ihre "diskret und ätiologisch unspezifischen" Befunde jedoch nicht als unfallbedingte 

Hirnverletzung, sondern als Ausdruck einer depressiven Verstimmung (act. M 22).

4.9   Zwecks Abklärung der therapieresistenden Nacken- und Rückenschmerzen wurde 

die Beschwerdeführerin am 18. Juni 2012 von Dr. L.___ in der Schmerzklinik Zürich 

untersucht. Dieser eruierte ein chronifiziertes Schmerzsyndrom; eine Gewebeschwäche 

mit verminderter Resistenzfähigkeit könne nicht ausgeschlossen werden. Letztlich 

könnten die Beschwerdeursachen aber einzig anhand einer interventionellen Diagnostik 

eruiert werden (act. M 24). Während er diese durchführte, stellte er anfangs eine 

"signifikante Besserung" betreffend die Schmerzen fest (act. G 7.1/25). In der Folge 

fielen die postinterventionellen Schmerzscores allerdings uneinheitlich aus, weshalb er 

eine myofasziale Ursache der Schmerzen nicht ausschloss (act. M 27). Dr. C.___ 

bezeichnete in einer Stellungnahme vom 15. August 2012 (act. M 26) bzw. vom 

18. Dezember 2013 (act. M 28) die Ausführungen von Dr. L.___ betreffend das 

Distorsionstrauma der HWS und dessen mechanische Erklärung (vgl. act. M 24) aus 

versicherungsmedizinischer Sicht als "hoch spekulativ". Aus den Berichten von Dr. 

L.___ zur Schmerzklinik (act. M 24 f.) ergäben sich denn auch keine neuen Aspekte und 

die inverventionelle Behandlung führe erfahrungsgemäss nicht zu namhaften 

Verbesserungen des Gesundheitszustands. Solche Eingriffe könnten "eine eigene 

Anstrengung" der sich auf ihre Leiden fixierenden Beschwerdeführerin nicht ersetzen. 

Er sehe nicht, "weshalb vom Unfall vom 21.08.2010 noch Spätfolgen zurückbleiben 

sollten" (act. M 28).

5.     

5.1   Aufgrund der medizinischen Aktenlage – insbesondere der ärztlichen, 

radioskopischen und computertomographischen Abklärungsberichte vom Unfalltag 

(act. M 6 f.), des Röntgenbefunds vom 19. Januar 2011 (act. M 12) sowie des 

radiologischen Berichts vom 18. November 2011 (act. M 15) – kann eine objektivierbare 

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unfallbedingte Gesundheitsbeeinträchtigung eindeutig ausgeschlossen werden, was 

von der Beschwerdeführerin ausdrücklich anerkannt wird (act. A 66 und G 1). Bei den 

radiologisch festgestellten strukturellen Gesundheitsschäden im Bereich der LWS und 

BWS ("geringe Diskusprotrusionen, linksbetont auf Höhe L4/L5 und L5/S1 mit 

möglicher Irritation der Nervenwurzel von L5 links rezessal sowie auch extraforaminal", 

"leicht keildeformierter Wirbelkörper Th8 und Bodenplattenirregularität Th8", leichte 

Degeneration der anliegenden Bandscheibe Th8/9 [act. M 12 und M 15]) handelt es 

sich um degenerative Vorzustände (act. M 9, M 10, M 15 und M 19; vgl. act. M 17, 

M 24 und M 28). Anlässlich einer magnetresonanztomographischen Verlaufskontrolle 

der gesamten Wirbelsäule vom 18. November 2011 (act. M 15) sowie der ab Juli 2012 

regelmässig durchgeführten interventionellen Schmerztherapie, in deren Rahmen zu 

unterschiedlichen Zeitpunkten jeweils bildgebende Untersuchungen an der lumbalen, 

thorakalen und zervikalen Wirbelsäule durchgeführt wurden (act. M 25 und M 27), 

konnten ferner keine richtunggebenden Verschlechterungen der bekannten 

degenerativen Vorzustände ausgemacht werden (vgl. act. M 16).

5.2   Die von der Beschwerdeführerin nach der Leistungseinstellung am 31. März 2012 

noch geklagten wechselhaften Beschwerden bzw. persistierenden Schmerzen im 

Bereich von LWS, BWS und HWS (act. M 21 und M 24), lumbosakralen 

Rückenschmerzen (act. M 24) und Kreuzschmerzen (act. M 22) werden soweit 

ersichtlich einzig von Dr. G.___ auf den Unfall vom 21. August 2010 zurückgeführt (act. 

M 17; vgl. act. M 20) – allerdings ohne nachvollziehbare medizinische Erklärung ("kein 

klarer objektiver Befund, der die Beschwerden erklären könnte" [act. M 17]; "nicht mehr 

weiss, wie ich der Patientin weiterhelfen kann" [act. M 20]). Hingegen ist nach Ansicht 

von Dr. D.___ (act. M 11; vgl. act. M 10) und Dr. Hauser (vgl. act. M 26 und M 28) 

betreffend die vorübergehenden, auf das Unfallereignis zurückzuführenden 

Beschwerden der status quo ante bzw. status quo sine spätestens per Datum der 

Leistungseinstellung erreicht. Die über diesen Zeitpunkt hinaus geklagten 

Beschwerden seien hingegen nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit unfallkausal 

(act. M 16, M 18, M 19, M 26 und M 28; vgl. act. M 9 f. und M 27). Nach der 

Beurteilung von Prof. F.___ und Dr. C.___ sind die anhaltenden Beschwerden vielmehr 

"Ausdruck einer depressiven Verstimmung" (act. M 22) und rührt die 

Schmerzchronifizierung von Faktoren in der Persönlichkeit der Beschwerdeführerin her 

(act. M 26). Es fehle ihr an eigenen Anstrengungen (act. M 28) und sie müsse "einen 

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Umgang mit ihren Schmerzen finden" (act. M 18). Gleichsam kommt Dr. D.___ zum 

Schluss, dass die Schmerzen allenfalls "schicksalshaft" bedingt seien oder eine 

Schmerzverarbeitungsstörung vorliege (act. M 19). Diese Einschätzung ist auch in 

Zusammenhang mit dem psychischen und sozialen Druck, dem die 

Beschwerdeführerin ausgesetzt war, zu verstehen. Nach eigenen Aussagen hat der 

ehemalige Arbeitgeber die Beschwerdeführerin aus finanziellen Gründen zu einer 

Erhöhung des Arbeitspensums gedrängt, wobei sie Mühe hatte "mit dem Gedanken[,] 

an 4 Tagen arbeiten und den 5. Tag zum Erholen zu brauchen" (act. A 37). Nach dem 

gesagten können die von Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden angesichts der 

medizinischen Aktenlage nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 21. August zurückgeführt werden.

5.3   Betreffend die Beschwerden im Bereich der HWS bedeutet das Fehlen einer 

organisch objektiv ausgewiesenen Folge des Unfalles rechtsprechungsgemäss nicht 

zwingend den Wegfall der natürlichen Kausalität der geltend gemachten Beschwerden 

zum Unfallereignis (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_786/2009 vom 4. Januar 2010 

E. 4.1). In Anwendung der "Schleudertrauma-Praxis" ist bei diagnostiziertem 

Schleudertrauma der HWS oder äquivalenten Mechanismen mit zeitgerechtem 

Vorliegen eines für diese Verletzungen typischen Beschwerdebildes der natürliche 

Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und der danach eingetretenen Arbeits- 

und Erwerbsunfähigkeit in der Regel anzunehmen, selbst wenn die festgestellten 

Funktionsausfälle organisch nicht nachweisbar sind (siehe E. 1.4 f.). Vorliegend 

bestehen Anzeichen, dass die Beschwerdeführerin bei der Kollision vom 21. August 

2010 ein HWS-Trauma erlitten hatte (act. M 4 ff.) Innerhalb der 72-stündigen Latenzzeit 

wurden bei ihr aber lediglich Kopf- bzw. Nackenschmerzen sowie eine audiovisuelle 

Überempfindlichkeit festgestellt, letztere gar nur auf entsprechende Nachfrage des 

Vertrauensarztes hin (act. M 3 f.). Mit der Beschwerdegegnerin (vgl. act. A 68) kann 

daher gesagt werden, dass die relevanten Symptome in "nicht sehr ausgeprägter" 

Weise vorlagen und keine "Häufung von Beschwerden" in der von der Rechtsprechung 

geforderten Deutlichkeit aufgetreten ist. Es besteht somit kein Anlass, die 

"Schleudertrauma-Praxis" anzuwenden und es erübrigen sich Weiterungen zum 

adäquaten Kausalzusammenhang.

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5.4   Unter diesen Umständen ist festzustellen, dass ein natürlicher 

Kausalzusammenhang zwischen den von der Beschwerdeführerin nach dem 31. März 

2012 geklagten gesundheitlichen Beeinträchtigungen und dem Unfallereignis vom 

21. August 2010 anhand der bestehenden Aktenlage nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit nachgewiesen ist. Zumal von weiteren spezialärztlichen oder 

biomechanischen Erhebungen in dieser Hinsicht keine entscheidrelevanten neuen 

Aufschlüsse zu erwarten waren, ist der Verzicht der Vorinstanz auf weitergehende 

diesbezügliche Abklärungen nicht zu beanstanden. Folglich erübrigt sich auch die 

Rückweisung der Angelegenheit an die Vorinstanz oder die Anordnung eines 

Gerichtsgutachtens.

6.     

6.1   Der natürlich Kausalzusammenhang zwischen den von der Beschwerdeführerin 

nach dem 31. März 2012 beklagten Beschwerden und dem Unfallereignis vom 21. 

August 2010 kann nicht mit dem im Sozialversicherungsrecht geforderten Beweismass 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen werden.

6.2   Entsprechend der im Sozialversicherungsrecht geltenden Beweislastverteilung 

trägt die Beschwerdeführerin als Leistungsansprecherin die Folgen der Beweislosigkeit 

(vgl. BGE 138 V 221 f. E. 6).

6.3    Aus diesem Grund ist die rückwirkende Leistungseinstellung der 

Beschwerdegegnerin per 31. März 2012 nicht zu beanstanden und die Beschwerde ist 

abzuweisen.

6.4   Gerichtskosten werden in Anwendung von Art. 61 lit. a ATSG keine erhoben.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

entschieden:

1.      Die Beschwerde wird abgewiesen.

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2.      Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 03.03.2015
	Art. 6 Abs. 1 UVG; Art. 4 ATSG. Natürliche Kausalität zwischen den geklagten Beschwerden im Bereich der Wirbelsäule und dem Unfall mit überwiegender Wahrscheinlichkeit verneint. Verzicht auf Adäquanzprüfung nach der "Schleudertrauma-Praxis". (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 3. März 2015, UV 2013/60).Präsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider,Versicherungsrichter Ralph Jöhl; a.o. Gerichtsschreiber Silvan BötschiEntscheid vom 3. März 2015in SachenA.___,Beschwerdeführerin,vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Jürg Grämiger, LL.M., Toggenburgerstrasse 35, 9500 Will,gegenAXA Versicherungen AG, General Guisan-Strasse 40, Postfach 357, 8401 Winterthur,Beschwerdegegnerin,betreffendVersicherungsleistungenSachverhalt:

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