# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 18166cd9-4241-55fa-a511-ad10d6668a14
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-10-19
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 19.10.2022 II 2022 65
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2022-65_2022-10-19.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II

II 2022 65

Entscheid vom 19. Oktober 2022 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
MLaw Oxana Straub, a.o. Gerichtsschreiberin

Parteien A.________ AG

gegen

Amt für Arbeit, Lückenstrasse 8, Postfach 1181, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Arbeitslosenversicherung (Kurzarbeitsentschädigung)

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Sachverhalt:

A. Die 2004 gegründete A.________ mit Sitz in B.________ ist in der Branche 
'Lettershop / Briefe verpacken' tätig. Gemäss Handelsregisterauszug bezweckt 
sie in der Hauptsache das Anbieten von manuellen und automatisierten Dienst-
leistungen im Versandservice in der Schweiz sowie die Führung eines grafischen 
Büros (www.zefix.ch; eingesehen am 28.9.2022). Ihr Tätigkeitsgebiet umschreibt 
sie wie folgt: "Wir sind Partner für technische Umsetzung, Produktion und Ver-
sand von Direktwerbung, Kundeninformationen oder Werbemailings - wir über-
nehmen alle Aufgaben rund um das Mailing oder Kundenbriefe. Von der Produk-
tion und Kuvertierung bis zum Porto-optimierten Versand direkt zum Post-
Verteilzentrum. Zu unseren Kunden gehören nebst Werbeagenturen und Nonpro-
fit-Organisationen auch Banken, Versicherungen und Behörden" (Vi-act. 1).

B. Am 20. Mai 2022 meldete die A.________ beim Amt für Arbeit des Kantons 
Schwyz Kurzarbeit für den Gesamtbetrieb an (5 unbefristete Arbeitsverhältnisse; 
15 Arbeitnehmende auf Abruf; alle 20 Personen von Kurzarbeit betroffen) für die 
Zeit vom 25. Mai 2022 bis 1. November 2022. Der voraussichtliche Arbeitsausfall 
betrage 30% (Vi-act 1).

C. Nach dem Einholen weiterer Informationen (Vi-act. 3, 4) erhob das Amt für 
Arbeit mit Verfügung vom 13. Juni 2022 Einspruch gegen die Auszahlung von 
Kurzarbeitsentschädigung (Vi-act. 5). Eine am 4. Juli 2022 der Post aufgegebene 
Einsprache (Vi-act. 7) wies das Amt für Arbeit mit Einspracheentscheid Nr. 
197/22 vom 22. Juli 2022 ab (Vi-act. 9).

D. Am 20. August 2022 erhebt die A.________ beim Verwaltungsgericht des 
Kantons Schwyz fristgerecht Beschwerde mit dem sinngemässen Antrag, der 
Einspracheentscheid Nr. 197/22 vom 22. Juli 2022 und damit der am 13. Juni 
2022 verfügte Einspruch seien aufzuheben.

E. Mit Vernehmlassung vom 15. September 2022 beantragt die Vorinstanz die 
vollumfängliche Abweisung der Beschwerde.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 In der Voranmeldung von Kurzarbeit vom 20. Mai 2022 hielt die Beschwer-
deführerin zur veränderten Auftragslage und Geschäftsentwicklung fest, es wer-
de immer noch kaum Werbung für grössere Veranstaltungen oder ähnliches ge-
macht. Schulungen und Tagungen fänden meist in kleinerem Rahmen oder on-
line statt. Durch die Pandemie würden die Ausgaben der Unternehmen für Wer-

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bung oder Promotion extrem sinken, was sie spürbar merke. Nonprofit-
Organisationen (NPO) würden Aufträge stornieren, da andere Hilfe im Moment 
wichtiger sei. Durch die Pandemie und jetzt dem Ukraine-Krieg seien die Roh-
stoffpreise so in die Höhe geschossen, so dass die Aufträge weniger würden; 
viele Aufträge würden wegen des Papiermangels verschoben oder abgesagt. Sie 
habe seit der Pandemie einen Umsatzrückgang von ca. 30% erlitten. Werbung 
stehe bei ihren Kunden im Moment einfach nicht im Vordergrund. Druckereien, 
Einzelhandel, Spendenorganisationen, Hotels, Restaurant oder Reisegesell-
schaften könnten oder wollten für Werbung nicht im gleichen Volumen finanzielle 
Mittel aufbringen (Vi-act. 1). 

1.2 Mit Schreiben vom 24. Mai 2022 machte die Vorinstanz die Beschwerde-
führerin aufmerksam, Schwankungen in der Auftragslage würden im Regelfall 
keinen Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung (KAE) begründen; nur im Einzel-
fall, wenn auf a.o. Umstände zurückführbar, könne ein Anspruch bestehen. Ent-
sprechend forderte sie von der Beschwerdeführerin weitergehende Informationen 
ein bezüglich des geltend gemachten Umsatzrückgangs, der Personalverände-
rungen und der wegen Papiermangels verschobenen Aufträge. Zudem verlangte 
sie eine Begründung, warum a.o. Umstände vorliegen würden, welche eine KAE 
rechtfertigen sollten (Vi-act. 3).

1.3 Die Beschwerdeführerin bestätigte am 3. Juni 2022, sie habe sehr schwan-
kende Monate (Jahreszeiten, wetterbedingt, Werbetätigkeit), seit 2020 pande-
miebedingt. Namentlich Werbeagenturen für Kulturveranstaltungen hätten einen 
massiven Einbruch, was sich auf die Beschwerdeführerin auswirke. Sie habe ein 
'Umsatzdefizit' von 18% gegenüber vor der Pandemie und die Zukunft sei nicht 
besser. Neue Stellen habe man keine geschaffen; es handle sich um Ersatz ei-
ner pensionierten Fachperson, einen weiteren Ersatz sowie eine Rückkehrerin 
nach familiärer Auszeit. Wegen Papiermangels sei C.________ fürs ganze Jahr 
gestrichen worden, d.h. 40'000 Exemplare/Halbjahr. Pandemiebedingt und we-
gen dem Ukraine-Krieg seien die Rohstoffpreise und Portokosten gestiegen. Dies 
führe dazu, dass Kunden und Druckereien, um Kosten zu sparen, Arbeiten selber 
erledigen würden, was bei der Beschwerdeführerin zu einem Auftragsrückgang 
führe. Aktuell sammle die Glückskette, da würden die NPO auf Spendenaufrufe 
für andere Zwecke verzichten. Aber physische Werbung werde nie verschwin-
den. Es sei eine aktuelle Baisse. "Es ist eine gesonderte Situation. Wir hatten 
nach Corona, einen guten Herbst/Winter auch das neue Jahr hat gut begonnen 
mit dem Jan. und Feb. und dann kam der Ukrainekrieg. Und das sind für uns 
aussergewöhnliche Umstände" (Vi-act. 4).

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1.4 Mit Verfügung vom 13. Juni 2022 erhob die Vorinstanz Einspruch gegen 
die Auszahlung von KAE (Vi-act. 5) und betonte, Schwankungen in der Auftrags-
lage, namentlich bei Dienstleistungsbetrieben, würden höchstens im Einzelfall bei 
a.o. Umständen eine KAE rechtfertigen. Die Umsatzzahlen der Beschwerdefüh-
rerin würden Schwankungen schon vor Corona belegen; KAE stehe nicht für 
Umsatzschwankungen ein und ebensowenig für Strukturerhaltung; das Zeitschrif-
tengewerbe stehe wegen den online-Medien schon länger unter grossem Druck; 
Papiermangel sei nur ein Punkt. Normal sei ebenso, dass Firmen je nach Kapa-
zitäten Aufträge auslagern oder intern erledigen würden und dabei auch die Kos-
ten eine Rolle spielen würden. Dies sei der übliche Konkurrenzdruck und übli-
ches Betriebsrisiko. Per 17. Februar 2022 seien sämtliche Corona-Massnahmen 
aufgehoben worden; die Wirtschaft floriere grundsätzlich wieder. Schliesslich 
seien die Personalveränderungen bei dieser Auftragslage nicht nachvollziehbar. 
Aus Sicht der Vorinstanz ist ein a.o. Arbeitsausfall nicht mehr plausibel und nicht 
nachvollziehbar, weshalb das Kriterium eines aussergewöhnlichen Umstandes 
als nicht erfüllt beurteilt wurde. Der Arbeitsausfall sei nicht anrechenbar.

1.5 Mit der Einsprache zeigte sich die Beschwerdeführerin überrascht über den 
negativen Entscheid, nachdem der Bund die Corona-Hilfe bis Ende 2022 verlän-
gert habe. Der Arbeitsausfall in ihrem Hauptgeschäft, der Spendenwerbung, sei 
nach wie vor auf die Corona-Massnahmen des Bundes zurückzuführen (ge-
schlossene Betriebe, Kurzarbeit, Lieferverzug, Jobverlust). Zweimal habe die 
Vorinstanz KAE bewilligt, nun die Ablehnung. Ihre Einnahmen bestünden zu 90% 
aus Aufträgen von Bettelbriefen, welche sie verarbeite. Wenn die Spendengelder 
wegen Covid-19 zurückgingen, dann treffe sie dies und sei ebenfalls Covid-19 
anzurechnen. Sie habe erkannt, dass die Sommermonate schwierig würden, und 
habe dennoch keine Kündigung ausgesprochen im Wissen um die Verlängerung 
der Coronahilfen des Bundes sowie der vergangenen positiven KAE-Entscheide. 
Ihr Antrag basiere nicht auf den normalen Schwankungen. Tatsache sei, dass die 
Spendenaufträge zurückgegangen seien. Man habe Umsatzeinbussen von über 
Fr. 400'000. Und jeder weggefallene oder stornierte Auftrag stehe unter dem ne-
gativen Einfluss von Corona.  

1.6 Mit der Abweisung der Einsprache hält die Vorinstanz im angefochtenen 
Entscheid fest, KAE sei ein ordentliches Instrument des Bundesgesetzes über 
die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (Ar-
beitslosenversicherungsgesetz, AVIG; SR 837.0) vom 25. Juni 1982 und nicht 
auf Corona beschränkt. Während der Pandemie habe es gezielte Verfahrensver-
einfachungen und einige Sondernormen gegeben. Diese seien indes alle wieder 
aufgehoben. So könne die Beschwerdeführerin weder aus früheren KAE-

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Zahlungen etwas zu ihren Gunsten ableiten, noch bestehe in der KAE eine Er-
leichterung aufgrund von bis Ende 2022 gewährten Bundeshilfen (Erw. 5, 7, 10). 
Zudem habe sich die Pandemie seit 2020 / 2021 wesentlich verändert, weshalb 
zwischenzeitlich auch sämtliche Massnahmen aufgehoben seien. Das Gesuch 
für KAE ab 25. Mai 2022 sei vor diesem neuen Hintergrund zu prüfen (Erw. 7). 
Die von der Beschwerdeführerin eingereichten Erfolgsrechnungen würden von 
früher eingereichten Unterlagen abweichen und seien insgesamt nicht nachvoll-
ziehbar. Soweit mit einem Umsatzrückgang in den Vorjahren argumentiert werde, 
sei dies zudem für eine Beurteilung der aktuellen Situation nicht massgebend 
(Erw. 6). Die personellen Veränderungen sind gemäss Vorinstanz nach wie vor 
nicht nachvollziehbar; ob effektiv eine Verletzung der Schadenminderungspflicht 
vorliege könne aber offen bleiben, da nicht dies der Grund für den Einspruch sei 
(Erw. 8). Soweit die Beschwerdeführerin mit einem Einbruch der Bettelmailings 
argumentiere, so müsse dem entgegnet werden, dass das Spendenvolumen 
2020 mit zwei Mia. Franken einen Höchststand erreicht habe, die Spenden neu 
aber vor allem digital fliessen würden. Es habe diesbezüglich eine Veränderung, 
weg von Bettelbriefen stattgefunden. Von diesem Wandel sei die Beschwerde-
führerin betroffen, er gebe aber keinen Anspruch auf KAE. Zusammenfassend 
bestätigte die Vorinstanz, dass keine aussergewöhnlichen Umstände vorliegen 
und der geltend gemachte Arbeitsausfall nicht anrechenbar sei. Ein Vertrauens-
schutz aufgrund früherer Zahlungen bestehe nicht.

1.7 Vor Verwaltungsgericht bestreitet die Beschwerdeführerin die vorinstanzli-
che Darstellung, wonach der Arbeitsausfall nicht anrechenbar sei. Die einge-
reichten Zahlen würden den Auftragsrückgang bestätigen. Die meisten Aufträge 
seien spendenfinanziert und der Rückgang sei nur auf die Pandemie zurückzu-
führen. Diese Pandemie sei kein Betriebsrisiko, keine übliche Schwankung und 
die Bundeshilfe sei kein Strukturerhalt, sie sei unzweifelhaft aussergewöhnlich. 
Die Beschwerdeführerin leide noch immer unter der Pandemie, da ihre Kunden 
weniger Spendeneinnahmen generieren würden und die Aufträge im selben Um-
fang kleiner geworden seien. Die Vorinstanz verweise zu Unrecht auf die online-
Spenden. Die Art des Geldflusses sei irrelevant; mehr Einnahmen heisse auch 
mehr oder grössere Aufträge im Spendenbereich. Des weitern betont die Be-
schwerdeführerin, in den Jahren 2020 und 2021 sei ihr KAE gewährt worden, 
wobei die Anträge gleich begründet worden seien, nämlich mit dem Rückgang 
der Spenden aufgrund der Pandemie und deren Folgen. Es widerspreche Treu 
und Glauben, wenn KAE zweimal bewilligt werde und nun bei unverändertem 
Tätigkeitsfeld plötzlich nicht mehr. Man habe gar Neukunden gewonnen, aber die 
Folgen von Corona könnten nicht negiert werden. Zudem seien mehrere Lock-
downs in China und die Lieferstopps Folgen der Pandemie. Die meisten der 

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grossen End-Kunden wie etwa die Krebsliga würden Give aways versenden, die 
in China produziert würden. Hierauf sei die Beschwerdeführerin spezialisiert. 
Wegen den Lockdowns hätten Ende 2021 keine Beilagen eingekauft werden 
können und dadurch habe man keine derartigen, grossen Aufträge erhalten.

2.1.1 Arbeitnehmer, deren normale Arbeitszeit verkürzt oder deren Arbeit ganz 
eingestellt ist, haben Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung (KAE), wenn u.a. 
der Arbeitsausfall anrechenbar ist (Art. 31 Abs. 1 lit. b AVIG) und der Arbeitsaus-
fall voraussichtlich vorübergehend ist und erwartet werden darf, dass durch 
Kurzarbeit ihre Arbeitsplätze erhalten werden können (Art. 31 Abs. 1 lit. d AVIG).

Der Arbeitsausfall ist anrechenbar, wenn er auf wirtschaftliche Gründe zurückzu-
führen und unvermeidbar ist (Art. 32 Abs. 1 lit. a AVIG) und je Abrechnungs-
periode mindestens 10 Prozent der Arbeitsstunden ausmacht, die von den Ar-
beitnehmern des Betriebes insgesamt normalerweise geleistet werden (Art. 32 
Abs. 1 lit. b AVIG).

Der Bundesrat regelt zudem für Härtefälle die Anrechenbarkeit von Arbeitsausfäl-
len, die auf behördliche Massnahmen zurückzuführen sind (Art. 32 Abs. 3 AVIG). 
In Ausübung dieser Regelungskompetenz hat der Bundesrat in Art. 51 Abs. 1 der 
Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenz-
entschädigung (Arbeitslosenversicherungsverordnung, AVIV; SR 837.02) statu-
iert, dass Arbeitsausfälle, die auf behördliche Massnahmen oder andere nicht 
vom Arbeitgeber zu vertretende Umstände zurückzuführen sind, anrechenbar 
sind, wenn der Arbeitgeber sie nicht durch geeignete, wirtschaftlich tragbare 
Massnahmen vermeiden oder keinen Dritten für den Schaden haftbar machen 
kann. Als behördliche Massnahmen, welche zu anrechenbaren Arbeitsausfällen 
führen, gelten beispielsweise Ein- und Ausfuhrverbote, Kontingentierungen von 
Rohstoffen, Sperrungen von Zufahrtswegen oder Einschränkungen der Energie-
versorgung (Art. 51 Abs. 2 AVIV).

Nicht anrechenbar ist ein Arbeitsausfall insbesondere dann, wenn er durch be-
triebsorganisatorische Massnahmen (wie Unterhaltsarbeiten) sowie andere übli-
che und wiederkehrende Betriebsunterbrechungen oder durch Umstände verur-
sacht wird, die zum normalen Betriebsrisiko des Arbeitgebers gehören (Art. 33 
Abs. 1 lit. a AVIG) oder wenn er branchen-, berufs- oder betriebsüblich ist oder 
durch saisonale Beschäftigungsschwankungen verursacht wird (Art. 33 Abs. 1 lit. 
b AVIG). Damit will das Gesetz vor allem regelmässig wiederkehrende Arbeits-
ausfälle von der KAE ausschliessen (ARV 1997 Nr. 12 S. 65, mit Verweisen).

2.1.2 Die Rechtsprechung legt den Begriff der wirtschaftlichen Gründe in Berück-
sichtigung des präventiven Charakters der KAE weit aus und versteht darunter 

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sowohl strukturelle als auch konjunkturelle Gründe insgesamt und nicht nur den 
Rückgang der Nachfrage nach den normalerweise von einem Betrieb angebote-
nen Gütern und Dienstleistungen (Urteil BGer 8C_503/2021 vom 18.11.2021 
Erw. 3.2.2 m.H.; BGE 128 V 305 Erw. 3a; Nussbaumer, Arbeitslosenversiche-
rung, in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht [SBVR], Soziale Sicherheit, 
3. Aufl. 2016, S. 2410 Rz. 479 f.).

Der auf wirtschaftliche Gründe zurückzuführende Arbeitsausfall muss unver-
meidbar gewesen sein. Diese kumulativ erforderliche Voraussetzung ist Aus-
druck der Schadenminderungspflicht. Vom Arbeitgeber kann verlangt werden, 
dass er zumutbare Vorkehren zur Abwendung des Arbeitsausfalls trifft. Vermeid-
bar ist die Kurzarbeit jedoch nicht bereits deshalb, weil der Arbeitgeber ihr durch 
Personalentlassungen hätte vorbeugen können. Vielmehr muss sich die Annah-
me der Vermeidbarkeit des Arbeitsausfalls auf hinreichend konkrete Gründe stüt-
zen und die Verwaltung muss geeignete zumutbare Massnahmen nennen, die 
der Arbeitgeber zu ergreifen unterlassen hat (Nussbaumer, a.a.O., S. 2410 f. Rz. 
480 m.H.; Pra 77 Nr. 26).

2.1.3 Die KAE hat die präventive Funktion, Ganzarbeitslosigkeit, d.h. Entlassun-
gen zu verhindern und Arbeitsplätze zu erhalten. Neben sozialen und wirtschaft-
lichen Überlegungen spielen dabei auch finanzielle Interessen der ALV mit hin-
ein, weil Ganzarbeitslose höhere Kosten verursachen. Die Erhaltung der Arbeits-
plätze liegt aber auch im Interesse des Arbeitgebers, indem der Produktionsap-
parat über die Zeit der Kurzarbeit hinweg intakt und die Stammbelegschaft erhal-
ten bleiben kann (Nussbaumer, a.a.O., S. 2401 Rz. 566, BGE 123 V 234 Erw. 7a 
m.H.).

Indessen ist nicht zu verkennen, dass die gesetzliche Regelung der KAE sich am 
Grundsatz der Verhältnismässigkeit orientiert und somit nicht jede Verkürzung 
oder Einstellung der Arbeitszeit entschädigt (vgl. Art. 31-35 AVIG). Überdies ist 
zu beachten, dass das Institut der KAE - entsprechend dem aus Art. 31 BV her-
vorgehenden Grundsatz der Wettbewerbsneutralität (vgl. BGE 121 I 129 Erw. 3d) 
- dort seine Grenzen findet, wo es zur Erhaltung nicht mehr dem Markt entspre-
chender Betriebsstrukturen eingesetzt wird (ARV 1985 Nr. 17 S. 109; ALV-Praxis 
92/2). Auch die Bestimmungen des AVIG sind in diesem Sinne verfassungskon-
form auszulegen (vgl. BGE 120 Ia 286 Erw. 2b; 119 V 121 Erw. 5b; Rhi-
now/Krähenmann, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, Ergänzungs-
band, Basel/Frankfurt a.M. 1990, Nr. 24, S. 76 ff.).

2.2 Die Covid-Pandemie kann in zweierlei Hinsicht Grund eines anrechenbaren 
Arbeitsausfalls sein. Dies sowohl als wirtschaftlicher Grund im Sinne von Art. 32 

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Abs. 1 lit. a AVIG als auch aufgrund behördlicher Massnahmen gemäss Art. 32 
Abs. 3 AVIG.

2.2.1 Eine Pandemie kann aufgrund des jähen Auftretens, des Ausmasses und 
der Schwere nicht als normales, vom Arbeitgeber zu tragendes Betriebsrisiko im 
Sinne von Art. 33 Abs. 1 lit. a AVIG betrachtet werden, selbst wenn unter Um-
ständen jeder Arbeitgeber davon betroffen sein kann. Demnach sind Arbeitsaus-
fälle aufgrund rückläufiger Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen, die auf 
die Pandemie zurückzuführen sind, in Anwendung von Art. 32 Abs. 1 lit. a AVIG 
als wirtschaftliche Gründe anrechenbar.

Soweit zu Beginn der Pandemie der schlichte Hinweis auf diese als Begründung 
für KAE ausreichend war (vgl. noch SECO-Weisung 2020/10 vom 22.7.2020 Ziff. 
2.2), musste der Arbeitgeber später glaubhaft darlegen können, dass die in sei-
nem Betrieb zu erwartenden Arbeitsausfälle auf das Auftreten der Pandemie 
zurückzuführen sind. Entsprechend verlangte bereits die SECO-Weisung 
2020/12 vom 27. August 2020 vom Arbeitgeber eine entsprechende, glaubhafte 
Begründung; der einfache Hinweis genügte nicht mehr (SECO-Weisung 2020/12 
Ziff. 2.2; vgl. auch Urteil BGer 8C_555/2021 vom 24.11.2021 Erw. 3.3.1).

2.2.2 Die durch die Behörde ergriffenen Massnahmen im Zusammenhang mit der 
Corona-Pandemie können sodann unter die Sonderregelung von Art. 32 Abs. 3 
AVIG und Art. 51 AVIV fallen. Dies gilt auch für Massnahmen, die nur einzelne 
Branchen betreffen und für Massnahmen, die von kantonalen oder kommunalen 
Behörden angeordnet wurden (vgl. die Weisungen des Seco Aktualisierung 
"Sonderregelung aufgrund der Pandemie" 2020/10, S. 8; 2020/15, S. 9; 2021/07, 
S. 10). Mit der schrittweisen Lockerung der Massnahmen entfiel für die betroffe-
nen Betriebe jedoch in den meisten Fällen die behördliche Massnahme als Be-
gründung für den Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung, so dass der Betrieb 
grundsätzlich wieder aufgenommen werden musste, sobald dies erlaubt war 
(Weisung 2020/10 vom 22.7.2020, S. 9). Ausnahmsweise konnte ein Anspruch 
weiterhin gegeben sein (vgl. Weisung 2020/10, S. 9; vgl. auch Weisung 2021/07 
vom 20.4.2021, S. 15; Urteil BGer 8C_555/2021 vom 24.11.2021 Erw. 3.3.1; 
VGE II 2022 14 vom 18.7.2022 Erw. 3.2.3). Zudem versteht sich von selbst, dass 
auch während der Pandemie die allgemeinen Voraussetzungen zur KAE weiter-
hin Geltung haben, namentlich etwa, dass bei Kurzarbeit, welche auf das norma-
le Betriebsrisiko eines Arbeitgebers zurückzuführen ist, kein Anspruch auf Ent-
schädigung besteht.

2.3 Wie das Verwaltungsgericht in früheren Entscheiden bereits ausführte, stel-
len Umsatzeinbussen keine Arbeitsausfallstunden dar und sie bilden für sich al-

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leine keine Grundlage für die Ausrichtung von KAE (vgl. VGE II 2020 108 vom 
1.2.2021 Erw. 2.1 und 2.2; VGE II 2021 47 vom 13.7.2021 Erw. 3.3). Kann aber 
das Personal oder ein Teil davon aufgrund anzuerkennender Gründe (vgl. zuvor 
Erw. 2.2) nicht arbeiten, besteht ein Anspruch auf KAE (VGE II 2020 108 vom 
1.2.2021 Erw. 3.5).

3.1 Vorab ist der Vorinstanz beizupflichten, dass es sich bei der KAE um ein 
ordentliches Instrument der Arbeitslosenversicherung handelt, losgelöst von der 
Corona-Pandemie und den Unterstützungsmassnahmen des Bundes (gemäss 
Beschwerdeführerin Corona-Hilfe des Bundes). Vor dem Hintergrund der Pan-
demie und dem starken Anstieg der KAE-Gesuche sowie spezifischer Sonderfäl-
le hat der Gesetzgeber mit dem Covid-19-Gesetz vom 25. September 2020 (SR 
818.102) aber eine Grundlage geschaffen, damit der Bundesrat mittels Verord-
nungen u.a. im Bereich der Arbeitslosenversicherung, namentlich auch der KAE, 
das Verfahren vereinfachen und die Anspruchsgrundlagen anpassen kann (vgl. 
Art. 17 ff. Covid-19-Gesetz). Dies hat er mit der Verordnung über Massnahmen 
im Bereich der Arbeitslosenversicherung im Zusammenhang mit dem Coronavi-
rus (Covid-19-Verordnung Arbeitslosenversicherung; SR 837.033) vom 20. März 
2020 denn auch getan. Das Covid-19-Gesetz und auch die Covid-19-Verordnung 
Arbeitslosenversicherung sind aktuell wohl nach wie vor in Kraft. Aber aufgrund 
der veränderten pandemischen Lage und der Aufhebung der meisten Corona-
Massnahmen im Frühjahr 2022 wurde auch die Covid-19-Verordnung Arbeitslo-
senversicherung per 1. April 2022 revidiert und die meisten Sondernormen wur-
den aufgehoben. Mithin gelten in der Zeit, für welche die Beschwerdeführerin 
KAE vorangemeldet hat (25.5.2022 bis 1.11.2022) weitestgehend die ordentli-
chen KAE-Grundlagen gemäss AVIG. Einzig hinsichtlich Verfahrensfragen be-
stehen noch Sondernormen, wogegen namentlich die Anspruchsvoraussetzun-
gen anhand der ordentlichen KAE-Bestimmungen des AVIG (Art. 31 ff.) zu beur-
teilen sind (weshalb z.B. der Anspruch von Angestellten auf Abruf mit erheblich 
schwankendem Pensum [>20%] in unbefristeter Anstellung wieder ausgeschlos-
sen ist; vgl. den per 1.4.2022 aufgehobenen Art. 8f Covid-19-Verordnung Arbeits-
losenversicherung). Dies schliesst einen KAE-Anspruch mit der Pandemie als 
Begründung nicht zwingend aus. Es muss aber ein adäquater Kausalzusam-
menhang zwischen der Pandemie als Ursache und dem Arbeitsausfall nachge-
wiesen werden können. Zudem kommen bei Arbeitsausfällen, welche nicht mit 
der Pandemie, sondern etwa mit dem Ukraine-Krieg (auf welchen die Beschwer-
deführerin ebenfalls verweist), begründet werden, die Sondernormen ohnehin 
nicht zur Anwendung; es gelten hier die ordentlichen Regeln des AVIG. 

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Zusammenfassend bedeutet dies, dass der Beschwerdeführerin allein aufgrund 
ihres Verweises auf die Pandemie keine herabgesetzten Anspruchsvorausset-
zungen für KAE zustehen. Daran ändert die weiterhin bestehende 'Corona-Hilfe 
des Bundes' (welche die Beschwerdeführerin anruft) nichts. Vielmehr muss sie 
den Nachweis erbringen, dass die von ihr geltend gemachten Arbeitsausfälle 
aufgrund rückläufiger Nachfrage nach ihren Dienstleistungen effektiv auf die 
Pandemie zurückzuführen sind und daher in Anwendung von Art. 32 Abs. 1 lit. a 
AVIG als wirtschaftliche Gründe anrechenbar sind. Behördliche Massnahmen als 
Ursache (Art. 32 Abs. 3 AVIG; oben Erw. 2.2.2) kommen vorliegend nicht in Be-
tracht, nachdem der Bund per 17. Februar 2022 die Massnahmen weitestgehend 
aufgehoben hat und eine etwaige Nachwirkung früherer Massnahmen (welche 
Arbeitsausfälle verursacht) durch die Beschwerdeführerin nicht, auf keinen Fall 
substantiiert geltend gemacht wird.

3.2 Zu Recht stellte die Vorinstanz auch fest, dass die Beschwerdeführerin aus 
den KAE-Bewilligungen in den Jahren 2020 und 2021 nichts zu ihren Gunsten 
ableiten kann. In jenen Zeiten hat sich sowohl die pandemische Lage als auch 
die gesetzliche Grundlage zur KAE grundlegend anders präsentiert als im Zeit-
raum, für welchen die Beschwerdeführerin nun KAE beansprucht. Es zeigt sich 
dies allein schon daran, dass der Bund die meisten Massnahmen und auch 
rechtlichen Grundlagen aufgehoben hat. Soweit die Beschwerdeführerin Treu & 
Glauben geltend macht, zeigt sie mitnichten auf, welche zur Auskunft zuständige 
Amtsstelle ihr die Zusicherung gegeben haben soll, sie werde ab dem 25. Mai 
2022 Anspruch auf KAE haben. Dies aber wäre eine Voraussetzung (von mehre-
ren), um Vertrauensschutz geltend machen zu können (vgl. Urteil BGer 
8C_458/2021 vom 25.1.2022 Erw. 3.2). Der Verweis auf in früheren Zeiten bei 
unterschiedlicher pandemischer Lage und veränderter gesetzlicher Grundlage 
bewilligte KAE stellt keine Vertrauensgrundlage dar. 

3.3.1 Soweit die Beschwerdeführerin Papiermangel als Grund des Arbeitsausfal-
les (von 30%) geltend macht, so erbringt sie hierfür einzig den Nachweis eines 
Kunden bzw. eines Produktes (C.________), was nicht ausreicht als ausseror-
dentlicher Umstand, welcher einen anrechenbaren Ausfall (der mindestens 10% 
des Normalbetriebes ausmachen müsste; Art. 32 Abs. 1 lit. b AVIG) darstellt. 
Dass ein Kunde mit Rohstoffproblemen konfrontiert sein kann, ist nichts Ausser-
gewöhnliches und zählt zum normalen Betriebsrisiko.

3.3.2 Auch wenn die Beschwerdeführerin keine Belege für gestiegene Preise und 
dadurch weggebrochene Aufträge vorlegt, so erscheint dies in Anbetracht der 
allgemeinen Situation doch als zumindest möglich. Es handelt sich dabei aber 

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weder um eine vorübergehende Situation, deren Ende absehbar wäre (was eine 
Voraussetzung für KAE ist, Art. 31 Abs. 1 lit. d AVIG; vgl. oben Erw. 2.1.1), noch 
stellt dies einen a.o. Umstand dar, welcher nicht vom allgemeinen Betriebsrisiko 
miterfasst ist. Steigende (und sinkende) Preise gehören ebenso zum allgemeinen 
Wettbewerb wie Geschäftsentscheide der Kunden, Arbeiten inhouse zu erledigen 
oder auszulagern. Sollten sich Kunden der Beschwerdeführerin - was sie im Üb-
rigen durch nichts belegt - vermehrt gegen die Auslagerung und damit gegen die 
Auftragserteilung an die Beschwerdeführerin entscheiden, so stellt dies ein übli-
ches Betriebsrisiko im Dienstleistungsbereich der Beschwerdeführerin dar. Zu-
dem fehlt es an einer Begründung, warum der so begründete Auftragsrückgang 
vorübergehend sein sollte. Entsprechende Arbeitsausfälle sind nicht anrechen-
bar.

3.3.3 Die Beschwerdeführerin hält selber fest, generell Auftragsschwankungen 
zu unterliegen. Dies wird durch die Zusammenstellung der Umsätze 2018 bis Mai 
2022 denn auch bestätigt (vgl. Beilage zu Vi-act. 4). Die Übersicht zeigt auch, 
dass die Umsätze seit 2018 sinken, mithin bereits vor Beginn der Corona-
Pandemie. Anderseits sind die Umsätze der (Pandemiejahre) 2020 und 2021 im 
Vergleich zu (vor Pandemie) 2019 weniger als 10% gesunken. Auch das erste 
Halbjahr 2022 weist Schwankungen auf, wobei der Gesamtumsatz erneut etwas 
tiefer ist als in den Vorjahren. 

Die Beschwerdeführerin bringt in den verschiedenen Eingaben an die Vorinstanz 
und das Gericht einen ganzen Strauss an Begründungen für den Umsatzrück-
gang vor. Auswirkungen der Pandemie, gestiegene Rohstoffpreise, Papierman-
gel, Rückläufige Spendenerträge, weggefallene Kulturveranstaltungen, Lock-
downs in China und fehlende Give-aways. Viele Vorbringen scheinen im Bereich 
des Möglichen zu liegen; keines vermag indes ausschlaggebend zu sein. Keines-
falls erscheint es plausibel, dass ab dem 25. Mai 2022 die Pandemie ursächlich 
wäre für einen relevanten Auftragsrückgang. Wie die Vorinstanz zu Recht fest-
hielt, wurde das Gros der Massnahmen bereits im Februar 2022 beendet, die 
Wirtschaft florierte (vgl. KOF-Geschäftslage vom 1.7.2022; Schweizer Unterneh-
men im Höhenflug; www.kof.ethz.ch; eingesehen am 30.9.2022) und Veranstal-
tungen waren ohne Beschränkungen möglich. Was das Spendenverhalten anbe-
langt, so verwies die Vorinstanz zu Recht auf den Spendenreport 2021 (vgl. 
Spendenreport 2021, publiziert auf www.swissfundraising.org; eingesehen am 
30.9.2022), demgemäss die Corona-Pandemie zum einen die Solidarität positiv 
beeinflusste (8 von 10 Haushalten spendeten) und zum andern einen neuen 
Spendenrekord brachte (> 2 Mia. Franken an Spenden; Hilfswerke erhielten 7% 
mehr Spenden als vor der Pandemie). Gleichzeitig stellten die NPOs fest, dass 

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die digitalen Spenden wichtiger geworden sind (was die Beschwerdeführerin 
nicht bestreitet) und dass hierfür ihren eigenen Websites die grösste Bedeutung 
zukomme. Dem Direktmailing kommt indes insgesamt noch immer die grösste 
Bedeutung zu, wobei die digitalen Marketing- und Werbeinstrumente zunehmen 
(vgl. Spendenreport 2021). Damit aber ist ein etwaiger Auftragsrückgang der Be-
schwerdeführerin nicht auf die Pandemie, sondern auf eine Veränderung des 
Spendensammlungs- und Spenderverhaltens zurückzuführen. Was das Werbe-
mailing allgemein anbelangt, so stellte die Werbestatistik 2022 fest, das erste 
Pandemiejahr habe zu einem Einbruch geführt, von welchem jedoch das Direkt-
mailing (adressiert und unadressiert) am wenigsten betroffen gewesen sei und 
weiterhin die Mediengattung mit dem höchsten Werbeumsatz sei (vgl. 
www.directpoint.ch; Direktwerbung bleibt die Nummer 1 im Werbemarkt; Bericht 
zur Werbestatistik 2022 der Stiftung Werbestatistik Schweiz; eingesehen am 
30.9.2022). Und im Sommer 2022 äusserte der Direktor des Schweizer Werbe-
Auftraggeberverbandes, nach den Corona-Jahren und trotz des Ukrainekrieges 
und steigender Preise und Zukunftsängste sehe er den Werbemarkt 2022 opti-
mistisch (www.swa-asa; Positives Werbejahr - trotz grauer Wolken; eingesehen 
am 30.9.2022). Der Hauptteil dieses Marktes fällt auf das Direktmailing. Auch 
wenn es sich dabei um allgemeine Werte und Tendenzen handelt, so vermag die 
Beschwerdeführerin dennoch nicht nachvollziehbar zu begründen, weshalb sie 
pandemiebedingt unter einem gegenteiligen Trend leiden und entsprechende Ar-
beitsausfälle erleiden sollte. 

3.4 Zusammenfassend vermag die Beschwerdeführerin nicht den ausserge-
wöhnlichen Umstand aufzuzeigen, der für einen unvorhersehbaren, vorüberge-
henden und damit anrechenbaren Arbeitsausfall ursächlich wäre. Es sind für den 
geltend gemachten Arbeitsausfall keine wirtschaftlichen Gründe im Sinne von 
Art. 32 Abs. 1 AVIG plausibel. Vielmehr zeichnet sich das Bild eines Dienstleis-
tungsbetriebes in einem verhärteten wettbewerblichen Umfeld. Dies aber zählt 
zum normalen Betriebsrisiko und begründet keinen Anspruch auf KAE. Wenn 
aber die Vorinstanz mit dem Einspruch die Bewilligung von Kurzarbeit zu Recht 
(mangels anrechenbarem Arbeitsausfall) verweigert hat, dann kann auch offen 
bleiben, ob die 15 auf Abruf angestellten Personen der Beschwerdeführerin auf-
grund der per 1. April 2022 geänderten gesetzlichen Grundlagen überhaupt noch 
anspruchsberechtigt wären (Art. 31 Abs. 3 lit. a AVIG; vgl. zur ausnahmsweisen 
Anspruchsberechtigung AVIG-Praxis ALE B96 ff.). Und offenbleiben kann auch, 
ob die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer Personalveränderungen die Schaden-
minderungspflicht erfüllt hat oder nicht.

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4. Damit erweist sich die Beschwerde als unbegründet. Es ist nicht zu bean-
standen, dass die Vorinstanz den von der Beschwerdeführerin geltend gemach-
ten Arbeitsausfall nicht als anrechenbar im Sinne von Art. 32 AVIG qualifiziert 
hat. Entsprechend ist die Beschwerde abzuweisen.

5. Es werden keine Kosten erhoben (Art. 61 lit. fbis ATSG).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

4. Zustellung an:
- die Beschwerdeführerin (R)
- die Vorinstanz (EB)
- und das Staatssekretariat für Wirtschaft, SECO, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 19. Oktober 2022

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die a.o. Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 28. Oktober 2022