# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 747aca41-8830-58c8-a0c8-00c6aca802a2
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-02-25
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Zivilkammer 25.02.2022 ZK2 2021 6
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_007_ZK2-2021-6_2022-02-25.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Entscheid vom 25. Februar 2022

Referenz ZK2 21 6

Instanz II. Zivilkammer 

Besetzung Hubert, Vorsitzender
Nydegger und Bergamin
Guetg, Aktuar

Parteien A._____
Berufungskläger
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Stefan Thalhammer
Schmiedgasse 28, Postfach 546, 9004 St. Gallen 

gegen

B._____
Berufungsbeklagte
vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. LL.M. Martina Zarn 
SwissLegal Lardi & Partner AG, Reichsgasse 65, 7000 Chur 

Gegenstand Forderung (Entscheid betreffend Zuständigkeit)

Anfechtungsobj. Entscheid des Regionalgerichts Surselva vom 21.01.2021, mitge-
teilt am 28.01.2021 (Proz. Nr. 115-2020-7)

Mitteilung 02. März 2022.

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Sachverhalt

A. A._____ ist einziger Gesellschafter und Geschäftsführer der C._____ in 
Liquidation mit Sitz in D._____. Bis 2005 hatte diese GmbH ihren Sitz in G._____. 
Am 8. Mai 2018 wurde über die C._____ der Konkurs eröffnet. Am 16. Juli 2019 
trat das Konkursamt W._____ sowohl den Eheleuten B._____ als auch H._____ 
diverse Ansprüche zur Geltendmachung in eigenem Namen und auf eigene Rech-
nung und Gefahr anstelle der Masse gegen A._____ ab. Die Genannten betrieben 
A._____ daraufhin für diverse Beträge (Betreibung Nr. E._____ des Betreibungs-
amtes Surselva). Sie hatten ihn zudem bereits vorgängig für diverse Beträge be-
trieben (Betreibung Nr. F._____ des Betreibungsamtes Surselva). 

B. Sowohl B._____ als auch H._____ reichten am 23. Juli 2019 ein gemein-
sames Schlichtungsgesuch beim Vermittleramt Surselva ein und ersuchten um 
Ansetzung und Durchführung einer Vermittlungsverhandlung. Anlässlich der Ver-
mittlungsverhandlung vom 28. Oktober 2019 konnte keine Einigung erzielt werden, 
da A._____ nicht zur Verhandlung erschien. Dieser bzw. sein Rechtsvertreter hat-
ten dem Vermittleramt am 23. Oktober 2019 telefonisch mitgeteilt, dass sie nicht 
an der Vermittlungsverhandlung teilnehmen würden, da die örtliche Zuständigkeit 
des Vermittleramtes Surselva nicht gegeben sei. A._____ sei am 2. Februar 2018 
ins Ausland weggezogen. Der Vermittler stellte am 30. Oktober 2019 die Klage-
bewilligung aus. 

C. B._____ reichten am 17. Februar 2020 beim Regionalgericht Surselva Kla-
ge gegen A._____ ein. Darin beantragten sie im Wesentlichen die Zusprechung 
eines Geldbetrages von zusammengerechnet rund CHF 350'000.00 zzgl. Zins. 
Gleichzeitig beantragten sie, die Rechtsvorschläge in den von ihnen gegen 
A._____ erhobenen Betreibungen Nr. E._____ sowie Nr. F._____ des Betrei-
bungsamtes Surselva aufzuheben und den diesen zugrundeliegenden Forderun-
gen die definitive Rechtsöffnung zu erteilen. H._____, die noch am Schlichtungs-
verfahren teilgenommen hatte, hatte sich entschieden, die eingeleitete Klage nicht 
mehr weiter zu verfolgen. 

D. In seiner Klageantwort vom 14. April 2020 bestritt A._____ die örtliche Zu-
ständigkeit des Regionalgerichts Surselva und beantragte, den Prozess gestützt 
auf Art. 125 lit. a ZPO i.V.m. Art. 222 Abs. 3 ZPO auf die Frage der örtlichen Zu-
ständigkeit zu beschränken, die ursprüngliche Frist für die beschränkte Klageant-
wort neu anzusetzen sowie die Frist für die Einreichung der unbeschränkten Kla-
geantwort abzunehmen. 

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E. Mit prozessleitender Verfügung vom 22. April 2020 entschied das Regio-
nalgericht Surselva, dass erst nach Eingang der Klageantwort entschieden werde, 
ob das Verfahren vorab auf die Prozessvoraussetzung der Zuständigkeit des Ge-
richts beschränkt werden soll oder nicht. A._____ wurde aufgefordert, eine umfas-
sende und nicht nur auf die Frage der örtlichen Zuständigkeit beschränkte Kla-
geantwort einzureichen. Zudem wurde den Parteien mitgeteilt, dass sie nach Ein-
gang der Klageantwort mit einer separaten Verfügung zu einer Hauptverhandlung 
in der Frage der örtlichen Zuständigkeit vorgeladen würden, falls sie nicht auf die 
Durchführung einer mündlichen Hauptverhandlung verzichten. Das Gericht werde 
einen Entscheid zur Frage der Zuständigkeit fällen, bevor die Sache allenfalls fort-
geführt werde.

F. Mit Klageantwort vom 11. Mai 2020 liess A._____ beantragen, auf die Kla-
ge sei nicht einzutreten, eventualiter sei die Klage vollumfänglich abzuweisen.

G. In der Folge reichten die Parteien weitere Eingaben ein. Im Einverständnis 
der Parteien beurteilte das Regionalgericht Surselva die Frage seiner örtlichen 
Zuständigkeit ohne Parteivortritt. Mit Entscheid vom 21. Januar 2021 erkannte es 
was folgt:

1. Auf die Klage wird eingetreten.

2. a) Die Gerichtskosten für den vorliegenden Verfahrensabschnitt in 
Höhe von CHF 8'000.00 (Entscheidgebühr) gehen zu Lasten des 
Beklagten. Sie werden aus dem von den Klägern geleisteten Kos-
tenvorschuss in der Höhe von CHF 15'000.00 bezogen. Der Über-
schuss von CHF 7'000.00 wird im Hinblick auf die materielle Beur-
teilung der Klage einbehalten.

A._____ wird verpflichtet, den Klägern CHF 8'000.00 zu ersetzen/zu 
bezahlen.

b) A._____ wird verpflichtet, den Klägern für den vorliegenden Verfah-
rensabschnitt eine Parteientschädigung von CHF 16'253.45 (inkl. 
Barauslagen und MwSt.) zu bezahlen.

3. a) (Rechtsmittelbelehrung Hauptsache)

b) (Rechtsmittelbelehrung Kostenentscheid)

4. (Mitteilung)

H. Gegen diesen Entscheid liess A._____ (fortan: Berufungskläger), vertreten 
durch Rechtsanwalt lic. iur. Stefan Thalhammer, mit Eingabe vom 25. Februar 
2021 Berufung an das Kantonsgericht von Graubünden führen mit folgenden An-
trägen:

1. Der Entscheid des Regionalgerichts Surselva vom 21. Januar 2021 
(Proz. Nr. 115-2020-7) sei vollumfänglich aufzuheben.

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2. Auf die Klage vom 17. Februar 2020 sei mangels Zuständigkeit nicht 
einzutreten. 

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Berufungsbe-
klagten. 

I. Der vom Berufungskläger geforderte Kostenvorschuss in Höhe von 
CHF 6'000.00 ging innert Frist ein.

J. Mit Schreiben vom 21. April 2021 liessen B._____ (fortan: Berufungsbe-
klagte), vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Martina Zarn, eine auf den 16. April 
2021 datierte Berufungsantwort einreichen. Gemäss Begleitschreiben sei die Be-
rufungsantwort am 16. April 2021 mittels Einschreiben an das Kantonsgericht von 
Graubünden gesendet worden. Am 21. April 2021 sei das Einschreiben mit dem 
Vermerk der Post "Adresse fehlt/unleserlich" retourniert worden. Dies obschon die 
Post im Empfangsscheinbuch mittels Stempel und Unterschrift am 16. April 2021 
das Kantonsgericht von Graubünden als Empfänger der Zustellung bestätigt habe. 
Die Berufungsantwort werde unverändert und im Originalcouvert nochmals an das 
Kantonsgericht übermittelt. Die Frist sei mit Aufgabe der Berufungsantwort bei der 
Post am 16. April 2021 gewahrt worden. In ihrer Berufungsantwort beantragen die 
Berufungsbeklagten die kostenfällige Abweisung der Berufung.

K. Mit Eingabe vom 25. Mai 2021 nahm der Berufungskläger zur Berufungs-
antwort Stellung und beantragte, diese infolge Verspätung nicht zuzulassen. 

Erwägungen

1. Der Berufungskläger wendet sich gegen den selbständig eröffneten Ein-
tretensentscheid des Regionalgerichts Surselva vom 21. Januar 2021, mitgeteilt 
am 28. Januar 2021, mit welchem die von ihm erhobene Unzuständigkeitseinrede 
abgewiesen wurde. Gegen solche sogenannten Prozesszwischenentscheide steht 
die Berufung als zulässiges Rechtsmittel zur Verfügung (vgl. Art. 308 Abs. 1 lit. a 
ZPO; vgl. auch Peter Reetz/Stefanie Theiler, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuen-
berger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. 
Aufl., Zürich 2016, N 28 zu Art. 308 ZPO). Das dem vorliegenden Zwischenent-
scheid zugrundeliegende Hauptsachenverfahren ist vermögensrechtlicher Natur, 
sodass auch hinsichtlich des Zwischenentscheides die Streitwertgrenze von 
CHF 10'000.00 erreicht werden muss, um Berufung erheben zu können (Art. 308 
Abs. 2 ZPO; vgl. Reetz/Theiler, a.a.O., N 41 zu Art. 308 ZPO). Diese Schwelle ist 
mit Blick auf die im Hauptsacheverfahren eingeklagte Forderung ohne weiteres 
erfüllt. Die sachliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts von Graubünden ergibt 
sich aus Art. 4 Abs. 1 ZPO i.V.m. Art. 7 Abs. 1 EGzZPO (BR 320.100). Die 30-

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tägige Frist zur Einreichung der Berufung gegen den am 28. Januar 2021 mitge-
teilten Entscheid wurde mit Berufungseingabe vom 25. Februar 2021 gewahrt (Art. 
311 Abs. 1 ZPO). Die übrigen Eintretensvoraussetzungen geben zu keinen Be-
merkungen Anlass, sodass auf die überdies schriftlich und begründet erfolgte Be-
rufung eingetreten werden kann.

2. Mit der Berufung als vollkommenes Rechtsmittel kann eine unrichtige 
Rechtsanwendung und eine unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend ge-
macht werden (Art. 310 lit. a und b ZPO). Die Berufungsinstanz verfügt über eine 
vollständige Überprüfungsbefugnis der Streitsache, mithin über unbeschränkte 
Kognition bezüglich Tat- und Rechtsfragen, einschliesslich der Frage richtiger Er-
messensausübung (Angemessenheitsprüfung; BGer 5A_184/2013 v. 26.04.2013 
E. 3.1; Reetz/Theiler, a.a.O., N 5 ff. zu Art. 310 ZPO). Nach bundesgerichtlicher 
Rechtsprechung ist die Berufungsinstanz nicht gehalten, von sich aus wie eine 
erstinstanzliche Gerichtsbehörde alle sich stellenden tatsächlichen und rechtlichen 
Fragen zu untersuchen, wenn keine entsprechenden Rügen der Parteien vor der 
zweiten Instanz vorliegen. Abgesehen von offensichtlichen Mängeln hat sich die 
Berufungsinstanz grundsätzlich auf die Beurteilung der in der Berufung und Beru-
fungsantwort gegen das erstinstanzliche Urteil erhobenen Beanstandungen zu 
beschränken. Die Rügen der Parteien geben mithin das Prüfungsprogramm der 
Berufungsinstanz vor. In rechtlicher Hinsicht ist das Berufungsgericht, in Anwen-
dung des Grundsatzes iura novit curia (Rechtsanwendung von Amtes wegen), bei 
dieser Prüfung jedoch weder an die Erwägungen der ersten Instanz noch an die 
Argumente der Parteien gebunden. In tatsächlicher Hinsicht ist es nicht an die 
Feststellungen des erstinstanzlichen Gerichts gebunden, auch wenn mangels ent-
sprechender Sachverhaltsrügen der Parteien im Berufungsverfahren der erstin-
stanzliche Entscheid nach dem Gesagten in der Regel als Grundlage des 
Rechtsmittelverfahrens dient (BGE 144 III 394 E. 4.1.4; 142 III 413 E. 2.2.4; BGer 
4A_184/2017 v. 16.05.2017 E. 4.2.1; 4A_397/2016 v. 30.11.2016 E. 3.1; 
4A_258/2015 v. 21.10.2015 E. 2.4.3; je m.w.H.). Im Ergebnis bestehen für die Be-
rufungsinstanz eine Prüfungspflicht hinsichtlich der in der Berufungsschrift geltend 
gemachten Mängel und ein Prüfungsrecht bezüglich allfälliger anderer Mängel des 
angefochtenen Entscheids.

3.1. Vorab ist auf den prozessualen Antrag des Berufungsklägers einzugehen, 
wonach die Berufungsantwort infolge Verspätung aus dem Recht zu weisen sei 
(vgl. act. A.4, S. 2 ff.). 

3.2. Es stellt sich die Frage, ob eine Berufungsantwort fristgerecht (Art. 312 Abs. 
2 ZPO) erfolgt ist, wenn sie am letzten Tag ihrer gesetzlichen Frist der Schweize-

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rischen Post übergeben wurde, indessen dem Kantonsgericht von Graubünden 
mit der Begründung "Adresse fehlt/unleserlich" nicht zugestellt werden konnte, 
weshalb die Sendung einige Tage später an die Berufungsbeklagten retourniert 
wurde und diese die Eingabe neu adressieren mussten, damit sie dem Gericht 
doch noch zugestellt werden konnte.

3.3. Gemäss Art. 143 Abs. 1 ZPO müssen Eingaben spätestens am letzten Tag 
der Frist beim Gericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen 
Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung 
übergeben werden. Die Frist für die Berufungsantwort beträgt 30 Tage (Art. 312 
Abs. 2 ZPO). Entscheidendes Kriterium ist nicht das Eintreffen der schriftlichen 
Eingabe am letzten Tag der Frist beim Gericht (sog. Empfangsprinzip), sondern 
die Übergabe an die Schweizerische Post (sog. Expeditionsprinzip; vgl. Botschaft 
vom 28. Juni 2006 zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], BBl 2006 
7221 ff., S. 7308). Die Beweislast für die Rechtzeitigkeit einer Eingabe, die mit 
Gewissheit feststehen und nicht bloss überwiegend wahrscheinlich sein muss, 
trägt der oder die Rechtsuchende (Art. 8 ZGB; Kathrin Amstutz/Peter Arnold, in: 
Niggli/Ueberssax/Wiprächtiger/Kneubühler [Hrsg.], Basler Kommentar, Bundesge-
richtsgesetz, 3. Aufl. 2018, N 8 zu Art. 48 BGG mit Hinweis auf BGE 119 V 7 E. 
3c; BGE 142 V 389 E. 2.2; BGer 2C_265/2008 v. 9.3.2008 E. 2.2.2 mit Hinwei-
sen). Zu beachten ist sodann die bundesgerichtliche Rechtsprechung, wonach das 
Scheitern einer erstmaligen Eingabe an ein Gericht – in jenem Fall infolge der 
Verwendung einer alten Gerichtsadresse – der Rechtzeitigkeit nicht schadet, wenn 
die zweite (identische) Eingabe als Teil eines aufgrund besonderer Umstände ver-
längerten Zustellprozesses zu betrachten ist. Zu beweisen ist diesfalls jedoch 
nebst der Rechtzeitigkeit der Aufgabe der Sendung bei der Post auch die Identität 
der Eingaben (vgl. etwa BGer 9C_520/2016 v. 27.10.2016 E. 5 und 9C_912/2015 
v. 5.7.2016 E. 3). 

Aus den im vorliegenden Berufungsverfahren eingereichten Unterlagen der Beru-
fungsbeklagten geht hervor, dass sie mit Einschreiben vom 16. April 2021 an das 
Kantonsgericht von Graubünden eine Sendung der Schweizerischen Post überg-
ab. Die Aufgabe wurde seitens der Schweizerischen Post im Empfangsscheinbuch 
bestätigt (vgl. act. C.1-C.4). Aus nicht nachvollziehbaren Gründen retournierte die 
Post die Sendung am 21. April 2021 an die Rechtsvertreterin der Berufungsbe-
klagten mit dem Vermerk "Adresse fehlt/unleserlich", obschon sie noch im Emp-
fangsbuch das "Kantonsgericht GR" als Adressaten bestätigt hatte (act. C. 3). Den 
Berufungsbeklagten gelingt somit der Beweis, dass am 16. April 2021 eine Einga-
be an das Kantonsgericht von Graubünden erfolgt war. Sie haben aber zusätzlich 

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die Identität dieser Eingabe mit der darauffolgenden zweiten Eingabe vom 21. 
April 2021 zu beweisen. Das retournierte Kuvert wurde geöffnet. Es ist somit nicht 
ohne weiteres erstellbar, dass dessen Inhalt unverändert blieb. Die Berufungsbe-
klagten beantragen die Befragung von I._____, welche den bisherigen Umfang der 
Eingabe bestätigen soll. Bei I._____ dürfte es sich um eine Angestellte der Kanz-
leigemeinschaft (Sekretariat) handeln. Ihre Aussagen wären folglich mit Zurückhal-
tung zu würdigen. Angesichts der reduzierten Beweiskraft könnten Zweifel nicht 
restlos beseitigt werden. Kommt hinzu, dass sie den Inhalt der Eingaben vom 16. 
April 2021 bzw. vom 21. April 2021 wohl kaum Wort für Wort miteinander abgegli-
chen hat oder die retournierte Sendung ununterbrochen bei sich aufbewahrt hatte. 
Entsprechendes wird auch nicht vorgebracht. Die Berufungsbeklagten hätten ohne 
Weiteres mittels Urkunden darlegen können, dass die elektronische Version ihrer 
Berufungsantwort letztmals vor dem Zeitpunkt des ersten Versendens geändert 
worden war. Letztlich bleibt festzuhalten, dass es den Berufungsbeklagten nicht 
gelingt, die Identität der beiden Eingaben nachzuweisen. Damit hat die Beru-
fungsantwort als verspätet zu gelten und ist aus dem Recht zu weisen. 

3.4. Der Vollständigkeit halber sei auf zweierlei hingewiesen: Erstens wäre es 
den anwaltlich vertretenen Berufungsbeklagten zuzumuten gewesen, ein Fristwie-
derherstellungsgesuch gemäss Art. 148 Abs. 1 ZPO einzureichen, sofern sie hät-
ten glaubhaft machen können, dass sie kein oder nur ein leichtes Verschulden an 
der Säumnis trifft. Zweitens ist die Berufungsinstanz trotz des Ausbleibens der 
Berufungsantwort grundsätzlich weder an die Argumente noch an die Ausführun-
gen des Berufungsklägers gebunden. Vielmehr ist aufgrund der Akten zu ent-
scheiden, wobei der von den Berufungsbeklagten erstinstanzlich vorgebrachte 
Prozessstoff zu berücksichtigen ist (BGer 5A_438/2012 v. 27.78.2012 E. 2.4). An-
erkennung mangels Bestreitung wird nur angenommen, wenn der Berufungskläger 
in der Berufungsschrift zulässige neue Tatsachenbehauptungen vorbringt und – 
trotz Androhung der Säumnisfolgen – keine Berufungsantwort eingereicht wird 
(vgl. BGE 144 III 394 E. 4.1.2). 

4.1. Die Vorinstanz setzte sich über mehr als acht Seiten eingehend mit der 
Wohnsitzfrage des Berufungsklägers auseinander. Aufgrund diverser Indizien er-
achtete sie den Beweis der Berufungsbeklagten als erbracht, dass der Berufungs-
kläger zum Zeitpunkt des gegen ihn eingereichten Schlichtungsgesuches am 23. 
Juli 2019 seinen Wohnsitz in G._____ und nicht wie von ihm behauptet in K._____ 
hatte. Die Vorinstanz erachtete es als nicht nachvollziehbar und vorgeschoben, 
dass der Berufungskläger seit dem 2. Februar 2018 von seiner Ehefrau freiwillig 
getrennt lebe. Dies, weil schon nicht nachvollziehbar sei, dass der Berufungsklä-

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ger seiner Ehefrau am 25. Juli 2018 seinen hälftigen Miteigentumsanteil an der 
bisher von beiden gemeinsam bewohnten 5.5-Zimmerwohnung in G._____ ge-
schenkt habe und sie ihm seither die eheliche Wohnung als Zustelldomizil zur Ver-
fügung stelle. Dass er sich weiterhin in der Wohnung aufhalten würde, ergebe sich 
auch aus der Tatsache, dass ihm am 5. März 2019 an der Via L._____ in G._____ 
ein Zahlungsbefehl habe zugestellt werden können. Der Berufungskläger habe 
weitere Handlungen vollzogen, welche daran zweifeln liessen, dass er seinen 
Wohnsitz tatsächlich nach dem 2. Februar nach K._____ verlegt habe. Der Beru-
fungskläger habe zwischen dem 2. Februar 2018 bis im Zeitpunkt der Einreichung 
des Schlichtungsgesuches durch die Berufungsbeklagten am 23. Juli 2019 trotz 
Kontakten zu Behörden diesen gegenüber seinen angeblichen Wohnsitzwechsel 
nie erwähnt. Sodann habe er keinen Beleg eingereicht, welcher einen Aufenthalt 
während des fraglichen Zeitraums in K._____ belegen würde. Auch für die Aufent-
halte in der Schweiz habe er nie Belege für seine Anreise aus K._____ einge-
reicht. Ebenso wenig habe der Berufungskläger trotz mutmasslichem Wohnsitz-
wechsel die gesetzlich gebotenen administrativen Änderungen hinsichtlich seiner 
Unternehmungen vorgenommen. Auch in den von den Berufungsbeklagten einge-
reichten Handelsregisterbelegen, welche zwar den Themenbereich des Ausschei-
dens des Berufungsklägers aus den Gesellschaften betreffen würden, sei seine 
Adresse stets in G._____ aufgeführt. 

Die Vorinstanz erwog, dass die berufungsklägerischen Vorbringen den von den 
Berufungsbeklagten erbrachten Hauptbeweis seines Wohnsitzes in G._____ nicht 
zu erschüttern vermöchten (vgl. angefochtener Entscheid E. 3.4). Die vom Beru-
fungskläger eingereichten Unterlagen (Registrierungsbescheinigung für einen 
EWR-Staatsangehörigen vom 7. August 2018, K._____ Adressnachweis vom 7. 
August 2018, K._____ Steueridentifikationsnachweis vom 10. Dezember 2018, 
Arbeitsvertrag vom 31. Dezember 2018 und Mietvertrag vom 1. Januar 2019) er-
achtete sie als wenig aussagekräftig. Insbesondere äusserte sie Zweifel an der 
Korrektheit des Registrierungs- sowie des Adressnachweises, da nur schwer 
nachvollziehbar sei, wie der Berufungskläger zu einem Zeitpunkt, an dem er we-
der einen Arbeits- noch einen Mietvertrag habe vorweisen können, über solche 
Dokumente verfügen könne. Der Berufungskläger habe es unterlassen, nachzu-
weisen, wo er während der Zeit vom 2. Februar 2018 bis zum 1. Januar 2019 (Ab-
schluss Mietvertrag) in K._____ gewohnt habe. Dies wäre für ihn ohne grossen 
Aufwand möglich gewesen. Selbst dann, wenn die als problematisch zu erachten-
den Dokumente wahrheitsgetreu wären, bestünden keinerlei Anhaltspunkte dafür, 
dass der Berufungskläger seinen Wohnsitz tatsächlich nach K._____ verlegt habe. 
So habe er keinerlei für die Abmeldung üblichen Schritte vollzogen bzw. solche 

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dokumentiert (Anmeldung bei der Schweizerischen Vertretung im Ausland, Unter-
lagen betreffend Krankenversicherung/Unfallversicherung im Ausland/Unterlagen 
betreffend Pensionskasse/Freizügigkeitskontobelege, AHV etc.). Unabhängig da-
von wies die Vorinstanz darauf hin, dass insgesamt nicht nachvollziehbar sei, 
weshalb der Berufungskläger in seiner Situation nach K._____ hätte auswandern 
sollen. Er sei zum Zeitpunkt seiner angeblichen Auswanderung 66 Jahre alt gewe-
sen und habe gesundheitliche sowie finanzielle Probleme aufgewiesen. Nicht be-
kannt sei, ob er K._____ spreche. Grenzüberschreitende Geschäftsbeziehungen 
nach K._____ habe er nicht behauptet. Es sei nicht nachvollziehbar, dass er mit 
seinen begrenzten finanziellen Mitteln regelmässig in die Schweiz zurückkehren 
würde, da dies hohe Kosten verursachen würde. Dies nicht zuletzt auch ange-
sichts seines, gemäss K._____ Arbeitsvertrag angeblich erzielten monatlichen 
Verdienstes von umgerechnet knapp CHF 750.00 brutto. Der Arbeitsort befinde 
sich 150 km von seinem angeblichen K._____ Wohnort in J._____ entfernt. Dies 
würde einem Arbeitsweg von 1 Stunde und 44 Minuten (Automobil) respektive 2 
Stunden und 46 Minuten (öffentlicher Verkehr) entsprechen, was nicht nachvoll-
ziehbar sei. Der Berufungskläger habe zudem nie Belege eingereicht, welche sei-
nen faktischen Aufenthalt in K._____ beweisen würden. So fehlten Angaben zu 
ungarischen Bankkonten/Mietzinszahlungen/Lohnabrechnungen etc. gänzlich.

4.2. Der Berufungskläger wendet ein, dass er sich bereits am 2. Februar 2018 
an seinem bisherigen Wohnsitz in G._____ abgemeldet und in K._____ neuen 
Wohnsitz begründet habe. Er habe sich mit Datum vom 7. August 2018 ordnungs-
gemäss in K._____ angemeldet, verfüge über einen langfristigen Mietvertrag so-
wie einen Arbeitsvertrag. Er habe seinen Lebensmittelpunkt nach K._____ verlegt. 
Es treffe nicht zu, dass die Trennung von seiner Ehefrau nur vorgeschoben sei. 
Sie hätten sich im Guten getrennt und er sei freiwillig seinen güterrechtlichen Ob-
liegenheiten nachgekommen, indem er seinen Miteigentumsanteil auf seine Ehe-
frau übertragen habe. Ebenso wenig sei sein Zustelldomizil an der Adresse bei der 
Ehefrau vorgeschoben. Seine Ehefrau habe ihm ein Zustelldomizil zur Verfügung 
gestellt. Sie habe ihm dies gewährt, weil er nicht auf einen Schlag seine wirtschaft-
lichen Tätigkeiten in der Schweiz habe beenden können. Auch die persönliche 
Entgegennahme des Zahlungsbefehls an der Adresse in G._____ würde nichts 
belegen. Seine Anwesenheit sei rein zufälliger Natur gewesen. Dass er zum Zeit-
punkt seiner Abmeldung keine Wegzugadresse habe angeben können, sei darin 
begründet, dass er damals noch keinen Mietvertrag abgeschlossen habe. Auch 
die verschiedenen Aufenthalte in der Schweiz würden nicht gegen seinen Wohn-
sitz in K._____ sprechen. Diese würden mehrheitlich im ersten halben Jahr nach 
der Verlegung des Wohnsitzes nach K._____ liegen. Er habe seine wirtschaftli-

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chen Tätigkeiten nicht sofort einstellen können, weshalb er sich in der Anfangs-
phase verschiedentlich in der Schweiz aufgehalten habe. Seine Aufenthalte in der 
Schweiz im Jahr 2019 würden auch keinen Schluss auf seinen Wohnsitz zulassen. 
Grund dieser Aufenthalte sei sein Ende 2018 festgestelltes Augenleiden gewesen, 
wofür er sich in der Schweiz mehrfach habe behandeln lassen. Der Berufungsbe-
klagte habe sodann nicht gewusst, dass er administrative Änderungen hinsichtlich 
seiner Unternehmungen hätte melden müssen. Er habe zudem die Unternehmun-
gen ohnehin auflösen wollen, was seine Wohnsitzbegründung in K._____ belegen 
würde. Sodann sei ihm nicht vorwerfbar, dass er einen erst ab dem 1. Januar 
2019 gültigen Mietvertrag vorgelegt habe. Es sei ihm von der Schweiz aus nicht 
möglich gewesen, einen vollständigen Überblick über die Wohnungssituation in 
K._____ zu verschaffen. Es sei ihm daher zuzugestehen, dass er sich erst eine 
provisorische Bleibe in K._____ verschaffe und erst zu einem späteren Zeitpunkt 
einen für längere Zeit gültigen Mietvertrag abschliesse. Die Distanz zwischen Ar-
beitsplatz und Wohnort von 150 km sei zwar nicht ideal. Er habe aber aufgrund 
seiner Erkrankung keine andere Arbeit gefunden und sei daher gezwungen gewe-
sen, die Arbeits- und Wohnsituation zu akzeptieren. Ohnehin sei er nur als Berater 
für den Arbeitgeber tätig, was ihm ein Tätigwerden von seinem Wohnort aus er-
mögliche. Insgesamt ergebe sich, dass der berufungsklägerische Wohnsitz in 
K._____ bewiesen sei. Das Regionalgericht Surselva sei daher nicht zuständig. 
Der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und auf die Klage sei nicht einzutre-
ten. 

5.1. Gemäss Art. 60 ZPO prüft das Gericht von Amtes wegen, ob die Prozess-
voraussetzungen, zu denen die örtliche Zuständigkeit gehört (Art. 59 Abs. 2 lit. b 
ZPO), erfüllt sind. Steht endgültig fest, dass es an einer Prozessvoraussetzung 
fehlt, darf nicht zur Sache verhandelt werden und ergeht ein Nichteintretensent-
scheid (BGE 140 III 159 E. 4.2.4). In casu bildet ein Aspekt Gegenstand des Strei-
tes, welcher zugleich Auswirkungen auf die Internationalität der Streitsache zeitigt. 
So macht der Berufungskläger geltend, seinen Wohnsitz in K._____ zu haben. 
Gemäss Bundesgerichts liegt namentlich immer dann ein internationaler Sachver-
halt vor, wenn eine der Parteien Wohnsitz im Ausland hat (vgl. BGE 131 III 76 E. 
2). 

5.2. Die Beantwortung der Frage, ob der Berufungskläger seinen Wohnsitz in 
der Schweiz oder im Ausland gehabt hat, richtet sich aufgrund des Vorbehalts in 
Art. 2 ZPO nach den Bestimmungen des Staatsvertragsrechts und über das Inter-
nationale Privatrecht (IPRG). Dabei gehen grundsätzlich die Vorschriften des 
LugÜ dem IPRG vor (vgl. Art. 1 Abs. 2 IPRG). Das LugÜ enthält keine einheitliche 

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materiell-rechtliche Definition des Wohnsitzes. Vielmehr verweist das LugÜ in Art. 
59 Abs. 1 das angerufene Gericht für die Frage, ob sich der Wohnsitz oder der 
vermeintliche Wohnsitz einer Partei im Gerichtsstaat befindet, auf das autonome 
Recht des Gerichtsstaates. Die lex fori ist folglich sowohl für die Bestimmung des 
Wohnsitzes des Klägers als auch des Beklagten massgebend (vgl. BGE 133 III 
232 E. 4; BGer 4A_36/2016 v. 14.4.2016 E. 3.3). In der Schweiz ist beim Vorlie-
gen eines internationalen Verhältnisses die in Art. 20 Abs. 1 lit. a IPRG enthaltene 
Sachnorm massgebend (vgl. zum Ganzen Roberto Dallafior/Zoe Honegger, in: 
Oetiker/Weibel [Hrsg.], Basler Kommentar, Lugano-Übereinkommen, 2. Aufl., Ba-
sel 2016, N 14 ff. zu Art. 59 LugÜ). Gemäss dieser Bestimmung hat eine natürli-
che Person ihren Wohnsitz in dem Staat, in dem sie sich mit der Absicht dauern-
den Verbleibens aufhält. Dies entspricht der Bestimmung von Art 23 Abs. 1 ZGB 
und erlaubt, die entsprechende Rechtsprechung und Literatur weitgehend zu 
berücksichtigen, auch wenn der Wohnsitzbegriff des ZGB nicht direkt anwendbar 
ist (Art. 20 Abs. 2 IPRG; BGer 4A_443/2014 v. 2.2.2015 E. 3.4). Der Wohnsitzbe-
griff von Art. 20 Abs. 1 lit. a IPRG weist sowohl ein objektives Element auf, näm-
lich den physischen Aufenthalt an einem Ort, als auch das subjektive Element der 
Absicht des dauernden Verbleibens an diesem Ort (BGE 119 II 167 E. 2b). Der 
Wohnsitz wird dabei als Mittelpunkt der Lebensbeziehungen verstanden. Dessen 
Bestimmung ist nach den gesamten Umständen vorzunehmen. Er liegt dort, wo 
die familiären und sozialen Interessen am stärksten lokalisiert sind. Als weitere 
Anhaltspunkte können etwa berufliche und finanzielle Interessen einer Person 
herangezogen werden (BGE 125 III 100 E. 3; 119 II 64 E. 2b/bb; BGer 
4C.298/2002 v. 30.4.2003 E. 2.1). Der fremdenpolizeiliche oder der steuerrechtli-
che Status einer Person stellen für sich genommen noch keine Aussage über den 
international-privatrechtlichen Wohnsitz dar. Ihnen ist jedoch eine gewisse Indiz-
wirkung beizumessen. Massgebender Zeitpunkt für die Bestimmung des Wohnsit-
zes ist der Zeitpunkt des Eintritts der Rechtshängigkeit der Klage, d.h. das Datum, 
an dem der Kläger das Schlichtungsgesuch einreicht (Pra 1992 Nr. 234; vgl. zum 
Ganzen AppGer BS ZB.2016.2 v. 3.3.2017 E. 4.2.1). 

Der Kläger trägt die Beweislast für die Umstände, die auf den von ihm behaupte-
ten Wohnsitz schliessen lassen (Dallafior/Honegger, a.a.O., N 22b zu Art. 2 
LugÜ). Beruft er sich hierfür auf Indizien, kann der Beklagte diese Vermutung des 
Wohnsitzes, die sich auf diese Indizien stützt, durch Gegenbeweis widerlegen (vgl. 
etwa BGer 4A_36/2016 v. 14.04.2016 E. 4). Mit dem Gegenbeweis versucht der 
Beweisgegner, den Hauptbeweis zu Fall zu bringen. Der Gegenbeweis ist er-
bracht, wenn der Hauptbeweis erschüttert ist. Nicht erforderlich ist, dass das Ge-
richt von der Richtigkeit der Gegendarstellung überzeugt ist. Damit ist vorliegend 

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die Annahme eines Wohnsitzes des Berufungsklägers in der Schweiz ausge-
schlossen, wenn er die von den Berufungsbeklagten angeführten Indizien soweit 
entkräftet, dass das Gericht vom Vorhandensein von Umständen, die auf einen 
Wohnsitz in der Schweiz schliessen lassen, nicht überzeugt ist. Der Beweis, dass 
sich der Mittelpunkt der Lebensbeziehungen des Berufungsklägers in K._____ 
befunden hat oder dass er nach dem diesbezüglich massgeblichen Recht seinen 
Wohnsitz dort gehabt hat, ist dafür nicht erforderlich (vgl. zum Ganzen AppGer BS 
ZB.2016.2 v. 3.3.2017 E. 4.2.1 m.w.H.). 

6.1. Die Vorinstanz prüfte nicht, ob ein internationaler Sachverhalt vorliegt. Wie 
nachfolgend zu zeigen sein wird, führt dies nicht zu einem abweichenden Ergebnis 
(vgl. auch E. 5.2 zuvor, wonach Art. 20 Abs. 1 lit. a IPRG der Bestimmung von Art. 
23 Abs. 1 ZGB entspricht). 

6.2.1. Um es gleich vorweg zu nehmen: Die von den Berufungsbeklagten vorge-
brachten und von der Vorinstanz gewürdigten Indizien für einen Wohnsitz des Be-
rufungsklägers in der Schweiz bzw. in G._____ sind hinreichend. 

6.2.2. Nicht zu beanstanden sind die vorinstanzlichen Erwägungen, dass die vom 
Berufungskläger behauptete und in der GERES Datenbank aufgeführte "freiwillige 
Trennung" von seiner Ehefrau als vorgeschoben zu betrachten sei (angefochtener 
Entscheid E. 3.1). Es erscheint in der Tat nicht nachvollziehbar, weshalb der Beru-
fungskläger, hätte er sich tatsächlich am 2. Februar 2018 von seiner Ehefrau ge-
trennt, dieser am 25. Juli 2018 seinen hälftigen Miteigentumsanteil an der 5.5-
Zimmerwohnung in G._____ hätte schenken sollen. Diese Behauptung erscheint 
auch deshalb nicht plausibel, weil der Berufungskläger angesichts seiner unbe-
strittenermassen dürftigen finanziellen Situation kaum auf Geld verzichtet hätte, 
welches er für seinen Neuanfang in K._____ hätte gebrauchen können. Erst im 
Berufungsverfahren macht der Berufungskläger geltend, er sei mit der Schenkung 
freiwillig seinen güterrechtlichen Verpflichtungen nachgekommen (act. A.1, S. 5, 
Ziff. 15). Dieses unechte Novum ist schon daher nicht zu berücksichtigen, weil es 
der Berufungskläger unterlässt, dessen Zulässigkeitsvoraussetzungen gemäss 
Art. 317 Abs. 1 ZPO zu substantiieren. Selbst wenn die Behauptung zu berück-
sichtigen wäre, wäre sie nicht belegt. Denn der Berufungskläger reichte nie eine 
Berechnung ein, welche die Ausgleichszahlung aus Güterrecht betragsmässig 
belegt oder zumindest plausibilisiert hätte. Kommt hinzu, dass, hätte es sich um 
eine Ausgleichszahlung aus Güterrecht gehandelt, aus rechtlicher Sicht gar keine 
Schenkung vorliegen würde. Sodann findet sich auch im Schenkungsvertrag vom 
25. Juli 2018 kein Hinweis auf die angebliche güterrechtliche Auseinandersetzung. 
Selbst wenn sich die Eheleute im Guten getrennt hätten, was der Berufungskläger 

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vorträgt (act. A.1, S. 5, Ziff. 15), kann nicht davon ausgegangen werden, dass er 
seine Ehefrau grundlos finanziell begünstigt und freiwillig auf Geld verzichtet hätte. 
Aus gleichen Überlegungen ist auch der berufungsklägerische Einwand unbe-
gründet, die Übertragung seines Miteigentumsanteils würde den ausländischen 
Wohnsitz belegen, weil damit dargetan sei, dass er keinen Bedarf nach Eigentum 
in der Schweiz mehr besitzen würde (act. A.1, S. 5, Ziff. 15). Der Schenkungsver-
trag erscheint angesichts der Gesamtumstände, insbesondere den dem Beru-
fungskläger drohenden Prozessen, als rein prozesstaktisch motiviert, damit die 
von ihm behauptete Wohnsitzverlegung nicht von Anfang an als unglaubhaft quali-
fiziert würde. 

Kommt hinzu, dass der Berufungskläger seit seiner mutmasslichen Trennung eine 
Zustelladresse an der Anschrift seiner Ehefrau unterhält. Dass diese Zustelladres-
se mittlerweile aufgehoben wurde, hat der Berufungskläger, auch im vorliegenden 
Berufungsverfahren, nie behauptet. Ferner tritt hinzu, dass der Berufungskläger 
sich auch nach dem 2. Februar 2018 nachweislich immer wieder an der Via 
L._____ in G._____ aufgehalten hatte. So konnte ihm der Zahlungsbefehl in der 
Betreibung Nr. F._____ am 5. März 2019 unter der erwähnten Adresse persönlich 
zugestellt werden. Angemerkt sei diesbezüglich, dass sich auf dem Zahlungsbe-
fehlsdoppel kein Vermerk finden lässt, wonach der Berufungskläger geltend ge-
macht hätte, der Zahlungsbefehl dürfe ihm mangels Wohnsitz nicht unter der auf-
gesuchten Adresse zugestellt werden (Art. 46 SchKG). Offensichtlich hatte er 
auch die Vorladung vom 2. September 2019 zur Vermittlungsverhandlung persön-
lich am Postschalter in G._____ abgeholt (RG act. II/5 und II/6). Es ist als ge-
richtsnotorisch zu bezeichnen, dass die Post bei Abholung eines Einschreibens 
am Postschalter durch Dritte eine Vollmacht verlangt. Dass der Berufungskläger 
eine solche Vollmacht ausgestellt hätte, wurde nie behauptet. Dass die Anwesen-
heit des Berufungsklägers an der Via L._____ zu diesen beiden Zeitpunkten reiner 
Zufall gewesen sein soll, was er behauptet (act. A.1, S. 5, Ziff. 17), ist unwahr-
scheinlich. Aufgrund des soeben Ausgeführten gilt nicht als erstellt, dass er sich 
von seiner Ehefrau getrennt hat. Vielmehr wohnt er weiterhin mit dieser in der 
Wohnung an der Via L._____ in G._____, wo er dementsprechend über familiäre 
Kontakte verfügt. 

6.2.3. Weiter ist mit der Vorinstanz festzustellen, dass der Berufungskläger zwi-
schen seiner Abmeldung vom 2. Februar 2018 und der Einreichung des Schlich-
tungsgesuches durch die Berufungsbeklagten am 23. Juli 2019 trotz laufender 
Verfahren gegenüber Behörden nie erwähnte, seinen Wohnsitz ins Ausland ver-
legt zu haben (vgl. angefochtener Entscheid E. 3.2). Im vom Berufungskläger un-

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terzeichneten Befragungsprotokoll der Staatsanwaltschaft des Kantons Zürich 
vom 9. März 2019 bestätigte dieser selbst, an der "Via L._____ [sic!] _____ 
G._____" wohnhaft zu sein (RG act. II/54). Auch in der gegen ihn geführten Stra-
funtersuchung ST._____ hatte der Berufungskläger offensichtlich weder gegenü-
ber dem Untersuchungsamt M._____ noch gegenüber der Anklagekammer des 
Kantons T._____ seine angebliche Wohnsitzverlegung kundgetan (vgl. Beschwer-
deentscheid vom 14. November 2018 betr. Nichtanhandnahme bzw. Einstellungs-
verfügung vom 14. Januar 2020), führten ihn doch beide nach wie vor unter der 
Anschrift in G._____ auf (RG act. II/14 und II/15). Gleiches ist mit Bezug auf die 
Einvernahme des Berufungsklägers durch das Konkursamt W._____ festzuhalten, 
welche am 9. Mai 2018 stattfand (RG act. II/11). Sodann wird im Schenkungsver-
trag vom 25. Juli 2019 als Wohnadresse des Berufungsklägers die Via L._____ in 
G._____ genannt (RG act. V/18). In diversen Gesellschaftsversammlungsprotokol-
len von Gesellschaften, welche vom Berufungskläger beherrscht werden bzw. 
wurden, wird G._____ als sein Wohnort aufgeführt. Die Richtigkeit des Inhalts die-
ser Protokolle bestätigte der Berufungskläger mit Unterschrift (vgl. die Protokolle 
vom 25. Mai 2020 [RG act. II/68], 4. Juni 2020 [RG act. II/69 und II/70] und 4. Au-
gust 2020 [RG act. II/71]). Schon mit Schreiben vom 30. November 2019 an das 
Handelsregisteramt des Kantons Schwyz, mit welchem er dieses über die Kündi-
gung seines Verwaltungsratsmandates betreffend die N._____ informierte, wies er 
als Adresse die Via L._____ in G._____ aus (RG act. II/67). Diese Indizien spre-
chen klar dafür, dass der Berufungskläger seinen Wohnsitz am 23. Juli 2019 nach 
wie vor in G._____ hatte.  

6.2.4. Die vorinstanzlichen Erwägungen, wonach der tatsächliche Wohnsitzwech-
sel des Berufungsklägers ins Ausland zu diversen administrativen Änderungen 
hätte führen müssen, die letztlich unterblieben seien, sind nicht zu beanstanden 
(vgl. angefochtener Entscheid E. 3.3). Der Berufungskläger wäre unter anderem 
verpflichtet gewesen, sicherzustellen, dass mindestens eine vertretungsberechtig-
te Person der Gesellschaften Wohnsitz in der Schweiz hat (Art. 814 Abs. 3 OR für 
GmbH sowie Art. 718 Abs. 4 OR für AG). Jedenfalls wäre er gehalten gewesen, 
seinen Wegzug ins Ausland dem zuständigen Handelsregisteramt zu melden (vgl. 
Art. 937 OR) und dieses auf die bestehende gesetzeswidrige Situation hinzuwei-
sen. Wie die Vorinstanz korrekt festhält, hätte dies die O._____ (Beklagter war 
auch noch im Januar 2021 als einziger Geschäftsführer eingetragen), die P._____ 
(Beklagter war bis zum 8. Juli 2020 als einziger von drei Geschäftsführern mit 
Wohnsitz in der Schweiz eingetragen), die Q._____ (Beklagter war bis zum 24. 
Juni 2020 als einziger von drei Geschäftsführern mit Wohnsitz in der Schweiz ein-
getragen), die R._____ (Beklagter war bis zum 8. Juli 2020 als einziger von drei 

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Geschäftsführern mit Wohnsitz in der Schweiz eingetragen), die N._____ in Liqui-
dation (Beklagter war bis zum 15. Januar 2020 als einziger mit Einzelunterschrift 
und Schweizer Wohnsitz eingetragen) und die S._____ (Beklagter war bis zum 4. 
August 2020 als Vorsitzender der Geschäftsführung eingetragen) betroffen (RG 
act. II/17 bis II/22). Der Berufungskläger trägt erstmalig im Berufungsverfahren 
vor, von den rechtlichen Meldevorschriften nichts gewusst zu haben. Beim Beru-
fungskläger handelt es sich um einen im Treuhandbereich tätigen Unternehmer, 
welcher etliche Gesellschaften beherrscht(e) bzw. führt(e). Angesichts seines be-
ruflichen Hintergrundes ist das Vorbringen nicht glaubhaft. Kommt hinzu, dass der 
Berufungskläger bereits im Jahr 2018 vom aktuellen Rechtsvertreter in einem die 
C._____ betreffenden Konkursverfahren vertreten worden war. Dies zu einem 
Zeitpunkt, zu welchem er angeblich bereits seinen Wohnsitz ins Ausland verlegt 
haben will (vgl. RG act. II/52). Sodann zeigen die diversen vom Berufungskläger 
noch lange nach dem 23. Juli 2019 geführten Unternehmungen seine starke wirt-
schaftliche Verflechtung zur Schweiz, was ebenfalls für seinen Lebensmittelpunkt 
– jedenfalls bis zum 23. Juli 2019 – in G._____ spricht. 

6.2.5. Die im Recht liegenden Handelsregisterbelege aus dem Zeitraum vom 30. 
November 2019 bis zum 3. August 2020 (RG act. II/67 bis II/71) belegen weitere 
Aufenthalte des Berufungsklägers in der Schweiz (30. November 2019, 25. Mai 
2020, 4. Juni 2020 und 24. Juli 2020). Es trifft zwar zu, dass diese Belege – mit 
Ausnahme der O._____ – auch ein Ausscheiden des Berufungsklägers aus den 
Gesellschaften dokumentieren. Die Tatsache seines Ausscheidens aus diversen 
Gesellschaften an sich schafft in casu jedoch lediglich ein schwaches Indiz für ei-
ne Wohnsitzverlegung nach K._____, was der Berufungskläger zumindest anzu-
deuten versucht (vgl. act. A.1, S. 6, Ziff. 19). Sein Vorgehen erscheint prozesstak-
tisch motiviert. Dies deshalb, weil er mit den ersten Schritten, um sich aus gewis-
sen Gesellschaften herauszulösen, teilweise länger als zwei Jahre nach seiner 
angeblichen Wohnsitzverlegung zugewartet hatte. 

6.2.6. Sodann lassen sich etliche weitere Aufenthalte in der Schweiz dokumentie-
ren. So sind aus den Kontoauszügen der C._____ diverse Kontobewegungen zu 
entnehmen, wobei die Bewegungen nach dem 2. Februar 2018 im Bereich Chur 
erfolgt sind (vgl. RG act. II/53). Am 9. März 2018 nahm der Berufungskläger an 
der bereits erwähnten Einvernahme vor der Staatsanwaltschaft des Kantons 
Zürich teil (RG act. II/54). Weitere Aufenthalte des Berufungsklägers in der 
Schweiz werden durch das Einvernahmeprotokoll vom 9. Mai 2018 (RG act. II/11), 
die am 29. Juni 2018 unterzeichnete Anwaltsvollmacht (RG act. II/52), die persön-
liche Entgegennahme des Zahlungsbefehls am 5. März 2019 in der Betreibung Nr. 

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F._____ unter der Adresse in G._____ (RG act. II/31) sowie die Entgegennahme 
der Vorladung zur Vermittlungsverhandlung am 4. September 2019 am Postschal-
ter in G._____ (vgl. E. 6.2.2 in fine) und die am 9. September 2019 in T._____ un-
terzeichnete Anwaltsvollmacht (RG act. III/2) dokumentiert. Der Berufungskläger 
trägt diesbezüglich vor, er habe sich infolge seines Augenleidens öfters in der 
Schweiz aufhalten müssen, was jedoch nicht für einen Wohnsitz in der Schweiz 
spreche. Als Beweis reicht er act. B.2 ins Recht. Hierbei handelt es sich um vom 
U._____ Kantonsspital bestätigte Behandlungstermine (Zeitraum vom 15. Januar 
2019 bis 20. Mai 2020 sowie Operationstermin vom 1. Januar 2019). Dieses Vor-
bringen sowie der Beleg hätten jedoch bei gebotener Sorgfalt bereits im vorin-
stanzlichen Verfahren eingereicht werden können. Das unechte Novum ist im vor-
liegenden Berufungsverfahren folglich nicht zu berücksichtigen (Art. 317 Abs. 1 
ZPO). Mit den im Aktenstück B.3 enthaltenen Bestätigungen etlicher ärztlicher Be-
handlungen bei der V._____ in der Schweiz versucht der Berufungskläger seine 
Präsenzen in der Schweiz im Jahr 2019 zu begründen. Auch hierbei handelt es 
sich um nicht zu berücksichtigende unechte Noven, welche er bei sorgfältiger Pro-
zessführung bereits im vorinstanzlichen Verfahren hätte einbringen können. Aus-
serdem korrespondieren die wenigsten Behandlungstermine mit den zuvor ge-
nannten ausgewiesenen Aufenthalten in der Schweiz. Abgesehen davon wäre es 
dem Berufungskläger möglich gewesen, seine jeweiligen Anreisen aus dem Aus-
land zu dokumentieren (Quittungen etc.), was er indessen unterliess. Auch die 
etlichen Aufenthalte des Berufungsklägers in der Schweiz sprechen für seinen 
Wohnsitz in der Schweiz.

6.2.7. Die Entkräftung dieser nachgewiesenen Bezugspunkte zur Schweiz bzw. zu 
G._____ gelingt dem Berufungskläger nicht. Es kann diesbezüglich vollumfänglich 
auf die Ausführungen der Vorinstanz in Erwägung 3.4 verwiesen werden. Was der 
Berufungskläger dagegen vorbringt, ist nicht stichhaltig. Entgegen seiner Ansicht 
spricht die Tatsache, dass er erst am 1. Januar 2019 – mithin beinahe erst ein 
Jahr nach seiner Abmeldung ins Ausland – einen Mietvertrag vorweisen kann, 
sehr wohl dafür, dass die Abmeldung aus prozesstaktischen Gründen erfolgt war. 
Selbst wenn es ihm nicht möglich gewesen wäre, aus der Schweiz eine Wohnung 
in K._____ zu finden, so bleibt eine über beinahe ein Jahr lang dauernde Suche 
vor Ort nicht plausibel. Kommt hinzu, dass er für seinen mutmasslichen Aufenthalt 
während dieser Zeit in K._____ keinen einzigen Beleg ins Recht legt, welcher sei-
ne Wohnsituation dokumentieren würde. Dies wäre ihm ohne weiteres zumutbar 
gewesen. Im Weiteren erschliesst sich der Berufungsinstanz nicht, weshalb der 
Berufungskläger beinahe ein Jahr nach einer für ihn passenden Wohnung gesucht 
haben soll, um schliesslich eine Wohnung anzumieten, welche anerkanntermas-

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sen (A.1, S. 7, Ziff. 23) mit Blick auf den langen Arbeitsweg von rund 150km äus-
serst ungünstig liegt. Die berufungsklägerische Argumentation, er habe aufgrund 
des ungünstigen Arbeitsmarktes diese Bedingungen eingehen müssen, verfängt 
nicht. Der Mietvertrag wurde erst nach Abschluss des Arbeitsvertrages unter-
zeichnet (vgl. RG act. V/30 und V/31). 

7. Vor dem Hintergrund des Gesagten ist festzuhalten, dass der Berufungs-
kläger nach Definition des LugÜ bzw. IPRG über einen Wohnsitz in der Schweiz 
verfügt. In Ermangelung einer Internationalität des Sachverhaltes richtet sich die 
örtliche Zuständigkeit folglich nach Art. 10 Abs. 1 und Abs. 2 lit. a ZPO bzw. Art. 
23 ff. ZGB. Wie bereits erwähnt, entspricht die Wohnsitzdefinition von Art 20 IPRG 
weitestgehend derjenigen von Art. 23 Abs. 1 ZGB (i.V.m. Art. 10 Abs. 2 ZPO). In 
casu erübrigt sich eine erneute Prüfung des Wohnsitzes unter Anwendung der 
zitierten ZPO- bzw. ZGB-Bestimmungen, da diese zu keinem von obiger Qualifika-
tion abweichenden Ergebnis führen würde. Es kann mithin auf die Ausführungen 
in E. 5.2 ff. verwiesen werden. Im Ergebnis gilt der Wohnsitz des Berufungsklä-
gers in G._____ als erstellt. Damit ist das Regionalgericht Surselva gestützt auf 
Art. 10 Abs. 1 lit. a ZPO örtlich zuständig. Die gegen den Eintretensentscheid er-
hobene Berufung erweist sich als unbegründet und ist abzuweisen.

8.1. Bei diesem Verfahrensausgang gehen die Kosten für das vorliegende Beru-
fungsverfahren – die in Anwendung von Art. 9 VGZ (BR 320.210) auf insgesamt 
CHF 6'000.00 festgesetzt werden – zulasten des Berufungsklägers (vgl. Art. 106 
Abs. 1 ZPO). Sie sind mit dem vom Berufungskläger geleisteten Kostenvorschuss 
in gleicher Höhe zu verrechnen.

8.2. Der Berufungskläger hat die Berufungsbeklagten überdies für das vorlie-
gende Verfahren angemessen zu entschädigen (Art. 106 Abs. 1 ZPO i.V.m. Art. 
95 Abs. 1 ZPO). Da keine Honorarnote der Rechtsvertreter der Berufungsbeklag-
ten im Recht liegt, ist die Entschädigung nach Ermessen festzusetzen. Die ver-
spätet eingereichte Berufungsantwort vom 16. April 2021 hat dabei unbeachtet zu 
bleiben. Entsprechend erweist sich auch der mit der Berufungsantwort angefallene 
Aufwand unter objektiven Gesichtspunkten als nicht geboten und damit als nicht 
entschädigungspflichtig (vgl. KGer GR ZK2 16 50/51 v. 21.3.2017 E. 7.3.2; vgl. 
auch Art. 2 Abs. 2 Ziff. 2 HV [BR 310.250], wonach lediglich der für die Prozess-
führung erforderliche Aufwand entschädigungspflichtig ist). Gleiches gilt bezüglich 
des Aufwandes im Zusammenhang mit dem Schreiben vom 21. April 2021. Dieser 
Aufwand war zwar geboten, musste sich die Rechtsvertreterin der Berufungsbe-
klagten doch zu den Gründen der verspäteten Einreichung ihrer Berufungsantwort 
äussern und darlegen, weshalb die Eingabe gleichwohl zu berücksichtigen ist, 

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doch sind die Berufungsbeklagten in diesem Punkt vollständig unterlegen. Ent-
schädigungsberechtigt erweist sich somit lediglich der erforderliche Aufwand für 
die Auseinandersetzung mit dem angefochtenen vorinstanzlichen Entscheid und 
mit der Berufungseingabe des Berufungsklägers sowie die damit zusammenhän-
genden Besprechungen mit der Mandantschaft. Dieser Aufwand ist nach Ermes-
sen auf CHF 1'000.00 inklusive Spesen und Mehrwertsteuer festzulegen. 

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Demnach wird erkannt:

1. Die Berufung wird abgewiesen. 

2. Die Kosten des Berufungsverfahrens in Höhe von CHF 6'000.00 gehen zu-
lasten von A._____ und werden mit dem von ihm geleisteten Kostenvor-
schuss in derselben Höhe verrechnet. 

3. A._____ hat B._____ für das Berufungsverfahren mit total CHF 1'000.00 
(inkl. Spesen und MwSt.) zu entschädigen. 

4. Gegen diese, einen Streitwert von mindestens CHF 30'000.00 betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG Beschwerde in 
Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, ge-
führt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 
Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in 
der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

5. Mitteilung an: