# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 118e6ab9-f95b-5a34-a061-22d5725fc255
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-09-07
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Strafkammer 07.09.2021 SK2 2021 62
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_005_SK2-2021-62_2021-09-07.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Verfügung vom 7. September 2021

Referenz SK2 21 62

Instanz II. Strafkammer 

Besetzung Nydegger, Vorsitzender
Brunner, Aktuar ad hoc

Parteien A._____
Beschwerdeführerin

gegen

B._____
Beschwerdegegner

Gegenstand Beschimpfung etc.

Anfechtungsobj. Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 
5. August 2021, mitgeteilt am 11. August 2021 
(Proz. Nr. VV.2020.804)

Mitteilung 9. September 2021

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Sachverhalt

A. A._____ reichte im Rahmen eines Strafverfahrens gegen sie eine Anzeige 
gegen B._____ wegen falscher Anschuldigung ein. Diese Anzeige gab sie am 8. 
Dezember 2019 im Rahmen ihrer Einvernahme zu Protokoll. Am 15. November 
2020 erfolgte eine weitere Anzeige gegen B._____ wegen Tätlichkeit und Ehrver-
letzung.

B. Die Staatsanwaltschaft Graubünden (fortan Staatsanwaltschaft) erliess am 
5. August 2021, mitgeteilt am 11. August 2021, eine Einstellungsverfügung und 
stellte das Strafverfahren gegen B._____ betreffend die oben genannten Delikte 
ein.

C. Dagegen erhob A._____ (nachfolgend Beschwerdeführerin) am 20. August 
2021 (Poststempel) Beschwerde ans Kantonsgericht von Graubünden (fortan Kan-
tonsgericht).

D. Die Akten der Staatsanwaltschaft wurden beigezogen. Auf die Einholung 
von Stellungnahmen wurde verzichtet. Die Sache erweist sich als spruchreif.

Erwägungen

1.1. Gemäss Art. 322 Abs. 2 sowie Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO in Verbindung mit 
Art. 22 EGzStPO (BR 350.100) kann gegen Einstellungsverfügungen der Staats-
anwaltschaft beim Kantonsgericht Beschwerde geführt werden. Die Behandlung 
der Beschwerde fällt in die Zuständigkeit der II. Strafkammer des Kantonsgerichts 
(Art. 10 Abs. 1 KGV [BR 173.110]). Die Beschwerde ist innert zehn Tagen schrift-
lich und begründet einzureichen (Art. 322 Abs. 2 StPO; Art. 396 Abs. 1 StPO). Die 
beschwerdeführende Partei hat dabei genau anzugeben, welche Punkte der Ver-
fügung sie anficht (Art. 385 Abs. 1 lit. a StPO), welche Gründe einen anderen Ent-
scheid nahelegen (Art. 385 Abs. 1 lit. b StPO) und welche Beweismittel sie anruft 
(Art. 385 Abs. 1 lit. c StPO). Mit Beschwerde können gemäss Art. 393 Abs. 2 StPO 
sowohl Rechtsverletzungen, einschliesslich Überschreitung und Missbrauch des 
Ermessens, Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung (lit. a), als auch die un-
vollständige oder unrichtige Feststellung des Sachverhalts (lit. b) gerügt werden. 
Ferner kann die Rüge der Unangemessenheit (lit. c) erhoben werden.

1.2. Die vorliegende Beschwerde gegen die Einstellungsverfügung der Staats-
anwaltschaft vom 5. August 2021, mitgeteilt am 11. August 2021, wurde mit Ein-
gabe vom 20. August 2021 (Poststempel) rechtzeitig beim Kantonsgericht einge-

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reicht. Unter Vorbehalt der nachfolgenden Ausführungen ist auf die Beschwerde 
einzutreten.

2.1. Die Beschwerde hat sich gegen konkrete Beschlüsse, Verfügungen und 
Verfahrenshandlungen zu richten. Auf eine Beschwerde mit bloss pauschaler Kri-
tik an der angeblich mangelhaften Untersuchungsführung und deren Einfluss auf 
die Qualität der Beweise, oder mit der abstrakte Fragen der Rechtsanwendung 
unterbreitet werden, ist nicht einzutreten. Die Beschwerdeinstanz ist keine Art "Er-
satz-Untersuchungsbehörde", welche gestaltend Einfluss auf die Untersuchung 
oder die Modalitäten der Untersuchungsführung nimmt (vgl. Patrick Guidon, in: 
Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar zur Schweizerischen Straf-
prozessordnung, 2. Aufl., Basel 2014, N 6b zu Art. 397 StPO; Andreas J. Keller, 
in: Donatsch et al. [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung 
StPO, 3. Aufl., Zürich 2020, N 12a zu Art. 393 StPO; Niklaus Oberholzer, Grund-
züge des Strafprozessrechts, 3. Aufl., Bern 2012, Rz. 1597). Der Gegenstand des 
Beschwerdeverfahrens wird damit durch den angefochtenen Beschluss bzw. die 
angefochtene Verfügung oder Verfahrenshandlung begrenzt; durch die Beschwer-
deinstanz kann – abgesehen von Fällen der Rechtsverweigerung oder
-verzögerung – grundsätzlich nur überprüft werden, was von der Vorinstanz ent-
schieden wurde (KGer GR SK2 18 8 v. 29.7.2019 E. 1.2).

2.2. Die Staatsanwaltschaft stellte am 5. August 2021 das Strafverfahren gegen 
den Beschwerdegegner wegen Tätlichkeit gemäss Art. 126 Abs. 1 StGB, Be-
schimpfung gemäss Art. 177 Abs. 1 StGB und falscher Anschuldigung gemäss 
Art. 303 Ziff. 1 StGB ein (act. E.1). Nicht Gegenstand der angefochtenen Einstel-
lungsverfügung bildet demgegenüber ein allfälliger Vorwurf der Tierquälerei im 
Sinne von Art. 26 TSchG. Zwar hat die Beschwerdeführerin bereits am 8. Juli 
2020 gegenüber der Polizei ausgeführt, der Beschwerdegegner habe den Hund 
eines Bekannten mit der Faust geschlagen (StA act. 4.2 und 4.8). Dazu äussert 
sich die angefochtene Einstellungsverfügung indes nicht, sodass der Vorwurf der 
Tierquälerei auch nicht Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens sein 
kann. In Anbetracht dessen kann und muss dem auch im Beschwerdeverfahren 
erhobenen Vorwurf, der Beschwerdegegner habe auf seinem Grundstück einen 
Hund massiv geschlagen (vgl. act. A.1, S. 1 f.), nicht näher nachgegangen wer-
den. Sofern die Beschwerdeführerin vorbringt, das Schlagen eines Tieres sei als 
Tierquälerei zu werten und zur Anzeige zu bringen (act. A.1, S. 2), ist darauf hin-
zuweisen, dass Strafanzeigen an die Polizei oder die Staatsanwaltschaft zu rich-
ten sind (vgl. Art. 301 i.V.m. Art. 12 StPO). Indem die Staatsanwaltschaft sowohl 
die Beschwerdeschrift als auch den vorliegenden Entscheid zur Kenntnis mitgeteilt 

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erhält, ist der Weiterleitungspflicht im Sinne von Art. 91 Abs. 4 Satz 2 StPO Genü-
ge getan, sofern sie denn überhaupt noch besteht angesichts des zuvor geschil-
derten Umstandes, dass die Beschwerdeführerin den Vorwurf der Tierquälerei 
gegenüber der Polizei – und damit gegenüber einer zur Entgegennahme von 
Strafanzeigen verpflichteten Behörde – bereits geäussert hat. 

3.1. Was den Vorwurf der falschen Anschuldigung gemäss Art. 303 Ziff. 1 StGB 
anbelangt, so hielt die Staatsanwaltschaft in ihrer Einstellungsverfügung fest, die 
Beschwerdeführerin habe im Rahmen einer polizeilichen Einvernahme selber zu-
gegeben, dass sie den Beschwerdegegner bis zum Grundstück an der 
C.________ in D.________, wo dieser gewohnt habe, nachgegangen sei. Unter 
diesen Umständen könne nicht behauptet werden, der Beschwerdegegner habe 
wider besseres Wissens der Beschwerdeführerin gegenüber eine falsche An-
schuldigung geäussert. Zumindest objektiv betrachtet stehe fest, dass die Be-
schwerdeführerin das Grundstück betreten habe. Die anderen geltend gemachten 
Straftatbestände hätten nicht rechtsgenügend nachgewiesen werden können. In-
sofern könne aber nicht behauptet werden, der Beschwerdegegner habe bei der 
Behauptung der Vorwürfe der Beschwerdeführerin gegenüber mit direktem Vor-
satz agiert (act. E.1, Ziff. 1).

3.2. Gemäss Art. 303 Ziff. 1 StGB wird wegen falscher Anschuldigung bestraft, 
wer einen Nichtschuldigen wider besseres Wissen bei der Behörde eines Verbre-
chens oder Vergehens beschuldigt, in der Absicht, eine Strafverfolgung gegen ihn 
herbeizuführen. Der Tatbestand schützt in erster Linie die Zuverlässigkeit der 
Rechtspflege. Die Tathandlung führt zu einem unnützen Einsatz öffentlicher Mittel. 
Daneben handelt es sich bei der falschen Anschuldigung aber auch um ein Delikt 
gegen die Person. Geschützt werden danach die Persönlichkeitsrechte zu Unrecht 
Angeschuldigter mit Bezug auf deren Ehre, Freiheit, Privatsphäre, Vermögen usw. 
(vgl. BGE 136 IV 170 E. 2.1 m.w.H.). Tathandlung ist das Beschuldigen, d.h. die 
verbale Behauptung, jemand habe ein Verbrechen oder Vergehen begangen. Eine 
besondere Form ist nicht erforderlich (Stefan Trechsel/Mark Pieth, in: Trech-
sel/Pieth [Hrsg.], Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 3. Aufl., 
Zürich 2018, N 3 zu Art. 303 StGB). Ausschlaggebend ist die Tatsachenbehaup-
tung; eine bewusst falsche rechtliche Würdigung ist nicht strafbar (vgl. Trech-
sel/Pieth, a.a.O., N 4 zu Art. 303 StGB m.w.H.). Irregeführt werden kann die 
Behörde daher nur durch die falsche tatsächliche Darstellung; das Recht hat sie 
selber zu kennen (Günter Stratenwerth/Felix Bommer, Schweizerisches Strafrecht, 
Besonderer Teil II: Straftaten gegen Gemeininteressen, 7. Aufl., Bern 2013, § 55 
N 7). Die Behauptung muss im Wesentlichen unrichtig sein – geringfügige Über-

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treibungen erfüllen den Tatbestand nicht (Vera Delnon/Bernhard Rüdy, in: Nigg-
li/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, Strafrecht II, 4. Aufl., Basel 2019, N 18 
zu Art. 303 StGB; Stratenwerth/Bommer, a.a.O., § 55 N 13; Trechsel/Pieth, a.a.O., 
N 4 zu Art. 303 StGB). Der subjektive Tatbestand erfordert Vorsatz und in Bezug 
auf die Unwahrheit der Beschuldigung Handeln wider besseres Wissen. Das Be-
wusstsein, die Behauptung könnte möglicherweise falsch sein, genügt mithin 
nicht. Der Täter muss vielmehr sicher darum wissen, dass die Anschuldigung un-
wahr ist. Eventualvorsatz scheidet insoweit aus (BGE 136 IV 170 E. 2; BGer 
1C_230/2018 v. 26.3.2019 E. 4.1). Der Täter muss sodann in der Absicht handeln, 
eine Strafverfolgung herbeizuführen. Insoweit genügt Eventualabsicht (BGE 
80 IV 11).

3.3. Durch die Schilderung der angeblichen Tierquälerei macht die Beschwerde-
führerin implizit geltend, dass sie berechtigt gewesen sei, das Grundstück des Be-
schwerdegegners zu betreten, um diesen am Schlagen des Hundes zu hindern. 
Damit gesteht sie jedoch selbst zu, dass sie das Grundstück des Beschwerdegeg-
ners gegen dessen Willen betreten hat. Insofern ist der Staatsanwaltschaft zuzu-
stimmen, zumindest objektiv betrachtet stehe fest, dass die Beschwerdeführerin 
das Grundstück betreten habe. Die entsprechenden Tatsachenbehauptungen des 
Beschwerdegegners sind damit jedenfalls insoweit nicht unwahr. Fragen liesse 
sich höchstens, ob dem Beschwerdegegner unter dem Titel von Art. 303 StGB 
vorwerfbar wäre, falls er im Rahmen der Anzeigeerstattung gewisse Umstände – 
hier insbesondere ein allfälliges Schlagen des Hundes – unerwähnt gelassen hätte 
(vgl. zu diesbezüglichen Auslassungen auch BGE 72 IV 74). Zu bedenken gilt je-
doch, dass es sich dabei – sofern das Schlagen des Hundes denn tatsächlich 
stattgefunden hat – um die Beschwerdeführerin entlastende Umstände gehandelt 
hätte, welche die Unrechtmässigkeit des Betretens allenfalls aufgehoben hätten 
und damit den Tatbestand des Hausfriedensbruchs gemäss Art. 186 StGB hätten 
entfallen lassen. Jedenfalls von einem Anzeigeerstatter, welcher gleichzeitig auch 
geschädigte Person im Sinne von Art. 115 StPO ist, kann jedoch nicht verlangt 
werden, dass er im Rahmen der Anzeigeerstattung auch auf die beschuldigte Per-
son entlastende Umstände hinweist. Denn diesbezüglich trägt zum einen die be-
schuldigte Person eine gewisse Mitwirkungspflicht (vgl. Niklaus Schmid/Daniel 
Jositsch, Schweizerische Strafprozessordnung, Praxiskommentar, 3. Aufl., 
Zürich 2018, N 2a zu Art. 10 StPO mit Verweis auf BGer 6B_869/2010 v. 
16.9.2011 E. 4; Esther Tophinke, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler 
Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 2. Aufl., Basel 2014, N 21 zu 
Art. 10 StPO; ferner Peter Albrecht, Strafprozessuale Dimensionen im Notwehr-
recht, ZStrR 2020, S. 3 ff.), zum anderen haben die Strafbehörden auch den ent-

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lastenden Umständen von Amtes wegen nachzugehen (vgl. Art. 6 Abs. 2 StPO). 
Kommt hinzu, dass nicht zuletzt aufgrund der hohen Strafdrohung von Art. 303 
StGB an die Erfüllung des Tatbestandes hohe Anforderungen zu stellen sind 
(BGer 1C_230/2018 v. 26.3.2019 E. 4.1). Vor diesem Hintergrund ist eine Behaup-
tung auch dann im Wesentlichen als wahr anzusehen, wenn zwar die unrechtsin-
dizierenden Umstände zutreffend geschildert werden, die für einen Rechtferti-
gungsgrund sprechenden, entlastenden Umstände im Rahmen der Anzeigeerstat-
tung jedoch unerwähnt bleiben. So soll der Tatbestand der falschen Anschuldi-
gung denn auch das kriminalpolitische Interesse der Aufdeckung von Straftaten 
nicht gefährden, sondern es jedermann ermöglichen, eine von ihm eines Delikts 
verdächtige Person auch dann bedenkenlos anzuzeigen, wenn er nicht mit Be-
stimmtheit von ihrer Täterschaft weiss (BGer 1C_230/2018 v. 26.3.2019 E. 4.1). 
Daraus folgt, dass selbst dann, wenn der Beschwerdegegner den Hund des Be-
kannten tatsächlich in der von der Beschwerdeführerin geschilderten Art und Wei-
se geschlagen haben sollte, nicht gesagt werden könnte, seine Anzeige betreffend 
Hausfriedensbruch stelle objektiv eine falsche Anschuldigung dar. Umso weniger 
ist zudem der subjektive Tatbestand erfüllt. Indem die Beschwerdeführerin vor-
bringt, sie sei berechtigt gewesen, das Grundstück des Beschwerdegegners zu 
betreten, um diesen am Schlagen des Hundes zu hindern, beruft sie sich (wohl) 
sinngemäss auf den Rechtfertigungsgrund der Wahrung berechtigter Interessen. 
Grundsätzlich wäre dabei das Hausrecht des Beschwerdegegners gegen das 
Tierwohl abzuwägen. Zu wessen Gunsten diese Abwägung ausfallen würde, 
braucht vorliegend indes nicht abschliessend beurteilt zu werden. Denn die Inter-
essenabwägung erscheint jedenfalls nicht derart eindeutig (vgl. zur zurückhalten-
den Anwendung des Rechtfertigungsgrundes der Wahrung berechtigter Interessen 
Stefan Trechsel/Christopher Geth, in: Trechsel/Pieth [Hrsg.], Schweizerisches 
Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 3. Aufl., Zürich 2018, N 13 zu Art. 14 StGB), 
dass dem Beschwerdegegner als juristischem Laien unterstellt werden könnte, er 
habe mit hinreichender Sicherheit darum gewusst, dass das (angebliche) Schla-
gen des Hundes der Beschwerdeführerin eine Berechtigung für das Betreten des 
Grundstücks verschaffen würde. Der subjektive Tatbestand von Art. 303 StGB, 
welcher nebst direktem Vorsatz positive Kenntnis um die Unwahrheit der vorge-
brachten Bezichtigung voraussetzt und damit Eventualvorsatz nicht genügen lässt 
(vgl. oben Erwägung 3.2), kann dem Beschwerdegegner nicht rechtsgenüglich 
nachgewiesen werden. Die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren wegen falscher 
Anschuldigung gemäss Art. 303 StGB demnach zu Recht eingestellt. Die Be-
schwerde ist in diesem Punkt abzuweisen.

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4.1. Was den Strafantrag gegen den Beschwerdegegner wegen Tätlichkeiten 
und Ehrverletzungen angeht, führte die Staatsanwaltschaft aus, es lasse sich nicht 
rechtsgenügend nachweisen, dass die Schilderungen der Beschwerdeführerin den 
Fakten entsprächen. Der Beschwerdegegner habe die Vorwürfe bestritten und der 
Zeuge habe ihre Aussage ebenfalls nicht bestätigen können (act. E.1, Ziff. 2).

4.2. Diesbezüglich bringt die Beschwerdeführerin lediglich vor, dass es im Bus 
dunkel gewesen sei und sie dem Beschwerdegegner seit Jahren aus dem Weg 
gehe (act. A.1, S. 2). Inwiefern diese Ausführungen etwas am Schluss der Staats-
anwaltschaft, der von der Beschwerdeführerin erhobene Vorwurf der Tätlichkeit 
und der Beschimpfung lasse sich nicht rechtsgenüglich nachweisen, etwas zu än-
dern vermöchten, ist nicht ersichtlich. Die Beschwerdeführerin zeigt nicht rechst-
genüglich auf, inwiefern sich der Vorwurf der Tätlichkeit und der Ehrverletzungsde-
likte dadurch beweisen liesse, womit sie ihrer Begründungspflicht nicht nach-
kommt. Die von ihr beschriebenen Umstände vermögen die Ausführungen der 
Staatsanwaltschaft daher nicht umzustossen. Die Beschwerde ist somit auch in 
diesem Punkt abzuweisen, sofern darauf überhaupt eingetreten werden kann.

5. Da sich die Beschwerde als offensichtlich unbegründet erweist, ergeht der 
vorliegende Entscheid in einzelrichterlicher Kompetenz (Art. 18 Abs. 3 GOG 
[BR 173.000]; Art. 11 Abs. 2 KGV).

6. Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe 
ihres Obsiegens oder Unterliegens. Als unterliegend gilt auch die Partei, auf deren 
Rechtsmittel nicht eingetreten wird oder die das Rechtsmittel zurückzieht (Art. 428 
Abs. 1 StPO). Damit unterliegt die Beschwerdeführerin im vorliegenden Be-
schwerdeverfahren vollständig, sodass sie die Gerichtskosten zu tragen hat. Letz-
tere werden in Anwendung von Art. 8 in Verbindung mit Art. 10 der Verordnung 
über die Gerichtsgebühren in Strafsachen (VGS; BR 350.210) auf CHF 200.00 
festgesetzt. Mangels Einholen von Stellungnahmen sind keine Parteientschädi-
gungen zu sprechen.

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Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 200.00 gehen zu Lasten 
von A._____.

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 78 ff. BGG Beschwerde in 
Strafsachen an das Bundesgericht geführt werden. Die Beschwerde ist dem 
Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, schriftlich innert 
30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in 
der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 78 ff. und 90 ff. 
BGG.

4. Mitteilung an: