# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 10767b84-13e2-5734-ad86-1e5963f77d99
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-06-26
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 26.06.2018 II 2017 104
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2017-104_2018-06-26.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II

II 2017 104

Entscheid vom 26. Juni 2018 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
Dr.iur. Thomas Twerenbold, Gerichtsschreiber

Parteien A.________ AG,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. R.________, 

gegen

Gemeinderat Altendorf, Dorfplatz 3, Postfach 155, 
8852 Altendorf,
Vorinstanz,

Gegenstand Kausalabgaben (Wasser- und Abwasseranschlussgebühren)

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Sachverhalt:

A. Die A.________ AG ist Eigentümerin (bzw. Baurechtsberechtigte) der (im 
Baurecht erstellten) Geschäftsliegenschaft B.________ (GB-Nr. xxxx) auf dem 
Grundstück KTN yyyy in der Gemeinde Altendorf/SZ. Das Grundstück befindet 
sich in der Gewerbezone, für welche zusätzlich der Quartiergestaltungsplan 
Z.________ mit Sonderbauvorschriften gilt. Das Gebäude verfügt über ein Un-
tergeschoss (UG), ein Erdgeschoss (EG) und zwei Obergeschosse (1. + 2. OG) 
sowie ein Dachgeschoss (DG). Es grenzt mit seiner Nordfassade an die Auto-
bahn A3. Verkehrsmässig erschlossen wird das Grundstück durch die 
N.________strasse (via Autobahnunterführung mit Anschluss an die 
O.________strasse) und die P.________strasse (auf der von der Autobahn ab-
gewandten Seite des Gebäudes). 

Nach Fertigstellung im Jahr 1992 wurde das Gebäude zunächst (bis 1995) durch 
ein Versandhaus (C.________) als Zentrale und Lager benutzt. Anschliessend 
wurde darin durch eine Schweizer Modekette (D.________) im Erdgeschoss 
(EG) und den beiden Obergeschossen (1. + 2. OG) ein Logistikzentrum sowie ein 
Lager im Untergeschoss (UG) betrieben und das Dachgeschoss (DG) an einen 
Reiseveranstalter (E.________) für den Betrieb eines Logistik und Callcenters 
(einschliesslich einer Kantine-Küche und einer 5 1/2-Zi-Attika-Mietwohnung) un-
tervermietet (vgl. dazu insb. Beschwerde, S. 4 f. Ziff. III./4.-8. und S. 6 
Ziff. III./12.).

Für den Anschluss an die Wasserversorgung der Gemeinde Altendorf (WVA) und 
die Mitbenützung der bestehenden Wasserversorgungsanlagen sowie für den 
Anschluss an die Kanalisation und Abwasserreinigungsanlage (ARA) wurden in 
Anwendung des damals gültigen kommunalen Wasserversorgungs-Reglements 
vom 10. März 1981 (aWVR) und des kommunalen Kanalisations-Reglements 
vom 10. März 1981 (aKR) von der Werkkommission der Gemeinde Altendorf mit 
Einschätzungsverfügung vom 9. Juni 1994 (einmalige) Wasseranschlussge-
bühren von Fr. 178'920.-- (entsprechend 15 Promille des Neubauwerts gemäss   
kantonaler Güterschatzung) sowie (einmalige) Kanalisationsbeiträge von 
Fr. 190'848.-- (entsprechend 16 Promille des Neubauwerts gemäss kantonaler 
Güterschatzung) und Klärbeiträge von Fr. 7'000.-- (entsprechend Anzahl Bewoh-
nerwerte 35 à Fr. 200.--) erhoben (Bf-act. 5 = Vi-act. 9).

B. Am 2. August 2016 reichte die A.________ AG bei der Gemeinde Altendorf 
ein Baugesuch (Datum: 29.7.2016) um Umnutzung, Fassadensanierung und 
Neugestaltung Eingangsbereich Gewerbehaus ein (Vi-act. 15 ff.). Dem Bauge-
such vorausgegangen waren verschiedene Vorabklärungen zur Umnutzung des 

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Gewerbehauses B.________ insbesondere im Zusammenhang mit der Schaf-
fung eines geplanten Wohncenters auf den drei Stockwerken (Möbelverkauf: EG, 
1. + 2. OG) (vgl. Vi-act. 10 ff.; insb. Schreiben vom 17.11.2015 betr. Umnutzung 
Liegenschaft Gewerbehaus B.________, Auswirkungen auf die Kantonsstrasse + 
Möglichkeit von Erdsonden resp. Wärmegewinnung aus Grundwasser; vgl. Bf-
act. 7a u. Vi-act. 12). Nach Ergänzung bzw. Überarbeitung der Unterlagen er-
stellte das Amt für Raumentwicklung gestützt auf die Stellungnahmen der kanto-
nalen Fachstellen mit Gesamtentscheid vom 3. Mai 2017 die kantonale Baube-
willigung (Vi-act. 18). Anschliessend erteilte der Gemeinderat Altendorf mit Be-
schluss vom 5. Mai 2017, unter Einschluss des Gesamtentscheides des Amtes 
für Raumentwicklung, auch die kommunale Baubewilligung unter Auflagen und 
Nebenbestimmungen (Vi-act.19).

Nach Erteilung der baurechtlichen Bewilligung für "Umbau und Sanierung Ge-
werbehaus, Nutzungsänderung Lager zu Verkauf" stellte der Bausekretär des 
Bauamtes der Gemeinde Altendorf mit E-Mail vom 11. Mai 2017 der A.________ 
AG einen Entwurf für die Verfügung der (ergänzend zu entrichtenden) An-
schlussgebühren zu und forderte die A.________ AG auf, für die Neuberechnung 
der Anschlussgebühren aufgrund der ermittelten Gebäudevolumen entsprechend 
dem neuen Wasserversorgungsreglement 2010 (nWVR) und dem neuen Abwas-
serreglement 2010 (AR) beide gültig ab 1. Oktober 2010 gegebenenfalls ihre ei-
gene kubische Berechnung nach SIA-Norm 416 zukommen zu lassen (Vi-
act. 21). 

Mit E-Mail vom 16. Mai 2017 übermittelte die A.________ AG die durch den be-
auftragten Architekten vorgenommene kubische Berechnung nach SIA-Norm 416 
für das Geschäftshaus mit Wohnung und Büro im Attikageschoss (Gesamttotal 
56'595 m3) sowie für die Umnutzung von Logistik- in Verkaufsflächen (Gesamtto-
tal 27'427 m3) (vgl. Bf-act. 9 = Vi-act. 22). Zugleich jedoch bemerkte die 
A.________ AG grundsätzlich, dass gemäss Wasserversorgungsreglement 
(Art. 54 nWVR; entspr. Art. 24 AR) für Instandhaltungs- und Instandstellungsar-
beiten sowie Baumassnahmen, durch welche Wertverbesserungen vorgenom-
men würden, ohne dass Raum neu geschaffen werde, keine Anschlussgebühren 
zur Zahlung fällig würden, sowie ihrer Ansicht nach auch keine Umnutzung vor-
liege, welche eine nochmalige Gebührenerhebung rechtfertige, und daher – bis 
auf die unwesentliche Vergrösserung des Eingangsbereichs – weder für Wasser 
noch für Abwasser (nachträgliche) Anschlussgebühren geschuldet seien, und 
wenn überhaupt, ein Ausnahmefall gemäss Wasserversorgungsreglement 
(Art. 54 Abs. 4 nWVR) und Abwasserreglement (Art. 24 Abs. 4 AR) vorliege, 
weshalb die Gebühren auf 50 Prozent reduziert werden müssten.

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C. Ausgehend zunächst von der übermittelten kubischen Berechnung für das 
Geschäftshaus mit Wohnung und Büro im Attikageschoss (Gesamttotal 
56'595 m3) nahm die Tiefbaukommission der Gemeinde Altendorf mit Verfügung 
vom 28. Juni 2017 (Versand: 11.07.2017) in Anwendung des neuen Wasserver-
sorgungsreglements 2010 (nWVR) und Abwasserreglements 2010 (AR) eine 
Neuberechnung der Wasser- und Abwasseranschlussgebühren (anhand des 
umbauten Raums multipliziert mit den nach Gebäudezweck differenzierten Ge-
bührenansätzen pro m3 sowie ARA-Beitrag je Bewohnergleichwert [BW]) vor und 
brachte davon die früher bezahlten Anschlussgebühren (berechnet in Promillen 
des Neubauwerts gemäss kantonaler Güterschatzung sowie ARA-Beitrag je Be-
wohnerwert [BW]) in Abzug. Daraus resultierten für das Bauvorhaben (zunächst) 
ergänzende Wasseranschlussgebühren von Total Fr. 155'084.04 inkl. 2.5% 
MwSt und Abwasseranschlussgebühren von Total Fr. 141'071.22 inkl. 8.0% 
MwSt (Bf-act. 11 = Vi-act. 23). 

Auf Einsprache der A.________ AG vom 31. Juli 2017 hin (Bf-act. 12 = Vi-
act. 24) zog die Tiefbaukommission der Gemeinde Altendorf ihre Verfügung in 
Wiedererwägung und setzte die Wasser- und Abwasseranschlussgebühren mit 
Verfügung vom 18. September 2017 (bzw. anschliessender Rektifizierung vom 
28.9.2017) neu fest (vgl. Bf-act. 16 u. 18 f.). Gestützt auf die kubische Berech-
nung der Umnutzung von Logistik- in Verkaufsflächen (27'472 m3) multipliziert mit 
dem Gebührenansatz für Büro- und Gewerbebauten von Fr. 7.-- pro m3 (neue 
Nutzung) abzüglich Gebührenansatz für Lagerhallen von Fr. 3.50 pro m3 (bishe-
rige Nutzung) ermittelte die Tiefbaukommission nunmehr nachträgliche (ergän-
zende) Wasseranschlussgebühren von Total Fr. 98'394.36 inkl. 2.5% MwSt und 
Abwasseranschlussgebühren von Total Fr. 103'674.06 inkl. 8.0% MwSt (vgl. Bf-
act. 19). Im Übrigen verwies die Tiefbaukommission darauf, dass nur der Ge-
meinderat aufgrund eines ausgewiesenen Fachberichts eine Reduktion der Was-
ser- und Abwasseranschlussgebühren bewilligen könne (vgl. Vi-act. 17). 

D. Gegen die Verfügung der Tiefbaukommission der Gemeinde Altendorf vom 
18. September 2017 (bzw. deren Rektifizierung vom 28.9.2017) erhob die 
A.________ AG am 5. Oktober 2017 wiederum Einsprache beim Gemeinderat 
Altendorf (vgl. Bf-act. 20) unter Beilage eines Fachberichts Anschlussgebühren 
der F.________ AG vom 3. Oktober 2017 (Bf-act. 24 = Vi-act. 25) und stellte da-
zu folgende Rechtsbegehren:

1. Es sei die Verfügung vom 18. September 2017, versendet am 28. September 
2017, vollumfänglich aufzuheben.

2. Eventuell seien die Wasseranschlussgebühren und die 
Abwasseranschlussgebühren um mind. 50 % zu reduzieren.

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3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der 
Einsprachegegnerin.

Nach Ansicht der A.________ AG fehlt es grundsätzlich an den Vor-
aussetzungen für die Erhebung von (nachträglichen) Anschlussgebühren, da im 
Vergleich zur früheren Nutzung kein Raum neu geschaffen werde, und auch die 
Art der Überbauung des angeschlossenen Grundstückes nicht geändert werde. 
In jedem Fall sei gestützt auf den Fachbericht eine Reduktion der Anschlussge-
bühren auf 50% der Normalgebühr geboten und zulässig.

E. Mit Beschluss vom 20. Oktober 2017 lehnte der Gemeinderat Altendorf die 
Einsprache der A.________ AG gegen die Gebühren sowie das Gesuch um Re-
duktion der Anschlussgebühren ab (Bf-act. 1 = Vi-act. 26). Zur Begründung wur-
de angeführt, das Ausmass des geplanten Umbaus und die teilweise Umnutzung 
würden die Instandhaltungs- und Instandstellungsarbeiten im Sinne von Art. 54 
Abs. 1 nWVR bzw. Art. 24 Abs. 1 AR bei weitem überschreiten. Mit Bezug auf die 
mutmasslichen Baukosten von Fr. 1'500'000.-- und die Umnutzung sei vielmehr 
von neubauartigen Veränderungen auszugehen, womit die Neuberechnung der 
Anschlussgebühren gemäss Art. 54 Abs. 2 nWVR, bzw. Art. 24 Abs. 5 AR, ge-
rechtfertigt seien. Die ursprüngliche Berechnung der Anschlussgebühren für den 
Neubau habe auf dem Ansatz für Lagerhallen basiert. Die geplante Nutzung sei 
neu als Gewerbe einzustufen, was eine Neuberechnung zum höheren Satz 
rechtfertige. Eine Reduktion der Anschlussgebühren nach Art. 54 Abs. 4 nWVR 
bzw. Art. 24 Abs. 4 des AR sei nicht gerechtfertigt.

Auf ein Wiedererwägungsgesuch der A.________ AG vom 8. November 2017 
(Bf-act. 22) trat der Gemeinderat Altendorf sodann mit Schreiben vom 13. No-
vember 2017 nicht ein (Bf-act. 23).

F. Gegen den Beschluss des Gemeinderates Altendorf vom 20. Oktober 2017 
(Versand: 2.11.2017) lässt die A.________ AG mit Eingabe vom 22. November 
2017 (Postaufgabe am gleichen Tag) rechtzeitig innerhalb der Rechtsmittelfrist 
von 20 Tagen Beschwerde beim Regierungsrat des Kantons Schwyz erheben mit 
folgendem Rechtsbegehren:

1. Es sei der Beschluss des Gemeinderates Altendorf vom 20. Oktober 2017 
aufzuheben und die Verfügung der Tiefbaukommission Altendorf betreffend 
Erhebung von Wasseranschlussgebühren gemäss Art. 54 
Wasserversorgungsreglement und Abwasseranschlussgebühren gemäss Art. 
24 Abwasserreglement vollumfänglich aufzuheben und statt dessen die 
Wasseranschlussgebühren auf CHF 0.00 und die 
Abwasseranschlussgebühren ebenfalls auf CHF 0.00 festzulegen.

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2. Eventuell seien die Wasseranschlussgebühren von CHF 191‘989.00 und 
die Abwasseranschlussgebühren von CHF 191‘989.00 um 50 % auf je    
CHF 95‘994.50 zu reduzieren.

3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der 
Beschwerdegegnerin.

G. Mit Verfügung vom 28. November 2017 überweist der Regierungsrat die 
Beschwerde gestützt auf § 52 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
(VRP; SRSZ 234.110) vom 6. Juni 1974 als Sprungbeschwerde zum Entscheid 
ans Verwaltungsgericht.

H. Mit Vernehmlassung ans Verwaltungsgericht vom 21. Dezember 2017 
beantragt der Gemeinderat Altendorf die kostenfällige Abweisung der 
Beschwerde, soweit darauf eingetreten werden kann. 

Die A.________ AG hält in ihrer Stellungnahme vom 30. Januar 2018 dazu an 
ihren Anträgen fest. 

Der Gemeindesrat Altendorf schliesst in seiner Stellungnahme vom 15. Februar 
2018 unverändert auf Abweisung der Beschwerde.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Im Kanton Schwyz erheben die Gemeinden nach § 51 des kantonalen Pla-
nungs- und Baugesetzes (PBG; SRSZ 400.100) vom 14. Mai 1987 für den An-
schluss an die Versorgungs- und Entsorgungsnetze der Gemeinde oder ihrer 
Anstalten einmalige Anschlussbeiträge oder Anschlussgebühren und für die 
Benützung wiederkehrende Betriebsgebühren (Abs. 1). Schuldpflicht, Vorausset-
zungen und Höhe der Abgaben sind in den Grundsätzen in einem Reglement 
festzulegen (§ 51 Abs. 2 PBG).

1.2 Im Bereich des Abwasserrechts schreibt das Einführungsgesetz zum Ge-
wässerschutzgesetz (EGzGSchG; SRSZ 712.110) vom 19. April 2000 in Anwen-
dung des bundesrechtlich vorgeschriebenen Verursacherprinzips (Art. 3a, 60a 
des Bundesgesetzes über den Schutz der Gewässer [GSchG; SR 814.20] vom 
24.1.1991) zudem ebenfalls vor, dass die Gemeinden die Aufwendungen für die 
Siedlungsentwässerung durch a) Anschlussgebühren; b) Benutzungsgebühren; 
und c) Abgeltungen und Beiträge von Bund und Kanton decken. Zusätzlich kön-
nen sie im Abwasserreglement Erschliessungsbeiträge vorsehen.

Die Anschlussgebühr wird für den erstmaligen Anschluss einer Baute oder Anla-
ge an das öffentliche Kanalisationsnetz sowie bei wesentlichen Änderungen be-
stehender Bauten und Anlagen erhoben (§ 33 Abs. 1 EGzGSchG). Gemäss § 33 

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Abs. 2 EGzGSchG sind für die Festsetzung der Anschlussgebühr einzeln oder 
kombiniert zu berücksichtigen: 
a) die massgebende Nutzfläche; 
b) der Wert der Bauten und Anlagen; 
c) der umbaute Raum der Bauten und Anlagen; 
d) die maximal möglichen Einwohnergleichwerte; 
e) der Versickerungsanteil von nicht verschmutztem Abwasser.

Die Anschlussgebühr wird mit dem Anschluss an das öffentliche Kanalisations-
netz fällig. Das Reglement der Gemeinde kann Teilzahlungen oder provisorische 
Zahlungen bei der Erteilung der Baubewilligung vorsehen. Es legt die Fälligkeit 
der Anschlussgebühr in den übrigen Fällen fest (§ 33 Abs. 3 EGzGSchG).

1.3 Das alte Wasserversorgungs-Reglement der Gemeinde Altendorf vom 
10. März 1981 (aWVR) und das alte Kanalisations-Reglement der Gemeinde Al-
tendorf vom 10. März 1981 (aKR) sahen (u.a.) vor, dass für den Anschluss an die 
WVA und die Mitbenützung der bestehenden Wasserversorgungsanlagen eine 
einmalige Anschlussgebühr erhoben wird (Art. 56 Abs. 1 Satz 1 aWVR), bzw. die 
Grundeigentümer von bestehenden Gebäuden und von Neubauten an die Erstel-
lung der Abwasseranlagen einmalige Kanalisations- und Klärbeiträge zu leisten 
haben (Art. 24 und Art. 26 aKR). Die (einmaligen) Anschlussgebühren wurden in 
Promillen des Zeitbauwerts des erschlossenen Gebäudes, gemäss kantonaler 
Güterschatzung, im Zeitpunkt des Anschlusses (bei Neubauten: Neubauwertes) 
(und je Bewohnerwert; ARA-Beitrag) berechnet, wobei die Anschlussgebühren 
bei Erhöhung des Zeitwertes (oder der Erhöhung der Bewohnerwerte; ARA-
Beitrag) infolge Um- oder Erweiterungsbauten bzw. baulicher Massnahmen 
nachzuzahlen waren (vgl. Art. 56 Abs. 2 aWVR bzw. Art. 31 aKR).

Das Wasserversorgungs-Reglement (aWVR) der Gemeinde Altendorf vom 
10. März 1981 (Inkrafttreten am 1. Juni 1981) lautete auszugsweise wie folgt:

Art. 56 [Anschlussgebühren]

Für den Anschluss an die WVA und die Mitbenützung der bestehenden 
Wasserversorgungsanlagen wird eine einmalige Anschlussgebühr erhoben. Die 
Anschlussgebühr wird in Promillen des Zeitbauwertes des erschlossenen 
Gebäudes, gemäss kantonaler Güterschatzung, im Zeitpunkt des Anschlusses (bei 
Neubauten: Neubauwertes) berechnet. Sind die Gebäudeeigentümer juristische 
Personen, so wird der Zeitwert durch einen, vom Gemeinderat bestimmten 
Schatzer ermittelt.
Bei Erhöhung des Zeitwertes infolge Um- oder Erweiterungsbauten ist die 
Anschlussgebühr nachzuzahlen.
Für Neu-, An- und Umbauten mit Eingang des Baugesuches ab 1. Juni 1981 
beträgt die Anschlussgebühr 15 Promille.

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Das Kanalisations-Reglement (aKR) der Gemeinde Altendorf vom 10. März 
1981 lautete auszugsweise wie folgt:

Art. 26 [Kanalisations- und Klärbeiträge von Neubauten]

An die Erstellung der Abwasseranlagen haben die Grundeigentümer aller durch 
Art. 6 nicht ausgenommenen Neubauten in der Gemeinde Altendorf folgende 
einmalige Beiträge zu leisten:
a) an die Kanalisation 16 o/oo vom Zeitbauwert gemäss kantonaler 

Güterschatzung.
b) an die Abwasserreinigungsanlage: je Bewohnerwert

Neubauten mit Abwasserfaulräumen oder Klärgruben Fr. 100.--
Neubauten ohne Kläreinrichtungen Fr. 200.--

Alle Bauten mit Baubewilligung ab 1. Februar 1969 gelten als Neubauten und 
haben die Beiträge nach Art. 26 zu leisten. 100 % der mutmasslichen Beiträge sind 
vor Baubeginn fällig, die definitive Rechnungsstellung erfolgt aufgrund der 
kantonalen Güterschätzung.

(…)

Art. 29 [Industrie und Gewerbe]

Industrie- und Gewerbebetriebe leisten ihre Beiträge an die 
Abwasserreinigungsanlage gemäss Art. 24b und 26b nach Einwohnergleichwerten, 
welche aufgrund der VSA-Richtlinien ermittelt werden.
Die Beiträge an die Kanalisationsanlagen werden nach dem Zeitbauwert gemäss 
kantonaler Güterschatzung berechnet.

(…)

Art. 31 [Beitragsnachzahlung]

Bei der Erhöhung des Zeitbauwertes (gemäss kantonaler Güterschatzung) oder 
der Erhöhung der Bewohnerwerte infolge baulicher Massnahmen, sind die 
Beiträge nach Art. 24 und Art. 26 nachzuzahlen.

1.4 Das neue Wasserversorgungsreglement (nWVR) und das neue Abwasser-
reglement (AR) der Gemeinde Altendorf beide gültig ab 1. Oktober 2010 sehen 
unverändert vor, dass für den Anschluss an die WVA und die Mitbenützung der 
Wasserversorgungsanlagen (Art. 54 Abs. 1 nWVR), bzw. für den Anschluss an 
das öffentliche Kanalisationsnetz und die Mitbenützung der Kläranlagen (Art. 24 
Abs. 1 AR), eine Anschlussgebühr erhoben wird. Neu wird jedoch (u.a.) be-
stimmt, dass die Anschlussgebühren nach Massgabe des Gebäudevolumens 
(und je Bewohnergleichwert; ARA-Beitrag) bemessen werden, wobei die Bemes-
sung je nach Gebäudezweck (Wohnbauten, Büro- und Gewerbebauten, Lager-
hallen ohne angegliederten Betrieb) differenziert wird. Der Ansatz für Wohnbau-
ten beläuft sich auf Fr. 11.-- pro Kubikmeter Gebäudeinhalt, der Ansatz für Büro- 
und Gewerbebauten, Öffentliche Gebäude, Garagen, Neben- und Industriebau-
ten auf Fr. 7.-- pro Kubikmeter Gebäudeinhalt und der Ansatz für Lagerhallen 

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ohne angegliederten Betrieb auf Fr. 3.50 pro Kubikmeter Gebäudeinhalt (vgl. 
Art. 54 Abs. 1 nWVR bzw. Art. 24 Abs. 1 Bst. a AR).

Bei Änderungen in der Art der Überbauung eines angeschlossenen Grunds-
tückes sowie bei Um- und Wiederaufbau sind die Gebühren neu zu berechnen. 
Die früher bezahlte Anschlussgebühr ist in Abzug zu bringen. Eine Rückerstat-
tung ist ausgeschlossen (vgl. Art. 54 Abs. 2 nWVR bzw. Art. 24 Abs. 5 AR). 

Keine Anschlussgebühren sind zu entrichten für Instandhaltungs- und Instand-
stellungsarbeiten sowie für Baumassnahmen, durch welche Wertverbesserungen 
vorgenommen werden, ohne dass Raum neu geschaffen wird (Art. 54 Abs. 1 
letzter Satz nWVR bzw. Art. 24 Abs. 1 letzter Satz AR).

Das Wasserversorgungs-Reglement (nWVR) der Gemeinde Altendorf gültig ab 
1. Oktober 2010 lautet auszugsweise wie folgt:

Art. 54
(1) Für den Anschluss an die WVA und die Mitbenützung der 

Wasserversorgungsanlagen wird eine Anschlussgebühr erhoben.
Sie beträgt:
Bauten pro m3 umbauter Raum nach SIA-Norm Nr. 416
pro m3 Wohnbauten Fr. 11.00
Büro- und Gewerbebauten, Öffentliche Gebäude, 
Garagen, Neben- und Industriebauten Fr. 7.00
Lagerhallen ohne angegliederten Betrieb Fr. 3.50
(…)
Keine Anschlussgebühren sind zu entrichten für Instandhaltungs- und 
Instandstellungsarbeiten sowie für Baumassnahmen, durch welche 
Wertverbesserungen vorgenommen werden, ohne dass Raum neu geschaffen 
wird.

(2) Bei Änderungen in der Art der Überbauung eines angeschlossenen 
Grundstückes sowie bei Um- und Wiederaufbau sind die Gebühren neu zu 
berechnen. Die früher bezahlte Anschlussgebühr ist in Abzug zu bringen. Eine 
Rückerstattung ist ausgeschlossen. 
Bei Abbruch oder Zerstörung ohne Ersatzbau auf derselben Parzelle erfolgt 
keine Rückerstattung einer früher bezahlten Anschlussgebühr.

(3) …
(4) Für industrielle und gewerbliche Betriebe kann der Gemeinderat die 

Anschlussgebühren unter Berücksichtigung der Art und Menge der 
Wasserbereitschaft bis 50% erhöhen oder ermässigen. Abweichungen werden 
nur aufgrund eines ausgewiesenen Fachberichtes bewilligt.

(…)

Art. 60
(1) Die einmaligen Gebühren schuldet, wer im Zeitpunkt der Fälligkeit Eigentümer 

bzw. Baurechtsberechtigter der angeschlossenen Liegenschaft war. Veräussert 
ein Eigentümer sein Grundstück bevor aufgelaufene oder gestundete Beiträge 
oder Gebühren getilgt sind, haftet der Erwerber neben dem bisherigen 
Eigentümer für die Beitrags- und Gebührenausstände.

Das Abwasserreglement (AR) der Gemeinde Altendorf gültig ab 1. Oktober 
2010 lautet auszugsweise wie folgt:

Art. 22
(1) Die Grundeigentümer entrichten für den Bau und Betrieb der öffentlichen 

Abwasseranlagen:

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a) einen einmaligen Erschliessungsbeitrag;
b) eine einmalige Anschlussgebühr;
c) wiederkehrende Benützungsgebühren.

(2) Die Höhe der Beiträge und Gebühren wird im Sinne der nachfolgenden 
Bestimmungen berechnet. Der Gemeinderat kann von dieser Berechnungsart 
abweichen, wenn die Höhe der Beiträge und Gebühren im Einzelfall dem 
Nutzen, den das Grundstück durch den Bau, Unterhalt und Betrieb der 
Abwasseranlagen erfährt, offensichtlich nicht entspricht. Abweichungen werden 
nur aufgrund eines ausgewiesenen Fachberichtes bewilligt.

(…)
(5) Die einmaligen Beiträge und Gebühren schuldet, wer im Zeitpunkt der Fälligkeit 

Eigentümer bzw. Baurechtsberechtigter der angeschlossenen Liegenschaft war. 
Veräussert der Eigentümer sein Grundstück bevor aufgelaufene oder 
gestundete Beiträge oder Gebühren getilgt sind, haftet der Erwerber neben dem 
bisherigen Eigentümer für die Beitrags- und Gebührenausstände.

Art. 24
(1) Für den Anschluss an das öffentliche Kanalisationsnetz und die Mitbenützung 

der Kläranlagen wird eine Anschlussgebühr erhoben. Sie beträgt:

a) Bauten mit Baubewilligung ab 1. Februar 1969
Kanalisationsbeitrag, Bauten pro m3 umbauter Raum nach SIA-Norm Nr. 416
- Wohnbauten Fr. 11.00
- Büro- und Gewerbebauten
  Öffentliche Gebäude, Garagen
  Neben- und Industriebauten Fr. 7.00
- Lagerhallen ohne angegliederten Betrieb Fr. 3.50
- ARA-Beitrag je Bewohnergleichwert (BW):
   Bauten ohne Kläreinrichtungen Fr. 200.00
   Bauten mit Kläreinrichtungen Fr. 100.00
b) (…)
Für die Berechnung der Bewohnergleichwerte (BW) gelten die jeweils gültigen 
VSA-Richtlinien.
Keine Anschlussgebühren sind zu entrichten für Instandhaltungs- und 
Instandstellungsarbeiten sowie für Baumassnahmen, durch welche 
Wertverbesserungen vorgenommen werden, ohne dass Raum neu geschaffen 
wird.

(2) Die Anschlussgebühr wird im Zeitpunkt des Anschlusses an das 
Kanalisationsnetz fällig. Bei Neu-, Um- und Ersatzbauten hat der 
Bewilligungsnehmer bei Baubeginn 80% der gestützt auf die 
Anschlussbewilligung festgelegten Anschlussgebühren zu bezahlen.

(3) (…)
(4) Für industrielle und gewerbliche Betriebe kann der Gemeinderat die 

Anschlussgebühr unter Berücksichtigung der Art und Menge des Abwassers je 
nach Belastungsgrad für eine ARA erhöhen oder ermässigen. Abweichungen 
werden nur aufgrund eines ausgewiesenen Fachberichtes bewilligt.

(5) Bei Änderungen in der Art der Überbauung eines angeschlossenen 
Grundstückes sowie bei Um- und Wiederaufbau sind die Gebühren neu zu 
berechnen. Die früher bezahlte Anschlussgebühr ist in Abzug zu bringen. Eine 
Rückerstattung ist ausgeschlossen. 

(6) (…)

2.1 In grundsätzlicher Hinsicht, unter sinngemässer Berufung auf die Einmalig-
keit der Anschlussgebühr (vgl. VGE 311/96 vom 29.8.1996 Erw. 2b mit Verweis 
auf BGE 112 Ia 260 Erw. 5a S. 263), macht die Beschwerdeführerin geltend, die 
Vorinstanz habe seinerzeit nach Beendigung der Bauarbeiten das neu erstellte 
Gewerbehaus mit einer Wohnung reglementskonform durch das Schätzungsamt 

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der kantonalen Steuerverwaltung schätzen lassen und gestützt auf das Ergebnis 
dieser kantonalen Güterschatzung die einmaligen Wasser- und Abwasser- resp. 
Kanalisationsanschlussgebühren erhoben. Das Wasserversorgungs- (aWVR) 
und das Kanalisationsreglement (aKR) vom 10. März 1981, welche für die Erhe-
bung der Gebühren massgeblich gewesen seien, hätten zur Bemessung der Ge-
bühren auf die reinen Gebäudekosten abgestellt. Diese Gebühren seien bezahlt 
worden und es könnten deshalb nicht nochmals Anschlussgebühren erhoben 
werden (vgl. insb. Beschwerde, S. 13 Ziff. III./32. f.). 

2.2 Der Grundsatz der Einmaligkeit der Anschlussgebühr basiert darauf, dass 
die Anschlussgebühr mit dem konkreten Anschluss an die öffentlichen Versor-
gungs- und Entsorgungsnetze der Gemeinde oder ihrer Anstalten fällig wird (vgl. 
VGE II 2011 7 vom 30.3.2011 Erw. 3.3.1). Die Baute der Beschwerdeführerin ist 
bereits vor Jahren an das öffentliche Versorgungs- und Entsorgungsnetz der 
Gemeinde Altendorf angeschlossen worden – mit Einschätzungsverfügung vom 
9. Juni 1994 wurden von der Werkkommission der Gemeinde Altendorf, gestützt 
auf das damals geltende Wasserversorgungsreglement 1981 (aWVR) und Kana-
lisationsreglement 1981 (aKR), einmalige Wasseranschlussgebühren von 
Fr. 178'920.-- (entsprechend 15 Promille des Neubauwerts gemäss kantonaler 
Güterschatzung) sowie einmalige Kanalisationsbeiträge von Fr. 190'848.-- (ent-
sprechend 16 Promille vom Neubauwert gemäss kantonaler Güterschatzung) 
und Klärbeiträge von Fr. 7'000.-- (entsprechend Anzahl Bewohnerwerte 35 à 
Fr. 200.--) erhoben (Bf-act. 5 = Vi-act. 9) (vgl. vorne Sachverhalt Bst. A.).

2.3 Eine angeschlossene überbaute Liegenschaft kann sich verändern, indem 
die bestehende Baute an-, um- oder wiederaufgebaut oder die Liegenschaft 
gänzlich oder teilweise neu überbaut wird. In den kommunalen Reglementen 
werden die Konsequenzen dieser Sachverhalte unterschiedlich geregelt. 

Gemeinden, die die Anschlussgebühr aufgrund von Gebäude- und Bewohner-
werten bestimmen, verlangen in der Regel eine Nachzahlung bei einer durch 
bauliche Massnahmen bedingten Wertsteigerung des Gebäudes oder Erhöhung 
der Bewohnerwerte, wobei diese Gebührenpflicht erst greift, wenn die Wertstei-
gerung oder die Erhöhung der Bewohnerwerte einen bestimmten Prozentsatz 
übersteigt (vgl. VGE 330/94 vom 5.10.1994 Erw. 2b mit Hinweis auf die damals 
geltenden KR der Gemeinden Lachen, Unteriberg und Oberiberg). In diesen Fäl-
len sind die Gebühren gemäss den Ansätzen für Neubauten nachzuzahlen, wo-
bei die verwaltungsgerichtliche Rechtsprechung verlangt, dass bei der Berech-
nung der gebührenpflichtigen Wertsteigerung grundsätzlich von jenem (teue-
rungsbedingt aufgerechneten) Wert auszugehen ist, für welchen bereits An-
schlussgebühren bezahlt wurden oder bei ordnungsgemässer Veranlagung hät-

12

ten bezahlt werden müssen (vgl. VGE 311/96 vom 29.8.1996 Erw. 2b; VGE 
330/94 vom 5.10.1994 Erw. 2b). Die Gebühr wird somit in solchen Fällen gestützt 
auf die (durch Erweiterung, Zweckänderung oder Wiederaufbau erfolgte) Wert-
steigerung berechnet (vgl. VGE II 2011 7 vom 30.3.2011 Erw. 3.3.1 publiziert in 
EGV-SZ 2011 B 5.1 S. 58 ff.; VGE 708/99 vom 17.12.1999 Erw. 3b publiziert in 
EGV-SZ 1999 Nr. 21 S. 68 ff.; VGE 705/97 vom 27.6.1997 Erw. 3b).

Gemeinden, die die Anschlussgebühr nicht (oder nicht mehr) aufgrund von Ge-
bäude- und Bewohnerwerten bestimmen, sondern den Gebäudeinhalt (gegebe-
nenfalls mit nach Gebäudezweck differenzierten Gebührenansätzen pro Kubik-
meter Gebäudeinhalt) als massgebliches Kriterium heranziehen, sehen in der 
Regel bei Änderungen in der Art der Überbauung oder Benützung einer ange-
schlossenen Liegenschaft, sowie bei Wiederaufbau eine Anpassung der An-
schlussgebühren und Nachentrichtung des entsprechenden Mehrbetrags vor 
(vgl. VGE II 2011 7 vom 30.3.2011 [Gemeinde Oberiberg] publiziert in EGV-SZ 
2011 B 5.1 S. 58 ff.; VGE II 2010 131 vom 27.1.2011 [Gemeinde Unteriberg]; 
VGE II 2008 27 vom 20.11.2008 [Gemeinde Unteriberg]). In diesen Fällen ist es 
nach der verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung zulässig, die Mehrkubatur als 
Bemessungsgrundlage für die zusätzliche Anschlussgebühr heranzuziehen, un-
abhängig davon, wie die Anschlussgebühr für die vorbestehende Baute berech-
net wurde (vgl. VGE II 2015 14 vom 15.12.2016 Erw. 3.5; VGE II 2008 27 vom 
20.11.2008 Erw. 1.4; VGE 708/99 vom 17.12.1999 Erw. 3d publiziert in EGV-SZ 
1999 Nr. 21 S. 68 ff.).

2.4 Entgegen der Meinung der Beschwerdeführerin bedeutet die Bezeichnung 
der Anschlussgebühr als "einmalige" Leistung daher nicht, dass jede spätere Ab-
gabepflicht ausgeschlossen ist. In Fällen, wo die Bemessungsmethode lediglich 
die tatsächliche Überbauung einer Liegenschaft berücksichtigt, wird es 
grundsätzlich auch von der bundesgerichtlichen Rechtsprechung als zulässig er-
achtet, dass bei einer nachträglichen Veränderung der Bemessungsgrundlage 
eine ergänzende Anschlussgebühr erhoben wird, wenn die massgebenden Vor-
schriften eine entsprechende Nachforderung vorsehen (vgl. Urteile des Bundes-
gerichts 2P.53/2007 vom 22.6.2007 Erw. 2.2; 2P.232/2006 vom 16.4.2007 Erw. 
3.6 mit weiteren Hinweisen). Wo die Bemessung nach dem gleichen Kriterium 
wie die bereits bezahlte frühere Abgabe erfolgt, ergibt sich die Pflicht zur Nach-
zahlung daraus, dass Veränderungen der Bemessungsgrundlage zu Nachforde-
rungen führen müssen, weil sonst derjenige, der gleich zu Beginn eine grössere 
Baute erstellt, höhere Anschlussgebühren bezahlen müsste als derjenige, der 
später ein bereits bestehendes Gebäude aus- oder umbaut (vgl. Urteile des Bun-

13

desgerichts 2C_341/2009 vom 17.5.2010 Erw. 3.2; 2P.53/2007 vom 22.6.2007 
Erw. 2.5). 

Dem folgt auch die Praxis der Verwaltungsgerichte anderer Kantone. Sonst 
kommt es zu Rechtsungleichheiten zwischen Eigentümern, die von Anfang an 
ein aufwendiges Gebäude erstellen, und solchen, die ihr Gebäude später durch 
Verbesserungen auf den gleichen Ausbaustandard bringen (vgl. Urteil Verwal-
tungsgericht Aargau vom 14.11.1984 publiziert in: ZBl 1985 405 Erw. 3a 407 f.). 
Solche Nachforderungen müssen beim Vorliegen einer hinreichenden kommuna-
len Rechtsgrundlage zulässig sein, könnte ja sonst zum Beispiel durch etappen-
weises Bauen die Bezahlung der angemessenen Gebühr umgangen werden, 
was unter dem Gesichtspunkt der Rechtsgleichheit nicht zugelassen werden 
kann (vgl. Urteil Verwaltungsgericht Bern VGE 18923 vom 23.9.1993 publiziert in 
BVR 1994 458 Erw. 3b S. 461 mit weiteren Hinweisen).

2.5 Auch im vorliegenden Fall sind die Grundlagen für die Nachforderung von 
ergänzenden Anschlussgebühren gegeben. 

Dadurch, dass nach altem Wasserversorgungs-Reglement 1981 (aWVR) und al-
tem Kanalisations-Reglement 1981 (aKR) die Anschlussgebühren bzw. Kanalisa-
tions- und Klärbeiträge aufgrund von Gebäudewerten (und Bewohnerwerten; 
ARA-Beitrag) bestimmt wurden, ist bei der Festsetzung der früher bezahlten 
(einmaligen) Anschlussgebühren lediglich die tatsächliche Überbauung der Lie-
genschaft berücksichtigt worden. Entsprechend enthielten auch schon das alte 
Wasserversorgungs-Reglement (aWVR) und alte Kanalisations-Reglement (aKR) 
ausdrücklich eine Regelung, wonach bei Erhöhung des Zeitbauwertes (oder der 
Erhöhung der Bewohnerwerte; ARA-Beitrag) infolge Um- oder Erweiterungsbau-
ten bzw. baulicher Massnahmen die Anschlussgebühren bzw. Kanalisations- und 
Klärbeiträge nachzuzahlen waren (vgl. Art. 56 Abs. 2 aWVR bzw. Art. 31 aKR). 

Das neue Wasserversorgungsreglement 2010 (nWVR) wie auch das neue Ab-
wasserreglement 2010 (AR) stellen nunmehr auf den Gebäudeinhalt (mit nach 
Gebäudezweck differenzierten Gebührenansätzen pro Kubikmeter Gebäude-
inhalt) als massgebendes Bemessungskriterium für die Festsetzung der An-
schlussgebühren ab. Auch bei dieser Bemessungsmethode wird lediglich die 
tatsächliche Überbauung einer Liegenschaft berücksichtigt. Entsprechend sehen 
deshalb nun auch das neue Wasserversorgungsreglement (Art. 54 Abs. 2 
nWVR) wie auch das neue Abwasserreglement (Art. 24 Abs. 5 AR) ausdrücklich 
die Anpassung und gegebenenfalls Nachzahlung von Anschlussgebühren vor, 
indem darin geregelt wird, dass bei Änderungen in der Art der Überbauung eines 
angeschlossenen Grundstückes sowie bei Um- und Wiederaufbau die Gebühren 

14

neu zu berechnen und die früher bezahlten Anschlussgebühren in Abzug zu 
bringen sind.

Somit kann festgestellt werden, dass die Nachforderung von ergänzenden An-
schlussgebühren (unter gegebenen Voraussetzungen) sich auf eine hinreichende 
kommunale Rechtsgrundlage abstützen lässt, nicht im Widerspruch zum Grund-
satz der Einmaligkeit der Anschlussgebühr steht und daher grundsätzlich zuläs-
sig ist (vgl. auch bereits VGE II 2015 14 vom 15.12.2016 Erw. 3.5; VGE II 2010 
131 vom 27.1.2011 Erw. 3.2 und VGE II 2008 27 vom 20.11.2008 Erw. 1.4 betr. 
Anpassung der Kanalisationsanschlussgebühren und nachträgliche Einforderung 
eines entsprechenden Mehrbetrags bei einem aufgrund eines An- bzw. Umbaus 
vergrösserten Gebäudeinhalts [gemäss Art. 25 Abs. 1 AR der Gemeinde Unter-
iberg]). 

3.1 Im Weiteren ist umstritten, ob im konkreten Fall die entsprechenden Vor-
aussetzungen für die Nachforderung von ergänzenden Anschlussgebühren 
gemäss Wasserversorgungsreglement (Art. 54 Abs. 2 nWVR) wie auch entspre-
chend Abwasserreglement (Art. 24 Abs. 5 AR) erfüllt werden. Die Beschwerde-
führerin beruft sich im Wesentlichen darauf, dass keine Änderungen in der Art 
der Überbauung vorliegen würden, weil Gegenstand der (ursprünglichen) Bau-
bewilligung ein Gewerbegebäude (Versandhaus mit einem grossen Logistikan-
teil) und keine Lagerhalle gewesen sei, das Gebäude auch in der bewilligten 
Form gebaut und von der Behörde abgenommen sowie immer als Gewerbege-
bäude und nicht als Lagerhalle benutzt worden sei (vgl. insb. Beschwerde, S. 13 
Ziff. III./31. u. 34.). Es liege weder eine Umnutzung vor, noch würden – abgese-
hen vom Einbau eines zusätzlichen Lifts – Veränderungen vorgenommen, die 
nicht der Werterhaltung und Gebäudesanierung dienten (vgl. insb. Beschwerde, 
S. 13 Ziff. III./35.). Gemäss den im Baubewilligungsverfahren eingereichten Un-
terlagen seien (lediglich) der Rückbau einer bestehenden internen Erschliessung 
und deren Neuerstellung an einem zentraleren Ort sowie die energetische Sanie-
rung der Fassade inkl. Fenster vorgesehen (gewesen), verbunden mit der Neu-
gestaltung der Fassade im Zusammenhang mit der Erstellung eines neuen Ein-
gangs an der Südfassade (vgl. insb. Beschwerde, S. 13 Ziff. III./34.). 

Nach Ansicht der Beschwerdeführerin fehlt es damit an einer Grundlage für die 
Verfügung von (nachträglichen) Anschlussgebühren, da durch die vorgesehene 
Umnutzung eines Teils des Erdgeschosses (EG), des ersten und zweiten Ober-
geschosses (1. + 2. OG) von einem gewerblichen Zweck (Büro/ Logistik/ Ver-
kaufsladen) in Lager- und Ausstellungsräume die Art der Überbauung des ange-
schlossenen Grundstückes nicht verändert werde und der Umbau zu keiner an-
deren Nutzung führe, womit Art. 54 Abs. 2 nWVR und Art. 24 Abs. 5 AR nicht 

15

anwendbar seien (vgl. Beschwerde, S. 9 Ziff. III./21. und S. 10 Ziff. III./22.). Durch 
die geplanten Baumassnahmen würden Instandhaltungs- und Instandstellungs-
arbeiten vorgenommen, ohne dass Raum neu geschaffen werde, weshalb 
gemäss Ausnahmeregelung Wasserversorgungsreglement (Art. 54 Abs. 1 
nWVR) und Abwasserreglement (Art. 24 Abs. 1 AR) keine Anschlussgebühren zu 
entrichten seien (vgl. Beschwerde, S. 8 f. Ziff. III./20. u. 22.). 

3.2 Demgegenüber begründet die Vorinstanz die Nachforderung von An-
schlussgebühren im Wesentlichen damit, dass das ursprünglich bewilligte Bau-
projekt vorwiegend als Lager bewilligte Flächen und Räume umfasst habe. Seit 
der Fertigstellung des bewilligten Projektes hätten weder die Bauherrschaft noch 
die späteren Nutzer der Gewerberäume um die Bewilligung einer Nutzungsände-
rung für die vorwiegend als Lager bewilligten Flächen und Räume ersucht. Auf-
grund der bewilligten Projekte gehe man zu Recht davon aus, dass das beste-
hende Gebäude mehrheitlich Lagerräume umfasse (vgl. insb. Vernehmlassung, 
Ziff. III./3.2. f.).

Bei den geplanten Baumassnahmen handle es sich mitnichten um geringfügige 
Instandstellungsarbeiten. Bei einer veranschlagten Bausumme von Fr. 1.5 Mio. 
sei von neubauartigen Veränderungen auszugehen. Zudem sei durch das vorge-
sehene publikumsorientierte Verkaufsgeschäft von einer erheblichen Änderung 
der Nutzung auszugehen, die eine Neuberechnung der Anschlussbeiträge mit 
Abzug der bereits bezahlten Beiträge gemäss Art. 54 Abs. 2 nWVR und Art. 24 
Abs. 5 AR rechtfertige (vgl. insb. Vernehmlassung, Ziff. III./6.4. f. u. 6.13.).

3.3 Für die Beantwortung der Frage, ob von einer Änderung in der Art der 
Überbauung des angeschlossenen Grundstückes gesprochen werden kann, ist 
von der grundsätzlichen Überlegung auszugehen (vgl. vorne Erw. 2.4), dass sich 
die Pflicht zur Nachzahlung daraus ergibt, dass nachträgliche Veränderungen der 
Bemessungsgrundlagen (wie z.B. Gebäudemehrwerte, Mehrkubaturen) – insbe-
sondere unter dem Gesichtspunkt der Rechtsgleichheit – zu entsprechenden 
Nachforderungen führen müssen. Wenn bei der Bemessung der Anschlussge-
bühren aufgrund des Gebäudeinhalts je nach Gebäudezweck (Wohnbauten, 
Büro- und Gewerbebauten, Öffentliche Gebäude, Garagen, Neben- und Indus-
triebauten, Lager ohne angegliederten Betrieb) differenziert wird, versteht sich, 
dass auch (qualitative) Änderungen in der Art der Benützung der angeschlosse-
nen Liegenschaft (Nutzungsänderungen/Umnutzungen) zu Nachforderungen 
führen können. Während bei Erweiterungs-, Um- und Ausbauten die zusätzliche 
Anschlussgebühr ohne weiteres aufgrund des Mehrvolumens (Mehrkubatur) er-
mittelt werden kann, bemisst sich die Zusatzgebühr bei Änderungen in der Art 
der Benützung der angeschlossenen Liegenschaft (z.B. Änderung von Wohn- zu 

16

Büronutzung, von Lagerraum zu Arbeitsraum etc.) konsequenterweise aufgrund 
der Erhöhung des Gebührenansatzes infolge des geänderten Nutzungszwecks. 

Ausgangspunkt für die Beurteilung von allfälligen Änderungen in Bezug auf den 
Gebäudeinhalt und/oder Nutzungszweck der Baute müssen die Verhältnisse im 
Zeitpunkt des Anschlusses an die öffentlichen Versorgungs- und Entsorgungs-
netze der Gemeinde bilden. Dementsprechend ist vorliegend zu prüfen, was Ge-
genstand der ursprünglichen Baubewilligung der Baubewilligungsbehörden war, 
und von welchem Nutzungszweck und Ausbaustandard das Schätzungsamt bei 
der kantonalen Güterschatzung (Neuschätzung im Auftrag der Gemeinde für die 
Berechnung der Anschlussgebühren) ausgegangen war. Auf (gegebenenfalls 
davon abweichende) spätere Änderungen in der Art der Benützung der ange-
schlossenen Liegenschaft, insbesondere ohne dass für die betreffende Änderung 
der Nutzungsart die erforderliche Bewilligung eingeholt worden wäre, kann es 
dagegen richtigerweise nicht ankommen, daraus kann die Beschwerdeführerin 
nichts zu ihren Gunsten ableiten (siehe nachfolgend).

3.4 Was im vorliegenden Fall den Gegenstand der (ursprünglichen) Baubewilli-
gung anbetrifft, gilt es insbesondere zu berücksichtigen, dass die im lärmtechni-
schen Bericht vom 22. April 1991 empfohlenen Massnahmen (vgl. Vi-act. 3) zum 
Bestandteil der Baubewilligung erklärt wurden. Darin wurde festgestellt, dass 
ausser im Dachgeschoss (DG) in allen Geschossen (EG, 1. + 2. OG) an der 
Nordfassade des Gebäudes (angrenzend an die Autobahn A3) die Immissions-
grenzwerte für (lärmempfindliche) Betriebsräume überschritten wurden, weshalb 
im Baugesuch für diese Fassaden Schallschutzmassnahmen auszuweisen wa-
ren. Im Weiteren wurde festgehalten, dass mit der in den Plänen vom 18. März 
1991 im Erdgeschoss (EG), ersten und zweiten Obergeschoss (1. + 2. OG) vor-
gesehenen Anordnung der Lager und Arbeitsbereiche, wonach (zwischen den 
Achsen C-D-E-F) Lagerflächen entlang der Nordfassade vorgesehen und Ar-
beitsplätze nur entlang der Südfassade (zwischen den Achsen A-B-C) geplant 
seien, die entsprechenden Immissionsgrenzwerte eingehalten werden könnten. 
Eine neue Beurteilung und die Forderungen von weiteren Massnahmen bei einer 
allfälligen Änderung der Nutzungsart blieben durch die Baubewilligungsbehörden 
ausdrücklich vorbehalten (vgl. Vi-act. 4, 6 u. 7). Von der Beschwerdeführerin wird 
im Grundsatz auch nicht bestritten, dass aus Gründen des Lärmschutzes in der 
Baubewilligung (im EG, 1. + 2. OG) eine Verteilung von 3/5 Lager zu 2/5 Arbeits-
plätzen vorgesehen war (vgl. Stellungnahme Bf, S. 3 Ziff. III./1.). Insofern können 
die (gegebenenfalls) von der ursprünglichen Baubewilligung abweichenden Nut-
zungsänderungen/Umnutzungen bei Räumlichkeiten und Flächen (z.B. von La-

17

gerraum zu Arbeitsraum) durch die ursprüngliche Baubewilligung grundsätzlich 
nicht als gedeckt gelten. 

Den Akten kann nirgends entnommen werden, dass seit der ursprünglichen Bau-
bewilligung (mit den betreffenden Auflagen in Sachen Lärmschutz sowie dem 
Bewilligungsvorbehalt für eine allfällige Änderung der Nutzungsart) später von 
der Beschwerdeführerin um eine Bewilligung für eine Nutzungsänderung ersucht 
worden wäre, zumal dies auch schon unter dem alten Wasserversorgungs-
Reglement (aWVR) und altem Kanalisations-Reglement (aKR) gegebenenfalls 
eine Nachzahlung von Anschlussgebühren bzw. Kanalisations- und Klärbeiträgen 
zur Folge gehabt hätte, soweit damit gleichzeitig infolge Um- oder Erweiterungs-
bauten bzw. baulicher Massnahmen eine Erhöhung des Zeitbauwertes des Ge-
bäudes (und/oder eine Erhöhung der Bewohnerwerte; ARA-Beitrag) einherge-
gangen wäre (vgl. Art. 56 aWVR und Art. 31 aKR; zit. vorne Erw. 1.3). Mangels 
Bewilligung für eine nachträgliche Änderung der Nutzungsart und gegebenenfalls 
auch entsprechender Nachzahlung der Anschlussgebühren sowie Kanalisations- 
und Klärbeiträge rechtfertigt es sich, dass sich die Beschwerdeführerin für die 
Festlegung der Zusatzgebühren bei Änderung auf die der ursprünglichen Bau-
bewilligung zugrunde liegende Nutzungsart behaften lassen muss.

3.5 Gemäss Schätzungsreglement über die steueramtliche Schätzung von 
nichtlandwirtschaftlichen Grundstücken vom 17. April 1984 (in Kraft ab 1.6.1984; 
mit Änderungen per 1.1.1987 und 1.1.1990) gilt als Neubauwert der Kostenauf-
wand, der für die Erstellung eines Gebäudes zum Zeitpunkt des massgebenden 
Bewertungsstichtages erforderlich ist (vgl. Schätzungsreglement, Ziff. II./6.1 in 
Verbindung mit Ziff. II./3.3.3). Wie im vorliegenden Fall aus der Schätzungsverfü-
gung vom 2. März 1994 hervorgeht, wurde der Neubauwert des Gebäudes von 
Fr. 11'928'000.-- (Werte gültig ab 1.1.1993) nicht anhand von gültigen Bauab-
rechnungen festgelegt, sondern durch Multiplikation des ermittelten Rauminhal-
tes mit den erfahrungsgemässen Kosten pro m3 umbauten Raumes (konkret 
56'800 m3 multipliziert mit Fr. 210.-- pro m3) bestimmt (Vi-act. 8). 

Der für das einzelne Gebäude bzw. für die einzelnen Gebäudeabteilungen mass-
gebliche Einheitspreis je m3 richtet sich nach den Aufwendungen für Bauten mit 
gleicher Bauweise (vgl. Schätzungsreglement, Ziff. II./3.3.3.2). Der im konkreten 
Fall für das Gebäude (insgesamt) massgebliche Einheitspreis von Fr. 210.-- je m3 
umbauten Raumes entspricht ungefähr dem Richtwert für ein Lagerhaus der 
Bauklasse II (Baukosten Fr. 150 – 225 je m3) oder dem für ein Werkstattgebäude 
der Bauklasse III (Baukosten Fr. 200 – 300 je m3) oder auch einem Mischwert 
von ungefähr 3/5 Bauklasse II (Baukosten Fr. 150 – 225 je m3) und 2/5 Bauklas-
se IV (Baukosten Fr. 250 – 350 je m3) (vgl. Schätzerhandbuch, Bewertung von 

18

Immobilien, Stand 1998, Hrsg. Schweiz. Vereinigung kantonaler Grundstückbe-
wertungsexperten SVKG und Schätzungsexperten-Kammer/Schweiz. Verband 
der Immobilien-Treuhänder SEK/SVIT [im Folgenden: Schätzerhandbuch], Tabel-
le 2 "Richtwerte für die Bestimmung des Neubauwertes (Stand 1995)"). Bemer-
kenswert ist, dass Einheitspreise für einzelne Gebäudeabteilungen (z.B. Wohn-
bauten, Lagerhallen) nicht (gesondert) berücksichtigt wurden. Dies lässt darauf 
schliessen, dass das Gebäude (insgesamt) als Mischbaute mit ganz unterschied-
lichen Gebäudezwecken bewertet wurde.

3.6 Damit zeigt sich in Bezug auf den Gegenstand der Baubewilligung und die 
Bestimmung des Neubauwerts gemäss kantonaler Güterschatzung insgesamt 
ein gemischtes Bild. Zwar handelte es sich bei der Überbauung des angeschlos-
senen Grundstückes (bereits seit Anschluss des Neubaus an die öffentlichen 
Versorgungs- und Entsorgungsnetze der Gemeinde) zweifellos um ein Gewerbe-
gebäude (mit Wohnung und Büro im Attikageschoss). Gemäss ursprünglicher 
Baubewilligung gehörten dazu aber in grösserem Umfange auch Lagerflächen 
und -räume. Insbesondere auch im Erdgeschoss (EG), ersten und zweiten Ober-
geschoss (1. + 2. OG) war in der Baubewilligung aus lärmschutzrechtlichen 
Gründen (unstrittig) eine Verteilung von 3/5 Lagerflächen zu 2/5 Arbeitsplätzen 
vorgesehen (vgl. Vi-act. 3). Wie der durch den Architekten der Beschwerdeführe-
rin erstellten kubischen Berechnung entnommen werden kann (vgl. Bf-act. 9 = Vi-
act. 22), sollen durch die vorgesehene Nutzungsänderung (Umnutzung von Lo-
gistik- in Verkaufsflächen) und die in diesem Zusammenhang geplanten bauli-
chen Massnahmen (Fassadensanierung, interne Erschliessung und neuer Ein-
gangsbereich mit Treppenhaus und Lift) im Erdgeschoss (EG) und in den beiden 
Obergeschossen (1. + 2. OG) nur noch in wesentlich geringerem Umfang Lager-
flächen ausgeschieden werden. Durch die Nutzungsänderung bei Räumlichkei-
ten und Flächen, welche aufgrund ihrer baurechtlichen Bedeutung (z.B. neuerli-
che Überprüfung der Zonenkonformität, Immissionen, Anforderungen an die Er-
schliessung, Fahrzeugabstellplätze) auch bewilligungspflichtig sind, liegt zweifel-
los eine (zumindest teilweise) Änderung in der Art der Überbauung des ange-
schlossenen Grundstückes bzw. Benützung der angeschlossenen Liegenschaft 
vor. Die Vorinstanz ist daher zu Recht von einer (zumindest teilweisen) Änderung 
in der Art der Überbauung des angeschlossenen Grundstücks bzw. Benützung 
der angeschlossenen Liegenschaft (Art. 54 Abs. 2 WVR; Art. 24 Abs. 5 AR) aus-
gegangen.

3.7 Gleichzeitig lässt sich feststellen, dass ein sachlicher Zusammenhang der 
baulichen Veränderungen und Massnahmen (Fassadensanierung, interne Er-
schliessung und neuer Eingangsbereich mit Treppenhaus und Lift) mit den Ände-

19

rungen in der Art der Benützung der angeschlossenen Liegenschaft besteht. Die 
Beschwerdeführerin kann deshalb nicht geltend machen, dass keine Anschluss-
gebühren zu entrichten sind, weil es sich um (blosse) Instandhaltungs- und In-
standstellungsarbeiten handeln würde, oder Baumassnahmen, durch welche 
Wertverbesserungen vorgenommen werden, ohne dass Raum neu geschaffen 
werde (Art. 54 Abs. 1 nWVR; Art. 24 Abs. 1 AR). Als solche kommen neben Re-
novationsarbeiten (Erneuerung von Bestehendem) insbesondere energiesparen-
de Massnahmen (Energiespar-Installationen) in Betracht (vgl. Urteil des Bundes-
gerichts 2C_656/2008 vom 29.5.2009 Erw. 3.5). Vorausgesetzt wird jedoch, dass 
die baulichen Massnahmen in keinem sachlichen Zusammenhang mit der Ursa-
che der Gebührenerhebung (Änderungen in der Art der Überbauung des ange-
schlossenen Grundstückes bzw. Benützung der angeschlossenen Liegenschaft) 
stehen. Dies trifft hier auf die baulichen Massnahmen (Fassadensanierung, inter-
ne Erschliessung und neuer Eingangsbereich mit Treppenhaus und Lift) nicht zu.

3.8 Die Beschwerdeführerin kann sich in diesem Zusammenhang auch nicht 
auf den Vertrauensschutz berufen, um keine Anschlussgebühren entrichten zu 
müssen (vgl. Beschwerde, S. 7 Ziff. III./14.). 

Nach dem in Art. 9 BV verankerten Grundsatz von Treu und Glauben kann eine 
unrichtige Auskunft, welche eine Behörde dem Bürger erteilt, unter gewissen 
Umständen Rechtswirkungen entfalten. Voraussetzung dafür ist, dass: a) es sich 
um eine vorbehaltlose Auskunft der Behörden handelt; b) die Auskunft sich auf 
eine konkrete, den Bürger berührende Angelegenheit bezieht; c) die Amtsstelle, 
welche die Auskunft gegeben hat, dafür zuständig war oder der Bürger sie aus 
zureichenden Gründen als zuständig betrachten durfte; d) der Bürger die Unrich-
tigkeit der Auskunft nicht ohne Weiteres hat erkennen können; e) der Bürger im 
Vertrauen hierauf nicht ohne Nachteil rückgängig zu machende Dispositionen ge-
troffen hat; f) die Rechtslage zur Zeit der Verwirklichung noch die gleiche ist wie 
im Zeitpunkt der Auskunftserteilung; g) das Interesse an der richtigen Durchset-
zung des objektiven Rechts dasjenige am Vertrauensschutz nicht überwiegt. Ver-
trauensschutz setzt nicht zwingend eine unrichtige Auskunft oder Verfügung vor-
aus; er lässt sich auch aus einer blossen behördlichen Zusicherung und sonsti-
gem, bestimmte Erwartungen begründendem Verhalten der Behörden herleiten 
(BGE 143 V 95 Erw. 3.6.2 mit weiteren Hinweisen).

Die Beschwerdeführerin beruft sich auf einen Mailverkehr zwischen ihrem 
Rechtsvertreter und dem kommunalen Bausekretär vom 19. Januar 2016 (Bf- 
act. 8 = Vi-act. 14). Bei diesem informellen Mailverkehr, in welchem nicht vertieft 
auf ein konkretes Bauprojekt eingegangen wird, kann nicht von einer vorbehaltlo-
sen Auskunft der zuständigen Behörden gestützt auf eine konkrete Angelegen-

20

heit und Anfrage gesprochen werden. Zwar enthält die Mailanfrage den Betreff 
"P.________strasse in Altendorf: Anschlussgebühren" und verweist der Rechts-
vertreter auf die ursprüngliche Gebührenerhebung. Konkret fragt er an, ob bei ei-
ner Erweiterung des Eingangsbereichs etc. und bei einer internen Umgestaltung 
nur für die Mehrkubatur Gebühren zu bezahlen seien, was vom Bausekretär kurz 
mit "genau!" beantwortet wurde. Von einer Umnutzung und deren möglichen 
Auswirkungen auf die Gebühren ist in dieser Kommunikation nicht die Rede und 
der Bausekretär musste entsprechend nicht Stellung zu dieser Frage nehmen. 
Der Rechtsvertreter spricht bauliche Veränderungen an, was eine Umnutzung 
nicht zwingend beinhaltet. Und auch vom Charakter dieser Kommunikation her 
durfte die Beschwerdeführerin, respektive ihr Rechtsvertreter, nicht von einer 
verbindlichen Auskunft ausgehen und schliesslich ist für die Festsetzung der An-
schlussgebühren der Bausekretär auch nicht die zuständige Behörde. Die Be-
schwerdeführerin bringt denn auch nicht vor, die zuständige Tiefbaukommission 
habe ihr gegenüber auf eine konkrete Anfrage eine verbindliche Auskunft erteilt, 
gestützt auf welche sie nicht ohne Nachteil rückgängig zu machende Dispositio-
nen getroffen habe. Mithin liegt keine bindende Auskunft vor und die Berufung 
der Beschwerdeführerin auf den Grundsatz von Treu und Glauben geht daher 
fehl.

4.1 Die Beschwerdeführerin ist zudem der Ansicht, dass die nochmalige Erhe-
bung der Anschlussgebühr gegen das Verursacherprinzip (Art. 60a GSchG) ver-
stosse, und zusätzlich die Höhe der verfügten Anschlussgebühren in krasser 
Form auch das Äquivalenzprinzip verletze, da weder das Kanalisations- noch 
das Wassernetz angepasst oder modifiziert werden müssten, und es nicht sein 
könne, dass bei einem Investitionsvolumen von Fr. 1.5 Mio. nachträgliche 
Anschlussgebühren für Wasser und Abwasser in der Höhe von beinahe 
Fr. 300'000.-- (gemäss ursprünglicher Verfügung der Tiefbaukommission Alten-
dorf vom 28.6.2017; vgl. Vi-act. 23) erhoben würden, womit verhindert werde, 
dass das Gebäude energetisch saniert werde und die gesetzlich vorgeschriebe-
nen Entrauchungsmassnahmen umgesetzt würden (vgl. Beschwerde, S. 10 
Ziff. III./23.).

4.2 Die Vorinstanz hat sich demgegenüber zur Vereinbarkeit der Gebühren-
nachzahlung mit dem Äquivalenzprinzip und/oder dem Verursacherprinzip 
gemäss Art. 60a GSchG nicht geäussert.

4.3 Das Äquivalenzprinzip stellt die gebührenrechtliche Ausgestaltung des 
Verhältnismässigkeitsgrundsatzes dar (BGE 128 I 46 Erw. 4a). Es bestimmt, 
dass eine Gebühr nicht in einem offensichtlichen Missverhältnis zum objektiven 

21

Wert der bezogenen Leistung stehen darf und sich in vernünftigen Grenzen hal-
ten muss (BGE 132 II 371 Erw. 2.1 S. 375; BGE 126 I 180 Erw. 3a/bb S. 188). 
Die Rechtsprechung verlangt deshalb seit langem, dass sich die Gebühren für 
den Anschluss an die Wasserversorgung bzw. Abwasserentsorgung nach dem 
Mass des Vorteils richten, der dem Grundeigentümer dadurch entsteht (BGE 109 
Ia 325 Erw. 6a).

Bei der Erhebung von Abwasserabgaben ist zusätzlich des Verursacherprinzip 
(Art. 60a GSchG) zu beachten. Es verlangt, dass bei der Bemessung periodi-
scher Benutzungsgebühren die produzierte Abwassermenge berücksichtigt wird. 
Auf Anschlussgebühren findet es ebenfalls Anwendung. Es schreibt vor, dass die 
Gebührenhöhe grundsätzlich den Anteil der Erstellungskosten der Kanalisations-
anlagen ausmacht, der auf den fraglichen Anschluss entfällt. Da dieser Kosten-
anteil ungefähr dem Vorteil für den Grundeigentümer entspricht, ergeben sich 
aus dem Verursacherprinzip keine wesentlich anderen Anforderungen als aus 
dem bereits erwähnten Äquivalenzprinzip (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
2P.53/2007 vom 22.6.2007 Erw. 2.2; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 
2C_101/2007 vom 22.8.2007 Erw. 4.3).

4.4 Die Rechtsprechung erachtet es unter dem Gesichtswinkel des Äquiva-
lenzprinzips als zulässig, wenn bei der Bemessung der Anschlussgebühren nicht 
alle Umstände berücksichtigt werden, die im konkreten Fall das Mass der künfti-
gen Inanspruchnahme der Wasserversorgung oder Abwasserbeseitigung beein-
flussen. Eine gewisse Schematisierung ist zulässig (vgl. Urteile des Bundesge-
richts 2C_1061/2015 vom 9.1.2017 Erw. 2.3; 2C_816/2009 vom 3.10.2011 
Erw. 5.1 mit Hinweisen). Dabei muss sich die Bemessung dieser Abgabe nicht 
notwendigerweise nach dem dem Gemeinwesen aus dem einzelnen Anschluss 
jeweils konkret entstehenden Aufwand richten, sondern es darf mittels schemati-
scher Kriterien auf den dem Pflichtigen erwachsenden Vorteil abgestellt werden 
(vgl. Urteile des Bundesgerichts 2C_1054/2013 vom 20.9.2014 Erw. 6.3; 
2C_656/2008 vom 29.5.2009 Erw. 3.3).

Das neue Wasserversorgungsreglement (vgl. Art. 54 nWVR) und das neue Ab-
wasserreglement (Art. 24 AR) der Gemeinde Altendorf sehen für die Erhebung 
der Anschlussgebühr den Gebäudeinhalt (mit nach Gebäudezweck differenzier-
ten Gebührenansätzen pro Kubikmeter Gebäudeinhalt) als Bemessungsgrundla-
ge vor. Wie das Bundesgericht in seiner Rechtsprechung bereits bestätigt hat, 
führt der Rauminhalt der Gebäude als Bemessungskriterium im Normalfall, ähn-
lich wie der Gebäudeversicherungswert zu vertretbaren Ergebnissen und lässt 
sich insoweit nicht beanstanden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_101/2007 
vom 22.8.2007 Erw. 4.4). Dementsprechend darf auch davon ausgegangen wer-

22

den, dass der Gebäudeinhalt ein grundsätzlich taugliches Bemessungskriterium 
bildet, welches den dem Eigentümer aus der Wasserversorgung bzw. Abwasser-
entsorgung des Gebäudes erwachsenden Vorteil zuverlässig zum Ausdruck 
bringt, ohne dass zusätzlich auf das Mass der mutmasslichen Inanspruchnahme 
der Versorgungs- und Entsorgungsnetze abgestellt werden müsste.

4.5 Gestützt auf diese (schematische) Betrachtungsweise darf, wie dies vorlie-
gend die massgeblichen Vorschriften vorsehen, auch bei nachträglichen Ände-
rungen in der Art der Überbauung des angeschlossenen Grundstückes sowie 
Umbauten, wodurch der Rauminhalt des Gebäudes erweitert oder auch der Nut-
zungszweck geändert wird, eine ergänzende Anschlussgebühr erhoben werden, 
ohne dass es auf die zu erwartende Mehr- oder Minderbelastung der Versor-
gungs- und Entsorgungsnetze ankäme. Soweit nicht besondere Eigenschaften 
der Baute einer solchen Betrachtungsweise entgegen stehen (vgl. dazu hinten 
Erw. 6), genügt eine Erweiterung des Gebäudeinhalts (Mehrkubatur) oder Er-
höhung des Gebührenansatzes infolge des geänderten Nutzungszwecks, um ei-
ne entsprechende ergänzende Anschlussgebühr erheben zu können (siehe auch 
Urteile des Bundesgerichts 2C_656/2008 vom 29.5.2009 Erw. 3.3 und 
2P.232/2006 vom 16.4.2007 Erw. 4.1 [betr. Erhebung einer ergänzenden An-
schlussgebühr bei Erhöhung des Gebäudeversicherungswerts durch nachträgli-
che bauliche Veränderungen wie Umbau oder Erweiterung]). 

Wenn man den Gebäudeinhalt (gegebenenfalls mit nach Gebäudezweck diffe-
renzierten Gebührenansätzen pro Kubikmeter Gebäudeinhalt) als geeignetes Kri-
terium zur Bemessung des Vorteils des Anschlusses betrachtet, liegt darin keine 
Verletzung des Äquivalenzprinzips, dass bei einer Veränderung der entspre-
chenden Bemessungsgrundlagen (durch Änderungen in der Art der Überbauung 
des angeschlossenen Grundstückes) eine Neuberechnung der Anschlussge-
bühren und gegebenenfalls (nach Abzug der früher bezahlten Anschlussge-
bühren) Nachzahlung ergänzender Anschlussgebühren vorgesehen wird (vgl. 
dazu bereits VGE II 2010 131 vom 27.1.2011 Erw. 3.2 [betr. Anpassung der Ka-
nalisationsanschlussgebühr bei einem aufgrund eines Anbaus vergrösserten Ge-
bäudeinhalts]; VGE II 2008 27 vom 20.11.2008 Erw. 1.4 [Heranziehung der 
Mehrkubatur als Bemessungsgrundlage für die zusätzliche Anschlussgebühr bei 
An- und Umbauten]).

4.6 Bei genauer Betrachtung wird von der Beschwerdeführerin im Grundsatz 
auch gar nicht behauptet, dass der Gebäudeinhalt (oder auch die nach Gebäu-
dezweck differenzierten Gebührenansätze pro Kubikmeter Gebäudeinhalt) für die 
Festsetzung der Anschlussgebühren kein taugliches Kriterium bildet. Einen Ver-
stoss gegen das Äquivalenzprinzip erblickt die Beschwerdeführerin darin, dass 

23

die nachträglichen Anschlussgebühren in einem Missverhältnis zu den getätigten 
neuen Investitionen stünden (vgl. Beschwerde, S. 10 Ziff. III./23.). Damit über-
sieht die Beschwerdeführerin, dass bei einer Bemessung der Anschlussgebühren 
nach dem Gebäudeinhalt (und gegebenenfalls Nutzungszweck der Baute) 
nachträgliche Veränderungen nicht unberücksichtigt bleiben können, weil sonst 
derjenige, der gleich zu Beginn mehr investiert, schlechter dastünde als derjeni-
ge, der erst später zusätzliche Investitionen vornimmt (vgl. vorne Erw. 2.4). Bei 
gesamthafter Betrachtung der früher bezahlten Anschlussgebühren einschliess-
lich der hier zu beurteilenden Zusatzgebühr bei Änderung wird jedoch keine Ge-
bührenhöhe erreicht, die mit dem Vorteil des Anschlusses (oder auch dem nach 
dem Verursacherprinzip darauf entfallenden Kostenanteil) in keinem vernünftigen 
Verhältnis steht. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin kommt es 
nicht darauf an, welchen Einfluss jeder Teil der gesamthaft getätigten Investitio-
nen auf den Wasserbezug bzw. Abwasseranfall hat (vgl. entspr. Urteil des Bun-
desgerichts 2P.53/2007 vom 22.6.2007 Erw. 2.5). Und schliesslich ist die Investi-
tionshöhe für die Festsetzung der Gebühr (nach dem aktuell gültigen Reglement) 
nicht massgeblich.

4.7 Wie bereits festgestellt wurde (vgl. vorne Erw. 3.7), besteht auch ein sach-
licher Zusammenhang der baulichen Massnahmen (Fassadensanierung, interne 
Erschliessung und neuer Eingangsbereich mit Treppenhaus und Lift) mit den Än-
derungen in der Art der Überbauung des angeschlossenen Grundstückes bzw. 
Benützung der angeschlossenen Liegenschaft und dementsprechend mit der Ur-
sache der Gebührenerhöhung. Die Beschwerdeführerin kann sich deshalb nicht 
darauf berufen, dass ausschliesslich Renovationsarbeiten (Erneuerung des Be-
stehenden) und energiesparende Massnahmen vorgenommen würden, für wel-
che keine Anschlussgebühren zu entrichten seien (Art. 54 Abs. 1 nWVR bzw. 
Art. 24 Abs. 1 AR). Von daher lässt sich auch nicht sagen, dass in Bezug auf die 
getätigten Investitionen die (schematische) Korrelation mit der (vermutungsweise 
gesteigerten) tatsächlichen Nutzung der Versorgungs- und Entsorgungsanlagen 
so weit aufgebrochen würde, dass das Äquivalenzprinzip verletzt wäre und eine 
Abkehr von der angewandten Bemessungsmethode geboten erschiene (vgl. 
hierzu Steuer- und Enteignungsgericht Basel-Landschaft BL Entscheid Nr. 650 
09 56 vom 25.1.2010 Erw. 5.2 abrufbar unter www.baselland.ch/politik-und-
behorden/gerichte/rechtsprechung/enteignungsgericht, mit Hinweis auf Urteil des 
Bundesgerichts 2C_656/2008 vom 29.5.2009 Erw. 3.5). 

5.1 Mit dem Wasserversorgungsreglement (nWVR) und Abwasserreglement 
(AR) der Gemeinde Altendorf, beide gültig ab 1. Oktober 2010, wurde zugleich 
eine Methodenänderung bei der Berechnung der Anschlussgebühren vorge-

24

nommen. Während die (einmaligen) Anschlussgebühren gemäss den früheren 
kommunalen Reglementen (aWVR; aKR) aufgrund der Gebäudewerte (und der 
Bewohnerwerte; ARA-Beitrag) ermittelt worden waren, sehen das neu geltende 
Wasserversorgungsreglement (nWVR) und Abwasserreglement (AR) die Be-
rechnung gestützt auf den Gebäudeinhalt (Kubatur und Nutzung) (und den Be-
wohnergleichwert; ARA-Beitrag) vor.

Die neuen Reglementsbestimmungen bezwecken, das System der Bemessung 
nach dem Gebäudeinhalt nicht nur bei Neubauten, sondern auch bei Änderung in 
der Art der Überbauung eines angeschlossenen Grundstückes sowie bei Um- 
und Wiederaufbau einzuführen. Die neuen Reglementsbestimmungen sehen da-
zu vor, dass von der (nachträglichen) Anschlussgebühr nach dem neuen System 
die früher bezahlte Anschlussgebühr in Abzug gebracht werden kann (vgl. Art. 54 
Abs. 2 nWVR bzw. Art. 24 Abs. 5 AR). Wenn Anschlussgebühren aufgrund von 
Vorschriften verfügt werden, die erst nach dem erfolgten Anschluss in Kraft tre-
ten, stellt dies eine – nur in engen Grenzen zulässige – Rückwirkung dar. 

Im vorliegenden Fall wurden die früher bezahlten (einmaligen) Anschlussge-
bühren noch unter den alten Reglementsbestimmungen in Promillen des Neu-
bauwertes (gemäss kantonaler Güterschatzung) festgesetzt. Dadurch, dass die 
nach dem alten Recht entrichteten Anschlussgebühren von den Anschlussge-
bühren nach dem neuen System in Abzug gebracht werden können, werden alte 
und neue Bemessungsmethode vermengt. Dies kann auf eine unzulässige 
Rückwirkung hinauslaufen, soweit nicht hinreichend berücksichtigt wird, dass mit 
der ursprünglich geleisteten Anschlussgebühr schon ein bestimmtes Mass an 
Ausnützung der Liegenschaft abgegolten wurde. Um das zu vermeiden, muss die 
Anschlussgebühr, die nach dem alten Recht entrichtet wurde, nach den neuen 
Bemessungsregeln umgerechnet werden (vgl. zum Ganzen: Urteil des Bundes-
gerichts 2C_341/2009 vom 17.5.2010 Erw. 5; vgl. dazu auch Steuer- und Enteig-
nungsgericht Basel-Landschaft BL Entscheid Nr. 650 11 42 / 650 11 43 vom 
25.8.2011 abrufbar unter www.baselland.ch/politik-und-behorden/gerichte/recht-
sprechung/enteignungsgericht).

5.2 Das Verwaltungsgericht setzte sich schon in VGE 708/99 vom 17. Dezem-
ber 1999 (=EGV-SZ 1999 Nr. 21) mit der Frage auseinander, wie bei einem sol-
chen Methodenwechsel (Wechsel von bisher Gebäudewert zu Gebäudeinhalt als 
Bemessungsgrundlage) die erste, bereits bezahlte Anschlussgebühr bei der Er-
mittlung der neuen Gebühr anzurechnen ist. Es frage sich namentlich, ob bei der 
Anrechnung die erste Gebühr teuerungsbedingt anzupassen sei, oder ob so vor-
zugehen sei, wie wenn die erstmalige Gebühr ebenfalls nach Kubaturen berech-
net worden wäre. Für das zuletzt genannte Vorgehen spreche, dass der Tatbe-

25

stand für die zusätzliche Anschlussgebühr unter dem neuen Recht eingetreten 
sei und das neue Recht die Anschlussgebühr grundsätzlich nach Kubaturen be-
messe. Analog zum Mehrwert in den Fällen, in welchen das anwendbare Kanali-
sationsreglement auf die (durch Erweiterung, Zweckänderung oder Wiederauf-
bau erfolgte) Wertsteigerung abstelle, müsse konsequenterweise die Mehrkuba-
tur als Bemessungsgrundlage für die zusätzliche Anschlussgebühr herangezo-
gen werden. Damit entfalle – im Lichte der Einmaligkeit der Anschlussgebühr – 
eine allfällige Teuerung des Gebührenansatzes für das bisherige, bereits ange-
schlossene (und abgerechnete) Gebäudevolumen (VGE 708/99 vom 17.12.1999 
Erw. 3d publiziert in EGV-SZ 1999 Nr. 21 S. 68 ff.; bestätigt in VGE II 2011 7 vom 
30.3.2011 Erw. 3.3.2 publiziert in EGV-SZ 2011 B 5.1 S. 58 ff.). Unabhängig da-
von, ob und wie die Anschlussgebühr für die vorbestehende Baute berechnet 
wurde, ist es nach der verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung zulässig, die 
Mehrkubatur (bezogen auf die Nutzung) als Bemessungsgrundlage für die zu-
sätzliche Anschlussgebühr bei An- und Umbauten heranzuziehen (VGE II 2015 
14 vom 15.12.2016 Erw. 3.5; VGE II 2008 27 vom 20.11.2008 Erw. 1.4; VGE 
708/99 vom 17.12.1999 Erw. 3d publiziert in EGV-SZ 1999 Nr. 21 S. 68 ff.).

5.3 Im vorliegenden Fall nahm die Tiefbaukommission der Gemeinde Altendorf 
zunächst für die Festsetzung der Abgaben (Zusatzgebühr bei Änderung) für das 
Geschäftshaus mit Wohnung und Büro im Attikageschoss (Gesamttotal 
56'595 m3) eine Neuberechnung der Anschlussgebühren nach den neuen Be-
messungsregeln vor und brachte davon die früher bezahlten Anschlussgebühren 
in Abzug. Auf Einsprache hin zog die Tiefbaukommission sodann ihre Verfügung 
in Wiedererwägung und setzte die (nachträglichen) Anschlussgebühren neu fest, 
wobei sie nur noch den Gebäudeinhalt infolge Umnutzung von Logistik- in Ver-
kaufsflächen (27'472 m3) im Erdgeschoss (EG) und im ersten und zweiten Ober-
geschoss (1. + 2. OG) als Bemessungsgrundlage heranzog und mit dem Ge-
bührenansatz für Büro- und Gewerbebauten von Fr. 7.00 pro m3 (neue Nutzung) 
abzüglich Gebührenansatz für Lagerhallen von Fr. 3.50 pro m3 (bisherige Nut-
zung) multiplizierte (vgl. vorne Sachverhalt Bst. C).

5.4.1  Der Widerruf erweist sich grundsätzlich als richtig, weil zunächst von der 
Neuberechnung der Anschlussgebühren nach dem neuen System die früher be-
zahlten Anschlussgebühren in Abzug gebracht wurden, ohne dass eine Umrech-
nung der früher bezahlten Anschlussgebühren nach den neuen Bemessungsre-
geln vorgenommen wurde. Mit der Wiedererwägung wurde im Prinzip von der 
Tiefbaukommission auch richtig erkannt, dass für die Ermittlung der nachträgli-
chen Anschlussgebühren nur die Nutzungsänderungen im Erdgeschoss (EG) 
und im ersten und zweiten Obergeschoss (1. + 2. OG) herangezogen werden 

26

müssen, weil die übrigen Nutzungen des Gebäudes mit der Lagerfläche im Un-
tergeschoss (UG) sowie den Büros und der Attikawohnung im Dachgeschoss 
(DG) unverändert bleiben. 

5.4.2  Als zu pauschal und nicht haltbar erweist es sich hingegen, soweit für die 
Nutzungsänderungen im Erdgeschoss (EG) und im ersten und zweiten Oberge-
schoss (1. + 2. OG) davon ausgegangen wird, dass die ursprüngliche Berech-
nung der (einmaligen) Anschlussgebühren (insgesamt) auf dem Ansatz für La-
gerhallen (Fr. 3.50 pro m3) basiert habe, und die Nutzungsänderung/Umnutzung 
von Logistik- in Verkaufsflächen eine Neuberechnung nach dem neuen System 
zum höheren Gebührenansatz für Büro- und Gewerbebauten (Fr. 7.00 pro m3) 
rechtfertigte. Es ist zwar nach der verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung nicht 
zu beanstanden, wenn bei Mischbauten bei der Wahl des Tarifs auf die mehrheit-
liche Nutzung eines Gebäudes (Präponderanzmethode) abgestellt wird (vgl. VGE 
II 2011 7 vom 30.3.2011 Erw. 3.2 publiziert in EGV-SZ 2011, B 5.1 S. 58 ff.). Da-
durch wird hier jedoch der früher bezahlten Anschlussgebühr bzw. dem damit be-
reits abgegoltenen Mass an Ausnützung der Liegenschaft nur ungenügend 
Rechnung getragen. Es darf bei dem Methodenwechsel nicht unberücksichtigt 
bleiben, dass für die Berechnung der früher bezahlten Anschlussgebühren bei 
der Bestimmung des Neubauwertes gemäss kantonaler Güterschatzung insge-
samt von einem Gewerbe mit gemischter Nutzung (Wohnbauten, Lagerhäuser, 
Werkstattgebäude) ausgegangen worden war. Einheitspreise für einzelne Ge-
bäudeabteilungen (z.B. Wohnbauten, Lagerhallen) wurden nicht (gesondert) 
berücksichtigt (vgl. dazu bereits vorne Erw. 3.5). 

5.5 Im Sinne eines gerechten Interessenausgleichs und mit Rücksicht auf das 
Rückwirkungsverbot erscheint es daher angezeigt, die gemäss ursprünglicher 
Baubewilligung geforderte Aufteilung in Lagerflächen und Arbeitsplätze (im Ver-
hältnis 3/5 Lagerflächen zu 2/5 Arbeitsplätze) der vorgesehenen Nutzungsände-
rung/Umnutzung von Logistik- in Verkaufsflächen gegenüberzustellen. Zusatzge-
bühren sollen nur auf dem Gebäudevolumen erhoben werden, das bisher 
(gemäss ursprünglicher Baubewilligung) als Lagerflächen ausgeschieden war 
(oder hätte ausgeschieden sein sollen) und durch die Nutzungsänderung (d.h. 
den Umbau und die Änderung in der Art der Benützung der angeschlossenen 
Liegenschaft) fortan als Verkaufsflächen genutzt wird. Dazu kann grundsätzlich 
auf die vom Architekten der Beschwerdeführerin vorgenommene kubische Be-
rechnung abgestellt werden (vgl. Bf-act. 9 = Vi-act. 22). 

Wenn von dem Gebäudevolumen im EG/OG1/OG2 von insgesamt 38'497.20 m3 
(EG: 14'452.20 m3; OG1: 12'022.50 m3; OG2: 12'022.50 m3) ursprünglich 3/5 auf 
Lagerflächen entfielen, so entspricht dies einem Bauvolumen für Lager von 

27

23'098.32 m3; nach dem Umbau und der Nutzungsänderung verbleibt im 
EG/OG1/OG2 noch als Lager ein Bauvolumen von insgesamt 8'166.90 m3 
(EG: 2'486.40 m3; OG1: -; OG2: 5'680.50 m3). Die Differenz beträgt demnach 
14'931.42 m3 und entspricht der Nutzungsänderung/Umnutzung von Lager- in 
Gewerbefläche bzw. Rauminhalt. Nur in diesem Umfang kann es im Sinne eines 
gerechten Interessenausgleichs sachlich als gerechtfertigt gelten, dass der höhe-
re Gebührenansatz für Büro- und Gewerbebauten von Fr. 7.00 pro m3 (statt 
Fr. 3.50 pro m3 für Lagerhallen) zur Anwendung kommt. 

Dementsprechend ergeben sich folgende, von der Beschwerdeführerin durch 
den Umbau und die Nutzungsänderung bzw. Umnutzung von Lager- in 
Gewerbefläche bzw. Rauminhalt ergänzend zu entrichtende Wasseranschluss-
gebühren und Abwasseranschlussgebühren:

Zusatzgebühr bei Nutzungsänderung/Umnutzung

Mehrkubatur EG/OG1/OG2 (Büro- und Gewerbebauten)  14'931.42 m3 à Fr. 7.00  

./. Kubatur EG/OG1/OG2 (Lagerhallen)   14’931.42 m3 à Fr. 3.50  

Zusätzliche Anschlussgebühr je für Wasser bzw. Abwasser: Fr.   52'259.97

Zuzüglich 2,5% MwSt für Wasser bzw. 8,0% MwSt für Abwasser  

6.1 Eventualiter beantragt die Beschwerdeführerin, die Wasser- und die Ab-
wasseranschlussgebühren seien gestützt auf einen Fachbericht (insgesamt) um 
je 50% zu reduzieren. Der Fachbericht Anschlussgebühren der F.________ AG 
vom 3. Oktober 2017 (Bf-act. 24 = Vi-act. 25) lege eindeutig dar, weshalb in je-
dem Fall eine Reduktion der Anschlussgebühren auf 50 % der Normalgebühr 
geboten und zulässig sei. Der Wasserbezug habe sich zwischen 1'365 Kubikme-
ter und 2'700 Kubikmeter pro Jahr bewegt, je nachdem wie viele Mitarbeitende 
beschäftigt gewesen seien. Dementsprechend habe immer eine betrieblich und 
nicht nur als Lager benutzte Gewerbebaute vorgelegen. An den heute vorhande-
nen Wasserbezugsmöglichkeiten werde sich durch den Umbau nachweislich 
nichts ändern (vgl. Beschwerde, S. 12 Ziff. III./29. f.).

6.2 Die Vorinstanz erachtet eine Reduktion der Anschlussgebühren als nicht 
gerechtfertigt. Nach Ansicht der Vorinstanz würde eine Reduktion der An-
schlussgebühren nur in Frage kommen, wenn z.B. technisch bedingt für Kühl-
zwecke ein grosser Wasserbedarf entstehe, ohne dass dabei die Abwasserreini-
gungsanlage im Vergleich zum "Normalfall" übermässig belastet werde, was vor-
liegend aufgrund des Fachberichts nicht ausgewiesen sei (vgl. Vernehmlassung, 
Ziff. III./6.16.)

28

6.3 Gestützt auf das neue Wasserversorgungsreglement (nWVR) und Abwas-
serreglement (AR) kann der Gemeinderat für industrielle und gewerbliche Betrie-
be die Anschlussgebühren unter Berücksichtigung der Art und Menge der Was-
serbereitschaft bis 50% erhöhen oder ermässigen (Art. 54 Abs. 4 nWVR), bzw. 
unter Berücksichtigung der Art und Menge des Abwassers je nach Belastungs-
grad für eine ARA erhöhen oder ermässigen (Art. 24 Abs. 4 AR). Im Bereich des 
Abwasserrechts kann der Gemeinderat zudem nach Art. 22 Abs. 2 AR von der 
Berechnungsart der Beiträge und Gebühren abweichen, wenn deren Höhe im 
Einzelfall dem Nutzen, den das Grundstück durch den Bau, Unterhalt und Betrieb 
der Abwasseranlagen erfährt, offensichtlich nicht entspricht. Abweichungen wer-
den (in allen Fällen) nur aufgrund eines ausgewiesenen Fachberichts bewilligt. 
Damit kann (zur Vermeidung sachwidriger Ergebnisse) besonderen Eigenschaf-
ten (bzw. Zwecken) der Baute Rechnung getragen werden. Dies gilt insbesonde-
re bei Industriebauten, welche je nach Nutzungszweck einen im Verhältnis zur 
Bemessungsgrundlage (für die Bemessung der Anschlussgebühr) extrem nie-
drigen oder extrem hohen Wasserverbrauch bzw. Abwasseranfall haben (vgl. 
hierzu auch Urteile des Bundesgerichts 2P.232/2006 vom 16.4.2007 Erw. 3.4; 
2C_656/2008 vom 29.5.2009 Erw. 3.5; 2C_101/2007 vom 22.8.2007 Erw. 4.3).

6.4 Dadurch, dass im Fachbericht Anschlussgebühren der F.________ AG 
vom 3. Oktober 2017 (Bf-act. 24 = Vi-act. 25) ausgeführt wird, dass die vorgese-
hene Nutzungsänderung (vom Logistikzentrum zum Wohncenter) keine Mehrbe-
lastung bringe, weder für die Wasserversorgung noch für die Abwassermenge, 
die Belegung des Gebäudes insgesamt kleiner werde und damit die Belastungs-
werte geringer ausfielen, und nicht geplant sei, die bestehenden sanitarischen 
Einrichtungen zu erweitern, sondern zu sanieren, wird von der Beschwerdeführe-
rin nicht aufgezeigt, dass (und inwiefern) aufgrund besonderer Eigenschaften der 
Baute und deren Nutzungszweck die Bemessungsmethode (mit dem Gebäu-
deinhalt als Bemessungsgrundlage) für die Anschlussgebühren zu einem (insge-
samt) sachwidrigen Ergebnis führen würde. Die Beschwerdeführerin behauptet 
jedenfalls nicht, dass bei ihrer Liegenschaft (bei gesamthafter Betrachtung) der 
Wasserverbrauch bzw. Abwasseranfall stark von den durchschnittlichen Verhält-
nissen abweiche und das Gebäudevolumen daher in einem Missverhältnis zum 
Nutzungspotential ihres Wasser- und Abwasseranschlusses stehe. Sie stört sich 
vielmehr (auch in dem Fachbericht) hauptsächlich daran, dass die geplanten 
Baumassnahmen und vorgesehene Nutzungsänderung, die keine Mehrbelastung 
für die Versorgungs- und Entsorgungsanlagen bringen sollen, eine Pflicht zur 
Nachzahlung von Anschlussgebühren auslösen (vgl. dazu bereits vorne 
Erw. 4.6). 

29

Damit vermag die Beschwerdeführerin jedoch nicht darzutun, dass (und inwie-
fern) die Schematisierung, wie sie im Kausalabgaberecht aus Gründen der Prak-
tikabilität zulässig sein muss, in ihrem Fall (insgesamt) zu einem unvernünftigen 
und nicht vertretbaren Ergebnis führt und sich deshalb eine Ermässigung der An-
schlussgebühren oder ein Abweichen von der Berechnungsart zwingend auf-
drängen sollte. Den besonderen Eigenschaften der Baute und deren Nutzungs-
zweck wird grundsätzlich dadurch Rechnung getragen, dass die Gebührenansät-
ze bei der Bemessung der Anschlussgebühren aufgrund des Gebäudeinhalts je 
nach Gebäudezweck (Wohnbauten, Büro- und Gewerbebauten, Öffentliche Ge-
bäude, Garagen, Neben- und Industriebauten, Lager ohne angegliederten Be-
trieb) differenziert werden. Diese Berechnungsart berücksichtigt bereits weitge-
hend die Besonderheiten der einzelnen Arten von Bauten und ihrer Nutzung. Es 
kann insofern auch nicht von einem Verstoss gegen das Äquivalenzprinzip oder 
von einer Verletzung des Gleichbehandlungsgebotes gesprochen werden. Inwie-
fern sich ansonsten die Liegenschaft der Beschwerdeführerin hinsichtlich des 
Wasserverbrauchs bzw. Abwasseranfalls wesentlich von gewöhnlichen Gewer-
bebauten unterscheiden soll, ist aufgrund des Fachberichts nicht ersichtlich. Die 
Beschwerdeführerin vermag damit nicht darzutun, inwiefern die Anwendung der 
ordentlichen Bemessungsregeln zu einem geradezu unhaltbaren Ergebnis führen 
sollte. Wenn deshalb die Vorinstanz aufgrund des Fachberichts eine Ermässi-
gung der Anschlussgebühren oder ein Abweichen von der Berechnungsart nicht 
als gerechtfertigt erachtet, ist dies nicht zu beanstanden. 

7.1 Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als teilweise begründet 
und ist insofern im Sinne der Erwägungen gutzuheissen, als die durch die Be-
schwerdeführerin ergänzend zu entrichtenden Wasseranschlussgebühren auf 
Total Fr. 53'566.45 (inkl. 2.5% MwSt) und Abwasseranschlussgebühren auf Total 
Fr. 56'440.75 (inkl. 8.0% MwSt) herabzusetzen sind. Im Übrigen ist die Be-
schwerde abzuweisen.

7.2 Dem Verfahrensausgang entsprechend gehen die Verfahrenskosten von 
Fr. 3'000.-- (inkl. Kanzleigebühren und Barauslagen) je zur Hälfte (je Fr. 1'500.--) 
zu Lasten der Beschwerdeführerin und der Vorinstanz (§ 72 Abs. 2 VRP).

7.3 Der anwaltschaftlich vertretenen Beschwerdeführerin ist zudem zu Lasten 
der Vorinstanz eine reduzierte Parteientschädigung zuzusprechen (§ 74 Abs. 1 
VRP), welche in Beachtung des kantonalen Gebührentarifs für Rechtsanwälte 
vom 27. Januar 1975 (GebTRA; SRSZ 280.411), welcher für das Honorar in 
Verfahren vor dem Verwaltungsgericht in § 14 einen Rahmen von Fr. 300.-- bis 
Fr. 8'400.-- vorsieht, und unter Beachtung der in § 2 des Gebührentarifs 

30

enthaltenen Kriterien, in Ausübung des pflichtgemässen Ermessens auf 
Fr. 1'500.-- (inkl. MwSt und Barauslagen) festgesetzt wird.

31

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der Beschluss des 
Gemeinderates Altendorf vom 20. Oktober 2017 aufgehoben und im Sinne 
der Erwägungen werden die durch die Beschwerdeführerin ergänzend zu 
entrichtenden Wasseranschlussgebühren auf Total Fr. 53'566.45 (inkl. 
2.5% MwSt) und Abwasseranschlussgebühren auf Total Fr. 56'440.75 (inkl. 
8.0% MwSt) herabgesetzt. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten werden auf Fr. 3'000.-- (Gerichtsgebühr, Kanzleikos-
ten und Barauslagen) festgesetzt und je zur Hälfte (je Fr. 1'500.--) der Be-
schwerdeführerin und der Vorinstanz auferlegt. Die Beschwerdeführerin hat 
am 4. Dezember 2017 einen Kostenvorschuss von Fr. 800.-- bezahlt, so 
dass eine offene Forderung von Fr. 700.-- verbleibt. 

Die Vorinstanz und die Beschwerdeführerin haben ihr Kostentreffnis innert 
30 Tagen seit Zustellung des vorliegenden Entscheides auf das Postkonto 
60-22238-6 des Verwaltungsgerichts einzuzahlen.

3. Die Vorinstanz hat der anwaltschaftlich vertretenen Beschwerdeführerin für 
das verwaltungsgerichtliche Verfahren eine reduzierte Parteientschädigung 
von Fr. 1'500.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) zu entrichten.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde*  
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht, BGG, SR 173.110).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 

5. Zustellung an:

 den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (2/R)
 die Vorinstanz (R)
 den Regierungsrat (2)
 und das Sicherheitsdepartement, Rechts- und Beschwerdedienst (z.K.). 

Schwyz, 26. Juni 2018

32

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 6. August 2018