# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7bbfcd83-f2f5-565a-8f3c-eeefea468657
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-01-03
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 03.01.2023 E-6016/2022
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6016-2022_2023-01-03.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-6016/2022 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  3 .  J a n u a r  2 0 2 3  

Besetzung 
 Einzelrichterin Constance Leisinger, 

mit Zustimmung von Richter Gérald Bovier;  

Gerichtsschreiberin Eva Hostettler. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

B._______, geboren am (…), 

beide Tunesien,   

vertreten durch Marek Wieruszewski, Solidaritätsnetz (…),  

Beschwerdeführerinnen,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 19. Dezember 2022 / N (…). 

 

 

E-6016/2022 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass die Beschwerdeführerinnen am 23. November 2022 in der Schweiz 

um Asyl nachsuchten, 

dass ein Abgleich mit der europäischen Fingerabdruck-Datenbank (Euro-

dac) vom 28. November 2022 ergab, dass sie bereits am 16. November 

2022 in Österreich Asylgesuche eingereicht hatten, 

dass die Beschwerdeführerin 1 (Mutter) am 7. Dezember 2022 der gemäss 

Art. 102h Abs. 1 AsylG (SR 142.31) zugewiesenen Rechtsvertretung die 

Vollmacht zur Vertretung ihrer Interessen im Asylverfahren erteilte, 

dass sie im Rahmen des am 7. Dezember 2022 durchgeführten persönli-

chen Gesprächs gemäss Art. 5 der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Eu-

ropäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung 

der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die 

Prüfung eines von einem Drittstaatsangehörigen oder einem Staatenlosen 

in einem Mitgliedstaat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zu-

ständig ist, Abl. L 180/31 vom 29. Juni 2013 (nachfolgend: Dublin-III-VO) 

angab, sie habe in Österreich kein Asylgesuch gestellt und bei der Regist-

rierung gesagt, dass sie nicht in Österreich bleiben wolle,  

dass das SEM der Beschwerdeführerin 1 mitteilte, es werde erwogen, auf 

die Asylgesuche nicht einzutreten und sie bei gegebener Zuständigkeit 

nach Österreich wegzuweisen,  

dass sie in Bezug auf die mögliche Wegweisung nach Österreich entgeg-

nete, sie sei von ihrem Ehemann geflohen, welcher auch im Ausland Fa-

milienangehörige habe, weshalb sie Angst habe, dass ihre Tochter entführt 

werde, zumal sie auch bereits im Jahr 2011 zu Schulzwecken in der 

Schweiz gewesen sei und eine Schwester hier lebe, 

dass sie auf die Gesundheitssituation angesprochen, ausführte, sie seien 

beide krank, sie habe Fieber gehabt und die Tochter leide an psychischen 

Problemen,  

dass die österreichischen Behörden das Ersuchen des SEM vom 29. No-

vember 2022 um Wiederaufnahme der Beschwerdeführerinnen gemäss 

Art. 18 Abs. 1 Bst. b Dublin-III-VO mit einem vom 7. November 2022 da-

tierten standardisierten Schreiben beantworteten, wonach sie aufgrund der 

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ausserordentlichen Arbeitsbelastungen keine expliziten Zustimmungen 

mehr erteilen würden,  

dass das SEM mit Verfügung vom 19. Dezember 2022 – gleichentags er-

öffnet – in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG auf die Asylgesu-

che nicht eintrat, die Wegweisung aus der Schweiz nach Österreich anord-

nete und die Beschwerdeführerinnen aufforderte, die Schweiz spätestens 

am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen, 

dass es gleichzeitig feststellte, einer allfälligen Beschwerde gegen den Ent-

scheid komme keine aufschiebende Wirkung zu, und die Aushändigung 

der editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis an die Beschwerde-

führerinnen verfügte, 

dass die zugewiesene Rechtsvertretung mit Schreiben vom 19. Dezember 

2022 über die Beendigung des Mandates informierte, 

dass die Beschwerdeführerinnen – handelnd durch den rubrizierten 

Rechtsvertreter – mit Eingabe vom 23. Dezember 2022 gegen diesen Ent-

scheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhoben und 

beantragten, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, die Vorinstanz 

anzuweisen, auf ihre Asylgesuche einzutreten und das nationale Asylver-

fahren durchzuführen,  

dass in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Anordnung eines superproviso-

rischen Vollzugsstopps, um Erteilung der aufschiebenden Wirkung, um Ge-

währung der unentgeltlichen Prozessführung und um Befreiung von der 

Pflicht zur Leistung des Kostenvorschusses ersucht wurde,  

dass die zuständige Instruktionsrichterin am 28. Dezember 2022 einen su-

perprovisorischen Vollzugsstopp anordnete, 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31‒33 

VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), 

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), 

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dass die Beschwerdeführerinnen zur Beschwerdeführung legitimiert 

(Art. 48 Abs. 1 VwVG) sind und somit auf die frist- und formgerecht einge-

reichte Beschwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 3 AsylG und Art. 52 

Abs. 1 VwVG),  

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich 

um ein solches Rechtsmittel handelt, weshalb das Urteil nur summarisch 

zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde, 

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG) und diesbezüglich die Dublin-III-VO zur Anwendung 

kommt,  

dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO jeder Asylantrag von einem einzi-

gen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapitels III 

(Art. 8–15 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird (vgl. auch 

Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO), 

dass ein Abgleich der Fingerabdrücke der Beschwerdeführerinnen mit Eu-

rodac ergab, dass diese am 16. November 2022 in Österreich Asylgesuche 

eingereicht hatten, 

dass das SEM die österreichischen Behörden am 29. November 2022 um 

Wiederaufnahme der Beschwerdeführerinnen gestützt auf Art. 23 Dublin-

III-VO ersuchte, 

dass die österreichischen Behörden das Übernahmeersuchen innert der in 

Art. 25 Abs. 1 Dublin-III-VO vorgesehenen Frist unbeantwortet liessen, wo-

mit sie die Zuständigkeit Österreichs implizit anerkannten (Art. 25 Abs. 2 

Dublin-III-VO), 

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dass die Beschwerdeführerin 1 vorbringt, sie habe in Österreich nicht um 

Asyl ersuchen wollen, wobei sie in der Schweiz eine Schwester habe und 

im Jahr 2011 schon einmal hier gewesen sei, 

dass sie damit die grundsätzliche Zuständigkeit Österreichs nicht zu wider-

legen vermag und in diesem Zusammenhang auf die Erwägungen in der 

angefochtenen Verfügung zu verweisen ist (vgl. angefochtene Verfügung 

S. 3), 

dass die grundsätzliche Zuständigkeit Österreichs somit gegeben ist, 

dass es keine Gründe für die Annahme gibt, das Asylverfahren und die Auf-

nahmebedingungen für Antragstellende in Österreich weise systemische 

Schwachstellen im Sinne von Art. 3 Abs. 2 Sätze 2 und 3 Dublin-III-VO auf, 

dass jeder Mitgliedstaat abweichend von Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO be-

schliessen kann, einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder 

Staatenlosen gestellten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch 

wenn er nach den in dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die 

Prüfung zuständig ist (Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO), 

dass dieses sogenannte Selbsteintrittsrecht im Landesrecht durch Art. 29a 

Abs. 3 AsylV 1 konkretisiert wird und das SEM das Asylgesuch gemäss 

dieser Bestimmung «aus humanitären Gründen» auch dann behandeln 

kann, wenn dafür gemäss Dublin-III-VO ein anderer Staat zuständig wäre, 

dass die Beschwerdeführerin 1 mit ihren Vorbringen, in Österreich habe sie 

sich nicht sicher gefühlt und Angst gehabt, ihre Tochter werde entführt, wo-

bei sie beide krank seien, implizit die Anwendung von Art. 17 Abs. 1 Dublin-

III-VO respektive Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 fordert,  

dass Österreich Signatarstaat der EMRK, des Übereinkommens vom 

10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche 

oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und des Ab-

kommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, 

SR 0.142.30) sowie des Zusatzprotokolls der FK vom 31. Januar 1967 

(SR 0.142.301) ist und seinen diesbezüglichen völkerrechtlichen Verpflich-

tungen nachkommt, 

dass auch davon ausgegangen werden darf, dieser Staat anerkenne und 

schütze die Rechte, die sich für Schutzsuchende aus den Richtlinien des 

Europäischen Parlaments und des Rates 2013/32/EU vom 26. Juni 2013 

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zu gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung des in-

ternationalen Schutzes (Verfahrensrichtlinie) sowie 2013/33/EU vom 

26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die Aufnahme von Personen, 

die internationalen Schutz beantragen (Aufnahmerichtlinie) ergeben, 

dass die Beschwerdeführerinnen kein konkretes und ernsthaftes Risiko 

dargetan haben, die österreichischen Behörden würden sich weigern, sie 

wiederaufzunehmen und ihren Antrag auf internationalen Schutz unter Ein-

haltung der Regeln der erwähnten Richtlinien zu prüfen, 

dass den Akten auch keine Gründe für die Annahme zu entnehmen sind, 

Österreich werde in ihrem Fall den Grundsatz des Non-Refoulement miss-

achten und sie zur Ausreise in ein Land zwingen, in dem ihr Leib, ihr Leben 

oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist 

oder in dem sie Gefahr laufen würden, zur Ausreise in ein solches Land 

gezwungen zu werden, 

dass Österreich gestützt auf Art. 19 Abs. 1 der Aufnahmerichtlinie verpflich-

tet ist, Asylsuchenden die erforderliche medizinische Versorgung, die zu-

mindest die Notversorgung und die unbedingt erforderliche Behandlung 

von Krankheiten und schweren psychischen Störungen umfasst, zugäng-

lich zu machen,  

dass Antragstellenden mit besonderen Bedürfnissen die erforderliche me-

dizinische oder sonstige Hilfe, einschliesslich psychologischer Betreuung, 

zu gewähren ist (Art. 19 Abs. 2 Aufnahmerichtlinie),  

dass es keine Hinweise dafür gibt, dass Österreich den Beschwerdeführe-

rinnen die allenfalls erforderliche medizinische Behandlung verweigern 

würde, zumal die geltend gemachten gesundheitlichen Beschwerden un-

belegt geblieben sind,  

dass, sollten die Beschwerdeführerinnen in Österreich bedroht werden, sie 

sich an die hierfür zuständigen österreichischen Behörden zu wenden ha-

ben, wobei diese auch dem Kindeswohl Rechnung tragen werden, 

dass in diesem Zusammenhang darauf hinzuweisen, dass Österreich ein 

funktionierender Rechtsstaat ist,  

dass vorliegend nicht davon auszugehen ist, dass die hohe Schwelle für 

eine drohende Verletzung von Art. 3 EMRK aufgrund gesundheitlicher 

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Gründe überschritten sein könnte und eine medizinische Notlage ausge-

schlossen werden kann, 

dass dem SEM bei der Anwendung von Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 Ermessen 

zukommt (vgl. BVGE 2015/9 E. 7 f.) und den Akten keine Hinweise auf eine 

gesetzeswidrige Ermessensausübung oder ein Über- oder Unterschreiten 

des Ermessens (vgl. Art. 106 Abs. 1 Bst. a AsylG) durch die Vorinstanz zu 

entnehmen sind, zumal den vorliegenden Akten auch keine Hinweise auf 

eine familiäre Konstellation der Beschwerdeführerinnen zu der in der 

Schweiz wohnhaften Verwandten zu entnehmen ist, die von der Vorinstanz 

zu berücksichtigen gewesen wäre (vgl. BVGE 2018 VI/7 E. 8), 

dass das Bundesverwaltungsgericht sich unter diesen Umständen weiterer 

Ausführungen zur Frage eines Selbsteintritts enthält, 

dass das SEM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b 

AsylG auf die Asylgesuche der Beschwerdeführerinnen nicht eingetreten 

ist und – weil die Beschwerdeführerinnen nicht im Besitz einer gültigen Auf-

enthalts- oder Niederlassungsbewilligung sind – in Anwendung von Art. 44 

AsylG die Überstellung nach Österreich angeordnet hat (Art. 32 Bst. a 

AsylV 1),  

dass die Beschwerde aus diesen Gründen abzuweisen ist,  

dass das Beschwerdeverfahren mit vorliegendem Urteil abgeschlossen ist, 

weshalb sich die Gesuche um Erteilung der aufschiebenden Wirkung und 

um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses als gegenstands-

los erweisen, 

dass der mit superprovisorischer Massnahme vom 28. Dezember 2022 an-

geordnete Vollzugsstopp mit dem vorliegenden Urteil dahinfällt, 

dass das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der unent-

geltlichen Prozessführung abzuweisen ist, da die Begehren – wie sich aus 

den vorstehenden Erwägungen ergibt – als aussichtlos zu bezeichnen wa-

ren, weshalb die Voraussetzungen von Art. 65 Abs. 1 VwVG nicht erfüllt 

sind, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.– 

(Art. 1 ‒ 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-

schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) 

den Beschwerdeführerinnen aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden den Beschwerdeführerinnen 

auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zuguns-

ten der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerinnen, das SEM und die kanto-

nale Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Constance Leisinger Eva Hostettler