# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3e499bf8-73c8-5186-9e83-0e91ac971461
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2012-03-27
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 27.03.2012 IV 2010/113
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2010-113_2012-03-27.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2010/113

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 02.06.2020

Entscheiddatum: 27.03.2012

Entscheid Versicherungsgericht, 27.03.2012
Art. 16 ATSG. Art. 43 ATSG. Art. 28 IVG. Würdigung medizinischer Berichte, 
insbesondere eines polydisziplinären Gutachtens (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 27. März 2012, IV 
2010/113).

Präsidentin Karin Huber-Studerus, Versicherungsrichterin Miriam Lendfers,

a.o. Versicherungsrichter Christian Zingg; Gerichtsschreiber Tobias Bolt

Entscheid vom 27. März 2012

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Rente

Sachverhalt:

A.     

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A.___ wurde von seiner Arbeitgeberin am 18. September 2008 aufgrund diverser 

Beschwerden (Handgelenk rechts, Kopf, Nacken, Rücken, Beine) zur Früherfassung bei 

der IV-Stelle des Kantons St. Gallen gemeldet (IV-act. 1). Dem Meldeformular lag unter 

anderem eine Verfügung der Suva vom 8. September 2008 betreffend Einstellung 

sämtlicher Leistungen im Zusammenhang mit zwei Unfällen vom 26. Oktober 2007 

(Handgelenk rechts) bzw. 30. Oktober 2006 (diverse Beschwerden; Kopf-, Nacken-, 

Schulter-, Rücken-, Beinschmerzen) bei (IV-act. 3). Anlässlich eines Gesprächs vom 

29. September 2008 teilte die zuständige Eingliederungsberaterin dem Versicherten 

mit, dass eine Anmeldung zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung 

angezeigt sei; dieser teilte mit, die Anmeldung sei bereits unterwegs (IV-act. 8).

B.     

B.a   Am 29. September 2008 ging der IV-Stelle die Anmeldung des Versicherten zum 

Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung vom 17. September 2008 zu (IV-

act. 9). Der Anmeldung lagen unter anderem diverse medizinische Berichte bei. Im 

Austrittsbericht der Klinik B.___ vom 28. Dezember 2006 betreffend einen stationären 

Aufenthalt vom 11. bis 23. Dezember 2006 mit den Diagnosen eines chronischen 

Panvertebralsyndroms, einer chronischen Pancephalgie, frontal betont, chronischer 

Schulterschmerzen beidseits, einer Amaurose des rechten Auges sowie einer 

Anpassungsstörung war festgehalten worden, nach Austritt bestehe eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit bis 31. Dezember 2006. Danach sei der Versicherte medizinisch-

theoretisch aus rheumatologischer Sicht zu 100 % arbeitsfähig für eine leichte bis 

mittelschwere Arbeit; die Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht bedürfe einer 

Evaluation im Rahmen einer ambulanten psychiatrisch-psychotherapeutischen 

Behandlung (IV-act. 14). Aus den Berichten von Dr. med. C.___, Facharzt FMH für 

Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 7., 21. 

und 28. November sowie 20. Dezember 2007 geht hervor, dass der Versicherte an 

einer Lumboglutealgie bei multisegmentaler Osteochondrose und Spondylarthrose der 

unteren Lendenwirbelsäule, an einem Status nach Handgelenksdistorsion rechts bei 

Radiocarpalarthrose, an einem Status nach Acromioclaviculargelenksdistorsion rechts, 

an einem Status nach subacromialem Impingement-Syndrom beidseits, an einer 

degenerativen Innenmeniskusläsion links, an einer Degeneration der Halswirbelsäule 

mit Uncarthrose C5–7 und verdachtsweise an einem Sehnenscheidenganglion im 

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Hypotenar rechts litt, sich der Zustand, insbesondere bezüglich des rechten 

Handgelenks, aber relativ rasch und deutlich besserte und der Versicherte seine Arbeit 

am 5. Januar 2008 wieder aufnehmen wollte (IV-act. 16). In einem Bericht der Klinik für 

Rheumatologie und Rehabilitation des Kantonsspitals St. Gallen vom 21. Februar 2008 

waren im Wesentlichen ein schweres chronisches Panvertebral- und 

Cervicocephalsyndrom, eine Acromioclaviculargelenksarthrose, eine Bursitis 

subdeltoidea, eine Tendinopathie der Supraspinatussehne mit Partialruptur, ein Status 

nach Handgelenksdistorsion rechts, eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung 

sowie eine Amaurose des rechten Auge diagnostiziert worden (IV-act. 19). In einem 

Bericht von Dr. med. D.___, Fachärztin FMH für Chirurgie und Handchirurgie, vom 

12. März 2008 waren ein Status nach intraarticulärer distaler Radiusfraktur rechts, der 

Verdacht auf ein posttraumatisches Carpaltunnelsyndrom rechts, eine traumatisierte 

STT-Arthrose rechts, eine Pisotriquetralarthrose rechts, eine beginnende Rhizarthrose 

rechts sowie eine Arthrose des distalen Radioulnargelenks rechts diagnostiziert und 

ausgeführt worden, auf jeden Fall sei die rechte Hand für den schweren Einsatz auf 

dem Bau sicherlich nicht mehr geeignet (IV-act. 21).

B.b   Am 28. Oktober 2008 gingen der IV-Stelle die Akten der Suva zu. Bei diesen 

befanden sich unter anderem weitere medizinische Berichte. In einem Bericht vom 

7. Mai 2008 hatte Dr. D.___ ausgeführt, aufgrund der Handgelenksbeschwerden sei 

eine Integration in den Arbeitsprozess „eher unwahrscheinlich bis unmöglich“ (Suva-

act. 16). Die Ärzte der Rehaklinik E.___ hatten nach stationärer Behandlung des 

Versicherten im März 2008 eine physikalisch-medizinische (Suva-act. 25), eine 

psychiatrische (Suva-act. 24), eine handchirurgische (Suva-act. 23) sowie eine 

neurologische und interdisziplinäre (Suva-act. 22) ausführliche Stellungnahme erstattet. 

Gesamthaft verneinten sie das Vorliegen unfallbedingter somatisch-struktureller 

Schädigungen des Nervensystems, einer depressiven Verstimmung wie auch einer 

Angststörung – aus psychiatrischer Sicht wurde lediglich eine Symptomausweitung 

festgestellt –, beurteilten die physikalisch-medizinisch erhobenen Befunde als nicht 

unfallkausal und stellten fest, aus handchirurgischer Sicht liege eine Traumatisierung 

einer vorbestehenden Arthrose vor, die vorübergehend eine vollständige 

Arbeitsunfähigkeit im Beruf des Hilfsarbeiters auf einer Baustelle bedinge, der Befund 

sei allerdings besserungsfähig.

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B.c   In der Folge beauftragte die IV-Stelle das Ärztliche Begutachtungsinstitut (ABI) 

GmbH mit der Erstellung eines polydisziplinären Gutachtens (IV-act. 42).

B.d   Am 16. Dezember 2008 erstattete der Hausarzt des Versicherten, Dr. med. F.___, 

Facharzt FMH für Innere Medizin, einen Arztbericht. Er diagnostizierte im Wesentlichen 

ein chronisches Panvertebralsyndrom, einen Status nach Handgelenksdistorsion 

rechts, eine Acromioclaviculargelenksarthrose, eine Bursitis subdeltoidea, eine 

Tendinopathie der Supraspinatussehne mit Partialruptur links, eine degenerative 

Innenmeniskusläsion links, eine chronische Pancephalgie mit chronisch 

rezidivierendem Schwindel und Tinnitus sowie eine maladaptive Schmerzbewältigung 

und attestierte eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ab 14. März 2008 für die angestammte 

Tätigkeit als Hilfsarbeiter auf dem Bau (IV-act. 45–1 ff.). Unter anderem liess Dr. F.___ 

der IV-Stelle einen Bericht von Dr. med. G.___, Facharzt FMH für Oto-Rhino-

Laryngologie, vom 2. Juli 2007 zugehen, in welchem ein Status nach Contusio capitis 

mit Commotio cerebri et labyrinthii und Abknicktrauma der Halswirbelsäule, ein 

postcommotionelles Syndrom und ein cervico-encephales Syndrom diagnostiziert 

worden waren (IV-act. 50–24 ff.).

B.e   Am 25. Mai 2009 erstatteten die Ärzte der ABI GmbH das in Auftrag gegebene 

Gutachten. Darin diagnostizierten sie im Wesentlichen ein chronisches panvertebrales 

Schmerzsyndrom ohne radiculäre Symptomatik, chronische Handgelenksschmerzen 

rechts, den Verdacht auf ein leichtgradiges subacromiales Impingement der linken 

Schulter, ein leichtgradiges subacromiales Impingement der rechten Schulter sowie 

eine Amaurose des rechten Auges. Bezüglich Arbeitsfähigkeit hielten die Gutachter 

fest, die angestammte Tätigkeit im Baugewerbe sei bleibend nicht mehr zumutbar, 

körperlich leichte Tätigkeiten in wechselnder Position, wo eine Hebe- und Tragelimite 

von zehn Kilogramm nur ausnahmsweise überschritten werde, keine länger dauernden 

Zwangshaltungen von Kopf oder Rumpf, keine regelmässigen Überkopfbewegungen 

der Arme sowie keine monotonen Bewegungen der rechten Hand vorkommen und 

keine Ansprüche an das räumliche Sehen gestellt würden, seien dagegen 

vollumfänglich zumutbar (IV-act. 58). Dem Gutachten lagen weitere medizinische 

Berichte bei, unter anderem zwei Berichte des Palliativzentrums des Kantonsspitals 

St. Gallen vom 19. Dezember 2008 bzw. 9. Februar 2009, in welchen im Wesentlichen 

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ein chronisches Schmerzsyndrom, eine Schulterproblematik und eine Amaurose rechts 

diagnostiziert worden waren (IV-act. 59–31 ff.).

B.f    Mit Vorbescheid vom 30. Juni 2009 teilte die IV-Stelle mit, dass bei einem 

Invaliditätsgrad von 8 % die Abweisung des Rentengesuchs vorgesehen sei (IV-

act. 64). Dagegen liess der Versicherte am 27. August 2009 vorsorglich Einwand 

erheben (IV-act. 71), der in der Folge allerdings nicht weiter begründet wurde (vgl. IV-

act. 73). Am 12. Oktober 2009 verfügte die IV-Stelle gemäss Vorbescheid (IV-act. 74).

C.     

C.a   Dagegen erhob der Versicherte am 23. Oktober 2009 Beschwerde an das 

Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen (IV-act. 75). Der Beschwerde legte er 

unter anderem den Austrittsbericht der Klinik H.___ vom 30. September 2009 

betreffend einen ambulanten Rehabilitationsaufenthalt vom 24. August bis 

18. September 2009 bei, in welchem eine rezidivierende depressive Störung mit 

mittelgradiger Episode und somatischen Symptomen sowie eine somatoforme 

Schmerzstörung diagnostiziert und eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert worden 

waren (IV-act. 77–6 ff.).

C.b   Am 30. Dezember 2009 widerrief die IV-Stelle die angefochtene Verfügung (IV-

act. 89).

C.c   Gleichentags ging ihr der Arztbericht der Klinik H.___ vom 23. Dezember 2009 zu, 

in welchem eine somatoforme Schmerzstörung diagnostiziert und aus psychiatrischer 

Sicht keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit attestiert wurde; der Versicherte habe 

einen vereinbarten Termin im November nicht wahrgenommen und sich nicht mehr 

gemeldet, weshalb davon ausgegangen werde, dass die Behandlung abgeschlossen 

sei (IV-act. 88).

C.d   Mit Entscheid IV 2009/381 des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 

8. Januar 2010 wurde das Beschwerdeverfahren abgeschrieben (vgl. IV-act. 95).

C.e   Am 12. Januar 2010 erliess die IV-Stelle einen weiteren Vorbescheid. Bei einem 

Invaliditätsgrad von 8 % wurde wiederum die Abweisung des Rentengesuchs 

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vorgesehen (IV-act. 94). Am 22. Februar 2010 verfügte die IV-Stelle entsprechend (IV-

act. 96).

D.     

D.a   Dagegen richtet sich die am 16. März 2010 erhobene Beschwerde, mit der die 

Überprüfung der angefochtenen Verfügung beantragt und zur Begründung im 

Wesentlichen ausgeführt wird, der Beschwerdeführer sei nicht mehr arbeitsfähig. 

Obwohl er starke Schmerzen habe und sich kaum bewegen könne, arbeite er wieder zu 

100 %, damit die Familie finanziell überleben könne (act. G 1).

D.b   Die Beschwerdegegnerin beantragt die Abweisung der Beschwerde. In ihrer 

Beschwerdeantwort vom 31. Mai 2010 führte sie zur Begründung im Wesentlichen aus, 

es sei auf das Gutachten der ABI GmbH abzustellen, womit kein rentenbegründender 

Invaliditätsgrad resultiere (act. G 9).

D.c   Am 3. Juni 2010 wurde dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Rechtspflege 

(Befreiung von den Gerichtskosten) bewilligt (act. G 11).

D.d   Der Beschwerdeführer verzichtete auf eine Replik (act. G 12).

D.e   Am 10. August 2010 reichte die Beschwerdegegnerin einen Arbeitgeberbericht 

vom 16. Juni 2010 ein, wonach der Beschwerdeführer die Arbeit am 26. Oktober 2009 

zu 50 % wieder aufgenommen habe und seit 6. November 2009 voll arbeite, wobei 

gesundheitliche Einschränkungen oder Beschwerden im Arbeitsalltag nicht erkennbar 

seien (act. G 13 und G 13.1).

D.f    Der Beschwerdeführer liess sich dazu nicht vernehmen.

Erwägungen:

1.      

Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin einen Anspruch des 

Beschwerdeführers auf eine Rente der Invalidenversicherung zu Recht verneint hat. In 

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erster Linie besteht zwischen den Parteien Uneinigkeit bezüglich der medizinisch-

theoretisch zu ermittelnden Arbeitsunfähigkeit.

2.      

2.1    Die beiden ausführlichsten medizinischen Berichte sind die (physikalisch-

medizinische, psychiatrische, handchirurgische, neurologische und interdisziplinäre) 

Stellungnahmen der behandelnden Ärzte der Rehaklinik E.___ aus dem Jahr 2008 

(Suva-act. 22 ff.) und das Gutachten der ABI GmbH vom 25. Mai 2009 (IV-act. 58). 

Obwohl sich die Ärzte der Rehaklinik E.___ hauptsächlich zur – hier nicht 

interessierenden – Unfallkausalität der erhobenen Befunde äusserten und sie keine 

Arbeitsfähigkeitsschätzung abgaben, lassen sich ihrem Bericht doch Angaben zur 

Arbeitsfähigkeit entnehmen: Aus neurologischer und psychiatrischer Sicht wurden 

Gesundheitsbeeinträchtigungen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit verneint; aus 

handchirurgischer Sicht wurde eine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit attestiert, 

wobei allerdings von einer Besserung des Zustands ausgegangen wurde. Auch die 

Gutachter der ABI GmbH verneinten relevante neurologische und psychiatrische 

Gesundheitsbeeinträchtigungen. Aufgrund der von ihnen erhobenen Befunde 

attestierten sie sodann diverse qualitative Beeinträchtigungen der Arbeitsfähigkeit, 

indem sie lediglich noch körperlich leichte Tätigkeiten in wechselnder Position, wo eine 

Hebe- und Tragelimite von zehn Kilogramm nur ausnahmsweise überschritten werde, 

keine länger dauernden Zwangshaltungen von Kopf oder Rumpf, keine regelmässigen 

Überkopfbewegungen der Arme sowie keine monotonen Bewegungen der rechten 

Hand vorkommen und keine Ansprüche an das räumliche Sehen gestellt würden, als 

zumutbar qualifizierten. Für entsprechende leidensadaptierte Tätigkeiten attestierten 

sie allerdings in quantitativer Hinsicht volle Arbeitsfähigkeit. Sowohl die 

Schlussfolgerungen der Ärzte der Rehaklinik E.___ als auch jene der Gutachter der ABI 

GmbH beruhen auf umfassenden Untersuchungen, wurden in Kenntnis der Vorakten 

abgegeben und sind nachvollziehbar. Sie stehen sodann, soweit ersichtlich, nicht 

zueinander in Widerspruch, weshalb grundsätzlich darauf abzustellen ist.

2.2    In neurologischer und psychiatrischer Hinsicht besteht zudem Übereinstimmung 

zwischen dem Gutachten der ABI GmbH, der Einschätzung der Ärzte der Rehaklinik 

E.___ und den übrigen medizinischen Berichten. Zwar wird in diversen Berichten eine 

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somatoforme Schmerzstörung diagnostiziert, doch haben der psychiatrische 

Consiliargutachter der ABI GmbH und der Psychiater der Rehaklinik E.___ mit 

überzeugender Begründung dargelegt, weshalb eine solche Störung nicht vorliegt. 

Darauf ist abzustellen. Was sodann die Berichte der Klinik H.___ betrifft, so ist zwar 

nicht nachvollziehbar, weshalb im zweiten Bericht vom 23. Dezember 2009 keine 

Störung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit mehr diagnostiziert wurde. Fraglich ist 

insbesondere, ob und inwiefern die anders ausgefallene Beurteilung damit 

zusammenhängt, dass der Beschwerdeführer einen Kontrolltermin nicht 

wahrgenommen und sich nicht mehr gemeldet hat. Trotz dieser Unsicherheit besteht in 

Würdigung der gesamten Akten allerdings kein Anlass zur Annahme, der 

Beschwerdeführer leide an einer relevanten psychiatrischen 

Gesundheitsbeeinträchtigung, denn der erste Bericht der Klinik H.___ vom 

30. September 2009, in welchem noch eine depressive Störung diagnostiziert und eine 

Arbeitsunfähigkeit von 50 % attestiert wurde, enthält keinerlei konkrete Hinweise, die 

Zweifel an den übrigen fachärztlich-psychiatrischen Berichten aufkommen lassen 

würden.

2.3    Bezüglich der Handgelenksbeschwerden hat zwar Dr. D.___ in ihrem Bericht vom 

7. Mai 2008 (Suva-act. 16) noch ausgeführt, diese würden eine Reintegration in den 

Arbeitsprozess verunmöglichen. Es ist davon auszugehen, dass Dr. D.___ dabei die 

Rückkehr in die angestammte Tätigkeit (Bauarbeit) nicht mehr für möglich hielt 

(vgl. ihren früheren Bericht vom 12. März 2008; IV-act. 21), was letztlich auch die 

Gutachter der ABI GmbH bestätigt haben – die Ärzte der Rehaklinik E.___ haben die 

angestammte Tätigkeit allerdings nicht als bleibend unzumutbar qualifiziert. Die 

Unmöglichkeit der Aufnahme jeglicher beruflichen Tätigkeit kann aber mit den 

Beschwerden von Seiten des Handgelenks allein nicht begründet werden; es ist daher 

davon auszugehen, dass Dr. D.___ unter Berücksichtigung der Verhältnisse des 

tatsächlichen Arbeitsmarktes annahm, der Beschwerdeführer würde keine andere 

Arbeit mehr finden. Dies ist zwar grundsätzlich nachvollziehbar, muss aber in einer 

medizinischen Beurteilung unbeachtlich bleiben. Hinweise auf eine IV-rechtlich 

relevante Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit liefern die Akten nicht. Bei der 

Bemessung des Invaliditätsgrades ist im Übrigen nicht auf den tatsächlichen 

Arbeitsmarkt abzustellen, sondern auf den so genannten hypothetischen ausge­

glichenen Arbeitsmarkt. Die übrigen Handchirurgen haben denn auch nicht die Ansicht 

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vertreten, der Beschwerdeführer könne aufgrund der Handgelenksbeschwerden keiner 

Arbeit mehr nachgehen. Insbesondere ist Dr. C.___ offensichtlich davon ausgegangen, 

der Beschwerdeführer könne von Seiten des Handgelenks her sogar die angestammte 

Tätigkeit wieder aufnehmen (vgl. IV-act. 16). Es besteht insofern kein Grund, nicht auf 

die Einschätzung der Gutachter der ABI GmbH abzustellen.

2.4    Die übrigen somatischen Befunde, die nicht nur im Gutachten der ABI GmbH und 

in der Stellungnahme der Ärzte der Rehaklinik E.___ ausführlich aufgelistet und 

gewürdigt wurden, sondern auch in weiteren Berichten ausgewiesen werden, 

schränken den Beschwerdeführer zwar qualitativ in seiner Arbeitsfähigkeit ein (vor 

allem unter Mitberücksichtigung der Handgelenksbeschwerden). Ungeeignet dürften 

namentlich Tätigkeiten sein, die mit häufigem Heben und Tragen schwerer Lasten 

verbunden sind. Eine leidensadaptierte Tätigkeit ist ihm vollschichtig zumutbar. 

Insofern besteht kein Widerspruch zwischen dem Gutachten der ABI GmbH und den 

übrigen medizinischen Berichten.

3.      

Der Beschwerdeführer hat in seiner angestammten Tätigkeit kein derart hohes 

Einkommen erzielt, dass der Wechsel in eine andere Hilfsarbeitertätigkeit mit einer 

Erwerbseinbusse von mindestens 40 % verbunden wäre. Ein rentenbegründender 

Invaliditätsgrad ist daher nicht ausgewiesen, weshalb die angefochtene Verfügung 

nicht zu beanstanden ist.

4.      

Demnach ist die Beschwerde abzuweisen. Die gemäss Art. 69 Abs. 1  des 

Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) zu verlegenden und 

angesichts des durchschnittlichen Aufwands auf Fr. 600.-- festzusetzenden 

Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen. Zufolge Bewilligung der 

unentgeltlichen Rechtspflege ist er indessen von der Bezahlung zu befreien. Wenn es 

seine wirtschaftlichen Verhältnisse gestatten, kann er jedoch zur Nachzahlung der 

Gerichtskosten verpflichtet werden.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

bis

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im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.       Der Beschwerdeführer wird im Sinne der Erwägungen von der Bezahlung der 

Gerichtskosten von Fr. 600.-- befreit.

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		2025-07-19T11:47:54+0200
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