# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 17922dbe-9b57-59d5-aa36-c9a9ae74c6d4
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-08-06
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 06.08.2025 BB.2024.83
**Docket/Reference:** BB.2024.83
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_BB-2024-83_2025-08-06

## Full Text

Beschlagnahme (Art. 263 ff. StPO);;Beschlagnahme (Art. 263 ff. StPO);;Beschlagnahme (Art. 263 ff. StPO);;Beschlagnahme (Art. 263 ff. StPO)

Beschluss vom 6. August 2025 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter 

Roy Garré, Vorsitz, 

Miriam Forni und Giorgio Bomio-Giovanascini, 

Gerichtsschreiber Stephan Ebneter 

   

Parteien  1. A.,  
 
2. B., 
 
3. C., 
 
alle vertreten durch Rechtsanwalt Miguel Oural 
 

Beschwerdeführer 

 

  gegen 

   

1. BUNDESANWALTSCHAFT, 

 

2. D.,  

vertreten durch Rechtsanwalt Yvan Jeanneret 

 

Beschwerdegegnerinnen 

 

Gegenstand  Beschlagnahme (Art. 263 ff. StPO) 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BB.2024.83–85 

 

 

 

 

- 2 - 

 

 

Sachverhalt: 

 

A. Im Jahr 2015 führten die zuständigen Behörden der Vereinigten Staaten von 

Amerika (USA) Ermittlungen gegen mehrere hochrangigen Funktionäre des 

Fussballverbands D. und des Fussballverbands E. bzw. des Fussballver-

bands F. Insbesondere bestand der Verdacht, dass diese für die Vergabe 

von Marketing- und Fussballübertragungsrechte mit Vertretern von Medien-

unternehmen Schmiergeldzahlungen vereinbart und eingenommen hätten. 

In diesem Zusammenhang stiess die amerikanische Ermittlungsbehörde 

auch auf ein Bankkonto der (auf den britischen Jungferninseln eingetrage-

nen) G. Corp. bei der damaligen (nunmehr aufgelösten) Bank H., Z. Als In-

haber der G. Corp. ermittelten sie die bolivianischen Brüder A. und C., wel-

che auch das Unternehmen I. in Y., Bolivien, führen würden. Das genannte 

G. Corp.-Konto bei der Bank H. zeigte Verbindungen zu Zahlungen der Ver-

treter der Medienunternehmen J. (K. und L.) und M. auf. Die Mediengesell-

schaften hätten zwischen Juli und Dezember 2013 insgesamt mehr als 

1 Mio. USD ab Konten der Bank N. auf das Bank H.-Konto der G. Corp. über-

wiesen. Es bestand der Verdacht, dass das G. Corp.-Konto für die Zahlung 

von Bestechungsgeldern an +O. (im Zeitpunkt seiner Festnahme Präsident 

des Fussballverbands E. sowie Mitglied und Schatzmeister des Fussballver-

band D. Exekutivkomitees) und P. (zum Zeitpunkt seiner Festnahme Präsi-

dent des Fussballverbands D. und Mitglied des Fussballverband F. Exeku-

tivkomitees) verwendet worden war. Aufgrund dieses Verdachts stellten die 

USA am 11. März 2016 ein internationales Rechtshilfegesuch an die 

Schweiz, womit sie die Herausgabe von Unterlagen im Zusammenhang mit 

der Bankverbindung Nummer 1 der G. Corp. bei der Bank H. in Z. beantrag-

ten (s. Akten BA SV.17.1610 pag. 5.101.9 und 21 ff.; pag. 7.101-5 ff.; act. 1.B 

Rz 1-5).  

 

B. Am 20. September 2017 erstattete die Meldestelle für Geldwäscherei 

(MROS), mit Bezugnahme auf das in den USA geführte Verfahren, bei der 

Bundesanwaltschaft (nachfolgend: BA) Verdachtsmeldungen zu Bank H.-

Konten, welche auf die Brüder A. und C. bzw. auf C. und dessen Mutter B. 

lauteten. Daraufhin eröffnete die BA am 29. September 2017 die Strafunter-

suchung SV.17.1610 gegen Unbekannt wegen Geldwäscherei gemäss 

Art. 305bis StGB (s. Verfahrensakten BA SV.17.1610 pag. 1.100-1 ff.). Glei-

chentags sperrte sie in jenem Verfahren mehrere Geschäftsbeziehungen der 

damaligen Bank H. Unter anderem beschlagnahmte sie auch die sich auf 

den Bankverbindungen Nr. 2 (lautend auf C. und A.) sowie Nr. 3 (lautend auf 

C. und A.) befindlichen Vermögenswerte in Anwendung von Art. 263 Abs. 1 

lit. b–d StPO sowie aArt. 71 Abs. 3 StGB. Zusammengefasst bestand die 

Annahme, dass +O. sowie P. mit den Leitern der Medienunternehmen J. (K. 

- 3 - 

 

 

und L.) und M. für die Vergabe von Fussball-TV-Übertragungs- bzw. Marke-

ting-Rechte Bestechungsgelder vereinbart bzw. entgegengenommen hatten, 

die von den Bestechern u.a. auf das damalige Bank H.-Konto der G. Corp. 

überwiesen worden waren und von dort auf die beschlagnahmten Bank H.-

Konti, die auf C. und A. bzw. deren Mutter B. lauteten (s. Verfahrensakten 

BA SV.17.1610 pag. 7.101-1 ff.). 

 

C. Am 20. März 2018 verfügte die BA aufgrund der Auflösung der Bank H. den 

Transfer der gesperrten Vermögenswerte: Das gesamte Bargeldguthaben 

der obgenannten Bank H.-Bankverbindungen Nr. 2 und 3 wurde auf ein ein-

zelnes Konto IBAN 4 bei der Schweizerischen Nationalbank (nachfolgend: 

SNB) überwiesen und die vorhandenen Wertschriften auf ein einzelnes De-

pot bei der Bank Q. transferiert (s. Verfahrensakten BA SV.17.1610 pag. 

7.101-28 ff.). 

 

D. Am 2. November 2021 hob die BA die Beschlagnahme der Vermögenswerte 

auf dem Depot der Bank Q. auf und verfügte deren vollständigen Freigabe. 

Gleichentags hob sie die Beschlagnahme der Vermögenswerte auf dem 

Konto IBAN 4 bei der SNB in Bezug auf den USD 1'126'565.94 übersteigen-

den Betrag auf und verfügte die Freigabe des Restbetrages von USD 

1'356’216.66 (s. Verfahrensakten BA SV.17.1610 pag. 7.102-473 ff.). 

 

E. Mit Eingabe vom 15. August 2023 liessen die Inhaber der ursprünglichen 

Bank H.-Konten bzw. die Brüder C. und A. sowie deren Mutter B., die voll-

ständige Freigabe der beschlagnahmten Vermögenswerte ev. die Beschrän-

kung der Beschlagnahme auf insgesamt USD 247'714.45 beantragen (s. 

Verfahrensakten BA SV.17.1610 pag. 15.001-133 ff.).  

 

Mit Verfügung vom 17. Juni 2024 (act. 1.B) wies die BA die Anträge auf Frei-

gabe der Beschlagnahme ab.  

 

 

F. Gegen die Verfügung der BA vom 17. Juni 2024 liessen C., A. und B. am 

28. Juni 2024 durch deren Rechtsvertreter, Beschwerde bei der Beschwer-

dekammer des Bundesstrafgerichts erheben (act. 1). Sie beantragen: 

 
Préalablement  

1.  Déclarer recevable le recours ;  

Principalement  

- 4 - 

 

 

2.  Annuler les chiffres 1 et 2 du dispositif de l’ordonnance de rejet de la demande de 

levée du séquestre rendue le 17 juin 2024 par le Ministère public de la Confédération 

dans la procédure SV.17.1610; 

3.  Ordonner la levée du séquestre des avoirs détenus sur le compte collectif du DFF 

n° 5 auprès de la BNS provenant du Compte 1 (compte n° 6 auprès de la Bank H.) 

et du Compte 2 (compte n° 7 auprès de la Bank H.) ;  

4.  Restituer les avoirs provenant du Compte 1 (compte n° 6 auprès de la Bank H.) à 

Monsieur C. et Madame B. ;  

5.  Restituer les avoirs provenant du Compte 2 (compte n° 7 auprès de la Bank H.) à 

Messieurs A. et C. ; 

Subsidiairement  

6.  Limiter le séquestre des avoirs détenus sur le compte collectif du DFF n° 5 auprès 

de la BNS provenant du Compte 1 (compte n° 6 auprès de la Bank H.) à CHF 

100000.- ;  

7.  Limiter le séquestre des avoirs détenus sur le compte collectif du DFF n° 5 auprès 

de la BNS provenant du Compte 2 (compte n° 7 auprès de la Bank H.) à CHF 

87’714.45 ;  

8.  Lever pour le surplus le séquestre des avoirs détenus sur le compte collectif du DFF 

n° 5 auprès de la BNS provenant du Compte 1 (compte n° 6 auprès de la Bank H.) 

et du Compte 2 (compte n° 7 auprès de la Bank H.) ; 

9. Restituer les avoirs provenant du Compte 1 (compte n° 6 auprès de la Bank H.) ainsi 

libérés à Monsieur C. et Madame B. ;  

Plus subsidiairement  

10.  Limiter le séquestre des avoirs détenus sur le compte collectif du DFF n° 5 auprès 

de la BNS provenant du Compte 1 (compte n° 6 auprès de la Bank H.) à USD 

585'282 ; 

11.  Limiter le séquestre des avoirs détenus sur le compte collectif du DFF n° 5 auprès 

de la BNS provenant du Compte 2 (compte n° 7 auprès de la Bank H.) à CHF 

87'714.45 ;  

12.  Lever pour le surplus le séquestre des avoirs détenus sur le compte collectif du DFF 

n° 5 auprès de la BNS provenant du Compte 1 (compte n° 6 auprès de la Bank H.) ; 

13.  Restituer les avoirs provenant du Compte 1 (compte n° 6 auprès de la Bank H.) ainsi 

libérés à Monsieur C. et Madame B. ;  

En tout état  

14.  Débouter le Ministère public de la Confédération de toutes autres, contraires ou plus 

amples conclusions ; 

15.  Débouter la D. de toutes autres, contraires ou plus amples conclusions ; 

16.  Mettre les frais de la procédure de recours à la charge de la Confédération ; 

17.  Allouer aux Recourants, à la charge de la Confédération, une indemnité chiffrée à 

CHF 3’800.- pour les dépenses occasionnées par le dépôt du présent recours. 

- 5 - 

 

 

G. Mit Beschwerdeantwort vom 15. Juli 2024 postuliert der Fussballverband D. 

als Privatklägerin für die Abweisung der Beschwerde (act. 4). Mit Beschwer-

deantwort vom 24. Juli 2024 beantragt die BA, die Beschwerde vom 28. Juni 

2024 sei vollumfänglich abzuweisen und die Kosten seien den Beschwerde-

führern aufzuerlegen (act. 5). 

 

 

H. Mit unaufgeforderter Eingabe vom 8. August 2024 nahmen die Beschwerde-

führer zu den Beschwerdeantworten der Privatklägerin und der BA Stellung 

(act. 9). Die Stellungnahme der Privatklägerin und die BA zur Eingabe vom 

8. August 2024 erfolgte schliesslich mit deren unaufgeforderten Eingaben 

von 19. bzw. 20. August 2024 (act. 9 und 11). 

 

 
 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 

 

1.  

1.1 Gegen Verfügungen und Verfahrenshandlungen der Bundesanwaltschaft 

kann bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Beschwerde er-

hoben werden (Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO i.V.m. Art. 37 Abs. 1 StBOG). Die 

Beschwerde gegen schriftlich oder mündlich eröffnete Entscheide ist innert 

zehn Tagen schriftlich und begründet einzureichen (Art. 396 Abs. 1 StPO). 

Mit ihr gerügt werden können gemäss Art. 393 Abs. 2 StPO Rechtsverlet-

zungen, einschliesslich Überschreitung und Missbrauch des Ermessens, 

Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung (lit. a), die unvollständige oder 

unrichtige Feststellung des Sachverhalts (lit. b) sowie die Unangemessen-

heit (lit. c). Ein Rechtsmittel ergreifen kann jede Partei, die ein rechtlich ge-

schütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung eines Entscheides hat 

(Art. 382 Abs. 1 StPO). Wird ein durch Verfahrenshandlungen beschwerter 

Dritter in seinen Rechten unmittelbar betroffen, so stehen ihm die zur Wah-

rung seiner Interessen erforderlichen Verfahrensrechte einer Partei zu 

(Art. 105 Abs. 1 lit. f und Abs. 2 StPO). Im Falle der Sperrung von Konten gilt 

der jeweilige Kontoinhaber als zur Beschwerde legitimiert (TPF 2007 158).  

Die Beschwerdeführer beschweren sich über die Beschlagnahme der zum 

Zeitpunkt der Beschlagnahme auf sie lautenden Konten; sie sind dazu legi-

timiert. Die übrigen Eintretensvoraussetzungen geben zu keinen Bemerkun-

gen Anlass. Auf die Beschwerde ist einzutreten. 

1.2 Gemäss Art. 3 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 19. März 2010 über die Or-

ganisation der Strafbehörden des Bundes (Strafbehördenorganisationsge-

setz, StBOG; SR 173.71) ist die Verfahrenssprache Deutsch, Französisch 

- 6 - 

 

 

oder Italienisch. Nach konstanter Praxis der Beschwerdekammer definiert 

die Sprache des angefochtenen Entscheids die Sprache im Beschwerdever-

fahren (TPF 2018 133 E. 1 m.w.H.). Davon abzuweichen, besteht hier kein 

Grund. Der vorliegende Beschluss ergeht deshalb in deutscher Sprache, 

auch wenn die Beschwerdeführer die Beschwerde in französischer Sprache 

einreichen liessen. 

 

2.  

2.1 Die Verfahrenseröffnung vom 29. September 2017 gegen Unbekannt wegen 

Geldwäscherei und die gleichentags verfügten Beschlagnahme der Vermö-

genswerte auf den (damaligen) Bank H.-Bankverbindungen Nr. 2 (lautend C. 

und A.) sowie Nr. 3 (lautend auf C. und B.) erfolgten gestützt auf Verdachtsmel-

dungen vom 20. September 2017 zu diesen Konten durch die MROS bzw. des 

Verdachts «der Geldwäscherei über Bankverbindungen in der Schweiz, wobei 

die Konten der G. Corp. bzw. der wirtschaftlich Berechtigten an der G. Corp. 

[…] zur Verschleierung des Zahlungsflusses genutzt worden sein dürften». Das 

Verfahren SV.17.1610 wurde gegen Unbekannt eröffnet und die genannten 

Vermögenswerte im Sinne von Art. 263 Abs. 1 lit. b–d StPO sowie Art. 71 Abs. 3 

aStGB beschlagnahmt (vgl. Verfahrensakten BA SV.17.1610 pag. 7.101-5 ff.; 

act. 1.B Rz 1-5).  
 

2.2 Am 15. August 2023 beantragten die Beschwerdeführer bei der BA (im 

Hauptantrag) die Freigabe der beschlagnahmten Vermögenswerte (vgl. Ver-

fahrensakten BA SV.17.1610 pag. 15.0-.133 ff.). Dabei wiesen sie daraufhin, 

dass das Verfahren bereits seit 6 Jahren geführt werde und machten u.a. 

geltend, dass allfällige im Jahr 2013 begangene Geldwäschereihandlungen 

verjährt wären bzw. dass für diese selbst die Verjährung der Einziehung ge-

mäss Art. 70 Abs. 3 aStGB eingetreten wäre. 

 

2.3 Mit Verfügung vom 17. Juni 2024 (act. 1.B) wies die BA den Aufhebungsan-

trag der Beschwereführer ab. Zur Begründung hielt sie u.a. fest es sei «davon 

auszugehen, dass die im Zeitraum 18. Juli 2013 bis und mit 4. November 2013 (Va-

luta) auf der Bank H. G. Corp.-Bankverbindung sowie Bank H.-7-Bankverbindung 

eingegangenen Zahlungen in Höhe von insgesamt USD 785'247.00 als unrechtmäs-

sige Vermögensvorteile für +O. bestimmt waren. Insbesondere lässt sich zeigen, 

dass Gelder in Höhe von USD 585'282.00 konkret dazu bestimmt waren, +O. dazu 

zu veranlassen bzw. dafür zu belohnen, dass er kraft seiner Funktion als Präsident 

des Fussballverbands E. sowie – ab August 2013 – als Mitglied des Fussballverband 

D. Exekutivkomitees zugunsten der R. bzw. zugunsten der S. / T. auf die Vergabe 

der TV- und Marketingrechte des Fussballverbands D. am Fussballwettbewerb AA. 

bzw. Fussballwettbewerb BB. Einfluss nahm. Namentlich handelte es sich im Um-

fang von USD 435'422.00 nachweislich um Bestechungsgelder, welche dazu 

- 7 - 

 

 

bestimmt waren, +O. für die Unterzeichnung des Vertrags vom 25. Mai 2013 zwi-

schen dem Fussballverband D. und der R. betreffend die Fussballwettbewerb AA. 

Austragungen 2015/2019/2023 zu belohnen (inkl. Zahlung für die Austragung 2015). 

Im Umfang von USD 150'000.00 handelte es sich ferner nachweislich um für +O. 

bestimmte unrechtmässige Vermögensvorteile, welche ihm in Zusammenhang mit 

der Vergabe der Rechte am Fussballwettbewerb BB. 2013 an die S. (Tochtergesell-

schaft der T.) versprochen waren. Sowohl K. und L. (Seite der mutmasslichen Be-

stecher) als auch A. (Annehmer der Bestechungsgelder für die I. bzw. auf Bank H.-

G. Corp.-Bankverbindung sowie die Bank H.-7-Bankverbindung) handelten dabei 

gemäss den bisherigen Untersuchungsergebnissen auf Anweisung von +O. bzw. 

von dessen Vertrautem CC. (Seite des mutmasslich Bestochenen). Die Verpflich-

tungen der Bestecherseite wurden entsprechend unmittelbar durch die Auszahlun-

gen auf die ehemalige Bank H.-G. Corp.-Bankverbindung (USD 635’282.00) sowie 

die ehemalige Bank H.-7-Bankverbindung (USD 149'965.00) getilgt. Im kompensa-

torischen money transmitter-System der I. verblieben die seitens K. und L. (Seite der 

mutmasslichen Bestecher) ausgezahlten Bestechungsgelder zur freien Verwendung 

auf der ehemaligen Bank H.-G. Corp.-Bankverbindung sowie der ehemaligen Bank 

H.-7-Bankverbindung, während gemäss interner Buchhaltung der I. eine eigene 

Schuld der I. auf Auszahlung von entsprechenden Beträgen abzüglich der geschul-

deten Kommission entstand. Diese Schulden wurden gemäss interner Buchhaltung 

der I. sowie gemäss Angaben der Familie […; A., B. und C.] in der Folge beglichen, 

indem im Zeitraum vom 18. Juli 2013 bis 30. November 2013 insgesamt USD 

774’706.19 aus anderen, nicht näher spezifizierten Vermögenswerten der Familie 

[…; A., B. und C.] in Bolivien an CC. ausgezahlt wurden. Vor diesem Hintergrund 

besteht entgegen des Vorbringens der Familie […; A., B. und C.] die für die Aufrecht-

erhaltung der Beschlagnahme geforderte Wahrscheinlichkeit einer Einziehung oder 

einer Ersatzforderung im Umfang von insgesamt USD 785’247.00, mindestens aber 

USD 585’282.00, fort. Namentlich besteht in Zusammenhang mit den vorliegend un-

tersuchten Transaktionen gegen +O. der Verdacht der ungetreuen Geschäftsbesor-

gung i.S.v. Art. 158 StGB; mutmasslich begangen zum Nachteil des Fussballver-

bands E. sowie des Fussballverbands D., indem +O. es unterliess, den Verband 

bzw. die Konföderation über die Vermögenswerte, welche er kraft seiner Stellung 

als Fussballverband E. Präsident bzw. Mitglied des Fussballverband D.-Exekutivko-

mitees via das kompensatorische System der I. erlangte, zu informieren bzw. die 

Vermögenswerte herauszugeben.» An dieser Stelle verweist die BA in einer Fuss-

note auf BGE 144 IV 294 E. 3.2 und 3.3 und führt weiter aus: «Entsprechend besteht 

der Verdacht, dass die G. Corp. sowie A. und C. mindestens Direktbegünstigte i.S.v. 

Art. 70 Abs. 1 StGB der durch +O. begangenen Anlasstat waren, indem ihnen die 

durch K. und L. für +O. ausgeschiedenen, zur Belohnung bzw. Veranlassung der 

ungetreuen Geschäftsbesorgung bestimmten Vermögenswerte im Rahmen des Ge-

schäftsmodells der I. unmittelbar auf der ehemaligen Bank H.-G. Corp.-Bankverbin-

dung sowie der ehemaligen Bank H.-7-Bankverbindung gutgeschrieben wurden. Bei 

- 8 - 

 

 

dieser Verdachtslage ist entgegen des Vorbringens der Familie […; A., B. und C.] 

jedenfalls im aktuellen Verfahrensstadium nicht von der Anwendbarkeit des Dritten-

privilegs i.S.v. Art. 70 Abs. 2 StGB auszugehen. Es kann daher vorerst offenbleiben, 

ob B., C. sowie A. gutgläubig waren. Ohnehin könnte mangels konkreter Angaben 

und Belege der Familie […; A., B. und C.] dazu, aus welchen bzw. wessen Vermö-

genswerten die Auszahlungen an CC. in Bolivien geleistet wurden, derzeit nicht be-

urteilt werden, ob seitens der G. Corp. und/oder seitens A. und C. eine i.S.v. Art. 70 

Abs. 2 StGB gleichwertige Gegenleistung für die empfangenen USD 785‘247.00 er-

bracht wurde. FehI gehen entsprechend auch die Einwände der Familie […; A., B. 

und C.] i.S. Verjährung.» (act. 1.B. Rz 97 ff.). 
 

2.4  

2.4.1 Zur Sache geben die Beschwerdeführer zusammengefasst an, in gutem 

Glauben davon ausgegangen zu sein, dass die über die I. und dem Bank H.-

Konto der G. Corp. überwiesenen Gelder für die Bezahlung der Saläre boli-

vianischer Fussballspieler gedacht gewesen waren. Im Laufe des Sommers 

2013 hätten sich die bolivianische Fussballclubs und der Fussballverband E. 

in finanziellen Schwierigkeiten befunden, was notorisch bekannt gewesen 

sei. Um diese Schwierigkeiten überwinden zu können habe sich Fussballver-

band D. gezwungen gesehen, die Löhne der Spieler für die Clubs und Fuss-

ballverband E. zu bezahlen. In der Absicht hierfür die Dienstleistungen der I. 

in Anspruch nehmen zu können habe sich der Finanzverantwortliche des 

Fussballverbands E., CC., welcher auch als «DD.» bekannt gewesen sei, an 

A. gewandt. CC. habe erklärt, dass die bolivianischen Bankkonten der Fuss-

ballclubs geschlossen worden seien, weshalb die Gelder zur Bezahlung der 

Spieler in bar nach Bolivien transferiert werden müssen. A. habe der Anfrage 

von CC. zugestimmt, ohne einen Verdacht zu hegen, dass die Gelder eine 

kriminelle Herkunft oder einen kriminellen Einsatz haben könnten und nicht 

zur Bezahlung der Löhne der Fussballspieler verwendet würden. Auf dieser 

Grundlage habe der Fussballverband D., oder Gesellschaften von denen A. 

eine Verbindung mit Fussballverband D. angenommen habe, diverse Sum-

men auf das Konto der G. Corp. überwiesen. Die Firma I. habe in der Folge 

die entsprechenden Beträge ab bolivianischen Konten, in bar direkt an CC. 

ausbezahlt, wobei A. gedacht habe, dass die Bargelder für die Begleichung 

der Löhne der Spieler bolivianischer Fussballclubs verwendet würden. Die I. 

habe die Ein- und Ausgänge in ihrer Buchhaltung aufgelistet, die Registrie-

rung der in diesem Zusammenhang erfolgten Transaktionen sei unter der 

Rubrik «DD. CC.» erfolgt. Die Kommission der I. habe zunächst 1%, ab Som-

mer 2013 1.5% betragen (act. 1 S. 6; s. auch act. 1.B Rz 44 ff.)  

 

2.4.2 A. sei im bolivianischen Strafverfahren gegen +O. und CC. angehört worden 

und habe die Umstände der Überweisungen auf dem Konto G. Corp. 

- 9 - 

 

 

erläutern können. Nach diesen Erläuterungen sei in Bolivien gegen keins der 

Mitglieder der Familie […; A., B. und C.] ermittelt worden (act. 1 S. 9 Rz 30). 

Aufgrund der im Sinne von Art. 67a IRSG unaufgeforderten Übermittlung von 

Informationen der BA vom 8. Januar 2019 habe Bolivien dennoch am 

29. März 2019 ein Verfahren (mit dem Geschäftszeichen FIS 1901289) ge-

gen CC. und die Familie […; A., B. und C.] eröffnet und am 4. April 2019 die 

Schweiz (u.a.) ersucht, die Beschlagnahme der Vermögenswerte im Hinblick 

auf deren Rückgabe an den bolivianischen Staat aufrechtzuerhalten (act. 1 

S. 9 Rz 31). Dem bolivianischen Rechtshilfeersuchen vom 4. April 2019 

könne entnommen werden, dass die damaligen Vorwürfe gegen die Familie 

[…; A., B. und C.] fiskalischer Natur waren. In keinem Zeitpunkt sei behauptet 

worden, dass die Familie […; A., B. und C.] nicht im guten Glauben war, als 

sie angenommen habe, dass der transferierten Gelder für die Bezahlung der 

Löhne der Fussballspieler gedacht waren (act. 1 S. 10 Rz 32). Am 12. März 

2020 sei das bolivianische Verfahren FIS 1901289 eingestellt worden. Der 

Entscheid sei rechtskräftig (act. 1 S. 10 Rz 33).  

 

2.4.3 Die Einziehungsbeschlagnahme gründe auf blosser Wahrscheinlichkeit und 

rechtfertige sich, solange die Möglichkeit der Einziehung durch das Sachge-

richt "prima facie" zu bestehen scheint. Vorliegend sei die angefochtene Ver-

fügung und die damit aufrechterhaltene Beschlagnahme der bei der SNB 

hinterlegten Vermögenswerte wegen (i) Verjährung der Geldwäscherei, (ii) 

Fehlen eines Gerichtsstands in der Schweiz in Bezug auf den Straftatbe-

stand der ungetreuen Geschäftsführung, (iii) dem Umstand, dass die Be-

schwerdeführer nicht als Direktbegünstigte eingestuft werden können; (iv) 

dass sie in den Genuss des Schutzes nach Art. 70 Abs. 2 StGB kommen 

müssen; (v) dass die BA kein Paper-Trail der beschlagnahmten Vermögens-

werte mit dem Vorliegen eines Durchgriffs belegt hat und (vi) der seit der 

Beschlagnahme verstrichenen Zeit und der damit Verbundenen Verletzung 

des Grundsatzes der Verhältnismässigkeit; aufzuheben (act. 1 S. 13). 

 

2.5 Die sich als Privatklägerin konstituierte D. lässt mit Beschwerdeantwort vom 

24. Juli 2024 u.a. geltend machen, die Vermögenseinziehung beruhe auf den 

Verdacht der qualifizierten Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Abs. 2 StGB, 

welche mit einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren bestraft werden kann, und 

nicht verjährt sei (s. act. 4 S. 2).  

 

2.6 Gleichentags erklärt die BA u.a. (act. 5 Ziffer 15 ff.): «Es trifft zu, dass das Verfah-

ren SV.17.1610 am 29. September 2017 gegen UNBEKANNT wegen Verdachts auf 

Geldwäscherei eröffnet wurde. Nach Erhebung und Sichtung der Beweismittel sowie 

Analyse der Zahlungseingänge auf den Bank H.-Konten der Beschwerdeführer erhär-

tete sich jedoch der Verdacht, dass sich +O. der ungetreuen Geschäftsbesorgung i.S.v. 

- 10 - 

 

 

Art. 158 Ziff. 1 Abs. 3 StGB schuldig gemacht haben könnte; mutmasslich begangen 

zum Nachteil des Fussballverbands E. sowie des Fussballverbands D., indem +O. es 

unterliess, den Verband bzw. die Konföderation über die Vermögenswerte, welche er 

kraft seiner Stellung als Fussballverband E.-Präsident bzw. Mitglied des Fussballver-

band D.-Exekutivkomitees via das kompensatorische System der I. erlangte, zu infor-

mieren bzw. die Vermögenswerte herauszugeben. Aufgrund des zwischenzeitlichen 

Ablebens von +O. verzichtete die Beschwerdegegnerin aber darauf, das Verfahren for-

mell auf den Tatbestand der ungetreuen Geschäftsbesorgung i.S.v. Art. 158 StGB aus-

zudehnen. Gestützt auf die bisherigen Untersuchungs- und Analyseergebnisse verjährt 

das Recht zur Einziehung folglich nicht nach sieben Jahren, sondern unterliegt der län-

geren Verjährungsfrist von 15 Jahren. Der Einziehungsanspruch ist vorliegend somit 

entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführer noch nicht verjährt.» 

 

2.7 In den folgenden unaufgeforderten Eingaben hielten die Partien grundsätz-

lich an dem bereits Gesagten fest.  

 

3. Zwangsmassnahmen können nur ergriffen werden, wenn (a) sie gesetzlich 

vorgesehen sind, (b) ein hinreichender Tatverdacht vorliegt, (c) die damit an-

gestrebten Ziele nicht durch mildere Massnahmen erreicht werden können 

und (d) die Bedeutung der Straftat die Zwangsmassnahme rechtfertigt 

(Art. 197 Abs. 1 StPO). Zwangsmassnahmen, die in die Grundrechte nicht 

beschuldigter Personen eingreifen, sind besonders zurückhaltend einzuset-

zen (Art. 197 Abs. 2 StPO). 

 

3.1  

3.1.1 Die Beschlagnahme von Vermögenswerten ist in Art. 263 StPO gesetzlich 

geregelt. Art. 263 Abs. 1 lit. d StPO erlaubt die Beschlagnahme von Vermö-

genswerten einer beschuldigten Person oder einer Drittperson, wenn die 

Vermögenswerte voraussichtlich einzuziehen sind. Der ferner vorausge-

setzte hinreichende Tatverdacht kann gegenüber dem Inhaber des Gegen-

standes bzw. Vermögenswertes oder einem Dritten vorliegen und hat objek-

tiv begründet und konkret darin zu bestehen, dass die betroffenen Vermö-

genswerte durch eine Straftat erlangt worden sind, oder dazu bestimmt wa-

ren, eine Straftat zu veranlassen oder zu belohnen (Art. 70 Abs. 1 StGB; 

Art. 197 Abs. 1 lit. b StPO; BGE 124 IV 313 E. 4; Urteil des Bundesgerichts 

1B_277/2015 vom 12. Januar 2016 E. 4.2; TPF 2005 84 E. 3.1.2). Sind die 

der Einziehung unterliegenden Vermögenswerte nicht mehr vorhanden, so 

erkennt das Gericht auf eine Ersatzforderung des Staates in gleicher Höhe 

(Art. 71 Abs. 1 StGB). Zur Sicherung einer solchen Ersatzforderung können 

die Vermögenswerte einer beschuldigten Person oder einer Drittperson 

ebenfalls mit Beschlag belegt werden (sog. Ersatzforderungsbeschlag-

nahme; seit 1. Januar 2024 in Art 263 Abs. 1 lit. e StPO früher im seither 

- 11 - 

 

 

aufgehobenen aArt. 71 Abs. 3 StGB geregelt). Daher kann zur Durchsetzung 

einer allfälligen Ersatzforderung des Staates gestützt auf Art. 263 Abs. 1 lit. e 

StPO (bzw. aArt. 71 Abs. 3 StGB) eine Kontosperre verfügt werden. Diesfalls 

brauchen die Vermögenswerte keinen Zusammenhang zur untersuchten 

Straftat aufzuweisen. Damit unterscheidet sich der strafprozessuale Arrest 

gemäss Art. 263 Abs. 1 lit. e StPO bzw. aArt. 71 Abs. 3 StGB von der Ein-

ziehungsbeschlagnahme nach Art. 263 Abs. 1 lit. d StPO und der Beschlag-

nahme, die im Hinblick auf eine Rückgabe an den Geschädigten erfolgt, bei 

welchen eine Konnexität zwischen der Tat und den mit Beschlag belegten 

Vermögenswerten bestehen muss (vgl. BGE 140 IV 57 E. 4.1.2; 129 II 453 

E. 4.1).  

 

3.1.2 Gemäss Art. 70 Abs. 3 StGB verjährt das Recht zur Ausgleichseinziehung 

grundsätzlich und unabhängig von der Anlasstat frühestens nach sieben 

Jahren; soweit jedoch die Verfolgung der Anlasstat einer längeren Verjäh-

rungsfrist unterworfen ist, findet diese längere Frist auch auf die Ausgleich-

seinziehung Anwendung. Dies gilt gleichermassen für die Naturaleinziehung 

wie auch für die Ersatzforderung. Ist bei einer Übertretung die Verjährungs-

frist von drei Jahren bereits abgelaufen (Art. 109 StGB) und deshalb ein 

Strafverfahren gar nicht eröffnet worden, so kann es angesichts der längeren 

Frist des Art. 70 Abs. 3 StGB zur selbständigen Einziehung kommen. Tritt 

die Verjährung dagegen während eines bereits eröffneten Strafverfahrens 

ein, so hat die Staatsanwaltschaft resp. das Gericht in der Einstellungsver-

fügung über die Einziehung zu befinden (Art. 320 Abs. 2 Satz 2 resp. Art. 329 

Abs. 4 StPO). Art. 98 StGB ist auf die Verjährung der Einziehung analog 

anwendbar (BAUMANN, Basler Kommentar, 4. Aufl. 2019, Art. 70/71 StGB 

N. 63; BGE 142 IV 383 E. 2.2.2; 129 IV 305 E. 4.2.2). Ist die einziehungsbe-

gründende Tat im Ausland begangen worden, beurteilt sich die Verjährung 

der Einziehung primär nach dem ausländischen Recht am Ort der Vortat (vgl. 

BAUMANN, a.a.O., Art. 70/71 StGB N. 64).  

 

3.2  

3.2.1 Die am 29. September 2017 durch die BA verfügte Beschlagnahme erfolgte 

im Verfahren SV.17.1610 gegen Unbekannt betreffend Geldwäscherei bzw. 

wegen «Geldwäscherei über Bankverbindungen in der Schweiz» (s. Verfah-

rensakten BA SV.17.1610 pag. 7.101-28 ff.). In der angefochtenen Verfü-

gung vom 17. Juni 2024 (act. 1.B) zeigte die BA die mutmasslich tatrelevan-

ten Handlungen bzw. Überweisungen auf. Dabei handelte es sich um Über-

weisungen auf die obgenannten Bank H.-Konten, welche in der Zeit vom 

18. Juli 2013 bis und mit 4. November 2013 erfolgt sein sollen. Geldwäsche-

rei im Sinne von Art. 305bis Ziff. 1 StGB wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei 

Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.  

https://app.legalis.ch/legalis/document-view.seam?documentId=m5pxg5dqn5pxax3boj2f6mzshe
https://app.legalis.ch/legalis/document-view.seam?documentId=m5pxg5dqn5pxax3boj2f6mzshe
https://app.legalis.ch/legalis/document-view.seam?documentId=mjtwkxzrgi4v62lwl4ztani

- 12 - 

 

 

 

Die BA stellt nicht in Abrede, dass allfällige von Juli bis November 2013 be-

gangene Geldwäschereihandlungen und ein damit verbundenes Einzie-

hungsrecht in Berücksichtigung von Art. 70 Abs. 3 StGB heute verjährt wä-

ren.  

 

Die Privatklägerin macht hingegen geltend, dass die mutmasslichen Tat-

handlungen eine qualifizierte Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziff. 2 

StGB begründen und somit noch nicht verjährt sein dürften.  

 

Gemäss Art. 305bis Ziff. 2 StGB ist in schweren Fällen der Geldwäscherei die 

Strafe Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe. Mit der Freiheits-

strafe wird eine Geldstrafe bis zu 500 Tagessätzen verbunden. Ein schwerer 

Fall liegt insbesondere vor, wenn der Täter (a) als Mitglied einer Verbre-

chensorganisation handelt, (b) als Mitglied einer Bande handelt, die sich zur 

fortgesetzten Ausübung der Geldwäscherei zusammengefunden hat oder 

(c) durch gewerbsmässige Geldwäscherei einen grossen Umsatz oder einen 

erheblichen Gewinn erzielt. Die Privatklägerin legt nicht dar, welche Variante 

von Art. 305bis Ziff. 2 StGB vorliegend in Frage käme und weshalb. Die Be-

schwerdeführer sind im Verfahren SV.17.1610 nicht beschuldigte Personen, 

sie werden von der BA nicht verdächtigt, die dort untersuchten Tathandlun-

gen begangen zu haben. Dass +O. als Mitglied einer kriminellen oder terro-

ristischen Organisation (lit. a), oder als Mitglied einer Bande gehandelt ha-

ben soll, die sich zur fortgesetzten Ausübung der Geldwäscherei zusammen-

gefunden hat (lit. b) oder durch gewerbsmässige Geldwäscherei einen gros-

sen Umsatz oder einen erheblichen Gewinn erzielt haben soll (lit. c) wird 

nicht behauptet und es lassen sich dazu auch keine Hinweise in den Akten 

finden. Sofern +O. sich im Zusammenhang mit der Vergabe von Marketing- 

bzw. TV-Übertragungsrechte hat bezahlen lassen und damit eine Straftat be-

gangen hat, ist sein Umsatz oder Gewinn dadurch bzw. durch die mutmass-

liche Vortat der allfälligen Geldwäscherei generiert worden und nicht durch 

die vermuteten Geldwäschereihandlungen mittels Überweisungen auf die 

fraglichen Bank H.-Konten.  

3.2.2 Demzufolge kann die Frage zum hinreichenden Tatverdacht beim Vorwurf 

der Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziff. 1 StGB offengelassen wer-

den, da eine Ersatzforderungseinziehung schon wegen eingetretener Ver-

jährung dahinfallen würde; bezüglich Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis 

Ziff. 2 StGB liegt kein Tatverdacht vor, weshalb die Voraussetzung für eine 

Zwangsmassnahme nicht erfüllt sind. Wegen Geldwäscherei kann die Be-

schlagnahme somit nicht weiter aufrechterhalten werden.  

 

  

- 13 - 

 

 

3.3  

3.3.1 Die BA und die Privatklägerin machen weiter geltend, dass die Einziehung 

im Zusammenhang mit einer durch +O. erfolgten ungetreuen Geschäftsbe-

sorgung im Sinne von Art. 158 Ziff. 1 Abs. 1 und 3 StGB erfolge. Art. 158 

Ziff. 1 Abs. 1 und 3 StGB lauten: Wer aufgrund des Gesetzes, eines behörd-

lichen Auftrages oder eines Rechtsgeschäfts damit betraut ist, Vermögen ei-

nes andern zu verwalten oder eine solche Vermögensverwaltung zu beauf-

sichtigen, und dabei unter Verletzung seiner Pflichten bewirkt oder zulässt, 

dass der andere am Vermögen geschädigt wird, wird mit Freiheitsstrafe bis 

zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft; handelt der Täter in der Absicht, sich 

oder einen andern unrechtmässig zu bereichern, so wird er mit Freiheits-

strafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft. Vor dem 1. Juli 2023 lau-

tete Art. 158 Ziff. 1 Abs. 3 StGB: Handelt der Täter in der Absicht, sich oder 

einen andern unrechtmässig zu bereichern, so kann auf Freiheitsstrafe von 

einem Jahr bis zu fünf Jahren erkannt werden. In beiden Versionen wäre 

dieser Straftatbestand heute nicht verjährt.   

 

3.3.2 Nach der Praxis des Bundesgerichts setzen nichtfreiheitsentziehende straf-

prozessuale Zwangsmassnahmen grundsätzlich nicht die gleich hohe Inten-

sität eines Tatverdachts voraus wie Untersuchungs- oder Sicherheitshaft. 

Für Beschlagnahmungen und Entsiegelungen genügt ein hinreichender, ob-

jektiv begründeter konkreter Tatverdacht, der in einem ausreichenden mini-

malen Konnex zur vorgeworfenen Tat steht (BGE 124 IV 313 E. 4; Urteil des 

Bundesgerichts 1B_691/2021 vom 21. Juli 2022 E. 2.2. m.w.H). An den hin-

reichenden Tatverdacht werden am Anfang der Untersuchung noch weniger 

hohe Anforderungen gestellt (BGE 124 IV 313 E. 4 S. 316; 122 IV 91 E. 4 

S. 96; Urteil des Bundesgerichts 7B_915/2024 E. 3.1 m.w.H.). Im Gegensatz 

zum erkennenden Sachrichter hat das für die Beurteilung von Zwangs- 

massnahmen im Vorverfahren zuständige Gericht bei der Überprüfung des 

hinreichenden Tatverdachtes keine erschöpfende Abwägung sämtlicher be-

lastender und entlastender Beweisergebnisse vorzunehmen. Bestreitet die 

beschuldigte (oder eine von Zwangsmassnahmen betroffene andere) Per-

son den Tatverdacht, ist vielmehr zu prüfen, ob aufgrund der bisherigen Un-

tersuchungsergebnisse genügend konkrete Anhaltspunkte für eine Straftat 

und eine Beteiligung der beschuldigten Person an dieser Tat vorliegen, die 

Strafbehörden somit das Bestehen eines hinreichenden Tatverdachts mit 

vertretbaren Gründen bejahen durften (BGE 143 IV 330 E. 2.1 m.w.H.; 141 

IV 87 E. 1.3.1 S. 90; 137 IV 122 E. 3.2 S. 126; 124 IV 313 E. 4 S. 316; 116 

Ia 143 E. 3c S. 146; s.a. Urteil des Bundesgerichts 1B_243/2016 vom 6. Ok-

tober 2016 E. 3.6). In Abgrenzung zum dringenden setzt dabei der hinrei-

chende Tatverdacht nicht voraus, dass Beweise oder Indizien bereits für eine 

erhebliche oder hohe Wahrscheinlichkeit einer Verurteilung sprechen (Urteil 

https://search.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=show_document&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F124-IV-313%3Ade&number_of_ranks=0#page313

- 14 - 

 

 

des Bundesgerichts 1B_636/2011 vom 9. Januar 2012 E. 2.2.3; vgl. zum 

Ganzen ausführlich den Entscheid des Bundesstrafgerichts BE.2006.7 vom 

20. Februar 2007 E. 3.1). Allerdings muss sich der hinreichende Tatverdacht 

im Verlaufe der Ermittlungen weiter verdichten. Die Verdachtslage unterliegt 

mit anderen Worten einer umso strengeren Prüfung, je weiter das Verfahren 

fortgeschritten ist (TPF 2010 22 E. 2.1; Beschluss des Bundesstrafgerichts 

BB.2011.25 vom 30. Mai 2011 E. 3.2). 

 

3.3.3 Vorliegend sind keine Untersuchungsergebnisse im Zusammenhang mit den 

einzelnen Tatbestandselemente der ungetreuen Geschäftsbesorgung akten-

kundig. Die im Verfahren SV.17.1610 ergangenen Verfügungen legen auch 

keine Vermögensschädigung bzw. Verletzung der finanziellen Interessen der 

Privatklägerin durch die dort umschriebenen Handlungen dar. Der im BGE 

144 IV 294, welcher von der BA angegeben wird, zugrundeliegende Sach-

verhalt steht mit dem vorliegenden in keinem Zusammenhang. In jenem Bun-

desgerichtsentscheid ging es um Rückvergütungen, welche dem Kunden ei-

nes Vermögensverwalters gehörten. Wird ein Kunde vom Vermögensverwal-

ter nicht vollständig und wahrheitsgemäss über Leistungen der Depotbank 

oder anderer Dritten informiert, kann er seinen Vertragspartner nicht wirksam 

von der Pflicht zur Rechenschaft über die Rückvergütungen und zu deren 

Rückgewährung entbinden. Die Informationen des Beauftragten müssen den 

Auftraggeber in die Lage versetzen, vom Beauftragten die Rückgabe des 

ihm (dem Auftraggeber) zustehenden Vermögens zu verlangen. Inwiefern 

die umschriebenen bzw. +O. vorgeworfenen Handlungen die Privatklägerin 

finanziell geschädigt haben sollen, ist nicht klar. Nach welchem Gesetz oder 

Vertrag allfällige +O. versprochene oder herausgegebene Bestechungsgel-

der der Privatklägerin zustehen sollen, ist nicht ersichtlich. Nach rund 7.5 

Jahren haben die Untersuchungsergebnisse keine konkreten Anhaltspunkte 

für diese Straftat und einer Beteiligung der beschuldigten Person hervorge-

bracht. Ein Tatverdacht liegt demzufolge nicht vor. Auch in Bezug auf den 

Vorwurf der ungetreuen Geschäftsbesorgung sind somit die Voraussetzun-

gen für eine Zwangsmassnahme gegenüber Dritten nicht erfüllt.  

 

3.4 Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde schon wegen Verjährung 

des Einziehungsrechts (in Bezug auf den Vorwurf der Geldwäscherei im 

Sinne von Art. 305bis Ziff. 1 StGB) bzw. mangels Tatverdachts (in Bezug auf 

den Vorwurf der [qualifizierten] Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziff. 2 

und auf Art. 158 StGB) als begründet.  

 

Die Verletzung des Verhältnismässigkeitsgrundsatzes aufgrund der seit der 

Beschlagnahme verstrichenen Zeit ist ebenfalls zu bejahen. Zum Zeitpunkt 

der angefochtenen Verfügung vom 17. Juni 2024 wurde das Strafverfahren 

- 15 - 

 

 

weiterhin gegen Unbekannt wegen mutmasslicher im Jahr 2013 begangener 

Geldwäschereihandlungen geführt. Mehr als 10 Jahren nach der mutmassli-

chen Tat und mehr als 6.5 Jahren nach der Beschlagnahme der Vermögens-

werte der Beschwerdeführer im September 2017, war die Straftat verjährt, 

die Täterschaft weiterhin unbekannt, das Verfahren jedoch weiterhin offen. 

Die BA begründete dies in der Verfügung vom 17. Juni 2024 erstmals mit der 

Vermutung der ungetreuen Geschäftsbesorgung durch +O. Ein entspre-

chendes Verfahren hatte sie jedoch (vor +O. Tod im August 2018 oder als 

selbständiges Einziehungsverfahren) nicht eröffnet und somit auch nicht vo-

rangetrieben.  

 

Bei diesem Ergebnis kann auf die Prüfung der übrigen durch die Beschwer-

deführer erhobenen Rügen verzichtet werden. 

 

3.5 Die Beschwerde ist gutzuheissen. Die Verfügung der BA vom 17. Juni 2024 

im Verfahren SV.17.161 ist aufzuheben und das bei A., C. und B. beschlag-

nahmte Vermögen den Berechtigten herauszugeben. 

 

 

4.  

4.1 Es ist keine Gerichtsgebühr zu erheben (Art. 423 Abs. 1 StPO). 

 

4.2 Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend haben die Beschwerdeführer 

gegenüber den antragstellenden Beschwerdegegnerinnen einen Anspruch 

auf Entschädigung für ihre Aufwendungen im vorliegenden Beschwerdever-

fahren (Art. 436 Abs. 1 i.V.m. Art. 429 Abs. 1 lit. a StPO). Die auszurichtende 

Entschädigung ist auf Fr. 3‘800.– festzusetzen (vgl. Art. 10 und 12 Abs. 2 

des Reglements des Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 über die 

Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bundesstrafverfahren [BStKR; 

SR 173.713.162]) und den Beschwerdegegnerinnen in Anwendung von Art. 

418 Abs. 1 StPO je zur Hälfte aufzuerlegen. Es besteht kein Anlass, die Be-

schwerdegegnerinnen für die Verpflichtungen der jeweils anderen Partei im 

Sinne von Art. 418 Abs. 2 StPO solidarisch mithaften zu lassen. 

 

  

- 16 - 

 

 

Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 

 

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Die Verfügung der Bundesanwaltschaft 

vom 17. Juni 2024 im Verfahren SV.17.1610 wird aufgehoben. Die Beschlag-

nahme vom 29. September 2017 und 2. November 2021 der Vermögenswerte 

der vormals bei der Bank H. geführten Bankverbindungen Stamm-Nr. 6 (vor-

mals Nr. 3), lautend auf B. u/o C., sowie Stamm-Nr. 7 (vormals Nr. 2), lautend 

auf C. u/o A., wird in Bezug auf die nunmehr auf dem EFD-Sammelkonto Nr. 5 

bei der Schweizerischen Nationalbank (Ref. «SV.17.1610») gehaltenen Ver-

mögenswerte aufgehoben. Die Bundesanwaltschaft wird angewiesen, die ent-

sprechenden Vermögenswerte den berechtigten Personen auszuhändigen. 

 

2. Es wird keine Gerichtsgebühr erhoben.  

 

3. Den Beschwerdeführern ist für das vorliegende Verfahren eine Parteientschä-

digung von insgesamt Fr. 3’800.– auszurichten; deren Bezahlung obliegt den 

Beschwerdegegnerinnen je zur Hälfte. 

 

 

Bellinzona, 6. August 2025 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:  

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- Rechtsanwalt Miguel Oural 

- Bundesanwaltschaft 

- Rechtsanwalt Yvan Jeanneret 

 

 

Nach Eintritt der Rechtskraft Zustellung an 

 

- Bundesanwaltschaft, Urteilsvollzug (zum Vollzug der Dispositiv-Ziff. 3) 

 

- 17 - 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide der Beschwerdekammer über Zwangsmassnahmen kann innert 30 Tagen nach 
der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde geführt werden 
(Art. 79 und 100 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005; BGG). 
Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu 
dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 
konsularischen Vertretung übergeben werden (Art. 48 Abs. 1 BGG). Im Falle der elektronischen 
Einreichung ist für die Wahrung einer Frist der Zeitpunkt massgebend, in dem die Quittung 
ausgestellt wird, die bestätigt, dass alle Schritte abgeschlossen sind, die auf der Seite der Partei für 
die Übermittlung notwendig sind (Art. 48 Abs. 2 BGG). 

Das Verfahren richtet sich nach den Artikeln 90 ff. BGG. 

Eine Beschwerde hemmt den Vollzug des angefochtenen Entscheides nur, wenn der Instruktions-
richter oder die Instruktionsrichterin es anordnet (Art. 103 BGG).