# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** dac10c30-362c-5866-ad9e-d8c2d16fd9d9
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-01-19
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Strafrecht 19.01.2022 460 21 34 (460 2021 34)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_004_460-21-34_2022-01-19.pdf

## Full Text

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Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, vom  
19. Januar 2022 (460 2021 34) 
____________________________________________________________________ 
 
 
 
Strafrecht 
 
 
Banden- und gewerbsmässiger Diebstahl etc.  
 
 
 
 

Besetzung Präsident Enrico Rosa, Richter Daniel Häring (Ref.),  
Richter Markus Mattle, Richterin Helena Hess, Richter Daniel Noll;  
Gerichtsschreiber Bryan Smith 
 
 

Parteien Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft,  
Allgemeine Hauptabteilung,  
Grenzacherstrasse 8, Postfach, 4132 Muttenz,  
Anklagebehörde 
Privatkläger 

  
 
gegen 
 
 

 A.____,  
vertreten durch Advokat Markus Trottmann,  
Eisengasse 5, 4051 Basel,  
Beschuldigter und Berufungskläger 
 
 

Gegenstand Banden- und gewerbsmässiger Diebstahl etc. 
Berufung gegen das Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft  
vom 12. Mai 2020 

  

 
 
 

 
 
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A.  Die Fünferkammer des Strafgerichts Basel-Landschaft (nachfolgend: Strafgericht) 
sprach A.____ mit Urteil vom 12. Mai 2020 (300 19 287) des mehrfachen, teilweise banden-
mässigen Raubs, des gewerbs- und teilweise bandenmässigen Diebstahls, der mehrfachen, teil-
weise versuchten Sachbeschädigung, der qualifizierten Sachbeschädigung, der Hehlerei, des 
mehrfachen Hausfriedensbruchs sowie der mehrfachen Entwendung eines Fahrzeugs zum 
Gebrauch schuldig und verurteilte ihn, als teilweise Zusatzstrafe zum Urteil des Assise correzio-
nali di Bellinzona vom 24. Februar 2014, zu einer Freiheitsstrafe von 9 Jahren und 6 Monaten, 
unter Anrechnung der vom 1. Mai 2018 bis zum 17. Dezember 2018 ausgestandenen Untersu-
chungshaft sowie des seit dem 17. Dezember 2018 ausgestandenen vorzeitigen Strafvollzugs 
von insgesamt 743 Tagen (Dispositiv Ziffer II.1). In den Fällen 22bis, 81 sowie 180 gemäss Ziffer 
1 der Anklageschrift wurde A.____ vom Vorwurf des mehrfachen Diebstahls, der mehrfachen 
Sachbeschädigung sowie des mehrfachen Hausfriedensbruchs freigesprochen (Dispositiv Ziffer 
II.2). Sodann wurde A.____ in Anwendung von Art. 66a StGB für die Dauer von 5 Jahren des 
Landes verwiesen (Dispositiv Ziffer II.2). In Bezug auf die Kosten sowie die Zivil- und Entschädi-
gungsforderungen wird auf die Ziffern II.4, II.5 und IV des vorgenannten Urteils verwiesen.  
 
Auf die Begründung dieses vorinstanzlichen Entscheids sowie der nachfolgenden Eingaben der 
Parteien wird, soweit erforderlich, im Rahmen der Erwägungen des vorliegenden Urteils einge-
gangen. 
 
B. Gegen das im Dispositiv eröffnete Urteil des Strafgerichts vom 12. Mai 2020 meldete 
A.____ (nachfolgend: Berufungskläger) vertreten durch seinen Verteidiger, Advokat Markus Trott-
mann, Berufung an, worauf ihm das begründete Urteil am 29. Januar 2021 zugestellt wurde.  
 
C.  Mit Berufungserklärung vom 16. Februar 2021 an das Kantonsgericht Basel-Landschaft, 
Abteilung Strafrecht (nachfolgend: Kantonsgericht), begehrte der Berufungskläger, es sei das an-
gefochtene Urteil aufzuheben und er sei von sämtlichen Tatvorwürfen gemäss Anklageschrift 
vom 21. Oktober 2019 unter Kosten und Entschädigungsfolge freizusprechen, soweit sich nicht 
etwas anderes aus der Berufungsbegründung ergebe (Ziffern 1.1, 3). Soweit kein vollständiger 
Freispruch erfolgen sollte, sei eine schuldangemessene Strafe auszusprechen, welche sich an 
den gesetzlichen Vorgaben und der persönlichen Situation des Berufungsklägers orientiere 
(Ziffer 1.2), und es sei ein Landesverweis von höchstens fünf Jahren auszusprechen (Ziffer 1.3). 
Sämtliche Zivilforderungen seien abzuweisen, eventualiter seien diese auf den Zivilweg zu ver-
weisen (Ziffer 1.4). Es sei dem Berufungskläger eine angemessene Entschädigung für die durch 
das Strafverfahren erlittene Unbill zuzusprechen (Ziffer 1.5) und es seien die Untersuchungskos-
ten sowie die Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens nach Massgabe des Ausgangs des vorlie-
genden Berufungsverfahrens neu zu verlegen (Ziffer 1.6). Weiter wurde beantragt, Advokat Mar-
kus Trottmann als amtlichen Verteidiger zu entlassen und dem Berufungskläger für das Beru-
fungsverfahren eine neue notwendige amtliche Verteidigung zu bestellen (Ziffer 2). Schliesslich 
stellte der Berufungskläger die Verfahrensanträge, es seien ihm bzw. seiner amtlichen Verteidi-
gung eine angemessene Frist für eine schriftliche (Vorab-)Begründung der Berufungsbegründung 
zu gewähren (kein Verzicht auf mündliche Berufungsverhandlung), es sei der amtlichen Verteidi-

 
 
 

 
 
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gung eine Abschrift des vorinstanzlichen Protokolls der Hauptverhandlung inkl. erstellter Tonauf-
zeichnung zuzustellen und es sei vorab über die beantragte Entlassung des derzeitigen amtlichen 
Verteidigers und die Beigabe eines neuen notwendigen amtlichen Verteidigers zu befinden. 
 
D. Auf Verfügung des Kantonsgerichts vom 18. Februar 2021 hin teilte die Staatsanwalt-
schaft Basel-Landschaft, Allgemeine Hauptabteilung (nachfolgend: Staatsanwaltschaft), mit Ein-
gabe vom 26. Februar 2021 mit, dass sie weder einen Antrag auf Nichteintreten stelle noch An-
schlussberufung erkläre. Zugleich erstattete die Staatsanwaltschaft eine Stellungnahme zum Ge-
such betreffend Entlassung der amtlichen Verteidigung, dessen Abweisung sie beantragte.  
 
E. Mit Verfügung vom 1. März 2021 wurde der Berufungskläger aufgefordert, zu den Anträ-
gen betreffend Entlassung der amtlichen Verteidigung Stellung zu nehmen, worauf dieser mit 
undatierter Eingabe (Eingang am 10. März 2021) mitteilte, dass er keinen Verteidigerwechsel 
wünsche.  
 
F. Mit Verfügung vom 18. März 2021 wurde der Antrag von Advokat Markus Trottmann um 
Entlassung aus dem Mandat als amtlicher Verteidiger abgewiesen. Zugleich wurde dem Beru-
fungskläger eine Frist zur Begründung seiner Berufung bis zum 23. April 2021 gesetzt.  
 
G.  Innert mehrfach erstreckter Frist reichte der Berufungskläger am 30. Juli 2021 die Be-
rufungsbegründung ein, worin er an den mit Berufungserklärung gestellten Anträgen festhielt.  
 
H. Mit Berufungsantwort vom 3. September 2021 beantragte die Staatsanwaltschaft die Be-
stätigung des Urteils des Strafgerichts vom 19. Februar 2020 und die vollumfängliche Abweisung 
der Berufung.  
 
I. Am 6. September 2021 wurde der Schluss des Schriftenwechsels verfügt. 
 
J. Mit Eingabe vom 3. Januar 2022 stellte der Berufungskläger den Beweisantrag, es sei 
zur kantonsgerichtlichen Hauptverhandlung ein Sachverständiger zu laden, welcher über den 
derzeitigen Erkenntnisstand hinsichtlich der Möglichkeiten / der Wahrscheinlichkeit von DNA-
Wanderungen bei DNA-Mischspuren aufklären solle. 
 
K. Auf Verfügung vom 5. Januar 2022 hin begehrte die Staatsanwaltschaft mit Eingabe vom 
11. Januar 2022 die Abweisung des vorgenannten Beweisantrags. 
 
L. Der Beweisantrag des Berufungsklägers betreffend Vorladung einer sachverständigen 
Person zwecks Aufklärung über die Frage einer DNA-Wanderung bei DNA-Mischspuren wurde 
mit Verfügung vom 14. Januar 2022 abgewiesen.    
 
M. Die Hauptverhandlung vor dem Kantonsgericht fand vom 17. - 19. Januar 2022 statt. Der 
Berufungskläger wurde am 17. Januar 2022 vor den Schranken des Kantonsgerichts befragt. 
Advokat Markus Trottmann wiederholte vorfrageweise seine Anträge betreffend Entlassung aus 

 
 
 

 
 
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dem Mandat als amtlicher Verteidiger sowie hinsichtlich der Befragung einer sachverständigen 
Person zur Frage der Möglichkeit einer DNA-Wanderung. In seinem Parteivortrag beantragte der 
Berufungskläger unter o/e-Kostenfolge (1.) einen Freispruch in den Fällen 8, 24, 34, 39 - 42, 50, 
63, 73, 79, 80, 84, 85, 99, 105, 107, 109 - 112, 112bis, 113 - 116, 124, 135, 140, 144, 148, 149, 
154, 157 - 163, 164, 166, 168, 182; (2.) einen Freispruch vom Vorwurf des räuberischen Dieb-
stahls im Fall 23 und stattdessen einen Schuldspruch für versuchten Diebstahl und Hausfriedens-
bruch; (3.) einen Freispruch vom Vorwurf des räuberischen Diebstahls im Fall 91 und stattdessen 
ein Schuldspruch für Diebstahl, Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch; (4.) einen Freispruch 
vom Vorwurf der qualifizierten Sachbeschädigung gemäss Ziffer 2 der Anklageschrift; (5.) die 
Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von 30 Monaten, unter Anrechnung der bereits ausgestan-
denen Haft; (6.) das Aussprechen eines Landesverweises von 7 Jahren; (7.) die Abweisung der 
Zivilforderungen, soweit Freisprüche erfolgten, eventualiter eine Verweisung dieser Forderungen 
auf den Zivilweg; (8.) eine Verlegung der Kosten des Untersuchungsverfahrens sowie des vor-
instanzlichen Verfahrens nach Massgabe des Ausgangs des Berufungsverfahrens sowie die Ent-
richtung einer Entschädigung von CHF 200.– pro Tag für die ausgestandene Überhaft. Die 
Staatsanwaltschaft bestätigte demgegenüber ihren Antrag auf Abweisung der Berufung und voll-
umfängliche Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils. Im Anschluss an die Parteiverhandlung zog 
sich das Kantonsgericht zur geheimen Urteilsberatung zurück und das Urteilsdispositiv wurde am 
19. Januar 2022 mündlich eröffnet.  
 
Erwägungen 

I. Formelles 

1. Die Berufung ist gemäss Art. 398 Abs. 1 der Schweizerischen Strafprozessordnung 
(StPO, SR 312.0) zulässig gegen Urteile erstinstanzlicher Gerichte, mit denen das Verfahren 
ganz oder teilweise abgeschlossen worden ist. Es können Rechtsverletzungen, die unvollstän-
dige oder unrichtige Feststellung des Sachverhalts sowie Unangemessenheit gerügt werden, wo-
bei das Berufungsgericht das Urteil in allen angefochtenen Punkten umfassend überprüfen kann 
(Art. 398 Abs. 2 und Abs. 3 StPO). Gemäss Art. 399 Abs. 1 und Abs. 3 StPO ist zunächst die 
Berufung dem erstinstanzlichen Gericht innert 10 Tagen seit Eröffnung des Urteils schriftlich oder 
mündlich anzumelden und danach dem Berufungsgericht innert 20 Tagen seit der Zustellung des 
begründeten Urteils eine schriftliche Berufungserklärung einzureichen.  
 
2. Vorliegend wird das Urteil des Strafgerichts vom 12. Mai 2020 (300 19 287) angefochten, 
welches ein taugliches Anfechtungsobjekt darstellt. Mit Eingaben vom 18. Mai 2020 (Berufungs-
anmeldung) und 16. Februar 2021 (Berufungserklärung) hat der Berufungskläger die Rechts- 
mittelfrist gewahrt und ist seiner Erklärungspflicht nachgekommen. Als beschuldigte Person hat 
er ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung und Änderung des erstinstanzlichen Ent-
scheides im Sinne seiner Anträge. Die Zuständigkeit der Fünferkammer des Kantonsgerichts als 
Berufungsgericht zur Beurteilung der vorliegenden Berufung ergibt sich aus Art. 21 Abs. 1 lit. a 
StPO sowie aus § 15 Abs. 1 lit. b des Einführungsgesetzes zur Schweizerischen Strafprozess-
ordnung (EG StPO, SGS 250). Die Berufung erfüllt sämtliche Formalien, so dass auf diese ein-
zutreten ist.  

 
 
 

 
 
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II. Materielles 

1. Allgemeines 

1.1 Gemäss Art. 404 Abs. 1 StPO überprüft das Berufungsgericht das erstinstanzliche Urteil 
nur in den angefochtenen Punkten (vgl. auch Art. 398 Abs. 2 StPO). Der Berufungskläger bean-
tragt mit Berufungserklärung vom 19. Mai 2020 im Hauptstandpunkt einen kostenlosen Frei-
spruch sowie eine Abweisung der Zivilforderungen. Der Antrag betreffend Freispruch steht jedoch 
explizit unter dem Vorbehalt, dass sich nicht etwas anderes aus der Berufungsbegründung erge-
ben sollte (vgl. Berufungserklärung, S. 2). Im Rahmen der Berufungsbegründung vom 30. Juli 
2021 setzt sich der Berufungskläger mit der rechtlichen Würdigung des räuberischen Diebstahls, 
der Beweiswürdigung in den Fällen 8 - 125 sowie der Strafzumessung auseinander. Die Anträge 
der Berufungserklärung werden in der Berufungsbegründung nicht wiederholt. Weiter ergänzt der 
Berufungskläger seine Ausführungen im Parteivortrag vom 19. Januar 2022 dahingehend, dass 
er sich nebst einer allgemeinen Stellungnahme zur Beweiswürdigung konkret zu den einzelnen 
Fällen 135 - 195 sowie zum Vorwurf der qualifizierten Sachbeschädigung gemäss Ziffer 2 der 
Anklageschrift vom 21. Oktober 2019 äussert. Schliesslich werden die Anträge gemäss Beru-
fungserklärung vom 19. Mai 2020 spezifiziert, indem für die beantragten Freisprüche die einzel-
nen Fälle genannt und hinsichtlich der Strafzumessung konkrete Anträge gestellt werden. Vor 
dem Hintergrund, dass der Berufungskläger das vorinstanzliche Urteil in seiner Berufungserklä-
rung vollumfänglich angefochten hat, die Erstattung einer schriftlichen Berufungsbegründung im 
mündlichen Berufungsverfahren gesetzlich nicht vorgeschrieben ist (vgl. Art. 405 StPO) und die 
Berufung im Rahmen ihrer Begründung im Sinne von Art. 399 Abs. 4 StPO eingeschränkt, jedoch 
nach Ablauf der Rechtsmittelfrist nicht mehr ausgedehnt werden kann (EUGSTER, Basler Kom-
mentar StPO, 2. A. 2014, Art. 399 N 6), ist das vorstehend beschriebene Vorgehen des Beru-
fungsklägers nicht zu beanstanden. Das vorinstanzliche Urteil ist daher im Berufungsverfahren 
umfassend zu überprüfen (Art. 398 Abs. 2 StPO), soweit der Berufungskläger seine Täterschaft 
nicht in Übereinstimmung mit den Erwägungen des Strafgerichts anerkannt hat.  
 
1.2. Laut Art. 391 Abs. 2 StPO darf die Rechtsmittelinstanz Entscheide nicht zum Nachteil der 
beschuldigten Person abändern, wenn das Rechtsmittel nur zu deren Gunsten ergriffen worden 
ist (sog. Verbot der "reformatio in peius"). Zumal weder die Staatsanwaltschaft noch die Privat-
klägerschaft ihrerseits Berufung oder Anschlussberufung erhoben haben, kann das Kantonsge-
richt das strafgerichtliche Urteil im vorliegenden Fall in Bezug auf die Schuldsprüche, Sanktionen 
und Zivilforderungen lediglich bestätigen oder zu Gunsten des Beschuldigten mildern, nicht aber 
zu dessen Lasten verschärfen. 
 
1.3. Im Rechtsmittelverfahren kann das Gericht für die tatsächliche und rechtliche 
Würdigung des angeklagten Sachverhalts auf die Begründung der Vorinstanz verweisen (Art. 82 
Abs. 4 StPO). Die Möglichkeit der Verweisung entfällt allerdings, wenn im Rechtsmittelverfahren 
erhebliche Einwände vorgebracht werden, welche nicht Gegenstand des erstinstanzlichen Ver-
fahrens bildeten (STOHNER, Basler Kommentar StPO, 2. A. 2014, Art. 82 N 9; BRÜSCHWEILER/ 
NADIG/SCHNEEBELI, Zürcher Kommentar StPO, 3. A. 2020, Art. 82 N 10). Ein Verweis kommt bei 
strittigen Sachverhalten und in Bezug auf die rechtliche Subsumtion nur dann in Frage, wenn die 

 
 
 

 
 
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Rechtsmittelinstanz den vorinstanzlichen Erwägungen vollumfänglich beipflichtet (BGE 141 IV 
244, E. 1.2.3). 
 
2.  Antrag auf Wechsel der amtlichen Verteidigung 

2.1. In Bezug auf die Entlassung des amtlichen Verteidigers wird in der Berufungserklärung 
vom 16. Februar 2021 vorgebracht, dass dieser Antrag bereits vor der Vorinstanz gestellt worden 
sei, nachdem sich eine weitere Zusammenarbeit aufgrund eines generalisierten Misstrauens so-
wie von Unterstellungen gegenüber dem notwendigen Verteidiger als unmöglich erwiesen habe. 
Das Strafgericht sei davon ausgegangen, dass ein bloss subjektives Empfinden des Beschuldig-
ten oder seines amtlichen Verteidigers nicht genügen könne, um eine Auswechslung der amtli-
chen Verteidigung zu rechtfertigen. Der Verteidiger könne die geltend gemachte Unmöglichkeit 
einer Zusammenarbeit mittels Vorlage von Briefen des Beschuldigten objektivieren, doch unter-
stünden diese der anwaltlichen Schweigepflicht. Weiter könne auch auf den Verlauf der erst-
instanzlichen Hauptverhandlung verwiesen werden. Es erstaune, dass das Wort eines Anwalts 
nichts zählen solle, wonach eine weitere Zusammenarbeit wegen eines nachhaltig zerrütteten 
und durch die "drakonische vorinstanzliche Strafe" zusätzlich belasteten Vertrauensverhältnisses 
nicht mehr möglich sei (Berufungserklärung, S. 4 - 5). Anlässlich der Verhandlung vor dem Kan-
tonsgericht (vgl. Protokoll der Hauptverhandlung vom 17. - 19. Januar 2022 [fortan: Verhand-
lungsprotokoll], S. 3 - 4) wiederholt der amtliche Verteidiger seinen Antrag. Er macht im Wesent-
lichen geltend, dass kein für die wirksame Ausübung der Verteidigung notwendiges Vertrauens-
verhältnis bestehe. Soweit das Kantonsgericht davon ausgehe, der Berufungskläger würde sich 
auch gegenüber einer neu eingesetzten Verteidigung gleich misstrauisch Verhalten, könne nicht 
ausgeschlossen werden, dass der Grund hierfür in der allgemeinen Einstellung des Berufungs-
klägers liege. Weil bei dieser Ausgangslage eine Klärung der sich stellenden Verteidigungsfragen 
nicht möglich gewesen sei, könne keine wirksame Verteidigung gewährleistet werden. Das Ver-
halten des Berufungsklägers lasse sich entweder als persönliche Ablehnung des eingesetzten 
Verteidigers oder als generelle Verteidigungsunfähigkeit interpretieren.  
 
2.2. Die Staatsanwaltschaft macht mit Stellungnahme vom 26. Februar 2021 geltend, dass 
der Antrag auf Entlassung der amtlichen Verteidigung bereits vom Strafgericht mit Verfügungen 
vom 29. April 2020 sowie mit Urteil vom 12. Mai 2020 abgewiesen worden sei. Auf die entspre-
chende Begründung könne verwiesen werden. Die angebliche Zerrüttung des Vertrauensverhält-
nisses sei weder belegt noch näher erläutert worden. Auch sei nicht ersichtlich, inwiefern die von 
der Vorinstanz ausgefällte Strafe eine Gewährleistung der wirksamen Verteidigung gefährden 
könne. Der amtliche Verteidiger habe bereits vor Strafgericht im Interesse seines Mandanten und 
in sorgfältiger sowie gewissenhafter Ausübung seines Anwaltsberufs eine tiefere Strafe bean-
tragt. Dasselbe werde nun auch mittels Berufung angestrebt. Daher sei der Antrag auf Entlassung 
aus der amtlichen Verteidigung abzuweisen. Auch vor den Schranken des Kantonsgerichts be-
gehrte die Staatsanwaltschaft die Abweisung des entsprechenden Antrags (Verhandlungsproto-
koll, S. 4). 
 

 
 
 

 
 
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2.3. Der vorgenannte Antrag des amtlichen Verteidigers wurde mit präsidialer Verfügung vom 
18. März 2021 abgewiesen, was hier zu bestätigen ist. Zur Begründung kann zunächst auf die 
Erwägungen der Verfügung vom 18. März 2021 verwiesen werden. Aus den Akten des Strafge-
richts geht hervor, dass der Berufungskläger im Anschluss an die erstinstanzliche Verurteilung 
am 27. September 2020 eine Vollmacht für Rechtsanwalt O.____, unterzeichnete und der Vor-
genannte den Berufungskläger im Gefängnis besuchte (vgl. act. S 1171 ff.). Dies deutet darauf 
hin, dass hinsichtlich der Verteidigung durch Advokat Markus Trottmann eine Unzufriedenheit 
herrschte. Aus verschiedenen Schreiben des Berufungsklägers im vorliegenden Verfahren sowie 
dem Protokoll der vorinstanzlichen Hauptverhandlung vom 5. Mai 2020 (S. 3 ff.) ist zu schliessen, 
dass der Berufungskläger gegenüber seiner Verteidigung misstrauisch eingestellt ist. Doch hat 
er vor den Schranken des Strafgerichts, auf kantonsgerichtliche Verfügung vom 1. März 2021 hin 
sowie anlässlich der Hauptverhandlung vor dem Kantonsgericht ausgeführt, dass er keinen 
Wechsel der amtlichen Verteidigung wünsche. Daraus folgt, dass es sich um eine generell miss-
trauische Haltung gegenüber der Vertretung im vorliegenden Strafverfahren handelt, welche nicht 
in der Person oder Tätigkeit der aktuellen amtlichen Verteidigung begründet liegt, sondern in der 
Persönlichkeit des Berufungsklägers sowie seines teilweise fehlenden Verständnisses für die 
strafprozessualen Abläufe. Auch wenn diese Umstände die Kommunikation zwischen dem Be-
schuldigten und seiner Vertretung erschweren können, stellen sie die Wirksamkeit der notwendi-
gen, amtlichen Verteidigung nicht in Frage und rechtfertigen daher keinen Verteidigerwechsel.  
 
2.4. Zusammenfassend kann erwogen werden, dass vorliegend keine konkreten und objek-
tiven Hinweise bestehen, die in nachvollziehbarer Weise für eine erhebliche Störung des Vertrau-
ensverhältnisses sprechen (vgl. BGer Urteil 1B_397/2018 vom 16. Oktober 2018 E. 2.4; BGer 
Urteil 1B_127/2015 vom 8. Juni 2015 E. 2.3), die sachgemässe Verteidigung in der Person des 
bisherigen amtlichen Verteidigers nach wie vor gewährleistet ist (vgl. BGE 116 Ia 102), die feh-
lende Kooperationsbereitschaft des Beschuldigten nicht per se zu einem Wechsel der amtlichen 
Verteidigung führen kann, weil ihm zuzumuten ist, selbst zu einer konstruktiven Zusammenarbeit 
beizutragen (vgl. BGer Urteil 1B_319/2015 vom 26. November 2015, E. 2.5) und die amtliche 
Verteidigung in der Person von Advokat Markus Trottmann vorliegend eine im mutmasslichen 
Interesse des Beschuldigten geeignete Verteidigungsstrategie festgelegt und vertreten hat (vgl. 
BGer Urteil 1B_184/2009 vom 2. Juli 2009 E. 2.2, mit Hinweis auf BGer Urteil 1B_237/2007 vom 
8. Januar 2008 und BGer Urteil 1B_84/2007 vom 11. September 2007).  
 
3. Ausgangslage und Standpunkte der Parteien 

 
(…) 
 
 
 
 
 

 
 
 

 
 
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4. Sachverhalt und Beweiswürdigung  

4.1. Beweisanträge des Beschuldigten   

4.1.1. Das Rechtsmittelverfahren beruht auf den Beweisen, die im Vorverfahren und im erstin-
stanzlichen Hauptverfahren erhoben worden sind (Art. 389 Abs. 1 StPO). Somit dient das Beru-
fungsverfahren vor dem Kantonsgericht grundsätzlich nicht der Wiederholung des Beweisverfah-
rens, mithin erhebt die Berufungsinstanz zusätzliche Beweise nur mit Zurückhaltung (LIEBER, Zür-
cher Kommentar StPO, 3. A. 2020, Art. 389 N 1). Beweisabnahmen des erstinstanzlichen Ge-
richts werden gemäss Art. 389 Abs. 2 StPO nur wiederholt, wenn Beweisvorschiften verletzt wor-
den sind (lit. a), die Beweiserhebungen unvollständig waren (lit. b) oder die Akten über die Be-
weiserhebungen unzuverlässig erscheinen (lit. c). Die Rechtsmittelinstanz erhebt von Amtes we-
gen oder auf Antrag einer Partei bloss die "erforderlichen" zusätzlichen Beweise (Art. 389 Abs. 3 
StPO). Die Parteien besitzen daher keinen uneingeschränkten Anspruch auf Gutheissung ihrer 
Beweisbegehren. Gemäss Art. 6 EMRK besteht nur ein Recht auf Berücksichtigung solcher Be-
weise, welche nach dem pflichtgemässen richterlichen Ermessen entscheidungserheblich bzw. 
für die Wahrheitsfindung beachtlich sein könnten. Dementsprechend können gemäss Art. 139 
Abs. 2 StPO Beweisanträge abgelehnt werden, wenn damit die Beweiserhebung über Tatsachen 
verlangt wird, die unerheblich, offenkundig, der Strafbehörde bekannt oder bereits rechtsgenü-
gend erwiesen sind. Auf eine bereits beschlossene Beweisabnahme kann das Gericht schliess-
lich verzichten, wenn sich während der Hauptverhandlung ergibt, dass diese nicht mehr erforder-
lich ist, beispielsweise weil eine Tatsache inzwischen zweifelsfrei geklärt wurde (HAURI/VENETZ, 
Basler Kommentar StPO, 2. A. 2014, Art. 343 N 33 ff.).  
 
4.1.2. Im Strafverfahren gilt der Untersuchungsgrundsatz. Nur wenn das Gericht seiner Amts-
ermittlungspflicht genügt, darf es einen Sachverhalt als erwiesen oder nicht erwiesen ansehen 
und in freier Beweiswürdigung darauf eine Rechtsentscheidung gründen. Gemäss ständiger 
Rechtsprechung können die Strafbehörden ohne Verletzung des rechtlichen Gehörs und des Un-
tersuchungsgrundsatzes auf die Abnahme weiterer Beweise verzichten, wenn sie in Würdigung 
der bereits abgenommenen Beweise zur Überzeugung gelangen, der rechtlich erhebliche Sach-
verhalt sei genügend abgeklärt, und sie überdies in antizipierter Würdigung zum Schluss kom-
men, ein an sich taugliches Beweismittel vermöge ihre aufgrund der bereits abgenommenen Be-
weismittel gewonnene Überzeugung von der Wahrheit oder Unwahrheit einer strittigen Tatsache 
nicht zu ändern. Zu diesem Zweck muss die Behörde das vorläufige Beweisergebnis hypothetisch 
um die Fakten des Beweisantrages ergänzen und unter diesem Gesichtspunkt würdigen. Lehnt 
sie einen Beweisantrag ab, hat sie nicht nur darzulegen, weshalb sie aufgrund der bereits abge-
nommenen Beweise eine bestimmte Überzeugung gewonnen hat, sondern auch, weshalb die 
beantragte Beweismassnahme aus ihrer Sicht nichts an ihrer Überzeugung zu ändern vermag 
(BGer Urteil 6B_574/ 2021 vom 22. November 2021, E. 1.2; m.w.H.).  
 
4.1.3. Der Berufungskläger stellt mit Eingabe vom 3. Januar 2022 sowie anlässlich der Haupt-
verhandlung vom 17. Januar 2022 den Antrag, es sei zur Hauptverhandlung ein Sachverständiger 
zu laden, welcher über den derzeitigen Erkenntnisstand hinsichtlich der Möglichkeit und Wahr-

 
 
 

 
 
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scheinlichkeit einer DNA-Wanderung bei DNA-Mischspuren Auskunft geben könne. Zur Begrün-
dung dieses Antrags bringt er im Wesentlichen vor, DNA-Mischspuren seien ein wesentliches 
Standbein der vorinstanzlichen Beweisführung, die Aussagekraft solcher Spuren sei im vorlie-
genden Fall in Frage zu stellen, das Bundesgericht habe die gerichtliche Annahme einer DNA-
Wanderung nicht als willkürlich gewertet, es bestehe hinsichtlich der betreffenden Beweiswürdi-
gung eine allgemeine Unklarheit, es würden einschlägige Publikationen zu dieser Frage fehlen 
und ihre Klärung sei von grundsätzlicher Bedeutung. Die Staatsanwaltschaft begehrt ihrerseits 
mit Stellungnahme vom 11. Januar 2021 die Abweisung des Beweisantrags. Eventualiter sei 
Dr. rer. medic. Iris Schulz (Abteilungsleiterin der forensischen Genetik des Instituts für Rechts-
medizin Basel, IRM) als Sachverständige zu laden. Zur Begründung ihres Antrags macht die 
Staatsanwaltschaft zusammengefasst geltend, der aktuelle Wissensstand betreffend die Mög-
lichkeit und Wahrscheinlichkeit von DNA-Drittübertragungen sei in der Strafjustiz hinlänglich be-
kannt, das Thema sei im vorliegenden Verfahren bereits dem IRM zur Stellungnahme unterbreitet 
worden (vgl. act. 2877 ff.) und es sei nicht ersichtlich, welche zusätzliche Erkenntnis mit der Be-
fragung einer sachverständigen Person erlangt werden könne. Vor den Schranken des Kantons-
gerichts brachte der Berufungskläger vor, dass die Feststellung von DNA auf einer Mischspur 
nicht per se gegen den Indizwert der dabei gefundenen DNA-Anteile einer Person spreche. Damit 
sei jedoch die Frage einer zufälligen DNA-Übertragung nicht geklärt. Es seien ausschliesslich 
Mischspuren auf den Steinen gefunden worden. Hier liege die Wahrscheinlichkeit, dass eine vor-
her durch eine andere Person an den Stein gebrachte DNA mit der Spur des Identifizierten über-
lagert worden sei, praktisch bei Null. Weil die Mitglieder der Gruppierung vorliegend beengt in 
Waldlagern gehaust, dort mit Kleidungsstücken der anderen Personen in Kontakt gekommen 
seien oder solche gar übernommen hätten, erscheine eine Übertragung von DNA erklärbar. Folg-
lich sei davon auszugehen, dass die DNA-Mischspuren jeweils von einer einzigen Person auf den 
Steinen zurückgelassen worden seien, wobei nicht gesagt werden könne, ob dies durch den Be-
schuldigten erfolgt sei. Die Möglichkeit und Wahrscheinlichkeit dieser Vorgänge seien Fachfra-
gen, welche gemäss StPO ein Sachverständiger beantworten müsse (vgl. Verhandlungsprotokoll, 
S. 3). 
 
4.1.4. Der vorgenannte Antrag des Berufungsklägers wurde mit präsidialer Verfügung vom 
14. Januar 2022 abgewiesen, was vorliegend zu bestätigen ist. Zur Begründung kann diesbezüg-
lich zunächst auf die Erwägungen der Verfügung vom 14. Januar 2022 verwiesen werden. Auch 
indirekte, mittelbare Beweise erlauben einen für die Beweisführung bedeutsamen Schluss, wobei 
hier vermutet wird, dass eine nicht bewiesene Tatsache gegeben ist, weil sich diese Schlussfol-
gerung aus bewiesenen Tatsachen (Indizien) nach der Lebenserfahrung aufdrängt. Eine Mehr-
zahl von Indizien, welche für sich allein betrachtet nur mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auf 
eine bestimmte Tatsache oder Täterschaft hindeuten und insofern Zweifel offenlassen, können 
in ihrer Gesamtheit ein Bild erzeugen, das den Schluss auf den vollen rechtsgenügenden Beweis 
von Tat oder Täter erlaubt (vgl. BGer Urteile 6B_890/2009 vom 22. April 2010, E. 6.1; 
6B_332/2009 vom 4. August 2009, E. 2.3; 6B_1053/2018 vom 26. Februar 2019, E. 1.2; je mit 
Hinweisen). Die Feststellung eines DNA-Mischprofils auf einem Gegenstand ist als ein Indiz dafür 
zu werten, dass die betreffende Person mit einer bestimmten Sache in physischem Kontakt ge-
standen oder sich an einer bestimmten Örtlichkeit aufgehalten hat. Es ist indessen technisch nicht 

 
 
 

 
 
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ausgeschlossen und im Sinne eines Zufalls denkbar, dass DNA-Spuren von Drittpersonen auf 
einen Gegenstand übertragen werden. Das vorgenannte Indiz ist demzufolge stets im Kontext 
der weiteren, rechterheblichen Tatsachen zu würdigen und der konkrete Beweiswert eines DNA-
Mischprofils hängt von den Umständen des Einzelfalles ab. Der Berufungskläger hat anlässlich 
der Hauptverhandlung vor dem Kantonsgericht ausgesagt, dass er abgesehen von einem Fall 
ausschliesslich mit B.____ in der Schweiz gewesen sei. Sie hätten zu zweit im Wald übernachtet. 
In diesen Waldlagern hätten sich verschiedene Gegenstände wie Taschen, Bierdosen und 
Schnapsflaschen befunden. Der Berufungskläger habe im angeklagten Zeitraum an diesen Orten 
keine weiteren Personen angetroffen (vgl. Verhandlungsprotokoll, S. 6 - 9). Diese Aussagen de-
cken sich mit den Depositionen von B.____, wonach er immer zu zweit in die Schweiz eingereist 
sei und die Delikte mit Ausnahme eines Falles ausschliesslich mit dem Berufungskläger zusam-
men begangen habe (vgl. act. 7629 ff.; act. S 437 f.). Die Sachverhaltsvariante, dass es sich um 
eine grössere Gruppierung gehandelt haben könnte, die zur gleichen Zeit am selben Ort über-
nachtet und möglicherweise Gegenstände untereinander ausgetauscht hat, fällt damit ausser Be-
tracht. Es ist nicht auszuschliessen, dass der Berufungskläger Gegenstände in einem Waldlager 
zurückgelassen hat, welche später von weiteren Personen verwendet wurden. Andererseits er-
scheint es ebenso möglich, dass der Berufungskläger Sachen, die er in einem Waldlager vorfand, 
seinerseits behändigt hat. Die Berücksichtigung dieses Umstandes im Rahmen der Beweiswür-
digung schliesst die Möglichkeit einer DNA-Übertragung gerade nicht aus, weshalb sich eine gut-
achterliche Stellungnahme zu dieser Frage erübrigt. Zumal es in der Natur eines Indizes liegt, 
dass es nur mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit für das Vorhandensein einer Tatsache spricht, 
erscheint eine nähere Prüfung dieser Frage durch einen Sachverständigen ebenfalls entbehrlich. 
Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass sich eine Verurteilung vorliegend nicht allein 
auf die Tatsache stützen kann, dass am Tatort eine DNA-Mischspur mit Elementen der DNA des 
Berufungsklägers sichergestellt wurde. Doch kann es sich im Kontext der weiteren Beweismittel 
unter Umständen um ein gewichtiges Indiz handeln, welches für seine Täterschaft spricht.  
 
4.1.5. Im Rahmen der Berufungsbegründung vom 30. Juli 2021 bringt der Berufungskläger vor, 
dass der im vorinstanzlichen Verfahren mitbeschuldigte und durch das Strafgericht ebenfalls ver-
urteilte B.____ durch die zweite Instanz persönlich anzuhören sei (Berufungsbegründung, S. 3). 
Dieser Beweisantrag ist mit der Begründung abzuweisen, dass B.____ von der Staatsanwalt-
schaft (vgl. Schlusseinvernahmen vom 23., 26. und 28. August 2019 [act. 7621 ff.]) wie auch vom 
Strafgericht (vgl. Protokoll der Hauptverhandlung vom 5. Mai 2020 [act. S 429 ff.]) einlässlich zur 
Sache befragt worden ist, und aus einer erneuten Einvernahme vor den Schranken des Kantons-
gerichts keine zusätzlichen Erkenntnisse zu erwarten sind. B.____ hat konstant ausgeführt, dass 
er die angeklagten Taten im Wesentlichen zusammen mit dem Berufungskläger verübt hat. Das 
entsprechende Aussageverhalten weist keine Inkonsistenzen oder Widersprüche auf, die eine 
erneute Überprüfung der belastenden Depositionen von B.____ nahelegen würden. Nebst diesen 
Aussagen bestehen für die einzelnen Fälle gemäss Tabelle der Anklageschrift vom 21. Oktober 
2019 weitere Indizien und Beweismittel (u.a. Spurenbild, Fund von Deliktsgut, zeitliche und örtli-
che Zusammenhänge, vergleichbarer Modus Operandi), welche für die jeweiligen Tatvorwürfe im 
Sinne einer Gesamtbetrachtung zu würdigen sind.  
 

 
 
 

 
 
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4.2. Allgemeine Erwägungen zur Beweiswürdigung 

4.2.1. Bei der Würdigung des Sachverhalts hat das Gericht belastenden und entlastenden Um-
ständen mit gleicher Sorgfalt nachzugehen. Das Gesetz gebietet die sorgfältige und objektive 
Beweiswürdigung von Amtes wegen (Art. 6 Abs. 1 und Art. 10 Abs. 2 StPO). Nach dem Grundsatz 
der freien Beweiswürdigung hat das urteilende Gericht frei von Beweisregeln und nur nach seiner 
aus dem gesamten Verfahren gewonnenen persönlichen Überzeugung aufgrund gewissenhafter 
Prüfung darüber zu entscheiden, ob es eine Tatsache für bewiesen hält. Das Gericht trifft sein 
Urteil unabhängig von der Anzahl der Beweismittel, welche für eine bestimmte Tatsache spre-
chen, und ohne Rücksicht auf die Art des Beweismittels. Auch besteht keine Rangfolge der Be-
weise. Massgebend ist allein deren Stichhaltigkeit (RIEDO/ FIOLKA/NIGGLI, Strafprozessrecht, 
2011, Rz. 234; HOFER, Basler Kommentar StPO, 2. A. 2014, Art. 10, N 41 ff.). Die Überzeugung 
für das Vorliegen rechtlich erheblicher Tatsachen kann direkt oder indirekt gewonnen werden. 
Auch Indizien können einen für die Beweisführung bedeutsamen Schluss erlauben (vgl. vorste-
hende E. II.4.1.4). 
 
4.2.2. Gemäss dem in Art. 10 Abs. 1 StPO, Art. 32 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schwei-
zerischen Eidgenossenschaft (BV, SR 101) und Art. 6 Ziff. 2 der Konvention zum Schutze der 
Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) kodifizierten Grundsatz "in dubio pro 
reo" ist bis zum gesetzlichen Nachweis der Schuld zu vermuten, dass der wegen einer strafbaren 
Handlung Beschuldigte unschuldig ist. Bestehen unüberwindliche Zweifel an der Erfüllung der 
tatsächlichen Voraussetzungen der angeklagten Tat, so geht das Gericht von der für die beschul-
digte Person günstigeren Sachlage aus. Der vorgenannte Grundsatz verpflichtet das Gericht, den 
Beschuldigten freizusprechen, wenn nach Würdigung aller vorhandenen Beweise erhebliche und 
unüberwindbare Zweifel an der Tatbestandsverwirklichung bestehen oder bestehen müssten 
(SCHMID/JOSITSCH, Handbuch des schweizerischen Strafprozessrechts, 3. A. 2017, N 235). Als 
Beweiswürdigungsregel besagt die Maxime "in dubio pro reo", dass sich das Gericht nicht von 
der Existenz eines für die beschuldigte Person ungünstigen Sachverhalts überzeugt erklären darf, 
wenn bei objektiver Betrachtung erhebliche und nicht zu unterdrückende Zweifel bestehen, ob 
sich der Sachverhalt so verwirklicht hat. Dabei sind bloss abstrakte und theoretische Zweifel nicht 
massgebend, weil solche immer möglich sind und absolute Gewissheit nicht verlangt werden 
kann (BGE 138 V 74, E. 7). Wenn Zweifel daran bestehen, welche von mehreren in Betracht 
kommenden Sachverhaltsmöglichkeiten der Wahrheit entspricht, hat das Gericht seinem Urteil 
die für den Beschuldigten günstigste Sachverhaltsvariante zugrunde zu legen (WOHLERS, Zürcher 
Kommentar StPO, 3. A. 2020, Art. 10, N 11; SCHMID/JOSITSCH, a.a.O., N 233). Eine Verurteilung 
darf nur ergehen, wenn das Gericht über jeden vernünftigen Zweifel hinaus überzeugt ist, dass 
sämtliche Strafbarkeitsvoraussetzungen in tatsächlicher Hinsicht vorliegen. Eine überwiegende 
Wahrscheinlichkeit reicht hierfür nicht. Vielmehr ist ein sehr hoher Grad an Wahrscheinlichkeit 
gefordert. Demnach hat ein Freispruch zu ergehen, wenn nach erfolgter Beweiswürdigung An-
klagesachverhalt und Täterschaft nicht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit erstellt 
sind (TOPHINKE, Basler Kommentar StPO, 2. A. 2014, Art. 10, N 83 und Fn 268 zu N 83; BGer Ur-
teil 6B_850/2018 vom 1. November 2018, E. 1.1.2 und 1.3.1). Der Grundsatz "in dubio pro reo" 
besagt indes nicht, dass bei sich widersprechenden Beweismitteln unbesehen auf den für die 

 
 
 

 
 
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beschuldigte Person günstigeren Beweis abzustellen ist. Die Entscheidregel kommt nur zur An-
wendung, wenn nach erfolgter Beweiswürdigung im Ganzen relevante Zweifel verbleiben (BGE 
144 IV 345 E. 2.2.3.1 ff.). Dem Sachgericht steht im Bereich der Beweiswürdigung ein erheblicher 
Ermessensspielraum zu (BGE 134 IV 132, E. 4.2; BGE 129 IV 6, E. 6.1).  
 
4.2.3. Bei der Abklärung des Wahrheitsgehalts von Aussagen hat sich in der Praxis die Me-
thode der Aussageanalyse durchgesetzt, welche darauf basiert, dass wahre und falsche Schilde-
rungen unterschiedliche geistige Leistungen erfordern (BGer Urteil 6B_375/2015 vom 29. Okto-
ber 2015 E. 2.2.2.). Während die Wiedergabe eines tatsächlich erlebten Ereignisses kognitiv re-
lativ leicht fällt, ist es intellektuell schwieriger, eine Aussage über ein komplexes Handlungsge-
schehen ohne Erlebnishintergrund zu reproduzieren und über einen längeren Zeitraum hinweg 
konstant zu schildern (vgl. FERRARI, Erkenntnisse aus der Aussagepsychologie, in: plädoyer 4/09, 
S. 36; LUDEWIG/TAVOR/BAUMER, Wie können aussagepsychologische Erkenntnisse Richtern, 
Staatsanwälten und Anwälten helfen, in: AJP 11/2011, S. 1423). Überprüft wird in erster Linie die 
Hypothese, ob die aussagende Person unter Berücksichtigung der Umstände, der intellektuellen 
Leistungsfähigkeit und der Motivlage eine solche Aussage auch ohne realen Erlebnishintergrund 
machen könnte. Methodisch wird die Prüfung in der Weise vorgenommen, dass das durch In-
haltsanalyse und Bewertung der Entstehungsgeschichte der Aussage sowie des Aussageverhal-
tens insgesamt gewonnene Ergebnis auf Fehlerquellen überprüft und die persönliche Kompetenz 
der aussagenden Person analysiert werden. Bei der Glaubhaftigkeitsbegutachtung ist immer da-
von auszugehen, dass die Aussage auch nicht realitätsbegründet sein kann. Ergibt die Prüfung, 
dass diese Hypothese mit den erhobenen Fakten nicht mehr in Übereinstimmung stehen kann, 
so wird sie verworfen. Es gilt dann die Alternativhypothese, dass die Aussage wahr sei. Erforder-
lich ist dafür besonders auch die Analyse der Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte der Aus-
sage (BGE 129 I 49, Erw. 4 und 5, m.w.H.). Im Rahmen der Beweiswürdigung sind Aussagen 
demnach auf Glaubhaftigkeitsmerkmale bzw. Lügensignale hin zu analysieren. Sie sind gestützt 
auf eine Vielzahl von inhaltlichen Realkennzeichen zu beurteilen, wobei zwischen inhaltlichen 
Merkmalen (Aussagedetails, Individualität, Verflechtung), strukturellen Merkmalen (Struk-
turgleichheit, Nichtsteuerung, Widerspruchsfreiheit bzw. Homogenität) sowie Wiederholungs-
merkmalen (Konstanz, Erweiterung) unterschieden wird. Das Vorliegen von Realitätskriterien be-
deutet, dass die betreffende Person mit hoher Wahrscheinlichkeit über erlebnisfundierte Ge-
schehnisse berichtet. Zwar besitzt jedes Realitätskriterium für sich allein betrachtet meist nur eine 
geringe Validität, die Gesamtschau aller Indikatoren kann jedoch einen wesentlich höheren Indiz-
wert für die Glaubhaftigkeit der Aussage haben, wobei sie in der Regel in solchen mit realem 
Erlebnishintergrund signifikanter und ausgeprägter vorkommen als in solchen ohne (HUSSELS, 
Von Wahrheiten und Lügen – Eine Darstellung der Glaubhaftigkeitskriterien anhand der Recht-
sprechung, forumpoenale 6/2012, S. 369 f.; DONATSCH, Zürcher Kommentar StPO, 3. A. 2020, 
Art. 162, N 15). 
 
4.2.4. Hinsichtlich der Beweiswürdigung bei serienweise begangen Einbruchdiebstählen ist 
insbesondere zu erwägen, dass diese regelmässig auf einer Vielzahl von Beweismitteln und In-
dizien beruht, welche im Gesamtkontext sämtlicher Anklagevorwürfe zu betrachten sind. Der 
Grundsatz "in dubio pro reo" findet auf das einzelne Indiz keine Anwendung (BGer Urteil 

 
 
 

 
 
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6B_885/2017 vom 20. Dezember 2017, E. 3.2 mit Hinweisen). Dabei darf auch die geringe Wahr-
scheinlichkeit, dass im gleichen Tatzeitraum Drittpersonen mit analogem Modus Operandi in 
nahe beieinanderliegende Tatobjekte eingebrochen sind, als belastendes Indiz gewertet werden 
(vgl. BGer Urteil 6B_282/2018 vom 24. August 2018, E. 1.4). Selbst wenn die konkrete Vorge-
hensweise (z.B. Aufbrechen von Fenstern mittels eines Flachwerkzeugs) auf viele Einbruchdieb-
stähle passen könnte, vermag sie in Berücksichtigung der weiteren Umstände ein Indiz für die 
gleiche Täterschaft darzustellen. Die zeitliche und geografische Nähe zu nachweislich verübten 
Delikten kann praxisgemäss ebenfalls für die Begehung der Tat durch die beschuldigte Person 
sprechen. Weiter ist es erlaubt, ein formaltechnisch übereinstimmendes Schuhsohlenmuster als 
eines von mehreren Belastungsmomenten zu berücksichtigen, auch wenn diesem kein Identifi-
zierungscharakter zukommt. Sodann ist es mit Blick auf den Gesamtkontext zulässig, die theore-
tisch mögliche Wegnahme oder Weitergabe von Gegenständen, auf welchen DNA der beschul-
digten Person sichergestellt wurde, als unwahrscheinlich zu bewerten (vgl. BGer Urteil 6B_198/ 
2021 vom 17. November 2021, E. 2 - 7). 
 
4.2.5. Mit Blick auf die angeklagten Delikts- und Schadenssummen hat die Vorinstanz unter 
Hinweis auf BGE 136 IV 117 (S. 120, E. 4.3.2), zutreffend erwogen, dass der Schaden im 
Rahmen eines Strafverfahrens regelmässig nicht exakt festgestellt werden kann und entweder 
auf den Angaben der Geschädigten oder polizeilichen Schätzungen beruht (Urteil des Strafge-
richts vom 12. Mai 2020, S. 6). In Übereinstimmung mit der Vorinstanz geht auch das Kantons-
gericht davon aus, dass auf die in der Anklageschrift sowie im vorinstanzlichen Urteil ausgewie-
senen Beträge abgestellt werden kann, zumal keine Anhaltspunkte für Falschangaben seitens 
der Geschädigten oder fehlerhafte Berechnungen bzw. Schätzungen durch die Behörden ersicht-
lich sind.  
 
4.2.6. In Bezug auf die Bewertung der Glaubhaftigkeit der belastenden Aussagen von B.____ 
kann zunächst auf die zutreffenden Erwägungen im vorinstanzlichen Urteil vom 12. Mai 2020 
(S. 6 - 9) verwiesen werden (Art. 82 Abs. 4 StPO). Die Depositionen von B.____, wonach dieser 
die Delikte gemeinsam mit dem Berufungskläger begangen habe, werden in einer Vielzahl von 
Fällen durch die Sicherstellung von DNA des Berufungsklägers objektiviert. Mit Verweis auf die 
vorstehenden Erwägungen (II.4.1.4) kann zum Beweiswert der DNA-Mischspuren festgestellt 
werden, dass diese mitunter von einer sachverständigen Person einer biostatistischen Berech-
nung unterzogen wurden, welche ebenfalls im Rahmen der weiteren Indizien und Beweismittel 
zu würdigen ist. Weiter ist an dieser Stelle festzuhalten, dass es den Grundsatz "in dubio pro reo" 
als Beweiswürdigungsregel nicht verletzt, wenn die Möglichkeit, dass DNA-Spuren über Drittper-
sonen, durch Kleidungsstücke oder gar durch absichtliche Platzierung an einen Tatort gelangen, 
in Würdigung aller Umstände als bloss theoretisch ausser Acht gelassen wird (vgl. BGer 
6B_689/2021 vom 8. Dezember 2021, E. 1.3.1). Soweit die an einem Tatort sichergestellte DNA 
in einem örtlichen und zeitlichen Zusammenhang zu weiteren Deliktsorten steht, spricht dies als 
zusätzliches Indiz für die von B.____ geltend gemachte Tatbeteiligung des Berufungsklägers. 
Zumal auch letzterer vor den Schranken des Kantonsgerichts ausgeführt hat, dass er aus-
schliesslich zusammen mit B.____ in der Schweiz unterwegs gewesen sei (vgl. Verhandlungs-
protokoll, S. 6 - 9), spricht dies gegen die Annahme, dass regelmässig eine grössere Gruppierung 

 
 
 

 
 
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in wechselnder personeller Zusammensetzung agierte. Indessen ist es entgegen den Aussagen 
des Berufungsklägers erstellt, dass er die Delikte vereinzelt nicht mit B.____, sondern mit weite-
ren Personen begangen hat (vgl. z.B. die Fälle 63 und 123 - 125 gemäss Tabelle, Ziffer 1 der 
Anklageschrift). In Bezug auf den Fall 83 ist nachgewiesen, dass der Berufungskläger mit einer 
Gruppe von vier Personen unterwegs war. Für den entsprechenden Deliktskomplex (Fälle 73, 79 
- 81, 83 gemäss Tabelle, Ziffer 1 der Anklageschrift) wurde B.____ von der Vorinstanz einzig 
wegen einer Beteiligung am Fall 73 verurteilt. Daraus kann der Berufungskläger jedoch nichts zu 
seinen Gunsten ableiten, zumal seine Beteiligung an den weiteren Delikten – im Gegensatz zu 
B.____ – insbesondere durch DNA-Spuren und Fingerabdrücke objektiviert wird. Sodann kann 
festgestellt werden, dass im Zusammenhang mit einem weiteren Deliktskomplex (Fälle 105, 107, 
109 - 116 gemäss Tabelle, Ziffer 1 der Anklageschrift) in einem Waldlager DNA-Spuren der Ex-
frau und des Sohnes des Berufungsklägers gefunden wurden. Daraus kann jedoch nicht der Um-
kehrschluss gezogen werden, die belastenden Aussagen von B.____, wonach er die Einbrüche 
zusammen mit dem Berufungskläger verübt habe, seien generell unglaubhaft. Mit Ausnahme der 
vorgenannten Fälle sprechen die Indizien und Beweismittel nicht für eine Gruppierung von mehr 
als zwei Personen. Zumal die DNA-Spuren des Sohnes und der Exfrau des Berufungsklägers nur 
im Waldlager und nicht auch an den Tatorten festgestellt wurden, entkräften sie weder die Depo-
sitionen von B.____, noch den Beweiswert der am Tatort sichergestellten DNA-Mischprofile. 
Schliesslich ist festzuhalten, dass theoretisch nicht ausgeschlossen werden kann, B.____ habe 
mit seinen Aussagen Drittpersonen vor einer Strafverfolgung schützen wollen und daher pauschal 
den Berufungskläger belastet. Doch bewertet das Kantonsgericht diese Sachverhaltsvariante in 
Berücksichtigung des Aussageverhaltens von B.____ sowie aller belastenden Indizien und Be-
weismittel in Übereinstimmung mit der Vorinstanz als höchst unwahrscheinlich. Folglich kann im 
Rahmen der Beweiswürdigung auf die Aussagen von B.____ abgestellt werden.  
 
4.2.7. Der Berufungskläger zieht seine Täterschaft überall dort in Zweifel, wo er selbst keine 
Spuren hinterlassen hat, die mit Sicherheit für seine Anwesenheit am Tatort sprechen. Darüber 
hinaus bestritt er vor den Schranken des Kantonsgerichts die Tatbeteiligung mit wenigen Aus-
nahmen pauschal für sämtliche Delikte. Stellenweise machte er geltend, jemand habe seine DNA 
bewusst an den Tatorten platziert (vgl. Verhandlungsprotokoll, S. 10 - 21). Letztere Hypothese ist 
als unglaubhaft zu verwerfen, zumal gestützt auf die sichergestellten Spuren sowie die Aussagen 
von B.____ nicht davon ausgegangen werden kann, dass eine Gruppierung von weiteren Perso-
nen unterwegs war, welche aufgrund ihrer personellen Zusammensetzung überdies ein Motiv 
gehabt hätte, den Berufungskläger falsch zu belasten. Weiter ist zu erwägen, dass die mittels 
Sicherstellung von DNA objektivierte Täterschaft in Verbindung mit den Aussagen von B.____ 
den Schluss zulässt, der Berufungskläger habe sich auch an jenen Delikten beteiligt, wo keine 
Spuren vorliegen, welche unmittelbar auf den Berufungskläger hinweisen. Es würde den Grund-
satz "in dubio pro reo" überdehnen, wenn bei serienmässig begangenen Einbruchdiebstählen ein 
Schuldspruch – unter Ausblendung aller übrigen Indizien – allein dort zulässig wäre, wo eindeutig 
zuordenbare DNA-Spuren oder Fingerabdrücke sichergestellt worden sind, und die Strafverfol-
gungsbehörden auch in diesen Fällen den weiteren Beweis dafür zu erbringen hätten, dass eine 
Übertragung oder gar absichtliche Platzierung dieser Spuren ausgeschlossen werden kann.  
 

 
 
 

 
 
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4.2.8. Vor diesem Hintergrund sind nachstehend die einzelnen zur Anklage gebrachten Tat-
vorwürfe zu prüfen, soweit sie vom Berufungskläger nicht anerkannt worden sind. Diesbezüglich 
ist vorab festzuhalten, dass das Kantonsgericht in sämtlichen Anklagepunkten der Beweiswürdi-
gung der Vorinstanz folgt, weil diese als schlüssig und überzeugend erachtet wird. Daher kann 
einleitend in Anwendung von Art. 82 Abs. 4 StPO auf die zutreffenden Erwägungen im Urteil des 
Strafgerichts vom 12. Mai (S. 11 - 44, 53 - 54) verwiesen werden.   
 
4.3.  Anklagevorwürfe gemäss Ziffer 1 der Anklageschrift (Tabelle)  

4.3.1. Fall 8 

Zu diesem Tatvorwurf bringt der Berufungskläger vor, dass es sich nicht um einen räuberischen 
Diebstahl handle, zumal es der Täterschaft hier nur um die Sicherung der Flucht gegangen sei. 
Ausserdem sei der qualifizierte Tatbestand nicht genügend angeklagt. Darüber hinaus sei auch 
eine Beteiligung des Berufungsklägers an dieser Tat nicht nachgewiesen. Der Bruder von B.____ 
sei in der Anfangsphase ebenfalls dabei gewesen und es bestehe eine zeitliche Zäsur zu den 
vorangehenden Delikten (Fälle 2 - 7 gemäss Tabelle, Ziffer 1 der Anklageschrift). Im Mai 2012 
habe sich der Berufungskläger in Lugano aufgehalten.  
 
In Berücksichtigung der belastenden Beweismittel und Indizien (Sicherstellung der DNA von 
B.____ an einer Baseballmütze [act. 8893, 8903 ff.], Aussagen der Opfer mit passender Beschrei-
bung der Täterschaft [act. 8877, 8933 ff.], generell belastende Aussagen von B.____ betreffend 
die Mittäterschaft des Berufungsklägers, zeitlicher Zusammenhang zu den Fällen 2 - 7 gemäss 
Tabelle, Ziffer 1 der Anklageschrift [Aesch ZH, Hilfikon, Neuenhof und Oberwil-Lieli mit Tatzeit-
raum vom 30.04.2012 - 10.05.2012], wobei hier DNA sowohl des Berufungsklägers als auch von 
B.____ sichergestellt wurde [act. 8367 ff., 8449 f., 8599 ff. 8779 ff.]), ist die Beweiswürdigung der 
Vorinstanz hinsichtlich der Tatbeteiligung des Berufungsklägers nicht zu beanstanden.   
 
Demgegenüber erachtet es das Kantonsgericht aufgrund der objektiven Umstände nicht als hin-
reichend erstellt, dass die Gewaltanwendung seitens der Täterschaft zur Sicherung der Beute 
erfolgte. Aus den Depositionen des Opfers geht hervor, dass dieses auf dem Kiesplatz vor dem 
Haus eine Person in den Schwitzkasten nahm, worauf die andere Person seine Hand wegriss 
und die Täterschaft anschliessend über den Zaun flüchtete (act. 8937). Zumal der Einbrecher hier 
vom Opfer aktiv festgehalten wurde, muss aus der darauffolgenden Reaktion sowie mangels wei-
terer Anhaltspunkte für eine Beutesicherung, in Berücksichtigung des Grundsatzes "in dubio pro 
reo" geschlossen werden, dass der Berufungskläger und B.____ ausschliesslich zur Sicherung 
ihrer Flucht handelten.  
 
4.3.2. Fälle 14 - 22 

Der Berufungskläger hat diese Delikte anerkannt, wobei sich weitere Erwägungen hierzu auch 
mit Blick auf die belastenden Beweismittel und Indizien (Fund von Deliktsgut im Auto, DNA Spu-
ren vom Berufungskläger und B.____ im Auto sowie auf dem Deliktsgut [act. 10375 ff., 10397, 
10451 ff.], belastendes Geständnis von B.____ [act. 7659 f., 104659]) erübrigen. 
 

 
 
 

 
 
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Soweit der Berufungskläger vorbringt, aus diesem anerkannten Sachverhalt sowie den belasten-
den Aussagen von B.____ lasse sich nicht auf seine Täterschaft in weiteren Fällen schliessen, 
kann auf die vorstehenden, allgemeinen Erwägungen zur Beweiswürdigung (E.II.4.2) verwiesen 
werden.  
 
4.3.3. Fälle 23 - 24 

In Bezug auf diese Tatvorwürfe macht der Berufungskläger geltend, im Fall 23 werde seitens der 
Opfer keine Gewaltanwendung geschildert. Das Verhalten der Täterschaft habe lediglich einer 
Sicherung der Flucht und nicht der Beute gedient. Dies werde durch das am Deliktsort zurückge-
lassene, wertvolle Diebesgut bewiesen. Während die Beteiligung am Fall 23 im Übrigen zuge-
standen werde, reiche das DNA-Mischprofil als Beweis für die Beteiligung am Fall 24 nicht aus.  
 
Gestützt auf die vorliegenden Beweismittel und Indizien (Fall 23: Identifikation des Berufungsklä-
gers durch das Opfer unmittelbar nach Tat [act. 10639], DNA-Spur des Berufungsklägers auf 
Mütze am Tatort [act. 10623 ff.]; Fall 24: DNA-Mischprofil mit Spuren des Berufungsklägers ab 
Stein [act. 10769 ff.], gleicher Deliktszeitraum [21.10.2014 - 28.10.2014]; örtlicher Zusammen-
hang [rund 12 Kilometer Distanz zwischen den Tatorten]) ist die Tatbeteiligung des Berufungs-
klägers für beide Fälle als erstellt zu erachten. Mangels plausibler Anhaltspunkte, welche dafür 
sprechen könnten, die DNA des Berufungsklägers sei durch eine Spurenübertragung von einer 
Drittperson an den Tatort gelangt, ist diese Sachverhaltsvariante als bloss theoretisch ausser 
Acht zu lassen. Auch der Berufungskläger legt für diesen Deliktskomplex nicht dar, inwiefern er 
sich im Umfeld einer grösseren Gruppierung bewegt oder ein gemeinsames Waldlager genutzt 
hätte, was eine DNA-Übertragung hätte ermöglichen können.   
 
In Abweichung zu den Erwägungen der Vorinstanz ist im Fall 23 davon auszugehen, dass seitens 
der Täterschaft keine Gewaltanwendung zur Sicherung der Beute erstellt ist. Das Opfer sagte 
diesbezüglich folgendes aus: "Der zweite Täter war vor dem Ersten in Richtung Küche gegangen. 
lch hielt den zweiten Täter dann am Unterarm. lch lief mit ihm in Richtung Küche, wo wir beide 
stürzten. Durch die Gewichtsverlagerung fielen wir um. Was der genaue Grund war, weiss ich 
nicht. Er versuchte sich aus der Umklammerung seines Armes zu befreien. Der Andere, welcher 
schon in der Küche war, griff den am Boden liegenden Mann am anderen Arm und zog ihn von 
mir weg. Wir standen alle auf und die beiden Männer verliessen fluchtartig das Haus durch die 
Türe zum Sitzplatz. Auf der Sitzbank vor der Küchentüre stand ein Bänkli, auf welchem die Täter 
das Deliktsgut (Fototasche, alte Fotoapparate) bereitgestellt hatten. Auf dem Bänkli war auch 
eine Mütze deponiert, welche sicher nicht mir war. Diese war täterisch. In der Küche war auch 
ein Tablet zum Mitnehmen bereitgelegt." (act. 10701). Hier hat das Opfer physisch auf einen 
Täter eingewirkt und die Reaktion beschränkte sich darauf, die Umklammerung zu lösen sowie 
die Flucht zu ergreifen. Das bereitgestellte Deliktsgut wurde nachweislich zurückgelassen.  
 
4.3.4. Fälle 34, 39 - 42 

Hinsichtlich dieser Delikte bringt der Berufungskläger vor, dass seine Täterschaft allein aus der 
DNA-Mischspur ab einem Stein sowie der örtlichen oder zeitlichen Nähe der Fälle abgeleitet 

 
 
 

 
 
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werde, was keinesfalls als Beweis genüge. Es hätten auch andere Gruppenmitglieder oder Dritte 
diese Delikte verüben können. 
 
Angesichts der belastenden Beweismittel und Indizien (örtlicher und zeitlicher Konnex [vgl. 
act. 7571 ff.], Fund von Deliktsgut an einer Grillstelle im Wald zwischen den Deliktsorten 
[act. 11021], DNA-Spur mit Mischprofil des Berufungsklägers ab einem Stein im Fall 40 
[act. 11039], belastende Aussagen von B.____ [act. 10917, 7669], im Polizeirapport festgehal-
tene Aussage des Opfers im Fall 42, wonach zwei Personen geflüchtet seien [act. 11139 ff.]) ist 
die Täterschaft des Berufungsklägers für sämtliche Fälle mit hinreichender Sicherheit nachge-
wiesen. Hinsichtlich des DNA-Mischprofils kann erneut darauf hingewiesen werden, dass die 
These einer jeweils gemeinsam agierenden, grösseren Gruppe durch die Aussagen von B.____ 
sowie des Berufungsklägers entkräftet wird.   
 
4.3.5. Fälle 50 und 63 

Hinsichtlich dieser beiden Tatvorwürfe bringt der Berufungskläger vor, dass ein DNA-Mischprofil 
keinen hinreichenden Beweis für seine Täterschaft erbringe.   
 
In den vorgenannten Fällen wurde jeweils eine DNA-Spur des Berufungsklägers (Mischprofil) ab 
einem Stein sichergestellt (act. 11321, act. 11249). Die belastenden Aussagen von B.____ grei-
fen in Bezug auf diese beiden Delikte nicht. Für den Fall 63 hat der Berufungskläger selbst zu 
Protokoll gegeben, dass er im relevanten Tatzeitraum nicht mit B.____ unterwegs gewesen sei 
(vgl. act. 11343). Es bestehen indessen keine Anhaltspunkte dafür, dass sich der Berufungsklä-
ger im jeweiligen Tatzeitraum mit einer Gruppe von mehreren Personen in der Region aufgehal-
ten hätte oder eine unbekannte Täterschaft aus Rumänien eingereist und persönliche Gegen-
stände des Berufungsklägers mit sich getragen hätte. Die DNA-Mischprofile mit einem jeweils 
unbekannten, zweiten Spurengeber lassen sich vielmehr plausibel damit erklären, dass eine Tä-
terschaft von zwei Personen die Einbrüche verübte, und beide Beteiligten mit dem Einbruchs-
werkzeug in Kontakt gekommen sind. Die vorinstanzliche Beweiswürdigung erweist sich damit 
als zutreffend.   
 
4.3.6. Fälle 65 - 70 

Angesichts der belastenden Beweismittel und Indizien (Fund eines Waldlagers in Tatortnähe 
[act. 7579, 11669 ff.], DNA des Berufungsklägers und B.____ auf Wasserflaschen im Waldlager 
[act. 11683, 11695], belastende Geständnisse von B.____ [act. 7681 ff., 12205, 2733], DNA des 
Berufungsklägers ab Stein im Fall 65 [act. 11661 f.], DNA des Berufungsklägers ab Taschen-
lampe im Fall 69 [act. 12587 f.], örtlicher und zeitlicher Konnex der Taten, vergleichbarer Modus 
Operandi, Sicherstellung typengleicher Schuhspuren [act. 2379 ff.]) wird die vorinstanzliche Be-
weiswürdigung in diesen Fällen auch vom Berufungskläger als schlüssig erachtet, weshalb sich 
weitere Bemerkungen hierzu erübrigen.  
 
 
 

 
 
 

 
 
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4.3.7. Fälle 73, 79 - 80, 83 

Seine Beteiligung am Fall 83 hat der Berufungskläger anerkannt. Im Übrigen macht er geltend, 
dass die durch einen DNA-Hit erstellte Anwesenheit von B.____ im Fall 73 keinen Beweis für 
seine Täterschaft erbringe. Die Fotos im Fall 83 würden belegen, dass nicht allein der Berufungs-
kläger und B.____ zusammen unterwegs gewesen seien. Mit der DNA-Spur des Berufungsklä-
gers sei lediglich erstellt, dass er sich irgendwann einmal in der betreffenden Hütte befunden 
habe. Aufgrund der mehrfachen Täterschaft und sowie DNA-Mischprofils sei im Fall 80 eine DNA-
Wanderung denkbar. Die Spuren des Berufungsklägers könnten erst in der Waldhütte an das 
Diebesgut gelangt sein. 
 
Mit den vorhandenen Beweismitteln und Indizien (Fall 73: DNA-Hit B.____ [act. 12844 f.], belas-
tendes Geständnis von B.____ [act. 7691, 11141 ff.]; Fall 79: Fund von Deliktsgut in einer Hütte 
in Duggingen [act. 12969 ff., 1867 ff.], DNA-Spur des Berufungsklägers auf Getränkeflasche 
[komplexes Mischprofil, zu dem mehr als zwei Personen beigetragen haben], Dakty-Spur des 
Berufungsklägers auf Getränkeflasche [act. 12991 ff.]; Fall 80: DNA-Spur (Mischprofil) des Beru-
fungsklägers auf Aussenseite der Scheibe [act. 13157 ff.]; Fall 83: Videoaufnahmen [act. 7875 
ff., 135551 ff.], DNA-Spur des Berufungsklägers ab Trinkglas [act.13609 ff.]) ist die Täterschaft 
des Berufungsklägers in sämtlichen Fällen erstellt. Hier muss aufgrund der Videoaufnahmen so-
wie des Spurenbildes davon ausgegangen werden, dass eine Täterschaft von mehr als zwei Per-
sonen gemeinsam unterwegs war. Daraus lässt sich aber nicht schliessen, es habe in sämtlichen 
angeklagten Fällen jeweils eine grössere Gruppierung agiert (vgl. vorstehende E. 4.2.6). Die Be-
teiligung des Berufungsklägers ist mit den Aussagen von B.____ sowie den sichergestellten Spu-
ren hinreichend objektiviert. Die Sachverhaltsvariante, wonach der Berufungskläger keinerlei Tat-
beiträge leistete, sondern sich lediglich in der Waldhütte aufhielt, während die weiteren Mitglieder 
der Gruppe Einbruchdiebstähle begingen, widerspricht den Beweismitteln im Fall 83 sowie der 
allgemeinen Lebenserfahrung. Sie ist daher als bloss theoretisch ausser Acht zu lassen.  
 
4.3.8. Fälle 84 und 85 

Hier bestreitet der Berufungskläger Beweiskraft der Videobilder und der Aussagen von B.____. 
Die Beweisführung der Vorinstanz sei spekulativ und nicht schlüssig.  
 
Dem kann nicht gefolgt werden. Die Aussagen von B.____ werden durch die Aufnahmen der 
Videoüberwachung sowie weitere Spuren gestützt. In Würdigung der Beweismittel und Indizien 
(gleiches Einbruchsobjekt wie in den Fällen 67 und 83, Aufnahmen der Videoüberwachung 
[act. 14009 ff.], belastendes Geständnis von B.____ [act. 7695, 14099 ff.], Übereinstimmung einer 
nicht individualisierbaren Schuhspur in den Fällen 80 und 85 [act. 2425 ff.], DNA-Mischprofil von 
mehreren Spurengebern auf einer Sitzplatztür, wobei B.____ als Mitspurengeber nicht ausge-
schlossen werden kann [act. 11467 ff., 14493 ff.]) ist die vorinstanzliche Beweiswürdigung nicht 
zu beanstanden. Die Hypothese, wonach B.____ hier mit einer Drittperson unterwegs war und er 
den Berufungskläger fälschlicherweise belastete, um diese Person zu schützen, ist angesichts 
der aussagekräftigen Videobilder – welche hinsichtlich der Bekleidung des Berufungsklägers mit 
den Aufnahmen im Fall 90 korrespondieren – zu verwerfen.  

 
 
 

 
 
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4.3.9. Fälle 90 - 91 

In Bezug auf diese Tatvorwürfe hat der Berufungskläger den Schuldspruch im Fall 90 nicht be-
anstandet und seine Beteiligung am Fall 91 zugestanden. Jedoch fehle im Fall 91 jeder Beweis, 
dass die betreffende Person, welche sich losgerissen haben soll, überhaupt Diebesgut auf sich 
getragen habe.  
 
Die Tatbeteiligung des Berufungsklägers ist mit den vorhandenen Beweismitteln und Indizien 
(Fall 90: Bilder der Videoüberwachung [act. 14589 ff.], belastende Aussagen B.____ [act. 14671, 
14709], wiederholt aufgesuchter Tatort, mit den Aufnahmen im Fall 84 vergleichbare Hose des 
Berufungsklägers; Fall 91: Aussagen des Opfers gemäss Rapport [act. 15011], Fotodokumenta-
tion [act. 15028.9], Phantombild [act. 15037], DNA-Spuren [act. 15039 ff.], Fund des Deliktsguts 
in einem Lager im Wald in Leymen (Frankreich), welches Bezüge zu den Fällen 91, 99, 163, 166, 
182 aufweist [vgl. act. 15063 ff., 15165 ff., 18375 ff., 18785 ff., 19961 ff.]) ohne weiteres als erstellt 
zu erachten.  
 
Hinsichtlich des Vorwurfs des räuberischen Diebstahls im Fall 91 kann in tatsächlicher Hinsicht 
erwogen werden, dass keine Gewaltanwendung zur Sicherung der Beute nachgewiesen ist. Im 
Polizeirapport vom 24. August 2016 wurden folgende Aussagen des Opfers wiedergegeben: "Ich 
kam vom Ausgang nach Hause. Ich hatte Musikstöpsel in den Ohren. Als ich im Wohnzimmer 
beim Esstisch stand, bemerkte ich, dass die Gartensitzplatztür aufgebrochen war. In diesem Mo-
ment kam eine männliche Person, ca. 35-40-jährig vom oberen Stock nach unten. Er trug Arbeits-
klamotten. Ich packte ihn am Arm und wollte ihn stoppen. Es kam zu einem Gerangel. Ich ver-
suchte den Mann mit beiden Händen an seinem Arm zu halten. Der Mann hat mich mit der freien 
Hand auf die Arme geschlagen. Danach konnte er sich losreissen und flüchtete (…) Richtung 
Feld." (act. 15011). Das Opfer versuchte hier die Täterschaft aktiv daran zu hindern, das Haus 
zu verlassen, worauf diese mit physischer Gewalt reagierte. Das Verhalten der Täter diente in 
Anbetracht dieser Umstände allein der Sicherung der Flucht.  
 
4.3.10. Fall 99 

Der Berufungskläger macht hier geltend, dass sich auch weitere Personen an den Einbrüchen 
beteiligt hätten und das Auffinden von Deliktsgut in einem Lager seine Täterschaft nicht beweise.   
 
Im Wald in Leymen (Frankreich) wurde ein Depot entdeckt, in welchem Deliktsgut der Fälle 91, 
99, 163, 166, 182 aufgefunden wurde (vgl. act. 15063 ff., 15165 ff., 18375 ff., 18785 ff., 19961 
ff.). B.____ konnte sich anlässlich seiner Schlusseinvernahme vom 26. August 2019 nicht mehr 
explizit an den Tatort des Falles 99 erinnern, doch schliesst er nicht aus, Deliktsgut im betreffen-
den Lager in Leymen deponiert zu haben. Er betont aber gleichzeitig, dass dieses vermutlich 
auch von anderen Personen genutzt worden sei (act. 7705 f.). Zumal die Fälle 91, 163, 166 und 
182 dem Berufungskläger sowie B.____ zugeordnet werden können und es unwahrscheinlich 
erscheint, dass das abgelegene Lager im Wald zugleich von mehreren Personen genutzt wurde, 
welche unabhängig voneinander in der gleichen Region Einbruchdiebstähle begingen, ist die vor-
instanzliche Beweiswürdigung nicht zu beanstanden.  

 
 
 

 
 
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4.3.11. Fälle 105, 107, 109 - 116 

Diesbezüglich macht der Berufungskläger geltend, das DNA-Mischprofil im Fall 105 sei nicht aus-
sagekräftig. Es sei eine grössere Gruppierung am Werk gewesen, weshalb die Möglichkeit wei-
terer Tatbeteiligter ernsthaft in Betracht gezogen werden müsse. Die Annahme der Vorinstanz, 
wonach der Beschuldigte und B.____ immer gemeinsam und nur zu zweit unterwegs gewesen 
seien, werde mit diesen Fällen widerlegt.  
 
Zunächst ist hier auf die vorstehenden Erwägungen (E. II.4.2.6) zu verweisen, wonach die Si-
cherstellung von DNA der Exfrau sowie des Sohnes des Berufungsklägers in einem Waldlager 
nicht ausschliesst, dass der Berufungskläger und B.____ in Bezug auf die ihnen vorgeworfenen 
Einbrüche als Zweierteam agiert haben. Weiter ist zu berücksichtigen, dass eine mittäterschaftli-
che Verübung der Einbrüche seitens des Berufungsklägers auch angenommen werden kann, 
wenn die Tatorte in diesem Fallkomplex von mehr als zwei Personen aufgesucht worden sind. 
Die Anwesenheit weiterer Täter schliesst diejenige des Berufungsklägers nicht aus. Mit Blick auf 
die Beweismittel und Indizien (ähnliche Grundmuster der aufgefundenen Schuhspuren in den 
Fällen 107, 109, 113 und 114 [act. 2459 ff.], örtliche und zeitliche Zusammenhänge; vergleichba-
rer Modus Operandi; Fund eines Lagers im Wald in Brislach, wobei von einem Zeugen hier drei 
Männer und eine Frau gesichtet worden sind [act. 15617 ff., 15719 ff., 2023 ff.]; Fall 105: DNA-
Mischprofil ab Stein, welches den Berufungskläger als Spurengeber nicht ausschliesst 
[act. 15275, act. 15308 ff.]; Fall 107: Vergleichbare Schuhspuren wie im Fall 109 [act. 2459 ff., 
15477, 15481 ff.]; Fall 109: DNA-Spur von B.____ ab Glastür [act. 15605 ff.]; Deliktsgut im Lager 
in Brislach gefunden [act. 15617 ff.]; Fall 110: Deliktsgut im Lager in Brislach gefunden [act. 15843 
ff.]; Fall 111: örtliche Nähe zum Fall 110 [act. 15969]; Fälle 112-114: DNA-Spuren von B.____ an 
der Einbruchstelle [act. 16055, 16295, 16393 ff.]; Fall 112bis: Nähe zum Lager in Brislach, Fund 
von Deliktsgut in diesem Lager [act. 161149 ff.]) ist die vorinstanzliche Beweiswürdigung auch in 
diesem Fall nicht zu beanstanden.  
 

4.3.12. Fälle 123 - 125 

Hinsichtlich dieser Fälle hat der Berufungskläger seine Beteiligung zunächst bestritten. Nach 
Sichtung der Videoaufnahmen anlässlich der Hauptverhandlung vor dem Kantonsgericht hat er 
jedoch bestätigt, dass er auf den Bildern (vgl. act. 16659) zu sehen sei (Verhandlungsprotokoll, 
S. 17). In Würdigung dieses Umstandes, sowie der weiteren Beweismittel und Indizien (Fall 123: 
Videoaufnahmen von zwei Personen [act. 7601 ff., 16653, 16659 ff.], Fund einer Mütze des Mit-
täters [C.____], Identifikation des Tatortes durch einen Polizeihund anhand der Mütze 
[act. 16653]; Fall 124: Örtliche Verbindung über den Wald [act. 16673] und zeitliche Nähe zu Fall 
123, Videoaufnahmen [act. 16755 ff.]; Fall 125: Videoaufnahmen [act. 17149]) ist die Täterschaft 
des Berufungsklägers hier nachgewiesen.  
 
4.3.13. Fälle 135 - 137, 140, 144 

Der Berufungskläger anerkennt seine Beteiligung an den Fällen 136 sowie 137. Die weiteren 
Delikte seien im Rahmen der vorinstanzlichen Beweiswürdigung "darum gebastelt" worden. Die 

 
 
 

 
 
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im Fall 140 sichergestellte DNA sei ein schwaches Indiz. Die Art und Weise des Einbruchs mit 
Durchschneiden von Lamellenstoren sei entgegen der Darstellung der Vorinstanz nicht typisch 
für das Vorgehen des Berufungsklägers. Zudem liege hinsichtlich der Fälle 140 und 144 eine 
deutliche zeitliche Zäsur vor.  
 
In Würdigung der massgeblichen Beweismittel und Indizien (Fall 136: DNA-Spur des Berufungs-
klägers an Seitenschneider [act. 17269 ff.], Örtlicher und zeitlicher Zusammenhang mit Fall 137 
[act. 17389]; Fall 137: DNA-Spuren des Berufungsklägers und B.____ auf den zurückgelassenen 
Mützen [act. 17363 ff.], Beschreibung der Täterschaft durch die Opfer [act. 17401 ff.], Geständnis 
von B.____ [act. 7725]; Fall 140: DNA-Spur, wobei B.____ als Spurengeber nicht ausgeschlossen 
werden kann [act. 17473 ff.]; örtliche und zeitliche Verbindungen zwischen Fall 144, 135 und 140 
[act. 17201]) ist die Beteiligung des Berufungsklägers hinreichend erstellt. Hinsichtlich des Vor-
gehens mit dem Durchschneiden von Lamellenstoren in den Fällen 135 und 140 ist zu konstatie-
ren, dass das übliche Zerbrechen der Scheibe mithilfe eines Steins bei dieser Ausgangslage nicht 
möglich war, weshalb die Täterschaft eine alternative Einbruchsmethode anwenden musste. Auf-
grund der örtlichen und zeitlichen Zusammenhänge sowie des Umstandes, dass angesichts des 
Spurenbildes keine Hinweise für die Aktivität einer weiteren Personengruppe in derselben Region 
und im gleichen Tatzeitraum bestehen, ist die vorinstanzliche Beweiswürdigung nicht zu bean-
standen.  
 
4.3.14. Fall 148 

Im diesem Fall wurde eine DNA-Spur des Berufungsklägers an einem Handschuh, der auf der 
Strasse vor der Liegenschaft aufgefunden wurde, sichergestellt (act. 17669, 17671 f.). Der Beru-
fungskläger macht geltend, die DNA-Spur auf einem "unpersönlichen" Kleidungsstück sei nicht 
genügend aussagekräftig. Mangels plausibler Alternativen, wie die DNA des Berufungsklägers 
hier durch eine Drittperson an den Tatort hätte verbracht werden können, kann diesem Einwand 
nicht gefolgt werden. Die Täterschaft des Berufungsklägers ist mit der DNA-Spur hinreichend 
nachgewiesen.   
 
4.3.15. Fälle 149, 154, 157 - 163 

In Bezug auf diesen Deliktskomplex bringt der Berufungskläger vor, dass kein einziger objektiver 
Beweis für die Beteiligung des Berufungsklägers vorliege. Auf die Täterschaft von B.____ würden 
lediglich eine Dakty-Spur an einer Glasflasche im Fall 161 und ein DNA-Hit im Fall 162 hinweisen. 
Es gehe nicht an, den Schuldspruch des Berufungsklägers allein mit einer globalen Behauptung 
von B.____ zu begründen. Gerade das Lager Leymen, welches als Beweis für die Beteiligung 
des Berufungsklägers herhalten solle, belege, dass eine grössere Gruppierung am Werk gewe-
sen sei. Mangels jeglicher Hinweise darauf, dass der Berufungskläger sich in diesem Zeitraum in 
der Schweiz aufgehalten habe, müsse ein Freispruch ergehen.  
 
Das Strafgericht ist in Würdigung der relevanten Beweismittel und Indizien (typengleiche Schuh-
spuren in den Fällen 163, 149, 154, 161 und 162 [act. 2491 ff.]; zeitlicher und örtlicher Konnex 
der Fälle [vgl. act. 18027]; räumliche Verbindung der Tatorte über den Wald [act. 18265]); Fall 

 
 
 

 
 
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149: Zwei Personen wurden von der Polizei festgestellt [act. 11741 ff.], belastendes Geständnis 
von B.____ [act. 7735]; Fall 154: zeitlicher und örtlicher Zusammenhang zu weiteren Delikten, 
spätere Verhaftung der beiden Beschuldigten in dieser Strasse [vgl. Fall 195]; Fall 157: belasten-
des Geständnis von B.____ [act. 7729]; Fall 158: Nachbarhaus zu Fall 159 [act. 17973]; Fall 159: 
belastendes Geständnis von B.____ [act. 7729]; Fall 161: Dakty-Spur von B.____ [act. 18175], 
belastendes Geständnis von B.____ [act. 7729)]; Fall 162: DNA-Hit B.____ [act. 18253 ff.]; Fall 
163: Deliktsgut aus diesem Fall wurde im Lager von Leymen aufgefunden [act. 18375 ff.]) zum 
Schluss gelangt, die Tatbeteiligung des Berufungsklägers sei in sämtlichen Fällen hinreichend 
erstellt. Es trifft zu, dass hier keine objektivierbaren Hinweise für die Täterschaft des Berufungs-
klägers vorliegen. Die sichergestellten Schuhspuren, die örtliche und zeitliche Verbindung der 
Delikte sowie die Depositionen von B.____ sprechen indessen dafür, dass diese Deliktsserie von 
den gleichen Personen verübt wurde und der Berufungskläger ebenfalls daran beteiligt war. Das 
Spurenbild weist nicht auf Drittpersonen hin, welche im Rahmen einer grösseren Gruppe eben-
falls als Täter in Betracht kommen könnten. Entgegen den Ausführungen des Berufungsklägers 
ist es unwahrscheinlich, dass das im Wald schwer auffindbare Lager in Leymen von weiteren 
Personen verwendet wurde. Vielmehr ist davon auszugehen, dass das betreffende Lager allein 
B.____ und dem Berufungskläger bekannt war, wobei das hier aufgefundene Deliktsgut in den 
Fällen 91, 166 und 182 mit einem objektivierbaren Nachweis der Täterschaft in Verbindung ge-
bracht werden kann. Weiter ist zu berücksichtigen, dass der Berufungskläger und B.____ einige 
Monate später in der Nähe des Tatortes von Fall 154 verhaftet wurden (vgl. Fall 195), was nicht 
zuletzt auch im Gesamtzusammenhang aller angeklagten Delikte dafür spricht, dass es sich um 
ein von der Täterschaft wiederholt zur Verübung von Einbruchdiebstählen aufgesuchtes Gebiet 
gehandelt hat. Schliesslich kann festgestellt werden, dass keine Hinweise dafür bestehen, dass 
eine alternative Gruppierung im gleichen Zeitraum und in derselben Region Einbruchdiebstähle 
verübte. Die vorinstanzliche Beweiswürdigung ist daher mit Blick auf das vorstehend Ausgeführte 
nicht zu beanstanden.    
 
4.3.16. Fälle 164 - 166, 168 - 175 

Hinsichtlich dieser Fälle führt der Berufungskläger aus, dass einiges auf seine Tatbeteiligung hin-
weise, es jedoch auffallend sei, dass deutlich mehr Spuren vorliegen würden, welche auf B.____ 
als Täter hindeuteten. Gegen die vorinstanzliche Beweiswürdigung in den Fällen 165 sowie 169 
- 175 bestünden keine stichhaltigen Einwände. Dagegen werde die Tatbeteiligung in den Fällen 
164, 166 und 168 bestritten. Beim Fall 164, wo es nur Spuren von B.____ gebe, wisse man nicht, 
wann der Einbruch stattgefunden habe, und die Anwesenheit des Berufungsklägers im Tatzeit-
raum sei nicht nachgewiesen. Im Fall 166 gebe es keinen objektiven Beweis, der für seine Täter-
schaft spreche. Auch habe B.____ diesen Fall nicht zugestanden. Für den Fall 168 liege ebenfalls 
kein Geständnis von B.____ vor. Hier sei lediglich ein DNA-Mischprofil des Berufungsklägers auf 
einem Stein gefunden worden, was als Beweis für seine Täterschaft nicht genüge.  
 
Aus der Gesamtheit aller Beweismittel und Indizien (zeitliche und örtliche Verbindung der Fälle 
164 - 173 [act. 18439], typengleiche Schuhspuren in den Fällen 165, 166, 171, 172, 173 
[act. 2589 ff.]; Fall 164: DNA-Spur von B.____ ab Schraubenzieher [act. 18449 ff.], belastendes 

 
 
 

 
 
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Geständnis von B.____ [act. 7743]; Fall 165: DNA-Spur von B.____ ab Glassplitter [act. 18551 
ff.], komplexes DNA-Mischprofil ab Glasbruchkante, wobei beide Beschuldigten als Spurengeber 
nicht ausgeschlossen werden können [act. 18561 ff.)] und die Spurengeberschaft des Berufungs-
klägers vom Gutachter 82 Milliarden Mal wahrscheinlicher als von einer beliebigen Drittperson 
[act. 18589 ff.] und 7'000 bzw. 122'000 Mal Wahrscheinlicher als bei einer mit dem Berufungsklä-
ger verwandten Person eingeschätzt wird [act. 18597 ff.], belastendes Geständnis von B.____ 
[act. 7743 f.]; Fall 166: Fund der Beute im Lager in Leymen [act. 18785 ff.], welches sich in der 
Nähe zum Einbruchsobjekt befindet [act. 7613 ff.], weiterer Fund von Deliktsgut sowie einer Glas-
flasche mit DNA von B.____ in einem Rebberg zwischen dem vorgenannten Lager und dem De-
liktsort [act. 18745 ff., 18773], belastende Aussagen von B.____ bei Tatortbegehung [act. 18867 
i.V.m. 18745 ff.]; Fall 168: DNA-Spur des Berufungsklägers ab Stein [act. 19009 ff.]; Fall 169: 
DNA-Spur von B.____ [act. 19089 ff.], Bildaufnahme zweier Personen in der Tatumgebung, wobei 
es sich gemäss den Depositionen von B.____ vermutlich um den Berufungskläger handle 
[act. 19147, 19157]; Fall 170: örtliche Distanz von einem Kilometer zum Fall 169, Zeitspanne von 
rund 2 Stunden zwischen den Delikten [act. 19223], Aussagen der Bewohnerschaft, wonach zwei 
Männer geflohen seien [act. 19205]; Fall 171: DNA-Spur von B.____ auf Einbruchstelle 
[act.  19301 ff.], gemäss Rapport seien zwei flüchtende Männer gesichtet worden [act. 19285], 
belastendes Geständnis von B.____ [act. 7751]; Fall 172: DNA-Mischspuren, welche B.____ als 
Spurengeber nicht ausschliessen [act. 19411 ff.], dies gemäss Gutachten mit einer sehr hohen 
Wahrscheinlichkeit [act. 19445 ff.], belastendes Geständnis von B.____ [act. 7753]; Fall 173: 
Nachbarsgebäude von Fall 172, belastendes Geständnis von B.____ [act. 7753]; DNA-
Mischprofile, welche die Spurengeberschaft von B.____ und des Berufungsklägers belegen bzw. 
mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit nicht ausschliessen [act. 19559 ff., act. 19593 ff.]; Fall 
174: DNA-Spur des Berufungsklägers ab Schraubenschlüssel [act. 19675 ff.]) hat das Strafgericht 
zu Recht auf die Täterschaft des Berufungsklägers in sämtlichen Fällen geschlossen. Angesichts 
des gesamten Spurenbildes sowie der zeitlichen und örtlichen Verbindungen ist die Sachverhalts-
variante, wonach ein Teil dieser Delikte von B.____ in Begleitung einer Drittperson oder durch 
eine unabhängig agierende Gruppierung begangen wurde, als bloss theoretisch ausser Acht zu 
lassen. In Konstellationen wie der vorliegenden vermag die Existenz eines DNA-Mischprofils die 
Täterschaft des Berufungsklägers klarerweise nicht in Zweifel zu ziehen.    
 
4.3.17. Fälle 182, 184 - 189, 191, 193 - 195 

Mit Ausnahme des Falles 182 wird die Tatbeteiligung seitens des Berufungsklägers für 
diesen Deliktskomplex nicht bestritten. In Bezug auf den Fall 182 wird geltend gemacht, dass 
dieser zeitlich isoliert dastehe und weder konkrete Hinweise noch belastende Aussagen von 
B.____ vorliegen würden, welche die Täterschaft des Berufungsklägers belegen 
könnten. Er sei erst am 20. April 2018 in die Schweiz eingereist.  
 
Mit Blick auf die Beweismittel und Indizien (Fall 182: individualisierbarer Schuhabdruck von 
B.____ [act. 19945 ff., 2589 ff.], Deliktsgut im Lager in Leymen sichergestellt [act. 19957 ff.]; Fall 
184: Nähe des Deliktsortes zum späteren Verhaftungsort [act. 20055 ff.], belastendes Geständnis 
von B.____ [act. 7761]; Fall 185: 50 Meter Entfernung zum Fall 184 [act. 20069], Schuhspur mit 

 
 
 

 
 
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Hinweisen zu B.____ [act. 20153 ff.], bei den Beschuldigten aufgefundenes Bargeld, belastendes 
Geständnis von B.____ [act. 7761]; Fall 186: Bei den Beschuldigten anlässlich der Verhaftung 
aufgefundenes Deliktsgut [act. 1203 ff, 1219, 20233 ff, 20217 ff.], Geständnis beider Beschuldig-
ten [act. 7761, 7481]; Fall 187: Distanz von 550 Metern zu Fall 186 [act. 20231], Geständnis von 
B.____ [act. 7763]; Fall 188: DNA-Spur von B.____ [act. 20413 ff.], Muster- und Grössenüberein-
stimmung mit Schuhabdruck von B.____ [act. 20419 f., 2589 ff.], belastendes Geständnis von 
B.____ [act. 7763]; Fall 189: Liegenschaft am Waldrand [act. 20475 ff.], belastende Aussagen 
von B.____ [act. 7481, 7763], DNA-Spur und Schuhspuren, welche auf B.____ hindeuten 
[act. 20519 ff., 20543 ff.; 2595 ff.]; Fall 191: Deliktsgut wurde anlässlich der Verhaftung bei den 
Beschuldigten gefunden [act. 20619 ff.], Aussage von B.____, er sei alleine eingebrochen und 
habe das Deliktsgut anschliessend dem Berufungskläger zur Aufbewahrung übergeben 
[act. 7763 f.]; Fall 193: Bilder der Überwachungskamera, welche zwei Männer mit der Postur der 
Beschuldigten zeigen [act. 20687 ff. i.V.m. 20677], DNA-Mischprofil beider Beschuldigten 
[act. 20707 ff.], Geständnis beider Beschuldigten [act. 7765, 7483]; Fall 194: Örtliche Verbindung 
zum Fall 193 [act. 20695, 20815], belastendes Geständnis von B.____ [act. 7765]; Fall 195: Ver-
haftung der Beschuldigten im Wald zufolge Alarmierung der Polizei durch die Nachbarin 
[act. 20911 ff.], belastendes Geständnis von B.____ [act. 7767], Schuhspuren, welche auf B.____ 
hinweisen [act. 2595 ff.]) ist die Täterschaft des Berufungsklägers in sämtlichen Fällen erstellt. 
Hinsichtlich des Falles 182 kann festgehalten werden, dass eine objektivierbare Verbindung zu 
B.____ sowie zu weiterem Deliktsgut besteht, welches im Wald in Leymen gelagert wurde. In 
zeitlicher Hinsicht kann eine Verübung der Tat auch nach dem 20. April 2018 nicht ausge- 
schlossen werden. Hinweise auf das Agieren einer grösseren Gruppierung bestehen nicht. Dass 
B.____ im gleichen Monat mehrfach mit verschiedenen Personen in die Schweiz einreiste, um in 
derselben Region Einbruchdiebstähle zu begehen, erscheint nicht plausibel. In Bezug auf den 
Fall 191 ist festzuhalten, dass sich der Berufungskläger selbst nicht aktiv am Einbruch beteiligte, 
jedoch das Deliktsgut im Wissen um seine Herkunft bei sich verwahrte.   
 
4.4. Anklagevorwurf gemäss Ziffer 2 der Anklageschrift  

4.4.1. Dem Berufungskläger wird mit Anklageschrift vom 21. Oktober 2021 weiter vorgeworfen, 
dass er in der Zelle B25 des Gefängnisses X.____ zusammen mit D.____ zwischen dem 23. Ja-
nuar 2019, 17:00 Uhr, und 24. Januar 2019, 08:00 Uhr, an einem Möbel eine flache Metallblende 
entfernt und damit in der Absicht, aus dem Gefängnis auszubrechen, zunächst erfolglos auf die 
Decke der Toilette eingewirkt habe. Sodann hätten der Berufungskläger und D.____ die Gips-
wand der Zelle aufgebrochen, die dahinterliegende Metallplatte nach innen sowie das anschlies-
sende Wellblech nach aussen gebogen und anschliessend mittels einer Bettdecke einen NATO-
Draht zur Seite geschoben. Als Folge dieses Verhaltens sei ein Schaden von insgesamt 
CHF 20'352.10 verursacht worden. Die beiden Beschuldigten hätten hier auf Basis eines gemein-
samen Tatentschlusses arbeitsteilig zusammengewirkt. Bei ihrem Versuch, aus dem Gefängnis 
auszubrechen, hätten sie es zumindest ernsthaft für möglich gehalten, dass sie mit dem von ihnen 
gewählten Vorgehen an Gefängnis und Zelle einen grossen Sachschaden verursachen würden, 
was sie auch billigend in Kauf genommen hätten.  
 

 
 
 

 
 
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4.4.2. Während das Strafgericht den vorgenannten Anklagesachverhalt als erstellt erachtete, 
bringt der Berufungskläger vor, dass es keine verwertbaren Beweise für seine Tatbeteiligung 
gebe. Die Darstellung von D.____, wonach die Initiative von dem am Arm erheblich verletzten 
und damit gar nicht einsatzfähigen Berufungskläger ausgegangen sei, erscheine wenig plausibel. 
Es sei auch gut vorstellbar, dass D.____ mit seinem Vorhaben längst begonnen habe, als der 
Berufungskläger in die Zelle verlegt worden sei. Dass jemand in die Tat eines anderen eingeweiht 
sei, reiche für eine Zurechnung der Straftat nicht aus. Für eine aktive Beteiligung des verletzten 
Berufungsklägers gebe es keinerlei Beweise. Damit müsse zwingend ein Freispruch von der An-
klage wegen qualifizierter Sachbeschädigung erfolgen. 
 
4.4.3. Auch hier kann vollumfänglich auf die zutreffenden Erwägungen des Strafgerichts ver-
wiesen werden (vgl. S. 53 - 54 des vorinstanzlichen Urteils). Die Sachverhaltsvarianten, wonach 
D.____ mit dem dokumentierten Ausbruchversuch (vgl. act. 21041 ff.) bereits begonnen hatte, 
was bei der Verlegung des Berufungsklägers in die Zelle vom Personal unbemerkt blieb, oder der 
Entschluss sowie die Ausführung der Tat unmittelbar nach der Verlegung des Berufungsklägers 
unabhängig von dessen Willen und Mitwirkung erfolgten, sind als bloss theoretisch zu bewerten.    
 
5. Rechtliche Würdigung 

5.1. Was die rechtliche Würdigung anbelangt, kann vorab auf die überzeugenden Erwä- 
gungen der Vorinstanz (S. 45 - 54 des strafgerichtlichen Urteils vom 12. Mai 2020) verwiesen 
werden (Art. 82 Abs. 4 StPO). 
 
5.2. In den Fällen 8, 23 und 91 fehlt es gestützt auf den massgeblichen Sachverhalt (vgl. 
vorstehende E. II.4.3.1, II.4.3.3, II.4.3.9) entweder am vollendeten Diebstahl oder an der Absicht, 
mit Anwendung physischer Gewalt die Beute zu sichern (vgl. NIGGLI/RIEDO, Basler Kommentar 
StGB, 4. A. 2019, Art. 140 N 47 und 56). Das blosse Wissen um die Möglichkeit, bei der Flucht 
möglicherweise Deliktsgut mit sich zu tragen, genügt in den vorliegenden Konstellationen nicht 
für die Verwirklichung des subjektiven Tatbestandes von Art. 140 Ziff. 1 Abs. 2 StGB. Daher sind 
die entsprechenden Schuldsprüche der Vorinstanz in teilweiser Gutheissung der Berufung auf-
zuheben, während der Berufungskläger sich in diesen Fällen des gewerbs- und teilweise ban-
denmässigen Diebstahls schuldig gemacht hat.  
 
5.3 Der Berufungskläger ist im Ergebnis des gewerbs- und teilweise bandenmässigen Dieb-
stahls (Ziffer 1 der Anklageschrift, Fälle 8, 14 - 21, 23, 24, 34, 39 - 42, 50, 63, 65 - 70, 73, 79, 80, 
83 - 85, 90, 91, 99, 105, 107, 109 - 116, 123 - 125, 135 - 137, 140, 144, 148, 149, 154, 157 - 166, 
168 - 175, 182 184 - 189, 193 - 195), der mehrfachen, teilweise versuchten Sachbeschädigung 
(Ziffer 1 der Anklageschrift, Fälle 20, 21, 23, 24, 34, 39, 40, 50, 63, 65 - 70, 73, 80, 83 - 85, 90, 
91, 99, 105, 109 - 114, 123 - 125, 135, 136, 140, 144, 148, 149, 154, 157 - 166, 168 - 175, 182, 
185, 187, 188, 193 - 196), der qualifizierten Sachbeschädigung (Ziffer 2 der Anklageschrift) der 
Hehlerei (Ziffer 1 der Anklageschrift, Fall 191), des mehrfachen Hausfriedensbruchs (Ziffer 1 der 
Anklageschrift, Fälle 14, 16 - 21, 23, 24, 34, 39 - 42, 50, 63, 65 - 70, 73, 79, 80, 83 - 85, 90, 91, 
99, 105, 107, 109 - 116, 123 - 125, 135 - 137, 140, 144, 148, 149, 154, 157 - 166, 168 - 175, 182, 

 
 
 

 
 
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185 - 189, 193 - 195) sowie der mehrfachen Entwendung eines Fahrzeugs zum Gebrauch (Ziff. 
1 der Anklageschrift, Fälle 22 und 84) schuldig zu erklären. 
 
6. Strafzumessung 

6.1. 
6.1.1. Gemäss Art. 47 StGB misst das Gericht die Strafe nach dem Verschulden des Täters 
zu. Es berücksichtigt das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse sowie die Wirkung der 
Strafe auf das Leben des Täters (Abs. 1). Das Verschulden wird nach der Schwere der Verletzung 
oder Gefährdung des betroffenen Rechtsguts, nach der Verwerflichkeit des Handelns, den Be-
weggründen und Zielen des Täters sowie danach bestimmt, wie weit der Täter nach den inneren 
und äusseren Umständen in der Lage war, die Gefährdung oder Verletzung zu vermeiden 
(Abs. 2). Bei der Bestimmung des konkreten Verschuldens wird praxisgemäss zwischen einer 
Tat- und einer Täterkomponente unterschieden (vgl. WIPRÄCHTIGER/ KELLER, Basler Kommentar 
StGB, 4. A. 2019, Art. 47 N 86). Dem subjektiven Tatverschulden kommt bei der Bemessung der 
Strafe eine entscheidende Rolle zu (BGE 136 IV 55, E. 5.4). Die Strafzumessung erfasst sowohl 
das gegenwärtig zu beurteilende Delikt als auch das damit in Zusammenhang stehende Nachtat-
verhalten (BGer Urteil 6B_488/2011 vom 27. Dezember 2011, E. 3.3; BGer Urteil 6B_1038/2020 
vom 15. Februar 2021, E. 1.2.1). Mit Blick auf die Strafempfindlichkeit und das Beschleunigungs-
gebot ist zu berücksichtigen, dass eine lange Verfahrensdauer die Reduktion der Strafe rechtfer-
tigen kann (vgl. BGE 143 IV 373, E. 1.3 und 1.4, m.w.H.).  
 
6.1.2. Für die Wahl der Sanktionsart ist das Verschulden nicht von Relevanz. Massgebliche 
Kriterien bilden hier die Zweckmässigkeit, die Auswirkungen auf den Täter und sein soziales Um-
feld sowie die präventive Effizienz (BGE 134 IV 97, E. 4.2; BGE 134 IV 82, E. 4.1). Die Geldstrafe 
ist gegenüber der Freiheitsstrafe die weniger eingriffsintensive Sanktion und gilt somit als mildere 
Strafe (vgl. BGE 134 IV 97, E. 4.2.2, m.w.H.). Das Gericht kann statt auf eine Geldstrafe auf eine 
Freiheitsstrafe erkennen, wenn eine solche geboten erscheint, um den Täter von der Begehung 
weiterer Verbrechen oder Vergehen abzuhalten oder eine Geldstrafe voraussichtlich nicht vollzo-
gen werden kann (Art. 41 Abs. 1 StGB). Ersteres ist dann der Fall, wenn in Anbetracht der ein-
schlägigen Vorstrafen des Täters und seiner Ungerührtheit gegenüber dem hiesigen Straf- und 
Vollzugssystem davon auszugehen ist, dass nicht eine Geldstrafe, sondern nur eine Freiheits-
strafe als angemessene und zweckmässige Sanktion in Frage kommt (BGer Urteil 6B_782/2011 
vom 3. April 2012, E. 4.1). Die Wahl der Freiheitsstrafe ist in diesem Fall näher zu begründen 
(Art. 41 Abs. 2 StGB). In BGE 147 IV 241 (= Pra 2/2022, Nr. 17) hat das Bundesgericht in metho-
discher Hinsicht erwogen, dass der Richter zunächst die Art der Strafe bestimmt und danach das 
Strafmass festsetzt (E. 3 des zitierten Entscheides). Weiter stellt das Bundesgericht klar, dass 
der neue Art. 34 StGB (in Kraft seit 1. Januar 2018), nach welchem die Geldstrafe mindestens 
drei und höchstens 180 Tagessätze beträgt, das Sanktionensystem insofern verschärft, als es 
den Anwendungsbereich der Geldstrafe einschränkt und denjenigen der Freiheitsstrafe entspre-
chend ausdehnt (E. 4 des zitierten Entscheides). Zwischen den Aspekten des Verschuldens und 
der Spezialprävention besteht insofern eine Wechselwirkung, als die Geldstrafe für Vergehens-
tatbestände ausgeschlossen ist, wenn das unterste Sechstel des Strafrahmens überschritten 

 
 
 

 
 
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wird, weil nicht mehr von einem leichten Verschulden ausgegangen werden kann. In diesem Fall 
erübrigen sich weitere Erwägungen zur spezialpräventiven Erforderlichkeit einer Freiheitsstrafe. 
Daher kann es im Einzelfall angezeigt sein, zunächst das Verschulden zu würdigen, bevor die 
Wahl der Strafart geprüft wird.   
 
6.1.3. Die Berufungsinstanz fällt ein neues Urteil (Art. 408 StPO) und hat die Strafe nach ihrem 
eigenen Ermessen festzusetzen. Unter dem Vorbehalt des Verbots der "reformatio in peius" muss 
sie sich nicht daran orientieren, wie die erste Instanz die einzelnen Strafzumessungsfaktoren ge-
wichtet hat (vgl. BGer Urteil 6B_298/2013 vom 16. Januar 2014, E. 6.2). Ist ein Urteil zu begrün-
den, so hält das Gericht in der Begründung die für die Zumessung der Strafe erheblichen Um-
stände und deren Gewichtung fest (Art. 50 StGB). Auch die Wahl der Sanktionsart ist zu begrün-
den (vgl. BGer Urteil 6B_449/2011 vom 12. September 2011, E. 3.6.1). Das Gericht hat im Urteil 
darzulegen, welche verschuldensmindernden und welche verschuldenserhöhenden Gründe im 
konkreten Fall gegeben sind, um so zu einer Gesamteinschätzung des Tatverschuldens zu ge-
langen (BGE 136 IV 55, E. 5.5). Es liegt im Ermessen des Sachgerichts, in welchem Umfang es 
die verschiedenen Strafzumessungsfaktoren berücksichtigt. Es muss nicht auf Umstände aus-
drücklich eingehen, die es – ohne dass dies ermessensverletzend wäre – bei der Strafzumessung 
als nicht massgebend oder nur von geringem Gewicht erachtet (BGer Urteil 6P.66/2006 vom 
16. Februar 2007, E. 4). Auch ist das Gericht nicht gehalten, in Zahlen oder Prozenten anzuge-
ben, wie es die einzelnen Strafzumessungskriterien berücksichtigt (BGE 136 IV 55, E. 5.6). Aller-
dings hat das Gericht das Gesamtverschulden zu qualifizieren und die Gesamteinschätzung des 
Tatverschuldens im Urteil ausdrücklich zu benennen, wobei von einer Skala denkbarer Abstufun-
gen nach Schweregrad auszugehen ist (leicht, mittelschwer, schwer, sehr schwer). In einem 
zweiten Schritt ist die (hypothetische) Strafe, die diesem Verschulden entspricht, innerhalb des 
zur Verfügung stehenden Strafrahmens zu bestimmen. Die so ermittelte Strafe kann dann gege-
benenfalls in einem dritten Schritt aufgrund wesentlicher Täterkomponenten verändert werden 
(BGE 136 IV 55, E. 5.7).  
 
6.1.4. Das Bundesgericht hat die Grundsätze der Strafzumessung bei Tatmehrheit (Art. 49 
StGB) wiederholt dargelegt, worauf verwiesen werden kann (vgl. BGE 138 IV 120, BGE 142 IV 
265, BGE 144 IV 217, BGE 144 IV 313; BGE 145 IV 1 [= Pra 12/2019, Nr. 137]; je mit Hinweisen). 
Daraus folgt zusammengefasst, dass zunächst für das schwerste Delikt eine Einsatzstrafe be-
messen wird, welche anschliessend um die weiteren Taten zu asperieren ist. Zur Bildung der 
Einsatzstrafe wird vom abstrakt schwersten Delikt ausgegangen. Massgebend sind hierfür die 
Qualifikation als Verbrechen, Vergehen oder Übertretung sowie das Höchst- und das Mindest-
mass der angedrohten Strafe (ACKERMANN, Basler Kommentar StGB, 4. A. 2019, Art. 49 N 116, 
m.w.H.). Sofern für mehrere Delikte derselbe Strafrahmen gilt, erscheint es sinnvoll, von derjeni-
gen Straftat auszugehen, die im konkreten Fall die höchste Strafe nach sich zieht (MATHYS, Leit-
faden Strafzumessung, 2. A. 2019, N 485). Das Asperationsprinzip kommt nur bei gleichartigen 
Strafen zur Anwendung, d.h. ungleichartige Strafen sind kumulativ zu verhängen. Das Kumulati-
onsprinzip greift auch dann, wenn im Rahmen der retrospektiven Konkurrenz (Art. 49 Abs. 2 
StGB) mehrere Delikte zu beurteilen sind, die sowohl vor als auch nach der letzten Verurteilung 

 
 
 

 
 
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begangen wurden. Soweit das Verschulden und Aspekte der Spezialprävention für eine Geld-
strafe sprechen, ist die Strafe auch bei Deliktsmehrheit auf das gesetzlich vorgesehene Höchst-
mass von 180 Tagessätzen begrenzt (Art. 49 Abs. 1 i.V.m. Art. 34 Abs. 1 StGB). Die Ausfällung 
einer Einheitsstrafe im Sinne einer Gesamtbetrachtung aller zu beurteilenden Delikte ist grund-
sätzlich nicht zulässig. Bei der Bemessung der Gesamtstrafe sind das Verhältnis der einzelnen 
Taten untereinander, ihr Zusammenhang, ihre grössere oder geringere Selbstständigkeit sowie 
die Gleichheit oder Verschiedenheit der verletzten Rechtsgüter und die Begehungsweisen zu be-
rücksichtigen. Der Gesamtschuldbeitrag des einzelnen Deliktes wird dabei geringer zu veran-
schlagen sein, wenn die Delikte zeitlich, sachlich und situativ in einem engen Zusammenhang 
stehen. Im Fall der retrospektiven Konkurrenz darf das Zweitgericht bei der Gesamtstrafenbildung 
nicht auf eine rechtskräftig ausgefällte Sanktion zurückkommen, indem es diese nachträglich ab-
ändert oder verschärft. 
 
6.2. Hinsichtlich der vorinstanzlichen Strafzumessung beanstandet der Berufungskläger im 
Wesentlichen die Höhe der festgesetzten Freiheitsstrafe. Ausgehend von einem teilweisen Frei-
spruch sei eine deutlich tiefere Einsatzstrafe zu bemessen. Die Straferhöhungsgründe gemäss 
S. 58 des Urteils des Strafgerichts 12. Mai 2020 seien nicht haltbar. Aus dem lautstarken Vorge-
hen der Täterschaft müsse geschlossen werden, dass sie jede Konfrontation mit der Bewohner-
schaft habe vermeiden wollen. Im Fall einer Begegnung mit den Bewohnern der Liegenschaften 
sei stets die Flucht ergriffen worden. Die Einsatzstrafe dürfe daher nicht mehr als 3.5 Jahre be-
tragen. Die Vorstrafen würden eine weitere Erhöhung um maximal 3 Monate rechtfertigen. So-
dann sei die Strafe wegen der deutlich erhöhten Strafempfindlichkeit des Berufungsklägers auf 
30 Monate zu reduzieren.  
 
6.3.  
6.3.1. Zunächst ist für den Fall 8 gemäss Ziff. 1 der Anklageschrift (Tabelle), der am 24. Mai 
2012 begangen wurde, eine teilweise Zusatzstrafe zum Urteil des Assise correzionali di Bel-
linzona vom 24. Februar 2014 festzusetzen. Mit diesem Urteil wurde der Berufungskläger des 
gewerbs- und bandenmässigen Diebstahls in 28 Fällen mit einem Deliktsbetrag von insgesamt 
rund CHF 80'100.–, der mehrfachen Sachbeschädigung, des mehrfachen Hausfriedensbruchs, 
der mehrfachen rechtswidrigen Einreise sowie der Entwendung eines Fahrzeugs zum Gebrauch 
schuldig erklärt und zu einer Freiheitsstrafe von 15 Monaten verurteilt (vgl. act. 285 ff.). 
 
6.3.2. Im Fall 8 fällt der Deliktsbetrag mit CHF 1'690.– im Vergleich zur Gesamtsumme, welche 
durch den gewerbs- und bandenmässigen Diebstahl erwirtschaftet wurde, relativ tief aus. In sub-
jektiver Hinsicht ist jedoch zu berücksichtigen, dass davon auszugehen ist, die Täterschaft habe 
mit den jeweiligen Einbrüchen den maximal möglichen Gewinn erzielen wollen. Dass der Delikts-
betrag hier nicht höher ausgefallen ist, liegt ausserdem darin begründet, dass die Täter von der 
heimkehrenden Bewohnerschaft überrascht worden sind. Hier fällt weiter straferhöhend ins Ge-
wicht, dass gegenüber den Opfern zur Sicherung der Flucht Gewalt angewendet wurde. Aufgrund 
dieser Umstände erachtet das Kantonsgericht eine Asperation der mit Urteil des Assise correzi-
onali di Bellinzona vom 24. Februar 2014 ausgefällten Freiheitsstrafe um einen Monat als ange-

 
 
 

 
 
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messen, weshalb in Anwendung von Art. 49 Abs. 2 StGB eine entsprechende Zusatzstrafe aus-
zufällen ist. Diese ist mit der nachstehend auszufällenden Gesamtstrafe zu kumulieren (vgl. BGE 
145 IV 1, E. 1).  
 
6.4. 
6.4.1. In einem weiteren Schritt ist für die nach dem 24. Februar 2014 begangenen Delikte eine 
Einsatzstrafe für die schwerste Tat festzusetzen. Das schwerste Delikt ist vorliegend der banden-
mässige Diebstahl, wonach gemäss Art. 139 Ziff. 3 Abs. 2 StGB eine Freiheitsstrafe von sechs 
Monaten bis zu zehn Jahren auszufällen ist. In rechtlicher Hinsicht hat das Strafgericht hier zu-
treffend erwogen, dass ein bandenmässiges Vorgehen allein in Bezug auf die Verübung der De-
likte gemeinsam mit B.____ angenommen werden kann (S. 49 - 51 des vorinstanzlichen Urteils). 
Aufgrund des gewerbsmässigen Handelns ist die Vorinstanz davon ausgegangen, die Delikts-
mehrheit sei hinsichtlich aller Diebstähle in ihrer Gesamtheit durch den qualifizierten Tatbestand 
abgegolten, was für vollendete sowie versuchte (vgl. NIGGLI/RIEDO, Basler Kommentar StGB, 4. 
A. 2020, Art. 139 N 113) und auch betragsmässig geringfügige Diebstähle (vgl. Art. 172ter Abs. 2 
StGB) gleichermassen gilt. Mit Blick auf das Verschlechterungsverbot (Art. 391 Abs. 2 StPO) ist 
vorliegend nicht weiter zu prüfen, ob die Deliktsserien in mehrere Zeitabschnitte zu gliedern wä-
ren, was eine Strafschärfung nach Art. 49 Abs. 2 StGB rechtfertigen könnte (vgl. NIGGLI/RIEDO, 
Basler Kommentar StGB, 4. A. 2020, Art. 139 N 114). Folglich ist die Einsatzstrafe für den ge-
werbs- und teilweise bandenmässigen Diebstahl in seiner Gesamtheit zu bemessen.  
 
6.4.2 Bei der Strafzumessung für den qualifizierten Diebstahl ist zu beachten, dass die Um-
stände, welche zur Anwendung eines höheren Strafrahmens führen, innerhalb des geänderten 
Strafrahmens nicht noch einmal als Straferhöhungsgründe berücksichtig werden dürfen (sog. 
Doppelverwertungsverbot; BGE 118 IV 342 E. 2b; vgl. auch WIPRÄCHTIGER/KELLER, Basler Kom-
mentar StGB, 4. A. 2020, Art. 47 N 102 f.). Demgegenüber ist das Gericht nicht daran gehindert, 
in seine Würdigung miteinzubeziehen, in welchem Ausmass ein qualifizierender Tatumstand ge-
geben ist (BGE 141 IV 61 E. 6.1.3; 120 IV 67 E. 2b; 118 IV 342 E. 2b; WIPRÄCHTIGER/KELLER, 
a.a.O.), namentlich in welcher Intensität Gewerbsmässigkeit betrieben (BGer Urteile 6B_708/ 
2017 vom 13. November 2017, E. 3.3.1, 6B_1192/2014 vom 24. April 2015, E. 5.4.2) oder in 
welcher Art und Weise bandenmässig vorgegangen worden ist (BGer Urteil 6B_237/2018 vom 
24. August 2018, E. 1.4.2). Ebenso darf das gleichzeitige Vorliegen mehrerer Qualifikations-
gründe innerhalb des Strafrahmens der Qualifikation Berücksichtigung finden (BGE 120 IV 330 
E. 1c/aa; BGer Urteile 6B_708/2017 vom 13. November 2017, E. 3.3.1; 6B_662/2015 vom 12. Ja-
nuar 2016 E. 2.4.3; 6B_683/2012 vom 17. Juli 2013 E. 3.5).  
 
6.4.3. Der Berufungskläger hat in total 82 gewerbsmässig begangenen Diebstählen einen De-
liktsbetrag von insgesamt rund CHF 389'000.– erbeutet, wobei er in 68 Fällen (ausgenommen 
der Fälle 23, 24, 63, 50, 63, 79, 80, 83, 90, 91, 123, 124, 125, 148 gemäss Tabelle, Ziffer 1 der 
Anklageschrift) bandenmässig vorging und es in 16 Fällen beim Versuch der Tat blieb. Hinsicht-
lich der Tatkomponente ist zu erwägen, dass der Berufungskläger während eines Zeitraums von 
rund 4 Jahren (2014 – 2018) regelmässig in die Schweiz eingereist ist, um mit weiteren Tatbetei-
ligten sowie in überwiegend bandenmässiger Organisation Einbruchdiebstähle zu begehen. Mit 

 
 
 

 
 
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diesem gemeinschaftlichen, organisierten und eingespielten Vorgehen über einen längeren Zeit-
raum hinweg hat er das von Art. 139 StGB geschützte Rechtsgut objektiv in erheblichem Masse 
gefährdet. In Bezug auf den Deliktsbetrag ist zu berücksichtigen, dass ein in bandenmässiger 
Tatbegehung erzielter Umsatz oder Gewinn vollumfänglich jedem einzelnen Mitglied zuzurech-
nen ist (BGE 147 IV 176, E. 2.4.2). Ausgehend von einem Medianlohn in der Schweiz von jährlich 
brutto rund CHF 80'000.– (vgl. schweizerische Lohnstrukturerhebung 2020; abrufbar unter 
<www.bfs.admin.ch>) haben der Berufungskläger und seine Mittäter einen Deliktsbetrag im Um-
fang von rund 5 Jahreslöhnen erwirtschaftet, womit sie bezweckten, ihren Lebensunterhalt in 
Rumänien zu bestreiten. Angesichts des Preisniveauunterschiedes (Schweiz