# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4b662d2e-6b9f-5cda-a6d8-c2beb936ecdd
**Source:** Glarus (GL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-05-31
**Language:** de
**Title:** Glarus Verwaltungsgericht 31.05.2018 VG.2018.00019 (VG.2018.658)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GL_Omni/GL_VG_001_VG-2018-00019_2018-05-31.html

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GLARUS

  
	
   

  
	
   

  
	
  Urteil vom 31. Mai 2018

  
	
   

  
	
   

  
	
  I. Kammer

  
	
   

  
	
   

  
	
  in Sachen

  
	
  VG.2018.00019

  
	
   

  
	
   

  
	
  	
    A.______

    	
    Beschwerdeführerin

    

  

  
	
   

  
	
  	
    vertreten durch Rechtsanwalt B.

    

  

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  gegen

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  	
    1. 

    	
    C.______ AG

    	
    Beschwerdegegner

    

  

  
	
   

  
	
  	
    vertreten durch Rechtsanwalt D.______

    

  

  
	
   

  
	
  	
    2.

    	
    Gemeinde Glarus Nord

    

  

  
	
   

  
	
  	
    3.

    	
    Departement Bau und Umwelt des Kantons
    Glarus

    

  

  
	
   

  
	
  	
    4.

    	
    Regierungsrat des Kantons Glarus

    

  

  
	
   

  
	
   

  
	
  betreffend

  
	
   

  
	
   

  
	
  Baubewilligung

  
	
   

  
	
  Die Kammer zieht in Erwägung: 

  
	
  I. 

  
	
  1. 

  
	
  1.1 Die Gemeindeversammlung vom […] erliess den
  Überbauungsplan […] in […]. Der Überbauungsplanperimeter umfasst die
  Parz.-Nrn. 01, 02, 03 und 04, Grundbuch […]. A.______ ist Eigentümerin der
  dem Überbauungsplangebiet im Süden benachbarten Parz.-Nr. 05, Grundbuch
  […], welche mit einem Mehrfamilienhaus überstellt ist.

  
	
   

  
	
  1.2 Der Überbauungsplan wurde durch das
  Departement Bau und Umwelt (DBU) am 18. Januar 2016 genehmigt. Eine
  gegen den Überbauungsplan erhobene Beschwerde wurde mit rechtskräftigem
  Entscheid des Verwaltungsgerichts am 16. Juni 2016 abgewiesen. In der
  Folge erwuchs der Überbauungsplan in Rechtskraft.

  
	
   

  
	
  1.3 Die C._____ AG
  ersuchte am 20. Oktober 2016 die Gemeinde Glarus Nord um Bewilligung des
  Neubaus von zwei Mehrfamilienhäusern auf der im Überbauungsplangebiet
  gelegenen Parz.-Nr. 01, Grundbuch […]. Das Baugesuch wurde im Amtsblatt vom
  […] publiziert. Dagegen gingen verschiedene Einsprachen, darunter diejenige
  von A.______ vom 2. Dezember 2016, bei der Gemeinde Glarus Nord ein. Der
  Gemeinderat Glarus Nord erteilte der C.______ AG am 18. Mai 2017 die
  Baubewilligung unter verschiedenen Auflagen und Bedingungen. Gleichzeitig
  wies er die Einsprache von A.______ ab.

  
	
   

  
	
  2.

  
	
  Gegen die Verfügung des
  Gemeinderats Glarus Nord erhob A.______ am 23. Juni 2017 Beschwerde beim
  DBU und beantragte die Aufhebung der Baubewilligung. Das DBU überwies die
  Eingabe am 26. Juni 2017 zuständigkeitshalber dem Regierungsrat. Dieser hiess
  die Beschwerde am 23. Januar 2018 teilweise gut. Dem Bauvorhaben wurde die
  Baubewilligung unter der zusätzlichen Bedingung erteilt, dass der
  Entsorgungsplatz mit der Unterflur-Sammelstelle in einem ordentlichen
  Baubewilligungsverfahren bewilligt wird. Daneben wurde die zusätzliche
  Auflage der Einhaltung der Richtlinie des Bundesamts für Umwelt über bauliche
  und betriebliche Massnahmen zur Begrenzung des Baulärms gemäss Art. 6 der
  Lärmschutz-Verordnung vom 15. Dezember 1986 (Baulärm-Richtlinie) gemacht. Im
  Übrigen wurde die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf einzutreten war.

  
	
   

  
	
  3.

  
	
  3.1 In der Folge erhob A.______ am 28. Februar 2018
  Beschwerde beim Verwaltungsgericht und beantragte die Aufhebung des
  Beschwerdeentscheids des Regierungsrats. Der C.______ AG sei die
  Baubewilligung nicht zu erteilen; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen
  zu Lasten der C.______ AG bzw. des Regierungsrats.

  
	
   

  
	
  3.2 Das DBU verzichtete am 8. März 2018 auf eine
  Beschwerdeantwort. Der Regierungsrat beantragte am 29. März 2018 die
  Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei; alles unter Kosten-
  und Entschädigungsfolgen zu Lasten von A.______. Die Gemeinde Glarus Nord
  beantragte am 4. April 2018 ebenfalls die Abweisung der Beschwerde; unter
  Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten von A.______. Schliesslich schloss
  auch die C.______ AG am 13. April 2018 auf Abweisung der Beschwerde,
  soweit darauf einzutreten sei. Die Baubewilligung des Gemeinderats Glarus
  Nord sei zu bestätigen; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu
  Lasten von A.______.

  
	
   

  
	
  II.

  
	
  1.

  
	
  1.1 Das Verwaltungsgericht ist gemäss Art. 79 Abs. 1 des
  Raumentwicklungs- und Baugesetzes vom 2. Mai 2010 (RBG) i.V.m. Art. 105 Abs.
  1 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 4. Mai 1986 (VRG)
  zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Da auch die übrigen
  Prozessvoraussetzungen erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

  
	
   

  
	
  1.2 Der Streitgegenstand eines Rechtsmittelverfahrens
  wird durch zwei Elemente bestimmt: einerseits durch den Gegenstand der
  angefochtenen Anordnung, anderseits durch die Parteivorbringen. Zum einen
  kann nur Gegenstand des Rechtsmittelverfahrens sein, was auch Gegenstand der
  erstinstanzlichen Verfügung war bzw. nach richtiger Gesetzesauslegung hätte
  sein sollen. Zum andern bestimmt sich der Streitgegenstand nach der im
  Beschwerdeantrag verlangten Rechtsfolge (Art. 91 Abs. 1 lit. a VRG;
  Martin Bertschi, in Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum
  Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 3. A., Zürich/Basel/Genf
  2014, Vorbemerkungen zu §§ 19-28a N. 44 ff.).

  
	
   

  
	
  Gegenstand des vorliegenden
  Verfahrens ist die Frage, ob der Beschwerdegegnerin 1 aufgrund der
  geltend gemachten ungenügenden Erschliessung die Baubewilligung zu verweigern
  ist. Soweit diese sinngemäss geltend macht, der angefochtene Entscheid des
  Beschwerdegegners 4 sei hinsichtlich der gutgeheissenen Punkte
  (Unterflur-Sammelstelle und Baulärm-Richtlinie) aufzuheben, ist darauf nach
  dem Dargelegten nicht einzugehen. Ansonsten würde nämlich der
  Streitgegenstand unzulässig erweitert, da das kantonale
  Verwaltungsprozessrecht das Institut einer Anschlussbeschwerde nicht kennt
  (vgl. VGer-Urteil VG.2014.00005 vom 7. Mai 2014 E. II/3). Überdies ist
  gemäss dem von der Beschwerdegegnerin 1 angerufenen Art. 100 Abs. 3
  VRG die reformatio in peius nur in den dort aufgeführten Ausnahmefällen
  zulässig, worunter Streitigkeiten in Baurechtssachen nicht fallen.

  
	
   

  
	
  1.3 Gemäss Art. 107 Abs. 1 VRG können mit der
  Verwaltungsgerichtsbeschwerde die unrichtige oder unvollständige Feststellung
  des rechtserheblichen Sachverhalts (lit. a) und die unrichtige
  Rechtsanwendung einschliesslich eines Missbrauchs des Ermessens (lit. b)
  gerügt werden. Die Unangemessenheit des Entscheids kann gemäss
  abschliessender Aufzählung in Art. 107 Abs. 2 VRG nur ausnahmsweise geltend
  gemacht werden, wobei ein solcher Ausnahmefall nicht vorliegt.

  
	
   

  
	
  1.4 Da sich der rechtserhebliche Sachverhalt aus den
  Akten ergibt, ist auf den beantragten Augenschein zu verzichten.

  
	
   

  
	
  2.

  
	
  Die Beschwerdeführerin
  macht geltend, die Beschwerdegegnerin 1 plane in einer ersten Etappe die
  Errichtung zweier Mehrfamilienhäuser (Baubereiche A und B) mit total 24
  Wohnungen. In der zweiten Etappe seien zwei weitere Mehrfamilienhäuser
  (Baubereiche C und D) mit 14 Wohnungen vorgesehen. In den noch nicht
  projektierten Baubereichen E, F und G seien weitere sechs Wohnungen zulässig.
  Bei der Realisierung der Projekte […] sei von 300 zusätzlichen Fahrten mit
  Motorfahrzeugen auszugehen, welche nach dem Willen der
  Beschwerdegegnerin 1 täglich über die X-Strasse führen sollten. Diese
  Fahrten würden sich gemäss der allgemeinen Lebenserfahrung auf die Morgen-
  und frühen Abendstunden konzentrieren. Da gemäss der VSS-Normen ein
  Zugangsweg nur bis zu 30 Wohneinheiten versorge, müsse die Strasse als
  Zufahrtsstrasse ausgestaltet werden, welche die Kreuzungssituation zwischen
  zwei Personenwagen plane. Dies sei auf der Parz.-Nr. 01, Grundbuch […],
  kaum möglich, da eine Strassenbreite von 3,5 m vorgesehen sei. Erst im
  Abbiegebereich zwischen […] erscheine erstmals eine Kreuzungsstelle
  vorstellbar. Gemäss der im Jahr 2004 vereinbarten Dienstbarkeit hätten die
  damaligen Berechtigten einen "Bodenbezirk" mit einer Breite von 3,5
  m auf der Parz-Nr. 05, Grundbuch […], abzugrenzen. Mit der damals
  vorgenommenen und heute offensichtlichen Abgrenzung sei die restliche Parzelle
  vom Fahrwegrecht expressis verbis ausgenommen worden. Die geplante Strasse
  werde nun aber dazu führen, dass die Fahrzeuge die Parz.-Nr. 05, Grundbuch
  […], als Ausweichparzelle nutzen würden; dies gerade zu Spitzenzeiten. Dies
  sei unzumutbar und rechtswidrig. Im Übrigen sei die Dienstbarkeit in Zweifel
  zu ziehen, da ungeklärt sei, in welcher Beziehung der Dienstbarkeitsvertrag
  vom 6. Februar 2004 zu den immer noch bestehenden Dienstbarkeiten aus
  unvordenklicher Zeit stehe, welche jeweils ein beschränktes Fuss- und Fahrwegrecht
  zu Gunsten der Parz.-Nrn. 01 und 06, Grundbuch […], vorgesehen hätten.
  Der Beschwerdegegner 4 habe im angefochtenen Entscheid die Normen des
  Schweizerischen Verbandes der Strassen- und Verkehrsfachleute (VSS-Normen)
  willkürlich zu ihren Ungunsten ausgelegt. Ihre Rechtssphäre werde in
  unverhältnismässiger Weise tangiert, indem ihr Eigentum im Interesse der
  geplanten Bauvorhaben rechtswidrig als Aufmarsch- und Kreuzungsraum für
  Motorfahrzeuge herhalten müsse. So vermöchten die Berechnung der Fahrten pro
  Stunde, das Hinzuschlagen des Gehstreifens zur projektierten Fahrbahnbreite
  oder die Erwägungen hinsichtlich der Sicherheit nicht zu überzeugen.

  
	
   

  
	
  3.

  
	
  3.1 

  
	
  3.1.1 Gemäss Art. 22 Abs. 2 lit. b des Bundesgesetzes über
  die Raumplanung vom 2. Juni 1979 (RPG) ist Voraussetzung einer
  Baubewilligung, dass das zu bebauende Land erschlossen ist. Dies ist unter
  anderem dann der Fall, wenn die für die betreffende Nutzung hinreichende
  Zufahrt besteht (Art. 19 Abs. 1 RPG). Das anwendbare kantonale Recht
  enthält keine weitergehenden Vorschriften bezüglich der verkehrsmässigen
  Erschliessung von Grundstücken. Praxisgemäss werden daher die entsprechenden
  VSS-Normen beigezogen. Dabei handelt es sich allerdings um Empfehlungen, die
  nicht behördenverbindlich sind (VGer-Urteil VG.2014.00085 vom 6. August
  2015 E.II/4.1 und II/4.5.2). Sie dürfen daher nicht schematisch und unbesehen
  der konkreten Verhältnisse zur Anwendung gebracht werden (Bernhard
  Waldmann/Peter Hänni, Handkommentar Raumplanungsgesetz, Bern 2006, Art. 19 N. 21).

  
	
   

  
	
  3.1.2 Das Erfordernis der genügenden strassenmässigen
  Erschliessung dient dazu, den Anschluss der Baute an das öffentliche
  Strassennetz unter verkehrs-, feuer-, sicherheits- und
  gesundheitspolizeilichen sowie raumplanerischen Gesichtspunkten sicherzustellen.
  Den Benutzern einer Baute und den Fahrzeugen der öffentlichen Dienste soll
  ein sicherer, ungehinderter Zugang bis zum Baugrundstück gewährleistet werden
  (Peter Hänni, Planungs-, Bau- und besonderes Umweltschutzrecht, 6. A.,
  Bern 2016, S. 277 f.; Christian Häuptli, in Andreas Baumann et al.,
  Kommentar zum Baugesetz des Kantons Aargau, Bern 2013, § 32 N. 23;
  Waldmann/Hänni, Art. 19 N. 21). Bei der Beurteilung der hinreichenden
  strassenmässigen Erschliessung steht der kommunalen Baubehörde eine von den
  Rechtsmittelinstanzen zu beachtende Entscheidungs- und Ermessensfreiheit zu.
  Die Rechtsmittelinstanzen ersetzen die Ermessensausübung nicht durch ihre
  eigene (Christoph Fritzsche/Peter Bösch/Thomas Wipf, Zürcher Planungs- und
  Baurecht, Bd. 2, 5. A., Zürich 2011, S. 572).

  
	
   

  
	
  3.2 Sowohl aus Art. 1 VRG als auch aus Art. 74 RBG
  ergibt sich, dass im verwaltungsrechtlichen Rechtsmittelverfahren einzig
  öffentlich-rechtliche Streitigkeiten zu behandeln sind, während die
  Verletzung privater Rechte auf dem zivilrechtlichen Weg geltend zu machen
  sind. Den Verwaltungsbehörden steht es unter Umständen aber offen, eine
  zivilrechtliche Frage vorfrageweise zu prüfen. Ein Anwendungsbeispiel dafür
  ist, wenn die Baubewilligung den Bestand ziviler Rechte voraussetzt. Dies ist
  vorliegend der Fall, da das Grundstück der Beschwerdegegnerin 1 für die
  strassenmässige Erschliessung der Durchfahrt über das Grundstück der
  Beschwerdeführerin bedarf. Da die genügende Erschliessung wie dargelegt
  Voraussetzung für eine Baubewilligung ist, erscheint die Prüfung angezeigt,
  ob für die Durchfahrt über das Grundstück der Beschwerdeführerin eine gültige
  privatrechtliche Dienstbarkeit vorliegt (VGer-Urteil VG.2017.00113 vom 1.
  März 2018 E. II/3.3.1 und II/3.4).

  
	
   

  
	
  4.

  
	
  4.1 Östlich des Y-Kanals, im südlichen Teil des
  Überbauungsplanperimeters, befinden sich die Baubereiche A und B
  ("[…]"). Westlich des Y-Kanals liegen die Baubereiche C und D
  ("[…]"). Im Nordosten befinden sich schliesslich die Baubereiche E,
  F und G. Die vorliegend strittige Baubewilligung betrifft die Baubereiche A
  und B. Erstellt werden sollen zwei Mehrfamilienhäuser mit je zwölf Wohnungen.
  In einer zweiten Etappe soll im Baubereich C ein Mehrfamilienhaus mit sechs
  Wohnungen und im Baubereich D ein solches mit acht Wohnungen erstellt werden.
  In den Baubereichen E, F und G ist je ein Einfamilienhaus geplant.
  Erschlossen werden soll das Überbauungsplangebiet durch die 3,5 m breite X-Strasse.
  Dabei handelt es sich um eine Sackgasse, welche zwischen den Baubereichen A
  und G beginnt, dann westwärts zu einem Wendeplatz führt, von wo sie
  anschliessend in Richtung Süden bis zur Parz.-Nr. 05, Grundbuch […], der
  Beschwerdeführerin weitergeführt wird. Nach Durchquerung dieser Parzelle
  gelangt man auf die Z-Strasse.

  
	
   

  
	
  Wie der Beschwerdegegner 4
  zutreffend ausgeführt hat, misst die X-Strasse etwa 120 m (ohne Querung
  der Parz.-Nr. 05, Grundbuch […]). Die Distanz zwischen der Einmündung
  der X-Strasse in die Z-Strasse und der Einfahrt in die Tiefgarage der
  Baubereiche A und B beträgt etwa 64 m. Die Überquerung des Y-Kanals, welche
  zu den Baubereichen C und D führt, erfolgt nach rund 46 m. Vom nördlichen
  Ende der Parz.-Nr. 05, Grundbuch […], bis zur Einfahrt in die Tiefgarage
  der Baubereiche A und B schliesst ein in den Plänen als "Trottoir"
  bezeichneter öffentlicher Fuss- und Velowegstreifen mit einer Breite vom 1,5
  m im Osten bündig an die X-Strasse an. Bei Realisierung der Überbauung
  "[…]" (Baubereiche C und D) wird zudem bis zur Querung des Y-Kanals
  auch westlich der X-Strasse eine solche Fuss- und Velowegverbindung erstellt.

  
	
   

  
	
  4.2 Zwischen den Parteien ist zu Recht unbestritten,
  dass zu Lasten der Parz.-Nr. 05, Grundbuch […], ein unbeschränktes Fuss- und
  Fahrwegrecht besteht. Gemäss dem Grundbuchbeleg vom 6. Februar 2004 darf die
  Parzelle der Beschwerdeführerin über einen 3,5 m breiten
  "Bodenbezirk" durchquert werden, wobei nach Errichtung des
  Anschlusses die nicht beanspruchte Fläche frei von allen Belastungen ist.
  Damit besteht eine privatrechtliche Dienstbarkeit für die Durchfahrt über die
  Parzelle der Beschwerdeführerin. Soweit die Beschwerdeführerin die
  Grunddienstbarkeit, namentlich ihre Vereinbarkeit mit den seit langer Zeit
  bestehenden Dienstbarkeiten, in Zweifel zieht, beschlägt dies eine
  privatrechtliche Frage, welche durch den Zivilrichter zu entscheiden ist.
  Sodann steht die blosse Möglichkeit einer Verletzung der Grunddienstbarkeit
  der Baubewilligung nicht entgegen, wäre eine solche doch ebenfalls in einem
  privatrechtlichen Verfahren geltend zu machen.

  
	
   

  
	
  Damit hat es bei der
  Feststellung, dass der Anschluss der X-Strasse an die Z-Strasse über die
  Parz.-Nr. 05 durch eine Grunddienstbarkeit gesichert ist, sein Bewenden. Zu
  prüfen ist hingegen nachfolgend, ob der Bodenbezirk wie auch die X-Strasse
  als Ganzes das Überbauungsplangebiet genügend erschliessen. Diese Prüfung hat
  sich entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin 1 nicht auf die
  Baubereiche A und B zu beschränken, welche Gegenstand der vorliegend
  strittigen Baubewilligung sind. Zu berücksichtigen ist vielmehr das gesamte
  Gebiet, unter Einschluss der Nachbarschaft und der Allgemeinheit. Massgebend
  ist also die zu erwartende Verkehrsbelastung des ganzen Gebiets bei der
  gemäss dem Überbauungsplan zulässigen und vorgesehenen Bebauung (Häuptli, §
  32 N. 26).

  
	
   

  
	
  4.3 

  
	
  4.3.1 Da es sich bei der X-Strasse um eine öffentliche
  Erschliessungsstrasse handelt (vgl. Art. 9 der Sonderbauvorschriften), ist
  die VSS-Norm 640 045 "Projektierung, Grundlagen; Strassentyp:
  Erschliessungsstrassen", nicht die VSS-Norm 640 050
  "Grundstückzufahrten" massgebend. Gemäss Ziff. 4 der VSS-Norm 640
  045 wird bei Erschliessungsstrassen je nach Grösse und Charakter des zu
  erschliessenden Gebiets zwischen Quartiererschliessungsstrassen,
  Zufahrtsstrassen und Zufahrtswegen unterschieden. Nach Ziff. 8 der Norm ist
  der Typ Quartiererschliessungsstrasse zur Erschliessung von Siedlungsgebieten
  in der Grösse bis zu 300 Wohneinheiten oder bei Verkehrsaufkommen
  gleichwertiger Quellen anzuwenden. Der Typ Zufahrtsstrasse ist zur
  Erschliessung von Siedlungsgebieten in der Grösse bis zu 150 Wohneinheiten
  oder bei Verkehrsaufkommen gleichwertiger Quellen anzuwenden. Der Typ
  Zufahrtsweg ist zur Erschliessung von Siedlungsgebieten in der Grösse bis zu
  30 Wohneinheiten anzuwenden. Die Länge der Zufahrtswege sollte je nach
  Gebäudehöhe auf etwa 40 bis 80 m begrenzt werden. Bei diesem Typ handelt es
  sich um Fusswege, die zum gelegentlichen Befahren mit Motorfahrzeugen
  vorgesehen und dementsprechend befestigt sind. Für die seltenen
  Begegnungsfälle zwischen Motorfahrzeugen können angrenzende Bankettflächen
  und Vorplätze einbezogen werden. Die Zufahrtsstrasse geht gemäss Tabelle 1
  der Norm vom Grundbegegnungsfall Personenwagen/Personenwagen bei stark
  reduzierter Geschwindigkeit aus, der Zufahrtsweg hingegen vom
  Grundbegegnungsfall Personenwagen/Fahrrad bei stark reduzierter
  Geschwindigkeit. Die Belastbarkeit (massgebender stündlicher Verkehr im
  Querschnitt) beträgt bei einer Zufahrtsstrasse 100 Fahrzeuge pro Stunde,
  bei einem Zufahrtsweg 50 Fahrzeuge pro Stunde.

  
	
   

  
	
  4.3.2 Für den Begegnungsfall Personenwagen/Personenwagen
  ist gemäss der VSS-Norm 640 201 (gültig ab 30. September 2017) bei stark
  reduzierter Geschwindigkeit (> 20 km/h, < 40 km/h) eine
  Fahrbahnbreite von 4,60 m erforderlich (2 x 1,85 m [Grundabmessung der
  Personenwagen] + 2 x 0,25 m [Horizontaler Bewegungsspielraum der
  Personenwagen] + 2 x 0,20 m [Sicherheitszuschläge]; kein
  Überholungszuschlag). Für den Begegnungsfall Personenwagen/Fahrrad ist von
  einer erforderlichen Fahrbahnbreite von 3,35 m (1,85 m [Grundabmessung
  Personenwagen] + 0,65 m [Grundabmessung Fahrrad] + 0,25 m [Horizontaler
  Bewegungsspielraum Personenwagen] + 0,10 m [Horizontaler Bewegungsspielraum
  Fahrrad] + 2 x 0,20 m [Sicherheitszuschläge] + 0,10 m [Überholungszuschlag])
  auszugehen.

  
	
   

  
	
  4.4.

  
	
  4.4.1 Im Überbauungsplangebiet sollen wie dargelegt
  dereinst 41 Wohnungen erstellt werden. Da ein Zufahrtsweg zur
  Erschliessung von Siedlungsgebieten in der Grösse bis zu
  30 Wohneinheiten dient, spricht dies für die Qualifikation der X-Strasse
  als Zufahrtsstrasse.

  
	
   

  
	
  4.4.2 Sodann ist zu berücksichtigen, dass das
  Überbauungsplangebiet im Norden für die Fussgänger durch zwei Fuss- und
  Velowege erschlossen wird. Derjenige im Nordwesten führt auf die […]strasse,
  über welche die Bushaltestelle […] und der Bahnhof […] deutlich schneller erreicht
  werden können als bei Benützung der X-Strasse in Richtung Süden bis zur
  Einmündung in die Z-Strasse. Der im Nordosten gelegene Fuss- und Veloweg
  führt hingegen auf […]. Von dort kann über die […]strasse das Ortszentrum
  problemlos erreicht werden. Daraus folgt, dass der südliche Teil der X-Strasse
  bis zur Einmündung in die Tiefgarage der Baubereiche A und B vor allem durch
  Personenwagen benützt wird, was wohl nahelegt, vom Grundbegegnungsfall
  Personenwagen/Personenwagen und damit von einer Zufahrtsstrasse auszugehen.

  
	
   

  
	
  4.4.3 

  
	
  4.4.3.1 Bezüglich der Anzahl der zu erwartenden Fahrten geht
  die Beschwerdeführerin vertretbar von 2,3 Bewohnern pro Wohneinheit aus. Dies
  ergibt für das gesamte Überbauungsplangebiet bei 41 Wohneinheiten knapp 95
  Bewohner.

  
	
   

  
	
  4.4.3.2 Die Beschwerdeführerin stellt bei ihren Berechnungen
  auf den Mikrozensus Mobilität und Verkehr 2010 des Bundesamts für
  Statistik ab und rechnet mit 3,5 Wegen pro Einwohner. Der
  Beschwerdegegner 4 weist in seiner Beschwerdeantwort zutreffend darauf hin,
  dass der Mikrozensus den Weg durch den Zweck definiert. Der Zweck richtet
  sich nach der Aktivität am Zielort. Ein neuer Weg beginnt, wenn der Zweck
  wechselt oder wenn der Rückweg nach Hause angetreten wird (Bundesamt für
  Statistik, Mobilität in der Schweiz, Ergebnisse des Mikrozensus Mobilität und
  Verkehr 2010, Neuchâtel 2012, S. 39). Daraus folgt ohne Weiteres, dass nicht
  jeder zurückgelegte Weg über die X-Strasse führt. Mit dem
  Beschwerdegegner 4 ist daher auf die Anzahl Ausgänge abzustellen. Gemäss
  der Tabelle Verkehrsverhalten der Bevölkerung, Kerngrössen – Kanton Glarus,
  welche vom Bundesamt für Statistik am 16. Mai 2017 veröffentlicht wurde
  (abrufbar unter: https://www.bfs.admin.ch; zuletzt besucht am 31. Mai 2018),
  beträgt die durchschnittliche Zahl der Ausgänge im Kanton 1,31. Wird die X-Strasse
  pro Ausgang zweimal benutzt, führt dies bei 95 Bewohnern zu knapp 250
  Benutzungen der Strasse.

  
	
   

  
	
  4.4.3.3 Sodann ist zu beachten, dass dieser Wert auch die zu
  Fuss oder mit dem Fahrrad zurückgelegten Wege berücksichtigt. So weist der
  Beschwerdegegner 4 nämlich zutreffend darauf hin, dass gemäss der
  erwähnten Tabelle des Bundesamts für Statistik mit dem Langsam- und dem
  öffentlichen Verkehr im Kanton mehr Etappen zurückgelegt werden als mit dem
  motorisierten Individualverkehr. Entgegen der Auffassung der
  Beschwerdeführerin ist das Überbauungsplangebiet mit der nahegelegenen
  Bushaltestelle […] und dem etwa 800 m entfernten Bahnhof […] mit dem
  öffentlichen Verkehr nicht so schlecht erschlossen, dass entgegen der
  erwähnten Tabelle davon ausgegangen werden müsste, die allermeisten Wege
  würden mit dem motorisierten Individualverkehr zurückgelegt. Letztlich kann
  die Anzahl der Fahrten auf der X-Strasse mit dem motorisierten
  Individualverkehr ohnehin nur geschätzt werden. Da das Überbauungsplangebiet
  durch den öffentlichen Verkehr mindestens ebenso gut erschlossen ist wie ein
  durchschnittliches Gebiet im Kanton, erscheint selbst die Annahme von 150 bis
  200 Fahrten pro Tag (60-80 % der Strassenbenutzungen durch den motorisierten
  Individualverkehr) als eher grosszügig.

  
	
   

  
	
  4.4.3.4 Gemäss Ziff. 7 der VSS-Norm 640 016a werden
  Richtwerte für den massgebenden stündlichen Verkehr in Prozent des
  durchschnittlichen täglichen Verkehrs angegeben, die auf dem Bereich der 30.
  bis 100. Stunde der Dauerkurven beruhen. Dabei unterscheidet die VSS-Norm
  zwischen sechs verschiedenen Ganglinientypen. Mit dem Beschwerdegegner 4
  ist dabei vom Ganglinientyp 4 "Ortsverkehr" auszugehen. Bei
  diesem beträgt der massgebende stündliche Verkehr gemäss Tabelle 1 der
  Norm 10,7 %. Bei 150 bis 200 Fahrten pro Tag ist von einem massgebenden
  stündlichen Verkehr von 16 bis 22 Fahrten auszugehen. Hierfür würde ein
  Zufahrtsweg genügen.

  
	
   

  
	
  Die Beschwerdeführerin
  weist dabei zwar zu Recht darauf hin, dass der grösste Teil des Verkehrs in
  den Morgen- und frühen Abendstunden anfallen dürfte. Indessen beruhen die
  Angaben der VSS-Norm 640 045, welche für einen Zufahrtsweg eine Belastbarkeit
  von 50 Fahrzeugen pro Stunde und für eine Zufahrtsstrasse eine Belastbarkeit
  von 100 Fahrzeugen pro Stunde vorsieht, nicht auf Spitzenwerten, sondern
  auf dem gemäss VSS-Norm 640 016a berechneten massgebenden stündlichen
  Verkehr. Hinzuweisen ist sodann darauf, dass das erhöhte Fahrzeugaufkommen am
  Morgen und Abend nur selten zu Kreuzungssituationen führen dürfte, da die X-Strasse
  als Sackgasse ausgestaltet wird. So wird der grösste Teil der
  Fahrzeugbewegungen am Morgen südwärts in Richtung Z-Strasse erfolgen und am
  Abend nordwärts in Richtung der Tiefgaragenplätze.

  
	
   

  
	
  4.4.4 Die Länge der Zufahrtswege sollen gemäss
  Ziff. 8 der VSS-Norm 640 045 auf 40 bis 80 m begrenzt
  werden. Die X-Strasse ist mit rund 120 m wesentlich länger. Allerdings
  ist in diesem Zusammenhang zu berücksichtigen, dass die Distanz zwischen der
  Einmündung der X-Strasse in die Z-Strasse und der Einfahrt in die Tiefgarage
  der Baubereiche A und B etwa 64 m beträgt. Die Überquerung des Y-Kanals,
  welche zu den Baubereichen C und D führt, erfolgt bereits nach rund 46 m. Der
  restliche Teil der X-Strasse dient im Wesentlichen der in den Bereichen E, F
  und G geplanten Einfamilienhäusern sowie dem Fuss- und Fahrradverkehr,
  weshalb in diesem Teil mit wenig motorisiertem Individualverkehr zu rechnen
  ist.

  
	
   

  
	
  4.4.5 Zusammenfassend lassen sich bei der X-Strasse sowohl
  Elemente einer Zufahrtsstrasse als auch solche eines Zufahrtswegs erkennen.
  Insbesondere die Grösse des Überbauungsplangebiets und die Konzeption der
  Erschliessung mit Fuss- und Velowegen im Norden und der Erschliessung für den
  motorisierten Strassenverkehr südwärts über das Grundstück der
  Beschwerdeführerin und die Z-Strasse sprechen allerdings für eine
  Qualifikation der Strasse als Zufahrtstrasse mit dem Grundbegegnungsfall
  Personenwagen/Personenwagen bei stark reduzierter Geschwindigkeit. Damit wäre
  grundsätzlich gemäss der VSS-Norm 640 201 eine Fahrbahnbreite von 4,60 m
  erforderlich.

  
	
   

  
	
  Indessen ist zu
  berücksichtigen, dass die X-Strasse als Sackgasse ausgestaltet ist. Wie
  dargelegt dürfte es selbst in Spitzenzeiten nur zu wenigen
  Kreuzungssituationen kommen. Massgebend ist dabei, dass die X-Strasse im
  Osten bis zur Einfahrt in die Tiefgarage einen 1,5 m breiten Fuss- und
  Velowegstreifen und nach Erstellung der Mehrfamilienhäuser auf den
  Baubereichen C und D zusätzlich einen solchen im Westen bis zur Überquerung
  des Y-Kanals aufweist. Diese Streifen können für die wenigen
  Kreuzungssituationen problemlos durch Personenwagen befahren werden, zumal
  sich der Fussgänger- und Fahrradverkehr nach dem Dargelegten auf den Norden
  des Überbauungsplangebiets konzentrieren dürfte, selbst wenn die X-Strasse in
  einem gewissen Ausmass durch die Öffentlichkeit zur Querung des
  Überbauungsplangebiets benützt wird. Die Befürchtung der Beschwerdeführerin,
  dass ihre Parzelle als Stau- und Kreuzungsraum missbraucht werde, erscheint
  daher als unbegründet, gestaltet sich die Kreuzung im südlichen Teil der X-Strasse
  doch einfacher als auf dem Grundstück der Beschwerdeführerin. Tatsächliche
  Verletzungen der Grunddienstbarkeit wären überdies wie dargelegt vor dem
  Zivilrichter geltend zu machen. Unter all diesen Umständen haben die
  Vorinstanzen ihr Ermessen nicht verletzt, indem sie die VSS-Normen nicht
  starr anwandten und die strassenmässige Erschliessung des
  Überbauungsplangebiets als genügend erachteten.

  
	
   

  
	
  4.5 Daran ändert auch die Behauptung der Beschwerdeführerin
  nichts, dass die Sicherheit der Bewohner ihres Mehrfamilienhauses mit dem
  intensivierenden Motorfahrzeugverkehr gefährdet sei. Zum einen ist wie
  dargelegt nicht mit einem derart hohen Verkehrsaufkommen zu rechnen, wie dies
  die Beschwerdeführerin geltend macht. Zum andern gestaltet sich die Situation
  übersichtlich, weshalb die mit stark reduzierter Geschwindigkeit fahrenden
  Motorfahrzeuge gut erkannt werden können. Schliesslich ist darauf
  hinzuweisen, dass der Bestand des Fuss- und Fahrwegrechts durch eine
  Grunddienstbarkeit gesichert ist, weshalb sich die Frage stellen liesse, ob
  nicht die Beschwerdeführerin Massnahmen zu Gunsten der Sicherheit der
  Bewohner ihres Mehrfamilienhauses treffen müsste, sollte sie diese als
  gefährdet erachten.

  
	
   

  
	
  4.6 Insgesamt verletzt der vorinstanzliche Entscheid
  kein Recht, was zur Abweisung der Beschwerde führt.

  
	
   

  
	
  III.

  
	
  Nach Art. 134 Abs. 1 lit.
  c VRG hat die Partei, welche im Beschwerde-, Klage- oder Revisionsverfahren
  unterliegt, die amtlichen Kosten zu tragen. Ausgangsgemäss sind daher die
  Gerichtskosten von pauschal Fr. 3'000.- der Beschwerdeführerin aufzuerlegen
  und mit dem von ihr bereits geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu
  verrechnen. Überdies ist sie nach Art. 138 Abs. 2 VRG zu verpflichten, der
  Beschwerdegegnerin 1 eine Parteientschädigung von Fr. 1'800.- (inkl. Mehrwertsteuer)
  zu bezahlen. Da die Beantwortung von Rechtsmitteln zum angestammten
  Aufgabenbereich der übrigen Beschwerdegegner gehört und da keine besonderen
  Umstände vorliegen, steht diesen keine Parteientschädigung zu (Art. 138 Abs.
  4 VRG).

  
	
  Demgemäss erkennt die Kammer:

  
	
  	
    1.

    	
    Die
    Beschwerde wird abgewiesen.

    
	
    2.

    	
    Die
    Gerichtskosten von Fr. 3'000.- werden der Beschwerdeführerin auferlegt und
    mit dem von ihr bereits geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe
    verrechnet.

    
	
    3.

    	
    Die
    Beschwerdeführerin wird verpflichtet, der Beschwerdegegnerin 1 innert
    30 Tagen nach Rechtskraft dieses Entscheids eine Parteientschädigung
    von Fr. 1'800.- (inkl. Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

    
	
    4.

    	
    Schriftliche
    Eröffnung und Mitteilung an:

    
	
     

    	
    […]