# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 13aa3db7-061d-5d44-b1ea-5d702e598015
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-03-11
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Schuldbetreibungs- und Konkurskammer 11.03.2024 KSK 2024 8
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_003_KSK-2024-8_2024-03-11.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Entscheid vom 11. März 2024

Referenz KSK 24 8

Instanz Schuldbetreibungs- und Konkurskammer als Aufsichtsbehörde 
über Schuldbetreibung und Konkurs

Besetzung Cavegn, Vorsitzender
Pally, Aktuarin ad hoc

Parteien A._____
Gesuchsteller

gegen

Betreibungs- und Konkursamt der Region G._____
Gesuchsgegner

Gegenstand Einsetzung eines anderen Betreibungsamtes

Mitteilung 12. März 2024

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Sachverhalt

A. A._____ betreibt zusammen mit seiner Ehefrau seit _____ 2023 in B._____ 
das Restaurant C._____. Gegen ihn wurden diverse Betreibungsverfahren einge-
leitet, worunter sich auch Betreibungen der D._____ befinden (Betreibungen Nr. 
_____, _____, _____). Mit Pfändungsankündigung vom 23. November 2023 des 
Betreibungs- und Konkursamtes der Region G._____ (nachfolgend Betreibungs-
amt G._____) wurde dem Schuldner die Pfändung von rund CHF 20'000.00 auf 
den 30. November 2023 angekündigt.

B. Pfändungen konnten in der Folge nicht vorgenommen werden, weshalb am 
5. Dezember 2023 eine Vorladung zur Pfändungseinvernahme ausgestellt wurde, 
wobei bei Nichterscheinen eine Straffolge und die polizeiliche Vorführung ange-
droht wurden.

C. Bereits am 31. Oktober 2023 hatte die Gemeinde B._____ A._____ auf ei-
nen Betrag von CHF 2'500.00 betrieben. 

D. Am 13. Dezember 2023 erschien der Schuldner am Schalter des Betrei-
bungsamts G._____, um Vereinbarungen mit der D._____ vorzuweisen. Dem 
Schuldner wurde daraufhin mitgeteilt, dass bloss ein Rückzug der Pfändungsbe-
gehren die Pfändung verhindern könne, nicht dagegen blosse Korrespondenz mit 
der Gläubigerin.

E. Am 19. Januar 2024 reichte A._____ Beschwerde beim Kantonsgericht von 
Graubünden gegen die Zustellung eines offenen Zahlungsbefehls am Postschalter 
ein. Auf die Beschwerde wurde im Verfahren KSK 24 7 nicht eingetreten. Eben-
falls am 19. Januar 2024 reichte A._____ Strafanzeige gegen Unbekannt wegen 
strafbarer Handlungen gegen die Amts- und Berufspflicht bei der Staatsanwalt-
schaft Graubünden ein.

F. Am 23. Januar 2024 erfolgte ein Zustellversuch von (weiteren) Zahlungsbe-
fehlen, die der Schuldner nicht abgeholt hatte, sowie ein weiterer Vollzugsversuch.

G. Am 26. Januar 2024 erschien der Schuldner beim Betreibungsamt G._____ 
zur Abholung der Zahlungsbefehle. Gleichzeitig wurde der Termin für den Pfän-
dungsvollzug auf den 1. Februar 2024 angesetzt.

H. Am 1. Februar 2024 konnte der vorgesehene Pfändungsvollzug für die Be-
treibungen der D._____ nicht durchgeführt werden. 

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I. A._____ (nachfolgend Gesuchsteller) reichte am 1. Februar 2024 schliess-
lich eine "Beschwerde und Antrag auf Änderung der Zuständigkeit" beim Kantons-
gericht von Graubünden ein.

J. Das Betreibungsamt G._____ beantragte mit Stellungnahme vom 7. Febru-
ar 2024 die Abweisung der Beschwerde.

K. Das Verfahren ist spruchreif.

Erwägungen

1.1. Vorliegend reichte der Gesuchsteller am 1. Februar 2024 beim Kantonsge-
richt eine "Beschwerde und Antrag auf Änderung der Zuständigkeit" ein. Er bean-
tragt dabei einen Wechsel des Betreibungsamts und die Einsetzung eines ande-
ren Amts. Zur Begründung machte er im Wesentlichen geltend, aufgrund ver-
schiedener Vorfälle sei die aktuell zuständige Behörde nicht mehr objektiv und 
vorurteilsfrei ihm gegenüber. Vor allem bestehe ein Näheverhältnis zur Gemeinde 
B._____. Das Betreibungsamt G._____ habe in der Betreibung der D._____ nicht 
auf E-Mails und Abrechnungen reagiert und sich anlässlich eines Besuchs arro-
gant verhalten. Beispielsweise habe das Betreibungsamt G._____ einen Zah-
lungsbefehl als A4 Dokument und damit für jeden sichtbar verschickt.

1.2. Das Betreibungsamt G._____ hält in seiner Stellungnahme fest, dass seit 
dem 6. Mai 2022 diverse Betreibungen gegen den Schuldner eingegangen seien, 
mit Gesamtforderungen im Umfang von rund CHF 197'000.00 (act. A.2, BA act.3). 
Der Schuldner nehme in den meisten Fällen die Zahlungsbefehle von der Post 
nicht entgegen, diese könnten oft erst nach mühsamen Versuchen zugestellt wer-
den. Aktuell sei auch eine Pfändung offen, in welcher sich der Schuldner seit No-
vember 2023 beharrlich gegen dessen Vollzug wehre. Am 1. Februar 2024 habe 
der Pfändungsvollzug im Restaurant abgebrochen werden müssen, nachdem der 
Schuldner sich einmal mehr quergestellt und mit seinen "rechthaberischen und 
unqualifizierten Behauptungen" die Vollzugsbeamten daran gehindert habe, einen 
geordneten Vollzug durchzuführen (act. B.4). Infolge der Verhinderung der Pfän-
dung habe das Betreibungsamt G._____ Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft 
Graubünden eingereicht. Insgesamt gehe der Schuldner fehl, wenn er der Mei-
nung sei, dass das SchKG bei einem nicht zuständigen Amt andere Gesetzesan-
wendungen vorsehe. Es bestehe keine gesetzliche Grundlage für die Einsetzung 
anderer Ämter. Mit Eingabe vom 27. Februar 2024 liess das Betreibungsamt 
G._____ einen Nachtrag einreichen, wonach es Strafanzeige gegen den Gesuch-
steller eingereicht habe (act. A.3).

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2. Sachlich zuständig für das vorliegende Gesuch ist das Kantonsgericht von 
Graubünden als einzige kantonale Aufsichtsbehörde (Art. 13 SchKG i.V.m. Art. 13 
und Art. 24 Abs. 2 des Einführungsgesetzes zum Bundesgesetz über Schuldbe-
treibung und Konkurs [BR 220.000; EGzSchKG] sowie Art. 10 SchKG). Die interne 
Zuständigkeit fällt dabei der Schuldbetreibungs- und Konkurskammer zu (Art. 8 
Abs. 1 der Verordnung über die Organisation des Kantonsgerichts [KGV; BR 
173.100]).

3.1. Gemäss Art. 46 Abs. 1 SchKG ist der Schuldner an seinem Wohnort zu be-
treiben. Der Betreibungsort ist zwingend, solange kein Wohnsitzwechsel vorge-
nommen wird (Art. 53 SchKG). Auch diesfalls wird die Betreibung am bisherigen 
Ort fortgesetzt, wenn die Pfändung bereits angekündigt ist oder die Konkursan-
drohung oder der Zahlungsbefehl zur Wechselbetreibung zugestellt worden ist. 
Jede Vereinbarung eines anderen Betreibungsorts ist nichtig. Die Zuständigkeit 
des Betreibungsamts innerhalb des Kantons richtet sich nach dem Einführungsge-
setz zum Bundesgesetz für Schuldbetreibung und Konkurs. Demgemäss bildet 
jede Region einen Betreibungs- und Konkurskreis (Art. 1 Abs. 1 EGzSchKG). Die 
Einsetzung anderer Betreibungs- und Konkursämter ist dabei grundsätzlich nicht 
vorgesehen. Selbst wenn Betreibungen gegen öffentlich-rechtliche Körperschaften 
(Kanton, Gemeinden, andere Körperschaften und selbständige Anstalten des kan-
tonalen öffentlichen Rechts) durchgeführt werden, ist die ordentliche Betreibungs- 
und Konkursbeamtin oder der ordentliche Betreibungs- und Konkursbeamte zu-
ständig (Art. 24 Abs. 1 EGzZGB). Nur wenn bei einer Zwangsvollstreckung gegen 
öffentlich-rechtliche Körperschaften Ausstandsgründe im Sinne von Art. 10 SchKG 
vorliegen, bezeichnet die kantonale Aufsichtsbehörde das zuständige Betrei-
bungsamt (Art. 24 Abs. 2 EGzSchKG).

3.2. Vorliegend sind keine Gründe ersichtlich, welche zur Einsetzung eines an-
deren Betreibungsamts führen könnten. So geht es bei den zur Diskussion ste-
henden Betreibungshandlungen (bzw. dem vom Gesuchsteller gerügten Verhal-
ten) vorab um eine Betreibung der D._____ gegen den Gesuchsteller, ebenso um 
Forderungen der Gemeinde B._____ gegen ihn. Diese Konstellationen werden 
aber nicht von Art. 24 EGzSchKG erfasst, weshalb das Gesuch um Einsetzung 
einer anderen Behörde abzuweisen ist. Nur am Rande sei zum Vorwurf des 
Näheverhältnisses der Gemeinde B._____ zum Betreibungsamt festgehalten, 
dass das Betreibungsamt G._____ eine Behörde der Region ist und die Regionen 
gemäss Art. 71 Abs. 1 KV eigenständige Körperschaften des öffentlichen Rechts 
bilden, sodass keine unmittelbare Verbindung bzw. Hierarchie zwischen der Ge-
meinde B._____ und den Betreibungs- und Konkursbeamten besteht. Selbst bei 

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Forderungen gegen Gemeinden bleiben im Übrigen die ordentlichen Behörden 
nach dem Willen des Gesetzgebers ausdrücklich zuständig (Art. 24 Abs. 1 
EGzSchKG).

4.1. Vom Gesuchsteller werden verschiedene "Vorfälle", insbesondere mit dem 
Leiter des Betreibungsamts, F._____, behauptet, aufgrund deren das Betrei-
bungsamt G._____ nach Ansicht des Gesuchstellers nicht (mehr) objektiv sei, 
weshalb die Zuständigkeit nach E._____ zu verlegen sei (act. A.1). Daraus wird 
gefolgert, dass das (gesamte) Betreibungsamt G._____ bzw. und/oder namentlich 
F._____ "gefangen seien". 

4.2. Nach der bundesgerichtlichen Praxis sind pauschale Ausstandsgesuche 
gegen eine Behörde als Ganzes grundsätzlich nicht zulässig. Ein pauschal gegen 
eine Behörde – d.h. gegen ein ganzes Betreibungsamt – gerichtetes Ausstands-
begehren erfolgt grundsätzlich missbräuchlich und ist daher unbeachtlich (BGer 
5A_421/2012 v. 20.12.2012 E. 3.2). Ausstandsgesuche haben sich auf einzelne 
Mitglieder der Behörde zu beziehen und die gesuchstellende Person hat eine per-
sönliche Befangenheit der betreffenden Personen glaubhaft zu machen. Ein for-
mal gegen eine Gesamtbehörde gerichtetes Ersuchen kann daher in aller Regel 
nur entgegengenommen werden, wenn im Ausstandsbegehren Befangenheits-
gründe gegen alle Einzelmitglieder ausreichend substantiiert werden (vgl. BGer 
1B_97/2017 v. 7.6.2017 E. 3.2 m.w.H.). Aufgrund der Ausführungen des Gesuch-
stellers ist das Gesuch unter diesem Blickwinkel zu prüfen. 

4.3. Gemäss Art. 10 Abs. 1 SchKG haben die Beamten und Angestellten der 
Betreibungs- und Konkursämter sowie die Mitglieder der Aufsichtsbehörden in den 
Ausstand zu treten in eigener Sache (Ziff. 1), in Sachen ihrer Ehegatten, eingetra-
genen Partnerinnen oder Partner oder von Personen, mit denen sie eine faktische 
Lebensgemeinschaft führen (Ziff. 2), in Sachen von Verwandten und Verschwä-
gerten in gerader Linie oder bis zum 3. Grad in der Seitenlinie (Ziff. 2bis), in Sachen 
einer Person, deren gesetzliche Vertreter, Bevollmächtigte oder Angestellte sie 
sind (Ziff. 3) und in Sachen, in denen sie aus anderen Gründen befangen sein 
könnten (Ziff. 4). Die Bestimmung soll die Unabhängigkeit des mit der Betrei-
bungs- oder Konkurssache beschäftigten Beamten oder Angestellten gewährleis-
ten. Die von dieser Bestimmung erfassten Personen sind öffentliche Organe des 
Staates und haben die Interessen des Schuldners und der Gläubiger gleichermas-
sen zu wahren. Garantiert werden soll die von persönlichen Beziehungen unbeein-
flusste Sachlichkeit des Beamten oder Angestellten bei der Behandlung des Ver-
fahrens (BGE 104 III 2; James T. Peter, in: Staehelin/Bauer/Lorandi [Hrsg.], Basler 
Kommentar Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, 3. Aufl., Basel 

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2021, N 1 zu Art. 10 SchKG). Die Ausstandspflicht bezieht sich nicht auf ein Amt, 
sondern nur auf einzelne Amtspersonen (BGer 5A_77/2019 v. 15.7.2019 E. 3.1). 
Mit Ziff. 4 wurde eine Auffangklausel für weitere Fälle von Interessenkonflikten 
geschaffen (Botschaft SchKG 1991, 34). Damit sollte die Unbefangenheit des mit 
der Sache beauftragten Beamten gewährleistet werden, unabhängig davon, wel-
ches die Gründe für die mögliche Befangenheit sind. Befangenheit im Sinne der 
Generalklausel von Art. 10 Abs. 1 Ziff. 4 SchKG ist anzunehmen, wenn Umstände 
vorliegen, die geeignet sind, Misstrauen in Bezug auf die Unparteilichkeit eines 
Sachverständigen zu erwecken. Es braucht nicht nachgewiesen zu werden, dass 
dieser tatsächlich befangen ist. Es genügt vielmehr, wenn Umstände vorliegen, die 
den Anschein der Befangenheit und die Gefahr der Voreingenommenheit objektiv 
zu begründen vermögen (BGer 5A_77/2019 v. 15.7.2019 E. 3.1; BGE 124 I 121 E. 
3a; 125 II 541 E. 4a). Mit anderen Worten ist der Ablehnungsgrund der Befangen-
heit immer dann gegeben, wenn eine vernünftig denkende Person bei objektiver 
Betrachtung nicht mehr mit einer unparteiischen Beurteilung ihres Begehrens 
rechnen kann. Hat dagegen eine Partei bloss subjektiv die Auffassung, ein Richter 
oder Beamter stehe ihr nicht unparteiisch gegenüber, ohne dass für diese Mei-
nung objektiv Gründe sprechen würden, muss das Ausstandsbegehren als unbe-
gründet abgewiesen werden (OGer ZH PS200048-O/U v. 20.5.2020 E. 7)

4.4. Im konkreten Fall vermag das Gesuch den genannten Anforderungen nicht 
zu genügen. Das Begehren des Gesuchstellers richtet sich mehrheitlich pauschal 
gegen das gesamte Betreibungsamt G._____, mit Ausnahme der erwähnten Vor-
fälle bzw. Begegnungen mit F._____ (dazu nachstehend E. 4.6.1.). Der Gesuch-
steller führt aus, dass die aktuell zuständige Behörde aufgrund der Vorfälle nicht 
mehr objektiv sei und damit den Fall nicht ohne Vorurteile abschliessen könne. Die 
Objektivität sei bereits deshalb nicht mehr gegeben, da ein Näheverhältnis zur 
Gemeinde B._____ bestehe, da er gegenüber der Gemeinde und die Gemeinde 
gegenüber ihm eine Betreibung eingeleitet habe. Wie bereits erwähnt (vgl. E. 
3.2.), führt der Umstand, dass die Gemeinde B._____ gegen ihn ein Betreibungs-
verfahren eingeleitet hat, gerade nicht zur Unzuständigkeit des Betreibungsamts. 
Ein Ausstandsgrund ist lediglich dann gegeben, wenn der mit der Betreibung be-
fasste (einzelne) Beamte in einem besonders engen Verhältnis zur staatlichen 
Stelle stünde, von der die Betreibung ausgeht (BGE 97 III 105; James T. Peter, 
a.a.O., N 10 zu Art. 10 SchKG). Ein solches ausserordentliche Verhältnis wird im 
vorliegenden Fall jedoch bezüglich niemandem behauptet.

4.5.1. Zudem führt der Gesuchsteller aus, er werde nicht fair und frei von Vorurtei-
len behandelt, da mit unterschiedlichen Ansätzen gearbeitet werde, so sei sein 

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Zahlungsbefehl für jedermann sichtbar – ohne Umschlag – verschickt worden, der 
Zahlungsbefehl der Gemeinde B._____ als Schuldnerin dagegen in einem Um-
schlag (act. A.1). Auch habe das Betreibungsamt G._____ ungerechtfertigter Wei-
se seinen Betreibungsregisterauszug an einen Dritter weitergegeben, weshalb er 
bereits eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft gegen das Betreibungsamt 
G._____ wegen strafbarer Handlungen gegen die Amts- und Berufspflicht einge-
reicht und Beschwerde beim Kantonsgericht bezüglich dem Vorgehen des Amtes 
erhoben habe (act. A.1, B.1). 

4.5.2. Vorweg ist festzuhalten, dass eine Strafanzeige eines Betreibungsbeamten 
gegen einen Schuldner noch keinen Ausstandsgrund darstellen kann. Nicht zuletzt 
trifft einen Betreibungsbeamten eine Anzeigepflicht, wenn die Amtsperson in ihrer 
Ausübung einen begründeten Verdacht auf Betreibungs- und Konkursdelikte er-
halten (Art. 25 EGzSchKG). Umgekehrt führt auch eine Strafanzeige eines 
Schuldners gegen einen Betreibungsbeamten allein noch nicht zu einem 
Ausstandsgrund (Stephan Wullschleger in: Sutter-Somm/Hasenböhler/ Leuenber-
ger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 3. Auflage, N 
32 zu Art. 47 ZPO). Ansonsten bestünde die Gefahr des Rechtsmissbrauchs und 
der Möglichkeit, dass der Gesuchsteller mit einem derartigen Vorgehen in verfas-
sungswidriger Weise und aus sachfremden Gründen seinen Richter bzw. vorlie-
gend Konkursbeamten gewissermassen auswählen könnte (BGer 1B_303/2008 v. 
25.3.2009 E. 2.3.3). 

4.5.3. Bezüglich der vorgebrachten Rügen bleibt weiter festzuhalten, dass das 
Kantonsgericht von Graubünden mit Entscheid vom 1. Februar 2024 (KSK 24 7) 
ausgeführt hat, dass die Zustellung des Zahlungsbefehls ohne Umschlag gesetz-
lich vorgesehen und gerade nicht unrechtmässig oder unangemessen ist. Betref-
fend die angeblich ungerechtfertigte Weitergabe eines Betreibungsregisteraus-
zugs ist festzuhalten, dass die Rüge – wie schon im Verfahren KSK 24 7 – nicht 
konkretisiert ist und auch nicht ersichtlich ist, gegenüber welchen Betreibungsbe-
amten dies zu einem Ausstandsgrund führen soll.  

4.6.1. Schliesslich sind die implizit vorgebrachten Ausstandsgründe gegenüber 
F._____ zu prüfen. Der Gesuchsteller bringt im Wesentlichen vor, F._____ und 
eine weitere Dame, die sich nicht vorgestellt habe, seien am 1. Februar 2024 bei 
ihm im Lokal gewesen um "die Daten aufzunehmen". Dabei habe F._____ eine 
ihm gezeigte E-Mail nicht einmal gelesen, sondern "[ihm] in einer arroganten Art 
über den Tisch zurück geschmissen, mit den Worten, das interessiert mich nicht" 
(act. A.1). Anschliessend habe F._____ Unterlagen verlangt, welche nicht auf der 
offiziellen Vorladung aufgelistet waren. Zudem erhebt der Gesuchsteller den Vor-

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wurf, F._____ habe seine Ehefrau herablassend behandelt und gemeint "hier wird 
nicht englisch gesprochen, und sie soll besser gehen" (act. A.1). Auch soll er zu 
ihm gesagt haben: "Sie sind nicht so schlau, und das werde ich Ihnen schon noch 
zeigen" (act. A.1). Schliesslich sei zu dem Zeitpunkt, als F._____ laut geworden 
sei und mit der Polizei gedroht habe, auch ein Gast anwesend gewesen und "die-
ses geht […] absolut nicht". 

4.6.2. Vorliegend in Frage kommt lediglich der Ausstandsgrund nach Art. 10 Abs. 
1 Ziff. 4 SchKG. Das Vorliegen desselben ist jedoch gemäss Gerichtspraxis nicht 
leichthin anzunehmen, da die gesetzliche Zuständigkeitsordnung möglichst einzu-
halten ist. Ansonsten wäre es einem Schuldner leicht möglich, einen missliebigen 
Beitreibungsbeamten ersetzen zu lassen. Insbesondere liegt kein Ausstandsgrund 
vor, wenn ein Beamter seine Arbeit ausführt, auch wenn sie für den Gesuchsteller 
negative Auswirkungen hat und nicht angenehm ist. 

4.6.3. Die im Gesuch geäusserten Vorwürfe führen offensichtlich nicht zu einem 
Ausstand von F._____. Einerseits geht der Gesuchsteller in der Annahme fehl, 
dass private E-Mails zwischen ihm und der Gläubigerin den Pfändungsvollzug 
stoppen könnten. Das Betreibungsamt G._____ ist – wie es richtigerweise festhält 
(act. A.2.4.) – vielmehr verpflichtet, die Betreibung weiterzuführen, solange die 
Gläubigerin ihre Betreibungsbegehren bzw. Pfändungsbegehren aufrechterhält.

4.6.4. Aus den Akten ist zudem nicht ersichtlich, dass der Betreibungsbeamte et-
wa aus persönlichen, sachfremden Motiven gehandelt hätte und sich dabei nicht 
vom Ziel hätte leiten lassen, einen geordneten Pfändungsvollzug bzw. Zwangs-
vollstreckungsverfahren zu gewährleisten. Insbesondere geht aus der Durchsicht 
der Betreibungsakten nicht hervor, dass der Betreibungsbeamte F._____ gegenü-
ber dem Schuldner ein ungebührliches Verhalten an den Tag gelegt hätte. Der 
(rein) subjektive Eindruck des Gesuchstellers begründet daher keinen objektiven 
Anhaltspunkt für eine Befangenheit. Damit liegen auch keine Ausstandsgründe 
bezüglich F._____ vor. Nur am Rande sei daher erwähnt, dass nicht mehr geprüft 
werden braucht, ob diese überhaupt rechtzeitig gegen Betreibungshandlungen 
vorgebracht worden sind. Dies wäre gegen Betreibungshandlungen möglich ge-
wesen, die dem Gesuchsteller innert der letzten 10 Tage vor seiner Eingabe er-
folgt sind. Aus den Akten ist nicht ersichtlich, welche Betreibungshandlung dies 
gewesen sein könnte. Ein abgebrochener Pfändungsvollzug stellt keine solche 
dar. Aus diesem Grund ist die Eingabe des Gesuchstellers vom 1. Februar 2024 
nicht als Beschwerde zu behandeln.

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5. Zusammenfassend kann nach dem Gesagten festgehalten werden, dass 
die Voraussetzungen für die Einsetzung eines anderen Betreibungsamts sowie 
das Vorliegen von Ausstandsgründen nicht gegeben sind, weshalb das Gesuch 
abzuweisen ist. Es braucht zudem angesichts des Fehlens von Ausstandsgründen 
nicht geprüft werden, ob das entsprechende Vorbringen für einzelne Betreibungs-
handlungen überhaupt rechtzeitig geltend gemacht worden ist.

6. Gemäss Art. 20a Abs. 2 Ziff. 5 Satz 1 SchKG und Art. 61 Abs. 2 lit. a GebV 
SchKG (SR 281.35) ist das Beschwerdeverfahren vor der kantonalen Aufsichts-
behörde kostenlos.

7. Da sich das vorliegende Gesuch als offensichtlich unbegründet bzw. un-
zulässig erweist, entscheidet der Vorsitzende in einzelrichterlicher Kompetenz 
(Art. 18 Abs. 3 GOG).

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Demnach wird erkannt:

1. Das Gesuch wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 74 Abs. 2 lit. c BGG Be-
schwerde in Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, geführt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schrift-
lich, innert 10 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Ent-
scheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzurei-
chen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Vor-
aussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 
ff. und Art. 90 ff. BGG.

4. Mitteilung an: