# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** aee97585-e9b7-5539-a3c3-029602f789a0
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2001-11-05
**Language:** de
**Title:** Bundesgericht Eidgenössisches Versicherungsgericht 05.11.2001 U 316/99
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BGer/CH_BGer_016_U-316-99_2001-11-05.html

## Full Text

[AZA 7] 

U 316/99 Gb 

 

 

 

II. Kammer 

 

Präsident Lustenberger, Bundesrichter Meyer und nebenamtliche 

Richterin Rumo-Jungo; Gerichtsschreiberin Hofer 

Urteil vom 5. November 2001 

 

in Sachen 

 

J.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt 

Hanspeter Riedener, Langstrasse 4, 8004 Zürich, 

 

gegen 

 

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt, Fluhmattstrasse 

1, 6004 Luzern, Beschwerdegegnerin, 

 

und 

 

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich, Winterthur 

 

 

 

A.- Der 1935 geborene, aus der Bundesrepublik Jugoslawien 

stammende, J.________ war seit dem 17. März 1986 bei 

der Firma Z.________ AG als Baureiniger tätig und in dieser 

Eigenschaft bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt 

(SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Unfall versichert. 

Am 7. Juli 1994 stürzte er bei der Arbeit von 

einer Leiter und erlitt dabei eine Humerusschaftfraktur 

links. Anderntags erfolgte im Spital Y.________ eine Osteosynthese 

mittels Seidelnagel. Die SUVA übernahm die Heilbehandlung 

und entrichtete Taggelder. Für die weitere Abklärung 

des Falles holte sie Berichte des Dr. med. K.________, 

Spital Y.________, vom 11. Juli 1994, vom 6. Februar und 

6. April 1995 sowie des behandelnden Arztes, Dr. med. 

B.________ vom 2. November 1994 ein und liess den Versicherten 

kreisärztlich untersuchen (Bericht des Kreisarztes 

Dr. med. S.________ vom 2. März 1995). Vom 17. Mai bis 

7. Juni 1995 hielt sich der Versicherte in der Rehabilitationsklinik 

X.________ auf (Bericht des Dr. med. 

W.________ vom 7. Juni 1995). Die dort durchgeführten Behandlungen 

brachten keine Besserung der Beschwerden, und 

Dr. med. W.________ riet von weiteren physiotherapeutischen 

oder operativen Massnahmen ab, da dadurch die Situation 

weiter chronifiziert werde und auch keine Verbesserung in 

erwerblicher Hinsicht zu erwarten sei. Weiter holte die 

SUVA einen Bericht des Dr. med. A.________, Spezialarzt für 

Radiologie, vom 28. Juni 1995 ein, liess den Versicherten 

durch Dr. med. E.________, Klinik für Unfallchirurgie, Spital 

C.________, begutachten (Gutachten vom 21. September 

1995) und nahm das Zeugnis des Dr. med. B.________ vom 

11. September 1995 zu den Akten. Schliesslich liess sie den 

Versicherten erneut kreisärztlich untersuchen (Berichte des 

Kreisarztes Dr. med. S.________ vom 28. Juni und vom 

13. November 1995). Gestützt auf diese Untersuchungen 

sprach die SUVA dem Versicherten mit Verfügung vom 1. März 

1996 nebst einer Integritätsentschädigung von 15 % eine Invalidenrente 

gestützt auf eine Erwerbsunfähigkeit von 15 % 

mit Wirkung ab 1. März 1996 zu. Auf Einsprache hin erhöhte 

sie die Invalidenrente auf 20 %, bestätigte jedoch die 

zugesprochene Integritätsentschädigung (Einspracheentscheid 

vom 17. Juni 1997). 

 

B.- Hiegegen liess J.________ beim Sozialversicherungsgericht 

des Kantons Zürich Beschwerde einreichen und 

die Zusprechung einer Integritätsentschädigung von 35 % 

sowie einer Invalidenrente auf der Basis einer Erwerbsunfähigkeit 

von 70 % beantragen. Das angerufene Gericht wies 

die Beschwerde nach dem Beizug von verschiedenen Akten der 

Invalidenversicherung sowie der von der SUVA erstellten 

DAP-Erfassungsblätter mit Entscheid vom 11. August 1999 ab. 

 

C.- Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde lässt J.________ 

seine Rechtsbegehren erneuern und gleichzeitig die nachträgliche 

Einreichung eines ärztlichen Gutachtens ankündigen. 

 

Die SUVA beantragt sinngemäss die Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, 

während sich das Bundesamt für 

Sozialversicherung nicht vernehmen lässt. 

 

D.- Nach Abschluss des Schriftenwechsels reicht der 

Beschwerdeführer mit Eingabe vom 14. April 2000 ein Gutachten 

des Dr. med. D.________, Spezialarzt für orthopädische 

Chirurgie, vom 31. März 2000 ein. Gleichzeitig zieht er 

sein Begehren um Erhöhung der Integritätsentschädigung 

zurück und hält im Übrigen vollumfänglich an seiner Beschwerde 

fest. Die SUVA, welche Gelegenheit erhält, sich 

dazu zu äussern, erneuert ihren Antrag auf Abweisung der 

Verwaltungsgerichtsbeschwerde. 

 

 

Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung: 

 

1.- Die dem Eidgenössischen Versicherungsgericht in 

Streitigkeiten um Versicherungsleistungen zustehende umfassende 

Kognition hat unter anderem zur Folge, dass grundsätzlich 

auch neue, erstmals im letztinstanzlichen Rechtsmittelverfahren 

vorgebrachte Tatsachenbehauptungen und 

Beweismittel (sog. Noven) zu berücksichtigen sind (RKUV 

1999 Nr. U 333 S. 197 Erw. 1; ferner BGE 100 Ib 148 

Erw. 3b, 103 Ib 196 Erw. 4a, 102 Ib 127 Erw. 2a). Nach 

Abschluss des Schriftenwechsels eingereichte Beweismittel, 

namentlich Gutachten, sind insoweit zu berücksichtigen, als 

sie zur Feststellung des rechtlich massgebenden Sachverhalts 

beizutragen vermögen (RKUV 1985 Nr. K 646 S. 239 

Erw. 3b; nicht veröffentlichtes Urteil R. vom 10. Juli 

1996, K 172/95). Das Gutachten des Dr. med. D.________ vom 

31. März 2000 äussert sich zu diversen streitigen medizinischen 

Sachfragen, namentlich zu der dem Beschwerdeführer 

zumutbaren Arbeitsfähigkeit. Es befasst sich mithin mit dem 

rechtserheblichen Sachverhalt, weshalb es zu den Akten zu 

nehmen ist. 

 

2.- Streitig ist der Invaliditätsgrad, während die 

Integritätsentschädigung nicht mehr bestritten wird und der 

entsprechende Antrag zurückgezogen worden ist. 

 

a) Das kantonale Gericht hat die massgebenden gesetzlichen 

Bestimmungen über die Voraussetzungen des Rentenanspruchs 

(Art. 18 Abs. 1 und Abs. 2 Satz 1 UVG), über die 

Invaliditätsbemessung bei Erwerbstätigen nach der Methode 

des Einkommensvergleichs (Art. 18 Abs. 2 Satz 2 UVG) sowie 

über die Höhe der Invalidenrente (Art. 20 Abs. 1 UVG) zutreffend 

dargelegt. Darauf wird verwiesen. 

 

b) Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die 

Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen 

angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere 

Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 

beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang 

und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person 

arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte 

eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 

welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden 

können (BGE 125 V 261 Erw. 4, 115 V 134 Erw. 2, 114 V 

314 Erw. 3c, 105 V 158 Erw. 1). Die Frage der prozentualen 

Einbusse der Erwerbsfähigkeit gehört jedoch nicht in den 

Zuständigkeitsbereich des Arztes oder der Ärztin (BGE 114 V 

314 Erw. 3c). 

 

c) Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren 

gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung 

(Art. 40 BZP in Verbindung mit Art. 19 VwVG; Art. 95 

Abs. 2 OG in Verbindung mit Art. 113 und 132 OG). Danach 

haben Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte 

die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen (Gygi, 

Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl., S. 278). Dieses 

Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, 

dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel 

objektiv zu prüfen hat, unabhängig davon, von wem sie stammen, 

und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren 

Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 

Anspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander 

widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht 

erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und 

die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf 

die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des 

Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob 

der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf 

allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 

berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben 

worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge 

und in der Beurteilung der medizinischen Situation 

einleuchtet und zu Schlussfolgerungen führt, die begründet 

sind. Das Gericht darf unter diesen Voraussetzungen in seiner 

Beweiswürdigung auch Arztberichten folgen, welche die 

Sozialversicherungsträger im Administrativverfahren selber 

einholen, denn in diesem Verfahrensstadium handeln sie 

nicht als Partei, sondern treten als dem Gesetzesvollzug 

dienende Verwaltungsorgane auf. Wenn die vom Sozialversicherungsträger 

beauftragten Ärzte oder Ärztinnen zu schlüssigen 

Ergebnissen gelangen, darf das Gericht in seiner 

Beweiswürdigung auch solchen Berichten oder Gutachten folgen, 

solange nicht konkrete Indizien gegen deren Zuverlässigkeit 

sprechen (BGE 122 V 160 Erw. 1c; RKUV 1991 Nr. U 

133 S. 312; vgl. auch Meyer, Die Rechtspflege in der 

Sozialversicherung, in: BJM 1989 S. 30 f.). 

 

3.- Zunächst ist zu prüfen, in welchem Umfang die 

Arbeitsfähigkeit eingeschränkt ist. 

 

a) Der Beschwerdeführer klagt seit der Operation vom 

8. Juli 1994 über anhaltende Schmerzen in der linken Schulter 

(Berichte des Dr. med. B.________ vom 2. November 1994, 

des Dr. med. K.________ vom 5. Dezember 1994 und vom 

6. Februar 1995, des Kreisarztes Dr. med. S.________ vom 

2. März und vom 28. Juni 1995, des Dr. med. W.________ vom 

7. Juni 1995). Erstmals im April 1995 erhob Dr. med. 

K.________ weitere Schmerzen aufgrund alter Verletzungen, 

namentlich im Knie, ohne Angabe der betroffenen Seite (Bericht 

vom 6. April 1995). Später berichteten Dr. med. 

E.________ über diffuse Schmerzen im Bereich der Halswirbelsäule, 

die sowohl in den rechten als auch in den linken 

Arm ausstrahlen (Bericht vom 21. September 1995), und 

Kreisarzt Dr. med. S.________ über Schmerzen im rechten 

Knie und im rechten Ellbogen, über Erbrechen, Schlafstörungen 

und Zahnschmerzen (Abschlussbericht vom 13. November 

1995). Die Schmerzen am rechten Ellbogen und am rechten 

Knie werden vom Beschwerdeführer auf den Unfall vom 

18. Februar 1980 zurückgeführt. Damals wurde indessen mit 

inzwischen rechtskräftiger Verfügung vom 3. November 1982 

entschieden, die Beschwerden an Ellbogen und Knie rechts 

seien nicht auf den fraglichen Unfall zurückzuführen. Ein 

Zurückkommen auf diese Beurteilung würde ein Wiedererwägungsgesuch 

oder eine Rückfallmeldung voraussetzen, welche 

vorliegend nicht gegeben sind. Darüber hinaus ist unbestritten, 

dass die Beschwerden jedenfalls nicht mit dem 

hier zur Beurteilung vorliegenden Unfall vom 7. Juli 1994 

in Zusammenhang stehen. Auch der von Dr. med. E.________ 

erhobene Verdacht einer Rotatorenmanschettenruptur konnte 

als Unfallfolge ausgeschlossen werden (Gutachten des Dr. 

med. D.________ vom 31. März 2000). Damit bleiben als 

unfallbedingte und vorliegend für die Beurteilung der 

Arbeitsfähigkeit massgebliche körperliche Einschränkungen 

einzig die schmerzhaften Bewegungseinschränkungen an der 

linken Schulter (Bericht des Dr. med. K.________ vom 

17. Mai 1996). Davon geht im Übrigen auch der Beschwerdeführer 

selbst aus, wie dem Fragenkatalog zu entnehmen ist, 

den er dem von ihm beigezogenen Gutachter, Dr. med. 

D.________, vorgelegt hat. Für diese Beschwerden lag als 

objektivierbares Substrat eine zunächst verzögerte Callusbildung 

sowie eine Lockerung des Nagels vor (Berichte des 

Dr. med. A.________ vom 28. Juni 1995 und des Kreisarztes 

Dr. med. S.________ vom 28. Juni 1995 sowie Gutachten des 

Dr. med. D.________ vom 31. März 2000). Im Zeitpunkt der 

Bemessung der Erwerbsunfähigkeit war aber die Fraktur in 

guter Stellung knöchern konsolidiert (Berichte des Dr. med. 

W.________ vom 7. Juni 1995 und des Dr. med. E.________ vom 

21. September 1995). Dr. med. D.________ fand für die angegebenen 

Schulterbeschwerden überhaupt kein radiologisches 

Korrelat auf Frakturhöhe und schloss auch eine Rotatorenmanschettenruptur 

aus, während er die leichte mögliche 

Tendinopathie der Supraspinatussehne als praktisch altersentsprechend 

qualifizierte. Gestützt auf seine Untersuchungen 

hielt dieser Arzt die Beschwerden für schwierig glaubhaft 

und für noch schwieriger objektivierbar und nahm an, 

der Beschwerdeführer könne seine linke Schulter unbeobachtet 

fast normal gebrauchen. 

 

b) Über die verbleibende Arbeitsfähigkeit liegen 

unterschiedliche ärztliche Angaben vor: Nach Ansicht des 

Dr. med. B.________ ist der Beschwerdeführer zu 100 % arbeitsunfähig 

und wird es auch in Zukunft bleiben (Bericht 

vom 11. September 1995). Diese Beurteilung ist nicht weiter 

begründet und steht in Diskrepanz zu den objektiv erhobenen 

Befunden (siehe oben Erw. 3a), weshalb darauf nicht abzustellen 

ist. Dr. med. W.________ hielt Tätigkeiten mit dem 

linken Arm bis Schulterhöhe für zumutbar, sofern diese 

nicht chronisch repetitive Bewegungen sowie das Heben von 

mehr als 10 kg Gewicht erfordern. Bezüglich des rechten 

Arms verneinte er jegliche Einschränkung (Bericht vom 

7. Juni 1995). Der Kreisarzt schätzte die Arbeitsfähigkeit 

in der angestammten Tätigkeit ab dem 9. Oktober 1995 auf 

50 % (Bericht vom 6. Oktober 1995). Darauf kommt es bei der 

Invaliditätsbemessung indessen nicht an. Vielmehr ist die 

Arbeitsunfähigkeit mit Bezug auf jene behinderungsangepassten 

Tätigkeiten auf dem gesamten Arbeitsmarkt zu ermitteln, 

auf welche der Versicherte nach einer gewissen Anpassungszeit 

zumutbarerweise auszuweichen hat (BGE 115 V 133 f. 

Erw. 2). In seinem Abschlussbericht betonte der Kreisarzt, 

der Beschwerdeführer sei nicht voll arbeitsunfähig. Vielmehr 

seien Reinigungsarbeiten (nicht an Fassaden oder auf 

Gerüsten) ganztägig zumutbar, sofern keine Arbeiten über 

Schulterhöhe und kein repetitives Heben von Gegenständen 

vom Boden bis Schulterhöhe erforderlich seien (Bericht vom 

13. November 1995). Auf Anfrage des Beschwerdeführers hin 

beurteilte Dr. med. K.________ die Leistungsfähigkeit bei 

einem ganztägigen Einsatz auf 50 %. In Frage kamen seines 

Erachtens einzig Überwachungsarbeiten, bei denen der linke 

Arm bloss als Hilfsarm eingesetzt werden muss. Problematisch 

sei allerdings, dass Schmerzen auch im rechten Arm, 

im Rücken sowie in den Knien angegeben würden. Ferner mache 

der Beschwerdeführer einen erheblich depressiven Eindruck. 

Die Angabe der Arbeitsfähigkeit bloss mit Bezug auf die 

unfallbedingte schmerzhafte Einschränkung des linken Schultergelenks 

beurteilte er als sehr schwierig und enthielt 

sich einer konkreten Aussage (Bericht vom 17. Mai 1996). 

Zuhanden der Invalidenversicherung bestätigte er diese 

Beurteilung und schätzte ferner die Invalidität auf mindestens 

50 % (Bericht vom 16. Mai 1996). Abgesehen davon, 

dass die Beurteilung der Invalidität nicht in den Zuständigkeitsbereich 

der Ärzte und Ärztinnen gehört (BGE 114 V 

314 Erw. 3c), kann auf die Angaben des Dr. med. K.________ 

auch deswegen nicht abgestellt werden, weil dieser von den 

subjektiven Angaben des Beschwerdeführers und nicht von den 

von ihm selbst erhobenen objektiven Befunden auszugehen 

schien, die Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung sämtlicher 

(auch der nicht unfallbedingten) Beschwerden beurteilte 

und sich nicht über die rein unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit 

äussern konnte (Berichte vom 16. und 17. Mai 

1996). Dr. med. D.________ beurteilte die Arbeitsfähigkeit 

als Baureiniger einmal als nicht mehr voll gegeben und einmal 

auf 0 %. Für eine leichte Tätigkeit, bei welcher der 

linke Arm nur wenig eingesetzt werden muss, schätzte er die 

Arbeitsfähigkeit auf 50 %. Diese Angaben divergieren mit 

seiner eigenen Annahme, dass der Beschwerdeführer seine 

linke Schulter unbeobachtet fast normal gebrauchen kann, 

wobei zwar initial der radiologische Frakturverlauf eine 

verzögerte ossäre Heilung zeigte, jedoch bereits im Zeitpunkt 

der Begutachtung durch Dr. med. E.________ im September 

1995 (Bericht vom 21. September 1995) keine radiologischen 

Ausfälle mehr erkennbar waren und eine Rotatorenmanschettenruptur 

auszuschliessen ist. Damit ist nicht 

ersichtlich, auf welche objektiven Ausfälle der Begutachter 

die von ihm angegebene zeitliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 

zurückführen will. Soweit er unmittelbar nach der 

Feststellung, dass der Beschwerdeführer seine linke Schulter 

wohl fast normal gebrauchen kann, darauf hinwies, dieser 

mache einen bedauernswerten Eindruck, begreife die ganze 

Situation intellektuell nicht und reagiere mit den 

Schmerzen in der ihm einzig möglichen Art auf das Vorgefallene, 

erweckt er den Eindruck, dass auch gewisse subjektive 

Faktoren in die Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit Eingang 

gefunden haben. Andererseits hielt Dr. med. D.________ klar 

fest, der Unfall stelle eine Teilursache der bereits vom 

SUVA-Kreisarzt festgestellten Bewegungseinschränkung der 

linken Schulter dar. Mit dieser Feststellung steht auch die 

Angabe über die funktionale Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 

im Einklang, wonach nur mehr Tätigkeiten in Frage kommen, 

bei denen der linke Arm nur "wenig" eingesetzt werden 

muss. Da mithin der Beschwerdeführer nach einhelligen ärztlichen 

Feststellungen die linke Schulter besser bewegen 

kann als er dies bei den Untersuchungen zuliess, ist mit 

den Dres. S.________ und W.________ davon auszugehen, der 

Beschwerdeführer könne ganztags leichte Tätigkeiten ausüben, 

bei denen der linke Arm nicht über die Schulterhöhe 

eingesetzt werden muss und die keine repetitiven Bewegungen 

und kein Heben von Lasten über 10 kg erfordern (Bericht des 

Dr. med. W.________ vom 7. Juni 1995 sowie Abschlussbericht 

des Kreisarztes Dr. med. S.________ vom 13. November 1995). 

 

4.- Im Weiteren ist der Umfang der Invalidität streitig. 

 

 

a) Das Einkommen ohne Invalidität (Valideneinkommen) 

für das Jahr 1996 ist unbestritten und beträgt 

Fr. 56'370.-. 

 

b) aa) Bezüglich des trotz der gesundheitsbedingten 

Behinderung in einer leidensangepassten Tätigkeit zumutbarerweise 

noch erzielbaren Verdienstes (Invalideneinkommen) 

sind SUVA und Vorinstanz von sogenannten DAP-Lohnangaben 

(vgl. hiezu RKUV 1999 Nr. U 343 S. 412) ausgegangen. Danach 

könnte der Beschwerdeführer - unter Ausklammerung der Tätigkeiten, 

bei denen Gewichte bis zu 25 Kilogramm und mehr 

zu heben sind - einen Lohn von jährlich durchschnittlich 

Fr. 46'542.- erzielen. 

In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird die Zumutbarkeit 

der Verweisungstätigkeiten mit dem Argument bestritten, 

sie trügen den gesundheitlichen Beeinträchtigungen 

nicht angemessen Rechnung, seien beidhändig auszuführen 

und setzten zum Teil eine Anlehre voraus. 

Wie es sich damit im Einzelnen verhält, braucht nicht 

weiter abgeklärt zu werden, weil mit einem Invalideneinkommen 

von Fr. 46'542.- den Umständen des vorliegenden Falles 

nicht genügend Rechnung getragen wird. Insbesondere bleibt 

damit unberücksichtigt, dass der Beschwerdeführer bisher 

Schwerarbeit verrichtete, welche in der Regel besser bezahlt 

ist als die ihm leidensbedingt noch zumutbare leichtere 

Tätigkeit. Lohnmässig ebenfalls ins Gewicht fällt sein 

bereits vorgerücktes Alter und die Tatsache, dass er eine 

langjährige Tätigkeit aufgeben musste und in einem anderen 

Betrieb neu anzufangen hat. Zudem ist er als Ausländer auf 

dem Arbeitsmarkt bei der Stellensuche benachteiligt. 

 

bb) Aufgrund der vorstehenden Ausführungen ist somit 

auf die sogenannten Tabellenlöhne abzustellen, welche 

rechtsprechungsgemäss für die Ermittlung des Invalideneinkommens 

herangezogen werden können, wenn eine versicherte 

Person - wie der Beschwerdeführer - nach Eintritt des Gesundheitsschadens 

keine neue Erwerbstätigkeit im zumutbaren 

Umfang mehr aufgenommen hat (BGE 126 V 76 f. Erw. 3b/bb, 

124 V 322 Erw. 3b/aa). Ausgehend von Tabelle A 1 der vom 

Bundesamt für Statistik für das Jahr 1996 durchgeführten 

Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) betrug der standardisierte 

monatliche Bruttolohn (Zentralwert, Median) für 

die im privaten Sektor mit einfachen und repetitiven Aufgaben 

(Anforderungsniveau 4) beschäftigten Männer im Jahr 

1996 Fr. 4'294.- (LSE 1996, S. 17). In Berücksichtigung 

einer betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von 

41,9 Stunden (LSE 1994, S. 42) resultiert ein monatlicher 

Verdienst von Fr. 4'498.- oder Fr. 53'976.- im Jahr. 

 

cc) Nach der Rechtsprechung ist beim Einkommensvergleich 

unter Verwendung statistischer Tabellenlöhne zu 

beachten, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die 

selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert 

sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend 

einsetzbaren Arbeitnehmern lohnmässig benachteiligt 

sind und deshalb in der Regel mit unterdurchschnittlichen 

Lohnansätzen rechnen müssen (BGE 124 V 323 Erw. 3b/bb mit 

Hinweisen; vgl. auch BGE 126 V 77 ff. Erw. 4 und 5). Sodann 

ist dem Umstand Rechnung zu tragen, dass weitere persönliche 

und berufliche Merkmale einer versicherten Person, wie 

Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder 

Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen 

auf die Lohnhöhe haben können (AHI 2000 S. 81 Erw. 2b; vgl. 

auch BGE 124 V 323 Erw. 3b/aa). In BGE 126 V 75 hat das 

Eidgenössische Versicherungsgericht die bisherige Praxis 

dahingehend präzisiert, dass die Frage, ob und in welchem 

Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von sämtlichen 

persönlichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalls 

(leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, 

Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad) 

abhängig ist. Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf 

das Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem Ermessen 

gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf höchstens 25 % 

zu begrenzen ist (BGE 126 V 80 Erw. 5b/cc). 

Mit Bezug auf den Beschwerdeführer fällt ein Abzug 

unter dem Titel der leidensbedingten Einschränkung in 

Betracht, weil er zufolge der gesundheitlichen Beeinträchtigungen, 

welche ihn im Gebrauch des linken Armes einschränken, 

selbst im Rahmen einer angepassten Hilfsarbeit 

behindert ist und daher mit einer zusätzlichen Lohneinbusse 

zu rechnen hat. Ferner ist zu berücksichtigen, dass ausländische 

Arbeitnehmer nicht immer ein dem Durchschnittsgehalt 

aller Arbeitnehmer (Ausländer und Schweizer) entsprechendes 

Einkommen erreichen (vgl. Tabelle 4.4.1 der LSE 1994, 

S. 99, ferner Tabelle TA 12 der LSE 1996, S. 31; AHI 2000 

S. 82 Erw. 2b). Weiter ins Gewicht fallen das bereits fortgeschrittene 

Alter des Beschwerdeführers und der Umstand, 

dass er in einem anderen Betrieb neu anfangen muss (AHI 

1999 S. 181 Erw. 3b). Unter Berücksichtigung aller Umstände 

erscheint damit ein Abzug vom Tabellenlohn in der Höhe von 

25 % als angemessen. Daraus resultiert bei einer Arbeitsfähigkeit 

von 100 % in einer leidensangepassten Tätigkeit ein 

hypothetisches Invalideneinkommen von Fr. 40'482.- für das 

Jahr 1996. 

 

c) Die Gegenüberstellung des Valideneinkommens von 

Fr. 56'370.- und des Invalideneinkommens von Fr. 40'482.- 

ergibt einen Invaliditätsgrad von 28.18 %. Der Beschwerdeführer 

hat demnach Anspruch auf eine Invalidenrente auf der 

Basis einer Erwerbsunfähigkeit von 28.18 % (zur Frage der 

Genauigkeit des aus der Gegenüberstellung von Validen- und 

Invalideneinkommen resultierenden Invaliditätsgrades vgl. 

das zur Publikation in der Amtlichen Sammlung vorgesehene 

Urteil E. vom 8. August 2001, I 32/00). 

 

5.- a) Das Verfahren ist kostenlos (Art. 134 OG e 

contrario). Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens steht 

dem obsiegenden Beschwerdeführer eine Parteientschädigung 

zu (Art. 159 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 135 OG). Die 

Entschädigung für die Kosten der Vertretung ist auf 

Fr. 1500.- festzusetzen. 

 

b) Am 14. April 2000 reichte der Rechtsvertreter des 

Versicherten das von ihm in Auftrag gegebene, von Dr. med. 

D.________ verfasste Gutachten vom 31. März 2000 ein. 

Gleichzeitig beantragt er, die Kosten der Expertise in Höhe 

von Fr. 2000.- seien von der SUVA zu übernehmen. Das Gutachten 

hat klargestellt, dass keine Rotatorenmanschettenruptur 

vorliegt und dass die Schulterbeweglichkeit in 

objektiver Hinsicht besser ist als sie vom Beschwerdeführer 

subjektiv empfunden wird. Diese Angaben dienten mithin der 

aufgrund der Untersuchungsmaxime erforderlichen Ermittlung 

bzw. Ergänzung des medizinischen Sachverhaltes, weshalb die 

SUVA die Kosten für das Gutachten im Sinne von Art. 159 

Abs. 2 OG zu vergüten hat (BGE 115 V 63). 

 

Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht: 

 

I. In teilweiser Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde 

werden der Entscheid des Sozialversicherungsgerichts 

des Kantons Zürich vom 11. August 1999 und 

der Einspracheentscheid der SUVA vom 17. Juni 1997 

insoweit aufgehoben, als damit die Invalidenrente aufgrund 

einer Erwerbsunfähigkeit von 20 % zugesprochen 

wurde, und es wird festgestellt, dass der Beschwerdeführer 

Anspruch auf eine Invalidenrente entsprechend 

einem Invaliditätsgrad von 28.18 % hat. 

 

II. Es werden keine Gerichtskosten erhoben. 

 

III. Die SUVA hat dem Beschwerdeführer für das Verfahren 

vor dem Eidgenössischen Versicherungsgericht eine 

Parteientschädigung von insgesamt Fr. 3500.- (einschliesslich 

Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 

IV. Das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich wird 

über eine Parteientschädigung für das kantonale Verfahren 

entsprechend dem Ausgang des letztinstanzlichen 

Prozesses zu befinden haben. 

 

V. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht 

des Kantons Zürich und dem Bundesamt für 

Sozialversicherung zugestellt. 

 

Luzern, 5. November 2001 

 

Im Namen des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts 

Der Präsident der II. Kammer: 

 

 

 

 

 

Die Gerichtsschreiberin: