# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 20cba326-f9c5-51b2-93e5-59ae11722353
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-04-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.04.2008 D-2484/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-2484-2008_2008-04-23.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-2484/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 3 .  A p r i l  2 0 0 8

Einzelrichter Robert Galliker, 
mit Zustimmung von Richterin Therese Kojic, 
Gerichtsschreiber Stefan Weber.

A._______, geboren X._______,
Nigeria,
vertreten durch lic. iur. Emil Nisple, Rechtsanwalt, 
B._______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 
3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 10. April 2008 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-2484/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  aus  C._______,  D._______,  stammende  und  der 
Pfingstgemeinde angehörende Beschwerdeführer vom Volkstamm der 
E._______  eigenen  Angaben  zufolge  seinen  Heimatstaat  am  1. 
September  2007 verliess  und von F._______ auf  dem Seeweg über 
ihm unbekannte Länder am 15. Oktober 2007 in die Schweiz gelangte, 
wo er am gleichen Tag um Asyl nachsuchte, 

dass  er  anlässlich  der  Kurzbefragung  im  G._______  vom  20. 
November  2007  sowie  der  direkten  Bundesanhörung  vom 12.  März 
2008  zur  Begründung  seines  Asylgesuchs  im  Wesentlichen  geltend 
machte, er sei Mitglied des "Movement for the Emancipation of Niger 
Delta" (MEND), welche als militante Gruppe für die Kontrolle ihrer Bo-
denschätze durch die Einheimischen kämpfe,

dass sie zu diesem Zweck ausländische Mitarbeiter von Ölfirmen ent-
führt und von Tankstellenbetreibern Geld einkassiert hätten,

dass es deswegen zu einer Verringerung der Ölproduktion gekommen 
sei, was die Regierung veranlasst habe, bewaffnete Militärs gegen die 
MEND einzusetzen, worauf bei verschiedenen Auseinandersetzungen 
sowohl  Regierungssoldaten  als  auch  Angehörige  der  MEND getötet 
worden seien,

dass auch er bei Geiselnahmen (als Lieferant von Informationen über 
den  Aufenthaltsort  von  potenziellen  Entführungsopfern)  und  bei 
Schiessereien zugegen gewesen sei,

dass  die  Regierungssoldaten aus  ihm unbekannten Gründen in  den 
Besitz  persönlicher  Daten  von  MEND-Mitgliedern  gekommen  seien, 
weshalb  diese  gejagt  und  auch  zuhause  von den  Soldaten  gesucht 
worden seien,

dass er eines Tages zusammen mit Kollegen in den D._______ gegan-
gen sei, sie von Soldaten angegriffen worden seien, wobei sein Kolle-
ge E. getötet worden sei,

dass er sich am nächsten Tag nach F._______ in die Wohnung von E. 
begeben  habe,  wo  ihm  Leute  gesagt  hätten,  dass  er  bereits  von 
Soldaten gesucht worden sei, weshalb er Nigeria verlassen solle,

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dass ihn, als er die Wohnung verlassen habe und auf die Strasse ge-
treten sei, die Soldaten erneut angegriffen und ihm eine Schussverlet-
zung zugefügt hätten,

dass er sich in eine Kirche gerettet habe und der dortige Priester ei-
nen Arzt zur Wundversorgung organisiert habe,

dass der Priester ihm in der Folge angeboten habe, sich in der Kirche 
versteckt zu halten und in dieser Zeit seine Ausreise organisiert habe,

dass das BFM auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers in Anwen-
dung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 
(AsylG, SR 142.31) mit Verfügung vom 10. April 2008 - eröffnet am fol-
genden Tag - nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie 
deren Vollzug anordnete, 

dass  das  BFM zur  Begründung  im Wesentlichen  anführte,  es  lägen 
keine entschuldbaren Gründe vor, die es dem Beschwerdeführer ver-
unmöglichten, Reise- oder Identitätspapiere einzureichen, 

dass es in diesem Zusammenhang nicht glaubhaft sei, dass der Be-
schwerdeführer keine einzige Person in Nigeria kenne, die er um Un-
terstützung,  so auch bei  der  Beschaffung von Identitätsdokumenten, 
bitten  könne,  zumal  er  dort  sein  ganzes bisheriges Leben verbracht 
habe,

dass  es  zudem unglaubhaft  sei,  dass  der  Beschwerdeführer  in  fast 
sechs Monaten seit der Einreise keinen Kontakt mit einer an einer be-
kannten Adresse in Nigeria wohnenden Person herstellen könne, wes-
halb  der  Rechtfertigungsversuch  des  Beschwerdeführers  darauf 
schliessen lasse, dass er nicht bereit sei, seine Identität mit Ausweisen 
zu belegen,

dass die geschilderten Ausreiseumstände stereotypen Vorbringen der 
Gesuchsteller  entsprechen  würden,  welche  nicht  bereit  seien,  ihre 
Identität mit Ausweispapieren zu belegen,

dass deshalb an seiner Angabe, er habe nie ein Reise- oder Identitäts-
dokument besessen, zu zweifeln sei, und angenommen werden müs-
se, er besitze echte Ausweispapiere, die er den schweizerischen Asyl-
behörden nicht ausgehändigt habe,

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dass der Beschwerdeführer zudem die Flüchtlingseigenschaft gemäss 
Art. 3 und 7 AsylG nicht erfülle und aufgrund der Aktenlage keine zu-
sätzlichen  Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft 
oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses erforderlich seien, 

dass der Beschwerdeführer diesbezüglich betreffend der Teilnahme an 
Geiselnahmen  und  Schiessereien  in  H._______  sowie  hinsichtlich 
seiner Schussverletzung widersprüchliche Angaben gemacht habe,

dass die Vorbringen des Beschwerdeführers, wonach er einerseits die 
Soldaten, die auf E. geschossen hätten, gar nicht gesehen habe, an-
dererseits aber gewusst haben wolle, dass ihn am nächsten Tag die-
selben Soldaten beschossen hätten, als völlig unlogisch erachtet wer-
den müssten,

dass der Beschwerdeführer, welcher bei der MEND die letzten Monate 
vor seiner Ausreise verbracht habe, nicht einmal schätzungsweise die 
Anzahl deren Mitglieder oder die Anzahl Personen, welche an Geisel-
nahmen beteiligt gewesen seien, habe nennen können,

dass er schliesslich erst  anlässlich der Bundesanhörung geltend ge-
macht habe, dass er in Nigeria zur Fahndung ausgeschrieben worden 
sei, weshalb auch am Wahrheitsgehalt dieses Vorbringens gezweifelt 
werden müsse,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 17. April 2008 (Poststem-
pel)  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerde erhob und dabei beantragte, die angefochtene Verfügung sei 
aufzuheben, es sei ihm die Flüchtlingseigenschaft zuzuerkennen und 
Asyl  zu  gewähren,  eventualiter  sei  die  Unzulässigkeit  des  Wegwei-
sungsvollzuges festzustellen und er sei vorläufig aufzunehmen,

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Gewährung der unentgelt-
lichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes 
vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG, 
SR 172.021)  und  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kosten-
vorschusses ersuchte, 

dass die vorinstanzlichen Akten am 21. April 2008 beim Bundesverwal-
tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

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und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m. Art. 31 - 34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.119]), 

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf seine frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde - 
unter Vorbehalt der nachfolgenden Erwägungen - einzutreten ist (Art. 
108 Abs. 2 AsylG; Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG), 

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art.  106  Abs. 1 
AsylG), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentschei-
de auf die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu 
Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, 

dass bei  Begründetheit  der Beschwerde die angefochtene Verfügung 
aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz 
zurückzuweisen ist (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schwei-

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zerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 
f.), 

dass bei dem am 1. Januar 2007 in Kraft getretenen Nichteintretenstat-
bestand von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG, auf welchen sich 
die hier angefochtene Verfügung stützt, die Besonderheit besteht, dass 
das BFM im Rahmen einer summarischen Prüfung das offenkundige 
Nichterfüllen der Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG und 
das  offenkundige  Fehlen  von  Wegweisungsvollzugshindernissen  zu 
beurteilen hat (vgl. Art. 32 Abs. 3 Bstn. b und c AsylG), weshalb inso-
weit bei dagegen erhobenen Beschwerden auch die Flüchtlingseigen-
schaft Prozessgegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass  in  der  Frage der  Wegweisung und deren  Vollzugs die  Beurtei-
lungszuständigkeit  des  Bundesverwaltungsgerichts  nicht  beschränkt 
ist, weil das BFM sich diesbezüglich gemäss Art. 44 AsylG in Verbin-
dung mit  Art. 83 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über 
die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20)  auch materiell 
zur Sache zu äussern hatte,

dass demgegenüber die Frage der Gewährung von Asyl nicht Gegen-
stand  des  angefochtenen  Nichteintretensentscheides  bildet,  weshalb 
auf den diesbezüglichen Beschwerdeantrag nicht einzutreten ist,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder wenn auf 
Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht-
lingseigenschaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs. 3  Bst.  b  AsylG)  oder 
wenn sich auf Grund der Anhörung die Notwendigkeit zusätzlicher Ab-
klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Voll-
zugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG), 

dass vorliegend der Beschwerdeführer innerhalb von 48 Stunden nach 
Einreichung des Asylgesuches keine Identitäts- oder Reisepapiere im 
Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 Bst. a AsylG abgab, 

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dass er dazu geltend machte, er habe ausser einer Mitgliederkarte der 
MEND, von deren Verbleib er nichts wisse, nie Identitätsdokumente be-
sessen und er kenne auch niemanden, der ihm bei der Beschaffung 
von Identitätsdokumenten helfen könnte,

dass zudem seine Mutter Analphabetin sei und man die einzige Per-
son, die ihm hätte diesbezüglich helfen können, umgebracht habe,

dass vorab - um unnötige Wiederholungen zu vermeiden - auf die zu-
treffenden Erwägungen der Vorinstanz bezüglich der fehlenden Reise- 
und Identitätspapiere zu verweisen ist,

dass  überdies  nicht  geglaubt  werden  kann,  der  Beschwerdeführer 
habe in seinem Heimatland ohne jegliche Identitätspapiere gelebt, zu-
mal er eine 7-jährige Schulbildung durchlaufen und zusammen mit sei-
ner Mutter auf "Kollektivland" im Dorf gearbeitet habe und sich somit 
den Behörden gegenüber auch aus geschäftlichen Gründen hätte aus-
weisen müssen, 

dass der Beschwerdeführer auch unbegründet liess, wie er respektive 
seine Fluchthelfer eine Reise von Nigeria über diverse Länder und mit-
tels verschiedener Verkehrsmittel ohne Reisepapiere organisierten und 
durchführten, was die Unglaubhaftigkeit seiner Angaben über das Feh-
len der Identitätspapiere untermauert,

dass die insgesamt substanzlosen und realitätsfremden Angaben des 
Beschwerdeführers über den fehlenden Besitz von Identitätspapieren 
die  Haltlosigkeit  seiner  diesbezüglichen  Angaben  ebenso  bestätigen 
wie die unrealistischen und detailarmen Angaben über die Reise in die 
Schweiz,

dass der Beschwerdeführer auf Beschwerdeebene zwar eine Kopie ei-
nes  Geburtsscheins  des  I._______  vom  Y._______  zu  den  Akten 
reichte,

dass der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang weder anführt, 
wie und durch wen er in Besitz dieses Geburtsscheins gekommen ist, 
noch darzulegen vermag, weshalb es ihm nicht möglich gewesen ist, 
das  fragliche  Beweismittel  innert  der  gesetzlichen  Frist  von  Art.  32 
Abs. 2 Bst. a AsylG einzureichen,

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dass das eingereichte Beweismittel überdies lediglich in Kopie vorliegt, 
gemäss BVGE 2007/7 nur Reisepässe und Identitätskarten den Begriff 
des "Reise- oder Identitätspapiers" respektive den Nachweis der Iden-
tität gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG zu erbringen vermögen und 
selbst bei Einreichung eines qualitativ rechtsgenüglichen  Identitätspa-
piers der Nichteintretensentscheid der Vorinstanz zu Recht ergangen 
wäre, da die 48-stündige Frist zur Einreichung entsprechender Identi-
tätsdokumente bereits verstrichen war (vgl. BVGE 2007/7 E. 7.1),

dass die Vorinstanz das Vorliegen entschuldbarer Gründe, die es dem 
Beschwerdeführer verunmöglicht hätten, den Behörden innerhalb von 
48 Stunden nach Einreichung des Asylgesuches Identitätsdokumente 
einzureichen,  zutreffend  und  mit  hinreichender  Begründung  verneint 
hat,

dass mithin zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Befragungen zu 
Recht  weder  die  Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  noch  zusätzliche 
Abklärungen  zu  deren  Feststellung  beziehungsweise  derjenigen  von 
Wegweisungsvollzugshindernissen als erforderlich erachtet hat,

dass  die  Vorinstanz  die  Asylvorbringen  des  Beschwerdeführers  zu 
Recht  als  unglaubhaft  qualifizierte,  zumal  sie  teilweise  offensichtlich 
widersprüchlich  geschildert  wurden,  jeglicher  Realität  entbehren und 
der Beschwerdeführer nicht in der Lage war, die geltend gemachten 
Erlebnisse mit der nötigen Substanz zu schildern,

dass  die  in  der  Beschwerdeschrift  angeführten  Einwände  betreffend 
die Schussverletzung nicht zu überzeugen vermögen, zumal der Be-
schwerdeführer  lediglich  von  einer  Schusswunde  sprach  (vgl.  Prot. 
Transitzentrum,  S.  5;  Prot.  direkte  Anhörung,  S.  8)  und  dabei  klar 
zwischen  einer  Verletzung  am  Rücken  und  im  Bauchbereich  unter-
schied,

dass auch der weitere Einwand in der Beschwerde, er habe seine Aus-
sage bezüglich der auf ihn zielenden Soldaten nicht auf die Soldaten 
persönlich bezogen, sondern auf deren "Truppenabstammung", eben-
falls nicht zu überzeugen vermag, zumal er bei beiden Ereignissen gel-
tend machte, die Soldaten nicht gesehen zu haben, weshalb er auch 
nicht  in  der Lage war, deren Truppengattung zu erkennen (vgl. Prot. 
direkte Anhörung S. 8 f.),

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dass  sich  bezüglich  der  Vorbringen  der  Schluss  aufdrängt,  der  Be-
schwerdeführer  habe lediglich  versucht,  seine Verfolgungsgeschichte 
in allgemein bekannte Umstände in Nigeria einzubetten, ohne je selbst 
im behaupteten Ausmass davon betroffen gewesen zu sein,

dass  gestützt  auf  die  Aktenlage  und  die  vorstehenden  Erwägungen 
das Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft nach Art. 3 und 7 AsylG 
- und wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen zum Vollzug der 
Wegweisung ergibt -  das Fehlen von Wegweisungsvollzugshindernis-
sen  offenkundig  erscheinen  und  sich  aus  den  Akten  keine  Anhalts-
punkte für die Annahme ergeben, das BFM habe eine mehr als bloss 
summarische materielle  Prüfung  vorgenommen oder  zusätzliche Ab-
klärungen getroffen,

dass  die  Beschwerdevorbringen  in  der  Beschwerde  insgesamt  nicht 
geeignet  sind,  zu  einer  von  der  Vorinstanz  abweichenden  Betrach-
tungsweise zu führen, 

dass das BFM demnach zu Recht gestützt auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
i.V.m. Art. 32 Abs. 3 AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers 
nicht eingetreten ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Beschwerdeführer 
weder eine Aufenthaltsbewilligung besitzt noch einen Anspruch auf Er-
teilung einer solchen hat,  weshalb die verfügte Wegweisung im Ein-
klang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist 
(Art. 44 Abs. 1 AsylG, Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 vom 11. Au-
gust  1999 über Verfahrensfragen [AsylV1,  SR 142.311]; vgl. EMARK 
2001 Nr. 21),

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG), 

dass unter Hinweis auf die vorstehenden Erwägungen der Vollzug der 
Wegweisung  in  Beachtung  der  massgeblichen  völker-  und  landes-
rechtlichen Bestimmungen zulässig ist, und auch keine Anhaltspunkte 
für  eine  menschrechtswidrige  Behandlung  ersichtlich  sind,  die  dem 
Beschwerdeführer in seinem Heimatstaat drohen würde (Art. 83 Abs. 3 
AuG),

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dass  weder  die  allgemeine  Lage  im  Heimatland  noch  individuelle 
Gründe gegen die Zumutbarkeit  des Wegweisungsvollzuges des jun-
gen und - soweit den Akten entnommen werden kann - gesunden Be-
schwerdeführers, der sich gemäss eigenen Angaben seinen Lebens-
unterhalt in der Landwirtschaft verdiente, sprechen,

dass der Beschwerdeführer zudem im Heimatland über ein verwandt-
schaftliches Beziehungsnetz verfügt, zumal dort seine Mutter und sei-
ne Tante leben (vgl. Protokoll Transitzentrum, S. 3), weshalb der Voll-
zug  der  Wegweisung  als  zumutbar  zu  erachten  ist  (Art.  83  Abs.  4 
AuG),

dass sich aufgrund der Akten schliesslich keine Hinweise auf das Vor-
liegen technischer Vollzugshindernisse ergeben,  weshalb der  Vollzug 
auch als möglich erscheint (Art. 83 Abs. 2 AuG),

dass das BFM den Vollzug der Wegweisung zu Recht als zulässig, zu-
mutbar und möglich erachtet hat, weshalb die Anordnung der vorläufi-
gen Aufnahme ausser Betracht fällt (Art. 83 Abs. 1-4 AuG),

dass es demnach dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder unangemessen sei (vgl. Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde 
abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist,

dass das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-
ses mit vorliegendem Urteil gegenstandslos wird,

dass die Beschwerde aufgrund voranstehender Erwägungen als aus-
sichtslos zu qualifizieren und deshalb das Gesuch um Gewährung der 
unentgeltlichen Rechtspflege nach Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen 
ist,

dass die Kosten des Verfahrens in der Höhe von Fr. 600.-- (Art. 16 Abs. 
1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 1 bis 3 des Reglements vom 11. Dezember 
2006 über  die  Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwal-
tungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerle-
gen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-
gewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (Einschreiben; Beilage: 
Einzahlungsschein)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-
ten Ref.-Nr. N_______ (per Kurier; in Kopie)

- J._______ (in Kopie)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Robert Galliker Stefan Weber

Versand:

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