# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3f83d015-9d8c-5105-8853-d2669aa3234d
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-06-11
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 11.06.2024 B 2024/18
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2024-18_2024-06-11.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2024/18

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 25.09.2024

Entscheiddatum: 11.06.2024

Entscheid Verwaltungsgericht, 11.06.2024
Ausländerrecht, Widerruf der Niederlassung (Art. 63 Abs. 1 lit. a in 
Verbindung mit Art. 62 Abs. 1 lit. b und c AIG) und Nichtverlängerung der 
Aufenthaltsbewilligung (Art. 51 Abs. 2 lit. b in Verbindung mit Art. 43 AIG). 
Aufgrund einer längerfristigen Freiheitsstrafe von 30 Monaten (unter 
anderem wegen Vermögensdelikten und Drogenhandels) hatte der 
Beschwerdeführer einen Widerrufsgrund für seine 
Niederlassungsbewilligung gesetzt. Mit dem Wegfallen der originären 
Bewilligung erlosch auch die daraus abgeleitete Aufenthaltsbewilligung der 
Ehefrau aus Familiennachzug. Die Interessenabwägung fällt zuungunsten 
der Beschwerdeführer aus. Angesichts der Schwere der Delinquenz des 
Beschwerdeführers ist das sicherheitspolizeiliche Interesse an der 
Nichtverlängerung des Anwesenheitsrechts des Beschwerdeführers selbst 
bei minimaler Rückfallgefahr als hoch zu veranschlagen, auch im Hinblick 
auf generalpräventive Gesichtspunkte. Eine ausländerrechtliche Verwarnung 
war bereits im Jahr 2000 ohne Erfolg ausgesprochen worden. Die privaten 
Interessen am Verbleib in der Schweiz, wo der Beschwerdeführer in den 
vergangenen 30 Jahren in beruflicher und wirtschaftlicher Hinsicht nicht 
nachhaltig Fuss fassen konnte, haben demgegenüber weniger Gewicht, 
zumal die Wegweisung nicht zu einer Trennung von der Kernfamilie führt. 
Mit dem Widerruf der Niederlassungsbewilligung ihres Ehemannes verliert 
auch die Beschwerdeführerin die von diesem abgeleitete 
Aufenthaltsberechtigung. Einen Anspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung 
kann sie weder aus dem Recht auf Privat- und Familienleben ableiten, noch 
erweist sich die Wegweisung zusammen mit den minderjährigen Kindern als 
unzumutbar. Abweisung der Beschwerde (Verwaltungsgericht, B 2024/18).

Entscheid vom 11. Juni 2024

Besetzung

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Abteilungspräsident Brunner; Verwaltungsrichterin Reiter, Verwaltungsrichter Zogg; 

Gerichtsschreiberin Schmid Etter

Verfahrensbeteiligte

A.__,

B.__,

Beschwerdeführer,

beide vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Atakan Özçelebi, HAK Rechtsanwälte, 

Vadianstrasse 40, 9000 St. Gallen,

gegen

Sicherheits- und Justizdepartement des Kantons St. Gallen,

Oberer Graben 32, 9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

Gegenstand

Widerruf der Niederlassungsbewilligung von A.__ und Nichtverlängerung der 

Aufenthaltsbewilligung von B.__

 

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A.

A.__, geboren 1976, serbischer Staatsangehöriger, reiste am 7. Oktober 1990 als 14-

Jähriger im Rahmen des Familiennachzugs in die Schweiz ein, wo ihm die 

Niederlassungsbewilligung erteilt wurde. Die 1995 geschlossene Ehe mit C.__, aus der 

zwei mittlerweile erwachsene Kinder hervorgingen, wurde am 23. September 2015 

geschieden.

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B.

Im Jahr 2016 heiratete A.__ die albanische Staatsangehörige B.__, geb. 1979, zuvor 

wohnhaft in Z.__ (Italien) und mit einem italienischen Staatsangehörigen verheiratet 

(Scheidung im Jahr 2016; die gemeinsame zwölfjährige Tochter verblieb beim Vater). 

Der Ehefrau wurde eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei ihrem Ehemann erteilt, 

welche letztmals bis 29. November 2018 verlängert wurde. Aus der Ehe gingen die 

Kinder D.__, geb. 2016, und E.__, geb. 2017, hervor. Die Kinder verfügen über die 

Niederlassungsbewilligung.

C.

A.__ trat in der Schweiz folgendermassen strafrechtlich in Erscheinung:

- Mit Urteil des Bezirksamtes Y.__ vom 3. Februar 1997 wurde er wegen grober 

Verkehrsregelverletzung (Überfahren der doppelten Sicherheitslinie) zu einer bedingten 

Gefängnisstrafe von fünf Tagen und einer Busse von CHF 600 verurteilt 

(Migrationsakten A.__ [MA AP] 94);

- Mit Entscheid des Bezirksgerichts X.__ vom 3./5. Mai 2000 wurde er wegen 

mehrfachen Diebstahls, mehrfacher Sachbeschädigung, mehrfachen 

Hausfriedensbruchs, Hehlerei (Mittäterschaft bei zwei Einbruchdiebstählen in F.__-

Warenhäuser) und schwerer Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz 

(SR 812.121, BetmG; Vermittlung von 105 Gramm Kokain, MA AP 76 ff.) zu einer 

Gefängnisstrafe von 18 Monaten und einer Landesverweisung von fünf Jahren 

verurteilt, beides bedingt aufgeschoben; mit Verfügung vom 6. November 2000 drohte 

das Ausländeramt (heute Migrationsamt) ihm deswegen die Ausweisung aus der 

Schweiz an (MA AP 121 ff.);

- Mit Strafverfügung des kantonalen Verhöramtes W.__ vom 19. Juni 2007 wurde er 

wegen Widerhandlung gegen das kantonale Gastgewerbegesetz (Spielen um hohe 

Geldbeträge) zu einer Busse von CHF 800 verurteilt (MA AP 271);

- Mit Strafbescheid vom 23. Januar 2009 wurde er vom Untersuchungsamt V.__ wegen 

Beschäftigung von Ausländern ohne Bewilligung und wegen Besitzes eines Briefchens 

Kokain (Vergehen) zu einer bedingten Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu je CHF 50 und 

einer Busse von CHF 300 verurteilt (MA AP 329 f.);

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- Mit Bussenverfügung des Untersuchungsamtes U.__ vom 2. Februar 2010 wurde er 

wegen mehrfachen Vergehens gegen das Waffengesetz (Erwerb und Mitführen einer 

Schlagrute) zu einer bedingten Geldstrafe von 20 Tagessätzen von je CHF 50 und einer 

Busse von CHF 300 verurteilt (MA AP 348 f.);

- Mit Strafbefehl des Untersuchungsamtes V.__ vom 15. April 2013 wurde er wegen 

mehrfacher Verletzung der Verkehrsregeln (Fahren auf dem Trottoir und einer 

Sperrfläche) zu einer Busse von CHF 220 verurteilt (MA AP 462);

- Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft T.__ vom 8. Mai 2013 wurde er wegen einer 

Verkehrsregelverletzung (Geschwindigkeitsüberschreitung 50 km/h plus 22 km/h) zu 

einer Busse von CHF 600 verurteilt (MA AP 457);

- Mit Strafbefehl des Untersuchungsamtes V.__ vom 29. September 2015 wurde er 

wegen Missachtung des Rauchverbots zu einer Busse von CHF 500 verurteilt (MA AP 

537);

- Mit Strafbefehl des Untersuchungsamtes V.__ vom 28. Mai 2018 wurde er wegen 

mehrfacher Verletzung der Verkehrsregeln (Geschwindigkeitsüberschreitung 50 km/h 

plus 23 km/h, unzulässiges Rechtsüberholen) zu einer Busse von CHF 900 verurteilt 

(MA AP 705);

- Mit Entscheid des Obergerichts des S.__ vom 17. Juni 2019 wurde er wegen 

mehrfacher qualifizierter Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz (teilweise 

in Gehilfenschaft), Veruntreuung, mehrfacher Nötigung, versuchter Erpressung und 

Beschimpfung (begangen in den Jahren 2010, 2011 und 2014) zu einer Freiheitsstrafe 

von 30 Monaten und einer Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu je CHF 20 verurteilt; der 

Vollzug der Freiheitsstrafe wurde im Umfang von 12 Mo-naten zum Vollzug angesetzt 

und im Umfang von 18 Monaten aufgeschoben bei einer Probezeit von drei Jahren (MA 

AP 849 ff.; Näheres dazu unter E. 4.1 hiernach);

- Mit Strafbefehl des Untersuchungsamtes V.__ vom 16. Januar 2020 wurde er wegen 

mehrfacher Verletzung der Verkehrsregeln (Fahren ohne Licht tagsüber, Nichttragen 

des Sicherheitsgurts) zu einer Busse von CHF 100 verurteilt (MA AP 944).

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D. 

Vom 2. November 2020 bis 20. Juni 2021 wurde die mit Urteil des Obergerichts S.__ 

vom 17. Juni 2019 ausgesprochene Freiheitsstrafe im Umfang von zwölf Monaten, 

abzüglich 131 Tagen Untersuchungshaft, vollzogen. Mit Verfügung vom 6. Oktober 

2021 widerrief das Migrationsamt nach vorgängiger Gewährung des rechtlichen 

Gehörs die Niederlassungsbewilligung A.__s und ordnete dessen Wegweisung aus der 

Schweiz unter Ansetzung einer Ausreisefrist von 60 Tagen ab Rechtskraft der 

Verfügung an (MA AP 1004 ff.). Ebenfalls mit Verfügung vom 6. Oktober 2021 

verweigerte das Migrationsamt die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung von B.__ 

und wies sie aus der Schweiz weg unter Ansetzung einer Ausreisefrist von 60 Tagen ab 

Rechtskraft der Verfügung (Migrationsakten B.__ [MA VK] 125 ff.).         

Dagegen rekurrierten A.__ und B.__ am 20. Oktober 2021 an das Sicherheits- und 

Justizdepartement. Mit Entscheid vom 9. Januar 2024 wies das Departement die 

Rekurse ab.

E. 

Gegen den Entscheid des Sicherheits- und Justizdepartements (Vorinstanz) vom 9. 

Januar 2024 erhoben A.__ und B.__ (Beschwerdeführer) durch ihren Rechtsvertreter 

mit Eingabe vom 24. Januar 2024 und Ergänzung vom 28. Februar 2024 Beschwerde 

beim Verwaltungsgericht mit dem Rechtsbegehren, der angefochtene Entscheid sei 

unter Kosten- und Entschädigungsfolge aufzuheben, vom Widerruf der 

Niederlassungsbewilligung von A.__ sei abzusehen und die Aufenthaltsbewilligung von 

B.__ sei zu verlängern; eventualiter sei die Sache zu neuer Sachverhaltsabklärung an 

die Vorinstanz zurückzuweisen. Mit Vernehmlassung vom 22. März 2024 schloss die 

Vorinstanz auf Abweisung der Beschwerde.

 

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1. Eintreten

Das Verwaltungsgericht ist zum Entscheid in der Sache zuständig (Art. 59  Abs. 1 des 

Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, VRP). Die Beschwerdeführer 

bis

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sind zur Beschwerde gegen den Rekursentscheid vom 9. Januar 2024, mit welchem 

ihre Rechtsmittel gegen den Widerruf der Niederlassungsbewilligung und die 

Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung erfolgslos blieben, befugt (Art. 64 in 

Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerde wurde mit Eingabe vom 24. 

Januar 2024 rechtzeitig erhoben und erfüllt zusammen mit der Ergänzung vom 28. 

Februar 2024 in formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen Anforderungen 

(Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 sowie Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Darauf ist 

einzutreten.

2. Vorbringen

Die Beschwerdeführer machen geltend, der Tatbestand der längerfristigen 

Freiheitsstrafe für einen Widerruf der Niederlassungsbewilligung sei beim 

Beschwerdeführer zwar erfüllt. Die Massnahme sei jedoch nicht verhältnismässig. 

Strafmindernd habe das Obergericht S.__ berücksichtigt, dass er sich in einem Fall nur 

wegen Gehilfenschaft schuldig gemacht habe und den Kauf der Drogen letztlich nicht 

in die Tat umgesetzt habe. Die strafbaren Handlungen, derentwegen er zu einer 

überjährigen Gefängnisstrafe verurteilt worden sei, habe er im Zeitraum von Mitte 2009 

bis Ende 2011 begangen. Mit Ausnahme einer Übertretung habe er sich seither keiner 

Straftat mehr schuldig gemacht. Seine Legalprognose könne daher als günstig 

bezeichnet werden. Die vorhandenen Schulden seien nicht mutwillig herbeigeführt 

worden. Der Grossteil der Schulden von CHF 107'253 würde zwei Verlustscheine über 

CHF 17'278 und CHF 72'310 betreffen. Diese seien unverschuldet entstanden. Zudem 

sei ein nicht unerheblicher Teil der Schulden beglichen worden. Sodann sei die Familie 

nicht auf Sozialhilfe angewiesen. Er lebe seit 34 Jahren in der Schweiz. Die prägenden 

Jugendjahre habe er hier verbracht. Er habe somit ein starkes privates Interesse am 

Verbleib in der Schweiz. Die beiden Kinder seien seit Geburt in der Schweiz 

aufgewachsen. Die Ehe zur Beschwerdeführerin sei intakt. Obschon diese mit einer 

Trennung allenfalls Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung nach Art. 50 

des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer und über die Integration 

(SR 142.20, AIG) hätte, halte sie zu ihrem Ehemann. Sie leide seit der Geburt des 

zweiten Kindes an einer rezidivierenden depressiven Störung und sei in den 

vergangenen Jahren mehrmals stationär behandelt worden. Aktuell sei sie deswegen in 

ambulanter Behandlung. Der Beschwerdeführer habe sich nebst der Erwerbstätigkeit in 

reduziertem Pensum auch um die beiden Kinder kümmern müssen. Die Wegweisung 

der Familie hätte zur Folge, dass die Kinder von der psychisch schwer angeschlagenen 

Mutter alleine betreut werden müssten, weil sich der Vater in den ersten Jahren der 

Eingewöhnung vollumfänglich um das Erwerbseinkommen kümmern müsste. Eine 

ordnungsgemässe Regelung des Aufenthalts in Serbien oder Albanien sei sodann 

fraglich bzw. unmöglich. Serbien sei für die Beschwerdeführerin ein fremdes Land, 

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während der Beschwerdeführer Albanien nicht kenne. Dort eine neue Existenz 

aufzubauen, sei für ihn kaum möglich. In Serbien kenne die Beschwerdeführerin 

niemanden, um ein funktionierendes Beziehungsnetz aufzubauen im Hinblick auf die 

Betreuung der Kinder. Die Eltern und Geschwister des Beschwerdeführers lebten hier 

in der Schweiz. Aus der Gutheissung des Familiennachzugsgesuchs der Ehefrau im 

Jahr 2016 könne abgeleitet werden, dass sie nicht mit der Wegweisung ihres 

Ehemannes habe rechnen müssen. Von seinen Straftaten habe sie bei ihrer Einreise 

keine Kenntnis gehabt. Gerade für die Beschwerdeführerin sei die Wegweisung 

unverhältnismässig, da sie im Alter von 45 Jahren und in desolatem gesundheitlichen 

Zustand ihre Lebensumstände abermals neu ordnen müsste.

3. Widerruf der Niederlassungsbewilligung / Nichtverlängerung der 

Aufenthaltsbewilligung

Die Niederlassungsbewilligung kann bei einem Ausländer, der sich seit Längerem in der 

Schweiz aufhält, widerrufen werden, wenn er zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe 

verurteilt wurde (Art. 63 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit Art. 62 Abs. 1 lit. b und c AIG). 

Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist die Längerfristigkeit einer 

Freiheitsstrafe erfüllt, wenn sie mehr als ein Jahr beträgt (BGE 135 II 377 E. 4.2). Diese 

Grenze gilt auch dann als erreicht, wenn die Freiheitsstrafe bloss bedingt oder 

teilbedingt ausgesprochen wurde (BGE 139 I 15 E. 2.1; BGer 2C_961/2018 vom 24. 

Januar 2019 E. 4.1 mit Hinweisen).    

Der Beschwerdeführer anerkennt, dass er mit seiner Verurteilung durch das S.__ vom 

17. Juni 2019 zu einer Freiheitsstrafe von 30 Monaten den Widerrufsgrund der 

längerfristigen Freiheitsstrafe gesetzt hat. Einig sind sich die Beteiligten zudem 

darüber, dass Art. 63 Abs. 3 AIG einem Widerruf nicht entgegensteht, ist doch der 

Umstand, dass das Obergericht des Kantons Thurgau keine Landesverweisung 

aussprach, darauf zurückzuführen, dass die Straftaten auf die Zeit vor dem 1. Oktober 

2016 (Inkrafttreten von Art. 66a des Schweizerischen Strafgesetzbuchs [SR 311.0, 

StGB]) zurückgehen (vgl. BGer 2C_305/2018 vom 18. November 2019 E. 4.3, mit 

weiteren Hinweisen).

3.1. 

Nach Art. 51 Abs. 2 lit. b AIG erlischt der Anspruch auf Verlängerung der 

Aufenthaltsbewilligung nach Art. 43 AIG, wenn Widerrufsgründe nach Art. 62 AIG 

vorliegen. Die Behörde kann eine Aufenthaltsbewilligung widerrufen bzw. nicht 

verlängern, wenn die ausländische Person eine mit der Verfügung verbundene 

3.2. 

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4. Verhältnismässigkeit

Bedingung nicht einhält bzw. wenn der Zulassungsgrund oder der ursprüngliche 

Aufenthaltszweck wegfällt (Art. 62 Abs. 1 lit. d AIG). Dies ist etwa der Fall, wenn das 

familiäre Zusammenleben in der Schweiz infolge Ausreise der originär 

aufenthaltsberechtigten Person nicht mehr möglich ist oder wenn diese ihre 

Niederlassungsbewilligung infolge Widerrufs nach Art. 63 AIG verliert. Entfällt die 

originäre Aufenthaltsbewilligung, entfällt auch die Möglichkeit, daraus eine Bewilligung 

abzuleiten (BGer 2C_63/2023 vom 15. November 2023 E. 4.2, 2C_1057/2022 vom 31. 

Mai 2023 E. 5.1).           

Der Beschwerdeführerin wurde aufgrund ihrer Heirat mit dem Beschwerdeführer 

gestützt auf Art. 43 Abs. 1 AIG im Rahmen des Familiennachzugs eine 

Aufenthaltsbewilligung erteilt. Diese wurde letztmals bis 29. November 2018 verlängert 

(MA VK 48). Das Verlängerungsgesuch war seither aufgrund des gegen den Ehemann 

hängigen Strafverfahrens vorläufig sistiert (MA VK 61). Als Drittstaatsangehörige hat sie 

keinen eigenen Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung. Mit dem allfälligen 

Widerruf der Niederlassungsbewilligung und der Wegweisung ihres Ehemannes erlischt 

ihr gesetzlicher Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung, die unter der 

Bedingung des Verbleibs beim Ehemann erteilt wurde.

Damit liegt sowohl für den Beschwerdeführer als auch für die Beschwerdeführerin ein 

gesetzlicher Anknüpfungspunkt für eine Aufenthaltsbeendigung in der Schweiz vor.

3.3. 

Ausgangspunkt

Streitig ‒ und zu prüfen ‒ ist im Folgenden, ob eine Aufenthaltsbeendigung auch 
verhältnismässig ist, insbesondere ob die öffentlichen Interessen an einem Widerruf der 

Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers bzw. an der Nichtverlängerung der 

Aufenthaltsbewilligung der Beschwerdeführerin die privaten Interessen an einem 

Verbleib in der Schweiz überwiegen. 

4.1. 

Konkrete private Interessen der Beschwerdeführer

Die privaten Interessen des Beschwerdeführers an einer weiteren Anwesenheit in der 

Schweiz kommen vorab in seinem mittlerweile knapp 34 Jahre dauernden Aufenthalt 

zum Ausdruck. Ferner leben zwei erwachsene Kinder sowie seine Eltern und 

Geschwister in der Schweiz. Das Interesse des Beschwerdeführers am weiteren 

Verbleib in der Schweiz ist deshalb grundsätzlich gross. Der Beschwerdeführer kann 

sich deshalb auf den Schutz seines Privatlebens im Sinn von Art. 8 Ziff. 1 der 

4.2. 

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Europäischen Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten 

(SR 0.101, EMRK) berufen (vgl. 2C_81/2018 vom 14. November 2018 E. 1.3). Die 

Ehefrau hält sich insgesamt seit rund acht Jahren in der Schweiz auf, ihre 

Aufenthaltsbewilligung ist indessen bereits am 29. Oktober 2018 abgelaufen. Damals 

hielt sie sich erst seit rund zwei Jahren hier auf. Im Zeitpunkt, als das Migrationsamt 

ihre Wegweisung verfügte, waren es rund fünf Jahre. Zusammen sind die 

Beschwerdeführer Eltern zweier in den Jahren 2016 und 2017 geborenen Kinder, die 

über die Niederlassungsbewilligung verfügen. Sofern diesen zugemutet werden kann, 

ihr Familienleben zusammen mit den Eltern andernorts zu pflegen, ist Art. 8 Ziff. 1 

EMRK nicht berührt.

Interessenabwägung

Bei der nachfolgenden Prüfung sind sowohl mit Blick auf Art. 96 AIG als auch auf Art. 5 

Abs. 2 und 13 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (SR 101, 

BV) sowie Art. 8 Ziff. 2 EMRK folgende Elemente zu gewichten und gegeneinander 

abzuwägen: (1) die Schwere der Delikte und das Verschulden des Beschwerdeführers, 

(2) der seit der Tat vergangene Zeitraum und sein Verhalten während diesem, (3) der 

Grad der Integration und die Dauer der bisherigen Anwesenheit der Beschwerdeführer, 

(4) die den Beschwerdeführern und ihrer Familie drohenden Nachteile sowie die 

sozialen, kulturellen und familiären Bindungen zum Aufnahmestaat und zum 

Herkunftsland sowie (5) der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin. Keines 

dieser Elemente ist für sich allein ausschlaggebend; erforderlich ist eine Würdigung 

bzw. Gewichtung der gesamten Umstände im Einzelfall (vgl. BGer 2C_589/2021 vom 

20. September 2021 E. 4.3 zu VerwGE B 2021/80 vom 28. Juni 2021; 

BGer 2C_1024/2020 vom 19. Mai 2021 E. 3.2, 2C_41/2019 vom 18. September 2019 

E. 4.2).        

4.3. 

Schwere der Delikte und Verschulden des Beschwerdeführers4.3.1. 

Ausgangspunkt und Massstab der Überprüfung ist das Verschulden des 

Beschwerdeführers im Zusammenhang mit den von ihm begangenen Straftaten und 

der deswegen verhängten längerfristigen Freiheitsstrafe, die zum Widerruf führte, bzw. 

das im Strafurteil zum Ausdruck kommende Verschulden. Der Beschwerdeführer wurde 

unter anderem wegen mehrfacher qualifizierter Widerhandlungen gegen das BetmG, 

teilweise in Gehilfenschaft, Veruntreuung, mehrfacher Nötigung und versuchter 

Erpressung sowie Beschimpfung zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe von 

30 Monaten verurteilt. Gemäss Art. 66a Abs. 1 lit. o StGB zählt die qualifizierte 

4.3.1.1. 

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Widerhandlung im Sinn von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG ("weiss oder annehmen muss, 

dass die Widerhandlung mittelbar oder unmittelbar die Gesundheit vieler Menschen in 

Gefahr bringen kann"), die Art. 19 Ziff. 2 lit. a aBetmG (in Kraft bis 30. Juni 2011; "weiss 

oder annehmen muss, dass sich die Widerhandlung auf eine Menge von 

Betäubungsmitteln bezieht, welche die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr bringen 

kann") entspricht, zu jenen strafbaren Verhaltensweisen, die heute – vorbehältlich einer 

Anwendung der strafrechtlichen Härtefallklausel (Art. 66a Abs. 2 StGB) – zu einer 

obligatorischen Landesverweisung führen (vgl. Art. 121 Abs. 3 lit. a BV). Der damit 

durch Verfassungs- und Gesetzgeber zum Ausdruck gebrachten besonderen 

Verwerflichkeit der erwähnten Straftat ist auch vorliegend Rechnung zu tragen 

(BGer 2C_914/2017 vom 24. August 2018 E. 3.1). Was die konkreten Taten angeht, so 

wiegt das Verschulden des Beschwerdeführers schwer. Er traf am 18. April 2011 

Anstalten zum Kauf von zwei Kilogramm Heroin zwecks Weiterverkaufs, transportierte 

am 1. Mai 2011 zwei Kilogramm Streckmittel und am 20. Juni 2011 503,3 Gramm 

Heroin nach St. Gallen (Anklageschrift, Ziff. 2.1a, Teilsachverhalte 1, 2 und 12; MA AP 

926 ff.). Bei der zum Kauf beabsichtigten Menge von zwei Kilogramm Heroin lag trotz 

der schlechten Qualität des Heroins (selbst bei einem Reinheitsgrad von 1 Prozent) ein 

schwerer Fall vor (Art. 19 Ziff. 1 Abs. 5 in Verbindung mit Art. 19 Ziff. 2 lit. a aBetmG). 

Mit dem Transport von zwei Kilogramm Streckmittel zwecks Verdünnung des Heroins 

traf der Beschwerdeführer sodann Anstalten zur qualifizierten Widerhandlung gegen 

das BetmG (Art. 19 Ziff. 1 Abs. 5 in Verbindung mit 19 Ziff. 2 lit. a aBetmG), in diesem 

Fall in Gehilfenschaft. Der Transport von 503,3 Gramm Heroin (Reinheitsgrad 25 

Prozent) stellte eine weitere qualifizierte Widerhandlung dar (Art. 19 Ziff. 1 Abs. 3 in 

Verbindung mit Art. 19 Ziff. 2 lit. a aBetmG).       

Die Veruntreuung bestand darin, dass der Beschwerdeführer am 8. Juni 2010 in R.__ 

ein Wohnmobil mietete, dieses für die Menschenschleusung umbauen liess, damit 

nach Q.__ fuhr, wo er es Drittpersonen zu Schleuserzwecken übergab, und es 

anschliessend bei der Vermieterin als gestohlen meldete (Urteil Obergericht, S. 30 ff.; 

MA AP 878 ff.). Am 2. März 2015 bedrohte der Beschwerdeführer einen Mann unter 

Verwendung eines Messers mit dem Tod und nötigte ihn zum Verlassen der Wohnung 

(Urteil Obergericht, S. 44; MA AP 892). Einem anderen Mann drohte er am 2. Dezember 

2014, ihn aufzuschlitzen, seine Büroeinrichtung zu zerstören und ihn umzubringen, falls 

er eine gegen ihn erhobene Forderung von CHF 800 nicht innert zwei Stunden 

begleiche, womit er den Tatbestand der versuchten Erpressung erfüllte. Denselben 

Mann nötigte er Ende November 2014, für den Rückzug der Betreibung zu sorgen, 

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ansonsten er ihm etwas antue, zudem beschimpfte er ihn (Urteil Obergericht, S. 45 ff.; 

MA AP 893 ff.).        

Unter Berücksichtigung der Einbindung des Beschwerdeführers in die 

Drogenorganisation mit wesentlichen Tatbeiträgen und der Verfolgung rein finanzieller 

Interessen erachtete das Obergericht für die drei zusammenhängenden qualifizierten 

Widerhandlungen gegen das BetmG, eine davon als Gehilfe, eine Einsatzstrafe von 36 

Monaten als angemessen (Urteil Obergericht S. 61 f.; MA AP 909 f.). Auch bei der 

Veruntreuung habe der Beschwerdeführer als Teil einer Organisation in eigenem 

finanziellen Interesse und mit einer hohen kriminellen Energie gehandelt, wofür bei 

selbständiger Betrachtungsweise eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten auszufällen 

wäre (Urteil Obergericht, S. 62; MA AP 910). Die fortlaufende Delinquenz während des 

Strafverfahrens wurde leicht straferhöhend und die lange Verfahrensdauer deutlich 

strafmildernd gewichtet, woraus eine Freiheitsstrafe von 30 Monaten resultierte (Urteil 

Obergericht S. 63 f.; MA AP 911 f.). Aufgrund des (strafrechtlich) durchaus erheblichen 

Verschuldens wurden zwölf Monate der Freiheitsstrafe zum Vollzug angesetzt und für 

den Rest der bedingte Strafvollzug gewährt. Für die mehrfache Nötigung, die 

Beschimpfung und die versuchte Erpressung wurde eine Geldstrafe von 180 

Tagessätzen zu je CHF 20 ausgefällt, wobei das Gericht von einer Missachtung der 

Integrität und Entscheidungsfreiheit Dritter sowie einer Geringschätzung des 

Beschwerdeführers gegenüber Leib und Leben Dritter ausging (Urteil Obergericht S. 67 

f.; MA AP 915 f.).    

Diese in den Jahren 2010 bis 2015 begangenen Delikte stellen lediglich den 

Kulminationspunkt des gesetzeswidrigen Verhaltens dar, das der Beschwerdeführer bis 

dahin an den Tag gelegt hatte. Bereits im Jahr 2000 war er wegen mehrfachen 

Diebstahls, mehrfacher Sachbeschädigung, mehrfachen Hausfriedensbruchs, Hehlerei 

und schwerer Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz zu einer bedingten 

Gefängnisstrafe von 18 Monaten verurteilt und bedingt des Landes verwiesen worden. 

Am 6. November 2000 war er deswegen vom Migrationsamt verwarnt worden (vgl. 

Sachverhalt lit. C vorne). In den Jahren 2007 bis 2010 war er sodann wegen 

Widerhandlung gegen das kantonale Gastwirtschaftsgesetz, wegen Beschäftigung von 

Ausländern ohne Bewilligung und Besitzes von Kokain sowie wegen mehrfachen 

Vergehens gegen das Waffengesetz zu bedingten Gefängnisstrafen und Bussen 

verurteilt worden. Die Ausführung der Vorinstanz, wonach das Verschulden des 

Beschwerdeführers in fremdenpolizeilicher Hinsicht sowohl angesichts der verhängten 

4.3.1.2. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 12/19

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Strafen und der geahndeten Delikte sehr schwer wiege, trifft damit zu. Tatsächlich 

verletzte bzw. gefährdete der Beschwerdeführer unterschiedliche Rechtsgüter in teils 

gravierender Weise, konkret Leib und Leben sowie Eigentum und Vermögen von 

Drittpersonen und die Freiheit des Einzelnen. Die Diversität der verübten Delikte zeugt 

sodann von einer bereichsübergreifenden kriminellen Energie und einer ganz 

grundsätzlichen Ignoranz gegenüber der hiesigen Rechts- und Werteordnung. Die 

Niederlassungsbewilligung eines Ausländers, der sich schon seit langer Zeit hier 

aufhält, soll zwar nur mit besonderer Zurückhaltung widerrufen werden. Bei schweren 

Straftaten, Rückfall und wiederholter Delinquenz besteht – überwiegende private oder 

familiäre Bindungen vorbehalten – allerdings auch in Fällen, in denen ein Ausländer hier 

geboren ist und sein ganzes bisheriges Leben in der Schweiz verbracht hat, ein 

schutzwürdiges öffentliches Interesse daran, die Anwesenheit des Ausländers zur 

Aufrechterhaltung der Ordnung bzw. Verhütung von (weiteren) Straftaten zu beenden 

(vgl. BGE 139 I 16 E. 2.2). Gerade der Handel mit Betäubungsmitteln stellt gemäss 

bundesgerichtlicher Rechtsprechung praxisgemäss eine schwere Gefährdung der 

öffentlichen Ordnung und Gesundheit dar, welche angesichts der grossen sozialen und 

wirtschaftlichen Gefahr, die von der Drogensucht für die Menschheit ausgeht, auch 

eine Wegweisung im Bereich der Freizügigkeit zu rechtfertigen vermag (BGE 139 II 121 

E. 6.3). Umso mehr muss dies folglich ausserhalb des Freizügigkeitsbereichs gelten.

Seit der Tat vergangener Zeitraum und Verhalten des Beschwerdeführers4.3.2. 

Auch wenn sich das Urteil des Obergerichts S.__ vom 17. Juni 2019 auf Straftaten 

bezieht, die in den Jahren 2010 bis 2015 begangen worden sind, ist die erforderliche 

Aktualität der strafrechtlichen Verurteilung (vgl. BGer 2C_884/2016 vom 25. August 

2017 E. 2.2) angesichts des ausländerrechtlich erstinstanzlichen Entscheids im Oktober 

2021 und der Verbüssung der Freiheitsstrafe vom 2. November 2020 bis 20. Juni 2021 

klarerweise gegeben. Grundsätzlich ist Wohlverhalten von jeder Person zu erwarten; es 

stellt den Normalfall dar. Seit den Taten, wegen derer der Beschwerdeführer zur 30-

monatigen Freiheitsstrafe verurteilt wurde, waren zum Zeitpunkt des Erlasses der 

Verfügung des Migrationsamtes am 6. Oktober 2021 sechs bis elf Jahre vergangen. Bis 

zum Erlass dieses Urteils sind es mittlerweile neun bis vierzehn Jahre. Es handelt sich 

dabei um einen langen Zeitraum, weshalb das seitherige Verhalten des 

Beschwerdeführers zu berücksichtigen ist. Während des hängigen Strafverfahrens in 

Bezug auf die Veruntreuung im Jahr 2010 und die qualifizierten Widerhandlungen 

gegen das Betäubungsmittelgesetz im Jahr 2011 (Anstalten zum Kauf von Heroin, 

4.3.2.1. 

http://relevancy.bger.ch/php/clir/http/index.php?lang=de&type=show_document&page=1&from_date=&to_date=&from_year=1954&to_year=2021&sort=relevance&insertion_date=&from_date_push=&top_subcollection_clir=bge&query_words=&part=all&de_fr=&de_it=&fr_de=&fr_it=&it_de=&it_fr=&orig=&translation=&rank=0&highlight_docid=atf%3A%2F%2F137-II-233%3Ade&number_of_ranks=0&azaclir=clir#page233

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Transport von Streckmittel und Heroin) setzte der Beschwerdeführer seine deliktische 

Tätigkeit fort. In den Jahren 2014 und 2015 beging er die versuchte Erpressung und die 

Nötigungen sowie in den Jahren 2013, 2015 und 2018 mehrere 

Verkehrsregelverletzungen und eine Widerhandlung gegen das Rauchverbot, die mit 

Bussen geahndet wurden (vgl. Sachverhalt lit. C). Auch nach dem Urteil des 

Obergerichts S.__ vom 17. Juni 2019 (Versand am 20. August 2019) beging er erneut 

Verkehrsregelverletzungen (Strafbefehl des Untersuchungsamtes V.__ vom 16. Januar 

2020 wegen Fahrens ohne Licht tagsüber und Nichttragens der Sicherheitsgurte, 

begangen am 22. November 2019, MA AP 944). Aus den Akten geht weiter hervor, 

dass es am 2. Februar 2020 zu einer polizeilichen Intervention wegen häuslicher Gewalt 

kam, nachdem der Beschwerdeführer seiner Ehefrau eine Ohrfeige verpasst hatte. Da 

jene indessen auf eine Anzeige verzichtete, wurde kein Strafverfahren anhand 

genommen (MA AP 954 f.). Gemäss einem weiteren Polizeirapport kam es am Wohnort 

der Beschwerdeführer am 24. Juni 2023 zu einer Auseinandersetzung mit einer 

Nachbarin. Jene behauptete, der Beschwerdeführer habe sie tätlich angegriffen und 

eine Musikbox beschädigt, und erstattete Anzeige. Der Beschwerdeführer bestritt 

nicht, dass er der Frau eine Ohrfeige habe geben wollen, machte jedoch geltend, sie 

sei ausgewichen und er habe sie verfehlt (vgl. zum Ganzen act. 9/13.5).

Trotz des Drucks der zahlreichen strafrechtlichen Verfahren über die Dauer von mehr 

als 20 Jahren und der ausländerrechtlichen Verwarnung kann bis heute nicht von einer 

grundlegenden Verhaltensänderung des Beschwerdeführers gesprochen werden. Es 

kam zwar seit 2016 nicht mehr zu gröberen strafrechtlichen Verstössen, es trat aber 

auch keine eigentliche biografische Kehrtwende ein, welche eine längere Zeitspanne 

umfassen müsste und vom Konzept her in der Regel auf erheblich jüngere Ausländer 

abzielt (vgl. BGer 2C_773/2019 vom 5. Dezember 2019 E. 3.4.3). Die Geringschätzung 

der hiesigen Rechtsordnung durch den Beschwerdeführer dauerte vielmehr an. 

Hinsichtlich der Rückfallgefahr ist die Möglichkeit eines Rückfalls umso weniger 

hinzunehmen, je schwerer die befürchtete bzw. vernünftigerweise absehbare 

Verletzung wichtiger Rechtsgüter wiegt. Das Gewicht der begangenen Straftaten 

korreliert mit dem Wahrscheinlichkeitsmassstab, der an die Prognose erneuter 

Straffälligkeit zu stellen ist: Bei gewichtigeren Straftaten genügt eine geringere 

Wahrscheinlichkeit der erneuten Strafbegehung, um eine Gefährdung der öffentlichen 

Ordnung und Sicherheit zu begründen. Bei den vom Beschwerdeführer im Jahr 2011 

aus rein finanziellen Motiven begangenen BetmG-Delikten handelt es sich um Taten, 

welche geeignet waren, die physische und psychische Integrität Dritter erheblich zu 

4.3.2.2. 

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beeinträchtigen, so dass ausländerrechtlich selbst gemäss Rechtsprechung des EGMR 

auch ein geringes Restrisiko weiterer Delinquenz nicht in Kauf genommen werden 

muss (vgl. BGer 2C_609/2020 vom 1. Februar 2021 E. 6, mit Hinweisen). Mit der 

Verurteilung zu 30 Monaten Freiheitsentzug liegt die Strafe über den zwei Jahren 

Freiheitsentzug, ab welchen gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung eine 

Aufenthaltsbewilligung grundsätzlich selbst dann nicht mehr zu erteilen oder 

aufrechtzuerhalten ist, wenn – anders als vorliegend – der Schweizer 

Konkubinatspartnerin bzw. den Schweizer Kindern nicht zugemutet werden kann, mit 

dem Konkubinatspartner und Vater in dessen Heimat auszureisen (sog. Reneja-Praxis, 

BGE 139 I 145 E. 2.3). Hinzu kommt, dass bereits die frühere Verurteilung aus dem 

Jahr 2000 wegen qualifizierter Widerhandlung gegen das BetmG den 

Beschwerdeführer nicht längerfristig davon abzuhalten vermochte, erneut Straftaten in 

diesem Bereich zu begehen. Von daher rechtfertigt es sich nicht, erneut ein 

Rückfallrisiko in Kauf zu nehmen. Schliesslich ist auch zu berücksichtigen, dass dem 

Ausbleiben weiterer schwererer Straftaten seit 2016 unter dem Druck des damals noch 

hängigen Strafverfahrens, des zeitweisen Freiheitsentzugs, der Probezeit und des 

aktuell noch hängigen Widerrufsverfahrens eine geringere Bedeutung zukommt als 

einem solchen in (voller) Freiheit. In dieser Zeit wird ein vorbildliches Verhalten erwartet 

und stellt ein solches keine besondere Leistung dar (vgl. BGer 2C_410/2018 vom 7. 

September 2018 E. 5.4.6, 2C_447/2017 vom 10. September 2018 E. 3.3).

Grad der Integration und Dauer der Anwesenheit der Beschwerdeführer

Der Grad der Integration bestimmt sich anhand der Kriterien in Art. 58a AIG (Beachtung 

der öffentlichen Sicherheit und Ordnung; Respektierung der Werte der 

Bundesverfassung; Sprachkompetenzen; Teilnahme am Wirtschaftsleben oder am 

Erwerb von Bildung) in Verbindung mit Art. 77a ff. Verordnung über Zulassung, 

Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (SR 142.201, VZAE).    

Betreffend die Beachtung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung des 

Beschwerdeführers kann im Hinblick auf das strafrechtlich relevante Verhalten auf das 

soeben Gesagte verwiesen werden. Der am 4. Mai 1976 geborene Beschwerdeführer 

kam im Alter von 14 Jahren in die Schweiz. Beruflich hat er in den vergangenen Jahren 

diverse Tätigkeiten ausgeübt, teilweise unselbständig, teilweise selbständig. 

Zwischendurch war er auch immer wieder arbeitslos. Gemäss seinen Angaben im 

Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege im vor-instanzlichen Verfahren beträgt sein 

Nettoeinkommen rund CHF 3'500 (act. 9/1.2). Die Beschwerdeführerin ist nicht 

erwerbstätig. Sozialhilfe bezieht die Familie gemäss eigenen Angaben keine. Dies war 

4.3.3. 

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offenbar nur während einer kurzen Phase in den Jahren 2020 und 2021 der Fall, als der 

Beschwerdeführer seine Gefängnisstrafe absass. Am 26. Juni 2023 gab der 

Beschwerdeführer gegenüber der Polizei zu Protokoll, monatlich netto CHF 2'000 (inkl. 

13. Monatslohn) zu verdienen (act. 9/13.6). Wie die vierköpfige Familie damit ihren 

Lebensunterhalt deckt, ist nicht nachvollziehbar. Gemäss Auszug aus dem 

Betreibungsregister vom 1. Dezember 2022 bestehen Pfändungsverlustscheine in der 

Höhe von rund CHF 107'000 (act. 9/11.1). Nebst ausstehenden 

Krankenkassenprämien, Beiträgen an Ausgleichs- und Pensionskassen und 

Kreditkartenschulden handelt es sich dabei um zwei grössere Beträge von CHF 14'500 

und CHF 65'000 von privaten Gläubigern, deren Entstehung nicht klar ist. Entgegen der 

Ankündigung in der Beschwerde (act. 6, S. 5) wurde im vorliegenden Verfahren nicht 

aufgezeigt, dass diese beiden Forderungen unverschuldet entstanden sind. Gemäss 

Betreibungsauszug vom 12. März 2021 waren Verlustscheine in der Höhe von 

CHF 100'346 vorhanden (MA AP 974). Die Darstellung der Beschwerdeführer, es seien 

namhafte Schulden getilgt worden, trifft damit nicht zu. Am 13. September 2022 wurde 

zudem eine neue Betreibung des Kantons Thurgau über knapp CHF 40'000 eingeleitet. 

Das den Notbedarf von CHF 2'580 übersteigende Einkommen des Beschwerdeführers 

war Ende 2022 gepfändet, gemäss Angaben des Betreibungsamtes gingen jedoch 

keine Zahlungen ein (act. 9/1.3). Der Beschwerdeführer selbst bezifferte seine Schulden 

im Polizeirapport vom 28. Juni 2023 auf CHF 200'000 (act. 9/13.6). Aktuelle Angaben 

zu den monatlichen Einkünften des Beschwerdeführers sind nicht vorhanden. Weder 

beruflich noch wirtschaftlich kann vor diesem Hintergrund von einer gelungenen 

Integration der Beschwerdeführer gesprochen werden.  

Über die Deutschkenntnisse des Beschwerdeführers ist nichts Näheres bekannt. 

Angesichts des Aufenthalts von 34 Jahren ist davon auszugehen, dass diese 

ausreichend sind, was indessen auch erwartet werden kann. Dass der 

Beschwerdeführer ausserordentlich gut integriert ist, wird weder geltend gemacht, 

noch geht solches aus den Akten hervor. Dasselbe gilt für die Beschwerdeführerin. Sie 

kam vor acht Jahren in die Schweiz. Ihre Deutschkenntnisse sind eher spärlich, musste 

im Rahmen der stationären Behandlung doch aufgrund von 

Verständigungsschwierigkeiten jeweils auf die italienische Sprache zurückgegriffen 

werden (MA VK 136).

Die den Beschwerdeführern und ihrer Familie drohenden Nachteile sowie die 

sozialen, kulturellen und familiären Bindungen zum Aufnahmestaat und zum 

Herkunftsland

4.3.4. 

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Die Vorinstanz hat zutreffend festgehalten, der Beschwerdeführer habe die prägenden 

Kinder- und Jugendjahre bis zu seinem 14. Altersjahr in seinem Heimatland, damals 

noch die Republik Jugoslawien, verbracht, weshalb davon auszugehen sei, dass er mit 

der heimatlichen Sprache und Kultur vertraut sei. Gleiches gilt für die 

Beschwerdeführerin, die bis zum 12. Altersjahr in Albanien lebte. Mit dem Widerruf der 

Niederlassung des Beschwerdeführers verliert auch sie als seine Ehefrau den Anspruch 

auf eine Aufenthaltsbewilligung. Sie war und ist hier nicht arbeitstätig und ihre 

Deutschkenntnisse sind spärlich, wie aus den medizinischen Berichten hervorgeht. 

Besondere Integrationsleistungen oder nähere Beziehungen zu hier lebenden Personen 

sind nicht erkennbar, weshalb ihr Recht auf Privatleben durch die Wegweisung nicht 

tangiert ist, zumal sie die Beziehung zum Beschwerdeführer erst nach den schweren 

Straftaten einging und deshalb davon ausgehen musste, die Beziehung und das 

Familienleben allenfalls nicht in der Schweiz leben zu können. Spätestens im Januar 

2018, als die Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht P.__ stattfand, musste sie 

davon wissen. Auch wenn davon auszugehen ist, dass sowohl dem Beschwerdeführer 

als auch der Beschwerdeführerin eine Rückkehr, sei dies nun nach Serbien, Albanien 

oder in den heutigen Kosovo, wo der Beschwerdeführer in O.__ nahe der Grenze zu 

Albanien geboren wurde, nicht leichtfallen wird, erscheint eine solche nicht 

unzumutbar, zumal die Übersiedlung gemeinsam erfolgt. Sowohl in Serbien als auch in 

Albanien ist es für sie als Ehepaar trotz unterschiedlicher Staatsangehörigkeit möglich, 

zusammen zu leben. Die soziale Wiedereingliederung erscheint jedenfalls trotz längerer 

Abwesenheit möglich, zumal die Beschwerdeführer auch regelmässig Ferien in der 

Heimat verbracht haben, letztmals im vergangenen Sommer 2023 in Albanien (vgl. act. 

9/13.8).    

Für Kinder im anpassungsfähigen Alter ist der Umzug in ein anderes Land bzw. die 

Heimat zusammen mit der Inhaberin oder dem Inhaber der elterlichen Sorge bzw. dem 

Elternteil mit dem Hauptbetreuungsanteil zumutbar, insbesondere, wenn sie mit der 

Kultur durch Sprachkenntnisse, gelegentliche Ferienaufenthalte und einer 

entsprechenden Kulturvermittlung seitens der Eltern vertraut sind (BGE 122 II 289 E. 

3c). Ohne ihre Eltern können die minderjährigen Kinder der Beschwerdeführer, obschon 

sie über die Niederlassung verfügen, nicht in der Schweiz bleiben. Minderjährige haben 

grundsätzlich dem Inhaber der elterlichen Sorge und der faktischen Obhut (im Sinne 

einer überwiegenden Betreuung) zu folgen; das ausländische unmündige Kind teilt 

schon aus familienrechtlichen Gründen (Art. 25 Abs. 1 und Art. 301a des 

Schweizerischen Zivilgesetzbuches, SR 210, ZGB; BGE 133 III 305 E. 3.3) regelmässig 

das ausländerrechtliche Schicksal des sorge-/betreuungsberechtigten Elternteils; es 

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hat das Land gegebenenfalls mit diesem zu verlassen, wenn er über keine 

Aufenthaltsberechtigung (mehr) verfügt (BGE 139 II 393 E. 4.2.3; VerwGE B 2022/192 

vom E. 3.3.2). Mit sechseinhalb und knapp acht Jahren befinden sich die beiden Kinder 

der Beschwerdeführer in einem noch anpassungsfähigen Alter. Ihre Muttersprache ist 

nicht Deutsch. Sie besuchen die hiesigen schulischen Einrichtungen noch nicht lange, 

es dürften daher noch keine ausserordentlich engen freundschaftlichen Beziehungen 

bestehen. Sie kennen die Heimat ihrer Eltern von Ferien und haben die heimatliche 

Sprache im Elternhaus und im Kreis ihrer Verwandtschaft in der Schweiz gelernt. Ein 

Wechsel der Schule scheint ohne weiteres möglich, zumal ein allfälliges Sprachmanko 

in der heimatlichen Sprache in diesem Alter noch gut beseitigt werden könnte. Eine 

Rückkehr in den Heimatstaat eines der Elternteile ist folglich für die gesamte Familie 

samt Kindern ohne Weiteres zumutbar. Das Recht auf Familienleben wird durch den 

Widerruf der Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers und die 

Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung der Beschwerdeführerin folglich nicht 

tangiert, weshalb sich die Eltern nicht auf den umgekehrten Familiennachzug berufen 

können. Sofern nur die Beschwerdeführerin mit den Kindern hierbleiben würde, 

bestünde zudem die konkrete Gefahr der Sozialhilfeabhängigkeit, da sie aus 

gesundheitlichen Gründen nicht erwerbstätig ist, womit ein Widerrufsgrund nach Art. 

62 Abs. 1 lit. e AIG vorliegen würde.

Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin

Die Beschwerdeführerin macht in der Beschwerde zu Recht nicht mehr geltend, die 

Behandlung ihrer psychischen Erkrankung sei in Serbien oder Albanien nicht möglich. 

Gemäss Austrittsbericht der Psychiatrie N.__ vom 26. Oktober 2021 leidet sie an einer 

rezidivierenden depressiven Störung, einer posttraumatischen Belastungsstörung, einer 

emotional-instabilen Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typ sowie einem 

Abhängigkeitssyndrom von Sedativa und Hypnotika (MA VK 136). In beiden Ländern ist 

die Gesundheitsversorgung für die gängigen psychischen Erkrankungen, darunter auch 

depressive oder Persönlichkeitsstörungen wie Borderline, gewährleistet (vgl. Focus 

Serbien: Medizinische Grundversorgung, insbesondere in Südserbien; Focus Albanien: 

Medizinische Versorgung; Focus Kosovo: Medizinische Grundversorgung, alle unter: 

www.sem.admin.ch > Internationales & Rückkehr > Herkunftsländerinformationen). Der 

blosse Umstand, dass die gesundheitliche Versorgung in der Schweiz allenfalls besser 

ist als im Heimatland, genügt nicht, um von Unzumutbarkeit auszugehen. Dass die 

Beschwerdeführerin derzeit psychisch nicht stabil wäre, geht mangels aktueller 

ärztlicher Berichte zum Gesundheitszustand aus den Akten nicht hervor. Der letzte 

dokumentierte stationäre Aufenthalt vom 20. September bis 16. Oktober 2021 liegt 

4.3.5. 

https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=show_document&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=&rank=0&highlight_docid=atf%3A%2F%2F139-II-393%3Ade&number_of_ranks=0&azaclir=clir#page393

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5. Kosten

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die amtlichen Kosten des 

Beschwerdeverfahrens den Beschwerdeführern aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine 

Entscheidgebühr von CHF 1'500 ist angemessen (Art. 7 Ziff. 222 der 

Gerichtskostenverordnung; sGS 941.12). Sie ist mit dem von den Beschwerdeführern 

mehr als zwei Jahre zurück. Damals wurde die Beschwerdeführerin unter anderem 

aufgrund fehlender Kooperationsbereitschaft entlassen (MA VK 139). Den Nachweis 

der behaupteten psychischen schweren Angeschlagenheit haben die 

Beschwerdeführer in Verletzung ihrer Mitwirkungspflicht nicht erbracht (vgl. Art. 90 lit. b 

AIG). Wie die Vorinstanz zutreffend festgehalten hat, dürfte gerade eine 

gesprächsbasierte Therapie in der Heimat, wo sie in der Muttersprache und ohne 

Übersetzer stattfinden kann, erfolgversprechender sein. Da die Kinder tagsüber die 

Schule besuchen, muss sich die Beschwerdeführerin sodann nicht ganztägig um diese 

kümmern, sodass der Beschwerdeführer sich dem Einkommenserwerb widmen kann. 

Zusammenfassung

Zusammenfassend ergibt sich, dass angesichts der Schwere der Delinquenz des 

Beschwerdeführers das sicherheitspolizeiliche Interesse an der Nichtverlängerung des 

Anwesenheitsrechts des Beschwerdeführers selbst bei minimaler Rückfallgefahr als 

hoch zu veranschlagen ist. Da der Beschwerdeführer vom Anwendungsbereich des 

Abkommens zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der 

Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die 

Freizügigkeit (SR 0.142.112.681, FZA) nicht erfasst ist, besteht dieses Interesse 

vorliegend auch im Hinblick auf generalpräventive Gesichtspunkte (BGer 2C_264/2018 

vom 4. September 2018 E.2.2). Die privaten Interessen am Verbleib in der Schweiz, wo 

er in den vergangenen 30 Jahren in beruflicher und wirtschaftlicher Hinsicht nicht 

nachhaltig Fuss fassen konnte, haben demgegenüber weniger Gewicht, zumal die 

Wegweisung nicht zu einer Trennung von der Kernfamilie führt. Bei dieser 

Interessenlage bleibt kein Raum für eine mit der Androhung des Widerrufs verbundene 

ausländerrechtliche Verwarnung. Der Beschwerdeführer war bereits im Jahr 2000 

erfolglos ausländerrechtlich verwarnt worden, was ihn nicht davon abhielt, mit der 

fortgesetzten kriminellen Tätigkeit, insbesondere im Bereich des Drogenhandels, sein 

Aufenthaltsrecht aufs Spiel zu setzen. Mit dem Widerruf der Niederlassungsbewilligung 

ihres Ehemannes verliert auch die Beschwerdeführerin die von diesem abgeleitete 

Aufenthaltsberechtigung. Einen Anspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung kann sie 

weder aus dem Recht auf Privat- und Familienleben ableiten, noch erweist sich die 

Wegweisung zusammen mit den minderjährigen Kindern als unzumutbar. Die 

Beschwerde ist deshalb abzuweisen.

4.4. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 19/19

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in der gleichen Höhe geleisteten Kostenvorschuss gedeckt. Die berufsmässig 

vertretenen Beschwerdeführer unterliegen. Ausseramtliche Kosten sind deshalb nicht 

zu entschädigen (vgl. Art. 98 Abs. 1 und Art. 98  VRP).

 

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht auf dem Zirkulationsweg zu Recht:

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Die Beschwerdeführer bezahlen die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von 

CHF 1'500 unter Verrechnung mit dem von ihnen in der gleichen Höhe geleisteten 

Kostenvorschuss.

3.

Ausseramtliche Kosten werden nicht entschädigt.

 

bis

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	Entscheid Verwaltungsgericht, 11.06.2024
	Ausländerrecht, Widerruf der Niederlassung (Art. 63 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit Art. 62 Abs. 1 lit. b und c AIG) und Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung (Art. 51 Abs. 2 lit. b in Verbindung mit Art. 43 AIG). Aufgrund einer längerfristigen Freiheitsstrafe von 30 Monaten (unter anderem wegen Vermögensdelikten und Drogenhandels) hatte der Beschwerdeführer einen Widerrufsgrund für seine Niederlassungsbewilligung gesetzt. Mit dem Wegfallen der originären Bewilligung erlosch auch die daraus abgeleitete Aufenthaltsbewilligung der Ehefrau aus Familiennachzug. Die Interessenabwägung fällt zuungunsten der Beschwerdeführer aus. Angesichts der Schwere der Delinquenz des Beschwerdeführers ist das sicherheitspolizeiliche Interesse an der Nichtverlängerung des Anwesenheitsrechts des Beschwerdeführers selbst bei minimaler Rückfallgefahr als hoch zu veranschlagen, auch im Hinblick auf generalpräventive Gesichtspunkte. Eine ausländerrechtliche Verwarnung war bereits im Jahr 2000 ohne Erfolg ausgesprochen worden. Die privaten Interessen am Verbleib in der Schweiz, wo der Beschwerdeführer in den vergangenen 30 Jahren in beruflicher und wirtschaftlicher Hinsicht nicht nachhaltig Fuss fassen konnte, haben demgegenüber weniger Gewicht, zumal die Wegweisung nicht zu einer Trennung von der Kernfamilie führt. Mit dem Widerruf der Niederlassungsbewilligung ihres Ehemannes verliert auch die Beschwerdeführerin die von diesem abgeleitete Aufenthaltsberechtigung. Einen Anspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung kann sie weder aus dem Recht auf Privat- und Familienleben ableiten, noch erweist sich die Wegweisung zusammen mit den minderjährigen Kindern als unzumutbar. Abweisung der Beschwerde (Verwaltungsgericht, B 2024/18).

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