# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fa8c1d62-cd80-5229-b7c4-8493fc1e1864
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-09-09
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 09.09.2020 I 2020 35
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2020-35_2020-09-09.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2020 35

Entscheid vom 9. September 2020 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Dr.med. Urs Gössi, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
lic.iur. Josef Mathis, Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
gesetzlich vertreten durch B.________,
alle vertreten durch Rechtsanwältin C.________,

gegen

IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Invalidenversicherung (Hilfsmittel)

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Sachverhalt:

A. Am 2. September 2003 ging für A.________ (geb. 2002) bei der IV-Stelle 
Schwyz eine Anmeldung zum Bezug von IV-Leistungen für Versicherte vor dem 
20. Altersjahr ein mit der Begründung, dass er seit Geburt behindert sei (IV-act. 
1). Mit Verfügung vom 6. November 2003 erteilte die IV-Stelle Kostengutsprache 
ab 25. August 2003 bis 30. Juni 2004 für die Behandlung des Geburtsgebre-
chens (GG) Ziffer 395 gemäss der Verordnung über Geburtsgebrechen (GgV; 
SR 831.232.21; vgl. IV-act. 9). Am 2. Februar 2004 erteilte die IV-Stelle Kosten-
gutsprache für eine Nachtlagerungsschiene / Orthese als Behandlungsgerät des 
Geburtsgebrechens Ziff. 395 (IV-act. 13).

B. Mit Verfügung vom 15. Januar 2007 lehnte die IV-Stelle ein Ersuchen um 
Kostenübernahme für Schuheinlagen (Schuheinbau) ab (vgl. IV-act. 19 i.V.m. IV-
act. 14-3/3). Gestützt auf einen Bericht des Kantonsspitals D.________ vom 27. 
Februar 2007 (IV-act. 21) verfügte die IV-Stelle am 8. Mai 2007, dass kein An-
spruch auf medizinische Massnahmen bestehe, da weder das GG Ziffer 184 
noch das GG Ziffer 390 vorliege sowie die Verdachtsdiagnose einer Myopathie 
zum aktuellen Zeitpunkt nicht bewiesen werde könne (IV-act. 27).

C. Am 4. März 2009 teilte die IV-Stelle mit, dass die Kosten für die Behand-
lung des GG Ziffer 404 ab 28. August 2008 bis 31. März 2013 übernommen wer-
den (vgl. IV-act. 32).

D. Mit Mitteilung vom 15. September 2011 übernahm die IV-Stelle die Kosten 
für Fussorthesen inkl. notwendige Spezialschuhe für Orthesen für den Zeitraum 
vom 1. Dezember 2010 bis 30. November 2020 (IV-act. 54). 

E. Mit Verfügung vom 6. September 2012 lehnte es die IV-Stelle ab, Reise-
kosten für Plattfuss-Kontrollen zu übernehmen (IV-act. 68). Eine dagegen erho-
bene Beschwerde hat das Verwaltungsgericht mit Entscheid VGE I 2012 120 
vom 12.12.2012 abgewiesen (IV-act. 73).

F. Am 6. Mai 2014 übernahm die IV-Stelle die Kosten für die Behandlung des 
GG Ziffer 404 für den Zeitraum vom 1. April 2013 bis 31. März 2018 (IV-act. 78). 
Diese Kostengutsprache wurde gemäss Mitteilung vom 8. August 2018 bis zum 
30. Juni 2022 verlängert (IV-act. 87). 

G. Zunächst mit Vorbescheid vom 13. Dezember 2018 (IV-act. 94) und da-
nach mit Verfügung vom 11. Februar 2019 (IV-act. 95) lehnte es die IV-Stelle ab, 
die Kosten für das Gesuch "orthopädische Schuheinlagen, mit durchgehender 

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Basis, schwieriger Fall, beidseitig" (im Umfange von Fr. 528.80, vgl. IV-act. 91) 
zu übernehmen. 

Eine dagegen erhobene Beschwerde hat das Verwaltungsgericht mit Entscheid 
VGE I 2019 21 vom 19. Juni 2019 insoweit gutgeheissen, als die angefochtene 
Verfügung vom 11. Februar 2019 aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz 
zurückgewiesen wurde, damit sie im Sinne der Erwägungen vorgehe und als-
dann über den Leistungsanspruch neu befinde (IV-act. 105).

H. Die IV-Stelle holte bei Dr.med. F.________ (Facharzt für Orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Leiter Fusszentrum und 
Orthopädie E.________), welcher am 15. Oktober 2018 ein Rezept für eine 
Massbettung in einem orthopädischen Serienschuh (Arbeitsschuh) beidseits mit 
guter Stütze unter Sustentaculum Tali, ausgestellt hatte (IV-act. 100-4/4) sowie 
beim eidg. dipl. Orthopädie-Schuhmachermeister O.________ welcher am 21. 
November 2018 den Kostenvoranschlag für orthopädische Schuheinlagen erstellt 
hatte (IV-act. 91); ergänzende Angaben ein (IV-act. 108 ff. und 111-1/4; IV-act. 
112 f.). 

Danach lehnte es die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 30. Januar 2020 (IV-act. 
115) ab, Kostengutsprache für orthopädische Serienschuhe sowie orthopädische 
Schuheinlagen zu erteilen. Dagegen gingen keine Einwände ein. Daraufhin hielt 
die IV-Stelle mit Verfügung vom 12. März 2020 daran fest, dass das Begehren 
um Kostengutsprache für orthopädische Serienschuhe sowie orthopädische 
Schuheinlagen abgewiesen werde (IV-act. 116).

I. Gegen diese Verfügung vom 12. März 2020 liessen die Eltern von 
A.________ (unter Berücksichtigung des Fristenstillstandes gemäss Art. 38 Abs. 
4 lit. a des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts, ATSG, SR 830.1) fristgerecht am 30. April 2020 beim Verwaltungsgericht 
Beschwerde erheben mit den folgenden Rechtsbegehren:

1. In Aufhebung der Verfügung vom 12.03.2020 sei dem Beschwerdeführer Kos-
tengutsprache für das beantragte Hilfsmittel zu gewähren.

2. Eventualiter sei die Verfügung vom 12.03.2020 aufzuheben und die Angele-
genheit zu weiteren Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich der gesetzlichen Mehr-
wertsteuer) zulasten der Beschwerdegegnerin.

J. Mit Vernehmlassung vom 2. Juni 2020 beantragte die IV-Stelle, die Be-
schwerde sei abzuweisen, unter Kostenfolge zulasten des Beschwerdeführers.

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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungs- und Verwaltungsgerichts-
beschwerdeverfahren ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (vgl. Art. 43 
Abs. 1 ATSG). Danach haben Verwaltung und Sozialversicherungsgericht von 
sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des Sachverhalts zu sorgen 
(BGE 122 V 157 Erw. 1a). Nach dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. 
Art. 61 lit. c ATSG). hat das Sozialversicherungsgericht, ohne an förmliche Be-
weisregeln gebunden zu sein, alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie 
stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Un-
terlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Anspruches gestatten. Ins-
besondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die 
Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische 
These abstellt (BGE 125 V 351 Erw. 3a).

1.2 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob die-
ser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen be-
ruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten 
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zu-
sammenhänge sowie der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 
Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (BGE 140 V 193 Erw. 3.2; 
134 V 231 Erw. 5.1; 125 V 351 Erw. 3a). Führen die von Amtes wegen vorzu-
nehmenden Abklärungen die Verwaltung oder das Gericht bei pflichtgemässer 
Beweiswürdigung zur Überzeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei als überwie-
gend wahrscheinlich zu betrachten und es könnten weitere Beweismassnahmen 
an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, so ist auf die Abnahme 
weiterer Beweise zu verzichten (antizipierte Beweiswürdigung; Kölz/Häner, Ver-
waltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. Aufl., Rz. 153; 
BGE 134 I 140 Erw. 5.3). 

1.3 Invalide oder von einer Invalidität bedrohte Versicherte haben gemäss 
Art. 8 Abs. 1 i.V.m. Abs. 3 lit. d des Bundesgesetzes über die Invalidenversiche-
rung (IVG; SR 831.20) Anspruch auf die Abgabe von Hilfsmitteln. Dieser An-
spruch bezieht sich gemäss Art. 21 Abs. 1 IVG auf jene Hilfsmittel, deren sie de-
ren sie für die Ausübung der Erwerbstätigkeit oder der Tätigkeit im Aufgabenbe-
reich, zur Erhaltung oder Verbesserung der Erwerbsfähigkeit, für die Schulung, 
die Aus- und Weiterbildung oder zum Zwecke der funktionellen Angewöhnung 
bedürfen. Kosten für Zahnprothesen, Brillen und Schuheinlagen werden nur 
übernommen, wenn diese Hilfsmittel eine wesentliche Ergänzung medizinischer 

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Eingliederungsmassnahmen bilden. Unabhängig von einer allfälligen Erwerbs-
tätigkeit hat die versicherte Person gemäss Art. 21 Abs. 2 IVG zudem Anspruch 
auf Hilfsmittel, welcher sie infolge ihrer Invalidität für die Fortbewegung, für die 
Herstellung des Kontaktes mit der Umwelt oder für die Selbstsorge kostspieliger 
Geräte bedarf. 

1.4 Gestützt auf Art. 21 IVG und die Subdelegation in Art. 14 der Verordnung 
über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) erliess das Eidgenössische 
Departement des Innern (EDI) die Verordnung über die Abgabe von Hilfsmitteln 
durch die Invalidenversicherung (HVI; SR 831.232.51). Die HVI umschreibt den 
Anspruch auf Hilfsmittel sowie auf Ersatzleistungen nach den Art. 21-21ter IVG 
sowie die Vergütung von Hilfsmitteln nach Art. 21quater Abs. 1 lit. a-c IVG. Laut 
Art. 2 HVI besteht im Rahmen der im Anhang angeführten Liste Anspruch auf 
Hilfsmittel, soweit diese für die Fortbewegung, die Herstellung des Kontaktes mit 
der Umwelt oder für die Selbstvorsorge notwendig sind (Abs. 1). Anspruch auf 
die in der Liste mit (*) bezeichneten Hilfsmittel setzt zusätzlich voraus, dass sie 
für die Ausübung einer Erwerbstätigkeit oder die Tätigkeit im Aufgabenbereich, 
für die Schulung, die Ausbildung, die funktionelle Angewöhnung oder für die in 
der zutreffenden Ziffer des Anhangs ausdrücklich genannte Tätigkeit notwendig 
sind (Abs. 2). 

1.5 Hat eine versicherte Person Anspruch auf ein Hilfsmittel, das auf der Liste 
des Bundesrates steht, so kann sie ein anderes Mittel wählen, das dieselben 
Funktionen erfüllt. Die Versicherung übernimmt die Kosten für das gewählte 
Hilfsmittel, jedoch höchstens bis zu dem Betrag, den sie für das Hilfsmittel aus 
der Liste aufgewendet hätte (Art. 21bis Abs. 1 und 2 IVG; Art. 2 Abs. 5 HVI). 

Austauschbefugnis bedeutet dabei, dass die versicherte Person auf der Grund-
lage und nach Massgabe des Gesetzes mit einer Geldzahlung zu entschädigen 
ist, wenn sie aus schützenswerten Gründen von einem gesetzlichen Leistungs-
anspruch keinen Gebrauch macht und statt dessen einen funktionell gleichen 
Behelf zur Erreichung desselben gesetzlichen Zieles wählt, wobei sich das Krite-
rium der schützenswerten Gründe mit demjenigen der funktionellen Gleichartig-
keit deckt, sofern die Austauschbefugnis bejaht wird. Der Kerngehalt der Aus-
tauschbefugnis liegt darin, dass es grundsätzlich ohne Bedeutung ist, auf wel-
chem Weg oder durch welches Mittel das gesetzliche Ziel angestrebt wird (BGE 
131 V 107 Erw. 3.2.1; Urteil Bundesgericht 9C_36/2010 vom 7.4.2010 Erw. 7, je 
mit weiteren Hinweisen). Umfasst das von der versicherten Person angeschaffte 
Hilfsmittel auch die Funktion eines ihr an sich zustehenden Hilfsmittels, so steht 
einer Gewährung von Amortisations- und Kostenbeträgen nichts entgegen; diese 
sind auf der Basis der Anschaffungskosten des Hilfsmittels zu berechnen, auf 

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das die versicherte Person Anspruch hat (BGE 131 V 107 Erw. 3.2.3; vgl. auch 
Erwin Murer, Invalidenversicherungsgesetz Art. 1-27bis IVG, Stämpflis Handkom-
mentar 2014, nachfolgend SHK IVG Art. 21-21quater N 381ff.).

1.6 Laut Ziff. 2.01 der im Anhang zur HVI enthaltene Liste (HVI-Anhang) wer-
den Beinorthesen gemäss Tarifvertrag mit dem Schweizerischen Verband der 
Orthopädie-Techniker (SVOT) vergütet. Ziff. 2.01 HVI-Anhang ist nicht mit (*) be-
zeichnet. 

Schuhwerk und orthopädische Schuheinlagen werden laut Ziff. 4 HVI-Anhang 
gemäss Tarifvertrag mit dem Schweizerischen Verband Fuss & Schuh (SSOMV) 
vergütet. Orthopädische Massschuhe und orthopädische Serienschuhe einsch-
liesslich Fertigungskosten (Ziff. 4.01 HVI-Anhang), Orthopädische Änderungen 
und Schuhzurichtungen an Konfektionsschuhen oder orthopädischen Spezial-
schuhen (Ziff. 4.02 HVI-Anhang) und Orthopädische Spezialschuhe (Ziff. 4.03 
HVI-Anhang) ist nicht mit (*) bezeichnet. 

Orthopädische Schuheinlagen (Ziff. 4.05 HVI-Anhang) sind dagegen mit (*) be-
zeichnet; deren Vergütung erfolgt nur, sofern sie eine notwendige Ergänzung ei-
ner medizinischen Eingliederungsmassnahme darstellen.

1.7 Nach Art. 12 Abs. 1 IVG haben Versicherte bis zum vollendeten 20. Alters-
jahr Anspruch auf medizinische Massnahmen, die nicht auf die Behandlung des 
Leidens an sich, sondern unmittelbar auf die Eingliederung ins Erwerbsleben 
oder in den Aufgabenbereich gerichtet und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit 
oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, dauernd und wesent-
lich zu verbessern oder vor wesentlicher Beeinträchtigung zu bewahren.

Als medizinische Massnahmen im Sinne von Art. 12 IVG gelten gemäss Art. 2 
Abs. 1 IVV u.a. namentlich physiotherapeutische Vorkehren, die eine als Folge-
zustand eines Geburtsgebrechens, einer Krankheit oder eines Unfalls eingetre-
tene Beeinträchtigung der Körperbewegung, der Sinneswahrnehmung oder der 
Kontaktfähigkeit zu beheben oder zu mildern trachten, um die Erwerbsfähigkeit 
oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, dauernd und wesent-
lich zu verbessern oder vor wesentlicher Beeinträchtigung zu bewahren. Die Mass-
nahmen müssen nach bewährter Erkenntnis der medizinischen Wissenschaft 
angezeigt sein und den Eingliederungserfolg in einfacher und zweckmässiger 
Weise anstreben (vgl. auch Rz. 6.1 des Kreisschreibens des Bundesamtes für 
Sozialversicherungen über die medizinischen Eingliederungsmassnahmen der 
Invalidenversicherung, KSME; in der aktuell geltenden Fassung).

Physiotherapie im Rahmen von medizinischen Massnahmen gemäss Art. 12 IVG 
ist nach den Vorgaben von Rz. 32 KSME zu verfügen (vgl. Rz. 1040 KSME). Die 

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Physiotherapie als medizinische Massnahme gemäss Art. 12 IVG ist nicht not-
wendigerweise und grundsätzlich eine medizinische Eingliederungsmassnahme. 
Sie wird erst zu einer solchen, wenn sie sich deutlich vom eigentlichen Behand-
lungsplan des primären Leidens abhebt, wenn sie sich gegen relativ stabilisierte 
krankhafte Zustände und unmittelbar auf die berufliche Eingliederung richtet 
(Rz. 1038 KSME mit Hinweisen auf Rz. 60, 65 und 1004 ff. KSME).

2.1 Nach Rz. 2017 des Kreisschreibens des Bundesamtes für Sozialversiche-
rungen über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Invalidenversicherung (KHMI; 
in der aktuell gültigen Fassung) kann Schuhwerk nur auf ärztliche Verordnung 
hin abgegeben werden. Der orthopädische Schuhmachermeister entscheidet 
über die Ausführung. 

2.2 Mit Kostenvoranschlag von O.________ vom 21. November 2018 wurde - 
unter Bezugnahme auf die ärztliche Verordnung von Dr.med. F.________ (auf 
der Rückseite; vgl. vorinstanzliche Vernehmlassung vom 12.4.2019 im Verfahren 
VGE I 2019 21 = IV-act. 100-2/4 Ziff. 2) - um Kostengutsprache für "Orthopädi-
sche Schuheinlagen, mit durchgehender Basis, schwieriger Fall, beidseitig" über 
Fr. 528.80 ersucht (IV-act. 91).

Die im Kostenvoranschlag vom 21. November 2018 nach Tarif 326 (Orthopädie-
schuhtechnik) Kapitel 31.413.22 (Orthopädische Schuheinlagen, mit durchge-
hender Basis, schwieriger Fall, beidseitig) der Tarifpreisliste des SSOMV (aktuel-
ler OSM-Tarifbrowser ist in Rz. 2020.1 KHMI verlinkt) offerierten "Orthopädische 
Schuheinlagen" beschlagen eine Hilfsmittelversorgung gemäss Ziff. 4.05 (*) HVI-
Anhang. Deren Vergütung erfolgt nur, sofern sie eine notwendige Ergänzung ei-
ner medizinischen Eingliederungsmassnahme darstellt (vgl. Erw. 1.3, 1.6 in fine 
und 1.7 hiervor). 

Damit fällt Ziff. 4.01 HVI-Anhang als direkte Anspruchsgrundlage für die Or-
thopädische Schuheinlagen ausser Betracht. 

2.3 Mit ärztlicher Verordnung vom 15. Oktober 2018 (welche ursprünglich ver-
sehentlich nicht in die IV-Akten übernommen wurde; vgl. vorinstanzliche Ver-
nehmlassung vom 12.4.2019 im Verfahren VGE I 2019 21 = IV-act. 100-2/4 Ziff. 
2) verordnete Dr.med. F.________ bei Diagnose "Pes planovalgus bds., St.n. 
Spitzfuss Gipsen bds. in Kindheit" eine "Massbettung für Arbeitsschuh in orthop. 
Serienschuh bds. guter Stütze unter Sustentaculum Tali" (IV-act. 100-4/4). 

Diese ärztliche Verordnung betrifft die Hilfsmittelversorgung "Orthopädische 
Massschuhe und orthopädische Serienschuhe einschliesslich Fertigungskosten" 
gemäss Ziff. 4.01 HVI-Anhang. 

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2.4 Zu prüfen ist daher zunächst, ob der Versicherte gestützt auf die Aus-
tauschbefugnis (vgl. dazu Erw. 1.5 hiervor) den strittigen Kostenbetrag bean-
spruchen kann. Dies setzt voraus, dass entsprechend der ärztlichen Verordnung 
vom 15. Oktober 2018 ein Anspruch auf orthopädische Massschuhe oder or-
thopädische Serienschuhe besteht (vgl. Ziff. 4.01 HVI-Anhang), wobei orthopädi-
sche Massschuhe unbestrittenermassen nicht in Frage kommen. 

3.1.1  Dr.med. G.________ (Kinderärztin N.________) hielt im Arztbericht zu-
handen der Invalidenversicherung vom 10. September 2003 eine zunehmende 
Spastizität der unteren Extremitäten beim Versicherten fest, er könne nicht flach 
auf den Füssen abstehen (IV-act. 5-2/2). Gestützt auf eine Verordnung von 
Dr.med. H.________ (Arzt Pädiatrie im Kinderspital D.________) für eine 
"Knöchelübergreifende Nachtlagerungsschiene rechts bei distaler Tonuser-
höhung unter IV 395" (IV-act. 11-3/3) unterbreitete die P.________AG einen Kos-
tenvoranschlag für eine Unterschenkel-Orthese mit Fussteil (IV-act. 11-1/3), für 
welche die IV-Stelle am 2. Februar 2004 Stelle als Behandlungsgerät des Ge-
burtsgebrechens Ziff. 395 Kostengutsprache erteilte (IV-act. 13).

3.1.2  Am 16. Oktober 2006 diagnostiziert Dr.med. I.________ (Oberarzt Chirur-
gische Klinik Kinderspital D.________) beim Versicherten "flexible Plattfüsse 
re>li" und verordnete eine Schuhzurichtung mit Varisation der Fersen und Dero-
tation im Vorfuss beidseits (IV-act. 14-3/3). Für den gestützt darauf von der 
P.________AG unterbreiteten Kostenvoranschlag für eine durchgehende Fuss-
bettung beidseits vom 17. November 2006 wies die IV-Stelle eine Kostenüber-
nahme mit Verfügung vom 15. Januar 2007 ab, weil Schuheinlagen nur von der 
IV zu übernehmen sind, sofern sie eine wesentliche Ergänzung einer medizini-
schen Eingliederungsmassnahme darstellen, und seit 30. Juni 2004 keine medi-
zinischen Massnahmen mehr erfolgten (IV-act. 19).

3.1.3  Im Bericht vom 27. Februar 2007 führten Dres.med. Q.________ (LA Neu-
ropädiatrie, Kinderspital D.________) und R.________ (Spezialärztin Neuropä-
diatrie, Kinderspital D.________) u.a. aus, beim Versicherten handle es sich um 
einen ehemaligen Zehenspitzengänger, der mittlerweile jedoch an beidseitigen 
Plattfüssen leide und einen unzureichenderen Kraftaufbau zeige. Das gesamte 
klinische Bild spreche für eine primäre Myopathie. Laborchemische und elektro-
kardiologische Untersuchungen hätten jedoch in allen Befunden Normalbefunde 
gezeigt. Daher könne die Verdachtsdiagnose der Myopathie zum aktuellen Zeit-
punkt nicht bewiesen werden, weswegen kein Geburtsgebrechen Ziff. 184 bean-
tragt werden könne. Für eine elektive Muskelbiopsie gebe es keine medizinische 
Indikation. Sollte der Versicherte jedoch einmal aus einem anderen Grund ope-

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riert werden, würden sie eine Muskelbiopsie mit durchführen lassen. Ein Ge-
burtsgebrechen Ziff. 390 liege eindeutig nicht vor (IV-act. 21).

3.1.4  Am 19. Oktober 2010 verordnete Dr.med. I.________ bei der Diagnose 
"Abduktionsknickfüsse bds" 1 Paar OSSA-Orthesen mit Varisation Rückfuss und 
Adduktion Vorfuss plus Beratung Schuhe für Winter (IV-act. 33-2/2).

Im Arztbericht zuhanden der IV-Stelle vom 8. März 2011 erhob Dr.med. 
I.________ die Diagnose: flexible Plattfüsse bds, bestehend seit 2006. In der 
Anamnese wurde ausgeführt, als Kleinkind sei der Versicherte wegen habituel-
lem Spitzfussgang physiotherapeutisch behandelt worden, ab 2006 sei er dann 
wegen zunehmender Schwäche des Fusslängsgewölbes mit Subluxation talona-
vikulär gesehen worden. Im ärztlichen Befund wurde festgehalten: "FersenBal-
lengang. Aussenrotation der Füsse. Knickfuss bds und Vorfussabduktion bds mit 
Beschwielung medialseits am aufgehobenen Längsgewölbe". Bei vollständiger 
Luxation talonavikulär ergebe sich eine schlechte Prognose wegen Fehlbelas-
tung und fehlendem Längsgewölbe. Bei Erhalt des Längsgewölbes könne die 
normale Gehfähigkeit erhalten werden (IV-act. 34-1f./5). Im Beiblatt dazu hielt 
Dr.med. I.________ in Beantwortung der Frage 1 nach anatomischen Verände-
rungen der Füsse wiederum den Einbruch des Längsgewölbes mit Beschwielung 
medial fest (mit Verweis auf die Röntgenbeilagen vom 19. Oktober 2010) und er 
wiederholte die Notwendigkeit von OSSA-Orthesen, evtl. mit dazu passenden Or-
thesenschuhen (ad Fragen 2, 5, 8 und 9; IV-act. 34-3ff./5). Mit Schreiben vom 15. 
April 2011 an die IV-Stelle bekräftigte Dr.med. I.________, dass der Versicherte 
auf OSSA-Orthesen angewiesen sei (IV-act. 38).

Gemäss Abklärungsergebnis des SAHB Hilfsmittel-Zentrums vom 25. Juli 2011 
erfüllte die OSSA-Orthese den Zweck der Korrektur/Aufrichtung und Stabilisation 
des Rück- und Mittelfusses beim Knicksenkfuss. Sofern ein direkter Zusammen-
hang der Knicksenkfüsse mit dem Geburtsgebrechen bestehe, könne die OSSA-
Orthese nach ihrem Erachten als medizinische Massnahme/Behandlungsgerät 
unter Ziff. 4.05 (*) HVI-Anhang übernommen werden. Die Spezialschuhe würden 
ebenfalls unter Ziff. 4.05 (*) HVI-Anhang fallen (IV-act. 51-2/5).

Laut dem Gremiumsentscheid der IV-Stelle vom 6. September 2011 waren die 
OSSA-Orthesen im Rahmen von Rz. 2.01 HVI-Anhang (Beinorthesen) als ei-
genständiges Hilfsmittel zu übernehmen (IV-act. 52). Gestützt darauf erklärte die 
IV-Stelle mit Mitteilung vom 15. September 2011, die Kosten für Fussorthese 
(OSSA-Orthesen) inkl. notwendige Spezialschuhe für Orthesen für den Zeitraum 
vom 1. Dezember 2010 bis 30. November 2020 zu übernehmen (IV-act. 54).

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3.1.5  Dr.med. K.________ (Facharzt Orthopädische Chirurgie und Traumatolo-
gie des Bewegungsapparates/zertifizierter med. Gutachter SIM, RAD Zentral-
schweiz) hielt mit Stellungnahme vom 26. Juli 2012 fest, die bezeichneten Platt-
füsse liessen sich per definitionem nicht dem Geburtsgebrechen Ziff. 193 oder 
einem andern Geburtsgebrechen zuordnen und sie würden vorderhand auch in 
keinem ersichtlichen Zusammenhang mit dem plausibel verfügten Geburtsgebre-
chen Ziff. 404 stehen, weshalb Fahrtkosten für Plattfusskontrollen nicht zu Lasten 
der IV gehen sollten. Gemäss dem Abklärungsergebnis der SAHB sollte die OS-
SA-Orthese nur bei einem plausiblen Zusammenhang mit einem Geburtsgebre-
chen zugesprochen werden, was im Fall nicht zutreffe (IV-act. 62).

Im Einwand gegen den leistungsablehnenden Vorbescheid vom 9. August 2012 
führte Dr.med. L.________ (Facharzt FMH für Innere Medizin, N.________) aus, 
die angeführten sogenannten Plattfüsse seien lediglich Teil eines allgemeinen 
Geburtsleidens mit Haltungsschaden, welcher - von der IV anerkannt - kranken-
gymnastisch seit längerer Zeit erfolgreich behandelt werde (IV-act. 66). 

3.1.6  Dr.med. L.________ hielt im Arztbericht vom 27. April 2014 u.a. fest, die 
Versorgung mit medizinischen Schuhen sei noch nicht abgeschlossen, da der 
Versicherte noch wachse (IV-act. 76-2/2).

3.2 Im Sprechstundenbericht von Dr.med. F.________ vom 17. Oktober 2018 
über die Behandlung/Konsultation vom 15. Oktober 2018, welcher - wie die ärzt-
liche Verordnung vom 15. Oktober 2018 (vgl. dazu Erw. 2.3 hiervor) - nicht in die 
IV-Akten übernommen worden war, obschon die Vorinstanz nach dessen Zusen-
dung durch Dr.med. F.________ (Eingang IV-Stelle am 24.9.2019) gegenüber 
diesem Arzt erklärte, dass sie diesen Bericht bereits in den Unterlagen gehabt 
habe (vgl. IV-act. 110), wurde u.a. festgehalten (IV-act. 109, Schreibweise 
gemäss Original):

Diagnose
1. Pes planovalgus bds.

• Schmaler schlanker Fuss bds.
• St.n. Schienenbehandlung bei Spitzfuss in früher Kindheit

Anamnese
(…). Der Patient und der anwesende Vater berichten über die Kindheit mit dem In-
itialen Spitzfussgang und mehrfacher Schienenversorgung im Kantonsspital. Da-
nach ging es eigentlich immer gut der Patient hat früher freizeitmässig Karate ge-
macht. Nun geringe sportliche Belastung da der Patient viel auf den Füssen steht 
und eingebunden ist in der Ausbildung zum FaGe. Beschwerden hat er an jedem 
Arbeitstag wo er länger steht abends am Unterschenkel. Früher hatte er keine Be-
schwerden. Einlagenversorgung in der Kindheit seither nicht mehr. Frage nach Be-
urteilung und mögliche Massnahmen.
Befunde
Patient in Freizeitsportschuhen ohne spezifische Zurichtung vermehrt abgelaufen 
ist die Fersenregion lateral beidseits. Im Barfussgang Pes planovalgus der im Pla-

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nus kaum und im Valgus auch nicht mehr ausreichend aufgerichtet wird im Zehen-
stand und -Gang beidseits. Fersenstand problemlos. In der sitzenden Untersu-
chung deutliche Druckdolenz im Sinne der Hauptbeschwerden retrotibial im Be-
reich der Flexoren. OSG frei Valgisation vollständig redressierbar Mittelfuss un-
auffällig Vorfuss ebenfalls Druckdolenz FHL beidseits. Keine Hautläsion. Keine 
Metatarsalgiebeschwerden.
Röntgen Wyss und Salzmann beidseits von heute: 
Langer schmaler Fuss mit röntgendichtem Material DD Knocheninsel Basis Dig4 
Grundglied links. Dreigliedrige D5 beidseits. Deutlicher Rückfussvalgus beidseits 
Abflachung Längsgewölbe beidseits mit prominentem Processus posterior DD Os 
trigonum beidseits und Talus Exostose am Talushals dorsal rechts leichtes Krallen 
der Zehen insbesondere auf der linken Seite. Ansonsten altersentsprechender 
Normalbefund bezüglich der Gelenksabnutzung.
Prozedere
Pes planovalgus beidseits Fehlstellung mit langem schmalen Fuss. Wir empfehlen 
Fussübungen die heute gezeigt werden zur Kräftigung der Flexoren und der Inver-
toren. Zusätzliche Einlagenversorgung für den Arbeitsschuh. Bei Beschwerdefrei-
heit Kontrolle in einem Jahr ansonsten Wiedervorstellung in 3-4 Monaten zur er-
neuten Beurteilung dann gegebenenfalls Diskussionen einer Anpassung nach 
biomechanischer Untersuchung oder anderen Massnahmen.

3.3 Am 20. November 2019 beantwortete Dr.med. F.________ die ihm von der 
Vorinstanz am 9. September 2019 gestellten Fragen wie folgt (IV-act. 108-1f./5 
i.V.m. IV-act. 111-1/4): 

1. Welche Schuhversorgung ist aus Ihrer Sicht bei diesem Versicherten notwendig 
und stellt eine einfache und zweckmässige Versorgung dar?

Der Patient braucht wie verordnet eine orthopädische Massbettung in einem or-
thopädischen Serienschuh.

2. Aus welchen Gründen benötigte der Versicherte seit der letzten Versorgung im 
Jahr 2012 keine orthopädischen Schuhe mehr?

Ob und welche Versorgung der Patient seit der letzten Versorgung 2012 getragen 
hatte ist mir nicht bekannt.

3. Entspricht die von O.________ abgegebene orthopädische Schuheinlage 
gemäss Rz. 4.05* HVI nun einer einfachen und zweckmässigen Versorgung?

Die verordnete-Versorgung ist zweckmässig, wenn Sie den beschriebenen Kriteri-
en der medialen Stütze und der weiteren Anpassung im Sinne einer Massbettung 
im orthopädischen Serienschuh entspricht.

4. Reicht eine orthopädische Schuheinlage in einem Konfektionsschuh oder allen-
falls in einem orthopädischen Spezialschuh für Einlagen aus oder ist aus 
fachärztlicher Sicht allenfalls ein orthopädischer Serienschuh einschliesslich 
Fertigungskosten gemäss Rz 4.01 HVI notwendig? Wir bitten um Begründung, 
welche Schuhversorgung aufgrund der vorliegenden Diagnosen angezeigt ist 
bzw. weshalb allenfalls nur eine orthopädische Schuheinlage abgegeben wur-
de. 

Eine einfache Schuheinlage in einem Konfektionsschuh ist nicht ausreichend. Erfor-
derlich ist ein vorkonfektionierter sogenannter orthopädischer Serienschuh mit ein-
gebrachter Massbettung in entsprechender Grösse und angepasst auf den Fuss.

5. Dr. med. M.________ (Hausarzt) hat im März 2019 eine erste Verordnung für 
Physiotherapie ausgestellt. Benötigt die versicherte Person betreffend der Diag-
nose (Pes planovalgus bds.) aus Ihrer Sicht eine Physiotherapie. Wenn ja, ist 

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aus Ihrer Sicht aufgrund der vorliegen Fussproblematik eine längerdauernde 
medizinische Behandlung in Form einer Physiotherapie notwendig? Wenn ja, 
für welche Dauer? Was ist der Zweck der Physiotherapie?

Physiotherapie ist sinnvoll bei der genannten Diagnose des Patienten. Initial emp-
fiehlt sich ein oder zwei Serien durchzuführen und an die Übungen in der Selbst-
therapie weiterzuführen. Je nach lokalen Situationen, Schwellung und Entzündung 
könnte eine weitere Physiotherapie sinnvoll sein hierfür wäre jedoch eine Beurtei-
lung erforderlich. Zu diskutieren wäre bei weiterer Trainingsbehandlung auch eine 
MTT Therapie.

3.5 Am 22. Januar 2020 beantwortete der eidg.dipl. Orthopädie-Schuhmacher-
meister O.________ die ihm von der Vorinstanz am 16. Januar 2020 gestellten 
Fragen wie folgt (IV-act. 112 i.V.m. IV-act. 113-1/3):

1. Aus welchen Gründen haben Sie im November 2018 eine Orth. Schuheinlage 
offeriert, obwohl Dr. Krapf eine Massbettung in orth. Serienschuhen verordnete?

2. Welche Versorgung sehen Sie als Orthopädieschuhmachermeister für diesen 
Vers. als notwendige sowie einfache und zweckmässige Versorgung? Wir bitten 
Sie, um kurze Begründung. 

3. Können Sie die Antwort von Dr. Krapf bezüglich Notwendigkeit eines orth. Seri-
enschuhs inkl. Massbettung unterstützen oder wie beurteilen Sie das Antworts-
chreiben von Dr. Krapf vom 20.11.2019?

Herr … hat schlanke Knick- Senkfüsse beidseitig, die wie verordnet mit einer me-
dialen Abstützung versorgt werden müssen. Dies kann meines Erachtens mittels 
einer stabilen, medial abstützenden orthopädischen Schuheinlage erfolgen. Die 
Einlage kann in gewöhnliche Konfektionsschuhe getragen und gewechselt werden. 
Die Konfektionsschuhe sollten allerdings eine gute Hinterkappe und einen stabilen 
Schuhboden aufweisen. Stabilisierende Sportschuhe oder gute Halbschuhe findet 
man in guten Schuhgeschäften.
Orthopädische Serienschuhe sind angezeigt, wenn mit einfacheren Massnahmen 
keine passende Schuhversorgung vorgenommen werden kann. Orthopädische Se-
rienschuhe sind Halbfertigfabrikate, die mittels orthopädischer Fussbettung und or-
thopädischer Schuhzurichtung fertiggestellt werden. Bei erheblichen Disproportio-
nen von Länge und Breite oder wenn wegen aussergewöhnlichen Volumenverhält-
nissen keine „normalen" Schuhe getragen werden können, sind solche Spezial-
schuhe indiziert.
Bei Herrn … ist dies nicht der Fall. Die Füsse haben normale Proportionen und der 
Schuh muss nicht orthopädie-schuhtechnisch zugerichtet werden. Nur eine Mass-
bettung ist in diesem Falle keine Indikation für einen orthopädischen Serienschuh.

4.1 Im Vorbescheid vom 30. Januar 2020 (IV-act. 115) und in der Verfügung 
vom 12. März 2020 (IV-act. 116) wurde die Kostengutsprache für orthopädische 
Schuheinlagen sowie orthopädische Schuheinlagen im Wesentlichen mit der Be-
gründung abgewiesen, die Rückfrage beim eidg.dipl. Orthopädieschuhmacher-
meister habe ergeben, dass beim Versicherten aufgrund der vorliegenden Fuss-
problematik die Versorgung mit einer orthopädischen Schuheinlage genüge und 
als einfach und zweckmässig beurteilt werden könne. Die Schuheinlagen könn-
ten in stabilen Konfektionsschuhen getragen werden. Eine Versorgung mit or-
thopädischen Serienschuhen sei nicht angezeigt.

13

4.2 In der Beschwerdeschrift vom 30. April 2020 wird u.a. gerügt, dass der 
Versicherte gemäss Dr.med. F.________ eine orthopädische Massbettung in ei-
nem orthopädischen Serienschuh benötige. Entgegen dieser klaren Verordnung 
des Facharztes stelle die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung 
in einseitiger Weise auf die Angaben des Orthopädieschuhmachermeisters ab. 
Laut Dr.med. F.________ sei die Indikation für ein Hilfsmittel gemäss Ziff. 4.01 
HVI-Anhang gegeben, weswegen Kostenzusprache zu gewähren sei (Ziff. 4 S. 
4).

4.3 Die Vorinstanz macht in ihrer Vernehmlassung vom 2. Juni 2020 hierzu u.a. 
geltend (Ziff. 14 ff. S. 5 f.), Dr.med. F.________ begründe in Schreiben vom 20. 
November 2019 (IV-act. 111-1/4) seinen Standpunkt nicht, dass eine orthopädi-
sche Massbettung in einem orthopädischen Serienschuh erforderlich sei. Der 
eidg.dipl. Orthopädie-Schuhmachermeister O.________ erläutere am 22. Januar 
2020 (IV-act. 113-1/3), dass der Versicherte schlanke Knick-Senkfüsse beidseitig 
habe, die mit einer medialen Abstützung versorgt werden müssten. Dies könne 
mittels einer stabilen, medial abstützenden orthopädischen Schuheinlage erfol-
gen. Da die Füsse des Versicherten normale Proportionen hätten, müsse der 
Schuh nicht orthopädisch-schuhtechnisch zugerichtet werden. Nur eine Massbet-
tung sei in diesem Fall keine Indikation für einen orthopädischen Serienschuh. 
Entscheidend sei, dass alle Anordnungen im vorliegenden Fall gemäss der be-
gründeten Darstellung des Experten für Serienschuhanfertigungen auch mit einer 
Schuheinlage erfüllt werden könnten und hierzu kein Serienschuh erforderlich 
sei.

5.1 Die vom Facharzt Dr.med. F.________ am 17. Oktober 2018 beim Versi-
cherten gestellte Diagnose (1. Pes planovalgus bds • Schmaler schlanker Fuss 
bds. • St.n. Schienenbehandlung bei Spitzfuss in früher Kindheit; vgl. IV-act. 109) 
wird von der Vorinstanz ausdrücklich nicht in Frage gestellt, ebensowenig die von 
ihm formulierten Anforderungen an die Stütze des Fusses (Vernehmlassung vom 
2.6.2020 Ziff. 20 S. 6). 

Folglich ist ausgewiesen, dass beim Versicherten eine pathologische Fussform 
und -funktion vorliegt. Dies stimmt sowohl mit der in vorstehenden Erw. 3 wieder-
gegebenen medizinischen Aktenlagen überein, als auch mit dem Gremiumsent-
scheid der IV-Stelle vom 6. September 2011, die OSSA-Orthesen - zwecks Kor-
rektur/Aufrichtung und Stabilisation des Rück- und Mittelfusses beim Knicksenk-
fuss - inkl. notwendige Spezialschuhe für Orthesen als eigenständiges Hilfsmittel 
im Rahmen von Rz. 2.01 HVI-Anhang (Beinorthesen) ab 1.12.2010 bis 
30.11.2020 zu übernehmen (vgl. IV-act. 52 und 54; VGE I 2019 21 Erw. 3.1).

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5.2 Soweit die Vorinstanz ausführt, dass Dr.med. F.________ im Schreiben 
vom 20. November 2019 (IV-act. 111-1/4) seinen Standpunkt nicht begründe, wo-
nach eine orthopädische Massbettung in einem orthopädischen Serienschuh er-
forderlich sei, übersieht sie, dass dieser Facharzt in seinem [im Verfahren VGE I 
2019 21 nicht IV-Aktendossier enthaltenen] Arztbericht vom 17. Oktober 2018 
über die Behandlung/Konsultation vom 15. Oktober 2018 (IV-act. 109) die beim 
Versicherten vorhandene Fussproblematik und die pathologische Fussform an-
hand von Anamnese, eigenen Untersuchungen sowie bildgebenden Verfahren 
und unter Berücksichtigung der geklagten Beschwerden erhoben und seine Be-
funde detailliert wiedergegeben hat.

Die ärztliche Verordnung einer "Massbettung für Arbeitsschuh in orthop. Serien-
schuh bds. guter Stütze unter Sustentaculum Tali" vom 15. Oktober 2018 (IV-act. 
100-4/4) basiert mithin nicht auf einem unbegründeten Standpunkt, sondern auf 
dem die streitigen Belange umfassenden, auf allseitigen Untersuchungen beru-
henden Arztbericht vom 17. Oktober 2018 (IV-act. 109; vgl. Erw. 1.2 hiervor).

5.3 Aus der Diagnose, den Befunden und dem formulierten Prozedere im Arzt-
bericht vom 17. Oktober 2018 ergibt sich zweifelsfrei, dass die Form und die Pro-
portionen der Füsse des Versicherten von Dr.med. F.________ erkannt und 
berücksichtigt worden sind (vgl. IV-act. 109), weswegen die Feststellung im 
Schreiben des Orthopädie-Schuhmachermeisters O.________, wonach der Ver-
sicherte schlanke Knick-Senkfüsse mit normalen Proportionen habe, bei denen 
nach seinem Erachten die mediale Abstützung mittels einer stabilen, medial ab-
stützenden orthopädischen Schuheinlage erfolgen könne (IV-act. 113-1/3), die 
fachärztliche Verordnung vom 15. Oktober 2018 per se nicht in Frage zu stellen 
vermag. 

Die unter 'Befunde' im Arztbericht vom 17. Oktober 2018 (IV-act. 109) beschrie-
benen Fussprobleme (vgl. IV-act. 109), welche Dr.med. F.________ zusammen 
mit der pathologischen Fussform zu seiner ärztlichen Verordnung vom 15. Okto-
ber 2018 (IV-act. 100-4/4) führten, waren dem Orthopädie-Schuhmachermeisters 
O.________ - soweit aus den Akten ersichtlich - nicht im Detail bekannt. Jeden-
falls wurde ihm mit dem Fragekatalog der Vorinstanz vom 22. Januar 2020 (IV-
act. 112) zwar das Antwortwortschreiben von Dr.med. F.________ 20. November 
2019 (IV-act. 111-1f./4) zugestellt, nicht aber der Arztbericht vom 17. Oktober 
2018 (IV-act. 109), zu welchem sich der Orthopädie-Schuhmachermeisters 
O.________ im Schreiben vom 22. Januar 2020 (IV-act. 113-1/3) denn auch 
nicht geäussert hat. 

15

5.4 Die Vorinstanz hält unter Hinweis auf Rz. 2017 KHMI fest, dass der or-
thopädische Schuhmachermeister über die Ausführung (des Schuhwerks) ent-
scheidet (Vernehmlassung vom 2.6.2020 Ziff. 16 S. 5). Dabei unterlässt sie es, 
den ersten Satz dieser Rz. 2017 KHMI zu erwähnen, wonach Schuhwerk nur auf 
ärztliche Verordnung hin abgegeben werden kann (vgl. Erw. 2.1 hiervor).

Der von der Vorinstanz im folgenden dargelegte Ausbildungsweg eines orthopä-
dischen Schuhmachermeisters (Vernehmlassung vom 2.6.2020 Ziff. 17 S. 5) 
führt zu keinem anderen Ergebnis als dass die dergestalt absolvierte - zweifellos 
anspruchsvolle Ausbildung - dazu befähigt, im Sinne von Rz. 2017 KHMI über 
die Ausführung des Schuhwerks zu entscheiden; nicht jedoch dazu, eine ärztli-
che Verordnung zur Abgabe des Schuhwerks auszustellen. Nicht anders ergibt 
sich aus dem von der Vorinstanz in der erwähnten Ziff. 17 der Vernehmlassung 
vom 2. Juni 2020 zitierten Qualitätssicherungsvertrag zwischen den Sozialversi-
cherern und dem SSOMV (S. 6), worin u.a. verlangt wird, dass die Hilfsmittel u.a. 
den ärztlichen Vorgaben entsprechen muss. 

Soweit die Vorinstanz in der Vernehmlassung vom 2. Juni 2020 (Ziff. 18) aus-
führt, dass orthopädische Serienschuhe bei komplexen, schwierigen und proble-
matischen Fussveränderungen indiziert seien, welche deutliche Funktionsstörun-
gen sowie Deformationen aufweisen, vermag auch dies nichts daran zu ändern, 
dass die Beurteilung, ob diese Voraussetzungen im Einzelfall gegeben sind, dem 
(Fach)arzt obliegt, welcher die entsprechende ärztliche Verordnung ausstellt.

6.1 Zusammenfassend ist mit der ärztlichen Verordnung vom 15. Oktober 2018 
i.V.m. dem Arztbericht von Dr.med. F.________ vom 17. Oktober 2018 (IV-act. 
100-4/4 und 109) ein krankhafter Zustand bzw. eine pathologische Fussform als 
medizinischen Voraussetzungen zur Versorgung mit einer Massbettung in einem 
orthopädischen Serienschuh hinreichend ausgewiesen, so dass davon auszuge-
hen ist, dass eine Hilfsmittelversorgung gemäss Ziff. 4.01 HVI-Anhang medizi-
nisch indiziert ist (vgl. Erw. 1.1 f. und Erw 5.1 f. hiervor).

Die Beantwortung der am 16. Januar 2020 von der Vorinstanz gestellten Fragen 
durch den orthopädischen Schuhmachermeister O.________ vom 22. Januar 
2020 (IV-act. 112) vermögen die medizinisch indizierten Versorgung gemäss der 
ärztlichen Verordnung vom 15. Oktober 2018 (IV-act. 100-4/4) nicht in Frage zu 
stellen (Erw. 5.3 f. hiervor).

6.2 Der Versicherte hat, statt vom gesetzlichen Leistungsanspruch Gebrauch 
zu machen, einen gemäss dem eidg. dipl. orthopädischen Schuhmachermeister 
O.________ funktionell gleichen Behelf zur Erreichung desselben gesetzlichen 
Eingliederungszieles - vorrangig die verbesserte Fortbewegung, aber auch die 

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Ausbildung zum Fachmann Gesundheit - in Anspruch genommen. Damit sind die 
Voraussetzungen für die Anwendung der Austauschbefugnis im vorliegenden 
Fall erfüllt (Art. 21bis Abs. 1 und 2 IVG; Art. 2 Abs. 5 HVI; Erw. 1.5 hiervor). 

6.3 Im Ergebnis hat der Beschwerdeführer auf der Grundlage des Instituts der 
Austauschbefugnis Anspruch auf Kostengutsprache für das beantragte Hilfsmittel 
(vgl. Erw. 1.5 hiervor). Damit erweist sich die Beschwerde als begründet, wes-
halb sie gutzuheissen ist. 

7. Bei diesem Ergebnis kann vorliegend offenbleiben, ob die am 13. März 
2019 von Dr.med. M.________ ausgestellte und mit der Diagnose "Pes planova-
rus beidseits, Fehlstellung mit langen schmalen Fuss" begründeten Verordnung 
zur Physiotherapie (IV-act. 103-3/3) eine medizinische Eingliederungsmassnah-
me darstellt, welche einen Anspruch auf die im Kostenvoranschlag des eidg. dipl. 
orthopädischen Schuhmachermeisters O.________ vom 21. November 2018 of-
ferierten "Orthopädischen Schuheinlagen" gemäss Ziff. 4.05 (*) HVI-Anhang als 
wesentliche Ergänzung dazu begründen würde (vgl. Erw. 1.3, 1.6 in fine, Erw. 
1.7 hiervor), und ob die vorinstanzlichen Abklärungen hierzu (vgl. IV-act. 108-2/5) 
eine entsprechende Beurteilung überhaupt zulassen würden.

8. Dem Verfahrensausgang entsprechend gehen die Verfahrenskosten zulas-
ten der Vorinstanz. Zudem hat die Vorinstanz dem beanwalteten Beschwerdefüh-
rer eine Parteientschädigung zu entrichten.

Die Bemessung der Parteientschädigung richtet sich nach dem Gebührentarif für 
Rechtsanwälte (GebTRa; SRSZ 280.411). Die Vergütung wird nach pflicht-
gemässem Ermessen festgesetzt (§ 6 Abs. 1 Satz 3 GebTRa). § 14 GebTRa 
sieht für das Honorar im Verfahren vor Verwaltungsgericht einen Rahmen von 
Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- vor. In diesem Rahmen ist die Vergütung nach der 
Wichtigkeit der Streitsache, ihrer Schwierigkeit, dem Umfang und der Art der Ar-
beitsleistung sowie dem notwendigen Zeitaufwand zu bemessen (§ 2 Abs. 1 
GebTRa). Im Lichte all dieser Aspekte und der Aktenlage wird die Parteientschä-
digung auf Fr. 1'400.-- festgelegt.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung 
aufgehoben und es wird festgestellt, dass die Kosten des beantragten 
Hilfsmittels von der IV zu übernehmen sind.

2. Die Verfahrenskosten werden auf Fr. 500.-- festgelegt und der Vorinstanz 
auferlegt. Diese Kosten werden zahlungsverkehrsmässig so abgewickelt, 
dass das Verwaltungsgericht den vom Beschwerdeführer bezahlten Kos-
tenvorschuss von Fr. 500.-- einbehält und ihm (bzw. der Rechtsvertreterin) 
Fr. 500.-- durch die Vorinstanz zu bezahlen sind.

3. Dem beanwalteten Beschwerdeführer wird zulasten der Vorinstanz eine 
Parteientschädigung von Fr. 1‘400.-- (inkl. MwSt/Auslagen) zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

5. Zustellung an:
- die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV, 3003 Bern (A).

Schwyz, 9. September 2020

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 
Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 14. September 2020