# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a446d7b2-e197-5dfb-a601-4e261cb10fa9
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2016-12-02
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 02.12.2016 D-6839/2015
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6839-2015_2016-12-02.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
 
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-6839/2015 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 .  D e z e m b e r  2 0 1 6  

Besetzung 
 Einzelrichter Fulvio Haefeli, 

mit Zustimmung von Richter David R. Wenger; 

Gerichtsschreiber Gert Winter. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Äthiopien, 

vertreten durch MLaw Angela Stettler, 

(…), 

Beschwerdeführerin, 

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Vollzug der Wegweisung; 

Verfügung des SEM vom 24. September 2015 / N (…). 

 

 

 

D-6839/2015 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass die Beschwerdeführerin eigenen Angaben zufolge im Frühjahr 2012 

den Sudan auf dem Luftweg verliess und am 14. Mai 2012 unkontrolliert in 

die Schweiz einreiste, wo sie noch gleichentags im Empfangs- und Verfah-

renszentrum (EVZ) M._______ ein Asylgesuch stellte, 

dass sie anlässlich der Kurzbefragung vom 29. Mai 2012 im EVZ 

M._______ sowie der Anhörung vom 20. Juni 2013 zu den Asylgründen 

durch das SEM zur Begründung ihres Asylgesuchs im Wesentlichen gel-

tend machte, sie sei eritreische Staatsangehörige und stamme aus 

N._______, 

dass ihr Vater Eritreer, ihre Mutter Äthiopierin sei, und sie im Alter von drei 

Jahren mit ihren Eltern nach Äthiopien gezogen sei, 

dass ihr Vater im Jahre 1998 nach Eritrea deportiert worden sei, woraufhin 

sie alleine mit ihrer Mutter in Äthiopien zurückgeblieben sei, 

dass ihre Mutter schwer erkrankt sei und die Beschwerdeführerin in der 

Folge ein beschwerliches Leben geführt habe, 

dass sie nur sechs Jahre lang die Schule besucht, sich viel um ihre kranke 

Mutter gekümmert und daneben auch noch gearbeitet habe, 

dass sie Mühe gehabt habe, Medikamente für ihre Mutter, die im Jahre 

2000 verstorben sei, zu kaufen, 

dass die Beschwerdeführerin danach jahrelang bei einer Freundin ihrer 

Mutter Unterschlupf gefunden habe, 

dass diese fünf Kinder gehabt habe, weshalb die Beschwerdeführerin den 

ganzen Tag habe arbeiten müssen, 

dass die Freundin sie schliesslich in den Sudan geschickt habe, wo sie in 

einer sudanesischen Familie als Hausmädchen gearbeitet habe, 

dass sie auch dort sehr viel habe arbeiten müssen, zumal die Hausherrin 

sehr streng gewesen sei, 

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dass sie jedoch Geld verdient und für ihre Ausreise, die schliesslich ein 

sudanesischer Schlepper organisiert habe, im Laufe der Zeit die erforder-

lichen Ersparnisse gebildet habe, 

dass sie weder in Äthiopien noch im Sudan Probleme mit den Behörden 

gehabt habe, 

dass sie nicht nach Eritrea zurückgekehrt sei und insbesondere auch nicht 

wisse, wo sich ihr Vater dort aufhalte, dies umso weniger, als sie seit dem 

Jahre 1998 keinen Kontakt mehr mit ihm gehabt habe, 

dass sie aus diesen Gründen den Sudan verlassen und via die Türkei und 

Frankreich am 14. Mai 2012 illegal in die Schweiz gelangt sei, 

dass die Beschwerdeführerin weder Identitätsdokumente noch andere Be-

weismittel abgegeben habe, 

dass das SEM das Asylgesuch der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 

24. September 2015 – eröffnet am 26. September 2015 – ablehnte und die 

Wegweisung aus der Schweiz sowie den Wegweisungsvollzug anordnete,  

dass das SEM zur Begründung im Wesentlichen anführte, nach äthiopi-

schem Recht seien von 1952 bis 2003 alle Eritreer äthiopische Staatsan-

gehörige gewesen, weshalb jede Person, deren Vater und/oder Mutter die 

äthiopische Staatsbürgerschaft besessen habe, ungeachtet ihrer ethni-

schen Zugehörigkeit Anspruch auf die äthiopische Staatsbürgerschaft ge-

habt habe, 

dass die entsprechenden Gesetze mindestens bis 1998 angewendet wor-

den seien, 

dass die Beschwerdeführerin demnach als Kind einer äthiopischen Mutter, 

das ab 1993 beziehungsweise 1995 ununterbrochen bis 2010 in Äthiopien 

gelebt und – da für eine Teilnahme zu jung – nicht am Referendum teilge-

nommen habe, die äthiopische Staatsbürgerschaft besitze, 

dass nicht anzunehmen sei, die Beschwerdeführerin habe aus Armut und 

wegen der wirtschaftlichen Not zuerst Äthiopien und später den Sudan ver-

lassen, 

dass das Vorbringen, eine Frau mit fünf Kindern, welche in bescheidenen 

oder gar armen Verhältnissen lebe, könne zu Gunsten einer Person, mit 

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der sie nicht einmal verwandt sei, einen Schlepper für die Ausreise aus 

Äthiopien organisieren, unglaubhaft erscheine, zumal davon auszugehen 

sei, ein Schlepper koste Geld, vielleicht sogar viel Geld, 

dass die Beschwerdeführerin des Weiteren angegeben habe, sie habe ihre 

Ausreise aus dem Sudan selber bezahlt, habe sie doch bei einer sudane-

sischen Familie gearbeitet und das Geld selbst gespart, mit dem sie den 

Schlepper bezahlt habe, 

dass diese Vorbringen ihren Behauptungen widersprächen, wonach sie in 

Armut und Entbehrung gelebt habe, 

dass sie zudem angegeben habe, vom Sudan aus mit dem Flugzeug nach 

Frankreich gereist zu sein, 

dass indessen illegale Ausreisen auf dem Luftweg einiges mehr als Land-

reisen kosteten, für eine illegale Ausreise auf dem Luftweg auch noch Iden-

titätspapiere benötigt würden, die allenfalls vor der Reise noch beschafft 

werden müssten, 

dass nach dem Gesagten davon auszugehen sei, die Beschwerdeführerin 

versuche, den schweizerischen Behörden die wahren familiären und wirt-

schaftlichen Verhältnisse zu verbergen, und sie des Weiteren aus andern 

als den geschilderten Gründen Äthiopien und später den Sudan verlassen 

habe, 

dass sich die Beschwerdeführerin auf eine konstruierte Asylbegründung 

stütze und ihre Vorbringen den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit ge-

mäss Art. 7 AsylG (SR 142.31) nicht standhielten, weshalb sie die Flücht-

lingseigenschaft nicht erfülle und ihr Asylgesuch abzulehnen sei, 

dass dementsprechend auch der Grundsatz der Nichtrückschiebung ge-

mäss Art. 5 Abs. 1 AsylG nicht angewendet werden könne, 

dass sich ferner aus den Akten keine Anhaltspunkte ergäben, wonach ihr 

im Falle einer Rückkehr in den Heimatstaat mit beachtlicher Wahrschein-

lichkeit eine durch Art. 3 EMRK verbotene Strafe oder Behandlung drohe, 

dass weder die in ihrem Heimatstaat herrschende Situation noch andere 

Gründe gegen die Zumutbarkeit der Rückführung in diesen Staat sprä-

chen, 

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dass das SEM zum Schluss komme, bei der Beschwerdeführerin handle 

es sich nicht wie behauptet um eine eritreische, sondern um eine äthiopi-

sche Staatsbürgerin, 

dass es nach ständiger Rechtsprechung nicht Sache der Asylbehörden sei, 

bei fehlenden Hinweisen nach allfälligen Wegweisungshindernissen zu for-

schen, solange die gesuchstellende Person selber ihre Mitwirkungspflicht 

verletze und ihre Nationalität verschleiere oder zu verschleiern versuche, 

dass aufgrund der Aktenlage zudem davon auszugehen sei, die Beschwer-

deführerin habe in Äthiopien mindestens noch Bekannte, zumal sie dort 

jahrelang mit ihrer Mutter und nach deren Tod bei einer Freundin ihrer Mut-

ter gelebt habe, 

dass sie in Äthiopien gearbeitet habe, um ihre kranke Mutter finanziell zu 

unterstützen, 

dass davon auszugehen sei, die Beschwerdeführerin werde bei ihrer Rück-

kehr in der Lage sein, für sich und ihren Lebensunterhalt selber aufzukom-

men, dies umso eher, als sie nicht nur in Äthiopien, sondern später auch 

im Sudan gearbeitet habe, 

dass die Beschwerdeführerin gewisse Aspekte ihrer Ausreise aus dem Su-

dan verheimlicht habe, indem sie angegeben habe, mit einer unbekannten 

Fluggesellschaft an einen unbekannten Ort in Frankreich geflogen zu sein, 

weshalb sich die Vermutung aufdränge, sie verfüge über genügend wirt-

schaftliche Ressourcen, um sich eine Flugreise, die von Schleppern orga-

nisiert worden sei und somit eine beträchtliche Summe gekostet haben 

müsse, leisten zu können, 

dass sie schliesslich ledig, ungebunden und gesund sei, 

dass der Vollzug der Wegweisung auch dann möglich und durchführbar 

sei, wenn eine gesuchstellende Person ihre Identität oder Nationalität ver-

heimliche, 

dass von einer solchen Person erwartet werde, sie beschaffe sich bei der 

zuständigen Botschaft oder Vertretung ihres Heimatlandes die nötigen Pa-

piere für ihre Rückkehr, 

dass der Vollzug der Wegweisung nach dem Gesagten technisch möglich 

und praktisch durchführbar sei, 

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dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 23. Oktober 2015 gegen 

diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erheben 

und die nachfolgend aufgeführten Rechtsbegehren stellen liess: Die ange-

fochtene Verfügung sei in den Ziffern 3 und 4 des Dispositivs aufzuheben. 

Es sei die vorläufige Aufnahme aufgrund der Unzulässigkeit, eventualiter 

der Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs anzuordnen. Eventualiter 

sei die Sache zur weiteren Sachverhaltsabklärung an die Vorinstanz zu-

rückzuweisen. Es sei die unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen und 

auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten. Es sei der Be-

schwerdeführerin in der Person der Unterzeichneten eine unentgeltliche 

Rechtsbeiständin zu bestellen, 

dass auf die Begründung, soweit wesentlich, in den nachfolgenden Erwä-

gungen einzugehen ist, 

dass der Instruktionsrichter des Bundesverwaltungsgerichts mit Zwischen-

verfügung vom 27. Oktober 2015 unter anderem die Gesuche um Gewäh-

rung der unentgeltlichen Rechtspflege, um Bestellung einer amtlichen 

Rechtsbeiständin sowie um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvor-

schusses abwies und die Beschwerdeführerin aufforderte, bis zum 11. No-

vember 2015 einen Kostenvorschuss von Fr. 600.– zu Gunsten der Ge-

richtskasse zu überweisen, 

dass der einverlangte Kostenvorschuss am 9. November 2015 geleistet 

wurde, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 

über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des SEM entschei-

det, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor 

welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG 

i.V.m. Art. 31–33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht 

vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, 

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), 

dass die Beschwerdeführerin am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

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schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich 

vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb 

der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a 

Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften-

wechsel verzichtet wurde, 

dass das Dispositiv der angefochtenen Verfügung vom 24. September 

2015 hinsichtlich der Verneinung der Flüchtlingseigenschaft, der Ableh-

nung des Asylgesuchs und der Anordnung der Wegweisung in Rechtskraft 

erwachsen ist, nachdem die Verfügung in diesen Punkten unangefochten 

geblieben ist, 

dass die Beschwerde sich somit gegen den Vollzug der Wegweisung (Dis-

positivziffern 4 und 5 des angefochtenen Entscheids) richtet, 

dass Asylsuchende verpflichtet sind, an der Feststellung des Sachverhalts 

mitzuwirken, insbesondere ihre Identität offenzulegen und im EVZ Reise-

papiere und Identitätsausweise abzugeben (Art. 8 AsylG und Art. 2a der 

Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 [AsylV 1, SR 142.311]), 

dass die Beschwerdeführerin nach eigenen Angaben in Begleitung eines 

Schleppers vom Sudan aus auf dem Luftweg nach Frankreich geflogen ist, 

dass sie dementsprechend in der Lage hätte sein müssen, den für den Flug 

tatsächlich benutzten Reisepass, sei dieser nun echt oder gefälscht, im 

EVZ abzugeben, dies umso mehr, als Flugpassagiere nicht eines Schlep-

pers bedürfen, um am Zielflughafen anzukommen, 

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dass somit das sinngemässe Vorbringen, die Beschwerdeführerin habe ei-

nem Schlepper den Flug bezahlt, wobei diesem die Aufgabe zugefallen sei, 

nötigenfalls den gefälschten Reisepass vorzuzeigen (vgl. A4/12 Ziff. 5.02 

S. 7) und nach der Reise zusammen mit dem Beweismittel zu verschwin-

den, nach dem Gesagten wirklichkeitsfremd erscheint, 

dass die Beschwerdeführerin ihrer Pflicht zur Abgabe des Reisepasses 

nicht nachgekommen ist und daher ihre Mitwirkungspflicht verletzt hat, 

weshalb sich zum einen die von Asylsuchenden bevorzugt langwierigen, 

zusätzlichen Sachverhaltsabklärungen in Afrika erübrigen und zum ande-

ren eine Kassation der angefochtenen Verfügung ausser Betracht fällt, 

dass die Beschwerdeführerin nach äthiopischem Recht, wie die Vorinstanz 

zu Recht festgehalten hat, Staatsangehörige von Äthiopien ist, zumal sich 

die Staatsangehörigkeit aus der massgebenden gesetzlichen Regelung 

ergibt, 

dass die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung die rechtliche Situa-

tion bezüglich der Staatsangehörigkeit ausführlich dargelegt hat, weshalb 

es sich erübrigt, an dieser Stelle nochmals darauf zurückzukommen, 

dass sich angesichts der äthiopischen Bürgerrechtsgesetzgebung sowie 

der Vorbringen der Beschwerdeführerin der eindeutige Schluss aufdrängt, 

die Beschwerdeführerin kann nicht eritreische, sondern nur äthiopische 

Staatsangehörige sein, 

dass dieser Schluss auch für den Fall zutrifft, dass der Vater der Beschwer-

deführerin die eritreische Staatsangehörigkeit angenommen haben sollte, 

mit anderen Worten selbst bei Wahrunterstellung der Vorbringen der Be-

schwerdeführerin, 

dass die Beschwerdeführerin hinsichtlich ihrer Staatsangehörigkeit die Be-

weislast gemäss Art. 8 ZGB trägt und sie den Gegenbeweis nicht erbracht 

hat, welcher mit einem Reise- oder Identitätspapier im Sinne von BVGE 

2007/7 E. 4-6 zu führen wäre, 

dass es sich bei der Beschwerdeführerin nach dem Gesagten um eine äthi-

opische Staatsangehörige handelt, 

dass die Beschwerdeführerin keine wie auch immer geartete Verfolgung in 

Äthiopien geltend gemacht hat, weshalb sich an dieser Stelle Erwägungen 

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zur Zulässigkeit (Art. 3 EMRK, Art. 5 AsylG) des Wegweisungsvollzugs 

nach Äthiopien erübrigen, 

dass Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens demnach al-

lein die Frage bildet, ob die Vorinstanz den Vollzug der Wegweisung zu 

Recht als zumutbar beurteilt hat, oder ob – entsprechend dem Rechtsbe-

gehren – infolge Unzumutbarkeit des Vollzugs der Wegweisung die vorläu-

fige Aufnahme anzuordnen ist (Art. 44 AsylG, Art. 83 Abs. 1 und 4 AuG 

[SR 142.20]), 

dass die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerdebegründung im Wesent-

lichen geltend macht, sie verfüge in Äthiopien nicht über ein soziales Netz, 

weshalb sie sich nach einer allfälligen Rückkehr in den Heimatstaat in einer 

existenzbedrohenden Situation wiederfinden würde, 

dass sie als alleinstehende Frau Probleme hätte und angesichts hoher Ar-

beitslosigkeit nicht mit einer Arbeitsstelle rechnen könne, es sei denn als 

Prostituierte, 

dass dies sehr schlechte Voraussetzungen seien, um in Äthiopien wieder 

Fuss zu fassen, weshalb die Rückkehr unzumutbar sei, 

dass diese Vorbringen in der Beschwerdeschrift indessen nicht zu einer 

veränderten Betrachtungsweise zu führen vermögen, 

dass das Staatssekretariat – wie bereits erwähnt – zu Recht von der äthi-

opischen Staatsangehörigkeit der Beschwerdeführerin ausging und folge-

richtig die Zumutbarkeit des Vollzugs der Wegweisung nach Äthiopien 

prüfte, 

dass, wie das SEM zutreffend ausführte, die Asylbehörden zwar gemäss 

Art. 12 VwVG verpflichtet sind, den Sachverhalt von Amtes wegen festzu-

stellen, diese Untersuchungspflicht ihre Grenzen jedoch an der Mitwir-

kungs- und Wahrheitspflicht der Asylsuchenden (Art. 8 Abs. 1 AsylG) fin-

det,  

dass die Beschwerdeführerin ihrer Mitwirkungs- und Wahrheitspflicht bei 

der Ermittlung des Sachverhaltes nicht nachgekommen ist und es demzu-

folge nicht Aufgabe der Behörden ist, nach allfälligen Wegweisungsvoll-

zugshindernissen zu fahnden, 

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dass das SEM in der angefochtenen Verfügung zu Recht darauf hinweist, 

dass die Beschwerdeführerin den Schweizer Behörden ihre persönlichen 

und familiären Verhältnisse verheimlicht, dies in der offensichtlichen Erwar-

tung, auf diese Weise den Vollzug der Wegweisung nach Äthiopien verei-

teln zu können, 

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 

erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen 

wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage kon-

kret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),  

dass, wenn eine konkrete Gefährdung festgestellt wird, unter Vorbehalt von 

Art. 83 Abs. 7 AuG die vorläufige Aufnahme zu gewähren ist (vgl. BVGE 

2014/26 E. 7.10),  

dass die schweizerischen Asylbehörden in konstanter Praxis von einer 

grundsätzlichen Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs nach Äthiopien 

ausgehen (vgl. BVGE 2011/25 E. 8.3),  

dass gemäss dieser Praxis zum Aufbau einer sicheren Existenz ausrei-

chend finanzielle Ressourcen und berufliche Fähigkeiten sowie intakte fa-

miliäre und soziale Netzwerke unabdingbar sind (vgl. BVGE 2011/25 

E. 8.4; zur sozioökonomischen Situation von Frauen vgl. E. 8.5), 

dass die Beschwerdeführerin anlässlich der Direktanhörung geltend 

machte, sie habe niemanden in Äthiopien und wisse nichts über den Ver-

bleib ihres Vaters, insbesondere auch nichts über seinen Aufenthaltsort in 

Eritrea, 

dass das SEM demgegenüber einlässlich begründete, weshalb es davon 

ausgeht, dass die Beschwerdeführerin in Äthiopien über ein tragfähiges 

Beziehungsnetz verfügt, 

dass die Beschwerdeführerin nicht bestreitet, nahezu ihr ganzes Leben bis 

zur Ausreise in einem kleinen Dorf in Äthiopien (O._______; A4/12 Ziff. 2 

S. 4) verbracht zu haben, und bereits daraus zu schliessen ist, dass sie 

dort über ein Beziehungsnetz verfügt, 

dass sich dementsprechend der Eindruck aufdrängt, die Beschwerdefüh-

rerin dissimuliert nicht nur konsequent ihre Staatsangehörigkeit sondern 

auch das ihr im Heimatstaat zur Verfügung stehende soziale Netz (vgl. z.B. 

A11/13 F13 S. 3), 

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dass aufgrund der unglaubhaften Angaben der Beschwerdeführerin davon 

auszugehen ist, dass sie auch nach viereinhalbjähriger Landesabwesen-

heit in Äthiopien über ein familiäres (und ein soziales) Beziehungsnetz ver-

fügt, das sie bei der Reintegration unterstützen kann, 

dass sie sich im Sudan auch unter schwierigeren Lebensumständen zu 

helfen wusste und mit Erfolg vergleichsweise viel Geld verdient hat (A4/12 

Ziff. 5.01 S. 6/7), weshalb zum einen davon auszugehen ist, sie habe ge-

lernt, sich in fremder Umgebung durchzusetzen und ihren Lebensunterhalt 

als Dienstmädchen – und nicht als Prostituierte – zu verdienen, 

dass zum anderen nicht einzusehen ist, weshalb ihr dies in ihrem Heimat-

staat nicht möglich sein sollte, verfügt sie mit ihrer Erfahrung und Arbeits-

einstellung doch über gute Voraussetzungen, um eine Arbeitsstelle zu fin-

den (A4/12 Ziff. 1.17.05 S. 4), 

dass sie nämlich jung, gesund, flexibel und keine Analphabetin ist, sondern 

während sechs Jahren die Schule besucht hat und über mehrjährige prak-

tische Arbeitserfahrung verfügt, 

dass aufgrund dieser Erwägungen nicht davon auszugehen ist, die Be-

schwerdeführerin gerate bei der Rückkehr nach Äthiopien aufgrund der all-

gemeinen Situation oder aus individuellen Gründen wirtschaftlicher, sozia-

ler oder gesundheitlicher Natur in eine existenzielle Notlage (vgl. zum Be-

weismass BVGE 2014/26 E. 7.7.4), und der Vollzug der Wegweisung sich 

demnach nicht als unzumutbar im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AuG erweist, 

dass der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführerin in den Heimat-

staat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen 

(Art. 83 Abs. 2 AuG), und es der Beschwerdeführerin obliegt, bei der Be-

schaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und 

dazu auch BVGE 2008/34 E. 12), 

dass es der Beschwerdeführerin demnach nicht gelungen ist darzutun, in-

wiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzen oder den 

rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig und unvollständig feststellen oder 

unangemessen sein sollte (Art. 106 Abs. 1 AsylG, Art. 49 VwVG), weshalb 

die Beschwerde abzuweisen ist,  

dass bei diesem Verfahrensausgang die Kosten von Fr. 600.– der Be-

schwerdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 37 VGG i.V.m. Art. 63 Abs. 1 

VwVG; Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten 

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Seite 12 

und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]),  

dass der am 9. November 2015 bezahlte Kostenvorschuss in Höhe von 

Fr. 600.– zur Bezahlung der Verfahrenskosten zu verwenden ist. 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.   

Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden der Beschwerdeführerin aufer-

legt. Der einbezahlte Kostenvorschuss wird zur Bezahlung der Verfahrens-

kosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Fulvio Haefeli Gert Winter 

 

 

Versand: