# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 21fdca7e-dac8-5ba9-bf8d-795bc1ff8a38
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-08-22
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 1. Kammer 22.08.2017 U 2017 42
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_001_U-2017-42_2017-08-22.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

U 17 42

1. Kammer 

Vorsitz Audétat
Richter Racioppi, Stecher 

Aktuar Gross

URTEIL

vom 22. August 2017

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. E._____,

Beschwerdeführerin
gegen 

Gemeinde X._____,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Reto Nigg,

Beschwerdegegnerin
und

B._____,
Beigeladene

betreffend Submission

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1. Die Gemeinde X._____ schrieb am 22. März 2017 im Einladungsverfah-

ren die Beschaffung eines Kommunaltransporters aus. Die Offertunterla-

gen enthielten detaillierte Vorgaben. Als Zuschlagskriterien wurden fol-

gende Kriterien angegeben: 
- Bereinigter Angebotspreis, Preisanalyse 50%
- Zweckmässigkeit des Fahrzeuges 40%
- Garantie- und Serviceleistungen 10%

Bis zum Eingabetermin vom 6. April 2017 reichten alle eingeladenen Un-

ternehmungen ihre Offerten ein. Die Offertöffnung erfolgte am 10. April 

2017 und zeigte folgendes Bild:

1.    A._____ Fr.   95'000.00 Demo
1.1. A._____ Fr. 149'990.00 Neues Fahrzeug
1.2. A._____ Fr. --.--* 

2.    C._____ Fr. 167'950.00 Neues Fahrzeug

3.    D._____ Fr. 169'000.00 Neues Fahrzeug
3.1. D._____ Fr. 133'800.00 Demo Antrieb mech.
3.2. D._____ Fr. 155'000.00 Demo Hybrid

4.    B._____ Fr. 141'040.00 Mechanisch**
4.1. B._____ Fr. 163'180.00 Ldrive**

* keine Preisangabe
** in demselben Couvert eingereicht

Bei der Offertöffnung wurde festgestellt, dass bei Offerte 1.2. der A._____ 

auf dem Deckblatt der Offerte keine Preisangabe vorhanden war; zudem 

wurden die beiden Varianten Schaltgetriebe/Vario der B._____, in einem 

einzigen Couvert eingereicht.

2. Mit Beschluss vom 24. April, mitgeteilt am 27. April 2017, sprach sich die 

Gemeinde X._____ (Vergabebehörde) für die Gültigkeit der Offerte 1.1. 

der A._____ aus sowie für die Gültigkeit der beiden Offerten der B._____, 

welche beide Varianten in einem einzigen Couvert eingereicht hatte; sie 

begründete ihren Entscheid in beiden Fällen mit dem Verbot überspitzten 

Formalismus. Weiter sprach sich die Vergabebehörde in ihrem Varian-

tenentscheid für die Beschaffung eines Kommunaltransporters in der Va-

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riante Vario aus und vergab den Auftrag anschliessend an die Firma 

B._____ (Zuschlagsempfängerin) zum Preis von Fr. 163'180.00.

3. Gegen den Vergabeentscheid erhebt die A._____ (Beschwerdeführerin) 

mit Eingabe vom 8. Mai 2017 Beschwerde an das Verwaltungsgericht 

Graubünden. Sie beantragte dabei kostenfällig die Aufhebung der Verga-

beverfügung und Vergabe an sich selber (Angebot 1.1.), eventualiter die 

Rückweisung der Angelegenheit an die Gemeinde zur Neubeurteilung. 

Zur Begründung brachte die Beschwerdeführerin im Wesentlichen vor, 

dass die Vergabebehörde zu Gunsten des Fahrzeugs der Zuschlagsemp-

fängerin verschiedene Beurteilungskriterien ausser Acht gelassen, allen-

falls unrichtig gewichtet habe. Zudem hätten die beiden Angebote der Zu-

schlagsempfängerin vom Vergabeverfahren ausgeschlossen werden 

müssen, weil sie in einem einzigen Couvert eingereicht worden seien.

Ergänzend beantragte die Beschwerdeführerin am 22. Mai 2017 noch die 

Einräumung der aufschiebenden Wirkung. Sie weist ausserdem darauf 

hin, dass das Preiskriterium nicht hinreichend gewichtet worden sei.

4. Die Gemeinde X._____ (Beschwerdegegnerin) beantragte in ihrer Ver-

nehmlassung vom 2. Juni 2017 die kostenfällige Abweisung der Be-

schwerde. Sie ist der Ansicht, dass die angefochtene Vergabe rechtskon-

form erfolgt sei. Die Abzüge bei der Beschwerdeführerin seien sachlich 

begründet. Ein Ausschluss aufgrund des Umstandes, dass die Zu-

schlagsempfängerin Hauptangebot und Variante in einem einzigen Cou-

vert einreichte, wäre überspitzt formalistisch gewesen, weshalb die bei-

den Angebote im Vergabeverfahren hätten mitberücksichtigt werden dür-

fen und müssen.

5. Die beigeladene Zuschlagsempfängerin liess sich nicht vernehmen.

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6. In ihrer Replik vom 26. Juni 2017 bringt die Beschwerdeführerin vor, der 

Gemeindepräsident der Beschwerdegegnerin habe sich anlässlich der Of-

fertöffnung für die Nichtigkeit der von der Zuschlagsempfängerin unzuläs-

sigerweise in einem einzigen Couvert eingereichten Offerten ausgespro-

chen; eine nachträgliche Gültigerklärung sei nicht nachvollziehbar und 

auch nicht zulässig. Ausserdem setzt sich die Beschwerdeführerin sehr 

ausführlich mit der technischen Argumentation der Vergabebehörde aus-

einander. 

7. Nach Eintreffen der Replik beim Verwaltungsgericht rief RA Dr. E._____ 

in der Kanzlei des Gerichts an und zeigte mündlich ein Vertretungsver-

hältnis an. In der Kanzlei ordnete man die Vertretung der Zuschlagsemp-

fängerin zu und neben der Beschwerdegegnerin wurde daher auch noch 

RA Dr. E._____ eine Frist zur Duplik angesetzt (Schreiben vom 28. Juni 

2017). Auf dieses Schreiben reagierte RA Dr. E._____ nicht.

8. Die Beschwerdegegnerin weist in ihrer Duplik vom 12. Juli 2017 darauf 

hin, dass Vergabebehörde nicht der Gemeindepräsident sei, sondern der 

Gemeindevorstand. Im Weiteren setzt sie sich mit den grösstenteils tech-

nischen Vorbringen der Beschwerdeführerin auseinander.

9. Am 8. August 2017 ging eine Honorarnote von Rechtsanwalt Dr. E._____ 

beim Gericht ein; aus der Zusammenstellung der Aufwandpositionen geht 

hervor, dass er die Rechtsschriften für die Beschwerdeführerin verfasste. 

Der besagte Anwalt wurde gleichentags vom Instruktionsrichter aufgefor-

dert, zum geltend gemachten Vertretungsverhältnis Stellung zu nehmen.

10. Am 21. August 2017 reichte RA Dr. E._____ eine detaillierte Honorar-

rechnung beim Gericht ein, worin sein Arbeits- und Zeitaufwand seit Mai 

2017 im Interesse der Beschwerdeführerin aufgeführt wurde. 

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Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekt ist vorliegend der Beschluss (Vergabeentscheid) vom 

24./27. April 2017, worin die Beschwerdegegnerin den Auftrag betreffend 

Beschaffung/Lieferung eines Kommunaltransporters an die Beigeladene 

(Zuschlagsempfängerin) zum bereinigten Angebotspreis von Fr. 163'180.-- 

(inkl. MWST) erteilte. Damit konnte sich die zweitplatzierte Beschwerde-

führerin, welche zu einem bereinigten Angebotspreis von Fr. 149'900.-- 

offeriert hatte, nicht einverstanden erklären. Beschwerdegegenstand bil-

det die Frage, ob der angefochtene Vergabeentscheid rechtens ist und 

geschützt werden kann, oder ob die Vorgehensweise und der genannte 

Beschluss der Beschwerdegegnerin keinen Rechtsschutz verdienen und 

aufzuheben sind.

2. a) Auf den konkreten Fall finden unbestritten das kantonale Submissionsge-

setz (SubG; BR 803.300) einschliesslich zugehöriger Submissionsverord-

nung (SubV; BR 803.310) Anwendung. Nach Art. 25 Abs. 1 SubG kann 

gegen Verfügungen des Auftraggebers Beschwerde beim Verwaltungsge-

richt erhoben werden. Als durch Beschwerde selbständig anfechtbare 

Verfügungen gelten dabei u.a. auch der Zuschlag und Ausschluss vom 

Verfahren (Art. 25 Abs. 2 lit. c SubG). In Art. 50 des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) wird die Legitimation zur Er-

hebung einer Beschwerde vor Verwaltungsgericht wie folgt umschrieben: 

Zur Beschwerde legitimiert ist, wer durch den angefochtenen Entscheid 

berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an seiner Aufhebung oder 

Änderung hat […]. Vorliegend ist die Beschwerdeführerin als unterlegene 

Zweitplatzierte zweifellos zur Beschwerdeerhebung berechtigt, weil sie 

durch die Nichtberücksichtigung ihres Angebots und den Nichtausschluss 

der teurer offerierenden Zuschlagsempfängerin einen finanziellen Nachteil 

erleidet und somit auch ein schutzwürdiges Interesse an der gerichtlichen 

Überprüfung und allfälligen Aufhebung des Zuschlagsentscheids hat. Die 

Beschwerdeschrift ist zudem form- und fristgerecht (s. Art. 38 Abs. 1 VRG 

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und Art. 26 Abs. 1 SubG) beim dafür zuständigen Verwaltungsgericht ein-

gereicht worden, weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist. 

b) An dieser Stelle sei noch festgehalten, dass einzig der Vergabeentscheid 

(Ziff. 2 auf S. 3), nicht aber auch der Variantenentscheid (Vario oder me-

chanisch; Ziff. 1 auf S. 3 im Beschluss) angefochten wurden, womit hier 

nur die Auftragsvergabe in der gewählten Variante "Vario" (inkl. Frage des 

Ausschlusses der Zuschlagsempfängerin) Beurteilungsthema sein kann.

3. a) In materieller Hinsicht schreibt Art. 22 lit. c SubG vor, dass ein Angebot 

insbesondere dann von der Berücksichtigung ausgeschlossen wird, wenn 

der Anbieter ein Angebot einreicht, das unvollständig ist oder den Anfor-

derungen der Ausschreibung nicht entspricht (PETER GALLI/ANDRÉ MOSER/ 

ELISABETH LANG/MARC STEINER, Praxis des öffentlichen Beschaffungs-

rechts, 3. Aufl., Zürich 2013, N. 444 S. 200 und N. 466 S. 207/8). Nach 

gefestigter Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts wird ein strenger 

Massstab an das Erfordernis der Übereinstimmung zwischen den Grund-

lagen der Ausschreibung und den tatsächlich dargebotenen Offerten ge-

legt. Erwähnte Bestimmung will namentlich sicherstellen, dass nur 

vollständige und den Ausschreibungsunterlagen genügende Angebote 

berücksichtigt werden (PVG 2005 Nr. 33, 1999 Nr. 61 und 1997 Nr. 60). 

Den Anbietern soll damit gewährleistet werden, dass keiner der Wettbe-

werbsteilnehmer bevorteilt wird bzw. alle mit gleich langen Spiessen 

kämpfen, während für die Vergabebehörde anderseits damit eine klare, 

übersichtliche und zu keinen Diskussionen Anlass gebende Ausgangsla-

ge geschaffen wird (PVG 1998 Nr. 55, 1997 Nr. 60, 1991 Nr. 9). Diese 

streng gehandhabte Praxis gilt aber nicht mehr unbesehen. So kann sich 

aus dem Verbot des überspitzten Formalismus eine Pflicht der Behörde 

ergeben, den Privaten von Amtes wegen auf Verfahrensfehler hinzuwei-

sen, welche er begangen hat oder die er im Begriff ist zu begehen. Diese 

Pflicht setzt voraus, dass der Fehler leicht zu erkennen ist und rechtzeitig 

behoben werden kann (BGE 125 I 166 E.3a mit Hinweisen; Zwischenent-

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scheid des Bundesverwaltungsgericht B-1774/2006 vom 13. März 2007 

E.3.2 mit Hinweisen). Grundsätzlich besteht ein gewisser Ermessens-

spielraum der Vergabestelle, ob sie ein unvollständiges Angebot von der 

Vergabe überhaupt ausschliessen oder aber die fehlenden Angaben und 

Unterlagen nachträglich noch einholen bzw. vorhandene Unklarheiten 

durch entsprechende Rückfragen beseitigen will. Die Vergabebehörde 

muss aber vermeiden, dass mit der nachträglichen Behebung des Man-

gels eine Ungleichbehandlung oder Bevorzugung einzelner Anbieter ent-

steht. Die Tendenz in Lehre und Rechtsprechung geht denn auch dahin, 

in Beachtung des Gleichbehandlungsgebots in solchen Fällen eine stren-

ge Haltung einzunehmen und auch in nur geringem Masse unvollständige 

oder veränderte Angebote konsequent von der Vergabe auszuschliessen. 

Von einem überspitzten Formalismus ist eher dann auszugehen, wenn 

der Mangel auf eine Unklarheit der Ausschreibungsunterlagen oder ein of-

fensichtliches Versehen des Anbieters zurückzuführen ist, als wenn er 

von diesem bewusst in Kauf genommen wurde (vgl. Urteil des Verwal-

tungsgerichts des Kantons Zürich VB.2011.00581 vom 7. März 2012 

E.4.1 mit Hinweisen). Seitens der Vergabebehörden ist namentlich auch 

dort eine gewisse Zurückhaltung geboten, wo die fehlenden Angaben oh-

ne grossen Aufwand durch diese selbst ergänzt werden können oder die 

Bewertung der Wirtschaftlichkeit eines Angebots nicht im Entferntesten 

von diesen Angaben abhing (vgl. Urteil des Verwaltungsgerichts des Kan-

tons Graubünden [VGU] U 01 113 vom 13. November 2001 E.1 mit Hin-

weisen). Diese Zurückhaltung drängt sich auch nach Massgabe des Ver-

hältnismässigkeitsgrundsatzes auf (PVG 2000 Nr. 71, 1999 Nr. 59). Ge-

rade mit Blick auf die Ziele des neuen öffentlichen Beschaffungsrechtes, 

nämlich die Förderung des wirksamen Wettbewerbes unter den Anbie-

tern, die Gewährleistung der Gleichbehandlung aller Anbieter und die Si-

cherstellung der Transparenz der Vergabeverfahren sowie die wirtschaft-

liche Ver-wendung öffentlicher Mittel, wäre es unverhältnismässig, Ange-

bote wegen untergeordneter Mängel im soeben umschriebenen Sinne 

vom Wettbewerb auszuschliessen. Dadurch würde Anbietern mit an sich 

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tauglichen Angeboten der Marktzugang verweigert, also die einschnei-

dendste Sanktion des Beschaffungsrechtes ergriffen, was nicht nur eine 

ungeeignete, nicht notwendige und über die erwähnten Ziele hinausge-

hende Massnahme wäre, sondern diesen Zielen geradezu zuwiderliefe. 

Denn durch den Ausschluss an sich wirtschaftlich günstiger, aber mit klei-

neren Mängeln behafteter Angebote würde der Wettbewerb verzerrt und 

wäre die wirtschaftliche Verwendung öffentlicher Mittel nicht mehr ge-

währleistet. Dies würde darüber hinaus – wie erwähnt – gegen die Ver-

fassungsgrundsätze der Verhältnismässigkeit und des Verbotes des 

überspitzten Formalismus verstossen. Das gilt auch und gerade im Be-

reich von Formvorschriften. Die Formvorschriften des Submissionsrechtes 

sind nicht Selbstzweck (GALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O. N. 446 S. 

201). Sie stehen vielmehr im Dienste der Verwirklichung des materiellen 

Vergaberechtes und sollen insbesondere zur Umsetzung der Ziele und 

Grundsätze des öffentlichen Beschaffungsrechtes beitragen. Die Frage, 

ob ein mit Mängeln behaftetes Angebot vom Wettbewerb auszuschliessen 

ist oder nicht, kann dabei nicht in generell-abstrakter Weise beantwortet 

werden, sondern ist aufgrund der konkreten Umstände des Einzelfalles 

nach Massgabe der übergeordneten Grundsätze zu prüfen (vgl. PVG 

2001 Nr. 41; VGU U 17 7 vom 22. März 2017 E. 3b und U 10 85 vom 14. 

September 2010 E.1b).

b) Unbestritten ist im konkreten Fall, dass die Zuschlagsempfängerin ihre 

beiden Offerten – einerseits Schaltgetriebe [mechanisch] anderseits Vario 

– in einem einzigen Couvert eingereicht hat. Die Ausschreibungsunterla-

gen haben dagegen vorgesehen, dass die Offerten mit der Post aufzuge-

ben seien und zwar jede Offerte in einem separaten Couvert. Weiter wur-

de angedroht, dass Angebote ohne Poststempel, unvollständig ausgefüll-

te Offerten, Formulare und Eingaben ohne richtige Anschrift auf dem Cou-

vert gemäss Art. 17 SubG ungültig seien (vgl. S. 2 der Submissionsunter-

lagen). Die Beschwerdeführerin verlangt gestützt darauf den Ausschluss 

der beiden Offerten der Zuschlagsempfängerin. Die Beschwerdegegnerin 

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verweist hingegen auf die neuere Rechtsprechung des Verwaltungsge-

richts bezüglich des Verbots des überspitzten Formalismus, welche einen 

Ausschluss als unverhältnismässig erscheinen lasse. Über diese ge-

gensätzlichen Standpunkte gilt es im Lichte der eingangs zitierten Recht-

sprechung (vgl. E. 3a, hiervor) nachfolgend zu befinden und zu entschei-

den.

c) Vorliegend soll die hier interessierende Vorschrift (Postzustellung mit Ein-

zelcouvert pro Angebot) sicherstellen, dass allfällige Manipulationen im 

Vorfeld der Offertöffnung verhindert werden und es keine Unsicherheiten 

in der Zuordnung der einzelnen Offerten gibt. Anlässlich der amtlichen Of-

fertöffnung am 10. April 2017 waren neben den Vertretern der Beschwer-

degegnerin auch verschiedene Anbieter anwesend. Das Einreichen der 

beiden Offerten der Zuschlagsempfängerin in einem einzigen anstatt in 

zwei separaten Couvert(s) wurde dabei erkannt und protokolliert (s. An-

merkung zu Ziff. 4 und 4.1 auf S. 1 des angefochtenen Entscheids). Allfäl-

lige Manipulationen oder Verwechslungen (Zuordnungsfehler) können bei 

diesem Geschehensverlauf aber faktisch ausgeschlossen werden, womit 

die submissionsrechtlichen Grundsätze der Wettbewerbstransparenz und 

der Gleichbehandlung aller Anbieter in keiner Art und Weise beeinflusst 

oder gar wettbewerbszerrend verletzt wurden. In Anlehnung an die jüngs-

te Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts zum überspitzten Formalis-

mus (VGU U 17 7 E. 3b) und dem von der Beschwerdegegnerin zitierten 

Entscheid (VGU U 05 60 vom 14. Juli 2005 E. 1b und 2a-b) gibt es mate-

riell an der Zulassung der Zuschlagsempfängerin zum Vergabeverfahren 

und somit auch an deren nichterfolgtem Ausschluss nichts auszusetzen.

4. a) Laut Art. 21 Abs. 1 SubG erhält das wirtschaftlich günstigste Angebot den 

Zuschlag. Es können dabei insbesondere Kriterien wie Qualität, Preis, Er-

fahrung, Zweckmässigkeit, Termine, technischer Wert, Ästhetik, Betriebs-

kosten, Nachhaltigkeit, Kreativität, Kundendienst, Infrastruktur und Lehr-

lingsausbildung berücksichtigt werden (Abs. 2). Der Auftraggeber gibt in 

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der Ausschreibung oder in den Ausschreibungsunterlagen die zur An-

wendung gelangenden Zuschlagskriterien mit ihrer Gewichtung oder der 

Reihenfolge ihrer Bedeutung bekannt (Abs. 3). Der Zuschlag für weitge-

hend standardisierte Beschaffungen kann ausschliesslich nach dem Krite-

rium des niedrigsten Preises erfolgen. Dies ist grundsätzlich auch dann 

anzunehmen, wenn der Auftraggeber den Anbietern keine Zuschlagskrite-

rien bekannt gegeben hat (Abs. 4). Die erfolgte Festsetzung der massge-

blichen Zuschlags- und Unterkriterien (samt Gewichtung) für die Beurtei-

lung des wirtschaftlich günstigsten Angebots ist bei der Zuschlagsertei-

lung für die Vergabestelle und die Anbieter verbindlich und schränkt in 

diesem Sinne das der Vergabestelle zustehende Ermessen bei der Be-

stimmung des auszuwählenden Angebots ein. So ist es z.B. unzulässig, 

bei der Fällung des Zuschlagsentscheids einen Gesichtspunkt in die Be-

urteilung der Angebote einfliessen zu lassen, der sich nicht aus den vor-

gängig publizierten Kriterien (Zuschlags- und eventuelle Unterkriterien) 

ergibt. Die Vergabebehörde hat die Angebote ausschliesslich nach den 

von ihr bekannt gegebenen Kriterien zu beurteilen. Unzulässig ist es so-

mit, einzelne Kriterien beim Zuschlagsentscheid ausser Acht zu lassen, 

die Bedeutungsreihenfolge der Kriterien umzustellen, andere Gewichtun-

gen vorzunehmen oder zusätzliche, nicht publizierte Kriterien heranzuzie-

hen (GALLI/MOSER/LANG/STEINER, a.a.O. N. 859 S. 387).

b) Vorliegend hat die Beschwerdegegnerin in den Ausschreibungsunterla-

gen angekündigt, den Preis mit 50 % zu gewichten, die Zweckmässigkeit 

des Fahrzeugs mit 40 % sowie die Garantie- und Serviceleistungen mit  

10 %. In der Folge vergab die Beschwerdegegnerin die Punkte für die Zu-

schlagskriterien 'Zweckmässigkeit des Fahrzeuges' sowie 'Garantie- und 

Serviceleistungen' und teilte die bereinigten Angebote durch diesen Fak-

tor (vgl. dazu die beschwerdegegnerischen Akten [Bg-act.] 5, 6 sowie im 

Besonderen die Bewertungstabelle in Bg-act. 7 S. 3). Zunächst gilt es im 

Grundsatz festzuhalten, dass die in den Ausschreibungsunterlagen trans-

parent vorgegebene Gewichtung des Preises von 50 % in Ordnung geht, 

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da bei der Beschaffung von Kommunalfahrzeugen der Preis gemäss ge-

festigter Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts mit mindestens 50 % 

zu gewichten ist (so bereits: VGU U 09 65 vom 22. September 2009 E. 2; 

ferner PVG 2002 Nr. 36 und Nr. 37, 2004 Nr. 26 E.3). Um dieser Gewich-

tung in Punkten gebührend Rechnung zu tragen, müssten bei einem 

Punktemaximum von 100 der Preis umgerechnet 50 Punkte, die Zweck-

mässigkeit des Fahrzeuges 40 Punkte und die Garantie- und Serviceleis-

tungen 10 Punkte erhalten. Die von der Beschwerdegegnerin angewandte 

Rechenoperation 'Bereinigter Angebotspreis' geteilt durch die erzielten 

Punkte bei den anderen zwei Zuschlagskriterien (im Falle der Zuschlags-

empfängerin mit dem Maximum von 50 Punkten und bei der Beschwerde-

führerin mit 30 Punkten) ergibt aber keine Auskunft darüber, inwiefern das 

preisgünstigere Angebot der Beschwerdeführerin mit Fr. 149'990.-- im 

Vergleich zum Preisangebot der Zuschlagsempfängerin mit Fr. 163'180.-- 

punktemässig laut Ausschreibungsunterlagen bewertet wurde. Klar und 

offenkundig ist dazu einzig, dass die Beschwerdeführerin mit dem Maxi-

mum von 50 Punkten (oder mehr) beim gewichtigsten Zuschlagskriterium 

des Preises zu bewerten gewesen wäre, während die zu vergebende 

Punktezahl für das teurere Preisangebot von Fr. 163'180.-- der Zu-

schlagsempfängerin völlig im Dunkeln geblieben ist, obwohl doch immer-

hin eine Preisdifferenz von Fr. 13'190.-- zu Lasten der Zuschlagsempfän-

gerin zu berücksichtigen gewesen wäre. Wie viele Punkte die Zuschlags-

empfängerin anhand ihres Preisangebots erhält bzw. erhalten hat, kann 

hier mangels einer plausiblen Bewertungsskala, die den bereinigten An-

gebotspreis graduell korrekt mit 50 % gemäss Gewichtung in den Aus-

schreibungsunterlagen wiedergibt, nicht abschliessend beurteilt werden. 

Dieses Versäumnis muss die Beschwerdegegnerin nachholen, weshalb 

die Beschwerde schon aus diesem Grunde gutzuheissen ist. Der inhalt-

lich fehlerhafte bzw. rechnerisch nicht nachvollziehbare Vergabeentscheid 

ist aufzuheben und die Angelegenheit im Sinne der Erwägungen (Erstel-

len einer Bewertungsskala inkl. Punkteabzügen für Abweichungen vom 

preisgünstigsten Angebot ["Preisminimum ergibt Punktemaximum"]) noch 

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einmal durch die Beschwerdegegnerin zu prüfen und zu entscheiden. Die 

Gewichtung des Preiskriteriums von 50 % muss dabei in ausreichendem 

Masse in Relation zu den beiden anderen Zuschlagskriterien (Zweckmäs-

sigkeit 40 % und Garantie-/Serviceleistungen 10 %) miterfasst und trans-

parent ausgewiesen werden, was bisher eben noch nicht verständlich der 

Fall war, weshalb die Sache zwingend noch einmal zur Neubeurteilung an 

die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen werden muss. 

c) In Anbetracht dieses eindeutigen Zwischenergebnisses erscheint es dem 

Gericht geboten, zu den zusätzlich kritisierten Einzelbewertungen bei den 

"Unterkategorien" der Zweckmässigkeit sowie den Service- und Garantie-

leistungen nur noch kurz und rügespezifisch in Bezug auf die elektrischen 

Anlagen (Ad 1),  der Bewertung des Fahrerhauses (Ad 2) und der Bewer-

tung der Dienst- und Sicherheitsleistungen (Ad 3) Stellung zu nehmen: 

Ad 1: Die Ausschreibungsunterlagen enthalten zum Erfordernis/Kriterium 

der 'elektrischen Anlagen' 11 verschiedene Positionen (so etwa Alternator 

mindestens 120 Ampere, Batterien mindestens 80 Ampere, Spannung 12 

V, Fahrzeugbeleuchtung nach Vorschrift, Tagfahrlicht, LED-Abblendlicht 

und Zwischenscheinwerfer, Anhängersteckdosen, Rückfahrscheinwerfer, 

Arbeitslicht an Kabine montiert. Drehlicht seitlich montiert sowie als letz-

tes noch ein "Trac Link System oder gleichwertiges System erwünscht"). 

Die einzelnen Positionen müssen nicht gleichmässig gewichtet sein, son-

dern es darf durchaus zwischen wichtigeren und weniger wichtigen Posi-

tionen unterschieden werden. Wenn die Beschwerdegegnerin jedoch ein-

zig aufgrund des Nichtvorhandenseins der zuletzt bezeichneten Position 

("Trac Link fehlt"; vgl. Bg-act. 6) der Beschwerdeführerin null Punkte gibt, 

so erscheint dem Gericht eine solche Bewertung doch sehr einseitig ge-

wichtet zu sein, weshalb die Sache auch in dieser Hinsicht nochmals an 

die Vorinstanz zwecks Neubewertung zurückzuschicken ist.

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Ad 2: Bei der Bewertung des Fahrerhauses erhält die Beschwerdeführerin 

5 von 10 Punkten mit der Begründung, es handle sich um eine eher billige 

Ausführung, welche ergonomisch eher schlecht sei. Dies mag so durch-

aus richtig sein. Die Beschwerdegegnerin erklärt in ihren Eingaben auch 

im Detail, wie sie zu diesem Schluss gekommen ist. Diese Begründung 

vermag zu überzeugen und ist sachlich nachvollziehbar, weshalb es an 

dieser Einzelbewertung nichts zu bemängeln oder zu korrigieren gibt.

Ad 3: Auch bei der Bewertung des Kriteriums Service- und Garantie erhält 

die Beschwerdeführerin lediglich 5 von 10 Punkten. Hier wird der Abzug 

wie folgt begründet: "aufgrund 1/2 Vario teuer im Unterhalt (2 Aggrega-

te)". Zu diesem Auswertungspunkt wird sehr technisch und fachspezifisch 

argumentiert, was eine Überprüfbarkeit durch das streitberufene Gericht 

schwierig macht, da es aus branchenspezifischer Perspektive – mangels 

vertiefter Sachkompetenz - keine "Oberaufsichtsinstanz" der Vergabe-

behörden darstellt und somit in diesen Dingen stets eine gewisse Zurück-

haltung übt (so bereits: VGU U 16 9 vom 13. April 2016 E.5a, U 15 104 

vom 30. März 2016 E.8a). Immerhin erscheinen dem Gericht die dazu 

vorgebrachten Argumente der Beschwerdegegnerin aber weitgehend 

plausibel und einleuchtend. Nicht gefolgt werden kann der Beschwerde-

gegnerin allerdings dort, wo sie den Punkteabzug bei der Beschwerdefüh-

rerin zudem mit einer besseren Garantieleistung begründet (vgl. Bg-act 1 

S. 2 mit 3 Jahren Werkgarantie inkl. Trac Link bei Zuschlagsempfängerin 

bzw. Bg-act. 3 S. 11 mit Garantie 2 Jahre oder 1'000 [Betriebs-] Stunden 

bei Beschwerdeführerin). Gemäss Bewertungsblatt hatte die Garantie 

keinen Einfluss auf die Einzelbewertung, andernfalls dies bei der Begrün-

dung für den Punkteabzug hätte erwähnt werden müssen. Vor diesem 

Hintergrund erscheint der Abzug von 5 Punkten nur schwer verständlich.

d) Zusammengefasst lässt sich festhalten, dass die Beschwerdegegnerin die 

Zuschlagsempfängerin einerseits korrekterweise nicht vom Vergabever-

fahren ausgeschlossen hat (vgl. E.3c, hiervor). Andererseits hat die Be-

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schwerdegegnerin das zentrale Kriterium des Preises (Gewichtung 50 %) 

nicht transparent bewertet bzw. nicht nachvollziehbar gewichtet (E.4b, 

hiervor). Die Einzelbewertungen bei den zwei weiteren Zuschlagskriterien 

(Zweckmässigkeit 40 %; Service/Garantie 10 %) sind zumindest zum Teil 

nicht korrekt oder nur schwer verständlich (E.4c Ad 1 sowie Ad 3, hiervor) 

erfolgt. Die Beschwerde ist demzufolge gutzuheissen und der angefoch-

tene Zuschlagsentscheid aufzuheben. Die ganze Angelegenheit ist damit 

noch einmal an die Beschwerdegegnerin zur Neubeurteilung im Sinne der 

Erwägungen und anschliessenden Neuvergabe zurückzuweisen.

5. a) Bei diesem Ausgang des Beschwerdeverfahrens sind die Gerichtskosten 

gestützt auf Art. 73 Abs. 1 VRG vollumfänglich der Beschwerdegegnerin 

aufzuerlegen. Die Staatsgebühr wird bei einer Höhe des Beschaffungs-

wertes (Auftragsvolumen) von gerundet Fr. 150'000.-- und einer mittleren 

Komplexität der sich stellenden Rechtsfragen vom streitberufenen Gericht 

ermessensweise auf Fr. 2'000.-- festgesetzt.

b) Laut Art. 78 Abs. 1 VRG wird die unterliegende Partei in der Regel ver-

pflichtet, der obsiegenden Partei die durch den Rechtsstreit im Rechtsmit-

telverfahren 'verursachten notwendigen Kosten' zu ersetzen. Diese Be-

stimmung kommt nach der herrschenden Praxis des Verwaltungsgerichts 

aber nicht zum Zuge, wenn eine siegreiche Beschwerdeführerin lediglich 

für sich selbst und folglich ohne anwaltliche Rechtsvertretung prozessiert 

hat. Dies ist nach Ansicht des Gerichts auch vorliegend der Fall (vgl. dazu 

E.5c, hiernach), weshalb der Beschwerdeführerin hier keine Entschädi-

gung zugesprochen wird. Da sich die Zuschlagsempfängerin (Beigelade-

ne) nicht am Verfahren beteiligt hat, steht ihr weder eine Entschädigung 

zu noch muss sie sich an den amtlichen Gerichtskosten beteiligen. 

c) Eine Besonderheit liegt hier betreffend aussergerichtliche Entschädigung 

gestützt auf Art. 78 Abs. 1 VRG insofern vor, als dass sich Rechtsanwalt 

Dr. iur. E._____ erst im Laufe des hängigen Beschwerdeverfahrens bei 

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der Kanzlei des Verwaltungsgerichts meldete und sich dabei als Beteilig-

ter zu erkennen gab (vgl. im Sachverhalt Ziff. 7 und Ziff. 9). Mit postali-

scher Eingabe vom 21. August 2017 reichte der Genannte dann eine Ho-

norarnote in der Höhe von Fr. 5'418.90 (bestehend aus verrechnetem Ar-

beits- und Zeitaufwand für die Beschwerdeführerin seit dem 6. Mai 2017 

bis zum 26. Juni 2017 von 18.35 Stunden à Fr. 270.--/Std. [= Fr. 5'017.50] 

plus 8 % Mehrwertsteuer [= Fr. 401.40]) beim Gericht ein. Das Gericht ist 

dazu aber der Meinung, dass RA Dr. E._____ aufgrund des konkreten 

Verfahrensablaufs keine Parteientschädigung für die obsiegende Be-

schwerdeführerin zugebilligt werden kann. In tatsächlicher Hinsicht steht 

für das Gericht nämlich fest, dass der betreffende Anwalt bis zum Ein-

gang der Replik der Beschwerdeführerin lediglich und höchstens als 

"Rechtsberater" und eben nicht als (korrekt) bevollmächtigter "Rechtsver-

treter" aufgetreten ist. Zur Zeit des Schriftenwechsels ist für das Gericht 

jedenfalls kein solches Vertretungsverhältnis ersichtlich oder erkennbar 

gewesen. Die Einreichung einer Honorarnote und damit zugleich die ein-

deutige Erkennbarkeit einer anwaltlichen Vertretung sind erst nach Ab-

schluss des Schriftenwechsels am 7. August bzw. mit detaillierter Hono-

rarnote vom 21. August 2017 erfolgt. Eine derart spätere Nachreichung 

der Kostennote ist verfahrensrechtlich jedoch nicht (mehr) genügend bzw. 

prozessual unstatthaft, obwohl der Aufbau der Beschwerde formal auf ei-

ne Professionalität des Urhebers bzw. Verfassers schliessen lässt. Der 

gesamte Schriftenwechsel ist aber nicht auf dem Anwaltspapier der be-

treffenden Kanzlei oder 'unterschriftlich' im eigenen Namen von Dr. 

E._____ erfolgt, womit eine aussergerichtliche Parteientschädigung die-

ses anonym agierenden 'Ghostwriters' auch nicht gerechtfertigt erscheint. 

Das Ausmass der geltend gemachte Unterstützung als geistiger oder re-

daktioneller Erfüllungsgehilfe der Beschwerdeführerin ist auch nicht hin-

reichend nachgewiesen, als dass bereits von 'verursachten notwendigen 

Kosten' im Sinne von Art. 78 Abs.1 VRG alleine gestützt auf die einge-

reichte Honorarnote vom 21. August 2017 die Rede sein könnte. Das Ge-

richt lehnt daher die beantragte Parteientschädigung des zu spät und zu 

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wenig transparent als Rechtsvertreter und nicht nur als Rechtsberater ge-

genüber dem Gericht und der Beschwerdegegnerin in Erscheinung tre-

tenden Dr. E._____ ab. Ein allfälliges (privatrechtliches) Auftragsverhält-

nis zwischen der obsiegenden Beschwerdeführerin und dem genannten 

Rechtsanwalt ist davon nicht berührt, da es hier einzig um eine ausserge-

richtliche Parteientschädigung zu Lasten der Beschwerdegegnerin geht, 

die lediglich in ihrem amtlichen Wirkungskreis handelte und daher eine 

Aufgabe im öffentlichen Interesse und eben gerade nicht im partikulären 

Eigeninteresse zu erfüllen hatte.

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, der Vergabeentscheid der Gemeinde 

X._____ vom 27. April 2017 zu Gunsten der B._____ betreffend Kommu-

nalfahrzeug aufgehoben und die Angelegenheit zwecks Neubewertung 

der Angebote und neuer Vergabe an die Gemeinde X._____ zurückge-

wiesen

2. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 2'000.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 371.--

zusammen Fr. 2'371.--

gehen zulasten der Gemeinde X._____ und sind innert 30 Tagen seit Zu-

stellung dieses Entscheids an die Finanzverwaltung des Kantons 

Graubünden, Chur, zu bezahlen.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]