# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 73662604-ec5d-5c60-a6fa-ea5c172b579d
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-03-11
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 11.03.2010 D-6276/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6276-2009_2010-03-11.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-6276/2009
law/joc/cvv
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 1 .  M ä r z  2 0 1 0

Einzelrichter Walter Lang, 
mit Zustimmung von Richter Hans Schürch;
Gerichtsschreiberin Claudia Jorns Morgenegg.

A.__________, geboren (...),
und deren Kinder
B._________, geboren (...),
C._________, geboren (...),
D.__________, geboren (...),
E.__________, geboren (...),
F.__________, geboren (...),
Afghanistan,
vertreten durch Dr. iur. Ali Civi (...),
Beschwerdeführende,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 28. August 2009 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

Parteien

D-6276/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  das  Bundesamt  mit  Verfügung  vom  10.  September  2004 
G._________  (N  (...))  –  den  Ehemann  der  Beschwerdeführerin 
A.__________ -  gestützt  auf  Art.  1F  Bst.  a  des  Abkommens  vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  (FK,  SR 
0.142.30)  von der  Anwendung der  Flüchtlingskonvention ausschloss, 
feststellte,  er  erfülle  die  Flüchtlingseigenschaft  nicht,  und  sein 
Asylgesuch vom 21. April 2003 ablehnte,

dass  es  gleichzeitig  die  Wegweisung  aus  der  Schweiz  verfügte, 
G._________  jedoch  infolge  Unzulässigkeit  des  Vollzuges  der  Weg-
weisung die vorläufige Aufnahme anordnete, 

dass  das  BFM  mit  Entscheid  vom  7.  Februar  2005  das  von 
G._________  am  24.  Januar  2005  eingereichte  Gesuch  um 
Wiedererwägung der Verfügung vom 10. September 2004 abwies, 

dass die Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) mit Urteil  vom 
21.  Februar  2005  auf  das  Gesuch  vom  13.  Februar  2005  von 
G._________ um Wiederherstellung der Beschwerdefrist nicht eintrat,

dass G._________ mit Schreiben vom 12. April 2006 das BFM darum 
ersuchte, seiner Ehefrau und seinen Kindern sei  gestützt auf Art. 51 
Abs. 4  des  Asylgesetzes vom 26. Juni  1998 (AsylG,  SR 142.31)  die 
Einreise in die Schweiz zu bewilligen, 

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  17.  Juli  2006  feststellte,  da 
G._________  nicht  als  Flüchtling,  sondern  als  Ausländer  in  der 
Schweiz vorläufig aufgenommen worden sei, bestehe gestützt auf das 
Asylgesetz kein Anspruch auf Familiennachzug, 

dass G._________ mit Schreiben vom 30. August 2006 an das BFM 
gelangte  und  namens  seiner  Ehefrau  und  seiner  Kinder  um  Asyl 
respektive  darum  ersuchte,  die  Eingabe  sei  an  die  Schweizerische 
Botschaft in Islamabad (Pakistan) weiterzuleiten, auf das Asylgesuch 
sei einzutreten und seiner Frau und seinen Kindern sei zwecks Durch-
führung des ordentlichen Asylverfahrens die Einreise in die Schweiz zu 
bewilligen, 

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dass das BFM mit  Schreiben vom 7. September  2006 G._________ 
mitteilte,  seine  Ehefrau  und  die  Kinder  könnten  bei  der  schweize-
rischen Vertretung in  Islamabad ein Asylgesuch einreichen und dort 
ihre Asylgründe darlegen; das Schreiben vom 30. August 2006 werde 
der Vertretung zur Kenntnisnahme weitergeleitet, 

dass die Beschwerdeführenden am 19. Januar 2007 in der Schweize-
rischen  Botschaft  in  Islamabad  –  in  Begleitung  von  H.__________ 
(einem  Freund  von  G._________  [Anmerkung  des  Gerichts])  –  um 
Asyl  nachsuchten,  wobei  sie  der  Botschaft  ein  handschriftliches 
Schreiben  beinhaltend  Aussagen  von  H.__________  und  der  Be-
schwerdeführerin, eine Kopie eines Ehescheins vom (...) betreffend die 
Beschwerdeführerin,  Ausweiskopien  von  H.__________  und  ein 
handschriftliches  Schreiben  mit  Angaben  von  H.__________ 
beilegten, 

dass  den  Beschwerdeführenden  mit  Verfügung  des  BFM  vom 
21. Februar  2007  zwecks  Durchführung  des  Asylverfahrens  die  Ein-
reise in die Schweiz bewilligt wurde, 

dass die Beschwerdeführenden am 20. März 2007 von Pakistan her-
kommend – mit einem in Kabul am (....) ausgestellten Reisepass und 
einem Visum der schweizerischen Vertretung in Islamabad vom (...) – 
auf dem Luftweg legal in die Schweiz gelangten, wo sie am 23. März 
2007 um Asyl nachsuchten, 

dass am 30. März 2007 im Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) 
S._______  eine  Kurzbefragung  sowie  am  24.  April  2007  eine 
einlässliche Anhörung  der  Beschwerdeführenden A.__________ und 
B._________ durch das BFM stattfand, 

dass  die  Beschwerdeführerin  A.__________  im  Rahmen  dieser  Be-
fragungen zur Begründung des Asylgesuches im Wesentlichen geltend 
machte,  in  Afghanistan  in  I.__________  (Provinz  Y._______) 
aufgewachsen zu sein, jedoch nach ihrer Heirat im Alter von 15 Jahren 
zusammen  mit  ihrem  Ehemann  für  zirka  sechs  Jahre  in 
J.___________ gelebt zu haben, 

dass sie und ihr Ehemann, der Mitglied der Hezbe Islami gewesen sei, 
nach  W._______,  Iran,  gereist  seien,  da  Angehörige  der  Djamiat 
respektive die Mujaheddin K._________ und L.__________ ihren Ehe-
mann bedroht hätten,

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dass sie ungefähr vier Jahre in W._______(Iran) verbracht hätten und 
sie  dann zusammen nach Z._______ (Pakistan),  gezogen seien,  wo 
sie  ihr  Ehemann  allerdings,  als  sie  mit  ihrer  Tochter  E.__________ 
schwanger  gewesen  sei,  verlassen  habe  und  zunächst  in  den  Iran 
zurückgekehrt  und  danach  in  die  Türkei  und  später  in  die  Schweiz 
gereist sei, 

dass sie sich zusammen mit  den Kindern mehrere Jahre in Pakistan 
aufgehalten habe, jedoch einmal nach Afghanistan zurückgekehrt sei, 
wobei sie auf dem Weg nach Y._______ zusammen mit  den Kindern 
und  H.__________  –  einem  Freund  ihres  Mannes  –  Mitte  Mai/Juni 
2003 vermutlich wegen ihres Mannes festgenommen, sie alle jedoch 
nach  sechs  Monaten  Haft  im  Gefängnis  M.__________  gegen 
Bezahlung wieder freigelassen worden seien, 

dass sie im Februar/März 2007 für 18 Tage in Kabul gewesen sei und 
dort  zusammen mit  ihrem Bekannten H.__________ einen Pass und 
eine  Identitätskarte  abgeholt  habe  und  sie  danach  nach  Islamabad 
und von dort aus auf dem Luftweg via London legal in die Schweiz ge-
langt seien, 

dass der Beschwerdeführer B._________ erklärte, er habe zunächst in 
I.__________  und  in  J.___________  sowie  drei  vier  Jahre  in 
W._______(Iran) gelebt  und habe sich anschliessend zusammen mit 
seiner  Mutter  (der  Beschwerdeführerin)  seinen  Geschwistern  und 
H.__________ in Pakistan aufgehalten, 

dass er mit seiner Mutter und seinen Geschwistern nach Afghanistan 
zurückgekehrt, dabei jedoch inhaftiert worden sei, 

dass sie nach ihrer  Freilassung wieder nach Pakistan zurückgekehrt 
seien und er zirka im Januar/Februar 2007 für 16 Tage zusammen mit 
seiner  Mutter  in  Kabul  gewesen  sei,  wo diese  einen  Pass  abgeholt 
habe, 

dass sie danach zunächst  nach Pakistan zurückgekehrt  und danach 
von Islamabad aus in die Schweiz geflogen seien, 

dass die Beschwerdeführenden einen am (...)  in Kabul ausgestellten 
Reisepass der Beschwerdeführerin zu den Akten reichten, 

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dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  28.  August  2009  –  eröffnet  am 
2. September 2009 – feststellte, die Beschwerdeführenden würden die 
Flüchtlingseigenschaft  nicht  erfüllen,  ihre Asylgesuche vom 23. März 
2007 ablehnte und die Wegweisung aus der Schweiz verfügte, 

dass das BFM jedoch – infolge der festgestellten Unzulässigkeit des 
Vollzuges der Wegweisung ihres Ehemannes respektive Vaters – die 
vorläufige Aufnahme der Beschwerdeführenden anordnete, 

dass  die  Beschwerdeführenden  gegen  diese  Verfügung  mittels  Ein-
gabe  ihres  Rechtsvertreters  vom 2.  Oktober  2009  beim  Bundesver-
waltungsgericht  Beschwerde  erheben  und  dabei  im  Hauptpunkt  be-
antragen liessen, die angefochtenen Verfügung sei vollumfänglich auf-
zuheben und ihnen sei Asyl zu gewähren, eventualiter sei die Sache 
zur neuerlichen Befragung der Beschwerdeführerin und zur Ergänzung 
des  Sachverhalts  zurückzuweisen;  jedenfalls  sei  die  Wegweisungs-
verfügung  aufzuheben  und  die  Anwesenheit  der  Beschwerde-
führenden auf anderer gesetzlicher Grundlage zu regeln, 

dass in verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragt wurde, es sei den Be-
schwerdeführenden die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren,

dass  der  Instruktionsrichter  des  Bundesverwaltungsgerichts  mit 
Schreiben vom 22. Oktober 2009 den Eingang der Beschwerde vom 
2. Oktober 2009 bestätigte, 

und zieht in Erwägung,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  auf  dem  Gebiet  des  Asyls 
endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5  des Bundes-
gesetzes  vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren 
(VwVG,  SR  172.021)  des  BFM  entscheidet  (Art. 105  AsylG, 
[SR 142.31]  i.V.m.  Art. 31-33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesge-
richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass die Beschwerdeführenden durch die angefochtene Verfügung be-
sonders  berührt  sind,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Auf-
hebung beziehungsweise Änderung haben und daher zur Einreichung 

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der Beschwerde legitimiert sind (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und 
Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass  somit  auf  die  frist-  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten  ist  (Art.  108  Abs.  1  AsylG  sowie  Art. 105  AsylG  i.V.m. 
Art. 37 VGG und Art. 50 Abs. 1 und 52 Abs. 1 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass  über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  be-
ziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  wird  (Art. 111 
Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um 
eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  sum-
marisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass  die  Schweiz  Flüchtlingen  grundsätzlich  Asyl  gewährt  (Art. 2 
Abs. 1  AsylG),  wobei  als  Flüchtling  eine  ausländische  Person  aner-
kannt wird, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie 
zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität,  Zugehörig-
keit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen 
Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete 
Furcht  hat,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu  werden  (Art. 3  Abs. 1 
AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaub-
haft gemacht werden muss (Art. 7 Abs. 1 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft  glaubhaft  gemacht ist,  wenn die Be-
hörde  ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender  Wahrscheinlichkeit  für 
gegeben hält (Art. 7 Abs. 2 AsylG), 

dass  Vorbringen  insbesondere  dann  unglaubhaft  sind,  wenn  sie  in 
wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich 
sind,  den  Tatsachen  nicht  entsprechen  oder  massgeblich  auf  ge-

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fälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 Abs. 3 
AsylG),

dass das BFM seinen Entscheid hauptsächlich damit begründete, es 
würden  keine  konkreten  Hinweise  dafür  vorliegen,  dass  die  Be-
schwerdeführerin wegen ihres Ehemannes festgenommen worden sei, 
da ihr der Grund der Festnahme nicht mitgeteilt worden und sie auch 
nicht  befragt  worden  sei,  was  jedoch  bei  einem  vorhandenen  Zu-
sammenhang  mit  ihrem  Ehemann  die  übliche  Vorgehensweise  ge-
wesen und sie  diesfalls  denn auch nicht  bedingungslos freigelassen 
worden wäre, 

dass  sie  sich  ausserdem  anfangs  2007  rund  zwei  Wochen  lang  in 
Kabul habe aufhalten und sich dort einen Reisepass ausstellen lassen 
können,  was  zeige,  dass  seitens  der  afghanischen  Behörden  nichts 
gegen sie vorgelegen habe,  ansonsten die Beschwerdeführerin  wohl 
kaum nach Kabul gereist wäre, 

dass  das  BFM  aus  diesen  Erwägungen  zwar  schliesst,  die  Be-
schwerdeführenden  hätten  keine  begründete  Furcht  künftig  in  ihrem 
Heimatland  Verfolgungen  im  Sinne  von  Art.  3  AsylG  ausgesetzt  zu 
sein, weshalb die Asylrelevanz ihrer Vorbringen zu verneinen sei, 

dass  aus  diesen  Erwägungen  jedoch  implizit  hervorgeht,  dass  das 
BFM den von der  Beschwerdeführerin  angegebenen Grund ihrer  In-
haftierung (Zugehörigkeit ihres Ehemannes zur Hezbe Islami) als nicht 
glaubhaft im Sinne von Art. 7 AsylG beurteilt, 

dass diese Einschätzung des BFM zu bestätigen und anzufügen ist, 
dass  nicht  nur  der  von  der  Beschwerdeführerin  angegebene  Grund 
ihrer Inhaftierung sondern – zufolge widersprüchlicher und nicht nach-
vollziehbarer  Angaben  –  auch  die  Festnahme  an  sich  im  Gesamt-
kontext als nicht glaubhaft erscheint, 

dass  in  dieser  Hinsicht  vorab  auffällt,  dass  im  Gegensatz  zur  Be-
schwerdeführerin  (vgl.  act.  C19/12  S.  7  ff.)  ihr  damals  (...)-jähriger 
Sohn  B._________,  anlässlich  der  Erstbefragung  im 
Empfangszentrum ausdrücklich verneinte,  dass er  oder seine Mutter 
jemals im Gefängnis gewesen seien (vgl. act. C20/9, S. 5),  und erst 
während der einlässlichen Befragung eine Inhaftnahme erwähnte (vgl. 
act. C33/11 S. 7 f.), 

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dass  die  Beschwerdeführerin  behauptete,  sie,  ihre  Kinder  und 
H.__________  seien  festgenommen  und  danach  alle  wieder 
freigelassen  worden (vgl. act. C19/12,  S. 7 f.,  act. C32/15 S. 10 f.), 
demgegenüber aber H.__________ gemäss einem an die Botschaft in 
Islamabad  am  18.  Januar  2007  übermittelten  Schreiben  eine 
Festnahme  der  Beschwerdeführerin  und  der  Kinder  nicht  erwähnte, 
sondern erklärte, er sei  ins Gefängnis gesteckt worden, damit er die 
Kinder von G._________ finde (vgl. act. C11 Nr. 1, S. 3), 

dass H.__________ in  erwähntem Schreiben ausserdem vorbrachte, 
die  Beschwerdeführenden  seien  zunächst  mit  G._________  nach 
Pakistan  und  Iran  geflohen,  danach  aber  nach  Afghanistan  zurück-
gekehrt, wo sie zwei respektive drei Jahre in P._______ verbracht und 
sich danach in J.___________ aufgehalten hätten (vgl. act. C11 Nr. 1, 
S. 3), 

dass  der  Ehemann  der  Beschwerdeführerin  G._________  in  seiner 
Asylgesuchsbegründung erklärte, als er den Iran verlassen habe, habe 
er seine Familie zum Bruder seiner Ehefrau nach P._______ geschickt 
(vgl. N (...) act. A1/9 S. 2, act. A7/15 S. 3) und diese Angabe in seinem 
–  namens  der  Ehefrau  und  Kinder  –  an  die  Botschaft  in  Islambad 
gerichtetem Schreiben vom 30. August 2006 bekräftigte (vgl. act. C5/9 
S. 2), 

dass die Beschwerdeführerin ebenfalls angab, vom Iran aus zunächst 
nach P._______ gegangen zu sein (vgl. C19/12 S. 3), 

dass diese Angaben indessen in Widerspruch zu den Aussagen der 
Beschwerdeführerin stehen, wonach sie – nachdem ihr Ehemann den 
Iran verlassen habe – nach Pakistan gereist  seien und dort  mehrere 
Jahre  gelebt  hätten  respektive  danach  nie  mehr  in  ihr  Heimatland 
zurückgekehrt seien (vgl. act. C19/12 S. 2, C32/15 S. 6 ff.),

dass  die  Beschwerdeführerin  zudem erklärte,  man  habe  ihr  gesagt, 
wegen ihres Mannes festgenommen worden zu sein (vgl. act. C19/12 
S. 8), andererseits aber zu Protokoll gab, man habe ihr nichts respek-
tive  nichts  Konkretes  gesagt  und  man  habe  sie  nicht  befragt,  sie 
denke, man habe ihren Mann finden wollen (vgl. act. C32/15 S. 11 f.), 

dass  mit  dem  BFM  festzuhalten  ist,  dass  nicht  nachvollziehbar  ist, 
weshalb  die  Beschwerdeführerin  nicht  einer  eingehenden  Befragung 
zum Verbleib ihres Mannes unterzogen wurde, wenn der Grund für die 

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Festnahme die Suche nach ihrem Mann gewesen wäre, und auch nicht 
einleuchtet, weshalb sie gegen Bezahlung wieder freigelassen worden 
sein soll (vgl. act. C19/12 S. 8), 

dass  die  Beschwerdeführerin  im  Weiteren  anlässlich  der  Kurzbe-
fragung erwähnte, den Reisepass in Kabul persönlich zusammen mit 
einem Bekannten bei den Behörden abgeholt zu haben, nachdem die-
ser viel Geld dafür bezahlt habe (vgl. act. C19/12 S. 5), demgegenüber 
an  der  einlässlichen  Anhörung  darlegte,  sie  glaube  ihr  Bekannter, 
H.__________ habe sich illegal  nach Afghanistan begeben und dort 
ihren  Pass  organisiert  respektive  H.__________  habe  den  Pass  in 
Z._______ in der Botschaft organisiert (vgl. act. C32/15 S. 8) respek-
tive in Kabul habe sie ihren Pass erhalten (vgl. act. C32/15 S. 9), 

dass  der  Beschwerdeführer  B.__________  demgegenüber  erklärte, 
den  Reisepass  habe  seine  Mutter  in  Kabul  beantragt  und  abgeholt 
(vgl. act. C20/9 S. 4) respektive H.__________ sei mit  seiner Mutter 
und  ihm  und  den  anderen  Geschwistern  nach  Kabul  gereist  (vgl. 
act. C33/11 S. 5 f.), 

dass  davon  auszugehen  ist,  dass  es  der  Beschwerdeführerin  kaum 
möglich gewesen wäre, sich anfangs 2007 rund zwei Wochen lang un-
behelligt  in  Kabul  aufzuhalten  und  sich  dort  einen  Reisepass  aus-
stellen zu lassen, falls tatsächlich ein behördliches Interesse an ihrer 
Person bestanden hätte, 

dass  in  der  Beschwerde  ausgeführt  wird,  die  Festnahme  der  Be-
schwerdeführerin  gründe  offensichtlich  darin,  dass  ihr  Ehemann  in 
Afghanistan politisch aktiv gewesen sei und noch heute von der Regie-
rung gesucht werde, 

dass diese Auffassung jedoch nicht  überzeugt,  da aufgrund der vor-
stehend aufgezeigten widersprüchlichen und nicht  nachvollziehbaren 
Angaben  nicht  glaubhaft  ist,  dass  die  Beschwerdeführenden  in 
Afghanistan  wegen  der  Zugehörigkeit  ihres  Ehemannes  respektive 
Vaters zur Hizb Islami einer behördlichen Festnahme ausgesetzt ge-
wesen waren, 

dass auch nicht davon auszugehen ist, die politisch nicht aktiven Be-
schwerdeführenden  hätten  allein  wegen  der  Aktivitäten  ihres  Ehe-
mannes  und  Vaters  begründete  Furcht,  künftig  allfälligen  Behelli-
gungen ausgesetzt  zu werden,  zumal  sich solche – wie dargelegt  – 

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weder  für  die  Vergangenheit  bestätigen lassen,  noch wahrscheinlich 
erscheint,  dass  die  Behörden  oder  allfällige  einflussreiche  private 
Akteure nach einer nunmehr fast 14-jährigen Landesabwesenheit des 
Ehemannes (vgl. act. A1/9  S. 2  und 6,  act. A7/15 S. 6)  im heutigen 
Zeitpunkt  ein  erkennbares  Interesse  an  den  Beschwerdeführenden 
haben könnten, 

dass sich auch weder aus der beigelegten ärztlichen Bescheinigung 
von Dr. N.__________ vom 23. April  2004 noch dem Austrittsbericht 
der  (...)  O.__________  vom  22.  September  2003  betreffend 
G._________ Gegenteiliges ableiten lässt, da aus diesen Dokumenten 
einzig hervorgeht, dass sich die Beschwerdeführerin und die Kinder in 
Afghanistan wegen  der  Bürgerkriegswirren  versteckt  hielten  und  der 
Ehemann,  der  unter  anderem  an  einer  (...)  leide,  die  Nachricht 
erhalten  habe,  seine  Frau  habe  versucht,  sich  und  die  Kinder  zu 
vergiften, was der älteste Sohn allerdings habe verhindern können, 

dass  es  den  Beschwerdeführenden  somit  nicht  gelingt,  die  Flücht-
lingseigenschaft  nachzuweisen oder glaubhaft  zu machen und daher 
das BFM ihr Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), 

dass  vorliegend  der  Kanton  keine  Aufenthaltsbewilligung  erteilt  hat 
und  zudem  kein  Anspruch  auf  Erteilung  einer  solchen  besteht 
(vgl. Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asyl-
rekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21),  weshalb die verfügte Weg-
weisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen  steht  und 
demnach vom BFM zu Recht angeordnet wurde,

dass nach dem Wortlaut von Art. 44 Abs. 1 AsylG bei der Wegweisung 
sowie deren Vollzug der Grundsatz der Einheit der Familie zu berück-
sichtigen ist, 

dass die Bestimmung von Art. 44 Abs. 1 AsylG über die Tragweite von 
Art.  8  der  Konvention  vom  4. November  1950  zum  Schutze  der 
Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  (EMRK,  SR 0.101)  hinausgeht 
und beinhaltet,  dass die vorläufige Aufnahme des einen Familienmit-
glieds  in  der  Regel  auch  zur  vorläufigen  Aufnahme  dessen  Familie 
führt  (vgl.  EMARK  2004  Nr.  12  E.  7B,  S.  77,  EMARK  1998  Nr. 31 

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E. 8c.ee S. 258, EMARK 1996 Nr. 18 E. 14e S. 189 f.,  EMARK 1995 
Nr. 24 E. 11 S. 230 ff.)

dass  infolge  der  vorläufigen  Aufnahme  des  Ehemannes  respektive 
Vaters (wegen Unzulässigkeit des Vollzuges der Wegweisung) die Be-
schwerdeführenden gestützt auf den Grundsatz der Einheit der Familie 
durch das BFM in der Schweiz vorläufig aufgenommen wurden, 

dass  bis  heute  die  vorläufige  Aufnahme  des  –  von  der  Flüchtlings-
eigenschaft  ausgeschlossenen  –  Ehemannes  respektive  Vaters  der 
Beschwerdeführenden  nicht  aufgehoben  wurde,  weshalb  diese  zum 
weiteren Aufenthalt in der Schweiz berechtigt sind, 

dass  demzufolge  keine  Veranlassung  besteht,  die  Wegweisung  als 
solche  aufzuheben  oder  aber  die  Anwesenheit  der  Beschwerde-
führenden  wie  in  der  Rechtsmittelschrift  ohne  weitere  Begründung 
ebenfalls beantragt, auf "anderer gesetzlicher Grundlage" zu regeln, 

dass auch kein Handlungsbedarf besteht,  die Sache zur neuerlichen 
Befragung  der  Beschwerdeführerin  respektive  zur  Ergänzung  des 
Sachverhalts zurückzuweisen, zumal die Beschwerdeführenden diesen 
eventualiter  gestellten Antrag nicht  näher  begründen und denn auch 
keine Anhaltspunkte für eine unrichtige oder unvollständige Erstellung 
des rechtserheblichen Sachverhalts bestehen, 

dass es den Beschwerdeführenden demnach nicht gelungen ist  dar-
zutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im 
Sinne  von  Art.  65  Abs.  1  VwVG  –  ungeachtet  der  nicht  belegten 
prozessualen Bedürftigkeit  der  Beschwerdeführenden – zufolge Aus-
sichtslosigkeit der gestellten Beschwerdebegehren abzuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.– 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2]) den Beschwerdeführenden aufzuerlegen sind (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird 
abgewiesen. 

3.
Die Verfahrenskosten von Fr. 600.-- werden den Beschwerdeführenden 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Rechtsvertreter  der  Beschwerdeführenden  (Einschreiben; 
Beilage: Einzahlungsschein)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N (...)  (per 
Kurier; in Kopie)

- (zuständige kantonale Behörde) (in Kopie)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Walter Lang Claudia Jorns Morgenegg

Versand: 

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