# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fbbc1894-55d6-575c-965c-e7c415db2f14
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-12-08
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 08.12.2008 D-7709/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-7709-2008_2008-12-08.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-7709/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  8 .  D e z e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Thomas Wespi, 
mit Zustimmung von Richter Bruno Huber;
Gerichtsschreiberin Regula Frey.

A._______, geboren B._______, Guinea,
C._______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfü-
gung des BFM vom 24. November 2008 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-7709/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass  der  Beschwerdeführer  eigenen  Angaben  zufolge  am  18.  Juni 
2008  sein  Heimatland  Guinea  verliess,  mit  einer  ihm  unbekannten 
Fluggesellschaft  nach D._______ gelangte,  seine Reise am 23. Juni 
2008 auf  dem Luftweg Richtung Europa fortsetzte und in  einen ihm 
unbekannten  Ort  gelangte,  von  wo  aus  er  seine  Reise  im  Zug 
fortsetzte und am 24. Juni 2008 illegal in die Schweiz einreiste, wo er 
am 26. Juni 2008 um Asyl nachsuchte,

dass er keine Identitätspapiere abgab,

dass er am 18. Juli 2008 im E._______ befragt und am 14. November 
2008 in Anwendung von Art. 29 Abs. 1 des Asylgesetzes vom 26. Juni 
1998 [AsylG, SR 142.31]) durch das Bundesamt zu den Asylgründen 
angehört wurde, 

dass er zu seinen asylbegründenden Vorbringen im Wesentlichen gel-
tend machte, als Muslim habe er gegen den Willen seines Vaters eine 
Freundin christlichen Glaubens gehabt und sogar eine Konvertierung 
zum Christentum in Betracht gezogen,

dass dies für seinen Vater eine Verletzung der Familienehre dargestellt 
habe und dieser dem Koran entsprechend, der die Tötung eines zu ei-
nem anderen Glauben konvertierten Muslim fordere, die Tötung seines 
Sohnes verlangt habe, 

dass seine Mutter  den Vater  habe besänftigen können und ihm den 
Vorschlag  gemacht  habe,  ihren  Sohn  (den  Beschwerdeführer)  nach 
F._______ zu schicken, wo sein älterer Bruder eine Koranschule besu-
che,

dass  ihn  jedoch  sein  Vater  gemeinsam  mit  seinem  Bruder  nach 
G._______  in  eine  Koranschule  gebracht  habe,  wo  er  tagsüber  auf 
dem Feld habe arbeiten und abends habe lernen müssen, 

dass das Leben in der Koranschule für ihn und seinen Bruder schwie-
rig  gewesen sei  und er es nicht  mehr länger habe ertragen können, 
weshalb er im Juni 2008 die Schule verlassen und sich anschliessend 
bei einem Onkel in H._______ aufgehalten habe,

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dass sein Vater seine Rückkehr in die Koranschule verlangt habe, wor-
auf er (der Beschwerdeführer) seinen Onkel gefragt habe, ob er ihm 
nicht helfen könne, das Land zu verlassen, 

dass ihm sein Onkel die Ausreise aus Guinea finanziert  und organi-
siert habe,

dass das  BFM  mit  Verfügung  vom  24.  November  2008  gestützt  auf 
Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdefüh-
rers nicht eintrat und dessen Wegweisung aus der Schweiz anordnete, 
wobei er diese am Tag nach Eintritt der Rechtskraft zu verlassen habe,

dass die Vorinstanz zur Begründung ihres Entscheids im Wesentlichen 
ausführte,  der  Beschwerdeführer  habe  den  Asylbehörden  innerhalb 
der ihm dazu eingeräumten Frist von 48 Stunden ohne entschuldbare 
Gründe keine Reise- oder Identitätspapiere eingereicht,

dass es in  Guinea eine Vielzahl  von Kontrollen  gebe,  weshalb  nicht 
nachvollziehbar sei, der Beschwerdeführer sei ohne Identitätspapiere 
über 100 Kilometer von I._______ nach G._______ gefahren, 

dass dem Beschwerdeführer nicht geglaubt werden könne, er habe die 
Flugreise unternommen, ohne jemals kontrolliert worden zu sein, 

dass seine diesbezüglichen Antworten stereotypen Vorbringen von Ge-
suchstellern entsprechen würden, welche nicht bereit seien, ihre Iden-
tität mit Ausweispapieren zu belegen,

dass es zudem jeder Logik widerspreche, dass der Beschwerdeführer 
sein  Heimatland  verlassen  habe,  ohne  vorhergehend  rechtsgültige 
Reisepapiere zu beschaffen, zumal auch von Seiten der Behörden von 
Guinea nichts gegen ihn vorliege, 

dass deshalb keine entschuldbaren  Gründe vorlägen, welche es ihm 
verunmöglichen würden, Reise- oder Identitätspapiere einzureichen, 

dass das BFM in den Aussagen des Beschwerdeführers zu den asyl-
begründenden  Vorbringen  wesentliche  Widersprüche  feststellte  und 
anführte, dieser habe beispielsweise geltend gemacht, er sei vor sei-
ner Ausreise einen Monat bei seinem Onkel in H._______ geblieben, 
und demgegenüber später erklärt, nur drei Tage bei seinem Onkel ver-
bracht zu haben,

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dass er auch divergierende Angaben darüber gemacht habe, ob sich 
sein Bruder beim Eintritt in die Koranschule bereits in der Koranschule 
in G._______ befunden habe,

dass  nebst  den  vorgenannten  Widersprüchen  die  Angaben  des  Be-
schwerdeführers unsubstanziiert und zu wenig konkret ausgefallen sei-
en, um glaubhaft zu sein, so sei die Schilderung seiner geplanten Kon-
vertierung zum Christentum sehr oberflächlich und ausweichend aus-
gefallen,

dass  er  daneben  Angaben  gemacht  habe,  welche  keinen  logischen 
Sinn  ergeben  würden  und  von  einem  oberflächlichen  Wissen  des 
Christentums  zeugen  würden,  so  habe  er  beispielsweise  erklärt,  er 
wolle zum israelischen Christentum konvertieren,

dass die Vorbringen des Beschwerdeführers aufgrund der vielen Unge-
reimtheiten nicht geglaubt werden könnten,

dass die Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art 3 und 7 AsylG nicht 
erfüllt  sei  und  aufgrund  der  Aktenlage  zusätzliche  Abklärungen  zur 
Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines  Wegweisungsvoll-
zugshindernisses nicht erforderlich seien,

dass der Wegweisungsvollzug durchführbar sei,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 2. Dezember 2008 (Post-
stempel) gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerde erhob und dabei beantragte, es sei die vorinstanzliche Verfü-
gung  vollumfänglich  aufzuheben  und  das  Asylgesuch  gutzuheissen, 
eventualiter  sei  die Wegweisungsverfügung aufzuheben und die  vor-
läufige Aufnahme anzuordnen, 

dass  in  prozessualer  Hinsicht  die Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1  des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG, 
SR 172.021]) beantragt wurde,

dass die vorinstanzlichen Akten am 4. Dezember 2008  beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 

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i.V.m. Art. 31 - 34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der  Beschwerdeführer  durch den angefochtenen Entscheid  be-
rührt  ist und ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit - unter Vorbehalt der nachstehenden Erwägungen - auf die 
frist-  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde  einzutreten  ist 
(Art. 108 Abs. 2 AsylG sowie Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können 
(Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentschei-
de grundsätzlich auf die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  dementsprechend  im  Fall  der  Begründetheit  des  Rechtsmittels 
die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Ent-
scheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen ist (Entscheidungen und 
Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK] 
2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass bei dem am 1. Januar 2007 in Kraft getretenen Nichteintretenstat-
bestand von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG, auf welchen sich 
die hier angefochtene Verfügung stützt, die Besonderheit besteht, dass 
das BFM im Rahmen einer summarischen Prüfung das offenkundige 
Nichterfüllen der Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG und 
das  offenkundige  Fehlen  von  Wegweisungsvollzugshindernissen  zu 
beurteilen hat (vgl. Art. 32 Abs. 3 Bstn. b und c AsylG), weshalb inso-
weit bei dagegen erhobenen Beschwerden auch die Flüchtlingseigen-
schaft Prozessgegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass  in  der  Frage der  Wegweisung und deren  Vollzugs die  Beurtei-
lungszuständigkeit  des  Bundesverwaltungsgerichts  nicht  beschränkt 
ist, weil das BFM sich diesbezüglich gemäss Art. 44 AsylG in Verbin-
dung mit  Art. 83 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über 

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die  Ausländerinnen  und Ausländer  (AuG,  SR 142.20)  auch materiell 
zur Sache zu äussern hatte,

dass  mithin  auf  die  Beschwerde  nicht  einzutreten  ist,  soweit  in  der 
Rechtsschrift vom 2. Dezember 2008 das Gutheissen des Asylgesuchs 
beantragt wird,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung eines zweiten Richters entschie-
den wird (Art. 111 Abs. 1 Bst. e  AsylG),  und es sich vorliegend,  wie 
nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Be-
schwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 
AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass nach Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf ein Asylgesuch nicht einge-
treten wird, wenn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 48 
Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere 
abgeben, 

dass diese Bestimmung keine Anwendung findet,  wenn Asylgesuch-
steller  glaubhaft  machen können, dass sie dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage sind oder auf Grund der Anhörung sowie 
gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigenschaft festgestellt 
wird oder zusätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingsei-
genschaft  oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses  nötig  sind 
(vgl. Art. 32 Abs. 3 AsylG),

dass  vorliegend  die  Nichtabgabe  von  Reisepapieren  im  Sinne  von 
Art. 32  Abs. 2  Bst.  a  AsylG  innerhalb  von  48  Stunden  nach  Einrei-
chung des Asylgesuches unbestritten ist, 

dass der Beschwerdeführer bezüglich der nicht  eingereichten Identi-
tätsdokumente vorbrachte, er sei noch nie im Besitz eines Passes ge-
wesen und aufgrund der Auseinandersetzung mit seinen Eltern sei es 
ihm auch nicht möglich, diese zu kontaktieren und seine Identitätskarte 
kommen zu lassen (vgl. A 1/10 S. 4),

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dass er während seiner Reise in die Schweiz nie ein Dokument habe 
vorweisen müssen, da dies bei Kontrollen sein Begleiter für ihn erle-
digt habe,

dass dieser ihn (den Beschwerdeführer) am Zoll jeweils als seinen Be-
gleiter beziehungsweise Praktikanten vorgestellt habe,

dass für  seine Ausreise insgesamt drei  Dokumente mit  seinem Foto 
ausgestellt worden seien, er jedoch nicht wisse, um was für Dokumen-
te es sich gehandelt habe, da er diese nie in der Hand gehabt habe 
und somit auch nicht wisse, ob sich ein Pass darunter befunden habe 
(vgl. A 9/12 S. 5),

dass das Vorbringen des Beschwerdeführers, sein Begleiter habe alles 
für ihn erledigt und auch seine Papiere vorgewiesen, nicht zu überzeu-
gen vermag, da Flugreisende ihre Reispapiere anlässlich meist stren-
ger Kontrollen eigenhändig vorlegen müssen,

dass der Beschwerdeführer auch darüber hätte Bescheid wissen müs-
sen, unter  welcher Identität  er  reiste, um entsprechende Nachfragen 
beantworten zu können,

dass der Beschwerdeführer zur benutzten Fluggesellschaft sowie zur 
Zwischen- und Zieldestination keinerlei Angaben machen konnte und 
sich auch die weiteren Schilderungen über den genaueren Reiseablauf 
auf stereotype und oberflächliche Angaben beschränkten, was als Hin-
weis darauf zu werten ist, der Beschwerdeführer wolle seine wahren 
Reiseumstände  sowie  seine  Identität  gegenüber  den  Asylbehörden 
nicht offen legen,

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung ausführlich und - nach 
Prüfung der Vorakten auch aus Sicht des Bundesverwaltungsgerichts - 
überzeugend dargelegt hat, weshalb für das Nichteinreichen von Rei-
se- oder Identitätspapieren keine entschuldbaren Gründe vorliegen,

dass  sich  an der  vorerwähnten Beurteilung auch mit  der  nachträgli-
chen Einreichung von Identitätsausweisen nichts ändern würde, da es 
bei der 48-Stunden-Frist von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG nicht um die 
Beschaffung neuer Papiere, sondern um die Abgabe der schon existie-
renden, für die Reise in die Schweiz verwendeten Papiere geht (vgl. 
die  weiterhin  massgebliche  Praxis  der  ARK in  EMARK 1999  Nr. 16 
E. 5c.aa),

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dass der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitteleingabe den Erwä-
gungen der Vorinstanz bezüglich der Nichtabgabe von Identitätspapie-
ren nichts entgegensetzt,

dass  es  dem  Beschwerdeführer  somit  nicht  gelingt,  entschuldbare 
Gründe für die Nichteinreichung der erforderlichen Dokumente glaub-
haft zu machen,

dass mithin zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Anhörung zu 
Recht  weder  die  Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  noch  zusätzliche 
Abklärungen  zu  deren  Feststellung  beziehungsweise  derjenigen  von 
Wegweisungsvollzugshindernissen als erforderlich erachtet hat,

dass die Prüfung der Akten ergibt, dass die Vorinstanz die Anforderun-
gen an Art. 3 und 7 AsylG zu Recht als nicht erfüllt erachtete, wobei 
vorab auf die entsprechenden Erwägungen des BFM in der angefoch-
tenen Verfügung verwiesen werden kann,

dass sich auch aus der Beschwerdeschrift  keine neuen Erkenntnisse 
ergeben, die zu einer anderen Beurteilung führen könnten,

dass sich die Beschwerde im Wesentlichen in einer rudimentären Wie-
derholung  der  aktenkundigen  Vorbringen  erschöpft,  und  es  der  Be-
schwerdeführer  unterlässt,  sich  mit  den Erwägungen zu den festge-
stellten  Unglaubhaftigkeitsmerkmalen  in  seinen  Aussagen  auseinan-
derzusetzen,  und die  Beschwerde deshalb  nicht  einmal  ansatzweise 
geeignet ist, zu einer von der Vorinstanz abweichenden Betrachtungs-
weise zu führen,

dass unter diesen Umständen von zusätzlichen Abklärungen im Sinne 
von Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG abgesehen werden konnte,

dass das BFM demnach zu Recht gestützt auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG auf  das  Asylgesuch des  Beschwerdeführers nicht  eingetreten 
ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Beschwerdeführer 
weder eine Aufenthaltsbewilligung besitzt noch einen Anspruch auf Er-
teilung einer solchen hat,  weshalb die verfügte Wegweisung im Ein-
klang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist 
(Art. 44 Abs. 1 AsylG, Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 vom 11. Au-

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gust  1999  über  Verfahrensfragen  [AsylV 1,  SR  142.311];  vgl. 
EMARK 2001 Nr. 21),

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG),

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung der mass-
geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen nicht unzuläs-
sig ist, da aus den Ausführungen des Beschwerdeführers und den üb-
rigen  Akten insbesondere  keine Hinweise  auf  eine  menschenrechts-
widrige  Behandlung  ersichtlich  sind  (vgl.  Art.  3  der  Konvention  vom 
4. November 1950 zum Schutze der  Menschenrechte und Grundfrei-
heiten [EMRK, SR 0.101]), die ihm in Guinea droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass vorliegend weder die allgemeine Lage in Guinea noch individuel-
le  Gründe -  der Beschwerdeführer verfügt  über ein verwandtschaftli-
ches und soziales Beziehungsnetz sowie über eine Schulbildung - auf 
eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, 
weshalb der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers nicht un-
zumutbar ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführer nach Guinea 
schliesslich auch nicht unmöglich ist, da keine Vollzugshindernisse be-
stehen (Art. 83 Abs. 2 AuG),  und es dem Beschwerdeführer obliegt, 
bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

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dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder  unangemessen  sei  (Art. 106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist,

dass  die  Beschwerde  aufgrund  vorstehender  Erwägungen  als  aus-
sichtslos zu qualifizieren ist und daher das Gesuch um Gewährung der 
unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG abzu-
weisen ist,

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten in der Höhe von 
Fr. 600.-- (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 1 bis 3 des Reglements 
vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem 
Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 173.320.2])  dem Beschwerde-
führer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sin-
ne von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.– werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-

ten Ref.-Nr. N _______ (per Kurier; in Kopie)
- das J._______ (in Kopie)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Thomas Wespi Regula Frey

Versand: 

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