# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ed9f2935-6a3f-5cf0-9355-c2467bc9882c
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-26
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Vergabekammer 26.03.2025 V 2023 118
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_004_V-2023-118_2025-03-26.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

VERWALTUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: MLaw Patrick Trütsch, Vorsitz
Dr. iur. Matthias Suter und lic. iur. Adrian Willimann
Gerichtsschreiber: lic. iur. Peter Kottmann

U R T E I L  vom 26. März 2025
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch RA MLaw Nadja Zink, LL.M., advokaturbüro kernstrasse, 
Kernstrasse 8/10, Postfach 2074, 8021 Zürich 1

gegen

Strassenverkehrsamt des Kantons Zug, Schifffahrtskontrolle, Hinterberg-
strasse 41, 6312 Steinhausen 
Beschwerdegegner 

betreffend

Erwerb des Schiffsführerausweises Kategorie SA

V 2023 118

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Urteil V 2023 118

A. Am 7. August 2023 reichte A.________ beim Strassenverkehrsamt des Kantons 
Zug ein Gesuch um Erteilung des Schiffsführerausweises der Kategorie A (Motorschiffe 
mit Maschinenantrieb) ein (STVA-act. 1). Darin gab er an, über ein vermindertes Hörver-
mögen zu verfügen. Er legte einen ärztlichen Bericht von Dr. med. B.________, Fachärztin 
für Oto-, Rhino- und Laryngologie FMH vor, in welchem bei ihm eine Otitis media chronica 
simplex rechts und eine an Taubheit grenzende Schwerhörigkeit beidseits diagnostiziert 
wurden. Unter "Anamnese" führte die Ärztin aus, dass A.________ seit seiner Kindheit an 
einer an Taubheit grenzenden Schwerhörigkeit beidseits leide und beidseits mit Hör-
geräten versorgt sei (STVA-act. 3a).

Das Strassenverkehrsamt stellte in seinem an A.________ gerichteten Schreiben vom 8. 
August 2023 fest, dass der eingereichte Arztbericht zwar eine Anamnese enthalte, jedoch 
keine ausreichenden Informationen darüber liefere, ob das Hörvermögen von A.________ 
den Mindestanforderungen nach Anhang 1 der Verkehrszulassungsverordnung (VZV) ent-
spreche. Um diese Unklarheit zu beseitigen, forderte das Strassenverkehrsamt 
A.________ auf, eine entsprechende verkehrsmedizinische Untersuchung durchführen zu 
lassen (STVA-act. 2). 

Doktor B.________ stellte daraufhin am 30. August 2023 die Diagnose einer hochgradigen 
Schwerhörigkeit und einer Hörgeräteversorgung je beidseits. Als Befunde stellte sie fest, 
dass A.________ rechts einen Hörverlust von 87 % und links von 99 % habe. Bei der Prü-
fung des Sprachverstehens im Abstand von 3 m mit Zahlwörtern ohne Sichtkontakt sei kei-
nes der Zahlwörter verstanden worden. Damit seien die Kriterien für die Tauglichkeit 
gemäss VZV, Anhang 1, Gruppe 2, nicht gegeben. Doktor B.________ wies jedoch darauf 
hin, dass eine Ausnahmeverfügung denkbar sei mit der Auflage, dass A.________ jeweils 
in Begleitung einer hörenden Person das Schiff führen würde. Gemäss Rücksprache mit 
der HNO-Klinik des Universitätsspitals Zürich sei eine solche Ausnahmeverfügung für 
mehrere Hörbehinderte ausgestellt worden (STVA-act. 3b). 

Gestützt darauf teilte das Strassenverkehrsamt A.________ am 8. September 2023 mit, 
dass es die Zulassung zum Erwerb des Schiffsführerausweises ablehne, da die verkehrs-
medizinischen Mindestanforderungen der Gruppe 2 nicht erfüllt seien (STVA-act. 4). In der 
Folge verlangte A.________ eine anfechtbare Verfügung, welche das Strassenverkehrs-
amt, Schifffahrtskontrolle, am 20. November 2023 erliess (STVA-act. 6 und 8).

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Urteil V 2023 118

B.  Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 21. Dezember 2023 liess A.________ 
(nachfolgend: Beschwerdeführer) beantragen, die angefochtene Verfügung des Strassen-
verkehrsamts vom 20. November 2023 sei aufzuheben und er sei zum Erwerb des Schiffs-
führerausweises Kategorie SA zuzulassen. Eventualiter sei die Sache zur erneuten Ab-
klärung und Entscheidfindung an das Strassenverkehrsamt zurückzuweisen; unter Kosten- 
und Entschädigungsfolgen (zzgl. Mwst. von 7,7 bzw. 8,1 %) zulasten des Strassenver-
kehrsamts (act. 1). 

C. Den gerichtlich verfügten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 1'000.– bezahlte 
der Beschwerdeführer fristgerecht (act. 2 f.). 

D. In seiner Vernehmlassung vom 7. März 2024 schloss das Strassenverkehrsamt 
auf Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge (act. 6).

E. Der Beschwerdeführer liess am 11. April 2024 eine Replik einreichen (act. 8). 

F. Das Strassenverkehrsamt teilte am 22. April 2024 mit, dass es auf eine Duplik ver-
zichte (act. 11).

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Gemäss § 14 des Einführungsgesetzes zum Bundesgesetz über die Binnen-
schifffahrt (BGS 753.1, im Folgenden abgekürzt: EG BSG) können alle Verwaltungsent-
scheide, die aufgrund des Schifffahrtsrechts des Bundes oder des Kantons ergehen, nach 
den Vorschriften des Verwaltungsrechtspflegegesetzes durch Verwaltungsbeschwerde an-
gefochten werden. Gemäss § 40 Abs. 3 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes (VRG; 
BGS 162.1) können Entscheide unterer kantonaler Verwaltungsbehörden, die sich auf 
Bundesrecht stützen, beim Regierungsrat oder bei der zuständigen Direktion angefochten 
werden, soweit dies die Gesetzgebung ausdrücklich vorsieht. Mit der expliziten Verwen-
dung des Wortes Verwaltungsbeschwerde in § 14 EG BSG ist Letzteres gegeben, wes-
halb gestützt auf § 40 Abs. 3 VRG – entgegen der Rechtsmittelbelehrung in der Verfügung 
des Strassenverkehrsamts vom 20. November 2023 – für die Behandlung der vorliegen-
den Beschwerde grundsätzlich der Regierungsrat zuständig ist. Sowohl der Beschwerde-

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führer als auch der Regierungsrat stimmen jedoch einer Sprungbeschwerde gemäss § 61 
Abs. 2 VRG zu, weshalb der Entscheid über die Beschwerde vom 21. Dezember 2023 
durch das Veraltungsgericht erfolgt.

Der Beschwerdeführer ist als Gesuchsteller durch den angefochtenen Entscheid beson-
ders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung, 
weshalb er zur Erhebung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde berechtigt ist. Die Be-
schwerde erfolgte fristgerecht, und die Beschwerdeschrift erfüllt die an sie gestellten An-
forderungen, weshalb sie zu prüfen ist.

Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des 
Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

2.
2.1 Gemäss Art. 17 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Binnenschifffahrt (BSG; 
SR 747.201) wird der (Schiffs-)Führerausweis erteilt, wenn die amtliche Prüfung ergeben 
hat, dass der Bewerber die erforderliche Fahreignung und Fahrkompetenz hat. Gemäss 
Art. 82 Abs. 2 lit. a der Verordnung über die Schifffahrt auf schweizerischen Gewässern 
(Binnenschifffahrtsverordnung, BSV [SR 747.201.1], in Kraft seit 15. Februar 2016) muss 
der Bewerber um einen Führerausweis geistig und körperlich zur Führung eines Schiffes 
geeignet sein, insbesondere über ein ausreichendes Seh- und Hörvermögen verfügen, 
und darf nach seinem bisherigen Verhalten keine charakterlichen Mängel aufweisen, die 
ihn voraussichtlich nicht befähigen, die Verantwortung als Schiffsführer zu tragen. Das 
Seh- und das Hörvermögen gelten als ausreichend, wenn die Mindestanforderungen nach 
Anhang 1 der VZV wie folgt erfüllt sind: a. für das Sehvermögen: Gruppe 1; b. für das Hör-
vermögen: Gruppe 2 (Art. 82 Abs. 2bis BSV, ebenfalls in Kraft seit 15. Februar 2016). Im 
Hinblick auf das Hörvermögen wird in Anhang 1 der VZV bezüglich der Gruppe 2 konkreti-
siert, dass die Hörweite für Konversationssprache beidseitig 3 m und bei einseitiger Taub-
heit 6 m betragen muss. Zudem dürfen keine schweren Erkrankungen des Innen- oder 
Mittelohres vorhanden sein.

2.2 Gemäss Art. 18 Abs. 2 BSG können die Ausweise für Schiffe, Schiffsführer und 
Besatzung beschränkt oder mit Auflagen verbunden werden. Auch nach allgemeinen ver-
waltungsrechtlichen Grundsätzen kann eine Bewilligung mit Nebenbestimmungen (Bedin-
gungen und Auflagen) verbunden werden, wenn dafür eine ausdrückliche gesetzliche 
Grundlage besteht oder wenn die Bewilligung aufgrund des Gesetzes ohne Nebenbestim-

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mung verweigert werden könnte. Nebenbestimmungen müssen dem Grundsatz der Ver-
hältnismässigkeit genügen, d.h. geeignet und erforderlich sein, um das der Verfügung zu-
grunde liegende öffentliche Interesse zu erfüllen, sowie für den Betroffenen zumutbar sein. 
Der Grundsatz der Verhältnismässigkeit verlangt insbesondere auch, dass Auflagen, d.h. 
konkrete Verhaltenspflichten des Bewilligungsinhabers, erfüllbar sind und deren Erfüllung 
von der Behörde kontrolliert werden kann. Auflagen im Rahmen der Erteilung des Füh-
rerausweises dienen generell dazu, Schwächen hinsichtlich der Fahreignung zu kompen-
sieren. Sie sind als milderes Mittel zur Verweigerung bzw. zum Entzug des Führerauswei-
ses zulässig, wenn sich die Fahreignung nur mit dieser Massnahme aufrechterhalten lässt 
(BGE 121 II 88 E. 3a m.H.; bestätigt durch BGer 1C_476/2016 vom 9. März 2017 E. 2.6 
und 1C_587/2018 vom 18. September 2019 E. 3.3; Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines 
Verwaltungsrecht, 8. Aufl. 2020, Rz. 926).

3.  Gemäss Art. 8 Abs. 2 BV darf niemand diskriminiert werden, namentlich nicht we-
gen der Herkunft, der Rasse, des Geschlechts, des Alters, der Sprache, der sozialen Stel-
lung, der Lebensform, der religiösen, weltanschaulichen oder politischen Überzeugung 
oder wegen einer körperlichen, geistigen oder psychischen Behinderung. Die Diskriminie-
rung stellt eine qualifizierte Ungleichbehandlung von Personen in vergleichbaren Situatio-
nen dar, indem sie eine Benachteiligung von Menschen bewirkt, die als Herabwürdigung 
oder Ausgrenzung einzustufen ist, weil sie an Unterscheidungsmerkmalen anknüpft, die 
einen wesentlichen und nicht oder nur schwer aufgebbaren Bestandteil der Identität der 
betroffenen Personen ausmachen; insofern beschlägt das Diskriminierungsverbot auch 
Aspekte der Menschenwürde nach Art. 7 BV. Das Diskriminierungsverbot gemäss Art. 8 
Abs. 2 BV schliesst indes die Anknüpfung an ein verpöntes Merkmal – wie beispielsweise 
Herkunft, Rasse, Geschlecht, soziale Stellung oder religiöse Überzeugung – nicht absolut 
aus. Eine solche begründet zunächst lediglich den blossen Verdacht einer unzulässigen 
Differenzierung. Diese kann indes durch eine qualifizierte Rechtfertigung umgestossen 
werden. Eine indirekte oder mittelbare Diskriminierung liegt demgegenüber vor, wenn eine 
Regelung, die keine offensichtliche Benachteiligung von spezifisch gegen Diskriminierung 
geschützten Gruppen enthält, in ihren tatsächlichen Auswirkungen Angehörige einer sol-
chen Gruppe besonders benachteiligt, ohne dass dies sachlich begründet wäre (BGE 126 
II 377 E. 6a; 134 I 49 E. 3; vgl. ferner Kiener/Kälin, Grundrechte, 3. Aufl. 2018, S. 447 ff.; 
Müller/Schefer, Grundrechte in der Schweiz, 4. Aufl. 2008, S. 687 ff.).

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4.
4.1 Das Strassenverkehrsamt verweigerte dem Beschwerdeführer den Erwerb des 
Schiffsführerausweises der Kategorie A und begründete dies damit, Art. 82 Abs. 2 und 2bis 
BSV schrieben vor, dass ein Bewerber geistig und körperlich zur Führung eines Schiffes 
geeignet sein sowie die im Anhang 1 der VZV geforderten Mindestanforderungen an das 
Hörvermögen erreichen müsse. Laut dem Arztbericht von Dr. med. B.________ seien die 
Mindestvoraussetzungen der medizinischen Gruppe 2 nicht erfüllt. Weiter betonte das 
Strassenverkehrsamt, dass Schallzeichen für die Sicherheit wichtig seien. Im Gegensatz 
zu einem Strassenfahrzeug verfüge ein Schiff über keine Blinker; Richtungsänderungen 
würden optisch nicht angezeigt. Aus diesem Grund sei das Hörvermögen gemäss der me-
dizinischen Gruppe 2 zwingend gefordert, und es gebe diesbezüglich keinen Spielraum. 
Eine Erteilung des Schiffsführerausweises mit der Auflage einer geeigneten Begleitperson, 
welche im Grund das Gehör des Schiffsführers ersetze, sei aus sicherheitstechnischen 
Gründen nicht möglich. Befinde sich die Begleitperson nicht in unmittelbarer Nähe des 
Schiffsführers oder sei der gegenseitige Sichtkontakt nicht gegeben, erfolge keine Reak-
tion. Auch einen Hilferuf von einer über Bord gegangenen Person oder einer schwimmen-
den Drittperson könne ein gehörloser Schiffsführer nicht wahrnehmen. Zudem könnten ge-
nerell medizinische Mindestanforderungen bzw. Sinneswahrnehmungen nicht an eine 
Drittperson delegiert werden. Zusammenfassend seien die Voraussetzungen für das Er-
langen des Schiffsführerausweises nicht gegeben. 

4.2 Der Beschwerdeführer macht eine qualifiziert ungerechtfertigte Ungleichbehand-
lung bzw. eine unzulässige Diskriminierung geltend. Er führt aus, es sei offensichtlich, 
dass er aufgrund einer seit der Kindheit bestehenden Gehörlosigkeit die medizinischen 
Mindestanforderungen – ohne Beizug von Hilfsmitteln bzw. Hilfspersonen – nicht erfüllen 
könne. Dabei handle es sich klar um ein verpöntes Merkmal im Sinne von Art. 8 Abs. 2 
BV. Es sei möglich, dass die medizinischen Mindestanforderungen entweder vollständig 
erfüllt würden, nur mit Auflage erfüllbar seien oder die Auflagen als nicht erfüllbar angese-
hen werden müssten. Es bestehe daher Spielraum, um im Einzelfall Abstufungen zu tref-
fen. Der Verkehr auf Gewässern dürfte öfters überschaubarer sein als auf Strassen. Nicht 
einmal die Zulassung von hörbehinderten Personen zum Strassenverkehr stelle aber ein 
Hindernis für die sichere Teilnahme am Strassenverkehr dar. Darüber hinaus sei die visu-
elle Wahrnehmung bei gehörlosen Personen im Vergleich zu anderen Personen deutlich 
besser, und auch die restlichen Sinnesorgane, wie der Vibrations- als auch der Drucksinn, 
seien ausgeprägter. Der Beschwerdeführer betont weiter, dass technische Hilfsmittel die 
Sinneswahrnehmungen unterstützen könnten, und es sei nicht nachvollziehbar, weshalb 

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diese Unterstützung im Sinne einer Auflage im Schiffverkehr durch eine Begleitung einer 
hörenden Person nicht gewährleistet werden könne. Der Beschwerdeführer verweist auf 
die Praxis des Kantons Zürich, wo gehörlose Personen unter Auflage in Begleitung einer 
hörenden Person den Schiffsführerausweis erwerben könnten. Eine Ablehnung des 
Schiffsführerausweis sei daher nicht das mildeste Mittel, unverhältnismässig und stelle 
eine Diskriminierung dar.

5. Zunächst ist festzuhalten, dass sowohl das Strassenverkehrsamt als auch der Be-
schwerdeführer anerkennen, dass im vorliegenden Fall für die Erlangung des Schiffsfüh-
rerausweises gemäss Art. 82 Abs. 2bis BSV i.V.m. Anhang 1 der VZV grundsätzlich die 
Mindestanforderungen gemäss der Gruppe 2 gelten. Ebenfalls nicht bestritten wird, dass 
diese Anforderungen laut ärztlichem Bericht vom Beschwerdeführer – ohne Beizug von 
Hilfsmitteln bzw. Hilfspersonen – nicht erfüllt werden können. Zu prüfen ist jedoch die 
Frage, ob der Beschwerdeführer dennoch zum Erwerb des Schiffsführerausweises Kate-
gorie A, beispielsweise mit der Auflage, Schiffe nur in Begleitung einer hörenden Person 
zu führen, zuzulassen ist.

6. In der Gruppe 2 sind die Mindestanforderungen für das Hörvermögen geregelt, die 
erfüllt sein müssen. Das Strassenverkehrsamt weist ebenfalls auf diese Mindestanforde-
rungen hin. Gemäss Art. 18 BSG sind Auflagen zulässig (siehe auch Art. 80 Abs. 1 BSV). 
Sollte das Strassenverkehrsamt also per se eine Auflage nicht zulassen, wäre dies rechts-
widrig. Wie bereits vom Beschwerdeführer dargelegt, gibt es einen Ermessensspielraum, 
der es ermöglicht, den Anforderungen an die Fahreignung durch Auflagen gerecht zu wer-
den, auch wenn die zahlenmässig festgelegten Mindestanforderungen grundsätzlich nicht 
erfüllt werden. Das Strassenverkehrsamt lehnt eine solche Auflage mit der Begründung 
ab, dass für die Schiffsführer die akustischen Signale entscheidend seien, insbesondere 
zur Sicherstellung der Sicherheit bei Begegnungen im Hafen oder während der Ein- und 
Ausfahrt bei schlechten Sichtverhältnissen sowie als Notsignale. Anders als im Strassen-
verkehr verfügten Schiffsführer nicht über einen Blinker oder andere visuelle Signale, um 
die Richtungsänderung anzuzeigen. Deshalb seien die Mindestanforderungen der 
Gruppe 2 unerlässlich und es gäbe keinen Spielraum für eine Auflage. Dieser Argumenta-
tion kann nicht gefolgt werden, da in der Gesetzgebung betreffend die Binnenschifffahrt 
ausdrücklich festgelegt ist, dass Auflagen möglich und zulässig sind. Diesbezüglich wäre 
eine Zulassung zum Erwerb des Schiffsführerausweises mit Auflagen allenfalls als milde-
res Mittel möglich. Dies gilt auch für Gehörlose, die die zahlenmässigen Mindestanforde-
rungen, nicht erfüllen können. In solchen Fällen sind Auflagen im Einzelfall ebenfalls zu 

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prüfen und dürfen nicht aufgrund des Nichterfüllens der Mindestanforderungen von vorn-
herein ausgeschlossen werden. 

7.
7.1 Es trifft zu, wie das der Beschwerdeführer ausführt, dass hörbehinderte Personen 
zum Strassenverkehr zugelassen sind, da u.a. für die Führerausweis-Kategorien A und B 
kein Mindesthörvermögen verlangt wird (vgl. Anhang 1 der VZV). Schallzeichen sind im 
Schiffsverkehr jedoch von wesentlich grösserer Relevanz als im Strassenverkehr. Schallsi-
gnale sind insbesondere bei schlechter Sicht auf den Gewässern wichtig, um Objekte in 
der Nähe wahrnehmen zu können. Im Gegensatz zu einem Strassenfahrzeug verfügt ein 
Schiff zum Beispiel über keine Blinker, weshalb Richtungsänderungen optisch nicht ange-
zeigt werden. Um bei verminderter Sicht andere Schiffe auf die eigene Anwesenheit auf-
merksam zu machen, können Manöver-, Gefahren- und Warnsignale zur Vermeidung von 
Zusammenstössen der schwer bremsbaren Wasserfahrzeuge nur akustisch erfolgen. 
Schallzeichen im Schiffsverkehr bedeuten daher gemäss Art. 34 BSV Folgendes: a) Ein 
langer Ton: "Achtung" oder "Ich halte meinen Kurs bei", b) ein kurzer Ton: "Ich richte mei-
nen Kurs nach Steuerbord", c) zwei kurze Töne: "Ich richte meinen Kurs nach Backbord", 
d) drei kurze Töne: "Meine Maschine geht rückwärts", e) vier kurze Töne: "Ich bin 
manövrierunfähig", f) Folge sehr kurzer Töne: "Gefahr eines Zusammenstosses". In Notla-
gen können die Schallzeichen entscheidend sein. Die gegenüber Strassenfahrzeugen län-
geren Anhaltewege von Schiffen haben denn auch zur Folge, dass Lichter von Weitem er-
kannt werden müssen, was bei schlechter Sicht (Nebel, Regen, Schneefall usw.) nicht 
möglich ist. Genau in diesen Situationen erfolgen Schallsignale, die von allen Schiffsfüh-
rern in der Nähe gehört werden müssen. Bei besonders schlechter Sicht auf Gewässern 
hilft es auch nicht, wenn eine gehörlose Person allenfalls tatsächlich über eine etwas bes-
sere visuelle Wahrnehmung verfügt als eine hörende Person. Objekte, die sich gefährlich 
nähern, können ohne Wahrnehmung der akustischen Signale dennoch nicht früh genug 
erkannt werden.

7.2 Aus dem Gesagten ergibt sich, dass eine sachliche Begründung sowie eine quali-
fizierte Rechtfertigung für die Differenzierung zwischen Gehörlosen bzw. Personen mit ei-
ner hochgradigen Schwerhörigkeit einerseits und Personen, welche die Mindestanforde-
rungen von Anhang 1 der VZV i.V.m. Art. 82 Abs. 2bis lit. b BSV im Schiffsverkehr erfüllen, 
andererseits vorliegt. Das Gericht kann in dieser Ungleichbehandlung keine Diskriminie-
rung erkennen. 

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7.3 Der Vorinstanz ist zuzustimmen, dass das Manko des Beschwerdeführers auch 
nicht mit einer Hilfsperson für eine Sinneswahrnehmung als mildere Massnahme kompen-
siert werden kann. In einer Notsituation, wie zum Beispiel bei Gefahr eines Zusammen-
stosses, muss der Schiffsführer beim Ertönen von Schallsignalen sofort reagieren. Hält 
sich die Begleitperson zu diesem Zeitpunkt nicht in unmittelbarer Nähe des Schiffsführers 
auf, oder ist der gegenseitige Sichtkontakt nicht gegeben, erfolgt keine Reaktion, und Zu-
sammenstösse sind unvermeidbar. An der Einschätzung des Gerichts, dass vorliegend 
der Beizug einer Hilfsperson keine ausreichende Sicherheit gewährt, ändert auch die Tat-
sache nichts, dass es gemäss Auskunft der Schifffahrtskontrolle des Kantons Zürich im 
Kanton Zürich offenbar gehörlose Personen gibt, die einen Schiffsführerausweis besitzen 
und im Schiffsführerausweis entweder den Eintrag "Muss von einer geeigneten Person be-
gleitet werden" oder "Tragen von Hörgeräten beim Lenken von Schiffen" haben (Auskunft 
des Leiters der Schifffahrtskontrolle Kanton Zürich vom 21. Dezember 2023; BF-act. 5), 
nichts (wobei auch nicht bekannt ist, ob diese Personen vor oder nach der Einführung von 
Art. 82 Abs. 2 und 2bis BSV in den Besitz des Schiffsführerausweises gelangt sind). Aus 
der Praxis des Kantons Zürich kann der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten ab-
leiten. Insbesondere ist die Schifffahrtskontrolle des Kantons Zug nicht gehalten, diese 
Praxis zu übernehmen, vor allem wenn sie davon nicht überzeugt ist. Dem Protokoll der 
Sitzung der Arbeitsgruppe vks Administrativmassnahmen vom 23. Oktober 2018 (STVA-
act. 9) ist denn auch zu entnehmen, dass sich die Kantone Bern, Thurgau und Zug (als 
Vertreter aller Zentralschweizer Kantone) einig waren, dass die Gesetzesbestimmungen 
mit den Anforderungen klar sind. Es bestehe – gerade bei Neubewerbern um den Schiffs-
führerausweis – kein Spielraum für die Gewährung einer Ausnahmeregelung. Dies insbe-
sondere da die Gehörlosigkeit nicht durch ein Gerät oder ein technisches Hilfsmittel oder 
eine Begleitperson kompensiert werden könne. Die Auflage einer Begleitperson sei nicht 
möglich, da die Personen auf dem Schiff sich ja nicht verständigen könnten – gerade bei 
Sturm und schlechtem Wetter/schlechten Sichtverhältnissen erst recht nicht. Das Gehör 
habe eine wichtigere Bedeutung im Schiffsbereich als im Strassenverkehr. 

In Bezug auf die fehlende ausreichende Sicherheit ist im Übrigen auch dem Hinweis des 
Beschwerdeführers, dass – gleich wie auf eine Hilfsperson allenfalls kein Verlass sei – 
auch technische Hilfsmittel wie Brillen oder Hörgeräte ihren Dienst versagen können, ent-
gegenzutreten. In einem solchen Fall darf der Fahrzeugführer seine Fahrt schlechterdings 
nicht weiterführen, womit überhaupt keine Gefahr besteht.

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7.4 Und schliesslich ist dem Beschwerdeführer nicht zu folgen, wenn er geltend 
macht, er sei zumindest zur praktischen Prüfung zuzulassen, an welcher die Kommunika-
tion mit anderen Besatzungsmitgliedern oder auch Notfallsituationen konkret getestet wür-
den. Sollte sich die Wahrnehmungsfähigkeit des Beschwerdeführers von Signalen wie 
Schiffshörner und Warnsignalen auch mit einer Auflage und technischen Hilfsmitteln nicht 
erfüllen lassen, würde sich dies, so der Beschwerdeführer, an der praktischen Prüfung zei-
gen. 

Solche Situationen sind an einer praktischen Prüfung gar nicht herstellbar. Zum einen 
kann der Beschwerdeführer, wie ausgeführt, Hupsignale von anderen Schiffen nicht hören. 
Zum anderen kann der Prüfungsexperte nicht antizipieren, ob Personen, welche den Be-
schwerdeführer später einmal begleiten sollten, ausreichend aufmerksam sind oder nicht. 
Davon, dass die erforderliche Aufmerksamkeit des Prüfungsexperten während der gesam-
ten Prüfung vorhanden ist, darf ohne Weiteres ausgegangen werden, weshalb es gar nicht 
zu der Situation kommen kann, die der Beschwerdeführer geprüft haben möchte. 

Dass es Hilfsmittel wie zum Beispiel Lichtsignalanlagen gibt, welche alltägliche akustische 
Geräusche wie das Läuten des Telefons, das Klingeln an der Haustür, den Wecker, den 
Feueralarm oder das Weinen und Schreien von Kindern in helle Lichtsignale, einen star-
ken Vibrationsalarm oder ein sehr lautes, verstärktes Audiosignal umwandeln, ist eine Tat-
sache. Dass es etwas Derartiges auch bereits für die sichere Übertragung von Hupsigna-
len auf Gewässern bereits gibt, ist dem Gericht jedoch nicht bekannt und wird vom Be-
schwerdeführer auch nicht substanziiert dargetan, weshalb nicht weiter darauf einzugehen 
ist.

8. Zusammengefasst erweist sich die Beschwerde als unbegründet, weshalb sie ab-
zuweisen ist.

9. Umständehalber und gestützt auf § 25 VRG wird auf die Auferlegung von Kosten 
verzichtet. Der Kostenvorschuss von Fr. 1'000.– wird dem Beschwerdeführer zurückbe-
zahlt. Anspruch auf eine Parteientschädigung hat der unterliegende Beschwerdeführer 
nicht (§ 28 Abs. 2 VRG).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben. Der Kostenvorschuss von Fr. 1'000.– wird dem 
Beschwerdeführer zurückbezahlt. 

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung beim 
Schweizerischen Bundesgericht in Lausanne Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (zweifach), an das 
Strassenverkehrsamt des Kantons Zug und im Dispositiv zum Vollzug von dessen 
Ziffer 2 an die Finanzverwaltung des Kantons. 

Zug, 26. März 2025

Im Namen der
VERWALTUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Der Gerichtsschreiber

versandt am