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**Case Identifier:** d80dcc73-f362-5ffe-bc2f-41ea0138d24a
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-01-06
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 06.01.2022 725 21 204/03
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-21-204-03_2022-01-06.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 6. Januar 2022 (725 21 204 / 03) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Bemessung des Integritätsschadens 
 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantons-

richter Beat Hersberger, Gerichtsschreiberin Christina Markiewicz 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Anouck Zehntner, Advo-
katin, Indemnis Rechtsanwälte, Spalenberg 20, Postfach 1460, 
4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen 

 
 
 
A. Der 1963 geborene A.____ war seit dem 20. Juli 2015 bei der B.____ zu 100 % als 
Rollenschneider tätig und über seine Arbeitgeberin bei der Suva gegen die Folgen von Unfällen 
versichert. Am 22. Mai 2017 stürzte er auf einer Treppe und verletzte sich an der linken Schulter 
und am Rücken. Die Erstbehandlung fand gleichentags auf der Notfallstation des C.____ statt. 
Vorerst wurde einzig eine AC-Gelenksluxation festgestellt. Die am 25. August 2017 durchgeführte 
MRT-Arthrographie der linken Schulter ergab sodann eine transmurale höhergradige Partialruptur 
der Sehne des Musculus subscapularis, eine Tendinopathie der langen Bizepssehne und eine 

 
 
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AC-Gelenksarthrose. Es folge am 8. Dezember 2017 ein operativer Eingriff am linken Schulter-
gelenk, wobei auch eine laterale Acromioplastik erstellt wurde. Gleichzeitig fand eine AC-
Gelenksresektion sowie eine Rekonstruktion der Supraspinatussehne statt. Der Heilverlauf ge-
staltete sich schwierig. Aufgrund der anhaltenden Schmerzsituation wurden in der Folge weitere 
MRT-Arthrographien und Infiltrationen am linken Schultergelenk vorgenommen. 
 
Mit Verfügung vom 4. August 2020 stellte die Suva ihre Leistungen ein und verneinte einen An-
spruch von A.____ sowohl auf eine Invalidenrente als auch auf eine Integritätsentschädigung. 
Die dagegen geführte Einsprache wurde im Rahmen einer neuen Verfügung vom 13. Januar 
2021 insofern gutgeheissen, als dem Versicherten ab dem 1. September 2020 eine auf einem 
Invaliditätsgrad von 13 % basierende Invalidenrente zugesprochen wurde. Die Gewährung einer 
Integritätsentschädigung wurde weiterhin abgelehnt. Auch gegen diese Verfügung erhob A.____, 
vertreten durch Advokatin Anouck Zehntner, Einsprache und beantragte eine Erhöhung der Inva-
lidenrente sowie die Ausrichtung einer Integritätsentschädigung. Mit Einspracheentscheid vom 8. 
Juni 2021 hiess die Suva die Einsprache teilweise gut, indem sie A.____ neu eine Invalidenrente 
von 14 % zusprach. Eine Integritätsentschädigung wurde nach wie vor abgelehnt. 
 
B. Dagegen erhob A.____, vertreten durch Advokatin Anouk Zehntner, substitutionsweise 
vertreten durch Advokat Dominik Zehntner, mit Eingabe vom 30. Juni 2021 Beschwerde ans Kan-
tonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht. Er beantragte, der angefochtene Einsprache-
entscheid vom 8. Juni 2021 sei insofern abzuändern, als ihm eine Integritätsentschädigung von 
mindestens 15 % zuzusprechen sei. Eventuell sei die Sache zur Überprüfung des Anspruchs auf 
eine Integritätsentschädigung an die Suva zurückzuweisen. Die Invalidenrente, welche auf 14 % 
erhöht worden sei, werde akzeptiert, womit die Anfechtung nicht für diesen Punkt gelte. Diese 
richte sich lediglich und ausschliesslich gegen den Umstand, dass ihm keine Integritätsentschä-
digung ausgerichtet worden sei. Im vorliegenden Fall hätten mehrere Ärztinnen und Ärzte die 
Frage des Anspruchs auf eine Integritätsentschädigung in einer voneinander abweichenden Art 
beurteilt. So seien Kreisärztin Dr. med. D.____, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, und 
Dr. med. E.____, Fachärztin für Chirurgie, FMH MAS Versicherungsmedizin, FA Vertrauensärztin 
SGV, der Auffassung, dass ein Integritätsschaden von 15 % gegeben sei und ihm eine darauf 
basierende Entschädigung zustünde (Berichte vom 16. September 2019 und vom 30. August 
2020). Die Kreisärzte Dr. med. F.____ und Dr. med. G.____, beide Fachärzte für Orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, seien dagegen zum Schluss gekommen, 
dass ihm keine Integritätsentschädigung zustünde (Berichte vom 26. Mai 2020, vom 16. Novem-
ber 2020 und vom 26. Mai 2021). Besonders unbefriedigend sei, dass keine persönliche Unter-
suchung stattgefunden habe. Ferner gründe die Beurteilung von Dr. G.____ auf Resultaten, die 
vor zwei Jahren und offensichtlich nicht im Hinblick auf die Bemessung eines Integritätsschadens 
erhoben worden seien. Sollte das Gericht nicht auf die übereinstimmende Einschätzung von Dr. 
D.____ und Dr. E.____ abstellen, sei die Suva anzuweisen, eine versicherungsexterne Beurtei-
lung des Integritätsschadens einzuholen. 
 
C. Mit Vernehmlassung vom 16. Juli 2021 beantragte die Suva die Abweisung der Be-
schwerde. Vorliegend sei auf die Beurteilung von Dr. G.____ abzustellen. Gemäss der massge-
benden Suva-Tabelle 1 sei zur Beurteilung der Frage des unfallbedingten Integritätsschadens 

 
 
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einzig entscheidend, ob der Versicherte in der Lage sei, seinen linken Arm aktiv mehr als 30° 
über die Horizontale zu bewegen. Diese Frage sei gemäss Dr. G.____ gestützt auf die Berichte 
des C.____ vom 18. April 2019 und 9. September 2019 und den dort erhobenen Bewegungspa-
rametern ohne weiteres zu bejahen, weshalb kein zu entschädigender unfallbedingter Integritäts-
schaden vorliege. Der Einwand des Versicherten, Dr. G.____ habe auf Resultate abgestellt, die 
zwei Jahre zurücklägen, weshalb sie den gegenwärtigen Status nicht abbildeten, gehe fehl. Ei-
nerseits habe Dr. G.____ bei seiner Einschätzung die ganze medizinische Aktenlage berücksich-
tigt und weiter sei im Bericht des C.____ vom 9. September 2019 festgehalten worden, dass der 
Endzustand erreicht sei. Folglich sei dies der Zeitpunkt gewesen, um die Rentenfrage und die 
Frage einer Integritätsentschädigung zu prüfen. Bei diesem Ergebnis erübrige sich die Einholung 
eines externen Sachverständigengutachtens. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss 
Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 
(UVG) vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einsprache-
entscheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Be-
schwerde erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjeni-
gen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz 
hat. Vorliegend befindet sich dieser in H.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantons-
gerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfas-
sungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantons-
gericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden ge-
gen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch 
sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und 
formgerecht erhobene – Beschwerde des Versicherten vom 30. Juni 2021 ist demnach einzutre-
ten. 
 
2. Zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Integritätsentschädigung hat. 
Die Höhe der Invalidenrente ist demgegenüber unbestritten (vgl. BGE 144 V 354 E. 4.3 zur Teil-
rechtskraft). 
 
2.1 Gemäss Art. 6 UVG werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versi-
cherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (Abs. 
1). 
 
2.2 Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie Anspruch auf eine angemes-
sene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Nach Art. 36 der Verordnung über die Un-
fallversicherung (UVV) vom 20. Dezember 1982 gilt der Integritätsschaden als dauernd, wenn er 

 
 
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voraussichtlich während des ganzen Lebens mindestens in gleichem Umfang besteht. Er ist er-
heblich, wenn die körperliche, geistige oder psychische Integrität, unabhängig von der Erwerbs-
fähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird (Abs. 1). 
 
2.3 Der Integritätsentschädigung liegt das Konzept zugrunde, dass sie sich abstrakt-egalitär, 
d.h. allein nach der Schwere des medizinischen Befundes bemisst. Die Bemessung des Integri-
tätsschadens hängt somit nicht von den besonderen Umständen des Einzelfalles ab; auch geht 
es bei ihr nicht um die Schätzung erlittener Unbill, sondern um die medizinisch-theoretische Er-
mittlung der Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Integrität, wobei subjektive Fakto-
ren ausser Acht zu lassen sind. Die Bemessung der Integritätsentschädigung obliegt deshalb 
vorwiegend den Medizinerinnen und den Medizinern, welche zum einen objektiv festhalten müs-
sen, welche funktionellen Defizite die versicherte Person erleidet, und zum anderen, auf wie viel 
sich die daraus ergebende Beeinträchtigung der Integrität beläuft (Urteil des Sozialversicherungs-
gerichts Zürich vom 24. Februar 2020, UV.2019.00100, E. 1.3 mit weiteren Hinweisen). 
 
2.4 Die Integritätsentschädigung wird laut Art. 25 UVG in Form einer Kapitalleistung gewährt. 
Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Verdienstes nicht übersteigen 
und wird entsprechend der Schwere des Integritätsschadens abgestuft (Abs. 1). Der Bundesrat 
regelt die Bemessung der Entschädigung (Abs. 2). Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 UVV 
Gebrauch gemacht. Gemäss Abs. 2 dieser Vorschrift gelten für die Bemessung der Integritäts-
entschädigung die Richtlinien des Anhangs 3. Darin hat der Bundesrat in einer als gesetzmässig 
anerkannten, nicht abschliessenden Skala (BGE 113 V 218 E. 2a) häufig vorkommende und ty-
pische Schäden prozentual gewichtet (BGE 124 V 29 E. 1b mit Hinweisen). Die Entschädigung 
für spezielle und nicht aufgeführte Integritätsschäden wird nach dem Grad der Schwere vom Ska-
lenwert abgeleitet. In diesem Zusammenhang hat die Suva in Weiterentwicklung der bundesrät-
lichen Skala weitere Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form (sog. Feinraster) erarbeitet. 
Diese stellen zwar keine Rechtssätze dar und sind für das Gericht nicht bindend. Soweit sie je-
doch Richtwerte enthalten, mit denen die Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet wer-
den soll, sind sie mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 29 E. 1c, Urteil des Bundes-
gerichts vom 22. Mai 2017, 8C_18/2017, E. 4.2). Für die im Anhang 3 zur UVV genannten Integ-
ritätsschäden entspricht die Entschädigung im Regelfall dem angegebenen Prozentsatz des 
Höchstbetrages des versicherten Verdienstes (Ziff. 1 Abs. 1), wobei im Einzelfall Abweichungen 
nach unten wie nach oben möglich sind (BGE 116 V 156 E. 3a). Voraussehbare Verschlimme-
rungen des Integritätsschadens werden angemessen berücksichtigt. Revisionen sind nur im Aus-
nahmefall möglich, wenn die Verschlimmerung von grosser Tragweite ist und nicht voraussehbar 
war (Art. 36 Abs. 4 UVV). 
 
3.1 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle ande-
ren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-

 
 
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statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Pro-
zess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, 
warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des 
Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me-
dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 
ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1 
und 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 
 
3.2 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen. So ist den im Rahmen des Ver-
waltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche auf-
grund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht 
erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zu-
verlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Dagegen 
sind bei Entscheiden gestützt auf versicherungsinterne ärztliche Beurteilungen, die im Wesentli-
chen oder ausschliesslich aus dem Verfahren vor dem Sozialversicherungsträger stammen, an 
die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an 
der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen, ist eine versicherungsexterne 
medizinische Begutachtung im Verfahren nach Art. 44 ATSG oder ein Gerichtsgutachten anzu-
ordnen (BGE 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).). 
 
3.3 Beratende Ärzte und Vertrauensärzte sind, was den Beweiswert ihrer ärztlichen Beurtei-
lung angeht, versicherungsinternen Ärzten gleichzusetzen (Urteile des Bundesgerichts vom 6. 
März 2020, 8C_646/2019, E. 4.3 und vom 25. Juni 2018, 8C_281/2018, E. 3.2.2 mit weiteren 
Hinweisen). Auf Aktenberichte kann abgestellt werden, wenn ein lückenloser Befund vorliegt und 
es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizini-
schen Sachverhalts geht und die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den 
Hintergrund rückt (Urteil des Bundesgerichts vom 28. Mai 2020, 9C_11/2020, E. 5.1.2). 
 
4.1 Die Kreisärztin Dr. D.____ beurteilte den Integritätsschaden am 16. September 2019, 
nachdem aus dem Bericht des C.____ vom 9. September 2019 hervorging, dass in Bezug auf 
die linke Schulter, 21 Monate postoperativ, vom medizinischen Endzustand auszugehen sei. Dr. 
D.____ erachtete eine Funktionsstörung der linken Schulter bei persistierendem subacromialem 
Impingement-Syndrom und Zustand nach Rotatorenmanschetten-Re-Re-Ruptur (anteriore Sup-
raspinatussehne transmural) und bei differenzialdiagnostischem Low grade-Infekt als unfallkau-
sal. Es liege ein Status nach Arthroskopie, lateraler Acromioplastik, subacromialer Dekompres-
sion, AC-Gelenksresektion, Rotatorenmanschetten-Rekonstruktion, kranialer Labrum-Refixation, 
Bizepstenodese Mini-Open am 8. Dezember 2017 bei traumatischer Rotatorenmanschetten-
Ruptur, symptomatischer AC-Gelenksarthrose und Bizepstendinopathie infolge Treppensturzes 

 
 
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am 22. Mai 2017 vor. Ferner bestehe ein Status nach offener, transossärer Rotatorenmanschet-
ten-Repair nach Autounfall vor 20 Jahren. Der Versicherte leide an einer schweren und andau-
ernden Funktionsstörung des linken Schultergelenkes nach Unfallereignis vom 22. Mai 2017. Die 
therapeutischen Massnahmen seien ausgeschöpft und der medizinische Endzustand erreicht. Es 
resultiere eine Funktionseinschränkung bis zur Horizontalen. Die resultierende Bewegungs-
amplitude (range of motion) im linken Schultergelenk sei dem aktuell vorliegenden Abschlussbe-
richt des C.____ vom 9. September 2019 zu entnehmen. Danach liege die globale aktive Schul-
terbeweglichkeit links (rechts) für die Anteversion bei 150 % (160 %) und ab 80° bis 140° bestehe 
ein Painful arc. Die passive glenohumerale Beweglichkeit betrage bei Abduktion 85° (100°). Die 
Impingementtests seien stark positiv. Gemäss Suva-Tabelle 1 sei der Integritätsschaden dem-
nach auf 15 % zu schätzen. 
 
4.2 Dieser Einschätzung widersprach Kreisarzt Dr. F.____ in seiner Beurteilung vom 26. Mai 
2020. Er verwies auf die Ergebnisse der zwischenzeitlich in der I.____ am 29. und 30. April 2020 
durchgeführten Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (ELF) und führte aus, dass rein 
formal bei den vom Versicherten demonstrierten funktionellen Einschränkungen im Bereich der 
betroffenen Schulter sich eine Integritätsentschädigung rechtfertigen liesse. Allerdings sei auf-
grund der ELF nachgewiesen, dass bei besserer Anstrengung eine deutlich bessere Funktion 
und Leistung erwartbar gewesen wären; es sei eine erhebliche Symptomausweitung diagnosti-
ziert worden. Die vom Versicherten demonstrierte, eingeschränkte Beweglichkeit im Bereich der 
linken Schulter mit einer Abduktion/Adduktion von nunmehr 55°/0°/10°, einer Anteversion/Retro-
version von 65°/0°/30° und einer Aussenrotation/Innen-rotation von 10°/0°/70° sei mit den nach-
gewiesenen objektiven Befunden nicht hinreichend erklärbar. Deshalb seien die vom Versicher-
ten demonstrierten Einschränkungen der Funktion auch nicht für die Schätzung des Integritäts-
schadens verwertbar. 
 
4.3 Im Rahmen der Einsprache vom 4. September 2020 reichte der Beschwerdeführer eine 
medizinische Beurteilung von Dr. E.____ vom 30. August 2020 ein. Die initiale kreisärztliche Be-
urteilung des Endzustandes und der geschätzte Integritätsschaden von 15 % durch Dr. D.____ 
entsprächen den echtzeitlich und repetitiv dokumentierten Einschränkungen gemäss Bericht des 
C.____ vom 9. September 2019. Die Ende April 2020 an der I.____ durchgeführte ELF habe zu 
keinen neuen medizinischen Erkenntnissen geführt. Trotzdem habe die Suva mit Verfügung vom 
4. August 2020 gestützt auf unbegründete, medizinisch-theoretische Vermutungen ohne Vorbrin-
gen von objektiven Argumenten und ohne Berücksichtigung der kreisärztlichen Beurteilung vom 
16. September 2019 sowohl das Zumutbarkeitsprofil verändert als auch einen Integritätsschaden 
aberkannt. Dies sei nicht korrekt. Dem Versicherten seien überdies lediglich leichte Tätigkeiten 
bis zur Horizontalen zumutbar und nicht selten leichte Arbeiten über Schulterhöhe, wie im Bericht 
der I.____ vom 17. April 2020 attestiert. Der Integritätsschaden betrage analog Suva-Tabelle 1 
"Schulter – bis zur Horizontalen beweglich" 15 % gestützt auf die Ergebnisse im Bericht des Kan-
tonsspitals Baselland vom 9. September 2019. 
 
4.4 Aufgrund der unterschiedlichen Auffassungen beauftragte die Suva den versicherungs-
internen Experten Dr. G.____, die Sachlage zu beurteilen. Mit Bericht vom 16. November 2020 
führte er aus, dass der Versicherte gemäss den Arztberichten des C.____ vom 18. April 2019 und 

 
 
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9. September 2019 eine globale aktive Schultergelenksbeweglichkeit links bei Anteversion (Be-
wegung der oberen Extremität nach ventral über den Kopf) von 150° bzw. 160° aufgewiesen 
habe. Weiter sei in beiden Berichten ein Painful arc ab 80° vermerkt und eine passive glenohu-
merale Abduktion links mit 85° bzw. 90° beschrieben worden. Der Painful arc sei ein Zeichen für 
ein subacromiales Impingement bzw. einen Engpass zwischen dem Schulterdach und dem Ober-
armkopf. Dieses Impingement sei schmerzhaft, schränke aber nur in seltenen Fällen die Beweg-
lichkeit des Schultergelenkes ein. Im vorliegenden Fall sei eine aktive Anteversion deutlich über 
Schulterhöhe möglich gewesen. Die Suva-Tabelle 1 für Integritätsschäden bei Funktionsstörun-
gen an den oberen Extremitäten gewähre bei einer Beweglichkeit des Schultergelenkes bis 30° 
über die Horizontale eine Integritätsentschädigung von 10 %, bei einer Beweglichkeit bis zur Ho-
rizontalen eine Integritätsentschädigung von 15 %. Dabei sei nicht auf die passive glenohumerale 
Funktion abzustellen, sondern auf das globale aktive Bewegungsvermögen. Dieses habe gemäss 
den erwähnten Berichten des C.____ bei 150° bzw. 160° für das linke Schultergelenk gelegen. 
Dieser Wert übersteige deutlich die geforderten 120° für eine Integritätsentschädigung von 10 %. 
Somit liege nach Suva-Tabelle 1 am linken Schultergelenk des Versicherten kein Integritätsscha-
den vor, der die Erheblichkeitsgrenze übersteige. Der von Dr. E.____ angeführte Wert des Painful 
arc zwischen 80°und 140° habe für die Integritätsentschädigung keine Bedeutung, da er das glo-
bale Bewegungsausmass des Schultergelenkes nicht vermindere. Da aber jede Bewegung über 
Schulterhöhe infolge des Impingements Schmerzen im Schultergelenk provoziere, sei die Ar-
beitsfähigkeit des Versicherten temporär oder dauerhaft beeinträchtigt. Daher sei das Zumutbar-
keitsprofil im Bericht der I.____ vom 17. April 2020 in diesem Punkt zu modifizieren. Zumutbar für 
den allgemeinen Arbeitsmarkt seien dem Versicherten leichte bis mittelschwere Arbeiten ganz-
tags ohne Arbeiten mit dem linken Arm über Schulterhöhe und ohne Besteigen von Leitern oder 
Gerüsten. Zu vermeiden seien ferner Vibrations- und Stossbelastungen des linken Armes. 
 
4.5 Am 25. Januar 2021 nahm Dr. E.____ zu den Ausführungen von Dr. G.____ Stellung. 
Die Funktion der Anteversion links sei zwar intakt, hingegen bestehe eine Einschränkung der 
Abduktion mit einem schmerzhaften Bogen ab 80°. Die linksseitige Schulterfunktion sei somit 
durch das Impingement eingeschränkt, welches überwiegend wahrscheinlich unfallkausal sei bei 
Re-Re-Ruptur der Supraspinatussehne links. Dr. G.____ habe demzufolge das Zumutbarkeits-
profil entsprechend angepasst. Zusammenfassend sei eine volle Schulterfunktion links bei ein-
geschränkter Abduktion bis 80 °nicht mehr gegeben. Diese Einschränkung sei erheblich und dau-
erhaft. Somit sei die linke Schulter knapp bis zur Horizontalen beweglich, womit ein Integritäts-
schaden von 15 % vorliege. 
 
4.6 Schliesslich äusserte sich Dr. G.____ am 26. Mai 2021 nochmals zum strittigen Integri-
tätsschaden. Er führte aus, dass sich die Suva-Tabelle 1 ausschliesslich auf das Bewegungsaus-
mass des Schultergelenkes, nicht aber auf Schmerzen bei Bewegungen beziehe. Die Schmerzen 
seien rein subjektiv und von Fall zu Fall unterschiedlich. Im vorliegenden Fall sei beim Versicher-
ten eine erhebliche Symptomausweitung, insbesondere der Schmerzen, nachgewiesen worden. 
Funktionell seien in Bezug auf die Schulter nur zwei von fünf Kriterien zu prüfen; zum einen die 
Beweglichkeit bis 30° über die Horizontale und zum anderen bis zur Horizontalen. Es sei nicht 
definiert, welche Bewegungsrichtung massgeblich sei. Daher gälten die Kriterien sowohl für die 

 
 
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globale Abduktion resp. Elevation, also die seitliche Abspreizfähigkeit über die Horizontale hin-
aus, wie auch für die Anteversion, resp. Flexion, also die Bewegung des Armes nach vorne über 
die Horizontale bzw. Schulterhöhe. Die passive glenohumerale Abduktion sei allerdings eindeutig 
definiert. Das Schultergelenk lasse ohne Bewegung des Schulterblattes eine Abspreizung des 
Armes kaum über 90° zu. Daher werde der Wert eben kaum über 90° hinausgehen. Die passive 
glenohumerale Abduktion sei jedoch kein Kriterium für die Beurteilung nach Suva-Tabelle 1. Den 
beiden Arztberichten des C.____ vom 18. April 2019 und 9. September 2019 sei zu entnehmen, 
dass der Versicherte den Arm aktiv bis 150° bzw. 160° unter Schmerzangabe habe anheben 
können. Somit sei eine Integritätseinbusse hinsichtlich der Beweglichkeit nicht gegeben. Auch die 
Argumentation des Painful-arc greife nicht, da dieser bei einer Abduktion zwischen 80° und 140° 
vorgelegen habe. Das bedeute, dass der Versicherte den Arm sicher über 140° habe abspreizen 
können. Somit erreiche die Integritätseinbusse im vorliegenden Fall die Erheblichkeitsgrenze 
nicht. Theoretisch diskutiert werden könnte eine Beurteilung unter dem Kriterium einer Periarth-
rosis humeroscapularis. Diese beziehe eine schmerzhafte Beweglichkeit mit ein. Allerdings werde 
hier seitens der Suva-Tabelle 1 eingeschränkt, dass bei der Beurteilung des Integritätsschadens 
bei der Periarthrosis humeroscapularis von einer vergleichbaren Schwere wie bei einer Omarth-
rose ausgegangen werden soll. Gemäss dem letzten MRT-Bericht und nach eigener Beurteilung 
der MRT-Aufnahmen vom 10. Juli 2018 im Vergleich zu den Aufnahmen vom 23. Januar 2019 
liege unfallkausal keine namhafte glenohumerale Arthrose vor. Die beschriebenen Schädigungen 
am ventralen Glenoid wie auch an der unteren Zirkumferenz der Humerus-Gelenkfläche seien 
als leicht zu bezeichnen und entsprächen einem Stadium I nach dem Kellgren-Lawrence Score. 
Insgesamt habe der Unfall vom 22. Mai 2017 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zwar eine 
dauernde, nicht aber eine erhebliche Schädigung der körperlichen Integrität herbeigeführt.  
 
5.1 Da sich die Suva im angefochtenen Einspracheentscheid vom 8. Juni 2021 auf die Be-
urteilung des versicherungsinternen Experten Dr. G.____ stützte, genügen bereits geringe Zwei-
fel an der Richtigkeit der Einschätzung, um deren Beweistauglichkeit aufzuheben. Der Beschwer-
deführer erhebt gegen die Beurteilung von Dr. G.____ zunächst den Einwand, sie stütze sich auf 
ärztliche Untersuchungsergebnisse, welche schon zwei Jahre zurücklägen, so dass nicht die ak-
tuelle gesundheitliche Situation berücksichtigt worden sei. Es trifft zu, dass sich Dr. G.____ er-
klärtermassen auf die Untersuchungsergebnisse des C.____ vom 18. April 2019 und 9. Septem-
ber 2019 abstützte. Im Bericht vom 9. September 2019 wird nun aber klar ausgeführt, dass von 
einem erneuten operativen Eingriff an der linken Schulter keine Besserung der Beschwerden 
mehr zu erwarten und dass 21 Monate postoperativ vom medizinischen Endzustand auszugehen 
sei. Dass der Endzustand eingetreten ist, wird vom Beschwerdeführer nicht bestritten, im Gegen-
teil, hat er doch die Rentenverfügung, die bezüglich Zumutbarkeit auf diesen Untersuchungser-
gebnissen basiert, als korrekt akzeptiert. Ebenso wenig wird geltend gemacht, dass sich sein 
Gesundheitszustand seither, namentlich in Bezug auf die Beweglichkeit und die Schmerzsituation 
der linken Schulter, verschlechtert habe. Somit stützt sich die Beurteilung des Integritätsschadens 
zwar auf Untersuchungsergebnisse, die mehr als zwei Jahre alt sind; Hinweise dafür, dass diese 
Ergebnisse nicht mehr aktuell sind, gibt es hingegen nicht. Im Übrigen stützen sich auch Dr. 
D.____ und Dr. E.____ in Bezug auf die Ermittlung des Integritätsschadens von 15 % auf die 
erwähnten Berichte des C.____. Der Einwand des Beschwerdeführers ist somit nicht stichhaltig. 
 

 
 
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5.2 Im Weiteren macht der Beschwerdeführer geltend, die Beurteilung des Integritätsscha-
dens sei eine reine Aktenbeurteilung. Dr. G.____ habe ihn nie persönlich untersucht, was als 
Mangel zu qualifizieren sei. Wie die Suva zutreffend eingewendet hat, sind gemäss bundesge-
richtlicher Praxis reine Aktenbeurteilungen dann zulässig, wenn ein lückenloser Befund vorliegt 
und es im Wesentlichen um die ärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen 
Sachverhalts geht. Im vorliegenden Fall geht es in erster Linie um die Beurteilung der Befunde 
gemäss den Berichten des Kantonsspitals Baselland vom 18. April 2019 und 9. September 2019. 
Diese wurden korrekt und vollständig erhoben, was nicht bestritten wird. Ferner sind sie immer 
noch aktuell, sodass von einem feststehenden medizinischen Sachverhalt auszugehen ist. Unter 
diesen Umständen erweist sich eine reine Aktenbeurteilung als zulässig. 
 
5.3 Die diskrepante Einschätzung des Integritätsschadens von Dr. G.____ / Dr. F.____ und 
Dr. E.____ / Dr. D.____ ist letztlich nicht auf unterschiedliche objektive Untersuchungsbefunde 
zurückzuführen, sondern einzig darauf, dass Dr. G.____ auf die objektiv mögliche Restbeweg-
lichkeit der linken Schulter ohne Berücksichtigung der Schmerzsituation abstellt, während Dr. 
E.____ bei der Beurteilung der Funktionalität der Schulter die Schmerzsituation miteinbezieht und 
für die Beurteilung der Restbeweglichkeit nur die schmerzfreie Funktion der linken Schulter be-
rücksichtigt. Anlässlich der orthopädischen Untersuchung vom 3. September 2019 im Kan-
tonsspital Baselland wurde in Bezug auf die linke Schulter eine Beweglichkeit in der Anteversion 
von 150° gemessen, der Painful arc wurde vom Beschwerdeführer ab 80° bis 140° angegeben 
(Bericht des C.____ vom 9. September 2019). Der Versicherte konnte somit den Arm bis zu einem 
Winkel von 150° anheben, ab einem Winkel von 80° hat er aber Schmerzen in der linken Schulter 
verspürt. Gemäss der für Integritätsschäden bei Funktionsstörungen an den oberen Extremitäten 
massgeblichen Suva-Tabelle 1 ist für eine Schulter, die nur noch bis zur Horizontalen, also nur 
noch bis zu 90°, beweglich ist, eine Integritätsentschädigung von 15 % geschuldet. Ist die Schul-
ter noch bis zu 30° über die Horizontale, also bis zu 120°, beweglich, ist noch eine Integritätsent-
schädigung von 10 % geschuldet. Im vorliegenden Fall kann der Beschwerdeführer seinen linken 
Arm noch bis zu 150° anheben, schmerzfrei gelang ihm aber nur noch ein Anheben des Arms auf 
80°. Während Dr. G.____ von einer objektiven Beweglichkeit von mehr als 120° ausgeht und 
daher einen Integritätsschaden verneint, nimmt Dr. E.____ einen Integritätsschaden von 15 % 
an, da der Beschwerdeführer den linken Arm schmerzfrei nur noch bis zu einem Winkel von 80°, 
also nicht mehr bis zur Horizontalen, anheben kann. Kernfrage ist somit, ob die Suva-Tabelle 1 
mit der Restbeweglichkeit die objektiv mögliche Beweglichkeit oder die schmerzfreie Beweglich-
keit meint.  
 
6.1 Für eine objektiv mögliche Beweglichkeit als massgebenden Faktor spricht, dass – wie 
Dr. G.____ in seiner letzten Stellungnahme vom 26. Mai 2021 ausführte – das Schmerzempfin-
den stark subjektiv geprägt ist und die Beurteilung der Funktionsstörung sich dadurch schwierig 
gestalten kann. Sofern Dr. G.____ jedoch von einer erheblichen Symptomausweitung des Be-
schwerdeführers ausgeht, kann dies allenfalls bezogen auf die Werte der ELF (Bericht der I.____ 
vom 17. April 2020) angenommen werden, nicht jedoch bezogen auf die unbestrittenen Befunde 
der Abschlussuntersuchung im C.____ vom 3. September 2019 (Bericht vom 9. September 
2019), welche als Grundlage für die Bemessung des Integritätsschadens dienten. Für eine Mit-
berücksichtigung der Schmerzen bei der Bemessung des Integritätsschadens spricht hingegen, 

 
 
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dass die volle Schulterfunktion links gemäss  
Dr. E.____ infolge der Schmerzhaftigkeit jeder Bewegung über 80° in der Abduktion gar nicht 
mehr gegeben ist. Dr. G.____ anerkennt denn auch, dass die Arbeitsfähigkeit des Versicherten 
durch den schmerzhaften Bogen beeinträchtigt ist und Arbeiten über Schulterhöhe mit dem linken 
Arm nicht zumutbar sind. Zwar ist die Einschätzung des Integritätsschadens losgelöst vom Zu-
mutbarkeitsprofil zu beurteilen. Die Feststellungen bezüglich Einschränkungen in der Ausführung 
der Bewegungen können aber nicht per se ausgeblendet werden. 
 
6.2 Gemäss Urteil des Bundesgerichts vom 11. Februar 2020 (8C_756/2019) ist namentlich 
in Bezug auf die Beurteilung der Integritätseinbusse zu bedenken, dass versicherte Personen mit 
Funktionsstörungen an der Schulter häufig unter Schmerzen leiden würden, was sich insbeson-
dere auch auf das Ausmass der Bewegungseinschränkung niederschlage. Diese bilde denn auch 
das Hauptkriterium bei der tabellarischen Festsetzung eines solchen Integritätsschadens, womit 
auch die Schmerzen mit dem entsprechenden Prozentwert abgegolten seien. Im gegebenen Fall 
wurde festgehalten, dass der geschätzte Wert von 20 % für Funktionsstörungen der Schulter ge-
mäss Suva-Tabelle 1 einerseits auf der subjektiven Schmerzangabe des Versicherten sowie auf 
dem anlässlich der medizinischen Untersuchung dokumentierten Bewegungsumfang basiere. 
Die Schätzung berücksichtige andererseits aber auch den Quervergleich mit Zuständen, die ei-
nen höheren Wert begründen könnten (hier: schwere Form einer Periarthrose humeroscapularis, 
die nicht gegeben war; E. 4.3 und E. 4.4). 
 
6.3 Im vorliegenden Fall berücksichtigten Dr. D.____ und Dr. E.____ die Schmerzangaben 
des Versicherten (Painful arc) im Sinne des vorgenannten Bundesgerichtsentscheids. Dr. G.____ 
hingegen klammerte den Painful arc aus, nahm aber einen Quervergleich zur Periarthrosis 
humeroscapularis vor, welche eine schmerzhafte Beweglichkeit miteinbeziehe. Allerdings werde 
seitens der Suva-Tabelle 1 eingeschränkt, dass die Periarthrosis humeroscapularis eine gewisse 
Schwere aufweisen müsse, die gemäss den bildgebenden Befunden beim Versicherten nicht vor-
liege. Folglich lasse sich auch mit diesem Quervergleich kein Integritätsschaden begründen. 
Denn eine leichte Form der Periarthrosis humeroscapularis werde mit 0 % beziffert. 
 
6.4 Der Beurteilung von Dr. G.____ kann mit Blick auf das Urteil des Bundesgerichts vom 
11. Februar 2020 nicht zweifelsfrei gefolgt werden. Im Zusammenhang mit dem von ihm vorge-
nommenen Quervergleich stellt sich ferner die Frage, ob die Berücksichtigung der Schmerzen 
nicht wenigstens auch in Analogie zu den arthrotischen Veränderungen gemäss Suva-Tabelle 5 
hätte diskutiert werden müssen (vgl. Entscheid des Versicherungsgerichts St. Gallen vom 7. Juni 
2016 [UV 2014/75], E. 3.2 und Entscheid des Sozialversicherungsgerichts Zürich vom 17. März 
2021 [UV.2020.00123], E. 3.6). Beim Beschwerdeführer wurde weiter eine symptomatische AC-
Gelenksarthrose diagnostiziert. Ebenso ist den Diagnosen zu entnehmen, dass eine AC-
Gelenksresektion vorgenommen wurde. Gemäss Suva-Tabelle 5 berechtigt eine AC-Arthrose al-
lein erst dann zu einer Integritätsentschädigung von 5-10 %, wenn sie schwer ist. Über den 
Schweregrad der AC-Gelenksarthrose des Beschwerdeführers geben die medizinischen Akten 
keine Auskunft. Da aber bei einer AC-Gelenksresektion gemäss Suva-Tabelle 5 bloss eine Arth-
rose verlangt ist, damit Anspruch auf eine Integritätsentschädigung von 5 % besteht, ohne dass 
die Arthrose einen bestimmten Schweregrad erreichen muss, erscheint nicht ausgeschlossen, 

 
 
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dass hierfür eine Integritätsentschädigung geschuldet ist (Entscheid des So-zialversicherungsge-
richts Zürich vom 17. März 2021 [UV.2020.00123], E. 3.1). 
 
7. Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass gestützt auf die vorliegenden Ent-
scheide, wonach bei der Einschätzung der Funktionsstörungen an der Schulter die Schmerzan-
gaben der versicherten Person berücksichtigt worden sind oder doch zumindest im Rahmen von 
Quervergleichen auf die Impingementproblematik in Analogie zu den Arthrosen (Suva-Tabelle 5) 
eingegangen worden ist, Zweifel an der Beurteilung von Dr. G.____ bestehen. Ferner fehlt eine 
Bewertung der diagnostizierten Arthrose in punkto Schwere. Und schliesslich bleibt zu prüfen, ob 
die AC-Gelenksresektion einen Integritätsschaden darstellt. Da Dr. D.____ und Dr. E.____ diese 
Punkte ebenfalls nicht behandelt haben, kann auf ihre Einschätzungen nicht abgestellt werden. 
 
Der Einspracheentscheid ist folglich aufzuheben und die Angelegenheit zur Neubeurteilung des 
Integritätsschadens mittels eines verwaltungsexternen orthopädischen Fachgutachtens nach Art. 
44 ATSG unter Berücksichtigung der Rechtsprechung an die Suva zurückzuweisen. 
 
8.1 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Nach Art. 61 lit. fbis ATSG ist das Verfahren bei 
Streitigkeiten über Leistungen kostenpflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen 
ist. Da das UVG keine grundsätzliche Kostenpflicht vorsieht, sind für das vorliegende Verfahren 
keine Kosten zu erheben. 
 
8.2 Nach Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Partei Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend hat der Beschwerdeführer 
Anspruch auf eine Parteientschädigung. Gemäss Honorarnote vom 9. August 2021 werden ein 
Aufwand von 8 Stunden à Fr. 250.-- und Auslagen von Fr. 44.10 geltend gemacht, was angemes-
sen ist. Dem Beschwerdeführer wird folglich eine Parteientschädigung in der Höhe von 
Fr. 2'201.50 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) zu Lasten der Beschwerdegegnerin zugespro-
chen.  
 
9. Nach Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 ist 
die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig gegen 
Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenentscheide sind – 
mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbegehren (vgl. 
Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten anfechtbar, wenn 
sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder 
wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen 
bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde 
(Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handelt es sich bei 
einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und anschlies-
senden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenentscheid im 
Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückweisungsentscheid, mit dem eine 
materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen Anspruchsvoraussetzungen) be-
antwortet wird (BGE 133 V 477 E. 4.2).  
 

 
 
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Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischenentscheid 
im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegen-
heiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraussetzungen 
zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende Rechtsmittel-
belehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 
 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als der angefochtene 
Einspracheentscheid der Suva vom 8. Juni 2021 in Bezug auf die Integ-
ritätsentschädigung aufgehoben und die Angelegenheit zur weiteren 
Sachverhaltsabklärung im Sinne der Erwägungen und zum Erlass einer 
neuen Verfügung an die Vorinstanz zurückgewiesen wird. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die Suva hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung in der 
Höhe von Fr. 2'201.50 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) auszurich-
ten.