# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5dbd9287-ad59-5d00-9dcf-5153319e3216
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-05-02
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Verwaltungsgericht 02.05.2024 WBE.2023.222
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_006_WBE-2023-222_2024-05-02.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht 

3. Kammer 

 

WBE.2023.222 / SW / jb 
(2023-000560)  

Art. 44 

 

 

Urteil vom 2. Mai 2024 
 
 

Besetzung  Verwaltungsrichter Winkler, Vorsitz  

Verwaltungsrichterin Lang  

Verwaltungsrichterin Schöb  

Gerichtsschreiberin Wittich      

 

 
   

Beschwerde-

führerin  

 A._____,    

 

        

gegen 

 

 

  Stadtrat Q._____,   

vertreten durch lic. iur. Franz Hollinger, Rechtsanwalt, Stapferstrasse 28, 

Postfach, 5201 Brugg AG    

 

  Regierungsrat des Kantons Aargau, Regierungsgebäude, 5000 Aarau   

handelnd durch das Departement Bau, Verkehr und Umwelt, Abteilung für 

Baubewilligungen, Entfelderstrasse 22, 5001 Aarau    

  

 
 

   

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend Baubewilligung 

 

Entscheid des Regierungsrats vom 17. Mai 2023 

  

 - 2 - 

 

 

 
   

Das Verwaltungsgericht entnimmt den Akten: 

 

A. 

Am 23. Oktober 2019 erteilte das Departement Bau, Verkehr und Umwelt 

(BVU), Abteilung für Baubewilligungen, dem nachträglichen Baugesuch 

von A._____ betreffend Wohnraumerweiterung, Umgebungsgestaltung 

sowie Abbruch und Wiederaufbau eines Holzschopfes auf der Parzelle 

Nr. aaa in der Landwirtschaftszone in R._____ teilweise seine Zustimmung. 

Es tolerierte unter Auflagen die Vergrösserung und Umnutzung des 

nordöstlichen Anbaus des Wohnhauses zu Wohnzwecken, verlangte aber 

den Rückbau des Holzschopfs mit Hundezwinger sowie eines Teils der 

Umgebungsgestaltung. Am 11. März 2020 eröffnete der Stadtrat Q._____ 

die Verfügung des BVU, Abteilung für Baubewilligungen, vom 23. Oktober 

2019, erteilte die Baubewilligung und ordnete die verlangten Rückbauten 

innert sechs Monaten ab Rechtskraft an. 

 

B. 

Auf Beschwerde von A._____ hin fällte der Regierungsrat am 17. Mai 2023 

folgenden Entscheid: 

 

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen. 
 
2. 
Die Verfahrenskosten, bestehend aus einer Staatsgebühr von Fr. 2'500.–, 
der Kanzleigebühr und den Auslagen von Fr. 640.65, insgesamt 
Fr. 3'140.65, werden der Beschwerdeführerin A._____, R._____, 
auferlegt. Abzüglich des geleisteten Kostenvorschusses von Fr. 2'000.– 
hat die Beschwerdeführerin noch Fr. 1'140.65 zu bezahlen. 
 
3. 
Die Beschwerdeführerin hat der Einwohnergemeinde Q._____, handelnd 
durch den Stadtrat, Parteikosten in der Höhe von Fr. 1'800.– zu ersetzen. 

 

C. 

1. 

Gegen den am 24. Mai 2023 zugestellten Entscheid des Regierungsrats 

erhob A._____ am 22. Juni 2023 (Postaufgabe: 23. Juni 2023) 

Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit dem folgenden Antrag: 

 

Der Entscheid des Regierungsrats sei in einem Teilbereich zu korrigieren 
und den seit vielen Jahren bestehenden und lediglich renovierten Schopf 
vom Rückbau auszuschliessen. Die Besitzstandsgarantie sei mir zuzuge-
stehen.  

 

 - 3 - 

 

 

2. 

Am 4. September 2023 erstattete das BVU, Abteilung für Baubewilligun-

gen, für den Regierungsrat die Beschwerdeantwort und beantragte die kos-

tenfällige Abweisung der Beschwerde. 

 

3. 

Mit Beschwerdeantwort vom 18. September 2023 beantragte der Stadtrat 

Q._____ ebenfalls, die Beschwerde sei kostenfällig abzuweisen. 

 

4. 

Das Verwaltungsgericht hat den Fall am 2. Mai 2024 beraten und entschie-

den. 

 

 
   

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

 

I. 

1. 

Gegen letztinstanzliche Entscheide der Verwaltungsbehörden ist die Ver-

waltungsgerichtsbeschwerde zulässig (§ 54 Abs. 1 des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege vom 4. Dezember 2007 [Verwaltungsrechtspfle-

gegesetz, VRPG; SAR 271.200]). Das gilt auch in Bausachen (§ 61 Abs. 3 

der Bauverordnung vom 25. Mai 2011 [BauV; SAR 713.121]). Der Ent-

scheid des Regierungsrats ist verwaltungsintern letztinstanzlich. Das Ver-

waltungsgericht ist somit für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde 

zuständig. 

 

2. 

2.1. 

Gemäss § 43 Abs. 2 VRPG muss die Beschwerdeschrift einen Antrag so-

wie eine Begründung enthalten. Die Anträge sollen nachvollziehbar formu-

liert sein, so dass die Rechtsmittelinstanz Zweck und Ziel des Rechtsmittels 

erkennen kann (MICHAEL MERKER, Rechtsmittel, Klage- und Normenkon-

trollverfahren nach dem aargauischen Gesetz über die Verwaltungsrechts-

pflege, Kommentar zu den §§ 38 - 72 [a]VRPG, N. 6 zu § 39 [a]VRPG). Mit 

der Begründung ist darzulegen, in welchen Punkten nach Auffassung der 

beschwerdeführenden Partei der angefochtene Entscheid Mängel aufweist 

(AGVE 2009, S. 275, Erw. 3.1). Fehlt ein Antrag oder eine Begründung 

oder beides (trotz vollständiger Rechtsmittelbelehrung) vollständig und 

ergibt sich der Antrag bei Laienbeschwerden auch nicht aus der Begrün-

dung, ist ohne Nachfrist auf Nichteintreten zu erkennen (vgl. Botschaft des 

Regierungsrates des Kantons Aargau an den Grossen Rat vom 14. Februar 

2007, 07.27 [Botschaft VRPG], S. 56 f.). Bei Laienbeschwerden werden an 

die Begründung keine allzu hohen Anforderungen gestellt, wobei immerhin 

verlangt werden darf, dass die beschwerdeführende Partei darlegt, wes-

halb sie mit dem vorinstanzlichen Entscheid nicht einverstanden ist und 

 - 4 - 

 

 

welche Erwägungen des angefochtenen Entscheids aus welchen Gründen 

nicht zutreffen sollen (AGVE 2009, S. 275, Erw. 3.1; Entscheide des Ver-

waltungsgerichts WBE.2022.385 vom 13. Oktober 2022, Erw. I/2; 

WBE.2019.316 vom 24. März 2020, Erw. I/2; vgl. auch Botschaft VRPG, 

S. 57).  

 

2.2. 

Die Beschwerdeführerin beantragt, den angefochtenen Entscheid teilweise 

aufzuheben und den Holzschopf von der Rückbauverfügung auszuneh-

men. Obwohl die Begründung des Antrags knapp ausfällt und die Be-

schwerdeführerin kaum auf die Erwägungen im angefochtenen Entscheid 

Bezug nimmt, legte sie genügend deutlich dar, weshalb sie davon ausgeht, 

die Baute sei durch die Besitzstandsgarantie geschützt. Angesichts des-

sen, dass bei Laienbeschwerden keine allzu hohen Anforderungen an die 

Begründung zu stellen sind, hat die Beschwerdeführerin in rechtsgenügli-

cher Weise vorgebracht, aus welchen Gründen der angefochtene Ent-

scheid in Bezug auf den Rückbau des Holzschopfes aufzuheben sei. Folg-

lich ist auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde einzutreten.  

 

3. 

Die übrigen Eintretensvoraussetzungen geben zu keinen Bemerkungen 

Anlass. Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist einzu-

treten. 

 

4. 

Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde können die unrichtige oder unvoll-

ständige Feststellung des Sachverhalts sowie Rechtsverletzungen gerügt 

werden (§ 55 Abs. 1 VRPG). Eine Ermessenskontrolle ist dagegen ausge-

schlossen (Umkehrschluss aus § 55 Abs. 3 VRPG). 

 

II. 

1.  

Das Grundstück der Beschwerdeführerin (Parzelle Nr. aaa) befindet sich in 

der Landwirtschaftszone und ist von einer Landschaftsschutzzone über-

lagert. Die Bauverwaltung Q._____ stellte im September 2014 fest, dass 

am Wohnhaus und an der Umgebung diverse bauliche Arbeiten 

durchgeführt wurden und wies die Beschwerdeführerin auf die 

Baubewilligungspflicht hin. Im Rahmen des anschliessenden 

Baubewilligungsverfahrens führte der Stadtrat Q._____ mit dem BVU, 

Abteilung für Baubewilligungen, am 13. April 2015 einen Augenschein 

durch. Dabei wurde festgestellt, dass die Liegenschaft laufend renoviert 

und umgestaltet wurde. Die Beschwerdeführerin wurde aufgefordert, ein 

separates Baugesuch für die verschiedenen, bereits ausgeführten bzw. 

noch geplanten baulichen Massnahmen einzureichen, worauf der 

vorliegend angefochtene Entscheid erging.  

 

 - 5 - 

 

 

Die Beschwerdeführerin akzeptiert diesen soweit die Vergrösserung und 

Umnutzung des nordöstlichen Anbaus am Wohnhaus unter Auflagen tole-

riert und der Rückbau der bestehenden Garten- und Umgebungsgestaltung 

angeordnet wird. Angefochten wird von der Beschwerdeführerin hingegen 

die Abweisung des Baugesuchs für den Holzschopf mit Hundezwinger und 

dessen Rückbau.  

 

2.  

Es ist zu Recht nicht umstritten, dass es sich beim zu beurteilenden Holz-

schopf mit Hundezwinger um eine baubewilligungspflichtige Baute handelt. 

Ebenfalls nicht bestritten wird, dass die fragliche Baute ohne Baubewilli-

gung erstellt wurde, womit sie formell rechtswidrig ist. Zu prüfen ist, ob eine 

nachträgliche Baubewilligung erteilt werden kann.  

 

Die Vorinstanz stellte korrekt fest, dass eine Bewilligung gemäss Art. 22 

des Bundesgesetzes über die Raumplanung vom 22. Juni 1979 (Raumpla-

nungsgesetz, RPG; SR 700) i.V.m. Art. 16 und 16a RPG ausser Betracht 

fällt, da es sich beim Holzschopf mit Hundezwinger nicht um eine landwirt-

schaftliche und damit um eine zonenwidrige Nutzung ausserhalb der 

Bauzone handelt. Zu prüfen ist nachfolgend, ob eine Ausnahmebewilligung 

nach Art. 24 ff. RPG erteilt werden kann.  

 

3.  

3.1.  

Gemäss Art. 24c RPG werden bestimmungsgemäss nutzbare Bauten und 

Anlagen ausserhalb der Bauzonen, die nicht mehr zonenkonform sind, in 

ihrem Bestand grundsätzlich geschützt (Abs. 1). Solche Bauten und Anla-

gen können mit Bewilligung der zuständigen Behörde erneuert, teilweise 

geändert, massvoll erweitert oder wiederaufgebaut werden, sofern sie 

rechtmässig erstellt oder geändert worden sind (Abs. 2). Dies gilt auch für 

landwirtschaftliche Wohnbauten sowie angebaute Ökonomiebauten, die 

rechtmässig erstellt oder geändert worden sind, bevor das betreffende 

Grundstück Bestandteil des Nichtbaugebietes im Sinne des Bundesrechts 

wurde; der Bundesrat erlässt Vorschriften, um negative Auswirkungen auf 

die Landwirtschaft zu vermeiden (Abs. 3). Veränderungen am äusseren Er-

scheinungsbild müssen für eine zeitgemässe Wohnnutzung oder eine ener-

getische Sanierung nötig oder darauf ausgerichtet sein, die Einpassung in 

die Landschaft zu verbessern (Abs. 4). In jedem Fall bleibt die Vereinbar-

keit mit den wichtigen Anliegen der Raumplanung vorbehalten (Abs. 5). 

Zum Anwendungsbereich präzisiert Art. 41 der Raumplanungsverordnung 

vom 28. Juni 2000 (RPV; SR 700.1) schliesslich, dass Art. 24c RPG auf 

Bauten und Anlagen anwendbar ist, die rechtmässig erstellt oder geändert 

worden sind, bevor das betreffende Grundstück Bestandteil des Nichtbau-

gebiets im Sinne des Bundesrechts wurde (altrechtliche Bauten und Anla-

gen; Abs. 1). Er ist nicht anwendbar auf allein stehende, unbewohnte land-

wirtschaftliche Bauten und Anlagen (Abs. 2). 

 - 6 - 

 

 

 

Damit erstreckt sich die erweiterte Besitzstandsgarantie nach Art. 24c RPG 

einerseits auf Bauten, die vor der Einführung der Trennung der Bauzonen 

von den Nichtbauzonen am 1. Juli 1972 in Übereinstimmung mit dem ma-

teriellen Recht erstellt und durch die Zuweisung zum Nichtbaugebiet zo-

nenwidrig geworden sind, oder die zwar nach dem 1. Juli 1972 in der 

Bauzone erstellt, aber nachträglich (als Folge einer Zonenplanänderung) 

zum Nichtbaugebiet geschlagen worden sind. In diesem Bereich, der zahl-

reiche vor dem 1. Juli 1972 erstellte Wohn- und Gewerbebauten betrifft, die 

heute in einer Nichtbauzone stehen, handelt es sich um eine echte Besitz-

standsregelung. Andererseits fallen seit der am 1. November 2012 in Kraft 

getretenen Teilrevision 2011 des RPG auch vor dem 1. Juli 1972 erstellte 

oder geänderte landwirtschaftliche Wohnbauten mit allenfalls angebautem 

Ökonomietrakt unter die Besitzstandsgarantie nach Art. 24c RPG, die 

schon immer zonenkonform waren bzw. es nach dem 1. Juli 1972 geblie-

ben sind und nun für zonenwidrige Zwecke umgenutzt, nach Massgabe von 

Art. 42 RPV erweitert oder gar durch einen Neubau ersetzt werden dürfen. 

Keine Besitzstandsgarantie nach Art. 24c RPG geniessen hingegen zum 

einen neurechtliche, nach dem 1. Juli 1972 in einer Nichtbauzone als zo-

nenkonform oder gestützt auf eine Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG 

erstellte Bauten und Anlagen, zum andern altrechtliche landwirtschaftliche 

Ökonomiebauten, die nicht an eine altrechtliche landwirtschaftliche Wohn-

baute angebaut sind. Wurden reine Ökonomiebauten schon vor dem 1. Juli 

1972 nachweisbar nicht landwirtschaftlich, also etwa für gewerbliche Zwe-

cke, genutzt, wäre Art. 24c RPG anwendbar, andernfalls nicht (vgl. zum 

Ganzen RUDOLF MUGGLI, in: HEINZ AEMISEGGER/PIERRE MOOR/ALEXANDER 

RUCH/PIERRE TSCHANNEN [Hrsg.], Praxiskommentar RPG: Bauen ausser-

halb der Bauzone [nachfolgend: Praxiskommentar RPG], Zürich/Basel/ 

Genf 2017, N. 17 ff. zu Art. 24c RPG). 

 

Bezüglich eines Wiederaufbaus präzisiert Art. 42 Abs. 4 Satz 1 RPV 

schliesslich, dass eine Baute nur wiederaufgebaut werden darf, wenn sie 

im Zeitpunkt der Zerstörung oder des Abbruchs noch bestimmungsgemäss 

nutzbar war und an ihrer Nutzung ein ununterbrochenes Interesse besteht. 

Bestimmungsgemäss nutzbar ist eine Baute dann, wenn der Eigentümer 

oder die Eigentümerin durch einen angemessenen Unterhalt das fortbeste-

hende Interesse an der Weiternutzung dokumentiert hat. Dies äussert sich 

darin, dass sie gemessen an ihrer Zweckbestimmung betriebstüchtig ist 

und die tragenden Konstruktionen mehrheitlich intakt sind (BGE 147 II 465, 

Erw. 4.2.2; Urteil des Bundesgerichts 1C_356/2010 vom 21. Februar 2011, 

Erw. 2.3; Entscheid des Verwaltungsgerichts WBE.2019.303 vom 19. Fe-

bruar 2020, Erw. 3.1 mit Hinweisen).  

 

 - 7 - 

 

 

3.2.  

3.2.1. 

Aus den vorinstanzlichen Akten ergibt sich nicht, wann der Holzschopf ur-

sprünglich errichtet wurde. Gemäss angefochtenem Entscheid ist aller-

dings unbestritten, dass das Wohnhaus vor dem 1. Juli 1972 erstellt wurde. 

Gestützt auf die von der Beschwerdeführerin eingereichten Bilder und man-

gels gegenteiliger Hinweise in den Akten ist davon auszugehen, dass vor 

diesem massgeblichen Stichtag auch ein frei stehender Holzschopf erstellt 

wurde (vgl. angefochtener Entscheid, Erw. 1.1; Vorakten, Beilage 3 zur Be-

schwerdeantwort, act. 80).  

 

3.2.2. 

Die Vorinstanz sprach dem Bauvorhaben die Bewilligungsfähigkeit ab, weil 

es an den Voraussetzungen für einen zulässigen Wiederaufbau fehle. Der 

Holzschopf sei im Zeitpunkt des Abbruchs nicht mehr bestimmungsgemäss 

nutzbar gewesen und es habe nach den Sturmschäden aus dem Jahre 

1999 an einem angemessenen Unterhalt gefehlt, welcher auf ein fortbeste-

hendes Interesse an der Weiternutzung hingewiesen hätte (vgl. angefoch-

tener Entscheid, Erw. 1.6).  

 

3.2.3.  

In den Akten befinden sich eine Fotografie aus dem Jahr (ca.) 1964, welche 

zwei Holzbauten zeigt, wovon eine nicht mehr existiert (Vorakten, act. 29) 

und Bilder aus den Jahren 1994, 1997 und 2012, welche jeweils einen rus-

tikalen Holzschopf in teilweise schlechtem Zustand zeigen (Vorakten, act. 

28 und 139 f.). Wie die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid feststellte, 

gab der Lebenspartner der Beschwerdeführerin anlässlich der Augen-

scheinsverhandlung vom 12. April 2022 betreffend den Zustand des Holz-

schopfs zu Protokoll, dass dieser durch den Sturm Lothar im Jahr 1999 

stark beschädigt worden sei. Er führte aus, das Dach sei heruntergefallen 

und die Türe sowie der Anbau auf der linken Seite hätten gefehlt. Von der 

ursprünglichen Baute seien nur das Fundament und die Eisenträger übrig-

geblieben, alles andere ("oberhalb davon") habe er neu gemacht. Die vom 

eindringenden Regenwasser verfaulten Balken habe er nicht mehr verwen-

den können (Vorakten, act. 18 und 132). Die Vorinstanz folgerte aus diesen 

Ausführungen, dass der Schopf vor dem Wiederaufbau nicht mehr bestim-

mungsgemäss nutzbar war (vgl. angefochtener Entscheid, Erw. 1.6).  

 

Auch im vorliegenden Verfahren bringt die Beschwerdeführerin nichts vor, 

was die bestimmungsgemässe Nutzbarkeit des alten Schopfes zum Zeit-

punkt des Abbruchs belegen könnte. Es ist diesbezüglich darauf hinzuwei-

sen, dass derjenige, der eigenmächtig Umbauten vornimmt, die Folgen der 

Beweislosigkeit trägt, wenn sich der ursprüngliche Zustand nicht mehr fest-

stellen lässt (vgl. Urteile des Bundesgerichts 1C_480/2019, 1C_481/2019 

vom 16. Juli 2020, Erw. 5.1; 1C_283/2017 vom 23. August 2017, Erw. 4.2). 

Gleiches muss gelten bei einem eigenmächtigen Abbruch und Wiederauf-

 - 8 - 

 

 

bau (vgl. Entscheid des Verwaltungsgerichts WBE.2021.30 vom 4. Mai 

2021, Erw. 3.4). Die vorinstanzliche Feststellung, wonach der Schopf die 

Voraussetzung der bestimmungsgemässen Nutzbarkeit im Zeitpunkt des 

Abbruchs nicht erfüllte, ist somit nicht zu beanstanden.  

 

3.2.4. 

Was den angemessenen Unterhalt betrifft, welcher das fortbestehende In-

teresse an der Weiternutzung dokumentieren könnte, führt die Beschwer-

deführerin in ihrer Verwaltungsgerichtsbeschwerde lediglich aus, dass sie 

die aufgrund von Witterungseinflüssen notwendig gewordenen Arbeiten 

vorgenommen und morsche Balken ersetzt habe. Angesichts der Fotogra-

fien aus dem Jahr 2012 und den Ausführungen des Lebenspartners der 

Beschwerdeführerin (siehe vorne Erw. 3.2.2) bezweifelte die Vorinstanz zu 

Recht, dass nach den Sturmschäden aus dem Jahr 1999 bis zum Abbruch 

des Schopfes noch ein angemessener Unterhalt gemacht wurde. Die be-

schriebenen Mängel, die zu eindringendem Regenwasser führten, wären 

sonst wohl tatsächlich längst behoben worden (vgl. angefochtener Ent-

scheid, Erw. 1.6; Vorakten, act. 80 und 132).  

 

Weiter erklärt die Beschwerdeführerin, an Form und Grösse habe sie nichts 

verändert, insbesondere habe der Schopf schon immer Fenster gehabt. 

Ausweislich der Fotografien in den Akten hat der ehemals rustikale Holz-

schopf mit dem heutigen Holzschopf allerdings nur noch wenig gemeinsam 

(Vorakten, act. 28 und 21 ff.). Inwiefern sich Grösse und Form unterschei-

den, lässt sich anhand der Akten nicht mehr beurteilen. Jedoch entspre-

chen weder die Konstruktion mit der heute horizontalen Beplankung noch 

die markanten Fenster dem vormaligen alten Holzschopf. Dementspre-

chend werden von der Beschwerdeführerin auch in den von ihr unterzeich-

neten Bauplänen vom 15. Juni 2017, revidiert am 15. Juli 2018 sowie im 

nachträglichen Baugesuch im Zusammenhang mit den baulichen Mass-

nahmen am Holzschopf die Worte "Wiederaufbau Schopf" verwendet (Vor-

akten, act. 3 und 15 f.). Auch die Aargauische Gebäudeversicherung be-

zeichnete den Schopf in der Änderung vom 19. September 2017 als "Neu-

bau". Bei dieser Ausgangslage ist die vorinstanzliche Auffassung nicht zu 

beanstanden, wonach es sich beim vorliegend umstrittenen Holzschopf um 

einen Neubau handelt, wobei dieser durchaus auf dem ursprünglichen 

Fundament erbaut sein mag. Der heutige Holzschopf kann jedenfalls nicht, 

wie von der Beschwerdeführerin geltend gemacht, das Ergebnis von reinen 

Unterhaltsarbeiten sein, welche bewilligungsfrei zulässig gewesen wären.  

 

3.2.5. 

Insgesamt sind die Voraussetzungen für einen zulässigen Wiederaufbau 

des Holzschopfes nicht gegeben. Der eigenmächtig erstellte Holzschopf ist 

in der Landwirtschaftszone nicht bewilligungsfähig.  

 

 - 9 - 

 

 

4.  

Ebenso wenig kommt eine Bewilligung nach Art. 24e Abs. 1 RPG in Frage, 

da bauliche Massnahmen für die hobbymässige Tierhaltung nur in unbe-

wohnten Gebäuden oder Gebäudeteilen zulässig sind, wenn diese in ihrer 

Substanz erhalten sind. Dies ist vorliegend, wie oben dargelegt, nicht der 

Fall. Zudem macht die Beschwerdeführerin geltend, dass sie den Holz-

schopf mit Hundezwinger als Einstellraum für Gartengeräte, Velos etc. be-

nötige und den Rückbau des Hundezwingers akzeptieren würde. Damit fällt 

die Zulässigkeit der baulichen Massnahmen am Holzschopf auch mangels 

Verwendung zur hobbymässigen Tierhaltung ausser Betracht. Der Hinweis 

der Beschwerdeführerin, wonach der verlangte Rückbau des Hundezwin-

gers nicht tierfreundlich sei, ist in diesem Zusammenhang ebenfalls nicht 

weiterführend. Immerhin sei darauf hingewiesen, dass die Beschwerdefüh-

rerin zur tierschutzkonformen Haltung ihrer Hunde verpflichtet ist, dies aber 

keinen Anspruch auf eine baurechtliche Ausnahmeregelung begründet.  

 

5.  

5.1. 

Bei nicht bewilligungsfähigen Bauten und Anlagen kann gestützt auf § 159 

Abs. 1 des Gesetzes über Raumentwicklung und Bauwesen vom 19. Ja-

nuar 1993 (Baugesetz, BauG; SAR 713.100) die Herstellung des rechtmäs-

sigen Zustandes, insbesondere die Beseitigung der Baute oder Anlage an-

geordnet werden. Der Anordnung der Wiederherstellung des rechtmässi-

gen Zustandes kommt massgebendes Gewicht für den ordnungsgemässen 

Vollzug des Raumplanungsrechts zu. Werden illegal errichtete, dem RPG 

widersprechende Bauten nicht beseitigt, sondern auf unabsehbare Zeit ge-

duldet, so wird der Grundsatz der Trennung von Bau- und Nichtbaugebiet 

in Frage gestellt und rechtswidriges Verhalten belohnt. Formell rechtswid-

rige Bauten, die auch nachträglich nicht legalisiert werden können, müssen 

daher grundsätzlich beseitigt werden. Die Anordnung des Abbruchs bereits 

erstellter Bauten bzw. Anlagen kann jedoch nach den allgemeinen Prinzi-

pien des Verfassungs- und Verwaltungsrechts (ganz oder teilweise) aus-

geschlossen sein (statt vieler: BGE 136 II 359, Erw. 6 mit Hinweisen). Dies 

ist insbesondere der Fall, wenn die Wiederherstellung des rechtmässigen 

Zustands unverhältnismässig wäre. Überdies können Gründe des Vertrau-

ensschutzes der Wiederherstellung entgegenstehen (BGE 136 II 359, 

Erw. 6). 

 

5.2.   

Der eigenmächtig wieder aufgebaute Holzschopf ist in der Landwirtschafts-

zone nicht bewilligungsfähig. Die Vorinstanz prüfte zu Recht die Herstel-

lung des rechtmässigen Zustands (§ 159 BauG). Dabei hielt sie fest, dass 

sich die Beschwerdeführerin nicht auf den Vertrauensschutz berufen 

könne. Sie sei in den Jahren 2014 und 2015 sowohl von der kommunalen 

als auch von der kantonalen Baubewilligungsbehörde mehrmals schriftlich 

zur Einreichung eines Baugesuchs aufgefordert worden. Es sei höchst un-

 - 10 - 

 

 

wahrscheinlich, dass ihr im selben Zeitraum anlässlich eines Augenscheins 

die behauptete mündliche Bewilligung erteilt worden sei. Ebenso wenig 

seien die Voraussetzungen für eine Gleichbehandlung im Unrecht erfüllt; 

aus den von der Beschwerdeführerin angerufenen Vergleichsfällen in der 

Gemeinde S._____ würden sich keine Hinweise auf eine unrechtmässige 

Behördenpraxis ergeben. Soweit die Beschwerdeführerin die Verhält-

nismässigkeit des angeordneten Rückbaus bestritt, hielt die Vorinstanz 

fest, dass die öffentlichen Interessen an der weitgehenden Freihaltung der 

grundsätzlich landwirtschaftlich zu nutzenden Parzelle von nicht bewilli-

gungsfähigen Anlagen und Bauten nur durch deren Beseitigung erfüllt wer-

den könne. Nur so lasse sich eine negative präjudizielle Wirkung von ei-

genmächtig und ohne Bewilligung erstellten unrechtmässigen Bauten in an-

deren Verfahren vermeiden. Die öffentlichen Interessen würden höher wie-

gen als private wirtschaftliche Interessen, zumal der Holzschopf stark vom 

rechtlich Zulässigen abweiche (angefochtener Entscheid, Erw. 2.2 ff.).  

 

5.3. 

Die Beschwerdeführerin äussert sich vor Verwaltungsgericht nicht zum 

Verhältnismässigkeitsgrundsatz und Vertrauensschutz. Es ist trotzdem 

festzuhalten, dass der Beschwerdeführerin bekannt gewesen sein musste, 

dass der Wiederaufbau des Holzschopfes auf ihrer in der Landwirtschafts-

zone liegenden Parzelle baubewilligungspflichtig ist. Es darf vorausgesetzt 

werden, dass die grundsätzliche Bewilligungspflicht für Bauvorhaben allge-

mein bekannt ist. Dies gilt erst recht bei Bauvorhaben in der Landwirt-

schaftszone (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_10/2019 vom 15. April 

2020, Erw. 5.1 mit Hinweisen). Trotzdem holte die Beschwerdeführerin für 

keine ihrer baulichen Aktivitäten eine Baubewilligung ein. Erst nachdem sie 

mehrfach von den kommunalen und kantonalen Baubewilligungsbehörden 

darauf hingewiesen worden war, reichte sie für den Holzschopf am 18. Juni 

2017 das nachträgliche Baugesuch ein (vgl. angefochtener Entscheid, lit. A 

und Erw. 2.2). Von einem gutgläubigen Handeln der Beschwerdeführerin 

kann somit ausweislich der Akten nicht ausgegangen werden.  

 

5.4. 

Auf den Grundsatz der Verhältnismässigkeit kann sich auch berufen, wer 

nicht gutgläubig gehandelt hat. Die Bauherrschaft muss aber in Kauf neh-

men, dass die Behörden aus grundsätzlichen Erwägungen, nämlich zum 

Schutz der Rechtsgleichheit und der baulichen Ordnung, dem Interesse  

an der Wiederherstellung des gesetzmässigen Zustands ein erhöhtes Ge-

wicht beimessen und die der Bauherrschaft allenfalls erwachsenden Nach- 

teile nicht oder nur in verringertem Masse berücksichtigen (statt vieler: 

BGE 132 II 21, Erw. 6.4; Urteil des Bundesgerichts 1C_771/2021 vom 

12. Juli 2022, Erw. 2.2). Vor dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit hält 

ein Grundrechtseingriff stand, wenn er zur Erreichung des angestrebten 

Ziels geeignet und erforderlich ist und das verfolgte Ziel in einem vernünf-

tigen Verhältnis zu den eingesetzten Mitteln steht. Ein Wiederherstellungs-

 - 11 - 

 

 

befehl erweist sich dann als unverhältnismässig, wenn die Abweichung 

vom Gesetz gering ist und die berührten allgemeinen Interessen den 

Schaden, der dem Eigentümer durch die Wiederherstellung entstünde, 

nicht zu rechtfertigen vermögen (Urteil des Bundesgerichts 1C_347/2017 

vom 23. März 2018, Erw. 6.3). 

 

Wie von der Vorinstanz korrekt festgestellt, ist der angeordnete Rückbau 

des Holzschopfs nicht zu bestanden. Es handelt sich um eine geeignete 

Massnahme, um den rechtmässigen Zustand wiederherzustellen. Überdies 

ist sie erforderlich, da keine milderen Mittel ersichtlich sind. Zu prüfen bleibt, 

ob der Rückbau im öffentlichen Interesse ist und in einem vernünftigen Ver-

hältnis zu den Belastungen steht, die der Beschwerdeführerin auferlegt 

werden. Dabei ist zu beachten, dass der Anordnung der Wiederherstellung 

des rechtmässigen Zustands massgebendes Gewicht für den ordnungsge-

mässen Vollzug des Raumplanungsrechts zukommt. Werden illegal errich-

tete, dem Raumplanungsrecht widersprechende Bauten nicht beseitigt, 

sondern auf unabsehbare Zeit geduldet, wird der Grundsatz der Trennung 

von Bau- und Nichtbaugebiet in Frage gestellt und rechtswidriges Verhalten 

belohnt. Formell rechtswidrige Bauten, die auch nachträglich nicht legali-

siert werden können, müssen daher grundsätzlich beseitigt werden 

(BGE 136 II 359, Erw. 6; Urteil des Bundesgerichts 1C_272/2019 vom 

28. Januar 2020, Erw. 6.4). Dies gilt zur Verhinderung der schleichenden 

Überbauung der Landwirtschaftszone auch in Bezug auf Bauten, die flä-

chen- und volumenmässig nicht sehr gross sind und die sich in der Nähe 

eines Wohnhauses befinden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_272/2019 

vom 28. Januar 2020, Erw. 6.4; Entscheid des Verwaltungsgerichts vom 

28. April 2016, Erw. 5.2).  

 

Die Abweichung vom Erlaubten ist vorliegend erheblich. Der geschlossene 

Holzschopf weist eine Gesamtfläche von 43.6 m2 auf, wobei zusätzlich ein 

Hundezwinger mit einer Grundfläche von 7.3 m2 angebaut wurde. Der Holz-

schopf befindet sich oberhalb des Wohnhauses und tritt aufgrund seiner 

Dimensionierung im Verhältnis zum Wohnhaus markant in Erscheinung 

(vgl. Vorakten, act. 15, 21 f. und 123). Es besteht kein öffentliches Inte-

resse daran, den eigenmächtig erstellten, nicht bewilligungsfähigen Holz-

schopf in der Landwirtschaftszone zu dulden. Im Gegenteil ist das öffentli-

che Interesse am angeordneten Rückbau als hoch einzustufen, da nach 

der Rechtsprechung das öffentliche Interesse an der Wahrung des grund-

legenden Prinzips der Trennung des Baugebiets vom Nichtbaugebiet sehr 

gewichtig ist (vgl. BGE 132 II 21, Erw. 6.4; siehe oben). Dieses Interesse 

wird auch nicht dadurch geschmälert, wenn bisher niemand am Nebenge-

bäude Anstoss genommen hat. Hinzu kommt, dass auch aus Gründen der 

Rechtsgleichheit sowie zum Schutze der baurechtlichen Ordnung ein er-

hebliches Interesse daran besteht, den ungesetzlichen Zustand zu beseiti-

gen.  

 

 - 12 - 

 

 

Den gewichtigen öffentlichen Interessen an der Herstellung des rechtmäs-

sigen Zustands stehen die Interessen der Beschwerdeführerin an der Nut-

zung des Holzschopfs als Abstellraum und Hundezwinger entgegen. Diese 

sind allerdings nur in verringertem Masse zu berücksichtigen, da die Be-

schwerdeführerin nicht als gutgläubig (siehe oben Erw. 5.3) gelten kann 

und sie daher in Kauf nehmen muss, dass dem Interesse an der Herstel-

lung des rechtmässigen Zustands erhöhtes Gewicht beigemessen wird 

(siehe oben). Dass die Beschwerdeführerin gemäss eigenen Angaben oh-

ne den Holzschopf über zu wenig Abstellfläche verfügen würde, hat sie ih-

rer eigenen, nicht bewilligten Bautätigkeit zuzuschreiben, indem sie den am 

Wohnhaus angebauten Holzschopf durch den von der Vorinstanz tolerier-

ten östlichen Anbau ersetzt hatte (vgl. angefochtener Entscheid, Erw. 1.6). 

Finanzielle Interessen macht die Beschwerdeführerin im verwaltungsge-

richtlichen Verfahren nicht geltend.  

 

Insgesamt vermag das dem Rückbau entgegenstehende private Interesse 

das sehr gewichtige Interesse an der Herstellung des rechtmässigen Zu-

stands nicht zu überwiegen. Die Wiederherstellung des rechtmässigen Zu-

stands durch die angeordnete Beseitigung hält vor dem Verhältnismässig-

keitsgrundsatz stand.  

 

6.  

Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist 

abzuweisen.  

 

III. 

1. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die Beschwerdeführerin kosten-

pflichtig (§ 31 Abs. 2 VRPG). Zudem hat sie dem anwaltlich vertretenen 

Stadtrat, dem Parteistellung zukommt (§ 13 Abs. 2 lit. f VRPG), die vor Ver-

waltungsgericht entstandenen Parteikosten zu ersetzen (§ 32 Abs. 2 i.V.m. 

§ 29 VRPG). 

 

2. 

Zur Festlegung der Parteientschädigung ist das Dekret über die Entschä-

digung der Anwälte vom 10. November 1987 (AnwT; SAR 291.150) mass-

gebend (§ 1 Abs. 1 AnwT). Nach § 8a Abs. 1 AnwT bemisst sich die Ent-

schädigung in vermögensrechtlichen Streitigkeiten nach dem gemäss § 4 

AnwT berechneten Streitwert. Innerhalb der in § 8a Abs. 1 AnwT vorgese-

henen Rahmenbeträge richtet sich die Entschädigung nach dem mutmass-

lichen Aufwand des Anwaltes, nach der Bedeutung und der Schwierigkeit 

des Falles (§ 8a Abs. 2 AnwT). Die Entschädigung wird als Gesamtbetrag 

festgesetzt. Auslagen und Mehrwertsteuer sind darin enthalten (§ 8c 

AnwT).  

 

 - 13 - 

 

 

Die Vorinstanz ging für sämtliche Bauarbeiten von einem Streitwert von 

Fr. 15'000.00 aus, was von den Parteien nicht beanstandet wurde. Im vor-

liegenden Verfahren ist nur der Rückbau des Holzschopfes Streitgegen-

stand, womit der Streitwert jedenfalls tiefer ist. Bei einem Streitwert bis 

Fr. 20'000.00 beträgt der Rahmen für die Entschädigung Fr. 600.00 bis 

Fr. 4'000.00 (§ 8a Abs. 1 lit. a Ziffer 1 AnwT). Der Streitwert liegt im unteren 

Bereich des Streitwertrahmens von § 8a Abs. 1 lit. a Ziffer 1 AnwT. Der 

mutmassliche Aufwand des Anwaltes im Beschwerdeverfahren und die 

Schwierigkeit des Falles waren gering. Unter Berücksichtigung sämtlicher 

Parameter erscheinen Parteikosten in der Höhe von Fr. 1'000.00 (inkl. 

Mehrwertsteuer und Auslagen) sachgerecht. 

 

 
   

Das Verwaltungsgericht erkennt: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. 

Die verwaltungsgerichtlichen Verfahrenskosten, bestehend aus einer 

Staatsgebühr von Fr. 1'500.00 sowie der Kanzleigebühr und den Auslagen 

von Fr. 252.00, gesamthaft Fr. 1'752.00, sind von der Beschwerdeführerin 

zu bezahlen. 

 

3. 

Die Beschwerdeführerin wird verpflichtet, dem Stadtrat Q._____ die vor 

Verwaltungsgericht entstandenen Parteikosten in Höhe von Fr. 1'000.00 zu 

ersetzen.  

 

 
 

   

Zustellung an: 

die Beschwerdeführerin 

den Gemeinderat Q._____ (Vertreter) 

den Regierungsrat 

das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) 

 

Mitteilung an: 
 

das Departement Bau, Verkehr und Umwelt, Abteilung für  

Baubewilligungen 

 

 
   

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Dieser Entscheid kann wegen Verletzung von Bundesrecht, Völkerrecht, 

kantonalen verfassungsmässigen Rechten sowie interkantonalem Recht 

 - 14 - 

 

 

innert 30 Tagen seit der Zustellung mit Beschwerde in öffentlich-rechtli-

chen Angelegenheiten beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, angefochten werden. Die Frist steht still vom 7. Tag vor 

bis und mit 7. Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August und 

vom 18. Dezember bis und mit 2. Januar. Die unterzeichnete Beschwerde 

muss das Begehren, wie der Entscheid zu ändern sei, sowie in gedrängter 

Form die Begründung, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt, mit 

Angabe der Beweismittel enthalten. Der angefochtene Entscheid und als 

Beweismittel angerufene Urkunden sind beizulegen (Art. 82 ff. des Bun-

desgesetzes über das Bundesgericht [Bundesgerichtsgesetz, BGG; 

SR 173.110] vom 17. Juni 2005). 

 

 
 

   

Aarau, 2. Mai 2024 

 

Verwaltungsgericht des Kantons Aargau 

3. Kammer 

Vorsitz: Gerichtsschreiberin:  

 

 

 

Winkler Wittich