# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1f566ffa-a091-5218-8fd7-fe6ebb69f4f1
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-10-16
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 16.10.2014 SB140257
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB140257_2014-10-16.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    

 
 

Geschäfts-Nr.: SB140257-O/U/jv 
 

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. P. Marti, Präsident, und lic. iur. M. Langmeier, 

die Ersatzoberrichterin lic. iur. M. Knüsel sowie der Gerichts-

schreiber lic. iur. M. Hauser 

 

Urteil vom 16. Oktober 2014 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschuldigter und Berufungskläger 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis,  
vertreten durch Leitende Staatsanwältin lic. iur. C. Wiederkehr,  

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

betreffend  

Schändung 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Horgen, III. Abteilung, vom  
26. Februar 2014 (DG130023) 

 

-   2   - 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis vom 8. November 2013 

(Urk. 21) ist diesem Urteil beigeheftet. 

 

Urteil der Vorinstanz: 
(Urk. 41) 

"Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig der Schändung im Sinne von Art. 191 StGB. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 2 Jahren Freiheitsstrafe (wovon 2 Tage durch 

Haft erstanden sind).  

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre 

festgesetzt.  

4. Die Kantonspolizei Zürich wird angewiesen, die mit Beschlagnahmeverfügung der 

Staatsanwaltschaft vom 6. November 2013 zu Beweiszwecken beschlagnahmten 

Gegenstände des Beschuldigten diesem nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils 

zurückzugeben. Es handelt sich um folgende Gegenstände: 

- 1 Unterhose schwarz, Asservat-Nr. …; 

- kurze Hose jeansfarben, Asservat-Nr. …; 

- T-Shirt schwarz, Asservat-Nr. …. 

5. Die Kantonspolizei Zürich wird angewiesen, die mit Beschlagnahmeverfügung der 

Staatsanwaltschaft vom 6. November 2013 beschlagnahmten Gegenstände der 

Privatklägerin dieser nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils zurückzugeben. Es 

handelt sich um folgende Gegenstände: 

- Slip, beigefarben, Asservat-Nr. …; 

- Damenschuhe Kunstleder, schwarz, Asservat-Nr. …; 

- Büstenhalter, beigefarben, Asservat-Nr. …; 

- Poloshirt, dunkelblau, Asservat-Nr. …; 

- Jeanshose, Asservat-Nr. …. 

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6. Es wird festgestellt, dass der Beschuldigte gegenüber der Privatklägerin aus dem 

eingeklagten Ereignis vom 10. Juni 2013 dem Grundsatze nach schadenersatz-

pflichtig ist. Zur genauen Feststellung des Umfanges des Schadenersatzanspru-

ches wird die Privatklägerin auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen. 

7. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin Fr. 10'000.– zuzüglich 5 % 

Zins ab 10. Juni 2013 als Genugtuung zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das  

Genugtuungsbegehren abgewiesen. 

8. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin für das gesamte Verfahren  

eine Prozessentschädigung von Fr. 4'000.– (zzgl. 8% MwSt.) zu bezahlen. 

9. Der amtliche Verteidiger wird aus der Gerichtskasse entschädigt mit Fr. 5'400.– 

(zzgl. 8% MwSt.).  

10. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf  

Fr.  3'300.00; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 10'164.95  Auslagen Vorverfahren; 

Fr. 2'000.00  Gebühr Anklagebehörde; 

Fr. 5'832.00  Kosten amtliche Verteidigung. 

Wird auf eine schriftliche Begründung des Urteils verzichtet, so reduziert sich die 

Gerichtsgebühr um einen Drittel. 

11. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen 

diejenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. 

12. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; 

vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.  

13. (Mitteilungen) 

14. (Rechtsmittelbelehrung)" 

 

-   4   - 

Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten: 

1. Der Beschuldigte sei mit einer bedingten Geldstrafe von 180 Tages-

sätzen à Fr. 10.– zu bestrafen. Die Strafe sei bedingt auszufällen unter 

Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren. 

 Eventualiter sei eine bedingte Geldstrafe auszufällen. 

2. Der Beschuldigte sei zu verpflichten, der Privatklägerin Fr. 1'000.–  

zuzüglich Zins zu bezahlen. 

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Staates. 

 

b) Der Staatsanwaltschaft: 

(schriftlich; Urk. 52) 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils 

 

c) Der Vertreterin der Privatklägerin: 

 (Urk. 54 S. 1) 

 Der Beschuldigte sei zu verpflichten, der Geschädigten für das Berufungs-

verfahren eine Prozessentschädigung von Fr. 731.40 zu bezahlen. 

 

 
 
 

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Erwägungen: 

1. Prozessgeschichte 

1.1. Mit vorstehend wiedergegebenem Urteil vom 26. Februar 2014 wurde der 

Beschuldigte der Schändung im Sinne von Art. 191 StGB schuldig gesprochen 

und mit einer bedingt bei einer Probezeit von 2 Jahren aufgeschobenen Freiheits-

strafe von 2 Jahren bestraft, wovon 2 Tage als durch Haft erstanden waren.  

Weiter wurde über diverse beschlagnahmte Gegenstände entschieden und  

es wurde festgestellt, dass der Beschuldigte gegenüber der Privatklägerin  

dem Grundsatze nach schadenersatzpflichtig ist. Zur genauen Feststellung des  

Umfangs des Schadenersatzanspruches wurde die Privatklägerin auf den Weg 

des Zivilprozesses verwiesen. Sodann wurde der Beschuldigte verpflichtet, der 

Privatklägerin Fr. 10'000.– zuzüglich 5 % Zins ab 10. Juni 2013 als Genugtuung 

sowie eine Prozessentschädigung von Fr. 4'000.– zuzüglich 8 % Mehrwertsteuer 

zu bezahlen. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens 

wurden dem Beschuldigten auferlegt und die Kosten der amtlichen Verteidigung 

unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO einstweilen 

auf die Gerichtskasse genommen (Urk. 41 S. 26 ff.). 

1.2. Gegen dieses den Parteien mündlich im Dispositiv eröffnete Urteil (Prot. I 

S. 19.) liess der Beschuldigte am 27. Februar 2014 fristgerecht die Berufung  

anmelden (Urk. 36). Nach Zustellung des begründeten Urteils (Urk. 38 = 41;  

Urk. 39/3) liess der Beschuldigte am 11. Juni 2014 ebenfalls innert Frist die Beru-

fungserklärung einreichen (Urk. 42). Mit Präsidialverfügung vom 24. Juni 2014 

wurde die Berufungserklärung in Anwendung von Art. 400 Abs. 2 und 3 StPO der 

Privatklägerin sowie der Staatsanwaltschaft übermittelt, um gegebenenfalls An-

schlussberufung zu erheben oder Nichteintreten auf die Berufung zu beantragen. 

Gleichzeitig wurde der Privatklägerin Frist angesetzt, um zu erklären, ob sie  

beantrage, dass dem urteilenden Gericht eine Person gleichen Geschlechts  

angehöre und ob sie für den Fall einer Befragung verlange, dass sie von einer 

Person gleichen Geschlechts einvernommen werde (Urk. 45). 

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1.3. Mit Schreiben vom 14. Juli 2014 liess die Privatklägerin beantragen, dass 

dem urteilenden Gericht eine Person des gleichen Geschlechts angehöre. Zudem 

verlangte sie, dass sie im Falle einer Befragung von einer Person des gleichen 

Geschlechts einvernommen werde (Urk. 48). Die Staatsanwaltschaft teilte mit 

Schreiben vom 18. August 2014 mit, dass die Bestätigung des vorinstanzlichen 

Urteils beantragt werde (Urk. 52). Mit Schreiben vom 15. Oktober 2014 liess die 

Privatklägerin beantragen, der Beschuldigte sei zu verpflichten, ihr für das Beru-

fungsverfahren eine Prozessentschädigung zu bezahlen. Zudem wurde mitgeteilt, 

dass weder sie noch ihre Rechtsvertreterin an der Berufungsverhandlung  

teilnehmen werden (Urk. 54).  

1.4. Zu Beginn der heutigen Berufungsverhandlung, zu welcher der Beschuldigte 

sowie der amtliche Verteidiger Rechtsanwalt lic. iur X._____ erschienen sind, wa-

ren weder Vorfragen zu entscheiden noch Beweise abzunehmen (Prot. II S. 4 ff.). 

Das vorliegende Urteil erging im Anschluss an die Berufungsverhandlung (Prot. II 

S. 9 ff.). 

2. Umfang der Berufung 

2.1. Der Beschuldigte lässt das vorinstanzliche Urteil hinsichtlich der Sanktion 

(Dispositiv-Ziffern 2 und 3) und des Entscheids betreffend die Genugtuung  

(Dispositiv-Ziffer 7) anfechten (Urk. 42 S. 2; Urk. 58 S. 1). 

2.2. Damit ist das vorinstanzliche Urteil in den folgenden Punkten unangefochten 

geblieben und demnach in Rechtskraft erwachsen (Art. 399 Abs. 399 Abs. 3 StPO 

in Verbindung mit Art. 402 und 437 StPO; Prot. II S. 6 f.): 

- Schuldspruch (Dispositiv-Ziffer 1); 

- Entscheide betreffend die beschlagnahmten Gegenstände  

(Dispositiv-Ziffern 4 und 5); 

- Entscheid betreffend die Schadenersatzforderung der Privatklägerin  

(Dispositiv-Ziffer 6); 

-   7   - 

- Entscheid betreffend die Prozessentschädigung der Privatklägerin  

(Dispositiv-Ziffer 8); 

- Entscheid betreffend die Entschädigung der amtlichen Verteidigung 

(Dispositiv-Ziffer 9); 

- Kostenregelung (Dispositiv-Ziffern 10 bis 12). 

Vom Eintritt der Rechtskraft dieser Anordnungen ist vorab Vormerk zu nehmen 

(Art. 404 StPO). 

3. Prozessuales 

Die Verteidigung macht – wie bereits vor Vorinstanz (Urk. 33 S. 7) – geltend, dass 

die Aussagen des Beschuldigten anlässlich der ersten polizeilichen Einvernahme 

nicht verwertbar seien, da der Beschuldigte damals nicht gehörig verteidigt gewe-

sen sei (Urk. 58 S. 3 f.). Diesbezüglich ist allerdings zu beachten, dass der Be-

schuldigte anlässlich der Berufungsverhandlung den Schuldpunkt vollumfänglich 

anerkannte bzw. durch seinen Verteidiger anerkennen liess (Urk. 58; Prot. II S. 6). 

Zudem erklärte der Verteidiger ausdrücklich, dass von demjenigen Sachverhalt 

auszugehen sei, welcher die Vorinstanz ihrem Urteil zugrunde gelegt habe  

(Prot. II S. 8). Damit vermag dieser prozessuale Einwand des Verteidigers  

nur noch Auswirkungen auf die Strafzumessung, mithin auf die Gewichtung des 

Geständnisses, entfalten. Wie aber nachstehend noch zu zeigen ist, hat der  

Beschuldigte auch in den übrigen Einvernahmen in der Untersuchung, vor  

Vorinstanz und auch in der heutigen Berufungsverhandlung, in welchen er stets 

anwaltlich verteidigt war, durchaus einen Fehler eingestanden. Dennoch hat er  

in sämtlichen Einvernahmen stets versucht, seinen eigenen Tatbeitrag abge-

schwächt und beschönigend darzustellen. Zudem liess er insbesondere auch in 

der heutigen Berufungsverhandlung durchblicken, dass er sich selber nicht  

vollumfänglich und alleinig schuldig fühle. Folglich kann – entgegen der Verteidi-

gung – nicht von einem umfassenden Geständnis und einer vollen Einsicht und 

Reue ausgegangen werden, selbst wenn die erste polizeiliche Einvernahme nicht 

verwertbar wäre. Es ist somit für den Ausgang dieses Verfahrens unerheblich  

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ist, ob die erste polizeiliche Einvernahme verwertbar ist oder nicht. Damit kann 

vorliegend die Frage betreffend die Verwertbarkeit der ersten polizeilichen  

Einvernahme des Beschuldigten offen gelassen werden. 

4. Strafzumessung 

4.1. Die Vorinstanz hat den Beschuldigten – wie dargelegt – wegen Schädigung 

im Sinne von Art. 191 StGB mit einer Freiheitsstrafe von 2 Jahren bestraft 

(Urk. 41 S. 14 ff.).  

4.2. Wie bereits vor Vorinstanz beantragt die amtliche Verteidigung auch  

berufungsweise, der Beschuldigte sei mit einer Geldstrafe von 180 Tagessätzen 

zu Fr. 10.– zu bestrafen (Urk. 33 S. 1; Urk. 42 S. 3; Urk. 58 S. 1). 

4.3. Die Vorinstanz ging zutreffenderweise vom ordentlichen Strafrahmen von 

einer Freiheitsstrafe bis zu 10 Jahren oder Geldstrafe aus (Urk. 41 S. 14; Art. 191 

StGB). 

4.4. Weiter hat die Vorinstanz die Grundsätze, nach welchen eine Strafe  

zuzumessen ist, richtig zusammengefasst (Urk. 41 S. 14 f.). Darauf und auf die 

aktuelle Rechtsprechung des Bundesgerichts zu diesem Thema (BGE 136 IV 55 

E. 5.4 ff; BGE 135 IV 130 E. 5.3.1; BGE 132 IV 102 E. 8.1, je mit Hinweisen;  

Bundesgerichtsentscheide 6B_466/2013 vom 25. Juli 2013, E. 2.1, und 

6B_274/2013 vom 5. September 2013, E. 1.2.2) kann vorab verwiesen werden 

(Art. 82 Abs. 4 StPO). Ergänzend und präzisierend bleibt Folgendes festzuhalten:  

4.4.1. Das Gericht hat in einem ersten Schritt das Gesamtverschulden (die objek-

tive und subjektive Tatschwere) zu qualifizieren und mit Blick auf Art. 50 StGB im 

Urteil ausdrücklich zu benennen, wobei von einer Skala denkbarer Abstufungen 

nach Schweregrad auszugehen ist. Hierauf ist – was die Vorinstanz an dieser 

Stelle unterlassen hat (vgl. Urk. 41 S. 21) – in einem zweiten Schritt innerhalb des 

zur Verfügung stehenden Strafrahmens die (hypothetische) Strafe zu bestimmen, 

die diesem Verschulden entspricht. Die so ermittelte Strafe kann dann gegebe-

nenfalls in einem dritten Schritt aufgrund wesentlicher Täterkomponenten sowie 

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wegen eines blossen Versuchs im Sinne von Art. 22 Abs. 1 StGB sowie aufgrund 

wesentlicher Täterkomponenten verändert werden (BGE 136 IV 55 E. 5.7).  

4.4.2. Im Falle einer verminderten Schuldfähigkeit ist diese bei der Strafzu-

messung im Rahmen der subjektiven Tatschwere zu berücksichtigen. Gemäss 

bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist dabei keine lineare Reduktion nach  

einem bestimmten Tarif vorzunehmen. Eine leichte, mittelgradige oder schwere 

Herabsetzung der Zurechnungsfähigkeit führt daher nicht zwingend zu einer rein 

mathematischen Reduktion der Strafe um 25, 50 oder 75 % (BGE 136 IV 55  

E. 5.6, mit Hinweisen). Liegt eine verminderte Schuldfähigkeit vor, ist – gegebe-

nenfalls aufgrund der tatsächlichen Feststellungen eines Gutachters – zu  

entscheiden, in welchem Umfange die Schuldfähigkeit des Täters in rechtlicher 

Hinsicht eingeschränkt ist und wie sich dies insgesamt auf die Einschätzung des 

Tatverschuldens auswirkt (BGE 136 IV 55 E. 5.7). 

4.5. Tatkomponente 

4.5.1. Objektive Tatschwere 

4.5.1.1. In objektiver Hinsicht fällt in Betracht, dass der Beschuldigte – gemäss 

eingestandenem Sachverhalt – der Privatklägerin, die rund zwei Stunden nach 

dem sexuellen Übergriff eine Blutalkoholkonzentration von mindestens 2.84 Ge-

wichtspromille sowie eine Konzentration von 26 µg/L Alprazolam aufwies,  

zunächst in die Hose sowie an ihre Scheide griff und mit mindestens einem Finger 

vaginal in die Geschädigte eindrang (Urk. 5/4 S. 3 ff.; Prot. I S. 10 ff.; vgl. auch 

Urk. 41 S. 19). Sodann versuchte der Beschuldigte – was im Grundsatz ebenfalls 

unbestritten blieb –, mit der Privatklägerin Geschlechtsverkehr zu haben (Urk. 5/4 

S. 4 f.; Prot. I S. 10 ff.; vgl. auch Urk. 41 S. 19). Wenn der Beschuldigte diesbe-

züglich aber geltend macht, er habe "keine ernsthaften Versuchte gemacht, in die 

Geschädigte einzudringen" (Urk. 5/4 S. 5) bzw. das Eindringen sei "nicht möglich" 

gewesen (Prot. I S. 12; ebenso der Verteidiger in Urk. 33 S. 5), so ist dies als 

blosser Versuch zu werten, seinen eigenen Tatbeitrag möglichst gering bzw. ab-

geschwächt darzustellen. So relativierte er auch sogleich selber diese Aussagen, 

indem er weiter ausführte, er habe schon "indirekt" die Absicht gehabt, in sie ein-

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zudringen. "Wenn Du einmal auf Fahrt bist, dann bist du auf Fahrt" (Prot. I S. 12). 

Der Beschuldigte zog – gemäss dem von der Vorinstanz ausführlich und zu-

treffend erstellten Sachverhalt – der Privatklägerin die Hosen herunter, legte sich 

sodann, nachdem er auch seine Hosen herunterzogen hatte, auf die Privatkläge-

rin und versuchte dann, mit seinem Glied in sie einzudringen. Dadurch kamen 

seine Geschlechtsorgane direkt mit dem Schambereich der Geschädigten in  

Kontakt (Urk. 41 S. 6 ff. und S. 19; vgl. auch Urk. 21 S. 2). Dass es nicht zum  

Geschlechtsverkehr kam, lag damit nicht in der Einsicht des Beschuldigten oder 

am Umstand, dass der Geschlechtsverkehr aufgrund der entsprechenden Lage 

nicht möglich gewesen wäre, sondern – mit der Vorinstanz (Urk. 41 S. 19) –  

vielmehr daran, dass sich der Beschuldigte durch den Zeugen B._____ gestört 

fühlte, weshalb er schliesslich schon nach kurzer Zeit von der Privatklägerin  

abliess. Im Übrigen ist auf den von der Vorinstanz erstellten und bereits in 

Rechtskraft erwachsene Sachverhalt abzustellen. 

4.5.1.2. Durch diese Handlungen hat sich der Beschuldigte – mit der Vorinstanz 

(Urk. 41 S. 19) – in erheblichem Masse an der Privatklägerin vergangen. Deutlich 

erschwerend kommt hinzu, dass der Beschuldigte diese Tat zur Mittagszeit, mit-

hin zwischen 13.00 Uhr und 13.30 Uhr, und damit am helllichten Tag direkt neben 

einer stark befahrenen Strassenkreuzung und in unmittelbarer Nähe von einer 

Bushaltestelle – wo sich nach übereinstimmenden Aussagen des Beschuldigten 

und des Zeugen B._____ auch Kinder aufhielten – vorgenommen hat. Entspre-

chend hat er die Privatklägerin inmitten der Öffentlichkeit und damit für jedermann 

in der näheren Umgebung gut sichtbar entblösst und an ihr sexuelle Handlungen 

vorgenommen. Dadurch hat er die Privatklägerin in massiver Weise in ihrer  

psychischen, physischen und sexuellen Integrität verletzt. 

4.5.1.3. Wenn die Vorinstanz die objektive Tatschwere als "schwer" (Urk. 41 

S. 19) qualifiziert, so erscheint dies – technisch gesehen – gleichwohl als zu hoch 

und stimmt denn auch nicht mit der durch sie festgelegten "Einsatzstrafe" für das 

objektive Tatverschulden überein (vgl. Urk. 41 S. 21). Ein "schweres" Versschul-

den müsste beim vorliegend massgeblichen Strafrahmen zu einer "Einsatzstrafe" 

im oberen Drittel führen und wäre damit im Bereich von rund 8 Jahren  

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anzusiedeln. Die Vorinstanz hat das objektive Verschulden folglich tiefer gewertet, 

denn die von ihr festgelegte "Einsatzstrafe" von 30 Monaten liegt im unteren  

Drittel des massgeblichen Strafrahmens. 

Angesichts des konkreten Strafrahmens sowie im Vergleich zu allen möglichen 

unter den Tatbestand von Art. 191 StGB fallenden Delikte wiegt das objektive 

Tatverschulden allerdings noch immer durchaus erheblich. Immerhin sind aber 

doch noch um einiges schwerwiegendere Handlungen denkbar als jene, die der 

Beschuldigte vorgenommen hat, insbesondere was die Art des Übergriffs und 

dessen Zeitdauer anbetrifft. 

4.5.2. Subjektive Tatschwere 

4.5.2.1. In subjektiver Hinsicht ist zunächst zu prüfen, ob beim Beschuldigte eine 

Verminderung der Schuldfähigkeit im Sinne von Art. 19 Abs. 2 StGB vorliegt.  

Die Vorinstanz führte hierzu aus, dass die intellektuelle Einschränkung des  

Beschuldigten zwar nicht sehr ausgeprägt sei. Es gebe keine Anhaltspunkte,  

wonach die geistige Beeinträchtigung des Beschuldigten für dessen Unrechtsbe-

wusstsein relevant wäre. Das Erkenntnisvermögen des Beschuldigten hinsichtlich 

Recht und Unrecht im Zusammenhang mit Sexualität, Integrität und Öffentlichkeit 

sei grundsätzlich nicht eingeschränkt gewesen und jedenfalls nicht in der  

Tatsache begründet, dass er IV-Rentner sei. Die intellektuelle Einschränkung des 

Beschuldigten könne aber in leichtem Masse im Rahmen der etwas reduzierten 

Steuerungsfähigkeit berücksichtig werden. Entsprechend sei eine leichte  

Verminderung der Schuldfähigkeit anzunehmen (Urk. 41 S. 17 ff. und S. 20).  

Der Verteidiger macht demgegenüber geltend, dass der Beschuldigte in seiner 

geistigen Entwicklung eingeschränkt sei. Aufgrund seiner geistigen Defizite lebe 

dieser von einer Invalidenrente und habe eine Beiständin. Damit dürfe zweifelsfrei 

feststehen, dass die Schuldfähigkeit des Beschuldigten eingeschränkt sei. Auf-

grund der Tatsache, dass er eine Invalidenrente erhalte und verbeiständet sei, sei 

mindestens von einer mittleren Einschränkung der Schuldfähigkeit auszugehen 

(Urk. 33 S. 4 f.). Auch aus den Aussagen des Beschuldigten sei ersichtlich, dass 

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diese kindlich wirken und auf eine weit mehr als nur leicht verminderte Schuld-

fähigkeit hindeuten würden. Wer mit dem Beschuldigten spreche und zudem  

wisse, dass er verbeiständet sei, merke relativ schnell, dass der Beschuldigte 

wohl einen Intellekt eines 10 bis 13 Jähren habe (Urk. 58 S. 5). 

Der Beschuldigte erlitt bei einem Verkehrsunfall, bei welchem sein Vater verstarb, 

ein schweres Schädel-Hirn-Trauma. Er erhält seither eine volle Invalidenrente. 

Zudem ist er in vermögens- und verwaltungsrechtlicher Hinsicht verbeiständet 

(vgl. Urk. 5/3 S. 7 f.; Urk. 41 S. 20). Alleine aus dem Umstand, dass er seither  

eine Invalidenrente erhält und verbeiständet ist, lässt sich aber – entgegen der 

Verteidigung – noch nicht ableiten, dass der Beschuldigte im Tatzeitpunkt nicht 

fähig gewesen wäre, das Unrecht seiner Tat zu erkennen und gemäss dieser  

Einsicht zu handeln. Angesichts des Aussageverhaltens des Beschuldigten (die 

Vorinstanz hat dieses treffend analysiert; Urk. 41 S. 15-19) sind keine Anzeichen 

ersichtlich, die für eine verminderte Schuldfähigkeit sprechen würden. So konnte 

er den Einvernahmen ohne Weiteres folgen und auf die Fragen durchaus klar 

antworten. Zudem fällt auf, dass der Beschuldigte selber über Schamgefühl  

verfügt und seine eigene sexuelle Integrität zu schützen versucht. So erklärte er 

auf die Frage, wann er sich vor dem Vorfall letztmals selber befriedigt habe: "Da 

verweigere ich meine Aussage. Das ist mir zu intim" (Urk. 52 S. 7). Und schliess-

lich führte der Beschuldigte auch selber aus, es sei ein "mega Schiessdräck"  

gewesen. Er wisse, dass er einen Fehler gemacht habe (Urk. 5/2 S. 9). Es liegen 

damit – mit der Vorinstanz (Urk. 41 S. 18) – keine Anhaltspunkte vor, wonach das 

Unrechtsbewusstsein des Beschuldigten aufgrund seiner geistigen Fähigkeiten 

zur Tatzeit eingeschränkt war. Es ist somit von einer vollen Einsichtsfähigkeit des 

Beschuldigten in das Unrecht der Tat auszugehen.  

Es stellt sich aber die Frage, ob und inwiefern eine Einschränkung der Steue-

rungsfähigkeit des Beschuldigten vorliegt. Zwar kann grundsätzlich nicht alleine 

aufgrund des Umstands, dass sich ein Täter nicht allgemein- bzw. gesellschafts-

üblich verhält, geschlossen werden, dass es ihm nicht oder nur eingeschränkt 

möglich sei, einsichtsgemäss zu handeln. Vorliegend kann aber aufgrund des 

konkreten Verhaltens des Beschuldigten bei der zu beurteilenden Tat nicht aus-

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geschlossen werden, dass sich seine geistigen Defizite auf dessen Möglichkeit 

und Fähigkeit zur Selbstbeherrschung und Kontrolle ausgewirkt haben könnten. 

So hat sich der Beschuldigte – wie bereits dargelegt – am helllichten Tag, un-

mittelbar neben einer stark befahrenen Strassenkreuzung und neben einer Bus-

haltestelle an der Privatklägerin in massiver Weise vergangen. Dieses Verhalten  

ist – mit der Vorinstanz (Urk. 41 S. 18) – nur schwer nachvollziehen und erscheint  

– ohne gewisse Einschränkungen in der Steuerungsfähigkeit – kaum erklärbar. 

Aufgrund der gesamten Umstände rechtfertigt es sich somit, zugunsten des  

Beschuldigten von einer in leichtem Masse herabgesetzten Steuerungsfähigkeit 

auszugehen. Diese Einschränkung der Schuldfähigkeit ist bei der vorliegenden 

Strafzumessung leicht strafmindernd zu berücksichtigen. Im Übrigen kann auf  

die zutreffenden und sehr differenzierten Erwägungen der Vorinstanz verwiesen 

werden (Urk. 41 S. 15-19). 

An diesem Schluss vermögen schliesslich die Ausführungen des Beschuldigten 

anlässlich der Berufungsverhandlung nichts ändern. So machte er nun erstmals 

geltend, er habe vor der Tat Tabletten gegen Migräne eingenommen gehabt und 

sei deshalb nicht zu 100 % da gewesen. Dies sei, wie wenn man zwei Biere ge-

trunken hätte (Urk. 57 S. 6). Damals habe er sechs dieser Tabletten, deren Name 

er aber nicht wisse, eingenommen gehabt. Gemäss seinem Arzt solle er nur zwei, 

höchstens drei Tabletten zu sich nehmen (Urk. 57 S. 8). Auf Grund der vorliegen-

den Akten ist nicht ersichtlich, dass der Beschuldigte wegen der Einnahme von 

Medikamenten in einem grösseren Masse als vorstehend angenommen in seiner 

Schuldfähigkeit eingeschränkt war. So kann weder den Tatortfotos der Kantons-

polizei Zürich, auf welchen der Beschuldigte gut ersichtlich ist (Urk. 2/3), noch  

anhand seiner ersten polizeilichen Einvernahme, welche unmittelbar nach dem 

Vorfall erfolgte (Urk. 5/1), geschlossen werden, dass der Beschuldigte aufgrund 

der Einnahme von Medikamenten in einem derartigen Zustand gewesen sein soll, 

dass seine Schuldfähigkeit in einem schweren oder mittleren Masse herabgesetzt 

war. Auch die Polizeibeamten haben keine entsprechenden Beobachtungen ge-

macht, die wohl zweifelsohne rapportiert bzw. im Einvernahmeprotokoll vermerkt 

worden wären, hätten Anzeichen für eine erheblich verminderte Schuldfähigkeit 

vorgelegen (vgl. Urk. 1 und Urk. 5/1). 

-   14   - 

4.5.2.2. Dem Beschuldigte ist – mit der Vorinstanz (Urk. 41 S. 11 ff. und S. 19) – 

ein eventualvorsätzliches Handeln vorzuwerfen. Die Privatklägerin war aufgrund 

ihres massiven Alkohol- und Medikamentenkonsums im Tatzeitpunkt wehrlos  

und handlungsunfähig. Dieser Zustand ist aufgrund des pharmakologisch-

toxikologischen Gutachtens (Urk. 7/3), der Schilderungen der Privatklägerin sowie 

der Wahrnehmung des Zeugen B._____ ausgewiesen und war – wie der Foto-

dokumentation der Kantonspolizei Zürich zweifelsohne entnommen werden  

kann (Urk. 2/3) – auch für Dritte augenfällig und offensichtlich erkennbar. Die 

Wehrlosigkeit und Handlungsunfähigkeit der Privatklägerin musste damit auch  

für den Beschuldigten – selbst bei Berücksichtigung seiner geistigen Defizite –  

erkennbar gewesen sein. Entsprechend musste der Beschuldigte zumindest  

damit rechnen, dass die Privatklägern nicht in der Lage war, in die sexuellen 

Handlungen einzuwilligen oder sich dagegen zu wehren. Der Beschuldigte nahm 

somit die Wehrlosigkeit der Privatklägerin zumindest billigend in Kauf. 

4.5.2.3. Zu berücksichtigen ist schliesslich, dass der Beschuldigte die Tat nicht  

im Voraus plante, sondern vielmehr spontan ausführte. Er handelte aus rein  

egoistischen Gründen, um seine eigene Lust zu befriedigen. Dass er – wie die 

Vorinstanz ausführte (Urk. 41 S. 19) – die zufällige Gelegenheit und damit den 

wehrlosen Zustand der Privatklägerin schamlos ausnützte, trifft zwar zu. Dieses 

Verhalten ist aber bereits tatbestandsimmanent, weshalb es hier nicht erneut  

verwertet werden darf.  

4.5.2.4. Das objektive Verschulden wird damit durch die subjektive Tatkomponen-

te leicht relativiert. 

4.5.3. Fazit Tatkomponente 

Ausgehend von der gesamten Tatschwere erscheint eine hypothetische Einsatz-

strafe von rund 26 bis 27 Monaten Freiheitsstrafe als angemessen. 

-   15   - 

4.6. Täterkomponente 

4.6.1. Persönliche Verhältnisse 

Hinsichtlich der persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten kann zunächst auf 

die zusammenfassende Wiedergabe im vorinstanzlichen Urteil verwiesen werden 

(Urk. 41 S. 20; Art. 82 Abs. 4 StPO). Anlässlich der Berufungsverhandlung  

ergänzte der Beschuldigte, dass er immer noch nicht arbeite und eine IV-Rente 

erhalte. Die IV-Rente gehe direkt an seine Beiständin. Von ihr erhalte er monatlich 

Fr. 1'200.–. Sämtliche Zahlungen würden durch seine Beiständin erledigt. Er 

wohne in einer 1-Zimmer-Wohnung. Er habe die Kinder jedes zweite Wochen-

ende bei sich. Abgesehen von den Besuchen seiner Kinder lebe er alleine in die-

ser Wohnung. Er lebe getrennt von seiner Ehefrau. Am 16. November 2014 finde 

die Scheidungsverhandlung am Bezirksgericht Horgen statt (Urk. 57 S. 2 ff.). Die 

persönlichen Verhältnisse wirken sich damit bei der vorliegenden Strafzumessung 

neutral aus. 

4.6.2. Vorstrafen 

Der Beschuldigte weist im Schweizerischen Strafregister keine Vorstrafen auf 

(Urk. 44). Die Vorstrafenlosigkeit ist ebenfalls strafzumessungsneutral zu werten 

(vgl. BGE 136 IV 1 E. 2.6.). 

4.6.3. Nachtatverhalten 

Der Beschuldigte zeigte sich zu Beginn der ersten Einvernahme nicht geständig. 

So bestritt er die Wahrnehmungen des Zeugen B._____. Insbesondere stellte er 

in Abrede, dass er seine Hand in der Hose der Privatklägerin gehabt habe, dass 

er seine Hose sowie die Hose der Privatklägerin heruntergezogen habe und dass 

er sich auf die Privatklägern habe legen wollen (Urk. 5/1 S. 1 ff.). Auch in den fol-

genden Einvernahmen zeigte sich der Beschuldigte – entgegen der Verteidigung 

(Urk. 33 S. 7; Urk. 58 S. 6 f.) – nicht umfassend geständig. So gab er anlässlich 

der Hafteinvernahme vom 11. Juni 2013 zwar zu, sexuelle Handlungen an der 

Beschuldigten vorgenommen zu haben. Er versuchte aber darzulegen, dass die 

Privatklägerin selber die Initiative für die sexuellen Handlungen ergriffen habe (die 

-   16   - 

Privatklägerin habe ihn geküsst, Urk. 5/1 S. 4; die Privatklägerin habe richtig mit 

ihm geflirtet, Urk. 5/1 S. 5; "Ich wollte ihr ja nur die Hose anziehen. Sie hat in  

ihrem Zustand die Hose immer nach unten gezogen. Sie sagte, 'ich wot Sex'.", 

Urk. 5/1 S. 5; "Sie packte meine Hand und wollte, dass ich ihr an ihrem Ge-

schlechtsteil herum mache", Urk. 5/1 S. 6). Auch anlässlich der staatsanwaltlichen 

Einvernahme vom 21. August 2013 war der Beschuldigte bestrebt, seine Hand-

lungen möglichst abgeschwächt und verharmlosend darzustellen (die Privatkläge-

rin sei beim Randstein gestolpert, als sie die Strasse überquert habe, er habe sie 

aufgefangen, Urk. 5/3 S. 3; "Ich wollte eigentlich nur helfen", Urk. 5/3 S. 7). Dem 

Beschuldigten ist zwar zugute zu halten, dass er den Anklagesachverhalt anläss-

lich der Schlusseinvernahme vom 16. September 2013 (Urk. 5/4 S. 5) sowie auch 

vor Vorinstanz (Prot. I S. 10) grundsätzlich anerkannte. Anlässlich der Berufungs-

verhandlung machte er aber wiederum nur abgeschwächte und relativierende  

Zugaben. So gab er – wie dargelegt – erstmals an, er sei aufgrund der Einnahme 

von Medikamenten nicht voll da gewesen. Zudem bestritt er, der Privatklägerin  

die Hosen herunter gezogen zu haben und er habe auch nie seinen Penis hervor-

geholt. Zudem weist er auch der Privatklägerin eine Teilschuld an diesem Vorfall 

zu (Urk. 57 S. 6 f.). Und schliesslich hielt er fest: "Ich weiss, dass ich das, was mir 

vorgeworfen wird, nicht gemacht habe" (Urk. 57 S. 8). 

Bezüglich Reue und Einsicht ist dem Beschuldigten zwar durchaus zugute zu  

halten, dass er eingestand, einen Fehler begangen zu haben ("Es ist ein mega 

'Schiessdräck' gewesen. Ich weiss, dass ich einen Fehler gemacht habe. Das 

wird mir nie mehr passieren. Es ist für mich eine grosse Lehre", Urk. 5/3 S. 9; vgl. 

auch Urk. 57 S. 7). In der vom Beschuldigten geäusserten Kritik an seinem  

Verhalten gegenüber der Privatklägerin schwingt aber nicht nur Reue und Einsicht 

mit, sondern auch eine Portion Selbstmitleid, weil die ganze Geschichte publik 

und er deswegen in ein Strafverfahren verwickelt wurde ("Es war ein Fehler.  

Wir hätten es nicht in der Öffentlichkeit tun sollen", Urk 5/2 S. 10; auf die Frage, 

weshalb er dies in einer gleichen Situation nicht mehr machen würde: "Weil man 

in dieser Situation Probleme bekommt, welche eigentlich nicht da sind. Weil es 

nicht richtig passiert ist und das kommt nicht ans Licht", Prot. I S. 13). Wie schon 

-   17   - 

die Vorinstanz richtig festgestellt hat, offenbaren solche Aussagen nicht wirkliche 

Einsicht und Einfühlungsvermögen (Urk. 41 S. 21). 

Das Nachtatverhalten ist damit nur leicht strafmindernd zu berücksichtigen. 

4.6.4. Fazit Täterkomponente 

Nach dem Gesagten kann festgehalten werden, dass sich die Täterkomponente 

aufgrund des Nachtatverhaltens leicht strafmindernd auswirkt. 

4.7. Würdigung 

In Würdigung aller massgeblichen Strafzumessungsgründe erweist sich eine 

Freiheitsstrafe von 24 Monaten als dem Verschulden und den persönlichen  

Verhältnissen des Beschuldigten angemessen.  

An diese Freiheitsstrafe sind die durch Untersuchungshaft erstandenen 2 Tage 

anzurechnen (Art. 51 StGB; vgl. Urk. 41 S. 21). 

5. Strafvollzug 

Die Vorinstanz hat dem Beschuldigten den bedingten Strafvollzug unter  

Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren gewährt (Urk. 41 S. 22). Von dieser  

Regelung kann bereits aus prozessualen Gründen nicht abgewichen werden 

(Verschlechterungsverbot, Art. 391 Abs. 2 StPO). 

Entsprechend ist der Vollzug der auszusprechenden Freiheitsstrafe von 24 Mona-

ten aufzuschieben und eine Probezeit von 2 Jahren anzusetzen. 

6. Genugtuung 

6.1. Die Vorinstanz verpflichtete den Beschuldigten, der Privatklägerin eine Ge-

nugtuung von Fr. 10'000.– nebst 5 % Zins seit 10. Juni 2013 zu bezahlen (Urk. 41 

S. 24). Diesbezüglich liess der Beschuldigte berufungsweise ausführen, dass  

die von der Vorinstanz ausgesprochene Genugtuung viel zu hoch sei. Unter  

Würdigung sämtlicher Umstände erscheine eine Genugtuung von Fr. 1'000.– als 

angemessen (Urk. 58 S. 7 f.). 

-   18   - 

6.2. Hinsichtlich der Voraussetzungen für eine Genugtuung kann auf die Erwä-

gungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 41 S. 24; Art. 82 Abs. 4 StPO). 

Sie hat dazu erwogen, der Beschuldigte habe die wehrlose Situation der Privat-

klägerin zur Befriedigung seiner eigenen Bedürfnisse ausgenutzt. Damit habe  

er widerrechtlich und schuldhaft in die psychische und physische Integrität der 

Privatklägerin eingegriffen. Dass sich die Privatklägerin nach dem Vorfall an 

nichts habe erinnern können, mindere die Schwere des Eingriffs des Beschuldig-

ten nicht. Vielmehr seien das Gefühl des Kontrollverlustes und die Ungewissheit 

über das Geschehene zu gewichten, welche nach einer solchen Tat einen  

langwierigen Aufarbeitungsprozess auslösen könne. Die Tat stelle objektiv  

eine erhebliche Verletzung der Persönlichkeitsrechte und der psychischen und 

physischen Integrität der Privatklägerin dar (Urk. 41 S. 24). 

6.3. Die Privatklägerin liess hierzu ausführen, dass sie in ihrer psychischen,  

physischen und sexuellen Integrität schwer verletzt worden sei. Der Beschuldigte 

habe die Situation, in der sie hilflos und schwach gewesen sei, schamlos ausge-

nützt. Sie sei von einem wildfremden Mann mitten am Tag in aller Öffentlichkeit 

teilweise entblösst und es seien an ihr sexuelle Handlungen vorgenommen wor-

den, ohne dass sie die Möglichkeit gehabt habe, sich zu wehren. Die Übergriffe 

des Beschuldigten seien für die Geschädigte mit einem immensen Kontrollverlust 

verbunden und hätten bei ihr eine schwerwiegende Retraumatisierung ausgelöst. 

Sie leide unter einer posttraumatischen Belastungsstörung. Sie leide unter  

Alpträumen, Alertness in den Abend- und frühen Nachtstunden, Angst, Panik  

und Hypervigilanz. Bis heute würden Einschränkungen, welche sich in Schlaf-

störungen und Alpträumen äussern, bestehen (Urk. 31 S. 3). Die Vertreterin der 

Privatklägerin reichte dazu eine ärztliche Stellungnahme der Suchtmedizinischen 

Tagesklinik … (D) vom 10. Februar 2014 ein (Urk. 32/1). 

6.4. Es fällt auf, dass sich die ärztliche Stellungnahme, welche die Privatklägerin 

einreichen liess, nicht explizit auf die vorliegend zu beurteilende Tat vom 10. Juni 

2013 bezieht. Vielmehr wird darin in allgemeiner Weise festgehalten, dass sich 

die Privatklägerin bei der Suchtmedizinischen Tagesklinik … (D) in tagesklinischer 

Behandlung befinde und sie vom 21. Oktober 2013 bis am 10. Januar 2014 erst-

-   19   - 

malig in der Suchtmedizinischen Tagesklinik behandelt worden sei. Neben den 

phasenweise vorhandenen Entzugserscheinungen hätten insbesondere zu Be-

ginn der Behandlung 2013 noch erhebliche Symptome bestanden, die der eben-

falls diagnostizierten posttraumatischen Belastungsstörung zuzurechnen seien. 

Sodann wurden die einzelnen Symptome, über welche die Privatklägerin geklagt 

habe, einzeln aufgeführt. Weiter wurde ausgeführt, dass zum damaligen Zeitpunkt 

noch eine Restsymptomatik bestehen würde, die sich vor allem in Schlafstörun-

gen und Alpträumen äussern würde. Abschliessend wurde festgehalten, es sei 

rückblickend davon auszugehen, dass im Vorfeld der Behandlung 2013 eine 

Traumareaktivierung stattgefunden haben dürfte (Urk. 32/1).  

6.5. In diesem Zusammenhang ist zu berücksichtigen, dass die Privatklägerin 

anlässlich der ersten polizeilichen Einvernahme am 11. Juni 2013 ausführte, sie 

sei im Alter von 11 und 12 Jahren von ihrem Vater missbraucht worden. Sie  

sei deswegen in Deutschland in Therapie gewesen und befinde sich derzeit in 

Behandlung im Ambulatorium .... Seit sie 12 Jahre alt sei, habe sie Angst- und 

Schlafstörungen (Urk. 3/1 S. 1 f.). Aufgrund dieser Schilderungen muss davon 

ausgegangen werden, dass die inkriminierten Handlungen des Beschuldigten 

nicht alleine ursächlich sind für die von der Privatklägerin beschriebenen bzw. der 

in der ärztlichen Stellungnahme aufgeführten Symptome und der diagnostizierten 

posttraumatischen Belastungsstörung. Diese Symptome wurden aber durch die 

Tat vom 10. Juni 2013 zweifelsohne verstärkt oder erneut hervorgerufen.  

6.6. Eine Genugtuung kann nur für Persönlichkeitsverletzungen zugesprochen 

werden, die kausal zur vorgeworfenen Tat sind. Vor diesem Hintergrund, unter 

Berücksichtigung der gesamten Umstände, insbesondere der massiven Be-

einträchtigung der Privatklägerin in ihrer psychischen, physischen und sexuellen 

Integrität, sowie unter Einbezug von Genugtuungszahlungen in ähnlich gelagerten 

Fällen erscheint – in Abweichung des vorinstanzlichen Urteils (Urk. 41 S. 21) –  

einer Genugtuung in der Höhe von Fr. 7'000.– zuzüglich 5 % Zins seit  

10. Juni 2013 angemessen. 

-   20   - 

7. Kosten- und Entschädigungsfolge 

7.1. Im Berufungsverfahren tragen die Parteien die Kosten nach Massgabe ihres 

Obsiegens und Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Vorliegend obsiegt der Be-

schuldigte teilweise in Bezug auf die Genugtuung. Im Übrigen dringt er mit seinem 

Antrag bezüglich der Sanktion nicht durch. In Gewichtung dieser Ausgangslage 

sind deshalb die Kosten des zweitinstanzlichen Verfahrens, mit Ausnahme  

derjenigen der amtlichen Verteidigung, zu drei Vierteln dem Beschuldigten  

aufzuerlegen und zu einem Viertel auf die Gerichtskasse zu nehmen.  

7.2. Die Kosten der amtlichen Verteidigung in der Höhe von Fr. 3'800.– (Urk. 56) 

sind dementsprechend zu einem Viertel definitiv und zu drei Vierteln einstweilen 

und unter Vorbehalt der Rückzahlungspflicht gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO auf die 

Gerichtskasse zu nehmen. 

7.3. Der Beschuldigte ist ausgangsgemäss – die vorinstanzlich zugesprochene 

Genugtuung wird von Fr. 10'000.– um Fr. 3'000.– auf Fr. 7'000.– reduziert – zu 

verpflichten, der Privatklägerin für das Berufungsverfahren eine um 3/10 reduzier-

te Prozessentschädigung von Fr. 512.– (Urk. 54 und 55) zu bezahlen. 

 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Horgen vom 

26. Februar 2014 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:  

"1. Der Beschuldigte ist schuldig der Schändung im Sinne von Art. 191 StGB. 

 2.-3. … 

 4. Die Kantonspolizei Zürich wird angewiesen, die mit Beschlagnahmeverfügung 

der Staatsanwaltschaft vom 6. November 2013 zu Beweiszwecken beschlag-

nahmten Gegenstände des Beschuldigten diesem nach Eintritt der Rechts-

kraft des Urteils zurückzugeben. Es handelt sich um folgende Gegenstände: 

 

-   21   - 

- 1 Unterhose schwarz, Asservat-Nr. …; 

- kurze Hose jeansfarben, Asservat-Nr. …; 

- T-Shirt schwarz, Asservat-Nr. …. 

 5. Die Kantonspolizei Zürich wird angewiesen, die mit Beschlagnahmeverfügung 

der Staatsanwaltschaft vom 6. November 2013 beschlagnahmten Gegen-

stände der Privatklägerin dieser nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils  

zurückzugeben. Es handelt sich um folgende Gegenstände: 

- Slip, beigefarben, Asservat-Nr. …; 

- Damenschuhe Kunstleder, schwarz, Asservat-Nr. …; 

- Büstenhalter, beigefarben, Asservat-Nr. …; 

- Poloshirt, dunkelblau, Asservat-Nr. …; 

- Jeanshose, Asservat-Nr. …. 

 6. Es wird festgestellt, dass der Beschuldigte gegenüber der Privatklägerin aus 

dem eingeklagten Ereignis vom 10. Juni 2013 dem Grundsatze nach scha-

denersatzpflichtig ist. Zur genauen Feststellung des Umfanges des Schaden-

ersatzanspruches wird die Privatklägerin auf den Weg des Zivilprozesses 

verwiesen. 

 7. … 

 8. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin für das gesamte  

Verfahren eine Prozessentschädigung von Fr. 4'000.– (zzgl. 8% MwSt.) zu 

bezahlen. 

 9. Der amtliche Verteidiger wird aus der Gerichtskasse entschädigt mit 

Fr. 5'400.– (zzgl. 8% MwSt.).  

10. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf  

Fr.  3'300.00; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 10'164.95  Auslagen Vorverfahren; 

Fr. 2'000.00  Gebühr Anklagebehörde; 

Fr. 5'832.00  Kosten amtliche Verteidigung. 

Wird auf eine schriftliche Begründung des Urteils verzichtet, so reduziert sich 

die Gerichtsgebühr um einen Drittel. 

-   22   - 

11. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausge-

nommen diejenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten 

auferlegt. 

12. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse  

genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135  

Abs. 4 StPO." 

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.  

 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte wird bestraft mit 24 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 2 Tage 

durch Haft erstanden sind. 

2. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 

2 Jahre festgesetzt. 

3. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin Fr. 7'000.– zuzüglich 

5 % Zins ab 10. Juni 2013 als Genugtuung zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird 

das Genugtuungsbegehren abgewiesen. 

4. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 2'500.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 3'800.–   amtliche Verteidigung 

   

5. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der 

amtlichen Verteidigung, werden zu drei Vierteln dem Beschuldigten auferlegt 

und zu einem Viertel auf die Gerichtskasse genommen.  

Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden zu einem Viertel definitiv und 

zu drei Vierteln einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Im Umfang 

von drei Vierteln bleibt die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten gemäss 

Art. 135 Abs. 4 StPO vorbehalten. 

-   23   - 

6. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin für das Berufungs-

verfahren eine reduzierte Prozessentschädigung von Fr. 512.– zu bezahlen. 

7. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten (übergeben) 

− die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis  
− die Rechtsvertreterin RAin lic. iur. Y._____, im Doppel für sich und zu-

handen der Privatklägerin C._____ 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten  

− die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis  
− die Rechtsvertreterin RAin lic. iur. Y._____, im Doppel für sich und zu-

handen der Privatklägerin C._____ 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung  

allfälliger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A 
− die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und 

Vernichtung des ED-Materials" zwecks Löschung des DNA-Prifils 

8. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

 

-   24   - 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
 

Zürich, 16. Oktober 2014 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

lic. iur. P. Marti 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. M. Hauser 
 

 
 
 

	Urteil vom 16. Oktober 2014
	 Anklage:
	Urteil der Vorinstanz: (Urk. 41)
	"Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte ist schuldig der Schändung im Sinne von Art. 191 StGB.
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 2 Jahren Freiheitsstrafe (wovon 2 Tage durch Haft erstanden sind).
	3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.
	4. Die Kantonspolizei Zürich wird angewiesen, die mit Beschlagnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft vom 6. November 2013 zu Beweiszwecken beschlagnahmten Gegenstände des Beschuldigten diesem nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils zurückzugeben. Es ...
	- 1 Unterhose schwarz, Asservat-Nr. …;
	- kurze Hose jeansfarben, Asservat-Nr. …;
	- T-Shirt schwarz, Asservat-Nr. ….

	5. Die Kantonspolizei Zürich wird angewiesen, die mit Beschlagnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft vom 6. November 2013 beschlagnahmten Gegenstände der Privatklägerin dieser nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils zurückzugeben. Es handelt sich um ...
	- Slip, beigefarben, Asservat-Nr. …;
	- Damenschuhe Kunstleder, schwarz, Asservat-Nr. …;
	- Büstenhalter, beigefarben, Asservat-Nr. …;
	- Poloshirt, dunkelblau, Asservat-Nr. …;
	- Jeanshose, Asservat-Nr. ….

	6. Es wird festgestellt, dass der Beschuldigte gegenüber der Privatklägerin aus dem eingeklagten Ereignis vom 10. Juni 2013 dem Grundsatze nach schadenersatzpflichtig ist. Zur genauen Feststellung des Umfanges des Schadenersatzanspruches wird die Priv...
	7. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin Fr. 10'000.– zuzüglich 5 % Zins ab 10. Juni 2013 als Genugtuung zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das  Genugtuungsbegehren abgewiesen.
	8. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin für das gesamte Verfahren  eine Prozessentschädigung von Fr. 4'000.– (zzgl. 8% MwSt.) zu bezahlen.
	9. Der amtliche Verteidiger wird aus der Gerichtskasse entschädigt mit Fr. 5'400.– (zzgl. 8% MwSt.).
	10. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf
	Wird auf eine schriftliche Begründung des Urteils verzichtet, so reduziert sich die Gerichtsgebühr um einen Drittel.
	11. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen diejenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt.
	12. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.
	13. (Mitteilungen)
	14. (Rechtsmittelbelehrung)"
	Berufungsanträge:
	1. Der Beschuldigte sei mit einer bedingten Geldstrafe von 180 Tagessätzen à Fr. 10.– zu bestrafen. Die Strafe sei bedingt auszufällen unter Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren.
	Eventualiter sei eine bedingte Geldstrafe auszufällen.
	2. Der Beschuldigte sei zu verpflichten, der Privatklägerin Fr. 1'000.–  zuzüglich Zins zu bezahlen.
	3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Staates.
	Erwägungen:
	1. Prozessgeschichte
	2. Umfang der Berufung
	3. Prozessuales
	4. Strafzumessung
	5. Strafvollzug
	6. Genugtuung
	7. Kosten- und Entschädigungsfolge
	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Horgen vom 26. Februar 2014 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	"1. Der Beschuldigte ist schuldig der Schändung im Sinne von Art. 191 StGB.
	2.-3. …
	4. Die Kantonspolizei Zürich wird angewiesen, die mit Beschlagnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft vom 6. November 2013 zu Beweiszwecken beschlagnahmten Gegenstände des Beschuldigten diesem nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils zurückzugeben. Es...
	- 1 Unterhose schwarz, Asservat-Nr. …;
	- kurze Hose jeansfarben, Asservat-Nr. …;
	- T-Shirt schwarz, Asservat-Nr. ….

	5. Die Kantonspolizei Zürich wird angewiesen, die mit Beschlagnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft vom 6. November 2013 beschlagnahmten Gegenstände der Privatklägerin dieser nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils  zurückzugeben. Es handelt sich u...
	- Slip, beigefarben, Asservat-Nr. …;
	- Damenschuhe Kunstleder, schwarz, Asservat-Nr. …;
	- Büstenhalter, beigefarben, Asservat-Nr. …;
	- Poloshirt, dunkelblau, Asservat-Nr. …;
	- Jeanshose, Asservat-Nr. ….

	6. Es wird festgestellt, dass der Beschuldigte gegenüber der Privatklägerin aus dem eingeklagten Ereignis vom 10. Juni 2013 dem Grundsatze nach schadenersatzpflichtig ist. Zur genauen Feststellung des Umfanges des Schadenersatzanspruches wird die Pri...
	7. …
	8. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin für das gesamte  Verfahren eine Prozessentschädigung von Fr. 4'000.– (zzgl. 8% MwSt.) zu bezahlen.
	9. Der amtliche Verteidiger wird aus der Gerichtskasse entschädigt mit Fr. 5'400.– (zzgl. 8% MwSt.).
	10. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf
	Wird auf eine schriftliche Begründung des Urteils verzichtet, so reduziert sich die Gerichtsgebühr um einen Drittel.
	11. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen diejenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt.
	12. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse  genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135  Abs. 4 StPO."
	2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte wird bestraft mit 24 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 2 Tage durch Haft erstanden sind.
	2. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.
	3. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin Fr. 7'000.– zuzüglich 5 % Zins ab 10. Juni 2013 als Genugtuung zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren abgewiesen.
	4. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	5. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung, werden zu drei Vierteln dem Beschuldigten auferlegt und zu einem Viertel auf die Gerichtskasse genommen.
	Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden zu einem Viertel definitiv und zu drei Vierteln einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Im Umfang von drei Vierteln bleibt die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO vorbehalten.
	6. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin für das Berufungsverfahren eine reduzierte Prozessentschädigung von Fr. 512.– zu bezahlen.
	7. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis
	 die Rechtsvertreterin RAin lic. iur. Y._____, im Doppel für sich und zuhanden der Privatklägerin C._____
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis
	 die Rechtsvertreterin RAin lic. iur. Y._____, im Doppel für sich und zuhanden der Privatklägerin C._____
	 die Vorinstanz
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A
	 die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks Löschung des DNA-Prifils

	8. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.