# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1d46fba3-25ba-581a-b991-4a93c7aab6ec
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-12-18
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Strafrecht 18.12.2023 460 2022 74 (460 22 74)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_004_460-2022-74_2023-12-18.pdf

## Full Text

Seite 1   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, vom 
18. Dezember 2023 (460 22 74)  
____________________________________________________________________ 
 
 
Strafrecht  
 
 
Sexuelle Belästigung  
 
 
Nach dem ursprünglich einvernehmlichen Geschlechtsverkehr mit Kondom hat nach dem 

Abstreifen desselbigen ohne Wissen sowie ohne Zustimmung durch die Betroffene eine Zä-

sur zum Bisherigen stattgefunden, wodurch die eine neue Handlung bildende abredewidrige 

Fortsetzung des Geschlechtsverkehrs ohne Benutzung eines Kondoms (sog. Stealthing) 

nicht mehr einvernehmlich gewesen ist und folglich zu einer Verletzung des sexuellen 

Selbstbestimmungsrechts der Privatklägerin geführt hat. Nachdem auch die übrigen Straf-

barkeitsvoraussetzungen vorliegen, stellt in casu Stealthing eine sexuelle Belästigung nach 

Art. 198 Abs. 2 StGB dar (E. 3.4.b).  

 
 
Besetzung Präsident Enrico Rosa, Richter Dominique Steiner (Ref.),  

Richter Daniel Noll; Gerichtsschreiber Pascal Neumann 
 

Parteien Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft,  
Hauptabteilung Allgemeine Delikte,  
Grenzacherstrasse 8, Postfach, 4132 Muttenz,  
Anklagebehörde und Berufungsklägerin 
 
A.____,  
Privatklägerin 

  
gegen 
 

 B.____,   
vertreten durch Advokat Reto Gantner, Kasernenstrasse 22A,  
Postfach 569, 4410 Liestal,  
Beschuldigter 
 

Gegenstand Sexuelle Belästigung / Neubeurteilung 460 19 68  
(Berufung der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft gegen das Urteil 
des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 15. Januar 2019)  

 
 
 

 
 
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(...) 

 

3. Tatbestand der sexuellen Belästigung  

 

3.1 Vorbemerkungen  

 

a) Das Bundesgericht hat in seinem Urteil 6B_34/2020 vom 11. Mai 2022 im Zusammen-

hang mit der Rückweisung der Angelegenheit an das Kantonsgericht in E. 5 in abschliessender 

Weise Folgendes festgehalten: Nach Art. 198 StGB wird, wer jemanden tätlich sexuell belästigt, 

auf Antrag mit Busse bestraft. Diese Übertretungsstrafnorm der sexuellen Belästigung dient im 

geltenden Recht als Grund- resp. Auffangtatbestand, wenn es, wie hier, im Einzelfall an einer 

tatbestandsspezifischen Nötigungs- oder Missbrauchskomponente der nichtkonsensualen se-

xuellen Handlung fehlt (vgl. INEKE PRUIN, "Nein heisst nein" und "Ja heisst ja": Zur Einführung 

eines konsensorientierten Ansatzes im Sexualstrafrecht in der Schweiz und in Deutschland, in: 

ZStrR 2021, S. 132 ff.). Es ist angezeigt, das streitgegenständliche Verhalten des Beschuldig-

ten unter diesem Titel formell und materiell zu prüfen (vgl. HANS WIPRÄCHTIGER, Neuer Tatbe-

stand für sexuelle Handlungen ohne Konsens?, in: AJP 2020, S. 928; MOHAMAD EL-GHAZI, Die 

strafrechtliche Bewertung des sogenannten Stealthings, in: SJZ 115/2019, S. 675 ff.). Zu die-

sem Zweck ist die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen (Art. 106 Abs. 1 und Art. 107 

Abs. 2 BGG). Weitere Ausführungen hierzu hat das Bundesgericht nicht getätigt.  

 

b) Der Beschuldigte ist der Ansicht, dass zufolge des Fehlens eines rechtsgültigen Strafan-

trages keine Untersuchung gegen ihn geführt werden dürfe, welcher der Vorwurf eines An-

tragsdeliktes zugrunde liege, weshalb das vorliegende Verfahren mit Nichteintreten bzw. einem 

Freispruch zu beenden sei. Dem ist Folgendes zu entgegnen: Der Tatbestand der sexuellen 

Belästigung gemäss Art. 198 StGB stellt ein Antragsdelikt dar (Art. 30 StGB). Das Antragsrecht 

erlischt nach Ablauf von drei Monaten, und die Frist beginnt mit dem Tag, an welchem der an-

tragsberechtigten Person der Täter bekannt wird (Art. 31 StGB). In concreto steht gestützt auf 

die Akten fest, dass die Privatklägerin am Tage des Vorfalles ‒ am 2. August 2017 ‒ um 23:01 

Uhr das Geschehene telefonisch bei der Notrufzentrale der Kantonspolizei Aargau zur Anzeige 

gebracht hat (vgl. act. 247). Ausserdem hat sie mit Datum vom 4. August 2017 ausdrücklich 

erklärt, sich am Strafverfahren als Straf- und Zivilklägerin zu beteiligen (Art. 118 Abs. 1 StPO; 

 
 
 

 
 
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vgl. act. 149). Praxisgemäss ist in Bezug auf den Inhalt des Antrags eine Willenserklärung des 

Verletzten gefordert, dass die Strafverfolgung stattfinden solle, wobei diese Erklärung nach dem 

massgebenden Prozessrecht die Strafverfolgung auch tatsächlich in Gang zu bringen hat. Eine 

Strafanzeige genügt inhaltlich nur dann, wenn sich der entsprechende Wille aus der Erklärung 

ergibt. Dies dürfte in aller Regel der Fall sein, denn der Verletzte erstattet nicht bloss Anzeige 

mit dem Ziel, die Behörde entsprechend zu informieren, vielmehr will er den Täter auch verfolgt 

wissen. Auch wer sich im Strafpunkt als Privatkläger konstituiert, will offenkundig, dass der Tä-

ter verfolgt wird. Entsprechend ist die Erklärung nach Art. 119 Abs. 2 lit. a StPO ebenso als 

Strafantrag zu qualifizieren (vgl. CHRISTOF RIEDO, in: Basler Kommentar, Strafrecht I, 4. Aufla-

ge, Basel 2019, N 47 ff. zu Art. 30 StGB, mit zahlreichen Hinweisen). In Nachachtung dieser 

Praxis ist in Anbetracht der Anzeigestellung durch die Geschädigte in der Nacht des Vorfalles 

sowie insbesondere deren zwei Tage danach erfolgten ausdrücklichen Erklärung, sich (im Sin-

ne von Art. 119 Abs. 2 lit. a StPO) am Strafverfahren als Strafklägerin zu beteiligen, vom Vorlie-

gen eines rechtsgültigen Strafantrages auszugehen.  

  

c) Weiter vertritt der Beschuldigte die Auffassung, dass kein erstinstanzliches Urteil vorliege, 

welches den Eintritt der Verfolgungsverjährung gemäss Art. 97 Abs. 3 StGB unterbrochen habe, 

weshalb der Vorwurf nach Art. 198 StGB zufolge Eintritts der Verfolgungsverjährung nicht mehr 

geahndet werden könne und das Verfahren aus diesem Grund einzustellen sei. Hierzu ist die-

ses zu erwidern: Nach Art. 198 StGB handelt es sich bei einer sexuellen Belästigung um eine 

Übertretung. Gestützt auf Art. 109 StGB verjähren die Strafverfolgung und die Strafe bei Über-

tretungen nach Art. 103 ff. StGB in drei Jahren. Laut Art. 97 Abs. 3 StGB tritt die Verjährung 

nicht mehr ein, wenn vor Ablauf der Verjährungsfrist ein erstinstanzliches Urteil ergangen ist. 

Praxisgemäss ist Art. 97 Abs. 3 StGB gemäss Art. 104 StGB auch auf Übertretungen anwend-

bar (vgl. MATTHIAS ZURBRÜGG, in: Basler Kommentar, Strafrecht I, 4. Auflage, Basel 2019, N 50 

zu Art. 97 StGB; BGE 135 IV 196). Der klare Wortlaut der fraglichen Norm unterscheidet nicht 

zwischen verurteilenden und freisprechenden Urteilen. Gemäss der neueren höchstrichterlichen 

Rechtsprechung ‒ wonach es keine sachlichen Gründe gibt, die erstinstanzlich freigesprochene 

Person gegenüber der verurteilten Person zu privilegieren ‒ gelten als Urteile im Sinne von 

Art. 97 Abs. 3 StGB auch freisprechende Urteile (BGE 139 IV 62 E. 1.5). Die vorliegend zu prü-

fende Handlung des Beschuldigten hat am 2. August 2017 stattgefunden und das diesen Le-

benssachverhalt beurteilende Urteil des erstinstanzlichen Strafgerichts ist am 15. Januar 2019 

 
 
 

 
 
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und damit innerhalb der dreijährigen Verjährungsfrist ergangen, womit die Verfolgungsverjäh-

rung entgegen der Auffassung des Beschuldigten nicht mehr eintreten kann.  

 

3.2 Dogmatische Erwägungen  

 

a) Gemäss Art. 198 StGB wird, auf Antrag, mit Busse bestraft, wer vor jemandem, der dies 

nicht erwartet, eine sexuelle Handlung vornimmt und dadurch Ärgernis erregt (Abs. 1), oder wer 

jemanden tätlich oder in grober Weise durch Worte sexuell belästigt (Abs. 2). Nach der Recht-

sprechung des Bundesgerichts geht es bei Handlungen gemäss Absatz 2 um solche, die als 

qualifiziert unerwünschte sexuelle Annäherungen bzw. physische, optische und verbale Zumu-

tungen sexueller Art zu betrachten sind. Praxisgemäss kommt das Merkmal der Belästigung im 

Umstand der Nichteinwilligung zum Ausdruck. Weiter gilt, dass aus dem Einverständnis des 

Opfers zu einer sexuellen Handlung nicht auf ein konkludentes Einverständnis zu anderen, al-

lenfalls weitergehenden Handlungen geschlossen werden darf (vgl. BERNHARD ISENRING, in: 

Basler Kommentar, Strafrecht II, 4. Auflage, Basel 2019, N 17 ff. zu Art. 198 StGB; BGer 

6B_966/2016 vom 26. April 2017 E. 1.3). Tätlichkeit bedeutet körperliche Berührungen; gedacht 

ist an Betasten der Brüste, an den Griff in die Gegend der Geschlechtsteile, an das Gesäss, 

Streicheleien, Anpressen etc. (vgl. STEFAN TRECHSEL / CARLO BERTOSSA, in: Schweizerisches 

Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 4. Auflage, Zürich / St. Gallen 2021, N 6 zu Art. 198 StGB, 

mit Hinweisen). Für den Tatbestand von Abs. 2 ist Vorsatz oder auch bloss Eventualvorsatz 

erforderlich; der Täter muss zumindest in Kauf nehmen, dass sich das Opfer belästigt fühlt (vgl. 

ISENRING, a.a.O., N 28 zu Art. 198 StGB).  

 

b) Der vom Bundesgericht in seinem Urteil 6B_34/2020 vom 11. Mai 2020 u.a. zitierte 

MOHAMAD EL-GHAZI hat diesbezüglich ausgeführt, im Falle des Stealthings handle es sich um 

einen Fall des beschränkt erteilten Einverständnisses. Die Handlung des Stealthers bewege 

sich ausserhalb des beschränkten Einverständnisses. Es stelle eine andere Form der Penetra-

tion und damit eine andere Art von sexueller Handlung dar. Bei einer solchen Penetration kom-

me es zu einem Hautkontakt, wodurch der Geschlechtsverkehr intensiver und als intimer erlebt 

werde. Die Verwendung eines Kondoms betreffe nicht nur das Schwangerschaftsrisiko, sondern 

den Sex an sich und damit die sexuelle Selbstbestimmung. Beim Stealthing nehme der eine 

Partner ohne das Einverständnis seines Gegenübers eine sexuelle Handlung an diesem vor. 

Bei der Penetration ohne Kondom handle es sich um eine sexuell konnotierte Handlung. Diese 

 
 
 

 
 
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belästige den Rechtsgutträger, wenn er auf die Benutzung eines Kondoms bestanden habe und 

seine Forderung durch List hintergangen worden sei (EL-GHAZI, a.a.O., S. 681).   

 

c) Das Obergericht des Kantons Zürich hat in einem vergleichbaren Fall dieses dargelegt: 

Indem der Beschuldigte den ungeschützten Geschlechtsverkehr mit der Privatklägerin vollzo-

gen hat, ohne dass diese gewusst hat, dass er das Kondom ausgezogen hatte, beging er eine 

sexuelle Handlung, mit welcher die Privatklägerin nicht einverstanden war. Der objektive Tatbe-

stand von Art. 198 Abs. 2 StGB sei deshalb erfüllt. Der Beschuldigte handelte hierbei vorsätz-

lich, zumal es ihm bewusst war, dass die Privatklägerin davon ausging, dass er ein Kondom 

trage und mit dessen Ausziehen nicht einverstanden war. Auch der subjektive Tatbestand wer-

de damit erfüllt. Der Beschuldigte sei daher einer sexuellen Belästigung im Sinne von Art. 198 

Abs. 2 StGB schuldig zu sprechen (Urteil vom 30. Mai 2023 [SB220319] E. III.2.4).  

 

3.3 Sachverhalt  

 

Der in casu rechtserhebliche Sachverhalt wird durch das Urteil des Bundesgerichts folgender-

massen verbindlich definiert: Der Beschuldigte bestellte die Betroffene, welche über ein Erotik-

Internetportal ihre Dienste als Escort-Dame anbietet, (am 2. August 2017) in seine Wohnung. 

Dort erklärte sie ihm die "Spielregeln". Dazu gehört namentlich, dass nur geschützter Ge-

schlechtsverkehr in Frage kam. Dennoch streifte B.____ zwischen zwei Penetrationen das 

Kondom ab, was die im fraglichen Moment von ihm abgewandte Privatklägerin zunächst nicht 

bemerkte (Stealthing). Nachdem sie den ungeschützten Geschlechtsverkehr festgestellt hatte, 

brach sie ihre Dienstleistung ab und verliess die Wohnung (BGer 6B_34/2020 vom 11. Mai 

2022 E. B).  

 

3.4 Rechtliche Würdigung  

 

a) Im vorliegenden Fall geht es darum, dass der Beschuldigte das Kondom während des 

einvernehmlichen Geschlechtsverkehrs abredewidrig entfernt und den Verkehr ohne das Wis-

sen der Betroffenen ungeschützt fortgesetzt hat. Das Bundesgericht hat in diesem Zusammen-

hang in seinem Urteil vom 11. Mai 2022 erwogen, wird das Tatbestandselement der sexuellen 

Handlung anhand eines aktuellen Normverständnisses objektiv-zeitgemäss ausgelegt, so ist 

festzuhalten, dass Stealthing die individuelle sexuelle Autonomie und Integrität beeinträchtigt. 

 
 
 

 
 
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Die Privatklägerin hat ungeschützten Geschlechtsverkehr abgelehnt. Damit hat sie eine mit 

Blick auf das geschützte Rechtsgut erhebliche Bedingung gesetzt. Indem der Beschuldigte die-

se Bedingung heimlich missachtet hat, hat er der Privatklägerin die Möglichkeit genommen, den 

Sexualkontakt effektiv selbstbestimmt und eigenverantwortlich zu gestalten. Soweit sie sich 

diesbezüglich getäuscht sieht, ist der nach dem Entfernen des Kondoms fortgesetzte sexuelle 

Verkehr kein einvernehmlicher mehr. Damit bildet das Entfernen des Kondoms gegen den Wil-

len und ohne das Wissen der Partnerin eine Zäsur zum bisher einvernehmlichen Geschlechts-

verkehr und begründet eine gesonderte, neue Handlung. Demnach entspricht Stealthing dem 

Tatbestandselement einer sexuellen Handlung gemäss Art. 191 StGB (BGer 6B_34/2020 vom 

11. Mai 2022 E. 3.3). 

 

b) In Anbetracht dieser für das Kantonsgericht verbindlichen Erwägungen ist zu konstatieren, 

dass nach dem ursprünglich einvernehmlichen Geschlechtsverkehr mit Kondom nach dem Ab-

streifen desselbigen ohne Wissen sowie ohne Zustimmung durch die Betroffene eine Zäsur 

zum Bisherigen stattgefunden hat, wodurch die eine neue Handlung bildende abredewidrige 

Fortsetzung des Geschlechtsverkehrs ohne Benutzung eines Kondoms nicht mehr einvernehm-

lich gewesen ist und folglich zu einer Verletzung des sexuellen Selbstbestimmungsrechts der 

Privatklägerin geführt hat. Ausser Frage steht dabei, dass es sich bei der Penetration ohne 

Kondom um eine sexuell konnotierte Handlung und damit um eine Tätlichkeit im Sinne von 

Art. 198 Abs. 2 StGB handelt. Demnach ist der objektive Tatbestand der sexuellen Belästigung 

erfüllt. Im Hinblick auf den subjektiven Tatbestand ist zu bemerken, dass der Beschuldigte das 

Kondom heimlich entfernt hat, weil er gewusst hat, dass sich die Privatklägerin nur mit der Vor-

nahme von geschütztem Geschlechtsverkehr einverstanden erklärt hat, womit eine direktvor-

sätzliche Tatbegehung festzustellen ist. Rechtfertigungs- sowie Schuldausschlussgründe liegen 

offensichtlich keine vor. Infolgedessen ist der Beschuldigte der sexuellen Belästigung nach 

Art. 198 Abs. 2 StGB schuldig zu erklären.  

 

4. Strafzumessung  

 

4.1 Dogmatische Erwägungen  

 

a) Das Berufungsgericht fällt ‒ soweit es auf das Rechtsmittel eintritt ‒ ein neues Urteil, wel-

ches das erstinstanzliche ersetzt (Art. 408 StPO; BGE 143 IV 408 E. 6.1; 142 IV 89 E. 2.1; 

 
 
 

 
 
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BGer 6B_848/2020 vom 3. Dezember 2020 E. 2.2). Angesichts der Natur der Berufung als re-

formatorisches Rechtsmittel hat das Kantonsgericht eine eigene Strafe festzusetzen und nach-

vollziehbar zu begründen.  

 

b) Nach Art. 47 StGB misst das Gericht die Strafe innerhalb des massgebenden Strafrah-

mens nach dem Verschulden des Täters zu. Es berücksichtigt das Vorleben und die persönli-

chen Verhältnisse sowie die Wirkung der Strafe auf das Leben des Täters (Abs. 1). Das Ver-

schulden wird nach der Schwere der Verletzung oder Gefährdung des betroffenen Rechtsguts, 

nach der Verwerflichkeit des Handelns, den Beweggründen und Zielen des Täters sowie da-

nach bestimmt, wie weit der Täter nach den inneren und äusseren Umständen in der Lage ge-

wesen ist, die Gefährdung oder Verletzung zu vermeiden (Abs. 2).  

 

c)  Laut Art. 106 StGB ist der Höchstbetrag der Busse CHF 10'000.-- (Abs. 1). Für den Fall, 

dass die Busse schuldhaft nicht bezahlt wird, spricht das Gericht im Urteil eine Ersatzfreiheits-

strafe von mindestens einem Tag und höchstens drei Monaten aus (Abs. 2). Das Gericht be-

misst Busse und Ersatzfreiheitsstrafe je nach den Verhältnissen des Täters so, dass dieser die 

Strafe erleidet, die seinem Verschulden angemessen ist (Abs. 3).  

 

4.2 Konkrete Erwägungen  

 

a) Hinsichtlich der konkreten Strafzumessung ist zu konstatieren, dass der Beschuldigte im 

Falle einer Verurteilung wegen sexueller Belästigung eine Busse von höchstens CHF 500.-- als 

angemessen erachtet. Demgegenüber erscheint es nach Ansicht der Staatsanwaltschaft gebo-

ten, die Busse bei CHF 3'000.-- festzusetzen.   

 

b) Gestützt auf das vorliegende Berufungsurteil sowie das in jenem Punkt nicht angefochte-

ne Urteil des Strafgerichts vom 15. Januar 2019 ist der Beschuldigte wegen sexueller Belästi-

gung sowie wegen mehrfacher Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz schuldig zu 

erklären. Diese strafbaren Handlungen sind allesamt als Übertretungen zu qualifizieren und 

jeweils zwingend mit einer Busse zu sanktionieren, womit in casu die Strafe nach Festlegung 

der Einsatzstrafe unter Berücksichtigung des Prinzips der Asperation zu verhängen ist.  

 

 
 
 

 
 
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c) Wie vorstehend dargelegt, weisen sämtliche zu ahndenden Tatbestände den nämlichen 

Strafrahmen auf. Unter Berücksichtigung aller relevanten Faktoren ist in concreto die sexuelle 

Belästigung zweifellos als das schwerwiegendste Delikt zu erachten, weshalb hierfür eine Ein-

satzstrafe festzusetzen ist. Auf der Seite der objektiven Tatkomponenten ist zu Lasten des Be-

schuldigten zu würdigen, dass der Tatvorwurf im vorliegenden Fall im Vergleich zu den üblichen 

Tatvarianten, wie etwa das Betasten der Brüste, der Griff in die Gegend der Geschlechtsteile 

oder an das Gesäss, Streicheleien, Anpressen etc., deutlich intensiver die Rechtssphäre der 

Privatklägerin tangiert hat. Mit seinem Verhalten hat der Beschuldigte in hohem Masse seine 

Geringschätzung gegenüber ihrem sexuellen Selbstbestimmungsrecht zum Ausdruck gebracht 

und dadurch ihre Würde erheblich verletzt. Hinzu kommt, dass sie sich im Anschluss an den 

ungeschützten Geschlechtsverkehr medizinischen Tests hat unterziehen müssen und für eine 

bestimmte Zeit der Ungewissheit ausgesetzt gewesen ist, ob sie sich allenfalls eine sexuell 

übertragbare Krankheit eingefangen hat. Ebenfalls zu seinen Ungunsten zu werten ist das im 

heimlichen Entfernen des Kondoms zu verortende hinterhältige Verhalten. Auf Grund dieser 

Umstände stuft das Kantonsgericht die objektive Tatschwere als im mittleren Bereich liegend 

ein. In subjektiver Hinsicht ist dem Beschuldigten ein direktvorsätzliches Handeln anzulasten, 

was jedoch nur einen geringfügigen Einfluss auf das objektive Tatverschulden hat. Infolgedes-

sen ist das Verschulden des Beschuldigten hinsichtlich des Vorwurfs der sexuellen Belästigung 

als mittelschwer zu qualifizieren. Dies führt im Ergebnis unter Beachtung des abstrakten Straf-

rahmens sowie insbesondere auch in Berücksichtigung der ebenfalls in die Bemessung ein-

fliessenden schlechten finanziellen Verhältnisse des Beschuldigten zu einer hypothetischen 

Einsatzstrafe in Form der Busse in der Höhe von CHF 2'000.--.  

 

d) Bei der Bestimmung der Einzelstrafen für die jeweiligen Widerhandlungen gegen das Be-

täubungsmittelgesetz nach Art. 19a Ziff. 1 BetmG ist zunächst darauf hinzuweisen, dass die zu 

bewertenden Tathandlungen in einem äusserst engen Konnex zueinander stehen. Nach erfolg-

ter Einzelasperation der entsprechenden Einheiten in jeweiliger Bewertung der objektiven Tat-

schwere ist zu veranschlagen, dass der Beschuldigte am Tattag eine jeweils unbekannte Men-

ge an Kokain und Cannabis konsumiert hat. Gestützt hierauf ist die objektive Tatschwere je-

weils als sehr leicht einzustufen. In subjektiver Hinsicht ist dem Beschuldigten vorzuwerfen, 

dass er jeweils direktvorsätzlich gehandelt hat, was allerdings dem fraglichen Tatbestand im-

manent und demnach in concreto neutral zu gewichten ist, weshalb die subjektive Schwere der 

Tat das objektive Tatverschulden jeweils nicht relativiert. Unter Berücksichtigung des Asperati-

 
 
 

 
 
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onsprinzips ergibt dies für die mehrfache Tatbegehung im Ergebnis eine Erhöhung der hypothe-

tischen Einsatzstrafe um CHF 200.--, was zu einer hypothetischen tatbezogenen Busse von 

insgesamt CHF 2'200.-- führt.  

 

e) Gestützt auf die besonderen Täterkomponenten, welche die Faktoren Vorleben, persönli-

che Verhältnisse, Nachtatverhalten und Verhalten im Strafverfahren umfassen und zufolge feh-

lender nennenswerter Umstände ‒ der am 1.____ geborene Beschuldigte ist zwar in Bezug auf 

den Konsum vom Betäubungsmitteln einschlägig vorbestraft, was leicht zu seinen Lasten fällt, 

andererseits hat er trotz seines Freispruchs vom Vorwurf der Schändung bzw. der Vergewalti-

gung bereits erstinstanzlich eine Genugtuungszahlung an die Privatklägerin in der Höhe von 

CHF 2'000.-- plus Zins von 5 % akzeptiert, was gleichermassen leicht zu seinen Gunsten zu 

berücksichtigen ist ‒ im Ergebnis als neutral zu werten sind, erübrigt sich eine Anpassung der 

vorgängig definierten hypothetischen tatbezogenen Strafe.  

 

f) Gemäss der Strafzumessungsregel von Art. 48 lit. e StGB mildert das Gericht die Strafe, 

wenn das Strafbedürfnis in Anbetracht der seit der Tat verstrichenen Zeit deutlich vermindert ist 

und der Täter sich in dieser Zeit wohl verhalten hat. Der Strafmilderungsgrund infolge langen 

Zeitablaufs im Sinne von Art. 48 lit. e StGB ist in jedem Fall zu berücksichtigen, wenn zwei Drit-

tel der Verjährungsfrist verstrichen sind (BGE 140 IV 145 E. 3.1; BGer 6B_56/2017 vom 

19. April 2017 E. 3.1). Für die Berechnung ist der Zeitpunkt des Sachurteils massgebend (BGE 

140 IV 145 E. 3.1; 132 IV 1 E. 6.2.1; BGer 6B_1074/2020 vom 3. Februar 2021 E. 3.2). In vor-

stehender Sache steht fest, dass der Strafmilderungsgrund von Art. 48 lit. e StGB anzuwenden 

ist, nachdem sich die Tatvorwürfe am 2. August 2017 zugetragen haben und das Berufungsur-

teil mit heutigem Datum gefällt wird, woraus erhellt, dass mehr als zwei Drittel der siebenjähri-

gen Verfolgungsverjährungsfrist gemäss Art. 97 Abs. 1 lit. d StGB abgelaufen sind, zumal sich 

der Beschuldigte offenbar wohl verhalten hat. Unter diesem Titel rechtfertigt sich nach Dafürhal-

ten des Kantonsgerichts angesichts der seit dem Tatgeschehen bis zum heutigen Urteilszeit-

punkt verstrichenen Zeit von über sechs Jahren eine Reduktion der hypothetischen tat- und 

täterbezogenen Strafe um einen Viertel.  

 

g) Das Beschleunigungsgebot (Art. 5 StPO, Art. 29 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK) ver-

pflichtet die Behörden, das Strafverfahren voranzutreiben, um die beschuldigte Person nicht 

unnötig über die gegen sie erhobenen Vorwürfe im Ungewissen zu lassen. Es gilt für das ganze 

 
 
 

 
 
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Verfahren. Welche Verfahrensdauer angemessen ist, hängt praxisgemäss (vgl. zum Ganzen 

BGer 6B_1168/2020 vom 11. Oktober 2022 E. 2.4.2) von den konkreten Umständen ab, die in 

ihrer Gesamtheit zu würdigen sind. Kriterien sind etwa die Schwere des Tatvorwurfs, die Kom-

plexität des Sachverhalts, die gebotenen Untersuchungshandlungen, die Schwierigkeit und 

Dringlichkeit der Sache, das Verhalten der Behörden und dasjenige der beschuldigten Person 

sowie die Zumutbarkeit für diese. Es ist im Sinne einer Gesamtbetrachtung zu prüfen, ob die 

Strafbehörden das Verfahren innert angemessener Frist geführt haben. Eine Verletzung des 

Beschleunigungsgebots führt nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu einer Strafre-

duktion, zu einer Strafbefreiung bei gleichzeitiger Schuldigsprechung oder in extremen Fällen ‒ 

als ultima ratio ‒ zur Einstellung des Verfahrens (BGE 143 IV 49 E. 1.8.2; 133 IV 158 E. 8, mit 

Hinweisen). In casu ist festzustellen, dass das Neubeurteilungsverfahren vor dem Kantonsge-

richt seit der Rückweisung der Angelegenheit durch das Bundesgericht im Juni 2022 bis zum 

vorliegenden Urteil im Umfang von rund eineinhalb Jahren angesichts der überschaubaren An-

zahl an Verfahrenshandlungen trotz der in concreto erstmalig zu beantwortenden Rechtsfragen 

zu lange gedauert hat. Dieser Verstoss gegen das Beschleunigungsgebot stellt eine Verletzung 

des Rechts des Beschuldigten auf ein faires Verfahren nach Art. 6 Abs. 1 EMRK dar und ist mit 

einer weiteren Reduktion der hypothetischen tat- und täterbezogenen Strafe um wiederum ei-

nen Viertel Rechnung zu tragen.  

 

h) Damit erscheint in Würdigung sämtlicher Tat- und Täterkomponenten sowie der tat- und 

täterunabhängigen Strafzumessungsfaktoren als Strafe eine Busse in der Höhe von 

CHF 1'100.-- als angemessen. Hiervon ist die ausgestandene vorläufige Festnahme vom 3. bis 

zum 4. August 2017 von zwei Tagen im Umfang von CHF 100.-- pro Tag, insgesamt also im 

Betrag von CHF 200.--, in Abzug zu bringen (Art. 51 StGB). Zusammenfassend ist demnach der 

Beschuldigte der sexuellen Belästigung sowie der mehrfachen Widerhandlung gegen das Be-

täubungsmittelgesetz schuldig zu erklären und zu einer Busse von gesamthaft CHF 900.-- zu 

verurteilen. Im Falle der schuldhaften Nichtbezahlung der Busse tritt an deren Stelle eine Er-

satzfreiheitsstrafe von neun Tagen (Art. 106 Abs. 2 StGB).  

 

(...) 

 

 
 
 

 
 
 

 
 
Seite 11   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demnach wird erkannt: 

 
://: I. Das Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 15. Januar 2019, 

lautend:  

 

"1. B.____ wird der mehrfachen Widerhandlung gegen das Betäu-

bungsmittelgesetz schuldig erklärt und verurteilt 

 

 zu einer Busse von Fr. 200.--, 

 

 im Falle schuldhafter Nichtbezahlung der Busse tritt an deren 

Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 2 Tagen, 

 

 in Anwendung von Art. 19a Ziff. 1 BetmG sowie Art. 106 StGB. 

 

2.  B.____ wird im Fall gemäss Ziff. 1 von der Anklage der Schän-

dung eventualiter der Vergewaltigung freigesprochen. 

 

3.a) Folgende beschlagnahmten Gegenstände werden nach 

Rechtskraft unter Aufhebung der Beschlagnahme gestützt auf 

Art. 267 Abs. 1 und Abs. 3 StPO dem Beurteilten zurückgege-

ben: 

 - ein Kopfkissenbezug, G59546, 

 - ein Deckenbezug, G59547, 

 - ein Fixleintuch, G59548, 

 - ein Kopfkissenbezug (weiss mit Streifen), G59549, 

 - ein Kopfkissenbezug (gelblich), G59550, 

 - eine Decke ab Sofa Wohnzimmer, G59551. 

 

 Dem Beurteilten wird nach der Rechtskraft des Urteils vom 

Fund- und Verwertungsdienst, Oristalstrasse 100, 4410 Liestal 

– unter Androhung der Verwertung oder Vernichtung der Ge-

genstände im Unterlassungsfalle – eine Frist gesetzt, um die 

Gegenstände dort abzuholen. 

 

  b) Das beschlagnahmte Kondom, welches bei der Polizei BL Fo-

rensik gelagert ist, wird zufolge Verzichts auf Herausgabe zur 

Vernichtung eingezogen. 

 

4. Der Beurteilte wird gemäss Art. 126 Abs. 1 lit. b StPO dazu 

 
 
 

 
 
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verurteilt, A.____ folgende Beträge zu bezahlen: 

 - Schadenersatz in der Höhe von Fr. 41.65 zuzüglich 5% Zins  

  seit dem 29. November 2017, 

 - Genugtuung in der Höhe von Fr. 2‘000.-- zuzüglich 5% Zins  

 seit dem 2. August 2017, die Mehrforderung wird abgewiesen. 

 

5.  Die Verfahrenskosten bestehen aus den Kosten des Vorverfah-

rens von Fr. 7‘511.15 und der Gerichtsgebühr von Fr. 8‘000.--. 

 

 Der Beurteilte trägt die Verfahrenskosten in Anwendung von 

Art. 426 Abs. 2 StPO.  

 

 Wird kein Rechtsmittel ergriffen und kein begründetes Urteil 

verlangt (Art. 82 Abs. 2 StPO), wird die strafgerichtliche Gebühr 

auf Fr. 4‘000.-- ermässigt (§ 4 Abs. 1 GebT).  

 

6.  B.____ wird in Anwendung von Art. 430 Abs. 1 lit. a StPO für 

die vom 3. August 2017 bis zum 4. August 2017 ausgestandene 

vorläufige Festnahme (2 Tage) keine Genugtuung zugespro-

chen. 

 

7.  Das Honorar der amtlichen Verteidigung in Höhe von insgesamt 

Fr. 8‘210.55 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) wird unter 

Vorbehalt der Rückzahlungsverpflichtung von B.____ nach 

Art. 135 Abs. 4 StPO aus der Gerichtskasse entrichtet.  

 

8.  Evelyne Alder wird für die Opfervertretung im Rahmen der un-

entgeltlichen Verbeiständung aus der Staatskasse ein Honorar 

in Höhe von pauschal Fr. 2‘500.-- (inkl. Auslagen und Mehr-

wertsteuer) zugesprochen. 

 

 Die Kosten für die unentgeltliche Verbeiständung von A.____ 

(Privatklägerschaft) trägt der Beurteilte in Anwendung von 426 

Abs. 4 StGB [recte: Art. 426 Abs. 4 StPO] i.V.m. 138 Abs. 2 

StPO." 
 

 

wird von Amtes wegen in Dispositiv-Ziffer 1 ergänzt sowie in teilwei-

ser Gutheissung der Berufung der Staatsanwaltschaft in den Dispo-

sitiv-Ziffern 1 und 2 sowie 5 wie folgt neu gefasst:  

 
 
 

 
 
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1. B.____ wird der sexuellen Belästigung sowie der mehrfachen 
Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz schuldig er-
klärt und verurteilt 

 
 zu einer Busse von CHF 900.--, 
 
 im Falle schuldhafter Nichtbezahlung der Busse tritt an deren 

Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 9 Tagen,  
 
 unter Anrechnung der vom 3. August 2017 bis zum 4. Au-

gust 2017 ausgestandenen vorläufigen Festnahme im Um-
fang von 2 Tagen, 

 
 in Anwendung von Art. 198 StGB, Art. 19a Ziff. 1 BetmG sowie 

Art. 48 lit. e StGB, Art. 49 Abs. 1 StGB, Art. 51 StGB, Art. 106 
StGB und Art. 6 Ziff. 1 EMRK.  

 
2.  aufgehoben  
 
5.  Die Verfahrenskosten bestehen aus den Kosten des Vorverfah-

rens von CHF 7'511.15 und der Gerichtsgebühr von 
CHF 8'000.--. 

 
 Der Beschuldigte trägt die Verfahrenskosten in Anwendung von 

Art. 426 Abs. 1 StPO.  
 

Im Übrigen wird das vorinstanzliche Urteil in den restlichen 

rechtskräftigen Dispositiv-Ziffern unverändert zum Bestandteil 

dieses Urteils erklärt.  

 

 II. Die ordentlichen Kosten des ersten Berufungsverfahrens (Nr. 460 19 

68) in der Höhe von CHF 1'600.-- (beinhaltend eine Gebühr von 

CHF 1'500.-- sowie Auslagen von CHF 100.--) gehen zu Lasten des 

Staates.  

 

Die ordentlichen Kosten des vorliegenden Neubeurteilungsverfah-

rens in der Höhe von CHF 850.-- (beinhaltend eine Gebühr von 

 
 
 

 
 
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CHF 750.-- sowie Auslagen von CHF 100.--) gehen zu Lasten des 

Beschuldigten.  

 

 

 

III.  Zufolge Bewilligung der amtlichen Verteidigung wird dem Rechtsver-

treter des Beschuldigten, Advokat Reto Gantner, für das erste Beru-

fungsverfahren (Nr. 460 19 68) ein Honorar in der Höhe von 

CHF 1'077.-- (CHF 1'000.-- pauschaler Aufwand inklusive Auslagen 

und CHF 77.-- Mehrwertsteuer) zu Lasten des Staates ausgerichtet.  

 

Es wird festgestellt, dass dem amtlichen Verteidiger das Honorar für 

das erste Berufungsverfahren mit Datum vom 5. Dezember 2019 

bereits ausbezahlt worden ist.  

 

Für das vorliegende Neubeurteilungsverfahren wird dem Rechtsver-

treter des Beschuldigten, Advokat Reto Gantner, zufolge Bewilligung 

der amtlichen Verteidigung ein Honorar in der Höhe von insgesamt 

CHF 1'735.80 (inklusive Auslagen und CHF 124.10 Mehrwertsteuer) 

zu Lasten des Staates ausgerichtet.  

 

Der Beschuldigte ist zur Rückzahlung der Entschädigung der amtli-

chen Verteidigung für das Neubeurteilungsverfahren an den Kanton 

verpflichtet, sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben 

(Art. 135 Abs. 4 lit. a StPO).  

 

 

Präsident 
 
 
 
Enrico Rosa 

Gerichtsschreiber 
 
 
 
Pascal Neumann 

 
 
Dieser Entscheid ist rechtskräftig.