# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fb0de46c-1abf-5d06-a457-5a080596d779
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-08-04
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 04.08.2009 D-4812/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4812-2009_2009-08-04.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-4812/2009/wif
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  4 .  A u g u s t  2 0 0 9

Einzelrichter Daniel Schmid, 
mit Zustimmung von Richterin Nina Spälti Giannakitsas;
Gerichtsschreiberin Milva Franceschi.

A._______, geboren [...], Nigeria,
vertreten durch die Asylhilfe Bern, lic. iur. Susanne Sadri, 
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 20. Juli 2009 / N [...].

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-4812/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge sein Heimatland 
am 14. April  2009 ohne Reisepapiere verliess und auf  dem Seeweg 
sowie mit dem Auto in die Schweiz reiste, wo er am 13. Mai 2009 um 
Asyl nachsuchte,

dass er keine Ausweispapiere vorlegte, worauf er mit einem Informati-
onsblatt zur Abgabe von Identitätsdokumenten innerhalb von 48 Stun-
den aufgefordert wurde,

dass er am 22. Mai 2009 summarisch befragt und am 4. Juni 2009 zu 
seinen Fluchtgründen angehört wurde (vgl. Art. 26 Abs. 2 und Art. 29 
des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]),

dass  der  Beschwerdeführer  zur  Begründung  seines  Asylgesuchs  im 
Wesentlichen geltend machte, sein Vater sei von seinem eigenen Bru-
der getötet worden, als er (der Beschwerdeführer) noch sehr jung ge-
wesen sei,

dass es dieser Onkel nämlich auf die Ländereien seines Vaters abge-
sehen habe,

dass er und seine Mutter danach ins Dorf X._______ gezogen seien, 
wo er sich mit einem Jungen namens O._______ angefreundet habe,

dass an einem Freitag im Jahr 2003 ein Mann aus Y._______ ihn und 
seinen Freund O._______ zu sich nach Hause eingeladen habe, wo 
sie  pornografische  homosexuelle  Filme  geschaut  hätten 
beziehungsweise  der  Mann  ihnen  Sex  gegen  Bezahlung  angeboten 
habe,

dass O._______ im Gegensatz zu ihm dieses Angebot angenommen 
habe und in der Folge noch mehrmals zu diesem Mann gegangen sei,

dass  im  November  2008  O._______  ihm  vorgeschlagen  habe, 
zusammen Intimverkehr zu haben, 

dass  es in  der  Folge zum Geschlechtsverkehr  am Fluss  gekommen 
sei,

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dass dies der Onkel gesehen und sie – da er darin die Möglichkeit ge-
sehen habe, an die Ländereien zu kommen – bei der Dorfbevölkerung 
denunziert habe,

dass er  in  der folgenden Nacht  in  seinem Haus von Dorfbewohnern 
geweckt worden und zusammen mit O._______ in einem Haus bezie-
hungsweise einer Art Tempel in einer Zelle eingesperrt worden sei, wo 
sich auch andere Häftlinge aufgehalten hätten,

dass er dort gefoltert worden sei,

dass ihnen nach ungefähr einem Monat des Festhaltens die Flucht ge-
lungen  sei,  bei  welcher  O._______  jedoch  von  hinten  erschossen 
worden sei,

dass er nach Z._______ zu einem Priester gegangen sei und ihm alles 
anvertraut habe,

dass er nicht beim Priester habe bleiben können, da ihn die Dorfbe-
wohner aufgrund der Möglichkeit der Zauberei nach wie vor hätten fin-
den können, weshalb er mit Hilfe eines schwarzen Mannes einen Tag 
später nach Lagos gereist  sei,  von wo aus er mit  einem Schiff  nach 
Europa gelangt sei, 

dass das BFM mit Verfügung vom 20. Juli 2009 – am 21. Juli 2009 er-
öffnet – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Asylge-
such  nicht  eintrat  und  die  Wegweisung  aus  der  Schweiz  sowie  den 
Vollzug anordnete,

dass  das  Bundesamt  zur  Begründung  des  Nichteintretens  auf  das 
Asylgesuch  zusammenfassend  festhielt,  der  Beschwerdeführer  habe 
innert  48  Stunden  nach  Gesuchseinreichung  ohne  entschuldbare 
Gründe keine Reise- oder Identitätspapiere abgegeben, er erfülle die 
Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 und 7 AsylG nicht, und zusätzli-
che Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft  oder ei-
nes Wegweisungsvollzugshindernisses seien in seinem Fall aufgrund 
der Aktenlage nicht erforderlich,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 28. Juli 2009 gegen die-
sen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und 
dabei beantragte, der vorinstanzliche Entscheid vom 20. Juli 2009 sei 

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aufzuheben und die vorinstanzliche Behörde sei anzuweisen, auf das 
Asylgesuch einzutreten,

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Gewährung der unentgelt-
lichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1  des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG, 
SR 172.021)  beziehungsweise um Verzicht  der  Erhebung eines Kos-
tenvorschusses ersuchte,

dass  er  der  Beschwerde  eine  Bestätigung  der  Aids  Hilfe  [...]  vom 
22. Juli 2009 beilegte,

dass  er  zur  Begründung  im  Wesentlichen  ausführte,  aufgrund  der 
Festnahme wegen seinen homosexuellen Handlungen sei er bei  den 
nigerianischen Behörden als Homosexueller aktenkundig,

dass  ihm  deshalb  bei  einer  Rückkehr  mit  an  Sicherheit  grenzender 
Wahrscheinlichkeit in Nigeria eine unverhältnismässige Strafe drohe,

dass die vorinstanzlichen Akten am 30. Juli 2009 beim Bundesverwal-
tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5  VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m.  Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d  Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. 
Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 

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und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass sich die vorliegend zu beurteilende Beschwerde gegen eine Ver-
fügung richtet, laut deren Dispositiv das BFM auf das Asylgesuch des 
Beschwerdeführers nicht eingetreten ist (Ziffer 1),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

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dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder wenn auf 
Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht-
lingseigenschaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder 
wenn sich auf Grund der Anhörung die Notwendigkeit zusätzlicher Ab-
klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Weg-
weisungsvollzugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass vorliegend die Nichtabgabe von Reise- oder Identitätspapieren im 
Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 Bst. a AsylG innerhalb von 
48  Stunden  nach  Einreichung  des  Asylgesuchs  sachverhaltsmässig 
erstellt ist,

dass es nämlich der Beschwerdeführer unterliess, im Moment der Ein-
reichung  seines  Asylgesuchs  beziehungsweise  in  den  48  Stunden 
nach der diesbezüglichen Aufklärung mittels eines Informationsblattes 
ein  Dokument  zu  seiner  zweifelsfreien  Identifizierung  (vgl.  BVGE 
2007/7 E. 5.1-5.2 S. 65 ff.) abzugeben,

dass somit die in Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG statuierte Grundvoraus-
setzung für ein Nichteintreten wegen fehlender Papiere erfüllt ist,

dass  der  Beschwerdeführer  sodann  keine  entschuldbaren  Gründe 
(vgl. hierzu BVGE 2007/8 E. 3.2 S. 74 f., EMARK 1999 Nr. 16 E. 5c.aa 
S. 109 f.) für die Nichtabgabe eines rechtsgenüglichen Identitätsdoku-
ments innerhalb der Frist von 48 Stunden nach Einreichen des Asylge-
suchs namhaft zu machen vermag,

dass die Argumente in seiner Beschwerde vom 28. Juli 2009 – er sei 
noch minderjährig gewesen, als sein Vater gestorben sei beziehungs-
weise er in seinem Dorf keine Ausweispapiere benötigt habe und diese 
auch auf der Flucht nicht auf sich getragen habe – keine entschuldba-

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ren Gründe darstellen, warum er nicht in der Lage sei, Identitätspapie-
re abzugeben,

dass namentlich die weitere Erklärung, der Pfarrer habe die Ausreise 
des Beschwerdeführers so gut organisiert, dass er von verschiedenen 
Leuten in verschiedenen Etappen jeweils abgeholt und bis in die Em-
pfangsstelle gebracht worden sei, aktenwidrig ist,

dass der Beschwerdeführer nämlich ausgeführt hat, als er vom Schiff 
gestiegen sei,  habe er nicht gewusst,  wohin er gehen solle; er habe 
dann einfach eine weisse Frau angesprochen ("J'ai commencé à parler 
avec une femme blanche d'un certain âge"; A4 S. 6),

dass daher vollumfänglich auf die Erwägungen in der angefochtenen 
Verfügung verwiesen werden kann, wonach die Ausführungen des Be-
schwerdeführers zu den Reiseumständen als unwahrscheinlich zu be-
zeichnen seien,

dass in Würdigung aller Umstände das BFM somit in der angefochte-
nen Verfügung zu Recht zum Schluss gekommen ist, es sei dem Be-
schwerdeführer nicht gelungen, den Umstand, wonach die Nichteinrei-
chung von rechtsgenüglichen Reise- oder Identitätspapieren auf ent-
schuldbaren Gründen basiere, glaubhaft zu machen (vgl. Art. 32 Abs. 3 
Bst. a AsylG),

dass nach dem Gesagten zu prüfen bleibt, ob das BFM zu Recht vom 
offensichtlichen Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft sowie davon 
ausgegangen ist, es seien aufgrund der Anhörung keine zusätzlichen 
Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines 
Wegweisungshindernisses nötig (Art. 32 Abs. 3 Bstn. b und c AsylG),

dass bereits aufgrund der unrealistischen Angaben bezüglich des Rei-
seweges in die Schweiz an der Glaubwürdigkeit des Beschwerdefüh-
rers erhebliche Zweifel anzubringen sind,

dass sodann die vom Beschwerdeführer vorgebrachten Asylgründe in 
ihrer Gesamtheit  von einem Mangel an Substanz und Realitätskenn-
zeichen geprägt sind und zahlreiche Ungereimtheiten enthalten,

dass  der  Beschwerdeführer  an  der  summarischen  Befragung  bei-
spielsweise darlegte, die Dorfbewohner seien nachts in sein Haus ge-

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kommen und hätten ihn zuerst in ein anderes Haus eingesperrt bezie-
hungsweise anschliessend in eine Art Tempel (Akte A4 S. 5),

dass er demgegenüber an der Bundesanhörung nicht erwähnte, er sei 
vorher in einem Haus festgehalten worden (Akte A8 S. 3 Frage 8),

dass der Beschwerdeführer ferner die Frage verneinte, ob der Intim-
verkehr am Fluss, als sie vom Onkel gesehen worden seien, das erste 
Mal gewesen sei (Akte A8 S. 4 Frage 12),

dass der Beschwerdeführer demgegenüber anlässlich der ersten Be-
fragung erklärte, es sei das erste Mal im November 2008 am Fluss zu 
einem  sexuellen  Kontakt  mit  seinem  Freund  O._______  gekommen 
(Akte A4 S. 5),

dass im Weiteren auf die zutreffenden Erwägungen in der vorinstanzli-
chen Verfügung vom 20. Juli 2009 (Ziff. 2 S. 3 und 4) verwiesen werden 
kann,

dass im Übrigen die Ausführungen in der Rechtsmittelschrift, der Be-
schwerdeführer  sei  mit  dem  Mann  nicht  nach  Y._______  gefahren, 
sondern  sie  hätten  sich  im  Haus  dieses  Mannes  in  X._______ 
getroffen, in den Akten keine Stütze findet,

dass der Beschwerdeführer nämlich jeweils angegeben hat, sie hätten 
einen Mann getroffen, der aus Y._______ gekommen sei und sie seien 
zu ihm gefahren (A4 S. 4 f.) respektive sie seien zwei Mal zum Mann 
aus Y._______ gegangen (A8 S. 4 f. Frage 20 und 21),

dass demnach die vom Beschwerdeführer vorgebrachten Asylgründe 
in ihrer Gesamtheit offensichtlich unglaubhaft sind,

dass an dieser Beurteilung auch das Schreiben der Aids Hilfe [...] vom 
22. Juli  2009 nichts  ändert,  da in  diesem im Kern einzig ausgeführt 
wird,  der  Beschwerdeführer  habe  ihnen  gegenüber  über  seine  Si-
tuation und über seine Beziehung zu seinem verstorbenen Freund be-
richtet,

dass  der  Beschwerdeführer  den  zutreffenden  Erwägungen  der  Vor-
instanz somit nichts Substanzielles entgegenzusetzen vermag,

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dass vor diesem Hintergrund der festgestellten Haltlosigkeit der Asyl-
vorbringen  des  Beschwerdeführers  das  Bestehen  der  Flüchtlingsei-
genschaft  ohne weiteres  ausgeschlossen werden kann und sich  zu-
sätzliche Abklärungen, auch in Bezug auf allfällige Wegweisungsvoll-
zugshindernisse, erübrigen,

dass das  BFM demnach zu Recht  gestützt  auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
i.V.m. Art. 32 Abs. 3 AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers 
nicht eingetreten ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 
der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein An-
spruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), 
weshalb  die  verfügte  Wegweisung im Einklang mit  den gesetzlichen 
Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeord-
net wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-

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halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder Herkunfts-
staat droht (Art. 83 Abs. 3 AsylG),

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  weder  die  allgemeine  Lage  im  Heimat-  beziehungsweise  Her-
kunftsstaat des Beschwerdeführers noch individuelle Gründe auf eine 
konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, wes-
halb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass der Beschwerdeführer jung, ungebunden sowie gesund ist und in 
seinem Heimatland unter anderem in den Personen seiner Mutter und 
Schwester über ein familiäres Beziehungsnetz verfügt (Akte A1 S. 3),

dass der Beschwerdeführer zudem in Nigeria über eigenes Land ver-
fügt (Akte A4 S. 2),

dass  unter  den  gegebenen Umständen  nicht  davon auszugehen ist, 
der Beschwerdeführer gerate bei einer Rückkehr in eine Existenz be-
drohende Situation, die als konkrete Gefährdung im Sinne der zu be-
achtenden Bestimmung zu werten wäre (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

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dass aus den soeben dargelegten Gründen den Beschwerdebegehren 
keine ernsthaften  Erfolgsaussichten  beschieden  waren,  weshalb  das 
gleichzeitig  eingereichte  Gesuch  um Gewährung der  unentgeltlichen 
Rechtspflege unabhängig von der Frage der prozessualen Bedürftig-
keit des Beschwerdeführers abzuweisen ist,

dass mit dem Entscheid in der Sache selbst das Gesuch um Verzicht 
auf die Erhebung eines Kostenvorschusses gegenstandslos geworden 
ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.– 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art.  63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-
gewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.– werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (Einschreiben; Beila-
ge: Einzahlungsschein)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N [...]  (per 
Kurier; in Kopie)

- [die zuständige kantonale Behörde] (in Kopie)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Daniel Schmid Milva Franceschi

Versand:

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