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**Case Identifier:** 272a8ab9-cd90-516b-9688-835d9da4cd7b
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-05-13
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 13.05.2008 IV 2007/18
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2007-18_2008-05-13.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2007/18

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 25.06.2020

Entscheiddatum: 13.05.2008

Entscheid Versicherungsgericht, 13.05.2008
Art. 6 ATSG Beweiswert von Arztberichten; Die Beurteilung der 
Arbeitsfähigkeit in einem polydisziplinären schlüssigen Gutachten wird 
durch einen Abklärungsbericht Verzahnungsprogramm der 
Arbeitslosenversicherung nicht erschüttert, ebenso wenig durch nicht 
schlüssige abweichende Arztberichte (Entscheid des Versicherungsgerichts 
des Kantons St. Gallen vom 13. Mai 2008, IV 2007/18).

Präsidentin Lisbeth Mattle Frei, Versicherungsrichterin Marie-Theres Rüegg Haltinner,

Versicherungsrichter Franz Schlauri; Gerichtsschreiberin Iris Scherer

Entscheid vom 13. Mai 2008

in Sachen

S.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Markus Heer, Obere Bahnhofstrasse 24, Post-

fach 637, 9501 Wil SG 1,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

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betreffend

IV-Leistungen

Sachverhalt:

A.   

A.a  Der aus Mazedonien stammende S.___, geboren 1964, meldete sich am 9. März 

2004 wegen Kopf-, Rücken- und Fussschmerzen aufgrund eines Verkehrsunfalls am 6. 

Juni 2002 bei der IV-Stelle zum Bezug von Leistungen (Rente und medizinische 

Massnahmen) an. Zum Werdegang gab er an, 8 Jahre die obligatorische Grundschule 

besucht zu haben und seit 1986 bei der A.___ beschäftigt zu sein, wobei er ein 

Bruttoeinkommen von Fr. 5'600.-- generiere. Seine Arbeitsunfähigkeit schwanke 

zwischen 50% und 100% (act. G 4.1.1 bis 7).

A.b Am 6. Juni 2002 erlitt der Versicherte einen Unfall, als ein Personenwagen von 

hinten in sein stillstehendes Fahrzeug auffuhr (act. G 4.2.10). Am 19. Juni 2002 stellten 

Dr. V.___, Assistenzärztin und Dr. B.___, Chefarzt, eine Halswirbelsäulenzerrung sowie 

muskuloskeletale Verspannungen fest (act. G 4.2.4).

A.c  Am 4. Juli 2002 stellte Dr. C.___, Spezialarzt FMH für orthopädische Chirurgie, 

Kreisarzt Suva, folgende Diagnose: Status nach Distorsionstrauma der HWS bei 

Heckauffahrkollision vom 6.6.02, Chronifizierungstendenz. Es bestehe bezüglich 

Funktion der HWS eine Diskrepanz zwischen der Untersuchung und den 

Beobachtungen während des Aufenthaltes des Versicherten im Warteraum. Sollte sich 

die Beschwerdesymptomatik verschlimmern, würde er dann doch (vor allem aus 

Dokumentationsgründen) ein MRI der HWS und der oberen BWS vorschlagen (act. G 

4.2.8).

A.d Am 6. Oktober 2003 teilte Dr. D.___, Facharzt für Neurologie, Dr. E.___, Innere 

Medizin, mit, dass beim Versicherten von einem chronifizierten cranio-cervikalem 

Schmerzsyndrom ausgegangen werden müsse, das seit dem Unfallereignis vom 6. Juni 

2002 bestehe. Er empfehle, den Versicherten stufenweise wieder in den Arbeitsprozess 

zu integrieren, beginnend mit einem 50 %-Pensum. Falls dieser Versuch mittelfristig 

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scheitern sollte, wäre eine baldige multi-disziplinäre Abklärung, inkl. psychiatrischer 

Beurteilung, z.B. bei der Medas, indiziert (act. G 4.2.21).

A.e Am 11. März 2004 stellten Dr. F.___ und Dr. G.___, Klinik Valens, Rheuma- und 

Rehabilitationszentrum, Valens, anlässlich des stationären Aufenthaltes vom 19. bis 28. 

Februar 2004 zuhanden des Kreisarztes der Suva folgende Diagnosen: Chronisches 

zervikozephales Schmerzsyndrom beidseits, Diskusprotrusion Th2/3 und Th3/4 ohne 

Kontakt zur Nervenwurzel (MRI vom 20. November 2003), muskuläre Dysbalance, 

Symptomausweitung, Autoauffahrunfall mit Beschleunigungstrauma am 6. Juni 2002. 

Schon bei Eintritt habe der Versicherte einen sehr schmerzfixierten Eindruck gemacht 

mit demonstrativem Schmerzverhalten, was die Therapien stark beeinträchtigt habe. 

Sein Rehabilitationspotential sei zu gering gewesen, so dass sie ihn nach einer Woche 

frühzeitig hätten entlassen müssen. Durch das multimodale Therapieprogramm mit 

Physiotherapie einzeln, Wassertherapie, Selbsttraining und medizinischer 

Trainingstherapie habe wegen zu geringer Leistungsbereitschaft und der 

Selbstlimitierung in den Therapien keine Besserung der muskulären Stabilisation oder 

Veränderung der Fehlhaltung erreicht werden können. Das Ausmass der angegebenen 

Schmerzbeeinträchtigung und Behinderung sei mit den klinischen Befunden in keiner 

Weise erklärt. Auf Grund des sehr invalidisierenden Verhaltens und den erheblichen 

Inkonsistenzen in den Basistests der körperlichen Leistungsfähigkeit in der 

Ergonomieabteilung könne man davon ausgehen, dass eine somatisch-funktionell 

begründbare Leistungsgrenze des Versicherten sicher deutlich höher sei als die 

demonstrierte Leistungs(un)fähigkeit. Ab 1. März 2004 bestehe zumindest für eine 

leichte, wechselbelastende Tätigkeit volle Arbeitsfähigkeit (act. G 4.2.46).

A.f Am 29. März 2004 diagnostizierte Dr. med. H.___, Allg. Medizin FMH, im Arztbericht 

zu Handen der IV-Stelle ein chronisches cervicophales Schmerzsyndrom beidseits - 

Autoauffahrunfall mit HWS-Distorsionstrauma 6. Juni 2002, Diskusprotrusion Th2/3 und 

Th3/4 ohne Kontakt zur Nervenwurzel (MRI 20.11.03), Symptomausweitung. Die 

medizinisch begründete Arbeitsunfähigkeit als Bauarbeiter habe vom 20. Oktober 2003 

bis 5. November 2003 100% und seit dem 6. November 2003 50% betragen, wobei 

der Gesundheitszustand besserungsfähig sei und berufliche Massnahmen angezeigt 

seien. Eine ergänzende medizinische Abklärung halte er nicht für angezeigt. Bisherige 

medikamentöse Therapien und physikalische Behandlungsansätze hätten keine 

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Verbesserung der Situation gebracht. Ein vorgesehener Aufenthalt in der Klink Valens, 

bei dem auch eine gutachterliche Untersuchung hätte stattfinden sollen, sei wegen 

fehlender Compliance des Versicherten vorzeitig abgebrochen worden (act. G 4.1.13).

A.g Mit Verfügung vom 2. April 2004 kündigte die Suva an, dass sie die 

Taggeldleistungen spätestens mit dem 30. Juni 2004 einstellen würde (act. G 4.2.47). 

Mit Verfügung vom 12. April teilte die Suva mit, dass keine traumatisch nachweisbaren 

Veränderungen bzw. keine behandlungsbedürftigen Unfallfolgen von Seiten der 

Halswirbelsäulenpartie mehr vorliegen würden, und sie den Fall, was die Unfallfolgen 

anbelange, abschliesse und sämtliche Versicherungsleistungen mit dem 30. April 2005 

einstelle (act. G 4.2.57). Diese beiden Verfügungen bestätigte die Suva mit 

Einspracheentscheid vom 20. September 2005 (act. G 4.2.60).

A.h Gemäss Fragebogen für den Arbeitgeber vom 30. Juni 2004 war der Versicherte 

vom 22. September 1986 bis 30. Juni 2004 mit einem 100% Pensum bei der I.___ als 

Facharbeiter zu einem Monatslohn von seit 2004 Fr. 4'605.-- angestellt (Kündigung 

durch Arbeitgeber; act. G 4.1.22). Vom 1. Juni 2000 bis 30. November 2003 war der 

Versicherte ausserdem bei der J.___ im Rahmen von 6 bis 10 Stunden pro Woche als 

Lagerangestellter beschäftigt. Das Arbeitsverhältnis wurde durch die Arbeitgeberin 

wegen Nichteinhaltens der Arbeitszeit aufgelöst (act. G 4.1.23).

A.i  Vom 23. November 2004 bis 28. Januar 2005 nahm der Versicherte auf Anweisung 

des RAV an einem Verzahnungsprogramm zur beruflichen Abklärung teil. Die 

Präsenzzeit habe vier Stunden pro Tag betragen, wobei der durchschnittliche 

Leistungsgrad des Versicherten 50% betragen habe. Die gezeigte Arbeitsleistung 

könne auf dem freien Arbeitsmarkt nicht verwertet werden. Der Versicherte habe nach 

seiner Aussage ständig Schmerzen. Er müsse seine Sitzhaltung immer anpassen und 

könne auch nicht längere Zeit stehen. Er ertrage keinen Lärm und könne keine Arbeit 

verrichten, die auch nur wenig Kraftaufwand benötige (act. G 4.1.30).

A.j  Am 1. März 2005 diagnostizierte Dr. med. K.___, FMH Physikalische Medizin, zu 

Handen Dr. L.___ ein chronisches Cervicocephalsyndrom bei Status nach 

Autoauffahrunfall am 6.6.02, muskuläre Dysbalance sowie somatoforme Schmerzen. 

Eine definitive Beurteilung könne er nicht machen, da er einerseits über die 

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Vorgeschichte nur lückenhaft orientiert sei und andererseits der Untersuch stark 

erschwert sei wegen des theatralisch-leidenden Verhaltens des Versicherten (häufig mit 

aktiver Gegenwehr). Ausserdem stünden ihm keine Röntgenbilder zur Verfügung. 

Auffällig sei sicher die zunehmende Chronifizierung der Schmerzen mit einer 

zunehmenden Symptomausweitung, die völlige Therapieresistenz gegen alle 

Behandlungsmassnahmen, ohne dass von verschiedenen Ärzten klare objektive 

Befunde hätten erhoben werden können. Es handle sich wahrscheinlich teilweise oder 

vorwiegend um somatoforme Schmerzen. Er habe dem Versicherten auch eröffnet, 

dass er ihm nicht glaube, dass er derart starke Schmerzen habe, wie er das behaupte. 

Aufgrund der bisherigen schlechten Behandlungserfahrung sehe er mit seinen 

Therapiemöglichkeiten keine Möglichkeit, in diesem Fall eine Erfolg versprechende 

Behandlung anzubieten. Ob eine psychiatrische Erkrankung diese Fehlentwicklung 

mitverursacht habe oder ob es sich um ein reines Rentenbegehren handle, könne er 

nicht beurteilen. Er empfehle, eine IV- oder Medas-Begutachtung bei der IV-Stelle zu 

beantragen (act. G 4.1.40).

A.k  Am 19. April 2005 beantragte Dr. med. L.___, FMH Allgemeine Medizin, der neue 

Hausarzt des Versicherten, eine IV- oder Medas-Begutachtung zur möglichst raschen 

Abklärung der Arbeitsfähigkeit. Zur Zeit sei der Versicherte zu 50% krank geschrieben 

und werde vom RAV in der M.___ eingesetzt. Der Versicherte beklage sich jede Woche 

bei ihm, dass diese Arbeit viel zu streng sei, weshalb er auch die Untersuchung bei Dr. 

K.___ veranlasst habe (act. G 4.1.40).

A.l  Am 10. November 2005 fand Dr. med. N.___, Zentrum für bildgebende Diagnostic, 

eine diskrete Kyphosierung der HWS im Liegen. Im übrigen normale Darstellung des 

cerviko-thorakalen Spinalkanals CO bis Th5, kein Nachweis posttraumatischer 

Läsionen, nennenswerter degenerativer Veränderungen oder gar fokaler 

Myelonläsionen (act. G 4.1.64-21).

A.mAm 21. November 2005 stellte Dr. med. O.___, Facharzt FMH Rheumatologie, 

gegenüber dem Hausarzt Dr. L.___ Folgendes fest: Chronisches Schmerzsyndrom 

nach HWS Trauma 6.6.02, keine Hinweise für strukturelle Schädigung, bisher kein 

Erfolg versprechender therapeutischer Ansatz. Er habe kein Patentrezept, um einen 

Erfolg versprechenden weiteren Verlauf einzuleiten. Das einzig Wichtige sei es, den 

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Versicherten von der Notwendigkeit, wieder selbst arbeiten zu müssen, überzeugen zu 

können, resp. ihn mit entsprechendem Druck dort hin zu bringen. Es bestehe eine 

komplexe Schmerzproblematik ohne fassbare somatische Ursache. Das von ihm 

veranlasste MRI der HSW habe keine fassbare strukturelle Veränderungen, 

insbesondere auch keine Syringomyelie, ergeben. Aus somatischer Sicht sehe er keine 

Einschränkungen für eine mittelschwere bis leichte körperliche Erwerbstätigkeit. Er 

habe dem Versicherten dargelegt, dass er mit dem aktuellen Verhalten sich und seine 

Familie unglücklich mache. Vielleicht könne die "katastrophisierende" Stimmungslage 

mit einem etwas antreibenden Antidepressivum günstig beeinflusst werden (act. G 

4.1.48).

A.n Am 20. Januar 2006 erstellte Dr. med. P.___, Facharzt für orthopädische Chirurgie, 

im Auftrag der Generali Versicherung ein Gutachten unter anderem betreffend 

Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall von 6. Juni 2002 und der Arbeitsfähigkeit. 

Dr. P.___ hält eine weitere Behandlung der Unfallfolgen für erfolglos, der Endzustand 

sei erreicht. Einzig die Kopfschmerzen könnten auf die Auffahrkollision zurückzuführen 

sein. Aufgrund der psychischen Dekompensation und der Chronifizierung der 

Beschwerden sei der Versicherten nicht mehr arbeitsfähig in seinem Beruf als 

Bauarbeiter, ebenso wenig in einer anderen Tätigkeit. Unter dem Titel Bemerkungen 

fügte er an, er habe in den obigen Ausführungen bewusst nicht einfliessen lassen, dass 

der Versicherte zwei mal pro Jahr in der Lage sei, mit dem Bus nach Mazedonien zu 

fahren, um dort Ferien zu verbringen, wobei er keine Verstärkung der Beschwerden 

nach der langen anstrengenden Busreise angebe (act. G 4.1.75-9-17).

A.o Am 16. Mai 2006 teilte Dr. L.___ dem Rechtsvertreter des Versicherten mit, dass er 

jenen seit November 2004 behandle und bereits damals eine Arbeitsunfähigkeit von 

50% bestanden habe, welche zuvor von mehreren vorhergehenden Ärzten bestätigt 

worden sei, an welcher er auch festhalten würde. Die Situation würde durch die 

Einstellung des Versicherten jedoch nicht besonders positiv beeinflusst werden (act. G 

4.1.75-20).

A.p Am 12. Juni 2006 beauftragte die IV-Stelle die ABI, Ärztliches 

Begutachtungsinstitut GmbH in Basel, den Versicherten medizinisch abzuklären (act. G 

4.1.61). Am 31. August 2006 erstellten Dr. med. Q.___, Rheumatologie, und Dr. med. 

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R.___, Innere Medizin, das polydisziplinäre Gutachten (internistische, psychiatrische 

[Dr. T.___] und rheumatologische Untersuchung). Eine Diagnose mit Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit stellten sie keine. Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 

diagnostizierten sie jedoch eine Schmerzverabeitungsstörung (ICD-10 F 59) sowie ein 

chronisches cervicalbetontes panvertebrales Schmerzsyndrom mit pseudoradikulärer 

Ausstrahlung in die oberen sowie unteren Extremitäten links (ICD-10 M53.8/M53.0) bei 

Status nach HWS-Beschleunigungstrauma am 6.6.2002 ohne radiomorphologische 

Hinweise für posttraumatische ossäre, discogene oder neurale Läsionen (MRT HWS 

10.11.2005). Der 1964 geborene Versicherte leide an einem chronischen 

therapieresistenten cervicalbetonten Panvertebralsyndrom, ohne objektivierbare 

pathologische Befunde am Bewegungsapparat und mit fehlender psychiatrischer 

Komorbidität. Aus interdisziplinärer Sicht bestehe eine uneingeschränkte 

Arbeitsfähigkeit im zuletzt angestammten Beruf als Bauarbeiter. Diese gelte auch für 

sämtliche weiteren in der freien Wirtschaft verwertbaren Berufe. Medizinische 

Massnahmen im Sinne eines Kraftaufbauprogramms wären theoretisch sinnvoll. 

Berufliche Massnahmen würden sich erübrigen (act. G 4.1.64).

A.q Mit Vorbescheid vom 14. September 2006 stellte die IV-Stelle die Abweisung des 

Leistungsbegehrens in Aussicht. Es bestünde keine Invalidität im Sinne des Gesetzes. 

Der Versicherte sei in seiner bisherigen Tätigkeit uneingeschränkt arbeitsfähig (act. G 

4.1.69). Mit Schreiben vom 23. Oktober 2006 liess der Versicherte Einwände gegen die 

vorgesehene Erledigung erheben (act. G 4.1.75).

A.r Am 15. November 2006 nahmen Dr. Q.___, Rheumatologie und Innere Medizin, Dr. 

T.___, FMH Psychiatrie und Psychotherapie sowie Dr. U.___, ABI, Basel, Stellung zum 

Gutachten von Dr. P.___ vom 20. Januar 2006. Es bestehe dahingehend eine 

Übereinstimmung, dass am Bewegungsapparat neurologisch und orthopädisch keine 

objektiven Befunde zu erheben gewesen seien. Auch sei eine Überlagerungsreaktion 

beobachtet worden, wie diejenige, die sie beschrieben hätten. Dr. P.___ habe ein 

myofasciales Schmerzsyndrom am ganzen Körper festgestellt; ein Leiden von Relevanz 

für die Arbeitsfähigkeit habe er nicht diagnostiziert. Im Gegensatz zu Dr. P.___ kämen 

sie (ABI) nicht zum Resultat dass die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt sei. Eine 

Begründung für die von Dr. P.___ angegebene Arbeitsunfähigkeit finde sich bei der 

Durchsicht dessen Gutachtens kaum. Dr. P.___ attestiere rein aufgrund der von ihm 

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vermuteten psychischen Beschwerden eine volle Arbeitsunfähigkeit für jegliche 

Erwerbstätigkeiten. Mögliche krankheitsfremde Gründe würden überhaupt nicht 

angedacht und es habe auch keine psychiatrisch-fachärztliche Abklärung 

stattgefunden. Bezüglich Befunderhebung und Diagnosestellung sei in 

Übereinstimmung mit ihrem Gutachten auf den Bericht abzustützen. Bezüglich der 

Einschätzung der Arbeitsfähigkeit könne jedoch in keiner Weise darauf abgestellt 

werden. Die Nichtrealisierbarkeit der Arbeitsfähigkeit in der freien Wirtschaft resultiere 

nicht aus medizinischen Gründen (act. G 4.1.78).

A.s  Mit Verfügung vom 21. November 2006 lehnte die IV-Stelle den Anspruch auf IV- 

Leistungen ab. Es bestehe keine Invalidität im Sinne des Gesetzes. Der Versicherte sei 

uneingeschränkt arbeitsfähig. Bei abweichenden ärztlichen Gutachten komme 

demjenigen Gutachten die grösste Bedeutung bezüglich Beweiswert zu, welches die 

streitigen Belange umfassend beurteile, auf allseitigen Untersuchungen beruhe, die 

geklagten Beschwerden würdige, die Vorakten berücksichtige, in der Darlegung der 

medizinischen Zusammenhänge und der Beurteilung der medizinischen Situation 

einleuchte, wobei der IV-Stelle ein weiter Ermessensspielraum zukomme. Der 

Versicherte sei immer in einem vollen Pensum erwerbstätig gewesen, weswegen er als 

Vollerwerbstätiger zu qualifizieren sei und die Prüfung einer allfälligen Einschränkung im 

Haushalt entfalle (act. G 4.1.79).

B.  

B.a Mit Beschwerde vom 8. Januar 2007 lässt der Beschwerdeführer beantragen, die 

angefochtene Verfügung sei aufzuheben und dem Beschwerdeführer sei eine IV-Rente 

von mindestens 50% zuzusprechen. Eventualiter sei er weiter medizinisch und 

beruflich abzuklären und insbesondere bezüglich seines psychischen Leidens neu zu 

beurteilen, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. Der Bericht des ABI präsentiere 

sich bezüglich der angefragten psychiatrischen Abklärung überwiegend lediglich als 

Zusammenfassung der bisherigen IV-Akten. Eigene Untersuchungen seien wohl in 

Anbetracht der sehr kurzen Untersuchungsdauer beim Beschwerdeführer kaum 

angestellt worden. Wichtige Fragen der Beschwerdegegnerin würden unbeantwortet 

bleiben, so der objektive Befund, insbesondere bezüglich Psychostatus mit Angabe 

von Testmethoden und Testergebnissen. Es fehle die genaue Symptom- bzw. 

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Schmerzanalyse, obschon es sich um eine somatoforme Störung handle. Stattdessen 

erwähne der Psychiater einzig eine Schmerzverarbeitungsstörung, welche keinen 

Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ausübe, und weise mehrfach darauf hin, dass keine 

weitere psychiatrische Diagnose gestellt werden könne. Beim Beschwerdeführer 

würden allenfalls vorhandene unbewusste Konflikte im Verborgenen bleiben, weil sie 

vom Gutachter gar nicht erfragt worden seien. Zudem würden verschiedene Antworten 

der psychiatrischen Untersuchung auf falschen oder unvollständigen Grundlagen 

basieren. Weiter würde der psychiatrische Gutachter irrtümlich davon ausgehen, dass 

der Beschwerdeführer noch nie Psychopharmaka eingenommen habe. Tatsache sei 

aber, dass er zumindest bei Dr. H.___ mit Antidepressiva behandelt worden sei. 

Schliesslich widerspreche die gutachterliche Aussage, es würde beim 

Beschwerdeführer keine depressive Störung vorliegen, der Feststellung im 

Abklärungsbericht des Verzahnungsprogramms, wo anlässlich einer wesentlich 

längeren Beobachtungsdauer vom 23. November 2004 bis 28. Januar 2005 eine 

Depression klar erkannt worden sei. Die Beschwerdegegnerin gehe fehl in der 

Annahme, ein Medas-Gutachten gewährleiste unbesehen eine objektive 

Gesamtbetrachtung der Arbeitsfähigkeitschätzung. Das Gutachten sei in 

psychiatrischer Hinsicht unvollständig. Seit November 2004 werde eine 50%-ige 

Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit des Beschwerdeführers von 

mehreren Ärzten bestätigt (act. G 1).

B.b Mit Beschwerdeantwort vom 19. März 2007 beantragt die Beschwerdegegnerin die 

Abweisung der Beschwerde. Das Gutachten des ABI vom 31. August 2006 sei 

überzeugend. In diagnostischer Hinsicht würden sich in den Akten keine wesentliche 

Differenzen finden. Lediglich betreffend Arbeitsfähigkeit würden unterschiedliche 

Beurteilungen vorliegen, wobei der Schluss von Dr. P.___ nicht nachvollziehbar sei, da 

er diesen aus einer Diagnose ohne greifbaren Befund ableite. Aus der Tatsache, dass 

der Beschwerdeführer in seiner Heimat Mazedonien eine 14-köpfige Sippe habe 

unterstützen müssen und dass er neben seinem vollzeitlichen Haupterwerb noch einen 

Nebenerwerb bei der Migros ausgeübt habe, lasse sich nichts zu seinen Gunsten 

ableiten. Allenfalls sei in der behaupteten Arbeitsunfähigkeit ein sekundärer 

Krankheitsgewinn zu sehen, da sie dem Beschwerdeführer das Argument liefere, seine 

Verwandten nicht mehr mit Geld versorgen zu müssen. Darin lasse sich jedoch bei 

Weitem keine schwere psychosoziale Belastungssituation erkennen. Soweit der 

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Beschwerdeführer geltend mache, er sei von seinem Hausarzt mit Antidepressiva 

behandelt worden, treffe es zwar zu, dass dieser am 29. März 2004 von einer solchen 

Behandlung berichtet habe. Damit sei jedoch keineswegs erstellt, dass diese auch 

tatsächlich eingenommen worden seien. In der psychiatrischen Exploration des ABI 

habe der Versicherte denn auch erklärt, er nehme einzig gegen die Schmerzen 

Medikamente. Dieser Frage sei ohnehin kein wesentliches Gewicht beizumessen. Viel 

wichtiger erscheine, dass der Beschwerdeführer im weiteren Verlauf des Untersuchs 

geschildert habe, dass er einmal eine albanisch sprechende Psychiaterin aufgesucht 

habe, die aber offensichtlich keine Notwendigkeit für eine Behandlung gesehen habe. 

Von Seiten der Ärzte werde teilweise mit erstaunlicher Deutlichkeit dargelegt, wie der 

Beschwerdeführer offensichtlich ein demonstratives Verhalten an den Tag lege, mit 

dem er den Kranken spielen wolle. Damit sei ohne Weiteres der Einschätzung des ABI 

zu folgen, wonach der Beschwerdeführer in allen Tätigkeiten voll arbeitsfähig sei (act. G 

4).

B.c Der Beschwerdeführer hält mit Replik vom 26. April 2007 an seinen Ausführungen 

und Begehren fest. Die Diskussion des Gutachtens von Dr. P.___ werde vom ABI nur 

kurz nachgeholt. Eine eingehende Auseinandersetzung mit den Widersprüchen zur 

eigenen Beurteilung fehle. Die wesentliche Frage der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit des 

Beschwerdeführers werde nicht nur von Dr. P.___, sondern auch vom Hausarzt Dr. 

L.___ anders als vom ABI beantwortet, würden sie den Beschwerdeführer doch 

unabhängig von der Tätigkeit als nicht mehr oder höchstens teilweise als arbeitsfähig 

beurteilen. Der Beschwerdeführer habe sich zwischenzeitlich (seit 6. Dezember 2006) 

selbst in psychiatrische Behandlung im Ambulatorium der psychiatrischen Klinik in Wil 

begeben. Er werde derzeit von Frau Dr. Kurz behandelt. Ein Abschluss der Therapie sei 

aufgrund der gesundheitlichen Situation des Beschwerdeführers nicht absehbar. Der 

Beschwerdeführer sei aufgrund der ärztlich ausgewiesenen Arbeitsunfähigkeit nach wie 

vor nicht in der Lage, im angestammten Beruf zu arbeiten. Allenfalls bestehe die 

Möglichkeit, mittels Umschulung eine berufliche Wiedereingliederung zu erreichen. 

Dafür sei jedoch eine vollständige psychiatrische Abklärung des Beschwerdeführers 

unabdingbar (act. G 8).

B.d Die Beschwerdegegnerin verzichtet am 10. Mai 2007 sinngemäss auf eine Duplik 

(act. G 10).

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B.e Am 30. November 2007 teilte der Beschwerdeführer mit, dass er sich zufolge arger 

finanzieller Nöte gezwungen gesehen habe, trotz seiner Leiden eine Anstellung im 

angestammten Beruf anzunehmen (Arbeitsaufnahme am 1. Juni 2007, Festanstellung 

ab 10. September 2007). Unter Berücksichtung der Gesamtumstände halte er trotz der 

Wiederaufnahme einer Erwerbstätigkeit an einer gerichtlichen Beurteilung der 

angefochtenen IV-Verfügung fest, zumal die Dauerhaftigkeit der Erwerbsaufnahme 

noch keinesfalls ausgewiesen sei und die geltend gemachten Ansprüche einen 

Zeitraum betreffen würden, als die Arbeitsleistungen offensichtlich unzumutbar 

gewesen seien (act. G 12).

Erwägungen:

1.   

Nach der Rechtsprechung stellt das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung 

einer Streitsache auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung (hier: 

21. November 2006) eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 129 V 4 E. 1.2 neues Fenster

mit Hinweis). Ferner sind in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze 

massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes 

Geltung hatten (BGE 130 V 329 neues Fenster, 127 V 467 E. 1 neues Fenster). Daher 

finden bei der Beurteilung des geltend gemachten Anspruchs die auf den 1. Januar 

2008 eingetretenen Änderungen des IVG keine Anwendung.

2.   

2.1  Nach Art. 28 Abs. 1 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn 

die versicherte Person mindestens zu 70%, und derjenige auf eine Dreiviertelsrente, 

wenn sie mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 

50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von 

mindestens 40% Anspruch auf eine Viertelsrente. Unter Invalidität wird die 

voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise 

Erwerbsunfähigkeit verstanden (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch 

eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit verursachte und 

nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 

https://www.swisslex.ch/slwl/search/Document.asp?DocService=DocLink&D=BGEx129xVx1_10&AnchorTarget=E1x2
https://www.swisslex.ch/slwl/search/Document.asp?DocService=DocLink&D=BGEx130xVx329_334&AnchorTarget=BGEx130xVx329
https://www.swisslex.ch/slwl/search/Document.asp?DocService=DocLink&D=BGEx127xVx466_474&AnchorTarget=E1

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Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG).

2.2  Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird nach Art. 16 ATSG das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum 

Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Valideneinkommen).

3.   

Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Das Gericht hat den Sachverhalt von 

Amtes wegen festzustellen und demnach zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel 

eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. In diesem 

Rahmen haben Verwaltungsbehörden und Sozialversicherungsgericht zusätzliche 

Abklärungen stets dann vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hiezu aufgrund der 

Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte 

hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 E. 4a; BGE 100 V 52 = ZAK 1985, 53, 

E. 4a mit Hinweisen). In beweisrechtlicher Hinsicht gilt in Bezug auf alle Unterlagen der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (BGE 122 V 157; BGE 123 V 331 E. 1c).

4.   

4.1  Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch ab Antragsstellung. Gemäss ABI-

Gutachten besteht keinerlei Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Somatische und 

psychische Leiden mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit werden verneint. Das ABI-

Gutachten (inkl. Nachtrag vom 15. November 2006) erfüllt die entscheidenden 

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Voraussetzungen für den Beweiswert eines Arztberichts. Der Bericht ist für die 

streitigen Belange umfassend, beruht auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtigt 

die geklagten Beschwerden und ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden. Er 

leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung 

der medizinischen Situation ein. Die Schlussfolgerungen der Experten sind begründet 

(BGE 125 V 352 E. 3a). Damit ist auf das Gutachten abzustellen.

4.2  Demgegenüber sind die Einwände gegen das ABI-Gutachten nicht stichhaltig. 

Soweit sich der Beschwerdeführer auf den Bericht des Verzahnungsprogramms bei der 

Transitwerkstätte Wil vom 29. März 2004 beruft, ist zu bemerken, dass es 

ausschliesslich die Aufgabe des Arztes ist, für die Belange der IV zur Frage der 

Arbeitsunfähigkeit Stellung zu nehmen (Urteil des Bundesgerichts vom 3. Januar 2002 

U 189/01). Der Bericht als solcher ist für die Beweisführung im vorliegenden Verfahren 

daher nicht massgebend, da er nur die praktische Einsatzfähigkeit im Auge haben will 

und dabei nicht auf objektive medizinische Tatsachen Rücksicht nimmt, welche die 

zumutbare Arbeitsleistung bestimmen.

4.3  An der Schlüssigkeit des ABI-Gutachtens ändert nichts, dass Dr. L.___ und Dr. 

P.___ höhere Arbeitsunfähigkeiten bestätigt haben, wie der Beschwerdeführer geltend 

macht. – Dr. L.___ ist seit November 2004 der behandelnde Hausarzt des 

Beschwerdeführers. Wie seinem Bericht vom 16. Mai 2006 zu entnehmen ist, hat er die 

Schätzung des Arbeitsunfähigkeit von früheren Ärzten lediglich übernommen und 

selber keine neuen Erkenntnisse gewonnen (act. G 4.1.75-20). Eine konkrete 

Begründung seiner Einschätzung lässt sich den Akten nicht entnehmen. Als 

behandelnder Arzt steht Dr. L.___ in einem Vertrauensverhältnis zum 

Beschwerdeführer, weshalb seine Beurteilung mit Zurückhaltung zu würdigen ist (vgl. 

Urteil des Bundesgerichts vom 16. August 2006, I 92/06 mit Hinweisen). Der 

Versicherte hat sich im Übrigen jede Woche bei ihm beklagt, dass der Einsatz im 

Verzahnungsprogramm des RAV (Pensum 50%) viel zu anstrengend für ihn sei. 

Daraufhin schickte Dr. L.___ ihn zur vertieften Abklärung zu Dr. K.___, der aber keine 

Angaben zur Arbeitsfähigkeit machen und die Einschätzung von Dr. L.___ mangels 

Untersuchbarkeit und vollständiger Anamnese des Versicherten nicht bestätigen 

konnte.

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4.4  Dr. P.___ schätzt die Arbeitsunfähigkeit auf 100% und zwar nicht nur in der 

angestammten Tätigkeit als Bauarbeiter, sondern in jeder anderen Tätigkeit, wobei eine 

weitere Behandlung der Unfallfolgen erfolglos wäre. Dies begründet er mit einer 

psychischen Dekompensation und der Chronifizierung der Beschwerden. 

Pathologische Befunde konnte auch er keine erheben. Feststellen konnte er lediglich 

ein myofasciales Schmerzsyndrom. Was für psychische Beschwerden seiner Ansicht 

nach vorliegen sollen, lässt sich seinem Gutachten jedoch nicht entnehmen. Doch liegt 

der Schwerpunkt seines Gutachtens als orthopädischer Chirurge in erster Linie auch in 

der Beurteilung des Kausalzusammenhangs für den Unfallversicherer und der 

somatischen Seite und nicht in der Beurteilung der psychischen Verfassung des 

Beschwerdeführers. Jedoch fiel auch ihm auf, dass das Verhalten des 

Beschwerdeführers inkonsistent ist. So habe dieser vor der Untersuchung (er war eine 

halbe Stunde zu früh erschienen) einen wachen und freundlichen Eindruck gemacht 

und beim Gang auf die Toilette keine Auffälligkeiten gezeigt. Als er jedoch ins 

Sprechzimmer gerufen worden sei, habe er einen leidenden Eindruck gemacht. Er habe 

sich sehr langsam aus dem Stuhl erhoben und sei mit schmerzverzerrtem Gesicht und 

mit kleinen Schritten ins Sprechzimmer gehinkt. Der Gesprächston sei anfänglich 

normal gewesen, die Antworten seien aber zunehmend aggressiver geworden. Der 

Schluss, der Beschwerdeführer sei zu 100% arbeitsunfähig, sowohl als Bauarbeiter als 

auch in jeder anderen Tätigkeit, ist nicht nachvollziehbar.

4.5  Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, wegen seiner verwandtschaftlichen 

Verpflichtungen mehr als 100% gearbeitet und somit unter einer erheblichen 

psychosozialen Belastung gelitten zu haben, und sich auf Dr. O.___ beruft, so ist ihm 

entgegenzuhalten, dass Dr. O.___ den Beschwerdeführer keineswegs als 

arbeitsunfähig angesehen hat und er aus dessen Arztbericht vom 21. November 2005 

nichts zu seinen Gunsten ableiten kann. Denn Dr. O.___ war der Ansicht, das einzig 

Wichtige sei es, den Beschwerdeführer von der Notwendigkeit, wieder selbst arbeiten 

zu müssen, überzeugen zu können resp. ihn mit entsprechendem Druck dort hin zu 

bringen. Der Beschwerdeführer habe während der Untersuchung bei ihm ein leider zur 

Genüge bekanntes Verhaltensmuster präsentiert, bei welchem vor allem der Wille krank 

zu sein im Vordergrund stehe und nicht jener gesund zu werden.

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4.6  Der Beschwerdeführer macht ausserdem geltend, der psychiatrische Gutachter 

des ABI gehe irrtümlich davon aus, dass er noch nie Psychopharmaka eingenommen 

habe. In der Tat wurde der Beschwerdeführer von Dr. H.___ zur Schmerzdistanzierung 

mit Antidepressiva behandelt, aber nicht aufgrund einer psychischen Störung. Wie das 

ABI-Gutachten vom 31. August 2006 feststellt, war der Beschwerdeführer bis anhin nie 

in psychiatrischer Behandlung. Der Beschwerdeführer hat dem Gutachter erklärt, dass 

er einzig gegen die Schmerzen Medikamente nehme und 2005 für eine Sitzung bei 

einer albanisch sprechenden Psychiaterin gewesen sei. Diese habe aber weder eine 

Therapie noch eine medikamentöse Behandlung für nötig gehalten. Aus diesen 

Umständen kann der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten ableiten.

4.7  Zusammenfassend lässt sich die von der Beschwerdegegnerin zugrundegelegte 

Arbeitsfähigkeit von 100% somit nicht beanstanden. Führen die von Amtes wegen 

vorzunehmenden Abklärungen die Verwaltung oder das Gericht bei pflichtgemässer 

Beweiswürdigung zur Überzeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei überwiegend 

wahrscheinlich und weitere Beweismassnahmen könnten an diesem feststehenden 

Ergebnis nichts mehr ändern, ist auf die Abnahme weiterer Beweise zu verzichten 

(antipizierte Beweiswürdigung; Urteil vom 27. April 2005 I 769/04 E. 3 mit Hinweisen). 

Angesichts dessen, dass die Akten eine zuverlässige Beurteilung der Auswirkungen 

des Gesundheitszustands auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit zulassen, kann das 

Gericht von den beantragten Abklärungsmassnahmen absehen, da von ihnen keine 

neuen Erkenntnisse zu erwarten sind.

5.   

Aufgrund dieser Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen.

6.   

6.1  Gemäss dem seit 1. Juli 2006 in Kraft stehenden Art. 69 neues Fenster Abs. 1bis 

IVG neues Fenster ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung 

oder die Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem kantonalen 

Versicherungsgericht in Abweichung von Art. 61 neues Fenster lit. a ATSG neues 

https://www.swisslex.ch/slwl/search/Document.asp?DocService=DocLink&D=DEx831x20xA69&AnchorTarget=
https://www.swisslex.ch/slwl/search/Document.asp?DocService=DocLink&D=DEx831x20&AnchorTarget=
https://www.swisslex.ch/slwl/search/Document.asp?DocService=DocLink&D=DEx830x1xA61&AnchorTarget=
https://www.swisslex.ch/slwl/search/Document.asp?DocService=DocLink&D=DEx830x1&AnchorTarget=

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Fenster kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und 

unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt.

6.2  Vorliegend erweist sich eine Kostenpauschale von Fr. 600.-- als angemessen. 

Ausgangsgemäss sind die Kosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.  Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.  Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt und mit 

dem vom Beschwerdeführer geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 600.-- verrechnet.

https://www.swisslex.ch/slwl/search/Document.asp?DocService=DocLink&D=DEx830x1&AnchorTarget=

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	Entscheid Versicherungsgericht, 13.05.2008
	Art. 6 ATSG Beweiswert von Arztberichten; Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in einem polydisziplinären schlüssigen Gutachten wird durch einen Abklärungsbericht Verzahnungsprogramm der Arbeitslosenversicherung nicht erschüttert, ebenso wenig durch nicht schlüssige abweichende Arztberichte (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 13. Mai 2008, IV 2007/18).

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