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**Case Identifier:** 7a4e28c8-f5fc-56b1-893c-d6e0c5d9404e
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-09-18
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 18.09.2014 200 2014 316
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-316_2014-09-18.pdf

## Full Text

200 14 316 IV
LOU/ABE/KRK

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 18. September 2014

Verwaltungsrichter Loosli, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Kölliker, Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiberin Abenhaim

A.________
vertreten durch B.________ 
3001 Bern
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 27. Februar 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Sept. 2014, IV/14/316, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1956 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
war zuletzt von Januar 2003 bis August 2008 als … angestellt. Am 27. Ja-
nuar 2009 meldete sie sich wegen Rückenproblemen, Rheuma, Depressi-
onen, Kopfschmerzen, Schlafproblemen und Eisenmangel (bestehend seit 
2000) bei der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) zum Leis-
tungsbezug an (Antwortbeilage [AB] 1, 11). Die IVB tätigte Abklärungen 
(AB 3 ff.), insbesondere veranlasste sie eine neurochirurgisch-
psychiatrische Untersuchung (Gutachten vom 16. Oktober 2009 [AB 25] 
und vom 2. November 2009 [AB 27]) sowie eine Haushaltsabklärung. Im 
entsprechenden Abklärungsbericht vom 27. November 2009 (AB 28) wurde 
der Status mit 60% Erwerbs- und 40% Haushaltstätigkeit festgelegt. Nach-
dem (vgl. AB 41/3) der Versicherten bei einem Invaliditätsgrad von 14% 
vorbescheidweise (AB 29) die Rentenabweisung in Aussicht gestellt wor-
den war, erfolgte vom 11. Februar bis zum 6. Mai 2010 eine (weitere [vgl. 
AB 25/19]) Hospitalisation in der Klinik C.________ (AB 46/2). Alsdann 
liess die IVB die Versicherte durch ihren Regionalen Ärztlichen Dienst 
(RAD) psychiatrisch untersuchen (AB 51). Am 26. April 2011 kündigte sie 
erneut an, das Leistungsbegehren abzuweisen (AB 59). Nach erfolgtem 
Einwand (AB 60) veranlasste die IVB eine neue Haushaltsabklärung (AB 
63) und ermittelte nunmehr einen Invaliditätsgrad von 8% (Vorbescheid 
vom 14. November 2011 [AB 64]). 

In der Folge befand sich die Versicherte vom 14. Februar bis zum 14. April 
2012 zum dritten Mal in stationärer Behandlung in der Klinik C.________ 
(AB 71). Schliesslich veranlasste die IVB abermals eine neurochirurgisch-
psychiatrische Begutachtung (Gutachten vom 22. Oktober 2012 [AB 76] 
und vom 22. Januar 2013 [AB 81.1]). Nach erneuter Haushaltabklärung 
(AB 85/2) und durchgeführtem Vorbescheidverfahren (AB 86 ff.) wies die 
IVB den Rentenanspruch mit Verfügung vom 27. Februar 2014 (AB 99) ab. 
Ausgehend von einem Status von 60% Erwerb und 40% Haushalt ermittel-
te sie einen Invaliditätsgrad von insgesamt 15%. 

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B.

Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch die B.________, am 31. 
März 2014 Beschwerde und beantragte die kostenfällige Aufhebung der 
angefochtenen Verfügung und Zusprechung mindestens einer Viertelsren-
te. Zur Begründung wird im Wesentlichen eine unrichtige und unvollständi-
ge Feststellung des Sachverhalts gerügt sowie eine Verletzung des Gehör-
sanspruchs geltend gemacht.

Mit Beschwerdeantwort vom 15. Mai 2014 beantragt die Beschwerdegeg-
nerin die Beschwerdeabweisung. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

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1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 27. Februar 2014 
(AB 99). Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

In formeller Hinsicht macht die Beschwerdeführerin vorab eine Verletzung 
des Anspruchs auf rechtliches Gehör geltend: Die Beschwerdegegnerin 
habe in medizinischer Hinsicht einzig auf die zuletzt eingeholten Expertisen 
vom 22. Oktober 2012 (AB 76) und vom 22. Januar 2013 (AB 81.1) abge-
stellt. Eine Begründung, weshalb die anderen ärztlichen Berichte und Mei-
nungen unberücksichtigt geblieben seien resp. eine Auseinandersetzung 
mit diesen fehle.

2.1 Die Parteien haben Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 
der Bundesverfassung [BV; SR 101], Art. 42 Satz 1 ATSG). Die Begrün-
dungspflicht ist wesentlicher Bestandteil des Anspruchs auf rechtliches 
Gehör im Sinne von Art. 29 Abs. 2 BV. Sie soll verhindern, dass sich die 
Behörde von unsachlichen Motiven leiten lässt, und den Betroffenen er-
möglichen, die Verfügung gegebenenfalls sachgerecht anzufechten. Dies 
ist nur möglich, wenn sowohl die betroffene Person als auch die Rechtsmit-
telinstanz sich über die Tragweite des Entscheids ein Bild machen können. 
In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt wer-
den, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf welche sich ihre 
Verfügung stützt. Dies bedeutet indessen nicht, dass sie sich ausdrücklich 
mit jeder tatbeständlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand 
auseinandersetzen muss. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid 
wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (BGE 136 I 229 E. 5.2 S. 236, 
124 V 180 E. 1a S. 181).

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2.2 Die Begründung der vorliegenden Verfügung ist rechtsgenüglich. 
Die wesentlichen Überlegungen, die hinter dem abschlägigen Entscheid 
standen, lassen sich daraus entnehmen, nämlich dass aus psychiatrischer 
Sicht von keinen Einschränkungen ausgegangen und aus somatischer 
Sicht körperlich leichte bis mittelschwere wechselbelastende Tätigkeiten 
ganztags als zumutbar erachtet und dabei eine 10-20%-ige Leistungsmin-
derung zuerkannt werde (AB 99/1). Zudem stellte die Beschwerdegegnerin 
fest, dass selbst unter Berücksichtigung der einwandweise geltend ge-
machten Einschränkungen kein Rentenanspruch resultierte. Entgegen der 
in der Beschwerde vertretenen Auffassung ist nicht zu beanstanden, dass 
die Verfügung selbst keine einlässliche Auseinandersetzung mit sämtlichen 
ärztlichen Beurteilungen enthält. Solches könnte schon aus Praktikabi-
litätsgründen nicht verlangt werden. Nichts anderes ergibt sich aus dem 
von der Beschwerdeführerin erwähnten Grundsatz der freien Beweiswürdi-
gung. Zwar sind die Beweise auch im Verwaltungsverfahren frei zu würdi-
gen; die Pflicht, bei einander widersprechenden medizinischen Berichten 
die Gründe anzugeben, warum auf die eine und nicht auf die andere medi-
zinische These abgestellt wird, gilt jedoch allein im Beschwerdeverfahren 
(vgl. BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; vgl. auch E. 4.2 hiernach). Ausserdem 
hat die Beschwerdegegnerin die Einwände (AB 89, 91) sowohl dem RAD 
als auch dem Abklärungsdienst zur Stellungnahme unterbreitet. Die ent-
sprechenden Berichte (AB 95/3, 96/13, 98/2), welche ausführliche Ausein-
andersetzungen mit den Vorbringen der Beschwerdeführerin wie auch mit 
den von den Gutachtern abweichenden Meinungen der behandelnden Ärz-
te enthalten, lagen der Verfügung bei und wurden explizit als integrierende 
Bestandteile derselben erklärt (vgl. AB 99/2). Damit war es der rechtskun-
dig vertretenen Beschwerdeführerin ohne weiteres möglich, die Verfügung 
sachgerecht anzufechten, zumal sie nicht geltend macht, aktenmässig nicht 
umfassend dokumentiert gewesen zu sein. Die Rüge der Gehörsverletzun-
gen erweist sich folglich als unbegründet.

3.

3.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG).

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Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geisti-
gen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Be-
handlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der 
Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

3.2 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens, so auch 
einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung, setzt zunächst eine 
fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich 
anerkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 136 V 279 E. 3.2.1 
S. 282). Wie jede andere psychische Beeinträchtigung begründet indes 
auch eine diagnostizierte anhaltende somatoforme Schmerzstörung als 
solche noch keine Invalidität. Vielmehr besteht eine Vermutung, dass die 
somatoforme Schmerzstörung oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Wil-
lensanstrengung überwindbar sind. Bestimmte Umstände, welche die 
Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern, können den Wieder-
einstieg in den Arbeitsprozess unzumutbar machen, weil die versicherte 
Person alsdann nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen not-
wendigen Ressourcen verfügt. Ob ein solcher Ausnahmefall vorliegt, ent-
scheidet sich im Einzelfall anhand verschiedener Kriterien. Im Vordergrund 
steht die Feststellung einer psychischen Komorbidität von erheblicher 
Schwere, Ausprägung und Dauer. Massgebend sein können auch weitere 
Faktoren, so: chronische körperliche Begleiterkrankungen; ein mehrjähri-
ger, chronifizierter Krankheitsverlauf mit unveränderter oder progredienter 
Symptomatik ohne länger dauernde Rückbildung; ein sozialer Rückzug in 
allen Belangen des Lebens; ein verfestigter, therapeutisch nicht mehr be-
einflussbarer innerseelischer Verlauf einer an sich missglückten, psychisch 
aber entlastenden Konfliktbewältigung (primärer Krankheitsgewinn; „Flucht 
in die Krankheit“); das Scheitern einer konsequent durchgeführten ambu-
lanten oder stationären Behandlung (auch mit unterschiedlichem therapeu-
tischem Ansatz) trotz kooperativer Haltung der versicherten Person. Je 
mehr dieser Kriterien zutreffen und je ausgeprägter sich die entsprechen-
den Befunde darstellen, desto eher sind – ausnahmsweise – die Voraus-
setzungen für eine zumutbare Willensanstrengung zu verneinen (BGE 137 
V 64 E. 4.1 S. 67, 136 V 279 E. 3.2.1 S. 282, 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 
352 E. 2.2.3 S. 354). 

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3.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und 
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Vier-
telsrente.

3.4 Nach Art. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil 
erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der 
Ehegattin mitarbeiten, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG 
festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die 
Invalidität für diese Tätigkeit gestützt auf einen Betätigungsvergleich ermit-
telt (Art. 28a Abs. 2 IVG). In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätig-
keit beziehungsweise der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegat-
ten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich 
festzulegen und der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen 
(sog. gemischte Methode; BGE 125 V 146 E. 2a S. 150). 

3.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99). 

4.

4.1 In medizinischer Hinsicht lässt sich den Akten im Wesentlichen Fol-
gendes entnehmen:

4.1.1 Dr. med. D.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, 
nannte im Bericht vom 16. Mai 2009 (AB 15) folgende Diagnosen mit Aus-
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit:

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1. Anhaltende somatoforme Schmerzstörung mit/bei
2. Thorakolumbovertebralsyndrom

- multisegmentale degenerative Veränderungen
- Osteochondrose L5/S1
- Spondylarthrosen TH 11/12 rechts

3. Coxarthrose links
4. Depressive Störung mit/bei

- somatischem Syndrom
- Schlafstörungen
- neurovegetativer Dysregulation

Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit beständen ein Eisen-, Vitamin 
B12- und Folsäuremangel. Gemäss Angaben der Patientin sei diese im 
Jahr 2000 von einer Leiter aus 2m Höhe gestürzt; seither habe sie immer 
wieder Rückenschmerzen, die im Frühjahr 2008 exazerbiert seien und seit-
her anhalten würden. Die Arbeit im … könne die Patientin nicht mehr auf-
nehmen. Sie könne auch zukünftig keine rückenbelastenden Arbeiten und 
keine anderen körperlich schweren Arbeiten mehr ausüben.

4.1.2 Dr. med. K.________, Fachärztin für Neurochirurgie FMH, führte im 
Gutachten vom 16. Oktober 2009 (AB 25) Folgendes auf: 

Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
• Panvertebrales Schmerzsyndrom mit pseudoradikulären Beinschmerzen 

beidseits
- keine radikuläre, periphere oder zentrale neurologische Störung
- gute Beweglichkeit aller Wirbelsäulenabschnitte
- mässig ausgeprägte degenerative Veränderungen aller Wirbelsäu-

lenabschnitte
- Ieichte Fehlhaltung HWS, BWS, LWS
- Ausschluss einer Neurokompression

Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
• Adipositas
• Rhizarthrose rechts
• Status nach Karpaltunneloperation rechts, Tendovaginitisoperation linker 

Daumen, Calcaneusspornoperation rechts, Tonsillektomie und Hämor-
rhoidenoperation, Coxarthrose links 

Neurologisch falle eine Hyperlordose auf, die Beweglichkeit sei aber weder 
im zervikalen noch im thorakalen oder lumbalen Wirbelsäulenabschnitt er-
heblich eingeschränkt. Ein sensomotorisches Defizit liege nicht vor, die 
Sensibilitätsstörung der rechten Körperhälfte lasse sich nicht zuordnen. Es 
beständen degenerative Veränderungen, jedoch keine Neurokompression. 
Die bisherige Tätigkeit im … sei 8 Stunden pro Tag zumutbar, wobei wegen 

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kurzer Lockerungspausen mit einer Leistungseinbusse von 15% gerechnet 
werden müsse. Zumutbar seien Arbeiten mit Heben und Tragen von Ge-
wichten von maximal 8 kg sowie einer Steh-, Sitz- und Gehdauer von einer 
Stunde. Zu vermeiden seien Zwangshaltungen im lumbalen Wirbelsäulen-
bereich. Eine solchermassen angepasste Tätigkeit sei ganztags ohne Leis-
tungseinbusse zumutbar.

4.1.3 Dr. med. E.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie 
FMH, nannte im Gutachten vom 2. November 2009 (AB 27) folgende Dia-
gnosen: Anhaltende somatoforme Schmerzsstörung (ICD-10 F45.4), leicht-
gradige depressive Episode (ICD-10 F32.0), invalider Ehemann, mässige 
kulturelle Integration und lange Phase von Arbeitsuntätigkeit (ICD-10 
Z60.3/Z63/Z56). Nach dem Leitersturz im Jahr 2000 sei es im Verlauf der 
Jahre zu einer erheblichen Verstärkung der Schmerzproblematik gekom-
men. Heute seien davon mehrere Körperteile betroffen, es habe sich eine 
psychosomatische Überlagerung im Sinne einer anhaltenden somatofor-
men Schmerzstörung eingestellt. Die Explorandin sei auf die Schmerzen 
fixiert, zeige hypochondrische Befürchtungen und eine Schmerzausdeh-
nung. Bei Lebensproblemen komme es zur Verstärkung der Schmerzen. 
Nebst der Schmerzproblematik seien Ehe- und familiäre Probleme sowie 
psychosoziale Belastungen aufgetreten, welche Ende Mai 2009 eine Hospi-
talisation nötig gemacht hätten. Da es bestimmte Ursachen für die depres-
siven Verstimmungen gegeben habe und immer noch gebe, sei von einem 
reaktiven Geschehen auszugehen. Wegen der Chronizität der Symptomatik 
könne heute von einer depressiven Episode ausgegangen werden; die ge-
genwärtige Episode sei leichtgradig ausgeprägt. Eine adäquate psychiatri-
sche Behandlung sei anzuregen; dadurch könne die Arbeitsfähigkeit ge-
steigert werden. Es gebe bedeutende ungünstige krankheitsfremde Fakto-
ren, welche die Erwerbsfähigkeit einschränkten. Aus psychischer bzw. psy-
chosomatischer Sicht könne von einer ca. 15%-igen Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden, wobei die Prognose günstig sei. 
Sowohl die bisherige wie auch andere Tätigkeiten seien zu 85% zumutbar. 
Im Haushalt sei die Explorandin nicht eingeschränkt.

4.1.4 Die RAD-Ärztin Dr. med. F.________, Fachärztin für Psychiatrie 
und Psychotherapie FMH, nannte im Untersuchungsbericht vom 15. Sep-

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tember 2010 (AB 51) die Diagnosen einer depressiven Störung, derzeit 
leichtgradig (ICD-10 F32.0) sowie einer anhaltenden somatoformen 
Schmerzstörung (ICD-10 F45.4); differenzialdiagnostisch erwähnte sie eine 
kulturell bedingte Schmerzverarbeitungsstörung. Die Beschwerdeführerin 
habe anlässlich der Untersuchung ein äusserst appellatives Verhalten mit 
erheblicher Verdeutlichung gezeigt. Insgesamt scheine sie sich in eine 
Krankheitsrolle geflüchtet zu haben mit grossem sekundären Krankheits-
gewinn. Es scheine insofern zu einem Rollentausch gekommen zu sein, als 
die Kinder wesentliche Teile im Haushalt und Begleitungen übernehmen 
würden, Dolmetscherfunktionen hätten sowie offenbar auch Geld zuschies-
sen würden. Aus den Blutspiegelwerten könne angenommen werden, dass 
die Beschwerdeführerin ihre Medikamente nicht zuverlässig einnehme. Die 
depressive Störung sei zurzeit leichtgradig, könne aber durchaus höhere 
Grade annehmen „durch das Triggern“ im Rahmen der 
Schmerz(verarbeitungs)störung. Jedoch erscheine sie nicht fixiert und un-
abänderlich und in diesem Sinne therapierbar.

4.1.5 Im Bericht vom 1. November 2010 (AB 56/3) führte der behandeln-
de Dr. med. G.________, visiert durch Dr. med. H.________, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie FMH, aus, die Patientin habe bei Behand-
lungsbeginn (2009) über Symptome geklagt, die klinisch einer mittelgradi-
gen, phasenweise schweren depressiven Episode entsprächen. Im Rah-
men der zunehmenden depressiven Symptomatik habe sie die schwierigen 
Lebensumstände (u.a. finanzielle Sorgen, schlechtes familiäres Klima, 
Drogenentwöhnung des Sohnes, Alkoholabusus der Tochter) sowie die 
wechselhafte Schmerzsymptomatik als unerträglich erlebt. Der bisherigen 
Tätigkeit als … könne sie nicht mehr nachkommen; empfehlenswert wäre 
eine berufliche Abklärung betreffend die Ressourcen für eine leidensange-
passte Tätigkeit.

4.1.6 Im Bericht der Klinik C.________ vom 11. Juli 2012 (AB 71/2) wur-
den folgende Diagnosen genannt: 

• Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere 
Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 F33.21)

• Thorakolumbovertebrales Syndrom
• Coxarthrose links
• V.a. Posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.0) 

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Die Patientin habe sich auf freiwilliger Basis zum dritten Mal in der Klinik 
aufgehalten. Bei Eintritt sei der formale Gedankengang aufgrund der in … 
gegebenen Antworten schwer beurteilbar gewesen, habe aber kohärent 
gewirkt. Die Patientin habe über starkes Gedankenkreisen, teilweise Ge-
dankendrängen berichtet. Die Affektlage sei deutlich depressiv, teilweise 
gereizt, und die Schwingungsfähigkeit deutlich eingeschränkt gewesen. Im 
Verlauf des Aufenthalts sei die Patientin immer offener und zugänglicher 
geworden und habe den Konflikt mit ihrem Ehemann und die daraus resul-
tierenden Belastungen differenziert thematisiert. Im Rahmen des Paarge-
sprächs habe sich ein relevantes Gewaltpotential gezeigt. Gegenseitige 
Überforderung, geringe Wertschätzung, Verzweiflung und Trauer hätten ein 
gefährliches Mass an körperlich gewalttätigen Handlungen erreicht. Die 
Verdachtsdiagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung habe auf-
grund der sprachlichen Barriere nur aufgegriffen werden können; die Pati-
entin habe vor dem Hintergrund ihrer jahrelangen körperlichen Misshand-
lungserlebnisse u.a. von flashback-artigen Zuständen, emotionaler Stumpf-
heit und Albträumen gesprochen. 

4.1.7 Dr. med. I.________, Fachärztin für Neurochirurgie, nannte im Gut-
achten vom 22. Oktober 2012 (AB 76) folgende Diagnosen mit Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit: Chronisches panvertebrales und lumboischialgi-
formes Schmerzsyndrom beidseits mit/bei Wirbelsäulenfehlform/-haltung, 
ungünstiger lumbosakraler Statik und degenerativen Veränderungen. Keine 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit habe die Dekonditionierung. Die von 
der Explorandin angegebenen schmerzbedingten Beeinträchtigungen 
könnten qualitativ und quantitativ nicht vollständig mit objektivierbaren Be-
funden erklärt werden. Im Eindruck der klinischen Untersuchung hätten 
sich vielmehr auch Hinweise für eine subjektive quantitative Ausgestaltung 
ergeben. Aus neurologischer Sicht seien körperlich leichte und körperlich 
mittelschwere Tätigkeiten in einem zeitlichen Rahmen von 8.5 Stunden pro 
Tag an fünf Tagen pro Woche zumutbar; dabei bestehe eine 10 bis maxi-
mal 20%-ige Verminderung der Leistungsfähigkeit. Ausgeschlossen seien 
ständig sowie häufig/überwiegend körperlich schwere Tätigkeiten, die Wir-
belsäule anhaltend statisch belastende Tätigkeiten, solche in Positionsmo-
notonien und in anhaltendend oder häufig repetitiven Zwangshaltungen der 
Wirbelsäule. Repetitive Gewichtsbelastungen seien mit 15 kg limitiert. Die 

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bisherige Tätigkeit als … sei aus rein neurochirurgischer Sicht in einem 
zeitlichen Rahmen von 8.5 Stunden pro Tag an fünf Tagen pro Woche zu-
mutbar; dabei bestehe eine Leistungsminderung von 10-20%. Die körperli-
chen Beeinträchtigungen könnten durch medizinische Massnahmen ver-
mindert werden (u.a. bewegungsaktive Lebensweise, Gewichtsoptimierung, 
bedarfsweise medikamentöse analgetische Behandlung, intermittierend 
krankengymnastische Übungen).

4.1.8 Dr. med. J.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 
legte im Gutachten vom 22. Januar 2013 (AB 81.1) dar, es läge keine 
krankheitswertige psychische Störung im Sinne einer Diagnose mit Auswir-
kung auf die Arbeitsfähigkeit vor. Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit nannte er zunächst die in der Klinik C.________ diagnosti-
zierte rezidivierende depressive Störung, schwere Episode ohne psychoti-
sche Symptome (ICD-10 F33.21), wobei die Diagnose aus versicherungs-
psychiatrischer Sicht diskussionsbedürftig sei. Auch der vorgeäusserte 
Verdacht auf eine posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.0) sei 
aus versicherungspsychiatrischer Sicht diskussionsbedürftig. Die vordia-
gnostizierte anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) sei 
aus aktueller versicherungspsychiatrischer Sicht nicht nachvollziehbar (S. 
23). Die bisherige Tätigkeit sei aus versicherungspsychiatrischer Sicht und 
unter Ausserachtlassung körperlicher wie auch anderer Faktoren (u.a. psy-
chosoziale Belastungen) zu 8½ Stunden an fünf Tagen in der Woche zu-
mutbar. Dabei bestehe keine verminderte Leistungsfähigkeit (S. 41). Die 
Explorandin sei in jeglicher Tätigkeit uneingeschränkt arbeitsfähig. Aus 
versicherungspsychiatrischer Sicht müsse ein Arbeitsplatz keinen besonde-
ren Anforderungen genügen (S. 42).

4.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 

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Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass das 
Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, unab-
hängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

4.3 Bei Erlass der angefochtenen Verfügung stützte sich die Beschwer-
degegnerin massgeblich auf die Beurteilung der Dres. med. I.________ 
und J.________. Das neurochirurgische Gutachten vom 22. Oktober 2012 
(AB 76/2) und die psychiatrische Expertise vom 22. Januar 2013 (AB 81.1) 
erfüllen die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert 
medizinischer Gutachten gestellten Anforderungen (E. 4.2 hiervor) und 
überzeugen. Sie beruhen auf einlässlichen Untersuchungen, wurden unter 
Berücksichtigung der geklagten Beschwerden sowie unter Beizug eines 
Dolmetschers (vgl. AB 76/10, 81.1/16) und in Kenntnis der Vorakten erstat-
tet. In der Darlegung der medizinischen Situation sind sie widerspruchsfrei 
und die Schlussfolgerungen sind nachvollziehbar begründet. Damit kommt 
den Gutachten voller Beweiswert zu (BGE 125 V 351 E. 3b/bb S. 253). 

4.3.1 Die neurochirurgische Beurteilung von Dr. med. I.________ wird 
seitens der Beschwerdeführerin nicht bemängelt. Soweit sie hingegen gel-
tend macht, der psychiatrischen Expertise von Dr. med. J.________ sei die 
Schlüssigkeit abzusprechen, ist Folgendes festzuhalten: Entgegen den 
Ausführungen in der Beschwerde (S. 4) hat der psychiatrische Experte we-
der die Diagnostik anderer Ärzte noch die durchgeführte medizinische Be-
handlung „für völlig verfehlt“ dargestellt. Vielmehr hat er den Vordiagnosen 
aus versicherungspsychiatrischer Sicht keine Auswirkung auf die Arbeits-
fähigkeit zugeschrieben bzw. ist er nach einlässlicher Auseinandersetzung 
mit den übrigen psychiatrischen Beurteilungen zum Schluss gelangt, die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Sept. 2014, IV/14/316, Seite 14

Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung mit schwerer Episode 
und die Verdachtsdiagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung 
seien – wiederum aus versicherungspsychiatrischer Sicht – diskussionsbe-
dürftig. Dies gibt zu keinen Beanstandungen Anlass (vgl. aber E. 4.3.2 
hiernach). Vielmehr gehört es zu den Pflichten eines Gutachters, sich kri-
tisch mit dem Aktenmaterial auseinanderzusetzen und eine eigenständige 
Beurteilung abzugeben (BGE 132 V 93 E. 7.2.2 S. 110). Ausserdem ist der 
unterschiedlichen Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen 
(Fach-)Arztes einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten 
fachmedizinischen Experten anderseits Rechnung zu tragen. Da die be-
handelnden Ärzte, namentlich die Dres. med. D.________ und G.________ 
sowie diejenigen in der Klinik C.________, vorliegend keine Aspekte be-
nannt haben, die im Rahmen der Begutachtung durch Dr. med. J.________ 
unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind, vermögen deren anderslau-
tende Einschätzungen (AB 71/2, 89/4, 91/3) das psychiatrische Administra-
tivgutachten von Dr. med. J.________ nicht in Frage zu stellen (SVR 2008 
IV Nr. 15 S. 44 E. 2.2.1).

4.3.2 Ob in psychiatrisch-diagnostischer Hinsicht von einer anhaltenden 
somatoformen Schmerzstörung auszugehen ist, was die Fachärzte bisher 
annahmen (vgl. AB 3/9, 3/2, 15/1, 27/6, 51/7, 56/3, 69/5), oder ob – wie 
vom Gutachter Dr. med. J.________ postuliert (AB 81.1/31) – die entspre-
chende Diagnose (aktuell) nicht (mehr) zu stellen ist, kann letztlich offen 
bleiben. Denn zum einen ist aus invalidenversicherungsrechtlicher Sicht 
nicht die Diagnose an sich massgebend, sondern vielmehr die konkreten 
Auswirkungen einer Gesundheitsstörung auf die Arbeitsfähigkeit. Zum an-
deren würde die Annahme einer somatoformen Schmerzstörung, was be-
schwerdeweise sinngemäss verlangt wird, im vorliegenden Fall zu keinem 
anderen Ergebnis führen. Diesfalls wäre anhand der zu den somatoformen 
Schmerzstörungen entwickelten Grundsätze (E. 3.2 hiervor) zu prüfen, ob 
ein invalidisierender Gesundheitsschaden im Rechtssinne vorliegt. Mit an-
deren Worten könnte die ärztlich attestierte Arbeitsunfähigkeit – anders als 
die Beschwerdeführerin der Auffassung zu sein scheint – nicht gleichge-
setzt werden mit der rechtlich relevanten Arbeitsunfähigkeit. Die ärztlichen 
Stellungnahmen zum psychischen Gesundheitszustand und zu dem aus 
medizinischer Sicht (objektiv) vorhandenen Leistungspotential bilden 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Sept. 2014, IV/14/316, Seite 15

unabdingbare Grundlage für die Beurteilung der Rechtsfrage, ob und 
gegebenenfalls inwieweit einer versicherten Person unter Aufbringung allen 
guten Willens die Überwindung ihrer Schmerzen und die Verwertung ihrer 
verbleibenden Arbeitskraft zumutbar ist. Im Rahmen der freien 
Beweiswürdigung darf sich die rechtsanwendende Behörde dabei weder 
über die medizinischen Tatsachenfeststellungen hinwegsetzen noch sich 
die ärztlichen Einschätzungen und Schlussfolgerungen zur Arbeitsfähigkeit 
unbesehen ihrer konkreten sozialversicherungsrechtlichen Relevanz und 
Tragweite zu eigen machen. Letzteres gilt namentlich dann, wenn die 
begutachtende Fachperson allein aufgrund der Diagnose einer 
anhaltenden somatoformen Schmerzstörung eine Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit attestiert. Diesfalls ist mit besonderer Sorgfalt zu prüfen, ob 
die ärztliche Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit auch invaliditätsfremde 
Gesichtspunkte (insbesondere psychosoziale und soziokulturelle 
Belastungsfaktoren) mit berücksichtigt, welche vom 
sozialversicherungsrechtlichen Standpunkt aus unbeachtlich sind, und ob 
die von den Ärzten anerkannte (Teil-)Arbeitsunfähigkeit auch im Lichte der 
für eine Unüberwindlichkeit der Schmerzsymptomatik massgebenden 
rechtlichen Kriterien standhält (BGE 130 V 352 E. 2.2.5 S. 355). Vorliegend 
ergibt diese Prüfung was folgt:

4.4

4.4.1 Die im Vordergrund stehende Frage nach dem Vorliegen einer psy-
chischen Komorbidität von erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer ist 
zu verneinen. Selbst wenn abweichend vom Gutachter Dr. med. 
J.________ von einer (nach wie vor bestehenden) depressiven Störung 
ausgegangen würde, begründete diese keine Komorbidität im Sinne der 
massgeblichen Rechtsprechung. Eine solche wäre höchstens in leicht- bis 
mittelgradigem Ausmass gegeben (vgl. AB 3/2, 25/19, 27/6, 51/7, 56/3). 
Dass Episoden schweren Grades bestanden, wie von den Ärzten der Klinik 
C.________ (AB 46/2, 71/2) und nachträglich (vgl. aber AB 15/1) vom 
Hausarzt auf Frage des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin attestiert 
(AB 69/5), findet weder Rückhalt in den übrigen Akten noch lässt sich sol-
ches durch die jeweils erhobene Befundlage untermauern (vgl. AB 81.1, 
S. 29 und 35). Die Beurteilungen der Klinik C.________ gründen denn 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Sept. 2014, IV/14/316, Seite 16

auch – wie von der RAD-Psychiaterin nachvollziehbar festgehalten (AB 
51/7) – weitestgehend auf subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin. 
Ausserdem wiesen bereits der Gutachter Dr. med. E.________ sowie die 
RAD-Psychiaterin Dr. med. F.________ darauf hin, dass die entsprechen-
de Diagnosestellung aufgrund der mit der „Sprachbarriere“ (AB 22/3, 46/5) 
verbundenen Schwierigkeiten hinsichtlich der Anamneseerhebung zu rela-
tivieren sei (AB 27/7, 58/6). Praxisgemäss kann eine leicht- bis mittelgradi-
ge depressive Episode nicht als eine von depressiven Verstimmungszu-
ständen klar unterscheidbare andauernde Depression im Sinne eines ver-
selbstständigten Gesundheitsschadens betrachtet werden, welche es der 
betroffenen Person verunmöglicht, die Folgen einer Schmerzproblematik zu 
überwinden; selbst dann nicht, wenn diese im Rahmen einer rezidivieren-
den depressiven Störung diagnostiziert worden ist (Entscheide des Bun-
desgerichts [BGer] vom 13. April 2012, 8C_213/2012, E. 3.2, vom 7. Fe-
bruar 2012, 9C_736/2011, E. 4.2.2.1 und vom 23. November 2010, 
9C_749/2010, E. 4.3.1). Vorliegend ist vielmehr davon auszugehen, dass 
es sich bei der Depressivität der Beschwerdeführerin um eine (reaktive) 
Begleiterscheinung der Schmerzstörung und nicht um eine selbstständige, 
vom Schmerzsyndrom losgelöste psychische Komorbidität handelt (vgl. 
BGE 130 V 352 E. 3.3.1 S. 358; vgl. auch AB 27/7). Schliesslich ist festzu-
stellen, dass praktisch sämtliche Ärzte bei der Umschreibung des Krank-
heitsbildes auf ausgeprägte psychosoziale Belastungen und damit krank-
heitsfremde Faktoren (Ehe- und familiäre Probleme, finanzielle Schwierig-
keiten, u.a.) hinwiesen (AB 3/12, 22/8, 27/7, 51/8, 56/4, 69/3, 71/4 f., 
81.1/39, 91/4). In Würdigung der gesamten Aktenlage ist deshalb davon 
auszugehen, dass das Beschwerdebild massgeblich von den erheblichen 
psychosozialen Faktoren (mit)bestimmt wird. Unter den gegebenen Um-
ständen sind diese aus invalidenversicherungsrechtlicher Sicht unbeacht-
lich (vgl. BGE 127 V 294 E. 5a S. 299; SVR 2012 IV Nr. 52 S. 189 E. 3.2).

Als relevante Komorbidität im Sinne der Rechtsprechung von vornherein 
ausser Betracht fällt die von den Ärzten der Klinik C.________ geäusserte 
(Verdachts-)Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung. Im ent-
sprechenden Austrittsbericht wurde explizit festgehalten, diese habe „nur 
aufgegriffen werden“ können (AB 71/5). Abgesehen davon ist angesichts 
der Umstände, dass die Beschwerdeführerin anlässlich der Exploration 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Sept. 2014, IV/14/316, Seite 17

durch Dr. med. J.________ geltend machte, sie habe bereits nach der 
Hochzeit (1974) körperliche Gewalt vom Ehemann und der Schwiegermut-
ter erfahren (AB 81.1/18), der Beginn einer posttraumatischen Belastungs-
störung dem Trauma mit einer Latenz von wenigen Wochen bis Monaten 
folgt (vgl. DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT [Hrsg.], Internationale Klassifikation 
psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel V [F], Klinisch-diagnostische Leitli-
nien, 9. Aufl. 2014, S. 208), hier jedoch erst seit dem Jahr 2012 die Rede 
davon ist (vgl. AB 71/2), diese Diagnose nicht nachvollziehbar. Der Gutach-
ter Dr. med. J.________ wies denn auch überzeugend darauf hin, dass die 
geltend gemachten körperlichen Misshandlungserlebnisse im psychothera-
peutischen Sinn traumatisierend gewesen sein mögen, damit jedoch die 
formalen Diagnosekriterien einer posttraumatischen Belastungsstörung im 
Sinne der ICD-10 nicht erfüllt sind (AB 81.1/39; vgl. auch AB 96/14). Was 
schliesslich die sog. Z-Diagnosen (AB 27/6) anbelangt, ist festzuhalten, 
dass diese nicht unter den Begriff der invaliditätsrechtlich erheblichen Ge-
sundheitsbeeinträchtigung fallen (vgl. Entscheid des BGer vom 28. Juni 
2012, 9C_537/2011, E. 3.1). Eine eigenständige psychische Erkrankung im 
Sinne einer Komorbidität liegt somit nicht vor. 

4.4.2 Auch die weiteren massgeblichen Kriterien sind nicht oder nicht in 
einem Ausmass erfüllt, um von einem invalidisierenden psychischen Ge-
sundheitsschaden ausgehen zu können. Die Lösung der innerfamiliären 
und Ehekonflikte wäre bei konsequenter Therapie möglich, was sich jeweils 
im Rahmen der Aufenthalte in der Klinik C.________ zeigte. Die Flucht in 
die Krankheit aus psychosozialen Gründen ist deshalb unbeachtlich. Nicht 
massgebend ist ferner der sekundäre Krankheitsgewinn (AB 51/8). Ebenso 
wenig kann die Behandlung als gescheitert bezeichnet werden. Zum einen 
war im Verlauf des stationären Aufenthalts im Frühjahr 2012 eine Besse-
rung des Zustands zu beobachten (AB 71/5); zum anderen kann die psych-
iatrische Behandlung aufgrund der Sprachprobleme (AB 27/4, 51/7, 71/5) 
nicht als optimal bezeichnet werden. Schliesslich dürfte eine Verbesserung 
des Gesundheitszustands erreicht werden, wenn sich die Beschwerdefüh-
rerin strikte an die medizinisch indizierte Medikation halten würde (AB 
51/8). Zudem sind die therapeutischen Massnahmen nicht ausgeschöpft 
(AB 76/24). Ein sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens, d.h. ein 
schwerwiegender, nahezu umfassender Rückzug mit gleichsam apathi-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Sept. 2014, IV/14/316, Seite 18

schem Verharren in sozialer Isolierung (BGE 130 V 352 E. 3.3.2 S. 358), 
liegt nicht vor; immerhin unternimmt die Beschwerdeführerin regelmässig 
Spaziergänge (AB 27/5) und pflegt zumindest innerfamiliäre Beziehungen 
(gemeinsames Kochen und Essen mit Familienangehörigen, die im glei-
chen Haus wohnen [AB 81.1 S. 16 und 19 unten]; vgl. auch AB 27/5). Ob 
das Kriterium eines mehrjährigen chronifizierten Krankheitsverlaufs mit 
Bezug auf die Schmerzproblematik zu bejahen ist, kann offen bleiben, denn 
ein solcher ist für Somatisierungsstörungen diagnosespezifisch und damit 
nicht ausschlaggebend (vgl. Urteil des BGer vom 30. November 2007, 
I 937/06, E. 4.3). Zwar liegen mit den (mässig ausgeprägten) degenerati-
ven Veränderungen in der Wirbelsäule (AB 25/12, 76/19) körperliche Be-
gleiterscheinungen vor. Da die Beschwerdeführerin jedoch von Seiten des 
Bewegungsapparates weiterhin belastbar ist resp. sich die objektivierbaren 
somatischen Befunde abgesehen von einer 10-20%-igen Leistungsminde-
rung nicht auf die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit auswirken 
(vgl. AB 76/25), lässt dieses Kriterium eine Willensanstrengung zur Über-
windbarkeit der Schmerzen nicht als unzumutbar erscheinen. Vorliegend ist 
deshalb davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin über hinreichen-
de Ressourcen verfügt, um eine Erwerbstätigkeit auszuüben.

4.4.3 Nach dem Dargelegten sind der Beschwerdeführerin sowohl die 
angestammte als auch andere körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkei-
ten mit Wechselbelastung ganztägig zumutbar; dabei ist die Leistungs-
fähigkeit 10-20% eingeschränkt. Aus psychiatrischer Sicht bestehen keine 
(zusätzlichen) Einschränkungen. 

5.

Die Beschwerdegegnerin ist im Abklärungsbericht Haushalt vom 5. Juni 
2013 (AB 85/2) – wie schon in denjenigen vom 27. November 2009 
(AB 28/2) und vom 9. November 2011 (AB 63/2) – davon ausgegangen, 
dass die Beschwerdeführerin bei guter Gesundheit zu 60% erwerbstätig 
und zu 40% im Haushalt tätig wäre. Der Status an sich wird von der Be-
schwerdeführerin nicht bestritten. Es bestehen auch keine Anzeichen dafür, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Sept. 2014, IV/14/316, Seite 19

dass diese Erhebung unzutreffend wäre. Der Invaliditätsgrad ist damit ent-
sprechend der gemischten Methode (E. 3.4 hiervor) zu bemessen.

5.1 Zur Prüfung der Invalidität im Erwerbsbereich wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG). Dabei sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des 
frühestmöglichen Rentenbeginns massgebend (BGE 129 V 222); diesen 
hat die Beschwerdegegnerin korrekterweise auf das Jahr 2009 festgesetzt.

5.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft. Lässt sich jenes nicht hinreichend genau 
beziffern, ist auf Erfahrungs- und Durchschnittswerte gemäss Tabellenlohn 
abzustellen (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30).

Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-
erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person kon-
kret steht. Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsscha-
dens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätig-
keit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne 
gemäss den vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstruktur-
erhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; 
SVR 2010 IV Nr. 52 S. 162 E. 4.3.1).

5.1.2 Die Beschwerdegegnerin ermittelte gestützt auf die Angabe des 
früheren Arbeitgebers, wonach sich der Stundenlohn auf Fr. 17.15 belief 
(AB 11/2), ein Valideneinkommen pro 2009 von Fr. 22‘950.--. Das Invali-
deneinkommen (Fr. 19‘428.--) berechnete sie anhand der LSE (AB 85/8). 
Hinsichtlich des zuletzt erzielten Lohnes bestehen diverse Unklarheiten. 
Zum einen geht aus dem Arbeitgeberbericht nicht hervor, ob im angegebe-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Sept. 2014, IV/14/316, Seite 20

nen Lohn Ferien- und Feiertagsentschädigungen enthalten sind, ob ein 
13. Monatsgehalt ausgerichtet wurde und wie es sich mit dem Feiertagszu-
schlag verhielt (vgl. AB 1/10 ff.). Da für die Ermittlung des Valideneinkom-
mens somit nicht auf die Lohnangaben des ehemaligen Arbeitgebers abge-
stellt werden kann und die Beschwerdeführerin ihre Restarbeitsfähigkeit 
nicht verwertet, sind beide Vergleichseinkommen auf der Basis der LSE zu 
bestimmen (vgl. E. 5.1.1 hiervor). Weil sich die attestierte Arbeits- und Leis-
tungsfähigkeit auch auf die zuletzt ausgeübte Tätigkeit bezieht, sind Vali-
den- und Invalideneinkommen vom gleichen Tabellenlohn ausgehend zu 
berechnen, wobei sich die genaue Ermittlung erübrigt. Denn wo zur Be-
stimmung der Vergleichseinkommen dieselbe Vergleichsgrösse herange-
zogen wird, entspricht der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit 
(vgl. Entscheid des BGer vom 9. März 2007, I 697/05, E. 5.4). Im Erwerbs-
bereich resultiert somit ein Invaliditätsgrad von 15% (vgl. E. 4.4.3 hiervor). 
Die in der Beschwerde (S. 7) thematisierte Frage nach einem allgemeinen 
Abzug kann unter diesen Umständen offen bleiben, müsste ein solcher 
doch nicht nur beim Invaliden-, sondern zufolge Abstellens auf die statisti-
schen Werte auch beim Valideneinkommen berücksichtigt werden; folglich 
hätte er auf den Invaliditätsgrad keine Auswirkung. Ebenso erübrigt sich bei 
dieser Ausgangslage eine Einkommensparallelisierung. 

5.2 Was sodann die Einschränkungen im Haushalt anbelangt, die im 
Haushaltsabklärungsbericht auf 14% veranschlagt wurden (AB 85/12), wird 
in der Beschwerde (S. 8) ausgeführt, die Beschwerdeführerin bestreite die 
entsprechenden Angaben. Abgesehen davon, dass sich diese Rüge in ei-
ner pauschalen Beanstandung erschöpft, vermag die Beschwerdeführerin 
aus dem geltend gemachten Umstand, ihre Kinder würden praktisch den 
gesamten Haushalt erledigen (Beschwerde, S. 8), nichts zu ihren Gunsten 
abzuleiten. Wie im Erwerbs- ist auch im Haushaltsbereich nicht die tatsäch-
lich gelebte Situation (dort die effektive Verwertung der Arbeitsfähigkeit), 
sondern die gestützt auf eine sorgfältige Sachverhaltsabklärung vorge-
nommene, allenfalls theoretische Zumutbarkeitsbeurteilung massgebend. 
Wenn die Abklärungsfachperson unter Berücksichtigung der nicht zu bean-
standenden gutachterlichen Einschätzungen zum Schluss kommt, die Be-
schwerdeführerin sei im Haushalt zu 14% eingeschränkt, ist dies nicht zu 
beanstanden. Da der Abklärungsbericht vom 5. Juni 2013 (AB 85/2) die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Sept. 2014, IV/14/316, Seite 21

Anforderungen der Rechtsprechung an den Beweiswert erfüllt und keine 
klar feststellbare Fehleinschätzungen vorliegen, besteht für das Gericht 
kein Anlass, in das Ermessen der Abklärungsfachperson einzugreifen 
(BGE 130 V 61 E. 6.2 S. 63; SVR 2012 IV Nr. 54 S. 196 E. 3.2). Damit ist 
im Haushalt von einer 14%-igen Einschränkung auszugehen.

5.3 Im Ergebnis resultiert bei einer gewichteten Einschränkung von 9% 
im Erwerbsbereich (15% x 0.6) und einer solchen von 5.6% im Haushalts-
bereich (14% x 0.4) ein rentenausschliessender Gesamtinvaliditätsgrad von 
aufgerundet (vgl. BGE 130 V 121 E. 3.2 S. 123) 15%.

Damit ist die angefochtene Verfügung vom 27. Februar 2014 (AB 99) nicht 
zu beanstanden. Die dagegen erhobene Beschwerde erweist sich als un-
begründet und ist abzuweisen.

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, sind entsprechend dem Ausgang des 
Verfahrens der Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Diese werden dem ge-
leisteten Kostenvorschuss gleicher Höhe entnommen.

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Sept. 2014, IV/14/316, Seite 22

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.