# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 706a4014-ff67-529d-b21d-c2538835fd30
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-08-09
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 09.08.2017 I 2017 23
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2017-23_2017-08-09.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2017 23

Entscheid vom 9. August 2017 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
Dr.iur. Vital Zehnder, Richter
MLaw Joëlle Sigrist, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwältin B.________, 

gegen

IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Invalidenversicherung (Rente)

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Sachverhalt:

A. A.________ (geb. am ________) hat 1973 die Lehre als Plattenleger er-
folgreich abgeschlossen (IV-act. 4). In der Folge arbeitete er als angestellter Plat-
tenleger bei der Firma D.________ Am 28. August 1974 wurde er auf seinem 
Motorrad fahrend von einem Personenwagen angefahren und erlitt eine Tibia- 
und Fibulafraktur rechts. Die Suva sprach ihm mit Verfügung vom 31. Januar 
1977 eine UVG-Invalidenrente auf der Basis einer unfallbedingten Invalidität von 
10% zu. Seit 1980 führte er seine eigene Firma (E.________ AG, Suva-act. 5-
2/8).

B. Am 15. Januar 2003 unterzeichnete A.________ eine Anmeldung zum Be-
zug von IV-Leistungen, wobei er gesundheitliche Beschwerden in folgenden Be-
reichen anführte: Sprunggelenk rechts, Hüftgelenke, Knie, Rücken (vgl. IV-act. 1-
6f./7). Nach diversen Abklärungen, die auch einen Bericht für Selbständigerwer-
bende vom 27. August 2003 umfassen (= IV-act. 16), verfügte die IV-Stelle am 6. 
Februar 2004, dass mit Wirkung ab 1. März 2003 Anspruch auf eine halbe IV-
Rente bestehe (IV-Grad 56%, vgl. IV-act. 26). Am 9. August 2007 teilte die IV-
Stelle mit, dass weiterhin Anspruch auf eine halbe IV-Rente bestehe (IV-act. 37).

C. Am 28. Oktober 2009 verdrehte sich A.________ das linke Knie, worauf am 
20. November 2009 eine arthroskopische Revision der medialen und lateralen 
Meniskusläsion erfolgte. Nach einer Rückfallmeldung fand am 1. Dezember 2010 
eine weitere Operation statt (Arthrodese oberes Sprunggelenk rechts, Suva-act. 
5-2/8; 7-3/9; 10-15/96). Vom 5. September bis zum 12. Oktober 2011 hielt sich 
A.________ in der C.________ auf (vgl. Suva-act. 2-11ff./121). Mit Verfügung 
vom 23. Dezember 2011 veranschlagte die Suva eine unfallbedingte Erwerbsun-
fähigkeit von 31% und sprach mit Wirkung ab 1. Januar 2012 eine entsprechend 
erhöhte UVG-Invalidenrente zu (Suva-act. 3). Von solchen Veränderungen hatte 
die IV-Stelle bereits am 12. Dezember 2011 Kenntnis erhalten (IV-act. 38).

D. Am 14. März 2013 stürzte A.________ auf einer Treppe und verletzte sich 
an der linken Schulter (Suva-act. 11-31/45). Ein weiterer Unfall mit Kniebe-
schwerden folgte am 20. April 2014 (Suva-act. 12-4/153, mit operativen Eingrif-
fen am 6. Juni 2014 = Suva-act. 12-20/153 und am 15. August 2014 = Suva-act. 
12-32/153). Mit Vorbescheid vom 23. Oktober 2014 teilte die IV-Stelle mit, dass 
ab 1. Juni 2013 ein Anspruch auf eine ganze IV-Rente und ab 1. April 2014 ein 
Anspruch auf eine IV-Viertelsrente vorgesehen sei (IV-act. 65-2/3). Mit Schreiben 
vom 29. Dezember 2014 berichtete Dr.med. F.________ (Chirurgie FMH) der IV-
Stelle von einem verschlechterten Gesundheitszustand (siehe IV-act. 70). 

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Am 18. März 2015 und am 4. September 2015 wurde A.________ erneut operiert 
(Knie-Hemiprothese links medial, Suva-act. 12-53/153, und Facettektomie patella 
rechts, Suva-act. 12-77/153). Eine weitere Operation folgte am 21. September 
2016 (Knie-Totalendoprothese rechts, IV-act. 93-3/16; 93-15/16).

E. Am 31. Januar 2017 verfügte die IV-Stelle, dass A.________ ab 1. Juni 
2011 bis 31. Dezember 2011 Anspruch auf eine ganze Rente, ab 1. Januar 2012 
bis 30. Juni 2014 Anspruch auf eine halbe Rente und ab 1. Juli 2014 Anspruch 
auf eine Dreiviertelsrente habe (Bf-act. 1). 

F. Gegen diese am 6. Februar 2017 eingegangene Verfügung liess 
A.________ fristgerecht am 8. März 2017 beim Verwaltungsgericht Schwyz Be-
schwerde einreichen mit den folgenden Rechtsbegehren:

1. In Gutheissung der Beschwerde seien die angefochtenen Verfügungen aufzu-
heben und es seien die gesetzlichen Leistungen zu erbringen.

2. Es sei dem Beschwerdeführer ab dem 1. Juni 2011 eine ganze IV-Rente aus-
zurichten.

3. Eventualiter sei ein medizinisches Gutachten erstellen zu lassen.

4. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Beschwerdegegnerin 
zurückzuweisen und diese anzuweisen entsprechend Ziffer 1 und 2 der obigen 
Rechtsbegehren neu zu entscheiden.

5. Es seien sämtliche IV-Akten und SUVA-Akten beizuziehen.

6. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerde-
gegnerin.

G. Mit Vernehmlassung vom 7. April 2017 beantragte die IV-Stelle, die Be-
schwerde sei abzuweisen, unter Kostenfolge zulasten des Beschwerdeführers. 
Dazu äusserte sich der Beschwerdeführer in einer Eingabe vom 14. Juli 2017.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Invalidität setzt eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 
psychischen Gesundheit voraus (Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 und 6 ff. ATSG 
i.V.m. Art. 1 Abs. 1 IVG). Gemäss Art. 7 Abs. 2 ATSG sind für die Beurteilung 
des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit ausschliesslich die Folgen der 
gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen; eine Erwerbsunfähigkeit 
liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist.

Die versicherte Person hat nach Art. 28 Abs. 2 IVG 
− Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70 Prozent,

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− Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 Prozent,
− Anspruch auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 Prozent,
− und Anspruch auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40 Prozent
         invalid ist.

1.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist 
Art. 16 ATSG massgebend (Art. 28a Abs. 1 Satz 1 IVG). Zur Ermittlung des In-
validitätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach 
Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und 
allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei 
ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (= sog. hypothetisches Invali-
deneinkommen), zum Erwerbseinkommen in Beziehung gesetzt, das sie erzielen 
könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (= sog. hypothetisches Validenein-
kommen). Die Invalidität ist auf der Grundlage desjenigen Erwerbseinkommens 
zu bemessen, das die versicherte Person durch eine ihr zumutbare Tätigkeit 
erzielen könnte. Nicht entscheidend ist für die Invaliditätsbemessung, ob die 
versicherte Person ihre (Rest-)Arbeitsfähigkeit erwerblich verwertet, d.h. von der 
ihr verbliebenen Erwerbsfähigkeit Gebrauch macht oder nicht (vgl. Ulrich Meyer/ 
Marco Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 3. Aufl. 2014, 
N 27 zu Art. 28a IVG).

1.3 Der Einkommensvergleich hat auch bei Selbständigerwerbenden in der 
Regel in der Weise nach der Einkommensvergleichsmethode zu erfolgen. 
Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt 
werden können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände 
zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu ver-
gleichen. Lassen sich die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen nicht 
zuverlässig ermitteln oder schätzen, so ist in Anlehnung an die spezifische 
Methode für Nichterwerbstätige (Art. 28a Abs. 2 IVG) ein Betätigungsvergleich 
anzustellen und der Invaliditätsgrad nach Massgabe der erwerblichen 
Auswirkungen der verminderten Leistungsfähigkeit in der konkreten erwerblichen 
Situation zu bestimmen (vgl. BGE 128 V 29 Erw. 1 mit Verweis auf BGE 104 V 
136 Erw. 2c; AHI 1998 S. 120 Erw. 1a).

1.4 Bevor eine versicherte Person Leistungen verlangt, hat sie aufgrund der 
Schadenminderungspflicht (vgl. BGE 130 V 97 Erw. 3.2) alles ihr Zumutbare 
selber vorzukehren, um die Folgen der Invalidität bestmöglich zu mindern. Nach 
der Rechtsprechung kann die Aufnahme einer unselbständigen Erwerbstätigkeit 
als zumutbar erscheinen, wenn davon eine bessere erwerbliche Verwertung der 
Arbeitsfähigkeit erwartet werden kann und der berufliche Wechsel unter 

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Berücksichtigung der gesamten Umstände (Alter, Aktivitätsdauer, Ausbildung, Art 
der bisherigen Tätigkeit, persönliche Lebensumstände) als zumutbar erscheint 
(Urteil des Bundesgerichts 9C_356/2014 vom 14.11.2014 Erw. 3.1 mit 
Hinweisen). Bei der Beurteilung der Zumutbarkeit eines Berufswechsels, auch 
von der selbständigen in eine unselbständige Tätigkeit, ist die Gerichtspraxis 
sehr streng (Urteil des EVG vom I 761/04 vom 14.6.2005 Erw. 2.3).

1.5 Die Invalidität bemisst sich somit nach dem Gesagten nicht nach medizini-
schen, sondern nach wirtschaftlichen, erwerblichen Kriterien, nach der Erwerbs-
unfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, 
geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer 
Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der 
Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

1.6 Die Verwaltung und im Beschwerdefall der Richter sind bei der Bemessung 
des IV-Grades auf Unterlagen angewiesen, die der Arzt und gegebenenfalls auch 
andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes ist es, den 
Gesundheitszustand des Versicherten zu beurteilen. Der Arzt hat auch dazu Stel-
lung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeit der Versi-
cherte arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige 
Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen dem Ver-
sicherten noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 Erw. 4; 125 V 256 
Erw. 4; 105 V 156 Erw. 1). 

1.7 In der Würdigung der Beweise ist der Sozialversicherungsrichter frei (Art. 61 
lit. c ATSG). Er hat die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisre-
geln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Er hat alle Beweismittel, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu 
entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des 
streitigen Rechtsanspruches gestatten. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arzt-
berichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf 
allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksich-
tigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medi-
zinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein-
leuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist somit grundsätzlich weder die Herkunft eines Be-
weismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen 
Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 Erw. 5.1; 125 V 351 
Erw. 3a; Urteil des Bundesgerichts 9C_751/2013 vom 6.5.2014 Erw. 4.1.1). 

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1.8 Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwaltung 
oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, ein be-
stimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten und es 
könnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis nichts 
mehr ändern, so ist auf die Abnahme weiterer Beweise zu verzichten (antizipierte 
Beweiswürdigung; vgl. Ueli Kieser, Das Verwaltungsverfahren in der Sozialver-
sicherung, Zürich 1999, Rz. 450; BGE 122 II 469 Erw. 4a, Urteil des Bundesge-
richts 8C_424/2010 vom 19.7.2010 Erw. 3.2.3 mit Verweis auf BGE 134 I 148 
Erw. 5.3). Umgekehrt drängt sich eine Rückweisung an die Vorinstanz auf, wenn 
und soweit der medizinische Sachverhalt unzureichend abgeklärt worden ist.

2. Im vorliegenden Fall sind sich die Parteien einig, dass der Versicherte An-
spruch auf IV-Rentenleistungen hat. Unbestritten ist namentlich, dass er für den 
Zeitraum vom 1. Juni 2011 bis zum 31. Dezember 2011 Anspruch auf eine ganze 
IV-Rente hat. Streitig ist hingegen der Umfang der Rentenleistungen für den Zeit-
raum ab 1. Januar 2012. Während der Versicherte auch nach dem 1. Januar 
2012 einen Anspruch auf eine ganze IV-Rente geltend macht, argumentiert die 
Vorinstanz, dass für den Zeitraum vom 1. Januar 2012 bis zum 30. Juni 2014 
Anspruch auf eine halbe IV-Rente sowie ab 1. Juli 2014 Anspruch auf eine Drei-
viertelsrente bestehe.

3.1 In der angefochtenen Verfügung stellte die Vorinstanz hinsichtlich der Fra-
gestellung, inwiefern der Versicherte nach dem 31. Dezember 2011 (= letzter 
Tag des anerkannten Anspruchs auf eine ganze IV-Rente) als arbeitsfähig zu 
beurteilen sei, sinngemäss darauf ab,

 dass im Austrittsbericht der C.________ vom 13. Oktober 2011 (betreffend Auf-
enthalt vom 5.9.2011 bis 12.10.2011) die arbeitsrelevanten Probleme der rechten 
unteren Extremität, dem linken Knie sowie der gesamten Wirbelsäule zugeordnet 
wurden und insgesamt nur noch wechselbelastende, vorwiegend sitzende Tätig-
keiten als zumutbar beurteilt wurden;

 dass Dr.med. F.________ am 2. Juli 2013 von einem verschlechterten Gesund-
heitszustand berichtete (Status nach Arthrodese OSG rechts, Schulterverletzung 
vom 14.3.2013 links mit Slap- und Pulley-Läsion, Status nach Meniskusoperation 
links, Instabilität sowie Arthrose Rücken, Hüfte, Nacken, Hände) und eine 80%ige 
Arbeitsunfähigkeit veranschlagte;

 dass am 20. April 2014 der Versicherte aufs Knie stürzte (mit operativen Eingriff 
am 6.6.2014 im J.________);

 dass am 15. August 2014 ebenfalls im J.________ eine arthroskopische Teilme-
niskektomie medial erfolgte;

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 dass am 18. März 2015 Dr.med. G.________ (FMH orthopädische Chirurgie) 
wegen einer Varusgonarthrose eine Knie-Hemiprothese-Operation links durch-
führte;

 dass die Neurologin Dr.med. H.________ anschliessend eine postoperativ aufge-
tretene Läsion des Nervus cutaneus femoris lateralis links mit anhaltenden unan-
genehmen Parästhesien feststellte;

 dass Dr.med. G.________ den Versicherten am 4. September 2015 erneut im 
J.________ operierte (Facettektomie patella rechts und laterale Retinaculum-
Verlängerungsplastik), worauf der Versicherte rasch und schmerzarm mobilisiert 
werden konnte, indes nach Absetzen der Antirheumamedikation eine vermehrte 
Schwellung im rechten Knie sowie ziehende Beschwerden im Bereich der Achil-
lessehne rechts auftraten;

 dass der Operateur Dr.med. G.________ gemäss Bericht vom 19. Januar 2016 
eine Wiederaufnahme einer Tätigkeit im Rahmen des früheren Betriebs von 20% 
theoretisch (im administrativen Bereich) als möglich und faktisch als unmöglich 
beurteilte, weil der Versicherte zwischenzeitlich seinen Betrieb liquidiert hatte 
(und eine eigentliche Tätigkeit als Plattenleger als unzumutbar erachtet wurde), 
indessen für andere, leichtere, vorwiegend sitzend und unter Wechselbelastung 
auszuübende Tätigkeiten der Operateur „eine Teilerwerbstätigkeit“ bejahte;

 dass der Suva-Kreisarzt in seinem Untersuchungsbericht vom 17. Februar 2016 
die Situation in den beiden Kniegelenken als instabil beurteilte und diesbezüglich 
deutliche funktionelle Einschränkungen anerkannte;

 dass gemäss Bericht der K.________ vom 26. April 2016 gewisse Knie-
beschwerden aufgeführt wurden;

 und dass gemäss Bericht der K.________ vom 16. August 2016 ein operativer 
Eingriff mit Knie-Totalprothese rechts für den 21. September 2016 vorgesehen 
war.

3.2.1  An dieser in der angefochtenen Verfügung enthaltenen Herleitung der 
massgebenden Arbeitsfähigkeit fällt vorab auf, dass das Ergebnis der Knie-
Totalprothese rechts vom 21. September 2016 gar nicht abgewartet wurde, 
sondern unter Ziffer 6.4 apodiktisch festgehalten wurde: „Die Rehabilitation nach 
einem solchen Eingriff dauert erfahrungsgemäss höchstens zwei Monate“ (vgl. 
IV-act. 85-6/8). 

3.2.2  Sodann argumentierte die Vorinstanz unter Ziffer 6 der angefochtenen 
Verfügung:

Durch den Sturz vom April 2014 auf die Knie ist eine weitere Verschlechterung des 
Gesundheitszustands ausgewiesen. Nach Einschätzung der IV-Stelle ist aufgrund 
dieses Ereignisses, das mehrere operative Eingriffe erforderlich machte, nur noch 
von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in einer leidangepassten Tätigkeit auszugehen.

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Welcher Arzt indessen im Rahmen einer Gesamtwürdigung aller gesundheit-
lichen Beeinträchtigungen des Versicherten (und zwar der unfall- und der krank-
heitsbedingten Einschränkungen in allen tangierten Körperbereichen) einen 
massgebenden Arbeits(un)fähigkeitsgrad von 50% veranschlagte, wurde von der 
Vorinstanz nicht erläutert. Soweit sich die Vorinstanz in der Vernehmlassung (S. 
2 unten) auf den Austrittsbericht der C.________ vom 13. Oktober 2011 beruft, 
ist darin der seither eingetretene Verlauf bis zum Verfügungszeitpunkt 
offenkundig nicht berücksichtigt.

3.2.3  Nach der Aktenlage fehlt vor allem eine substantiierte Beurteilung der 
Arbeitsfähigkeit durch eine medizinische Fachperson, welche nicht nur (wie die 
Suva-Ärzte) die unfallbedingten Beeinträchtigungen würdigt, sondern sich auch 
mit der Einschätzung des behandelnden Arztes hinreichend auseinandersetzt. 
Wie den in der angefochtenen Verfügung aufgeführten medizinischen Angaben 
zu entnehmen ist, meldete der behandelnde Chirurg Dr.med. I.________ am 2. 
Juli 2013 (= Eingangsdatum) der Vorinstanz eine Verschlechterung des Gesund-
heitszustandes und veranschlagte damals die aktuelle Arbeitsunfähigkeit auf 
rund 80% (vgl. IV-act. 46-1/3). In einem weiteren Schreiben vom 8. November 
2013 präzisierte dieser Arzt, dass sich der verschlechterte Gesundheitszustand 
auf die Bereiche „Knie, Schulter, Sprunggelenk usw.“ beziehe (IV-act. 49). Ab 
wann und aus welchen Gründen diese aktenkundige Arbeitsunfähigkeitsbeurtei-
lung auf einen 50%-Arbeits(un)fähigkeitsgrad - trotz mehrerer operativer Eingriffe 
im weiteren Verlauf - umzudeuten sei, wurde im Verfahren vor Gericht nicht do-
kumentiert. Die vorliegende Verfügung der Vorinstanz verletzt den Grundsatz, 
dass die Verhältnisse bis zum zeitlich massgebenden Moment des Verfügungs-
erlasses, hier am 31. Januar 2017, zuverlässig abgeklärt sein müssen (vgl. auch 
Urteil 9C_128/2017 vom 12.4.2017 Erw. 3), woran es hier fehlt. Dies gilt erst 
recht, als auch der Operateur Dr.med. G.________ in seinem letzten Bericht vom 
19. Januar 2016 für leichtere, vorwiegend sitzend auszuübende Tätigkeiten mit 
Wechselbelastung eine „Teilerwerbsfähigkeit“ bejahte, indessen sich nicht kon-
kret dazu geäussert hat, wie hoch die zumutbare Arbeitsfähigkeit für leidensan-
gepasste Tätigkeiten effektiv festzulegen sei (IV-act. 79-2/3). Anzufügen ist, dass 
bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung auch keine substantiierte 
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit hinsichtlich aller geltend gemachten Beschwer-
den durch den regionalen ärztlichen Dienst aktenkundig ist (siehe IV-act. 63-2/2). 
In der Stellungnahme des RAD-Arztes (L.________, Facharzt Allgemeine Innere 
Medizin) vom 31. März 2017 (und mithin nach Erlass der angefochtenen Ver-
fügung vom 31.1.2017) wurde lediglich die Polyarthrose der Hände thematisiert, 
derweil die Annahme einer Arbeitsunfähigkeit von 50% in angepasster Tätigkeit 
als vorgegeben übernommen wurde (vgl. VG-act. 06.3).

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4. Zusammenfassend wurde in der vorliegenden Beschwerde zu Recht 
gerügt, dass der medizinische Sachverhalt und namentlich die Fragestellung des 
für den IV-Bereich massgebenden Arbeits(un)fähigkeitsgrades unzureichend 
abgeklärt worden ist. Namentlich fehlt - soweit nicht auf die Arbeitsunfähigkeits-
beurteilung des behandelnden Arztes (80% arbeitsunfähig gemäss IV-act. 46) 
abgestellt wird - eine nachvollziehbare Einschätzung der zumutbaren Arbeits-
fähigkeit hinsichtlich sämtlicher Gesundheitsbeschwerden des Versicherten (und 
nicht nur der unfallbedingten Beeinträchtigungen), welche konkret auf die ge-
nannte Beurteilung von Dr.med. I.________ Bezug nimmt. In diesem Sinne er-
weist sich die Beschwerde als begründet.

5. Diesem Ergebnis entsprechend werden die angefochtenen Verfügungen 
vom 31. Januar 2017 insoweit aufgehoben, als es um die Höhe des Rentenan-
spruches ab 1. Januar 2012 geht. Diesbezüglich wird die Sache zur erneuten 
Prüfung (bzw. zur Neufestlegung des für den IV-Bereich massgebenden Arbeits-
fähigkeitsgrades nach Massgabe einer medizinischen Gesamtbeurteilung aller 
gesundheitlichen Beeinträchtigungen des Versicherten) an die Vorinstanz 
zurückgewiesen.

6. Die Verfahrenskosten werden der Vorinstanz auferlegt. Zudem wird dem 
beanwalteten Beschwerdeführer für die vorliegende Rückweisung zur ergänzen-
den Abklärung zu Lasten der Vorinstanz eine Parteientschädigung zugespro-
chen. Das Honorar ist nach Massgabe des kantonalen Gebührentarifs für 
Rechtsanwälte (GebT, SRSZ 280.411) festzulegen, welcher für Verfahren vor 
Verwaltungsgericht einen Rahmen von Fr. 300.-- bis Fr. 8‘400.-- vorsieht (§ 14 
GebT). Nach § 2 GebT ist die Vergütung nach der Wichtigkeit der Streitsache, 
ihrer Schwierigkeit, dem Umfang und der Art der Arbeitsleistung sowie dem not-
wendigen Zeitaufwand zu bemessen. Unter Berücksichtigung all dieser Aspekte 
ist das Honorar ermessensweise auf Fr. 2‘200.-- festzulegen.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die angefochtenen Verfügungen vom 31. Januar 2017 werden in Gut-
heissung der Beschwerde insoweit abgeändert, als die Sache im Sinne der 
Erwägungen zur Überprüfung des Rentenanspruchs ab dem 1. Januar 
2012 an die Vorinstanz zurückgewiesen wird. 

2. Die Verfahrenskosten werden auf Fr. 500.-- festgelegt und der Vorinstanz 
auferlegt. Dies wird zahlungsverkehrsmässig so umgesetzt, dass das Ge-
richt den vom Beschwerdeführer bezahlten Kostenvorschuss (Fr. 500.--) 
einbehält und die Vorinstanz der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers 
noch Fr. 500.-- zu bezahlen hat.

3. Für das vorliegende Obsiegen wird dem Beschwerdeführer zu Lasten der 
Vorinstanz eine Parteientschädigung von Fr. 2‘200.-- zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht, BGG, SR 173.110).

5. Zustellung an:
- die Vertreterin des Beschwerdeführers (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen, 3003 Bern (A).

Schwyz, 9. August 2017

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 
Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 28. August 2017