# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c11e75a7-116a-5ab5-bfdd-882af584e326
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-04-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.04.2014 A-5906/2013
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-5906-2013_2014-04-01.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung I 

A-5906/2013 

 

 

  U r t e i l  v o m  1 .  A p r i l  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Richter Daniel Riedo (Vorsitz), 

Richter Jürg Steiger, Richter Pascal Mollard,    

Gerichtsschreiber Beat König. 

 

 
 

Parteien 

 
A._______ GmbH,  

vertreten durch Patrick Brändle, dipl. Steuerexperte, 

Aegerter + Brändle AG für Steuer- und Wirtschaftsberatung,  

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 

 
Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV,  

Hauptabteilung Mehrwertsteuer,  

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
MWST; subjektive Steuerpflicht; Bildungsleistungen? 

 

 

A-5906/2013 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die A._______ GmbH verfolgt gemäss Handelsregistereintrag folgenden 

Zweck: 

«[…] Durchführung von achtsamkeitsbasierten Angeboten wie Kurse, Trai-

nings, Aus- und Weiterbildungen. Ziel ist die […] Prävention und Gesund-

heitsförderung sowie Persönlichkeitsentwicklung.»  

Nach dem Handelsregistereintrag ist die A._______ GmbH «ein Kompe-

tenzzentrum für Achtsamkeit und deren Integration im Alltag und Beruf». 

B.  

Nachdem die A._______ GmbH gegenüber der Eidgenössischen Steuer-

verwaltung (ESTV) in mehreren Schreiben bestritten hatte, dass die Vor-

aussetzungen für die subjektive Steuerpflicht erfüllt sind, ordnete die 

ESTV mit Verfügung vom 7. März 2013 an, dass diese Gesellschaft mit 

Wirkung ab 1. Januar 2011 in das Register der Mehrwertsteuerpflichtigen 

eingetragen werde und seit diesem Zeitpunkt über Umsatz- und Vorsteu-

er abzurechnen habe. Zur Begründung führte die ESTV aus, bei den von 

der A._______ GmbH durchgeführten Gruppenkursen MBSR ("Mindful-

ness-Based Stress Reduction") bzw. bei ihrem MBSR Acht-Wochen-Kurs 

handle es sich nicht um Bildungsleistungen, weshalb die entsprechenden 

Umsätze steuerbar seien. Der für die Steuerpflicht massgebende Umsatz 

sei damit im Jahr 2010 überschritten worden. 

C.  

Gegen diesen Entscheid liess die A._______ GmbH am 22. April 2013 

Einsprache erheben.  

D.  

Die ESTV (nachfolgend auch: Vorinstanz) wies die Einsprache mit Ein-

spracheentscheid vom 17. September 2013 ab. Sie stellte fest, dass die 

A._______ GmbH seit dem 1. Januar 2011 mehrwertsteuerpflichtig sei. 

Ferner ordnete sie an, dass die A._______ GmbH mit Wirkung ab dem 

1. Januar 2011 gegenüber der ESTV die Mehrwertsteuer abzurechnen 

sowie zu bezahlen habe. In der Begründung des Einspracheentscheids 

führte die Vorinstanz aus, die Umsätze aus den Grundkursen MBSR bzw. 

den MBSR Acht-Wochen-Kursen "Mindfulness-Based Stress Reduction 

(MBSR)" seien steuerbare Umsätze. Aus mehrwertsteuerlicher Sicht sei-

en diese Kurse keine von der Steuer ausgenommene Bildungsleistungen, 

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da sie insgesamt der Selbstwahrnehmung, Persönlichkeitsbildung sowie 

der Verbesserung des persönlichen und körperlichen Wohlbefindens der 

Teilnehmer dienen würden und die Vermittlung von Wissen oder beson-

deren Kenntnissen nicht im Vordergrund stehe. Die entsprechenden Um-

sätze würden ab dem 1. Januar 2011 die Steuerpflicht der A._______ 

GmbH auslösen.  

E.  

Am 17. Oktober 2013 liess die A._______ GmbH (im Folgenden: Be-

schwerdeführerin) Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht erheben. 

Sie beantragt, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der 

ESTV sowie unter Aufhebung der Verfügung der Vorinstanz vom 7. März 

2013 und des Einspracheentscheids vom 17. September 2013 sei festzu-

stellen, dass sie nicht subjektiv mehrwertsteuerpflichtig sei. Im Sinne ei-

ner Beweisofferte stellt sie ferner die Einreichung der in der Beschwerde-

begründung genannten Belege und Beweismittel (insbesondere Rech-

nungsbelege betreffend die Kosten ihres Vertreters) – in Aussicht. Im We-

sentlichen macht sie geltend, ihre Gruppenkurse MBSR ("Mindfulness-

Based Stress Reduction") seien von der Vorinstanz zu Unrecht nicht als 

steuerausgenommene Bildungsleistungen qualifiziert worden.  

F.  

Mit Vernehmlassung vom 12. Dezember 2013 beantragt die Vorinstanz, 

die Beschwerde sei unter Kostenfolgen zulasten der Beschwerdeführerin 

und ohne Zusprechung einer Parteientschädigung abzuweisen. 

G.   

Auf die weiteren Vorbringen der Verfahrensbeteiligten und die eingereich-

ten Akten wird, soweit erforderlich, im Rahmen der folgenden Erwägun-

gen eingegangen. 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht beurteilt gemäss Art. 31 des Bundes-

gesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungsgericht (Verwal-

tungsgerichtsgesetz, VGG, SR 173.32) Beschwerden gegen Verfügungen 

nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Ver-

waltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), sofern keine Ausnahme nach 

Art. 32 VGG gegeben ist. Eine solche liegt hier nicht vor, und die Vorin-

stanz ist eine Behörde im Sinn von Art. 33 VGG. Das Bundesverwal-

tungsgericht ist demnach für die Beurteilung der vorliegenden Beschwer-

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Seite 4 

de sachlich zuständig. Soweit das VGG nichts anderes bestimmt, richtet 

sich das Verfahren nach dem VwVG (Art. 37 VGG).  

1.2 Anfechtungsobjekt im Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht 

bildet einzig der vorinstanzliche Entscheid, vorliegend der Einspracheent-

scheid der ESTV vom 17. September 2013. Dieser ersetzt allfällige vo-

rangehende Verfügungen, so dass diese nicht mehr (selbständig) an-

fechtbar sind (vgl. ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, 

Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 2. Aufl., Basel 2013, 

N. 2.7). Soweit die Beschwerdeführerin die Aufhebung der Verfügung der 

ESTV vom 7. März 2013 beantragt, ist auf ihr Rechtsmittel folglich nicht 

einzutreten.  

Mit der genannten Einschränkung ist auf die im Übrigen frist- und formge-

recht eingereichte Beschwerde einzutreten. 

1.3 Nach höchstrichterlicher Rechtsprechung kann das Beweisverfahren 

geschlossen werden, wenn die noch im Raum stehenden Beweisanträge 

eine nicht erhebliche Tatsache betreffen oder offensichtlich untauglich 

sind, etwa weil ihnen die Beweiseignung an sich abgeht oder umgekehrt 

die betreffende Tatsache aus den Akten bereits genügend ersichtlich ist 

und angenommen werden kann, dass die Durchführung des Beweises im 

Ergebnis nichts ändern wird (sog. antizipierte Beweiswürdigung; statt vie-

ler: BGE 131 I 153 E. 3; ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER/MARTIN BERTSCHI, 

Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. Aufl., 

Zürich/Basel/Genf 2013, Rz. 153, 457 und 537). 

Die Beschwerdeführerin stellt zwar im Sinne einer Beweisofferte die Ein-

reichung der in der Beschwerde "angeführten Belege und Beweise" in 

Aussicht (vgl. Beschwerde, S. 9). Wie im Folgenden ersichtlich wird, ist 

jedoch vorliegend der rechtserhebliche Sachverhalt hinreichend erstellt. 

Folglich kann in antizipierter Beweiswürdigung auf die Erhebung weiterer 

Beweise verzichtet werden. 

2.  

2.1 Am 1. Januar 2010 ist das Bundesgesetz vom 12. Juni 2009 über die 

Mehrwertsteuer (MWSTG, SR 641.20) in Kraft getreten. Mit dem Inkraft-

treten dieses Gesetzes wurden die Bestimmungen des bis dahin gültigen 

Bundesgesetzes vom 2. September 1999 über die Mehrwertsteuer 

(aMWSTG, AS 2000 1300) aufgehoben (vgl. Art. 110 MWSTG). Art. 112 

MWSTG legt jedoch fest, dass die aufgehobenen Bestimmungen sowie 

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Seite 5 

die darauf gestützt erlassenen Vorschriften – unter Vorbehalt von Art. 113 

MWSTG – weiterhin auf alle während deren Geltungsdauer eingetretenen 

Tatsachen und während deren Geltungsdauer entstandenen Rechtsver-

hältnisse anwendbar bleiben und das Gleiche auch für Leistungen gilt, die 

vor Inkrafttreten des (neuen) Gesetzes erbracht worden sind (vgl. zum 

genannten Vorbehalt hinten E. 3.2 Abs. 2).  

Der vorliegend zu beurteilende Fall betrifft die subjektive und objektive 

Mehrwertsteuerpflicht der Beschwerdeführerin per 1. Januar 2011. Für die 

Beurteilung dieses Falles ist deshalb das MWSTG massgebend.  

Soweit im Folgenden auf die Rechtsprechung zum früheren Mehr-

wertsteuergesetz vom 2. September 1999 (aMWSTG, AS 2000 1300) 

verwiesen wird, liegt der Grund darin, dass diese im vorliegenden Fall – 

da die gesetzlichen Vorschriften soweit hier interessierend inhaltlich nicht 

geändert haben – auch für das MWSTG übernommen werden kann 

(vgl. auch Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-555/2013 vom 30. Ok-

tober 2013 E. 1.2.1.1). 

2.2 Für die (materielle) Beweislast ist – mangels spezialgesetzlicher Re-

gelung – Art. 8 des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs vom 10. Dezember 

1907 (ZGB, SR 210) in analoger Anwendung massgebend. Gemäss dem 

darin verankerten Rechtsprinzip ist im Fall der Beweislosigkeit zu Un-

gunsten derjenigen Partei zu entscheiden, die aus dem unbewiesen ge-

bliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte (statt vieler: Urteile des 

Bundesverwaltungsgerichts A-5116/2012 vom 31. Juli 2013 E. 1.3.3, 

A-4616/2011 vom 18. September 2012 E. 2.1.2, A-5166/2011 vom 3. Mai 

2012 E. 2.1.2, mit Hinweisen).  

Im Steuerrecht gilt grundsätzlich, dass die Steuerbehörde für die steuer-

begründenden und -mehrenden Tatsachen den Nachweis zu erbringen 

hat, während der steuerpflichtigen Person der Nachweis der Tatsachen 

obliegt, welche die Steuerschuld mindern oder aufheben (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts 2A.642/2004 vom 14. Juli 2005, veröffentlicht in: Archiv 

für Schweizerisches Abgaberecht [ASA] 75 S. 495 ff. E. 5.4; Urteil des 

Bundesverwaltungsgerichts A-5166/2011 vom 3. Mai 2012 E. 2.1.2, mit 

weiteren Hinweisen; vgl. auch ERNST BLUMENSTEIN/PETER LOCHER, Sys-

tem des schweizerischen Steuerrechts, 6. Aufl., Zürich 2002, S. 454). 

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Seite 6 

3.  

3.1 Der Mehrwertsteuer unterliegen die im Inland von steuerpflichtigen 

Personen gegen Entgelt erbrachten Leistungen (Inlandsteuer; Art. 18 

Abs. 1 MWSTG). Als Leistung gilt die Einräumung eines verbrauchsfähi-

gen wirtschaftlichen Wertes an eine Drittperson in Erwartung eines Ent-

gelts (Art. 3 Bst. c MWSTG). Die Leistung umfasst als Oberbegriff sowohl 

Lieferungen (vgl. Art. 3 Bst. d MWSTG) als auch Dienstleistungen 

(vgl. Art. 3 Bst. e MWSTG; vgl. Botschaft vom 25. Juni 2008 zur Vereinfa-

chung der Mehrwertsteuer, BBl 2008 6885, 6939).  

3.2 Mehrwertsteuerpflichtig ist, wer unabhängig von Rechtsform, Zweck 

und Gewinnabsicht ein Unternehmen betreibt und nicht von der Steuer-

pflicht befreit ist (Art. 10 Abs. 1 MWSTG). Ein Unternehmen betreibt, wer 

eine auf die nachhaltige Erzielung von Einnahmen aus Leistungen ausge-

richtete berufliche oder gewerbliche Tätigkeit selbständig ausübt und un-

ter eigenem Namen nach aussen auftritt (Art. 10 Abs. 1 Bst. a und b 

MWSTG). Befreit ist eine steuerpflichtige Person unter anderem, wenn 

sie im Inland innerhalb eines Jahres weniger als Fr. 100'000.- Umsatz aus 

der steuerbaren Leistung erzielt, sofern sie nicht auf die Befreiung von 

der Steuerpflicht verzichtet (Art. 10 Abs. 2 Bst. a MWSTG). Bei der Ermitt-

lung des massgebenden Umsatzes nicht zu berücksichtigen sind dabei 

insbesondere Entgelte für von der Steuer ausgenommene Leistungen im 

Sinne von Art. 21 MWSTG, soweit für diese Leistungen nicht gemäss 

Art. 22 MWSTG optiert wurde (REGINE SCHLUCKEBIER, in: Regine Schlu-

ckebier/Felix Geiger [Hrsg.], MWSTG-Kommentar, Zürich 2012, Art. 10 

N. 76).  

Für die Feststellung, ob die Befreiung von der Steuerpflicht im Sinne von 

Art. 10 Abs. 2 MWSTG mit dem Inkrafttreten des MWSTG besteht, ist 

gemäss Art. 113 Abs. 1 MWSTG das neue Recht (bzw. das MWSTG) auf 

die in den vorangegangenen zwölf Monaten vor dem Inkrafttreten erziel-

ten, nach diesem Gesetz steuerbaren Leistungen anzuwenden (diese 

Bestimmung geht – wie erwähnt – Art. 112 Abs. 1 MWSTG vor [vgl. vorn 

E. 2.1]). 

3.3 Die Mehrwertsteuerpflicht beginnt nach dem MWSTG mit der Auf-

nahme der unternehmerischen Tätigkeit (Art. 14 Abs. 1 MWSTG). Ge-

mäss Art. 14 Abs. 2 MWSTG endet die Befreiung von der Steuerpflicht 

unter anderem, sobald das Total der im letzten Geschäftsjahr erzielten 

Umsätze die Grenze im Sinne von Art. 10 Abs. 2 MWSTG erreicht hat. 

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3.4 Die in Art. 21 MWSTG enthaltenen (objektiven) Steuerausnahmen 

gelten als sog. "unechte" Steuerbefreiungen. Dies bedeutet, dass derje-

nige, welcher den Umsatz erbringt, infolge der fehlenden Vorsteuerab-

zugsmöglichkeit mit der Steuer auf den Eingangsleistungen belastet 

bleibt oder diese verdeckt auf die Leistungsempfänger überwälzt. Es wird 

aufgrund der Systemwidrigkeit dieser in Art. 21 MWSTG genannten Steu-

erausnahmen davon ausgegangen, dass diese "eher restriktiv" bzw. zu-

mindest nicht extensiv zu handhaben sind (vgl. BGE 124 II 372 E. 6a, 

BGE 124 II 193 E. 5e; Urteil des Bundesgerichts 2A.305/2002 vom 6. Ja-

nuar 2003 E. 3.2; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-2999/2007 

vom 12. Februar 2010 E. 2.4). Primär sind die Ausnahmebestimmungen 

nach Art. 21 MWSTG (wie andere Rechtsnormen auch) aber weder ex-

tensiv noch restriktiv, sondern nach ihrem Sinn und Zweck "richtig" auszu-

legen (statt vieler: BGE 138 II 251 E. 2.3.3; Urteile des Bundesverwal-

tungsgerichts A-555/2013 vom 30. Oktober 2013 E. 2.6.1, A-1266/2013 

vom 5. November 2013 E. 2.3.2). 

3.5 Im Bereich der Erziehung und Bildung sind mit Ausnahme der in die-

sem Zusammenhang erbrachten gastgewerblichen Leistungen sowie Be-

herbergungsleistungen bestimmte Leistungen von der Steuer ausge-

nommen. Insbesondere gilt dies für Leistungen im Bereich der Erziehung 

von Kindern und Jugendlichen, des Unterrichts, der Ausbildung, Fortbil-

dung und beruflichen Umschulung einschliesslich des von Privatlehrern 

oder Privatschulen erteilten Unterrichts (Art. 21 Abs. 2 Ziff. 11 Bst. a 

MWSTG). Ferner sind auch Umsätze aus Kursen, Vorträgen sowie ande-

ren Veranstaltungen wissenschaftlicher oder bildender Art von der Steuer 

ausgenommen (vgl. Art. 21 Abs. 2 Ziff. 11 Bst. b MWSTG). 

3.5.1 Wie schon im alten Recht muss gemäss Verwaltungspraxis, damit 

eine Leistung bildenden Charakter im Sinne dieser Gesetzesbestimmun-

gen hat, "ihr in erster Linie verfolgtes Ziel die Vermittlung von Wissen […] 

sein" (Ziff. 2 MWST-Branchen-Info "Bildung"). Bildungsleistungen sind 

daher abzugrenzen von anderen Leistungen, welche zwar auch Wissen 

vermitteln könnten, deren in erster Linie verfolgtes Ziel indessen ein an-

deres ist (vgl. auch Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A-555/2013 

vom 30. Oktober 2013 E. 2.6.3, A-5116/2012 vom 31. Juli 2013 E. 2.3). 

So können nach der Verwaltungspraxis namentlich Anlässe in den Berei-

chen Unterhaltung, Vergnügung, Freizeitbeschäftigung, Geselligkeit, ge-

meinsame Ausübung einer Tätigkeit, sportliche Betätigung etc. bildende 

Elemente beinhalten. Diese Leistungen seien aber keine Bildungsleistun-

gen im Sinne von Art. 21 Abs. 2 Ziff. 11 MWSTG, weil bei diesen Leistun-

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Seite 8 

gen die Wissensvermittlung nicht das in erster Linie verfolgte Ziel sei, 

sondern die Erfahrung eines Erlebnisses und/oder Abenteuers im Vorder-

grund stehe. Solche Leistungen hätten auch dann keinen bildenden Cha-

rakter, wenn sie Instruktionen umfassten, welche im Einzelfall nur für eine 

Freizeitbeschäftigung, beispielsweise der korrekten Ausübung der Tätig-

keiten oder der Verhinderung von Gefahren dienen. Indessen könne ins-

besondere dann eine Bildungsleistung vorliegen, wenn das Lernen einer 

sportlichen Disziplin im Vordergrund stehe (Ziff. 2.2.1 f. MWST-Branchen-

Info "Bildung").  

In der MWST-Branchen-Info "Bildung" findet sich im Übrigen (im Bereich 

der Steuerausnahmen) folgende Definition des Begriffes "Kurs" (Ziff. 1.6): 

"Als Kurs gilt eine zusammenhängende Folge von Unterrichtsstunden, die 

eine zeitlich begrenzte, auf die Erreichung eines definierten Lernziels gerich-

tete, schulmässige Ausbildung in einem Fach oder einer Fächergruppe er-

möglichen. Die Kursdauer spielt dabei keine Rolle. Als Kurs können ein- oder 

mehrstündige, halb-, ein- oder mehrtägige, sich auf Wochen, Monate oder 

Jahre ausdehnende Unterrichtssequenzen in Frage kommen. Ebenfalls unter 

diese Steuerausnahme fallen Probe- und Schnupperlektionen."  

3.5.2 Das massgebende Kriterium, ob Ziel der betreffenden Leistungen in 

erster Linie die Vermittlung von Wissen ist, stimmt mit der Rechtspre-

chung überein, wonach Bildungsleistungen abzugrenzen sind (a) gegen-

über den steuerbaren Unterhaltungsleistungen, zu welchen auch Leistun-

gen zählen, welche wohl gewisse bildende Elemente mit beinhalten, bei 

denen jedoch der Unterhaltungs- oder Vergnügungscharakter überwiegt, 

sowie (b) gegenüber Leistungen, welche in erster Linie anderen Zwecken 

als der Vermittlung oder Vertiefung von Wissen dienen.  

Nach dieser Rechtsprechung sind keine Ausbildungsleistungen zum ei-

nen Fitnessaktivitäten wie etwa Aerobic, Spinning und Jazztanz sowie 

zum anderen Ausbildungs- und Unterrichtsleistungen, welche eine sport-

liche Tätigkeit begleiten oder der Sportanimation zuzurechnen sind (Urteil 

des Bundesgerichts 2A.756/2006 vom 22. Oktober 2007 E. 2.3.1 und 

3.3.1, mit Hinweis auf das zur Verordnung vom 22. Juni 1994 über die 

Mehrwertsteuer [aMWSTV; AS 1994 1464] ergangene Urteil des Bundes-

gerichts 2A.485/2004 vom 18. Mai 2005 E. 7; vgl. ferner Urteile des Bun-

desgerichts 2C_642/2008 vom 12. Dezember 2008 E. 3.2, 2C_641/2008 

vom 12. Dezember 2008 E. 3.2; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts 

A-5116/2012 vom 31. Juli 2013 E. 3.3.2). Ebenso wenig handelt es sich 

nach der Judikatur bei Stretching-Kursen, Rückengymnastik, Herz-

Kreislauf-Gymnastik, der Stärkung der Bauch- und Gesässmuskulatur, 

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der gemeinsamen Rehabilitation und bei postoperativen oder individuell 

zugeschnittenen, korrektiven oder präventiven Krafttrainingsprogrammen 

um steuerausgenommene Bildungsleistungen (vgl. Urteil des Bundesge-

richts 2A.485/2004 vom 18. Mai 2005 E. 7.2). 

Weil die Ausbildungskomponenten im konkreten Fall nur einen kleinen, 

untergeordneten Teil ausmachten und es primär darum ging, "Verhalten 

zu ergründen und zu verstehen, Erfahrungen und Erlebnisse zu machen 

und dadurch das Selbstwertgefühl und Körperbewusstsein der Teilnehmer 

zu stärken", hat die Eidgenössische Steuerrekurskommission (SRK; eine 

Vorgängerorganisation des Bundesverwaltungsgerichts) schon im Jahr 

2004 ein Seminar zur Persönlichkeitsbildung vorab für Führungskräfte 

(mit dem Titel «Leadership und Teambildung […]») als steuerbar (bzw. 

nicht als steuerausgenommene Bildungsleistung) qualifiziert (vgl. Ent-

scheid der SRK vom 30. August 2004, veröffentlicht in: Verwaltungspraxis 

der Bundesbehörden [VPB] 69.9 E. 3c/bb; vgl. dazu Urteil des Bundes-

verwaltungsgerichts A-5116/2012 vom 31. Juli 2013 E. 3.4). Das Bundes-

verwaltungsgericht hat erst kürzlich das Vorliegen von steuerausgenom-

menen Bildungsleistungen bei im Bereich Tantra durchgeführten Grup-

penseminaren mit Blick auf das dabei im Vordergrund stehende Ziel der 

Persönlichkeitsbildung verneint, obschon es grundsätzlich anerkannte, 

dass die betreffenden Seminare auch der Wissensvermittlung dienende 

Komponenten umfassten (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts 

A-5116/2012 vom 31. Juli 2013 E. 3.5). In einem weiteren, noch jüngeren 

Entscheid hat es Tantrakurse, obschon ihnen gewisse bildende Elemente 

nicht abzusprechen waren, nicht als Bildungsleistungen im mehr-

wertsteuerrechtlichen Sinne qualifiziert, weil die Teilnehmer diese Kurse 

im betreffenden Fall aller Wahrscheinlichkeit in erster Linie wegen ver-

lockender Erfahrungen und nur subsidiär zum Erlangen eines intellektuel-

len Verständnisses etwa der Chakren besuchten (vgl. Urteil des Bundes-

verwaltungsgerichts A-666/2012 vom 28. Oktober 2013 E. 4). Im gleichen 

Entscheid führte das Gericht unter anderem aus, dass Yoga-Kurse keine 

Bildungsleistungen seien (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts 

A-666/2012 vom 28. Oktober 2013 E. 4.2.2). 

4.  

Vorliegend ist streitig, ob der von der Beschwerdeführerin angebotene 

«Grundkurs MBSR» bzw. «MBSR-Acht-Wochen-Kurs 'Mindfulnesss-

Based Stress Reduction (MBSR)'» als Bildungsleistung objektiv von der 

Mehrwertsteuer ausgenommen und die Beschwerdeführerin deshalb 

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Seite 10 

mangels Erreichen der Umsatzlimite von Fr. 100'000.- subjektiv nicht 

steuerpflichtig ist.  

4.1 Die Vorinstanz geht diesbezüglich von steuerpflichtigen Umsätzen 

aus. Sie schliesst das Vorliegen von Bildungsleistungen im Sinne von 

Art. 21 Abs. 2 Ziff. 11 MWSTG mit der Begründung aus, die von der Be-

schwerdeführerin durchgeführten Veranstaltungen würden insgesamt der 

Selbstwahrnehmung, der Persönlichkeitsbildung und der Verbesserung 

des persönlichen sowie körperlichen Wohlbefindens der Teilnehmenden 

dienen; die Vermittlung von Wissen oder besonderen Kenntnissen stehe 

dabei nicht im Vordergrund (E. 3.2 des Einspracheentscheids; vgl. auch 

Vernehmlassung, S. 2). 

4.2 Demgegenüber vertritt die Beschwerdeführerin die Ansicht, die von ihr 

angebotenen «MBSR-Kurse» seien von der Steuer ausgenommene Bil-

dungsleistungen. Anders als beim Sachverhalt, welcher dem Urteil des 

Bundesgerichts 2A.756/2006 vom 22. Oktober 2007 zugrunde gelegen 

habe, handle es sich bei diesen Kursen «ohne Zweifel» um eine Ausbil-

dung (Beschwerde, S. 3). Deshalb sei die Vorinstanz beweisbelastet, so-

weit sie die steuerbegründende bzw. -erhöhende Tatsache behaupte, es 

handle sich vorliegend nicht um eine steuerausgenommene Bildungsleis-

tung. Die sog. achtsamkeitsbasierte Stressreduktion (Mindfulness-Based 

Stress Reduction [MBSR]) sei ein vom Molekularbiologen B._______ 

entwickeltes Programm zur Stressbewältigung. Der von der Beschwerde-

führerin durchgeführte MBSR-Kurs entspreche den Kursen, welche Klini-

ken ihren Patienten im Rahmen der Behandlung anbieten würden. Ziel 

dieser achtwöchigen Kurse sei nicht die kurzfristige Verbesserung des 

körperlichen Wohlbefindens oder die Beseitigung physischer oder psychi-

scher Störungen. Vielmehr werde den Teilnehmern das erforderliche Wis-

sen sowie die damit einhergehenden Fähigkeiten vermittelt, um nach Ab-

schluss der Kurse selbständig und bei konsequenter Anwendung der da-

bei vermittelten, wissenschaftlich anerkannten Methode (und der damit 

verbundenen Techniken) das persönliche Wohlbefinden steigern zu kön-

nen. Insofern verhalte es sich ähnlich wie bei Tennislektionen, die von An-

fängern belegt würden. Denn das Tennisspiel, das gleichermassen na-

mentlich dem körperlichen Wohlbefinden diene, müsse wie die MBSR-

Technik zuerst erlernt werden. Wie bei Tennis- oder Tanzkursen sei das 

Ziel des MBSR-Kurses das Erlernen einer Fertigkeit. Die Lernziele des in 

Frage stehenden Kurses umschreibt die Beschwerdeführerin in ihrer Be-

schwerde im Einzelnen wie folgt (Beschwerde, S. 7): 

A-5906/2013 

Seite 11 

«Die Teilnehmenden  

- lernen achtsamkeitsbasierte Übungen zur Stressreduktion kennen und an-

wenden,  

- gewinnen ein vertieftes Verständnis davon, wie Stress entsteht und sich auf 

die psychische und physische Gesundheit auswirkt,  

- lernen, belastenden Situationen gelassener und geschickter zu begegnen, 

- entdecken neue, kreative Möglichkeiten einer positiven, gesunden Lebens-

gestaltung.»  

 

Anders als etwa bei Tantra- oder Spinning-Kursen sei das Kurserlebnis 

nicht Zweck der Veranstaltungen. Auch gehe es bei den MBSR-Kursen 

der Beschwerdeführerin im Unterschied etwa zu Yoga-Kursen, welche re-

gelmässig auf ein Dauerverhältnis ausgelegt seien, nicht in erster Linie 

darum, Übungen in Gruppen zu absolvieren und an einem Gruppenerleb-

nis teilzuhaben.  

5.  

5.1 Vorab ist festzuhalten, dass für die hier in Frage stehende Qualifikati-

on der von der Beschwerdeführerin angebotenen Kurse als steuerausge-

nommene Bildungsleistungen die Beschwerdeführerin beweisbelastet ist, 

da es sich bei den Steuerausnahmen im Sinne von Art. 21 MWSTG um 

steuerschuldmindernde bzw. -aufhebende Tatsachen handelt (vgl. vorn 

E. 2.2). Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, die Vorinstanz 

müsse den Beweis erbringen, dass es sich vorliegend nicht um Bildungs-

leistungen handelt, verkennt sie, dass eine Leistung nicht per se allein 

aufgrund des Umstandes, dass sie in der einen oder anderen Weise ei-

nen Bezug zur Bildung aufweist, steuerausgenommen ist (vgl. Urteil des 

Bundesverwaltungsgerichts A-666/2012 vom 28. Oktober 2013 E. 3.4.2). 

In diesem Kontext bringt die Beschwerdeführerin deshalb auch ohne Er-

folg vor, der zu beurteilende Sachverhalt unterscheide sich rechtswesent-

lich von demjenigen, den das Bundesgericht in seinem Urteil 

2A.756/2006 vom 22. Oktober 2007 (betreffend die Führung eines Fit-

nesscenters) zu würdigen hatte. Im Übrigen macht die Beschwerdeführe-

rin in diesem Zusammenhang ohne Erfolg geltend, die Lernziele und 

Lehrpläne ihres Kurses würden Geschäftsgeheimnisse bilden (vgl. dazu 

Beschwerde, S. 6).  

5.2 Vorliegend aktenkundig sind ein Ausdruck der Website [...] der Be-

schwerdeführerin, ein Arbeitsheft zu ihrem Kurs «Stressbewältigung 

durch Achtsamkeit» sowie eine Übersetzung von Unterlagen der 

C._______. Letztere Unterlagen dienen «dem eigenen Gebrauch der 

TeilnehmerInnen im Rahmen der Weiterbildung zum / zur MBSR-LehrerIn 

2011 am A._______-Zentrum […]» (vgl. Beschwerdebeilage 3 S. 1).  

A-5906/2013 

Seite 12 

Die erwähnten Unterlagen der C._______ können für die im Folgenden 

vorzunehmende mehrwertsteuerrechtliche Qualifikation des in Frage ste-

henden, achtwöchigen Kurses «Mindfulness-Based Stress Reduction 

(MBSR)» nur beschränkt herangezogen werden. Denn zum einen richten 

sich diese Unterlagen nicht an die Teilnehmer der Kurse der Beschwerde-

führerin, sondern an angehende MBSR-Lehrer (vgl. auch Vernehmlas-

sung, S. 3). Zum anderen beschreiben die Unterlagen zwar das Curricu-

lum eines achtwöchigen, in der C._______ entstandenen MBSR-Kurses. 

Trotz der Behauptung der Beschwerdeführerin, ihr Kurs entspreche den 

in Kliniken angebotenen MBSR-Kursen (Beschwerde, S. 2 und 4), ist je-

doch nicht substantiiert dargetan, dass ihr Kurs mit dem in den genannten 

Unterlagen der C._______ beschriebenen Kurs identisch oder auch nur 

vergleichbar ist (vgl. auch den aktenkundigen Ausdruck der Website der 

Beschwerdeführerin, wonach das Training von Achtsamkeit, wie es von 

B._______ im Programm «Stressbewältigung durch Achtsamkeit» entwi-

ckelt worden sei, eine wichtige Grundlage der Arbeit der Beschwerdefüh-

rerin bilde, jedoch «je nach Angebot und Setting […] weitere Methoden 

und Inhalte aus der Psychologie, Psychotherapie und Meditation ergän-

zend» hinzukommen würden [Akten Vorinstanz, act. 21 S. 1]).  

Im Folgenden werden deshalb in erster Linie die Website der Beschwer-

deführerin und das erwähnte Arbeitsheft herangezogen.  

5.3 Dem erwähnten Ausdruck der Website der Beschwerdeführerin lässt 

sich folgende Beschreibung des in Frage stehenden «MBSR Acht-

Wochen-Kurses» entnehmen: 

«Zielgruppen 

Der Kurs eignet sich für Menschen, die 

- sich beruflich/privat unter Stress fühlen oder sich ausgebrannt wahr-

nehmen, 

- mit akuten oder chronischen Krankheiten leben, 

- unter chronischen Schmerzen leiden, 

- durch psychosomatische Beschwerden belastet sind, 

- Beeinträchtigungen durch Ängste oder Depressionen erleben,  

- an Schlafstörungen, Antriebslosigkeit oder Verstimmungen leiden, 

 

und 

 

- an einer Veränderung ihrer Situation arbeiten wollen, 

- einen aktiven Beitrag zur Erhaltung oder zur Wiedergewinnung ihrer 

Gesundheit leisten möchten, 

- eine sinnvolle Ergänzung zur medizinischen oder psychotherapeuti-

schen Behandlung suchen, 

- bewusster leben möchten,  

A-5906/2013 

Seite 13 

- eine Methode zur Selbsterfahrung und Selbsterforschung erlernen 

möchten. 

 

Kursinhalt 

Kernelemente sind Übungen zur Schulung der Achtsamkeit, kurze Vorträge, 

Erfahrungsaustausch in der Gruppe und das Üben zuhause. Die Übungen 

bestehen aus Meditations- und Körperübungen […]. 

- Achtsames Wahrnehmen des Körpers in Ruhe: Body Scan, 

- Achtsame Körperarbeit: sanfte Dehn- und Yogaübungen,  

- Achtsamkeitsmeditation in Ruhe und Bewegung: Sitzmeditation und 

Gehmeditation. 

[…] 

  

Kursablauf 

- Individuelles Vorgespräch, 

- Acht wöchentliche Gruppen-Sitzungen von jeweils 2 bis 3 Stunden, 

- Ein ganzer Übungstag, 

- Individuelles Nachgespräch.» 

 

Zum Begriff der Achtsamkeit werden auf der Website B._______ zuge-

schriebene Ausführungen zitiert, wonach Achtsamkeit, das heisst «auf ei-

ne bestimmte Weise aufmerksam zu sein», «eine einfache und zugleich 

hochwirksame Methode [ist], uns wieder in den Fluss des Lebens zu in-

tegrieren, uns wieder mit unserer Weisheit und Vitalität in Berührung zu 

bringen» (Akten Vorinstanz, act. 21 S. 3).  

5.4 Nach der hiervor genannten Beschreibung auf der Website der Be-

schwerdeführerin stehen «Meditations- und Körperübungen» im Zentrum 

des streitigen «MBSR Acht-Wochen-Kurses». Diesen Übungen wird nach 

der Kursbeschreibung unter anderem ein ganzer Tag gewidmet. Zudem 

sind die Übungen als Kernelemente des Kurses bezeichnenderweise 

noch vor den Vorträgen genannt, wobei Letztere überdies als «kurz» be-

zeichnet werden. Daraus ergibt sich das Bild, dass anlässlich der Grup-

pensitzungen jeweils die praktische Durchführung von Übungen gegen-

über der Wissensvermittlung dominiert. Dies bestätigt auch ein Blick in 

die Unterlagen der C._______: So ist darin etwa für die erste Sitzung die 

«Rosinen-Übung» vorgesehen, wonach jeder Kursteilnehmer achtsam 

sowie mit Fokus auf die direkte Sinneswahrnehmung einzelne Rosinen 

essen soll (vgl. Beschwerdebeilage 3 S. 3). Die Beschreibung in den Un-

terlagen zeigt, dass diese und andere Übungen nicht nur theoretisch so-

wie für den späteren Gebrauch erläutert, sondern praktisch erprobt wer-

den sollen.  

Schon vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, dass bei der in 

Frage stehenden Leistung die Wissensvermittlung nicht im Vordergrund 

A-5906/2013 

Seite 14 

steht. Vielmehr geht es ähnlich wie beim genannten Seminar zur Persön-

lichkeitsbildung vorab für Führungskräfte (vgl. vorn E. 3.5.2) insbesonde-

re um die Selbsterfahrung und das Körperbewusstsein der Teilnehmer. 

Nichts daran ändern kann die Tatsache, dass im Rahmen des streitbetrof-

fenen Kurses auch Wissen und Kenntnisse vermittelt werden, nämlich 

(ausweislich des dazu den Teilnehmern abgegebenen Arbeitsheftes) ins-

besondere Wissen über die Bedeutung der Achtsamkeit, den Atem, den 

Stress, die Reaktionsweisen bei schwierigen Situationen und die Selbst-

sorge (vgl. Akten Vorinstanz, act. 17 Beilage 1).  

5.5 Der Umstand, dass es nach Darstellung der Beschwerdeführerin um 

die Vermittlung einer wissenschaftlich anerkannten Methode zur Verbes-

serung der Gesundheit sowie des Wohlbefindens geht und die Teilnehmer 

erst nach Abschluss des Kurses zu deren Anwendung befähigt sein sol-

len, lässt nicht darauf schliessen, dass dieser Kurs in erster Linie der 

Vermittlung von Wissen dient. Denn es lässt sich nicht mit Recht bestrei-

ten, dass die Methode der Achtsamkeit bereits anlässlich des Kurses als 

dessen hauptsächlicher Bestandteil praktiziert und gemeinsam eingeübt 

wird. Gerade mit Blick auf die genannten Angaben auf der Website, auf 

welcher bei der Kursbeschreibung nicht vom Erwerb von Kompetenzen 

über die Dauer des Kurses hinaus die Rede ist, ist davon auszugehen, 

dass die Kursteilnehmer den Kurs vor allem in der Erwartung besuchen, 

während des Kurses Erfahrungen mit der Achtsamkeit zu machen. Es 

lässt sich deshalb entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin nicht 

mit Recht behaupten, ihr Kurs werde nicht mit Blick auf das Kurserlebnis 

besucht (vgl. dazu auch hinten E. 5.6).  

Ob der Kurs für sich allein nicht zur einer Verbesserung der Gesundheit 

sowie des Wohlbefindens führt und nur längerfristig Wirkungen entfaltet, 

kann nach dem Gesagten nicht massgebend sein. Ebenso wenig fällt ins 

Gewicht, dass sich die Beschwerdeführerin (namentlich auf ihrer Website) 

als Kompetenzzentrum für die Integration der Achtsamkeit im Alltags- und 

Berufsleben anpreist (Akten Vorinstanz, act. 21 S. 1) und nach den ohne-

hin nur beschränkt relevanten (vgl. vorn E. 5.2) Unterlagen der 

C._______ ein Hauptziel des MBSR-Curriculums darin besteht, «Wege 

des Lernens und des Seins zu entwickeln, die weit über den Abschluss 

des Programms hinaus genutzt werden können» (vgl. Beschwerdebeila-

ge 3 S. 2).  

5.6 Da nach dem Ausgeführten davon auszugehen ist, dass beim fragli-

chen Kurs praktische Erfahrungen mit der Aufmerksamkeit im Vorder-

A-5906/2013 

Seite 15 

grund stehen, erweist sich auch das Vorbringen der Beschwerdeführerin, 

es gehe in ihrem Kurs wie beim Tanz- oder Tennisunterricht um das Er-

lernen einer Fertigkeit, als nicht stichhaltig. Bei Würdigung aller Umstän-

de ist nämlich vielmehr darauf zu schliessen, dass ihr Kurs ähnlich wie 

das vorgenannte, primär auf Kaderleute zugeschnittene Seminar 

(vgl. vorn E. 3.5.2) der Persönlichkeitsbildung dient. Ins Bild passt denn 

auch, dass die Beschwerdeführerin auf ihrer Homepage schreibt, Ziel ih-

rer Tätigkeit sei es, «durch die Schulung von Achtsamkeit zur Gesund-

heitsförderung und zur Persönlichkeitsentwicklung […] beizutragen» (Ak-

ten Vorinstanz, act. 21 S. 1). Ebenso wie in ihrem Fall dürften auch im 

Rahmen des erwähnten Seminars zur Persönlichkeitsbildung gewisse 

Fertigkeiten vermittelt worden sein, welche später in den Alltag integriert 

werden sollen und erst dort in vollem Umfang die gewünschten Wirkun-

gen entfalten können. Diese Vermittlung von Fertigkeiten genügt aber, da 

sie mit Blick auf die praktischen Erfahrungen mit der Achtsamkeit wäh-

rend des Kurses und das Ziel der Persönlichkeitsbildung nicht im Vorder-

grund steht, nicht für das Vorliegen einer steuerausgenommenen Bil-

dungsleistung. 

Ob und inwieweit die anlässlich des Kurses abgegebenen Unterlagen 

sowie Übungsanleitungen die Kursteilnehmer nach Absolvierung der Kur-

se darin unterstützen, «für sich selbst zu sorgen» (vgl. Beschwerde, S. 9), 

spielt nach dem Gesagten keine Rolle.  

5.7 Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin lässt sich sodann 

auch kein rechtserheblicher Unterschied zwischen ihrem Kurs und Yoga-

kursen ausmachen:  

Zum einen beinhaltet der streitbetroffene Kurs nach der aktenkundigen 

Website der Beschwerdeführerin Yogaübungen. Der Umstand, dass sich 

ihr Kurs nicht in der repetitiven Anwendung von Yogaübungen erschöpft, 

vermag entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin (vgl. Be-

schwerde, S. 7 f.) nichts daran zu ändern, dass ihr Kurs unter den ent-

scheidwesentlichen Aspekten mit Yogalektionen vergleichbar ist.  

Zum anderen besteht kein wesentlicher Unterschied in Bezug auf die 

Kursdauer, selbst wenn Yogaübende teilweise über Jahre hinweg Yoga-

kurse besuchen sollten. Dies gilt umso mehr, als es bekanntermassen 

auch auf acht Wochen beschränkte Yogakurse gibt.  

A-5906/2013 

Seite 16 

Auch kann nicht mit Recht behauptet werden, beim Kurs der Beschwer-

deführerin rücke das Gruppenerlebnis anders als bei Yogakursen in den 

Hintergrund. Denn bezeichnenderweise nennt die Beschwerdeführerin 

auf ihrer Website selbst als ein Kernelement ihres Kurses den Erfah-

rungsaustausch in der Gruppe (vgl. vorn E. 5.3). Es ist im Übrigen zumin-

dest fraglich, ob bei Yogalektionen tatsächlich – wie dies die Beschwerde-

führerin behauptet – das Gruppenerlebnis im Vordergrund steht. Denn es 

ist allgemein bekannt, dass Yogalektionen nicht nur in Gruppen, sondern 

auch im Einzelunterricht durchgeführt werden. Wie es sich damit verhält, 

kann hier freilich offen gelassen werden.  

5.8 Die Beschwerdeführerin macht ferner im Wesentlichen geltend, ihr 

Kurs sei anspruchsvoll und werde von den Teilnehmenden jeweils von 

Anfang bis am Ende besucht. Auch sei der Kurs, der Hausaufgaben und 

Lernzielkontrollen umfasse, strukturiert. Das Element der Vermittlung 

neuen Wissens sei auch daran ersichtlich, dass der gleiche Kurs an pä-

dagogischen Hochschulen angeboten werde. Denn es lasse sich kaum 

mit dem Konzept einer Hochschule vereinbaren, wenn Studierende auf 

Staatskosten Kurse belegen könnten, die ihnen einzig zur Verbesserung 

ihres persönlichen Wohlbefindens dienen würden (vgl. Beschwerde, S. 5 

und 8).  

Mit diesem Vorbringen behauptet die Beschwerdeführerin sinngemäss, 

ihr Kurs falle insbesondere mit Blick auf die aufbauende Struktur, die feh-

lende jederzeitige Einstiegsmöglichkeit und die vordefinierte Dauer unter 

die Definition des Kurses in der MWST-Branchen-Info «Bildung» 

(vgl. vorn E. 3.4.1). Da aber vorliegend – wie aufgezeigt – die Wissens-

vermittlung nicht das in erster Linie verfolgte Ziel ist (vorn E. 5.4 ff.), muss 

davon ausgegangen werden, dass es (auch) an einem vordefinierten 

Lernziel im Sinne des Kursbegriffs der MWST-Branchen-Info "Bildung" 

fehlt. Entgegen der Darstellung der Beschwerdeführerin bestehen keine 

genügenden Anhaltspunkte, dass ihr Kurs Lernzielkontrollen der erforder-

lichen Art beinhaltet. Namentlich ergibt sich dies weder aus den Unterla-

gen der C._______ noch aus dem Umstand, dass am Ende des Kurses 

ein individuelles Nachgespräch stattfindet. Im Übrigen ist gerichtsnoto-

risch, dass Hochschulen unter anderem Kurse anbieten, die nicht primär 

der Vermittlung von Wissen dienen (z.B. Yogakurse). Allein ein allfälliges, 

mit dem Kursangebot der Beschwerdeführerin vergleichbares Angebot 

pädagogischer Hochschulen spricht deshalb nicht für eine Gutheissung 

der Beschwerde.  

A-5906/2013 

Seite 17 

Auch mit Blick auf die genannte Definition in der MWST-Branchen-Info 

«Bildung» erscheinen somit die Voraussetzungen für das Vorliegen von 

Bildungsleistungen im Sinne von Art. 21 Abs. 2 Ziff. 11 MWSTG nicht als 

erfüllt (vgl. zu einem ähnlich gelagerten Fall Urteil des Bundesverwal-

tungsgerichts A-5116/2012 vom E. 3.6.3).  

5.9 Nach dem Gesagten ist die von der Vorinstanz vorgenommene Quali-

fikation der MBSR-Kurse der Beschwerdeführerin als steuerpflichtige 

Leistungen rechtskonform. 

Da es sich bei den fraglichen MBSR-Kursen um steuerpflichtige Leistun-

gen im Sinne des MWSTG handelt, ist davon auszugehen, dass die Be-

schwerdeführerin (entsprechend den von ihr bei der Vorinstanz gemach-

ten Angaben) im Jahr 2009 einen nach dem MWSTG als steuerbar zu 

qualifizierenden Umsatz von Fr. 37'230.- sowie im Jahr 2010 einen eben-

solchen Umsatz von Fr. 100'260.- erzielt hat. Bei alledem sind die übrigen 

Tatbestandselemente der subjektiven Steuerpflicht der Beschwerdeführe-

rin unter den Verfahrensbeteiligten zu Recht unbestritten (vgl. vorn 

E. 3.2). Demzufolge war die Beschwerdeführerin bei Inkrafttreten des 

MWSTG am 1. Januar 2010 (aufgrund eines im Sinne des MWSTG steu-

erbaren Umsatzes von weniger als Fr. 100'000.- im Jahr 2009) von der 

Steuerpflicht befreit (vgl. vorn E. 3.2). Diese Befreiung von der subjekti-

ven Steuerpflicht endete nach Ablauf des Geschäftsjahres 2010, da die 

Beschwerdeführerin in diesem Geschäftsjahr den massgebenden 

Schwellenwert von Fr. 100'000.- steuerbaren Umsatz erreicht hat 

(vgl. vorn E. 3.3). Folglich ist die Beschwerdeführerin seit dem 1. Januar 

2011 subjektiv steuerpflichtig und wurde sie seitens der Vorinstanz zu 

Recht mit Wirkung ab diesem Zeitpunkt in das Register der Mehr-

wertsteuerpflichtigen eingetragen.   

Der angefochtene Entscheid erweist sich folglich als rechtmässig. Die 

dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf einzutre-

ten ist.    

6.  

Ausgangsgemäss sind die Verfahrenskosten, die auf Fr. 2'000.- festge-

setzt werden, der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG 

in Verbindung mit Art. 4 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 

Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). Der einbezahlte Kostenvorschuss ist zur Bezahlung der 

verfahrenskosten zu verwenden.   

A-5906/2013 

Seite 18 

Eine Parteientschädigung an die Beschwerdeführerin ist nicht zuzuspre-

chen (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario). 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 2'000.- werden der Beschwerdeführerin 

auferlegt. Der einbezahlte Kostenvorschuss wird zur Bezahlung der Ver-

fahrenskosten verwendet. 

3.  

Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde); 

– die Vorinstanz (Ref.-Nr. […]; Gerichtsurkunde). 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Daniel Riedo Beat König 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen An-

gelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesge-

richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift 

ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Be-

gründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. 

Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der 

Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

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