# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c1e8697c-e0fe-5c3d-bc50-099026ce207b
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-13
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 13.03.2025 720 2024 327 (720 24 327)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-2024-327_2025-03-13.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 13. März 2025 (720 24 327) 
 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Versicherter hat keinen Anspruch auf die Ausrichtung eines Wartezeittaggelds gemäss 

Art. 18 Abs. 1 IVV, da er im Rahmen seiner Umschulung selbstverschuldet seine Prakti-

kumsstelle verloren hat. 

 

 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Gerichtsschreiber i.V. Nicki Rohrbach 

 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Taggeld 
 
 
 

A. Der 1978 geborene A.____ meldete sich am 17. November 2023 aufgrund von 
Rückenbeschwerden bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) an. Nachdem diese 
im Rahmen der beruflichen Eingliederungsmassnahmen seinen Umschulungsanspruch bejaht 
hatte, begann der Versicherte im Januar 2024 die Ausbildung zum Experten für Arbeitssicher-
heit und Gesundheitsschutz beim Verein B.____. Um zur Berufsprüfung zugelassen zu werden, 

 

 
 
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ist mindestens ein Jahr Berufspraxis im Bereich Arbeitssicherheit erforderlich. A.____ schloss 
am 17. November 2023 einen Praktikumsvertrag mit der C.____ GmbH ab für die Dauer vom 
1. Dezember 2023 bis 31. Oktober 2024. Für die Praktikumsdauer sprach ihm die IV-Stelle Ba-
sel-Landschaft (IV-Stelle) mit Mitteilung vom 19. Januar 2024 ein Taggeld in der Höhe von 
Fr. 197.-- zu. Am 11. März 2024 kündigte die C.____ GmbH das Arbeitsverhältnis per 
31. März 2024 mit der Begründung, der Versicherte habe die Zusammenarbeit mit den Kunden 
gefährdet. Am 21. März 2024 mahnte die IV-Stelle A.____, dass er die Zulassungskriterien für 
die Berufsprüfung nicht erfülle, wenn er keine praktische Tätigkeit im Bereich Arbeitssicherheit 
und Gesundheitsschutz vorweisen könne. Gelinge es ihm nicht, bis spätestens am 
30. April 2024 eine entsprechende Arbeitstätigkeit zu finden, erlösche der IV-Taggeldanspruch 
per 30. Juni 2024. Am 6. September 2024 schloss A.____ mit der Universität D.____ einen 
Praktikumsvertrag ab für die Dauer vom 15. September 2024 bis 14. April 2025. Die IV-Stelle 
sprach ihm in der Folge für die Praktikumsdauer ein Taggeld in der Höhe von Fr. 224.60 zu. Sie 
verneinte jedoch mit Verfügung vom 25. September 2024 einen Anspruch auf ein Wartezeittag-
geld für die Periode vom 1. Juli 2024 bis 14. September 2024, wie es der Versicherte mit 
Schreiben vom 18. September 2024 beantragt hatte. Die IV-Stelle begründete ihre ablehnende 
Verfügung damit, dass der Versicherte seine Praktikumsstelle bei C.____ GmbH aus eigenem 
Verschulden verloren habe. 
 
B. Gegen diese Verfügung erhob A.____ mit Eingabe vom 28. Oktober 2024 Beschwerde 
beim Kantonsgericht Baselland, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Er bean-
tragte sinngemäss, die Verfügung vom 25. September 2024 sei aufzuheben und die IV-Stelle 
sei zu verpflichten, ihm ein Wartetaggeld nachzuzahlen. Zur Begründung führte er an, dass die 
Begründung der ablehnenden Verfügung vom 25. September 2024 frei erfunden gewesen sei 
und die C.____ GmbH ihn grundlos freigestellt habe. 
 
C. Mit Vernehmlassung vom 29. November 2024 beantragte die IV-Stelle die Abweisung 
der Beschwerde. Zur Begründung brachte sie im Wesentlichen vor, dass das Verhalten des 
Beschwerdeführers die Arbeitgeberin zur Kündigung veranlasst habe. 
 
 
Der Präsident zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versiche-
rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden 
Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig-
keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes 
über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beur-
teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons 
Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht 
erhobene Beschwerde der Versicherten vom 28. Oktober 2024 ist demnach einzutreten. 
 

 

 
 
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1.2 Am 1. Januar 2022 traten die geänderten Bestimmungen des ATSG, der Verordnung 
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV) vom 11. September 2002, 
des IVG sowie der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 in 
Kraft. In zeitlicher Hinsicht sind –  vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen –  
grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnen-
den oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1; 
144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Die angefochtene Verfügung erging nach dem 
1. Januar 2022 und die Sistierung betrifft die Zeitperiode ab 1. Juni 2024 bis 
14. September 2024. Folglich sind die ab 1. Januar 2022 gültigen Rechtsvorschriften anwend-
bar. Sie werden jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet. 
 
1.3 Gemäss § 55 Abs. 1 VPO entscheidet die präsidierende Person der Abteilung Sozial-
versicherungsrecht des Kantonsgerichts Streitigkeiten bis zu einem Streitwert von Fr. 20'000.--. 
Im vorliegenden Verfahren geht es um die Ausrichtung eines Wartezeittaggelds vom 
1. Juli 2023 bis zum 14. September 2024. Bei einer Dauer von 76 Tagen beträgt der Streitwert 
vorliegend Fr. 14'972.-- und liegt damit unter der erwähnten Grenze von Fr. 20’000.--. Die Ange-
legenheit ist folglich präsidial zu entscheiden. 
 
2. Strittig und zu prüfen ist, ob die IV-Stelle den Anspruch des Versicherten auf ein War-
tezeittaggeld für die Zeitperiode vom 1. Juli 2024 bis 14. September 2024 zu Recht verneinte. 
Nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bilden die weiteren, nicht mit der Ablehnung 
des Anspruchs auf das Wartezeittaggeld in Verbindung stehenden Vorwürfe des Versicherten 
an die IV-Stelle. 
 
3.1 Gemäss Art. 8 Abs. 1 IVG haben Invalide oder von einer Invalidität (Art. 8 ATSG) be-
drohte Versicherte Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit diese notwendig und ge-
eignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wie-
der herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern (lit. a) und die Voraussetzungen für den An-
spruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind (lit. b). Zu den Eingliederungsmassnahmen 
gehören nach Art. 8 Abs. 3 IVG medizinische Massnahmen (lit. a), Integrationsmassnahmen zur 
Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung (lit. ater), Massnahmen beruflicher Art (lit. b) und 
die Abgabe von Hilfsmitteln (lit. d). 
 
3.2 Gemäss Art. 22 Abs. 1 IVG haben Versicherte während der Durchführung von Einglie-
derungsmassnahmen nach Art. 8 Abs. 3 IVG Anspruch auf ein Taggeld, wenn sie an wenigs-
tens drei aufeinanderfolgenden Tagen wegen der Massnahmen verhindert sind, einer Arbeit 
nachzugehen, oder in ihrer gewohnten Tätigkeit zu mindestens 50 % arbeitsunfähig (Art. 6 
ATSG) sind. Der Bundesrat bestimmt, unter welchen Voraussetzungen Taggelder ausgerichtet 
werden für nicht aufeinanderfolgende Tage, für Abklärungs- und Wartezeiten, für Arbeitsversu-
che und für Unterbrüche von Eingliederungsmassnahmen wegen Krankheit, Unfall oder Mutter-
schaft (Art. 22bis Abs. 7 IVG). 
 
3.3 Der Bundesrat regelte gestützt auf die Delegationsnorm von Art. 22bis Abs. 7 lit. b IVG 
die Voraussetzungen, unter denen für Abklärungs- und Wartezeiten Taggelder ausgerichtet 

 

 
 
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werden. Dazu erliess er unter anderem Art. 18 IVV. Danach haben versicherte Personen, die zu 
mindestens 50 % arbeitsunfähig sind und auf den Beginn einer Umschulung warten müssen, 
während der Wartezeit Anspruch auf ein Taggeld (Art. 18 Abs. 1 IVV). Der Anspruch entsteht im 
Zeitpunkt, in dem die IV-Stelle feststellt, dass eine Umschulung angezeigt ist (Abs. 2). Renten-
bezüger, die sich einer Eingliederungsmassnahme unterziehen, haben keinen Anspruch auf ein 
Taggeld für die Wartezeit (Abs. 3). 
 
3.4 Gemäss Rz. 0606 des Kreisschreibens des Bundesamtes für Sozialversicherungen 
(BSV) über die Taggelder der Invalidenversicherung in der ab 1. Januar 2024 gültigen Version 
(KSTI) setzt der Anspruch auf ein Wartezeittaggeld voraus, dass die versicherte Person einglie-
derungsfähig ist. Die Umschulung muss sodann subjektiv und objektiv tatsächlich angezeigt 
sein und die versicherte Person muss aus Gründen, die nicht in ihrer Person liegen, auf den 
Beginn der Massnahme (z.B. Kursbeginn) zu warten haben. Kein Anspruch auf ein Taggeld für 
die Wartezeit besteht, wenn die versicherte Person entweder wegen ihres Gesundheitszu-
stands nicht eingliederungsfähig ist, den Beginn der Massnahme ohne rechtserhebliche Veran-
lassung herauszögert oder selbstverschuldet eine Unterbrechung der Eingliederungsmassnah-
me verursacht. Auch das Bundesgericht hielt fest, dass wer durch eigenes Verschulden eine 
Wartezeit zu bestehen hat, z.B. eine Eingliederung schuldhaft scheitern lässt, nicht anspruchs-
berechtigt ist (BGE 114 V 139, E. 2b). 
 
3.5 Beim KSTI handelt es sich um eine Verwaltungsverordnung. Als solche richtet es sich 
an die dem BSV untergeordneten Behörden (vgl. ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX 
UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 7. Auflage, Zürich/St. Gallen 2020, Rz. 81). Verwal-
tungsverordnungen bezwecken die einheitliche Anwendung der Gesetze und Verordnungen. 
Sie sind für die Gerichte nicht bindend, werden aber dennoch zur Auslegung des inländischen 
Rechts beachtet (BGE 146 I 105, E. 4.1 mit weiterem Hinweis). Wenn die Verwaltungsanwei-
sungen überzeugende Konkretisierungen der rechtlichen Vorgaben enthalten, weichen die Ge-
richte nicht ohne triftigen Grund von ihnen ab (BGE 142 V 425, E. 7.2; BGE 142 II 182, E. 
2.3.3). 
 
4. Aufgrund der vorliegenden Akten stellt sich der rechtserhebliche Sachverhalt wie folgt 
dar: 
 
4.1 Gemäss E-Mail vom 8. Dezember 2023 der C.____ GmbH an die IV-Stelle sei der Ver-
sicherte bereits am 7. Dezember 2023, also noch in der ersten Woche des Praktikums, ohne 
Abmeldung der Arbeit ferngeblieben und den gesamten Tag für den Arbeitgeber unerreichbar 
gewesen. Erst am Folgetag habe er per SMS mitgeteilt, dass er krank sei und hoffe, am folgen-
den Montag wieder arbeiten zu können (vgl. IV-Akte 200). Die IV-Stelle ermahnte ihn in der 
Folge mit Einschreiben vom 8. Dezember 2023 und forderte ihn auf, krankheitsbedingte Absen-
zen dem Arbeitgeber den betrieblichen Regelungen entsprechend frühzeitig zu melden. 
 
4.2 In der Folge stiess das Verhalten des Versicherten nicht nur innerbetrieblich auf Ableh-
nung, sondern es entstanden auch Spannungen zwischen ihm und den Kunden der C.____ 
GmbH. Gemäss Aktennotizen der C.____ GmbH hätten fortlaufend Gespräche stattgefunden, 

 

 
 
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in denen der Arbeitnehmer angewiesen worden sei, sich zurückzunehmen und teamorientiert zu 
arbeiten. Im Mitarbeitendengespräch vom 27. Februar 2024 sei der Praktikant auf sein proble-
matisches Verhalten aufmerksam gemacht worden. Gemäss dem Bogen zum Mitarbeitenden-
gespräch sei ihm mitgeteilt worden, dass er die Anforderungen des Betriebs nur teilweise erfül-
le. Er habe zwar gute Vorkenntnisse aus seiner früheren Tätigkeit. Er vergesse jedoch mitunter 
die wirklich wichtigen Aufgaben, nehme sich teilweise zu wichtig und handle nicht teamorien-
tiert. Zudem erschwerten widersprüchliche Aussagen die Zusammenarbeit. Vom Versicherten 
würde teamorientiertes Handeln und die Akzeptanz anderer Teammitglieder erwartet. Als Ziel 
festgelegt wurde die Integration ins Team und die Akzeptanz von Vorgaben. Die Probezeit wur-
de um einen Monat verlängert (vgl. IV-Akte 222). Weiter sei dem Versicherten gesagt worden, 
dass die Firma mit ihren Mitarbeitenden und nicht die eigene Person im Vordergrund stünden. 
Er habe wenig Verständnis für die Situation gezeigt. Er sei es sich eben gewohnt, so zu arbei-
ten. Bezüglich der Probezeit habe der Versicherte ausgesagt, dass es kein Problem für ihn sei, 
wenn ihm gekündigt werde (IV-Akte 225). 
 
4.3 Gemäss Aktennotiz der C.____ GmbH habe der Praktikant am 7. März 2024 Ferien 
angemeldet für den 9. und 10. April 2024 sowie vom 17.  bis 21. Juni 2024. Ihm sei daraufhin 
gesagt worden, dass er am 17. und 18. Juni 2024 Schule habe und er dann nicht frei haben 
könne. Er habe mit der Aussage reagiert, dass ihn dies einen Sch… interessiere (IV-Akte 225). 
Es sei ein religiöser Feiertag, deshalb arbeite er nicht und gehe nicht in die Schule. 
 
4.4 Gemäss Telefonnotiz der IV-Stelle vom 11. März 2024 habe die Arbeitgeberin mitge-
teilt, dass sie den Arbeitnehmer freigestellt habe und ihm per Ende März kündige. Verschiedene 
Baufirmen hätten sich über den Auszubildenden beschwert und einige die weitere Zusammen-
arbeit mit ihm verweigert. Fachlich gäbe es zwar keine Probleme, sein Umgang mit den Bauar-
beitern sei jedoch nicht korrekt und er kritisiere die Poliere (Beispiel: "So kannst du nicht arbei-
ten", IV-Akte 218). Es sei kein Dialog mit dem Versicherten möglich; er reagiere forsch und un-
einsichtig. Auch das Mitarbeitendengespräch vom 27. Februar 2024 habe nicht für Abhilfe ge-
sorgt, sondern die Lage sei zwischenzeitlich erneut eskaliert. Gemäss Aktennotiz der C.____ 
GmbH habe er auf Hinweise von Mitarbeitenden, dass sein Verhalten der Firma schade, ent-
gegnet, dass ihn die Firma nicht interessiere (IV-Akte 225). 
 
4.5 Am 12. März 2024 habe der Versicherte gemäss Telefonnotiz gegenüber der Berufsbe-
raterin der IV-Stelle angegeben, sich ungerecht behandelt zu fühlen, da ihn der Geschäftsleiter 
der C.____ GmbH nicht angehört und zu wenig in seine Ausbildung investiert habe. Der Versi-
cherte wolle das Praktikum beenden und sich eine andere Praktikumsstelle suchen. Darauf an-
gesprochen, dass ihm aus menschlichen und nicht aus fachlichen Gründen gekündigt worden 
sei, entgegnete er, dass dies lediglich Behauptungen seien und es keine Beweise dafür gäbe. 
Die Berufsberaterin und der Geschäftsführer hätten sich abgesprochen. 
 
4.6 Vor dem Hintergrund der Kündigung hatte der Versicherte am 20. März 2024 ein 
Standortgespräch mit der Berufsberaterin der IV-Stelle und dem Geschäftsleiter des Prakti-
kumsbetriebs. Darin gab letzterer an, dass der Versicherte auf der Baustelle den passenden 
Ton nicht getroffen habe. Sein Verhalten sei eher dasjenige eines Bauführers gewesen als ei-

 

 
 
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nes Experten für Arbeitssicherheit. Er habe den Arbeitern gesagt, wie sie zu arbeiten hätten. 
Darüber hinaus führte der Geschäftsführer im Gespräch aus, dass der Entlassene Vorurteile 
und zu wenig Respekt gehabt hätte (Beispiele: "Der ist Automechaniker und hat keine Erfah-
rung auf dem Bau", "Der ist Tscheche und spricht kein Deutsch", "Der hat keine Ausbildung", 
"Sicherheit interessiert die Arbeiter nicht", IV-Akte 224). Den Geschäftsführer habe er als geld-
gierig bezeichnet. Im Anschluss an das Mitarbeitendengespräch vom 27. Februar 2024 habe 
sich das Verhalten des Praktikanten nicht verbessert, sondern Bauführer und ein Firmenkunde 
hätten sich über den Praktikanten beschwert und nicht mehr mit ihm zusammenarbeiten wollen. 
Sein Verhalten sei auch fordernd gewesen. Dies habe sich etwa in seinem ungehaltenen Rea-
gieren darauf gezeigt, dass sich zwei religiöse Feiertage mit Kurstagen überschnitten. Schliess-
lich habe sich der Auszubildende geweigert, das im Arbeitsvertrag festgehaltene Konkurrenz-
verbot zu unterzeichnen. Er habe dem Geschäftsleiter vorgeworfen, Angst vor Konkurrenz 
durch ihn zu haben. Dabei sei das Konkurrenzverbot Vertragsbestandteil sämtlicher Mitarbei-
tender. 
 
Der Versicherte brachte vor, er sei von einem Praktikanten und nicht vom Geschäftsführer per-
sönlich eingearbeitet worden. Dagegen wendete letzterer ein, dass er in seiner Position nie-
manden einarbeite und der zuständige Mitarbeiter keineswegs Praktikant, sondern festange-
stellt gewesen sei. Der Versicherte gab an, sechs Wochen lang keinen Laptop erhalten zu ha-
ben und auch später habe er damit nur Arbeitsstunden eintragen können. Darauf äusserte sich 
der Arbeitgeber, dass der Laptop habe vorbestellt werden müssen und der Praktikant in den 
ersten Wochen nur habe mitlaufen müssen, ohne Dinge elektronisch einzutragen. Auf dem Lap-
top sei kein Betriebssystem installiert worden, da der Arbeitnehmer dieses im Rahmen des 
Praktikums nicht benötig habe. Der Versicherte gab weiter an, dass ihn der Geschäftsführer von 
allen abgegrenzt habe. So sei er etwa nicht zum Fasnachtsanlass eingeladen worden. Der Ge-
schäftsleiter wendete dagegen ein, dass der Arbeitnehmer beim Verteilen der Einladungen nicht 
erreichbar gewesen sei. Der Versicherte führte weiter aus, er habe nicht wissen können, wie auf 
der Baustelle kommuniziert werden müsse. Er gestand zwei Vorfälle ein: Einmal habe er den 
einarbeitenden Kollegen "gepackt", da letzterer schlecht mit ihm umgegangen sei. Zudem habe 
er einem Polier aufgrund des Lärms in einer Halle fünf Mal sehr laut sagen müssen, die Sicher-
heitsmängel durch scharfe Gegenstände zu beseitigen. Bezüglich den Freitagen für die religiö-
se Feier führte der Versicherte aus, dass dies seine religiöse Freiheit sei und er an diesen Ta-
gen noch nie gearbeitet habe. Wenn er nicht frei erhalte, würde er sofort alles abbrechen und 
kündigen. Die Berufsberaterin fragte daraufhin, wofür er sich entscheiden würde, wenn er zwi-
schen der Umschulung durch die IV und den zwei Freitagen entscheiden müsste. Der Versi-
cherte gab an, dass ihm das religiöse Fest wichtiger sei. Im Weiteren stellte er fest, dass er 
physisch und psychisch nachweislich gesund sei. 
 
5. Zu klären ist die Frage, ob der Versicherte selbstverschuldet den Abbruch seines Prak-
tikums bei C.____ GmbH bewirkt hat. 
 
5.1 Vorab ist festzuhalten, dass die Bestimmung in Rz. 0606 KSTI eine überzeugende 
Konkretisierung des IVG und der IVV darstellt, sich auch mit der bundesgerichtlichen Recht-
sprechung deckt und deshalb für das Gericht vorliegend kein Anlass besteht, davon abzuwei-

 

 
 
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chen (vgl. BGE 114 V 139, E. 2b). Namentlich kann der IV-Stelle, indem sie die einschlägige 
Bestimmung anwandte, keine Willkür unterstellt werden, wie es der Beschwerdeführer behaup-
tet. Weiter kann der Vorwurf, zwischenmenschliche Gründe zwischen dem Beschwerdeführer 
und der Berufsberaterin der IV-Stelle hätten zur Ablehnung des Wartezeittaggelds geführt, aus 
den nachfolgenden Überlegungen von der Hand gewiesen werden. 
 
5.2 Wie der Geschäftsführer gemäss echtzeitlicher Telefonnotiz vom 11. März 2024 und 
auch im Gespräch bei der IV-Stelle vom 20. März 2024 angab, war es in erster Linie das Ver-
halten des Versicherten gegenüber den Arbeitern auf der Baustelle, das zu Beschwerden sei-
tens der Kunden der C.____ GmbH und schliesslich zur Entlassung des Beschwerdeführers 
führte. Nicht fachliche, sondern menschliche Gründe veranlassten die Arbeitgeberin zur Kündi-
gung. Auf sein problematisches Verhalten war der Beschwerdeführer nach den Akten mehrfach 
hingewiesen worden. So ist aktenkundig, dass er im Rahmen des Mitarbeitendengesprächs 
vom 27. Februar 2024 unter anderem die Weisungen erhielt, Vorgaben zu akzeptieren, team-
orientiert zu handeln und die anderen Teammitglieder zu akzeptieren. Vor diesem Hintergrund 
wurde im entsprechenden Bogen auch festgehalten, dass er die Anforderungen der Arbeitsstel-
le nur teilweise erfüllte. Dennoch stellte sich in der Folge keine Verhaltensänderung ein. Damit 
war nicht sein fehlendes Können der Grund für die Kündigung, sondern sein trotz der Möglich-
keit bestehender Unwille, das Verhalten anzupassen. Aufgrund des Geschilderten, insbesonde-
re den dokumentierten Reaktionen auf Anweisungen und Kritik, entsteht der starke Eindruck, 
dass der Versicherte die Kündigung in Kauf genommen und damit selbstverschuldet hat. Dies 
zeigt sich auch durch seinen forschen Umgang mit der Arbeitgeberin im Allgemeinen, etwa im 
Zusammenhang mit den gewünschten Freitagen für das religiöse Fest. 
 
5.3 Aus seinen Einwänden vermag der Beschwerdeführer nichts für sich abzuleiten. So 
kann ihm namentlich nicht darin gefolgt werden, dass die Begründung der IV-Stelle frei erfun-
den gewesen sei. Vielmehr stützt sie sich auf die genannten Aktennotizen und die Ge-
sprächsprotokolle. Aus diesen ergeben sich weiter keine Anhaltspunkte dafür, dass der Prakti-
kant ausgegrenzt worden wäre, weil er als einziger der Firma je auf dem Bau gearbeitet hätte. 
Die in diesem Zusammenhang aufgeführten Vorwürfe gegenüber dem Arbeitgeber wurden im 
Gespräch vom 20. März 2024 thematisiert und ausgeräumt. 
 
5.4 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer den Verlust der Prakti-
kumsstelle selber verschuldet hat und die IV-Stelle somit zu Recht kein Wartezeittaggeld für die 
Periode vom 1. Juli 2024 bis 14. September 2024 ausrichtete. 
 
6. Abschliessend bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG sind 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die 
Verfahrenskosten werden gestützt auf § 20 Abs. 3 VPO in der Regel in angemessenem Aus-
mass der unterliegenden Partei auferlegt. Bei Präsidialentscheiden wie dem vorliegenden, in 
denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfah-
renskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 400.-- 
fest. Diese werden mit dem bereits geleisteten Kostenvorschuss in Höhe von Fr. 400.-- ver-
rechnet.  

 

 
 
Seite 8    

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 400.-- werden dem Be-
schwerdeführer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in 
der Höhe von Fr. 400.-- verrechnet.