# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5d1e5fa7-ce86-508f-a253-249c9e9e5e91
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-11-18
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 18.11.2022 S 2021 40
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2021-40_2022-11-18.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und lic. iur. Ivo Klingler
Gerichtsschreiberin: MLaw Miriam Habegger-Schneider

U R T E I L  vom 18. November 2022 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________ AG, 
Beschwerdeführerin

gegen

Arbeitslosenkasse des Kantons Zug, Rechtsdienst, Industriestrasse 24, 
Postfach 857, 6300 Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Arbeitslosenversicherung
(Kurzarbeitsentschädigung)

S 2021 40

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Urteil S 2021 40

A. Mit Formular vom 12. März 2020 reichte die A.________ AG beim Amt für 
Wirtschaft und Arbeit des Kantons Zug (nachfolgend: AWA) eine Voranmeldung von 
Kurzarbeit für den Gesamtbetrieb – bei einem Personalbestand von einer Person – ab 
13. März bis 17. April 2020 ein (ALK-act. 10 S. 33 ff.). Zur Begründung der Kurzarbeit 
verwies sie auf die Auswirkungen der behördlichen Massnahmen infolge der Covid-19-
Pandemie, insbesondere die Reisebeschränkungen (ALK-act. 10 S. 37 f.). Mit Verfügung 
vom 6. April 2020 teilte das AWA der A.________ AG mit, die Voranmeldung sei geprüft 
worden und gegen die Auszahlung von Kurzarbeitsentschädigung werde kein Einspruch 
erhoben. Sofern die übrigen Anspruchsvoraussetzungen erfüllt seien, könne die 
Arbeitslosenkasse des Kantons Zug (nachfolgend: Arbeitslosenkasse) in der Zeit vom 
13. März bis 12. September 2020 Kurzarbeitsentschädigung ausrichten (ALK-act. 12 S. 42 
f.).

Die A.________ AG reichte in der Folge am 12. Mai 2020 bei der Arbeitslosenkasse die 
ausgefüllten Formulare "Antrag und Abrechnung von Kurzarbeitsentschädigung" 
betreffend die Abrechnungsperioden März 2020 (ALK-act. 26 S. 105 f.) und April 2020 
(ALK-act. 27 S. 115 f.) sowie am 15. Juni 2020 jenes betreffend Mai 2020 (ALK-act. 24 
S. 96 f.) ein. Bei der Berechnung der Kurzarbeitsentschädigung korrigierte die 
Arbeitslosenkasse den jeweils geltend gemachten Verdienstausfall von Fr. 12'350.– für 
Arbeitnehmende auf den Betrag von Fr. 4'150.–, welcher dannzumal für Personen mit 
massgebender Entscheidbefugnis maximal veranschlagt werden durfte (ALK-act. 27 
S. 112, ALK-act. 26 S. 103, ALK-act. 24 S. 95). Mit Schreiben vom 31. Juli 2020 verlangte 
die A.________ AG den Erlass einer anfechtbaren Verfügung bezüglich der Festsetzung 
der massgebenden Lohnsumme (ALK-act. 22 S. 91). 

Nach Vornahme verschiedener Abklärungen verfügte die Arbeitslosenkasse am 
28. August 2020 die Festsetzung der Lohnsumme für den einzigen Mitarbeiter der 
A.________ AG, B.________, auf Fr. 4'150.–. Begründend fügte sie an, er sei als 
Geschäftsführer der A.________ AG angestellt und gestützt auf die Akten als Person mit 
massgebender Entscheidbefugnis zu qualifizieren (ALK-act. 21 S. 88 f.). Die von der 
A.________ AG dagegen erhobene Einsprache vom 25. September 2020 (ALK-act. 49 
[recte 14] S. 49 ff.) wies die Arbeitslosenkasse mit Entscheid vom 16. Februar 2021 ab 
(ALK-act. 3 S. 7-11).

B. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 10. März 2021 beantragte die 
A.________ AG sinngemäss die Aufhebung des Einspracheentscheids vom 16. Februar 

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Urteil S 2021 40

2021 und die Festsetzung der monatlichen Lohnsumme für B.________ auf Fr. 12'350.–, 
wie sie für Arbeitnehmer ohne arbeitgeberähnliche Stellung gilt.

C. In ihrer Vernehmlassung schloss die Arbeitslosenkasse auf Abweisung der 
Beschwerde. Im Übrigen verzichtete sie auf eine Stellungnahme (act. 3).

D. Mit Schreiben vom 14. November 2022 brachte die Arbeitslosenkasse dem 
Gericht ihre Korrespondenz mit der A.________ AG betreffend deren Ersuchen vom 
9. November 2022 um den erneuten Erlass einer Verfügung für den Zeitraum März bis Mai 
2020 zur Kenntnis (act. 5).

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles 
grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des streitigen Entscheids (in casu: 
16. Februar 2021) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. auch BGE 121 V 362 E. 1b). Dabei 
sind in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Verwirklichung 
des zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 130 V 445 E. 
1.2.1).

2.
2.1 Gemäss Art. 56 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann gegen Einspracheentscheide oder 
Verfügungen, gegen welche eine Einsprache ausgeschlossen ist, Beschwerde erhoben 
werden. Für die Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen einer kantonalen 
Amtsstelle ist – in Abweichung von Art. 58 Abs. 1 ATSG – das Versicherungsgericht 
desselben Kantons zuständig (Art. 100 Abs. 3 des Bundesgesetzes über die 
obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung [AVIG; SR 
837.0] i.V.m. Art. 128 Abs. 2 der Verordnung über die obligatorische 
Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung [AVIV; SR 837.02]). Die 
Beschwerdefrist beträgt 30 Tage (Art. 60 Abs. 1 ATSG). Im Kanton Zug beurteilt das 
Verwaltungsgericht als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus dem Gebiet der 
eidgenössischen Sozialversicherung, für die das Bundesrecht eine kantonale 
Rechtsmittelinstanz vorsieht (§ 77 Abs. 1 des Gesetzes über den Rechtsschutz in 
Verwaltungssachen [Verwaltungsrechtspflegegesetz; VRG; BGS 162.1]).

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2.2 Der angefochtene Einspracheentscheid wurde von der Arbeitslosenkasse des 
Kantons Zug erlassen, weshalb das Verwaltungsgericht des Kantons Zug zur Beurteilung 
der vorliegenden Beschwerden örtlich und sachlich zuständig ist. Die Beschwerde gegen 
den Einspracheentscheid vom 16. Februar 2021 wurde am 10. März 2021 (act. 1) der Post 
übergeben und gilt folglich als rechtzeitig erhoben. Die Beschwerdeführerin ist durch die 
Festsetzung der massgebenden Lohnsumme direkt betroffen und somit zur Beschwerde 
legitimiert. Letztere entspricht schliesslich den formellen Anforderungen, weshalb sie zu 
prüfen ist. Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der 
Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

3.
3.1 Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung besteht, wenn der Arbeitsausfall 
anrechenbar sowie voraussichtlich vorübergehend ist und erwartet werden darf, dass 
durch Kurzarbeit die Arbeitsplätze erhalten werden können (Art. 31 Abs. 1 lit. b und d 
AVIG).

3.2 Nach Art. 31 Abs. 1 AVIG haben Arbeitnehmer, deren normale Arbeitszeit verkürzt 
oder deren Arbeit ganz eingestellt ist, Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung, wenn sie 
bestimmte, in lit. a bis d näher umschriebene Voraussetzungen erfüllen. Keinen Anspruch 
auf Kurzarbeitsentschädigung haben gemäss Art. 31 Abs. 3 lit. c AVIG jene Personen, die 
in ihrer Eigenschaft als Gesellschafter, als finanziell am Betrieb Beteiligte oder als 
Mitglieder eines obersten betrieblichen Entscheidungsgremiums die Entscheidungen des 
Arbeitgebers bestimmen oder massgeblich beeinflussen können, sowie ihre 
mitarbeitenden Ehegatten. Der Sinn dieser Regelung liegt in der Missbrauchsverhütung, 
weil der Arbeitsausfall von arbeitgeberähnlichen Personen praktisch unkontrollierbar ist, 
da sie ihn aufgrund ihrer Stellung bestimmen oder massgeblich beeinflussen können (BGE 
145 V 200 E. 4.1; 123 V 234 E. 7b/bb; Barbara Kupfer Bucher, Fokus 
Arbeitslosenversicherung, 2016, S. 16)

3.3 Hervorzuheben ist gemäss bundesgerichtlicher Praxis, dass die Frage, ob 
Arbeitnehmende einem obersten betrieblichen Entscheidungsgremium angehören und ob 
sie in dieser Eigenschaft massgeblich Einfluss auf die Unternehmensentscheidungen 
nehmen können, aufgrund der internen betrieblichen Struktur zu beantworten ist (BGE 122 
V 270 E. 3 S. 272; ARV 2004 S. 196, C 113/03 E. 3.2). Keine Prüfung des Einzelfalles ist 
erforderlich, wenn sich die massgebliche Entscheidungsbefugnis bereits aus dem Gesetz 

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selbst (zwingend) ergibt. Dies gilt insbesondere für die Gesellschafter einer GmbH 
(Art. 804 ff. OR) sowie die (mitarbeitenden) Verwaltungsräte einer AG, für welche das 
Gesetz in der Eigenschaft als Verwaltungsrat in Art. 716-716b OR verschiedene, nicht 
übertrag- und entziehbare, die Entscheidungen des Arbeitgebers bestimmende oder 
massgeblich beeinflussende Aufgaben vorschreibt (BGE 145 V 200 E. 4.2 mit weiteren 
Hinweisen). Beim Geschäftsführer einer AG, der nicht dem Verwaltungsrat angehört, hat 
demgegenüber eine Prüfung der konkreten Gegebenheiten stattzufinden (BGer 
8C_242/2022 vom 4. August 2022 E. 3.2; 8C_34/2021 vom 8. Juli 2021 E. 3.3).

3.4 Die Einflussmöglichkeit des Arbeitnehmenden muss einer arbeitgeberähnlichen 
Stellung gleichkommen. Sie muss gesetzlich, statutarisch oder vertraglich festgelegt sein. 
Sofern es sich nicht um "Scheinposten" handelt, wird ein Mitglied eines obersten 
betrieblichen Entscheidgremiums (z.B. Geschäftsleitung, Vorstand etc.) in der Mehrheit 
der Fälle als arbeitgeberähnliche Person zu verstehen sein (Kupfer Bucher, a.a.O., S. 12; 
vgl. zum Ganzen auch Weisungen des Staatssekretariats für Wirtschaft [SECO] über die 
Arbeitslosenentschädigung [AVIG-Praxis ALE] B18).

4. Nach dem Ausbruch des SARS-CoV-2-Virus (nachfolgend Coronavirus bzw. 
Covid-19) erliess der Bundesrat am 20. März 2020 zur Bekämpfung der wirtschaftlichen 
Folgen der Corona-Pandemie unter anderem die Verordnung über Massnahmen im 
Bereich der Arbeitslosenversicherung im Zusammenhang mit dem Coronavirus (Covid-19; 
Covid-19-Verordnung Arbeitslosenversicherung; AS 2020 877; SR 837.033) und führte 
diverse Erleichterungen in Bezug auf die Kurzarbeitsentschädigung ein. Einerseits wurde 
vom anrechenbaren Arbeitsausfall keine Karenzzeit abgezogen (Art. 3 Covid-19-Ver-
ordnung Arbeitslosenversicherung). Andererseits wurde neu – in Abweichung von Art. 31 
Abs. 3 lit. c AVIG – der Bezug von Kurzarbeitsentschädigung für Personen, die in ihrer 
Eigenschaft als Gesellschafter, als finanziell am Betrieb Beteiligte oder als Mitglieder eines 
obersten betrieblichen Entscheidungsgremiums, die Entscheidungen des Arbeitgebers 
bestimmen oder massgeblich beeinflussen können (sog. arbeitgeberähnliche Personen) 
und deren Ehegatten oder eingetragene Partnerinnen oder Partner vorgesehen (Art. 2 
Covid-19-Verordnung Arbeitslosenversicherung). Anlässlich einer erneuten Änderung vom 
8. April 2020 der Covid-19-Verordnung Arbeitslosenversicherung (AS 2020 1201) wurde 
bestimmt, dass die Verordnung einschliesslich der bisherigen Änderungen rückwirkend 
seit dem 1. März 2020 gilt (Art. 9 Covid-19-Verordnung Arbeitslosenversicherung). Mit 
Beschluss des Bundesrates vom 20. Mai 2020 wurde die notrechtliche Massnahme, 
wonach in Abweichung von Art. 31 Abs. 3 lit. c AVIG Personen mit massgebender 

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Entscheidbefugnis sowie deren mitarbeitenden Ehegatten oder eingetragene Partner und 
Partnerinnen Anspruch auf Kurzarbeit haben, per 1. Juni 2020 und entsprechend auch 
Art. 2 der Covid-19-Verordnung Arbeitslosenversicherung mit Wirkung ab 1. Juni 2020 
wieder aufgehoben (AS 2020 1777). 

5. Zur Bemessung ist festzuhalten, dass die Kurzarbeitsentschädigung 80 % des 
anrechenbaren Verdienstausfalls beträgt (Art. 34 Abs. 1 AVIG). Massgebend ist, bis zum 
Höchstbetrag für die Beitragsbemessung, der vertraglich vereinbarte Lohn in der letzten 
Zahltagsperiode vor Beginn der Kurzarbeit. Eingeschlossen sind Ferienentschädigungen 
und die vertraglich vereinbarten regelmässigen Zulagen, soweit sie nicht während der 
Kurzarbeit weiter bezahlt werden oder Entschädigung für arbeitsbedingte Inkonvenienzen 
sind. Die durch Gesamtarbeitsvertrag vereinbarten und während der Kurzarbeit 
eintretenden Lohnerhöhungen werden mitberücksichtigt (Art. 34 Abs. 2 AVIG).

Gemäss Art. 5 lit. b Covid-19-Verordnung Arbeitslosenversicherung (AS 2020 877) haben 
die von März 2020 bis und mit Mai 2020 vorübergehend bezugsberechtigten Personen mit 
arbeitgeberähnlicher Stellung, in Abweichung von Art. 34 Abs. 1 und 2 AVIG, Anspruch 
auf die Entschädigung eines Pauschalbetrags in der Höhe von monatlich Fr. 3'320.– für 
eine Vollzeitstelle. Damit werden 80 % eines anrechenbaren Verdienstausfalls von 
Fr. 4'150.– entschädigt.

6.
6.1 Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin den Geschäftsführer und 
einzigen Mitarbeiter der Beschwerdeführerin, B.________, zu Recht als Person mit 
massgebender Entscheidbefugnis qualifizierte und ihm gestützt auf das Notrecht der 
Covid-19-Verordnung Arbeitslosenkasse bloss eine massgebende Lohnsumme von 
Fr. 4'150.– anrechnete.

6.2
6.2.1 Unbestritten ist, dass B.________ im Zeitraum, für den die Beschwerdeführerin 
Kurzarbeitsentschädigung beantragte, als deren Geschäftsführer angestellt und als 
solcher im Handelsregister eingetragen war (ALK-act. 17 und 23). Er war nicht auch 
Mitglied des Verwaltungsrats, weshalb sich eine arbeitgeberähnliche Stellung nicht bereits 
aus dem OR ergibt. Ob er dennoch eine solche innehatte, ist daher gemäss 
bundesgerichtlicher Praxis aufgrund der konkreten Gegebenheiten, insbesondere der 
internen betrieblichen Strukturen, zu prüfen. Massgebend ist, ob er Mitglied eines obersten 

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betrieblichen Entscheidgremiums war und in dieser Eigenschaft massgeblichen Einfluss 
auf die Unternehmensentscheidungen nehmen konnte (vgl. E. 3.3 hiervor).

6.2.2 Bei der Beschwerdeführerin (A.________ AG) handelt es sich um eine 
Aktiengesellschaft mit Sitz in der Schweiz, die als Obergesellschaft der A.________-
Gruppe über verschiedene Tochtergesellschaften im Ausland (insb. in Italien und China) 
verfügt (vgl. Organigramm A.________-Gruppe, ALK-act. 26 S. 110; Titelseite des 
Organisations- und Geschäftsreglements [nachfolgend: Organisationsreglement], ALK-
act. 20 S. 76 ff.; Verwaltungsgerichtsbeschwerde, act. 1 S. 1).

Ziffer 1 des Organisationsreglements der A.________-Gruppe (ALK-act. 20 S. 76 ff.), 
welches die Beschwerdeführerin als Obergesellschaft ausweist, nennt neben dem 
Verwaltungsrat und dessen Präsidenten, die Geschäftsleitung als drittes Exekutivorgan. 
Schon daher liegt der Schluss nahe, die Geschäftsleitung als ein oberstes betriebliches 
Entscheidgremium zu qualifizieren.

In Ziffer 2.3 delegiert der Verwaltungsrat die Geschäftsführung der A.________-Gruppe 
i.S.v. Art. 716b OR vollumfänglich an die Geschäftsleitung (ALK-act. 20 S. 80). Die 
Geschäftsleitung der Gruppengesellschaften besteht aus mindestens einem Mitglied, das 
vom Verwaltungsrat bestellt wird (Ziffer 4.1, ALK-act. 20 S. 82). Ziffer 4.2 des 
Organisationsreglements enthält zudem eine nicht abschliessende Aufzählung von 
Kompetenzen und Aufgaben, die der Geschäftsleitung übertragen werden. Darunter 
einige, die sich auf eine Umsetzung von Anordnungen des Verwaltungsrats beziehen, 
aber auch Aufgaben, die die Grundlage für die Meinungsbildung und Entscheidfindung im 
Verwaltungsrats bilden. So etwa die Vorbereitung von Strategie- und Planungsunterlagen 
gemäss Anordnung des Verwaltungsrats (Bst. b), die Ausarbeitung und der Entwurf von 
Budgets (Bst. c) oder die Ausarbeitung des Organigramms der A.________-Gruppe (Bst. 
f). Des Weiteren wurden der Geschäftsleitung insbesondere auch die Anstellung (inklusive 
Abschluss der Arbeitsverträge), Beförderung und Entlassung von Mitarbeitern sowie 
Festlegung der Gehälter, Zulagen und Boni derselben im Rahmen des Budgets (Bst. g) 
oder die Ausarbeitung und Umsetzung der Unterschriftsregelung auf den Bankkonti (Bst. i) 
übertragen, was weitreichende Kompetenzen sind.

Aus dem bei den Akten liegenden Arbeitsvertrag vom 21. Oktober 2016 zwischen 
B.________ und der Beschwerdeführerin geht hervor, dass dieser als Geschäftsführer der 
Beschwerdeführerin sowie ihrer Tochtergesellschaften C.________ Srl, A.________ 

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Holding Srl sowie A.________ Service Srl, alle in D.________ Italien, angestellt und in 
dieser Funktion direkt dem Verwaltungsrat der Beschwerdeführerin unterstellt wurde. Bei 
einem Beschäftigungsgrad von insgesamt 100 % wurde ein Jahressalär von Fr. 188'500.– 
vereinbart (ALK-act. 17).

Gestützt auf die Akten, insbesondere auch das Organigramm der Beschwerdeführerin 
(ALK-act. 26 S. 110), ist davon auszugehen, dass im Fall der A.________-Gruppe 
sämtliche laut Organisationsreglement an die Geschäftsleitung übertragenen Aufgaben 
auf B.________, den Geschäftsführer und einzigen Mitarbeiter der als Obergesellschaft 
deklarierten Beschwerdeführerin, übergingen. Damit ist offensichtlich, dass es sich bei 
B.________ um ein Mitglied eines obersten betrieblichen Entscheidgremiums der 
Beschwerdeführerin handelte. Es spricht zudem vieles dafür, dass ihm bei der 
Willensbildung des Betriebs zumindest massgebliche, wenn nicht entscheidende 
Bedeutung zukam.

6.2.3 Dass B.________ mit überwiegender Wahrscheinlichkeit massgebenden Einfluss 
auf die Entscheidungen der Beschwerdeführerin nehmen konnte, geht unter anderem aus 
dem von ihr eingereichten Protokoll der Verwaltungsratssitzung vom 28. Februar 2020 
(BF-act. 3) hervor. Zugegen waren damals die vier Verwaltungsräte der 
Beschwerdeführerin und B.________. Die Wichtigkeit des Geschäftsführers zeigt sich 
unter anderem darin, dass er für nahezu jedes Traktandum mindestens mitverantwortlich 
war. Insbesondere war er es, der die Verwaltungsräte über die Möglichkeiten einer 
strategischen Neuausrichtung (neue Industrien, neue Märkte) des Unternehmens aufklärte 
und die Diskussion dazu leitete (Traktandum 2. "Bericht des Geschäftsführers" [BF-act. 3, 
S. 2]). Damit hatte er massgebenden Einfluss auf die Meinungsbildung der 
Verwaltungsräte und damit letztlich auf die künftige strategische Ausrichtung des 
Unternehmens, auch wenn über die Umsetzung letztlich vom Verwaltungsrat entschieden 
wurde. Auch auf den unter dem Traktandum 3 vom Verwaltungsrat gefassten Beschluss, 
für sämtliche Gruppengesellschaften inklusive der Beschwerdeführerin 
Kurzarbeitsentschädigung zu beantragen (BF-act. 3, S. 2), konnte er wesentlichen Einfluss 
nehmen. Immerhin verfügte er, als Geschäftsführer der Beschwerdeführerin und ihrer 
Tochtergesellschaften, über den notwendigen Überblick über die Finanzen und den 
Geschäftsgang der Firmen und hatte dem Verwaltungsrat darüber zu berichten 
(Organisationsreglement Ziffer 4.3 Bst. a), womit er notwendigerweise auch hier die 
Entscheidgrundlagen liefern musste und diese beeinflussen konnte.

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Darauf, dass es sich bei B.________ nicht um einen Kaderangestellten in einer 
untergeordneten Funktion handelt, weist weiter hin, dass er als einzige Person, neben den 
amtierenden Verwaltungsräten der Beschwerdeführerin, wie diese selbst, über eine 
Kollektivunterschrift zu zweien verfügte. Durch die Eintragung dieser 
Zeichnungsberechtigung im Handelsregister war die leitende Stellung von B.________ 
auch nach aussen für Dritte verbindlich erkennbar (ALK-act. 23). Bemerkenswert ist 
zudem, dass der Verwaltungsrat im Organigramm der Beschwerdeführerin keinerlei 
Erwähnung findet, hingegen B.________ als CEO, sowie in weiteren Funktionen, 
prominent erwähnt wird (ALK-act. 26 S. 110).

Aufgrund der sich aus den Akten ergebenden Struktur der A.________-Gruppe ist bei der 
Analyse auch die Stellung von B.________ innerhalb der gesamten A.________-Gruppe 
zu beachten. So bekleidete er, wie erwähnt (E. 6.2.2), bei den Tochtergesellschaften in 
China und Italien leitende Positionen (u.a. CEO und Verwaltungsrat bei C.________ Srl 
vgl. u.a. act. 1 S. 1 und 3) und selbst die Beschwerdeführerin anerkennt, dass er daher in 
der A.________-Gruppe eine "massgebliche Rolle" ausübte (act. 1 S. 3). Hatte er 
wesentlichen Einfluss auf den Geschäftsgang und die Entscheidungen der gesamten 
A.________-Gruppe, ist davon auszugehen, dass er diesen, entgegen der Behauptung 
der Beschwerdeführerin, auch innerhalb der Beschwerdeführerin als Obergesellschaft 
hatte, auch wenn er deren Verwaltungsrat nur beraten konnte und selbst kein Stimmrecht 
hatte.

Letztlich sind auch das im Arbeitsvertrag 2016 vereinbarte Jahressalär und die in der 
Voranmeldung Kurzarbeit angegebene Lohnsumme von Fr. 225'000.– inkl. 
Sozialabgaben, welche nur die Lohnkosten des Geschäftsführers betreffe (ALK-act. 10 S. 
37), ein Indiz dafür, dass B.________ eine für den Betrieb der Beschwerdeführerin 
massgebende Stellung innehatte. 

Bei dieser Aktenlage ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass 
B.________ als Geschäftsführer der Beschwerdeführerin erheblichen Einfluss auf deren 
Unternehmensentscheidungen hatte oder nehmen konnte. 

6.3 Die Beschwerdeführerin macht geltend, ihre Geschäftsführung werde 
ausschliesslich durch den Verwaltungsrat, vertreten durch deren 
Verwaltungsratspräsident, ausgeübt. Der Präsident sei aber direkter Ansprechpartner für 
B.________, da dieser (nach wie vor) der einzige Angestellte sei. Dies vermag nach dem 

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Gesagten nicht zu überzeugen. Dass die Geschäftsführung der Beschwerdeführerin durch 
den Verwaltungsrat, vertreten durch dessen Präsident erledigt wird, widerspricht nicht nur 
der in E. 6.2 hiervor dargestellten Aktenlage, sondern auch den gelebten Verhältnissen. 
So hat B.________ die Voranmeldung Kurzarbeit selbst ausgefüllt ("Sachbearbeiter: 
B.________") und unterzeichnet (ALK-act. 10). Auch die Formulare Antrag und 
Abrechnung Kurzarbeitsentschädigung wurden jeweils von ihm mitunterzeichnet (u.a. 
ALK-act. 24 S. 97).

Auch aus dem Vorbringen, B.________ verfüge nur über eine Kollektivunterschrift zu 
zweien für die Beschwerdeführerin, um für die jeweiligen Tochtergesellschaften in Italien 
und China gewisse Aktivitäten ausüben zu können, welche ausschliesslich 
Gesellschaftern und Eigentümern vorbehalten seien, kann die Beschwerdeführerin nichts 
zu ihren Gunsten ableiten. Sie substanziiert diese Behauptung in keiner Art und Weise 
und vermag auch damit nicht den Eindruck zu erwecken, es handle sich beim Posten des 
Geschäftsführers um einen "Scheinposten" (vgl. E. 3.4). Wie die Beschwerdegegnerin im 
Einspracheentscheid zudem richtig ausführt (ALK-act. 3 S. 9 f.), kann bei Betrieben mit 
wenig ausgeprägten Organisationsstrukturen auch von einem Geschäftsführer ohne 
Verwaltungsratsmandat unter Umständen ein massgebender Einfluss auf die 
Unternehmensentscheidungen ausgehen und dies selbst ohne formelle 
Zeichnungsberechtigung. Davon ist vorliegend auszugehen. Daran ändert auch nichts, 
dass B.________ als Geschäftsführer grundsätzlich dem Verwaltungsrat unterstellt war. 
Wäre dies ein Ausschlusskriterium für die Annahme einer arbeitgeberähnlichen Stellung, 
wäre – entgegen der vorherrschenden Praxis – kaum je ein Geschäftsführer ohne 
Verwaltungsratsmandat in einer arbeitgeberähnlichen Stellung.

6.4. Zusammenfassend ist die Beschwerdegegnerin zu Recht davon ausgegangen, 
dass B.________ als Geschäftsführer, Mitglied eines obersten betrieblichen 
Entscheidungsgremiums der Beschwerdeführerin war und aufgrund der Ausgestaltung 
seiner Funktion, die Entscheidungen seiner Arbeitgeberin massgeblich beeinflussen 
konnte. Daran vermögen sämtliche Vorbringen der Beschwerdeführerin nichts zu ändern. 

7. Folglich bestand für B.________, als Person mit massgebender 
Entscheidbefugnis, gemäss Art. 31 Abs. 3 lit. c AVIG grundsätzlich kein Anspruch auf 
Kurzarbeitsentschädigung (vgl. E. 3.2). Die Anmeldung zum Bezug von 
Kurzarbeitsentschädigung erfolgte allerdings im März 2020, unter dem Einfluss der Covid-
19-Pandemie. Aufgrund der vorne in E. 4 dargestellten Rechtslage während der Covid-19-

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Pandemie, war er daher, in Abweichung von Art. 31. Abs. 3 lit. c AVIG, trotz seiner 
arbeitgeberähnlichen Stellung, vorübergehend vom 1. März 2020 bis 1. Juni 2020, zum 
Bezug von Kurzarbeitsentschädigung zugelassen. Folglich hatte die Beschwerdeführerin 
in Bezug auf ihren Geschäftsführer Anspruch auf Anrechnung eines Verdienstausfalls mit 
einer massgebenden Lohnsumme von monatlich pauschal Fr. 4'150.– für eine 
Vollzeitstelle (Art. 5 lit. b Covid-19-Verordnung Arbeitslosenversicherung [AS 2020 877]), 
wovon die Beschwerdegegnerin richtigerweise ausging.

Insgesamt ist die Beschwerde gegen den Einspracheentscheid vom 16. Februar 2021 
somit unbegründet und daher abzuweisen.

8. Das Verfahren ist nach Art. 61 lit. fbis ATSG kostenlos und der vollumfänglich 
unterliegenden Beschwerdeführerin ist in Übereinstimmung mit Art. 61 lit. g ATSG keine 
Parteientschädigung zuzusprechen.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an die Beschwerdeführerin (mit ausführlicher Rechtsmittelbelehrung), 
an die Arbeitslosenkasse des Kantons Zug sowie an das Staatssekretariat für 
Wirtschaft (SECO), Bern.

Zug, 18. November 2022

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am