# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8bd3726a-d689-5b7f-ba90-43a19f3b9a4b
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-01-18
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 18.01.2022 LC210018
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LC210018_2022-01-18.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: LC210018-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. R. Bantli Keller und Oberrichterin lic. iur. 

A. Strähl sowie Gerichtsschreiberin MLaw J. Camelin-Nagel 

Beschluss und Urteil vom 18. Januar 2022 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beklagter, Berufungskläger und Anschlussberufungsbeklagter 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

B._____,   
Klägerin, Berufungsbeklagte und Anschlussberufungsklägerin 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ 

 

sowie 

 

C._____,  
Verfahrensbeteiligte 

 

vertreten durch MLaw Z._____ 

 

betreffend Abänderung Scheidungsurteil  
 

- 2 - 

Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichtes im ordentlichen Verfahren 
des Bezirksgerichtes Meilen vom 12. Mai 2021; Proz. FP200007 
 

Rechtsbegehren: 

Der Klägerin: 

(ursprünglich, act. 1:) 

"Es sei Dispositiv-Ziffer 3/2/b+c des Scheidungsurteils des BG Meilen, 
FE170126, vom 22. Dezember 2017 aufzuheben und stattdessen die 
Tochter C._____ unter die alleinige Obhut der Klägerin zu stellen und 
betreffend den Beklagten ein angemessenes Besuchsrecht festzule-
gen. 
Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. 8% MwSt.) zu 
Lasten des Beklagten." 

(angepasst, act. 171:) 

"1. Es sei Dispositiv-Ziff. 3/2/b. und c. des Scheidungsurteils des Be-
zirksgerichts Meilen vom 22. Dezember 2017 aufzuheben und 
stattdessen die Tochter C._____ unter die alleinige Obhut der 
Klägerin zu stellen. 

2. Es sei dem Gesuchsgegner die Weisung zu erteilen, neben der 
Fortsetzung der medikamentösen Unterstützung eine psychothe-
rapeutische Langzeitbehandlung in Anspruch zu nehmen. 

3. Es sei für die Tochter C._____ ein Besuchsbeistand im Sinne von 
Art. 308, Abs. 2 ZGB zu ernennen und ihn wie folgt zu beauftra-
gen: 

 a. Den Kontakt zwischen der Tochter C._____ und ihrem Vater 
wieder aufzubauen. 

 b. Begleitete Besuche zwischen der Tochter C._____ und ih-
rem Vater zu organisieren. 

 c. Nach erfolgreichem Verlauf der begleiteten Besuche, unbe-
gleitete Besuche zwischen der Tochter C._____ und dem 
Vater zu organisieren (ohne Übernachtung) unter Beachtung 
der Einhaltung der Weisung gemäss Ziffer 2 vorstehend 

 d. Nach den erfolgreichen unbegleiteten Besuchen zwischen 
der Tochter C._____ und ihrem Vater wieder die Durchfüh-
rung eines gerichtsüblichen Besuchsrechts zu organisieren, 
nämlich: jedes zweite Wochenende von Freitagabend bis 
Sonntagabend sowie während 4 Wochen Ferien pro Jahr. 

4. Es sei der Beklagte zu verpflichten, an die Kosten der Pflege und 
Erziehung der Tochter C._____ einen monatlichen im Voraus 

- 3 - 

zahlbaren Unterhaltsbetrag in Höhe von mindestens CHF 1.-- 
zzgl. allfällig gesetzlich oder vertraglich geschuldeter Familienzu-
lagen zu bezahlen, erstmals ab 1. Januar 2021, zahlbar an die 
Mutter, auch über die Mündigkeit der Tochter C._____ hinaus bis 
zum Abschluss einer angemessenen Erstausbildung. 

Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zu  
Lasten des Beklagten." 

Des Beklagten: 

(act. 66 bzw. act. 179) 

"Es sei die Klage vom 8. Mai 2020 vollumfänglich abzuweisen, unter 
Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Klägerin." 

Der Kinderprozessbeiständin: 

(ursprünglich, act. 68:) 

"1. In Abänderung von Ziff. 2.3.c. der mit Scheidungsurteil genehmig-
ten Vereinbarung der Parteien der Scheidung vom 22. Dezember 
2017 des Bezirksgerichts Meilen sei die darin festgehaltene Be-
treuungsregelung aufzuheben und ein angemessenes Besuchs-
recht festzulegen. 

2. […]. 
3. […]." 

(angepasst bzw. ergänzt, act. 154 i.V.m. act. 195 und act. 212:) 

"1. Gemäss Ziff. 2 des Scheidungsurteils vom 22. Dezember 2017 
des Bezirksgerichts Meilen sei C._____ unter der gemeinsamen  
elterlichen Sorge zu belassen. 

2. Abänderung von Ziff. 2.3.b. der mit Scheidungsurteil genehmigten 
Vereinbarung der Parteien der Scheidung vom 22. Dezember 
2017 des Bezirksgerichts Meilen sei die Tochter C._____ unter 
die alleinige Obhut der Mutter zu stellen. 

3. In Abänderung von Ziff. 2.3.c. der mit Scheidungsurteil genehmig-
ten Vereinbarung der Parteien der Scheidung vom 22. Dezember 
2017 des Bezirksgerichts Meilen sei die darin festgehaltene Be-
treuungsregelung den veränderten Verhältnissen anzupassen. 
Der Vater sei für berechtigt zu erklären C._____ einmal pro Monat 
von 13.00 bis 15.00 Uhr zu sich oder mit sich auf Besuch zu 
nehmen. Die ersten sechs Kontakte finden in Begleitung statt. 
Bei erfolgreichem Verlauf der sechs Treffen sei in Rücksprache 
mit der Beiständin beim siebten Treffen zu unbegleiteten persön-
lichen Kontakten zu wechseln. 

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 Die Übergaben von C._____ zwischen den Eltern seien während 
der ersten sechs Treffen ebenfalls zu begleiten und hätten in der 
Öffentlichkeit stattzufinden. 

4. Die mit Verfügung des Bezirksgerichts Meilen vom 12. August 
2020 angeordnete Besuchsrechtsbeistandschaft nach Art. 308 
Abs. 2 ZGB sei fortzuführen und den veränderten Verhältnissen 
anzupassen. Die mit Beschluss der KESB Meilen am 3. Septem-
ber 2020 ernannte Beiständin, D._____, sei damit zu beauftragen: 

 - die Begleitung der Kontakte zwischen C._____ und ihrem 
Vater zu organisieren, zu koordinieren und für deren Finan-
zierung besorgt zu sein; 

 - die Umsetzung der Besuchsregelung zu unterstützen und zu 
überwachen; 

 - im Konfliktfall die Modalitäten der Besuchsregelung, wie bei-
spielsweise den Übergabeort, zu regeln; 

 - C._____ durch persönliche Kontakte oder Kontakte mit der 
Besuchsbegleitung feinfühlig und sicherheitsstiftend auf die 
Treffen mit dem Vater vorzubereiten; 

 - die Bedürfnisse und Wünsche von C._____ betreffend die 
Kontakte mit dem Vater in direkten Gesprächen mit C._____ 
in Erfahrung zu bringen und bei der Umsetzung der Kontakte 
einfliessen zu lassen und zu berücksichtigen; 

 - den Vater so oft wie nötig zu Gesprächen einzuladen, um 
ihn bezüglich der Besuchskontakte im Hinblick auf die 
Wahrnehmung der Bedürfnisse und Wünsche von C._____ 
zu unterstützen und anzuleiten; 

 - gegebenenfalls der KESB Antrag auf Anpassung, Erweite-
rung oder Sistierung der Besuchskontakte zu stellen." 

Urteil des Einzelgerichtes: 
(act. 225 S. 50 ff.) 

1. In Abänderung von Ziff. 3.2.b. des Scheidungsurteils des Bezirksgerichts 

Meilen vom 22. Dezember 2021 (FE170128-G) wird die elterliche Obhut für 

die gemeinsame Tochter, C._____, geb. tt.mm.2012, der Klägerin zugeteilt. 

2. In Abänderung von Ziff. 3.2.c. des Scheidungsurteils des Bezirksgerichts 

Meilen vom 22. Dezember 2021 (FE170128-G) wird der Beklagte berechtigt 

und verpflichtet, die gemeinsame Tochter, C._____, geb. tt.mm.2012, an je-

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dem vierten Samstag von 13:00 Uhr bis 15:00 Uhr auf eigene Kosten zu sich 

oder mit sich auf Besuch zu nehmen. 

Die ersten sechs Treffen finden in Begleitung statt. 

Die Übergaben finden jeweils im öffentlichen Raum statt. 

Bei erfolgreichem Verlauf der sechs Treffen wird in Rücksprache mit der Be-

suchsbeiständin beim siebten Treffen zu unbegleiteten Besuchen gewech-

selt. 

Bei nicht erfolgreichem Verlauf wird die Besuchsbeiständin beauftragt, den 

Übergang vom begleiteten Besuchsrecht zum unbegleiteten Besuchsrecht 

zu regeln. 

3. Die mit Beschluss der Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) des 

Bezirks Meilen vom 3. September 2020 im Rahmen vorsorglicher Mass-

nahmen errichtete Besuchsrechtsbeistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 2 

ZGB wird beibehalten und es werden der Besuchsbeiständin D._____ die 

folgenden Aufgaben übertragen: 

- nach sechs begleiteten Besuche Überleitung zu unbegleiteten 
Besuche; 

- bei Scheitern der Überleitung nach sechs begleiteten Besuchen, 
die Weiterführung der begleiteten Besuchen bis unbegleitete Be-
suche im Kindswohl liegen; 

- im Konfliktfall die Modalitäten wie z.B. den Übergabeort zu regeln; 
- C._____ durch direkte Kontakte bei der Gestaltung der Besuche 

bei ihrem Vater zu unterstützen und dabei C._____s Bedürfnisse 
und Wünsche sowie das Kindeswohl zu berücksichtigen; 

- den Vater so oft wie notwendig zu Gesprächen einzuladen, um 
ihn bezüglich der Besuchskontakte soweit erforderlich anzuleiten 
und ihn in der Gestaltung der Kontakte zu unterstützen; 

- mit den Eltern gemeinsam darauf hinzuarbeiten, dass die Besu-
che in das gerichtsübliche Besuchsrecht überführt werden kann; 

- falls aus Gründen des Kindeswohls erforderlich, das angeordnete 
Besuchsrecht den Bedürfnissen von C._____ entsprechend ab-
weichend zu regeln oder zu sistieren und umgehend der Kindes- 
und Erwachsenenschutzbehörde Bericht zu erstatten; 

- die Regelung der Finanzierung des begleiten Besuchsrechts unter 
den Eltern und allenfalls Beantragung der Kostenübernahme des 

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Kostenanteils des Beklagten für die begleiteten Besuche bei der 
Gemeinde. 

4. Das Rechtsbegehren Antragsziffer 2 der Klägerin hinsichtlich der Weisung 

zur psychotherapeutischen Langzeitbehandlung wird abgewiesen. 

5. Das Rechtsbegehren Antragsziffer 4 der Klägerin hinsichtlich des Kinderun-

terhalts wird abgewiesen. 

6. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf: 

CHF 9'000.00 ; die weiteren Kosten betragen: 

CHF 1'858.75   Gutachten IRM-Haaranalyse 

CHF 7'392.60   Gutachten Erziehungsfähigkeit 

CHF 7'215.00   Abklärungsbericht kjz 

 100.00   Zeugenentschädigung 

CHF    Entschädigung Kinderprozessbeiständin (noch) offen 

CHF 25'566.35   Total (ohne Entschädigung Kinderprozessbeiständin) 

7. Die Kosten werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt. 

Der Kostenanteil der Klägerin wird mit dem von ihr geleisteten Kostenvor-

schuss verrechnet. 

Der Kostenanteil des Beklagten wird zufolge Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtspflege einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Der Beklagte 

wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO hingewiesen. 

8. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

9./10.Mitteilungen/Rechtsmittel 

Berufungsanträge: 

des Berufungsklägers (act. 220 S. 2): 
 
Es seien die Ziffern 1, 2, 3, 7 und 8 des Dispositivs des angefochtenen Urteils 
aufzuheben;  
eventualiter seien die Dispositiv Ziffern 2 und 3 des Urteils der Vorinstanz vom 
12. August 2020 aufzuheben und dem Beklagten ein unbegleitetes gerichtsübli-

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ches Besuchsrecht jedes zweite Wochenende von Freitagabend ca. 18.00h bis 
Sonntagabend ca. 18.00h sowie jeweils am zweiten Tag der gesetzlichen Doppel-
feiertage (Weihnachten, Neujahr) und von Karfreitag bis und mit Ostermontag  
oder von Pfingstsamstag bis und mit Pfingstmontag zu gewähren. 
 
der Berufungsbeklagten (act. 231 S. 1 f.): 
 
Die Berufung sei abzuweisen. 
 
der Kindesvertreterin (act. 229 S. 2): 
 
Es seien die Anträge des Berufungsklägers vom 16. Juni 2021 (act. 220) betref-
fend die Aufhebung von Dispositivziffer 1, 2, 3 abzuweisen.  

Anschlussberufungsanträge: 

der Berufungsbeklagten und Anschlussberufungsklägerin (act. 231 S. 1 f.): 
 
Es sei Ziff. 5 des Dispositivs des angefochtenen Urteils aufzuheben und das Ver-
fahren an die Vorinstanz zur Abklärung der finanziellen Verhältnisse des Beklag-
ten und zum Entscheid über die Höhe eines angemessenen Unterhaltes des Be-
klagten an die Pflege und Erziehung der Tochter C._____ zurückzuweisen, unter 
Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zu Lasten des Beklagten. 
 
des Berufungsklägers und Anschlussberufungsbeklagten (act. 238 S. 2): 
 
Es sei die Anschlussberufung abzuweisen. 
 
der Kindesvertreterin (act. 237): 
 
- - -  
 

Erwägungen: 

1. Ausgangslage und Verfahrensverlauf 

1.1. Die Ehe von B._____ und A._____ wurde mit Urteil des Einzelgerichts des 

Bezirksgerichts Meilen vom 22. Dezember 2017 geschieden. Das Gericht geneh-

migte dabei die Vereinbarung der Parteien über die Nebenfolgen der Scheidung, 

insbesondere die alternierende Obhut über die gemeinsame Tochter C._____, 

geboren am tt.mm.2012, und den Betreuungsplan. Kinderunterhaltsbeiträge wur-

den keine festgelegt (act. 4/43). 

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1.2. B._____ (Klägerin, Berufungsbeklagte und Anschlussberufungsklägerin; 

nachfolgend Berufungsbeklagte) reichte am 8. Mai 2020 eine Abänderungsklage 

beim Einzelgericht des Bezirksgerichts Meilen (nachfolgend Vorinstanz) ein. 

Gleichzeitig stellte sie ein Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen (act. 1). 

In der Folge sistierte die Vorinstanz auf entsprechendes Gesuch der Berufungs-

beklagten hin mit Verfügung vom 14. Mai 2020 das Besuchsrecht von A._____ 

(Beklagter, Berufungskläger und Anschlussberufungsbeklagter; nachfolgend Be-

rufungskläger) zur Tochter C._____ im Sinne einer superprovisorischen Mass-

nahme für die Dauer des Verfahrens (act. 8). Am 6. Juli 2020 fand die Verhand-

lung betreffend vorsorgliche Massnahmen sowie die Einigungsverhandlung statt 

(vgl. Prot. Vi. S. 29–51). Mit Verfügung vom 12. August 2020 entschied die Vo-

rinstanz über die vorsorglichen Massnahmen. Sie teilte der Berufungsbeklagten 

die Obhut über C._____ zu; auf die Gewährung eines Besuchsrechts des Beru-

fungsklägers zu C._____ wurde einstweilen verzichtet (act. 93). 

1.3. Der Berufungskläger stellte in der Folge am 9. November 2020 ein Gesuch 

um Abänderung der vorsorglichen Massnahmen, wobei er ein unbegleitetes ge-

richtsübliches Besuchsrecht jedes zweite Wochenende von Freitagabend ca. 

18.00 Uhr bis Sonntagabend ca. 18.00 Uhr sowie jeweils am zweiten Tag der ge-

setzlichen Doppelfeiertage (Weihnachten, Neujahr) und während der Osterfeier-

tage oder der Pfingstfeiertage verlangte (act. 134). Nach durchgeführtem Verfah-

ren wies die Vorinstanz mit Verfügung vom 12. Mai 2021 das Begehren des Beru-

fungsklägers um Abänderung der vorsorglichen Massnahmen ab. Gleichentags 

erging das vorstehend wiedergegebene Urteil in der Hauptsache (act. 214 = 

act. 225). 

1.4. Mit Eingabe vom 28. Mai 2021 erhob der Berufungskläger beim Obergericht 

Berufung gegen die Abweisung seines Gesuchs um Abänderung vorsorglicher 

Massnahmen und mit Eingabe vom 16. Juni 2021 reichte er Berufung gegen das 

Abänderungsurteil der Vorinstanz ein. Die Berufung gegen den Massnahmeent-

scheid wurde von der Kammer im Verfahren LY210024 behandelt und zwischen-

zeitlich mit Urteil vom 1. September 2021 teilweise gutgeheissen (LY210024, 

act. 18).  

- 9 - 

1.5. Die vorinstanzlichen Akten wurden von Amtes wegen beigezogen  

(act. 1-218). Mit der Berufung gegen das Abänderungsurteil stellte der Berufungs-

kläger verschiedene prozessuale Anträge (act. 220 S. 2 f.), über die – mit Aus-

nahme des Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege – mit Verfügung vom 6. Juli 

2021 entschieden wurde (act. 223). Mit Verfügung vom 10. September 2021 wur-

de dem Berufungskläger Frist angesetzt, um im Hinblick auf sein Gesuch um un-

entgeltliche Rechtspflege seine Einkommens- und Vermögensverhältnisse umfas-

send darzulegen und diesbezügliche Unterlagen einzureichen. Gleichzeitig wurde 

der Berufungsbeklagten und der Kindesvertretung Frist für die Berufungsantwort 

angesetzt (act. 226). Mit Eingabe vom 14. September 2021 zog der Berufungsklä-

ger sein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege zurück (act. 228). Am 1. Oktober 

2021 reichte die Kindesvertreterin ihre Berufungsantwort ein (act. 229). Die Be-

rufungsbeklagte reichte am 12. Oktober 2021 die Berufungsantwort ein und erhob 

gleichzeitig Anschlussberufung (act. 231). Nachdem dem Berufungskläger und 

der Kindesvertretung mit Verfügung vom 19. Oktober 2021 Frist zur Anschlussbe-

rufungsantwort angesetzt worden war (act. 235), verzichtete die Kindesvertretung 

mit Eingabe vom 11. November 2021 auf eine Stellungnahme (act. 237). Der Be-

rufungskläger ersuchte mit Eingabe vom 22. November 2021 um Anordnung 

eines zweiten Schriftenwechsels, er nahm aber gleichzeitig zur Vermeidung von 

Fristansetzungen und Verfahrensverzögerungen zu den neuen Ausführungen der 

Berufungsbeklagten in der Berufungsantwort und Anschlussberufung Stellung 

(act. 231 S. 2). Nach vorgängiger telefonischer Rücksprache mit den Parteien 

wurden sie am 14. Dezember 2021 auf den 14. Januar 2022 zu einer Vergleichs-

verhandlung vorgeladen (act. 240). Anlässlich dieser Verhandlung schlossen die 

Parteien unter Mitwirkung des Gerichts eine Vereinbarung (Prot. S. 7; act. 244).  

 

2. Prozessuales 

2.1. Gegenstand des Berufungsverfahrens 

Die Berufung hemmt die Rechtskraft und die Vollstreckbarkeit des angefochtenen 

Entscheids im Umfang der Anträge (Art. 315 Abs. 1 ZPO). Der Berufungskläger 

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verlangt mit der Berufung die Aufhebung der Dispositiv-Ziffern 1, 2, 3, 7 und 8 des 

erstinstanzlichen Urteils, welche die Abänderung des Scheidungsurteil hinsichtlich 

der Obhutszuteilung (Dispositiv-Ziffer 1), des Besuchsrechts (Dispositiv-Ziffer 2) 

und der Aufgabenerteilung an die Besuchsrechtsbeiständin (Dispositiv-Ziffer 3) 

sowie die Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen (Dispositiv-Ziffern 7 

und 8) betreffen. Im Rahmen der Anschlussberufung ficht die Berufungsbeklagte 

die Abweisung ihres Begehrens betreffend Kinderunterhalt an (Dispositiv-Ziffer 5). 

Die übrigen Dispositiv-Ziffern (Dispositiv-Ziffern 4 und 6) sind nicht angefochten 

und damit nach Ablauf der Frist für die Anschlussberufung am 15. Oktober 2021 

rechtskräftig geworden. Dies ist vorzumerken. 

2.2. Rückzug der Berufung 

Mit Bezug auf die Zuteilung der Obhut in Dispositiv-Ziffer 1 des angefochtenen Ur-

teils zieht der Beklagte – gemäss der Vereinbarung vom 14. Januar 2022 

(act. 244) – die Berufung zurück, was vorzumerken ist. Damit gilt diesbezüglich 

das angefochtene Urteil des Einzelgerichts des Bezirksgerichts Meilen vom 

12. Mai 2021. 

3. Genehmigung der Vereinbarung 

3.1. Die übrige, von den Parteien geschlossene Vereinbarung lautet wie folgt:  

[1. ...] 

2. Die Parteien vereinbaren in Abänderung von Dispositiv-Ziffer 3.2 lit. c des Urteils des Bezirks-
gerichts Meilen, Einzelgericht, vom 22. Dezember 2017, dass der Beklagte berechtigt und ver-
pflichtet ist, die gemeinsame Tochter C._____, geb. tt.mm.2012, jedes zweite Wochenende al-
ternierend am Samstag oder Sonntag von 13:00 Uhr bis 17:00 Uhr auf eigene Kosten zu sich 
oder mit sich auf Besuch zu nehmen. Die Übergaben finden jeweils im öffentlichen Raum statt. 

 Die Parteien vereinbaren, ein gerichtsübliches Besuchsrecht anzustreben.  

3. Die Parteien beantragen dem Gericht gemeinsam, es seien der Beiständin in Abänderung von 
Dispositiv-Ziffer 3 des Urteils des Bezirksgerichts Meilen, Einzelgericht, vom 12. Mai 2021 so-
wie in Abänderung von Dispositiv-Ziffer 3 der Verfügung des Bezirksgerichts Meilen vom 
12. August 2020 zusätzlich folgende Aufträge zu erteilen: 

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− C._____ und ihre Eltern bei der Umsetzung der Besuchsregelung zu unterstützen; 
− im Konfliktfall die Modalitäten wie z.B. den Übergabeort zu regeln; 
− C._____ durch direkte Kontakte bei der Gestaltung der Besuche bei ihrem Vater zu unter-

stützen und dabei C._____s Bedürfnisse und Wünsche sowie das Kindeswohl zu berück-
sichtigen; 

− den Vater so oft wie notwendig zu Gesprächen einzuladen, um ihn bezüglich der Besuchs-
kontakte soweit erforderlich anzuleiten und ihn in der Gestaltung der Kontakte zu unterstüt-
zen; 

− auf die Etablierung eines gerichtsüblichen Besuchsrechts hinzuwirken, indem versuchswei-
se Ausflüge mit Übernachtungen geplant werden, und der Kindes- und Erwachsenschutz-
behörde darüber halbjährlich Bericht zu erstatten. 

4. Die Parteien vereinbaren in Abänderung von Dispositiv-Ziffer 3 des Urteils des Bezirksgerichts 
Meilen vom 22. Dezember 2017 folgende Kinderunterhaltsbeiträge: 

5. Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin an die Kosten des Unterhalts der Tochter C._____ 
monatliche Beiträge von Fr. 170.–, zuzüglich allfällige gesetzliche oder vertragliche Kinderzu-
lagen, zu bezahlen, zahlbar im Voraus, je auf den Ersten des Monats ab Rechtskraft des Ur-
teils bis zur Volljährigkeit bzw. bis zum Abschluss einer angemessenen Erstausbildung auch 
über die Volljährigkeit hinaus, solange C._____ im Haushalt der Klägerin lebt und keine eige-
nen Ansprüche gegenüber dem Beklagten stellt bzw. keinen anderen Zahlungsempfänger be-
zeichnet. 

 Vorbehalten bleiben die Ansprüche des Kindes gemäss Art. 277 Abs. 2 ZGB. 

 An ausserordentliche Auslagen für C._____ (z.B. Ausbildung, Zahnkorrekturen), denen beide 
Eltern ausdrücklich zugestimmt haben, beteiligt sich der Beklagte zur Hälfte nach Vorlage der 
entsprechenden Rechnungen, soweit diese nicht von Dritten, insbesondere Versicherungen, 
finanziert werden. 

 Der Beklagte bemüht sich weiterhin, sein Erwerbseinkommen zu erhöhen. Der Beklagte ver-
pflichtet sich, der Klägerin jährlich, bis zum Abschluss einer angemessenen Erstausbildung 
von C._____, jeweils bis 31. August, seine private Steuererklärung (inkl. Hilfsblätter und Wert-
schriftenverzeichnis) unaufgefordert zuzustellen.  

6. Dieser Vereinbarung liegen folgende finanzielle Verhältnisse der Parteien zugrunde: 

 Einkommensverhältnisse: 
− Erwerbseinkommen der Klägerin: Fr. 7'550.– 

(monatlich netto, inkl. 13. Monatslohn, exkl. Familien-, Kinder- und Ausbildungszulagen) 

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− Erwerbseinkommen des Beklagten: Fr. 3'200.– 
(monatlich netto, exkl. Familien-, Kinder- und Ausbildungszulagen) 

− C._____  Fr. 200.– 
(Kinder- und Ausbildungszulagen) 

7. Die Parteien übernehmen die Gerichtskosten je zur Hälfte und verzichten gegenseitig auf eine 
Parteientschädigung." 

3.2. Mit Bezug auf den in Ziffer 2 der Vereinbarung geregelten Kontakt des Be-

klagten mit der Tochter C._____ einigten sich die Parteien auf die Beibehaltung 

der Modalitäten gemäss dem mit Urteil der Kammer vom 1. September 2021 im 

Verfahren betreffend vorsorgliche Massnahmen geregelten Besuchsrecht. Ergän-

zend hielten sie explizit fest, dass sie ein gerichtsübliches Besuchsrecht des Be-

rufungsklägers anstreben. Entsprechend beantragen sie weitgehend die Beibe-

haltung der mit Urteil der Kammer vom 1. September 2021 der Beiständin über-

tragenen Aufgaben. Mit Bezug auf die Etablierung eines gerichtsüblichen Be-

suchsrechts beantragen die Parteien in Ziffer 3 der Vereinbarung, die Beiständin 

sei mit der Planung von versuchsweisen Übernachtungen zu betrauen und um 

halbjährige Berichterstattung zu ersuchen. Die Berufungsbeklagte betreut die 

Tochter C._____ seit mehr als eineinhalb Jahren überwiegend allein. Die Aus-

dehnung des mit Urteil der Kammer vom 1. September 2021 im Verfahren 

LY210024 angeordneten Besuchsrechts hat – angesichts der Vorfälle im Frühling 

2020 – mit Blick auf C._____s Bedürfnisse behutsam zu erfolgen. Demnach ent-

sprechen die Weiterführung des aktuell ausgeübten Besuchsrechts wie auch die 

Bestätigung der (mit Urteil vom 1. September 2021 erteilten) Aufträge an die Bei-

ständin – mit dem ergänzenden Auftrag, auf ein gerichtsübliches Besuchsrecht 

hinzuwirken und darüber halbjährlich Bericht zu erstatten – dem Kindeswohl. 

Auch die von den Parteien vereinbarten Kinderunterhaltsbeiträge erscheinen an-

gesichts ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit als angemessen. Folglich sind die 

Ziffern 2 bis 6 der Vereinbarung zu genehmigen (Art. 284 Abs. 3 i.V.m. Art. 279 

ZPO). Die Dispositiv-Ziffern 2, 3 und 5 des angefochtenen Urteils des Einzelge-

richts des Bezirksgerichts Meilen vom 12. Mai 2021 sind infolgedessen aufzuhe-

ben und – soweit davon betroffen – das Scheidungsurteil des Einzelgerichts des 

Bezirksgerichts Meilen vom 22. Dezember 2017 entsprechend abzuändern. 

- 13 - 

4. Kosten- und Entschädigungsfolgen und unentgeltliche Rechtspflege 

4.1. Vereinbarungsgemäss sind den Parteien die Kosten des vorliegenden Beru-

fungsverfahrens je zur Hälfte aufzuerlegen, und es sind keine Parteientschädi-

gungen zuzusprechen. 

4.2. Zu den Gerichtskosten zählen auch die Kosten der Kindesvertretung (Art. 95 

Abs. 2 lit. e ZPO). Über die Höhe des Honorars der Kindesvertreterin wird nach 

Eingang der Honorarnote mit separatem Beschluss zu entscheiden sein (vgl. 

OGer ZH, LY150026 vom 4. März 2016, E. IV.2.2a). 

4.3. Da der Berufungskläger sein Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtspflege und Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands mit Eingabe 

vom 14. September 2021 zurückgezogen hat (act. 228), ist es abzuschreiben. 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird vorgemerkt, dass Dispositiv-Ziffern 4 und 6 des Urteils des Einzelge-

richts des Bezirksgerichts Meilen vom 12. Mai 2021 am 15. Oktober 2021 

rechtkräftig geworden sind. 

2. Das Gesuch des Berufungsklägers um Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtspflege und Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands für das 

Berufungsverfahren wird abgeschrieben. 

3. Die Berufung gegen Dispositiv-Ziffer 1 des Urteils des Einzelgerichts des 

Bezirksgerichts Meilen vom 12. Mai 2021 wird abgeschrieben. 

4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien mit dem nachfolgenden Urteil. 

Es wird erkannt: 

1. Die Dispositiv-Ziffern 2, 3 und 5 des Urteils des Einzelgerichts des Bezirks-

gerichts Meilen vom 12. Mai 2021 werden aufgehoben und durch folgende 

Fassung ersetzt: 

- 14 - 

"2. In Abänderung von Dispositiv Ziffer 3.2 lit. c des Urteils des Bezirksge-

richtes Meilen, Einzelgericht, vom 22. Dezember 2017 wird der Beklag-

te berechtigt und verpflichtet, die gemeinsame Tochter C._____, geb. 

tt.mm.2012, jedes zweite Wochenende alternierend am Samstag oder 

Sonntag von 13:00 Uhr bis 17:00 Uhr auf eigene Kosten zu sich oder 

mit sich auf Besuch zu nehmen. Die Übergaben finden jeweils im öf-

fentlichen Raum statt. 

 3. In Abänderung von Dispositiv-Ziffer 3 der Verfügung des Bezirksgerich-

tes Meilen vom 12. August 2020 werden der Beiständin zusätzlich fol-

gende Aufträge erteilt: 

- C._____ und ihre Eltern bei der Umsetzung der Besuchsregelung 

zu unterstützen; 

- im Konfliktfall die Modalitäten wie z.B. den Übergabeort zu regeln; 

- C._____ durch direkte Kontakte bei der Gestaltung der Besuche bei 

ihrem Vater zu unterstützen und dabei C._____s Bedürfnisse und 

Wünsche sowie das Kindeswohl zu berücksichtigen; 

- den Vater so oft wie notwendig zu Gesprächen einzuladen, um ihn 

bezüglich der Besuchskontakte soweit erforderlich anzuleiten und 

ihn in der Gestaltung der Kontakte zu unterstützen. 

- auf die Etablierung eines gerichtsüblichen Besuchsrechts hinzuwir-

ken, indem versuchsweise Ausflüge mit Übernachtungen geplant 

werden, und der Kindes- und Erwachsenschutzbehörde darüber 

halbjährlich Bericht zu erstatten. 

 4. In Abänderung von Dispositiv-Ziffer 3 des Urteils des Bezirksgerichts 

Meilen vom 22. Dezember 2017 wird der Beklagte wie folgt zur Bezah-

lung von Kinderunterhaltsbeiträgen verpflichtet: 

3. Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin an die Kosten des Un-

terhalts der Tochter C._____ monatliche Beiträge von Fr. 170.–, zu-

- 15 - 

züglich allfällige gesetzliche oder vertragliche Kinderzulagen, zu be-

zahlen, zahlbar im Voraus, je auf den Ersten des Monats ab Rechts-

kraft des Urteils bis zur Volljährigkeit bzw. bis zum Abschluss einer 

angemessenen Erstausbildung auch über die Volljährigkeit hinaus, 

solange C._____ im Haushalt der Klägerin lebt und keine eigenen 

Ansprüche gegenüber dem Beklagten stellt bzw. keinen anderen 

Zahlungsempfänger bezeichnet. 

 Vorbehalten bleiben die Ansprüche des Kindes gemäss Art. 277 

Abs. 2 ZGB. 

 An ausserordentliche Auslagen für C._____ (z.B. Ausbildung, Zahn-

korrekturen), denen beide Eltern ausdrücklich zugestimmt haben, 

beteiligt sich der Beklagte zur Hälfte nach Vorlage der entsprechen-

den Rechnungen, soweit diese nicht von Dritten, insbesondere Ver-

sicherungen, finanziert werden. 

 Der Beklagte bemüht sich weiterhin, sein Erwerbseinkommen zu er-

höhen. Der Beklagte verpflichtet sich, der Klägerin jährlich, bis zum 

Abschluss einer angemessenen Erstausbildung von C._____, je-

weils bis 31. August, seine private Steuererklärung (inkl. Hilfsblätter 

und Wertschriftenverzeichnis) unaufgefordert zuzustellen. " 

2. Im Übrigen wird die Vereinbarung der Parteien genehmigt und das Beru-

fungsverfahren abgeschrieben. Die genehmigte Bestimmung lautet: 

"5. Dieser Vereinbarung liegen folgende finanzielle Verhältnisse der Par-

teien zugrunde: 

 - Erwerbseinkommen der Klägerin: Fr. 7'550.– 
(monatlich netto, inkl. 13. Monatslohn, exkl.  
Familien-, Kinder- und Ausbildungszulagen) 

 - Erwerbseinkommen des Beklagten: Fr. 3'200.– 
(monatlich netto, exkl. Familien-,  
Kinder- und Ausbildungszulagen) 

 - C._____  Fr. 200.– 
(Kinder- und Ausbildungszulagen)" 

- 16 - 

3. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 2'000.– festgesetzt. 

4. Über die Entschädigung der Kindesvertreterin wird in einem separaten Be-

schluss entschieden. Z._____ wird ersucht, der Kammer einen entspre-

chenden Antrag zu stellen. 

5. Die Gerichtskosten des Berufungsverfahrens, bestehend aus der Entscheid-

gebühr und den Kosten der Kindesvertreterin, werden den Parteien je zur 

Hälfte auferlegt. 

6. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

7. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, die Kindesvertreterin, die Beiständin 

D._____ (kjz Meilen) sowie an das Bezirksgericht Meilen, je gegen Emp-

fangsschein, und an die Obergerichtskasse. 

Nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück. 

8. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  

Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 

- 17 - 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer 

 
Die Vorsitzende: 

 
 
 

lic. iur. E. Lichti Aschwanden 

i.V. der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

MLaw R. Jenny 
 
 
 
versandt am: 

	Beschluss und Urteil vom 18. Januar 2022
	Rechtsbegehren:
	Urteil des Einzelgerichtes: (act. 225 S. 50 ff.)
	1. In Abänderung von Ziff. 3.2.b. des Scheidungsurteils des Bezirksgerichts Meilen vom 22. Dezember 2021 (FE170128-G) wird die elterliche Obhut für die gemeinsame Tochter, C._____, geb. tt.mm.2012, der Klägerin zugeteilt.
	2. In Abänderung von Ziff. 3.2.c. des Scheidungsurteils des Bezirksgerichts Meilen vom 22. Dezember 2021 (FE170128-G) wird der Beklagte berechtigt und verpflichtet, die gemeinsame Tochter, C._____, geb. tt.mm.2012, an jedem vierten Samstag von 13:00 U...
	Die ersten sechs Treffen finden in Begleitung statt.
	Die Übergaben finden jeweils im öffentlichen Raum statt.
	Bei erfolgreichem Verlauf der sechs Treffen wird in Rücksprache mit der Besuchsbeiständin beim siebten Treffen zu unbegleiteten Besuchen gewechselt.
	Bei nicht erfolgreichem Verlauf wird die Besuchsbeiständin beauftragt, den Übergang vom begleiteten Besuchsrecht zum unbegleiteten Besuchsrecht zu regeln.
	3. Die mit Beschluss der Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) des Bezirks Meilen vom 3. September 2020 im Rahmen vorsorglicher Massnahmen errichtete Besuchsrechtsbeistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 2 ZGB wird beibehalten und es werden der Besuc...
	4. Das Rechtsbegehren Antragsziffer 2 der Klägerin hinsichtlich der Weisung zur psychotherapeutischen Langzeitbehandlung wird abgewiesen.
	5. Das Rechtsbegehren Antragsziffer 4 der Klägerin hinsichtlich des Kinderunterhalts wird abgewiesen.
	6. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:
	7. Die Kosten werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt.
	Der Kostenanteil der Klägerin wird mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.
	Der Kostenanteil des Beklagten wird zufolge Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Der Beklagte wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO hingewiesen.
	8. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	9./10.Mitteilungen/Rechtsmittel
	Berufungsanträge:
	Anschlussberufungsanträge:
	Erwägungen:
	1. Ausgangslage und Verfahrensverlauf
	1.1. Die Ehe von B._____ und A._____ wurde mit Urteil des Einzelgerichts des Bezirksgerichts Meilen vom 22. Dezember 2017 geschieden. Das Gericht genehmigte dabei die Vereinbarung der Parteien über die Nebenfolgen der Scheidung, insbesondere die alter...
	1.2. B._____ (Klägerin, Berufungsbeklagte und Anschlussberufungsklägerin; nachfolgend Berufungsbeklagte) reichte am 8. Mai 2020 eine Abänderungsklage beim Einzelgericht des Bezirksgerichts Meilen (nachfolgend Vorinstanz) ein. Gleichzeitig stellte sie...
	1.3. Der Berufungskläger stellte in der Folge am 9. November 2020 ein Gesuch um Abänderung der vorsorglichen Massnahmen, wobei er ein unbegleitetes gerichtsübliches Besuchsrecht jedes zweite Wochenende von Freitagabend ca. 18.00 Uhr bis Sonntagabend c...
	1.4. Mit Eingabe vom 28. Mai 2021 erhob der Berufungskläger beim Obergericht Berufung gegen die Abweisung seines Gesuchs um Abänderung vorsorglicher Massnahmen und mit Eingabe vom 16. Juni 2021 reichte er Berufung gegen das Abänderungsurteil der Vorin...
	1.5. Die vorinstanzlichen Akten wurden von Amtes wegen beigezogen  (act. 1-218). Mit der Berufung gegen das Abänderungsurteil stellte der Berufungskläger verschiedene prozessuale Anträge (act. 220 S. 2 f.), über die – mit Ausnahme des Gesuchs um unent...

	2. Prozessuales
	2.1. Gegenstand des Berufungsverfahrens
	Die Berufung hemmt die Rechtskraft und die Vollstreckbarkeit des angefochtenen Entscheids im Umfang der Anträge (Art. 315 Abs. 1 ZPO). Der Berufungskläger verlangt mit der Berufung die Aufhebung der Dispositiv-Ziffern 1, 2, 3, 7 und 8 des erstinstanzl...
	2.2. Rückzug der Berufung
	Mit Bezug auf die Zuteilung der Obhut in Dispositiv-Ziffer 1 des angefochtenen Urteils zieht der Beklagte – gemäss der Vereinbarung vom 14. Januar 2022 (act. 244) – die Berufung zurück, was vorzumerken ist. Damit gilt diesbezüglich das angefochtene Ur...

	3. Genehmigung der Vereinbarung
	3.1. Die übrige, von den Parteien geschlossene Vereinbarung lautet wie folgt:
	[1. ...]

	2. Die Parteien vereinbaren in Abänderung von Dispositiv-Ziffer 3.2 lit. c des Urteils des Bezirksgerichts Meilen, Einzelgericht, vom 22. Dezember 2017, dass der Beklagte berechtigt und verpflichtet ist, die gemeinsame Tochter C._____, geb. tt.mm.2012...
	Die Parteien vereinbaren, ein gerichtsübliches Besuchsrecht anzustreben.
	3. Die Parteien beantragen dem Gericht gemeinsam, es seien der Beiständin in Abänderung von Dispositiv-Ziffer 3 des Urteils des Bezirksgerichts Meilen, Einzelgericht, vom 12. Mai 2021 sowie in Abänderung von Dispositiv-Ziffer 3 der Verfügung des Bezir...
	 C._____ und ihre Eltern bei der Umsetzung der Besuchsregelung zu unterstützen;
	 im Konfliktfall die Modalitäten wie z.B. den Übergabeort zu regeln;
	 C._____ durch direkte Kontakte bei der Gestaltung der Besuche bei ihrem Vater zu unterstützen und dabei C._____s Bedürfnisse und Wünsche sowie das Kindeswohl zu berücksichtigen;
	 den Vater so oft wie notwendig zu Gesprächen einzuladen, um ihn bezüglich der Besuchskontakte soweit erforderlich anzuleiten und ihn in der Gestaltung der Kontakte zu unterstützen;
	 auf die Etablierung eines gerichtsüblichen Besuchsrechts hinzuwirken, indem versuchsweise Ausflüge mit Übernachtungen geplant werden, und der Kindes- und Erwachsenschutzbehörde darüber halbjährlich Bericht zu erstatten.

	4. Die Parteien vereinbaren in Abänderung von Dispositiv-Ziffer 3 des Urteils des Bezirksgerichts Meilen vom 22. Dezember 2017 folgende Kinderunterhaltsbeiträge:
	5. Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin an die Kosten des Unterhalts der Tochter C._____ monatliche Beiträge von Fr. 170.–, zuzüglich allfällige gesetzliche oder vertragliche Kinderzulagen, zu bezahlen, zahlbar im Voraus, je auf den Ersten des...
	Vorbehalten bleiben die Ansprüche des Kindes gemäss Art. 277 Abs. 2 ZGB.
	An ausserordentliche Auslagen für C._____ (z.B. Ausbildung, Zahnkorrekturen), denen beide Eltern ausdrücklich zugestimmt haben, beteiligt sich der Beklagte zur Hälfte nach Vorlage der entsprechenden Rechnungen, soweit diese nicht von Dritten, insbeso...
	Der Beklagte bemüht sich weiterhin, sein Erwerbseinkommen zu erhöhen. Der Beklagte verpflichtet sich, der Klägerin jährlich, bis zum Abschluss einer angemessenen Erstausbildung von C._____, jeweils bis 31. August, seine private Steuererklärung (inkl....
	6. Dieser Vereinbarung liegen folgende finanzielle Verhältnisse der Parteien zugrunde:
	Einkommensverhältnisse:
	 Erwerbseinkommen der Klägerin: Fr. 7'550.– (monatlich netto, inkl. 13. Monatslohn, exkl. Familien-, Kinder- und Ausbildungszulagen)
	 Erwerbseinkommen des Beklagten: Fr. 3'200.– (monatlich netto, exkl. Familien-, Kinder- und Ausbildungszulagen)
	 C._____  Fr. 200.– (Kinder- und Ausbildungszulagen)

	7. Die Parteien übernehmen die Gerichtskosten je zur Hälfte und verzichten gegenseitig auf eine Parteientschädigung."
	3.2. Mit Bezug auf den in Ziffer 2 der Vereinbarung geregelten Kontakt des Beklagten mit der Tochter C._____ einigten sich die Parteien auf die Beibehaltung der Modalitäten gemäss dem mit Urteil der Kammer vom 1. September 2021 im Verfahren betreffend...

	4. Kosten- und Entschädigungsfolgen und unentgeltliche Rechtspflege
	4.1. Vereinbarungsgemäss sind den Parteien die Kosten des vorliegenden Berufungsverfahrens je zur Hälfte aufzuerlegen, und es sind keine Parteientschädigungen zuzusprechen.
	4.2. Zu den Gerichtskosten zählen auch die Kosten der Kindesvertretung (Art. 95 Abs. 2 lit. e ZPO). Über die Höhe des Honorars der Kindesvertreterin wird nach Eingang der Honorarnote mit separatem Beschluss zu entscheiden sein (vgl. OGer ZH, LY150026 ...
	4.3. Da der Berufungskläger sein Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands mit Eingabe vom 14. September 2021 zurückgezogen hat (act. 228), ist es abzuschreiben.

	Es wird beschlossen:
	1. Es wird vorgemerkt, dass Dispositiv-Ziffern 4 und 6 des Urteils des Einzelgerichts des Bezirksgerichts Meilen vom 12. Mai 2021 am 15. Oktober 2021 rechtkräftig geworden sind.
	2. Das Gesuch des Berufungsklägers um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands für das Berufungsverfahren wird abgeschrieben.
	3. Die Berufung gegen Dispositiv-Ziffer 1 des Urteils des Einzelgerichts des Bezirksgerichts Meilen vom 12. Mai 2021 wird abgeschrieben.
	4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien mit dem nachfolgenden Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Die Dispositiv-Ziffern 2, 3 und 5 des Urteils des Einzelgerichts des Bezirksgerichts Meilen vom 12. Mai 2021 werden aufgehoben und durch folgende Fassung ersetzt:
	"2. In Abänderung von Dispositiv Ziffer 3.2 lit. c des Urteils des Bezirksgerichtes Meilen, Einzelgericht, vom 22. Dezember 2017 wird der Beklagte berechtigt und verpflichtet, die gemeinsame Tochter C._____, geb. tt.mm.2012, jedes zweite Wochenende a...
	3. In Abänderung von Dispositiv-Ziffer 3 der Verfügung des Bezirksgerichtes Meilen vom 12. August 2020 werden der Beiständin zusätzlich folgende Aufträge erteilt:
	4. In Abänderung von Dispositiv-Ziffer 3 des Urteils des Bezirksgerichts Meilen vom 22. Dezember 2017 wird der Beklagte wie folgt zur Bezahlung von Kinderunterhaltsbeiträgen verpflichtet:
	2. Im Übrigen wird die Vereinbarung der Parteien genehmigt und das Berufungsverfahren abgeschrieben. Die genehmigte Bestimmung lautet:
	"5. Dieser Vereinbarung liegen folgende finanzielle Verhältnisse der Parteien zugrunde:
	- Erwerbseinkommen der Klägerin: Fr. 7'550.– (monatlich netto, inkl. 13. Monatslohn, exkl.  Familien-, Kinder- und Ausbildungszulagen)
	- Erwerbseinkommen des Beklagten: Fr. 3'200.– (monatlich netto, exkl. Familien-,  Kinder- und Ausbildungszulagen)
	- C._____  Fr. 200.– (Kinder- und Ausbildungszulagen)"

	3. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 2'000.– festgesetzt.
	4. Über die Entschädigung der Kindesvertreterin wird in einem separaten Beschluss entschieden. Z._____ wird ersucht, der Kammer einen entsprechenden Antrag zu stellen.
	5. Die Gerichtskosten des Berufungsverfahrens, bestehend aus der Entscheidgebühr und den Kosten der Kindesvertreterin, werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt.
	6. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	7. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, die Kindesvertreterin, die Beiständin D._____ (kjz Meilen) sowie an das Bezirksgericht Meilen, je gegen Empfangsschein, und an die Obergerichtskasse.
	8. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...