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**Case Identifier:** a4473f46-4094-55ff-831d-9a8f7e2858a6
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-12-23
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 23.12.2021 ZK1 2019 101
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2019-101_2021-12-23.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Urteil vom 23. Dezember 2021

(Mit Urteil 5A_57/2022 vom 27. Januar 2022 ist das Bundesgericht auf die gegen 
dieses Urteil erhobene Beschwerde nicht eingetreten.)

Referenz ZK1 19 101

Instanz I. Zivilkammer 

Besetzung Michael Dürst, Vorsitzende
Cavegn und Moses
Richter, Aktuarin

Parteien A._____
Berufungsklägerin
vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Andri Hotz
Obere Stallstrasse 18, Postfach 129, 7430 Thusis 

gegen

B._____
Berufungsbeklagter
vertreten durch Rechtsanwältin MLaw Michèle Vögeli
Rütimann Rechtsanwälte, Lindstrasse 6, Postfach 2223, 
8401 Winterthur 

Gegenstand Nebenfolgen der Ehescheidung

Anfechtungsobj. Entscheid des Regionalgerichts Viamala vom 12.09.2018, mitge-
teilt am 23.05.2019 (Proz. Nr. 115-2016-10)

Mitteilung 28. Dezember 2021

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Sachverhalt

A. A._____ (fortan: Ehefrau/Mutter; geb. 1986), und B._____ (fortan: Ehe-
mann/Vater; geb. 1983), heirateten im November 2008. Der Sohn C.________ 
kam im Mai 2008 zur Welt und die Tochter D.________ im April 2011. Die Ehegat-
ten trennten sich im März 2013. Mit Eheschutzurteil des Bezirksgerichts Winter-
thur, Einzelgericht, vom 11. Juli 2013 wurde den Parteien das Getrenntleben be-
willigt und es wurden die Trennungsfolgen geregelt. Soweit vorliegend interessie-
rend wurde der Ehemann zu monatlichen Unterhaltsbeiträgen von CHF 830.00 je 
Kind, zzgl. allfällige Kinderzulagen, verpflichtet. Mangels Leistungsfähigkeit wur-
den der Ehefrau persönlich keine Unterhaltsbeiträge zugesprochen. 

B. Am 7. Juni 2016 erhob die Ehefrau die Scheidungsklage beim Bezirksge-
richt Hinterrhein. Im Rahmen der Klageantwort ersuchte der Ehemann um (vor-
sorgliche) Herabsetzung der Kinderunterhaltsbeiträge. Das Gesuch wurde mit 
Entscheid vom 27. Juni 2018 abgewiesen. Mit Entscheid vom 12. September 
2018, mitgeteilt am 23. Mai 2019, schied das Regionalgericht Viamala die Ehe der 
Parteien und regelte die Nebenfolgen der Scheidung. Dabei beliess es namentlich 
die Kinder unter der gemeinsamen elterlichen Sorge, übertrug die Obhut der Mut-
ter und regelte das Besuchs- und Ferienrecht des Vaters. Eine bereits zuvor für 
die Kinder errichtete Beistandschaft führte das Regionalgericht unter Neufestle-
gung der Aufgaben des Beistandes weiter. Den für die Kinder zu bezahlenden 
Barunterhalt bezifferte das Gericht bis Ende Mai 2026 (Volljährigkeit C.________) 
mit monatlich CHF 200.00 je Kind und ab Juni 2026 sprach es lediglich noch 
D.________ Barunterhalt von CHF 400.00 bis zu deren Volljährigkeit zu, jeweils 
zzgl. allfällige Kinder- und/oder Ausbildungszulagen. Ein nachehelicher Unterhalt 
sei nicht geschuldet. Zudem hielt das Gericht die für die Festsetzung der Unter-
haltspflicht massgebenden Grundlagen fest und wies die jeweiligen Mankobeträge 
betreffend Bar- und Betreuungsunterhalt aus. Die Kosten auferlegte das Regio-
nalgericht zu zwei Dritteln der Ehefrau und zu einem Drittel dem Ehemann und 
verpflichtete demnach Erstere zur Bezahlung einer reduzierten Entschädigung an 
Letzteren. Beiden Ehegatten wurde überdies die unentgeltliche Rechtspflege ge-
währt.

C. Gegen das Scheidungsurteil legte die Ehefrau am 24. Juni 2019 Berufung 
beim Kantonsgericht von Graubünden ein. Sie beantragte, der Ehemann sei zu 
verpflichten, an den Bar- und Betreuungsunterhalt der Kinder bis zum Abschluss 
einer ordentlichen Erstausbildung je CHF 1'158.00 zzgl. allfälliger Kinderzulagen 
zu bezahlen. Zudem seien die Gerichtskosten hälftig zu teilen und die ausseramt-
lichen Kosten wettzuschlagen. Darüber hinaus focht sie die Entschädigungen bei-

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der unentgeltlichen Rechtsvertreter an. Alles unter Kosten- und Entschädigungs-
folgen zzgl. MwSt. zulasten des Ehemannes.

D. Der Ehemann schloss auf kosten- und entschädigungsfällige (zzgl. MwSt.) 
Abweisung der Berufung. 

E. Es erfolgte von Amtes wegen eine Ergänzung des Beweisverfahrens mit 
Bezug auf die Einkommens- und Wohnverhältnissen des Ehemannes.

F. Am 26. August 2020 fand eine Instruktionsverhandlung statt. Eine Einigung 
konnte zwischen den Parteien nicht erzielt werden. Im Nachgang zur Instruktions-
verhandlung zog die Ehefrau ihre Berufung hinsichtlich der Entschädigungen der 
unentgeltlichen Rechtsvertreter (Dispositivziffern 12b [zweiter Absatz] und 12c) mit 
Eingabe vom 2. November 2020 zurück.

G. Die Schlussvorträge erstatteten die Parteien am 16. Dezember 2020 bzw. 
15. Januar 2021.

H. Mit Schreiben vom 15. Februar 2021 (Poststempel) wendete sich der Ehe-
mann persönlich an das Regionalgericht Viamala und ersuchte sinngemäss um 
Reduktion der eheschutzrichterlich festgesetzten Unterhaltsbeiträge. Nach dessen 
Weiterleitung setzte die Vorsitzende die Rechtsvertreterin des Ehemannes darü-
ber in Kenntnis, mit dem Hinweis, dass das Gesuch den gesetzlichen Anforderun-
gen nicht genüge und – ohne Gegenbericht samt notwendiger Ergänzung des Ge-
suches – kein Massnahmeverfahren eröffnet werde. Weder die Rechtsvertreterin 
noch der Ehemann persönlich liessen sich hierzu (erneut) vernehmen.

I. Des Weiteren wurde beiden Parteien mit Verfügungen vom 10. März 2020 
(ZK1 19 102) und 26. Juni 2020 (ZK1 19 142) die unentgeltliche Rechtspflege für 
das vorliegende Berufungsverfahren gewährt. Beim Ehemann fand ein Wechsel 
des Rechtsbeistandes statt.

Erwägungen

1. Prozessuales

1.1. Die Berufung richtet sich gegen ein erstinstanzliches Scheidungsurteil 
(Art. 308 Abs. 1 lit. a ZPO). Sie wurde form- und fristgerecht erhoben (Art. 311 
ZPO; Art. 7 Abs. 1 EGzZPO [BR 320.100]; act. A.1; act. B.1; act. B.2). Von der 
Erhebung eines Kostenvorschusses wurde abgesehen (vgl. ZK1 19 102). Der er-
forderliche Streitwert ist ohne Weiteres erreicht (vgl. act. B.1; act. A.1; Art. 92 
ZPO; Art. 308 Abs. 2 ZPO). Die übrigen Eintretensvoraussetzungen geben zu kei-

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nen weiteren Bemerkungen Anlass. Auf die Berufung ist einzutreten. Deren Beur-
teilung fällt in die Zuständigkeit der erkennenden Kammer (Art. 6 Abs. 1 lit. a KGV 
[BR 173.100]).

1.2. Mit der Berufung kann eine unrichtige Rechtsanwendung und eine unrichti-
ge Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). 

1.3. Für Kinderbelange gilt die Offizial- und die uneingeschränkte Untersu-
chungsmaxime (Art. 296 Abs. 1, 3 ZPO). Die strenge Untersuchungsmaxime in 
Kinderbelangen durchbricht das Novenregime von Art. 317 Abs. 1 ZPO mit der 
Folge, dass neue Tatsachen und Beweismittel im Berufungsverfahren selbst dann 
vorgebracht werden können, wenn die Voraussetzungen von Art. 317 Abs. 1 ZPO 
nicht erfüllt sind (BGE 144 III 349 E. 4.2.1 = Pra 2019 Nr. 88; vgl. auch 
BGE 147 III 301 E. 2.2).

2. Überblick / Rückzug

Gegenstand der Berufung sind zum einen die vom Ehemann zu leistenden Unter-
haltsbeiträge an die Kinder C.________ und D.________ (E. 3 f.). Dabei bean-
standet die Ehefrau das Einkommen des Ehemannes (E. 3.3), dessen Bedarf in 
Bezug auf die Wohnkosten (E. 3.6) und die Dauer der Unterhaltspflicht (E. 4.5, 
ferner 3.2). Zum anderen wehrt sich die Ehefrau gegen die erstinstanzliche Kos-
ten- und Entschädigungsregelung (E. 6). Demgegenüber zog sie, wie eingangs 
erwähnt, ihre Berufung gegen die Höhe der Entschädigungen beider unentgeltli-
cher Rechtsvertreter (Dispositivziffern 12b und 12c) zurück (act. A.6; vgl. ferner 
act. F.1, S. 9). In besagtem Umfang ist die Berufung infolge Rückzug als erledigt 
abzuschreiben. 

3. Unterhaltsbeiträge: Grundlagen

3.1. Berechnungsmethode

Dass bei den vorliegenden finanziellen Verhältnissen die zweistufige Berech-
nungsmethode zur Anwendung gelangt, steht ausser Frage (act. B.1, E. 3.6b; 
act. A.1-2; BGE 147 III 265 E. 6.1 ff.; vgl. auch BGE 147 III 293 E. 4.5 und 147 III 
301 E. 4.3). 

3.2. dies a quo und Unterhaltsphasen

Die Vorinstanz unterschied bei der Unterhaltsberechnung drei Phasen (Phase I: 
ab Vollstreckbarkeit Scheidungsurteil bis 30. April 2021 [10. Geburtstag 
D.________]; Phase II: vom 1. Mai 2021 bis 31. Mai 2026 [18. Geburtstag 

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C.________]; Phase III: vom 1. Juni 2026 bis 30. April 2029 [18. Geburtstag 
D.________]; act. B.1). Die Unterhaltsphasen sind neu zu definieren.

Zunächst ist der dies a quo festzulegen. Grundsätzlich beginnt die Beitragspflicht 
im Zeitpunkt des Eintritts der formellen Rechtskraft des Scheidungsurteils. Im 
Rahmen des pflichtgemässen Ermessens kann das Sachgericht dem Pflichtigen 
rückwirkend auf den Zeitpunkt des Eintritts der Teilrechtskraft (im Scheidungs-
punkt) eine Unterhaltspflicht auferlegen, und zwar unabhängig von der Frage, ob 
für die Zeit nach Eintritt der Teilrechtskraft schon gestützt auf einen Massnahme-
entscheid eine Unterhaltspflicht besteht (vgl. BGE 142 III 193 E. 5.3 = Pra 2017 
Nr. 18 m.H.). Wie eingangs erwähnt, besteht aufgrund des Eheschutzentscheids 
des Bezirksgerichts Winterthur eine vorsorgliche Unterhaltsverpflichtung in Höhe 
von CHF 830.00 je Kind (RG act. III.7). Der Scheidungspunkt erwuchs am 28. Au-
gust 2019 in Rechtskraft. Da die Unterhaltsbeiträge tiefer ausfallen werden als im 
Rahmen des Eheschutzes ginge eine Festlegung des dies a quo auf den 1. Sep-
tember 2019 zulasten der minderjährigen Kinder, weshalb kein Grund für eine 
Abweichung vom Grundsatz vorliegt. Dergleichen wird vom Ehemann denn auch 
nicht eventualiter beantragt. Die Unterhaltsregelung gemäss dem vorliegenden 
Urteil wird somit ab Eintritt dessen Rechtskraft zum Tragen kommen. Entspre-
chend fällt die erste Phase der Vorinstanz weg. Alsdann ist, wie noch aufzuzeigen 
sein wird, der Ehefrau im Unterschied zur Vorinstanz ab dem 1. September 2024 
ein 80 % Pensum (Eintritt D.________ in die Oberstufe; vgl. nachstehend E. 3.4) 
anzurechnen. Diese Einkommenserhöhung markiert den Beginn der Phase II. Die 
Vorinstanz sprach die Unterhaltsbeiträge lediglich bis zur Volljährigkeit der Kinder 
zu. Mit Volljährigkeit von C.________ begann mithin die vorinstanzliche dritte und 
letzte Phase, in welcher lediglich noch D.________ unterhaltsberechtigt war. In 
dieser letzten Phase verteilte die Vorinstanz den Wohnkostenanteil von 
C.________ neu auf die Mutter und D.________ im Verhältnis 2:1 (vgl. act. B.1, 
E. 3.6d). Die Ehefrau fordert mit Berufung, die Kinderunterhaltsbeiträge seien bis 
zum Abschluss einer ordentlichen Erstausbildung zu bezahlen (act. A.1, Ziff. I, 
III.3). Da sich die strittige Dauer der Unterhaltspflicht sowohl auf die Berechnungs-
grundlagen als auch auf die Phasenbildung auswirkt, ist bereits an dieser Stelle 
festzuhalten, dass die nachstehende Unterhaltsregelung bis zur Volljährigkeit der 
Kinder bzw. bis zum Abschluss einer ordentlichen Erstausbildung auch über die 
Volljährigkeit hinaus anzuordnen sein wird. Auf die Begründung der strittigen Dau-
er wird zurückzukommen sein (nachstehend E. 4.5).

Damit ist von folgenden Unterhaltsphasen auszugehen: Phase I ab Eintritt der 
Rechtskraft des Berufungsurteils bis 31. August 2024 und Phase II ab 1. Septem-

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ber 2024 bis zur Volljährigkeit bzw. bis zum Abschluss einer ordentlichen Erstaus-
bildung. Auf die Bildung weiterer Phasen kann verzichtet werden, wie sich aus den 
nachstehenden Erwägungen ergeben wird (E. 4.3.3). 

3.3. Einkommen Ehemann

3.3.1. Die Vorinstanz legte allen Unterhaltsphasen ein Nettomonatseinkommen 
des Ehemannes von gerundet CHF 3'760.00 (100 %; inkl. 13. Monatslohn und 
Verpflegungsspesen, abzgl. der Familienzulagen) zugrunde. Sie stützte sich dabei 
auf den Durchschnittslohn der Monate März 2018 (recte: Januar 2018) bis Ju-
li 2018 (act. B.1, E. 3.6c.aa; RG act. IV.16, IV.26). Den Vorwurf der Ehefrau, der 
Ehemann betreibe Leistungsverweigerung resp. könne wesentlich mehr verdie-
nen, wies die Vorinstanz zurück (act. B.1, E. 2). Der Klarheit halber ist festzuhal-
ten, dass es sich hinsichtlich der berücksichtigen Referenzperiode offensichtlich 
um einen Verschrieb der Vorinstanz handelte (März 2018 anstatt Januar 2018; vgl. 
act. act. A.1, Ziff. III.1; act. A.2, Ziff. 9).

3.3.2. Mit Berufung moniert die Ehefrau dieses Einkommen als zu tief. Dem Ehe-
mann sei ein monatliches Einkommen in der Höhe von mindestens CHF 4'975.00 
netto anzurechnen. Dabei macht sie zum einen geltend, die Vorinstanz habe das 
Einkommen des Ehemannes falsch ermittelt, insbesondere sei die gewählte Refe-
renzperiode willkürlich. Zum anderen beanstandet sie sinngemäss, dass dem 
Ehemann kein höheres (hypothetisches) Einkommen angerechnet worden sei 
(act. A.1, Ziff. III.1; vgl. auch act. F.1, S. 2 ff.; act. A.8). Der Ehemann bestreitet die 
Ausführungen in der Berufung. Die Vorinstanz habe korrekterweise auf die jüngs-
ten sieben Monatseinkommen des damals aktuellen Jahres abgestellt. Die Dauer 
der Referenzperiode liege im Ermessen des Gerichts. Was ein hypothetisches 
Einkommen anbelange, so fehle es an der Möglichkeit, ein höheres Einkommen 
zu erzielen, was die Vorinstanz zu Recht erkannt habe (act. A.2, Ziff. 4 ff.; 
act. A.7).

3.3.3. Der Ehemann ist ein ungelernter Arbeitnehmer mit beschränkten Kenntnis-
sen der Landessprache. In der Vergangenheit arbeitete er mehrheitlich in tem-
porären Anstellungen bzw. zeitlich begrenzten Arbeitseinsätzen basierend auf 
Einsatzverträgen. Alsdann wies er immer wieder Unterbrüche in seiner Erwerbs-
tätigkeit auf. In solchen Zwischenphasen bezog er regelmässig Taggelder von der 
Arbeitslosenkasse, allerdings nicht immer durchgehend, zumal er sich entweder 
nicht konsequent oder zumindest nicht umgehend beim RAV für Arbeitslosenent-
schädigungen anmeldete. Bereits daraus erhellt, dass das Einkommen des Ehe-
mannes in der Vergangenheit stark schwankte. Konkret ergibt sich aufgrund der 

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Aktenlage, wie sie sich der Vorinstanz im Entscheidzeitpunkt präsentierte, das 
Folgende: Im Jahr 2018 arbeitete der Ehemann ausschliesslich für die 
E.________ AG (RG act. IV.16, IV.23, IV.26). Dabei belief sich sein Einkommen in 
der seitens der Vorinstanz berücksichtigten Periode von Januar 2018 bis Juli 2018 
auf CHF 26'315.65 bzw. durchschnittlich CHF 3'759.00 (netto, inkl. Verpflegungs-
spesen, nach Abzug der Quellensteuern; RG act. IV.16, IV.26). Demgegenüber 
erzielte er von März 2018 bis Juli 2018 einen Nettolohn von CHF 21'102.10 bzw. 
durchschnittlich CHF 4'220.00 (inkl. Verpflegungsspesen, ohne Kinderzulagen, 
nach Abzug der Quellensteuern, RG act. IV.26) und von Februar 2018 bis Ju-
ni 2018 einen solchen von CHF 21'836.50 bzw. durchschnittlich CHF 4'367.00 
(RG act. IV.26). Das von der Vorinstanz berücksichtigte Einkommen fällt tiefer aus 
als der Durchschnitt von März 2018 bis Juli 2018 bzw. derjenigen von Febru-
ar 2018 bis Juni 2018, weil der Ehemann im Monat Januar 2018 erst ab dem 
22. Januar 2018 und im Monat Juli 2018 lediglich während dreier Wochen gearbei-
tet hatte (RG act. IV.16, IV.26). In den Monaten Februar 2018 bis Juni 2018 er-
wirtschaftete der Ehemann sein höchstes durchschnittliches Einkommen. Letzte-
res entspricht denn auch dem Durchschnitt derjenigen Monate, in welchen er 
durchgehend erwerbstätig war. Das Argument der Ehefrau, wonach die Wahl der 
Referenzperiode das Ergebnis der Einkommensbeurteilung erheblich beeinflusst, 
trifft daher zu. Zu beachten gilt alsdann, dass der Ehemann bereits im Jahr 2017 
bei der E.________ AG tätig war, zumindest von Mitte Mai 2017 bis Ende Dezem-
ber 2017 (vgl. RG IV.23). In dieser Zeit verdiente er pro Monat durchschnittlich 
CHF 4'283.00 netto (RG act. IV.23 [CHF 35'596.00 ./. Quellensteuern von 
CHF 3'474.00 / 7.5 Monate]; ohne Kinderzulagen [RG act. IV.10, IV.16]). Für eine 
längerfristige Unterhaltsberechnung wäre daher auf das Durchschnittseinkommen 
der gesamten Anstellung bei der E.________ AG abzustellen gewesen. Darüber 
hinaus hätte für den Ehemann in Zeiten von Arbeitsunterbrüchen weiterhin die 
Möglichkeit eines ALV-Taggeldbezuges oder eines Zwischenverdienstes mit 
Kompensationszahlungen bestanden. Hiervon machte der Ehemann, wie erwähnt, 
nicht immer Gebrauch bzw. ist dergleichen zumindest nicht belegt (RG act. IV.13 
[ALV-Abrechnungen März und April 2017]). Aufgrund der bis zur erstinstanzlichen 
Hauptverhandlung vorliegenden Akten hätte dem Ehemann mindestens ein Ein-
kommen von CHF 4'300.00 pro Monat angerechnet werden müssen. Der 
Vollständigkeit halber sei bemerkt, dass auch die wenigen vorhandenen Unterla-
gen hinsichtlich der früheren Einkommenssituation des Ehemannes zu keinem 
anderen Schluss geführt hätten: Im Eheschutzurteil des Bezirksgerichts Winterthur 
vom 11. Juli 2013 wurde dem Ehemann ein Einkommen von CHF 4'800.00 (Netto-
lohn, vor Steuern, ohne Kinderzulagen) angerechnet. Die Einkünfte im Jahr 2014 
sind weitgehend unbekannt. Für das Jahr 2015 liegen einzig die Abrechnungen 

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der Arbeitslosenkasse der Monate Januar bis März, November und Dezember 
(RG act. IV.4) im Recht. Im Jahr 2016 erhielt der Ehemann im Januar noch ALV 
und arbeitete dann in den Monaten März bis Dezember bei der G.________ 
GmbH, wobei er einen durchschnittlichen Nettolohn von CHF 4'106.00 (nach Ab-
zug Quellensteuern, ohne GA, Spesen und Kinderzulagen) erzielte (RG act. IV.3, 
IV.4, IV.17, IV.30).

Nach der Ergänzung des Beweisverfahrens präsentiert sich nunmehr folgendes 
Bild: Im Jahr 2018 erwirtschaftete der Ehemann ein Einkommen von insgesamt 
CHF 52'575.00 (netto; nach Abzug der Quellensteuern; exkl. Kinderzulagen und 
Spesen; act. C.2 [E.________ AG]; act. C.3 [H.________ AG]). Dies entspricht 
einem Durchschnittseinkommen von CHF 4'381.00 pro Monat. Dabei gilt es zu 
beachten, dass Belege für den Monat November 2018 fehlen und der Ehemann in 
den Monaten Januar 2018 und Dezember 2018 nicht durchgehend erwerbstätig 
war (vgl. auch vorstehend betreffend Januar 2018). Ob der Ehemann in dieser Zeit 
ALV-Taggelder bezog, blieb unklar, da lediglich die Jahresbescheinigung vorliegt 
(act. C.13). Für das Jahr 2019 liegen drei Lohnausweise im Recht. Zum einen hat-
te der Ehemann eine Festanstellung bei der I.________ AG (März 2019 bis Okto-
ber 2019; act. C.5). Zum anderen hatte er je eine Anstellung bzw. Einsätze bei der 
E.________ AG (lediglich zwei Tage: 4./5. November 2019; act. C6) und bei der 
H.________ AG (13. November bis 20. Dezember 2019; act. C.7). Für die Monate 
Januar und Februar 2019 existieren wiederum keine Belege. Betreffend allfälligen 
ALV-Taggelder in dieser Zeit ist erneut lediglich eine Jahresbescheinigung verfüg-
bar (act. C.13). Insgesamt erwirtschaftete der Ehemann im Jahr 2019 während 
zehn Monaten Erwerbstätigkeit ein Einkommen von CHF 55'361.00 (netto). Davon 
abzuziehen sind Quellensteuern von total CHF 2'469.00, was ein Gesamteinkom-
men von CHF 52'892.00 bzw. durchschnittlich pro Monat CHF 4'969.00 ergibt. Im 
Jahr 2020 arbeitete der Ehemann wiederum lediglich temporär mittels einzelner 
Einsätze über die E.________ AG. Hierzu verfügt er über Lohnabrechnungen der 
Monate Februar 2020 (zwei Wochen; CHF 2'138.00 nach Abzug Verpflegungs-
spesen und Quellensteuern; act. C.8), März 2020 (eine Woche; CHF 1'060.00 
nach Abzug Verpflegungsspesen und Quellensteuern; act. C.9) und Mai 2020 (vier 
Wochen; CHF 3'333.00 nach Abzug der Kinderzulagen, Verpflegungsspesen und 
Quellensteuern; act. C.10). Beim RAV meldete sich der Ehemann erst Mitte 
März 2020 an (vgl. act. C.14-15; ferner act. F.1, S. 5). Zu seinem Einkommen im 
Jahr 2020 führte der Ehemann zudem an, dass er in den Monaten März, April und 
Juni 2020 keine oder nur verminderte Aufträge zugeteilt erhalten habe. Seit sei-
nem letzten Einsatz bei der E.________ AG (18. bis 24. Mai 2020) sei er für kei-
nen Einsatz mehr aufgeboten worden, was bedeute, dass er seit diesem Zeitpunkt 

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kein Einkommen mehr habe. Die weitere Entwicklung der Auftragslage sei 
überaus ungewiss. Leider sei es auch nicht möglich, einen aktuellen Arbeitsver-
trag einzureichen, da seine aktuelle Arbeitgeberin jeweils mit Einsatzverträgen 
arbeite, wenn sie ihren Arbeitnehmern Aufträge erteile. Da ein solcher zurzeit feh-
le, existiere momentan kein gültiger Arbeitsvertrag (act. A.3, Ziff. 5 mit Verweis auf 
act. C.8-11). Im Rahmen der Instruktionsverhandlung vom 26. August 2020 
bestätigte der Ehemann, zurzeit arbeitslos zu sein. Er sei beim RAV angemeldet 
und erhalte die üblichen 80 % seines versicherten Lohnes. Sofern er arbeiten 
könne, erziele er einen Zwischenverdienst. Hierfür arbeite er insbesondere über 
die E.________ AG (act. F.1, S. 2 f., 5, 7). Im Zeitpunkt des Schlussvortrages war 
der Ehemann nach wie vor arbeitslos und erhielt ein Taggeld von 80 % des versi-
cherten Verdienstes (CHF 5'507.00) in Höhe von CHF 4'035.35 netto 
(CHF 4'466.00 brutto), wovon das Betreibungs- und Gemeindeammannamt Elgg 
monatlich einen Abzug bis zu seinem berechneten Existenzminimum von 
CHF 1'325.00 vornahm (act. A.7, Ziff. 5 f.). 

Die neuen Belege bestätigen somit ebenfalls, dass die Referenzperiode einen 
starken Einfluss auf die Höhe des Einkommens des Ehemannes hat. Des Weite-
ren erhellt anhand der ergänzten Beweislage, dass der Ehemann durchschnittlich 
ein höheres Einkommen erzielen kann, als die Vorinstanz berücksichtigte. Ge-
stützt auf die vorstehenden Erwägungen, insbesondere die temporären Einsätze 
bei der E.________ AG, ist davon auszugehen, dass es dem Ehemann, sofern er 
arbeitet, möglich und zumutbar ist, ein Nettoeinkommen von CHF 4'400.00 pro 
Monat zu erzielen (vgl. soeben vorstehend m.N.).

Zu keinem anderen Schluss führt die gegenwärtige Arbeitslosigkeit des Eheman-
nes. So gab es auch in der Vergangenheit immer wieder Phasen, in welchen der 
Ehemann keine Anstellung hatte. Es zeigte sich jedoch, dass trotz solcher Unter-
brüche ein Lohnniveau von CHF 4'400.00 erzielbar war. Sofern sich der Ehemann 
ausreichend anstrengt, ist ein Einkommen von CHF 4'400.00 für ihn mithin länger-
fristig realisierbar, und zwar selbst bei Unterbrüchen in der Erwerbstätigkeit, wie 
sie auch bis anhin regelmässig auftraten. In Erinnerung zu rufen ist zudem, dass 
der Ehemann als Vater zweier minderjähriger Kinder, die auf seine finanzielle Un-
terstützung angewiesen sind, alle ihm zumutbaren und möglichen Anstrengungen 
zu unternehmen hat, um mit den von ihm erworbenen beruflichen Fähigkeiten und 
Erfahrungen ein möglichst hohes Einkommen zu erzielen. Darüber hinaus ist er-
neut zu betonen, dass der Ehemann als Versicherter mit Unterhaltspflicht jeweils 
Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung in der Höhe von 80 % seines versicher-
ten Verdienstes (Art. 22 AVIG [SR 837.0]) bzw. auf Kompensationszahlungen im 

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Falle eines Zwischenverdienstes im Sinne des AVIG (vgl. Art. 16 AVIG; Art. 41a 
Abs. 1 AVIV [SR 837.02] i.V.m. Art. 24 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 22 AVIG; Art. 24 
Abs. 3 AVIG) hat. Auch in Bezug auf die Ausschöpfung dieser Möglichkeiten steht 
der Ehemann in der Pflicht. Letzterer kam er in der Vergangenheit, soweit ersicht-
lich, nicht konsequent nach (vgl. vorstehend; act. F.1, S. 5). Erfolglos bringt der 
Ehemann ferner vor, es sei fraglich, wie sich seine Erwerbssituation entwickeln 
werde, wobei deren Vorhersehbarkeit in Anbetracht der Covid-19-Pandemie zu-
sätzlich erschwert sei (act. F.1, S. 3). Was die erste Aussage anbelangt, so ist 
nicht ersichtlich, worauf er diesen Vorbehalt konkret stützt, zumal Phasen der Ar-
beitslosigkeit, wie soeben dargetan, immer wieder auftraten. Nichts anderes ergibt 
sich unter Berücksichtigung der Covid-19-Pandemie. Generell lässt sich zwar 
festhalten, dass sich das wirtschaftliche Umfeld nach dem Auftreten von Covid-19 
allgemein verändert hat. Indessen wurden nicht alle Wirtschaftszweige durch die 
Pandemie gleich stark oder auf die gleiche Art betroffen. Allein mit dem pauscha-
len Hinweis auf die Covid-19-Pandemie ist mit anderen Worten noch nichts Ent-
scheidendes zur Situation des Ehemannes gesagt. Weshalb dem Ehemann auf-
grund der derzeitigen pandemiegeprägten wirtschaftlichen Lage die Erzielung des 
ihm als zumutbar erachteten Einkommens nicht oder erschwert möglich wäre, ist 
weder behauptet noch anderweitig ersichtlich (act. F.1, S. 2 f., 5, 7; vgl. ferner 
BGer 5A_467/2020 v. 7.9.2020 E. 5.3).

Demgegenüber kann auch der Ehefrau nicht gefolgt werden, soweit sie dem Ehe-
mann ein (noch) höheres Einkommen, nämlich mindestens CHF 4'975.00, an-
rechnen will. Richtig ist zwar, dass der Ehemann im Jahr 2019 während seiner 
achtmonatigen Festanstellung bei der I.________ AG einen durchschnittlichen 
Monatslohn von CHF 5'182.00 netto erreichte (act. C.5). Angesichts der dokumen-
tieren Entwicklung der Erwerbssituation des Ehemannes wendet er jedoch zu 
Recht ein, dass diese Anstellung wohl "ein Glückstreffer" gewesen sei und nicht 
davon ausgegangen werden dürfe, dass er ein solches Einkommen wieder errei-
chen werde (vgl. act. A.7, Ziff. 5 f.). Dass die Kündigung bei der I.________ AG 
mutmasslich nicht, wie im Kündigungsschreiben deklariert, auf interne Umstruktu-
rierungen zurückzuführen war, sondern vielmehr selbstverschuldet erfolgte, da der 
Ehemann einen Schaden an einem Fahrzeug verursacht hatte und anschliessend 
für seine Arbeitgeberin nicht erreichbar gewesen war, ändert daran nichts (vgl. 
act. F.1, S. 5, 7 f.; act. C.16-17). Vergeblich beruft sich die Ehefrau bezüglich ei-
nes anrechenbaren Einkommens von CHF 4'975.00 zudem auf die Stellungnahme 
des Ehemannes vom 30. September 2016, in welcher er sein Einkommen selbst in 
dieser Höhe bezifferte (vgl. act. A.1, Ziff. III.2; RG act. II.3, S. 3; vgl. act. A.1; 
RG act. VIII.3, S. 2). Der Betrag von CHF 4'975.00 entspricht dem Durchschnitt 

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von vier Monaten Erwerbstätigkeit des Ehemannes, konkret Mai 2016 bis Au-
gust 2016, bei der G.________ GmbH (RG act. IV.3; RG act. II.3, S. 3). Im Ge-
samteinkommensbetrag für diese vier Monate von CHF 19'899.35 sind jedoch 
Nachzahlungen für Kinderzulagen der Monate März bis August im Umfang von 
CHF 2'293.30 enthalten. Der Durchschnitt der Monate Mai bis August 2016 beläuft 
sich mithin auf CHF 4'402.00 (ohne Nachzahlung für Kinderzulagen, indes mit 
Spesen und GA sowie vor Abzug der Quellensteuern; CHF 17'606.05 
[CHF 19'899.35 ./. CHF 2'293.30] / 4; vgl. ferner act. B.1, E. 2). 

Nach dem Gesagten bleibt es dabei, dass es dem Ehemann – sofern er arbeitet – 
möglich und zumutbar ist, ein Einkommen von CHF 4'400.00 zu erzielen. Dieses 
hypothetische Einkommen trägt sowohl der konkreten Erwerbssituation des Ehe-
mannes Rechnung als auch seiner zivilrechtlichen Verpflichtung, bei zumutbarer 
Anstrengung einen (Mindest-)Verdienst zu erzielen, um eine Unterdeckung im 
Sinne von Art. 301a lit. c ZPO zu vermeiden bzw. möglichst gering zu halten.

3.3.4. Insgesamt ist dem Ehemann ein hypothetisches Nettoeinkommen von 
CHF 4'400.00 pro Monat (inkl. Ferien-/Feiertagsentschädigung, inkl. allfälligem 
13. Monatslohn, abzgl. Quellensteuern, exkl. Familienzulagen) anzurechnen.

3.4. Einkommen Ehefrau

Die Ehefrau erlernte keinen Beruf und war noch nie erwerbstätig. Sie ist Sozialhil-
feempfängerin (vgl. act. B.1, E. 3.6c.bb; act. F.1, S. 7). Die Vorinstanz rechnete 
der Ehefrau ab der Phase II, d.h. ab April 2021 (10. Geburtstag D.________), ein 
hypothetisches Nettoeinkommen von CHF 1'500.00 pro Monat für eine Hilfstätig-
keit bei einem Pensum von 50 % an (act. B.1, E. 3.6c.bb). Ab Mai 2027 (16. Ge-
burtstag D.________) erhöhte die Vorinstanz das hypothetische Nettoeinkommen 
der Ehefrau auf CHF 3'000.00 pro Monat bei einem Pensum von 100 % (vgl. 
act. B.1, Dispositivziffer 7.6). Diese Feststellungen blieben unbeanstandet. Zu be-
achten gilt jedoch, dass sich die Vorinstanz in Bezug auf das zumutbare Arbeits-
pensum auf die inzwischen überholte 10/16-Regel anstatt auf das Schulstufenmo-
dell stützte (vgl. statt vieler BGE 144 III 481). Dies ist von Amtes wegen zu korri-
gieren. Dabei ist hinsichtlich der Höhe des erzielbaren Einkommens auf die zutref-
fenden, unbestritten gebliebenen Schlussfolgerungen der Vorinstanz abzustellen 
(act. B.1, E. 3.6c.bb). Entsprechend ist der Ehefrau zusätzlich ab Eintritt von 
D.________ in die Oberstufe, d.h. ab dem 1. September 2024, ein hypothetisches 
Nettoeinkommen von CHF 2'400.00 (80 %-Pensum) anzurechnen. 

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Wie bereits erwähnt, ist die erste Unterhaltsphase gemäss dem angefochtenen 
Entscheid (Vollstreckbarkeit des erstinstanzlichen Entscheids bis 30. April 2021) 
bereits abgelaufen (vorstehende E. 3.2). In Letzterer wurde der Ehefrau kein hypo-
thetisches Einkommen angerechnet. Die nachstehende Unterhaltsregelung wird 
mit Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zum Tragen kommen (vgl. vor-
stehend E. 3.2). In der Folge ist der Ehefrau bereits in der Phase I gemäss vorlie-
gendem Urteil ein Einkommen von CHF 1'500.00 anzurechnen. Die Ehefrau wuss-
te seit Mitteilung des angefochtenen Entscheids um die Berücksichtigung besag-
ten hypothetischen Einkommens ab Mai 2021. Dieser Punkt blieb unangefochten. 
Auf eine Übergangsfrist kann daher verzichtet werden, zumal mit vorliegendem 
Urteil der Ehefrau faktisch eine längere Übergangsfrist gewährt wurde.

Zusammenfassend ist der Ehefrau in der Phase I (ab Eintritt der Rechtskraft des 
Berufungsurteils) ein hypothetisches Einkommen von CHF 1'500.00 pro Monat 
(netto; 50 %-Pensum), in der Phase II (ab dem 1. September 2024) ein hypotheti-
sches Einkommen von CHF 2'400.00 pro Monat (netto; 80 %-Pensum) und ab 
dem 1. Mai 2027 ein hypothetisches Einkommen von CHF 3'000.00 pro Monat 
(netto; 100 %-Pensum [16. Geburtstag von D.________]) anzurechnen. 

3.5. Einkommen Kinder

Die Feststellungen der Vorinstanz in Bezug auf das Einkommen der beiden Kinder 
blieben unbeanstandet (vgl. act. A.1; act. B.1, E. 3.6c.cc). Sie erweisen sich denn 
auch als korrekt und sind zu übernehmen. Damit ist als Einkommen von 
D.________ und C.________ die Familienzulage von je CHF 220.00 zu berück-
sichtigen (act. B.5; vgl. auch vorstehend E. 4.4). Mit der Vorinstanz ist auf die Bil-
dung weiterer Phasen aufgrund der minimalen Erhöhung der Eigenversorgungs-
kapazität der Kinder zufolge Wechsel von der Kinderzulage (CHF 220.00) zur 
Ausbildungszulage (CHF 270.00) zu verzichten. Sofern die Familienzulagen vom 
Ehemann bezogen werden, besteht eine Weiterleitungspflicht.

3.6. Bedarf Ehemann

3.6.1. Die Vorinstanz berechnete den Bedarf des Ehemannes in allen Phasen auf 
insgesamt CHF 3'359.00 (Grundbetrag CHF 1'200.00; Wohnung CHF 1'300.00; 
Krankenkasse CHF 319.00; Kosten Arbeitsweg CHF 340.00; auswärtige Verpfle-
gung CHF 200.00; act. B.1, E. 3.6). Bis auf die Wohnkosten blieben die Bedarfs-
positionen unbeanstandet (act. A.1; ferner act. A.2). Sie erweisen sich denn auch 
als korrekt und sind zu übernehmen (vgl. ferner act. F.1, S. 2 ff.).

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3.6.2. Die Ehefrau rügt mit Berufung die Mietkosten des Ehemannes als zu hoch. 
Es seien lediglich CHF 600.00, inkl. Nebenkosten, zu berücksichtigen. Zur Be-
gründung führt sie an, der Ehemann bezahle nach eigenen Angaben einen Miet-
zins von CHF 600.00 pro Monat. Er wohne bereits seit gut zwei Jahren in dieser 
Wohnung. Es sei deshalb nicht davon auszugehen, dass er tatsächlich auf der 
Suche nach einer anderen Wohnung sei. Entgegen der Vorinstanz dürfe nicht ein-
fach von einem Betrag in Höhe von CHF 1'300.00 ausgegangen werden. Vielmehr 
sei auf die tatsächlichen Verhältnisse abzustellen (act. A.1, Ziff. III.2; vgl. act. F.1, 
S. 2 ff.; act. A.8, Ziff. II.2). 

3.6.3. Der Ehemann verlangt die Bestätigung des erstinstanzlichen Entscheids 
bezüglich seiner Wohnkosten. Er bringt in diesem Zusammenhang vor, die jetzige 
Wohnsituation sei für einen Vater mit zwei Kindern nicht angemessen und solle 
möglichst schnell der Vergangenheit angehören. Mit seinen enorm hohen Betrei-
bungssummen gestalte sich die Suche nach einer neuen Wohnung jedoch sehr 
schwierig. Sollte das Gericht von den aktuellen Mietkosten ausgehen, so sei ein 
(übergangsmässiger) Betrag in Höhe von CHF 700.00, inkl. CHF 100.00 Neben-
kosten, einzusetzen (act. A.7, Ziff. 7-9; act. A.3, Ziff. 6; act. A.2, Ziff. 24-26; 
act. F.1, S. 2 ff.). 

3.6.4. Die Vorinstanz erwog, ein schriftlicher Mietvertrag bestehe nicht. Die Par-
teibefragung habe ergeben, dass der Ehemann in einer 1 ½-Zimmerwohnung 
wohne und sich seine Mietkosten auf monatlich CHF 600.00 beliefen. Der Ehe-
mann sei jedoch auf Wohnungssuche. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass 
der Ehemann in seiner Wohnung im Rahmen des Besuchs- und Ferienrechts auch 
seine beiden Kinder zu beherbergen habe, sei eine Erhöhung der Wohnkosten 
grundsätzlich angezeigt. Ein Betrag von CHF 1'300.00 pro Monat für eine be-
scheidene 2 ½ bis 3-Zimmerwohnung in Wiesendangen und Umgebung sei be-
darfsbezogen angemessen (act. B.1, E. 3.6c.ee).

3.6.5. Grundsätzlich sind im familienrechtlichen Bedarf die effektiven Wohnkosten 
zu berücksichtigten. Es ist jedoch zulässig, einer Partei bei der Berechnung ihres 
Notbedarfs nicht die tatsächlichen, freiwillig zu tief gehaltenen Wohnkosten, son-
dern denjenigen Betrag anzurechnen, den sie an sich verbrauchen dürfte. Dabei 
kommt es darauf an, ob davon auszugehen ist, dass es sich um eine vorüberge-
hende Wohnsituation handelt, welche als unangemessen erachtet wird und dem-
nächst geändert werden soll (vgl. ferner Heinz Hausheer/Annette Spycher, in: 
Hausheer/Spycher [Hrsg.], Handbuch des Unterhaltsrechts, 2. Aufl., Bern 2010, 
Rz. 02.34; ZR 2005 Nr. 54 E. 2.c; ZR 1988 Nr. 114).

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Der Ehemann wohnt in einer 1 ½-Zimmerwohnung am F._____weg 2 in 
J.________. Besagte Wohnung befindet sich im gleichen Haus wie die ehemalige 
Familienwohnung und gehört demselben Vermieter. Nach dem Auszug der Ehe-
frau mit den beiden Kindern wechselte der Ehemann in diese kleinere Wohnung. 
Ein schriftlicher Mietvertrag existiert seinen Angaben zufolge nicht. Anlässlich der 
erstinstanzlichen persönlichen Befragung im September 2018 erklärte der Ehe-
mann, vor zwei Jahren in diese kleinere Wohnung gewechselt zu haben. Der 
Mietzins betrage CHF 600.00 pro Monat (inkl. Nebenkosten). Zudem bezahle er 
CHF 700.00 für Schulden aus dem alten Mietverhältnis ab. Letztere beliefen sich 
noch auf CHF 4'000.00. Die kleinere Wohnung sei ihm nur vorübergehend über-
lassen worden, da sie normalerweise als Mitarbeiterwohnung für ein Restaurant 
genutzt werde (vgl. RG act. VII.2, Frage 14, S. 3). In der Stellungnahme vom 
24. Juni 2020 liess der Ehemann vortragen, er überweise dem Vermieter monat-
lich CHF 700.00, davon seien CHF 600.00 für die Miete und CHF 100.00 akonto 
für die Nebenkosten (act. A.3, Ziff. 6 mit Verweis auf act. C.12). Im Rahmen der 
Instruktionsverhandlung gab der Ehemann zunächst an, die Wohnkosten für die 
Wohnung am F._____weg würden nunmehr CHF 700.00 betragen. Die Nachfrage 
bezüglich des Grundes für die Erhöhung der Miete um CHF 100.00 beantwortete 
der Ehemann nicht direkt. Stattdessen tätigte er Ausführungen zu seinen Schul-
den, welche er beim Vermieter betreffend die ehemalige Familienwohnung habe. 
Auf erneute Nachfrage bestätigte der Ehemann, dass CHF 100.00 für Schulden 
beim Vermieter seien und die eigentliche Miete lediglich CHF 600.00 betrage. Wie 
hoch die Schulden noch seien, wisse er nicht. Schliesslich führte er aus, die 
Schulden seien nicht für Miete, sondern für Gas und Heizung (act. F.1, S. 5 f.). Die 
persönliche Befragung des Ehemannes vermochte somit nicht alle Unklarheiten 
betreffend Mietkosten beseitigen. Schliesslich bestätigte der Ehemann im 
Schlussvortrag, Mietkosten von aktuell CHF 700.00 (inkl. CHF 100.00 Nebenkos-
ten) zu verzeichnen (act. A.7, Ziff. 9).

Ausgewiesen ist, dass der Ehemann seit über fünf Jahren in der 1 ½-
Zimmerwohnung lebt. Entgegen seinen Vorbringen ist deshalb nicht davon auszu-
gehen, dass die Wohnsituation des Ehemannes nur "vorübergehender" Natur ist. 
Zwar behauptet er nach wie vor, eine eigene Wohnung zu suchen (vgl. act. F.1, 
S. 2 ff., 6; act. A.2, Ziff. 26). Die geltend gemachten Suchbemühungen untermau-
ert der Ehemann aber mit keinem einzigen Beleg (Bewerbungen/Absagen), wes-
halb sie nicht glaubhaft erscheinen, geschweige denn nachgewiesen sind. Daran 
ändern auch die Ausführungen zu seinen zahlreichen Betreibungen nichts (vgl. 
act. F.1, S. 6; act. A.2, Ziff. 26). Wenngleich notorisch sein dürfte, dass Betrei-
bungsregistereinträge – namentlich in Anzahl und Höhe, wie sie der Ehemann 

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aufweist (act. C.18-19) – die Wohnungssuche in der Schweiz erheblich erschwe-
ren, vermag er damit nicht zu belegen, dass er sich tatsächlich um eine Verbesse-
rung seiner Wohnsituation bemühen würde bzw. bemüht hätte. Die Vorinstanz 
rechnete dem Ehemann die hypothetischen Wohnkosten von CHF 1'300.00 insbe-
sondere mit Blick auf die Ausübung seines Besuchs- und Ferienrechts an. Hierauf 
beruft sich der Ehemann denn auch im vorliegenden Verfahren. Richtig ist, dass 
bei regelmässigen Übernachtungen der Kinder beim besuchsberechtigten Eltern-
teil Letzterer auch einer Wohnung bedarf, in welcher die Ausübung des Besuchs-
rechts möglich ist. Dabei ist grundsätzlich zu beachten, dass die Rückzugsmög-
lichkeit der Kinder in der Nacht gewährleistet ist. In der Regel ist dem Besuchsbe-
rechtigten deshalb eine Wohnung anzurechnen, in welcher die Kinder zusammen 
in einem separaten Zimmer schlafen können. Der Ehemann hätte mithin 
grundsätzlich Anspruch auf eine grössere Wohnung. Wie nachstehend noch auf-
zuzeigen ist, wird die Ehefrau zusammen mit den Kindern in Phase I – trotz höhe-
rem anrechenbarem Einkommen des Ehemannes (vorstehend E. 3.4) – ein Manko 
zu tragen haben (nachstehend E. 4.1, 4.3.1), da der Ehemann aufgrund seiner 
mangelnden Leistungsfähigkeit nicht zu kostendeckenden Unterhaltsbeiträgen 
verpflichtet werden kann. Darüber hinaus führte der Ehemann anlässlich der In-
struktionsverhandlung aus, sein Besuchsrecht in seiner Wohnung auszuüben, wo-
bei die Kinder sogar bei ihm übernachten würden, was seiner Ansicht nach funk-
tioniere (act. F.1, S. 6). Angesichts dieser Umstände rechtfertigt es sich nicht, im 
Bedarf des Ehemannes höhere hypothetische Wohnkosten zu berücksichtigen, 
auch wenn es vor dem Hintergrund der Ausübung des Wochenendbesuchs- und 
Ferienrechts sehr wünschenswert wäre, wenn der Ehemann eine grössere Woh-
nung zur Verfügung hätte. In der vorliegenden Konstellation sind ihm höhere Miet-
kosten jedoch erst anrechenbar, wenn dergleichen effektiv anfallen. Dass ein Um-
zug des Ehemannes in eine grössere Wohnung eine erhebliche und dauerhafte 
Veränderung der Verhältnisse und damit allenfalls einen Abänderungsgrund dar-
stellen könnte, ist bei den vorliegenden knappen finanziellen Verhältnissen in Kauf 
zu nehmen. Es ist daher von den tatsächlichen Gegebenheiten auszugehen und 
es sind dem Ehemann keine höheren hypothetischen Mietkosten anzurechnen. 

Was die konkrete Höhe der Wohnkosten betrifft, so besteht, wie erwähnt, kein 
schriftlicher Mietvertrag. Seine Behauptung, wonach der effektive Mietzins 
CHF 700.00 (inkl. Nebenkosten) betrage, stützt der Ehemann auf die im Recht 
liegenden Zahlungsbelege der Monate März und Mai 2020 (act. C.12). Dabei han-
delt es sich um zulässige Noven, zumal die Untersuchungsmaxime auch zuguns-
ten des Unterhaltsschuldners zur Anwendung gelangt (vgl. vorstehend E. 1.3). 
Wie aufgezeigt, erhellte sich anlässlich der persönlichen Befragung des Eheman-

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nes im Rahmen der Instruktionsverhandlung sein derzeitiger Mietbetrag nicht 
zweifelsfrei (soeben vorstehend; act. F.1). Sodann lässt sich den Zahlungsbelegen 
per se nichts Entscheidendes entnehmen (vgl. act. C.12). Zu berücksichtigen ist 
indes, dass sich angesichts der eher beschränkten Sprachkenntnisse des Ehe-
mannes ein Missverständnis resp. Durcheinander hinsichtlich Wohnkosten, Ne-
benkosten und Schulden bei der Befragung nicht gänzlich ausschliessen lässt. 
Dies gilt umso mehr, als die höheren Wohnkosten bereits vor der Instruktionsver-
handlung geltend gemacht wurden (act. A.3). Es rechtfertigt sich daher, von Miet-
kosten in Höhe von CHF 700.00, inkl. Nebenkosten, auszugehen.

3.6.6. Der Bedarf des Ehemannes beläuft sich somit insgesamt auf monatlich 
CHF 2'759.00 (Grundbetrag CHF 1'200.00; Mietkosten [inkl. Nebenkosten] 
CHF 700.00; Krankenkasse CHF 319.00; Kosten Arbeitsweg CHF 340.00; aus-
wärtige Verpflegung CHF 200.00).

3.7. Bedarf Ehefrau

Die Feststellungen der Vorinstanz in Bezug auf den Bedarf der Ehefrau blieben 
unbeanstandet (vgl. act. A.1; act. B.1, E. 3.6). Sie erweisen sich denn auch 
grundsätzlich als korrekt (vgl. ferner act. F.1, S. 7). Da die Unterhaltsdauer jedoch 
abweichend von der Vorinstanz zu regeln ist (vgl. vor- und nachstehend E. 3.2, 
4.5), erweist sich die Erhöhung der Wohnkosten der Ehefrau ab Juni 2026 (Voll-
jährigkeit C.________ und Wegfall dessen Wohnkostenanteils) als obsolet.

Entsprechend ist in allen Phasen von einem Bedarf der Ehefrau von CHF 2'174.00 
(Grundbetrag CHF 1'350.00; Wohnung CHF 800.00 [CHF 1'600.00 ./. je 
CHF 400.00 pro Kind]; Krankenkasse CHF 24.00 [CHF 375.00 ./. CHF 351.00 
IPV]; act. B.1, E. 3.6) auszugehen.

3.8. Bedarf Kinder

Die Feststellungen der Vorinstanz in Bezug auf den Bedarf der beiden Kinder blie-
ben unbeanstandet (vgl. act. A.1; act. B.1, E. 3.6). Sie erweisen sich als korrekt 
und sind mit folgenden Anpassungen zu übernehmen: Einerseits ist D.________ 
inzwischen zehn Jahre alt. Ihr Grundbedarf ist somit stets mit CHF 600.00 zu ver-
anschlagen. Andererseits entfällt, wie im Zusammenhang mit dem Bedarf der Mut-
ter, eine Erhöhung des Wohnkostenanteils von D.________ (vgl. vorstehend 
E. 3.7).

Entsprechend ist in allen Phasen von einem Bedarf von C.________ in Höhe von 
CHF 1'000.00 (Grundbetrag CHF 600.00; Wohnkostenanteil CHF 400.00; Kran-

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kenkasse CHF 0.00 [IPV]) und von D.________ in Höhe von CHF 1'000.00 
(Grundbetrag CHF 600.00; Wohnkostenanteil CHF 400.00; Krankenkasse 
CHF 0.00 [IPV]) auszugehen.

4. Unterhaltsberechnung / Modalitäten / Dauer

4.1. Manko / Überschuss

Nach Gegenüberstellung sämtlicher Einkommen und Bedarfe der Familie resultiert 
in der Phase I ein Manko von CHF 593.00 (CHF 6'340.00 ./. CHF 6'933.00). Dem 
Ehemann ist das betreibungsrechtliche Existenzminium zu belassen; das Manko 
trägt die Ehefrau mit den Kindern.

In der Phase II steht dem Gesamtbedarf von CHF 6'933.00 ein Gesamteinkom-
men von neu CHF 7'240.00 gegenüber, da der Ehefrau nunmehr ein höheres Ein-
kommen anzurechnen ist. Die Familie vermag mithin einen Überschuss von 
CHF 307.00 (CHF 7'240.00 ./. CHF 6'933.00) zu generieren. Als allein obhutsbe-
rechtigter Elternteil leistet die Ehefrau ihren Unterhaltsbeitrag bereits vollständig in 
natura, in dem sie den Kindern Pflege und Erziehung erweist. Entsprechend fällt 
der Geldunterhalt vor dem Hintergrund der Gleichwertigkeit von Geld- und Natu-
ralunterhalt vom Grundsatz her vollständig dem Ehemann anheim. Auch ein Ver-
gleich der Leistungsfähigkeiten der Eltern drängt keine ermessensweise Abwei-
chung hiervon auf. So ist die Leistungsfähigkeit der Ehefrau trotz höherem Ein-
kommen nach wie vor deutlich geringer als diejenige des Ehemannes (Über-
schuss Ehemann [vor Deckung der Barunterhalte der Kinder] CHF 1'641.00 bzw. 
Überschuss Ehefrau CHF 226.00), weshalb sie sich mit ihrem Überschussanteil 
nicht am Barunterhalt der Kinder zu beteiligen hat. Aufgrund der Geringfügigkeit 
des Überschusses des Ehemannes rechtfertigt es sich alsdann, jenen dem Ehe-
mann gänzlich zu überlassen. Dies gilt umso mehr, als dem Ehemann nur sehr 
tiefe Wohnkosten angerechnet wurden (vgl. vorstehend E. 3.6). Am Rande sei 
zudem erinnert, dass den Kindern ab Sommer 2024 bzw. Sommer 2027 Ausbil-
dungszulagen zustehen werden, welche höher ausfallen als die Kinderzulagen, 
was indes nicht in die Unterhaltsberechnung einfliessen wird (vorstehend E. 3.5).

4.2. Betreuungsunterhalt

4.2.1. Des Weiteren ist der Betreuungsunterhalt auszuweisen. Dieser berechnet 
sich nach der sog. Lebenshaltungskostenmethode (BGE 144 III 377 E. 7.1.2.2 in 
fine). Massgeblich ist die Differenz zwischen dem Nettoverdienst und dem Exis-
tenzbedarf des betreuenden Elternteils, wobei hierfür vom betreibungsrechtlichen 
Existenzminimum (sog. Notbedarf) auszugehen und dieses um weitere Positionen 

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zu ergänzen ist (sog. familienrechtliches Existenzminimum), soweit es die konkre-
ten Verhältnisse erlauben (BGE 147 III 265 E. 6.3).

4.2.2. Die Mutter verfügt über die alleinige Obhut. Bei den vorliegenden knappen 
finanziellen Verhältnissen entsprechen die Lebenshaltungskosten der Mutter ih-
rem Bedarf. Sie belaufen sich in allen Phasen auf CHF 2'174.00 (CHF 1'350.00; 
CHF 800.00; CHF 24.00; vorstehend E. 3.7). In der Phase I besteht somit mangels 
Eigenversorgungskapazität infolge der Betreuung der Kinder durch die Mutter An-
spruch auf Betreuungsunterhalt. Demgegenüber vermag die Mutter ihre Lebens-
haltungskosten ab dem 1. September 2024, d.h. ab der Phase II, selbst zu de-
cken. Dies im Gegensatz zum angefochtenen Entscheid, in welchem Betreuungs-
unterhalt bis April 2027 festgelegt wurde (vgl. act. B.1, E. 3.6d, Dispositivzif-
fer 7.6).

4.2.3. Der Betreuungsunterhalt beträgt mithin CHF 674.00 (Phase I: 
[CHF 2'174.00 ./. Einkommen CHF 1'500.00]). Er wird vollumfänglich dem jüngs-
ten Kind, D.________, angerechnet. Da die Barunterhaltsbeiträge für die Kinder je 
CHF 730.00 übersteigen werden (nachstehend E. 4.3), ist auch mit Blick auf die 
Bevorschussung keine ausnahmsweise Verteilung des Betreuungsunterhaltes auf 
beide Kinder angezeigt (vgl. act. D.14; Art. 3 Bevorschussungsverordnung 
[BR 215.050]).

4.3. Konkrete Unterhaltsansprüche

Unter Berücksichtigung des zuvor Ausgeführten ergeben sich damit folgende Un-
terhaltsansprüche:

4.3.1. Phase I (ab Rechtskraft Berufungsurteil bis 31. August 2024):

Ehemann C.________ D.________ Ehefrau total

Einkommen CHF 4'400 CHF 220 CHF 220 CHF 1'500 CHF 6'340

Bedarf CHF 2'759 CHF 1'000 CHF 1'000 CHF 2'174 CHF 6'933

Überschuss/Manko I CHF 1'641 -CHF 780 -CHF 780 -CHF 674 -CHF 593

Barunterhalt -CHF 1'560 CHF 780 CHF 780 CHF 1'560

Überschuss/Manko II CHF 81 CHF 0 CHF 0 -CHF 674 -CHF 593

Betreuungsunterhalt -CHF 81 CHF 81

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Manko Bar- und/oder Betreu-
ungsunterhalt

CHF 0 -CHF 593

Unterhaltsbeiträge an 
C.________ und D.________ 
(gerundet; zuzusprechen) 

CHF 780 CHF 860 CHF 1'640

Aufgrund der ungenügenden Mitteln ist in der Phase I zunächst der vorrangige 
Barunterhalt beider Kinder zu decken, anschliessend ist der verbleibende Über-
schuss des Ehemannes an den Betreuungsunterhalt anzurechnen (BGE 144 III 
481 E. 4.3 in fine; vgl. auch BGE 144 III 377 E. 7.1.1; BGer 5A_743/2017 v. 
22.5.2019 E. 5.2.3). In der Phase I ist der Ehemann zu Unterhaltsbeiträgen an 
C.________ in Höhe von CHF 780.00 (Barunterhalt) und an D.________ in Höhe 
von CHF 860.00, davon CHF 80.00 Betreuungsunterhalt, zu verpflichten. Mit Un-
terhaltsbeiträgen von monatlich total CHF 1'640.00 können die Barbedarfe beider 
Kinder vollständig gedeckt werden. Beim Betreuungsunterhalt von D.________ 
besteht hingegen ein Fehlbetrag bzw. ein Manko von CHF 593.00 pro Monat, was 
im Urteilsdispositiv entsprechend festzuhalten ist (vgl. Art. 301a lit. c ZPO).

4.3.2. Phase II (ab 1. September 2024 bis zum Abschluss einer ordentlichen 
Erstausbildung des jeweiligen Kindes):

Ehemann C.________ D.________ Ehefrau total

Einkommen CHF 4'400 CHF 220 CHF 220 CHF 2'400 CHF 7'240

Bedarf CHF 2'759 CHF 1'000 CHF 1'000 CHF 2'174 CHF 6'933

Überschuss/Manko CHF 1'641 -CHF 780 -CHF 780 CHF 226 CHF 307

Barunterhalt -CHF 1'560 CHF 780 CHF 780 CHF 1'560

Überschuss/Manko II CHF 81 CHF 0 CHF 0 CHF 226 CHF 307

Betreuungsunterhalt CHF 0

Manko Bar- und/oder Betreu-
ungsunterhalt

CHF 0 CHF 0

Unterhaltsbeiträge an 
C.________ und D.________ 
(zuzusprechen) 

CHF 780 CHF 780 CHF 1'560

In der Phase II ist der Ehemann zu verpflichten, an dem Unterhalt der Kinder 
C.________ und D.________ einen Barunterhalt von je CHF 780.00 zu bezahlen. 
Ein Betreuungsunterhalt entfällt (vorstehend E. 4.2.2). Ein Fehlbetrag im Sinne 
von Art. 301a lit. c ZPO besteht nicht mehr. 

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4.3.3. Ab Mai 2027 (16. Geburtstag von D.________) ist der Ehefrau ein hypothe-
tisches Einkommen von CHF 3'000.00 anrechenbar (vorstehend E. 3.4). Zudem 
wird die Unterhaltspflicht des Ehemannes gegenüber C.________ vermutlich vor 
Beendigung derjenigen gegenüber D.________ wegfallen. Auf die Bildung weite-
rer Phasen infolge Einkommenssteigerung der Ehefrau und/oder Wegfall des Un-
terhaltes für C.________ kann jedoch verzichtet werden, da diese Veränderungen 
keine Anpassungen der Unterhaltshöhe rechtfertigen würden. Zwar könnte 
D.________ beim Wegfall der Unterhaltspflicht gegenüber C.________ am Über-
schuss beteiligt werden. Allerdings wäre ihr umgekehrt auch ein allfälliges eigenes 
Lehrlingseinkommen anzurechnen (bis Volljährigkeit zu mindestens einem Drittel, 
danach allenfalls auch voll; bei entsprechender Anpassung des Grundbedarfs um 
Mehrkosten der Ausbildung). Nach Erreichen der Volljährigkeit hätte D.________ 
ferner ohnehin keinen Anspruch mehr auf eine Überschussbeteiligung (BGE 147 
III 265 E. 7.2; vgl. auch nachstehend E. 4.5). Aufgrund der knappen finanziellen 
Verhältnissen wird der Vater für lange Zeit lediglich mit dem Grundbedarf leben 
müssen. Entsprechend rechtfertigt es sich, den Unterhalt für D.________ auch 
nach dem Wegfall desjenigen für C.________ nicht zu erhöhen und dem Vater 
den wegfallenden Unterhalt für C.________ als Überschuss zu belassen. Was die 
Einkommenssteigerung der Ehefrau anbelangt, so wird sie zu diesem Zeitpunkt 
nach wie vor weniger leistungsfähig sein als der Ehemann (Überschuss Ehemann 
[vor Deckung Barunterhalt] CHF 1'641.00 bzw. Überschuss Ehefrau CHF 826.00 
[bei Einkommen von hypoth. CHF 3'000.00]). Die Unterhaltsbeiträge für die Kinder 
verbleiben daher bei CHF 780.00. Der Vollständigkeit halber sei vermerkt, dass 
nach Wegfall der Unterhaltspflicht gegenüber C.________ und der Einkommens-
steigerung der Ehefrau den Eltern je ein Überschuss von CHF 861.00 
(CHF 4'400.00 ./. CHF 2'759.00 ./. CHF 780.00 [Barunterhalt D.________]) bzw. 
CHF 826.00 (CHF 3'000.00 ./. CHF 2'174.00) verbleiben wird.

4.4. Modalitäten der Unterhaltsbeiträge 

4.4.1. Die Zahlungsmodalitäten sind grundsätzlich entsprechend der Vorinstanz 
zu übernehmen (vgl. act. B.1, Dispositivziffer 7.4).

4.4.2. Schliesslich ist die Indexklausel des vorinstanzlichen Entscheids angepasst 
an den aktuellen Stand (November 2021, 101.6 Punkten [Basis Dezember 2020 = 
100 Punkte]; erstmalige Anpassung 1. Januar 2023) zu bestätigen (vgl. act. B.1, 
Dispositivziffer 7.5).

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4.5. Dauer der Unterhaltspflicht

4.5.1. Die Vorinstanz sprach die Unterhaltsbeiträge je bis zur Volljährigkeit der 
Kinder zu (act. B.1, E. 3.6b). Hiergegen wehrt sich die Ehefrau. Da beide Parteien 
in zeitlicher Hinsicht beantragt hätten, die Unterhaltsbeiträge seien bis zum Ab-
schluss einer ordentlichen Erstausbildung des jeweiligen Kindes zu bezahlen, ha-
be es für die Vorinstanz keinen Grund gegeben, davon abzuweichen. Sachfremd 
sei denn auch das Argument der Vorinstanz, wonach ohne jede Anhaltspunkte 
über die künftigen beruflichen Ausbildungen der Kinder im Speziellen davon Ab-
stand zu nehmen sei, die Unterhaltsbeiträge bis zum Abschluss einer ordentlichen 
Erstausbildung festzulegen (act. A.1, Ziff. III.3). Entgegen seinem eigenen Antrag 
vor erster Instanz beantragt der Ehemann die Bestätigung des angefochtenen 
Entscheids. Die Kinder seien noch jung und ihr beruflicher Werdegang sei noch 
nicht absehbar. Die Lösung der Vorinstanz sei sachgerecht (act. A.2, Ziff. 29).

4.5.2. Das Scheidungsgericht kann den Unterhaltsbeitrag für das Kind über die 
Volljährigkeit hinaus festlegen (Art. 133 Abs. 3 ZGB). Diese Regelung gelangt 
auch dann zur Anwendung, wenn das Kind im Zeitpunkt des Scheidungsverfah-
rens noch sehr jung ist. Zweck dieser Bestimmung ist es namentlich, dem (volljäh-
rig gewordenen) Kind die psychische Belastung, die eine Klage gegen einen El-
ternteil darstellt, zu ersparen (BGE 139 III 401 E. 3.2.2), wenn nicht das Kind auf 
Unterhalt, sondern der Unterhaltspflichtige erforderlichenfalls auf Abänderung des 
Unterhalts (Art. 286 Abs. 2 ZGB) klagen muss (BGE 139 III 401 E. 3.2.2 = 
Pra 2014 Nr. 26; vgl. ferner BGer 5A_727/2018 v. 22.8.2019 E. 5.3.2). Ob der Un-
terhalt nach Eintritt der Volljährigkeit geschuldet ist, beurteilt sich unabhängig von 
der Regelung im Scheidungsurteil stets nach Massgabe von Art. 277 Abs. 2 ZGB. 
Gemäss Letzterem sind die Eltern, falls ein Kind bis zur Volljährigkeit noch über 
keine angemessene Ausbildung verfügt, weiterhin bis zum entsprechenden Aus-
bildungsabschluss (bar-)unterhaltspflichtig, soweit es ihnen nach den gesamten 
wirtschaftlichen und persönlichen Umständen zumutbar ist. Infolge der Herabset-
zung des Volljährigkeitsalters und der in den letzten Jahren weiterentwickelten 
Ausbildungsstrukturen (u.a. mit stark zunehmender Bedeutung der Berufsmaturität 
bzw. Fachhochschulen) kommt heute dem Volljährigenunterhalt im Alltag fraglos 
kein Ausnahmecharakter mehr zu. Im Gegenteil, es handelt sich um den Regelfall: 
Ein Bruchteil der jungen Erwachsenen dürfte bei Erreichen der Volljährigkeit über 
eine angemessene Erstausbildung im Sinne des Gesetzes verfügen (vgl. auch 
Angelo Schwizer, Entscheidbesprechung von BGer 5A_311/2019, in: AJP 2/2021, 
S. 242 f. m.H.). Freilich rückt beim Volljährigenunterhalt die Eigenverantwortung 
des Kindes in den Vordergrund. Zudem erfuhr die Bemessung des Volljährigenun-

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terhalts jüngst wesentliche Neuerungen (BGE 147 III 265 E. 7.2). Allerdings 
enthält der Barunterhalt der Kinder vorliegend keinen Überschussanteil und die 
Leistungsfähigkeit der Ehefrau wird auch bei Erreichen der Volljährigkeit der Kin-
der und damit dem Wegfall ihrer Erziehungs- und Betreuungspflichten nach wie 
vor geringer sein als diejenige des Ehemannes. Des Weitern werden in den Be-
darfsrechnungen der Parteien und damit auch der Kinder aufgrund der knappen 
finanziellen Verhältnisse keine Steuern berücksichtigt, womit die Veränderung der 
Steuerlast (beim Rentenschuldner und beim volljährigen Kind) ebenfalls entfällt. 
Schliesslich wird bereits ab September 2024, mithin vor Erreichen der Volljährig-
keit des älteren Sohnes C.________, keine Unterdeckung mehr bestehen. Mit an-
deren Worten kommt eine Weitergeltung der Unterhaltspflicht für C.________ über 
seine Volljährigkeit hinaus auch nicht in Konflikt mit der Rangordnung der Unter-
haltsansprüche (vgl. Art. 276a Abs. 1 und 2 ZGB). Anzumerken ist zudem, dass 
das Urteil des Bundesgerichts vom 11. November 2020, BGE 147 III 265, nicht 
verbietet, weiterhin von Art. 133 Abs. 3 ZGB Gebrauch zu machen, namentlich um 
eine Häufung von Verfahren zu vermeiden, die volljährige Kinder gegen ihre Eltern 
anstrengen werden müssen.

Nach dem Gesagten gilt die vorstehende Unterhaltsregelung bis zur Volljährigkeit 
der Kinder bzw. bis zum Abschluss einer ordentlichen Erstausbildung auch über 
die Volljährigkeit hinaus.

5. Fazit

Im Ergebnis ist die Berufung teilweise gutzuheissen. Die Unterhaltspflicht des Va-
ters gegenüber den beiden Kindern ist anzupassen (vgl. zur ebenfalls angefochte-
nen Kosten- und Entschädigungsregelung sogleich nachstehend E. 6.1).

6. Kosten- und Entschädigungsfolgen

6.1. Erstinstanzliche Prozesskosten

Die Vorinstanz legte die Gerichtskosten auf CHF 6'000.00 fest, was nicht bean-
standet wird und zu bestätigen ist. Angesichts des Ausgangs des Berufungsver-
fahrens wehrt sich die Ehefrau demgegenüber zu Recht gegen den Verteilungs-
schlüssel der Vorinstanz. Letztere auferlegte die Kosten zu zwei Dritteln der Ehe-
frau und zu einem Drittel dem Ehemann, und zwar im Wesentlichen mit der Be-
gründung, der Antrag der Ehefrau auf alleinige Sorge sei abgewiesen worden und 
sie habe im Unterhaltspunkt massiv überklagt (Antrag: CHF 2'829.00; Entscheid 
CHF 400.00; act. B.1, E. 5a). Mit vorliegendem Urteil wird der Barunterhalt der 
Kinder mehr als vervierfacht. Die Ehefrau hat zwar nach wie vor etwas überklagt, 

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aufgrund des Ermessens in familienrechtlichen Verfahren rechtfertigt es sich 
nichtsdestotrotz, die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens den Parteien je zur 
Hälfte aufzuerlegen. Parteientschädigungen sind keine zuzusprechen. Beiden Par-
teien wurde zudem die unentgeltliche Rechtspflege gewährt.

6.2. Zweitinstanzliche Prozesskosten

6.2.1. Die Kosten des Berufungsverfahrens belaufen sich auf CHF 6'000.00 (Art. 9 
VGZ [BR 320.210]). Die Ehefrau dringt mit ihrer Berufung im Unterhaltspunkt teil-
weise und im Kostenpunkt vollumfänglich durch. Demgegenüber unterliegt sie hin-
sichtlich den Entschädigungen der unentgeltlichen Rechtsbeistände infolge Rück-
zugs. Angesichts der Gegenüberstellung der jeweiligen beantragten und nunmehr 
zuzusprechenden Unterhaltsbeiträge erscheint eine hälftige Kostentragung auch 
im Berufungsverfahren angemessen. Parteientschädigungen sind keine zuzuspre-
chen. 

6.2.2. Beiden Parteien wurde die unentgeltliche Rechtspflege gewährt 
(ZK1 19 102; ZK1 19 142). Die ihnen auferlegten Gerichtskosten von je 
CHF 3'000.00 und die Kosten ihrer Rechtsvertretung gehen demnach zulasten des 
Kantons Graubünden und sind aus der Gerichtskasse zu bezahlen (vgl. Art. 122 
Abs. 1 lit. b ZPO). Vorbehalten bleibt jeweils die Rückforderung durch den Kosten-
träger im Sinne von Art. 123 ZPO. Honorarnoten liegen von beiden Parteien im 
Recht (act. G.2-4). 

Der Aufwand seitens der Ehefrau von 23 Std. 40 Min. erweist sich ohne Weiteres 
als angemessen und ausgewiesen (act. G.4). Einzig die Barauslagen sind von 4 
auf 3 % zu reduzieren Entsprechend ist Rechtsanwalt Andri Hotz mit 
CHF 5'250.70 (inkl. 3 % Spesen und 7.7 % MwSt.) aus der Gerichtskasse zu ent-
schädigen. 

Beim Ehemann fand ein Wechsel seiner Rechtsbeiständin statt. Der Aufwand der 
ersten Rechtsanwältin, Flavia Reinhardt, bis zum 23. März 2020 beläuft sich auf 
26 Std. 30 Min. (23 Std. 25 Min. [act. G.2] + 3 Std. 5 Min. [act. G.3]). Für die erste 
Prüfung des Scheidungsurteils wird ein Zeitaufwand von insgesamt 50 Minuten in 
Rechnung gestellt. Dieser Aufwand gehört praxisgemäss noch zum erstinstanzli-
chen Verfahren und wäre in dessen Rahmen zu vergüten. Da dieser Aufwand in 
der vorinstanzlichen Honorarnote allerdings lediglich mit einer Stunde als Reserve 
enthalten war (RG act. VIII.5), ist der Zusatzaufwand ausnahmsweise im Beru-
fungsverfahren zu entschädigen. Indessen erweist sich der Aufwand für die 
Rechtsschriften als zu hoch. So machte sie für die reine Ausarbeitung der Beru-

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fungsantwort und URP-Gesuch 13 Std. 30 Min. geltend, was dem Umfang und 
Komplexität der Berufungsantwort und des URP-Gesuches nicht gerecht wird. 
Dies gilt umso mehr, als das URP-Gesuch ergänzt werden musste (vgl. auch 
act. G.3). Aufgrund des erstinstanzlichen Entscheids mögen gewisse zusätzliche 
Abklärungen notwendig gewesen sein, im Grundsatz war der Prozessstoff jedoch 
bekannt und wurde in den vorinstanzlichen Rechtsschriften und Parteivorträgen 
bereits umfassend abgehandelt. Darauf konnte bei der Ausarbeitung der Beru-
fungsantwort sowohl in tatsächlicher als auch in rechtlicher Hinsicht zurückgegrif-
fen werden. Insgesamt ist der Aufwand für die Ausarbeitung der Berufungsantwort 
samt URP-Gesuch (Aktenstudium etc. nota bene ausgenommen) auf 9 Std. zu 
reduzieren. Damit resultiert ein zu entschädigender Aufwand von 22 Std. Die Bar-
auslagen sind ebenfalls von 4 auf 3 % zu kürzen. Rechtsanwältin Flavia Reinhardt 
ist daher eine Entschädigung von CHF 4'880.00 (inkl. 3 % Barauslagen und 7.7 % 
MwSt.) aus der Gerichtskasse zu bezahlen. 

Der Aufwand von Rechtsanwältin Michèle Vögeli ab dem 24. März 2020 beläuft 
sich auf 37 Std. 20 Min. (act. G.3 [abzgl. 3 Std. 5 Min.]). Vorab ist anzumerken, 
dass sich der höhere Aufwand des Ehemannes als berufungsbeklagte Partei 
(mehrheitlich) damit erklären und auch rechtfertigen lässt, dass die Ergänzung des 
Beweisverfahrens ausschliesslich ihn betraf (Einkommen und Bedarf). Letztere 
bedurften diverse Abklärungen und Kontakte mit dem Ehemann und Behörden 
seitens der Rechtsvertreterin. Nichtsdestotrotz erweisen sich die Positionen Vor-
bereitung der Verhandlung sowie Schlussvortrag als zu hoch und sind zu kürzen. 
Der Aufwand für die Vorbereitung der Verhandlung wird mit 2 Std. 30 Min. veran-
schlagt. Mit Blick darauf, dass die Rechtsvertreterin keinen Parteivortrag verfasste 
und die Thematik der Verhandlung bekannt war, erweist sich indessen eine Vorbe-
reitungszeit von einer Stunde als ausreichend, zumal der Aufwand für das Studi-
um der neuen Unterlagen (Editionen etc.) gesondert vergütet wird. Nach dem Ver-
tretungswechsel verfasste Rechtsanwältin Michèle Vögeli zwei Rechtsschriften 
(Stellungnahme vom 24. Juni 2020 und Schlussvortrag vom 16. Dezember 2020). 
Für den Schlussvortrag verrechnete sie 4 Std. 30 Min. Die Eingabe umfasst ohne 
Deckblatt 1 ¾ Seiten und enthält keine eigentlichen Neuerungen, weshalb ein 
Aufwand von 1 Std. 30 Min. angemessen erscheint. Damit resultiert ein zu ent-
schädigender Aufwand von 32 Std. 50 Min. Schliesslich ist erneut lediglich 3 % 
Barauslagen zu gewähren. Rechtsanwältin Michèle Vögeli ist daher mit 
CHF 7'284.45 (inkl. 3 % Barauslagen und 7.7 % MwSt.) aus der Gerichtskasse zu 
entschädigen.

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Demnach wird erkannt:

1. Die Berufung wird betreffend die Dispositivziffern 12.b und 12.c des Ent-
scheids des Regionalgerichts Viamala vom 12. September 2018 infolge 
Rückzugs als erledigt abgeschrieben.

2. Die Berufung wird teilweise gutgeheissen und die Dispositivziffern 7.1, 7.2, 
7.5, 7.6, 12.a und 12.b (erster Absatz) des Entscheids des Regionalgerichts 
Viamala vom 12. September 2018 werden aufgehoben.

3. B._____ wird verpflichtet, für C.________ und D.________ folgende Unter-
haltsbeiträge (zzgl. allfällige von ihm bezogene Familienzulagen) zu bezah-
len, zahlbar an A._____ und zwar monatlich im Voraus jeweils auf den Ers-
ten eines jeden Monats:

Phase I (ab Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils bis 31. August 2024):

- für C.________: CHF 780.00 (Barunterhalt)
- für D.________: CHF 780.00 (Barunterhalt)

CHF 80.00 (Betreuungsunterhalt)
CHF 593.00 (Fehlbetrag Art. 301a lit. c ZPO)

Total: CHF 1'640.00

Phase II (ab 01. September 2024):

- für C.________: CHF 780.00 (Barunterhalt)
- für D.________: CHF 780.00 (Barunterhalt)

CHF 0.00 (Betreuungsunterhalt)
CHF 0.00 (Fehlbetrag Art. 301a lit. c ZPO)

Total: CHF 1'560.00

Diese Unterhaltspflicht dauert bis zur Volljährigkeit der Kinder bzw. bis zum 
Abschluss einer ordentlichen Erstausbildung auch über die Volljährigkeit 
hinaus.

Ebenso gelten die Zahlungsmodalitäten über die Volljährigkeit hinaus, so-
lange die Kinder im gleichen Haushalt wie A._____ leben und keine eige-
nen Ansprüche gegenüber B._____ stellen bzw. keinen anderen Zahlungs-
empfänger bezeichnen.

4. Die Unterhaltsbeiträge gemäss Dispositiv-Ziffer 3 dieses Urteils basieren 
auf dem Landesindex der Konsumentenpreise des Bundesamtes für Statis-

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tik, Stand Ende November 2021 von 101.6 Punkten (Basis Dezember 2020 
= 100 Punkte). Sie sind jährlich auf den 1. Januar jeden Jahres, erstmals 
auf den 1. Januar 2023, dem Stand des Indexes per Ende November des 
Vorjahres wie folgt anzupassen:

neuer UB = alter UB x neuer Index
alter Index

Weist B._____ nach, dass sich sein Einkommen nicht im Umfang der Teue-
rung erhöht hat, werden die Unterhaltsbeiträge nur proportional zur tatsäch-
lichen Einkommenssteigerung angepasst. Bei unverändertem Einkommen 
entfällt eine Anpassung.

5. Die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens vor Regionalgericht Viamala 
von CHF 6'000.00 gehen je hälftig und damit im Umfang von je 
CHF 3'000.00 zulasten von A._____ und B._____. Sie werden gestützt auf 
die beiden Parteien gewährte unentgeltliche Rechtspflege, unter Vorbehalt 
der Rückforderung gemäss Art. 123 ZPO, auf die Gerichtskasse genom-
men.

6. Für das erstinstanzliche Verfahren vor Regionalgericht Viamala werden 
keine Parteientschädigungen zugesprochen.

7. Im Übrigen wird die Berufung abgewiesen.

8. Die Kosten des Berufungsverfahrens von CHF 6'000.00 gehen je hälftig und 
damit im Umfang von je CHF 3'000.00 zulasten von A._____ und B._____. 

9. Für das Berufungsverfahren werden keine Parteientschädigungen zuge-
sprochen.

10. Die A._____ auferlegten Gerichtskosten von CHF 3'000.00 und die Kosten 
ihrer Rechtsvertretung von CHF 5'250.70 (inkl. Spesen und MwSt.) werden 
unter Vorbehalt der Rückforderung gemäss Art. 123 ZPO gestützt auf die 
entsprechende Verfügung der Vorsitzenden der I. Zivilkammer vom 
10. März 2020 (ZK1 19 102) vorerst vom Kanton Graubünden aus der Ge-
richtskasse bezahlt.

11. Die B._____ auferlegten Gerichtskosten von CHF 3'000.00 und die Kosten 
seiner Rechtsvertretung von ist CHF 4'880.00 (inkl. Spesen und MwSt.; 
Rechtsanwältin Flavia Reinhardt) bzw. CHF 7'284.45 (inkl. Spesen und 
MwSt.; Rechtsanwältin Michèle Vögeli) werden unter Vorbehalt der Rück-

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forderung gemäss Art. 123 ZPO gestützt auf die entsprechenden Verfügun-
gen der Vorsitzenden der I. Zivilkammer vom 26. Juni 2020 (ZK1 19 142) 
vorerst vom Kanton Graubünden aus der Gerichtskasse bezahlt.

12. Gegen diese, einen Streitwert von mindestens CHF 30'000.00 betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG Beschwerde in 
Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, ge-
führt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 
30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in 
der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und 
Art. 90 ff. BGG.

13. Mitteilung an: