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**Case Identifier:** 42b5dd23-659b-5d0a-8fa6-f851660540c5
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-04-15
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 15.04.2021 S 2019 99
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2019-99_2021-04-15.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und MLaw Ines Stocker
Gerichtsschreiberin: MLaw Andrea Henggeler

U R T E I L  vom 15. April 2021 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführerin
vertreten durch RA lic. iur. B.________

gegen

IV-Stelle Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Invalidenversicherung 
(Leistungen)

S 2019 99 (S 17 104)

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Urteil S 2019 99

A. a) Die Versicherte, A.________, Jahrgang 1979, Polizistin und zuletzt als 
polizeiliche Protokollführerin bei der C.________ tätig, meldete sich am 15. Mai 2015 
wegen eines Burnouts bei der IV-Stelle Zug zur Früherfassung (IV-act. 1) und am 9. Juni 
2015 zum Bezug von Leistungen für Erwachsene an (IV-act. 5). Die IV-Stelle klärte in der 
Folge die beruflich-erwerblichen und medizinischen Verhältnisse ab. Sie veranlasste 
insbesondere eine polydisziplinäre Begutachtung durch die medexperts AG. In dem am 
30. September 2016 erstatteten Gutachten stellten die medizinischen Experten mit 
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine chronisch entzündliche Erkrankung des 
Zentralnervensystems (ZNS) fest und erachteten die Versicherte für die zuletzt ausgeübte 
Tätigkeit, die angepasst sei, in einem 50 %-Pensum als arbeitsfähig (IV-act. 112). 
Nachdem die RAD-Ärzte Dr. med. D.________, Facharzt für Innere Medizin FMH, und 
E.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, zum medexperts-Gutachten 
Stellung genommen hatten (IV-act. 123 f.), wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren nach 
durchgeführtem Vorbescheidverfahren mit Verfügung vom 26. Juli 2017 (IV-act. 147) ab. 
Zur Begründung führte sie unter Hinweis auf die Beurteilung des RAD aus, betreffend den 
Grad der Einschränkung der Arbeitsfähigkeit könne nicht auf das Gutachten vom 30. Sep-
tember 2016 abgestellt werden. Die kognitive Beeinträchtigung lasse sich somatisch nicht 
begründen. Auch bei Anerkennung einer bestehenden kognitiven Störung in leichter Form 
sei damit eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in der aktuell ausgeübten Tätigkeit von 
50 % nicht nachvollziehbar. Aus versicherungspsychiatrischer Sicht könne allenfalls eine 
Einschränkung von 20 % begründet werden. Eine zeitweise bestehende 
Anpassungsstörung sei inzwischen remittiert. Ein Gesundheitsschaden mit IV-relevanter 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit sei somit nicht ausgewiesen, weshalb ein Anspruch 
auf Leistungen der Invalidenversicherung nicht gegeben sei. 

b) Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 22. August 2017 liess A.________ 
beantragen, die Verfügung der IV-Stelle vom 26. Juli 2017 sei aufzuheben und ihr sei 
mindestens eine Viertelsrente zuzusprechen. Zudem sei die Beschwerdegegnerin zu 
verpflichten, ihr sämtliche zusätzlich entstandenen Kosten für die medizinischen 
Nachabklärungen seit der Begutachtung durch die medexperts AG zurückzuerstatten; 
alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin. Zur 
Begründung liess die Beschwerdeführerin eine Verletzung des rechtlichen Gehörs sowie 
des Untersuchungsgrundsatzes rügen. Sie stellte sich auf den Standpunkt, das Gutachten 
der medexperts AG stelle eine umfassende Grundlage zur Beurteilung des medizinischen 
Sachverhalts dar, wogegen die minimalsten Beurteilungsberichte der beiden RAD-Ärzte in 
keiner Art und Weise geeignet seien, auch nur die geringsten Zweifel an der 

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Urteil S 2019 99

Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der Feststellungen der medexperts-Gutachter 
vorzutragen. Da die Beschwerdegegnerin nicht auf das Gutachten der medexperts AG 
abgestellt und es unterlassen habe, die von Seiten der medexperts AG zusätzlichen 
bildgebenden Abklärungen in die Wege zu leiten, sei sie, die Beschwerdeführerin, 
gezwungen gewesen, den medizinischen Sachverhalt von sich aus weiter abklären zu 
lassen. Die Beschwerdegegnerin werde somit zu verpflichten sein, ihr sämtliche 
entstandenen Kosten für die medizinischen Nachabklärungen zurückzuerstatten. 

c) Der mit Verfügung vom 23. August 2017 erhobene Kostenvorschuss von Fr. 800.–
wurde von der Beschwerdeführerin fristgerecht bezahlt.

d) Mit Vernehmlassung vom 28. September 2017 beantragte die IV-Stelle Zug die 
vollumfängliche Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung führte die 
Beschwerdegegnerin aus, der RAD-Psychiater E.________ habe am 31. Oktober 2016 
zur neuropsychologischen Beurteilung gemäss dem MEDAS-Gutachten Stellung 
genommen. Dazu habe er zutreffend festgehalten, dass sich gemäss Dr. D.________ eine 
kognitive Störung aufgrund einer somatischen Erkrankung nicht begründen lasse. Selbst 
wenn aber eine bestehende kognitive Störung in leichter Form anerkannt würde, sei damit 
eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in der aktuell ausgeübten Tätigkeit nicht 
nachvollziehbar. Dies könne aus versicherungspsychiatrischer Sicht allenfalls eine 
Einschränkung von 20 % begründen. Dieser Einschätzung des erfahrenen RAD-
Psychiaters könne auch aus sozialversicherungsrechtlicher Sicht zugestimmt werden. Zu 
beachten sei weiter, dass RAD-Arzt Dr. D.________ in seiner Stellungnahme zum 
Gutachten unter anderem darauf hingewiesen habe, dass der neurologische Teilgutachter 
von einer entzündlichen ZNS-Erkrankung ausgehe, wobei er dabei im Wesentlichen auf 
die subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin abgestützt habe. Klinisch neurologisch 
hätten sich aber keine Anhaltspunkte oder Hinweise für fokal neurologische Defizite 
ergeben. Auf der Ebene der objektivierbaren funktionellen Einschränkungen verbleibe eine 
leichte kognitive Einschränkung, welche – unabhängig von deren letztlich nicht geklärter 
Aetiologie – eine derart hohe Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (50 %) nicht zu 
begründen vermöge. Mit dieser Einschätzung liege Dr. D.________ absolut auf der Linie 
praktisch sämtlicher vor der Begutachtung mit der Beschwerdeführerin befassten 
Fachärzte. Auf die Beurteilungen der beiden RAD-Fachärzte könne somit abgestellt 
werden. 

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Urteil S 2019 99

e) Im Rahmen des zweiten Schriftenwechsels liess die Beschwerdeführerin den 
neurologischen Bericht von Dr. med. F.________, Facharzt für Neurologie, vom 
1. November 2017 zu den Akten reichen und diesbezüglich das zusätzliche 
Rechtsbegehren stellen, die Beschwerdegegnerin habe ihr die angefallenen zusätzlichen 
medizinischen Abklärungskosten im Gesamtbetrag von Fr. 1'458.65 zurück zu erstatten.

f) Mit Urteil S 2017 104 vom 20. Dezember 2018 wies das Verwaltungsgericht die 
Beschwerde ab. Das Gericht kam zum Schluss, dass das MEDAS-Gutachten vom 
30. September 2016 zwar die formellen Kriterien für ein beweiskräftiges Gutachten erfülle 
und die Ausführungen der jeweiligen Teilgutachten – insbesondere auch die 
Feststellungen in neurologischer Hinsicht (diagnostizierte ZNS-Erkrankung) – in sich 
schlüssig und nachvollziehbar seien, die Beschwerdegegnerin betreffend den Grad der 
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit jedoch zu Recht nicht auf das Gutachten abgestellt 
habe. Mit der Beschwerdegegnerin sei darauf hinzuweisen, dass eine bestehende 
kognitive Störung in leichter Form maximal mit einer Einschränkung von 20 % 
berücksichtigt werden könne. Damit sei ein Gesundheitsschaden mit IV-relevanter 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nicht ausgewiesen. 

g) Eine gegen dieses Verwaltungsgerichtsurteil durch die Versicherte erhobene 
Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten hiess das Bundesgericht mit Urteil 
9C_106/2019 vom 6. August 2019 teilweise gut. Das Bundesgericht hob das kantonale 
Urteil auf und wies die Sache zur Einholung eines Gerichtsgutachtens und erneutem 
Entscheid an die Vorinstanz zurück. Begründend führte das Bundesgericht aus, aufgrund 
der Akten könne nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
festgestellt werden, welcher Erkrankung die Symptome der Beschwerdeführerin 
zuzuordnen seien. Während im Gutachten der medexperts AG die Diagnose "Chronische 
entzündliche ZNS-Erkrankung DD Multiple Sklerose" gestellt worden sei, habe Prof. 
Dr. G.________ dargelegt, es bestünden keine Hinweise auf eine systematische 
Krankheit, die die Symptome der Beschwerdeführerin verursachten, und Dr. F.________ 
sei zum Schluss gekommen, dass eine entzündliche Erkrankung nicht ausgewiesen sei. 
Die diagnostische Einordnung der Erkrankung der Beschwerdeführerin habe den Ärzten 
somit Mühe bereitet. Daher seien vorliegend insbesondere die Fragen zu klären, von 
welcher Diagnose bei der Versicherten auszugehen sei und wie sich diese auf die 
Arbeitsfähigkeit auswirkten.

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Urteil S 2019 99

B. Daraufhin eröffnete das Verwaltungsgericht unter der Verfahrensnummer S 2019 
99 ein neues Dossier und teilte den Parteien mit Schreiben vom 29. August 2019 mit, dass 
es eine Abklärung zumindest in den Disziplinen Allgemeine Innere Medizin, Psychiatrie, 
Neurologie und Neuropsychologie für notwendig erachte. Die für die polydisziplinäre 
Begutachtung zunächst vorgesehene MEDAS Zentralschweiz schlug dem 
Verwaltungsgericht mit Schreiben vom 19. September 2019 die asim Begutachtungsstelle 
vor, woraufhin dieser der entsprechende Gutachtensauftrag erteilt wurde. Dagegen 
erhoben die Parteien ebenso wenig Einwand wie gegen die vorgesehenen Fachärzte. 
Ergänzungsfragen gingen beim Verwaltungsgericht ebenfalls nicht ein. 

C. Nach klinischen Untersuchungen im Februar und Mai 2020 erstattete die asim 
Begutachtungsstelle am 30. Dezember 2020 ihr Gutachten. Im Rahmen der Begutachtung 
wurden beim Arbeitgeber der Beschwerdeführerin fremdanamnestische Auskünfte 
eingeholt. Zudem wurden ein MRI des Kopfes und der spinalen Achse sowie eine 
Elektromyografie (EMG) in Auftrag gegeben. 

D. Mit Eingabe vom 3. Februar 2021 verzichtete die Beschwerdeführerin auf 
eigentliche Bemerkungen zum Gutachten. Hingegen liess sie zwei E-Mails der 
Personalverantwortlichen der H.________ betreffend die Valideneinkommensentwicklung 
zu den Akten reichen. Am 16. Februar 2021 ging sodann ein weiteres E-Mail bezüglich 
Treue- und Erfahrungszulage (TREZ) ein. 

E. Die IV-Stelle ihrerseits reichte innert Frist keine Stellungnahme zum Gutachten 
ein. 

F. Mit Schreiben vom 2. März 2021 nahm die IV-Stelle zur vorgebrachten 
Entwicklung des Valideneinkommens Stellung und führte aus, dies sei hypothetisch und 
spekulativ, baue es doch auf einer beruflichen Karriere der Beschwerdeführerin bei der 
Polizei auf, für deren Verlauf es an der überwiegenden Wahrscheinlichkeit fehle. 
Abzustellen sei beim Valideneinkommen auf die indexbedingte Lohnentwicklung. 

Das Verwaltungsgericht erwägt:

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1. Zu den Eintretensvoraussetzungen, zum massgebenden Sachverhalt, zum 
anwendbaren Recht, zu den grundsätzlichen Voraussetzungen des Anspruchs auf eine 
Rente nach dem Bundesgesetz über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) sowie zu 
den Grundsätzen der Beweiswürdigung hat sich das Gericht im Urteil S 2017 104 vom 
20. Dezember 2018 bereits eingehend geäussert (vgl. E. 1, 2, 4 und 6 des zitierten 
Urteils). 

Ergänzend sind am 1. Januar 2021 die am 21. Juni 2019 verabschiedeten geänderten 
Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Kraft getreten. Dementsprechend sieht 
Art. 83 ATSG vor, dass für im Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung vom 21. Juni 
2019 beim erstinstanzlichen Gericht hängige Beschwerden das bisherige Recht gilt. Die 
hier zu beurteilende Beschwerde wurde am 22. August 2017 der Post übergeben, weshalb 
die bis 31. Dezember 2020 gültigen Normen des ATSG auf den vorliegenden Fall 
Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden. 

Im genannten Urteil hat das Gericht zudem die im Rahmen dieser Beurteilung gewürdigten 
medizinischen Berichte abgedruckt. Auf eine Wiederholung dessen wird an dieser Stelle 
verzichtet und stattdessen auf die entsprechende Erwägung 5 des Urteils S 2017 104 
verwiesen. 

2. Das Bundesgericht hat mit Urteil 9C_106/2019 vom 6. August 2019 (act. 3) die 
Sache unter Aufhebung des Urteils vom 20. Dezember 2018 (S 2017 104) zur neuen 
Entscheidung an das Verwaltungsgericht zurückgewiesen, damit ein Gerichtsgutachten 
eingeholt und gestützt darauf neu entschieden werde. Strittig ist im vorliegenden Fall somit 
nach wie vor, ob die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Rente der 
Invalidenversicherung hat bzw. ob die Beschwerdegegnerin einen Leistungsanspruch der 
Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 26. Juli 2017 zu Recht verneinte. Die Beurteilung 
erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des 
Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11). 

3. In formeller Hinsicht rügt die Beschwerdeführerin eine Verletzung ihres rechtlichen 
Gehörs, habe doch die Vorinstanz ihre Verfügung nicht ausreichend begründet.

3.1 Der Gehörsanspruch, wie er neben der expliziten gesetzlichen Regelung in Art. 42 
ATSG auch in Art. 29 Abs. 2 BV garantiert wird, gebietet die ausreichende Begründung 

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Urteil S 2019 99

der gefällten Entscheide (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, Art. 42 N 32). Die 
Begründungspflicht soll verhindern, dass sich die Behörde von unsachlichen Motiven 
leiten lässt, und es dem Betroffenen ermöglichen, die Verfügung gegebenenfalls 
sachgerecht anzufechten. Dies ist nur möglich, wenn sowohl er wie auch die 
Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des Entscheides ein Bild machen können. In 
diesem Sinn müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich 
die Behörde hat leiten lassen und auf welche sich ihre Verfügung stützt. Dies bedeutet 
indessen nicht, dass sie sich ausdrücklich mit jeder tatbeständlichen Behauptung und 
jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen muss. Vielmehr kann sie sich auf die für 
den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (vgl. EVG I 3/05 vom 17. Juni 
2005 E. 3.1.3 mit Hinweisen). 

3.2 Die Beschwerdegegnerin hat in der angefochtenen Verfügung die als wesentlich 
erachteten Tatsachen und die daraus gezogenen rechtlichen Schlüsse nachvollziehbar 
dargelegt. Insbesondere geht aus der Verfügung klar hervor, dass die 
Beschwerdegegnerin bei ihrer Beurteilung auf die RAD-Stellungnahmen von 
Dr. D.________ und E.________ abgestellt hat. Auch wenn sie in der Begründung nicht 
auf jedes einzelne Vorbringen der Beschwerdeführerin in ihrem Einwand vom 
23. Dezember 2016 eingegangen ist, kann darin keine Verletzung der aus dem Anspruch 
auf rechtliches Gehör abgeleiteten Begründungspflicht erblickt werden. Entscheidend ist 
nämlich, dass es den Parteien wie auch der Rechtsmittelinstanz möglich ist, die Motive 
und Überlegungen, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sie sich in 
ihrem Entscheid stützt, zu erkennen. Wesentlicher Gesichtspunkt hierbei ist, dass die 
Partei in die Lage versetzt wird, den Entscheid sachgerecht anzufechten (BGE 134 I 83 
E. 4.1; 133 III 439 E. 3.3; 124 V 180 E. 1a mit Hinweisen). Dies trifft hier klar zu. Daran 
ändert auch der Einwand der Beschwerdeführerin, die Beschwerdegegnerin hätte in der 
angefochtenen Verfügung nur die bereits genannten RAD-Stellungnahmen wiederholt, 
nichts. Insbesondere gilt zu berücksichtigen, dass sich der Einwand der 
Beschwerdeführerin vom 23. Dezember 2016 im Wesentlichen darauf beschränkte, die 
Verwertbarkeit des medexperts-Gutachtens aufzuzeigen, sodass es nur nachvollziehbar 
ist, wenn die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung die Stellungnahmen 
der RAD-Ärzte, die bereits vorgängig zur Beweiskraft des Gutachtens Stellung genommen 
hatten, wiedergegeben hat. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin hat die 
Beschwerdegegnerin jedoch nicht nur die RAD-Stellungnahmen wiedergegeben, sondern 
sich darüber hinaus auch noch mit dem Einwand der Beschwerdeführerin 
auseinandergesetzt und insbesondere auch aufgezeigt, weshalb eben gerade auf die 

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RAD-Stellungnahmen und nicht auf das medexperts-Gutachten abgestellt werden kann. 
Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs kann darin jedenfalls nicht erblickt werden. 

4. Auf Veranlassung des Bundesgerichts wurde bei der asim Begutachtungsstelle ein 
Gerichtsgutachten eingeholt, welches vom 30. Dezember 2020 datiert. Als Diagnosen mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten die Gutachter eine Neurasthenie (ICD-10 
F48.0), Myalgien und motorische Fatigue unklarer Ätiologie mit CK-Ämie und eine 
minimale neuropsychologische Störung. Eine chronisch-entzündliche ZNS-Erkrankung 
konnten die asim-Gutachter nicht mit Sicherheit nachweisen. Sie wiesen darauf hin, dass 
anamnestisch klinisch zwar Hinweise auf mehrere, stattgehabte, schubverdächtige 
Ereignisse bestünden, die grundsätzlich mit Schüben einer MS-Erkrankung zu vereinbaren 
wären. Bei bisher unauffälligen Liquorbefunden und unauffälligen Befunden für evozierte 
Potenziale könne die Diagnose jedoch nur als Verdachtsdiagnose gestellt werden. Die 
Kernsymptomatik ordneten die Gutachter schliesslich einer krankheitswerten Störung, 
aktuell bei führender Diagnose der Neurasthenie zu. Hinweise auf eine Ausweitung, 
Aggravation oder gar Simulation ergaben sich im Rahmen der polydisziplinären Abklärung 
nicht. Was die funktionellen Auswirkungen der Diagnosen anbelangt, wiesen die Gutachter 
darauf hin, dass auf somatischem Fachgebiet infolge der motorischen Fatigue-
Symptomatik Funktionseinschränkungen bestünden, die infolge der vorzeitigen 
Ermüdung/Erschöpfbarkeit der Muskulatur und den Myalgien sowie den wiederkehrenden 
Muskelkrämpfen und Muskel-Faszikulationen zu begründen seien. Hieraus resultiere eine 
reduzierte körperliche Dauerbelastbarkeit. Darüber hinaus bestehe aus rheumatologischer 
Sicht eine allgemeine muskuläre Dekonditionierung mit Insuffizienz der paravertebralen 
und abdominalen Muskulatur. Insgesamt resultiere aus somatischer Sicht eine 
Minderbelastbarkeit des Bewegungsapparates, die körperlich schwere Tätigkeiten sowie 
das Heben, Tragen und Stossen von Lasten über 10 kg und das häufige Besteigen von 
Treppen, Leitern oder Gerüsten verunmögliche. Aufgrund des psychiatrischen 
Krankheitsbildes bestünden schliesslich Funktionseinschränkungen aufgrund einer 
verminderten psychischen Belastbarkeit, wobei vor allem die Durchhaltefähigkeit erheblich 
(mittelgradig bis phasenweise schwer) eingeschränkt sei. Zusätzlich sei die Fähigkeit zu 
Spontanaktivitäten und möglicherweise die Fähigkeit zur Aufnahme und Aufrechterhaltung 
intimer Beziehungen eingeschränkt. Darüber hinaus sei möglicherweise eine leichtgradige 
Einschränkung der Verkehrsfähigkeit gegeben. Im Hinblick auf die ursprünglich erlernte 
Tätigkeit als Polizistin gingen die Gutachter ab Krankschreibung im Juli 2013 von keiner 
Arbeitsfähigkeit mehr aus. In einer körperlich leichten Tätigkeit, die überwiegend im Sitzen 
ausgeübt werden kann und wo die Möglichkeit besteht, ausreichend Pausen einzuhalten, 

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nahmen die asim-Gutachter eine 50%ige Arbeitsfähigkeit an. Dies gelte in etwa 
unverändert seit April 2015. Die von der Beschwerdeführerin aktuell ausgeübte 
administrative Tätigkeit wurde von den Gutachtern als optimal angepasste Tätigkeit 
beurteilt. Zu guter Letzt wurde darauf hingewiesen, dass aus psychiatrischer Sicht eine 
intensivierte, psychiatrisch-psychotherapeutische Therapie mit Schwerpunkt auf der 
Kindheitsbiographie, Trauma-Bearbeitung und Entwicklung eines angepassten 
realitätsadäquaten Selbstbildes und Lebenskonzeptes angezeigt sei. Hiervon könne im 
günstigen Fall eine Besserung der Symptomatik und auch eine Steigerung der 
Arbeitsfähigkeit erwartet werden. Um dies zu evaluieren, empfahlen die Gutachter eine 
psychiatrische Verlaufsbegutachtung in ca. 2–2.5 Jahren nach Einleitung der genannten 
Massnahmen (act. 29). 

5. Das Gerichtsgutachten der asim vom 30. Dezember 2020 ist nun auf seine 
Beweiskraft hin zu überprüfen.

5.1 Zum Beweiswert von Gerichtsgutachten ist festzuhalten, dass es eine konstante 
höchstrichterliche Praxis gibt, dergemäss ein Gericht "nicht ohne zwingende Gründe" von 
den medizinischen Einschätzungen eines gerichtlich einberufenen Experten abweicht. 
Auch der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat diesbezüglich erwogen, der 
Meinung eines von einem Gericht ernannten Experten komme bei der Beweiswürdigung 
vermutungsweise hohes Gewicht zu (BGE 135 V 465 E. 4.4, mit Hinweisen). Ein Grund 
zum Abweichen kann vorliegen, wenn die Gerichtsexpertise widersprüchlich ist oder wenn 
ein vom Gericht eingeholtes Obergutachten in überzeugender Weise zu anderen 
Schlussfolgerungen gelangt. Eine abweichende Beurteilung kann ferner gerechtfertigt 
sein, wenn gegensätzliche Meinungsäusserungen anderer Fachexperten dem Richter als 
triftig genug erscheinen, die Schlüssigkeit des Gerichtsgutachtens in Frage zu stellen, sei 
es, dass er die Überprüfung durch einen Oberexperten für angezeigt hält, sei es, dass er 
ohne Oberexpertise vom Ergebnis des Gerichtsgutachtens abweichende 
Schlussfolgerungen zieht (BGE 125 V 351 E. 3b/aa). Quintessenz ist mithin, dass 
Gerichtsgutachten in der Rangfolge von Arztberichten zuoberst stehen und grundsätzlich 
vollen Beweiswert haben. Nach dem Gesagten geniesst das vom kantonalen Gericht bei 
der asim eingeforderte Gutachten grundsätzlich einen besonderen, jedenfalls erhöhten 
Beweiswert, es sei denn, die von den Parteien vorgebrachten Einwendungen wären derart 
zwingend, dass ein Festhalten am Gutachten als offensichtlich unhaltbar erschiene.

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5.2 Das Gerichtsgutachten der asim erfüllt die höchstrichterlichen Anforderungen an 
ein beweiskräftiges Gutachten. Das Gutachten ist umfassend und basiert auf den 
Vorakten sowie auf einer eingehenden internistischen, psychiatrischen, 
rheumatologischen, neurologischen und neuropsychologischen Abklärung. Zudem enthält 
das Gutachten anamnestische Angaben, es berücksichtigt die von der 
Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden und vermittelt ein vollständiges Bild ihres Ge-
sundheitszustandes. Des Weiteren beruhen die gestellten Diagnosen auf einer 
ausführlichen diagnostischen Diskussion. Das Gutachten leuchtet sodann in der 
Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation ein und schliesslich kann die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in der 
Gesamtschau sämtlicher gutachterlicher Ausführungen nachvollzogen werden. Ihre 
Begründung, weshalb die Beschwerdeführerin ihre angestammte Tätigkeit als Polizistin 
nicht mehr ausüben könne und ihr die Ausübung einer leidensangepassten Arbeit nur 
noch zu 50 % zumutbar sei, überzeugt letztlich. Daran ändert insbesondere auch die 
Tatsache nichts, dass sich die motorische Fatigue diagnostisch nicht klar zuordnen liess, 
konnten die Sachverständigen doch unabhängig von der Genese funktionelle 
Einschränkungen daraus nachvollziehen. Gesamthaft waren sich die Gutachter jedenfalls 
einig, dass die Kernsymptomatik einer krankheitswerten Störung, aktuell bei führender 
Diagnose der Neurasthenie, zuzuordnen sei. Im Übrigen haben die Sachverständigen 
darauf hingewiesen, dass selbst von den in neurologischer Hinsicht im Rahmen einer 
Verlaufsuntersuchung empfohlenen diagnostischen Abklärungsschritte (Muskelbiopsie, 
Liquorpunktion) kein wesentlicher Einfluss hinsichtlich Beurteilung der Arbeitsfähigkeit 
erwartet werden könne. Nach dem Gesagten kommt dem Gutachten daher voller 
Beweiswert zu, zumal von den Parteien keine Einwände gegen das Gerichtsgutachten 
vorgebracht wurden und solche auch seitens des Gerichts nicht ersichtlich sind. 

5.3 Als Zwischenfazit ist somit festzuhalten, dass das Gerichtsgutachten der asim 
sämtliche Qualitätsmerkmale eines beweiskräftigen medizinischen Berichts erfüllt und 
somit für die Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit der 
Beschwerdeführerin darauf abgestellt werden kann. In ihrer angestammten Tätigkeit als 
Polizistin ist die Beschwerdeführerin daher nicht mehr arbeitsfähig. In einer 
leidensangepassten Tätigkeit – körperlich leichte Tätigkeit, die überwiegend im Sitzen 
ausgeübt werden kann und wo die Möglichkeit besteht, ausreichend Pausen einzuhalten – 
ist seit April 2015 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen. Die seit April 2017 beim 
I.________ ausgeübte administrative Tätigkeit wird dabei als leidensangepasst beurteilt. 

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6. Um schliesslich den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin festsetzen zu 
können, ist ihr Invaliditätsgrad zu ermitteln. 

6.1 Nach Art. 16 ATSG wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das 
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen 
durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte 
(Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 
könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der 
Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden 
hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander 
gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad 
bestimmen (BGE 128 V 29 E. 1).

6.2 Gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG entsteht der Rentenanspruch frühestens nach Ablauf 
von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs. Die hier 
massgebende Anmeldung der Versicherten ist am 12. Juni 2015 bei der IV-Stelle 
eingegangen. Ein Rentenanspruch kann deshalb erst nach Ablauf der sechsmonatigen 
Karenzfrist, mithin frühestens ab 1. Dezember 2015 entstehen (Art. 29 Abs. 3 IVG). Zu 
diesem Zeitpunkt war es der Beschwerdeführerin gemäss Gutachten der asim zumutbar, 
eine leidensangepasste Tätigkeit im Umfang von 50 % auszuführen. An dieser 
Zumutbarkeitsbeurteilung hat sich seither nichts verändert.

6.3 Nachdem das hiesige Gericht der Verpflichtung des Bundesgerichts, die offenen 
medizinischen Fragen zu klären (E. 2.3.5 des Urteils 9C_106/2019 vom 6. August 2019 
[act. 3]), durch die Einholung des Gerichtsgutachtens nachgekommen ist und die 
Beschwerdegegnerin bis zum heutigen Zeitpunkt keinen Einkommensvergleich 
durchgeführt hat, wird die Bemessung der IV-Rente nach der Rechtskraft dieses Urteils 
indessen Sache der Beschwerdegegnerin sein, welche die entsprechenden Berechnungen 
vorzunehmen hat. Dies gilt umso mehr, als nach Einschätzung des Gerichts sowohl auf 
Seiten des Valideneinkommens als auch auf derjenigen des Invalideneinkommens 
mehrere Fragen offen sind. Unter Umständen wird die Beschwerdegegnerin auch noch 
Lohnangaben von der gegenwärtigen Arbeitgeberin der Beschwerdeführerin benötigen, 
oder es sind die Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch 
herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) heranzuziehen. 

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7. Da die Beschwerdegegnerin sich auf den Standpunkt stellte, die Arbeitsfähigkeit 
der Beschwerdeführerin sei für jegliche Tätigkeit zu maximal 20 % eingeschränkt, ist die 
Beschwerde demnach in dem Sinne gutzuheissen, als die angefochtene Verfügung vom 
26. Juli 2017 aufzuheben und festzustellen ist, dass die Beschwerdeführerin seit April 
2015 zu 50 % arbeitsunfähig ist. Zur Prüfung der erwerblichen Auswirkungen der 
gesundheitlichen Beeinträchtigung und zur Festsetzung des Rentenanspruchs ab 
1. Dezember 2015 ist die Sache indes an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Dabei 
wird sie den Einkommensvergleich gestützt auf die Feststellungen des Gerichtsgutachtens 
und damit ausgehend von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten 
Tätigkeit durchzuführen haben. 

8. Ergibt sich aus den Akten oder führen die von Amtes wegen vorzunehmenden 
Abklärungen die Verwaltung und/oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung 
zur Überzeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei überwiegend wahrscheinlich und 
weitere Beweismassnahmen könnten an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr 
ändern, kann auf die Abnahme weiterer Beweise in antizipierter Beweiswürdigung 
verzichtet werden (BGE 122 V 157 E. 1d). 

Angesichts der Rückweisung der Sache zur Festsetzung des Rentenanspruchs im Sinne 
der Erwägungen erübrigt sich derzeit die Prüfung weiterer Beweisanträge.

9.
9.1 Die Kosten der Verfahren S 2017 104 und S 2019 99 sind auf Fr. 1'000.– 
festzulegen und ausgangsgemäss von der Beschwerdegegnerin zu tragen (Art. 69 Abs. 
1bis IVG). Der Beschwerdeführerin ist der im Verfahren S 2017 104 geleistete 
Kostenvorschuss von Fr. 800.– vollumfänglich zurückzuerstatten.

9.2 Die Beschwerdeführerin beantragt ferner, die IV-Stelle habe die Kosten für die 
Abklärungen bei Dr. F.________ im Umfang von insgesamt Fr. 1'458.65 (= Fr. 308.75 + 
Fr. 1'149.90 [vgl. Bf-act. 4; S 2017 104]) zu übernehmen. Der Versicherungsträger 
übernimmt die Kosten der Abklärung, soweit er die Massnahmen angeordnet hat. Hat er 
keine Massnahmen angeordnet, so übernimmt er deren Kosten dennoch, wenn die 
Massnahmen für die Beurteilung des Anspruchs unerlässlich waren oder Bestandteil 
nachträglich zugesprochener Leistungen bilden (Art. 45 Abs. 1 ATSG). Im 
Verwaltungsgerichtsverfahren reichte die Beschwerdeführerin zwei Berichte von 
Dr. F.________ vom 19. Juli 2017 und 1. November 2017 zu den Akten (Bf-act. 2 f. [S 

13

Urteil S 2019 99

2017 104]). Daraus geht hervor, dass sich der Neurologe im Nachgang zur Begutachtung 
durch die medexperts AG im Zeitraum vom 22. Juni bis 20. Oktober 2017 eingehend damit 
auseinandergesetzt hat, wie die Leiden der Beschwerdeführerin in diagnostischer Hinsicht 
einzuordnen sind und hierfür verschiedene Untersuchungen (u.a. elektrophysiologische 
Untersuchungen vom 22. Juni 2017, EEG-Untersuchung vom 29. Juni 2017 und 
Kernspintomografie der Muskulatur vom 26. Juli 2017) durchgeführt wurden. Die 
diagnostischen Abklärungen führten schliesslich dazu, dass Dr. F.________ weniger von 
der Differenzialdiagnose einer entzündlichen ZNS-Erkrankung ausging, sondern 
stattdessen ein Chronik Fatigue-Syndrom bzw. Systemic Exertions Intolerance disease 
diagnostizierte. Wie sich aus dem Urteil des Bundesgerichts ergibt, bestanden zwar 
bereits unabhängig von den Abklärungen bei Dr. F.________ infolge der RAD-
Stellungnahme von Dr. D.________ vom 24. Oktober 2016 gewisse Zweifel an der 
gutachterlich diagnostischen Einschätzung der medexperts AG. Insbesondere der Bericht 
von Dr. F.________ vom 1. November 2017 hat diese Zweifel jedoch noch bekräftigt (vgl. 
E. 2.3.3 des Urteils 9C_106/2019 vom 6. August 2019 [act. 3]). Die im Nachgang zur 
Begutachtung durch die medexperts AG bei Dr. F.________ durchgeführten 
diagnostischen Abklärungen haben dementsprechend dazu beigetragen, dass weitere 
Abklärungen im Sinne eines Gerichtsgutachtens notwendig wurden. Insoweit haben die 
Abklärungen bei Dr. F.________ den Verfahrensausgang entscheidend beeinflusst, 
weshalb die Beschwerdegegnerin die der obsiegenden Beschwerdeführerin daraus 
entstandenen Kosten von insgesamt Fr. 1'458.65 zu ersetzen hat. 

9.3 Die obsiegende Beschwerdeführerin hat sodann Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG), die für die beiden Verfahren S 2017 104 und S 
2019 99 ermessensweise auf Fr. 5'400.– (inkl. Barauslagen und MWST) festzusetzen ist. 
Zuzüglich der Abklärungskosten bei Dr. F.________ von Fr. 1'458.65 (vgl. E. 9.2 
vorstehend) ist der Beschwerdeführerin von der Beschwerdegegnerin eine 
Parteientschädigung von insgesamt Fr. 6'859.– zu bezahlen.

14

Urteil S 2019 99

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird insofern gutgeheissen, als die Verfügung vom 26. Juli 2017 
aufgehoben und die Sache an die IV-Stelle zur Festsetzung der Rente im Sinne 
der Erwägungen zurückgewiesen wird. 

2. Der Beschwerdegegnerin wird eine Spruchgebühr von Fr. 1'000.– auferlegt. Der 
Beschwerdeführerin wird der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 800.– 
zurückerstattet.

3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung in 
der Höhe von Fr. 6'859.– (inkl. Auslagen, MWST und Abklärungskosten bei 
Dr. F.________) zu bezahlen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (im Doppel), an die IV-
Stelle Zug (Rechnung folgt nach Rechtskraft des Urteils), an das Bundesamt für 
Sozialversicherungen, Bern, und zum Vollzug von Ziffer 2 im Dispositiv an die 
Finanzverwaltung des Kantons Zug.

Zug, 15. April 2021

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am