# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 06b00d05-12e1-53d0-9288-812957b5d735
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-08-19
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 19.08.2008 C-7508/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-7508-2007_2008-08-19.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-7508/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 9 .  A u g u s t  2 0 0 8

Richterin Franziska Schneider (Vorsitz), 
Richter Stefan Mesmer, Richter Michael Peterli, 
Gerichtsschreiberin Sabine Uhlmann.

X._______, 
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Invalidenrente, Verfügung vom 10. Oktober 2007.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-7508/2007

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass die Invalidenversicherungs-Stelle für Versicherte im Ausland IVS-
TA mit Verfügung vom 10. Oktober 2007 das Gesuch von X._______ 
(Beschwerdeführer)  vom  6.  Mai  2005  (act.  2)  um  Leistungen  der 
schweizerischen Invalidenversicherung abgewiesen hat,

dass  der  Beschwerdeführer,  vertreten  durch  Ernest  Osmani,  gegen 
diese Verfügung unter Beilage eines ärztlichen Berichtes vom 25. Ok-
tober  2007 am 5. November  2007 Beschwerde  beim Bundesverwal-
tungsgericht erhoben und beantragt hat, die Verfügung vom 10. Okto-
ber 2007 sei aufzuheben, ihm sei eine ganze Invalidenrente zuzuspre-
chen oder es seien zumindest weitere Abklärungen vorzunehmen, und 
ihm sei die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren,

dass die Vorinstanz mit Vernehmlassung vom 28. April 2008 unter Hin-
weis auf den medizinischen Bericht ihres ärztlichen Dienstes vom 24. 
April 2008 beantragt hat, die Beschwerde sei gutzuheissen, die ange-
fochtene Verfügung sei  aufzuheben, und die Sache sei  zur  weiteren 
medizinischen Abklärung an die Verwaltung zurückzuweisen,

dass im ärztlichen Bericht vom 24. April 2008 ausgeführt wurde, auf-
grund der unterschiedlichen ärztlichen Beurteilungen der Arbeitsfähig-
keit des Beschwerdeführers könne diese nicht abschliessend beurteilt 
werden, weshalb der Beschwerdeführer in der Schweiz psychiatrisch 
und  orthopädisch  zu  begutachten  sei,  beispielsweise  durch  Dr. 
P._______, Facharzt Psychiatrie, und Dr. M._______, Facharzt Ortho-
pädie (act. 67),

dass mit Verfügung vom 8. Mai 2008 der Spruchkörper mitgeteilt und 
der Schriftenwechsel abgeschlossen wurde und kein Ausstandsbegeh-
ren eingegangen ist,

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Bundesgeset-
zes  vom 17. Juni  2005  über  das  Bundesverwaltungsgericht  (Verwal-
tungsgerichtsgesetz, VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 69 Abs. 
1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenver-
sicherung  (IVG,  SR 831.20)  Beschwerden gegen  Verfügungen  nach 
Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwal-
tungsverfahren (VwVG, SR 172.021) beurteilt, sofern keine Ausnahme 
nach Art. 32 VGG vorliegt,

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dass die IVSTA eine Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d VGG ist und vor-
liegend keine Ausnahme von der Zuständigkeit auszumachen ist,

dass das Bundesverwaltungsgericht somit zur Behandlung der vorlie-
genden Beschwerde zuständig ist,

dass der Beschwerdeführer im Sinn von Art. 48 Abs. 1 VwVG und Art. 
59 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen 
Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) beschwerdelegi-
timiert ist, und dass die Beschwerde frist- und formgerecht eingereicht 
worden ist, so dass darauf einzutreten ist (Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 
Abs. 1 VwVG, vgl. auch Art. 60 ATSG),

dass Art. 49 Bst. b VwVG die unvollständige Feststellung des rechtser-
heblichen Sachverhalts ausdrücklich als Beschwerdegrund nennt,

dass die angefochtene Verfügung vom 10. Oktober 2007 gemäss Ver-
nehmlassung der Vorinstanz vom 28. April 2008 und sinngemäss auch 
gemäss  Beschwerdebegründung  des  Beschwerdeführers  auf  einer 
mangelhaften Ermittlung des rechtserheblichen Sachverhalts beruht,

dass das Bundesverwaltungsgericht aufgrund der vorliegenden Akten 
zum Schluss kommt, zur Beurteilung des Rentenanspruchs seien zu-
sätzliche medizinische Abklärungen erforderlich, und es sich insbeson-
dere  nicht  veranlasst  sieht,  vom dahingehenden  übereinstimmenden 
Antrag der Vorinstanz und des Beschwerdeführers abzuweichen,

dass die Beschwerde demnach gutzuheissen ist,  und die Sache zur 
Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen ist  (Art. 61 Abs. 1 
VwVG), verbunden mit der Anweisung, die erforderlichen zusätzlichen 
fachärztlichen – namentlich psychiatrischen und orthopädischen – Be-
gutachtungen in der Schweiz durchführen zu lassen und in der Sache 
neu zu verfügen,

dass bei  diesem Ausgang des Verfahrens keine Verfahrenskosten zu 
erheben sind (Art. 63 Abs. 2 VwVG),

dass  der  Vertreter  des  Beschwerdeführers  keine  Kostennote  einge-
reicht hat, 

dass die Parteientschädigung für Beschwerdeverfahren vor dem Bun-
desverwaltungsgericht die Kosten der Vertretung sowie allfällige weite-

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re notwendige Auslagen der Partei  umfasst,  die Parteientschädigung 
nach dem notwendigen Zeitaufwand des Vertreters oder der Vertreterin 
zu bemessen ist und der Stundenansatz für nichtanwaltliche Vertrete-
rinnen und Vertreter mindestens 100 und höchstens 300 Franken (exkl. 
Mehrwertsteuer) beträgt (Art. 64 VwVG in Verbindung mit Art. 7-10 des 
Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigun-
gen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]),

dass die Mehrwertsteuer nur für eine Dienstleistung geschuldet ist, die 
im Inland gegen Entgelt  erbracht  wird,  nicht  jedoch im vorliegenden 
Fall, in dem die Dienstleistung des Rechtsvertreters dem Beschwerde-
führer mit Wohnsitz im Ausland erbracht worden ist (Art. 5 Bst. b des 
Bundesgesetzes  vom  2.  September  1999  über  die  Mehrwertsteuer 
[Mehrwertsteuergesetz, MWSTG, SR 641.20] in Verbindung mit Art. 14 
Abs. 3 Bst. c MWSTG und Art. 9 Abs. 1 Bst. c VGKE),

dass vorliegend die  Parteientschädigung für  die nichtanwaltliche be-
rufsmässige Vertretung auf Fr. 400.-- (inkl. Auslagen) festzusetzen und 
diese von der Vorinstanz zu leisten ist,

dass  das  Gesuch  um unentgeltliche  Rechtspflege  damit  als  gegen-
standslos geworden abzuschreiben ist.

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen, und die angefochtene Verfügung 
vom 10. Oktober 2007 wird aufgehoben.

2.
Die Sache wird zur weiteren Abklärung des Sachverhalts im Sinne der 
Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die Vorinstanz 
zurückgewiesen. 

3.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

4.
Dem Beschwerdeführer wird eine Parteientschädigung von Fr. 400.-- 
(inkl. Auslagen) zu Lasten der Vorinstanz zugesprochen.

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5.
Das Gesuch des Beschwerdeführers um Gewährung der unentgeltli-
chen Rechtspflege wird als gegenstandslos abgeschrieben.

6.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr._______)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Franziska Schneider Sabine Uhlmann

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden,  sofern  die 
Voraussetzungen  gemäss  den  Art.  82  ff.,  90  ff.  und  100  des 
Bundesgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni  2005  (BGG,  SR  173.110) 
gegeben sind. Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung 
mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die 
beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

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