# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** df719300-e613-563a-9f23-53858852c0f7
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2007-05-03
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 03.05.2007 UV 2006/17
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2006-17_2007-05-03.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2006/17

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 05.05.2020

Entscheiddatum: 03.05.2007

Entscheid Versicherungsgericht, 03.05.2007
Art. 24 UVG. Prüfung des somatisch und psychisch bedingten 
Integritätsschadens. Rückweisung zur Abklärung des psychisch bedingten 
Integritätsschadens (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. 
Gallen vom 3. Mai 2007, UV 2006/17).

Präsident Martin Rutishauser, Versicherungsrichterin Karin Huber-Studerus und 

Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiber Walter Schmid

Entscheid vom 3. Mai 2007

In Sachen

H.___

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Andreas Hebeisen, Löwenstrasse 12, 8280 

Kreuzlingen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Invalidenrente und Integritätsentschädigung

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hat das Versicherungsgericht in Erwägung gezogen:

I.

A.- a) Der 1964 geborene H.___ war bei der A.___ in der Produktion angestellt und in 

dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) 

versichert, als er am 3. Juni 1994 beim Palettieren einen Unfall erlitt, indem Gebinde 

umkippten und ihn zu Boden warfen (UV-act. 1). Er erlitt gravierende 

Rückenverletzungen. Im Anschluss an verschiedene medizinische Abklärungen stellte 

die Suva beim Versicherten mit Verfügung vom 20. September 1995 eine 50 %-ige 

Teilarbeitsfähigkeit seit 1. Mai 1995 fest. Eine gegen diese Verfügung erhobene 

Einsprache wies die Suva mit Einsprache-Entscheid vom 22. Januar 1996 ab (UV-act. 

82). Gegen diesen Einsprache-Entscheid erhob Rechtsanwalt lic. iur. A. Hebeisen, 

Kreuzlingen, für den Versicherten am 23. April 1996 Beschwerde beim 

Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen. Diese wies das Gericht mit Entscheid 

vom 20. März 1997 (UV 1996/22) ab. Es stellte in Übereinstimmung mit der Suva fest, 

dass der Versicherte in einer leichteren Tätigkeit, die er in verschiedenen 

Körperpositionen und ohne das Tragen oder Heben grösserer Gewichte verrichten 

könne, zu mindestens 50 % arbeitsfähig sei. Aufgrund der vorliegenden ärztlichen 

Berichte und anderen Akten dürfe von ihm vernünftigerweise erwartet werden, seine 

Restarbeitsfähigkeit ab dem 1. Mai 1995 zu verwerten. Mit Urteil vom 9. Juli 1999 

erkannte das Eidgenössische Versicherungsgericht (EVG; ab 1. Januar 2007: 

Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts), dass der Versicherte eine 

leidensangepasste Tätigkeit ab Mai 1995 bis zum Zeitpunkt des angefochtenen 

Einsprache-Entscheids am 22. Januar 1996 zu mindestens 50% hätte verrichten 

können. Die Reduktion des Taggeldes durch die Suva auf 50% ab 1. Mai 1995 lasse 

sich deshalb nicht beanstanden. Über die Frage, ob es sich bei den ärztlich 

diagnostizierten psychischen Beschwerdebildern mit Einschränkung der Arbeits- und 

Erwerbsfähigkeit um eine adäquat-kausale Folge des Unfalls vom 3. Juni 1994 handle, 

sei in diesem Verfahren nicht zu befinden.

b) Mit Schreiben vom 21. Juni 1996 hatte die Suva dem Versicherten mitgeteilt, dass 

ihm vom 13. Mai 1996 bis spätestens 31. August 1996 ein Taggeld basierend auf 

einem Arbeitsunfähigkeitsgrad von 50 % bezahlt werde. Anschliessend werde jedoch 

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von einer Arbeitsfähigkeit von 75 % ausgegangen, womit kein Taggeldanspruch mehr 

bestehe. Am 12. November 1996 erliess die Suva eine entsprechende Verfügung. Die 

dagegen erhobene Einsprache wies sie mit Einsprache-Entscheid vom 13. Mai 1997 

ab. Am 26. April 1999 erliess die Suva eine Überentschädigungsverfügung (UV-act. 

117), gegen welche ebenfalls Einsprache erhoben wurde (UV-act. 120). Die gegen den 

Einsprache-Entscheid vom 13. Mai 1997 erhobene Beschwerde hiess das 

Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen mit Entscheid vom 21. Dezember 2000 

teilweise gut. Das Gericht stellte fest, dass der Versicherte ab 1. September 1996 bei 

einer Arbeitsunfähigkeit von 50 % weiterhin Anspruch auf ein halbes Taggeld habe (UV 

1997/46). Die gegen diesen Entscheid erhobene Verwaltungsgerichtsbeschwerde hiess 

das EVG mit Urteil vom 5. Februar 2003 in dem Sinn gut, dass es die Sache zur 

Durchführung eines Einkommensvergleichs und der Festlegung des Taggeldanspruchs 

gestützt auf die Differenz zwischen dem ohne Unfall im bisherigen Beruf verdienten und 

dem mit gesundheitlicher Beeinträchtigung zumutbarerweise erzielbaren Lohn an die 

Suva zurückwies (UV-act. 172).

c) Mit Schreiben vom 27. Mai 2003 gab die Suva dem Rechtsvertreter des Versicherten 

bekannt, aufgrund der ärztlichen Beurteilungen könne von einer weiteren Behandlung 

keine wesentliche Verbesserung des unfallbedingten Gesundheitszustandes mehr 

erwartet werden. Die Heilkosten- und Taggeldleistungen würden daher mit dem 31. Mai 

2003 eingestellt (UV-act. 183). Am 25. Juni 2003 erklärte der Rechtsvertreter des 

Versicherten, er erachte die Einstellung der Heilkosten- und Taggeldleistungen noch 

nicht als gerechtfertigt (UV-act. 188). Am 14. Juli 2003 reichte er ein Gesuch um 

Ausrichtung einer Hilflosenentschädigung ein (UV-act. 193). Nach Durchführung von 

weiteren medizinischen und erwerblichen Abklärungen nahm der Rechtsvertreter des 

Versicherten mit Schreiben vom 13. November 2003 erneut Stellung (UV-act. 208). Mit 

Verfügung vom 6. Januar 2004 eröffnete ihm die Suva, ab 1. Juni 2003 bestehe 

Anspruch auf eine Komplementärrente auf der Basis eines IV-Grads von 70% und 

eines versicherten Jahresverdienstes von Fr. 76'850.-- sowie auf eine 

Integritätsentschädigung auf der Basis einer Integritätseinbusse von 20%. Zur 

Begründung wurde unter anderem festgehalten, von weiteren medizinischen 

Behandlungen könne keine namhafte Besserung mehr erwartet werden. Weitere 

Behandlungen könnten nach der Berentung punktuell bei Schmerzschüben notwendig 

oder sinnvoll sein, wobei über eine allfällige Kostenübernahme im Einzelfall nach 

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Prüfung eines Kostengutsprache-Gesuches entschieden werde. Für eine 

psychiatrische Behandlung werde bis auf weiteres im Rahmen von Art. 21 UVG 

aufgekommen (UV-act. 217). Hiegegen liess der Versicherte mit Eingabe vom 5. 

Februar 2004 wiederum Einsprache erheben (UV-act. 234, 238).

Am 20. Januar 2004 waren unter anderem Abklärungen mit Blick auf die geltend 

gemachte Hilflosigkeit erfolgt. Mit Verfügung vom 27. April 2004 lehnte die Suva die 

Ausrichtung einer Hilflosenentschädigung ab (UV-act. 221, 223, 229, 230). Auch 

hiegegen liess der Versicherte Einsprache erheben (UV-233.1).

Mit Verfügung vom 6. Mai 2004 gab die Suva dem Rechtsvertreter des Versicherten 

schliesslich bekannt, dass der Überschuss der Sozialversicherungsleistungen 

gegenüber dem mutmasslichen Verdienst, den der Versicherte bei voller 

Erwerbsfähigkeit in der Zeit vom 3. Juni 1994 bis 31. Mai 2003 hätte erzielen können, 

Fr. 316'017.80 betrage. Um diesen Betrag reduziere sich der Taggeldanspruch. Unter 

Berücksichtigung der bisher erfolgten Zahlungen ergebe sich ein Saldo zugunsten der 

Suva von Fr. 15'219.65. Das zuviel ausgerichtete Taggeld müsse zurückverlangt 

werden. Die Verfügung vom 26. April 1999, gegen welche Einsprache erhoben worden 

sei, werde zurückgenommen; die Einsprache werde somit als formlos erledigt 

betrachtet (UV-act. 231). Gegen diese Verfügung erhob der Rechtsvertreter des 

Versicherten mit Eingabe vom 7. Juni 2004 Einsprache (UV-act. 242, 259). Nach 

Einholung von weiteren ärztlichen Berichten veranlasste die Suva erneut eine 

Überentschädigungsberechnung (UV-act. 260 Anhang). Mit Entscheid vom 12. 

Dezember 2005 hiess sie die Einsprache gegen die Verfügung vom 6. Januar 2004 

(Rente, Integritätsentschädigung) insofern gut, als die Integritätsentschädigung von 20 

auf 40% angehoben wurde; im Übrigen wurde die Einsprache im Sinn der Erwägungen 

abgewiesen (Ziffer 1). Die Einsprache gegen die Verfügung vom 27. April 2004 

(Hilflosenentschädigung) wurde abgewiesen (Ziffer 2), jene gegen die Verfügung vom 6. 

Mai 2004 im Sinn der Erwägungen teilweise gutgeheissen (Ziffer 3).

B.- Gegen den Einsprache-Entscheid vom 12. Dezember 2006 liess der Versicherte 

durch seinen Rechtsvertreter am 13. März 2006 Beschwerde erheben mit den 

Anträgen, der Entscheid sei in Ziffer 1 und 3 des Dispositivs aufzuheben, soweit nicht 

den nachfolgenden Anträgen entsprechend; es sei ihm rückwirkend ab dem 

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Berentungszeitpunkt (1. Juni 2003) und für die Zukunft eine Invalidenrente zu 100% 

entsprechend der fortbestehenden vollständigen Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit 

zuzusprechen, der versicherte Jahresverdienst sei auf mindestens Fr. 87'014.-- 

festzulegen, es sei ihm eine Integritätsentschädigung entsprechend einer 

Integritätseinbusse von mindestens 80% zuzusprechen und es sei festzustellen, dass 

zufolge eines höheren mutmasslichen Verdienstausfalls als von Fr. 670'373.35 keine 

Überentschädigung ("Überschuss der Sozialversicherungsleistungen gegenüber dem 

mutmasslichen Verdienst"), eventualiter zumindest eine um den erhöhten 

mutmasslichen Verdienstausfall reduzierte Überentschädigung gegeben sei. Die 

Vorinstanz sei anzuweisen, die entsprechenden Leistungen auszurichten. Zur 

Begründung verwies der Rechtsvertreter auf seine Ausführungen im bisherigen 

Verfahrensverlauf (Beschwerdebeilagen B und C) und legte unter anderem dar, die 

beim Beschwerdeführer gegebenen multiplen Einschränkungen seien derart gravierend 

und vielfältig, dass schon in medizinisch-theoretischer Hinsicht eine 

Resteinsatzfähigkeit auszuschliessen sei. Dies ergebe sich aus den Berichten von Dr. 

B.___, Chiropraktor, vom 7. Dezember 2000 und 21. Mai 2004. Auch habe Dr. med. 

C.___, Facharzt FMH für Innere Medizin, bei dem der Beschwerdeführer in 

fortdauernder Behandlung stehe, dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 

gegenüber erklärt, er teile die Auffassung, dass eine Resteinsatzfähigkeit auch in 

medizinisch-theoretischer Hinsicht nicht gegeben sei und auch eine "angepasste 

Tätigkeit" nicht mehr, auch nicht im Umfang ein 50%-Pensums, zumutbar sei. Sollte 

wider Erwarten nicht bereits aufgrund der gegebenen Aktenlage von der Tatsache des 

Nichtvorliegens einer Resteinsatzfähigkeit ausgegangen werden, wären auch 

diesbezüglich Abklärungen bei Dr. B.___, Dr. C.___, Dr. med. D.___, Spezialarzt für 

Psychiatrie und Psychotherapie, und Dr. med. E.___, FMH für Innere Medizin, speziell 

Rheumakrankheiten, betreffend den aktuellen Status und den bisherigen Verlauf zu 

tätigen. Sollte noch von einer Resteinsatzfähigkeit auszugehen sein, was bestritten 

werde, wäre eine solche für den Beschwerdeführer nicht mehr verwertbar. Sodann sei 

das Valideneinkommen mit Fr. 70'785.-- zu tief angesetzt worden. Im Weiteren sei der 

versicherte Verdienst auf mindestens Fr. 87'061.75 festzulegen. Allermindestens sei 

davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer im Jahr vor dem Unfall und ohne 

Eintritt desselben den angegebenen Höchstlohn eines langjährigen, verdienten 

Mitarbeiters in der Produktion (13 x Fr. 5'100.--) zuzüglich Schichtzulage (Fr. 4'800.--) 

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und Kinderzulagen von Fr. 8'640.-- (4 Kinder) erzielt hätte. Auch betreffend der 

Überentschädigungsberechnung sei von einem höheren mutmasslichen Verdienst, d.h. 

von Fr. 87'061.75 für das Jahr 2003, zumindest aber von Fr. 74'498.-- auszugehen. Zu 

regeln sei auch der Quellensteuerabzug. Die zuviel abgezogenen Steuerbeträge seien 

an den Beschwerdeführer zurückzuzahlen. Auch sei der Verrechnungssteuerabzug 

gemäss IV-Verfügung vom 20. Mai 1999 zu Unrecht erfolgt. Im weiteren sei von einer 

sehr starken schmerzhaften Funktionseinschränkung der Wirbelsäule und damit in 

somatischer Hinsicht von einer Integritätseinbusse von mindestens 50% auszugehen. 

Auch in psychiatrischer Hinsicht sei die Integritätseinbusse höher festzulegen, als dies 

in der Suva-internen Beurteilung vom 10. Oktober 2005 erfolgt sei.

C.- In der Beschwerdeantwort vom 30. Mai 2006 beantragte die Beschwerdegegnerin 

Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei, und Bestätigung des 

angefochtenen Entscheids. Sie erklärte die Erwägungen im angefochtenen Entscheid 

zum integrierenden Bestandteil der Beschwerdeantwort. Am Gesundheitszustand des 

Beschwerdeführers habe sich seit den früheren Beurteilungen nichts geändert. Somit 

bleibe ihm in somatischer und psychischer Hinsicht eine körperlich leichte, 

wechselbelastende Tätigkeit im Umfang von 50% zumutbar. Bei der Festlegung des 

Valideneinkommens sei zu Recht auf die Ergebnisse der Abklärungen bei der 

ehemaligen Arbeitgeberin abgestellt worden. Der versicherte Verdienst sei in 

Abweichung zu der dem angefochtenen Entscheid zugrunde liegenden Berechnung auf 

Fr. 76'339.-- zu korrigieren. Soweit in der Beschwerde die Quellensteuerabzüge und 

der Verrechnungssteuerabzug gemäss IV-Verfügung vom 20. Mai 1999 gerügt würden, 

könne darauf nicht eingetreten werden.

D.- Mit Replik vom 16. August 2006 bestätigte der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers seinen Standpunkt und reichte einen Bericht von Dr. E.___ vom 21. 

Dezember 1999 ein (act. G 11). Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die 

Einreichung einer Duplik.

E.- Am 22. Februar 2007 zog der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers die 

Beschwerde bezüglich Höhe des versicherten Verdienstes zurück. Mit Eingabe vom 29. 

März 2007 erfolgte ein weiterer Teilrückzug bezüglich der Beschwerdepunkte 

Invaliditätsgrad und Überentschädigungsberechnung.

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II.

1.- Streitig und zu prüfen ist nach den vorerwähnten Teilrückzügen nur noch, ob dem 

Beschwerdeführer von Seiten der Beschwerdegegnerin zu Recht eine 

Integritätsentschädigung auf der Basis einer Integritätseinbusse von 40% 

zugesprochen wurde. Die Beschwerdegegnerin legte die rechtlichen Voraussetzungen 

für die Gewährung von Integritätsentschädigungen im angefochtenen Entscheid 

(Erwägung 2b/aa) zutreffend dar; darauf kann verwiesen werden. Mit Bezug auf die 

Bemessung des versicherten Verdienstes und des Invaliditätsgrades sowie die 

Überversicherungsberechnung ist die Beschwerde zufolge Rückzugs abzuschreiben.

2.- a) Dr. C.___ bestätigte im Bericht vom 12. April 2003 die Diagnosen eines 

chronischen thorako-lumbo-vertebralen Syndroms nach konservativ behandelter 

Berstungsfraktur BWK12 und LWK3, einer depressiven Entwicklung und eines 

chronischen Schmerzsyndroms. Gegenüber dem Bericht vom 3. August 2000 liege 

keine nennenswerte Veränderung des Krankheitszustandes vor. Im Jahr 2002 seien 

Nackenschmerzen mit Verspannung aufgetreten, welche durch chiropraktische 

Behandlung weitgehend behoben werden konnten. Die Psychotherapie bei Dr. D.___ 

werde weiterhin durchgeführt. Insgesamt sei der Analgetika-Verbrauch gesunken. Als 

unfallfremder Faktor spielten im Heilungsverlauf eine krankhafte psychische 

Verarbeitung des WS-Traumas mit (UV-act. 199). Bereits im Bericht vom 3. August 

2000 hatte Dr. C.___ angegeben, dass sich seit ca. 1997 keine Änderung des 

Krankheitszustandes mehr ergeben habe (UV-act. 158). Suva-Arzt Dr. med. F.___, 

Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie, schätzte den Integritätsschaden in der 

ärztlichen Beurteilung vom 18. Juni 2003 auf 20% und begründete diese Schätzung 

ausführlich (UV-act. 201). In einer Beurteilung vom 20. November 2003 nahm Dr. F.___ 

zu den Einwendungen des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers vom 13. 

November 2003 (UV-act. 208) Stellung. Er bestätigte seine 

Integritätsschadenschätzung und hielt im Weiteren fest, zur Indikation und den 

Erfolgsaussichten einer fortdauernden oder allenfalls sogar permanenten 

psychiatrischen Betreuung wolle er sich als orthopädischer Chirurg nicht äussern. 

Rückenbeschwerden seien erfahrungsgemäss nicht etwas Konstantes, sondern sie 

würden in Intensität und Art wechseln. Somit könne nicht zum Vornherein von einem 

konstanten Schmerz ausgegangen werden, welchem auch mit einer konstanten 

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ärztlichen oder chiropraktischen Betreuung begegnet werden könne. Viel sinnvoller und 

eher mit Chance auf Wirkung sei das punktuelle Angehen von Beschwerdeschüben. 

Dann könne es sinnvoll sein, dass der Arzt aufgesucht werde und eine medikamentöse 

oder ausnahmsweise auch eine physikalisch-medizinische Behandlung erfolge (UV-act. 

210).

Am 19. Mai 2005 führte Dr. C.___ aus, gegenüber seinem Bericht vom April 2003 habe 

sich keine Änderung der Beschwerden ergeben. Die 2002 aufgetretenen 

Nackenbeschwerden hätten sich unter regelmässiger chiropraktischer Behandlung 

gebessert, würden aber zu Rezidiven neigen (UV-act. 252). Dr. D.___ berichtete am 7. 

Juli 2005, der Beschwerdeführer stehe seit 4. Dezember 1997 in seiner Behandlung. Er 

komme etwa ein bis zweimal im Monat zu ihm. Es liege eine andauernde 

Persönlichkeitsänderung nach einem schweren Arbeitsunfall vor. Der physische und 

psychische Zustand zeige auch nach längerer Behandlung keine namhafte Besserung. 

Von der psychiatrischen Behandlung könne auch in Zukunft keine solche erwartet 

werden. Trotzdem sollte die Behandlung fortgesetzt werden, um den erreichten 

Zustand aufrecht zu erhalten und den Beschwerdeführer vor einer seelischen 

Dekompensation zu bewahren. Die Konsultationen sollten in Zukunft in Abständen von 

ein bis zwei Monaten stattfinden und von medikamentöser Therapie unterstützt werden 

(UV-act. 257). Eine Beurteilung durch Suva-Arzt Dr. med. G.___, Facharzt für 

Psychiatrie und Psychotherapie, ergab laut Bericht vom 10. Oktober 2005 unter 

anderem, dass im Hinblick auf die Wechselwirkung zwischen chronischen Schmerzen 

einerseits und Niedergeschlagenheit andererseits davon auszugehen sei, dass das 

psychische Beschwerdebild Folge der Belastung sei, die er durch die Schmerzen habe, 

aber auch durch die sich nach dem Unfall verschlechternde Lebenssituation begründet 

sei. Im weiteren sei davon auszugehen, dass die umfangreichen Rechtsstreitigkeiten im 

Anschluss an den Unfall für den Beschwerdeführer auch emotional belastend und mit 

Sorge und Angst, dass ihm eine ausreichende Versorgung für seine Familie 

zugesprochen werde, verbunden gewesen seien. Er gehe davon aus, dass das 

psychische Syndrom als Folge der Schmerzen, der Angst um die eigene Versorgung 

sowie als Folge aggressiver Impulse entstanden sei. Für das Vorliegen einer 

posttraumatischen Belastungsstörung (PTSD) dagegen, wie im Gutachten von Dr. med. 

H.___ vom 25. August 1998 diagnostiziert worden sei, ergebe sich aus psychiatrisch-

psychotherapeutischer Sicht kein Anhalt. Dr. H.___ habe diese Diagnose gestellt, ohne 

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dass er die spezifische Symptomatik der psychischen Störung dokumentiert habe. Der 

Hinweis auf Alpträume könne nicht generell als Symptom einer PTSD gewertet, wenn 

der Inhalt der Träume "irgendwelche Unfälle" seien: Bei der PTSD komme es zu einem 

intrusiven Wiedererleben (im Wachzustand oder in Träumen) eben genau des 

traumatischen Ereignisses, dass der Betroffene erlebt habe. Auch die lange Latenz des 

Auftretens der psychischen Symptome nach dem Ereignis stelle diese Diagnose in 

Frage. Die Sicherheit der Diagnose einer PTSD sechs Monate nach dem Ereignis gelte 

bereits als eingeschränkt; eine Latenz von zwei Jahren wäre ungewöhnlich lang. Er 

habe sich um einen Unfall mit schweren Verletzungen gehandelt, jedoch nicht um ein 

Ereignis von katastrophalem Ausmass, das - wie es für die PTSD definiert sei - bei fast 

jedem Menschen eine tiefe Verzweiflung hervorrufen würde. Die von Dr. D.___ 

diagnostizierte andauernde Persönlichkeitsänderung trete bei Menschen auf, die 

Extrembelastungen wie Konzentrationslager, Folter, Katastrophen oder andauernden 

lebensbedrohlichen Situationen ausgesetzt gewesen seien. In der aktuellen Situation 

des Unfalls habe der Beschwerdeführer vielleicht auch um sein Leben gefürchtet. Es 

habe sich aber nicht um einen andauernden emotionalen Eindruck gehandelt, unter 

dem er gestanden habe. Der Unfall des Beschwerdeführers gerate in ein falsches Licht, 

wenn man ihn in eine Reihe mit Ereignissen stelle, wie sie nach ICD-10 als 

verursachend für eine andauernde Persönlichkeitsänderung beschrieben seien. Erfüllt 

seien die Kriterien nach ICD-10 für eine Dysthymia, einer affektiven Störung, die eine 

andauernde depressive Verstimmung sei: Die Patienten würden sich müde und 

niedergeschlagen fühlen, alles sei für sie eine Anstrengung, sie würden schlecht 

schlafen und sich unzulänglich fühlen. Es gehöre auch zum Konzept der Dysthymia, 

dass die Betroffenen in der Regel fähig seien, mit den wesentlichen Anforderungen des 

täglichen Lebens fertig zu werden. Der Beschwerdeführer erfülle seine, wenn gleich 

sehr geringen Aufgaben im Haushalt, seine Körperpflege und die Versorgung der 

Kinder am Mittagstisch. Dass Dr. D.___ keine Diagnose aus dem Spektrum der 

affektiven Störungen gestellt habe, betrachte er als Hinweis dafür, dass im Gesamtbild 

der Symptomatik die Depressivität im engeren Sinn im Vergleich zu den Phänomenen 

Interesselosigkeit, Antriebslosigkeit, Gefühl von Unzulänglichkeit und der Müdigkeit 

eher nicht derart imponiere, dass sie diagnostisch leitend gewesen wäre (UV-act. 258).

b) Im Urteil vom 5. Februar 2003 hatte das EVG mit Verweis auf die Berichte von Dr. 

C.___ vom 27. November 1996 und vom 27. Juli 1997, von Dr. E.___ vom 31. Juli 1997 

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sowie das Gutachten der MEDAS vom 8. Oktober 1998 festgehalten, dem 

Beschwerdeführer sei ab 1. September 1996 aus somatischer und psychischer Sicht 

eine leidensangepasste Tätigkeit im Umfang eines 50%-Pensums zumutbar (UV-act. 

172). Im erwähnten MEDAS-Gutachten wurden als Diagnosen Residuen nach 

Arbeitsunfall am 3. Juni 1994 mit Berstungsfraktur von BWK12, Teilimpressionsfraktur 

von LWK3 und nicht-dislozierter Nasenbeinfraktur sowie chronisches vertebrales 

Schmerzsyndrom, Fehlform und Fehlhaltung der Wirbelsäule, eine anhaltende 

somatoforme Schmerzstörung und begleitend sehr wahrscheinlich eine 

posttraumatische Belastungsstörung (als psychische Unfallfolgen) sowie schädlicher 

Gebrauch multipler psychotroper Substanzen angeführt. Der konsiliarische Gutachter 

Dr. med. H.___, Spezialarzt FMH für Psychiatrie, Luzern, hielt den Beschwerdeführer 

aus psychiatrischer Sicht für jegliche in Frage kommende berufliche Tätigkeit zu 50% 

arbeitsunfähig, wobei sich dieser selbst schon seit langer Zeit für zu 100% 

arbeitsunfähig erachtete (UV-act. 170.11). Die MEDAS-Gutachter kamen zum Schluss, 

gesamthaft sei eine körperlich leichte, wechselbelastende, nicht in vorn übergebeugter 

Haltung auszuführende Arbeit zu 50% zumutbar. Limitierend seien die 

rheumatologischen und psychiatrischen Faktoren (UV-act. 170.13). Nach Lage der 

dargelegten medizinischen Akten ergab sich im Nachgang zu den erwähnten 

medizinischen Beurteilungen keine Veränderung (Verbesserung oder Verschlimmerung) 

der unfallbedingten gesundheitlichen Situation in somatischer Hinsicht (vgl. Berichte 

von Dr. C.___, UV-act. 158, 199, 252). Eine Veränderung des unfallbedingten 

Gesundheitszustandes lässt sich im Resultat auch der Beurteilung von Dr. B.___, 

Chiropraktor, vom 7. Dezember 2000 nicht entnehmen. Wenn Dr. B.___ - sechs Jahre 

nach dem Unfall - erstmals festhält, es sei mit grosser Wahrscheinlichkeit beim Unfall 

eine HWS-Distorsion aufgetreten (UV-act. 232 S. 3), so ist zu bemerken, dass dies 

aufgrund der unmittelbar nach dem Unfall erstellten echtzeitlichen Akten sowie der 

späteren Berichte, in welchen immer nur die Unfallfolgen im Brust- und 

Lendenwirbelbereich sowie die Nasenbeinfraktur zur Sprache kamen, nicht als belegt 

gelten kann (vgl. UV-act. 2-9, 15f). Dr. B.___ hielt im Bericht vom 21. Mai 2004 fest, er 

kenne den Patienten seit dem 21. September 2000. Seit diesem Zeitpunkt sei es nicht 

zu einer Verschlimmerung der körperlichen Beschwerden gekommen. Verschlechtert 

habe sich die psychische Verfassung. Er sei zwar nicht Psychiater, stelle aber fest, 

dass der Patient enorm darunter leide, dass seine Frau arbeiten gehe und er zu Hause 

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bleiben müsse (Beschwerdebeilage D). In psychiatrischer Hinsicht bestätigte Dr. D.___, 

wie bereits erwähnt, dass durch die Behandlungen seit 1997 keine namhafte 

Verbesserung des Gesundheitszustandes resultiert habe und dies auch aufgrund von 

künftigen Behandlungen nicht zu erwarten sei (UV-act. 257). Die Schlussfolgerung von 

Dr. F.___, wonach durch ärztliche Behandlungen jedenfalls ab 1. Juni 2003 keine 

namhafte Besserung des Gesundheitszustandes zu erwarten sei, steht im Einklang mit 

den übrigen medizinischen Akten. Dr. F.___ erachtete einzig das punktuelle Angehen 

von Beschwerdeschüben mit medikamentöser oder physikalisch-medizinischer 

Behandlung als sinnvoll (UV-act. 210), und die Beschwerdegegnerin erklärte sich auch 

bereit, solche Behandlungen zu übernehmen. Angesichts dieser Umstände lässt sich 

die Einstellung von Taggeldleistungen und Heilungskosten auf den 1. Juni 2003 und 

damit – was vorliegend interessiert - die Integritätsschadenprüfung auf diesen 

Zeitpunkt hin nicht beanstanden.

3.- a) Zu prüfen ist die Höhe des Integritätsschadens sowohl für die physischen als 

auch für die psychischen Unfallfolgen. Grundsätzlich berechtigen auch 

Beeinträchtigungen der psychischen Integrität zu einer Integritätsentschädigung. In 

medizinischer Hinsicht ist zwar davon auszugehen, dass gemäss herrschender 

psychiatrischer Lehrmeinung psychogene Störungen in der Regel nicht lebenslang 

dauern, sondern degressiv verlaufen und daher die für den Anspruch auf 

Integritätsentschädigung vorausgesetzte Dauerhaftigkeit nicht erfüllen. Ein Anspruch 

kann jedoch dann gegeben sein, wenn medizinisch-psychiatrisch eine eindeutige 

individuelle Langzeitprognose gestellt werden kann, die für das ganze Leben eine 

Änderung durch Heilung oder Besserung des psychischen Gesundheitsschadens 

praktisch ausschliesst (BGE 124 V 43 Erw. 5b/cc in fine, 124 V 213 Erw. 4b = Pra 1998 

(87) Nr. 161 Erw. 4b). Gemäss Art. 36 Abs. 1 Satz 1 UVV gilt ein Integritätsschaden als 

dauernd, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens in gleichem Umfang 

besteht. Diese Umschreibung des gesetzlichen Kriteriums der Dauerhaftigkeit verstösst 

weder gegen den Wortlaut noch gegen Sinn und Zweck des Gesetzes; sie ist mit den 

Gesetzesmaterialien vereinbar. Es besteht keine Veranlassung, sie durch einen anderen 

unbestimmten Rechtsbegriff zu ersetzen (BGE 124 V 44 Erw. 5b/cc; vgl. 

Urteilsbesprechung von MOSIMANN, AJP 1999 S. 992ff). Ob bei psychogenen 

Unfallfolgen das gesetzliche Kriterium der Dauerhaftigkeit (Art. 24 Abs. 1 UVG) erfüllt 

ist, wird in Anwendung der Praxis, wie sie für die Beurteilung der Adäquanz 

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psychischer Unfallfolgen Geltung hat (BGE 115 V 133), beantwortet. Bei banalen bzw. 

leichten Unfällen ist der Anspruch auf Integritätsentschädigung regelmässig zu 

verneinen. Dasselbe gilt in der Regel bei Unfällen im mittleren Bereich; nur 

ausnahmsweise mag sich im Grenzbereich zu den schweren Unfällen eine gegenteilige 

Beurteilung ergeben. Bei schweren Unfällen schliesslich ist die Dauerhaftigkeit des 

Integritätsschadens stets zu prüfen und nötigenfalls durch ein psychiatrisches 

Gutachten abzuklären, sofern sie nicht bereits aufgrund der Akten klarerweise zu 

bejahen ist (BGE 124 V 44 Erw. 5c/bb). Voraussehbare Verschlimmerungen des 

Integritätsschadens werden gemäss Art. 36 Abs. 4 UVV angemessen berücksichtigt. 

Revisionen sind nur im Ausnahmefall möglich, wenn die Verschlimmerung von grosser 

Tragweite ist und nicht voraussehbar war.

b) Suva-Arzt Dr. med. F.___, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie, hielt in der 

ärztlichen Beurteilung vom 18. Juni 2003 unter anderem fest, für die Schätzung des 

Integritätsschadens stütze er sich auf die Untersuchungen an der Klinik für Orthopädie 

am Spital I.___. Im weiteren Verlauf habe die Möglichkeit, mit einem operativen Eingriff 

das Heilungsresultat noch zu verbessern, klar verneint werden müssen (vgl. UV-act. 80, 

84, 108). Das CT vom 8. Juni 1994 zeige zum einen die Berstungsfraktur von BWK12 

und die Fraktur von LWK3. Das MRI vom 10. Januar 1996 zeige keine wesentlichen 

Veränderungen im Segment L3/4, namentlich einen vollständig erhaltenen Spinalkanal. 

Hingegen komme die zentrale Impression der Deckplatte sehr schön zur Darstellung. 

Das Segment Th-11/12 sei leider nicht separat dargestellt. Radiologisch sei der 

Zustand bis 1996 zu verfolgen. Auch wenn die Deformierung zusammengerechnet 

weniger als 21° ausmache, so sei dennoch dem Wert >21° zu folgen, da es sich um 

zwei voneinander unabhängige Segmente handle, wesentliche Bandscheibenschäden 

gesetzt worden seien und es sich vor allem bei BWK12 um einen kompletten 

Berstungsbruch handle, welcher bis ins Bewegungssegment BWK12/LWK1 hinunter 

reiche. Bezüglich der Graduierung nach Schmerzen und Funktion sei die Einstufung 

schwierig. Mit einer Bewertung ++ werde man den Ansprüchen an eine egalitäre und 

abstrakte Beurteilung gerecht. Dies bedeute: Geringe Dauerschmerzen, bei Belastung 

verstärkt, auch in Ruhe. Davon sei der obere Wert, nämlich 20%, zu nehmen. Es könne 

argumentiert werden, dass der Patient einen völlig unerträglichen Zustand mit starken 

Dauerschmerzen, auch nachts und in Ruhe, entsprechend der Skala +++ aufweise. 

Falls ein derartiger Zustand anzunehmen gewesen wäre, wäre sicherlich eine klare 

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Operationsindikation gestellt worden, z.B. für eine segmentale Versteifung Th-11/12. Es 

seien lediglich die eigentlichen Verletzungsfolgen (Berstungsbruch und 

Vorderkantenabriss) berücksichtigt worden, und nicht Diagnosen wie chronisches 

Schmerzsyndrom bzw. depressive Reaktion (UV-act. 201).

Der Beschwerdeführer lässt dazu im vorliegenden Verfahren ausführen, sowohl 

betreffend LWS als auch betreffend BWS und HWS bestünden nebst einer massiv 

reduzierten Belastungsfähigkeit äusserst erhebliche Funktions- und 

Bewegungseinschränkungen. Er leide zudem unter schwerwiegenden Dauerschmerzen 

und unter ausserordentlichen Schmerzexazerbationen bei leichtester Belastung 

(Hinweis auf den Bericht Dr. B.___ vom 7. Dezember 2000). Unfallbedingt sei auch eine 

Fehlform der Wirbelsäule ausgewiesen. Dr. B.___ habe auch auf die Probleme im 

Bereich der HWS hingewiesen, die offenbar noch nie untersucht und beurteilt worden 

seien. Es sei von einer sehr starken schmerzhaften Funktionseinschränkung der 

Wirbelsäule und damit in somatischer Hinsicht von einer Integritätseinbusse von 

mindestens 50% auszugehen. Diese Auffassung teile auch Dr. C.___. Es sei bei diesem 

Arzt ein entsprechender schriftlicher Bericht einzuholen. Dr. C.___ habe mündlich 

darauf verwiesen, dass in der Suva-internen Beurteilung vom 18. Juni 2003 ohne 

weitere Untersuchung lediglich auf ältere Röntgenbilder abgestellt worden sei. 

Anderseits habe sich die Beurteilung auf die Frakturen von zwei Wirbelkörpern 

beschränkt, ohne dass der Zustand der gesamten Wirbelsäule und das gesamte, damit 

zusammenhängende Beschwerdebild in die Beurteilung einbezogen worden seien. Zu 

rügen sei auch, dass sich die zu eingeschränkte Betrachtungsweise nur auf 

orthopädische Gesichtspunkte bezogen habe. Weitere Fachdisziplinen (insbesondere 

Rheumatologie, Neurologie und Neurochirurgie) seien nicht einbezogen worden. Es 

seien keinerlei Anamnesen und Untersuchungen durch den beurteilenden Arzt erfolgt 

(act. G 1 S. 13-16).

c) Hinsichtlich der HWS-Beschwerden bzw. der nicht erstellten Unfalleinwirkung auf die 

HWS ist auf die Ausführungen in Erwägung 2b zu verweisen. Die HWS-Beschwerden 

können somit auch nicht Teil der Integritätsschadenbemessung bilden. In seiner 

Beurteilung vom 20. November 2003 ist Dr. F.___, unter Bezugnahme auf die 

Einwendungen des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers vom 13. November 2003 

(UV-act. 208), unter anderem zum Schluss gelangt, die Definition im UVG Anhang 3 

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"sehr starke schmerzhafte Funktionseinschränkung der Wirbelsäule = 50%" sei sehr 

unbefriedigend ausgefallen, und zwar insofern, als dieser Begriff fernab von einem von 

Wirbelsäulenfachleuten allgemein akzeptierten definierten Zustand sei. Interpretationen 

seien demzufolge unumgänglich gewesen. Der Begriff "stark schmerzhafte 

Funktionseinschränkung der Wirbelsäule" könne sehr breit ausgelegt werden, da 

mehrere nicht quantifizierbare wertende Begriffe einbezogen seien und kein klarer 

Schaden umschrieben sei. Viel besser sei von der Schädigung, d.h. vorliegend von 

einer Fraktur, auszugehen. Auf diese Weise gelange man zu einheitlichen Beurteilungen 

gemessen an den Vorgaben in Tabelle 7, wobei die Daten "Schmerzen und und durch 

Schmerzen limitierte Funktion" natürlich subjektiv bleiben würden und nie objektiv 

werden könnten. Ziehe man die Interpretationen zu Frakturen in Tabelle 7 zu Rate, 

gelange man auch nach nochmaligem "Nachrechnen" auf einen Wert in der 

Grössenordnung von 20% (UV-act. 210). Diese Darlegungen von Dr. F.___ sind 

nachvollziehbar und begründet. Entgegen der Auffassung des Rechtsvertreters bildet 

nicht der Zustand der gesamten Wirbelsäule Gegenstand der 

Integritätsschadenbemessung, sondern nur die unfallbedingt geschädigten Bereiche. 

Es fehlt - bei aktenmässig klar festgehaltener medizinisch-somatischer 

Gesundheitsschädigung - an konkreten Anhaltspunkten für die Notwendigkeit eines 

Einbezugs weiterer medizinischer Fachbereiche.

d) Der Beschwerdeführer lässt im weiteren vorbringen, auch in psychiatrischer Hinsicht 

sei die Integritätseinbusse höher festzulegen, als dies in der Suva-internen Beurteilung 

vom 10. Oktober 2005, bei welcher es sich wiederum um eine reine Aktenbeurteilung 

handle, erfolgt sei. Mit Blick auf den Bericht von Dr. D.___ handle es sich keinesfalls 

nur um eine leichte psychische Störung (Suva-Tabelle 19 S. 5 lit. b). Vielmehr seien die 

Kriterien der mittelschweren psychischen Störung (Suva-Tabelle 19 S. 5 lit. d) gegeben, 

weshalb Dr. D.___ auch auf "Schlafstörungen mit Albträumen und ständiger Müdigkeit" 

sowie "starke Konzentrationsschwierigkeiten" und "rasche Ermüdbarkeit" verweise. 

Dies komme einer Integritätseinbusse von 50% gleich. Aktenwidrig sei auch die 

Behauptung, es habe sich nicht um einen "andauernden emotionalen Eindruck" 

gehandelt. Es möge zutreffen, dass sich die Schmerzproblematiken in somatischer und 

psychiatrischer Hinsicht überdecken würden. Die ausgeprägten Schmerzen im Bereich 

der Wirbelsäule seien in somatischer Hinsicht nicht ausreichend gewürdigt worden. 

Damit könne im psychiatrischen Teilbereich nicht darauf verwiesen werden, dass die 

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Schmerzsituation bereits berücksichtigt sei. Eine Befunderhebung und Beurteilung 

ergäbe mit Sicherheit einen gesamthaften Integritätsschaden von 80% (act. G 1 S. 17f).

Dr. G.___ begründete im Bericht vom 10. Oktober 2005, wieso aus seiner Sicht beim 

Beschwerdeführer nicht eine posttraumatische Belastungsstörung, sondern 

auschliesslich eine Dysthymia vorliege. Für die Schätzung des Integritätsschadens sei 

das Kriterium der Dauerhaftigkeit der Schädigung erfüllt. Bei der Dysthymia handle es 

sich aber um eine leichte psychische Störung. Für solche sei nach Suva-Tabelle 19 

eine Integritätsentschädigung bis 20% geschuldet. Aus versicherungspsychiatrischer 

Sicht resultiere somit eine Integritätsentschädigung von 20%. Diese sei zu den bereits 

geschätzten 20% Integritätsentschädigung für die Schmerzen zu addieren (UV-act. 

258).

e) Nach Lage der Akten handelte es sich beim Unfall vom 3. Juni 1994 um einen 

mittelschweren Unfall, wobei soweit ersichtlich mehrere Adäquanzkriterien (relativ 

schwere somatische Verletzung, lange Dauer der physisch bedingten 

Arbeitsunfähigkeit und Behandlung, Dauerschmerz) zu bejahen sind. Hievon geht 

offensichtlich auch die Beschwerdegegnerin aus, da sie einen psychisch bedingten 

Integritätsschaden von 20% anerkannte. Wie dargelegt sind für die Zeit nach den 

Beurteilungen von Dr. F.___ und Dr. G.___ beim Beschwerdeführer keine 

Veränderungen in gesundheitlicher Hinsicht ausgewiesen. Zum Einwand des 

Beschwerdeführers, wonach es sich bei den Suva-internen Berichten um reine 

Aktengutachten handle (act. G 1. S. 8), ist festzuhalten, dass die Rechtsprechung 

Aktengutachten als zulässig erachtet, wenn die Akten ein vollständiges Bild über 

Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben und diese Daten unbestritten 

sind. Voraussetzung ist ein lückenloser Untersuchungsbefund, damit der Experte 

imstande ist, sich aufgrund der vorhandenen Unterlagen ein lückenloses Bild zu 

verschaffen (PVG 1996, 265 Erw. 3b). Im Fall der Berichte von Dr. F.___ sind die 

erwähnten Voraussetzungen erfüllt, nicht jedoch bei demjenigen von Dr. G.___, zumal 

für psychiatrische Berichte in der Regel eine persönliche Untersuchung durch den 

Bericht erstattenden Arzt vorausgesetzt ist (Urteil des EVG vom 30. November 2004 i/S 

E.M., Erw. 3.2.4 [I 163/04]). Die von Dr. G.___ gestellte psychiatrische Diagnose einer 

Dysthymia steht sodann im Widerspruch zu denjenigen im MEDAS-Gutachten vom 8. 

Oktober 1998 (anhaltende somatoforme Schmerzstörung und begleitend sehr 

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wahrscheinlich eine posttraumatische Belastungsstörung als psychische Unfallfolgen) 

sowie von Dr. D.___ (anhaltende Persönlichkeitsänderung). Bei Zutreffen der Diagnose 

von Dr. G.___ hätte es sich bei der erwähnten MEDAS-Beurteilung entweder um eine 

Fehldiagnose handeln oder es hätte sich in psychischer Hinsicht in den Jahren nach 

1998 eine gesundheitliche Verbesserung ergeben müssen. Für letzteres bestehen aber 

wie erwähnt keinerlei Anhaltspunkte. Eine abschliessende Beurteilung dieser Umstände 

erscheint gestützt auf die gegebene Aktenlage nicht möglich, weshalb die 

Beschwerdegegnerin eine erneute Abklärung und Bemessung des psychisch 

bedingten Integritätsschadens (einschliesslich einer entsprechenden Untersuchung des 

Beschwerdeführers durch den Gutachter) zu veranlassen haben wird. Dabei rechtfertigt 

es sich, sie Suva dazu zu verhalten, mit dieser Begutachtung einen unabhängigen, 

bisher mit der Sache nicht befassten Psychiater zu beauftragen.

4.- Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde in dem Sinn teilweise 

gutzuheissen, dass die Angelegenheit zur Abklärung des psychisch bedingten 

Integritätsschadens und zu entsprechender neuer Verfügung an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist. Bezogen auf den somatisch bedingten 

Integritätsschaden ist die Beschwerde dagegen abzuweisen. Mit Bezug auf die 

Bemessung des versicherten Verdienstes, die Invaliditätsbemessung und die 

Überentschädigungsberechnung ist die Beschwerde schliesslich zufolge Rückzugs 

abzuschreiben. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Hingegen 

hat der Beschwerdeführer bei diesem Verfahrensausgang Anspruch auf eine 

Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG). Es rechtfertigt sich, diese angesichts des 

teilweisen Obsiegens auf Fr. 1'800.-- pauschal festzulegen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1. Die Beschwerde wird in dem Sinne teilweise gutgeheissen, dass die Angelegenheit 

zur Abklärung des psychisch bedingten Integritätsschadens im Sinn der Erwägungen 

und neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird. Hinsichtlich 

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der Bemessung des somatisch bedingten Integritätsschadens wird die Beschwerde 

abgewiesen.

2. Hinsichtlich der Bemessung des versicherten Verdienstes, der Invaliditätsbemessung 

und der Überentschädigungsberechnung wird das Verfahren abgeschrieben.

3. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

4. Die Beschwerdegegnerin hat den Beschwerdeführer mit pauschal Fr. 1'800.-- zu 

entschädigen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 03.05.2007
	Art. 24 UVG. Prüfung des somatisch und psychisch bedingten Integritätsschadens. Rückweisung zur Abklärung des psychisch bedingten Integritätsschadens (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 3. Mai 2007, UV 2006/17).

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		2025-07-19T16:30:46+0200
	"9001 St.Gallen"
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