# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e42fb1cd-e664-5d52-9b3e-08a09840a350
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-12-08
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 08.12.2014 SR140019
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SR140019_2014-12-08.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: SR140019-O/U/jv 
 
 
Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. P. Marti, Präsident, Oberrichterin lic. iur.  

L. Chitvanni und Ersatzoberrichterin lic. iur. I. Erb sowie  

Gerichtsschreiber lic. iur. M. Hauser 

Beschluss vom 8. Dezember 2014 

 

in Sachen 

 

A._____, 
Gesuchsteller 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____ 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat,  
vertreten durch Stv. Leitenden Staatsanwalt lic. iur. D. Kloiber,  

Gesuchsgegnerin 

 

betreffend Revision 

Revisionsgesuch gegen ein Urteil des Obergerichtes Zürich,  
II. Strafkammer, vom 21. November 2012 (SB110662) 
 

- 2 - 

Erwägungen: 

I. Verfahrensgang 

1. Rechtskräftiger Entscheid 

1.1. Mit Urteil vom 9. September 2011 sprach die 9. Abteilung des Bezirks-

gerichts Zürich den Gesuchsteller u.a. der sexuellen Nötigung gemäss Art. 189 

Abs. 1 StGB zum Nachteil von B._____ (Erzwingen des Oralverkehrs)  

schuldig. Diesen Schuldspruch focht der Gesuchsteller mit dem Hinweis, dies  

bedeute keine vollumfängliche Anerkennung des eingeklagten Sachverhaltes, 

nicht an (vgl. u.a. Urk. 256 S. 49). 

1.2. Mit Urteil vom 21. November 2012 sprach die II. Strafkammer des Oberge-

richtes des Kantons Zürich, welche den zitierten vorinstanzlichen Schuldspruch 

aufgrund der obenerwähnten widersprüchlichen Berufungserklärung nicht rechts-

kräftig erachtete (vgl. Urk. 2/1 S. 16), den Beschuldigten erneut (u.a.) der sexuel-

len Nötigung im Sinne von Art. 189 Abs. 1 StGB zum Nachteil von B._____ schul-

dig. Für dieses und weitere Delikte belegte die II. Strafkammer den Beschuldigten 

mit einer Freiheitsstrafe von 32 Monaten (abzüglich 7 Tage Untersuchungshaft) 

und mit einer Busse von Fr. 4'000.-- (vgl. Urk. 2/1 S. 191). Sie schob den Vollzug 

der Freiheitsstrafe im Umfang von 20 Monaten bei einer Probezeit von drei Jah-

ren auf. Im Übrigen (12 Monate) erklärte sie die Strafe für vollziehbar. 

1.3. Eine vom Beschuldigten gegen das Urteil der II. Strafkammer erhobene  

Beschwerde wies das Bundesgericht mit Urteil vom 27. Januar 2014 ab, soweit es 

auf sie eintrat (vgl. Urk. 286).   

2. Revisionsbegehren 

2.1. Mit Eingabe vom 18. Juli 2014 liess der Gesuchsteller ein Revisionsgesuch 

einreichen, welches zusammengefasst damit begründet wird, die vormalige  

Privatklägerin B._____ habe ihre Sachdarstellung in einem Brief an den  

Gesuchsteller vom 2. Juli 2014 derart geändert und ergänzt, dass dies zu einer 

wesentlich milderen Bestrafung des Gesuchstellers führen könne (vgl. Urk. 1  

- 3 - 

S. 3 ff.). Konkret liess der Gesuchsteller folgende Anträge stellen (vgl. Urk. 1  

S. 2): 

1. Das Urteil der II. Strafkammer des Obergerichtes Zürich vom 
21. November 2012 sei teilweise aufzuheben. 

2. A._____ sei in Aufhebung von Ziff. 4 und 5 des angefochtenen 
Urteils mit maximal 18 Monaten Freiheitsstrafe zu bestrafen (wo-
von 7 Tage durch Untersuchungshaft erstanden sind) sowie mit 
einer Busse von CHF 4'000, wobei der Vollzug der Freiheitsstrafe 
unter Ansetzung einer Probezeit von zwei Jahren aufzuschieben 
sei. 

3. Dem Revisionsgesuch sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen 
und dementsprechend vom Vollzug des gemäss Urteil vom  
21. November 2012 vollziehbar erklärten Teil der Freiheitsstrafe 
einstweilen abzusehen. 

 

2.2. Mit Verfügung vom 6. August 2014 stellte der Kammerpräsident eine Kopie 

des Revisionsgesuches der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat zur freigestellten 

Stellungnahme zu. Gleichzeitig zog er die Akten des Strafverfahrens (DG100607 

und SB110622) bei (vgl. dazu Urk. 7). Weiter wurde der Gesuchsteller darauf  

hingewiesen, dass über seinen Antrag betreffend aufschiebende Wirkung später 

entschieden würde (vgl. Urk. 7 S. 2). 

2.3. Mit Eingabe vom 2. September 2014, hierorts eingegangen am 8. Septem-

ber 2014, reichte die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat, die in diesem Verfahren 

Parteistellung hat (vgl. Urk. 14 S. 2, Antrag Ziff. 6), ihre Vernehmlassung ein  

(vgl. Urk. 14). Sie stellte dabei folgende Anträge (vgl. Urk. 14 S. 2): 

1. Auf das Revisionsgesuch des Gesuchstellers sei nicht einzutre-
ten; 

2. eventualiter sei dieses abzuweisen; 
3. subeventualiter sei die Privatklägerin B._____ sachdienlich durch 

die I. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich  
zu befragen, unter Wahrung der Teilnahmerechte der Gesuchs-
gegnerin (Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat); 

4. das Gesuch um aufschiebende Wirkung sei abzulehnen und es 
sei nicht vom Vollzug des gemäss Urteil vom 21. November 2012 
vollziehbar erklärten Teils der Freiheitsstrafe abzusehen; 

5. unter Kostenfolgen zulasten des Gesuchstellers. 

- 4 - 

2.4. Mit Präsidialverfügung vom 8. September 2014 wurde die Stellungnahme 

der Staatsanwaltschaft dem Gesuchsteller zugestellt und ihr gleichzeitig Frist zur 

Einreichung einer freigestellten Vernehmlassung angesetzt (vgl. Urk. 16). 

2.5. Die Vernehmlassung des Gesuchstellers vom 16. September 2014 ging  

in der Folge hierorts am 17. September 2014 ein (Urk. 18), in welcher er seine 

Anträge erneuerte. Die Vernehmlassung der Staatsanwaltschaft dazu erging am 

22. September 2014 (vgl. Urk. 21 und 25). Auch die Staatsanwaltschaft hielt darin 

an ihren Anträgen fest.  

2.6. In der Zwischenzeit hiess das Amt für Justizvollzug mit Verfügung vom  

11. September 2014 ein Gesuch des Gesuchstellers um Aufschub des Strafan-

trittstermins gut. Sie setzte dabei dem Gesuchsteller Frist bis zum 10. Dezember 

2014 an, um sich bei der Halbgefangenschaft Winterthur zwecks Vereinbarung 

eines Vorbesprechungstermins und Abschluss einer Aufenthaltsvereinbarung zu 

melden und setzte den Strafantritt auf den 5. Januar 2015 fest (vgl. Urk. 24/2). 

2.7. Am 13. November 2014 liess der Gesuchsteller eine Noveneingabe  

einreichen (vgl. Urk. 31), welcher ein handschriftliches Schreiben der vormaligen 

Privatklägerin B._____ vom 12. November 2014 beilag (vgl. Urk. 33). In der No-

veneingabe wurden folgende Anträge gestellt: 

1. Das beiliegende Entschuldigungsschreiben von B._____ vom 12. 
November 2014 sei zu den Akten des Revisionsverfahrens  
zu nehmen und beim Entscheid über das Revisionsgesuch mit-
zuberücksichtigen. 

2. B._____ sei zum Inhalt und zum Zustandekommen der  
beiden schriftlichen Erklärungen vom 2. Juli 2014 und vom  
12. November 2014 zu befragen. 

2.8. Die neu eingereichten Unterlagen wurden in der Folge der Staatsanwalt-

schaft Zürich-Limmat zugestellt unter gleichzeitiger Fristansetzung zur freigestell-

ten Vernehmlassung (vgl. Urk. 34).  

2.9. Die Vorinstanz, die II. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich, 

verzichtete am 1. Dezember 2014 auf eine Vernehmlassung (vgl. Urk. 37). Am 

28. November 2014 ging zwar eine Stellungnahme der Staatsanwaltschaft Zürich-

- 5 - 

Limmat ein (Urk. 38), doch zog die Staatsanwaltschaft diese am 3. Dezember 

2014 wieder zurück (Urk. 39). Diese Eingabe wird damit in der Folge nicht  

berücksichtigt. 

 

II. Revision 

1. Allgemeine Ausführungen 

1.1. Gemäss Art. 410 Abs. 1 lit. a StPO (Wiederaufnahme zufolge neuer  

Tatsachen und Beweismittel) kann die Revision (u.a.) dann verlangt werden, 

wenn neue, vor dem Entscheid eingetretene Tatsachen oder neue Beweismittel 

vorliegen, die geeignet sind, einen Freispruch oder eine wesentlich mildere  

Bestrafung der verurteilten Person herbeizuführen. 

1.2. Neu ist eine Tatsache, wenn sie im Zeitpunkt des zu revidierenden Urteils 

zwar bereits vorhanden, der Strafbehörde indes nicht bekannt war oder von ihr in 

ihrer Massgeblichkeit übersehen wurde, und demzufolge nicht in den Entscheid 

einfloss (Entscheid des Bundesgerichtes 6B_579/2012 vom 11. Januar 2013, 

E. 2.4.2 und 6S.452/ 2004 vom 1. Oktober 2005, E. 2.2., je mit Hinweisen). Nicht 

von Bedeutung ist, ob die Strafbehörde effektiv um die Tatsache hätte wissen 

können oder nicht (BSK StPO II-Heer, 2. Auflage, Basel 2014, Art. 410 N 72,  

Art. 410 N 40). Neu sind Beweismittel, wenn sie dem Gericht nicht zur Kenntnis 

gelangt sind (Entscheid des Bundesgerichtes 6B_579/2012 vom 11. Januar 2013 

E. 2.4.2).  

1.3. Bei Art. 410 Abs. 1 lit. a StPO handelt es sich um einen relativen Revisions-

grund: Gefordert ist neben dem Vorliegen neuer Tatsachen oder Beweismittel  

deren Erheblichkeit für eine wesentlich mildere Bestrafung. Neue Tatsachen oder 

Beweismittel sind erheblich, wenn sie geeignet sind, die Beweisgrundlage des 

früheren Urteils so zu erschüttern, dass aufgrund des veränderten Sachverhalts 

ein wesentlich milderes Urteil möglich ist (BGE 130 IV 72 E. 1 = Praxis [94] 2005 

Nr. 35). Die Wahrscheinlichkeit einer Abänderung des früheren Urteils genügt für 

die Zulassung der Revision (Entscheid des Bundesgerichtes 6B_579/2012 vom 

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11. Januar 2013, E. 2.4.2; Entscheid des Bundesgerichtes 6S.452/2004 vom 

1. Oktober 2005, E. 2.2; BGE 116 IV 353 E. 4e).  

1.4. Ob eine Tatsache oder ein Beweismittel neu und geeignet ist, die tatsächli-

chen Grundlagen des Urteils zu erschüttern, dessen Revision verlangt wird, ist  

eine Tatfrage. Rechtsfrage ist hingegen, ob die voraussichtliche Veränderung  

der tatsächlichen Grundlagen rechtlich relevant ist, d.h. zu einem im Schuld-  

oder Strafpunkt für den Verurteilten günstigeren Urteil führen kann (vgl. BGE 

6B_206/2014 vom 22. April 2014, E. 4 und BGE 130 IV 72 E. 1 je mit Hinweisen). 

2. Ausführungen des Gesuchstellers 

2.1. Der Gesuchsteller stützt sein Revisionsgesuch auf Art. 410 Abs. 1 lit. a 

StPO. Als Revisionsgrund bezeichnet er eine Zuschrift von B._____ an  

seinen Rechtsvertreter vom 2. Juli 2014 (Urk. 2/3), in welcher sie eine gegenüber 

den Aussagen im früheren Strafverfahren geänderte und ergänzte Sachdar-

stellung abgegeben haben soll. Der Gesuchsteller führt in seiner Eingabe vom  

18. Juli 2014 aus, der geltend gemachte Revisionsgrund sei erheblich, da er  

zu einer wesentlich milderen Bestrafung und zur Gewährung des bedingten  

Strafvollzug führen könne (vgl. Urk. 1 S. 4). 

2.2. In einer weiteren Eingabe vom 13. November 2014 liess der Gesuchsteller 

ein Schreiben von B._____ vom 12. November 2014 (vgl. Urk. 33) einreichen und 

auch dessen Inhalt als relevanten Revisionsgrund bezeichnen (Urk. 31 S. 3). 

2.3. Mit beiden Eingaben macht der Gesuchsteller geltend, die "Richtig-

stellungen" von B._____ seien geeignet, die frühere Strafzumessung so zu er-

schüttern, dass nach dem veränderten Sachverhalt ein milderes Urteil möglich 

sei, welches den vollbedingten Vollzug der Freiheitsstrafe zulasse, was als  

"wesentlich mildere" Bestrafung im Sinne von Art. 410 Abs. 1 lit. a StPO zu  

qualifizieren sei. 

2.4. In seinem Revisionsgesuch vom 18. Juli 2014 macht der Gesuchsteller vor-

erst Ausführungen zum früheren Strafverfahren (vgl. Urk. 1 S. 5 - 8). Im Rahmen 

einer "Gegenüberstellung der Aussagen" macht der Gesuchsteller geltend,  

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gegenüber den Aussagen von B._____ in der vormaligen Strafuntersuchung 

ergäben sich aufgrund ihrer "Richtigstellung" im Schreiben vom 2. Juli 2014 ver-

schiedene, insbesondere für die Strafzumessung äusserst relevante Differenzen. 

Der Gesuchsteller ortet Differenzen hinsichtlich des Hintergrundes bzw. der Vor-

geschichte, des gemeinsamen Bar-Gespräches, der Aufforderung, etwas zu zei-

gen oder etwas zu sagen, des Gangs in die Toilette, des Küssens in der Toilette 

und des fehlenden Widerstandes (vgl. Urk. 1 S. 11 - 13). Abschliessend gelangt 

der Gesuchsteller zum Schluss, die "Richtigstellungen" von B._____ stellten neue 

Tatsachen und Beweismittel dar, die geeignet seien, eine wesentlich mildere Be-

strafung herbeizuführen. Die nunmehr erstellten Tatsachen entsprächen letztlich 

der seinerzeitigen, immer wieder beteuerten Darstellung von A._____ zum ersten 

Teil der Ereignisse am fraglichen Abend. Die "Richtigstellungen"  

änderten zwar nichts an seiner Strafbarkeit, weshalb auch der Schuldspruch  

gemäss Urteil vom 21. November 2012 in keiner Weise zur Diskussion stehe. Sie 

wirkten sich indessen in erheblicher Weise auf die Beurteilung seines Verschul-

dens aus, welches sich bekanntlich auf den gesamten Unrechts- und Schuldge-

halt seiner Straftat beziehen müsse. Konkret wird im Revisionsgesuch sodann 

festgehalten, entgegen dem durch das Obergericht Zürich im Rahmen der Straf-

zumessung gemäss Urteil vom 21. November 2012 "verschuldenserhöhend"  

gewerteten Verhalten von A._____, könne nicht von einem "hinterhältig und be-

rechnenden" Vorgehen gesprochen werden, ebenso wenig von einem  

hinterhältigen in den "Personalbereich locken" und in eine Toilette stossen bzw. 

schubsen. Ebenso sei erstellt, dass B._____ sich nach dem Flirten an der Bar ei-

ner möglichen körperlichen Annäherung durch A._____ bewusst gewesen sei und 

seine Küsse in der Toilette zunächst, wenngleich zurückhaltend und verunsichert, 

erwidert habe. Aufgrund dieser nunmehr von B._____ eigestandenen, vom Ober-

gericht Zürich verneinten Umstände sei A._____  

zunächst eben doch davon ausgegangen, B._____ könnte sich "auf ein  

sexuelles Abendteuer (mit ihm) einlassen" (vgl. Urk. 1 S. 16 unter Hinweis auf 

Urk. 2/1 S. 48). Die Argumentation der Verteidigung im obergerichtlichen Beru-

fungsverfahren, wonach A._____ aufgrund dieser nunmehr erstellten Umstände 

die ablehnende Haltung von B._____ während längerer Zeit nicht wahrgenommen 

- 8 - 

habe, erweise sich damit entgegen der Auffassung des Obergerichtes Zürich als 

zutreffend. Dies umso mehr, als B._____ sich nicht gewehrt habe, wie diese in ih-

rer Richtigstellung vom 2. Juli 2014 betont habe (vgl. Urk. 1 S. 16). Mit Vernehm-

lassung vom 16. September 2014 zur Stellungnahme  

und Beantwortung des Revisionsgesuches durch die Staatsanwaltschaft  

Zürich-Limmat (Urk. 14) sowie mit seiner Noveneingabe vom 13. November 2014  

(Urk. 31), letztere unter Einreichung der neuen Zuschrift von B._____ vom 12. 

November 2014 (vgl. Urk. 33), bekräftigte der Gesuchsteller im Wesentlichen das 

bereits Ausgeführte. 

3. Ausführungen der Staatsanwaltschaft 

3.1. In ihren Vernehmlassungen vom 2. September 2014 (vgl. Urk. 14) und  

vom 22. September 2014 (vgl. Urk. 25) widersprach die Staatsanwaltschaft der 

Auffassung des Gesuchstellers, das eingereichte Schreiben von B._____ stelle 

ein neues Beweismittel dar, welches dazu führe, dass eine wesentlich  

mildere Bestrafung möglich sei. Selbst wenn im angefochtenen Urteil die neuen 

Aussagen von B._____ bereits bekannt gewesen wären, dürfe keinesfalls  

davon ausgegangen werden, dass das Gericht eine Strafe ausgefällt hätte,  

bei der ein bedingter Vollzug noch möglich gewesen wäre, weswegen auf das 

Revisionsgesuch nicht einzutreten sei (vgl. dazu Urk. 14 S. 3 f. und Urk. 25 S. 4).  

3.2. Wollte man auf das Revisionsgesuch eintreten, so sei dieses abzuweisen. 

Es sei nach wie vor auf die von B._____ in der Untersuchung deponierten Aussa-

gen abzustellen, zumal diese zeitnäher zu den inkriminierten Ereignissen und zu 

einem Zeitpunkt erfolgt seien, zu welchem keinerlei persönliche Beziehung zwi-

schen B._____ und dem Gesuchsteller bestanden hätten (vgl. Urk. 14  

S. 4 f.). Dem Gesuchsteller sei sexuelle Nötigung durch erzwungenen Oralverkehr 

vorgeworfen worden, wofür er geständig sein wolle und wofür er verurteilt und 

seine Strafe bemessen worden sei. Dass nunmehr versucht werde, aus einem 

harmlosen Gespräch von zwei Bekannten an einer Bar nach fast neun Jahren ein 

Flirt zu konstruieren, aus dem sich ableiten lasse, dass die damalige Geschädigte 

Signale an den Gesuchsteller ausgesandt habe, dass sie einer allfälligen körperli-

chen Annäherung nicht abgeneigt sei, weshalb sein Verschulden bezüglich der 

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sexuellen Nötigung sich massiv vermindere, könne nicht behauptet werden. Nicht 

jedes Gespräch in angenehmer Atmosphäre gäbe einem der Gesprächspartner 

das Recht, anschliessend über den anderen herzufallen und ihn oder sie zu  

Oralverkehr zu zwingen. Selbst wenn zuvor Küsse einvernehmlich ausgetauscht 

worden wären, bliebe als eigentliche Urteilsgrundlage die danach stattgefundene 

sexuelle Nötigung, welche verschuldensmässig dadurch nicht besser werde  

(vgl. Urk. 25 S. 5). 

4. Beurteilung des Revisionsgesuchs 

4.1. Vorweg ist festzuhalten, dass der Gesuchsteller mit seinem Revisions-

gesuch den Schuldpunkt wegen sexueller Nötigung im Sinne von Art. 189  

Abs. 1 StGB zum Nachteil von B._____ ausdrücklich nicht in Abrede stellt. 

4.1.1. Die strafbare Handlung, die dem Gesuchsteller im Urteil der II. Strafkammer 

des Obergerichtes des Kantons Zürich vom 21. November 2012 angelastet  

wurde, steht damit fest. Fest steht dabei insbesondere, dass der Gesuchsteller in 

jener Personaltoilette B._____, die ihm zu diesem Zeitpunkt klar gesagt hatte, 

dass sie keinen Sex mit ihm wollte, mitteilte, dies wolle er auch nicht, sie solle ihm 

"eins blasen". Dazu drückte er die Privatklägerin mit zumindest einer Hand auf 

den Toilettensitz und hinderte sie mit einem Griff in den Hals-/Nackenbereich  

daran, sich wieder zu erheben. Weiter öffnete er mit einer Hand seine Hose, 

drückte B._____ sein erigiertes Glied in den Mund und bewegte seinen Penis dort 

hin und her bis zur Ejakulation. Schliesslich forderte er sie auf, sein Ejakulat her-

unterzuschlucken, wogegen sich B._____ durch Kopfschütteln wehrte, worauf er 

ihr weiter den Mund zuhielt, so dass ihr nichts anders übrig blieb, als das Sperma 

herunterzuschlucken. Bei diesen Handlungen liess der Gesuchsteller B._____, 

die ihm körperlich klar unterlegen und durch seine plötzliche  

Verhaltensänderung vor Angst wie gelähmt war, keine andere Möglichkeit, als die 

Handlung über sich ergehen zu lassen, zumal es ihr auch nicht möglich war, die 

enge und abgeschlossene Toilette am Gesuchsteller vorbei zu verlassen. Der 

Gesuchsteller wusste dabei, dass B._____ diese Handlungen nicht über sich er-

gehen lassen wollte und sie zu keiner Gegenwehr mehr fähig war, was ihn nicht 

- 10 - 

daran hinderte, die gewollten Handlungen, welche einzig zur Befriedigung seiner 

sexuellen Gelüste dienten, an B._____ zu vollziehen. 

4.1.2. Zu diesem Teil des Geschehens enthalten die drei Schreiben von B._____, 

die der Gesuchsteller im Rahmen seines Revisionsgesuches einreichen liess, 

nichts Neues. Vielmehr bekräftigte sie – sofern sie sich zu diesem Geschehen 

überhaupt äusserte – ihre damaligen Aussagen. So führte sie bereits im Schrei-

ben vom 28. April 2014 an den damaligen Vorsitzenden, Oberrichter Thomas 

Meyer, aus, als sie mit dem Gesuchsteller im WC gewesen sei, habe sie es mit 

der Angst zu tun bekommen und habe sich nicht getraut, etwas anderes zu tun, 

als was er von ihr verlangt hätte. Sie habe sich nicht zu wehren vermocht. Weiter 

hielt sie im selben Schreiben fest, die Szenen, welche sich in dieser  

Toilette abgespielt hätten, seien die angsteinflössendsten Momente ihres Lebens 

gewesen (vgl. Urk. 2/5 alles S. 2). Im Schreiben vom 2. Juli 2014 an den Rechts-

vertreter des Gesuchstellers (vgl. Urk. 2/3) wiederholte sie, was sie bereits in der 

Untersuchung deponiert hatte, nämlich, dass sie ihm sagte, dass sie nicht mit ihm 

Sex haben wolle, das sei gerade noch das einzige gewesen, was sie über die 

Lippen gebracht habe. Weiter legte sie dar, sie habe dabei durch die Reaktion 

des Gesuchstellers realisiert, dass die Situation für sie ziemlich unangenehm 

werden sollte. Wenn sie sodann ausführte, es sei ihr bis heute selber nicht ganz 

klar, weshalb sie sich nicht gewehrt habe und dazu erläuterte, es sei eine  

Mischung aus Überraschung und Angst gewesen, die sie gelähmt habe, so steht 

dies ebenfalls mit ihren früheren Aussagen und dem Anklagetext, der als erstellt 

betrachtet wurde, im Einklang. Daran ändert ihre Spekulation, diese Mischung 

aus Überraschung und Angst sei "vielleicht nicht nur durch A._____'s Verhalten  

hervorgerufen" worden, nichts. Ebenso wenig vermag ihre Schilderung, "in einer 

Art Hoffnungslosigkeit und um schlimmeres zu vermeiden", habe sie gedacht, sie 

müsse jetzt mitmachen und habe den Mund aufgemacht, etwas daran zu ändern 

(vgl. dazu Urk. 2/3 S. 4). Ihrem Schreiben vom 12. November 2014 ist bezüglich 

der eigentlichen Tathandlung ohnehin nichts zu entnehmen (vgl. Urk. 33). 

4.1.3. Der Gesuchsteller anerkennt denn auch in seinem Revisionsgesuch  

ausdrücklich, dass die – wie er sie nennt – "Richtigstellungen" von B._____ nichts 

- 11 - 

an seiner Strafbarkeit ändern, weswegen auch der Schuldspruch gemäss Urteil 

vom 21. November 2012 in keiner Weise zur Diskussion stehe (vgl. Urk. 1 S. 15). 

Mit Bezug auf diese Phase des Geschehens, nämlich des eigentlichen  

sexuellen Übergriffs und zwar von dessen Anfang an, liegen somit keine neue 

Tatsachen oder Beweismittel vor, die im Rahmen eines Revisionsgesuches  

Bedeutung erlangen könnten. Sofern der Gesuchsteller dennoch versucht, mit 

seinem Revisionsgesuch seiner bereits im früheren Verfahren geltend gemachten 

Darstellung zum Durchbruch zu verhelfen, insbesondere diejenige, er habe  

die ablehnende Haltung von B._____ während längerer Zeit nicht  

wahrgenommen (vgl. Urk. 1 S. 16), ist er damit nicht zu hören.  

4.2. Im Revisionsgesuch wird indes geltend gemacht, dass die "Richtig-

stellungen" von B._____ in den eingereichten Schreiben als für die Straf-

zumessung erhebliche Noven zu qualifizieren und geeignet seien, eine wesentlich 

mildere Bestrafung des Gesuchstellers und die Gewährung des bedingten  

Strafvollzuges für die ganze Freiheitsstrafe herbeizuführen (vgl. Urk. 1 S. 14).  

Nachfolgend ist daher auf die vom Gesuchsteller konkret als erhebliche Noven  

bezeichneten Ausführungen in diesen Schreiben von B._____ einzugehen.  

4.2.1. Der Gesuchsteller macht vorerst geltend, B._____ äussere sich in  

ihrem Schreiben vom 2. Juli 2014 neu zu den Umständen, weshalb sie am fragli-

chen Abend allein im Nachtclub C._____ erschien und wertet ihre Schilderung, 

dass sie "in einer Art Trotzreaktion" dorthin ging als für das Verständnis der nach-

folgenden Ereignisse von wesentlicher Bedeutung (vgl. Urk. 1 S. 11 f.). Abgese-

hen davon, dass eine neue ergänzende Schilderung nicht als "Richtigstellung" 

bezeichnet werden kann, ist nicht nachvollziehbar, inwiefern die Gründe für den 

Besuch eines Nachtlokals – jedenfalls die angegebenen – im Hinblick auf eine 

nachträglich erfolgte und anerkannte sexuelle Nötigung von Belang sein sollten.  

4.2.2. Zum gemeinsamen Bar-Gespräch hebt der Gesuchsteller die Darstellung 

von B._____ hervor, der Gesuchsteller sei dabei "sehr schmeichelnd, zuvorkom-

mend und charmant" gewesen, "in diesem Moment" habe "die Sympathie auf Ge-

genseitigkeit" beruht und es habe auch von ihrer Seite "eine gewisse Anziehung 

zu A._____" bestanden (vgl. Urk. 1 S. 12 unter Hinweis auf Urk. 2/3 S. 2 f.). Wei-

- 12 - 

ter verweist der Gesuchsteller in seiner Noveneingabe vom 13. November 2014 

auf die Passage im Schreiben von B._____ vom 12. November 2014 hin, sie 

(B._____ und A._____) hätten einander an der Bar sehr gut unterhalten und "wohl 

auch geflirtet" (vgl. Urk. 31 S. 3 und Urk. 33 S. 1 f.). Dazu ist auszuführen, dass 

B._____ bereits in der Untersuchung von einem "sehr netten Gespräch" an der 

Bar berichtet hatte, weshalb ihre diesbezügliche Schilderung in den hier zur Dis-

kussion stehenden Schreiben nichts Neues beinhaltet. Das sehr nette Gespräch, 

welches mindestens eine Stunde dauerte, setzte zwangsläufig eine gewisse ge-

genseitige Sympathie zwischen den Gesprächspartnern voraus, weshalb diese 

nachträgliche Konkretisierung als Binsenwahrheit erscheint und hier nicht weiter 

von Belang sein kann. Neu ist indessen, dass B._____ in  

ihrem (dritten) Schreiben – obwohl sie in der Untersuchung dies verneint hatte 

(vgl. Urk. ND 1/3.3 S. 4 und S. 9) – davon spricht, man habe an der Bar "wohl 

auch geflirtet" (vgl. Urk. 33 S. 1 f.), was sie in der Untersuchung in Abrede gestellt 

hatte (vgl. Urk. ND1/3.3 S. 9). Der im Schreiben vom 2. Juli 2014 gewählten  

Formulierung könnte nun auch die Bedeutung zukommen, es habe sich wahr-

scheinlich ("wohl geflirtet"; vgl. Duden Synonyme) so verhalten, was offen liesse, 

ob es sich dabei lediglich um eine Vermutung oder um eine Tatsache handelt. 

Selbst wenn man aber davon ausgeht, B._____ und A._____ hätten anlässlich 

des Gesprächs an der Bar geflirtet, so ist nicht ersichtlich, inwiefern diese neue 

Darstellung für die Bewertung des nachträglich erfolgten sexuellen Übergriffs von 

Relevanz sein sollte. Ihre Darstellung, von ihrer Seite habe "in  

diesem Moment" "eine gewisse Anziehung zu A._____" bestanden, bezieht sich 

im Übrigen auf ihre (nicht geäusserten) Empfindungen anlässlich des geführten 

Gespräches an der Bar, sie stehen ebenso wenig mit dem danach in der Perso-

naltoilette erfolgten sexuellen Übergriff im Zusammenhang, vermögen jedenfalls  

diesen unter keinen Titeln in einem günstigeren Licht erscheinen zu lassen. 

4.2.3. Unbestritten ist, dass der Gesuchsteller in der Schlussphase des  

Gesprächs an der Bar B._____ gegenüber äusserte, er wolle ihr etwas zeigen, er 

müsse ihr etwas sagen oder sie solle schnell mitkommen, denn diese Darstellung 

stimmt auch mit den Angaben des Gesuchstellers an der Berufungsverhandlung 

überein (vgl. Urk. 253 S. 11 im Verfahren SB110662). Revisionsrechtlich irrele-

- 13 - 

vant ist, was B._____ dabei möglicherweise dachte, nämlich, dass er vielleicht 
mit ihr raus an die frische Luft möchte, um alleine zu sein  

(vgl. Urk. 2/3 S. 3). Ebenso wenig relevant ist – dies entgegen der Auffassung des 

Gesuchstellers (Urk. 1 S. 15) –, ob ihr dabei durch den Kopf ging, dass er wahr-
scheinlich mehr als nur reden wollte (vgl. Urk. 2/3 S. 3), handelt es sich bei die-
sen Ausführungen in ihrem Schreiben vom 2. Juli 2014 um reine Spekulationen 

und nicht um Tatsachen. Selbst wenn man im Übrigen davon ausgehen wollte, in 

jenem Zeitpunkt sei sich B._____ "einer möglichen körperlichen Annäherung 

durch A._____ bewusst" gewesen, wie der Gesuchsteller diese  

Äusserung interpretiert (vgl. Urk. 1 S. 15), so ist schlicht unerfindlich, weshalb 

dies einen Einfluss auf die Bewertung der ihr gegenüber später verübten  

sexuellen Nötigung gehabt haben sollte. Dies ganz abgesehen davon, dass 

B._____ in ihrem Schreiben ausdrücklich präzisierte, sie habe niemals daran  

gedacht, auf einer Mitarbeiter-Toilette des Clubs zu landen (vgl. Urk. 2/3 S. 3). 

4.2.4. B._____ hat in der Untersuchung nie in Abrede gestellt, freiwillig  

der Aufforderung des Gesuchstellers mitzugehen, Folge geleistet zu haben (vgl. 

Urk. ND1/3.1 S. 2 und ND 1/3.3 S. 4). Darüber beinhaltet ihr im Rahmen des Re-

visionsgesuchs eingereichtes Schreiben vom 12. Juli 2014 keine anderslautende 

Darstellung. Im Schreiben vom 12. November 2014 bekräftigte sie vielmehr ihre 

früheren Aussagen, indem sie ausdrücklich ausführte, in keiner Art und Weise ge-

zwungen worden zu sein, mit dem Gesuchsteller mitzugehen (vgl. Urk. 33 S. 2). 

B._____, welche sich zuvor nie im Personalbereich des C._____s aufgehalten 

hatte (vgl. ND 1/3.3 S. 5), landete mit dem Gesuchsteller in der Folge ahnungslos 

auf jener Mitarbeitertoilette, was sie überraschte (vgl. ND 1/3.3 S. 5, vgl. Urk. ND 

1/3.1 S. 2). Diese Darstellung hält sie in ihrem Schreiben vom 2. Juli 2014  (vgl. 

Urk. 2/3 S. 4) und in jenem vom 12. November 2014 (vgl. Urk. 33 S. 2) erneut 

fest. Zum eigentlichen Betreten der Toilette hatte B._____ in der  

Untersuchung angegeben, der Gesuchsteller habe die WC-Tür aufgemacht und 

sie dorthin hineingestossen (vgl. ND 1/3.1 S. 2) bzw. der Gesuchsteller habe die 

Tür aufgemacht und sie "sozusagen" hineingeschoben (vgl. Urk. ND 1/3.3 S. 5). 

In ihrem Schreiben vom 2. Juli 2014 präzisierte sie, da sie nicht einmal gewusst 

habe, dass es dort dieses WC gegeben habe, sei sie, wohl etwas naiv, aber ohne 

- 14 - 

von A._____ gedrängt oder gezwungen worden zu sein, durch diese Tür gegan-

gen (vgl. Urk. 2/3 S. 3), welche Darstellung in diesem Punkt von der ursprünglich 

zu Protokoll gegebenen abweicht und insofern neu ist. 

4.2.5. Der Gesuchsteller macht in seinem Revisionsgesuch geltend, B._____ ha-

be bezüglich der Küsse in der Toilette in ihrem Schreiben vom 2. Juli 2014  

ihre in der Untersuchung dazu abgegebene Darstellung korrigiert. In der Tat  

hatte B._____ in der Untersuchung deponiert, der Gesuchsteller habe in  

der Toilette versucht, sie zu küssen, wobei sie ihm ausgewichen sei (vgl.  

Urk. ND1/3.1 S. 6) bzw. A._____ habe "versucht" sie zu küssen (vgl. ND 1/3.3. S. 

5), es sei aber nicht richtig, dass man sich auf der Toilette gegenseitig geküsst 

habe (vgl. Urk. ND1/3.3 S. 11). In ihrem Schreiben vom 2. Juli 2014 legte sie dar, 

als A._____ (A._____) in der Toilette sie geküsst habe, habe sie in dieser Situati-

on noch keine Gefahr gesehen, aber wie sie ihn zurück geküsst habe,  

sei wohl eher zurückhaltend und verunsichert gewesen (vgl. Urk. 2/3 S. 3 f.). Im 

Schreiben vom 12. November 2014 spricht sie davon, die anfänglichen Küsse, 

welche sie ausgetauscht hätten, seien nach wie vor freiwillig gewesen (vgl. Urk. 

33 S. 2). Es trifft damit zu, dass ihre Darstellung insoweit neu ist. Eine andere 

Frage ist indessen, ob diese Tatsache – immer unterstellt, diese neue Darstellung 

sei zutreffend – einen und insbesondere welchen Einfluss auf die Verschuldens-

bewertung der eigentlichen Tat zu entfalten vermag.  

4.2.6. Zusammenfassend enthalten die vom Gesuchsteller im Rahmen des  

Revisionsgesuchs eingereichten Briefe von B._____ keinerlei neue Tatsachen zur 

eigentlichen Tat, welche vom Gesuchsteller auch nicht (mehr) in Frage gestellt 

wird. Die im Rahmen des Revisionsgesuch vom Gesuchsteller angerufenen 

Passagen in den Schreiben von B._____ betreffen sodann allesamt die Gescheh-

nisse vor der eigentlichen Tat und sind zum Teil – wie oben im Einzelnen darge-

legt – nicht als neue Tatsachen zu qualifizieren. Lediglich mit Bezug auf das ei-

gentliche Betreten der Toilette und der in dieser unmittelbar danach erfolgten 

Küsse, die B._____ mit dem Gesuchsteller (freiwillig) ausgetauscht haben will, 

weichen ihre Ausführungen von ihrer ursprünglichen Darstellung in der  

Untersuchung ab.  

- 15 - 

4.3. Die sich hier stellende Frage, ob die neuen Tatsachen in revisionsrechtlicher 

Hinsicht erheblich sind, namentlich ob sie geeignet sind, die Beweisgrundlage des 

früheren Urteils so zu erschüttern, sodass aufgrund des veränderten Sachverhalts 

ein wesentlich milderes Urteil möglich ist , wie dies der Gesuchsteller geltend 

macht, ist jedoch eindeutig zu verneinen. 

4.3.1. Weder das Flirten anlässlich des Gesprächs an der Bar, noch das freiwillige 

Mitgehen unter dem Hinweis des Gesuchstellers, er wolle ihr etwas zeigen oder 

sagen, noch das freiwillige Eintreten in die Toilette – wobei unbestritten ist, dass 

B._____ nicht wusste, dass sie in einer Toilette landen sollte –, noch der  

anfängliche Austausch von Küssen in der Toilette lassen den nachfolgenden 

massiven sexuellen Übergriff unter einem erheblich milderen Licht erscheinen. 

B._____ hatte dem Gesuchsteller – was sie in ihrem Schreiben vom 2. Juli 2014 

erneut ausdrücklich fest hielt (vgl. Urk. 2/3 S. 4) – klar und deutlich mitgeteilt, dass 

sie mit ihm keinen Sex haben will, was selbstredend auch für Oralsex galt. Dies 

schliesst aus, dass A._____ in der Anfangsphase der sexuellen Handlungen noch 

davon hätte ausgehen können, B._____ könnte sich auf ein sexuelles Abendteuer 

mit ihm einlassen (vgl. Kritik des Gesuchsteller am  

Urteil der II. Strafkammer in Urk. 1 S. 16 unter Hinweis auf Urk. 2/1 S. 48). Daran 

ändern – dies entgegen dem Gesuchsteller (vgl. Urk.16 S. 16) – auch die Aus-

führungen von B._____ hinsichtlich ihres Widerstandes (vgl. Urk. 2/3 S. 4) nichts, 

zumal ihre diesbezügliche Darstellung – wie oben erwähnt – im Einklang mit ihren 

früheren Aussagen und dem Anklagetext steht, mithin keine neue  

Tatsache darstellt, die in einem Revisionsverfahren zu berücksichtigen wäre. 

4.3.2. Wenn der Gesuchsteller in seinem Revisionsbegehren ausführen lässt, 

A._____ habe aufgrund dieser nunmehr erstellten Umstände die ablehnende Hal-

tung von B._____ während längerer Zeit nicht wahrgenommen, so stimmt dies mit 

den tatsächlichen Ausführungen in den Briefen von B._____ nicht überein und 

stellt lediglich eine unzutreffende und nicht nachvollziehbare Schlussfolgerung 

des Gesuchstellers dar. Sie steht klar im Widerspruch zur bereits oben erwähnten 

Tatsache, dass B._____ dem Gesuchsteller von Anfang an kund tat, mit ihm kei-

nen Sex zu wollen, was diese selbst in ihren jetzt im Rahmen der Revision einge-

- 16 - 

reichten Briefen noch ausdrücklich fest hält. Diese Ausgangslage Iässt zudem – 

wie bereits oben erwähnt – die diesbezüglichen Vorbringen des  

Gesuchstellers als eine Wiederholung der Argumentation der Verteidigung  

im obergerichtlichen Berufungsverfahren erscheinen, welche im Rahmen einer 

Revision ohnehin nicht zu hören ist  

4.3.3. Wenn der Gesuchsteller geltend macht, die "Richtigstellungen" von 

B._____ wirkten sich in erheblicher Weise auf die Beurteilung seines Verschul-

dens aus (vgl. Urk. 1 S. 15), so trifft dies in keiner Weise zu. Diese "Richtigstel-

lungen" ändern insbesondere nichts an der durch die II. Strafkammer im Urteil 

vom 21. November 2012 vorgenommenen Bewertung, der Gesuchsteller habe 

B._____ – die er in der Untersuchung, wie nunmehr feststeht zu Unrecht der  

falschen Anschuldigung bezichtigte (vgl. Urk. ND1/4.1 S. 9) – mit List in die  

Personaltoilette gelockt.   

4.3.4. Zusammenfassend steht wie oben dargetan fest, dass die Briefe von 

B._____ – wenn überhaupt – keine neuen Tatsachen beinhalten, die geeignet  

wären, die tatsächlichen Grundlagen des zur Diskussion stehenden Urteils zu  

erschüttern. Ebenso wenig weist die vom Gesuchsteller geltend gemachte  

(voraussichtliche) Veränderung der tatsächlichen Grundlagen die für eine  

Revision erforderliche Erheblichkeit auf, so dass deren rechtliche Relevanz im 

Hinblick auf die avisierte wesentlich mildere Strafe zu verneinen ist. Insgesamt 

fehlt es vorliegend mithin an der hinreichenden Wahrscheinlichkeit für ein  

wesentlich milderes Urteils. Dies führt – sofern darauf überhaupt einzutreten ist – 

zur Abweisung des Revisionsgesuches.   

4.4. Nachdem bei der Beurteilung des vorliegenden Revisionsgesuches auf  

den Inhalt der beiden schriftlichen Erklärungen von B._____ abgestellt wurde, auf 

welchen sich der Gesuchsteller beruft, erübrigt sich eine Befragung dieser Ge-

schädigten. Sein diesbezüglicher Antrag ist daher abzuweisen. 

 

- 17 - 

III. Gesuch um aufschiebende Wirkung 

Mit dem vorliegenden Entscheid wurde dem Revisionsgesuch keine Folge  

geleistet. Es bestehen damit keine Gründe, diesem die aufschiebende Wirkung zu 

erteilen, was zur Abweisung des entsprechenden Antrages führt. 

 

IV. Kosten 

Ausgangsgemäss hat der Gesuchsteller die Verfahrenskosten zu tragen.  

 

Es wird beschlossen: 

1. Das Revisionsgesuch des Gesuchstellers vom 18. Juli 2014 bzw.  

13. November 2014 wird – soweit darauf eingetreten wird – abgewiesen. 

2. Das Gesuch, es sei dem Revisionsgesuch die aufschiebend Wirkung zu  

erteilen, wird abgewiesen. 

3. Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 3'000.-- festgelegt und dem Gesuchsteller 

auferlegt. 

4. Schriftliche Mitteilung an 

− Rechtsanwalt Dr. iur. X._____, im Doppel für sich und 
zuhanden des Gesuchstellers (vorab per Fax) 

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat (vorab per Fax) 
− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 

Vollzugsdienste (vorab per Fax) 

 sowie nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist resp. Erledigung  

allfälliger Rechtsmittel an  

− die Vorinstanz (SB110662, unter Rücksendung der Akten)  

5. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

- 18 - 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

 Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
 

Zürich, 8. Dezember 2014 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

lic. iur. P. Marti 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. M. Hauser 
 

 
 

	Beschluss vom 8. Dezember 2014
	I.  Verfahrensgang

	1. Rechtskräftiger Entscheid
	1.1. Mit Urteil vom 9. September 2011 sprach die 9. Abteilung des Bezirksgerichts Zürich den Gesuchsteller u.a. der sexuellen Nötigung gemäss Art. 189 Abs. 1 StGB zum Nachteil von B._____ (Erzwingen des Oralverkehrs)  schuldig. Diesen Schuldspruch fo...
	1.2. Mit Urteil vom 21. November 2012 sprach die II. Strafkammer des Obergerichtes des Kantons Zürich, welche den zitierten vorinstanzlichen Schuldspruch aufgrund der obenerwähnten widersprüchlichen Berufungserklärung nicht rechtskräftig erachtete (vg...
	1.3. Eine vom Beschuldigten gegen das Urteil der II. Strafkammer erhobene  Beschwerde wies das Bundesgericht mit Urteil vom 27. Januar 2014 ab, soweit es auf sie eintrat (vgl. Urk. 286).

	2. Revisionsbegehren
	2.1. Mit Eingabe vom 18. Juli 2014 liess der Gesuchsteller ein Revisionsgesuch einreichen, welches zusammengefasst damit begründet wird, die vormalige  Privatklägerin B._____ habe ihre Sachdarstellung in einem Brief an den  Gesuchsteller vom 2. Juli 2...
	2.2. Mit Verfügung vom 6. August 2014 stellte der Kammerpräsident eine Kopie des Revisionsgesuches der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat zur freigestellten Stellungnahme zu. Gleichzeitig zog er die Akten des Strafverfahrens (DG100607 und SB110622) bei ...
	2.3. Mit Eingabe vom 2. September 2014, hierorts eingegangen am 8. September 2014, reichte die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat, die in diesem Verfahren Parteistellung hat (vgl. Urk. 14 S. 2, Antrag Ziff. 6), ihre Vernehmlassung ein  (vgl. Urk. 14). S...
	2.4. Mit Präsidialverfügung vom 8. September 2014 wurde die Stellungnahme der Staatsanwaltschaft dem Gesuchsteller zugestellt und ihr gleichzeitig Frist zur Einreichung einer freigestellten Vernehmlassung angesetzt (vgl. Urk. 16).
	2.5. Die Vernehmlassung des Gesuchstellers vom 16. September 2014 ging  in der Folge hierorts am 17. September 2014 ein (Urk. 18), in welcher er seine Anträge erneuerte. Die Vernehmlassung der Staatsanwaltschaft dazu erging am 22. September 2014 (vgl....
	2.6. In der Zwischenzeit hiess das Amt für Justizvollzug mit Verfügung vom  11. September 2014 ein Gesuch des Gesuchstellers um Aufschub des Strafantrittstermins gut. Sie setzte dabei dem Gesuchsteller Frist bis zum 10. Dezember 2014 an, um sich bei d...
	2.7. Am 13. November 2014 liess der Gesuchsteller eine Noveneingabe  einreichen (vgl. Urk. 31), welcher ein handschriftliches Schreiben der vormaligen Privatklägerin B._____ vom 12. November 2014 beilag (vgl. Urk. 33). In der Noveneingabe wurden folge...
	2.8. Die neu eingereichten Unterlagen wurden in der Folge der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat zugestellt unter gleichzeitiger Fristansetzung zur freigestellten Vernehmlassung (vgl. Urk. 34).
	2.9. Die Vorinstanz, die II. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich, verzichtete am 1. Dezember 2014 auf eine Vernehmlassung (vgl. Urk. 37). Am 28. November 2014 ging zwar eine Stellungnahme der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat ein (Urk. 38),...
	II.  Revision

	1. Allgemeine Ausführungen
	1.1. Gemäss Art. 410 Abs. 1 lit. a StPO (Wiederaufnahme zufolge neuer  Tatsachen und Beweismittel) kann die Revision (u.a.) dann verlangt werden, wenn neue, vor dem Entscheid eingetretene Tatsachen oder neue Beweismittel vorliegen, die geeignet sind, ...
	1.2. Neu ist eine Tatsache, wenn sie im Zeitpunkt des zu revidierenden Urteils zwar bereits vorhanden, der Strafbehörde indes nicht bekannt war oder von ihr in ihrer Massgeblichkeit übersehen wurde, und demzufolge nicht in den Entscheid einfloss (Ents...
	1.3. Bei Art. 410 Abs. 1 lit. a StPO handelt es sich um einen relativen Revisionsgrund: Gefordert ist neben dem Vorliegen neuer Tatsachen oder Beweismittel  deren Erheblichkeit für eine wesentlich mildere Bestrafung. Neue Tatsachen oder Beweismittel s...
	1.4. Ob eine Tatsache oder ein Beweismittel neu und geeignet ist, die tatsächlichen Grundlagen des Urteils zu erschüttern, dessen Revision verlangt wird, ist  eine Tatfrage. Rechtsfrage ist hingegen, ob die voraussichtliche Veränderung  der tatsächlic...

	2. Ausführungen des Gesuchstellers
	2.1. Der Gesuchsteller stützt sein Revisionsgesuch auf Art. 410 Abs. 1 lit. a StPO. Als Revisionsgrund bezeichnet er eine Zuschrift von B._____ an  seinen Rechtsvertreter vom 2. Juli 2014 (Urk. 2/3), in welcher sie eine gegenüber den Aussagen im frühe...
	2.2. In einer weiteren Eingabe vom 13. November 2014 liess der Gesuchsteller ein Schreiben von B._____ vom 12. November 2014 (vgl. Urk. 33) einreichen und auch dessen Inhalt als relevanten Revisionsgrund bezeichnen (Urk. 31 S. 3).
	2.3. Mit beiden Eingaben macht der Gesuchsteller geltend, die "Richtigstellungen" von B._____ seien geeignet, die frühere Strafzumessung so zu erschüttern, dass nach dem veränderten Sachverhalt ein milderes Urteil möglich sei, welches den vollbedingt...
	2.4. In seinem Revisionsgesuch vom 18. Juli 2014 macht der Gesuchsteller vorerst Ausführungen zum früheren Strafverfahren (vgl. Urk. 1 S. 5 - 8). Im Rahmen einer "Gegenüberstellung der Aussagen" macht der Gesuchsteller geltend,  gegenüber den Aussagen...

	3. Ausführungen der Staatsanwaltschaft
	3.1. In ihren Vernehmlassungen vom 2. September 2014 (vgl. Urk. 14) und  vom 22. September 2014 (vgl. Urk. 25) widersprach die Staatsanwaltschaft der Auffassung des Gesuchstellers, das eingereichte Schreiben von B._____ stelle ein neues Beweismittel d...
	3.2. Wollte man auf das Revisionsgesuch eintreten, so sei dieses abzuweisen. Es sei nach wie vor auf die von B._____ in der Untersuchung deponierten Aussagen abzustellen, zumal diese zeitnäher zu den inkriminierten Ereignissen und zu einem Zeitpunkt e...

	4. Beurteilung des Revisionsgesuchs
	4.1. Vorweg ist festzuhalten, dass der Gesuchsteller mit seinem Revisionsgesuch den Schuldpunkt wegen sexueller Nötigung im Sinne von Art. 189  Abs. 1 StGB zum Nachteil von B._____ ausdrücklich nicht in Abrede stellt.
	4.1.1. Die strafbare Handlung, die dem Gesuchsteller im Urteil der II. Strafkammer des Obergerichtes des Kantons Zürich vom 21. November 2012 angelastet  wurde, steht damit fest. Fest steht dabei insbesondere, dass der Gesuchsteller in jener Personalt...
	4.1.2. Zu diesem Teil des Geschehens enthalten die drei Schreiben von B._____, die der Gesuchsteller im Rahmen seines Revisionsgesuches einreichen liess, nichts Neues. Vielmehr bekräftigte sie – sofern sie sich zu diesem Geschehen überhaupt äusserte –...
	4.1.3. Der Gesuchsteller anerkennt denn auch in seinem Revisionsgesuch  ausdrücklich, dass die – wie er sie nennt – "Richtigstellungen" von B._____ nichts an seiner Strafbarkeit ändern, weswegen auch der Schuldspruch gemäss Urteil vom 21. November 201...
	4.2. Im Revisionsgesuch wird indes geltend gemacht, dass die "Richtigstellungen" von B._____ in den eingereichten Schreiben als für die Strafzumessung erhebliche Noven zu qualifizieren und geeignet seien, eine wesentlich mildere Bestrafung des Gesuc...
	4.2.1. Der Gesuchsteller macht vorerst geltend, B._____ äussere sich in  ihrem Schreiben vom 2. Juli 2014 neu zu den Umständen, weshalb sie am fraglichen Abend allein im Nachtclub C._____ erschien und wertet ihre Schilderung, dass sie "in einer Art Tr...
	4.2.2. Zum gemeinsamen Bar-Gespräch hebt der Gesuchsteller die Darstellung von B._____ hervor, der Gesuchsteller sei dabei "sehr schmeichelnd, zuvorkommend und charmant" gewesen, "in diesem Moment" habe "die Sympathie auf Gegenseitigkeit" beruht und e...
	4.2.3. Unbestritten ist, dass der Gesuchsteller in der Schlussphase des  Gesprächs an der Bar B._____ gegenüber äusserte, er wolle ihr etwas zeigen, er müsse ihr etwas sagen oder sie solle schnell mitkommen, denn diese Darstellung stimmt auch mit den ...
	4.2.4. B._____ hat in der Untersuchung nie in Abrede gestellt, freiwillig  der Aufforderung des Gesuchstellers mitzugehen, Folge geleistet zu haben (vgl. Urk. ND1/3.1 S. 2 und ND 1/3.3 S. 4). Darüber beinhaltet ihr im Rahmen des Revisionsgesuchs einge...
	4.2.5. Der Gesuchsteller macht in seinem Revisionsgesuch geltend, B._____ habe bezüglich der Küsse in der Toilette in ihrem Schreiben vom 2. Juli 2014  ihre in der Untersuchung dazu abgegebene Darstellung korrigiert. In der Tat  hatte B._____ in der U...
	4.2.6. Zusammenfassend enthalten die vom Gesuchsteller im Rahmen des  Revisionsgesuchs eingereichten Briefe von B._____ keinerlei neue Tatsachen zur eigentlichen Tat, welche vom Gesuchsteller auch nicht (mehr) in Frage gestellt wird. Die im Rahmen des...
	4.3. Die sich hier stellende Frage, ob die neuen Tatsachen in revisionsrechtlicher Hinsicht erheblich sind, namentlich ob sie geeignet sind, die Beweisgrundlage des früheren Urteils so zu erschüttern, sodass aufgrund des veränderten Sachverhalts ein w...
	4.3.1. Weder das Flirten anlässlich des Gesprächs an der Bar, noch das freiwillige Mitgehen unter dem Hinweis des Gesuchstellers, er wolle ihr etwas zeigen oder sagen, noch das freiwillige Eintreten in die Toilette – wobei unbestritten ist, dass B.___...
	4.3.2. Wenn der Gesuchsteller in seinem Revisionsbegehren ausführen lässt, A._____ habe aufgrund dieser nunmehr erstellten Umstände die ablehnende Haltung von B._____ während längerer Zeit nicht wahrgenommen, so stimmt dies mit den tatsächlichen Ausfü...
	4.3.3. Wenn der Gesuchsteller geltend macht, die "Richtigstellungen" von B._____ wirkten sich in erheblicher Weise auf die Beurteilung seines Verschuldens aus (vgl. Urk. 1 S. 15), so trifft dies in keiner Weise zu. Diese "Richtigstellungen" ändern ins...
	4.3.4. Zusammenfassend steht wie oben dargetan fest, dass die Briefe von B._____ – wenn überhaupt – keine neuen Tatsachen beinhalten, die geeignet  wären, die tatsächlichen Grundlagen des zur Diskussion stehenden Urteils zu  erschüttern. Ebenso wenig ...
	4.4. Nachdem bei der Beurteilung des vorliegenden Revisionsgesuches auf  den Inhalt der beiden schriftlichen Erklärungen von B._____ abgestellt wurde, auf welchen sich der Gesuchsteller beruft, erübrigt sich eine Befragung dieser Geschädigten. Sein di...
	III.  Gesuch um aufschiebende Wirkung
	IV.  Kosten

	Es wird beschlossen:
	1. Das Revisionsgesuch des Gesuchstellers vom 18. Juli 2014 bzw.  13. November 2014 wird – soweit darauf eingetreten wird – abgewiesen.
	2. Das Gesuch, es sei dem Revisionsgesuch die aufschiebend Wirkung zu  erteilen, wird abgewiesen.
	3. Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 3'000.-- festgelegt und dem Gesuchsteller auferlegt.
	4. Schriftliche Mitteilung an
	 Rechtsanwalt Dr. iur. X._____, im Doppel für sich und zuhanden des Gesuchstellers (vorab per Fax)
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat (vorab per Fax)
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste (vorab per Fax)
	 die Vorinstanz (SB110662, unter Rücksendung der Akten)

	5. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.