# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4650b84e-3e67-539e-b044-02437d5d9e1d
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-07-01
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 01.07.2021 725 20 447 / 179
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-20-447---179_2021-07-01.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 1. Juli 2021 (725 20 447 / 179) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung  

 

 

Freiwillige Unfallversicherung; Ein Abstellen auf den im Rahmen der ursprünglichen Ver-

einbarung festgelegten versicherten Verdienst erweist sich vorliegend als stossend, 

weshalb eine Anpassung analog zu Art. 24 Abs. 2 UVV zu erfolgen hat. Für die Festset-

zung der Höhe des dem Rentenanspruch zugrunde zu legenden versicherten Verdienstes 

ist die Angelegenheit an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.  

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichterin Susanne Afheldt, 

Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiberin Katja Wagner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Ana Dettwiler, Advokatin, 
Fischmarkt 12, 4410 Liestal 

  
 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen  
 
 
 
A.a Der 1964 geborene A.____ ist seit 1997 Inhaber der B.____ GmbH. In dieser Eigen-
schaft war er als Selbstständigerwerbender mit einem versicherten Jahresverdienst von 
Fr. 48'600.-- bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) freiwillig gegen die Fol-

 
 
Seite 2   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

gen von Unfällen versichert, als er am 26. April 2000 beim Werkzeugausladen aus einem Lie-
ferwagen ausrutschte und sich das rechte Knie verdrehte. Die erstbehandelnden Ärzte diagnos-
tizierten eine laterale Meniskushinterhorn-Rissbildung rechts nach Distorsion. Nach durchge-
führter Arthroskopie und arthroskopisch lateraler Teilmeniskektomie wurde ab Oktober 2000 
eine volle Arbeitsfähigkeit in Bezug auf die angestammte Tätigkeit attestiert. Per 1. Januar 2004 
wechselte A.____ als Unselbstständigerwerbender in die obligatorische Versicherung.  
 
A.b Im Jahr 2018 wurde der Suva ein Rückfall gemeldet. Der Unfallversicherer erbrachte in 
der Folge die gesetzlichen Leistungen, übernahm die Heilungskosten und richtete Taggelder 
aus. Mit Verfügung vom 27. Mai 2019 sprach die Suva dem Versicherten für die verbleibenden 
Restfolgen des erlittenen Unfalls eine Integritätsentschädigung gestützt auf eine Integritätsein-
busse von 25% zu, welche unangefochten in Rechtskraft erwuchs. In einer weiteren Verfügung 
vom 2. März 2020 sprach sie dem Versicherten eine UVG-Invalidenrente auf der Basis eines 
Invaliditätsgrads von 50% bei einem versicherten Jahresverdienst von Fr. 48'600.-- zu. Eine 
hiergegen gerichtete Einsprache wies die Suva mit Einspracheentscheid vom 22. Oktober 2020 
ab.  
 
B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob der Versicherte, vertreten durch Ana Dettwi-
ler, Advokatin, mit Eingabe vom 20. November 2020 Beschwerde beim Kantonsgericht des 
Kantons Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Darin bean-
tragte er, in Abänderung des Einspracheentscheids vom 22. Oktober 2020 sei ihm mit Wirkung 
ab 1. April 2020 eine Invalidenrente ausgehend von einem versicherten Verdienst von 
Fr. 148'200.-- zuzusprechen; unter o/e-Kostenfolge. Zur Begründung führte er im Wesentlichen 
an, vorliegend gelange die Sonderregel zur Anwendung, wonach der Verdienst massgebend 
sei, welcher im Jahr vor dem Rentenbeginn, mithin im Jahr 2019, erzielt worden sei, weil zwi-
schen dem Rentenbeginn und dem Unfall mehr als fünf Jahre liegen würden. Dieser Verdienst 
habe Fr. 291'106.-- betragen und den für das Jahr 2019 gültigen Höchstverdienst demnach bei 
weitem überstiegen, weshalb der am Tag vor Rentenbeginn geltende Höchstbetrag von 
Fr. 148'200.-- für die Berechnung der Rente massgebend sei.  
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 10. Dezember 2020 schloss die Suva auf Abweisung der 
Beschwerde.  
 
Auf die Vorbringen der Parteien ist − soweit notwendig − in den nachfolgenden Erwägungen 
einzugehen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Auf die beim örtlich und sachlich zuständigen Gericht und im Weiteren form- und frist-
gerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.  
 
2. Die Beschwerdegegnerin sprach dem Versicherten in ihrer Verfügung vom 2. März 
2020 bzw. ihrem Einspracheentscheid vom 22. Oktober 2020 nach Abklärung der medizini-

 
 
Seite 3   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

schen und erwerblichen Verhältnisse eine Invalidenrente auf der Basis eines Invaliditätsgrads 
von 50% bei einem versicherten Jahresverdienst von Fr. 48'600.-- zu. Mit der vorliegenden Be-
schwerde beantragt der Beschwerdeführer, dem Rentenanspruch sei ein versicherter Verdienst 
von Fr. 148'200.-- zugrunde zu legen. Der ermittelte Invaliditätsgrad von 50% sowie die Zuspre-
chung der Rentenleistungen mit Wirkung ab 1. April 2020 werden seitens des Beschwerdefüh-
rers ausdrücklich nicht beanstandet und sind daher nicht streitig. Auch aus den Akten ergeben 
sich keine Hinweise, die gegen die Rechtmässigkeit der beschwerdegegnerischen Schlussfol-
gerungen sprechen würden. Streitig und im Folgenden zu prüfen ist somit einzig die Höhe des 
den Rentenleistungen zugrunde zu legenden versicherten Verdienstes bzw. dessen Berech-
nungsgrundlage.  
 
3.1 In der Schweiz wohnhafte Selbstständigerwerbende und ihre nicht obligatorisch versi-
cherten mitarbeitenden Familienglieder können sich gemäss Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes 
über die Unfallversicherung (UVG) vom 20. März 1981 freiwillig versichern. Nach Art. 5 Abs. 1 
UVG gelten die Bestimmungen über die obligatorische Versicherung sinngemäss für die freiwil-
lige Versicherung. Der Bundesrat erlässt ergänzende Vorschriften über die freiwillige Versiche-
rung. Er ordnet namentlich den Beitritt, den Rücktritt und den Ausschluss sowie die Prämien-
bemessung (Art. 5 Abs. 2 UVG).  
 
3.2 In der freiwilligen Versicherung wird das Versicherungsverhältnis gemäss Art. 136 der 
Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) vom 20. Dezember 1982 durch schriftlichen Ver-
trag begründet. Nach Art. 138 UVV werden die Prämien und Geldleistungen im Rahmen von 
Art 22 Abs. 1 UVG nach dem versicherten Verdienst bemessen, der bei Vertragsabschluss ver-
einbart wird und jeweils auf Beginn eines Kalenderjahres angepasst werden kann. Dieser Ver-
dienst durfte in der bis 31. Dezember 2015 in Kraft gestandenen Fassung bei Selbstständiger-
werbenden nicht weniger als die Hälfte und bei Familiengliedern nicht weniger als ein Drittel des 
Höchstbetrages des versicherten Verdienstes betragen. Seit dem 1. Januar 2016 darf dieser 
Verdienst bei Selbstständigerwerbenden nicht weniger als 45% und bei Familiengliedern nicht 
weniger als 30% des Höchstbetrags des versicherten Verdienstes betragen.  
 
3.3 In der obligatorischen Versicherung gilt als versicherter Verdienst für die Bemessung 
der Taggelder der letzte vor dem Unfall bezogene Lohn, für die Bemessung der Renten der 
innerhalb eines Jahres vor dem Unfall bezogene Lohn (Art. 15 Abs. 2 UVG).  In Anwendung 
von Art. 15 Abs. 3 UVG setzt der Bundesrat einen Höchstbetrag des versicherten Verdienstes 
fest (vgl. auch Art. 18 ATSG) und erlässt Bestimmungen über den versicherten Verdienst in 
Sonderfällen. Seit dem 1. Januar 2016 beträgt der Höchstbetrag des versicherten Verdienstes 
gemäss Art. 22 Abs. 1 UVV Fr. 148’200.-- im Jahr. 
 
3.4 Gemäss Abs. 3 des Art. 15 UVG erlässt der Bundesrat Bestimmungen über den versi-
cherten Verdienst in Sonderfällen. Gestützt darauf hat der Bundesrat in Art. 24 UVV unter dem 
Titel "massgebender Lohn für Renten in Sonderfällen" ergänzende Vorschriften erlassen. Ab-
satz 2 dieser Bestimmung lautet: "Beginnt die Rente mehr als fünf Jahre nach dem Unfall oder 
dem Ausbruch der Berufskrankheit, so ist der Lohn massgebend, den der Versicherte ohne den 
Unfall oder die Berufskrankheit im Jahre vor dem Rentenbeginn bezogen hätte, sofern er höher 

 
 
Seite 4   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

ist als der letzte vor dem Unfall oder dem Ausbruch der Berufskrankheit erzielte Lohn". Nach 
der Rechtsprechung ist Art. 24 Abs. 2 UVV auch bei Rückfällen (oder Spätfolgen) anwendbar, 
die mehr als fünf Jahre nach dem Unfall eingetreten sind (BGE 140 V 41 E. 6.1.2 mit Hinweis). 
 
4. In ihrem Einspracheentscheid vom 22. Oktober 2020 legte die Beschwerdegegnerin 
den auszurichtenden Rentenleistungen einen versicherten Verdienst von Fr. 48'600.-- zugrun-
de. Dabei stützte sie sich auf die Vereinbarung über die freiwillige Versicherung vom 25. No-
vember 1997, in deren Rahmen ein versicherter Verdienst von Fr. 48'600.-- festgelegt worden 
war. Der Beschwerdeführer stellt sich demgegenüber auf den Standpunkt, dass ein versicherter 
Verdienst von Fr. 148'200.-- heranzuziehen sei. Sein Hauptbegehren begründet er zunächst 
damit, dass in intertemporalrechtlicher Hinsicht der Eintritt der anspruchsbegründenden Er-
werbsunfähigkeit entscheidend sei. Nachdem er per 1. Januar 2004 von der freiwilligen in die 
obligatorische Versicherung gewechselt habe, habe sich der anspruchsbegründende Sachver-
halt schwergewichtig während der Zeit der obligatorischen Versicherung verwirklicht. Demnach 
komme die Sonderregel von Art. 24 Abs. 2 UVV zum Tragen, wonach in Fällen, in denen die 
Rente mehr als fünf Jahre nach dem Unfall beginnt, der Lohn massgebend ist, den der Versi-
cherte ohne den Unfall im Jahr vor dem Unfall bezogen hätte. Unter Berücksichtigung eines mit 
unfallbedingter Beeinträchtigung erzielten Verdienstes in der Höhe von Fr. 145'553.-- sei von 
einem hypothetischen Verdienst im Gesundheitsfall von Fr. 291'106.-- auszugehen, der den am 
Tag vor Rentenbeginn geltende Höchstbetrag von Fr. 148'200.-- bei weitem übersteige. Dem-
entsprechend sei dieser Höchstbetrag für die Berechnung der Rente massgebend. Selbst wenn 
man vorliegend indessen von der freiwilligen Versicherung ausgehe, müsse mit Blick auf 
BGE 140 V 41 der bei Rentenbeginn zu versichernde Mindestverdienst für Selbstständigerwer-
bende massgebend sein. Dieser Rechtsprechung zufolge sei unter den Voraussetzungen von 
Art. 24 Abs. 2 UVV der Höchstverdienst im Zeitpunkt des Rentenbeginns massgebend. Dies 
müsse demnach auch für den Mindestverdienst gelten, zumal der Nachteil einer erheblichen 
Geldentwertung im Bereich der freiwilligen Versicherung derselbe wie im Bereich der obligatori-
schen Versicherung sei. Alsdann habe er 17 Jahre lang vor Rentenbeginn Prämien auf den 
Höchstbetrag des versicherten Verdienstes entrichtet. Dessen ungeachtet hätte der versicherte 
Verdienst ab 1. Januar 2000, mithin noch vor dem Unfall, auf Fr. 53'400.-- (50% des damaligen 
Höchstverdienstes von Fr. 106'800.--) erhöht werden müssen. Allermindestens sei demnach der 
zwingend zu versichernde Mindestverdienst im Unfallzeitpunkt der Nominallohnentwicklung 
2000-2019 anzupassen, womit ein versicherter Verdienst im Zeitpunkt des Rentenbeginns von 
Fr. 63'878.-- resultiere. 
 
5.1 Soweit der Beschwerdeführer gestützt auf intertemporalrechtliche Grundsätze zu-
nächst geltend macht, dass sich der anspruchsbegründende Sachverhalt schwergewichtig ver-
wirklicht habe, als er der obligatorischen Versicherung unterstand und Art. 24 Abs. 2 UVV daher 
unmittelbar zur Anwendung gelange, kann ihm nicht gefolgt werden. Nach gefestigter Recht-
sprechung ist diejenige Versicherung leistungspflichtig, bei der zum Zeitpunkt des Unfalls eine 
Versicherung bestand, da ein Rückfall rechtsprechungsgemäss keinen neuen Unfall im Rechts-
sinne darstellt. Er schliesst zwar Leistungspflichten an ein früheres Unfallereignis an, ist aber 
nicht selber ein solches (vgl. BGE 135 V 333 E. 4.5, 118 V 293 E. 2c). Daran ist festzuhalten. 
Es sind vorliegend keine Gründe ersichtlich, die es rechtfertigen würden, von diesem Grundsatz 

 
 
Seite 5   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

abzuweichen. Nachdem der Versicherte zum Zeitpunkt des Unfalls unstreitig der freiwilligen 
Versicherung unterstand, ist für die Beurteilung der strittigen Frage im Zusammenhang mit dem 
Rückfall − ungeachtet des per 1. Januar 2004 erfolgten Übertritts in die obligatorische Versiche-
rung − grundsätzlich von der Leistungspflicht der freiwilligen Versicherung und der Massge-
blichkeit der im damaligen Zeitpunkt geschlossenen Vereinbarung auszugehen.  
 
5.2 Wie bereits dargelegt (vgl. E. 3.2 hiervor), werden im Bereich der freiwilligen Versiche-
rung gemäss Art. 138 UVV die Prämien und Geldleistungen grundsätzlich im Rahmen von 
Art. 22 Abs. 1 nach dem versicherten Verdienst bemessen, der bei Vertragsabschluss verein-
bart wird. Dies im Gegensatz zur obligatorischen Unfallversicherung, wo im Regelfall auf den 
vor dem Unfall bezogenen Lohn abzustellen ist (Art. 15 Abs. 2 UVG). Damit wird dem Äquiva-
lenzprinzip Rechnung getragen, indem bei den finanziell wichtigsten Versicherungsleistungen, 
nämlich bei den Renten, von den Faktoren ausgegangen wird, die Basis für die Prämienord-
nung bilden (ALFRED MAURER, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. Auflage, Bern 
1989, S. 326). Rechtsprechungsgemäss sind die besonderen Regeln von Art. 24 UVV im Be-
reich der freiwilligen Versicherung nicht anwendbar. Grund dafür ist, dass bei der freiwilligen 
Versicherung − anders als bei der obligatorischen Versicherung − der versicherte Verdienst von 
der versicherten Person festgelegt wird (BSK-Unfallversicherungsgesetz-VOLKER PRIBNOW, 
Art. 5 N 34).  
 
6.1 Eingehender zu untersuchen ist nachfolgend indessen das Vorbringen des Beschwer-
deführers in Bezug auf eine mögliche analoge Anwendung des Art. 24 Abs. 2 UVV. Hierzu gilt 
es zunächst insbesondere die Bestimmung von Art. 24 Abs. 2 UVV näher zu beleuchten.  
 
6.2.1 Art. 24 Abs. 2 UVV hat in erster Linie den Sonderfall vor Augen, wo sich der Renten-
beginn zufolge langdauernder Heilbehandlung und entsprechendem Taggeldbezug beträchtlich 
verzögert (vgl. Art. 15 Abs. 3 lit. a UVG; Urteil des Bundesgerichts vom 21. Januar 2021, 
8C_378/2020, E. 3.4.1 mit Hinweisen). Mit der Sonderregel nach Abs. 2 von Art. 24 UVV sollen 
allfällige Nachteile als Folge der Verzögerung in der Rentenfestsetzung ausgeglichen werden 
(vgl. BSK-Unfallversicherungsgesetz-DORIS VOLLENWEIDER/ANDREAS BRUNNER, Art. 15 N 95). 
Mit der Sonderregel in Art. 24 Abs. 2 UVV soll vermieden werden, dass ein Versicherter mit 
langdauernder Heilbehandlung und einem um mehr als fünf Jahre nach dem Unfall entstehen-
den Rentenanspruch auf dem vor dem Unfall erzielten Lohn haften bleibt. Andernfalls resultier-
ten vor allem in Zeiten überdurchschnittlich starken Lohnanstiegs stossende Ergebnisse. Ange-
strebt wird also die Anpassung an die normale Lohnentwicklung im angestammten Tätigkeitsbe-
reich. Andere Änderungen in den erwerblichen Verhältnissen (Karriereschritt, Stellenwechsel 
etc.) bleiben unberücksichtigt (vgl. BGE 140 V 41 E. 6.4.2.2, 127 V 165 E. 3b, 123 V 45 E. 3c, 
118 V 298 E. 3b, vgl. ferner BSK-Unfallversicherungsgesetz-DORIS VOLLENWEIDER/ANDREAS 
BRUNNER, Art. 15 N 95).  
 
6.2.2 Rechtsprechungsgemäss gelangt diese Bestimmung auch bei Rückfällen (oder Spät-
folgen) zur Anwendung, die mehr als fünf Jahre nach dem Unfall eingetreten sind (BGE 
140 V 41 E. 6.1.2; Urteil des Bundesgerichts vom 23. März 2020, 8C_766/2018, E. 5.1), sei es, 
dass der Rentenanspruch überhaupt erstmals neu entsteht, sei es, dass er dies nach Befristung 

 
 
Seite 6   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

der Rente − mithin nach rentenloser Zeit − wieder tut (Urteil des Bundesgerichts vom 21. Janu-
ar 2021, 8C_378/2020, E. 3.4.1 mit zahlreichen Hinweisen).  
 
6.2.3 Nach ebenfalls gefestigter Rechtsprechung greift Art. 24 Abs. 2 UVV nur bei der erst-
maligen Rentenfestsetzung, nicht aber bei der revisionsweisen Neufestsetzung. Erstmalig meint 
dabei die Neuentstehung des Rentenanspruchs, die − wie soeben gezeigt − auch nach einer 
Rentenbefristung und anschliessender rentenloser Zeit in Betracht fallen kann. Davon zu unter-
scheiden ist die revisionsweise Erhöhung des Rentenanspruchs; dabei handelt es sich nicht um 
einen neuen Anspruch, und zwar auch nicht im Umfang der Erhöhung des Invaliditätsgrades 
(zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts vom 21. Januar 2021, 8C_378/2020, E. 3.4.2 mit zahl-
reichen Hinweisen). Praxisgemäss wird diesfalls der Rentenbemessung der − nach bisheriger 
Rechtsprechung als solcher grundsätzlich nicht revidierbare (vgl. BGE 139 V 28 E. 4.3.2, 
127 V 165 E. 3a, 119 V 484 E. 4b, 118 V 293 E. 2b) − Jahresverdienst zugrunde gelegt, den die 
versicherte Person innerhalb eines Jahres vor dem Unfall erzielt hat (BGE 118 V 296 E. 2b). 
 
6.2.4 Mit der Sonderregel in Art. 24 Abs. 2 UVV soll vermieden werden, dass ein Versicher-
ter mit langdauernder Heilbehandlung und einem um mehr als fünf Jahre nach dem Unfall ent-
stehenden Rentenanspruch auf dem vor dem Unfall erzielten Lohn haften bleibt. Andernfalls 
resultierten vor allem in Zeiten überdurchschnittlich starken Lohnanstiegs stossende Ergebnis-
se. Angestrebt wird also die Anpassung an die normale Lohnentwicklung im angestammten 
Tätigkeitsbereich (BGE 140 V 41 E. 6.4.2.2, 127 V 165 E. 3b, 123 V 45 E. 3c, 118 V 298 E. 3b). 
Daraus folgt, dass im Rahmen von Art. 24 Abs. 2 UVV nicht jeder Bezug zur Grundregel von 
Art. 15 Abs. 2 UVG in Verbindung mit Art. 22 Abs. 4 UVV (Massgeblichkeit der Verhältnisse vor 
dem Unfall) entfällt. Bei der Festsetzung des versicherten Verdienstes ist vielmehr beim ange-
stammten Arbeitsverhältnis anzuknüpfen und haben Arbeitsverhältnisse, die erst nach dem Un-
fallereignis angetreten werden, unbeachtlich zu bleiben (BGE 127 V 165 E. 3b).  Auch Art. 24 
Abs. 2 UVV ermöglicht demnach nicht, eine vom Versicherten angestrebte berufliche Weiter-
entwicklung und damit eine ohne Unfall mutmasslich realisierte Lohnerhöhung mit zu berück-
sichtigen (BGE 127 V 165 E. 3b; RKUV 1999 Nr. U 327 S. 111 E. 3c). Art. 24 Abs. 2 UVV soll 
lediglich verhindern, dass der Versicherte zufolge Verzögerung in der Rentenfestsetzung einen 
Nachteil erleidet, wenn die Löhne steigen. Die Bestimmung will den Versicherten jedoch nicht 
besser stellen gegenüber Versicherten, deren Rente nicht innert fünf Jahren nach dem Unfall 
festgesetzt wird, indem auch individuelle Lohnentwicklungen berücksichtigt werden (BGE 
127 V 165 E. 3b). 
 
6.3 Die bisherige Rechtsprechung lässt sich dahin zusammenfassen, dass im Rahmen 
von Art. 24 Abs. 2 UVV lediglich die allgemeine Lohnentwicklung, nicht aber andere den versi-
cherten Verdienst beeinflussende Änderungen in den erwerblichen Verhältnissen zu berück-
sichtigen sind (BGE 127 V 165 E. 3b). Aus dem Anwendungsbereich von Art. 24 Abs. 2 UVV 
allein lässt sich die vorliegende Frage indessen nicht beantworten. Die (restriktive) Auslegung 
von Art. 24 Abs. 2 UVV schliesst die Anwendbarkeit dieser Bestimmung auf den Bereich der 
freiwilligen Versicherung jedenfalls nicht aus.  
 

 
 
Seite 7   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

7.1 Als massgeblicher Grund für die Nichtanwendbarkeit von Art. 24 UVV auf den Bereich 
der freiwilligen Versicherung wird das Äquivalenzprinzip angeführt (vgl. auch E. 5.2 hiervor). 
 
7.2 Hinsichtlich des − auch im vorliegenden Fall von der Beschwerdegegnerin angerufe-
nen − Äquivalenzprinzips ist zunächst festzuhalten, dass diesem lediglich die Bedeutung eines 
Grundsatzes für die Prämienfestsetzung in dem Sinne zukommt, dass zwischen den Prämien 
und den Versicherungsleistungen ein Gleichgewicht bestehen soll (BGE 127 V 165 E. 4a mit 
Hinweisen). Ein Grundsatz, wonach der versicherte Verdienst im Einzelfall stets dem prämien-
pflichtigen Verdienst zu entsprechen hat, lässt sich daraus nicht ableiten (BGE 127 V 165 E. 4a; 
vgl. ferner BGE 139 V 28 E. 4.3.1). Ferner gilt es zu berücksichtigten, dass das Äquivalenzprin-
zip bei den vom Bundesrat gestützt auf Art. 15 Abs. 3 Satz 3 UVG erlassenen Art. 24 UVV 
("Massgebender Lohn für Renten in Sonderfällen") gerade durchbrochen wird. Es handelt sich 
mithin um Ausnahmeregeln, weil ein Abstellen auf die Grundregel in diesen Fällen stossend 
wäre. Eine restriktive Auslegung der Bestimmungen von Art. 24 UVV findet in der Rechtspre-
chung sodann keine Stütze und wird in der Literatur als überholt betrachtet (vgl. BGE 139 V 28 
E. 4.3.1 mit Hinweisen). Dessen ungeachtet besteht vorliegend, wie der Beschwerdeführer zu 
Recht einwendet, gerade bezüglich des hier zur Diskussion stehenden versicherten Verdienstes 
insofern keine Äquivalenz, als der Versicherte bereits per 1. Januar 2004 in die obligatorische 
Versicherung übergetreten und seit diesem Zeitpunkt Prämien auf den Höchstbetrag des versi-
cherten Verdienstes entrichtet hat. 
 
7.3 Die Nichtanwendbarkeit des Art. 24 UVV wird im Kontext des Äquivalenzprinzips na-
mentlich damit begründet, dass es Sinn und Zweck von Art. 24 UVV sei, bestimmte Fälle aus-
zugleichen, in denen der tatsächlich erzielte Lohn im Jahr vor dem Unfall aus bestimmten 
Gründen (wie Kurzarbeit, Unfall oder Krankheit) vermindert ist. Dabei wird argumentiert, dass 
die freiwillig versicherte Person einen zu tiefen Lohn vereinbaren und hierauf Prämien bezahlen 
könnte, in der Annahme, der versicherte Verdienst werde bei Eintritt des Versicherungsfalls 
wegen vorübergehender Arbeitsunfähigkeit oder vorbestehender Erwerbsunfähigkeit im Sinne 
von Art. 24 UVV erhöht. Die Berücksichtigung von Einkommensverminderungen erfolge in der 
freiwilligen Versicherung nicht mittels Art. 24 UVV, sondern es obliege allein der versicherten 
Person zu entscheiden, ob und inwiefern sie einer eingeschränkten Arbeits- oder Erwerbsfähig-
keit bzw. Einkommensverminderungen im Rahmen des vereinbarten versicherten Verdienstes 
Rechnung tragen will (BSK-Unfallversicherungsgesetz-VOLKER PRIBNOW, Art. 5 N 34). Dies 
vermag allenfalls die Nichtanwendbarkeit der − im vorliegenden Fall nicht interessierenden − 
Absätze 1 und 3 von Art. 24 UVV im Bereich der freiwilligen Versicherung zu begründen. Mit 
dem Sinn und Zweck der Sonderregel nach Abs. 2 von Art. 24 UVV, wonach insbesondere all-
fällige Nachteile als Folge der Verzögerung in der Rentenfestsetzung ausgeglichen und vermie-
den werden sollen, lässt sich diese Auffassung indessen nicht in Einklang bringen. Diese Ar-
gumentation greift mit anderen Worten nicht für die Konstellation, wie sie vorliegend zur Beurtei-
lung steht. Anders als gegebenenfalls in den in Abs. 1 und 3 aufgeführten Beispielen, sprechen 
keine Anhaltspunkte dafür, dass eine freiwillig versicherte Person bei Vertragsschluss damit 
rechnet, es werde bei einem allfälligen erst fünf oder mehr Jahre nach dem Unfall entstehenden 
Rentenanspruch auf den in diesem Zeitpunkt bestehenden höheren Verdienst abgestellt, zumal 
eine derart spät ausgesprochene Rente bzw. eine lange Heilbehandlung dem Einflussbereich 

 
 
Seite 8   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

der versicherten Person (weitgehend) entzogen ist. Ferner kann einer auf eine solche Verzöge-
rung zurückzuführenden (erheblichen) Einkommensveränderung im Rahmen der (ursprüngli-
chen) Vereinbarung kaum hinreichend Rechnung getragen werden. Daran vermag auch nicht 
zu ändern, dass (vorübergehende) Einkommensschwankungen anlässlich des Abschlusses 
einer freiwilligen Versicherung oftmals nicht zuverlässig vorhersehbar sind (vgl. E. 7.5 hier-
nach). Die Argumentation gegen eine Analogie von Art. 24 UVV im Bereich der freiwilligen Ver-
sicherung stützt sich in der Literatur vorwiegend auf das Urteil des Sozialversicherungsgerichts 
des Kantons Zürich vom 24. November 2007, UV.2006.00254, bzw. das hierauf ergangene 
Bundesgerichtsurteil vom 28. April 2008, 8C_50/2008. Hierbei gilt es zu berücksichtigen, dass 
das Bundesgericht eine analoge Anwendung von Art. 24 Abs. 2 UVV bisher nicht explizit abge-
lehnt hat. Vielmehr hat es die Frage nach einer analogen Anwendbarkeit von Art. 24 
Abs. 2 UVV im soeben zitierten Urteil ausdrücklich offengelassen, weil zwischen dem Unfaller-
eignis und dem (vor Bundesgericht nicht mehr streitigen) Rentenbeginn nicht mehr als fünf Jah-
re gelegen haben und diese Bestimmung daher allein schon aus diesem Grund nicht zum Tra-
gen gekommen ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 28. April 2008, 8C_50/2006, E. 3.5). 
 
7.4 Es ist sodann in Erinnerung zu rufen, dass die freiwillige Versicherung im Sinne von 
Art. 5 UVG derjenigen der obligatorischen Versicherung grundsätzlich gleichwertig sein soll 
(VOLKER PRIBNOW, a.a.O., Art. 5 N 1 und E. 3.1 hiervor). Rechtsprechungsgemäss sind die 
Bestimmungen der obligatorischen Versicherung dann anzuwenden, wenn dies als sinnvoll er-
scheint. Abweichungen sind dann zulässig, wenn sie sich mit dem unterschiedlichen Charakter 
der beiden Zweige begründen lassen (RKUV 2006 Nr. U 589 S. 404 E. 4.1, 2000 Nr. U 373 
S. 172 E. 4a). Die analoge Anwendbarkeit von Art. 24 Abs. 2 UVV auf freiwillig Versicherte auf-
grund des Äquivalenzprinzips bzw. der vorstehend genannten Gründe zu versagen, vermag 
dabei − wie gesehen − nicht zu überzeugen und eine unterschiedliche Behandlung von obliga-
torisch und freiwillig Versicherten unter den genannten Aspekten nicht zu rechtfertigen. Eine 
Unterscheidung zwischen obligatorisch und freiwillig Versicherten ist im Anwendungsbereich 
von Art. 24 Abs. 2 UVV aber auch aus weiteren Gründen nicht einleuchtend. Wie der Be-
schwerdeführer ebenso zutreffend darlegt, ist der Nachteil einer erheblichen Geldentwertung im 
Bereich der freiwilligen Versicherung derselbe wie im Bereich der obligatorischen Versicherung. 
Dem lässt sich auch nicht entgegenhalten, dass der Natur einer selbstständigen Erwerbstätig-
keit inhärente (vorübergehende) Einkommensschwankungen zum Voraus kaum vollständig er-
fassbar sind (vgl. E. 7.3 hiervor und E. 7.5 hiernach). Sodann gilt es auch Folgendes zu berück-
sichtigen: Wäre das Ereignis vom August 2018 als neuer Unfall und nicht als Rückfall qualifiziert 
worden, so würde vorliegend ohne Weiteres auf den versicherten Verdienst zu diesem Zeit-
punkt abgestellt. Wie bereits dargelegt (vgl. E. 3.4 und 6.2.2 hiervor), gelangt Art. 24 
Abs. 2 UVV rechtsprechungsgemäss auch bei Rückfällen (oder Spätfolgen) zur Anwendung, die 
mehr als fünf Jahre nach dem Unfall eingetreten sind. In Bezug auf den angestrebten Zweck 
von Art. 24 Abs. 2 UVV, wonach Verzögerungen in der Rentenfestsetzung ausgeglichen und 
vor allem in Zeiten überdurchschnittlich starken Lohnanstiegs stossende Ergebnisse verhindert 
werden sollen, wird demnach keine Unterscheidung zwischen einem (erstmaligen) Unfall und 
einem Rückfall vorgenommen. In dem vom Beschwerdeführer angerufenen BGE 140 V 41 ist 
das Bundesgericht in Bezug auf die Beurteilung der Frage des anrechenbaren versicherten 
Verdienstes im Zusammenhang mit einem Rückfall zur Auffassung gelangt, dass in Anwen-

 
 
Seite 9   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

dungsfällen der Sonderregelung in Art. 24 Abs. 2 UVV der versicherte Verdienst nach den in 
diesem Zeitpunkt geltenden Regeln zu bestimmen sei. Darunter falle auch der jeweilig geltende 
Höchstbetrag nach Art. 22 Abs. 1 UVG. Hierzu hat das Bundesgericht u.a. unter Hinweis auf 
Auffassungen in der Literatur erwogen und bekräftigt, dass das Festhalten am Wert zum Unfall-
zeitpunkt in Zeiten rascher Geldentwertung vor allem in Fällen, in denen die Rente erst viele 
Jahre nach dem Unfall geschuldet wird, zu stossenden Ergebnissen führe, was der Verord-
nungsgeber durch die Sonderregelungen gerade verhindern wolle. Sinn der Sonderregelung 
gemäss Art. 24 Abs. 2 UVV sei es, Versicherte, denen erst viele Jahre nach dem Unfall eine 
Rente zugesprochen werde, vor den Folgen der Geldentwertung zu schützen. Würde dem an-
gefochtenen Entscheid (demzufolge der Höchstbetrag am Unfalltag massgebend sei) gefolgt, 
käme es in verschiedener Hinsicht zu unbilligen Resultaten (E. 6.4.2.2). 
 
7.5 Ferner gilt es auf die in RKUV 1994 Nr. U 183 S. 49 publizierte Rechtsprechung des 
damaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts (EVG) zu verweisen, wonach bei einem 
langandauernden erheblichen Missverhältnis zwischen vereinbartem versicherten Verdienst 
und effektiv erzielten Einkünfte eine Leistungskürzung in Betracht zu ziehen sei. Das EVG hat 
hierzu erwogen, dass sich die bei Vertragsabschluss getroffene Vereinbarung grundsätzlich 
nach den effektiven Einkommensverhältnissen des Versicherungsnehmers zu richten habe. Im 
Rahmen der bei Selbstständigerwerbenden oftmals unumgänglichen Schätzung der Einkünfte 
sei allfälligen vorübergehenden Einkommensschwankungen dadurch Rechnung zu tragen, dass 
ein zumindest innerhalb eines realistischen Bereichs liegender Betrag bestimmt wird. Um länger 
dauernde massive Unterschiede zwischen dem vereinbarten versicherten Verdienst und den 
wirklichen Einkommensverhältnissen zu vermeiden, seien beide Vertragspartner, sowohl der 
Versicherte selbst wie auch der Versicherer, gehalten, ihre Vereinbarung nötigenfalls den kon-
kreten Umständen anzugleichen; eine solche Korrektur werde denn in Art. 138 UVV mit der 
Möglichkeit einer Anpassung des vereinbarten Verdienstes jeweils auf Beginn eines Kalender-
jahres auch ausdrücklich vorbehalten (RKUV 1994 Nr. U 183 S. 49 ff. E. 5). Für den Fall, dass 
eine solchermassen gebotene Anpassung unterbleibt und daraus eine anhaltende krasse Dis-
krepanz zwischen versichertem Verdienst und tatsächlich erzieltem Einkommen resultiert, er-
kannte das EVG, dass zwecks Vermeidung eines grundsätzlich nicht zulässigen Versiche-
rungsgewinns in Analogie zu aArt. 40 UVG (in Kraft bis 31. Dezember 2002) im Versicherungs-
fall eine Leistungskürzung vorgenommen werden könne (RKUV 1994 Nr. U 183 S. 53 f. E. 6c). 
In einem späteren Urteil präzisierte das EVG, dass unabdingbare Voraussetzung für eine so 
begründete Leistungskürzung sei, dass ein lang andauerndes erhebliches Missverhältnis zwi-
schen vereinbartem versicherten Verdienst und effektiv erzielten Einkünften deutlich erkennbar 
zu Tage trete. Angesichts der bei Selbstständigerwerbenden häufig vorkommenden und anläss-
lich des Abschlusses einer freiwilligen Versicherung oftmals nicht zuverlässig vorhersehbaren 
und deshalb zum Voraus kaum erfassbaren Einkommensschwankungen gehe es nicht an, nach 
Eintritt eines Versicherungsfalles nach Möglichkeiten für eine Leistungskürzung zu suchen, um 
so allfälligen, unter Umständen auch nur geringfügigen, Abweichungen des als Vertragsgrund-
lage angenommenen Betrages von dem in Wirklichkeit vorhandenen Verdienstpotenzial zu be-
gegnen. Im Rahmen der freiwilligen Versicherung gelte in erster Linie der in Art. 138 UVV ver-
ankerte Grundsatz, dass Prämien und Geldleistungen nach dem versicherten Verdienst bemes-
sen werden, der bei Vertragsabschluss vereinbart wird. Davon abzuweichen ist einzig unter der 

 
 
Seite 10   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Voraussetzung zulässig, dass der vereinbarte versicherte Verdienst den realisierbaren Einkünf-
ten des Versicherungsnehmers offensichtlich in keiner Weise entspricht. Insofern kommt dem 
nur für Fälle langanhaltender krasser Missverhältnisse zwischen vereinbartem versichertem 
Verdienst und tatsächlichen Einkommensverhältnissen in Betracht fallenden Korrektiv einer in 
Analogie zu Art. 40 UVG vorzunehmenden Leistungskürzung denn auch bloss Ausnahmecha-
rakter zu (vgl. zum Ganzen Urteil des EVG vom 18. Mai 2001, U 107/99, E. 2c). 
 
8.1 Angesichts dieser höchstrichterlichen Praxis ist nicht einsehbar, weshalb eine Anpas-
sung des versicherten Verdienstes im Versicherungsfall nur zulasten der versicherten Person 
möglich sein soll. Vielmehr muss bei freiwillig Versicherten eine entsprechende Anpassung in 
Analogie zu Art. 24 Abs. 2 UVV auch in Fällen möglich sein, in denen das Missverhältnis darin 
besteht, dass die effektiv erzielten Einkünfte ungleich höher ausfallen, als der vereinbarte versi-
cherte Verdienst. Dies umso mehr, als gestützt auf die vorstehenden Erwägungen keine ge-
wichtigen Gründe für eine diesbezügliche Unterscheidung zwischen obligatorisch und freiwillig 
Versicherten mit Bezug auf den Anwendungsfall von Art. 24 Abs. 2 UVV sprechen. Sodann hat 
sich das Bundesgericht in BGE 140 V 41 bereits insofern für eine Erweiterung des Anwen-
dungsbereichs dieser Bestimmung ausgesprochen, als es festgestellt hat, dass im Rahmen der 
Festsetzung des versicherten Verdienstes auch der jeweils geltende Höchstbetrag zu diesem 
Zeitpunkt massgebend sei (vgl. E. 7.4 hiervor). Ob einer entsprechenden Korrektur im Versiche-
rungsfall in Analogie zu Art. 24 Abs. 2 UVV aufgrund des im Bereich der freiwilligen Versiche-
rung geltenden Grundsatzes nach Art. 138 UVV bloss Ausnahmecharakter zukommen soll (vgl. 
E. 7.5 hiervor), braucht vorliegend nicht abschliessend diskutiert zu werden. Eine den Ausnah-
mecharakter begründende krasse Diskrepanz zwischen dem versicherten Verdienst und dem 
tatsächlich erzielten Einkommen im Zeitpunkt des Unfalls ist vorliegend unstreitig zu bejahen, 
zumal zwischen dem Unfall im Jahr 2000 und den (erstmalig) zugesprochenen Rentenleistun-
gen rund 20 Jahre liegen. Ein Abstellen auf den im Rahmen der ursprünglichen Vereinbarung 
festgelegten versicherten Verdienst in der Höhe von Fr. 48'600.-- erweist sich daher als stos-
send, weshalb eine Anpassung analog zu Art. 24 Abs. 2 UVV zu erfolgen hat.  
 
8.2 Auch sonst sind keine Gründe ersichtlich, die vorliegend eine Anpassung analog zu 
Art. 24 Abs. 2 UVV ausschliessen würden, zumal die Lohnentwicklung sich auf den ange-
stammten Tätigkeitsbereich bezieht (vgl. E. 6.2.1 ff. hiervor). Was indessen die konkrete Höhe 
des den Rentenleistungen zugrunde zu legenden versicherten Verdienstes anbelangt, so lässt 
sich diese anhand der vorliegenden Aktenlage nicht abschliessend ermitteln. Der Beschwerde-
führer macht zwar geltend, dass von einem hypothetischen Verdienst im Gesundheitsfall von 
Fr. 291'106.-- (Durchschnittseinkommen der Jahre 2013-2017 ohne unfallbedingte gesundheitli-
che Beeinträchtigungen) auszugehen sei, der den am Tag vor Rentenbeginn geltende Höchst-
betrag von Fr. 148'200.-- bei weitem übersteige, weshalb dieser Höchstbetrag für die Berech-
nung der Rente massgebend sei. Aufgrund der vorliegenden Unterlagen (Auszug aus dem Indi-
viduellen Konto) lässt sich indessen nicht beurteilen, durch welche Faktoren der ohne gesund-
heitliche Beeinträchtigung im Jahr vor dem Rentenbeginn geltend gemachte Lohn beeinflusst 
worden bzw. inwiefern dieser (ausschliesslich) mit einer Erwerbstätigkeit des Versicherten ver-
bunden ist. Es kann demnach nicht ohne weitere Prüfung der massgebenden Verhältnisse auf 
die IK-Auszüge abgestellt werden. Diesbezüglich sind weitere Abklärungen erforderlich. Für die 

 
 
Seite 11   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Festsetzung der Höhe des dem Rentenanspruch zugrunde zu legenden versicherten Verdiens-
tes ist die Angelegenheit daher an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.  
 
9. Nach dem Gesagten ist demnach festzuhalten, dass der angefochtene Einspracheent-
scheid vom 22. Oktober 2020 aufzuheben und die Angelegenheit zur weiteren Abklärung an die 
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist. Diese hat die erwerblichen Verhältnisse des Versi-
cherten eingehender abklären zu lassen. Gestützt auf die Ergebnisse dieser Abklärungen wird 
die Beschwerdegegnerin anschliessend über die Höhe des Rentenanspruchs des Versicherten 
unter Berücksichtigung der vorstehenden Erwägungen neu zu befinden haben. Die vorliegende 
Beschwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen.  
 
10.1 Gemäss Art. 61 lit. a ATSG in der bis Ende 2020 gültig gewesenen, hier anwendbaren 
Fassung (vgl. Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 1. Januar 2021) hat der Prozess vor 
dem kantonalen Gericht für die Parteien kostenlos zu sein. Es sind deshalb für den vorliegen-
den Prozess keine Verfahrenskosten zu erheben.  
 
10.2 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz 
der Parteikosten. Diese werden vom Gericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert 
nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. 
Nach ständiger Praxis des Bundesgerichts ist unter Obsiegen im Streit um eine Leistung in der 
Sozialversicherung nicht nur das materielle Obsiegen in dem Sinne zu verstehen, dass die Be-
schwerde führende Person die beantragte Leistung erhält. Vielmehr genügt für den bundes-
rechtlichen Anspruch auf eine Parteientschädigung auch ein formelles Obsiegen in dem Sinne, 
dass der Beschwerde führenden Person durch die Aufhebung der angefochtenen Verfügung 
und der Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Beurtei-
lung alle Rechte im Hinblick auf eine beanspruchte Leistung gewahrt bleiben (ZAK 1987, 
S. 266 ff.). Nachdem die Beschwerde gutzuheissen und die Sache zur Abklärung im Sinne der 
Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist, hat diese dem Beschwerdeführer 
eine Parteientschädigung auszurichten. In der Honorarnote vom 23. Dezember 2020 hat die 
Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers einen Aufwand von 9 Stunden und 35 Minuten gel-
tend gemacht, was angesichts der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen nicht zu 
beanstanden ist. Nicht zu beanstanden sind ferner die in der Honorarnote ausgewiesenen Aus-
lagen von Fr. 54.40. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer demnach eine Par-
teientschädigung in der Höhe von Fr. 2'638.90 (9,58 Stunden à Fr. 250.-- zuzüglich Spesen und 
Auslagen von 54.40 sowie 7.7% Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 
 
11. Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 
2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zuläs-
sig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbstständig eröffnete Zwischenent-
scheide sind – mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Aus-
standsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegen-
heiten anfechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können 
(Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endent-
scheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläu-

 
 
Seite 12   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

figes Beweisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger 
zur Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern 
um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rück-
weisungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtli-
chen Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2). 
 
Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischenentscheid 
im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angele-
genheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraussetzun-
gen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende Rechts-
mittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 
  

 
 
Seite 13   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als der angefochte-
ne Einspracheentscheid der Suva vom 22. Oktober 2020 aufgehoben 
und die Angelegenheit zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägun-
gen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die Suva zurückgewie-
sen wird 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.  

 3. Die Suva hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung in der 
Höhe von Fr. 2‘638.90 (inkl. Auslagen und 7,7% Mehrwertsteuer) zu 
bezahlen. 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
Gegen diesen Entscheid wurde am 20. Oktober 2021 Beschwerde beim Bundesgericht (Verfah-
ren-Nr. 8C_701/2021) erhoben.