# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 72c234de-f47e-51f4-8cfd-5ccde62bb2d7
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-08-11
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 11.08.2010 D-5592/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5592-2010_2010-08-11.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-5592/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 1 .  A u g u s t  2 0 1 0

Einzelrichter Martin Zoller, 
mit Zustimmung von Richter Walter Lang;
Gerichtsschreiberin Susanne Burgherr.

A._______, geboren (...),
und deren Tochter B._______, geboren (...),
Nigeria,
Beschwerdeführerinnen,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 28. Juli 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-5592/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass die  Beschwerdeführerin  –  eine nigerianische  Staatsangehörige 
aus C._______ – am 7. Februar 2010 in der Schweiz um Asyl nach-
suchte, wobei sie keine Identitätspapiere einreichte, 

dass  die  Beschwerdeführerin  anlässlich  der  Erstbefragung  im 
Empfangs- und Verfahrenszentrum D._______ vom 18. Februar 2010, 
ergänzt am 22. Februar 2010, und der Anhörung nach Art. 29 Abs. 1 
des Asylgesetzes vom 26. Juni  1998 (AsylG,  SR 142.31)  durch das 
BFM vom 8. März 2010 im Wesentlichen angab, ihre Familie habe seit 
dem Tod ihres Vaters im Jahr 2002 in Armut gelebt und sie sei deshalb 
einem Angebot einer Vermittlungsperson („E._______“), die ihr Arbeit 
als Näherin (vgl. A1 S. 5) beziehungsweise eine unbekannte Tätigkeit 
(vgl. A13 S. 4) in Europa zugesichert habe, gefolgt,

dass  sie  am  28. Dezember  2009  zusammen  mit  „E._______“  und 
einem anderen Mädchen von F._______ nach G._______ geflogen sei, 
wobei  ihr  „E._______“  für  die  Flugreise  einen  Pass  ausgehändigt 
habe, den sie ihr nach der Ankunft in H._______ wieder abgenommen 
habe,

dass sie am 7. Januar 2010 mit dem Nachtzug nach I._______ weiter-
gereist seien, 

dass sie nach der Ankunft in I._______ festgestellt habe, dass es sich 
bei der ihr versprochenen Arbeit um eine Tätigkeit als Prostituierte ge-
handelt habe,

dass  „E._______“  sie  zudem  zu  einer  Abtreibung  habe  zwingen 
wollen,  als  diese  erfahren  habe,  dass  sie  (die  Beschwerdeführerin) 
schwanger sei, 

dass sie deshalb am 7. Februar 2010 in die Schweiz geflüchtet sei,

dass sie keine Identitätsdokumente einreichen könne, da sie mangels 
finanzieller  Mittel  beziehungsweise aufgrund fehlender Notwendigkeit 
nie eine Identitätskarte oder einen Reisepass beantragt habe (vgl. A1 
S. 3 f.), 

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dass bezüglich  der  weiteren  Aussagen  beziehungsweise der  Einzel-
heiten des rechtserheblichen Sachverhalts auf die Protokolle bei den 
Akten verwiesen wird (vgl. A1, A11 und A13),

dass am (Datum) die Tochter der Beschwerdeführerin (B._______) zur 
Welt kam, die in das Asylverfahren ihrer Mutter einbezogen wurde, 

dass das BFM mit Verfügung vom 28. Juli 2010 – eröffnet am 30. Juli 
2010 – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf  das Asyl-
gesuch nicht eintrat und die Wegweisung der Beschwerdeführerinnen 
aus der Schweiz sowie den Wegweisungsvollzug anordnete, 

dass die Beschwerdeführerinnen dagegen mit Eingabe vom 5. August 
2010 beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde einreichten und um 
Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung und um Anweisung an das 
BFM, auf das Asylgesuch einzutreten, ersuchten, 

dass in formeller Hinsicht zudem um Gewährung der unentgelt lichen 
Rechtspflege im Sinne von Art. 65  Abs. 1  des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 
172.021) ersucht wurde,

dass die vorinstanzlichen Akten am 9. August 2010 beim Bundesver-
waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG), 

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht  auf  dem Gebiet  des  Asyls  end-
gültig über Beschwerden gemäss Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM 
entscheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 31-33  des  Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005  [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d 
Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG,  SR 
173.110]),

dass  die  Beschwerdeführerinnen  durch  die  angefochtene  Verfügung 
besonders berührt  sind,  ein schutzwürdiges Interesse an deren Auf-
hebung beziehungsweise Änderung haben und daher zur Einreichung 
der Beschwerde legitimiert sind, weshalb auf die frist- und formgerecht 
eingereichte  Beschwerde  einzutreten  ist  (Art. 108  AsylG  sowie 

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Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 37  VGG  und  Art. 48  Abs. 1  und  Art. 52 
VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  kann  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf  das Asylgesuch nicht  eingetreten ist,  wobei 
bei  Nichteintretensentscheiden gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a und 
Abs. 3 AsylG auch die Flüchtlingseigenschaft zum Prozessgegenstand 
gehört  (vgl.  Entscheide  des  Schweizerischen  Bundesverwaltungs-
gerichts [BVGE] 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass indes die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs 
materiell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich 
volle Kognition zukommt,

dass über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  be-
ziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  wird  (Art.  111 
Bst. e AsylG) und es sich vorliegend – wie nachfolgend aufgezeigt – 
um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur 
summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel 
verzichtet wurde, 

dass  nach  Art. 32  Abs. 2  Bst. a  AsylG  auf  Asylgesuche  nicht  ein-
getreten  wird,  wenn  Asylsuchende  den  Behörden  nicht  innert 
48 Stunden  nach  Einreichung  des  Gesuchs  Reise-  oder  Identitäts-
papiere abgeben,

dass  diese  Bestimmung  keine  Anwendung  findet,  wenn  Asyl-
gesuchsteller  glaubhaft  machen  können,  dass  sie  dazu  aus  ent-
schuldbaren Gründen nicht in der Lage sind oder auf Grund der An-
hörung  sowie  gestützt  auf  Art. 3  und  7  AsylG  die  Flüchtlingseigen-
schaft festgestellt wird oder zusätzliche Abklärungen zur Feststellung 

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der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines  Wegweisungsvollzugshinder-
nisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 AsylG),

dass  die  Beschwerdeführerin  es  trotz  entsprechender  Aufforderung 
unterliess, Dokumente zu ihrer Identifizierung abzugeben, 

dass die Erklärungen der Beschwerdeführerin, sie habe nie Ausweis-
dokumente  besessen  –  eine  Identitätskarte  habe  sie  mangels 
finanzieller Mittel nie beantragt, wobei sie jedoch nicht wisse, wie teuer 
ein  solches  Dokument  sei,  und  einen  Pass  habe  sie  mangels  Not-
wendigkeit nie beantragt, da sie sich immer mündlich identifiziert habe 
– und sei mit einem falschen Pass nach Europa gereist, den sie jedoch 
nie aufgeschlagen habe und der ihr  nach der Ankunft  in H._______ 
wieder abgenommen worden sei, nicht glaubwürdig erscheinen, 

dass  sich  die  Beschwerdeführerin  zudem  zu  dem  besagten  Pass 
widersprüchlich  äusserte,  indem  sie  zunächst  angab,  es  habe  sich 
dabei um einen nigerianischen Pass gehandelt (vgl. A1 S. 4), danach 
jedoch  geltend  machte,  sie  wisse  nicht,  von  welchem  Staat  dieser 
gewesen sei (vgl. A13 S. 5), 

dass überdies ihre Angabe, sie habe vor dem Einstieg ins Flugzeug 
am  Flughafen  in  F._______  kein  Dokument  vorweisen  müssen, 
angesichts der Verpflichtung der Fluggesellschaften zur Überprüfung 
der  Identität  der  Flugpassagiere  und  der  Gültigkeit  deren  Papiere 
(inklusive Visa für das Zielland) und der damit verbundenen strengen 
Passkontrollen beim Einstieg nicht realistisch erscheint,

dass auch die gänzlich unsubstanziierten Angaben der Beschwerde-
führerin  zur  Fluggesellschaft,  mit  der  sie  nach  G._______  geflogen 
sei,  und zum Hotel,  in  dem sie dort  neun Tage lang gewohnt  habe, 
nicht zu ihrer Glaubwürdigkeit beitragen,

dass  somit  keine  entschuldbaren  Gründe  für  das  Versäumnis, 
rechtsgenügliche Identitätsdokumente einzureichen, vorliegen, 

dass  sodann  die  Vorinstanz die  Vorbringen der  Beschwerdeführerin, 
ihren Heimatstaat wegen der grossen Armut und dank eines Angebots 
für eine Tätigkeit in Europa verlassen zu haben, wobei sich nach der 
Ankunft  in  I._______  herausgestellt  habe,  dass  es  sich  dabei  um 
Prostitution  gehandelt  hätte,  wozu  sie  nicht  bereit  gewesen sei,  zu-
treffend mangels Substanz und Realkennzeichen sowie aufgrund von 

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Widersprüchen und Ungereimtheiten – beispielsweise hinsichtlich der 
versprochenen  Arbeit  (Näherin  [vgl.  A1  S. 5] beziehungsweise  un-
bekannte Tätigkeit [vgl. A13 S. 4]) oder der Zeitdauer vor der Ausreise 
Ende Dezember 2009, in der sie „E._______“ gekannt habe (seit Ende 
Februar 2009 [vgl. A1 S. 5] respektive seit zwei oder drei Monaten [vgl. 
A13 S. 7]) – als nicht glaubhaft im Sinne von Art. 7 AsylG erachtet hat,

dass  hierzu  auf  die  zu  bestätigenden  Erwägungen  in  der  an-
gefochtenen Verfügung verwiesen werden kann,

dass sich die Argumente in der Beschwerdeschrift im Wesentlichen in 
einer Wiederholung der bereits im vorinstanzlichen Verfahren geltend 
gemachten Vorbringen erschöpfen, und die Beschwerdeführerin damit 
weder die vom BFM aufgezeigten Mängel zu widerlegen vermag noch 
eine asylrechtlich relevante Verfolgung begründen kann, 

dass  angesichts  der  Unglaubhaftigkeit  der  Vorbringen  der  Be-
schwerdeführerin  die  auf  Beschwerdeebene  geltend  gemachte  Ver-
folgungsgefahr bei einer Rückkehr nach Nigeria durch die Leute, die 
sie nach Europa gelockt hätten, als nachgeschoben und damit eben-
falls als unglaubhaft zu erachten ist, 

dass  die  Beschwerdeführerin  schliesslich  auch mit  dem Verweis  auf 
die allgemein schwierige Lebens- und Arbeitssituation in Nigeria keine 
individuell ernsthaften Nachteile im Sinne von Art. 3 AsylG darzulegen 
vermag, 

dass  somit  keine  Abklärungen  im  Sinne  von  Art.  32  Abs. 3  Bst. c 
AsylG notwendig erscheinen,

dass das Bundesamt demzufolge zu Recht  auf  die Asylgesuche der 
Beschwerdeführerinnen nicht eingetreten ist,

dass die Anordnung der Wegweisung die gesetzliche Regelfolge des 
Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ist  (Art. 44  Abs. 1  AsylG),  wenn 
sich der Asylsuchende nicht im Besitz einer fremdenpolizeilichen Auf-
enthaltsbewilligung befindet,

dass die Beschwerdeführerinnen über keine derartige Bewilligung ver-
fügen  und  auch  keinen  Anspruch  auf  eine  solche  geltend  machen 
können, weshalb die von der Vorinstanz ausgesprochene Wegweisung 
im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen  steht  und  zu  be-

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stätigen  ist  (vgl.  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizeri-
schen Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21),

dass  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den  gesetz-
lichen Bestimmungen über  die  vorläufige  Aufnahme von Ausländern 
regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-
bar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG; Art. 83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht -
liche Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise des Ausländers in 
den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art.  83 
Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist  oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass der Wegweisungsvollzug vorliegend in Beachtung dieser völker- 
und  landesrechtlichen  Bestimmungen  zulässig  ist,  da  es  den  Be-
schwerdeführerinnen nicht gelungen ist,  eine asylrechtlich erhebliche 
Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in 
Art. 5 Abs. 1 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-
Refoulements  keine  Anwendung  findet  und  keine  Anhaltspunkte  für 
eine  menschenrechtswidrige  Behandlung  im  Sinne  von  Art. 3  der 
Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte 
und  Grundfreiheiten  (EMRK,  SR  0.101)  ersichtlich  sind,  die  im 
Heimatstaat droht, 

dass sich der Vollzug der Wegweisung für Ausländer als unzumutbar 
erweist,  wenn  sie  im  Heimat-  oder  Herkunftsstaat  auf  Grund  von 
Situationen  wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner  Gewalt  und 
medizinischer Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), 

dass  in  Nigeria  nicht  von  einer  Situation  allgemeiner  Gewalt  oder 
kriegerischen  Auseinandersetzungen  ausgegangen  werden  kann, 
aufgrund derer die Bevölkerung konkret gefährdet wäre,

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dass  sich  in  den  Akten  auch  keine  konkreten  Anhaltspunkte  dafür 
finden,  dass  die  Beschwerdeführerinnen  aus  individuellen  Gründen 
wirtschaftlicher, sozialer oder gesundheitlicher Natur in eine existenz-
bedrohende Situation geraten würden,

dass  allfällige  anfängliche  wirtschaftliche  Reintegrationsschwierig-
keiten  dem  Vollzug  nicht  entgegenstehen,  da  blosse  soziale  oder 
wirtschaftliche Schwierigkeiten, von denen die ansässige Bevölkerung 
betroffen  ist  (z. B.  Mangel  an  Arbeitsplätzen),  keine  existenz-
bedrohende Situation darstellen, die den Vollzug der Wegweisung als 
unzumutbar erscheinen liessen (vgl. EMARK 2005 Nr. 24 E. 10.1),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  der  (...)  und  soweit  aktenkundig 
gesunden Beschwerdeführerin zusammen mit ihrem Kind, die gemäss 
eigenen Angaben bis zu ihrer Ausreise in C._______ gelebt hat und 
somit  mit  den  dortigen  Verhältnissen  bestens  vertraut  ist,  mit 
(Aufzählung Verwandte) und ihrem Freund – dem Vater der Tochter – 
über ein Beziehungsnetz im Heimatstaat verfügt und vor der Ausreise 
als  (Beruf)  gearbeitet  hat  (vgl. A1  S. 1  ff.),  sich  somit  als  zumutbar 
erweist (Art. 83 Abs. 4 AuG), 

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  auch  möglich  ist,  da  keine  Voll-
zugshindernisse  bestehen  (Art. 83  Abs. 2  AuG),  und  es  der  Be-
schwerdeführerin  obliegt,  bei  der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere 
für sich und ihre Tochter mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG), 

dass  somit  keine  Wegweisungshindernisse  vorliegen,  weshalb  die 
Anordnung  der  vorläufigen  Aufnahme nicht  in  Betracht  fällt  und  der 
Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist,

dass  die  angefochtene  Verfügung  demnach weder  Bundesrecht  ver-
letzt noch unangemessen ist und der rechtserhebliche Sachverhalt von 
der  Vorinstanz  richtig  und  vollständig  festgestellt  wurde  (Art.  106 
AsylG),  weshalb  sie  zu  bestätigen  und die  Beschwerde abzuweisen 
ist,

dass  die  Beschwerde  aufgrund  vorstehender  Erwägungen  als  aus-
sichtslos zu qualifizieren ist, weshalb das Gesuch um Gewährung der 
unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG – un-
geachtet  der  allfälligen  Bedürftigkeit  der  Beschwerdeführerinnen  – 
abzuweisen ist, 

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dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  ([VGKE,  SR 
173.320.2])  den  Beschwerdeführerinnen  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG). 

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss 
Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen. 

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-  werden  den  Beschwerde-
führerinnen auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen nach Versand 
des  vorliegenden  Urteils  zu  Gunsten  der  Gerichtskasse  zu  über-
weisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die  Beschwerdeführerinnen  (Einschreiben;  Beilage:  Einzahlungs-
schein)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N (...)  (per 
Kurier; in Kopie)

- (...) (in Kopie)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Martin Zoller Susanne Burgherr

Versand:

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