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**Case Identifier:** 3bf076d9-ae9d-5cac-9dfd-e98a65c0a0f5
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-03-09
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 09.03.2022 200 2021 280
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2021-280_2022-03-09.pdf

## Full Text

200 21 280 IV und
200 21 281 IV (2)
KNB/RUM/WSI

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 9. März 2022

Verwaltungsrichter Knapp, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Jakob, Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiber Rüfenacht

A.________
vertreten durch B.________ AG, Rechtsanwalt C.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügungen vom 26. Februar 2021

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. März 2022, IV/21/280, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1966 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich am 14. November 2014 unter Mitwirkung der 
Krankentaggeldversicherung D.________ AG und unter Hinweis auf 
Schmerzen im Darm und Bauch bei der IV-Stelle Bern (IVB bzw. 
Beschwerdegegnerin) zum Leistungsbezug an (Antwortbeilagen [AB] 1, 3.1). 
Die IVB holte erwerbliche und medizinische Unterlagen ein und gewährte am 
17. Februar 2015 ein Aufbautraining in der Abklärungsstelle E.________ in 
... vom 4. Februar bis 3. Mai 2015 (AB 19). Aufgrund der 
Schmerzproblematik fühlte sich der Versicherte nicht in der Lage, an der 
beruflichen Massnahme teilzunehmen, weshalb diese per 28. Februar 2015 
bzw. 9. März 2015 abgebrochen wurde (AB 29, 37). In der Folge schloss die 
IVB die beruflichen Massnahmen am 1. Dezember 2015 ab (AB 46). Im 
weiteren Verlauf liess die IVB den Versicherten durch Dr. med. F.________, 
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, begutachten (psychiatrisches 
Gutachten vom 11. Mai 2016 [AB 62.1]) und am 28. Juli 2016 informierte der 
Versicherte die IVB darüber, dass er einen Herzinfarkt erlitten hatte (AB 67). 
Bei Dr. med. G.________, Facharzt für Gastroenterologie, Spital 
H.________, liess die IVB zudem ein gastroenterologisches Gutachten 
erstellen (Expertise vom 9. März 2017 [AB 85.1]). Nach durchgeführtem 
Vorbescheidverfahren verneinte die IVB mit Verfügung vom 21. Februar 
2018 einen Rentenanspruch (AB 95, 103, 106). Eine vom Versicherten am 
9. April 2018 dagegen erhobene Beschwerde (AB 114) hiess das 
Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit Urteil vom 6. November 2018 gut, 
hob die angefochtene Verfügung auf und wies die Sache an die 
Beschwerdegegnerin zurück, damit diese erstmals eine polydisziplinäre Be-
gutachtung veranlasse und anschliessend neu verfüge (VGE IV/2018/264; 
AB 128).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. März 2022, IV/21/280, Seite 3

B.

In der Folge veranlasste die IVB eine polydisziplinäre Begutachtung durch 
die MEDAS I.________ (MEDAS; Gutachten vom 2. August 2019 inkl. 
Teilgutachten [AB 164.1-164.6]). Zudem holte sie bei den psychiatrischen 
Diensten J.________ einen Verlaufsbericht vom 16. März 2020 ein 
(AB 180). Mit Vorbescheid vom 5. Oktober 2020 stellte sie dem Versicherten 
bei einem IV-Grad von 57 % die Zusprache einer halben Rente ab 1. Mai 
2015 in Aussicht (AB 185). Nach erhobenem Einwand (AB 192) sprach die 
IVB dem Versicherten mit Verfügungen vom 26. Februar 2021 rückwirkend 
ab dem 1. Mai 2015 eine halbe Rente zu (AB 194/1, 197 f.).

C.

Mit Eingabe vom 16. April 2021 liess der Versicherte, vertreten durch 
Rechtsanwalt C.________, Beschwerde erheben und beantragen, die 
Verfügungen vom 26. Februar 2021 seien aufzuheben und es sei die 
Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerdeführer die 
gesetzlichen Leistungen, namentlich eine Dreiviertelsrente ab 1. Mai 2015 
und eine ganze Invalidenrente ab 1. Juni 2017, zu gewähren. Eventuell sei 
die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerdeführer eine Rente 
nach Gesetz, namentlich eine Dreiviertelsrente ab 1. Mai 2015, zu gewähren.

In der Beschwerdeantwort vom 14. Juni 2021 schloss die 
Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Die angefochtenen Entscheide sind in Anwendung von 
Sozialversicherungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche 
Abteilung des Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des 

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Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des 
kantonalen Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der 
Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) 
Beschwerden gegen solche Entscheide. Der Beschwerdeführer ist im 
vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträgen nicht durchgedrungen, 
durch die angefochtenen Entscheide berührt und hat ein schutzwürdiges 
Interesse an deren Aufhebung, weshalb er zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 
ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des 
Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG; SR 
831.20]). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form 
(Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes 
vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) 
eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Angefochten sind die Verfügungen vom 26. Februar 2021 
(AB 197 f.), mit welchen dem Beschwerdeführer rückwirkend ab dem 1. Mai 
2015 eine halbe IV-Rente zugesprochen wurde. Streitig ist der 
Rentenanspruch. Unangefochten geblieben ist die "externe Verrechnung".

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 80 
lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Am 1. Januar 2022 ist die Änderung vom 19. Juni 2020 des IVG 
(Weiterentwicklung der IV; AS 2021 705) in Kraft getreten. Weil in zeitlicher 
Hinsicht – vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Bestimmungen – 
grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich sind, die bei der Erfüllung 
des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestands 
Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1 S. 370, 144 V 210 E. 4.3.1 S. 213) 
und die angefochtenen Verfügungen vor dem Inkrafttreten der IVG-Än-

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derung vom 19. Juni 2020 datieren (AB 197 f.), ist der Rentenanspruch nach 
den bis 31. Dezember 2021 geltenden Normen (fortan aArt.) zu prüfen.

2.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit 
dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). 
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, 
geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer 
Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.3 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden 
können auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. 
Art. 7 ATSG). 

2.3.1 Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG sowie 
Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische 
Befundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur 
dann anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer 
Gesundheitsbeeinträchtigung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert 
worden ist (BGE 145 V 215 E. 5.1 S. 221).

Mit der Diagnose eines Gesundheitsschadens ist noch nicht gesagt, dass 
dieser auch invalidisierenden Charakter hat. Ob dies zutrifft, beurteilt sich 
gemäss dem klaren Gesetzeswortlaut nach dem Einfluss, den der 
Gesundheitsschaden auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit hat. 
Entscheidend ist, ob der versicherten Person wegen des geklagten Leidens 
nicht mehr zumutbar ist, ganz oder teilweise zu arbeiten. Deshalb gilt eine 
objektivierte Zumutbarkeitsprüfung unter ausschliesslicher Berücksichtigung 
von Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung (BGE 142 V 106 E. 4.4 S. 
110). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit 
invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkungen 
der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen 
guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden 
könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv bestimmt 
(BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 2014 IV Nr. 2 
S. 5 E. 3.1).

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2.3.2 Die Sachverständigen sollen die Diagnose so begründen, dass die 
Rechtsanwender nachvollziehen können, ob die klassifikatorischen 
Vorgaben tatsächlich eingehalten sind (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 141 
V 281 E. 2.1.1 S. 285). Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung erfolgt 
die Prüfung, ob ein psychischer Gesundheitsschaden eine 
rentenbegründende Invalidität zu bewirken vermag, schliesslich anhand 
eines strukturierten normativen Prüfungsrasters (BGE 143 V 418 E. 7 S. 427, 
141 V 281 E. 4.1 S. 296). Dies gilt für sämtliche psychischen Störungen 
(BGE 143 V 418 E. 7.2 S. 429).

2.3.3 Eine invalidenversicherungsrechtlich erhebliche Gesundheitsbeein-
trächtigung liegt nur vor, wenn die Diagnose im Rahmen einer Prüfung auf 
der ersten Ebene auch unter dem Gesichtspunkt der Ausschlussgründe 
nach BGE 131 V 49 standhält. Danach liegt regelmässig keine versicherte 
Gesundheitsschädigung vor, soweit die Leistungseinschränkung auf Aggra-
vation oder einer ähnlichen Erscheinung beruht (BGE 141 V 281 E. 2.2 und 
2.2.1 S. 287; SVR 2016 UV Nr. 25 S. 83 E. 6).

Liegt auch unter dem Gesichtspunkt der Ausschlussgründe eine versicherte 
Gesundheitsschädigung vor, erfolgt schliesslich auf der zweiten Ebene 
anhand eines normativen Prüfungsrasters mit einem Katalog von Indikatoren 
eine ergebnisoffene symmetrische Beurteilung des – unter Berücksichtigung 
leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und 
Kompensationspotentialen (Ressourcen) anderseits – tatsächlich 
erreichbaren Leistungsvermögens (BGE 141 V 281 E. 3.6 S. 294). Es gilt im 
Regelfall nach gemeinsamen Eigenschaften systematisierte 
Standardindikatoren zu beachten (E. 4.1.3 S. 297), welche sich in die 
Kategorien „funktioneller Schweregrad“ (E. 4.3 S. 298) und „Konsistenz“ 
einteilen lassen (E. 4.4 S. 303). Der Prüfungsraster ist rechtlicher Natur (E. 
5 S. 304). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist 
nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch 
festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand 
der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) 
überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat 
die Folgen der Beweislosigkeit die materiell beweisbelastete versicherte 
Person zu tragen (E. 6 S. 308).

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2.4

2.4.1 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf ei-
ne Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im 
Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 
Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern 
können (lit. a) und die zusätzlich während eines Jahres ohne wesentlichen 
Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) 
gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid 
(Art. 8 ATSG) sind (lit. b und c). Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG (in der bis 31. 
Dezember 2021 gültig gewesenen, hier anwendbaren Fassung [vgl. E. 2.1 
hiervor]) besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte 
Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie 
mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % 
besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von 
mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.4.2 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das 
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität 
und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei 
ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum 
Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 
geworden wäre (Art. 16 ATSG). Der Einkommensvergleich hat in der Regel 
in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen 
Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander 
gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der 
Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen 
ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe 
der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen 
Annäherungswerte miteinander zu vergleichen (allgemeine Methode des 
Einkommensvergleichs; BGE 128 V 29 E. 1 S. 30, 104 V 135 E. 2b S. 136; 
SVR 2019 BVG Nr. 16 S. 64 E. 4.4.2).

2.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 

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Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 
ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können 
(BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2021 IV Nr. 54 S. 
181 E. 2.3).

3.

3.1 In medizinischer Hinsicht ist den Akten seit dem VGE IV/2018/264 
(AB 128/17) im Wesentlichen Folgendes zu entnehmen:

3.1.1 In der polydisziplinären Gesamtbeurteilung des MEDAS-Gutach-
tens vom 2. August 2019 (AB 161.1) wurden folgende Diagnosen aufgeführt 
(AB 161.1/6-8):

Mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (letzte Tätigkeit)

1. Chronische Schmerzen des Abdomens
2. Anhaltende somatoforme Schmerzstörungen mit körperlichen und 

psychischen Anteilen (ICD-10: F45.41)
3. Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte bis 

mittelgradige Episode, ohne somatische Symptome (ICD-10: 
F33.0/1)

4. Valvuläre Kardiopathie mit moderater bzw. mittelschwerer 
Aortenklappenstenose

Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (letzte Tätigkeit)

1. Verdacht auf transitorisch ischämische Attacke 2015
2. Verdacht auf beginnende sensible symmetrische Polyneuropathie 

der unteren Extremitäten, Genese unklar
3. Verdacht auf ein Karpaltunnelsyndrom beidseits
4. Metabolisches Syndrom mit/bei Adipositas Grad I, 

Hypercholesterinämie, arterielle Hypertonie, Schlafapnoe ist seit 
mehreren Jahren bekannt, seit 2013 CPAP Therapie

5. Hyperurikämie unter Urikostatika
6. Primärer und sekundärer Hypogonadismus mit/bei unter Nebido-

Substitution
7. Urticaria und Angioödem unklarer Ätiologie 01/2019
8. Prurigo Simplex subacuta an den Unterschenkeln, zusätzlich 

Kratzexkoriationen nach Insektenstichen
9. Status nach Erysipel am Unterschenkel
10.Koronare hypertensive und neu valvuläre Kardiopathie
11.Kardiovaskuläre Risikofaktoren: Metabolisches Syndrom

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Der Beschwerdeführer leide an einem chronischen abdominellen Schmerz-
syndrom nach multiplen abdominellen Eingriffen und habe eine erhebliche 
Schmerzsymptomatik entwickelt. Diese habe die Entwicklung einer 
somatoformen Schmerzstörung mit körperlichen und psychischen Anteilen 
begünstigt. Es sei davon auszugehen, dass die zahlreichen Eingriffe zu 
Verwachsungen und einer Schwächung der Bauchwand-Muskulatur geführt 
hätten, welche mitursächlich für die Schmerzsymptomatik seien. Komorbid 
habe sich eine depressive Erkrankung aufgrund der Dauer der Symptomatik 
entwickelt. Es könne aber auch von einer verminderten 
Schmerzverarbeitungsfähigkeit aufgrund der Depression ausgegangen 
werden. Kardiologischerseits sei eine koronare Herzkrankheit und neu eine 
Aortenklappenstenose diagnostiziert worden. Beide Krankheitsbilder neigten 
zu progredienter Verschlechterung, so dass die vorliegende kardiologische 
Begutachtung nur eine gegenwärtige Beurteilung sein könne (AB 161.1/5 f.)

Aus chirurgischer und allgemein-internistischer Sicht bestehe keine 
Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als ... (.../...). In einer 
körperlich leichten, dem Belastungsprofil entsprechend adaptierten Tätigkeit 
bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 50 %. Diese Einschränkung bestehe 
aufgrund der verminderten Belastbarkeit des Beschwerdeführers und eines 
erhöhten Pausenbedarfs für die zahlreichen Toilettengänge mit 
nachfolgenden Krämpfen. Die Schmerzen und die depressive Symptomatik 
schränkten ihn in seiner Durchhaltefähigkeit auffallend ein. 
Kardiologischerseits bestehe aufgrund des in der gegenwärtigen 
Begutachtung beschriebenen Klappenbefundes eine Einschränkung 
hinsichtlich schwerer körperlicher Belastung (AB 161.1/8).

Der Beschwerdeführer sei in der Lage, wechselbelastete, körperlich leichte 
Arbeiten zu verrichten. Ausser Betracht fielen Tätigkeiten in 
Zwangshaltungen (gebückt, kauernd) oder mit hohen Anforderungen an das 
Gleichgewicht. Es müsse sich um eine geregelte Tätigkeit ohne Zeitdruck 
handeln, mit der Möglichkeit fester Pausenzeiten und der Benutzung einer 
Toilette in unmittelbarer Umgebung. Die Leistungsfähigkeit sei durch die 
chronischen Schmerzen sowie durch die Stuhlgangproblematik und die 
häufige Benutzung der Toilette beeinträchtigt (AB 161.1/9).

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Seit Beginn der abdominellen Problematik im Jahr 2013 bestehe in der an-
gestammten Tätigkeit keine Arbeitsfähigkeit mehr. Die Arbeitsfähigkeit in 
leidensangepassten Tätigkeiten betrage 25 % (4.25 Stunden pro Tag, 
Leistungsfähigkeit 50 %). Im 2016 habe die Symptomatik, insbesondere aus 
psychiatrischer Sicht, eher zugenommen; es ergebe sich eine 
Arbeitsfähigkeit von 50 % ab etwa Mitte 2017 (der Zeitpunkt könne aufgrund 
der schleichenden Zunahme der Symptome nicht genau angegeben werden) 
und nicht bereits ab Mai 2016. Aus somatischer Sicht könne die 
Arbeitsfähigkeit in leidensangepassten Tätigkeiten ab Oktober 2014 
zugrunde gelegt werden. Zusammenfassend bestehe ab Oktober 2014 eine 
Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit von 50 % und ab 1. Juni 2017 von 
25 % (AB 161.1/9 f.).

3.1.2 Im Verlaufsbericht vom 16. März 2020 der psychiatrischen Dienste 
J.________ wurde ein insgesamt unveränderter psychischer 
Gesundheitszustand und als Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 
eine Anpassungsstörung, mit vorwiegender Störung von anderen Gefühlen 
(ICD-10: F43.23), festgehalten. Es bestehe eine starke Belastung durch die 
seit 2013 vorhandenen Schmerzen und durch die teilweise auftretende 
Stuhlinkontinenz (beides führe zu einer starken Beeinträchtigung im Alltag). 
Als Folge der Belastung durch die körperlichen Beschwerden beständen 
Symptome wie Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, reduzierter 
Antrieb, Störungen des Affekts, Schlafstörungen und erhöhte 
Tagesmüdigkeit. Durch die psychiatrischen Dienste J.________ sei (aus 
psychiatrischer Sicht) keine Arbeitsunfähigkeit attestiert worden. 
Einschränkungen beständen aufgrund der körperlichen Beschwerden. 
Bezüglich des Zumutbarkeitsprofils solle man sich an die Hausärztin wenden 
(AB 180/1-6).

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, un-
abhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander wi-
dersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne 
das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, 

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warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt 
(BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht für 
die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 
auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten 
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlagge-
bend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines 
Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag ge-
gebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen Inhalt 
(BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 E. 3a 
S. 352).

3.3 Das im Nachgang an VGE IV/2018/264 (AB 128) eingeholte 
Gutachten der MEDAS vom 2. August 2019 (basierend auf den 
Teilgutachten in chirurgischer, neurologischer, psychiatrischer, 
internistischer und kardiologischer Hinsicht [AB 161.1-161.6]) erfüllt die An-
forderungen an eine beweiskräftige medizinische Expertise (vgl. E. 3.2 
hiervor). Die Feststellungen der Experten beruhen auf einlässlichen 
anamnestischen Erhebungen sowie eigenen fachärztlichen 
Untersuchungen, berücksichtigen die geklagten Beschwerden und erfolgten 
in Kenntnis der Vorakten. Die Ausführungen zur Befundlage sind für die 
streitigen Belange umfassend und die gezogenen Schlussfolgerungen zum 
Gesundheitszustand werden nachvollziehbar und einleuchtend begründet. 
Dem polydisziplinären Gutachten kommt damit grundsätzlich voller 
Beweiswert zu und es ist in der Folge darauf abzustellen. Zum 
psychiatrischen Teilgutachten vgl. allerdings E. 3.5.1 nachfolgend.

In Einzelnen ist Folgendes festzuhalten:

3.4

3.4.1 Aufgrund einer rezidivierenden Sigma-Divertikulitis erfolgte im Juni 
2013 eine Rektosigmoidresektion mit kompliziertem postoperativem Verlauf 
und mehreren chirurgischen Folgeeingriffen (AB 161.1/5; vgl. AB 85.1/5 f., 
85/14, 58/7). In somatischer Hinsicht hat die internistische Gutachterin 

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aufgrund des aktenkundigen Krankheitsverlaufs und der 
Untersuchungsbefunde nachvollziehbar auf eine erschwerte Wundheilung 
mit rezidivierenden Sekundärinfekten und infizierten Hämatomen 
hingewiesen. Sie führte überzeugend aus, dass die zahlreichen Eingriffe 
beim Beschwerdeführer zu abdominellen Verwachsungen geführt haben, 
was zu Schmerzen führe (AB 161.5/11). Dies wird im chirurgischen 
Teilgutachten bestätigt (AB 161.2/7 Ziff. 6). Zudem schwächen die 
zahlreichen abdominellen Eingriffe mit wiederholten Narbenhernien, 
Revisionen und ausgeprägten Vernarbungen die Bauchwandmuskulatur, 
was gemäss internistischem Gutachten bei vermehrter Belastung 
schmerzverstärkend wirkt und zu neuen Narbenhernien führen kann. 
Entsprechend ist das Heben und Tragen von mittleren bis schweren Lasten 
(>10 kg) und damit die angestammte Tätigkeit als ...- und ... nachvollziehbar 
nicht mehr zumutbar (AB 161.5/11 f., 161.5/15 Ziff. 7.4). Weiter wurde aus 
internistischer Sicht die (bereits früher festgestellte und diagnostizierte [vgl. 
AB 85.1/15, 12/24]) funktionelle anorektale Entleerungsstörung im Sinne 
eines Low Anterior Resection-Syndroms mit einer Outlet Obstruktion 
bestätigt. Die zahlreichen imperativen Stuhlgänge (15-20 pro Tag) werden 
gemäss Gutachten von krampfartigen Schmerzen begleitet, sind belastend 
und einschränkend, auch weil der Beschwerdeführer durchgehend auf eine 
nahe Toilette angewiesen ist. Insgesamt benötigt er wegen der Erkrankung 
nachvollziehbar erheblich mehr Zeit zur Verrichtung der entsprechenden 
alltäglichen Lebensverrichtung, woraus mit Bezug auf eine Erwerbstätigkeit 
eine reduzierte Leistungsfähigkeit resultiert (AB 161.5/12).

Diese Einschätzungen der MEDAS-Gutachter stehen mit den Angaben im 
früheren gastroenterologischen Gutachten des Spitals H.________ vom 
9. März 2017 im Einklang. Bereits damals wurde "die Ausbildung eines 
chronisch anhaltenden, somatisch bedingten abdominellen Schmerz-
syndroms im vorliegenden kompliziert verlaufenden Fall mit mehrfachen 
Revisionsoperationen und insgesamt zumindest acht viszeralchirurgischen 
Eingriffen" als nachvollziehbar bezeichnet (AB 85.1/14). Betreffend die 
funktionelle anorektale Entleerungsstörung wurde ebenfalls auf eine 
verlängerte, erschwerte und schmerzhafte Entleerung, auf das Gefühl einer 
unvollständigen Entleerung sowie auf einen häufigen Stuhldrang 
hingewiesen (AB 85.1/15).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. März 2022, IV/21/280, Seite 13

Nach dem Dargelegten ist aufgrund des voll beweiskräftigen MEDAS-Gut-
achtens mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, 
dass ein Teil der geklagten Beschwerden Folge einer Defektheilung nach 
der Operation einer Sigma-Divertikulitis und mehreren Revisionseingriffen 
sowie einer seither bestehenden anorektalen Entleerungsstörung ist. Die 
Gutachter haben aus chirurgischer und allgemein-internistischer Sicht 
schlüssig festgehalten, dass namentlich wegen der Gefahr erneuter 
Narbenhernien Lasten von mehr als zehn Kilogramm und damit die 
angestammte, überwiegend schwere Arbeit als ... von ... und ... nicht mehr 
zumutbar ist. Bezüglich einer angepassten Tätigkeit erweist sich zufolge der 
verminderten Belastbarkeit aufgrund der Schmerzen und des erhöhten Zeit- 
und Pausenbedarfs eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit von 50 % als 
nachvollziehbar begründet (AB 161.1/8 Ziff. 4.3, 161.2/10 ff. Ziff. 7.4 und 8, 
161.5/15 f. Ziff. 7.4 und 8). 

3.4.2 Die weiteren somatischen Diagnosen schränken die 
Arbeitsfähigkeit gemäss Gutachten nicht zusätzlich ein.

In neurologischer Hinsicht bestätigte die Gutachterin zwar die – erstmals 
2015 im Zentrum K.________ postulierten (AB 52, 152/4) – 
Verdachtsdiagnosen einer transitorisch ischämischen Attacke im Jahr 2015, 
einer beginnenden sensiblen symmetrischen Polyneuropathie der unteren 
Extremitäten unklarer Genese und eines beidseitigen Karpaltunnelsyndroms 
(AB 161.3/7 f.). Eine Einschränkung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit hat 
die neurologische Gutachterin mangels entsprechend ausgeprägter Befunde 
jedoch nicht festgehalten (AB 161.3/10 f.), was ohne weiteres nachvollzogen 
werden kann. Aus den weiteren Akten ergibt sich nichts anderes; namentlich 
haben sich die Ärzte des Zentrums K.________ weder zu allfälligen funkti-
onellen Auswirkungen der festgehaltenen neurologischen Diagnosen noch 
zur einer Einschränkung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit geäussert 
(AB 152/4 f., 52).

Gemäss kardiologischem Teilgutachten liegt beim Beschwerdeführer eine 
valvuläre Kardiopathie mit moderater bzw. mittelschwerer Aortenklappen-
stenose vor (AB 161.6/3). Letztere schliesst schwere bis sehr schwere 
körperliche Arbeiten über 25 Kilogramm aus, was durch das aus 
chirurgischer und allgemein-internistischer Sicht formulierte Belastungsprofil 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. März 2022, IV/21/280, Seite 14

abgedeckt wird (E. 3.4.1 hiervor). Die kardiologischen Befunde schränken 
damit die Arbeits- und Leistungsfähigkeit nicht zusätzlich ein (AB 161.6/4).

3.5

3.5.1 In psychiatrischer Hinsicht wurden im Gutachten die Diagnosen ei-
ner anhaltenden somatoformen Schmerzstörung mit körperlichen und 
psychischen Anteilen (ICD-10: F45.41) und eine rezidivierende depressive 
Störung, gegenwärtig leichte bis mittelgradige Episode, ohne somatische 
Symptome (ICD-10: F33.0/1), gestellt und anhand der klassifikatorischen 
Vorgaben begründet (AB 161.4/10 ff.). 

Gemäss den klinisch-diagnostischen Leitlinien lässt sich die im Gutachten 
verwendete Kodierung F45.41, die in der ICD-10 als chronische 
Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren bezeichnet 
wird, nicht hinreichend von der anhaltenden somatoformen Schmerzstörung 
(ICD-10: F45.40) abgrenzen (DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT [Hrsg.], 
Internationale Klassifikation psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel V [F], 
Klinisch-diagnostische Leitlinien, 10. Aufl. 2015, S. 233 Fn. 1). In der Folge 
kommt der Kodierung F45.41 hinsichtlich der klinisch-diagnostischen 
Leitlinien keine selbstständige Bedeutung zu bzw. sind für diese Diagnose 
die Leitlinien zur anhaltenden somatoformen Schmerzstörung massgebend. 
Demnach wird als vorherrschende Beeinträchtigung ein andauernder, 
schwerer und quälender Schmerz vorausgesetzt, der durch einen physiologi-
schen Prozess oder eine körperliche Störung nicht vollständig erklärt werden 
kann. Der Schmerz tritt sodann in Verbindung mit emotionalen Konflikten 
oder psychosozialen Problemen auf, die schwerwiegend genug sein sollten, 
um als entscheidende ursächliche Einflüsse zu gelten (DILLING et al., a.a.O., 
S. 233).

Im Rahmen der gastroenterologischen Untersuchung im Spital H.________ 
vom März 2017 hatte der Beschwerdeführer eine mittlere Schmerzintensität 
von 4-5 auf der visuellen Analogskala von 0-10 angegeben (AB 85.1/9, 
85.1/11). Ihm zufolge blieben die Schmerzen seit damals im Wesentlichen 
gleich (AB 161.2/2 Ziff. 3.2, 161.4/10 Ziff. 6). Wie bereits im März 2017 
beschrieb der Beschwerdeführer gegenüber den MEDAS-Gutachtern 
weiterhin permanente Schmerzen vor allem im Bereich des rechten Unter-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. März 2022, IV/21/280, Seite 15

bauchs, die sich bei Bewegung oder körperlicher Belastung verstärkten 
(AB 161.2/2 Ziff. 3.2, 161.3/2 Ziff. 3.1, 161.4/3 Ziff. 3.2, 161.5/3 Ziff. 3.2). 
Zweifelsohne leidet der Beschwerdeführer seit der 2013 erlittenen 
Divertikulitis und den darauffolgenden Operationen an erheblichen, 
somatisch zumindest teilweise erklärbaren und dort insoweit 
berücksichtigten Dauerschmerzen, welche ihn belasten (vgl. E. 3.4.1 
hiervor). Die aktenkundigen und in sich konsistenten Angaben des 
Beschwerdeführers namentlich zur Schmerzintensität sprechen jedoch 
gegen das Vorliegen eines im Sinne der Leitlinien für eine anhaltende 
somatoforme Schmerzstörung vorausgesetzten, andauernd schweren und 
entsprechend quälenden Schmerzes. Dies wird u.a. auch durch die im 
chirurgischen Gutachten festgehaltene Beobachtung gestützt, wonach 
verschiedene Positionswechsel in der klinischen Untersuchung ohne 
besondere Schmerzäusserungen erfolgt sind (AB 161.2/5 Ziff. 4.3).

Weiter hat die Gutachterin im Rahmen der diagnostischen Herleitung auf 
eine (echtzeitlich nicht weiter dokumentierte [vgl. AB 62.1/12]) Lebenskrise 
mit psychischer Dekompensation im Jahr 1999 nach der Trennung von der 
Ehefrau hingewiesen und festgehalten, dies sei im Rahmen einer 
Reaktivierung des damaligen Ohnmachtsgefühls als mögliche Mitursache 
der somatoformen Schmerzstörung anzusehen. Jedoch geht aus Akten auch 
hervor, dass der Beschwerdeführer nach der beschriebenen Lebenskrise bis 
zur Sigma-Divertikulitis im Jahr 2013 während vielen Jahren körperlich und 
psychisch gesund gewesen ist (AB 161.4/11, 62.1/12). Als weitere mögliche 
Mitursachen der anhaltenden somatoformen Schmerzstörung zählte die 
Gutachterin psychosoziale Probleme nach Eintritt des körperlichen Gesund-
heitsschadens auf (Aussteuerung durch die Krankentaggeldversicherung, 
Verlust des Arbeitsplatzes im Jahr 2015, Gang zum Sozialamt), die 
zusammen mit der körperlichen Erkrankung zu einer reaktiven depressiven 
Verstimmung geführt hätten und die Schmerzverarbeitung erschwerten. 
Gleichzeitig hielt sie jedoch auch fest, dass die Coping-Mechanismen zur 
Bewältigung der sich entwickelnden depressiven Symptomatik über längere 
Zeit suffizient gewesen seien und eine ambulante Psychotherapie nicht ini-
tiiert worden sei (AB 161.4/10 f.). Nach den Akten steht der 
Beschwerdeführer erst seit Juli 2019 in psychotherapeutischer Behandlung 
(AB 180/7). Vor diesem Hintergrund ist fraglich, ob die als Mitursachen der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. März 2022, IV/21/280, Seite 16

anhaltenden somatoformen Schmerzstörung vorausgesetzten emotionalen 
Konflikte und/oder psychosozialen Probleme beim Beschwerdeführer in der 
gemäss den Leitlinien geforderten Ausprägung gegeben waren.

Demnach bestehen bereits auf der Ebene der Diagnosestellung Zweifel, ob 
der diagnoseinhärente Schweregrad der postulierten anhaltenden 
somatoformen Schmerzstörung überhaupt erfüllt ist. Die psychiatrische 
Gutachterin selbst hat denn auch darauf hingewiesen, dass die 
Unterscheidung zwischen körperlicher und psychischer Komponente in die-
sem Fall schwierig sei, wobei sie den psychischen Anteil aufgrund der langen 
psychischen Stabilität des Beschwerdeführers mit nur geringfügiger 
Vorbelastung kleiner eingeschätzt hat (AB 161.4/11). Wie es sich damit 
genau verhält, kann aber mit Blick auf das Ergebnis der nachfolgend (E. 3.6) 
anhand der Standardindikatoren vorzunehmenden Beurteilung des 
tatsächlich erreichbaren Leistungsvermögens offenbleiben. 

3.5.2 Ausschlussgründe nach BGE 131 V 49, die einen invalidisierenden 
Gesundheitsschaden zum Vornherein ausschlössen, bestehen nicht; die ge-
klagten Symptome und Funktionseinbussen waren gemäss psychiatrischem 
Teilgutachten konsistent und plausibel sowie die Untersuchungsergebnisse 
valide und nachvollziehbar. Anhaltspunkte auf eine Aggravation oder 
Simulation wurden nicht festgestellt (AB 161.4/13 Ziff. 7.3).

3.5.3 Gemäss Angaben der psychiatrischen Gutachterin schränken die 
Schmerz- und die depressive Symptomatik den Beschwerdeführer 
"auffallend" in seiner Durchhaltefähigkeit ein. Hinzu komme die unklare 
Durchfallerkrankung, die ihn zusätzlich psychisch belaste und die 
Arbeitsfähigkeit, aber auch die Teilnahme am sozialen Leben beeinträchtige 
(AB 161.4/14). Aufgrund der zufolge der Schmerzen verminderten 
Durchhaltefähigkeit und Belastbarkeit sowie der depressiven Reaktion mit 
verminderter Stresstoleranz postulierte die Gutachterin eine psychisch 
bedingte Arbeitsunfähigkeit von 50 % in der angestammten und in 
angepassten Verweistätigkeiten. Polydisziplinär nahmen die Gutachter bei 
einer aus somatischer Sicht begründeten Arbeitsunfähigkeit von 50 % (vgl. 
E. 3.4.1 hiervor) zusätzlich eine psychiatrisch begründete Arbeitsunfähigkeit 
von 25 % an (AB 161.1/10). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. März 2022, IV/21/280, Seite 17

Zu prüfen ist nachfolgend auf der zweiten Ebene anhand des strukturierten 
Beweisverfahrens (BGE 141 V 281 E. 4.1.3 S. 297 f.; vgl. E. 2.3.3 hiervor), 
ob die von der Gutachterin medizinisch-theoretisch attestierte 
Arbeitsunfähigkeit von 50 % aufgrund des psychischen 
Gesundheitsschadens eine relevante Invalidität begründet bzw. rechtlich 
massgeblich ist.

3.6 Zu prüfen sind zunächst die einzelnen Komplexe der Kategorie 
"funktioneller Schweregrad" (BGE 141 V 281 E. 4.3 S. 298 ff.):

3.6.1 Mit Bezug auf den Komplex Gesundheitsschädigung (BGE 141 V 281 
E. 4.3.1 S. 298 ff.) ergibt sich Folgendes:

3.6.1.1 Beim Indikator der Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde 
und Symptome gilt es unter anderem, die Schwere des 
Krankheitsgeschehens anhand aller verfügbaren Elemente aus der 
diagnoserelevanten Ätiologie und Pathogenese zu plausibilisieren (BGE 141 
V 281 E. 4.3.1.1 S. 298 f.). Im Rahmen der Untersuchung fielen die 
diagnoserelevanten Befunde insgesamt gering ausgeprägt aus. Der 
psychopathologische Befund (AB 161.4/8) war bis auf eine festgestellte 
"leicht subdepressive bis ausgeglichene Stimmungslage" – was darauf 
hinweist, dass der Schweregrad einer typischen Depression nicht erreicht 
war – unauffällig. Namentlich war die Schwingungsfähigkeit unbeeinträchtigt 
und konnte keine Interessenslosigkeit festgehalten werden. Die Antriebslage 
wurde vom Beschwerdeführer zwar schmerzbedingt als gemindert 
angegeben, die Willenskräfte waren gemäss der Gutachterin aber 
hinreichend strukturiert und regelrecht. Zudem wies sie auf eine nach wie vor 
intakte Motivation des Beschwerdeführers für eine Erwerbstätigkeit hin (AB 
161.4/17). In Anlehnung an das Mini-ICF-APP (Rating für Aktivitäts- und 
Partizipationsbeeinträchtigungen bei psychischen Erkrankungen; vgl. dazu 
LINDEN/BARON/MUSCHALLA, Mini-ICF-APP, 2. Aufl. 2015; SVR 2016 IV Nr. 2 
S. 6 E. 4.3) bestätigte die Gutachterin in sieben von 13 Fähigkeiten 
(Anpassung an Regeln und Routinen, Planung und Strukturierung von 
Aufgaben, Flexibilität und Umstellungsfähigkeit, Proaktivität und 
Spontanaktivitäten, Widerstands- und Durchhaltefähigkeit, Konversations- 
und Kontaktfähigkeit zu Dritten, Gruppenfähigkeit) lediglich leichte bis 
mässig ausgeprägte Beeinträchtigungen und in den übrigen sechs 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. März 2022, IV/21/280, Seite 18

Fähigkeiten (Kompetenz- und Wissensanwendung, Entscheidungs- und 
Urteilsfähigkeit, Selbstbehauptungsfähigkeit, Fähigkeit zu engen dyadischen 
Beziehungen, Selbstpflege und -versorgung, Mobilität und 
Verkehrsfähigkeit) überhaupt keine Beeinträchtigung. Auch mit Blick auf 
dieses Rating liegt keine besonders ausgeprägte psychiatrische Befundlage 
vor (vgl. Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 18. September 2018, 
9C_331/2018, E. 4.1). Demnach sowie unter Berücksichtigung, dass 
aufgrund der Akten lediglich von einer mittleren Ausprägung des 
Schmerzgeschehens auszugehen ist (vgl. E. 3.5.1 hiervor), ist insgesamt 
kein psychisches Leiden von erheblichem Schweregrad ausgewiesen, das 
die Berücksichtigung einer über die somatisch begründete Arbeits- bzw. 
Leistungsunfähigkeit von 50 % (AB 161.2/11 f., 161.5/15 f; E. 3.4.1 hiervor) 
hinausgehende (zusätzliche) Einschränkung nachvollziehbar erscheinen 
liesse.

3.6.1.2 Bezüglich Behandlungserfolg bzw. -resistenz als wichtige 
Indikatoren für die Beurteilung des funktionellen Schweregrads (BGE 141 V 
281 E. 4.3.1.2 S. 299 f.) ist Folgendes festzuhalten. Der Beschwerdeführer 
stand gemäss eigenen Angaben im Anschluss an die Trennung von seiner 
Ehefrau im Jahr 1999 angeblich während zwei Jahren in 
psychotherapeutischer Behandlung (AB 161.4/4, 62.1/12). In der Folge war 
der Beschwerdeführer während Jahren psychisch gesund (AB 161.4/11, 
62.1/12). Mit Eintritt des körperlichen Gesundheitsschadens im Jahr 2013 
und dem nachfolgenden schwierigen Heilungsverlauf entwickelte sich 
gemäss psychiatrischem Teilgutachten eine reaktive depressive 
Verstimmung (AB 161.4/10). Eine Psychotherapie wurde nicht 
aufgenommen; der Beschwerdeführer war gemäss Gutachten während 
längerer Zeit fähig, die sich entwickelnde depressive Symptomatik zu 
bewältigen (a.a.O.). Erst seit 8. Juli 2019 steht er durchschnittlich ein- bis 
zweimal pro Monat (AB 180/7) in ambulanter Psychotherapie – dies nach 
Angaben der behandelnden Ärztin im Bericht vom 16. März 2020 zur 
Behandlung einer Anpassungsstörung, mit vorwiegender Störung von 
anderen Gefühlen (ICD-10: F43.23; AB 180/2 Ziff. 3). Der therapeutische 
Fokus liegt gemäss erwähntem Bericht auf dem Umgang mit den Schmerzen 
und den Einschränkungen im Alltag durch die somatischen Beschwerden 
sowie mit den sozialen Folgen der körperlichen Beschwerden (AB 180/3 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. März 2022, IV/21/280, Seite 19

Ziff. 9). Dass ab dem Jahr 2013 noch während längerer Zeit trotz depressiver 
Symptomatik eine Therapie nicht als notwendig erachtet wurde, spricht 
ebenso wie die seit 2019 installierte, vergleichsweise niederschwellige 
Behandlung gegen das Vorliegen einer rechtserheblichen Einschränkung 
der funktionellen Leistungsfähigkeit aus psychischen Gründen. Zudem hat 
die behandelnde Ärztin explizit bestätigt, dass mit der aktuellen Behandlung 
eine Reduktion der durch die körperlichen Beschwerden verursachten 
psychischen Belastung erreicht werden kann (AB 180/3 Ziff. 9). Demnach ist 
eine gute Therapiebarkeit der gemäss den dokumentierten Befunden leicht- 
bis höchstens mittelgradig ausgeprägten psychischen Erkrankung (vgl. 
E. 3.6.1.1 hiervor) erstellt.

3.6.1.3 Zu prüfen ist weiter, ob massgebende Komorbiditäten bestehen. 
Relevant ist in diesem Zusammenhang die Gesamtbetrachtung der 
Wechselwirkungen und sonstigen Bezüge des psychosomatischen Leidens 
zu sämtlichen begleitenden krankheitswertigen Störungen (BGE 141 V 281 
E. 4.3.1.3 S. 300 ff.). Wie in E. 3.4.1 hiervor festgehalten wurde, liegt mit der 
Defektheilung nach der Operation einer Sigma-Divertikulitis und mehreren 
nachfolgenden Revisionseingriffen sowie der seither bestehenden 
anorektalen Entleerungsstörung eine somatische Erkrankung vor, welcher 
eine eigenständige, invalidisierende Bedeutung zukommt. Gemäss Angaben 
im psychiatrischen Teilgutachten hat sich aufgrund der Schmerzen und 
psychosozialer Umstände wie dem Verlust des Arbeitsplatzes (vgl. E. 3.5.1 
hiervor) eine reaktive depressive Symptomatik entwickelt, welche wiederum 
die Fähigkeit zur Schmerzverarbeitung tangiert (AB 161.4/10 f., 161.4/14). 
Damit werden im Sinne des gegenseitigen Aufrechterhaltens gewisse 
Wechselwirkungen beschrieben. Wie bereits erwähnt, liegt aber in 
psychischer Hinsicht keine besonders ausgeprägte Störung vor, welche 
überdies gut therapierbar ist (E. 3.6.1.1 und 3.6.1.2 hiervor). Es ist somit 
überwiegend wahrscheinlich, dass unter fortgeführter Psychotherapie eine 
allfällige negative Beeinflussung des Leistungsvermögens zufolge von 
Wechselwirkungen verhindert wird. Dazu würde insbesondere auch die 
Aufnahme einer Erwerbstätigkeit beitragen, was zum Wegfall der im 
Gutachten beschriebenen psychosozialen Belastungsfaktoren und damit 
zum Wegfall oder mindestens zu einer Reduktion der reaktiv depressiven 
Symptomatik führte (vgl. E. 3.5.1 hiervor). Die Gutachterin selbst hat denn 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. März 2022, IV/21/280, Seite 20

auch festgehalten, dass die Aufnahme einer Tätigkeit ein guter 
Stabilisierungsfaktor wäre (AB 161.4/17).

3.6.2 Weiter ist der Komplex Persönlichkeit (BGE 141 V 281 E. 4.3.2 
S. 302) zu prüfen. Gemäss Gutachten fanden sich anlässlich der 
Untersuchung – wie schon anlässlich der psychiatrischen Exploration im 
Jahr 2016 (AB 62.1/12 Ziff. 11) – keine Hinweise auf eine 
Persönlichkeitsakzentuierung oder eine Persönlichkeitsstörung 
(AB 161.4/9). Vielmehr beschrieb die Gutachterin den Beschwerdeführer als 
leistungsorientiert, positiv, pünktlich, zuverlässig und bestätigte, dass die 
Ausübung einer Erwerbstätigkeit für ihn eine hohe Ressource darstellt (AB 
161.4/18 Bst. B). Damit liegen im Rahmen dieses Komplexes durchwegs 
positive bzw. unterstützende persönliche Ressourcen vor. 

3.6.3 Zum Komplex Sozialer Kontext (BGE 141 V 281 E. 4.3.3 S. 303) ist 
Folgendes aktenkundig: Der Beschwerdeführer hielt anlässlich der 
psychiatrischen Begutachtung durch die MEDAS fest, dass er sich von den 
(seit jeher; vgl. AB 62.1/9) wenigen Freunden und Kollegen eher 
zurückgezogen habe (AB 161.4/6). Dies erscheint mit Blick auf die somatisch 
begründeten Einschränkungen namentlich im Zusammenhang mit der 
Darmentleerungsstörung nachvollziehbar und glaubhaft. Auch ist gemäss 
Angaben des Beschwerdeführers die "On-off-"Beziehung zur Partnerin, mit 
der er seit 2013 zusammen ist, aber nie im gleichen Haushalt gelebt hat, 
nicht mehr sehr gut (AB 161.4/5). Dennoch ist aufgrund der Akten nach wie 
vor von einem intakten sozialen Netzwerk auszugehen, welches 
mobilisierbare Ressourcen bereithält und sich so positiv auf das 
Leistungsvermögen auszuwirken vermag. So wird eine freundschaftliche 
Beziehung zu einem Kollegen, …, beschrieben (AB 62.1/9, 161.5/6, 180/10). 
Der Beschwerdeführer pflegt weiterhin Kontakt mit einzelnen Geschwistern, 
wobei dieser als gut und herzlich beschrieben wird (AB 180/10, 62.1/9). 
Weiter besteht ein gutes, enges emotionales Verhältnis zu seinem Sohn 
(AB 180/10, 161.4/5, 62.1/10) und per SMS auch (selten) Kontakt zu seiner 
Stieftochter (AB 180/10). Ebenfalls als positive Ressource zu werten ist das 
von der Gutachterin im Rahmen der Untersuchungsbefunde festgehaltene 
Kontaktverhalten; demnach gelingt es einfach, mit dem Beschwerdeführer 
einen tragfähigen Kontakt herzustellen und durchgehend aufrecht zu 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. März 2022, IV/21/280, Seite 21

erhalten (AB 61.4/8). Im Weiteren geht der Beschwerdeführer regelmässig 
aus dem Haus und macht – zufolge der Darmproblematik eher kurze – 
Spaziergänge (AB 161.2/4, 161.3/4, 161.5/6 f.). Zudem hielt er fest, es sei 
gerade noch möglich, im Sommer in die "Badi" zu gehen – obschon die 
ständigen Toilettengänge einschränkten und ihn an vielem hinderten 
(AB 161.5/7). Auch wenn die Angaben des Beschwerdeführers mit den von 
den Gutachtern aus rein somatischer Sicht festgehaltenen 
Beeinträchtigungen im Einklang stehen (vgl. E. 3.4.1 hiervor), kann daraus 
nicht abgeleitet werden, es liege mit Bezug auf sämtliche Lebensbereiche 
ein sozialer Rückzug vor. Der Komplex "Sozialer Kontext" lässt damit nicht 
auf eine über die somatisch bedingte Einschränkung des funktionellen 
Leistungsvermögens hinausgehende Beeinträchtigung schliessen.

3.7 In der Gesamtbetrachtung fehlt es am erforderlichen funktionellen 
Schweregrad der diagnostizierten psychischen Störung. Die Indikatorenprü-
fung gemäss BGE 141 V 281 zeigt weder im Komplex Gesundheitsschädi-
gung noch im Komplex Persönlichkeit noch im Komplex Sozialer Kontext 
eine negative Beeinflussung. Eine eingehende Konsistenzprüfung (BGE 141 
V 281 E. 4.4 S. 303 f.) erübrigt sich vor diesem Hintergrund (Entscheid des 
BGer vom 21. April 2016, 9C_367/2015, E. 4). Demnach besteht kein (zu-
sätzlich) invalidisierender psychischer Gesundheitsschaden, womit aus 
rechtlicher Sicht allein die im Gutachten aus somatischer Sicht postulierte 
50%ige Einschränkung der Leistungsfähigkeit (vgl. E. 3.4.1 hiervor) mass-
gebend bleibt (dies gemäss Gutachten seit Oktober 2014; AB 161.1/10 
Ziff. 4.8, 161.2/11 f.).

4.

Auf dieser Basis ist im Folgenden die Invaliditätsbemessung zu prüfen (vgl. 
E. 2.4 hiervor).

4.1

4.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die 
versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach 
dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. März 2022, IV/21/280, Seite 22

tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nöti-
genfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten 
Verdienst angeknüpft. Die Ermittlung des Valideneinkommens hat so konkret 
wie möglich zu erfolgen (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110, 134 V 322 E. 4.1 S. 
325; SVR 2021 UV Nr. 26 S. 125 E. 6.1).

4.1.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Per-
son konkret steht (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 296). Hat die versicherte Person 
nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an 
sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, so können nach der 
Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik 
(BFS) herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen 
werden (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 297; SVR 2021 Nr. 51 S. 168 E. 3.2). 
Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Perso-
nen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Ver-
gleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitneh-
mern lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit einem 
Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 S. 327, 
129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabel-
lenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und beruf-
lichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschrän-
kung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäfti-
gungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalideneinkommen 
ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Ab-
zug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 135 V 297 E. 5.2 
S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2018 IV Nr. 46 S. 148 E. 3.3). Zu 
beachten ist, dass allfällige bereits in der Beurteilung der medizinischen Ar-
beitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Einschränkungen nicht zusätzlich 
in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs einfliessen und so zu einer 
doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen dürfen (BGE 146 
V 16 E. 4.1 S. 20).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. März 2022, IV/21/280, Seite 23

4.1.3 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des 
(hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Vali-
den- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und 
allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum 
Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3 S. 300, 
129 V 222).

4.2 Die Anmeldung zum Bezug von IV-Leistungen erfolgte (verspätet) am 
14. November 2014 (AB 3.1), womit der Rentenanspruch nach Art. 29 Abs. 1 
und Abs. 3 IVG frühestens per 1. Mai 2015 entstehen kann. In diesem Zeit-
punkt war das Wartejahr gemäss aArt. 28 Abs. 1 lit. b IVG erfüllt, zumal dem 
Beschwerdeführer bereits nach der ersten Operation vom 10. Juni 2013 in 
der angestammten Tätigkeit eine vollständige Arbeitsunfähigkeit attestiert 
worden war (AB 58/10). 

Der Einkommensvergleich ist somit per 1. Mai 2015 aufgrund der für 2015 
massgebenden Zahlen vorzunehmen.

4.3 Die Beschwerdegegnerin hat das Valideneinkommen anhand des 
vom Beschwerdeführer vor Eintritt des Gesundheitsschadens in seiner an-
gestammten Tätigkeit als ... bzw. ... bei der L.________ AG zuletzt erzielten 
Einkommens (Fr. 78'000.-- im Jahr 2014 [AB 14]) bestimmt (vgl. angefoch-
tene Verfügung im Gerichtsdossier). Dies erweist sich als korrekt und wird 
vom Beschwerdeführer denn auch nicht bestritten. Demnach beträgt das 
massgebende Valideneinkommen, indexiert auf das Jahr 2015 (vgl. E. 4.2 
hiervor), Fr. 78'227.40 (Fr. 78'000.-- / 102.9 x 103.2; Indizes 2014 und 2015 
gemäss BFS, Schweizerischer Lohnindex, Index und Veränderung auf der 
Basis 2010 = 100 [NOGA08], Tabelle T1.1.10: Nominallohnindex, Männer, 
2011-2020, lit. G, Ziff. 45-47: Handel und Reparatur von Motorfahrzeugen).

4.4 Der Beschwerdeführer hatte im Zeitpunkt des hypothetischen 
Rentenbeginns keine (zumutbare) Verweistätigkeit inne, so dass das 
Invalideneinkommen anhand statistischer Werte gemäss LSE zu bestimmen 
ist (vgl. 4.1.2 hiervor). Die Beschwerdegegnerin stellte dazu auf einen 
Durchschnittslohn gemäss LSE 2014, Tabelle TA1_skill-level, 
Kompetenzniveau 1 (Einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher 
Art), Totalwert, Männer (Fr. 5'312.-- pro Monat [inkl. 1/12 des 13. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. März 2022, IV/21/280, Seite 24

Monatslohnes] bzw. Fr. 63'744.-- pro Jahr), ab. Dieser Wert ist wie das 
Valideneinkommen auf das Jahr 2015 hin zu indexieren (vgl. E. 4.2 hiervor) 
und zudem an die statistische betriebsübliche Arbeitszeit im Jahr 2015 von 
41.7 Stunden (BFS, Betriebsübliche Arbeitszeit nach 
Wirtschaftsabteilungen, Totalwert, 2015) anzupassen. Unter 
Berücksichtigung der gesundheitsbedingten Leistungseinschränkung von 
50 % (vgl. E. 3.7 hiervor) ergibt sich damit ein Invalideneinkommen von 
Fr. 33'323.15 (50 % von Fr. 63'744.-- / 40 x 41.7 / 103.2 x 103.5; Indizes 
2014 und 2015 gemäss BFS, Schweizerischer Lohnindex, a.a.O., 
Totalwerte). 

4.5 Der Beschwerdeführer wendet dagegen ein, die 
Beschwerdegegnerin habe zu Unrecht keinen Tabellenlohnabzug 
vorgenommen; es rechtfertige sich ein solcher von 25 % (Beschwerde, S. 
12 ff. Ziff. 30 ff.). Die entsprechende Argumentation überzeugt aber aus 
folgenden Gründen nicht.

4.5.1 Gemäss dem MEDAS-Gutachten ist der Beschwerdeführer aus 
chirurgischer und internistischer Sicht (unter Berücksichtigung der 
objektivierbaren Beschwerden) in der Lage, körperlich leichte, 
wechselbelastete Arbeiten ohne Zwangshaltungen zu verrichten. Es muss 
sich um eine geregelte Tätigkeit mit festen Pausenzeiten, ohne Zeitdruck 
sowie mit uneingeschränktem Zugang zu Toiletten in unmittelbarer 
Umgebung handeln. In einer entsprechend angepassten Tätigkeit ist dem 
Beschwerdeführer eine zeitlich uneingeschränkte Präsenz (8.5 Stunden pro 
Tag) weiterhin zumutbar. Die Gutachter attestierten ihm dabei jedoch eine 
qualitative Leistungseinschränkung von 50 % zufolge der verminderten Be-
lastbarkeit und des erhöhten Pausenbedarfs (AB 161.2/11 f., 161.5/16). 
Damit wurde der in somatischer Hinsicht begründeten Leistungseinbusse bei 
einer zumutbaren vollen Präsenzzeit bereits im Rahmen der gutachterlichen 
Arbeitsfähigkeitsschätzung vollumfänglich Rechnung getragen. 
Entsprechend fällt gestützt auf die im Rahmen der hier massgebenden 
Rechtslage (vgl. E. 2.1 hiervor) ergangene, konstante und – entgegen der in 
der Beschwerde (S. 14 Ziff. 35) vertretenen Auffassung – durchaus 
konsistente höchstrichterliche Rechtsprechung ein zusätzlicher 
leidensbedingter Tabellenlohnabzug ausser Betracht (vgl. Beschwerde, S. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. März 2022, IV/21/280, Seite 25

13 Ziff. 32; zum Verbot der doppelten Anrechnung: BGE 146 V 16 E. 4.1 S. 
2; Entscheide des BGer vom 31. August 2021, 9C_291/2021, E. 3.2.2, und 
vom 18. Juni 2020, 8C_132/2020, E. 5.2). Das aus chirurgischer und 
internistischer Sicht formulierte Belastungsprofil umfasst auch die 
kardiologischen Arbeitsplatzanforderungen (AB 161.6/4). Darüber hinaus 
bestehen keine weiteren, invalidenversicherungsrechtlich relevanten 
Einschränkungen, namentlich nicht in psychiatrischer Hinsicht (vgl. E. 3.7 
hiervor), die zu berücksichtigen wären (vgl. Beschwerde, S. 13 Ziff. 32). 
Schliesslich rechtfertigt sich bei der – wie beim Beschwerdeführer – 
vollschichtig möglichen Erwerbstätigkeit mit gesundheitsbedingt 
eingeschränkter Leistungsfähigkeit rechtssprechungsgemäss auch kein 
Abzug unter dem Titel des Beschäftigungsgrades (Entscheid des BGer vom 
20. April 2018, 9C_833/2017, E. 5.3; vgl. Beschwerde, S. 13 Ziff. 32).

4.5.2 Der Beschwerdeführer macht einen Tabellenlohnabzug weiter auch 
mit dem Argument geltend, die LSE-Tabellenlöhne schlössen Stellenprofile 
ein, die behinderten Personen nicht mehr zumutbar seien, vor allem bei sehr 
eingeschränkten Belastungsprofilen. Auch innerhalb der einzelnen 
Kompetenzniveaus bestünden erhebliche Lohnunterschiede, da körperlich 
anspruchsvolle Hilfsarbeiten besser bezahlt seien als andere Tätigkeiten. 
Genau diese (besser bezahlten) Arbeiten seien behinderten Personen 
jedoch regelmässig nicht mehr zumutbar (Beschwerde, S. 14 f. Ziff. 37). 
Hinzu komme eine gesundheitlich bedingte Lohndiskriminierung. Gemäss 
der Auswertung "Nutzung Tabellenmedianlöhne LSE zur Bestimmung der 
Vergleichslöhne bei der IV-Rentenbemessung" vom 8. Januar 2021 des 
Büros für arbeits- und sozialpolitische Studien BASS AG (AB 201/100 ff.) 
seien Löhne von versicherten Personen mit gesundheitlichen 
Einschränkungen signifikant tiefer als diejenigen von gesunden Personen. 
Als Korrektiv werde von den Autoren eine sofortige Umstellung auf die 
Anwendung des unteren Quartilbereichs der LSE vorgeschlagen. Umsetzbar 
sei auch die Anwendung eines Tabellenlohnabzugs ohne Anknüpfung an 
weitere Voraussetzungen im Umfang von 25 % (Beschwerde, S. 15 ff. Ziff. 
39-42). 

Mit dieser Argumentation dringt der Beschwerdeführer nicht durch. Nach der 
unter altem (hier anwendbarem [vgl. E. 2.1 hiervor]) Recht ergangenen und 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. März 2022, IV/21/280, Seite 26

mit dem Grundsatzurteil des Bundesgerichts vom heutigen Tag 
(8C_256/2021) bestätigten Rechtsprechung ist auf Tabellenlöhne 
abzustellen, wenn die versicherte Person – wie der Beschwerdeführer – 
nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine zumutbare Erwerbstätigkeit 
aufgenommen hat (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 297; SVR 2021 Nr. 51 S. 168 
E. 3.2; vgl. E. 4.1.2). Jeder Anwendung statistischer Werte ist die 
Abstrahierung, unter Ausblendung der konkreten Gegebenheiten des 
Einzelfalls, immanent (BGE 143 V 295 E. 4.2.2 S. 302). Damit besteht 
ausserhalb der von der Rechtsprechung definierten persönlichen und 
beruflichen Umstände, bei deren Vorliegen sich ein Tabellenlohnabzug 
rechtfertigen kann (vgl. E. 4.1.2 hiervor), kein Raum für weitere Abzüge. 
Gründe für einen zusätzlichen Tabellenlohnabzug, insbesondere auch 
gesundheitlich bedingte, sind, wie in E. 4.5.1 hiervor festgehalten wurde, 
beim Beschwerdeführer nicht ersichtlich. Hinzu kommt, dass die 
Beschwerdegegnerin auf einen LSE-Durchschnittswert im 
Kompetenzniveau 1 abgestellt hat, obschon der Beschwerdeführer aufgrund 
seiner Kompetenzen – mit seinem Lehrabschluss als ... EFZ (vgl. zur Breite 
dieser Grundbildung die Angaben unter <www.berufsberatung.ch>), 
diversen Weiterbildungskursen und langjährigen Berufserfahrungen (als ...- 
und ..., jedoch auch als ... für ... und als ...; Protokoll der IVB [im 
Gerichtsdossier], S. 2; AB 62.1/10) – auch im Kompetenzniveau 2 
(praktische Tätigkeiten wie Verkauf/Datenverarbeitung und Administration/ 
Bedienen von Maschinen und elektronischen Geräten/Sicherheitsdienst/ 
Fahrdienst; vgl. Berufshauptgruppen 4-8 in LSE 2014, Tabelle T17) einer 
dem Belastungsprofil entsprechenden, körperlich leichten Tätigkeit 
nachgehen könnte (z.B. Disponent, Bedienen von stationären Anlagen und 
Maschinen, leichte Montageberufe, etc.). Denn gemäss Bundesgericht 
umfassen nicht nur die LSE-Tabellenlöhne des Kompetenzniveaus 1, 
sondern auch diejenigen des Kompetenzniveaus 2 eine Vielzahl von leichten 
Tätigkeiten (Entscheid des BGer vom 20. August 2018, 8C_736/2017, 
E. 4.2.2). Indem die Beschwerdegegnerin für die Bestimmung des 
Invalideneinkommens auf einen LSE-Durchschnittslohn im 
Kompetenzniveau 1 abstellte, hat sie bereits den tiefst möglichen 
statistischen Wert herangezogen.

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Zusammenfassend ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin 
im vorliegenden Fall (nebst der somatisch bedingten 50 %igen 
Einschränkung der Arbeits- bzw. Leistungsfähigkeit) keinen zusätzlichen 
Tabellenlohnabzug gewährt hat. Damit bleibt es beim Invalideneinkommen 
2015 von Fr. 33'323.15 (E. 4.4 hiervor).

4.6 Bei einem Valideneinkommen 2015 von Fr. 78'227.40 (E. 4.3 
hiervor) und einem Invalideneinkommen 2015 von Fr. 33'323.15 beträgt die 
invaliditätsbedingte Erwerbseinbusse Fr. 44'904.25. Dies entspricht einem 
Invaliditätsgrad von gerundet 57 % (zur Rundung: BGE 130 V 121 E. 3.2 und 
3.3 S. 123; SVR 2019 IV Nr. 61 S. 198 E. 7.1).

Damit sind die angefochtenen Verfügungen vom 26. Februar 2021 nicht zu 
beanstanden. Die Beschwerde ist abzuweisen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Strei-
tigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kos-
tenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig 
vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzulegen. Die 
Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, hat bei diesem Aus-
gang des Verfahrens der unterliegende Beschwerdeführer zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4). Diese werden dem geleiste-
ten Kostenvorschuss in gleicher Höhe entnommen. 

5.2  Gemäss Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG haben weder 
der Beschwerdeführer noch die Beschwerdegegnerin Anspruch auf eine 
Parteientschädigung.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

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1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer zur 
Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher 
Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt C.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

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Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen 
Begründung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.