# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 42c49732-7ef4-5a2a-ac23-189eed163c17
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-10-17
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 17.10.2025 E-7925/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-7925-2025_2025-10-17.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
 
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-7925/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 7 .  O k t o b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Markus König, 

mit Zustimmung von Richterin Nina Spälti Giannakitsas; 

Gerichtsschreiberin Karin Parpan. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Senegal,   

vertreten durch Claudio Ludwig,  

(…),  

Beschwerdeführerin,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung (beschleunigtes Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 7. Oktober 2025 / N (…). 

 

 

 

E-7925/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die Beschwerdeführerin verliess ihren Heimatstaat eigenen Angaben zu-

folge letztmals im Mai 2015. Im Juli 2015 sei sie aus dem Libanon nach 

Frankreich gereist und habe dort im September 2017 ein Asylgesuch ge-

stellt. Nach der Abweisung dieses Gesuchs habe sie sich illegal in Frank-

reich aufgehalten; der letzte Kontakt mit den französischen Behörden habe 

im Oktober 2019 stattgefunden. Am 22. Mai 2025 sei sie in die Schweiz 

eingereist, wo sie am selben Tag um Asyl nachsuchte. 

B.  

B.a Am 26. September 2025 wurde die Beschwerdeführerin im Beisein ih-

rer zugewiesenen Rechtsvertretung zu ihren Asylgründen angehört. Dabei 

machte sie im Wesentlichen Folgendes geltend: 

B.b Ihre Eltern hätten sie im Senegal zwangsverheiratet. Sie sei damit 

nicht einverstanden gewesen und habe diese Ehe nie gewollt. Zu Beginn 

sei die Beziehung relativ gut gewesen, ab 2013 sei ihr Mann ihr gegenüber 

aber mehrfach handgreiflich und ausfällig geworden und habe sie verge-

waltigt. Diese Vergewaltigungen hätten sie stark belastet, weil ihr das 

schon einmal widerfahren sei, als sie noch klein gewesen sei. Sie habe 

sich einmal nach Gambia abgesetzt, sei dort aber von ihrem Mann gefun-

den und zur Rückkehr bewogen worden. Ihre Eltern hätten ihre Probleme 

leichtfertig abgetan und sie einmal gezwungen, wieder zu ihrem Mann zu-

rückzukehren. Im Jahr 2015 habe ihr Mann sie aus Eifersucht verprügelt 

und ihr mit dem Tod gedroht. Nachbarn seien eingeschritten und sie habe 

ihre Verletzungen im Krankenhaus behandeln lassen. Anschliessend habe 

sie entschlossen, Senegal zu verlassen. Der Bruder ihres Mannes habe 

bei der Gendarmerie gearbeitet, weshalb sie sich nicht an die senegalesi-

schen Behörden gewandt habe. Ihr Mann sei später ebenfalls nach Frank-

reich gereist und habe sie dort telefonisch kontaktiert. Sie hätten sich dort 

jedoch nie persönlich getroffen. In Frankreich sei sie von einer spirituellen 

Gruppierung verfolgt worden. Deren Mitglieder hätten sie angegriffen, sie 

mit lauten Geräuschen aufgeschreckt und sie und ihre Mitbewohnerin ver-

giftet. Ihre Familie im Senegal sei auf dieselbe Weise behelligt worden. 

B.c Zur Untermauerung ihrer Vorbringen reichte die Beschwerdeführerin 

unter anderem ein Foto ihres vom (…) 2015 bis zum (…) 2020 gültigen 

senegalesischen Reisepasses und ein medizini-sches Attest vom 15. Ja-

nuar 2015 betreffend Verletzungen der Beschwerdeführerin aufgrund 

häuslicher Gewalt zu den Akten. 

E-7925/2025 

Seite 3 

C.  

C.a Die Vorinstanz unterbreitete der zugewiesenen Rechtsvertretung der 

Beschwerdeführerin am 3. Oktober 2025 den Entwurf des ablehnenden 

Asylentscheids zur Stellungnahme. 

C.b Die Beschwerdeführerin liess mit Eingabe vom 3. Oktober 2025 Stel-

lung zum Entscheidentwurf nehmen und erklärte sich mit diesem nicht ein-

verstanden. 

D.  

Mit Verfügung vom 7. Oktober 2025 – eröffnet am selben Tag – verneinte 

das SEM die Flüchtlingseigenschaft der Beschwerdeführerin, wies ihr Asyl-

gesuch ab und ordnete die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Weg-

weisungsvollzug an. 

E.  

Die Beschwerdeführerin liess mit Eingabe ihrer zugewiesenen Rechtsver-

tretung an das Bundesverwaltungsgericht vom 14. Oktober 2025 Be-

schwerde gegen die vorinstanzliche Verfügung erheben. Darin beantragte 

sie die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Rückweisung der 

Sache an die Vorinstanz, eventualiter die Asylgewährung unter Anerken-

nung ihrer Flüchtlingseigenschaft, subeventualiter die Anordnung der vor-

läufigen Aufnahme in der Schweiz infolge Unzulässigkeit beziehungsweise 

Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs. 

In prozessualer Hinsicht ersuchte sie um Gewährung der unentgeltlichen 

Prozessführung inklusive Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvor-

schusses. 

F.  

Der Eingang ihres Rechtsmittels wurde der Beschwerdeführerin am 

16. Oktober 2025 bestätigt. Die vorinstanzlichen Akten lagen dem Bundes-

verwaltungsgericht am selben Tag digital vor (Art. 109 Abs. 3 AsylG). 

  

E-7925/2025 

Seite 4 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinn von 

Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zu-

ständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet 

auf dem Gebiet des Asyls – in der Regel und auch vorliegend – endgültig 

(Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

1.2 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Die Be-

schwerdeführerin hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist 

durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutz-

würdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Sie 

ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und Art. 108 

Abs. 3 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). 

1.3 Auf die Beschwerde ist einzutreten. 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet, weshalb sie 

im Verfahren einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zwei-

ten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin (Art. 111 Bst. e 

AsylG) ohne Durchführung eines Schriftenwechsels und mit summarischer 

Begründung zu behandeln ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG). 

4.  

4.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken; den frauenspezifischen 

Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

E-7925/2025 

Seite 5 

4.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Glaubhaft gemacht ist sie, wenn die 

Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-

geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesent- 

lichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den 

Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ver-

fälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 

5.  

5.1 Das SEM begründete den ablehnenden Asylentscheid mit der man-

gelnden asylrechtlichen Relevanz sowohl der geltend gemachten häusli-

chen und sexuellen Gewalt durch ihren Mann als auch der Befürchtungen 

im Zusammenhang mit den Aktivitäten einer spirituellen Gruppierung. Bei 

Senegal handle es sich um einen verfolgungssicheren Staat, womit grund-

sätzlich von der Schutzfähigkeit und dem Schutzwillen der senegalesi-

schen Behörden bei Übergriffen und Belästigungen durch Drittpersonen 

auszugehen sei. Es gebe keine Hinweise darauf, dass die Beschwerdefüh-

rerin keinen Zugang zur staatlichen Schutzinfrastruktur finde.  

5.2 Zur Begründung ihres Rechtsmittels liess die Beschwerdeführerin aus-

führen, es hätten sich im Rahmen der Besprechung des negativen Asylent-

scheids Hinweise dafür ergeben, dass sie Opfer von organisiertem Men-

schenhandel geworden sei. Ihre Freundin habe ihr nach ihrem Spitalau-

fenthalt in Senegal im Jahr 2015 den Kontakt zu einer in Senegal wohnhaf-

ten libanesischen Familie vermittelt. Sie habe für diese zwei Monate lang 

gegen Bezahlung als Haushälterin und Kinderbetreuerin gearbeitet und sie 

anschliessend in den Libanon und nach Frankreich begleitet. Die Familie 

habe ihre Ausreise organisiert und ihr nach Ankunft im Libanon den Pass 

weggenommen und sie im Haus eingesperrt. In Frankreich habe sie eben-

falls ohne Lohn für diese Familie arbeiten müssen. Nach rund einem Monat 

sei ihr die Flucht aus der Wohnung gelungen. Sie habe sich nicht bereits 

während des Asylverfahrens zu diesem Thema äussern können. Das SEM 

sei bereits über diese Hinweise auf ein Delikt im Zusammenhang mit Men-

schenhandel hingewiesen worden, habe aber auf den Beschwerdeweg 

verwiesen. Das SEM sei zur vollständigen Feststellung des rechtserhebli-

chen Sachverhalts verpflichtet, den Hinweisen nachzugehen, wonach es 

sich bei ihr um ein Menschenhandelsopfer handeln könnte und abzuklären, 

inwieweit dies für die Beurteilung ihres Asylgesuchs von Relevanz sein 

könnte. Sofern der Sachverhalt nicht vervollständigt werde sei ihr – unter 

Berücksichtigung der Tatsache, dass betroffene Personen oft erst später 

über ihre traumatisierenden Erlebnisse berichten könnten – unter Anerken-

nung ihrer Flüchtlingseigenschaft Asyl zu gewähren. 

E-7925/2025 

Seite 6 

6.  

6.1 Nach Prüfung der Akten kommt das Bundesverwaltungsgericht zum 

Schluss, dass die vorinstanzliche Verfügung zu bestätigen ist. Die Ausfüh-

rungen in der Beschwerde vermögen den Argumenten des SEM letztlich 

nichts Stichhaltiges entgegenzusetzen. Somit kann vorab auf die zutreffen-

den Erwägungen in der angefochtenen Verfügung verwiesen werden. 

Ergänzend hält das Bundesverwaltungsgericht Folgendes fest: 

6.2 Für das Bundesverwaltungsgericht besteht keine Veranlassung, die 

angefochtene Verfügung aufgrund der – auf Beschwerdeebene erstmals 

geäusserten – Menschenhandelsthematik an die Vorinstanz zurückzu- 

weisen. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin ergeben sich 

keine konkreten Hinweise für die Annahme, sie sei Opfer von organisiertem 

Menschenhandel geworden. Dieser Sachverhaltsaspekt erscheint einer-

seits nachgeschoben, zumal nicht nachvollziehbar ist, wieso die Beschwer-

deführerin anlässlich der Anhörung vom 26. September 2025 in einem rei-

nen Frauenteam – bei der unter anderem sexuelle Übergriffe zur Sprache 

kamen – "aus Scham und Furcht" (vgl. Beschwerde S. 3) nicht über eine 

Situation wirtschaftlicher Ausbeutung hätte berichten können (vgl. auch 

SEM-act. 29 F163: "F163: Konnten Sie mit dieser Anhörungsrunde frei 

sprechen? A: Ja, ich konnte frei sprechen […]"). Andererseits lässt sich 

dieses neue Vorbringen auch nicht mit ihrem Aussagen im Rahmen des 

erstinstanzlichen Verfahrens vereinbaren. Dort hatte sie unter anderem zu 

Protokoll gegeben, das Geld, welches sie beim Ehepaar, dessen Kinder 

sie im Libanon gehütet habe, auf ein Bankkonto eingezahlt zu haben (vgl. 

a.a.O. F94).  

6.3  

6.3.1 Bei Senegal handelt es sich um einen verfolgungssicheren Staat im 

Sinn von Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG (vgl. dazu Anhang 2 der Asylverord-

nung 1 vom 11. August 1999 [AsylV 1, SR 142.311]). Die Bezeichnung ei-

nes Landes als sogenanntes "Safe Country" beinhaltet die Regelvermu-

tung, dass eine flüchtlingsrechtlich bedeutsame staatliche Verfolgung nicht 

stattfindet und der behördliche Schutz vor nichtstaatlicher Verfolgung 

gewährleistet ist. Es handelt sich dabei um eine relative Verfolgungssicher-

heit, weshalb diese Regelvermutung im Einzelfall aufgrund konkreter und 

substanziierter Hinweise umgestossen werden kann (vgl. etwa Urteil des 

BVGer E-4982/2020 vom 15. Januar 2021 E. 5). 

  

E-7925/2025 

Seite 7 

6.3.2 Es ist der Beschwerdeführerin nicht gelungen, den überzeugenden 

Ausführungen des SEM zur Schutzfähigkeit und zum Schutzwillen der se-

negalesischen Behörden bei Problemen mit Drittpersonen etwas entge-

genzusetzen. Die Vorinstanz hat in diesem Zusammenhang insbesondere 

zu Recht ausgeführt, dass es der Beschwerdeführerin bereits in der Ver-

gangenheit zuzumuten gewesen wäre, aufgrund der häuslichen Gewalt die 

Behörden einzuschalten. Ihre diesbezüglichen Erklärungsversuche, wo-

nach ihre Familie sie nicht bei der Einreichung einer Anzeige unterstützt 

und der Bruder ihres Mannes bei der Gendarmerie gearbeitet habe, ver-

mögen weder die grundsätzlich bestehende Schutzinfrastruktur noch ihren 

individuellen Zugang dazu infrage zu stellen. Vor diesem Hintergrund be-

steht auch kein Grund zur Annahme, dass die Beschwerdeführerin im Falle 

zukünftiger Probleme mit ihrem Mann oder anderen Drittpersonen keinen 

staatlichen Schutz erhalten sollte. Diesbezüglich ist ausserdem festzustel-

len, dass das Bundesverwaltungsgericht die vorinstanzliche Einschätzung 

teilt, wonach ihre Befürchtungen im Zusammenhang mit der Verfolgung 

durch eine nicht näher bestimmte spirituelle Gruppierung in Frankreich we-

der konkret noch nachvollziehbar sind. 

6.4 Zusammenfassend hat die Vorinstanz zu Recht die Flüchtlingseigen-

schaft der Beschwerdeführerin verneint und ihr Asylgesuch abgelehnt. 

7.  

Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt 

es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug 

an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie (Art. 44 

AsylG). 

Die Beschwerdeführerin verfügt insbesondere weder über eine ausländer-

rechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung 

einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach ebenfalls zu Recht ange-

ordnet (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.). 

8.  

8.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). Beim Geltendmachen von Wegweisungs-

vollzugshindernissen gilt gemäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts 

der gleiche Beweisstandard wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigen-

schaft; das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich 

ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 

E. 10.2 m.w.H.). 

E-7925/2025 

Seite 8 

8.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den 

Heimatstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AIG). 

8.2.1 So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land 

gezwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). 

8.2.2 Der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführerin ist in Beach-

tung dieser massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen 

zulässig, da es ihr nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefähr-

dung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, womit das in Art. 5 AsylG 

verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulement im vorlie-

genden Verfahren keine Anwendung findet. 

8.2.3 Sodann sind keine Anhaltspunkte für eine im Heimat- oder Herkunfts-

staat drohende menschenrechtswidrige Behandlung im Sinn von Art. 25 

Abs. 3 BV, von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 ge-

gen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Be-

handlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK er-

sichtlich. 

8.2.4 Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinn 

der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig. 

8.3 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-

grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-

dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung 

festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläufige 

Aufnahme zu gewähren. 

8.3.1 Mit der Bezeichnung des Bundesrats von Senegal als "Safe Country" 

im Sinn von Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG gilt eine Rückkehr abgewiesener 

Asylsuchender in diesen Staat grundsätzlich als zumutbar (Art. 83 Abs. 5 

AIG). Es herrscht dort keine Situation von Krieg, Bürgerkrieg oder allge-

meiner Gewalt, weshalb in konstanter Praxis von der generellen Zumut-

barkeit des Wegweisungsvollzugs nach Senegal ausgegangen wird (vgl. 

Urteil des BVGer D-4393/2024 vom 22. Juli 2024 E. 7.4.2). 

E-7925/2025 

Seite 9 

8.3.2 Es finden sich auch keine konkreten Anhaltspunkte dafür, dass die 

Beschwerdeführerin aus individuellen Gründen wirtschaftlicher, sozialer 

oder gesundheitlicher Natur in eine existenzbedrohende Situation geraten 

würde. Die Beschwerdeführerin hat den diesbezüglichen Erwägungen des 

SEM (vgl. Verfügung S. 7 ff.) – auf die in diesem Zusammenhang vollum-

fänglich verwiesen werden kann – in ihrem Rechtsmittel denn auch nichts 

entgegengesetzt (vgl. Beschwerde S. 5). 

8.3.3 Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung auch 

als zumutbar. 

8.4 Schliesslich obliegt es der Beschwerdeführerin, sich bei der zuständi-

gen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen 

Reisedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 47 Abs. 1 AsylG und dazu auch 

BVGE 2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als mög-

lich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AIG). 

8.5 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

9.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig 

sowie vollständig feststellt und – soweit diesbezüglich überprüfbar – ange-

messen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

10.  

10.1 Mit dem vorliegenden Urteil ist das Beschwerdeverfahren abge-

schlossen. Das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der 

unentgeltlichen Prozessführung (vgl. Art. 65 Abs. 1 VwVG) ist unbesehen 

der finanziellen Verhältnisse der Beschwerdeführerin abzuweisen, da die 

Begehren gemäss den vorstehenden Erwägungen als aussichtslos zu be-

zeichnen waren und es daher an einer gesetzlichen Voraussetzung zu des-

sen Gewährung fehlt. Das Gesuch um Verzicht auf eine Kostenvorschuss- 

erhebung ist mit dem vorliegenden Entscheid gegenstandslos geworden. 

10.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten der Beschwer-

deführerin aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt 

Fr. 1000.– festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]). 

E-7925/2025 

Seite 10 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 1000.– werden der Beschwerdeführerin auf-

erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Markus König Karin Parpan 

 

 

Versand: