# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4f5effa5-0fb7-5ca6-8ece-89c6c64526a9
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-04-01
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 01.04.2021 810 21 20
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-21-20_2021-04-01.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 1. April 2021 (810 21 20) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Kindes- und Erwachsenenschutzrecht 

 

 

Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts / Platzierung im Kinderheim 

 

 
Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Hans Furer, Markus Clau-

sen, Jgnaz Jermann, Markus Mattle, Gerichtsschreiberin Julia Kempfert 
 
 

Beteiligte A.____ und B.____, Beschwerdeführende, vertreten durch Ozan Polat-
li, Advokat 
 
 

 gegen 
 
 

 Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde C.____, Vorinstanz 
 

  
  
Betreff Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts / Platzierung im Kinderheim 

D.____ (Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde 
C.____ vom 18. Januar 2021) 

 
 
 
 

A. E.____, geboren 2018, ist das gemeinsame Kind der verheirateten Eltern A.____ und 
B.____. 
 
B. Aufgrund einer Gefährdungsmeldung der Polizei Basel-Landschaft und der anschlies-
senden Abklärungen erteilte die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde C.____ (KESB) mit 

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Entscheid vom 6. März 2019 B.____ die Weisung, regelmässig den Sprachtreff für Frauen in 
F.____ zu besuchen und aktiv daran teilzunehmen. A.____ wurde die Weisung erteilt, 26 Wo-
chen à 2 Stunden am Lernprogramm gegen häusliche Gewalt teilzunehmen. Zudem wurde für 
E.____ eine Erziehungsbeistandschaft errichtet und ein Beistand ernannt. 
 
C. Mit Entscheid der KESB vom 13. November 2019 wurde den Kindseltern die Weisung 
erteilt, eine sozialpädagogische Familienbegleitung bei G.____ in Anspruch zu nehmen. Die mit 
Entscheid vom 6. März 2019 erteilte Weisung an A.____, am Lernprogramm gegen häusliche 
Gewalt teilzunehmen, wurde sistiert. Nachdem sich A.____ geweigert hatte, an der sozialpäda-
gogischen Familienbegleitung teilzunehmen, wurde er mit Entscheid der KESB vom 18. März 
2020 unter Androhung der Ungehorsamsstrafe angewiesen, die sozialpädagogische Familien-
begleitung bei G.____ in Anspruch zu nehmen und dabei aktiv mitzuwirken. 
 
D. Am 23. Mai 2020 kam es zu einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen den Kindsel-
tern, woraufhin die Polizei Basel-Landschaft eine Gefährdungsmeldung an die KESB weiterlei-
tete. In der Folge teilte die KESB den Kindseltern mit, dass auf die Errichtung weiterer Kindes-
schutzmassnahmen verzichtet werde, da der Vorfall sowie die Auswirkungen dieser Auseinan-
dersetzungen auf E.____ mit ihnen thematisiert worden seien. Weiter hielt die KESB fest, dass 
die bestehenden Schutzmassnahmen weiterzuführen seien und den Weisungen nach wie vor 
Folge zu leisten sei. 
 
E. Am 17. Dezember 2020 ging bei der KESB erneut eine polizeiliche Gefährdungsmel-
dung ein, wonach es am 14. Dezember 2020 im Verlauf des Vormittags zu einer tätlichen Aus-
einandersetzung zwischen A.____ und B.____ gekommen sei. Auf eine fürsorgerische Unter-
bringung von B.____ sei verzichtet und A.____ sei weggewiesen worden. Beide Eltern haben 
daraufhin gegenseitig Strafanzeige erstattet. 
 
F. Am 13. Januar 2021 wurden B.____ und A.____ im Beisein von B.____s Tochter 
H.____ von der KESB zum Antrag des Beistands auf Entzug des Aufenthaltsbestimmungs-
rechts über E.____ und dessen Platzierung in einer geeigneten Institution angehört. Beide El-
tern erklärten sich mit dem Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts und der Platzierung von 
E.____ nicht einverstanden. 
 
G. Mit Entscheid vom 18. Januar 2021 entzog die KESB den Kindseltern per sofort das 
Aufenthaltsbestimmungsrecht über E.____ und platzierte diesen im Kinderheim D.____. Einer 
allfälligen Beschwerde wurde die aufschiebende Wirkung entzogen.  
 
H. Gegen diesen Entscheid erhoben B.____ und A.____, nachfolgend vertreten durch 
Ozan Polatli, Advokat, mit Eingabe vom 29. Januar 2021 Beschwerde beim Kantonsgericht Ba-
sel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht). Sie beantrag-
ten, es seien die Dispositiv-Ziffern 1 bis 5 des Entscheids der KESB vom 18. Januar 2021 auf-
zuheben und es sei den Beschwerdeführenden das Aufenthaltsbestimmungsrecht über E.____ 
zu belassen. Es sei die KESB anzuweisen, eine neue Mandatsperson im Rahmen der sozialpä-
dagogischen Familienbegleitung einzusetzen. Alles unter o/e-Kostenfolge, wobei den Be-

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schwerdeführenden die unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung zu gewähren sei. In 
verfahrensrechtlicher Hinsicht wurden die Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung, voll-
umfängliche Akteneinsicht sowie die Durchführung einer mündlichen Verhandlung mit einer 
Übersetzerin oder einem Übersetzer beantragt. 
 
I. Die KESB liess sich mit Eingabe vom 16. Februar 2021 vernehmen und schloss auf 
Abweisung der Beschwerde. 
 
J. Mit Verfügung vom 19. Februar 2021 wurde der Fall der Kammer zur Beurteilung 
überwiesen und eine Parteiverhandlung mit Dolmetscherin vorgesehen. Der Beistand wurde als 
Auskunftsperson zur Parteiverhandlung geladen. Der Verfahrensantrag auf Erteilung der auf-
schiebenden Wirkung wurde abgewiesen. Weiter wurde festgehalten, dass über das Gesuch 
um unentgeltliche Prozessführung und Verbeiständung zusammen mit der Hauptsache ent-
schieden werde. 
 
K. Mit Eingabe vom 3. März 2021 reichte das Kinderheim seinen Bericht ein. 
 
L. Mit Eingabe vom 26. März 2021 nahmen die Beschwerdeführenden Stellung zur Ver-
nehmlassung der KESB. 
 
M. Anlässlich der heutigen Parteiverhandlung halten die Beteiligten an ihren gestellten 
Anträgen und eingereichten Begründungen fest.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss Art. 450 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB) vom 
10. Dezember 1907 i.V.m. Art. 314 Abs. 1 ZGB kann gegen Entscheide einer Kindesschutzbe-
hörde Beschwerde beim zuständigen Gericht erhoben werden. § 66 Abs. 1 des kantonalen Ge-
setzes über die Einführung des Zivilgesetzbuches (EG ZGB) vom 16. November 2006 erklärt für 
die Beurteilung von Beschwerden nach Art. 450 Abs. 1 ZGB das Kantonsgericht, Abteilung Ver-
fassungs- und Verwaltungsrecht, für zuständig. Das Verfahren richtet sich nach den Art. 450 bis 
Art. 450e ZGB. Im Übrigen sind die Bestimmungen des kantonalen Verwaltungsprozessrechts 
anwendbar (§ 66 Abs. 2 EG ZGB). Nach Art. 450 Abs. 2 ZGB sind Personen zur Beschwerde 
befugt, die am Verfahren beteiligt sind (Ziff. 1), die der betroffenen Person nahestehen (Ziff. 2) 
oder die ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochte-
nen Entscheids haben (Ziff. 3). Die Beschwerdeführenden sind als direkt Verfahrensbeteiligte 
zur Beschwerdeerhebung legitimiert. Da auch die übrigen Prozessvoraussetzungen nach 
Art. 450 ff. ZGB i.V.m. § 66 Abs. 2 EG ZGB und § 43 ff. des Gesetzes über die Verfassungs- 
und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 erfüllt sind, ist auf die Be-
schwerde unter Vorbehalt der nachstehenden Erwägung einzutreten. 
 
2.1 Angefochten ist der Entscheid der KESB vom 18. Januar 2021 und dieser bildet vorlie-
gend das Beschwerdeobjekt. Das Beschwerdeobjekt ist nicht identisch mit dem Streitgegen-

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stand. In der nachträglichen Verwaltungsrechtspflege (worunter auch das vorliegende Be-
schwerdeverfahren vor Kantonsgericht fällt) ist Streitgegenstand das Rechtsverhältnis, das Ge-
genstand der angefochtenen Verfügung bildet, soweit es im Streit liegt (RENÉ RHINOW/HEINRICH 
KOLLER/CHRISTINA KISS/DANIELA THURNHERR/DENISE BRÜHL-MOSER, Öffen- tliches Prozess-
recht, 3. Auflage, Basel 2014, N 987 und N 1051). Streitgegenstand kann somit nur sein, was 
bereits Gegenstand des erstinstanzlichen Verfahrens war oder allenfalls hätte sein sollen. Ge-
genstände, über welche die erstinstanzlich verfügende Behörde nicht entschieden hat und über 
welche sie nicht entscheiden musste, darf die obere Instanz grundsätzlich nicht beurteilen, da 
sie sonst in die funktionelle Zuständigkeit der Vorinstanz eingreifen würde (Urteil des Kantons-
gerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV] vom 18. März 2015 [810 14 
186] E.1.3; KGE VV vom 19. Dezember 2018 [810 18 260] E. 1.2.1; RHINOW/KOLLER/
KISS/THURNHERR/BRÜHL-MOSER, a.a.O., N 988). 
 
2.2 Mit dem angefochtenen Entscheid der KESB wurde den Kindseltern das Aufenthalts-
bestimmungsrecht über E.____ entzogen und dieser wurde fremdplatziert. Ein Antrag auf 
Wechsel der Mandatsperson im Rahmen der sozialpädagogischen Familienbegleitung wurde 
bei der KESB nicht gestellt, ein solcher wurde folglich von der KESB nicht beurteilt und ist vom 
angefochtenen Entscheid auch nicht erfasst. Der Antrag der Beschwerdeführenden, es sei eine 
neue Mandatsperson im Rahmen der sozialpädagogischen Familienbegleitung einzusetzen, 
geht über den Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens hinaus, weshalb das Kantonsge-
richt darauf nicht eintreten kann. Auf die Beschwerde ist demzufolge teilweise einzutreten.  
 
3. Gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen 
(Ziff. 1), die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die Un-
angemessenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Dem Kantonsgericht kommt bei der Beurteilung der 
vorliegenden Beschwerde somit volle Kognition zu. 
 
4.1 In formeller Hinsicht machen die Beschwerdeführenden geltend, sie seien vor dem 
Erlass des Entscheids nicht korrekt von der KESB angehört worden, da kein Dolmetscher bzw. 
keine Dolmetscherin beim Gespräch am 13. Januar 2021 anwesend gewesen sei. 
 
4.2 Die Vorinstanz führt dagegen aus, dass der Dolmetscher nicht zum vereinbarten Tref-
fen erschienen sei. Daraufhin habe die älteste Tochter der Beschwerdeführerin, welche letztere 
begleitet habe, die Übersetzung für ihre Mutter übernommen, was sehr gut geklappt habe. 
Während der Anhörung sei eine Ersatzdolmetscherin erschienen, welche jedoch wieder wegge-
schickt worden sei, weil die Anhörung bis zu diesem Zeitpunkt reibungslos habe durchgeführt 
werden können. 
 
4.3 Der Anspruch auf rechtliches Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV) vom 18. April 1999 umfasst die Rechte der Parteien 
auf Teilnahme am Verfahren und auf Einflussnahme auf den Prozess der Entscheidfindung. 
Bevor die Behörde einen Entscheid trifft, der in die Rechtsstellung des Einzelnen eingreift, hat 
sie ihn davon in Kenntnis zu setzen und ihm Gelegenheit zu geben, sich vorgängig zu äussern. 
Das Recht, angehört zu werden, ist formeller Natur (vgl. KGE VV vom 19. Februar 2020 [810 19 

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237] E. 3.3.1, BGE 126 V 130 E. 2b mit Hinweisen). Wenn auch die Bundesverfassung nur für 
beschuldigte oder festgenommene Personen ein generelles Recht auf den Beizug eines Dol-
metschers oder einer Dolmetscherin kennt (vgl. Art. 31 Abs. 2 und Art. 32 Abs. 2 BV), kann die 
wirksame Wahrnehmung des rechtlichen Gehörs im Zusammenhang mit den übrigen Verfah-
rensgarantien nach Art. 29 BV unter Umständen auch in allgemeinen verwaltungsrechtlichen 
Verfahren die Gewährung eines solchen erfordern (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_18/2007 
vom 2. Juli 2007 E. 3.2; MICHELE ALBERTINI, Der verfassungsmässige Anspruch auf rechtliches 
Gehör im Verwaltungsverfahren des modernen Staates, Bern 2000, S. 343 mit Hinweis auf das 
Urteil des Bundesgerichts vom 2. Mai 1986, in ZBl 88/1987 S. 164 E. 2c; PATRICK SUTTER, in: 
Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren 
[VwVG], 2. Auflage, Zürich/St.Gallen 2019, N 1 zu Art. 29 VwVG). Nötig ist eine Übersetzung, 
wenn sonst ein genügendes Verständnis der Parteien nicht sichergestellt und der Verfahrens-
zweck anders nicht zu erreichen ist (vgl. THOMAS PFISTERER, in Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], 
a.a.O., N 17 zu Art. 33a VwVG). 
 
4.4 Mit Schreiben vom 4. Januar 2021 wurden die Beschwerdeführenden zur Anhörung 
zum Antrag des Beistands, E.____ in einer geeigneten Institution zu platzieren und den Eltern 
das Aufenthaltsbestimmungsrecht zu entziehen, eingeladen. Im Schreiben wurde unter ande-
rem auf die Begründung des Platzierungsantrags hingewiesen, womit der Inhalt der Anhörung 
klar war. Rückfragen der Beschwerdeführenden zur Anhörungseinladung sind in den Akten 
nicht vermerkt. Von Seiten der KESB war für die Anhörung ein türkischer Dolmetscher eingela-
den, welcher jedoch zur Anhörung am 13. Januar 2021 nicht erschienen ist. Unbestritten ist, 
dass die 19-jährige Tochter der Beschwerdeführerin, welche von den Beschwerdeführenden an 
die Anhörung mitgebracht wurde, das Gespräch für ihre Mutter übersetzt hat und die Anhörung 
ohne Probleme durchgeführt werden konnte. Hinweise für Verständigungsprobleme während 
des Gesprächs sind weder im Protokoll vermerkt noch bringen die Beschwerdeführenden sol-
che vor. Nicht bestritten wird zudem, dass ein stellvertretender türkischer Dolmetscher kurz vor 
Ende der Anhörung erschienen ist und im Einverständnis der Beschwerdeführenden wieder 
weggeschickt wurde, da die Anhörung bis dahin gut durchgeführt werden konnte (vgl. Protokoll 
der Parteiverhandlung vom 31. März 2021). Der Beschwerdeführer ist eingebürgerter Schwei-
zer und die 19-jährige Tochter der Beschwerdeführerin beherrscht die Deutsche Sprache gut 
(vgl. Protokoll der Parteiverhandlung vom 31. März 2021 und Schreiben der Tochter vom 
13. März 2021). Anhaltspunkte dafür, dass die Beschwerdeführerin sich anlässlich der Anhö-
rung am 13. Januar 2021 nicht genügend habe verständigen und mitteilen können, liegen keine 
vor und werden keine geltend gemacht. Andernfalls hätte sie dies anlässlich der Anhörung zu 
erkennen geben können und müssen. Gestützt darauf durfte die KESB davon ausgehen, dass 
ein genügendes Verständnis bei der Beschwerdeführerin sichergestellt war. Daraus ergibt sich, 
dass die Beschwerdeführenden von der KESB am 13. Januar 2021 zur geplanten Platzierung 
angehört wurden und dazu Stellung nehmen konnten. Ferner entbehrt der Vorwurf, der Ent-
scheid zur Platzierung von E.____ und zum Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts sei be-
reits vor der Anhörung gefällt worden, jeglicher Grundlage. Eine Verletzung des Anspruchs auf 
rechtliches Gehör liegt nicht vor und die diesbezüglichen Rügen sind unbegründet. 
 

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5. Streitgegenstand bildet die Frage, ob die Vorinstanz den Beschwerdeführenden zu 
Recht das Aufenthaltsbestimmungsrecht über E.____ entzogen und diesen fremdplatziert hat. 
 
5.1 Die KESB führt in ihrer Begründung gestützt auf den Antrag des Beistands und die 
Stellungnahme von G.____ zusammenfassend aus, dass in den letzten rund zwei Jahren diver-
se Massnahmen zum Schutz von E.____ ergriffen worden seien, deren Erfolg jedoch durch das 
Verhalten der Kindseltern unterlaufen worden sei. Beide Eltern hätten sich nicht an die Weisun-
gen gehalten und hätten die Schuld an den Konflikten beim jeweils anderen Elternteil gesucht. 
Dabei seien der Schutz und das Wohl von E.____ und seinen Halbgeschwistern in den Hinter-
grund getreten. Der jetzige Eingriff sei zwingend notwendig, damit E.____ zur Ruhe kommen 
könne, den elterlichen Konflikten nicht mehr ausgesetzt sei und die Eltern die Möglichkeit erhal-
ten würden, ihr Verhalten und ihre Konfliktlösungsstrategie zu ändern. 
 
5.2 Dagegen bringen die Beschwerdeführenden vor, dass sich E.____ bei seinen Eltern 
sehr wohlfühle und sie sich um ihn kümmern würden. Die früheren Paarprobleme zwischen den 
Kindseltern seien nicht schwerwiegend gewesen und hätten E.____ nicht tangiert. Beim ersten 
Polizeieinsatz sei E.____ noch nicht auf der Welt gewesen, beim zweiten Einsatz habe er sich 
in einem anderen Zimmer aufgehalten und bei der dritten polizeilichen Intervention sei E.____ 
in der Kindertagesstätte gewesen. Er habe die Auseinandersetzungen zwischen seinen Eltern 
somit nicht mitbekommen und werde von diesen auch nicht beeinträchtigt. E.____ sei seit dem 
19. Januar 2021 im Kinderheim platziert und den Eltern sei ein grosszügiges Besuchsrecht von 
vier Nachmittagen pro Woche eingeräumt worden. Aufgrund des grosszügigen Besuchsrechts 
könne die Gefährdung von E.____ durch seine Eltern nicht akut sein. Zudem würden weitere 
mildere Massnahmen bestehen, welche zusammen mit dem Alter von E.____ die verfügte Plat-
zierung und den Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts als unverhältnismässig erscheinen 
liessen. Der Beschwerdeführer werde das Lernprogramm gegen häusliche Gewalt im Februar 
2021 wiederaufnehmen. Die Beschwerdeführerin beginne Ende Mai zwar wieder mit dem 
Sprachkurs, es sei jedoch nicht ersichtlich, wie dieser Kurs mit einer Gefährdungsminderung für 
E.____ zusammenhänge. Gegen die sozialpädagogische Familienbegleitung hätten die Be-
schwerdeführenden grundsätzlich keine Einwände.  
 
5.3.1 Ist das Wohl des Kindes gefährdet und sorgen die Eltern nicht von sich aus für Abhilfe 
oder sind sie dazu ausserstande, so trifft die Kindesschutzbehörde gemäss Art. 307 Abs. 1 ZGB 
die geeigneten Massnahmen zum Schutz des Kindes. Art. 307 Abs. 1 ZGB enthält die Aufforde-
rung, die im Einzelfall geeigneten, vom Gesetz vorgesehenen Massnahmen (Art. 307 Abs. 3 bis 
Art. 312 ZGB) zu treffen (KURT AFFOLTER-FRINGELI/URS VOGEL, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], 
Berner Kommentar zum schweizerischen Privatrecht, Bern 2016, N 13 zu Art. 307 ZGB). Alle 
Kindesschutzmassnahmen müssen erforderlich sein (Subsidiarität), und es ist immer die mil-
deste, einen Erfolg versprechende Massnahme anzuordnen (Proportionalität); diese soll elterli-
che Bemühungen nicht ersetzen, sondern ergänzen (Komplementarität; vgl. BGE 136 III 353 E. 
3.3; Urteile des Bundesgerichts 5A_70/2016 vom 25. April 2016 E. 3.1, 5A_548/2015 vom 
15. Oktober 2015 E. 4.3, 5A_875/2013 vom 10. April 2014 E. 3.1; YVO BIDERBOST, in: Breit-
schmid/Jungo [Hrsg.], Handkommentar zum Schweizer Privatrecht, Personen- und Familien-
recht, 3. Auflage, Zürich 2016, N 1 zu Art. 310 ZGB).  

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5.3.2 Die Behörde, die Kindesschutzmassnahmen anordnet, verfügt über grosses Ermessen 
(Art. 4 ZGB; Urteile des Bundesgerichts 5A_156/2016 vom 12. Mai 2017 E. 4.2 und 
5A_656/2010 vom 13. Januar 2011 E. 3). Die Anordnung oder Abänderung einer Massnahme 
setzt in einem gewissen Ausmass die Prognose über die künftige Entwicklung der massgeben-
den Umstände voraus. Diese wird durch das bisherige Verhalten der betroffenen Personen we-
sentlich mitbestimmt (BGE 120 II 384 E. 4d). Es ist die sachlich richtige Massnahme nicht auf-
grund bloss juristischer Klassifikation, sondern unter Würdigung der im Einzelfall bestimmenden 
sozialen, medizinischen und erziehungswissenschaftlichen Gesichtspunkten anzuordnen (Urteil 
des Bundesgerichts 5A_840/2010 vom 31. Mai 2011 E. 3.1.2 m.w.H.). Wo absehbar ist, dass 
mit der Anordnung von Massnahmen im Sinne von Art. 307 Abs. 3 ZGB und auch mit ihrer 
Kombination die gebotene Wirkung nicht erreicht werden kann, sind die schärferen Behelfe von 
Art. 308, 310 bzw. 311 ZGB zu ergreifen. Ob Weisung und/oder Überwachung genügen oder 
eine Beistandschaft anzuordnen ist, hängt von der Intensität der Gefährdung, vor allem aber 
auch von der Kooperationsbereitschaft der Angesprochenen ab (Urteil des Bundesgerichts 
5A_156/2016 vom 12. Mai 2017 E. 4.2). 
 
5.3.3 Nach Art. 310 Abs. 1 ZGB hat die Kindesschutzbehörde, wenn einer Gefährdung des 
Kindes nicht anders begegnet werden kann, dieses den Eltern wegzunehmen und in angemes-
sener Weise unterzubringen. Wie jede andere Kindesschutzmassnahme setzt die Fremdplatzie-
rung eine Gefährdung des Kindswohls voraus und muss als solche geeignet sein, diese Ge-
fährdung zu beseitigen. Die Massnahme hat zur Folge, dass das Recht, den Aufenthaltsort des 
Kindes zu bestimmen, den Eltern bzw. einem Elternteil entzogen und der Kindesschutzbehörde 
übertragen wird, die nunmehr für die Betreuung des Kindes verantwortlich ist (Urteil des Bun-
desgerichts 5A_335/2012 vom 21. Juni 2012 E. 3.1; AFFOLTER-FRINGELI/VOGEL, a.a.O., N 141 
zu Art. 310/314b ZGB). Die Gefährdung des Kindes, die Anlass zum Entzug des Aufenthaltsbe-
stimmungsrechts gibt, muss darin liegen, dass das Kind im Umfeld der Eltern bzw. des Eltern-
teils nicht so geschützt und gefördert wird, wie es für seine körperliche, geistige und sittliche 
Entfaltung nötig wäre (Urteile der Bundesgerichts 5A_404/2016 vom 10. November 2016 E. 3, 
5A_875/2013 vom 10. April 2014 E. 3.1, 5A_729/2013 vom 11. Dezember 2013 E. 4.1). Uner-
heblich ist, auf welche Ursachen die Gefährdung zurückzuführen ist: Sie können in den Anlagen 
oder in einem Fehlverhalten des Kindes, der Eltern oder der weiteren Umgebung liegen 
(AFFOLTER-FRINGELI/VOGEL, a.a.O., N 17 zu Art. 307 ZGB). Desgleichen spielt es keine Rolle, 
ob die Eltern ein Verschulden an der Gefährdung trifft. Massgebend ist, dass die Vorkehr das 
richtige Mittel zur Verwirklichung des Ziels ist; d.h. die Unterbringung (z.B. in einem Heim) muss 
besser als jene beim bisherigen Obhutsinhaber Gewähr dafür bieten, dass das Kind in seiner 
Entfaltung geschützt und gefördert wird (Urteil des Bundesgerichts 5A_322/2014 vom 14. Juli 
2014 E. 2; CYRIL HEGNAUER, Grundriss des Kindesrechts, 5. Auflage, Bern 1999, N 27.36). Eine 
Kindswohlgefährdung kann sich unter anderem bei Unfähigkeit der Eltern ergeben, sich adä-
quat um das Kind zu kümmern, weil sie durch persönliche Probleme übermässig absorbiert o-
der weil sie allgemein überfordert sind (vgl. CHRISTOPH HÄFELI, Grundriss zum Kindes- und Er-
wachsenenschutz, 2. Auflage, Bern 2016, S. 413). 
 
5.4.1 Aus den obigen Ausführungen und den Akten ergibt sich, dass das Kindswohl von 
E.____ aufgrund der ständigen Konflikte zwischen den Kindseltern gefährdet ist. Die Beziehung 

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zwischen den Kindseltern ist von wiederkehrenden Streitigkeiten und heftigen Auseinanderset-
zungen geprägt, welche wiederholt zu gewalttätigen Übergriffen mit Polizeieinsätzen geführt 
haben (vgl. Anzeigen der Polizei Basel-Landschaft wegen häuslicher Gewalt vom 
14. Dezember 2020, vom 5. Juni 2020 und vom 12. Mai 2018 sowie die Meldung der Polizei 
Basel-Landschaft an die KESB betreffend Kindesschutzmassnahmen vom 25. Mai 2019, poli-
zeiliche Protokolle zu Einvernahmen des Beschwerdeführers und der Beschwerdeführerin vom 
15. Juni 2020 sowie der Tochter der Beschwerdeführerin vom 13. Juli 2020). Die Tochter gibt 
im Rahmen ihrer Einvernahme am 13. Juli 2020 zudem an, dass es oft zu Tätlichkeiten zwi-
schen ihrer Mutter und dem Beschwerdeführer komme. Sie fühle sich zu Hause nicht immer 
sicher und habe Angst, dass etwas Schlimmes passieren könnte. Beide Eltern führen in ihren 
polizeilichen Einvernahmen ebenfalls aus, dass es schon früher gewalttätige Auseinanderset-
zungen gegeben habe und es permanent zu Geschrei und Streit zwischen ihnen komme (poli-
zeiliche Protokolle zu Einvernahmen des Beschwerdeführers und der Beschwerdeführerin vom 
15. Juni 2020). Von März bis Juni 2020 sei die Situation schlimmer geworden und es sei zu 
körperlicher Gewalt gekommen, was für die Beschwerdeführerin sehr schwer auszuhalten ge-
wesen sei. Täglich habe es Beschimpfungen und Beschuldigungen zwischen den Ehegatten 
gegeben (polizeiliches Protokoll zur Einvernahme der Beschwerdeführerin vom 15. Juni 2020). 
Dass sich diese andauernden Streitigkeiten und tätlichen Auseinandersetzungen negativ auf die 
Entwicklung von E.____ auswirken und er dadurch einer übermässigen Belastung ausgesetzt 
ist, wird in den Berichten der Fachpersonen bestätigt. So wird bereits im Abklärungsbericht der 
Sozialen Dienste F.____ vom 14. Dezember 2018 auf eine Gefährdung von E.____ hingewie-
sen und festgehalten, dass er aufgrund seines Alters sehr schutzbedürftig sei, da er sich nicht 
selbst zur Wehr setzen könne. Er sei vollständig von den Eltern abhängig und die Gefahr sei 
gross, dass er zu deren Spielball werde. Weiter wird in diesem Bericht festgehalten, dass die 
Eltern sich sehr häufig streiten würden, was von E.____ aufgenommen werde und seine weitere 
Entwicklung gefährde. Im Bericht der sozialpädagogischen Familienbegleitung vom 20. Juli 
2020 wird ebenfalls auf sehr häufige Auseinandersetzungen zwischen den Eltern und gegensei-
tige Tätlichkeiten hingewiesen und festgehalten, dass die Eltern lernen müssten, ihre Paarprob-
leme nicht vor den Kindern auszutragen und zu deren Wohl zusammenzuarbeiten. Der Bei-
stand führt in seinem Antrag an die KESB vom 15. Dezember 2020 sowie in seiner Stellung-
nahme vom 10. Februar 2021 aus, dass die Kindseltern nur ungenügend in der Lage seien, 
E.____ vor dem elterlichen Konflikt und der daraus resultierenden psychischen Belastung zu 
schützen. Ferner sei es trotz der Unterstützungsangebote nicht gelungen, eine Veränderung 
herbeizuführen. E.____ sei altersbedingt als besonders vulnerabel, schutzbedürftig und der 
psychischen Komponente der elterlichen Gewalt ausgeliefert anzusehen. Aus diesem Grund 
sehe der Beistand das Wohl von E.____ sowie dessen Entwicklung im bestehenden Familien-
umfeld als gefährdet. Das Kinderheim D.____ schreibt in seinem Bericht vom 3. März 2021, 
dass sich die Zusammenarbeit mit den Kindseltern bisher als relativ schwierig gestaltet habe 
und dass insbesondere der Beschwerdeführer Mühe habe, die Situation zu akzeptieren. E.____ 
habe sich jedoch gut integriert und sei in der Gruppe gut aufgenommen worden.  
 
5.4.2 Gestützt auf die vorstehende Erwägung ist mit dem Beistand festzuhalten, dass E.____ 
seit geraumer Zeit psychischer Gewalt ausgesetzt und Zeuge von psychischer sowie physi-
scher Gewalt geworden ist. Die Annahme der Beschwerdeführenden, dass E.____ von den 

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Konflikten zwischen ihnen nichts mitbekomme, da er nicht anwesend bzw. nicht im selben 
Raum gewesen sei, widerspricht jeglichen Erkenntnissen der Konflikt- und Gewaltforschung 
sowie dem anerkannten Wissensstand der Entwicklungspsychologie. Vor dem Hintergrund der 
bisherigen Ausführungen und insbesondere unter Bezugnahme auf die Einvernahmeprotokolle, 
muss von einer sehr angespannten und von Streit geprägten Familienatmosphäre ausgegan-
gen werden, welcher E.____ ausgesetzt ist und die er direkt wahrnimmt. Ebenso muss auf-
grund der Häufigkeit der Konflikte der Eltern und deren Ausmasses davon ausgegangen wer-
den, dass diese nach wie vor bestehen und mit grosser Wahrscheinlichkeit auch wieder eskalie-
ren werden (vgl. Stellungnahme des Beistands vom 10. Februar 2021). Entgegen der Ansicht 
der Beschwerdeführenden kann aus den fachlichen Abklärungen durchaus auf eine Kindswohl-
gefährdung geschlossen werden, ohne dass zusätzlich ein ärztliches oder psychologisches 
Gutachten notwendig wäre. Unter den gegebenen Umständen und mit Blick auf das Alter von 
E.____ ist nicht ersichtlich, inwiefern ein solches Gutachten zusätzlich für die Feststellung einer 
Kindswohlgefährdung erforderlich gewesen wäre. Insofern kann der Vorinstanz nicht eine un-
genügende Sachverhaltsabklärung vorgeworfen werden. Dass eine Gefährdung des Kinds-
wohls vorliegt, wird auch nicht ernstlich bestritten. Vielmehr verharmlosen bzw. bagatellisieren 
die Beschwerdeführenden ihre Konflikte und verstehen nicht, dass ihre verbalen und körperli-
chen Auseinandersetzungen die Entwicklung ihres Sohnes massiv gefährden. Die KESB war 
folglich gemäss Art. 307 Abs. 1 ZGB verpflichtet, geeignete Massnahmen zum Schutz des 
Kindswohls von E.____ zu treffen.  
 
5.5 Die Beschwerdeführenden rügen weiter, der Entzug des Aufenthaltsbestimmungs-
rechts sei eine unverhältnismässige Kindesschutzmassnahme.  
 
5.6.1 Zunächst ist festzuhalten, dass die KESB seit über zwei Jahren versucht hat, mit den 
Beschwerdeführenden eine passende Lösung zu finden, um E.____ vor den elterlichen Konflik-
ten zu schützen. Als mildestes Mittel erteilte die KESB der Beschwerdeführerin die Weisung, 
regelmässig den Sprachtreff für Frauen in F.____ zu besuchen und aktiv daran teilzunehmen. 
Der Beschwerdeführer erhielt die Weisung, am Lernprogramm gegen häusliche Gewalt teilzu-
nehmen. Für E.____ wurde zudem eine Beistandschaft gemäss Art. 308 ZGB errichtet, insbe-
sondere mit dem Auftrag, die Eltern in ihrer Sorge um E.____ zu unterstützen und eine lö-
sungsorientierte Kommunikation zu ermöglichen. Die erteilten Weisungen wurden von den Be-
schwerdeführenden nur ungenügend umgesetzt (vgl. Stellungnahme des Beistands vom 
10. Februar 2021, E-Mail der Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt an den Beistand vom 
12. Februar 2021), worauf der Beistand die Eltern anwies, E.____ für mindestens drei Tage pro 
Woche in einer Kindertagesstätte anzumelden. All diesen Massnahmen zum Trotz hielten die 
heftigen Konflikte zwischen den Kindseltern an und im Mai 2020 kam es erneut zu einer gewalt-
tätigen Auseinandersetzung im Beisein der Kinder (vgl. Gefährdungsmeldung der Polizei an die 
KESB vom 8. Juni 2020). Der Vorfall wurde mit den Beschwerdeführenden besprochen und 
diese wurden darauf hingewiesen, dass vorerst von einer Platzierung abgesehen werde und 
eine Paartherapie besucht werden sollte (vgl. E-Mail des Beistands an die KESB vom 
1. Juli 2020). Dennoch hielten die heftigen Streitigkeiten an und am 14. Dezember 2020 kam es 
zu einem weiteren Polizeieinsatz bei der Familie.  
 

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5.6.2 Zusammenfassend ist damit festzuhalten, dass die Vorinstanz diverse Massnahmen 
zum Schutz von E.____ ergriffen und eine Platzierung in einem Heim so weit wie möglich zu 
verhindern versucht hat, bevor sie als letzte Massnahme die Fremdplatzierung verfügte. Die 
Vorinstanz hat mit grösster Zurückhaltung und damit richtig gehandelt. Angesichts der erfolglo-
sen bisherigen Massnahmen erscheint eine mildere Massnahme als die Platzierung von E.____ 
im Heim nicht zweckmässig, um Konflikte zu verhindern und E.____ zu schützen. Den Bedürf-
nissen von E.____ kann zur Zeit nur mit der Platzierung im Heim genügend Rechnung getragen 
und gewährleistet werden, dass er zur Ruhe kommen und hinreichend unterstützt werden kann. 
Mittlerweile ist E.____ im Heim gut integriert und er erhält durch klare Strukturen Halt und Si-
cherheit, was für seine gesunde Entwicklung von zentraler Bedeutung ist. Von den anhaltenden 
Konflikten zwischen den Kindseltern bleibt er durch seinen Aufenthalt im Kinderheim verschont 
und sieht seine Eltern trotzdem an vier Nachmittagen pro Woche. Während dieser wöchentli-
chen Besuchszeit kann die bestehende, grundsätzlich gute Beziehung zwischen E.____ und 
seinen Eltern ausgelebt und gepflegt werden. Vor diesem Hintergrund erweisen sich der von 
der Vorinstanz angeordnete Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts sowie die Fremdplatzie-
rung im Kinderheim als erforderliche und mildeste Erfolg versprechende Massnahmen, um ei-
ner Kindswohlgefährdung von E.____ begegnen zu können. Wie der Beschwerdeführer anläss-
lich der Parteiverhandlung angibt, nimmt er seit dem 17. März 2021 am Lernprogramm gegen 
häusliche Gewalt teil, und die Beschwerdeführerin wird ihren Angaben zufolge ab dem 29. Mai 
2021 den Sprachtreff für Frauen besuchen. Sofern sich die Beschwerdeführenden an die Wei-
sungen der KESB halten und einsehen, dass sie zum Wohl von E.____ zwingend an ihren 
Eheproblemen arbeiten müssen, ist davon auszugehen, dass zusammen mit der Unterstützung 
durch die Beistandschaft und die sozialpädagogische Familienbegleitung eine gewaltfreie, lö-
sungsorientierte Kommunikation zwischen den Kindseltern erreicht werden kann. Dadurch kann 
eine nachhaltige Verbesserung der familiären Situation herbeigeführt werden, was letztlich für 
eine Rückplatzierung von E.____ von grundlegender Bedeutung ist. 
 
5.7 Nach dem Gesagten erweisen sich der Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts und 
die damit verbundene Platzierung von E.____ als sachgerecht, verhältnismässig und angemes-
sen. Die Beschwerde ist insgesamt unbegründet und abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. 
 
6.1 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das verwaltungs-
gerichtliche Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen 
die Gerichtsgebühren sowie die Beweiskosten und werden nach § 20 Abs. 3 VPO in der Regel 
der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend sind die Verfah-
renskosten in der Höhe von Fr. 2‘000.-- den unterliegenden Beschwerdeführenden aufzuerle-
gen. Diese ersuchen für den Fall des Unterliegens um Gewährung der unentgeltlichen Rechts-
pflege. Da ihnen die für das Verfahren nötigen Mittel fehlen, ihr Begehren nicht offensichtlich 
aussichtslos und der Beizug eines Anwalts zur Wahrung ihrer Rechte notwendig erscheint, ist 
das Gesuch zu bewilligen (§ 22 VPO). Zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung 
gehen die Verfahrenskosten zulasten der Gerichtskasse. 
 
6.2 Die Parteikosten sind wettzuschlagen (§ 21 Abs. 1 VPO). Zufolge Bewilligung der un-
entgeltlichen Verbeiständung ist dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführenden ein Honorar 

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zulasten der Gerichtskasse auszurichten. In seinen Honorarnoten vom 5. März und 30. März 
2021 macht der Rechtsvertreter gesamthaft einen Aufwand von 15 Stunden à Fr. 200.--, er-
bracht durch ihn, sowie 0.5 Stunden à Fr. 133.--, erbracht durch eine Volontärin, geltend, was 
bezüglich des Umfangs nicht zu beanstanden ist. Indessen wird für durch Volontäre erbrachte 
Leistungen lediglich ein Stundenansatz von Fr. 100.-- als angemessen erachtet (vgl. § 3 Abs. 2 
der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte [TO] vom 17. November 2003; KGE VV [810 
16 548] vom 1. November 2017 E. 6.2). Auch im vorliegenden Verfahren erachtet das Kantons-
gericht diesen Stundenansatz als angemessen. Darüber hinaus kann dem Rechtsvertreter der 
Beschwerdeführenden für die Teilnahme an der heutigen Verhandlung nach gerichtlichem Er-
messen ein Aufwand von vier Stunden zugesprochen werden (vgl. § 18 Abs. 1 TO). Somit be-
läuft sich das Honorar vorliegend auf Fr. 4'414.70 (inkl. Auslagen in der Höhe von Fr. 249.10 
und 7.7% MWST). 
 
6.3 Die Beschwerdeführenden werden ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sie zur 
Nachzahlung der in diesem Verfahren infolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege der 
Gerichtskasse belasteten Kosten verpflichtet sind, sobald sie dazu in der Lage sind (§ 53a Abs. 
1 des Gesetzes über die Organisation der Gerichte [Gerichtsorganisationsgesetz, GOG] vom 
22. Februar 2001).  
 
 
 
  

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 
   
 2. Das Gesuch der Beschwerdeführenden um Bewilligung der unentgeltli-

chen Rechtspflege wird gutgeheissen. 
   
 3. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 2'000.-- werden den Be-

schwerdeführenden auferlegt. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen 
Prozessführung gehen die Verfahrenskosten zu Lasten der Gerichtskas-
se. 

   
 4. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. Zufolge Bewilligung der unent-

geltlichen Verbeiständung wird dem Rechtsvertreter der Beschwerdefüh-
renden ein Honorar in der Höhe von Fr. 4'414.70 (inkl. Auslagen und 
7.7% MWSt) aus der Gerichtskasse ausgerichtet. 

 
 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin