# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ca8faa58-a26b-54a6-ba4b-c3934a414124
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-05-23
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 23.05.2013 725 2011 453 (725 11 453)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-2011-453_2013-05-23.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom  23. Mai 2013 (725 11 453) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Dahinfallen jeder kausaler Teilursächlichkeit bei Knieschädigung 

 

 
Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichterin Elisabeth Berger Götz, 

Kantonsrichter Yves Thommen, Gerichtsschreiber Stephan Paukner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Jan Herrmann, Rechts-
anwalt, Lange Gasse 90, 4052 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 Helsana Unfall AG, Recht, Postfach, 8081 Zürich, Beschwerdegeg-
nerin 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 
 
A. Der 1952 geborene A.____ ist seit 1981 bei der B.____ als Kundenberater tätig und in 
dieser Eigenschaft bei der Helsana Unfall AG (Helsana) gegen die Folgen von Unfällen versi-
chert. Am 6. Dezember 2009 verdrehte sich der Versicherte während eines Ferienaufenthalts in 
C.___ infolge eines Zusammenstosses beim Beach-Volleyball das linke Knie und erlitt dabei 
gemäss Arztschein UVG vom 13. Januar 2010 eine Distorsion bzw. eventuell einen Meniskus-
schaden. Die Helsana anerkannte das Ereignis als Unfall und erbrachte die gesetzlichen Leis-
tungen. Am 10. August 2010 erfolgte eine Rückfallmeldung, mit welcher eine Arbeitsunfähigkeit 

 
 
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ab 2. August 2010 geltend gemacht wurde. Die Helsana erbrachte gestützt darauf zunächst 
weitere Versicherungsleistungen, stellte diese aber mit Verfügung vom 10. März 2011 unter 
Verweis auf den Wegfall des natürlichen Kausalzusammenhangs per Ende Dezember 2010 ein. 
Dabei stützte sie sich auf die Angaben ihres beratenden Arztes, wonach der Kausalzusammen-
hang zwischen den Beschwerden und dem versicherten Ereignis lediglich möglich sei. Eine 
dagegen erhobene Einsprache des Versicherten wies die Helsana am 24. November 2011 ab.  
 
B. Mit Eingabe vom 22. Dezember 2011 erhob der Versicherte, vertreten durch Jan Herr-
mann, Rechtsanwalt, Beschwerde gegen den Einspracheentscheid der Helsana vom 24. No-
vember 2011 und beantragte, diese sei zu verpflichten, ihm über das verfügte Einstelldatum 
hinaus die gesetzlichen Leistungen bis auf weiteres zu erbringen; eventualiter sei eine klärende 
medizinischen Stellungnahme bei einer neutralen Stelle einzuholen. Die Helsana schloss mit 
Vernehmlassung vom 9. Januar 2012 auf Abweisung der Beschwerde.  
 
C. Anlässlich der Urteilsberatung vom 8. März 2012 gelangte das Gericht zur Auffassung, 
dass sich die strittige Frage der Unfallkausalität gestützt auf die vorliegenden medizinischen 
Unterlagen nicht hinreichend beantworten lasse. Das Verfahren wurde deshalb ausgestellt, und 
es wurde beim Kantonsspital D.____ ein orthopädisches Gutachten zur Frage der Unfallkausali-
tät in Auftrag gegeben. Dieses erging am 13. Dezember 2012. Die Helsana beantragte in ihrer 
Stellungnahme vom 16. Januar 2013, dass das Gericht eine neue Gutachterstelle zu beauftra-
gen und dieser dieselben Fragen noch einmal zu unterbreiten habe. Der Beschwerdeführer er-
suchte mit Eingabe vom 22. Januar 2013 um Gutheissung der Beschwerde. Auf Veranlassung 
des Gerichts hat die Gutachterstelle schliesslich am 25. April 2013 eine ergänzende Stellung-
nahme abgegeben. Die Parteien haben auch dazu Stellung genommen und Gelegenheit erhal-
ten, sich jeweils noch zur Eingabe der Gegenpartei vernehmen zu lassen. 
 
Auf die entsprechenden Vorbringen ist - soweit notwendig - in den nachfolgenden Erwägungen 
einzugehen.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Auf die frist- und formgerecht beim zuständigen Gericht eingereichte Beschwerde ist ein-
zutreten. 
 
2.  Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer über den 31. Dezember 2010 hinaus 
Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung besitzt.  
 
2.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung). Dabei hat der Unfallversicherer die Pflegeleistungen so lange zu erbringen, als davon 
eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann (Art. 19 Abs. 1 

 
 
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Satz 1 UVG). Ist die versicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig, so 
hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Der Anspruch entsteht am dritten 
Tag nach dem Unfalltag und erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, mit 
dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person (Art. 16 Abs. 2 UVG). Ist die 
versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10 Prozent invalid, so hat sie Anspruch 
auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Als Invalidität gilt nach Art. 8 Abs. 1 ATSG die 
voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. 
Diese entspricht dem durch Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit verur-
sachten und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibenden ganzen oder teil-
weisen Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 ATSG).  
 
2.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers setzt in erster Linie voraus, dass zwischen 
dem versicherten Ereignis und den Gesundheitsbeeinträchtigungen ein natürlicher Kausalzu-
sammenhang besteht (vgl. BGE 129 V 181 E. 3.1 und 3.2). Ursachen im Sinne des natürlichen 
Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Er-
folg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit einge-
treten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natür-
lichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare 
Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen 
mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beein-
trächtigt hat, das Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch 
die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (vgl. BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). 
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher 
Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die rechtsanwendende Behörde - die 
Verwaltung oder im Streitfall das Gericht - im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung 
nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein-
lichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begrün-
dung eines Leistungsanspruches nicht (vgl. BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). 
 
2.3 Hat der Unfallversicherer seine Leistungspflicht einmal anerkannt, entfällt diese erst, wenn 
der Unfall nicht mehr die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, 
der Gesundheitsschaden mit anderen Worten nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden 
Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der krankhafte Gesundheitszustand, wie er 
unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie 
er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Un-
fall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (vgl. RKUV 1994 Nr. U 206 
S. 328 E. 3b). Treten konkret im Anschluss an ein Unfallereignis Beschwerden auf, die zuvor 
nicht bestanden haben, und ist davon auszugehen, dass durch den Unfall lediglich ein zuvor 
stummer Vorzustand aktiviert, nicht aber verursacht worden ist, so hat der Unfallversicherer 
gemäss Art. 36 Abs. 1 UVG nur für das unmittelbar im Zusammenhang mit dem Unfall stehende 
Schmerzsyndrom seine Leistungen zu erbringen. Mit dem Erreichen des Status quo sine vel 
ante entfällt indessen eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden 
(vgl. SVR 2010 UV Nr. 31 S. 125). Solange aber der Status quo sine vel ante noch nicht wieder 

 
 
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erreicht ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG neben den Taggeldern 
auch Pflegeleistungen und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter insbesondere auch 
Heilbehandlungskosten nach Art. 10 UVG fallen. Demnach hat die versicherte Person bis zum 
Erreichen des Status quo sine vel ante auch Anspruch auf eine zweckmässige Behandlung, 
welche unter anderem auch operative Eingriffe mit umfassen kann (vgl. Urteil des Bundesge-
richts vom 24. Juni 2008, 8C_326/2008, E. 3.2).  
 
2.4 Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahin-
fallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit 
dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit gänzlich fehlender ursächlicher Aus-
wirkungen des Unfalles genügt hierfür nicht. Weil es dabei um eine anspruchsaufhebende Tat-
sache handelt, liegt die Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender 
natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht bei der versicherten Person, sondern 
beim Unfallversicherer (vgl. RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2). Der Beweis des Wegfalls des 
natürlichen Kausalzusammenhangs muss nicht durch den Nachweis unfallfremder Ursachen 
erbracht werden. Ebenso wenig geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu 
verlangen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliegt oder die versicherte Person nunmehr 
bei voller Gesundheit ist. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen des Gesundheits-
schadens ihre kausale Bedeutung verloren haben und weggefallen sind (vgl. Urteil L. des EVG 
vom 25. Oktober 2002, U 143/02, E. 3.2.). 
 
3.1 Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natür-
licher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die rechtsanwendende Behör-
de - die Verwaltung oder im Streitfall das Gericht - im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswür-
digung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruches nicht (vgl. BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). 
 
3.2 Zur Feststellung natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist die rechts-
anwendende Behörde auf Unterlagen angewiesen, die ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten zur 
Verfügung zu stellen sind (vgl. BGE 122 V 158 f. E. 1b mit zahlreichen Hinweisen). Das Gericht 
hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen 
Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle anderen Beweismittel 
- frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu 
würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig 
davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die ver-
fügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. 
Insbesondere darf das Gericht bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe an-
zugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsicht-
lich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-

 
 
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gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. 
Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Be-
weismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme 
als Bericht oder Gutachten (vgl. BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 f. E. 1c mit Hinweisen).  
 
3.3 Dennoch hat es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als 
vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten 
Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusammenstellung die-
ser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen). So ist es dem Sozialversi-
cherungsgericht nicht verwehrt, gestützt ausschliesslich auf versicherungsinterne medizinische 
Unterlagen zu entscheiden. Wie das Bundesgericht unlängst präzisiert hat, sind in solchen Fäl-
len jedoch strenge Anforderungen an die Beweiswürdigung in dem Sinne zu stellen, dass bei 
auch nur geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellun-
gen ergänzende Abklärungen vorzunehmen sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts, 
I. sozialrechtliche Abteilung, vom 27. Juli 2009, 8C_113/2009, E. 3.2 mit Verweisen). Anderer-
seits weicht das Gericht bei Gerichtsgutachten praxisgemäss nicht ohne zwingende Gründe von 
der Einschätzung des medizinischen Experten ab, dessen Aufgabe es ist, seine Fachkenntnis-
se der Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um einen bestimmten Sachverhalt medizinisch 
zu erfassen. Ein allfälliger Grund für ein Abweichen kann dann vorliegen, wenn die Gerichtsex-
pertise widersprüchlich ist oder wenn gegensätzliche Meinungsäusserungen anderer Fachex-
perten dem Gericht als triftig genug erscheinen, die Schlüssigkeit des Gerichtsgutachtens in 
Frage zu stellen (vgl. BGE 125 V 352 f. E. 3b/aa mit Hinweisen). In Bezug auf Berichte von be-
handelnden Ärzten darf und soll das Gericht schliesslich der Erfahrungstatsache Rechnung 
tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zwei-
felsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen. Der Umstand allein, 
dass eine Einschätzung vom behandelnden Mediziner stammt, darf jedoch nicht dazu führen, 
sie als von vornherein unbeachtlich einzustufen; die einen längeren Zeitraum abdeckende und 
umfassende Betreuung durch behandelnde Ärzte bringt oft wertvolle Erkenntnisse hervor. Auf 
der anderen Seite lässt es die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeu-
tisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachme-
dizinischen Experten anderseits (vgl. BGE 124 I 170 E. 4 S. 175; Urteil des EVG I 506/00 vom 
13. Juni 2001,  E. 2b) nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stel-
len und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anders-
lautenden Einschätzungen gelangen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, 
I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen).  
 
4. Vorab ist klarzustellen, dass der Beschwerdeführer an beidseitigen Kniebeschwerden 
leidet. So geht aus den Akten hervor, dass er bereits am 23. Mai 2009 beim Karate-Training mit 
dem rechten Bein ausgerutscht ist und sich dabei das rechte Knie verdreht und gezerrt hat 
(vgl. Bericht von Dr. E.____, FMH Innere Medizin, vom 3. August 2010, Beilage 4 der Be-
schwerdeantwort). Abweichend davon ist der Patientengeschichte der Praxisklinik F.____ 
(vgl. Beilage 5 zur Beschwerdeantwort) zu entnehmen, dass der Versicherte bei der Rückkehr 
nach dem Karatetraining in der eigenen Garage ausgerutscht sei. Die Helsana hat jedenfalls 

 
 
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auch für dieses Unfallereignis ihre Leistungen erbracht. Allfällige Beschwerden am rechten Knie 
sind im vorliegenden Beschwerdeverfahren weder strittig, noch sind sie Bestandteil des ange-
fochtenen Einspracheentscheids der Helsana vom 24. November 2011. Das rubrizierte Be-
schwerdeverfahren betrifft damit ausschliesslich das Ereignis vom 6. Dezember 2009 und somit 
die Schädigung am linken Knie.  
 
4.1 Der Beschwerdeführer war ab 2. August 2010 infolge der Beschwerden am linken Knie 
in wechselndem Ausmass in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt. Vom 2. August 2010 bis 
5. September 2010 bestand zunächst eine volle Arbeitsunfähigkeit. Nach einer kurzen Wieder-
erlangung seiner Arbeitsfähigkeit war der Versicherte sodann vom 4. Oktober 2010 bis 17. Ok-
tober 2010 erneut vollständig und ab 18. Oktober 2010 im Umfang von 50% arbeitsfähig, bis die 
Rennbahnklinik die Behandlung am 16. Dezember 2010 abgeschlossen und dem Versicherten  
ab 1. Januar 2011 wieder eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit attestiert hat (vgl. UVG Zwi-
schenbericht von Dr. E.____ vom 24. August 2010 sowie Patientengeschichte der Praxisklinik 
F.____, Beilage 12 zur Beschwerdeantwort). Bereits am 9. Februar 2011 hat der Versicherte 
jedoch wieder über beeinträchtigende und belastungsabhängige Schmerzen berichtet und hat 
aus diesem Grund eine operative Intervention in Erwägung gezogen, deren Leistungspflicht von 
der Helsana durch die rückwirkende Leistungseinstellung per Ende 2010 verneint worden ist. 
Am 3. März 2011 erfolgte ein operativer Eingriff, mit welchem eine arthroskopische Gelenktoilet-
te, eine Knorpelglättung sowie eine Plicaresektion durchgeführt wurde. Dabei sind unter ande-
rem eine Chondrose verschiedener Grade I bis III, teilweise aufgeworfene Knorpelfetzen, eine 
Einklemmungstendenz sowie eine diskrete Zerrung des vorderen Kreuzbandes festgestellt wor-
den (vgl. Operationsbericht der Praxisklinik F.____ vom 3. März 2011, Beilage 14 zur Be-
schwerdeantwort).  
 
4.2 Bereits mit Beschluss des Kantonsgerichts vom 8. März 2012 war festgehalten worden, 
dass eine abschliessende Beurteilung der Angelegenheit gestützt auf die damals vorliegende 
medizinische Aktenlage nicht möglich war. Hintergrund bildete der Umstand, dass sich die Hel-
sana bei ihrer Einstellung der Versicherungsleistungen auf den Bericht ihres Vertrauensarztes 
Prof. G.____ vom 17. Februar 2011 abgestützt hatte, wonach der operative Eingriff von März 
2011 nicht aufgrund des Unfalls nötig geworden sei, weil der Status quo sine spätestens im 
Dezember 2010 wieder erreicht gewesen sei. Diese Stellungnahme war jedoch ohne jegliche 
Begründung erfolgt. Sie stützte sich auf das MRI des linken Knies vom 18. Januar 2010, wel-
ches bereits sechs Wochen nach dem fraglichen Unfallereignis vom 6. Dezember 2009 ange-
fertigt worden und somit mangels zeitlicher Konnexität nicht mehr geeignet war, die über mehr 
als ein Jahr später statuierte Meinung des Vertrauensarztes hinsichtlich der über Ende 2010 
hinausgehenden Beschwerden nachvollziehbar zu untermauern (vgl. MRI-Bericht des Kantons-
spitals D.____ vom 18. Januar 2010, Beilage 3 zur Beschwerdeantwort). Es trat hinzu, dass ein 
weiteres MRI vom 18. August 2010 Hinweise auf eine unfallbedingte Beteiligung für die Be-
schwerden ergeben hatte, nachdem die festgestellte, leichte Auffächerung und Auflockerung 
des vorderen, linken Kreuzbands mit einem Status nach vorderer Kreuzbandruptur als verein-
bar erachtet worden war (vgl. MRI-Bericht Institut H.____ vom 25. August 2010, Beilage 8 zur 
Beschwerdeantwort). Die Ansicht des Vertrauensarztes in dessen Bericht vom 17. Februar 
2011, dass ausser einem bone-bruise an der medialen bzw. ventralen Femurkondyle keine 

 
 
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zweifelsfrei traumatisch bedingten Läsionen zu erkennen seien, sondern von offensichtlich de-
generativ bedingten Signalalterationen in der Femurkondyle auszugehen sei, vermag daher 
nicht zu überzeugen. In diesem Zusammenhang zu berücksichtigen ist überdies, dass der Ver-
trauensarzt der Helsana in seinem Bericht vom 20. Oktober 2011 aufgrund der bis zum 24. Au-
gust 2010 vorgelegenen Akten noch angegeben hatte, dass die Beschwerden überwiegend 
wahrscheinlich in einem natürlichen Kausalzusammenhang mit dem versicherten Ereignis ste-
hen würden; der Status quo sine sei in Bezug auf das fragliche linke Knie noch nicht erreicht 
(vgl. Bericht von Dr. I.____, FMH Innere Medizin, vom 20. Oktober 2010, Beilage 10 zur Be-
schwerdeantwort). Auch wenn Dr. I.____ anlässlich seiner Berichterstattung davon ausging, 
dass zwar vorbestehende Knorpelschäden am linken Knie wahrscheinlich seien, fehlt es somit 
an einer nachvollziehbaren Begründung, weshalb der zweite in den Fall involvierte Vertrauens-
arzt Prof. Dr. G.____ im Februar 2011 gestützt im Wesentlichen auf dieselben Akten noch vor 
dem operativen Eingriff im März 2011 zu einer abweichenden Auffassung gelangt ist. Eine sol-
che liesse sich einzig aus der Tatsache ableiten, dass die Praxisklinik F.____ am 16. Dezember 
2010 den Behandlungsabschluss beschlossen und ab 1. Januar 2011 dem Versicherten wieder 
eine vollständige Arbeitsfähigkeit attestiert hat (vgl. Patientengeschichte der Praxisklinik F.____, 
Beilage 12 zur Beschwerdeantwort). Dabei aber bleibt  unberücksichtigt, dass der Beschwerde-
führer bereits am 9. Februar 2011 erneut über derart  beeinträchtigende Schmerzen am linken 
Knie berichtet hat, dass in der Folge am 3. März 2011 ein operativer Eingriff durchgeführt wor-
den ist. Auch wenn eine reine Aktenbeurteilung an sich nicht grundsätzlich als unzuverlässig zu 
beurteilen ist, vermag die vertrauensärztliche Stellungnahme von Prof. Dr. G.____ unter diesen 
Umständen nicht zu überzeugen.  
 
4.3 Die Helsana hat aus dem Umstand, dass Prof. Dr. G.____ in seinem Bericht vom Feb-
ruar 2011 einen natürlichen Kausalzusammenhang zwischen den persistierenden Beschwerden 
des Versicherten und dem Unfallereignis vom 6. Dezember 2009 nur noch als möglich erachtet, 
unzutreffende Schlussfolgerungen gezogen. Es ist daran zu erinnern, dass der Unfallversiche-
rer bis zum Erreichen des Status quo sine vel ante und damit bis zum Wegfall einer teilursächli-
chen Mitbeteiligung für die Pflegeleistungen und Kostenvergütungen sowie die Taggelder selbst 
dann aufzukommen hat, wenn sich die Gesundheitsschädigung bei einer Gewichtung der kon-
kurrierenden Ursachen zum stark überwiegenden Teil als Krankheitsfolge darstellt (vgl. Urteil 
des Bundesgericht vom 24. Juni 2008, 8C_326/2008, E. 4 mit Hinweisen). Für die vorliegend 
strittige Frage nach einem allfälligen Anspruch auf weitere Leistungen hinsichtlich der über den 
31. Dezember 2010 hinaus anhaltenden Beschwerden des Versicherten ist demnach entschei-
dend, ob die Helsana für den Zeitpunkt des folgenlosen Fallabschlusses per Ende 2010 das 
Dahinfallen jeder - auch nur teilweise - kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen des 
geklagten Gesundheitsschadens mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit nachgewiesen hat. Bevor sich aber überhaupt die Frage der einhergehenden 
Beweislast stellt (vgl. RKUV 2000 Nr. U 363 S. 45 E. 2; Urteil des Bundesgerichts vom 15. Mai 
2008, 8C_210/2007, E. 4.2 mit Hinweisen), ist der Sachverhalt im Rahmen des Untersuchungs-
grundsatzes soweit möglich umfassend zu klären (vgl. SVR 2009 UV Nr. 3 S. 9). Weil sich der 
medizinische Sachverhalt aufgrund der bisher vorgelegenen medizinischen Akten als abklä-
rungsbedürftig erwiesen hatte, (vgl. hievor, Erwägung 4.2), stellte das Kantonsgericht die Ange-
legenheit deshalb aus und beauftragte in der Folge auf gemeinsamen Vorschlag der am Verfah-

 
 
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ren beteiligten Parteien die Orthopädische Klinik des Kantonsspitals D.___ mit der Erstellung 
eines orthopädischen Gerichtsgutachtens, welches nunmehr im Zentrum der divergierenden 
Standpunkte der Parteien steht.  
 
5.1 Im gerichtlichen Gutachten des Kantonsspitals D.___ vom 13. Dezember 2012 diagnosti-
zierten die beteiligten Fachärzte einen Status nach Distorsion des linken Kniegelenks am 
6. Dezember 2009 mit posttraumatischem Bone-bruise der medialen Femurkondyle sowie ein 
Guillain-Barré-Syndrom. Die Röntgenuntersuchung vom 30. November 2012 habe keine rele-
vanten degenerativen Veränderungen in den Kniegelenken ergeben. Vor dem fraglichen Unfall 
sei der Patient den anamnestischen Angaben zufolge auch bei stärkeren sportlichen Belastun-
gen völlig beschwerdefrei gewesen. Auch habe er über kein vorausgegangenes Trauma berich-
tet. Trotz eines im MRI beschriebenen osteochondralen Defekts an der Femurkondyle könne 
daher nicht von einem degenerativen Vorzustand ausgegangen werden, weshalb der Unfall 
vom 6. Dezember 2009 als alleinige Ursache für die anschliessend aufgetretenen Probleme zu 
sehen sei.  
 
5.2 Auf Nachfrage des Gerichts vom 16. April 2013 nahmen die Gutachter mit Schreiben vom 
25. April 2013 ergänzend Stellung zum Operationsbericht vom 3. März 2011 und zu den darin 
beschriebenen degenerativen Veränderungen im Sinne einer Chondrose III. Grads 
(vgl. Operationsbericht der Praxisklinik F.____ vom 3. März 2011, Beilage 14 zur Beschwerde-
antwort). Sie gingen davon aus, dass diese degenerativen Veränderungen in etwa den im MRI 
vom 18. August 2010 beschriebenen Veränderungen entsprechen würden und durch das erlit-
tene Trauma alleine nicht erklärbar seien. Es handle sich somit zumindest zum Teil auch um 
degenerative Veränderungen. Da der Patient jedoch wie bereits erläutert vor dem Unfall be-
schwerdefrei gewesen sei, seien diese degenerativen Veränderungen zu vernachlässigen. Bei 
dem Trauma vom 6. Dezember 2009 handle es sich um eine richtungweisende Verschlechte-
rung am linken Knie. Die im Operationsbericht beschriebene Plica mediopatellaris sei mit hoher 
Wahrscheinlichkeit vorbestehend. Im Rahmen des erwähnten Traumas könne es jedoch zu 
einer Traumatisierung dieser Plica kommen, welche dann symptomatisch werden könne. Aus 
dem Operationsbericht könnten daher keine für den Verlauf relevanten degenerativen Verände-
rungen identifiziert werden. 
 
5.3 Der Beschwerdeführer hält im Nachgang zu diesen Beurteilungen an der Gutheissung der 
Beschwerde im Wesentlichen mit der Begründung fest, dass die gerichtlichen Gutachter zumin-
dest eine Teilursächlichkeit des fraglichen Unfallereignisses bestätigen würden. Die Beschwer-
degegnerin stellt sich demgegenüber auf den Standpunkt, dass die Gerichtsgutachter aufgrund 
der unzulässigen Beweisformel "post ergo propter hoc" nicht darzulegen in der Lage seien, 
dass das Trauma zu einer richtungweisenden Verschlechterung geführt habe. Zumal es dem 
gerichtlichen Gutachten an einer Auseinandersetzung sowohl mit dem Status quo sine als auch 
mit den vorliegenden ärztlichen Beurteilungen fehle, genüge das Gerichtsgutachten den Be-
weisanforderungen in keiner Weise. Es sei deshalb ein erneutes Gerichtgutachten einzuholen. 
 
5.4 In der Tat ist mit der Beschwerdegegnerin insofern darin einig zu gehen, dass die Ge-
richtsgutachter auf die vom Gericht unterbreiteten Fragen allenfalls nicht im gewünschten Mass 

 
 
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eingegangen sind und sich nur mittelbar mit der divergierenden ärztlichen Auffassung insbe-
sondere von Prof. Dr. G.____ vom 17. Februar 2011 auseinander gesetzt haben. Nichts desto 
trotz gestattet das Gerichtsgutachten vom 13. Dezember 2012 zusammen mit der Stellungnah-
me vom 25. April 2013 letztlich eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches. 
Zu berücksichtigen ist, dass den Gerichtsgutachtern sämtliche medizinische Akten vorgelegen 
haben und dass sie grundsätzlich über die notwendige, fachliche Qualifikation verfügen, um 
über traumatisch oder degenerativ bedingte Kniebeschwerden zuverlässig Auskunft zu geben. 
Entgegen der von der Helsana vertretenen Auffassung stützen sich die Gerichtsgutachter zu-
dem nicht alleine auf die - zu Recht als unzulässig bezeichnete - Beweisformel "post ergo prop-
ter hoc", sondern insbesondere auch auf den Operationsbericht der Praxisklinik F.____ vom 
3. März 2011 und die in der MRI-Bildgebung ersichtlichen Schädigungen des linken Knies. Just 
das MRI vom 18. August 2010 hat jedoch Hinweise auf eine unfallbedingte Beteiligung für die 
Beschwerden ergeben, war doch die Auffächerung und Auflockerung des vorderen, linken 
Kreuzbands als vereinbar mit einem Status nach vorderer Kreuzbandruptur bezeichnet worden 
(vgl. MRI-Bericht Institut H.____ vom 25. August 2010, Beilage 8 zur Beschwerdeantwort). Die-
ser Befund deckt sich im Grundsatz durchwegs mit der Einschätzung in der ergänzenden Stel-
lungnahme der Gerichtsgutachter vom 25. April 2013, wonach die richtungweisende Ver-
schlechterung am linken Knie auf das erlittene Trauma vom 6. Dezember 2009 zurückzuführen 
ist. Zumal die vertrauensärztliche Einschätzung vom 17. Februar 2011 angesichts des MRI-
Befunds vom 18. August 2010 nicht zu überzeugen vermag, kann deshalb kein Widerspruch 
darin gesehen werden, wenn die Gerichtsgutachter den degenerativen Veränderungen im lin-
ken Knie zunächst keine bzw. in ihrer ergänzenden Stellungnahme vom 25. April 2013 eine nur 
untergeordnete Bedeutung zugemessen haben. Deren Einschätzung, dass die vorhandenen 
degenerativen Veränderungen in etwa den im MRI vom 18. August 2010 beschriebenen Verän-
derungen entsprechen und nicht alleine durch das erlittene Trauma erklärbar sind, stimmt inso-
fern gar mit der fraglichen vertrauensärztlichen Einschätzung von Prof. Dr. G.____ vom 
17. Februar 2011 überein, als die degenerativen Veränderungen im Aussen - und Innenmenis-
kushinterhorn auch vom Vertrauensarzt lediglich als Nebenbefund erhoben worden sind. Die 
mit den Gerichtsgutachtern letztlich soweit übereinstimmende Einschätzung einer Teilursäch-
lichkeit des fraglichen Unfalls vom 6. Dezember 2009 deckt sich schliesslich aber auch mit der 
vertrauensärztlichen Einschätzung von Ende Oktober 2010, wonach sich im MRI vom 18. Au-
gust 2010 zwar eine eher vorbestehende, retropatelläre Knorpelschädigung finde und das Un-
fallereignis zu einer vorübergehenden Verschlimmerung geführt habe, ohne dass der Status 
quo sine vel ante mittlerweile erreicht sei (vgl. vertrauensärztlicher Bericht von Dr. I.____ vom 
20. Oktober 2010, Beilage 10 zur Beschwerdeantwort). Damit aber resultiert, dass das Unfaller-
eignis vom 6. Dezember 2009 aufgrund der im MRI-Befund lediglich als eher vorbestehend er-
hobenen Knorpelschädigung als Teilursache für die noch geklagten Restbeschwerden des Be-
schwerdeführers nicht ausgeschlossen werden kann. Zumal die von Dr. I.____ lediglich als eher 
vorbestehend qualifizierte Knorpelschädigung der Aussage des zweiten Vertrauensarztes Prof. 
Dr. G.____ widerspricht, dass von offensichtlich degenerativ bedingten Signalalterationen in der 
Femurkondyle auszugehen sei, kann eine weiterhin relevante Teilursächlichkeit des erlittenen 
Unfalls aber auch deshalb nicht ausgeschlossen werden, weil Dr. I.____ in seiner Stellungnah-
me vom 20. Oktober 2010 die Neubeurteilung der Frage nach dem Erreichen des Status sine 
vel ante erst auf Januar 2011 terminiert hat. Zusammen mit den Gerichtsgutachtern lässt sich 

 
 
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der Wegfall jeglicher Teilkausalität unter diesen Umständen jedenfalls nicht mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit bejahen. Auch wenn eine Teilursächlichkeit nicht mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit bejaht werden kann, vermag die Beschwerdegegnerin daher ebenso wenig dar-
zulegen, dass der am 6. Dezember 2009 erlittene Zusammenstoss keine richtunggebende Teil-
ursache auch für die noch über den 31. Dezember 2010 hinaus geklagten Beschwerden gesetzt 
hat.  
 
5.5 An diesem Ergebnis vermag nichts zu ändern, dass Mitte Dezember 2010 zunächst noch 
eine freie Beweglichkeit des linken Knies ohne Krepitationen vorgelegen hatte. Nachdem be-
reits anlässlich der Untersuchung vom 9. Februar 2011 wieder ein leichtes Reiben des Gelenks 
festgestellt worden war, erfolgte die anschliessende Gelenktoilette just zwecks Behebung the-
rapieresistenter Schmerzen bei retropatellärem Krepitieren des Gelenks mit Druckdolenzen 
unter anderem über der Femurcondyle. Zu berücksichtigen ist darüber hinaus, dass anlässlich 
des operativen Eingriffs vom 3. März 2011 eine Einklemmungstendenz bestätigt wurde 
(vgl. Operationsbericht der Praxisklinik F.____ vom 3. März 2011, Beilage 14 zur Beschwerde-
antwort). Die dazwischen liegende, während knapp zwei Monaten dauernde Beschwerdefreiheit 
mit einer lediglich vorübergehenden Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit ab 1. Januar 
2011 vermag unter diesem Umständen nicht zu belegen, dass jegliche teilkausale Mitverursa-
chung des Zusammenstosses vom 6. Dezember 2009 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu 
verneinen wäre. Die Leistungspflicht der Helsana ist somit auch über Ende Dezember 2010 
hinaus zu bejahen. Bei der vorliegenden Aktenlage ist schliesslich davon auszugehen, dass es 
im heutigen Zeitpunkt nicht mehr möglich sein wird, eine weitergehende Klärung hinsichtlich der 
Frage des Status quo sine vel ante für die Zeit bis zur Knieoperation und die nachfolgende Re-
konvaleszenzphase zu erzielen. Sind von zusätzlichen Abklärungen indessen keine zusätzli-
chen Ergebnisse mehr zu erwarten, ist von einer Beweislosigkeit in dem Sinne auszugehen, 
dass sich nicht belegen lässt, dass der Unfall vom 6. Dezember 2009 mit dem erforderlichen 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit per Ende 2010 jede - auch nur teilweise - 
kausale Bedeutung hinsichtlich der über diesen Zeitpunkt hinaus persistierenden und an-
schliessend operativ behandelten Beschwerden am linken Knie verloren hat. Zugleich kann 
deshalb nicht davon ausgegangen werden, dass die Knieoperation vom 3. März 2011 auch oh-
ne diesen Unfall zur gleichen Zeit notwendig geworden wäre. Weil die Helsana ihre Leistungs-
pflicht für das Unfallereignis vom 6. Dezember 2009 indessen auch nach der Rückfallmeldung 
zunächst grundsätzlich anerkannt hat, treffen sie die Folgen der vorliegenden Beweislosigkeit 
insoweit, als sie weiterhin leistungspflichtig bleibt.  Der Einspracheentscheid der Helsana Unfall 
AG vom 24. November 2011 sowie deren Verfügung vom 10. März 2011 sind deshalb in Gut-
heissung der Beschwerde aufzuheben und die Helsana ist zu verpflichten, dem Beschwerde-
führer die gesetzlichen Leistungen bis auf weiteres über den 31. Dezember 2010 hinaus zu 
erbringen. 
 
6.1 Es verbleibt über die Kosten zu befinden. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess 
vor dem kantonalen Gericht für die Parteien kostenlos zu sein hat. Auf die Erhebung von Ver-
fahrenskosten ist demnach zu verzichten. Nach Art. 45 Abs. 1 ATSG hat der Versicherungsträ-
ger die Kosten der Abklärung zu übernehmen, soweit er die Massnahmen angeordnet hat. Hat 
er keine Massnahmen angeordnet, so übernimmt er deren Kosten dennoch, wenn die Mass-

 
 
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nahmen für die Beurteilung des Anspruchs unerlässlich waren oder Bestandteil nachträglich 
zugesprochener Leistungen bilden. Wie das Bundesgericht in BGE 137 V 210 ff. entschieden 
hat, sind in den Fällen, in denen zur Durchführung der vom Gericht als notwendig erachteten 
Beweismassnahme an sich eine Rückweisung in Frage käme, eine solche indessen mit Blick 
auf die Wahrung der Verfahrensfairness entfällt, die Kosten der durch das Gericht in Auftrag 
gegebenen MEDAS-Begutachtung den IV-Stellen aufzuerlegen. Dies sei, so das Bundesgericht 
weiter, mit der zitierten Bestimmung von Art. 45 Abs. 1 ATSG durchaus vereinbar (vgl. BGE 137 
V 265 f. E. 4.4.2). In BGE 138 V 318 ff. hat das Bundesgericht diese Rechtsprechung auch auf 
das unfallversicherungsrechtliche Verfahren für anwendbar erklärt (vgl. neuerdings auch Urteil 
des Bundesgerichts vom 6. Juni 2013, 8C_984/2012, E. 4). Vorliegend war das Gericht anläss-
lich seiner ersten Urteilsberatung vom 8. März 2012 zum Ergebnis gelangt, dass ein Entscheid 
in der Angelegenheit gestützt auf die damals vorhandene Aktenlage nicht möglich war. Für eine 
abschliessende Beurteilung der strittigen Kausalitätsfrage waren das in der Folge eingeholte 
Gerichtsgutachten des Kantonsspitals D.____ sowie dessen ergänzende Stellungnahme des-
halb unerlässlich. Im Lichte der geschilderten bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind die 
resultierenden Kosten, welche sich gemäss Rechnung des Kantonsspitals D.____ vom 
21. Dezember 2012 auf Fr. 2'000.--  belaufen, somit der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.  
 

6.2 Dem obsiegenden Beschwerdeführer steht schliesslich eine Parteientschädigung zu. 
Der eingereichten Honorarnote vom 3. April 2013 zufolge beläuft sich der geltend gemachte 
Aufwand für das vorliegende Beschwerdeverfahren ohne die Bemühungen, welche auf den 
Kontakt des Rechtsvertreters mit der Rechtsschutzversicherung des Beschwerdeführers zu-
rückzuführen sind, auf 18,9 Stunden. Dieser Aufwand erscheint angesichts der mehrfach not-
wendigen Stellungnahmen als angemessen. Es ergibt sich demnach eine Parteientschädigung 
zu Lasten der Beschwerdegegnerin in der Höhe von insgesamt Fr. 5'233.05 (18,9 Stunden à 
Fr. 250.-- zuzüglich Spesen in der Höhe von Fr. 120.40  und 8 % Mehrwertsteuer). 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. In Gutheissung der Beschwerde werden der Einspracheentscheid der 
Helsana Unfall AG vom 24. November 2011 sowie deren Verfügung vom 
10. März 2011 aufgehoben und die Helsana Unfall AG wird verpflichtet, 
dem Beschwerdeführer die gesetzlichen Leistungen über den 
31. Dezember 2010 hinaus bis auf weiteres zu erbringen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die Kosten für die gerichtliche Begutachtung im Umfang von Fr. 2'000.-- 
werden der Helsana Unfall AG auferlegt. 

 4. Die Helsana Unfall AG hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädi-
gung im Umfang von Fr. 5'233.05 (inkl. Auslagen und 8 % Mehr-
wertsteuer) zu bezahlen. 

 
 
Gegen diesen Entscheid wurde am 14. August 2013 Beschwerde beim Bundesgericht (siehe 
nach Vorliegen des Urteils: Verfahren-Nr. 8C_555/2013) erhoben. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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