# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 91b5192e-9c78-509b-9e49-d791d9d4ba45
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-04-07
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 07.04.2010 E-1805/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-1805-2010_2010-04-07.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-1805/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  7 .  A p r i l  2 0 1 0

Einzelrichterin Regula Schenker Senn, 
mit Zustimmung von Richter Kurt Gysi;
Gerichtsschreiber Rudolf Raemy.

A._______
Georgien,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin); 
Verfügung des BFM vom 8. März 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-1805/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge sein Heimatland 
Georgien im Jahre 2005 verliess und nach Aufenthalten in der Ukraine, 
der Slowakei und in Österreich am 3. September 2009 in die Schweiz 
einreiste, wo er gleichentags um Asyl nachsuchte,

dass er zur Begründung seines Asylgesuchs anlässlich der Befragung 
im Empfangs- und Verfahrenszentrum (...) vom 14. September 2009 im 
Wesentlichen geltend machte, er habe sein Heimatland verlassen, weil 
dort Krieg herrsche zwischen den Osseten und den Georgiern,

dass die Bojewiken versucht hätten, ihn zur Teilnahme an den Kämp-
fen zu zwingen, er sich indessen stets geweigert habe,

dass  er  im  Übrigen  weder  mit  den  Behörden  noch  anderen 
Organisationen Probleme gehabt habe,

dass er sich über vier Jahre lang in Österreich aufgehalten und dort  
um Asyl ersucht habe,

dass sein Asylverfahren in Österreich abgeschlossen sei, und er dort  
dreimal in Abschiebungshaft gewesen sei,

dass er dreimal in Hungerstreik getreten sei und danach wieder "die 
weisse Karte" erhalten habe,

dass zum Schluss sein Asylverfahren "gesperrt" worden sei, so dass 
er Österreich verlassen habe,

dass das BFM dem Beschwerdeführer anlässlich der Befragung vom 
14. September  2009  das  rechtliche  Gehör  zum  Ergebnis  eines 
Fingerabdruckabgleichs in der EURODAC Datenbank und zu einer all -
fälligen Wegweisung nach Österreich oder in die Slowakei gewährte,

dass der Beschwerdeführer dazu anführte, er bekomme in Österreich 
kein Asyl und werde wieder in Ausschaffungshaft genommen,

dass er dann erneut in Hungerstreik treten müsse, was er aber nicht 
mehr könne, da er gesundheitlich angeschlagen sei,

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dass er nie in der Slowakei gewesen sei und nicht wisse, weshalb er  
dorthin weggewiesen werden solle,

dass das BFM mit Verfügung vom 8. März 2010 - gemäss Angabe des 
Beschwerdeführers  eröffnet  am 15. März  2010  -  in  Anwendung  von 
Art. 34  Abs. 2  Bst. d  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni 1998  (AsylG, 
SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat und den Beschwerdefüh-
rer nach Österreich wegwies,

dass das BFM den Beschwerdeführer aufforderte, die Schweiz spätes-
tens am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist  zu verlassen und fest-
hielt, einer Beschwerde gegen diese Verfügung komme keine aufschie-
bende Wirkung zu,

dass  das  BFM  zur  Begründung  seiner  Verfügung  anführte,  der  Be-
schwerdeführer  habe  anlässlich  der  Anhörung  vom  14. September 
2009 zu Protokoll gegeben, dass er die letzten vier Jahre und vier oder 
fünf Monate ununterbrochen in Österreich gelebt und dort zweimal um 
Asyl ersucht habe,

dass er  zuletzt  in  B._______ (Vorarlberg)  gelebt  habe,  von dort  am 
3. September 2009 mit dem Bus nach Bregenz gelangt und weiter mit  
dem Zug illegal in die Schweiz gereist sei,

dass zudem zwei Eurodac-Treffer vom 26. April 2005 und vom 18. Juli 
2008 in Österreich vorliegen würden,

dass Österreich gestützt auf die einschlägigen internationalen Abkom-
men für die Durchführung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens zu-
ständig  sei  (namentlich  das  Abkommen  vom 26. Oktober  2004  zwi-
schen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Europäischen 
Gemeinschaft  über  die  Kriterien  und Verfahren zur  Bestimmung des 
zuständigen Staates für die Prüfung eines in einem Mitgliedstaat oder 
in der Schweiz gestellten Asylantrags [Dublin-Assoziierungsabkommen 
{DAA}, SR 0.142.392.68] sowie die Verordnung [EG] Nr. 343/2003 des 
Rates  vom 18. Februar  2003  zur  Festlegung  der  Kriterien  und  Ver-
fahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines 
von  einem  Drittstaatsangehörigen  in  einem  Mitgliedstaat  gestellten 
Asylantrags  zuständig  ist  [Dublin  II-VO]  und  die  Verordnung  [EG] 
Nr. 1560/2003 der Kommission vom 2. September 2003 mit Durchfüh-
rungsbestimmungen  zur  Verordnung  [EG]  Nr.  343/2003  des  Rates 
[DVO Dublin]),

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dass  Österreich  am  17. Dezember  2009  einer  Übernahme  des  Be-
schwerdeführers zugestimmt habe, und diese – vorbehältlich einer all-
fälligen  Unterbrechung  oder  Verlängerung –  bis  spätestens  am 
17. Juni 2010 zu erfolgen habe,

dass in Bezug auf die Aussagen des Beschwerdeführers zu einer all -
fälligen  Wegweisung  nach  Österreich  festzuhalten  sei,  dass   Öster-
reich seinen aus der FK und der EMRK erwachsenen Verpflichtungen 
nachkomme,  und  der  Beschwerdeführer  auch  nicht  damit  rechnen 
müsse, von dort aus in einen möglichen Verfolgerstaat zurückgeschickt 
zu werden, wenn er eine entsprechende Gefährdung geltend mache,

dass der Vollzug der Wegweisung nach Österreich zulässig, zumutbar 
und möglich sei,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 22. März 2010 gegen die 
vorinstanzliche  Verfügung  vom  8.  März  2010  beim  Bundesver-
waltungsgericht Beschwerde erhob und deren Aufhebung  beantragte,

dass  sein  Asylgesuch  materiell  zu  prüfen  und  deshalb  zur 
Neubeurteilung  und  zur  weiteren  Abklärung  an  die  Vorinstanz  zu-
rückzuweisen sei,

dass ihm die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren sei,

dass die aufschiebende Wirkung der Beschwerde wiederherzustellen 
sei,

dass die zuständige fremdenpolizeiliche Behörde anzuweisen sei, sei-
ne  Wegweisung  nach  Österreich  bis  zum  definitiven  Entscheid  des 
Bundesverwaltungsgerichts nicht zu vollziehen,

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Verfügung vom 23. März 2010 
(per  Telefax)  den  Vollzug  der  Wegweisung  gestützt  auf  Art. 56  des 
Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfah-
ren (VwVG, SR 172.021) vorsorglich aussetzte,

dass die vorinstanzlichen Akten am 23. März 2010 per  Telefax beim 
Bundesverwaltungsgericht eingingen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

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dass  das  Bundesverwaltungsgericht  mit  Zwischenverfügung  vom 
25. März  2010  den  Beschwerdeführer  zur  Beschwerdeverbesserung 
aufforderte, welche er am 29. März 2010 fristgerecht einreichte,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m. Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d  Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung eines zweiten Richters entschie-
den wird (Art. 111 Bst. e AsylG), und es sich vorliegend, wie nachfol-
gend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeent-
scheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

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dass sich die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintretensent-
scheid  als  unrechtmässig  erachtet –  einer  selbständigen  materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Entscheidun-
gen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
[EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde im Wesentlichen die 
Zuständigkeit  Österreichs  in  Frage  stellt  und  sich  diesbezüglich  auf 
zwei Bestimmungen des "Dubliner Übereinkommens" stützt,

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asyl -
suchende in einen Drittstaat ausreisen können, welcher für die Durch-
führung  des  Asyl-  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich  zu-
ständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG),

dass sich aufgrund der Akten ergibt,  dass der Beschwerdeführer am 
26. April 2005 und am 18. Juli 2008 von den österreichischen Behör-
den daktyloskopisch erfasst wurde,

dass bei dieser Sachlage das BFM zu Recht feststellte, Österreich sei  
gestützt  auf  das DAA und die Dublin  II-VO für  die  Überprüfung des 
Asylantrags des Beschwerdeführers zuständig,

dass Österreich von den Schweizer Behörden am 16. Dezember 2009 
um  Rückübernahme  des  Beschwerdeführers  gestützt  auf  Art. 16 
Abs. 1 Bst. e Dublin II-VO ersucht wurde,

dass  die  österreichischen  Behörden  am  17. Dezember  2009  einer 
Übernahme des Beschwerdeführers zugestimmt haben,

dass zu den Vorbringen des Beschwerdeführers,  welche sich gegen 
die Zuständigkeit Österreichs richten, folgendes festzuhalten ist,

dass es sich beim vom Beschwerdeführer erwähnten "Dubliner Über-
einkommen" gestützt auf den Inhalt der von ihm zitierten Bestimmun-
gen um die Dublin II-VO handeln dürfte,

dass  jedoch  die  beiden  vom  Beschwerdeführer  angeführten 
Bestimmungen (Artikel 3 (7) und Artikel 5 beziehungsweise Artikel 6) 
in der zitierten Form nicht existieren,

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dass  es  sich  –  gestützt  auf  den  Inhalt  der  Zitate  des  Be-
schwerdeführers – um die Art. 4 Absatz 5 und Art. 10 Absatz 1 Dublin 
II-VO handeln dürfte,

dass  jedoch  die  beiden  Artikel  vorliegend  keine  Anwendung finden, 
weil  die  darin  geregelten  Konstellationen  nicht  identisch  sind  mit 
derjenigen im vorliegenden Verfahren,

dass somit die Vorbringen des Beschwerdeführers offensichtlich nicht 
gegen eine Zuständigkeit Österreichs zu sprechen vermögen,

dass  selbst,  wenn  das  Asylverfahren  des  Beschwerdeführers  in 
Österreich bereits rechtskräftig abgewiesen sein sollte, und er deshalb 
eventuell  kein  Anrecht  mehr  auf  Unterbringung  oder  weitergehende 
staatliche  oder  nichtstaatliche  Unterstützung  in  Österreich  haben 
sollte, Italien gemäss Art. 16 Abs. 2 Bst. e Dublin II-VO weiterhin für 
das  Verfahren  des  Beschwerdeführers  (bis  zu  einem  allfälligen 
Wegweisungsvollzug,  Art.  16  Abs.  4  Dublin  II-VO  sowie 
CHRISTIANFILZWIESER/ANDREA SPRUNG,  Dublin  II-Verordnung,  3.,  überarb. 
Aufl., Wien/Graz 2010, K25 zu Art. 16 Abs. 4) zuständig ist,

dass  Österreich unter  anderem  Signatarstaat  des  Abkommens  vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  (FK, 
SR 0.142.30), der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der 
Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  (EMRK,  SR 0.101)  und  des 
Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter oder andere 
grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe 
(FoK,  SR 0.105)  ist,  und  keine  konkreten  Hinweise  dafür  bestehen, 
dieses  Land  werde  sich  im  vorliegenden  Fall  nicht  an  die  aus  den 
Übereinkommen resultierenden Verpflichtungen halten,

dass unter diesen Umständen keine konkreten Anhaltspunkte ersicht-
lich sind, wonach der Beschwerdeführer im Falle einer Rückkehr nach 
Österreich dort in eine existenzielle Notlage geraten würde,

dass  das  BFM  somit  in  Anwendung  von  Art. Art. 34  Abs. 2  Bst.  d 
AsylG zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein-
getreten ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat  (Art. 44  Abs. 1 AsylG),  vorliegend der  Kanton keine Aufenthalts-

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bewilligung  erteilt  hat  und  zudem kein  Anspruch auf  Erteilung einer 
solchen  besteht  (vgl.  EMARK  2001  Nr. 21),  weshalb  die  verfügte 
Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen  steht 
und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass  im  Rahmen  des  Dublin-Verfahrens,  bei  dem  es  sich  um  ein 
Überstellungsverfahren in  den für  die Prüfung des Asylgesuches zu-
ständigen Staat  handelt,  systembedingt  kein Raum bleibt  für  Ersatz-
massnahmen im Sinne von Art. 44 Abs. 2 AsylG i.v.m. Art. 83 Abs. 1 
des  Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Auslän-
derinnen  und  Ausländer  [AuG,  SR  142.20]),  sondern  eine  entspre-
chende  Prüfung  soweit  notwendig  vielmehr  bereits  im  Rahmen  des 
Dublin-Verfahrens vorzunehmen ist (vgl. vorgehende Erwägungen),

dass  in  diesem  Sinne  die  Vorinstanz  den  Vollzug  der  Wegweisung 
nach Österreich zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich erkannt 
hat, und der angeordnete Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass mit  dem vorliegenden Entscheid in  der Hauptsache der Antrag 
auf Gewährung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde gegen-
standslos wird,

dass sich die Rechtsbegehren aufgrund vorstehender Erwägungen als 
aussichtslos erweisen,  weshalb das Gesuch um Gewährung der  un-
entgeltlichen Rechtspflege (Art. 65 Abs. 1 VwVG) abzuweisen und bei 
diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.− (Art. 1-3 des 
Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigun-
gen vor dem Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, SR 173.320.2])  dem 
Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss 
Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.–  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die kanto-
nale Migrationsbehörde.

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Regula Schenker Senn Rudolf Raemy

Versand:

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