# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ce559736-d315-51cc-adf3-2081f66f677e
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-03-21
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 21.03.2013 SB120441
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB120441_2013-03-21.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: SB120441-O/U4/eh 
 
 
 
Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. R. Naef, Präsident, und lic. iur. M. Langmeier, 

Oberrichterin lic. iur. Ch. von Moos sowie der Gerichtsschreiber 

lic. iur. M. Hauser 

Urteil vom 21. März 2013 

 
in Sachen 

 
1. … 

2. … 

3. A._____,  
4. … 

5. …  

Beschuldigte und Berufungskläger  

 

3.  verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 
gegen 

 
Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich,  
vertreten durch Staatsanwalt lic. iur. M. Scherrer,  

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

betreffend Raufhandel 

 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Winterthur, Einzelgericht,  
vom 21. Juni 2012 (GG110033) 
 

-   2   - 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 10. Juni 

2011 ist diesem Urteil beigeheftet (Urk. 24). 

 

Entscheid der Vorinstanz: 
(Urk. 70) 

"Es wird erkannt: 

1. a) Der Beschuldigte B._____ ist schuldig des Raufhandels im Sinne von  

Art. 133 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 16 Abs. 1 StGB. 

b) Der Beschuldigte C._____ ist schuldig des Raufhandels im Sinne von  

Art. 133 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 16 Abs. 1 StGB. 

c) Der Beschuldigte A._____ ist schuldig des Raufhandels im Sinne von  

Art. 133 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 16 Abs. 1 StGB . 

d) Der Beschuldigte D._____ ist schuldig des Raufhandels im Sinne von  

Art. 133 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 16 Abs. 1 StGB. 

e) Der Beschuldigte E._____ ist schuldig des Raufhandels im Sinne von  

Art. 133 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 16 Abs. 1 StGB. 

2. a) Der Beschuldigte B._____ wird bestraft mit einer Geldstrafe von 70 Tagessätzen zu 

Fr. 70.–, wovon 28 Tagessätze als durch Haft geleistet gelten. 

b) Der Beschuldigte C._____ wird bestraft mit einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen à 

Fr. 45.–, wovon 28 Tagessätze als durch Haft geleistet gelten, als Zusatzstrafe zu der 

mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Bischofszell vom 18. August 2011 ausgefällten 

Strafe. 

c) Der Beschuldigte A._____ wird bestraft mit einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen à  

Fr. 35.–, wovon 28 Tagessätze als durch Haft geleistet gelten. 

d) Der Beschuldigte D._____ wird bestraft mit einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen à 

Fr. 200.–, wovon 28 Tagessätze als durch Haft geleistet gelten. 

-   3   - 

e) Der Beschuldigte E._____ wird bestraft mit einer Geldstrafe von 70 Tagessätzen à Fr. 

30.–, wovon 28 Tagessätze als durch Haft geleistet gelten, als Zusatzstrafe zu der mit 

Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Kreuzlingen vom 30. September 2011 ausgefällten 

Strafe. 

3. a) Der Vollzug der Geldstrafe des Beschuldigten B._____ wird aufgeschoben und die 

Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt. 

b) Der Vollzug der Geldstrafe des Beschuldigten C._____ wird aufgeschoben und die 

Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt. 

c) Der Vollzug der Geldstrafe des Beschuldigten A._____ wird aufgeschoben und die 

Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt. 

d) Der Vollzug der Geldstrafe des Beschuldigten D._____ wird aufgeschoben und die 

Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt. 

e) Der Vollzug der Geldstrafe des Beschuldigten E._____ wird aufgeschoben und die 

Probezeit auf 3 Jahre festgesetzt. 

4. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf: 

Fr. 5'000.–; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 5'000.– Gebühr Anklagebehörde (Art. 374 StPO, § 4 GebStrV; 

jeweils Fr. 1'000.–) 

Fr. 817.75 Untersuchungskosten betreffend B._____ 

Fr. 3'287.35 Kosten amtliche Verteidigung B._____ 

Fr.       Kosten amtliche Verteidigung B._____ (ausstehend) 

Fr. 451.40 Kosten amtliche Verteidigung C._____ 

Fr. 543.40 Kosten amtliche Verteidigung A._____ 

Fr. 1'254.50 Kosten amtliche Verteidigung E._____ 

  Total 

 Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten. 

5. a) Die Entscheidgebühr wird den Beschuldigten 1-5 unter solidarischer Haftung zu  

gleichen Teilen auferlegt. 

-   4   - 

b) Die Gebühr der Anklagebehörde im Umfang von Fr. 1'000.–, die Untersuchungs-

kosten von Fr. 817.75 sowie die Kosten für die amtliche Verteidigung für den  

Beschuldigten B._____ von derzeit Fr. 3'287.35 werden dem Beschuldigten B._____ 

auferlegt, die Kosten der amtlichen Verteidigung indessen einstweilen auf die 

Gerichtskasse genommen. Art. 135 Abs. 4 StPO bleibt vorbehalten. 

c) Die Gebühr der Anklagebehörde im Umfang von Fr. 1'000.– sowie die Kosten für die 

amtliche Verteidigung für C._____ von Fr. 451.40 werden dem Beschuldigten  

C._____ auferlegt, die Kosten der amtlichen Verteidigung indessen einstweilen auf 

die Gerichtskasse genommen. Art. 135 Abs. 4 StPO bleibt vorbehalten. 

d) Die Gebühr der Anklagebehörde im Umfang von Fr. 1'000.– sowie die Kosten für die 

amtliche Verteidigung für A._____ von Fr. 543.40 werden dem Beschuldigten 

A._____ auferlegt, die Kosten der amtlichen Verteidigung indessen einstweilen auf 

die Gerichtskasse genommen. Art. 135 Abs. 4 StPO bleibt vorbehalten. 

e) Die Gebühr der Anklagebehörde wird im Umfang von Fr. 1'000.– dem Beschuldigten 

D._____ auferlegt. 

f) Die Gebühr der Anklagebehörde im Umfang von Fr. 1'000.– sowie die Kosten für die 

amtliche Verteidigung für E._____ von Fr. 1'254.50 werden dem Beschuldigten 

E._____ auferlegt, die Kosten der amtlichen Verteidigung indessen einstweilen auf 

die Gerichtskasse genommen. Art. 135 Abs. 4 StPO bleibt vorbehalten. 

6. (Mitteilungen) 

7. (Rechtsmittelbelehrung)" 

Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten: 

 (Urk. 115 S. 2) 

8. Das mit der Berufung angefochtene Urteil des Bezirksgerichts  

Winterthur vom 21. Juni 2012 (GG110033) sei in Bezug auf den  

Beschuldigten Nr. 3, Herrn A._____, aufzugeben. 

9. Der Beschuldigte sei vom Vorwurf des Raufhandels im Sinne von  

Art. 133 Abs. 2 StGB von Schuld und Strafe freizusprechen. 

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10. Der Beschuldigte sei für die ihm entstandenen Kosten und Umtriebe 

vollumfänglich zu entschädigen. 

11. Es sei ihm eine Genugtuung in Höhe von Fr. 4'000.– zuzusprechen. 

12. Die Kosten der Untersuchung und der gerichtlichen Verfahren seien 

auf die Staatskasse zu nehmen. 

 

b) Der Staatsanwaltschaft: 

(Urk. 91) 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils. 

Erwägungen: 

1. Prozessgeschichte 

1.1. Mit vorinstanzlichem Urteil vom 21. Juni 2012 wurden die fünf 

Beschuldigten B._____, C._____, A._____, D._____ und E._____ je des 

Raufhandels im Sinne von Art. 133 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 16 Abs. 1 

StGB schuldig gesprochen und mit bedingten Geldstrafen von 70 (B._____ und 

E._____) bzw. 90 Tagessätzen (C._____ und A._____ sowie D._____) bestraft, 

unter anteilsmässiger Auflage der Verfahrenskosten. Im Einzelnen kann der Inhalt 

des Urteils dem vorstehend wiedergegebenen Dispositiv entnommen werden (vgl. 

Urk. 70 S. 49 ff.). 

1.2. Gegen dieses Urteil liessen alle Beschuldigten ihre Verteidiger fristgerecht 

Berufung anmelden (Urk. 58 bis 62). Eine Berufungserklärung reichten in der 

Folge - je ebenfalls fristgerecht - aber nur der erbetene Verteidiger von E._____ 

(Urk. 72), die amtliche Verteidigerin von B._____ (Urk. 74) und der erbetene 

Verteidiger von A._____ (Urk. 76) ein. Mit Beschlüssen vom 7. November 2012 

wurde deshalb auf die Berufungen von C._____ und D._____ je unter Kostenfolge 

nicht eingetreten (Urk. 88 und 89). Gleichentags wurden auch die drei 

Berufungserklärungen in Anwendung von Art. 400 Abs. 2 und 3 StPO den 

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jeweiligen Gegenparteien übermittelt, um gegebenenfalls Anschlussberufung zu 

erheben oder Nichteintreten auf die Berufung zu beantragen. Die im Verfahren 

verbliebenen Beschuldigten wurden zudem aufgefordert, zu ihren wirtschaftlichen 

Verhältnissen verschiedene Auskünfte zu erteilen und durch Unterlagen zu 

belegen (Urk. 86). 

1.3. Am 12. November 2012 teilte die Staatsanwaltschaft mit, auf die Erhebung 

einer Anschlussberufung zu verzichten und die Bestätigung des vorinstanzlichen 

Urteils zu beantragen (Urk. 91). Unterm 15. November 2012 gingen verschiedene 

Unterlagen zu den finanziellen Verhältnissen von A._____ ein (Urk. 92; Urk. 94) 

und am 13. Dezember 2012 folgten jene von B._____ (Urk. 99; Urk. 101). 

1.4. Am 29. November 2012 liess E._____ seine Berufung zurückziehen  

(Urk. 97). Mit Präsidialverfügung vom 17. Dezember 2012 wurde deshalb das 

Verfahren insoweit und unter entsprechender Kostenfolge als erledigt 

abgeschrieben (Urk. 102). 

1.5. Sodann liess der Beschuldigte B._____ am 19. März 2013 seine Berufung 

zurückziehen (Urk. 109). Mit Beschluss vom heutigen Datum wurde das 

Verfahren insoweit und unter entsprechender Kostenfolge abgeschrieben (Urk. 

113). 

1.6. Zu Beginn der heutigen Berufungsverhandlung, zu welcher der 

Beschuldigte A._____ und sein erbetener Verteidiger Rechtsanwalt lic. iur. 

X._____  

erschienen sind, waren weder Vorfragen zu entscheiden noch Beweise 

abzunehmen (Prot. II S. 14 f.). Das vorliegende Urteil erging im Anschluss an die  

Berufungsverhandlung (Prot. II S. 16 ff.). 

2. Umfang der Berufung 

Angesichts der vorstehend dargestellten Verfahrensentwicklung bleibt 

ausschliesslich die Berufung des Beschuldigten A._____ zu beurteilen. Er lässt 

das erstinstanzliche Urteil vollumfänglich anfechten und einen Freispruch 

beantragen (Urk. 76 bzw. 115). Berufungsgegenstand bilden somit die 

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vorinstanzlichen Dispositivziffern 1c (Schuldspruch A._____), 2c (Sanktion 

A._____), 3c (Vollzug der Sanktion A._____), 5a und d (Kostenverlegung, soweit 

A._____ betreffend). Im restlichen Umfang ist das Urteil in Rechtskraft erwachsen 

(Art. 399 Abs. 3 StPO in Verbindung mit Art. 402 und 437 StPO), was vorab 

vorzumerken ist. 

3. Objektive Strafbarkeitsbedingung (Körperverletzung F._____) 

3.1. Im Sinne einer objektiven Strafbarkeitsbedingung ist Voraussetzung für 

eine Verurteilung wegen Raufhandels im Sinne von Art. 133 Abs. 1 StGB, dass 

bei der Auseinandersetzung mindestens eine der beteiligten Personen zumindest 

eine (einfache) Körperverletzung im Sinne von Art. 123 StGB erleidet (vgl. dazu 

die Vorinstanz in Urk. 70 S. 29 f.). Nachdem der Eintritt dieser Bedingung 

zumindest noch vor Vorinstanz von den Beschuldigten bestritten wurde (Urk. 56/1 

S. 4;  

Urk. 56/3 S. 4; Urk. 56/6 S. 2-5; Urk. 56/9 S. 4; Prot. I S. 14), ist vorab darauf 

einzugehen. 

3.2. Der Geschädigte F._____ begab sich am Tattag, dem 9. Oktober 2010, ins 

Spital G._____ und wurde dort während 24 Stunden neurologisch überwacht. Es 

wurde ein leichtes Schädel-Hirn-Trauma sowie eine Thoraxkontusion links  

diagnostiziert. Nach der neurologischen Überwachung konnte F._____ in gutem 

Allgemeinzustand und unter Mitgabe von Schmerzmitteln für den Bedarfsfall nach 

Hause entlassen werden (Urk. 1 Anhang 1 und 2). Am 10. Oktober 2010 wurde 

F._____ sodann verhaftet (im Rahmen einer dem vorliegend zu beurteilenden 

Geschehen folgenden Auseinandersetzung hatte er B._____ mit einem Messer 

verletzt; separates Verfahren: Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich, II. 

Strafkammer, vom 8. Juni 2012, SB120081), und es wurden seine Verletzungen 

fotografisch dokumentiert. Auf den entsprechenden Bildern sind insbesondere 

erhebliche Schürfungen und Blutergüsse an der linken Stirn sowie am linken 

Arm/Ellbogen sichtbar (Urk. 6/4 S. 1; Urk. 1 S. 4 und Anhang 3). Gemäss den 

Feststellungen des befragenden Polizeibeamten wies der Beschuldigte sodann 

offenbar auch Schürfungen/Prellungen an den Beinen auf (Urk. 6/4 S. 2). 

-   8   - 

3.3. Der Verteidiger von A._____ erachtete als nicht erstellt, wann sich F._____ 

die fotografisch dokumentierten Verletzungen zugezogen hat. Es sei darum "in 

dubio pro reo" davon auszugehen, dass diese Verletzungen bereits vor dem 

Eingreifen von A._____ bestanden hätten und die nachher erfolgten Schläge nur 

noch Tätlichkeiten gewesen seien (Urk. 56/9 S. 4). 

3.4. Anlässlich der vorinstanzlichen Hauptverhandlung sagten alle fünf 

Beschuldigten aus, bei F._____ am zur Diskussion stehenden Abend keine Ver-

letzungen gesehen zu haben (Urk. 56/1 S. 4; Urk. 56/2 S. 4; Urk. 56/3 S. 4;  

Urk. 56/4 S. 4; Urk. 56/5 S. 4). Diese Aussagen sind allerdings - nicht nur wegen 

der offensichtlichen Interessenlage - mit einem grossen Vorbehalt zu versehen; 

immerhin hatten nämlich die Beschuldigten in der Untersuchung 

grossmehrheitlich noch anderslautend ausgesagt: So räumte E._____ in der 

polizeilichen Befragung vom 17. November 2010 ein, die fotografierten 

Verletzungen von F._____ müssten entstanden sein, als man diesen zu Boden 

gedrückt habe; die Schürfungen ergäben sich so, wenn man auf dem Teer 

schürfe (Urk. 4/1 S. 7). In der gleichentags erfolgten Hafteinvernahme anerkannte 

E._____, F._____ "die Faust gegeben" zu haben; zu dessen fotografierten 

Verletzungen denke er, dass diese durch die anderen von der Security gemacht 

worden seien (Urk. 4/2 S. 2). B._____ blieb über das ganze Verfahren hinweg bei 

seiner grundsätzlichen Aussage, bei F._____ an jenem Abend keine 

Verletzungen gesehen zu haben. Auf Vorhalt der Videoaufzeichnung des 

Geschehens und der fotografisch dokumentierten Verletzungen von F._____ 

relativierte er dann aber in der polizeilichen Befragung vom 16. November 2010 

immerhin, er könne nicht sagen, ob F._____ diese Verletzungen von jenem 

Abend habe (Urk. 4/5 S. 7), und er anerkannte, dass die von der 

Überwachungskamera aufgenommene Vorgehensweise die bei F._____ 

festgestellten Verletzungen zur Folge haben könne. Er denke aber nicht, dass er 

diese Verletzungen mitverursacht habe, konnte es aber auch nicht definitiv 

ausschliessen (Urk. 4/5 S. 10). Ähnlich sagte er in der gleichentags 

durchgeführten Hafteinvernahme aus (Urk. 4/6 S. 2). C._____ räumte in der 

Untersuchung ein, sie - also alle Beschuldigten, welche B._____ zu Hilfe 

gekommen seien -, hätten F._____ die Verletzungen zugefügt (Urk. 4/8 S. 2). Und 

-   9   - 

D._____ anerkannte in der Hafteinvernahme vom 16. November 2010 

schliesslich, sie hätten F._____ "wohl etwas brutal auf dem Boden fixiert". Das 

schliesse er daraus, weil dieser auf den Fotos Kratzer im Gesicht habe (Urk. 4/12 

S. 2, 3). 

3.5. Vor dem Eingang des Clubs "H._____" war eine Überwachungskamera 

angebracht, welche den eingeklagten Vorfall aufzeichnete. Insgesamt ist die  

Szene recht gut zu sehen, auch wenn teilweise Personen die Sicht auf das  

Geschehen verdecken und sich dieses ab dem Zeitpunkt, in welchem F._____ am 

Boden fixiert ist, zur Hälfte ausserhalb des Kamerabereichs abspielt (Urk. 3). 

Wenn man nun diese Bilder betrachtet, ist mit der Vorinstanz auszuschliessen, 

dass F._____ die Auseinandersetzung überstanden haben könnte, ohne 

zumindest einen grossen Teil der fotografisch dokumentierten Verletzungen 

erlitten zu haben (Urk. 70 S. 27/28). Das Ganze spielt sich - durch F._____ initiiert 

- sehr aggressiv und temporeich ab: Nach dem unvermittelten Angriff von F._____ 

auf B._____ reagiert dieser umgehend und die beiden gehen in einem höchst 

dynamischen, schnellen Geschehen sich gegenseitig haltend/umklammernd zu 

Boden. Dabei gewinnt F._____ vorübergehend die Oberhand, wird dann aber 

durch C._____ und A._____ (insbesondere durch den "Nasengriff" des letzteren, 

vgl. Urk. 4/15 S. 1, 2; Urk. 4/16 S. 3; Urk. 56/3 S. 4) nach hinten weggezerrt, und 

die drei Männer gehen ihrerseits zu Boden. Sehr aggressiv stürzt sich B._____ 

ebenfalls wieder darauf bzw. "hängt" sich den Fallenden "an" und schlägt dabei 

zweimal mit der Faust auf F._____ ein. Danach liegen/kauern die Beschuldigten 

(ausser E._____) auf F._____ und sichtbar ist, dass B._____ diesem mit dem 

Knie mindestens zwei Stösse versetzt. Wie dies letztlich im Verlauf der 

Untersuchung grossmehrheitlich auch die Beschuldigten eingeräumt haben, 

stimmen damit die in Urk. 1 Anhang 3 fotografisch festgehaltenen Verletzungen 

von F._____ absolut zwanglos mit dem filmisch festgehaltenen Geschehen 

überein. Insbesondere die verschiedenen Schürfwunden sind schon nahezu 

zwingend dabei entstanden, als F._____ mit den Beschuldigten - mehrfach - auf 

dem asphaltierten Boden aufschlug, dortselbst fixiert sowie verschiedene Male 

geschlagen wurde. Zwar ist möglich, dass F._____ einen Teil der Blessuren 

anlässlich des zweiten Aufeinandertreffens mit B._____ erlitten haben könnte. Mit 

-   10   - 

der Vorinstanz ist dazu aber festzuhalten, dass gemäss den eigenen Aussagen 

des letzteren sich dessen Einwirkungen auf F._____ anlässlich dieses zweiten 

Geschehens in einem sehr moderaten Rahmen gehalten hätten (Urk. 70 S. 28): In 

der polizeilichen Einvernahme im Spital am 12. Oktober 2010 sprach er von 

einem Schlagabtausch, der nicht länger als ca. 10 Sekunden gedauert habe (Urk. 

4/4 S. 3/4). In der Einvernahme vom 16. Oktober 2010 sagte B._____ aus, er sei 

beim zweiten Vorfall von F._____ angegriffen worden und habe sich lediglich 

gewehrt und geschützt; aktiv geschlagen habe er ihn dagegen nie. Er könne nicht 

sagen, ob sich dieser dabei verletzt habe (Urk. 4/5 S. 4). Später räumte er dann 

ein, es sei möglich, dass er auf F._____ eingeschlagen habe; sie hätten sich 

gegenseitig geprügelt. B._____ wiederholte aber, dass das Ganze nur wenige 

Sekunden gedauert habe (Urk. 4/5 S. 9). Gleich sagte er auch in der 

Hafteinvernahme vom 16. November 2010 aus (Urk. 4/6 S. 3). Anlässlich eines so 

kurzen Geschehens, bei welchem sich die Handlungen von B._____ gemäss 

dessen eigenen Aussagen auf einige abwehrende Schläge innert weniger 

Sekunden beschränkt haben, können die dokumentierten Verletzungen von 

F._____ nicht entstanden sein - schon gar nicht die typischerweise mit Stürzen 

auf den Asphalt verbundenen Schürfwunden an Kopf und Ellbogen. 

3.6. Es steht damit zweifelsfrei fest, dass F._____ zumindest den grossen Teil 

der in Urk. 1 Anhang 3 ersichtlichen Verletzungen beim zur Anklage gebrachten 

Geschehen erlitten hat. 

3.7. Die Vorinstanz hat die Verletzungen F._____s als einfache Körper-

verletzung qualifiziert und die Auffassung der Verteidiger verworfen, es sei 

lediglich von Tätlichkeiten zu sprechen. Den entsprechenden Erwägungen ist 

vollumfänglich zuzustimmen. Die Vorinstanz hat die einschlägige Rechtsprechung 

richtig gewürdigt und die vorliegend gegebene Sachlage zutreffend verortet (Urk. 

70  

S. 30/31). Ergänzend können vergleichend auch die folgenden Urteile des  

Bundesgerichts herangezogen werden, in welchen jeweils das Vorliegen einer 

einfachen Körperverletzung bejaht wurde: 6S.386/2003 vom 18. Mai 2004 E. 3 

(harter Faustschlag ins Gesicht, Schmerzen, Schwindelgefühl), 6B_499/2008 vom 

-   11   - 

12. November 2008 E. 2.3 (Hodenkontusion), 6B_610/2011 vom 20. März 2012 

E. 2.4 (Kehlkopftrauma als Folge eines Schlags, Druckschmerzen, Schluck-

störungen, Blutauswurf und Atemnot), 6B_706/2011 vom 3. April 2012 E. 4.4.2 

(zwei Schläge mit der flachen Hand ins Gesicht, leichte Schwellung und Rötung 

des Gesichts, Schmerzen am Fortsatz des Schläfenbeins, Blutungen im 

Trommelfell, kleine Schleimhautplatzwunde an der Oberlippe). Auch vorliegend 

hatten nur schon die fotografisch dokumentierten Schürfungen und Prellungen 

mehr als eine bloss vorübergehende harmlose Störung des Wohlbefindens zur 

Folge, weshalb eine einfache Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 

1 StGB vorliegt. Damit kann auch offen bleiben, wann F._____ die im Spital 

diagnostizierte Hirnerschütterung und Brustkorbprellung erlitten hat. 

3.8. Mithin ist die objektive Strafbarkeitsbedingung gemäss Art. 133 StGB 

eingetreten und von daher eine Verurteilung von A._____ grundsätzlich möglich, 

wenn er sich denn tatbestandsmässig verhalten hat. Das ist im Folgenden zu  

prüfen. 

4. Sachverhalt/rechtliche Würdigung 

4.1. A._____ machte über das ganze Verfahren hinweg zu seinem persönlichen 

Tatbeitrag konstante und bestimmte Aussagen. Als er den Kampf zwischen 

B._____ und F._____ wahrgenommen habe und dazugetreten sei, habe er 

zunächst einen Kollegen von F._____ geheissen, Abstand zu nehmen, was dieser 

auch gemacht habe. F._____ sei auf B._____ gesessen und habe auf diesen 

eingeschlagen. Da sei er - A._____ - von hinten gekommen und habe F._____ mit 

einem Nasengriff von seinem Arbeitskollegen (B._____) weggenommen und zu 

Boden geführt. Neben F._____ liegend, habe er diesen sodann beruhigt und ihm 

gesagt, er solle aufhören. Beteiligt gewesen sei das ganze Security-Team - 

B._____, C._____, D._____ und er selbst -, was der "Abräumer" E._____ 

gemacht habe, wisse er nicht. Ebenso wisse er nicht, wer F._____ wo gehalten 

habe. Mit Bestimmtheit stellte A._____ aber in Abrede, F._____ geschlagen zu 

haben. Er habe diesen sicher nicht geschlagen, das müsse auch auf dem Video 

ersichtlich sein. Dass - den Zeugenaussagen entsprechend - "die Security" 

F._____ geschlagen habe, könne sein. Er selbst habe dies aber ganz sicher nicht 

-   12   - 

gemacht (Urk. 4/15 S. 1-3; Urk. 4/16 S. 3; Urk. 56/3 S. 4; Urk. 115 S. 6 ff.). In der 

vorinstanzlichen Hauptverhandlung darauf angesprochen, ob er sein Vorgehen 

gegen F._____ als angemessen bezeichne oder im Nachhinein der Auffassung 

sei, er hätte anders reagieren müssen, antwortete A._____, er wüsste nicht, was 

sie hätten anders machen können. Er habe sich viele Gedanken darüber gemacht 

und sei zu keinem Schluss gekommen. Er befinde sich in psychiatrischer 

Behandlung, weil er das alles nicht verstehe (Urk. 56/3 S. 4). 

Entsprechend lässt A._____ geltend machen, er habe durch sein professionelles 

und überlegtes Vorgehen verhindert, dass der Vorfall zu einer Massenschlägerei 

ausgeartet sei. Seine Aktion sei kurz und präzise und nicht unverhältnismässig 

gewesen; er habe geradezu exemplarisch F._____ vom darunter liegenden 

B._____ weggezogen und damit die Streitenden geschieden. Entsprechend habe 

er - wenn denn sein Eingreifen überhaupt im Sinne von Art. 133 StGB 

tatbestandsmässig sei - im Sinne von Art. 133 Abs. 2 StGB straflos zu bleiben. 

Jedenfalls aber würde ein Fall von Notwehrhilfe zugunsten von B._____ 

vorliegen, als Kollege und Security habe er geradezu eine Garantenstellung 

gehabt. Schliesslich sei er auch gegenüber seinem Arbeitgeber verpflichtet 

gewesen, Ruhe und Ordnung auf dem Privatgelände aufrecht zu erhalten (Urk. 

56/9 S. 3 ff.; vgl. auch Urk. 76 S. 2; ebenso Urk. 115 S. 8 ff.). 

4.2. Die Videoaufnahme bestätigt die Aussagen von A._____. So ist zu sehen, 

dass er - als einziger Security-Mitarbeiter mit Brille gut erkennbar - im Moment, 

als er die heftige Auseinandersetzung zwischen F._____ und B._____ 

wahrnimmt, sich sofort und als erster der Security-Kollegen von B._____ zum Ort 

des Geschehens begibt. Die ebenfalls beim Eingang stehenden C._____ (mit 

Glatze/kurzem Haar) und D._____ (als einziger mit einer Jacke mit der Aufschrift 

"Security") folgen dann allerdings sogleich, offensichtlich durch A._____ auf die 

Szene aufmerksam geworden. Hernach wird deutlich sichtbar, dass A._____ 

umsichtig und überlegt interveniert; im Gegensatz etwa zu seinem Cousin 

C._____, der sich hektisch zu den Kämpfenden begibt und sogleich F._____ zu 

schlagen beginnt. So ist A._____ offensichtlich - mit der Verteidigung (Urk. 115 S. 

8 ff.) - darauf bedacht, weitere Personen vom Eingreifen abzuhalten und sich 

-   13   - 

zunächst einen Überblick zu verschaffen: Er analysiert zunächst einen Moment 

lang das Kampfgeschehen, drängt dabei den Begleiter von F._____ weg, gebietet 

sodann gar dem ziemlich unüberlegt auf F._____ einwirkenden C._____ Einhalt 

und setzt hernach gezielt zum von ihm mehrfach genannten "Nasengriff" an, um 

F._____ von B._____ wegzuziehen. C._____ greift offenbar auch zu, und so 

gelingt es, F._____ von B._____ wegzuziehen. Die drei Männer gehen 

zusammen zu Boden und ihnen praktisch "angehängt" erhebt sich B._____ mit 

zum Faustschlag ausgeholtem Arm. Ab diesem Zeitpunkt spielt sich das 

Geschehen teilweise ausserhalb des Kamerabereichs ab und ist F._____ sowie 

die auf bzw. neben ihm liegenden Security-Angestellten, zu welchen sich in 

diesem Zeitpunkt auch D._____ gesellt, nur noch bis ca. zur Mitte von F._____s 

Körper sichtbar. Entsprechend ist nicht klar ersichtlich, wohin die zwei 

Faustschläge von B._____ treffen - angesichts der Ausgangslage kann aber 

ausgeschlossen werden, dass B._____ jemanden anderen als F._____ 

geschlagen hat. Im weiteren Verlauf des Geschehens wird dann F._____ von den 

Beschuldigten zu Boden gedrückt und ist ersichtlich, wie B._____ diesem mit dem 

Knie zwei Stösse versetzt, bevor er sich erhebt und zum Eingang des "H._____" 

zurückgeht. Dass A._____ geschlagen hätte, ist demgegenüber nicht zu 

erkennen. 

4.3. Dieses Bild wird bestätigt durch die Aussagen zweier Zeugen, die in 

besagter Nacht als Gäste im "H._____" gewesen sind und vor dem Eingang 

stehend das Geschehen verfolgen konnten: I._____ habe gesehen, wie die 

Securitys F._____ von B._____ weggerissen und zu Boden gedrückt hätten, wo 

F._____ "noch ein paar Schläge abbekommen" habe (Urk. 5/4 S. 3). In der im 

Beisein der Beschuldigten durchgeführten staatsanwaltschaftlichen Befragung 

vom 13. Dezember 2010 präzisierte I._____ dann, dass es B._____ gewesen sei, 

der auf den am Boden liegenden F._____ eingetreten habe (Urk. 5/5 S. 3). In 

beiden Einvernahmen äusserte I._____ auch seinen Eindruck, dass die Stimmung 

von Seiten des Security-Personals sehr aggressiv gewesen sei. Insbesondere 

B._____ habe schon sehr aggressiv auf den Vorfall kurz vorher reagiert, wo ihm 

ein abgewiesener Gast eine Zigarettenkippe an die Hand geworfen habe (Urk. 5/4 

S. 3; Urk. 5/5 S. 3, 4). J._____ sagte aus, drei der Türsteher hätten den Täter 

-   14   - 

(F._____) festgehalten und der verletzte Türsteher (B._____) habe den am Boden 

Liegenden mehrmals mit dem Knie traktiert, ohne dass sich dieser habe wehren 

können (Urk. 5/6 S. 2). In der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme bestätigte 

dies J._____ und ergänzte, es sei der Umstand gewesen, dass F._____ schon 

am Boden gelegen sei, welcher sie - J._____ und dessen Kollegen I._____ - 

veranlasst habe, den Securitys zuzurufen, sie sollten aufhören. Auf 

entsprechende Frage bestätigte J._____, dass einzig B._____ den am Boden 

Liegenden geschlagen oder getreten habe. B._____ sei "sehr in Rage" gewesen 

und die anderen hätten F._____ einfach festgehalten (Urk. 5/7 S. 3). Auch 

J._____ hatte schliesslich schon die Stimmung im Vorfeld des Ereignisses als 

aggressiv in Erinnerung (Urk. 5/6 S. 3; Urk. 5/7 S. 3). Damit bleibt festzuhalten, 

dass beide Zeugen glaubhaft aussagten, einzig B._____ habe auf den am Boden 

liegenden F._____ eingeschlagen; die anderen Security-Mitarbeiter (und damit 

auch A._____) hätten F._____ lediglich festgehalten (Urk. 5/5 S. 3; Urk. 5/6 S. 2; 

Urk. 5/7 S. 3).  

4.4. A._____ wird sodann auch von den anderen Beschuldigten nicht belastet 

(vgl. Urk. 4/1 S. 5; Urk. 4/2 S. 2; Urk. 4/11 S. 2, 5, 6; Urk. 4/12 S. 2). Einzig 

C._____, der selbst anerkannte, geschlagen und getreten zu haben, sagte in der 

Einvernahme vom 16. November 2010 aus: "Wir schlugen alle drein, ich, 

A._____, D._____ und E._____" (Urk. 4/8 S. 2). Auch in der tags darauf 

folgenden Hafteinvernahme blieb er grundsätzlich bei dieser Aussage ("wir waren 

alle gegen F._____ dabei"), musste dann aber einräumen, er könne nicht sagen, 

"wer genau ganz genau wie schlug". Er sei jedenfalls nicht alleine für die 

Verletzungen von F._____ verantwortlich (Urk. 4/9 S. 2). F._____ schliesslich hat 

pauschal ausgesagt, "von jedem der Beteiligten" Tritte erhalten zu haben (Urk. 

4/17 S. 4). 

4.5. Es steht damit fest, dass A._____ - wie von der Videoaufnahme  

dokumentiert - besonnen reagiert hat. Er stürzte sich nicht etwa - ähnlich C._____ 

- blind ins Kampfgeschehen, sondern bemühte sich zunächst darum, Dritte vom 

Eingreifen abzuhalten und sich einen Überblick zu verschaffen, bevor er gezielt 

eingriff, F._____ von B._____ wegzog und zu Boden brachte. F._____ wurde 

-   15   - 

sodann unter weiterer Beteiligung von C._____ und D._____ am Boden fixiert und 

erhielt jedenfalls von B._____ Schläge versetzt. Dass auch A._____ auf F._____ 

eingeschlagen hätte, kann ihm angesichts seiner konstanten und bestimmten 

Bestreitungen sowie der Videoaufzeichnung, welche seine Aussagen nicht als 

unglaubhaft erscheinen lassen, nicht nachgewiesen werden. Dass F._____ das 

Gefühl hatte, "von allen" geschlagen worden zu sein, ist nachvollziehbar, vermag 

aber einen diesbezüglich konkreten Vorwurf an A._____ nicht in genügendem 

Masse zu erhärten. Und auch die - später überdies abgeschwächte - Belastung 

von A._____ durch seinen Cousin C._____ erscheint zuwenig konkret, als dass 

daraus ein Beweis abgeleitet werden könnte. Im Übrigen ist nicht 

auszuschliessen, dass C._____s Aussage nicht unmassgeblich unter dem 

Eindruck seines eigenen Handelns stand und er - der reichlich unüberlegt und 

hektisch intervenierte - von sich auf andere schloss. 

4.6. In rechtlicher Hinsicht ist damit auch bei A._____ klar, dass er sich im 

Sinne von Art. 133 Abs. 1 StGB am Raufhandel beteiligt hat (vgl. dazu im Übrigen 

die Vorinstanz in Urk. 70 S. 32 ff.).  

4.7. Die Vorinstanz hat sodann ziemlich kurz und pauschal hinsichtlich aller  

Beschuldigten verneint, dass eine rein abwehrende oder scheidende Situation im 

Sinne von Art. 133 Abs. 2 StGB oder aber eine Notwehr- bzw. 

Notwehrhilfesituation vorgelegen habe (Urk. 70 S. 34/35). Zurecht rügt hier der 

Verteidiger  

berufungsweise, dass sich die Vorinstanz - gerade hinsichtlich A._____s - nicht 

bzw. nur unzureichend mit der Frage auseinander gesetzt hat, ob von einer 

Straflosigkeit gemäss Art. 133 Abs. 2 StGB auszugehen sei (Urk. 70 S. 34; Urk. 

76  

S. 2; Urk. 115 S. 8 f.). Bei dieser Frage können nicht alle Beschuldigten "über 

einen Leist geschlagen" werden, sondern sind ihre Handlungen gesondert zu 

betrachten. Auch wenn der Raufhandel im Sinne von Art. 133 StGB ein  

Gefährdungsdelikt ist und die Teilnahme als Solche unter Strafe stellt, ohne dass 

nachgewiesen werden müsste, wer wen verletzt hat, muss der individuelle 

Tatbeitrag beachtet werden. So ist etwa klar, dass derjenige, der sich wild 

-   16   - 

schlagend an einem Raufhandel beteiligt, nicht gleich beurteilt werden darf wie 

derjenige, der nur durch Hilfereichungen oder gar psychische Unterstützung 

seinen Teil beisteuert (vgl. dazu BSK Strafrecht II-Aebersold, N. 1, 8 zu Art. 133). 

4.7.1. Gemäss Art. 133 Abs. 2 StGB bleibt straflos, wer als Teilnehmer an einem 

Raufhandel ausschliesslich abwehrt oder die Streitenden scheidet. Entscheidend 

ist mithin, dass als einziges Ziel des Betreffenden erkennbar sein muss, sich oder 

einen Dritten zu verteidigen oder Streitende zu trennen. Dabei darf er durch sein 

Verhalten den Kampf weder provozieren noch fördern und muss so versuchen, 

die einem Raufhandel immanenten Risiken wenigstens nicht zu erhöhen, wenn 

nicht gar zu beseitigen (BGE 131 IV 150 E. 2.1.2). Im zitierten Entscheid hat das 

Bundesgericht einen kantonal letztinstanzlichen Freispruch geschützt, der mit der 

Begründung ergangen war, dass das Verhalten des am Raufhandel 

teilnehmenden zwar aktiv, aber rein defensiv daraus ausgerichtet gewesen sei, 

einen Angriff abzuwehren (a.a.O. E. 2.2). Im kurz darauf ergangenen Urteil 

6S.349/2005 vom 27. Oktober 2005 verneinte das Bundesgericht dann jedoch 

das Vorliegen eines rein schlichtenden Eingreifens einer Ehefrau, die sich in 

einen von ihrem Ehemann dominierten Zweikampf mit dem Nachbar dahingehend 

einmischte, als sie sich dem Nachbarn, auf dem bereits ihr Ehemann kniete, auf 

den Kopf gesetzt hatte. Das Bundesgericht befand, dieses Handeln erscheine 

weder als Abwehrhandlung noch als Versuch, die Streitenden zu trennen (E. 2.2). 

4.7.2. Vor diesem Hintergrund kann A._____ kein strafbares Verhalten 

vorgeworfen werden. Aus seiner vorstehend erstellten Handlungsweise (Erw. 

4.5.) geht deutlich und entscheidend hervor, dass er ausschliesslich 

deeskalierend eingegriffen und so darauf hingewirkt hat, die Risiken des 

Raufhandels zu minimieren sowie dessen Ausweitung zu verhindern. Wie 

gesehen, ging er überlegt und besonnen vor, war zunächst darauf bedacht, das 

Eingreifen Dritter zu verhindern bzw. gar seinem Cousin C._____ Einhalt zu 

gebieten, bevor er gezielt eingriff und den Aggressor F._____ mit einem 

"Nasengriff" von B._____ wegzog und zu Boden führte. Gemäss erstelltem 

Sachverhalt ist sodann davon auszugehen, dass A._____ F._____ am Boden 

fixierte und so zu beruhigen versuchte. Dabei wurde er von den Mitbeschuldigten 

-   17   - 

unterstützt, aus deren Reihen F._____ allerdings mehrere Schläge versetzt 

erhielt. Dies kann A._____ indessen nicht vorgeworfen werden, zumal angesichts 

des raschen Verlaufs des Geschehens nicht davon auszugehen ist, er habe 

F._____ festgehalten, damit die weiteren Beschuldigten auf diesen einschlagen 

könnten. Nachdem F._____ sodann nicht einmal eine Minute lang am Boden 

fixiert war (Urk. 3), könnte auch nicht gesagt werden, A._____ habe diesen über 

Gebühr lange und insbesondere über das für ein Trennen und Schlichten 

erforderliche Mass hinaus festgehalten. Dies muss zur Straflosigkeit A._____s im 

Sinne von Art. 133 Abs. 2 StGB führen. 

4.8. Der Beschuldigte A._____ ist damit vom Vorwurf des Raufhandels 

freizusprechen. 

5. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

5.1. Wird eine beschuldigte Person verurteilt, so trägt sie die Verfahrenskosten 

(Art. 426 Abs. 1 StPO). Wird sie freigesprochen, können ihr die Verfahrenskosten 

ganz oder teilweise auferlegt werden, wenn sie rechtswidrig und schuldhaft die 

Einleitung des Verfahrens bewirkt oder dessen Durchführung erschwert hat  

(Art. 426 Abs. 2 StPO). 

Ausgangsgemäss - der Beschuldigte A._____ ist vollumfänglich freizusprechen - 

ist der gemäss vorinstanzlichem Urteil auf A._____ entfallende Kostenanteil, 

eingeschlossen der für seine amtliche Verteidigung aufgelaufenen Fr. 543.40, auf 

die Gerichtskasse zu nehmen. Es kann ihm vorliegend nicht vorgeworfen werden, 

das Verfahren rechtswidrig und schuldhaft verursacht oder erschwert zu haben. 

5.2. Im Berufungsverfahren erfolgt die Kostenauflage an die Parteien nach  

Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Da der  

Beschuldigte A._____ - wie dargelegt - obsiegt, sind die Kosten des 

Berufungsverfahrens vollumfänglich auf die Gerichtskasse zu nehmen.  

5.3. Wird eine beschuldigte Person freigesprochen, so hat sie Anspruch auf  

Entschädigung ihrer Aufwendungen für die angemessene Ausübung ihrer Ver-

fahrensrechte, Entschädigung der wirtschaftlichen Einbussen, die aus ihrer  

-   18   - 

notwendigen Beteiligung am Strafverfahren entstanden sind und Genugtuung für 

besonders schwere Verletzungen ihrer persönlichen Verhältnisse, insbesondere 

bei Freiheitsentzug (Art. 429 Abs. 1 lit. a-c StPO). Es geht damit einerseits um 

den (vollen) Ausgleich des Schadens im haftpflichtrechtlichen Sinn sowie  

andererseits um Genugtuung für immaterielle Nachteile (Schmid, Handbuch des 

Schweizerisches Strafprozessrechts, Zürich/St. Gallen 2009, N. 1803 f.).  

5.4. Zu den Entschädigungen für Aufwendungen zur Wahrung der 

Verfahrensrechte (Art. 429 Abs. 1 lit. a StPO) gehören primär die Kosten der frei 

gewählten Verteidigung, wenn die Verbeiständung angesichts der tatsächlichen 

oder rechtlichen Komplexität des Falls geboten war (Schmid, Handbuch, N. 

1810). Vorliegend war der Beizug einer anwaltlichen Verteidigung für A._____ 

zweifellos gerechtfertigt. Mit Verfügung vom 19. November 2010 wurde ihm denn 

auch vom Präsidenten der Vorinstanz ein amtlicher Verteidiger bestellt (Urk. 

17/2). Nur gerade drei Tage später zeigte indessen Rechtsanwalt lic. iur. Z._____ 

an, dass er die erbetene Verteidigung des Beschuldigten A._____ übernehme 

(Urk. 17/3-5). 

5.4.1. Die einem freigesprochenen Beschuldigten zuzusprechenden Anwalts-

kosten bemessen sich nach dem kantonalen Anwaltstarif und müssen 

verhältnismässig sein (Schmid, StPO Praxiskommentar, Art. 429 N. 7). Die 

Verteidigungskosten müssen mithin in einem vernünftigen Verhältnis zur 

Schwierigkeit des  

Falles bzw. zur Wichtigkeit der Sache stehen; unnötige und übersetzte Kosten 

sind nicht zu entschädigen (BSK StPO-Wehrenberg/Bernhard, Art. 429 N. 15). 

5.4.2. Im Vorverfahren bemisst sich die Anwaltsgebühr nach dem notwendigen 

Zeitaufwand der Verteidigung (§ 16 Abs. 1 AnwGebV), wobei die Ansätze gemäss 

§ 3 AnwGebV gelten (Fr. 150.– bis Fr. 350.– pro Stunde). Für die Führung eines 

Strafprozesses einschliesslich Vorbereitung des Parteivortrags und Teilnahme an 

der Hauptverhandlung vor einem Einzelgericht beträgt die Grundgebühr in der 

Regel Fr. 600.– bis Fr. 8'000.– (§ 17 Abs. 1 lit. a AnwGebV). Im Berufungs-

verfahren wird die Gebühr grundsätzlich nach den für die Vorinstanz geltenden 

-   19   - 

Regeln bemessen, wobei zu berücksichtigen ist, ob ein Urteil vollumfänglich oder 

nur teilweise angefochten worden ist (§ 18 Abs. 1 AnwGebV). 

5.4.3. Der Beschuldigte A._____ erklärte anlässlich der heutigen 

Berufungsverhandlung, dass er für die anwaltliche Verteidigung im 

Untersuchungs- und erstinstanzlichen Verfahren insgesamt Fr. 3'000.– bezahlen 

musste (Prot. II S. 15). Dieser Betrag erscheint unter Berücksichtigung der 

Komplexität und Schwierigkeit des Falles sowohl in tatsächlicher als auch in 

rechtlicher Hinsicht angemessen und ist damit dem Beschuldigten A._____ 

zuzusprechen. 

Der Verteidiger von A._____ macht sodann für das Berufungsverfahren - ohne 

Berücksichtigung der Berufungsverhandlung - einen Aufwand von 17.5 Stunden 

zu Fr. 200.– zuzüglich Auslagen von Fr. 364.– geltend. Auch dieser Aufwand 

erscheint unter Berücksichtigung aller Umstände angemessen und ist nicht zu 

beanstanden. Dem Beschuldigten ist somit für das gesamte 

Berufungsverfahrensverfahren - einschliesslich einer Entschädigung für die 

Berufungsverhandlung samt Hin- und Rückweg von 3 Stunden - Fr. 4'821.10 

(20.5 Stunden zu Fr. 200.–, zuzüglich Barauslagen von Fr. 364.– sowie 8 % 

Mehrwertsteuer von Fr. 357.10) zuzusprechen. 

Damit ist dem Beschuldigten A._____ für das Untersuchungsverfahren sowie die 

beiden gerichtlichen Verfahren eine Prozessentschädigung von insgesamt 

Fr. 7'821.10 (Fr. 3'000.– für das vorinstanzliche Verfahren; Fr. 4'821.10 für das 

Berufungsverfahren) zuzusprechen. 

5.5. Bei besonders schweren Verletzungen in den persönlichen Verhältnissen 

im Sinne von Art. 28 ZGB und Art. 49 OR sichert Art. 429 Abs. 1 lit. c StPO der  

beschuldigten Person bei Einstellung oder Freispruch eine Genugtuung zu, wobei 

das Gesetz als Anwendungsfall ausdrücklich den Freiheitsentzug nennt. Mit  

Bezug auf Untersuchungs- oder Sicherheitshaft ist denn auch regelmässig eine 

Genugtuung geschuldet (Schmid, a.a.O., N. 1816 ff., mit vielen Verweisen).  

-   20   - 

5.5.1. A._____ befand sich vom 16. November 2010 bis zum 13. Dezember 2010 

während 28 Tagen in Haft. Der Verteidiger fordert dafür eine Genugtuung von Fr. 

4'000.– (Urk. 115 S. 10 f.).  

5.5.2. Die beantragte Genugtuung für die zu unrecht erlittene Untersuchungshaft 

erscheint angemessen. Dem Beschuldigten A._____ ist deshalb eine Genugtuung 

von Fr. 4'000.– zuzüglich 5 % Zins ab 30. November 2010 (mittlerer Zinsverfall) 

aus der Gerichtskasse zuzusprechen. 

 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Winterthur, 

Einzelgericht Strafsachen, vom 21. Juni 2012 wie folgt in Rechtskraft 

erwachsen ist:  

1. a) Der Beschuldigte B._____ ist schuldig des Raufhandels im Sinne von 
Art. 133 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 16 Abs. 1 StGB. 

 b) Der Beschuldigte C._____ ist schuldig des Raufhandels im Sinne von 
Art. 133 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 16 Abs. 1 StGB. 

 c) (…) 

 d) Der Beschuldigte D._____ ist schuldig des Raufhandels im Sinne von 
Art. 133 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 16 Abs. 1 StGB. 

 e) Der Beschuldigte E._____ ist schuldig des Raufhandels im Sinne  
von Art. 133 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 16 Abs. 1 StGB. 

2. a) Der Beschuldigte B._____ wird bestraft mit einer Geldstrafe von 
70 Tagessätzen zu Fr. 70.–, wovon 28 Tagessätze als durch Haft 
 geleistet gelten. 

 b) Der Beschuldigte C._____ wird bestraft mit einer Geldstrafe von 90 
Tagessätzen à Fr. 45.–, wovon 28 Tagessätze als durch Haft geleistet 
gelten, als Zusatzstrafe zu der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft 
Bischofszell vom 18. August 2011 ausgefällten Strafe. 

 c) (…) 

-   21   - 

 d) Der Beschuldigte D._____ wird bestraft mit einer Geldstrafe von  
90 Tagessätzen à Fr. 200.–, wovon 28 Tagessätze als durch Haft  
geleistet gelten. 

 e) Der Beschuldigte E._____ wird bestraft mit einer Geldstrafe von  
70 Tagessätzen à Fr. 30.–, wovon 28 Tagessätze als durch Haft 
geleistet gelten, als Zusatzstrafe zu der mit Strafbefehl der 
Staatsanwaltschaft Kreuzlingen vom 30. September 2011 ausgefällten 
Strafe. 

3. a) Der Vollzug der Geldstrafe des Beschuldigten B._____ wird 
aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt. 

 b) Der Vollzug der Geldstrafe des Beschuldigten C._____ wird auf-
geschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt. 

 c) (…) 

 d) Der Vollzug der Geldstrafe des Beschuldigten D._____ wird 
aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt. 

 e) Der Vollzug der Geldstrafe des Beschuldigten E._____ wird 
aufgeschoben und die Probezeit auf 3 Jahre festgesetzt. 

4. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf: 

Fr. 5'000.–; die weiteren Kosten betragen: 
Fr. 5'000.– Gebühr Anklagebehörde (Art. 374 StPO, § 4 GebStrV;  

jeweils Fr. 1'000.–) 
Fr. 817.75 Untersuchungskosten betreffend B._____ 
Fr. 3'287.35 Kosten amtliche Verteidigung B._____ 
Fr.        Kosten amtliche Verteidigung B._____ (ausstehend) 
Fr. 451.40 Kosten amtliche Verteidigung C._____ 
Fr. 543.40 Kosten amtliche Verteidigung A._____ 
Fr. 1'254.50 Kosten amtliche Verteidigung E._____ 
   Total 

 Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten. 

5. a) (…) 

 b) Die Gebühr der Anklagebehörde im Umfang von Fr. 1'000.–, die 
Untersuchungskosten von Fr. 817.75 sowie die Kosten für die amtliche 
Verteidigung für den Beschuldigten B._____ von derzeit Fr. 3'287.35  
werden dem Beschuldigten B._____ auferlegt, die Kosten der  
amtlichen Verteidigung indessen einstweilen auf die Gerichtskasse  
genommen. Art. 135 Abs. 4 StPO bleibt vorbehalten. 

 c) Die Gebühr der Anklagebehörde im Umfang von Fr. 1'000.– sowie die 
Kosten für die amtliche Verteidigung für C._____ von Fr. 451.40  

-   22   - 

werden dem Beschuldigten C._____ auferlegt, die Kosten der amtlichen 
Verteidigung indessen einstweilen auf die Gerichtskasse  
genommen. Art. 135 Abs. 4 StPO bleibt vorbehalten. 

 d) (…) 

 e) Die Gebühr der Anklagebehörde wird im Umfang von Fr. 1'000.– dem 
Beschuldigten D._____ auferlegt. 

 f) Die Gebühr der Anklagebehörde im Umfang von Fr. 1'000.– sowie die 
Kosten für die amtliche Verteidigung für E._____ von Fr. 1'254.50  
werden dem Beschuldigten E._____ auferlegt, die Kosten der  
amtlichen Verteidigung indessen einstweilen auf die Gerichtskasse  
genommen. Art. 135 Abs. 4 StPO bleibt vorbehalten. 

6. (Mitteilung) 

7. (Rechtsmittelbelehrung) 

13. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. 

 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ wird freigesprochen. 

14. a) Die erstinstanzliche Entscheidgebühr von Fr. 5'000.– wird zu einem 

Fünftel auf die Gerichtskasse genommen und im restlichen Umfang 

den Beschuldigten B._____, C._____, D._____ und E._____ unter 

solidarischer Haftung zu gleichen Teilen auferlegt.  

 b) Die Gebühr der Anklagebehörde im Umfang von 1'000.– sowie die 

Kosten der amtlichen Verteidigung des Beschuldigten A._____ von Fr. 

543.40 werden auf die Gerichtskasse genommen. 

15. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden auf die Gerichtskasse ge-

nommen. 

16. Dem Beschuldigten A._____ wird für das gesamte Verfahren eine 

Prozessentschädigung von Fr. 7'821.10 (Fr. 3'000.– für das vorinstanzliche 

Verfahren; Fr. 4'821.10 für das Berufungsverfahren) für anwaltliche 

-   23   - 

Verteidigung sowie eine Genugtuung von Fr. 4'000.– (zuzüglich 5 % Zins ab  

30. November 2010) aus der Gerichtskasse zugesprochen.  

Das Verrechnungsrecht des Staates bleibt vorbehalten. 

17. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− den erbetenen Verteidiger Rechtsanwalt lic. iur. X._____ im Doppel für 
sich und zuhanden des Beschuldigten A._____ (übergeben) 

− die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− den erbetenen Verteidiger Rechtsanwalt lic. iur. X._____ im Doppel für 
sich und zuhanden des Beschuldigten A._____  

− die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich  
 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung all-
fälliger Rechtsmittel an 
− die Vorinstanz 
− das Migrationsamt des Kantons Zürich  
− die Koordinationsstelle VOSTRA zur Entfernung der Daten gemäss 

Art. 12 Abs. 1 lit. d VOSTRA mittels Kopie von Urk. 80 
− die Kantonspolizei Zürich, KIA-ZA, mit separatem Schreiben (§ 54a 

Abs. 1 PolG) 

18. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des 

Bundesgerichtsgesetzes. 

-   24   - 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
 

Zürich, 21. März 2013 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

lic. iur. R. Naef 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. M. Hauser 
 

 

 

	Urteil vom 21. März 2013
	"Es wird erkannt:
	1.
	b) Der Beschuldigte C._____ ist schuldig des Raufhandels im Sinne von  Art. 133 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 16 Abs. 1 StGB.
	c) Der Beschuldigte A._____ ist schuldig des Raufhandels im Sinne von  Art. 133 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 16 Abs. 1 StGB .
	d) Der Beschuldigte D._____ ist schuldig des Raufhandels im Sinne von  Art. 133 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 16 Abs. 1 StGB.
	e) Der Beschuldigte E._____ ist schuldig des Raufhandels im Sinne von  Art. 133 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 16 Abs. 1 StGB.
	2.

	b) Der Beschuldigte C._____ wird bestraft mit einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen à Fr. 45.–, wovon 28 Tagessätze als durch Haft geleistet gelten, als Zusatzstrafe zu der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Bischofszell vom 18. August 2011 ausgefäl...
	c) Der Beschuldigte A._____ wird bestraft mit einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen à  Fr. 35.–, wovon 28 Tagessätze als durch Haft geleistet gelten.
	d) Der Beschuldigte D._____ wird bestraft mit einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen à Fr. 200.–, wovon 28 Tagessätze als durch Haft geleistet gelten.
	e) Der Beschuldigte E._____ wird bestraft mit einer Geldstrafe von 70 Tagessätzen à Fr. 30.–, wovon 28 Tagessätze als durch Haft geleistet gelten, als Zusatzstrafe zu der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Kreuzlingen vom 30. September 2011 ausgef...
	3.

	b) Der Vollzug der Geldstrafe des Beschuldigten C._____ wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.
	c) Der Vollzug der Geldstrafe des Beschuldigten A._____ wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.
	d) Der Vollzug der Geldstrafe des Beschuldigten D._____ wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.
	e) Der Vollzug der Geldstrafe des Beschuldigten E._____ wird aufgeschoben und die Probezeit auf 3 Jahre festgesetzt.
	4. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf:
	5.

	b) Die Gebühr der Anklagebehörde im Umfang von Fr. 1'000.–, die Untersuchungskosten von Fr. 817.75 sowie die Kosten für die amtliche Verteidigung für den  Beschuldigten B._____ von derzeit Fr. 3'287.35 werden dem Beschuldigten B._____ auferlegt, die ...
	c) Die Gebühr der Anklagebehörde im Umfang von Fr. 1'000.– sowie die Kosten für die amtliche Verteidigung für C._____ von Fr. 451.40 werden dem Beschuldigten  C._____ auferlegt, die Kosten der amtlichen Verteidigung indessen einstweilen auf die Gerich...
	d) Die Gebühr der Anklagebehörde im Umfang von Fr. 1'000.– sowie die Kosten für die amtliche Verteidigung für A._____ von Fr. 543.40 werden dem Beschuldigten A._____ auferlegt, die Kosten der amtlichen Verteidigung indessen einstweilen auf die Gericht...
	e) Die Gebühr der Anklagebehörde wird im Umfang von Fr. 1'000.– dem Beschuldigten D._____ auferlegt.
	f) Die Gebühr der Anklagebehörde im Umfang von Fr. 1'000.– sowie die Kosten für die amtliche Verteidigung für E._____ von Fr. 1'254.50 werden dem Beschuldigten E._____ auferlegt, die Kosten der amtlichen Verteidigung indessen einstweilen auf die Geric...
	6. (Mitteilungen)
	7. (Rechtsmittelbelehrung)"
	Berufungsanträge:
	8. Das mit der Berufung angefochtene Urteil des Bezirksgerichts  Winterthur vom 21. Juni 2012 (GG110033) sei in Bezug auf den  Beschuldigten Nr. 3, Herrn A._____, aufzugeben.
	9. Der Beschuldigte sei vom Vorwurf des Raufhandels im Sinne von  Art. 133 Abs. 2 StGB von Schuld und Strafe freizusprechen.
	10. Der Beschuldigte sei für die ihm entstandenen Kosten und Umtriebe vollumfänglich zu entschädigen.
	11. Es sei ihm eine Genugtuung in Höhe von Fr. 4'000.– zuzusprechen.
	12. Die Kosten der Untersuchung und der gerichtlichen Verfahren seien auf die Staatskasse zu nehmen.
	Erwägungen:
	1. Prozessgeschichte
	1.1. Mit vorinstanzlichem Urteil vom 21. Juni 2012 wurden die fünf Beschuldigten B._____, C._____, A._____, D._____ und E._____ je des Raufhandels im Sinne von Art. 133 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 16 Abs. 1 StGB schuldig gesprochen und mit bedi...
	1.2. Gegen dieses Urteil liessen alle Beschuldigten ihre Verteidiger fristgerecht Berufung anmelden (Urk. 58 bis 62). Eine Berufungserklärung reichten in der Folge - je ebenfalls fristgerecht - aber nur der erbetene Verteidiger von E._____ (Urk. 72), ...
	1.3. Am 12. November 2012 teilte die Staatsanwaltschaft mit, auf die Erhebung einer Anschlussberufung zu verzichten und die Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils zu beantragen (Urk. 91). Unterm 15. November 2012 gingen verschiedene Unterlagen zu de...
	1.4. Am 29. November 2012 liess E._____ seine Berufung zurückziehen  (Urk. 97). Mit Präsidialverfügung vom 17. Dezember 2012 wurde deshalb das Verfahren insoweit und unter entsprechender Kostenfolge als erledigt abgeschrieben (Urk. 102).
	1.5. Sodann liess der Beschuldigte B._____ am 19. März 2013 seine Berufung zurückziehen (Urk. 109). Mit Beschluss vom heutigen Datum wurde das Verfahren insoweit und unter entsprechender Kostenfolge abgeschrieben (Urk. 113).
	1.6. Zu Beginn der heutigen Berufungsverhandlung, zu welcher der Beschuldigte A._____ und sein erbetener Verteidiger Rechtsanwalt lic. iur. X._____  erschienen sind, waren weder Vorfragen zu entscheiden noch Beweise abzunehmen (Prot. II S. 14 f.). Das...

	2. Umfang der Berufung
	3. Objektive Strafbarkeitsbedingung (Körperverletzung F._____)
	3.1. Im Sinne einer objektiven Strafbarkeitsbedingung ist Voraussetzung für eine Verurteilung wegen Raufhandels im Sinne von Art. 133 Abs. 1 StGB, dass bei der Auseinandersetzung mindestens eine der beteiligten Personen zumindest eine (einfache) Körpe...
	3.2. Der Geschädigte F._____ begab sich am Tattag, dem 9. Oktober 2010, ins Spital G._____ und wurde dort während 24 Stunden neurologisch überwacht. Es wurde ein leichtes Schädel-Hirn-Trauma sowie eine Thoraxkontusion links  diagnostiziert. Nach der n...
	3.3. Der Verteidiger von A._____ erachtete als nicht erstellt, wann sich F._____ die fotografisch dokumentierten Verletzungen zugezogen hat. Es sei darum "in dubio pro reo" davon auszugehen, dass diese Verletzungen bereits vor dem Eingreifen von A.___...
	3.4. Anlässlich der vorinstanzlichen Hauptverhandlung sagten alle fünf Beschuldigten aus, bei F._____ am zur Diskussion stehenden Abend keine Ver-letzungen gesehen zu haben (Urk. 56/1 S. 4; Urk. 56/2 S. 4; Urk. 56/3 S. 4;  Urk. 56/4 S. 4; Urk. 56/5 S....
	3.5. Vor dem Eingang des Clubs "H._____" war eine Überwachungskamera angebracht, welche den eingeklagten Vorfall aufzeichnete. Insgesamt ist die  Szene recht gut zu sehen, auch wenn teilweise Personen die Sicht auf das  Geschehen verdecken und sich di...
	3.6. Es steht damit zweifelsfrei fest, dass F._____ zumindest den grossen Teil der in Urk. 1 Anhang 3 ersichtlichen Verletzungen beim zur Anklage gebrachten Geschehen erlitten hat.
	3.7. Die Vorinstanz hat die Verletzungen F._____s als einfache Körperverletzung qualifiziert und die Auffassung der Verteidiger verworfen, es sei lediglich von Tätlichkeiten zu sprechen. Den entsprechenden Erwägungen ist vollumfänglich zuzustimmen. D...
	3.8. Mithin ist die objektive Strafbarkeitsbedingung gemäss Art. 133 StGB eingetreten und von daher eine Verurteilung von A._____ grundsätzlich möglich, wenn er sich denn tatbestandsmässig verhalten hat. Das ist im Folgenden zu  prüfen.

	4. Sachverhalt/rechtliche Würdigung
	4.1. A._____ machte über das ganze Verfahren hinweg zu seinem persönlichen Tatbeitrag konstante und bestimmte Aussagen. Als er den Kampf zwischen B._____ und F._____ wahrgenommen habe und dazugetreten sei, habe er zunächst einen Kollegen von F._____ g...
	4.2. Die Videoaufnahme bestätigt die Aussagen von A._____. So ist zu sehen, dass er - als einziger Security-Mitarbeiter mit Brille gut erkennbar - im Moment, als er die heftige Auseinandersetzung zwischen F._____ und B._____ wahrnimmt, sich sofort und...
	4.3. Dieses Bild wird bestätigt durch die Aussagen zweier Zeugen, die in besagter Nacht als Gäste im "H._____" gewesen sind und vor dem Eingang stehend das Geschehen verfolgen konnten: I._____ habe gesehen, wie die Securitys F._____ von B._____ wegger...
	4.4. A._____ wird sodann auch von den anderen Beschuldigten nicht belastet (vgl. Urk. 4/1 S. 5; Urk. 4/2 S. 2; Urk. 4/11 S. 2, 5, 6; Urk. 4/12 S. 2). Einzig C._____, der selbst anerkannte, geschlagen und getreten zu haben, sagte in der Einvernahme vom...
	4.5. Es steht damit fest, dass A._____ - wie von der Videoaufnahme  dokumentiert - besonnen reagiert hat. Er stürzte sich nicht etwa - ähnlich C._____ - blind ins Kampfgeschehen, sondern bemühte sich zunächst darum, Dritte vom Eingreifen abzuhalten un...
	4.6. In rechtlicher Hinsicht ist damit auch bei A._____ klar, dass er sich im Sinne von Art. 133 Abs. 1 StGB am Raufhandel beteiligt hat (vgl. dazu im Übrigen die Vorinstanz in Urk. 70 S. 32 ff.).
	4.7. Die Vorinstanz hat sodann ziemlich kurz und pauschal hinsichtlich aller  Beschuldigten verneint, dass eine rein abwehrende oder scheidende Situation im Sinne von Art. 133 Abs. 2 StGB oder aber eine Notwehr- bzw. Notwehrhilfesituation vorgelegen h...
	4.7.1. Gemäss Art. 133 Abs. 2 StGB bleibt straflos, wer als Teilnehmer an einem Raufhandel ausschliesslich abwehrt oder die Streitenden scheidet. Entscheidend ist mithin, dass als einziges Ziel des Betreffenden erkennbar sein muss, sich oder einen Dri...
	4.7.2. Vor diesem Hintergrund kann A._____ kein strafbares Verhalten vorgeworfen werden. Aus seiner vorstehend erstellten Handlungsweise (Erw. 4.5.) geht deutlich und entscheidend hervor, dass er ausschliesslich deeskalierend eingegriffen und so darau...
	4.8. Der Beschuldigte A._____ ist damit vom Vorwurf des Raufhandels freizusprechen.

	5. Kosten- und Entschädigungsfolgen
	5.1. Wird eine beschuldigte Person verurteilt, so trägt sie die Verfahrenskosten (Art. 426 Abs. 1 StPO). Wird sie freigesprochen, können ihr die Verfahrenskosten ganz oder teilweise auferlegt werden, wenn sie rechtswidrig und schuldhaft die Einleitung...
	Ausgangsgemäss - der Beschuldigte A._____ ist vollumfänglich freizusprechen - ist der gemäss vorinstanzlichem Urteil auf A._____ entfallende Kostenanteil, eingeschlossen der für seine amtliche Verteidigung aufgelaufenen Fr. 543.40, auf die Gerichtska...
	5.2. Im Berufungsverfahren erfolgt die Kostenauflage an die Parteien nach  Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Da der  Beschuldigte A._____ - wie dargelegt - obsiegt, sind die Kosten des Berufungsverfahrens vollumfänglic...
	5.3. Wird eine beschuldigte Person freigesprochen, so hat sie Anspruch auf  Entschädigung ihrer Aufwendungen für die angemessene Ausübung ihrer Verfahrensrechte, Entschädigung der wirtschaftlichen Einbussen, die aus ihrer  notwendigen Beteiligung am ...
	5.4. Zu den Entschädigungen für Aufwendungen zur Wahrung der Verfahrensrechte (Art. 429 Abs. 1 lit. a StPO) gehören primär die Kosten der frei gewählten Verteidigung, wenn die Verbeiständung angesichts der tatsächlichen oder rechtlichen Komplexität de...
	5.4.1. Die einem freigesprochenen Beschuldigten zuzusprechenden Anwaltskosten bemessen sich nach dem kantonalen Anwaltstarif und müssen verhältnismässig sein (Schmid, StPO Praxiskommentar, Art. 429 N. 7). Die Verteidigungskosten müssen mithin in eine...
	5.4.2. Im Vorverfahren bemisst sich die Anwaltsgebühr nach dem notwendigen Zeitaufwand der Verteidigung (§ 16 Abs. 1 AnwGebV), wobei die Ansätze gemäss § 3 AnwGebV gelten (Fr. 150.– bis Fr. 350.– pro Stunde). Für die Führung eines Strafprozesses einsc...
	5.4.3. Der Beschuldigte A._____ erklärte anlässlich der heutigen Berufungsverhandlung, dass er für die anwaltliche Verteidigung im Untersuchungs- und erstinstanzlichen Verfahren insgesamt Fr. 3'000.– bezahlen musste (Prot. II S. 15). Dieser Betrag ers...
	5.5. Bei besonders schweren Verletzungen in den persönlichen Verhältnissen im Sinne von Art. 28 ZGB und Art. 49 OR sichert Art. 429 Abs. 1 lit. c StPO der  beschuldigten Person bei Einstellung oder Freispruch eine Genugtuung zu, wobei das Gesetz als A...
	5.5.1. A._____ befand sich vom 16. November 2010 bis zum 13. Dezember 2010 während 28 Tagen in Haft. Der Verteidiger fordert dafür eine Genugtuung von Fr. 4'000.– (Urk. 115 S. 10 f.).
	5.5.2. Die beantragte Genugtuung für die zu unrecht erlittene Untersuchungshaft erscheint angemessen. Dem Beschuldigten A._____ ist deshalb eine Genugtuung von Fr. 4'000.– zuzüglich 5 % Zins ab 30. November 2010 (mittlerer Zinsverfall) aus der Gericht...

	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Winterthur, Einzelgericht Strafsachen, vom 21. Juni 2012 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	13. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ wird freigesprochen.
	14. a) Die erstinstanzliche Entscheidgebühr von Fr. 5'000.– wird zu einem Fünftel auf die Gerichtskasse genommen und im restlichen Umfang den Beschuldigten B._____, C._____, D._____ und E._____ unter solidarischer Haftung zu gleichen Teilen auferlegt.
	15. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden auf die Gerichtskasse genommen.
	16. Dem Beschuldigten A._____ wird für das gesamte Verfahren eine Prozessentschädigung von Fr. 7'821.10 (Fr. 3'000.– für das vorinstanzliche Verfahren; Fr. 4'821.10 für das Berufungsverfahren) für anwaltliche Verteidigung sowie eine Genugtuung von Fr....
	17. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 den erbetenen Verteidiger Rechtsanwalt lic. iur. X._____ im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten A._____ (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich
	 den erbetenen Verteidiger Rechtsanwalt lic. iur. X._____ im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten A._____
	 die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich
	und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung all-fälliger Rechtsmittel an
	 die Vorinstanz
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich
	 die Koordinationsstelle VOSTRA zur Entfernung der Daten gemäss Art. 12 Abs. 1 lit. d VOSTRA mittels Kopie von Urk. 80
	 die Kantonspolizei Zürich, KIA-ZA, mit separatem Schreiben (§ 54a Abs. 1 PolG)

	18. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.