# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3ed8394b-f57a-5ca9-81b8-88955ed2c0c1
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-10-12
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 12.10.2020 200 2020 347
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2020-347_2020-10-12.pdf

## Full Text

200 20 347 AHV
SCI/BOC/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 12. Oktober 2020

Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiberin Bossert

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Ausgleichskasse des Kantons Bern 
Abteilung Beiträge und Zulagen, Chutzenstrasse 10, 3007 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 7. Mai 2020

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Okt. 2020, AHV/20/347, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1962 geborene A.________ (nachfolgend: Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) meldete sich am 25. Februar 2020 bei der Ausgleichskas-
se des Kantons Bern (nachfolgend: AKB bzw. Beschwerdegegnerin) als 
Selbstständigerwerbender ab dem 1. Februar 2020 für eine Mandatstätig-
keit als … / …, … an (Akten der AKB, Antwortbeilage [AB] 14). Am 28. Fe-
bruar 2020 liess der Versicherte das Einzelunternehmen "B.________" im 
Handelsregister eintragen (AB 1). Weiter nahm der Versicherte am 
24. März 2020 eine Anmeldung für die Corona Erwerbsersatzentschädi-
gung als Selbstständigerwerbender vor (AB 12). Nachdem die Corona Er-
werbsersatzentschädigung durch die AKB aufgrund fehlenden Anschlusses 
an die AKB bzw. aufgrund fehlender Anmeldung als Selbstständigerwer-
bender am 16. April 2020 abgelehnt worden war, erliess die AKB nach der 
erneuten Einreichung der Anmeldung als Selbstständigerwerbender (AB 10 
f.) am 22. April 2020 eine Verfügung betreffend das Beitragsstatut des Ver-
sicherten (AB 8). Darin wurde festgehalten, bezüglich der Tätigkeit für die 
C.________ AG in … und die Tätigkeit für die D.________ in … gelte der 
Versicherte als Unselbstständigerwerbender. Die C.________ AG und die 
D.________ hätten für den Versicherten die entsprechenden Sozialversi-
cherungsbeiträge abzurechnen. Dagegen erhoben sowohl der Versicherte 
als auch die D.________ Einsprache (AB 6 f.). Mit Einspracheentscheid 
vom 7. Mai 2020 (AB 3) hob die AKB die Verfügung vom 22. April 2020 (AB 
8) über die sozialversicherungsrechtliche Stellung des Versicherten für die 
D.________ auf und schrieb das Einspracheverfahren als gegenstandslos 
geworden ab. Bereits am 29. April 2020 hatte die AKB den Anspruch auf 
eine Corona Erwerbsersatzentschädigung verneint, dies unter Verweis auf 
die Verneinung der selbstständigen Erwerbstätigkeit (AB 5).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Okt. 2020, AHV/20/347, Seite 3

B.

Gegen den Einspracheentscheid vom 7. Mai 2020 (AB 3) erhob der Versi-
cherte am 9. Mai 2020 Beschwerde. Er beantragt sinngemäss, unter Auf-
hebung des angefochtenen Einspracheentscheides sei die selbstständige 
Erwerbstätigkeit anzuerkennen und die Corona Erwerbsersatzentschädi-
gung auszuzahlen.

Mit prozessleitender Verfügung vom 18. Mai 2020 stellte der Instruktions-
richter fest, dass die Rechtsmittelfrist noch laufe und dass der angefochte-
ne Einspracheentscheid auch der D.________ zugestellt worden sei. 
Weitere prozessleitende Verfügungen ergingen nach Ablauf der Rechtsmit-
telfrist. Gleichzeitig wurde der Beschwerdeführer aufgefordert mitzuteilen, 
welche der von ihm eingereichten Unterlagen das Verfahren im Zusam-
menhang mit der D.________ beträfen. Diese Unterlagen würden später 
unter Umständen auch der D.________ zugestellt. Weiter wurde festge-
stellt, dass die Beschwerdegegnerin ausgeführt habe, dass eine Auskunft 
bei der D.________ ergeben habe, dass der Beschwerdeführer weder in 
vertraglicher Beziehung zur D.________ gestanden habe noch Zahlungen 
erfolgt seien, weshalb die Verfügung aufgehoben und das Einsprachever-
fahren abgeschrieben worden sei. Der Beschwerdeführer wurde aufgefor-
dert darzulegen und zu belegen, dass er entgegen der Annahme der 
Beschwerdegegnerin für die D.________ tätig gewesen sei bzw. in unmit-
telbarer Zukunft tätig (geworden) wäre. Nachdem sich der Beschwerdefüh-
rer nicht innert Frist geäussert hatte, wurde ihm mit prozessleitender 
Verfügung vom 15. Juni 2020 eine Nachfrist gesetzt. Mit per Post einge-
reichter E-Mail vom 1. Juli 2020 teilte der Beschwerdeführer mit, es sei kei-
ne Trennung der Informationen bezüglich seiner ehemaligen Arbeitgeberin 
und der jetzigen und zukünftigen Verbindung der D.________ notwendig.

Mit Beschwerdeantwort vom 6. August 2020 beantragt die Beschwerde-
gegnerin die Abweisung der Beschwerde. Die Zustellung der Beschwerde-
antwort an den Beschwerdeführer zur Kenntnisnahme erfolgte mit 
prozessleitender Verfügung vom 11. August 2020, welche dem Gericht mit 
dem Vermerk "nicht abgeholt" wieder retourniert wurde. Am 21. August 
2020 erfolgte ein Versand der prozessleitenden Verfügung vom 11. August 
2020 mit gewöhnlicher Post.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Okt. 2020, AHV/20/347, Seite 4

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 84 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946 über die 
Alters- und Hinterlassenenversicherung [AHVG; SR 831.10]). Weiter sind 
die Bestimmungen über die Frist (Art. 60 ATSG) eingehalten. Was die 
Formvorschriften (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kan-
tonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) betrifft, ist Folgendes festzuhalten: 

1.1.1 Die Beschwerde muss eine gedrängte Darstellung des Sachver-
halts, ein Rechtsbegehren und eine kurze Begründung enthalten (Art. 61 lit. 
b ATSG). Genügt die Beschwerde den Anforderungen von Art. 61 lit. b 
ATSG nicht, so setzt das Versicherungsgericht der Beschwerde führenden 
Person eine angemessene Frist zur Verbesserung und verbindet damit die 
Androhung, dass sonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird.

Die Bestimmung, wonach die Beschwerde ein Rechtsbegehren und eine 
kurze Begründung enthalten muss, soll dem Gericht hinreichende Klarheit 
darüber verschaffen, worum es beim Rechtsstreit geht. Nach der Praxis 
genügt es, wenn dies der Beschwerde insgesamt entnommen werden 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Okt. 2020, AHV/20/347, Seite 5

kann. Insbesondere muss zumindest aus der Beschwerdebegründung er-
sichtlich sein, was die Beschwerde führende Person verlangt und auf wel-
che Tatsachen sie sich beruft. Die Begründung braucht nicht zuzutreffen, 
aber sie muss sachbezogen sein. Die Behauptung allein, die Begründung 
der Vorinstanz sei zum grössten Teil unrichtig und entspreche nicht den 
Tatsachen, stellt keine rechtsgenügliche Begründung dar. Der blosse Hin-
weis auf frühere Rechtsschriften oder auf den angefochtenen Entscheid 
genügt ebenfalls nicht. Fehlt der Antrag oder die Begründung überhaupt, so 
liegt keine rechtsgenügliche Beschwerde vor (BGE 123 V 335 E. 1a S. 336; 
ZAK 1988 S. 519 E. 1 und 2).

1.1.2 Die Beschwerde vom 9. Mai 2020 stellt letztlich nichts anderes als 
eine Kopie der Einsprache (vgl. AB 7) dar. Die Beschwerde ist nicht hinrei-
chend begründet (vgl. E. 1.1.1 hiervor). Der Beschwerdeführer hat, obwohl 
instruktionsrichterlich ausdrücklich hierzu aufgefordert und ermahnt (vgl. 
prozessleitende Verfügung vom 18. Mai 2020), sich nicht zu den massge-
blichen Fragen (im Sinne der Verbesserung der Beschwerde) geäussert. 
Es muss also die Frage gestellt werden, ob auf die Beschwerde überhaupt 
eingetreten werden kann. Wie es sich damit verhält, kann letztlich jedoch 
offen gelassen werden, da die Beschwerde bei materieller Prüfung abzu-
weisen ist.

1.2 Angefochten ist der Einspracheentscheid vom 7. Mai 2020 (AB 3). 
Streitig ist der Abschreibungsbeschluss der Beschwerdegegnerin bezüglich 
des Beitragsstatus des Beschwerdeführers im Verhältnis zur D.________. 
Dabei ist die Beschwerdegegnerin im Einspracheentscheid im Ergebnis auf 
das Begehren um Erlass einer Feststellungsverfügung mangels hinrei-
chendem Rechtsschutzinteresse gar nicht mehr eingetreten (vgl. E. 3.2.1 
hiernach).

1.3 Die Mitglieder des Verwaltungsgerichts behandeln als Einzelrichte-
rin oder Einzelrichter Beschwerden gegen Zwischenverfügungen und Zwi-
schenentscheide, einschliesslich solcher betreffend die unentgeltliche 
Rechtspflege, gegen Nichteintretensverfügungen oder -entscheide sowie 
gegen Abschreibungsverfügungen oder -entscheide (Art. 57 Abs. 2 lit. b - d 
GSOG). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Okt. 2020, AHV/20/347, Seite 6

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 
80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die sozialversicherungsrechtliche Beitragspflicht Erwerbstätiger 
richtet sich u.a. danach, ob das in einem bestimmten Zeitraum erzielte Er-
werbseinkommen als solches aus selbstständiger oder aus unselbstständi-
ger Erwerbstätigkeit zu qualifizieren ist (Art. 5 und 9 AHVG sowie Art. 6 ff. 
der Verordnung vom 31. Oktober 1947 über die Alters- und Hinterlasse-
nenversicherung [AHVV; SR 831.101]). Nach Art. 5 Abs. 2 AHVG gilt als 
massgebender Lohn jedes Entgelt für in unselbstständiger Stellung auf 
bestimmte oder unbestimmte Zeit geleistete Arbeit; als Einkommen aus 
selbstständiger Erwerbstätigkeit gilt nach Art. 9 Abs. 1 AHVG jedes Ein-
kommen, das nicht Entgelt für in unselbstständiger Stellung geleistete Ar-
beit darstellt.

2.2 Bei Versicherten, die mehrere Tätigkeiten gleichzeitig ausüben, ist 
jedes Erwerbseinkommen gesondert auf seinen beitragsrechtlichen Cha-
rakter zu überprüfen, dies sogar dann, wenn die verschiedenen Erwerbs-
tätigkeiten in ein und derselben Firma ausgeübt werden (BGE 144 V 111 E. 
6.1 S. 114, 122 V 169 E. 3b S. 172). Die Tatsache, dass eine beitrags-
pflichtige Person bereits einer Ausgleichskasse als selbstständigerwerben-
de angeschlossen ist, hat daher für die Qualifikation eines Entgelts AHV-
rechtlich keine Bedeutung. Ebenso wenig vermag umgekehrt die Tatsache, 
dass eine beitragspflichtige Person bereits mit einer Ausgleichskasse als 
unselbstständige abrechnet, die beitragsrechtliche Qualifikation des Ein-
kommens aus einer weiteren Tätigkeit zu präjudizieren (BGE 123 V 161 E. 
4a S. 167).

2.3 Bei Ablehnung des Gesuchs einer versicherten Person um An-
schluss und Registrierung als Selbstständigerwerbender hat die Aus-
gleichskasse eine anfechtbare Verfügung zu erlassen. Dieser Entscheid ist 
rechtsgestaltender Natur im Sinne von Art. 5 Abs. 1 lit. a oder c des Bun-
desgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Okt. 2020, AHV/20/347, Seite 7

(VwVG; SR 172.021) und nicht bloss ein reiner Feststellungsentscheid 
(BGE 132 V 257 E. 2.4.2 S. 263 und E. 2.5 S. 264).

2.4 Verfügungen über paritätische Beiträge sind grundsätzlich dem Ar-
beitgeber und dem Arbeitnehmer zu eröffnen, weil beide gleichermassen 
durch die Verfügung betroffen sind. Ausnahmen von diesem Grundsatz 
bestehen, wenn der Verwaltung die Zustellung von Verfügungen an die 
Arbeitnehmer nicht zugemutet werden kann. Dies gilt nicht nur, wenn das 
Beitragsstatut oder die Natur der einzelnen Zahlung streitig ist, sondern 
auch bei nachträglichen Lohnerfassungen, wenn umstritten ist, ob be-
stimmte Vergütungen zum massgebenden Lohn im Sinne von Art. 5 Abs. 2 
AHVG gehören (BGE 113 V 1 E. 2 S. 3 und E. 4a S. 5; RKUV 1996 U 236 
S. 32 E. 3b, 1990 U 106 S. 280 E. 3b).

3.

3.1 Der Beschwerdeführer hat von der Beschwerdegegnerin verlangt, er 
sei bezüglich der von ihm geltend gemachten Tätigkeiten gegenüber der 
D.________ als Selbstständigerwerbender aufzunehmen. 

3.1.1 In der Anmeldung für Selbstständigerwerbende vom 25. Februar 
2020 wurde als Auftraggeber/Kunde einzig die C.________ AG genannt 
(AB 14). Für dieses Unternehmen hat der Beschwerdeführer einen Man-
datsvertrag vorgelegt (Akten des Beschwerdeführers, Beschwerdebeilage 
[BB] 2). Für die D.________ fehlt ein Vertrag, es liegt alleine eine Honorar-
rechnung über Fr. 1'000.-- den Monat Februar 2020 betreffend vor (AB 12). 
Die Beschwerdegegnerin hat die Tätigkeit gegenüber der D.________ des-
halb anlässlich des Erlasses ihrer Verfügung als solche eines Handelsrei-
senden erachtet und in der Folge deswegen den Anschluss als 
Selbstständigerwerbender mit Verfügung vom 22. April 2020 abgelehnt (AB 
8). Diese Verfügung wurde zutreffend auch der D.________ zugestellt (AB 
9).

3.1.2 Am 26. April 2020 erhob der Beschwerdeführer Einsprache (AB 7). 
Sie entspricht der späteren Beschwerde. Die D.________ ihrerseits hat am 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Okt. 2020, AHV/20/347, Seite 8

28. April 2020 gegen die ihr zugestellte Verfügung Einsprache erhoben (AB 
6). 

Die Vorwürfe des Beschwerdeführers, es sei an ihm vorbei unzulässiger-
weise mit der D.________ Kontakt aufgenommen worden (vgl. Beschwerde 
S. 2), sind haltlos. Die Verfügung vom 22. April 2020 (AB 8) war auch der 
D.________ zu eröffnen, da diese von diesem Entscheid ebenfalls betrof-
fen war (vgl. E. 2.4 hiervor) und ihr somit auch ein Einspracherecht zustand 
(analoge Anwendung von Art. 59 ATSG [UELI KIESER, Kommentar zum 
ATSG, 4. Aufl. 2020, Art. 52 N. 86]).

3.2

3.2.1 Die D.________ hat in ihrer Einsprache ausgeführt (AB 6), der Be-
schwerdeführer sei kein Angestellter der D.________, er arbeite nicht für 
die D.________ und habe keinen Vertrag unterschrieben, er habe auch 
keine Gelder erhalten. Mit dieser Sachverhaltsdarstellung der D.________ 
wurde die Annahme der Beschwerdegegnerin für ein aktuelles Interesse 
am Erlass einer Verfügung im Zusammenhang mit dem Beitragsstatut die 
D.________ betreffend widerlegt. Die D.________ hat denn auch nicht nur 
eine aktuelle Geschäftsbeziehung ausgeschlossen, sondern auch keine 
solche in Aussicht gestellt. Auch wenn die Beschwerdegegnerin entgegen 
dem Charakter des Einspracheverfahrens als Teil des Verwaltungsverfah-
rens vom Wortlaut her mit ihrem Einspracheentscheid insoweit nicht korrekt 
verfügt hat, als sie die Verfügung aufgehoben und die Sache als gegen-
standslos bezeichnet hat, so ist doch klar, dass sie ihre zunächst materiell 
begründete (abweisende) Feststellungsverfügung die D.________ betref-
fend in dem Sinne durch einen formellen Einspracheentscheid ersetzt hat, 
als sie auf die Anmeldung die D.________ betreffend im Sinne eines Pro-
zessentscheids nicht eingetreten ist. Dies ist nicht zu beanstanden und die 
Beschwerde ist im Sinne der Erwägungen abzuweisen.

3.2.2 Nichts daran ändert die vom Beschwerdeführer mit der Anmeldung 
eingereichte, (nicht unterzeichnete) angebliche Rechnung an die 
D.________ betreffend angebliche Mandate im Monat Februar 2020 (AB 
12), notabene ausgestellt auf den nichtexistierenden 30. Februar 2020. Die 
D.________ selbst hat bestätigt, dass sie keine Leistungen erbracht hat, 

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was angesichts dieser Ausgangslage absolut glaubhaft ist. Nichts ändert 
weiter der erst im vorliegenden Verfahren eingereichte Mailverkehr mit ei-
nem Mitarbeiter der D.________ (BB 14) und eine weitere angebliche 
Rechnung an die D.________ vom 7. April 2020 (AB 15). Dass diese 
Rechnung bezahlt worden wäre, ist nicht belegt. Gemäss diesen Unterla-
gen wurde mit dem Beschwerdeführer in der Folge zwar für den 20. Mai 
2020 ein Termin vereinbart, anlässlich welchem überhaupt erst eine allfälli-
ge Zusammenarbeit besprochen werden sollte. Dabei wurde aber seitens 
der D.________ zusätzlich auf die Homepage www. … .ch und die … hin-
gewiesen, die gemäss den dortigen Angaben eine Voraussetzung ist, damit 
der Beschwerdeführer überhaupt gegenüber der D.________ tätig werden 
könnte (vgl. Art. … der Verordnung vom … über …. […; SR …]). Ange-
sichts dieser Ausgangslage bleibt es dabei, dass die Beschwerdegegnerin 
am 7. Mai 2020 zu Recht auf die Anmeldung die D.________ betreffend 
nicht eingetreten ist. Sollte sich die Situation die D.________ betreffend im 
Nachgang zur Besprechung vom 20. Mai 2020 tatsächlich massgeblich 
geändert haben, so wird es dem Beschwerdeführer freistehen, unter Vorla-
ge der (offensichtlich seitens der D.________ vorgesehenen und verlang-
ten) schriftlichen vertraglichen Absprachen erneut an die 
Beschwerdegegnerin zu gelangen. Dabei kann vorliegend offen bleiben, ob 
und inwieweit der Beschwerdeführer eine Tätigkeiten im …- bzw. … zufol-
ge der ihn betreffenden strafrechtlichen Verurteilung (vgl. Urteil dieses Ge-
richts betreffend den Beschwerdeführer im Verfahren ALV/2016/706 vom 
17. Oktober 2016, E. 3.4) überhaupt ausüben dürfte (vgl. Art. …). 

Der Beschwerdeführer selbst hat, obwohl hierzu auch im vorliegenden Ver-
fahren aufgefordert (vgl. prozessleitende Verfügung vom 18. Mai 2020), 
keine Unterlagen eingereicht, die ein Geschäftsverhältnis mit der 
D.________ belegen würden. Somit bleibt es bei der bereits in Erwägung 
3.2.1 hiervor festgehaltenen Abweisung der Beschwerde im Sinne der Er-
wägungen.

4.

4.1

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Okt. 2020, AHV/20/347, Seite 10

4.1.1 Gemäss Art. 61 lit. a ATSG muss das Verfahren für die Parteien 
kostenlos sein; einer Partei, die sich mutwillig oder leichtsinnig verhält, 
können jedoch eine Spruchgebühr und die Verfahrenskosten auferlegt 
werden. Leichtsinnige oder mutwillige Prozessführung kann vorliegen, 
wenn die Partei ihre Stellungnahme auf einen Sachverhalt abstützt, von 
dem sie weiss oder bei der ihr zumutbaren Sorgfalt wissen müsste, dass er 
unrichtig ist. Mutwillige Prozessführung kann auch etwa angenommen wer-
den, wenn eine Partei eine ihr in dieser Eigenschaft obliegende Pflicht (z.B. 
Mitwirkungs-, Unterlassungspflicht) verletzt oder wenn sie noch vor der 
Rekursbehörde an einer offensichtlich gesetzwidrigen Auffassung festhält 
(BGE 124 V 285 E. 4b S. 288, 112 V 333 E. 5a S. 334; SVR 2007 IV Nr. 19 
S. 69 E. 2.2).

4.1.2 Das vorliegende Verfahren wurde seitens des Beschwerdeführers 
mutwillig geführt. Der Beschwerdeführer hatte im Verwaltungsverfahren 
eine angebliche Rechnung eingereicht (AB 12), wohingegen die absolut 
glaubwürdige Aussage der D.________ dahin lautet, dass sie in keinem 
vertraglichen Verhältnis zum Beschwerdeführer steht (AB 6) und dement-
sprechend auch mindestens bis zum 20. Mai 2020 (vgl. E. 3.2.2 hiervor) 
kein Selbstständig- oder Unselbstständigerwerbendenverhältnis zu ihr be-
standen haben kann. Obwohl mit prozessleitender Verfügung vom 18. Mai 
2020 gerichtlich aufgefordert, hat der Beschwerdeführer schliesslich nichts 
vorgelegt, was den Eindruck, dass es sich bei der angeblichen Rechnung 
(AB 12) um ein ohne entsprechende Grundlage erstelltes Dokument han-
delt, auch nur ansatzweise zu widerlegen geeignet wäre. Vor diesem Hin-
tergrund sind dem Beschwerdeführer die Verfahrenskosten, festgelegt auf 
Fr. 500.--, aufzuerlegen.

4.2 Bei diesem Verfahrensausgang hat der Beschwerdeführer keinen 
Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 AHVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Okt. 2020, AHV/20/347, Seite 11

1. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen abgewiesen soweit 
darauf eingetreten werden kann.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer zur 
Bezahlung auferlegt.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- A.________
- Ausgleichskasse des Kantons Bern, Abteilung Beiträge und Zulagen 
- D.________
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.