# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 23b48bc3-26b5-5437-be5e-360dfff686ae
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-01-10
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 10.01.2018 I 2017 89
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2017-89_2018-01-10.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2017 89

Entscheid vom 10. Januar 2018 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Dr.med. Urs Gössi, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
MLaw Joëlle Sigrist, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. Rainer Deecke,
Industriestrasse 13c, Postfach 7555, 6302 Zug,

gegen

IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Invalidenversicherung (Leistungen)

2

Sachverhalt:

A. A.________ (geb. ________) arbeitete seit 1987 als Bauarbeiter/ Maschi-
nist für die B.________ AG (________). Nachdem im Jahre 2015 zunehmend 
Atemprobleme auftraten, erfolgten medizinische Abklärungen, welche die Dia-
gnose eines Lungen-Karzinoms ergaben. Es folgte eine Pneumonektomie 
(27.7.2015) mit adjuvanter Chemotherapie. Während diesen Behandlungen trat 
am 29. September 2015 ein akutes koronares Ereignis mit Myokardinfarkt auf 
(Reanimation mit Defibrillation, anschliessend PTCA und Stenting im 
C.________ (Spital), vgl. IV-act. 10-2/40). 

B. Am 13. November 2015 ging die Anmeldung zum Bezug von IV-Leistungen 
ein (IV-act. 1). Nach diversen Abklärungen teilte die IV-Stelle mit Vorbescheid 
vom 13. Dezember 2016 mit, dass für den Zeitraum vom 1. Mai 2016 befristet bis 
zum 30. September 2016 ein Anspruch für eine ganze IV-Rente (IV-Grad: 90%) 
anerkannt werde (IV-act. 28). Dagegen liess A.________ am 26. Januar 2017 
Einwände erheben mit dem Hauptbegehren, dass auch über den 30. September 
2016 hinaus eine ganze Rente zu gewähren sei (IV-act. 32-1/10). 

C. Am 21. August 2017 verfügte die IV-Stelle, dass für A.________ vom 1. 
Mai 2016 bis zum 30. September 2016 ein Anspruch auf eine ganze IV-Rente 
bestehe (IV-Grad 90%).

D. Gegen diese Verfügung liess A.________ rechtzeitig am 18. September 
2017 beim Verwaltungsgericht Beschwerde erheben mit den folgenden Rechts-
begehren:

1. Die Verfügung vom 21.8.2017 sei aufzuheben und es sei die Beschwerdegeg-
nerin zu verpflichten, dem Beschwerdeführer die gesetzlichen Leistungen nach 
IVG, namentlich eine ganze Rente auch über den 30.9.2016 hinaus, zu ge-
währen.

2. Eventuell sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerdeführer 
ab 1.10.2016 eine Rente nach Gesetz (IVG) zu gewähren.

3. Sub-Eventuell sei die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen und 
diese sei zu verpflichten, umfassende medizinische Abklärungen - im Sinne ei-
ner verwaltungsexternen Begutachtung - vorzunehmen.

4. Sub-sub-eventuell sei die Sache zur Abklärung betreffend Anspruch auf beruf-
liche Massnahmen und deren Durchführung an die Beschwerdegegnerin 
zurückzuweisen.
Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zzgl. MWSt zulasten der Beschwer-
degegnerin.

E. Mit Vernehmlassung vom 16. Oktober 2017 beantragte die IV-Stelle, die 
Beschwerde sei abzuweisen, unter Kostenfolge zu Lasten des Beschwerdefüh-

3

rers. Mit Eingabe vom 27. Oktober 2017 nahm der Beschwerdeführer zur Ver-
nehmlassung der Vorinstanz Stellung. Die IV-Stelle verzichtete am 2. November 
2017 auf die Erstattung einer weiteren Stellungnahme.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Invalidität setzt eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psy-
chischen Gesundheit voraus (Art. 4 Abs. 1 Bundesgesetz über die Invalidenver-
sicherung [IVG; SR 831.20] sowie Art. 3 und 6ff. Bundesgesetz über den allge-
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts ATSG; SR 830.1 i.V.m. Art. 1 Abs. 1 
IVG). Gemäss Art. 7 Abs. 2 ATSG sind für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchti-
gung zu berücksichtigen; eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie 
aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG). 

Die versicherte Person hat nach Art. 28 Abs. 2 IVG
- Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70 Prozent, 
- Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 Prozent, 
- Anspruch auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 Prozent, 
- und Anspruch auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40 Prozent 

invalid ist. 

1.2 Der Invaliditätsgrad bestimmt sich nach Art. 16 ATSG, wonach zur Ermitt-
lung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person 
nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behand-
lung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätig-
keit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (= sog. hypothetisches 
Invalideneinkommen), zum Erwerbseinkommen in Beziehung gesetzt wird, das 
sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (= sog. hypothetisches 
Valideneinkommen). Es ist für die Invaliditätsbemessung nicht entscheidend, ob 
die versicherte Person ihre (Rest-)Arbeitsfähigkeit erwerblich verwertet, d.h. von 
der ihr verbliebenen Erwerbsfähigkeit Gebrauch macht. Vielmehr ist die Invali-
dität stets auf der Grundlage desjenigen Erwerbseinkommens zu bemessen, das 
die versicherte Person durch eine ihr zumutbare Tätigkeit erzielen könnte (vgl. 
Meyer/Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 3.A., Art. 28a 
N 27).

1.3 Die Invalidität bemisst sich somit nicht nach medizinischen, sondern nach 
wirtschaftlichen, erwerblichen Kriterien, nach der Erwerbsunfähigkeit. Erwerbs-
unfähigkeit ist das Unvermögen, auf dem gesamten für die versicherte Person in 
Frage kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt die verbliebene Arbeitsfähigkeit 

4

in zumutbarer Weise wirtschaftlich zu verwerten (BGE 109 V 25 Erw. 3d; 106 V 
86 Erw. 2b; 105 V 139 Erw. 1c; 98 V 166 Erw. 2). Wer nicht mindestens teilweise 
arbeitsunfähig ist, kann auch nicht erwerbsunfähig und mithin nicht invalid sein 
(vgl. BGE 105 V 139 Erw. 1b).

1.4 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungs- und Verwaltungsgerichts-
beschwerdeverfahren ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (vgl. Art. 43 
Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben Verwaltung und Sozialversicherungs-
gericht von sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des Sachverhalts 
zu sorgen (BGE 122 V 157 Erw. 1a). Mit dem Untersuchungsgrundsatz korrelie-
ren die Mitwirkungspflichten der versicherten Person, indem diese zur Abklärung 
des Sachverhaltes beitragen muss (vgl. Meyer/Reichmuth, a.a.O., Art. 53-57 IVG 
N 10 mit Verweis auf BGE 122 V 157 Erw. 1a).

1.5.1  Die Verwaltung und im Beschwerdefall der Richter sind bei der Bemes-
sung des IV-Grades auf Unterlagen angewiesen, die der Arzt und gegebenenfalls 
auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes ist 
es, den Gesundheitszustand des Versicherten zu beurteilen. Der Arzt hat auch 
dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeit 
der Versicherte arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine 
wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen dem 
Versicherten noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 Erw. 4; 105 V 156 
Erw. 1). 

1.5.2  In der Würdigung der Beweise ist der Sozialversicherungsrichter frei (vgl. 
Art. 61 lit. c ATSG). Er hat die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Be-
weisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Er hat alle Be-
weismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und da-
nach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Be-
urteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten (BGE 125 V 351 Erw. 3a; 
122 V 157 Erw. 1c). Im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholte Gutach-
ten von externen Spezialisten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen 
und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei 
der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist regel-
mässig volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen 
die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (vgl. BGE 137 V 227 Erw. 1.3.4 mit 
Hinweis).

1.6.1  Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwal-
tung oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, 
ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten 

5

und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis 
nichts mehr ändern, so ist auf die Abnahme weiterer Beweise zu verzichten (an-
tizipierte Beweiswürdigung; Kölz/Häner, Verwaltungsverfahren und Verwaltungs-
rechtspflege des Bundes, 3.A., Rz. 153; Urteil des Bundesgerichts 8C_424/2010 
vom 19.7.2010 Erw. 3.2.3 mit Verweis auf BGE 134 I 140 Erw. 5.3).

1.6.2 Der Verzicht auf weitere Abklärungen oder im Beschwerdefall auf Rückwei-
sung der Sache zu diesem Zweck (antizipierte Beweiswürdigung) verletzt etwa 
dann Bundesrecht, wenn der festgestellte Sachverhalt unauflösbare Wider-
sprüche enthält oder wenn eine entscheidwesentliche Tatfrage, wie namentlich 
Gesundheitszustand und Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person, auf unvoll-
ständiger Beweisgrundlage beantwortet wird (Bundesgerichtsurteil 8C_760/2015 
vom 18.3.2016 Erw. 3.1 mit Verweis auf Urteil 9C_37/2015 vom 17.6.2015 Erw. 
3.2).

2. Was die gesundheitlichen Beeinträchtigungen des Beschwerdeführers und 
die Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit anbelangt, sind den vorliegenden Ak-
ten u.a. die nachfolgend dargelegten Ausführungen zu entnehmen.

2.1 Der Hausarzt Dr.med. D.________ fasste in seinem Bericht vom 13. Fe-
bruar 2016 an die IV-Stelle den bisherigen Verlauf mit den folgenden Diagnosen 
zusammen (IV-act. 10-1/40):

Multifokales Adenokarzinom des re Lungenunterlappens pT4 pnO (0/52) cMO NO 
VO G3, Stadium IIIA mit/bei

 Pneumonektomie re mit mediastinaler Lymphadenektomie 27.7.15
 multiple zusätzliche flaue Läsionen bilateral (…)
 COPD Gold I
 CO-Diffusionskapazität 60%
 Nikotinabusus 80 py
 anamnestisch vorbestehende Hochton-Schwerhörigkeit
 adjuvante ChemoTh. mit Cisplatin und Vinorelbine ab 22.9.15, wegen

Unverträglichkeit vorzeitiger Abbruch
 Aktuell 01/16: klinische, laborchemische und radiologische vollständige 

Remission
Harnwegsinfekt am 27.10.2015

 DD anderer Infektfokus, chemotherapieassoziierte Gastroenteritis
 transiente hypoosmolare Hyponatriämie, DD: bei Diarrhoe 

Koronare Eingefässerkrankung
 akuter STEMI anterior 29.9.15
 2x Defibrillation bei Kammerflimmern in der Praxis 29.9.15
 PTCA und 1x Stent bei subtotalem Verschluss med. RIVA 29.9.15
 Echo 5.10.15: erhaltene globale syst. Pumpfkt., Hypokinesie septal, apikal
 cv RF: Nikotin 60 py

Anamn. Vit. B12 Mangel 2015

6

Laparaskopische Appendektomie 09/15 vor der Chemo
Vorhofflimmern perioperativ 07/15
Sigmadivertikulose

 Segmentale Peridivertikulitis 07/15
 Perityphlitischer Abszess, Drainage 19.5.15

Ausgeprägte chronische Pankreaskopf-Pankreatitis bei aethylischer chronisch re-
zidivierender Pankreatitis 2004

 Pyloruserhaltende partielle Duodenopankreatektomie und Rekonstruktion 
mit 

 End-zu-Seit Pankreatico-jejunostomie,
 End-zu-Seit Hepaticojejunostomie
 End-zu-Seit Duodenojejunostomie - Cholecystektomie

Zur Arbeitsfähigkeit äusserte sich Dr.med. D.________ am 13. Februar 2016 wie 
folgt (IV-act. 10-3/40):

AUF: 100% ab 18.5.2015 bis heute und weiter.
1.7
Der Patient arbeitete auf dem Bau, er ist körperlich im Moment nicht belastbar, die 
Belastbarkeit ist möglicherweise nicht zu steigern, es fehlt doch immerhin die halbe 
Lunge, die Restlunge leidet an einer COPD. Zudem besteht eine coronare Herz-
krankheit. Die Sauerstoffversorgung ist knapp garantiert.
Eine körperliche Arbeit kann der Patient im Moment nicht mehr ausüben. Es dürfte 
auch später nicht möglich sein.
Die bisherige Tätigkeit ist nicht mehr zumutbar.
1.8
Die Einschränkungen lassen sich möglicherweise minim verbessern durch medizi-
nische Massnahmen, der Patient ist dauernd in Behandlung. Fortschritte sind in 
kleinen Schritten erfolgt. Bisher kann die Arbeitsfähigkeit nicht gesteigert werden.

Zudem ergänzte der Hausarzt, dass der Versicherte "nur minimalste Belastungen 
ertragen" könne; aktuell könne er höchstens kurze Zeit arbeiten (2-3 Stunden pro 
Tag, bzw. ca. 20%; vgl. IV-act. 10-4/40).

2.2 Ab 1. Mai 2016 konnte der Versicherte wieder in einem geringen Umfang 
(ca. 10%) die Arbeit beim langjährigen Arbeitgeber aufnehmen, namentlich als 
Kranführer (mit Unterstützung durch Kollegen bei der Fixierung von Lasten, vgl. 
IV-act. 19-2/3 unten). 

2.3 Nach einer Verlaufskontrolle vom 11. Juli 2016 im E.________(Spital) führ-
te der Onkologe Dr.med. F.________ (Onkologie/ Hämatologie) im gleichentags 
verfassten Bericht u.a. aus, 7 Monate nach Abschluss der vorzeitig beendeten 
adjuvanten Chemotherapie befinde sich der Versicherte in gutem Allgemeinzu-
stand; er habe sich von den Folgen der Operation und der adjuvanten Chemo-
therapie weitgehend erholt und arbeite wieder teilzeitlich. Radiologisch würden 
sich vergrösserte mediastinale Lymphknoten unklarer Dignität zeigen, welche al-

7

lenfalls metastatisch befallen sein könnten. Es sei eine weitere Verlaufskontrolle 
in 2 Monaten geplant (vgl. IV-act. 20-4/7). 

2.4 In einem weiteren Bericht vom 14. Juli 2016 an die IV-Stelle wiederholte 
Dr.med. D.________ die bereits bekannten Diagnosen (vgl. Erw. 2.1). Zum Ver-
lauf äusserte er sich dahingehend, dass sich die Atmung etwas verbessert habe, 
indes weiterhin bei geringster Belastung sofort Atemnot eintrete. Die Arbeits-
fähigkeit veranschlagte er ab 1. Mai 2016 auf 10%; eine weitere Steigerung wur-
de vom Hausarzt als "kaum möglich" beurteilt (IV-act. 20-2/7).

2.5 Die RAD-Ärztin hielt in ihrer Aktenbeurteilung vom 1. September 2016 fest, 
es sei medizinisch nachvollziehbar, dass die bisherige Tätigkeit des Versicherten 
bei den vorliegenden schweren körperlichen Einschränkungen nicht mehr zu-
mutbar sei. Da mittlerweile Befunde unklarer Dignität im Bereich der Restlunge 
aufgetreten seien, sei die nächste Kontrolluntersuchung abzuwarten (IV-act. 21-
4/4). 

2.6 In der Zwischenzeit wurde am 31. August 2016 CT-Abklärungen hinsicht-
lich Thorax und Oberbauch im E.________ (Spital) durchgeführt. Dr.med. 
G.________ (Chefarzt/ Radiologie FMH) führte in seiner Beurteilung aus, dass 
kein Hinweis auf ein Tumorrezidiv vorliege (IV-act. 25-7/12). Im Sprechstunden-
bericht vom 2. September 2016 nahm Dr.med. F.________ folgende Beurteilung 
vor (IV-act. 25-12/12):

9 Monate nach Abschluss der vorzeitig beendeten adjuvanten Chemotherapie be-
findet sich A.________ in gutem Allgemeinzustand. Er hat sich weiter von den 
Nachwirkungen der Operation und der adjuvanten Chemotherapie erholt und arbei-
tet teilzeitweise als Bauarbeiter und Kranführer. Radiologisch lässt sich eine ge-
wisse Regredienz der letztmals nachweisbaren Lymphadenopathie demonstrieren. 
In dieser Situation planen wir weitere regelmässige Verlaufskontrollen (…). Im Fal-
le einer Krankheitsprogression käme nicht der Einsatz der gleichen Chemothera-
peutika, aber durchaus eine Zweitlinien-Chemotherapie mit Taxotere oder in erster 
Linie eine Immuntherapie mit dem für diese Indikation zugelassenen Antikörper Ni-
volumab (Opdivo) in Frage.

Zum Ausmass des zumutbaren Arbeitsfähigkeitsgrades nahmen die Ärzte des 
E.________ nicht Stellung.

2.7 Die RAD-Ärztin Dr.med. H.________ anerkannte in ihrer Aktenbeurteilung 
vom 15. November 2016, dass "die schwere Arbeit auf dem Bau und auch als 
Kranführer" dem Versicherten "in Zukunft nicht mehr voll zumutbar sein" werde, 
allein schon "seitens der kardialen Seite". Körperlich leichte Arbeiten (ohne 
Schicht- und Nachtarbeit) erachtete sie ab sofort in einem Umfang von 100% als 
zumutbar (IV-act. 26-4/4). 

8

2.8 Dr.med. D.________ wiederholte in seinem Verlaufsbericht vom 4. Januar 
2017 an die IV-Stelle weitgehend die bereits angeführte Diagnosenliste mit der 
Präzisierung, dass eine leichte Grössenregredienz paratrachealer LKs re apical 
vorliege, vereinbar mit einer postentzündlichen Lyphadenopathie, und dass aktu-
ell keine Zeichen für ein Tumorrezidiv ersichtlich seien; zudem wurde auf einen 
viralen Infekt der Luftwege hingewiesen (IV-act. 30-1/3). In seiner Beurteilung 
führte Dr.med. D.________ u.a. aus (IV-act. 30-2/3):

Cardiopulmonal ist die Situation natürlich entsprechend seinem Krankheitsbild mit 
Verlust von mehr als 50% der Lunge und einem doch auch stark geschädigtem 
Herz sehr instabil.
Er kann auf dem Bau nicht mehr arbeiten, im Sinne einer Beschäftigungstherapie 
ist er jeweils circa einen halben Tag auf der Baustelle und hilft auch an anderen 
Orten (z.B. im Lager). Bei geringster körperlicher Aktivität kommt es zu starker 
Atemnot mit massivem Pulsanstieg. Sein Arbeitsprozess erreicht kaum 10%.
Aus medizinischer Sicht ist er für Arbeiten im Lager oder auf der Baustelle mit ge-
ringster körperlicher Belastung nur kurze Zeit fähig, dementsprechend ist er zu 
90% arbeitsunfähig. Auch für andere Tätigkeiten mit weniger körperlicher Belas-
tung ist er kaum arbeitsfähig (…).

2.9 Die RAD-Ärztin Dr.med. H.________ führte in ihrer Stellungnahme vom 23. 
Januar 2017 aus, dass keine neuen Befunde geliefert würden, teils seien die An-
gaben auch widersprüchlich. Sie habe sich in ihrer Beurteilung auf das 
E.________(Spital) abgestützt, welches die Leistungsfähigkeit des Versicherten 
positiv eingeschätzt habe. Der Hausarzt sehe dies anders. Da der Versicherte 
nur noch eine Lunge habe, könnte allenfalls zusätzlich bei einem Pneumologen 
eine Einschätzung eingeholt werden (IV-act. 31-5/5).

2.10 Eine solche pneumologische Abklärung fand am 8. und 22. Februar 2017 
im E.________(Spital) statt. Dr.med. I.________ (leitender Arzt/ Pneumologie) 
fasste sein Abklärungsergebnis wie folgt zusammen (IV-act. 34-1/3):

Aufgrund Ihrer Anfrage habe ich bei A.________ eine Spiroergometrie durchge-
führt. Diese zeigt eine mittelschwer eingeschränkte körperliche Leistungsfähigkeit 
aufgrund einer pulmonal-ventilatorischen, möglicherweise auch zirkulatorischen, 
Limitierung. Somit qualifiziert der Patient lediglich noch für leichte körperliche Ar-
beiten, einer mtA von 33-50% entsprechend. Falls er dafür umgeschult werden 
kann, ist aber aus pneumologischer Sicht aktuell eine 100%ige Arbeitsfähigkeit 
möglich. 

Weiter führte Dr.med. I.________ in seiner Beurteilung an den Hausarzt u.a. aus 
(IV-act. 34-3/3):

A.________ berichtet, dass er seit etwa Ende Januar Schmerzen der unteren rech-
ten Thoraxhälfte habe. Unter Diclofenac seien die Schmerzen besser. Ab und zu 
hätte er Reizhusten, zudem habe er vermehrt Mühe mit dem Atmen, insbesondere 
auch bei seiner Arbeitstätigkeit auf der Baustelle, wo er anpacken und alles ma-

9

chen müsse. Hier arbeite er aktuell zu 10%. Die Tumornachsorge sei alle drei Mo-
nate (…). 

Die bereits durch Dich (Hausarzt) veranlasste Computertomographie des Thorax 
zeigt eine eindrückliche Zunahme der Volumenminderung der pneumonektomier-
ten Seite und damit auch Mediastinalverlagerung und kompensatorische Über-
blähung der Restlunge. Dadurch kann es durchaus zu Abknickungen im Bronchus 
und auch in den Blutgefässen kommen, zudem sind die rechten unteren Rippen 
mittlerweile sehr dicht aufeinander, was wahrscheinlich für die Schmerzen verant-
wortlich ist. Dieser Zustand ist bekannt als Post-Pneumonektomie-Syndrom. Ich 
habe mit dem Operateur, K.________, die Bilder noch angeschaut und über mögli-
che Therapie-Optionen diskutiert. Leider gibt es keine gute Lösung (…).

2.11  In einem weiteren Bericht vom 30. August 2017 an die IV-Stelle fasste 
Dr.med. F.________ die gesundheitliche Situation dahingehend zusammen, 
dass der Versicherte an zwei schweren Erkrankungen leide, einerseits einem lo-
kal fortgeschrittenen Bronchuskarzinom, welches durch Entfernung der gesam-
ten rechten Lunge zwar entfernt werden konnte, aber im weiteren Verlauf noch 
immer eine erhebliche Rückfallgefahr in sich berge. Infolge dieser Operation lei-
de er an deren Folgen. Die mediastinalen Organe hätten sich auf die rechte Seite 
verlagert, was erhebliche Einschränkungen bei der Kreislauffunktion zur Folge 
habe. Zudem leide er an einer Erkrankung der Koronargefässe, welche im Sep-
tember 2015 beinahe zum Tode geführt hätten, wenn nicht in der Praxis des 
Hausarztes lebensrettende Sofortmassnahmen eingeleitet worden wären. Der 
Patient sei durch diese schweren Erkrankungen in seiner körperlichen Leistungs-
fähigkeit - wie der Hausarzt zu Recht festhalte - zu 80% arbeitsunfähig (IV-act. 
48-2/2).

3. Die gerichtliche Überprüfung der vorliegenden Beschwerdesache zeitigt die 
nachfolgend dargelegten Ergebnisse. 

3.1 Vorab ist festzuhalten, dass die Vorinstanz dem Beschwerdeführer für den 
Zeitraum vom 1. Mai 2016 bis zum 30. September 2016 eine ganze IV-Rente zu-
gesprochen hat. Ein Anspruch auf eine ganze IV-Rente für den genannten Zeit-
raum ist unbestritten. Streitig und näher zu prüfen ist, wie es sich mit einem Ren-
tenanspruch für den Zeitraum ab 1. Oktober 2016 verhält. 

3.2 Als Ausgangslage für die Beantwortung der Rentenfrage hinsichtlich des 
Zeitraumes ab 1. Oktober 2016 ist nach der Aktenlage festzuhalten, dass dem 
Beschwerdeführer die angestammte, seit 1987 ausgeübte Berufstätigkeit - eine 
körperlich anstrengende Arbeit auf Baustellen - nicht mehr länger zumutbar ist. 
Diesbezüglich besteht Einigkeit. Unterschiedliche Auffassungen bestehen hin-
sichtlich der Fragestellung, in welchem Umfang dem Versicherten angesichts 
seiner Erkrankungen noch leidensangepasste Tätigkeiten zumutbar sind.

10

3.2.1  Die Vorinstanz argumentiert in der angefochtenen Verfügung sowie in ihrer 
Vernehmlassung sinngemäss, dass der Versicherte gestützt auf das Ergebnis ei-
ner Spiroergometrie am E.________(Spital) und deren Auswertung durch 
Dr.med. I.________ aus pneumologischer Sicht für körperlich leichte Arbeiten zu 
100% arbeitsfähig sei, was auch der Beurteilung der RAD-Ärztin entspreche, 
zumal seitens der Karzinomerkrankung ein zufriedenstellender Verlauf vorliege 
(diese Argumentationskette wird nachfolgend als Arbeitsfähigkeitsbeurteilung A 
[100% arbeitsfähig für angepasste Arbeiten] bezeichnet). 

3.2.2  Demgegenüber vertreten der Hausarzt Dr.med. D.________ und Dr.med. 
F.________ sinngemäss den Standpunkt, dass namentlich angesichts des Ver-
lusts von mehr als 50% der Lunge und dem stark geschädigten Herz eine instabi-
le Situation vorliege, welche nur einen geringen Arbeitsfähigkeitsgrad von 10% 
(gemäss Hausarzt am 4.1.2017 für sämtliche Berufe, vgl. IV-act. 30-2/3 unten) 
bzw. von 20% (gemäss Dr.med. F.________; vgl. IV-act. 48) rechtfertige (= Ar-
beitsfähigkeitsbeurteilung B [für angepasste Arbeiten 10% bis 20% arbeitsfähig]). 

3.3 Eine prima-vista-Beurteilung dieser unterschiedlichen Arbeitsfähigkeitsbe-
urteilungen (A und B) legt den Schluss nahe, dass eine überzeugende Arbeits-
fähigkeitsbeurteilung für leidensangepasste Tätigkeiten im Bereich zwischen den 
Standpunkten A (eindeutig zu weitgehend) und B (eher zu knapp bemessen) an-
zusiedeln wäre (mit einer klaren Tendenz näher zum Standpunkt B). Indessen 
reicht die vorliegende medizinische Aktenlage nicht aus, um den massgebenden 
Arbeitsfähigkeitsgrad für leidensangepasste Tätigkeiten prozentgenau festzule-
gen. Diesbezüglich liegt eine unvollständige Beweisgrundlage im Sinne der Aus-
führungen unter Erwägung 1.6.2 vor, weshalb eine Rückweisung der Sache an 
die Vorinstanz unumgänglich ist.

3.4 Allerdings ist nicht zu übersehen, dass ein umfassendes Gutachten (kardio-
logisch/ pneumologisch/ onkologisch bzw. allgemein-internistisch) nicht unerheb-
liche Kosten verursacht. Dabei stellt sich die Frage, ob solche Kosten bei einem 
derzeit 57-jährigen Bauarbeiter (bzw. 58-jährig, bis das Gutachten vorliegt) Sinn 
machen, zumal erfahrungsgemäss ein bald 58-jähriger Versicherter, welcher zeit-
lebens schwere körperliche Arbeit auf dem Bau verrichtet hat (ohne eigentliche 
Berufsausbildung), wenig Chancen hat, in Anbetracht seiner schwerwiegenden 
Erkrankungen eine körperlich leichte Hilfsarbeit (gegebenenfalls in einem Teil-
zeitpensum) zu finden. Bei dieser konkreten Sachlage legt das Gericht den Par-
teien mit Nachdruck nahe, nach der vorliegenden Rückweisung anstatt weitere 
Kosten für ein medizinisches Gutachten zu generieren den Fokus auf den Ab-

11

schluss eines Vergleichs im Sinne von Art. 50 ATSG (zur Festlegung eines nach 
dem 1. Oktober 2016 andauernden Rentenanspruchs) zu legen. 

4. Nach dem Gesagten ist die Beschwerde insoweit gutzuheissen, als die an-
gefochtene Verfügung aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz zurückge-
wiesen wird, damit sie im Sinne der Erwägungen vorgehen und neu entscheiden 
kann. Diesem Ergebnis entsprechend gehen die Verfahrenskosten zu Lasten der 
Vorinstanz. Zudem wird dem beanwalteten Beschwerdeführer zu Lasten der In-
validenversicherung eine Parteientschädigung zugesprochen. Das Honorar ist in 
Beachtung des kant. Gebührentarifs für Rechtsanwälte (SRSZ 280.411), welcher 
im Verfahren vor Verwaltungsgericht in § 14 einen Rahmen von Fr. 300.-- bis Fr. 
8'400.-- vorsieht, und unter Beachtung der in § 2 des Gebührentarifs enthaltenen 
Kriterien (Wichtigkeit der Streitsache, Schwierigkeit, Umfang und Art der Arbeits-
leistung, notwendiger Zeitaufwand) sowie in Ausübung des pflichtgemässen Er-
messens auf Fr. 2'500.-- (inkl. Spesen und MwSt) festzulegen.

12

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird insoweit gutgeheissen, als die angefochtene Verfügung 
aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz zurückgewiesen wird, damit sie 
im Sinne der Erwägungen vorgehen und alsdann neu entscheiden kann.

2. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) 
werden auf Fr. 500.-- festgelegt und der Vorinstanz auferlegt. Diese Kosten 
werden zahlungsverkehrsmässig so abgewickelt, dass das Verwaltungs-
gericht den vom Beschwerdeführer bezahlten Kostenvorschuss von Fr. 500.-- 
einbehält und dieser dem Beschwerdeführer (bzw. seinem Rechtsvertreter) 
durch die Vorinstanz zurückzuerstatten ist.

3. Dem Beschwerdeführer wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteientschädi-
gung von Fr. 2'500.-- zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde* 
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schweizerhof-
quai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes 
über das Bundesgericht, BGG, SR 173.110).

5. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen, 3003 Bern (A).

Schwyz, 10. Januar 2018

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 
Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 1. Februar 2018