# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e8018abd-fc98-5885-a2b2-7afa41377db4
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 1996-11-21
**Language:** de
**Title:** Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Datenschutzkommission 21.11.1996 JAAC 62.42B
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_VB/CH_VB_014_JAAC-62-42B--_1996-11-21.pdf

## Full Text

JAAC 62.42B

Urteil der Eidgenössischen Datenschutzkommission
vom 21. November 1996

Art. 12/13, art. 29 LPD. Recours à la Commission fédérale de la
protection des données (CFPD) concernant des recommandations
émises par le Préposé fédéral à la protection des données (PFPD) dans
le domaine du droit privé. Recommandation en matière de données
recueillies auprès de personnes intéressées à la location d’un logement.

A. Décision incidente relative aux conditions du recours.

Cf. JAAC 62.42 A.

B. Jugement relatif à l’examen des recommandations.

Pouvoir d’examen de la CFPD (consid. IV).

Illicéité de l’atteinte à la personnalité, motifs justificatifs (consid. V).

- Un consentement juridiquement valable ne peut pas être admis de
manière générale (consid. V/1b).

- Mise en balance de l’intérêt du bailleur aux données qu’il désire et de
l’intérêt du candidat à la sauvegarde de sa sphère privée dans l’examen
de la question de savoir si une collecte de données est illicite au sens de
l’art. 12 LPD et si un motif justificatif au sens de l’art. 13 al. 2 let. a LPD
existe (consid. V/1c).

- Il est en principe admissible que la liberté contractuelle du bailleur se
voie restreinte par les recommandations du PFPD dans le cadre d’une
pesée générale des intérêts (consid. V/2).

- En matière de listes d’attente, un consentement valable à la collecte
des données peut être présumé (consid. V/3).

- Le consentement à la prise de renseignements doit être exprès
(consid. V/4).

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- Pour justifier une collecte de données selon l’art. 13 al. 2 let. a LPD,
il est décisif que les données soient essentielles pour le choix du
cocontractant approprié; à cet égard, les intérêts des colocataires
actuels doivent être pris en considération (par le bailleur; consid. V/5).

- Appréciation de questions particulières (consid. V/6).

Art. 12/13, Art. 29 DSG. Weiterziehung von Empfehlungen
des Eidgenössischen Datenschutzbeauftragten (EDSB) im
Privatrechtsbereich an die Eidgenössische Datenschutzkommission
(EDSK). Empfehlung betreffend die bei Interessenten für Mietwohnungen
erhobenen Daten.

A. Zwischenentscheid betreffend die Voraussetzungen der
Weiterziehung.

Vgl. VPB 62.42 A.

B. Urteil betreffend die Prüfung der Empfehlungen.

Kognition der EDSK (E. IV).

Widerrechtlichkeit der Persönlichkeitsverletzung,
Rechtfertigungsgründe (E. V).

- Eine rechtswirksame Einwilligung kann nicht generell angenommen
werden (E. V/1b).

- Gegenüberstellung des Interesses des Vermieters an den von ihm
gewünschten Daten und des Interesses des Mitbewerbers an der
Wahrung seiner Privatsphäre im Rahmen der Prüfung, ob eine
Datenerhebung widerrechtlich im Sinne von Art. 12 DSG ist und ob ein
Rechtfertigungsgrund im Sinne von Art. 13 Abs. 2 Bst. a DSG vorliegt
(E. V/1c).

- Grundsätzlich ist die Einschränkung der Vertragsfreiheit des
Vermieters durch die Empfehlungen des EDSB im Rahmen einer
allgemeinen Interessenabwägung zulässig(E. V/2).

- Bezüglich Wartelisten kann eine gültige Einwilligung zur
Datenbekanntgabe vorausgesetzt werden (E. V/3).

- Die Einwilligung zur Einholung von Referenzen muss ausdrücklich
erfolgen (E. V/4).

- Für die Rechtfertigung der Datenerhebung nach Art. 13 Abs. 2 Bst. a
DSG ist die Wesentlichkeit der Daten für die Auswahl des geeigneten
Vertragspartners entscheidend; die Interessen der bisherigen Mitmieter
sind hierbei (vom Vermieter) zu berücksichtigen (E. V/5).

- Beurteilung von Einzelfragen (E. V/6).

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Art. 12/13, art. 29 LPD. Ricorso alla Commissione federale della
protezione dei dati (CFPD) concernente raccomandazioni emanate
dall’Incaricato federale della protezione dei dati (IFPD) nel settore
privato. Raccomandazione in materia di dati raccolti presso persone
interessate alla locazione di un alloggio.

A. Decisione incidentale concernente le condizioni del ricorso.

Cfr. GAAC 62.42 A.

B. Sentenza concernente l’esame delle raccomandazioni.

Cognizione della CFPD (consid. IV).

Illiceità della lesione della personalità, motivi giustificativi (consid. V).

- Un consenso giuridicamente valido non può essere ammesso in modo
generale (consid. V/1b).

- Ponderazione tra l’interesse del locatore ai dati desiderati e l’interesse
del candidato alla locazione di un alloggio per la salva guardia della
propria sfera privata nel quadro dell’accertamento volto a stabilire se
una raccolta di dati è illecita ai sensi dell’art. 12 LPD e se sussiste un
motivo giustificativo ai sensi dell’art. 13 cpv. 2 lett. a LPD (consid. V/1c).

- Di principio è ammissibile che la libertà contrattuale del locatore
sia limitata mediante raccomandazioni dell’IFPD nel quadro di una
ponderazione generale degli interessi (consid. V/2).

- Per quanto concerne le liste d’attesa, può essere presunto un assenso
preventivo alla comunicazione di dati (consid. V/3).

- Il consenso alla raccolta di informazioni deve essere esplicito
(consid. V/4).

- Per giustificare una raccolta di dati giusta l’art. 13 cpv. 2 lett. a LPD,
è decisivo che i dati siano essenziali per la scelta dell’interlocutore
idoneo; a tal proposito, gli interessi dei colocatari attuali devono essere
presi in considerazione (dal locatore; consid. V/5).

- Valutazione di singole questioni (consid. V/6).

Zusammenfassung des Sachverhalts:

A. Am 21. November 1994 erliess der Eidgenössische Datenschutzbeauftragte
(EDSB) im Anschluss an eine Radiosendung vom Dezember 1993 und nach
Durchführung einer Vernehmlassung bei Vermieter- und Mieterverbänden
und Untersuchung von 89 Anmeldeformularen für Mietwohnungen eine
Empfehlung betreffend die bei Interessenten für Mietwohnungen zu
erhebenden Daten. Diese lautet wie folgt[5]:

Gemäss Ziffer 1 sind, wenn keine besonderen Voraussetzungen vorliegen, für
die Auswahl eines geeigneten Mieters nur die folgenden Angaben zu erheben:

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- Name, Vorname, Adresse und Geburtsdatum der dem Mietvertrag als Partei
beitretenden Personen

- Anzahl Personen in der Wohnung, davon Kinder

- Bestehender oder beabsichtigter Untermietvertrag

- Verwendung der Wohnung auch als Wohnung für den Ehepartner
(Familienwohnung)

- Beruf der den Mietvertrag unterzeichnenden oder mit dem Mieter von
Gesetzes wegen solidarisch haftenden Personen

- Arbeitgeber dieser Personen

- Einkommen dieser Personen in Einkommenskategorien (10 000er-Schritte bis
Fr. 100 000.-) oder Frage nach dem Verhältnis zwischen Miete und Einkommen

- Betreibungen in den letzten zwei Jahren

- Haustiere

- besondere Lärmverursachung

- ob die bisherige Wohnung durch den Vermieter gekündigt wurde und wenn
ja, warum.

Gemäss Ziffer 2 sind folgende Angaben nur zu erheben, wenn dem Vermieter
eine gesetzliche Pflicht obliegt, sie einer Behörde zu melden. Diese Angaben
sind nur bei denjenigen Personen zu erheben, über die der betreffenden
Behörde Meldung gemacht werden muss (also z. B. der einziehende Mieter
und seine Familie):

- Konfession

- Zivilstand, Datum der Trauung, Trennung oder Scheidung

- Nationalität, Art der Aufenthaltsbewilligung, bisherige Aufenthaltsdauer in
der Schweiz

- Heimatort, Abstammung

- Adresse und Telefonnummer des Arbeitgebers, Dauer des
Arbeitsverhältnisses

Laut Ziffer 3 sind folgende Angaben nur unter besonderen Voraussetzungen
zu erheben (Bestehen einer gesetzlichen Pflicht, statutarische Zielsetzung der
Liegenschaftsverwaltung oder andere wichtige besondere Gründe):

- Konfession

- Zivilstand, Datum der Trauung, Trennung oder Scheidung

- Name, Vorname und Adresse oder das Geschlecht von Personen, die dem
Mietvertrag nicht als Partei beitreten, Verwandschaftsverhältnisse zwischen
diesen Personen und dem Mietinteressenten

- Nationalität, Art der Aufenthaltsbewilligung, bisherige Aufenthaltsdauer in
der Schweiz

- Heimatort, Abstammung

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- Adresse und Telefonnummer des Arbeitgebers, Dauer des
Arbeitsverhältnisses

- Angaben, die der detaillierten, systematischen Abklärung der finanziellen
Verhältnisse des Mietinteressenten dienen

- Musikinstrumente

- unregelmässige Arbeitszeiten

- benutzte Fahrzeuge, Fahrzeugmarke, Kontrollschildnummer, Wert des
Fahrzeugs

- Anzahl Wohnungswechsel in den letzten Jahren

- Grund des Wohnungswechsels

- Anzahl Zimmer und Mietpreis der bisherigen Wohnung

- Nutzung der bisherigen Wohnung

- Verwendungszweck der neuen Wohnung

- voraussichtliche Mietdauer

- Anforderungen, welche an die Wohnung gestellt werden

- Bestehen einer Invalidität (grundsätzlich nur bei Vermietung von
Invalidenwohnungen)

Nach Ziffer 4 sind folgende Angaben in keinem Fall zu erheben:

- Besteht ein Zwang zum Abschluss des Mietvertrags aufgrund der Situation
auf demWohnungsmarkt oder einer persönlichen Notlage?

- Beurteilung des Preis-Leistungsverhältnisses der Wohnung

- Mitgliedschaft des Mietinteressenten oder anderer Personen bei einer
Mieterschutzorganisation

- Interesse am Abschluss eines Koppelungsgeschäfts, namentlich eines
Versicherungsvertrags mit der betreffenden Liegenschaftsverwaltung

- Bestehen chronischer Krankheiten

- nur punktuelle Angaben zur finanziellen Situation des Mietinteressenten,
die über das grundsätzlich Zulässige hinausgehen, aber dennoch kein
vollständiges Bild der finanziellen Situation des Mietinteressenten
ergeben (z. B. Fragen nach Abzahlungs- und Leasingverträgen oder nach
Lohnzessionen)

Gemäss Ziffer 5 sind Referenzen nur bei den vomMietinteressenten selbst
angegebenen Personen einzuholen und von der Referenzperson grundsätzlich
nur die vom Mietinteressenten gemachten Angaben bestätigen zu lassen.
Ist die Erhebung weiterer Angaben erforderlich, so ist der Mietinteressent
darüber vorher zu informieren.

Ziffer 6 schliesslich empfiehlt für Wartelisten, die sich nicht auf ein konkretes
Wohnobjekt beziehen, grundsätzlich, wenn keine besonderen Gründe weitere
Angaben erfordern, nur Name, Vorname und Adresse des Interessenten zu
erheben.

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Der EDSB eröffnete diese Empfehlung der Gesellschaft A (Grossvermieterin),
sowie Vermieter- und Mieter-Interessenverbänden und einer Privatperson
durch eingeschriebene Sendung.

Ferner stellte er sie dem Schweizerischen Verband der Einwohner- und
Fremdenkontrollchefs, 8022 Zürich, den kantonalen Datenschutzbeauftragten
und denjenigen Privatpersonen, welche sich in dieser Sache mit dem
Eidgenössischen Datenschutzbeauftragten in Verbindung gesetzt haben, zu.
Weiter wurde diese Empfehlung im Bundesblatt vom 22. November 1994 (BBl
1994 V 412 ff.) publiziert.

B. Im Anschluss hieran haben sich nebst fünf Privatpersonen verschiedene
Gesellschaften (darunter die Grossvermieterin A) und Interessenverbände zu
dieser Empfehlung in einem negativen Sinne geäussert und diese zum Teil
ausdrücklich abgelehnt.

C.Mit Eingabe vom 1. Februar 1995 zog der EDSB seine Empfehlung an die
Eidgenössische Datenschutzkommission (EDSK) weiter. Er beantragte dieser,
zu entscheiden, dass die Bearbeitung von Personendaten im Zusammenhang
mit dem Abschluss von Mietverträgen nur im in der Empfehlung vom
21. November 1994 umschriebenen Umfang und unter den dort präzisierten
Voraussetzungen zulässig sei.

In der Begründung weist er darauf hin, dass er im Vorfeld des Erlasses der
Empfehlung Hearings und ein Vernehmlassungsverfahren durchgeführt
und die dort vorgebrachten Einwände, soweit stichhaltige Argumente für
den Bedarf nach Erhebung bestimmter Angaben vorgebracht wurden,
berücksichtigt habe. Auf die ausführliche Begründung wird, soweit für
den vorliegenden Entscheid von Bedeutung, im Rahmen der nachfolgenden
Erwägungen näher eingegangen.

D.Mit Schreiben vom 11. August 1995 unterbreitete die EDSK dem EDSB
verschiedene Fragen, die er mit Schreiben vom 12. September 1995
beanwortete.

E. Die 14 Personen und Organisationen, die sich kritisch zu den Empfehlungen
geäussert bzw. diese abgelehnt haben, wurden im vorliegenden Verfahren
als Weiterziehungsbeklagte behandelt und es wurde ihnen Parteistellung
eingeräumt.

Von der Möglichkeit der schriftlichen Stellungnahme haben die Kammer X und
die Gesellschaften Y und Z Gebrauch gemacht.

Die Kammer X beantragte Abweisung der Weiterziehung. Sie bestritt die
Zuständigkeit des EDSB zum Erlass derartiger Empfehlungen und auch
die Zuständigkeit der EDSK zum Entscheid über Empfehlungen dieser Art.
Zur Begründung verwies sie auf die eingeschränkten Befugnisse des EDSB
gegenüber Privaten. Im weitern stellte sie sich auf den Standpunkt, dass die
Datenerhebung in den Formularen für Mietinteressenten rechtmässig im Sinn
von Art. 13 des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1992 über den Datenschutz (DSG,
SR 235.1) sei.

Die Gesellschaft Y bestritt ebenfalls die Kompetenz des EDSB zum Erlass der
Empfehlung vom 21. November 1994 und die Kompetenz der EDSK, diese
verbindlich zu erklären. Zur Begründung verwies sie auf den Willen des

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Gesetzgebers, die Eingriffsbefugnisse des EDSB gegenüber Privaten nur
ausnahmsweise zuzulassen, und dass diesem keine Kompetenz zum Erlass
generell abstrakter Normen zustehe.

Die Gesellschaft Z kritisierte die vom EDSB vorgenommene Unterteilung der
Daten in drei Kategorien und hielt fest, dass eine Unterscheidung zwischen
Daten, die erhoben werden dürfen, und solchen die nicht erhoben werden
dürfen, genüge. Im weitern stellte sie sich auf den Standpunkt, dass die
Empfehlungen mehr aus mieterpolitischen als aus Datenschutzgründen erfolgt
seien.

Die Eidgenössische Datenschutzkommission (EDSK) befand mit einem
Zwischenentscheid vom 15. Dezember 1995 (VPB 62.42 A), dass auf die
Weiterziehung nur in bezug auf die Weiterziehungsbeklagte Nr. 2 eingetreten
werden könne, dass hingegen, soweit sich die Weiterziehung gegen weitere
Adressaten oder unbestimmte Vermieter richte, darauf nicht eingetreten
werde. Im weitern wurde dem Eidgenössischen Datenschutzbeauftragten
(EDSB, Weiterziehungskläger) und der Weiterziehungsbeklagten Nr. 2 (im
folgenden: Weiterziehungsbeklagte) Gelegenheit gegeben, sich zum Inhalt
der Empfehlung (oben, S. 1) zu äussern, soweit er sich auf das von der
Weiterziehungsbeklagten verwendete Formular für Mietinteressenten beziehe.

Die EDSK traf folgendes Urteil

Aus den Erwägungen:

I. und II. (...)

III. Streitgegenstand

1. Die Weiterziehungsbeklagte beantragt in ihrer Vernehmlassung vom
28. Februar 1996, die Beschwerde des EDSB sei abzuweisen und dessen
Empfehlung im Sinne der Erwägungen als unzulässig zu bezeichnen, unter
Kosten- und Entschädigungsfolge für die Vorinstanz.

Sie macht geltend, das Begehren des EDSB im Abschnitt III der Stellungnahme
vom 31. Januar 1996 sei von vornherein als unzulässig aus dem Recht
zu weisen. Der Weiterziehungskläger beantragt dort, die EDSK habe zu
entscheiden, dass die Weiterziehungsbeklagte sich inskünftig bei der
Bearbeitung von Personendaten im Hinblick auf die Auswahl eines Mieters
sowohl bei der Gestaltung des Anmeldeformulars als auch in den übrigen
Datenbearbeitungen an seine Empfehlung vom 21. November 1994 zu halten
habe. Diese erhalte dadurch faktisch Zwangscharakter; nach Auffassung der
Weiterziehungsbeklagten wäre dies aufgrund der Kompetenzregelung der
Art. 27 und 29 des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1992 über den Datenschutz
(DSG, SR 235.1) lediglich gegenüber einem Bundesorgan, nicht jedoch
gegenüber einem privaten Datenbearbeiter zulässig.

Gegenstand der Beurteilung könne nicht das von der Weiterziehungsbeklagten
verwendete Formular für Mietinteressenten sein. Weder der
Rekurskommission noch dem EDSB stehe eine allgemeinverbindliche
rechtliche Beurteilung des Formulares zu; eine solche wäre Sache des

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Zivilrichters in einem konkreten Einzelfall. Gegenstand des vorliegenden
Verfahrens könne lediglich die Untersuchung der Rechtmässigkeit der
Empfehlung des EDSB vom 21. November 1994 sein. (...)

2. Gegenstand der Beurteilung gemäss Art. 29 Abs. 4 und Art. 33 Abs. 1
Bst. a DSG ist die vom EDSB an die EDSK weitergezogene Empfehlung vom
21. November 1994. Dabei ist diese nur insoweit zu prüfen, als ihr Inhalt in
bezug auf das von der Weiterziehungsgegnerin verwendete Formular relevant
ist.

Zu nicht strittigen Punkten, d. h. zu solchen, die entweder im Formular der
Weiterziehungsbeklagten nicht enthalten sind oder bezüglich welcher das
Formular den Empfehlungen bereits entspricht, hat sich das Urteil nicht zu
äussern.

3. Berührungspunkte zwischen Empfehlung und Fragebogen der
Weiterziehungsbeklagten

a. Der Fragebogen der Weiterziehungsbeklagten enthält folgende Fragen:

- Name und Vorname, Adresse und Telefonnummer des Mietinteressenten

- Beruf des Mietinteressenten

- Arbeitgeber des Mietinteressenten mit Angabe des Ortes

- Einkommen monatlich

- Geburtsdatum

- Zivilstand

- Bürgerort/Land, bei Ausländer Kategorie der Bewilligung (nur im
französischen Teil)

- Verwendung der Wohnung als Familienwohnung im Sinn des neuen
Eherechts

- Anzahl, Geschlecht und Geburtsjahr der Kinder

- Einzug weiterer Personen in das gesuchte Wohnobjekt

- Haustiere

- Anzahl der Autos

- Betreibungen

- Restschuld auf dem Mobiliar

- Name und Adresse des derzeitigen Hauseigentümers und Beginn des jetzigen
Mietverhältnisses

- Beziehungen zur Weiterziehungsbeklagten

- Grund der Wohnungssuche

- Art des gewünschten Wohnobjektes und des maximalen Mietzinses ohne
Heizung und Nebenkosten, Lage des Objekts (Region, Ort, Stadtkreis),
Bezugsdatum und Referenzangaben.

b. Widersprüche zur Empfehlung:

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Von den im Formular der Weiterziehungsbeklagten enthaltenen
Datenkategorien sind nach der Empfehlung die folgenden entweder zu
unterlassen oder von Einschränkungen betroffen:

- Arbeitgeber, soweit dessen Adresse oder Telefon-Nr. verlangt wird (Ziff. 2 der
Empfehlung, oben, S. 1).

- Zivilstand (Ziff. 2/3 der Empfehlung, oben, S. 1); die Empfehlung erklärt,
dass der Zivilstand nur bei den definitiven Mietern zulässigerweise erhoben
werden dürfe, vorausgesetzt die betreffende Angabe werde von der
Einwohnerkontrolle oder einer andern Behörde verlangt oder es bestehe
ein besonderer statutarischer Rechtfertigungsgrund.

- Heimatort, Nationalität (Ziff. 2/3 der Empfehlung, oben, S. 1). Die Empfehlung
hält fest, dass die Nationalität ein besonders schützenswertes Datum sein
kann, z. B. wenn sie Rückschlüsse auf die Rassenzugehörigkeit zulässt. Sie
erklärt die Erhebung der Nationalität als grundsätzlich unzulässig und nur
unter besonderen Umständen als gerechtfertigt (z. B. wenn statutarisch eine
bestimmte prozentuale Durchmischung von Schweizern und Ausländern einer
Liegenschaft vorgesehen ist). Sofern die Angabe von der Einwohnerkontrolle
oder einer andern Behörde verlangt wird, dürfe sie nur bei Personen erhoben
werden, für welche die Angabe gesetzlich vorgeschrieben ist, d. h. in der Regel
die einziehenden Mieter. Das gleiche gelte für nähere Angaben wie die Art
der Aufenthaltsbewilligung. Ebenfalls als grundsätzlich unzulässig erklärt
wird die Frage nach dem Heimatort, die insbesondere nicht dazu verwendet
werden dürfe, die Frage nach der Nationalität indirekt zu stellen. Sofern sie
für die Einholung amtlicher oder privater Auskünfte erforderlich sei, müsse
ausdrücklich auf diesen Zweck hingewiesen werden.

- Alter und Geschlecht der Kinder (Ziff. 3 der Empfehlung, oben, S. 1). Die
Empfehlung führt zu diesem Punkt aus, dass der Vermieter bei Änderungen
der familiären Situation des Mieters nur künden darf, wenn ihm daraus
wesentliche Nachteile erwachsen und somit Angaben über die familiäre
Situation von Anfang an für ihn nur einen beschränkten Wert haben.

- Einkommen: Das Einkommen soll nur beschränkt in 10 000er-Schritten bis
Fr. 100 000.- bekanntgegeben werden müssen; es könne auch nach dem
Verhältnis zwischen Miete und Einkommen gefragt werden (Ziff. 1 der
Empfehlung, oben, S. 1).

- Bisherige Wohnverhältnisse: nur Frage, ob die bisherige Wohnung durch den
Vermieter gekündigt wurde (Ziff. 1 der Empfehlung, oben, S. 1).

- Fragen nach dem Grund der Wohnungssuche und bezüglich der neuen
Wohnung werden als grundsätzlich unzulässig erklärt (Ziff. 3 der Empfehlung,
oben, S. 1).

- Als unzulässig erklärt werden ebenfalls punktuelle Angaben zur finanziellen
Situation des Mietinteressenten, die über das grundsätzlich Zulässige
hinausgehen, aber dennoch kein vollständiges Bild der finanziellen Situation
des Mietinteressenten ergeben (Ziff. 4 der Empfehlung, oben, S. 1), z. B. Fragen
nach Abzahlungs- und Leasingverträgen oder nach Lohnzessionen). Darunter
fällt die im Formular der Weiterziehungsbeklagten enthaltene Frage nach
einer Restschuld auf dem Mobiliar.

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- Im Zusammenhang mit der Frage nach Fahrzeugen verlangt die Empfehlung
(Ziff. 3, oben, S. 1) einen speziellen Rechtfertigungsgrund, der unter Umständen
in der Abklärung der finanziellen Situation des Mieters liegen kann. Sie
hält fest, dass in der Regel aber ein Hinweis auf (fehlende) Park- und
Abstellmöglichkeiten genüge.

- Die Empfehlung äussert sich nicht zur Zulässigkeit der Frage nach dem
Bestand geschäftlicher Beziehungen. Sie erklärt als unzulässig Fragen
betreffend ein allfälliges Interesse an einem Koppelungsgeschäft (Ziff. 4,
oben, S. 1). In seiner Vernehmlassung vom 31. Januar 1996 erklärte
der EDSB die Frage nach dem Bestand geschäftlicher Beziehungen als
unstatthaft mit der Begründung, dass Koppelungsgeschäfte unzulässig
seien. Die Weiterziehungsbeklagte bestreitet, dass sich hier die Frage
des Koppelungsgeschäftes stelle und hält im weitern fest, dass sie die
entsprechenden Daten auch bei sich selber erheben könnte.

IV. Kognition der EDSK

Über die Zuständigkeit, die Aufgabe und die Entscheidungskompetenz
(Kognition) der EDSK bei Streitigkeiten über Empfehlungen des EDSB
enthalten Gesetzestext und Materialien wenig. Fest steht, dass die EDSK als
erstinstanzliche Schiedskommission amtet (Art. 33 Abs. 1 Bst. a DSG). Das
Verfahren richtet sich nach dem Bundesgesetz vom 20. Dezember 1968 über
das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), insbesondere dessen Art. 7-43,
sowie hinsichtlich Nebenintervention, Klagenhäufung, Streitgenossenschaft
und Widerklage nach Art. 15, 24, 26 und 31 des Bundesgesetzes vom
4. Dezember 1947 über den Bundeszivilprozess (BZP, SR 273; vgl. Art. 19
der Verordnung vom 3. Februar 1993 über Organisation und Verfahren
eidgenössischer Rekurs- und Schiedskommissionen, SR 173.31).

Bei der Beurteilung des ihr unterbreiteten Streitgegenstandes ist die Kognition
der EDSK nicht eingeschränkt. Der Überprüfung unterliegt damit die Frage
der Verfassungs- und Gesetzmässigkeit der Empfehlung sowie auch ihre
Angemessenheit aus der Sicht des Datenschutzes, bzw. die grundsätzliche
Zulässigkeit der Empfehlung wie auch ihr Inhalt. Dabei sind ausschliesslich
datenschutzrechtliche Massstäbe der Beurteilung zugrunde zu legen.

Die EDSK hat somit darüber zu urteilen, ob der EDSB gegenüber der
Weiterziehungsbeklagten zu Recht im Sinne von Art. 29 Abs. 3 DSG
tätig geworden ist, mit anderen Worten ob bzw. inwieweit bei der
Bearbeitungsmethode der Weiterziehungsbeklagten mittels des fraglichen
Formulars von einem Systemfehler im Sinne von Art. 29 Abs. 1 Bst. a DSG
gesprochen werden kann, was, wie dargelegt, Voraussetzung für die Abgabe
einer Empfehlung ist, die an die EDSK weitergezogen werden kann. Je nach
dem Resultat der Beurteilung ist die Empfehlung entweder zu bestätigen,
abzuändern oder teilweise oder ganz als unverbindlich zu erklären.

V. Beurteilung

1. Widerrechtlichkeit der Persönlichkeitsverletzung/Rechtfertigungsgründe

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Das Vorliegen eines Systemfehlers im Sinne von Art. 29 Abs. 1 Bst. a DSG setzt
voraus, dass eine Datenbearbeitung geeignet ist, die Persönlichkeit einer
grösseren Anzahl von Personen zu verletzen.

a. Relevant ist eine Verletzung der Persönlichkeit nur, wenn sie widerrechtlich
ist (Art. 12 Abs. 1 DSG). Untersagt sind gemäss Art. 12 Abs. 2 DSG insbesondere:

- Bearbeitung von Personendaten entgegen den Grundsätzen von Art. 4, Art. 5
Abs. 1, Art. 6 Abs. 1 und Art. 7 Abs. 1 DSG (Bst. a),

- Bearbeitung von Daten einer Person gegen deren ausdrücklichen Willen
(Bst. b),

- Bekanntgabe besonders schützenswerter Personendaten oder
Persönlichkeitsprofile an Dritte (Bst. c),

soweit nicht ein Rechtfertigungsgrund vorliegt.

Rechtfertigungsgründe nennt Art. 13 DSG: Nach dessen Abs. 1 ist eine
Verletzung der Persönlichkeit widerrechtlich, wenn sie nicht durch
Einwilligung des Verletzten, durch ein überwiegendes privates oder
öffentliches Interesse oder durch Gesetz gerechtfertigt ist (idem Art. 28 Abs. 2
des Schweizerischen Zivilgesetzbuches vom 10. Dezember 1907 [ZGB], SR 210).

b. Ob eine gültige Einwilligung vorliegt, ist aufgrund der tatsächlichen
Situation im Einzelfall zu entscheiden. Eine bestimmte Form ist nicht
erforderlich; je heikler die Daten sind, desto höher die Anforderungen
an die Einwilligung (Markus Hünig, Kommentar zum Schweizerischen
Datenschutzgesetz, Basel 1995, hiernach: Kommentar DSG, N. 3/4 zu Art. 13).

Nach den in der Empfehlung vom 21. November 1994 (Ziff. 4, oben, S. 1)
richtig dargestellten, von Lehre und ständiger Praxis zu Art. 28 Abs. 2 ZGB
entwickelten Grundsätzen, die auch im Bereich des DSG gelten, darf die
Einwilligung, um rechtswirksam zu sein, nicht ihrerseits gegen Art. 27
ZGB verstossen (Marion M. Pedrazzini / Niklaus Oberholzer, Grundriss des
Personenrechts, 4. Aufl., Bern 1993, S. 145). Der Einwilligende muss frei
und in Kenntnis der sich aus seinem Entscheid ergebenden Konsequenzen
entscheiden können («consentement libre et éclairé»), was voraussetzt, dass er
über alle Grundlagen, die für seinen Entscheid erheblich sein können, im Bilde
ist (vgl. Deschenaux/Steinauer, a. a. O., N. 588).

Aufgrund der vorstehend genannten Grundsätze kann eine rechtswirksame
Einwilligung des Mietbewerbers, der das Formular wissentlich und willentlich
ausfüllt und dem potentiellen Vermieter einreicht, in der Regel angenommen
werden, sofern:

- keine übermässig in die Privatsphäre eindringenden (namentlich keine
blossstellenden) Fragen gestellt werden;

- der Zweck der Frage, insbesondere der Zusammenhang mit dem
Mietvertragsschluss klar ersichtlich ist;

- auf den Charakter der Einwilligung hingewiesen wird;

- der Mietbewerber nicht durch eine Zwangslage in der Freiheit, sich um ein
Mietobjekt zu bewerben oder nicht zu bewerben, bzw. gewisse Fragen im
Bewerbungsformular unbeantwortet zu lassen, eingeschränkt ist.

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Mit dem EDSB ist anzunehmen, dass der Mietbewerber in seiner
Vertragsfreiheit insofern eingeschränkt ist, als es sich beim Bedürfnis
nach einer Wohngelegenheit um ein zwingendes Bedürfnis handelt und
dass darin eine gewisse faktische Einschränkung der Vertragsfreiheit als
Abschlussfreiheit liegt. Im weitern wird die Freiheit des Mietbewerbers
in der Wahl der Mietobjekte durch seine wirtschaftlichen Verhältnisse
faktisch beschränkt; insbesondere Personen in bescheidenen ökonomischen
Verhältnissen haben eine beschränkte Freiheit in bezug auf die Wahl der Art
des Wohnobjektes. Diese faktischen Grenzen der Vertragsfreiheit des Mieters
schränken auch seine Freiheit der Willensentscheidung bezüglich der von
ihm in Zusammenhang mit einer Mietbewerbung verlangten Bekanntgabe
von Daten ein. Es kann daher nicht generell davon ausgegangen werden, die
Bekanntgabe der Daten beinhalte per se eine rechtswirksame Einwilligung.

c. Beispiele für ein überwiegendes Interesse der bearbeitenden Person sind
in der (nicht abschliessenden) Aufzählung von Art. 13 Abs. 2. Bst. a-f DSG
enthalten, von denen im vorliegenden Zusammenhang insbesondere Bst. a (in
unmittelbarem Zusammenhang mit dem Abschluss oder der Abwicklung eines
Vertrags erfolgende Bearbeitung von Personendaten über den Vertragspartner)
von Bedeutung ist.

Ob ein solches Interesse als Rechtfertigungsgrund in Betracht fällt und
genügt, ist aufgrund der konkreten Umstände des Falles im Rahmen des
dem Richter hierbei zustehenden Ermessens anhand einer sorgfältigen
Interessenabwägung zu entscheiden (Hünig, Kommentar DSG, N. 5/6 zu
Art. 13). Insbesondere ist zu beachten, dass aufgrund der Materialien der
Rechtfertigungsgrund nach Art. 13 Abs. 2 Bst. a DSG nicht entfällt, wenn ein
Vertrag mit der betreffenden Person schliesslich nicht zustandekommt, dass
die Bearbeitung ihrer Daten jedoch zeitlich eingeschränkt bleiben muss auf
den Zeitraum der Vertragsverhandlungen und des Vertragsschlusses und nicht
Jahre später immer noch unter diesen Rechtfertigungsgrund fallen könnte
(Hünig, a. a. O., N. 9).

2. Zulässigkeit der Einschränkung von Grundrechten des Vermieters durch die
Empfehlung

Die Weiterziehungsbeklagte beruft sich vorab auf die verfassungsmässigen
Rechte der Eigentumsgarantie (Art. 22ter des Bundesverfassungs der
Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 29. Mai 1874 [BV], SR 101) und der
Handels- und Gewerbefreiheit (Art. 31 BV), deren wesentlicher Bestandteil
insbesondere die Vertragsfreiheit, d. h. das Recht ist, bei Ausübung eines
privatwirtschaftlichen Gewerbes den Vertragspartner frei auszuwählen
und den Inhalt des Vertrages ohne staatlichen Zwang frei auszuhandeln. Sie
beruft sich unter diesem Aspekt auf fehlendes öffentliches Interesse an einer
Einschränkung dieser Grundrechte ebenso wie auf die Unverhältnismässigkeit
der Anordnung und die für eine Anordnung fehlende gesetzliche Grundlage.

Die gesetzliche Grundlage für allfällige Einschränkungen ist in den Art. 29 und
33 Abs. 1 Bst. a DSG zu finden. Zu prüfen ist, ob ein genügendes öffentliches
Interesse und bezüglich der einzelnen Empfehlungen die Verhältnismässigkeit
gegeben sind.

a. Die Vertragsfreiheit umfasst folgende Aspekte:

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- die Abschlussfreiheit, d. h. das Recht, frei darüber zu entscheiden, ob ein
Vertrag abgeschlossen werden soll;

- die Freiheit der Vertragsgestaltung, d. h. insbesondere die Freiheit der
Gestaltung der Vertragsbedingungen, aber auch in der Auswahl des
Vertragsgegenstandes;

- die Freiheit der Auswahl des Vertragspartners

(vgl. im einzelnen Ernst A. Kramer, Berner Kommentar, 1991, N. 17 ff. zu
Art. 19-21 OR).

Es stellt sich mithin die Frage, ob der Vermieter durch die Empfehlung
in seiner Vertragsfreiheit unzulässig eingeschränkt wird. Es ist davon
auszugehen, dass die Vertragsparteien die Auswahl des Vertragspartners
nicht gestützt auf rein objektive, von einer Amtsstelle als zulässig erklärte
Kriterien vornehmen, sondern die von ihnen selbst als wesentlich erachteten
Kriterien der Auswahl zugrunde legen wollen und dies grundsätzlich auch
dürfen.

b. Die Weiterziehungsbeklagte macht in ihrer Beschwerdeantwort vom
28. Februar 1996 weiter geltend, der Abschluss eines Mietvertrages und
insbesondere die Auswahl des Vermieters erfolge absolut ohne Zwang. Es
stehe jedem potentiellen Mieter frei, sich bei der Vorlage eines ihm nicht
zusagenden Fragebogens an einen anderen Vermieter zu wenden. Der
Wohnungsmarkt in der Schweiz sei sehr heterogen zusammengesetzt, er
werde neben einigen grösseren, institutionellen Vermietern vorwiegend
beherrscht von einer Vielzahl kleinerer und mehrheitlich privater
Vermieter, was dem Mieter mannigfaltige Auswahlmöglichkeiten in bezug
auf seinen Vertragspartner verschaffe. In Verbindung mit dem hohen
Leerwohnungsbestand könne von einem Kontrahierungszwang und damit
einem indirekten Zwang, dem Vermieter bestimmte Informationen zu
liefern, keine Rede mehr sein. Sie bestreitet deshalb ein öffentliches Interesse
und damit die Legitimation des EDSB zum Erlass einer entsprechenden
Empfehlung.

Aufgrund der obigen Überlegungen im Zusammenhang mit der Frage der
gültigen Einwilligung (E. 1.b) kann dieser Ansicht indessen nicht allgemein
gefolgt werden. Aufgrund der Interessenlage auf demWohnungsmarkt
und der starken Stellung der Weiterziehungsbeklagten als Vermieterin ist
vielmehr ein grundsätzliches öffentliches Interesse zu bejahen, Mietbewerber
vor widerrechtlicher Datenerhebung durch diese Vermieterin zu schützen.

Soweit also keine gültige Einwilligung vorliegt und ein Vermieter sich im
Hinblick auf den Vertragsschluss auf den Rechtfertigungsgrund von Art. 13
Abs. 2 Bst. a DSG berufen will, sind bei dessen Auslegung die oben dargelegten
Gesichtspunkte mitzuberücksichtigen. Das heisst, das Interesse des Vermieters
an den von ihm gewünschten Daten ist gegenüber dem Interesse des
Mietbewerbers an der Wahrung seiner Privatsphäre abzuwägen. Im weitern
sind in die Interessenabwägung auch allfällige Interessen von bisherigen
Mietern oder anderer Mietbewerber bzw. allgemeine Mieterinteressen an
einer entsprechenden Datenerhebung des Vermieters einzubeziehen.

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Der Umfang der unter diesem Gesichtspunkt zulässigen Einschränkung
der Datenerhebung bei Mietinteressenten ist nachfolgend anhand der
kontroversen Punkte des Formulars der Weiterziehungsbeklagten nun im
einzelnen zu prüfen.

3. Wartelisten

Die besondere Beschränkung der Datenerhebung für Wartelisten gemäss
Ziffer 6 der Empfehlung (oben, S. 1) erscheint im Hinblick auf die geltend
gemachten Rechtfertigungsgründe als unverhältnismässig.

Bei der Anmeldung für eine Warteliste ist die Notwendigkeit zum Abschluss
eines neuen Mietverhältnisses weniger dringlich, als wenn unmittelbar eine
neue Wohnung gesucht wird. Zudem haben sowohl Mietinteressenten als
auch Mieter, die ein bestehendes Mietverhältnis vorzeitig auflösen wollen, ein
Interesse an der Führung solcher Listen, das bei der Interessenabwägung zu
berücksichtigen ist.

Es liegt aber auf der Hand, dass die Führung von Wartelisten nur dann als
sinnvoll erscheint, wenn der Vermieter dadurch diejenigen Daten erhält,
die für die Auswahl des Mieters für das in Betracht fallende Wohnobjekt
erforderlich sind. Es wäre z. B. wenig sinnvoll, eine Einzimmerwohnung
sämtlichen auf der Warteliste Eingetragenen anzubieten, auch wenn
offensichtlich Interessenten mit Familie und Kindern von vornherein für
das betreffende Objekt ausser Betracht fallen.

Diese allgemeinen Interessen der Mietbewerber sind bei der
Interessenabwägung im Rahmen der Beurteilung, ob ein Rechtfertigungsgrund
nach Art. 13 DSG vorliegt, zu berücksichtigen. Unter diesem Gesichtspunkt
ist davon auszugehen, dass das Ausfüllen einer Warteliste in der Regel durch
eine gültige Einwilligung gerechtfertigt ist, und es besteht kein öffentliches
Interesse, die Datenerhebung im Zusammenhang mit Wartelisten weiter
einzuschränken als im Zusammenhang mit konkreten Einzelbewerbungen.

Ziffer 6 der Empfehlung vom 21. November 1994 kann daher nicht verbindlich
erklärt werden.

4. Kriterien der Empfehlung betreffend die Einholung von Referenzen

Die Empfehlung lässt in Ziffer 5, (oben, S. 1) die Einholung von Referenzen
durch den Vermieter gestützt auf den Grundsatz von Treu und Glauben nur
insoweit zu, als dieser den Mieter über die entsprechende Absicht informiert
und ihm Gelegenheit gibt, die Zustimmung zu verweigern. Sie hält weiter
fest, dass der Vermieter sich von den Referenzpersonen nur die Angaben im
Formular bestätigen lassen darf und bei Notwendigkeit der Erhebung weiterer
Angaben der Mietinteressent zu informieren ist. Diese Empfehlung erscheint
angemessen.

Im Formular der Weiterziehungsbeklagten ist eine Rubrik «Referenzen»
enthalten. Aufgrund der Empfehlung ist die Weiterziehungsbeklagte
aufzufordern, dieser Rubrik den Vermerk «fakultativ» beizufügen. Die
Weiterziehungsbeklagte hat im übrigen anerkannt, dass die Einholung
von Referenzen beim Vorvermieter von einer besonderen, ausdrücklichen
Einwilligungserklärung abhängig gemacht werden sollte.

5. Kriterien für die Beurteilung der Empfehlung mit Bezug auf die Einzelfragen
des Mietbewerbungsformulars der Weiterziehungsbeklagten

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Wie dargelegt, ist die Wesentlichkeit der Daten für die Auswahl des
geeigneten Vertragspartners entscheidend dafür, ob die Erhebung durch
Einwilligung oder nach Art. 13 Abs. 2 Bst. a DSG gerechtfertigt ist oder nicht.
Danach beurteilt sich denn auch die Frage nach der Zulässigkeit der in der
Empfehlung enthaltenen Einschränkung der Datenerhebung. Hierbei sind
die vom entsprechenden Vertragspartner selber formulierten Bedürfnisse
mit einzubeziehen. Zu berücksichtigen ist insbesondere auch, dass es sich
beim Mietverhältnis um ein Dauerschuldverhältnis handelt, bei dem die
Kündigungsfreiheit durch den Gesetzgeber insofern erheblich eingeschränkt
ist, als dem Mieter die Möglichkeit offensteht, die Kündigung unter bestimmten
Voraussetzungen anzufechten und/ oder das Mietverhältnis erstrecken zu
lassen. Des weitern ist dem Vermieter zuzubilligen und vom Blickwinkel der
bisherigen Mitmieter aus betrachtet sogar zu erwarten, dass deren Interessen
bei der Auswahl eines neuen Mieters ebenfalls berücksichtigt werden.

Im weitern ist das Gewicht des Interesses des Mietbewerbers an der
Verschweigung bestimmter Daten dem Interesse des Vermieters an deren
Offenlegung gegenüberzustellen. Als gegen die Offenlegung sprechende
Gründe fallen namentlich der Schutz der Privatsphäre und die Vermeidung
einer ungünstigen Beurteilung der eigenen Bewerbung durch den Vermieter in
Betracht. Das Interesse, Daten zu verschweigen, ist jedenfalls dann höher zu
gewichten, wenn der Vermieter nach allgemeinen Rechtsgrundsätzen keinen
Anspruch auf Kenntnis der betreffenden Daten beim Vertragsschluss hat, d. h.
deren Erhebung nicht mit vertragsrelevanten Auswahlkriterien gerechtfertigt
werden kann.

6. Beurteilung der Einzelfragen

a) Alter, Anzahl und Geschlecht der Kinder

Diese Frage ist zulässig, da diese Faktoren eine Vorselektion einer geeigneten
Wohnung für den betreffenden Mieter und umgekehrt eine Vorselektion von
Interessenten, für die eine bestimmte Wohnung überhaupt in Frage kommen
kann, ermöglicht.

b) Zivilstand

Für den Vermieter wesentlich und nach der Empfehlung ohne weiteres
zulässig ist die Frage, ob die Wohnung als Familienwohnung benutzt wird.
Hierfür ist nach der heutigen Rechtslage (nur) das Kriterium der Ehe relevant.
Jedoch gibt auch die Angabe des Zivilstandes für sich allein darüber keine
genügende Antwort. Die Kenntnis der Zivilstände ist auch nicht erforderlich
zur Abschätzung der ökonomischen Lage des Mieters; sie ist hierfür kein
taugliches Kriterium. So ergibt sich z. B. aus dem Umstand, dass jemand
geschieden ist, nicht zwingend eine Unterstützungspflicht gegenüber dem
Ex-Ehepartner oder Kindern. Die Empfehlung, welche die Frage gemäss
Ziffer 2 und 3 nur unter besonderen Voraussetzungen zulässt, ist deshalb
zu bestätigen.

c) Bürgerort/Land, Nationalität, Kategorie der Ausländerbewilligung

Der Weiterziehungsbeklagten ist zuzugestehen, dass Herkunft und Nationalität
des Mieters sich auf den Ablauf des Mietverhältnisses, insbesondere auch
auf die Beziehungen zu den Mitmietern auswirken können. Die Kategorie
der Aufenthaltsbewilligung kann für das Mietverhältnis insofern relevant

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sein, als sie ein Kriterium für mögliche zeitliche Grenzen der Mietdauer
enthält. Indessen ist für die Vorselektion und insbesondere die Führung
von Wartelisten die Unterscheidung in Schweizer/Ausländer als genügend zu
erachten. Das Interesse, dass nicht unverträgliche Mitmieter im gleichen
Haus zusammenkommen, lässt sich ohne weiteres bei der definitiven
Wohnungsvergabe berücksichtigen. Die Empfehlung ist deshalb insoweit
zu bestätigen, als sie die weitergehende Fragestellung als nach den Kriterien
Schweizer/Ausländer als unzulässig bzw. nur unter besondern Umständen
zulässig erklärt.

d) Arbeitgeber, Arbeitsort

Zulässig sind laut der Empfehlung die Fragen nach der ausgeübten Tätigkeit
der dem Mietvertrag als Partei beitretenden und der mit dem Mieter von
Gesetzes wegen solidarisch haftenden Personen sowie nach deren Arbeitgeber.
Angaben über Adresse und Telefon-Nr. des Arbeitgebers und Dauer des
Arbeitsverhältnisses werden nur unter besonderen Voraussetzungen erlaubt.

Gefragt wird im Formular der Weiterziehungsbeklagten nur nach dem
Arbeitsort. Richtig ist, dass dieser in der Regel die Ermittlung von Adresse und
Telefon-Nr. ermöglicht. Der Weiterziehungsbeklagten ist aber zuzubilligen,
dass auch der Arbeitsort allenfalls eine Hilfe für die Auswahl des geeigneten
Wohnobjektes sein kann. Aufgrund der Interessenabwägung ist die Angabe
des Arbeitsortes zuzulassen, aber ausdrücklich als fakultativ zu erklären.
Der Mieter nimmt damit allenfalls in Kauf, dass ihm auch eine bezüglich
Arbeitsweg ungeeignete Wohnung angeboten wird oder dass er andernfalls
eine Absage riskiert, was angesichts der beidseitigen Interessenlage als
zumutbar erscheint.

e) Einkommen

Die aufgrund der Empfehlung zulässige Frage nach dem Einkommen in
abgestuften 10 000-Fr.-Schritten bis Fr. 100 000.- erscheinen für den Vermieter
als genügend, um die Situation des Mietinteressenten abzuschätzen. Der
Umstand, dass in einzelnen Kantonen Steuerdaten öffentlich aufliegen,
vermag einen weitergehenden Eingriff in den Persönlichkeitsschutz nicht
zu rechtfertigen. Das tatsächliche und das steuerbare Einkommen differieren
erheblich voneinander. Die vorzitierte Praxis einzelner Kantone betreffend
die öffentliche Bekanntgabe von Steuerdaten erscheint zudem im Lichte des
heutigen Datenschutzrechts wie auch des Steuerrechts nicht unproblematisch.
Die Empfehlung ist insoweit zu bestätigen.

f) Restschuld auf Mobiliar

Ziffer 4 letztes Lemma (oben, S. 1) der Empfehlung untersagt, punktuelle
Angaben zur finanziellen Situation des Mietinteressenten zu erheben, die über
das grundsätzlich Zulässige hinausgehen, aber dennoch kein vollständiges Bild
der finanziellen Situation des Mietinteressenten ergeben. Hierunter fällt im
Formular der Weiterziehungsbeklagten die Frage nach einer Restschuld auf
Mobiliar.

Nachdem ein Retentionsrecht des Vermieters an eingebrachten Mobilien des
Mieters nur noch bei Geschäftsmieten besteht, ist die Frage im Zusammenhang
mit dem Abschluss eines Mietvertrags über eine Wohnung irrelevant und
daher unzulässig.

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g) Anzahl Autos

Diese Frage kann vom Gesichtspunkt des Interesses des Vermieters, verfügbare
Autoeinstellplätze zu vermieten und den Bedarf des Mietinteressenten an
solchen zu klären, für den Vertragsschluss relevant sein. Anderseits ist
die Frage aus der Sicht des Persönlichkeitsschutzes unproblematisch. Die
Empfehlung, wonach diese Frage nur unter besonderen Voraussetzungen
als zulässig erklärt wird, ist deshalb zu korrigieren. Die Frage ist ohne
Einschränkung zuzulassen.

h) Name und Adresse des derzeitigen Hauseigentümers

Die Empfehlung erscheint in diesem Punkt als angemessen. Dies wird von der
Weiterziehungsbeklagten im wesentlichen auch anerkannt.

i) Versicherungs- bzw. andere geschäftliche Beziehungen zur
Weiterziehungsbeklagten

Die Empfehlung richtet sich nur gegen die Frage nach der Absicht künftiger
Geschäftsabschlüsse (Koppelungsgeschäfte). Die Frage nach bestehenden
Rechtsbeziehungen fällt deshalb nicht unter die Empfehlung.

j) Frage nach den gewünschten Räumlichkeiten

Diese Frage fällt unter die nach der Empfehlung nur unter besonderen
Voraussetzungen zulässige Frage nach den Anforderungen, welche an die
Wohnung gestellt werden.

Die Angabe ist für die Auswahl der geeigneten Vertragspartei bzw. des
geeigneten Wohnobjektes relevant und klarerweise ohne Einschränkung
zuzulassen.

k) Grund der Wohnungssuche

Diese Frage ist nach den Empfehlungen ebenfalls nur unter besonderen
Voraussetzungen zulässig (Ziff. 3).

Nach Auffassung der EDSK ist die Zulässigkeit oder Unzulässigkeit der Frage
in der vorliegenden Form nicht schlüssig zu beurteilen, weil die Frage hierfür
als zu vage erscheint. Eine Wohnungssuche kann z. B. durch die geografische
Lage (Nähe zum Arbeitsort) oder sich ändernden Raumbedarf des Mieters
begründet sein. Solche Angaben sind datenschutzrechtlich unbedenklich. Die
heiklere und für den Vermieter erhebliche Frage, ob die bisherige Wohnung
durch den Vermieter gekündigt wurde und wenn ja, warum, ist nach Ziffer 1
der Empfehlungen dagegen ohne weiteres zulässig.

7. Zusammenfassend ergibt sich folgende Beurteilung der Empfehlungen des
EDSB vom 21. November 1994 gegenüber der Weiterziehungsbeklagten, soweit
sie mit ihrem Frageformular im Widerspruch stehen:

Ziffer 1 (Frage nach Einkommen in abgestuften 10 000er-Schritten) ist zu
bestätigen;

Ziffer 2 und 3 (Frage nach dem Zivilstand) sind zu bestätigen;

Ziffer 2 und 3 (Frage nach Nationalität, Art der Aufenthaltsbewilligung,
bisherige Aufenthaltsdauer in der Schweiz sowie nach Heimatort,
Abstammung) sind abzuändern in dem Sinn, dass die Frage
«Schweizer/Ausländer» als generell zulässig bezeichnet wird;

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Ziffer 2 und 3 (Frage nach Adresse und Telefonnummer des Arbeitgebers,
Dauer des Arbeitsverhältnisses) sind abzuändern in dem Sinn, als die Frage
nach dem Arbeitsort generell, aber für den Bewerber ausdrücklich als
fakultativ zuzulassen ist;

Ziffer 3 ist als nicht verbindlich zu erklären, insoweit als die Fragen nach

- Anzahl, Alter und Geschlecht der Kinder (Personen, die dem Mietvertrag nicht
als Partei beitreten, Verwandschaftsverhältnisse zwischen diesen Personen
und dem Mietinteressenten)

- Anzahl Autos

- Anforderungen, welche an die Wohnung gestellt werden

nur unter besonderen Voraussetzungen zugelassen werden.

Die als vorbehaltlos zulässig erklärten Fragen sind unter Ziffer 1 zu ergänzen.

Ziffer 4 ist zu bestätigen, soweit die Frage nach einer Restschuld auf dem
Mobiliar als punktuelle Angabe zur finanziellen Situation des Mieters
als unzulässig erklärt wird, und es ist festzustellen, dass die Frage nach
bestehenden Versicherungen oder anderweitigen geschäftichen Beziehungen
zur Weiterziehungsbeklagten nicht unter die (unzulässige) Frage nach dem
Interesse am Abschluss eines Koppelungsgeschäftes fällt.

Ziffer 5 ist zu bestätigen, damit insbesondere die Unzulässigkeit der Frage
nach Name und Adresse des derzeitigen Hauseigentümers, wenn zusätzlich an
anderer Stelle nach Referenzen gefragt wird. Die Weiterziehungsbeklagte ist
aufzufordern, die entsprechende Frage ausdrücklich als fakultativ zu erklären.

Ziffer 6 ist als nicht verbindlich zu erklären.

[5] BBl 1994 V 412 ff.

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Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

JAAC 62.42B - Urteil der Eidgenössischen Datenschutzkommission vom 21. November

1996

In Verwaltungspraxis der Bundesbehörden
Dans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération
In Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione

Jahr 1998
Année

Anno

Band 62
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Le document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale.

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	Urteil der Eidgenössischen Datenschutzkommission vom 21. November 1996
	Zusammenfassung des Sachverhalts:
	Aus den Erwägungen:
	I. und II. (...)
	III. Streitgegenstand
	IV. Kognition der EDSK
	V. Beurteilung