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**Case Identifier:** fce97d8c-b0a4-57d1-8838-78a073dedf3c
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-15
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 15.04.2025 200 2024 544
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2024-544_2025-04-15.pdf

## Full Text

IV 200 2024 544 
FRC/SHE/WSI

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 15. April 2025

Verwaltungsrichterin Frey, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Jakob, Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiber Schnyder

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern  
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 21. Juni 2024

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. April 2025, IV 200 2024 544

-2-

Sachverhalt:

A.

Der 1963 geborene A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer), gelernter …, seit 2000 ohne Unterbruch bei der 
C.________ AG tätig, meldete sich im Oktober 2022, nachdem ihm im Mai 
2018 Hilfsmittel in Form einer Pauschale für eine beidseitige Hörgerätever-
sorgung zugesprochen worden waren, unter Verweis auf einen am 26. April 
2022 erlittenen Hirnschlag bei der IV-Stelle Bern (nachfolgend IVB oder 
Beschwerdegegnerin) zum Leistungsbezug an (Akten der IVB [act. II] 6, 8, 
17). Die IVB tätigte in der Folge medizinische und erwerbliche Abklärun-
gen. Am 19. Juni 2023 (act. II 26) verneinte sie einen Anspruch auf Einglie-
derungsmassnahmen stellte jedoch die Prüfung eines Rentenanspruchs in 
Aussicht. In der Folge veranlasste die IVB beim Regionalen Ärztlichen 
Dienst (RAD) eine orthopädische und neurologische Untersuchung (vgl. 
Untersuchungsberichte vom 14. Dezember 2023 [act. II 40] und 19. Febru-
ar 2024 [act. II 45]) sowie beim Bereich Abklärungen eine erwerbliche Er-
hebung (vgl. Abklärungsbericht für Selbstständigerwerbende vom 3. April 
2024 [act. II 48]). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (act. II 50) 
sprach die IVB dem Versicherten mit Verfügung vom 21. Juni 2024 
(act. II 55) bei Invaliditätsgraden von 70 % ab dem 27. April 2023 und 
100 % ab dem 25. Mai 2023 ab dem 1. April 2023 bis zum 31. Oktober 
2023 eine ganze Invalidenrente zu und verneinte ab dem 1. November 
2023 bei einem Invaliditätsgrad von 36 % (ab dem 26. Juli 2023) einen 
Rentenanspruch. 

B.

Mit Eingabe vom 21. August 2024 erhob der Versicherte, vertreten durch 
Rechtsanwalt B.________, dagegen Beschwerde mit folgenden Rechtsbe-
gehren:

1. Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 21. Juni 2024 ist aufzuhe-
ben und die Akten sind zwecks vollständiger Erhebung des medizinisch 

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relevanten Sachverhalts an die Beschwerdegegnerin zur Neubeurtei-
lung zurückzuweisen.

2. Die Beschwerdegegnerin ist anzuweisen, vorgängig dem Erlass einer 
verfahrensabschliessenden Verfügung eine polydisziplinäre medizini-
sche Begutachtung bezüglich des Gesundheitszustandes des Be-
schwerdeführers und daraus ableitend bezüglich seiner Arbeits- und 
Leistungsfähigkeit anzuordnen.

3. Eventualiter ist bezüglich des Gesundheitszustandes und daraus ablei-
tend bezüglich der Arbeits- und Leistungsfähigkeit des Beschwerdefüh-
rers ein medizinisches Gerichtsgutachtens in Auftrag zu geben.

4. Subeventualiter ist der IV-Grad des Beschwerdeführers ab 26. Juli 2023 
auf mindestens 40 % festzusetzen.

– unter Kosten- und Entschädigungsfolge –

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 2. Septem-
ber 2024 auf Abweisung der Beschwerde. 

Mit Eingabe vom 12. September 2024 reichte Rechtsanwalt B.________ 
neben seiner Kostennote einen Bericht des D.________ vom 4. September 
2024 (Akten des Beschwerdeführers [act. I] 5) zu den Akten. 

Mit prozessleitender Verfügung vom 13. Januar 2024 machte die Instrukti-
onsrichterin den Beschwerdeführer auf eine Schlechterstellung im Falle ei-
ner Gutheissung der Beschwerde und Rückweisung zu weiteren Abklärun-
gen aufmerksam und gab ihm Gelegenheit, sich hierzu zu äussern bzw. ei-
ner Schlechterstellung durch Rückzug der Beschwerde zu entgehen. 

Mit Eingabe vom 3. Februar 2025 hielt der Beschwerdeführer an der Be-
schwerde fest und reichte dem Verwaltungsgericht eine aktualisierte Kos-
tennote ein. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Ver-
waltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 6. Ok-

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tober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist ge-
geben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da unter Berücksichtigung des 
Fristenstillstandes auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 ATSG i.V.m. 
Art. 38 Abs. 4 lit. b ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die 
Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die 
Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsgegenstand bildet die Verfügung vom 21. Juni 2024 
(act. II 55). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente 
und dabei insbesondere, ob der medizinische Sachverhalt rechtsgenüglich 
abgeklärt wurde. Dem Beschwerdeführer wurde rückwirkend ab dem 
1. April 2023 bis zum 31. Oktober 2023 eine ganze Invalidenrente zuge-
sprochen. In anfechtungs- und streitgegenständlicher Hinsicht liegt ein 
Rechtsverhältnis vor, wenn rückwirkend eine abgestufte und/oder befristete 
Invalidenrente zugesprochen wird. Wird nur die Abstufung oder die Befris-
tung der Leistungen angefochten, wird damit die richterliche Überprüfungs-
befugnis nicht in dem Sinne eingeschränkt, dass die unbestritten gebliebe-
nen Rentenbezugszeiten von der richterlichen Prüfung ausgenommen blie-
ben (BGE 125 V 413; SVR 2019 IV Nr. 32 S. 99, 9C_431/2018 E. 3.2; AHI 
2001 S. 278 E. 1a). Folglich ist der Anspruch auf eine Invalidenrente – un-
ter Einschluss der Zusprechung einer ganzen Rente ab dem 1. April 2023 
befristet bis zum 31. Oktober 2023 – zu prüfen. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 
80 Abs. 1 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauern-
de ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbs-
unfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 
psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung 
und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbs-
möglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeits-
markt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Ren-
te, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines 
Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % ar-
beitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses 
Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). 

Gemäss Art. 28b Abs. 1 IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs in pro-
zentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem Invali-
ditätsgrad von 50 bis 69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invali-
ditätsgrad (Art. 28b Abs. 2 IVG), bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht 
Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28b Abs. 3 IVG). Bei einem Invali-
ditätsgrad zwischen 40 und 49 % gelten die prozentualen Anteile nach 
Massgabe von Art. 28b Abs. 4 IVG. 

2.3

2.3.1 Gemäss Art. 28a Abs. 1 IVG richtet sich die Bemessung des Invali-
ditätsgrades von erwerbstätigen Versicherten nach Art. 16 ATSG. Der Bun-
desrat umschreibt die zur Bemessung des Invaliditätsgrades massgeben-
den Erwerbseinkommen sowie die anwendbaren Korrekturfaktoren. Für die 

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Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die 
versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen 
durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage er-
zielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie er-
zielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG). Der 
Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die 
beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau 
ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Ein-
kommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Insoweit die fragli-
chen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden kön-
nen, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu 
schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu ver-
gleichen (allgemeine Methode des Einkommensbergleichs; BGE 128 V 29 
E. 1 S. 30, 104 V 135 E. 2b S. 136; SVR 2019 BVG Nr. 16 S. 62, 
9C_63/2018 E. 4.4.2).

Lassen sich die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen nicht zuverläs-
sig ermitteln oder schätzen, so ist in Anlehnung an die spezifische Methode 
für Nichterwerbstätige (Art. 28a Abs. 2 IVG) zunächst anhand eines Betäti-
gungsvergleichs die leidensbedingte Behinderung festzustellen. Diese ist 
alsdann im Hinblick auf ihre erwerblichen Auswirkungen noch besonders zu 
gewichten. Eine bestimmte Einschränkung im funktionellen Leistungsver-
mögen einer erwerbstätigen Person kann zwar, braucht aber nicht notwen-
digerweise eine Erwerbseinbusse gleichen Umfangs zur Folge zu haben 
(ausserordentliches Bemessungsverfahren; BGE 128 V 29 E. 1 S. 31, 104 
V 135 E. 2c S. 138; SVR 2020 IV Nr. 23 S. 77, 8C_208/2019 E. 3.2).

2.3.2 Für die Ermittlung des Einkommens ohne Invalidität (Validenein-
kommen; Art. 16 ATSG) ist entscheidend, was die versicherte Person im 
Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte 
(BGE 134 V 322 E. 4.1 S. 325). Das Valideneinkommen bestimmt sich an-
hand des zuletzt vor Eintritt der Invalidität tatsächlich erzielten Erwerbsein-
kommens. Unterlag das in den letzten Jahren vor Eintritt der Invalidität er-
zielte Erwerbseinkommen starken Schwankungen, so wird auf ein ange-

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messenes Durchschnittseinkommen abgestellt (Art. 26 Abs. 1 der 
Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV, SR 
831.201]). Kann das tatsächlich erzielte Erwerbseinkommen nicht oder 
nicht hinreichend genau bestimmt werden, so wird das Einkommen ohne 
Invalidität nach statistischen Werten nach Art. 25 Abs. 3 IVV für eine Per-
son bei gleicher Ausbildung und entsprechenden beruflichen Verhältnissen 
festgelegt (Art. 26 Abs. 4 IVV). Nicht massgebend ist, was sie bestenfalls 
verdienen könnte (BGE 135 V 58 E. 3.1 S. 59, 131 V 51 E. 5.1.2 S. 53; 
SVR 2021 IV Nr. 29 S. 91, 9C_472/2020 E. 2.2).

Angesichts der in Art. 25 Abs. 1 IVV vorgesehenen Gleichstellung der inva-
lidenversicherungsrechtlich massgebenden hypothetischen Vergleichsein-
kommen mit den AHV-rechtlich beitragspflichtigen Erwerbseinkommen 
kann das Valideneinkommen von Selbstständigerwerbenden zumeist auf-
grund der Einträge im Individuellen Konto (IK) bestimmt werden. Weist das 
bis zum Eintritt der Invalidität erzielte Einkommen starke und verhältnis-
mässig kurzfristig in Erscheinung getretene Schwankungen auf, ist dabei 
auf den während einer längeren Zeitspanne erzielten Durchschnittsver-
dienst abzustellen (SVR 2025 IV Nr. 12 S. 46, 8C_172/2024, 2023 IV 
Nr. 40 S. 135, 8C_396/2022 E. 3.2.2, 2017 IV Nr. 6 S. 15, 9C_644/2015 
E. 4.6.2).

2.3.3 Erzielt die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität ein Er-
werbseinkommen, so wird ihr dieses als Einkommen mit Invalidität (Art. 16 
ATSG) angerechnet, sofern sie damit ihre verbliebene funktionelle Leis-
tungsfähigkeit in Bezug auf eine ihr zumutbare Erwerbstätigkeit bestmög-
lich verwertet (Art. 26bis Abs. 1 IVV).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 

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können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2021 IV 
Nr. 54 S. 180, 9C_540/2020 E. 2.3).

3.

3.1 In medizinischer Hinsicht stützt sich die Beschwerdegegnerin in der 
hier angefochtenen Verfügung vom 21. Juni 2024 (act. II 55; vgl. auch Ab-
klärungsbericht für Selbstständigerwerbende vom 3. April 2024 
[act. II 48/1]) auf die Untersuchungsberichte der Dres. med. E.________, 
Fachärztin für Neurologie, vom 14. Dezember 2023 (act. II 40) und 
F.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates, beide vom RAD, vom 19. Februar 2024 (act II 45).

3.1.1 Die RAD-Ärztin Dr. med. E.________ stellte im neurologischen Un-
tersuchungsbericht vom 14. Dezember 2023 (act. II 40) folgende Diagno-
sen:

- Status nach ischämischem Hirninfarkt am 26. April 2022 mit persistieren-
der Post-stroke-Fatigue, sehr leichten feinmotorischen Störungen der 
rechten Hand und belastungsabhängiger Dysarthrie 

- Status nach Netzhautablösung mit Glaskörperblutung am linken Auge am 
23. Januar 2023 und Katarakt-OP im April 2023

Im Rahmen der Untersuchung habe der Beschwerdeführer über den statt-
gehabten Hirninfarkt am 26. April 2022 berichtet. Auf Nachfragen habe er 
angegeben, dass fokal-neurologische Defizite (sehr leichte feinmotorische 
Störung der rechten Hand, Störungen des Sprechens, leichte sensible 
Störung im Gesichtsbereich) nur noch belastungsabhängig, d.h. insbeson-
dere nach grosser mentaler Belastung im Rahmen seiner beruflichen 
Tätigkeit als …, auftreten würden. Als Hauptproblem schildere er eine nach 
etwa vier Stunden beginnende Müdigkeit und Abgeschlagenheit, welche 
die berufliche Tätigkeit erschwere. Er habe angegeben, sich noch mehr als 
früher zu bewegen und habe über längere Spaziergänge und Velofahrten 
berichtet, welche er nach der Arbeit als sehr entlastend empfinde. Weitere 
Beschwerden und Symptome auf neurologischer Ebene würden auch auf 
Nachfragen hin verneint. Bei der durchgeführten neurologischen Untersu-
chung seien keine neurologischen Defizite sicher zu reproduzieren gewe-
sen. Die vom Beschwerdeführer geschilderte erhöhte Ermüdbarkeit sei 

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jedoch im Sinne einer Post-stroke-Fatigue durchaus nachvollziehbar und 
werde häufig bei Betroffenen, auch nach kleineren Hirninfarkten, gesehen. 
Die daraus resultierenden Einschränkungen des quantitativen und qualitati-
ven Leistungsvermögens seien im erstellten Zumutbarkeitsprofil berück-
sichtigt. Unter Berücksichtigung der Angaben des Beschwerdeführers und 
des bisherigen zeitlichen Verlaufs könne nicht mehr mit einer Verbesserung 
des Gesundheitsschadens gerechnet werden. Aus neurologischer Sicht sei 
er in der Lage, in einer angepassten Tätigkeit leichte und mittelschwere 
körperliche Arbeiten im Sitzen, Stehen und Gehen auszuführen. Arbeiten 
mit Absturzgefahr sollten bei Zustand nach Hirninfarkt vermieden werden. 
Ebenso sollten permanent sehr schwere körperliche Tätigkeiten mit Tragen 
von sehr schweren Lasten, häufigem Bücken, Überkopfarbeit und in 
Zwangshaltungen vermieden werden. Die Gebrauchsfähigkeit der Hände 
sei nicht wesentlich eingeschränkt. Aufgrund der sehr leichten feinmotori-
schen Defizite rechts sollten dennoch Tätigkeiten, die eine sehr hohe Ge-
schicklichkeit voraussetzten, vermieden werden. Die Wegfähigkeit sei ge-
geben. Der Beschwerdeführer sei mit Hörgeräten versorgt. Diesbezüglich 
würden keine Probleme im Alltag angegeben. Wegen der beschriebenen 
Fatigue-Symptomatik sollten Tätigkeiten, die eine sehr hohe Konzentration, 
Aufmerksamkeit und Umstellfähigkeit voraussetzten, vermieden werden. 
Sinnvoll wäre das Einlegen zusätzlicher kurzer Pausen. Eine solche Tätig-
keit könne er an sechs Stunden pro Tag an fünf Tagen die Woche mit einer 
Leistungsfähigkeit von 90 % ausüben. Die bisherige Tätigkeit als Geschäft-
sinhaber eines … könne der Beschwerdeführer ebenfalls in diesem Um-
fang ausüben. Dabei sei zu bedenken, dass es sich zwar um eine sehr 
anspruchsvolle und komplexe Tätigkeit mit hohen Ansprüchen an die Kon-
zentration, die Aufmerksamkeit und die Umstellfähigkeit handle. Als Inha-
ber des Geschäftes habe er jedoch die Möglichkeit, sich die Arbeiten selbst 
einzuteilen, Pausen einzulegen (z.B. eine längere Mittagspause) und Teil-
tätigkeiten an seine Mitarbeiter zu delegieren. 

3.1.2 Der RAD-Arzt Dr. med. F.________ führte im orthopädischen Un-
tersuchungsbericht vom 19. Februar 2024 (act II 45) aus, aus orthopädi-
scher Sicht seien andauernde Einschränkungen an Schulter und Kniege-
lenk objektiviert, was im Zumutbarkeitsprofil berücksichtigt werden sollte. 
Die Präsenzfähigkeit sei hierdurch jedoch nicht eingeschränkt. Eine Ver-

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besserung trete auch im Falle einer Revisionsoperation am Knie nicht ein. 
Zumutbar seien aus orthopädischer Sicht weiterhin körperlich leichte bis 
intermittierend mittelschwere Tätigkeiten in wechselbelastender Position 
ganztags über achteinhalb Stunden ohne weitere Leistungsminderung. Zu 
vermeiden seien repetitives Heben von Lasten über Brusthöhe, armbelas-
tende Tätigkeiten mit Arbeiten über Bauchhöhe, Überkopfarbeiten, über-
wiegendes Stehen und Gehen, Arbeiten in gebückter Haltung, Hocken und 
Knien, anhaltende Zwangshaltungen, Gehen auf unebenem Gelände, län-
geres Abwärtsgehen, Springen, Steigen auf Leitern und Gerüste, häufiges 
Treppensteigen sowie Kälte-, Nässe- und Zugluftexposition. Der Anteil mit-
telschwerer Tätigkeit insgesamt sollte nicht mehr als 20 % des Arbeitsall-
tags ausmachen. 

In der zusammenfassenden Beurteilung unter Berücksichtigung der neuro-
logischen und orthopädischen Erkrankung führte Dr. med. F.________ aus, 
im vorliegenden Fall würden die hauptsächlichen Einschränkungen durch 
das neurologische Krankheitsbild begründet. Die orthopädisch objektivierte 
Belastungsminderung von Knie und Schulter verhalte sich hierzu infra-
additiv und wirke sich nur in den qualitativen Aspekten des positiven und 
negativen Leistungsbildes aus. Entsprechend sei für eine Beurteilung der 
Arbeits- und Erwerbsfähigkeit das von der RAD-Neurologin Dr. med. 
E.________ formulierte Zumutbarkeitsprofil heranzuziehen. Mit Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit seien folgende Diagnosen zu stellen:

- Stattgehabte akute Ischämie im Bereich Corona radiata links am 26. April 
2022 mit leichtem brachio-faszialen Hemisyndrom rechts und leichter 
Dysarthrie (NHSS 3)

- Restbeschwerden linkes (recte: rechtes) Kniegelenk nach medialer 
Chondropathie und

- Status nach Implantation einer Hemiparese am 15. Mai 2023
- Belastungsabhängige Schulterschmerzen links bei

- Status nach vorderer Schulterluxation 2016

Seit dem ischämischen Hirninfarkt vom 26. April 2022 bestehe durchge-
hend bis anhin eine medizinisch begründete Arbeitsunfähigkeit von 20 % 
oder mehr. Der Gesundheitszustand sei stabil. Unter Berücksichtigung der 
Angaben des Beschwerdeführers und des bisherigen zeitlichen Verlaufes 
könne nicht mehr mit einer Verbesserung des Gesundheitsschadens ge-
rechnet werden. Der Verlauf für eine angepasste Tätigkeit, wie auch die an-

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gestammte Tätigkeit entspreche wesentlich den Attestierungen in den Ak-
ten. Zeitlich überlappend mit der neurologischen Rekonvaleszenz seien 
erhebliche Einschränkungen am rechten Kniegelenk aufgetreten, weswe-
gen sich der Beschwerdeführer am 25. Mai 2023 (recte: 15 Mai 2023 [vgl. 
act. II 28/7]) einer Operation habe unterziehen müssen. Hiernach sei er für 
sämtliche Tätigkeiten bis zum 25. Juli 2023 zu 100 % arbeitsunfähig gewe-
sen. Medizinisch-theoretisch sei er ab dem 26. Juli 2023 wieder arbeits-
fähig in einer angepassten wie auch in der angestammten Tätigkeit, hierbei 
unter Beachtung des formulierten Zumutbarkeitsprofils.

3.2 Nach der Erstellung der RAD-Untersuchungsberichte wurden fol-
gende medizinischen Berichte eingereicht:

3.2.1 Der behandelnde Hausarzt Dr. med. G.________, Facharzt für All-
gemeine Innere Medizin, führte im "Zeugnis Arbeitsunfähigkeit" vom 
13. August 2024 (act. I 3) aus, er bestätige, dass der Beschwerdeführer 
aufgrund der Folgen des Hirnschlages vom 26. April 2022 leider in seiner 
Arbeitsleistung nach wie vor erheblich eingeschränkt sei. Die Arbeitsge-
schwindigkeit und die Fähigkeit zum Multitasking seien erheblich vermin-
dert. Seine effektive Arbeitsfähigkeit sei trotz sehr intensiver Bemühungen 
und ergonomischer Anpassungen maximal 50 %. Diese 50 % erreiche er 
nur, wenn er sorgfältig seine Arbeit plane, mit seiner Arbeitsenergie haus-
hälterisch umgehe, sich genügend Ruhezeiten gönne und die Reizüberflu-
tungen auf ein Minimum reduziere. Leider sei aufgrund des Verlaufes nicht 
mehr mit einer Steigerung der Arbeitsfähigkeit zu rechnen. 

3.2.2 Im Bericht des D.________ vom 4. September 2024 (act. I 5) stellte 
Dr. med. H.________, Fachärztin für Neurologie, folgende Diagnosen:

Cerebrovaskuläre Ischämie Corona radiata links April 2022

- Klinik initial: Leichtes brachio-fasziales Hemisyndrom rechts und leichte 
Dysarthrie (NHSS 3)

- Klinik aktuell: minimes brachio-fasziales Hemisyndrom rechts, leichte 
Dysarthrie, diskrete aphasische Störung, erhöhte Erschöpfbarkeit

- Ätiologie unklar
- DD mikroangiopathisch, DD kardio-embolisch
- Neurovaskulärer Ultraschall vom 26. April 2022: Extrakraniell keine 

Atheromatose. Intrakraniell eingeschränkte Beurteilbarkeit, vertebro-
basilär unauffällig

- Kardiale Abklärungen

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- TTE vom 27. April 2024: Normale biventrikuläre Funktion Dimension. 
Keine kardiale Emboliequelle

- MR Schädel vom 5. August 2024: chronifizierte Lakune Corona radia-
ta links, einzelne Marklagerläsionen, Fazekas 0-1

- Neuropsychologie vom 4. September 2024: reduziertes verbales Ar-
beitsgedächtnis, reduzierter verbaler Abruf, reduzierter verbaler An-
trieb, reduziertes Arbeitstempo, reduzierte kognitive Flexibilität

Die Zuweisung sei zur neurologischen Standortbestimmung bei stattgehab-
tem Hirninfarkt im April 2022 und anhaltenden Einschränkungen erfolgt. 
Der Beschwerdeführer sei symptomatisch gewesen mit einer brachiofaszia-
len Hemiparese rechts, leichter Dysarthrie und Aphasie. Die Symptomatik 
habe sich bis zu einem gewissen Grad zurückgebildet. Geblieben sei eine 
Feinmotorikstörung der rechten Hand, eine Sprech- und Sprachstörung bei 
Müdigkeit sowie eine deutlich erhöhte Erschöpfbarkeit. Die berufliche Tätig-
keit habe nicht wieder vollumfänglich aufgenommen werden können, die 
aktuelle Leistungsfähigkeit werde vom Beschwerdeführer auf etwa 25 % 
des vorherigen Pensums geschätzt. In der klinisch-neurologischen Unter-
suchung zeige sich eine diskrete fazio-brachiale Hemiparese mit reduzier-
ter Spontanmimik rechts und erhöhtem Zeitbedarf im 9-Hole-Peg-Test 
rechts im Seitenvergleich (18 vs. 15 sec. bei Rechtshändigkeit). In der ver-
haltensneurologischen Untersuchung zeigten sich vor allem Einschränkun-
gen bei den sprachassoziierten Funktionen, namentlich beim verbalen Ar-
beitsgedächtnis, dem verbalen Abruf, dem verbalen Antrieb und dem Ar-
beitstempo in sprachbasierten Tests (Umstellfähigkeit im TMT-B, Symbol-
zuordnen im SDMT). Diese Einschränkungen könnten die verminderte 
Leistungsfähigkeit im Arbeitsumfeld erklären. Durch die reduzierte Feinmo-
torik vertippe sich der Beschwerdeführer an der Kasse und am PC und 
brauche mehr Zeit. Durch das reduzierte Arbeitsgedächtnis könne er bei-
spielsweise Bestellungen in seinem Geschäft nicht mehr im Kopf behalten. 
Er müsse sie aufschreiben. Durch die verminderte kognitive Flexibilität 
könne der Beschwerdeführer nicht mehr mehrere Dinge gleichzeitig tun. Er 
müsse diese seriell abarbeiten, was zu einem erhöhten Zeitbedarf führe. 
Verbale Informationen könnten weniger gut gespeichert und abgerufen 
werden, was das Lernen von neuen Inhalten erschwere. Das Arbeitstempo 
sei insgesamt erniedrigt. Es bestehe somit ein erhöhter Zeitbedarf und eine 
verminderte Leistungsfähigkeit, welche aktuell einer Leistungsfähigkeit von 
25 % der früher geleisteten Arbeit entspreche, d.h. einer Arbeitsunfähigkeit 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. April 2025, IV 200 2024 544

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von 75 %. Dies differiere deutlich von der geschätzten Arbeitsunfähigkeit 
von 38 % durch die Beschwerdegegnerin. 

3.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, un-
abhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander wi-
dersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, oh-
ne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, 
warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt 
(BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

3.3.1 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.3.2 Sofern RAD-Untersuchungsberichte (Art. 49 Abs. 2 IVV) den Anfor-
derungen an ein ärztliches Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352) genü-
gen, auch hinsichtlich der erforderlichen ärztlichen Qualifikationen, haben 
sie einen vergleichbaren Beweiswert wie ein anderes Gutachten (SVR 
2018 IV Nr. 4 S. 11, 8C_839/2016 E. 3.2, 2009 IV Nr. 53 S. 164, 
9C_204/2009 E. 3.3.2). Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines ex-
ternen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung 
strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an 
der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen 
Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen. Insbeson-
dere sind die von der versicherten Person aufgelegten Berichte der behan-
delnden Ärztinnen und Ärzte mitzuberücksichtigen. Wird die Schlüssigkeit 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. April 2025, IV 200 2024 544

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der Feststellungen der versicherungsinternen Fachpersonen durch einen 
nachvollziehbaren Bericht eines behandelnden Arztes in Zweifel gezogen, 
so genügt der pauschale Hinweis auf dessen auftragsrechtliche Stellung 
(BGE 125 V 351 E. 3a cc S. 353) nicht, um solche Zweifel auszuräumen. 
Vielmehr wird das Gericht entweder ein Gerichtsgutachten anzuordnen 
oder die Sache an den Versicherungsträger zurückzuweisen haben, damit 
dieser im Verfahren nach Art. 44 ATSG eine Begutachtung veranlasst 
(BGE 145 V 97 E. 8.5 S. 105, 142 V 58 E. 5.1 S. 65, 139 V 225 E. 5.2 
S. 229, 135 V 465 E. 4.4 - 4.6 S. 469; Urteil des Bundesgerichts [BGer] 
8C_434/2023, 8C_436/2023 vom 10. April 2024 E. 4.3, nicht publ. in: BGE 
150 V 188, aber in: SVR 2024 UV Nr. 27 S. 107).

3.4 Die Beschwerdegegnerin stützt sich in der angefochtenen Verfü-
gung vom 21. Juni 2024 (act. II 55) auf den Abklärungsbericht für Selbst-
ständigerwerbende vom 3. April 2024 (act. II 48), welcher sich im Wesentli-
chen wiederum auf die RAD-Untersuchungsberichte vom 14. Dezember 
2023 (act. II 40) und vom 19. Februar 2024 (act. II 45) beruft. Danach seien 
dem Beschwerdeführer seit dem 26. Juli 2023 die angestammte Tätigkeit 
wie auch eine leidensangepasste Tätigkeit an sechs Stunden pro Tag, fünf 
Tage die Woche bei dabei bestehender zusätzlicher Leistungsminderung 
von 10 % zumutbar. Initial habe der zeitliche Verlauf der Arbeitsunfähigkeit 
im Wesentlichen den Attestierungen im Dossier entsprochen. Zeitlich über-
lappend mit der neurologischen Rekonvaleszenz seien erhebliche Ein-
schränkungen am rechten Kniegelenk aufgetreten, weswegen sich der Be-
schwerdeführer am 25. (recte: 15.) Mai 2023 einer Operation habe unter-
ziehen müssen. Hiernach sei er bis zum 25. Juli 2023 zu 100 % arbeitsun-
fähig gewesen. Davor habe ab dem 27. April 2023 eine Arbeitsunfähigkeit 
von 70 % bestanden. 

Dagegen bringt der Beschwerdeführer vor, der medizinische, für die Be-
stimmung der Leistungsfähigkeit relevante Gesundheitszustand sei durch 
den RAD bzw. die Beschwerdegegnerin nicht rechtsgenüglich erhoben 
worden. Das erstellte Zumutbarkeitsprofil sei falsch und realitätsfremd und 
entspreche nicht dem Gesundheitszustand des Beschwerdeführers. Zudem 
widerspreche es insbesondere der Beurteilung des behandelnden Hausarz-
tes Dr. med. G.________. Der Beschwerdeführer sei aufgrund des Hirn-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. April 2025, IV 200 2024 544

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schlages vom 26. April 2022 in seiner Arbeitsleistung nach wie vor erheb-
lich eingeschränkt. Die Arbeitsgeschwindigkeit und die Fähigkeit zum Multi-
tasking seien erheblich vermindert. Die effektive Arbeitsfähigkeit liege trotz 
intensiver Bemühungen und ergonomischer Anpassungen des Arbeitsplat-
zes bei maximal 50 % (Beschwerde S. 11 Rz. 51 f.). Neben den neurologi-
schen Einschränkungen kämen Restbeschwerden des rechten Kniegelen-
kes nach einer medialen Chondropathie (Status nach Implantation einer 
medialen Hemiprothese am 15. Mai 2023) und belastungsabhängige Schul-
terschmerzen links nach Status nach traumatischer vorderer unterer Schul-
terluxation am 19. April 2016 (Beschwerde S. 5 Rz. 18) sowie ein Hörver-
lust bzw. die mit den Problemen der Einstellung der Hörgeräte einherge-
henden Folgen dazu (Beschwerde S. 11 f. Rz. 54). 

3.5 Anlässlich der neurologischen Untersuchung bei Dr. med. 
E.________ am 13. Dezember 2023 gab der Beschwerdeführer an, sein 
Hauptproblem sei die schnelle Ermüdung. Seit dem Hirninfarkt sei er nach 
etwa vier Stunden Arbeit völlig erschöpft und benötige dringend eine Pau-
se. Er bemerke dann auch, dass die Sprache undeutlich werde, dass die 
rechte Hand "nicht mehr richtig funktioniere" und sich zunehmend ein 
Druck im Kopf entwickle. Er werde unkonzentriert und es käme zum Auftre-
ten von vermehrten Fehlern. Sein Problem sei, dass er vor dem Hirninfarkt 
"200 %" als Geschäftsinhaber eines … gearbeitet habe und "alles gleich-
zeitig" gemacht habe. Es falle ihm sehr schwer, sich einzugestehen, dass 
er seit dem Hirninfarkt nicht einmal mehr ein normales Pensum bewältigen 
könne. Aktuell gehe er gegen 08.00 Uhr in den … und bleibe bis Mittag 
(12.30 Uhr) dort. Danach benötige er dringend eine Ruhepause. Er ent-
spanne sich gut bei ausgiebigen Spaziergängen. Das Laufen und Ve-
lofahren (was problemlos funktioniere) empfinde er als sehr entlastend. Auf 
Nachfragen gab er an, dass er auch beim Autofahren keine Probleme habe 
(act. II 40/2; vgl. auch Beschwerde S. 5 Rz. 19). Diese Angaben wurden 
von Dr. med. E.________ in ihrer versicherungsmedizinischen Würdigung 
berücksichtigt. Weiter gab sie an, dass keine neurologischen Defizite hät-
ten reproduziert werden können. Die geschilderte erhöhte Ermüdbarkeit sei 
jedoch im Sinne einer Post-stroke-Fatigue durchaus nachvollziehbar und 
werde häufig bei Betroffenen, auch nach kleinen Hirninfarkten, beobachtet. 
In der Folge berücksichtigte Dr. med. E.________ die daraus resultieren-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. April 2025, IV 200 2024 544

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den Einschränkungen des quantitativen und qualitativen Leistungsvermö-
gens im Zumutbarkeitsprofil und erachtete dabei Tätigkeiten, welche eine 
sehr hohe Konzentration, Aufmerksamkeit und Umstellfähigkeit vorausset-
zen für ungeeignet und befürwortete das Einlegen zusätzlicher kurzer Pau-
sen. Die bisherige Tätigkeit sei dem Beschwerdeführer an sechs Stunden 
pro Tag an fünf Tagen die Woche bei einer zusätzlichen Leistungsfähigkeit 
von 90 % zumutbar. Als Inhaber des Geschäfts habe er die Möglichkeit, bei 
seiner sehr anspruchsvollen und komplexen Tätigkeit mit hohen An-
sprüchen an die Konzentration, Aufmerksamkeit und Umstellfähigkeit sich 
die Arbeiten selbst einzuteilen, Pausen einzulegen (z.B. eine längere Mit-
tagspause) und Teiltätigkeiten an seine Mitarbeiter zu delegieren 
(act. II 40/5 f.). 

Die RAD-Neurologin selbst führte aus, aus der vom Beschwerdeführer gel-
tend gemachten erhöhten Ermüdbarkeit, welche im Sinne einer Post-
stroke-Fatigue zu berücksichtigen sei, resultierten quantitative und qualitati-
ve Einschränkungen des Leistungsvermögens. Sie hielt weiter im formulier-
ten neurologischen Zumutbarkeitsprofil fest, dass der Beschwerdeführer in 
der angestammten Tätigkeiten Pausen einlegen müsse, sich die Arbeit sel-
ber einteilen bzw. Teiltätigkeiten an Mitarbeiter delegieren könne und er 
insgesamt sechs Stunden am Tag bei dabei bestehender zusätzlicher Ein-
schränkung der Leistungsfähigkeit um 10 % leisten könne. Damit wurde 
zwar der Fatigue Rechnung getragen. Allerdings begründet Dr. med. 
E.________ nicht, wie sie auf die postulierte Leistungsfähigkeit kommt. Die 
daher rein auf konkreten erwerblichen Überlegungen basierende Darlegung 
überzeugt nicht. Soweit Dr. med. E.________ bei der Beurteilung der Ar-
beits- und Leistungsfähigkeit pauschal und ohne Darlegung bzw. Kenntnis 
der konkreten Gegebenheiten der C.________ AG bzw. der beruflichen 
Aufgaben des Beschwerdeführers annimmt, dieser habe als Inhaber der 
Gesellschaft die Möglichkeit, sich die Arbeiten selbst einzuteilen, Pausen 
einzulegen (z.B. eine längere Mittagspause) und Teiltätigkeiten an seine 
Mitarbeiter zu delegieren (vgl. diesbezüglich auch die Ausführungen unter 
E. 3.7 hiernach), handelt es sich nicht um medizinische Überlegungen. Die 
medizinische Klärung im Hinblick auf die geltend gemachte Post-stroke-
Fatigue fehlt und es besteht eine erhebliche Diskrepanz zum fachärztlich-
neurologischen Bericht des D.________ vom 4. September 2024 (act. I 5), 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. April 2025, IV 200 2024 544

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wo von einer Leistungsfähigkeit von nur noch 25 % im angestammten Beruf 
ausgegangen wird. Dieser Bericht eignet sich jedoch auch nicht für die ab-
schliessende Beurteilung, da er sich primär auf die subjektiven Angaben 
des Beschwerdeführers abstützt. Immerhin vermag er jedoch zumindest 
geringe Zweifel an den Schlussfolgerungen von Dr. med. E.________ zu 
begründen. Damit stehen sich aus neurologischer Sicht verschiedene 
fachärztliche Meinungen diametral gegenüber, welche dem Gericht keine 
abschliessende Beurteilung erlauben und es besteht Klärungsbedarf. 
Soweit die übrigen medizinischen Fachdisziplinen betreffend, wird 
zumindest in Bezug auf die Knie- und Hörproblematik eine Wechselwirkung 
mit den weiteren gesundheitlichen Problemen geltend gemacht (vgl. etwa 
Beschwerde S. 11 f. Rz. 54), was bis anhin ungeklärt geblieben ist, 
weshalb mangels beweiswertiger interdisziplinärer Abklärungen die Sache 
zur Anordnung einer (polydisziplinären) Begutachtung – beinhaltend 
gemäss aktuellem Aktenstand vorab die Disziplinen Neurologie, Orthopädie 
und Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde – an die Vorinstanz zurückzuweisen ist. 
Es wird Aufgabe der Gutachter sein, weitere medizinische Disziplinen in die 
Abklärungen miteinzubeziehen, sollte sich hierfür die Notwendigkeit 
ergeben. 

3.6 Aufgrund des Dargelegten erweist sich der medizinische Sachver-
halt als nicht rechtsgenüglich abgeklärt. Somit kann derzeit keine absch-
liessende Beurteilung der medizinischen Situation bzw. deren Auswirkung 
auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit vorgenommen werden. Die Be-
schwerdegegnerin wird daher eine versicherungsexterne (polydisziplinäre) 
Begutachtung anzuordnen und dadurch die Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
neu zu beurteilen haben.

3.7 Soweit schliesslich die Invaliditätsbemessung der Beschwerdegeg-
nerin betreffend ergibt sich das Folgende: 

Frühestmöglicher Rentenbeginn ist unter Berücksichtigung der 
sechsmonatigen Karenzfrist von Art. 29 Abs. 1 IVG und der 
Leistungsanmeldung vom Oktober 2022 (act. II 8) April 2023. Ob zu diesem 
Zeitpunkt das Wartejahr nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG erfüllt war, kann mit 
Blick auf die nicht geklärte medizinische Situation offenbleiben. Jedoch 
drängen sich folgende Ausführungen auf:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. April 2025, IV 200 2024 544

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Soweit das Valideneinkommen betreffend, hat die Beschwerdegegnerin 
dieses dahingehend ermittelt, dass sie zusätzlich zu den Einträgen im IK 
100 % des Betriebsgewinns anrechnete (act. II 48/3 Ziff. 3.1). Gründe für 
dieses Vorgehen gibt die Beschwerdegegnerin nicht an. Geschäftsführer 
einer Aktiengesellschaft (wie vorliegend der Beschwerdeführer 
[vgl. act. I 4/2]) oder einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung sind 
grundsätzlich als Unselbstständigerwerbende einzustufen. Verfügt ein sol-
cher Geschäftsinhaber jedoch über einen massgeblichen Einfluss auf die 
Gesellschaft (z.B. aufgrund einer Einzelunterschriftberechtigung wie der 
Beschwerdeführer vorliegend als Präsident und Delegierter der AG; dane-
ben verfügt nur seine Ehefrau als Vizepräsidentin der AG über eine Einzel-
unterschriftberechtigung; vgl. SHAB-Nr. … vom TT. Juli 2025), ist es ge-
rechtfertigt, die Invaliditätsgradbemessung analog den Selbstständigerwer-
benden durchzuführen (z.B. durch die Berücksichtigung des Durchschnitts 
der Einkommen mehrerer Jahre oder durch die Vornahme eines erwerblich 
gewichteten Betätigungsvergleichs [vgl. Rz. 3319 des Kreisschreibens des 
Bundesamts für Sozialversicherungen {BSV} über Invalidität und Rente in 
der Invalidenversicherung {KSIR; zur Bedeutung von 
Verwaltungsweisungen vgl. BGE 150 V 1 E. 6.4.2 S. 6, 148 V 385 E. 5.2 S. 
391, 147 V 79 E. 7.3.2 S. 82, 146 V 224 E. 4.4.2 S. 228}]). Gemäss Recht-
sprechung ist es dabei in gewissen Konstellationen geboten, für das Vali-
deneinkommen von Selbstständigerwerbenden nebst den IK-Einträgen 
auch die Betriebsgewinne miteinzubeziehen (vgl. zum Ganzen: Urteile des 
BGer 9C_217/2024 vom 30. Juli 2024 E. 4.2.1, 8C_ 12/2021 vom 22. De-
zember 2021 E. 4.3, 8C_450/2020 vom 15. September 2020 E. 4.2.3, 
8C_346/2012 vom 24. August 2012 E. 4.6; KASPAR GERBER, Kommentar 
zum Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, Die Renten [Art. 28-41], 
2022, Art. 28a N. 104; MEYER/REICHMUTH, Rechtsprechung des Bundesge-
richts zum IVG, 4. Aufl. 2022, Art. 28a N. 55; Ausführungsbestimmungen 
zur Änderung des IVG [Weiterentwicklung der IV], erläuternder Bericht 
[nach Vernehmlassung; <www.bsv.admin.ch>, unter: Sozialversicherun-
gen/Invalidenversicherung IV/Reformen & Revisionen/Weiterentwicklung 
der IV/Gesetz und Verordnungen/Erläuterungen], S. 49; Rz. 3319 KSIR). 
Wie es sich damit im vorliegenden Fall verhält, blieb weitgehend ungeklärt. 
Gründe, warum der gesamte Betriebsgewinn dem Beschwerdeführer als 
Einkommen anzurechnen ist, gibt die Beschwerdegegnerin nicht an. 1980 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. April 2025, IV 200 2024 544

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wurde die vormalige Kollektivgesellschaft "I.________" von den Geschwis-
tern J.________ und K.________ sowie dessen Ehefrau L.________ in die 
Aktiengesellschaft C.________ AG umgewandelt (vgl. SHAB-Nr. … vom 
TT. Juli 1995). Der Beschwerdeführer wurde im Mai 2012 rückwirkend per 
1. Januar 2012 bei der C.________ AG (act. I 4) angestellt, ehe er im Sep-
tember 2012 die Tochter des ehemaligen Präsidenten der C.________ AG 
heiratete, welche von Dezember 2000 bis im Juli 2015 als Präsidentin der 
AG im Handelsregister figurierte. Seither hält der Beschwerdeführer diese 
Position inne (vgl. SHAB-Nr. … vom TT. Dezember 2000 und SHAB-Nr. … 
vom TT. Juli 2015). Der Beschwerdeführer ist nach wie vor nicht Alleinin-
haber der C.________ AG (vgl. etwa Sicherungsschuldbrief zugunsten der 
Ehefrau des Beschwerdeführers [act. I 32.6/12] sowie Internetauftritt, wo 
sie als Mitinhaberin aufgelistet ist [<www.C.________.ch>,…]). Damit be-
stehen Anzeichen, dass zumindest auch die ebenfalls im Unternehmen 
tätige Ehefrau Aktionärin ist. Somit kann, ohne detaillierte Klärung der be-
trieblichen Umstände und Beteiligungen dem Beschwerdeführer nicht der 
den gesamte Betriebsertrag angerechnet werden. Der Beschwerdeführer 
selbst gab bei der Leistungsanmeldung bei der Invalidenversicherung ledig-
lich ein Monatseinkommen von Fr. 5'100.-- an (act. II 8/6 Ziff. 5.4); bei der 
Taggeldversicherung wurde ein Jahresgehalt von Fr. 55'000.-- deklariert 
(act. II 11.3, 24.4/5). Gemäss dem IK-Auszug lag der durchschnittliche 
Verdienst der letzten drei Jahre vor dem Eintritt des Gesundheitsschadens 
(2019-2021) bei Fr. 66'167.-- (act. II 32.4). Soweit der Beschwerdeführer 
beschwerdeweise vorbringt, vor dem Eintritt des Gesundheitsschadens 
einen Einsatz von "200 %" getätigt zu haben (vgl. Beschwerde S. 8 Rz. 36; 
vgl. ebenfalls Angaben des Beschwerdeführers anlässlich der neurologi-
schen Untersuchung bei der RAD-Neurologin Dr. med. E.________ vom 
13. Dezember 2023 [act. II 40/2]), steht dies im Widerspruch zu den übri-
gen Akten, insbesondere der "Krankmeldung" an die Taggeldversicherung, 
wo ein durchschnittliches wöchentliches Arbeitspensums des Beschwerde-
führers von 45 Stunden (act. II 11.4) angegeben wurde, der Leistungsan-
meldung bei der Invalidenversicherung, aus welcher ein Pensum von 
100 % (act. II 8/6 Ziff. 5.4) hervorgeht, wie auch dem Arbeitsvertrag vom 
Mai 2012 (act. I 4), in welchem ebenfalls eine wöchentliche Arbeitszeit von 
45 Stunden vereinbart wurde. Die Frage braucht im Hinblick auf das Resul-
tat jedoch vom Gericht nicht abschliessend geklärt zu werden. Der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. April 2025, IV 200 2024 544

-20-

Vollständigkeit halber ist einzig darauf hinzuweisen, dass wo während Jah-
ren ein tiefer Lohn verabgabt und versteuert wird, im Invaliditätsfall in der 
Regel nicht ein massiv höherer Lohn anerkannt werden kann. Insgesamt ist 
die Berechnung des Valideneinkommens im Abklärungsbericht vom 3. April 
2024 nicht statthaft, soweit dem Beschwerdeführer als Valideneinkommen 
der gesamte Betriebsgewinn aufgerechnet wird. Bezüglich Valideneinkom-
men bedarf es daher vertiefter Abklärungen und Analysen des Unterneh-
mens, welche die Beschwerdegegnerin noch nachzuholen hat. 

Die Beschwerdegegnerin hat zur Bestimmung des Invalideneinkommens 
das ermittelte Valideneinkommen beigezogen und dies unter Berücksichti-
gung einer verbleibenden Leistungsfähigkeit von sechs Stunden pro Tag, 
an fünf Tagen die Woche bei einer 42-Stunden-Woche und einer zusätzli-
chen Leistungsminderung von 10 % auf Fr. 65'972.-- festgesetzt. Dies er-
weist sich bereits aufgrund der Ausführungen betreffend Valideneinkom-
men hiervor als nicht statthaft. Zudem verdiente der Beschwerdeführer 
gemäss IK-Auszug (act. II 47) 2023, d.h. im Jahr nach dem Eintritt des Ge-
sundheitsschaden, mit einem effektiven Jahreslohn von Fr. 67'990.-- den 
dritthöchsten je erzielten Jahresverdienst (nur in den Jahren 2021 und 
2016 war das jährliche Einkommen höher). Schliesslich wurde auch nicht 
berücksichtigt, dass der Beschwerdeführer gemäss Arbeitsvertrag (act. I 4) 
pro Woche 45 Stunden – und nicht wie von der Beschwerdegegnerin an-
genommen 42 Stunden – zu arbeiten hat, wie in der Beschwerde (S. 13) 
zutreffend vorgebracht wird. 

Damit erweist sich der Sachverhalt auch aus erwerblicher Sicht als ungenü-
gend abgeklärt. Die Beschwerdegegnerin hat auch diesbezüglich weitere 
umfassende Abklärungen zu tätigen. Insbesondere wird sie dabei die fi-
nanzielle Beteiligung des Beschwerdeführers an der Aktiengesellschaft, die 
effektive Zusammensetzung der Leitung der Gesellschaft sowie vergleich-
bare Gesichtspunkte zu prüfen haben. Gleich verhält es sich mit der Frage, 
ob und inwieweit Mitarbeiter zur Übernahme von Aufgaben des Beschwer-
deführers angestellt werden mussten.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. April 2025, IV 200 2024 544

-21-

4. 

Aufgrund des Dargelegten ist die angefochtene Verfügung 21. Juni 2024 
(act. II 55) in Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und die Sache an 
die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie nach Vornahmen von 
weiteren umfassenden beruflichen und medizinischen Abklärungen im Sin-
ne der Erwägungen neu verfüge. 

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4). Der geleistete Kostenvor-
schuss von Fr. 800.-- ist dem Beschwerdeführer nach Eintritt der Rechts-
kraft des Urteils zurückzuerstatten.

5.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten (Art. 61 lit. g ATSG).

Mit Kostennote vom 3. Februar 2025 macht Rechtsanwalt B.________ eine 
Parteientschädigung entsprechend einem Zeitaufwand von 16.82 Stunden 
geltend. Der Zeitaufwand erscheint im Quervergleich zu anderen ähnlich 
gelagerten Fällen, dem Schwierigkeitsgrad und dem Aktenumfang gerade 
noch als angemessen. Bei einem geltend gemachten Stundenansatz von 
Fr. 280.-- entspricht das Honorar damit Fr. 4'709.60 (16.82 Stunden x 
Fr. 280.--). Unter Berücksichtigung der Auslagen von Fr. 153.20 sowie der 
Mehrwertsteuer von Fr. 393.90 (8.1 % von Fr. 4'862.80) beläuft sich die 
Parteientschädigung auf insgesamt Fr. 5'256.70. Diesen Betrag hat die 
Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer zu ersetzen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. April 2025, IV 200 2024 544

-22-

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Bern vom 21. Juni 2024 aufgehoben und die Sache an die 
Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie – nach Vornahme der 
Abklärungen im Sinne der Erwägungen – neu verfüge.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. Der vom Beschwerdeführer geleistete Kos-
tenvorschuss von Fr. 800.-- wird ihm nach Eintritt der Rechtskraft des 
Urteils zurückerstattet.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 5'256.70 (inkl. Auslagen und MWST), zu 
ersetzen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Die Kammerpräsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.