# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 53576aba-94f5-568e-b130-413efb6f0ba7
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-05-04
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 04.05.2016 ZK1 2015 20
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2015-20_2016-05-04.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 04. Mai 2016 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 15 20/26 09. Mai 2016

Urteil
I. Zivilkammer

Vorsitz Michael Dürst
Richter Brunner und Hubert
Aktuarin Aebli

In den zivilrechtlichen Berufungen

des X._____, Beklagter, Berufungskläger und Berufungsbeklagter, vertreten durch 
Rechtsanwältin lic. iur. Rita Marugg, Dorfstrasse 42, 7220 Schiers, 

und

der Y._____, Klägerin, Berufungsbeklagte und Berufungsklägerin, vertreten durch 
Rechtsanwältin lic. iur. Diana Honegger, Quaderstrasse 2, 7000 Chur,

gegen

den Entscheid des Einzelrichters am Bezirksgericht Prättigau/Davos vom 21. Ja-
nuar 2015, mitgeteilt am 29. Januar 2015, in Sachen der Klägerin gegen den Be-
klagten, 

betreffend Erlass vorsorglicher Massnahmen im Ehescheidungsverfahren,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Y._____, geboren am _____1971, und X._____, geboren am _____1969, 
haben am 16. April 1990 in O.1_____, in ihrem Heimatland L.1_____, geheiratet. 
Beide besitzen unterdessen nebst der L.1_____ die schweizerische Staatsbürger-
schaft. Aus ihrer Ehe sind die Kinder A._____, geboren am 4. Mai 1992, B._____, 
geboren am 2. Februar 1994, und C._____, geboren am _____2001, hervorge-
gangen, welche ebenfalls schweizerisch-L.1_____ Doppelbürger sind.

B. Am 22. August 2012 ersuchte Y._____ das Bezirksgericht Prättigau/Davos 
um Erlass eheschutzrichterlicher Massnahmen. Mit Entscheid vom 12. Dezember 
2012 erkannte die Einzelrichterin am Bezirksgericht, dass die Parteien seit dem 
1. Oktober 2012 getrennt leben würden und hierzu berechtigt seien. Die Tochter 
C._____ werde für die Dauer des Getrenntlebens unter die Obhut der Mutter ge-
stellt. Das Besuchs- und Ferienrecht des Vaters solle unter den Parteien einver-
nehmlich sowie unter Berücksichtigung der Wünsche von C._____ geregelt wer-
den. Für den Fall fehlender Einigkeit legte die Einzelrichterin eine Minimalregelung 
fest. Im Übrigen verpflichtete sie X._____, an den Unterhalt seiner Ehefrau ab 
dem 20. Dezember 2012 bis zum 30. April 2013 einen Betrag von CHF 2'500.-- zu 
bezahlen. Der Unterhaltsbeitrag für C._____ wurde auf CHF 550.--, für B._____ 
auf CHF 600.-- und jener für A._____ auf CHF 780.-- (zzgl. Kinder- bzw. Ausbil-
dungszulagen) festgesetzt, wobei diese Regelung befristet für den Zeitraum vom 
1. Januar 2013 bis zum 30. April 2013 gelten solle. Anschliessend sollten die Par-
teien erneut zusammenkommen, um die finanziellen Belange für die Zukunft zu 
regeln. Ferner ordnete die Einzelrichterin rückwirkend per 1. Oktober 2012 die 
Gütertrennung an.

C. Mit Entscheid vom 10. Juli 2013 ergänzte die Einzelrichterin am Bezirksge-
richt Prättigau/Davos die getroffenen Regelungen insofern, als dass X._____ ver-
pflichtet werde, an den Unterhalt von Y._____ und C._____ für den Monat August 
2013 CHF 2'000.-- (zzgl. Kinderzulagen) zu leisten. Dadurch seien die Ehegatten 
bis und mit Ende August 2013 hinsichtlich der während der Trennungsphase ge-
schuldeten Unterhaltszahlungen auseinandergesetzt. Mit Vereinbarung vom 
23. bzw. 29. August 2013 kamen die Parteien überein, dass der Ehemann die vor-
genannten Unterhaltsbeiträge auch für die Dauer vom 1. September 2013 bis zum 
31. Dezember 2013 zu entrichten habe.

D. Am 23. Dezember 2013 folgte ein weiterer Entscheid, mit welchem die Ein-
zelrichterin anordnete, dass X._____ verpflichtet werde, sowohl an den Unterhalt 

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seiner Ehefrau als auch seiner Tochter C._____ für den Zeitraum vom 1. Januar 
2014 bis zum 30. Juni 2014 monatlich je CHF 1'000.-- (zzgl. Kinderzulagen) zu 
bezahlen. Mit Entscheid vom 9. Juli 2014 wurde ergänzend bestimmt, dass 
X._____ auch für die Dauer vom 1. Juli 2014 bis zum 31. Dezember 2014 jeweils 
Unterhaltszahlungen von je CHF 1'000.-- zu erbringen habe.

E. Y._____ machte mit Eingabe vom 3. Dezember 2014 die Scheidungsklage 
beim Bezirksgericht Prättigau/Davos anhängig. Am 18. Dezember 2014 reichte sie 
sodann ein Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen ein mit den Anträgen, 
die gemeinsame Tochter C._____ sei für die Dauer des Scheidungsverfahrens 
unter ihre alleinige Obhut zu stellen und es sei ein angemessenes Besuchs- und 
Ferienrecht für den Vater festzulegen. Dieser sei zudem zu verpflichten, an den 
Unterhalt von C._____ ab dem 1. Januar 2015 monatlich CHF 1'000.-- (zzgl. Kin-
derzulagen) zu bezahlen. Des Weiteren ersuchte die Ehefrau mit Wirkung ab dem 
1. Januar 2015 um persönliche monatliche Unterhaltszahlungen von CHF 1'500.-- 
bzw. eventualiter von CHF 1'700.--, falls ein tieferer Kinderunterhaltsbeitrag zuge-
sprochen würde. In seiner Stellungnahme vom 16. Januar 2015 beantragte 
X._____, auf die Anträge betreffend Obhut und persönlicher Verkehr wie auch auf 
das Unterhaltsbegehren betreffend die Tochter C._____ sei nicht einzutreten. 
Eventualiter sei er zu verpflichten, an den Unterhalt seiner Tochter ab 1. Januar 
2015 monatlich CHF 800.-- (inkl. Kinderzulagen) zu leisten. Die weiteren Anträge 
der Gesuchstellerin seien abzuweisen. Dabei stellte sich der Gesuchsgegner auf 
den Standpunkt, dass die Ehe der Parteien bereits aufgrund des am 15. Septem-
ber 2014 gefällten Urteils des Grundgerichts in O.2_____ (Republik L.1_____) seit 
dem 10. November 2014 rechtskräftig geschieden sei und darin auch die Kinder-
belange abschliessend geregelt worden seien. Das Bezirksgericht Prättigau/Davos 
habe indessen noch über die güterrechtlichen Ansprüche, die Teilung der Vorsor-
geguthaben sowie den nachehelichen Unterhalt zu entscheiden.

F. Am 21. Januar 2015 fand sowohl die mündliche Hauptverhandlung im Ver-
fahren um vorsorgliche Massnahmen als auch die Einigungsverhandlung im 
Scheidungsverfahren statt. Die Ehefrau liess sich aufgrund gesundheitlicher Be-
schwerden von einem persönlichen Erscheinen dispensieren. Die Parteien gaben 
dem Gericht am 21. bzw. 28. Januar 2015 die Erklärung zu Protokoll, dass beide 
Ehegatten die Ehe scheiden lassen möchten und das Bezirksgericht Prätti-
gau/Davos die Scheidung aussprechen solle, zumal die Ehefrau das in L.1_____ 
ausgefällte Urteil nicht anerkenne. Sie kamen zudem überein, dass das Bezirksge-
richt auch für die Beurteilung der Nebenfolgen zuständig sein und schweizerisches 
Recht anwenden soll. Offen bleibe die Zuständigkeit betreffend die Kinderbelange. 

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Jedenfalls sollen die Anordnungen für C._____ gemäss dem Entscheid der Einzel-
richterin vom 9. Juli 2014 fortbestehen.

G. Mit vorsorglichem Massnahmeentscheid vom 21. Januar 2015, mitgeteilt 
am 29. Januar 2015, erkannte der Bezirksgerichtspräsident Prättigau/Davos wie 
folgt:

„1. Es wird vorfrageweise festgestellt, dass das Urteil des Grundgerichts in 
O.2_____ _____ vom 15. September 2014, ergangen in einem Verfah-
ren zwischen X._____ und Y._____ betreffend Ehescheidung, in der 
Schweiz nicht anerkannt wird.

2. Die Tochter der Eheleute X.Y._____, C._____, geboren am 
_____2001, verbleibt für die Dauer des Scheidungsverfahrens in der 
Obhut der Kindsmutter Y._____. C._____ hat ihren Wohnsitz am 
Wohnsitz ihrer Mutter.

3. Das Besuchs- und Ferienrecht des Kindsvaters X._____ regeln die 
Eheleute X.Y._____ flexibel und im gegenseitigen Einvernehmen, un-
ter Wahrung des Kindeswohls und unter Berücksichtigung der Wün-
sche C._____s.

Können sich die Eheleute X.Y._____ nicht einigen, gilt Folgendes: 
X._____ ist berechtigt und verpflichtet, seine Tochter C._____ auf ei-
gene Kosten jedes zweite Wochenende von Freitag, 18:00 Uhr, bis 
Sonntag, 18:00 Uhr, zu sich auf Besuch zu nehmen sowie vier Wochen 
Ferien pro Jahr mit ihr zu verbringen. X._____ ist verpflichtet, die Aus-
übung des Ferienbesuchsrechts mindestens drei Monate im Voraus 
anzumelden beziehungsweise mit Y._____ abzusprechen.

4. X._____ wird mit Wirkung ab dem 1. Januar 2015 verpflichtet, an den 
Unterhalt seiner Tochter C._____ einen monatlichen je im Voraus auf 
den ersten des Monats zahlbaren Unterhaltsbeitrag von CHF 1'000.00 
zu bezahlen, zuzüglich gesetzlicher und/oder vertraglicher Kinder- 
bzw. Ausbildungszulagen.

Diese Unterhaltsbeiträge für C._____ sind an die Kindsmutter Y._____ 
zu bezahlen.

5. X._____ wird mit Wirkung ab dem 1. Januar 2015 verpflichtet, an den 
Unterhalt von Y._____ einen monatlichen je im Voraus auf den ersten 
des Monats zahlbaren Unterhaltsbeitrag von CHF 1'071.00 zu bezah-
len.

6. Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 1'000.00 gehen hälftig je zu Las-
ten der Eheleute X.Y._____. Der Anteil von Y._____ von CHF 500.00 
geht mit Rücksicht auf den Entscheid der Einzelrichterin in Zivilsachen 
am Bezirksgericht Prättigau/Davos vom 23. September 2014 betref-
fend unentgeltliche Rechtspflege (Proz. Nr. 135-2012-411) – unter 
Vorbehalt von Art. 123 ZPO – zu Lasten des Kantons Graubünden und 
wird auf die Gerichtskasse genommen. Der Anteil von X._____ von 
CHF 500.00 geht mit Rücksicht auf den Entscheid des Einzelrichters in 
Zivilsachen am Bezirksgericht Prättigau/Davos vom 27. Januar 2015 
betreffend unentgeltliche Rechtspflege – unter Vorbehalt von Art. 123 
ZPO – ebenfalls zu Lasten des Kantons Graubünden und wird auf die 
Gerichtskasse genommen (Proz. Nr. 135-2015-14).

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7. Die ausseramtlichen Entschädigungen werden wettgeschlagen. Die 
Aufwendungen der unentgeltlichen Rechtsvertreterinnen werden in se-
paraten Verfahren reguliert (ad Proz. Nr. 135-2012-411 und 135-2015-
14).

8. (Rechtsmittelbelehrung Hauptentscheid)

9. (Rechtsmittelbelehrung Kostenentscheid)

10. (Mitteilung).“

H. Hiergegen liess X._____ mit Eingabe vom 9. Februar 2015 Berufung an das 
Kantonsgericht von Graubünden erheben, wobei er folgende Rechtsbegehren 
stellte:

„1. Die Ziffer 5 des Entscheids des Einzelrichters am Bezirksgericht Prätti-
gau/Davos vom 21. Januar 2015 sei aufzuheben und X._____ sei mit 
Wirkung ab dem 01. Januar 2015 zu verpflichten, an den Unterhalt von 
Y._____ einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 760.00 zu bezah-
len.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge fürs Berufungsverfahren zu 
Lasten von Y._____ oder zu Lasten der Vorinstanz.“

I. Y._____ reichte am 16. Februar 2015 ebenfalls Berufung beim Kantonsge-
richt von Graubünden ein mit folgenden Anträgen: 

„1. Ziff. 5 des Entscheids des Einzelrichters des Bezirksgerichts Prätti-
gau/Davos vom 21./29.01.2015 sei aufzuheben und der Berufungsbe-
klagte sei mit Wirkung ab dem 01.01.2015 bis und mit Ende April 2015 
zu verpflichten, an den Unterhalt der Berufungsklägerin einen monatli-
chen je im Voraus auf den Ersten des Monats zahlbaren Unterhaltsbei-
trag von Fr. 1'289.-- zu bezahlen.

Ab 1. Mai 2015 sei der Berufungsbeklagte zu verpflichten, an den Un-
terhalt der Berufungsklägerin einen monatlichen je im Voraus auf den 
Ersten des Monats zahlbaren Unterhaltsbeitrag von mindestens 
Fr. 1'387.-- zu bezahlen.

2. Ziff. 6 und 7 des Entscheids des Einzelrichters des Bezirksgerichts 
Prättigau/Davos vom 21./29.01.2015 seien aufzuheben und die Kosten 
des vorinstanzlichen Verfahrens seien vollständig dem Berufungsbe-
klagten aufzuerlegen und er sei zu verpflichten, die Berufungsklägerin 
ausseramtlich vollständig zu entschädigen.

3. Unter vollständiger Kosten- und Entschädigungsfolge für das Beru-
fungsverfahren zu Lasten des Berufungsbeklagten.“

J. In ihrer jeweiligen Berufungsantwort vom 23. Februar bzw. 26. Februar 
2015 beantragten beide Parteien die kostenfällige Abweisung der gegnerischen 
Berufung.

K. X._____ nahm am 26. März 2015 zu den Noven, welche die Gegenpartei in 
ihrer Berufungsantwort vorgebracht hatte, Stellung. Y._____ ihrerseits hielt mit 

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Eingabe vom 15. April 2015 an den Rechtsbegehren und Ausführungen ihrer Be-
rufung und Berufungsantwort fest, wies darauf hin, dass die Gegenpartei den all-
fälligen Abbau des Arbeitspensums bei der D._____ als echtes Novum anerkannt 
habe und verzichtete im Übrigen auf eine weitergehende Stellungnahme.

L. Am 20. April 2015 reichte Y._____ dem Kantonsgericht ergänzend zwei 
neue Urkunden ein, wobei es sich um das Kündigungsschreiben der D._____ Im-
mobilien vom 1. April 2015 und um den Aufgabenbeschrieb der betreffenden An-
stellung vom Januar 2005 handelt.

M. Mittels Eingabe vom 10. Juni 2015 änderte Y._____ das in ihrer Berufung 
gestellte Rechtsbegehren dahingehend ab, dass der Berufungsbeklagte ab 1. Au-
gust 2015 (statt ab 1. Mai 2015) zu verpflichten sei, ihr einen monatlichen Unter-
haltsbeitrag von mindestens CHF 1'387.-- zu entrichten. Die Berufungsklägerin 
legte gleichzeitig die Lohnabrechnung der D._____ für den Monat Mai 2015 sowie 
den neuen ab 1. August 2015 gültigen Einzelarbeitsvertrag vom 3. Juni 2015 ins 
Recht. Mit Schreiben vom 24. Juni 2015 verzichtete X._____ auf eine Stellung-
nahme hierzu.

N. Auf die weitergehenden Ausführungen im angefochtenen Entscheid sowie 
in den Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägun-
gen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Gemäss Art. 125 lit. c ZPO kann das Gericht selbständig eingereichte Kla-
gen zwecks Vereinfachung des Verfahrens vereinigen. In gleicher Weise können 
auch die von mehreren Parteien als Rechtsmittelkläger ergriffenen Rechtsmittel im 
gleichen Verfahren behandelt werden (vgl. Adrian Staehelin, in: Sutter-
Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivil-
prozessordnung [ZPO], 2. Aufl., Zürich 2013, N 5 zu Art. 125 ZPO). Vorausset-
zung ist, dass die zu vereinigenden Klagen Gemeinsamkeiten oder Zusammen-
hänge aufweisen, da vermieden werden soll, dass die gleichen Fragen Gegen-
stand verschiedener Prozesse bilden (vgl. Julia Gschwend/Remo Bornatico, in: 
Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar Schweizerische Zivilpro-
zessordnung, 2. Aufl., Basel 2013, N 14 zu Art. 125 ZPO). Vorliegend wird ein 
erstinstanzlicher Entscheid des Einzelrichters am Bezirksgericht Prättigau/Davos 
betreffend den Erlass vorsorglicher Massnahmen im Ehescheidungsverfahren an-

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gefochten. Da das Anfechtungsobjekt von derselben Behörde stammt, dieselben 
Parteien involviert sind und die von der Berufungsinstanz zu treffenden Entscheide 
auf dem gleichartigen Sachverhalt beruhen, erscheint es angezeigt, die beiden 
unter den Prozessnummern ZK1 15 20 und ZK1 15 26 geführten Berufungsverfah-
ren zu vereinigen. Es haben sich denn auch beide Parteien in ihrer jeweiligen Be-
rufungsantwort für eine Verfahrensvereinigung ausgesprochen.

2.a) Erstinstanzliche Entscheide über vorsorgliche Massnahmen können 
gemäss Art. 308 Abs. 1 lit. b ZPO mit Berufung angefochten werden. Die Berufung 
gegen einen im summarischen Verfahren ergangenen Entscheid ist innert 10 Ta-
gen seit der Zustellung des begründeten Entscheids unter Beilage desselben beim 
Kantonsgericht von Graubünden schriftlich und begründet einzureichen (Art. 311 
ZPO in Verbindung mit Art. 314 Abs. 1 ZPO sowie Art. 7 Abs. 1 des kantonalen 
Einführungsgesetzes zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [EGzZPO; BR 
320.100]). Innerhalb des Kantonsgerichts liegt die Zuständigkeit zur Behandlung 
zivilrechtlicher Berufungen auf dem Gebiet des Familienrechts bei der 
I. Zivilkammer (Art. 6 lit. a der Verordnung über die Organisation des Kantonsge-
richts [KGV; BR 173.100]).

b) In vermögensrechtlichen Angelegenheiten ist die Berufung nur zulässig, 
wenn der Streitwert der zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbegehren mindestens 
CHF 10'000.-- beträgt (Art. 308 Abs. 2 ZPO). Für die Berechnung des Streitwerts 
ist der Wert der im Streit liegenden vorsorglichen Massnahme als solcher zugrun-
de zu legen (Karl Spühler, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommen-
tar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 2. Aufl., Basel 2013, N 8 zu Art. 308 
ZPO; vgl. auch Peter Reetz/Stefanie Theiler, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuen-
berger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 
2. Aufl., Zürich 2013, N 41 zu Art. 308 ZPO; Kurt Blickenstorfer, in: Brun-
ner/Gasser/Schwander [Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessordnung, Kommentar, 
Zürich 2011, N 26 zu Art. 308 ZPO). Massgebend ist dabei nicht der Streitwert, 
welcher sich anhand der Berufungsanträge der Parteien und dem vorinstanzlichen 
Entscheid errechnet. Abzustellen ist vielmehr auf den Betrag, welcher nach den 
Begehren der Parteien bei Erlass des erstinstanzlichen Urteils noch streitig war 
(Karl Spühler, a.a.O., N 9 zu Art. 308 ZPO; Peter Reetz/Stefanie Theiler, a.a.O., 
N 39 f. zu Art. 308 ZPO; Kurt Blickenstorfer, a.a.O., N 24 zu Art. 308 ZPO). Der 
Streitwert bemisst sich somit nach dem, was der Kläger fordert und der Beklagte 
zu erbringen sich weigert oder trotz Anerkennung seiner Schuldpflicht nicht leistet 
(Matthias Stein-Wigger, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kom-
mentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 2. Aufl., Zürich 2013, 

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N 14 zu Art. 91 ZPO). Bei ungewisser oder unbeschränkter Dauer einer Leistung 
ist zur Ermittlung des Streitwerts auf den zwanzigfachen Betrag der einjährigen 
Leistung abzustellen (Art. 92 Abs. 2 ZPO). Diese Regel findet auch bei vorsorgli-
chen Massnahmen für die Dauer des Scheidungsverfahrens Anwendung, wenn-
gleich ein Scheidungsverfahren praktisch nie derart lange dauern dürfte (vgl. Urteil 
der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 13 104 vom 2. Sep-
tember 2014 E. 1b mit weiteren Verweisen; Marcel Leuenberger, in: Schwenzer 
[Hrsg.], FamKommentar Scheidung, Band II: Anhänge, 2. Aufl., Bern 2011, N 20 
zu Art. 276 Anh. ZPO; Matthias Stein-Wigger, a.a.O., N 12 zu Art. 92 ZPO). Die 
Ehefrau forderte in ihrem Gesuch um vorsorgliche Massnahmen mit Wirkung ab 
dem 1. Januar 2015 einen persönlichen Unterhaltsbeitrag von CHF 1'500.-- bzw. 
eventualiter einen solchen von CHF 1'700.-- pro Monat, falls der Kindesunterhalt 
tiefer als beantragt ausfallen sollte, wohingegen der Ehemann das Bestehen einer 
Unterhaltspflicht bestritt. Demnach lag mindestens eine monatlich wiederkehrende 
Summe von CHF 1'500.-- im Streit, so dass mit Blick auf die unbestimmte Dauer 
des Hauptverfahrens und unter entsprechender Anrechnung des zwanzigfachen 
Betrags der einjährigen Leistung im Sinne von Art. 92 Abs. 2 ZPO vorliegend in 
Bezug auf den Ehegattenunterhalt ohne Weiteres von einem Streitwert von über 
CHF 10'000.-- auszugehen ist. Nachdem damit die erforderliche Streitwertgrenze 
erreicht ist und sich sowohl die Berufung des Ehemannes vom 9. Februar 2015 als 
auch jene der Ehefrau vom 16. Februar 2015 – sie hat den angefochtenen Ent-
scheid erst am 6. Februar 2015 entgegen genommen – als frist- und formgerecht 
erweisen, kann auf die beiden Rechtsmittel eingetreten werden.

3.a) Über vorsorgliche Massnahmen im Scheidungsverfahren entscheidet das 
Gericht im summarischen Verfahren und in sinngemässer Anwendung der Be-
stimmungen über die Massnahmen zum Schutz der ehelichen Gemeinschaft 
(Art. 276 Abs. 1 ZPO in Verbindung mit Art. 271 ff. und Art. 248 lit. d ZPO). Für die 
Sachverhaltsermittlung gilt im Bereich des vorliegend im Streit liegenden vorsorg-
lichen Ehegattenunterhalts der sogenannte beschränkte oder soziale Untersu-
chungsgrundsatz. Dabei hat das Gericht den Sachverhalt nicht von Amtes wegen 
zu erforschen, sondern lediglich festzustellen (vgl. Art. 272 ZPO). Es hat durch 
entsprechende Fragen und Aufforderungen auf die Vervollständigung des Sach-
verhalts hinzuwirken. In erster Linie obliegt es indes den Parteien, die rechtser-
heblichen Tatsachen darzulegen und die nötigen Beweismittel zu nennen (einge-
hend dazu Claudia M. Mordasini-Rohner, Gerichtliche Fragepflicht und Untersu-
chungsmaxime in familienrechtlichen Verfahren, in: recht 1/2014, S. 20 ff.; Tho-
mas Sutter-Somm/Johannes Vontobel, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger 

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[Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 2. Aufl., 
Zürich 2013, N 11 f. und N 14 zu Art. 272 ZPO; Stefanie Pfänder Baumann, in: 
Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessordnung, Kom-
mentar, Zürich 2011, N 5 zu Art. 272 ZPO). Die soziale Untersuchungsmaxime 
dient weniger dem an einer umfassenden Wahrheitsfindung gerichteten öffentli-
chen Interesse, sondern der Unterstützung der schwächeren Partei. Der Grund-
satz greift in diesem Sinne nur zum Ausgleich eines Machtgefälles zwischen den 
Parteien. Stehen sich – wie dies vorliegend der Fall ist – zwei anwaltlich vertretene 
Parteien gegenüber, hat sich das Gericht bei der Feststellung des Sachverhalts 
wie im ordentlichen Prozess zurückzuhalten (vgl. Botschaft zur Schweizerischen 
Zivilprozessordnung [ZPO] vom 28. Juni 2006, BBl 2006 7221 ff., Ziff. 5.16 
S. 7348; Rolf Vetterli, in: Schwenzer [Hrsg.], FamKommentar Scheidung, Band II: 
Anhänge, 2. Aufl., Bern 2011, N 2 zu Art. 272 Anh. ZPO; Thomas Sutter-
Somm/Johannes Vontobel, a.a.O., N 12 und N 14 zu Art. 272 ZPO). Was das Be-
weismass anbelangt, genügt hinsichtlich der behaupteten Tatsachen das blosse 
Glaubhaftmachen. Das bedeutet, dass das Gericht nicht voll überzeugt werden 
muss; es reicht aus, wenn für das Vorhandensein der infrage stehenden Tatsa-
chen eine grössere Wahrscheinlichkeit spricht als für das Gegenteil (vgl. Thomas 
Sutter-Somm/Johannes Vontobel, a.a.O., N 12 zu Art. 271 ZPO).

b) Als Folge der beschränkten Untersuchungsmaxime galt gemäss früherer 
Praxis der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden, dass auch die 
Berufungsinstanz in analoger Anwendung von Art. 229 Abs. 3 ZPO neue Tatsa-
chen und/oder neue Beweismittel bis zum Beginn der Urteilsberatung berücksich-
tigen kann und die in Art. 317 ZPO statuierte Novenbeschränkung nicht zum Tra-
gen kommt (vgl. etwa Urteil der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts ZK1 12 3 vom 
15. März 2012 E. 2 mit Verweis auf Peter Reetz/Stefanie Theiler, a.a.O., N 14 zu 
Art. 317 ZPO, und Karl Spühler, a.a.O., N 7 zu Art. 317 ZPO). Diese grosszügige 
Praxis wurde für Verfahren mit beschränkter Untersuchungsmaxime im Verlaufe 
des Jahres 2013 in Anbetracht von BGE 138 III 625 aufgegeben (vgl. insbes. Ur-
teil der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 12 76/77 vom 
26. April 2013 E. 5). Nach aktueller Praxis können Noven im entsprechenden Be-
rufungsverfahren nur noch unter den Voraussetzungen von Art. 317 Abs. 1 ZPO 
zugelassen werden, wobei von der einbringenden Partei – ausser in offensichtli-
chen Fällen – jeweils darzulegen ist, dass die Voraussetzungen erfüllt sind. D.h. 
grundsätzlich hat diejenige Partei, welche sich auf das betreffende Novum beruft, 
zu begründen, weshalb jedes neue Vorbringen und jedes neue Beweismittel 
Berücksichtigung finden kann (vgl. Martin H. Sterchi, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], 

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Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Bd. II, Art. 150-352 
ZPO, Art. 400-406 ZPO, Bern 2012, N 4 ff. zu Art. 317 ZPO; Karl Spühler, a.a.O., 
N 10 zu Art. 317 ZPO). Vorliegend stützt sich die Ehefrau in ihrer Berufung und 
Berufungsantwort noch immer auf die alte Praxis, wonach in Verfahren mit sozia-
lem Untersuchungsgrundsatz die Novenbeschränkung gemäss Art. 317 ZPO nicht 
greife. Dies erklärt, warum sie es unterlassen hat, darzutun, dass die Vorausset-
zungen von Art. 317 Abs. 1 ZPO bei den von ihr neu vorgebrachten Behauptun-
gen und Beweismitteln gegeben sind. Nachfolgend gilt es damit zu prüfen, ob die-
se unter dem beschränkten Novenrecht von Art. 317 ZPO zulässig sind.

c/aa) Praxisgemäss ist zwischen echten und unechten Noven zu unterscheiden 
(vgl. hierzu die Legaldefinition von Art. 229 Abs. 1 ZPO). Echte Noven sind Tatsa-
chen und Beweismittel, die (erst) nach dem Ende der Hauptverhandlung des erst-
instanzlichen Verfahrens entstanden sind. Sie sind im Berufungsverfahren 
grundsätzlich immer zulässig, wenn sie ohne Verzug vorgebracht werden. Unech-
te Noven sind Tatsachen und Beweismittel, die bereits bei Ende der erstinstanzli-
chen Hauptverhandlung bestanden haben. Ihre Zulassung wird im Berufungsver-
fahren weitergehend insofern eingeschränkt, als sie ausgeschlossen sind, wenn 
sie bei Beachtung zumutbarer Sorgfalt bereits im erstinstanzlichen Verfahren hät-
ten vorgebracht werden können (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_621/2012 vom 
20. März 2012 E. 5.1).

bb) Die Ehefrau reichte im Rahmen ihrer Berufung und Berufungsantwort wie 
auch mittels der zusätzlichen Eingaben vom 20. April 2015 und 10. Juni 2015 di-
verse neue Urkunden ein. Dazu gehören insbesondere die als unechte Noven gel-
tenden Lohnausweise der einzelnen Arbeitergeber aus dem Jahr 2013 (vgl. ZK1 
15 26 act. B.1). Das im Jahr 2013 erzielte Gesamteinkommen von Y._____ ergibt 
sich zwar aus der im vorinstanzlichen Verfahren eingereichten Steuerveranlagung 
(vgl. GS Beilage 14), nicht jedoch die jeweiligen Teileinkommen. Ebenso brachte 
sie neue Behauptungen hinsichtlich ihres Arbeitspensums vor. In Bezug auf diese 
unechten Noven sind jedoch die Voraussetzungen von Art. 317 Abs. 1 ZPO ent-
gegen der Auffassung des Ehemannes als erfüllt zu betrachten, da nicht absehbar 
war, dass der Vorderrichter für das anrechenbare Eigeneinkommen bzw. Arbeits-
pensum auf das Jahr 2013 statt auf das Jahr 2014 abstellen würde (vgl. angefoch-
tener Entscheid E. 6.1), womit dessen Vorgehen die Ehefrau zur Einreichung der 
neuen Tatsachen und Beweismittel veranlasst hat. Bei den weiteren in Zusam-
menhang mit der Anstellung bei der D._____ eingelegten Beweismitteln (ZK1 15 
26 act. B.2 [Lohnabrechnung vom Januar 2015]; act. B.3 [Schreiben der D._____ 
vom 12. Februar 2015]; act. B.4 [Kündigung der D._____ vom 1. April 2015]; 

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act. B.6 [Lohnabrechnung vom Mai 2015] und act. B.7 [Einzelarbeitsvertrag vom 
3. Juni 2015]) handelt es sich dagegen um echte Noven, die entsprechend 
Berücksichtigung finden können, da sie mittels Berufung bzw. Eingabe vom 
20. April 2015 respektive 10. Juni 2015 jeweils ohne Verzug vorgebracht worden 
sind. Einzig beim eingereichten Arbeitsbeschrieb (ZK1 15 26 act. B.5), welcher 
vom Januar 2005 stammt, handelt es sich um ein unechtes Novum, das den Er-
fordernissen von Art. 317 Abs. 1 ZPO nicht genügt, indessen auch nicht ent-
scheidrelevant erscheint.

cc) Bei den neu eingebrachten Beweismitteln befinden sich sodann auch meh-
rere ärztliche Zeugnisse. Der Ehemann stellt sich auf den Standpunkt, dass die 
mit Berufungsantwort ins Recht gelegten Arbeitsunfähigkeitszeugnisse vom 
28. November 2012 und vom 12. Dezember 2012 sowie der Arztbericht vom 
17. Juli 2013 (ZK1 15 20 act. C.1-C.3) allesamt neue Beweismittel darstellen wür-
den und mit Blick auf Art. 317 ZPO nicht berücksichtigt werden könnten. Es trifft 
zu, dass es sich dabei um neue Beweisstücke handelt, da sich diese Unterlagen 
nicht bei den vorinstanzlichen Akten befinden – einzig im vormals geführten Ehe-
schutzverfahren wurde der Arztbericht vom 17. Juli 2013 eingereicht. Ebenso als 
neu und damit unzulässig zu qualifizieren sind laut dem Ehemann die Behauptun-
gen, dass die Ehefrau bereits seit dem 28. November 2012 in psychiatrischer Be-
handlung stehe und während der letzten fünf Jahre immer wieder krank gewesen 
sein soll. Dass sich die Ehefrau bereits seit November 2012 in Behandlung befin-
det, geht aus dem im vorinstanzlichen Verfahren eingereichten Verlaufsbericht der 
Psychiatrischen Dienste Graubünden (PDGR) vom 9. Dezember 2014 hervor (vgl. 
GS Beilage 3) und ist damit keine neue Tatsachenbehauptung. Auch wird in die-
sem Bericht festgehalten, dass die Arbeitsfähigkeit von 30% bisher knapp habe 
aufrechterhalten werden können. Im Weiteren lässt sich dem bei den Akten lie-
genden Bericht der PDGR vom 18. November 2013 (vgl. GG Beilage 14) entneh-
men, dass eine Beschäftigung von 30% für Y._____ grundsätzlich eine Überforde-
rung darstelle, das Pensum indessen beibehalten werde, um den Arbeitsplatz 
nicht zu gefährden. Eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit sei in absehbarer Zeit 
nicht zu erwarten. Obschon die Einreichung der vorerwähnten ärztlichen Zeugnis-
se mit Blick auf Art. 317 Abs. 1 ZPO als verspätet zu beurteilen ist, so ergeben 
sich die Tatsachen, welche die Ehefrau damit belegen wollte, im Wesentlichen 
bereits aus den erwähnten im Recht liegenden Arztberichten. In seiner Stellung-
nahme vom 26. März 2015 weist der Ehemann auf weitere neue Tatsachenbe-
hauptungen der Ehefrau in deren Berufungsantwort hin, die das Verhältnis des 
Vaters zu den Kindern bzw. zur Tochter C._____ betreffen. Da im vorliegenden 

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Rechtsmittelverfahren keine Kinderbelange mehr zu beurteilen sind, sind diese 
Vorbringen für den Prozessausgang nicht weiter beachtlich.

d) In seiner Berufung wiederholt der Ehemann das vor der Vorinstanz gestellte 
Begehren, wonach aus den Händen von B._____ oder der Sozialversicherungs-
anstalt (SVA) Graubünden die Bestätigung über den Bezug einer Hilflosenent-
schädigung durch B._____ zu edieren sei. In diesem Zusammenhang legte die 
Ehefrau mit Berufungsantwort eine Gutschriftsanzeige der Bank._____ über eine 
Zahlung der SVA vom 6. Februar 2015 (ZK1 15 20 act. C.4) sowie die Steuerbe-
scheinigung der SVA für das Jahr 2014, ausgestellt am 1. Januar 2015 (ZK1 15 20 
act. C.5), ein. Ersteres ist als echtes zulässiges Novum, Letzteres als unechtes 
Novum zu qualifizieren, zumal es beim Ende der erstinstanzlichen Hauptverhand-
lung vom 21. Januar 2015 bereits bestanden hat. Doch auch dieses Aktenstück 
kann aus den nachfolgenden Gründen berücksichtigt werden. Einerseits hat der 
Ehemann die Einlage dieses Beweismittels in seiner Stellungnahme vom 26. März 
2015 nicht beanstandet. Andererseits ist es als Gegenbeweis zum Editionsantrag 
zu betrachten. Aus der betreffenden Steuerbescheinigung geht nämlich hervor, 
dass B._____ im Jahr 2014 steuerpflichtige Leistungen in Form einer ausseror-
dentlichen IV-Rente von total CHF 18'720.-- bezog. Des Weiteren wird darauf hin-
gewiesen, dass er Ergänzungsleistungen zur AHV/IV erhielt, wobei Ergänzungs-
leistungen und Hilflosenentschädigungen nicht steuerpflichtig seien. Der Umstand, 
dass in der Bescheinigung auch die nicht steuerpflichtigen Leistungen erwähnt 
werden, ein Hinweis darauf, dass B._____ eine Hilflosenentschädigung bezog, 
aber fehlt, spricht gegen die Ausrichtung einer solchen Entschädigung. Von einer 
Edition, wie sie der Berufungskläger beantragt, kann deshalb abgesehen werden.

4.a) Vorliegend haben beide Ehegatten Berufung gegen den Entscheid des Ein-
zelrichters am Bezirksgericht Prättigau/Davos vom 21. Januar 2015 erhoben. Von 
den Parteien nicht in Frage gestellt wird die Zuständigkeit desselben für den Er-
lass vorsorglicher Massnahmen bzw. die Zuständigkeit des Bezirksgerichts Prätti-
gau/Davos für die Behandlung der anhängig gemachten Scheidungsklage. Die 
Frage der Anerkennung des L.1_____ Scheidungsurteils bildet damit nicht mehr 
Gegenstand des Berufungsverfahrens. Ebenso blieben die Kinderbelange, insbe-
sondere der festgesetzte Kindesunterhalt von CHF 1'000.-- (zzgl. Kinderzulagen), 
welcher allerdings aufgrund einer Gesamtberechnung ermittelt wurde, von den 
Parteien unangefochten. Angefochten wird indessen – neben der vorinstanzlichen 
Kostenregelung (vgl. dazu E. 9a) – der Ehegattenunterhalt, wobei der Berufungs-
kläger beantragt, dass er an den Unterhalt der Ehefrau anstelle des vom Vorder-
richter festgelegten Betrags von CHF 1'071.-- mit Wirkung ab dem 1. Januar 2015 

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einen monatlichen Beitrag von CHF 760.-- zu bezahlen habe. Die Berufungskläge-
rin beansprucht demgegenüber für die Dauer vom 1. Januar 2015 bis zum 31. Juli 
2015 einen Unterhaltsleistung von CHF 1'289.-- pro Monat und ab dem 1. August 
2015 einen monatlichen Mindestunterhaltsbeitrag von CHF 1'387.--. Da es aus-
schliesslich um Belange geht, die das Verhältnis zwischen den Ehegatten betref-
fen, gelangt nebst der beschränkten Untersuchungsmaxime (vgl. vorstehend 
E. 3a) die Dispositionsmaxime zur Anwendung. Dieser Verfahrensgrundsatz be-
deutet, dass die Parteien über den Streitgegenstand verfügen können und das 
Gericht an die Parteianträge gebunden ist. Es darf einer Partei nicht mehr und 
nichts anderes zusprechen, als sie verlangt, und nicht weniger, als die Gegenpar-
tei anerkannt hat (Art. 58 Abs. 1 ZPO; Thomas Sutter-Somm/Gregor von Arx, in: 
Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen 
Zivilprozessordnung [ZPO], 2. Aufl., Zürich 2013, N 6 ff. zu Art. 58 ZPO; Rolf Vet-
terli, a.a.O., N 3 zu Art. 272 Anh. ZPO).

b) Der Vorderrichter erwog, dass während der Ehe das gesamte Einkommen 
gemäss übereinstimmender Darlegung der Parteien für den Familienunterhalt 
verwendet und dementsprechend keine nennenswerte Sparquote glaubhaft ge-
macht worden sei. Demzufolge finde vorliegend die Methode der Grundbedarfsbe-
rechnung mit Überschussteilung Anwendung. Alles andere würde bedeuten, dass 
der schwierigen Situation der Ehefrau (eigene gesundheitliche Probleme mit der 
Folge einer reduzierten Erwerbsfähigkeit sowie Betreuung von C._____ und 
B._____, die bei der Mutter leben und ebenfalls gesundheitlich belastet sind) und 
der nach wie vor bestehenden ehelichen Solidarität unzureichend Rechnung ge-
tragen würde. Betreffend die Erwerbssituation der Ehefrau hielt der Vorderrichter 
fest, dass diese Reinigungsarbeiten bei der D._____, der politischen Gemeinde 
O.3_____ und dem Architekturbüro E._____ nachgehe und damit durchschnittlich 
CHF 1'840.-- monatlich verdiene, was etwa einem 30% Pensum entspreche. Der 
Ehemann vertrete den Standpunkt, dass sie zusätzliche Reinigungsarbeiten aus-
führe und ihr ein Eigeneinkommen von monatlich CHF 2'500.-- anzurechnen sei. 
Auf eine Edition der Lohnabrechnungen verzichtete der Vorderrichter und erachte-
te es im Ergebnis als angemessen, der Ehefrau ein Eigeneinkommen anzurech-
nen, wie sie es im Jahr 2013 steuerlich deklariert habe. Damit sei das monatliche 
Durchschnittseinkommen auf CHF 2'123.-- zu beziffern. Nicht beizupflichten sei 
dem Ehemann darin, dass der Ehefrau die Ausübung eines 50% Pensums zumut-
bar sei. Der obhutsberechtigten Mutter eines schulpflichtigen Kindes im Alter von 
13 ½ Jahren könne nicht mehr als rund 30% an ausserhäuslicher Erwerbstätigkeit 
bzw. das vorerwähnte monatliche Einkommen von CHF 2'123.-- angerechnet wer-

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den, zumal C._____ nicht ganz gesund sei und daher mehr Betreuung und Zu-
wendung benötige als andere gleichaltrige Mädchen. Die Grundregel, wonach 
dem betreuenden Elternteil die Wiederaufnahme einer Erwerbstätigkeit im Umfang 
von 50% zugemutet werden könne, sobald das jüngste Kind das 10. Altersjahr 
vollendet habe, dürfe nicht unbesehen auf den vorliegenden Fall angewandt wer-
den. Vielmehr müsse berücksichtigt werden, dass nicht nur die Gesundheit der 
Tochter, sondern auch jene der Mutter beeinträchtigt sei. Gemäss dem Verlaufs-
bericht der PDGR vom 9. Dezember 2014 leide Letztere an einer rezidivierenden 
Störung, welche im letzten Jahr von einer Anpassungsstörung zu einer depressi-
ven Störung aggraviert habe. Gemäss dem Arztbericht würde Y._____ eine statio-
näre psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung benötigen, welche sie je-
doch aufgrund der ihr obliegenden Kinderbetreuung ablehne. Sie trage die Mehr-
fachbelastung zugunsten ihrer Kinder über ihre eigenen Grenzen hinaus. In Bezug 
auf die Situation des mündigen Sohnes B._____ führte der Vorderrichter aus, dass 
dieser nicht in ein Heim möchte und sich zu keiner Veränderung bewegen lasse. 
Er erhalte seit dem 1. Januar 2013 eine ganze IV-Rente von CHF 1'560.-- und Er-
gänzungsleistungen der AHV/IV von CHF 363.--, gesamthaft somit einen Betrag 
von CHF 1'923.-- pro Monat. Da er bei seiner Mutter lebe, sei es angemessen, 
dieser pauschal CHF 600.-- als „Einkommen“ aufzurechnen, zumal davon auszu-
gehen sei, dass B._____ für Kost und Logis zu Hause etwas abgeben müsse. 
Folglich sei das monatliche Nettoeinkommen von Y._____ auf insgesamt 
CHF 2'723.-- festzulegen. Was den Grundbedarf der Ehefrau angehe, so sei auf-
grund des Umstands, dass der volljährige B._____ nach wie vor bei der Mutter 
wohne, weder eine Kürzung der Wohnkosten noch eine Reduktion des Grundbe-
trags vorzunehmen, da dieser nicht erwerbstätig und offensichtlich nicht in der La-
ge sei, den Lebensunterhalt für eine alleinstehende Person zu bestreiten. Darüber 
hinaus würden sich die Wohnkosten für die Ehefrau und C._____ ohnehin lediglich 
auf CHF 1'400.-- belaufen, was im Vergleich zu den Mietkosten des Ehemannes 
von CHF 1'100.-- nicht hoch erscheine. Für den Grundbetrag der Ehefrau seien 
damit CHF 1'350.-- einzusetzen und für jenen der Tochter CHF 600.--. Bezüglich 
der Krankenkasse seien nur die Prämien für die obligatorische Krankenversiche-
rung zu berücksichtigen, womit für die Ehefrau CHF 325.-- und für C._____ 
CHF 69.-- angerechnet würden. Des Weiteren würden zugunsten der Ehefrau Ge-
sundheitskosten (Selbstbehalt) von CHF 105.-- anerkannt und bei C._____ seien 
solche zusätzlichen Kosten im Umfang von CHF 63.-- pro Monat ausgewiesen. 
Die monatliche Steuerlast der Ehefrau betrage aufgrund der zugesprochenen Ali-
mente schätzungsweise CHF 100.--. Überdies seien ihr Kosten für Versicherun-
gen (Hausrat etc.) und Sonstiges von CHF 75.-- pro Monat zuzugestehen. Damit 

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belaufe sich der Bedarf für Ehefrau und Tochter im Ergebnis auf CHF 4'087.--. 
Sodann hielt der Vorderrichter fest, dass der Ehemann ein monatliches Nettoein-
kommen von CHF 5'366.-- (inkl. 13. Monatslohn und besondere Sozialzulagen, 
aber exkl. Kinderzulagen von CHF 220.--) erziele. Der Grundbetrag des Eheman-
nes sei mit CHF 1'200.-- zu veranschlagen. Seine Wohnkosten würden 
CHF 1'100.-- betragen und die monatlichen Versicherungsprämien nach KVG 
würden sich auf CHF 271.-- bzw. die weiteren Kosten (Selbstbehalt) auf CHF 35.-- 
belaufen. Ferner erscheine der geltend gemachte Steuerbetrag von CHF 285.-- 
pro Monat gerechtfertigt. Für Versicherungen (Hausrat etc.) seien ihm CHF 50.-- 
anzurechnen. Der Bedarf des Ehemannes betrage damit gesamthaft CHF 2'941.--. 
Dem Gesamteinkommen der Ehegatten von CHF 8'089.-- stehe ein Gesamtbedarf 
von CHF 7'028.-- gegenüber, woraus sich ein Einkommensüberschuss von 
CHF 1'061.-- ergebe. Dieser Überschuss sei im Verhältnis von 1/3 (CHF 354.-- 
zugunsten des Ehemannes) zu 2/3 (CHF 707.-- zugunsten der Ehefrau und Toch-
ter) aufzuteilen. Werde das Eigeneinkommen nun vom Minimalbedarf zuzüglich 
des Überschussanteils abgezogen, resultiere für die Ehefrau und Tochter ein mo-
natlicher Unterhaltsanspruch von insgesamt CHF 2'071.-- (zzgl. Kinderzulagen 
von CHF 220.--). Davon würden CHF 1'071.-- auf die Ehefrau und CHF 1'000.-- 
(zzgl. Kinderzulagen) auf die Tochter entfallen. Durch Entscheid der Eheschutz-
richterin sei der Unterhalt bis zum 31. Dezember 2014 geregelt gewesen. Ent-
sprechend habe die Ehefrau in ihrem Gesuch um vorsorgliche Massnahmen eine 
Neuregelung ab dem 1. Januar 2015 beantragt. Folglich seien die Unterhaltsleis-
tungen ab diesem Zeitpunkt geschuldet.

5.a) Der Ehemann rügt in seiner Berufung eine mehrfache Verletzung des recht-
lichen Gehörs, worauf vorab einzugehen ist. Im Einzelnen bringt er vor, die ge-
sundheitlichen Beschwerden der Ehefrau seien nachweislich erst nach der Tren-
nung aufgetreten und verweist dabei auf das im vorinstanzlichen Verfahren einge-
reichte Arztzeugnis von Dr. Jakob vom 9. November 2012 (GG Beilage 13). Da 
sich der Vorderrichter mit seiner Hauptargumentation, wonach die Krankheit der 
Ehefrau keinen ehebedingten Nachteil darstelle und deshalb für die Unterhaltsbe-
rechnung irrelevant sei, nicht auseinandergesetzt habe, habe er das rechtliche 
Gehör bzw. die Begründungspflicht verletzt. Ebenso sei sein Einwand, dass sich 
die Ehefrau entgegen ärztlichem Rat seit November 2013 weigere, die dringend 
empfohlene stationäre Therapie zu absolvieren und ihre Krankheit auch aus die-
sem Grund nicht berücksichtigt werden dürfe und ihr demzufolge ein hypotheti-
sches Einkommen von mindestens CHF 2'500.-- anzurechnen sei, aussen vor ge-
lassen worden. Der Berufungskläger wirft dem Vorderrichter mithin vor, sich mit 

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dem Thema des hypothetischen Erwerbseinkommens bzw. der Ausdehnung des 
Arbeitspensums nicht befasst zu haben. Auch sei im vorinstanzlichen Entscheid 
die Frage nach einer allfälligen Hilflosenentschädigung des volljährigen Sohnes 
B._____ nicht behandelt worden. Er habe geltend gemacht, dass B._____ auf-
grund seiner Einschränkungen gemäss ärztlicher Einschätzung eine Hilflosenent-
schädigung von mindestens CHF 468.-- erhalten würde. Zum gestellten Beweisan-
trag, eine entsprechende Bestätigung der SVA Graubünden über den Bezug einer 
Hilflosenentschädigung zu edieren, habe sich der Vorderrichter ebenfalls mit kei-
nem Wort geäussert. Der Berufungskläger hält eine Heilung dieser Gehörsverlet-
zungen im Berufungsverfahren für möglich, weist indessen darauf hin, dass ihm 
aus der Verletzung des rechtlichen Gehörs keine Kosten erwachsen dürften.

b) Der Vorderrichter hat sich entgegen der Auffassung des Berufungsklägers 
im angefochtenen Entscheid mit dem möglichen und zumutbaren Eigeneinkom-
men der Ehefrau auseinandergesetzt, indem er ausführte, dass sowohl die Zu-
mutbarkeit eines Arbeitspensums von 50% als auch von 40% verneint werden 
müsse. Mehr als rund 30% an ausserhäuslicher Erwerbstätigkeit könne der Ehe-
frau nicht zugemutet werden (vgl. angefochtener Entscheid E. 6.1.2. S. 21). Auch 
wenn der Vorderrichter nicht explizit darauf einging, ob die Krankheit der Ehefrau 
einen ehebedingten Nachteil darstellt, so hat er die gesundheitliche Beeinträchti-
gung als Grund für eine Einschränkung der Erwerbstätigkeit berücksichtigt und 
dermassen eingestuft, als dass der Ehefrau kein höheres Arbeitspensum als rund 
30 Stellenprozent angerechnet werden dürfe. Er hat auch den Umstand, dass sich 
die Ehefrau in keine Therapie begibt, nicht als Anlass für die Anrechnung eines 
höheren Einkommens angesehen. Vielmehr bezeichnete es der Vorderrichter als 
verständlich, dass sie sich vor dem Hintergrund der Unterstützungsbedürftigkeit 
von C._____ und B._____ gegen eine stationäre Behandlung entschieden habe 
(vgl. angefochtener Entscheid E.  6.1.2 S. 22). Insofern lässt sich keine Verletzung 
des rechtlichen Gehörs erblicken. Was den Vorwurf des Berufungsklägers angeht, 
der Vorderrichter habe sich zur Frage nach dem Bezug einer Hilflosenentschädi-
gung von B._____ und dem Editionsantrag nicht geäussert, so erscheint dieser 
nicht ganz unbegründet. Allerdings ist der Vorderrichter offensichtlich davon aus-
gegangen, dass B._____ nebst der IV-Rente und den Ergänzungsleistungen keine 
solche bezieht und sich dessen Einkommen auf CHF 1'923.-- pro Monat be-
schränkt (vgl. angefochtener Entscheid E. 6.1.2 S. 22). Wie vorstehend dargelegt 
worden ist (vgl. E. 3d), hält es das urteilende Gericht angesichts der eingereichten 
Steuerbescheinigung nicht (mehr) für erforderlich, dem Editionsbegehren betref-
fend die Ausrichtung einer Hilflosenentschädigung stattzugeben. Auch wenn dies-

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bezüglich eine Verletzung der Begründungspflicht durch den Vorderrichter vorlie-
gen mag, so gilt dieser Mangel, wie der Berufungskläger selbst geltend macht, als 
geheilt.

6.a) Das vom Vorderrichter auf Seiten des Ehemannes angerechnete monatli-
che Nettoeinkommen von CHF 5'366.-- (inkl. 13. Monatslohn und besondere Sozi-
alzulagen, aber exkl. Kinderzulagen von CHF 220.--) wird im Berufungsverfahren 
an sich von keiner Partei beanstandet. Der Berufungskläger moniert lediglich, 
dass die Berechnung zuzüglich Kinderzulagen hätte vorgenommen werden müs-
sen und als Ergebnis folglich ein Unterhaltsbeitrag inklusive Kinderzulagen resul-
tiert hätte. Dieser Einwand erweist sich als berechtigt. Zwar hat der Vorderrichter 
die Kinderzulagen zunächst an sich korrekt vom Einkommen des Ehemannes ab-
gezogen, in der Folge jedoch ausser Acht gelassen, dass diese ausschliesslich für 
den Unterhalt der Kinder bestimmten Leistungen bei der Ermittlung des durch den 
Unterhaltsbeitrag zu deckenden Bedarfs der Kinder vorweg in Abzug zu bringen 
sind (BGE 137 III 59 E. 4.2.3 mit weiteren Hinweisen). Stattdessen hat er die Kin-
derzulagen zusätzlich zum Unterhaltsbeitrag, der sich aus der Existenzminimum-
berechnung mit dem vollen Bedarf der Tochter ergibt, zugesprochen. Damit stün-
den der Ehefrau und der Tochter die entsprechenden Zulagen zusätzlich zum Be-
darf samt Überschussanteil zur Verfügung. Korrekterweise hätten daher die Kin-
derzulagen entweder vom (den Bedarf der Kinder einschliessenden) Bedarf der 
Ehefrau abgezogen werden müssen oder aber – was im Ergebnis zum selben Re-
sultat führt – im Gesamteinkommen der Ehegatten (und zwar auf Seiten der Ehe-
frau) angerechnet werden müssen (Sabine Aeschlimann/Daniel Bähler/Elisabeth 
Freivogel, in: Schwenzer [Hrsg.], FamKomm Scheidung, Band II: Anhänge, 
2. Aufl., Bern 2011, N 61 zu Anh. UB; vgl. auch Urteile der I. Zivilkammer des Kan-
tonsgerichts von Graubünden ZK1 14 94 vom 1. Mai 2015 E. 4c und ZK1 11 20 
vom 13. Juli 2012 E. 5e). Insofern ist die vorinstanzliche Berechnung zu berichti-
gen.

b/aa) Hauptstreitpunkt unter den Parteien stellt sodann die Höhe des der Ehefrau 
anrechenbaren Einkommens dar. Der Vorderrichter führte diesbezüglich aus, dass 
die Ehefrau Reinigungsarbeiten bei der D._____, der politischen Gemeinde 
O.3_____ und dem Architekturbüro E._____ verrichte und dabei durchschnittlich 
ein monatliches Einkommen von CHF 1'840.-- erziele, was etwa einem Pensum 
von 30% entspreche. Mit dem Argument, dass ihr gesundheitlicher Zustand nach 
wie vor beeinträchtigt, aber nicht erheblich schlechter als im Jahr 2013 sei, stellte 
der Vorderrichter in der Folge auf das Einkommen ab, welches die Ehefrau im 
Jahr 2013 steuerlich deklarierte und bezifferte das anrechenbare monatliche 

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Durchschnittseinkommen auf CHF 2'123.--. Gleichzeitig hielt er fest, dass der Ehe-
frau insbesondere aufgrund der Betreuungsbedürftigkeit von C._____ nicht mehr 
als rund 30% an ausserhäuslicher Erwerbstätigkeit zugemutet bzw. nicht mehr als 
das Eigeneinkommen von CHF 2'123.-- angerechnet werden könne. 

bb) Der Berufungskläger ist der Auffassung, dass der Vorderrichter das anre-
chenbare Eigeneinkommen der Berufungsbeklagten aus verschiedenen Gründen 
zu tief angesetzt habe. So hält er in seiner Berufung entgegen, dass C._____ – 
auch wenn sie an Essstörungen leiden möge – nicht stärker als ein anderes 13-
jähriges Mädchen betreut werden müsse, zumal insbesondere auch die Beru-
fungsbeklagte im vorinstanzlichen Verfahren nichts Gegenteiliges geltend ge-
macht habe. Daher sei entgegen der Annahme des Vorderrichters davon auszu-
gehen, dass die Berufungsbeklagte neben der Betreuung der Tochter einer 50%-
igen Erwerbstätigkeit nachgehen könne. Ausgehend von einem möglichen und 
zumutbaren Arbeitspensum von mindestens 50% könne die Berufungsbeklagte 
ein monatliches Nettoeinkommen von mindestens CHF 2'500.-- generieren. Die 
Arbeitsmarktlage im Bereich Reinigung und Verkauf in der Region Prättigau/Davos 
sei gut und weder die gesundheitlichen Beschwerden der Berufungsbeklagten – 
zumal die Krankheit kein ehebedingter Nachteil und damit irrelevant sei und sich 
diese zudem der empfohlenen Behandlung widersetze – noch die Kinderbetreu-
ungspflichten würden einer Erwerbstätigkeit im genannten Umfang entgegenste-
hen. Ferner sei dem Vorderrichter darin zu folgen, dass der Berufungsbeklagten 
ein monatlicher Beitrag von B._____ in Höhe von CHF 600.-- als Einkommen an-
zurechnen sei. Da sich die von ihm bezogenen Ergänzungsleistungen nicht auf 
CHF 363.--, sondern effektiv auf CHF 680.-- belaufen würden, ein Teil werde näm-
lich direkt zur Bezahlung der Krankenkassenprämien verwendet, sei der ange-
rechnete Betrag von CHF 600.-- sicherlich nicht als zu hoch einzustufen. Ausser-
dem sei die Hilflosenentschädigung für B._____ im Umfang von CHF 468.-- hinzu-
zurechnen. Im Ergebnis müsse daher von einem Mindesteinkommen der Beru-
fungsbeklagten von insgesamt CHF 3'568.-- (Eigenverdienst CHF 2'500.--, 
CHF 600.-- Beitrag B._____ und CHF 468.-- Hilflosenentschädigung) ausgegan-
gen werden. Was die Pensumsreduktion bei der D._____ angehe, so sei durchaus 
denkbar, dass die Berufungsbeklagte von der D._____ anderweitig eingesetzt 
werden und wieder dieselbe Anzahl Arbeitsstunden verrichten könne. Jedenfalls 
sei sie verpflichtet, ihre volle Arbeitskraft auszuschöpfen und nötigenfalls eine an-
dere zusätzliche Arbeitsstelle zu suchen.

cc) Die Berufungsklägerin macht demgegenüber geltend, dass ihr der Vorder-
richter ein zu hohes Einkommen angerechnet habe. Sie stellt sich in ihrer Beru-

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fung bzw. Berufungsantwort auf den Standpunkt, dass nicht ihr Arbeitspensum in 
der Vergangenheit, sondern ihre aktuelle Arbeitsfähigkeit massgebend sei. Im Ver-
laufsbericht der PDGR vom 9. Dezember 2014 werde attestiert, dass ihre Arbeits-
fähigkeit 30% betrage. Gemäss Arztbericht vom 17. Juli 2013 würden die Ursa-
chen der gesundheitlichen Beeinträchtigung in der chronischen Überlastung 
während der Ehe und im abwertenden Verhalten des Ehemannes liegen, weshalb 
die gegenwärtige Beeinträchtigung entgegen der Ansicht des Berufungsbeklagten 
durchaus ehebedingt sei. Indessen habe sie bereits im vorinstanzlichen Verfahren 
argumentiert, dass es irrelevant sei, ob die Beeinträchtigung ehebedingt sei oder 
nicht, da die Verschlechterung vor der Scheidung eingetreten sei und es sich um 
eine lebensprägende Ehe handle. Im Weiteren stellt die Berufungsklägerin klar, 
dass sie sich nicht weigere, eine stationäre Behandlung anzutreten, sondern es ihr 
aufgrund der tatsächlichen Umstände schlicht nicht möglich sei, eine sechsmona-
tige Therapie zu absolvieren. Sie besuche indes seit Ende Januar zweimal 
wöchentlich eine Tagesklinik. Was ihr aktuelles Arbeitspensum betreffe, so sei 
dieses jedenfalls höher, als es ihre Arbeitsfähigkeit bzw. Gesundheit erlauben 
würde. Das Pensum bei der D._____ betrage 22.21% bzw. ab 1. August 2015 
noch 15.88%, jenes bei der Gemeinde O.3_____ sowie bei der E._____ AG je 
rund 10%. Indem der Vorderrichter ausführe, das Einkommen von CHF 1'840.-- 
sei durch ein Pensum von 30% generiert worden, habe er den Sachverhalt damit 
unrichtig festgestellt. Im Jahr 2014 habe sie monatlich CHF 1'840.-- verdient. Der 
Vorderrichter habe indessen in Überschreitung seines Ermessens sowie in rechts-
verletzender Weise auf das Einkommen aus dem Jahr 2013 von durchschnittlich 
CHF 2'123.-- pro Monat abgestellt. Ein höheres als das effektiv erzielte Einkom-
men dürfe ihr allerdings nicht angerechnet werden, da es ihre Gesundheit nicht 
zulasse, einem noch höheren Pensum nachzugehen. Überdies sei bei der An-
nahme eines hypothetischen Einkommens während des Scheidungsverfahrens 
ohnehin Zurückhaltung geboten. Sie arbeite bereits überobligatorisch zu rund 40% 
und obschon Einkommen aus überobligatorischer Erwerbstätigkeit im Rahmen der 
Eigenversorgungskapazität an sich nicht berücksichtigt werde, sei sie bereit, sich 
das effektiv erzielte Einkommen anrechnen zu lassen. Im Weiteren bringt die Be-
rufungsklägerin vor, dass es unangemessen erscheine, wenn ihr seitens von 
B._____ ein Beitrag von CHF 600.-- angerechnet werde. Zum einen erhalte sie 
dieses Geld nicht und zum anderen sei der Betrag im Verhältnis zum Einkommen 
und Lebensbedarf des Sohnes überhöht. Der Vorderrichter habe das Einkommen 
von B._____ fehlerhaft ermittelt. Da im Eherecht Ergänzungsleistungen eines 
Ehegatten bei der Leistungsfähigkeit nicht berücksichtigt würden, müsse dies auch 
bei mündigen Kindern gelten. Bei einem Einkommen von CHF 1'567.--, bestehend 

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aus der IV-Rente, könne B._____ seinen Lebensbedarf unter Abzug eines Bei-
trags von CHF 600.-- nicht mehr decken. Gestützt auf die Feststellung der Vorin-
stanz, wonach er CHF 1'323.-- zur Deckung des Lebensbedarfs benötige, könne 
von ihm ein monatlicher Beitrag von CHF 237.-- verlangt werden, was sich auch 
im Verhältnis zur Gesamtmiete von CHF 1'400.-- als adäquat erweise. Schliesslich 
führt die Berufungsklägerin an, dass B._____ keine Hilflosenentschädigung bezie-
he und eine solche auch in der Steuerbescheinigung für das Jahr 2014 nicht er-
wähnt sei.

c/aa) Was die Erwerbsfähigkeit der Ehefrau betrifft, so ist vorab auf die Behaup-
tung des Berufungsklägers, deren gesundheitliche Beschwerden seien erst nach 
der Trennung aufgetreten und wären daher irrelevant, einzugehen. Da es sich 
vorliegend klar um eine lebensprägende Ehe handelt, ist der Gesundheitszustand 
der Ehefrau ohnehin, d.h. ungeachtet, ob die Beeinträchtigung ehebedingt ist oder 
nicht, zu berücksichtigen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 5A_750/2011 vom 
5. Dezember 2011 E. 4; 5A_894/2011 vom 14. Mai 2011 E. 6.5.2; 5A_384/2008 
vom 21. Oktober 2008 E. 5.2.1, in Fampra.ch 2007 S. 190 und 5C.169/2006 vom 
13. September 2006 E. 2.6, in: Fampra.ch 2007 S. 148 f.). Die Argumentation des 
Berufungsklägers geht damit fehl. Zwar können die seitens der 
Berufungsbeklagten neu eingelegten Arztzeugnisse und -berichte vorliegend keine 
Berücksichtigung finden (vgl. vorstehend E. 3c/cc), doch geht bereits aus den vor-
instanzlichen Akten hervor, dass ihre Arbeitsfähigkeit angesichts der gesundheitli-
chen Beeinträchtigungen bei 30% liegt (vgl. GS Beilage 3 [Arztzeug-
nis/Verlaufsbericht der PDGR vom 9. Dezember 2014]; vgl. auch GG Beilage 14 
[Verlaufsbericht der PDGR vom 18. November 2013]). Unter diesen Umständen 
kann von ihr entgegen der Ansicht des Berufungsklägers nicht ein 50% Pensum 
gefordert werden. Der Vorderrichter hat ebenfalls dafürgehalten, dass von der 
Ehefrau kein solches Pensum verlangt werden könne und legte das zumutbare 
Erwerbspensum stattdessen auf 30% fest. In der Folge hat er jedoch auf das im 
Jahr 2013 erzielte Einkommen von monatlich durchschnittlich CHF 2'123.-- abge-
stellt und ist ohne Weiteres davon ausgegangen, dass dieses einem 30% Pensum 
entspreche, was nicht nachvollzogen werden kann. Insbesondere im Vergleich mit 
dem individuellen Lohnrechner des Bundesamts für Statistik, wonach das Durch-
schnittseinkommen für Reinigungspersonal bei einem 100% Pensum rund 
CHF 4'000.-- beträgt, erscheint diese Feststellung nicht haltbar. Ausgehend vom 
statistischen Durchschnittslohn hat der Vorderrichter der Ehefrau ein Einkommen, 
das mit einem Pensum von mehr als 50% erzielt würde, angerechnet. Dies steht 
mit seinen eigenen Erwägungen im Widerspruch. Ebenso hat der Berufungskläger 

Seite  21 — 33

den Lohn für ein 50% Pensum mit CHF 2'500.-- zu hoch veranschlagt. Wird das 
zumutbare Arbeitspensum bei 30% festgesetzt, so ist der Berufungsklägerin darin 
zu folgen, dass sie mit ihrer Reinigungstätigkeit bei der D._____ (22.21%, vgl. GS 
Beilage 8), bei der Gemeinde O.3_____ (~10%, vgl. GS Beilage 9) und bei der 
E._____ AG (~10%, vgl. GS Beilage 10) rund 40% Stellenprozent ausübt und ihre 
Arbeitsfähigkeit damit mehr als ausschöpft. In diesem Zusammenhang wendet der 
Berufungsbeklagte ein, dass die Berufungsklägerin erstmals im Rechtsmittelver-
fahren und damit verspätet vorbringe, dass ihr aktuelles Arbeitspensum 40% be-
trage. Da die entsprechenden Lohnabrechnungen der einzelnen Arbeitgeber je-
doch bereits im vorinstanzlichen Verfahren eingereicht worden sind und sich das 
Arbeitspensum dadurch ermitteln lässt, trifft dies nicht zu. Ausserdem hat das vor-
instanzliche Vorgehen bzw. die fehlerhafte Feststellung, das Einkommen von 
CHF 2'123.-- könne durch ein Pensum von 30% generiert werden, die Berufungs-
klägerin zur Klarstellung veranlasst. Auch durch die ab dem 1. August 2015 erfolg-
te Pensumsreduktion bei der D._____ von 22.21% auf 15.88% (vgl. ZK1 15 26 
act. B.7) erreicht die Berufungsklägerin immer noch über 30% Stellenprozent und 
schöpft ihre Arbeitsfähigkeit somit weiterhin aus.

bb) Des Weiteren rügt der Berufungskläger, dass der Vorderrichter bei der 
Festlegung der zumutbaren Erwerbstätigkeit zu Unrecht eine besondere Betreu-
ungsbedürftigkeit der Tochter C._____ angenommen habe. Die Essstörung von 
C._____ wurde schon im vorinstanzlichen Verfahren thematisiert (vgl. Gesuch 
vom 18. Dezember 2014 S. 4 [act. I./1] sowie Protokoll der Hauptverhandlung vom 
21. Januar S. 3 [act. I./5]). Daraus hat der Vorderrichter geschlossen, dass 
C._____ etwas mehr Betreuung und Zuwendung benötige als gleichaltrige Mäd-
chen. Auch wenn dies von der Mutter nicht ausdrücklich vorgebracht wurde, durfte 
der Richter im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes eine solche tatsächliche 
Schlussfolgerung treffen. Im Einzelnen erwog der Vorderrichter (vgl. angefochte-
ner Entscheid E. 5.2), dass die Essstörung von C._____ nebst der psychischen 
Erkrankung von B._____ eine weitere Belastung für die Berufungsklägerin darstel-
le; da sowohl die Gesundheit der Tochter als auch jene der Mutter beeinträchtigt 
sei, erscheine eine Erwerbstätigkeit im Umfang von 50% nicht zumutbar. Insoweit 
wurde der Gesundheitszustand der Tochter ebenfalls mitberücksichtigt, was sich 
grundsätzlich nicht beanstanden lässt. In erster Linie ist für das Mass der zumut-
baren Arbeitsfähigkeit indessen der Gesundheitszustand der Berufungsklägerin 
massgebend. Diesbezüglich ist bereits festgehalten worden, dass sie ihre Er-
werbsfähigkeit in jenem Umfang, den ihr gesundheitlicher Zustand erlaubt, aus-
schöpft bzw. gar noch überschreitet. Damit ist ihr das effektiv erzielte Einkommen 

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anzurechnen, zumal sie die Anrechnung dieses Betrags selbst anerkennt. Für den 
Zeitraum von 1. Januar 2015 bis 31. Juli 2015 beläuft sich das monatliche Netto-
einkommen auf CHF 1'840.--. Ab dem 1. August 2015 ist entsprechend der Pen-
sumsreduktion auch das Einkommen gesunken, welches die Berufungsklägerin 
bei der D._____ erzielt. Gemäss dem im Recht liegenden Arbeitsvertrag beträgt 
der jährliche Bruttolohn CHF 8'573.77 bzw. monatlich CHF 714.48 (vgl. ZK1 15 26 
act. B.7). Die Berufungsklägerin macht geltend, dass der Nettolohn unter dem 
neuen Pensum bei linearer Kürzung rund CHF 600.-- (inkl. 13. Monatslohn) betra-
ge (vgl. Berufung S. 7). Diese Berechnungsweise wird von der Gegenpartei nicht 
moniert, womit auf diesen Wert abzustellen ist. Ab August 2015 ist demnach von 
einem Gesamteinkommen der Berufungsklägerin von CHF 1'545.-- auszugehen. 
Da die Arbeitsfähigkeit wie dargelegt nach wie vor ausgeschöpft wird, ist auch ab 
diesem Zeitpunkt kein höheres als das tatsächlich erzielte Einkommen anzurech-
nen.

d/aa) Überdies ist unter den Parteien strittig, welchen Beitrag der mündige bei der 
Mutter lebende Sohn B._____ zu erbringen hat bzw. welchen Betrag sich die Be-
rufungsklägerin in diesem Zusammenhang anrechnen lassen muss. Gemäss den 
betreibungsrechtlichen Richtlinien sind die Wohnkosten im Falle einer Wohnge-
meinschaft mit volljährigen Kindern mit eigenem Erwerbseinkommen in der Regel 
anteilmässig zu berücksichtigen (vgl. Beschluss der Schuldbetreibungs- und Kon-
kurskammer des Kantonsgerichts von Graubünden betreffend Änderung der Richt-
linien für die Berechnung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums nach 
Art. 93 SchKG vom 18. August 2009 [KSK 09 39]). Allerdings ist darauf hinzuwei-
sen, dass eine Wohngemeinschaft mit einem volljährigen Kind keine Wohn-
/Lebensgemeinschaft im Sinne der betreibungsrechtlichen Richtlinien darstellt, 
welche zwingend zur Anrechnung des hälftigen Grundbetrags eines Ehepaars 
führt. Gemäss den genannten Richtlinien findet der Arbeitserwerb volljähriger in 
häuslicher Gemeinschaft mit dem Schuldner lebender Kinder bei der Berechnung 
des Existenzminimums grundsätzlich einzig insofern Berücksichtigung, als ein an-
gemessener Anteil von den Wohnkosten (Mietzins und Heizung) des Schuldners 
abzuziehen ist (vgl. Urteil der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden 
ZK1 12 57 vom 24. Juli 2014 E. 4c). D.h. es handelt sich dabei nicht um ein ei-
gentliches Einkommen, sondern um Kostenersparnisse, die infolge der Wohnge-
meinschaft entstehen. Indem von B._____ eine Beteiligung an den Wohnkosten 
verlangt wird, vermindert sich der Bedarf der Ehefrau. Mithin ist zu beurteilen, wel-
che Beteiligung mit Blick auf das Einkommen von B._____ als angemessen gilt. 
Während die Berufungsklägerin von einem Betrag von CHF 237.-- ausgeht, 

Seite  23 — 33

schliesst sich der Berufungskläger der Auffassung des Vorderrichters an, wonach 
ein Betrag von CHF 600.-- anzurechnen sei. Erstere geht indessen auch von ei-
nem Einkommen von CHF 1'567.-- (exkl. Ergänzungsleistungen) und Letzterer von 
einem solchen von CHF 1'923.-- (inkl. Ergänzungsleistungen) aus. Es fragt sich 
daher, ob die Ergänzungsleistungen bei der Leistungsfähigkeit des mündigen, bei 
einem Elternteil lebenden Kindes zu berücksichtigen sind. Da Ergänzungsleistun-
gen der Deckung der minimalen Lebenskosten dienen (vgl. Merkblatt 5.01 Ergän-
zungsleistungen zur AHV und IV, zu finden unter <https://www.ahv-
iv.ch/p/5.01.d>, Stand 1. Januar 2015), rechtfertigt es sich, diese der Argumentati-
on des Berufungsklägers folgend als Einkommen von B._____ zu behandeln. 
Dessen Einkommen bewegt sich aber mit CHF 1'930.-- pro Monat immer noch in 
einem bescheidenen Rahmen. Es bietet sich vorliegend an, einen Wohnkostenan-
teil von CHF 330.-- monatlich, entsprechend dem Berechnungsblatt für die Ergän-
zungsleistung der SVA Graubünden (vgl. GS Beilage 15), anzurechnen, was rund 
1/4 der anfallenden Mietkosten von CHF 1'400.-- entspricht.

bb) Neben der Beteiligung an den Wohnkosten kann eine Reduktion des 
Grundbetrags des betreffenden Elternteils gerechtfertigt sein, wenn darüber hin-
aus gewisse aus dem Grundbetrag zu deckende Auslagen gemeinsam getragen 
werden. Der Umfang der Reduktion ist in Kantonen, die für diesen Fall keinen 
pauschalen Abzug vorsehen, bei einer Pfändung vom Betreibungsbeamten an-
hand der konkreten Umstände des Einzelfalls zu bestimmen (Urteil der 
I. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 12 57 vom 24. Juli 2014 
E. 4c mit Verweis auf BGE 132 III 483 E. 4). Es erscheint vorliegend angemessen, 
einen monatlichen Pauschalbeitrag von CHF 100.-- zu berücksichtigen, zumal 
B._____ dabei immer noch ein Überschuss von rund CHF 300.-- verbleibt (Ein-
kommen von CHF1'930.-- abzüglich Grundbetrag von CHF 1'200.--, Wohnkosten-
anteil von CHF 330.-- und Steuern von rund CHF 25.--). Wie der Berufungskläger 
zutreffend darlegt, wird ein Teil der Ergänzungsleistungen, nämlich CHF 317.--, 
direkt für die Bezahlung der Krankenkassenprämien verwendet, womit diese durch 
den ausbezahlten Betrag von CHF 1'930.-- (IV Rente von CHF 1567.-- und EL von 
CHF 363.--) nicht mehr gedeckt werden müssen (vgl. GS Beilage 15 S. 2). Durch 
Berücksichtigung dieses Pauschalbeitrags sinkt der Grundbetrag der Berufungs-
klägerin damit entsprechend auf CHF 1'250.--. Für den vom Berufungskläger be-
haupteten Bezug einer Hilflosenentschädigung in Höhe von CHF 468.-- bestehen 
indessen, wie bereits angetönt (vgl. E. 3d), keine hinreichenden Anhaltspunkte. In 
der Steuerbescheinigung für das Jahr 2014 ist eine solche nicht erwähnt und das 
sich in den Akten befindliche ärztliche Zeugnis (vgl. GS Beilage 5), auf welches 

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der Berufungskläger verweist, bezieht sich auf die militärische Rekrutierbarkeit von 
B._____ und vermag somit darüber, ob eine Hilflosenentschädigung beansprucht 
werden könnte, nicht Aufschluss zu geben. Damit hat es mit der Anrechnung eines 
Betrags von CHF 430.-- (Wohnkostenanteil von CHF 330.-- und Pauschalbeitrag 
von CHF 100.--) sein Bewenden.

7.a) Nachfolgend bleibt auf die einzelnen Bedarfspositionen, welche von den 
Parteien im Berufungsverfahren angefochten werden, einzugehen. Dabei handelt 
es sich um die anrechenbaren Privatversicherungen, die Krankenversicherungs-
prämien sowie die Steuern. Der Vorderrichter hat dem Ehemann CHF 50.-- und 
der Ehefrau und Tochter CHF 75.-- für Versicherungen (Hausrat etc.) zugestan-
den. Bezüglich der Krankenversicherung hielt er fest, dass im familienrechtlichen 
Existenzminimum als Zuschlag zum Grundbetrag nur die obligatorischen Kran-
kenkassenprämien gemäss KVG zu berücksichtigen seien, nicht aber die Prämien 
der Zusatzversicherung. Weiter hat der Vorderrichter beim Ehemann den geltend 
gemachten Steuerbetrag von CHF 285.-- bestätigt und bei der Ehefrau hat er an-
hand der festgesetzten Alimente eine Steuerschätzung vorgenommen und den 
monatlichen Steueraufwand auf CHF 100.-- veranschlagt.

b/aa) Die Berufungsklägerin bringt vor, dass sie ihren eigenen Bedarf einschliess-
lich desjenigen ihrer Tochter im vorinstanzlichen Verfahren auf CHF 4'055.--  be-
ziffert habe, während der Vorderrichter einen solchen von CHF 4'087.-- ermittelt 
habe. Sie halte auch im Rechtsmittelverfahren weiterhin am tieferen Bedarf von 
CHF 4'055.-- fest. In Abweichung von der vorinstanzlichen Berechnung seien die 
Versicherungskosten (Hausrat/Haftpflicht) bei den Parteien nicht separat zu 
berücksichtigen, sondern würden durch den Grundbetrag abgedeckt. Zu Unrecht 
unberücksichtigt gelassen habe der Vorderrichter allerdings die VVG-Prämie. Er 
habe bei beiden Parteien nur die KVG-Prämie angerechnet, was angesichts des 
Umstands, dass vorliegend ein Überschuss verbleibe und überdies ein Wiederein-
tritt in die Zusatzversicherung bei Krankheit ausgeschlossen sei, nicht angehen 
könne. In Bezug auf die Steuern erscheine die Anrechnung eines Betrags von 
CHF 100.-- gerechtfertigt, wenn ein höherer als bis anhin geleisteter Unterhaltsbei-
trag festgelegt werde.

bb) Während der Berufungskläger hinsichtlich des ihm zugestandenen Bedarfs 
keine Einwände erhebt, hält er den Bedarf, welcher der Berufungsbeklagten ange-
rechnet worden ist, für etwas zu hoch. Im Einzelnen führt er aus, dass es keinen 
sachlichen Grund gebe, der Berufungsbeklagten CHF 25.-- mehr pro Monat für 
Versicherungen anzurechnen. Sie habe einerseits kein solches Begehren gestellt 

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und andererseits würden unter diesem Titel auch keine zusätzlichen Kosten für die 
Tochter anfallen. Daher sei ebenfalls ein monatlicher Betrag von CHF 50.-- zu 
berücksichtigen. Alsdann müsse die Berufungsbeklagte auf den von ihr anerkann-
ten tieferen Bedarf von monatlich CHF 4'055.-- behaftet werden, wobei es die dar-
in enthaltene Steuerlast von CHF 100.-- zu korrigieren gelte. Es sei keine Steuer-
schätzung vorzunehmen, sondern auf die Steuerveranlagungsverfügung des Jah-
res 2013 abzustellen, zumal die Berufungsbeklagte im Jahr 2013 nicht wesentlich 
tiefere Unterhaltsleistungen bezogen habe, als ihr von der Vorinstanz zugespro-
chen worden seien. Gestützt auf diese Veranlagungsverfügung sei damit von ei-
nem Steuerbetrag von CHF 38.30 auszugehen.

c) Basis für die Unterhaltsberechnung bilden diejenigen Bedarfspositionen, 
welche auch für die betreibungsrechtliche Existenzminimumberechnung verwen-
det werden. Indessen sind die von den Betreibungsämtern für die Ermittlung des 
pfändbaren Einkommens verwendeten Zahlen nicht direkt massgebend. Vielmehr 
müssen die eingesetzten Beträge in Zusammenhang mit den wirtschaftlichen Ver-
hältnissen der Parteien stehen. Je knapper die finanziellen Verhältnisse sind, des-
to enger haben sich die Gerichte für die Ermittlung des Bedarfs an die in Anwen-
dung von Art. 93 SchKG entwickelten Grundsätze über die Pfändbarkeit des 
schuldnerischen Einkommens anzulehnen (vgl. BGE 140 III 337 E. 4.2.3). Vorlie-
gend ist weder von knappen noch von guten finanziellen Verhältnissen auszuge-
hen, sondern diese bewegen sich in einem durchschnittlichen Bereich. Die Argu-
mentation der Berufungsklägerin, wonach auf eine Anrechnung der Versiche-
rungskosten zu verzichten sei, würde sich als zutreffend erweisen, wenn ein Man-
kofall vorliegen würde. Diesfalls wären sowohl bei der unterhaltspflichtigen als 
auch bei der unterhaltsberechtigten Person alle über dem Existenzminimum lie-
genden Bedarfspositionen zu streichen oder zu kürzen. Da im hier zu beurteilen-
den Fall allerdings ein Überschuss verbleibt (vgl. nachfolgend E. 8), können die 
Versicherungskosten der Vorinstanz folgend im erweiterten Grundbedarf berück-
sichtigt werden (vgl. Ingeborg Schwenzer in: Schwenzer [Hrsg.], FamKommentar 
Scheidung, Band I: ZGB, 2. Aufl., Bern 2011, N 77 zu Art. 125 ZGB; Heinz Haus-
heer/Annette Spycher, in: Hausheer/Spycher [Hrsg.], Handbuch des Unterhalts-
rechts, 2. Aufl., Bern 2010., Rz. 2.30 und 02.38). Nicht aufrechterhalten lässt sich 
jedoch die unterschiedliche Behandlung der Ehegatten. Wie der Berufungskläger 
zu Recht vorbringt, ist nicht einzusehen, weshalb ihm unter dem Titel Versiche-
rungen Auslagen von CHF 50.-- und der Berufungsbeklagten als Obhutsinhaberin 
entsprechend höhere Kosten von CHF 75.-- zugestanden werden. Vielmehr ist bei 
beiden Parteien ein Betrag von CHF 50.-- anzurechnen.

Seite  26 — 33

d) Was die Kosten der Krankenversicherung anbelangt, so können bei der 
Berechnung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums lediglich die Prämien 
der obligatorischen Grundversicherung nach KVG, nicht aber der Prämienaufwand 
für die Zusatzversicherung nach VVG berücksichtigt werden (BGE 134 III 323 
E. 3). Bei guten finanziellen Verhältnissen darf im Rahmen des erweiterten 
Grundbedarfs hingegen durchaus eine Berücksichtigung der Prämien der überob-
ligatorischen Versicherung erfolgen (BGE 140 III 337 E. 4.2.3; Heinz Haus-
heer/Annette Spycher, a.a.O., Rz. 02.36; vgl. auch Ingeborg Schwenzer, a.a.O., 
N 33 zu Art. 176 ZGB). Es handelt sich hierbei um eine Ermessensfrage. Da vor-
liegend bei einem Gesamteinkommens der Ehegatten von rund CHF 7'500.-- (vgl. 
nachfolgend E. 8) noch nicht von guten Verhältnissen gesprochen werden kann, 
besteht kein Anlass, den vorinstanzlichen Entscheid, wonach auf eine Anrechnung 
der Prämien nach VVG verzichtet wird, anzupassen. Den Parteien ist es zudem 
möglich, die entsprechenden Kosten der Zusatzversicherung durch den jeweiligen 
Überschussanteil zu decken.

e) Es bleibt abschliessend noch auf die Frage der anrechenbaren Steuerlast 
einzugehen. Die Steuern sind konkret und damit abhängig von der Höhe des Ein-
kommens und der Unterhaltsbeiträge zu berechnen (vgl. Thomas Ramseier, in: 
Schwenzer [Hrsg.], FamKommentar Scheidung, Band II: Anhänge, 2. Aufl., Bern 
2011, N 83 zu Anh. St). Der Vorderrichter hat die seitens der Ehefrau anfallenden 
Steuern auf CHF 100.-- beziffert, was angesichts des Eigeneinkommens und der 
zugesprochenen Unterhaltsbeiträge als überhöht erscheint. Der Berufungskläger 
macht geltend, dass auf die Steuerbelastung im Jahr 2013 von CHF 38.-- pro Mo-
nat abgestellt werden könne. Die Berufungsbeklagte erzielt nun ein tieferes Ein-
kommen als im Jahr 2013, sie erhält indessen höhere Unterhaltsbeiträge als da-
mals (vgl. nachfolgend E. 8), so dass sich ungefähr dieselbe Steuerlast ergibt.

8. Im Ergebnis präsentiert sich die Unterhaltsberechnung für die erste Phase 
(1. Januar 2015 bis 31. Juli 2015) damit wie folgt:

Ehefrau Ehemann
Verfügbare Mittel

1840 Nettoeinkommen 5366
220 Familienzulagen
330 Wohnkostenbeitrag B._____  

2390 Total 5366

Bedarf
1250 Grundbetrag 1200

600 Grundbetrag C._____  
1400 Wohnkosten 1100

http://www.berechnungsblaetter.ch/kommuh.htm#Einkommen
http://www.berechnungsblaetter.ch/rilexmi.htm#Grundbetrag
http://www.berechnungsblaetter.ch/kommuh.htm#Wohnkosten

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325 Krankenversicherung 271
69 Krankenversicherung C._____  

105 Selbstbehalt 35
63 Selbstbehalt C._____  
50 Hausrat- und Haftpflichtversicherung 50
38 Laufende Steuern 285

3900 Total 2941

Das Gesamteinkommen der Ehegatten beläuft sich während der Monate Januar 
bis Juli 2015 somit auf gerundet CHF 7'760.-- und der Gesamtbedarf auf 
CHF 6'840.--, woraus ein Überschuss von CHF 920.-- resultiert. Dieser fällt zu 2/3 
und damit zu CHF 610.-- der Ehefrau und Tochter zu. Wird vom Bedarf der Ehe-
frau und Tochter zuzüglich des ihnen zustehenden Überschussanteils das Eige-
neinkommen in Abzug gebracht, ergibt sich ein Unterhaltsanspruch von 
CHF 2'120.--. Davon entfallen CHF 1'000.-- (zzgl. Kinderzulagen, da diese auf Sei-
ten der Ehefrau als Einkommen berücksichtigt worden sind; vgl. vorstehend E. 6a) 
auf die Tochter und entsprechend CHF 1'120.-- auf die Ehefrau.

Für die zweite Phase ab dem 1. August 2015 gestaltet sich die Berechnung fol-
gendermassen:

Ehefrau Ehemann
Verfügbare Mittel

1545 Nettoeinkommen 5366
220 Familienzulagen
330 Wohnkostenbeitrag B._____  

2095 Total 5366

Bedarf
1250 Grundbetrag 1200

600 Grundbetrag C._____  
1400 Wohnkosten 1100

325 Krankenversicherung 271
69 Krankenversicherung C._____  

105 Selbstbehalt 35
63 Selbstbehalt C._____  
50 Hausrat- und Haftpflichtversicherung 50
38 Laufende Steuern 285

3900 Total 2941

Dem unverändert gebliebenen Gesamtbedarf von CHF 6'840.-- steht nun ein Ge-
samteinkommen von CHF 7'460.-- gegenüber. Der verbleibende Überschuss ver-
ringert sich auf CHF 620.--, wobei wiederum 2/3 (CHF 410.--) der Ehefrau und 
Tochter zukommen. Ausgehend vom entsprechenden Bedarf und Überschussan-
teil abzüglich des Eigeneinkommens resultiert ein Unterhaltsbeitrag von gerundet 

http://www.berechnungsblaetter.ch/kommuh.htm#Krankheitskosten
http://www.berechnungsblaetter.ch/kommuh.htm#Steuern
http://www.berechnungsblaetter.ch/kommuh.htm#Einkommen
http://www.berechnungsblaetter.ch/rilexmi.htm#Grundbetrag
http://www.berechnungsblaetter.ch/kommuh.htm#Krankheitskosten
http://www.berechnungsblaetter.ch/kommuh.htm#Steuern

Seite  28 — 33

CHF 2'220.--, wovon CHF 1'000.-- (zzgl. Kinderzulagen) Kindesunterhalt und 
CHF 1'220.-- Ehegattenunterhalt bilden.

Somit vermochte die Berufungsklägerin mit ihren gestellten Begehren insofern 
durchzudringen, als der Unterhaltsbeitrag für die Monate Januar bis Juli 2015 von 
CHF 1'071.-- auf CHF 1'120.-- bzw. ab August 2015 auf CHF 1'220.-- erhöht wird. 
Der Berufung des Ehemannes hingegen konnte kein Erfolg beschieden sein. Auch 
wenn sich einzelne Rügen wie etwa jene hinsichtlich der Kinderzulagen sowie der 
anrechenbaren Versicherungskosten und der Steuerbelastung als berechtigt er-
wiesen, hat dies im Ergebnis zu keiner Verminderung der Unterhaltspflicht geführt.

9.a) Ist der angefochtene Entscheid nach dem Gesagten teilweise zu korrigie-
ren, so sind auch die Kosten der Vorinstanz neu zu beurteilen. Gemäss Art. 106 
Abs. 2 ZPO sind die Prozesskosten, sofern keine Partei vollständig obsiegt hat, 
nach dem Ausgang des Verfahrens zu verteilen. Dabei gilt es zu beachten, dass 
das Gericht namentlich in familienrechtlichen Prozessen von diesem Grundsatz 
abweichen und die Prozesskosten unter Berücksichtigung weiterer Faktoren nach 
Ermessen verteilen kann (Art. 107 Abs. 1 lit. c ZPO). Die Berufungsklägerin bringt 
vor, dass es angesichts des Verhältnisses von Obsiegen und Unterliegen im erst-
instanzlichen Verfahren angemessen erscheine, die vorinstanzlichen Gerichtskos-
ten vollumfänglich dem Ehemann aufzuerlegen und ihr eine vollständige Parteien-
tschädigung zuzusprechen. Der Berufungsbeklagte hält dem entgegen, dass die 
Berufungsklägerin im Rechtsmittelverfahren nun weniger Unterhalt fordere und ihr 
deshalb selbst bei Gutheissung ihrer Berufung keine Entschädigung für das Ver-
fahren vor der Vorinstanz zuzusprechen wäre, zumal sie mit ihren Anträgen nicht 
gänzlich durchgedrungen sei. Im vorinstanzlichen Verfahren waren sowohl der 
Kindes- als auch der Ehegattenunterhalt strittig. Während die Ehefrau einen Un-
terhaltsbeitrag von CHF 2'500.-- (CHF 1'000.-- zzgl. Kinderzulagen für C._____ 
und CHF 1'500.-- für sie persönlich) verlangte, stellte der Ehemann den Antrag, 
auf das entsprechende Begehren um Kindesunterhalt sei nicht einzutreten, even-
tualiter sei er zu verpflichten, an den Unterhalt seiner Tochter monatlich  
CHF 800.-- (inkl. Kinderzulagen) zu bezahlen. Zudem beantragte er, das Begeh-
ren um Ehegattenunterhalt sei abzuweisen. Auch wenn nun allein das Ergebnis 
des vorinstanzlichen Verfahrens betrachtet wird, so lässt sich klar ein überwiegen-
des Obsiegen der Ehefrau feststellen. Sie ist nämlich sowohl mit dem beantragten 
Kindesunterhalt vollumfänglich als auch dem Ehegattenunterhalt zu einem gros-
sen Teil durchgedrungen. Überdies hat sie auch betreffend die Zuständigkeitsfra-
ge bzw. fehlende Anerkennungsfähigkeit des L.1_____ Scheidungsurteils Recht 
bekommen. Der Ehemann ist mit seinen Anträgen dahingegen unterlegen. Einzig 

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was den Kindesunterhalt angeht, hat er zwar einen Betrag von CHF 800.-- (inkl. 
Kinderzulagen) zugestanden, doch auch diesbezüglich ist in der Folge ein um 
CHF 420.-- höherer Betrag festgesetzt worden. Demnach erscheint die Feststel-
lung des Vorderrichters, die Parteien hätten in etwa gleichem Verhältnis obsiegt, 
unzutreffend und die vorgenommene hälftige Kostenteilung unter Wettschlagen 
der Parteientschädigungen erweist sich – trotz des erhöhten Ermessensspiel-
raums gemäss Art. 107 Abs. 1 lit. c ZPO – als änderungsbedürftig. In Anbetracht 
des vorliegenden Verfahrensausgangs hat die Ehefrau in Bezug auf den Ehegat-
tenunterhalt in einem noch grösseren Ausmass obsiegt. Rechnerisch gesehen 
dringt die Ehefrau mit ihren Anträgen im Ergebnis zu rund 80% (4/5) durch. Es 
drängt sich daher auf, den vorinstanzlichen Kostenspruch entsprechend anzupas-
sen. Die Gerichtskosten von CHF 1'000.-- sind damit im Umfang von CHF 800.-- 
dem Ehemann und im Betrag von CHF 200.-- der Ehefrau aufzuerlegen. Der 
Ehemann hat der Ehefrau zudem eine reduzierte Parteientschädigung zu entrich-
ten. Mit Berufung beziffert Rechtsanwältin lic. iur. Diana Honegger den angefalle-
nen Aufwand gestützt auf die der Vorinstanz eingereichte Honorarnote unter An-
wendung eines mittleren Stundenansatzes von CHF 240.-- auf CHF 2'857.10 (inkl. 
Spesen und MwSt.). Nach Verrechnung der beiden Quoten (4/5 zu 1/5) resultiert 
eine Parteientschädigung von CHF 1'714.25 (3/5 von CHF 2'857.10). Gemäss 
Dispositivziffer 7 des angefochtenen Entscheids hat der Vorderrichter die Ent-
schädigungen der unentgeltlichen Rechtsvertreterinnen je in einem separaten Ver-
fahren geregelt. Aufgrund des angepassten Kostenspruches wird diesbezüglich 
insofern eine Änderung erforderlich sein, als dass für Rechtsanwältin lic. iur. Diana 
Honegger nur noch der nicht von der Parteientschädigung gedeckte Anteil der 
Honorarforderung von 2/5 auf die Gerichtskasse genommen werden muss, wobei 
die Entschädigung für diesen Teil auf Basis des für die unentgeltliche Rechtspfle-
ge geltenden Stundenansatzes von CHF 200.-- (vgl. Art. 5 Abs. 1 der Verordnung 
über die Bemessung des Honorars der Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte 
[Honorarverordnung, HV; BR 310.250]) festzulegen ist. Soweit von einer voraus-
sichtlichen Uneinbringlichkeit der Parteientschädigung auszugehen wäre, müsste 
in diesem Umfang zudem die gemäss Art. 122 Abs. 2 ZPO vom Kanton zu leis-
tende Entschädigung festgelegt werden.

b) Im Berufungsverfahren lag zwischen den Parteien unter dem Titel des Ehe-
gattenunterhalts noch ein Betrag von CHF 529.-- (Antrag Ehefrau für Januar bis 
Juli 2015 CHF 1289.--, Antrag Ehemann CHF 760.--) bzw. CHF 627.-- (Antrag 
Ehefrau ab August 2015 CHF 1387.--, Antrag Ehemann CHF 760.--) im Streit. Im 
Ergebnis ist Y._____ ein Unterhaltsbeitrag von CHF 1'120.-- bzw. 1'220.-- zuge-

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sprochen worden. Mithin hat sie mit ihren Anträgen zu rund 3/4 obsiegt. Dement-
sprechend gehen die Kosten des Berufungsverfahrens, welche gestützt auf den 
Gebührenrahmen gemäss Art. 9 der Verordnung über die Gerichtsgebühren in 
Zivilverfahren (VGZ; BR 320.210) auf CHF 3'000.-- festgelegt werden, zu 
CHF 2'250.-- zu Lasten von X._____ und zu CHF 750.-- zu Lasten von Y._____. 
Schliesslich hat X._____ Y._____ für das Rechtsmittelverfahren auch eine ent-
sprechend dem Verfahrensausgang reduzierte aussergerichtliche Entschädigung 
zu bezahlen. Beiden Parteien wurde jeweils mit Verfügung der Vorsitzenden vom 
25. März 2015 die unentgeltliche Rechtspflege gewährt und Rechtsanwältin lic. iur. 
Rita Marugg bzw. Rechtsanwältin lic. iur. Diana Honegger zur Rechtsbeiständin im 
Sinne von Art. 118 Abs. 1 lit. c ZPO bestellt (ERZ 15 43 und 15 47). Daher gehen 
die den Parteien auferlegten Gerichtskosten und die Kosten ihrer Rechtsvertre-
tung – sofern diese nicht von der Gegenpartei zu tragen sind (vgl. Art. 122 Abs. 1 
lit. d ZPO) – nach Massgabe von Art. 122 ZPO zu Lasten des Kantons Graubün-
den und sind aus der Gerichtskasse zu bezahlen. Vorbehalten bleibt die Rückfor-
derung durch den Kostenträger im Sinne von Art. 123 ZPO.

c) Beide Rechtsvertreterinnen wurden in den vorerwähnten Verfügungen auf-
gefordert, ihre Honorarnote innert 10 Tagen nach Beendigung des Schriftenwech-
sels einzureichen, ansonsten das Gericht die Entschädigung nach pflichtgemäs-
sem Ermessen festlegen werde. Mit Honorarnote vom 10. Juni 2015 (act. D.13) 
macht Rechtsanwältin lic. iur. Diana Honegger für die beiden Berufungsverfahren 
einen Aufwand von 17.74 Stunden zu einem Ansatz von CHF 240.-- und damit 
eine Entschädigung von insgesamt CHF 4'902.75 (inkl. CHF 302.-- Spesen und 
8% MwSt.) geltend. Diese erweist sich unter Berücksichtigung des notwendigen 
Aufwands und der Schwierigkeit der Sache als angemessen. Unter Anwendung 
der sog. Quoten- bzw. Bruchteilsverrechnungsmethode (3/4 zu 1/4 = 1/2) ergibt 
sich ein aussergerichtlicher Entschädigungsanspruch (inkl. Spesen und MwSt.) zu 
Gunsten von Y._____ von CHF 2'451.40 (1/2 von CHF 4'902.75). Der nicht durch 
die Parteientschädigung gedeckte Teil der Honorarforderung von ebenfalls 1/2 
geht zu Lasten des Kantons Graubünden und wird aus der Gerichtskasse bezahlt. 
Da diesbezüglich ein Stundenansatz von CHF 200.-- zur Anwendung gelangt, 
beläuft sich der aus der Gerichtskasse zu entschädigende Honorarbetrag (inkl. 
Spesen und MwSt.) auf CHF 2'079.-- (1/2 von CHF 4'158.--). Schliesslich bleibt 
noch für den Fall, dass sich die Parteientschädigung als uneinbringlich erweist, die 
vom Kanton aus der Gerichtskasse zu bezahlende Entschädigung festzulegen 
(vgl. Art. 122 Abs. 2 Satz 1 ZPO). Aus der Gerichtskasse kann diesfalls, wiederum 
unter Anwendung des reduzierten Stundenansatzes von CHF 200.--, ein zusätzli-

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cher Betrag von CHF 2'079.-- (1/2 von CHF 4'158.--) verlangt werden. Da der kos-
tenpflichtigen Partei vorliegend ebenfalls die unentgeltliche Rechtspflege gewährt 
worden ist, gilt die von ihr zu leistende Parteientschädigung in der Regel zum 
vornherein als uneinbringlich (Alfred Bühler; in: Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner 
Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Bd. I, Art. 1-149 ZPO, Bern 
2012, N 67 zu Art. 122 ZPO; Lukas Huber, in: Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], 
Schweizerische Zivilprozessordnung, Kommentar, Zürich 2011, N 19 zu Art. 122 
ZPO). Mit der Zahlung geht der Anspruch auf die Parteientschädigung im entspre-
chenden Umfang auf den Kanton über (Art. 122 Abs. 2 Satz 2 ZPO).

d) Rechtsanwältin lic. iur. Rita Marugg hat trotz Aufforderung keine Honorarno-
te eingereicht, weshalb deren Entschädigung nach Ermessen festzusetzen ist. Da 
davon ausgegangen werden kann, dass bei ihr ein vergleichbarer Aufwand wie bei 
der Gegenseite angefallen ist, erscheint es angemessen, ihr eine Entschädigung 
in derselben Höhe zuzusprechen. Allerdings findet für die gesamte Honorarforde-
rung der URP-Tarif Anwendung, womit Rechtsanwältin Marugg mit CHF 4'158.-- 
(inkl. Spesen und MwSt.) aus der Gerichtskasse zu entschädigen ist.

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Berufung von X._____ (ZK1 15 20) wird abgewiesen.

2. Die Berufung von Y._____ (ZK1 15 26) wird teilweise gutgeheissen und die 
Dispositivziffern 5, 6 und 7 des angefochtenen Entscheids des Einzelrich-
ters am Bezirksgericht Prättigau/Davos vom 21. Januar 2015 werden auf-
gehoben.

3.a) X._____ wird verpflichtet, an den Unterhalt von Y._____ für die Dauer vom 
1. Januar 2015 bis 31. Juli 2015 einen monatlichen, jeweils im Voraus zahl-
baren Beitrag von CHF 1'120.-- und ab dem 1. August 2015 einen solchen 
von CHF 1'220.-- zu entrichten.

   b) Die seit dem 1. Januar 2015 nachweislich zugunsten von Y._____ geleiste-
ten Unterhaltszahlungen können auf die vorstehenden Unterhaltsbeiträge 
angerechnet werden.

4.a) Die Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens von CHF 1'000.-- werden zu 
1/5 (CHF 200.--) Y._____ und zu 4/5 (CHF 800.--) X._____ auferlegt. Ge-
stützt auf die entsprechenden Verfügungen vom 23. September 2014 (Proz. 
Nr. 135-2012-411) und vom 27. Januar 2015 (Proz. Nr. 135-2015-14) ge-
hen die den Parteien auferlegten Gerichtskosten unter Vorbehalt der Rück-
forderung von Art. 123 ZPO zu Lasten des Kantons Graubünden und wer-
den aus der Gerichtskasse bezahlt.

   b) X._____ hat Y._____ für das vorinstanzliche Verfahren mit CHF 1'714.25 
(inkl. Spesen und MwSt.) aussergerichtlich zu entschädigen. Im Übrigen 
werden die Entschädigungen der unentgeltlichen Rechtsvertreterinnen vom 
Einzelrichter am Bezirksgericht Prättigau/Davos in einem separaten Verfah-
ren geregelt.

5.a) Die Kosten der Berufungsverfahren von insgesamt CHF 3'000.-- gehen zu 
1/4 (CHF 750.--) zu Lasten von Y._____ und zu 3/4 (CHF 2'250.--) zu Las-
ten von X._____, welcher Y._____ für die Berufungsverfahren zudem eine 
Parteientschädigung von CHF 2'451.40 (inkl. Spesen und MwSt.) zu bezah-
len hat.

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   b) Die Y._____ auferlegten Gerichtskosten und die nicht durch die Parteien-
tschädigung gedeckten Kosten ihrer Rechtsvertretung in Höhe von 
CHF 2'079.-- (inkl. Spesen und MwSt.) gehen gestützt auf die entsprechen-
de Verfügung der Vorsitzenden der I. Zivilkammer vom 25. März 2015 (ERZ 
15 47) zu Lasten des Kantons Graubünden und werden aus der Gerichts-
kasse bezahlt.

Da sich die Parteientschädigung gemäss Dispositivziffer 5a voraussichtlich 
als uneinbringlich erweist, wird die Rechtsvertreterin von Y._____ zu Lasten 
des Kantons Graubünden mit CHF 2'079.-- (inkl. Spesen und MwSt.) aus 
der Gerichtskasse entschädigt.

   c) Die X._____ auferlegten Gerichtskosten und die Kosten seiner Rechtsver-
tretung in Höhe von CHF 4'158.-- (inkl. Spesen und MwSt.) gehen gestützt 
auf die entsprechende Verfügung der Vorsitzenden der I. Zivilkammer vom 
25. März 2015 (ERZ 15 43) zu Lasten des Kantons Graubünden und wer-
den aus der Gerichtskasse bezahlt.

   d) Die Rückforderung der geleisteten Kostenhilfe durch den Kanton Graubün-
den im Sinne von Art. 123 ZPO bleibt vorbehalten.

6. Gegen diese, einen Streitwert von mindestens CHF 30'000.-- betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG Beschwerde in 
Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, ge-
führt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 
Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in 
der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und 
Art. 90 ff. BGG.

7. Mitteilung an: