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**Case Identifier:** 9927335e-5220-5b9d-9e33-36330f08a497
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-07-08
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 08.07.2021 725 20 440/189
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-20-440-189_2021-07-08.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom  8. Juli 2021 (725 20 440 / 189) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Nichteintreten auf die Beschwerde: kein aktuelles und praktisches Rechtsschutzinte-

resse 

 

 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichterin Elisabeth Berger 

Götz, Kantonsrichter Beat Hersberger, Gerichtsschreiberin Tina Ger-
ber 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Daniel Altermatt, 
Rechtsanwalt, Neuarlesheimerstrasse 15, Postfach 435, 4143 Dor-
nach 

  
 
gegen 
 
 

 Helsana Unfall AG, Recht & Compliance, Postfach, 8081 Zürich, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen  

 
 
 
A.1 Die 1964 geborene A.____ arbeitete seit dem 1. Juni 2012 als Pflegemitarbeiterin SRK 
bei der Firma B.____ und war in dieser Eigenschaft bei der Helsana Unfall AG (nachfolgend: 
Helsana) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Am 
28. Mai 2015 erlitt A.____ einen Unfall, als sie beim Auswringen eines Tuches mit der rechten 
Hand abrutschte und diese gegen eine Wand schlug. Dabei zog sie gemäss erstbehandelndem 

 

 
 
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Arzt sich eine Kontusion mit traumatischer Blockierung des rechten Lunatums zu. In der Folge 
wurde eine TFCC-Läsion am rechten Handgelenk diagnostiziert. Nach Abklärung des Unfallher-
gangs und der Einholung medizinischer Unterlagen erbrachte die Helsana die gesetzlichen Leis-
tungen (Behandlung, Taggeld). Am 6. Oktober 2015 unterzog sich die Versicherte einer diagnos-
tischen Arthroskopie mit ulnarseitiger TFCC-Refixation (Push-Lock-Anker) am rechten Handge-
lenk. Aufgrund persistierender Schmerzen wurde am 7. Juni 2016 eine weitere Operation (Teno-
lyse EDMN und Zurückverlagerung, Gelenktoilette DRUG, Denervation PIN, Synovektomie ECU 
Sehn) am rechten Handgelenk durchgeführt. Mit Sprechstundenbericht vom 5. Oktober 2016 
stellte der behandelnde Facharzt einen guten postoperativen Verlauf mit Beschwerdearmut am 
rechten Handgelenk fest. Am linken Handgelenk seien jedoch eine Rhizarthrose sowie begin-
nende DIP-Arthrosen zu diagnostizieren. Auf der rechten Seite erfolge der medizinische Fallab-
schluss, die Arbeitsfähigkeit sei bezüglich des Unfalles wiedergegeben. Unter Hinweis auf diesen 
Sprechstundenbericht erklärte der beratende Arzt des Unfallversicherers, Prof. Dr. med. C.____, 
FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, mit Beurteilung vom 
21. Oktober 2016 den Fall aus medizinischer Sicht für abgeschlossen. Als bleibende, unfallkau-
sale Einschränkung sei mit einer leichten Einschränkung der Handgelenksbeweglichkeit rechts 
zu rechnen. Ein Integritätsschaden liege nicht vor.  
 
A.2 Die Ärzteschaft der Klinik D.____ berichtete am 27. Oktober 2016 über die Konsultation 
mit der Versicherten und diagnostizierte Residualbeschwerden am rechten dorsalen Handgelenk 
bei Status nach TFCC-Refixation ulnar am 6. Oktober 2015 und Handgelenksoperation am 
7. Juni 2016 sowie eine Rhizarthrose beidseits, links mehr als rechts. Die Patientin berichte über 
belastungsabhängige und unabhängige Schmerzen in beiden Handgelenken sowie an den Schul-
tern und in den Füssen. Durch das zweifache Operieren am rechten Handgelenk mit Schonung 
sei es zweifelsohne zu einer Überlastung des linken Handgelenks mit deutlicher Aktivierung der 
Rhizarthrose gekommen. Aus handchirurgischer Sicht sei die Situation schwierig, da das rechte 
Handgelenk nach den zwei Operationen noch nicht voll belastbar sei. Am 28. Juni 2017 wurde 
die Versicherte an beiden Handgelenken operiert. Durchgeführt wurden eine Infiltration CMC I-
Gelenk links; eine Trapezektomie, Suspensions- und Interpositionsarthroplastik nach Weilby 
rechts sowie eine Revision des fünften Strecksehnenfachs rechts. Mit Stellungnahme vom 
17. Juli 2017 führte der beratende Arzt Dr. C.____ aus, dass die aktuellen Beschwerden und die 
in diesem Zusammenhang durchgeführte Operation vom 28. Juni 2017 bloss in einem möglichen 
Kausalzusammenhang zum Unfall vom 28. Mai 2015 stünden. Im Vordergrund stehe die dege-
nerative Rhizarthrose. Der Fall sei aus medizinischer Sicht bereits am 20. Oktober 2016 abge-
schlossen worden. Mit Schreiben vom 15. August 2017 machte der behandelnde Facharzt 
Dr. med. E.____, Facharzt für Chirurgie und Handchirurgie, geltend, dass neben den Behandlun-
gen der Rhizarthrosen anlässlich der aktuellsten Handgelenksoperation auch eine Revision des 
Strecksehnenfaches vorgenommen worden sei, der als Folge der Voreingriffe und damit als un-
fallkausal anzusehen sei. Dr. C.____ hielt mit Stellungnahme vom 13. September 2017 an seiner 
bisherigen Beurteilung fest. Es sei davon auszugehen, dass die Revision ohne die Operationsin-
dikation der Rhizarthrose nicht vorgenommen worden wäre.  
 

 

 
 
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A.3 Mit Verfügung vom 29. September 2017 lehnte die Helsana eine Kostenübernahme un-
ter Hinweis auf den fehlenden natürlichen Kausalzusammenhang ab. Nachdem sich heraus-
stellte, dass die Verfügung der Versicherten augenscheinlich nicht eröffnet worden war, wurde 
am 13. Juni 2018 eine neue, identische Verfügung erlassen. Die Versicherte erhob dagegen, 
vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Altermatt, am 12. Juli 2018 Einsprache. Im Rahmen des 
Einspracheverfahrens wurde zunächst ein handchirurgisches Gutachten bei Dr. med. F.____, 
FMH Handchirurgie, eingeholt. Aufgrund verschiedener Kritikpunkte an diesem Gutachten vom 
10. Januar 2019 entschied sich die Helsana, beim Zentrum für medizinische Begutachtung (ZMB) 
ein polydisziplinäres Gutachten in den Fachrichtungen Allgemeine Innere Medizin, Orthopädie-
Handchirurgie und Psychiatrie einzuholen.  
 
A.4 Mit Gutachten des ZMB vom 18. Februar 2020 wurde als unfallbedingte Diagnose mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine chronische Schmerzstörung mit psychischen und soma-
tischen Faktoren bei residuellen Beschwerden an der rechten Hand bei Status nach Kontusions-
trauma ulnokarpal mit ulnarseitiger TFCC-Läsion bei Status nach diagnostischer Arthroskopie 
und offener TFCC-Refixation (Oktober 2015), Status nach Tenolyse EDMN und Zurückverlage-
rung, Gelenktoilette DRUG, Denervation PIN, Synovektomie ECU Sehn (Juni 2016), Status nach 
Revision des fünften Strecksehnenfachs und Tenolyse sowie Entfernung eines störenden Kno-
tens (Juni 2017), sowie bei einem chronischen myofaszialen Schmerzsyndrom im Schulter-Na-
cken-Gürtel, chronischer bitemporalen Cervicalgie und Dysphagie bei Verdacht auf gastropha-
ryngealem Reflux festgehalten. Unfallfremd seien demgegenüber die Diagnosen resuidueller 
Schmerzen in der Sattelgelenksregion rechts bei Status nach Trapezektomie und Aufhängeplas-
tik nach Weilby wegen Rhizarthrose (Juni 2017), einer fortgeschrittenen Rhizarthrose links, leich-
ter Heberdenarthrosen in den DIP-Gelenken II und III links, einer rezidivierenden depressiven 
Störung, gegenwärtig leicht- bis mittelgradig, akzentuierter Persönlichkeitszüge sowie einer psy-
chosozialen Belastungssituation. Ausserdem wurden weitere unfallfremde Diagnosen ohne Aus-
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt. Die objektivierbaren leichten Restbeschwerden an der 
rechten Hand seien in einem natürlichen Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 28. Mai 2015 
zu sehen. Die aktuell deutlich nachweisbare Rhizarthrose an der linken Hand sei vorübergehend 
wegen der kompensatorischen Überbelastung bei Verletzung der rechten symptomatisch. Aktuell 
habe die Explorandin trotz stark fortgeschrittener Rhizarthrose links nur mässige Beschwerden 
und verfüge über eine gut verwertbare Kraft in der linken Hand. Bei vorbestehender depressiver 
Symptomatik und akzentuierten Persönlichkeitszügen sei die Entwicklung der chronischen 
Schmerzstörung unfallkausal. Bezüglich der Rhizarthrose rechts sei der Status quo sine mit über-
wiegender Wahrscheinlichkeit Ende September 2016 erreicht. In Bezug auf die chronische 
Schmerzstörung sei der Status quo ante nicht erreicht. Auch aus psychiatrischer Sicht sei der 
Vorzustand nicht erreicht. Eine Verbesserung könnte mit medikamentöser Behandlung erzielt 
werden, aus dem Verlauf sei jedoch mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, 
dass der Vorzustand nicht mehr erreicht werden könne. Die Operationen vom 16. Oktober 2015 
und vom 7. Juni 2016 stünden in eindeutigem Zusammenhang mit dem Unfall. Dies gelte auch 
für den Teileingriff anlässlich der Operation vom 27. Juni 2017 (Revision und Tenolyse des fünf-
ten Strecksehnenfachs und Entfernung des Fadenknotens). Die Rhizarthrosenoperation, die in 
der gleichen Sitzung am 27. Juni 2017 durchgeführt worden sei, stehe in keinem Zusammenhang 
mit dem Unfallereignis. Der Status quo ante sei mit dem Fallabschluss durch die behandelnde 

 

 
 
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handchirurgische Abteilung im März 2018 erreicht worden. Eine weitere Heilbehandlung als Folge 
des Unfalls sei aus somatischer Sicht nicht notwendig. Indes solle die Versicherte au psychiatri-
scher Sicht leitliniengerecht behandelt werden. Unter Berücksichtigung allein der unfallbedingten 
gesundheitlichen Beeinträchtigungen sei aus handchirurgisch-orthopädischer Sicht keine Ein-
schränkung der Arbeitsfähigkeit in einer leichten bis mittelschweren Tätigkeit festzustellen. Aus 
psychiatrischer Sicht bestehe auch in einer optimal angepassten Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit 
von 30%. Ein massgeblicher Integritätsschaden liege nicht vor. 
 
A.5 Gestützt auf das Gutachten des ZMB vom 18. Februar 2020 erliess die Helsana am 
15. Oktober 2020 ihren Einspracheentscheid. Darin hielt sie fest, dass die Operation vom 27. Mai 
2017 teilweise, und zwar bezüglich der Revision und Tenolyse des fünften Strecksehnenfachs 
und Entfernung des Fadenknotens, nicht aber in Bezug auf die gleichzeitig durchgeführte Rhi-
zarthrosenoperation, auf den Unfall zurückzuführen sei. Demzufolge sei die Einstellung in der 
angefochtenen Verfügung zu früh erfolgt, weshalb die Einsprache diesbezüglich gutzuheissen 
sei. Die Akten seien im Übrigen an die verfügende Instanz zu überweisen, damit diese im Sinne 
des Gutachtens eine weitere Heilbehandlung im Rahmen einer psychiatrischen Behandlung ab-
kläre und einleite.  
 
B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____, weiterhin vertreten durch Rechtsan-
walt Altermatt, am 16. November 2020 Beschwerde ans Kantonsgericht, Abteilung Sozialversi-
cherungsrecht (Kantonsgericht), und beantragte, es sei die Beschwerdegegnerin in Aufhebung 
des angefochtenen Entscheids zu verpflichten, ein handchirurgisches Gutachten zur Frage der 
Arbeitsfähigkeit und des Integritätsschadens in Auftrag zu geben, unter o/e-Kostenfolge. Entge-
gen der Auffassung der Beschwerdegegnerin seien auch die beidseitigen Rhizarthrosen auf den 
Unfall zurückzuführen. Ferner sei auch die Beurteilung des Integritätsschadens nicht korrekt er-
folgt, da weder die Rhizarthrosen noch die eingeschränkte Beweglichkeit der rechten Hand ge-
nügend berücksichtigt worden seien.  
 
C. Die Beschwerdegegnerin schloss in ihrer Vernehmlassung vom 30. Dezember 2020 auf 
Abweisung der Beschwerde.  
 
D. Mit Verfügung vom 19. Januar 2021 wurde der vorliegende Fall dem Gericht zur Beur-
teilung überwiesen. Das Kantonsgericht hat bei der IV-Stelle Basel-Landschaft die die Beschwer-
deführerin betreffenden Akten beigezogen.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, 

 

 
 
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in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vorliegend 
befindet sich dieser in G.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts Basel-
Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Ver-
waltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versi-
cherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einsprache-
entscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig.  
 
2. Gemäss § 16 Abs. 2 VPO wendet das Gericht das Recht von Amtes wegen an. Es prüft 
insbesondere, ob die Eintretensvoraussetzungen erfüllt sind. Das Gericht hat zu prüfen, ob ein 
zulässiges Beschwerdeobjekt vorliegt, es sich bei der den anfechtbaren Entscheid erlassenden 
Vorinstanz um eine zulässige Vorinstanz handelt, die beschwerdeführende Partei zur Be-
schwerde befugt ist und ein Rechtsschutzinteresse hat, die geltend gemachten Beschwerde-
gründe zulässig und die Formalien eingehalten sind, d.h. die Beschwerdeschrift fristgemäss ein-
gereicht wurde sowie die Rechtsbegehren und die Beweismittel enthält, begründet und unter-
schrieben wurde. 
 
3. Die vorliegende Beschwerde vom 16. November 2020 ist frist- und formgerecht einge-
gangen. Beim angefochtenen Einspracheentscheid handelt es sich überdies um ein zulässiges 
Beschwerdeobjekt, das von der zuständigen Vorinstanz erlassen wurde. Als Adressat des Ein-
spracheentscheids vom 15. Oktober 2020 ist die Beschwerdeführerin auch zur Beschwerde be-
fugt. Indessen ist zu prüfen, ob sie an der Aufhebung des angefochtenen Entscheids ein genü-
gendes Rechtsschutzinteresse hat und ob ihre Begehren den Streitgegenstand betreffen. 
 
3.1 Gemäss Art. 59 ATSG ist zur Beschwerde nur berechtigt, wer ein (aktuelles) schutzwür-
diges Interesse an der Aufhebung oder Änderung der angefochtenen Verfügung respektive des 
angefochtenen Entscheids hat. Die Rechtsprechung betrachtet als schutzwürdiges Interesse je-
des praktische oder rechtliche Interesse, welches eine von einer Verfügung betroffene Person an 
deren Änderung oder Aufhebung geltend machen kann. Das schutzwürdige Interesse besteht 
somit im praktischen Nutzen, den die Gutheissung der Beschwerde dem Verfügungsadressaten 
verschaffen würde, oder – umgekehrt – im Umstand, einen Nachteil wirtschaftlicher, ideeller, ma-
terieller oder anderweitiger Natur zu vermeiden, den die angefochtene Verfügung mit sich bringen 
würde (vgl. auch: RENÉ WIEDERKEHR/KASPAR PLÜSS, Praxis des öffentlichen Verfahrensrechts, 
Bern 2020, Rz. 1741 mit zahlreichen Hinweisen). So fehlt es an einem Rechtsschutzinteresse, 
wenn die tatsächliche oder rechtliche Situation des Beschwerdeführers oder der Beschwerdefüh-
rerin durch den Ausgang des Verfahrens nicht beeinflusst werden kann (Urteil des Bundesge-
richts vom 18. Mai 2009, 9C_991/2008, E. 2 mit zahlreichen Hinweisen). Aktuell ist das Interesse 
an der Beschwerdeführung, wenn der erlittene Nachteil im Zeitpunkt der gerichtlichen Beurteilung 
noch besteht (BGE 130 V 390, 125 I 397 E. 4a und 116 Ia 363 E. 2a). Mangelt es an einem 
Rechtsschutzinteresse schon bei der Einreichung der Beschwerde, so ist auf das Begehren nicht 
einzutreten, weil eine der Prozessvoraussetzungen nicht erfüllt ist. Fällt das Rechtsschutzinte-
resse erst im Verlaufe des Verfahrens dahin, so wird das Verfahren gegenstandslos. Es wird 
alsdann förmlich als erledigt erklärt und abgeschrieben (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 19. 
Mai 2011, 8C_108/2011, E. 1; BGE 116 Ia 359 E. 2). 

 

 
 
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3.2 Im Zusammenhang mit der Prüfung des aktuellen und praktischen Rechtsschutzinteres-
ses ist zunächst zu untersuchen, was im Verfahren vor Kantonsgericht Streitgegenstand ist, bzw., 
welche Situation nach Erlass des angefochtenen Einspracheentscheids vorliegt. Streitgegen-
stand im System der nachträglichen Verwaltungsrechtspflege ist das Rechtsverhältnis, das Ge-
genstand der angefochtenen Verfügung bildet, und zwar in dem Ausmass, als die Regelung des 
Rechtsverhältnisses nach den Parteianträgen des Beschwerdeverfahrens noch streitig ist (vgl. 
FRITZ GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Auflage, Bern 1983, S. 46). Bezieht sich die Be-
schwerde auf ein nicht durch die Verfügung bestimmtes Rechtsverhältnis, gehören die beanstan-
deten Aspekte weder zum Anfechtungs- noch zum Streitgegenstand (vgl. BGE 125 V 414 f. E. 
1b). Diesfalls steht den Betroffenen keine Befugnis zu, verfügungsweise nicht geregelte Rechts-
verhältnisse durch eine Beschwerde richterlich überprüfen zu lassen. Das Gericht kann auf eine 
diesbezügliche Beschwerde nicht eintreten (vgl. BGE 118 V 313 f. E. 3b mit Hinweisen; ULRICH 
MEYER, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, in: BJM 1989 S. 25). 
 
3.3 Mit Verfügung vom 13. Juni 2018 verneinte die Beschwerdegegnerin einen überwiegend 
wahrscheinlichen natürlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 28. Mai 
2015 und der dritten Handgelenksoperation vom 27. Juni 2017. Die bestehenden gesundheitli-
chen Beeinträchtigungen seien auf unfallfremde Faktoren zurückzuführen. Damit seien die leis-
tungsbegründenden Voraussetzungen nicht erfüllt. In ihrem Einspracheentscheid vom 15. Okto-
ber 2020 kam die Beschwerdeführerin auf diesen Entscheid zurück. Unter Verweis auf das ein-
geholte Gutachten des ZMB vom 18. Februar 2020 hielt sie fest, dass die Operation vom 27. Mai 
2017 teilweise – bezüglich der Revision und Tenolyse des fünften Strecksehnenfachs und der 
Entfernung des Fadenknotens – auf das Unfallereignis zurückzuführen sei. Der Status quo ante 
vel sine sei im März 2018 erreicht worden. Die Einstellung in der Verfügung vom 13. Juni 2018 
sei zu früh erfolgt und die Einsprache sei deshalb teilweise gutzuheissen. Im Übrigen würden die 
Akten an die verfügende Instanz überwiesen, damit diese im Sinne der Gutachter eine weitere 
Heilbehandlung im Rahmen der psychiatrischen Behandlung abkläre und einleite.  
 
3.4 Aus dem soeben Zitierten wird deutlich, dass sich im angefochtenen Einspracheent-
scheid lediglich ein Entscheid betreffend den (teilweisen) Kausalzusammenhang zwischen dem 
Unfall vom 28. Mai 2015 und der Handgelenksoperation vom 27. Juni 2017 findet. Nicht entschie-
den ist jedoch die Frage, in welchem Umfang eine Leistungspflicht gemäss Auffassung der Be-
schwerdegegnerin zu erfolgen hat. Auch erfolgt im angefochtenen Einspracheentscheid kein Fall-
abschluss. Zwar wird bezüglich des rechten Handgelenks ein Status quo sine vel ante definiert, 
dies ist jedoch nicht einem Fallabschluss im rechtlichen Sinne gleichzusetzen, zumal sich der 
Einspracheentscheid nicht zu einer allfälligen Rente oder einer Integritätsentschädigung äussert, 
obschon diese Fragen bei einem Fallabschluss zu beantworten wären (Art. 19 Abs. 1 UVG; BGE 
134 V 109 E. 4.1 mit Hinweisen). In Bezug auf die gemäss Gutachten des ZMB auf den Unfall 
zurückzuführenden psychischen Beschwerden findet sich im angefochtenen Einspracheent-
scheid ebenfalls keine abschliessende Beurteilung oder rechtliche Adäquanzprüfung. Streitge-
genstand kann nach dem Ausgeführten somit lediglich die Frage sein, ob die Operation vom 
27. Mai 2017 (teilweise) auf den Unfall zurückzuführen ist. Diese wird bejaht und die Beschwer-
degegnerin anerkennt ihre diesbezügliche Leistungspflicht. Sie hat es allerdings versäumt, im 

 

 
 
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angefochtenen Einspracheentscheid die Konsequenzen dieser Leistungspflicht festzulegen. Alle 
Fragen, die über die bejahte (Teil-)Kausalität der Operation vom 27. Mai 2017 gehen, bilden folg-
lich nicht Teil des vorliegend zu beurteilenden Streitgegenstandes, da sie von der Beschwerde-
gegnerin noch nicht beantwortet sind. Auf die entsprechenden Begehren der Beschwerdeführerin 
ist folglich nicht einzutreten (vgl. E. 3.2 hiervor). In Bezug auf die Frage nach der Unfallkausalität 
der Operation fehlt es indessen an einem aktuellen und praktischen Rechtsschutzinteresse, da 
die Frage von der Beschwerdegegnerin bereits im Sinne der Beschwerdeführerin beantwortet 
wurde. Folglich ist auf die Beschwerde nicht einzutreten, da es an der Sachurteilsvoraussetzung 
des aktuellen schutzwürdigen Interesses mangelt und sich die Rechtsbegehren der Beschwer-
deführerin nicht auf den Streitgegenstand beziehen. 
 
4. Es bleibt über die Kosten zu befinden. 
 
4.1 Gemäss Art. 61 lit. a ATSG in der bis Ende 2020 gültig gewesenen, hier anwendbaren 
Fassung (vgl. Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 1. Januar 2021) hat der Prozess vor 
dem kantonalen Gericht für die Parteien kostenlos zu sein. Es sind demnach für das vorliegende 
Verfahren keine Kosten zu erheben.  
 
4.2 Tritt das Kantonsgericht auf ein bei ihm erhobenes Rechtsmittel nicht ein, so gelten in 
prozessualer Hinsicht die Beschwerde führende Partei als unterliegende und die Beschwerde-
gegnerin als obsiegende Partei. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird keine Parteientschä-
digung zugesprochen (Art. 61 lit. g ATSG). 
 
 

  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 
 

 

 
 
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