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**Case Identifier:** 5083da88-5e33-5893-b5f0-07bf367a876f
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-05-14
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 14.05.2020 720 19 204/108
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-19-204-108_2020-05-14.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 14. Mai 2020 (720 19 204 / 108) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Prüfung der Beweiskraft eines polydisziplinären externen Verwaltungsgutachtens 

 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kan-

tonsrichter Daniel Noll, Gerichtsschreiberin Barbara Vögtli 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Daniel Altermatt, Rechts-
anwalt, Neuarlesheimerstrasse 15, Postfach 435, 4143 Dornach 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 

 
 
 
A. A.____, geboren 1958, arbeitete zuletzt als Lagerist. Am 26. August 2010 erlitt er einen 
Arbeitsunfall. In der Folge meldete er sich mit Gesuch vom 5. Mai 2011 unter Hinweis auf eine 
Distorsion der Halswirbelsäule zum Bezug von Leistungen der Schweizerischen Invalidenversi-
cherung (IV) an. Im Rahmen der Sachverhaltsabklärungen liess die IV-Stelle Basel-Landschaft 
(IV-Stelle) den Versicherten durch Dr. med. B.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, und 
Dr. med. C.____, FMH für Rheumatologie, bidisziplinär psychiatrisch-rheumatologisch begutach-
ten. Mit Gutachten vom 6. Februar 2014 gelangten die Gutachter zum Schluss, dass seit dem 21. 

 

 
 
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Juni 2011 keine Arbeitsunfähigkeit mehr bestehe. In der Folge lehnte die IV-Stelle den Renten-
anspruch mit Verfügung vom 7. März 2017 ab. Die dagegen von A.____ mit Eingabe vom 27. 
April 2017 beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht, erhobene 
Beschwerde hiess dieses mit Urteil vom 30. November 2017 gut. Es hob die angefochtene Ver-
fügung auf und wies die Angelegenheit zur weiteren Abklärung und zum Erlass einer neuen Ver-
fügung an die IV-Stelle zurück. In den Erwägungen hielt es zusammenfassend fest, dass der 
Versicherte polydisziplinär gutachterlich abzuklären sei. Das Gutachten von Dr. B.____ und Dr. 
C.____ sei im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung veraltet gewesen, da es konkrete Hinweise 
für eine Verschlechterung des Gesundheitszustands gebe und ausserdem unterschiedliche Be-
urteilungen der psychiatrischen Beschwerden vorliegen würden. Die IV-Stelle liess den Versi-
cherten in der Folge durch das BEGAZ Begutachtungszentrum BL (BEGAZ) polydisziplinär me-
dizinisch begutachten. Die Gutachter kamen im Gutachten vom 10. Oktober 2018 zum Schluss, 
dass der Versicherte in seiner angestammten Tätigkeit als Maschinenführer in einem Kabelver-
arbeitungsunternehmen zu 30 % eingeschränkt sei; in einer leidensangepassten Tätigkeit sei er 
zu 20 % eingeschränkt. Seit 2014 bestehe der gleiche Gesundheitszustand. Gestützt auf das 
BEGAZ-Gutachten und nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens lehnte die IV-Stelle mit 
Verfügung vom 13. Mai 2019 einen Anspruch auf Invalidenrente basierend auf einem Invaliditäts-
grad von 24 % erneut ab. 
 
B. Dagegen erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Altermatt, mit Eingabe vom 
13. Juni 2019 Beschwerde beim Kantonsgericht. Darin liess er unter o/e-Kostenfolge beantragen, 
es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben, es sei eine gerichtliche polydisziplinäre Begut-
achtung anzuordnen und es sei ihm auf den frühestmöglichen Zeitpunkt eine ganze Invaliden-
rente auszurichten. 
 
C. Mit Vernehmlassung vom 11. Juli 2019 beantragte die Beschwerdegegnerin die Abwei-
sung der Beschwerde 
 
D. Nachdem die Angelegenheit dem Gericht mit Verfügung vom 8. August 2019 zur Beur-
teilung worden war, liess der Beschwerdeführer am 21. November 2019 eine Replik einreichen. 
Darin hielt er – ebenso wie die Beschwerdegegnerin mit Duplik vom 7. Januar 2020 – an den 
bereits gestellten Anträgen fest.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Auf die beim örtlich und sachlich zuständigen Gericht frist- und formgerecht eingereichte 
Beschwerde vom 13. Juni 2019 ist einzutreten. Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch des 
Beschwerdeführers. Massgebend ist der Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass der angefoch-
tenen Verfügung vom 13. Mai 2019 entwickelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsge-
mäss die zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 1 E. 1.2). 
 

 

 
 
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2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teil-
weise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des So-
zialversicherungsrechts [ATSG] vom 6. Oktober 2000). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein-
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zu-
mutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbs-
möglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 
ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Fol-
gen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zu-
dem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 
 
2.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 
Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die 
Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnah-
men wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), die während eines Jahres ohne 
wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewe-
sen (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). Bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 
60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine 
ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versi-
cherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). 
 
3.1 Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet die Frage, in welchem Aus-
mass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsunfähig 
ist. 
 
3.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person ist die Verwaltung – und im Beschwerdefall das 
Gericht – auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute 
zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszu-
stand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher 
Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte 
eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch 
zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 f. mit weiteren Hinweisen). 
 
3.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle ande-
ren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestat-
ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess 
nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa-
rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. 

 

 
 
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Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer den 
berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung 
der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch-
tet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 
231 E. 5.1 mit Hinweis auf 125 V 351 E. 3a). Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens einge-
holten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobach-
tungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erör-
terung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Be-
weiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise 
sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb). 
 
3.4 Schliesslich bleibt darauf hinzuweisen, dass das Administrativverfahren vor der IV-Stelle 
wie auch der kantonale Sozialversicherungsprozess vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht 
sind (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben IV-Stelle und Sozialversicherungsgericht 
von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts 
zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des strei-
tigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesge-
richts vom 9. April 2018, 9C_273/2017, E. 3.1). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- 
und Rechtslage. 
 
4.1 Nach dem Rückweisungsentscheid des Kantonsgerichts liess die Beschwerdegegnerin 
den Beschwerdeführer durch das BEGAZ polydisziplinär (allgemein-internistisch, psychiatrisch, 
neurologisch und rheumatologisch) begutachten. Gestützt darauf erliess sie die vorliegend ange-
fochtene Verfügung. In ihrem Gutachten vom 10. Oktober 2018 diagnostizieren Dr. med. D.____, 
FMH für Allgemeine Innere Medizin, Dr. med. E.____, FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, 
Dr. med. F.____, FMH für Neurologie, und Dr. med. G.____, FMH für Rheumatologie und Innere 
Medizin, mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit: 
 Ein generalisiertes linksbetontes Schmerzsyndrom mit/bei 
  - Cervicobrachialgie links 
   -- Status nach HWS-Trauma vom 26. August 2010 
   -- partielle Blockwirbelbildung HWK 2/3 

-- radiologisch kein Nachweis einer Schädigung neuraler Strukturen im Be-
reich der HWS 
-- klinisch kein Nachweis eines cervicoradikulären Reiz- und Ausfallsyn-
droms 

  - Lumboischialgie links 
-- Status nach mikrochirurgischer Dekompression L3/4 und L4/5 bds. von 
links am 11. März 2016 
-- linksbetonte recessale Einengung L3/4 und L4/5, bildmorphologisch mit 
möglicher Nervenwurzelirritation L4 und L5 
-- klinisch kein Nachweis eines lumboradikulären Reiz- und Ausfallsyn-
droms 

 

 
 
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  - bildmorphologisch Discopathien BWK 7/8 und BWK 9/10 
   -- ohne Kompromittierung neuraler Strukturen 
 
Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizieren die Gutachter eine anhaltende so-
matoforme Schmerzstörung (F45.4), eine subsyndromale Panikstörung (F41.0), den Status nach 
akuter, mittelgradiger Anpassungsstörung/Belastungsreaktion mit verlängerter depressiver Re-
aktion nach Unfall 2010, gegenwärtig remittiert (F43.21), sowie gemäss Akten den Status nach 
Muskelriss Unterschenkel links infolge Motorradunfall 1983 mit operativen Interventionen 1983 
und 1984, ohne relevante Residuen abgeheilt. In Bezug auf die funktionellen Auswirkungen der 
Diagnosen gelangen die Gutachter zum Schluss, dass der Versicherte in einer dem Körperleiden 
angepassten Tätigkeit in wechselnder Position aus psychiatrischer Sicht vollschichtig acht Stun-
den und 15 Minuten arbeiten könne. Eine gewisse Einarbeitungszeit müsse ihm zugestanden 
werden, was bedeute, dass er nicht von heute auf morgen wieder zu 100 % eingesetzt werden 
könne. Der Zustand sei gegenüber 2014 gleichgeblieben. 
 
Trotz der insgesamt als moderat zu bezeichnenden Wirbelsäulenveränderungen und des fehlen-
den klinischen Korrelats radikulärer Ausfälle müsse, unter Berücksichtigung des Zustands nach 
durchgeführtem wirbelsäulenchirurgischem Eingriff, von einer reduzierten Belastbarkeit des Ach-
senskeletts ausgegangen werden. Körperlich schwere und häufig mittelschwere Belastungen 
seien zu vermeiden. Belastungen mit repetitivem Bücken/Aufrichten sowie repetitiven Überkopf-
stellungen der Arme (Kopfreklination) seien ebenfalls zu vermeiden. Aufgrund der langjährigen, 
nicht zu beeinflussenden Schmerzsymptomatik sei der Versicherte zusätzlich auch in adaptierten 
Tätigkeiten auf Pausen zur Einnahme von Entlastungsstellungen angewiesen. Dies führe zu einer 
Rendementreduktion um 20 %. Trotz umfangreichen Akten sei es relativ schwierig, eine retro-
spektive Beurteilung zu erstellen. Am ehesten müsse davon ausgegangen werden, dass die 
Schmerzsymptomatik ab Juli 2014, dem Zeitpunkt der ersten Hospitalisation in der Klinik für 
Schmerztherapie am Kantonsspital Laufen, relevant gewesen sei. Damals sei das erste Mal von 
einer chronischen Schmerzerkrankung mit somatischen und psychischen Faktoren gesprochen 
worden. 
 
Anhand des im Arbeitgeberbericht beschriebenen Belastungsprofils könne in der angestammten 
Tätigkeit eine vollständige Arbeitsunfähigkeit mit neurologischen Faktoren nicht begründet wer-
den. Das Belastungsprofil sei als teilweise adaptiert zu bezeichnen; ungünstig und daher zu ver-
meiden seien die im Bericht angegebenen seltenen mittelschweren Trage- und Hebebelastun-
gen. Aus neurologischer Sicht sei in der angestammten Tätigkeit von einer vollschichtigen Ar-
beitsfähigkeit mit 30 %-iger Leistungseinschränkung auszugehen. Diese Arbeitsfähigkeit sei be-
reits einige Wochen nach dem Unfall im Jahre 2010 und dann ca. vier Wochen nach der Opera-
tion im Jahre 2016 eingetreten. Eine angepasste Tätigkeit sollte wechselbelastend ausgeführt 
werden, sie sollte sich auf leichte Hebe- und Tragebelastungen beschränken und nicht mit repe-
titivem Bücken/Aufrichten sowie repetitiver Überkopfstellung der Arme einhergehen. In einer die-
sen Kriterien angepassten Tätigkeit sei aus neurologischer Sicht von einer vollschichtigen Ar-
beitsfähigkeit auszugehen. Unter Berücksichtigung des erwähnten organischen Beschwerde-
kerns von untergeordneter Bedeutung sei auch in einer leidensangepassten Tätigkeit von einer 
Leistungseinschränkung auszugehen, diese sei mit 20 % zu beziffern. Arbiträr würden für die 

 

 
 
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Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit die gleichen Zeitangaben wie für die 
angestammte Tätigkeit gelten. Es komme zu keiner Addition der quantitativen Einschränkungen 
aus somatischer und psychiatrischer Sicht. 
 
4.2 Die Beschwerdegegnerin misst dem BEGAZ-Gutachten volle Beweiskraft bei. Der Be-
schwerdeführer dagegen vertritt die Auffassung, dass sich das BEGAZ-Gutachten als unvollstän-
dig und widersprüchlich erweise, weshalb es nicht beweistauglich sei.  
 
4.3.1 Er moniert in formeller Hinsicht, dass das Gutachten mehrere Fehler enthalte, die eine 
unsorgfältige Abklärung durch die Gutachter belege. Er sei nicht bei Dr. H.____, sondern bei Dr. 
med. I.____, Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie FMH, in psychiatrischer Behandlung ge-
wesen. Im Weiteren werde er auf Seite 7 der Konsensbeurteilung falsch zitiert, indem erwähnt 
werde, dass alles mit dem Unfall vom 26. Juni 2016 begonnen habe. Richtigerweise sei das Un-
falldatum der 26. August 2010. Schliesslich werde Dr. F.____ zitiert, wonach ihm das rheumato-
logische Vorgutachten von Dr. C.____ nicht vollständig vorgelegen habe, es hätten ihm die Seiten 
12 und 13 gefehlt, auf welchen unter anderem die Diagnosen aufgelistet gewesen seien. Dr. 
F.____ habe das Gutachten somit in Unkenntnis der Diagnosen gestellt. 
 
Im Gutachten wird im Rahmen der Konsensbeurteilung auf Seite 7 und im internistischen Teilgut-
achten auf Seite 6 anstelle von Dr. I.____ von Dr. H.____ gesprochen. Es handelt sich hier offen-
sichtlich um ein Missverständnis von Dr. D.____, das aber die Verlässlichkeit des Gutachtens als 
solches nicht in Frage zu stellen vermag. Im übrigen Gutachten wurde der zuletzt behandelnde 
Psychiater immer mit korrektem Namen erwähnt (Konsensteil, S. 12; psychiatrisches Gutachten, 
S. 7, 16, 23, 24). Es handelt sich, wie bei der Rüge betreffend das falsche Unfalldatum, um einen 
Einwand eher punktueller Natur. Das Unfalldatum wird in den entscheidenden Passagen des 
Gutachtens, so z.B. im Rahmen der Konsensbesprechung auf Seite 8, korrekt festgehalten. Es 
trifft zu, dass Dr. F.____ feststellt, dass ihm die Seiten 12 und 13 des rheumatologischen Gut-
achtens von Dr. C.____ fehlen würden. Aus dem restlichen Teil des Gutachtens von Dr. B.____ 
und Dr. C.____, insbesondere der Konsensbesprechung, war für Dr. F.____ aber erkennbar, 
dass die rheumatologischen Diagnosen damals ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit waren. 
Hinzu kommt, dass der medizinische Sachverhalt für diese frühere Phase im Rückweisungsent-
scheid des Kantonsgerichts bereits abgehandelt wurde. Damit führt auch dieser Einwand zu kei-
nen Zweifeln an der Zuverlässigkeit des BEGAZ-Gutachtens. 
 
4.3.2 Der Beschwerdeführer vertritt weiter den Standpunkt, dass die Gutachter behaupten 
würden, dass eine Nervenwurzelirritation L4 und L5 "lediglich möglich" sei. Dr. med. J.____, 
Facharzt FMH für Anästhesiologie u. Interventionelle Schmerztherapie, und Ärztlicher Direktor 
der Klinik K.____, habe im Bericht vom 11. Juni 2018 jedoch festgehalten, dass ein Kontakt zur 
L4-Wurzel links radiologisch nachgewiesen bestehe. Indem die Gutachter nicht auf diese Diffe-
renz eingehen würden, erweise sich das Gutachten als unvollständig und damit als nicht verwert-
bar.  
 
Dr. F.____ führt den Bericht von Dr. J.____ vom 11. Juni 2018 in seinen Vorakten auf. Zudem 
würdigt er in seinem neurologischen Teilgutachten vom 5. Oktober 2018 auf den Seiten 25 und 

 

 
 
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26 die radiologischen Befunde. Er hält aber fest, dass klinisch weder seitens der HWS noch der 
LWS ein radikuläres Reiz- und Ausfallsyndrom objektiviert werden könne. Der Explorand beklage 
sowohl am linken Arm wie auch am linken Bein ein Kraftdefizit und präsentiere in der klinischen 
Untersuchung eine inkonstante Willkürinnervation. Die Ausfälle würden nicht einem radikulären 
oder sonstigen peripher neurogenen Muster entsprechen. Muskelatrophien oder eine Reflexano-
malie als Indizien für eine radikuläre bzw. peripher neurogene Parese würden sich ebenfalls nicht 
feststellen lassen. Der Explorand präsentiere ferner diffus ausgedehnte Defizite an der linken 
oberen und linken unteren Extremität, welche sich nicht zwanglos einem neurogenen Muster zu-
ordnen lassen würden. Insbesondere sei zu vermerken, dass das vor zwei Jahren noch umschrie-
bene Versorgungsgebiet des Nervus Cutaneus femoris lateralis erscheinende sensible Defizit 
anlässlich der Untersuchung nicht reproduziert werden könne. Der Explorand gebe ein diffuses 
lateral betontes sensibles Defizit an der linken unteren Extremität bis distal an, aktuell weit über 
das Versorgungsgebiet des Nervus Cutaneus femoris lateralis hinausgehend und insgesamt nicht 
zwanglos einem neurogenen Muster zuordenbar an. Auch im Gangbild werde eine neurogene 
Funktionsstörung nicht ersichtlich. Es bestehe einerseits ein organischer Beschwerdekern bei 
dokumentierten degenerativen LWS-Veränderungen und leichten recessalen Einengungen L3/4 
und L4/5 sowie bei bekannter partieller Blockwirbelbildung HWK 2/3 und Discopathien BWK 7/8 
und BWK 9/10. Allerdings erkläre dieser insgesamt moderate organische Beschwerdekern das 
geltend gemachte invalidisierende Beschwerdeausmass nicht. Insbesondere lasse sich klinisch 
eine relevante radikuläre Funktionsstörung nicht nachweisen. Die beklagte Schmerzausstrahlung 
ins linke Bein sei unter Berücksichtigung der gesamten Datenlage zu wesentlichen Teilen als 
pseudoradikulär einzustufen. Zudem würden auch mehrere Inkonsistenzen auffallen (S. 27). So 
könne der Gebrauch der vom Exploranden verwendeten Gehstützen neurologisch nicht begrün-
det werden. Weiter sei zu betonen, dass bildmorphologische Befunde einer möglichen Nerven-
wurzeleinengung im MRI vorsichtig zu bewerten seien, wenn kein entsprechendes klinisches Kor-
relat vorliege. Dies zeige sich im vorliegenden Fall beispielhaft. Die bildmorphologisch beschrie-
bene leichte recessale Einengung L3/4 und L4/5 korreliere nicht mit entsprechenden radikulären 
Ausfällen, auch ein radikuläres Reizsyndrom könne nicht konsistent reproduziert werden. 
Schliesslich habe eine radikuläre Läsion in den von den Nervenwurzeln L4, L5 und S1 versorgten 
Muskeln auch elektromyographisch nicht nachgewiesen werden können. Diesbezüglich seien 
auch schon früher von neurologischen und rheumatologischen Ärzten Inkonsistenzen vermerkt 
worden. Dr. J.____ halte fest, dass der Befund durchaus mit einer zunehmenden neuroforamina-
len Enge oder einer iliosakralen Dysfunktion vereinbar sei. Er erwähne einen links bei ca. 30 Grad 
positiven Lasègue, wobei aus seinem Bericht aber nicht hervorgehe, ob sich die Positivität auf 
eine lumbale Schmerzangabe (wie bei der aktuellen gutachterlichen Untersuchung) oder zusätz-
lich auf eine radikuläre Schmerzausstrahlung entsprechend einer bestimmten Nervenwurzel be-
zogen habe. Wie bereits ausgeführt worden sei, seien die Reaktionen in den verschiedenen 
Lasègue- und Pseudolasègue-Manövern inkonsistent. Ein relevantes radikuläres Reiz- und Aus-
fallsyndrom könne unter Berücksichtigung der ganzen Datenlage nicht konsistent reproduziert 
werden. Ferner beschreibe Dr. J.____ auch die Angabe einer diffus ausgedehnten Sensibilitäts-
störung, was nicht einem radikulären Muster L4 oder L5 entspreche. Es sei hier im Wesentlichen 
von einer pseudoradikulären Ausstrahlung auszugehen. Der von Dr. J.____ gestellten Diagnose 
eines chronischen Schmerzsyndroms mit somatischen und psychischen Faktoren sei gleichwohl 
auch aus neurologischer Sicht zuzustimmen. 

 

 
 
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Dr. F.____ setzt sich vertieft und gründlich mit den bisherigen radiologischen Befunden, seinem 
klinischen Befund und den aktenkundigen Berichten der anderen Fachärzte, insbesondere der 
Auffassung von Dr. J.____, auseinander. Er legt auf den Seiten 28 und 29 seines Gutachtens 
nachvollziehbar dar, dass er trotz radiologischen Befunden kein relevantes radikuläres Reiz- und 
Ausfallsyndrom konsistent reproduzieren konnte. Im Weiteren ist auf die Stellungnahme von Dr. 
med. L.____ Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Regionale ärztlicher Dienst beider Ba-
sel (RAD), vom 2. April 2019 verwiesen. Ein Indiz, das gegen die Zuverlässigkeit seiner Beurtei-
lung sprechen würde, liegt somit nicht vor.  
 
4.3.3 Der Beschwerdeführer bringt sodann vor, dass er im Gutachten an mehreren Stellen 
dahingehend zitiert werde, dass er Schmerzen in beiden Knien habe, neu auch im rechten. Die 
Gutachter hätten sich aber in keiner Weise damit auseinandergesetzt bzw. diesbezüglich Abklä-
rungen vorgenommen. Einzig im Rahmen der rheumatologischen Begutachtung sei eine kurze 
allgemeine Untersuchung der Kniegelenke erfolgt. Dabei habe die Gutachterin sogar ausdrück-
lich festgestellt, dass ein deutliches Krepitieren bei Flexion im rechten Kniegelenk bestehe. Den-
noch seien keine weiteren Abklärungen erfolgt. Ebenso sei keine Diagnose bezüglich der Knie-
beschwerden gestellt worden, diese seien auch nicht im Rahmen der Arbeitsfähigkeit berücksich-
tigt worden. 
 
Dr. G.____ vermerkt anlässlich der Befragung des Beschwerdeführers auf Seite 14 ihres Gutach-
tens, dass er Schmerzen am ganzen Körper, betont in der linken Körperhälfte und an den Knien, 
neu auch im rechten, angebe. Er verspüre seit fünf oder sechs Monaten nun auch Schmerzen im 
rechten Knie, um das Knie herum. Die Schmerzen seien andauernd vorhanden und würden beim 
Gehen zunehmen. Eine Schwellung habe er nicht beobachtet. Im Rahmen der klinischen Unter-
suchung hält Dr. G.____ auf Seite 24 fest, dass der Versicherte bei der Prüfung der unteren 
Extremitäten rechtsseitig bei Aussen- und Innenrotation des Hüftgelenks Schmerzen im rechten 
Knie angegeben habe. Links habe er eine diffuse Druckdolenz im Kniebereich vermerkt, vor allem 
in den medialen und lateralen Kniestrukturen, im Pes anserinus, aber auch im Ansatz der Quadri-
zepssehne und im Ligamentum patellae, jeweils an der Patella. Die Kniegelenke seien frei be-
weglich gewesen, rechtsseitig habe ein deutliches Krepitieren bei Flexion bestanden. Der Versi-
cherte habe beidseitig Schmerzen bei maximaler Flexion angegeben. Es habe keine Instabilität 
bestanden, der Meniskusstresstest sei soweit beurteilbar unauffällig, die Zohlen beidseits positiv 
ausgefallen. In der Diagnoseliste führt Dr. G.____ die Knieschmerzen als vorwiegend periartiku-
läre Knieschmerzen beidseits bei konventionell radiologisch unauffälligem Befund, klinisch mög-
licher Chondropathia patellae, auf. In der Beurteilung hält sie fest, dass seit langem ein 
Schmerzsyndrom mit Ausstrahlung in die linke obere und linke untere Extremität vorliege. Ver-
schiedenste Therapieansätze hätten keine Besserung gebracht. Neu seien rechtsseitige Knie-
schmerzen hinzugekommen. Die konventionellen Röntgenaufnahmen des linken Kniegelenks 
vom Dezember 2015 hätten keinen pathologischen Befund gezeigt. In den aktuellen Aufnahmen 
würden beide Kniegelenke unauffällig zur Darstellung kommen, auch der retropatellare Raum sei 
gut erhalten. Klinisch könne eine beginnende Degeneration des retropatellaren Knorpels nicht 

 

 
 
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ausgeschlossen werden, ansonsten handle es sich aufgrund der klinischen Untersuchung vor-
wiegend um ein periartikuläres Schmerzsyndrom. Die Ansatzverkalkungen der Quadricepsseh-
nen seien dem DISH zuzuschreiben und hätten keine klinischen Auswirkungen. 
 
Die Untersuchung von Dr. G.____ ist umfassend ausgefallen. Ihre Ausführungen sind klar, nach-
vollziehbar und schlüssig. Nach ausführlicher Untersuchung der Knie stellt sie eine Diagnose mit 
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 26). Zu Recht weist die Beschwerdegegnerin in der Vernehm-
lassung darauf hin, dass die Einschränkungen an den Knien bei der Umschreibung des Verwei-
sprofils von Dr. G.____ berücksichtigt worden seien. Eine angepasste Tätigkeit sollte wechselbe-
lastend ausgeführt werden und sie sollte sich auf leichte Hebe- und Tragebelastungen beschrän-
ken. Da Dr. G.____ aber frei bewegliche Kniegelenke feststellt und eine Instabilität verneint, er-
scheint es schlüssig, wenn sie der Diagnose keine schwerwiegenderen Auswirkungen auf die 
Arbeitsfähigkeit beimisst. Ein Indiz, das Zweifel an der Verlässlichkeit des Abklärungsresultats 
der Beschwerdegegnerin bezüglich der Knie wecken würde, liegt damit nicht vor. 
 
4.3.4 Der Beschwerdeführer rügt sodann in der Replik, er leide seit mehreren Jahren unter 
ISG-Blockaden, was sich in starken Schmerzen in der Hüftregion äussere. Er müsse daher immer 
wieder Dr. J.____ aufsuchen, der die Blockade mittels einer manuellen Therapie löse. Dieser 
Vorgang werde von Dr. G.____ auf Seite 16 explizit so festgehalten. Dr. J.____ halte denn auch 
in seinem Bericht vom 11. Juni 2018 die rezidivierenden ISG-Blockaden fest. Im Gutachten wür-
den sie aber mit keinem Wort gewürdigt. 
 
Dieser Auffassung kann nicht gefolgt werden. Dr. G.____ nimmt aus rheumatologischer Sicht zur 
rezidivierenden ISG Blockierung bzw. dem ISG Syndrom Stellung und führt aus, dass im Rahmen 
der klinischen Untersuchung eine diffuse Druckdolenz am Beckenkamm links im Bereich der ge-
samten linken Glutealmuskulatur, der Oberschenkelmuskulatur links dorsal und vor allem seitlich 
im Bereich des Tractus iliotibialis bestünde (S. 24). Der Spine Test und das Vorlaufphänomen 
seien negativ gewesen (S. 23). Damit schliesst Dr. G.____ klinisch unter manualmedizinischen 
Gesichtspunkten eine ISG Blockade aus. Dr. med. M.____, Facharzt für Orthopädie und Facharzt 
für Physikalische und Rehabilitative Medizin, RAD, führt sodann in seiner Stellungnahme vom 6. 
Januar 2020 nachvollziehbar aus, dass die Einschätzung von Dr. G.____ durch Dr. J.____ in 
seinem Bericht vom 27. Februar 2019 gestützt werde. Dort sei eine iliosakrale Dysfunktion links 
beschrieben worden, die in der gleichen Sitzung habe gelöst werden können. Damit komme der 
funktionelle Charakter der Störung zum Ausdruck. Es handle sich nicht um einen strukturellen 
Schaden. Gestützt auf die Feststellungen von Dr. G.____ und Dr. M.____ und des Umstands, 
dass der Beschwerdeführer jeweils gut auf die Behandlung anspricht, ist davon auszugehen, 
dass das ISG Syndrom behandelbar ist. Daher ist nicht von einem relevanten, dauerhaft schwe-
ren und therapieresistenten Syndrom auszugehen. Das Gutachten ist also auch in diesem Punkt 
beweistauglich. 
 
4.4 Das Gericht kommt zum Schluss, dass das polydisziplinäre BEGAZ-Gutachten vom 10. 
Oktober 2018 alle Voraussetzungen erfüllt, die das Bundesgericht an die Beweistauglichkeit einer 
verwaltungsexternen Begutachtung (vgl. Erwägung 3.3 hiervor) stellt. Sämtliche vorgebrachten 

 

 
 
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Rügen wecken keine Zweifel an dessen Verlässlichkeit, sodass zur Beurteilung des Leistungs-
vermögens des Beschwerdeführers darauf abzustellen ist. Weiterer versicherungsmedizinischer 
Abklärungsbedarf besteht nicht. Damit ist mit der Beschwerdegegnerin davon auszugehen, dass 
der Beschwerdeführer in seiner zuletzt ausgeübten Tätigkeit zu 70 % arbeitsfähig ist. Eine ange-
passte Tätigkeit ist ihm zu 80 % zuzumuten und sollte wechselbelastend ausgeführt werden und 
sich auf leichte Hebe- und Tragebelastungen beschränken und nicht mit repetitivem Bücken/Auf-
richten sowie repetitiver Überkopfstellung der Arme einhergehen. 
 
5.1 Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlichen Beeinträchtigun-
gen. Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach ist der Invaliditätsgrad aufgrund eines Einkommensver-
gleichs zu bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 104 V 136 E. 2a 
und b). Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität 
und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnah-
men durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (In-
valideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, 
wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der 
Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmäs-
sig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdif-
ferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (BGE 104 V 136 E. 2a und b). 
 
5.2.1 Die Beschwerdegegnerin nahm in der angefochtenen Verfügung einen Einkommensver-
gleich gemäss Art. 16 ATSG vor und ermittelte einen Invaliditätsgrad von 24 %. Sie ging gestützt 
auf die Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin von einem Valideneinkommen im Jahr 2011 von 
Fr. 65'057.-- aus. Der Beschwerdeführer stellt sich auf den Standpunkt, dass er in Berücksichti-
gung der nunmehr langjährigen Berufserfahrung ein höheres Valideneinkommen erzielen würde.  
 
5.2.2 Bei der Bemessung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte Per-
son nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit im Zeitpunkt des Rentenbe-
ginns tatsächlich verdienen würde, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Urteil des Bundesge-
richts vom 16. Dezember 2012, 8C_600/2012, E. 4.1.1). Die Einkommensermittlung hat so kon-
kret wie möglich zu erfolgen, weshalb in der Regel von der Tätigkeit, welche die versicherte Per-
son vor Eintritt des Gesundheitsschadens ausgeübt hat, auszugehen ist (Urteil des Bundesge-
richts vom 26. November 2002, I 491/01, E. 2.3.1). Entscheidend ist, was die versicherte Person 
als Gesunde tatsächlich an Einkommen erzielen würde, und nicht, was sie bestenfalls verdienen 
könnte. Es geht um die Frage, was die versicherte Person aufgrund ihrer beruflichen Fähigkeiten 
und persönlichen Umstände zu erwarten gehabt hätte. Dabei ist unter Umständen auch die be-
rufliche Weiterentwicklung mit zu berücksichtigen, die eine versicherte Person normalerweise 
vollzogen hätte, wenn konkrete Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versicherte Person einen 
beruflichen Aufstieg und ein entsprechend höheres Einkommen tatsächlich realisiert hätte, wenn 
sie nicht invalid geworden wäre. Im Rahmen der erstmaligen Rentenzusprechung genügen 
blosse Absichtserklärungen der versicherten Person nicht, um eine nicht weiter konkretisierte 
berufliche Veränderung anzunehmen und das Valideneinkommen auf einen entsprechend ange-
passten Wert festzusetzen. Vielmehr muss die Absicht, beruflich weiterzukommen, bereits durch 

 

 
 
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konkrete Schritte kundgetan worden sein (Urteil des Bundesgerichts vom 14. April 2008, 
8C_664/2007, E. 6.1). Im Übrigen besteht die Vermutung, dass die zuletzt ausgeübte Tätigkeit 
auch die künftige gewesen wäre. 
 
5.2.3 Vorliegend werden vom Beschwerdeführer keine konkreten Beweise beigebracht, die 
ein höheres Valideneinkommen im Zeitpunkt des Rentenbeginns oder eine allfällige spätere Er-
höhung überwiegend wahrscheinlich machen würden. Auch in den Akten finden sich keine An-
haltspunkte für eine berufliche Weiterentwicklung. Damit ist auf die Angaben der ehemaligen Ar-
beitgeberin abzustellen. Nachdem sich zudem keine Hinweise ergeben, dass im Rahmen der 
Rechtsanwendung von Amtes wegen durch das Kantonsgericht eine andere Einschätzung als 
diejenige der Beschwerdegegnerin vorzunehmen wäre, erübrigt sich eine detaillierte Auseinan-
dersetzung mit dem ermittelten Valideneinkommen und es wird auf die betreffenden Ausführun-
gen in der angefochtenen Verfügung verwiesen. Damit ist von einem Valideneinkommen im Be-
trag von Fr. 65'057.-- auszugehen.  
 
5.3.1 Zu klären bleibt die Höhe des Invalideneinkommens. Die Beschwerdegegnerin ist zur 
Auffassung gelangt, dass dem Beschwerdeführer ab Juni 2011 die Ausübung einer leichten, 
wechselbelastenden angepassten Tätigkeit ohne wiederholtes Bücken/Aufrichten und ohne wie-
derholte Überkopfstellung der Arme ein Pensum von 100 % mit einer Leistungseinschränkung 
von 20 % zumutbar sei. Gestützt auf die die Schweizerische Lohnstrukturerhebung des Bundes-
amtes für Statistik BFS (LSE) errechnete sie im Zeitpunkt des frühest möglichen Rentenbeginns 
ein Invalideneinkommen von Fr. 49'540.--. Grundlage dafür bilden die LSE 2010, Tabelle TA1, 
Privater Sektor, Total, Anforderungsniveau 4, Spalte Männer, Fr. 4'901.-- monatlich, basierend 
auf 40 Wochenstunden. Nach Umrechnung auf die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 
41.7 Stunden (vgl. "Die Volkswirtschaft", Ausg. 3-2007, S. 90, Tabelle B9.2) und nach Anpassung 
an die Nominallohnentwicklung 2011 von 1 % (vgl. BFS T1.1.10 Nominallohnindex Männer 2011-
2015) x 12 Monate ergibt sich ein jährliches Invalideneinkommen von Fr. 61'925.--. In Anbetracht 
der Leistungseinschränkung von 20 % ergibt dies das vorgenannte Invalideneinkommen. 
 
5.3.2 Gegen die konkrete Berechnung erhebt der Beschwerdeführer keine Einwände. Er legt 
aber dar, dass das Invalideneinkommen zu hoch veranschlagt worden sei, weshalb ein leidens-
bedingter Abzug von 25 % gemacht werden müsse. Gründe, weshalb ein zusätzlicher Abzug 
gemacht werden müsste, legt er nicht dar. Die Beschwerdegegnerin vertritt die Auffassung, dass 
sich kein Abzug rechtfertige, da der Beschwerdeführer medizinisch-theoretisch in einer Ver-
weistätigkeit vollzeitlich arbeitsfähig unter der Einschränkung von 20 % wäre. 
 
5.3.3 Praxisgemäss sind vom gestützt auf die LSE Tabellenlöhne erhobenen Werte verschie-
dene Abzüge zulässig. Im Entscheid BGE 126 V 75 ff. hat das Bundesgericht seine Rechtspre-
chung zu den Abzügen vom Tabellenlohn bereinigt und weiterentwickelt. Dabei hat es betont, 
dass die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von sämtlichen 
persönlichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles abhängt (leidensbedingte 
Einschränkung, Lebensalter, Anzahl Dienstjahre, Nationalität/ Aufenthaltskategorie und Beschäf-
tigungsgrad), welche nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen sind. Dabei ist 

 

 
 
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der Abzug vom statistischen Lohn unter Berücksichtigung aller jeweils in Betracht fallenden Merk-
male letztlich aber auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen (BGE 126 V 80 E. 5b). Ein Abzug 
soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür 
bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer der genannten Merkmale ihre 
gesundheitlich bedingte (Rest-) Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unter-
durchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann. Der gesamthaft vorzunehmende Abzug 
stellt eine Schätzung dar. Bei deren Überprüfung kann es nicht darum gehen, dass die kontrol-
lierende richterliche Behörde ihr Ermessen an die Stelle desjenigen der Vorinstanz setzt. 
 
Vorliegend nahm die Beschwerdegegnerin zu Recht keinen Abzug vom Tabellenlohn vor. Der 
Beschwerdeführer legt keine persönlichen oder beruflichen Umstände dar, die einen Abzug recht-
fertigen würden. Bei vollzeitlich mit reduzierter Leistungsfähigkeit tätigen versicherten Personen 
besteht keine Rechtsgrundlage, um eine über die Einschränkung der Leistungsfähigkeit hinaus-
gehende, überproportionale Lohneinbusse anzunehmen. Es ist daher von einem Invalidenein-
kommen von Fr. 49'540.-- auszugehen. 
 
5.4 Aus der Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen resultiert eine erwerbliche 
Einbusse von 24 %. Bei dieser Sachlage hat die Beschwerdegegnerin einen Rentenanspruch 
des Beschwerdeführers in der angefochtenen Verfügung vom 13. Mai 2019 zu Recht verneint, 
weshalb die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen ist.  
 
6.1 Abschliessend bleibt über die Kosten des Beschwerdeverfahrens zu befinden. Beim Ent-
scheid über die Verlegung der Verfahrens- und der Parteikosten ist grundsätzlich auf den Pro-
zessausgang abzustellen. Vorliegend ist der Beschwerdeführer unterliegende Partei. 
 
6.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG sind Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweige-
rung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten 
werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von  
Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnitt-
licher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Kantonsgericht die Verfahrenskosten in Be-
rücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Die Verfah-
renskosten werden gestützt auf § 20 Abs. 3 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwal-
tungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 in der Regel in angemessenem Ausmass 
der unterliegenden Partei auferlegt. Dem Prozessausgang entsprechend hat deshalb der Be-
schwerdeführer als unterliegende Partei die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- zu tragen. Dieser 
Betrag ist mit dem geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 800.-- zu verrechnen. 
 
6.3 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend wird keine Parteientschä-
digung zugesprochen. 
 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden dem Beschwer-
deführer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe 
von Fr. 800.-- verrechnet. 

 3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 
 

 
 
 
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