# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0007344d-ee4d-5e18-809d-53d90c6febc7
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-06-25
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 25.06.2024 KSCHG 2023/3
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_KSCHG-2023-3_2024-06-25.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/22

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: KSCHG 2023/3

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: Schiedsgericht - Prozesse Versicherer / Leistungserbringer

Publikationsdatum: 11.07.2024

Entscheiddatum: 25.06.2024

Entscheid Versicherungsgericht, 25.06.2024
Auslegung eines zwischen Krankenversicherungen und einer Ärztin 
abgeschlossenen Vergleichs; Abweisung der von der Ärztin erhobenen 
Rückforderungsklage (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. 
Galle vom 25. Juni 2024, KSCHG 2023/3).

Entscheid vom 25. Juni 2024

Besetzung

Versicherungsrichter Michael Rutz (Vorsitz), Schiedsrichterinnen

Jacqueline Moser, Nadine Cloé Niederhauser, Traudi Reimann-Forstner und 

Schiedsrichter Thomas Münzer; Gerichtsschreiberin Karin Kobelt

Geschäftsnr.

KSCHG 2023/3

Parteien

Dr. med. A.___,

Klägerin,

vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. Claudia Camastral und/oder

Rechtsanwalt lic. iur. Philipp Troesch, ZL ZurichLawyers,

Riesbachstrasse 57, Postfach, 8034 Zürich,

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gegen

1. CSS Kranken-Versicherung AG (inkl. INTRAS Kranken-Versicherung AG, 

Arcosana AG und Sanagate AG)

Tribschenstrasse 21, Postfach 2568, 6002 Luzern

2. Aquilana Versicherungen

Bruggerstrasse 46, 5401 Baden

3. SUPRA - 1846 SA

Av. de la Rasude 8, 1006 Lausanne

4. Sumiswalder Krankenkasse

Spitalstrasse 47, 3454 Sumiswald

5. CONCORDIA Schweiz. Kranken- und Unfallversicherung AG

Bundesplatz 15, 6002 Luzern

6. Atupri Gesundheitsversicherung AG

Zieglerstrasse 29, 3000 Bern 65

7. Avenir Krankenversicherung AG

Rue des Cèdres 5, 1919 Martigny

8. Krankenkasse Luzerner Hinterland

Luzernstrasse 19, 6144 Zell

9. KPT Krankenkasse AG

Wankdorfallee 3, Postfach 8624 3001 Bern

10. ÖKK Kranken- und Unfallversicherungen AG (inkl. KVF Krankenversicherung 

AG)

Bahnhofstrasse 13, 7302 Landquart

11. Vivao Sympany AG (inkl. Moove Sympany AG)

Peter Merian-Weg 4, 4002 Basel

12. Easy Sana Krankenversicherung AG

Rue des Cèdres 5, 1919 Martigny

13. Genossenschaft Glarner Krankenversicherung

Abläsch 8, 8762 Schwanden

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14. KluG Krankenversicherung

Gubelstrasse 22, 6300 Zug

15. EGK Grundversicherungen AG

Birspark 1, 4242 Laufen

16. Sodalis gesundheitsgruppe 

Balfrinstrasse 15, 3930 Visp

17. vita surselva

Bahnhofstrasse 33, Postfach 217, 7130 Ilanz

18. Caisse-maladie de la vallée d'Entremont société coopérative

Place centrale, 1937 Orsières

19. Stiftung Krankenkasse Wädenswil

Industriestrasse 15, 8820 Wädenswil

20. Krankenkasse Birchmeier

Hauptstrasse 22, 5444 Künten

21. SWICA Krankenversicherung AG (inkl. PROVITA Gesundheitsversicherung 

AG)

Römerstrasse 38, 8401 Winterthur

22. Rhenusana (inkl. Krankenkasse Stoffel)

Widnauerstrasse 6, Postfach, 9435 Heerbrugg

23. Mutuel Assurance Maladie SA

Rue des Cèdres 5, 1919 Martigny

24. AMB Assurances SA

Route de Verbier 13, 1934 Le Châble

25. Philos Assurance Maladie SA

Rue des Cèdres 5, 1919 Martigny

26. Assura-Basis SA

Avenue C.-F. Ramuz 70, 1009 Pully

27. Visana AG

Weltpoststrasse 19/21, Postfach 253, 3000 Bern 15

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28. Agrisano Krankenkasse AG

Laurstrasse 10, 5201 Brugg AG

29. sana24 AG

Weltpoststrasse 19/21, Postfach 253, 3000 Bern 15

30. vivacare AG

Weltpoststrasse 19/21, Postfach 253, 3000 Bern 15

Beklagte,

vertreten durch tarifsuisse ag, Römerstrasse 20, Postfach 1561, 4502 Solothurn,

diese vertreten durch Rechtsanwalt Andreas Miescher, aarejura

Rechtsanwälte Solothurn AG, Bielstrasse 9, 4502 Solothurn,

Gegenstand

Rückforderung

Sachverhalt

A.  

Dr. med. B.___ (anschliessend: C.___, heute und nachfolgend: A.___) wurde mit 

staatlicher Anerkennung […] als Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe anerkannt

(act. G1.7). Nach ihrem Umzug in die Schweiz befand der Weiterbildungsausschuss für 

medizinische Berufe mit Anerkennungsbestätigung vom ___, dass Dr. A.___ den 

Weiterbildungstitel Gynäkologie und Geburtshilfe führen dürfe und dieser die gleiche 

Wirkung wie ein eidgenössischer Weiterbildungstitel habe (act. G1.8).

A.a. 

Mit Schreiben vom 17. Dezember 2016 wandte sich Dr. A.___ mit einem Antrag 

auf Gleichstellung und Anerkennung ihrer in […] absolvierten Sonographieausbildung 

an die Schweizerische Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (SGUM/SSUM; 

nachfolgend: SGUM). Sie wies unter anderem darauf hin, dass in ihrem Antrag von 

2010 Unterlagen gefehlt hätten, welche sie jetzt dazureichen dürfe (act. G1.10).

A.b. 

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Am 5. April 2017 wies die tarifsuisse ag (nachfolgend: tarifsuisse) Dr. A.___ darauf 

hin, dass sie Leistungen im Bereich Ultraschall zu Lasten der obligatorischen 

Krankenpflegeversicherung (OKP) abrechne, obwohl aus keinem Verzeichnis (SASIS 

AG, FMH-Ärzteindex, Medizinalberuferegister) hervorgehe, ob sie den dazu benötigten 

Fähigkeitsausweis "Schwangerschaftsultraschall" (nachfolgend: Fähigkeitsausweis) 

besitze. Sie wurde gebeten, den Fähigkeitsausweis einzureichen und in den 

entsprechenden Registern zu hinterlegen (act. G4.2; vgl. auch ein 

Erinnerungsschreiben vom 30. Mai 2017 [act. G4.3]).

A.c. 

Am 13. April 2017 bedankte sich die SGUM für die Zusendung der Unterlagen zur 

Prüfung und bat um Einreichung weiterer Unterlagen. Gleichzeitig bat sie Dr. A.___, die 

Bestimmungen für ausländische Ärzte nochmals durchzusehen (act. G1.11). Mit 

Schreiben vom 7. Juni 2017 liess Dr. A.___ der SGUM einen Teil der Unterlagen 

zukommen und stellte die Einreichung der restlichen Unterlagen in Aussicht (act. 

G1.12).

A.d. 

Mit neuerlichem Erinnerungsschreiben vom 9. November 2017 ersuchte tarifsuisse 

Dr. A.___ um Einreichung von Unterlagen bezüglich Fähigkeitsausweis (act. G1.19).

A.e. 

Am 25. Januar 2018 bat die SGUM Dr. A.___ erneut um weitere Unterlagen (act. 

G1.13). Nachdem Dr. A.___ am 28. Januar 2018 die gewünschten Dokumente 

beibringen konnte (act. G 1.14), teilte ihr die SGUM am 9. Februar 2018 mit, dass der 

Fähigkeitsausweis nach der Abschlussprüfung erteilt werden könne. Für Nachfragen 

betreffend die Vorjahre sei sie [die SGUM] nicht zuständig (act. G1.15). 

A.f. 

Mit Erinnerungsschreiben vom 14. Februar 2018 bezüglich Fähigkeitsausweis 

sowie Bestätigungsschreiben der SGUM für die letzten fünf Jahre ersuchte tarifsuisse 

Dr. A.___ erneut um Einreichung der Unterlagen. Sie teilte ihr mit, dass sie im Hinblick 

auf die relative Verjährungsfrist per Ende Februar 2018 die Einleitung eines 

behördlichen Verfahrens vorgemerkt habe. Gleichzeitig bot tarifsuisse Dr. A.___ den 

Abschluss eines Vergleiches an, welcher nur zum Tragen käme, wenn sie die beiden 

Dokumente innert Frist nicht einreichen könne (act. G1.20).

A.g. 

Am 28. Februar 2018 unterbreitete tarifsuisse nach telefonischer Besprechung Dr. 

A.___ einen Vergleichsvorschlag (act. G1.21).

A.h. 

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Am 12. März 2018 informierte Dr. A.___ tarifsuisse darüber, dass sie die 

Bestätigung erhalten habe, dass alles komplett sei. Hierauf antwortete D.___ für 

tarifsuisse, dass zusätzlich zum Fähigkeitsausweis ein Schreiben der SGUM benötigt 

werde, welches bestätige, dass sie auch in den letzten fünf Jahren sämtliche 

Voraussetzungen zur Durchführung von Schwangerschaftsultraschall erfüllt habe (act. 

G1.22).

A.i. 

Am 14./16. März 2018 schlossen Dr. A.___ und 37 Krankenversicherungen einen 

Vergleich betreffend "nicht KVG konforme Leistungsabrechnung zulasten der 

obligatorischen Krankenpflegeversicherung von 1. März 2013 bis 28. Februar 

2018" (act. G1.2).

A.j. 

Nachdem Dr. A.___ am ___ die praktische Prüfung abgelegt hatte (vgl. act. G1.17), 

erteilte ihr die SGUM per ___  den Fähigkeitsausweis Schwangerschafts-Sonographie 

(act. G1.18).

A.k. 

Am 21. Juni 2018 erklärte Prof. Dr. med. E.___, […], gegenüber von Prof. Dr. med. 

F.___, damalige Präsidentin der SGUM, dass er Dr. A.___ seit vielen Jahren kenne und 

intensiv mir ihr zusammenarbeite. Er würde es unterstützen, wenn ihre sonographische 

Anerkennung auch rückwirkend umgesetzt werden könnte (act. G1.24). Mit Schreiben 

vom 12. Juli 2018 beschied Prof. Dr. F.___ für die SGUM Dr. A.___, dass 

bezugnehmend auf das Schreiben von Prof. E.___ die Anerkennung ihrer fachlichen 

Voraussetzung unterstützt werde (act. G1.25). Am 30. Juli 2018 liess Dr. A.___ 

tarifsuisse dieses Schreiben zukommen und hielt fest, die SGUM genehmige ihr die 

rückwirkende Verrechnung der Ultraschallleistungen (act. G4.7). Am 31. August 2018 

nahm tarifsuisse bei Prof. Dr. F.___ eine Rückfrage vor. Leider gehe aus dem Schreiben 

vom 12. Juli 2018 nicht hervor, ob laut SGUM bei Dr. A.___ in den letzten fünf Jahren 

sämtliche Voraussetzungen zur Durchführung von Schwangerschaftsultraschall 

gegeben gewesen seien oder nicht (act. G1.26). Am 10. September 2018 ersuchte Dr. 

A.___ Prof. Dr. F.___ um Bestätigung zuhanden tarifsuisse, dass sie die 

Voraussetzungen erfülle und auch in den letzten fünf Jahren Schwangerschafts-

Ultraschallleistungen zulasten der OKP abrechnen dürfe (act. G1.27).

A.l. 

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Mit Schreiben vom 11. Februar 2019 wandte sich Dr. A.___, vertreten durch einen 

Rechtsvertreter, an die Ombudsstelle der SGUM. Sie berief sich insbesondere auf die 

Besitzstandsgarantie ihrer in […] absolvierten Aus- und Weiterbildungen (act. G1.28).

A.m. 

Am 6. Dezember 2019 wandte sich Dr. A.___ neuerlich an Prof. Dr. F.___ 

betreffend rückwirkende Anerkennung ihrer Ultraschallleistungen / 

Schwangerschaftsultraschall 2012 bis 2017. Sie bat um Anerkennung ihrer Ausbildung 

in […] respektive um Anerkennung, dass diese Kurse den Richtlinien der SGUM 

entsprächen (act. G1.32). Prof. Dr. F.___ antwortete am 10. Dezember 2019 auf ein E-

Mail von Dr. A.___ von demselben Tag, aus anderen Fällen höre sie, dass eine 

Anerkennung erreicht worden sei, weil man tarifsuisse eine Bescheinigung über die 

fachlichen Voraussetzungen von den Kliniken, mit denen man zusammenarbeite, 

vorlegen konnte. Der SGUM seien enge Rahmenbedingungen gesetzt, sie könne nur 

die formalen Unterlagen bewerten (act. G1.33). Am 19. Dezember 2019 bestätigte die 

SGUM gegenüber von Dr. A.___ den Erhalt von Unterlagen (act. G1.33).

A.n. 

Am 17. April 2020 liess der damalige Rechtsvertreter von Dr. A.___ tarifsuisse eine 

Bestätigung der SGUM vom 1. April 2020 zukommen, welcher zu entnehmen ist, dass 

der SGUM für den Zeitraum 2012 bis 2017 keine Dokumente vorliegen würden, welche 

die Anforderungen für den Fähigkeitsausweis erfüllten. Die fachliche Qualifikation von 

Dr. A.___ stehe aber in keiner Weise zur Diskussion. Aus Sicht der SGUM lasse sich 

festhalten, dass die SGUM das Bestätigungsschreiben eines Chefarztes einer in der 

Schweiz anerkannten Weiterbildungsstätte als ausreichenden Beleg für die fachliche 

Qualifikation auch für den Zeitraum 2012 bis 2017 anerkenne (act. G1.29 und 34). Am 

21. April 2020 teilte tarifsuisse dem Rechtsvertreter mit, dass die im Vergleich bezifferte 

Summe zu leisten sei, da die SGUM die Erfüllung der Kriterien zur Erlangung des 

Ausweises gemäss Fähigkeitsprogramm nicht bestätigen könne. Sie ersuchte um 

Überweisung innert 10 Tagen und stellte für den Unterlassungsfall ein Inkassoverfahren 

in Aussicht (act. G1.35-2). Gleichentags ersuchte der Rechtsvertreter tarifsuisse um 

Anerkennung der Bestätigung der SGUM vom 1. April 2020. Nachdem das Schreiben 

der SGUM vom 14. Februar 2018 nicht akzeptiert worden sei, habe die Ombudsstelle 

der SGUM eingeschaltet werden müssen. Diese habe nun genau das bestätigt, was 

verlangt worden sei (act. G1.35-1).

A.o. 

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Am 13. Mai 2020 teilte der Rechtsvertreter tarifsuisse mit, dass es eine Tatsache 

sei, dass der Vorstand der SGUM die fachliche Qualifikation im fraglichen Zeitraum 

anerkenne und bestätige (act. G1.36-1 f.). Tarifsuisse antwortete am 27. Mai 2020, in 

den Diskussionen sei es immer um den Erwerb des Fähigkeitsausweises und die 

Erfüllung entsprechender Kriterien gemäss Fähigkeitsprogramm gegangen. Die SGUM 

habe die ausländischen Weiterbildungen unstrittig nicht als gleichwertig anerkannt (act. 

G1.36-1).

A.p. 

Am 25. Mai 2020 stellte das Betreibungsamt G.___ Dr. A.___ einen Zahlungsbefehl 

in der Betreibung Nr. 001_ über einen Betrag von Fr. 35'000.-- zzgl. Zins von 5 % seit 

2. April 2019 für eine durch tarifsuisse vertretene Solidarschuldnerschaft, bestehend 

aus den 37 am Vergleich vom 14./16. März 2018 beteiligten Krankenversicherungen, 

zu. Dr. A.___ erhob gleichentags Rechtsvorschlag (act. G1.37). Mit Entscheid vom 8. 

Januar 2021 gewährte eine Einzelrichterin des Kreisgerichts H.___ die am 12. August 

2020 durch die Solidarschuldnerschaft beantragte provisorische Rechtsöffnung in der 

Betreibung Nr. 001_ des Betreibungsamtes G.___ (act. G12.2). Am 29. September 2021 

wies der Einzelrichter für Beschwerden SchKG des Kantonsgerichts eine von Dr. A.___ 

gegen den Entscheid vom 12. August 2020 erhobene Beschwerde ab (act. G10.2). Am 

20. Oktober 2022 erging ein Urteil des Bundesgerichts betreffend provisorische 

Rechtsöffnung, worin es die Beschwerde von Dr. A.___ gegen den Entscheid vom 29. 

September 2021 abwies (act. G1.38).

A.q. 

Mit Pfändungsankündigung vom 22. November 2022 stellte das Betreibungsamt 

G.___ Dr. A.___ den Vollzug der Pfändung für den 2. Dezember 2022 in Aussicht (act. 

G1.39). Am 2. Dezember 2022 teilte Dr. A.___ dem Betreibungsamt mit, dass sie den 

Forderungsbetrag von Fr. 45'130.65 im Rahmen einer provisorischen Pfändung 

überweisen werde (act. G1.40).

A.r. 

Mit Entscheid vom 25. April 2023 trat das Kreisgericht H.___ auf eine von Dr. A.___ 

am 25. November 2022 erhobene Aberkennungsklage gegen 37 

Krankenversicherungen nicht ein (act. G1.3).

A.s. 

Mit Verfügung vom 22. Juni 2023 wies das Betreibungsamt G.___ den von Dr. 

A.___ am 16. Dezember 2022 hinterlegten Barbetrag in der Betreibung Nr. 001_ der 

A.t. 

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B.  

"Gläubigergemeinschaft der Krankenversicherer" im Umfang von Fr. 35'000.-- 

Forderung, Fr. 6'484.70 Zinsen und Fr. 4'005.10 Betreibungskosten, total Fr. 

45'489.80, an, nachdem die provisorische Pfändung zur definitiven geworden sei (act. 

G1.4).

Mit Eingabe vom 14. August 2023 erhob Dr. A.___ (nachfolgend: Klägerin), 

vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. C. Camastral und/oder Rechtsanwalt lic. iur. P. 

Troesch, Zürich, Klage beim Schiedsgericht KVG des Kantons St. Gallen. Sie 

beantragte, die 37 beklagten Krankenversicherungen (nachfolgend: Beklagten) seien 

unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu verpflichten, ihr den Betrag von Fr. 

45'489.80 zuzüglich Zins von 5 % pro Jahr seit dem 22. Juni 2032 (richtig: 2023 [vgl. 

act. G10-3]) zu bezahlen. In prozessualer Hinsicht beantragte sie, Z.___ als 

Schiedsrichterin zu wählen. Ihr sei Gelegenheit zu geben, weitere Schiedsrichter 

vorzuschlagen, beziehungsweise zu den vom Gericht oder den Beklagten 

vorgeschlagenen Schiedsrichtern Stellung zu nehmen (act. G 1).

B.a. 

Die Beklagten, vertreten durch Rechtsanwalt MLaw A. Miescher, Solothurn, 

beantragten mit Klageantwort vom 25. September 2023 unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge, die Klage sei vollumfänglich abzuweisen, soweit darauf 

eingetreten werden könne (act. G 4).

B.b. 

Am 31. Oktober 2023 stellte Rechtsanwalt Miescher ergänzend zu den bisherigen 

Rechtsbegehren den Antrag, die Klägerin habe unter Kosten- und Entschädigungsfolge 

innert gerichtlich anzusetzender Frist und in betraglich ins richterliche Ermessen 

gestellter Höhe Sicherheit für die Parteientschädigung der Beklagten zu leisten (act. 

G8).

B.c. 

Die Klägerin hielt in der Replik vom 13. November 2023 an ihren Anträgen fest und 

stellte den prozessualen Antrag, den Antrag der Beklagten vom 31. Oktober 2023 

abzuweisen und von ihr keine Sicherheit für die Parteientschädigung einzufordern (act. 

G10).

B.d. 

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Erwägungen

1.

Die örtliche und sachliche Zuständigkeit des angerufenen Schiedsgerichts ist 

unbestrittenermassen gegeben (Art. 89 Abs. 1, 2 und 4 des Bundesgesetzes über die 

Mit Schreiben vom 15. November 2023 teilte der Präsident des Schiedsgerichts 

Rechtsanwalt Miescher mit, dass angesichts der von der Klägerin mittlerweile 

vorgenommenen Überweisung davon ausgegangen werde, dass die geltend gemachte 

offene Schuld getilgt worden sei, womit dem Gesuch um Leistung einer Sicherheit für 

die Parteientschädigung von vornherein nicht entsprochen werden könne. Ohne 

ausdrücklichen Gegenbericht werde davon ausgegangen, dass er mit der formlosen 

Erledigung des Gesuchs um Leistung einer Sicherheit für die Parteientschädigung 

einverstanden sei (act. G11).

B.e. 

In der Duplik vom 29. November 2023 hielten die Beklagten ihrerseits an ihrem 

Abweisungsantrag fest. Mit der vom Präsidenten des Schiedsgerichts am 15. 

November 2023 vorgeschlagenen formlosen Erledigung des Gesuchs um Leistung 

einer Sicherheit für die Parteientschädigung erklärten sie sich einverstanden (act. G12).

B.f. 

Mit Schreiben vom 11. Dezember 2023 teilte Rechtsanwalt Troesch dem 

Schiedsgericht mit, dass die Klägerin den Antrag, Dr. Z.___ als Schiedsrichterin zu 

bestellen, zurückziehe (act. G14).

B.g. 

Am 10. Januar 2024 gewährte der Präsident des Schiedsgerichts den Parteien 

eine Frist zum Vorschlagen von je zwei Fachrichterinnen und Fachrichtern (act. G17). 

Die Stellungnahmen datieren vom 25. und vom 30. Januar 2024 (act. G18 und 19).

B.h. 

Mit Beschluss vom 7. Februar 2024 wählte die damalige Präsidentin des 

Versicherungsgerichts die von den Parteien vorgeschlagenen Fachrichterinnen und 

Fachrichter lic. iur. Jacqueline Moser, Flims Waldhaus, lic. iur. Traudi Reimann-

Forstner, Brugg, PD Dr. med. Thomas Münzer, St. Gallen, und Dr. med. Nadine Cloé 

Niederhauser, St. Gallen, für die Tätigkeit als gesetzliches Schiedsgericht (act. G22).

B.i. 

Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der Akten 

wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

B.j. 

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Krankenversicherung [KVG; SR 832.10] in Verbindung mit Art. 5 des kantonalen 

Einführungsgesetzes zur Bundesgesetzgebung über die Krankenversicherung [EG-

KVG; sGS 331.11] in Verbindung mit Art. 65 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]). Da auch die übrigen 

Prozessvoraussetzungen erfüllt sind, ist auf die Klage einzutreten.

2.  

Die vorliegende Streitigkeit dreht sich um die Auslegung des zwischen den 

Parteien abgeschlossenen Vergleichs vom 14./16. März 2018 betreffend "nicht KVG 

konforme Leistungsabrechnung zulasten der obligatorischen 

Krankenpflegeversicherung vom 1. März 2013 bis 28. Februar 2018", gemäss welchem 

die Klägerin verdächtigt werde, in diesem Zeitraum 

Schwangerschaftsultraschallleistungen über die OKP abgerechnet zu haben, ohne über 

den Fähigkeitsausweis der SGUM zu verfügen (vgl. Ziff. 1 des Vergleichs).

2.1. 

Die OKP übernimmt bei Mutterschaft die Kosten für die gleichen Leistungen wie 

bei Krankheit und zusätzlich die Kosten der besonderen Mutterschaftsleistungen (Art. 

29 Abs. 1 KVG). Diese umfassen unter anderem die von Ärzten und Ärztinnen oder von 

Hebammen durchgeführten oder ärztlich angeordneten Kontrolluntersuchungen 

während und nach der Schwangerschaft (Art. 29 Abs. 2 lit. a KVG). Die 

Kontrolluntersuchungen bei Mutterschaft im Sinn von Art. 29 Abs. 2 lit. a KVG haben in 

Art. 13 KLV in einer sogenannten Positivliste Eingang gefunden (BGE 129 V 167 E. 3.2). 

 In diesem Rahmen wird eine medizinische Leistung erst ab dem Zeitpunkt der 

Aufnahme in die Liste zur Pflichtleistung. Ein wesentliches Merkmal von Positivlisten ist 

ihr verbindlicher und abschliessender Charakter.  Das vom Verordnungsgeber 

vorgesehene Vorgehen betreffend Erstellung von Positivlisten dient der Verwirklichung 

der für das Leistungsrecht der OKP fundamentalen Prinzipien der wissenschaftlich 

nachgewiesenen Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit (WZW-

Kriterien, Art. 32 Abs. 1 KVG; vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 26. Oktober 2022, 

9C_12/2022, E. 3.2.2 und 3.2.3).  

2.2. 

Nach Art. 13 lit. b KLV (in der Fassung, welche im relevanten Zeitraum vom 1. März 

2013 bis 28. Februar 2018 in Kraft stand) übernahm die OKP bei Mutterschaft die 

Ultraschallkontrollen nur, sofern sie durch Ärzte und Ärztinnen durchgeführt wurden, 

die über den Fähigkeitsausweis Schwangerschaftsultraschall (SGUM) verfügten (seit 

der am 1. Januar 2022 in Kraft getretenen Fassung von Art. 13 lit. b KLV ist 

vorausgesetzt, dass die Ultraschalluntersuchungen durch Ärzte und Ärztinnen mit einer 

2.3. 

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- Eidgenössischer oder anerkannter ausländischer Facharzttitel

- Klinische Weiterbildung in Gynäkologie/Geburtshilfe von mindestens 12 Monaten 

Dauer in einer von der FMH anerkannten Weiterbildungsstätte. Fachärzte Radiologie, 

welche diese Voraussetzung nicht erfüllen, müssen die doppelte Anzahl 

Untersuchungen durchführen (600 Ultraschalluntersuchungen bei mindestens 300 

Schwangerschaften).

- Besuch von SGUM-anerkannten Weiterbildungskursen im Umfang von insgesamt 5 

Tagen, darin inbegriffen ein Kurs für Kommunikation und ein Kurs in Ersttrimestertest.

- Selbständige Durchführung von 300 Ultraschalluntersuchungen bei mindestens 150 

Schwangerschaften, davon mindestens 100 aus dem Ersttrimester-Screening und 100 

aus dem Zweittrimester-Screening. Ein Teil der Untersuchungen ist unter direkter 

Supervision durchzuführen. Dies bedeutet, dass der Weiterzubildende entweder die 

ganze Untersuchung zusammen mit dem Weiterbildner durchführt oder – in einem 

fortgeschritteneren Stadium – dass der Weiterbildner alle unklaren oder besonders 

wichtigen Befunde kontrolliert. Der Weiterbildner visiert sämtliche Untersuchungs­

befunde. Der Weiterbildner ist im Besitze des Fähigkeitsausweises 

Schwangerschaftsultraschall.

Falls kein adäquater Nachweis der Ultraschalluntersuchungen erbracht werden kann, 

müssen zusätzlich folgende Nachweise stattdessen erbracht werden:

Weiterbildung, die dem Fähigkeitsprogramm Schwangerschaftsultraschall [SGUM] vom 

28. Mai 1998, revidiert am 15. März 2012, entspricht, durchgeführt werden.)

 Für den Erwerb des Fähigkeitsausweises "Schwangerschaftsultraschall" gemäss 

SGUM, der die Inhaberin oder den Inhaber berechtigt, Ultraschalluntersuchungen in 

der Schwangerschaft nach den Vorgaben von Art. 13b KLV zulasten der OKP 

durchzuführen, muss die Kandidatin oder der Kandidat gemäss dem 

Fähigkeitsprogramm vom 28. Mai 1998 (letzte Revision: 15. März 2012) 

Schwangerschaftsultraschall (SGUM) sowie dem Prüfungsreglement der Prüfung zur 

Erlangung des Fähigkeitsausweises Schwangerschaftsultraschall folgende 

Anforderungen erfüllen (vgl. auch https://www.sgumgg.ch/site/ index.php/de/

faehigkeitsausweis/11-a-erwerb-des-faehigkeitsausweises):

2.4. 

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- 60 Dossiers mit schriftlichem Befund und Bilddokumentation (Normalbefunde, 

Biometrien, Befunde gemäss Checkliste SGUMGG).

- Die Dossiers müssen zwingend von der aktuellen Tätigkeit bei einem Arbeitgeber in 

der Schweiz sein.

- Begleitschreiben aus Ihrer Weiterbildungsstätte, dass mind. 300 Untersuchungen bei 

mind. 150 Schwangeren in den Zeiträumen 11+0 bis 13+6, 19+0 bis 23+6 SSW und 

über der 25. SSW durchgeführt wurden.

- Abschlussprüfung.

3.

Anlass zur vorliegend zu beurteilenden Streitigkeit gibt Ziff. 2 des Vergleichs vom 

14./16. März 2018, welche folgendermassen lautet: „Die Ärztin anerkennt eine 

Rückzahlungsverpflichtung gegenüber den Versicherern in der Höhe von CHF 

35'000.-- (Schweizer Franken fünfunddreissigtausend), zahlbar per 1. April 2019. Diese 

Rückzahlungsverpflichtung entfällt, sofern die Ärztin einen aktuellen Fähigkeitsausweis 

Schwangerschaftsultraschall sowie ein Bestätigungsschreiben der SGUM, dass 

sämtliche Voraussetzungen zur Durchführung des Schwangerschaftsultraschalls in den 

letzten 5 Jahre gegeben waren, bis am 31. März 2019 tarifsuisse AG unterbreitet." 

Unbestritten und aktenmässig ausgewiesen ist, dass die Klägerin einen ab 1. Januar 

2018 gültigen Fähigkeitsausweis beizubringen vermochte und damit die erste der 

beiden Voraussetzungen für die Nichtschuld der Fr. 35'000.-- erfüllt hat. Streitig und zu 

prüfen ist, ob sie auch die zweite in Vergleichsziffer 2 formulierte Voraussetzung erfüllt 

hat. 

4.

Bei dem streitgegenständlichen, zwischen den Parteien geschlossenen Vergleich vom 

14./16. März 2018 handelt es sich unbestrittenermassen um einen 

verwaltungsrechtlichen Vertrag. Solche Verträge sind wie privatrechtliche grundsätzlich 

nach dem Vertrauensprinzip auszulegen, sofern sich der übereinstimmende Parteiwille 

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nicht feststellen lässt (BGE 144 V 84 E. 6.2.1). Einer Willensäusserung ist daher 

derjenige Sinn zu geben, den ihr der Empfänger aufgrund der Umstände, die ihm im 

Zeitpunkt des Empfangs bekannt waren oder hätten bekannt sein müssen, in guten 

Treuen beilegen durfte oder musste. Bei der Auslegung verwaltungsrechtlicher 

Verträge ist aber besonders zu beachten, dass die Verwaltungsbehörde beim 

Abschluss von Verträgen dem öffentlichen Interesse Rechnung zu tragen hat. In 

Zweifelsfällen ist daher zu vermuten, dass sie keinen Vertrag abschliessen wollte, der 

mit dem öffentlichen Interesse im Widerspruch steht, und dass sich der Vertragspartner 

darüber Rechenschaft gab. Das bedeutet aber nicht, dass generell derjenigen 

Auslegung eines verwaltungsrechtlichen Vertrages Vorrang einzuräumen ist, die besser 

der Verwirklichung der infrage stehenden öffentlichen Interessen dient. So bildet 

gerade das Vertrauensprinzip eine Schranke der Wahrung der öffentlichen Interessen 

bei der Auslegung: Dem Vertragspartner des Gemeinwesens dürfen nicht Auflagen 

gemacht werden, die er beim Vertragsschluss vernünftigerweise nicht voraussehen 

konnte (Ulrich Häfelin/Georg Müller/Felix Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 

8. Aufl., Rz. 1343 f. mit Hinweisen; so auch Esther Zysset, Verfügungen im 

verwaltungsrechtlichen Vertrag - wie es ist und wie es sein sollte, recht 2023 S. 40, 50). 

Pierre Tschannen/Markus Müller/ Markus Kern gehen unter Hinweis auf BGE 135 V 237 

E. 3.6 weiter und halten fest, dass Verwaltungsverträge nicht gegen Gesetz oder 

Verordnung verstossen dürften, weshalb sie „im Zweifelsfall gesetzeskonform 

auszulegen“ seien; womit sich weitere Abklärungen zum effektiven Parteiwillen 

erübrigten (Allgemeines Verwaltungsrecht, 5. Aufl., Rz. 1005 mit Hinweisen auf die 

Rechtsprechung des Bundesgerichts).

5.

5.1. Strittig und damit auslegungsbedürftig ist wie gesagt die zweite in Ziff. 2 des 

Vergleichs formulierte Voraussetzung für die Nichtschuld der Fr. 35'000.--, wonach die 

Klägerin ein Schreiben der SGUM vorlegen muss, welches bestätigt, dass sämtliche 

Voraussetzungen zur Durchführung von Schwangerschaftsultraschall in den letzten fünf 

Jahren gegeben gewesen seien (vgl. vorstehend E. 2). Unterdessen aktenkundig und 

unbestritten ist, dass die Klägerin im fraglichen Zeitraum 2013 bis 2017 weder die 

Anforderungen für eine Anerkennung ihrer in […] absolvierten Sonographieausbildung 

noch die Anforderungen für den Erhalt des Fähigkeitsausweises erfüllt hat. Folglich 

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konnte die SGUM nicht bestätigen, dass sie [die Klägerin] die Voraussetzungen für den 

Erhalt des Fähigkeitsausweises erfüllt hätte, wenn sie einen entsprechenden Antrag 

gestellt hätte (vgl. act. 1.34). Die Beklagten erachten deshalb die vorstehend genannte 

Voraussetzung der Vertragsklausel als nicht erfüllt, währenddem die Klägerin auf dem 

Standpunkt steht, dass die Bestätigung der SGUM vom 1. April 2020, dass sie das 

Bestätigungsschreiben von Prof. Dr. E.___ als ausreichenden Beleg für die fachliche 

Qualifikation der Klägerin anerkenne, die im Vertrag vereinbarte Voraussetzung für die 

Nichtschuld der Fr. 35'000.-- erfülle.

5.2.

5.2.1. Die Klägerin will also die strittige Vertragsklausel so verstanden sehen, dass eine 

Bestätigung der SGUM vorliegen muss, welche ihr für den fraglichen Zeitraum die 

Fähigkeit zuspricht, Schwangerschaftsultraschall durchzuführen. Sie legt diesbezüglich 

dar, sie habe den Vergleich unterzeichnet, weil sie gewusst habe, dass sie den 

Fähigkeitsausweis erhalten würde und dass sie die fachlichen Voraussetzungen zur 

sicheren und verlässlichen Durchführung von Ultraschall-Untersuchungen seit 

Jahrzehnten mitbringe. Sie sei davon ausgegangen, dass sie die resolutiven 

Bedingungen des Vergleichs ohne weiteres erfüllen könne (act. G1 Rz. 48). Es sei den 

Parteien bei Abschluss des Vertrages bekannt gewesen, dass sie die formalen 

Voraussetzungen des Fähigkeitsausweises für den Zeitraum 2012 bis 2017 nicht erfüllt 

habe (act. G1 Rz. 65). Die Vertragsbestimmung fordere nicht eine rückwirkende 

Bestätigung der Erfüllung der Kriterien zur Erlangung des Ausweises, sondern die 

Bestätigung, dass die Voraussetzungen zur Durchführung von 

Schwangerschaftsultraschall gegeben gewesen seien. Ziff. 2 Abs. 2 des Vergleichs 

fordere auch nicht die Voraussetzungen zur krankenkassenrechtlichen 

Leistungsabrechnung von Schwangerschaftsultraschall; ihre Leistungsabrechnung sei 

weder Gegenstand des Vergleichs noch des vorliegenden Verfahrens (act. G1 Rz. 70). 

Der Fähigkeitsausweis sei zur Durchführung von Ultraschalluntersuchungen nicht 

erforderlich, bloss zur Abrechnung über die Krankenkassen (act. G10 Rz. 65). Als 

Eventualbegründung führte sie an, die Zahlungspflicht gemäss Ziff. 2 des Vergleichs sei 

anerkanntermassen abhängig von zwei aufhebenden Bedingungen. Werde nun eine 

von diesen in analoger Anwendung von Art. 482 Abs. 3 des Schweizerischen 

Zivilgesetzbuchs [ZGB; SR 210] aufgrund einer anfänglichen objektiven Unmöglichkeit 

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als unverbindlich anerkannt, betreffe das die andere nicht. Die Vereinbarung gelte dann 

unter der einen, gültigen Bedingung als abgeschlossen (act. G10 Rz. 86).

5.2.2. Die Beklagten demgegenüber verstehen die besagte Vertragsklausel so, dass die 

SGUM bestätigen müsste, dass die Klägerin die Voraussetzungen für den 

Fähigkeitsausweis auch während den letzten fünf Jahren erfüllt hätte und es lediglich 

an einer Formalie – dem fehlenden Antrag – gelegen habe, dass sie den 

Fähigkeitsausweis nicht erhalten habe. Sie erklären, tarifsuisse sei bei der Abfassung 

des Vergleichs davon ausgegangen, dass die Klägerin in der Lage sei, ihre […] 

Weiterbildung seitens der SGUM anerkennen zu lassen und dass sie sich inzwischen 

fortgebildet habe (act. G4 S. 15 Ziff. 18). Sie weisen auf die Rechtslage hin, wonach 

das KVG in Art. 44 einen Tarifschutz statuiere und der Tarif zur Sicherung der Qualität 

die Vergütung bestimmter Leistungen ausnahmsweise von Bedingungen abhängig 

gemacht werden dürfe, welche über die Voraussetzungen nach den Artikeln 36 – 40 

hinausgehen, wie namentlich vom Vorliegen der notwendigen Infrastruktur und der 

notwendigen Aus , Weiter- oder Fortbildung eines Leistungserbringers 

(Tarifausschluss; Art. 43 Abs. 2 lit. d KVG). So übernehme die Versicherung bei 

Mutterschaft bestimmte Ultraschallkontrollen nur, wenn sie durch Ärzte und Ärztinnen 

mit einer Weiterbildung, die dem Fähigkeitsprogramm Schwangerschaftsultraschall 

(SGUM) vom 28. Mai 1998, revidiert am 15. März 2012, entspricht, durchgeführt werde 

(Art. 13 lit. b KLV; act. G4 S. 7 Ziff. 10; vgl. auch vorstehend E. 2.3). Auch weisen sie 

auf das Bundesgesetz über die universitären Medizinalberufe (SR 811.11) hin, welches 

in seinen Art. 3 Abs. 4 und Art. 40 lit. b eine lebenslange Pflicht zur Fortbildung 

statuiert. Sodann erklären sie, dass es beim verwendeten Begriff "Voraussetzungen" im 

Rahmen der OKP darum gehe, wer und was zu Lasten der OKP fakturieren resp. 

fakturiert werden dürfe (act. G4 S. 11 Ziff. 15). Die Weigerung der SGUM, die besagte 

Bestätigung auszustellen, könne nun nicht mittels Auslegung des Vergleichs umgangen 

werden (act. G4 S. 24 Ziff. 26).

5.3. Die rein grammatikalische Auslegung der umstrittenen Vertragsklausel lässt beide 

Ansichten zu. Es wird nicht wörtlich auf die Erfüllung der Voraussetzungen zur 

Erlangung des Fähigkeitsausweises respektive zur Anerkennung der von der Klägerin in 

[…] absolvierten Sonographieausbildung oder zur Abrechnung über die OKP 

hingewiesen. Auf der anderen Seite wird explizit die Erfüllung sämtlicher 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 17/22

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Voraussetzungen zur Durchführung von Schwangerschaftsultraschall verlangt. Folglich 

kann alleine aus dem Wortlaut nicht auf den übereinstimmenden wirklichen Parteiwillen 

geschlossen werden (subjektive Auslegung; vgl. Art. 18 Abs. 1 des Obligationenrechts 

[OR; SR 220]). Da eine tatsächliche Willensübereinstimmung damit rein aus dem 

Wortlaut der umstrittenen Klausel unbewiesen bleibt, ist der mutmassliche Parteiwille 

zu ermitteln. Dazu sind die Erklärungen der Parteien im Rahmen der objektivierten 

Vertragsauslegung aufgrund des Vertrauensprinzips so auszulegen, wie sie nach ihrem 

Wortlaut und Zusammenhang sowie den gesamten Umständen verstanden werden 

durften und mussten. Dabei ist vom Wortlaut der Erklärungen auszugehen, welche 

jedoch nicht isoliert, sondern aus ihrem konkreten Sinngefüge heraus zu beurteilen sind 

(vgl. BGE 138 III 666 E. 4.2.1 mit Hinweisen; vgl. ferner BSK OR I-Wiegand, Art. 18 N 1; 

vgl. auch vorstehend E. 3).

5.4. Eine Auslegung gänzlich ohne Berücksichtigung des 

krankenversicherungsgesetzlichen Rahmens, wie dies die Klägerin vorschlägt, kommt 

nach dem vorstehend in E. 4 Gesagten bereits deshalb nicht in Frage, weil die 

Parteierklärungen aus ihrem konkreten Sinngefüge hinaus zu beurteilen sind und der 

Vertrag in seiner Überschrift explizit den Bezug zum KVG herstellt ("nicht KVG 

konforme Leistungsabrechnung zulasten der obligatorischen 

Krankenpflegeversicherung von 1. März 2013 bis 28. Februar 2018"). Wieso der Titel 

des Vergleichs zu dessen Auslegung nicht beigezogen werden können sollte, wie dies 

die Klägerin vorschlägt (act. G1 Rz. 70), ist nicht einzusehen, zumal er offensichtlich 

ebenfalls Gegenstand des Vergleichs bildet. Auch der Umstand, dass die in der 

strittigen Klausel benannte Erfüllung "sämtlicher Voraussetzungen" offensichtlich 

messbar sein muss, um auf ihre Ausführung hin überprüft werden zu können, spricht 

für eine Auslegung des Vertrags unter Berücksichtigung der Gesetzeslage. Denn da in 

der Klausel kein Mittel für diese Messung benannt wird, müssen die entsprechenden 

Voraussetzungen an anderer Stelle aufgefunden werden können, wofür angesichts der 

soeben erwähnten Überschrift des Vertrages insbesondere das KVG und seine 

Verordnungen in Frage kommt. Der Vorschlag der Klägerin, unter diesen 

Voraussetzungen die fachlichen Voraussetzungen zu verstehen, welche aus der 

Ausbildung und der Erfahrung, um solche Untersuchungen sicher und zuverlässig 

durchzuführen, bestünden (vgl. act. G1 Rz. 98), lässt ohne nachvollziehbare 

Begründung die fachliche Voraussetzung der Absolvierung von Weiterbildungen 

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aussen vor. Dass jedoch eine stetige Weiterbildung zur Qualitätssicherung in einem 

solch sensiblen Leistungsbereich verlangt wird, leuchtet auch ohne Konsultation der 

krankenversicherungsrechtlichen Voraussetzungen ein. Folglich würde auch die 

Auslegung der vertraglich vereinbarten "Voraussetzungen" ohne Berücksichtigung des 

gesetzlichen Rahmens dazu führen, dass die Klägerin die vereinbarten 

Voraussetzungen nicht erfüllt hat, zumal sie zwischen 2004 und 2017 – und damit 

während einem sehr langen Zeitraum – gemäss ihrer Zusammenstellung keine 

Weiterbildungen absolviert hat (act. G1.5). Genau diese Voraussetzung der fachlichen 

Weiterbildung konnte die SGUM denn ihren Schreiben zufolge auch nicht bestätigen 

(vgl. act. G1.34). Darüber hinaus ist nach dem vorstehend in E. 4 Gesagten zu 

berücksichtigen, dass tarifsuisse respektive die von ihr vertretenen 

Krankenversicherungen beim Abschluss von Vergleichen in ihrer Willensäusserung 

nicht frei sind. Sie haben die öffentlichen Interessen zu berücksichtigen, welche 

vorliegend einerseits in der Einhaltung der Gesetze und andererseits in den pekuniären 

Interessen der Zahler der Krankenversicherungsprämien liegen. Unter Berücksichtigung 

dieser öffentlichen Interessen konnten die Beklagten vergleichsweise nicht auf die 

Erfüllung der Voraussetzungen zum Erhalt des Fähigkeitsausweises oder alternativ die 

Anerkennung einer im Ausland absolvierten gleichwertigen Ausbildung verzichten, 

sondern der Klägerin einzig bei der Höhe der Rückforderung entgegenkommen. Dies 

musste auch der Klägerin klar sein (vgl. nachfolgend E. 5.5). Eine teleologische und 

systemische Auslegung in diesem Sinne bedeutet jedoch, dass die Klägerin die strittige 

Vertragsklausel nur dann erfüllt hätte, wenn die SGUM bestätigt hätte, dass die 

Klägerin die materiellen Voraussetzungen zum Erhalt des Fähigkeitsausweises oder für 

die Anerkennung ihrer Sonographieausbildung im fraglichen Zeitraum erfüllt hätte. Eine 

solche Bestätigung kann die SGUM jedoch ausdrücklich nicht ausstellen (act. G1.34) 

und das Schreiben von Prof. Dr. E.___ vom 21. Juni 2018 vermag eine solche 

Bestätigung nicht zu ersetzen.

5.5. Auch die Entstehungsgeschichte des Vergleichs stützt eine Auslegung des 

Vertrags in dem Sinne, dass auf die Zahlung nur dann hätte verzichtet werden können, 

wenn die Klägerin für die Zukunft einen Fähigkeitsausweis und für die Vergangenheit 

eine Bestätigung, welche ihr die materiellen Voraussetzungen für die Abrechnung der 

Schwangerschaftsultraschalleistungen über die OKP zuspricht, hätte vorlegen können: 

Hintergrund des Vergleichs ist der Umstand, dass tarifsuisse festgestellt hat, dass die 

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Klägerin im Bereich Ultraschall zulasten der OKP abrechne, obwohl aus keinem 

Verzeichnis hervorgehe, dass sie den dazu nötigen Fähigkeitsausweis besitze (act. 

G4.2). Einem von Seiten der Klägerin nicht in Zweifel gezogenen (sie bestreitet lediglich 

pauschal, dass wesentlich höhere Beträge hätten zurückgefordert werden können [act. 

G10 Rz. 48]) Datenabzug per Oktober 2017 vom 7. Dezember 2017 ist zu entnehmen, 

dass die Klägerin in den Jahren 2015 bis 2017 für die Positionen "Screening-

Ultraschalluntersuchung bei Schwangerschaft, erste Untersuchung", 

"Ultraschalluntersuchung bei Schwangerschaft, diagnostisch", sowie 

"ultraschallgeführte Cervixmessung in Schwangerschaft" insgesamt Fr. 68’148.40 

fakturiert hat (act. G4.6 i.V.m. act. G4 Ziff. 16 S. 13). In einem Schreiben betreffend 

Vergleichsvorschlag vom 28. Februar 2018 hielt tarifsuisse fest, mit der im Vergleich 

angesetzten Frist bis 31. März 2019 hätte die Klägerin genügend Zeit, einerseits den 

Fähigkeitsausweis zu erlangen und andererseits ein Schreiben zu beantragen, welches 

die Erfüllung von sämtlichen Voraussetzungen für die letzten fünf Jahre bestätige. Auch 

wies sie die Klägerin darauf hin, dass der Gesamtbetrag aller abgerechneten 

Leistungen über die TARMED-Positionen 39.3000 / 39.3010 / 39.3040 sich seit dem 

Jahr 2015 auf über Fr. 72’000.-- belaufen habe (act. G1.21). Am 30. Juli 2018 teilte die 

Klägerin tarifsuisse mit, dass die SGUM ihr die "rückwirkende Verrechnung der 

Ultraschalleistungen" genehmige (act. G4.7). Vor diesem Hintergrund drängt sich der 

Schluss auf, dass der Klägerin klar sein musste und wohl auch war, dass sich die 

Formulierung "sämtliche Voraussetzungen zur Durchführung" auf die gesetzlichen 

Vorgaben und damit die Voraussetzungen zur Erlangung des Fähigkeitsausweises oder 

die Anerkennung ihrer absolvierten Sonographieausbildung respektive die 

Fakturierbarkeit ihrer Leistungen gegenüber den Beklagten bezog. Dies deckt sich 

denn auch mit der Aussage der Klägerin in ihrer E-Mail vom 10. September 2018 an 

Prof. Dr. F.___, in welcher sie die damalige Präsidentin der SGUM um den 

vollständigen Satz bat, dass sie "die Voraussetzungen habe und auch in den letzten 5 

Jahren Schwangerschafts-Ultraschallleistungen zu Lasten der öffentlichen Kassen der 

Schweiz abrechnen" dürfe (act. G1.27).

5.6. Hinsichtlich der Behauptung der Klägerin, dass die Parteien bei Vertragsabschluss 

gewusst hätten, dass die Klägerin die Voraussetzungen für die Erlangung des 

Fähigkeitsausweises nicht erfüllt habe (vgl. act. G1 Rz. 100) weist die Beklagte 

überzeugend darauf hin, dass sie die Weiterbildungssituation der Klägerin nicht 

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gekannt habe und dass sie davon ausgegangen sei, dass die Klägerin in der Lage sei, 

ihre […] Weiterbildung seitens der SGUM anerkennen zu lassen (vgl. act. G4 S. 15 Ziff. 

18). Dass die SGUM in Fällen, in welchen die materiellen, nicht jedoch die formellen 

Voraussetzungen für den Fähigkeitsausweis erfüllt sind, Bestätigungen ausstellt, 

belegen die Beklagten mit einem hinsichtlich des betroffenen Arztes anonymisierten 

Schreiben der SGUM vom 4. April 2018. Es ist kein Grund ersichtlich, wieso diesem 

Schreiben die Beweiskraft abzuerkennen wäre, wie dies die Klägerin geltend macht 

(vgl. Vorbringen in act. G10 Rz. 53 und 54). Dieses Schreiben ist so abgefasst, dass es 

klarstellt, dass der betroffene Arzt im fraglichen Zeitraum zwar nicht über den 

Fähigkeitsausweis verfügt, jedoch die dafür notwendigen Voraussetzungen erfüllt hatte 

(act. G4.8). Auch wenn es sich lediglich um einen Entwurf handeln sollte geht daraus 

hervor, dass es diesem Arzt lediglich an den formellen, jedoch nicht an den materiellen 

Voraussetzungen für den Erhalt eines Fähigkeitsausweises mangelte – im Gegensatz 

zur Klägerin, welche weder die formellen noch die materiellen Voraussetzungen erfüllte. 

Hätten die Parteien von den krankenversicherungsrechtlichen Voraussetzungen 

abweichen resp. die von der Klägerin erbrachten Ultraschallleistungen über die OKP 

akzeptieren wollen, ohne dass sie die materiellen Voraussetzungen erfüllt hatte, hätten 

sie den Vergleich nicht unter Bezugnahme auf das KVG abfassen oder die Abweichung 

vom KVG ausdrücklich erwähnen müssen. Für ein solches Verständnis bestehen 

jedoch keinerlei Anhaltspunkte und darüber hinaus würde es gegen geltendes Recht 

verstossen. Auch dieser Umstand spricht gewichtig dafür, dass es dem Willen der 

Parteien bei Vertragsschluss entsprochen hat, der Klägerin Hand zu bieten, über die 

Verletzung der formellen Voraussetzungen hinwegzusehen – dies jedoch unter der 

Bedingung, dass die materiellen Voraussetzungen erfüllt worden sind. Was die Klägerin 

hinsichtlich einer anfänglichen objektiven Unmöglichkeit der strittigen Klausel vorbringt, 

ist unbehelflich, zumal es sich unbestrittenermassen um einen öffentlich-rechtlichen 

Vertrag handelt (zur Fehlerhaftigkeit von verwaltungsrechtlichen Verträgen vgl. Häfelin/ 

Müller/Uhlmann, a.a.O., Rz 1350 ff. mit Hinweisen sowie Tschannen/Müller/Kern, 

a.a.O., Rz 1007 ff. mit Hinweisen). Selbst wenn davon auszugehen wäre, dass der 

umstrittene Vergleich mangels übereinstimmender Willenserklärungen nicht gültig 

zustande gekommen sein kann, wäre die Klägerin nicht ungerechtfertigt bereichert, 

zumal diesfalls sämtliche zu Unrecht über die OKP abgerechneten Leistungen – 

vorbehältlich einer allfälligen Verjährung – rückforderbar geworden wären, was – soweit 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 21/22

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ersichtlich – einen höheren Rückforderungsbetrag ergeben hätte (vgl. Auszug in act. 

G4.6 sowie Hinweis in act. G1.21-1).

5.7. Zusammengefasst ist gestützt auf die vorstehenden Ausführungen festzuhalten, 

dass die Auslegung der Ziff. 2 des zwischen den Parteien abgeschlossenen Vertrags 

(nach dem Wortlaut, dem systematischen Zusammenhang, dem Sinngehalt/Zweck, der 

Entstehungsgeschichte bzw. dem Verhalten vor Vertragsschluss) dazu führt, dass der 

Parteiwille darin bestand, dass der von der Klägerin bezahlte und vorliegend 

zurückgeforderte Betrag dann geschuldet ist, wenn die Klägerin nicht belegen kann, 

dass sie die materiellen Voraussetzungen für den Erhalt des Fähigkeitsausweises in 

den Jahren 2013 bis 2017 erfüllt hätte. Dies ist insbesondere mangels von der 

Beschwerdeführerin absolvierten Weiterbildungen der Fall, weshalb die Beklagten nicht 

ungerechtfertigt bereichert sind.

6.

6.1. Nach dem Gesagten ist die Klage abzuweisen.

6.2. Art. 89 Abs. 5 KVG schreibt für das Verfahren vor dem Schiedsgericht keine 

Kostenlosigkeit vor, womit für die Kostenfrage ausschliesslich kantonales Recht 

massgeblich ist. Nach Art. 95 Abs. 1 VRP hat in Streitigkeiten jener oder jene Beteiligte 

die Verfahrenskosten zu tragen, dessen oder deren Begehren ganz oder teilweise 

abgewiesen werden. Art. 7 Abs. 1 Ziff. 122 der Gerichtskostenverordnung (sGS 941.12) 

sieht für Endentscheide des Versicherungsgerichts einen Gebührenrahmen von Fr. 

500.-- bis Fr. 15'000.-- vor. Für das vorliegende Klageverfahren erscheint mit Rücksicht 

auf den vom Gericht zu erbringenden Aufwand und die Bedeutung der Streitsache die 

Festlegung einer Gerichtsgebühr von Fr. 3'000.-- als gerechtfertigt. Die Gerichtsgebühr 

ist ausgangsgemäss vollumfänglich der Klägerin aufzuerlegen. Diese wird mit dem von 

ihr geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 3'000.-- verrechnet.

6.3. Nach Art. 98 Abs. 1 und Art. 98  VRP ist der Anspruch auf ausseramtliche Kosten 

nach dem Ausmass des Obsiegens und Unterliegens festzusetzen. In der 

Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22 

Abs. 1 lit. b der Honorarordnung (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 15'000.--. 

bis

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Die Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne 

Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der 

Schwierigkeit des Prozesses bemessen. Für die vorliegend zu beurteilende Klage 

erscheint eine pauschale Parteientschädigung zugunsten den Beklagten von insgesamt 

Fr. 4'000.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen. 

Ausgangsgemäss hat die Klägerin keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Klage wird abgewiesen.

2.

Die Klägerin hat die Gerichtskosten von Fr. 3'000.-- zu bezahlen. Diese werden mit 

dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 3'000.-- verrechnet.

3.

Die Klägerin hat den Beklagten eine Parteientschädigung von Fr. 4'000.-- zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 25.06.2024
	Auslegung eines zwischen Krankenversicherungen und einer Ärztin abgeschlossenen Vergleichs; Abweisung der von der Ärztin erhobenen Rückforderungsklage (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Galle vom 25. Juni 2024, KSCHG 2023/3).

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