# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9295c291-9ea5-553f-a829-e729ad00928d
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-06-07
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 07.06.2019 200 2018 585
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-585_2019-06-07.pdf

## Full Text

200 18 585 IV
KOJ/PES/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 7. Juni 2019

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Knapp, Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiber Peter

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 21. Juni 2018

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Juni 2019, IV/2018/585, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1981 geborene A.________ (nachfolgend Versicherte bzw. Beschwer-
deführerin) hat mit Unterstützung der Invalidenversicherung eine erstmalige 
berufliche Ausbildung zur … absolviert (act. II 22.1 S. 1210, S. 1119, 
S. 1029, S. 914, act. IIA 22.1 S. 870, S. 608) und sich zur … mit eidgenös-
sischem Fachausweis weitergebildet (act. IIA 22.1 S. 607). Seit dem 1. Au-
gust 2004 bezieht sie eine Viertels- resp. seit dem 1. April 2008 eine halbe 
Rente der Invalidenversicherung (act. IIA 22.1 S. 830, S. 690, S. 609, 
S. 532 i.V.m. S. 444). Im Mai 2012 stellte sie ein Gesuch um berufliche 
Weiterausbildung (Berufsmatura, um danach … an der Fachhochschule in 
… zu lernen [act. IIA 22.1 S. 225]). Mit Schreiben vom 22. November 2012 
teilte die IV-Stelle Thurgau der Versicherten mit, dass dies von Seiten der 
Invalidenversicherung nicht unterstützt werden könne, da die von ihr ange-
strebte Tätigkeit als … eine Verschlechterung ihrer Erwerbsfähigkeit be-
deute (geringeres Einkommen als in einer Tätigkeit als … [act. IIA 22.1 
S. 177]). 

Nach Verlegung des gesetzlichen Wohnsitzes in den Kanton Bern im 
Jahr 2013 (act. IIA 22.1 S. 75) und entsprechender Aktenüberweisung 
an die IV-Stelle Bern (nachfolgend IV-Stelle bzw. Beschwerdegegnerin; 
act. IIA 22.1 S. 24) teilte die Versicherte dieser am 7. August 2017 mit, 
dass ihr Arbeitsverhältnis bei C.________ am 31. August 2017 ende. Sie 
beginne ein Studium (act. IIB 67). Mit Schreiben vom 28. August 2017 be-
antragte sie sodann in Bezug auf ihre Weiterausbildung resp. Umschulung 
finanzielle Unterstützung. Im September 2017 beginne sie das Studium … 
an der Fachhochschule D.________ in …, da die Schule in … für sie nicht 
zugänglich sei. Gründe für den Beginn ihres Studiums seien ihre Rester-
werbsfähigkeit auch längerfristig aufrechtzuerhalten, zeitautonomer einzu-
setzen, nicht reine …-Arbeiten auszuüben, um dadurch ihren Lebensunter-
halt möglichst selbstständig finanzieren zu können. Die Schmerzen seien in 
den letzten Jahren stärker geworden. Vor allem im letzten Jahr seien die 
Schmerzen zeitweise so stark gewesen, dass sie arbeitsunfähig gewesen 
sei. Aus körperlichen Gründen sei es ihr längerfristig nicht möglich, reine 

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…-Arbeiten auszuführen. Deshalb sei eine berufliche Veränderung not-
wendig (act. IIB 72 S. 2). 

Nach Einholung medizinischer Berichte (act. IIB 75, 78, 84) und der Ar-
beitsunfähigkeitszeugnisse der letzten Jahre (act. IIB 77) unterbreitete die 
IV-Stelle das Dossier dem RAD, Dr. med. E.________, Facharzt für Allge-
meine Innere Medizin, zur aktuellen und prognostischen Beurteilung und 
Besprechung der Arbeitsfähigkeit und Zumutbarkeit für eine angepasste 
Tätigkeit (act. IIB 88).

Mit Vorbescheid vom 26. Januar 2018 stellte die IV-Stelle der Versicherten 
in der Folge die Abweisung ihres Leistungsbegehrens in Aussicht. Gemäss 
RAD-ärztlicher Stellungnahme bestehe eine Zumutbarkeit, welche mit ihrer 
bisherigen Tätigkeit bei C.________ übereinstimme. Es bestehe somit kein 
Umschulungsanspruch. Da die Erwerbsaussichten als … mit … besser 
seien als diejenigen einer …, sei auch eine Übernahme der invaliditätsbe-
dingten Mehrkosten der beruflichen Weiterausbildung im Sinne von Art. 16 
IVG abzulehnen. Dies schliesse Amortisationsbeiträge mit ein (act. IIB 89).

Gegen diesen Vorbescheid erhob die Versicherte am 21. Februar 2018 
Einwand (act. IIB 92). Am 1. April 2018 reichte sie einen Bericht von Prof. 
Dr. med. F.________ vom Spital G.________, Facharzt für Orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 13. Februar 
2018 nach (act. IIB 100). 

Nach Einholung einer Stellungnahme des RAD zum Einwand bzw. dem 
neu eingereichten Bericht, u.a. gestützt auf eine RAD-interne orthopädi-
sche Beurteilung der Akten (act. IIB 107, 108), verfügte die IV-Stelle am 
21. Juni 2018 ihrem Vorbescheid entsprechend die Abweisung des Leis-
tungsbegehrens (act. IIB 111).

B.

Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte u.a. unter Beilage eines ärzt-
lichen Berichts von Dr. med. H.________ vom Spital G.________ vom 
17. August 2018 (Beschwerdebeilage [BB] 2) am 22. August 2018 Be-

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schwerde mit dem sinngemässen Rechtsbegehren, in Aufhebung der ange-
fochtenen Verfügung seien ihr die beantragten Eingliederungsmassnahmen 
zu gewähren.

Mit Beschwerdeantwort vom 19. September 2018 beantragt die Beschwer-
degegnerin, die Beschwerde sei abzuweisen.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Angefochten ist die Verfügung der IV-Stelle Bern vom 21. Juni 
2018 (act. IIB 111). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwer-
deführerin auf eine Umschulung oder eventualiter auf Ersatz der invali-

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ditätsbedingten Mehrkosten der beruflichen Weiterausbildung als Eingliede-
rungsmassnahme der Invalidenversicherung. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Gemäss Art. 8 Abs. 1 IVG haben invalide oder von einer Invalidität 
(Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte Anspruch auf Eingliederungsmass-
nahmen, soweit diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit 
oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustel-
len, zu erhalten oder zu verbessern (lit. a) und die Voraussetzungen für den 
Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind (lit. b).

2.2 Nach Art. 17 IVG besteht Anspruch auf Umschulung auf eine neue 
Erwerbstätigkeit, wenn die Umschulung infolge Invalidität notwendig ist und 
dadurch die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich erhalten oder verbessert wer-
den kann (Abs. 1). Der Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit ist die 
Wiedereinschulung in den bisherigen Beruf gleichgestellt (Abs. 2).

Als invalid im Sinne von Art. 17 IVG gilt, wer nicht hinreichend eingegliedert 
ist, weil der Gesundheitsschaden eine Art und Schwere erreicht hat, welche 
die Ausübung der bisherigen Erwerbstätigkeit ganz oder teilweise unzu-
mutbar macht. Dabei muss der Invaliditätsgrad ein bestimmtes erhebliches 
Mass erreicht haben; nach der Rechtsprechung ist dies der Fall, wenn die 
versicherte Person in den ohne zusätzliche berufliche Ausbildung noch 
zumutbaren Erwerbstätigkeiten eine bleibende oder längere Zeit dauernde 
Erwerbseinbusse von etwa 20% erleidet, wobei es sich um einen blossen 
Richtwert handelt (BGE 130 V 488 E. 4.2 S. 490, 124 V 108 E. 2b S. 110; 
SVR 2010 IV Nr. 24 S. 74 E. 4).

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2.3 Gemäss Art. 16 Abs. 2 lit. c IVG besteht Anspruch auf Ersatz der 
invaliditätsbedingten zusätzlichen Kosten der – der erstmaligen beruflichen 
Ausbildung gleichgestellten – beruflichen Weiterausbildung im bisherigen 
oder in einem anderen Berufsfeld, sofern sie geeignet und angemessen ist 
und dadurch die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich erhalten oder verbessert 
werden kann. Nach Massgabe von Art. 16 Abs. 2 lit. c IVG besteht der An-
spruch auf Leistungen unabhängig davon, ob die Eingliederungsmassnah-
men notwendig sind oder nicht, um die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, 
sich im Aufgabenbereich zu betätigen, zu erhalten oder zu verbessern 
(Art. 8 Abs. 2bis IVG). Es genügt, dass die berufliche Weiterausbildung dazu 
beiträgt, die Erwerbsfähigkeit zu erhalten oder zu verbessern (Entscheid 
des Bundesgerichts [BGer] vom 3. November 2009, 9C_181/ 2009, E. 2.2; 
Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute Bun-
desgericht] vom 23. Dezember 2005, I 285/05, E. 2.3). Für Massnahmen 
nach Art. 16 Abs. 2 lit. c IVG besteht kein Anspruch auf ein Taggeld (Art. 22 
Abs. 5 IVG).

2.4 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

2.4.1 Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt 
Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be-
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 
Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in 
einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht 
schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen (SVR 
2008 IV Nr. 22 S. 70 E. 2.4).

2.4.2 Nach der Praxis sind Aktengutachten nicht zu beanstanden, wenn 
die Akten ein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärti-

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gen Status ergeben und diese Daten unbestritten sind. Der Untersu-
chungsbefund muss lückenlos vorliegen. Der Experte muss sich aufgrund 
vorhandener Unterlagen ein gesamthaft lückenloses Bild machen können 
(RKUV 2006 U 578 S. 175 E. 3.4, 1988 U 56 S. 371 E. 5b).

2.5 Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die 
Verwaltung oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur 
Überzeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrschein-
lich zu betrachten und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem 
feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, so ist auf die Abnahme weite-
rer Beweise zu verzichten. Gleiches gilt, wenn der Sachverhalt, den die 
Partei beweisen will, nicht rechtserheblich erscheint. In einem solchen 
Vorgehen liegt kein Verstoss gegen das rechtliche Gehör gemäss 
Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung (BV; SR 101). Auch das Fairnessge-
bot von Art. 6 Ziff. 1 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK; 
SR 0.101) gewährt in diesem Zusammenhang keinen zusätzlichen Schutz 
(BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236, 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d 
S. 162; SVR 2017 ALV Nr. 6 S. 18 E. 4.2).

3.

3.1 Die Beschwerdeführerin leidet an einer schweren kongenitalen 
rechtskonvexen Kyphoskoliose mit restriktiver Pneumopathie sowie an ei-
ner Innenohrschwerhörigkeit rechts (act. IIA 22.1 S. 475). Seit Januar 2008 
ist sie unbestritten grundsätzlich zu 50% arbeitsfähig (act. IIA 22.1 S. 611, 
S. 476, S. 458; act. IIB 78 S. 3, 88 S. 4 ff., 107 S. 4, 108 S. 3). 

3.1.1 Anlässlich einer Konsultation in der allgemeinen neurologischen 
Sprechstunde der Klinik J.________ vom 24. Mai 2016 wurden neben den 
bekannten Diagnosen neu eine intermittierende Parästhesie und Allodynie 
im Bereich der Innenseite des distalen Oberschenkels rechts festgehalten 
(act. IIB 75 S. 2). Die geschilderten Beschwerden deuteten bei aktuell un-
auffälligem neurologischem Status auf eine mechanische Kompression, am 
ehesten des Nervus obturatorius, hin. Vorerst sei ein konservatives Vorge-
hen mit Analgesie mit Lyrica und Anpassung der körperlichen Tätigkeit, 
insbesondere dem Vermeiden von Tätigkeiten, die die Beschwerdeführerin 

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als Ursache der Beschwerden vermute (Wendeltreppe bei der Arbeit) zu 
empfehlen. Bei Wiederauftreten der Beschwerden sei die zeitnahe Durch-
führung einer Magnetresonanz-Bildgebung der Lendenwirbelsäule und des 
Beckens mit der Frage nach operativen Interventionsmöglichkeiten zu emp-
fehlen (act. IIB 75 S. 3).

3.1.2 Eine Kontrolluntersuchung in der Klinik I.________ vom 4. Oktober 
2016 ergab ein gutes Einstellungsergebnis. Es bestehe eine ausgezeichne-
te Therapiecompliance und die Beschwerdeführerin fühle sich subjektiv 
wohl. Sie berichte jedoch über Sekret in den oberen Atemwegen, vor allem 
während der Beatmung und fühle, dass das rechte Nasenloch noch ein 
wenig verstopft sei. Hinweise für einen Infekt bestünden nicht. Die nächtli-
che Ventilation könne somit mit unveränderter Einstellung fortgeführt wer-
den (act. IIB 84 S. 13 ff.).

3.1.3 Gemäss Bericht der ambulanten Schmerzsprechstunde der Klinik 
K.________ vom 26. Januar 2017 wurde ihnen die Beschwerdeführerin mit 
einschiessenden Oberschenkelschmerzen zur Beratung und symptomati-
schen Therapie zugewiesen (act. IIB 84 S. 11). Sie berichte, seit Herbst 
2016 an bewegungsabhängigen, einschiessenden Schmerzen an der 
Oberschenkelinnenseite rechts zu leiden. Die brennenden und stechenden 
Schmerzen würden beinahe täglich nach gewissen Bewegungen auftreten. 
Gelegentlich komme es begleitend zu einer schmerzhaften Berührungs-
empfindlichkeit. Schmerzlindernde Massnahmen könnten keine benannt 
werden. In der neurologischen Beurteilung werde der Verdacht auf eine 
Obturatorius-Affektion geäussert, nadelmyografisch habe dies im Intervall 
jedoch nicht verifiziert werden können. Wegen der Schmerzen habe die 
Beschwerdeführerin ihre Tätigkeit im … reduzieren müssen. Aufgrund der 
Schmerzqualität und der Bewegungsabhängigkeit müsse von der mechani-
schen Irritation eines Nervs ausgegangen werden. Sie würden mit topi-
schen und infiltrativen Massnahmen beginnen; systemische Analgetika 
könnten im Verlauf eingesetzt werden (act. IIB 84 S. 11 f.).

3.1.4 Eine Kontrolluntersuchung in der Klinik I.________ vom 5. Oktober 
2017 ergab wiederum ein gutes Einstellungsergebnis. Es bestehe eine vor-
bildliche Therapiecompliance und subjektiv fühle sich die Beschwerdefüh-

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rerin unter der Therapie wohl. Respiratorische Beschwerden seien seit der 
letzten Konsultation nicht aufgetreten (act. IIB 84 S. 8 ff.).

3.1.5 Gemäss Bericht der Sprechstunde des Bereichs Spinale Chirurgie 
des Spitals G.________, welche die Beschwerdeführerin am 19. Oktober 
2017 aufsuchte, gab diese im Rahmen der Anamnese an, in den letzten 
Jahren rezidivierend Schmerzen zu haben, welche in die rechte Ober-
schenkelinnenseite bis gegen das Knie ausstrahlten. Die Schmerzen seien 
verstärkt unter Belastung, vor allem auch beim längeren Sitzen. Zudem 
könne sie die Schmerzen in der letzten Zeit zum Teil durch Berührung im 
Rücken provozieren. Aktuell gehe es ihr wieder etwas besser, seit sie im 
Rahmen einer beruflichen Orientierung mit dem Studium der … begonnen 
habe. Die Möglichkeiten, ihre Aktivitäten einzuteilen und auch die Positio-
nen zu wechseln, wirkten sich günstig auf ihre Rückenbeschwerden aus 
(act. IIB 78 S. 2). Die Ursache der rezidivierenden Oberschenkelschmerzen 
rechts wurde in der Folge als weiterhin unklar beurteilt. Momentan habe 
sich die Situation wegen der veränderten Tätigkeit etwas stabilisiert. Eine 
nochmalige Abklärung insbesondere auch des Spinalkanals und der Neuro-
foramina bei Status nach Harrington-Stabilisation vor 20 Jahren sei den-
noch gerechtfertigt. Die Beschwerdeführerin wünsche, diese Abklärungen 
wegen Prüfungen etc. erst Ende 2017 oder Anfang 2018 durchführen zu 
lassen. Bezüglich des genauen Termins, werde sie sich noch melden. In 
der zuletzt ausgeübten Tätigkeit habe die Beschwerdeführerin überwiegend 
sitzend und am … arbeiten müssen. Wegen zunehmender schmerzhafter 
Verspannungen im Bereich der Kyphoskoliose und des rechten Ober-
schenkels könne sie diese sitzende Tätigkeit nicht mehr voll ausüben. In 
Anbetracht der schweren Deformität mit nachvollziehbaren Beschwerden 
sei die Beschwerdeführerin in dieser Tätigkeit höchstens zu 50% arbeits-
fähig. Mittelfristig sei mit einer weiteren Einbusse der Arbeitsfähigkeit zu 
rechnen. In diesem Sinne sollten nach Meinung des beurteilenden Arztes 
berufliche Massnahmen im Hinblick auf eine möglichst rückenadaptierte 
Tätigkeit von der Invalidenversicherung unterstützt werden (act. IIB 78 
S. 3). 

3.1.6 Mit Aktenbeurteilung vom 23. Januar 2018 hielt Dr. med. 
E.________ (RAD) zusammenfassend fest, die seit mindestens Frühjahr 

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2016 bestehenden rezidivierenden neuropathischen Schmerzen am Ober-
schenkel rechts seien im Juni 2016 aus neurologischer Sicht als mögliche 
mechanische Kompression, am ehesten des Nervus obturatorius, interpre-
tiert und im Oktober 2017 aus orthopädischer Sicht als weiterhin unklar 
bezeichnet worden. Aus orthopädischer Sicht sei eine entsprechend rücke-
nadaptierte Tätigkeit empfohlen worden, ohne dass jedoch ein entspre-
chendes Zumutbarkeitsprofil formuliert worden sei. Ziehe man die entspre-
chenden Vorgaben der einschlägigen Literatur bei, so würden als rückena-
daptierte Tätigkeiten generell vorwiegend wechselbelastende Tätigkeiten 
genannt. Leichte, wechselbelastende Tätigkeiten seien der Beschwerde-
führerin ganztags über 4.25 Stunden ohne zusätzliche Leistungsminderung 
zumutbar. Zu vermeiden seien Zwangshaltungen, Rotationen im Sitzen/ 
Stehen unter Gewichtsbelastung, das Heben von Lasten körperfern, repeti-
tives Heben von Lasten über Brusthöhe, Überkopfarbeiten, das Besteigen 
von Leitern, repetitives Kauern, Bücken oder Tätigkeiten in nach vorne ge-
neigter Haltung sowie repetitive, stereotype Bewegungsabläufe im Bereich 
der Hals- und Lendenwirbelsäule. Es bestehe eine Gewichtslimite von 2 kg. 
Die bisherige Tätigkeit der Beschwerdeführerin als . mit Gebrauch eines 
ergonomisch angepassten Bürostuhls und der Möglichkeit, die Körperposi-
tion regelmässig zu wechseln, entspreche diesem Zumutbarkeitsprofil und 
sei der Beschwerdeführerin somit weiterhin zumutbar. Aufgrund der Berich-
te der 2016 und 2017 durchgeführten pneumologischen Verlaufskontrollen, 
in welchen darauf hingewiesen werde, dass die Beschwerdeführerin unter 
den aktuell verwendeten Hilfsmitteln im Alltag genügend kompensiert und 
darunter praktisch beschwerdefrei sei, könne aus Sicht des RAD davon 
ausgegangen werden, dass die bis anhin attestierte Arbeitsfähigkeit von 
50% in der zitierten angepassten Tätigkeit von der Beschwerdeführerin mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit weiterhin und ohne zusätzliche Leis-
tungsminderung geleistet werden könne. Eine Steigerung dieser Arbeits-
fähigkeit sei aufgrund der Befunde und des bisherigen Verlaufs aus Sicht 
des RAD mit überwiegender Wahrscheinlichkeit jedoch nicht zu erwarten. 
Unter Einhaltung des formulierten Zumutbarkeitsprofils sei davon auszuge-
hen, dass die Arbeitsfähigkeit von 50% mittelfristig gehalten werden könne. 
Medizinische Massnahmen seien nicht angezeigt (act. IIB 88 S. 4 ff.).

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3.1.7 Gemäss Bericht von Prof. Dr. med. F.________ vom 13. Februar 
2018 zur abschliessenden Besprechung der Untersuchungsbefunde in der 
Sprechstunde des Bereichs Spinale Chirurgie des Spitals G.________ vom 
6. Februar 2018 sei eine myelografisch nachgewiesene erhebliche Einen-
gung des Spinalkanals von L4 bis S1 bedingt durch das intraspinal liegen-
de Implantat und eine sekundäre ossäre Reaktion für die rechtsseitigen 
Beinschmerzen und für die chronischen Denervationen im rechten Bein 
verantwortlich. Da jedoch kein akuter Denervationsprozess bestehe, sei 
nicht sicher, wie weit sich die Beschwerden durch eine Metallentfernung 
und Dekompression des Spinalkanals bessern würden. Da die Beschwer-
den wechselhaft seien, sei die Prognose einer Operation unsicher. Für die 
Beschwerdeführerin selbst komme ein solcher Eingriff momentan nicht in 
Frage. Sie habe in diesem Frühling Prüfungen. Im Anschluss daran sei ein 
stationärer Aufenthalt beispielsweise im M.________ zur Optimierung der 
konservativen Therapiemassnahmen und Anpassung der Hilfsmittel zu 
empfehlen. Ein Antrag auf berufliche Massnahmen mit Umschulung zur … 
sei von der Invalidenversicherung zwischenzeitlich leider abgelehnt wor-
den. Dies sei äusserst bedauerlich und nicht nachvollziehbar, zumal die 
Beschwerdeführerin gemäss eigenen Angaben vom beurteilenden Arzt der 
Invalidenversicherung nicht einmal persönlich gesehen und untersucht 
worden sei. Die Beschwerdeführerin sei äusserst motiviert und führe trotz 
erheblicher körperlicher Einschränkungen ein selbständiges Leben. Sie 
könne behinderungsbedingt nicht lange Stehen und müsse während den 
Phasen des Sitzens immer wieder die Positionen ändern, weshalb die Stel-
le bei der C.________ seiner Meinung nach nicht mehr möglich sei. Die 
C.________ könne der Beschwerdeführerin auch keinen anderen Arbeits-
platz anbieten. Die Beschwerdeführerin wolle ihre Erwerbstätigkeit unbe-
dingt langfristig aufrechterhalten. Die Umschulung zur …, einer ihrem Rü-
ckenleiden angepassten Tätigkeit, in welcher sie ihre Positionen wechseln 
und ihr Pensum den Aufgaben anpassen könne, sei aus fachärztlicher 
Sicht absolut sinnvoll und er unterstütze einen entsprechenden Antrag zu 
100 Prozent (act. IIB 100 S. 2 f.). 

3.1.8 Gemäss Aktenbeurteilung des RAD-Arztes Dr. med. L.________, 
Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs-
apparates, vom 24. Mai 2018 liegen bei der Beschwerdeführerin eine sehr 

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schwere kongenitale Kyphoskoliose mit entsprechenden kardiopulmonalen 
Komplikationen, einem Wachstumsrückstand sowie zahlreichen aufrichten-
den/versteifenden Operationen vor. Im Vordergrund stünden jetzt rechtssei-
tige ausstrahlende Oberschenkelschmerzen, die seit ihrem Auftreten 2016 
verschiedentlich abgeklärt worden seien. Im Januar 2018 sei eine Myelo-
Computertomografie erfolgt, welche eine Ossifikation im Spinalkanal im 
Bereich von L4 – S1 mit konsekutiver Einengung des Spinalkanals aufge-
zeigt habe. Diese Ossifikation habe sich in Nachbarschaft von intraspinal 
gelegenen distalen Komponenten der Harrington-Implantate gebildet. De-
nervationszeichen hätten in der Elektromyografie nicht aufgezeigt werden 
können. Es sei somit fraglich, inwieweit eine mit erheblichen Risiken behaf-
tete Dekompression mit Materialentfernung in dieser Situation zuträglich 
sein könnte. Die absolut glaubhaften Schmerzen seien wechselhaft und 
blieben offenbar mit einer freien Positionswahl und einem flexiblen Arbeits-
pensum beherrschbar. Es erscheine somit aus orthopädischer Sicht und im 
Einklang mit Prof. Dr. med. F.________ angebracht, das grundsätzlich an-
gepasste Zumutbarkeitsprofil insofern zu modifizieren/ergänzen, dass die 
durchzuführenden Tätigkeiten eine freie Positionswahl zulassen sollten. 
Somit ergebe sich folgendes Zumutbarkeitsprofil: Der Beschwerdeführerin 
seien leichte Tätigkeiten mit freier Positionswahl ganztags über 4.25 Stun-
den ohne zusätzliche Leistungsminderung zumutbar. Zu vermeiden seien 
Zwangshaltungen, Rotationen im Sitzen/Stehen unter Gewichtsbelastung, 
das Heben von Lasten körperfern, repetitives Heben von Lasten über 
Brusthöhe, Überkopfarbeiten, das Besteigen von Leitern, repetitives Kau-
ern, Bücken oder Tätigkeiten in nach vorne geneigter Haltung sowie repeti-
tive, stereotype Bewegungsabläufe im Bereich der Hals- und Lendenwir-
belsäule. Es bestehe eine Gewichtslimite von 2 kg (act. IIB 108 S. 3 f.; sie-
he auch act. IIB 107 S. 3 ff.). 

3.1.9 Mit Schreiben vom 18. August 2018 (BB 2) hielt Dr. med. 
H.________ vom Spital G.________ im Anschluss an die Verfügung vom 
21. Juni 2018 (act. IIB 111) zu Handen der Beschwerdegegnerin fest, dass 
es sich beim Profil der Tätigkeit einer … mit … ihres Erachtens nicht um ein 
optimal dem Leiden der Beschwerdeführerin angepasstes Tätigkeitsprofil 
handle. Aufgrund ihrer Beschwerden habe die Beschwerdeführerin bereits 
die Stelle bei C.________ kündigen müssen, da ihr die Arbeit dort leidens-

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bedingt nicht mehr möglich gewesen sei. Eine … Tätigkeit, auch mit dem 
durch den RAD gekennzeichneten Leistungsprofil, bedeute selbst unter 
den besten Bedingungen keine Tätigkeit, in welcher die Beschwerdeführe-
rin ihre Positionen und ihr Pensum nach Bedarf wechseln und anpassen 
könne. Es handle sich um eine reine … mit überwiegend administrativen 
Aufgaben, die aufgrund … Ablaufe grundsätzlich auch nicht nach eigenen 
Bedürfnissen eingeteilt werden könnten (…, … etc.). Leidensbedingt sei es 
für die Beschwerdeführerin unabdingbar, ihre Aufgaben möglichst frei ein-
teilen zu können, um Überlastung und Schmerzen entsprechend begegnen 
zu können. Sie erachte eine Weiterbildung zur … als zumutbar und geeig-
net, um die Erwerbsfähigkeit zu erhalten respektive längerfristig zu verbes-
sern. Sie gehe davon aus, dass es der Beschwerdeführerin leidensbedingt 
nicht mehr möglich sei, eine … Tätigkeit im bisherigen Umfang auszuüben 
und dass es mit der weiteren Entwicklung der Beschwerdeführerin über-
wiegend wahrscheinlich nicht mehr möglich sein werde, die bisherige Er-
werbsfähigkeit umzusetzen. Hingegen sei ihres Erachtens langfristig der 
Erhalt und unter Umständen auch die Verbesserung der Erwerbsfähigkeit 
in dem vom RAD postulierten Pensum (wohl: als …) mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit eher gewährleistet (BB 2).

3.2 Die Akten geben ein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf 
und gegenwärtigen Status. Diese Daten sind unbestritten. Das vom RAD 
unter Einbezug des Facharztes für Orthopädische Chirurgie und Traumato-
logie des Bewegungsapparates Dr. med. L.________ formulierte Zumut-
barkeitsprofil steht in Übereinstimmung mit den übrigen medizinischen Be-
urteilungen und überzeugt. Auf weitere medizinische Beweismassnahmen 
kann in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet werden. Gestützt auf die 
Akten ist erstellt, dass der Beschwerdeführerin leichte Tätigkeiten mit freier 
Positionswahl ganztags über 4.25 Stunden ohne zusätzliche Leistungsmin-
derung zumutbar sind (Gewichtslimite: 2 kg). Zu vermeiden sind Zwangs-
haltungen, Rotationen im Sitzen/Stehen unter Gewichtsbelastung, das He-
ben von Lasten körperfern, repetitives Heben von Lasten über Brusthöhe, 
Überkopfarbeiten, das Besteigen von Leitern, repetitives Kauern, Bücken 
oder Tätigkeiten in nach vorne geneigter Haltung sowie repetitive, stereo-
type Bewegungsabläufe im Bereich der Hals- und Lendenwirbelsäule 
(act. IIB 108 S. 3; siehe auch act. IIB 107 S. 4). 

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3.3 Eine … Tätigkeit mit angepasstem Arbeitsstuhl und Sitzstehtisch, 
wie sie die Beschwerdeführerin bei C.________ ausübte, lässt sich ohne 
weiteres unter dieses Zumutbarkeitsprofil subsumieren. Von der Be-
schwerdeführerin wird denn auch weder nachvollziehbar dargelegt, inwie-
fern die bisherige Tätigkeit bei C.________ nicht unter dieses Zumutbar-
keitsprofil fallen würde, noch wird das Zumutbarkeitsprofil an sich bestrit-
ten. 

Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, aus körperlichen Gründen 
sei es ihr nicht möglich, reine …-Arbeiten auszuführen (act. IIB 72), wird 
dies durch die Akten objektiv nicht gestützt. Die eingereichten Arbeitsun-
fähigkeitszeugnisse (act. IIB 77) betreffen nur kurze Zeiträume und vermö-
gen eine aktuelle oder absehbare Unzumutbarkeit der bisherigen Erwerbs-
tätigkeit als Beraterin bei C.________ nicht zu begründen. So ist nament-
lich nicht einzusehen, weshalb die Beschwerdeführerin diese Tätigkeit aus-
schliesslich sitzend ausüben muss. Durch eine Anpassung des Arbeitsplat-
zes in Form verschieden hoher bzw. in der Höhe verstellbarer Arbeits-
flächen ist eine dem Zumutbarkeitsprofil entsprechende leichte Tätigkeit mit 
der Möglichkeit, immer wieder die Position zu ändern, ohne weiteres ge-
währleistet und eine einseitige Belastung mit der damit einhergehenden 
schmerzverursachenden mechanischen Nerv-Irritation (act. IIB 84 S. 12) 
kann so vermieden werden. Gemäss echtzeitlichen Akten hat die Be-
schwerdeführerin denn auch ihre Stelle bei C.________, bei der sie bereits 
über einen angepasstem Arbeitsstuhl (act. IIB 35, 67) und einen höhenver-
stellbaren Schreibtisch (Sitzstehtisch; act. IIB 34, 67, 70) verfügte, nicht 
wegen gesundheitlicher Unzumutbarkeit gekündigt, sondern weil sie zum 
Studium … an der Fachhochschule D.________ aufgenommen worden ist 
(vgl. act. IIB 68 S. 2, 72 S. 2), wie sie es in Bezug auf die Fachhochschule 
in … bereits 2012 anstrebte (vgl. act. IIA 22.1 S. 225 und S. 177).

An dieser Beurteilung vermögen auch die Berichte des Spitals G.________ 
(vgl. E. 3.1.5, 3.1.7 und 3.1.9 hiervor) nichts zu ändern. Im Bericht vom 
26. Oktober 2017 wird eine hälftige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt 
(act. IIB 78 S. 3), was aber einer weiteren Ausübung der bisherigen 50%-
Tätigkeit bei C.________ (act. IIB 33 S. 2, 63 S. 1, 89 S. 2) nicht entgegen-
steht. Soweit im Bericht vom 13. Februar 2018 angenommen wird, die bis-

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herige Tätigkeit bei C.________ sei nicht mehr möglich gewesen, da die 
Beschwerdeführerin während der Phasen des Sitzens immer wieder die 
Positionen ändern müsse (act. IIB 100 S. 3), kann auf das vorstehend Dar-
gelegte verwiesen werden: Die Beschwerdeführerin hatte in der bisherigen 
Anstellung diese Möglichkeit. Gleiches gilt, soweit in dem im Beschwerde-
verfahren eigereichten Bericht vom 17. August 2018 (BB 2) festgehalten 
wird, die Beschwerdeführerin habe ihre Stelle bei C.________ kündigen 
müssen, weil ihr die Arbeit leidensbedingt nicht mehr möglich gewesen sei. 
Dies ist gestützt auf die vorliegenden Akten unzutreffend. Abgesehen da-
von, dass die Kündigung – wie bereits dargelegt – nicht aus gesundheitli-
chen Gründen, sondern wegen ihrer Zulassung zum Studium … (vgl. 
act. IIB 68 S. 2, 72 S. 2) erfolgte, bietet eine … entgegen den Ausführun-
gen im fraglichen Bericht sehr wohl die Möglichkeit, Arbeiten und Abläufe 
nach individuellen Fähigkeiten und Bedürfnissen einzuteilen. Dass solches 
bei C.________ nicht möglich gewesen wäre, ist den Akten nicht zu ent-
nehmen und bei diesem sozial engagierten Arbeitgeber ohne Vorliegen 
konkreter gegenteiliger Anhaltspunkte auch nicht überwiegend wahrschein-
lich. 

3.4 Zusammenfassend ist eine Unzumutbarkeit der bisherigen Tätig-
keit aus invaliditätsbedingten Gründen zu verneinen. Sodann ist auch nicht 
ersichtlich, inwiefern die Tätigkeit einer … im Gegensatz zu derjenigen ei-
ner … Angestellten mit … geeigneter wäre, die Erwerbsfähigkeit der Be-
schwerdeführerin zu erhalten oder zu verbessern. Dies gilt sowohl hinsicht-
lich der durchaus vergleichbaren Tätigkeit als solche – beide Berufsbilder 
sind mit einer leichten Tätigkeit gemäss Zumutbarkeitsprofil mit der Mög-
lichkeit, immer wieder die Position zu ändern, vereinbar – als auch hinsicht-
lich des Einkommens. So ist der von der Beschwerdegegnerin durchgeführ-
te Einkommensvergleich, wonach das Einkommen, das die Beschwerde-
führerin bei C.________ weiterhin erzielen könnte höher ist als dasjenige 
einer … (act. IIB 111 S. 1), nicht zu beanstanden. 

3.5 Nach dem Dargelegten ist die Ausbildung zur … vorliegend weder 
invaliditätsbedingt notwendig noch trägt sie dazu bei, die Erwerbsfähigkeit 
der Beschwerdeführerin zu erhalten oder zu verbessern. Damit sind in 
Übereinstimmung mit der angefochtenen Verfügung weder die gesetzlichen 

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Anspruchsvoraussetzungen für eine Umschulung nach Art. 17 IVG noch für 
eine Übernahme der invaliditätsbedingten Mehrkosten im Sinne von Art. 16 
Abs. 2 lit. c IVG erfüllt. Die angefochtene Verfügung der IV-Stelle Bern vom 
21. Juni 2018 (act. IIB 111) ist nach dem Dargelegten nicht zu beanstanden 
und die dagegen erhobene Beschwerde als unbegründet abzuweisen.

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Beschwerdefüh-
rerin die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf 
eine Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 61 lit. g 
ATSG [Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

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4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.