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**Case Identifier:** 427b076b-11be-54e8-b540-e107a41a27d7
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-09-03
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 03.09.2009 C-2315/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2315-2007_2009-09-03.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-2315/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 .  S e p t e m b e r  2 0 0 9

Richter Alberto Meuli (Vorsitz), 
Richterin Madeleine Hirsig, Richterin Elena Avenati-
Carpani, 
Gerichtsschreiber Jean-Marc Wichser.

X._______
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Invalidenrente.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-2315/2007

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass die IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA mit Verfügung vom 
27. Februar 2007 das Leistungsbegehren des am 13. August 1964 ge-
borenen,  in  seinem  Heimatstaat  wohnhaften  österreichischen  Be-
schwerdeführer abgewiesen hat im Wesentlichen mit der Begründung, 
dass dieser ohne gesundheitliche Einschränkung in seiner beruflichen 
Tätigkeit ein Erwerbseinkommen erzielen könnte, mit welcher er einen 
nicht rentenrelevanten Invaliditätsgrad von 21% erreichen würde, was 
insbesondere  aus  den  Erkenntnissen  der  SUVA  abgeleitet  werden 
könne (act. 163 IV-Stelle St. Gallen),

dass der Beschwerdeführer gegen die Verfügung der IVSTA vom 27. 
Februar  2007 Beschwerde  erheben und beantragen liess,  die  ange-
fochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei ihm eine IV-Rente zuzu-
sprechen,

dass der Beschwerdeführer seine Beschwerde im Wesentlichen damit 
begründete, dass die Vorinstanz sich zu Unrecht auf die SUVA als Un-
fallversicherer  abgestützt  habe,  denn  die  SUVA habe  nicht  alle  ge-
sundheitlichen Beschwerden berücksichtigt,  sondern nur die rein un-
fallbedingten Beeinträchtigungen (infolge eines schweren Verkehrsun-
falls  im  November  1996),  ohne  auch  noch  einen  chronifizierten 
Schmerz miteinzubeziehen, bei dem nur der adäquate Kausalzusam-
menhang zum Unfall fehle,

dass der Beschwerdeführer zudem darauf hinwies, dass der RAD-Arzt 
in  seiner  Stellungnahme  vom  4.  September  2006  festgestellt  habe, 
dass eine Beurteilung des aktuellen Gesundheitszustandes aufgrund 
der vorhandenen Akten nicht möglich sei, da keine aktuellen medizini-
schen Berichte vorliegen würden, und dass ihm im Übrigen nur eine 
Teilzeitarbeit  von  3,5  Stunden  zumutbar  sei,  womit  er  mit  einem 
Invaliditätsgrad von 79% eine ganze Rente beanspruchen könne,

dass die Vorinstanz hierauf mit Vernehmlassung vom 22. Mai 2007 be-
antragte, die Beschwerde sei dahingehend gutzuheissen, dass die an-
gefochtene  Verfügung  aufzuheben  sei  und  die  Sache  im  Sinne  der 
Stellungnahme der  IV-Stelle  St.  Gallen  vom 15. Mai  2007 -  wonach 
weitere  medizinische Abklärungen  nötig  seien und  der  Beschwerde-
führer zu Recht geltend mache, dass die IV nicht nur den unfallkausa-

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len Anteil am Gesundheitsschaden zu berücksichtigen habe, - an die 
Verwaltung zurückzuweisen sei,

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Bundesgeset-
zes  vom 17. Juni  2005  über  das  Bundesverwaltungsgericht  (Verwal-
tungsgerichtsgesetz, VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 69 Abs. 
1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenver-
sicherung  (IVG,  SR 831.20)  Beschwerden gegen  Verfügungen  nach 
Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwal-
tungsverfahren (VwVG, SR 172.021) beurteilt, sofern keine Ausnahme 
nach Art. 32 VGG vorliegt,

dass die IV-Stelle eine Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d VGG ist, und 
vorliegend keine Ausnahme von der Zuständigkeit auszumachen ist,

dass das Bundesverwaltungsgericht somit zur Behandlung der vorlie-
genden Beschwerde zuständig ist, 

dass der  Beschwerdeführer  beschwerdelegitimiert  ist  (Art. 48  Abs. 1 
VwVG; vgl.  auch  Art.  59  des  Bundesgesetzes  vom 6. Oktober  2000 
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG, SR 
830.1]),  und dass die Beschwerde im Übrigen frist-  und formgerecht 
eingereicht worden ist, so dass darauf einzutreten ist (Art. 50 Abs. 1 
und Art. 52 Abs. 1 VwVG, vgl. auch Art. 60 ATSG),

dass Art. 49 Bst. b VwVG die unvollständige Feststellung des rechtser-
heblichen Sachverhalts ausdrücklich als Beschwerdegrund nennt,

dass der Versicherungsträger die notwendigen Abklärungen von Am-
tes wegen vorzunehmen und die erforderlichen Auskünfte einzuholen 
hat (Art. 43 Abs. 1 ATSG),

dass  nach  Auffassung  der  Vorinstanz,  der  sich  das  Bundesverwal-
tungsgericht anschliessen kann, feststeht, dass die angefochtene Ver-
fügung vom 27. Februar 2007 auf einer mangelhaften Feststellung des 
rechtserheblichen Sachverhalts beruht,

dass die Beschwerde demnach gutzuheissen und die Sache zur Neu-
beurteilung  an  die  Vorinstanz  zurückzuweisen  ist  (Art.  61  Abs.  1 
VwVG), verbunden mit der Anweisung, die erforderlichen umfassenden 
Abklärungen hinsichtlich auch des nicht  unfallkausalen Gesundheits-
schadens des Beschwerdeführers vorzunehmen, einen aktualisierten 

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Einkommensvergleich durchzuführen und ihm – sollten die Vorausset-
zungen erfüllt sein - gegebenenfalls eine Invalidenrente zuzusprechen,

dass weder der obsiegende Beschwerdeführer noch die unterliegende 
Vorinstanz  Verfahrenskosten  zu  tragen  hat  (Art.  63  Abs.  1  und  2 
VwVG),

dass dem Beschwerdeführer, der sich anwaltlich vertreten liess, eine 
Parteientschädigung von Fr. 2'000.-- zuzusprechen ist (Art. 64 Abs. 1 
VwVG, vgl. auch Art. 7 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über 
die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 
[VGKE, SR 173.320.2]).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung vom 27. 
Februar 2009 aufgehoben.

2.
Die Sache wird zur weiteren Abklärung des Sachverhalts im Sinn der 
Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die Vorinstanz 
zurückgewiesen.

3.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

4.
Dem  Beschwerdeführer  wird  zu  Lasten  der  Vorinstanz  eine 
Parteientschädigung von Fr. 2'000.-- zugesprochen.

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5.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein)
- die Vorinstanz
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Alberto Meuli Jean-Marc Wichser

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden,  sofern  die  Vor-
aussetzungen gemäss den Art. 82 ff.,  90 ff. und 100 des Bundesge-
richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. 
Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Be-
gehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Un-
terschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismit-
tel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, bei-
zulegen (vgl. Art. 42 BGG).

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