# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cff427ee-d2f2-5953-89c0-46a1b97628d1
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-12-03
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 03.12.2025 D-5491/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5491-2025_2025-12-03.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-5491/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  3 .  D e z e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Simon Thurnheer, 

mit Zustimmung von Richterin Constance Leisinger,  

Gerichtsschreiberin Sarah Rutishauser. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Türkei,   

vertreten durch Derya Özgül, AD Consultancy,  

(…),  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 24. Juni 2025. 

 

 

 

D-5491/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer – ein türkischer Staatsangehöriger kurdischer Eth-

nie – suchte am 23. Oktober 2023 in der Schweiz um Asyl nach. Er wurde 

dem Bundesasylzentrum (BAZ) der Region (…) zugewiesen. 

B.  

Am 6. November 2023 wurde er im Dublin-Gespräch und am 1. Dezember 

2023 vertieft zu den Asylgründen angehört.  

Der Beschwerdeführer führte zur Begründung seines Asylgesuchs im We-

sentlichen aus, er sei Wähler der Demokratischen Partei der Völker (HDP) 

und Ersatzmitglied beim Dicle Firat Kulturverein gewesen. An politischen 

Aktivitäten habe er – ausser einmal an einer Pressekonferenz – nicht teil-

genommen. In den letzten Jahren sei er fünf bis sechs Mal von den türki-

schen Behörden kontaktiert, einvernommen, festgehalten und in Gewahr-

sam genommen worden. Im Dezember 2022 seien Razzien bei ihm zu 

Hause wegen einem seiner Brüder, der sich der Volksverteidigungseinheit 

(YPG) angeschlossen habe, durchgeführt und dabei nie etwas Verdächti-

ges gefunden worden. Der Beschwerdeführer sei nie angeklagt worden, 

vielmehr seien in der Vergangenheit zwei Verfahren wegen terroristischer 

Aktivitäten gegen ihn eröffnet und wieder eingestellt worden. Aktuell sei ein 

Ermittlungsverfahren (Nr. …) wegen Mitgliedschaft in einer Terrororganisa-

tion gegen ihn pendent, weil eine Person (…) belastende Aussagen gegen 

hunderte von Personen, darunter auch gegen ihn, gemacht habe. Er sei 

deswegen festgenommen und anschliessend wieder freigelassen worden. 

Am 11. September 2023 sei er von unbekannten Männern beziehungs-

weise mutmasslich von Personen des Geheimdienstes (MIT) mitgenom-

men und geschlagen worden. Ziel sei es gewesen, ihn als Spitzel anzu-

werben. Er habe die Türkei am 13. September 2023 verlassen, sei nach 

Griechenland gereist und am 23. Oktober 2023 in die Schweiz eingereist. 

Nach seiner Ausreise habe sich der Geheimdienst bei seinem Bruder nach 

ihm erkundigt. 

Zum Nachweis seiner Identität reichte er eine gültige Identitätskarte und 

zur Stützung seiner Vorbringen unter anderem strafrechtliche Dokumente 

(Nichtzulassungsentscheide, Befragungs- und Vernehmungsprotokoll), ein 

Referenzschreiben seines türkischen Anwaltes, einen USB-Stick (Video 

des Kulturvereins), einen Zeitungsartikel vom 15./16. August 2022 und 

Screenshots des UYAP-Profils vom 4. Dezember 2023 (Beweismittel [BM] 

2 bis 9) sowie vier Arztberichte ein.   

D-5491/2025 

Seite 3 

C.  

Das Asylgesuch des Beschwerdeführers wurde am 6. Dezember 2023 ins 

erweiterte Verfahren überwiesen und der Beschwerdeführer mit separater 

Verfügung dem Kanton (…) zugeteilt.  

D.  

Mit am 30. Juni 2025 eröffnetem Entscheid vom 24. Juni 2025 lehnte das 

SEM unter Verneinung der Flüchtlingseigenschaft das Asylgesuch des Be-

schwerdeführers vom 23. Oktober 2023 ab und ordnete seine Wegweisung 

aus der Schweiz sowie den Vollzug an.  

E.  

Mit Eingabe datiert vom 22. Juli 2025 (Postaufgabe am 23. Juli 2025) erhob 

der Beschwerdeführer gegen den Entscheid des SEM vom 24. Juni 2025 

Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht und beantragte die Aufhe-

bung der angefochtenen Verfügung sowie die Gewährung von Asyl, even-

tualiter die Rückweisung der Sache zur weiteren Sachverhaltsabklärung 

an die Vorinstanz, subeventualiter unter Feststellung der Unzulässigkeit 

beziehungsweise Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs sowie des 

Verstosses gegen Art. 2 EMRK und Art. 3 EMRK die Anordnung der vor-

läufigen Aufnahme.   

In verfahrensrechtlicher Hinsicht ersuchte er unter Verzicht auf die Erhe-

bung eines Kostenvorschusses um Gewährung der unentgeltlichen Pro-

zessführung und unentgeltlichen Rechtsvertretung mit Bestellung der rubri-

zierten Rechtsvertreterin zum amtlichen Rechtsbeistand. 

Der Beschwerde lagen unter anderem die bereits bei der Vorinstanz ein-

gereichten Dokumente als Beweismittel bei.  

F.  

Das Bundesverwaltungsgericht bestätigte am 24. Juli 2025 den Eingang 

der Beschwerde.  

G.  

Mit Verfügung vom 30. Juli 2025 wies der Instruktionsrichter die Gesuche 

um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und amtlichen Rechts-

verbeiständung ab. Gleichzeitig forderte er den Beschwerdeführer zur 

Leistung eines Kostenvorschusses auf, welcher am 14. August 2025 be-

zahlt wurde.  

 

D-5491/2025 

Seite 4 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwer-

den gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG und entscheidet auf dem Gebiet 

des Asyls in der Regel – wie auch vorliegend – endgültig (Art. 83 Bst. d 

Ziff. 1 BGG; Art. 105 AsylG [SR 142.31]). Der Beschwerdeführer ist als Ver-

fügungsadressat zur Beschwerdeführung legitimiert (Art. 48 VwVG). Auf 

die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten (Art. 105 

und 108 Abs. 2 AsylG, Art. 52 Abs. 1 VwVG), nachdem der Kostenvor-

schuss fristgerecht geleistet wurde. 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

Die vorliegende Beschwerde erweist sich – wie nachfolgend aufgezeigt – 

als offensichtlich unbegründet und ist im Verfahren einzelrichterlicher Zu-

ständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise einer 

zweiten Richterin (Art. 111 Bst. e AsylG), ohne einen Schriftenwechsel und 

mit summarischer Begründung, zu behandeln (Art. 111a Abs. 1 und 2 

AsylG). 

4.  

4.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

 

4.2 Eine begründete Furcht vor Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG liegt 

dann vor, wenn ein konkreter Anlass zur Annahme besteht, eine solche 

hätte sich – im Zeitpunkt der Ausreise – mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit 

und in absehbarer Zeit verwirklicht und/oder werde sich auch aus heutiger 

Sicht mit ebensolcher Wahrscheinlichkeit in absehbarer Zukunft verwirkli-

chen. Es müssen demnach hinreichende Anhaltspunkte für eine konkrete 

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Seite 5 

Bedrohung vorhanden sein, die bei einem durchschnittlichen Menschen in 

vergleichbarer Lage Furcht vor Verfolgung und damit den Entschluss zur 

Flucht hervorrufen würden. 

4.3 Wer die Flüchtlingseigenschaft geltend macht, muss sie nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen (Art. 7 AsylG). 

5.  

5.1 Der Beschwerdeführer erhob die formellen Rügen, die Vorinstanz habe 

seinen Anspruch auf rechtliches Gehör und die Begründungspflicht verletzt 

sowie den Sachverhalt ungenügend festgestellt. Sie sind vorab zu beurtei-

len, da sie gegebenenfalls geeignet sind, eine Kassation der vorinstanzli-

chen Verfügung zu bewirken. 

Der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz habe die Anhörung ungeachtet 

der wenige Stunden zuvor erhaltenen Mitteilung vom Tod seiner Tante 

durchgeführt und keine Terminverschiebung angeboten. Die befragende 

Fachperson habe wesentliche Punkte nicht angesprochen und der Be-

schwerdeführer habe solche (wie politische Verbindungen zur Arbeiterpar-

tei Kurdistans [PKK]; aktive Mitgliedschaft bei der HDP; Beschwerde, S. 3) 

in seiner emotionalen Verfassung nicht zur Sprache gebracht. Hierzu ist 

festzuhalten, dass der Beschwerdeführer auf Nachfrage explizit angab, es 

gehe ihm gesundheitlich gut, und auch seine anwesende Rechtsvertretung 

hat keine Einwände gegen die Durchführung der Anhörung erhoben 

(A17/15, F30, F35, letzte Seite). Aus dem Anhörungsprotokoll geht nicht 

hervor, der Beschwerdeführer sei nicht in der Lage gewesen, der Anhörung 

zu folgen, oder sein Vermögen, die ihm gestellten Fragen zu verstehen und 

sie frei und umfassend zu beantworten, sei eingeschränkt gewesen. Viel-

mehr wusste er bereits unmittelbar zu Beginn der Anhörung für ihn wichtige 

Entwicklungen in den Asylvorbringen darzulegen (A17/15, F3, F5). Wie 

sich auch aus nachstehenden Erwägungen ergibt, hat die Vorinstanz den 

Sachverhalt insgesamt rechtsgenüglich abgeklärt und sich hinreichend dif-

ferenziert mit den zentralen Vorbringen und den Beweismitteln des Be-

schwerdeführers auseinandergesetzt. Die Rüge einer nicht nachvollzieh-

baren Beweiswürdigung und der Einschätzung des politischen Profils (Da-

tenblatt; Beschwerde, S. 9 und 11) vermengt die Frage der formellen Ob-

liegenheiten der Vorinstanz mit der rechtlichen Würdigung der Sache. Die 

Rüge, die Vorinstanz habe keine fachgerechte Übersetzung der von ihm 

eingereichten fremdsprachigen Dokumente vorgelegt (Beschwerde, S. 9) 

vermag angesichts der Mitwirkungspflicht gemäss Art. 8 AsylG des Be-

schwerdeführers nicht zu überzeugen, zumal auch unsubstantiiert bleibt, 

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inwiefern die Übersetzung der Vorinstanz unzureichend sei. Aus der ange-

fochtenen Verfügung geht – entgegen der Behauptung in der Beschwerde 

– hervor, dass die Vorinstanz die Involvierung anderer Personen in ein 

«Massenverfahren» (Beschwerde, S. 4) nicht unberücksichtigt gelassen 

hat (vi-Entscheid, Ziff. II/1., S. 7). Die Rügen erweisen sich gesamthaft als 

unbegründet. 

5.2 Insgesamt besteht keine Veranlassung, die Verfügung aus formellen 

Gründen aufzuheben. Der Eventualantrag auf Rückweisung der Sache zur 

weiteren Sachverhaltsabklärung an die Vorinstanz ist abzuweisen. 

 

6.  

6.1 Die Vorinstanz begründete ihren ablehnenden Entscheid mit der feh-

lenden Asylrelevanz der Vorbringen des Beschwerdeführers und verzich-

tete darauf, auf festgestellte Unglaubhaftigkeitsmerkmale näher einzuge-

hen. Im Rahmen der geschilderten politischen Aktivitäten (HDP-Wähler, Er-

satzmitglied bei Dicle Firat, einmalige Teilnahme an einer Pressekonfe-

renz) habe er sich nie politisch exponiert. Bei den erfolgten mehreren 

Hausdurchsuchungen aufgrund seines Bruders, der bei der YPG sei, sei 

einzig sein Vater befragt worden. Weder der Beschwerdeführer noch seine 

Familie beziehungsweise der Vater habe ansonsten Probleme mit den tür-

kischen Behörden gehabt oder weise ein geschärftes politisches Profil auf. 

Die eingereichten Verfahrensdokumente (Vernehmungsprotokoll des Frie-

densrichteramtes, polizeiliches Befragungsprotokoll, zwei Einstellungsbe-

schlüsse) seien leicht fälschbar und gegen Entgelt beschaffbar, weshalb 

sie von niedrigem Beweiswert seien. Ihre Echtheit könne jedoch offenge-

lassen werden, da das Ermittlungsverfahren wegen Mitgliedschaft in einer 

Terrororganisation aufgrund von Aussagen eines Zeugen (…) eröffnet wor-

den sei, wegen derer viele Personen inhaftiert worden seien. Der Be-

schwerdeführer sei strafrechtlich unbescholten und in der Türkei würden 

Strafverfahren dieser Art in der Regel wieder eingestellt werden. So sei 

auch beim Beschwerdeführer bereits zweimal ein Einstellungsbeschluss 

beziehungsweise eine Nichtanhandnahmeverfügung oder Unzuständig-

keitsbeschlüsse und Verfahrenstrennungs-/vereinigungsbeschlüsse erlas-

sen worden. Angesichts der Verfahrenspraxis bei derartigen Gerichtsver-

fahren in der Türkei sei überwiegend unwahrscheinlich, dass ein hängiges 

Ermittlungsverfahren gegen den Beschwerdeführer wegen Mitgliedschaft 

in einer Terrororganisation zu einer Verurteilung zu einer unbedingten Frei-

heitsstrafe führe. Das Risiko, bei einer Einreise in die Türkei festgenommen 

zu werden, sei gering, zumal auch in den übrigen Akten keine Anhalts-

punkte dafür vorliegen würden. Das Vorbringen, andere Personen seien 

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auch inhaftiert worden, ändere an dieser Einschätzung nichts. Seine dies-

bezügliche subjektive Furcht vor einer Inhaftierung sei objektiv nicht be-

gründet.  

Hinsichtlich des Vorfalls vor seiner Ausreise (Aufforderung zur Spitzeltätig-

keit) sei zwar nicht ausgeschlossen, dass Personen kurdischer Ethnie, wel-

che sich für die Interessen der Kurden einsetzen würden, von den türki-

schen Behörden registriert und überwacht würden. Ebenso sei nicht un-

wahrscheinlich, dass unter gewissen Umständen Personen kurdischer Eth-

nie zur Zusammenarbeit mit den Behörden aufgefordert oder gezwungen 

würden. Es handle sich bei der blossen Aufforderung zu Spionagetätigkei-

ten jedoch um keine flüchtlingsrechtlich relevante Verfolgungsmassnahme 

und das vom Beschwerdeführer geschilderte Vorgehen der türkischen Be-

hörden erreiche die Schwelle der flüchtlingsrechtlichen Intensität nicht. Es 

sei nicht davon auszugehen, ihm sei deswegen ein menschenwürdiges Le-

ben in der Türkei verunmöglicht oder in unzumutbarer Weise erschwert 

worden. Er sei direkt nach dem Vorfall ausgereist und habe keine weitere 

Kontaktaufnahme oder eine Konfrontation mit den türkischen Behörden er-

lebt. Aus dem einmaligen Ereignis lasse sich keine begründete Furcht vor 

weiteren allenfalls flüchtlingsrechtlich relevanten Verfolgungsmassnahmen 

ableiten. Es würden keine Anhaltspunkte auf ein nachhaltiges Interesse der 

türkischen Behörden am Beschwerdeführer in Zusammenhang mit Spitzel-

tätigkeiten vorliegen und es sei nicht ersichtlich, inwiefern er bei einer Ab-

lehnung der Zusammenarbeit Nachteile gemäss Art. 3 AsylG erlitten habe 

oder weshalb er in den Augen der türkischen Behörden in besonderem 

Masse geeignet sein sollte, als Agent für deren Zwecke zu arbeiten. 

6.2 In der Beschwerdeschrift wird nebst ausführlicher Wiederholung des 

Sachverhaltes hauptsächlich an der Annahme einer dem Beschwerdefüh-

rer drohenden aktuellen Verfolgung durch die türkischen Behörden festge-

halten. Hinsichtlich des politischen Profils sei festzuhalten, dass der Be-

schwerdeführer nicht nur Parteimitglied gewesen sei, sondern er habe 

auch gezielt Personen zur Teilnahme an Sitzungen und Demonstrationen 

mobilisiert. Zudem habe er Kontakte zu nahen Strukturen der PKK, welche 

er illegal unterstützt habe, gepflegt. In der Anhörung habe er zwar jegliche 

Verbindungen zur PKK bestritten, jedoch einzig aus Reflex aufgrund seiner 

Erfahrungen mit den türkischen Justizbehörden. Der behördliche Druck 

und die Verfolgung seien mit der Zeit unerträglich geworden. Das aktuelle 

Ermittlungsverfahren gegen den Beschwerdeführer sei eines der laufen-

den Massenverfahren gegen viele Personen aufgrund der Aussagen eines 

einzelnen Zeugen und selbst wenn es eingestellt oder er für nicht schuldig 

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befunden würde, bestehe der Verfolgungsdruck weiterhin. Terrorverbin-

dungen seien auch bei abgeschlossenen Verfahren ersichtlich und das Da-

tenblatt lasse sich nicht löschen. Der Beschwerdeführer sei den türkischen 

Behörden als PKK-Unterstützer bekannt. Im Weiteren habe die Vorinstanz 

die Verfahrensdokumente falsch gewürdigt. Daraus sei kein allgemeines 

Ermittlungsinteresse, sondern eine konkrete strafprozessuale Verfolgung 

mit dem Ziel einer Anklage wegen Terrorismusvorwürfen und der Kontext 

zu eines gross angelegten Ermittlungs- und Repressionskomplexes gegen 

eine Vielzahl kurdischer Aktivisten ersichtlich. Das sogenannte «21-Provin-

zen-Verfahren» sei in den Medien thematisiert worden und habe zu vielen 

Hausdurchsuchungen, Verhaftungen und anschliessenden Strafverfahren 

geführt. Damit verkenne die Vorinstanz den Zusammenhang zwischen den 

politischen Aktivitäten des Beschwerdeführers und den gegen ihn gerich-

teten staatlichen Massnahmen (Festnahmen, Strafverfahren, Razzien, 

Ausreisesperre). Der Beschwerdeführer verfüge über eine ausgeprägte 

Vorgeschichte, sei mehrfach strafrechtlich verfolgt worden und fichiert und 

stelle eine politisch missliebige Person dar. Bei einer Rückkehr bezie-

hungsweise Wiedereinreise stelle auch die bestehende Ausreisesperre im 

aktuellen Ermittlungsverfahren einen Haftgrund dar.  

7.  

7.1 Die Vorinstanz hat die Vorbringen des Beschwerdeführers in der 

angefochtenen Verfügung mit überzeugender Begründung als nicht asyl-

relevant qualifiziert, die Flüchtlingseigenschaft verneint und das Asyl-

gesuch abgelehnt. Zur Vermeidung von Wiederholungen kann auf die 

Erwägungen in der angefochtenen Verfügung sowie auf E. 6.1 hiervor ver-

wiesen werden. Die Ausführungen auf Beschwerdeebene führen, wie zu 

sehen sein wird, zu keiner anderen Betrachtungsweise. Auf die 

Entgegnungen in der Beschwerde ist im Folgenden näher einzugehen. 

7.2 Die Erklärungsversuche in der Beschwerde (S. 3 bis 5), der 

Beschwerdeführer habe seine aktive Mitgliedschaft bei der HDP aufgrund 

seiner emotionalen Verfassung an der Anhörung nicht zur Sprache 

gebracht und politische Verbindungen zur PKK aus Reflex bestritten, 

vermögen nicht zu überzeugen. Wie bereits festgestellt (E. 5) sind dem 

Anhörungsprotokoll keine Anhaltspunkte für eine beeinträchtigte 

Verfassung des Beschwerdeführers zu entnehmen, weshalb Zweifel 

bestehen, seine Rolle in Bezug auf die HDP (blosse Teilnahme an 

Demonstrationen; A17/15, F41) sei gemäss der Beschwerde (S. 5) doch 

aktiver gewesen, als in der Anhörung geschildert. Der Beschwerdeführer 

hat in der Anhörung wiederholt deutlich zum Ausdruck gebracht, er könne 

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sich den Verdacht, Verbindungen zur PKK zu haben, selbst nicht erklären 

(A17/15, F69: «[…] Ich hatte niemals irgendwelche Verbindungen zur PKK. 

[…], wenn ich für die PKK irgendetwas gemacht hätte, wenn ich Anhänger 

beziehungsweise Mitglied der PKK wäre, hätte ich [das] auch hier öffentlich 

zugegeben. Ich habe mit der PKK nichts zu tun.»). Das Verhalten des 

Beschwerdeführers in Bezug auf derart wichtige Tatsachen im 

Asylverfahren nun als Reflex oder eine emotionale Beeinträchtigung 

darzustellen, schürt Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Person des 

Beschwerdeführers. Die Vorbringen in der Beschwerde sind als 

nachgeschobene Schutzbehauptungen zu erachten, um ein politisches 

Profil zu konstruieren. Im Übrigen war der Beschwerdeführer an der 

Anhörung rechtlich vertreten und die Rechtsvertretung monierte auf 

explizite Nachfrage nichts Diesbezügliches (A17/15, F76), was die 

Einschätzung der Unglaubhaftigkeit der neuen Vorbringen zusätzlich 

unterstreicht. Es ist bei einer Gesamtwürdigung nicht auf ein exponiertes 

politisches Profil des Beschwerdeführers zu schliessen. Infolge des 

fehlenden Glaubhaftmachens dieser Vorbringen wird einem 

Verfolgungsmotiv aufgrund eines solchen die Grundlage entzogen, 

weshalb sich weitergehende Erwägungen dazu erübrigen. Gleiches gilt für 

die vom Beschwerdeführer geltend gemachte versuchte Anwerbung als 

Spitzel und eine behauptungsweise bestehende Fichierung mit PKK-

Verweis (Beschwerde, S. 11), zumal mit der Vorinstanz festzuhalten ist, 

dass aus dem einmaligen Vorfall vor seiner Ausreise mangels Intensität 

keine asylrechtlich relevante Verfolgung abzuleiten ist. Im Weiteren ist – 

entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers – aus den Erwägungen 

der angefochtenen Verfügung zu schliessen, dass die Vorinstanz den 

Zusammenhang des gegen den Beschwerdeführer eingeleiteten 

Strafverfahrens aufgrund der Aussagen einer Drittperson mit den weiteren 

darauf basierenden Verfahren erkannt hat und die individuelle Gefährdung 

des Beschwerdeführers zu Recht als nicht asylrechtlich relevant eingestuft 

hat. Um Wiederholungen zu vermeiden, ist insbesondere auf die 

angefochtene Verfügung (Ziff. II/1) zu verweisen. In Bezug auf die 

Einleitung strafrechtlicher Verfahren in der Türkei – wie solchen gemäss 

den bereits bei der Vorinstanz eingereichten Dokumenten (Beschwerde, S. 

6, Beschwerdebeilagen 4 bis 6) – ist überdies festzuhalten, dass im 

Heimatstaat des Beschwerdeführers Ermittlungsverfahren im Allgemeinen 

oft in teils hoher Zahl eingeleitet, aber häufig auch wieder eingestellt 

werden. Deshalb ist angesichts der vorgebrachten mutmasslichen 

Verfahren und selbst bei Annahme einer mutmasslichen (zukünftigen) 

Anklageerhebung, nicht ohne Weiteres von einer späteren Verurteilung 

und insgesamt (insbesondere mangels Intensität) auch nicht von einer 

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aktuellen Asylrelevanz auszugehen (vgl. Referenzurteil E-4103/2024 vom 

8. November 2025; statt vieler Urteil des BVGer D-6953/2025 vom 13. 

Oktober 2025 S. 5). Vor diesem Hintergrund konnte die Vorinstanz die 

Echtheit der eingereichten Beweismittel offen lassen. Aufgrund des 

Gesagten kann darauf verzichtet werden, weitere Eingaben hierzu 

(Beschwerde, S. 8) abzuwarten. Ungeachtet der Glaubhaftigkeit der 

Asylvorbringen sind – entgegen der Beschwerde (S. 6 und 10 f.) – im 

Zeitpunkt der Ausreise (13. September 2023) die hohen Anforderungen an 

einen unerträglichen psychischen Druck im Sinne des Asylgesetzes nicht 

erfüllt (vgl. BVGE 2014/29 E. 4.3 f. und statt vieler D-4718/2025 vom 16. 

Juli 2025 E. 6.2.2). Im Übrigen geht aus der Beschwerde nicht 

rechtsgenüglich hervor, inwiefern der bisher unbescholtene 

Beschwerdeführer etwas aus den Asylverfahren von im gleichen Verfahren 

in der Türkei Betroffenen beziehungsweise anderen Asylsuchenden in der 

Schweiz zu seinen Gunsten ableiten kann (Beschwerde, S. 4 und 7), zumal 

die Situation jeweils individuell zu beurteilen ist. Selbst wenn deren 

Verfahren mutmasslich aufgrund der Aussagen desselben Zeugen 

eingeleitet worden sind, ist nicht ohne Weiteres auf ein identisches 

Verfahren beziehungsweise einen identischen Verfahrensausgang zu 

schliessen. Der Hinweis auf eine Berichterstattung über die Masse dieser 

Verfahren in den Medien vermag an dieser Einschätzung nichts zu ändern. 

Aus der blossen Mutmassung beziehungsweise der unsubstantiierten 

Behauptung einer bestehenden Ausreisesperre (A17/15, F71) oder der 

angeblichen Frage der Behörden bei seiner Familie nach dem 

Aufenthaltsort des Beschwerdeführers (Beschwerde, S. 6 ff., S. 11) ist nicht 

ohne Weiteres auf eine asylrechtlich relevante Verfolgung zu schliessen.  

7.3 Mit der Beschwerde wurden insgesamt keine Tatsachen vorgebracht 

oder Beweismittel eingereicht, die die Einschätzung der Vorinstanz zu 

ändern vermögen würden.  

7.4 Es ist dem Beschwerdeführer gesamthaft nicht gelungen, eine bereits 

erlittene oder eine künftig drohende asylrechtlich relevante Verfolgung 

nachzuweisen oder glaubhaft zu machen. Die Vorinstanz hat die Flücht-

lingseigenschaft des Beschwerdeführers zu Recht verneint und sein Asyl-

gesuch folgerichtig abgelehnt. 

8.  

8.1 Lehnt das SEM das Asylgesuch ab, so verfügt es in der Regel die Weg-

weisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an (Art. 44 AsylG). 

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8.2 Der Beschwerdeführer verfügt in der Schweiz insbesondere weder 

über eine ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen An-

spruch auf Erteilung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach 

ebenfalls zu Recht angeordnet (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, 

je m.w.H.). 

9.  

9.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). 

Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss 

Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei 

der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen, 

wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft 

zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

9.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den 

Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 

AIG). 

So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund 

nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Aus-

reise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. 

ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechts-

stellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). 

Gemäss Art. 25 Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 

1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedri-

gende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 

EMRK darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender 

Strafe oder Behandlung unterworfen werden. 

9.3 Das SEM wies in der angefochtenen Verfügung zutreffend darauf hin, 

dass das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulement nur Personen 

schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es dem Beschwerde-

führer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung nach-

zuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der in Art. 5 AsylG verankerte 

Grundsatz der Nichtrückschiebung im vorliegenden Verfahren keine 

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Anwendung finden. Eine Rückkehr des Beschwerdeführers in die Türkei ist 

demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig. 

Sodann ergeben sich – entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers 

– weder aus seinen Aussagen noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, 

dass er für den Fall einer Ausschaffung in die Türkei dort mit beachtlicher 

Wahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen 

Strafe oder Behandlung ausgesetzt wäre. Gemäss Praxis des Europäi-

schen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN-

Anti-Folterausschusses müsste er eine konkrete Gefahr («real risk») nach-

weisen oder glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer Rückschiebung Fol-

ter oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. Urteil des EGMR 

Saadi gegen Italien 28. Februar 2008, Grosse Kammer 37201/06, §§ 124–

127 m.w.H.). Es bestehen keine stichhaltigen Gründe für die Annahme, der 

Beschwerdeführer würde nach einer Rückkehr in sein Heimatland einer 

menschenrechtswidrigen Behandlung unterzogen. Auch die allgemeine 

Menschenrechtssituation in der Türkei lässt den Wegweisungsvollzug zum 

heutigen Zeitpunkt nicht als unzulässig erscheinen. Nach dem Gesagten 

ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinne der landes- als auch der 

völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig. 

9.4 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-

grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-

dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung 

festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläufige 

Aufnahme anzuordnen. 

9.4.1 Auch unter Berücksichtigung des Wiederaufflammens des türkisch-

kurdischen Konfliktes sowie der bewaffneten Auseinandersetzungen zwi-

schen der PKK und den staatlichen Sicherheitskräften seit Juli 2015 in ver-

schiedenen Provinzen im Südosten des Landes (Batman, Diyarbakir, Mar-

din, Siirt, Urfa und Van, Hakkari und Sirnak) sowie der Entwicklungen nach 

dem Putschversuch von Teilen des türkischen Militärs im Juli 2016 ist ge-

mäss konstanter Praxis des Bundesverwaltungsgerichts nicht von einer Si-

tuation allgemeiner Gewalt oder bürgerkriegsähnlichen Verhältnissen in 

der Türkei – auch nicht für Angehörige der kurdischen Ethnie – auszuge-

hen. Folglich ist nicht von einer generellen Unzumutbarkeit des Vollzugs 

von Wegweisungen auszugehen (vgl. Referenzurteil E-4103/2024 vom  

8. November 2024 E. 13.2; statt vieler Urteil des BVGer D-7240/2025 E. 

8.3.2 vom 1. Oktober 2025). 

D-5491/2025 

Seite 13 

9.4.2 Gemäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts kann nur dann aus 

medizinischen Gründen auf die Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs 

geschlossen werden, wenn eine notwendige Behandlung im Heimatland 

nicht zur Verfügung steht und die Rückkehr zu einer raschen und lebens-

gefährdenden Beeinträchtigung des Gesundheitszustandes der betroffe-

nen Person führt. Dabei wird diejenige allgemeine und dringende medizi-

nische Behandlung als relevant erachtet, die zur Gewährleistung einer 

menschenwürdigen Existenz absolut notwendig ist. Unzumutbarkeit liegt 

jedenfalls nicht bereits dann vor, wenn im Heimat- oder Herkunftsstaat 

nicht eine dem hohen schweizerischen Standard entsprechende medizini-

sche Behandlung möglich ist (vgl. BVGE 2009/2 E. 9.3.2). Entgegen der 

Beschwerde (S. 9) ist gemäss ständiger Rechtsprechung des Bundesver-

waltungsgerichts nach wie vor davon auszugehen, dass medizinische – 

insbesondere psychiatrische, psychotherapeutische oder psychologische 

– Behandlung in der Türkei verfügbar ist und das türkische Gesundheits-

system grundsätzlich europäischen Standard aufweist (vgl. Urteil des 

BVGer D-7240/2025 vom 1. Oktober 2025 E. 8.3.4, m.w.H.). Aus dem Be-

richt des Hausarztes des Beschwerdeführers vom 21. November 2025 (Be-

schwerdebeilage 7) geht eine Hüftgelenksankylose (…) hervor, für welche 

ihm speziell angepasstes Schuhwerk verordnet worden sei. Im Weiteren 

bestehe eine Schädigung des funktionellen Gewebes der rechten Hirn-

hälfte (Parenchymdefekt). Es ist aufgrund der Akten und der Beschwerde-

ausführungen nicht von derart gravierenden gesundheitlichen Beeinträch-

tigungen des Beschwerdeführers auszugehen, dass sie zu einer raschen 

und lebensgefährdenden Beeinträchtigung des Gesundheitszustandes 

führen würden, und solche werden auch nicht vorgebracht. Es ist dem Be-

schwerdeführer bei einer Rückkehr in seinen Heimatstaat zuzumuten, die 

Leistungen des türkischen Gesundheitssystems (wieder) in Anspruch zu 

nehmen. Er ist auf die Möglichkeit, bei der Vorinstanz bei Bedarf einen An-

trag auf Gewährung medizinischer Rückkehrhilfe zu stellen (vgl. Art. 93 

Abs. 1 Bst. d AsylG), hinzuweisen. Es besteht keine Notwendigkeit, medi-

zinische beziehungsweise psychiatrische Berichte des Beschwerdeführers 

abzuwarten, zumal keine Verschlechterung des Gesundheitszustandes im 

Sinne des Gesagten vorgebracht wurde.  

9.4.3 Der Beschwerdeführer hat die Primarschule abgeschlossen, verfügte 

über eine eigene (…) und war 27 Jahre lang als (…) tätig, wobei es ihm 

finanziell gut ging. Er kann auf ein intaktes, grosses Beziehungsnetz (Vater, 

vier Brüder, mehrere Tanten und Onkel) in der Türkei zurückgreifen 

(A17/15, F11 bis 26). Es darf angenommen werden, er gerate bei einer 

D-5491/2025 

Seite 14 

Rückkehr in die Türkei nicht in eine existentielle Notlage. Nach dem Ge-

sagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung als zumutbar.  

9.5 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, der über seine gültige 

Identitätskarte verfügt, sich bei der zuständigen Vertretung des Heimat-

staates die für eine Rückkehr allfällig weiteren notwendigen Reisedoku-

mente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 

2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu 

bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AIG). 

9.6 Zusammenfassend hat das SEM den Wegweisungsvollzug zu Recht 

als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Die Anordnung der vorläu-

figen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

 

10.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und – soweit diesbezüglich 

überprüfbar – angemessen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

11.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten des Verfahrens dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG) und auf 

Fr. 750.– festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2] i.V.m. Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG). Der am 14. August 

2025 in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss ist zur Bezahlung der 

Verfahrenskosten zu verwenden. 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

D-5491/2025 

Seite 15 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Der in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss wird zur Bezahlung 

der Verfahrenskosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Simon Thurnheer Sarah Rutishauser 

 

 

Versand:  

D-5491/2025 

Seite 16 

Zustellung erfolgt an: 

– die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (Einschreiben) 

– das SEM, zu den Akten (…) (in Kopie) 

– das Migrationsamt des Kantons Bern (in Kopie)