# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9b835c0a-356f-5615-a5a6-d449ea90d355
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-09-20
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 20.09.2016 RT160151
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_RT160151_2016-09-20.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: RT160151-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende,  

Oberrichter Dr. H.A. Müller und Oberrichterin Dr. M. Schaffitz  

sowie Gerichtsschreiber lic. iur. F. Rieke 

Beschluss vom 20. September 2016 

 

in Sachen 

 
A._____,  

Gesuchsgegner und Beschwerdeführer 

 

gegen 

 
Verein B._____,  

Gesuchsteller und Beschwerdegegner 

vertreten durch Rechtsanwalt X._____ 

 

betreffend Rechtsöffnung 
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfah-
ren am Bezirksgericht Winterthur vom 9. August 2016 (EB160111-K) 

- 2 - 

Erwägungen: 

1. a) Mit Urteil vom 9. August 2016 erteilte das Bezirksgericht Winter-

thur (Vorinstanz) dem Gesuchsteller in der Betreibung Nr. … des Betreibungs-

amts Winterthur-Wülflingen (Zahlungsbefehl vom 29. Januar 2016) – gestützt auf 

das Urteil der Kammer vom 27. Oktober 2015 für die Parteientschädigung – de-

finitive Rechtsöffnung für Fr. 3'000.-- nebst 5 % Zins seit 13. Februar 2016 sowie 

Fr. 110.30 Betreibungskosten und Kosten und Entschädigung gemäss diesem 

Entscheid (Urk. 14 = Urk. 19). 

b) Hiergegen hat der Gesuchsgegner am 7. September 2016 Beschwerde 

erhoben. In seiner Beschwerdeschrift hat er sechs Beschwerdeanträge gestellt, 

die im Wesentlichen die Aufhebung des angefochtenen Urteils und die Abweisung 

des Rechtsöffnungsgesuchs beinhalten (Urk. 18 S. 2 f.; auf deren wörtliche Auf-

führung kann mit Blick auf das Resultat des vorliegenden Beschwerdeverfahrens 

verzichtet werden). 

c) Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen. Da sich die Beschwer-

de sogleich als unzulässig erweist (vgl. nachfolgende Erwägung), kann auf die 

Einholung einer Beschwerdeantwort verzichtet werden (Art. 322 Abs. 1 ZPO). 

d) Die Parteibezeichung des Gesuchstellers wurde gemäss der im Han-

delsregister eingetragenen Firma berichtigt. 

2. a) Der Gesuchsgegner war vor Vorinstanz anwaltlich vertreten (Urk. 

6 und 7). Das angefochtene Urteil wurde dem Rechtsvertreter des Gesuchsgeg-

ners am 12. August 2016 zugestellt (Urk. 15/2; der Empfangsschein ist zwar mit 

"22.8.2016" datiert, die Track&Trace Verfolgung auf www.post.ch ergibt als Zu-

stelldatum jedoch den 12. August 2016). Die Frist zur Erhebung der Beschwerde 

beträgt 10 Tage (Art. 321 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 251 lit. a ZPO), was auch 

von der Vorinstanz in der Rechtsmittelbelehrung (Urk. 9 S. 14) korrekt angegeben 

wurde. Die Frist lief demzufolge am 22. August 2016 ab (Art. 142 ZPO). Sie wird 

eingehalten durch Einreichung der Beschwerde beim Obergericht oder durch 

Postaufgabe an diesem Tag (Art. 143 Abs. 1 ZPO). Der Gesuchsgegner hat seine 

Beschwerde dem Obergericht am 7. September 2016 überbracht (Eingangs-

stempel auf Urk. 18). Die Beschwerde ist damit verspätet erhoben worden. 

- 3 - 

b) Der Gesuchsgegner macht in diesem Zusammenhang geltend, er sei 

im vorinstanzlichen Verfahren nicht anwaltlich vertreten gewesen (Urk. 18 S. 9). 

c) Die Vorinstanz hat ihre Verfügung vom 7. März 2016 (Urk. 4; Frist zur 

schriftlichen Stellungnahme) dem Gesuchsgegner persönlich zugestellt (Urk. 5), 

da im Rechtsöffnungsgesuch kein Vertretungsverhältnis angegeben war (Urk. 1; 

ebenso im Zahlungsbefehl, Urk. 3/4; anders dagegen im Rechtsöffnungstitel, Urk. 

3/2). Daraufhin hat sich Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ als Rechtsvertreter des 

Gesuchsgegners legitimiert und um eine Fristerstreckung für die Einreichung der 

schriftlichen Stellungname ersucht, welche ihm gewährt wurde (Urk. 6); die ent-

sprechende Vollmacht liegt bei den Akten (Urk. 7). Dass die folgenden Eingaben 

vom Gesuchsgegner persönlich verfasst und eingereicht wurden, ändert nichts 

am Vertretungsverhältnis. Die Vorinstanz hat denn auch beim Rechtsvertreter des 

Gesuchsgegners am 15. April 2016 telefonisch nachgefragt, ob das Vertretungs-

verhältnis noch bestehe, was dieser bejaht hat (Urk. 10). Schliesslich hat der Ge-

suchsgegner persönlich am 23. August 2016 telefonisch bestätigt, dass das Ver-

tretungsverhältnis weiterhin bestehe (Urk. 16). Die Vorinstanz ist daher zu Recht 

von einer anwaltlichen Vertretung des Gesuchsgegners ausgegangen. 

d) Nach dem Gesagten bleibt es dabei, dass die Beschwerde verspätet 

erhoben wurde. Auf diese ist demgemäss nicht einzutreten. 

3. a) Für das Beschwerdeverfahren beträgt der Streitwert Fr. 3'000.--. 

Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr ist in Anwendung von Art. 48 i.V.m. Art. 61 

Abs. 1 GebV SchKG (vgl. ZR 110/2011 Nr. 28) auf Fr. 200.-- festzusetzen.  

b) Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens sind ausgangsgemäss 

dem unterliegenden Gesuchsgegner aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). 

c) Für das Beschwerdeverfahren sind keine Parteientschädigungen zuzu-

sprechen, dem Gesuchsgegner zufolge seines Unterliegens, dem Gesuchsteller 

mangels relevanter Umtriebe (Art. 95 Abs. 3, Art. 106 Abs. 1 ZPO). 

Es wird beschlossen: 

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

- 4 - 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 200.-- festgesetzt. 

3. Die Gerichtskosten für das Beschwerdeverfahren werden dem Gesuchs-

gegner auferlegt. 

4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zuge-

sprochen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Gesuchsteller unter Beilage 

des Doppels von Urk. 18, und an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein. 

Die vorinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine vermö-
gensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 3'000.--. Die Beschwerde an 
das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs gel-
ten die Art. 44 ff. BGG. 

 
Zürich, 20. September 2016 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. F. Rieke 
 

versandt am: 
mc 

	Beschluss vom 20. September 2016
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 200.-- festgesetzt.
	3. Die Gerichtskosten für das Beschwerdeverfahren werden dem Gesuchsgegner auferlegt.
	4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Gesuchsteller unter Beilage des Doppels von Urk. 18, und an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...