# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 36f96ef8-d88d-5e4f-8b07-9a48098db54c
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-10-03
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 03.10.2025 E-6912/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6912-2025_2025-10-03.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-6912/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  3 .  O k t o b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Lorenz Noli, 

mit Zustimmung von Richter Daniele Cattaneo;  

Gerichtsschreiber Kevin Schori. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

sowie deren Kind,   

B._______, geboren am (…), 

Montenegro,   

beide vertreten durch MLaw Cyril Treichler,  

(…),  

Beschwerdeführerinnen,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung (Art. 40 i.V.m. Art. 6a Abs. 2 AsylG); 

Verfügung des SEM vom 26. August 2025. 

 

 

 

E-6912/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

I. 

 

A.  

Die Beschwerdeführerinnen suchten am 4. August 2025 am Flughafen Zü-

rich um Asyl nach. Gleichentags gewährte ihnen das SEM das rechtliche 

Gehör zur Einreiseverweigerung und der Zuweisung in den Transitbereich 

des Flughafens Zürich, welches sie am 6. August 2025 wahrnahmen.  

B.  

Mit Verfügung vom 7. August 2025 verweigerte das SEM den Beschwer-

deführerinnen vorläufig die Einreise in die Schweiz und wies ihnen für die 

Dauer von maximal 60 Tagen den Transitbereich des Flughafens Zürich als 

Aufenthaltsort zu.  

C.  

Am 14. August 2025 wurde die erstrubrizierte Beschwerdeführerin (nach-

folgend: Beschwerdeführerin) zu ihrer Person befragt (Befragung zur Per-

son, BzP).  

D.  

Am 15. August 2025 wurde die Einreise der Beschwerdeführerinnen in die 

Schweiz bewilligt und sie wurden dem Bundesasylzentrum (BAZ) der Re-

gion C._______ zugewiesen.  

II. 

E.  

E.a Anlässlich der BzP vom 14. August 2025 und der Anhörung vom 

27. August 2025 machte die Beschwerdeführerin im Wesentlichen Folgen-

des geltend: 

Sie stamme aus D._______, wo sie bis zu ihrer Ausreise in einer Mietwoh-

nung zusammen mit ihrer Mutter gewohnt habe. Sie habe die Mittelschule 

mit (…) Fachrichtung abgeschlossen und bis zu ihrer Ausreise (…) studiert. 

Seit ihrem 16. Lebensjahr habe sie fortdauernd gearbeitet, unter anderem 

als (…), als (…) und als (…).  

Am (…) 2019 habe sie ihren Ex-Mann geheiratet. Da dieser ihr gegenüber 

aber gewalttätig geworden sei, habe sie sich am (…) 2021 von ihm schei-

den lassen. Er sei auch strafrechtlich verurteilt worden und habe ein 

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Rayon-Verbot erhalten. Sie habe das alleinige Sorgerecht für ihre Tochter 

und der Ex-Mann vor Gericht das Besuchsrecht erhalten. Seit dem Jahr 

2023 habe er die Tochter bei der Ausübung des Besuchsrechts jedoch phy-

sisch misshandelt. Sie habe dies angezeigt, doch die Polizei habe nicht 

darauf reagiert. Vielmehr sei ihr gegenüber eine Haftstrafe ausgesprochen 

worden, weil sie die Wahrnehmung des Besuchsrechts durch den Ex-Mann 

vereitelt habe. Er sei mit der Regierung und der Präsidentenfamilie von 

Montenegro vernetzt, weshalb er trotz fehlender Bildung eine hohe Posi-

tion in (…) erhalten habe beziehungsweise in der (…) tätig sei. Die Tochter 

sei durch die Behörden zum Kontakt zu ihrem Vater gedrängt worden, ob-

wohl sie Angst vor ihm habe und deswegen unter Stress stehe. Am (…) 

2025 sei auch Gewalt gegen sie angewendet worden, als Behördenvertre-

ter versucht hätten, ihr die Tochter wegzunehmen und unter Vormundschaft 

zu stellen. Auch diesen Vorfall habe sie angezeigt. Schliesslich seien sie 

aus der Heimat geflohen, weil sie unter grossem Druck der serbisch beein-

flussten Politik und Behördenvertreter gestanden hätten, welche ihren Ex-

Mann unterstützten und aktiv gegen sie vorgingen. Sie sei Montenegrinerin 

und befürworte die jetzige serbisch beeinflusste Regierung nicht. Am (…) 

2025 sei sie mit der Tochter per Zug Richtung E._______ gefahren und 

anschliessend per Flugzeug am (…) 2025 in die Schweiz gelangt. Am (…) 

2025 habe ein Ausreiseverbot für die Tochter bestanden, welches aber tags 

darauf gerichtlich aufgehoben worden sei.  

Sie sei derzeit schwanger, der Geburtstermin sei im (…). Es handle sich 

um eine Risikoschwangerschaft. Vater des Kindes sei ihr Ex-Freund, von 

welchem sie sich getrennt habe. Im Falle einer Rückkehr würde ihr auf-

grund des Sorgepflichtstreits beziehungsweise der Nichteinhaltung des 

Besuchsrechts eine (…)-tägige Haftstrafe drohen beziehungsweise sei ihr 

Leben durch den Ex-Mann in Gefahr. Sie würde wohl aufgrund des Stres-

ses auch ihr ungeborenes Kind verlieren und man würde ihr die Tochter 

wegnehmen. Der Ex-Mann habe sie zudem wegen Entführung der Tochter 

angezeigt. Die Tochter sei gesund, zeige jedoch Anzeichen einer Trauma-

tisierung aufgrund der Vorfälle mit dem Ex-Mann.  

E.b Als Beweismittel reichten die Beschwerdeführerinnen unter anderem 

ihre Identitätsdokumente im Original, diverse Arztberichte aus Montenegro 

und der Schweiz, zahlreiche Polizei- und Justizdokumente betreffend die 

Straf- und Gerichtsverfahren in Montenegro (insb. Klageschriften resp. Be-

schwerdeschriften, Gerichtsentscheidungen betreffend Schutzmassnah-

men, Besuchsrechte des Kindsvaters und den Ausstand von Gerichtsper-

sonen, teilweise mit englischer und deutscher Übersetzung), Auszüge aus 

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heimatlichen Straf- und Zivilregistern sowie diverse Bildschirmauszüge ein. 

Für die detaillierte Auflistung wird auf die vorinstanzlichen Akten (vgl. 

act. […]-23/18 und act. […]-2/166 [nachfolgend: act. 2], act. 7) sowie die 

angefochtene Verfügung (vgl. a.a.O. Ziff. I/3) verwiesen.  

F.  

Am 1. September 2025 stellte das SEM den Entscheidentwurf den Be-

schwerdeführerinnen zur Stellungnahme zu, welche tags darauf erfolgte.  

G.  

Mit gleichentags eröffneter Verfügung vom 3. September 2025 verneinte 

das SEM die Flüchtlingseigenschaft der Beschwerdeführerinnen und 

lehnte ihre Asylgesuche ab. Gleichzeitig verfügte es ihre Wegweisung aus 

der Schweiz und ordnete den Vollzug an.  

H.  

H.a Mit Eingabe vom 10. September 2025 erhoben die Beschwerdeführe-

rinnen Beschwerde gegen die Verfügung vom 3. September 2025 und be-

antragten darin die Aufhebung der Verfügung, die Anerkennung als Flücht-

linge und die Gewährung von Asyl, eventualiter die Gewährung der vorläu-

figen Aufnahme, subeventualiter die Rückweisung der Sache zur vollstän-

digen Feststellung des Sachverhalts. In prozessualer Hinsicht beantragten 

sie die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege inklusive Kostenvor-

schussverzicht.  

H.b Als Beweismittel lagen der Beschwerde weitere Beweismittel betref-

fend Gerichtsverfahren in Montenegro bei (drei Gesuche der Beschwerde-

führerin an das Gericht in D._______ um Erlass vorsorglicher Massnah-

men in den Rechtssachen (…) vom (…) 2025 und (…) 2025 sowie (…) vom 

(…) 2025, ein Entscheid des Gerichts in D._______ vom (…) 2025 in der 

Rechtssache (…), E-Mail der Beschwerdeführerin an die Staatsanwalt-

schaft vom 2. September 2025). 

I.  

Am 17. September 2025 leitete die Vorinstanz dem Gericht ein an sie ge-

richtetes Schreiben der Beschwerdeführerin (eingereichte via Internet-

Kontaktformular) weiter. 

  

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Seite 5 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls – in der Regel und auch vorliegend – end-

gültig (Art. 105 AsylG [SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

1.2 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Die 

Beschwerdeführerinnen haben am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men, sind durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und haben 

ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung. Sie sind daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 

und Art. 108 Abs. 3 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf 

die Beschwerde ist einzutreten. 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-

hend aufgezeigt wird, handelt es sich vorliegend um ein solches Rechts-

mittel, weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a 

Abs. 2 AsylG). Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchfüh-

rung eines Schriftenwechsels verzichtet. 

4.  

4.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

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des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken(…) (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

4.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die 

Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-

geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen 

Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa-

chen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte 

Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). Das Bundesverwaltungsge-

richt hat die Anforderungen an das Glaubhaftmachen von Asylvorbringen 

in verschiedenen Entscheiden dargelegt und folgt dabei ständiger Praxis. 

Darauf kann hier verwiesen werden (vgl. BVGE 2015/3 E. 6.5.1, 2013/11 

E. 5.1 und 2010/57 E. 2.3, je m.w.H.). 

5.  

5.1 Die Vorinstanz führte in ihrem Entscheid im Asylpunkt Folgendes aus: 

Montenegro gelte als verfolgungssicherer Staat (Safe Country), weshalb 

die Regelvermutung gelte, wonach die Behörden in Montenegro bereit und 

in der Lage seien, gegen Bedrohungen oder Übergriffe von Dritten vorzu-

gehen und eine effektive Schutzinfrastruktur bestehe. Es sei der Beschwer-

deführerin ungeachtet der geltend gemachten guten Beziehungen des Ex-

Mannes zu den heimatlichen Behörden nicht gelungen, die Regelvermu-

tung nach Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG umzustossen. Sie habe die Gewalt-

anwendung seitens montenegrinischer Behördenvertreter zur Anzeige 

bringen können und mehrere Richter seien in den Verfahren zwischen ihr 

und ihrem Ex-Mann aufgrund persönlicher Beziehungen zu ihm in den Aus-

stand getreten. Es sei ihr nicht gelungen, die angeblichen Verbindungen 

des Ex-Mannes und dessen Möglichkeit der Einflussnahme auf Gerichts-

entscheide aufzuzeigen Sodann seien die juristischen Verfahren gemäss 

ihren Aussagen und den Akten bisher nicht rechtskräftig abgeschlossen. 

Folglich stehe ihr der Rechtsweg offen und sie habe ihre juristischen Mög-

lichkeiten in der Heimat – und damit auch die Schutzfähigkeit und den 

Schutzwillen der heimatlichen Behörden – bisher nicht ausgeschöpft. In 

Bezug auf das Kindeswohl stünden ihnen in der Heimat im Falle einer (be-

legten) Kindswohlgefährdung weiterhin verschiedene straf- und zivilrecht-

liche Möglichkeiten offen. Das Asylrecht diene nicht dazu, erlittenes Un-

recht wiedergutzumachen beziehungsweise jegliches ausserhalb der 

Schweiz drohende Unrecht zu verhindern. Auch gelinge es keinem Staat, 

seinen Bewohnern hundertprozentigen Schutz zu bieten.  

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Den eingereichten Beweismitteln könne nicht entnommen werden, dass 

gegen sie ein Verfahren eingeleitet worden wäre, um ihr die Tochter weg-

zunehmen. Auch könne sie die Gewaltandrohungen beziehungsweise 

Morddrohungen seitens ihres Ex-Mannes jederzeit bei den heimatlichen 

Behörden zur Anzeige bringen, was sie bisher nicht getan habe. Weiter 

habe sie die ihr drohende (…)-tägige Haftstrafe aufgrund der Verweigerung 

des Besuchsrechts weder mit Beweismitteln belegt noch habe sie eindeu-

tig ausgesagt, dass diese Verurteilung rechtskräftig sei.  

5.2 In der Beschwerde machen die Beschwerdeführerinnen zunächst gel-

tend, dass sich die politische Lage in Montenegro mit dem Regierungs-

wechsel im Jahr 2020 erheblich verändert habe. Die damalige Einstufung 

des Landes als «sicherer Herkunftsstaat» entspreche nicht mehr der heu-

tigen Realität. Verschiedene Berichte bestätigten fortbestehende Defizite 

im Bereich der Rechtstaatlichkeit und Korruptionsbekämpfung. Die Be-

schwerdeführerin sei Anhängerin der DPS (Demokratische Partei der So-

zialisten Montenegros), die für einen pro-europäischen Kurs stehe und im 

Gegensatz zu den serbisch orientierten Kräften klare politische Gegen-

sätze vertrete. Ihre Parteizugehörigkeit verstärke das Konfliktpotenzial mit 

ihrem Ex-Mann, der durch seine Nähe zu serbisch orientierten Netzwerken 

und seine Stellung im (…) erheblichen Einfluss ausübe. Sie habe nachvoll-

ziehbar dargelegt, dass er durch familiäre Netzwerke und politische Bezie-

hungen zu einem (…) im montenegrinischen (…) gelangt sei. Es sei ihr 

nicht zuzumuten, Schutz bei den heimatlichen Behörden zu suchen. Ihre 

Zugehörigkeit zur DPS erhöhe das Risiko, dass serbisch orientierte Behör-

denvertreter ihre Schutzgesuche nicht ernsthaft prüften oder gar gegen sie 

verwendeten. Die politische Machstellung des Ex-Mannes und seine Ver-

ankerung im serbisch-nationalistischen Lager liessen erwarten, dass Ver-

fahren verschleppt oder eingestellt würden und staatliche Institutionen 

nicht unabhängig handelten. Im konkreten Fall fehle es daher an effektiver 

Schutzfähigkeit. Hierbei sei unerheblich, ob der innerstaatliche Instanzen-

zug ausgeschöpft oder eine Anzeige wegen Kindesentführung erfolgt sei. 

Die Verfolgung beziehungsweise die mangelnde Schutzfähigkeit der mon-

tenegrinischen Behörden beruhe auf einem asylrelevanten politischen Mo-

tiv im Sinne von Art. 3 AsylG.  

6.  

6.1 Nach Prüfung der Akten gelangt das Bundesverwaltungsgericht zum 

Schluss, dass die angefochtene Verfügung zu stützen ist. Die Vorinstanz 

ist darin mit im Resultat überzeugender Begründung zum Schluss gelangt, 

dass die Vorbringen der Beschwerdeführerin nicht geeignet sind, die 

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Seite 8 

Regelvermutung nach Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG umzustossen und die 

Flüchtlingseigenschaft zu begründen. Die knappe Beschwerde vermag 

nicht zu einer anderen Einschätzung zu führen, zumal sie sich in weiten 

Teilen in einfachen Gegenbehauptungen und Spekulationen erschöpft. Zur 

Vermeidung von Wiederholungen kann daher mit den nachfolgenden Er-

wägungen auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz in der ange-

fochtenen Verfügung (dort Ziff. II) verwiesen werden.  

6.2 Die Ausführungen in der Beschwerde zur behaupteten erheblichen Ver-

änderung der politischen Lage in Montenegro seit dem Regierungswechsel 

im Jahr 2020 ändern nichts am Umstand, dass Montenegro zu den verfol-

gungssicheren Heimat- oder Herkunftsstaaten (vgl. Anhang 2 der AsylV1, 

SR 142.311) zählt, was vom Bundesrat periodisch überprüft wird (Art. 6a 

Abs. 2 und 3 AsylG). Diese Regelvermutung kann im Einzelfall aufgrund 

konkreter und substanziierter Hinweise umgestossen werden – dies gelingt 

den Beschwerdeführerinnen nicht.  

6.2.1 Vorliegend lassen sich den Vorbringen zum einen keine konkreten 

Hinweise auf ein Verfolgungsmotiv im Sinne von Art. 3 AsylG entnehmen. 

Die diesbezügliche Beschwerdeargumentation, wonach die Beschwerde-

führerin als Anhängerin respektive Mitglied der DPS aus politischen Grün-

den keinen Schutz erhalte, zumal ihr Ex-Mann eine hohe Stelle im (…) be-

kleide und über erheblichen Einfluss auf die derzeitigen Machthaber ver-

füge, überzeugt klar nicht. Es handelt sich hierbei um reine Behauptungen 

ohne belastbare Aktengrundlage. Die angeblich hohe Stellung des Ex-

Mannes ist weder belegt noch glaubhaft – an der Anhörung wusste sie 

hierzu nichts zu berichten und gab lediglich an, dies «von irgendwelchen 

Leuten» gehört zu haben (vgl. act. 3 F47, F49). Den eingereichten Beweis-

mitteln lassen sich weiter keine Hinweise darauf entnehmen, dass die mon-

tenegrinischen Behörden – insbesondere die Gerichte und Vollzugsbehör-

den – im Rahmen des Streits um das Besuchsrecht des Kindsvaters will-

kürlich respektive aus politischen oder anderen flüchtlingsrechtlich relevan-

ten Gründen zum Nachteil der Beschwerdeführerin handelten oder han-

deln werden.  

6.2.2 Darüber hinaus sind den Akten keine Hinweise darauf zu entnehmen, 

dass die montenegrinischen Behörden im vorliegenden Fall nicht schutz-

fähig und/oder schutzwillig sind. Den eingereichten Beweismitteln ist zu 

entnehmen, dass einzelne mit dem Besuchsrechtsverfahren zwischen der 

Beschwerdeführerin und ihrem Ex-Mann befasste Richterinnen und Rich-

ter aufgrund einer (indirekten) Bekanntschaft mit ihrem Ex-Mann – 

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Seite 9 

entgegen der Feststellung in der angefochtenen Verfügung – nicht erst 

(aber immerhin) auf ihre Intervention hin in den Ausstand getreten sind, 

sondern von sich aus Ausstandsgründe erkannt haben (vgl. Entscheide 

des Gerichts in D._______ betreffend Richter F._______ vom (…) 2024 

und Richter G._______ vom (…) 2025, act. 2 ID-003 bzw. ID-015 sowie 

Entscheid betreffend Richterin H._______ [weder Datum des Entscheids 

noch Gründe für den Ausstand auf dem eingereichten unvollständigen Aus-

schnitt erkennbar], a.a.O. ID-008). Dies spricht klar gegen die behauptete 

Korruption der Justizbehörden respektive die Einflussnahme ihres Ex-Man-

nes auf die mit den Verfahren befassten Gerichte. Sodann wurde der Ex-

Mann bereits einmal wegen Gewalt ihr gegenüber respektive wegen «stal-

king» verurteilt (vgl. act. 3 F48 sowie unvollständige Übersetzung des 

Strafurteils, act. 2 ID-018). Beim fluchtauslösenden Ereignis vom (…) 2025 

handelte es sich den Beweismitteln zufolge sodann nicht um einen Versuch 

der Behörden, ihr die Tochter unrechtmässig wegzunehmen und unter Vor-

mundschaft zu stellen (vgl. act. 3 F9; Beschwerde S. 3), sondern um den 

Versuch, dem Kindsvater unter Einsatz von Gerichtspersonen, Gerichts-

vollziehern, Psychologen und Sozialarbeitern die Wahrnehmung seines 

Besuchsrechts basierend auf einem vorangegangenen Urteil (vgl. Be-

schwerdebeilage 6b, englische Übersetzung des Urteils des Gerichts in 

D._______ in der Sache «(…)» vom […] 2025) zu ermöglichen (vgl. act. 2 

ID-015, englische Übersetzung der gerichtlichen Besuchsprotokolle Nr. 

«(…)»). Diesen Vorfall brachte die Beschwerdeführerin gleichentags zur 

Anzeige bei der Polizei, wo sie sich unter anderem über das grobe Vorge-

hen des Gerichtsvollziehers beschwerte (vgl. a.a.O., Anzeige vom (…) 

2025). Dem vorgenannten Urteil «(…)» vom (…) 2025 ist ferner zu entneh-

men, dass sich das Gericht eingehend mit den Vorwürfen der Beschwer-

deführerin gegenüber ihrem Ex-Mann auseinandergesetzt und das Urteil 

entsprechend gehörig begründet hat. Es liegen keine Hinweise vor, dass 

die entsprechenden Verfahren rechtsstaatlichen Anforderungen nicht ge-

nügen würden oder gar willkürlich wären. Dies gilt auch für die ihr bei einer 

Rückkehr in die Heimat allenfalls drohenden Haft- oder sonstigen Strafen 

aufgrund der Vereitelung des Besuchsrechts oder des Verfahrens wegen 

Kindesentführung. Das Asylrecht kann nicht dazu dienen, sich als unge-

recht empfundenen, aber rechtsstaatlich korrekten Behördenentscheiden 

in der Heimat zu entziehen. Es ist auch nicht Aufgabe des Bundesverwal-

tungsgerichts, solche Entscheide im Rahmen eines Asylverfahrens einer 

Alternativprüfung zu unterziehen. Darüber hinaus stand der Beschwerde-

führerin betreffend das Urteil vom (…) 2025 der Rechtsweg offen und es 

sind ihren Angaben zufolge nach wie vor weitere Verfahren hängig. Damit 

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Seite 10 

wurde – wie vom SEM zu Recht festgestellt – der innerstaatliche Instan-

zenzug nicht ausgeschöpft.  

6.3 Demnach ist es der Beschwerdeführerin nicht gelungen, eine Verfol-

gung im Sinne von Art. 3 AsylG glaubhaft darzutun. Entsprechend hat das 

SEM zu Recht die Flüchtlingseigenschaft der Beschwerdeführerinnen ver-

neint und deren Asylgesuche abgelehnt.  

7.  

Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt 

es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug 

an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie (Art. 44 

AsylG). 

Die Beschwerdeführerinnen verfügen insbesondere weder über eine aus-

länderrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Er-

teilung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach ebenfalls zu Recht 

angeordnet (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.). 

8.  

8.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). Beim Geltendmachen von Wegweisungs-

vollzugshindernissen gilt gemäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts 

der gleiche Beweisstandard wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigen-

schaft; das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich 

ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 

E. 10.2 m.w.H.). 

8.2  

8.2.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den 

Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 

AIG). So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land 

gezwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). Gemäss Art. 25 

Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen 

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Seite 11 

Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behand-

lung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK darf nie-

mand der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Be-

handlung unterworfen werden. 

8.2.2 Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend da-

rauf hin, dass das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulement nur 

Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es den 

Beschwerdeführerinnen nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche 

Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der in Art. 5 

AsylG verankerte Grundsatz der Nichtrückschiebung im vorliegenden Ver-

fahren keine Anwendung finden. Eine Rückkehr der Beschwerde-

führerinnen in den Heimatstaat ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 

AsylG rechtmässig. 

8.2.3 Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen der 

Beschwerdeführerinnen noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass die 

Beschwerdeführerinnen für den Fall einer Ausschaffung nach Montenegro 

dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 

FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt wären. Gemäss der 

Praxis des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) so-

wie jener des UN-Anti-Folterausschusses müssten die Beschwerde-

führerinnen eine konkrete Gefahr («real risk») nachweisen oder glaubhaft 

machen, dass ihnen im Fall einer Rückschiebung Folter oder unmenschli-

che Behandlung drohen würde (vgl. Urteil des EGMR Saadi gegen Italien 

vom 28. Februar 2008, Grosse Kammer 37201/06, §§ 124–127 m.w.H.). 

Nach den vorstehenden Ausführungen ist ihnen dies nicht gelungen. Auch 

die allgemeine Menschenrechtssituation im Heimatstaat lässt den Wegwei-

sungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht als unzulässig erscheinen.  

8.2.4 An dieser Feststellung vermögen auch die Gesundheitsprobleme der 

Beschwerdeführerinnen nichts zu ändern. Diese sind nicht derart schwer-

wiegend, dass von einer Unzulässigkeit im Sinne der restriktiven Recht-

sprechung (vgl. BVGE 2011/9 E. 7 mit Hinweisen auf die damalige Praxis 

des EGMR; Urteil EGMR Paposhvili gegen Belgien 13. Dezember 2016, 

Grosse Kammer 41738/10, §§ 180–193 m.w.H.) auszugehen ist (vgl. nach-

folgend E. 8.3.3).  

8.2.5 Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung zulässig. 

8.3  

E-6912/2025 

Seite 12 

8.3.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-

grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-

dizinischer Notlage konkret gefährdet sind.  

8.3.2 Der Bundesrat hat Montenegro als Heimat- oder Herkunftsstaat be-

zeichnet, in welchem eine Rückkehr in der Regel zumutbar ist (vgl. Art. 83 

Abs. 5 AIG i.V.m. Art. 18 und Anhang 2 der Verordnung über den Vollzug 

der Weg- und Ausweisung sowie der Landesverweisung von ausländi-

schen Personen [VVWAL, SR 142.281]). Diese gesetzliche Vermutung 

kann praxisgemäss durch substanziierte Hinweise umgestossen werden 

(vgl. etwa Urteil BVGer E-1083/2018 vom 22. Januar 2020 E. 10.4). 

8.3.3 Das Gericht teilt die Einschätzung der Vorinstanz, dass auch keine 

individuellen Gründe auf eine konkrete Gefährdung der Beschwerdeführe-

rinnen bei einer Rückkehr schliessen lassen. Die gesundheitlichen Beein-

trächtigungen lassen nicht auf eine relevante medizinische Notlage 

schliessen:  

Die Beschwerdeführerin ist schwanger – die Schwangerschaft wurde als 

Risikoschwangerschaft qualifiziert (vgl. vorinstanzliche Akten […]-13/2, 

Arztbericht vom 4. August 2025). Der voraussichtliche Geburtstermin ist im 

(…). Gemäss dem genannten Arztbericht braucht die Beschwerdeführerin 

Ruhe und darf keinem psychischen oder physischen Stress ausgesetzt 

werden. Bei einer – auch schwierigen – Schwangerschaft handelt es sich 

allenfalls um eine kurzfristige Einschränkung der Reisefähigkeit, sie ver-

mag indes nicht zur Annahme einer generellen respektive längerfristigen 

Unzumutbarkeit des Vollzugs zu führen. Die schweizerischen Behörden, 

die mit dem Vollzug der angefochtenen Verfügung beauftragt sind, werden 

den medizinischen Umständen – insbesondere der Schwangerschaft der 

Beschwerdeführerin – bei der Bestimmung der konkreten Modalitäten und 

des Termins der Rückführung nach Montenegro angemessen Rechnung 

tragen.  

Im Weiteren können allfällige psychische Probleme der Tochter – wie bis-

her (vgl. act. 2 ID-004 f.) – auch in Montenegro behandelt werden.  

Im Übrigen kann auf die zutreffenden Erwägungen in der angefochtenen 

Verfügung verwiesen werden (vgl. a.a.O. Ziff. III/2).  

8.3.4 Hinsichtlich des Kindeswohls ist sodann darauf hinzuweisen, dass 

die Tochter gemeinsam mit der Mutter nach Montenegro zurückkehren 

E-6912/2025 

Seite 13 

wird. Im Falle einer allfälligen Haftstrafe der Beschwerdeführerin ist es so-

dann Sache der montenegrinischen Behörden, für angemessene Haftbe-

dingungen oder Betreuung zu sorgen. Ebenso liegt es in der Verantwortung 

der montenegrinischen Behörden, die Vorbringen hinsichtlich einer allfälli-

gen Misshandlung der Tochter durch den Kindsvater im Rahmen der dorti-

gen Rechtsordnung zu prüfen und wenn nötig entsprechende Schutzmas-

snahmen zu ergreifen. Wie vorstehend ausgeführt bestehen keine konkre-

ten Hinweise darauf, dass die entsprechenden Verfahren nicht mit der ge-

botenen Ernsthaftigkeit geführt oder rechtsstaatlichen Ansprüchen nicht 

genügen würden. Im Übrigen ist auch hier auf die zutreffenden Erwägun-

gen in der angefochtenen Verfügung zu verweisen (vgl. a.a.O. Ziff. III/2). 

8.3.5 Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung auch 

als zumutbar. 

8.4 Schliesslich verfügen die Beschwerdeführerinnen über gültige heimat-

liche Reisepässe, weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich 

zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AIG). 

8.5 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

9.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt und – soweit diesbezüglich überprüfbar – ange-

messen ist. Für die subeventualiter beantragte Rückweisung der Sache an 

die Vorinstanz besteht kein Anlass. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

10.  

10.1 Aus den vorstehenden Erwägungen ergibt sich, dass die Beschwer-

debegehren als aussichtslos bezeichnet werden müssen. Die Vorausset-

zungen für die Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und Ver-

beiständung sind damit nicht erfüllt und die Gesuche sind ungeachtet der 

geltend gemachten prozessualen Bedürftigkeit abzuweisen. Das Gesuch 

um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses ist mit dem vorlie-

genden Urteil gegenstandslos geworden.  

10.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten den 

Beschwerdeführerinnen aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf ins-

gesamt Fr. 750.– festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 

E-6912/2025 

Seite 14 

2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungs-

gericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

E-6912/2025 

Seite 15 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und 

Rechtsverbeiständung werden abgewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden den Beschwerdeführerinnen 

auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zuguns-

ten der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerinnen, das SEM und die kanto-

nale Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Lorenz Noli Kevin Schori 

 

 

Versand: