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**Case Identifier:** ea5b5d4d-cc20-5a6e-a75f-fb83ef176b56
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-03-31
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 31.03.2014 200 2012 1081
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2012-1081_2014-03-31.pdf

## Full Text

200 12 1081 BV
SCP/PRN/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 31. März 2014

Verwaltungsrichter Schütz, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Fuhrer, Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiberin Prunner

A.________
vertreten durch B.________
Klägerin

gegen

GastroSocial Pensionskasse 
Bahnhofstrasse 86, Postfach, 5001 Aarau
vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. D.________ 
Beklagte

betreffend Klage vom 9. November 2012

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. März 2014, BV/12/1081, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1971 geborene A.________ (Versicherte bzw. Klägerin) arbeitete zu-
letzt vom 1. Juni 2005 bis 30. April 2007 als … für die E.________ und war 
dadurch bei der GastroSocial Pensionskasse (GastroSocial bzw. Beklagte) 
berufsvorsorgeversichert (vgl. Akten der IV-Stelle Bern [IVB, act. II] 1, 
S. 10; 10).

Am 18. Dezember 2007 meldete sich die Versicherte bei der IVB zum Be-
zug von Leistungen der Invalidenversicherung an. Als Art der Behinderung 
gab sie eine Persönlichkeitsstörung vom Boderline-Typ (ICD-10: F60.31) 
sowie Zwangsrituale (ICD-10: F42.1) an (act. II 1). Nach Durchführung ei-
ner gescheiterten beruflichen Eingliederung (vgl. act. II 34) und Einholung 
diverser beruflicher und medizinischer Unterlagen - insbesondere eines 
Gutachtens des Psychiatrischen Dienstes des Spitals F.________ vom 
12. Juli 2010 (act. II 44.1) - stellte die IVB mit Vorbescheid vom 22. Oktober 
2010 die Zusprache einer ganzen Rente rückwirkend ab 1. Dezember 2007 
in Aussicht (act. II 46).

Dagegen erhob die GastroSocial am 20. Dezember 2010 Einwand. Sie 
reichte ein Gutachten ihres Vertrauensarztes Dr. med. G.________, Fach-
arzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 16. Dezember 2010 
(act. II 62.2) zu den Akten und beantragte eine Überprüfung des Beginnes 
der Wartefrist (act. II 62.1). Mit Schreiben vom 29. Dezember 2010 teilte 
die IVB der GastroSocial mit, dass die Frist zur Einreichung einer Anhörung 
abgelaufen sei, weshalb auf die verspätete Eingabe nicht mehr eingegan-
gen werden könne (act. II 63). Nach Einholung einer Stellungnahme des 
regionalen ärztlichen Dienstes (RAD) vom 31. Januar 2011 (act. II 67) hielt 
die IVB mit Verfügung vom 11. Mai 2011 an der Zusprache einer ganzen 
Rente ab 1. Dezember 2007 fest (act. II 75). Diese Verfügung wurde mit 
Mitteilung vom 13. Januar 2012 bestätigt (act. II 86).

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B.

Im weiteren Verlauf verneinte die GastroSocial mit Schreiben vom 12. Sep-
tember 2011 einen Anspruch der Versicherten auf eine Rente aus berufli-
cher Vorsorge. Dabei bestritt sie den von der IVB auf Dezember 2006 fest-
gelegten Beginn der Arbeitsunfähigkeit. Gestützt auf das Gutachten von Dr. 
med. G.________ vom 16. Dezember 2010 habe eine Arbeitsunfähigkeit 
bereits in der Adoleszenz bestanden. Bei Eintritt der Frühinvalidität habe 
keine Versicherungsdeckung vorgelegen, weshalb kein Anspruch auf Inva-
liditätsleistungen aus ihrer Vorsorgeeinrichtung bestehe (Beschwerdebeila-
ge [act. I] 4)

C.

Am 9. November 2012 liess die Versicherte, vertreten durch den 
B.________, Fürsprecherin C.________, Klage beim Verwaltungsgericht 
des Kantons Bern erheben. Sie beantragt, die GastroSocial sei zu ver-
pflichten, ihr ab 1. Dezember 2007 die reglementarischen Invaliditätsleis-
tungen auszurichten. Zur Begründung liess sie ausführen, dass die Gas-
troSocial an die Verfügung der IVB vom 11. Mai 2011, worin der Beginn der 
Wartefrist auf den 1. Dezember 2006 festgesetzt wurde, gebunden sei.

In der Klageantwort vom 22. Januar 2013 beantragt die GastroSocial, ver-
treten durch Rechtsanwältin Dr. iur. D.________, die Abweisung der Klage.

Mit verfahrensleitender Verfügung vom 28. November 2013 stellte der In-
struktionsrichter fest, dass sich der von der IVB festgelegte Wartezeitbe-
ginn insoweit als aktenwidrig und damit zweifellos unrichtig erweisen dürfte, 
als sich die auch aus sozialversicherungsrechtlicher Sicht invalidisierende 
affektive und komplexe posttraumatische Störung erst ab Juli 2009 mani-
festiert haben könne und in diesem Zeitpunkt die Klägerin bei der Beklag-
ten nicht mehr versichert gewesen sei, weshalb bei dieser Betrachtung der 
Antrag an die Spruchbehörde auf Abweisung der Klage lauten müsste. Den 
Parteien wurde Gelegenheit zur Einreichung von Schlussbemerkungen 
gegeben.

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Am 19. Dezember 2013 verzichtete die Beklagte unter Verweis auf ihren 
Abweisungsantrag auf Schlussbemerkungen. Gleichentags wurde dem 
Gericht mittgeteilt, dass die Klägerin neu durch Rechtsanwältin Dr. iur. 
H.________ des B.________ vertreten werde. Mit Schlussbemerkungen 
vom 31. Januar 2014 hielt die Klägerin an ihrem Rechtsbegehren fest.

Am 25. März 2014 fand eine nichtöffentliche Urteilsberatung gemäss 
Art. 56 Abs. 5 bzw. 6 des kantonalen Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die 
Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft (GSOG; 
BSG 161.1) i.V.m. Art. 37 Abs. 1 lit. b des kantonalen Gesetzes über die 
Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 (VRPG; BSG 155.21) statt.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Sozialversicherungs-
rechtliche Abteilung, ist als einzige kantonale Instanz sachlich und funktio-
nell zuständig zur Beurteilung der mit Klage vom 9. November 2012 gel-
tend gemachten Ansprüche (Art. 73 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 
berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge vom 25. Juni 
1982 [BVG; SR 831.40] i.V.m. Art. 87 lit. c VRPG und Art. 54 Abs. 1 lit. a 
GSOG). Gerichtsstand ist nach Art. 73 Abs. 3 BVG der schweizerische Sitz 
oder Wohnsitz des Beklagten oder der Ort des Betriebes, bei dem die ver-
sicherte Person angestellt wurde. Dabei kommt es für den Wahlgerichts-
stand nicht darauf an, ob die Vorsorgeeinrichtung, der Arbeitgeber oder die 
versicherte Person klagende Partei ist (SVR 2006 BVG Nr. 17 S. 62 
E. 2.3). Die ehemalige Arbeitgeberin der Klägerin hat Sitz in … im Kanton 
Bern (vgl. www.zefix.ch), womit das angerufene Gericht zur Behandlung 
der Klage örtlich zuständig ist. Auch die übrigen Prozessvoraussetzungen 
sind erfüllt. Insbesondere ist die Klage formgerecht eingelangt (Art. 32 VR-
PG) und die Rechtsvertreterin der Klägerin ist gehörig bevollmächtigt (Art. 
15 Abs. 1 VRPG). Auf die Klage ist somit einzutreten.

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1.2 Streitig und zu prüfen ist, ob die Beklagte der Klägerin eine Invali-
denrente gemäss den gesetzlichen bzw. reglementarischen Bestimmungen 
auszurichten hat und dabei insbesondere die Frage, in welchem Zeitpunkt 
die nachmalig zur Invalidität führende Arbeitsunfähigkeit eingetreten ist.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Nach Art. 73 Abs. 2 BVG sehen die Kantone ein einfaches, rasches 
und in der Regel kostenloses Verfahren vor, wobei der Richter den 
Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen hat. Innerhalb des Streitge-
genstandes ist das Berufsvorsorgegericht in Durchbrechung der Dispositi-
onsmaxime an die Begehren der Parteien nicht gebunden (BGE 135 V 23 
E. 3.1 S. 26; Art. 92 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Am 1. Januar 2005 ist die 1. BVG-Revision (Änderungen vom 3. Ok-
tober 2003; AS 2004 S. 1677) in Kraft getreten. Die Klägerin beantragt eine 
Rente ab Dezember 2007, deshalb gilt das neue Recht.

2.2 Anspruch auf Invalidenleistungen haben nach Art. 23 lit. a BVG 
Personen, die im Sinne der Invalidenversicherung zu mindestens 40% in-
valid sind und bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invali-
dität geführt hat, versichert waren.

Unter Arbeitsunfähigkeit ist eine Einbusse an funktionellem Leistungsver-
mögen im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zu verstehen (BGE 134 
V 20 E. 3.2.2 S. 23). Sie muss mindestens 20% betragen (SVR 2011 BVG 
Nr. 14 S. 52 E. 2.1).

2.3 Die Invalidenleistungen nach Art. 23 lit. a BVG werden von derjeni-
gen Vorsorgeeinrichtung geschuldet, welcher der Ansprecher bei Eintritt 
des versicherten Ereignisses angeschlossen war. Entscheidend ist dabei 
einzig der Eintritt der relevanten Arbeitsunfähigkeit, unabhängig davon, in 
welchem Zeitpunkt und in welchem Masse daraus ein Anspruch auf Invali-
denleistungen entsteht. Die Versicherteneigenschaft muss nur bei Eintritt 

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der Arbeitsunfähigkeit gegeben sein, dagegen nicht notwendigerweise 
auch im Zeitpunkt des Eintritts oder der Verschlimmerung der Invalidität. 
Für eine einmal aus – während der Versicherungsdauer aufgetretener – 
Arbeitsunfähigkeit geschuldete Invalidenleistung bleibt die Vorsorgeeinrich-
tung somit leistungspflichtig, selbst wenn sich nach Beendigung des Vor-
sorgeverhältnisses der Invaliditätsgrad ändert. Entsprechend bildet denn 
auch der Wegfall der Versicherteneigenschaft keinen Erlöschungsgrund 
(Art. 26 Abs. 3 BVG [Umkehrschluss]; BGE 136 V 65 E. 3.1 S. 68).

2.4 Der Anspruch auf Invalidenleistungen der (obligatorischen) berufli-
chen Vorsorge setzt einen engen sachlichen und zeitlichen Zusammen-
hang zwischen der während der Dauer des Vorsorgeverhältnisses (einsch-
liesslich der Nachdeckungsfrist nach Art. 10 Abs. 3 BVG) bestandenen 
Arbeitsunfähigkeit und der allenfalls erst später eingetretenen Invalidität 
voraus. Der Gesundheitsschaden, der zur Arbeitsunfähigkeit geführt hat, 
muss von der Art her im Wesentlichen derselbe sein, der der Erwerbsun-
fähigkeit zu Grunde liegt. Nicht erforderlich ist ein adäquater Kausalzu-
sammenhang; eine Wechselwirkung im Sinne natürlicher Kausalität genügt 
(BGE 134 V 20 E. 3.2 S. 22; SVR 2011 BVG Nr. 12 S. 45 E. 3, 2001 BVG 
Nr. 18 S. 70 E. 5b). Die Annahme eines engen zeitlichen Zusammenhangs 
setzt voraus, dass die versicherte Person nach Eintritt der Arbeitsunfähig-
keit, deren Ursache zur Invalidität geführt hat, nicht während längerer Zeit 
wieder arbeitsfähig war. Bei der Prüfung dieser Frage sind die gesamten 
Umstände des konkreten Einzelfalles zu berücksichtigen, namentlich die 
Art des Gesundheitsschadens, dessen prognostische Beurteilung durch 
den Arzt sowie die Beweggründe, welche die versicherte Person zur Wie-
deraufnahme oder Nichtwiederaufnahme der Arbeit veranlasst haben. Zu 
den für die Beurteilung des zeitlichen Konnexes relevanten Umständen 
zählen auch die in der Arbeitswelt nach aussen in Erscheinung tretenden 
Verhältnisse, wie etwa die Tatsache, dass eine voll vermittlungsfähige, 
Stellen suchende Person über längere Zeit hinweg Taggelder der Arbeits-
losenversicherung bezieht. Allerdings kann solchen Zeiten nicht die gleiche 
Bedeutung beigemessen werden wie Zeiten effektiver Erwerbstätigkeit. Mit 
Bezug auf die Dauer der den zeitlichen Konnex unterbrechenden Arbeits-
fähigkeit kann die Regel von Art. 88a Abs. 1 der Verordnung über die Inva-
lidenversicherung vom 17. Januar 1961 (IVV; SR 831.201) als Richtschnur 

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gelten. Nach dieser Bestimmung ist eine anspruchsbeeinflussende Verbes-
serung der Erwerbsfähigkeit in jedem Fall zu berücksichtigen, wenn sie 
ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat und voraus-
sichtlich weiterhin andauern wird. Bestand während mindestens drei Mona-
ten wieder volle Arbeitsfähigkeit und erschien gestützt darauf eine dauer-
hafte Wiedererlangung der Erwerbsfähigkeit als objektiv wahrscheinlich, 
stellt dies ein gewichtiges Indiz für eine Unterbrechung des zeitlichen Zu-
sammenhangs dar. Anders verhält es sich, wenn die fragliche, allenfalls 
mehr als dreimonatige Tätigkeit als Eingliederungsversuch zu werten ist 
oder massgeblich auf sozialen Erwägungen des Arbeitgebers beruhte und 
eine dauerhafte Wiedereingliederung unwahrscheinlich war (BGE 134 V 20 
E. 3.2.1 S. 22).

2.5 Nach der Rechtsprechung sind Vorsorgeeinrichtungen, die ausdrücklich 
oder unter Hinweis auf das Gesetz vom gleichen Invaliditätsbegriff wie die Invali-
denversicherung ausgehen, an die Invaliditätsbemessung der IV-Stelle gebunden, 
wenn diese sich nicht als offensichtlich unhaltbar erweist (BGE 138 V 125 E. 3.3 S. 
130, 129 V 150 E. 2.5 S. 156; SVR 2011 BVG Nr. 12 S. 46 E. 5.1). Für den Be-
reich der obligatorischen beruflichen Vorsorge ist diese Bindungswirkung posi-
tivrechtlich ausdrücklich verankert, indem sich der Leistungsanspruch auf eine 
Invalidenrente der obligatorischen beruflichen Vorsorge an den sachbezüglichen 
Voraussetzungen des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung vom 
19. Juni 1959 (IVG; SR 831.20) orientiert (Art. 23 lit. a BVG; BGE 132 V 1 E. 3.2 S. 
4). 

Im Hinblick auf die verbindliche Wirkung der IV-rechtlichen Qualifikation sind die 
IV-Stellen gehalten, die Vorsorgeeinrichtung(en) spätestens im Vorbescheidverfah-
ren in das IV-rechtliche Verfahren einzubeziehen. Erfolgt dieser Einbezug nicht, 
vermag der Beschluss der IV-Stelle keine Bindungswirkung für die berufliche Vor-
sorge zu entfalten (BGE 138 V 125 E. 3.3 S. 130, 129 V 73 E. 4.2.2 S. 76; SVR 
2011 BVG Nr. 12 S. 46 E. 5.1).

2.6 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-

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lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99). 

3.

3.1 Mit rechtskräftiger Verfügung vom 11. Mai 2011 hat die IVB der Klä-
gerin ab 1. Dezember 2007 bei einem Invaliditätsgrad von 100% eine gan-
ze Rente zugesprochen (act. II 75). Vom 1. Juni 2005 bis 30. April 2007 
war die Klägerin bei der E.________ angestellt und im Rahmen dieses Ar-
beitsverhältnisses unbestrittenermassen bei der GastroSocial für die beruf-
liche Vorsorge versichert.

Die Beklagte wurde in das IV-Verfahren mit einbezogen (vgl. act. II 46, 
62.1), sodass grundsätzlich eine Bindungswirkung gegenüber den Feststel-
lungen der Organe der Invalidenversicherung besteht (vgl. E. 2.5 hiervor).

Die IVB ist bei ihrer rentenzusprechenden Verfügung davon ausgegangen, 
dass nach den medizinischen Unterlagen eine Arbeitsunfähigkeit von min-
destens 40% seit dem 18. Dezember 2006 besteht und in diesem Zeitpunkt 
die Wartezeit zu laufen begann. Der Rentenbeginn wurde dementspre-
chend auf den 1. Dezember 2007 festgesetzt. 

Die GastroSocial vertritt demgegenüber die Auffassung, dass die zur Inva-
lidität führende Arbeitsunfähigkeit bereits zu einem viel früheren Zeitpunkt 
bzw. in der Kindheit (Frühinvalidität) eingetreten und sie deshalb für die 
Leistungserbringung aus beruflicher Vorsorge nicht zuständig sei. 

Umstritten ist damit vorab der Zeitpunkt des Eintritts der nachmalig zur In-
validität führenden Arbeitsunfähigkeit. Wegen der soeben erwähnten Bin-
dungswirkung gegenüber den Feststellungen der Organe der Invalidenver-
sicherung ist deshalb im Folgenden zunächst zu prüfen, ob sich diese 
Feststellungen als offensichtlich unhaltbar erweisen. 

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3.2 Zum Gesundheitszustand der Klägerin und insbesondere zum Be-
ginn der der Invalidität zugrunde liegenden Arbeitsunfähigkeit lässt sich den 
Akten im Wesentlichen Folgendes entnehmen:

3.2.1 Die Ärzte des Psychiatrischen Dienstes des Spitals F.________ 
diagnostizierten im Gutachten vom 12. Juli 2010 mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung, Borderline-
Typ (ICD-10: F60.31), bestehend seit Adoleszenz, ein atypisches monopo-
lar depressives Mischbild (ICD-10: F32.8) mit Symptomen einer komplexen 
posttraumatischen Belastungsstörung (ICD-10: F43.1), bestehend seit Ado-
leszenz, sowie Probleme in Verbindung mit Arbeitslosigkeit (ICD-10: Z56.0) 
und in der Beziehung zum Partner (ICD-10: Z63.0; act. II 44.1, S. 19). In 
der bisherigen - wie auch in einer angepassten - Tätigkeit bestehe eine 
Arbeitsunfähigkeit von 100% seit dem 18. Dezember 2006 (act. II 44.1, 
S. 27 f.).

3.2.2 In dem von der GastroSocial in Auftrag gegebenen psychiatrischen 
Gutachten vom 16. Dezember 2010 diagnostizierte Dr. med. G.________ 
eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit paranoiden, schizoiden, emoti-
onal instabilen und zwanghaften Zügen (ICD-10: F61.0; act. II 62.2, S. 13). 
In der Adoleszenz habe zum ersten Mal eine Arbeitsunfähigkeit aufgrund 
psychischer Beschwerden von mindestens 20% bestanden (act. II 62.2, 
S. 14). Aus den Akten und aus seinen Untersuchungen müsse der Schluss 
gezogen werden, dass bei der Klägerin eine Frühinvalidität (Persönlich-
keitsstörung und leichte Minderintelligenz) vorliege und sie aufgrund der 
gesundheitlichen Einschränkungen keine Ausbildung bzw. Lehre absolvie-
ren konnte und auch deswegen die Autoprüfung nicht geschafft habe (act. 
II 62.2, S. 15). Eine Tätigkeit wäre im Rahmen von zwei Mal drei Stunden 
täglich noch zumutbar (act. II 62.2, S. 16).

3.2.3 Der RAD-Arzt Dr. med. I.________, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie, führte in der Stellungnahme vom 31. Januar 2011 aus, es 
sei durchaus plausibel, ab dem 18. Dezember 2006 eine Arbeitsunfähigkeit 
von mindestens 20% und eine solche von rund 80% im Laufe des nächsten 
Jahres anzunehmen. Die Dekompensation trete - wie das in der Psychiatrie 
der Fall sei - nicht akut wie bei einem Unfall, sondern sukzessive ein. Das 

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Datum der Arbeitsniederlegung dafür zu nehmen sei statthaft und plausibel 
(act. II 67, S. 2).

3.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.4

3.4.1 Das Gutachten des Psychiatrischen Dienstes des Spitals 
F.________ vom 12. Juli 2010 erfüllt die von der höchstrichterlichen Recht-
sprechung an ärztliche Berichte gestellten Anforderungen (vgl. E. 3.3 hier-
vor), weshalb ihm in medizinischer Hinsicht volle Beweiskraft zukommt (vgl. 
BGE 125 V 351 E. 3b/bb S. 353). Die darin enthaltenen Feststellungen 
beruhen auf eigenen Abklärungen und sind in Kenntnis der Vorakten sowie 
unter Berücksichtigung der geklagten Beschwerden getroffen worden. Die 
Ausführungen in der Beurteilung der psychiatrischen Zusammenhänge sind 
einleuchtend und die gezogenen Schlussfolgerungen zum Gesundheitszu-
stand und zur Arbeitsfähigkeit werden nachvollziehbar begründet.

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Die Ärzte des Psychiatrischen Dienstes führen im Gutachten vom 12. Juli 
2010 klar und schlüssig aus, dass bei der Klägerin ein atypisches depressi-
ves Mischbild (ICD-10: F32.8) mit Symptomen einer komplexen posttrau-
matischen Belastungsstörung, bei einer vorbestehenden emotional instabi-
len Persönlichkeitsstörung, Borderline-Typ (ICD-10: F60.31), vorliegt (act. II 
44.1, S. 26). Anlässlich der psychiatrischen Untersuchung am 22. Februar 
und 19. April 2010 sowie anhand der anamnestischen Angaben stellten die 
Ärzte aufgrund der Persönlichkeitsmerkmale (unter anderem die Neigung 
zu intensiven, aber unbeständigen Beziehungen die zu wiederholten emo-
tionalen Krisen führen) sowie eines phasenhaften Verlaufes (Phasen von 
unaufhörlicher Tätigkeit im Bemühen um die Arbeitsstelle, mit gleichzeitiger 
Vernachlässigung der Kinder, gefolgt von Phasen, in denen die Klägerin 
krank war und nichts mehr ging) eine Persönlichkeitsstörung fest (act. II 
44.1, S. 21 f.). Diese führe primär zu einer schweren Einschränkung der 
persönlichen und sozialen Leistungsfähigkeit, Episoden von schwerer af-
fektiver und impulsiver Unkontrolliertheit und schliesslich zu schwerwie-
genden psychosozialen Problemen. Die Ärzte stellten fest, dass die Anpas-
sungsfähigkeit bei Persönlichkeitsstörungen im Allgemeinen reduziert ist 
und die Klägerin komorbid zu der Persönlichkeitsstörung ein depressives 
Mischbild mit der im Alltag deutlich behindernden posttraumatischen Sym-
ptomatik, mit Rückzugsverhalten, und sozialer Isolation, Reizbarkeit, An-
triebsarmut, Schreckhaftigkeit, Misstrauen und Derealisation infolge der 
intrusiven Erlebnisse entwickelte (act. II 44.1, S. 21, 26 f.). Sie attestierten 
- primär aufgrund der komorbiden affektiven und komplexen posttraumati-
schen Störung - zu Recht eine 100%-ige Arbeits- und Leistungsunfähigkeit 
in der angestammten wie auch in einer angepassten Tätigkeit (act. II 44.1, 
S. 27 f.).

3.4.2 Nicht gefolgt werden kann dem psychiatrischen Gutachten hingegen 
betreffend den Wartezeitbeginn bzw. den Beginn der medizinisch begrün-
deten Arbeitsunfähigkeit seit dem 18. Dezember 2006 (act. II 44.1, S. 28).

Den Auslöser der depressiven Krise sahen die Ärzte hauptsächlich im Ver-
lust des „Grossvaters“ (zweiter Mann der Grossmutter) und dem Tod des 
Vaters der Klägerin im Sommer 2009 mit nachfolgender Reaktivierung der 
posttraumatischen Symptomatik (act. II 44.1, S. 23). Die Klägerin gab an-

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lässlich des Gutachtens an, dass ihr Vater am 19. Juli 2009 an einem Hirn-
schlag verstorben sei. Er sei als hirntot deklariert worden und sie habe 
schliesslich entscheiden müssen, die Maschinen abzustellen. Es sei ihr so 
recht gewesen. Vorwürfe habe sie sich keine gemacht, da er sowieso hirn-
tot gewesen sei und ihrer Meinung nach auch nichts anderes verdient ha-
be. Sie habe den Vater am Sterbebett nicht ansehen oder berühren kön-
nen; sie habe nur Hass und Ekel verspürt (act. II 44.1, S. 6). Weiter gab sie 
an, dass sie sich seit dem Tod ihres Vaters sehr schlecht fühle. Sie habe 
Albträume, die sich um ihn drehten, die sie gequält hätten, so dass sie oft 
kaum mehr Schlaf fände. Sie sei verzweifelt, da sie gehofft habe, nach sei-
nem Tod endlich etwas Ruhe erleben zu dürfen. Der Tod des geliebten 
„Grossvaters“ sei für sie zusätzlich ein schwerer Schlag gewesen (act. II 
44.1, S. 9). Seit dem Tod ihres Vaters habe sie das Gefühl, dass ihr Mann 
„komisch“ geworden sei. Er gleiche immer mehr ihrem eigenen Vater und 
ihre Beziehung funktioniere seither nicht mehr. Sie wünschte sich, er würde 
wieder ausziehen, könne sich aber nicht durchsetzen (act. II 44.1, S. 10). 
Sodann berichtet die Klägerin von Depersonalisationserlebnissen. Seit dem 
Tod ihres Vaters erlebe sie die sexuellen Missbrauchsereignisse und Ge-
walttätigkeiten in Form von sich aufdrängenden Erinnerungen (Nachhaller-
innerungen, Flashbacks), Albträumen und Wahrnehmungen wieder. Die 
Intrusionen würden eine Stärke von Derealisationserlebnissen erreichen, 
wo sie teils die Kontrolle verliere (act. II 44.1, S. 17). Unter diesen Voraus-
setzungen erscheint die Beurteilung der Ärzte des Psychiatrischen Diens-
tes richtig, wonach die Arbeitsfähigkeit primär durch die komorbide affektive 
und komplexe posttraumatische Störung eingeschränkt ist (act. II 44.1, 
S. 27). Der Beginn der - durch einen aus sozialversicherungsrechtlicher 
Sicht relevanten Gesundheitsschaden bedingten - Arbeitsunfähigkeit ist 
damit jedoch nicht auf Dezember 2006, sondern auf Juli 2009 zu setzen.

3.4.3 Diese Einschätzung stimmt denn auch mit der echtzeitlichen Beur-
teilung von Dr. med. J.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychothe-
rapie, anlässlich der Untersuchung im Mai 2007 überein. Dieser begründe-
tet die von ihm attestierte Arbeitsunfähigkeit von 50% - bei überwiegend 
unauffälligen klinischen Befunden - ausschliesslich mit psychosozialen Be-
lastungsfaktoren (Überforderung am Arbeitsplatz und bei der Erziehung der 
Kinder), welche in sozialversicherungsrechtlicher Hinsicht jedoch keine 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. März 2014, BV/12/1081, Seite 13

Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit haben (BGE 127 V 
294 E. 5a S. 299; SVR 2012 IV Nr. 52 S. 189 E. 3.2). So wies er denn auch 
darauf hin, dass eine IV-Anmeldung nur als Anmeldung zu einer Umschu-
lung und/oder einer Teilunterstützung verstanden werden könne, da die 
Klägerin auch aus therapeutischen Gründen Verantwortung im Erwerbsle-
ben übernehmen müsse (act. II 1, S. 14).

3.5 Das psychiatrische Gutachten von Dr. med. G.________ vom 
16. Dezember 2010, wonach erstmals eine Arbeitsunfähigkeit von mindes-
tens 20% in der Adoleszenz aufgetreten sei (act. II 62.2, S. 14), vermag 
nichts zu ändern. Soweit Dr. med. G.________ eine Retraumatisierung 
bzw. die Diagnose eines posttraumatischen Belastungssyndroms verneint 
(act. II 62.2, S. 13 f.), geht der Gutachter dabei von falschen Annahmen 
aus, wird doch im Gutachten der Psychiatrischen Dienste nicht die Kündi-
gung des Arbeitsverhältnisses, sondern der Tod des Vaters und der Verlust 
des „Grossvaters“ als Auslöser der depressiven Krise mit nachfolgender 
Reaktivierung einer posttraumatischen Störung beschrieben (vgl. E. 3.4.2 
hiervor). Die Kündigung oder die Probleme mit der Tochter fallen für die 
Annahme einer Reaktivierung der posttraumatischen Symptomatik ausser 
Betracht, weil sie von der Art und Ausprägung her nicht geeignet waren für 
eine entsprechende Diagnose (vgl. Stellungnahme vom 31. Januar 2014 
sowie DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT [Hrsg.], Internationale Klassifikation psy-
chischer Störungen, ICD-10 Kapitel V [F], Klinisch-diagnostische Leitlinien, 
8. Aufl. 2011, S. 207).

In diesem Zusammenhang ist denn auch auf die bundesgerichtliche Recht-
sprechung hinzuweisen, wonach nicht ein Gesundheitsschaden an sich, 
sondern die daraus resultierende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus-
schlaggebend ist. Somit ist vorliegend entscheidend, ob die Klägerin bei 
Stellenantritt bei der E.________ im Juni 2005 und seither ununterbrochen 
in ihrer Arbeitsfähigkeit erheblich eingeschränkt war (vgl. Entscheid des 
BGer vom 5. April 2013, 9C_1034/2012, E. 3.3.1). Gestützt auf den Frage-
bogen Arbeitgeber vom 22. Januar 2008 hat die Klägerin von Juni bis Mitte 
November 2005 bei einem vollzeitlichen Pensum über eine volle Arbeits- 
und Leistungsfähigkeit verfügt. Damit kann nicht davon ausgegangen wer-
den, die Arbeitsfähigkeit sei bereits im Zeitpunkt des Stellenantritts in er-

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heblicher und dauerhafter Weise eingeschränkt gewesen (vgl. E. 2.4 hier-
vor). 

Diese Einschätzung stimmt denn auch mit den Ausführungen der IVB in der 
Rentenverfügung vom 11. Mai 2011 überein. Darin wurde festgehalten, 
dass die Beschwerdeführerin nach eigenen Angaben aus invaliditätsfrem-
den Gründen keine Ausbildung absolvieren konnte. Ebenfalls ging die IVB 
davon aus, dass der Ursprung der Persönlichkeitsstörung zwar in der Kind-
heit zu finden ist, sich aber erst im Erwachsenenalter manifestiert hat und 
nicht derart schwer ausgeprägt ist, dass sie alleine zu einer Arbeitsunfähig-
keit führen würde. Denn erst in Kombination mit der im Jahr 2009 erfolgten 
Dekompensation, ausgelöst durch die Retraumatisierung und die kurz dar-
auf eingetretene Depression, kann von einer massgeblichen Arbeitsun-
fähigkeit ausgegangen werden (act. II 75, S. 7; vgl. auch act. II 67, S. 2). 

3.6 Nach dem Gesagten erweist sich der von der IVB festgelegte War-
tezeitbeginn (18. Dezember 2006) als aktenwidrig und damit als zweifellos 
unrichtig, weshalb für die Leistungspflicht der Beklagten die Verfügung der 
IVB nicht bindend ist (vgl. E. 2.5 hiervor). 

Nach den Ausführungen hiervor ist zudem erstellt, dass die Arbeitsunfähig-
keit erst ab Juli 2009 durch einen  - bei der hier gebotenen sozialversiche-
rungsrechtlichen Betrachtung -  relevanten und damit invalidisierenden Ge-
sundheitsschaden zu begründen war. Da die Klägerin im Juli 2009 nicht 
mehr bei der Beklagten versichert war (vgl. act. II 10), ist die Klage somit 
abzuweisen.

4. Ergänzend bleibt anzufügen, dass die Leistungspflicht der Beklag-
ten auch dann nicht gegeben wäre, wenn auf die im Gutachten des Psych-
iatrischen Dienstes des Spitals F.________ vorgenommene Differenzie-
rung zwischen der (nicht invalidisierenden) Borderline-
Persönlichkeitsstörung und der im Juli 2009 aufgetretenen (invalidisieren-
den) komorbiden affektiven und komplexen posttraumatischen Störung 
(vgl. act. II 44.1, S. 27) nicht abgestellt und davon ausgegangen würde, die 
seit Dezember 2006 attestierte Arbeitsunfähigkeit sei im Rahmen eines 
durch die Persönlichkeitsstörung unterhaltenen Beschwerdekomplexes 

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eingetreten. Denn bei dieser Annahme müsste es mit den Ausführungen 
der Beklagten im Rahmen der Klageantwort sein Bewenden haben, besteht 
doch diese Persönlichkeitsstörung unbestrittenermassen seit der Adoles-
zenz. In diesem Zusammenhang ist zudem festzustellen, dass diesfalls die 
rentenzusprechende Verfügung der IVB vom 11. Mai 2011 für die Beklagte 
nicht verbindlich wäre, weil sie in einem Anfechtungsstreitverfahren einen 
vor dem gesetzlichen Anspruchsbeginn liegenden Eintritt der Arbeitsun-
fähigkeit gar nicht hätte rügen können (vgl. E. 3.1 hiervor).

5.

5.1 Verfahrenskosten sind in Anwendung von Art. 73 Abs. 2 BVG keine 
zu erheben.

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Klägerin keinen An-
spruch auf eine Parteientschädigung (Art. 109 Abs. 1 VRPG [Umkehr-
schluss]). Die obsiegende Beklagte hat als Sozialversicherungsträgerin 
nach allgemeinem sozialversicherungsrechtlichem Prozessgrundsatz eben-
falls keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (BGE 126 V 143 E. 4b 
S. 150).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Klage wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. der Klägerin
- Rechtsanwältin Dr. iur. D.________ z.H. der Beklagten
- Bundesamt für Sozialversicherungen

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zur Kenntnis:
- Bernische BVG- und Stiftungsaufsicht (BBSA), Belpstrasse 48, Post-

fach, 3000 Bern 14

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.