# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5f0485a9-f72b-5749-aeed-00e2332d5e71
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-06-02
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 02.06.2008 A-1367/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-1367-2006_2008-06-02.pdf

## Full Text

Abtei lung I
A-1367/2006
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 .  J u n i  2 0 0 8

Richter Thomas Stadelmann (Kammerpräsident), 
Richter Pascal Mollard, Richter Michael Beusch, 
Gerichtsschreiber Jürg Steiger.

A._______,
Beschwerdeführer,

gegen

Eidgenössische Steuerverwaltung, 
Hauptabteilung Mehrwertsteuer, Schwarztorstrasse 50, 
3003 Bern,
Vorinstanz.

Mehrwertsteuer (1. Quartal 1995 bis 3. Quartal 1999); 
Nachweis Dienstleistungsexport;
echte Klientengelder/anvertraute Gelder

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

A-1367/2006

Sachverhalt:

A.
A._______, Rechtsanwalt, ist seit dem 1. Januar 1995 im Register der 
Mehrwertsteuerpflichtigen bei  der Eidgenössischen Steuerverwaltung 
(ESTV) eingetragen.

B.
Vom 26. bis 28. Oktober 1999 sowie am 13. und 14. Dezember 1999 
führte  die  ESTV  beim  Steuerpflichtigen  eine  Kontrolle  über  die 
Steuerperioden 1. Quartal  1995 bis  3. Quartal  1999 durch. Gestützt 
darauf  forderte  sie  von  ihm  mit  Ergänzungsabrechnung  (EA) 
Nr. 270'414  vom  14.  Dezember  1999  Fr.  135'695.--  Mehrwertsteuer 
zuzüglich  Verzugszins  zu  5% seit  dem  28.  Februar  1998  nach.  Die 
Nachforderung  resultierte  aus  Umsatzdifferenzen  zwischen  der 
Buchhaltung und der Deklaration, Weiterverrechnung von Kosten ohne 
Ablieferung  der  MWST,  Steuersatzdifferenzen  (u.a.  aufgrund 
ungenügend  nachgewiesenen  Dienstleistungsexporten),  unver-
steuerten  Verrechnungsgeschäften,   ungenügend  nachgewiesenen 
Durchlaufposten/Klientengelder,  zuviel  vorgenommenen  Vorsteuerab-
zügen  sowie  unversteuertem  Privatanteil  bei  einem  Fahrzeug.  Mit 
Schreiben  vom  4.  Januar  2000  bestritt  der  Steuerpflichtige  diese 
Nachforderung und verlangte einen anfechtbaren Entscheid.

C.
Am  26.  April  2001  erliess  die  ESTV  einen  Entscheid  im  Sinn  von 
Art. 63  Abs.  1  Bst.  c  des  Bundesgesetzes  vom 2.  September  1999 
über  die  Mehrwertsteuer  (MWSTG,  SR  641.20),  in  dem  sie  ihre 
Nachforderung gemäss EA Nr. 270'414 in der Höhe von Fr. 135'695.-- 
zuzüglich  Verzugszins  bestätigte  und  dem  Steuerpflichtigen 
Verfahrenskosten  von  Fr. 260.--  auferlegte. Gegen  diesen  Entscheid 
erhob  der  Steuerpflichtige  am  23. Mai  2001  Einsprache.  Er  bestritt 
darin  insbesondere  die  Aufrechnung  der  Dienstleistungsexporte  und 
der  Durchlaufposten/Klientengelder.  Zur  Begründung  reichte  er 
verschiedene Beweismittel ein.

D.
Mit Schreiben vom 20. Januar 2004 und 3. Februar 2004 verlangte die 
ESTV  zur  Abklärung  des  Sachverhalts  beim  Einsprecher  weitere 
Unterlagen ein. Dieser Aufforderung kam er am 24. März 2004 nach.

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E.
In  ihrem Einspracheentscheid vom 9. Juni  2004 erkannte  die  ESTV, 
dass der Entscheid vom 26. April 2001 im Betrag von Fr. 13'891.25 in 
Rechtskraft  erwachsen sei. Im Weiteren hiess sie die Einsprache im 
Umfange  von  Fr. 111'969.--  gut,  im  Übrigen  aber  (im  Betrag  von 
Fr. 9'834.75) ab. Der Einsprecher schulde ihr somit für das 1. Quartal 
1995  bis  3. Quartal  1999  neben  dem  bereits  in  Rechtskraft 
erwachsenen  Betrag  von  Fr.  13'891.25  noch  Fr. 9'834.75  Mehr-
wertsteuer  zuzüglich  Verzugszins  seit  dem  28. Februar  1998.  Im 
Übrigen  hob  die  ESTV  die  Verfahrenskosten  von  Fr.  260.--  ihres 
Entscheids  vom 26. April  2001 auf. Zur  Begründung legte die ESTV 
insbesondere dar, der Einsprecher habe bei seiner an die B._______, 
Nigeria,  fakturierten  Leistung  (Rechnung  vom  7.  Juli  1995)  den 
Nachweis des Dienstleistungsexportes nicht erbracht. Hinsichtlich der 
Durchlaufposten/Klientengelder  hielt  sie  fest,  von  den  Kosten-
vorschüssen  seien die  von oder  für  Kunden anvertrauten  Gelder  zu 
unterscheiden.  Dabei  handle  es  sich  um  Gelder,  die  den  Kunden 
gehörten, auf dem Kundenkonto des Anwalts nur "durchliefen" und mit 
dem  eigentlichen  Erfüllen  des  Auftrags  nicht  zu  tun  hätten.  Der 
Kostenvorschuss  sei  Teil  des  steuerbaren  Entgelts,  was  für  die 
anvertrauten Gelder nicht zutreffe, sofern der Anwalt sie getrennt von 
seinen eigenen Mitteln auf ein Konto "Kundengelder" oder ein auf den 
Namen des Klienten lautendes Konto überweise und separat verbuche. 
Das  "Durchlaufen"  der  anvertrauten  Gelder  müsse  vom  Steuer-
pflichtigen  nachgewiesen  werden.  Den  diesbezüglichen  Nachweis 
habe der Beschwerdeführer jedoch nicht in allen Fällen erbracht.

F.
Mit  Eingabe  vom 7. Juli  2004  führte  A._______  (Beschwerdeführer) 
gegen den Einspracheentscheid vom 9. Juni 2004 Beschwerde an die 
Eidgenössische Steuerrekurskommission (SRK) mit  dem Antrag, "die 
zu  Unrecht  nachbelastete  MWST im Gesamtbetrag von Fr. 8'896.80 
gutzuschreiben".  Zur  Begründung  brachte  der  Beschwerdeführer 
insbesondere  vor,  dass bei  der  Leistung an die  B._______,  Nigeria, 
sehr  wohl  ein  Dienstleistungsexport  vorliege.  Er  habe  diese  Firma 
anwaltlich  beraten,  über  seine  Tätigkeit  sei  ein  "time  sheet"  erstellt 
worden,  das bei den Akten liege. Darüber hinausgehende Auskünfte 
könnten von ihm als Anwalt nicht verlangt werden, da er sonst seine 
Verpflichtung zur Verschwiegenheit verletzen müsste. Er habe jedoch 
noch  eine  Bestätigung  des  damaligen  Finanzchefs  der  B._______ 
eingeholt,  die  belege,  dass  es  sich  bei  den  von  ihm  in  Rechnung 

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gestellten  Tätigkeiten  um  nicht  der  Mehrwertsteuer  unterliegende 
Beratung  handle.  Im  Weiteren  habe  er  bei  verschiedenen 
aufgerechneten  Zahlungseingängen  die  Ein-  und  Ausgänge 
ausreichend  nachgewiesen.  Er  habe  die  betreffenden  Zahlungen 
insbesondere  für  die  Liberierung  von  Aktienkapital  (Gründung  der 
Firmen C._______AG und D._______AG) oder zur Einzahlung auf ein 
anderes  Konto  erhalten.  Sie  stellten  deshalb  kein  Honorar  dar.  Im 
Übrigen handle es sich bei zwei Einzahlungen von E._______ über je 
Fr. 10'000.-- um die Rückzahlung eines Darlehens bzw. eines von ihm 
vorfinanzierten Kostenvorschusses für einen anderen Anwalt.

G.
In ihrer Vernehmlassung vom 14. September 2004 stellte die ESTV die 
folgenden Anträge: "(1) Es sei festzustellen, dass die Ziffern 1 und 3 
über  den  Betrag  von  Fr.  938.90  (vgl.  Erwägung  4.1  des 
Einspracheentscheides  der  ESTV  vom  9.  Juni  2004)  mangels 
Anfechtung  in  Rechtskraft  erwachsen  seien.  (2)  Die  Verwaltungs-
beschwerde vom 7. Juli 2004 sei im Umfang von Fr. 1'220.70 teilweise 
gutzuheissen,  im  Übrigen  aber  unter  Kostenfolge  zu  Lasten  des 
Beschwerdeführers abzuweisen." Zur Begründung legte die ESTV im 
Wesentlichen dar, aufgrund der neu eingereichten Bestätigungen von 
E._______  könne  ausnahmsweise  und  ohne  Präjudiz  davon 
ausgegangen  werden,  dass  es  sich  bei  den  zwei  Zahlungen  von je 
Fr. 10'000.-- nicht um steuerbares Entgelt handle. Im Übrigen hielt die 
ESTV jedoch an ihren bisherigen Ausführungen fest.

H.
Am 31. Januar 2007 teilte das Bundesverwaltungsgericht den Parteien 
mit,  es  habe  das  vorliegende  Verfahren  zuständigkeitshalber 
übernommen.

I.
Am  15.  Februar  2007  forderte  das  Bundesverwaltungsgericht  die 
ESTV und den Beschwerdeführer auf, über allfällige Auswirkungen im 
Zusammenhang mit Art. 45a der Verordnung vom 29. März 2000 zum 
Bundesgesetz über die Mehrwertsteuer (MWSTGV; SR 641.201) und 
der entsprechenden Praxismitteilung der ESTV vom 27. Oktober 2006 
auf das vorliegende Verfahren Stellung zu nehmen.

Die ESTV kam dieser Aufforderung in ihrem Schreiben vom 6. März 
2007  nach.  Sie  führte  darin  aus,  Art.  45a  MWSTGV  sei  im 

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vorliegenden  Verfahren  unbeachtlich.  Die  ESTV  habe  schon  im 
Rahmen des bisherigen Verfahrens geprüft, ob unter Berücksichtigung 
der  gesamten  Unterlagen  bei  der  Leistung  an  die  B._______  die 
Steuerbefreiung gewährt werden könne. Dies sei jedoch nicht der Fall, 
da  der  Beschwerdeführer  den  geforderten  Nachweis  nicht  erbracht 
habe.  Das  Entsprechende  gelte  auch  bei  den  behaupteten 
Durchlaufposten.  Auch  hier  habe  sie  bereits  im  bisherigen 
Steuerjustizverfahren sämtliche Unterlagen gewürdigt.

J.
Nachdem das  Bundesverwaltungsgericht  dem Beschwerdeführer  am 
25.  Juni  2007  die  amtlichen  Akten  hatte  zukommen  lassen,  nahm 
dieser am 26. Juli 2007 zum Schreiben der ESTV vom 6. März 2007 
Stellung. Er führte darin aus, es treffe nicht zu, dass er den fraglichen 
Dienstleistungsexport  nicht  nachgewiesen  habe.  Aus  dem  Arbeits-
rapport  ("time  sheet"),  auf  dem  die  Rechnung  beruhe,  seien  die 
Leistungen  ersichtlich.  Sämtliche  darin  enthaltenen  Eintragungen 
würden sich  auf  Leistungen an die  in  Nigeria  an der  Börse kotierte 
B._______ beziehen. Im Weiteren legte der Beschwerdeführer erneut 
dar, dass es sich bei den noch im Streit liegenden Durchlaufposten um 
Zahlungen  gehandelt  habe,  die  er  zur  Einzahlung  des 
Gründungskapitals  oder  zur  Überweisung  auf  ein  anderes  Konto 
erhalten habe.

Auf die Eingaben der Parteien wird – soweit entscheidwesentlich – im 
Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Gemäss Art. 31 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesverwaltungsgericht  (Verwaltungsgerichtsgesetz,  VGG, 
SR 173.32)  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerden 
gegen  Verfügungen  nach  Art.  5  des  Bundesgesetzes  vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG, 
SR 172.021), sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG gegeben ist. 
Eine  solche  liegt  nicht  vor  und  die  Vorinstanz  ist  eine  Behörde  im 
Sinne von Art. 33 VGG. Das Bundesverwaltungsgericht  ist  daher für 
die  Beurteilung  der  vorliegenden  Beschwerde  zuständig.  Es 
übernimmt  die  Beurteilung  des  Ende  2006  bei  der  SRK  hängigen 

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Rechtsmittels und wendet das neue Verfahrensrecht an (Art. 53 Abs. 2 
VGG).

1.2

1.2.1 Die  ESTV  stellt  in  ihrer  Vernehmlassung  vom  14.  September 
2004 den Antrag, es sei festzustellen, dass die Ziffern 1 und 3 ihres 
Einspracheentscheides  über  den  Betrag  von  Fr.  938.90  mangels 
Anfechtung in Rechtskraft erwachsen seien.

1.2.2 Unter  Anfechtungs-  oder  Beschwerdeobjekt  als  Verfahrens-
voraussetzung ist  der  Gegenstand des Anfechtungsverfahrens,  d. h. 
der angefochtene Akt der Verwaltung zu verstehen. Die Verfügung ist 
Anfechtungsobjekt im Verwaltungsgerichtsverfahren (vgl.  RENÉ RHINOW/ 
HEINRICH KOLLER/CHRISTINA KISS,  Öffentliches  Prozessrecht  und  Justiz-
verwaltungsrecht des Bundes, Basel 1996, S. 186 Rz. 963 ff., S. 279 
Rz.  1462  ff.).  In  der  nachträglichen  Verwaltungsrechtspflege  ist 
Streitgegenstand  das  Rechtsverhältnis,  das  Gegenstand  der 
angefochtenen  Verfügung  bildet,  soweit  es  im  Streit  liegt.  Nicht  die 
Verfügung selbst ist also Streitgegenstand (sie bildet das Anfechtungs-
objekt), sondern das in der Verfügung geregelte oder zu regelnde, im 
Beschwerdeverfahren  noch  streitige  Rechtsverhältnis.  Anfechtungs-
gegenstand  und  Streitobjekt  sind  identisch,  wenn  die  Verwaltungs-
verfügung  insgesamt  angefochten  wird.  Bezieht  sich  demgegenüber 
die  Beschwerde  nur  auf  einen  Teil  des  durch  die  Verfügung  be-
stimmten Rechtsverhältnisses, gehören die nicht  beanstandeten Teil-
aspekte  des  verfügungsweise  festgelegten  Rechtsverhältnisses  zwar 
wohl zum Anfechtungs-, nicht aber zum Streitgegenstand (BGE 110 V 
48  E.  3c;  Urteile  des  Bundesverwaltungsgerichts  A-7801/2007  vom 
5. März  2008  E.  1.4.3,  A-1391/2006  vom 16.  Januar  2008  E. 1.4.2, 
A-1393/2006  vom  10. Dezember  2007  E. 2.2.2;  RHINOW/KOLLER/KISS, 
a.a.O., S. 173 Rz. 899 ff.).

1.2.3 Die Rechtsmittelinstanz darf daher im Rahmen des Rechtsmittel-
verfahrens die Verfügung nur insoweit überprüfen, als sie angefochten 
ist  (BGE 131  II  200  E. 3.2;  ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER,  Verwaltungs-
verfahren  und  Verwaltungsrechtspflege  des  Bundes,  2.  Aufl.,  Zürich 
1998,  Rz.  403  ff.;  ANDRÉ MOSER,  in  André  Moser/Peter  Uebersax, 
Prozessieren  vor  eidgenössischen  Rekurskommissionen,  Basel  und 
Frankfurt am Main 1998, Rz. 2.13 mit weiteren Hinweisen). Nicht in die 
funktionale  Zuständigkeit  des  Bundesverwaltungsgerichts  fällt 
infolgedessen  die  Prüfung  desjenigen  Teils  des  Einsprache-

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entscheides, der unangefochten bleibt. Ebensowenig darf es mit Bezug 
auf diesen Teil feststellen, er sei in Rechtskraft erwachsen (Entscheid 
der  SRK  vom  10. Juni  1998,  veröffentlicht  in  Verwaltungspraxis  der 
Bundesbehörden [VPB] 63.25 E. 1b). Auf den entsprechenden Antrag 
der ESTV ist daher nicht einzutreten.

1.3 Das  Bundesverwaltungsgericht  kann  den  angefochtenen 
Einspracheentscheid grundsätzlich in vollem Umfange überprüfen. Die 
Beschwerdeführerin  kann  neben  der  Verletzung  von  Bundesrecht 
(Art. 49 Bst. a VwVG) und der unrichtigen oder unvollständigen Fest-
stellung  des  rechtserheblichen  Sachverhaltes  (Art.  49  Bst.  b  VwVG) 
auch die Rüge der Unangemessenheit erheben (Art. 49 Bst. c VwVG; 
MOSER,  a.a.O.,  Rz.  2.59;  ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, 
Allgemeines Verwaltungsrecht, 5. Aufl., Zürich 2006, Rz. 1758 ff.).

1.4 Nach Art. 2 Abs. 1 VwVG findet unter anderem Art. 12 VwVG im 
Steuerverfahren  keine  Anwendung;  der  Zeugenbeweis  nach  Art.  12 
Bst. c  VwVG ist  deshalb  grundsätzlich  ausgeschlossen,  soweit  nicht 
die allgemeinen Verfahrensgarantien betreffend das rechtliche Gehör 
nach  Art.  29  Abs.  2  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen 
Eidgenossenschaft vom 18. April  1999 (BV, SR 101) zur Anwendung 
gelangen  (Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  A-1386/2006  vom 
3. April 2007 E. 1.3.2). Falls eine antizipierte Beweiswürdigung ergibt, 
dass  die  angebotenen  Beweise  unerheblich  sind  oder  sich  der 
Sachverhalt  auch  sonst  genügend  ermitteln  lässt,  darf  das 
Bundesverwaltungsgericht  auf  angebotene  Beweismittel  –  so  auch 
Auskünfte von Zeugen – verzichten (vgl. bezüglich der SRK: Urteil des 
Bundesgerichts 2A.110/2000 vom 26. Januar 2001 E. 3b und c; MOSER, 
a.a.O.,  Rz.  3.68  ff.).  So  liegt  es  beispielsweise  im  pflichtgemässen 
Ermessen der  Beschwerdeinstanz  darüber  zu befinden,  mit  welchen 
Mitteln  der  Sachverhalt  abzuklären  ist  und  insbesondere,  ob  im 
Einzelfall eine Zeugeneinvernahme neue Tatsachen beweisen könnte. 
Dies speziell dann, wenn die Fakten bereits aus den Akten genügend 
ersichtlich  sind  und  eine  Zeugenbefragung  keine  von  den  Akten 
abweichenden Entscheidungsgrundlagen ergeben würde (Urteile des 
Bundesverwaltungsgerichts  A-1516/2006  vom  5.  Dezember  2007 
E. 2.7, A-1386/2006 vom 3. April  2007 E. 1.3.2; Entscheide der SRK 
vom 27. Juli 2004, veröffentlicht in VPB 69.7 E. 4b, vom 6. April 2000, 
veröffentlicht in VPB 64.111 E. 5b; MOSER, a.a.O., Rz. 3.66 ff.).

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1.5 Am 1. Januar 2001 sind das MWSTG und die MWSTGV in Kraft 
getreten. Der  zu  beurteilende  Sachverhalt  hat  sich  indessen  in  den 
Jahren 1995 bis 1999 zugetragen. Auf die vorliegende Beschwerde ist 
damit  grundsätzlich noch bisheriges Recht,  d.h. die Verordnung vom 
22. Juni 1994 über die Mehrwertsteuer (MWSTV, AS 1994 1464-1500), 
anwendbar (Art. 93 und 94 MWSTG).

2.

2.1 Der Mehrwertsteuer unterliegen u.a. die im Inland gegen Entgelt 
erbrachten  Lieferungen  von  Gegenständen  und  Dienstleistungen 
(Art. 4 Bst. a und b MWSTV). Als Dienstleistung gilt jede Leistung, die 
keine Lieferung eines Gegenstandes ist (Art. 6 Abs. 1 MWSTV). Damit 
ein  steuerbarer  Umsatz  überhaupt  vorliegt,  ist  ein  Austausch  von 
Leistungen notwendig. Der Leistung steht eine Gegenleistung (Entgelt) 
gegenüber. Die  Entgeltlichkeit  stellt  ein  unabdingbares  Tatbestands-
merkmal  einer  mehrwertsteuerlichen  Leistung  dar  (Ausnahme: 
Eigenverbrauch  [Art.  4  Bst. c  MWSTV]).  Besteht  kein  Austausch-
verhältnis  in  diesem  Sinn  zwischen  Leistungserbringer  und 
-empfänger,  ist  die  Aktivität  mehrwertsteuerlich  irrelevant  und  fällt 
nicht  in  den  Geltungsbereich  der  MWSTV  (Urteile  des  Bundes-
verwaltungsgerichts  A-1593/2006  vom  25.  Januar  2008  E.  2.2, 
A-1567/2006  vom  28.  Dezember  2007  E.  2.2.1,  A-1431/2006  vom 
25. Mai  2007  E.  2.1;  Entscheid  der  SRK  vom  18.  November  2002, 
veröffentlicht in VPB 67.49 E. 2a/cc).

2.2 Die Annahme eines solchen Leistungsaustausches setzt  voraus, 
dass zwischen Leistung und Gegenleistung eine innere wirtschaftliche 
Verknüpfung gegeben ist (BGE 126 II 443 E. 6a, mit Hinweisen; IVO P. 
BAUMGARTNER,  in  mwst.com,  Kommentar  zum  Bundesgesetz  über  die 
Mehrwertsteuer, Basel/Genf/München 2000, ad Art. 33 Abs. 1 und 2 
Rz.  6  und  8).  Die  Beantwortung  der  Frage  nach  der  inneren  Ver-
knüpfung  erfolgt  nicht  in  erster  Linie  nach  zivilrechtlichen,  sondern 
nach wirtschaftlichen, tatsächlichen Kriterien. Insbesondere ist für die 
Annahme  eines  Leistungsaustauschs  das  Vorliegen  eines  Vertrags-
verhältnisses nicht zwingend erforderlich (BGE 126 II  249 E. 4a). Es 
genügt  vielmehr,  dass  Leistung  und  Gegenleistung  innerlich  derart 
verknüpft  sind,  dass  die  Leistung  eine  Gegenleistung  auslöst. 
Ausreichend  kann  folglich  auch  sein,  wenn  einer  Leistung  eine 
erwartete  (Üblichkeit)  oder  erwartbare  Gegenleistung  (nach  den 
Umständen  ist  erwartbar,  dass  eine  Leistung  die  Gegenleistung 

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auslöst)  gegenübersteht,  d.h.  dass  nach  den  Umständen  davon 
auszugehen ist, die Leistung löse eine Gegenleistung aus (Urteile des 
Bundesverwaltungsgerichts A-1593/2006 vom 25. Januar 2008 E. 2.2, 
A-1567/2006  vom  28.  Dezember  2007  E. 2.2.2,  A-1431/2006  vom 
25. Mai 2007 E. 2.2, A-1343/2006 vom 12. April 2007 E. 2.2).

2.3

2.3.1 Auch  eine  Vorauszahlung  untersteht  der  Mehrwertsteuer  und 
bildet  Bestandteil  der  Bemessungsgrundlage,  wenn  es  sich  um  ein 
Entgelt  für  eine  steuerbare  Leistung  handelt,  mithin  die  üblichen 
Voraussetzungen  für  das  Bestehen  eines  Leistungsaustauschs, 
namentlich  die  innere  wirtschaftliche  Verknüpfung  zwischen  der 
Vorauszahlung und der mehrwertsteuerlichen Leistung, gegeben sind 
(siehe BGE 126 II 249 E. 4; Entscheide der SRK vom 26. April 2006, 
veröffentlicht in VPB 70.77 E. 2c, vom 13. Mai 2004, veröffentlicht in 
VPB 68.129 E. 2 und 3 mit Hinweis).

2.3.2 Das Bundesgericht hielt in seinem Urteil vom 8. Juni 2000 fest, 
dass die einem Anwalt geleisteten Kostenvorschüsse Gegenleistungen 
im  Sinne  von  Art.  26.  Abs.  2  MWSTV  darstellen  und  ab  deren 
Vereinnahmung als Vorauszahlungen der Mehrwertsteuer unterliegen 
(Art.  34  Bst.  a  Ziff.  2  MWSTV).  Nicht  entscheidend  sei  die  buch-
halterische Behandlung, sondern die Tatsache, dass der Anwalt nach 
Eingang des Vorschusses darüber verfügen könne und der Kunde zu 
einem Gläubiger werde, wenn der Anwalt die erbrachte Zahlung nicht 
vollumfänglich für seine Leistungen verwende. Sobald der Anwalt über 
die Kostenvorschüsse verfügen könne, unterlägen diese deshalb der 
Besteuerung  (BGE 126  II  249  E. 4c).  Wenn  der  Verwendungszweck 
des  Kostenvorschusses  im  Zeitpunkt  der  Einnahme  noch  nicht 
bestimmt sei  und er sowohl zur Deckung des Honorars als auch zur 
Bezahlung  von  Gerichtskosten  (vgl.  Art.  26  Abs.  6  Bst.  a  MWSTV) 
verwendet werden könne, sei  innerhalb der laufenden Steuerperiode 
eine  Aufteilung  von  steuerbaren  und  nicht  steuerbaren  Leistungen 
vorzunehmen. Falls der Verwendungszweck erst in einer der folgenden 
Steuerperioden  feststehe,  habe  der  Steuerpflichtige  die  Korrektur-
möglichkeit  gemäss Art. 35 Abs. 2  und 3  MWSTV (BGE 126 II  249 
E. 4d/aa).

Im  Weiteren  bestätigte  das  Bundesgericht  die  Praxis  der  ESTV als 
verhältnismässig,  wonach  Anzahlungen  von Kunden  oder  Dritten  an 

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einen Anwalt  nur dann als  sog. "echte Klientengelder"  und nicht  als 
Vorauszahlungen gelten können, wenn sie bei einer inländischen Bank 
oder  Sparkasse  auf  ein  (separates)  Konto  des  Kunden  einbezahlt 
worden  sind  und  dieser  den  Anspruch  auf  Rückerstattung  der 
Verrechnungssteuer  hat  oder  hätte,  falls  er  im Inland über  Wohnsitz 
oder  Sitz  verfügte  (Branchenbroschüre  Rechtsanwälte  und  Notare, 
Oktober  1994,  Ziff.  8.1).  Auch  wenn  diese  Praxisanforderung  als 
restriktiv erscheine, garantiere sie eine sachgerechte Unterscheidung 
von steuerbaren Vorauszahlungen und solchen Geldern über die der 
Anwalt  nicht  in  eigenem  Namen  verfügen  könne  (BGE 126  II  249 
E. 4d/bb). Gelder, die Klienten dem Anwalt anvertrauen, z.B. für einen 
Liegenschaftserwerb  oder  zur  Liberierung  von  Aktienkapital,  sind 
damit nach der vom Bundesgericht bestätigten Praxis der ESTV nur 
dann nicht als Vorauszahlungen steuerbar, wenn sie auf ein separates 
Bankkonto  des  Klienten,  d.h.  getrennt  von  den  eigenen  Mitteln  des 
Anwalts,  überwiesen  werden.  Es  handelt  sich  in  diesem  Fall  um 
Gelder, die den Klienten gehören, auf dem Kundenkonto des Anwalts 
nur  "durchlaufen"  und  mit  dem  eigentlichen  Erfüllen  des  Auftrags 
nichts  zu  tun  haben  (sog.  "echte  Klientengelder"  bzw.  "anvertraute 
Gelder"; vgl. auch Branchenbroschüre Rechtsanwälte und Notare vom 
September 2000 zum MWSTG, Ziff. 6.1).

3.

3.1 In  Verwirklichung  des  im  grenzüberschreitenden  Waren-  und 
Dienstleistungsverkehrs  geltenden  Bestimmungslandprinzips  (vgl. da-
zu statt  vieler: Urteil  des Bundesgerichts 2A.546/2003 vom 14. März 
2005 E. 2.1) legt Art. 15 Abs. 2 Bst. l MWSTV fest, dass andere [als 
die  in  Art.  15  Abs.  2  MWSTV  vorgängig  aufgezählten]  steuerbare 
Dienstleistungen, die an Empfänger mit Geschäfts- oder Wohnsitz im 
Ausland  erbracht  werden,  sofern  sie  dort  zur  Nutzung  oder 
Auswertung verwendet werden, echt von der Steuer befreit sind.

3.2 Für  die  Steuerbefreiung  sind  somit  zwei  Voraussetzungen 
kumulativ zu erfüllen. Erstens muss der Empfänger seinen Geschäfts- 
oder Wohnsitz im Ausland haben und zweitens muss die Leistung im 
Ausland  genutzt  oder  ausgewertet  werden  (BGE 133  II  153  E. 4.1, 
Urteile des Bundesgerichts 2A.534/2004 vom 18. Februar 2005 E. 4.1, 
2A.507/2002 vom 31. März 2004 E. 3.3, 2A.193/2001 vom 27. Februar 
2002 E. 4; Entscheid der SRK vom 10. Oktober 2006 [CRC 2005-074] 
E.  3a/cc).  Der  ausländische  Geschäfts-  oder  Wohnsitz  des 

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Leistungsempfängers ist dabei als gewichtiges Indiz für den Verbrauch 
der  Dienstleistung  im  Ausland  zu  werten  (Entscheid  der  SRK  vom 
29. Mai  2000,  veröffentlicht in VPB 64.112 E. 3e; zum Ganzen Urteil 
des  Bundesverwaltungsgerichts  A-1416/2006  vom  27.  September 
2007 E. 2.3.2). Nach der Verwaltungspraxis erfolgt  die Nutzung oder 
Auswertung bei Dienstleistungen im Bereich der anwaltlichen Beratung 
am Ort, an dem der Empfänger seinen Geschäfts- oder Wohnsitz hat 
(Merkblatt Nr. 13 der ESTV über die Steuerbefreiung von bestimmten 
ins  Ausland  erbrachten  oder  aus  dem  Ausland  bezogenen 
Dienstleistungen vom 31. Januar 1997, Seite 4).

4.

4.1 Die  Beweiswürdigung  endet  mit  dem  richterlichen  Entscheid 
darüber, ob eine rechtserhebliche Tatsache als erwiesen zu gelten hat 
oder  nicht.  Der  Beweis  ist  geleistet,  wenn  der  Richter  bzw.  die 
Richterin  gestützt  auf  die  freie  Beweiswürdigung  zur  Überzeugung 
gelangt  ist,  dass sich der rechtserhebliche Sachumstand verwirklicht 
hat.  Gelangt  der  Richter  bzw.  die  Richterin  aufgrund  der  Beweis-
würdigung nicht zur Überzeugung, die feststellungsbedürftige Tatsache 
habe  sich  verwirklicht,  so  fragt  es  sich,  ob  zum  Nachteil  der 
Steuerbehörde  oder  des  Steuerpflichtigen  zu  entscheiden  sei,  wer 
also die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen hat. Nach der objektiven 
Beweislastregel  ist  bei  Beweislosigkeit  zu  Ungunsten  desjenigen  zu 
urteilen,  der  die  Beweislast  trägt  (FRITZ GYGI,  Bundesverwaltungs-
rechtspflege,  Bern  1983,  S. 279 f.;  MARTIN ZWEIFEL,  Die Sachverhalts-
ermittlung  im  Steuerveranlagungsverfahren,  Zürich  1989,  S. 109  f.). 
Die  Steuerbehörde  trägt  die  Beweislast  für  Tatsachen,  welche  die 
Steuerpflicht als solche begründen oder die Steuerforderung erhöhen, 
das  heisst  für  die  steuerbegründenden  und  -mehrenden  Tatsachen. 
Demgegenüber ist der Steuerpflichtige für die steueraufhebenden und 
-mindernden  Tatsachen  beweisbelastet,  das  heisst  für  solche 
Tatsachen, welche Steuerbefreiung oder Steuerbegünstigung bewirken 
(Urteil  des Bundesgerichts vom 14. Juli  2005, veröffentlicht in Archiv 
für  Schweizerisches  Abgaberecht  [ASA] 75  S. 495  ff.  E.  5.4;  Urteile 
des  Bundesverwaltungsgerichts  A-1410/2006  vom  17.  März  2008 
E. 2.2,  A-1373/2006  vom 16. November  2007  E.  2.1  mit  Hinweisen; 
ERNST BLUMENSTEIN/PETER LOCHER,  System  des  schweizerischen 
Steuerrechts, 6. Aufl., Zürich 2002, S. 454; ZWEIFEL, a.a.O., S. 110).

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4.2 Macht ein Steuerpflichtiger geltend, seine erbrachte Dienstleistung 
sei gemäss Art. 15 Abs. 2 Bst. l MWSTV von der Steuer befreit, hat er 
folglich die Beweislast für diese steuerbefreiende Tatsache zu tragen. 
Art. 16 Abs. 1 Satz 2 MWSTV konkretisiert  diese allgemeine Regel, 
indem  er  festhält,  dass  der  Anspruch  auf  Steuerbefreiung  bei  ins 
Ausland  erbrachten  Dienstleistungen  buch-  und  belegmässig 
nachgewiesen werden muss. Das Eidgenössische Finanzdepartement 
bestimmt  dabei,  wie  die  steuerpflichtige  Person  den  Nachweis  zu 
führen  hat  (Art.  16  Abs. 2  MWSTV). Laut  Kommentar  des  EFD zur 
MWSTV  vom  22.  Juni  1994  (S. 21)  kommen  als  Beleg  für  den 
Nachweis von Dienstleistungen, welche ins Ausland erbracht werden, 
vor  allem  Bestellungen  oder  Auftragsbestätigungen,  weitere 
Korrespondenzen und Fakturen in Frage, aus denen klar hervorgeht, 
an wen und zu welchem Zweck eine bestimmte Dienstleistung erbracht 
worden ist.

4.2.1 Die  ESTV  hat  entsprechende  Weisungen  erlassen  und  die 
Anforderungen  an  den  Nachweis  betreffend  Art.  16  Abs.  1  Satz  2 
MWSTV in der Wegleitung 1997 für Mehrwertsteuerpflichtige (Rz. 567) 
festgelegt.  Danach  werden  verlangt:  Fakturakopien,  Zahlungsbelege 
und schriftliche Vollmachten (Treuhänder, Rechtsanwälte, Notare etc.) 
sowie  Verträge  und  Aufträge,  sofern  solche  erstellt  oder 
abgeschlossen  wurden.  Aus  diesen  Unterlagen  muss  folgendes 
zweifelsfrei  hervorgehen:  Name/Firma,  Adresse  sowie  Wohnsitz/Sitz 
des  Abnehmers  oder  Kunden  (Klienten),  ferner  detaillierte  Angaben 
über die Art und Nutzung der erbrachten Leistungen. Darüber hinaus 
kann  die  ESTV  zusätzliche  Belege  wie  z.B.  eine  amtliche 
Bescheinigung  des  ausländischen  Ansässigkeitsstaates  verlangen, 
wenn Zweifel daran bestehen, ob der Leistungsempfänger tatsächlich 
einen  ausländischen  Geschäfts-  oder  Wohnsitz  hat  und  ob  die 
Leistung wirklich zur Nutzung oder Auswertung im Ausland bestimmt 
ist (Wegleitung 1997 Rz. 568).

4.2.2 Das Bundesgericht hat sich verschiedentlich mit dem Nachweis 
gemäss Art. 16  Abs. 1  Satz  2  MWSTV befasst. Es  bestätigte  dabei 
mehrfach  die  aufgezeigte  Verwaltungspraxis  der  ESTV  (E. 4.2.1), 
insbesondere,  dass  der  Steuerpflichtige  die  Art  der  Dienstleistung 
detailliert  (schriftlich)  nachzuweisen  hat  (Urteile  des  Bundesgerichts 
2A.478/2005 vom 8. Mai 2006 E. 4.4, 2A.546/2003 vom 14. März 2005 
E. 2.2, 2A.534/2004 vom 18. Februar 2005 E. 4.2,  2A.507/2002 vom 
31. März 2004 E. 3.4; BGE 133 II 153 E. 5.2). Im Weiteren hielt das 

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Bundesgericht  fest,  dass  nachträglich  erstellte  Dokumente  für  den 
Nachweis untauglich seien (Urteile des Bundesgerichts 2C_614/2007 
vom 17. März 2008 E. 3.4, 2C_470/2007 vom 19. Februar 2008 E. 3.4; 
BGE  133  II  153  E.  7.2).  Denn  das  Erfordernis  des  genügenden 
Nachweises sei  offensichtlich nicht erfüllt,  wenn zu einem beliebigen 
späteren Zeitpunkt,  je  nach Bedarf,  noch ein  Dokument  beigebracht 
werden könne, das unter Umständen zuvor gar nicht bestanden habe 
(Urteil  des  Bundesgerichts  2A.546/2003  vom 14. März  2005 E. 2.6; 
vgl. dazu  auch  Entscheide  der  SRK  vom  10.  Oktober  2006 
[CRC 2005-074] E. 4c und vom 12. September 2002 [CRC 2001-183] 
E. 5a;  vgl.  zum  Ganzen:  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts 
A-1416/2006 vom 27. September 2007 E. 3.4).

4.2.3 Im Weiteren erkannte das Bundesgericht  in  seinem Urteil  vom 
20.  April  2001,  dass  Träger  eines  gesetzlich  geschützten  Berufs-
geheimnisses  im  eigenen  Steuerveranlagungsverfahren  wie  alle 
übrigen  Steuerpflichtigen  zur  Mitwirkung  verpflichtet  seien  und  sich 
demzufolge  der  Auskunfts-  und  Nachweispflicht  nicht  unter  Hinweis 
auf  das  Berufsgeheimnis  entziehen  könnten.  Allerdings  müsse  die 
steuerliche  Auskunfts-  und  Offenlegungspflicht  im  Lichte  des 
Verhältnismässigkeitsgrundsatzes  gehandhabt  werden. Danach seien 
nur  diejenigen  Tatsachen  aus  dem  beruflichen  Geheimbereich  zu 
offenbaren,  die geeignet  und erforderlich seien,  um die Steuerpflicht 
und  die  Steuerbemessung  zu  beurteilen  (Urteil  des  Bundesgerichts 
2A.247/2000  vom  20.  April  2001  E.  2c).  Um  für  eine  anwaltliche 
Dienstleistung an einen Empfänger mit  Geschäfts- oder Wohnsitz im 
Ausland  die  Steuerbefreiung  zu  erlangen,  sei  zunächst  erforderlich, 
dass  der  Anwalt  den  ausländischen  Geschäfts-  oder  Wohnsitz  des 
Klienten  offen  lege  und hiefür  die  nötigen  Beweise  erbringe. Es  sei 
jedoch  unverhältnismässig,  für  den  buch-  und  belegmässigen 
Nachweis  eines  Dienstleistungsexports  in  allen  Fällen  vollständige 
Angaben über Namen und Adresse der ausländischen Anwaltskunden 
zu verlangen (Urteil  des Bundesgerichts  vom 20. April  2001,  a.a.O., 
E. 2e).  Der  Ausfuhrnachweis  könne  in  der  Regel  durch  belegte 
Angaben  über  den  ausländischen  Wohn-  und  Geschäftssitz  eines 
durch die Initialen des Namens und der Strasse identifizierten Kunden 
als  erbracht  gelten  (Urteil  des  Bundesgerichts  vom  20.  April  2001, 
a.a.O., E. 2h; Entscheid der SRK vom 12. April 2000, veröffentlicht in 
VPB 65.106 E. 4c; vgl. dazu auch Regelung in Art. 57 Abs. 2 MWSTG).

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5.

5.1 Allein  aufgrund  von  Formmängeln  soll  nach  neuem 
Verordnungsrecht  keine Steuernachforderung erhoben werden,  wenn 
erkennbar ist oder die steuerpflichtige Person nachweist, dass durch 
die  Nichteinhaltung  einer  Formvorschrift  des  Gesetzes  oder  dieser 
Verordnung  für  die  Erstellung  von  Belegen  für  den  Bund  kein 
Steuerausfall  entstanden  ist  (Art.  45a  MWSTGV, AS  2006  2353,  in 
Kraft  seit  1.  Juli  2006).  Art.  45a  MWSTGV  wurde  durch  das 
Bundesverwaltungsgericht  in  konkreten  Anwendungsakten  als 
rechtmässig  bestätigt.  Ebenso  schützte  das  Gericht  die  Praxis  der 
ESTV, wonach  diese  Bestimmung  auch  rückwirkend  sowohl  für  den 
zeitlichen  Anwendungsbereich  des  MWSTG  als  auch  der  MWSTV 
Anwendung findet (Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-1365/2006 
vom 19. März 2007 E. 2.3; BVGE 2007/25 E. 4.2). Allerdings betrifft 
Art.  45a  MWSTGV  einzig  Formmängel.  Formvorschriften  in  Gesetz, 
Verordnungen  und  Verwaltungspraxis  sollen  nicht  überspitzt  for-
malistisch,  sondern  pragmatisch  angewendet  werden.  Es  soll 
vermieden werden, dass das Nichteinhalten von Formvorschriften zu 
Steuernachbelastungen  führt.  Materielles  Recht  oder  materiell-
rechtliche  Mängel  bleiben  von  Art.  45a  MWSTGV  indes  unberührt 
(Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A-1547/2006 vom 30. Januar 
2008  E.  2.2.3,  A-1438/2006  vom 11.  Juni  2006  E. 3.3. und  4.2  mit 
Hinweisen).

5.2 Die  ESTV legte  in  ihrer  Praxismitteilung  vom 27.  Oktober  2006 
zum  neuen  Verordnungsrecht  betreffend  den  Nachweis  des 
Dienstleistungsexports  dar,  dass  bis  anhin  die  Steuerbefreiung  zum 
Vornherein nicht  anerkannt  worden sei,  wenn in einer Rechnung die 
Leistung  nicht  präzise  genug  bezeichnet  wurde.  Inskünftig  sei  die 
Steuerbefreiung auch bei unpräziser Bezeichnung der Leistung in der 
Rechnung  möglich,  wenn  aufgrund  der  gesamten  Umstände 
(bspw. Korrespondenz,  Verträge,  Aufträge,  Abrechnungen,  Vollmach-
ten usw.) glaubhaft gemacht werden könne, dass es sich bei der ins 
Ausland  fakturierten  Leistung  um  eine  Dienstleistung  nach  Art. 14 
Abs. 3 MWSTG handle  (Praxismitteilung der  ESTV vom 27. Oktober 
2006, Ziff. 2.3.1).

5.3 Das  Bundesgericht  befasste  sich  in  BGE  133  II  153,  d.h. nach 
Inkrafttreten  von  Art.  45a  MWSTGV,  mit  dem  Nachweis  des 
Dienstleistungsexports. Es hielt dabei fest, Art. 45a MWSTGV ändere 

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nichts daran, dass für den Nachweis der Steuerbefreiung die Natur der 
Dienstleistung klar nachgewiesen sein müsse und der Steuerpflichtige 
die Beweislast für die Steuerbefreiung trage (BGE 133 II  153 E. 7.2 
und  7.4).  Die  Ausführungen  in  der  Praxismitteilung  der  ESTV  vom 
27. Oktober  2006,  wonach  inskünftig  die  Steuerbefreiung  auch  bei 
unpräziser  Bezeichnung  der  Leistung  in  der  Rechnung  möglich  sei, 
wenn aufgrund der gesamten Umstände "glaubhaft" gemacht werden 
könne, dass es sich bei der ins Ausland fakturierten Leistung um eine 
Dienstleistung nach Art. 14 Abs. 3 MWSTG handelt, gehen im Lichte 
dieser Rechtsprechung somit zu weit. Die blosse "Glaubhaftmachung" 
der Art der Leistung ist nicht ausreichend, denn Art. 20 Abs. 1 Satz 3 
MWSTG bzw. Art. 16 Abs. 1 Satz 2 MWSTV unter der Herrschaft der 
MWSTV  verlangt  diesbezüglich  den  klaren  "Nachweis"  (Urteil  des 
Bundesgerichts 2C_614/2007 vom 17. März 2008 E. 3.4). Der Steuer-
pflichtige  ist  somit  vom  entsprechenden  Beweis  nicht  entbunden 
(BGE 133 II 153 E. 7.4). Art. 45a MWSTGV vermag Art. 16 Abs. 1 Satz 
2 MWSTV als materiellrechtliche Bestimmung nicht zu tangieren. Der 
Steuerpflichtige  hat  beim  Dienstleistungsexport  die  Steuerbefreiung 
buch- und belegmässig nachzuweisen. Dies heisst insbesondere, dass 
er die Natur der Leistung und den Sitz des Leistungsempfängers zu 
belegen  hat  (Urteil  des  Bundesgerichts  2C_614/2007 vom 17. März 
2008 E 4.1). Bei der Prüfung, ob der belegmässige Nachweis erbracht 
worden ist, sind jedoch sämtliche vorhandenen Belege, insbesondere 
Korrespondenz,  Verträge,  Aufträge,  Abrechnungen,  Vollmachten etc., 
zu  würdigen  (Praxismitteilung  der  ESTV  vom  27. Oktober  2006 
Ziff. 2.3.1;  BGE  133  II  153  E.  7.4;  Urteile  des  Bundesverwaltungs-
gerichts  A-1416/2006 vom 27. September 2007 E. 4.4,  A-1344/2006 
vom 11. September 2007 E. 3.3.4).

6.
Im vorliegenden Fall ist zunächst strittig, ob der Beschwerdeführer den 
Anspruch  auf  Steuerbefreiung  bei  seiner  Leistung  an  die  Firma 
B._______ buch- und belegmässig im Sinn von Art. 16 Abs. 1 Satz 2 
MWSTV nachgewiesen hat (E. 6.1). Im Weiteren liegt im Streit, ob die 
Zahlungen  an  den  Beschwerdeführer  von  Fr.  50'000.--  am  11.  Mai 
1995 (E. 6.2), von Fr. 20'000.-- am 1. April  1996 und von Fr. 5'000.-- 
am 10. April 1996 (E. 6.3) sowie von $ 6'000.-- am 12. Februar 1997 
(E. 6.4)  steuerbare Entgelte  bilden oder ob es sich dabei  um "echte 
Klientengelder" bzw. von Kunden anvertraute Gelder handelt,  die der 
Beschwerdeführer  zur  Weiterleitung  erhielt  und  die  damit  blosse 
Durchlaufposten darstellen. Im Weiteren ist  die  Steuernachbelastung 

Seite 15

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hinsichtlich  zweier  Zahlungen  von  E._______  an  den 
Beschwerdeführer zu prüfen (E 6.6).

6.1

6.1.1 Der  Beschwerdeführer  macht  geltend,  dass  er  für  die  Firma 
B._______ in Nigeria anwaltlich tätig gewesen sei, was insbesondere 
aus  dem eingereichten  "time  sheet"  hervorgehe. Die  B._______  sei 
eine  an  der  Börse  von  Lagos  kotierte  Baufirma.  Darüber 
hinausgehende Auskünfte könnten von ihm als  Anwalt  aufgrund des 
Anwaltsgeheimnisses nicht verlangt werden. Der damalige Finanzchef 
der B._______, F._______, habe zudem schriftliche bestätigt, dass es 
sich  bei  den  in  Rechnung  gestellten  Tätigkeiten  um  eine  nicht  der 
Mehrwertsteuer  unterliegende  Beratung  für  einen  ausländischen 
Klienten gehandelt habe. F._______ sei im Übrigen bereit, als Zeuge 
auszusagen.

6.1.2 Als  Beweismittel  reichte  der  Beschwerdeführer  zunächst 
Auszüge  aus  Zeitungsartikel  ("Business  Concord")  ein,  aus  denen 
hervorgeht, dass die B._______ an der Börse in Nigaria kotiert ist. Im 
Weiteren  reichte  er  einen  Überblick  über  die  Bilanz-  und 
Erfolgsrechnungen  der  B._______  von  1993  bis  1997  ein.  Diese 
Unterlagen  belegen,  dass  es  sich  vorliegend  um  eine  aktive 
Gesellschaft  in  Nigeria  handelt,  d.h.  die  Empfängerin  der  Leistung 
demnach Sitz im Ausland hat. Für eine Steuerbefreiung nach Art. 15 
Abs.  2  Bst.  l  MWSTV  hat  der  Beschwerdeführer  folglich  noch 
nachzuweisen,  dass  seine  Leistungen  auch  dort  zur  Nutzung  oder 
Auswertung  verwendet  wurden. Dafür  hat  er  die  Art  der  erbrachten 
Leistung detailliert zu belegen (Art. 16 Abs. 1 Satz 2 MWSTV; E. 5.3).

6.1.3 Für den Nachweis der Art der erbrachten Dienstleistung reichte 
der  Beschwerdeführer  die  Rechnung  vom  7. Juli  1995  und  eine 
Auflistung seiner Tätigkeiten (Arbeitszeitrapport bzw. "time-sheet") für 
die B._______ vom 3. April bis 23. Juni 1995 mit Angabe der jeweils in 
Rechnung gestellten Zeit ein. Zunächst ist festzuhalten, dass aus der 
Rechnung vom 7. Juli 1995 die Art der Tätigkeit nicht ersichtlich ist. Sie 
enthält  bloss  folgende  Angaben:  "Our  Services  from  April  1th  until 
June 31th 1995, Expenses, Travel expenses (meetings in Lagos and 
London  flights  and  hotel),  Secretary,  Phone,  Fax,  Copies".  Aber 
ebenfalls  aus  dem  Arbeitszeitrapport  geht  die  Art  der  erbrachten 
Leistung nicht genügend klar hervor, führt dieser doch nur Stichwörter 
zu  einzelnen  Positionen  auf  wie  "Reise  Lagos,  Besprechung", 

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"Besprechung Rückreise", "Brief", "Brief i.S. GV B._______", "Brief i.S. 
Dividende  B._______",  "Vertrag  B._______,  Aktien",  "Brief  i.S. 
Eintragung  Aktionärsverzeichnis",  "Brief  i.S.  Aktienregister",  "Flug 
London".  Diese  punktuellen  Angaben  –  ohne  dass  sie  in  einen 
grösseren Kontext gesetzt  werden – vermögen die Art der erbrachten 
Dienstleistung nicht genau zu bestimmen. Der Beschwerdeführer hat 
deshalb  den  verlangten  Nachweis  gemäss  Art.  16  Abs.  1  Satz  2 
MWSTV nicht erbracht.

6.1.4 Die  nachträglich  eingereichte  Bestätigung  von  F._______, 
verfasst auf der Rechnung vom 7. Juli 1995, datiert  am 4. Juli  2004, 
mit folgendem Inhalt: "Bestätigung: Obige Dienstleistungen wurden in 
Nigeria erbracht = Dienstleistungsexport", vermag an diesem Ergebnis 
nichts  zu  ändern.  Denn  sie  ist  für  den  vorliegend  erforderlichen 
Nachweis  ohne  Beweiswert.  Zum  einen  handelt  es  sich  um  ein 
nachträglich erstelltes Dokument (vgl. E. 4.2.2) und andererseits sagt 
die Bestätigung selber nichts über die Natur der Leistung aus, sondern 
stellt  lediglich  eine  Behauptung  hinsichtlich  der  Rechtsfolge  auf.  Im 
Übrigen kann im Sinn einer  antizipierten Beweiswürdigung auch auf 
eine  Befragung  von  F._______  verzichtet  werden  (E.  1.4),  da  der 
Nachweis  gemäss  Art.  16  Abs.  1  MWSTV  buch-  und  belegmässig 
geführt  werden  muss,  Zeugenaussagen  somit  von  Vornherein 
ausscheiden.

6.1.5 Nicht stichhaltig ist zudem der Einwand des Beschwerdeführers, 
aufgrund des Anwaltsgeheimnisses müssten die von ihm gemachten 
Angaben ausreichen, darüber hinausgehende Auskünfte könnten nicht 
verlangt  werden.  Er  verkennt,  dass  er  sich  seiner  Nachweispflicht 
gemäss Art.  16  Abs. 1  Satz  2  MWSTV nicht  unter  Hinweis  auf  das 
Berufsgeheimnis  entziehen  kann.  Durch  die  Möglichkeit  des 
Abdeckens  des  Namens  und  der  Strasse  des  Klienten  bis  auf  die 
Initialen (E. 4.2.3) kann das Anwaltsgeheimnis in der Regel auch bei 
detaillierter  Umschreibung  der  erbrachten  Leistung  gewahrt  bleiben. 
Aus dem Umstand, dass der Beschwerdeführer vorliegend den Namen 
des Klienten offenbarte, kann er jedoch nicht im Umkehrschluss das 
Recht für sich ableiten, auch ohne detaillierten Nachweis der Art der 
erbrachten  Tätigkeit  Anspruch  auf  Steuerbefreiung  zu  haben. 
Überhaupt  erstreckt  sich  das  Anwaltsgeheimnis  einzig  auf  die 
berufsspezifisch anwaltliche Tätigkeit,  die im Zusammenhang mit  der 
Rechtsvertretung steht. Überwiegt dagegen das geschäftliche Element 
der  Tätigkeit  des  Anwalts  derart,  dass  sie  nicht  mehr  als  anwaltlich 

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betrachtet werden kann (so etwa die Tätigkeit als Verwaltungsrat einer 
Gesellschaft  oder  die  Tätigkeit,  die  sich  in  der  blossen  Vermögens-
verwaltung  oder  Vermögensanlage  erschöpft),  so  erstreckt  sich  das 
Berufsgeheimnis  darauf  nicht  mehr  umfassend  (Urteil  des  Bundes-
gerichts 2A.247/2000 vom 20. April 2001 E. 2f; BGE 120 Ib 112 E. 4 
mit  Hinweisen). Der  Beschwerdeführer kann sich demnach gar nicht 
erfolgreich  auf  das  Anwaltsgeheimnis  berufen,  ohne dass  er  die Art 
der erbrachten Leistung offenlegt. In diesem Punkt ist die Beschwerde 
somit abzuweisen.

6.2

6.2.1 Der  Beschwerdeführer  macht  geltend,  dass  er  die  vorliegend 
strittige  Zahlung  von  Fr.  50'000.--,  die  am  11.  Mai  1995  auf  sein 
Geschäftskonto Nr. 963.812.01 eingegangen sei,  zur Liberierung des 
Aktienkapitals der C._______AG erhalten habe. Er habe deshalb am 
19. Mai  1995  den  betreffenden  Betrag  auch  in  diesem  Sinn  weiter-
geleitet. Die Zahlung von Fr. 50'000.--  stelle  somit  nicht  steuerbares 
Entgelt, sondern einen blossen Durchlaufposten dar.

6.2.2 Der  Beschwerdeführer  reichte  als  Beweismittel  den  Handels-
registerauszug der C._______AG ein, woraus hervorgeht, dass diese 
Gesellschaft mit Sitz in Vaduz am 19. Mai 1995 gegründet wurde. Im 
Weiteren  reichte  er  eine  Gutschriftsanzeige  der  UBS  über  eine 
Einzahlung am 11. Mai 1995 von Fr. 50'000.-- auf sein Geschäftskonto 
Nr. 963.812.01 ein. Der Auftraggeber ist daraus jedoch nicht ersichtlich 
(blosser  Vermerk: "by order  of  a  client"). Zudem legte er  eine Kopie 
des  Mandatsvertrages  zwischen  ihm  und  der  D.L.,  St.  Vincent,/F.F., 
Vaduz (Firmennamen bis  auf  die Initialen abgedeckt),  betreffend die 
Gründung der C._______AG ins Recht. Im Weiteren belegte er anhand 
einer Belastungsanzeige der UBS eine Überweisung am 19. Mai 1995 
über  Fr.  50'000.--  von  seinem  Geschäftskonto  zugunsten  der 
C._______AG,  Vaduz,  mit  dem  Vermerk  "Zahlungsgrund  Aktien-
kapital".  Schliesslich  legte  er  noch  seine  Honorarrechnung  an  die 
C._______AG (für die Zeit vom 1. Juni 1995 bis 31. August 1995) vom 
31.  August  1995  über  Fr.  47'453.85  mit  dem  entsprechenden 
Arbeitszeitrapport ins Recht.

6.2.3 Es  kann  somit  festgehalten  werden,  dass  die  Einzahlung  von 
Fr. 50'000.-- unbestrittenermassen nicht auf ein (separates) Bankkonto 
des Kunden erfolgte. Bereits aus diesem Grund ist  gemäss der vom 
Bundesgericht  bestätigten Praxis  der  ESTV von einem im Zeitpunkt 

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der  Vereinnahmung  zu  versteuernden  Kostenvorschuss  auszugehen 
(E.  2.3.2).  Im  Übrigen  stellte  die  ESTV  zu  Recht  fest,  dass  der 
Beschwerdeführer  nicht  belegen  konnte,  von  wem  die  Einzahlung 
stammt. Die Frage, ob die Zahlung von Fr. 50'000.-- dem Beschwerde-
führer  zur  Liberierung  des  Aktienkapitals  der  C._______AG 
überwiesen wurde oder ob es sich um Anwaltshonorar handelt, bleibt 
deshalb offen. Der Beschwerdeführer konnte somit den Nachweis für 
die im Ergebnis steuermindernde Tatsache (E. 4.1), dass es sich bei 
der vorliegenden Zahlung nicht um Entgelt handelt, nicht erbringen.

6.3

6.3.1 Der Beschwerdeführer bringt vor, dass neben der Zahlung von 
G._______ vom 4. April  1996 über Fr. 25'000.-- auch die Zahlungen 
der  H._______AG  vom  1.  April  1996  über  Fr. 20'000.--  und  der 
I._______AG  vom  10.  April  1996  über  Fr.  5'000.--  ihm  für  die 
Liberierung  des  Aktienkapitals  der  D._______AG  von  insgesamt  Fr. 
50'000.-- überwiesen worden seien. Es handle sich deshalb auch bei 
diesen  zwei  letztgenannten  Einzahlungen  nicht  um  steuerbares 
Honorar. Für die Gründung der betreffenden Gesellschaft habe er im 
Übrigen eine Honorarrechnung in  der  Höhe von Fr. 1'500.--  gestellt. 
Auf diesem Betrag habe er ordnungsgemäss die MWST abgeliefert.

6.3.2 Als Beweismittel reichte der Beschwerdeführer die entsprechen-
den  Gutschriftsanzeigen  der  UBS  ein,  die  die  Einzahlungen  der 
H._______AG  und  der  I._______AG  auf  sein  Geschäftskonto  Nr. 
963.812.01 belegen. Im Weiteren zeigte der Beschwerdeführer anhand 
der Belastungsanzeige der UBS die Überweisung am 16. April  1996 
über  Fr. 50'000.--  von seinem Geschäftskonto auf  ein Konto bei  der 
Verwaltungs-  und  Privat-Bank  AG  (VPB)  in  Vaduz  auf.  Als 
Zahlungsgrund  wurde  vermerkt:  "D._______AG  in  Gründung: 
Kapitalnachweis  an  Büro  (...),  Vaduz".  Zudem  reichte  er  den 
Handelsregisterauszug  der  D._______AG mit  Sitz  in  Vaduz  ein,  der 
belegt, dass diese Gesellschaft am 18. April 1996 gegründet wurde. Im 
Übrigen reichte er seine Honorarnote vom 3. Mai 1996 an die Int (Rest 
abgedeckt)  in  Vaduz  über  Fr. 16'731.90  ein.  Schliesslich  legte  der 
Beschwerdeführer mit seiner Beschwerdeeingabe noch ein Schreiben, 
datiert  vom 6. März 1996, ins Recht,  worin er die Gesellschafter der 
D._______AG bittet,  ihre Anteile  am Aktienkapital  von insgesamt Fr. 
100'000.--  (50% J._______Ltd,  25% G._______,  20% H._______AG 
und  5%  I._______AG)  auf  sein  Treuhandkonto  bei  der  UBS, 

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Nr. 963.812.01,  zu  Gunsten  der  genanten  Firma  in  Gründung  zu 
überweisen.

6.3.3 Die strittigen zwei Einzahlungen wurden somit wiederum auf das 
Geschäftskonto  des  Beschwerdeführers  getätigt  und  nicht  auf  ein 
separates Bankkonto der  Kunden. Bereits  aus diesem Grund stellen 
die  Zahlungen  nach  der  vom  Bundesgericht  bestätigten  Praxis  der 
ESTV  Vorauszahlungen,  d.h.  im  Zeitpunkt  der  Vereinnnahmung 
steuerbare  Entgelte,  dar  (E.  2.3.2).  Im  Weiteren  muss  festgestellt 
werden,  dass  der  Beschwerdeführer  auch  sonst  nicht  nachweisen 
konnte,  dass  er  die  beiden  Zahlungen  zur  Liberierung  des 
Aktienkapitals  der  D._______AG  erhalten  hat.  Das  vom 
Beschwerdeführer  eingereichte  Schreiben  vom  6. März  1996,  das 
genau das belegen soll, ist als Beweismittel ohne Relevanz. Einerseits 
ist  es  nicht  unterschrieben  und  andererseits  wurde  es 
unbestrittenermassen  der  Vertreterin  des  Beschwerdeführers  per  e-
mail  übermittelt  und  somit  erst  nachträglich  ausgedruckt,  womit  die 
Authentizität  nicht  mehr  gewährleistet  ist.  Auch  hier  konnte  der 
Beschwerdeführer somit den Nachweis nicht erbringen, dass es sich 
bei den betreffenden Zahlungen nicht um steuerbares Entgelt handelt.

6.4

6.4.1 Der Beschwerdeführer legt dar, dass er am 7. Februar 1997 mit 
K._______  einen  Mandatsvertrag  für  die  Übernahme  der 
Administration der bereits bestehenden Firma L._______Ltd. in Saint 
Vincent/ Grenadines (Karibik) abgeschlossen habe. Damit die Kosten 
der Verwaltungsfirma (...) in Zürich bezahlt werden konnten, habe der 
Klient  ihm  auf  sein  Geschäftskonto  $ 6'000.--  überwiesen.  Diesen 
Betrag habe er am 4. März 1997 auf das Konto der L._______Ltd. bei 
der  VPB,  Vaduz,  überwiesen. Es  treffe  zwar  zu,  dass  sich  aus  den 
eingereichten  Unterlagen  nicht  zweifelsfrei  ergebe,  dass  der  Klient 
K._______  die  fraglichen  $ 6'000.--  bezahlt  habe,  immerhin  sei  aus 
den  Belegen  aber  ersichtlich,  dass  die  Auftraggeberin  der  Zahlung 
eine  Firma  M._______  in  Budapest  gewesen  sei.  Aus den  weiteren 
eingereichten Unterlagen ergebe sich zudem, dass K._______ mit der 
L._______Ltd.,  Saint  Vincent/Grenadines,  in  Vertragsbeziehung 
gestanden habe und dass er Zeichnungsberechtigter der M._______ 
sei.  Im  Weiteren  habe  er  belegt,  dass  K._______  der  wirtschaftlich 
Berechtigte an der L._______Ltd, Saint Vincent/Grenadines, sei. Damit 

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sei nachgewiesen, dass es sich bei der Einzahlung von $ 6'000.-- nicht 
um Honorar handle.

6.4.2 Zutreffend  ist,  dass  gemäss  Gutschriftsanzeige  der  UBS  die 
Einzahlung über $ 6'000.-- auftrags der M._______, Budapest, am 12. 
Februar  1997  auf  das  Geschäftskonto  Nr. 963.812.60  des 
Beschwerdeführers geleistet wurde. Auch hier muss deshalb zunächst 
festgehalten werden, dass diese Zahlung somit nicht auf ein separates 
Bankkonto des Kunden überwiesen wurde und es sich bereits deshalb 
gemäss der vom Bundesgericht bestätigten Praxis der ESTV um eine 
steuerbare  Vorauszahlung  handelt  (E.  2.3.2).  Im  Weiteren  hat  der 
Beschwerdeführer auch sonst in keiner Art und Weise nachgewiesen, 
dass die Zahlung nicht  Entgelt  für  erbrachte Leistungen darstellt. Es 
mag  sein,  dass  K._______  Zeichnungsberechtigter  der  M._______ 
und  wirtschaftlich  Berechtigter  der  L._______Ltd.,  Saint 
Vincent/Grenadines, war. Dies belegt jedoch in keiner Weise, dass der 
Beschwerdeführer  die  Zahlung  der  M._______  in  der  Höhe  von  $ 
6'000.--  zur  Weiterleitung  an  die  L._______Ltd.  erhalten  hat.  Diese 
Zahlung  muss  deshalb  ebenfalls  als  steuerbares  Entgelt  qualifiziert 
werden.

6.5 Der allgemeine Einwand des Beschwerdeführers, dass es vor über 
10  Jahren  keine  zwingende  Vorschrift  gegeben  habe,  die  die 
Einzahlungen  von  anvertrauten  Klientengeldern  auf  separate 
Kundenkonten  verlangt  hätte,  ist  nicht  stichhaltig.  In  Ziff.  8.1  der 
Branchenbroschüre  Rechtsanwälte  und  Notare  vom  Oktober  1994 
wurde  klar  festgelegt,  dass  Zahlungen  von  Kunden  an  den 
Steuerpflichtigen nur dann nicht als Vorauszahlungen gelten, wenn sie 
bei  einer  inländischen  Bank  auf  ein  separates  Konto  des  Kunden 
einbezahlt werden. Auch wenn es sich bei der Verwaltungspraxis nicht 
um Rechtsnormen handelt (BGE 124 V 257 E. 6b), und in der Lehre 
teilweise  die  Auffassung  vertreten  wird,  Richtlinien  würden  sich  in 
erster Linie an die Verwaltung selber und nicht an Dritte richten (GYGI, 
a.a.O., S. 290), sind sie sowohl für die Verwaltung als auch für Dritte 
von  Bedeutung.  Für  die  Mehrwertsteuer  kommt  ihnen  auch  eine 
Aussenwirkung zu, wird doch vom Steuerpflichtigen verlangt, dass er 
diese  Weisungen  kennt  (so  bereits  Urteil  des  Bundesgerichts  vom 
17. März 1978, in: ASA 47 S. 334). Fest steht, dass die Richtlinien der 
einheitlichen, rechtsgleichen Anwendung des Rechts dienen und sich 
der  Steuerpflichtige  nicht  darauf  berufen  kann,  er  habe  sie  nicht 
gekannt.  Solange  er  sie  nicht  ausdrücklich  bestreitet,  muss  er  sie 

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gegen sich gelten lassen (Urteil des Bundesgerichts 2A.321/2002 vom 
2.  Juni  2003  E.  3.2.2;  Urteile  des  Bundesverwaltungsgerichts 
A-1368/2006 vom 12. Dezember  2007 E. 7.1  und A-1503/2006 vom 
5. Dezember 2007 E. 3.1).

6.6

6.6.1 Der Beschwerdeführer bringt schliesslich vor, die Einzahlung auf 
sein Geschäftskonto am 30. September 1997 über Fr. 10'000.-- stelle 
die Rückzahlung eines von ihm an E._______ gewährten Darlehens 
dar. Im Weiteren habe E._______ ihm am 20. Oktober 1997 zusätzlich 
Fr. 10'000.-- auf sein Geschäftskonto überwiesen. Der Grund für diese 
Zahlung sei, dass er für E._______ einen Kostenvorschuss zugusten 
von  Rechtsanwalt  (...)  vorfinanziert  habe.  Mit  dieser  Zahlung  habe 
E._______ seine Schuld beglichen. Die beiden Einzahlungen stellten 
damit kein Entgelt dar.

6.6.2 Mit seiner Beschwerdeeingabe reichte der Beschwedeführer ein 
Schreiben von E._______ vom 6. Juli 2004 ein. Darin bestätigt dieser, 
dass  es sich  bei  den  beiden Zahlungen von je  Fr. 10'000.--  um die 
Rückzahlung  eines  Darlehens  bzw.  um  die  Erstattung  des  vom 
Beschwerdeführer  für  ihn  bezahlten  Kostenvorschusses handelt. Die 
Rückzahlung eines Darlehens stellt  – mangels Leistungsaustausch – 
kein Entgelt  dar (Urteil  des Bundesgerichts 2A.526/2003 vom 1. Juli 
2004 E. 3.1; ALOIS CAMENZIND/NIKLAUS HONAUER/KLAUS A. VALLENDER, Hand-
buch  zum  Mehrwertsteuergesetz  [MWSTG],  Bern  2003,  2. Aufl., 
Rz. 802).  Die  Bestätigung  von  E._______  wurde  zwar  nachträglich 
erstellt.  Die  ESTV  anerkennt  jedoch  deren  Beweiswert  explizit  (vgl. 
Vernehmlassung  S.  10).  Es  besteht  daher  für  das  Bundes-
verwaltungsgericht  kein  Anlass,  auf  die  Frage  einzugehen,  ob  in 
Konstellationen wie vorliegend – insbesondere mit Blick auf die Form-
freiheit  von Darlehensverträgen – an der bundesgerichtlichen Recht-
sprechung festgehalten werden kann,  wonach nachträglich erstellten 
Belegen der Beweiswert abzusprechen ist, bzw. ob die bundesgericht-
liche Rechtsprechung generell  derart  einschränkend zu verstehen ist 
(vgl.  dazu  Bundesgerichtsurteile  2A.44/2005  vom  17.  Januar  2006 
E. 6.2  und  2A.457/2002  vom  19.  März  2003  E.  3.2).  Aufgrund  der 
erwähnten  Bestätigung  konnte  der  Beschwerdeführer  somit  rechts-
genügend  belegen,  dass  es  sich  bei  der  Einzahlung  vom 
30. September  1997  über  Fr. 10'000.--  nicht  um steuerbares  Entgelt 
handelt.  Analog  ist  die  Erstattung  des  vorfinanzierten  Kosten-

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vorschusses  zu  behandeln.  Auch  hier  liegt  die  Gewährung  eines 
Kredites  vom  Beschwerdeführer  an  E._______  vor,  den  dieser  mit 
seiner  Überweisung  vom  20. Oktober  1997  zurückbezahlt  hat.  Die 
beiden  Zahlungen  von  E._______  stellen  damit  nicht  Entgelt  für 
erbrachte  Dienstleistungen  dar.  Die  Beschwerde  erweist  sich  in 
diesem  Punkt  somit  als  begründet  und  die  Nachbelastung  ist  im 
Betrag von Fr. 1'220.70 (Fr. 610.35 und Fr. 610.35) aufzuheben.

7.

7.1 Dem Gesagten zufolge ist die Beschwerde – gemäss dem Antrag 
der  ESTV  –  im  Umfang  von  Fr. 1'220.70  gutzuheissen,  im  Übrigen 
aber  abzuweisen.  Gemäss  Art.  63  Abs.  1  VwVG  sind  die 
Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei aufzuerlegen. 
Unterliegt  diese  nur  teilweise,  so  werden  die  Verfahrenskosten 
ermässigt. Nach Art. 63 Abs. 3 VwVG dürfen einer obsiegenden Partei 
die  Kosten  des  Beschwerdeverfahrens  auferlegt  werden,  sofern  sie 
diese durch Verletzung von Verfahrenspflichten verursacht hat. Dabei 
muss als unnötigerweise verursacht ein Verfahren insbesondere dann 
gelten, wenn ein Beschwerdeführer seinen Mitwirkungspflichten nicht 
nachgekommen  ist  und  beispielsweise  ein  Beweismittel  spät 
eingereicht  hat  (Urteile  des Bundesverwaltungsgerichts  A-1527/2006 
und  A-1528/2006  vom  6.  März  2008  E.  6.2,  A-1389/2006  vom 
21. Januar 2008 E. 7.2, A-1344/2006 vom 11. September 2007 E. 5.1, 
A-1357/2006 vom 27. Juni 2007 E. 4).

7.2 Im  vorliegenden  Fall  hat  der  Beschwerdeführer  die  Bestätigung 
von  E._______,  die  zur  teilweisen  Gutheissung  geführt  hat,  erst  im 
Beschwerdeverfahren  eingereicht.  Dies  obwohl  die  ESTV  ihn 
insbesondere im Einspracheverfahren mit  Schreiben vom 20. Januar 
2004  und  3.  Februar  2004  aufgefordert  hatte,  entsprechende 
Beweismittel zum Nachweis, dass kein Entgelt vorliegt, einzureichen. 
Er  ist  folglich  seinen  Mitwirkungspflichten  nicht  rechtsgenügend 
nachgekommen. Trotz der teilweisen Gutheissung der Beschwerde ist 
es deshalb gerechtfertigt, die Verfahrenskosten, welche auf Fr. 2'000.-- 
festgesetzt  werden,  ohne  Ermässigung im Sinne von Art.  63  Abs. 1 
VwVG dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird  im Umfange von Fr. 1'220.70 gutgeheissen, im 
Übrigen abgewiesen.

2.
Die Verfahrenskosten von Fr. 2'000.-- werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 2'000.-- verrechnet.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. ...; Gerichtsurkunde)

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Thomas Stadelmann Jürg Steiger

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 
des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). 
Die  Rechtsschrift  ist  in  einer  Amtssprache  abzufassen  und  hat  die 
Begehren,  deren  Begründung  mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die 
Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Entscheid  und  die 
Beweismittel  sind,  soweit  sie  der  Beschwerdeführer  in  Händen  hat, 
beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand:

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