# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9b74fccb-c05b-56fc-bd51-d797604178f0
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-09-03
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe 03.09.2020 608 2020 42
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_011_608-2020-42_2020-09-03.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 630, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00
tribunalcantonal@fr.ch
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

608 2020 42

Urteil vom 3. September 2020

II. Sozialversicherungsgerichtshof

Besetzung Präsident: Johannes Frölicher 
Richterinnen: Daniela Kiener,

Anne-Sophie Peyraud 
Gerichtsschreiber: Mischa Poffet

Parteien A.________, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwältin 
Monika Friedli    

gegen

INVALIDENVERSICHERUNGSSTELLE DES KANTONS FREIBURG, 
Vorinstanz    

Gegenstand Invalidenversicherung (Rentenanspruch)

Beschwerde vom 27. Februar 2020 gegen die Verfügung vom 29. Januar 
2020

Kantonsgericht KG
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Sachverhalt

A. A.________, geboren im Jahr 1983, ledig, keine Kinder, wohnhaft in B.________, ist ausge-
bildete Dentalassistentin und diplomierte Gesundheitsmasseurin. Sie war zuletzt bis zum 31. März 
2013 mit einem Pensum von 60 Prozent als Dentalassistentin angestellt. Daneben arbeitete sie 
zwei bis drei Stunden pro Monat als selbständig erwerbstätige Masseurin.

Aufgrund von starken, immer wiederkehrenden Abdominal-Beschwerden, meist verbunden mit 
starker Übelkeit und Erbrechen, wurde ihr ab dem 23. November 2011 eine 50-prozentige und 
während eines stationären Klinikaufenthalts vom 31. Januar 2012 bis 10. März 2012 vorüberge-
hend eine 100-prozentige Arbeitsunfähigkeit attestiert.

Für die Zeit der stationären Behandlung bezog A.________ Krankentaggelder.

B. Am 21. Februar 2013 (Datum des Gesucheingangs) meldete sich A.________ bei der Invali-
denversicherungsstelle des Kantons Freiburg (nachfolgend: IV-Stelle) zum Leistungsbezug an. Zu 
ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigung gab sie an, seit dem Jahr 2002 unter zunehmenden Abdo-
minal-Beschwerden zu leiden. Sie befinde sich in hausärztlicher, psychiatrischer und gynäkologi-
scher Behandlung.

Die IV-Stelle holte Berichte der behandelnden Ärzte sowie die Akten der Krankentaggeldversiche-
rung ein, unterbreitete das Dossier dem Regionalen Ärztlichen Dienst Bern/Freiburg/Solothurn 
(nachfolgend: RAD) zur Stellungnahme und liess die Versicherte auf dessen Empfehlung bidiszipli-
när (rheumatologisch, psychiatrisch) begutachten. Anschliessend liess sie das Dossier ein weite-
res Mal dem RAD zur Stellungnahme zukommen.

C. Mit Vorentscheid vom 3. Januar 2014 stellte die IV-Stelle der Versicherten die Abweisung 
des Leistungsbegehrens in Aussicht. Zur Begründung führte sie aus, dass aufgrund der Schluss-
folgerungen der angeordneten bidisziplinären Begutachtung und der Stellungnahme des RAD kein 
invalidisierender Gesundheitsschaden bestehe. Der Versicherten könne zugemutet werden, den 
bisher erlernten Beruf als Dentalassistentin ohne Einschränkungen auszuüben.

Gegen diesen Vorentscheid erhob die Versicherte am 31. Januar 2014 schriftliche Einwände, zu 
welchen der RAD am 18. März 2014 Stellung bezog.

Mit Verfügung vom 8. April 2014 wies die IV-Stelle den Rentenanspruch der Versicherten ab. Sie 
erwog, dass aus versicherungsmedizinischer Sicht mit hoher Wahrscheinlichkeit (99,5 Prozent) 
davon ausgegangen werden könne, dass gynäkologische Krankheiten nicht invalidisierend seien. 
Auch aus rheumatologischer Sicht würden keine dauerhaften Einschränkungen bezüglich der 
bisherigen Tätigkeit vorliegen. Die vom begutachtenden Rheumatologen erwähnten Teilaspekte 
des Schmerzgeschehens, worunter auch die vermutete Psoriasis-Arthropathie falle, seien thera-
pierbar und hätten längerfristig keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit im angestammten Beruf. 
Damit bestehe kein invalidisierender Gesundheitsschaden und es könne der Versicherten zugemu-
tet werden, den bisher erlernten Beruf als Dentalassistentin ohne Einschränkungen auszuüben. 

Aufgrund eines Zustellungsfehlers wurde die Verfügung vom 8. April 2014 am 27. Mai 2014 durch 
eine neue Verfügung annulliert resp. ersetzt.

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Am 30. Juni 2014 erhob die Versicherte Beschwerde gegen die Verfügung vom 27. Mai 2014. 
Diese wurde mit Urteil 608 2014 123 des Kantonsgerichts Freiburg vom 27. Juni 2016 gutgeheis-
sen und die Angelegenheit an die IV-Stelle zurückgewiesen, damit sie nach Ergänzung der rheu-
matologischen Akten und Durchführung einer gynäkologischen Begutachtung mit anschliessender 
interdisziplinärer Diskussion im Sinne der Erwägungen über den Rentenanspruch neu verfüge.

D. In der Folge ersuchte die IV-Stelle den psychiatrischen Gutachter (Dr. med. C.________) um 
die Durchführung einer Indikatorenprüfung gemäss der neuen bundesgerichtlichen Rechtspre-
chung. Des Weiteren holte sie aktuelle Berichte der behandelnden Ärzte ein und gab ein weiteres 
rheumatologisches (Dr. med. D.________) sowie ein gynäkologisches Gutachten (Dr. med. 
E.________) in Auftrag. Nachdem das rheumatologische und gynäkologische Gutachten erstattet 
worden waren, holte sie eine weitere Stellungnahme von Dr. med. C.________ ein.

Mit Vorentscheid vom 30. Oktober 2017 stellte die IV-Stelle der Versicherten erneut in Aussicht, 
das Leistungsbegehren abzulehnen, da aus den spezialärztlichen Abklärungen hervorgehe, dass 
kein invalidisierender Gesundheitsschaden vorliege. Gegen diesen Vorentscheid erhob die Versi-
cherte am 29. November 2017 abermals schriftliche Einwände, worauf die IV-Stelle, auf Empfeh-
lung des RAD, weitere medizinische Abklärungen veranlasste und bei der F.________ ein polydis-
ziplinäres Gutachten mit den Disziplinen Allgemeine Innere Medizin, Rheumatologie, Gynäkologie 
und Psychiatrie in Auftrag gab.

In ihrer Konsensbeurteilung vom 29. November 2019 kamen die Gutachter der F.________ zum 
Schluss, dass auf allgemeininternistischem, rheumatologischem und psychiatrischem Fachgebiet 
keine wesentlichen Funktionseinschränkungen feststellbar seien. Im Vordergrund stehe klar das 
gynäkologische Krankheitsbild mit zyklusabhängigen Unterleibsbeschwerden (Diagnosen: primäre, 
sekundär verstärkte, analgetikapflichtige, invalidisierende Dysmenorrhoe; Hypermenorrhoe; hoch-
gradiger Verdacht auf Adenomyosis uteri, im zeitlichen Verlauf progredient; St. n. diversen hormo-
nellen Therapien; nicht abgeschlossene Familienplanung, zurzeit in reproduktionsmedizinischer 
Abklärung/Behandlung), welche zu wiederkehrenden, zyklusabhängigen funktionellen Leistungs-
einschränkungen führten. Rein rechnerisch ergebe sich eine 100-prozentige Arbeitsunfähigkeit an 
10 Tagen pro Monat/Zyklus, eine 50-prozentige Arbeitsunfähigkeit an 10 Tagen pro Monat/Zyklus 
und eine volle Arbeitsfähigkeit an 8 Tagen pro Monat/Zyklus.

Nachdem die IV-Stelle eine weitere Stellungnahme des RAD eingeholt hatte, verneinte sie mit 
Verfügung vom 29. Januar 2020 den Leistungsanspruch mit der Begründung, dass die gynäkologi-
schen Beschwerden mittels entsprechenden zumutbaren Therapiemassnahmen verbessert resp. 
aufgehoben werden könnten. Dass auf diese Therapiemassnahmen vorläufig aus persönlichen 
Gründen verzichtet werde, sei zwar nachvollziehbar, könne jedoch nicht zur Zusprache von Invali-
denleistungen führen. 

E. Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin Monika 
Friedli, mit Eingabe vom 27. Februar 2020 Beschwerde an das Kantonsgericht Freiburg. Sie stellt 
das Begehren, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Angelegenheit zur Berech-
nung des Invaliditätsgrades an die Vorinstanz zurückzuweisen. Eventualiter sei die Vorinstanz 
anzuweisen, weitere Abklärungen vorzunehmen, namentlich ein Mahn- und Bedenkzeitverfahren 
durchzuführen. Zur Begründung bringt sie vor, dass grundsätzlich auf die Feststellungen des gynä-
kologischen Fachgutachtens abzustellen sei, welches eine erhebliche Einschränkung der Leis-
tungsfähigkeit feststelle. Zwar würden mehrere Therapieoptionen bestehen, diese würden jedoch 
ihre Familienplanung verunmöglichen. Zudem sei auch nicht ausgewiesen, ob die von den Gutach-

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tern diskutierten Therapien überhaupt zu einer Verbesserung ihrer Leistungsfähigkeit führen 
würden. Die Zumutbarkeit der möglichen Therapien sei deshalb zu verneinen. Zudem habe die 
Vorinstanz vorgängig kein schriftliches Mahn- und Bedenkzeitverfahren durchgeführt. 

Der mit Verfügung vom 2. März 2020 angesetzte Kostenvorschuss von CHF 800.- wurde am 
17. März 2020 geleistet.

In ihren Bemerkungen vom 8. Juli 2020 schliesst die Vorinstanz auf Abweisung der Beschwerde.

Die BVG-Versicherung verzichtete am 3. August 2020 auf eine Stellungnahme.

Am 25. August 2020 reichte die Beschwerdeführerin eine weitere Stellungnahme zu den Akten. Mit 
Eingabe vom 2. September 2020 hielt die Vorinstanz an ihrem Antrag auf Abweisung der 
Beschwerde fest.

F. Die weiteren Elemente des Sachverhalts ergeben sich, soweit für die Urteilsfindung massge-
bend, aus den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen.

Erwägungen

1.

Die Beschwerde vom 27. Februar 2020 gegen die Verfügung vom 29. Januar 2020 wurde form- 
und fristgerecht bei der sachlich und örtlich zuständigen Beschwerdeinstanz eingereicht. Die 
rechtsgültig vertretene Beschwerdeführerin hat ein schutzwürdiges Interesse daran, dass das 
Kantonsgericht, II. Sozialversicherungsgerichtshof, prüft, ob sie Anspruch auf eine Rente der Inva-
lidenversicherung hat.

Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2.

2.1. Was den Begriff der Invalidität (Art. 8 i.V.m. Art. 7 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 
2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1], welches hier 
aufgrund von Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung 
[IVG; SR 831.20] zur Anwendung kommt), den Rentenanspruch (Art. 28 IVG), die Bemessung und 
Bestimmung des Invaliditätsgrades (Art. 16 ATSG) und den Beweiswert medizinischer Berichte 
anbelangt, kann auf das Urteil 608 2014 123 des Kantonsgerichts Freiburg vom 27. Juni 2016 
verwiesen werden.

2.2. Zu ergänzen ist, dass die versicherte Person nach Art. 7 IVG alles ihr Zumutbare unterneh-
men muss, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) zu verringern und 
den Eintritt einer Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern. Sie muss an allen zumutbaren Massnah-
men, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsle-
ben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv teilnehmen, 
namentlich auch an medizinischen Behandlungen nach Art. 25 des Bundesgesetzes vom 18. März 
1994 über die Krankenversicherung (KVG; SR 832.10). Als zumutbar gilt jede Massnahme, die der 
Eingliederung der versicherten Person dient; ausgenommen sind Massnahmen, die ihrem Gesund-

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heitszustand nicht angemessen sind (Art. 7a IVG). Wenn die versicherte Person diesen Pflichten 
nicht nachgekommen ist, können die Leistungen nach Art. 21 Abs. 4 ATSG gekürzt oder verwei-
gert werden (Art. 7b Abs. 1 IVG). 

Art. 21 Abs. 4 ATSG sieht vor, dass eine versicherte Person, die sich einer zumutbaren Behand-
lung oder Eingliederung ins Erwerbsleben entzieht oder widersetzt oder die nicht aus eigenem 
Antrieb das ihr Zumutbare dazu beiträgt, unter Ansetzung einer angemessenen Bedenkzeit schrift-
lich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden muss, bevor ihr die Leistungen vor-
übergehend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden. Behandlungs- oder Eingliederungs-
massnahmen, die eine Gefahr für Leben und Gesundheit darstellen, sind nicht zumutbar. In Abwei-
chung von Art. 21 Abs. 4 ATSG können die Leistungen ohne Mahn- und Bedenkzeitverfahren nur 
dann gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person ihre Anmelde-, Melde- oder 
Auskunftspflicht verletzt oder wenn sie Leistungen der Invalidenversicherung zu Unrecht erwirkt 
oder zu erwirken versucht hat (vgl. die in Art. 7b Abs. 2 IVG abschliessend aufgezählten Tatbe-
stände qualifizierter Pflichtverletzung). 

Beim Entscheid über die Kürzung oder Verweigerung von Leistungen sind alle Umstände des 
einzelnen Falles, insbesondere das Ausmass des Verschuldens der versicherten Person, zu 
berücksichtigen (Art. 7b Abs. 3 IVG).

2.3. Bei der Beantwortung der Frage nach der Zumutbarkeit einer Behandlung oder Eingliede-
rungsmassnahme im Sinne von Art. 21 Abs. 4 ATSG sind die gesamten persönlichen Verhältnisse, 
insbesondere die berufliche und soziale Stellung der versicherten Person, zu berücksichtigen, 
wobei das objektiv Zumutbare, nicht die subjektive Wertung der versicherten Person, massgebend 
ist (ZAK 1982 S. 495 E. 3; Urteil BGer I 105/93 vom 11. März 1994 E. 2a; MEYER-BLASER, Zum 
Verhältnismässigkeitsgrundsatz im staatlichen Leistungsrecht, 1985, S. 189). Die gesetzliche 
Vorgabe, wonach Massnahmen, die eine Gefahr für Leben und Gesundheit darstellen, nicht 
zumutbar sind, bedeutet nicht, dass eine Massnahme, die keine solche Gefahr darstellt, automa-
tisch zumutbar wäre (ZAK 1985 S. 326 E. 1; KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Auflage, Art. 21 
N. 116); sie weist aber doch darauf hin, dass nur Gründe von einer gewissen Schwere zur Unzu-
mutbarkeit führen. Die Zumutbarkeit ist sodann in Relation einerseits zur Tragweite der Massnah-
me, andererseits zur Bedeutung der in Frage stehenden Leistung zu beurteilen. Namentlich bei 
medizinischen Massnahmen, die einen starken Eingriff in die persönliche Integrität der versicher-
ten Person darstellen können, ist die Schwere des mit der Massnahme verbundenen Eingriffs in 
die Versichertenpersönlichkeit mit zu berücksichtigen. Je schwerer der Eingriff ist, je weniger hoch 
ist der Massstab an die Unzumutbarkeit zu legen (ZAK 1985 S. 326 E. 1). Generell hat die Zumut-
barkeitsprüfung bei Behandlungsmassnahmen einzelfallbezogen zu erfolgen, weil neben den 
objektiven auch die subjektiven Umstände einzubeziehen sind (KIESER, Art. 21 N. 122). Umgekehrt 
ist die Zumutbarkeit eher zu bejahen, wenn die fragliche Massnahme unbedenklich ist (RKUV 
1995 Nr. U 213 S. 68 E. 2b). Sodann sind die Anforderungen an die Schadenminderungspflicht 
dort strenger, wo eine erhöhte Inanspruchnahme der Invalidenversicherung in Frage steht, so 
namentlich wenn der Verzicht auf schadenmindernde Vorkehren Rentenleistungen auszulösen 
vermag (Urteil BGer I 744/06 vom 30. März 2007 E. 3.1 mit Hinweis auf BGE 113 V 22 E. 4b, 
bestätigt in Urteil BGer 8C_128/2015 vom 25. Juni 2015 E. 1.2; vgl. auch Urteil BGer 9C_155/2019 
vom 24. Juni 2019 E. 2.2.2). 

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3.

3.1. Die Vorinstanz hat im Nachgang an das Urteil 608 2014 123 des Kantonsgerichts Freiburg 
vom 27. Juni 2016 weitere medizinische Abklärungen vorgenommen und die Beschwerdeführerin 
durch das F.________ polydisziplinär begutachten lassen. Die Gutachter kamen dabei zum 
Schluss, dass auf rheumatologischem, allgemeininternistischem und psychiatrischem Fachgebiet 
keine wesentlichen Funktionseinschränkungen feststellbar seien; die Arbeitsfähigkeit der 
Beschwerdeführerin sei lediglich aus gynäkologischer Sicht eingeschränkt.

3.2. Das gynäkologische Fachgutachten (Vorakten S. 602 ff.) wurde von Dr. med. G.________ 
erstattet. Dieser stellt die folgenden Diagnosen (Vorakten S. 605):

Gynäkologische Diagnosen mit möglicher Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zum Zeitpunkt der Exploration:

 Primäre, sekundär verstärkte, analgetikapflichtige, invalidisierende Dysmenorrhoe
 Hypermenorrhoe
 Hochgradiger Verdacht auf Adenomyosis uteri (im zeitlichen Verlauf progredient)
 Status nach diversen hormonellen Therapien (GnRH-Analoga, Dienogest, Ovulationshemmer)
 Nicht abgeschlossene Familienplanung, zurzeit in reproduktionsmedizinischer Abklärung/Behandlung (primäre 

Sterilität, Oligoasthenozoospermie)

Gynäkologische Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:

 Status nach diagnostischer Laparoskopie 09/2003 wegen Unterbauchschmerzen, ohne Nachweis einer 
Endometriose (Peritoneum, Endometriom, tief infiltrierende Endometriose)

 Status nach Laser-Behandlung an der Portio ca. 2008 wegen rezidivierend CIN I

Die klinischen Symptome der primären, sekundär verstärkten, analgetikapflichtigen und invalidisie-
renden Dysmenorrhoe würden seit Jahren von der Explorandin glaubhaft geschildert. Es sei für 
den Gutachter gut nachvollziehbar, dass die Explorandin während der ersten 7 Tage des Mens-
truationszyklus und midzyklisch (Zeitpunkt der Ovulation) wegen ihrer Schmerzen und wegen der 
Nebenwirkungen der Analgetika nicht arbeitsfähig sei. Daneben bestehe in jedem Menstruations-
zyklus ein Zeitraum eingeschränkter Arbeitsfähigkeit (vor und nach der Ovulation) sowie ein Zeit-
fenster voller Arbeitsfähigkeit (21. bis 28. Zyklustag). Die geschilderte, zyklische Schmerzcharakte-
ristik sei typisch für das Krankheitsbild einer Endometriose oder, wie im vorliegenden Fall, einer 
Adenomyose (Endometriose im Myometrium). Die Intensität der Schmerzen und auch die Hyper-
menorrhoe könnten gut durch die Adenomyose erklärt werden (Vorakten S. 606).

3.3. Was die Arbeits- und Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin anbelangt, macht der 
gynäkologische Fachgutachter die folgenden Aussagen:

Während der ersten 7 Tage des Menstruationszyklus und im Zeitraum um die Ovulation (Tag 13-
15) sei die Beschwerdeführerin arbeitsunfähig. Eine (bezogen auf ein 100-prozentiges Pensum) 
reduzierte Arbeitsfähigkeit von 50 Prozent bestehe an den Tagen 8-12 und 16-20 des Menstruati-
onszyklus, während eine volle Arbeitsfähigkeit zwischen Tag 21-28 vorliege. Von grosser Bedeu-
tung sei, der Beschwerdeführerin die Möglichkeit zu geben, „zyklusadaptiert“ zu arbeiten, was bei 
anamnestisch mehr oder weniger regelmässigem Zyklus einigermassen gut planbar sein dürfte. 
Therapeutische Massnahmen zur Erhöhung der Arbeitsfähigkeit (Anpassung der Analgetika-Medi-
kation, hormonelle Behandlung) würden sich zurzeit nicht anbieten, da der Analgetikabedarf einer-
seits bereits auf hohem Niveau gut eingestellt sei und die Beschwerdeführerin andererseits in 
reproduktionsmedizinischer Behandlung wegen ihres unerfüllten Kinderwunsches stehe, was 

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hormonelle Behandlungen der Adenomyose verbiete. Nach abgeschlossener Familienplanung 
sollte der Explorandin zu einer Hysterektomie geraten werden, wodurch mit hoher Wahrscheinlich-
keit Schmerzfreiheit erreicht werden könnte. Mit Sistieren der zyklischen Ovarialfunktion bei Eintritt 
in die Menopause (durchschnittlich im 51. Altersjahr) sei ebenfalls eine Symptomfreiheit betreffend 
die Adenomyose und damit eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit zu erwarten (Vorakten S. 608).

3.4. Es ist festzustellen, dass das polydisziplinäre Gutachten der F.________ die von der 
Rechtsprechung entwickelten formellen Kriterien erfüllt: Es enthält eine umfassende Anamnese, 
diskutiert die zur Verfügung gestellten medizinischen Akten und beruht auf je einer persönlichen 
Untersuchung der Beschwerdeführerin pro Fachgebiet. Die Schlussfolgerungen sind kohärent und 
gut begründet.

Auch die RAD-Ärztin, Dr. med. H.________, Fachärztin für physikalische Medizin und Rehabilitati-
on, erhebt in ihrer Stellungnahme vom 9. Dezember 2019 (Vorakten S. 637 f.) keine Kritik an den 
medizinischen Feststellungen des Gutachtens. Vielmehr kommt sie zum Schluss, dass die 
gynäkologische Beurteilung der Arbeitsfähigkeit ohne entsprechende Therapiemassnahmen rein 
medizinisch nachvollziehbar sei.

Schliesslich werden die medizinischen Feststellungen des Gutachtens auch von den Parteien nicht 
bestritten.

Damit ist – gestützt auf das polydisziplinäre Gutachten der F.________ vom 29. November 2019 – 
davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin während 10 Tagen/Zyklus zu 100 Prozent, 
während 10 Tagen/Zyklus zu 50 Prozent und während 8 Tagen/Zyklus zu 0 Prozent arbeitsunfähig 
ist.

4.

4.1. Die Vorinstanz hat den Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin mit der Begründung 
verneint, dass zumutbare Therapiemassnahmen bestünden, welche die zyklusabhängigen Arbeits-
unfähigkeiten der Beschwerdeführerin mindern bzw. aufheben könnten. Namentlich führt sie aus, 
dass „es sich um zyklusabhängige Arbeits- und Leistungsunfähigkeiten eines einzigen klinischen 
Beschwerdebildes handelt, welche mittels entsprechenden zumutbaren Therapiemassnahmen 
verbessert respektive aufgehoben werden können. […] Dass auf Therapiemassnahmen vorläufig 
aus persönlichen Gründen verzichtet wird, können wir nachvollziehen und würdigen. Demgegen-
über ist [aber auch] der Umstand zu würdigen, dass der Kinderwunsch seit längerer Zeit besteht. 
Es erfolgten medizinische Abklärungen betreffend die mögliche Realisierung des Wunsches. Ob er 
erfüllt werden kann, steht nach den bisherigen Abklärungen noch nicht fest; seit längerer Zeit 
besteht Ungewissheit darüber. […] Bei dieser Ausgangslage erachten wir die zumutbare[n] Thera-
piemassnahme[n] zur Minderung bzw. Aufhebung der Arbeitsunfähigkeit als vorrangig gegenüber 
einer eventuellen Zusprache von IV-Leistungen.“

Vorab ist festzustellen, dass die Vorinstanz mit keinem Wort erwähnt, welche Therapiemassnah-
men sie als zumutbar erachtet und von der Beschwerdeführerin verlangt. Dies ist vor allem 
deshalb problematisch, weil der gynäkologische Gutachter zwar auf verschiedene Behandlungsop-
tionen verweist, allerdings auch erwähnt, dass die gynäkologischen Beschwerden der Beschwer-
deführerin bereits früher ohne nachhaltigen Erfolg behandelt worden waren. So wurde im Jahr 
2006 eine Behandlung mit Nafarelin-Azetat (Synarela®) durchgeführt, welche trotz der guten 
Wirkung auf die Schmerzsymptomatik wegen erheblicher Nebenwirkungen – insbesondere Hitze-
wallungen, Haarausfall, Virilisierung (Bartwuchs, Entwicklung einer tiefen Stimme), Atrophie der 

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Brüste – und wegen des Risikos der Osteoporose nach 6 Monaten abgebrochen werden musste. 
Da die Einnahme verschiedener Ovulationshemmer (Meloden 21®, Yasmin®, Miranova®) keine 
resp. wenig Linderung der Schmerzen bewirkte, wurde eine Therapie mit Dienogest (Visanne®) 
begonnen, welches die Beschwerdeführerin mehrmals, insgesamt für 1½ bis 2 Jahre, einnahm. 
Zwar wurden die Schmerzen unter Visanne® anfänglich deutlich besser, nach einigen Monaten 
war der Behandlungseffekt aber weitgehend verschwunden, obwohl die Beschwerdeführerin 
weiterhin amenorrhoisch war. Die mit der Menstruation und auch mit der Ovulation zusammenhän-
genden Schmerzen hätten in den Jahren 2011 bis 2017 zu wiederholten, notfallmässigen Konsul-
tationen Anlass gegeben, so im Dezember 2011, Mai und Juli 2012, August 2013 sowie im Januar, 
März, Juli und Oktober 2017 (Vorakten S. 603 f., 607). Deshalb rät der gynäkologische Gutachter 
zu einer Hysterektomie, jedoch erst nach abgeschlossener Familienplanung. Therapeutische 
Massnahmen zur Erhöhung der Arbeitsfähigkeit (Anpassung der Analgetika-Medikation, hormonel-
le Behandlung) würden sich dagegen zurzeit nicht anbieten, da einerseits der Analgetikabedarf 
bereits auf hohem Niveau gut eingestellt sei und andererseits die Beschwerdeführerin in reproduk-
tionsmedizinischer Behandlung wegen ihres unerfüllten Kinderwunsches stehe, was hormonelle 
Behandlungen der Adenomyose verbiete (Vorakten S. 607, 608). In diesem Zusammenhang sei 
noch einmal darauf hingewiesen, dass die Beschwerdeführerin in der Vergangenheit bereits 
verschiedentlich hormonell behandelt worden war, allerdings ohne nachhaltige Linderung ihrer 
Beschwerden.

Ob unter den gegebenen Umständen zumutbare Therapiemassnahmen bestehen, die eine 
wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit der Beschwerdeführerin versprechen, ist zumin-
dest fraglich. Dies nicht zuletzt auch deshalb, weil die Zumutbarkeitsprüfung bei Behandlungs-
massnahmen einzelfallbezogen zu erfolgen hat und neben den objektiven auch die subjektiven 
Umstände (im konkreten Fall das Alter der Beschwerdeführerin, die stabile Partnerbeziehung, der 
unerfüllte Kinderwunsch und die Mitte des Jahres 2018 eingeleitete reproduktionsmedizinische 
Abklärung/Behandlung) einzubeziehen sind. Dass die reproduktionsmedizinische Abklärung/Be-
handlung in der Zwischenzeit sistiert wurde, ist nicht entscheidend, dürften doch die von der 
Beschwerdeführerin dafür angegebenen Gründe (finanzielle Schwierigkeiten; vgl. Vorakten S. 604) 
mit ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigung und der daraus resultierenden teilweisen Arbeitsunfä-
higkeit zusammenhängen.

Wie sich aus der nachfolgenden Erwägung ergibt, kann die Frage, ob im vorliegenden Fall zumut-
bare Therapiemassnahmen bestehen, offen bleiben. Ebenso kann darauf verzichtet werden zu 
beurteilen, inwiefern bei einem bestehenden Kinderwunsch und bereits eingeleiteten reprodukti-
onsmedizinischen Abklärungen/Behandlungen eine Hysterektomie überhaupt zumutbar sein kann.

4.2. Ausser in Ausnahmefällen, die hier nicht in Betracht fallen (vgl. Art. 7b Abs. 2 IVG), setzt 
die vorübergehende oder dauernde Kürzung oder Verweigerung von Leistungen bei pflichtwidrig 
unterlassenen schadenmindernden Behandlungs- oder Eingliederungsmassnahmen ein schriftli-
ches Mahn- und Bedenkzeitverfahren voraus. Ausserdem ist die versicherte Person auf die 
Rechtsfolgen einer allfälligen Pflichtverletzung hinzuweisen (Art. 7b Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 21 
Abs. 4 ATSG). 

Vorliegend ist unbestritten, dass die Vorinstanz kein schriftliches Mahn- und Bedenkzeitverfahren 
durchführte. Sie rechtfertigt dies damit, dass die Durchführung eines solchen an der Haltung der 
Beschwerdeführerin nichts ändern würde (Stellungnahme vom 8. Juli 2020, S. 2). Dem ist entge-
genzuhalten, dass die Durchführung eines schriftlichen Mahn- und Bedenkzeitverfahrens unter 
Hinweis auf die Rechtsfolgen einer allfälligen Pflichtverletzung zwingend erforderlich ist (STAUF-

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FER/CARDINAUX, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage 2014, Art. 7-7b N. 28 
mit Hinweis auf SVR 2005 IV Nr. 30; KIESER, Art. 21 N. 134 mit Verweis auf die Rechtsprechung), 
ausser es liegt ein in Art. 7b Abs. 2 IVG ausdrücklich aufgezählter Tatbestand qualifizierter Pflicht-
verletzung vor, was vorliegend aber nicht der Fall ist und von der Vorinstanz auch nicht geltend 
gemacht wird. Auch bei einem „eindeutig fehlenden“ Eingliederungswillen darf infolge des klaren 
Wortlauts des Gesetzes das Mahn- und Bedenkzeitverfahren nicht unterlassen werden (KIESER, 
Art. 21 N. 136). Vielmehr drängt sich auch in diesen Fällen das Verfahren geradezu auf, weil damit 
das Eingliederungsverhalten der versicherten Person positiv beeinflusst werden kann (sie kann 
beispielsweise dazu gebracht werden, eine Verweigerungshaltung aufzugeben), weil sie weiss, 
was von ihr verlangt wird (MURER, Invalidenversicherungsgesetz, Art. 1-27bis IVG, 2014, Art. 7-7b 
N. 121 f. mit Hinweis auf die Urteile BGer I 265/05 vom 3. Oktober 2005 E. 4.2 und I 552/06 vom 
13. Juni 2007 E. 4.1). Die versicherte Person soll nicht die Folgen eines Verhaltens tragen, über 
dessen Auswirkungen sie sich möglicherweise keine Rechenschaft abgelegt hat (KIESER, Art. 21 
N. 133).

Im vorliegenden Fall kommt erschwerend hinzu, dass erst seit der polydisziplinären Begutachtung 
durch die F.________ vom 29. November 2019 Gewissheit darüber besteht, wo die von der 
Beschwerdeführerin beklagten Beschwerden herrühren und welche Therapie- resp. Behandlungs-
möglichkeiten ihr zur Verfügung stehen. Unter diesen Umständen ist der Vorwurf der Verletzung 
der Schadensminderungspflicht bislang ohnehin haltlos. Dies nicht zuletzt auch deshalb, weil sich 
die Beschwerdeführerin in der Vergangenheit bereits verschiedentlich hormonell behandeln liess 
und sich aus den vorliegenden Akten auch keine Hinweise darauf ergeben, sie habe eine ihr 
empfohlene oder gar eine von ihr verlangte zumutbare Behandlung verweigert.

4.3. Damit ist die Beschwerde gutzuheissen und die angefochtene Verfügung vom 29. Januar 
2020 aufzuheben. Die Angelegenheit ist an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit sie über den 
Rentenanspruch neu verfügt. 

5.

5.1. Die Verfahrenskosten von CHF 800.- (Art. 69 Abs. 1bis IVG) sind entsprechend dem Verfah-
rensausgang der unterliegenden Vorinstanz aufzuerlegen. 

Entsprechend ist der Beschwerdeführerin der geleistete Kostenvorschusses in der Höhe von 
CHF 800.- zurückzuerstatten.

5.2. Die Beschwerdeführerin hat als obsiegende Partei Anspruch auf eine Parteientschädigung 
zu Lasten der Vorinstanz. Die Entschädigung richtet sich nach Art. 146 ff. des kantonalen Geset-
zes vom 23. Mai 1991 über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; SGF 150.1), dem kantonalen Tarif 
vom 17. Dezember 1991 über die Verfahrenskosten und Entschädigungen in der Verwaltungsjustiz 
(Tarif VJ; SGF 150.12) sowie der Komplexität der Angelegenheit und des notwendigen Aufwandes. 

Die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin hat am 25. August 2020 eine Honorarnote zu den 
Akten gereicht, die nicht den gesetzlichen Anforderungen entspricht. Namentlich enthält die Hono-
rarnote weder eine Zusammenstellung der ausgeführten Verrichtungen, noch lässt sich ihr die 
Anzahl der geleisteten Stunden und der Stundentarif entnehmen; auch fehlen Angaben zu den 
geltend gemachten Auslagen (vgl. Art. 11 Abs. 1 Tarif VJ). Damit ist die Parteientschädigung von 
Amtes wegen und nach freiem Ermessen auf CHF 2‘500.- (Honorar; 10 Stunden à CHF 250.-/h) 
festzusetzen, zuzüglich der Auslagen von pauschal CHF 100.- sowie einer Mehrwertsteuer von 

Kantonsgericht KG
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CHF 200.20 (7,7 Prozent von CHF 2‘600.-). Der Totalbetrag von CHF 2‘800.20 geht zu Lasten der 
unterliegenden Vorinstanz.

Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde wird gutgeheissen und die Verfügung der Invalidenversicherungsstelle des 
Kantons Freiburg vom 29. Januar 2020 aufgehoben.

Die Angelegenheit wird an die Invalidenversicherungsstelle des Kantons Freiburg zurückge-
wiesen, damit diese im Sinne der Erwägungen über den Rentenanspruch neu verfügt.

II. Die Verfahrenskosten in der Höhe von CHF 800.- werden der Invalidenversicherungsstelle 
des Kantons Freiburg auferlegt.

III. A.________ wird der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von CHF 800.- zurückerstattet.

IV. A.________ wird zu Lasten der Invalidenversicherungsstelle des Kantons Freiburg eine 
Parteientschädigung von insgesamt CHF 2‘800.20, davon CHF 200.20 für Mehrwertsteuer, 
zugesprochen.

V. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innerhalb einer Frist von 30 Tagen ab Erhalt beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten einge-
reicht werden. Diese Frist kann weder verlängert noch unterbrochen werden. Die Beschwerde-
schrift muss in drei Exemplaren abgefasst und unterschrieben werden. Dabei müssen die Gründe 
angegeben werden, weshalb die Änderung dieses Urteils verlangt wird. Damit das Bundesgericht 
die Beschwerde behandeln kann, sind die verfügbaren Beweismittel und der angefochtene 
Entscheid mit dem dazugehörigen Briefumschlag beizulegen. Das Verfahren vor dem Bundesge-
richt ist grundsätzlich kostenpflichtig.

Freiburg, 3. September 2020/dki

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: