# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3dd48a20-ab62-559f-b029-8b4c4383672c
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-08-20
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 20.08.2009 D-5149/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5149-2009_2009-08-20.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-5149/2009/wif
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 0 .  A u g u s t  2 0 0 9

Einzelrichter Daniel Schmid, 
mit Zustimmung von Richter Walter Stöckli;
Gerichtsschreiber Alfred Weber.

A._______, geboren [...], Côte d'Ivoire,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 6. August 2009 / N [...]

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-5149/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge sein Heimatland 
auf dem Seeweg am 19. Februar 2009 verliess und am 29. März 2009 
in der Schweiz um Asyl ersuchte,

dass der Beschwerdeführer nach einer Kurzbefragung im Empfangs- 
und Verfahrenszentrum (EVZ) [...] vom 2. April 2008 für die Dauer des 
Verfahrens dem Kanton [...] zugewiesen wurde,

dass ein Fingerabdruckvergleich mit  der Datenbank EURODAC erge-
ben habt,  dass der  Beschwerdeführer  am 6. Oktober  2008 illegal  in 
Las Palmas (Spanien) eingereist ist,

dass dem Beschwerdeführer mit Schreiben des BFM vom 5. Mai 2009 
zum Abklärungsergebnis das rechtliche Gehör gewährt wurde,

dass der Beschwerdeführer in seiner Stellungnahme vom 14. Mai 2009 
im Wesentlichen  ausführte,  bei  seiner  Ankunft  in  Las  Palmas sofort 
verhaftet und für einen Monat ins Gefängnis gebracht worden zu sein,

dass er  anschliessend mit  Hilfe  Dritter  über  Marokko wieder  in  sein 
Heimatland gelangt  sei,  das er  am 19. Februar 2009 "sofort  wieder" 
verlassen habe und in die Schweiz gereist sei,

dass das BFM den Beschwerdeführer am 16. Juni 2009 direkt zu sei-
nen Asylgründen anhörte,

dass der Beschwerdeführer bei den Befragungen im Wesentlichen gel-
tend machte, seit 2002 bei einem Freund seines Vaters (I.C.), der sich 
auch um seine Bedürfnisse (Nahrung, Kleider, Unterkunft) gekümmert 
habe, in Abidjan gelebt zu haben,

dass  der  Bruder  von  I.C.  mit  seinem  im  Dezember  2006  an  einer 
Krankheit verstorbenen Vater im gleichen Kakao-Handelsunternehmen 
zusammen gearbeitet habe,

dass er von I.C. im August 2008 informiert  worden sei,  in der Firma 
seines verstorbenen Vaters sei die Summe von 105 Millionen CFA ge-
stohlen worden,

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dass die Behörden über einen Radiosender in Y. sämtliche Familien-
mitglieder von Angestellten der Firma suchen würden,

dass er von I.C. in der Folge in einem Haus in der Nähe des Friedho-
fes seines Herkunftsorts bis zur Ausreise versteckt worden sei,

dass er vor diesem Hintergrund und mit der Hilfe von I.C., der seine 
Ausreise  organisiert  und  finanziert  habe,  sein  Heimatland  verlassen 
habe,

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  6.  August  2009  – eröffnet  am 
10. August  2009 – in  Anwendung  von  Art. 32  Abs.  2  Bst.  a des 
Asylgesetzes  vom  26. Juni 1998  (AsylG,  SR 142.31)  auf  das 
Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eintrat und die Wegweisung 
aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass  das  BFM zur  Begründung des Nichteintretens  auf  das  Asylge-
such  zusammenfassend  festhielt,  der  Beschwerdeführer  habe  innert 
48  Stunden  nach  Gesuchseinreichung  ohne  entschuldbare  Gründe 
keine Reise- oder Identitätspapiere abgegeben, er erfülle die Flücht-
lingseigenschaft gemäss Art. 3 und 7 AsylG nicht und zudem seien zu-
sätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder 
eines Wegweisungsvollzugshindernisses in  seinem Fall  aufgrund der 
Aktenlage nicht erforderlich,

dass insbesondere die zahlreichen widersprüchlichen und nicht nach-
vollziehbaren Vorbringen (Angaben zum Zeitpunkt der Mitteilung über 
die angebliche Suche nach dem Beschwerdeführer durch I.C.; Anga-
ben zur  Dauer  des  Aufenthalts  im Versteck  beim Friedhof;  Angaben 
zum angeblich gesuchten Personenkreis; Angaben zum Verbleib von 
I.C.) den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit  gemäss Art. 7 AsylG 
nicht standhielten, 

dass aufgrund dieser Feststellungen das angebliche Fehlen eines fa-
miliären Netzes in Abidjan unglaubhaft sei,

dass – da ohnehin starke Zweifel am Alter des Beschwerdeführers be-
stünden – der Vollzug der Wegweisung in dessen Heimatland zulässig, 
zumutbar und möglich sei, 

dass  der  Beschwerdeführer mit  Eingabe  vom  13. August 2009  (ge-
mäss Track&Trace der Schweizerischen Post) gegen diesen Entscheid 

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beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und dabei die Auf-
hebung  des  angefochtenen  Entscheids  sowie  die  Gewährung  eines 
Bleiberechts in der Schweiz beantragte,

dass die vorinstanzlichen Akten am 17. August 2009 beim Bundesver-
waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass das Bundesamt trotz der bereits erwähnten Zweifel von der Min-
derjährigkeit des Beschwerdeführers ausging,

dass  das  Einreichen  eines  Asylgesuchs  sowie  das  Ergreifen  von  in 
diesem Kontext stehenden Rechtsmitteln höchstpersönliche Rechte im 
Sinne von Art. 19 Abs. 2  des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs vom 
10. Dezember 1907 (ZGB, SR 210)  darstellen, welche ein urteilsfähi-
ger  Unmündiger  auch ohne Zustimmung seines  gesetzlichen Vertre-
ters auszuüben vermag,

dass sich aus den Akten keinerlei Anhaltspunkte ergeben, welche An-
lass zu Zweifeln an seiner Urteilsfähigkeit geben würden, weshalb von 
seiner Prozessfähigkeit auszugehen ist,

dass  das  vorliegende  Verfahren  auch  im  Einklang  mit  den  von  der 
Rechtsprechung  entwickelten  Verfahrensgrundsätzen  hinsichtlich  un-
begleiteter Minderjährigen steht (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen 
der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 1998 Nr. 13),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. 
Art. 52 VwVG),

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dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache  zu  neuer  Entscheidung  an  die  Vorinstanz  zurückweist  (vgl. 
EMARK 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

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dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass der Beschwerdeführer es unterliess, im Moment der Einreichung 
des Asylgesuches im EVZ [...] bzw. in den 48 Stunden nach der dies-
bezüglichen Aufklärung durch Vorhalt eines Informationsblattes ein Do-
kument zu seiner zweifelsfreien Identifizierung abzugeben,

dass damit die in Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG statuierte Grundvoraus-
setzung für ein Nichteintreten wegen fehlender Papiere vorliegend er-
füllt ist,

dass der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang unter anderem 
angab,  weder  jemals  einen  Pass  noch  eine  Identitätskarte  in  Côte 
d'Ivoire gehabt zu haben,

dass  das  Bundesamt  unter  Hinweis  auf  die  Rechtsprechung 
(vgl. EMARK 2001 Nr. 22) und das Abklärungsergebnis der Datenbank 
EURODAC respektive den vom Beschwerdeführer anlässlich der Erst-
befragung verschwiegenen Aufenthalt auf Las Palmas die Ausführun-
gen des Beschwerdeführers zutreffend als stereotype Vorbringen von 
Beschwerdeführern bezeichnet, die nicht bereit seien, ihre Identität mit 
Ausweispapieren zu belegen und daraus zu Recht den Schluss gezo-
gen hat,  es lägen keine entschuldbaren Gründe für die Nichtabgabe 
von Reise- oder Identitätspapieren vor,

dass ferner der Hafen von Abidjan streng bewacht werde und es daher 
nicht  glaubhaft  sei,  der  Beschwerdeführer  habe  Côte  d'Ivoire  ohne 
Reisepapiere auf dem Seeweg verlassen (vgl. angefochtene Verfügung 
Ziff. II/2 S. 6),

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dass die Beschwerde hinsichtlich der Frage der Identitätspapiere kei-
nerlei Einwendungen oder substanziierte Ausführungen enthält,

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung sodann zutreffend dar-
gelegt hat, weshalb die weiteren Voraussetzungen für einen Nichtein-
tretensentscheid gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG gege-
ben sind und weshalb die Wegweisung zu verfügen und deren Vollzug 
anzuordnen ist,

dass  in  der  Beschwerde  bloss  rudimentär  der  zur  Begründung  des 
Asylgesuches geltend gemachte Sachverhalt wiederholt wird und eine 
Auseinandersetzung  mit  den  dem  Beschwerdeführer  von  der  Vor-
instanz  vorgeworfenen  Unglaubhaftigkeitselementen  gänzlich  unter-
bleibt,

dass insbesondere die nunmehr in der Rechtsmitteleingabe aufgestell-
te Behauptung in den Akten keine Stütze findet, wonach I.C., dessen 
momentaner Aufenthaltsort dem Beschwerdeführer nicht bekannt sei, 
nur  zwischenzeitlich  in  Côte  d'Ivoire  gelebt  habe,  um seinen Bruder 
und dessen Kinder zu besuchen (vgl. A21 S. 4 Q13),

dass unter diesen Umständen ohne weitere Erörterungen festgestellt 
werden kann, dass das Bestehen der Flüchtlingseigenschaft des Be-
schwerdeführers offensichtlich ausgeschlossen werden kann und auch 
zusätzliche Abklärungen im Sinne von Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG nicht 
notwendig sind,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 

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oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG;  Art.  83  Abs.  1  des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder Herkunfts-
staat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass das Bundesamt – wie bereits festgehalten – von der Minderjäh-
rigkeit des Beschwerdeführers ausging, 

dass  im  Falle  von  unbegleiteten  Minderjährigen  das  Kindeswohl  im 
Rahmen  der  Prüfung  der  Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzuges 
mitzuberücksichtigen ist, woraus sich gleichzeitig die Verpflichtung er-
gibt, von Amtes wegen die spezifisch mit der Minderjährigkeit verbun-
denen  Aspekte  des  Wegweisungsvollzuges  abzuklären  (vgl.  EMARK 
1998 Nr. 13 E. 5e.bb),

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dass das BFM in der angefochtenen Verfügung jedoch zu Recht fest-
stellte, an der geltend gemachten Minderjährigkeit seien starke Zweifel 
angebracht,

dass es ferner festzuhalten gilt,  dass sich das tatsächliche Alter des 
Beschwerdeführers zwar nicht mit Bestimmtheit ermitteln lässt, jedoch 
grundsätzlich er  die Beweislast  für  seine angebliche Minderjährigkeit 
zu  tragen  hat  (vgl.  EMARK  2001  Nr.  23  E.  6c  S.  186  f.,  vgl.  auch 
EMARK 2001 Nr. 22 E. 3b S. 182 f.),

dass  mithin  der  Beschwerdeführer  allfällige  aus  der  Beweislosigkeit 
dieses Umstandes resultierende Folgen zu tragen hat,

dass,  wie  oben  festgestellt,  keine  entschuldbaren  Gründe  für  das 
Nichteinreichen rechtsgenüglicher Identitätspapiere gegeben sind und 
es somit in der Verantwortung des Beschwerdeführers liegt, dass sei-
ne wahre Identität nicht feststeht,

dass die Untersuchungspflicht der Asylbehörden hinsichtlich Zulässig-
keit, Zumutbarkeit und Möglichkeit des Vollzugs nach Treu und Glau-
ben ihre Grenzen an der Mitwirkungspflicht der beschwerdeführenden 
Person  findet  (Art. 8  AsylG),  die  im  Übrigen  auch  die  Substanziie-
rungslast trägt (Art. 7 AsylG), und es bei missbräuchlich verschwiege-
ner tatsächlicher Identität oder Herkunft nicht Sache der Behörde sein 
kann, näher nach allfälligen Wegweisungshindernissen zu forschen,

dass  die  vorinstanzliche  Schlussfolgerung  – die  Vorbringen  des  Be-
schwerdeführers zu seinen Fluchtgründen und zum Aufenthaltsort von 
I.C. seien auf der ganzen Linie haltlos und liessen daher das angebli-
che  Fehlen  eines  Beziehungsnetzes  in  Abidjan  als  unglaubhaft  er-
scheinen – nicht zu beanstanden ist,

dass  der  Beschwerdeführer  im  Übrigen  in  der  Rechtsmitteleingabe 
diesbezüglich  nichts  einwendet  beziehungsweise  darüber  kein  Wort 
verliert,

dass das Bundesverwaltungsgericht sodann im Urteil  BVGE 2008/12 
eine umfassende Analyse der Lage in Côte d'Ivoire vorgenommen hat 
und zur Auffassung gelangt ist, dass dort zum heutigen Zeitpunkt kein 
Krieg,  Bürgerkrieg  oder  eine  Situation  allgemeiner  flächendeckender 
Gewalt herrscht, aufgrund derer die zivile Bevölkerung generell gefähr-
det wäre (vgl. E. 8.2 und 8.3 S. 10 ff.),

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dass  insbesondere  das  Gericht  den  Vollzug  der  Wegweisung  nach 
Abidjan für junge Männer ohne gesundheitliche Probleme, welche be-
reits vor ihrer Ausreise dort gelebt haben oder dort über ein familiäres 
Netz verfügen, als zumutbar erachtet (vgl. E. 8.3 S. 15),

dass darüberhinaus der Schwierigkeiten mit den heimatlichen Behör-
den stets verneinende Beschwerdeführer – soweit aktenkundig – keine 
gesundheitliche Beeinträchtigungen geltend macht,

dass in Berücksichtigung sämtlicher für das vorliegende Verfahren re-
levanter Umstände der Vollzug der Wegweisung als nicht unzumutbar 
im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AuG zu erachten ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.– 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art.  63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.– werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N  [...] (per 

Kurier; in Kopie)
- [die zuständige kantonale Behörde] ad [...] (in Kopie)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Daniel Schmid Alfred Weber

Versand: 

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