# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 009afe80-a2c2-58e8-af5b-1e1da26b1323
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2020-01-09
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 09.01.2020 BE.2019.21
**Docket/Reference:** BE.2019.21
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_BE-2019-21_2020-01-09

## Full Text

Entsiegelung (Art. 50 Abs. 3 VStrR).;;Entsiegelung (Art. 50 Abs. 3 VStrR).;;Entsiegelung (Art. 50 Abs. 3 VStrR).;;Entsiegelung (Art. 50 Abs. 3 VStrR).

Beschluss vom 9. Januar 2020 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter 

Roy Garré, Vorsitz, 

Cornelia Cova und Stephan Blättler,  

Gerichtsschreiberin Chantal Blättler Grivet Fojaja  

   
 

Parteien 

  

EIDGENÖSSISCHE STEUERVERWALTUNG, 

Hauptabteilung Mehrwertsteuer,  

Gesuchstellerin 

 

 gegen 

   

1. A.,  

2. B. AG,  

beide vertreten durch Rechtsanwalt Peter Steiner,  

Gesuchsgegnerinnen 

 

Gegenstand  Entsiegelung (Art. 50 Abs. 3 VStrR) 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BE.2019.21 

 

 

 

- 2 - 

 

 

Die Beschwerdekammer hält fest, dass: 

 

- die Eidgenössische Steuerverwaltung (nachfolgend «ESTV») gegen A. eine 

Strafuntersuchung wegen Steuerhinterziehung (Art. 96 f. MWSTG), Abga-

bebetrugs (Art. 14 VStrR) und Verletzung von Verfahrenspflichten (Art. 98 

lit. e MWSTG) als verantwortliches Organ der B. AG führt (act. 1.3); 

 

- in diesem Zusammenhang die ESTV am 20. November 2019 eine Haus-

durchsuchung am Wohnort von A. an der Y.-Strasse in X. und in den Ge-

schäftsräumlichkeiten der B. AG an der W-Strasse in V. durchführte und an-

lässlich dieser Hausdurchsuchungen diverse Dateien und Akten sicherstellte 

(act. 1.4-1.9); 

 

- die sichergestellten Dateien und Akten gleichentags durch die ESTV auf ent-

sprechende Anträge des an den Durchsuchungen anwesenden bzw. später 

hinzukommenden Sohns von A., C., versiegelt wurden (act. 1.5 und 1.8); 

 

- die ESTV die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts am 6. Dezem-

ber 2019 ersuchte, die Entsiegelung und Durchsuchung der am Wohnort von 

A. und in den Geschäftsräumlichkeiten der B. AG sichergestellten und ver-

siegelten Dateien und Akten zu bewilligen (act. 1); 

 

- im Rahmen des Schriftenwechsels Rechtsanwalt Peter Steiner namens der 

Gesuchsgegnerinnen der Beschwerdekammer mit Eingabe vom 13. Dezem-

ber 2019 mitteilte, das Entsiegelungsgesuch zu anerkennen, weshalb das 

Verfahren von der Geschäftskontrolle abzuschreiben sei, unter Kostenaufer-

legung zulasten der Gesuchstellerin (act. 5), was der ESTV am 30. Dezem-

ber 2019 zur Kenntnis gebracht worden ist (act. 6). 

 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 

 

- Widerhandlungen gegen das Mehrwertsteuergesetz nach diesem und nach 

dem VStrR verfolgt und beurteilt werden (Art. 103 Abs. 1 MWSTG) und die 

Strafverfolgung bei der Inlandsteuer hierbei der ESTV obliegt (Art. 103 

Abs. 2 MWSTG);  

 

- die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts über die Zulässigkeit der 

Durchsuchung von Papieren und Datenträgern zu entscheiden hat (Art. 50 

Abs. 3 VStrR); 

- 3 - 

 

 

- mit der Anerkennung des Entsiegelungsgesuchs sinngemäss die gegen die 

Durchsuchung gerichteten Einsprachen zurückgezogen worden sind und 

das vorliegende Verfahren zufolge Gegenstandslosigkeit als erledigt abzu-

schreiben ist (statt vieler: Beschluss des Bundesstrafgerichts BE.2019.11 

vom 14. August 2019); 

 

- unter den vorliegenden Umständen keine Gerichtskosten zu erheben sind 

(vgl. Art. 66 Abs. 2 BGG analog [vgl. hierzu TPF 2011 25 E. 3]); 

 

- der in ihrem amtlichen Wirkungskreis handelnden Gesuchstellerin keine Par-

teientschädigung zuzusprechen ist (Art. 68 Abs. 3 BGG analog).  

 

- 4 - 

 

 

Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 

 

1. Das Verfahren wird zufolge Gegenstandslosigkeit als erledigt abgeschrieben. 

 

2. Es wird keine Gerichtsgebühr erhoben. 

 

 

Bellinzona, 9. Januar 2020 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- Eidgenössische Steuerverwaltung, Hauptabteilung Mehrwertsteuer 

- Rechtsanwalt Peter Steiner 

 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide der Beschwerdekammer über Zwangsmassnahmen kann innert 30 Tagen nach 
der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde geführt werden (Art. 
79 und 100 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005; BGG). Das 
Verfahren richtet sich nach den Artikeln 90 ff. BGG. 

Eine Beschwerde hemmt den Vollzug des angefochtenen Entscheides nur, wenn der 
Instruktionsrichter oder die Instruktionsrichterin es anordnet (Art. 103 BGG).