# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 89b08efa-445e-5fcb-9325-ac7bdca4997b
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-04-16
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 4. Kammer 16.04.2024 A 2023 25
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_004_A-2023-25_2024-04-16.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

A 23 25

4. Kammer 

Vorsitz Righetti

RichterIn Brun und Audétat

Aktuarin Lanfranchi

URTEIL

vom 16. April 2024

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____, 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Mario A. Pfiffner, 

Beschwerdeführer

gegen

Steuerverwaltung des Kantons Graubünden, 

Beschwerdegegnerin

betreffend Grundstückgewinnsteuer

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I. Sachverhalt:

1. A._____ verkaufte am 21. September 2021 die Wohnung (StWE B._____) 

in C._____ samt Parkplatz an das Ehepaar D._____. In der Deklaration 

für Grundstückgewinne deklarierte und belegte er verschiedene 

Aufwendungen unmittelbar nach dem Erwerb im Jahr 2001, u.a. auch 

Schreinerarbeiten im Umfang von CHF 80'000.-- durch E._____.

2. In der Veranlagungsverfügung vom 7. Februar 2023 über die kantonale 

und kommunale Grundstückgewinnsteuer veranlagte die 

Steuerverwaltung des Kantons Graubünden (nachfolgend: 

Steuerverwaltung) total CHF 150'152.90, wobei insgesamt 

wertvermehrende Aufwendungen von CHF 23'079.-- (darunter den von 

E._____ gefertigten Einbauschrank und die Einbaugarderobe) anerkannt 

wurden. Die geltend gemachten, aber nicht belegten (zusätzlichen) 

Schreinerarbeiten von E._____ von insgesamt CHF 80'000.-- wurden 

demgegenüber nicht als wertvermehrende Investitionen berücksichtigt.

3. Dagegen erhob A._____ am 28. Februar 2023 Einsprache. Begründend 

führte er aus, dass er leider nicht mehr alle Unterlagen des Kaufes etc. 

habe und auch eine Nachfrage bei der Bank betreffend die Zahlungen 

erfolglos geblieben sei. Das Unternehmen E._____ habe ihm nun aber 

eine Erklärung übergeben, aus welcher ersichtlich sei, welche Arbeiten in 

der Wohnung im Jahr 2001 ausgeführt worden seien. Unter 

Berücksichtigung dieser wertvermehrenden Investitionen würden sich die 

Anlagekosten um CHF 80'000.-- erhöhen, was zu einer entsprechenden 

Reduktion des Grundstücksgewinns führe.

4. Mit Schreiben vom 24. März 2023 verlangte die Steuerverwaltung weitere 

Unterlagen betreffend die im Jahr 2001 getätigten Investitionen, 

namentlich eine Fotodokumentation über die Einbauten und ein 

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belegmässiger Nachweis aus der Buchhaltung von E._____ über die von 

ihm in Rechnung gestellten Arbeiten.

5. Daraufhin reichte A._____ die beantragte Fotodokumentation ein.

6. Mit Schreiben vom 26. Mai 2023 informierte die Steuerverwaltung 

A._____, dass das so nicht ausreichend sei und die Holzeinbauten 

ermessensweise mit CHF 20'000.-- bewertet würden, wenn er den 

belegmässigen Nachweis gemäss Aufforderung vom 24. März 2023 nicht 

beibringen könne.

7. Mit Einspracheentscheid vom 13. Juli 2023 verfügte die Steuerverwaltung, 

in teilweiser Gutheissung der Einsprache, eine Grundstückgewinnsteuer 

von CHF 145'052.90, wobei sie die Einbauten von E._____ im Umfang von 

CHF 20'000.-- als wertvermehrende Aufwendungen anerkannte.

8. Dagegen erhob A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 

11. September 2023 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden. Zur Begründung führte er an, die Vorinstanz habe den Wert 

der Arbeiten auf CHF 20'000.-- festgelegt, ohne anzugeben, wie dieser 

Betrag entstanden ist. Zudem habe der Beschwerdeführer als 

wertvermehrende Aufwendungen lediglich fest eingebaute Schränke etc. 

geltend gemacht. Es sei nie behauptet worden, dass auch das Mobiliar 

von E._____ gefertigt worden sei. Da die Arbeiten bereits vor mehr als 

20 Jahren ausgeführt worden seien und es dem Beschwerdeführer nicht 

mehr möglich gewesen sei, die entsprechenden Belege zu organisieren, 

müsse es ihm möglich sein, dies auf andere Art und Weise zu belegen, 

was er auch getan hätte. Die Vorinstanz habe ihr Ermessen überschritten, 

wenn sie den Betrag von CHF 80'000.--, welcher von derjenigen Person 

bestätigt wurde, welche dazumal die Arbeiten ausgeführt hat, nicht 

anerkenne. Sie hätte besser begründen müssen, weshalb die Arbeiten nur 

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noch ein Viertel des angegebenen Wertes betragen sollten. Es könne dem 

Beschwerdeführer nicht zum Nachteil gereichen, dass ein Unternehmer 

die Belege nach über 20 Jahren nicht mehr vorlegen könne, zumal der 

Unternehmer gesetzlich nur zur Aufbewahrung von 

Buchhaltungsunterlagen für 10 Jahre verpflichtet sei. Diese 

Beweislosigkeit könne nicht derart ausgelegt werden, dass eine 

nachträgliche und konkrete Bestätigung des ausführenden Unternehmens 

nicht anerkannt wird und die Arbeiten von der Steuerbehörde 

ermessensweise geschätzt würden. Mit der Bestätigung des 

Unternehmens und der Fotodokumentation habe der Beschwerdeführer 

den Beweis erbracht, dass er dazumal CHF 80'000.-- investiert habe.

9. In der Vernehmlassung vom 3. November 2023 beantragte die 

Steuerverwaltung (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die Beschwerde, 

unter gesetzlicher Kostenfolge, abzuweisen. Sie machte dabei im 

Wesentlichen geltend, dass aus den Unterlagen und der 

Fotodokumentation ersichtlich sei, dass E._____ offenbar eine Anzahl von 

Arbeiten geleistet habe und der Beschwerdeführer davon den 

Einbauschrank und die Einbaugarderobe habe belegen können. Aus der 

Fotodokumentation ergebe sich, dass (von wem auch immer) eine 

gewisse Anzahl Möbel gefertigt worden seien (Tisch und Stühle, Sessel, 

Bett, Kästchen). Diese Möbel hätten nicht Vertragsgegenstand gebildet 

und könnten auch separat verkauft worden sein. Hinsichtlich der 

Einbauten sei E._____ offenbar bereit gewesen, seinem ehemaligen 

Kunden eine Blankobestätigung auszustellen. Diese sei aber lediglich als 

Gefälligkeitsbestätigung zu werten. Einen Verbuchungsnachweis habe er 

weder beschaffen noch einreichen können. Daher könnten die 

behaupteten Auslagen für Einbauten nicht belegt werden. Wenn die 

Beschwerdegegnerin demzufolge mit einer vorsichtigen Schätzung 

ermessensweise CHF 20'000.-- anerkannt habe, könne dies nicht 

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beanstandet werden, zumal der Beschwerdeführer für steuermindernde 

Tatsachen die Beweislast trage. Dass die Beschwerdegegnerin zur 

Vermeidung von Missbräuchen strenge Anforderungen an den Nachweis 

stelle, sei keine Ermessensüberschreitung und sei in diesem Fall auch 

angebracht gewesen. Der Beschwerdeführer verfüge über Belege für 

relativ geringfügige Investitionen von E._____, wolle aber über ganz 

erhebliche Ausbaukosten (CHF 80'000.--) desselben Handwerkers 

überhaupt nicht dokumentiert sein, was nicht sehr logisch sei.

10. Es wurde kein zweiter Schriftenwechsel durchgeführt.

II. Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid der 

Beschwerdegegnerin vom 13. Juli 2023 betreffend kantonale und 

kommunale Grundstückgewinnsteuer. Das Verwaltungsgericht ist zur 

Behandlung der dagegen erhobenen Beschwerde zuständig (vgl. Art. 139 

Abs. 1 des Steuergesetzes für den Kanton Graubünden [StG; BR 720.00]) 

und Art. 49 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 

[VRG; BR 370.100]). Der Beschwerdeführer ist als Adressat des 

angefochtenen Einspracheentscheides zur Beschwerdeerhebung befugt 

(vgl. Art. 50 VRG). Auf die zudem frist- und formgerecht (vgl. Art. 139 StG) 

eingereichte Beschwerde ist somit einzutreten.

2. Streitgegenstand bildet vorliegend die Frage, ob die Beschwerdegegnerin 

zu Recht lediglich wertvermehrende Investitionen in der Höhe von 

CHF 20'000.-- anstatt den durch den Beschwerdeführer geltend 

gemachten Betrag in der Höhe von CHF 80'000.-- berücksichtigt hat.

3. Im Rahmen der Grundstückgewinnsteuer ist der Veräusserungsgewinn im 

Sinne von Art. 46 Abs. 1 StG steuerbar, d.h. der Betrag, um den der Erlös 

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die Anlagekosten (Erwerbspreis und Aufwendungen) übersteigt. Für die 

Berechnung der Anlagekosten ist die letzte steuerbegründende 

Veräusserung massgebend (Art. 46 Abs. 2 StG). Als Erlös gelten alle 

Leistungen des Erwerbers (Art. 47 Abs. 1 StG). Als Erwerbspreis gilt der 

beurkundete Kaufpreis zuzüglich aller weiteren Leistungen des Erwerbers 

(Art. 48 Abs. 1 StG). Gemäss Art. 49 Abs. 1 lit. a StG gelten bei der 

Grundstückgewinnsteuer als abzugsfähige Aufwendungen Kosten für 

Erschliessungen, Bauten, Umbauten und andere dauernde 

Verbesserungen, die eine Werterhöhung des Grundstückes bewirkt 

haben. Nach Art. 131 Abs. 1 lit. b StG wird die Veranlagung nach 

pflichtgemässem Ermessen vorgenommen, wenn die Steuerfaktoren 

mangels zuverlässiger Unterlagen nicht einwandfrei ermittelt werden 

können. Die Veranlagung erfolgt unter Berücksichtigung aller im Zeitpunkt 

der Einschätzung bekannten Tatsachen und ist zu begründen (Art. 131 

Abs. 2 Satz 1 StG).

3.1. Nach dem im Steuerrecht geltenden Untersuchungsgrundsatz hat die 

Veranlagungsbehörde von Amtes wegen für die richtige und vollständige 

Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Schranke 

dieser Untersuchungspflicht bildet indes die dem Steuerpflichtigen 

gesetzlich auferlegte Mitwirkungspflicht. Danach obliegen dem 

Steuerpflichtigen insbesondere die substantiierte Deklaration und der 

Nachweis der steuermindernden bzw. -aufhebenden Tatsachen. Bei der 

Grundstückgewinnsteuer fallen unter dem Gesichtspunkt der 

steuermindernden Tatsachen im Speziellen der Erwerbspreis und die 

wertvermehrenden Aufwendungen ins Gewicht. Die erfolgreiche 

Geltendmachung von steuermindernden Tatsachen erfordert in formell-

rechtlicher Hinsicht, dass der hierfür beweisbelastete Steuerpflichtige kraft 

seiner Mitwirkungspflicht die zugrundeliegenden Tatsachen hinsichtlich 

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Bestand und Umfang nachweist (Urteil des Verwaltungsgerichts des 

Kantons Graubünden [VGU] A 22 9 vom 30. Juni 2022 E.4.1).

3.2. Das Steuergesetz des Kantons Graubünden unterscheidet zwischen 

Verfahrenspflichten und Verfahrensrechten (so bereits PVG 1993 Nr. 66). 

Zu den Verfahrenspflichten gehören die Steuererklärungspflicht, die Pflicht 

zur Einreichung von Beilagen und die Auskunftspflicht über 

steuerbegründende Tatsachen. Verfahrensrechte sind dagegen Rechte 

auf Behauptung steuermindernder Tatsachen. Sie führen zur Pflicht zur 

Erteilung von Auskünften über solche Tatsachen (VGU A 03 99 vom 

9. Dezember 2003 E.2; VGU A 08 19 vom 19. August 2008 E.2.b). Werden 

geltend gemachte Aufwendungen vom Steuerpflichtigen nicht 

nachgewiesen, hat dieser in der Regel die Folgen der Beweislosigkeit zu 

tragen, d.h. Aufwendungen werden nicht zum Abzug zugelassen (vgl. 

Urteil des Bundesgerichts 2C_1101/2014, 2C_1104/2014 vom 

23. November 2015 E.3).

3.3. Beim Entscheid darüber, ob eine rechtserhebliche Tatsache als erwiesen 

zu gelten hat oder nicht, ist die Frage des Beweismasses zu 

berücksichtigen. Als Regelbeweismass gilt der volle (strikte) Beweis. 

Dieser ist erbracht, wenn das Gericht am Vorliegen der behaupteten 

Tatsache keine ernsthaften Zweifel mehr hat oder allenfalls verbleibende 

Zweifel als leicht erscheinen (BGE 130 III 321 E.3.2; Urteil des 

Bundesverwaltungsgerichts A-845/2011 vom 7. Februar 2012 E.1.3.2).

Nach dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung bildet sich das Gericht 

unvoreingenommen, gewissenhaft und sorgfältig seine Meinung darüber, 

ob der zu erstellende Sachverhalt als wahr zu gelten hat. Es ist dabei nicht 

an bestimmte förmliche Beweisregeln gebunden, die genau vorschreiben, 

wie ein gültiger Beweis zu Stande kommt und welchen Beweiswert die 

einzelnen Beweismittel im Verhältnis zueinander haben (BGE 130 II 482 

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E.3.2). Gelangt das Gericht gestützt auf die freie Beweiswürdigung nicht 

zum Ergebnis, dass sich ein rechtserheblicher Sachumstand verwirklicht 

(oder nicht verwirklicht) hat, kommen die Beweislastregeln zur 

Anwendung. Gemäss der allgemeinen Beweislastregel hat, wo das 

Gesetz es nicht anders bestimmt, derjenige das Vorhandensein einer 

behaupteten Tatsache zu beweisen, der aus ihr Rechte ableitet (Art. 8 des 

Schweizerischen Zivilgesetzbuchs [ZGB, SR 210]). Bei Beweislosigkeit ist 

folglich zu Ungunsten desjenigen zu entscheiden, der die Beweislast trägt 

(BGE 121 II 257 E.4c.aa.). Aufgrund dieser Beweislastverteilung gilt, dass 

die Steuerbehörden für die steuerbegründenden Tatsachen den Beweis 

zu erbringen haben und dem Steuerpflichtigen der Nachweis derjenigen 

Tatsachen obliegt, welche die Steuerschuld mindern oder aufheben (vgl. 

BGE 140 II 248 E.3.5; Urteile des Bundesgerichts 2C_913/2020 vom 

14. April 2021 E.1.4 und 2C_785/2017 vom 5 April 2018 E.2.2.1).

3.4. Wenn dem Steuerpflichtigen die Mitwirkung aus Gründen, die er nicht zu 

vertreten hat, unmöglich oder unzumutbar ist, er sich mithin in einem 

unverschuldeten Beweisnotstand befindet, ist die Höhe der 

Aufwendungen ausnahmsweise im Rahmen einer Ermessensveranlagung 

zu schätzen. Der sich unverschuldet in einem Beweisnotstand befindende 

Steuerpflichtige kann sich aber in Zusammenhang mit steuermindernden 

oder -aufhebenden Tatsachen nur dann auf die Vornahme einer 

Schätzung berufen, sofern seine Sachdarstellung wenigstens 

hinreichende Schätzungsgrundlagen enthält (VGU A 22 9 vom 30. Juni 

2022 E. 4.1; vgl. zur Ermessensveranlagung die Urteile des 

Bundesgerichts 2C_304/2022 vom 17. November 2022 E.4.2.2; 

2C_922/2016, 2C_923/2016 vom 20. März 2017 E.3.2.3).

Gerade bei Umbauten bestehender Gebäude lassen sich 

wertvermehrende und werterhaltende Aufwendungen naturgemäss nicht 

immer scharf auseinanderhalten; sie lassen sich aus diesem Grund nur 

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schätzen. Dabei ist es allerdings Sache des Steuerpflichtigen, die 

notwendigen Schätzungsgrundlagen zu beschaffen. Hierzu bedarf es 

insbesondere genauer Angaben über die ausgeführten Arbeiten sowie den 

Zustand und die Ausrüstung des Objekts vor und nach dem Umbau. 

Andernfalls ist die steuerrechtliche Beurteilung der Abzugsfähigkeit nicht 

möglich. Folge davon ist, dass die betreffenden Aufwendungen entweder 

gänzlich unberücksichtigt bleiben müssen oder diese nach 

pflichtgemässem Ermessen zu schätzen sind (Entscheid des 

Steuerrekursgerichts des Kantons Zürich 2 GR.2020.44 vom 1. Juni 2021 

E.1.d/bb). Grundsätzlich liegt die Nachweispflicht für gemachte 

Aufwendungen im Ermessen der Veranlagungsbehörde. Wenn sie zur 

Vermeidung von Missbräuchen strenge Anforderungen an den Nachweis 

stellt, ist ihr keine unrichtige Handhabung des Ermessens vorzuwerfen 

(VGU A 2003 99 vom 9. Dezember 2003 E.2). Der Steuerpflichtige darf 

jedenfalls nicht bessergestellt werden, als wenn er die erforderlichen 

Belege eingereicht hätte (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_288/2007 

vom 19. Dezember 2007 E.5.2).

3.5. Die steuerpflichtige Person kann eine Veranlagungsverfügung die ganz

oder – wie vorliegend – teilweise nach Ermessen ergangen ist, einzig mit 

der Begründung anfechten, die Veranlagung sei offensichtlich unrichtig 

(vgl. Art. 48 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Harmonisierung der 

direkten Steuern der Kantone und Gemeinden [StHG; SR 642.14] und 

Art.137 Abs. 4 StG). Der Unrichtigkeitsnachweis ist umfassend 

anzutreten. Die steuerpflichtige Person kann hierzu entweder weitere 

Beweismittel nachreichen, wodurch die Untersuchungspflicht der 

kantonalen Behörden wiederauflebt, oder aber aufzeigen, dass die 

angefochtene Veranlagungsverfügung offensichtlich übersetzt ist (vgl. 

Urteile des Bundesgerichts 2C_383/2022 vom 24. Juni 2022 E.3.3.1, 

2C_61/2021 vom 22. Dezember 2021 E.4.1.1 und 4.1.2, 2C_741/2021 

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vom 11. Oktober 2021 E.3.3.1, 2C_153/2021 vom 25. August 2021 E.4.1). 

Vor allem aber verlangt das Gesetz im Fall einer Veranlagung nach 

Ermessen, dass eine solche angedroht wird ("trotz Mahnung"; Art. 46 

Abs. 3 StHG; siehe zum Ganzen und insbesondere für die Abgrenzung zur 

herkömmlichen Aufrechnung, die keiner Mahnung bedarf und die keinen 

Unrichtigkeitsnachweis verlangt: Urteil des Bundesgerichts 9C_750/2023 

vom 18. Dezember 2023 E.2.4.2 ff.).

4. Vorliegend geht es um den Nachweis von im 2001 angeblich ausgeführten 

Innenarbeiten in der Wohnung (StWE B._____) in C._____ im Wert von 

CHF 80'000.--.

4.1. In diesem Zusammenhang hat der Beschwerdeführer lediglich eine 

Fotodokumentation und eine schriftliche Bestätigung von E._____ (datiert 

8. Oktober 2020) eingereicht, wonach unterschiedliche Schreinerarbeiten 

für den Gesamtwert von CHF 80'000.-- ausgeführt worden seien. Aus 

dieser Bestätigung geht allerdings nicht hervor, wieviel der Werklohn für 

die einzelnen Arbeiten betrug. E._____ beschränkte sich auf die 

pauschale Angabe von unterschiedlichen Schreinerarbeiten, ohne jedoch 

die einzelnen Positionen zu beziffern, womit diese Bestätigung nicht 

geeignet ist, die tatsächliche Höhe der Investitionen im erforderlichen 

Beweismass nachzuweisen. Der Bestätigung von E._____ kommt auch 

deswegen nur einen stark eingeschränkten Beweiswert zu, zumal dieses 

Dokument erst nachträglich, d.h. zeitlich nach dem zu beweisenden 

Ereignis, ausgestellt wurde (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-

6660/2011 vom 29. Mai 2012 E.4.2.3) und zudem nicht gänzlich 

auszuschliessen ist, dass es sich dabei um eine Gefälligkeit des 

Unternehmens für einen ehemaligen Kunden handelt. Ausserdem ist auf 

den eingereichten Akten ersichtlich, dass der Werklohn auch Mobiliar – 

nicht mit der Baute festgebundenen Einrichtungen – betrifft (z.B. Bett, 

Schreibtisch, Regal und evtl. Sitzbank), welcher wie die 

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Beschwerdegegnerin zu Recht vorbringt, nicht Gegenstand von 

wertvermehrenden Investitionen sein kann. Insgesamt lassen die 

eingereichte Bestätigung und die Fotodokumentation zwar darauf 

schliessen, dass der Beschwerdeführer (nebst dem Einbauschrank und 

der Einbaugarderobe) weitere Investitionen auf Rechnung von E._____ 

getätigt hat, die genaue Höhe dieser (wertvermehrenden) Investition 

vermag der Beschwerdeführer damit hingegen nicht zu belegen.

4.2. Im vorliegenden Fall ist nicht ersichtlich, weshalb der Beschwerdeführer 

die Belege betreffend den Umbau (Rechnungen, Banküberweisungen 

usw.) nicht aufbewahrt hat, zumal es ihm hätte bewusst sein sollen, dass 

für den Fall der Veräusserung der Wohnung, eine 

Grundstückgewinnsteuer geschuldet ist, wobei er den Nachweis von 

wertvermehrenden Investition zu erbringen hat. Nichtdestotrotzt ist zur 

Ermittlung von Investitionen, die – wie vorliegend – so weit zurückliegen, 

dass vernünftigerweise das Vorhandensein von Belegen nicht mehr 

verlangt werden kann, auf Schätzungen zurückzugreifen, zumal der 

Beschwerdeführer eine Liste der Schreinerarbeiten (inkl. 

Fotodokumentation) und damit zumindest eine Schätzungsgrundlage 

eingereicht hat (VGU A 22 9 vom 30. Juni 2022 E.4.2).

4.3. Die Beschwerdegegnerin hat eine Schätzung der ausgeführten (und noch 

nicht berücksichtigten) Schreinerarbeiten vorgenommen und ist dabei zum 

Ergebnis gekommen, dass sich die wertvermehrenden Investitionen auf 

den Betrag von lediglich CHF 20'000.-- belaufen (anstatt CHF 80'000.--). 

Aufgrund der Beweislastverteilung im Steuerrecht (vgl. E.3.3 vorstehend) 

wäre es am Beschwerdeführer gewesen, die wertvermehrenden 

Investitionen substantiiert und einzeln betragsmässig darzulegen. 

Hingegen hat sich der Beschwerdeführer auf die Einreichung einer 

pauschalen Bestätigung der angeblich ausgeführten Schreinerarbeiten 

(inkl. Bilder) beschränkt, ohne jedoch die einzelnen Positionen zu 

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beziffern. Dass die Beschwerdegegnerin infolgedessen ebenfalls eine 

pauschale Schätzung der Kosten in der Höhe von CHF 20'000.-- 

vorgenommen hat, ohne auf die einzelnen nicht bezifferten Positionen 

näher einzugehen, ist daher nicht zu beanstanden, zumal sie die 

(teilweise) Ermessensveranlagung mit Schreiben vom 26. Mai 2023 auch 

vorgängig angedroht hat.

4.4. In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass die Kosten für den 

Einbauschrank (CHF 3'200.--) und diejenigen für die Einbaugarderobe 

(CHF 3'373.--) von der Beschwerdegegnerin bereits berücksichtigt 

wurden. In der Erklärung von E._____ sind diese Arbeiten aber im 

Pauschalbetrag von CHF 80'000.-- mitenthalten, sodass der behauptete 

Investitionsbetrag von CHF 80'000.-- schon aus diesem Grund zu 

reduzieren ist. Zudem dürften der Einbauschrank und die 

Einbaugarderobe – u.a. auch aufgrund ihrer Dimension im Vergleich zu 

den übrigen (kleineren) Schreinerarbeiten – einen nicht unwesentlichen 

Teil der gesamthaft getätigten Investition bei E._____ ausmachen. 

Angesichts ihres Preises (total CHF 6'573.--) erscheinen zusätzliche 

Investitionen im Umfang von CHF 80'000.-- selbst unter Berücksichtigung 

aller aufgezählten (überwiegend kleineren) massgeschneiderten Arbeiten 

auf der Liste (Bett, Schreibtisch, Bank, Regal, geschnitzte Rosetten, 

Holzverkleidung und Holzzierleiste an der Decke etc.) als klar zu hoch. 

Aufgrund der Tatsache, dass der Beschwerdeführer für die geltend 

gemachten Investitionen grundsätzlich die Beweislast trägt, für andere 

Arbeiten von E._____ (Einbauschrank und Einbaugarderobe für einen 

Preis von CHF 6'573.--) Belege vorweisen kann, für Investitionen von 

insgesamt CHF 80'000.-- aus demselben Jahr allerdings vorgibt, keine 

Belege mehr zu haben sowie dem Umstand, dass er in jedem Fall nicht 

besser gestellt werden darf, als wenn er die Belege eingereicht hätte, 

erscheint dem Gericht die Anerkennung von wertvermehrenden 

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Investitionen im Umfang von CHF 20'000.-- nachvollziehbar und 

angemessen.

4.5. Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass die Steuerverwaltung bei der 

Beurteilung von Investitionen bzw. Zuteilung der Kosten über ein gewisses 

Ermessen verfügt. In dieses Ermessen greift das Gericht nicht ohne Not 

ein (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-6121/2007 vom 3. April 

2008 E.5.2; vgl. dazu auch Urteil des Bundesgerichts 5D_158/2013 E.4.2 

und BLStPra 1/2023 16-20, Entscheid des Steuergerichts des Kantons 

Basel-Landschaft vom 16. September 2022 E.2.7). Inwiefern sich die von 

der Beschwerdegegnerin vorgenommene Schätzung als fehlerhaft 

erweisen sollte, ist in casu weder ersichtlich noch wird dies durch den 

Beschwerdeführer substantiiert dargelegt, zumal, wie oben bereits 

erwähnt, aus den eingereichten Unterlagen lediglich eine pauschale 

Auflistung der Schreinerarbeiten – ohne Bezifferung der einzelnen 

Positionen – hervorgeht. Der Beschwerdeführer hätte den 

Unrichtigkeitsnachweis umfassend antreten müssen (E.3.5 vorstehend), 

was er indes nicht getan hat. Demnach ist die Beschwerde unbegründet 

und der Entscheid der Beschwerdegegnerin rechtens, sodass die 

Beschwerde vollumfänglich abzuweisen ist. Nach dem Gesagten ist auch 

die implizit aufgeworfene Rüge hinsichtlich einer mangelnden Begründung 

des Vorentscheides, welche auf eine Verletzung des rechtlichen Gehörs 

hinzielen dürfte, nicht zu hören. 

4.6. Durch die angebotene Befragung von E._____ sind sodann keine neuen 

Ergebnisse zu erwarten, die den Verfahrensausgang zu ändern vermögen 

würden. Dies einerseits deshalb, weil die aufgelisteten Schreinerarbeiten 

vor über 22 Jahren ausgeführt worden sind und eine präzise Darlegung 

der einzelnen Kosten zum jetzigen Zeitpunkt nicht plausibel erscheint. 

Andernfalls hätte E._____ eine derartige Bezifferung bereits mit der 

Bestätigung vom Oktober 2021 vorgenommen. Aber andererseits auch, 

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weil das Gericht bereits festgestellt hat, dass selbst bei Berücksichtigung 

sämtlicher aufgelisteten Arbeiten von E._____ die Summe von 

CHF 80'000.-- als klar zu hoch erscheint und die pflichtgemässe 

Schätzung der bewerteten Investitionen im Umfang von CHF 20'000.-- 

angemessen ist (vgl. E.4.4 vorstehend), weshalb der 

Unrichtigkeitsnachweis ohnehin nicht erbracht werden könnte. Aus diesen 

Gründen kann in antizipierten Beweiswürdigung auf die Einvernahme von 

E._____ verzichtet werden.

5. In Anbetracht des Verfahrensausganges gehen die Kosten, bestehend 

aus einer Staatsgebühr von CHF 2'000.-- und den Kanzleiauslagen, zu 

Lasten des Beschwerdeführers (Art. 73 Abs. 1 VRG). Die in ihrem 

amtlichen Wirkungskreis obsiegende Beschwerdegegnerin hat kein 

Anspruch auf Parteientschädigung (Art. 78 Abs. 2 VRG).

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III. Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten, bestehend aus

- einer Staatsgebühr von CHF 2'000.00

- und den Kanzleiauslagen von CHF 302.00

zusammen CHF 2'302.00

gehen zulasten von A._____. Sie werden mit dem geleisteten 

Kostenvorschuss von CHF 2'000.-- verrechnet.

3. Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]