# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 08c4ec72-fc17-5f3d-b4bd-ebff4e922145
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-09-30
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 30.09.2014 U 2014 13
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_U-2014-13_2014-09-30.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT
DES KANTONS GRAUBÜNDEN

U 14 13

3. Kammer 

bestehend aus

Verwaltungsrichter Stecher als Vorsitzender, 

Verwaltungsrichterin Moser und Verwaltungsrichter Audétat, 

Aktuarin Baumann-Maissen

URTEIL
vom 30. September 2014

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____,
gesetzlich vertreten durch Berufsbeistandschaft Oberengadin/ 
Bergell, 

Beschwerdeführer
gegen 

Gemeinde X._____,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Thomas Nievergelt, 

Beschwerdegegnerin
und

Stadt Chur, Rathaus, 7000 Chur,
Beigeladene

betreffend Kostenübernahme für Fremdplatzierung

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1. Die Schweizerin B._____ brachte am 12. März 2003 einen Sohn, zur 

Welt, der seit 2009 in einem Kinderheim lebt. 

2. Mit Beschluss vom 21. Februar 2012 entmündigte die 

Vormundschaftsbehörde des Kreises Chur B._____ und stellte sie unter 

Vormundschaft. Diese vormundschaftliche Massnahme wird seit 

Inkrafttreten des neuen Erwachsenenschutzrechts am 1. Januar 2013 als 

umfassende Beistandschaft weitergeführt, wobei seit dem 6. Februar 

2013 C._____ als Beiständin von B._____ tätig ist. 

3. Am 14. März 2013 gebar B._____ in Südafrika ihren Sohn, A._____. Ein 

Kindesverhältnis zum Vater konnte nicht begründet werden. Am 3. Juni 

2013 kehrte B._____ mit A._____ in die Schweiz zurück und zog zu 

D._____ nach Y._____ (Gemeinde X._____). Am 5. August 2013 wurde 

sie durch Dr. med. E._____ fürsorgerisch in einer psychiatrischen Klinik 

untergebracht. Ihr Sohn, A._____, konnte sie dorthin begleiten.

4. Mit Entscheid vom 19./29. August 2013 errichtete die Kindes- und 

Erwachsenenschutzbehörde KESB Engadin/Südtäler (nachfolgend KESB 

Engadin/Südtäler) eine Vormundschaft für A._____ und ernannte 

F._____, Berufsbeistandschaft Oberengadin/Bergell, zu dessen Vormund. 

Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Kantonsgericht von 

Graubünden mit Urteil vom 29. November 2013 ab, soweit es darauf 

eintrat.

5. Mit Schreiben vom 8. November 2013 wandte sich der Beistand von 

A._____ an die Gemeinde X._____ und ersuchte diese, die Kosten für die 

vorübergehende Fremdplatzierung von A._____ zu übernehmen. Zur 

Begründung dieses Antrages führte er im Wesentlichen aus, der 

Gesundheitszustand von B._____ habe sich seit August 2013 deutlich 

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verschlechtert, weshalb sie baldmöglichst in ein andere psychiatrische 

Klinik verlegt werden müsse. Sobald diese Verlegung erfolgt sei, müsse 

A._____ fremdplatziert werden. Die familienergänzende Kinderbetreuung 

Chur (KJBE Chur), welche SOS-Pflegeplätze anbiete, habe eine 

Pflegefamilie gefunden, die bereit sei, A._____ vorübergehend 

aufzunehmen. Die daraus resultierenden Kosten habe die Gemeinde 

X._____ als Wohnsitzgemeinde von A._____ zu übernehmen, soweit 

dieser nicht in der Lage sei, diese zu decken. In Konkretisierung dieses 

Antrags stellte die KESB Engadin/Südtäler der Gemeinde X._____ in der 

Folge die Rechnung der KJBE Chur für die Unterbringung von A._____ im 

November 2013 im Betrag von Fr. 1'922.15 zu. 

6. Am 9. Januar 2014 fällte und begründete die Gemeinde X._____ 

folgenden Entscheid:

"3.1 Der Antrag auf Kostenübernahme für die übergangsweise 
Fremdplatzierung von A._____ wird abgelehnt.

3.2 Der Antrag auf eine allfällige Vorfinanzierung der Kosten für die 
übergangsweise Fremdplatzierung von A._____ wird abgelehnt.

3.3 Das Kostengutsprachegesuch der KJBE Chur wird abgelehnt und ohne 
Unterzeichnung retourniert." 

7. Dagegen liess A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 7. Februar 

2014 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden 

einreichen mit dem sinngemässen Antrag, der angefochtene Entscheid 

sei aufzuheben und die Gemeinde X._____ sei zu verpflichten, die durch 

die Fremdplatzierung des Beschwerdeführers verursachten Kosten zu 

übernehmen, soweit diese nicht durch dem Beschwerdeführer 

zustehende Sozialversicherungsleistungen und Einkünfte sowie 

Vermögenswerte von B._____ gedeckt werden könnten. 

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8. Die Gemeinde X._____ (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) schloss in 

ihrer Vernehmlassung vom 28. Februar 2014 auf Abweisung der 

Beschwerde. 

9. Am 25. Februar 2014 ersuchte der Beschwerdeführer die 

Beschwerdegegnerin erneut, die aus der Fremdplatzierung resultierenden 

Kosten vorläufig zu übernehmen, soweit der Beschwerdeführer hierzu 

nicht in der Lage sei. Der Beschwerdeführer verfüge ausser einer kleinen 

Rente über keine Einnahmen. Von dessen Mutter hätten bislang keine 

Mittel erhältlich gemacht werden können. Der Umstand, dass die 

Beschwerdegegnerin den Antrag auf Übernahme der Kosten für die 

Fremdplatzierung abgelehnt habe, habe deshalb dazu geführt, dass die 

Pflegeeltern kein Pflegegeld erhielten. Es dürfe nicht sein, dass die 

Pflegeeltern die Auswirkungen des vorliegenden Zuständigkeitsstreits zu 

spüren bekämen. Vor diesem Hintergrund werde die 

Beschwerdegegnerin gebeten, dem Beschwerdeführer die dringend 

benötigte finanzielle Unterstützung vorläufig zuzusprechen. Ein inhaltlich 

gleichlautendes Gesuch in Form der Gewährung vorsorglicher 

Massnahmen reichte der Beschwerdeführer am 11. März 2014 beim 

Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden ein.

10. Mit Entscheid vom 26. März 2014 gewährte die Beschwerdegegnerin dem 

Beschwerdeführer die begehrte vorläufige Kostenübernahme im Betrag 

von Fr. 25'000.--. Zugleich forderte sie die Berufsbeistandschaft 

Oberengadin/Bergell auf, die Möglichkeit der Übertragung der für den 

Beschwerdeführer geführten Kindesschutzmassnahme zu prüfen. Die 

Rückforderung der erbrachten öffentlichen Unterstützung blieb 

vorbehalten.

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11. Mit Replik vom 4. April 2014 nahm der Beschwerdeführer unter 

Erneuerung seiner Anträge zu den Vorbringen der Beschwerdegegnerin 

Stellung. Zugleich zog er sein Gesuch um Erlass vorsorglicher 

Massnahmen zurück. Die Beschwerdegegnerin äusserte sich zu den 

entsprechenden Ausführungen in der Duplik vom 20. Mai 2014, wobei sie 

an den gestellten Anträgen festhielt.

12. Mit prozessleitender Verfügung vom 22. Mai 2014 lud der zuständige 

Instruktionsrichter die Stadt Chur (nachfolgend: Beigeladene) zum 

Beschwerdeverfahren bei. Diese beantragte in der Eingabe vom 30. Juni 

2014, die Beschwerde sei gutzuheissen und festzustellen, dass sich der 

Unterstützungswohnsitz des Beschwerdeführers in der Gemeinde 

X._____ befinde. 

13. Zu den Vorbringen der Beigeladenen nahm die Beschwerdegegnerin 

unter Aufrechterhaltung ihrer Anträge am 14. Juli 2014 Stellung. Der 

Beschwerdeführer verzichtete mit Schreiben vom 8. Juli 2014 auf eine 

Stellungnahme.

Auf die übrigen Ausführungen der Parteien sowie die eingereichten 

Beweismittel wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Entscheid der 

Gemeinde X._____ vom 9. Januar 2014, in welchem das Gesuch des 

Beschwerdeführers um öffentliche Unterstützung abgelehnt wurde. 

Gegen solche kommunalen Entscheide, die nicht bei einer anderen 

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Instanz angefochten werden können und weder nach kantonalem noch 

nach eidgenössischem Recht endgültig sind, kann gemäss Art. 49 Abs. 1 

lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) 

Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden geführt 

werden. Die vorliegende Beschwerde fällt demnach in die Zuständigkeit 

des angerufenen Gerichts. Als Adressat der angefochtenen Verfügung ist 

der Beschwerdeführer von diesem Entscheid überdies berührt und hat ein 

schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung und Abänderung (Art. 50 

VRG), womit seine Beschwerdelegitimation zu bejahen ist. Auf die zudem 

frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist damit einzutreten 

(Art. 52 Abs. 1 VRG).

2. Mit Entscheid vom 26. März 2014 erklärte sich die Beschwerdegegnerin 

bereit, den Beschwerdeführer vorläufig und ohne Anerkennung einer 

Rechtspflicht mit Fr. 25'000.-- zu unterstützen, um diesem zu 

ermöglichen, die aus der Fremdplatzierung resultierenden Kosten bis 

voraussichtlich Ende 2014 zu decken. Insoweit sich diese öffentliche 

Unterstützung auf die Dauer des vorinstanzlichen Verfahrens bezieht, hat 

die Beschwerdegegnerin den angefochtenen Entscheid (Dispo-Ziff. 3.1) 

dadurch zugunsten des Beschwerdeführers abgeändert und ihm die 

vorinstanzlich beantragte Unterstützung im Sinne einer vorsorglichen 

Massnahme gewährt. Soweit sich die vorliegende Beschwerde gegen 

diese, in der Verfügung noch abgelehnte Anordnung richtet, ist sie damit 

infolge Wegfalls des Rechtschutzinteresses gegenstandslos geworden 

(Art. 55 Abs. 3 VRG). Dasselbe gilt für das Gesuch des 

Beschwerdeführers um Erlass vorsorglicher Massnahmen, welches dieser 

vor dem Hintergrund der gewährten öffentlichen Unterstützung in der 

Replik vom 4. April 2014 zurückgezogen hat (Art. 20 VRG).

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3. Am 8. November 2013 ersuchte der Beschwerdeführer die 

Beschwerdegegnerin, die durch seine Fremdplatzierung verursachten 

Kosten zu übernehmen, soweit diese nicht durch für seinen Unterhalt 

ausgerichtete Sozialversicherungsleistungen sowie Einkünfte und 

Vermögenswerte von B._____ gedeckt sind. Die Beschwerdegegnerin ist 

auf dieses Gesuch entgegen dem insofern irreführenden Wortlaut des 

Urteilsdispositivs mangels örtlicher Zuständigkeit nicht eingetreten (vgl. 

Dispositiv-Ziff. 3.1). Strittig und nachfolgend zu prüfen ist, ob diese 

Auffassung zutreffend ist.

a) Gemäss Art. 115 der Bundesverfassung der Schweizerischen 

Eidgenossenschaft (BV; SR 101) sind Bedürftige von ihrem 

Wohnsitzkanton zu unterstützen. Der Bund regelt die Ausnahmen und die 

Zuständigkeiten (Art. 115 Satz 2 BV). In diesem durch die 

Bundesverfassung vorgegebenen Rahmen präzisiert das Bundesgesetz 

über die Zuständigkeit für die Unterstützung Bedürftiger (ZUG; SR 851.1), 

welcher Kanton für die Unterstützung bedürftiger Schweizer örtlich 

zuständig ist und regelt den Ersatz von Unterstützungskosten unter den 

involvierten Kantonen (Art. 1 Abs. 1 und 2 ZUG; Urteil des 

Bundesgerichts 8C_701/2013 vom 14. März 2014 E.3.1). Im 

innerkantonalen Verhältnis ist im Kanton Graubünden diejenige 

Gemeinde unterstützungspflichtig, in welcher die bedürftige Person ihren 

Wohnsitz hat (Art. 5 Abs. 1 des Gesetzes über die Unterstützung 

Bedürftiger [UG; BR 546.250]). Begründung und Aufhebung des 

Wohnsitzes richten sich nach den Grundsätzen, die gemäss 

Zuständigkeitsgesetz im interkantonalen Verhältnis gelten (Art. 6 Abs. 1 

UG).

b) Danach hat die unterstützungsbedürftige Person ihren Wohnsitz (sog. 

Unterstützungswohnsitz), welcher nicht zwingend identisch ist mit dem 

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zivilrechtlichen Wohnsitz (BGE 135 V 126 E.2.1; Urteile des 

Bundesgerichts 8C_701/2013 vom 14. März 2014 E.3.2.1, 2A_134/2006 

vom 29. Juni 2006 E.4.1), in dem Kanton, in dem sie sich mit der Absicht 

des dauernden Verbleibens aufhält. Wer aus dem Kanton wegzieht, 

verliert im Regelfall seinen bisherigen Unterstützungswohnsitz (Art. 9 

Abs. 1 ZUG; BGE 139 V 433 E.3.2.1; vgl. zu den Ausnahmen: Art. 5 

i.V.m. Art. 9 Abs. 3 ZUG, Art. 6 Abs. 3 UG, Urteil des Verwaltungsgerichts 

U 13 73 vom 15. April 2014 E.2). Eine von diesen Grundregeln 

abweichende Behandlung hat der Unterstützungswohnsitz minderjähriger 

Kinder in Art. 7 ZUG erfahren. Dieser Regelung zufolge teilt das 

minderjährige Kind, unabhängig von seinem Aufenthaltsort, den 

Unterstützungswohnsitz der Eltern oder jenes Elternteils, unter dessen 

elterlicher Sorge es steht (Art. 7 Abs. 1 ZUG). Wenn die Eltern keinen 

gemeinsamen Wohnsitz haben, teilt es den Unterstützungswohnsitz jenes 

Elternteils, bei dem es wohnt (Abs. 2 ZUG). Einen eigenen 

Unterstützungswohnsitz besitzt das Kind demgegenüber am Sitz der 

Kindesschutzbehörde, unter deren Vormundschaft es steht (lit. a); am Ort 

nach Art. 4 ZUG, wenn es erwerbstätig und in der Lage ist, für seinen 

Lebensunterhalt selber aufzukommen (lit. b); am letzten 

Unterstützungswohnsitz nach den Abs. 1 und 2, wenn es dauernd nicht 

bei den Eltern oder einem Elternteil wohnt (lit. c) oder an seinem 

Aufenthaltsort in den übrigen Fällen (lit. d).

c) In Bezug auf den vorliegenden Fall gilt es diesbezüglich zu 

berücksichtigen, dass die KESB Engadin/Südtäler den Beschwerdeführer 

mit Kollegialentscheid vom 19./29. August 2013 gestützt auf Art. 327a des 

Schweizerischen Zivilgesetzbuchs (ZGB; SR 210) unter Vormundschaft 

gestellt und einer dagegen erhobenen Beschwerde die aufschiebende 

Wirkung entzogen hatte. Gegen diesen Entscheid reichte die Mutter des 

Beschwerdeführers am 12. September 2013 zivilrechtliche Beschwerde 

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beim Kantonsgericht von Graubünden ein, die mit Entscheid ZK 13 91 

vom 29. November 2013, mitgeteilt am 4. Dezember 2013, abgewiesen 

wurde, soweit darauf eingetreten wurde. Dieses Urteil hätte die Mutter 

des Beschwerdeführers innert 30 Tagen seit dessen Mitteilung beim 

Bundesgericht mit Beschwerde in Zivilsachen anfechten können. Davon 

hat sie jedoch abgesehen, womit der fragliche Entscheid des 

Kantonsgerichts von Graubünden mit unbenutztem Ablauf der 

massgeblichen Rechtsmittelfrist in formelle und materielle Rechtskraft 

erwachsen ist. Wann genau diese Rechtswirkung eingetreten ist, kann 

aufgrund der Akten nicht bestimmt werden. Diese Frage ist für das 

vorliegende Beschwerdeverfahren indes nicht von Bedeutung. 

Entscheidend ist vielmehr, wann die Bevormundung des 

Beschwerdeführers vollstreckbar und damit rechtswirksam wurde. 

Diesbezüglich sieht Art. 450c ZGB vor, dass die Beschwerde gegen 

Kindesschutzmassnahmen den Eintritt der Rechtskraft und der 

Vollstreckbarkeit im Umfang der Beschwerdeanträge grundsätzlich 

hemmt. Die Kindes- und Erwachsenenbehörde kann der Beschwerde 

allerdings die aufschiebende Wirkung entziehen, womit der angefochtene 

Entscheid mit der Ausfällung rechtswirksam wird (vgl. DANIEL STECK, in: 

BÜCHLER/HÄFELI/LEUBA/STETTLER [Hrsg.], FamKommentar, 

Erwachsenenschutz, Bern 2013, Art. 450c N. 4). Von dieser Möglichkeit 

hat die KESB Engadin/Südtäler im Entscheid vom 19./29. August 2013 

Gebrauch gemacht, so dass die darin angeordnete Bevormundung des 

Beschwerdeführers mit deren Ausfällung am 29. August 2013 

rechtswirksam wurde. Für die strittige öffentliche Unterstützung bedeutet 

dies, dass der bisherige Unterstützungswohnsitz des Beschwerdeführers 

am Aufenthaltsort (Art. 7 Abs. 3 lit. d ZUG; vgl. WERNER THOMET, 

Kommentar zum Bundesgesetz über die Zuständigkeit für die 

Unterstützung Bedürftiger [ZUG], Zürich 1994, N. 134 ff.) auf diesen 

Zeitpunkt hin untergegangen ist und ein neuer eigenständiger 

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Unterstützungswohnsitz am Sitz der zuständigen Kindesschutzbehörde 

begründet wurde (Art. 7 Abs. 3 lit. a ZUG). Demzufolge ist die 

Beschwerdegegnerin für die Beurteilung des strittigen Gesuchs um 

Gewährung öffentlicher Unterstützung örtlich zuständig, wenn sich der 

Sitz der für die Führung der fraglichen Kindesschutzmassnahme 

zuständigen KESB Engadin/Südtäler in der Gemeinde X._____ befindet.

d) Im Kanton Graubünden umfasst das Zuständigkeitsgebiet der 

Kindesschutzbehörden mehrere Gemeinden. Um deren Sitz und damit 

den Wohnsitz des bevormundeten Kindes im Einzelfall lokalisieren zu 

können, schreibt Art. 42 lit. a des Einführungsgesetzes zum 

Schweizerischen Zivilgesetzbuch (EGzZGB; BR 210.100) vor, auf die 

Gemeinde abzustellen, in welcher das betroffene Kind bei Errichtung der 

Vormundschaft seinen Wohnsitz hatte. Wo sich der Wohnsitz des 

Beschwerdeführers bei Errichtung der Vormundschaft befand, hat das 

Kantonsgericht von Graubünden im Entscheid ZK 13 91 vom 

29. November 2013 entschieden. Danach galt bei Einleitung des 

Kindesschutzverfahrens der seinerzeitige Aufenthaltsort des 

Beschwerdeführers in Y._____ als dessen Wohnsitz (Gemeinde X._____; 

vgl. S. 5 f.). Diese Beurteilung des für die Anordnung der 

Kindesschutzmassnahme sachlich und funktionell zuständigen 

Zivilgerichts bindet das Verwaltungsgericht, weshalb es nicht berechtigt 

ist, diese Frage im Rahmen des vorliegenden Beschwerdeverfahrens 

abermals zu prüfen (BGE 135 V 134 E.3 und 4 [Bindung an angeordnete 

Kindesschutzmassnahme]; BGE 128 II 193 E.2.2.2; ULRICH 

HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 

6. Aufl., Zürich/St. Gallen 2010, N. 72). Damit ist davon auszugehen, dass 

der Sitz der KESB Engadin/Südtäler und demzufolge der 

Unterstützungswohnsitz des Beschwerdeführers im Sinne von Art. 7 

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Abs. 3 lit. a ZUG i.V.m. Art. 42 lit. a EGzZGB seit dem 29. August 2013 in 

der Gemeinde X._____ liegt. 

4. a) Dies wird denn auch von der Beschwerdegegnerin nicht grundsätzlich in 

Abrede gestellt. Diese ist jedoch der Auffassung, der Beschwerdeführer 

habe seinen Wohnsitz nach Errichtung der Vormundschaft im November 

2013, spätestens indessen im Februar 2014 nach Chur verlegt, weshalb 

die Beschwerdegegnerin die Kosten für die Fremdplatzierung nicht (mehr) 

zu tragen habe. Freilich richte sich die örtliche Zuständigkeit der Kindes- 

und Erwachsenenschutzbehörde nach Art. 442 ZGB. Da es jedoch nicht 

im Sinne dieser Bestimmung sei, bevormundeten Unmündigen einen 

Wohnsitz in einer Gemeinde zuzuweisen, zu der sie in keiner eigentlichen 

Beziehung stünden, würden die meisten kantonalen Gesetze festlegen, 

wo sich in Fällen von Art. 25 Abs. 2 ZGB der Wohnsitz eines 

bevormundeten Kindes befinde. In diesem Sinne schreibe Art. 42 

EGzZGB vor, dass diejenige Gemeinde als Sitz der Kindesschutzbehörde 

und somit als Wohnsitz des bevormundeten Kindes gelte, in welcher die 

betroffene Person bei Errichtung der Vormundschaft oder umfassenden 

Beistandschaft ihren Wohnsitz gehabt habe (lit. a) oder in welche sie nach 

der Errichtung der Vormundschaft oder umfassenden Beistandschaft 

ihren Wohnsitz verlege (lit. b). Werde ein Kind, wie der Beschwerdeführer, 

ausserhalb des Zuständigkeitsbereichs der mit der 

Kindesschutzmassnahme beauftragten Kindes- und 

Erwachsenenschutzbehörde platziert, so müsse die Vormundschaft zur 

Weiterführung an die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde am 

Aufenthaltsort übertragen werden. Eine solche Übertragung hätte im Falle 

des Beschwerdeführers spätestens mit dessen Platzierung bei den 

Pflegeeltern erfolgen müssen, da seither feststehe, dass sich der 

Lebensmittelpunkt des Beschwerdeführers in Chur befinde und dort 

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bleiben werde. Demzufolge sei die Beschwerdegegnerin für die 

öffentliche Unterstützung des Beschwerdeführers nicht (mehr) zuständig.

b) Dieser Argumentation hält der Beschwerdeführer entgegen, der von der 

Beschwerdegegnerin angerufene Art. 42 EGzZGB bezeichne den Sitz der 

Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde bzw. den Wohnsitz des 

bevormundeten Kindes innerhalb des Einzugsgebiets einer bestimmten 

Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde. Mit dem von der 

Beschwerdegegnerin behaupteten Wohnsitzwechsel habe diese 

Regelung nichts zu tun. Im Übrigen würde es nicht zutreffen, dass eine 

Übertragung der bestehenden Kindesschutzmassnahme im vorliegenden 

Fall gesetzlich vorgeschrieben und geboten sei. Der von der 

Beschwerdeführerin hierfür angerufene Art. 442 Abs. 4 ZGB gelange nur 

zur Anwendung, wenn eine Person, für die eine Massnahme bestehe, 

ihren Wohnsitz wechsle. Dies treffe für den Beschwerdeführer nicht zu, da 

sich dessen Wohnsitz ungeachtet seines Aufenthaltsortes nach wie vor 

am Sitz der KESB Engadin/Südtäler, mithin in der Gemeinde X._____, 

befinden würde. Demzufolge sei die Beschwerdegegnerin weiterhin für 

die öffentliche Unterstützung des Beschwerdeführers zuständig. Die 

Beigeladene weist ergänzend darauf hin, dass sich der 

Unterstützungswohnsitz bevormundeter Kinder, wie dem 

Beschwerdeführer, gemäss Art. 7 Abs. 3 lit. a ZUG am Sitz der 

zuständigen Kindesschutzbehörde befinde. Im vorliegenden Fall handle 

es sich hierbei um die KESB Engadin/Südtäler, deren Sitz sich, 

anknüpfend an den vormaligen Aufenthaltsort des Beschwerdeführers, in 

der Gemeinde X._____ befinden würde. Zudem gelte als eigener 

Unterstützungswohnsitz des minderjährigen Kindes der Ort, an dem es 

unmittelbar vor der Fremdplatzierung gemeinsam mit den Eltern oder 

einem Elternteil gelebt habe (Art. 7 Abs. 3 lit. c ZUG). So oder anders sei 

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die Beschwerdegegnerin folglich für die öffentliche Unterstützung des 

Beschwerdeführers zuständig.

c) Der Wegzug eines bevormundeten Kindes mit den Eltern, bei denen es 

mit Zustimmung der Kindesschutzbehörde wohnt, oder seine Übergabe 

an Pflegeeltern beenden den eigenen Unterstützungswohnsitz des 

bevormundeten Kindes nur, wenn die Führung der Vormundschaft von 

der bisher zuständigen Kindesschutzbehörde an die 

Kindesschutzbehörde, in deren Einzugsgebiet sich das bevormundete 

Kind fortan aufhält, übertragen wird (Art. 9 Abs. 3 ZUG e contrario; 

THOMET, a.a.O., N. 154). Eine solche Übertragung der 

Kindesschutzmassnahme war nach der unter der Herrschaft des vormals 

gültigen Kindesschutzrechts entwickelten Praxis angezeigt, wenn das 

Kind am Aufenthaltsort nicht zu einem Sonderzweck untergebracht wurde 

und alles darauf schliessen liess, dass es dauernd dort (namentlich bei 

Pflegeeltern) bleiben wird, so dass angenommen werden konnte, dass 

der neue Aufenthaltsort den Mittelpunkt seiner persönlichen Beziehungen 

bilden wird und die Platzierung an diesem Ort nicht jedes sachlichen 

Grundes entbehrt oder seinen Interessen widerspricht (Konferenz der 

Kantone für Kindes- und Erwachsenenschutz [KOKES], Übertragung von 

vormundschaftlichen Massnahmen, in: ZVW 2002, S. 205 ff., S. 213). Ob 

diese Praxis nach dem Inkrafttreten des neuen Kindesschutzrechts 

fortzuführen ist, braucht im vorliegenden Verfahren nicht entschieden zu 

werden. Denn für die Übertragung einer Kindesschutzmassnahme sind in 

jedem Fall ein Übertragungsbeschluss der abgebenden 

Kindesschutzbehörde und ein Übernahmebeschluss der neuen 

Kindesschutzbehörde erforderlich. Erst wenn diese beiden Beschlüsse 

vorliegen, gehen die Kindesschutzmassnahme und, daran anknüpfend, 

der Wohnsitz des bevormundeten Kindes von der abgebenden auf die 

übernehmende Kindesschutzbehörde über. Insofern kommt den 

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fraglichen Beschlüssen rechtsgestaltende Wirkung zu (DIANA WIDER, in: 

BÜCHLER/HÄFELI/LEUBA/STETTLER [Hrsg.], FamKommentar, 

Erwachsenenschutz, Bern 2013, Art. 442 N. 25; THOMAS GEISER, in: 

HONSELL/ VOGT/GEISER [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 

Art. 1-456 ZGB, 4. Aufl., Basel 2010, Art. 377 N. 5a/b; KOKES, a.a.O., 

S. 217; MATHIAS KUHN, Das Verfahren vor der Kindes- und 

Erwachsenenschutzbehörde, in: Recht – Zeitschrift für juristische 

Weiterbildung und Praxis 2014, S. 218 ff., S. 223).

d) Im vorliegenden Fall ist unbestritten, dass die KESB Engadin/Südtäler die 

für den Beschwerdeführer geführte Kindesschutzmassnahme nicht auf die 

KESB Nordbünden übertragen und sich die KESB Nordbünden nicht 

bereit erklärt hat, die fragliche Kindesschutzmassnahme zu übernehmen. 

Damit ist die KESB Engadin/Südtäler, welche die Bevormundung des 

Beschwerdeführers angeordnet hat, weiterhin für die Führung der 

fraglichen Kindesschutzmassnahme zuständig, und zwar selbst dann, 

wenn die materiellen Voraussetzungen für deren Übertragung an die 

KESB Nordbünden erfüllt sein sollten. Demnach hat die 

Beschwerdegegnerin ihre örtliche Zuständigkeit für die Beurteilung des 

strittigen Gesuchs des Beschwerdeführers um öffentliche Unterstützung 

im angefochtenen Entscheid zu Unrecht verneint. Die vorliegende 

Beschwerde erweist sich folglich insoweit als begründet.

5. Die Beschwerdegegnerin hat im angefochtenen Entscheid allerdings nicht 

nur ihre örtliche Zuständigkeit verneint, sondern sich ebenfalls inhaltlich 

mit dem Gesuch des Beschwerdeführers auseinandergesetzt. Unter 

diesen Umständen hat das Verwaltungsgericht die Möglichkeit, über die 

Streitigkeit materiell zu entscheiden, mithin zu beurteilen, ob das Gesuch 

des Beschwerdeführers um öffentliche Unterstützung berechtigt ist (vgl. 

statt vieler: ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER/MARTIN Bertschi, 

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Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. Aufl., 

Zürich/Basel/Genf 2013, N. 695). 

a) Laut Art. 2 Abs. 1 UG hat die zuständige Sozialbehörde Art und Ausmass 

der Unterstützung nach dem ausgewiesenen Bedarf unter Würdigung der 

örtlichen und persönlichen Verhältnisse zu bestimmen. Als Grundlage für 

die Bestimmung des Bedarfs dienen die Richtlinien der Schweizerischen 

Konferenz für Sozialhilfe (SKOS-Richtlinien; Art. 2 der 

Ausführungsbestimmungen zum kantonalen Unterstützungsgesetz 

[BR 546.270]). Der grundrechtliche Aspekt der Sozialhilfe ist ferner in 

Art. 12 BV geregelt, wonach, wer in Not gerät und nicht in der Lage ist, für 

sich zu sorgen, Anspruch auf Hilfe und Betreuung und auf Mittel hat, die 

für ein menschenwürdiges Dasein unerlässlich sind. Diese Regelung 

räumt einer hilfsbedürftigen Person einen gerichtlich durchsetzbaren 

Anspruch auf positive Leistung des Staates ein. Als Garantie eines 

menschenwürdigen Daseins ist das Grundrecht auf Existenzsicherung 

unantastbar, womit Schutzbereich und Kerngehalt zusammenfallen. Eine 

Kürzung oder der Entzug verfassungsrechtlich geschützter Existenzmittel 

ist deshalb unzulässig (Art. 36 Abs. 4 BV; JÖRG PAUL MÜLLER/MARKUS 

SCHEFER, Grundrechte in der Schweiz, 4. Aufl., Bern 2008, S. 777 f.; 

DANIEL THÜRER/JEAN-FRANÇOIS AUBERT/JÖRG PAUL MÜLLER [Hrsg.], 

Verfassungsrecht der Schweiz, Zürich 2001, § 34 N. 31).

b) Wie in jedem Rechtsanwendungsverfahren kommt auch im 

Sozialhilfeverfahren der Abklärung des massgeblichen Sachverhalts 

zentrale Bedeutung zu. Diese Aufgabe obliegt, wie im 

Verwaltungsverfahren üblich, der zuständigen Behörde, die den 

rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen zu ermitteln hat (Art. 2 

VRG i.V.m. Art. 11 Abs. 1 VRG). Diese sog. Untersuchungsmaxime wird 

freilich durch die in Art. 4 UG enthaltenen Auskunfts- und Meldepflichten 

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der gesuchstellenden Person relativiert. Danach ist die gesuchstellende 

Person verpflichtet, jede sachdienliche Auskunft zu erteilen, die nötigen 

Unterlagen beizubringen sowie den mit der Unterstützungsleistung 

verbundenen Auflagen der Sozialhilfebehörden Folge zu leisten (vgl. 

GUIDO WINZENT, Die sozialhilferechtliche Bedürftigkeit, Ein Handbuch, 

Zürich/St. Gallen 2014, S. 523). Diese Mitwirkungspflicht der 

gesuchstellenden Person ist eine notwendige Ergänzung der 

Untersuchungsmaxime. Die Verantwortung für die Ermittlung des 

rechtserheblichen Sachverhalts bleibt aber bei der zuständigen 

Sozialbehörde. Dies hat insbesondere zur Folge, dass diese die im 

Einzelnen erforderlichen Bedürftigkeitsbelege zu bezeichnen und weitere 

Hilfestellungen zu gewähren hat, wenn die unterstützte Person darauf 

angewiesen ist (WINZENT, a.a.O., S. 524).

c) Die Beschwerdegegnerin hat im angefochtenen Entscheid ausgeführt, 

aus dem Kollegialbeschluss der KESB Engadin/Südtäler vom 

19./29. August 2013 gehe hervor, dass die Mutter des Beschwerdeführers 

über ein Vermögen von ungefähr Fr. 24'500.-- verfüge und eine IV-Rente 

in der Höhe von Fr. 1'500.-- sowie Ergänzungsleistungen beziehen würde. 

Diese finanziellen Mittel würden es ihr ermöglichen, die aus der 

Fremdplatzierung des Beschwerdeführers resultierenden Kosten zu 

übernehmen. Diese Schlussfolgerung vermag nicht zu überzeugen. Zum 

einen steht nicht fest, ob die Mutter des Beschwerdeführers im für die 

Beurteilung des Gesuchs des Beschwerdeführers relevanten Zeitpunkt 

nach wie vor über die entsprechenden Vermögenswerte verfügt hat, 

musste sie doch zwischenzeitlich die Verfahrenskosten für das 

Kindesschutzverfahren vor der KESB Engadin/Südtäler im Betrag von 

Fr. 920.-- übernehmen und das Honorar ihres Rechtsvertreter für dieses 

und das anschliessende Beschwerdeverfahren vor dem Kantonsgericht 

von Graubünden tragen. Zum anderen hat die Mutter des 

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Beschwerdeführers einen weiteren Sohn, der seit 2009 in einem anderen 

Kinderheim lebt und für dessen Unterhalt sie im Rahmen ihrer finanziellen 

Möglichkeiten ebenfalls aufzukommen hat. Vor diesem Hintergrund ist 

aufgrund der vorhandenen Unterlagen keineswegs erstellt, dass die 

Mutter des Beschwerdeführers die Kosten für dessen Fremdplatzierung 

tragen kann. Die entsprechende Eventualbegründung der 

Beschwerdegegnerin erweist sich deshalb als unzutreffend.

 

6. Nach dem vorangehend Ausgeführten ist die vorliegende Beschwerde 

demnach begründet, weshalb Dispositiv-Ziff. 3.1 des angefochtenen 

Entscheids aufzuheben und die Angelegenheit zur neuen Beurteilung an 

die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist, damit diese als zuständige 

Sozialhilfebehörde das Gesuch des Beschwerdeführers um Übernahme 

der durch die Fremdplatzierung verursachten Kosten inhaltlich prüft. 

Sollten die vom Beschwerdeführer am 25. Februar 2014 nachgereichten 

Unterlagen hierfür nicht ausreichen, so hat die Beschwerdegegnerin die 

im Weiteren als notwendig erachteten Bedürftigkeitsbelege im Einzelnen 

zu bezeichnen und den Beschwerdeführer bei deren Beschaffung, sofern 

erforderlich, zu unterstützen. Auf der Grundlage des dergestalt ergänzten 

Sachverhalts hat die Beschwerdegegnerin alsdann über das strittige 

Gesuch des Beschwerdeführers abermals zu entscheiden.

7. Bei diesem Verfahrensausgang hat die Beschwerdegegnerin die Kosten 

des vorliegenden Verfahrens als unterliegende Partei zu tragen (Art. 73 

Abs. 1 VRG). Der nicht anwaltlich vertretene Beschwerdeführer kann für 

das vorliegende Beschwerdeverfahren keine aussergerichtliche 

Entschädigung beanspruchen (Art. 78 Abs. 1 VRG). 

Demnach erkennt das Gericht:

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1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, Dispositiv-Ziff. 3.1 des Entscheids 

der Gemeinde X._____ vom 9. Januar 2014 aufgehoben und die 

Angelegenheit zur neuen Beurteilung im Sinne der Erwägungen an die 

Gemeinde X._____ zurückgewiesen.

2. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 1'000.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 390.--

zusammen Fr. 1'390.--

gehen zulasten der Gemeinde X._____ und sind innert 30 Tagen seit 

Zustellung dieses Entscheides an die Finanzverwaltung des Kantons 

Graubünden, Chur, zu bezahlen.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]