# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 25ac5275-0e31-5468-ba3c-3d8e91f3eac2
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-03-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.03.2025 D-1463/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-1463-2025_2025-03-24.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-1463/2025 

law/bah 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 4 .  M ä r z  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Walter Lang, 

mit Zustimmung von Richterin Regina Derrer; 

Gerichtsschreiber Christoph Basler. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Türkei, 

vertreten durch Mazin Alasaad, 

Centre social d’aide aux migrants (CeSaM), 

(…), 

Beschwerdeführer, 

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung; 

Verfügung des SEM vom 30. Januar 2025 / N (…). 

 

 

 

D-1463/2025 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer, ein Kurde mit letztem Aufenthalt in B._______, 

die Türkei eigenen Angaben zufolge am 24. November 2022 verliess und 

am 28. November 2022 in die Schweiz einreiste, wo er am gleichen Tag 

um Asyl nachsuchte, 

dass das SEM mit dem Beschwerdeführer am 12. Dezember 2022 die Per-

sonalienaufnahme (PA) durchführte und ihn für den Aufenthalt während 

des weiteren Asylverfahrens am gleichen Tag dem Kanton C._______ zu-

wies, 

dass die damalige Rechtsvertretung des Beschwerdeführers dem SEM am 

13. März 2024 mehrere Krankenhausberichte aus den Jahren 2019 und 

2020 übermittelte, 

dass der Beschwerdeführer anlässlich der PA sowie der Anhörung zu den 

Asylgründen vom 23. Mai 2024 zur Begründung des Asylgesuchs im We-

sentlichen geltend machte, er sei in B._______ geboren worden und habe 

dort bis zum Alter von 18 oder 19 Jahren gelebt, 

dass er sich aufgrund seiner Arbeitstätigkeiten in verschiedenen Provinzen 

aufgehalten habe und zwischenzeitlich immer wieder nach B._______ zu-

rückgekehrt sei, wo er die letzten drei Jahre vor seine Ausreise gelebt 

habe, 

dass er im Alter von etwa zehn Jahren, als er auf dem Weg zum Bäcker 

gewesen sei, mutmasslich von Jugendlichen angezündet worden sei, wo-

bei sein Gesicht verbrannt worden sei, 

dass er lange Zeit im Spital gewesen und nach seiner Entlassung wieder 

zur Schule gegangen sei, wo er wegen seines entstellten Gesichts von den 

anderen Kindern verspottet worden sei, 

dass es seiner Psyche sehr schlecht gegangen sei und er neben der 

Schule gearbeitet habe, da ihm dies gutgetan habe, 

dass er auf dem Nachhauseweg von der Arbeit jeweils Polizisten begegnet 

sei, die ihn nach seiner Identitätskarte gefragt hätten, 

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Seite 3 

dass er B._______ nach dem Abschluss der Schule verlassen und in di-

versen Orten und Bereichen gearbeitet habe, wobei er in D._______ Ras-

sismus erlebt habe und als Terrorist beschimpft worden sei, 

dass er dort angezeigt und bezichtigt worden sei, eine Bombe platziert zu 

haben, wobei die Ermittlungen der Polizei nichts ergeben hätten, 

dass er nach B._______ zurückgekehrt sei, wo man ihn am Ohr operiert 

habe, wonach er keine schweren Arbeiten mehr habe verrichten können, 

dass er während der «Kobane-Ereignisse» im Jahr 2016 ab und zu an De-

monstrationen teilgenommen habe, wobei er sein Gesicht vermummt 

habe, damit man ihn nicht habe erkennen können, 

dass er 2019, als er in B._______ nachts zur Arbeit gegangen sei, von 

Beamten der Sondereinheiten angehalten und kontrolliert worden sei, 

dass die Beamten ihn heftig geschlagen hätten und er erst in der Intensiv-

station wieder zu sich gekommen sei, 

dass er habe Anzeige erstatten wollen, sein Anwalt ihm jedoch davon ab-

geraten habe, 

dass er danach psychologische Hilfe in Anspruch genommen habe, 

dass er einen oder zwei Tage, bevor er in die Schweiz gekommen sei, er-

neut kontrolliert worden sei und einer der Polizisten ihm gesagt habe, es 

wäre besser, er würde verschwinden, da die Sondereinheit ihn umbringen 

wolle, 

dass er am folgenden Tag seinen Vater über den Vorfall unterrichtet habe, 

der ihm zur Flucht geraten habe, 

dass der Beschwerdeführer dem SEM am 27. Mai 2024 Kopien seines tür-

kischen Führerausweises und seiner türkischen Identitätskarte zukommen 

liess, 

dass das SEM mit Verfügung vom 30. Januar 2025 – eröffnet am 3. Feb-

ruar 2025 – feststellte, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigen-

schaft nicht, sein Asylgesuch vom 28. November 2022 ablehnte, die Weg-

weisung aus der Schweiz verfügte und feststellte, er sei verpflichtet, das 

Staatsgebiet der Schweiz sowie den Schengen-Raum am Tag nach Eintritt 

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Seite 4 

der Rechtskraft dieser Verfügung zu verlassen, dies zur Rückreise in sei-

nen Heimat- beziehungsweise Herkunftsstaat oder zur Weiterreise in ein 

Land, das sich ausserhalb des Schengen-Raums befinde und in dem er 

aufgenommen werde, verbunden mit dem Hinweis, wenn er seiner Ver-

pflichtung nicht innert Frist nachkomme, könne die Wegweisung unter 

Zwang vollzogen werden, 

dass es den Kanton C._______ mit dem Vollzug der Wegweisung beauf-

tragte und dem Beschwerdeführer die editionspflichtigen Akten gemäss Ak-

tenverzeichnis aushändigte, 

dass das SEM zur Begründung im Wesentlichen anführte, seit dem Ereig-

nis, bei dem er von Jugendlichen verbrannt worden sei, seien über 20 

Jahre vergangen, weshalb dieses leidvolle Erlebnis nicht kausal für das 

Verlassen der Türkei gewesen sei, 

dass auch die Schläge, die der Beschwerdeführer bei einer Kontrolle durch 

Polizisten im Jahr 2019 erlitten habe, offensichtlich nicht zu seiner Ausreise 

geführt hätten, 

dass die Vermutung des Beschwerdeführers, die Drohungen der Polizei 

könnten mit seiner Teilnahme an Kundgebungen zu den «Kobane-Ereig-

nissen» zusammenhängen, wenig plausibel sei, da er angegeben habe, er 

habe zuletzt 2016 an solch einer Demonstration teilgenommen und sei da-

bei stets vermummt gewesen, 

dass man ihn gar nicht habe erkennen können und er bei diesen Protesten 

nur mitgelaufen sei, womit er nicht aus der Masse herausgestochen sein 

dürfte, 

dass er sich abgesehen von den Kundgebungen nie politisch betätigt habe, 

weshalb wenig wahrscheinlich sei, dass die Identitätskontrollen und die da-

mit verbundene Drohung mit seiner Vergangenheit zu tun gehabt haben 

könnten, 

dass es sich bei seiner Befürchtung, die Polizei habe es explizit auf ihn 

abgesehen, um eine reine Spekulation handle, die den vom Asylgesetz 

verlangten Konkretisierungsgrad nicht erreiche, 

dass die vom Beschwerdeführer geltend gemachten Beleidigungen auf-

grund seiner ethnischen Zugehörigkeit in ihrer Intensität nicht über die 

Nachteile hinausgingen, welche weite Teile der kurdischen Bevölkerung in 

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der Türkei in ähnlicher Weise treffen könnten, und er angegeben habe, er 

habe mit den Leuten in D._______ ansonsten keine Probleme gehabt, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 

4. März 2025 gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerde erheben liess, 

dass in dieser beantragt wurde, die Verfügung der Vorinstanz sei in den 

Ziffern 1–3 des Dispositivs aufzuheben, es sei die Flüchtlingseigenschaft 

des Beschwerdeführers festzustellen und es sei ihm Asyl zu gewähren, 

eventualiter sei die Unzulässigkeit anstatt der blossen Unzumutbarkeit des 

Vollzugs der Wegweisung festzustellen, 

dass in verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragt wurde, es sei die unent-

geltliche Prozessführung zu bewilligen und auf die Erhebung eines Kosten-

vorschusses zu verzichten, 

dass der Beschwerde mehrere Beweismittel beilagen (Fotografien des Be-

schwerdeführers bei der Teilnahme an Demonstrationen in der Schweiz 

und der Türkei und mit Freunden in der Türkei, Arbeitsvertrag vom 1. Feb-

ruar 2025, ärztliche Berichte aus der Türkei, Liste der Medikamente, die 

dem Beschwerdeführer verschrieben wurden), 

dass in der Beschwerde geltend gemacht wird, der Beschwerdeführer habe 

2019 an einer regierungskritischen Demonstration teilgenommen und sei 

während der Festnahme durch die Polizei misshandelt worden, 

dass ihm gesagt worden sei, er stehe auf einer «schwarzen Liste» und 

müsse bei einer erneuten Festnahme mit Konsequenzen rechnen, 

dass er Mitglied der kurdischen Jugendorganisation YDG-H («Yurtseher 

Devrimci Gençlik Hareket») gewesen sei, die vom türkischen Staat als 

staatsfeindlich betrachtet werde, 

dass er sein politisches Engagement in der Schweiz fortsetze und an meh-

reren Demonstrationen für die Freilassung von Abdullah Öcalan teilgenom-

men habe, 

dass er dabei fotografiert worden sei und die Bilder in türkischen Medien 

veröffentlicht worden seien, 

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dass die Türkei Aktivisten im Ausland überwache und sie bei einer Rück-

kehr verfolge, 

dass sich die türkische Polizei bei seinem Vater nach ihm erkundigt habe, 

dass der Beschwerdeführer seinen Reisepass nicht durch ein reguläres 

Verfahren, sondern durch Bestechung und Beziehungen seines Onkels er-

halten habe, 

dass der Instruktionsrichter die Anträge, es sei die unentgeltliche Prozess-

führung zu gewähren und es sei auf die Erhebung eines Kostenvorschus-

ses zu verzichten, mit Zwischenverfügung vom 6. März 2025 abwies und 

den Beschwerdeführer aufforderte, bis zum 21. März 2025 einen Kosten-

vorschuss von Fr. 750.– einzuzahlen, mit dem Hinweis, bei ungenutzter 

Frist werde auf die Beschwerde nicht eingetreten, 

dass am 19. März 2025 zugunsten des Bundesverwaltungsgerichts ein 

Kostenvorschuss von Fr. 750.– eingezahlt wurde, 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. 

Art. 31‒33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),  

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG; Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und 

Art. 52 Abs. 1 VwVG), nachdem der erhobene Kostenvorschuss rechtzeitig 

eingezahlt wurde, 

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5), 

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Seite 7 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um ein solches Rechtsmittel handelt, 

weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde, 

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde 

ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält, 

und Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in wesent-

lichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den 

Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ver-

fälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 Abs. 2 und 3 AsylG), 

dass der Beschwerdeführer in der Anhörung auf entsprechende Frage an-

gab, er habe letztmals im Jahr 2016 während der «Koban-Ereignisse» an 

Kundgebungen teilgenommen, wobei er jeweils ein «verdecktes» Gesicht 

gehabt habe (vgl. SEM-act. […]-22/15 F88, F96–98), 

dass er erklärte, er sei einmal, als er – während der «Pandemiezeit» 

2019 – auf dem Weg zur Arbeit gewesen sei, auf Mitglieder einer Sonder-

einheit gestossen, die nach seiner Identitätskarte gefragt hätten (vgl. SEM-

act. […]-22/15 F62, F77, F93), 

dass der Beschwerdeführer den geltend gemachten Übergriff durch Mit-

glieder einer Sondereinheit im Jahr 2019 in der Anhörung nicht mit seiner 

Teilnahme an einer Kundgebung in Verbindung brachte, zumal er ausge-

sagt hat, er habe letztmals 2016 an Kundgebungen teilgenommen, 

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Seite 8 

dass das Vorbringen in der Beschwerde, er sei 2019 anlässlich der Teil-

nahme an einer Kundgebung von der Polizei festgenommen und misshan-

delt worden, als nachgeschoben und unglaubhaft zu werten ist, 

dass auch der Einwand in der Beschwerde, dem Beschwerdeführer sei ge-

sagt worden, er stehe auf einer «schwarzen Liste» und müsse bei einer 

erneuten Festnahme mit Konsequenzen rechnen, von ihm in der Anhörung 

nicht erwähnt wurde, was angesichts der angeblich konkreten Drohung 

nicht nachvollziehbar erscheint, 

dass der Beschwerdeführer die Frage, ob er sich nebst der Teilnahme an 

Kundgebungen sonst noch politisch beteiligt habe, verneinte (vgl. SEM-act. 

[…]-22/15 F104), 

dass das Vorbringen in der Beschwerde, er sei Mitglied der kurdischen Ju-

gendorganisation YDG-H gewesen, mit den vorstehenden Aussagen des 

Beschwerdeführers nicht zu vereinbaren ist, 

dass er die Mitgliedschaft in dieser «patriotisch revolutionären Jugendbe-

wegung» kaum verschwiegen hätte, wenn er tatsächlich in deren Reihen 

gestanden und an deren Einsätzen beteiligt gewesen wäre, 

dass der Beschwerdeführer in der Anhörung zu Protokoll gab, er habe sich 

in der Türkei im Jahr 2021 einen zwei Jahre gültigen Reisepass ausstellen 

lassen, weil er wegen der Arbeit nach E._______ und F._______ habe rei-

sen wollen, 

dass er aus Kostengründen, und weil der Arbeitseinsatz nur sechs Monate 

gedauert habe, nur einen zwei Jahre lang gültigen Reisepass beantragt 

und nie geplant habe, in die Schweiz zu kommen (vgl. SEM-act. […]-22/15 

F33–36), 

dass damit auch die Darstellung in der Beschwerde, er habe seinen Rei-

sepass nicht durch ein reguläres Verfahren, sondern durch Bestechung 

und Beziehungen seines Onkels erhalten, als nachgeschoben und un-

glaubhaft zu werten ist, 

dass die in der Beschwerde geltend gemachten exilpolitischen Aktivitäten 

des Beschwerdeführers als niederschwellig erscheinen, er mithin durch 

seine blossen Teilnahmen an Demonstrationen kein exponiertes Profil auf-

weist, das zur Annahme einer begründeten Furcht vor asylrechtlich rele-

vanter Verfolgung führen würde (vgl. Urteile des BVGer E-71/2025 vom 

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Seite 9 

19. Februar 2025 E. 7.4, E-2448/2024 vom 15. August 2024 E. 7.4,  

E-2358/2020 vom 31. August 2020 E. 7.5), 

dass im Übrigen auf die Erwägungen in der angefochtenen Verfügung zu 

verweisen und festzustellen ist, dass die Einwände in der Beschwerde 

nichts Konkretes und Stichhaltiges enthalten, das zu einer von derjenigen 

des SEM abweichenden Beurteilung der zur Begründung des Asylgesu-

ches geltend gemachten Vorbringen führen könnte, 

dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelingt, die Flüchtlingseigen-

schaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb das 

SEM das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat, 

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs in der Regel die Wegweisung aus 

der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 AsylG), vorliegend insbesondere der 

Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch 

auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 

E. 9, je m.w.H.), weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den 

gesetzlichen Bestimmungen steht und demnach vom SEM ebenfalls zu 

Recht angeordnet wurde, 

dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-

mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg-

weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]), 

dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen ge-

mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard 

wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu 

beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens 

glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), 

dass das SEM in der angefochtenen Verfügung den Vollzug der Wegwei-

sung anordnete, nachdem es diesen als zulässig, zumutbar und möglich 

im Sinne von Art. 83 Abs. 2–4 AIG beurteilt hatte, 

dass vor diesem Hintergrund davon auszugehen ist, das in der Be-

schwerde gestellte Eventualbegehren, es sei die Unzulässigkeit anstatt der 

blossen Unzumutbarkeit des Vollzugs der Wegweisung festzustellen, sei 

irrtümlich erfolgt, und der Rechtsvertreter beantragen wollte, es sei festzu-

stellen, dass der Vollzug der Wegweisung unzulässig, unzumutbar und un-

möglich sei, 

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Seite 10 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche 

Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des 

Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenste-

hen (Art. 83 Abs. 3 AIG), 

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), 

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass-

geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es 

dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche 

Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in 

Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoule-

ment im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet, 

dass sodann keine Anhaltspunkte für eine ihm in der Türkei drohende men-

schenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 BV, von Art. 3 

des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere 

grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe 

(FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK ersichtlich sind, 

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 

erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen 

wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage kon-

kret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AIG), 

dass weder die allgemeine Lage in der Türkei noch individuelle Gründe auf 

eine konkrete Gefährdung des Beschwerdeführers im Falle einer Rückkehr 

schliessen lassen, weshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend nicht 

unzumutbar ist, 

dass der Beschwerdeführer über eine für das Ausüben einer beruflichen 

Tätigkeit angemessene schulische Ausbildung und über Arbeitserfahrung 

in verschiedenen Bereichen verfügt (vgl. SEM-act. […]-22/15 F14 f., F51–

53, F62, F80), weshalb es ihm gelingen sollte, seinen Lebensunterhalt bei 

der Rückkehr in die Türkei aus eigener Kraft zu bestreiten, 

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Seite 11 

dass seine Eltern und seine Geschwister in G._______ wohnhaft sind und 

weitere seiner Verwandten in der Türkei leben (vgl. SEM-act. […]-22/15 

F19–21, F24–26), womit der Beschwerdeführer über ein verwandtschaftli-

ches Beziehungsnetz verfügt, das ihm bei der Reintegration in seinem Hei-

matland bei Bedarf unterstützend zur Seite stehen kann, 

dass der Beschwerdeführer unter keinen gesundheitlichen Problemen lei-

det, die in der Türkei nicht behandelbar wären (vgl. SEM-act. […]-22/15 

F54–59, F109–F112), und im Weiteren auf die zutreffenden Erwägungen 

in der angefochtenen Verfügung zu verweisen ist, 

dass es ihm zudem offensteht, bei der zuständigen Behörde ein Gesuch 

um Leistung von Rückkehrhilfe gemäss Art. 93 Abs. 1 Bst. d AsylG zu stel-

len, 

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Heimat-

staat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen 

(Art. 83 Abs. 2 AIG), und es ihm obliegt, bei der Beschaffung gültiger Rei-

sepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 

2008/34 E. 12), 

dass nach dem Gesagten der vom SEM verfügte Vollzug der Wegweisung 

zu bestätigen ist, 

dass die angefochtene Verfügung im Lichte von Art. 106 Abs. 1 AsylG und 

Art. 49 VwVG nicht zu beanstanden und die Beschwerde abzuweisen ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.– (Art. 1–

3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG), 

dass der am 19. März 2025 eingezahlte Kostenvorschuss von Fr. 750.– für 

die Deckung der Verfahrenskosten zu verwenden ist. 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 12 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Der in gleicher Höhe eingezahlte Kostenvorschuss wird zur Deckung 

der Verfahrenskosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Walter Lang Christoph Basler 

 

 

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