# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 73a36d55-6aff-56ce-832b-7650c10bee9d
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-07-31
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 31.07.2019 200 2018 361
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-361_2019-07-31.pdf

## Full Text

200 18 361 IV
LOU/SCM/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 31. Juli 2019

Verwaltungsrichter Loosli, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Kölliker, Verwaltungsrichter Furrer
Gerichtsschreiberin Schädeli

A.________
vertreten durch B.________ AG, Rechtsanwältin MLaw C.________,
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 3. April 2018

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Juli 2019, IV/18/361, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1959 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
bezog seit dem 1. Mai 1999 bei einem Status von 75 % Erwerb und 25 % 
Haushalt (vgl. AB 22) sowie einem Invaliditätsgrad von 42 % eine Viertels-
rente der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV; vgl. Akten der IV, 
Antwortbeilagen [AB] 28-29, 36, 42, 51/2, 54-55, 59, 69). Mit Verfügung 
vom 5. März 2015 (AB 110) hob die IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerde-
gegnerin) die Invalidenrente bei einem Status von 90 % Erwerb und 10 % 
Haushalt (vgl. AB 92, 108) sowie einem Invaliditätsgrad von 1 % auf das 
Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats auf. Die dage-
gen erhobene Beschwerde (AB 112) wies das Verwaltungsgericht des Kan-
tons Bern mit Entscheid vom 13. Oktober 2015 (VGE IV/2015/346; AB 119) 
ab.

Mit Neuanmeldung vom 20. September 2016 machte die Versicherte eine 
Verschlechterung der gesundheitlichen Situation geltend (AB 128). Im 
Rahmen der hierauf veranlassten neuerlichen erwerblichen und medizini-
schen Erhebungen wurde insbesondere ein rheumatologisches Verlaufs-
gutachten vom 25. August 2017 (AB 152.1; vgl. zuvor das polydisziplinäre 
Gutachten vom 13. Februar 2014 [AB 85.2]) eingeholt sowie ein aktualisier-
ter Abklärungsbericht Haushalt (vom 16. Oktober 2017 [AB 153]) erstellt. 
Nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens (AB 154, 155, 158), an-
lässlich welchem eine zusätzliche Stellungnahme des rheumatologischen 
Gutachters (AB 163), des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD; AB 165) 
sowie des Bereichs Abklärungen (AB 167, vgl. auch AB 168) eingeholt 
wurde, wies die IVB das Rentenbegehren mit Verfügung vom 3. April 2018 
(AB 169) bei einem unveränderten Status von 90 % Erwerb und 10 % 
Haushalt sowie einem Invaliditätsgrad von 3 % ab.

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B.

Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin 
C.________, am 8. Mai 2018 Beschwerde. Sie stellt die folgenden Rechts-
begehren:

• Es sei die Verfügung vom 3. April 2018 aufzuheben.
• Es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, der Beschwerdeführe-

rin Leistungen gemäss IVG zuzusprechen.
• Es sei die Beschwerdeführerin durch das Gericht umfassend medizi-

nisch begutachten zu lassen.
• Es sei der Beschwerdeführerin die unentgeltliche Rechtspflege zu 

bewilligen und ihr in der Person der unterzeichneten Rechtsvertreterin 
ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bewilligen.

Mit Beschwerdeantwort vom 8. Juni 2018 schliesst die Beschwerdegegne-
rin auf Abweisung der Beschwerde. 

Mit Eingaben vom 23. August und 27. September 2018 reichte die Be-
schwerdeführerin (weitere) Unterlagen zum Gesuch um unentgeltliche 
Rechtspflege zu den Akten (vgl. auch prozessleitende Verfügungen vom 
9. Mai und 24. August 2018).

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 

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und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 3. April 2018 (AB 169). 
Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können auch 
solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG so-
wie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Be-
fundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur dann 
anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeeinträchti-

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gung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 
141 V 281 E. 2.1 S. 285).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG).

2.3.1 Nach Eingang einer Neuanmeldung oder eines Revisionsgesuchs 
ist die Verwaltung zunächst zur Prüfung verpflichtet, ob die Vorbringen der 
versicherten Person überhaupt glaubhaft sind; verneint sie dies, so erledigt 
sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten. Dabei hat 
sie unter anderem zu berücksichtigen, ob die frühere Verfügung nur kurze 
oder schon längere Zeit zurückliegt, und dementsprechend an die Glaub-
haftmachung höhere oder weniger hohe Anforderungen stellen. Insofern 
steht ihr ein gewisser Beurteilungsspielraum zu, den der Richter grundsätz-
lich zu respektieren hat. Die Behandlung der Eintretensfrage durch die 
Verwaltung ist deshalb vom Gericht nur zu überprüfen, wenn das Eintreten 
streitig ist (BGE 109 V 108 E. 2b S. 114).

2.3.2 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen 
(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben. Dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer 
Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung. Ein Revisionsgrund ist 
ferner unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der 

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Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des 
Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 
E. 2.3 S. 10; SVR 2018 UV Nr. 22 S. 79 E. 2.2.1).

2.3.3 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b 
S. 200; SVR 2018 UV Nr. 22 S. 79 E. 2.2.1).

2.3.4 Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invali-
ditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuan-
meldungsverfahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG 
– durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten mate-
riellen Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit 
demjenigen zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 
S. 112; 130 V 71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b). 

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV 
Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1).

3.

3.1 Mit Verfügung vom 5. März 2015 (AB 110) – bestätigt durch VGE 
IV/2015/346 vom 13. Oktober 2015 (AB 119) – hatte die Verwaltung die seit 
Mai 1999 zugesprochene Viertelsrente (vgl. AB 28, 42, 51/2, 59, 69) per 
Ende April 2015 aufgehoben. Nach der Neuanmeldung im September 2016 

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(AB 128), worauf sie eingetreten ist, weshalb das Eintreten praxisgemäss 
nicht zu beurteilen ist (BGE 109 V 108 E. 2b S. 114), lehnte die Verwaltung 
mit angefochtener Verfügung vom 3. April 2018 (AB 169) einen Anspruch 
auf eine Rente ab. Damit ist zu prüfen, ob im Zeitraum vom 5. März 2015 
(AB 110) bis 3. April 2018 (AB 169) eine erhebliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen eingetreten ist, die geeignet ist, den Invali-
ditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Gegebenenfalls 
ist der Leistungsanspruch allseitig frei zu prüfen (vgl. E. 2.3.3 hiervor).

3.2 Die rentenaufhebende Verfügung vom 5. März 2015 (AB 110) stütz-
te sich aus medizinischer Sicht massgeblich auf das polydisziplinäre Gut-
achten der MEDAS D.________ AG vom 13. Februar 2014 (AB 85.2). 
Nach Untersuchungen im Bereich Innere Medizin, Orthopädie und Psychia-
trie hielten die Gutachter als Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 
chronische lumbovertebragene Schmerzen (ICD-10 M54.5) bei Osteo-
chondrose L5/S1 (ICD-10 M42.96) fest. Weiter stellten sie diverse Diagno-
sen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (AB 85.2/49 Ziff. 7.1).

Aus internistischer Sicht könne die Diagnose einer Adipositas Grad I und 
einer Hyperlipidämie bei familiärer Vorbelastung bestätigt werden. Die Ge-
wichtszunahme dauere an und es bestehe bei einem Hb-A1c von 6 % und 
erhöhten Nüchtern-Blutzuckerwerten eine latente diabetische Stoffwechsel-
lage (AB 85.2/50 Ziff. 7.2.3). Aus orthopädischer Sicht könnten die Befunde 
aus früheren Untersuchungen bestätigt werden. Es bestünden degenerati-
ve Veränderungen leichter Art in den Knie- und Fingergelenken. Auch ent-
zündliche Veränderungen leichter Art könnten festgestellt werden. Auf-
grund der lange vorliegenden Schmerzsymptomatik müsse aber von einer 
Schmerzverarbeitungsstörung ausgegangen werden. Es handle sich versi-
cherungsmedizinisch um ein syndromales Leiden, weswegen der psychia-
trischen Beurteilung grosse Bedeutung zukomme. Der psychiatrische Teil-
gutachter habe eine Neurasthenie diagnostiziert, welche die Hauptmerkma-
le der Müdigkeit und Erschöpfung umfasse, insbesondere das Gefühl der 
körperlichen Schwäche und Erschöpfung nach geringen Anstrengungen. 
Eine gravierende organische Beeinträchtigung habe nicht beschrieben und 
die Diagnose einer Fibromyalgie nicht gestellt werden können; eine Soma-
tisierungsstörung sowie ein syndromales Leiden seien ausgeschlossen 

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worden. Polydisziplinär bestehe nicht das Bild einer depressiven Episode 
oder einer Persönlichkeitsstörung, sondern das Bild einer Neurasthenie, 
wie dies die Beschwerdeführerin mit sicherlich belastendem Lebenslauf 
und belastender psychosozialer Situation schildere. Die Schmerzen seien 
organisch nicht erklärbar, abgesehen von leichten degenerativen Verände-
rungen würden keine schwerwiegenden organischen Veränderungen vor-
liegen. Die internistisch aufgeführten Befunde schränkten die Arbeitsfähig-
keit nicht ein (AB 85.2/51 Ziff. 7.2.3).

Seit dem Begutachtungsdatum (17./19. Dezember 2013 [AB 85.2/1]) be-
stehe in der angestammten Tätigkeit als ... bzw. ... sowie in jeder ange-
passten Tätigkeit keine Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit. Die Be-
schwerdeführerin sei vollschichtig einsetzbar, wobei insofern eine qualitati-
ve Einschränkung bestehe, als eine leichte bis zeitweise mittelschwere 
Tätigkeit ohne Heben und Tragen von Gewichten über 10 kg bei trockenen 
klimatischen Bedingungen ohne Zugluft, ohne kalte und nasse Arbeitsbe-
dingungen und ohne ständige Zwangshaltungen zumutbar sei, was sowohl 
für den Erwerb wie auch für den Haushalt gelte (AB 85.2/52 Ziff. 8.1.1, 
8.1.2 und 8.2.1).

Dieses Gutachten wurde vom Verwaltungsgericht als beweiskräftig einge-
stuft (VGE IV/2015/346, E. 4.3 [AB 119/14-15]).

3.3 Der angefochtenen Verfügung vom 3. April 2018 (AB 169) liegt 
hauptsächlich das rheumatologische Verlaufsgutachten der MEDAS 
D.________ AG vom 25. August 2017 (AB 152.1) zugrunde. Darin diagnos-
tizierte Dr. med. E.________, Facharzt für Rheumatologie und Allgemeine 
Innere Medizin, mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches 
lumbovertebrogenes Schmerzsyndrom bei Osteochondrose L5/S1 sowie 
diverse Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (AB 152.1/21 
Ziff. 4.4). 

Aus aktueller rheumatologischer Sicht bleibe es bei der Vorbeurteilung von 
Februar 2014 (AB 85.2) mit im Vordergrund stehender Neurasthenie und 
einem generalisierten Schmerzsyndrom mit fibromyalgischer Symptomatik. 
Eine mässig aktive rezidivierende Psoriasis-Arthropathie sei letztlich nicht 
auszuschliessen, aktuell aber klinisch und radiologisch nicht belegbar. Zu 

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betonen sei eine erhebliche Adipositas mit einem BMI von 36.5 kg/m2 ver-
bunden mit entsprechender Pannikulose und damit vermehrten myofaszia-
len und pannikulösen Beschwerden. Hinweise auf eine entzündlich-
rheumatische Erkrankung hätten sich zum Zeitpunkt der Untersuchung 
(7. August 2017 [AB 152.1/2]) weder klinisch, labormässig noch radiolo-
gisch gefunden (AB 152.1/20 Ziff. 4.3.3). In einer körperlich leichten bis 
vereinzelt mittelschweren Tätigkeit bestehe rheumatologisch keine wesent-
liche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Unter Beachtung einer erhebli-
chen Adipositas und Dekonditionierung kämen vorwiegend leichte bis ver-
einzelt mittelschwere Tätigkeiten in Frage, angelernt und ohne besondere 
Stressbelastungen (AB 152.1/21 Ziff. 4.5.3, 4.5.4). Besondere Therapie-
empfehlungen könnten kaum gegeben werden, wobei eine Gewichtsreduk-
tion wichtig wäre (AB 152.1/21 Ziff. 4.6).

3.4 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

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3.5 Das Verlaufsgutachten der MEDAS D.________ AG vom 25. Au-
gust 2017 (AB 152.1) erfüllt die Vorgaben der Rechtsprechung an derartige 
Berichte und erbringt vollen Beweis (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/bb S. 353). 
Das Gutachten ist für die streitigen Belange umfassend, beruht auf allseiti-
gen Untersuchungen, berücksichtigt auch die geklagten Beschwerden, 
wurde in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) – insbesondere des polydiszi-
plinären Gutachtens der MEDAS D.________ AG vom 13. Februar 2014 
(AB 85.2) – erstellt, leuchtet in der Beurteilung der medizinischen Zusam-
menhänge sowie der medizinischen Situation ein und die Schlussfolgerun-
gen der Experten sind begründet. Überdies bestätigte RAD-Ärztin med. 
pract. F.________, Fachärztin für Physikalische Medizin und Rehabilitation, 
die gutachterlichen Einschätzungen am 6. März 2018 (AB 165) und hielt 
fest, dass mit dem ergänzenden Bericht des Gutachters vom 22. Januar 
2018 (AB 163) die im Zusammenhang mit den gegen den Vorbescheid 
(AB 154) erhobenen Einwände (AB 158) hinreichend geklärt worden seien.

3.5.1 Unter sorgfältiger Anamnese- (AB 152.1/14-17 Ziff. 3; vgl. hierzu 
auch E. 3.5.2 hiernach) und Befunderhebung (AB 152.1/18-20 Ziff. 4) samt 
Berücksichtigung von Labor- und Röntgenbefunden (AB 152.1/19 Ziff. 4.2) 
gelangte Dr. med. E.________ zum nachvollziehbaren Schluss, dass nach 
wie vor – wie bereits im Februar 2014 – eine Neurasthenie und ein genera-
lisiertes Schmerzsyndrom mit fibromyalgischer Symptomatik im Vorder-
grund stehe (AB 152.1/20 Ziff. 4.3.3, 163/1, vgl. zuvor AB 85.2/43 
Ziff. 6.4.1, 85.2/44 Ziff. 6.4.3, 85.2/46 Ziff. 6.5.2). Die Beschwerdeführerin 
gab gegenüber dem rheumatologischen Gutachter an, Hauptproblem seien 
die seit Jahren ausgebreiteten Schmerzen, wobei sie weiterhin auch an 
depressiven Zuständen und Ängsten leide (AB 152.1/15 Ziff. 3.3). Wie be-
reits 2013 angegeben (vgl. AB 85.2/30 Ziff. 3.4.1, 85.2/35 Ziff. 5.4.1), führte 
sie im August 2017 aus, sie leide langjährig an Schmerzen fast am ganzen 
Körper (AB 152.1/16 Ziff. 3.4.1). 

3.5.2 Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, im Verlaufsgutach-
ten fehle die persönliche Anamneseerhebung (Beschwerde S. 7), ist zu 
berücksichtigen, dass der rheumatologische Gutachter explizit auf das Vor-
gutachten vom 13. Februar 2014 verwies (AB 152.1/15 Ziff. 3.2, 163/2). 
Damals wurde die Anamnese umfassend erhoben (AB 85.2/27-31 Ziff. 3), 

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wobei ohne weiteres zulässig ist, dass Dr. med. E.________ insbesondere 
für die persönliche Anamnese mit Angabe früherer Krankheiten, Unfälle 
und Operationen auf die dortigen Angaben verwies (insbesondere 
AB 85.2/28-29 Ziff. 3.2) und sich darauf beschränkte, die nach der Vorbe-
gutachtung eingetretenen Vorkommnisse wiederzugeben. Dies war jedoch 
ohne einlässliche Befragung der Beschwerdeführerin gar nicht möglich. 
Von einer mangelhaften Anamneseerhebung kann somit keine Rede sein. 
Der Verlaufsgutachter hatte jedenfalls Kenntnis des vollständigen Vorgut-
achtens (vgl. AB 152.1/5-10 Ziff. 2.1.1).

Betreffend das Vorbringen, dass die Beschwerdeführerin nicht nur rheu-
matologisch, sondern vielmehr umfassend hätte abgeklärt werden müssen 
(Beschwerde S. 9-10), ist zunächst festzuhalten, dass die Beschwerdegeg-
nerin vor allem Hinweise auf die zuvor nicht diskutierte Diagnose einer ge-
neralisierten Enthesiopathie bzw. einer Psoriasis-Arthropathie (ICD-10 
L40.5, M07.0) hatte (vgl. Berichte von Dr. med. G.________, Facharzt für 
Physikalische Medizin und Rehabilitation, vom 17. Dezember 2015 
[AB 123/2] und 4. Oktober 2016 [AB 132/4]). Die von Dr. med. G.________ 
ohnehin fachfremd gestellte Diagnose einer posttraumatischen Belastungs-
störung (ICD-10 F43.1 [AB 123/2, 132/4]) wurde im Zusammenhang mit 
einem im Oktober 2013 erlittenen Verkehrsunfall (vgl. AB 85.2/25-26 
Ziff. 2.1.3, 85.2/27 Ziff. 2.2, 85.2/29 Ziff. 3.2) erhoben. Dieses Unfallereignis 
war den Gutachtern im Dezember 2013 bereits bekannt (AB 85.2/25-26) 
und wurde nicht als die Psyche einschränkend erwähnt; zudem gab die 
Beschwerdeführerin auch keine seit dem Unfall veränderten Schmerzen 
bzw. Beschwerden an. Auf psychiatrische Zusatzuntersuchungen konnte 
denn auch bereits damals verzichtet werden (AB 85.2/35 Ziff. 5.3.2). Da 
überdies die Beschwerdeführerin anlässlich der Untersuchung vom 7. Au-
gust 2017 offenbar nicht (mehr [vgl. AB 85.2/34 Ziff. 5.2.1]) in psychiatri-
scher Behandlung stand (vgl. AB 152.1/17 Ziff. 3.4.2) und die Akten keine 
Hinweise auf das Vorliegen einer – vom somatischen Leiden unabhängigen 
– invalidenversicherungsrechtlich relevanten psychiatrischen Beeinträchti-
gung enthalten, durfte die Beschwerdegegnerin von einer zusätzlichen 
psychiatrischen Untersuchung absehen. Dabei lieferte auch der Hinweis 
von Dr. med. H.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, im Be-
richt vom 30. November 2016, wonach eine zunehmend depressive Ent-

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wicklung bestehe (AB 137/2), keinen Grund für weitere Abklärungen. Zum 
einen stammt diese Einschätzung nicht von einem Facharzt für Psychiatrie 
und zum anderen wurde auf die unverändert schwierige psychosoziale Si-
tuation (vgl. auch seinen Bericht vom 14. Februar 2013 [AB 73/1 Ziff. 2]) 
sowie chronische Geldsorgen hingewiesen, welche äusseren Umstände als 
invaliditätsfremde Faktoren zur Entstehung eines Leistungsanspruchs ge-
genüber der Invalidenversicherung grundsätzlich nicht geeignet sind (vgl. 
hierzu BGE 139 V 547 E. 3.2.2 S. 552, 127 V 294 E. 5a S. 299; SVR 2012 
IV Nr. 52 S. 189 E. 3.2, 2010 IV Nr. 19 S. 59 E. 5.2). Entgegen der Be-
schwerdeführerin (Beschwerde S. 10 Ziff. 34) wäre sodann eine andere 
psychiatrische Einschätzung – allein infolge der geänderten Rechtspre-
chung, ohne Befundänderung – im neuanmeldungsrechtlichen Kontext irre-
levant. 

In Würdigung der anderslautenden medizinischen Einschätzung von Dr. 
med. G.________ führte Dr. med. E.________ schlüssig und nachvollzieh-
bar aus, dass sich eine Psoriasis-Arthropathie mit rezidivierenden Oligoar-
thritiden oder – wie im Falle der Beschwerdeführerin geltend gemacht (vgl. 
Berichte von Dr. med. G.________ vom 17. Dezember 2015 [AB 123/4] 
und 4. Oktober 2016 [AB 132/3], vgl. auch AB 152.1/17 Ziff. 3.4.1) – meis-
tens auch zusammen mit typischen Haut- und Nagelveränderungen aus-
wirken könne. Die für eine solche Diagnose grundsätzlich benötigten der-
matologischen Veränderungen konnte der Gutachter bei der Exploration im 
August 2017 nicht feststellen (AB 152.1/18 Ziff. 4.1) und wurden in der 
dermatologischen Beurteilung denn auch nicht diagnostiziert (AB 152.1/20 
Ziff. 4.3.2). Weiter ergab die Röntgenbefundlage an den Händen und Füs-
sen keine wesentliche qualitative Änderung gegenüber der Vorbegutach-
tung (AB 152.1/19 Ziff. 4.2.2, 163/1-2, vgl. zuvor AB 85.2/33 Ziff. 4.2.2).

Hinsichtlich des Rheumafaktors (vgl. Beschwerde S. 7-8) gilt es zu beach-
ten, dass dieser anlässlich der Erstbegutachtung bzw. der Labormessun-
gen von Dezember 2013 einen Wert von 67 aufwies (AB 85.3/2). Dieses 
Ergebnis wurde damals von den Gutachtern zwar als leicht erhöht einge-
stuft, wie dies schon bei früheren Untersuchungen habe bestätigt werden 
können, jedoch als nicht relevant beurteilt, da ein gewisser Prozentsatz der 
Bevölkerung einen erhöhten Rheumafaktorwert habe (AB 85.2/32 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Juli 2019, IV/18/361, Seite 13

Ziff. 4.2.1; vgl. auch MATTHIAS BASTIGKEIT, Meine Laborwerte, 4. Aufl. 2019, 
S. 72). Mit dem anlässlich der aktuellen Begutachtung gemessenen Wert 
von 40 (AB 152.2/1) ist einerseits keine gesundheitliche Verschlechterung 
erstellt. Andererseits überzeugt im Zusammenhang mit dem Erstgutachten, 
wenn Dr. med. E.________ am 22. Januar 2018 in Ergänzung des Verlauf-
gutachtens ausführte, die Laboruntersuchungen hätten normale Ergebnisse 
gezeigt; weiter seien Laborbestimmungen nicht zur Bestätigung einer Pso-
riasis-Arthropathie geeignet (AB 163/2, vgl. bereits AB 152.1/20 Ziff. 4.3.2). 

Schliesslich lässt es die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag 
des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und Begutachtungsauf-
trag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten andererseits nicht 
zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets infrage zu stellen und 
zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden 
Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen (SVR 2017 IV Nr. 49 
S. 148 E. 5.5, 2008 IV Nr. 15 S. 44 E. 2.2.1). Zudem darf und soll das Ge-
richt in Bezug auf Atteste von Hausärzten und behandelnden Spezialärzten 
der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick 
auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu-
gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b cc S. 353; SVR 
2015 IV Nr. 26 S. 80 E. 5.3.3.3; Entscheid des Eidgenössischen Versiche-
rungsgerichts [EVG, heute Bundesgericht] vom 20. März 2006, I 655/05, 
E. 5.4). 

3.5.3 Zusammenfassend wurde der Gesundheitszustand der Beschwer-
deführerin mit dem Verlaufsgutachten vom 25. August 2017 (AB 152.1) 
mitsamt Ergänzung vom 22. Januar 2018 (AB 163) hinreichend abgeklärt, 
so dass sich die beschwerdeweise beantragten weiteren Sachverhaltser-
hebungen erübrigen (antizipierte Beweiswürdigung [vgl. BGE 136 I 229 
E. 5.3 S. 236, 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; SVR 2017 
ALV Nr. 6 S. 18 E. 4.2]). Gestützt darauf ergibt sich, dass im massgebli-
chen Referenzzeitpunkt (vgl. E. 3.1 hiervor) eine revisionsrechtlich unver-
änderte gesundheitliche Situation vorliegt, womit ein medizinischer Revisi-
onsgrund zu verneinen ist.

3.6 Auch im Aufgabenbereich Haushalt liegt keine revisionsrechtlich 
relevante Veränderung in den tatsächlichen Verhältnissen vor. Die beiden 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Juli 2019, IV/18/361, Seite 14

Söhne (Jahrgang 1982 und 1986 [AB 168/3 Ziff. 2.1]) wohnen bereits seit 
Jahren nicht mehr im Haushalt der Beschwerdeführerin (vgl. AB 92/3 
Ziff. 2.1, 92/9, 108/3 Ziff. 2.1, 108/9, 153/8, 168/9, 168/11 Ziff. 9). Bei der 
letzten Erhebung vor Ort im Mai 2014 (AB 108/2) wurde gestützt auf die 
Angaben der Beschwerdeführerin ein Status von 90 % Erwerb und 10 % 
Haushalt angenommen (AB 108/4 Ziff. 3.5, 108/6 Ziff. 4), was bei unverän-
derten Wohnverhältnissen (vgl. AB 153/5 Ziff. 5.1, 168/6 Ziff. 5.1) – und 
damit verbunden unveränderten Aufgabengebieten – auch weiterhin nicht 
zu beanstanden ist (vgl. hierzu auch die Stellungnahme des Bereichs Ab-
klärungen vom 26. März 2018 [AB 167]). Eine Veränderung im Status 
bringt die Beschwerdeführerin beschwerdeweise denn auch nicht (mehr) 
vor.

Schliesslich liegt auch in erwerblicher Hinsicht kein Revisionsgrund vor, ist 
die Beschwerdeführerin doch bereits seit mehreren Jahren nicht mehr er-
werbstätig (AB 11/2-3, 85.2/28 Ziff. 3.1.2, 152.1/14 Ziff. 3.1.2).

4.

Nach dem Dargelegten sind in den tatsächlichen Verhältnissen keine revi-
sionsrechtlich relevanten Veränderungen eingetreten, so dass sich eine 
freie Prüfung des Invaliditätsgrades erübrigt. Damit ist die angefochtene 
Verfügung vom 3. April 2018 (AB 169) nicht zu beanstanden und die dage-
gen erhobene Beschwerde abzuweisen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Vorliegend sind die Verfahrenskosten auf Fr. 800.-- festzusetzen und – 
unter Vorbehalt der unentgeltlichen Rechtspflege (vgl. E. 5.3 hiernach) – 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Juli 2019, IV/18/361, Seite 15

der unterliegenden Beschwerdeführerin zur Bezahlung aufzuerlegen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). 

5.2 Bei diesem Verfahrensausgang hat die Beschwerdeführerin keinen 
Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 
IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

5.3 Zu prüfen bleibt das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege:

5.3.1 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von 
den Kosten- und allfälligen Vorschuss- sowie Sicherstellungspflichten, 
wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechts-
begehren nicht aussichtslos erscheint. Unter den gleichen Voraussetzun-
gen kann überdies einer Partei eine Anwältin oder ein Anwalt beigeordnet 
werden, wenn die tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse es rechtferti-
gen (Art. 61 lit. f ATSG sowie Art. 111 Abs. 1 und 2 VRPG; SVR 2011 IV 
Nr. 22 S. 61 E. 2, 2011 UV Nr. 6 S. 22 E. 6.1).

5.3.2 Die Bedürftigkeit im Sinne der Prozessarmut ist aktenkundig (vgl. 
Gesuchsbeilagen [act. IA], insbesondere act. IA 2). Zudem kann das Ver-
fahren nicht als von vornherein aussichtslos bezeichnet werden und die 
Notwendigkeit einer Rechtsverbeiständung ist zu bejahen. Das Gesuch um 
unentgeltliche Rechtspflege und Beiordnung von Rechtsanwältin 
C.________ als amtliche Anwältin ist demnach gutzuheissen. 

Die Beschwerdeführerin ist – unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht 
gemäss Art. 113 VRPG i.V.m. Art. 123 der Schweizerischen Zivilprozess-
ordnung vom 19. Dezember 2008 (Zivilprozessordnung, ZPO; SR 272) – 
von der Zahlungspflicht betreffend die Verfahrenskosten zu befreien. 

Festzusetzen bleibt das amtliche Honorar von Rechtsanwältin C.________.

5.4 Gemäss Art. 42 des kantonalen Anwaltsgesetzes vom 28. März 
2006 (KAG; BSG 168.11) bezahlt der Kanton den amtlich bestellten Anwäl-
tinnen und Anwälten eine angemessene Entschädigung, die sich nach dem 
gebotenen Zeitaufwand bemisst und höchstens dem Honorar gemäss der 
Tarifordnung für den Parteikostenersatz entspricht. Bei der Festsetzung 
des gebotenen Zeitaufwandes sind die Bedeutung der Streitsache und die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Juli 2019, IV/18/361, Seite 16

Schwierigkeit des Prozesses zu berücksichtigen. Auslagen und Mehrwert-
steuer werden zusätzlich entschädigt (Abs. 1). Die Aufwendungen für die 
Erlangung des Rechts auf unentgeltliche Rechtspflege sind nach den glei-
chen Regeln zu entschädigen (Abs. 3). Nach Art. 42 Abs. 4 KAG i.V.m. 
Art. 1 der Verordnung vom 20. Oktober 2010 über die Entschädigung der 
amtlichen Anwältinnen und Anwälte (EAV; BSG 168.711) beträgt der Stun-
denansatz Fr. 200.--.

Die Kostennote vom 5. Oktober 2018, in welcher Rechtsanwältin 
C.________ einen zeitlichen Aufwand von 11.1 Stunden und eine Ausla-
genpauschale von Fr. 100.-- geltend macht, ist nicht zu beanstanden. Ent-
sprechend ist das amtliche Honorar auf Fr. 2‘220.-- (11.1 x Fr. 200.--), zu-
züglich Auslagen von Fr. 100.-- sowie der Mehrwertsteuer von Fr. 178.65 
(7.7 % von Fr. 2‘320.--), somit auf insgesamt Fr. 2’498.65 festzusetzen und 
Rechtsanwältin C.________ aus der Gerichtskasse zu vergüten. Die Be-
schwerdeführerin hat dem Kanton Bern diese Kosten nach den Vorausset-
zungen von  Art. 123 ZPO – d.h. sobald sie innert zehn Jahren nach Ab-
schluss des Verfahrens zur Nachzahlung in der Lage ist – nachzuzahlen 
(Art. 113 VRPG). 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Beiordnung von 
Rechtsanwältin C.________ als amtliche Anwältin wird gutgeheissen.

3. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen 
Rechtspflege wird sie – unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht 
gemäss Art. 123 ZPO – jedoch von der Zahlungspflicht befreit.

4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Juli 2019, IV/18/361, Seite 17

5. Der tarifmässige Parteikostenersatz der amtlichen Anwältin wird in die-
sem Verfahren auf Fr. 2’498.65 (inkl. Auslagen und MWSt.) festge-
setzt. Dieser Betrag wird Rechtsanwältin C.________ nach Eintritt der 
Rechtskraft dieses Urteils als Honorar für das amtliche Mandat aus der 
Gerichtskasse vergütet. Vorbehalten bleibt die Nachzahlungspflicht 
nach Art. 123 ZPO.

6. Zu eröffnen (R):
- B.________ AG z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.