# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 401f243c-87b3-5152-bfd4-dbe39e378df2
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-06-12
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 12.06.2025 BVGE 2025 VI/1
**Docket/Reference:** BVGE-2025-VI-1
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGE_001_BVGE-2025-VI-1_2025-06-12

## Full Text

Asyl und Wegweisung | Asylverfahren. Begleitung durch eine unentgeltliche Rechtsvertretung
bei einer erstmaligen Anhörung im erweiterten Verfahren. Echte Lücke. Grundsatzurteil. 
			

			

				Art. 102l Abs. 1 AsylG. Art. 52h
AsylV 1.
			

			

				1.      Echte Lücke
in Art. 102l Abs. 1 AsylG. Asylsuchende können
sich auch bei einer erstmaligen Anhörung zu den Asylgründen im erweiterten Verfahren
unentgeltlich durch eine zugelassene Rechtsberatungsstelle im Zuweisungskanton begleiten lassen
(E. 5.4).
			

			

				2.      Unvollständigkeit
der abschliessenden Aufzählung in Art. 52h AsylV 1.
Nach gesetzeskonformer Auslegung gelten auch erstmalige Anhörungen im erweiterten Verfahren
als entscheidrelevante Schritte (E. 5.5). 
			

			

				3.      Pflicht des SEM,
bei einer erstmaligen Anhörung im erweiterten Verfahren eine Vereinbarung mit der Rechtsvertretung
im Zuweisungskanton zu treffen, um die Begleitung der Asylsuchenden durch eine unentgeltliche Rechtsvertretung
sicherzustellen (E. 6.3).
			

			

2025-10-28T07:49:16Z