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**Case Identifier:** 8b0655db-b002-53fa-9aed-9e69f2348785
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-07-21
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 21.07.2015 200 2014 482
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-482_2015-07-21.pdf

## Full Text

200 14 482 IV
KNB/SHE/JAA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 21. Juli 2015

Verwaltungsrichter Knapp, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Fuhrer, Verwaltungsrichter Scheidegger
Gerichtsschreiber Schnyder

A.________
vertreten durch B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 23. April 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Juli 2015, IV/14/482, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1958 geborene A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) ist Landwirt und meldete sich am 30. Juni 2013 mit Hin-
weis auf eine seit acht Jahren bestehende Beeinträchtigung am rechten 
Handgelenk bei der IV-Stelle Bern (nachfolgend IVB oder Beschwerdegeg-
nerin) zum Leistungsbezug an (Akten der IVB, Antwortbeilage [AB] 4). Dar-
aufhin führte diese medizinische und erwerbliche Abklärungen durch. Mit 
Vorbescheid vom 8. Januar 2014 (AB 32) stellte die IVB bei einem Invali-
ditätsgrad von 23% die Ablehnung des Rentenbegehrens in Aussicht, wo-
gegen der Versicherte am 28. Januar 2014 Einwände erhob (AB 36). Nach 
Durchführung weiterer Abklärungen (AB 40 und 48) entschied sie mit Ver-
fügung vom 23. April 2014 (AB 49) wie im Vorbescheid angekündigt. 

B.

Mit Eingabe vom 22. Mai 2014 liess der Versicherte hiergegen Beschwerde 
erheben mit folgenden Rechtsbegehren:

„1. Der Entscheid der IV-Stelle Kanton Bern vom 23. April 2014 sei aufzuheben.

2. Eventualiter sei der Entscheid der IV-Stelle Kanton Bern vom 23. April 2014 
aufzuheben und dem Beschwerdeführer sei ein Invaliditätsgrad von 80% an-
zuerkennen.

- unter Kosten- und Entschädigungsfolgen -“

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Eingabe vom 23. Juni 2014 auf Ab-
weisung der Beschwerde.

Mit prozessleitender Verfügung vom 11. März 2015 räumte der zuständige 
Instruktionsrichter dem Beschwerdeführer die Möglichkeit ein, bis am 
13. April 2015 eine allfällige Stellungnahme betreffend eine angepasste 
Verweistätigkeit bzw. einen Berufswechsel verbunden mit einer Betriebs-
aufgabe einzureichen. Hiervon machte dieser am 10. April 2015 Gebrauch. 
Zudem liess er gleichentags ein Arztzeugnis von PD Dr. med. C.________, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Juli 2015, IV/14/482, Seite 3

Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs-
apparats sowie Handchirurgie FMH, vom 3. Februar 2015 einreichen.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsgegenstand bildet die Verfügung vom 23. April 2014 
(AB 49). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 
80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Juli 2015, IV/14/482, Seite 4

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, 
das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durch-
führung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmass-
nahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeits-
marktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, 
das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 
ATSG).

Bei Selbstständigerwerbenden, welche allein oder zusammen mit 
Familienmitgliedern einen Betrieb bewirtschaften, ist das für die 
Invaliditätsbemessung massgebende Erwerbseinkommen einzig auf Grund 
ihrer eigenen Mitarbeit im Betrieb zu bestimmen. Abzustellen ist einzig auf 
jene Einkünfte, welche die versicherte Person selber durch ihr eigenes 
Leistungsvermögen zumutbarerweise realisieren kann (Art. 25 Abs. 2 der 

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Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV; SR 
831.201]; ZAK 1972 S. 238 E. 2a und S. 301 E. 1a).

2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

3.

In medizinischer Hinsicht ist den Akten im Wesentlichen Folgendes zu ent-
nehmen:

3.1

3.1.1 PD Dr. med. C.________ diagnostizierte in seinem Bericht vom 
25. Juni 2013 (AB 13.6/14) einen Status nach RSL-Arthrodese nach Garcia 
Elias rechts infolge radiocarpaler Arthrose mit Abrutschen des Carpus. So-
bald Belastungen notwendig würden, seien die Schmerzen erheblich. Nur 
normale leichte Arbeit sei möglich. Im heutigen Betrieb sei der Beschwer-
deführer nur zu 20% tätig; den Rest müsse der Angestellte ausführen. Es 
sei Ergotherapie zur progressiven Mobilisation und Krafttraining verordnet 
worden. Die Kraft betrage nun 10 kg im Durchschnitt, jedoch sei diese 
Messung eindeutig schmerzhaft. Der Verlauf entspreche auch der Erfah-
rung solcher Eingriffe, wobei eine volle Belastbarkeit kaum zu erwarten sei. 

In einem weiteren Bericht vom 25. Juni 2013 (AB 13.6/1) führte 
PD Dr. med. C.________ aus, nach einer partiellen Arthrodese sei eine 
Wiederaufnahme der Arbeit erst nach sechs bis neun Monaten für manuel-
le Tätigkeiten möglich. Eine volle Arbeitsfähigkeit als Landwirt werde nie 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Juli 2015, IV/14/482, Seite 6

mehr möglich sein, da das Handgelenk (mechanisch verändert) eine nor-
male mechanische Belastbarkeit nicht mehr erlauben werde (S. 1). 

3.1.2 Dr. med. D.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, 
diagnostizierte im Bericht vom 26. September 2013 (AB 22) mit Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit eine invalidisierende radio-carpale Arthrose rechts, 
ein arthroskopisches Débridement, Synovektomie am 6. August 2012 so-
wie eine radio-scapho-lunäre Arthrodese rechts am 11. Dezember 2012; 
ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit stellte er die Diagnose eines 
Asthma bronchiale (S. 2 Ziff. 1.1). Die Belastbarkeit und Beweglichkeit der 
rechten Hand des Beschwerdeführers, der als Bauer viele „handliche Arbei-
ten“ ausführe, sei stark eingeschränkt. Bei Belastung träten zunehmende 
Schmerzen auf. Durch das rasche Auftreten von Schmerzen bei Belastung, 
könne er einen Grossteil seiner Arbeiten als Bauer nicht mehr bewältigen 
und habe jemanden anstellen müssen. Die bisherige Tätigkeit sei ihm noch 
in einem zeitlichen Rahmen von 20% zumutbar, dabei bestehe eine ver-
minderte Leistungsfähigkeit von 20% (S. 3 Ziff. 1.7). 

3.1.3 Dr. med. E.________, Facharzt für Physikalische Medizin und Re-
habilitation, Tropen- und Reisemedizin sowie Allgemeine Innere Medizin 
FMH, vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) stellte in seinem Bericht 
vom 28. Oktober 2013 (AB 26) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit: Handgelenksschmerzen rechts mit/bei Radiocarpalarthro-
se rechts, Status nach arthroskopischem Débridement am 6. August 2012, 
Status nach Arthrodese radio-scapho-lunär am 10. Dezember 2012 und 
guter Durchbau der Arthrodese im MRI vom 25. Juni 2013. Die Belastbar-
keit und Beweglichkeit des rechten Handgelenks seien eingeschränkt. Da-
mit bestehe eine klare Leistungseinschränkung als selbstständiger Land-
wirt. Die bisherige Tätigkeit als Landwirt könne nur noch eingeschränkt 
zugemutet werden. Die genaue Arbeitsfähigkeit im bisherigen Betrieb als 
selbstständiger Landwirt müsse vor Ort abgeklärt werden. Allenfalls würden 
sich Möglichkeiten zur Betriebsanpassung ergeben, so dass die zumutbare 
und mögliche Leistung erhöht werden könne. Eine angepasste Tätigkeit sei 
mit vollem Pensum zumutbar. Die Tätigkeit sollte das rechte Handgelenk 
nicht stark belasten. Gewichte könnten rechts nur bis 8-10 kg gehoben 
werden, links unbeschränkt. Längere andauernde Tätigkeiten mit starker 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Juli 2015, IV/14/482, Seite 7

Beanspruchung des rechten Handgelenks seien nicht mehr zumutbar, auch 
wenn die Lasten nicht mehr als 8-10 kg betragen würden. Bei guter Anpas-
sung der Tätigkeit könne keine Leistungseinschränkung gesehen werden. 
Die Arbeitsfähigkeit könne verbessert werden durch das Tragen einer 
Handgelenksmanschette bei Belastungen, durch Krafttraining und Ergothe-
rapie. 

3.1.4 Gemäss dem Bericht von PD Dr. med. C.________ vom 28. Januar 
2014 (AB 36/4) liege beim Beschwerdeführer eine radius-shapholunäre 
Arthrodese vor. Dies bedeute, dass die Belastung pro Gelenkeinheiten 
mehr als verdoppelt sei. Dazu stehe fest, dass die Beweglichkeit ebenfalls 
zu mehr als der Hälfte gedrosselt werde. Unter diesen Umständen sei eine 
normale Belastung des Handgelenkes nicht mehr möglich und massiv ein-
geschränkt, umso mehr wenn das Handgelenk in Flexion oder Extension 
gebracht werden müsse. Diese mechanischen Tatsachen würden dazu 
führen, dass der Beschwerdeführer nicht mehr in der Lage sei, gröbere 
Arbeiten durchzuführen, das Lenken von Motorfahrzeugen ohne Servolen-
kung kaum noch über längere Zeit möglich sei und er auf Hilfe angewiesen 
sei, wenn er einen Anhänger ankuppeln müsse. Zusammengefasst seien 
Gewichte von mehr als 3-4 kg kaum zu manipulieren, was bedeute, dass 
der Beschwerdeführer auf dem Bauernhof dauernd auf eine manuelle Hilfe 
angewiesen sei. Die Belastbarkeit müsse aufgrund der Problematik des 
Hebelarmes evaluiert werden, d.h. das Tragen eines Gewichts in der Achse 
der Gravitation biete in der Regel keine Probleme, aber dies habe mit ei-
nem normalen Ablauf einer manuellen Tätigkeit nichts zu tun. Die Schwel-
lung, die immer wieder vorkomme nach der Arbeit, verbunden mit den 
Schmerzen, beweise die abnormale Belastung resp. die Schwäche des 
Gelenkes. Dies seien Zeichen einer schnellen Abnützung, die zur Arthro-
dese führen werde, falls der Beschwerdeführer nicht entlasten könne. Das 
Ziel der partiellen Arthrodese sei nicht der Erhalt einer normalen Belastbar-
keit gewesen, sondern der Erhalt einer gewissen Beweglichkeit, welche 
ermögliche, Feinarbeiten durchzuführen, was mit einer vollen Arthrodese 
nicht möglich sei. Auf einem Bauernhof gebe es keine angepasste Tätigkeit 
(S. 1 f.).

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3.1.5 Dr. med. E.________ führte im RAD-Bericht vom 5. Februar 2014 
(AB 40) aus, die massive Minderbelastbarkeit des rechten Handgelenks 
werde nicht in Frage gestellt. Lasten heben mit einem Hebelarm auf das 
Handgelenk sollten tatsächlich nicht über 3-4 kg betragen (z.B. beim 
Schaufeln). Wenn ein Gewicht ohne Hebelarm axial angehoben werden 
solle, könne dieses bis 8-10 kg betragen. Die meisten Arbeiten seien aber 
mit Hebelarm verbunden und hier sollte eine Limite von 3-4 kg gelten. So-
mit werde der Beurteilung durch PD Dr. med. C.________ entsprochen. Mit 
der linken Hand könnten einhändig Gewichte ohne Limite getragen und 
gehoben werden. Bezüglich einer angepassten Tätigkeit gelte nach wie vor 
das im Bericht vom 28. Oktober 2013 (AB 26, vgl. E. 3.1.3 hiervor) formu-
lierte Zumutbarkeitsprofil.

3.1.6 Gemäss dem Arztzeugnis von PD Dr. med. C.________ vom 3. 
Februar 2015 (BB 10) sei der Wert des Handgelenks basierend auf Beweg-
lichkeit, Kraft und Prognose gegenüber einem normalen Handgelenk um 
75% herabgemindert. 

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 

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Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.3 Aufgrund der massgeblichen medizinischen Akten (vgl. Berichte 
unter E. 3.1 hiervor) ergibt sich ein grundsätzlich einheitliches und nach-
vollziehbares Bild, indem dem Beschwerdeführer die angestammte Tätig-
keit als Landwirt nur noch stark eingeschränkt zumutbar ist. In einer Ver-
weistätigkeit ist ihm eine angepasste Arbeit vollzeitig zumutbar. Hierbei 
sollte das rechte Handgelenk nicht stark belastet werden, d.h. mit der rech-
ten Hand sollten keine Lasten über 3-4 kg gehoben werden, wobei vollum-
fänglich auf das Zumutbarkeitsprofil des Spezialarztes PD Dr. med. 
C.________ vom 28. Januar 2014 (vorstehend E. 3.1.4) sowie ebenfalls 
des RAD-Arztes Dr. med. E.________ - soweit PD Dr. med. C.________ 
nicht widersprechend - abzustellen ist. Mit der linken Hand können einhän-
dig Gewichte ohne Limite getragen und gehoben werden. Soweit PD Dr. 
med. C.________ im Februar 2015 neu eine 75%-ige Herabminderung des 
Handgelenks attestiert (BB 10) resp. sich diesbezüglich allenfalls eine Ver-
schlechterung manifestiert haben sollte, betrifft dies einen nach Erlass der 
angefochtenen Verfügung vom 23. April 2014 (AB 50) eingetretenen Sach-
verhalt, welcher aufgrund des zeitlichen Überprüfungshorizontes des Ge-
richts vorliegend nicht zu berücksichtigen ist (BGE 130 V 138 E. 2.1 S. 140; 
SVR 2008 IV Nr. 8 S. 25 E. 3.4). Das neu eingereichte Arztzeugnis bzw. 
eine allfällige Verschlechterung des Gesundheitszustandes wird die Be-
schwerdegegnerin im Rahmen der Prüfung einer Neuanmeldung zu beur-
teilen haben. Nachfolgend ist somit eine Prüfung des Rentenanspruchs für 
die Zeit bis zur angefochtenen Verfügung vom 23. April 2014 vorzuneh-
men.

4.

4.1 Vor dem Hintergrund, dass dem Beschwerdeführer seine ange-
stammte Tätigkeit nur noch stark eingeschränkt zumutbar ist, ist vorab zu 
prüfen, ob ihm die Aufnahme einer unselbstständigen Verweistätigkeit zu-
mutbar ist.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Juli 2015, IV/14/482, Seite 10

4.1.1 Bevor die versicherte Person Leistungen verlangt, hat sie aufgrund 
der Schadenminderungspflicht alles ihr Zumutbare selber vorzukehren, um 
die Folgen der Invalidität bestmöglich zu mindern. Ein Rentenanspruch ist 
zu verneinen, wenn sie selbst ohne Eingliederungsmassnahmen, nötigen-
falls mit einem Berufswechsel, zumutbarerweise in der Lage ist, ein renten-
ausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen. Für die Auslegung des 
unbestimmten Rechtsbegriffs der zumutbaren Tätigkeit im Allgemeinen, wie 
bei der Aufgabe der selbstständigen Erwerbstätigkeit im Besonderen, sind 
die gesamten subjektiven und objektiven Gegebenheiten des Einzelfalles 
zu berücksichtigen. Im Vordergrund stehen bei den subjektiven Umständen 
die verbliebene Leistungsfähigkeit sowie die weiteren persönlichen Ver-
hältnisse, wie Alter, berufliche Stellung, Verwurzelung am Wohnort etc. Bei 
den objektiven Umständen sind insbesondere der ausgeglichene Arbeits-
markt und die noch zu erwartende Aktivitätsdauer massgeblich. Eine Be-
triebsaufgabe ist nur unter strengen Voraussetzungen unzumutbar, und es 
kann ein Betrieb selbst dann nicht auf Kosten der Invalidenversicherung 
aufrecht erhalten werden, wenn die versicherte Person darin Arbeit von 
einer gewissen erwerblichen Bedeutung leistet (Entscheid des Bundesge-
richts [BGer] vom 11. Dezember 2013, 9C_624/2013, E. 3.1.1). Unter be-
stimmten Voraussetzungen hat auch ein selbstständig erwerbender Land-
wirt aus der Sicht der Invalidenversicherung seinen Hof aufzugeben (Ent-
scheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute Bundes-
gericht] vom 17. August 2004, I 643/2003 E. 3.2). Da Berufswechsel heute 
häufiger, ja alltäglich sind, muss dies grundsätzlich auch für Landwirte gel-
ten. Schon der sich im Gang befindliche ständige Strukturwandel in der 
Agrarwirtschaft erfordert Flexibilität (Entscheid des EVG vom 18. Mai 2006, 
I 640/05, E. 3.1).

4.1.2 Durch einen Berufswechsel, d.h. die Aufnahme einer unselbststän-
digen Tätigkeit, kann der Beschwerdeführer seine Arbeitsfähigkeit weit 
besser verwerten, als in der angestammten Tätigkeit als Landwirt, wo nur 
noch eine stark reduzierte Arbeits- und Leistungsfähigkeit besteht. Auch 
erscheint ein Berufswechsel aufgrund der weiteren Umstände als zumut-
bar. So spricht das Alter des Beschwerdeführers (56-jährig zum Zeitpunkt 
der Verfügung vom 23. April 2014) nicht gegen einen Berufswechsel, und 
damit auch nicht die noch mögliche Aktivitätsdauer (Entscheid des EVG 

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vom 18. Mai 2006, I 640/05, E. 3.2). Er gilt aufgrund seines Alters wohl 
nicht als leicht vermittelbar. Auf dem hypothetisch ausgeglichenen Arbeits-
markt bestehen jedoch Möglichkeiten, eine Stelle zu finden, zumal Hilfsar-
beiten grundsätzlich altersunabhängig nachgefragt werden, und der Be-
schwerdeführer zwar eingeschränkt, aber immer noch im Rahmen eines 
Vollpensums arbeitsfähig ist. Die Weiterführung des Betriebs bis zur allfälli-
gen Übergabe an ein Kind steht ebenfalls nicht zur Diskussion. Auch war er 
vor Eintritt des Gesundheitsschadens nur zum Teil als Landwirt tätig und 
ging zusätzlich einer unselbstständigen Nebenbeschäftigung als … nach. 
Sodann führte er Arbeiten für seinen Cousin aus (AB 18 S. 2 und AB 31 S. 
3 Ziff. 5) bzw. erledigte gemäss den Buchhaltungsabschlüssen „Arbeiten 
für Dritte“ (AB 20.1 ff. jeweils S. 4) bei denen er offenbar teilweise über 
Fr. 20‘000.-- jährlich erwirtschaftete (AB 20.4. S. 4). In einer Gesamtwürdi-
gung überwiegen die Faktoren, welche für die Zumutbarkeit eines Berufs-
wechsels sprechen, weshalb ihm aufgrund der Schadenminderungspflicht 
eine Aufgabe des Landwirtschaftsbetriebes zuzumuten ist. Somit hat sich 
der Beschwerdeführer bei der Invaliditätsbemessung ein entsprechendes 
Einkommen anrechnen zu lassen, d.h. er ist bei der Festlegung des ent-
sprechenden Einkommens so zu behandeln, wie wenn er seinen Betrieb 
aufgegeben und eine zumutbare Erwerbstätigkeit aufgenommen hätte. Der 
Invaliditätsgrad ist damit nach der allgemeinen Methode des Einkommens-
vergleichs zu ermitteln, zumal auch die Einkünfte, die er im Rahmen seiner 
selbstständigen Erwerbstätigkeit als Landwirt bzw. seiner beiden Neben-
einkünfte ohne Gesundheitsschaden erzielen würde (Valideneinkommen), 
ermittel- oder mindestens schätzbar sind. Da somit erstellt ist, dass ein Be-
rufswechsel zumutbar ist, erübrigen sich Ausführungen zum Beweiswert 
der Abklärungsberichte Landwirtschaft vom 16. Dezember 2013 (AB 31) 
und 10. April 2014 (AB 48).

4.2

4.2.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-

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passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325).

4.2.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV Nr. 37 S. 
133 E. 7.1). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsscha-
dens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätig-
keit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne 
gemäss den vom Bundesamt für Statistik (BfS) herausgegebenen Lohn-
strukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 
593; SVR 2014 IV Nr. 37 S. 133 E. 7.1). Es gilt zu berücksichtigen, dass 
gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbei-
tertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und ent-
sprechend einsetzbaren Arbeitnehmern lohnmässig benachteiligt sind und 
deshalb in der Regel mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen 
müssen. Diesem Umstand ist mit einem Abzug vom Tabellenlohn Rech-
nung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). 
Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, 
hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des konkre-
ten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Na-
tionalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad). Der Einfluss sämt-
licher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem 
Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf insgesamt höchs-
tens 25 % zu begrenzen ist (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 
5.2 S. 327; SVR 2011 IV Nr. 31 S. 91 E. 4.1.1).

4.3 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 222). 

Gestützt auf die Anmeldung zum Leistungsbezug vom 30. Juni 2013 (AB 4) 
und i.V.m. Art. 29 Abs. 1 IVG (Entstehung des Rentenanspruchs frühestens 
nach Ablauf von sechs Monaten nach der Geltendmachung) liegt der Zeit-
punkt des frühest möglichen Rentenbeginns im Dezember 2013. Das War-

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tejahr im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG war mit Blick auf die seit 
11. Juni 2012 bestehende Arbeitsunfähigkeit (AB 22 S. 3 Ziff. 1.6) in die-
sem Zeitpunkt bereits erfüllt. Somit ist der Einkommensvergleich auf das 
Jahr 2013 hin vorzunehmen. 

4.4 Da der Beschwerdeführer seine angestammte Tätigkeit behinde-
rungsbedingt nicht mehr ausführen kann und er nach Eintritt des Gesund-
heitsschadens keine ihm an sich zumutbare Verweistätigkeit aufgenommen 
hat, ist das Invalideneinkommen aufgrund von Tabellenlöhnen zu bestim-
men. Dass sich die beruflichen Erfahrungen des Beschwerdeführers auf 
grobe handwerkliche Tätigkeiten beschränken (Stellungnahme vom 
10. April 2015, S. 2, Ziff. 3), hat nicht zur Folge, dass nicht auf Tabellenlöh-
ne abgestellt werden könnte, zumal diesem Umstand mit der Anwendung 
des Kompetenzniveaus 1 gemäss nachfolgender Berechnung genügend 
Rechnung getragen wird. 

Gestützt auf die Tabelle TA1 der LSE 2012 Total betrug der Lohn bei Män-
nern im Jahr 2012 bei einfachen Tätigkeiten körperlicher oder handwerkli-
cher Art (Kompetenzniveau 1) monatlich Fr. 5‘210.--. Aufgerechnet auf ein 
Jahr und unter Berücksichtigung einer betriebsüblichen wöchentlichen Ar-
beitszeit von 41.7 Stunden im Jahr 2013 (Die Volkswirtschaft, Heft 1 und 2, 
2015, S. 92, Tabelle B 9.2, Total) sowie der Nominallohnentwicklung von 
0.8% (Tabelle T1.1.10 des BfS, Nominallohnindex, Männer, 2011-2013, 
Total) ergibt sich ein Einkommen von Fr. 65‘698.50 (Fr. 5‘210.-- x 12 Mona-
te / 40 Stunden x 41.7 Stunden / 100% x 100.8%). Bezüglich eines allfälli-
gen Abzugs vom Tabellenlohn sind im vorliegenden Fall lediglich die Krite-
rien leidensbedingte Einschränkung, Alter und Dienstjahre zu prüfen. Ein 
leidensbedingter Abzug vom Tabellenlohn entfällt, da wenn richtigerweise 
auf das LSE-Kompetenzniveau 1 abgestellt wird, dieser Tabellenlohn be-
reits eine Vielzahl von leichten und mittelschweren Tätigkeiten umfasst 
(Entscheide des BGer vom 5. Februar 2015, 8C_787/2015, E. 6.3.1 und 
vom 16. Juli 2014, 8C_97/2014, E. 4.2). Weiter führen fehlende Dienstjahre 
an einer neuen (leidensangepassten) Arbeitsstelle nicht zu einem Abzug, 
weil diesem Kriterium im vorliegenden Rahmen des Kompetenzniveaus 1 
(einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art) im privaten Sek-
tor keine grosse Bedeutung zukommt (Entscheid des BGer vom 16. Juli 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Juli 2015, IV/14/482, Seite 14

2014, 8C_97/2014, E. 4.2). Ebenfalls ist wegen des Alters kein Abzug vor-
zunehmen, da das Alter des Beschwerdeführers kaum ins Gewicht fällt, 
weil Hilfsarbeiten auf dem massgebenden hypothetischen ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt grundsätzlich altersunabhängig nachgefragt werden und sich 
das Alter bei Männer-Hilfsarbeitertätigkeiten im Kompetenzniveau 1 ab 
dem 40. Altersjahr bis zum Lebensalter 63/65 sogar lohnerhöhend auswirkt 
(Entscheid des BGer vom 6. Mai 2008, 8C_321/2007, E. 8.2.2). Doch 
selbst wenn ein Abzug von maximal 10% gewährt würde, würde wie unter 
E. 4.5 hiernach ausgeführt, der Invaliditätsgrad die rentenbegründende 
Schwelle nicht erreichen.

4.5 Die Beschwerdegegnerin ging in ihrer Verfügung vom 23. April 2014 
von einem Valideneinkommen von Fr. 33‘815.-- aus, was im Vergleich zum 
in unter E. 4.4 hiervor errechneten Invalideneinkommen von Fr. 65‘698.50 
zu einem Invaliditätsgrad von 0% führt, selbst wenn zusätzlich von einem 
maximal 10%-igen Abzug vom Tabellenlohn ausgegangen würde. Selbst 
wenn im Übrigen zu Gunsten des Beschwerdeführers auf die Zahlen der 
2011 bei der Ausgleichskasse des Kantons Bern abgerechneten Einkom-
men von Fr. 50‘900.-- (höchstes abgerechnetes Einkommen der letzten 20 
Jahre vor dem Eintritt der Arbeitsunfähigkeit) abgestellt würde, hätte dies 
einen rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 0% zur Folge, selbst bei 
einer Berücksichtigung des erwähnten Abzugs. Auch die Berücksichtigung 
des im Steuerabschluss der Buchhaltung 2011 angegebenen Gesamtein-
kommens von Fr. 74‘476.90 (AB 20.2 S. 7) hätte einen rentenausschlies-
senden Invaliditätsgrad zur Folge. Bei dieser Variante würde ein Invali-
ditätsgrad von 12% ([Fr. 74‘476.90 - Fr. 65‘698.50] / Fr. 74‘476.90 x 100) 
bzw. 21% bei einem Abzug vom Tabellenlohn von 10% ([Fr. 74‘476.90 - 
{Fr. 65‘698.50 / 100 x 90}] / Fr. 74‘476.90 x 100) resultieren.

4.6 Aus dem Dargelegten ergibt sich, dass kein rentenbegründender 
Invaliditätsgrad vorliegt. Die angefochtene Verfügung vom 23. April 2014 
(AB 49) lässt sich somit im Ergebnis nicht beanstanden, weshalb die dage-
gen erhobene Beschwerde abzuweisen ist.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Juli 2015, IV/14/482, Seite 15

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

5.2 Es besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehr-
schluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Die Eingabe des Beschwerdeführers vom 10. April 2015 inkl. Arzt-
zeugnis vom 3. Februar 2015 werden an die Beschwerdegegnerin zur 
Prüfung einer Neuanmeldung weitergeleitet.

5. Zu eröffnen (R):
-  B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Juli 2015, IV/14/482, Seite 16

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.