# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 736331d0-038f-5333-ba43-2ef1792f210d
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-01-28
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 28.01.2021 110 2020 92
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_110-2020-92_2021-01-28.pdf

## Full Text

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Bau- und Verkehrsdirektion

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3013 Bern
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www.bvd.be.ch/ra

BVD 110/2020/92

Entscheid der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD)
vom 28. Januar 2021

in der Beschwerdesache zwischen

Herrn C.________
Beschwerdeführer

und

Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Köniz, Bauinspektorat, Landorfstrasse 1,
3098 Köniz

Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR), Nydeggasse 11/13, 3011 Bern

Amt für Landwirtschaft und Natur, Fischereiinspektorat (FI), Schwand 17, 3110 Münsingen

Tiefbauamt des Kantons Bern, Oberingenieurkreis II (TBA OIK II), Schermenweg 11,
Postfach, 3001 Bern

betreffend die Verfügung der Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Köniz vom 14. Mai 2020 
(Uferverbauung)

I. Sachverhalt

1. Der Fischereiaufseher machte das Bauinspektorat der Gemeinde Köniz darauf aufmerksam, 
dass auf der Parzelle Köniz Grundbuchblatt Nr. H.________ am A.________bach ein Uferschutz 
ohne Baugesuchsverfahren und ohne Baubewilligung erstellt worden war. Die Parzelle Köniz 
Grundbuchblatt Nr. H.________ liegt in der Landwirtschaftszone. Am 27. August 2018 fand eine 
Begehung vor Ort mit dem Beschwerdeführer, Vertretern der Gemeinde Köniz und des 
Oberingenieurkreises II des Tiefbauamts des Kantons Bern (TBA OIK II) und einem kantonalen 
Fischereiaufseher statt. Dabei wurde festgestellt, dass der Uferanriss mit Blocksteinen verbaut 
und das durch Erosion abgetragene Land aufgeschüttet worden war. Mit Verfügung vom 
29. August 2018 forderte die Gemeinde Köniz den Beschwerdeführer auf, den gesamten 
unbewilligt eingebauten Uferschutz am A.________bach innert 30 Tagen zu entfernen. 
Gleichzeitig wies sie den Beschwerdeführer auf die Möglichkeit eines nachträglichen Baugesuchs 
hin und drohte für den Fall der Nichtbefolgung die Ersatzvornahme an. Weiter informierte sie den 
Beschwerdeführer darüber, dass die Uferschutzmassnahmen und damit das nachträgliche 
Baugesuch in enger Zusammenarbeit mit dem TBA OIK II und dem Fischereiinspektorat (FI) 
auszuarbeiten seien.

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2. Der Beschwerdeführer reichte am 2. Oktober 2018 ein nachträgliches Baugesuch bei der 
Gemeinde für die «Wegsicherung A.________bach» auf Parzelle Köniz Grundbuchblatt 
Nr. H.________ ein. Nachdem die Gemeinde den Beschwerdeführer mehrmals aufgefordert hatte, 
die festgestellten Mängel des eingereichten Baugesuchs zu beheben, reichte er am 3. Januar 
2020 die geforderten überarbeiteten Unterlagen zum Baugesuch ein. Im anschliessenden 
Baubewilligungsverfahren holte die Gemeinde eine Stellungnahme des Amtes für Gemeinden und 
Raumordnung (AGR) und die erforderlichen Amtsberichte ein. Am 25. Februar 2020 fand erneut 
eine Begehung vor Ort mit den Vertretern der Fachstellen sowie des Bauinspektorats der 
Gemeinde Köniz statt.

Mit Amtsbericht vom 27. Februar 2020 verweigerte das TBA OIK II dem Bauvorhaben seine 
Zustimmung, weil keine wasserbaupolizeiliche Ausnahmebewilligung erteilt werden könne. Auch 
das FI lehnte im Amtsbericht vom 6. März 2020 die Bewilligung des nachträglichen Baugesuchs 
ab, weil die beantragte fischereirechtliche Bewilligung nicht zu erteilen sei. Das AGR beantragte 
in seiner Stellungnahme vom 20. März 2020, die Baubewilligung zu verweigern. Es hielt fest, die 
Uferverbauung sei zwar zonenkonform, dem Vorhaben stünden aber überwiegende Interessen 
entgegen. Mit Amtsbericht vom 24. März 2020 erteilte die Waldabteilung Mittelland des Amts für 
Wald und Naturgefahren (AWN) die Zustimmung zur beantragten Ausnahmebewilligung zur 
Unterschreitung des Waldabstands.

Mit Verweis auf die drei Amtsberichte sowie die Stellungnahme des AGR verweigerte die 
Gemeinde mit Entscheid vom 14. Mai 2020 die Baubewilligung und erteilte den Bauabschlag. 
Gleichzeitig ordnete sie die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands innert 120 Tagen auf 
der Parzelle Nr. H.________ an, indem die unbewilligten Ufersicherungsmassnahmen, also alle 
Steine, am A.________bach vollständig rückzubauen seien. Weiter drohte sie die 
Ersatzvornahme und eine Busse bei Nichtbefolgung an.

3. Dagegen reichte der Beschwerdeführer am 13. Juni 2020 Beschwerde bei der Bau- und 
Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD) ein. Er beantragt sinngemäss die Aufhebung des 
Entscheids vom 14. Mai 2020 und die Erteilung der Baubewilligung. Zur Begründung macht er 
insbesondere geltend, zur Bewirtschaftung seines landwirtschaftlich genutzten Landes sei er 
darauf angewiesen, dem A.________bach entlang fahren zu können. Weil die heutigen Traktoren 
und angehängten Maschinen viel schwerer als früher seien, könne er die Steigung hangaufwärts 
gar nicht mehr bewältigen. Daher sei er darauf angewiesen, den flachen Teil dem Bach entlang 
befahren zu können. Da die einzigen ebenen Flächen im hinteren Teil seines Landes liegen 
würden, müsse er einen Zugang dorthin haben. Dies betreffe immerhin ca. 3 Hektaren Ernte, 
welche er ansonsten nicht mehr «einfahren» könne. Die ständigen Unterspülungen durch den 
A.________bach seien problematisch für eine gesicherte Zufahrt entlang des A.________bachs.

4. Das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren für die BVD leitet1, führte den 
Schriftenwechsel durch und holte die Vorakten ein. Die Gemeinde, das AGR und das TBA OIK II 
beantragen in ihren Stellungnahmen die Abweisung der Beschwerde. Das FI hält in seiner 
Stellungnahme im Wesentlichen fest, dass für das Bauvorhaben keine fischereirechtliche 
Bewilligung erteilt werden könne und es die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands 
fordere.

5. Auf die Rechtsschriften wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den nachfolgenden 
Erwägungen eingegangen.

1 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau- und Verkehrsdirektion 
(Organisationsverordnung BVD, OrV BVD; BSG 152.221.191)

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II. Erwägungen

1. Prozessvoraussetzungen

a) Angefochten ist ein Gesamtentscheid nach Art. 9 KoG2 mit Wiederherstellungsanordnung. 
Laut Art. 11 Abs. 1 KoG kann er – unabhängig von den geltend gemachten Einwänden – nur mit 
dem Rechtsmittel angefochten werden, das für das Leitverfahren massgeblich ist. Das 
Leitverfahren ist im vorliegenden Fall das Baubewilligungsverfahren (Art. 5 Abs. 1 KoG). 
Bauentscheide können nach Art. 40 Abs. 1 BauG3 innert 30 Tagen seit Eröffnung mit 
Baubeschwerde bei der BVD angefochten werden; das Gleiche gilt für 
Wiederherstellungsverfügungen (Art. 49 BauG). Die BVD ist somit zur Beurteilung der 
Beschwerde zuständig.

b) Zur Beschwerde befugt sind die Baugesuchstellerinnen, die Baugesuchsteller, die 
Einsprecherinnen, die Einsprecher und die zuständige Gemeindebehörde (Art. 10 KoG i.V.m. 
Art. 40 Abs. 2 BauG). Das nachträgliche Baugesuch des Beschwerdeführers wurde abgewiesen 
und er ist Adressat der Wiederherstellungsverfügung, weshalb er durch den vorinstanzlichen 
Entscheid beschwert und daher zur Beschwerdeführung legitimiert ist. Auf die form- und 
fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.

2. Vorgeschichte, Lage des Bauvorhabens und erforderliche Bewilligungen

a) Nachdem der A.________bach nach Unwettern im Jahr 2007 die Uferböschungen erodiert 
und Land weggeschwemmt hatte, entschädigte die Gemeinde Köniz den Beschwerdeführer im 
Frühling des Jahres 2010 einmalig für den Landverlust mit Fr. 20'000.00 und vereinbarte mit ihm, 
dass die Gemeinde in Zukunft keinen Hochwasserschutz betreiben oder Ufererosionen sanieren 
werde. Die Vereinbarung beinhaltete auch den Hinweis, dass der Beschwerdeführer ein 
Baugesuch einzureichen hat, falls er das Ufer sanieren will.4

b) Der A.________bach verläuft auf der südlichen Parzellengrenze der Parzelle Köniz 
Grundbuchblatt Nr. H.________.5 Der Beschwerdeführer ist Eigentümer dieser Parzelle und nutzt 
das Land auf der Parzelle als landwirtschaftliche Nutzfläche. Vom nördlich der Parzelle Nr. 
H.________ auf der Parzelle Nr. B.________ gelegenen Hof des Beschwerdeführers führt ein 
unbefestigter Weg hinunter zum A.________bach. Dieser Weg verläuft anschliessend auf der 
Parzelle Nr. H.________ entlang des A.________bachs und endet etwa in der Mitte der Parzelle 
Nr. H.________. Weil der A.________bach nach Unwettern die Uferböschungen mehrmals 
erodiert hat, hat der Beschwerdeführer wieder Land aufgeschüttet und einen Teil des 
A.________bachufers mit Natursteinen verbaut. Ein Baugesuch hat er vorgängig nicht 
eingereicht. Laut den Planunterlagen zum nachträglichen Baugesuch hat das Hochwasser auf 
einer Länge von rund 16 m und einer Breite bis zu 4.5 m Land weggeschwemmt, was zu einer 
kurvenförmigen Verbreiterung des Bachs führte. Der Beschwerdeführer hat diesen Bereich wieder 
aufgeschüttet und im Bereich der früheren Uferkante auf einer Länge von 16.15 m eine Verbauung 
mit Natursteinen erstellt. Für diese Massnahmen beantragt er eine Baubewilligung.

2 Koordinationsgesetz vom 21. März 1994 (KoG; BSG 724.1)
3 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0)
4 Vereinbarung zwischen der Gemeinde Köniz und dem Beschwerdeführer vom 1. März 2010, eingereicht durch die 
Gemeinde mit der Stellungnahme vom 23. September 2020
5Grundbuchplankopie (P1) vom 7. Januar 2019, Vorakten Gemeinde Köniz bbew 18904

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c) Bei Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone ist zu prüfen, ob sie zonenkonform sind oder ob 
sie eine Ausnahmebewilligung nach Art. 24 ff. RPG6 voraussetzen. Die Parzelle Köniz 
Grundbuchblatt Nr. H.________ liegt in der Landwirtschaftszone und der Beschwerdeführer führt 
laut AGR einen landwirtschaftlichen Betrieb im Sinne des BGBB7. Beim Weg, den der 
Beschwerdeführer entlang des A.________bachs durch den Uferverbau sichern will, handelt es sich 
um einen naturbelassenen Bewirtschaftungsweg. Das Bauvorhaben dient daher einer 
Verbesserung bzw. Sicherstellung der Bewirtschaftung der landwirtschaftlich genutzten Parzelle und 
ist grundsätzlich zonenkonform i.S. von Art. 16a RPG, weshalb keine Ausnahmebewilligung nach 
Art. 24 ff. RPG erforderlich ist.8 Eine Baubewilligung dürfte aber nur erteilt werden, wenn das 
Bauvorhaben für die Bewirtschaftung nötig ist und ihm keine überwiegenden Interessen 
entgegenstehen (Art. 34 Abs. 4 RPV9).

d) Da es sich bei der Aufschüttung und der Uferverbauung um eine Anlage im Uferbereich eines 
Gewässers handelt, sind zudem eine Wasserbaupolizeibewilligung nach Art. 48 WBG10 sowie eine 
fischereirechtliche Bewilligung gemäss Art. 8 BFG11 notwendig. Weiter ist zu prüfen, ob die 
Uferverbauung im Gewässerraum zulässig ist oder eine Ausnahmebewilligung nach Art. 41c 
GSchV12 erfordert. Da das Bauvorhaben zudem nur einen Waldabstand von 5 m einhält, ist auch 
eine Ausnahmebewilligung zur Unterschreitung des Waldabstands notwendig (Art. 25 und Art. 26 
KWaG13).

3. Ausnahmebewilligung für Bauten und Anlagen im Gewässerraum nach Art. 41c GSchV

a) Seit dem 1. Januar 2011 verlangt das Bundesrecht die Festlegung eines Gewässerraums 
entlang von Fliessgewässern und Seen (Art. 36a GSchG14). Die Kantone sind verpflichtet, den 
Gewässerraum gemäss Art. 36a GSchG bis zum 31. Dezember 2018 festzulegen.15 Im Kanton 
Bern sind dafür die Gemeinden zuständig (vgl. Art. 5b WBG). Solange der Gewässerraum nach 
diesen Vorgaben noch nicht festgelegt ist, muss nach den Übergangsbestimmungen der GSchV 
entlang von Fliessgewässern mit einer Gerinnesohle von bis zu 12 m Breite beidseitig ein Streifen 
von je 8 m Breite plus die Breite der bestehenden Gerinnesohle freigehalten werden (vgl. Abs. 2 
Bst. a ÜB GSchV, sogenannter Uferstreifen). Die Übergangsbestimmungen sind seit dem 
Inkrafttreten am 1. Juni 2011 direkt anwendbar. Kantonale bzw. kommunale Gewässerabstände, 
die weniger weit gehen als das Bundesrecht, sind unbeachtlich (Art. 49 BV).16

Art. 65 Abs. 1 des Baureglements der Gemeinde Köniz17 bestimmt, dass von Gewässern ein 
Bauabstand von 10 m ab oberer Böschungskante einzuhalten ist und dieser bei kleineren 
Gewässern auf 5 m herabgesetzt werden kann. Aus dem Wortlaut der Bestimmung geht jedoch 
hervor, dass diese Bestimmung nicht den bundesrechtlich vorgesehenen Gewässerraum definiert, 

6 Bundesgesetz vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700)
7 Bundesgesetz vom 4. Oktober 1991 über das bäuerliche Bodenrecht (BGBB; SR 211.412.11)
8 Vgl. auch Stellungnahme des AGR vom 20. März 2020
9 Raumplanungsverordnung des Bundesrats vom 28. Juni 2000 (RPV; SR 700.1)
10 Gesetz vom 14. Februar 1989 über Gewässerunterhalt und Wasserbau (Wasserbaugesetz, WBG; BSG 751.11)
11 Bundesgesetz vom 21. Juni 1991 über die Fischerei (BGF; SR 923.0)
12 Gewässerschutzverordnung des Bundesrats vom 28. Oktober 1998 (GSchV; SR 814.201)
13 Kantonales Waldgesetz vom 5. Mai 1997 (KWaG; BSG 921.11)
14 Bundesgesetz vom 24. Januar 1991 über den Schutz der Gewässer (Gewässerschutzgesetz, GSchG; SR 814.20)
15 Vgl. Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 4. Mai 2011 der Gewässerschutzverordnung des 
Bundesrats vom 28. Oktober 1998 (GSchV; SR 814.201)
16 Vgl. BGE 140 II 428 E. 2.3 m.w.H; VGE 2016/234 vom 25. November 2016 E. 2.1; BDE vom 27. Juni 2016, RA-
Nr. 110/2016/7
17 Baureglement der Gemeinde Köniz vom 7. März 1993 (BR)

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sondern nur einen allgemein einzuhaltenden Bauabstand zu Fliessgewässern vorschreibt. Dieser 
allgemein festgelegte Bauabstand ist nicht mit dem Gewässerraum gleichzusetzen. So ist der 
Gewässerraum in Abhängigkeit von der konkreten Gewässerbreite und damit situativ zu 
bestimmen, während Art. 65 BR einen pauschalen Abstand von 5 bis 10 m zu jeglichen 
Gewässern vorsieht. Zudem ist der bis heute unverändert gebliebene Art. 65 BR bereits im 
Baureglement aus dem Jahr 1993 enthalten und damit lange vor der bundesrechtlichen Vorgabe 
zur Ausscheidung eines Gewässerraums im Jahr 2011 in Kraft getreten. Die Gemeinde Köniz hat 
die bundesrechtlichen Vorgaben gemeinderechtlich also noch nicht umgesetzt, weshalb für den 
Gewässerraum auf die bundesrechtlichen Übergangsbestimmungen abzustellen ist.

In Anwendung von Abs. 2 Bst. a ÜB GSchV beträgt der Gewässerraum somit beidseitig je 8 m 
plus die Breite der bestehenden Gerinnesohle des Bächleins. Gemäss dem TBA OIK II beträgt der 
Gewässerabstand 14 m gemessen ab Böschungsoberkante.18 Darauf ist abzustellen. Die 
Uferverbauung mit Steinen befindet sich am Ufer des A.________bachs und die Aufschüttung in 
einem Bereich von bis zu rund 4.5 m ab der Uferkante. Damit liegt das geplante Bauvorhaben im 
Gewässerraum des A.________bachs.

b) Laut Art. 41c Abs. 1 GSchV dürfen im Gewässerraum nur standortgebundene, im 
öffentlichen Interesse liegende Anlagen wie Fuss- und Wanderwege, Flusskraftwerke oder 
Brücken erstellt werden. Die Verbauung oder Korrektur von Gewässern ist nach Art. 37 Abs. 1 
GSchG nur zulässig, wenn der Schutz von Menschen oder erheblichen Sachwerten es erfordert. 
Massnahmen gegen die natürliche Erosion der Ufer des Gewässers können ausnahmsweise 
bewilligt werden, soweit dies für den Schutz vor Hochwasser oder zur Verhinderung eines 
unverhältnismässigen Verlusts an landwirtschaftlicher Nutzfläche erforderlich ist (Art. 41c Abs. 5 
GSchV).

Das Gewässer soll sich im Gewässerraum dynamisch entwickeln können. Daher ist die natürliche 
Erosion des Ufers zu tolerieren, sofern dadurch der Schutz des Menschen und erheblicher 
Sachwerte vor Hochwasser nicht beeinträchtigt wird. Nach Art. 41c Abs. 5 GSchV ist es aber 
zulässig, Massnahmen gegen die natürliche Erosion des Gewässerufers zu treffen, wenn dies zur 
Verhinderung eines unverhältnismässigen Verlusts an landwirtschaftlicher Nutzfläche erforderlich 
ist. Eine Erosion, die nicht näher als drei Meter an den Rand des Gewässerraums reicht, ist in der 
Regel verhältnismässig und somit zu tolerieren, weil sich bei einer solchen Ufererosion im 
überwiegenden Teil des Landwirtschaftsgebiets keine über den Rand des Gewässerraums 
hinausgehenden Einschränkungen für die landwirtschaftliche Bewirtschaftung ergeben.19

c) Der Beschwerdeführer macht geltend, dass die Zufahrt mehrfach weggespült worden, deren 
Bestehen für ihn aber eine Notwendigkeit sei. Mit der Uferverbauung will er sich die Zufahrt mit 
dem Traktor erhalten. Etwa seit dem Jahr 1987 fahre er entlang des Bachs. Er sei gezwungen, im 
flachen Bereich zu fahren, weil die heutigen Traktoren und angehängten Maschinen viel schwerer 
als früher seien, so dass sie gar nicht in der Lage seien, die Steigung hangaufwärts zu bewältigen. 
Die einzigen ebenen Flächen seien im hinteren Teil seines Landes und es betreffe ca. 3 Hektaren 
Ernte, welche er sonst nicht mehr «einfahren» könne.

Nach Ansicht des TBA OIK II sei ein Uferverbau nicht mit einer erschwerten oder verunmöglichten 
Zugänglichkeit zu rechtfertigen. Aktuell verlaufe zwar ein Flurweg entlang des D.________ und 

18 Amtsbericht des TBA OIK II vom 27. Februar 2020
19 Wasserfallen Andreas/Oberli Tobias, Landwirtschaftliche Perspektive: Juristische Fragestellungen bei der 
Festlegung und der Nutzung der Gewässerräume, URP 2020 S. 82 ff., 100; Fritzsche Christoph, in: Hettich 
Peter/Jansen Luc/Norer Roland (Hrsg.), GSchG WEB, Kommentar zum Gewässerschutzgesetz und zum 
Wasserbaugesetz, Zürich - Basel - Genf 2016, Art. 36a GSchG N. 156; vgl. auch Amtsbericht des TBA OIK II vom 27. 
Februar 2020 Ziff. 3.8

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ende im Bereich des verbauten Ufers. Gemäss alten Luftaufnahmen sei dieser in den 1990er-
Jahren erstellt worden. Bis zu diesem Zeitpunkt sei die Parzelle über einen weiter hangaufwärts 
gelegenen Flurweg erschlossen gewesen, wie aus Luftbildern und der Landeskarte von 1990 
ersichtlich sei. Eine Erschliessung sei somit sichergestellt, auch wenn dem A.________bach mehr 
Eigendynamik zugestanden werde. Selbst wenn ein wichtiger Grund für das Bauvorhaben 
vorliegen würde, überwiege das öffentliche Interesse an natürlichen und unverbauten Gewässern 
gegenüber dem privaten Interesse des Beschwerdeführers. Gemäss Art. 37 GschG seien 
Gewässer nur zum Schutz von Menschen oder erheblichen Sachwerten zu verbauen. Beides sei 
hier nicht gegeben, selbst wenn wichtige Gründe vorliegen würden. Laut Art. 41c GSchV seien 
Massnahmen gegen natürliche Ufererosion nur zulässig, wenn sie einen unverhältnismässigen 
Verlust von landwirtschaftlicher Nutzfläche verhindern würden. Die gängige Auslegung in der 
Praxis sei, dass Ufererosion im Gewässerraum zu dulden sei, so lange diese nicht näher als 3 m 
an den Rand des Gewässerraums heranreiche. Auch dies sei nicht gegeben. Es bestehe somit 
ein hoch zu gewichtendes öffentliches Interesse daran, die möglichst naturnahe Entwicklung des 
A.________bachs im hier betroffenen Abschnitt nicht durch Verbauungen zu behindern.20

d) Beim Bauvorhaben des Beschwerdeführers handelt es sich nicht um eine im öffentlichen 
Interesse liegende Anlage nach Art. 41c Abs. 1 GSchV, sondern um eine, die dem privaten 
Interesse des Beschwerdeführers dienen soll. Da es sich um eine Verbauung eines 
Fliessgewässers handelt wäre das Vorhaben nur zulässig, wenn der Schutz von Menschen oder 
erheblichen Sachwerten dies erfordern würde (Art. 37 GSchG). Eine Ausnahme könnte nur erteilt 
werden, wenn die Massnahmen gegen die natürliche Erosion des A.________bachufers für den 
Schutz vor Hochwasser oder zur Verhinderung eines unverhältnismässigen Verlusts an 
landwirtschaftlicher Nutzfläche erforderlich wären (Art. 41c Abs. 5 GSchV). Dass die Verbauung 
des Ufers zum Schutz vor Hochwasser oder zum Schutz von Menschen gemacht werden musste, 
bringt der Beschwerdeführer nicht vor und geht auch nicht aus den eingeholten Amtsberichten 
bzw. Stellungnahmen der zuständigen Behörden hervor. Daher ist noch zu prüfen, ob die 
Bachverbauung mit Natursteinen zur Verhinderung eines unverhältnismässigen Verlusts an 
landwirtschaftlicher Nutzfläche erforderlich ist. Dies ist jedoch zu verneinen. Der 
Gewässerabstand beträgt 14 m gemessen ab Böschungsoberkante. Ein erheblicher Verlust von 
landwirtschaftlichem Land würde praxisgemäss nur vorliegen, wenn die Erosion bis 3 m an den 
Rand des Gewässerraums heranreichen würde, also ab Böschungsoberkante 11 Meter Land 
wegerodiert würde. Dies ist hier bei weitem nicht der Fall. Gemäss Plan P5 in den 
Baubewilligungsakten hatte das Hochwasser den Uferverlauf an der Stelle, wo die Verbauung mit 
Natursteinen vorgenommen wurde, um ca. 4.5 m verändert.21 Der Beschwerdeführer macht denn 
auch keinen erheblichen Verlust an Landwirtschaftsland gelten. Es geht ihm lediglich darum, den 
Weg entlang des A.________bachs zu sichern.

Weil das Bauvorhaben des Beschwerdeführers nicht zur Verhinderung eines 
unverhältnismässigen Verlusts an landwirtschaftlicher Nutzfläche erforderlich ist, kann die 
Ausnahmebewilligung nach Art. 41c GSchV nicht erteilt werden. Dem Baugesuch ist schon aus 
diesem Grund der Bauabschlag zu erteilen.

4. Wasserbaupolizeibewilligung nach Art. 48 WBG

a) Art. 48 Abs. 1 WBG bestimmt, dass Bauten und Anlagen im oder am Gewässer, über oder 
unter dem Gewässer und im Gewässerraum sowie andere Vorkehren im Gewässerbereich, die 

20 Amtsbericht des TBA OIK II vom 27. Februar 2020; Stellungnahme des TBA OIK II vom 28. September 2020
21 Vgl. Plan P5, Querschnitt A-A der Bachverbauung Uferschutz am A.________vom 22. Dezember 2019, Vorakten 
Gemeinde Köniz bbew 18904

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auf die Wasserführung, den Abfluss, die Sicherheit und Gestaltung des Gewässerbettes und 
Ufers, die natürliche Funktionsfähigkeit oder den Zugang zum Gewässer Einfluss haben, einer 
Wasserbaupolizeibewilligung bedürfen. Eine Bewilligung wird erteilt, wenn das Vorhaben das 
Gewässer, den Gewässerunterhalt und den Wasserbau nicht beeinträchtigt (Art. 48 Abs. 3 WBG). 
Was unter einer solchen Beeinträchtigung zu verstehen ist, wird in Art. 39a WBV22 näher 
umschrieben. Demnach sind das Gewässer, der Gewässerunterhalt und der Wasserbau unter 
anderem beeinträchtigt, wenn das Gewässer oder Schutzbauten gefährdet oder beeinträchtigt 
werden (Art. 39a Bst. a WBV), die Abflusskapazität verringert wird (Bst. c), die Wasser- oder die 
Geschiebeführung nachteilig verändert wird (Bst. d) oder ein Gewässer aufgeschüttet wird 
(Bst. g). Liegt eine Beeinträchtigung vor, so ist eine Ausnahme nur möglich, wenn ein wichtiger 
Grund vorliegt und keine überwiegenden Interessen entgegenstehen (Art. 48 Abs. 4 WBG).

b) Der Beschwerdeführer macht geltend, dass er den Uferverbau benötige, um den 
Unterspülungen entgegenzuwirken, damit ihm entlang des A.________bachs die Durchfahrt 
erhalten bleibe. Eine Erschliessung über den alten Flurweg sei für heutige Traktoren nicht mehr 
ausreichend, weshalb er auf eine Erschliessung im Flachen entlang des A.________bachs 
angewiesen sei. Dies gelte erst recht, wenn der Anhänger des Traktors voll beladen sei. Voll 
beladen habe er ein Gewicht von bis 28 Tonnen und könne die Steigung hangaufwärts nicht 
bewältigen. Schon sein Vater habe dieses Problem gehabt, so dass ihn der Nachbar mit seinem 
Traktor habe vorhängen und hochziehen müssen, weil er die Steigung sonst nicht geschafft hätte.

Nach Ansicht des TBA OIK II kann gestützt auf Art. 48 WBG keine wasserbaupolizeiliche 
Bewilligung erteilt werden, da die Tatbestände von Art. 39a Abs. 1 Bst. a, c, d und g WBV erfüllt 
seien. Eine wasserbaupolizeiliche Ausnahmebewilligung könne nur erteilt werden, wenn wichtige 
Gründe für das Vorhaben vorliegen und keine überwiegenden Interessen entgegenstehen 
würden. Der Gesuchsteller nenne als wichtigen Grund, dass seine Parzelle nicht mehr für die 
Bewirtschaftung zugänglich sei, wenn der A.________bach den Uferbereich wegerodiere. Aktuell 
verlaufe ein Flurweg entlang des D.________ und ende im Bereich des sanierten Ufers. Gemäss 
alten Luftaufnahmen sei dieser Weg in den 1990er-Jahren erstellt worden. Bis zu diesem Zeitpunkt 
sei die Parzelle über einen weiter hangaufwärts gelegenen Flurweg erschlossen gewesen, was 
ebenfalls aus Luftbildern der Landeskarte von 1990 ersichtlich sei. Ob eine Erschliessung im 
Bereich des alten Flurwegs für heutige Landmaschinen mit einem Gewicht von bis 28 Tonnen 
ausreichend und der Beschwerdeführer daher auf eine Erschliessung entlang des 
A.________bachs angewiesen sei, könne nicht beurteilt werden. Aber auch wenn dies der Fall 
sein sollte, rechtfertige sich eine Erschliessung entlang des A.________bachs und in Folge 
dessen die Verbauung des Ufers nicht. Denn dieser Zustand, wonach das Gelände nur eine 
Erschliessung entlang des Gewässers zulasse, sei anpassungsfähig. Die Erschliessung entlang 
des A.________bachs entspreche der kostengünstigen Lösung, allerdings auf Kosten des 
Gewässers. Andere Lösungsvarianten seien nämlich nicht ausgeschlossen. Beispielsweise könne 
der Bereich der ursprünglichen Erschliessung weiter hangaufwärts, soweit notwendig, auf die 
heutigen Anforderungen an landwirtschaftliche Erschliessung angepasst werden. Der Wunsch, 
die kostengünstigste Lösung umzusetzen sei kein ausreichender wichtiger Grund im Sinne des 
Art. 48 WBG um die wasserbaupolizeiliche Ausnahmebewilligung zu erteilen. Es bestehe ein hoch 
zu gewichtendes öffentliches Interesse daran, die möglichst naturnahe Entwicklung des 
A.________bachs im hier betrachteten Abschnitt nicht durch Verbauungen zu behindern.23

c) Der Beschwerdeführer hat einen Teil des A.________bachs aufgeschüttet sowie das 
A.________bachufer teilweise mit Natursteinen verbaut und damit durch die Verhinderung der 
natürlichen Gewässerdynamik und Erosion die Führung des Geschiebes sowie des Wassers 

22 Wasserbauverordnung vom 15. November 1989 (WBV; BSG 751.111.1)
23 Stellungnahme des TBA OIK II vom 28. September 2020; Amtsbericht des TBA OIK II vom 27. Februar 2020

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verändert und das Gewässer beeinträchtigt. Die Tatbestände von Art. 39a Abs. 1 Bst. a, c, d 
und g WBV sind erfüllt, weshalb keine ordentliche Wasserbaupolizeibewilligung erteilt werden 
kann. Es ist eine Ausnahmebewilligung gemäss Art. 48 Abs. 4 WBG erforderlich. Eine solche ist 
nur möglich, wenn ein wichtiger Grund vorliegt und keine überwiegenden Interessen 
entgegenstehen. Wie überall im Umgang mit Gewässer sind zudem die Planungs- und 
Handlungsgrundsätze des Art. 15 WBG zu berücksichtigen. Ob ein wichtiger Grund vorliegt, 
beurteilt sich nach den gleichen Grundsätzen, wie sie die Praxis für die Anwendung der Vorschrift 
von Art. 26 BauG entwickelt hat.24 Als Ausnahmegrund kommen also Verhältnisse der 
Bauherrschaft in Betracht, die sich auf Zweck, Umfang oder Gestaltung seines Bauvorhabens 
beziehen und in den geltenden Vorschriften nicht genügend Berücksichtigung finden. Sie müssen 
mit den Besonderheiten des Baugrundstücks oder des Bauvorhabens zusammenhängen. Es 
sollen ausgesprochene Unbilligkeiten und Unzweckmässigkeiten vermieden werden. Der 
Ausnahmegrund ist keine absolute Grösse. Ob ein bestimmter Sachverhalt als wichtiger Grund zu 
genügen vermag, hängt vielmehr von drei Komponenten ab, nämlich vom Interesse der 
Bauherrschaft an der Ausnahme, von der Bedeutung der Vorschrift, von der abgewichen werden 
soll, und von Art und Mass der verlangten Abweichung. Eine Ausnahme ist umso eher 
gerechtfertigt, je weniger die Ziele der Bauvorschriften gefährdet werden. Der blosse Wunsch 
nach einer optimalen Lösung oder einer besseren Nutzung genügt nicht.25

d) Der Beschwerdeführer nennt als wichtigen Grund für den Uferverbau, dass seine Parzelle 
nicht mehr für die Bewirtschaftung zugänglich sei, wenn der A.________bach den Uferbereich 
wegerodiere. Das Anliegen, das landwirtschaftliche Land möglichst einfach oder kostengünstig 
bewirtschaften zu können, ist aber kein ausreichender wichtiger Grund im Sinne von Art. 48 WBG. 
Der Beschwerdeführer kann den früheren Weg hangaufwärts – nach Einholung einer 
entsprechenden Bewilligung – an die heutigen Anforderungen der landwirtschaftlichen 
Erschliessung sowie Bewirtschaftung anpassen, also für die heutigen schwereren Traktoren 
zugänglich machen. Oder er kann den früheren Weg hangaufwärts mit weniger Ladung und somit 
weniger Gewicht befahren. Der Beschwerdeführer muss im Ergebnis die Bewirtschaftung seines 
landwirtschaftlichen Landes den Gegebenheiten des Geländes anpassen. Der blosse Wunsch 
nach einer optimalen Lösung oder einer besseren Nutzung genügt gerade nicht als wichtiger 
Grund.26 Dies gilt umso mehr, als dass der Beschwerdeführer mit dem Uferbau den Abstand zum 
Gewässer deutlich unterschreitet und er mit der Natursteinverbauung sogar direkt in den Ufer- 
und Sohlebereich des A.________bachs eingreift. Es handelt sich dabei um einen massiven 
Eingriff in den A.________bach selbst, nicht nur um bauliche Massnahmen in der Nähe des 
Bachs.

e) Hinzu kommt, dass eine Ausnahmebewilligung nur möglich ist, wenn keine überwiegenden 
Interessen entgegenstehen. Aus der Stellungnahme des FI geht hervor, dass sich der 
A.________bach in einem ökomorphologisch wenig beeinträchtigten Zustand befindet und die 
Fischart Bachforelle beherbergt, die den Gefährdungsstatus «potenziell gefährdet» aufweist. Mit 
dem vom Beschwerdeführer ausgeführten harten Uferverbau ist laut FI der natürliche Verlauf des 
Gewässers verändert und das ökologische Potenzial zur eigendynamischen 
Lebensraumentwicklung geschmälert worden. Ufererosion stelle einen wichtigen Prozess zur 
dynamischen Gewässerentwicklung dar. Für die eigendynamische Entwicklung und Funktionalität 
des Gewässerlebensraums seien Erosionsstellen enorm wichtig. In geschiebearmen Gewässern 
wie dem A.________bach seien Seitenerosionsprozesse für den Eintrag von Geschiebe und Kies 
von zentraler Bedeutung. Kies auf dem Gewässergrund sei aus gewässer- und 

24 Erläuterungen zum WBG, Bern 1989, Ziff. 4 zu Artikel 48 WBG, S. 150
25 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 4. Aufl., Band I, Bern 2013, Art. 26-27 N. 
4 und 5a
26 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 4. Aufl., Band I, Bern 2013, Art. 26-27 N. 
4 und 5a

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fischereiökologischer Sicht sehr wichtig, da es der Lebensraum einer Vielzahl an Wasserinsekten 
und Fischnährtiere sei und wesentlich zur Selbstreinigungskraft des Gewässers beitrage. Zudem 
sei die Leitfischart Bachforelle auf einen kiesigen Wassergrund zur Reproduktion angewiesen. Die 
Kiessohle stelle einen überlebenswichtigen Aspekt für die Bachforellen dar. Ufererosion gestalte 
auch Prall-/Steilufer, in denen ausgeprägte Tiefwasserstellen entstünden. Solche 
Tiefwasserstellen seien wertvolle Lebensräume für Fische. Insbesondere mit Blick auf den 
fortschreitenden Klimawandel mit ausgeprägten Niederwasserverhältnissen und erhöhten 
Sommerwassertemperaturen seien solche Stellen ausgesprochen wichtige Rückzugshabitate für 
die temperaturempfindlichen Bachforellen. Die ökologisch wertvollen dynamischen 
Gewässerprozesse wie Seitenerosion könnten nur im Ufer- und Gewässerbereich stattfinden, 
seien also standortgebunden. Es gebe keine Alternativstandorte für die eigendynamische 
Gewässerentwicklung. Diese habe im unmittelbaren Wirkungsbereich des A.________bachs 
stattzufinden. Das öffentliche Interesse an der Gewährleistung von natürlichen 
Gewässerfunktionen innerhalb des Gewässerraums sei sehr gross.27

Das FI hat überzeugend dargelegt, dass ein gewichtiges öffentliches Interesse an der 
eigendynamischen Lebensraumentwicklung des A.________bachs und der natürlichen 
Ufererosion besteht. Dieses überwiegt das private Interesse des Beschwerdeführers. In die 
Interessenabwägung hat auch einzufliessen, dass der Beschwerdeführer im Frühling des Jahres 
2010 von der Gemeinde einmalig mit Fr. 20'000.00 für den Landverlust entschädigt wurde, weil 
der A.________bach nach Unwettern im Jahr 2007 die Uferböschungen erodiert und Land 
weggeschwemmt hat. Die Vereinbarung zwischen der Gemeinde und dem Beschwerdeführer vom 
1. März 2010 beinhaltete auch, dass die Gemeinde künftig keinen Hochwasserschutz betreiben 
oder das Ufer sanieren wird und dass der Beschwerdeführer ein Baugesuch einzureichen hat, 
falls er das Ufer sanieren will.28 Die Vereinbarung wurde mit dem Ziel getroffen, dass sich der 
A.________bach ohne Eingriffe naturnah entwickeln und die ökologisch wertvollen dynamischen 
Gewässerprozesse stattfinden können. Durch die Uferverbauung wirkt der Beschwerdeführer 
diesem Ziel entgegen, obschon er mit der Gemeinde diese Abmachung getroffen hat und dafür 
entschädigt worden ist.

Somit stehen der Uferverbauung überwiegende öffentliche Interessen entgegen. Eine 
wasserbaupolizeiliche Ausnahmebewilligung kann nicht erteilt werden.

f) Zusammenfassend ist die Uferverbauung des Beschwerdeführers geeignet, den 
A.________bach zu beeinträchtigen. Gestützt auf Art. 48 WBG i.V.m. Art.39a WBV kann deshalb 
keine ordentliche wasserbaupolizeiliche Bewilligung erteilt werden. Wichtige Gründe für eine 
wasserbaupolizeiliche Ausnahmebewilligung im Sinne von Art. 48 Abs. 4 WBG liegen nicht vor. 
Auch wenn wichtige Gründe vorliegen würden, würden dem Bauvorhaben überwiegende 
öffentliche Interessen entgegenstehen. Die Vorinstanz verweigerte daher eine 
Wasserbaupolizeibewilligung zu Recht.

5. Fischereirechtliche Bewilligung

a) Art. 8 Abs. 1 BGF bestimmt, dass Eingriffe in die Gewässer, ihren Wasserhaushalt oder 
ihren Verlauf sowie Eingriffe in die Ufer und den Grund von Gewässern eine fischereirechtliche 
Bewilligung brauchen, soweit sie die Interessen der Fischerei berühren können. Wann es 

27 Stellungnahme des FI vom 8. Juli 2020
28 Vereinbarung zwischen der Gemeinde Köniz und dem Beschwerdeführer vom 1. März 2010, eingereicht durch die 
Gemeinde mit der Stellungnahme vom 23. September 2020

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insbesondere eine Bewilligung benötigt, wird in Art. 8 Abs. 3 BGF festgehalten. Laut Bst. c von 
Art. 8 Abs. 3 BGF erfordern Fluss- und Bachverbauungen sowie Uferrodungen eine Bewilligung.

Mit der harten Uferverbauung des A.________bachs mit Natursteinen liegt ein direkter bzw. 
technischer Eingriff in den Ufer- und Sohlebereich des Gewässers vor, der nach Art. 8 Abs. 1 
i.V.m. Abs. 3 Bst. c BFG eine fischereirechtliche Bewilligung erfordert.

b) Das BGF bezweckt unter anderem die natürliche Artenvielfalt und den Bestand 
einheimischer Fische, Krebse und Fischnährtiere sowie deren Lebensräume zu erhalten, zu 
verbessern oder nach Möglichkeit wiederherzustellen, bedrohte Arten und Rassen von Fischen 
und Krebsen zu schützen sowie eine nachhaltige Nutzung der Fisch- und der Krebsbestände zu 
gewährleisten (Art. 1 Abs. 1 BGF). Das NHG29 hat einen ähnlichen Zweck wie das BGF, jedoch 
allgemeiner. Es bezweckt unter anderem die einheimische Tier- und Pflanzenwelt sowie ihre 
biologische Vielfalt und ihren natürlichen Lebensraum zu schützen (Art. 1 Bst. d NHG). Durch das 
BGF als Spezialgesetz wird das NHG präzisiert, d.h. der schützenswerte Lebensraum bei 
Gewässern nach NHG wird durch das BGF festgelegt (Art. 18 Abs. 1bis und Abs. 1ter NHG i.V.m. 
Art. 1, Art. 7 - 10 BGF). Damit ist jedes Gewässer, in dem Fische, Krebse oder Fischnährtiere 
vorkommen, die einen Gefährdungsstatus gemäss VBGF30, Anhang 1, aufweisen, ein 
schützenswerter Lebensraum im Sinne von Art. 18 Abs. 1bis bzw. Abs. 1ter NHG.31

Der A.________bach beherbergt die Leitfischart Bachforelle, welche den Gefährdungsstatus 
«potenziell gefährdet» gemäss Anhang 1 der VBGF aufweist. Somit handelt es sich beim 
aquatischen Lebensraum des A.________bachs um einen geschützten Lebensraum im Sinne der 
eidgenössischen Natur- und Heimatschutzgesetzgebung.

c) Das FI lehnt die Bewilligung des nachträglichen Baugesuchs ab, weil die fischereirechtliche 
Bewilligung nicht erteilt werden könne. Das FI ist der Ansicht, dass sich der A.________bach in 
einem ökomorphologisch wenig beeinträchtigten Zustand befindet und die Fischart Bachforelle 
beherbergt, welche den Gefährdungsstatus «potenziell gefährdet» aufweist. Mit dem harten 
Uferverbau des Beschwerdeführers werde der natürliche Verlauf des Gewässers verändert und 
das ökologische Potenzial zur eigendynamischen Lebensraumentwicklung geschmälert. 
Ufererosion stelle einen wichtigen Prozess zur dynamischen Gewässerentwicklung dar. In 
geschiebearmen Gewässern wie dem A.________bach seien Seitenerosionsprozesse für den 
Eintrag von Geschiebe bzw. Kies von zentraler Bedeutung. Kies auf dem Gewässergrund stelle 
die Lebensgrundlage für Wasserinsekten und Fischnährtiere dar und sei für die Reproduktion von 
Bachforellen zwingend notwendig. Es gebe keine Alternativstandorte für die ökologisch wertvollen 
dynamischen Gewässerprozesse wie Seitenerosion. Erosionsprozesse an Gewässern seien 
standortgebunden und sollten innerhalb des Gewässerraums stattfinden.32

d) Dem Antrag und den nachvollziehbaren Ausführungen des FI ist zu folgen. Weil es keine 
Alternativstandorte für die wertvollen dynamischen Gewässerprozesse wie Seitenerosion gibt und 
sich beim harten Uferverbau als Eingriff in das Scherlibachufer durch den Beschwerdeführer keine 
geeigneten Massnahmen finden lassen, die schwerwiegende Beeinträchtigungen der Interessen 
der Fischerei und hier insbesondere des Lebensraums der potenziell gefährdeten Bachforelle 
verhindern können, muss die fischereirechtliche Bewilligung verweigert werden (Art. 9 Abs. 2 
BGF).

29 Bundesgesetz vom 1. Juli 1966 über den Natur- und Heimatschutz (NHG; SR 451)
30 Verordnung zum Bundesgesetz über die Fischerei (VBGF; SR 923.01)
31 Vgl. auch Stellungnahme des FI vom 8. Juli 2020
32 Amtsbericht des FI vom 6. März 2020; Stellungnahme des FI vom 8. Juli 2020

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e) Weil die notwendigen Ausnahmebewilligungen nach Art. 41c GSchV sowie nach 
Art. 48 WBG und die fischereirechtliche Bewilligung nicht erteilt werden können, kann das 
Bauvorhaben des Beschwerdeführers nicht bewilligt werden. Die Vorinstanz hat daher zu Recht 
den Bauabschlag erteilt.

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6. Wiederherstellung

a) Wird einem nachträglichen Baugesuch der Bauabschlag erteilt, entscheidet die 
Baubewilligungsbehörde zugleich, ob und inwieweit der rechtmässige Zustand wiederherzustellen 
ist (Art. 46 Abs. 2 Bst. e BauG). Die Wiederherstellungsverfügung muss im öffentlichen Interesse 
liegen, verhältnismässig sein und darf den Vertrauensgrundsatz nicht verletzen. Eine 
Wiederherstellungsmassnahme ist verhältnismässig, wenn sie geeignet ist, das angestrebte Ziel 
zu erreichen, nicht weiter geht, als zur Herstellung des rechtmässigen Zustands nötig ist und die 
Belastung für die pflichtige Person in einem vernünftigen Verhältnis zum verfolgten Ziel steht.33 
Die Wiederherstellung kann unterbleiben, wenn die Bauherrschaft gutgläubig war und nicht 
gewichtige öffentliche oder private (nachbarliche) Interessen sie gebieten.34

b) Ein öffentliches Interesse an der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands ist im 
Normalfall gegeben, da das Interesse an der Einhaltung der baurechtlichen Bestimmungen und 
an der konsequenten Verhinderung von Bauten, die der baurechtlichen Ordnung widersprechen, 
generell gross ist.35 Gründe, warum es bei der von der Vorinstanz angeordneten Entfernung der 
Uferverbauung daran fehlen sollte, sind keine ersichtlich. Zusätzlich besteht in diesem Fall ein 
öffentliches Interesse daran, die natürliche Gewässerdynamik des A.________bachs zu erhalten 
und die im A.________bach lebende und potenziell gefährdete Fischart Bachforelle zu schützen. 
Die natürlichen Funktionen wie etwa Ufer- und Seitenerosion und der Schutz der Wassertiere soll 
sichergestellt werden.

In der Vereinbarung vom 1. März 2010 haben die Gemeinde und der Beschwerdeführer 
abgemacht, dass der Grundeigentümer ein Baugesuch einreichen muss, falls er das Ufer des 
A.________bachs sanieren will. Der Beschwerdeführer als Grundeigentümer der Bauparzelle hat 
diese Vereinbarung eigenhändig unterzeichnet. Unter diesen Umständen gilt er im baurechtlichen 
Sinn als bösgläubig, weil er nicht davon ausgehen durfte, er sei ohne Bewilligung zur 
Bauausführung berechtigt. Es kann daher nicht auf die Wiederherstellung verzichtet werden. Dies 
gilt umso mehr, als gewichtige öffentliche Interessen die Wiederherstellung gebieten.

c) Die Gemeinde Köniz forderte den Beschwerdeführer auf, die unbewilligten 
Ufersicherungsmassnahmen, also alle Steine, am A.________bach innert 120 Tagen vollständig 
rückzubauen und den rechtmässigen Zustand wiederherzustellen, damit die freie 
Gewässerdynamik wieder gewährleistet sei. Die Anordnung, alle Steine am A.________bach 
vollständig rückzubauen, ist zur Herstellung des rechtmässigen Zustands geeignet und 
erforderlich. Denn nach dem Rückbau der Steine, werden die ökologisch wertvollen dynamischen 
Gewässerprozesse wieder stattfinden können und die wichtige Seitenerosion ist wieder möglich. 
Dies gilt umso mehr, als dass es sich beim A.________bach um einen geschützten Lebensraum 
im Sinne der eidgenössischen Natur- und Heimatschutzgesetzgebung handelt. Wichtig ist auch, 
dass es keine Alternativstandorte dafür gibt, sondern diese wertvollen Prozesse nur im Ufer- und 
Gewässerbereich stattfinden können. Eine mildere Massnahme, mit der dasselbe Ziel erreicht 
werden kann, ist daher nicht ersichtlich. Die Entfernung aller Steine verursacht keinen 
übermässigen Aufwand. Auch wenn die Zugänglichkeit zu seinem landwirtschaftlichen Land 
aufgrund der Wiederherstellung möglicherweise teilweise erschwert wird, ist der 
Beschwerdeführer für die Bewirtschaftung nicht zwingend auf die Uferverbauung angewiesen. Die 
im angefochtenen Entscheid angeordnete Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands erweist 
sich damit als zumutbar. Sie ist demnach verhältnismässig und zu bestätigen.

33 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 5. Aufl., Band I, Bern 2020, Art. 46 N. 9; 
BVR 2013 S. 85 E. 5.1
34 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 5. Aufl., Band I, Bern 2020, Art. 46 N. 9b
35 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 5. Aufl., Band I, Bern 2020, Art. 46 N. 9a

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d) Die Gemeinde hat angeordnet, dass der Beschwerdeführer die Steine entfernen muss. In 
seiner Stellungnahme vom 21. September 2020 hält das FI nun jedoch fest, dass alle eingebauten 
Uferschutzsteine inklusive allfällige Filterschicht und Filtersteine (rückwärtig der eingebauten 
Uferschutzsteine) zu entfernen und wegzuführen seien, damit im betroffenen Gewässerabschnitt 
wieder die natürliche Gewässerdynamik vorherrschen könne. Das gewässernahe Deponieren der 
Steine im Gewässerraum sei zu verbieten. Der Uferbereich sei als Steilufer zu belassen (keine 
Abflachung), damit die natürlichen Erosionsprozesse wieder stattfinden können. Das FI beantragt 
daher insbesondere, dass folgende Punkte zu verfügen seien: Entfernung von allen eingebauten 
Steinen (Uferschutzsteine und Filterschicht) aus dem Gewässerbereich; Wegführen von allen 
eingebauten Steinen aus dem Gewässerraum; Ausbildung des Uferbereichs als Steilufer 
(möglichst senkreche Bachböschung).

Erfolgt durch einen technischen Eingriff eine Beeinträchtigung eines schutzwürdigen 
Lebensraumes, hat der Verursacher laut Art. 18 Abs. 1ter NHG für besondere Massnahmen zum 
bestmöglichen Schutz der schutzwürdigen Lebensräume, für Wiederherstellung oder ansonsten 
für angemessenen Ersatz zu sorgen. Laut Art. 9 Abs. 1 BGF haben die zur Erteilung der 
fischereirechtlichen Bewilligung zuständigen Behörden unter Berücksichtigung der natürlichen 
Gegebenheiten und allfälliger anderer Interessen alle Massnahmen vorzuschreiben, die geeignet 
sind günstige Lebensbedingungen für die Wassertiere zu schaffen (Bst. a); die freie 
Fischwanderung sicherzustellen (Bst. b); die natürliche Fortpflanzung zu ermöglichen (Bst. c); zu 
verhindern, dass Fische und Krebse durch bauliche Anlagen oder Maschinen getötet oder verletzt 
werden (Bst. d). Aufgrund der Auswirkungen des technischen Eingriffs auf die fischereilichen 
Interessen erfolgt die Festlegung der Massnahmen nach Art. 9 Abs. 1 BGF und die Bestimmung 
der Schutz-, Wiederherstellungs- und Ersatzmassnahmen nach Art. 18 Abs. 1ter NHG.

Weil die zuständige Behörde laut Art. 9 Abs. 1 BGF alle Massnahmen vorzuschreiben hat, die 
unter anderem geeignet sind, günstige Lebensbedingungen für die Wassertiere zu schaffen, die 
freie Fischwanderung sicherzustellen und zu verhindern, dass Fische und Krebse durch bauliche 
Anlagen oder Maschinen getötet oder verletzt werden, ist Ziffer 9.4 des Gesamtentscheids der 
Gemeinde Köniz vom 14. Mai 2020 mit diesen vom FI beantragten 
Wiederherstellungsmassnahmen zu konkretisieren und zu ergänzen. Ohne diese Ergänzung bzw. 
Konkretisierung der Massnahmen kann nicht sichergestellt werden, dass die Erosionstätigkeit 
ungehindert stattfinden kann, die natürliche Gewässerdynamik vorherrscht und damit günstige 
Lebensbedingungen für die Bachforellen geschaffen werden. Diese konkretisierten bzw. 
zusätzlichen Massnahmen sind angesichts der Wichtigkeit der natürlichen Gewässerentwicklung 
und des Schutzes der potenziell gefährdeten Bachforelle verhältnismässig und nicht mit milderen 
Massnahmen sicherzustellen.

In derselben Stellungnahme teilt das FI schliesslich mit, es handle sich bei den 
Wiederherstellungsmassnahmen um einen technischen Eingriff in den Ufer- und teilweise in den 
Sohlebereich des A.________bachs. Gemäss Art. 8 BGF benötige dieser Eingriff eine 
fischereirechtliche Bewilligung der für die Fischerei zuständigen kantonalen Behörde. Diese 
formuliere dann mittels Auflagen in der fischereirechtlichen Bewilligung die zu treffenden 
fischtechnischen Massnahmen. Wichtig sei dabei insbesondere die Erstellung einer 
Wasserhaltung zur Verhinderung von Trübungen während der Reproduktionszeit sowie 
Elektrobefischung vor Baustart zur Verhinderung maschineller Beschädigung der Fische während 
der Bauzeit. Die Bearbeitungszeit für die Erstellung einer fischereirechtlichen Bewilligung dauere 
nicht länger als 20 Tage und werde vom kantonalen Fischereiaufseher ausgestellt. Daher habe 
der Beschwerdeführer als Verursacher mindestens 20 Tage vor Umsetzung der baulichen 
Wiederherstellungsmassnahmen den kantonalen Fischereiaufseher für die Ausstellung einer 
Bewilligung zu kontaktieren bzw. eine fischereirechtliche Bewilligung einzuholen. Sollte der 
Beschwerdeführer die Wiederherstellung nicht vornehmen, dann habe die Gemeinde ebenfalls 20 

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Tage vor der baulichen Ausführung der Ersatzvornahme beim kantonalen Fischereiaufseher eine 
fischereirechtliche Bewilligung einzuholen.

Insofern wird Ziffer 9.4 des Gesamtentscheids der Gemeinde Köniz vom 14. Mai 2020 auch 
dahingehend ergänzt, dass der Beschwerdeführer mindestens 20 Tage vor der baulichen 
Ausführung der Wiederherstellung beim kantonalen Fischereiaufseher eine fischereirechtliche 
Bewilligung einholen muss.

e) Die Frist von 120 Tagen ist grosszügig bemessen. Die Entfernung aller Steine aus dem 
Gewässerbereich sowie -raum und die Ausbildung des Uferbereichs als Steilufer sollte innerhalb 
dieser Frist ohne Weiteres vorgenommen werden können, auch unter Berücksichtigung dessen, 
dass der Beschwerdeführer mindestens 20 Tage vor der baulichen Ausführung der 
Wiederherstellung beim kantonalen Fischereiaufseher eine fischereirechtliche Bewilligung 
einzuholen hat. Die angeordnete Wiederherstellung ist ohne übermässigen Aufwand möglich und 
somit für den Beschwerdeführer zumutbar. Sie erscheint unter den vorliegenden Umständen 
verhältnismässig. Da die von der Gemeinde am 14. Mai 2020 angesetzte Wiederherstellungsfrist 
von 120 Tagen ab Eröffnung der Verfügung der Vorinstanz während des Beschwerdeverfahrens 
abgelaufen ist, setzt sie die BVD neu bis 31. Mai 2021 an.

7. Kosten

a) Die Rügen des Beschwerdeführers sind unbegründet, die Beschwerde ist abzuweisen. Bei 
diesem Ausgang des Verfahrens unterliegt der Beschwerdeführer. Er hat die Verfahrenskosten zu 
tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG36). Diese werden bestimmt auf eine Pauschalgebühr von 800.00 
Franken (Art. 103 Abs. 2 VRPG i.V.m. Art. 19 Abs. 1 GebV37).

b) Parteikosten nach Art. 104 Abs. 1 VRPG sind keine angefallen.

36 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21)
37 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; 
BSG 154.21)

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III. Entscheid

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Frist zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands gemäss Ziffer 9.4 des 
Gesamtentscheids der Gemeinde Köniz vom 14. Mai 2020 wird neu auf den 31. Mai 2021 
angesetzt.

3. Ziffer 9.4 des Gesamtentscheids der Gemeinde Köniz vom 14. Mai 2020 wird dahingehend 
konkretisiert und ergänzt, dass der Beschwerdeführer am A.________bach zusätzlich zur 
Entfernung aller unbewilligter Ufersicherungsmassnahmen, also der Steine, folgende 
Massnahmen umzusetzen hat:

- Alle eingebauten Steine (Uferschutzsteine und Filterschicht/Filtersteine) sind aus 
dem Gewässerbereich zu entfernen und aus dem Gewässerraum wegzuführen;

- Der Uferbereich ist als Steilufer auszubilden (möglichst senkrechte Bachböschung);
- Mindestens 20 Tage vor der baulichen Wiederherstellungsausführung ist beim 

kantonalen Fischereiaufseher eine fischereirechtliche Bewilligung einzuholen.

Im Übrigen wird der Gesamtentscheid mit Wiederherstellungsverfügung der Gemeinde 
Köniz vom 14. Mai 2020 bestätigt.

4. Die Verfahrenskosten von 800.00 Franken werden dem Beschwerdeführer zur Bezahlung 
auferlegt. Eine separate Zahlungseinladung folgt, sobald dieser Entscheid in Rechtskraft 
erwachsen ist.

5. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

IV. Eröffnung

- Herrn C.________, eingeschrieben
- Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Köniz, Bauinspektorat, eingeschrieben
- Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR), per Mail
- Amt für Landwirtschaft und Natur, Fischereiinspektorat (FI), per Mail
- Tiefbauamt des Kantons Bern, Oberingenieurkreis II (TBA OIK II), per Mail
- Amt für Wald und Naturgefahren (AWN), zur Kenntnis, per Mail

Bau- und Verkehrsdirektion

Der Direktor

Christoph Neuhaus
Regierungsrat

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Rechtsmittelbelehrung

Dieser Entscheid kann innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung mit Beschwerde beim 
Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Speichergasse 12, 3011 Bern, angefochten werden. Eine 
allfällige Verwaltungsgerichtsbeschwerde, die mindestens in sechs Exemplaren einzureichen ist, 
muss einen Antrag, die Angabe von Tatsachen und Beweismitteln, eine Begründung sowie eine 
Unterschrift enthalten; der angefochtene Entscheid und andere greifbare Beweismittel sind 
beizulegen.