# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2af31e98-6244-56dd-9540-a14ddd7a8eb6
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-08-24
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 24.08.2015 PS150133
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PS150133_2015-08-24.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    

 

 

Geschäfts-Nr.: PS150133-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. A. Katzenstein, Vorsitzende, Oberrichter lic. iur. 

P. Diggelmann und Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden sowie 

Gerichtsschreiber lic. iur. T. Engler 

Urteil vom 24. August 2015 

in Sachen 

 

A._____ GmbH,  

Gesuchstellerin und Beschwerdeführerin, 

 

vertreten durch Rechtsanwalt X._____, 

 

gegen 

 

B._____,  

Gesuchs- und Beschwerdegegner, 

 

betreffend Arrest 
 
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichtes im summarischen Verfahren 
des Bezirksgerichtes Dietikon vom 29. Juni 2015 (EQ150001) 

- 2 - 

Arrestbegehren 
(act. 1, sinngemäss): 

Es sei für eine Forderung der Gesuchstellerin über Fr. 1'847.55 nebst 
5% Zins seit 23. März 2012 auf noch festzustellenden Arrestgegen-
ständen des Gesuchsgegners gestützt auf Art. 271 Abs. 1 Ziff. 6 
SchKG Arrest zu legen.  

 

Formularentscheid des Einzelgerichts im summarischen Verfahren des  
Bezirksgerichts Dietikon vom 29. Juni 2015 

(act. 13 = act. 18 = act. 20, sinngemäss): 

Es wird für eine Forderung der Gesuchstellerin von Fr. 1'466.90 nebst 
Zins zu 5% seit 23. März 2012 die Lohnforderung des Gesuchsgegners 
gegenüber der C._____ AG in D._____ verarrestiert, soweit verar-
restierbar bis zur Deckung der Arrestforderung samt Zins und Kosten.  
Die Spruchgebühr von Fr. 300.00 wird von der Gesuchstellerin bezo-
gen. 

 

Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren des  
Bezirksgerichts Dietikon vom 29. Juni 2015 

(act. 13 = act. 18 = act. 20): 

"1. Es wird gemäss dem beiliegenden Formularentscheid ein Arrest-
befehl erteilt. 

2. Soweit nicht gemäss Dispositiv Ziffer 1 ein Arrestbefehl erteilt 
wird, wird das Arrestgesuch abgewiesen.  

3. Über die Kostenfolge wird im beigelegten Formularentscheid ent-
schieden. 

[4.-5. Mitteilung, Rechtsmittel]" 
 

Beschwerdeanträge 

der Gesuchstellerin und Beschwerdeführerin (act. 19 S. 1): 

"Das Urteil des Bezirksgerichts Dietikon vom 29.06.2015 sei dahinge-
hend zu ändern, dass das Lohnguthaben des Gesuchsgegners für eine 
Arrestforderung von 1847,55 Fr. nebst 5% Zinsen seit dem 23. März 
2012 bei der C._____ AG in D._____ verarrestiert sei unter Kosten- 
und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Gesuchsgegners."  

- 3 - 

Erwägungen: 

I. 

1. Die Gesuchstellerin und Beschwerdeführerin (nachfolgend Gesuchstel-

lerin) gelangte mit Gesuch vom 29. April 2015 an das Einzelgericht im summari-

schen Verfahren des Bezirksgerichts Dietikon (Vorinstanz) und stellte das ein-

gangs angeführte Arrestbegehren (act. 1).  

2. Mit dem eingangs angeführten Urteil und Arrestbefehl vom 29. Juni 

2015 hiess die Vorinstanz das Arrestgesuch teilweise gut und legte für eine For-

derung von Fr. 1'466.90 nebst Zins zu 5% seit 23. März 2012 Arrest auf die Lohn-

forderung des Gesuchsgegners gegenüber der C._____ AG in D._____, soweit 

verarrestierbar bis zur Deckung der Arrestforderung samt Zins und Kosten. Im 

darüber hinaus gehenden Umfang wies die Vorinstanz das Arrestgesuch ab (13 = 

act. 18 = act. 20).  

3. Die Gesuchstellerin erhob mit Eingabe vom 31. Juli 2015 Beschwerde 

gegen das Urteil vom 29. Juni 2015 und stellte den eingangs angeführten Be-

schwerdeantrag (act. 19). 

4. Wann das angefochtene Urteil der Gesuchstellerin rechtswirksam zu-

gestellt wurde, ist nicht vollends klar. Die Gesuchstellerin erklärte auf entspre-

chende (rechtshilfeweise zugestellte) Aufforderung der Vorinstanz hin mit Eingabe 

vom 2. Juni 2015, sie könne in der Schweiz keine Zustelladresse benennen 

(act. 3, 7, 9 f.). Dessen ungeachtet stellte die Vorinstanz den angefochtenen Ent-

scheid der Gesuchstellerin (auch) rechtshilfeweise (mit Rechtshilfegesuch vom 

30. Juni 2015) zu (act. 13 f.). In den Akten findet sich ein Rückschein der Swiss 

Post, gemäss dem das Urteil der Gesuchstellerin (direkt per Post) am 2. Juli 2015 

zugestellt wurde (act. 16). Ein Nachweis der rechthilfeweisen Zustellung konnte 

bei der Vorinstanz nicht beigezogen werden (act. 22).  

Gemäss Eingangsstempel auf dem der Gesuchstellerin zugestellten Ent-

scheidexemplar ging dieses am 22. Juli 2015 bei der Rechtsvertretung der Ge-

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suchstellerin ein (act. 20). Ausgehend davon wäre die Beschwerde rechtzeitig 

(Art. 321 Abs. 2 ZPO). Da der Beschwerde aus den nachfolgend aufgezeigten 

Gründen ohnehin kein Erfolg beschieden ist, muss die Frage ihrer Rechtzeitigkeit 

indes nicht vertieft werden.  

5. Die Akten des erstinstanzlichen Verfahrens wurden beigezogen (act. 1-

16). Eine Beschwerdeantwort wurde der Natur des Verfahrens entsprechend nicht 

eingeholt. Das Verfahren erweist sich als spruchreif.  

II.  

1. Gegen erstinstanzliche Endentscheide in Arrestsachen ist infolge des 

Ausschlusses der Berufung die Beschwerde nach Art. 319 ff. ZPO zulässig 

(Art. 319 lit. a ZPO i.V.m. Art. 309 lit. b Ziff. 6 ZPO). Dies gilt sowohl für das 

Rechtsmittel des Gläubigers gegen den ablehnenden Entscheid über sein Arrest-

begehren, als auch für das Rechtsmittel gegen den Einspracheentscheid nach 

Art. 278 SchKG (ZK ZPO-REETZ/THEILER, 2. Auflage 2013, Art. 309 N 34). 

2. Die Vorinstanz erwog, die Forderung der Gesuchstellerin belaufe sich 

nach der Forderungsaufstellung auf Euro 1'399.45, weshalb bei einem Umrech-

nungskurs von Fr. 1.0482 pro Euro per 16. Juni 2012 lediglich eine Forderung von 

Fr. 1'466.90 glaubhaft gemacht worden sei (act. 18 S. 2).  

3. Die Gesuchstellerin rügt, das Gericht sei offensichtlich versehentlich 

von der (älteren) Forderungsaufstellung vom 16. Januar 2014 ausgegangen, die 

lediglich Anlage zum Vollstreckungsbescheid vom gleichen Datum gewesen sei 

und als solche dem Arrestgesuch beigelegt worden sei. Massgeblich sei die vor 

Vorinstanz ebenfalls eingereichte Forderungsaufstellung vom 29. April 2015, wel-

che die Vorinstanz offenbar übersehen habe. Aus dieser Aufstellung ergebe sich 

der Betrag von Euro 1'678.50. Dieser Eurobetrag entspreche in Schweizer Fran-

ken Fr. 1'847.55. Die Forderung sei damit in diesem Umfang glaubhaft gemacht 

(act. 19 S. 2).  

- 5 - 

4. Der Arrest setzt das Glaubhaftmachen von Arrestgegenständen, eines 

Arrestgrundes und einer Arrestforderung voraus (Art. 272 Abs. 1 SchKG). Glaub-

haftmachen bedeutet weniger als Beweisen, doch mehr als blosses Behaupten. 

Glaubhaft gemacht ist eine Tatsache, wenn das Gericht sie aufgrund der ihm vor-

gelegten Elemente für wahrscheinlich hält, ohne ausschliessen zu müssen, dass 

es sich auch anders verhalten könnte. Vorausgesetzt ist damit zum einen ein 

schlüssiges Vorbringen und zum anderen, dass die Tatsachendarlegungen dem 

Gericht als wahrscheinlich erscheinen. Auch wenn die Anforderungen an den 

Wahrscheinlichkeitsbeweis nicht zu hoch anzusetzen sind, vermögen blosse Be-

hauptungen des Arrestgläubigers nicht zu genügen, auch wenn sie schlüssig sind. 

Vielmehr müssen objektive Anhaltspunkte vorliegen, die auf das Vorhandensein 

der behaupteten Tatsachen schliessen lassen. In diesem Sinn ist eine Beweisfüh-

rung mindestens in den Grundzügen erforderlich (BSK SchKG II-STOFFEL, 2. Auf-

lage 2010, Art. 272 N 4 ff.; vgl. auch KUKO SchKG-MEIER-DIETERLE, 2. Auflage 

2014, Art. 272 N 14). 

5. Zum Arrestgrund 

5.1 Die Gesuchstellerin beantragt den Erlass eines Arrestbefehls gestützt 

auf Art. 271 Abs. 1 Ziff. 6 SchKG (act. 1). Gemäss dieser Bestimmung kann Ar-

rest gelegt werden, wenn ein Gläubiger gegen den Schuldner einen definitiven 

Rechtsöffnungstitel besitzt. Stützt sich ein Gläubiger hierfür auf einen ausländi-

schen Entscheid, der nach dem revidierten Lugano-Übereinkommen vom 30. Ok-

tober 2007 (LugÜ) zu vollstrecken ist, so hat das Gericht im Arrestverfahren auch 

über dessen Vollstreckbarkeit zu entscheiden (Art. 271 Abs. 3 SchKG). Das 

SchKG setzt somit das Recht auf eine Sicherungsmassnahme gemäss Art. 47 

Abs. 2 LugÜ um. 

5.1.1 Die Gesuchstellerin stützt ihr Arrestbegehren auf den Vollstreckungs-

bescheid des Amtsgerichts Stuttgart vom 1. Juli 2013 (act. 2/2). Ein deutscher 

Vollstreckungsbescheid ist vergleichbar mit einem Zahlungsbefehl, gegen den der 

Schuldner keinen Rechtsvorschlag erhoben hat. Er ergeht, wenn der Schuldner 

gegen einen Mahnbescheid keinen Widerspruch eingelegt hat (§ 699 Abs. 1 D-

ZPO). Im Gegensatz zum schweizerischen Zahlungsbefehl schafft der deutsche 

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Vollstreckungsbescheid jedoch formelle und materielle Rechtskraft. Er ist dem 

Säumnisurteil eines Gerichts gleichgestellt (§ 700 Abs. 1 D-ZPO) und nach der 

Zustellung gemäss § 699 Abs. 4 D-ZPO (Amtszustellung oder Parteizustellung) 

ohne weiteres vollstreckbar, einzig unter dem Vorbehalt, dass die Vollstreckung 

nicht infolge eines Einspruches einstweilen (gerichtlich, vgl. § 719 i.V.m. § 707 D-

ZPO) eingestellt wird. Solange solches nicht erfolgt, ist der Vollstreckungsbe-

scheid uneingeschränkt vollstreckbar (vgl. VOLLKOMMER, in: ZÖLLER, Zivilprozess-

ordnung, Kommentar zur [deutschen] Zivilprozessordnung, 29. Auflage 2012, 

§ 699 D-ZPO N 15, § 700 D-ZPO N 1, 15; vgl. auch OGer ZH PS120035 vom 

20. April 2012, E. II./4.4.2). 

Das revidierte Lugano-Übereinkommen LugÜ ist für Deutschland (bzw. für 

sämtliche Mitgliedstaaten der EU) am 1. Januar 2010 und für die Schweiz am 

1. Januar 2011 in Kraft getreten (vgl. Anhang zum LugÜ, SR 0.275.12). Die Voll-

streckung des von der Gesuchstellerin vorgelegten Titels in der Schweiz richtet 

sich somit nach dem LugÜ. 

5.1.2 Die Frage, ob es für die Arrestlegung nach Art. 271 Abs. 1 Ziff. 6 

SchKG gestützt auf einen Entscheid, der nach LugÜ zu vollstrecken ist, eines 

ausdrücklichen Exequatur-Antrags bedarf oder ob von Amtes wegen über das 

Exequatur zu entscheiden ist, ist umstritten. Nach herrschender Ansicht und gel-

tender obergerichtlicher Praxis bedarf es eines solchen Antrags. Andernfalls kann 

dem Arrestbegehren gestützt auf Art. 271 Abs. 1 Ziff. 6 SchKG keine Folge gege-

ben werden (vgl. OGer PS140239 vom 18. Dezember 2014, E. II./4.3, mit weite-

ren Hinweisen, insbesondere auf REISER/JENT-SØRENSEN, Exequatur und Arrest 

im Zusammenhang mit dem revidierten Lugano-Übereinkommen, SJZ 107/2011 

S. 454 f.).  

5.1.3 Die Gesuchstellerin hat es versäumt, den erforderlichen Exequaturan-

trag zu stellen. Daher fällt der Arrestgrund von Art. 271 Abs. 1 Ziff. 6 SchKG aus-

ser Betracht. 

5.2 Das Gericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 57 ZPO). 

Wenn sich aus dem behaupteten (und belegten) Sachverhalt ein anderer Arrest-

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grund als der geltend gemachte ergibt, schadet das der Gesuchstellerin daher 

nicht. Im vorliegenden Zusammenhang ist das Arrestbegehren auch unter dem 

Blickwinkel von Art. 271 Abs. 1 Ziff. 4 SchKG zu prüfen.  

5.2.1 Nach dem geltenden Gesetzestext von Art. 271 Abs. 1 Ziff. 4 SchKG 

kann ein Gläubiger Vermögensgegenstände des Schuldners mit Arrest belegen 

lassen, wenn der Schuldner nicht in der Schweiz wohnt, kein anderer Arrestgrund 

gegeben ist und die Forderung einen genügenden Bezug zur Schweiz aufweist 

oder auf einer Schuldanerkennung beruht. Im Gegensatz zu der Fassung, die vor 

der Gesetzesrevision in Kraft war, wird heute neben der Schuldanerkennung und 

einem genügenden Bezug der Forderung zur Schweiz die weitere Möglichkeit des 

Ausländerarrests gestützt auf ein vollstreckbares gerichtliches Urteil nicht mehr 

explizit erwähnt. Ob es sich dabei um ein redaktionelles Versehen handelte, ist 

strittig (vgl. KUKO SchKG-MEIER-DIETERLE, 2. Auflage 2014, Art. 271 N 11). Nach 

zutreffender Auffassung ist indes davon auszugehen, dass dieser Passus in Ziff. 4 

der genannten Bestimmung bloss ungeschickt redaktionell gestrichen wurde. In 

Anbetracht des Umstands, dass die Glaubhaftmachung einer (blossen) Schuld-

anerkennung genügt, hat a fortiori auch ein vollstreckbares gerichtliches Urteil 

(bzw. die Glaubhaftmachung, dass ein solches vorliegt) nach wie vor unter Ziff. 4 

zu fallen (vgl. OGer ZH PS120035 vom 20. April 2012, E. II./4.4.1 mit weiteren 

Hinweisen; vgl. auch OGer ZH PS130190 vom 27. November 2013, E. 3.3).  

5.2.2 Die eingereichte Ausfertigung des Vollstreckungsbescheids vom 1. Juli 

2013 enthält die Bestätigung vom 15. Juli 2013, wonach dem Schuldner der zu-

grunde liegende Mahnbescheid am 7. Juni 2013 zugestellt wurde und der Voll-

streckungsbescheid selber am 3. Juli 2013 (act. 2/2). Der Vollstreckungsbescheid 

erscheint damit prima facie als anerkennungsfähig. Soweit die Arrestforderung 

aus dem im Arrestbegehren genannten Vollstreckungsbescheid vom 1. Juli 2013 

hervorgeht, beruht sie auf einem vollstreckbaren gerichtlichen Urteil und ist der 

Arrestgrund von Art. 271 Abs. 1 Ziff. 4 SchKG somit gegeben.  

6. Zur Begründung ihrer Beschwerde macht die Gesuchstellerin (zu 

Recht) nicht geltend, die höheren Forderungsbeträge als diejenigen, welche die 

Vorinstanz berücksichtigte, würden sich aus dem Vollstreckungsbescheid vom 

- 8 - 

1. Juli 2013 ergeben (darauf wird nachfolgend unter II./7. noch kurz eingegan-

gen). Auch den Umrechnungskurs von 1.0482, den die Vorinstanz ihrem Ent-

scheid zugrunde legte (act. 18 S. 2 – der Kurs dürfte aber eher vom 16. Juni 2015 

als 2012 datieren), beanstandet die Gesuchstellerin nicht. Sie stellt sich vielmehr 

(und ausschliesslich) auf den Standpunkt, die höheren Beträge würden sich aus 

einer Forderungszusammenstellung ergeben, welche die Vorinstanz übersehen 

habe, und diese Beträge seien im Einzelnen glaubhaft gemacht worden (act. 19 

S. 2).  

Der Umstand, dass sich die zusätzlichen Forderungsbeträge aus einer blos-

sen Forderungszusammenstellung ergeben, stellt allerdings keinen Arrestgrund 

im Sinne des Vorliegens eines vollstreckbaren Urteils dar. Ebenso wenig hat der 

Schuldner für diese Beträge eine Schuldanerkennung ausgesprochen (vgl. 

Art. 271 Abs. 1 Ziff. 4 letzter Satzteil) – jedenfalls wird nichts solches geltend ge-

macht. Der Arrestgrund von Art. 271 Abs. 1 Ziff. 4 SchKG könnte insoweit daher 

nur vorliegen, wenn die Arrestforderung einen genügenden Bezug zur Schweiz 

aufweisen würde. Das kann bei einer Reparaturforderung eines deutschen Unter-

nehmens gegenüber einem in Deutschland wohnhaften Besteller (vgl. act. 2/1c) 

ebenso wenig gesagt werden wie bei entsprechenden Vollstreckungskosten ge-

genüber dem in Deutschland wohnhaften Besteller. Dass der Besteller in der 

Schweiz einer Erwerbstätigkeit nachgeht, stellt keinen genügenden Bezug der 

Forderung zur Schweiz dar.  

Ob die weiteren Forderungsbestandteile glaubhaft gemacht wurden, ist da-

nach nicht massgeblich.  

Da für diese Forderungsbestandteile auch kein anderer Arrestgrund nach 

Art. 271 Abs. 1 SchKG ersichtlich ist, erweist sich der Standpunkt der Gesuchstel-

lerin – und damit die Beschwerde – als unbegründet. Das führt zur Abweisung der 

Beschwerde.  

7. Das Gericht ist aufgrund der Dispositionsmaxime an den Rahmen der 

Parteianträge gebunden (Art. 58 Abs. 1 ZPO). Eine gesetzliche Ausnahme davon 

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(vgl. Art. 58 Abs. 2 ZPO) besteht im vorliegenden Zusammenhang nicht. Ergän-

zend ist dennoch das Folgende festzuhalten:  

Aus dem Vollstreckungsbescheid vom 1. Juli 2013 ergibt sich eine Arrestfor-

derung von Euro 1'257.66 zuzüglich Zinsen wie folgt: 5% über dem Basiszinssatz 

auf Euro 953.95 (Hauptforderung) ab 3. Mai 2013 sowie 5% über dem Basiszins-

satz auf Euro 119.75 (Verfahrenskosten) ab 1. Juli 2013 (vgl. act. 2/2).  

Für diese Forderung besteht der Arrestgrund von Art. 271 Abs. 1 Ziff. 4 

SchKG (vollstreckbares Urteil). Bereits der von der Vorinstanz erlassene Arrest-

befehl (act. 18) geht mit der Berücksichtigung weiterer Kosten gemäss der (älte-

ren) Forderungsaufstellung der Gesuchstellerin (act. 2/1a) über diese Forderung 

hinaus. Auch in diesem Umfang ist fraglich, ob für die weiteren Kosten ein Arrest-

grund besteht. Die Verzinsung liegt im Übrigen gemäss Vollstreckungsbescheid 

(nur) 5 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz (letzterer beträgt seit 1. Januar 

2013 konstant unter 0%, vgl. www.basiszins.de, zuletzt besucht am 19. August 

2015), und sie wurde überdies im Vollstreckungsbescheid bereits bis 2. Mai 2013 

berücksichtigt (vgl. act. 2/2). Infolge der Dispositionsmaxime ist darauf im jetzigen 

Verfahrensstadium nicht weiter einzugehen.  

III.  

Die Gerichtskosten berechnen sich in betreibungsrechtlichen Summarsa-

chen nach den Bestimmungen der GebV SchKG (BGer 5A_492 und 493/2012 

vom 13. März 2013 E. 4.2.2), welche streitwertabhängige Gebühren vorsieht. Die 

Spruchgebühr für das Beschwerdeverfahren ist in Anwendung von Art. 48 und 

Art. 61 Abs. 1 GebV SchKG auf Fr. 200.00 festzusetzen und ausgangsgemäss 

der Gesuchstellerin aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Eine Parteientschädi-

gung ist nicht zuzusprechen. 

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Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die zweitinstanzliche Spruchgebühr wird auf Fr. 200.00 festgesetzt. 

3. Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden der Gesuchstellerin 

und Beschwerdeführerin auferlegt.  

4. Schriftliche Mitteilung an die Gesuchstellerin und Beschwerdeführerin auf 

dem Rechtshilfeweg sowie an das Einzelgericht im summarischen Verfahren 

des Bezirksgerichtes Dietikon, je gegen Empfangsschein, und an die Ober-

gerichtskasse. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Entscheid über vorsorgliche Massnahmen im Sinne von Art. 98 BGG. 
Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
Fr. 380.65. 
Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. T. Engler 
versandt am: 
25. August 2015 

	Urteil vom 24. August 2015
	Arrestbegehren (act. 1, sinngemäss):
	Formularentscheid des Einzelgerichts im summarischen Verfahren des  Bezirksgerichts Dietikon vom 29. Juni 2015 (act. 13 = act. 18 = act. 20, sinngemäss):
	Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren des  Bezirksgerichts Dietikon vom 29. Juni 2015 (act. 13 = act. 18 = act. 20):
	Beschwerdeanträge
	Erwägungen:
	I.
	II.

	III.
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Die zweitinstanzliche Spruchgebühr wird auf Fr. 200.00 festgesetzt.
	3. Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden der Gesuchstellerin und Beschwerdeführerin auferlegt.
	4. Schriftliche Mitteilung an die Gesuchstellerin und Beschwerdeführerin auf dem Rechtshilfeweg sowie an das Einzelgericht im summarischen Verfahren des Bezirksgerichtes Dietikon, je gegen Empfangsschein, und an die Obergerichtskasse.
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...