# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5581b4c4-47b3-5d14-9448-17949e477c2b
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-03-17
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Strafkammer 17.03.2010 SK1 2010 3
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_004_SK1-2010-3_2010-03-17.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 17. März 2010 Schriftlich mitgeteilt am: 
SK1 10 3 (nicht mündlich eröffnet)

Urteil 
I. Strafkammer

Vorsitz Schlenker
RichterInnen Brunner und Michael Dürst
Aktuarin ad hoc Riesen-Ryser

In der strafrechtlichen Berufung

des A., Angeklagter und Berufungskläger, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. 
Hans-Martin Allemann, Alexanderstrasse 8, Postfach 30, 7002 Chur,

gegen

das Urteil des Bezirksgerichtsausschusses Plessur vom 10. November 2009, 
mitgeteilt am 17. Dezember 2009, in Sachen gegen den Angeklagten und 
Berufungskläger,

betreffend Drohung,

hat sich ergeben:

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A. A. wuchs in G. auf. Nach der obligatorischen Schule absolvierte er eine 
Lehre bei der I. und später eine solche als Verkäufer. In den folgenden Jahren 
bildete er sich zum eidg. dipl. Handlungsreisenden weiter. Als solcher arbeitete er 
bei den Firmen J., K., L. L. und M.. Seit 2005 ist A. bei der Firma N., O., angestellt. 
Sein durchschnittliches Monatseinkommen beläuft sich auf ca. Fr. 6'000.-- netto. 
Er besitzt ein Haus, auf welchem eine Hypothek lastet. A. ist verheiratet und Vater 
von vier Kindern (geboren 1979, 1987, 1991 und 1994). Für die drei jüngeren 
Kinder muss er finanziell noch aufkommen. Seine Ehefrau ist ebenfalls 
erwerbstätig.

A. ist nicht vorbestraft. Er geniesst einen guten Leumund.

B. Mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 16. Juli 2009 wurde 
A. wegen Drohung gemäss Art. 180 Abs. 1 StGB in Anklagezustand versetzt. 
Dieser Anklage liegt gemäss Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Graubünden 
vom 16. Juli 2009 folgender Sachverhalt zu Grunde:

„Mit Schreiben vom 11. November 2008 teilte die Schuldirektion der Stadt 
G. dem Angeklagten und seiner Ehefrau mit, dass der Versuch, ihrem Sohn 
B., geb. 4. April 1994, einen Neuanfang in der Stadtschule zu ermöglichen, 
gescheitert sei. Eine weitere Beschulung und damit eine Reintegration in 
eine Regelklasse sei nicht möglich. Entsprechend werde die Schuldirektion 
dem Schulrat einen Antrag auf Schulausschluss stellen. 

A. erhielt dieses Schreiben am 19. November 2008. Noch gleichentags 
begab er sich unangemeldet zum Sozialpädagogen der 
Vormundschaftsbehörde des Kreises G., C., um mit ihm die neue Situation 
zu besprechen. C., der mit dem Angeklagten schon vorher verschiedentlich 
Kontakt gehabt hatte, erklärte diesem, dass die Vormundschaftsbehörde 
gegen einen Schulausschluss von B. nichts unternehmen könne. A. 
erwiderte hierauf in einem aggressiven Ton, er werde sich mit allen 
rechtlichen Mitteln gegen den Schulausschluss seines Sohnes wehren. 
Falls dies nicht zum Erfolg führe, habe er zuhause noch eine doppelläufige 
Flinte. Er sei auch ein guter Schütze. C. fasste diese Aussage als Drohung 
gegenüber der Schulbehörde auf. Er sah sich deshalb veranlasst, den 
Schuldirektor der Stadt G., D., über das Gespräch mit dem Angeklagten zu 
orientieren. Dieser fühlte sich in der Folge massiv vom Angeklagten 
bedroht und orientierte die Stadtpolizei, die beim Stadthaus eine 
Eingangskontrolle durchführte.

Schuldirektor D. stellte noch am 19. November 2008 gegen A. Strafantrag 
wegen Drohung.

Der Angeklagte gibt zu, am Morgen des 19. November 2008 bei der 
Vormundschaftsbehörde G. an der H.-Strasse1 mit C. eine Besprechung 
gehabt zu haben, will aber nicht gesagt haben, eine dopperlläufige Flinte zu 
besitzen bzw. ein guter Schütze zu sein.“

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C. Am 10. November 2009 fand die Hauptverhandlung vor dem 
Bezirksgerichtsausschuss Plessur statt, an welcher A. mit seinem privaten 
Verteidiger, Rechtsanwalt Dr. iur. Hans-Martin Allemann, anwesend waren. 

a) In der Ergänzung zur Anklageschrift stellte und begründete die 
Staatsanwaltschaft Graubünden folgende Anträge:

„1. A. sei der Drohung gemäss Art. 180 Abs. 1 StGB schuldig zu 
sprechen.

2. Dafür sei er zu verurteilen

- zu einer Geldstrafe von 45 Tagessätzen zu je Fr. 100.--.

Der Vollzug der Geldstrafe sei aufzuschieben, unter Ansetzung 
einer Probezeit von 2 Jahren.

- zur Bezahlung einer Busse von Fr. 700.--, ersatzweise zu einer 
Freiheitsstrafe von 7 Tagen.

3. Kostenfolge sei die gesetzliche.“

b) Der Verteidiger von A., Rechtsanwalt Dr. iur. Hans-Martin Allemann, stellte 
und begründete den Antrag, A. sei von Schuld und Strafe freizusprechen.

D. Mit Urteil vom 10. November 2009, mitgeteilt am 17. Dezember 2009, 
erkannte der Bezirksgerichtsausschuss Plessur wie folgt:

„1. A. ist der Drohung gemäss Art. 180 Abs. 1 StGB schuldig.

2. Dafür wird A. mit einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen à CHF 100.-- 
bestraft.

3. Der Vollzug der Geldstrafe wird unter Ansetzung einer Probezeit von 2 
Jahren aufgeschoben.

4. Die Kosten des Verfahrens von CHF 3'060.00 (Untersuchungskosten 
der Staatsanwaltschaft Graubünden CHF 1'560.00 und Gerichtskosten 
von CHF 1'500.00) gehen zu Lasten von A. und sind innert 30 Tagen 
seit Zustellung des Urteils auf das PC-Konto 70-3596-3 des 
Bezirksgerichts Plessur zu überweisen.

5. (Rechtsmittelbelehrung).

6. (Mitteilung).“

In der Begründung hielt er nach eingehender Würdigung der verschiedenen 
Aussagen und der anderen Beweise unter anderem fest, die 
Sachverhaltsdarstellung von A. erscheine an sich plausibel und der Sachverhalt 
könnte sich – hypothetisch - so abgespielt haben. Da A. aber ein legitimes 
Interesse daran habe, sein Verhalten in einem für ihn günstigen Licht darzustellen, 
seien seine Aussagen mit der notwendigen Vorsicht zu würdigen. Die Aussagen 
von C. wiederum, der unter der Strafdrohung von Ar. 307 StGB ausgesagt habe, 

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seien ebenfalls klar, eindeutig und weder unsicher noch ungenau. An der 
Glaubwürdigkeit von C. sei nicht zu zweifeln. Er habe kein erkennbares Interesse 
daran, A. wahrheitswidrig zu belasten mit dem Risiko strafrechtlicher 
Konsequenzen. Es sei auch kein vernünftiger Grund ersichtlich, weshalb C. den 
Schuldirektor und die Vormundschaftspräsidentin informieren sollte, wenn keine 
entsprechende Aussage gefallen sei. Im weiteren bejahte die Vorinstanz nach 
eingehenden Erwägungen das Vorliegen eines gültigen Strafantrages der 
Schulleitung der Stadt G.. Ebenso kam sie in Würdigung der einzelnen Aussagen 
zum Schluss, dass sich die Drohung in erster Linie gegen die Schuldirektion 
gerichtet habe. Ob sich die Äusserung von A. auch gegen C. und die 
Vormundschaftsbehörde gerichtet und einen tatbestandsmässigen Erfolg bewirkt 
habe, müsse nicht geprüft werden, da diese keinen Strafantrag gestellt hätten. Mit 
der Drohung, falls die Ausschöpfung aller rechtlichen Mittel nicht zum Ziel führe, 
habe er zuhause eine doppelläufige Flinte und er sei ein guter Schütze, sei 
objektiv betrachtet ein schwerer Nachteil in Aussicht gestellt worden, der den 
Schuldirektor in Angst versetzt habe, was daran abzulesen sei, dass er sich bei 
der Stadtpolizei gemeldet habe und diese daraufhin einen Polizisten zur 
Eingangskontrolle ins Stadthaus geschickt habe. Unwesentlich sei, ob A. die 
Drohung ernst gemeint habe oder ob er überhaupt in der Lage gewesen sei, die 
Drohung zu verwirklichen. In subjektiver Hinsicht habe A. die Mitarbeiter der 
Schuldirektion wohl in Angst versetzen und damit erreichen wollen, dass sein 
Sohn weiterhin die Schule besuchen dürfe. Er habe zumindest in Kauf genommen, 
dass seine Drohung Angst und Schrecken auslöse. Zudem habe er es für möglich 
halten müssen, dass C. die Drohung weiter leite. Das Verschulden von A. 
erachtete die Vorinstanz als nicht leicht. Strafmindernd berücksichtigte sie die der 
Äusserung vorangegangenen mehrjährigen Auseinandersetzungen mit der 
Schulbehörde und die Verärgerung über das Schreiben betreffend 
Schulausschluss sowie den guten Leumund und die Vorstrafenlosigkeit. Sie 
erachtete in der Folge eine Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu je Fr. 100.-- als 
dem Verschulden von A. angemessen. Aufgrund des Fehlens einer ungünstigen 
Prognose gewährte sie schliesslich den bedingten Strafvollzug bei einer Probezeit 
von zwei Jahren. Von der Aussprechung einer zusätzlichen Busse sah sie ab, da 
aufgrund der konkreten Umstände davon auszugehen sei, dass schon das 
Strafverfahren an sich und die bedingt ausgefällte Geldstrafe A. genügend zu 
beeindrucken vermöchten. 

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E. Gegen dieses Urteil erhob A., vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Hans-
Martin Allemann, mit Eingabe vom 7. Januar 2010 beim Kantonsgericht von 
Graubünden Berufung mit folgendem Rechtsbegehren:

„1. Das angefochtene Urteil sei aufzuheben.

2. Der Berufungskläger sei von der Anklage der Drohung gemäss Art. 
180 Abs. 1 StGB sowie von Schuld und Strafe freizusprechen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge.

Verfahrensantrag:

Es sei eine mündliche Berufungsverhandlung durchzuführen.“

In der Begründung wird vor allem geltend gemacht, aufgrund der vorausgehenden 
Probleme seines Sohnes mit der Schule sei das Thema Schulausschluss für A. 
nichts Neues gewesen, als er den Brief der Schuldirektion der Stadt G. am 19. 
November 2008 erhalten habe. C. habe im Gespräch mit A. gesagt, dass die 
Vormundschaftsbehörde gegen den Schulausschluss nichts unternehmen könne. 
Weiter habe C. erklärt, die Vormundschaftsbehörde werde eine Beistandschaft für 
B. errichten, worauf A. erwidert habe, er werde sich mit allen rechtlichen Mitteln 
hiegegen wehren. Eine Drohung habe A. nicht ausgesprochen. Er habe auch in 
der Vergangenheit nie Drohungen gegen die Schulbehörde, andere Amtsstellen 
oder Personen geäussert. Es gebe keine Zeugen, die die Aussagen von C. 
bestätigten könnten. Dieser hätte auch anders reagieren müssen, wenn die 
Drohung tatsächlich gefallen wäre. Es widerspreche der Lebenserfahrung, dass 
ein geschulter Sozialpädagoge als einzige Massnahme auf eine massive Drohung 
nur ein Telefonat mit einer Drittperson unternehme und eine Aktennotiz erstelle. 
Insbesondere habe C. nicht die Polizei informiert. Gemäss Art. 180 Abs. 1 StGB 
müsse ausserdem ein konkretes Opfer bedroht werden. C. habe bestätigt, dass 
keine konkrete Person und auch keine namentlich genannte Behörde bedroht 
worden sei. Würde ein Adressat in Frage kommen, so sei dies nicht die 
Schulbehörde, sondern die Vormundschaftsbehörde gewesen. Erst die Mitteilung, 
dass eine Beistandschaft für B. errichtet werde, habe A. aufgewühlt. Dass er die 
vorgesehene Beistandschaft für seinen Sohn in der polizeilichen Einvernahme 
nicht erwähnt habe, liege daran, dass es A. vorrangig darum gegangen sei, die 
ungerechtfertigte Anschuldigung betreffend angebliche Drohung zurückzuweisen, 
und nicht um eine detaillierte Schilderung des Gesprächs mit C.. Auch habe A. 
wegen seines Sohnes schon seit längerem Probleme mit der Schuldirektion 
gehabt, sei dabei aber nie ausfällig geworden oder habe eine Drohung 
ausgesprochen. Die Schulleitung sei, wie diese Ausführungen zeigten, nicht 
Adressatin der angeblichen Drohung gewesen. Die (nicht erfolgte) Aussage, er 

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habe ein Flinte zuhause und sei ein guter Schütze, hätte nur der 
Vormundschaftsbehörde gelten können. Diese habe keinen Strafantrag gestellt 
und es seien keine Massnahmen ergriffen worden. C. und die 
Vormundschaftsbehörde seien daher nicht in Angst oder Schrecken versetzt 
worden. Die Schuldirektion wiederum sei durch den Anruf von C. in Angst und 
Schrecken versetzt worden. C. habe in das Verhalten von A. eine Bedrohung 
hinein interpretiert. Er habe offenbar gegenüber der Schuldirektion auch eine 
dramatischere Version der Drohung geäussert, als sie sich in seiner Aktennotiz 
und seinen Einvernahmen finde. Die Aussagen von C. seien widersprüchlich; er 
neige zu Überinterpretationen. Zudem vermische er Tatsachen und 
Interpretationen. A. habe keine Drohung geäussert. Hätte er eine ausgesprochen, 
hätte diese der Vormundschaftsbehörde gegolten. Diese habe aber keinen 
Strafantrag gestellt. A. sei daher freizusprechen.

F. Mit Schreiben vom 19. Januar 2010 verzichtete die Staatsanwaltschaft 
Graubünden und mit Schreiben vom 1. Februar 2010 das Bezirksgericht Plessur 
auf die Einreichung einer Vernehmlassung.

G. An der Hauptverhandlung vor der I. Strafkammer des Kantonsgerichts von 
Graubünden am 17. März 2010 waren A. und sein privater Verteidiger, 
Rechtsanwalt Dr. iur. Hans-Martin Allemann, anwesend. Die Staatsanwaltschaft 
Graubünden hatte am 9. Februar 2010 schriftlich auf die Teilnahme an der 
Berufungsverhandlung verzichtet (act. 07). Gegen die Zuständigkeit und die 
Zusammensetzung des Gerichts wurden keine Einwände erhoben. Der Verteidiger 
verzichtete auf das Verlesen von Aktenstücken. In der Befragung äusserte sich A. 
zu den Ereignissen vom 19. November 2008. Er beteuerte, er habe die 
inkriminierte Äusserung nicht getan. Danach trug der Verteidiger sein Plädoyer 
vor, in welchem er sich weitgehend an die bereits in der Berufung gemachten 
Ausführungen hielt. Abschliessend erhielt A. die Gelegenheit zum Schlusswort. Er 
erklärte, er habe niemanden bedroht. Er habe gar keinen Grund, jemanden zu 
bedrohen, schon gar nicht mit dem Gewehr. 

H. Auf die weiteren Ausführungen im angefochtenen Urteil, in der 
Rechtsschrift, im Sachvortrag an der mündlichen Berufungsverhandlung sowie in 
der persönlichen Befragung von A. wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden 
Erwägungen eingegangen.

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Die I. Strafkammer zieht in Erwägung :

1. Gegen Urteile und Beschlüsse der Bezirksgerichte und ihrer Ausschüsse 
können der Verurteilte, das Opfer und der Staatsanwalt beim Kantonsgericht 
gemäss Art. 141 Abs. 1 StPO innert 20 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung des 
angefochtenen Entscheides Berufung einlegen. Diese ist zu begründen und hat 
darzutun, welche Mängel des erstinstanzlichen Entscheides oder 
Gerichtsverfahrens gerügt werden und ob das ganze Urteil oder lediglich Teile 
davon angefochten werden (Art. 142 Abs. 1 StPO). Diesen Anforderungen vermag 
die vorliegende Berufung zu genügen. Auf die frist- und formgerecht eingereichte 
Berufung ist daher einzutreten.

2. Für das Berufungsverfahren ist zu beachten, dass der I. Strafkammer des 
Kantonsgerichts als Berufungsinstanz grundsätzlich eine umfassende, 
uneingeschränkte Kognition - auch mit Bezug auf Ermessensfehler, bei deren 
Prüfung sie sich aber eine gewisse Zurückhaltung auferlegt - zukommt (Art. 146 
Abs. 1 StPO). Sie überprüft das vorinstanzliche Urteil jedoch nur im Rahmen der 
in der Berufung oder Anschlussberufung gestellten Anträge. Wenn die Aktenlage 
die Beurteilung zulässt und keine Verletzung des rechtlichen Gehörs vorliegt oder 
der Mangel geheilt ist, entscheidet die Strafkammer des Kantonsgerichts in der 
Sache selber (Art. 146 Abs. 2 StPO e contrario), eine Rückweisung an die 
Vorinstanz bildet die Ausnahme (Padrutt, Kommentar zur Strafprozessordnung 
des Kantons Graubünden, 2. Auflage, G. 1996, S. 375 f.).

3. Der Vorsitzende kann gemäss Art. 144 Abs. 1 StPO eine mündliche 
Berufungsverhandlung von Amtes wegen oder auf Antrag durchführen, wenn die 
persönliche Befragung des Angeklagten für die Beurteilung der Streitsache 
wesentlich ist. Auf die Berufungsverhandlung finden unter Vorbehalt abweichender 
Bestimmungen die Vorschriften der Strafprozessordnung über das 
Gerichtsverfahren sinngemäss Anwendung (vgl. Art. 144 Abs. 2 StPO). A. hat in 
seiner Berufung den Antrag auf eine mündliche Berufungsverhandlung gestellt, da 
die Verurteilung für ihn eine schwere Sanktion darstelle und seine Befragung für 
eine sachgerechte Entscheidung erforderlich sei. Mit der Vorladung zur 
Berufungsverhandlung vom 17. März 2010 (vgl. Verfügung vom 3. Februar 2010, 
act. 05) sowie der Durchführung der Berufungsverhandlung selbst wurde diesem 
Antrag entsprochen.

4. A. macht in seiner Berufung in einem ersten Punkt geltend, er habe die 
Drohung, wie sie von C. geschildert worden sei, nicht geäussert. Es ist mithin im 

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folgenden zu prüfen, ob sich aus den Akten genügend Anhaltspunkte dafür 
ergeben, dass A. in einem Gespräch mit C. erklärt hat, er habe zuhause eine 
doppelläufige Flinte und er sei ein guter Schütze, oder nicht. Dabei geht es darum, 
die vorhandenen Beweise einer eingehenden Würdigung zu unterziehen. 

a) Bei der Würdigung der Beweismittel entscheidet das Gericht nach Art. 144 
Abs. 2 StPO in Verbindung mit Art. 125 Abs. 2 StPO auch im Berufungsverfahren 
nach freier Überzeugung (vgl. Schmid, Strafprozessrecht, 4. Auflage, Zürich 2004, 
N 286). Die Beweislast für die dem Angeklagten zur Last gelegte Tat liegt dabei 
grundsätzlich beim Staat (vgl. Padrutt, a.a.O., S. 306). An den Beweis der zur Last 
gelegten Tat sind hohe Anforderungen zu stellen. Verlangt wird mehr als eine 
blosse Wahrscheinlichkeit, nicht aber ein absoluter Beweis der Täterschaft. Nach 
der aus Art. 32 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 2 EMRK fliessenden 
Beweiswürdigungsregel „in dubio pro reo“ darf sich der Strafrichter jedoch nicht 
von der Existenz eines für den Angeklagten ungünstigen Sachverhaltes überzeugt 
erklären, wenn bei objektiver Betrachtung Zweifel an den tatsächlichen 
Voraussetzungen für ein verurteilendes Erkenntnis bestehen (vgl. BGE 124 IV 87 
f.). Bloss theoretische und abstrakte Zweifel sind indessen nicht massgebend, weil 
solche immer möglich sind und absolute Gewissheit nicht verlangt werden kann. 
Es muss sich vielmehr um erhebliche und nicht zu unterdrückende Zweifel 
handeln, das heisst um solche, die sich nach der objektiven Rechtslage 
aufdrängen (vgl. BGE 130 Ia 37). Aufgabe des Richters ist es, ohne Bindung an 
Beweisregeln die an sich möglichen Zweifel zu überwinden und sich mit 
Überzeugung für einen bestimmten Sachverhalt zu entscheiden, wobei die Bildung 
der Überzeugung objektivier- und nachvollziehbar sein muss. Die Schuld des 
Angeklagten muss sich dabei auf vorgelegte Beweise stützen, die vernünftige 
Zweifel in ausschliessender Weise zu beseitigen vermögen (vgl. PKG 1987 Nr. 
12). Es ist anhand sämtlicher sich aus den Akten ergebenden Umstände zu 
untersuchen, ob die Darstellung der Anklage oder jene des Angeklagten den 
Richter zu überzeugen vermag. Erst wenn eine solche Überzeugung weder in der 
einen noch in der anderen Richtung zu gewinnen ist, muss gemäss dem 
Grundsatz „in dubio pro reo“ der für den Angeklagten günstigere Sachverhalt 
angenommen werden und es hat ein Freispruch zu erfolgen (vgl. Padrutt, a.a.O., 
S. 307; Schmid, a.a.O., N 286; BGE 127 I 40 E 2).

b) Zu den verschiedenen Beweismitteln ist auszuführen, dass der Grundsatz 
der freien Beweiswürdigung eine Rangordnung verbietet, was bedeutet, dass alle 
Beweismittel grundsätzlich gleichwertig sind. Insbesondere sind die Aussagen von 
Zeugen, Auskunftspersonen und sogar Angeschuldigten vollgültige Beweismittel 

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mit derselben Beweiseignung. Entscheidend ist mit anderen Worten allein die 
Beweiskraft der konkreten Beweismittel im Einzelfall (Hauser/Schweri/Hart-mann, 
Schweizerisches Strafprozessrecht, 6. Auflage, Basel 2005, § 54 N 5). Wesentlich 
können auch so genannte Indizien sein (vgl. Schmid, a.a.O., N 290). Bei der 
Würdigung der Beweise ist weniger die Form, sondern vielmehr der Inhalt, das 
heisst deren innere Autorität massgebend (Schmid, a.a.O., N 290). Entsprechend 
interessiert im Rahmen des Gerichtsverfahrens nicht in erster Linie die persönliche 
Glaubwürdigkeit des Angeschuldigten oder von Zeugen, sondern die sachliche 
Glaubhaftigkeit ihrer konkreten Aussagen (vgl. Hauser, Der Zeugenbeweis im 
Strafprozess mit Berücksichtigung des Zivilprozesses, Zürich 1974, S. 311 f.). Als 
Kennzeichen wahrheitsgetreuer Aussagen sind dabei die innere Geschlossenheit 
und Folgerichtigkeit in der Darstellung des Geschehens sowie die konkrete und 
anschauliche Wiedergabe des Erlebten zu werten (vgl. im Detail: Arntzen/Michae-
lis-Arntzen, Psychologie der Zeugenaussage, System der 
Glaubwürdigkeitsmerkmale, 3. Auflage, München 1993).

c) Wie der Berufungskläger in seiner Berufung zu Recht festhält, gibt es keine 
Zeugen für das Gespräch zwischen ihm und C. von der Vormundschaftsbehörde 
des Kreises G., in welchem die inkriminierte Äusserung gefallen sein soll. Zentral 
sind somit die Aussagen von C. und von A. selbst. In der polizeilichen 
Einvernahme vom 9. Dezember 2008 (act. 3.6) hat C. bezüglich der umstrittenen 
Aussagen von A. erklärt, A. sei am 19. November 2008 um etwa 8.30 Uhr zu ihm 
ins Büro gekommen. A. habe einen Brief bei sich gehabt, in dem es um den 
Schulausschluss von B. gegangen sei. A. habe in diesem Zusammenhang mit ihm 
ein Gespräch führen wollen. A. habe gefragt, was er gegen diese Massnahme des 
Schulrates machen könne. Er, C., habe ihm erklärt, dass dieser Entscheid definitiv 
sei und auch die Vormundschaftsbehörde nichts dagegen tun könne. A. habe 
erklärt, er würde sich mit allen rechtlichen Mitteln gegen diesen Entscheid wehren. 
Falls diese Massnahme auch nichts helfen werde, an diesem Entschluss etwas zu 
ändern, habe er noch eine doppelläufige Flinte zu Hause. Er sei auch ein guter 
Schütze. A. sei sehr aufgeregt gewesen und habe sehr aggressiv gesprochen, als 
er das gesagt habe. Er habe an den Händen gezittert. Seine genauen Worte seien 
gewesen „Ich habe eine doppelläufige Flinte zuhause, ebenfalls bin ich ein guter 
Schütze!“. Diese Worte habe er, C., kurze Zeit später in den Akten notiert. An 
dieser Schilderung hat C. auch anlässlich der untersuchungsrichterlichen 
Konfronteinvernahme mit A. am 5. März 2009 (act. 3.7) festgehalten. Er hat dabei 
im Zusammenhang mit der inkriminierten Äusserung von A. ausgeführt, dass 
dieser am Morgen des 19. November 2008 unangemeldet in seinem Büro 

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erschienen sei. A. habe kurz zuvor den Beschluss der Schulbehörde der Stadt G. 
über den Schulausschluss seines Sohnes erhalten. A. habe sich über diesen 
Beschluss sehr geärgert und er habe gesagt, wenn alles nichts nütze, habe er 
zuhause eine doppelläufige Flinte und er sei ein guter Schütze. Damit habe er 
zum Ausdruck bringen wollen, dass, wenn die Schule seinen Sohn nicht mehr 
aufnehme und alle diesbezüglichen Bemühungen erfolglos blieben, er für diesen 
Fall eine doppelläufige Flinte zuhause habe. Er sei sich 100%ig sicher, dass A. 
dies so gesagt habe. Auf die Aussage von A. hin, dass er dies nicht gesagt habe, 
bekräftigte C., er sei sich absolut sicher, dass A. erwähnt habe, er besitze eine 
doppelläufige Flinte und er sei ein guter Schütze. Einen Irrtum seinerseits könne 
er mit Sicherheit ausschliessen. Die Aussagen von C. sind klar, widerspruchsfrei, 
in sich geschlossen und gut nachvollziehbar. Sie erklären den Ablauf in einer 
logischen Reihenfolge und enthalten viele Details. C. hat die Gefühlslage von A. 
sehr gut kenntlich gemacht, hat aber auch seine eigenen Gefühle beschrieben, 
indem er gegenüber der Polizei erklärt hat, er habe zu diesem Zeitpunkt ein sehr 
schlechtes Gefühl gehabt, weshalb er auch die Massnahmen getroffen habe (act. 
3.6, S. 2). Weiter gilt es zu beachten, dass C. unter der Strafdrohung von Art. 307 
StGB ausgesagt hat. Und er ist auch in der Konfronteinvernahme mit A. bei seinen 
Aussagen geblieben, obwohl A. klar bestritten hat, diese Äusserung getan zu 
haben. Kurz nach dem Gespräch mit A. hat C. den ganzen Vorfall im weiteren in 
einer Aktennotiz festgehalten. In jenem Zeitpunkt war noch überhaupt nicht klar, 
dass es zu einem Strafverfahren gegen A. kommen und dass A. dann eine solche 
Aussage bestreiten würde, sah C. selbst doch keine Notwendigkeit, einen 
Strafantrag zu stellen, weil sich die Drohung nach seiner Auffassung nicht gegen 
ihn und/oder die Vormundschaftsbehörde richtete, und war auch nicht von 
vornherein und zwingend davon auszugehen, dass die Schuldirektion einen 
Strafantrag stellen würde. Die Aktennotiz vom 19. November 2008 (act. 1.19), in 
welcher festgestellt wird, A. habe gedroht, er besitze eine doppelläufige Flinte und 
sei ein guter Schütze, spricht daher sehr deutlich für die Glaubhaftigkeit der 
Aussagen von C.. Ebenso ist kein Grund ersichtlich, weshalb C. den Schuldirektor 
der Stadt G., D., über eine Äusserung von A. hätte informieren sollen, wenn eine 
solche Äusserung nicht tatsächlich gefallen wäre. A. hat selbst erklärt, er habe mit 
C. nie irgendwelche Meinungsverschiedenheiten gehabt, im Gegenteil, er habe mit 
ihm oft Probleme besprochen, die er gehabt habe, und ihn sozusagen als 
Ratgeber betrachtet (untersuchungsrichterliche Einvernahme vom 5. März 2009, 
act. 3.8, S. 2 unten). Es ist folglich davon auszugehen, dass zwischen den beiden 
Männern grundsätzlich ein gutes Einvernehmen herrschte. Das wiederum spricht 
klar dagegen, dass C. A. einer Aussage bezichtigen sollte, die A. nicht gemacht 

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hatte. Bezeichnenderweise konnte A. denn auch keinen Grund nennen, warum C. 
die Unwahrheit gesagt haben sollte. Es sind somit überhaupt keine Anzeichen 
ersichtlich, die dafür sprechen würden, dass C. falsch ausgesagt hätte. Ebenso 
aber kann ausgeschlossen werden, dass C. A. missverstanden hatte. C. hat 
gegenüber dem Untersuchungsrichter ausdrücklich erklärt, einen Irrtum 
seinerseits könne er mit Sicherheit ausschliessen. Und schliesslich ist noch 
festzustellen, dass C. gemäss Aktenlage kein Interesse am Ausgang des 
Verfahrens gegen A. hat. Nach eingehender Würdigung der Aussagen von C. 
gelangt die I. Strafkammer des Kantonsgerichts daher zum Schluss, dass diese 
glaubhaft sind. Daran vermögen auch die Ausführungen in der Berufung nichts zu 
ändern. Zunächst einmal steht der Umstand, dass A. sich trotz der seit langem 
andauernden schulischen Probleme seines Sohnes immer auf anständige Art und 
Weise geäussert und nie Drohungen ausgesprochen haben soll, der 
Schlussfolgerung nicht entgegen, gegenüber C. die vorliegend zu beurteilende 
Äusserung getan zu haben. Denn auch wenn sich A. in der Vergangenheit immer 
korrekt verhalten haben sollte, heisst dies offensichtlich nicht, dass er dies auch in 
diesem Fall getan haben muss. Dasselbe ist bezüglich dem Argument zu sagen, 
dass A. über einen tadellosen Leumund verfüge und noch nie straffällig geworden 
sei. Auch eine Person, die bis anhin nicht negativ aufgefallen ist, kann 
offensichtlich ohne weiteres eine Drohung im Sinne von Art. 180 Abs. 1 StGB 
aussprechen. Dies insbesondere auch unter Berücksichtigung der Tatsache, dass 
es unwesentlich ist, ob der Drohende seine Drohung ernst meint, ob er zur 
Verwirklichung des angedrohten Übels überhaupt in der Lage wäre oder ob er sich 
zur Drohung sonstwie einer Täuschung bedient. Es genügt, wenn die Drohung als 
ernst gemeint in Erscheinung tritt (Delnon/Rüdy, Basler Kommentar, N 17 zu Art. 
180 StGB). Aus dem Umstand, dass A. über einen guten Leumund verfügt und 
vorstrafenlos ist, kann daher nicht geschlossen werden, er hätte eine Äusserung, 
wie sie ihm vorgeworfen wird, nie getan. Das Gleiche ist bezüglich der 
Leumundsberichte von verschiedenen Personen festzustellen, die sich in 
schriftlicher Form bei den Akten finden (vgl. Beilagen zu act. 1.18 und 1.21). Auch 
wenn diese Personen ausführen, sie hätten A. noch nie gewalttätig erlebt, heisst 
dies nicht, dass er sich gegenüber C. nicht in der von diesem geschilderten Weise 
geäussert haben kann. Im übrigen hält E. in seinem Leumundsbericht fest, wenn 
A. von unfähigen Leuten und uneinsichtigen Behördenmitgliedern geplagt und 
schikaniert werde, könne er aufbrausen und schimpfen (act. 1.18, Beilage 1). Und 
F. erklärt in seiner Referenzauskunft, wenn A. seine Stimme einmal etwas 
anhebe, so mache dies auch dank seiner körperlichen Erscheinung Eindruck (act. 
1.18, Beilage 3). In den Leumundszeugnissen scheint mithin auf, dass A. 

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durchaus auch laut reagieren kann, obwohl er grundsätzlich als friedfertig 
beschrieben wird, was wiederum ohne weiteres die Möglichkeit offen lässt, dass 
A. die vorliegend zu beurteilende Äusserung getan hat. Weiter wird in der 
Berufung vorgebracht, es widerspreche der allgemeinen Lebenserfahrung, dass 
C. als ausgebildeter Sozialpädagoge auf eine massive Drohung hin keine weiteren 
Massnahmen ergriffen habe, als eine Drittperson zu informieren und eine 
Aktennotiz zu erstellen. Insbesondere habe C. nicht die Polizei informiert. Dazu gilt 
es festzuhalten, dass C. die Drohung nicht als gegen ihn oder die 
Vormundschaftsbehörde gerichtet aufgefasst hat (polizeiliche Einvernahme vom 9. 
Dezember 2008, act. 3.6, S. 2 unten). Er hat deshalb die Behörde informiert, 
gegen welche die Drohung nach seinem Eindruck gerichtet war, nämlich die 
Schuldirektion. Dass er es dann aber dem Schuldirektor überlassen hat, die nach 
dessen Meinung angebrachte Reaktion auf die Drohung in die Wege zu leiten (vgl. 
diesbezüglich auch C.s Aussage anlässlich der untersuchungsrichterlichen 
Konfronteinvernahme vom 5. März 2009, act. 3.7, S. 3 Mitte), ist durchaus 
nachvollziehbar. Aus dem Umstand, dass C. nicht die Polizei informiert hat, kann 
daher in keiner Weise abgeleitet werden, dass A. die inkriminierte Äusserung nicht 
getan habe. Kommt hinzu, dass C. die Präsidentin der Vormundschaftsbehörde 
des Kreises G. über den Vorfall informiert hat und dass bei der 
Vormundschaftsbehörde ein Pfefferspray bereit gestellt wurde für den Fall, dass A. 
zurückkehren sollte (polizeiliche Einvernahme vom 9. Dezember 2008, act. 3.6, S. 
2). C. hat es also durchaus nicht nur bei der Information des Schuldirektors und 
beim Erstellen einer Aktennotiz belassen. Die interne Reaktion der 
Vormundschaftsbehörde weist zudem deutlich darauf hin, dass A. die von C. 
geschilderte Aussage tatsächlich gemacht hat. Schliesslich ist noch festzustellen, 
dass sich zwischen den Aussagen von C. in den Einvernahmen und in der 
Aktennotiz und dem, was C. D. am Telefon gesagt hat, entgegen den 
Ausführungen in der Berufung keine Diskrepanz feststellen lässt. Es trifft zwar zu, 
dass im Tagesjournal der Stadtpolizei G. festgehalten wird, der Vater habe erklärt, 
er nehme seine Flinte und gehe auf die Mitarbeiter los (act. 3.2). Daraus kann 
jedoch nicht abgeleitet werden, C. habe gegenüber D. diese Worte benutzt. D. hat 
vielmehr in seiner polizeilichen Einvernahme vom 19. November 2008 klar 
festgehalten, A. habe gemäss den Aussagen von C. mit den Worten gedroht, er 
habe eine doppelläufige Flinte zuhause, zudem sei er ein guter Schütze (act. 3.4, 
S. 2 oben). D. hat nur wenige Stunden nach dem Telefonat von C. seine Aussage 
gegenüber der Polizei gemacht, so dass er sich ohne Zweifel noch an die 
genauen Worte von C. erinnern konnte. Offensichtlich hat C. D. gegenüber 
dieselben Worte verwendet, wie er sie in seiner Aktennotiz und bei seinen 

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Einvernahmen gebraucht hat. Dass im Tagesjournal der Stadtpolizei G. die 
Äusserung von A. anders wiedergegeben wird, ändert daran nichts. C. hat die 
Aussage von A. somit weder dramatisiert noch bei verschiedenen Gelegenheiten 
unterschiedlich wiedergegeben. Unter Berücksichtigung sämtlicher Umstände 
kommt die I. Strafkammer des Kantonsgerichts aufgrund des Gesagten zum 
Schluss, dass die Aussagen von C. glaubhaft sind. 

d) A. hat in seinen Aussagen bestätigt, dass er am Morgen des 19. November 
2008 ein Schreiben der Direktion der Stadtschule G. erhalten habe, welches den 
Schulausschluss seines Sohnes B. ankündigte, und dass er daraufhin 
unangemeldet C. aufgesucht habe, um mit ihm darüber zu sprechen. Er hat auch 
zugestanden, dass er erklärt habe, er werde sich mit allen rechtlichen Mitteln zur 
Wehr setzen. Jedoch hat er in jeder Einvernahme bestritten, dass er gesagt habe, 
er habe eine doppelläufige Flinte zuhause und er sei ein guter Schütze 
(polizeiliche Einvernahme vom 8. Dezember 2008, act. 3.5, S. 2; 
untersuchungsrichterliche Konfronteinvernahme vom 5. März 2009, act. 3.7, S. 2 
unten und S. 3 unten; untersuchungsrichterliche Einvernahme vom 5. März 2009, 
act. 3.8, S. 1). Insofern sind A.s Aussagen zwar widerspruchsfrei. Jedoch ist dabei 
zu beachten, dass er bezüglich der inkriminierten Äusserung einfach den 
Sachverhalt bestritten hat, so dass die Widerspruchsfreiheit in diesem 
Zusammenhang nicht verwundert und auch nicht zu Gunsten der Aussagen von A. 
spricht. Bezüglich der Gemütslage von A. nach Erhalt des Schreibens der 
Direktion der Stadtschule G. gibt es im übrigen durchaus Widersprüche. Nachdem 
er sich in den Einvernahmen dazu nicht geäussert hat, wobei er diesbezüglich 
auch nicht speziell befragt worden ist, hat A. anlässlich der Berufungsverhandlung 
mehrfach betont, er habe sich über das Schreiben nicht aufgeregt, da sie den 
Schulausschluss erwartet hätten, sein Sohn sei in die Time-out Klasse gegangen 
und es sei klar gewesen, dass er anderswo platziert werden müsse. In der 
Berufung jedoch wird bestätigt, dass A. im Gespräch mit C. über das Schreiben 
der Schuldirektion empört gewesen sei und keinerlei Verständnis für diese 
Reaktion der Schule gezeigt habe (Berufung, act. 01, S. 13 oben). Und in der 
untersuchungsrichterlichen Konfronteinvernahme blieb die Feststellung von C., A. 
habe sich über den Beschluss der Schuldirektion sehr geärgert, unwidersprochen 
(act. 3.7, S. 2). Eine Tendenz von A., sein eigenes Verhalten nachträglich zu 
beschönigen, kann daher nicht von der Hand gewiesen werden. Im übrigen wird A. 
in den Leumundszeugnissen als sehr engagierter Vater dargestellt (Beilagen zu 
act. 1.18 und zu act. 1.21), der eine feste Meinung habe, was für seinen Sohn das 
Beste sei, und der sich da nicht dreinreden lasse (Referenzauskunft von F., act. 

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1.18, Beilage 3), und der aufbrausen und schimpfen könne, wenn er von 
uneinsichtigen Behördenmitgliedern geplagt und schikaniert werde 
(Leumundsauskunft von E., act. 1.18, Beilage 1). Es erscheint dem Gericht unter 
diesen Umständen wenig plausibel, dass A. die Mitteilung des Schulausschlusses 
seines Sohnes vollkommen gleichmütig aufgenommen haben soll, obwohl er mit 
dieser Sanktion nicht einverstanden war, was allein schon seine zugestandene 
Erklärung zeigt, er werde sich dagegen mit allen rechtlichen Mitteln wehren 
(polizeiliche Einvernahme vom 8. Dezember 2008, act. 3.5, S. 2). Die 
Beteuerungen von A. anlässlich der Berufungsverhandlung, er habe sich über den 
Schulausschluss nicht aufgeregt, überzeugen daher kaum und stehen im 
Widerspruch zu der Berufung und zu den diesbezüglich unwidersprochenen 
Aussagen von C.. Im weiteren hat A. gegenüber der Polizei ausgeführt, er habe 
nach dem Erhalt des Schreibens der Direktion der Stadtschule G. C. aufgesucht, 
um mit ihm die Angelegenheit zu besprechen. C. habe noch keine Kenntnis von 
diesem Brief gehabt. In der Folge hätten sie ein Gespräch geführt. Er sei nicht laut 
geworden und während des ganzen Gesprächs anständig geblieben. C. habe ihm 
in diesem Fall jedoch nicht helfen können. Er habe sich danach verabschiedet und 
sei gegangen. Auf explizite Frage des einvernehmenden Polizisten erklärte A., das 
Gespräch sei ganz normal verlaufen, er habe C. nur geschildert, was die 
rechtlichen Möglichkeiten seien (polizeiliche Einvernahme vom 8. Dezember 2008, 
act. 3.5, S. 2). A. hat mithin in dieser Einvernahme einen ganzen Themenkomplex 
weggelassen, nämlich den unbestrittenen Umstand, dass C. ihm eröffnet hat, die 
Vormundschaftsbehörde wolle über B. eine Beistandschaft errichten. A. hat dies 
nicht erwähnt, obwohl ihn die Mitteilung von C. gemäss seinen eigenen Aussagen 
anlässlich der Berufungsverhandlung sehr getroffen, aufgewühlt und beschäftigt 
hat. In der Berufung wird sogar bestätigt, dass sich A. nach dieser Mitteilung von 
C. sehr aufgeregt habe und sogar zu zittern begonnen habe (Berufung, act. 01, S. 
13 Mitte [„Auch in diesem Punkt ist die Aktennotiz richtig.“] und S. 17 oben). Dies 
wiederum steht im Widerspruch zu A.s Aussage gegenüber der Polizei, dass das 
Gespräch mit C. ganz normal verlaufen sei. Aus der Einvernahme wird nämlich 
ohne weiteres klar, dass sich diese Feststellung von A. auf das gesamte Gespräch 
mit C. bezog. Ein Gespräch aber, in dessen Verlauf die eine Partei vor 
emotionaler Erregung zu zittern beginnt, nimmt zweifelsohne nicht einen ganz 
normalen Verlauf. Durch dieses widersprüchliche Verhalten entsteht der Eindruck, 
dass A. nur erwähnt oder zugegeben hat, was er im jeweiligen Stadium des 
Verfahrens als für ihn günstig erachtet hat. Dies wiederum weckt Zweifel an der 
Vollständigkeit und Verlässlichkeit seiner Aussagen. Zu beachten ist im weiteren, 
dass A. als Angeschuldigter bei seinen Aussagen nicht zur Wahrheit verpflichtet 

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war. Ebenso hat er ohne Zweifel ein eminentes Interesse am Ausgang des 
Verfahrens, was bei der Beurteilung seiner Aussagen mitgewichtet werden muss. 
Die I. Strafkammer des Kantonsgerichts erachtet die Aussagen von A. aufgrund 
des Gesagten als mit vielen Unsicherheiten bezüglich ihrer Vollständigkeit und 
Glaubhaftigkeit behaftet. Sie vermögen die klaren und glaubhaften Aussagen von 
C. nicht zu entkräften oder auch nur Zweifel daran zu wecken. Die I. Strafkammer 
kommt daher vorliegend zum Schluss, dass bezüglich des Sachverhalts auf die 
Aussagen von C. abzustellen ist. Es ist mithin davon auszugehen, dass A. am 19. 
November 2008 in einem Gespräch mit C. erklärt hat, er habe eine doppelläufige 
Flinte zuhause 
und sei ein guter Schütze. Die Vorinstanz ist somit zu Recht von diesem 
Sachverhalt ausgegangen. Die Berufung ist diesbezüglich unbegründet und daher 
abzuweisen.

5. Für den Fall, dass das Gericht zum Schluss kommt, A. habe sich im 
eingeklagten Sinne geäussert, wird in der Berufung geltend gemacht, die 
Schuldirektion sei gar nicht Adressatin der Äusserung gewesen. Dem kann nicht 
zugestimmt werden. A. suchte C. am 19. November 2008 wegen eines Schreibens 
der Schuldirektion der Stadtschule G. auf, in welchem der Schulausschluss seines 
Sohnes B. mitgeteilt wurde. Das Gespräch drehte sich in der Folge denn auch 
weitgehend um dieses Thema (polizeiliche Einvernahme von A. vom 8. Dezember 
2008, act. 3.5, S. 2; polizeiliche Einvernahme von C. vom 9. Dezember 2008, act. 
3.6; Aktennotiz vom 19. November 2008, Beilage zu act. 1.19). C. hat erklärt, dass 
sich A. über diese Sanktion der Schule sehr aufgeregt habe und überhaupt kein 
Verständnis dafür gehabt habe. Dies wird in der Berufung als richtig anerkannt. A. 
hat gemäss eigenen Aussagen gegenüber C. erklärt, er werde sich „mit allen 
Mitteln gegen diese Beschlüsse“ wehren (polizeiliche Einvernahme vom 8. 
Dezember 2008, act. 3.5, S. 2 Mitte). In der Berufung wird in diesem 
Zusammenhang Wert darauf gelegt, es sei aus der Verwendung der Mehrzahl des 
Wortes Beschluss erkennbar, dass zuvor auch über den Beschluss der 
Vormundschaftsbehörde gesprochen worden sei, für B. eine Beistandschaft zu 
errichten. Aus der Verwendung der Mehrzahl ergibt sich aber ebenso, dass sich A. 
auch gegen den Schulausschluss seines Sohnes mit allen rechtlichen Mitteln zur 
Wehr setzen wollte. Gemäss Aussage von C. hat A. gerade anschliessend erklärt, 
wenn dies alles [also das Ergreifen aller rechtlichen Mittel gegen die Beschlüsse] 
nichts nütze, so habe er eine doppelläufige Flinte zuhause und er sei ein guter 
Schütze (polizeiliche Einvernahme vom 9. Dezember 2008, act. 3.6, S. 2 oben). 
Aus der engen zeitlichen Verknüpfung ergibt sich klar und deutlich, dass die 

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Drohung (zumindest auch) gegen die Schulbehörde der Stadt G. gerichtet war. Ob 
auch die Vormundschaftsbehörde gemeint war, braucht vorliegend nicht weiter 
geprüft zu werden, da diese zum einen keinen Strafantrag gestellt hat, so dass 
eine Verurteilung wegen Art. 180 Abs. 1 StGB von Beginn weg ausser Betracht 
fällt, und sich zum andern bezüglich Art. 285 StGB aus den Akten nicht ergibt, 
dass die Vormundschaftsbehörde beziehungsweise deren Mitglieder in einer 
Amtshandlung behindert worden wären. Die Argumente wiederum, die A. in der 
Berufung vorbringt, um aufzuzeigen, dass die Schulbehörde nicht Adressatin der 
Drohung gewesen sei, vermögen nicht zu überzeugen. Zunächst macht A. 
geltend, Art. 180 Abs. 1 StGB verlange, dass ein konkretes Opfer bedroht werde. 
C. habe in der Aktennotiz aber ausdrücklich festgehalten, falls A. eine konkrete 
Drohung ausspreche, sei bei der Polizei Anzeige zu erstatten. Diese Notiz hätte er 
nicht gemacht, wenn jemand konkret bedroht worden wäre. C. habe auch in den 
Einvernahmen wiederholt bestätigt, dass keine konkrete Person und auch keine 
namentlich genannte Behörde bedroht worden sei. Wie sich aus den Akten ergibt, 
hat A. die Drohung tatsächlich nicht konkret gegen eine bestimmte Person 
gerichtet. Dies ist jedoch auch nicht notwendig. Es genügt durchaus, wenn sich 
aus den gesamten Umständen ergibt, wer Adressat der Drohung ist, selbst wenn 
der Adressat nicht namentlich genannt wird. Vorliegend nun ist aus dem Ablauf 
des ganzen Gesprächs zwischen A. und C. klar erkennbar, dass sich die Drohung 
(auch) gegen die Schulbehörde gerichtet hat. Damit aber ist der Adressat 
genügend bestimmt. Der Hinweis in der Aktennotiz von C., es sei bei der Polizei 
Anzeige zu erstatten, falls A. eine gezielte Drohung ausspreche, ist im übrigen 
klarerweise dahingehend zu verstehen, dass eine Strafanzeige eingereicht werden 
würde, falls A. eine Drohung gegen C. persönlich oder gegen die 
Vormundschaftsbehörde aussprechen sollte. Denn die Reaktion auf die bereits 
gemachte Äusserung von A. wollte C. der Behörde überlassen, an welche sich die 
Drohung seiner Meinung nach richtete (vgl. polizeiliche Einvernahme vom 9. 
Dezember 2008, act. 3.6, S. 3 Mitte). Weiter macht A. geltend, er habe sich über 
die Errichtung der Beistandschaft aufgeregt und nicht über den Schulausschluss 
seines Sohnes, den sie erwartet hätten. Eine Drohung wäre daher, wenn sie denn 
ausgesprochen worden wäre, gegen die Vormundschaftsbehörde gerichtet 
gewesen. Wie bereits einlässlich dargelegt, überzeugt die Beteuerung von A., er 
habe sich über den Schulausschluss nicht aufgeregt, nicht. Es ergibt sich aus den 
Aussagen von C. denn auch ganz klar, dass sich A. über den Schulausschluss 
sehr wohl aufgeregt und die Sanktion als nicht gerechtfertigt empfunden hat. Die 
erste Ursache der Erregung von A. war daher ohne Zweifel das Schreiben der 
Schuldirektion, was wiederum dafür spricht, dass die Drohung (auch) die 

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Schulbehörde betroffen hat. Ebenso wenig aber ist der geltend gemachte 
Umstand, dass A. vorher gegenüber der Schulbehörde trotz der seit längerer Zeit 
bestehenden Probleme nie ausfällig geworden sein soll, ein Anhaltspunkt dafür, 
dass die Drohung nicht gegen die Schulbehörde gerichtet gewesen wäre. Denn 
offensichtlich hindert ein zuvor korrektes Benehmen nicht, dass eine Person in 
einer entsprechenden Situation trotzdem eine Drohung aussprechen kann. Zu 
bedenken ist in diesem Zusammenhang insbesondere auch, dass A. sehr erregt 
war. Dies ist im übrigen auch dem Argument entgegen zu halten, dass er, wenn er 
denn die ihm angelastete Äusserung tatsächlich hätte machen und an die 
Schulleitung hätte adressieren wollen, dies nicht gegenüber einem Vertreter der 
Vormundschaftsbehörde getan hätte, sondern sich vielmehr direkt an die 
Schulbehörde gewandt hätte, wie er es auch in der Vergangenheit gemacht habe. 
Es entspricht durchaus der allgemeinen Lebenserfahrung, dass eine Person, die 
sich über die Handlung oder die Haltung eines anderen stark aufregt, eine 
Drohung in diesem Moment grosser Erregung ausspricht, auch wenn der Adressat 
nicht zugegen ist, und damit nicht zuwartet, bis sie den Adressaten trifft. Daran 
ändert sich auch nichts, wenn in der Vergangenheit bestehende Probleme jeweils 
zwischen den Parteien besprochen worden sind. Zudem darf nicht vergessen 
werden, dass A. nach eigener Aussage C. als Ratgeber betrachtete, mit dem er oft 
die Probleme besprach, die er hatte (untersuchungsrichterliche Einvernahme vom 
5. März 2009, act. 3.8, S. 1 unten). Zweifellos kamen in diesen Gesprächen auch 
Dinge zur Sprache, die eigentlich die Schulbehörde betrafen. Es dürfte somit 
nichts Aussergewöhnliches gewesen sein, dass A. C. gegenüber seine Gedanken 
bezüglich der Schulbehörde zum Ausdruck brachte. Das Argument, A. hätte, wenn 
er überhaupt der Schuldirektion hätte drohen wollen, die Drohung direkt an diese 
gerichtet, überzeugt daher nicht. Aus dem Gesagten erhellt, dass die Aussage von 
A., er habe eine doppelläufige Flinte zuhause und er sei ein guter Schütze, (auch) 
gegen die Schuldbehörde der Stadtschule G. gerichtet war. Auch in diesem Punkt 
ist das vorinstanzliche Urteil mithin zu bestätigen und die Berufung ist abzuweisen.

6. Gemäss Rechtsbegehren verlangt A. die Aufhebung des gesamten 
vorinstanzlichen Urteils. In der Begründung der Berufung fehlen jedoch jedwelche 
Ausführungen zum Strafantrag und zum Antragsrecht. Ebenso äussert sich die 
Berufung nicht zum Umstand, dass die Vorinstanz die von A. geäusserten Worte 
als schwere Drohung im Sinne des Gesetzes qualifiziert hat. Insofern fehlt es an 
substantiierten Rügen, weshalb sich das Kantonsgericht mit diesen Fragen nicht 
weiter zu beschäftigen hat. Selbst wenn diese Fragen jedoch zu überprüfen 
wären, wäre das vorinstanzliche Urteil in diesen Punkten zu bestätigen. Denn der 

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Strafantrag, der noch am Nachmittag des Tages gestellt wurde, an welchem A. die 
inkriminierte Äusserung getan hat, ist offensichtlich rechtzeitig erfolgt. Als Leiter 
der Behörde, gegen welche die Drohung gerichtet war, war D. zweifellos auch zur 
Stellung des Antrages berechtigt. Und mit der Äusserung von A., die sich 
augenscheinlich gegen Leib und Leben der Mitglieder der Schulbehörde richtete, 
wurde offenkundig ein schwerwiegender Nachteil in Aussicht gestellt, weshalb sie 
klarerweise als schwere Drohung einzustufen ist. Im weiteren fehlt es in der 
Berufung auch an substantiierten Rügen bezüglich des Tatbestandsmerkmals der 
Erweckung von Angst oder Schrecken. In diesem Zusammenhang wird in der 
Berufung vielmehr sogar explizit festgestellt, die Schuldirektion sei in Angst und 
Schrecken versetzt worden, ausgelöst durch den Anruf von C., in welchem dieser 
angegeben habe, A. habe die Schulbehörde bedroht. Es wird mithin zugestanden, 
dass die Drohung – und gemäss Aussage von D. hat C. diese sehr genau 
wiederholt (polizeiliche Einvernahme von D. vom 19. November 2008, act. 3.4, S. 
2 oben) – bei der Schuldirektion Angst oder Schrecken auslöste. Die Berufung 
äussert sich im weiteren nicht zur Frage des subjektiven Tatbestandes. Es fehlt 
daher auch in dieser Hinsicht an substantiierten Rügen, so dass die I. 
Strafkammer des Kantonsgerichts sich nicht weiter damit befassen muss. 
Immerhin sei aber darauf hingewiesen, dass A. gemäss seinen Aussagen 
anlässlich der Berufungsverhandlung wusste, dass zwischen der 
Vormundschaftsbehörde und der Schulbehörde Kontakte bestanden. Er musste 
daher damit rechnen, dass C. seine Äusserung auch an die Schuldirektion 
weiterleiten würde. Wenn er in dieser Situation die Drohung aussprach, die sich 
klar gegen Leib und Leben richtete, so hat er zumindest in Kauf genommen, dass 
diese auch zu der Schulbehörde gelangen könnte und die Schulbehörde in Angst 
oder Schrecken versetzt würde. 

7.a) Wie sich gezeigt hat, hat A. die Äusserung, er habe eine doppelläufige Flinte 
zuhause und er sei ein guter Schütze, tatsächlich getan. Sie richtete sich (auch) 
gegen die Schulbehörde der Stadtschule G.. Bezüglich des Strafantrages, der 
Schwere der Drohung, der Erweckung von Angst oder Schrecken und des 
subjektiven Tatbestandes fehlt es an substantiierten Rügen. Es bleibt 
diesbezüglich somit beim vorinstanzlichen Urteil, das das Vorliegen dieser 
Tatbestandselemente bejaht. Es kann somit auf die zutreffenden Erwägungen der 
Vorinstanz verwiesen werden. Damit aber erfüllt das Verhalten von A. den 
Tatbestand der Drohung gemäss Art. 180 Abs. 1 StGB. Die diesbezügliche 
Verurteilung durch die Vorinstanz erfolgte deshalb zu Recht, so dass die Berufung 
abzuweisen ist. 

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b) Obwohl das gesamte vorinstanzliche Urteil angefochten wird, finden sich in 
der Berufung keine Ausführungen zu der Strafzumessung. Auch diesbezüglich 
fehlt es mithin an substantiierten Rügen. Nachdem zudem die durch die 
Vorinstanz ausgesprochene Verurteilung vollumfänglich zu bestätigen ist, drängt 
sich keine Überprüfung der vorinstanzlichen Strafzumessung auf. Selbst wenn die 
Strafzumessung jedoch zu prüfen wäre, so würde sie dieser Prüfung durchaus 
standhalten, würdigt die Vorinstanz alle relevanten Umstände doch im Rahmen 
ihres Ermessens und zieht sie weder unsachgemässe Kriterien hinzu, noch lässt 
sie wichtige Punkte ausser Acht. Insbesondere ist festzustellen, dass die 
Vorinstanz die von der Staatsanwaltschaft beantragte Verbindungsbusse gemäss 
Art. 42 Abs. 1 StGB zu Gunsten von A. wohlwollenderweise abgelehnt hat. Auch 
diesbezüglich kann auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen 
werden.

8. Aus dem Gesagten erhellt, dass die Berufung in allen Punkten abzuweisen 
und das vorinstanzliche Urteil vollumfänglich zu bestätigen ist. Obwohl A. das 
gesamte vorinstanzliche Urteil anficht, fehlt es in der Berufung an substantiierten 
Rügen bezüglich der vorinstanzlichen Kosten- und Entschädigungsregelung. 
Nachdem sich das vorinstanzliche Urteil als rechtens erwiesen hat, würde sich ein 
Abweichen von der dort getroffenen Regelung auch nicht rechtfertigen. Bei diesem 
Ausgang des Verfahrens schliesslich sind die Kosten des Berufungsverfahrens 
vollumfänglich A. zu überbinden (Art. 160 Abs. 1 StPO).

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Demnach erkennt die I. Strafkammer :

1. Die Berufung wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 3'000.-- gehen zu Lasten des 
Berufungsklägers. 

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 78 des 
Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Strafsachen an das 
Schweizerische Bundesgericht geführt werden. Diese ist dem 
Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen 
Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG 
vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die 
Beschwerdelegitimation, die weiteren Vorausserzungen und das Verfahren 
der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 78 ff. und 90 ff. BGG.

4. Mitteilung an: