# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3eec0848-0a92-5db3-8e29-4f1e817088f6
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-04-10
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 10.04.2015 ZK1 2015 46
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2015-46_2015-04-10.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 10. April 2015 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 15 46 15. April 2015

Entscheid 
I. Zivilkammer

Vorsitz Brunner
RichterInnen Michael Dürst und Schnyder
Aktuarin ad hoc Seres

In der zivilrechtlichen Beschwerde

des X._____, Beschwerdeführer, 

betreffend fürsorgerische Unterbringung

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Mit Verfügung vom 21. März 2015 wurde X._____ durch Dr. med. A._____, 
Facharzt FMH für Innere Medizin, O.1_____, gestützt auf Art. 429 ZGB in der 
psychiatrischen Klinik B._____ fürsorgerisch untergebracht. Als Gründe für die 
Einweisung wurden u.a. angegeben: "Fremdbestimmung, optische Halluzinatio-
nen, hört Geräusche. Befund: v.a. Schizophrener Schub". 

B. Hiergegen erhob X._____ mit Eingabe vom 26. März 2015 (Poststempel) 
Rekurs (recte: Beschwerde) beim Kantonsgericht von Graubünden. 

C. Mit Schreiben vom 27. März 2015 ersuchte der Vorsitzende der I. Zivil-
kammer des Kantonsgerichts die Psychiatrische Klinik B._____ um einen kurzen 
Bericht zum Gesundheitszustand von X._____, zur Art der Behandlung sowie ins-
besondere darüber, ob die Voraussetzungen für eine fürsorgerische Unterbrin-
gung weiter gegeben seien und forderte gleichzeitig die wesentlichen Klinikakten 
(Eintrittsbericht, Behandlungsplan und Krankengeschichte) an. 

D. Gemäss telefonischer Auskunft vom 27. März 2015 der KESB Nordbünden 
wurde aufgrund einer Gefährdungsmeldung des Vaters von X._____ vom 
16. März 2015 ein Abklärungsverfahren eingeleitet. Darüber hinaus sei X._____ 
bei der KESB nicht aktenkundig.

E. Am 31. März 2015 reichte die Klinik B._____ den angeforderten Bericht ein. 
In der Beilage liess sie dem Kantonsgericht von Graubünden überdies die Unter-
bringungsverfügung, den Eintrittsstatus sowie den Behandlungsplan zukommen. 
Im Bericht der Psychiatrischen Dienste Graubünden, Klinik B._____ (verfasst von 
Dr. med. C._____, Stellvertretender Leitender Arzt und D._____, Psychotherapeu-
tin) vom 31. März 2015 wurde u.a. ausgeführt, der Beschwerdeführer sei nach 
einer Symptomexazerbation unter Cannabiskonsum in einem akut psychotischen 
Zustand mit paranoiden Ängsten, Halluzinationen, magischen Denkvorstellungen, 
Fremdbeeinflussungsgefühlen, Wahnideen, formalen Denkstörungen und ange-
spannt-ängstlicher Stimmung mit innerer Unruhe, Schlaflosigkeit, abrupten Stim-
mungswechseln auf die geschlossene Notfallabteilung der Klinik aufgenommen 
worden. Sein psychischer Zustand habe sich bis zum Begutachtungszeitpunkt be-
züglich der produktiv-psychotischen Symptome deutlich verbessert und er habe 
auf die offene psychiatrische Abteilung verlegt werden können. Im geschützten 
Klinikrahmen bestünden keine Hinweise auf Selbst- oder Fremdgefährdung. Ein 
Austritt aus der Klinik sei im aktuellen, psychisch noch instabilen Zustand (miss-

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trauisch, skeptisch gegenüber Medikamenten, behandelnden Personen und sub-
jektiven Bedrohungen, psychisch vulnerabel) wegen hohen Rückfallrisikos in psy-
chischen Überforderungs- und Belastungssituationen so kurz nach einer akuten 
paranoiden Psychose aus psychiatrischer Sicht jedoch nicht zu empfehlen. 

F. Mit prozessleitender Verfügung des Vorsitzenden der I. Zivilkammer des 
Kantonsgerichts vom 1. April 2015 wurde Dr. med. E._____, FMH Psychiatrie und 
Psychotherapie, gestützt auf Art. 439 Abs. 3 in Verbindung mit Art. 450e Abs. 3 
ZGB mit der Begutachtung von X._____ betraut. Die Gutachterin wurde ersucht, 
sich zum Gesundheitszustand von X._____ sowie zur Notwendigkeit der fürsorge-
rischen Unterbringung zu äussern und insbesondere darzulegen, ob und inwiefern 
ein Bedarf an der Behandlung einer festgestellten psychischen Erkrankung bezie-
hungsweise an der Betreuung der betroffenen Person bestehe und mit welcher 
konkreten Gefahr für die Gesundheit oder das Leben des Betroffenen bezie-
hungsweise von Dritten zu rechnen sei, wenn die Behandlung der gutachterlich 
festgestellten Krankheit beziehungsweise die Betreuung unterbliebe. Des Weite-
ren sollte sie die Frage beantworten, ob aufgrund des festgestellten Handlungsbe-
darfs eine stationäre Behandlung beziehungsweise Betreuung unerlässlich sei 
oder allfällige ambulante Alternativen bestünden, wobei die Expertin auch darüber 
Auskunft zu geben habe, ob die betroffene Person über glaubwürdige Krankheits- 
und Behandlungseinsicht verfüge. 

Das entsprechende Kurzgutachten datiert vom 5. April 2015 und wurde 
dem Kantonsgericht von Graubünden am 7. April 2015 überbracht. Darin führte 
die Gutachterin aus, dass X._____ an einer paranoiden Schizophrenie ICD-10: 
F20.0 leide. Er habe sich bereits vom 15. Mai bis zum 11. Juli 2014 und vom 
14. Juli bis zum 22. August 2014 in ambulanter Behandlung in der Klinik B._____ 
bzw. in der Klinik F._____ befunden. Aufgrund der erneuten Verschlechterung des 
psychischen Zustandes am 21. März 2015 sei er von Dr. med. A._____, 
O.2_____, erneut per fürsorgerische Unterbringung in die geschlossene Station 
der Klinik B._____ eingewiesen worden. X._____ habe sich anlässlich des Gut-
achtergesprächs dahingehend geäussert, dass er bereit sei, noch 4-5 Wochen in 
der Klinik zu bleiben und in dieser Zeit eine Wohnung und eine Arbeitsstelle zu 
suchen. Weiter führte Dr. med. E._____ aus, es bestünden momentan keine Hin-
weise auf eine Selbst- oder Fremdgefährdung. Sein psychischer Zustand habe 
sich bis zum Begutachtungszeitpunkt bezüglich der Intensität produktiv psychoti-
scher Symptome deutlich verbessert, sie seien jedoch noch nicht abgeklungen. Er 
sei immer noch paranoid, misstrauisch und psychisch sehr vulnerabel, insbeson-
dere gegenüber sensorischen Reizen wie Licht und Computer etc. Wenn die not-

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wendige Behandlung und Betreuung unterbleibe, bestehe die Gefahr, dass sich 
sein psychischer Zustand verschlechtere und dass er zunehmend wieder psycho-
tisch werde, sich beeinträchtigt fühle und sich in einem deutlich angetriebenen 
Zustand befinde. In diesem Zustand könnte er vor allfälligen Handlungen gegenü-
ber anderen Leuten nicht zurückschrecken und aggressiv und impulsiv reagieren. 
Zudem sei zu befürchten, dass, wenn die notwendige Behandlung, insbesondere 
die medikamentöse Behandlung, zum jetzigen Zeitpunkt unterbleibe, sich das 
Krankheitsbild von X._____ rasch verschlechtere, sodass er wieder zunehmend 
psychotischer, bedrohender gegenüber sich selber oder anderen Personen werde. 
Vor dem Austritt sollte die medikamentöse Therapie optimiert werden, um einen 
Rückfall in eine erneute psychotische Episode zu minimieren. Die Gutachterin 
führte sodann aus, im Moment sei eine stationäre Behandlung bzw. Betreuung 
unerlässlich. X._____ sei immer noch psychotisch, misstrauisch und ambivalent 
gegenüber seinen Medikamenten. Er gebe an, dass er nun seine Medikamente 
regelmässig einnehme, obwohl er davon nicht überzeugt sei, dass ihm die Medi-
kamente viel helfen würden. Deswegen verfüge er über keine glaubwürdige 
Krankheits- und Behandlungseinsicht. Es sei noch zu früh für eine ambulante Be-
handlung mangels Kooperation und aufgrund des noch immer instabilen psychi-
schen Zustandes. Nach Abklingen der psychotischen Phase sei eine weitere am-
bulante psychotherapeutische Betreuung und regelmässige Medikamentenein-
nahme unerlässlich. Während dieser stationären Therapie sei es auch sehr wich-
tig, seine Wohnsituation zu klären und ihn bei der Suche nach einer geeigneten 
Wohneinrichtung zu unterstützen.

G. Am 10. April 2015 fand die mündliche Hauptverhandlung vor der I. Zivil-
kammer des Kantonsgerichts von Graubünden statt, an welcher X._____ teilnahm. 
Die Zusammensetzung und Zuständigkeit des Gerichts blieben unbestritten. Der 
Vorsitzende erläuterte X._____ den Zweck sowie den Ablauf der Verhandlung. Die 
anschliessende richterliche Befragung von X._____ bezog sich auf dessen Ein-
weisung in die Klinik B._____, die derzeitige Behandlung in der Klinik B._____, 
seinen Gesundheitszustand und die Medikamenteneinnahme, seine Wohn- und 
seine berufliche Situation, das Gutachten von Dr. med. E._____ vom 5. April 2015, 
seine Bereitschaft, noch bis Ende April 2015 in der Klinik B._____ zu bleiben, sei-
ne Pläne im Falle einer Entlassung, eine allfällige Unterstützung durch die KESB 
bei der Zukunftsplanung sowie auf sein weiteres Beziehungsnetz (Familie, Ver-
wandte und Freunde).

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H. Auf die Aussagen von X._____ anlässlich der richterlichen Befragung sowie 
auf die Ausführungen im Gutachten und in den beigezogenen Akten wird, soweit 
erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

II. Erwägungen

1.a) Da es sich vorliegend um ein Verfahren handelt, dem eine fürsorgerische 
Unterbringung nach Art. 429 ZGB zugrunde liegt, und das Kantonsgericht unter 
der neuen Rechtsordnung die einzige kantonale Beschwerdeinstanz ist (Art. 439 
Abs. 1 Ziff. 1 ZGB in Verbindung mit Art. 60 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zum 
Zivilgesetzbuch [EGzZGB; BR 210.100]), hat der Beschwerdeführer sein Begeh-
ren um gerichtliche Überprüfung der fürsorgerischen Unterbringung an der hierfür 
zuständigen Stelle eingereicht.

b) Gegen die am 21. März 2015 gestützt auf Art. 429 Abs. 1 ZGB ärztlich ver-
fügte fürsorgerische Unterbringung kann die betroffene oder eine ihr nahestehen-
de Person innert 10 Tagen schriftlich beim zuständigen Gericht Beschwerde erhe-
ben (Art. 439 Abs. 1 und 2 ZGB). Der Beschwerdeführer ist als unmittelbar Betrof-
fener der Einweisungsverfügung klarerweise zu deren Anfechtung legitimiert. Eine 
Begründung ist gemäss Art. 439 Abs. 3 ZGB, welcher die Bestimmungen über das 
Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz und damit auch Art. 450e Abs. 
1 ZGB für sinngemäss anwendbar erklärt, nicht erforderlich. Vorliegend wurde die 
Beschwerdefrist mit Eingabe vom 26. März 2015 (Poststempel) gewahrt. Da keine 
Begründungspflicht besteht und aus besagter Eingabe – trotz falscher Bezeich-
nung des Rechtsmittels als "Rekurs" – mit hinreichender Klarheit geschlossen 
werden kann, dass der Beschwerdeführer mit der seiner Ansicht nach nicht ge-
rechtfertigten fürsorgerischen Unterbringung in der Klinik B._____ nicht einver-
standen ist und seine Entlassung beantragt, ist auf die frist- und formgerecht ein-
gereichte Beschwerde einzutreten. 

2. Wie bereits erwähnt, sieht Art. 439 Abs. 3 ZGB für die gerichtliche Überprü-
fung einer ärztlich angeordneten fürsorgerischen Unterbringung eine sinngemässe 
Anwendung der Bestimmungen über das Verfahren vor der gerichtlichen Be-
schwerdeinstanz (Art. 450a ff. ZGB) vor. Von besonderer Bedeutung ist dabei 
Art. 450e ZGB, der an sich das Verfahren für die gerichtliche Beurteilung eines 
durch die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde gefällten Unterbringungsent-
scheids behandelt. Vom Verweis nicht erfasst wird dagegen Art. 450 ZGB, weil die 
Vorinstanzen, die Legitimation und die Form der Beschwerde in Art. 439 ZGB 

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selbständig und abschliessend geregelt sind (vgl. Thomas Geiser/Mario Etzens-
berger, in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar zum Erwachsenenschutz, 
Basel 2012, N 38 zu Art. 439 ZGB). Zu beachten sind sodann die allgemeinen 
Verfahrensgrundsätze des erstinstanzlichen Verfahrens (Art. 443 ff. ZGB), die 
auch im Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz anwendbar sind, so-
weit das Gesetz in den Art. 450 ff. ZGB keine abweichenden Vorschriften enthält 
(vgl. Daniel Steck, in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar zum Erwachse-
nenschutz, Basel 2012, N 13 zu Art. 450 ZGB). 

3. a) Gemäss dem aufgrund des Verweises in Art. 439 Abs. 3 ZGB sinngemäss 
anwendbaren Art. 450e Abs. 3 ZGB muss bei psychischen Störungen für den Ent-
scheid über eine ärztlich angeordnete fürsorgerische Unterbringung zwingend ein 
Gutachten eingeholt werden. Das Gutachten muss von einer unabhängigen, im 
laufenden Verfahren noch nicht involvierten sachverständigen Person erstellt wer-
den und in dem Sinne aktuell sein, dass es sich zu den sich im gerichtlichen Ver-
fahren stellenden Fragen äussert (vgl. Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 48 ff. zu 
Art. 439 ZGB und Thomas Geiser, in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar 
zum Erwachsenenschutz, Basel 2012, N 19 zu Art. 450e ZGB sowie BGE 137 III 
289 E. 4.4 f. und Urteil des Bundesgerichts 5A_63/2013 vom 7. Februar 2013 E. 5, 
jeweils noch zum bisherigen Recht und nunmehr zum neuen Recht Urteil des 
Bundesgerichts 5A_189/2013 vom 11. April 2013 E. 2.2). Mit dem am 5. April 
2015 erstatteten Kurzgutachten von Dr. med. E._____, FMH Psychiatrie und Psy-
chotherapie, welche den Beschwerdeführer am 1. April 2015 in der Klinik B._____ 
persönlich untersuchte und auch die Einweisungsverfügung von Dr. med. A._____ 
sowie die Berichte der Klinik B._____ konsultierte, wurde dieser Vorschrift Genüge 
getan. 

b) Art. 450e Abs. 4 Satz 1 ZGB sieht vor, dass die gerichtliche Beschwerdein-
stanz die betroffene Person in der Regel als Kollegium anhören muss, was fak-
tisch zwingend zur Durchführung einer mündlichen Hauptverhandlung führt (vgl. 
Christof Bernhart, Handbuch der fürsorgerischen Unterbringung, Basel 2011, 
N 848 f.). Mit der Durchführung der mündlichen Hauptverhandlung am 10. April 
2015 wurde diese Vorgabe umgesetzt.

4. a) Neben der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde können auch die von 
den Kantonen bezeichneten Ärzte und Ärztinnen eine fürsorgerische Unterbrin-
gung, welche die Höchstdauer von sechs Wochen nicht überschreiten darf, anord-
nen (Art. 429 Abs. 1 ZGB). Dabei hat die Ärztin oder der Arzt die betroffene Per-
son persönlich zu untersuchen und anzuhören (Art. 430 Abs. 1 ZGB) und ihr an-

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schliessend den Unterbringungsentscheid mit den gesetzlich vorgeschriebenen 
Angaben auszuhändigen (Art. 430 Abs. 2 und 4 ZGB). 

b) Was die verfahrensrechtlichen Anforderungen angeht, kann vorab festge-
halten werden, dass der angefochtene Unterbringungsentscheid vom 21. März 
2015 des anordnenden Arztes Dr. med. A._____, Facharzt FMH für Innere Medi-
zin (act. 01.1) diesen zu genügen vermag. So geht aus dem Entscheid selber her-
vor, dass der Beschwerdeführer vom vorerwähnten Arzt persönlich untersucht und 
angehört worden ist. Alsdann enthält der entsprechende Entscheid die gemäss 
Art. 430 Abs. 2 ZGB vorgeschriebenen Minimalangaben. Aus der ärztlichen Ein-
weisungsverfügung, welche in der Form eines Formulars des Gesundheitsamtes 
Graubünden erging, ist jedoch nicht eindeutig zu erkennen, für welche Dauer die 
fürsorgerische Unterbringung verfügt wurde. Die betreffende Stelle des Formulars 
lautet folgendermassen: "Diese fürsorgerische Unterbringung erfolgt für die Dauer 
von __ Wochen (max. 6 Wochen), vorbehalten bleibt eine vorzeitige Entlassung 
durch die Einrichtung bzw. eine ordentliche Unterbringung durch die Kindes- und 
Erwachsenenschutzbehörde über die sechs Wochen hinaus." Folglich ist die ent-
sprechende Lücke des Formulartextes durch den einweisenden Arzt in der Weise 
auszufüllen, dass sich daraus eindeutig ergibt, für welche Dauer die fürsorgerische 
Unterbringung verfügt wird. Im vorliegenden Fall ist ersichtlich, dass an der betref-
fenden Stelle erst eine Zahl eingefügt wurde, welche sodann durchgestrichen und 
unkenntlich gemacht wurde. Diese "Korrektur", welche vermutlich nachträglich 
durch Dr. med. A._____ angefügt wurde, ist jedoch nicht durch die Unterschrift 
des Korrigierenden verifiziert worden. Es wäre somit theoretisch möglich, dass die 
"Korrektur" zu einem späteren Zeitpunkt von einer dritten Person vorgenommen 
wurde. Auf jeden Fall ist festzuhalten, dass die verfügenden Ärzte gehalten sind, 
ihre ärztlichen Einweisungsverfügungen dergestalt auszufüllen, dass alle Angaben 
lesbar und eindeutig sind, sodass keine Zweifel über deren Inhalt entstehen kön-
nen. Die zu verfügende Dauer der fürsorgerischen Unterbringung beispielsweise 
ist eindeutig unter Nennung einer Zeitangabe in Wochen zu bestimmen. Falls sich 
nachträgliche Korrekturen aufdrängen, sind diese durch die Unterschrift des Urhe-
bers zu verifizieren oder es ist besser noch ein neues Formular auszufüllen. Im 
vorliegenden Fall ist mangels anderweitigen, lesbaren Angaben davon auszuge-
hen, dass die fürsorgerische Unterbringung für die Maximaldauer von 6 Wochen 
verfügt wurde. Auf der Einweisungsverfügung fehlt ferner die unterschriftliche 
Bestätigung des Beschwerdeführers, ein Exemplar der Verfügung erhalten zu ha-
ben. Dieser Umstand ist letztlich unbeachtlich, da der Beschwerdeführer offen-
sichtlich ungeachtet dessen in der Lage war, das gerichtliche Verfahren zur Über-

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prüfung seiner Unterbringung in der Klinik B._____ umgehend einzuleiten. Zudem 
war Dr. med. A._____, Facharzt FMH für Innere Medizin, als im Kanton Graubün-
den zur selbständigen Berufsausübung zugelassener Arzt gemäss Art. 51 Abs. 1 
lit. a EGzZGB in Verbindung mit Art. 22 der Verordnung zum Kindes- und Erwach-
senenschutz (KESB; BR 215.010) zur Anordnung der Unterbringung in der Klinik 
B._____ legitimiert. 

5. Gemäss Art. 426 Abs. 1 ZGB darf eine Person, welche an einer psychi-
schen Störung oder an geistiger Behinderung leidet oder verwahrlost ist, in einer 
geeigneten Einrichtung untergebracht werden, wenn die nötige Behandlung oder 
Betreuung nicht anders erfolgen kann. Die Belastung und der Schutz von Angehö-
rigen und Dritten sind zu berücksichtigen (Absatz 2). Die betroffene Person wird 
entlassen, sobald die Voraussetzungen der Unterbringung nicht mehr erfüllt sind 
(Absatz 3). Die Massnahme gelangt zur Anwendung, wenn eine Person der per-
sönlichen Fürsorge oder Pflege bedarf (vgl. Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 6 vor 
Art. 426-439 ZGB). Die fürsorgerische Unterbringung dient dem Schutz der betrof-
fenen Person und nicht der Umgebung (vgl. dazu: Botschaft zur Änderung des 
Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kin-
desrecht] vom 28. Juni 2006, BBl 2006 7001, S. 7062). Erste gesetzliche Voraus-
setzung für eine Anordnung der Massnahme ist einer der drei abschliessend ge-
nannten (vgl. Bernhart, a.a.O., N 262; Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 12 zu 
Art. 426 ZGB; Olivier Guillod, in: Büchler/Häfeli/Leuba/Stettler [Hrsg.], FamKomm, 
Erwachsenenschutz, Bern 2013, N 34 zu Art. 426 ZGB) Schwächezustände: psy-
chische Störung, geistige Behinderung oder schwere Verwahrlosung. Erforderlich 
ist sodann eine sich aus dem Schwächezustand ergebende Notwendigkeit der 
Behandlung beziehungsweise Betreuung. Weitere Voraussetzung bildet, dass der 
Person die nötige Behandlung oder Betreuung nicht auf andere Weise als durch 
eine Einweisung beziehungsweise Zurückbehaltung in einer Anstalt gewährt wer-
den kann. Gesetzlich verlangt ist schliesslich eine geeignete Einrichtung (vgl. Ur-
teile des Bundesgerichts 5A_189/2013 vom 11. April 2013 E. 2.1, 5A_346/2013 
vom 17. Mai 2013 E. 1.2). Die genannten Voraussetzungen bedingen sich gegen-
seitig und sind nur in ihrem Zusammenhang verständlich. Der Schwächezustand 
allein vermag eine fürsorgerische Unterbringung nie zu rechtfertigen, sondern im-
mer nur zusammen mit der Notwendigkeit einer Behandlung oder Betreuung. 
Selbst bei Vorliegen einer solchen ist die freiheitsbeschränkende Unterbringung 
aber nur gesetzeskonform, wenn der Zweck der Unterbringung nicht mit einer mil-
deren Massnahme erreicht werden kann (Verhältnismässigkeitsprinzip) und die 

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Unterbringung für den angestrebten Zweck auch tauglich ist (vgl. Gei-
ser/Etzensberger, a.a.O., N 7 zu Art. 426 ZGB). 

6. a) Gemäss dem Gutachten von Dr. med. E._____ vom 5. April 2015 ist aus-
gewiesen, dass der Beschwerdeführer an einer paranoiden Schizophrenie ICD-10: 
F20.0 leidet. Dieses Krankheitsbild stellt eine psychische Störung im Sinne der 
gesetzlichen Bestimmung von Art. 426 Abs. 1 ZGB dar (vgl. Bernhart, a.a.O., 
N 285 ff.). Die Gutachterin stützt sich in ihrem Gutachten vom 5. April 2015 
(act. 08) nebst einer persönlichen Konsultation zulässigerweise auf den Bericht 
der Klinik B._____ vom 31. März 2015 (act. 04) sowie auf die Einweisungsverfü-
gung vom 21. März 2015 (act. 04.1), auf den Behandlungsplan vom 25. März 2015 
(act. 04.2) und auf den Eintrittsstatus vom 21. März 2015 (act. 04.3). Zu den frem-
danamnestischen Angaben führt die Gutachterin aus, der Beschwerdeführer sei 
am 21. März 2015 per fürsorgerische Unterbringung auf die geschlossene Station 
der Klinik B._____ zugewiesen worden, wobei dies bereits die dritte Hospitalisati-
on sei. Davor sei er vom 15. Mai bis zum 17. Juli 2014 aufgrund akuter Dekom-
pensation mit wahnhaften Anteilen und häuslicher Gewalt bei vermutetem Canna-
biskonsum per fürsorgerische Unterbringung durch Dr. med. H._____, O.4_____, 
auf die Station D21 in die Klinik B._____ eingewiesen worden. Am 14. Juli 2014 
sei er erneut aufgrund häuslicher Gewalt gegenüber seiner Mutter von 
Dr. med. I._____, O.5_____, per fürsorgerische Unterbringung auf die geschlos-
sene Station der Klinik B._____ eingewiesen worden. Zwischen der 1. und der 2. 
Hospitalisation habe der Beschwerdeführer die verordnete Medikamentation nicht 
mehr eingenommen und es sei zu einer schweren Auseinandersetzung zwischen 
dem Beschwerdeführer und seiner Mutter gekommen, wobei dieser gegenüber 
seiner Mutter gewalttätig geworden sei und die Absicht geäussert habe, sich sel-
ber erschiessen zu wollen. Im Rahmen der stationären Abklärung sei damals auf-
grund des bisherigen klinischen Verlaufs und des aktuellen Zustandsbildes die 
Diagnose einer paranoiden Schizophrenie gestellt worden. Schliesslich habe der 
Beschwerdeführer in stabilem Zustand in die häusliche Umgebung des Vaters ent-
lassen werden können, wobei nach dem Austritt eine ambulante psychiatrische 
Behandlung bei Dr. med. phil. J._____, Psychiatrische Dienste Graubünden, 
O.2_____, stattgefunden habe. Aufgrund der erneuten Verschlechterung des psy-
chischen Zustandes am 21. März 2015 sei der Beschwerdeführer von 
Dr. med. A._____, O.2_____, per fürsorgerische Unterbringung in die geschlosse-
ne Station der Klinik B._____ eingewiesen worden. Unter antipsychotischer und 
anxiolytischer Medikation habe sich sein psychischer Zustand langsam verbessert, 
so dass er am 27. März 2015 auf die offene psychiatrische Abteilung D21 habe 

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verlegt werden können. Zum Untersuchungsgespräch mit dem Beschwerdeführer 
führt die Gutachterin u.a. aus, dieser habe erklärt, dass er bis zum Juli 2013 als 
Konstrukteur gearbeitet habe, wobei ihm die Stelle danach gekündigt worden sei. 
Die letzten 6 Monate habe er bei seinem Vater bei der G._____AG in O.1_____ 
gearbeitet. Aufgrund der Verschlechterung seines psychischen Zustandes sei er 
ein paar Tage vor dem Eintritt in die Klinik nicht mehr bei der Arbeit erschienen. In 
der Folge habe der Vater die KESB benachrichtigt. Der Beschwerdeführer habe 
sodann angegeben, er wohne in O.3_____, wobei er allerdings die Wohnung per 
Ende März oder Ende April (er wisse es nicht mehr genau) gekündigt habe. Aktu-
ell fühle er sich noch instabil und sei bereit, noch 4-5 Wochen in der Klinik zu blei-
ben und in dieser Zeit eine Wohnung und eine Arbeitsstelle zu suchen. Auf der 
offenen Station fühle er sich wohl und sicher und werde durch das Personal be-
schützt. Zum Psychostatus und der Diagnose des Beschwerdeführers macht 
Dr. med. E._____ folgende Angaben: Er sei bewusstseinsklar und allseits orien-
tiert, wobei keine groben Gedächtnisstörungen und keine Hinweise auf Zwänge 
oder Ich-Störungen bestünden. Im formalen Denken sei er sprunghaft und berichte 
auf sprunghafte Art zusammenhanglos von Beeinflussungsideen und Fremdbe-
stimmungen. Es lägen Sinnestäuschungen in Form von akustischen Halluzinatio-
nen vor. Psychomotorisch sei der Beschwerdeführer innerlich leicht unruhig. Es 
bestünden keine Hinweise auf Selbst- oder Fremdgefährdung. Er sei aber skep-
tisch gegenüber Medikamenten und sehr sensibel gegenüber sensorischen Rei-
zen wie Licht, Lampen und Computer etc. und gegenüber psychischer Überforde-
rung. Der Beschwerdeführer habe am Anfang der stationären Therapie keine 
Krankheitseinsicht gezeigt und nach der 2. Hospitalisation seine Medikamente 
abgesetzt. Deshalb sei es zu einer erneuten psychischen Dekompensation mit 
paranoiden Ängsten, Halluzinationen, magischen Denkvorstellungen, Fremdbeein-
flussungsgefühlen, Wahnideen und formalen Denkstörungen gekommen. Aktuell 
sei der Beschwerdeführer weiterhin leicht psychotisch, etwas misstrauisch und 
beziehe vieles auf sich.

b) Ähnliches ist den übrigen, dem Gericht vorliegenden Akten zu entnehmen: 
Gemäss der Einweisungsverfügung vom 23. März 2015 von Dr. med. A._____ 
(act. 04.1) leidet der Beschwerdeführer unter einem schizophrenen Schub, wobei 
dieser Fremdbestimmungsgefühle und optische Halluzinationen habe und Geräu-
sche höre. Im Bericht der Klinik B._____ vom 31. März 2015 (act. 04) wird ausge-
führt, der Beschwerdeführer sei nach einer Symptomexazerbation unter Canna-
biskonsum in einem akut psychotischen Zustand mit paranoiden Ängsten, Halluzi-
nationen, magischen Denkvorstellungen, Fremdbeeinflussungsgefühlen, Wahn-

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ideen, formalen Denkstörungen und angespannt-ängstlicher Stimmung mit innerer 
Unruhe, Schlaflosigkeit, abrupten Stimmungswechseln auf die geschlossene Not-
fallstation der Klinik aufgenommen worden. Sein psychischer Zustand habe sich 
im geschützten Klinikrahmen und unter antipsychotischer und anxiolytischer Medi-
kation langsam verbessert, so dass er am 27. März 2015 auf die offene psychiatri-
sche Abteilung D21 habe verlegt werden können. Dort sei eine entsprechende 
Medikation fortgesetzt worden. Der psychische Zustand habe sich bis zum Beur-
teilungszeitpunkt bezüglich der produktiv-psychotischen Symptome deutlich ver-
bessert. Im geschützten Klinikrahmen bestünden keine Hinweise auf Selbst- oder 
Fremdgefährdung. Der Beschwerdeführer sei jedoch noch misstrauisch, skeptisch 
gegenüber Medikamenten, behandelnden Personen und bezüglich subjektiv be-
fürchteter Bedrohungen. Er sei psychisch vulnerabel, insbesondere gegenüber 
sensorischen Reizen und psychischer Überforderung. Seit 3-4 Tagen sei er ver-
mehrt müde und in gedämpfter Stimmung. Im Behandlungsplan vom 25. März 
2015 (act.04.2) wurden die Diagnosen einer paranoiden Schizophrenie F20.0 so-
wie psychische und Verhaltensstörungen durch Cannabinoide: Schädlicher Ge-
brauch F12.1 gestellt. Die gleichen Diagnosen sind bereits im Eintrittsstatus vom 
21. März 2015 (act. 04.3) vermerkt, wo festgehalten wurde, der Beschwerdeführer 
leide unter einer bekannten paranoiden Schizophrenie, wobei es unter Cannabis-
konsum zu einer erneuten Exazerbation der psychotischen Symptomatik gekom-
men sei. Es wird ausgeführt, der Beschwerdeführer sei per fürsorgerische Unter-
bringung aufgrund Eigengefährdung zugewiesen worden, da dieser akustische 
Halluzinationen sowie Beeinflussungsideen gehabt habe und im Wald unterwegs 
gewesen sei, um mit einem elektrischen Gerät die Natur auf Strahlung und elektri-
sche Einflüsse abzuscannen. Er schildere völlig zusammenhanglos und verwor-
ren, dass er eventuell verfolgt und beeinflusst werde, es sei am ehesten das Mi-
litär. Die Polizei helfe jedoch nicht, er habe Trompetensignale vernommen zur 
Räumung der Häuser. Er spüre die Strahlen, auch die Strahlen der über ihm hän-
genden Lampen und sein Herz steche aufgrund der Fremdbeeinflussung. Leider 
habe sich die Polizei nicht behilflich gezeigt, nachdem er Notrufe getätigt habe. 
Eigentlich habe er erwartet, dass die Polizei auch Interesse hätte, diesen Fall auf-
zuklären. Er habe auch aus Angst vor der Fremdbeeinflussung nicht mehr ge-
schlafen. In der Natur sei viel Elektrik, das müsse noch festgestellt werden, er 
brauche das Tablet, um zu scannen. Er würde jetzt täglich einen Joint rauchen, 
das sei erlaubt und wenig. Es sei auch erlaubt, im Wald spazieren zu gehen. Ei-
gentlich wisse er nicht, was er hier tue. Er müsse ins Kantonsspital, dort könne 
man wahrscheinlich mit Röntgen die Beeinflussung im Körper sehen. Psychisch 
liege bestimmt keine Störung vor. Zwischendurch bitte er wiederholt misstrauisch, 

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dass ihm die Mitschrift der Dienstärztin vorgelesen werden, da er nicht sicher sei, 
ob sie etwas erfinde beziehungsweise natürlich auch nicht, ob sie die Botschaften 
verstanden habe. In der psychiatrischen Anamnese des Eintrittsstatus wird fest-
gehalten, dass aus den Akten zu erfahren sei, dass der Beschwerdeführer schon 
vom 15. Mai bis zum 11. Juli 2014 und vom 14. Juli bis zum 22. August 2014 auf-
grund von fürsorgerischen Unterbringungen in der Klinik B._____ bzw. F._____ 
hospitalisiert gewesen sei.

c) Aufgrund des Gesagten ist jedenfalls hinreichend erstellt, dass beim Be-
schwerdeführer ein Schwächezustand in Form einer psychischen Störung vorliegt. 

7. a) Eine weitere kumulative Voraussetzung für eine fürsorgerische Unterbrin-
gung ist die sich aus diesem Schwächezustand ergebende Notwendigkeit einer 
Behandlung resp. Betreuung. Der Grundsatz der Verhältnismässigkeit verlangt, 
dass eine fürsorgerische Unterbringung nur verfügt bzw. nur solange aufrechter-
halten werden darf, wenn mit einer konkreten Selbst- oder Fremdgefährdung von 
einem gewissen Ausmass zu rechnen ist. So hat das Bundesgericht festgehalten, 
dass es zur Beurteilung eines Behandlungs- bzw. Betreuungsbedarfs wesentlich 
sei, mit welcher konkreten Gefahr für die Gesundheit oder das Leben der betroffe-
nen Person bzw. von Dritten zu rechnen sei, wenn die Behandlung der gutachter-
lich festgestellten Krankheit bzw. die Betreuung unterbleibe (vgl. BGE 140 III 101 
E. 6.2.2 sowie BGE 140 III 105 E. 2.4 mit Verweisen auf die Bundesgerichtsurteile 
5A_312/2007 vom 10. Juli 2007 E. 2.3 und 5A_288/2011 vom 19. Mai 2011 
E. 5.3). Gemäss Art. 426 Abs. 3 ZGB wird eine Person entlassen, sobald die Vor-
aussetzungen für eine Unterbringung nicht mehr erfüllt sind. Mit dieser Umschrei-
bung beabsichtigte der Gesetzgeber eine im Vergleich zum bisherigen Recht re-
striktivere Regelung der Entlassungsvoraussetzungen, welche der sog. 
Drehtürpsychiatrie entgegen wirken sollte (vgl. Botschaft zur Änderung des 
Schweizerischen Zivilgesetzbuches, a.a.O., S. 7063). Bei richtiger Auslegung galt 
indessen bereits unter altem Recht, dass eine Entlassung zu unterbleiben hatte, 
solange die Voraussetzungen für eine Einweisung gegeben waren. Insofern hat 
sich die Rechtslage nicht verändert. Der Entscheid über die Entlassung ist stets 
anhand des Zustandes des Betroffenen im aktuellen Zeitpunkt zu bestimmen 
(vgl. Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 44 zu Art. 426 ZGB). Dabei ist eine Interes-
senabwägung im Hinblick auf den Zweck der fürsorgerischen Unterbringung, näm-
lich die Wiedererlangung der Selbständigkeit und der Eigenverantwortung im Ent-
lassungszeitpunkt vorzunehmen.

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b) Im vorliegenden Fall führt Dr. med. E._____ in ihrem Gutachten vom 
5. April 2015 (act. 08) aus, es bestünden keine Hinweise auf Selbst- oder Fremd-
gefährdung. Der psychische Zustand des Beschwerdeführers habe sich bis zum 
Begutachtungszeitpunkt bezüglich der Intensität produktiv psychotischer Sympto-
me deutlich verbessert, sie seien jedoch noch nicht abgeklungen. Er sei immer 
noch paranoid, misstrauisch und psychisch sehr vulnerabel, insbesondere ge-
genüber sensorischen Reizen wie Licht und Computer etc. Wenn die notwendige 
Behandlung und Betreuung unterbleibe, bestehe die Gefahr, dass sich sein psy-
chischer Zustand verschlechtere und dass er zunehmend wieder psychotisch wer-
de, sich beeinträchtigt fühle und sich in einem deutlich angetriebenen Zustand be-
finde. In diesem Zustand könnte er vor allfälligen Handlungen gegenüber anderen 
Leuten (wie nach der 1. und 2. Hospitalisation) nicht zurückschrecken und aggres-
siv und impulsiv reagieren. Zudem sei zu befürchten, dass, wenn die notwendige 
Behandlung, insbesondere die medikamentöse Behandlung, zum jetzigen Zeit-
punkt unterbleibe, sich das Krankheitsbild des Beschwerdeführers rasch ver-
schlechtere, sodass der Patient wieder zunehmend psychotischer, bedrohender 
gegenüber sich selber oder anderen Personen werde. Vor dem Austritt sollte die 
medikamentöse Therapie optimiert werden, um einen Rückfall in eine erneute 
psychotische Episode zu minimieren. Die Gutachterin führt sodann aus, im Mo-
ment sei eine stationäre Behandlung bzw. Betreuung unerlässlich. Der Beschwer-
deführer sei immer noch psychotisch, misstrauisch und ambivalent gegenüber 
seinen Medikamenten. Er gebe an, dass er nun seine Medikamente regelmässig 
einnehme, obwohl er davon nicht überzeugt sei, dass ihm die Medikamente viel 
helfen würden. Deswegen verfüge er über keine glaubwürdige Krankheits- und 
Behandlungseinsicht. Es sei noch zu früh für eine ambulante Behandlung mangels 
Kooperation und aufgrund des noch immer instabilen psychischen Zustandes. 
Nach Abklingen der psychotischen Phase sei eine weitere ambulante psychothe-
rapeutsiche Betreuung und regelmässige Medikamenteneinnahme unerlässlich. 
Während der stationären Therapie sei es auch sehr wichtig, seine Wohnsituation 
zu klären und ihn bei der Suche nach einer geeigneten Wohneinrichtung zu unter-
stützen. Auch im Bericht der Klinik B._____ vom 31. März 2015 (act. 04) wird aus-
geführt, der psychische Zustand des Beschwerdeführers habe sich bis zum Beur-
teilungszeitpunkt bezüglich der produktiv-psychotischen Symptome deutlich ver-
bessert. Im geschützten Klinikrahmen bestünden keine Hinweise auf Selbst- oder 
Fremdgefährdung. Dennoch wird geltend gemacht, ein Austritt aus der Klinik im 
aktuellen, psychisch noch instabilen Zustand sei wegen des hohen Rückfallrisikos 
in psychischen Überforderungs- und Belastungssituationen so kurz nach einer 
akuten paranoiden Psychose aus psychiatrischer Sicht nicht zu empfehlen. Bis 

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zum Austritt sollten die Medikamente auf eine optimale Erhaltungsdosis und ge-
gebenenfalls –kombination eingestellt werden und der Beschwerdeführer sollte 
psychisch ausreichend stabil und das Rückfallrisiko minimiert sein. Einzig im Ein-
trittsstatus vom 21. März 2015 (act. 04.3) wurde festgehalten, der Beschwerdefüh-
rer sei per fürsorgerische Unterbringung aufgrund Eigengefährdung zugewiesen 
worden, da dieser akustische Halluzinationen sowie Beeinflussungsideen gehabt 
habe und im Wald unterwegs gewesen sei, um mit einem elektrischen Gerät die 
Natur auf Strahlung und elektrische Einflüsse abzuscannen.

c) Sowohl im Kurzgutachten von Dr. med. E._____ als auch im Bericht der 
Klinik B._____ wird somit eine Selbst- und Fremdgefährdung verneint. Die Gut-
achterin äussert nur die Befürchtung, der Beschwerdeführer könnte sich selber 
oder Dritten gegenüber bedrohender werden und vor allfälligen Handlungen ge-
genüber anderen Leuten nicht zurückschrecken, sofern er seine Medikamente 
absetzten und sich sein psychischer Zustand verschlechtern würde. Dabei werden 
aber keine konkreten Anhaltspunkte genannt, die auf eine Selbst- oder Fremdge-
fährdung hindeuten würden. Es ist zwar bekannt, dass der Beschwerdeführer be-
reits zweimal aufgrund seiner psychischen Erkrankung in einer psychiatrischen 
Klinik behandelt werden musste, wobei es im Vorfeld der Einweisungen laut den 
fremdanamnestischen Angaben im Gutachten von Dr. med. E._____ zu häuslicher 
Gewalt gegenüber seiner Mutter sowie einer Suiziddrohung gekommen ist. Im Zu-
sammenhang mit der vorliegend zu beurteilenden fürsorgerischen Unterbringung 
finden sich jedoch nirgends Hinweise auf ein selbst- oder fremdgefährdendes Ver-
halten des Beschwerdeführers. Es bestehen folglich im jetzigen Zeitpunkt keine 
aktuellen und konkreten Anhaltspunkte, die auf eine Selbst- oder Fremdgefähr-
dung hindeuten würden. Sodann wird im Kurzgutachten von Dr. med. E._____ 
sowie im Bericht der Klinik B._____ ausgeführt, der psychische Zustand des Be-
schwerdeführers habe sich im Verlaufe des Klinikaufenthaltes und mit Einnahme 
der Medikamente deutlich verbessert. Zu dieser Einschätzung ist auch das urtei-
lende Gericht anlässlich der mündlichen Hauptverhandlung vom 10. April 2015 
gekommen. Dem Beschwerdeführer scheint es mittlerweile wesentlich besser zu 
gehen. Er machte einen psychisch stabileren Eindruck und zeigte – soweit dies 
das Gericht beurteilen kann – keine akuten psychotischen Symptome. Der Be-
schwerdeführer trat vor Gericht gepflegt und ruhig auf. Er konnte alle Fragen des 
Vorsitzenden Richters treffend und ohne Mühe beantworten. Seine Reaktionen 
und sein Auftreten schienen zwar im Allgemeinen etwas verlangsamt und seine 
Stimmung gedämpft, wobei dahingestellt sei, ob dies Folge seiner psychischen 
Erkrankung oder Folge der medikamentösen Behandlung ist. Auf den Grund sei-

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ner Einweisung in die Psychiatrische Klinik angesprochen, gab er an, dass die 
Psychose wieder zugeschlagen und sich die Schizophrenie wieder stärker ausge-
breitet habe. Ferner erklärte er, er nehme Medikamente gegen die Schizophrenie 
und zur Entspannung. Dies helfe ihm und es gehe ihm in der Zwischenzeit einiges 
besser. Im Lichte dieser Ausführungen kommt das Gericht zum Schluss, dass es 
dem Beschwerdeführer – entgegen der Ansicht von Dr. med. E._____ – nicht an 
einer Krankheits- und Behandlungseinsicht fehlt. Im Übrigen erklärte sich der Be-
schwerdeführer anlässlich des Gutachtensgesprächs am 1. April 2015 sowie an-
lässlich der mündlichen Hauptverhandlung am 10. April 2015 bereit, freiwillig wei-
tere 4-5 Wochen respektive bis Ende April 2015 in der Klinik B._____ zu bleiben. 
In dieser Zeit kann folglich die medikamentöse Therapie fortlaufend optimiert wer-
den, um die Rückfallgefahr weiter zu minimieren. Ausserdem ist unbedingt eine 
weiterführende ambulante medizinische Betreuung sicherzustellen und in Zusam-
menarbeit mit der KESB Nordbünden die Zukunftsplanung – insbesondere hin-
sichtlich der Wohn- und Arbeitssituation des Beschwerdeführers – an die Hand zu 
nehmen (vgl. dazu sogleich die nachstehenden Erwägungen 9.a und b). 

8. a) Als weitere Voraussetzung für eine fürsorgerische Unterbringung darf die 
nötige Behandlung oder Betreuung nicht anders erfolgen können als durch die 
Einweisung resp. Zurückbehaltung in einer Einrichtung. Weil eine Unterbringung 
stets eine schwerwiegende Einschränkung der persönlichen Freiheit darstellt, 
muss sie verhältnismässig sein. Mit anderen Worten muss die Unterbringung in 
einer Einrichtung geeignet sein, den Zweck der beabsichtigten Behandlung zu er-
füllen, ohne dass eine weniger einschneidende Massnahme genügen würde (vgl. 
dazu Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 22 ff. zu Art. 426 ZGB und Guillod, a.a.O., 
N 64 f. zu Art. 426 ZGB). Eine Unterbringung fällt in den Worten der Botschaft zur 
Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches deshalb nur als ultima ratio in 
Betracht (a.a.O., S. 7062). Als leichtere Massnahmen kommen ambulante Mass-
nahmen, die Nachbetreuung sowie die freiwillige Sozialhilfe in Frage. 

b) Die Behandlungsbedürftigkeit des Beschwerdeführers hinsichtlich der dia-
gnostizierten paranoiden Schizophrenie ist nicht von der Hand zu weisen und wird 
vom Beschwerdeführer – wie vorstehend in Erwägung 7.c  ausgeführt – aner-
kannt. Dies genügt jedoch – mangels einer konkreten Selbst- oder Fremdgefähr-
dung von einem gewissen Ausmass – nicht für die Aufrechterhaltung einer fürsor-
gerischen Unterbringung gegen den Willen des Beschwerdeführers. Da der Be-
schwerdeführer bereit ist, bis Ende April 2015 freiwillig in der Klinik B._____ zu 
bleiben und es ihm weder an Krankheits- noch Behandlungseinsicht fehlt, kann die 
adäquate Behandlung seiner psychischen Erkrankung nach seinem Austritt aus 

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der Klinik Ende April 2015 im Sinne einer Nachbehandlung (vgl. dazu sogleich 
Erwägungen 9.a und b) ohne weiteres im Rahmen einer ambulanten Behandlung 
erfolgen. Damit ist die Aufrechterhaltung der fürsorgerischen Unterbringung auch 
aus diesem Grund als unverhältnismässig zu qualifizieren.

9. a) Gemäss Art. 436 ZGB haben die behandelnden Ärzte bei Vorliegen einer 
Rückfallgefahr mit der betroffenen Person ein Austrittsgespräch zu führen, um zu 
versuchen, mit ihr die Behandlungsgrundsätze für den Fall einer erneuten Unter-
bringung in der Einrichtung zu vereinbaren. Im Rahmen dieses Austrittsge-
spräches ist auch auf die Frage der Nachbetreuung einzugehen. Gestützt auf 
Art. 437 Abs. 1 ZGB sind die Kantone verpflichtet, nach einer beendeten fürsorge-
rischen Unterbringung die Nachbetreuung zu regeln. Dazu können die Kantone 
gemäss Abs. 2 der vorerwähnten Bestimmung auch ambulante Massnahmen vor-
sehen. Da die Nachbetreuung im Einzelfall auf die individuelle Situation zuge-
schnitten werden muss, wurde auf die Aufzählung von geeigneten Massnahmen 
verzichtet (vgl. Botschaft betreffend die Teilrevision des EGzZGB [Umsetzung 
neues Kindes- und Erwachsenenschutzrecht] vom 20. September 2011 Heft 
Nr. 9/2011-2012, S. 1063). Nach der Intention des Gesetzgebers soll die Nachbe-
treuung in erster Linie in Zusammenarbeit mit der betroffenen Person und in ge-
genseitigem Einvernehmen festgelegt werden. Art. 54 Abs. 1 EGzZGB sieht des-
halb vor, dass der behandelnde Arzt bei Bedarf mit der untergebrachten Person 
vor der Entlassung eine geeignete Nachbetreuung vereinbaren kann. Kommt kei-
ne solche Vereinbarung zustande, kann die Kindes- und Erwachsenenschutz-
behörde bei Rückfallgefahr auf Antrag des behandelnden Arztes eine geeignete 
Nachbetreuung für höchstens zwölf Monate anordnen (Art. 54 Abs. 2 EGzZGB). 
Mit dieser Vorgehensweise soll ein Rückfall auch dann möglichst vermieden wer-
den, wenn die Kooperationsbereitschaft, beispielsweise mangels Krankheitsein-
sicht, fehlt (vgl. Botschaft, a.a.O., S. 1063). Als Teil der Nachbetreuung kann die 
Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde auch ambulante Massnahmen anord-
nen, die geeignet erscheinen, eine fürsorgerische Unterbringung zu verhindern 
oder einen Rückfall zu vermeiden (Art. 55 Abs.1 EGzZGB). Dazu gehört unter an-
derem die Verpflichtung, regelmässig eine fachliche Beratung oder Begleitung in 
Anspruch zu nehmen und sich an die damit verbundenen Anweisungen zu halten 
oder sich einer medizinisch indizierten Behandlung oder Therapie zu unterziehen 
(Art. 55 Abs. 2 lit. a und lit. b EGzZGB).

b) Vorliegend ist aufgrund der Akten ausgewiesen, dass der Beschwerdefüh-
rer aus medizinischer Sicht behandlungsbedürftig ist. Daher hat sich die ärztliche 
Leitung der Klinik B._____ zu bemühen, zusammen mit dem Beschwerdeführer 

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vor dessen Entlassung Ende April 2015 ein weiterführendes Behandlungskonzept 
auszuarbeiten. Dadurch soll dessen Gesundheitszustand nachhaltig stabilisiert 
und das Rückfallrisiko, welches aufgrund seiner Krankheitsgeschichte und der 
mehrfachen Hospitalisierung nicht von der Hand zu weisen ist, vermindert werden. 
Neben der medizinischen Nachbetreuung ist es jedoch ebenso wichtig, dass so-
wohl die Wohn- als auch die Arbeitssituation des Beschwerdeführers geklärt und 
ihm Perspektiven aufgezeigt werden. Die KESB Nordbünden hat aufgrund der Ge-
fährdungsmeldung des Vaters des Beschwerdeführers vom 16. März 2015 ein 
Abklärungsverfahren eröffnet und ist mit dem Fall vertraut. Es liegt nun bei der 
KESB, in einem Gespräch mit dem Beschwerdeführer dessen Zukunftsplanung an 
die Hand zu nehmen und bereits vor dessen Entlassung allenfalls in Zusammena-
rbeit mit dem Sozialdienst der Klinik B._____ die erforderlichen Massnahmen für 
ein Leben ausserhalb der Klinik zu treffen. Sollte der Beschwerdeführer nicht mehr 
in seine alte Wohnung zurückkehren können, so ist er bereits während des Klinik-
aufenthalts bei der Suche nach einer neuen Wohnung bzw. einer adäquaten 
Wohnform begleitend zu unterstützen. Als Wohnform fällt dabei namentlich ein 
betreutes Wohnen in Betracht. Denn dadurch würde dem Beschwerdeführer zum 
einen ein unterstützendes Umfeld zur Seite gestellt und zum anderen würde das 
Knüpfen von sozialen Kontakten gefördert werden, zumal der Beschwerdeführer, 
wie sich im Rahmen der richterlichen Befragung an der Hauptverhandlung ergab, 
über wenig soziale Kontakte verfügt. Im Weiteren hat die KESB abzuklären, ob 
allenfalls eine Beistandschaft, wobei sich mit Zustimmung der Betroffenen etwa 
eine Begleitbeistandschaft anbieten würde, zu errichten oder eine andere Mass-
nahme nach Erwachsenenschutzrecht zu ergreifen ist.

10. Aus dem Gesagten ergibt sich, dass die Voraussetzungen für eine fürsorge-
rische Unterbringung gemäss Art. 426 ZGB nicht (mehr) erfüllt sind, weshalb die 
vorliegende Beschwerde gutzuheissen und die ärztliche Einweisungsverfügung 
vom 21. März 2015 aufzuheben ist. Es wird davon Vormerk genommen, dass sich 
der Beschwerdeführer bereit erklärt hat, freiwillig noch bis Ende April 2015 in der 
Klinik B._____ zu verbleiben. Die ärztliche Leitung der Klinik B._____ wird ange-
wiesen, vor Ablauf der Unterbringungsdauer in Zusammenarbeit mit der Kindes- 
und Erwachsenenschutzbehörde Nordbünden die Nachbetreuung des Beschwer-
deführers zu regeln. Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Nordbünden 
wird des Weiteren angewiesen, unter Einbezug des Beschwerdeführers dessen 
Zukunftsplanung an die Hand zu nehmen und allfällige erwachsenenschutzrechtli-
che Massnahmen zu prüfen.

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11. Zu prüfen bleibt, wer die Kosten des Beschwerdeverfahrens zu tragen hat. 
Art. 450f ZGB verweist hinsichtlich der Verfahrensbestimmungen auf die Vorschrif-
ten der ZPO, welche sinngemäss anzuwenden sind, sofern die Kantone nichts 
anderes bestimmen. Im Kanton Graubünden verweist Art. 60 Abs. 2 EGzZGB 
ebenfalls auf die subsidiäre Anwendbarkeit der Bestimmungen der ZPO und der 
kantonalen Einführungsgesetzgebung, soweit das EGzZGB keine abweichenden 
Bestimmungen enthält. Letzteres ist hinsichtlich der Gerichtskosten nicht der Fall, 
so dass die Zivilprozessordnung als subsidiäres kantonales Recht zur Anwendung 
gelangt. Das Beschwerdeverfahren im Zusammenhang mit einer Anfechtung einer 
fürsorgerischen Unterbringung stellt kein Zweiparteienverfahren dar. Der die für-
sorgerische Unterbringung verfügende Arzt oder allenfalls die Kindes- und Er-
wachsenenschutzbehörde haben nicht die prozessuale Stellung einer Gegenpar-
tei, sondern gelten als Vorinstanz, so dass die Anwendung von Art. 106 ZPO von 
vornherein ausser Betracht fällt. Eine Kostenauflage an die verfügende Instanz 
fällt vorliegendenfalls auch gestützt auf Art. 108 ZPO, wonach derjenige unnötige 
Prozesskosten zu bezahlen hat, der sie verursacht hat, ausser Betracht. Da der 
Beschwerdeführer mit seiner Beschwerde aber durchgedrungen ist, wäre es unbil-
lig, ihn die Gerichtskosten tragen zu lassen. In Anwendung von Art. 107 Abs. 2 
ZPO werden diese deshalb – einschliesslich Gutachterkosten – dem Kanton 
Graubünden auferlegt.

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und die ärztlich angeordnete fürsorgeri-
sche Unterbringung wird aufgehoben. Es wird davon Vormerk genommen, 
dass sich der Beschwerdeführer bereit erklärt hat, freiwillig noch bis Ende 
April 2015 in der Klinik B._____ zu verbleiben.

2. Die ärztliche Leitung der Klinik B._____ wird angewiesen, vor Ablauf der 
Unterbringungsdauer in Zusammenarbeit mit der Kindes- und Erwachse-
nenschutzbehörde Nordbünden die Nachbetreuung des Beschwerdeführers 
zu regeln. Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Nordbünden wird 
im Sinne der Erwägungen des Weiteren angewiesen, unter Einbezug des 
Beschwerdeführers dessen Zukunftsplanung an die Hand zu nehmen und 
allfällige erwachsenenschutzrechtliche Massnahmen zu prüfen.

3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von total CHF 2'958.00 
(CHF 1'500.00 Gerichtsgebühr und CHF 1'458.00 Gutachterkosten) ver-
bleiben beim Kanton Graubünden. 

4. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 BGG Beschwerde in Zivil-
sachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt 
werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen 
seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der 
gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

5. Mitteilung an: