# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5b29c5a0-4cef-5ab2-b2d6-599cc781ea16
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-07-08
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Strafappellationshof 08.07.2021 501 2019 143
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_006_501-2019-143_2021-07-08.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 630, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00
tribunalcantonal@fr.ch
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

501 2019 143
501 2019 146

Urteil vom 8. Juli 2021

Strafappellationshof

Besetzung Vizepräsident: Markus Ducret
Richterin: Dina Beti
Ersatzrichter: Daniel Schneuwly
Gerichtsschreiberin: Frédérique Jungo

Parteien A.________, Beschuldigter und Berufungsführer, vertreten durch 
Rechtsanwalt André Clerc, Wahlverteidiger

B.________, Beschuldigte und Berufungsführerin, vertreten durch 
Rechtsanwalt Elmar Wohlhauser, Wahlverteidiger

gegen 

Staatsanwaltschaft des Kantons Freiburg, Berufungsgegnerin,

und

C.________ GmbH, Zivil- und Strafklägerin und Berufungsgeg-
nerin, vertreten durch Rechtsanwalt Laurent Häusermann

Gegenstand Qualifizierte ungetreue Geschäftsbesorgung, versuchte qualifizierte 
ungetreue Geschäftsbesorgung, Widerhandlung gegen das UWG, 
Gehilfenschaft zu qualifizierter ungetreuer Geschäftsbesorgung

Berufungen vom 18. September 2019 gegen das Urteil des Wirt-
schaftsstrafgerichts vom 30. April 2019

Kantonsgericht KG
Seite 2 von 16

Sachverhalt

A. A.________ war vom 1. Januar 2008 bis zum 31. Dezember 2013 als Verkaufs- und Projekt-
leiter bei der D.________ GmbH (seit dem 7. Januar 2015: C.________ GmbH, nachfolgend: 
C.________ oder die Privatklägerin) angestellt, wobei seine Tätigkeit insbesondere aus Kunden-
betreuung, Ausarbeiten von Angeboten, technischen Abklärungen und Inbetriebnahme von Anla-
gen im Bereich Fernwärme bestand (act. 2014, 2034, 2039). Ab dem Jahr 2010 wurde nebst 
einem Bruttolohn von CHF 130‘000.- eine jährliche Gewinnbeteiligung von 25% aus dem von ihm 
betreuten Geschäftsbereich „Energie“ vereinbart (mit einer Deckelung bei maximal CHF 130‘000.-) 
(act. 2037, 6020). Ziffer 18 des Arbeitsvertrages enthielt ein Konkurrenzverbot mit folgendem 
Inhalt: 

Der Arbeitnehmer hat sich während der Dauer des Arbeitsverhältnisses sowie während eines 
Jahres nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses in der gesamten Schweiz jeder konkurrie-
renden Tätigkeit mit dem Arbeitgeber zu enthalten. Der Arbeitnehmer verzichtet insbesonde-
re darauf, sich direkt oder indirekt an einem Konkurrenzunternehmen zu beteiligen oder 
direkt oder indirekt für ein solches tätig zu sein, sei es entgeltlich oder unentgeltlich. Konkur-
renzierend sind Tätigkeiten, welche den gleichen oder ähnlichen Geschäftsbereich oder den 
gleichen Kundenkreis wie denjenigen des Arbeitgebers betreffen Konkurrenzunternehmen ist 
jede Unternehmung oder Gruppe, die in einem Wettbewerbsverhältnis zum Arbeitgeber 
steht. […]

Am 3. April 2012 trafen sich die Parteien auf Initiative von A.________ in E.________ und bespra-
chen dessen Anliegen, wonach er gerne zusammen mit seiner Frau und einem F.________ ein 
Geschäft für die Vermietung von Notheizungen aufbauen bzw. betreiben würde. Die C.________ 
gab diesem Ersuchen statt und gestattete A.________ von diesem Tage an die Vermietung von 
Notheizungen in dessen eigenem Namen und auf eigene Rechnung (act. 2015, 13261). Zwischen 
den Parteien ist strittig, ob bei dieser Besprechung noch weitere Zugeständnisse an A.________ 
gemacht wurden. Das Resultat der Besprechung wurde nicht schriftlich festgehalten.

Nach eigener Darstellung arbeitete A.________ als Verkaufsleiter und war ein zentraler Mitarbeiter 
der Privatklägerin. Er habe durch seine Kontakte und Fachkenntnisse auf dem Gebiet der Fern-
wärmetechnik massgeblich dazu beigetragen, dass die C.________ in diesem Geschäftsfeld zu 
einem führenden Unternehmen wurde (act. 6021). Er sei für die Kundenakquirierung in dem Gebiet 
westlich von Zürich, bis und mit der Westschweiz, verantwortlich gewesen. Er habe die Kunden im 
Zusammenhang mit den verkauften Übergabestationen auch beraten und betreut, sei also gleich-
zeitig Servicetechniker gewesen (act. 13249, 13254). 

B. Am 24. November 2014 erstattete die C.________ Strafanzeige bzw. Strafantrag gegen 
A.________ und B.________ wegen Veruntreuung (Art. 138 StGB), unbefugtem Eindringen in ein 
Datenverarbeitungssystem (Art. 143bis StGB), betrügerischem Missbrauch einer Datenverarbei-
tungsanlage (Art. 147 StGB), ungetreuer Geschäftsbesorgung (Art. 158 StGB), Urkundenfälschung 
(Art. 251 StGB), Verletzung des Fabrikations- oder Geschäftsgeheimnisses (Art. 162 StGB) und 
unlauterem Wettbewerb (Art. 23 i.V.m. Art. 3 Bst. d, 5 Bst. c und 6 UWG). 

Die Privatklägerin wirft A.________ im Wesentlichen vor, während und nach Ende seines Arbeits-
verhältnisses und trotz eines vertraglich vereinbarten Konkurrenzverbots, die C.________ u.a. 
auch unter Ausnutzung deren Daten bzw. entwendeter Geschäftsgeheimnisse konkurrenziert zu 

Kantonsgericht KG
Seite 3 von 16

haben (act. 2028 ff.). Dies indem er etwa zu ihrem Nachteil Aufträge mit langjährigen Kunden über 
eigene Gesellschaften abgewickelt haben soll. Dabei habe er sich mit Hilfe seiner Ehefrau, 
B.________, der Firma G.________ GmbH und der H.________ GmbH bedient (act. 2012 ff.).

Mit Verfügung vom 12. Januar 2015 eröffnete die Staatsanwaltschaft des Kantons Freiburg ein 
Strafverfahren gegen A.________ und B.________ wegen Veruntreuung (Art. 138 StGB), unbe-
fugter Datenbeschaffung (Art. 143 StGB), betrügerischem Missbrauch einer Datenverarbeitungs-
anlage (Art. 147 StGB), ungetreuer Geschäftsbesorgung (Art. 158 Ziff. 1 StGB), Urkundenfäl-
schung (Art. 251 StGB) sowie Verletzung des Fabrikations- und Geschäftsgeheimnisses (Art. 162 
Abs. 1 StGB) (act. 5000 f.).

Die Staatsanwaltschaft erhob am 29. Dezember 2017 beim Wirtschaftsstrafgericht Anklage gegen 
A.________ wegen qualifizierter ungetreuer Geschäftsbesorgung und Vergehens gegen das 
Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb sowie gegen B.________ wegen Teilnahme (als 
Mittäterin) an der qualifizierten ungetreuen Geschäftsbesorgung (act. 10008). 

C. Mit Urteil vom 30. April 2019 sprach das Wirtschaftsstrafgericht A.________ und B.________ 
frei von den Vorwürfen der qualifizierten ungetreuen Geschäftsbesorgung für den Zeitraum ab 
Januar 2014 und bezüglich des Auftrages 012-0153 (I.________) sowie des Angebots 012-0121 
(J.________). A.________ wurde hingegen schuldig gesprochen der mehrfach begangenen quali-
fizierten ungetreuen Geschäftsbesorgung für den Zeitraum von 2012 bis 2013 zum Nachteil der 
C.________ GmbH, des mehrfachen Versuchs der qualifizierten ungetreuen Geschäftsbesorgung 
für den Zeitraum von 2012 bis 2013 zum Nachteil der C.________ GmbH sowie der Widerhand-
lung gegen das Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb im Sinne von Art. 23 i.V.m. Art. 
5 Bst. a UWG. A.________ wurde zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 18 Monaten mit einer 
Probezeit von 2 Jahren verurteilt.

B.________ wurde schuldig gesprochen der mehrfach begangenen Gehilfenschaft zur qualifizier-
ten ungetreuen Geschäftsbesorgung für den Zeitraum von 2012 bis 2013 zum Nachteil der 
C.________ GmbH sowie der mehrfachen Gehilfenschaft zur versuchten qualifizierten ungetreuen 
Geschäftsbesorgung für den Zeitraum von 2012 bis 2013 zum Nachteil der C.________ GmbH. 
B.________ wurde zu einer bedingten Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu CHF 90.- mit einer 
Probezeit von 2 Jahren verurteilt.

D. Mit Eingaben vom 6. Mai 2019 meldeten A.________ und B.________ (nachfolgernd: die 
Berufungsführer) die Berufung gegen das Urteil vom 30. April 2019 an. Mit Berufungserklärungen 
vom 18. September 2019 beantragen die Berufungsführer, dass sie von sämtlichen Vorwürfen frei-
zusprechen und die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens und des Berufungsverfahrens dem 
Staate Freiburg aufzuerlegen seien. Ihnen sei für die beiden Verfahren eine Parteientschädigung 
zuzusprechen.

In Beantwortung des Schreibens der Verfahrensleitung vom 24. Juli 2020 präzisierten die Beru-
fungsführer ihre Berufungen am 11. August 2020 dahingehend, dass eine Rechtsverletzung sowie 
eine unvollständige und unrichtige Sachverhaltsfeststellung durch die Vorinstanz moniert werde. 
Durch Abweisung der von den Berufungsführern beantragten Beweisanträge sei die Vorinstanz bei 
der Urteilsfindung von falschen Hypothesen ausgegangen.

Die Staatsanwaltschaft liess mit Schreiben vom 1. Oktober 2019 verlauten, dass sie weder ein 
Nichteintreten auf die Berufungen beantrage noch Anschlussberufung erhebe, in der Sache aber 
auf Abweisung der Berufungen schliesse.

Kantonsgericht KG
Seite 4 von 16

Die C.________ schloss in ihrer Eingabe vom 10. Oktober 2019 auf Abweisung der Berufungen. 
Sie verzichtete auf eine Anschlussberufung.

E. Mit Verfügung vom 18. August 2020 wies der Verfahrensleiter den Antrag der Berufungsfüh-
rer ab, wonach K.________, L.________, M.________ und N.________ als Zeugen vorzuladen 
und einzunehmen seien. Auch der Antrag, ein Sachverständigengutachten zur Klärung der techni-
schen Frage, was genau Übergabestationen seien, wurde abgewiesen. Ebenso wurden die Anträ-
ge abgewiesen, die Privatklägerin habe sämtliche Offerten, Angebote, Auftragsbestätigungen, 
Schemen und Rechnungen für den Zeitraum von 2010 bis 2014 zu edieren und die erwähnten 
Unterlagen seien einem Sachverständigen zu unterbreiten zur Prüfung der Frage, welches das 
Kerngeschäft der Privatklägerin sei und ob die von den Berufungsführern offerierten und vertriebe-
nen Anlagen das Kerngeschäft oder andere angebotenen Leistungen der Privatklägerin tangierten.

F. Aktuelle Strafregisterauszüge betreffend die Berufungsführer wurden am 22. Juni 2021 zu 
den Akten genommen.

G. Am 8. Juli 2021 verhandelte der Strafappellationshof die Angelegenheit. Anlässlich der 
Verhandlung erschienen die Berufungsführer, begleitet von ihren Wahlverteidigern, sowie die 
Vertreterin der Staatsanwaltschaft und der Geschäftsführer der Privatklägerin. Die Berufungsführer 
wiederholten den Beweisantrag, bei der Privatklägerin seien sämtliche Angebote, Auftragsbestäti-
gungen, Offerten und Rechnungen der Jahre 2012-2013 bzw. 2010-2015 zu edieren, worauf sich 
die Parteien kurz äusserten. Nach einer kurzen Beratung beschloss der Strafappellationshof, den 
Beweisanträgen keine Folge zu leisten. Die Berufungsführer und der Geschäftsführer der Privat-
klägerin wurden daraufhin einvernommen. Danach hielten die Vertreter der Berufungsführer, die 
Staatsanwältin sowie der Geschäftsführer der Privatklägerin ihre Parteivorträge. Die Beschuldigten 
machten von der Möglichkeit, ein Schlusswort abzugeben, keinen Gebrauch.

Erwägungen

1.

1.1. Gemäss Art. 398 Abs. 1 StPO ist die Berufung zulässig gegen Urteile erstinstanzlicher 
Gerichte, mit denen das Verfahren ganz oder teilweise abgeschlossen worden ist. Als beschuldigte 
Personen besitzen die Berufungsführer zudem ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhe-
bung oder Änderung des Entscheids im Sinne von Art. 382 Abs. 1 StPO und sind somit zur Beru-
fung legitimiert. Die Berufungen richten sich gegen die Verurteilung als Ganzes; die entsprechen-
den Rechtsbegehren sind präzise formuliert. Die Berufungserklärungen entsprechen mithin den 
gesetzlichen Anforderungen. Auf die rechtzeitig eingereichten Berufungen ist somit einzutreten.

1.2. Im Rahmen einer Berufung überprüft der Strafappellationshof den vorinstanzlichen 
Entscheid frei bezüglich sämtlicher Tat-, Rechts- und Ermessensfragen (Art. 398 Abs. 2 und 3 
StPO). Er ist in seinem Entscheid weder an die Begründung der Parteien noch an deren Anträge 
gebunden, ausser wenn er Zivilklagen beurteilt. Er darf Entscheide nicht zum Nachteil der verurteil-
ten Person abändern, wenn das Rechtsmittel nur zu deren Gunsten ergriffen worden ist (Art. 391 
Abs. 1 und 2 StPO). Der Strafappellationshof verfügt somit grundsätzlich über eine umfassende 
Überprüfungsbefugnis. Er überprüft das erstinstanzliche Urteil allerdings nur in den angefochtenen 

Kantonsgericht KG
Seite 5 von 16

Punkten, kann aber zugunsten der beschuldigten Person auch nicht angefochtene Punkte über-
prüfen, um gesetzwidrige oder unbillige Entscheide zu verhindern (Art. 404 StPO).

Die Berufungsführer fechten die Schuldsprüche an und beantragen, dass sie von sämtlichen 
Vorwürfen freigesprochen werden. Es ist mithin festzustellen, dass das vorinstanzliche Urteil 
bezüglich der erfolgten Freisprüche (A.1. und B.1.), der Behandlung der Zivilbegehren (C.) sowie 
die weiteren Verfügungen (E.) nicht angefochten wurde und somit in diesen Punkten in Rechtskraft 
erwachsen ist.

1.3. Das Verfahren wird mündlich geführt (Art. 405 StPO). Es beruht auf den Beweisen, die im 
Vorverfahren und im erstinstanzlichen Hauptverfahren erhoben worden sind (Art. 389 Abs. 1 
StPO). Die Rechtsmittelinstanz erhebt von Amtes wegen oder auf Antrag einer Partei die erforderli-
chen zusätzlichen Beweise (Art. 389 Abs. 3 StPO).

Anlässlich der Berufungsverhandlung beantragte Rechtsanwalt Wohlhauser erneut, es seien sämt-
liche Angebote, Auftragsbestätigungen, Offerten und Rechnungen der Jahre 2012-2013 der Privat-
klägerin zu edieren. Rechtsanwalt Clerc stellte daraufhin den Beweisantrag, die Privatklägerin 
habe die genannten Unterlagen für den Zeitraum von 2010-2015 zu edieren.

Der Strafappellationshof wies die Beweisanträge aus nachfolgenden Gründen ab. Gemäss ständi-
ger bundesgerichtlicher Rechtsprechung kann das Gericht in antizipierter Beweiswürdigung auf die 
Abnahme von Beweisen verzichten, wenn es aufgrund bereits abgenommener Beweise seine 
Überzeugung gebildet hat und ohne Willkür annehmen kann, diese werde durch weitere Beweiser-
hebungen nicht geändert (Art. 139 Abs. 2 StPO; Urteil BGer 6B_708/2019 vom 12. November 
2019 E. 4.4 mit Hinweisen).

Die Edition der beantragten Unterlagen mag allenfalls zur definitiven Klärung der Frage des 
Geschäftsbereichs bzw. des Kerngeschäfts der Privatklägerin beitragen, wobei diese Frage nicht 
zentral und soweit nötig bereits geklärt ist. Demgegenüber vermag die Edition der Unterlagen nicht 
zur Klärung der massgeblichen Frage, nämlich was die Parteien am 3. April 2012 vereinbart 
haben, beitragen, weshalb sich dieser doch beachtliche Aufwand nicht als zielführend erweist. Aus 
diesem Grund sind die entsprechenden Beweisanträge abzuweisen.

Nachdem vorliegend die anlässlich der Verhandlung gestellten Beweisanträge abgelehnt wurden, 
kann sich der Strafappellationshof auf die Einvernahme der Berufungsführer und des Geschäfts-
führers der Privatklägerin sowie den Beizug der Akten beschränken.

1.4. Die beiden Berufungen betreffen den gleichen Lebenssachverhalt und dieselben Rechtsfra-
gen, so dass es sich rechtfertigt, die Verfahren 501 2019 143 und 501 2019 146 zu vereinigen.

2.

2.1. Die Berufungsführer bestreiten, sich der qualifizierten ungetreuen Geschäftsbesorgung 
bzw. des Versuchs und der Gehilfenschaft dazu sowie des unlauteren Wettbewerbs schuldig 
gemacht zu haben. Sie beantragen einen vollumfänglichen Freispruch mit den entsprechenden 
Kosten- und Entschädigungsfolgen.

Sie machen geltend, dass die Vorinstanz den Sachverhalt unvollständig und unrichtig festgestellt 
habe. Die Vorinstanz sei bei der Urteilsfindung von falschen Hypothesen ausgegangen.

Kantonsgericht KG
Seite 6 von 16

A.________ macht insbesondere geltend, dass er über die H.________ GmbH lediglich Nothei-
zungen, Heizkessel, Wärmepumpenanlagen, Wärmetauscher für Warmwasser im Schwimmbad 
und Fabrikation, Regelventile für Heizungsverteiler sowie Pumpen für Heizungsverteiler vertrieben 
habe (act. 13261). Der Vertrieb von Notheizungen sei ihm ab dem 3. April 2012 explizit von seinem 
Vorgesetzten, O.________, erlaubt worden. O.________ habe ihm lediglich untersagt, im Kernge-
schäft der C.________ tätig zu werden, d.h. Übergabestationen zu vertreiben (act. 13261). Die von 
ihm über die H.________ GmbH angebotenen Leistungen hätten diesen Kerngeschäftsbereich der 
C.________ nicht tangiert. Für die Privatklägerin habe er bis zu seiner Kündigung denn auch nur 
Übergabestationen sowie dazugehörige Regelungssysteme verkauft (act. 13261). O.________ 
habe ihm am 3. April 2012 gesagt, dass er keine Übergabestationen verkaufen dürfe, alles andere 
ihm aber egal sei. Es sei nur über die Übergabestationen, also das Kerngeschäft C.________, 
gesprochen worden (Protokoll vom 8. Juli 2021 S. 4 und 6). Der Berufungsführer bringt zusam-
mengefasst vor, seine Tätigkeit für die H.________ GmbH habe nicht gegen das Konkurrenzverbot 
bzw. die mündlich vereinbarte Änderung desselben verstossen. Zudem habe die C.________ von 
seiner Tätigkeit Kenntnis gehabt und diese wenigstens stillschweigend genehmigt.

B.________ macht geltend, dass sich A.________ keiner qualifizierten ungetreuen Geschäftsbe-
sorgung oder des Versuchs dazu schuldig gemacht habe. Sie könne sich somit auch nicht der 
Gehilfenschaft zu diesen Delikten schuldig gemacht haben. Zudem habe sie nichts von der Treue-
pflicht und des Konkurrenzverbots bzw. der Vereinbarung ihres Ehemannes mit O.________ 
gewusst, weshalb es bei ihr auch am Vorliegen des subjektiven Tatbestandselements fehle.

2.2. Das Wirtschaftsstrafgericht ging nach Durchsicht der Akten und nach Würdigung der abge-
nommenen Beweise zusamenfassend von folgendem Sachverhalt aus:

- dass A.________ vom 1. Januar 2008 bis zum 31. Dezember 2013 als Verkaufs- und Projektlei-
ter bei der C.________ angestellt gewesen sei und dabei für die Region westlich von Zürich und 
insbesondere für die Westschweiz verantwortlich gewesen sei;

- dass er am 17. Februar 2006 die H.________ GmbH mit Sitz an seinem Wohndomizil gründete, 
der Geschäftszweck dieser Gesellschaft am 27. August 2007 geändert wurde und neu im „Erbrin-
gen von Dienstleistungen, insbesondere im Bereich der erneuerbaren Energietechnik und Immobi-
lienservice“ gelegen habe (act. 2047);

- dass bei Gründung der Firma im Jahr 2006 B.________ Gesellschafterin und Geschäftsführerin 
der H.________ GmbH mit Einzelunterschriftsberechtigung war (act. 2047 und 3001);

- dass A.________ mit Eintrag ins Handelsregister vom 13. April 2012 alleiniger Gesellschafter und 
Geschäftsführer dieser Gesellschaft mit Einzelprokura wurde und B.________ ab diesem Zeitpunkt 
weiterhin zeichnungsberechtigt mit Einzelunterschrift war;

- dass A.________ die Gesellschaft aber immer wirtschaftlich beherrschte und schon vor seiner 
Eintragung ins Handelsregister am 13. April 2012 einen entscheidenden Einfluss auf die 
Geschäftstätigkeit der H.________ GmbH ausgeübt habe;

- dass sich dies aus der Tatsache ergebe, dass B.________ gemäss eigenen Angaben keine 
Ausbildung im Bereich der Energie- und Wärmetechnik absolviert hatte und es ihr entsprechend 
mangels beruflicher Ausbildung oder Qualifikation im Bereich der Energie- und Heiztechnik kaum 
möglich gewesen wäre, ein solches Unternehmen alleine aufzubauen (act. 3001 Ziff. 51 ff.).

Kantonsgericht KG
Seite 7 von 16

- dass A.________ in den Jahren 2012 und 2013 über die H.________ GmbH Geschäfte im 
Umfang von CHF 522‘122.90 mit aktuellen oder ehemaligen Kunden der C.________ tätigte, trotz 
vereinbartem und gültigem Konkurrenzverbot und in weiteren Fällen Offerten im Umfang von 
CHF 740‘491.60 im Namen der H.________ GmbH versandt hatte, wobei es diesbezüglich nicht 
zum Abschluss eines Vertrages kam;

- dass es sich bei diesen Geschäften um Leistungen im Bereich der Heizungs- und Wärmetechnik 
handelte, die den gleichen oder ähnlichen Geschäftsbereich wie denjenigen der C.________ 
betrafen. 

- dass A.________ zudem mit der von ihm beherrschten G.________ GmbH eine Offerte für ein 
Bauprojekt in P.________ eingereicht und dabei eine von O.________, Vorsitzender der 
Geschäftsleitung der C.________, angefertigte Konstruktionszeichnung für eine Pumpstation 
verwendet habe;

- dass er dies ohne Zustimmung der C.________ gemacht habe und mit seinem Vorgehen ein 
Arbeitsergebnis einem Konkurrenzunternehmen zur wirtschaftlichen Nutzung zugänglich gemacht 
habe.

- dass B.________ und A.________ verheiratet seien und gemeinsamen Wohnsitz in Q.________ 
hätten, wo auch die H.________ GmbH domiziliert sei;

- dass A.________ für seine Tätigkeit bei der C.________ überwiegend vom gemeinsamen Domi-
zil aus gearbeitet habe;

- dass B.________ die Offerten, Angebotsbestätigungen und Rechnungen der H.________ GmbH 
in den Jahren 2012 bis 2014 unterschrieben habe und sich diese zudem um die Administration 
gekümmert und Lieferscheine erstellt und Lieferanten bezahlt habe;

- dass B.________ Kontakt zu den Kunden und Lieferanten gehabt habe und die Anrufe auf die 
Geschäftsnummer der H.________ (rrr) zu ihr ins Sekretariat durchgestellt worden seien; 

- dass sich die Funktion von B.________ primär auf administrative Tätigkeiten im Backoffice 
beschränkt habe;

- dass A.________ hingegen für die Geschäftsführung, die Kundenakquirierung sowie die Projekt-
leitung und -ausführung – also das ganze operative Geschäft – allein verantwortlich gewesen sei.

3.

Die Berufungsführer machen eine unvollstände und unrichtige Feststellung des Sachverhalts durch 
die Vorinstanz (Art. 398 Abs. 3 Bst. a StPO) und eine Verletzung der Unschuldsvermutung geltend.

3.1. Die von Art. 10 StPO, Art. 32 Abs. 1 BV, Art. 14 Abs. 2 Uno-Pakt II und Art. 6 Abs. 2 EMRK 
garantierte Unschuldsvermutung sowie als ihre direkte Folge der Grundsatz „in dubio pro reo“ 
betreffen sowohl die Beweislast als auch die Beweiswürdigung im weiten Sinne. Als Beweislastre-
gel bedeutet sie im Urteilsstadium, dass die Beweislast der Anklage obliegt und das vom Zweifel 
der Beschuldigte profitieren muss. Als Beweiswürdigungsregel bedeutet die Unschuldsvermutung, 
dass der Richter sich nicht von einem für den Beschuldigten ungünstigen Sachverhalt überzeugt 
erklären kann, wenn aus einem objektiven Blickwinkel in Bezug auf das Bestehen dieses Sachver-
halts Zweifel bestehen. Nicht entscheidend ist, dass bloss abstrakte und theoretische Zweifel 
bestehen, die jederzeit möglich sind, da eine absolute Sicherheit nicht verlangt werden kann. Es 

Kantonsgericht KG
Seite 8 von 16

muss sich um ernsthafte und unüberwindbare Zweifel handeln, das heisst Zweifel, die sich 
aufgrund der objektiven Sachlage aufzwingen. Werden die Beweiswürdigung und die Sachver-
haltsfeststellung in Bezug auf den Grundsatz „in dubio pro reo“ kritisiert, weist dieser keine weitere 
Tragweite als das Willkürverbot auf (vgl. BGE 145 IV 154 E. 1.1 mit Hinweisen, in Pra 108 (2019) 
Nr. 139).

Nach Art. 10 Abs. 2 StPO würdigt das Gericht die Beweise frei nach seiner aus dem gesamten 
Verfahren gewonnenen Überzeugung. Die Organe der Strafrechtspflege sollen frei von Beweisre-
geln und nur nach ihrer persönlichen Überzeugung aufgrund gewissenhafter Prüfung der vorlie-
genden Beweise darüber entscheiden, ob sie eine Tatsache für bewiesen halten. 

3.2. Vorwurf der qualifizierten ungetreuen Geschäftsbesorgung und Versuch dazu durch 
A.________

Was die Würdigung des Sachverhalts bezüglich der qualifizierten ungetreuen Geschäftsbesorgung 
und des Versuchs dazu betreffend A.________ anbelangt, so stellt der Strafappellationshof fest, 
dass das Wirtschaftsstrafgericht die eingeklagten Geschäftsfälle genauestens und akribisch unter-
sucht und überprüft hat, ob diese unter das vereinbarte Konkurrenzverbot fallen. Hinsichtlich der 
Vereinbarung vom 3. April 2012 kam das Wirtschaftsstrafgericht zum Schluss, dass dem Beru-
fungsführer im Sinne einer Ausnahmebewilligung lediglich der Vertrieb von Notheizungen gestattet 
gewesen sei und sämtliche weiterreichende Interpretationen als nachgeschobene Schutzbehaup-
tungen zu werten seien (angefochtenes Urteil E. B 6. S. 21 f.).

Diese Schlussfolgerung greift angesichts der vorhandenen Beweise zu kurz. Was die anlässlich 
des Gesprächs vom 3. April 2012 in E.________ zwischen A.________ und O.________ getroffe-
ne Vereinbarung angeht, steht Aussage gegen Aussage. A.________ stützt sich auf den Stand-
punkt, O.________ habe ihm lediglich gesagt, er dürfe keine Übergabestationen verkaufen, alles 
andere sei ihm aber egal. Demgegenüber sagt O.________ aus, er habe A.________ nur die 
Vermietung von Notheizungen erlaubt, da diese ergänzende Dienstleistung für die C.________ 
ebenfalls profitabel hätte sein können. Weitere Zugeständnisse für eine konkurrenzierende Tätig-
keit durch einen Mitarbeiter habe er nicht gemacht.

Ein materieller Beweis für die eine oder andere Version des Gesprächverlaufs und damit auch den 
Inhalt der Vereinbarung liegt nicht vor. Das Resultat der Besprechung wurde nicht schriftlich fest-
gehalten, was doch erstaunt und die Frage aufwirft, wem dieser Umstand und die Ungewissheit 
letztlich mehr dient. Eine Rückweisung der Angelegenheit oder eine nachträgliche Erhebung von 
bisher nicht erhobenen Beweisen im jetzigen Stadium des Verfahrens ist teils nicht mehr möglich 
bzw. würde nichts mehr bringen, da die Vorfälle bald 10 Jahre zurückliegen und das Umfeld der 
Parteien und allfällige Zeugen in der Zwischenzeit beeinflusst sein könnten und keine authenti-
schen Aussagen mehr machen könnten.

Die Glaubhaftigkeit der Aussagen muss sowohl in Bezug auf A.________ wie auch O.________ in 
Frage gestellt werden. Es ist festzustellen, dass deren Aussagen nicht immer konstant und gleich-
lautend waren. Es fällt denn auch auf, dass O.________ gemäss seinen letzten Aussagen bereits 
seit der zweiten Januarhälfte 2014 über die konkurrenzierende Tätigkeit der H.________ GmbH 
Bescheid wusste, aber erst Ende November 2014 Strafklage eingereicht und diese Tätigkeit somit 
mehr als ein Dreivierteljahr geduldet wurde. Im Übrigen wurde A.________ bereits am 13. April 
2012 als Geschäftsführer der H.________ GmbH ins Handelsregister eingetragen, womit seine 
Stellung innerhalb dieser Gesellschaft aufgrund der Publizitätswirkung des Handelsregisters ab 
diesem Zeitpunkt als bekannt gegolten hat.

Kantonsgericht KG
Seite 9 von 16

In der Strafklage vom 24. November 2014 führte die C.________ aus, A.________ sei es nur 
gestattet gewesen, Notheizungen zu offerieren, nicht Übergabestationen, das Kerngeschäft der 
C.________ (act. 2015). Dies spricht weder klar für die eine noch die andere Version des 
Gesprächsinhalts bzw. der mündlichen Vereinbarung vom 3. April 2012. Es ist lediglich unbestrit-
ten, dass dem Berufungsführer der Vertrieb von Übergabestationen verboten war, was von diesem 
auch anerkannt wird. Er ersuchte denn auch mit E-Mail vom 22. Juni 2013 bei O.________ darum, 
einen Handelsvertretervertrag für den Vertrieb von Übergabestationen in bestimmten Kantonen der 
Schweiz abzuschliessen. Dass er für eine solche Vereinbarung den Schriftweg wählen wollte, zeigt 
auch, dass er sich über das Verbot im Zusammenhang mit Übergabestationen bewusst war. Auf 
der Grundlage der vorhandenen Beweismittel erscheint es zumindest plausibel, dass dem Beru-
fungsführer gestützt auf das Gespräch vom 3. April 2012 lediglich der Vertrieb von Übergabestatio-
nen explizit verboten war. Da die C.________ nicht selber Produkte herstellt, sondern Handelswa-
re vertreibt und Service und Dienstleistungen anbietet, bestünde aber so oder anders eine gewisse 
konkurrenzierende Tätigkeit zwischen den beiden Firmen.

Dem Gesagten zu Folge bestehen keine gesicherten Elemente, die den Inhalt der mündlichen 
Vereinbarung vom 3. April 2012 zweifelsfrei belegen würden. Da auch die Aussagen von 
O.________ teilweise unglaubhaft sind oder zumindest nicht stringent erscheinen, kann das 
Gericht eine Verurteilung nicht alleine darauf abstützen. Dass es sich bei der Aussage des Beru-
fungsführers wie vom Wirtschaftsstrafgericht erwähnt um eine reine Schutzbehauptung handelt, ist 
für den Strafappellationshof nicht erstellt. Hinsichtlich der mündlich getroffenen Vereinbarung 
bestehen demnach ernsthafte und unüberwindbare Zweifel, weshalb in Anwendung des Grundsat-
zes in dubio pro reo von der für den Berufungsführer günstigeren Version des Sachverhalts auszu-
gehen ist.

3.3. Selbst wenn davon ausgegangen würde, dass es dem Berufungsführer nur erlaubt war, 
Notheizungen zu vermieten, würde es am Vorliegen eines objektiven Tatbestandsmerkmals fehlen.

Nach Art. 158 Ziff. 1 Abs. 1 StGB macht sich der ungetreuen Geschäftsbesorgung schuldig, wer 
aufgrund des Gesetzes, eines behördlichen Auftrages oder eines Rechtsgeschäfts damit betraut 
ist, Vermögen eines andern zu verwalten oder eine solche Vermögensverwaltung zu beaufsichti-
gen, und dabei unter Verletzung seiner Pflichten bewirkt oder zulässt, dass der andere am Vermö-
gen geschädigt wird. Die Tat wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft. 
Handelt der Täter in der Absicht, sich oder einen andern unrechtmässig zu bereichern, so kann auf 
Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu fünf Jahren erkannt werden (Art. 158 Ziff. 1 Abs. 3 StGB).

Der Tatbestand der ungetreuen Geschäftsbesorgung erfordert als Verletzungsdelikt einen Vermö-
gensschaden. Ob ein solcher vorliegt, beurteilt sich nach denselben Massstäben wie beim Tatbe-
stand des Betrugs. Ein Vermögensschaden liegt nach der Rechtsprechung vor bei tatsächlicher 
Schädigung durch Verminderung der Aktiven, Vermehrung der Passiven, Nicht-Verminderung der 
Passiven oder Nicht-Vermehrung der Aktiven. Ein Schaden kann in einer unterbliebenen Vermö-
gensvermehrung in Form eines entgangenen Gewinns liegen, sofern die Gewinnaussichten hinrei-
chend konkret sind und entsprechend einen Vermögenswert aufweisen. Die Rechtsprechung 
bejaht dies beispielsweise bei der Übernahme von Arbeiten für einen Kunden auf eigene Rech-
nung, beim Nichteinziehen von Steuern durch den Gemeindeschreiber oder beim Unterlassen von 
Vertragsabschlüssen. Es ist nicht erforderlich, dass der Schaden der Bereicherung des Urhebers 
entspricht. Ebenso wenig muss er beziffert werden. Es genügt, wenn er sicher ist (Urteil BGer 
6B_140/2020 vom 3. Juni 2021 E. 3.3.2 mit Hinweisen).

Kantonsgericht KG
Seite 10 von 16

Im vorliegenden Fall steht ein Schaden in Form von entgangenem Gewinn wegen unterbliebener 
Vermögensvermehrung im Vordergrund, was bejaht werden könnte, wenn der Wert des Vermö-
gens der C.________ aufgrund der nicht abgeschlossenen Verträge geringer ist als es hypothe-
tisch wäre, wenn keine Verletzung einer vertraglichen Pflicht stattgefunden hätte. Dies ist der Fall, 
sofern die Gewinnaussichten der C.________ so hinreichend konkretisiert waren, dass ihnen ein 
wirtschaftlicher Wert zukommt. Nun fehlt es aber eben gerade an dieser hinreichend konkretisier-
ten Gewinnaussicht. In den Akten finden sich keinerlei überprüfbare Hinweise, geschweige denn 
Belege oder sonstige Beweise dafür, dass die Kunden den Vertrag mit der C.________ abge-
schlossen hätten, wenn es die Offerten der H.________ GmbH nicht auch gegeben hätte. Mangels 
entsprechender Erhebungen und Einvernahmen von Vertragspartnern sind die damals offerierten 
Preise und Konditionen nicht bekannt. Die Unterschiede in den Offerten können heute nicht mehr 
rekonstruiert werden. Auch kann nicht mehr eruiert werden, weshalb gewisse Verträge schliesslich 
mit der H.________ GmbH und nicht mit der C.________ abgeschlossen wurden. Zudem gab es 
Fälle, bei welchen die Vertragsabschlüsse weder mit der einen noch mit der anderen Firma getä-
tigt wurden, ohne dass die Gründe dafür ermittelt worden wären und bekannt sind. Dass das 
Vermögen der C.________ ohne eine allfällige Verletzung zugenommen hätte oder den Verträgen 
bereits ein wirtschaftlicher Wert im Sinne von konkreten Gewinnaussichten zugekommen wäre, ist 
somit nicht rechtsgenüglich belegt.

3.4. Nach Würdigung dieser Umstände ist die Berufung des Berufungsführers in diesem Punkt 
gutzuheissen und der Berufungsführer in dubio pro reo vom Vorwurf der qualifizierten ungetreuen 
Geschäftsbesorgung bzw. des Versuchs dazu freizusprechen.

3.5. Vorwurf des unlauteren Wettbewerbs durch A.________

Das Wirtschaftsstrafgericht erachtete den überwiesenen Sachverhalt als grundsätzlich erstellt, 
stellte aber fest, dass die Skizze nicht 1 zu 1 bzw. auf den Millimeter genau identisch ist, sondern 
vor der Übermittlung an die S.________ AG überarbeitet und vervollständigt worden ist. Es erwog, 
die Darstellung von A.________, wonach die Skizze bereits im Jahr 2010 oder 2011 erstellt und 
der T.________ anlässlich einer Offertenstellung zugestellt worden sei, sei nicht nachvollziehbar, 
da es dem Berufungsführer nicht gelinge, schlüssig aufzuzeigen, wie die Skizze über die 
T.________ schliesslich zur G.________ hätte gelangen sollen, insbesondere da sie ja erst im 
Jahr 2012 erstellt worden sei (angefochtenes Urteil E. F. 2.1 f. S. 55 f.).

Anlässlich der Sitzung vor dem Strafappellationshof wiederholte A.________ seine Aussage, 
wonach er die Skizze im Jahre 2010 der T.________ übermittelt hat, um ein Angebot einzuholen. 
Die T.________ habe die Skizze dann später der G.________ geschickt, von wo sie weitergegan-
gen sei an den Interessenten. Bei dieser Übermittlung von der T.________ zur G.________ bzw. 
zum Interessenten habe er die Skizze nicht gesehen (Protokoll vom 8. Juli 2021 S. 7 und 13). 
O.________ bestätigte, dass er die Skizze wohl vor 2012 erstellt hatte (Protokoll vom 8. Juli 2021 
S. 12).

Das Wirtschaftsstrafgericht hat in diesem Zusammenhang festgehalten, U.________ habe auf 
Nachfrage von O.________ im E-Mail vom 23. September 2014 präzisiert, dass es sich um eine 
von A.________ über die G.________ zugestellte Offerte handle. Aus den Akten geht hingegen 
hervor, dass U.________ am 23. September 2014 antwortete, die E-Mail mit der Konkurrenzversi-
on sei nicht direkt von A.________, sondern von der G.________ gekommen (act. 2041). Auf 
Nachfrage von O.________, ob er also die Offerte von der G.________ gehabt und mit 
A.________ verhandelt habe, antwortete U.________, ursprünglich habe A.________ seine 

Kantonsgericht KG
Seite 11 von 16

Dienstleistungen für das Projekt angeboten, aber die G.________ schon früh erwähnt. Schon beim 
Detailgespräch zum Projekt-Lieferumfang seien Vertreter der G.________ dabei gewesen. 
Schliesslich habe er die Angebote von der G.________ erhalten. Da der Entwurf ohne Zeich-
nungskopf geliefert worden sei, könne er nicht mit Sicherheit sagen, woher die Zeichnung stamme 
(act. 2040). In Übereinstimmung mit dem Wirtschaftsstrafgericht muss weiter festgestellt werden, 
dass die Skizzen nicht 1 zu 1 identisch sind und die von der G.________ zugestellte Skizze 
ergänzt und abgeändert wurde (act. 2044 ff.). 

Aus den sich in den Akten befindlichen Offerten der G.________ geht hervor, dass diese das 
Zeichen eines gewissen M.________ trägt (vgl. Ordner 29). Auch die Strafklage vom 24. Novem-
ber 2014 erwähnt G.________-Gesellschafter und G.________-Verkaufsmitarbeiter (act. 2016). 
Dies passt zudem zur Aussage von U.________, es seien Vertreter der G.________ dabei gewe-
sen (act. 2040). Es muss somit festgestellt werden, dass offenbar auch andere Personen als 
A.________ für die G.________ gearbeitet und Offerten ausgearbeitet und zum Versand vorberei-
tet und allenfalls auch versendet haben. Folglich bestehen ernsthafte Zweifel daran, dass die 
streitgegenständliche Skizze direkt von A.________ oder mit dessen Wissen weiterverarbeitet und 
dem Interessenten zugestellt worden ist.

Die Berufung des Berufungsführers ist daher auch in diesem Punkt gutzuheissen und dieser ist in 
dubio pro reo vom Vorwurf des unlauteren Wettbewerbs freizusprechen.

3.6. Vorwurf der Gehilfenschaft zur qualifizierten ungetreuen Geschäftsbesorgung und Versuch 
dazu durch B.________

Gehilfe ist, wer zu einem Verbrechen oder Vergehen vorsätzlich Hilfe leistet (Art. 25 StGB). Die 
Gehilfenschaft charakterisiert sich als eine akzessorische Teilnahmeform in dem Sinne, dass die 
Erfüllung des Tatbestandes an sich nicht auf der Handlung, die der Komplize selber begeht, 
sondern im Gegenteil auf dem typischen und unrechtmässigen Charakter des Verhaltens des 
Haupttäters beruht. Die Gehilfenschaft stellt somit nicht eine selbständige Straftat dar und versteht 
sich nur in Zusammenhang mit einem sich aus dem Strafgesetz oder einem anderen Bundesge-
setz ergebenden Straftatbestand. In diesem Sinne ergibt sich die Unrechtmässigkeit der Teilnah-
mehandlung aus der Unrechtmässigkeit der Haupttat, was der Grund ist, dass in diesem Zusam-
menhang der Begriff der Akzessorietät erwähnt wird (vgl. BGE 144 IV 265 E. 2.3.2 in Pra 108 
[2019 ] Nr. 35).

Aufgrund des in Bezug auf ihren Ehemann ausgesprochenen Freispruchs vom Vorwurf der qualifi-
zierten ungetreuen Geschäftsbesorgung und des Versuchs dazu entfällt somit mangels Vorliegen 
einer Straftat auch der der Berufungsführerin gemachte Vorwurf der Gehilfenschaft zu diesen 
Delikten. Sie ist freizusprechen und ihre Berufung somit gutzuheissen.

4. Kosten und Entschädigung

Gemäss Art. 426 Abs. 1 StPO trägt die beschuldigte Person die Verfahrenskosten, wenn sie verur-
teilt wird. Für das Berufungsverfahren gilt, dass die Parteien die Verfahrenskosten nach Massgabe 
ihres Obsiegens oder Unterliegens zu tragen haben (Art. 428 StPO). Die Verfahrenskosten umfas-
sen die Gerichtsgebühren und die Auslagen im konkreten Straffall (Art. 422 StPO i.V.m. Art. 33 ff. 
des Justizreglements vom 30. November 2010 [JR; SGF 130.11]). Fällt die Rechtsmittelinstanz 
selber einen neuen Entscheid, so befindet sie darin auch über die von der Vorinstanz getroffene 
Kostenregelung (Art. 428 Abs. 3 StPO).

Kantonsgericht KG
Seite 12 von 16

Die Berufungsführer werden vollumfänglich freigesprochen und obsiegen damit im oberinstanzli-
chen Verfahren. Bei diesem Verfahrensausgang sind demnach die erstinstanzlichen Verfahrens-
kosten von CHF 18'320.05 (Gebühren: CHF 10'000.-; Auslagen Staatsanwaltschaft: CHF 8'025.05; 
Auslagen Gericht: CHF 295.-) und die oberinstanzlichen Verfahrenskosten von CHF 4'400.- 
(Gebühren: CHF 4'000.-; Auslagen: CHF 400.-) dem Staat Freiburg aufzuerlegen.

4.2. Gemäss Art. 433 Abs. StPO hat die Privatklägerschaft gegenüber der beschuldigten 
Person Anspruch auf eine angemessene Entschädigung für notwendige Aufwendungen im Verfah-
ren, wenn sie obsiegt (Abs. 1 Bst. a). Die Privatklägerschaft hat ihre Entschädigungsforderung bei 
der Strafbehörde zu beantragen, zu beziffern und zu belegen (Abs. 2 Satz 1).

Im vorliegenden Fall unterliegt die Privatklägerin im Strafpunkt vollumfänglich, nachdem die Beru-
fungen gutgeheissen wurden. Die Privatklägerin hat deshalb keinen Anspruch auf eine angemes-
sene Entschädigung für die damit zusammenhängenden Anwaltskosten und anderweitigen Ausla-
gen im Berufungsverfahren. Ihre Entschädigungsbegehren für beide Verfahren müssen demnach 
abgewiesen werden.

4.3. Wird die beschuldigte Person ganz oder teilweise freigesprochen, hat sie gemäss Art. 429 
Abs. 1 Bst. a StPO Anspruch auf Entschädigung ihrer Aufwendungen für die angemessene 
Ausübung ihrer Verfahrensrechte. Ansprüche auf Entschädigung und Genugtuung im Rechtsmittel-
verfahren richten sich nach den Artikeln 429-434 (Art. 436 Abs. 1 StPO).

Gemäss Art. 75a des Justizreglements vom 30. November 2010 (JR; SGF 130.1) werden die als 
Parteientschädigung geschuldeten Anwaltshonorare und Anwaltsauslagen nach einem Stundenta-
rif von CHF 250.- festgesetzt. In Fällen, in denen eine besondere Komplexität aufweisen oder 
besondere Fachkenntnisse erfordern, kann der Stundenansatz jedoch bis auf CHF 350.- angeho-
ben werden. Die Kosten für Kopien, Portos und Telefonate werden pauschal auf 5% der Grundent-
schädigung festgelegt (Art. 68 Abs. JR). Die Reiseentschädigungen umfassen sämtliche Kosten 
(Transport, Mahlzeiten usw.) sowie die aufgewendete Zeit; sie werden nach den Artikeln 76 ff. 
dieses Reglements festgesetzt (Art. 68 Abs. 3 JR). Die Mehrwertsteuer beträgt 8% für bis zum 
31. Dezember 2017 erbrachte Leistungen und 7.7% für ab dem 1. Januar 2018 erbrachte Leistun-
gen (Art. 25 Abs. 1 aMWStG in der Fassung vom 1. Juli 2016 sowie Art. 25 Abs. 1 MWStG).

Für das erstinstanzliche Verfahren beantragen die Rechtsanwälte Henninger und Fivian ein Hono-
rar von CHF 67'865.-, was einem Zeitaufwand von rund 194 Stunden à CHF 350.- entspricht, ohne 
die Dauer der erstinstanzlichen Verhandlung zu berücksichtigen. Aus der eingereichten Kostenliste 
ist ersichtlich, dass eine rege Korrespondenz mit der Klientschaft geführt wurde, ohne dass diese 
Eingang in den Akten gefunden hat, weshalb diese nur angemessen berücksichtigt werden kann. 
Zudem sind die Rechtsschriften ausschweifend. Gewisse Aufwendungen wurden von beiden 
Anwälten verrechnet, obwohl dafür auch ein Anwalt genügt hätte. Diese Aufwendungen in der 
Grössenordnung von sechs bis sieben Stunden können ebenfalls nicht berücksichtigt werden. 
Wegkosten wurden nicht geltend gemacht, weshalb solche auch nicht zu entschädigen sind. Der 
Fall war weder besonders komplex noch erforderte er besondere Fachkenntnisse; ein Stundenan-
satz von CHF 350.- ist somit nicht gerechtfertigt. Aufgrund der Akten und unter Berücksichtigung 
der erwähnten Korrekturen rechtfertigt es sich, einen Gesamtaufwand von 150 Stunden à 
CHF 250.- zu berücksichtigen, ausmachend CHF 37'500.-, wovon rund zwei Drittel (100 Stunden) 
vor und ein Drittel (50 Stunden) nach dem 1. Januar 2018 anfielen. Die Entschädigung für die 
Auslagen beläuft sich auf CHF 1'875.- (5% von CHF 37'500.-). Insgesamt ist den Berufungsführern 
für das erstinstanzliche Verfahren somit eine Entschädigung von CHF 42'485.65 (Honorar: 

Kantonsgericht KG
Seite 13 von 16

CHF 37'500.-; Auslagen: CHF 1'875.-; MwSt. vor dem 1. Januar 2018: CHF 2'100.-; MwSt. nach 
dem 1. Januar 2018: CHF 1'010.65) auszurichten.

Hinsichtlich des Berufungsverfahrens ist einleitend zu bemerken, dass die Berufungsführer nach 
dem erstinstanzlichen Verfahren die Rechtsvertretung gewechselt und zwei neue Rechtsanwälte 
mit ihrer Verteidigung betraut haben. Die Berufungsführer haben das Recht, ihren Verteidiger frei 
zu wählen. Aus den Akten sind hingegen keine objektiven Gründe ersichtlich, welche für einen 
Anwaltswechsel sprechen oder einen solchen nötig gemacht hätten. Für das Aktenstudium, 
welches ohne Anwaltswechsel nicht zusätzlich angefallen wäre, wird eine Reduktion der veran-
schlagten Stunden vorgenommen, da es nicht am Staat ist, solche Kosten zu tragen. Der Stunden-
ansatz wird auch hier auf CHF 250.- festgesetzt.

Für das Berufungsverfahren veranschlagt Rechtsanwalt Clerc ein Honorar von CHF 26’486.50, 
mithin einen Zeitaufwand von gut 75 Stunden à CHF 350.-. Die aufgewendete Zeit für die Vorberei-
tung der Verhandlungen und für die Verhandlungen selber sowie für die Kenntnisnahme des 
Urteils und dessen Erklärung an den Klienten ist voll zu entschädigen. Hinzu kommen Aufwendun-
gen für die Prüfung des erstinstanzlichen Urteils sowie das Aktenstudium und die Besprechung mit 
dem Klienten. Aufgrund der Akten und unter Berücksichtigung sämtlicher Umstände ist die einge-
reichte Kostenliste ex aequo et bono zu reduzieren und es ist von einem Anwaltsaufwand von 
50 Stunden auszugehen, ausmachend CHF 12'500.-. Die Entschädigung für die Auslagen beläuft 
sich auf CHF 625.- (5% von CHF 12'500.-) und die Reisekosten auf CHF 60.- (2 x CHF 30.-). Dem 
Berufungsführer ist somit eine Entschädigung von CHF 14'200.25, inkl. CHF 1'015.25 Mehrwert-
steuer, zu entrichten.

Rechtsanwalt Wohlhauser veranschlagt seinerseits für das Berufungsverfahren ein Honorar von 
CHF 26'133.15, mithin einen Zeitaufwand von ebenfalls rund 75 Stunden à CHF 350.-. Hierbei ist 
zu berücksichtigen, dass die Verteidigung der Berufungsführerin grösstenteils abhängig war von 
der Verteidigung des Berufungsführers und das Risiko bedeutend kleiner war. Angesichts der auf 
dem Spiel stehenden Interessen und der Strafe sowie der Tatsache, dass nur die subjektiven 
Tatbestandselemente wirklich von der Berufungsführerin abhängig waren, war das Studium sämtli-
cher Akten nicht nötig. Die Verteidigung hätte sich grösstenteils auf das Urteil der Vorinstanz sowie 
die Protokolle beschränken können. Der Verteidiger hatte das erstinstanzliche Urteil zu prüfen, die 
Akten zu studieren, sich mit der Klientin zu besprechen, die Verhandlung vorzubereiten und dieser 
beizuwohnen. Er wird zudem das vorliegende Urteil zur Kenntnis nehmen und seiner Klientin erklä-
ren müssen. Unter Berücksichtigung sämtlicher Umstände erscheint ein Arbeitsaufwand von 
30 Stunden, ausmachend CHF 7'500.-, als angemessen. Die Entschädigung für die Ausla-
gen beläuft sich auf CHF 375.- (5% von CHF 7'500.-) und die Reisekosten auf CHF 150.- (5 x 
CHF 30.-). Die der Berufungsführerin zugesprochene Entschädigung wird somit auf CHF 8'642.90, 
inkl. CHF 617.90 Mehrwertsteuer, festgesetzt.

(Dispositiv auf den nachfolgenden Seiten)

Kantonsgericht KG
Seite 14 von 16

Der Hof erkennt:

I. Die Verfahren 501 2019 143 und 501 2019 146 werden vereinigt. 

II. Die Berufungen werden gutgeheissen.

Das Urteil des Wirtschaftsstrafgerichts vom 30. April 2019 wird in Ziffer A 2. und 3., B 2. und 
3. sowie D abgeändert und hat neu folgenden Wortlaut:

A. A.________

2. A.________ wird freigesprochen:

2.1. vom Vorwurf der mehrfach begangenen qualifizierten ungetreuen Geschäftsbesor-
gung für den Zeitraum von 2012 bis 2013 zum Nachteil der C.________ GmbH (Art. 
158 Ziffer 1 Abs. 1 und Abs. 3 StGB).

2.2. vom Vorwurf des mehrfachen Versuchs der qualifizierten ungetreuen Geschäftsbe-
sorgung für den Zeitraum von 2012 bis 2013 zum Nachteil der C.________ GmbH 
(Art. 158 Ziffer 1 Abs. 1 und Abs. 3 i.V.m. Art. 22 StGB).

2.3. vom Vorwurf der Widerhandlung gegen das Bundesgesetz gegen den unlauteren 
Wettbewerb im Sinne von Art. 23 i.V.m. Art. 5 lit. a UWG.

3. [aufgehoben]

B. B.________

2. B.________ wird freigesprochen:

2.1. vom Vorwurf der mehrfach begangenen Gehilfenschaft zur qualifizierten ungetreuen 
Geschäftsbesorgung für den Zeitraum von 2012 bis 2013 zum Nachteil der 
C.________ GmbH (Art. 158 Ziffer 1 Abs. 1 und Abs. 3 StGB i.V.m. Art. 25 und 26 
StGB).

2.2. vom Vorwurf der mehrfachen Gehilfenschaft zur versuchten qualifizierten ungetreuen 
Geschäftsbesorgung für den Zeitraum von 2012 bis 2013 zum Nachteil der 
C.________ GmbH (Art. 158 Ziffer 1 Abs. 1 und Abs. 3 i.V.m. Art. 22, 25 und 26 
StGB).

3. [aufgehoben]

D. Verfahrenskosten und Entschädigungen

1. Die Verfahrenskosten in der Höhe von insgesamt CHF 18’320.05 werden vollumfänglich 
dem Staat Freiburg auferlegt (Gebühren: 10'000.-; Auslagen Staatsanwaltschaft 
CHF 8'025.05; Auslagen Gericht CHF 295.-) (Art. 422 und 426 Abs. 1 StPO).

2. Das Entschädigungsbegehren der C.________ GmbH wird abgewiesen (Art. 433 
StPO).

Kantonsgericht KG
Seite 15 von 16

3. A.________ und B.________ wird eine Entschädigung gemäss Art. 429 StPO im 
Betrag von CHF 42'485.65 (inkl. MwSt. von CHF 3'110.65) zu Lasten des Staates 
Freiburg zugesprochen.

III. Das Urteil des Wirtschaftsstrafgerichts vom 30. April 2019 ist in den übrigen Ziffern in 
Rechtskraft erwachsen. Sie haben folgenden Wortlaut:

A. A.________

1. A.________ wird freigesprochen:

1.1. vom Vorwurf der qualifizierten ungetreuen Geschäftsbesorgung für den Zeitraum ab 
Januar 2014 (Art. 158 Ziffer 1 Abs. 1 i.V.m. Abs. 3 aStGB).

1.2. vom Vorwurf der qualifizierten ungetreuen Geschäftsbesorgung bezüglich Auftrag 
012-0153 (I.________) und Angebot 012-0121 (J.________; beide Anklageschrift 
S. 6, drittes und viertes Lemma).

B. B.________

1. B.________ wird freigesprochen:

1.1. vom Vorwurf der qualifizierten ungetreuen Geschäftsbesorgung für den Zeitraum ab 
Januar 2014 (Art. 158 Ziffer 1 Abs. 1 i.V.m. Abs. 3 aStGB).

1.2. vom Vorwurf der qualifizierten ungetreuen Geschäftsbesorgung bezüglich Auftrag 
012-0153 (I.________) und Angebot 012-0121 (J.________; beide Anklageschrift 
S. 6, drittes und viertes Lemma).

C. Zivilbegehren

1. Auf das Klagebegehren 1, wonach A.________ zu verpflichten sei, der Privat- und 
Zivilklägerin CHF 143’000.- zzgl. Zins zu 5 % seit dem 1. Juli 2012 (Gewinnbeteiligung 
2012) zu bezahlen, wird nicht eingetreten.

2. Auf das Feststellungsbegehren, wonach die Forderung des Klägers aus Arbeitsvertrag auf 
eine Gewinnbeteiligung für das Jahr 2013 nicht bestehe, wird nicht eingetreten.

3. Das Klagebegehren 3, wonach die Beschuldigten solidarisch zu verpflichten seien, der 
C.________ GmbH Schadenersatz in der Höhe von CHF 192'272.55 zzgl. Zins zu 5 % 
seit dem 31. Dezember 2013 zu bezahlen, wird auf den Zivilweg verwiesen, sofern darauf 
eingetreten werden kann.

E. Weitere Verfügungen

1. Die gemäss der Durchsuchungs- und Sicherstellungsprotokolle vom 5. März 2015 
beschlagnahmten Gegenstände (H.________ GmbH, Referenz 1 – 5; G.________ 
GmbH, Referenz 6 – 9; V.________, Referenz 1) werden nach Eintritt der Rechtskraft den 
Beschuldigten zurückerstattet. Werden die vorerwähnten Gegenstände nicht innert 
30 Tagen nach Rechtskraft des Urteils von den Beschuldigten abgeholt, werden diese 
vernichtet.

Kantonsgericht KG
Seite 16 von 16

IV. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden auf CHF 4‘400.- festgesetzt (Gerichtsgebühr: 
CHF 4‘000.-; Auslagen: CHF 400.-). Sie werden dem Staat Freiburg auferlegt.

V. A.________ wird eine Entschädigung gemäss Art. 429 StPO im Betrag von CHF 14’200.25 
(inkl. MwSt. von CHF 1'015.25) zu Lasten des Staates Freiburg zugesprochen (Art. 429 und 
436 StPO).

VI. B.________ wird eine Entschädigung gemäss Art. 429 StPO im Betrag von CHF 8'642.90 
(inkl. MwSt. von CHF 617.90) zu Lasten des Staates Freiburg zugesprochen (Art. 429 und 
436 StPO).

VII. Zustellung.

Dieses Urteil kann innert 30 Tagen nach Eröffnung der vollständigen Ausfertigung mit Beschwerde 
in Strafsachen beim Bundesgericht angefochten werden. Das Beschwerderecht und die übrigen 
Zulässigkeitsvoraussetzungen sind in den Art. 78-81 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht vom 17. Juni 2005 (BGG) geregelt. Die begründete Beschwerdeschrift ist beim 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.

Freiburg, 8. Juli 2021

Der Vizepräsident: Die Gerichtsschreiberin: