# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1fc3bdd1-1ee5-5012-8a16-7ab2d33f72b0
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-08-11
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 11.08.2025 RR.2025.12
**Docket/Reference:** RR.2025.12
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_RR-2025-12_2025-08-11

## Full Text

Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Belgien; Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG); Dauer der Beschlagnahme (Art. 33a IRSV)
;;Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Belgien; Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG); Dauer der Beschlagnahme (Art. 33a IRSV)
;;Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Belgien; Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG); Dauer der Beschlagnahme (Art. 33a IRSV)
;;Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Belgien; Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG); Dauer der Beschlagnahme (Art. 33a IRSV)

Entscheid vom 11. August 2025 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter 

Roy Garré, Vorsitz, 

Daniel Kipfer Fasciati und Giorgio Bomio-Giovanascini,  

Gerichtsschreiber Martin Eckner  

   
 

Parteien 

  

A. AG IN LIQUIDATION, 

anscheinend vertreten durch Rechtsanwälte Darko Ra-

dovic und Gregor Jeker 

Beschwerdeführerin 

 

 gegen 

   

BUNDESANWALTSCHAFT,  

Beschwerdegegnerin 

 

Gegenstand  Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Belgien 

 

Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG);  

Dauer der Beschlagnahme (Art. 33a IRSV) 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: RR.2025.12 

 

 

- 2 - 

 

 

Sachverhalt: 

 

A. Der Untersuchungsrichter am erstinstanzlichen Gericht von Anvers (Belgien) 

ersuchte die Schweiz am 9. Juni 2021 um Rechtshilfe für das Strafverfahren 

gegen C., D., E. und F. wegen Betruges, Geldwäscherei und Bildung einer 

kriminellen Organisation. Im Strafverfahren seien die Schweizer Gesell-

schaften G. AG, H. AG, A. AG (nachfolgend auch «Beschwerdeführerin») 

sowie die B. GmbH beschuldigt (act. 1.4.1 Rechtshilfeersuchen, S. 1ff.).  

 

Im belgischen Strafverfahren gehe es gemäss Rechtshilfeersuchen um ein 

von der Schweizer G. AG bzw. von den dahinterstehenden Personen aus-

gehendes Pyramidensystem (Multi-Level-Marketing oder Ponzi-System) im 

Zusammenhang mit der virtuellen Währung «G.» (G. Token) und der Web-

site «[…]», welche einer herkömmlichen Social-Media-Plattform gleiche. 

G. AG sei im Mai 2018 gegründet worden. Mitglieder könnten mit der Anwer-

bung neuer Mitglieder scheinbar erhebliche Gewinne erzielen, wobei die ge-

winnberechtigte Mitgliederstruktur nach dem Muster einer Pyramide gebildet 

werde. Die Mitglieder investierten echtes Geld in die virtuelle Währung «G.», 

welche sodann auf der Website «[…]» scheinbar in eine persönliche «Wal-

let» transferiert werde, tatsächlich aber zurück in die Verfügungsmacht der 

G. AG fliesse. Die investierenden Mitglieder würden auf der Website Gut-

schriften erhalten, ohne zu wissen, dass diese faktisch wertlos seien. Die 

G. AG mit Sitz in Z. habe die in diesem Zusammenhang angefallenen Ver-

mögenswerte verwaltet (act. 1.2 Schlussverfügung, S. 4 f.; act. 1.4.1 Rechts-

hilfeersuchen, S. 5–10). 

 

Das Rechtshilfeersuchen schildert die Rolle der A. AG wie folgt: C. habe die 

A. AG bei der Gründung der G. AG vertreten. Der A. AG seien die Namen-

aktien der G. AG ausgehändigt worden, ohne dabei die eigentlichen Gründer 

zu bezeichnen. Die Namenaktien seien später an belgische Mitglieder der 

Organisation überschrieben worden. Die G. AG habe bei ihrer Konstituierung 

keine Bankverbindung erlangen können und daher unter anderem das Konto 

von A. AG bei der Bank I. benutzt. Die A. AG habe auch das auf ihren Namen 

lautende Konto bei J./der Bank I. der G. AG zur Verfügung gestellt, damit sie 

dort Gelder aus den kommerziellen Tätigkeiten deponieren könne. Die A. AG 

soll auch als Trustgesellschaft der G. AG fungiert haben (Rechtshilfeersu-

chen, S. 8–11).  

 

 

B. Die belgische Behörde ersuchte die Schweiz insbesondere um die Heraus-

gabe von Beweismitteln sowie die Blockierung des Kontos 1, lautend auf die 

A. AG, bei der Bank I. (act. 1.4.1 Rechtshilfeersuchen, S. 2 f.). Die 

- 3 - 

 

 

Bundesanwaltschaft (nachfolgend «BA») trat am 16. Juni 2021 auf das 

Ersuchen ein (act. 1.4.2). Am 21. Juni 2021 ordnete die BA die Sperre der 

Kontoverbindung der A. AG Nr. 2 bei der Bank I. an und erhob die Bankun-

terlagen (act. 1.5). An Bankunterlagen verlangte sie die Eröffnungsunterla-

gen, KYC-Dokumente, Vermögensauszüge inkl. allfälliger nachträglicher 

Anpassungen. Sie verlangte weiter Auskunft über Konten, Vermögen und 

Wertschriften ab 1. Januar 2018. Die BA liess sich am 1. September 2021 

zudem die interne und externe Bankkorrespondenz zur Kontoverbindung so-

wie alle Transaktionen ab einem Betrag von Fr. 1'000.-- edieren (act. 1.8). 

Die Geschäftsbeziehung bei der Bank I. wies per 4. Dezember 2024 einen 

Saldo von CHF 260'541.11 auf (act. 1.2, Schlussverfügung, S. 3). 

 

Die A. AG ersuchte die BA am 2. August 2021, die Kontosperre sei aufzuhe-

ben (act. 1.7). Sie nahm am 23. März 2022 zur beabsichtigten Herausgabe 

von Unterlagen Stellung (Anhang 1 in act. 1.9.2). Am 16. Oktober 2023 er-

suchte die A. AG die BA wiederum um Freigabe des Kontos (act. 1.11). Am 

14. November 2023 bat sie um Freigabe der Konten noch vor ihrer Konkurs-

verhandlung (act. 1.12). Das Kantonsgericht Zug eröffnete am 12. Dezember 

2023 über die A. AG den Konkurs (act. 1.2, Schlussverfügung, S. 3). Die 

obigen Schreiben zeichnete jeweils C. auf dem Briefpapier der A. AG ohne 

Angabe des Vertretungsverhältnisses oder Anpassung der Firma (vgl. dazu 

nachfolgende Erwägung 2.3). 

 

 

C. Die BA erliess am 18. Dezember 2024 die Schlussverfügung. Sie entsprach 

damit dem Rechtshilfeersuchen vom 9. Juni 2021, ordnete die Herausgabe 

der erhobenen Bankunterlagen der Geschäftsbeziehung der Bank I. Nr. 2, 

lautend auf A. AG in Liquidation an, und hielt diese Bankverbindung weiter-

hin gesperrt (act. 1.2 S. 8). 

 

 

D. Dagegen erhoben Anwälte der H. AG für die A. AG in Liquidation am 27. Ja-

nuar 2025 Beschwerde ans Bundesstrafgericht (act. 1). Beantragt ist: 

  

- 4 - 

 

 

1. Ziff. 1 der Schlussverfügung vom 18.12.24 (RH.21.0134) sei aufzuheben; 
 

2. Ziff. 2 der der Schlussverfügung vom 18.12.24 (RH.21.0134) sei aufzuheben und 

seien der Beschwerdegegnerin die Akten zur Schwärzung von Anwaltsunterla-

gen sowie zur Aussonderung von für das belgische Strafverfahren offensichtlich 

unerheblichen Unterlagen zu retournieren; 
 

3. Ziff. 3 der Schlussverfügung vom 18.12.24 (RH.21.0134) sei aufzuheben; 
 

4. Die mit Verfügung vom 26. Juli 2021 angeordnete Beschlagnahme des Kontos 1 

sowie 3, beide bei der Bank I. lautend auf die Beschwerdeführerin, seien aufzu-

heben und es sei die Bank I. anzuweisen, der Beschwerdeführerin die Konten 

unbelastet vollständig freizugeben; 
 

5. Ziff. 4 der Schlussverfügung vom 18.12.24 (RH.21.0134) sei aufzuheben; 
 

6. Es sei festzustellen, dass der vorliegenden Beschwerde aufschiebende Wirkung 

i.S.v. Art. 80l Abs. 1 IRSG zukommt; 
 

7. unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Staates (zuzüglich 

MWST).  

 

Die Beschwerde gegen Ziff. 1 und 2 des Dispositivs der Schlussverfügung 

hat aufschiebende Wirkung (act. 2).  

 

Das Bundesamt für Justiz beantragt am 5. Februar 2025, die Beschwerde 

sei abzuweisen, sofern auf sie einzutreten sei (act. 6). Die BA beantragt am 

18. Februar 2025, die Beschwerde sei abzuweisen (act. 8). Die Beschwer-

deführerin hielt in ihrer Replik vom 26. März 2025 an den gestellten Anträgen 

fest (act. 12). Die Replik wurde den Gegenparteien am 28. März 2025 zur 

Kenntnis gebracht (act. 13). 

 

Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit 

erforderlich, in den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen Bezug genom-

men.  

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 

 

1.  

1.1 Für die Rechtshilfe zwischen der Schweiz und Belgien sind primär das Eu-

ropäische Übereinkommen vom 20. April 1959 über die Rechtshilfe in Straf-

sachen (EUeR; SR 0.351.1) und das hierzu ergangene zweite Zusatzproto-

koll vom 8. November 2001 (SR 0.351.12) massgebend. Diese werden vor-

liegend ergänzt durch das Übereinkommen vom 8. November 1990 über 

Geldwäscherei sowie Ermittlung, Beschlagnahme und Einziehung von Erträ-

gen aus Straftaten (GwUe; SR 0.311.53). Ausserdem gelangen die Bestim-

mungen der Art. 48 ff. des Übereinkommens vom 19. Juni 1990 zur Durch-

führung des Übereinkommens von Schengen vom 14. Juni 1985 (Schenge-

ner Durchführungsübereinkommen [SDÜ]; CELEX-Nr. 42000A0922[02]; 

- 5 - 

 

 

Abl. L 239 vom 22. September 2000, S. 19–62; Text nicht publiziert in der 

SR, jedoch abrufbar auf der Website der Schweizerischen Eidgenossen-

schaft unter «Rechtssammlung zu den sektoriellen Abkommen mit der EU», 

8.1 Anhang A; https://www.admin.ch/opc/de/european-union/international-

agreements/008.html) zur Anwendung (TPF 2009 111 E. 1.2 S. 113). Güns-

tigere Bestimmungen bilateraler oder multilateraler Übereinkünfte zwischen 

den Vertragsparteien bleiben unberührt (Art. 48 Abs. 2 SDÜ; Art. 26 Abs. 2 

und 3 EUeR). 

 

1.2 Soweit diese Staatsverträge bestimmte Fragen nicht abschliessend regeln, 

finden das Bundesgesetz vom 20. März 1981 (Rechtshilfegesetz, IRSG; 

SR 351.1) und die Verordnung vom 24. Februar 1982 über internationale 

Rechtshilfe in Strafsachen (Rechtshilfeverordnung, IRSV; SR 351.11) An-

wendung (Art. 1 Abs. 1 lit. b IRSG). Das innerstaatliche Recht gelangt nach 

dem Günstigkeitsprinzip auch dann zur Anwendung, wenn es geringere An-

forderungen an die Rechtshilfe stellt (BGE 148 IV 314 E. 2.1; 147 II 432 

E. 3.1 S. 437 f.; 145 IV 294 E. 2.1 S. 297; jeweils m.w.H.). Vorbehalten bleibt 

die Wahrung der Menschenrechte (BGE 145 IV 294 E. 2.1 S. 297; 123 II 595 

E. 7c S. 617; TPF 2020 64 E. 1.1 S. 67). Auf Beschwerdeverfahren in inter-

nationalen Rechtshilfeangelegenheiten sind zudem die Bestimmungen des 

Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren 

(Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG; SR 172.021) anwendbar (Art. 39 

Abs. 2 lit. b i.V.m. Art. 37 Abs. 2 lit. a Ziff. 1 StBOG), wenn das IRSG nichts 

anderes bestimmt (siehe Art. 12 Abs. 1 IRSG). 

 

 

2.  

2.1 Beim angefochtenen Entscheid handelt es sich um eine Schlussverfügung 

in internationalen Rechtshilfeangelegenheiten, gegen welche innert 30 Ta-

gen ab der schriftlichen Mitteilung bei der Beschwerdekammer des Bun-

desstrafgerichts Beschwerde geführt werden kann (Art. 80e Abs. 1 i.V.m. 

Art. 80k IRSG; Art. 37 Abs. 2 lit. a Ziff. 1 StBOG). 

2.2 Im Falle der Herausgabe von Kontoinformationen ist der jeweilige Kontoin-

haber beschwerdelegitimiert (Art. 80h lit. b IRSG i.V.m. Art. 9a lit. a IRSV). 

Für die Bejahung der Beschwerdelegitimation und der Parteistellung ist bei 

der Herausgabe von Kontoinformationen mithin massgeblich, wer Kontoin-

haber ist und damit (originär) schutzwürdige Interessen an der Geheimhal-

tung der Kontoinformationen bzw. am Schutz des Bankgeheimnisses hat 

(BGE 137 IV 134 E. 6.1; 128 II 211 E. 2.3; s. auch BGE 130 II 

162 E. 1.3; 129 II 268 E. 2.3.3; 123 II 153 E. 2b; 123 II 161 E. 1d/bb). 

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- 6 - 

 

 

2.3 Die A. AG in Liquidation ist als Inhaberin der rechtshilfebetroffenen Konto-

verbindung und Adressatin der Schlussverfügung zur vorliegenden 

Beschwerde legitimiert. Die Beschwerde ist auch frist- und formgerecht ein-

gereicht. Nicht eindeutig ist vorliegend indes die Bevollmächtigung: 

Die A. AG in Liquidation löste sich gemäss Handelsregister mit Beschluss 

der Generalversammlung vom 19. August 2022 auf und der Einzelrichter am 

Kantonsgericht eröffnete über sie am 12. Dezember 2023 den Konkurs. C. 

schrieb der BA in dieser Zeit (vgl. obige Erwägung lit. B, 2. Absatz) stets 

ohne Angabe zum Vertretungsverhältnis. Gemäss Handelsregister war C. 

bis am 16. Februar 2023 der Liquidator, ab 24. Oktober 2023 ist es die 

K. GmbH. Diese leistete vorliegend auch den Kostenvorschuss. Geschäfts-

führer mit Einzelunterschrift der K. GmbH ist gemäss Handelsregister C. Bis 

zum 22. Juli 2021 war die A. AG auch die Gesellschafterin der K. GmbH, 

seitdem ist es die L. AG (Mitglied des Verwaltungsrates mit Einzelunter-

schrift: C.), die auch Gesellschafterin der B. GmbH und im Rechtshilfeersu-

chen ebenfalls erwähnt ist. Die A. AG in Liquidation nannte in der Be-

schwerde als ihre Zustelladresse eine Adresse «c/o B. GmbH» (Geschäfts-

führer mit Einzelunterschrift: C.), wobei auch die Schlussverfügung der BA 

an diese Adresse zugestellt wurde (act. 1.2 S. 8). Die A. AG war bis 14. No-

vember 2018 die Gesellschafterin der B. GmbH, seitdem ist es die L. AG. 

Gemäss Bericht des VQF zur GwG-Prüfung gehört diese C. (act. 1.18). 

Die für die A. AG in Liquidation vorliegend prozessführenden Anwälte der 

H. AG reichen dafür eine Vollmacht ein, deren Unterschrift keinen leserlichen 

Namen und keinen Stempel enthält. Es scheint nicht die Unterschrift von C. 

zu sein (vgl. act. 1.1 mit act. 1.7 S. 3). Die Beschwerde äussert sich zur Ver-

tretungsbefugnis im Verfahren – neben dem Satz «Die Unterzeichnenden 

sind gehörig bevollmächtigt» (act. 1 S. 2) – nicht weiter. Die Beschwerdefüh-

rerin hat dies auch nicht getan, nachdem das BJ auch beantragte, auf die 

Beschwerde sei nicht einzutreten (act. 6). Vorliegend ist nicht eindeutig, ob 

die Anwälte der H. AG von der Liquidatorin gehörig bevollmächtigt sind. Auch 

der Auflösungsbeschluss der Generalversammlung der Beschwerdeführerin 

oder der Entscheid vom 12. Dezember 2023 des Einzelrichters am Kantons-

gericht Zug sind nicht in den Akten. Immerhin bezahlte die Liquidatorin 

K. GmbH den Kostenvorschuss. Die Situation ist intransparent und die or-

dentliche Bevollmächtigung nicht eindeutig. Da die folgenden Erwägungen 

zeigen, dass die Beschwerde ohnehin abzuweisen ist, kann die Eintretens-

frage offen bleiben.  

 

 

 

- 7 - 

 

 

3.  

3.1 Die Beschwerdeführerin rügt, sie habe am 23. März 2022 ausführlich und 

konkret «Dokument für Dokument» dargelegt und begründet, welche Unter-

lagen und Passagen daraus für das belgische Strafverfahren offensichtlich 

nicht relevant seien und nicht oder nur geschwärzt herausgegeben werden 

dürften. Dies werde ihr nur als blosse pauschale Vorbringen zuerkannt. Mit 

ihren zahlreichen Vorbringen setze sich die BA nicht auseinander. Geschützt 

seien unter dem Blickwinkel des Geschäftsgeheimnisses Informationen, die  

einem Treuhänder im Rahmen seiner berufsspezifischen Tätigkeit anvertraut 

worden seien. Die BA lege die Bewertung der Nützlichkeit der zu übermit-

telnden Dokumente in die Hände des ersuchenden Staates, indem sie alle 

Transaktionen offenlegen wolle. Dies stelle faktisch einen Persilschein dar, 

um Suchexpeditionen fremder Staaten zu ermöglichen. Es sei offensichtlich, 

dass Unterlagen vor dem Initialkontakt durch E-Mail von M. an C. am 

12. März 2019 keinen Sachbezug hätten (act. 1 S. 5–7). Die Beschwerde-

führerin äussert sich in der Beschwerde sodann im Einzelnen zu verschie-

denen Unterlagen (act. 1 S. 7–17) und reicht dazu zahlreiche Beilagen ein.  

Die Beschwerdeführerin ergänzt in der Replik, das Bundesgericht habe in 

BGE 130 II 14 E. 4.3 zwar festgehalten, aus Treu und Glauben sei es nicht 

zulässig, wenn der Inhaber beschlagnahmter Unterlagen die Vollstreckungs-

organe «alleine und ohne jegliche Unterstützung» die Triage vornehmen 

lasse. Eine solche Sachlage liege hier aber klarerweise nicht vor. Die Be-

schwerdeführerin habe die BA bereits anlässlich der Hausdurchsuchung 

über mehrere Stunden hinweg bei der Aussonderung unterstützt. Sie habe 

in der Stellungnahme vom 23. März 2022 ausführlich dargelegt, welche Un-

terlagen zu schwärzen und auszusondern seien. Die Beschwerdeführerin 

verweist beispielhaft auf Stellen in der Beschwerde (S. 7 Ziff. 23, Ziff. 24). 

Sie habe dies gegenüber der BA bereits in der Stellungnahme vom 23. März 

2022 vorgebracht. Gemäss Rechtshilfeersuchen (act. 1.4.1 S. 7 Ziff. 2.1) sei 

die Organisation G. AG C. mit E-Mail vom 12. März 2019 vorgestellt worden. 

Bereits daraus könne geschlossen werden, dass sämtliche Belege und Re-

ferenzen vor diesem Datum sicherlich in keinem Zusammenhang mit der 

Strafuntersuchung stünden. Die BA habe sich mit diesen Vorbringen nicht 

oder nur pauschal auseinandergesetzt. Es seien, wie beantragt, sämtliche 

Unterlagen und Stellen aufgrund offensichtlich fehlenden Konnexes auszu-

sondern (act. 12 S. 2 f. Rz. 2–5).  

3.2 Die BA legt dar, gemäss Rechtshilfeersuchen bestehe der Verdacht, dass 

die Kapitalerhöhung der G. AG mittels Ausgabe von Beteiligungsrechten 

über ein auf die Beschwerdeführerin laufendes Konto bei der Bank I. erfolgt 

sei (act. 1.4.1 Rechtshilfeersuchen, S. 10). Die herauszugebenden Unterla-

gen beträfen genau diese Kontoverbindung und enthielten zudem 

- 8 - 

 

 

Informationen, die Aufschluss über die Sachverhaltsdarstellung im Rechts-

hilfeersuchen gäben. Sie zeigten rund 200 Gutschriften mit der Referenz 

«Loan/Share participation G. AG» über insgesamt EUR 100'000.--. Auch 

weitere Zahlungen würden einen Verweis auf die G. AG enthalten (act. 8 S. 

4 Rz. 12; act. 1.2 Schlussverfügung, S. 5). 

3.3 Bei der Ausführung von Ersuchen richtet sich gemäss Art. 9 IRSG der Schutz 

des Geheimbereichs nach den Bestimmungen über das Zeugnisverweige-

rungsrecht. Soweit die Beschwerdeführerin das «Berufsgeheimnis des Treu-

händers» vorbringt, wird dieses im 2. Abschnitt des 3. Kapitels der StPO 

(Zeugnisverweigerungsrechte) nicht geschützt (Urteil des Bundesgerichts 

1C/247_2011 vom 6. Juni 2011 E. 1.3). Damit bleibt zu prüfen, ob die Her-

ausgabe verhältnismässig ist.  

3.4  

3.4.1 Rechtshilfemassnahmen haben generell dem Prinzip der Verhältnismässig-

keit zu genügen (statt vieler Entscheid des Bundesstrafgerichts 

RR.2011.193 vom 9. Juli 2012 E. 8.2). Die internationale Zusammenarbeit 

kann nur abgelehnt werden, wenn die verlangten Unterlagen mit der verfolg-

ten Straftat in keinem Zusammenhang stehen und offensichtlich ungeeignet 

sind, die Untersuchung voranzutreiben, so dass das Ersuchen nur als Vor-

wand für eine unzulässige Beweisausforschung («fishing expedition») er-

scheint (BGE 142 II 161 E. 2.1.2; 139 II 404 E. 7.2.2; 136 IV 82 E. 4.1). Ob 

die verlangten Auskünfte für das Strafverfahren im ersuchenden Staat nötig 

oder nützlich sind, ist eine Frage, deren Beantwortung grundsätzlich dem 

Ermessen der Behörden dieses Staates anheimgestellt ist. Der ersuchte 

Staat ist verpflichtet, dem ersuchenden Staat alle diejenigen Aktenstücke zu 

übermitteln, die sich auf den im Rechtshilfeersuchen dargelegten Sachver-

halt beziehen können; nicht zu übermitteln sind nur diejenigen Akten, die für 

das ausländische Strafverfahren mit Sicherheit nicht erheblich sind 

(sog. «potentielle Erheblichkeit»; BGE 128 II 407 E. 6.3.1; 122 II 367 E. 2c; 

TPF 2009 161 E. 5.1). Hierbei ist auch zu beachten, dass für das ausländi-

sche Strafverfahren nicht nur belastende, sondern auch entlastende Beweis-

mittel von Bedeutung sein können, um einen bestehenden Verdacht allen-

falls zu widerlegen (TPF 2011 97 E. 5.1 m.w.H.). Dabei darf die ersuchte 

Rechtshilfebehörde über ein im Rechtshilfeersuchen gestelltes Begehren 

nicht hinausgehen (Übermassverbot; BGE 136 IV 82 E. 4.1).  

Die Rechtsprechung hat diesen Grundsatz insofern präzisiert, als das 

Rechtshilfeersuchen nach Massgabe des Zwecks der angestrebten Rechts-

hilfe weit ausgelegt werden kann, solange alle Voraussetzungen für die Ge-

währung der Rechtshilfe erfüllt sind. Auf diese Weise kann eine andernfalls 

notwendige Ergänzung des Rechtshilfeersuchens vermieden werden 

- 9 - 

 

 

(BGE 136 IV 82 E. 4.1; zum Ganzen auch TPF 2009 161 E. 5.1). Zielt das 

Rechtshilfeersuchen auf die Ermittlung ab, auf welchem Weg Geldmittel 

möglicherweise strafbarer Herkunft verschoben worden sind, so sind die Be-

hörden des ersuchenden Staates grundsätzlich über alle Transaktionen zu 

informieren, die von Gesellschaften und über Konten getätigt worden sind, 

welche in die Angelegenheit verwickelt sind (BGE 129 II 462 E. 5.3; 

TPF 2011 97 E. 5.1, mit. Hinw.).  

 

3.4.2 Die ersuchte Rechtshilfebehörde muss aufzeigen, dass zwischen den von 

der Rechtshilfe betroffenen Unterlagen und dem Gegenstand der Strafunter-

suchung ein ausreichender Sachzusammenhang besteht und diejenigen Ak-

ten ausscheiden, bezüglich welcher die Rechtshilfe nicht zulässig ist 

(BGE 122 II 367 E. 2c). 

Es ist demgegenüber Sache des von der Rechtshilfemassnahme Betroffe-

nen, klar und genau aufzuzeigen, inwiefern die zu übermittelnden Unterlagen 

und Auskünfte den Rahmen des Ersuchens überschreiten oder für das aus-

ländische Verfahren von keinerlei Interesse sein sollen (BGE 134 II 318 

E. 6.4; 130 II 14 E. 4.3 S. 17; 126 II 258 E. 9b/aa; 122 II 367 E. 2d S. 371 f.). 

Der Inhaber der herauszugebenden Unterlagen hat die Obliegenheit, schon 

im Stadium der Ausführung des Ersuchens (bzw. der erstinstanzlichen 

Rechtshilfeverfügung) an der sachgerechten Ausscheidung beschlagnahm-

ter Dokumente nötigenfalls mitzuwirken, allfällige Einwände gegen die Wei-

terleitung einzelner Aktenstücke (bzw. Passagen daraus), welche für die 

Strafuntersuchung offensichtlich entbehrlich sind, im Rahmen seiner Partei-

rechte gegenüber der ausführenden Behörde rechtzeitig und konkret darzu-

legen und diese Einwände auch ausreichend zu begründen (BGE 122 II 367 

E. 2d S. 371 f.). Dies gilt besonders bei einer komplexen Untersuchung mit 

zahlreichen Akten. Kommt der Beschwerdeführer dieser Obliegenheit nicht 

nach, hat er im Beschwerdeverfahren sein Rügerecht verwirkt (BGE 130 II 

14 E. 4.3 S. 17; Entscheide des Bundesstrafgerichts RR.2022.15 vom 9. De-

zember 2022 E. 3.5.2; RR.2018.269 vom 18. Februar 2019 E. 7.3; 

RR.2018.234 vom 31. Januar 2019 E. 5.2). 

 

3.5 Die Stellungnahme der Beschwerdeführerin vom 23. März 2022 zur Heraus-

gabe der Bankunterlagen macht auch in deren Anhang 1 (act. 1.9.3) wenige 

konkrete, inhaltliche Angaben. Sie bringt in der Hauptsache und in diesen 

Worten vor, dass die Herausgabe der jeweiligen Dokumente nicht vom Un-

tersuchungszweck gedeckt sei. Solche reinen Behauptungen oder auch 

nackte Jahreszahlen sind nicht geeignet, vorliegend eine potenzielle Erheb-

lichkeit in Abrede zu stellen. Der Beschwerdeführerin wird im belgischen 

Sachverhalt namentlich vorgeworfen, dass ihre Treuhandstrukturen C. dazu 

gedient hätten, deliktische Tätigkeiten der G. AG zu ermöglichen und zu 

- 10 - 

 

 

fördern (vgl. obige Erwägung lit. A). Bankkorrespondenz oder Namen der 

Treuhandgeber sind dafür z.B. relevant, wenn es darum geht, das Ge-

schäftsgebaren der Beschwerdeführerin sowie tatverdächtige Geschäfte und 

ihre Zusammenhänge im Einzelnen oder Geldflüsse im Ganzen zu verste-

hen. Dies vermeidet auch belgische Nachtragsersuchen. Angesichts der en-

gen Verstrickung der Beschwerdeführerin mit dem in Belgien untersuchten 

Sachverhalt und der durch die Treuhandstrukturen geschaffenen Intranspa-

renz überwiegt vorliegend das Interesse im belgischen Strafverfahren an der 

gesamten Bankdokumentation klar. Damit ist die vorgesehene Herausgabe 

der Bankdokumentation verhältnismässig.  

3.6  

3.6.1 Die Beschwerdeführerin macht in der Beschwerde ergänzende Darlegungen 

zum Geheimnisschutz und reicht zahlreiche Belege ein. Sie sei am 24. Ja-

nuar 2022 von der BA eingeladen worden, allfällige Einwände geltend zu 

machen. Sie sei jedoch in keiner Art und Weise über formelle Anforderungen 

an ihre Einwände aufgeklärt worden. Vielmehr zeige die Wortwahl der BA, 

dass gar keine Begründung eingefordert worden sei. Es sei der Beschwer-

deführerin nicht ersichtlich gewesen, dass die Anforderungen an die Sub-

stantiierung angeblich nicht im Rahmen der Überprüfung der Schlussverfü-

gung korrigiert werden könnten. Sie habe schon in vorangehenden Befra-

gungen massgebliche Informationen bereitgestellt und sei zu dem Zeitpunkt 

auch nicht anwaltlich vertreten gewesen, was für die BA offensichtlich gewe-

sen sei. Die BA habe die gebotene Aufklärung unterlassen. Wenn die BA 

sich auf die mangelnde Substantiierung und eine Verwirkung des Rüge-

rechts berufe, so verletze sie damit den Grundsatz von Treu und Glauben 

(act. 12 S. 3 f. Rz. 6 f.). 

3.6.2 Die Beschwerdeführerin handelte vor der BA stets durch C., einen praktizie-

renden Schweizer Rechtsanwalt (vgl. obige Erwägung litera B., 2. Absatz 

sowie act. 1 S. 1). Sie kann sich von vornherein nicht darauf berufen, die 

langjährige und ständige Rechtsprechung zur Mitwirkungspflicht im Rechts-

hilfeverfahren nicht gekannt zu haben. Wie die BA richtigerweise ausführt, 

wäre es der Beschwerdeführerin schon am 23. März 2022 möglich gewesen 

und oblegen, sich sachdienlich und inhaltlich zur potenziellen Relevanz der 

vorgesehenen Herausgabe zu äussern (act. 8 S. 3 Ziff. 8 f.). Das Beschwer-

deverfahren dient nicht dazu, die Mitwirkungspflicht bei der Aussonderung 

nachträglich noch zu erfüllen. Soweit sie ihre Vorbringen vom 23. März 2022 

ergänzen will, hat die Beschwerdeführerin dieses Recht vielmehr verwirkt 

(vgl. obige Erwägung 3.4.2, 2. Absatz), weshalb sie mit ihren diesbezügli-

chen Vorbringen in der Beschwerde (act. 1 S. 7–18 Äusserungen zu einzel-

nen Unterlagen) nicht weiter zu hören ist.  

- 11 - 

 

 

3.7 Zusammenfassend hat die BA nachvollziehbar und zutreffend begründet, 

dass die herauszugebenden Unterlagen in potenziellem Zusammenhang mit 

dem belgischen Strafverfahren stehen. Die vorgesehene Herausgabe ist ver-

hältnismässig. Die dagegen erhobenen Rügen gehen fehl.  

 

 

4.  

4.1 Die BA führt aus, die ersuchende Behörde habe ausdrücklich um die Sperre 

von Vermögenswerten ersucht und dabei das Konto IBAN 1 erwähnt (S. 3). 

Diese IBAN beziehe sich auf ein Unterkonto der Geschäftsbeziehung Nr. 2, 

lautend auf die Beschwerdeführerin, bei der Bank I. Das von der BA ge-

sperrte Konto 3 sei ein weiteres Unterkonto derselben Geschäftsbeziehung. 

Das Ermittlungsinteresse der ersuchenden Behörde und die Sicherung der 

Vermögenswerte verlange, nicht nur das eine Unterkonto zu sperren. Die 

Bankunterlagen würden zeigen, dass die beschlagnahmten Gelder aus Ver-

mögensquellen stammen würden, die Gegenstand des ausländischen Ver-

fahrens seien. Die gesperrten Gelder erschienen «prima facie» als Erzeug-

nis oder Erlös einer strafbaren Handlung (act. 8 S. 5 Ziff. 18 f.). 

4.2  

4.2.1 Die Beschwerdeführerin rügt, das Rechtshilfeersuchen verlange nicht die 

Sperre der gesamten Geschäftsbeziehung Nr. 2 bei der Bank I., sondern nur 

eine Beschlagnahme des Kontos IBAN 1. Die Sperre auch des Kontos 3 

gehe über das Ersuchte hinaus und lasse sich nicht rechtfertigen. Ein an-

geblicher Konnex der Sperre des zweitgenannten Kontos zum ausländi-

schen Strafverfahren sei nicht dargetan. Es sei ein Treuhandkonto, von dem 

die letzte Zahlung von Treuhandgeldern an G. AG am 9. Februar 2021 vor-

genommen worden sei. Das Treuhandverhältnis sei somit Monate vor der 

Beschlagnahme beendet gewesen. Das erstgenannte Konto wiederum sei 

ebenfalls ein Treuhandkonto und sei bei der Bank auch explizit als solches 

bezeichnet. Die Beschwerdeführerin habe die Treuhandgelder gezielt und 

bewusst von ihrem operativen Vermögen gesondert verwahrt und akkurat 

Buch geführt. Die Abrechnung der Treuhandgelder zeige klar, dass aus der 

Sperrung keine allenfalls deliktischen Vermögenswerte mehr auf dem 

Konto 1 enthalten seien. Der Restbetrag auf dem Konto stehe in keinerlei 

Beziehung zu Personen, die im Rechtshilfeersuchen aufgeführt seien (act. 1 

S. 18 f. Ziff. 84–94). 

4.2.2 Die Beschwerdeführerin ergänzt in der Replik, das Rechtshilfeersuchen sei 

ausführlich und detailliert. Es nenne spezifisch zahlreiche Bankkonten. Die 

belgische Behörde habe im Vorfeld einen V-Mann eingesetzt und so über 

eine umfassende Dokumentation verfügt. Die BA habe den Zusammenhang 

zwischen den gesperrten Kontobeziehungen und dem untersuchten 

- 12 - 

 

 

Sachverhalt zu belegen. Da die Strafverfolgungsbehörden umfassend infor-

miert gewesen seien, sei daran ein erhöhter Anspruch zu stellen. Die BA 

habe auch eine einheitliche Geschäftsbeziehung nicht bewiesen. Dass der 

Gesamtwert eines Vermögensvorteils erst bei Kenntnis der Bankunterlagen 

der ersuchenden Behörde bekannt sei, habe keinen Einfluss auf die Konto-

sperre. Dies betreffe allenfalls die Herausgabe von Informationen. Die ge-

sperrten Gelder seien ja explizit auf «Treuhandkonten» und damit als solche 

von Dritten ausgewiesen und von den operativen Konten getrennt geführt 

worden. Sie habe in der Stellungnahme vom 23. März 2022 und in der Be-

schwerde das Dritteigentum von Parteien nachgewiesen, die in keinerlei Be-

zug zum im Ausland geführten Verfahren stünden. Die gesperrten Gelder 

seien so gerade eben nicht «prima facie» Erzeugnis oder Erlös einer straf-

baren Handlung, sondern in guten Treuen «in eigenem Namen für Dritte» 

gehaltenes Eigentum Dritter (act. 12 S. 4 f. Rz. 9–16). 

4.3 Eine Vertragspartei trifft auf Ersuchen einer anderen Vertragspartei, die ein 

Strafverfahren oder ein Einziehungsverfahren eingeleitet hat, die notwendi-

gen vorläufigen Massnahmen wie Einfrieren oder Beschlagnahme, um jedes 

Geschäft, jede Übertragung oder jede Veräusserung in Bezug auf einen Ver-

mögenswert zu verhindern, der später Gegenstand eines Ersuchens um Ein-

ziehung werden oder der es ermöglichen könnte, dass einem solchen Ersu-

chen entsprochen wird (Art. 11 Abs. 1 GwUe). Die in Artikel 11 genannten 

vorläufigen Massnahmen werden nach Massgabe und vorbehältlich des in-

nerstaatlichen Rechts der ersuchten Vertragspartei sowie in Übereinstim-

mung mit den in dem Ersuchen bezeichneten Verfahren durchgeführt, soweit 

dies mit dem innerstaatlichen Recht nicht unvereinbar ist (Art. 12 Abs. 1 

GwUe). Auf ausdrückliches Ersuchen eines anderen Staates kann die zu-

ständige Behörde vorläufige Massnahmen zur Erhaltung des bestehenden 

Zustandes, zur Wahrung bedrohter rechtlicher Interessen oder zur Siche-

rung gefährdeter Beweismittel anordnen, wenn ein in diesem Gesetz vorge-

sehenes Verfahren nicht offensichtlich unzulässig oder unzweckmässig er-

scheint (Art. 18 Abs. 1 IRSG). Für Prozesshandlungen gilt das in Strafsachen 

massgebende Verfahrensrecht (Art. 12 Abs. 1 IRSG).  

Gegenstände oder Vermögenswerte, die erst gestützt auf einen rechtskräfti-

gen und vollstreckbaren Entscheid des ersuchenden Staates 

(Art. 74a Abs. 3 IRSG) herausgegeben werden, bleiben beschlagnahmt, bis 

dieser Entscheid vorliegt oder der ersuchende Staat der zuständigen aus-

führenden Behörde mitteilt, dass ein solcher Entscheid nach dem Recht die-

ses Staates nicht mehr erfolgen kann, insbesondere weil die Verjährung ein-

gesetzt hat (Art. 33a IRSV; ZIMMERMANN, La coopération judiciaire internati-

onale en matière pénale, 6. Aufl. 2024, S. 345 ff., S. 393 N. 456, S. 395 

N. 459).  

- 13 - 

 

 

4.4 Die BA sperrte vorliegend die Gelder der auf die Beschwerdeführerin lauten-

den Geschäftsbeziehung bei der Bank I., über die sie verfügungsberechtigt 

war. Die Beschwerdeführerin wendet ein, es handle sich um treuhänderi-

sches Dritteigentum. Sie ist indessen vorliegend gerade in ihrer Rolle als 

Treuhänderin auch selbst beschuldigt. So soll sie die G. AG bei der Grün-

dung und bei der Übertragung der Namenaktien unterstützt haben. Sie soll 

der G. AG ihre Konten zur Verfügung gestellt und ihr als Trustgesellschaft 

gedient haben (vgl. obige Erwägung lit. A). Die BA legt sodann im Einzelnen 

dar, dass über die Geschäftsbeziehung der Beschwerdeführerin deliktsver-

dächtige Zahlungen für mitbeschuldigte Personen abgewickelt worden seien 

(vgl. act. 8 S. 4 Rz. 12 und act. 1.2 Schlussverfügung, S. 5; darauf kann hier 

verwiesen werden). Die Beschwerdeführerin gesteht diese Verstrickung 

denn auch selbst ein (vgl. obige Erwägung 4.2.1, letzte Zahlung von Treu-

handgeldern an G. AG am 9. Februar 2021).  

Hinzu kommt, dass die Beschwerdeführerin gemäss Rechtshilfeersuchen 

ein zentrales Werkzeug des Beschuldigten C. gewesen zu sein scheint. C. 

war gemäss Kundenrisikobeurteilung der Bank I. ihr 100%iger Eigentümer 

und C. taucht bei verschiedenen Akteuren des untersuchten Sachverhalts 

auf. Die Situation ist insgesamt intransparent strukturiert und C. tritt z.B. im 

vorliegenden Verfahren für juristische Personen auf, ohne jeweils das Ver-

tretungsverhältnis klarzustellen (vgl. obige Erwägung 2.3). Die Analyse des 

Geldflusses der Treuhandtätigkeiten kann zum Einbezug weiterer Personen 

ins belgische Strafverfahren führen. Die treuhänderische Geschäftsbezie-

hung der Beschwerdeführerin bei der Bank I. ist klar und offensichtlich in die 

belgische Strafuntersuchung verstrickt. Der ersuchenden Behörde war die 

Existenz eines Teils der gesperrten Geschäftsbeziehung bei der Bank I. be-

kannt und sie hat daher insoweit (bezüglich eines Unterkontos) die Sperre 

ausdrücklich verlangt. Die von der BA angeordnete Sperre der gesamten 

Kontoverbindung liegt im belgischen Strafverfolgungsinteresse und erfüllt die 

in Art. 11 Abs. 1 GwG niedergelegte internationale Verpflichtung der 

Schweiz. Die belgischen Ermittlungen werden zeigen müssen, ob es sich bei 

den beschlagnahmten Vermögenswerten der Beschwerdeführerin um sol-

che deliktischer Herkunft handelt oder ob sie in relevanter Weise Dritten zu-

stehen. Bis dahin ist die angefochtene Beschlagnahme aufrechtzuerhalten. 

 

 

5. Insgesamt ist nicht klar, ob die Beschwerdeführerin vorliegend gehörig ver-

treten ist; ob auf die Beschwerde einzutreten ist, kann indes offen bleiben, 

da die erhobenen Rügen fehl gehen. Die vorgesehene Herausgabe der Un-

terlagen ist zulässig und verhältnismässig. Die Sperre der Kontobeziehung 

bleibt aufrechtzuerhalten. Die Beschwerde gegen die Schlussverfügung der 

- 14 - 

 

 

BA vom 18. Dezember 2024 ist damit abzuweisen, soweit darauf eingetreten 

wird.  

 

 

6. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Gerichtskosten der Be-

schwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Die Gerichtsgebühr 

ist auf Fr. 5'000.-- festzusetzen (vgl. Art. 63 Abs. 4 lit. b VwVG i.V.m. Art. 73 

StBOG sowie Art. 5 und 8 Abs. 3 lit. b des Reglements des Bundesstrafge-

richts vom 31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und Entschädigun-

gen in Bundesstrafverfahren [BStKR; SR 173.713.162]), unter Anrechnung 

des von der K. GmbH geleisteten Kostenvorschusses von  

Fr. 5'000.-- (act. 5). 

 

 

 

- 15 - 

 

 

Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 

 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

 

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 5'000.-- wird der Beschwerdeführerin auferlegt, 

unter Anrechnung des geleisteten Kostenvorschusses im gleichen Betrag. 

 

 

Bellinzona, 12. August 2025 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- Rechtsanwälte Darko Radovic und Gregor Jeker 

- Bundesanwaltschaft 

- Bundesamt für Justiz, Fachbereich Rechtshilfe 

 

 
  

- 16 - 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen kann innert zehn 
Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde 
eingereicht werden (Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG). Eingaben müssen spätestens am letzten Tag 
der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder 
einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden (Art. 48 
Abs. 1 BGG). Im Falle der elektronischen Einreichung ist für die Wahrung einer Frist der Zeitpunkt 
massgebend, in dem die Quittung ausgestellt wird, die bestätigt, dass alle Schritte abgeschlossen 
sind, die auf der Seite der Partei für die Übermittlung notwendig sind (Art. 48 Abs. 2 BGG). 

Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die 
Beschwerde nur zulässig, wenn er eine Auslieferung, eine Beschlagnahme, eine Herausgabe von 
Gegenständen oder Vermögenswerten oder eine Übermittlung von Informationen aus dem 
Geheimbereich betrifft und es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (Art. 84 Abs. 1 
BGG). Ein besonders bedeutender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme 
bestehen, dass elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das Verfahren im 
Ausland schwere Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG).