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**Case Identifier:** f9938b17-3eda-5a34-b964-32507d293732
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-02-21
**Language:** de
**Title:** Schwyz Kantonsgericht Strafkammer 21.02.2025 STK 2024 27
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Gerichte/SZ_KG_003_STK-2024-27_2025-02-21.pdf

## Full Text

Kantonsgericht Schwyz

Urteil vom 21. Februar 2025
STK 2024 27

Mitwirkend Kantonsgerichtsvizepräsident Stefan Weber,
Kantonsrichter Walter Züger, Jörg Meister,
Ilaria Beringer und Monique Schnell Luchsinger,
Gerichtsschreiber Noah Thurnherr.

In Sachen A.________,
Privatklägerin und Berufungsführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt B.________,

gegen

1. Staatsanwaltschaft, 2. Abteilung, Postfach 1201, Schmiedgasse 21, 
6431 Schwyz,
Anklagebehörde und Berufungsgegnerin,
vertreten durch Staatsanwältin C.________,

2. D.________,
Beschuldigter und Berufungsgegner,
vertreten durch Rechtsanwalt E.________,

betreffend mehrfache üble Nachrede, Beschimpfung, mehrfache Verletzung des Schrift-
geheimnisses, versuchte Nötigung (zweiter Rechtsgang)
(Berufung gegen das Urteil des Bezirksgerichts Gersau vom 3. Dezember 2020, 
SGO 2020 01);-

hat die Strafkammer,

Kantonsgericht Schwyz 2

nachdem sich ergeben und in Erwägung:

1. Die Anklagebehörde erhob am 18. September 2020 beim Bezirksgericht 
Gersau Anklage gegen den Beschuldigten wegen mehrfacher übler Nachrede, 
mehrfacher Verletzung des Schriftgeheimnisses, Beschimpfung, versuchter 
Nötigung und mehrfachen Hausfriedensbruchs (Vi-act. 1). Mit Urteil vom 3. De-
zember 2020 erkannte das Bezirksgericht Gersau – soweit vorliegend relevant 
– Folgendes (Vi-act. 19 und 22):

1. D.________ wird schuldig gesprochen
a. […]

[Teilfreispruch]

2.-4 [Strafe, Vollzug]

5. Die Genugtuungsforderung von A.________ im Betrag von 
CHF 1’000.00 zzgl. 5 % Zins seit 27.12.2017 wird gutgeheissen. Im 
Übrigen wird die Genugtuungsforderung abgewiesen. Die übrige Zi-
vilforderung wird auf den Zivilweg verwiesen.

6. Die Verfahrenskosten bestehend aus:
a. den Untersuchungs- und Anklagekosten von CHF 2’680.00;
b. den bisherigen Gerichtskosten von CHF 1’000.00 (ohne Kos-

ten für die Redaktion, Ausfertigung und Versand des begrün-
deten Entscheides) sowie weiteren CHF 3’000.00 für die Be-
gründung des Entscheides werden zu 90 % dem Beschuldig-
ten auferlegt;

c. den reduzierten Kosten für die Verteidigung von 
CHF 6’000.00;

d. den reduzierten Kosten der Vertretung der Privatklägerin von 
CHF 4’000.00

werden dem Beschuldigten auferlegt.

7.-8. [Rechtsmittel und Zustellung]

Der Beschuldigte meldete am 11. Dezember 2020 die Berufung an (Vi-act. 20) 
und reichte am 24. Februar 2021 die Berufungserklärung ein (KG-act. 1, STK 
2021 10). Die Privatklägerin meldete ihrerseits am 18. Dezember 2020 Beru-
fung an (Vi-act. 21) und erklärte am 24. Februar 2021 Berufung (KG-act. 1, STK 
2021 11).

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Die Strafkammer des Kantonsgerichts Schwyz erkannte mit Urteil STK 2021 10 
und 11 vom 8. März 2022 Folgendes:

In teilweiser Gutheissung der Berufungen wird das Urteil des Bezirksge-
richts Gersau vom 3. Dezember 2020 (SGO 2020-01) aufgehoben und wie 
folgt ersetzt:

1. [Teilfreispruch]

2. [Schuldspruch]

3.-4. [Strafe, Vollzug]

5.        a) Der Beschuldigte hat der Privatklägerin eine Genugtuung von 
Fr. 500.00 zzgl. 5 % Zins seit 21. Dezember 2017 zu bezah-
len.

b) Die Zivilforderung betreffend Schadenersatz wird auf den Zi-
vilweg verwiesen.

6. Die erstinstanzlichen Verfahrenskosten, bestehend aus den Unter-
suchungs- und Anklagekosten von Fr. 2’680.00 sowie den Gerichts-
kosten von Fr. 4’000.00 werden dem Beschuldigten zu 80 % und der 
Privatklägerin zu 20 % auferlegt. Vorbehalten bleibt Ziff. 8.

7. Die Privatklägerin hat den Beschuldigten für das bisherige Verfah-
ren reduziert mit Fr. 1’026.75 (inkl. Auslagen und MWST) zu ent-
schädigen.

8.        a) Der Privatklägerin wird die unentgeltliche Rechtspflege inso-
weit bewilligt, als ihr Anteil an den Gerichtskosten einstweilen 
auf die Bezirksgerichtskasse genommen wird. Vorbehalten 
bleibt die Nachzahlungspflicht (Art. 138 Abs. 1 i.V.m. Art. 135 
Abs. 4 StPO).

b) Der Privatklägerin wird die unentgeltliche Rechtsverbeistän-
dung nicht bewilligt.

9. Die Kosten der Berufungsverfahren von Fr. 5’000.00 werden dem 
Beschuldigten zu 60 % und der Privatklägerin zu 40 % auferlegt. 
Vorbehalten bleibt Ziff. 11.

10. Die Privatklägerin hat den Beschuldigten für die Berufungsverfahren 
reduziert mit Fr. 2’993.35 (inkl. Auslagen und MWST) zu entschädi-
gen.

11.      a) Das Gesuch der Privatklägerin um Gewährung der unentgelt-
lichen Rechtspflege wird insoweit gutgeheissen, als ihr Anteil 
an den Kosten der Berufungsverfahren einstweilen auf die 
Kantonsgerichtskasse genommen wird. Vorbehalten bleibt 

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die Nachzahlungspflicht (Art. 138 Abs. 1 i.V.m. Art. 135 
Abs. 4 StPO). Im Übrigen wird das Gesuch als gegenstands-
los geworden abgeschrieben.

b) Das Gesuch der Privatklägerin um Einsetzung eines unent-
geltlichen Rechtsbeistandes wird abgewiesen.

Die dagegen von der Privatklägerin erhobene Beschwerde hiess das Bundes-
gericht mit Urteil 7B_269/2022 vom 11. Juni 2024 teilweise gut, hob das Urteil 
des Kantonsgerichts auf und wies die Sache zu neuer Entscheidung an das 
Kantonsgericht zurück. Im Übrigen wurde die Beschwerde abgewiesen, soweit 
darauf eingetreten wurde (Dispositivziffer 1).

2. Im Falle eines bundesgerichtlichen Rückweisungsentscheids nach 
Art. 107 Abs. 2 BGG hat die mit der neuen Entscheidung befasste kantonale 
Instanz ihrem Urteil die rechtliche Beurteilung, mit der die Rückweisung begrün-
det wird, zugrunde zu legen. Die neue Entscheidung der kantonalen Instanz ist 
also auf diejenige Thematik beschränkt, die sich aus den bundesgerichtlichen 
Erwägungen als Gegenstand der neuen Beurteilung ergibt. Das Verfahren wird 
nur insoweit neu in Gang gesetzt, als dies notwendig ist, um den verbindlichen 
Erwägungen des Bundesgerichts Rechnung zu tragen (BGE 135 III 334 E. 2 mit 
Hinweisen; vgl. BGE 143 IV 214 E. 5.2.1; statt vieler: Urteil BGer 6B_1089/2021 
vom 20. Juni 2022 E.2.3, 6B_649/2022 vom 24. Oktober 2022 E. 2.3.1).

Das Bundesgericht wies die Beschwerde hinsichtlich der Parteientschädigung 
der Privatklägerin gut (Urteil BGer 7B_269/2022 vom 11. Juni 2024 E. 8.9 und 
9.1). Die Sache wurde zu neuem Entscheid über die Höhe der Entschädigung 
und infolgedessen über die Kosten- und Entschädigungsfolgen des kantonalen 
Verfahrens an das Kantonsgericht zurückgewiesen (E. 9.1). Im Übrigen wies 
das Bundesgericht die Beschwerde ab, soweit es auf diese eintrat, weshalb das 
ursprüngliche Urteil des Kantonsgerichts in diesem Umfang in Rechtskraft er-
wuchs. Gegenstand des vorliegenden Entscheides sind demnach die Parteien-
tschädigung an die Privatklägerin sowie die Kostenfolgen.

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3. Im Urteil STK 2021 10 und 11 vom 8. März 2022 auferlegte das Kantons-
gericht die erstinstanzlichen Verfahrenskosten dem Beschuldigten im Umfang 
seiner Verurteilung zu 80 % (E. 9.a.aa) und im Übrigen, d.h. zu 20 %, der Pri-
vatklägerin (E. 9.a.bb). Die Privatklägerin verpflichtete es zudem, den Beschul-
digten zu 20 % zu entschädigen (E. 9.a.cc). Eine Entschädigung an die Privat-
klägerschaft zulasten des Beschuldigten im Sinne von Art. 433 Abs. 1 lit. a 
StPO verneinte das Kantonsgericht mit Verweis auf das Urteil 1B_505/2019 des 
Bundesgerichts vom 5. Juni 2020, wonach der Privatklägerin für das Untersu-
chungsverfahren die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes nicht 
gewährt wurde, weil sie in der Lage sei, ihre Sache im Strafverfahren selber zu 
führen, ihre Forderungen selber zu beziffern und die seelische Unbill selber zum 
Ausdruck zu bringen (E. 3.7). Mit Blick auf diese höchstrichterlichen Erwägun-
gen, denen beizupflichten sei, und weil für die Beurteilung der Notwendigkeit 
der Aufwendungen im Sinne von Art. 433 Abs. 1 StPO die gleichen Kriterien wie 
für die Notwendigkeit einer Rechtsverbeiständung nach Art. 136 Abs. 2 lit. c 
StPO anwendbar seien, wäre es unangemessen, der Privatklägerin einen An-
spruch auf Entschädigung ihrer Aufwendungen infolge nicht notwendiger Be-
stellung ihres Rechtsbeistandes zulasten des Beschuldigten zuzusprechen (Ur-
teil STK 2021 10 und 11 vom 8. März 2022, E. 9.a.dd). Die unentgeltliche 
Rechtspflege wurde der Privatklägerin für die Gerichtskosten entsprechend 
dem Urteil des Bundesgerichts 1B_505/2019 vom 5. Juni 2020 gewährt, nicht 
hingegen die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands (E. 9.a.ee).

Die Privatklägerin rügte mit ihrer Beschwerde an das Bundesgericht, Art. 433 
Abs. 1 StPO sei nicht dahingehend zu verstehen, dass die Rechtsverbeistän-
dung an sich, sondern der von dieser getätigte Aufwand notwendig sein müsse. 
Das Bundesgericht kam zum Schluss, dass es sachgerecht sei, die Notwendig-
keit der privaten anwaltlichen Vertretung als solcher für den Entschädigungsan-
spruch nach Art. 433 Abs. 1 StPO generell als gegeben zu erachten, wenn die 
Privatklägerschaft adhäsionsweise Zivilforderungen geltend mache. Die Not-

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wendigkeit im Sinne von Art. 433 Abs. 1 StPO beziehe sich im Adhäsionspro-
zess demnach im Einzelnen auf die von der anwaltlichen Vertretung betriebe-
nen Aufwendungen und nicht auf deren Beizug an sich (Urteil 
BGer 7B_269/2022 vom 11. Juni 2024 E. 8.8). Demzufolge hat die Privatkläge-
rin einen Anspruch auf Entschädigung, deren Höhe nachfolgend festzulegen ist 
(vgl. Urteil BGer 7B_269/2022 vom 11. Juni 2024 E. 9.1).

4. Entschädigt wird der Aufwand der Privatklägerschaft, sofern dieser not-
wendig ist und soweit die Privatklägerschaft obsiegt (Art. 433 Abs. 1 lit. a StPO).

a) Wird die beschuldigte Person verurteilt, obsiegt die Privatklägerschaft im 
Strafpunkt (BGE 139 IV 102 E. 4.3). Sie ist somit für die ihr im Zusammenhang 
mit der Strafklage erwachsenen Kosten der privaten Verteidigung zu entschä-
digen. Die Aufwendungen im Sinne von Art. 433 Abs. 1 StPO betreffen in erster 
Linie die Anwaltskosten, soweit diese durch die Beteiligung am Strafverfahren 
selbst verursacht wurden und für die Wahrung der Interessen der Privatkläger-
schaft notwendig waren (BGE 139 IV 102 E. 4.1; Urteil BGer 6B_981/2017 vom 
7. Februar 2018 E. 4.3.1). Als notwendige Aufwendungen im Verfahren gelten 
Anwaltskosten, wenn die Privatklägerschaft durch ihre Abklärungen wesentlich 
zur Abklärung einer Strafsache und Verurteilung einer beschuldigten Person 
beigetragen hat. Ebenso von notwendigen Aufwendungen auszugehen ist bei 
komplexen, nicht leicht überschaubaren Straffällen, an deren gründlicher Un-
tersuchung und gerichtlicher Beurteilung der Kläger ein erhebliches Interesse 
hatte oder wenn der Beizug eines Anwalts im Hinblick auf die sich stellenden, 
nicht einfachen rechtlichen Fragen gerechtfertigt erschien (Wehrenberg/Frank, 
in: Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Straf-
prozessordnung, 3. A. 2023, Art. 433 StPO N 19).

Wird die Zivilklage auch nicht dem Grundsatz nach entschieden, sondern 
vollständig auf den Zivilrechtsweg verwiesen, kann die Privatklägerschaft in ih-
rer Funktion als Zivilklägerin nicht als obsiegend gelten (BGE 139 IV 102 

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E. 4.4), auch wenn sie im Strafpunkt zufolge Verurteilung der beschuldigten 
Person obsiegt (vgl. Wehrenberg/Frank, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], 
Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 3. A. 2023, Art. 433 
StPO N 14). Ausschliesslich mit der Zivilklage zusammenhängende Anwalts-
kosten oder anderweitige Auslagen der Privatklägerschaft, die einzig den Zivil-
punkt betreffen, sind im Falle der Verweisung der Zivilklage auf den Zivilrechts-
weg daher nicht im Strafverfahren zu entschädigen. Die Privatklägerschaft 
muss ihre diesbezüglichen Aufwendungen mit der Zivilforderung geltend ma-
chen (BGE 139 IV 102 E. 4.4; Urteil BGer 6B_981/2017 vom 7. Februar 2018 
E. 4.3.3).

Die Unterscheidung der Anwaltskosten im Strafpunkt von denjenigen im Zivil-
punkt ist gesetzlich vorgesehen (vgl. Art. 432 Abs. 1 und Art. 427 Abs. 1 StPO; 
BGE 139 IV 102 E. 4.5; Urteil BGer 6B_981/2017 vom 7. Februar 2018 
E. 4.3.3).

b) In Strafsachen beträgt das Honorar vor der Untersuchungsbehörde und 
dem Bezirksgericht Fr. 300.00 bis Fr. 20’000.00 (§ 13 lit. a GebTRA). Innerhalb 
dieses Tarifrahmens ist die Vergütung nach der Wichtigkeit der Streitsache, ih-
rer Schwierigkeit, dem Umfang und der Art der Arbeitsleistung sowie dem not-
wendigen Zeitaufwand zu bemessen (§ 2 Abs. 1 GebTRA).

aa) Die bei der Anklagebehörde eingereichte Kostennote vom 28. August 
2020 (U-act. 14.0.03 = KG-act. 4/1, STK 2024 27) weist bei einem Aufwand von 
27 Stunden und 35 Minuten (davon 15 Minuten à Fr. 150.00, Rest à Fr. 250.00) 
ein Total von Fr. 7’550.15 (inkl. Auslagen und MWST) auf, wobei nicht zwischen 
den Aufwendungen im Straf- und Zivilpunkt unterschieden wird. Der Rechtsan-
walt der Privatklägerin nahm an den polizeilichen (U-act. 8.1.00) und den 
staatsanwaltschaftlichen (U-act. 10.0.00) Einvernahmen nicht teil, reichte aber 
diverse Schreiben ein (U-act. 3.0.00). Die vierseitige Stellungnahme zu den Tat-
vorwürfen (U-act. 3.1.04) inklusive der Bezifferung der Zivilforderung und dem 

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Antrag um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ist in der gebotenen 
Kürze verfasst. Im Strafpunkt beantragte die Privatklägerin die Einvernahme 
von sieben Zeugen (S. 3), wovon zwei in der Folge befragt wurden (U-
act. 10.0.01, 10.0.02). Das Kurzschreiben betreffend Vergleichsverhandlungen 
(U-act. 3.1.15) und dasjenige zu einer allfälligen Verfahrenssistierung (U-
act. 3.1.18) erfolgten auf Aufforderung der Staatsanwaltschaft hin. Die zweisei-
tige Eingabe vom 11. Juni 2019 (U-act. 3.1.20) enthält Ausführungen zum Ein-
kommen und den Auslagen der Privatklägerin, was im Hinblick auf die bean-
tragte und schlussendlich zugesprochene (Urteil BGer 1B_505/2019 vom 
5. Juni 2020 Dispositivziffer 1) unentgeltliche Rechtspflege wesentlich war. Die 
sechsseitige Eingabe vom 5. Juli 2019 (U-act. 3.1.23) befasst sich in einem Ab-
schnitt mit der Nachreichung von Unterlagen zum Einkommen. Sodann waren 
die Ausführungen zu den Prozesschancen der Zivilklage und zur Begründung 
der Zivilforderung insofern erforderlich, als die Staatsanwaltschaft den Rechts-
anwalt hierzu aufforderte (U-act. 3.1.22). Zur beabsichtigten Sistierung des Ver-
fahrens konnte er hingegen bereits in der Eingabe vom 27. Mai 2019 (U-
act. 3.1.18) Stellung nehmen, sodass die nochmaligen Ausführungen über zwei 
Seiten in der Eingabe vom 5. Juli 2019 nicht notwendig gewesen wären. Am 
16. Oktober 2019 teilte Rechtsanwalt B.________ der Staatsanwaltschaft mit, 
dass die Privatklägerin den angeordneten Zeugeneinvernahmen nicht beiwoh-
nen werde. Hierzu begründete er über zwei Seiten, weshalb die Einvernahmen 
nicht erforderlich seien. Auf das der Privatklägerschaft als Partei zustehende 
Teilnahmerecht an Zeugeneinvernahmen (Art. 147 Abs. 1 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 
lit. b StPO) kann diese verzichten, was auch stillschweigend erfolgen kann 
(Schleiminger/Schaffner, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommen-
tar, Schweizerische Strafprozessordnung, 3. A. 2023, Art. 147 StPO N 18 f.). 
Eine Begründung der Abwesenheit wäre demnach nicht erforderlich gewesen. 
Schliesslich legte Rechtsanwalt B.________ in drei Eingaben (U-act. 3.1.30, 
3.1.32, 3.1.34) und zwei Telefonaten (U-act. 3.1.36, 3.1.39) dar, weshalb seiner 
Ansicht nach das Verfahren ohne weitere Beweisabnahmen und ohne Verzö-
gerung mit einem Strafbefehl abzuschliessen sei. Die Staatsanwaltschaft leitet 

Kantonsgericht Schwyz 9

das Verfahren bis zur Einstellung oder Anklageerhebung (Art. 61 lit. a StPO; 
vgl. Art. 16 Abs. 2 StPO) und klärt den Sachverhalt von Amtes wegen ab (Art. 6 
Abs. 1 StPO). Erachtet die Staatsanwaltschaft die Untersuchung als vollstän-
dig, so erlässt sie einen Strafbefehl oder kündigt den Parteien schriftlich den 
bevorstehenden Abschluss an und teilt ihnen mit, ob sie Anklage erheben oder 
das Verfahren einstellen will (Art. 318 Abs. 1 StPO). Auch wenn die Privatklä-
gerin aufgrund der nahenden Verjährung betreffend die Verletzung des Schrift-
geheimnisses (Art. 179 i.V.m. Art. 109 StGB) ein Interesse an der beförderli-
chen Erledigung des Strafverfahrens hatte, oblag es nicht ihr, die Notwendigkeit 
der Beweisabnahmen oder die Vollständigkeit der Untersuchung zu beurteilen. 
Insofern waren die Ausführungen in den Eingaben nicht notwendig. Sodann 
reichte Rechtsanwalt B.________ einen zweiseitigen schriftlichen Bericht mit 
der Beantwortung des Fragenkatalogs an die Privatklägerin ein (U-act. 9.0.12). 
Dieser erfolgte zwar auf Aufforderung der Staatsanwältin hin (U-act. 9.0.05), die 
Fragen waren aber anstelle einer Einvernahme der Parteien an die Privatkläge-
rin persönlich gerichtet, sodass diese nicht notwendigerweise durch ihren 
Rechtsanwalt hätten beantwortet werden müssen. Zusammengefasst ist das 
Honorar in einem geringen Umfang, ermessensweise zu 1/5, auf Fr. 6’040.10 
(inkl. Auslagen und MWST) zu kürzen.

bb) Die dem Bezirksgericht eingereichte Kostennote vom 1. Dezember 2020 
(Vi-act. 17 = KG-act. 4/2, STK 2024 27) weist bei einem Aufwand von 42 Stun-
den und fünf Minuten (davon 3 Stunden und 5 Minuten à Fr. 150.00 für den 
Rechtspraktikanten; Rest à Fr. 250.00) ein Total von Fr. 11’330.40 (inkl. Ausla-
gen und MWST) auf. Auch hier wird der Aufwand im Strafpunkt nicht von demje-
nigen im Zivilpunkt unterschieden. Für die Ausarbeitung des 33 Seiten umfas-
senden Plädoyers (Vi-act. 14) wird ein Aufwand von 12 Stunden und 20 Minuten 
geltend gemacht. Zudem werden in der Kostenaufstellung 6 Stunden und 45 
Minuten für weitere Rechtsabklärungen und die Vorbereitung der Hauptver-
handlung aufgeführt. In rechtlicher Hinsicht boten die angeklagten Delikte keine 

Kantonsgericht Schwyz 10

besonderen Schwierigkeiten, was auch an den allgemein gehaltenen rechtli-
chen Ausführungen im Plädoyer (Vi-act. 14) ersichtlich ist. Die von der Privat-
klägerschaft schriftlich beantragte abweichende rechtliche Würdigung der Nöti-
gung – vollendete anstatt versuchte Begehung des Delikts – hätte auch münd-
lich an der Hauptverhandlung erfolgen können (Wiprächtiger, in: Nig-
gli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozess-
ordnung, 3. A. 2023, Art. 344 StPO N 10), sodass die Eingabe vom 10. Novem-
ber 2020 (Vi-act. 8) nicht notwendig gewesen wäre, zumal es insbesondere für 
den anwaltlich vertretenen Beschuldigten zumutbar gewesen wäre, nach einer 
allfälligen kurzen Unterbrechung der Verhandlung hierzu Stellung zu nehmen. 
Die Ergänzungsfragen, die Rechtsanwalt B.________ der Privatklägerin an der 
Hauptverhandlung stellte (Vi-act. 16, Fragen 40 ff.), betrafen gemäss seiner An-
gabe (vgl. Notiz zu Fragen 40 und 47) die Zivilforderung. Im Strafpunkt trug er 
damit nicht zur Abklärung der Straftat bei. In tatsächlicher Hinsicht ist betreffend 
den Vorwurf der mehrfachen Verletzung des Schriftgeheimnisses im Sinne von 
Art. 179 StGB zu berücksichtigen, dass der Beschuldigte das Öffnen der Briefe 
zugab (U-act. 8.1.03, Fragen 37 f.; U-act. 10.0.09, Frage 38; vgl. U-act. 8.1.17). 
Umstritten war, ob er wissen musste, dass die Briefe an die Privatklägerin 
adressiert waren (vgl. angef. Urteil, E. 1.2.2). Als Beweismittel für den Vorwurf 
der Beschimpfung (Art. 177 Abs. 1 StGB) lagen die Aussagen der Beteiligten 
und von Zeugen vor (angef. Urteil, E. 2.1), die gewürdigt werden mussten. Be-
treffend den Vorwurf der Nötigung durch Verschliessen der Türe zum Hotel Re-
staurant F.________ (U-act. 8.1.12, S. 9) und den mehrfachen Hausfriedens-
bruch (U-act. 8.1.12, S. 3 und 4) waren Zugaben des Beschuldigten vorhanden. 
Der Sachverhalt erforderte somit keine besonderen Schwierigkeiten. An der 
Hauptverhandlung wurden der Beschuldigte und die Privatklägerin befragt (Vi-
act. 16), was keiner besonderen Vorbereitung bedurfte. Im Zivilpunkt hatte die 
Privatklägerin ihre Ansprüche geltend zu machen (Dispositionsgrundsatz) so-
wie zu begründen und zu beweisen (Verhandlungsgrundsatz, Beweislast; 
Dolge, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische 
Strafprozessordnung, 3. A. 2023, Art. 122 StPO N 23). Die entsprechenden 

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Ausführungen im Plädoyer (Vi-act. 14, S. 24-32) waren demnach notwendig. 
Die Verhandlung dauerte fünf Stunden (inkl. 2x 30 Minuten Pause), sodass der 
geschätzte Aufwand von 5:50 Stunden (inkl. Hin- und Rückweg) gemäss Kos-
tenaufstellung angemessen erscheint. Hinzu kommen der Aufwand für eine 
Kurzeingabe (Vi-act. 13) sowie die Auslagen. In Berücksichtigung des notwen-
digen Aufwandes erweist sich ein Honorar für das erstinstanzliche Gerichtsver-
fahren von Fr. 7’000.00 (inkl. Auslagen und MWST) als angemessen.

cc) Im zweiten Rechtsgang macht die Privatklägerin neu Fahrtkosten für das 
Vorverfahren und das erstinstanzliche Gerichtsverfahren von Fr. 330.95 gel-
tend (KG-act. 4, S. 3 STK 2024 27). Die Privatklägerschaft hat ihre Entschädi-
gungsforderung bei der Strafbehörde zu beantragen, zu beziffern und zu bele-
gen. Kommt sie dieser Pflicht nicht nach, so tritt die Strafbehörde auf den Antrag 
nicht ein (Art. 433 Abs. 2 StPO) und der Anspruch auf Entschädigung gilt als 
verwirkt. Der Untersuchungsgrundsatz gilt diesbezüglich nicht (Wehren-
berg/Frank, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweize-
rische Strafprozessordnung, 3. A. 2023, Art. 433 N 22; vgl. Jositsch/Schmid, 
Schweizerische Strafprozessordnung, Praxiskommentar, 4. A. 2023, Art. 433 
StPO N 9). Die anwaltlich vertretene Privatklägerin machte ihre persönlichen 
Fahrkosten im erstinstanzlichen Verfahren nicht geltend (vgl. Vi-act. 16, S. 26 f. 
und S. 29 ff.; Vi-act. 14), obwohl sie hierzu anlässlich der Hauptverhandlung die 
Möglichkeit gehabt hätte. Die Ausführungen im zweiten Rechtsgang erfolgten 
demnach verspätet, sodass die Fahrkosten nicht zu entschädigen sind.

c) Im Strafpunkt obsiegt die Privatklägerin grösstenteils bzw. zu rund 4/5 
(Urteil STK 2021 10 und 11 Dispositivziffer 2), unterliegt aber im Umfang des 
Freispruchs des Beschuldigten vom Vorwurf der mehrfachen üblen Nachrede 
im Sinne von Art. 173 Ziff. 1 StGB (Urteil STK 2021 10 und 11 Dispositivziffer 
1). Die Genugtuungsforderung von Fr. 2’000.00 (Vi-act. 14, Antrag Ziffer 3.1) 
wurde im Betrag von Fr. 500.00, d.h. zu einem Viertel, gutgeheissen (Urteil STK 

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2021 10 und 11 Dispositivziffer 5.a). Betreffend die adhäsionsweise geltend ge-
machte Schadenersatzforderung (Vi-act. 14, Antrag Ziffer 3.2) beantragte die 
Privatklägerin zwar nur die Feststellung der grundsätzlichen Schadenersatz-
pflicht des Beschuldigten sowie die Verweisung der Feststellung des Umfanges 
des Schadenersatzes auf den Zivilrechtsweg. Die Schadenersatzforderung 
wurde aber vollumfänglich auf den Zivilrechtsweg verwiesen (Urteil STK 2021 
10 und 11 vom 8. März 2022, Dispositivziffer 5.b), weshalb die Privatklägerin 
diesbezüglich unterliegt. Sodann ist dem Umstand Rechnung zu tragen, dass 
der Entschädigungsantrag teilweise gutzuheissen ist. Im Zivilpunkt obsiegt die 
Privatklägerin insgesamt zu rund 1/5. Weil die Kostennoten nicht zwischen dem 
Aufwand für den Strafpunkt und den Zivilpunkt unterscheiden, ist die Entschä-
digung im Umfang des Gesamtobsiegens zuzusprechen. Dabei wiegt das Ob-
siegen im Strafpunkt zu 4/5 etwas geringer als das Obsiegen im Zivilpunkt zu 
1/5, weil diesbezüglich der Sachverhalt vorwiegend durch die Anklagebehörde 
ermittelt wurde (Art. 6 StPO) und die Privatklägerin weder durch Fragen an den 
Einvernahmen noch durch ihre Eingaben zur Abklärung der Straftaten wesent-
lich beitrug. Insgesamt ist die Privatklägerin als zu 3/5 obsiegend zu betrachten. 
Der Beschuldigte hat die Privatklägerin für das Untersuchungs- und erstinstanz-
liche Gerichtsverfahren demnach mit Fr. 7’824.10 (3/5 von Fr. 6’040.10 + 
Fr. 7’000.00; inkl. Auslagen und MWST) zu entschädigen.

d) Entsprechend den vorstehenden Erwägungen sind die erstinstanzlichen 
Kosten dem Beschuldigten zu 3/5 aufzuerlegen (vgl. Art. 426 Abs. 1 StPO). Wie 
bereits im Ersturteil festgehalten (Urteil STK 2021 10 und 11 vom 8. März 2022, 
E. 9.a.bb), hat die Privatklägerin zufolge aktiver Beteiligung am Verfahren die 
restlichen Kosten im Umfang von 2/5 zu tragen (Art. 427 Abs. 2 StPO).

5. Wird der Entschädigungsantrag der Privatklägerin teilweise gutgeheis-
sen, ist auch über die zweitinstanzlichen Kosten neu zu entscheiden (vgl. Urteil 
BGer 7B_269/2022 vom 11. Juni 2024 E. 9.1).

Kantonsgericht Schwyz 13

a) Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Mass-
gabe ihres Obsiegens und Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Das Kantons-
gericht erwog im Urteil STK 2021 10 und 11 vom 8. März 2022 Folgendes 
(E. 9.b):

Der Beschuldigte unterliegt mit seiner Berufung im Strafpunkt, ausser be-
treffend übler Nachrede. Im Zivilpunkt unterliegt er mit seinem Antrag zur 
Genugtuung. Betreffend die erstinstanzlichen Kosten unterliegt er zu 80 %. 
Die Privatklägerin unterliegt mit ihrer Berufung im Strafpunkt zu einem klei-
nen Teil (betr. vollendeter Nötigung). Im Zivilpunkt (grundsätzliche Scha-
denersatzpflicht) unterliegt sie vollständig. Betreffend erstinstanzliche Ver-
fahrenskosten unterliegt sie zu 10 %, betreffend unentgeltliche Rechts-
pflege zur Hälfte und betreffend die Entschädigung vollständig. Insgesamt 
und ermessensweise unterliegen der Beschuldigte zu 60 % und die Privat-
klägerin zu 40 %. In diesem Verhältnis sind den Parteien die Kosten der 
Berufungsverfahren aufzuerlegen.

Mit dem vorliegenden Entscheid wird einzig die Entschädigung an die Privatklä-
gerin teilweise gutgeheissen. Im Übrigen bleibt es beim Obsiegen bzw. Unter-
liegen der Parteien im genannten Umfang. Dem im Vergleich zu den übrigen 
Anträgen eher geringen Obsiegen der Privatklägerin mit ihrem Entschädigungs-
antrag ist insofern Rechnung zu tragen, als der Beschuldigte insgesamt als zu 
70 % (7/10) und die Privatklägerin zu 30 % (3/10) unterliegend anzusehen sind. 
In diesem Verhältnis sind die Kosten der Berufungsverfahren STK 2021 10 und 
11 den Parteien aufzuerlegen. Die Kosten des zweiten Rechtsganges gehen 
zulasten des Staates.

b) Der Beschuldigte hat für den Freispruch vom Antragsdelikt der mehrfa-
chen üblen Nachrede auch im Rechtsmittelverfahren Anspruch auf Entschädi-
gung zulasten der Privatklägerschaft (Art. 436 Abs. 1 i.V.m. Art. 432 Abs. 2 
StPO). Zudem hat die obsiegende beschuldigte Person gegenüber der Privat-
klägerschaft Anspruch auf angemessene Entschädigung für die durch die An-
träge zum Zivilpunkt verursachten Aufwendungen (Art. 436 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 432 Abs. 1 StPO). Die Privatklägerin hat ihrerseits gegenüber dem Be-

Kantonsgericht Schwyz 14

schuldigten einen Anspruch auf Entschädigung für die notwendigen Aufwen-
dungen im Umfang ihres Obsiegens (Art. 436 Abs. 1 i.V.m. Art. 433 Abs. 1 lit. a 
StPO). Nach gegenseitiger Verrechnung ihrer Ansprüche hat der Beschuldigte 
die Privatklägerin zu 40 % zu entschädigen. Im Berufungsverfahren in Strafsa-
chen beträgt das Honorar Fr. 300.00 bis Fr. 12’000.00 (§ 13 lit. c GebTRA). Die 
Privatklägerin reichte eine Kostennote über total Fr. 14’539.95 (inkl. Auslagen 
und MWST) ein (KG-act. 14/4, STK 2021 10). Gründe für eine Tarifüberschrei-
tung (vgl. § 16 Abs. 1 GebTRA) wurden nicht vorgebracht (KG-act. 1, S. 37 f., 
STK 2021 11) und sind auch nicht ersichtlich. Insbesondere sind die Akten nicht 
aussergewöhnlich umfangreich. Der Rechtsanwalt führte immerhin im zweiten 
Rechtsgang aus, dass das Honorar auf Fr. 12’000.00 zzgl. Auslagen und Mehr-
wertsteuer zu kürzen sei (KG-act. 4, S. 2). Der mit der Kostennote geltend ge-
machte Aufwand von 53 Stunden erscheint sehr hoch. Die Privatklägerin reichte 
eine gut 37 Seiten umfassende Berufung ein (KG-act. 1, STK 2021 11), worauf 
sie anlässlich des ersten Parteivortrages an der mündlichen Verhandlung ver-
wies (KG-act. 14, S. 17, STK 2021 10). Die Ausführungen sind sehr umfang-
reich, was insbesondere im Strafpunkt nicht notwendig gewesen wäre, weil 
diesbezüglich der Untersuchungsgrundsatz gilt (Art. 6 StPO). Die Berufungs-
verhandlung dauerte eine Stunde und fünfunddreissig Minuten (KG-act. 14, 
STK 2021 10), zuzüglich An-/Rückreise. Insgesamt erscheint ein Honorar von 
Fr. 6’000.00 (inkl. Auslagen und MWST) angemessen. Der Beschuldigte hat die 
Privatklägerin folglich mit Fr. 2’400.00 (40 % von Fr. 6’000.00) zu entschädigen.

c) Die Privatklägerin beantragte auch für das Berufungsverfahren die unent-
geltliche Rechtspflege (KG-act. 1, Antrag Ziffer 7, STK 2021 11). Das Kantons-
gericht gewährte ihr diese entsprechend dem Urteil des Bundesgerichts 
1B_505/2019 vom 5. Juni 2020 für die Gerichtskosten, nicht jedoch für den 
Rechtsbeistand (Urteil STK 2021 10 und 11 E. 9.b.cc). Die gegen diesen Ent-
scheid von der Privatklägerin erhobenen Rügen wies das Bundesgericht ab (Ur-
teil BGer 7B_269/2022 E. 5), woran das Kantonsgericht vorliegend gebunden 

Kantonsgericht Schwyz 15

ist. Demzufolge ist der Kostenanteil, welcher der Berufungsführerin im Verfah-
ren STK 2021 10 und 11 auferlegt wird, einstweilen auf die Gerichtskasse zu 
nehmen. Sie hat jedoch keinen Anspruch auf diesbezügliche Entschädigung ih-
res Rechtsvertreters.

d) Im zweiten Rechtsgang reichten die Rechtsanwälte keine Kostennoten 
ein. Angesichts der auf die Prozesskosten beschränkten Thematik, die aufgrund 
der bundesgerichtlichen Vorgaben keine besonderen Schwierigkeiten bot, er-
scheint eine Entschädigung an die Privatklägerin für ihre dreiseitige Stellung-
nahme (KG-act. 4) von Fr. 500.00 (inkl. Auslagen und MWST) und eine Ent-
schädigung an den Beschuldigten für zwei rund einseitige Stellungnahmen (KG-
act. 7, 9) von Fr. 400.00 (inkl. Auslagen und MWST) angemessen;-

festgestellt:

Das Urteil STK 2021 10 und 11 des Kantonsgerichts Schwyz vom 8. März 2022 
ist wie folgt in Rechtskraft erwachsen:

In teilweiser Gutheissung der Berufungen wird das Urteil des Bezirksge-
richts Gersau vom 3. Dezember 2020 (SGO 2020-01) aufgehoben und wie 
folgt ersetzt:

1. Der Beschuldigte wird freigesprochen vom Vorwurf der mehrfachen 
üblen Nachrede im Sinne von Art. 173 Ziff. 1 StGB.

2. Der Beschuldigte wird schuldig gesprochen
a) der mehrfachen Verletzung des Schriftgeheimnisses im 

Sinne von Art. 179 StGB;
b) der Beschimpfung im Sinne von Art. 177 Abs. 1 StGB;
c) der versuchten Nötigung im Sinne von Art. 181 StGB;
d) des mehrfachen Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 

StGB.

Kantonsgericht Schwyz 16

3. a) Für die Vergehen gemäss Ziff. 2 lit. b-d wird der Beschuldigte 
bestraft mit einer Geldstrafe von 110 Tagessätzen à 
Fr. 50.00.

b) Für die Übertretungen gemäss Ziff. 2 lit. a wird der Beschul-
digte bestraft mit einer Busse von Fr. 300.00.

4. a) Der Vollzug der Geldstrafe wird gestützt auf Art. 42 Abs. 1 
StGB aufgeschoben. Die Probezeit wird auf 2 Jahre festge-
legt.

b) Die Ersatzfreiheitsstrafe bei schuldhafter Nichtbezahlung der 
Busse wird auf 3 Tage festgelegt.

5. a) Der Beschuldigte hat der Privatklägerin eine Genugtuung von 
Fr. 500.00 zzgl. 5 % Zins seit 21. Dezember 2017 zu bezah-
len.

b) Die Zivilforderung betreffend Schadenersatz wird auf den Zi-
vilweg verwiesen.

6.-7. […]

8. a) Der Privatklägerin wird die unentgeltliche Rechtspflege inso-
weit bewilligt, als ihr Anteil an den Gerichtskosten einstweilen 
auf die Bezirksgerichtskasse genommen wird. Vorbehalten 
bleibt die Nachzahlungspflicht (Art. 138 Abs. 1 i.V.m. Art. 135 
Abs. 4 StPO).

b) Der Privatklägerin wird die unentgeltliche Rechtsverbeistän-
dung nicht bewilligt.

9.-11. […]

12. a) Das Gesuch der Privatklägerin um Gewährung der unentgelt-
lichen Rechtspflege wird insoweit gutgeheissen, als ihr Anteil 
an den Kosten der Berufungsverfahren STK 2021 10 und 11 
einstweilen auf die Kantonsgerichtskasse genommen wird. 
Vorbehalten bleibt die Nachzahlungspflicht (Art. 138 Abs. 1 
i.V.m. Art. 135 Abs. 4 StPO). Im Übrigen wird das Gesuch als 
gegenstandslos geworden abgeschrieben.

b) Das Gesuch der Privatklägerin um Einsetzung eines unent-
geltlichen Rechtsbeistandes wird abgewiesen.

Kantonsgericht Schwyz 17

erkannt:

[…]

6. Die erstinstanzlichen Verfahrenskosten, bestehend aus den Untersu-
chungs- und Anklagekosten von Fr. 2’680.00 sowie den Gerichtskosten 
von Fr. 4’000.00 werden dem Beschuldigten zu 3/5 und der Privatklägerin 
zu 2/5 auferlegt. Vorbehalten bleibt Ziff. 8.

7. Die Privatklägerin hat den Beschuldigten für das bisherige Verfahren re-
duziert mit Fr. 1’026.75 (inkl. Auslagen und MWST) zu entschädigen.

8. […]

9. Der Beschuldigte hat die Privatklägerin für das Untersuchungs- und erst-
instanzliche Gerichtsverfahren mit Fr. 7’824.10 (inkl. Auslagen und 
MWST) zu entschädigen.

10. Die Kosten der Berufungsverfahren STK 2021 10 und 11 von Fr. 5’000.00 
werden dem Beschuldigten zu 7/10 und der Privatklägerin zu 3/10 aufer-
legt. Vorbehalten bleibt Ziff. 12.

Die Kosten des Berufungsverfahrens STK 2024 27 gehen zulasten des 
Kantons.

11. Der Beschuldigte hat die Privatklägerin für die Berufungsverfahren STK 
2021 10 und 11 mit Fr. 2’400.00 (inkl. Auslagen und MWST) zu entschä-
digen.

Kantonsgericht Schwyz 18

13. Für das Berufungsverfahren STK 2024 27 werden der Beschuldigte mit 
Fr. 400.00 (inkl. Auslagen und MWST) und die Privatklägerin mit 
Fr. 500.00 (inkl. Auslagen und MWST) entschädigt.

14. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach 
Art. 78 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Strafsa-
chen beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden. Die Be-
schwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen.

15. Zufertigung an Rechtsanwalt E.________ (2/R), Rechtsanwalt 
B.________ (2/R), die Staatsanwaltschaft (1/A an die 2. Abteilung und 
1/R an die Amtsleitung/zentraler Dienst) und an die Vorinstanz (1/A) so-
wie nach definitiver Erledigung an die Vorinstanz (1/R, unter Rückgabe 
der Akten), das Amt für Justizvollzug (1/R, inkl. Dispositivkopie des ange-
fochtenen Entscheids zum Inkasso und Vollzug), die KOST (teilweiser 
Freispruch) und die Kantonsgerichtskasse (1/ü, im Dispositiv).

Namens der Strafkammer
Der Kantonsgerichtsvizepräsident Der Gerichtsschreiber

Versand 25. Februar 2025  amu