# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 957bf4b8-f2c9-58b8-9263-b34e12912071
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-12-20
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 20.12.2021 S 2020 94
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2020-94_2021-12-20.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und MLaw Ines Stocker 
Gerichtsschreiberin: MLaw Jeannine Suter

U R T E I L  vom 20. Dezember 2021 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Ausgleichskasse Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Alters- und Hinterlassenenversicherung 
(Schadenersatz gemäss Art. 52 AHVG)

S 2020 94

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Urteil S 2020 94

A. Mit Entscheid des Einzelrichters des Kantonsgerichts Zug vom 11. Juli 2017 
wurde die B.________ AG, die ihren Sitz in C.________ hatte und deshalb der 
Ausgleichskasse Zug angeschlossen war, gemäss Art. 731b OR aufgelöst und ihre 
Liquidation nach den Vorschriften über den Konkurs angeordnet. Mit Entscheid des 
Einzelrichters des Kantonsgerichts Zug vom 3. Dezember 2018 wurde das 
Konkursverfahren mangels Aktiven eingestellt (AK-act. 1). Am 9. April 2019 erliess die 
Ausgleichskasse gegenüber dem Verwaltungsrat der B.________ AG A.________ eine 
Schadenersatzverfügung in der Höhe von Fr. 2'991.20 (AK-act. 98). Die dagegen 
erhobene Einsprache vom 18. April 2019 (AK-act. 99) wies die Ausgleichskasse mit 
Einspracheentscheid vom 3. Juli 2020 ab (AK-act. 101). 

B. Mit Verwaltungsbeschwerde vom 4. August 2020 beantragte A.________ (fortan 
der Beschwerdeführer) die Aufhebung des Einspracheentscheides unter Kostenfolge 
zulasten der Ausgleichskasse. Er machte im Wesentlichen geltend, dass allfällige AHV-
Schulden vor seiner Zeit entstanden seien und die Firma keine Mittel mehr zur Zahlung 
von Forderungen gehabt habe (act. 1).

C. Mit Vernehmlassung vom 14. September 2020 beantragte die Ausgleichskasse 
(fortan auch Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde, verwies auf den 
Einspracheentscheid und ergänzte, dass Organe auch für unbezahlt gebliebene Beiträge 
vor der Übernahme der Organstellung haften würden. Eine Zahlungsunfähigkeit der 
Gesellschaft bei Mandatsantritt des Beschwerdeführers sei nicht aktenkundig und werde 
auch nicht belegt (act. 3).

D. Mit Replik vom 6. Oktober 2020 führte der Beschwerdeführer aus, die von der 
Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) eingesetzten Untersuchungsbeauftragten 
hätten der B.________ AG sämtliche Liquidität entzogen. Diese hätten es versäumt, die 
AHV-Zahlungen zu erledigen bzw. die Firma in Konkurs zu führen. Diese Versäumnisse 
könne man nun nicht ihm in die Schuhe schieben (act. 5).

E. Mit Duplik vom 26. Oktober 2020 führte die Beschwerdegegnerin aus, die von der 
FINMA angeordneten Massnahmen seien bereits in zeitlicher Hinsicht kein 
Exkulpationsgrund. Ausserdem habe der Beschwerdeführer die am 21. März 2017 
eingereichte Lohnbescheinigung 2016 selbst unterzeichnet und somit um die 
ausstehenden Beiträge gewusst (act. 7). Im Folgenden gingen keine Eingaben mehr beim 
Gericht ein. 

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Urteil S 2020 94

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles 
grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des streitigen Entscheids (in casu: 
3. Juli 2020) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. auch BGE 121 V 362 E. 1b). Dabei sind in 
zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Verwirklichung des zu 
Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 130 V 445 E. 1.2.1). 

Am 1. Januar 2021 sind die am 21. Juni 2019 verabschiedeten geänderten Bestimmungen 
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; 
SR 830.1) in Kraft getreten. Dementsprechend sieht Art. 82a ATSG vor, dass für im 
Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung vom 21. Juni 2019 beim erstinstanzlichen 
Gericht hängige Beschwerden das bisherige Recht gilt. Die hier zu beurteilende 
Beschwerde wurde am 4. August 2020 der Post übergeben, weshalb die bis 
31. Dezember 2020 gültigen Normen des ATSG auf den vorliegenden Fall Anwendung 
finden und in dieser Fassung zitiert werden. 

2. Gegen Schadenersatzverfügungen nach Art. 52 des Bundesgesetzes über die 
Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG; SR 831.10) kann ein Betroffener gemäss 
Art. 52 Abs. 1 ATSG Einsprache erheben. Die Beschwerde gegen den 
Einspracheentscheid nach Art. 56 Abs. 1 ATSG ist gemäss Art. 52 Abs. 5 AHVG und in 
Abweichung von Art. 58 Abs. 1 ATSG beim Sozialversicherungsgericht am Wohnsitz des 
Arbeitgebers, bei einer juristischen Person am Sitz, konkret am letzten Sitz der 
Gesellschaft, zu erheben, ohne Rücksicht auf den Wohnsitz des in Anspruch 
genommenen Organs (vgl. auch BGE 109 V 97). Das Verwaltungsgericht des Kantons 
Zug beurteilt als einzige kantonale Gerichtsinstanz Beschwerden und Klagen aus dem 
Gebiet der eidgenössischen Sozialversicherung, für welche das Bundesrecht eine 
kantonale Rechtsmittelinstanz vorsieht (§ 77 Abs. 1 und § 82 des 
Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1]). Die B.________ AG hatte ihren Sitz 
zuletzt in D.________. Somit ist das Verwaltungsgericht des Kantons Zug für die 
Beurteilung der Beschwerde örtlich und sachlich zuständig. 

Den Einspracheentscheid erliess die Ausgleichskasse am 3. Juli 2020. Folglich erweist 
sich die am 4. August 2020 verfasste und gleichentags der Post übergebene Beschwerde 

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unter Berücksichtigung von Art. 38 Abs. 4 lit. b ATSG – Fristenstillstand vom 15. Juli bis 
und mit dem 15. August – als im Sinne von Art. 60 Abs. 1 ATSG (30-tägige 
Beschwerdefrist) fristgerecht. Der Beschwerdeführer ist als zur Haftung Verpflichteter 
durch den angefochtenen Einspracheentscheid eindeutig berührt und kann sich auf ein 
schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung berufen, weshalb seine Legitimation als 
erstellt gilt. Die Beschwerdeschrift entspricht sodann den übrigen formellen 
Anforderungen, weshalb sie zu prüfen ist. Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg 
gemäss § 29 der Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

3. Vorliegend ist Anfechtungs- und zugleich Streitgegenstand die subsidiäre Haftung 
des Beschwerdeführers nach Art. 52 AHVG für geschuldete Sozialversicherungsbeiträge, 
welche die ehemalige B.________ AG nicht bezahlt hat.

4. Nach Art. 52 AHVG hat ein Arbeitgeber, der durch absichtliche oder 
grobfahrlässige Missachtung von Vorschriften einen Schaden verschuldet, diesen der 
Ausgleichskasse zu ersetzen. Ist der Arbeitgeber eine juristische Person, so können 
subsidiär gegebenenfalls die verantwortlichen Organe in Anspruch genommen werden 
(Art. 52 Abs. 2 AHVG; BGer 9C_789/2018 vom 1. Mai 2019 E. 2).

4.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, dass während seiner Zeit als 
Verwaltungsrat der B.________ AG kein AHV-pflichtiges Personal beschäftigt gewesen 
sei. Ausserdem habe die Firma bei seinem Antritt als Verwaltungsrat keine liquiden Mittel 
mehr gehabt. Seine Aufgabe als Verwaltungsrat sei gewesen, die Aktionäre dazu zu 
bringen, die benötigten neuen flüssigen Mittel in die Firma einzuschiessen, um einen 
Weiterbestand der Firma zu sichern. Dies sei aber nicht gelungen. Durch die Mittellosigkeit 
der Firma entfalle die Pflicht zur Durchsetzung von Zahlungen. Diese Umstände würden 
sehr wohl Exkulpationsgründe darstellen (act. 1). Vielmehr hätten die von der FINMA 
eingesetzten Untersuchungsbeauftragten die AHV-Zahlungen erledigen bzw. die Firma in 
Konkurs führen müssen. Während seiner Zeit als Verwaltungsrat seien keine neuen 
Verbindlichkeiten entstanden (act. 5).

4.2 Unbestrittenermassen ist die vom 9. April 2019 datierende 
Schadenersatzverfügung (AK-act. 98) der Beschwerdegegnerin innert der dreijährigen 
Verjährungsfrist von Art. 52 Abs. 3 AHVG i.V.m. Art. 60 Abs. 1 OR erfolgt, nachdem der 
Einzelrichter des Kantonsgerichts Zug mit Entscheid vom 3. Dezember 2018 das 

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Konkursverfahren gegen die B.________ AG mangels Aktiven eingestellt hatte (AK-act. 
1). 

4.3 Erstellt ist auch, dass der Beschwerdeführer ab dem 5. Dezember 2016 bis zum 
Abschluss des Konkursverfahrens am 3. Dezember 2018 als Verwaltungsrat mit 
Einzelunterschrift der B.________ AG im Handelsregister eingetragen war. Damit kam ihm 
formelle Organstellung zu und eine persönliche Haftung für einen Schaden aufgrund von 
durch die konkursite Arbeitgeberin unbezahlt gebliebenen Sozialversicherungsbeiträgen 
ist grundsätzlich möglich (BGer 9C_347/2013 vom 3. Juli 2013 E. 3).

4.4 Bei den ausstehenden Beiträgen handelt es sich um Schulden der Gesellschaft 
als Arbeitgeberin. Der Beschwerdeführer haftet als verantwortliches Organ anstelle der 
beitragspflichtigen B.________ AG persönlich und subsidiär für den Schaden aus 
entgangenen Sozialversicherungsbeiträgen, welche bei der ehemaligen Gesellschaft nicht 
mehr eingefordert werden können. Dabei umfasst die Haftung nicht nur die während 
seiner Zeit als Organ der Gesellschaft fällig gewordenen Beiträge, sondern auch alle 
früheren. Etwas anderes würde nur gelten, wenn die Gesellschaft bei seinem Antritt des 
Mandats als Organ bereits zahlungsunfähig und der Schaden somit bereits eingetreten 
gewesen wäre (BGE 119 V 401 E. 4b und c; BGer 9C_647/2009 vom 15. April 2010 
E. 4.2.2; Marco Reichmuth, Die Haftung des Arbeitgebers und seiner Organe nach Art. 52 
AHVG, 2008, Rz. 275). Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichts zu Art. 52 
AHVG dauert die Verantwortlichkeit eines Verwaltungsrates in der Regel bis zum Moment 
seines tatsächlichen Austritts aus dem Verwaltungsrat. Vorbehalten bleibt der Fall, in dem 
der Schaden durch Handlungen verursacht worden ist, deren Wirkungen sich jedoch erst 
nach seinem Rücktritt als Verwaltungsrat entfaltet haben (BGE 126 V 61 E. 4a).

Wenn der Beschwerdeführer also vorbringt, während seiner Zeit als Verwaltungsrat sei 
kein AHV-pflichtiges Personal mehr beschäftigt worden bzw. es sei keine AHV-
Beitragspflicht entstanden und damit sinngemäss seine Haftung für die ausstehenden 
AHV-Beiträge ausgeschlossen (act. 1 S.1), so ist dies nach dem vorstehend Dargelegten 
unbehelflich. Hierauf hat die Vorinstanz zutreffend hingewiesen (AK-act.101 S. 2 f. und 
act. 3).

5.
5.1 Voraussetzung für eine Haftung nach Art. 52 AHVG ist zunächst das Vorliegen 
eines Schadens. Dieser besteht darin, dass der AHV ein ihr gesetzlich geschuldeter 

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Beitrag entgeht. Die Höhe des Schadens entspricht dabei dem Betrag, dessen die Kasse 
verlustig geht. Verwaltungs- und Betreibungskosten, Veranlagungs- und Mahngebühren 
sowie die Verzugszinsen bilden Bestandteil des Schadens, welcher der Ausgleichskasse 
zu ersetzen ist (BGE 121 III 382 E. 3bb). Im Hinblick auf die in Art. 14 Abs. 1 AHVG 
normierte Beitrags- und Abrechnungspflicht des Arbeitgebers gehören auch die 
Arbeitgeberbeiträge zum massgeblichen Schaden (BGE 98 V 26 E. 5).

5.2 Die Beschwerdegegnerin macht insgesamt eine Schadenssumme von 
Fr. 2'991.20 (uneinbringliche Lohnbeiträge für die Jahre 2015 und 2016) geltend, welche 
sich aus AHV-Beiträgen von Fr. 14'173.25, ALV-Beiträgen von Fr. 3'029.15, 
Verwaltungskosten von Fr. 708.65, FAK-Beiträgen von Fr. 2'203.–, Betreibungskosten von 
Fr. 750.80, Mahngebühren von Fr. 370.–, Verzugszinsen von Fr. 263.– (insgesamt Fr. 
21'497.85), abzüglich der Zahlungen/Gutschriften von Fr. 18'506.65 zusammensetzt (AK-
act. 98 S. 2). Diese Summe wird weder vom Beschwerdeführer im Grundsatz bestritten 
noch ergibt sich Gegenteiliges aus den Akten. Der Schaden ist demnach ohne Weiteres 
ausgewiesen.

6.
6.1 Artikel 14 Abs. 1 AHVG in Verbindung mit Art. 34 ff. der Verordnung über die 
Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVV; SR 831.101) schreibt vor, dass der 
Arbeitgeber bei jeder Lohnzahlung die Arbeitnehmerbeiträge in Abzug zu bringen und 
zusammen mit den Arbeitgeberbeiträgen der Ausgleichskasse zu entrichten hat. Die 
Arbeitgeber haben den Ausgleichskassen periodisch Abrechnungsunterlagen über die von 
ihnen an ihre Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ausbezahlten Löhne zuzustellen, 
damit die entsprechenden paritätischen Beiträge ermittelt und verfügt werden können. Die 
Beitragszahlungs- und Abrechnungspflicht des Arbeitgebers ist eine gesetzlich 
vorgeschriebene öffentlich-rechtliche Aufgabe. Dazu hat das Eidgenössische 
Versicherungsgericht wiederholt erklärt, dass die Nichterfüllung dieser öffentlich-
rechtlichen Aufgabe eine Missachtung von Vorschriften im Sinne von Art. 52 AHVG 
bedeute und die volle Schadendeckung nach sich ziehe (BGE 118 V 193 E. 2a mit 
Hinweisen). Nebst einem widerrechtlichen Vorgehen des Arbeitgebers muss auch dem 
belangten Organ eine widerrechtliche Handlung vorgeworfen werden können, dies etwa 
bei Verletzung der aktienrechtlichen Sorgfaltspflicht (Art. 716a Abs. 1 Ziff. 5, Art. 717 Abs. 
1 OR; EVG H 173/03 vom 4. Dezember 2003 E. 4.2.1).

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6.2 Die Widerrechtlichkeit des Verhaltens der B.________ AG ist damit schon durch 
die nicht vollständige Bezahlung der Beitragspflicht erstellt. Hinsichtlich des Einwandes 
des Beschwerdeführers, dass die B.________ AG kein Personal habe, dadurch kein 
Arbeitgeber sein und sinngemäss nicht widerrechtlich handeln könne, ist unbehilflich. Die 
Forderung der Beschwerdegegnerin wird nicht bestritten, womit auch nicht bestritten wird, 
dass die Beitragspflicht für die betreffende Zeitperiode bestand. Die spätere Personallage 
bzw. das spätere Fehlen jeglichen Personals ist demnach betreffend der Beitragspflicht für 
die Jahre 2015 und 2016 irrelevant und der Einwand des Beschwerdeführers nicht zu 
hören.

6.3 Die Widerrechtlichkeit des Verhaltens des Beschwerdeführers ist sodann in der 
Verletzung seiner aktienrechtlichen Sorgfaltspflichten als Verwaltungsrat bei der 
Durchsetzung der öffentlich-rechtlichen Beitragspflicht der B.________ AG begründet (vgl. 
auch EVG H 173/03 vom 4. Dezember 2003 E. 4.2.2). Der Beschwerdeführer wurde gar 
mit Strafbefehl vom 2. April 2019 aufgrund nicht ordnungsgemäss geführter 
Geschäftsbücher und der Verunmöglichung der Durchführung der Arbeitgeberkontrolle 
durch die Ausgleichskasse schuldig gesprochen (AK-act. 100) Dieser Strafbefehl erwuchs 
– soweit ersichtlich – in Rechtskraft.

7.
7.1 Der Umstand, dass der Ausgleichskasse als Folge der Missachtung von 
Vorschriften im Sinn von Art. 52 Abs. 1 AHVG ein Schaden entstanden ist, erlaubt nicht 
ohne Weiteres den Schluss auf ein qualifiziertes Verschulden (Absicht oder grobe 
Fahrlässigkeit) des Arbeitgebers oder seiner Organe (BGE 121 V 243 E. 5). Die Haftung 
nach Art. 52 AHVG ist keine Kausalhaftung, sondern setzt nach klarem Wortlaut und Sinn 
des Gesetzes ein zumindest grobfahrlässiges Verhalten voraus (BGE 136 V 268 E. 3). 
Vorausgesetzt ist ein Normverstoss von gewisser Schwere. Dabei gilt ein objektiver 
Verschuldensmassstab. Es ist danach zu fragen, inwiefern der Beschwerdeführer als 
verantwortliches Organ seinen Sorgfaltspflichten im Zusammenhang mit der Einhaltung 
der Beitragszahlungspflicht nachgekommen ist. Bei feststehender Widerrechtlichkeit gilt 
jedoch die Vermutung eines absichtlichen oder grobfahrlässigen Verhaltens des 
Arbeitgebers resp. seiner Organe (BGE 108 V 183 E. 1b; BGer 9C_228/2008 vom 5. 
Februar 2009 E. 4.2.1). Die Ausgleichskasse, welche feststellt, dass sie einen durch 
Missachtung von Vorschriften entstandenen Schaden erlitten hat, darf davon ausgehen, 
dass der Arbeitgeber oder dessen Organ die Vorschriften absichtlich oder mindestens 
grobfahrlässig verletzt hat, sofern keine Anhaltspunkte für die Rechtmässigkeit des 

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Handelns oder die Schuldlosigkeit des Arbeitgebers bestehen. Es obliegt grundsätzlich 
dem Arbeitgeber oder seinen Organen, Gründe zu behaupten, diesbezügliche Beweise zu 
liefern oder zu beantragen, welche eine Widerrechtlichkeit resp. ein Verschulden im Sinne 
von Absicht oder Grobfahrlässigkeit ausschliessen. Werden solche entlastende Umstände 
nicht geltend gemacht oder nicht hinreichend substanziiert, sind solche nicht ohne 
Weiteres ersichtlich oder führen die Abklärungen zu keinem schlüssigen Ergebnis, hat die 
ins Recht gefasste Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (Art. 8 ZGB; BGer 
9C_861/2018 vom 12. März 2019 E. 4.2.2, mit weiteren Hinweisen; Reichmuth, a.a.O., Rz. 
741 ff.). Diese Regelung gilt auch in Bezug auf allfällige Rechtfertigungs- oder 
Exkulpationsgründe.

7.2 Der Beschwerdeführer macht geltend, dass die Gesellschaft bei seinem Eintritt als 
Verwaltungsrat zahlungsunfähig gewesen sei und seine Aufgabe einzig im Auftreiben 
neuer Mittel bestanden habe. Damit entfalle die Pflicht, Zahlungen zu leisten und ein 
zulässiger Exkulpationsgrund sei gegeben. Zunächst ist erneut darauf hinzuweisen, dass 
der Beschwerdeführer auch für die vor seinem Eintritt in die Gesellschaft fällig 
gewordenen Schulden haftet (E. 4.4). Sodann vermag auch der Einwand, dass die 
Gesellschaft schon bei seinem Eintritt zahlungsunfähig gewesen sei, nicht zu überzeugen: 
Der Beschwerdeführer trat per 5. Dezember 2016 als Verwaltungsrat ein und die 
Auflösung und Liquidation nach den Vorschriften des Konkurses wurde erst am 11. Juli 
2017 angeordnet (AK-act. 1), mithin über sieben Monate später. Mit anderen Worten hätte 
grundsätzlich genug Zeit bestanden, die ausstehenden Lohnbeiträge zu bezahlen bzw. 
diesbezügliche Zahlungen zu veranlassen. Im Übrigen informierte er die 
Beschwerdegegnerin zu keiner Zeit über Zahlungsschwierigkeiten oder bemühte sich um 
einen möglichen Abzahlungsplan. So oder anders liefert der Beschwerdeführer, obwohl es 
ihm obliegen würde diesbezügliche Beweismittel zu liefern, keine Belege, welche die 
Zahlungsunfähigkeit bereits bei seinem Antritt des Mandats zu beweisen vermöchten, 
weshalb dieser Umstand auch nicht als erstellt gelten kann. Folglich ist davon 
auszugehen, dass der Beschwerdeführer in der Lage war, die ausstehenden Forderungen 
zu veranlassen. Es sind keine exkulpierenden Gründe ersichtlich, welche die 
Sorgfaltspflichtverletzung des Beschwerdeführers als formelles Organ der Gesellschaft 
rechtfertigen würden. Damit liegt mindestens Grobfahrlässigkeit und folglich ein 
schuldhaftes Verhalten im Sinne von Art. 52 AHVG vor.

Vor diesem Hintergrund ist sodann auch der vor dem Eintritt des Beschwerdeführers vom 
25. Januar bis 14. September 2016 erfolgte Einsatz von geschäftsführenden 

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Untersuchungsbeauftragten durch die FINMA unbeachtlich. Aufgrund der Akten muss 
nämlich – wie vorstehend festgehalten – davon ausgegangen werden, dass die 
Gesellschaft bei Eintritt des Beschwerdeführers am 5. Dezember 2016 noch über einen 
längeren Zeitraum zahlungsfähig gewesen war und der Beschwerdeführer in 
pflichtwidriger Weise die Zahlung der ausstehenden Forderungen nicht veranlasst bzw. 
unterlassen hatte. Selbst wenn andere Personen für entgangene 
Sozialversicherungsbeiträge bis 14. September 2016 allenfalls ebenfalls haftbar gemacht 
werden könnten, ändert dies nichts an der solidarischen Haftung des Beschwerdeführers 
für die gesamte Schadenssumme.

8. Soweit aus den Akten ersichtlich, ist auch der natürliche sowie adäquate 
Kausalzusammenhang zu bejahen. Hinwiese, die auf Gegenteiliges schliessen liessen, 
insbesondere solche, die einen Unterbruch bewirken könnten, sind keine erkennbar und 
auch nicht geltend gemacht.

9. Abschliessend ist zusammenfassend festzustellen, dass die Rechtswidrigkeit des 
Tuns resp. Unterlassens des Beschwerdeführers sowie die Kausalität dessen für den 
entstandenen Schaden als überwiegend wahrscheinlich erstellt gelten und dass 
achtenswerte Rechtfertigungs- und Exkulpationsgründe, die ihn zu entlasten vermöchten, 
nicht ersichtlich sind. Die Vernachlässigung der beitragsrechtlichen Vorschriften muss im 
Lichte der einschlägigen Praxis mindestens als grobfahrlässig beurteilt werden. Was den 
Schaden anbelangt, so ist für die Jahre 2015 und 2016 ein Zahlungsrückstand von Fr. 
2'991.20 zweifelsohne ausgewiesen. Hierfür ist der Beschwerdeführer haftbar. Die 
Beschwerde erweist sich folglich als unbegründet und ist dementsprechend abzuweisen.

10. Nach Art. 61 lit. a ATSG ist das Verfahren kostenlos. Eine Parteientschädigung ist 
ausgangsgemäss nicht zuzusprechen (Umkehrschluss aus Art. 61 lit. g ATSG).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Beschwerdeführer (mit ausführlicher Rechtsmittelbelehrung), an 
die Ausgleichskasse Zug sowie an das Bundesamt für Sozialversicherungen, 
Bern.

Zug, 20. Dezember 2021

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am