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**Case Identifier:** 0cda4558-109b-5531-9a76-744153916375
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2007-04-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.04.2007 B-2197/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-2197-2006_2007-04-24.pdf

## Full Text

Abtei lung II
B-2197/2006
{T 0/2}

Urteil vom 24. April 2007

 

Mitwirkung: Richter Frank Seethaler (vorsitzender Richter),
Richter Ronald Flury,
Richter Hans-Jacob Heitz;
Gerichtsschreiber Daniel Peyer

S._______
vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. Béatrice Grob-Andermacher,

Beschwerdeführer,

gegen

Prüfungskommission Berufsprüfung für Marketingplaner mit 
eidgenössischem Fachausweis,

Erstinstanz,

Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT),

Vorinstanz,

betreffend

Berufsprüfung.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

2

Sachverhalt:

A. S._______ legte im Frühling 2005 die Berufsprüfung für Marketingplaner 
ab. Mit Verfügung vom 28. April  2005 teilte ihm die Prüfungskommission 
"Berufsprüfung  für  Marketingplaner  mit  eidgenössischem  Fachausweis" 
(nachfolgend: Prüfungskommission) mit, er habe die Prüfung nicht bestan-
den.  Gemäss  Notenblatt  erzielte  er  in  den  schriftlich  geprüften  Fächern 
"Marketingforschung"  und  "Werbung"  je  die  Note  2.5,  in  den  ebenfalls 
schriftlich geprüften Fächern "Verkaufsförderung" und "Distribution" je die 
Note 3.5. Insgesamt erreichte er die ungenügende Schlussnote 3.8.

Gegen diese Verfügung erhob S._______ am 29. Mai 2005 beim Bundes-
amt  für  Berufsbildung  und  Technologie  (nachfolgend:  Bundesamt)  Be-
schwerde. Er machte geltend, im Fach "Marketingforschung" sei eine Fra-
ge zu Skalenbegriffen gestellt worden. Letztere stellten nicht Prüfungsstoff 
dar. Eine weitere Frage in diesem Fach sei nicht klar formuliert gewesen. 
Sinngemäss brachte er des weiteren vor, seine Prüfungsleistungen seien 
bei verschiedenen Aufgaben der vier Fächer, in welchen er eine ungenü-
gende  Note  erhalten  hatte,  unterbewertet  worden.  Deshalb  sei  ihm  im 
Fach "Marketingforschung" die Note 5.0, in den Fächern "Verkaufsförde-
rung" und "Werbung" je die Note 4.5 und im Fach "Distribution" die Note 
4.0 zu erteilen. Daraus resultiere eine genügende Schlussnote, weshalb er 
die Prüfung bestanden habe.

Mit  Stellungnahme vom 1. Juli  2005 beantragte die Prüfungskommission 
die Abweisung der Beschwerde. Eine Nachkorrektur in den fraglichen Fä-
chern durch die Prüfungsexperten,  deren Stellungnahmen beigelegt  wür-
den,  habe  keine  Änderung  der  Noten  ergeben.  Am ursprünglichen  Ent-
scheid werde festgehalten.

Mit  Replik  vom 30.  August  2005 hielt  S._______  an seiner  Beschwerde 
fest.  Inhaltlich  verlangte  er  für  gewisse  Aufgaben  in  den  vier  fraglichen 
Prüfungsfächern teilweise eine höhere, teilweise eine tiefere Punktzahl als 
noch in der Beschwerde vom 29. Mai 2005. Insgesamt habe er die Prüfung 
aufgrund der aus seiner Sicht notwendigen Notenerhöhungen in den vier 
Fächern bestanden.

Mit Duplik vom 7. Dezember 2005 hielt die Prüfungskommission an ihren 
Anträgen gemäss Stellungnahme vom 1. Juli  2005 fest. Einzig die Nach-
kontrolle im schriftlichen Fach "Marketingforschung", welche in Form einer 
Stellungnahme des entsprechenden Fachvorstandes beilag, habe eine Er-
höhung der Punktzahl von 16 auf 18 ergeben. Dies ändere nichts an der 
ungenügenden Note von 2.5 in diesem Fach. Da vier ungenügende Einzel-
noten und eine ungenügende Schlussnote erzielt worden seien, gelte die 
Prüfung als nicht bestanden.

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Mit Triplik vom 20. Januar 2006 hielt S._______ an seinen bisherigen An-
trägen fest.  Inhaltlich  nahm er  zur  Nachkontrolle  im Fach  "Marketingfor-
schung" Stellung. Er verlangte, seine Leistung in diesem Fach sei mindes-
tens mit der Note 4.0 zu bewerten.

Am 14. Februar 2006 stellte die Prüfungskommission dem Bundesamt die 
Prüfungsunterlagen im Fach "Marketingforschung" zu.

Mit  Entscheid  vom 11.  April  2006 wies  das  Bundesamt  die Beschwerde 
kostenfällig ab. Zur Begründung wurde ausgeführt, soweit S._______ der 
Meinung sei, im Fach "Marketingforschung" sei  eine Frage zu Skalenbe-
griffen gestellt worden, welche nicht zum Prüfungsstoff gehöre, könne ihm 
nicht gefolgt werden.  Skalenbegriffe gehörten zu den grundlegenden Be-
griffen  der  Marketingforschung  und  Statistik.  Sie  seien  unter  dem  Titel 
"Grundbegriffe der Marketingforschung" in der Wegleitung zur Berufsprü-
fung für Marketingplaner enthalten. Auch die Rüge, eine weitere Frage im 
Fach  "Marketingforschung"  sei  nicht  klar  formuliert  gewesen,  gehe  fehl. 
Eine Unterbewertung im gesamten Fach liege ebenso wenig vor. Der Ex-
perte des Fachs "Marketingforschung" habe sich mit  den einzelnen Vor-
bringen  gemäss  Beschwerdeschrift  zur  Bewertung  im  Rahmen  der  Stel-
lungnahme  der  Prüfungskommission  auseinandergesetzt.  Seine  Beurtei-
lung erscheine korrekt und nachvollziehbar, darauf sei abzustellen. Daran 
ändere die angeblich eingeholte Meinung anderer Personen nichts. Einzig 
in  Bezug  auf  die  Frage  5c  im  Fach  "Marketingforschung"  gehe  aus  der 
Stellungnahme  des  Experten  nicht  genügend  hervor,  inwieweit  ein  sog. 
"Umlautfehler" negativ bewertet worden sei. Deshalb sei hier die Nichter-
teilung eines Punktes nicht nachvollziehbar.  Da aber selbst bei  Erteilung 
eines zusätzlichen Punktes nach wie vor die Einzelnote 2.5 im Fach "Mar-
ketingforschung" erreicht werde, sei dies irrelevant. Am Nichtbestehen der 
Prüfung  ändere  sich  nichts.  Auf  die  Rügen  zu  den  übrigen  Fächern  sei 
nicht einzugehen, denn bereits eine Einzelnote unter 3.0 führe dazu, dass 
der Fachausweis nicht erteilt werde.

B. Gegen diesen Entscheid erhob S._______ (nachfolgend: Beschwerdefüh-
rer),  vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur.  Béatrice Grob-Andermacher, 
am 11. Mai 2006 Beschwerde bei der Rekurskommission EVD mit folgen-
den Anträgen:

" 1.Der Entscheid der Vorinstanz sei aufzuheben.

2.Der Examensentscheid sei wegen rechtserheblicher Verfahrensmängel sowie 
wegen offensichtlicher Unterbewertung der Arbeit des Kandidaten aufzuheben 
und die Prüfung sei durch zwei unabhängige Experten neu zu korrigieren.

3.Unter  Kosten-  und  Entschädigungsfolgen  zu  Lasten  des  Beschwerdegeg-
ners."

Zur Begründung brachte er vor, die Prüfung sei in allen vier beanstandeten 
Fächern nur von einem Experten korrigiert worden. Gemäss Prüfungsreg-
lement seien schriftliche Arbeiten aber durch zwei Experten zu korrigieren. 
Im Beschwerdeentscheid des Bundesamtes seien zwei zusätzliche Punkte 
(gemeint ist  das Fach "Marketingforschung")  nicht berücksichtigt  worden. 

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Auch sei ein privates Gutachten von Herrn E._______ nicht beachtet wor-
den (wiederum betreffend das Fach "Marketingforschung"). Dieses Verhal-
ten stelle Willkür dar.  Es seien keine Musterlösungen erstellt  bzw. ediert 
worden, was ebenfalls willkürlich sei. Die Einzelnoten seien wie folgt zu er-
höhen: Im Fach "Marketingforschung" von 2.5 auf 5.0, im Fach "Verkaufs-
förderung"  von 3.5 auf  4.5,  im Fach "Werbung"  von 2.5  auf  4.5  und im 
Fach "Distribution" von 3.5 auf 4.0. In exakter Wiedergabe der bereits vor 
dem Bundesamt erfolgten Vorbringen führte der Beschwerdeführer zu ein-
zelnen Aufgaben in den verschiedenen Fächern aus, weshalb ihm seiner 
Ansicht  nach bedeutend mehr  Punkte  zuzuerkennen seien,  als  dies sei-
tens  der  Experten  erfolgt  sei  (im Fach "Marketingforschung"  45 statt  16 
Punkte, im Fach "Verkaufsförderung" 44 statt  30, im Fach "Werbung" 42 
statt  18  und im Fach  "Distribution"  34 statt  31).  Jedenfalls  ergebe sich, 
dass seine Leistungen offensichtlich unterbewertet worden seien. Die Prü-
fungen seien durch zwei unabhängige Experten neu zu korrigieren.

C. Mit Stellungnahme vom 19. Juni 2006 beantragte das Bundesamt die Ab-
weisung der Beschwerde. Zur Begründung führte es aus, es gehe aus dem 
Bewertungsraster  zwar  nicht  klar  hervor,  ob ein  oder  zwei  Experten  die 
Prüfung beurteilt hätten. Doch selbst wenn bloss ein Experte korrigiert hät-
te, wäre dieser Formmangel durch die nachfolgenden Stellungnahmen im 
Rahmen des Beschwerdeverfahrens geheilt worden. Entgegen der Ansicht 
des Beschwerdeführers ändere die Berücksichtigung der zwei zusätzlichen 
Punkte im Fach "Marketingforschung" nichts  an der ungenügenden Note 
von 2.5. Das fragliche Privatgutachten von Herrn E._______ sei durchaus 
beweismässig  gewürdigt  worden.  Willkür  in  der  Bewertung  könne weder 
dem  Bundesamt  noch  der  Prüfungskommission  vorgeworfen  werden. 
Ebenso  wenig  sei  ein  allfälliges  Fehlen  bzw.  eine  Nichtherausgabe  von 
Musterlösungen willkürlich. Nicht verständlich sei, wenn der Beschwerde-
führer nun in der Beschwerdeschrift vor der REKO/EVD Anträge stelle, die 
er im erstinstanzlichen Verfahren zurückgezogen bzw. reduziert habe. Im 
Übrigen werde auf den Inhalt des angefochtenen Entscheides verwiesen.

D. Am 5. Juli  2006 liess sich die Prüfungskommission zur Beschwerde vom 
11. Mai 2006 vernehmen, indem sie ihrer Eingabe die Stellungnahmen der 
Experten in den vier  beanstandeten Fächern beilegte.  Der Fachvorstand 
"Marketingforschung" führte am 2. Juni  2006 aus,  die Prüfung sei  regle-
mentskonform von zwei Experten korrigiert worden. Das Notenblatt werde 
nur von einem Experten unterzeichnet. Dem Beschwerdeführer seien zwei 
zusätzliche  Punkte  bereits  zuerkannt  worden,  ebenso  sei  das  im  Be-
schwerdeverfahren veränderte "Gutachten" von Herrn E._______ beweis-
mässig berücksichtigt worden. Zudem würden die Lösungsraster mit Kor-
rekturschema eingereicht, woraus sich die Benotung im Einzelnen ergebe. 
Von Willkür könne keine Rede sein. Eine detaillierte Nachkorrektur ergebe 
keine Änderung der Benotung, selbst wenn sämtliche Einwände von Herrn 
E._______ (und zwei weitere zusätzliche Punkte für den Beschwerdefüh-
rer im Fach "Marketingforschung") berücksichtigt würden. Auch die beiden 
Experten  im  Prüfungsfach  "Verkaufsförderung"  (gemäss  Schreiben  vom 
14.  Juni  2006),  der  Fachvorstand  "Werbung"  (mit  Schreiben  vom 3. Juli 

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2007 [recte: 2006]) sowie der Experte im Fach "Distribution" (mit Schrei-
ben vom 15. Juni 2006) hielten an der bisherigen Benotung fest.

E. Mit Eingaben vom 31. August und vom 23. September 2006, welche dem 
Beschwerdeführer zur Kenntnis gebracht wurden, nahm die Prüfungskom-
mission zu verschiedenen Fragen der REKO/EVD Stellung.

F. Am 30.  Januar  2007 gab das Bundesverwaltungsgericht  die Übernahme 
des Verfahrens bekannt.

Auf die dargelegten und weitere Vorbringen wird, soweit sie rechtserheb-
lich sind, in den Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Ob die Prozessvoraussetzungen vorliegen und auf eine Beschwerde ein-
zutreten ist, hat die entscheidende Instanz von Amtes wegen und mit freier 
Kognition  zu  prüfen  (vgl.  BGE  130  II  65  E.  1;  ULRICH HÄFELIN/GEORG 
MÜLLER/FELIX UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 5. Aufl., Zürich 2006, 
Rz. 1635;  FRITZ GYGI,  Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1983, 
S. 73 mit Hinweisen).

1.1 Der Entscheid des Bundesamtes vom 11. April  2006, mit welchem die Be-
schwerde gegen die Verweigerung der Erteilung des eidgenössischen Fach-
ausweises "Marketingplaner" abgewiesen wurde, stellt eine Verfügung nach 
Art. 5 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwal-
tungsverfahren dar (VwVG, SR 172.021). Diese Verfügung wurde am 11. Mai 
2006  bei  der  REKO/EVD angefochten,  welche  vor  dem Inkrafttreten  des 
Bundesgesetzes  vom  17.  Juni  2005  über  das  Bundesverwaltungsgericht 
(Verwaltungsgerichtsgesetz, VGG, SR 173.32) am 1. Januar 2007 (vgl. AS 
2006 1069) zur Beurteilung der Streitsache sachlich und funktionell zustän-
dig war (vgl. Art. 61 Abs. 1 Bst. c Ziff. 1 des Bundesgesetzes vom 13. De-
zember 2002 über die Berufsbildung, BBG, SR 412.10, aufgehoben gemäss 
Ziff. 35 des Anhangs zum VGG).

Das Bundesverwaltungsgericht, das gemäss Art. 31 VGG als Beschwerde-
instanz Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG beurteilt,  ist 
nach Art. 53 Abs. 2 VGG (i. V. m. Art. 33 Bst. d VGG) für die Behandlung 
der  vorliegenden  Streitsache  zuständig,  zumal  keine  Ausnahme  nach 
Art. 32 VGG greift.

Der Beschwerdeführer hat am Verfahren vor dem Bundesamt teilgenom-
men und ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt. Er hat 
zudem ein als schutzwürdig anzuerkennendes Interesse an deren Aufhe-
bung  oder  Änderung,  weshalb  er  zur  Beschwerde  legitimiert  ist  (Art.  48 
Abs. 1 VwVG). Eingabefrist und -form sind gewahrt (Art. 50 und 52 Abs. 1 
VwVG)  und  die  übrigen  Sachurteilsvoraussetzungen  liegen  ebenfalls  vor 
(vgl. Art. 46 ff. VwVG).

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Auf die Beschwerde ist daher einzutreten, soweit die Aufhebung des ange-
fochtenen Entscheids und eine Korrektur der Prüfung durch zwei unabhän-
gige Experten beantragt werden.

1.2 Der  Beschwerdeführer  stellt  zusätzlich  den  Antrag  (Ziffer  4  seiner  Be-
schwerde),  die Noten in  den Fächern  "Marketingforschung"  (von 2.5 auf 
5.0),  "Verkaufsförderung" (von 3.5 auf  4.5),  "Werbung" (von 2.5 auf  4.5) 
und "Distribution" (von 3.5 auf 4.0) seien deutlich nach oben zu korrigie-
ren.  Damit  ficht er einzelne Fachnoten an, indem er seine "Anträge" be-
züglich  der  Anhebung diverser  Punktzahlen  und  Noten (Ziffer  4  der  Be-
schwerde vom 11. Mai 2006) als selbständige Rechtsbegehren aufzufas-
sen scheint.

Diese  Sichtweise  widerspricht  der  herrschenden  Auffassung.  Lehre  und 
Praxis  gehen mehrheitlich  davon aus,  dass  einzelne  Fachnoten  nur  Be-
gründungselemente darstellen, die letztlich zur Gesamtbeurteilung führen, 
weshalb auch nur das Prüfungsergebnis (d. h. die Nichterteilung eines Dip-
loms) als Streitgegenstand aufzufassen ist. Da die einzelnen Prüfungsno-
ten kein Rechtsverhältnis regeln und infolgedessen für sich allein betrach-
tet auch keinen selbständigen Streitgegenstand zu bilden vermögen, kön-
nen sie nicht als Entscheid betrachtet  werden; sie gehören grundsätzlich 
nicht  zum  Streitgegenstand  und  nehmen  auch  nicht  an  der  formellen 
Rechtskraft teil (REKO/EVD 95/4K-037 E. 3.2.1, publiziert in: VPB 61.31, 
mit Verweis auf BGE 113 V 159 E. 1c; 110 V 48 E. 3c).  Daher wird die 
selbständige Anfechtbarkeit von Einzelnoten grundsätzlich verneint (MARTIN 
AUBERT, Bildungsrechtliche Leistungsbeurteilungen im Verwaltungsprozess, 
Diss. Bern 1997, S. 31 ff., 73;  WERNER SCHNYDER, Rechtsfragen der berufli-
chen  Weiterbildung  in  der  Schweiz,  Zürich,  1999,  Rz.  234;  REKO/EVD 
99/JC-003).  Eine Anfechtung wird  nur  insofern  als  zulässig  erachtet,  als 
damit  gleichzeitig  eine  Änderung  im  Dispositiv  bewirkt  werden  kann 
(REKO/EVD  95/4K-037  E.  3.1.1  und  E.  3.2.1,  a. a. O.,  mit  Verweis  auf 
GYGI, a. a. O., S. 154). Ausnahmsweise können einzelne Noten dann einen 
selbständigen Streitgegenstand bilden, wenn an ihre Höhe direkt bestimmte 
Rechtsfragen geknüpft sind, beispielsweise die Möglichkeit, bestimmte zu-
sätzliche Kurse oder Weiterbildungen zu absolvieren oder besondere Qua-
lifikationen zu erwerben, oder wenn sich die Noten später als Erfahrungs-
noten in weiteren Prüfungen auswirken (vgl. BGE 2P.177/2002 vom 7. No-
vember  2002  E.  5.2.2;  AUBERT,  a. a. O.,  S. 31 f.,  74  f.  mit  Hinweisen; 
HERBERT PLOTKE, Schweizerisches Schulrecht, Bern/Stuttgart/Wien 2003, S. 
713 f.;  SCHNYDER, a. a. O., Rz. 236 und 292). Eine solche Konstellation ist 
nicht gegeben, denn die einzelnen Teilnoten bewirken, soweit ersichtlich, 
keine direkte Veränderung der Rechtsstellung des Beschwerdeführers. Die 
Notengebung  bildet  damit  lediglich  ein  Begründungselement  –  die  Stel-
lungnahme der jeweiligen Examinatoren im jeweiligen Prüfungsfach – des 
Bewertungsprozesses,  welcher  zum  Bestehen  oder  Nichtbestehen  der 
Prüfung führt. Der einzelnen Note fehlt deshalb vorliegend der Charakter 
eines selbständigen Verwaltungsaktes.

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Wie zu zeigen ist (vgl. E. 4), würde eine Anhebung der Noten in den vier 
als  ungenügend bewerteten Fächern  "Marketingforschung",  "Verkaufsför-
derung",  "Werbung" und "Distribution" dem Beschwerdeführer das Beste-
hen der Prüfung ermöglichen. Auf dessen Anträge, die Noten in besagten 
Fächern zu erhöhen, ist daher nicht im Sinne selbständiger Rechtsbegeh-
ren einzutreten (vgl.  REKO/EVD 95/4K-037 E.  3.2.1,  a.  a.  O.).  Vielmehr 
sind diese Begehren bei der materiellen Fallbeurteilung zu behandeln.

2. Gemäss den Art. 26 ff. des BBG ist die höhere Berufsbildung weitgehend 
Sache der zuständigen Organisationen der Arbeitswelt.  Diese regeln die 
Zulassungsbedingungen,  Lerninhalte,  Qualifikationsverfahren,  Ausweise 
und Titel (vgl. Art. 28 Abs. 2 BBG). Sie berücksichtigen dabei die anschlie-
ssenden  Bildungsgänge.  Die  Vorschriften  unterliegen  der  Genehmigung 
durch das Bundesamt (vgl. Art. 27 und 28 BBG). Bereits nach dem alten 
Bundesgesetz vom 19. April 1978 über die Berufsbildung (aBBG, AS 1979 
1687, 1985 660, 1987 600, 1991 857, 1992 288 2521, 1996 2588,  1998 
1822, 1999 2374, 2003 187), das per 1. Januar 2004 durch das vorange-
hend zitierte heute geltende BBG abgelöst wurde, konnten die Berufsver-
bände vom Bund anerkannte Berufsprüfungen und höhere Fachprüfungen 
veranstalten (Art. 51 Abs. 1 aBBG und Art. 44 Abs. 1 der damals geltenden, 
am 1. Januar 2004 durch die Verordnung vom 19. November 2003 über die 
Berufsbildung [BBV, SR 412.101] abgelösten, alten Verordnung vom 7. No-
vember 1979 über die Berufsbildung [aBBV, AS 1979 1712, 1985 670, 1993 
7, 1996 208, 1998 1822, 2001 979]). Sie hatten darüber ein Reglement auf-
zustellen, das der Genehmigung des Eidgenössischen Volkswirtschaftsde-
partements bedurfte (Art. 51 Abs. 2 aBBG und Art. 45 aBBV). 

Gestützt auf die - damals geltenden - Delegationsbestimmungen des aBBG 
haben  der  Schweizerische  Marketing  Club  (SMC),  der  Schweizerische 
Kaufmännische  Verband  (SKV),  der  Zentralverband  Schweizerischer  Ar-
beitgeber Organisationen (ZSAO) und die Gesellschaft für Marketing (GfM) 
das Prüfungsreglement (Ausgabe 1996) zur Berufsprüfung für Marketing-
planer/Marketingplanerin  mit  eidgenössischem  Fachausweis  (Reglement; 
vgl. BBl 1994 I 486) erlassen, welches am 28. März 1994 vom Eidgenössi-
schen Volkswirtschaftsdepartement genehmigt wurde.

Gemäss diesem Reglement bezweckt die Berufsprüfung für Marketingpla-
ner  jenen Kandidaten  aufgrund  einer  Spezialprüfung einen Fachausweis 
auszustellen,  welche  sich  im  Marketingbereich  in  Praxis  und  Theorie 
gründliche  Kenntnisse  erworben  haben.  Im  Weiteren  soll  der  Wirtschaft 
die Auswahl fachlich ausgewiesener Spezialisten des Marketings erleich-
tert  werden  (Art.  2  Reglement).  Für  die  Durchführung  der  Prüfung  wird 
eine  Prüfungskommission  aus  Vertretern  der  einzelnen  Trägerverbände 
gewählt  (Art. 4  Reglement).  Sie  stellt  unter  anderem  Richtlinien  für  die 
Durchführung auf, setzt den Zeitpunkt sowie den Ort der Prüfung fest und 
stellt das Prüfungsprogramm auf. Zudem entscheidet sie über das Beste-
hen der Prüfung und behandelt die Beschwerden, welche vom Bundesamt 
an die Prüfungskommission zur Stellungnahme geleitet werden (Art. 5 Re-
glement).  Es werden sowohl schriftliche ("Marketingkonzept",  "Marketing-

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forschung",  "Verkauf",  "Verkaufsförderung",  "Werbung", "Distribution" und 
"Finanzen, Rechnungswesen, Controlling") als auch mündliche Prüfungen 
("Grundlagen  des  Marketing",  "Werbung  und  Verkaufsförderung"  sowie 
"Public  Relations")  durchgeführt  (Art. 17  Reglement).  Die  Abnahme  der 
mündlichen Prüfungen wie auch die Beurteilung der schriftlichen Arbeiten 
hat durch zwei Experten zu erfolgen (Art. 16 Reglement). Die Leistungen 
werden mit Noten von 6 bis 1 bewertet, wobei die Noten 4 und höhere ge-
nügende und Noten unter 4 ungenügende Leistungen bezeichnen. Andere 
als  halbe  Zwischennoten  sind  nicht  zulässig  (Art. 19  Reglement).  Die 
Schlussnote  ergibt  sich  durch die  Division  der  Summe der  Noten durch 
zehn  (Anzahl  Prüfungsfächer).  Sie  ist  auf  eine  Dezimalstelle  zu  runden 
(Art. 20 Reglement). Die Prüfung gilt als bestanden, wenn die Schlussnote 
mindestens 4.0 beträgt, nicht mehr als zwei der zehn Fachnoten unter 4.0 
liegen und keine der Fachnoten unter  3.0 liegt  (Art. 23 Reglement).  Wer 
die Prüfung bestanden hat,  erhält  den eidgenössischen Fachausweis als 
Marketingplaner (Art. 25 Reglement).

3. Nach Art. 49 VwVG (i. V. m. Art. 37 VGG) kann mit der Beschwerde ans 
Bundesverwaltungsgericht die Verletzung von Bundesrecht, einschliesslich 
Überschreitung oder  Missbrauch  des  Ermessens,  unrichtige  oder  unvoll-
ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes sowie Unange-
messenheit der angefochtenen Verfügung gerügt werden.

3.1 Bei der Überprüfung von Examensleistungen auferlegte sich seinerzeit die 
REKO/EVD entsprechend  der  Praxis  des  Bundesrates  (VPB 62.62 E.  3; 
56.16 E. 2.1), des Bundesgerichts (BGE 121 I 225 E. 4b; 118 Ia 488 E. 4c; 
106 Ia 1 E. 3c) sowie anderer verwaltungsunabhängiger Rekurskommissi-
onen (VPB 66.62 E. 4) Zurückhaltung, indem sie in Fragen, die seitens der 
Verwaltungsjustizbehörden  naturgemäss  schwer  überprüfbar  sind,  nicht 
ohne Not  von der  Beurteilung der  erstinstanzlichen  Prüfungsorgane und 
Experten abwich. Begründet wurde dies mit dem Argument, der Rechtsmit-
telbehörde seien zumeist  nicht  alle  massgebenden  Faktoren  der  Bewer-
tung bekannt, weshalb es ihr in der Regel nicht möglich sei, sich ein zuver-
lässiges Bild über die Gesamtheit der Leistungen des Beschwerdeführers 
in  der  Prüfung  und  der  Leistungen  der  übrigen  Kandidaten  zu  machen. 
Überdies hätten Prüfungen häufig Spezialgebiete zum Gegenstand, in de-
nen die Rechtsmittelbehörde über keine eigenen Fachkenntnisse verfügt. 
Eine freie Überprüfung der Examensbewertung würde zudem die Gefahr 
von Ungerechtigkeiten und Ungleichheiten gegenüber anderen Kandidaten 
in sich bergen. Daher habe sich die Auffassung durchgesetzt, dass die Be-
wertung  von  schulischen  Leistungen  oder  Prüfungsleistungen  von  der 
Rechtsmittelbehörde nicht frei, sondern nur mit Zurückhaltung zu überprü-
fen sei, da diese Fragen von den Verwaltungsjustizbehörden naturgemäss 
nur schwer überprüfbar seien (vgl. BGE 131 I 467 E. 3.1, 121 I 225 E. 4b, 
118 Ia 488 E. 4c; zum Ganzen auch: MAX IMBODEN/RENÉ RHINOW, Schweizeri-
sche  Verwaltungsrechtsprechung,  Bd.  I,  5. Auflage,  Nr. 66 B II a,  d  und 
B V a, Nr. 67 B III c). Dies stelle rechtsprechungsgemäss keinen Verstoss 
gegen den Grundsatz der Rechtsgleichheit gemäss Art. 8 der Bundesver-
fassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, 

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SR 101) dar (BGE 106 Ia 1 E. 3c, 99 Ia 586 E. 1c).

In einem Beschwerdeverfahren nehmen die Examinatoren, deren Notenbe-
wertung  beanstandet  wird,  im Rahmen der  Beschwerdeantwort  der  Prü-
fungskommission Stellung (vgl. Art. 57 Abs. 1 VwVG). In der Regel über-
prüfen sie bei dieser Gelegenheit ihre Bewertungen nochmals und geben 
bekannt, ob sie eine Korrektur als gerechtfertigt  erachten oder nicht. So-
lange konkrete Hinweise auf Befangenheit fehlen und die Beurteilung nicht 
als fehlerhaft oder völlig unangemessen erscheint, war nach der Praxis der 
REKO/EVD auf die Meinung der Examinatoren abzustellen. Vorausgesetzt 
wurde  aber,  dass  die  Stellungnahme insofern  vollständig  war,  als  darin 
substantiierte  Rügen  des  Beschwerdeführers  beantwortet  wurden,  und 
dass die Auffassung der Examinatoren, insbesondere soweit sie von derje-
nigen  des  Beschwerdeführers  abwich,  nachvollziehbar  und  einleuchtend 
war (REKO/EVD 95/4K-014 E. 7.2, publiziert in: VPB 61.32).

3.2 Es sind keine Gründe ersichtlich, von dieser Praxis abzuweichen. Insofern 
hat sich auch das Bundesverwaltungsgericht bei der Überprüfung von Exa-
mensleistungen im oberwähnten Rahmen Zurückhaltung aufzuerlegen (vgl. 
dazu B-2202/2006 E. 3) Eine solche rechtfertigt sich allerdings nur bei der 
Bewertung  von  Prüfungsleistungen.  Ist  dagegen  die  Auslegung  und  die 
Anwendung von Rechtsvorschriften streitig oder werden Verfahrensmängel 
im Prüfungsablauf gerügt, hat die angerufene Rechtsmittelbehörde die er-
hobenen Einwendungen mit freier Kognition zu prüfen, andernfalls begeht 
sie eine formelle Rechtsverweigerung (vgl. BGE 106 Ia 1 E. 3c; VPB 56.16 
E. 2.2;  RENÉ RHINOW/  BEAT KRÄHENMANN,  Schweizerische  Verwaltungsrecht-
sprechung,  Ergänzungsband,  Basel  1990,  Nr.  80  B I  f).  Ein Verfahrens-
mangel  oder  eine  Reglementswidrigkeit  im  Prüfungsablauf  gilt  aber  nur 
dann als Beschwerdegrund im Sinne des Verwaltungsverfahrensgesetzes 
(Art. 49 Bst. a VwVG),  der es rechtfertigt,  die Beschwerde gutzuheissen, 
wenn Anhaltspunkte dafür bestehen, dass er das Prüfungsergebnis mögli-
cherweise ungünstig beeinflusst hat (VPB 56.16 E. 4, 45.43 E. 3).

4. Der  Gesamtdurchschnitt  des  Beschwerdeführers  betrug  3.8.  Seine  Leis-
tungen  wurden  in  den  Prüfungsfächern  "Marketingforschung"  und  "Wer-
bung"  je  mit  der  Note  2.5  und  in  den  Fächern  "Verkaufsförderung"  und 
"Distribution" je mit der Note 3.5 bewertet. Gestützt auf diese ungenügen-
den  Noten  sowie  auf  Grund  des  Gesamtdurchschnitts  verfügte  die  Prü-
fungskommission, er habe die Berufsprüfung nicht bestanden (vgl. Art. 23 
i. V. m.  Art. 21  Reglement).  Im  Beschwerdeentscheid  des  Bundesamtes 
wurde einzig im Fach "Marketingforschung" die erreichte Punktzahl erhöht, 
was keine Veränderung der ungenügenden Note 2.5 zur Folge hatte. Der 
Beschwerdeführer verlangt im vorliegenden Beschwerdeverfahren die Er-
höhung der  obenerwähnten Noten auf  5.0 ("Marketingforschung"),  je 4.5 
("Verkaufsförderung" und "Werbung") sowie 4.0 ("Distribution"). Mit der be-
antragten  Erhöhung  der  Note  in  diesen  Fächern  würde  er  im  Gesamt-
durchschnitt eine genügende Schlussnote erreichen.

10

Der Beschwerdeführer macht in erster Linie diverse Verfahrensmängel gel-
tend. Diese Rügen sind vorab und mit freier Kognition zu prüfen (vgl. oben 
E. 3.2). Zur Hauptsache beziehen sie sich auf das Prüfungsfach "Marke-
tingforschung", teilweise auch auf die übrigen Prüfungsfächer, in welchen 
der Beschwerdeführer eine ungenügende Note erreichte.

4.1 Der  Beschwerdeführer  bringt  vor,  die  schriftlichen  Prüfungsarbeiten,  in 
welchen er ungenügende Noten erhalten habe, seien nicht wie in Art. 16 
des Prüfungsreglements vorgesehen von zwei,  sondern bloss von einem 
Experten korrigiert worden. In der Tat wurden die Notenblätter der schriftli-
chen Prüfungsarbeiten nur von einem Experten unterzeichnet.

4.1.1 Im Fach "Marketingforschung" wurde im Rahmen des vorinstanzlichen Be-
schwerdeverfahrens   neben  der  bereits  vorhandenen  des  Erstexperten 
eine  zusätzliche  Stellungnahme  des  Fachvorstands  (Hr.  Dvorak;  vom 
15. Juni 2004 [recte: 2005]) eingereicht. Eine Bewertung durch einen wei-
teren Experten liegt also bereits damit vor. Abgesehen davon gab die Erst-
instanz mit  Eingabe vom 23. September 2006 neben dem bereits  vorher 
bekannten Namen des Erstexpertenauch jenen des Zweitexperten an, wo-
mit erwiesen ist, dass – in Übereinstimmung mit dem Prüfungsreglement - 
zwei Experten die Arbeit des Beschwerdeführers beurteilten. Unabhängig 
davon legte der Fachvorstand mit  Eingabe vom 2.  Juni  2006  allgemein 
das Korrekturprozedere dar: Der Erstexperte korrigiert die Prüfung und er-
stellt ein Notenblatt, der Zweitexperte ebenso. Beide korrigieren unabhän-
gig  voneinander.  Erst  danach werden  die  Noten  miteinander  verglichen. 
Bei gravierenden Unterschieden in der Notengebung wird der Fall bespro-
chen, allenfalls kommt ein dritter Experte hinzu. Ansonsten wird das No-
tenprofil definitiv. Das Notenblatt wird alsdann nur vom Erstexperten unter-
zeichnet.  Insoweit  ist  dieses Vorgehen nicht  reglementswidrig,  denn das 
Prüfungsreglement  schreibt  lediglich  vor,  das zwei  Experten die Prüfung 
zu korrigieren haben, nicht aber, dass das Notenblatt beidseitig zu unter-
schreiben wäre.  Nachweislich  haben im Fach "Marketingforschung"  zwei 
Experten die Prüfung des Beschwerdeführers  korrigiert. Eine Reglements-
verletzung liegt damit nicht vor. 

4.1.2 Sinngemäss  dasselbe  gilt  bezüglich  der  übrigen  Fächer,  in  welchen  die 
Leistungen  des  Beschwerdeführers  ungenügend  benotet  wurden.  Auch 
hier ist nicht ersichtlich, inwieweit eine reglementswidrige Korrektur vorlie-
gen sollte, da dasselbe Notengebungsprozedere wie im Fach "Marketing-
forschung" - zwei Experten korrigieren vorerst unabhängig voneinander die 
Prüfung, um sich alsdann über die Notengebung zu einigen, wobei nur der 
Erstexperte  das  Notenblatt  unterzeichnet  -  zur  Anwendung gelangte.  So 
haben  im  Fach  "Verkaufsförderung"  beide  Experten  die  Nachkorrektur 
durchgeführt,  im Fach "Werbung" liegt neben der Erststellungnahme (un-
terzeichnet  von der Expertin)  eine Stellungnahme des Fachvorstands (in 
diesem Sinne wiederum eines Zweitexperten) vor, einzig im Fach "Distri-
bution" ist aus den Akten nur der Name des Erstexperten ersichtlich. Offen 
bleibt, ob im Fach "Distribution" ein Zweitexperte ebenfalls korrigierte und 
benotete.  Wäre  dies  nicht  der  Fall,  läge  eine  Reglementswidrigkeit  vor. 

11

Diese Frage kann offen  gelassen werden.  Selbst  wenn ein Formmangel 
vorliegen würde,  müsste die Beschwerde abgewiesen werden.  Denn der 
Beschwerdeführer hätte auch ohne Berücksichtigung des Faches "Distribu-
tion" schon drei ungenügende Einzelnoten (wovon mindestens eine unter 
3.0 [dazu E. 4.2.3]) und eine ungenügende Schlussnote erreicht, womit er 
die Prüfung offensichtlich nicht bestanden hätte (vgl. oben E. 2).

4.2 Der Beschwerdeführer macht geltend, im vorinstanzlichen Entscheid seien 
im Fach "Marketingforschung" zwei zusätzliche Punkte nicht berücksichtigt 
worden.  Hierzu ist auszuführen,  dass wie erwähnt,  bereits in jenem Ver-
fahrensabschnitt die ursprünglich erreichte Punktzahl von 16 auf 17 erhöht 
wurde, da die Nichterteilung eines Punktes nicht nachvollziehbar erschien. 
Selbst  wenn  laut  Stellungnahme  des  zuständigen  Fachvorstands  vom 
23. November 2005 maximal zwei Punkte (nach durch den Fachvorstand 
erfolgter Prüfung der Stellungnahme des Privatgutachters Hr. E._______) 
zusätzlich hätten erteilt werden können, wäre es laut Raster mit 19 Punk-
ten bei der ungenügenden Note 2.5 geblieben.

4.3 Der  Beschwerdeführer  bringt  sodann  vor,  die  Vorinstanz  habe  die  Stel-
lungnahme  des  Privatgutachters  E._______  beweismässig  nicht  gewür-
digt. Dem ist entgegenzuhalten, dass dieses Schriftstück sowohl im ange-
fochtenen  Beschwerdeentscheid  wie  zuvor  in  der  Stellungnahme  des 
Fachvorstands "Marketingforschung" (vom 15. Juni 2004 [recte: 2005] und 
zusätzlich  in  den  Stellungnahmen  vom  23.  November  2005  sowie  vom 
2. Juni 2006) berücksichtigt wurde. Es wurde – wie nachfolgend (E. 5.7) zu 
zeigen ist – detailliert darauf eingegangen und es erfolgte eine eingehende 
Auseinandersetzung  mit  den  vorgebrachten  Argumenten  und  eine  ab-
schliessende Würdigung derselben.  Eine seitens des Beschwerdeführers 
implizit  geltend gemachte  Verletzung des rechtlichen Gehörs  bzw.  eines 
Teilgehalts desselben (Begründungspflicht;  BGE 111 Ia 1 E. 2a) ist auch 
ansatzweise nicht ersichtlich. Die Rüge ist offensichtlich unbegründet.

4.4 Zu der in der Beschwerde allgemein beanstandeten Frage 7 im Prüfungs-
fach "Marketingforschung" (die Fragestellung sei "qualitativ schlecht") wur-
de sowohl  seitens  der  Vorinstanz  wie  seitens  des  zuständigen  Fachvor-
stands eingehend und nachvollziehbar Stellung genommen. Die materielle 
Behandlung der Rüge bezüglich der Korrektur  selbst erfolgt weiter unten 
(E. 5.7).

4.5 Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass die Erstinstanz sowohl Lösungs-
raster  wie  Bewertungsschema  einreichte.  Ebenso  wurden  die  einzelnen 
Prüfungsfragen,  die  jeweiligen  Antworten  des  Beschwerdeführers  sowie 
die im vorinstanzlichen und im vorliegenden Beschwerdeverfahren einge-
reichten Stellungnahmen der Experten zur Benotung (mit teilweise zweifa-
cher  Nachkontrolle)  mitsamt  den  richtigen  Antworten  ediert.  Von  Willkür 
oder Verweigerung der Akteneinsicht im Rahmen das Anspruchs auf recht-
liches Gehör kann keine Rede sein.

12

5. Der Beschwerdeführer rügt in materieller Hinsicht,  seine Prüfungsleistun-
gen  seien  in  den  Fächern  "Marketingforschung",  "Verkaufsförderung", 
"Werbung"  und  "Distribution"  generell  unterbewertet  worden.  Diese  Vor-
bringen sind vom Bundesverwaltungsgericht mit eingeschränkter Kognition 
auf  ihre Begründetheit  hin  zu prüfen (vgl.  E.  3.1).  Vorab ist  zu untersu-
chen,  ob  die  Bewertung  der  Prüfungsleistungen  des  Beschwerdeführers 
durch die Erstinstanz im Fach "Marketingforschung" vor dem Gesetz stand 
hält.

5.1 In  Aufgabe  2  wurde  nach  der  Definition  und  Einordnung  verschiedener 
Skalenbegriffe gefragt. Der Beschwerdeführer macht geltend, die Aufgabe 
sei nicht reglementskonform, Skalenbegriffe gehörten nicht zum Prüfungs-
stoff. Der Fachvorstand führt in seinen Stellungnahmen vom 15. Juni 2004 
(recte: 2005), vom 2. Juni 2006 und vom 23. September 2006 hiezu aus, 
Skalenbegriffe  gehörten zu den "Grundbegriffen der Marketingforschung" 
(Ziffer 4.2 der Wegleitung zur Marketingplaner-Prüfung). Die Rüge des Be-
schwerdeführers ist mit voller Kognition zu prüfen (vgl.  oben E. 3.2).  Die 
vorerwähnte Aussage des Fachvorstandes ist  einleuchtend. Es geht dar-
um, dass die erhobenen Daten in eine sinnvolle und für die Statistik ver-
wendbare Form gebracht  werden.  Dies geschieht  mittels Einordnung der 
Daten in eine Wichtigkeitsrangliste im Hinblick auf  das jeweilige Ziel  der 
Marketingforschung.  Auch  für  Laien  ist  einsichtig,  dass  derartiges  zum 
grundsätzlichen Wissen in diesem Themenbereich gehört. Dass das Stel-
len der beanstandeten Frage  eine Reglementswidrigkeit darstellen soll, ist 
somit nicht nachvollziehbar. Da nur eine der Skalen richtig erkannt wurde, 
erhielt  der  Beschwerdeführer  zu  Recht  auch  nur  einen  Punkt  (von  vier 
möglichen).

5.2 Bei  Aufgabe  4b wurde  nach einer  graphischen  Darstellung  von Klassen 
gefragt. Diese waren in Aufgabe 4a anhand einer Tagesumsatzliste zu bil-
den. Die vom Beschwerdeführer dargestellte Graphik beschränkte sich da-
rauf,  die schon in der Aufgabenstellung vorgegebenen Umsätze pro Wo-
che  wiederzugeben.  Danach  war  indessen  nicht  gefragt  und  selbst  die 
Achsenbezeichnungen sind unrichtig.  Zurecht  erhielt  der Beschwerdefüh-
rer für seine Lösung daher keine Punkte.

5.3 Bei Aufgabe 5a waren vier sog. Programmfragen zu beantworten. Hinter-
grund bildet die Frage eines Kunden (Hauptfrage), inwieweit eine bestimm-
te  Werbekampagne  von  der  gewünschten  Zielgruppe  verstanden  wird. 
Nachvollziehbar führte der Fachvorstand aus, weshalb bloss eine der vom 
Beschwerdeführer  gegebenen Antworten korrekt  bzw.  zur Schaffung des 
vom Kunden gewollten Informationsbedarfs geeignet ist. Der Beschwerde-
führer erhielt einen von vier möglichen Punkten. Auch bei dieser Aufgabe 
ist im Lichte der zurückhaltenden Überprüfung von Examensbewertungen 
(vgl. oben E. 3.2) die Punkteverteilung durch die Experten nicht zu bean-
standen.

13

5.4 In Aufgabe 5b schlug der Kunde vor, eine sog. Gruppendiskussion durch-
zuführen,  um  damit  das  in  der  Hauptfrage  erwähnte  Ziel  der  Marktfor-
schung zu erreichen. Nicht gefragt wurde indessen nach der allgemeinen 
Definition des Begriffs "Gruppendiskussion". Da aus der Antwort des Be-
schwerdeführers keinerlei Bezug zur eigentlichen Fragestellung ersichtlich 
ist, erscheint die von den Examinatoren und vom Fachvorstand vertretene 
Bewertung mit null Punkten einleuchtend und korrekt.

5.5 In Aufgabe 5c waren vier Arten von systematischen Fehlern mit jeweiligen 
Beispielen zu nennen. Vom Beschwerdeführer wurden nur drei systemati-
sche Fehler beschrieben, auch nannte er keine konkreten Beispiele. Dass 
er nur drei von acht möglichen Punkten für seine Lösung erhielt, ist damit 
nicht zu beanstanden. Der "Umlautfehler", welchen der Beschwerdeführer 
bei einer dieser vier Fehlerumschreibungen gemacht haben will,  ist nicht 
entscheidend dafür, ob die Antwort als falsch oder richtig bewertet wurde. 
Massgebend war, ob ein Beispiel  für den beschriebenen Fehler  genannt 
wurde. Das war hier nicht der Fall. In diesem Sinne ist die Ausführung der 
Vorinstanz  im  Beschwerdeentscheid  vom  11.  April  2006,  es  liege  kein 
nachvollziehbarer  Punkteabzug  durch  die  Erstinstanz  vor,  nicht  korrekt. 
Demnach ist die Bewertung durch die Vorinstanz nicht zu beanstanden.

5.6 Bei Aufgabe 6 wurde – ausgehend vom Steckbrief der Reichweitenstudie 
für Presse und Kinos in der Schweiz MACH Basic - danach gefragt, was 
eine  Grundgesamtheit  im  Allgemeinen  sei.  Der  Beschwerdeführer  um-
schrieb  in  seiner  Antwort  lediglich  in  kurzen  Worten  die  (spezifische) 
Grundgesamtheit laut der beigelegten Studie MACH Basic. Danach war in-
dessen nicht gefragt. Dass dafür keine Punkte vergeben wurden, ist nicht 
zu beanstanden.

5.7 Bei Frage 7 lautete die Aufgabenstellung wie folgt: Studieren eines beige-
legten Fragebogens zu einer Markterhebung, anschliessend Angabe, wel-
che der in der Aufgabe weiter unten zur Auswahl stehenden Aussagen A 
bis I auf diesen Fragebogen zutreffen oder nicht ("wahr" oder "falsch"). Der 
Beschwerdeführer  behauptet,  es  sei  aus  der  Aufgabenstellung  nicht  er-
sichtlich,  ob  man  die  Antworten  in  den  vorgedruckten  Raster  schreiben 
dürfe oder nicht. Dies verursache eine unnötige Verunsicherung und führe 
zu Fehlinterpretationen. Ausserdem seien zwei seiner Antworten nicht be-
wertet worden. Der zuständige Fachvorstand führt hiezu aus, eine Verunsi-
cherung der Kandidaten durch die Aufgabenstellung sei nicht nachvollzieh-
bar. Es sei danach gefragt worden, ob die Aussagen A bis I "wahr" oder 
"falsch" wären. Alle Antworten seien bewertet worden.

In der Tat ist nicht einsichtig, wie bei einem Kandidaten eine Verunsiche-
rung wegen der Frage entstehen kann,  ob man die Angabe "wahr"  oder 
"falsch" zu einzelnen Aufgaben nun direkt in den Raster schreibt bzw. ein 
Kreuz bei "wahr" oder "falsch" setzt oder diese Antwort  in anderer Form 
(z.B.  Textform) gibt.  Auch wurden nachweislich sämtliche Antworten des 
Beschwerdeführers  bewertet.  Seitens  des  Fachvorstands  "Marketingfor-
schung"  wurden  mit  Schreiben  vom  23.  November  2005  zwei  der  ur-

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sprünglich allesamt als falsch bewerteten Antworten (E und H) als korrekt 
beurteilt. Daraus resultierten zwei zusätzliche Punkte (18 statt 16). Am un-
genügenden  Notenergebnis  von 2.5  vermochte  dies  indes nichts  zu  än-
dern, denn für die nächsthöhere Note 3.0 sind gemäss Raster mindestens 
21 Punkte notwendig.

Im Rahmen  der  vorgenannten  Stellungnahme des  Fachvorstands  wurde 
detailliert auf die verschiedenen Einwendungen des vom Beschwerdefüh-
rer  angefragten Privatgutachters  E._______ (vgl.  dessen Schreiben vom 
22. Mai 2005 und vom 17. Januar 2006) eingegangen. Es wurde im Einzel-
nen dargelegt,  weshalb  diese Aussagen  inhaltlich  nicht  als  massgebend 
anzusehen  seien.  Eine  fundierte  fachliche  Auseinandersetzung  mit  den 
vorgebrachten  Argumenten  fand  damit  entgegen  der  Ansicht  des  Be-
schwerdeführers statt.

Anzumerken ist, dass die bei Frage 7 angeblich nicht bewerteten Aufgaben 
2 und 5a eigene Fragen sind, die nicht Bestandteil der Frage 7 bilden. Sie 
wurden nachweislich bewertet (vgl. oben E. 5.1 und 5.3).

Damit sind sämtliche Rügen des Beschwerdeführers betreffend Aufgabe 7 
unbegründet.

5.8 Zusammenfassend ist demnach festzuhalten, dass aus den Akten ersicht-
lich ist, zu welchen Themen der Beschwerdeführer im Fach "Marketingfor-
schung" befragt wurde und welche Mängel seine Antworten aufwiesen. Der 
Prüfungsablauf wurde nachvollziehbar und detailliert aufgezeigt und auch 
für  Nicht-Fachleute  wurde überzeugend dargelegt,  weshalb die Experten 
zur jeweiligen Benotung kamen. Es kann keine Rede davon sein, dass die 
Leistungen offensichtlich unterbewertet worden wären bzw. die Benotung 
fehlerhaft oder völlig unangemessen ausgefallen wäre (vorne E. 3.1).

Damit  ist  die  ungenügende  Bewertung  der  Prüfungsleistungen  des  Be-
schwerdeführers im Fach "Marketingforschung" nicht zu beanstanden. Hat 
der Beschwerdeführer in einem Fach eine Note unter 3.0 erzielt, besteht er 
die Prüfung insgesamt nicht (vgl. Art. 23 Reglement; oben E. 2). Damit er-
übrigt es sich, näher auf seine weiteren, die anderen Prüfungsfächer be-
treffenden materiellen Rügen einzugehen. Seine Beschwerde ist somit als 
unbegründet abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist (vgl. vorne E. 1.2).

6. Bei  diesem Prozessausgang sind dem unterliegenden  Beschwerdeführer 
die Verfahrenskosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG, Art. 1 ff. des Re-
glements vom 11. Dezember 2006 über die Kosten und Entschädigungen 
vor dem Bundesverwaltungsgericht, VGKE, SR 173.320.3). Diese sind mit 
dem am 24. Mai 2006 geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 900.-- zu ver-
rechnen. Eine Parteientschädigung ist dem Beschwerdeführer nicht zuzu-
sprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG, Art. 7 Abs. 1 VGKE).

7. Dieser Entscheid kann nicht an das Bundesgericht weitergezogen werden 
(Art. 1 Abs. 2 VGG i. V. m. Art. 83 Bst. t des Bundesgesetzes vom 17. Juni 
2005 über das Bundesgericht, BGG, SR 173.110). Er ist demnach endgül-
tig.

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 900.-- werden dem Beschwerdeführer aufer-
legt und mit dem am 24. Mai 2006 eingegangenen Kostenvorschuss von 
Fr. 900.-- verrechnet.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Dieses Urteil wird eröffnet: 

- dem Beschwerdeführer (eingeschrieben, Beschwerdebeilagen retour)

- der Vorinstanz (Ref-Nr. 122 / trp) (eingeschrieben, Vorakten retour)

und mitgeteilt:

- der Erstinstanz (Akten retour)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Frank Seethaler Daniel Peyer

Versand am: 1. Mai 2007