# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0e5d2467-b53a-5461-92ee-8a2a278eac3e
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-05-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.05.2025 E-2903/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-2903-2025_2025-05-01.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-2903/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 .  M a i  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Gabriela Freihofer, 

mit Zustimmung von Richter Lukas Müller; 

Gerichtsschreiberin Lhazom Pünkang. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am 10. Mai 1976, 

B._______, geboren am 23. Dezember 2009, 

Kosovo,   

beide vertreten durch MLaw Sara Garcia,  

HEKS Rechtsschutz Bundesasylzentren Nordwestschweiz,  

Beschwerdeführende,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Vollzug der Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 14. April 2025 / N (…). 

 

 

 

E-2903/2025 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass die Beschwerdeführenden – kosovarische Staatsangehörige und eth-

nische Roma aus C._______ – eigenen Angaben zufolge Mitte Februar 

2025 ihren Heimatstaat verliessen und am 16. Februar 2025 in die Schweiz 

einreisten, wo sie tags darauf um Asyl nachsuchten, 

dass anlässlich der Personalienaufnahme vom 21. Februar 2025 sowie der 

Anhörungen zu den Asylgründen vom 11. März 2025 und 31. März 2025 

zur Begründung der Asylgesuche im Wesentlichen geltend gemacht 

wurde, die Beschwerdeführenden seien obdachlos in ihrem Heimatstaat, 

der Beschwerdeführer B._______ werde dort durch unbekannte Männer 

bedroht und sie hätten gesundheitliche Probleme, für welche sie in ihrer 

Heimat keine Behandlung erhalten würden, 

dass das SEM die Asylgesuche der Beschwerdeführenden mit Verfügung 

vom 24. April 2025 – gleichentags eröffnet – ablehnte sowie die Wegwei-

sung aus der Schweiz und den Vollzug anordnete, 

dass das SEM zur Begründung im Wesentlichen anführte, ihre Vorbringen 

hielten den Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 

AsylG nicht stand und der Zulässigkeit, Zumutbarkeit und Möglichkeit des 

Wegweisungsvollzuges stünden keine Gründe entgegen, 

dass es hinsichtlich des Vollzuges der Wegweisung insbesondere festhielt, 

die Beschwerdeführenden hätten Zugang zu den notwendigen Medika-

menten und Behandlungen in ihrem Heimatstaat, welche im Übrigen über 

ein gutes und funktionierendes Gesundheitssystem verfüge, 

dass zudem entgegen der Behauptung der Beschwerdeführenden davon 

auszugehen sei, sie würden in der Stadt C._______ über ein soziales Netz-

werk verfügen, zumal sie bereits über zwanzig Jahre in dieser Stadt gelebt 

hätten, 

dass die Beschwerdeführenden mit Eingabe vom 23. April 2025 gegen die-

sen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhoben und 

dabei beantragten, es seien die Ziffern 3 bis 5 der Verfügung der Vorinstanz 

vom 14. April 2025 aufzuheben und die vorläufige Aufnahme der Be-

schwerdeführenden zu verfügen, eventualiter sei die Verfügung der Vor-

instanz vom 14. April 2025 aufzuheben und die Sache zur rechtsgenügli-

chen Sachverhaltsabklärung und Neubeurteilung an die Vorinstanz zurück-

zuweisen, 

E-2903/2025 

Seite 3 

dass in verfahrensrechtlicher Hinsicht die Gewährung der unentgeltlichen 

Prozessführung sowie der Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvor-

schusses beantragt wurde, 

 

und erwägt, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. 

Art. 31‒33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), 

dass die Beschwerdeführenden am Verfahren vor der Vorinstanz teilge-

nommen haben, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 

sind, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise 

Änderung haben und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert 

sind (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 3 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass aus den Rechtsbegehren und deren Begründung hervorgeht, dass 

sich die vorliegende Beschwerde inhaltlich ausschliesslich gegen den an-

geordneten Vollzug der Wegweisung richtet, 

dass die Anfechtung der Anordnung der Wegweisung (Dispositivziffer 3) 

zwar im Rechtsbegehren aufgeführt wurde, sinngemäss aber nicht weiter 

verfolgt wird, zumal in der Begründung keine Gründe genannt werden, die 

einer Anordnung der Wegweisung entgegenstünden wie etwa das Vorlie-

gen einer anderweitigen Aufenthaltsbewilligung, 

dass die angefochtene Verfügung demnach – soweit die Dispositivziffern 1 

– 3 (Flüchtlingseigenschaft, Asyl und Wegweisung) betreffend – in Rechts-

kraft erwachsen ist, 

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5), 

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Seite 4 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um ein solches Rechtsmittel handelt, 

weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde, 

dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-

mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg-

weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]), 

dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen ge-

mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard 

wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu 

beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens 

glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche 

Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des 

Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenste-

hen (Art. 83 Abs. 3 AIG), 

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), 

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass-

geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es 

den Beschwerdeführenden nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche 

Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in 

Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoule-

ment im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet,  

dass sodann keine Anhaltspunkte für eine im Heimat- oder Herkunftsstaat 

drohende menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 

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Seite 5 

BV, von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter 

und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung 

oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK ersichtlich sind,  

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 

erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen 

wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage kon-

kret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AIG), 

dass das SEM korrekt festhielt, der Bundesrat habe Kosovo als Staat be-

zeichnet, in welchen die Rückkehr in der Regel zumutbar sei (Art. 83 Abs. 5 

AIG und Art. 18 Abs. 1 der Verordnung über den Vollzug der Weg- und 

Ausweisung sowie der Landesverweisung von ausländischen Personen 

[VVWAL; SR 142.281]) 

dass die Einschätzung der Vorinstanz, den Beschwerdeführenden gelinge 

es nicht, diese Regelvermutung umzustossen, sich als zutreffend erweist 

und weder die allgemeine Lage im Heimat- beziehungsweise Herkunfts-

staat der Beschwerdeführenden noch individuelle Gründe auf eine kon-

krete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, 

dass diesbezüglich auf die Erwägungen des SEM verwiesen werden kann 

und es den Beschwerdeführenden nicht gelingt, diesen Argumenten Stich-

haltiges entgegenzusetzen, 

dass die Beschwerdeführenden in ihrer Rechtsmitteleingabe im Wesentli-

chen erneut auf die Obdachlosigkeit und Hilflosigkeit sowie auf ihre ge-

sundheitlichen Beschwerden hinwiesen, 

dass diese Vorbringen bereits in der Anhörung vorgebracht und in der vor-

instanzlichen Verfügung überzeugend abgehandelt wurden, 

dass das Vorbringen, niemand hätte ihnen geholfen, angesichts des offen-

bar guten Verhältnisses der Beschwerdeführerin zu ihrer Tochter und deren 

Ehemann und der Tatsache, dass diese über ein Zuhause in Kosovo ver-

fügen, nicht plausibel erscheint (vgl. SEM-Akte 1397750-34/17 F39-42, 

F105-107; 1397750-46/17 F67-72, F91-121), 

dass das SEM in seiner Verfügung entsprechend zu Recht davon ausging, 

die Beschwerdeführenden würden in C._______ über ein ausreichendes 

soziales Netz verfügen, 

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Seite 6 

dass vor diesem Hintergrund auch der Einwand, es handle sich bei den 

Beschwerdeführenden um äusserst vulnerable Personen und die Vo-

rinstanz habe es unterlassen, auf die in der bundesverwaltungsgerichtli-

chen Rechtsprechung definierten Reintegrationskriterien einzugehen, 

nicht zu überzeugen vermag,  

dass die Heranziehung und der Vergleich mit dem Urteil E-1778/2009 des 

Bundesverwaltungsgerichts vom 4. April 2012 unbehelflich ist, zumal im 

Gegensatz zum vorliegenden Fall in jenem Fall ein Kleinkind involviert war 

und sich zudem die Sicherheitslage und die Lebensbedingungen im Ko-

sovo seither erheblich verbessert haben, 

dass im Wegweisungsvollzug nach Kosovo auch kein Verstoss gegen das 

Kindeswohl erblickt werden kann, da der Beschwerdeführer B._______ in 

C._______ geboren und sozialisiert wurde sowie angesichts des kurzen 

Aufenthalts in der Schweiz, er sich ohne Weiteres wieder in seinen Heimat-

staat zu integrieren vermag, 

dass der Vollzug der Wegweisung entsprechend als zumutbar zu bezeich-

nen ist, 

dass der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführenden in den Hei-

matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen 

(Art. 83 Abs. 2 AIG), und es den Beschwerdeführenden obliegt, bei der Be-

schaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und 

dazu auch BVGE 2008/34 E. 12), 

dass nach dem Gesagten der vom SEM verfügte Vollzug der Wegweisung 

zu bestätigen ist, 

dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechts-

erheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt und – soweit 

überprüfbar – angemessen ist, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, 

dass sich die gestellten Rechtsbegehren als aussichtlos erweisen, weshalb 

das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung ungeach-

tet einer allfälligen prozessualen Bedürftigkeit der Beschwerdeführenden 

abzuweisen sind (Art. 65 Abs. 1 VwVG),   

dass das Gesuch um Verzicht auf die Kostenvorschusserhebung mit vor-

liegendem Entscheid in der Hauptsache gegenstandslos geworden ist,  

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dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.–  (Art. 1–

3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) den 

Beschwerdeführenden aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 8 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abge-

wiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden den Beschwerdeführenden 

auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zuguns-

ten der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das SEM und die kanto-

nale Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Gabriela Freihofer Lhazom Pünkang 

 

 

Versand: