# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** aa4ee303-56f0-5dc1-97a9-b59fed4b2ede
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-09-29
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 29.09.2008 C-1153/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-1153-2008_2008-09-29.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-1153/2008/frj/fas
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 9 .  S e p t e m b e r  2 0 0 8

Richter Johannes Frölicher (Vorsitz), 
Richter Francesco Parrino, 
Richterin Franziska Schneider, 
Gerichtsschreiberin Susanne Fankhauser.

M._______, 
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Marco Mona, 
Langstrasse 4, 8004 Zürich,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Rentenrevision (Verfügung vom 22. Januar 2008).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-1153/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: IV-Stelle) 
mit  Verfügung  vom  22. Januar  2008  feststellte,  M._______  habe 
aufgrund  eines  unveränderten  Invaliditätsgrades  von  50 % weiterhin 
Anspruch auf eine halbe Invalidenrente,

dass  M._______,  vertreten durch  Rechtsanwalt  Marco  Mona,  gegen 
diese Verfügung am 22. Februar 2008 beim Bundesverwaltungsgericht 
Beschwerde  einreichen  und  beantragen  liess,  es  sei  ihm  –  unter 
Kosten- und Entschädigungsfolge – eine ganze Rente zuzusprechen, 
eventualiter sei die Sache zur Durchführung ergänzender Abklärungen 
und Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen, 

dass  gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 17. Juni 
2005 (VGG, SR 173.32) das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 
gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezem-
ber 1968 über  das  Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021)  beur-
teilt, sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt, 

dass als Vorinstanzen die in Art. 33 und 34 VGG genannten Behörden 
gelten,

dass Verfügungen der Vorinstanz im Bereich des Rentenanspruchs vor 
Bundesverwaltungsgericht  anfechtbar  sind  (vgl.  Art. 69  Abs. 1  Bst. b 
des  Bundesgesetzes  vom  19. Juni  1959  über  die  Invalidenversiche-
rung [IVG, SR 831.20]),

dass gemäss Art. 17 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 
830.1) eine Invalidenrente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für 
die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben wird, 
wenn  sich  der  Invaliditätsgrad  einer  Rentenbezügerin  oder  eines 
Rentenbezügers erheblich ändert,

dass die IV-Stelle auch bei einer Rentenrevision – sofern eine Revision 
von  Amtes  wegen  durchgeführt  wird  –  den  Sachverhalt  von  Amtes 
wegen abklärt (vgl. Art. 43 ATSG, Art. 69 Abs. 2 und Art. 87 Abs. 2 der 
Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV, 
SR 831.201]),

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C-1153/2008

dass  der  Beschwerdeführer  rügt,  die  IV-Stelle  habe  in  dem von  ihr 
eingeleiteten Revisionsverfahren nicht die erforderlichen Abklärungen 
vorgenommen und die eingereichten medizinischen Unterlagen nicht 
berücksichtigt,

dass die Vorinstanz in  ihrer  Vernehmlassung vom 23. April  2008 die 
Gutheissung  der  Beschwerde  und  die  Rückweisung  der  Sache  zur 
weiteren Abklärung im Sinne der Stellungnahme ihres medizinischen 
Dienstes beantragt,

dass Dr. med. A._______ in seiner Stellungnahme vom 20. April 2008 
an  die  IV-Stelle  festhält,  dass  die  vorliegenden  medizinischen 
Unterlagen  nicht  genügten,  um  den  Gesundheitszustand  bzw.  die 
Arbeitsfähigkeit  des Beschwerdeführers zu beurteilen,  weshalb unter 
anderem aktuelle rheumatologische und neurologische Beurteilungen 
einzuholen seien,

dass  die  Parteien  nunmehr  darin  übereinstimmen,  dass  eine  erheb-
liche Veränderung des Invaliditätsgrades eingetreten sein könnte (vgl. 
Art. 87 Abs. 2 IVV) und deshalb weitere Abklärungen erforderlich sind,

dass es für das Bundesverwaltungsgericht aufgrund der Akten keinen 
Anlass  gibt,  vom  übereinstimmenden  Antrag  der  Parteien  abzuwei-
chen, 

dass die Beschwerde daher in dem Sinne gutzuheissen ist, dass die 
Verfügung  vom  22. Januar  2008  aufzuheben  und  die  Sache  zur 
Durchführung  der  entsprechenden  Abklärungen  und  Neubeurteilung 
an die Verwaltung zurückzuweisen ist,

dass bei  diesem Ausgang des Verfahrens keine Verfahrenskosten zu 
erheben sind (Art. 63 Abs. 2 VwVG),

dass  dem obsiegenden  Beschwerdeführer  zu  Lasten  der  Vorinstanz 
eine Parteientschädigung zuzusprechen ist, welche unter Berücksich-
tigung  des  gebotenen  und  aktenkundigen  Aufwands,  pauschal  auf 
Fr. 1'800.-  (ohne Mehrwertsteuer,  vgl. Art. 5  Bst. b in  Verbindung mit 
Art. 14 Abs. 3 Bst. c  des Mehrwertsteuergesetzes vom 2. September 
1999  [MWSTG,  SR 641.20])  festgesetzt  wird  (Art.  64  VwVG in  Ver-
bindung mit Art. 7 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 
Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht 
[VGKE, SR 173.320.2]).

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C-1153/2008

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die Verfügung 
vom  22. Januar  2008  aufgehoben  und  die  Sache  an  die  Vorinstanz 
zurückgewiesen wird, damit diese nach erfolgter Abklärung im Sinne 
der Erwägungen über den Leistungsanspruch neu verfüge.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3.
Dem  Beschwerdeführer  wird  für  das  vorliegende  Verfahren  eine 
Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 1'800.- zugesprochen. Diese 
Entschädigung ist von der Vorinstanz zu leisten.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. ...)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen
- SUVA, Bereich Renten, Luzern
- Winterthur Columna (Nr. ...), 8401 Winterthur

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Johannes Frölicher Susanne Fankhauser

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C-1153/2008

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden,  sofern  die 
Voraussetzungen gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundes-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. 
Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene 
Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die  beschwerde-
führende Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

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