# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 41a2c0d8-3011-59cc-999e-293f886bec6a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-11-30
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 30.11.2011 D-8443/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-8443-2010_2011-11-30.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung IV
D­8443/2010

U r t e i l   v om   3 0 .   No v embe r   2 0 1 1

Besetzung Einzelrichter Fulvio Haefeli,
mit Zustimmung von Richterin Nina Spälti Giannakitsas;  
Gerichtsschreiberin Karin Schnidrig.

Parteien A._______, geboren (…),
alias B._______, geboren (…),
Russland,  
vertreten durch lic. iur. Semsettin Bastimar,
(…),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz.

Gegenstand Asyl und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 11. November 2010 / N _______.

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Sachverhalt:

A. 
A.a.  Eigenen  Angaben  zufolge  verliess  der  Beschwerdeführer  –  ein 
russischer  Staatsangehöriger  tschetschenischer  Ethnie  –  seinen 
Heimatstaat am 14. Oktober 2010 und gelangte am 17. Oktober 2010 via 
ihm unbekannte Länder illegal in die Schweiz, wo er am 18. Oktober 2010 
im  Empfangs­  und  Verfahrenszentrum C._______  um Asyl  nachsuchte. 
Am
26.  Oktober  2010  fand  die  Befragung  zur  Person  statt  und  am  4. 
November  2010  wurde  der  Beschwerdeführer  zu  seinen  Asylgründen 
angehört.
Zur Begründung des Asylgesuchs machte er im Wesentlichen geltend, im 
Frühling 2009 habe er begonnen, die Rebellen, denen auch seine besten 
Freunde  angehört  hätten,  mit  Lebensmitteln  und  Kleidung 
beziehungsweise nur mit Lebensmitteln zu unterstützen. Insgesamt habe 
er ihnen so vier oder fünf Mal geholfen. Eines Nachts im Juli 2010 seien 
drei oder vier maskierte, uniformierte und bewaffnete Sicherheitsleute  in 
sein Haus eingedrungen. Sie hätten  ihn mitgenommen,  ihm einen Sack 
über  den  Kopf  gestülpt  und  ihn  in  ein  Auto  gezerrt.  Nachdem  sie  ein 
Stück  gefahren  seien,  hätten  sie  angehalten.  Dann  sei  er  geschlagen, 
getreten  und  beschimpft  worden.  Man  habe  ihn  zu  Boden  geworfen, 
seine  Hände  gefesselt  und  an  einem  Stromgenerator  angeschlossene 
Drähte an seinen Füssen befestigt. Daraufhin hätte man ihn befragt und 
mit  Strom  gefoltert.  Weil  die  Leute  keine  Beweise  gegen  ihn  gehabt 
hätten,  sei  schliesslich  von  ihm  abgelassen  worden.  Er  habe  wegen 
dieses  Vorfalls  ärztliche  Hilfe  in  Anspruch  nehmen  müssen.  Um  die 
Ausreise  vorzubereiten,  hätten  er  und  seine  Ehefrau  sich  Reisepässe 
ausstellen  lassen. Anfang Oktober  2010,  als  er  gerade  in  der Moschee 
gewesen  sei,  seien  drei  oder  vier  Sicherheits­  beziehungsweise 
Geheimdienstleute  zu  ihm  nach  Hause  gekommen.  Sie  hätten  seiner 
Frau mitgeteilt,  dass  sie  nun  Beweise  gegen  ihn  hätten  und  es  besser 
wäre, er würde sich bei ihnen melden. Statt persönlich bei deren Amt zu 
erscheinen, habe er  schliesslich Tschetschenien verlassen, da er Angst 
bekommen habe.

A.b. Zum Nachweis seiner  Identität  reichte der Beschwerdeführer einen 
russischen Inlandpass zu den Akten.

B. 
Mit Verfügung vom 11. November 2010 – eröffnet am 12. November 2010 

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– stellte  das  BFM  fest,  der  Beschwerdeführer  erfülle  die 
Flüchtlingseigenschaft  nicht,  wies  dessen  Asylgesuch  vom  18.  Oktober 
2010  ab  und  ordnete  die  Wegweisung  aus  der  Schweiz  sowie  den 
Wegweisungsvollzug an.

C. 
Mit  Eingabe  vom  8.  Dezember  2010  liess  der  Beschwerdeführer  durch 
seinen  damaligen  Rechtsvertreter  gegen  diese  Verfügung  beim 
Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  erheben  und  beantragen,  die 
angefochtene  Verfügung  sei  aufzuheben,  es  sei  ihm Asyl  zu  gewähren 
oder jedenfalls seine Flüchtlingseigenschaft festzustellen, eventualiter sei 
die  Unzulässigkeit,  allenfalls  die  Unzumutbarkeit  des 
Wegweisungsvollzugs  festzustellen  und  die  vorläufige  Aufnahme 
anzuordnen.  In  prozessualer  Hinsicht  sei  die  unentgeltliche 
Prozessführung  zu  gewähren  und  auf  die  Erhebung  eines 
Kostenvorschusses zu verzichten.

Auf die Beschwerdebegründung wird – soweit entscheidrelevant – in den 
Erwägungen eingegangen.

D. 
Mit  Zwischenverfügung  vom  4.  Februar  2011  wies  der  zuständige 
Instruktionsrichter  die  Gesuche  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege  im  Sinne  von  Art.  65  Abs.  1  des  Bundesgesetzes  vom 
20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) 
und  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvorschusses  ab  und 
forderte den Beschwerdeführer unter Hinweis auf die Säumnisfolge auf, 
innert Frist einen Kostenvorschuss von Fr. 600.­ zu leisten.

E. 
Der Kostenvorschuss wurde am 18. Februar 2011 fristgerecht einbezahlt.

F. 
Mit  Eingabe  vom  21.  Oktober  2011  ersuchte  der  neu  mandatierte 
Rechtsvertreter  des  Beschwerdeführers  beim Bundesverwaltungsgericht 
um Einsicht in die vollständigen Asylakten.

Als  Beilagen  reichte  er  die  Vollmacht  vom  12.  Oktober  2011  und  den 
Widerruf  des Beschwerdeführers  vom 12. Oktober  2011 hinsichtlich  der 
früheren  Vollmacht  ein.  Zudem wurde  ein  ärztlicher  Bericht  in  Aussicht 
gestellt.

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G. 
Mit  Verfügung  vom  25.  Oktober  2011  hiess  der  Instruktionsrichter  das 
Gesuch um Akteneinsicht gut und händigte dem Rechtsvertreter Kopien 
aller bestehenden Gerichtsakten aus.

H. 
Mit  Eingabe  vom  31.  Oktober  2011  liess  der  Beschwerdeführer  eine 
Beschwerdeergänzung nachreichen und beantragen, es sei  ihm Asyl zu 
gewähren  oder  jedenfalls  seine  Flüchtlingseigenschaft  festzustellen  und 
es sei ihm und seiner Familie die vorläufige Aufnahme in der Schweiz zu 
gewähren.  In  prozessualer  Hinsicht  wurde  sinngemäss  um 
wiedererwägungsweise Gewährung der  unentgeltlichen Rechtspflege  im 
Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG ersucht und neu beantragt, es sei dem 
Beschwerdeführer in der Person des Unterzeichneten ein unentgeltlicher 
Rechtsvertreter gemäss Art. 65 Abs. 2 VwVG beizugeben.

Als  neue  Beweismittel  wurden  folgende  Dokumente  zu  den  Akten 
gereicht: 

– Ein  Foto,  welches  den  Beschwerdeführer  mit  seinen  angeblichen 
Freunden D._______ und E._______ zeigt,

– ein  Foto,  auf  dem  D._______  und  E._______  als  Aufständische 
abgebildet sein sollen und

– eine  angebliche  Bescheinigung  des  (…)  Krankenhauses  der  Stadt 
F._______  vom  27.  Juli  2010  in  russischer  Sprache  mit  deutscher 
Übersetzung.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 
1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 
gegen  Verfügungen  nach  Art. 5  VwVG.  Das  BFM  gehört  zu  den 
Behörden  nach  Art. 33  VGG  und  ist  daher  eine  Vorinstanz  des 
Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme 
im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht 
ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und 

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entscheidet  auf  dem  Gebiet  des  Asyls  endgültig,  ausser  bei  Vorliegen 
eines  Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die 
beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht  (Art. 105  des  Asylgesetzes 
vom  26. Juni  1998  [AsylG,  SR 142.31];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

1.2. Das  Verfahren  richtet  sich  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem 
BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 
AsylG).

1.3.  Die  Beschwerde  ist  frist­  und  formgerecht  eingereicht.  Der 
Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist 
durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  und  hat  ein 
schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise 
Änderung.  Er  ist  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert 
(Art. 108  Abs. 1  und  Art.  105  AsylG  i.V.m.  Art.  37  VGG  i.V.m.  Art. 48 
Abs. 1  und  Art. 52  Abs.  1  VwVG).  Auf  die  Beschwerde  ist  einzutreten.

Angesichts dessen, dass sich die angefochtene Verfügung einzig auf den 
Beschwerdeführer  bezieht,  wird  auf  den  in  der  Rechtsmittelergänzung 
erhobenen  Antrag,  es  sei  der  Familie  des  Beschwerdeführers  die 
vorläufige Aufnahme zu gewähren, wegen unzulässiger Ausweitung des 
Prozessgegenstandes nicht eingetreten.

2. 
Mit  Beschwerde  kann  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

3. 
Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise 
einer  zweiten  Richterin  entschieden  (Art. 111  Bst. e  AsylG).  Wie 
nachstehend  aufgezeigt,  handelt  es  sich  vorliegend  um  eine  solche, 
weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist 
(Art. 111a Abs. 2 AsylG).

Gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  wurde  vorliegend  auf  die 
Durchführung eines Schriftenwechsels verzichtet.

4. 

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4.1.  Gemäss  Art. 2  Abs. 1  AsylG  gewährt  die  Schweiz  Flüchtlingen 
grundsätzlich  Asyl.  Flüchtlinge  sind  Personen,  die  in  ihrem Heimatstaat 
oder  im Land,  in dem sie zuletzt wohnten, wegen  ihrer Rasse, Religion, 
Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder 
wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt 
sind  oder  begründete  Furcht  haben,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu 
werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich 
die  Gefährdung  des  Leibes,  des  Lebens  oder  der  Freiheit  sowie 
Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken. Den 
frauenspezifischen Fluchtgründen  ist Rechnung zu  tragen  (Art. 3 Abs. 2 
AsylG).

4.2.  Wer  um  Asyl  nachsucht,  muss  die  Flüchtlingseigenschaft 
nachweisen  oder  zumindest  glaubhaft  machen.  Diese  ist  glaubhaft 
gemacht,  wenn  die  Behörde  ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender 
Wahrscheinlichkeit  für  gegeben  hält.  Unglaubhaft  sind  insbesondere 
Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich 
widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich 
auf  gefälschte  oder  verfälschte  Beweismittel  abgestützt  werden  (Art. 7 
AsylG).

5. 
5.1. Im negativen Asylentscheid ging das BFM davon aus, die Vorbringen 
des  Beschwerdeführers  hielten  weder  den  Anforderungen  an  die 
Glaubhaftigkeit  gemäss  Art.  7  AsylG  noch  denjenigen  an  die 
Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG stand.

Der Vollzug der Wegweisung wurde als zulässig, zumutbar und möglich 
erachtet.

5.2. 
5.2.1.  In  der  Rechtsmitteleingabe  wird  im  Wesentlichen  an  der 
Glaubhaftigkeit der Vorbringen des Beschwerdeführers  festgehalten und 
in diesem Zusammenhang namentlich geltend gemacht, es könne nicht in 
Abrede gestellt werden, dass er anlässlich der Anhörung keine konkreten 
Angaben  zur  Festnahme  gemacht  habe.  Davon  ausgehend,  dass  er 
tatsächlich verfolgt und misshandelt worden sei, werde die Befragung  in 
diesem  Zusammenhang  als  nicht  erfolgversprechend  erachtet.  Die 
befragende Person habe gewollt,  dass er  den Schmerz beschreibe und 
sage,  wie  viele  Stromstösse  ihm  versetzt  worden  seien.  Diese 
Befragungsweise  erscheine  nicht  gerade  einfühlsam.  Es  sei  beinahe 

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offensichtlich,  dass  dem  Beschwerdeführer  bereits  im  Zeitpunkt  der 
Befragung kein Glaube geschenkt worden sei.

5.2.2.  In  der  Beschwerdeergänzung  vom  31.  Oktober  2011  wird 
insbesondere ausgeführt, die Frau des Beschwerdeführers habe von der 
Unterstützung  der  Aufständischen  erst  nach  dem  Vorfall  im  Juli  2010 
erfahren,  weil  er  sich  um  ihr  Leben,  seines  und  dasjenige  der 
aufständischen  Freunde  gefürchtet  habe.  Ein  anderer  Grund  für  seine 
zurückhaltende Verhaltensweise sei in seiner Weltanschauung zu sehen. 
Da Opfer von Folter und Misshandlungen nicht in der Lage seien, sich im 
Nachhinein  an  alle  Einzelheiten  des  Erlebten  zu  erinnern,  sei  die 
Erwartung  des  BFM,  der  Beschwerdeführer  müsse  sich  an  alle  Details 
des  Vorfalls  erinnern,  unrealistisch  und  falsch.  Schliesslich  wird  mit 
Hinweis  auf  verschiedene  öffentlich  zugängliche  Berichte  geltend 
gemacht,  bei  einer  Rückkehr  nach  Tschetschenien  sei  der 
Beschwerdeführer  ernsthaft  gefährdet,  erneut  misshandelt  und  gefoltert 
zu werden. Aufgrund der Verfolgungssituation und der in Tschetschenien 
herrschenden politischen Lage seien er und seine Familie in der Schweiz 
vorläufig aufzunehmen.

5.3.  Im  Folgenden  gilt  es  abzuklären,  ob  der  Beschwerdeführer  die 
Flüchtlingseigenschaft erfüllt beziehungsweise in seinem Heimatland eine 
asylrelevante Verfolgung zu befürchten hat.

5.3.1.  Für  die  Glaubhaftigkeit  der  asylsuchenden  Person  spricht 
namentlich  die  Übereinstimmung  zwischen  den  verschiedenen 
Befragungen  (vgl.  WALTER  STÖCKLI,  Asyl,  in:  Peter  Uebersax/Beat 
Rudin/Thomas  Hugi  Yar/Thomas  Geiser  [Hrsg.]  Ausländerrecht, 
Handbücher  für die Anwaltspraxis, Band VIII, 2. Auflage, Basel 2009, S. 
568  Rz.  11.149).  Bei  der  Befragung  zur  Person  machte  der 
Beschwerdeführer  geltend,  er  habe  seine  Freunde  regelmässig  mit 
Lebensmitteln  und  Kleidung  versorgt  (vgl.  Befragungsprotokoll  vom  26. 
Oktober  2010,  A1  S.  6),  liess  bei  der  Anhörung  zu  den  Asylgründen 
indessen protokollieren, er habe die Rebellen konkret mit Lebensmitteln 
unterstützt,  wobei  dies  die  einzige  Form  seiner  Unterstützung  gewesen 
sei  (vgl. Anhörungsprotokoll  vom 4. November 2010, A8 S. 15 F164, S. 
16  F174,  S.  17  F187).  Auf  Vorhalt  hin  entgegnete  er,  seine  Angaben 
seien  falsch  interpretiert  worden;  er  habe  bei  der  Befragung  nicht  von 
Lebensmitteln und Kleidung gesprochen (vgl. A8 S. 23 F252). Angesichts 
dessen,  dass  der  Beschwerdeführer  nach  der  Rückübersetzung  des 
Protokolls  mit  seiner  Unterschrift  bestätigte,  es  entspreche  seinen 

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Aussagen  und  der Wahrheit  (vgl.  A1 S.  10),  greift  dieses Argument  ins 
Leere.  Es  hätten  vielmehr  übereinstimmende Angaben  erwartet  werden 
dürfen,  will  er  doch  die  Rebellen  seit  Frühling  2009  bis  Juni  2010 
unterstützt  haben  (vgl.  A1  S.  6,  A8  S.  16  F175).  Seine  Glaubhaftigkeit 
muss  vor  diesem Hintergrund  in  Zweifel  gezogen  werden.  Im Weiteren 
war der Beschwerdeführer nicht in der Lage, den angeblichen Vorfall vom 
Juli  2010  ausführlich  und  substanziiert  wiederzugeben,  weshalb  in 
Übereinstimmung  mit  dem  BFM  davon  auszugehen  ist,  er  habe  das 
Erzählte nicht tatsächlich selbst erlebt. Diesbezüglich hätte von ihm eine 
detaillierte  Schilderung  umso mehr  erwartet  werden  dürfen,  als  es  sich 
bei  einem  solchen  Vorfall  um  ein  prägendes,  einschneidendes  Erlebnis 
handelt.  So  besteht  entgegen  anderslautender  Einschätzung  in  der 
Beschwerde  denn  auch  kein  Anlass,  die  Befragungsweise  des  BFM  zu 
beanstanden,  umso  weniger,  als  der  der  Anhörung  ebenfalls 
beiwohnende  Hilfswerksvertreter  keinerlei  Einwände  zum  Protokoll 
anmeldete  (vgl.  A8  S.  26).  Im  Übrigen  ist  die  in  der 
Beschwerdeergänzung  dargelegte  Argumentation,  wonach  die  beim 
Sachvortrag zurückhaltende Verhaltensweise des Beschwerdeführers auf 
die  Furcht  um  sein  Leben  zurückzuführen  sei,  als  unbehelfliche 
Schutzbehauptung zu qualifizieren, zumal er eingangs der Befragung auf 
die  Verschwiegenheitspflicht  der  Asylbehörden  hingewiesen wurde  (vgl. 
A1  S.  2).  Schliesslich  ist  ein  weiteres  gewichtiges  Indiz  für  die 
Unglaubhaftigkeit der geltend gemachten Behelligungen darin zu sehen, 
dass  der  Beschwerdeführer  erst  im  Oktober  2010  ausreiste,  zumal  er 
selbst angab, er habe gewusst, dass es für ihn sehr gefährlich sei, da die 
Leute  in  solchen  Fällen  spurlos  verschwinden  würden  (vgl.  A8  S.  13 
F138).  Bei  einer  tatsächlich  drohenden  Verfolgung  wäre  eine  frühere 
Ausreise angezeigt gewesen. Zur Vermeidung von Wiederholungen kann 
vollumfänglich auf die weiteren als zutreffend erachteten Erwägungen  in 
der  angefochtenen  Verfügung  verwiesen  werden,  wonach  der 
Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft nicht erfüllt.

5.3.2. Nach dem Gesagten vermag der Beschwerdeführer auch aus den 
eingereichten  Beweismitteln  nichts  zu  seinen  Gunsten  abzuleiten.  Den 
Fotos,  auf  welchen  lediglich  drei  Personen  nebeneinander  abgebildet 
sind,  sind  keinerlei  Hinweise  auf  eine  allfällige  Unterstützung  von 
Rebellen  seinerseits  zu  entnehmen.  Zudem  ist  in  Anbetracht  der 
unglaubhaften Verfolgung den Ausführungen, wonach er sich wegen der 
angeblich  erlittenen  Misshandlungen  in  Spitalpflege  habe  begeben 
müssen,  jegliche Grundlage entzogen, weshalb die Frage offengelassen 

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werden  kann,  ob  es  sich  bei  der  Spitalbescheinigung  um  ein  echtes 
Dokument handelt.

5.3.3.  Zusammenfassend  ist  festzuhalten,  dass  die  Vorbringen  des 
Beschwerdeführers  den  Anforderungen  an  die  Glaubhaftigkeit  gemäss 
Art. 7 AsylG und denjenigen an die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 
AsylG nicht genügen. Auf die weiteren Ausführungen in der Beschwerde 
und in der Beschwerdeergänzung braucht nicht eingegangen zu werden, 
da dies zu keiner anderen Einschätzung führen würde.

Infolgedessen  hat  das BFM das Asylgesuch  des Beschwerdeführers  zu 
Recht abgelehnt.

6. 
6.1. Lehnt  das Bundesamt  das Asylgesuch  ab  oder  tritt  es  darauf  nicht 
ein,  so  verfügt  es  in  der  Regel  die Wegweisung  aus  der  Schweiz  und 
ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit 
der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).

6.2. Der Beschwerdeführer  verfügt weder  über  eine  ausländerrechtliche 
Aufenthaltsbewilligung  noch  über  einen  Anspruch  auf  Erteilung  einer 
solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 
Abs. 1  AsylG;  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen 
Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21).

7. 
7.1.  Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 
nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach 
den  gesetzlichen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von 
Ausländern  (Art. 44  Abs. 2  AsylG;  Art. 83  Abs. 1  des  Bundesgesetzes 
vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer  [AuG, 
SR 142.20]).

Bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungsvollzugshindernissen 
gilt  gemäss ständiger Praxis des Bundesverwaltungsgerichts und seiner 
Vorgängerorganisation  ARK  der  gleiche  Beweisstandard  wie  bei  der 
Flüchtlingseigenschaft, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte 
Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. 
WALTER STÖCKLI, a.a.O., S. 568 Rz. 11.148).

7.2. Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 
der  Schweiz  einer Weiterreise  der  Ausländerin  oder  des  Ausländers  in 

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den  Heimat­,  Herkunfts­  oder  einen  Drittstaat  entgegenstehen  (Art. 83 
Abs. 3 AuG).

7.2.1. So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land 
gezwungen  werden,  in  dem  ihr  Leib,  ihr  Leben  oder  ihre  Freiheit  aus 
einem  Grund  nach  Art. 3  Abs. 1  AsylG  gefährdet  ist  oder  in  dem  sie 
Gefahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu  werden 
(Art. 5  Abs. 1  AsylG;  vgl.  ebenso  Art. 33  Abs. 1  des  Abkommens  vom 
28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]).

Gemäss  Art. 25  Abs. 3  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen 
Eidgenossenschaft  vom  18. April  1999  (BV,  SR 101),  Art. 3  des 
Übereinkommens  vom  10. Dezember  1984  gegen  Folter  und  andere 
grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe 
(FoK,  SR 0.105)  und  der  Praxis  zu  Art. 3  der  Konvention  vom 
4. November 1950 zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten 
(EMRK,  SR 0.101)  darf  niemand  der  Folter  oder  unmenschlicher  oder 
erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden.

7.2.2. Die  Vorinstanz  wies  in  ihrer  angefochtenen  Verfügung  zutreffend 
darauf hin, dass das Prinzip des  flüchtlingsrechtlichen Non­Refoulement 
nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es dem 
Beschwerdeführer  nicht  gelungen  ist,  eine  asylrechtlich  erhebliche 
Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der  in Art. 5 
AsylG  verankerte  Grundsatz  der  Nichtrückschiebung  im  vorliegenden 
Verfahren  keine  Anwendung  finden.  Eine  Rückkehr  des  Beschwerde­
führers  in  den  Heimatstaat  ist  demnach  unter  dem  Aspekt  von  Art. 5 
AsylG rechtmässig.

7.2.3.  Sodann  ergeben  sich  weder  aus  den  Aussagen  des 
Beschwerdeführers noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für 
den  Fall  einer  Ausschaffung  in  den  Heimatstaat  dort  mit  beachtlicher 
Wahrscheinlichkeit  einer  nach Art. 3  EMRK  oder  Art. 1  FoK  verbotenen 
Strafe  oder  Behandlung  ausgesetzt  wäre.  Gemäss  Praxis  des 
Europäischen  Gerichtshofes  für  Menschenrechte  (EGMR)  sowie  jener 
des  UN­Anti­Folterausschusses  müsste  der  Beschwerdeführer  eine 
konkrete  Gefahr  ("real  risk")  nachweisen  oder  glaubhaft  machen,  dass 
ihm im Fall einer Rückschiebung Folter oder unmenschliche Behandlung 
drohen würde  (vgl. EGMR  [Grosse Kammer], Saadi gegen  Italien, Urteil 
vom  28. Februar  2008,  Beschwerde  Nr. 37201/06,  §§ 124 – 127,  mit 
weiteren  Hinweisen).  Auch  die  allgemeine  Menschenrechtssituation  in 

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Russland lässt den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht als 
unzulässig  erscheinen.  Nach  dem  Gesagten  ist  der  Vollzug  der 
Wegweisung  sowohl  im  Sinne  der  asyl­  als  auch  der  völkerrechtlichen 
Bestimmungen zulässig.

7.3. Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 
Ausländer  unzumutbar  sein,  wenn  sie  im  Heimat­  oder  Herkunftsstaat 
aufgrund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und 
medizinischer  Notlage  konkret  gefährdet  sind.  Wird  eine  konkrete 
Gefährdung  festgestellt,  ist  –  unter  Vorbehalt  von  Art. 83  Abs. 7  AuG – 
die vorläufige Aufnahme zu gewähren.

7.3.1.  Der  geltenden  Rechtsprechung  des  Bundesverwaltungsgerichts 
zufolge  herrscht  in  Tschetschenien  keine  Situation  allgemeiner  Gewalt, 
weshalb  der  Wegweisungsvollzug  abgewiesener  tschetschenischer 
Asylsuchender in der Regel zumutbar ist (vgl. BVGE 2009/52 E. 10.2.5). 
Der  in  der  Beschwerde  gemachte  Hinweis  auf  das  Urteil  D­2114/2007 
vom
18. November 2010 vermag zu keiner anderen Einschätzung zu  führen, 
zumal  dieses  Urteil  keine  präjudizielle  Wirkung  entfaltet,  weil  ihm  ein 
anderer Sachverhalt (Beschwerdeführende aus Dagestan) zugrunde liegt.

7.3.2. Beim Beschwerdeführer handelt es sich um einen jungen, gemäss 
den Akten gesunden Mann, der über eine mehrjährige Schulbildung, eine 
Ausbildung  als  Chauffeur  und  Imker  sowie  Kenntnisse  der 
tschetschenischen  und  russischen  Sprache  verfügt  (vgl.  A1  S.  3). 
Angesichts  dessen  kann  davon  ausgegangen werden,  dass  es  ihm  bei 
einer  Rückkehr  in  seine  Heimat  trotz  der  im  Mai  2010  verlorenen 
Arbeitsstelle  (vgl.  A1  S.  3)  und  ungeachtet  allfälliger 
Zugangsschwierigkeiten  gelingen  wird,  eine  neue  Stelle  zu  finden,  um 
den familiären Unterhalt bestreiten zu können. Darüber hinaus besteht in 
Tschetschenien auch ein tragfähiges soziales Beziehungsnetz, weil seine 
Ehefrau und seine Tochter ebenfalls in ihre Heimat zurückkehren müssen 
(vgl. rechtskräftige Verfügung des BFM vom 26. Januar 2011, Akte B15) 
und sich dort mehrere Verwandte aufhalten  (vgl. A1 S. 4, A8 S. 8 F76). 
Zudem gab der Beschwerdeführer an, ein Onkel mütterlicherseits wohne 
in  G._______  und  ein  Onkel  seiner  Frau  lebe  ebenfalls  ausserhalb 
Tschetscheniens (vgl. A8 S. 8 F89, S. 9 F95), weshalb es ihm somit auch 
zumutbar  ist,  gegebenenfalls  in  der  Russischen  Föderation  eine 
innerstaatliche  Aufenthaltsalternative  in  Anspruch  zu  nehmen.  Sodann 
sind  keine  weiteren  persönlichen  Gründe  ersichtlich,  aufgrund  derer 

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geschlossen werden  könnte,  der Beschwerdeführer  geriete  im Falle  der 
Rückkehr in eine existenzbedrohende Situation, weshalb der Vollzug der 
Wegweisung – in Übereinstimmung mit der Vorinstanz – als zumutbar zu 
bewerten ist.

7.4.  Schliesslich  obliegt  es  dem  Beschwerdeführer,  sich  bei  der 
zuständigen  Vertretung  des  Heimatstaates  die  für  eine  Rückkehr 
notwendigen Reisedokumente  zu  beschaffen  (Art. 8 Abs. 4 AsylG,  dazu 
auch  BVGE 2008/34  E. 12  S. 513 – 515),  weshalb  der  Vollzug  der 
Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AuG).

7.5. Zusammenfassend  hat  die  Vorinstanz  den Wegweisungsvollzug  zu 
Recht als zulässig, zumutbar und möglich erachtet. Nach dem Gesagten 
fällt  eine  Anordnung  der  vorläufigen  Aufnahme  ausser  Betracht  (Art. 83 
Abs. 1 – 4 AuG).

8. 
Aus  diesen  Erwägungen  ergibt  sich,  dass  die  angefochtene  Verfügung 
Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und 
vollständig  feststellt  und  angemessen  ist  (Art. 106  AsylG).  Die 
Beschwerde ist demnach abzuweisen.

9. 
9.1.  Bereits  in  der  Zwischenverfügung  vom  4.  Februar  2011  wurde 
eingehend  erläutert,  weshalb  die  Beschwerdebegehren  als  aussichtslos 
erscheinen. Angesichts dessen, dass sich die Sachlage seit Erlass dieser 
Verfügung nicht wesentlich verändert hat, wird an der Aussichtslosigkeit 
der  Begehren  in  der  Beschwerde  und  denjenigen  in  der 
Beschwerdeergänzung  vollumfänglich  festgehalten.  Somit  besteht  kein 
Anlass, auf die Frage der Kostenauflage zurückzukommen, weshalb das 
entsprechende  Wiedererwägungsgesuch  abzuweisen  ist.  Mangels 
Erfüllung  der  Voraussetzungen  von  Art.  65  Abs.  1  VwVG  ist  auch  das 
Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65 
Abs. 2 VwVG abzuweisen.

9.2.  Bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  sind  die  Kosten  dem 
Beschwerdeführer  aufzuerlegen  (Art. 63  Abs. 1  VwVG),  auf  insgesamt 
Fr. 600.­ festzusetzen (Art. 1 – 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 
über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR  173.320.2])  und mit  dem  am  18. 
Februar  2011  in  gleicher  Höhe  einbezahlten  Kostenvorschuss  zu 

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verrechnen.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Das  sinngemässe Gesuch  um Wiedererwägung  der  Kostenauflage  und 
das Gesuch  um Gewährung  der  unentgeltlichen Rechtspflege  im Sinne 
von Art. 65 Abs. 2 VwVG werden abgewiesen.

3. 
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.­  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag wird mit  dem am 18.  Februar  2011  geleisteten 
Kostenvorschuss verrechnet.

4. 
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Fulvio Haefeli Karin Schnidrig

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