# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 86fad2a6-58ff-5209-bc20-2aded3aa531e
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-02-13
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 13.02.2025 F-738/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-738-2025_2025-02-13.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-738/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 3 .  F e b r u a r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Susanne Genner, 

mit Zustimmung von Richterin Christa Preisig;   

Gerichtsschreiberin Margerita Socha. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, geboren am (...), Marokko,  

Beschwerdeführer,  

  
 

 
gegen 

 
 

Staatssekretariat für Migration SEM,  

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren - Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG);  

Verfügung des SEM vom 28. Januar 2025. 

 

 

 

F-738/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer ersuchte am 20. Januar 2025 in der Schweiz um 

Asyl. Ein Abgleich mit der europäischen Fingerabdruckdatenbank (Euro-

dac) ergab, dass er bereits am 13. Dezember 2022 in Deutschland um Asyl 

ersucht hatte. 

B.  

Am 23. Januar 2025 führte die Vorinstanz mit dem Beschwerdeführer ein 

Dublin-Gespräch durch. Dabei wurde ihm das rechtliche Gehör zur Zustän-

digkeit Deutschlands für die Durchführung seines Asyl- und Wegweisungs-

verfahrens, zu einem allfälligen Nichteintretensentscheid sowie zur Weg-

weisung dorthin gewährt. 

C.  

Die deutschen Behörden hiessen das Gesuch der Vorinstanz um Wieder-

aufnahme des Beschwerdeführers am 27. Januar 2025 gut gestützt auf 

Art. 18 Abs. 1 Bst. d der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen 

Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien 

und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung ei-

nes von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mit-

gliedstaat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist 

(nachfolgend: Dublin-III-VO). 

D.  

Mit Verfügung vom 28. Januar 2025 – eröffnet am 29. Januar 2025 – trat 

die Vorinstanz in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31) 

auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein, ordnete seine Über-

stellung nach Deutschland an und forderte ihn auf, die Schweiz am Tag 

nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen. 

E.  

Am 4. Februar 2025 erhob der Beschwerdeführ beim Bundesverwaltungs-

gericht Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei auf-

zuheben und das SEM sei anzuweisen, auf sein Asylgesuch einzutreten. 

Der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen, ihm – dem 

Beschwerdeführer – sei die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren und 

es sei auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten.  

F-738/2025 

Seite 3 

F.  

Am 5. Februar 2025 ordnete die Instruktionsrichterin einen superprovisori-

schen Vollzugstopp gestützt auf Art. 56 VwVG an. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht ist für die Behandlung der Beschwerde 

zuständig (Art. 105 AsylG [SR 142.31]; Art. 31 ff. VGG) und die Sachur-

teilsvoraussetzungen sind erfüllt, so dass auf die Beschwerde einzutreten 

ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG, Art. 108 Abs. 3 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG).  

1.2 Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet, weshalb 

sie im Verfahren einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines 

zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin (Art. 111 Bst. e 

AsylG), ohne Durchführung eines Schriftenwechsels und mit summari-

scher Begründung zu behandeln ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG). 

2.  

2.1 Die Vorinstanz hat korrekt erwogen, dass gemäss Art. 18 Abs. 1 Bst. d 

Dublin-III-VO grundsätzlich Deutschland für die Behandlung des Asylge-

suchs des Beschwerdeführers zuständig ist, dass das deutsche Asylsys-

tem rechtsprechungsgemäss keine systemischen Mängel aufweist, auf-

grund derer die Zuständigkeit gemäss Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-VO auf die 

Schweiz überginge, und dass vorliegend keine völkerrechtlichen Vollzugs-

hindernisse ersichtlich sind, welche die Schweiz zu einem Selbsteintritt 

nach Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO verpflichten würden. Dabei hat sie die 

Vorbringen des Beschwerdeführers im Hinblick auf seinen Gesundheitszu-

stand (Verletzung am Kopf, Varizen an der rechten Wade und Zahnschmer-

zen) berücksichtigt und rechtsprechungskonform gewürdigt. Darüber hin-

aus hat sie in rechtsfehlerfreier Ausübung des ihr nach Art. 17 Abs. 1 Dub-

lin-III-VO und Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 zukommenden Ermessens von einem 

Selbsteintritt der Schweiz abgesehen. Sie ist demnach zu Recht in Anwen-

dung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG auf das Asylgesuch des Beschwer-

deführers nicht eingetreten und hat in Anwendung von Art. 44 AsylG seine 

Wegweisung nach Deutschland angeordnet. Zur näheren Begründung wird 

auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen.  

2.2  

Was der Beschwerdeführer auf Rechtsmittelebene vorbringt, vermag an 

F-738/2025 

Seite 4 

der Richtigkeit der angefochtenen Verfügung nichts zu ändern, zumal die 

Begehren nur rudimentär begründet werden. 

3.  

Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung nicht zu beanstanden 

(Art. 106 AsylG) und die Beschwerde ist abzuweisen 

4.  

4.1 Mit vorliegendem Urteil fällt der am 5. Februar 2025 angeordnete Voll-

zugsstopp dahin und das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wir-

kung wird gegenstandslos. 

4.2 Die Rechtsbegehren erweisen sich als aussichtslos, weshalb das Ge-

such um unentgeltliche Prozessführung (Art. 65. Abs. 1 VwVG) abzuwei-

sen ist. 

5.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem unterliegenden 

Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt 

Fr. 750.– festzusetzen (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR173.320.2]).  

6.  

Dieses Urteil ist endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 5 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer 

auferlegt. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, die Vorinstanz und die kan-

tonale Migrationsbehörde. 

 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Susanne Genner Margerita Socha 

 

 

 

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