# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b4427256-c980-5107-ac01-3bd179a446c2
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-11-16
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 16.11.2016 UV 2015/7
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2015-7_2016-11-16.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2015/7

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 16.11.2016

Entscheiddatum: 16.11.2016

Entscheid Versicherungsgericht, 16.11.2016
Art. 37 Abs. 2 UVG. Art. 39 UVG. Art. 49 Abs. 2 lit. a und b UVV. Die Kürzung 
von Geldleistungen wegen Beteiligung an Schlägereien und Raufereien ist 
vorliegend unrechtmässig, da der Beschwerdeführer die Gefahr einer 
tätlichen Auseinandersetzung nicht erkennen musste. Eine Kürzung der 
Geldleistungen rechtfertigt sich auch nicht aufgrund einer starken 
Provokation oder grobfahrlässiger Verursachung des Unfalls durch den 
Beschwerdeführer. Gutheissung der Beschwerde (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 16. November 2016, UV 
2015/7).Entscheid vom 16. November 2016 

Besetzung                                                                      

Präsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider, 

Versicherungsrichter Ralph Jöhl; Gerichtsschreiberin Katja Meili          

Geschäftsnr.                                                                                                                    

UV 2015/7        

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwältin Karin Herzog, M.A. HSG in Law, Amparo Anwälte und 

Notare, Neugasse 26, Postfach 148, 9001 St. Gallen,

gegen

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 2/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Basler Versicherung AG, Aeschengraben 21, Postfach, 4002 Basel,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Simon Krauter, S-E-K Advokaten, Zürcherstrasse 

310, 8500 Frauenfeld,

Gegenstand                                                                   

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ war bei der B.___ AG als kaufmännischer Leiter tätig und dadurch 

obligatorisch bei der Basler Versicherungen AG (nachfolgend Basler) gegen die Folgen 

von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert (UV-act. 2.1 f.). Am 18. August 2012 

besuchte er zusammen mit C.___, D.___ und weiteren Personen das E.___. In der 

folgenden Nacht um ca. drei Uhr befanden sie sich in der Gegend der Z.___. Laut 

Einvernahmeprotokollen der Kantonspolizei St. Gallen alberten der Versicherte und 

C.___ herum, worauf diese spasseshalber sagte, sie schlage ihn, falls er sie nicht in 

Ruhe lasse. Eine Gruppe von drei unbekannten jungen Männern hörte diese Aussage 

und blieb stehen. Einer von ihnen fragte, ob er den Versicherten schlagen solle. C.___ 

verneinte dies. Der Versicherte äusserte sinngemäss “dann machs doch“ bzw. “schlag 

mich doch“. Darauf schlug einer der Männer den Versicherten mit der Faust ins 

Gesicht, worauf dieser rückwärts auf den Boden fiel (UV-act. 8.26, UV-act. 8.28).

A.b  Der Versicherte befand sich vom 19. bis 22. August 2012 stationär im 

Kantonsspital St.Gallen. Die behandelnden Ärzte diagnostizierten ein 

Schädelhirntrauma nach Sturz in äthylisiertem Zustand bei initialem GCS von 3 sowie 

einem Blutalkoholspiegel von 3.2 Promille und mit einem frischen Subduralhämatom 

rechts frontal bis temporal sowie einer kleinvolumigen Subarachnoidalblutung entlang 

der A. cerebri media rechtsseitig und einer undislozierten Fraktur der medialen Wand 

des Sinus maxillaris linksseitig mit Verdacht auf Einstrahlung in die Basis der Concha 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 3/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

media links im CT des Neurokraniums. Gemäss Bericht des Kantonsspitals St.Gallen 

vom 29. August 2012 waren bei Austritt die Kopfschmerzen von starker Intensität und 

vor allem frontal vorhanden (UV-act. 3.2). Am 19. September 2012 berichteten die 

behandelnden Ärzte des Kantonsspitals St. Gallen, es bestünden intermittierend 

mittelstarke Kopfschmerzen, eine subjektive Visusstörung und fortwährende 

Geruchsstörungen (UV-act. 3.4). Prof. Dr. med. F.___, Neuroradiologie der Klinik G.___, 

diagnostizierte am 2. Oktober 2012 Kontusionsdefekte frontobasal medial (Gyrus 

rectus bilateral) sowie eine kleinste Kontusionsblutung auch im Gyrus frontalis superior 

rechts (UV-act. 3.6).

A.c  Mit Bericht vom 13. November 2012 schätzte Dr. med. H.___, Facharzt FMH 

Allgemeinmedizin, die Arbeitsunfähigkeit des Versicherten vom 19. August 2012 bis 2. 

September 2012 auf 100% und seit 3. September 2012 auf 50% (UV-act. 3.7). Dr. med. 

I.___, Facharzt für Neurochirurgie FMH, Klinik G.___, berichtete am 27. Februar 2013, 

der Versicherte sei nach wie vor in einem protrahierten Verlauf mit verminderter 

Belastbarkeit und rasch auftretenden Kopfschmerzen. Der Versicherte sei vom 27. 

August 2012 bis 6. Februar 2013 zu 100% und seit 7. Februar 2013 zu 80% 

arbeitsunfähig (UV-act. 3.8). Am 2. Oktober 2013 schätzte Dr. I.___ die 

Arbeitsunfähigkeit auch bis auf weiteres auf 80% ein (UV-act. 3.12, vgl. auch UV-act. 

3.10).

A.d  Am 29. September 2014 unterzog sich der Versicherte einer 

neuropsychologischen Untersuchung am Institut für Neuropsychologische Diagnostik 

und Bildgebung (INDB), Zürich. Dr. sc. nat. J.___, und Prof. Dr. rer. nat. K.___ stellten 

fest, die leichten Aufmerksamkeitsdefizite und die unter Berücksichtigung des 

Verhaltens und anamnestischer Angaben mittelschweren Funktionsbeeinträchtigungen 

in der Handlungsregulation seien sehr gut vereinbar mit den in der MRT beschriebenen 

basalen mittelliniennahen und rechts orbitofrontalen Kontusionsdefekten und der 

Mikroblutung im Gyrus frontalis superior rechts. Sie ordneten die Befunde im Rahmen 

einer sonstigen organischen Persönlichkeits- und Verhaltensstörung aufgrund einer 

Schädigung des Gehirns insgesamt leichter bis mittelschwerer Ausprägung ein 

(ICD-10: F07.8). Differentialdiagnostisch müsste auch eine organische 

Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F07.0) in Erwägung gezogen werden (UV-act. 4.11).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 4/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

A.e  Die Basler bezahlte dem Versicherten vom 21. August 2012 bis 2. September 2012 

Taggelder auf der Basis einer Arbeitsunfähigkeit von 100% und ab 3. September 2012 

solche auf der Basis einer Arbeitsunfähigkeit von 80% (UV-act. 2.86). Mit Verfügung 

vom 16. Juni 2014 kürzte die Basler die Geldleistungen wegen Beteiligung an einer 

Rauferei oder Schlägerei um 50% und kündigte die Verrechnung zu viel erbrachter 

Taggelder mit künftigen Taggeldern an (UV-act. 5.5).

B.   

B.a  Dagegen erhob der Versicherte am 24. Juni 2014 Einsprache (UV-act. 5.6). Mit E-

Mail vom 28. Juni 2014 brachte er vor, C.___ und D.___ seien der Meinung, nicht 

derjenige, mit welchem er gesprochen habe, sondern ein anderer aus der Gruppe der 

Männer habe ihn geschlagen. Die Gruppe sei von Anfang an so extrem aggressiv 

gewesen, dass die Situation wahrscheinlich unabhängig von seinem Verhalten eskaliert 

wäre (UV-act. 5.7).

B.b  Mit Entscheid vom 18. Dezember 2014 wies die Basler die Einsprache ab. Sie 

begründete, der Versicherte habe sich an einer Rauferei bzw. Schlägerei beteiligt. Er 

habe die Gefahr einer tätlichen Auseinandersetzung erkennen müssen, weshalb sich 

eine Leistungskürzung rechtfertige. Ob eine starke Provokation seitens des 

Versicherten vorgelegen habe, könne offen bleiben (UV-act. 5.10).

C.  

C.a Gegen den Einspracheentscheid vom 18. Dezember 2014 richtet sich die 

vorliegende Beschwerde vom 2. Februar 2015. Die Rechtsvertreterin des Versicherten 

(nachfolgend: Beschwerdeführer) beantragt darin dessen Aufhebung sowie die 

Entrichtung der ungekürzten gesetzlichen Leistungen. Eventualiter sei die Streitsache 

zur Durchführung weiterer Abklärungen an die Basler (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) zurückzuweisen; unter Kosten- und Entschädigungsfolge (act. 

G1). Mit Beschwerdeergänzung vom 6. März 2015 begründet er, die Gefahr verletzt zu 

werden sei für ihn mangels einer vorausgehenden Auseinandersetzung und aufgrund 

seines Blutalkoholwertes mit Sicherheit nicht erkennbar gewesen. Zudem könne 

aufgrund fehlender Beteiligung seitens des Beschwerdeführers nicht von einem 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 5/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Raufhandel bzw. einer Schlägerei ausgegangen werden. Entsprechend sei eine 

Leistungskürzung nicht zulässig und die Beschwerdegegnerin habe ihm die 

gesetzlichen Unfallversicherungsleistungen vollumfänglich zu erbringen (act. G3).

C.b Mit Beschwerdeantwort vom 17. April 2015 beantragt die Beschwerdegegnerin die 

vollumfängliche Abweisung der Beschwerde. Sie begründet, der Beschwerdeführer 

habe erkennen müssen, dass er geschlagen und verletzt werden könnte, wenn er 

nachts um drei Uhr in stark angetrunkenem Zustand aggressive Kontrahenten 

aufgefordert habe, ihn doch zu schlagen. Die Begleiter des Beschwerdeführers hätten 

die Situation als derart aggressiv betrachtet, dass sie in jedem Fall von einer Eskalation 

ausgegangen seien. Die Leistungskürzung um 50% sei damit nicht zu beanstanden. Ob 

die Aufforderung des Beschwerdeführers gegenüber einem der Kontrahenten, er solle 

ihn doch schlagen, als starke Provokation zu betrachten sei, könne offenbleiben (act. 

G7).

C.c In seiner Replik vom 20. Mai 2015 hält der Beschwerdeführer an seinen Anträgen 

fest. Er führt aus, eine verbale Auseinandersetzung habe nicht stattgefunden und im 

Unfallzeitpunkt habe keine aggressive Stimmung geherrscht. Zwischen dem Verhalten 

des Beschwerdeführers und dem eingetretenen Unfall bestehe weder ein natürlicher 

noch ein adäquater Kausalzusammenhang. Der Beschwerdeführer habe in der 

damaligen Situation nicht erkennen können und müssen, dass der Täter ihn verletzen 

würde. Bei der Blutalkoholkonzentration des Beschwerdeführers werde die 

Zurechnungs- und Schuldunfähigkeit vermutet. Die Äusserung des Beschwerdeführers 

sei zudem scherzhaft sowie ironisch und mit Sicherheit nicht provokativ gemeint 

gewesen (act. G9).

C.d Mit Duplik vom 26. Juni 2015 hält die Beschwerdegegnerin an ihrem Antrag fest. 

Sie bringt vor, bei einem Aufeinandertreffen von stark alkoholisierten Menschen 

spätabends oder nachts nach einem Fest sei häufig mit einer Eskalation zu rechnen. 

Dies gelte erst recht, wenn ein Kontrahent den anderen sogar noch ausdrücklich 

auffordere, ihn doch zu schlagen und diese Aufforderung nicht ohne weiteres als 

scherzhafte Äusserung erkannt werde oder erkannt werden könne. Die Aufforderung 

des Beschwerdeführers an die sichtlich aggressiven Kontrahenten sei natürlich und 

adäquat kausal für den daraufhin erfolgten Schlag gewesen (act. G13).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 6/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Erwägungen

1.  

Umstritten und vorliegend zu prüfen ist die Kürzung der Geldleistungen durch die 

Beschwerdegegnerin um 50%.

1.1  Gemäss Art. 39 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 

832.20) kann der Bundesrat aussergewöhnliche Gefahren und Wagnisse bezeichnen, 

die in der Versicherung der Nichtberufsunfälle zur Verweigerung sämtlicher Leistungen 

oder zur Kürzung der Geldleistungen führen. Gestützt darauf erliess der Bundesrat die 

Art. 47 bis 52 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202). Die 

Geldleistungen werden mindestens um die Hälfte gekürzt bei Nichtberufsunfällen, die 

sich ereignen bei Beteiligung an Raufereien und Schlägereien, es sei denn, der 

Versicherte sei als Unbeteiligter oder bei Hilfeleistungen für einen Wehrlosen durch die 

Streitenden verletzt worden (Art. 49 Abs. 2 lit. a UVV).

1.2  Der Tatbestand der Beteiligung an Raufereien oder Schlägereien i.S.v. Art. 49 Abs. 

2 lit. a UVV ist grundsätzlich verschuldensunabhängig konzipiert und weiter gefasst als 

der Straftatbestand der Beteiligung an einem Raufhandel gemäss Art. 133 des 

Strafgesetzbuches (StGB; SR 311.0). Es genügt, dass das zu sanktionierende Verhalten 

objektiv gesehen die Gefahr einschliesst, in Tätlichkeiten überzugehen oder solche 

nach sich zu ziehen, und die versicherte Person dies erkannt hat oder erkennen 

musste. Der Tatbestand ist daher nicht nur bei der Teilnahme an einer eigentlichen 

tätlichen Auseinandersetzung gegeben. Es ist auch nicht notwendig, dass die 

versicherte Person selbst tätlich geworden ist. Unerheblich ist zudem, aus welchen 

Motiven sie sich beteiligt hat, wer mit einem Wortwechsel oder Tätlichkeiten begonnen 

hat und welche Wendung die Ereignisse in der Folge genommen haben. Entscheidend 

ist allein, ob die versicherte Person die Gefahr einer tätlichen Auseinandersetzung 

erkannt hat oder erkennen musste. Ausgenommen von dieser Bestimmung ist jedoch 

eine versicherte Person, die angegriffen wird, ohne vorher beteiligt gewesen zu sein 

(ALEXANDRA RUMO-JUNGO/ANDRÉ PIERRE HOLZER, Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 216 mit Hinweisen). Es ist nach 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 7/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

objektiven Gesichtspunkten zu beurteilen, mit welchen Reaktionen des Gegners 

vernünftigerweise gerechnet werden muss. Aussergewöhnliche oder übertriebene 

Reaktionen des Gegners fallen nicht in den Bereich des objektiv Erwartungsgemässen. 

Immerhin ist jeweils auch dessen besondere Persönlichkeit zu berücksichtigen, soweit 

diese dem Betroffenen bekannt ist. Lässt er sich mit einem bekannten Schläger in ein 

Wortgefecht ein, hat er grundsätzlich eher mit Tätlichkeiten zu rechnen als bei einem 

“Durchschnittsbürger“ (ALEXANDRA RUMO-JUNGO, Die Leistungskürzung oder -

verweigerung gemäss Art. 37-39 UVG, Freiburg 1993, S. 264). Eine wegen 

Alkoholkonsums verminderte Zurechnungsfähigkeit schliesst sodann die Anwendung 

des grundsätzlich verschuldensunabhängig konzipierten Tatbestandes der Beteiligung 

an Raufereien oder Schlägereien im Sinne von Art. 49 Abs. 2 lit. a UVV nicht aus. Eine 

verminderte Zurechnungsfähigkeit kann nur, aber immerhin, bei der Bemessung der 

Kürzung, welche mindestens 50 % beträgt, berücksichtigt werden (Urteil des 

Bundesgerichts vom 10. März 2011, 8C_579/2010, E. 4).

1.3  Eine Leistungskürzung nach Art. 49 Abs. 2 lit. a UVV setzt sodann voraus, dass 

zwischen dem als Beteiligung an einer Rauferei oder Schlägerei zu qualifizierenden 

Verhalten und dem Unfall ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht. 

Die Beurteilung der Adäquanz im Besonderen hat retrospektiv zu erfolgen. Es ist zu 

fragen, ob und inwiefern die objektiv unter Art. 49 Abs. 2 lit. a UVV fallende Handlung 

als eine wesentliche Ursache des Unfalles erscheint. Dies ist dann zu bejahen, wenn 

die spezifischen Gefahren des allenfalls zu sanktionierenden Verhaltens des 

Versicherten sich beim Unfallereignis konkret ausgewirkt haben und nach der 

allgemeinen Lebenserfahrung und dem gewöhnlichen Lauf der Dinge geeignet sind, 

einen Unfall von der Art des eingetretenen herbeizuführen (Urteil des EVG [seit 2007 

sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom 5. Januar 2006, U 325/05 E. 

1.2).

2.   

Vorerst zu prüfen ist, ob sich der Beschwerdeführer beim Unfall vom 18. August 2012 

i.S.v. Art. 49 Abs. 2 lit. a UVV an einer Rauferei bzw. Schlägerei beteiligt hat.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 8/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

2.1  Der Beschwerdeführer führt aus, er habe sich in keiner Weise aggressiv oder 

beleidigend gegenüber den drei unbekannten Männern verhalten. Er habe einzig einem 

von ihnen gegenüber auf die Frage, ob er ihn schlagen solle, “dann machs doch“ 

geäussert. Er habe dies selbstverständlich nicht ernst gemeint, sondern die Aussage 

spasseshalber gemacht. Er habe mit dieser Bemerkung niemanden provozieren oder 

tatsächlich zum Schlagen auffordern wollen. Weder der Beschwerdeführer noch C.___ 

oder D.___ hätten sich aggressiv verhalten oder seien gegenüber der Gruppe um den 

Täter beleidigend aufgetreten. In Folge der fehlenden Beteiligung seitens des 

Beschwerdeführers könne gar nicht von einer Schlägerei oder Rauferei gesprochen 

werden. Der Beschwerdeführer habe aufgrund des kurzen und harmlosen 

Wortwechsels und seiner offensichtlich nur scherzhaft gemeinten Äusserung nicht mit 

einer derart heftigen Reaktion eines bisher unbeteiligten Anwesenden rechnen müssen. 

Zudem sei die Gefahr verletzt zu werden für den Beschwerdeführer mangels einer 

vorausgehenden Auseinandersetzung und aufgrund seines Blutalkoholwertes mit 

Sicherheit nicht erkennbar gewesen (act. G3). Der Täter und seine Begleiter seien in 

einer so aggressiven Stimmung gewesen, dass diese so oder so zugeschlagen hätten 

und nur auf der Suche nach einem Opfer gewesen seien. Daher wäre es auch zum 

Unfall gekommen, wenn der Beschwerdeführer nicht „dann machs doch“ geäussert 

hätte. Damit sei bereits der natürliche Kausalzusammenhang nicht erfüllt, der adäquate 

Kausalzusammenhang müsse nicht weiter geprüft werden. Bei der 

Blutalkoholkonzentration des Beschwerdeführers werde die Zurechnungs- und 

Schuldunfähigkeit vermutet (act. G9).

2.2  Die Beschwerdegegnerin bringt vor, wer sich an einem Fest in stark 

alkoholisiertem Zustand nachts um drei Uhr mit möglicherweise ebenfalls stark 

alkoholisierten Personen verbal anlege und diese sogar noch auffordere, ihn doch zu 

schlagen, müsse die Gefahr einer tätlichen Auseinandersetzung erkannt haben bzw. 

diese nachgerade provoziert oder in Kauf genommen haben. Offenbar sei die 

Stimmung derart aggressiv aufgeladen gewesen, dass es gemäss den Ausführungen 

des Beschwerdeführers in jedem Fall zu einer Schlägerei gekommen wäre. Die 

Eskalation der Situation und damit die Gefahr einer tätlichen Auseinandersetzung seien 

in dieser Konstellation nicht nur erkennbar, sondern zum Greifen nah gewesen. Der 

Beschwerdeführer habe damit rechnen müssen, dass der Täter seine Aussage nicht als 

Spass, sondern als Aufforderung zu einer wechselseitigen tätlichen 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 9/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Auseinandersetzung auffasse bzw. verstehe. Der Umstand, dass der Beschwerdeführer 

sehr stark alkoholisiert gewesen sei, vermöge an dieser Beurteilung nichts zu 

verändern. An wen die Aufforderung aus dem Kreis der Kontrahenten genau gerichtet 

gewesen sei, sei nicht von Belang (act. G7). Der Beschwerdeführer habe sich verbal mit 

den Kontrahenten angelegt, indem er einen von ihnen ausdrücklich aufgefordert habe, 

ihn doch zu schlagen. Die Aufforderung des Beschwerdeführers an den sichtlich 

aggressiven Kontrahenten sei natürlich und adäquat kausal für den daraufhin erfolgten 

Schlag gewesen. Es sei nicht überwiegend wahrscheinlich, dass es ohne die verbale 

Provokation bzw. die Aufforderung des Beschwerdeführers, ihn doch zu schlagen, 

tatsächlich zu einer tät¬lichen Auseinandersetzung gekommen wäre (act. G13).

2.3  D.___ sagte am 19. August 2012 gegenüber der Kantonspolizei St.Gallen aus, der 

Beschwerdeführer und C.___ hätten einen Spass untereinander gemacht. C.___ habe 

dann zum Beschwerdeführer gesagt, sie schlage ihn, wenn er sie nicht in Ruhe lasse. 

Sie hätten aber keinen Streit gehabt. Eine vorbeigehende Gruppe von drei jungen 

Männern, bestehend aus einem Mann im Trainingsanzug, einem in rotem T-Shirt und 

einem asiatisch aussehenden Typen, habe die Aussage gehört und angehalten. Der 

Mann im Trainingsanzug habe C.___ gefragt, ob er den Beschwerdeführer schlagen 

solle, was sie mit “sicher nicht“ beantwortet habe. Der Mann habe darauf zu ihr gesagt, 

sie müsse es nur sagen, er mache das schon. C.___ habe nicht mehr reagiert und die 

Männer nicht mehr beachtet. Der asiatische Typ habe auch noch etwas gesagt. Der 

Beschwerdeführer habe sich an die Gruppe gewandt und gesagt “schlag mich doch“ 

bzw. “dann mach doch“. Der Täter im roten T-Shirt habe darauf sofort seine Faust ins 

Gesicht des Beschwerdeführers geschlagen. Eine verbale Auseinandersetzung 

zwischen dem Täter und dem Beschwerdeführer habe nicht stattgefunden. Der 

Beschwerdeführer sei recht stark alkoholisiert gewesen. Er, D.___, habe nicht den 

Eindruck gehabt, dass der Täter und seine Begleiter alkoholisiert oder gar stark 

alkoholisiert gewesen seien. Er sei eher der Meinung, dass sie solche Situationen 

gesucht hätten, um sich einmischen und zuschlagen zu können (UV-act. 8.26). C.___ 

machte am 19. August 2012 im Wesentlichen die gleichen Aussagen. Zudem gab sie 

an, zum Unfallzeitpunkt sei der Beschwerdeführer “mega friedlich und glücklich“ 

gewesen, habe es mit allen Leuten lustig haben wollen und sei überhaupt nicht 

aggressiv gewesen. Der Beschwerdeführer habe den Täter und seine Begleiter 

überhaupt nicht provoziert. Er habe nicht einmal mit ihnen gesprochen und ganz sicher 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 10/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

auch nicht damit gerechnet, dass er gleich einen Faustschlag kassieren werde (UV-act. 

8.28). Mit E-Mail vom 28. Juni 2014 präzisierte der Beschwerdeführer sinngemäss, 

C.___ und D.___ seien der Meinung, seine Aufforderung “dann machs doch“ sei nicht 

an den Täter, sondern an einen der beiden anderen Männer gerichtet gewesen (UV-act. 

5.7).

2.4  Der Sachverhalt ist zwischen den Parteien im Wesentlichen unbestritten und ergibt 

sich aus den aktenkundigen Aussagen von C.___ und D.___ gegenüber der 

Kantonspolizei St.Gallen (vgl. UV-act. 8.26, UV-act. 8.28). Unbestrittenermassen gingen 

vom Beschwerdeführer keine Tätlichkeiten oder Beschimpfungen aus. Gemäss 

Rapport der Kantonspolizei vom 28. August 2012 (UV-act. 8.32) wurde sodann wegen 

einfacher Körperverletzung zulasten des Beschwerdeführers und nicht wegen 

Raufhandels ermittelt, mithin also nicht von einer Beteiligung des Beschwerdeführers 

an einer Schlägerei ausgegangen. Die Teilnahme des Beschwerdeführers an einer 

eigentlichen tätlichen Auseinandersetzung ist damit zu verneinen.

2.5  Zu prüfen bleibt, ob dem Beschwerdeführer vorzuwerfen ist, sich in Diskussionen, 

Streitereien oder Wortgefechte eingelassen zu haben, die das Risiko in sich schlossen, 

dass es zu Tätlichkeiten kommen könnte. Entgegen den Ausführungen der 

Beschwerdegegnerin (vgl. act. G7, G13) muss jemand, der nachts in betrunkenem 

Zustand vermeintlich Spass macht, nicht generell häufig davon ausgehen bzw. 

zumindest damit rechnen, dass ein Kontrahent die Aussage nicht als Spass, sondern 

als Aufforderung zu einer wechselseitigen Auseinandersetzung auffasst bzw. versteht 

und es zu einer Eskalation kommt. Erfahrungsgemäss kommt es in solchen Situationen 

in der Regel nicht ohne weiteres zu einer tätlichen Auseinandersetzung. Der 

Beschwerdeführer äusserte gegenüber dem Täter bzw. dessen beiden Begleiter 

lediglich “dann machs doch“. Dies wohl als spontane, ironische Reaktion auf die Frage 

einer der Männer, ob er ihn schlagen solle, und nicht als ernsthafte Aufforderung. Für 

den Täter musste diese Absicht erkennbar sein, konnte er doch nicht davon ausgehen, 

dass der Beschwerdeführer ernsthaft verletzt werden wollte. Der Beschwerdeführer 

musste hingegen nicht damit rechnen, dass der Täter ihn tatsächlich schlagen und 

verletzen würde. Der Täter war am bisherigen Geschehen völlig unbeteiligt und hat sich 

weder verbal noch sonst wie geäussert. Abgesehen vom beschriebenen kurzen 

harmlosen Wortwechsel zwischen C.___ und den beiden Begleitern des Täters ging 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 11/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

dem Schlag keine Auseinandersetzung voraus. Der Beschwerdeführer verhielt sich 

nicht aggressiv, sondern war gemäss Aussagen von C.___ und D.___ friedlich (vgl. UV-

act. 8.26, UV-act. 8.28). Seine verbale Äusserung hat objektiv gesehen keine Gefahr 

geborgen, Tätlichkeiten nach sich zu ziehen. Er musste nicht mit der übertriebenen 

Reaktion des ihm unbekannten Täters in Form eines heftigen Schlages ins Gesicht 

rechnen. Ob der Beschwerdeführer aufgrund seiner hohen Blutalkoholkonzentration 

vermindert zurechnungsfähig war, ist für die Beurteilung einer Beteiligung an einer 

Schlägerei unerheblich (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 10. März 2011, 

8C_579/2010 E. 4).

2.6  Der Beschwerdeführer hat sich folglich weder aktiv an einer Schlägerei beteiligt, 

noch musste er mit einer Tätlichkeit rechnen. Ob die Aussage des Beschwerdeführers 

“dann machs doch“ natürlich und adäquat kausal für seine Verletzung war, muss 

folglich nicht geprüft werden. Demnach kann ebenso offen bleiben, ob der 

Beschwerdeführer, wie von ihm vorgebracht (vgl. act. G9), unabhängig vom seinem 

Verhalten vom Täter angegriffen worden wäre.

3.   

Weiter zu klären ist, ob das Verhalten des Beschwerdeführers als starke Provokation 

i.S.v. Art. 49 Abs. 2 lit. b UVV zu werten ist.

3.1  Um mindestens die Hälfte gekürzt werden Geldleistungen für Nichtberufsunfälle, 

die sich ereignen bei Gefahren, denen sich der Versicherte dadurch aussetzt, dass er 

andere stark provoziert (Art. 49 Abs. 2 lit. b UVV). Beim Begriff der starken Provokation 

i.S.v. Art. 49 Abs. 2 lit. b UVV gilt es in jedem Einzelfall unter Berücksichtigung der 

konkret gegebenen Verhältnisse zu prüfen, ob das beanstandete Verhalten ernsthaft 

geeignet erscheint, eine gewaltsame Reaktion anderer hervorzurufen. Eine solche 

Provokation kann durch Worte, Gesten oder Handlungen erfolgen. Es kommt dabei 

nicht darauf an, ob die Reaktion unverhältnismässig ist. Die Provokation muss aber 

natürlich und adäquat kausal für diese sein. Die Annahme einer starken Provokation 

setzt zudem eine gewisse Unmittelbarkeit der Reaktion des Provozierten voraus. Der 

Schweregrad einer Provokation beurteilt sich nach einem objektiven Massstab und 

nicht nach dem subjektiven Empfinden des Provozierten (RUMO-JUNGO/HOLZER, 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

a.a.O., S. 219, Urteil des Bundesgerichts vom 10. März 2011, 8C_579/2010, E. 2.2.2). 

Jedermann muss sich darauf verlassen können, dass alltägliche Provokationen oder 

übliche menschliche Konfrontationen nicht sogleich in Tätlichkeiten ausarten, welche 

Kürzungen von Versicherungsleistungen nach sich ziehen (RUMO-JUNGO, a.a.O., S. 

271).

3.2  Mit seiner scherzhaft gemeinten Äusserung hat der Beschwerdeführer den Täter 

und dessen Begleiter weder beschimpft, beleidigt, noch sonst wie angegriffen oder 

verletzt. Sein Verhalten war ansonsten passiv und nicht aggressiv. Die einmalige, 

spontane Äusserung des Beschwerdeführers ist damit objektiv nicht als starke 

Provokation zu sehen und war nicht ernsthaft geeignet, eine gewaltsame Reaktion 

hervorzurufen. Ob der Täter sich durch die erkennbar scherzhafte Aussage subjektiv 

provoziert gefühlt hat und sich zum Schlag veranlasst sah, ist unerheblich. Vorliegend 

kann offen bleiben, ob die Äusserung eine adäquat kausale Ursache für die Verletzung 

des Beschwerdeführers darstellte. Dies erscheint jedenfalls fraglich, zumal die Situation 

gemäss Einschätzung von C.___ und D.___ ohnehin eskaliert wäre.

4.   

Schliesslich ist eine Leistungskürzung wegen grobfahrlässiger Verursachung des 

Unfalls i.S.v. Art. 37 Abs. 2 UVG zu prüfen.

4.1  In der Versicherung der Nichtberufsunfälle werden die Taggelder, die während der 

ersten zwei Jahre nach dem Unfall ausgerichtet werden, gekürzt, wenn der Versicherte 

den Unfall grobfahrlässig herbeigeführt hat (Art. 37 Abs. 2 UVG). Nach ständiger 

Rechtsprechung handelt grobfahrlässig, wer jene elementaren Vorsichtsgebote 

unbeachtet lässt, die jeder verständige Mensch in der gleichen Lage und unter den 

gleichen Umständen befolgt hätte, um eine nach dem natürlichen Lauf der Dinge 

voraussehbare Schädigung zu vermeiden (RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 202).

4.2  Als grobfahrlässig wurde in der Rechtsprechung bspw. angesehen, wer in einer 

riskanten Situation gegenüber einer brutalen, randalierenden Gruppe trotz Mahnung 

eines Anwesenden interveniert und dazu eine drohende Haltung einnimmt oder 

zumindest den Ausdruck “schlagen“ gebraucht. Ebenfalls als grobfahrlässiges 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Verhalten wurde die Beschimpfung einer dunkelhäutigen Person als “Neger“ betrachtet 

(RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 208 mit Verweis auf BGE 105 V 215 ff. und Urteil 

des Bundesgerichts vom 28. Juni 2010, 8C_877/2009, E. 3). Der Beschwerdeführer hat 

dagegen lediglich “dann machs doch“ geäussert und damit den Täter weder beleidigt 

oder beschimpft noch ihm gedroht. Diese Aussage war objektiv gesehen nicht als 

ernsthafte Aufforderung zu einem Schlag bzw. einer Verletzung zu werten. Auch fand 

vorgängig keine verbale oder tätliche Auseinandersetzung statt und der 

Beschwerdeführer sowie dessen Begleiter verhielten sich friedlich. Wie die 

Beschwerdegegnerin richtig vorbringt (vgl. act. G7, act. G13), hätte der 

Beschwerdeführer dem Täter und dessen Begleiter wohl auch einfach ausweichen 

können. Die drohende Verletzung war für den Beschwerdeführer jedoch nicht 

voraussehbar und er hatte deshalb keinen Anlass, sich möglichst schnell von den drei 

Männern zu entfernen. Zudem kam es bereits kurz nach dem Zusammentreffen der 

beiden Personengruppen zur Verletzung des Beschwerdeführers und nicht erst nach 

längerer Zeit, in welcher der Beschwerdeführer Gelegenheit gehabt hätte, sich vom 

Geschehen zu entfernen. Der Beschwerdeführer liess damit keine elementaren 

Vorsichtsgebote unbeachtet und führte den Unfall nicht grobfahrlässig herbei. Eine 

Leistungskürzung rechtfertigt sich somit auch nach Art. 37 Abs. 2 UVG nicht.

5.   

5.1  Nach dem Gesagten ist die Beschwerde unter Aufhebung des angefochtenen 

Einspracheentscheids vom 18. Dezember 2014 gutzuheissen und die 

Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Geldleistungen ungekürzt zu 

entrichten.

5.2  Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

5.3  Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In 

der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 

22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Im hier zu 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

beurteilenden Fall erscheint eine Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- (einschliesslich 

Barauslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom 18. Dezember 

2014 aufgehoben und die Beschwerdegegnerin verpflichtet, dem Beschwerdeführer die 

Geldleistungen ungekürzt auszurichten.

2.   

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.   

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 

3'500.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 16.11.2016
	Art. 37 Abs. 2 UVG. Art. 39 UVG. Art. 49 Abs. 2 lit. a und b UVV. Die Kürzung von Geldleistungen wegen Beteiligung an Schlägereien und Raufereien ist vorliegend unrechtmässig, da der Beschwerdeführer die Gefahr einer tätlichen Auseinandersetzung nicht erkennen musste. Eine Kürzung der Geldleistungen rechtfertigt sich auch nicht aufgrund einer starken Provokation oder grobfahrlässiger Verursachung des Unfalls durch den Beschwerdeführer. Gutheissung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 16. November 2016, UV 2015/7).Entscheid vom 16. November 2016 

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

		2025-07-19T07:49:26+0200
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen