# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0e9e5165-6be2-5e68-847c-ed9f53a35bb4
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-07
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Handelsgericht 07.03.2025 HSU.2025.10
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_009_HSU-2025-10_2025-03-07.pdf

## Full Text

Handelsgericht 

2. Kammer 

 

HSU.2025.10 / as / as  
  

 

Entscheid vom 7. März 2025 
 
 

Besetzung  Oberrichter Vetter, Präsident  

Gerichtsschreiber Schneuwly  

 

 
   

Gesuchstellerin   C._____ AG 

 

  
   

Gesuchsgegne-

rin  

 D._____,  

vertreten durch lic. iur. Matthias Fricker, Rechtsanwalt, Kirchenfeld-

strasse 8, 5630 Muri AG  

 

  
 

Gegenstand  Summarisches Verfahren betreffend superprovisorische Eintragung eines 

Bauhandwerkerpfandrechts 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Der Präsident entnimmt den Akten: 

 

1. 

Die Gesuchstellerin ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in S._____. Sie be-

zweckt _____. 

 

2. 

Die Gesuchsgegnerin ist Stiftung mit Sitz in Y._____. Sie bezweckt _____. 

 

Die Gesuchsgegnerin ist Alleineigentümerin des Grdst.-Nr. A GB Y._____ 

(E-GRID: B). 

 
3. 

Mit Gesuch vom 20. Februar 2025 (Postaufgabe: 20. Februar 2025) stellte 

die Gesuchstellerin die folgenden Rechtsbegehren: 

 

1. Das Grundbuchamt Z._____ sei anzuweisen, zulasten des Grund-

stücks in der Gemeinde Y._____, Grundbuch-/Grundblatt-Nr. A, Ka-

taster-Nr. C, zugunsten von der gesuchstellenden Partei ein Bau-

handwerkerpfandrecht für die Pfandsumme von CHF 508'834 nebst 

________ % Zins seit ________ vorläufig als Vormerkung einzutra-

gen. 

 

2. Die Anweisung sei superprovisorisch (d.h. sofort nach Eingang des 

Gesuchs ohne Anhörung der Gegenpartei) zu verfügen und dem 

Grundbuchamt unverzüglich zur vorläufigen Eintragung im Grund-

buch mitzuteilen. 

 

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Gegenpar-

tei. 

 
4. 

Am 24. Februar 2025 erliess der Präsident des Handelsgerichts folgende 

Verfügung: 

 

1. 

In Gutheissung des Gesuchs um Erlass superprovisorischer Mass-

nahmen vom 20. Februar 2025 wird der Gesuchstellerin die Vormer-

kung einer vorläufigen Eintragung eines Bauhandwerkerpfand-

rechts gemäss Art. 837/839 i.V.m. Art. 961 ZGB auf dem Grdst.-Nr. A 

GB Y._____ der Gesuchsgegnerin (E-GRID: B) superprovisorisch für 

eine Pfandsumme von Fr. 508'834.00 bewilligt. 

 

2. 

Das Grundbuchamt Z._____ wird angewiesen, die Vormerkung ge-

mäss vorstehender Dispositiv-Ziff. 1 sofort einzutragen. 

 

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3. 

Die Gesuchstellerin hat mit beiliegendem Einzahlungsschein bis zum 

7. März 2025 einen Gerichtskostenvorschuss von Fr. 5'000.00 zu leis-

ten. 

 

4. 

Zustellung des Doppels des Gesuchs (inkl. Beilagen) vom 20. Februar 

2025 an die Gesuchsgegnerin zur Erstattung einer schriftlichen Ant-

wort bis zum 7. März 2025. 

 

5. 

Fristerstreckungen werden grundsätzlich nicht gewährt. Ausnahms-

weise ist eine Fristerstreckung beim Vorliegen zureichender Gründe 

möglich (Art. 144 Abs. 2 ZPO). Als solche gelten die Zustimmung der 

Gegenpartei oder von der Partei nicht vorhersehbare oder nicht beein-

flussbare Hinderungsgründe. 

 

6. 

Die Gesuchsgegnerin wird darauf hingewiesen, dass die Vormerkung 

im Grundbuch gelöscht wird, wenn sie für die angemeldeten Forde-

rungen hinreichende Sicherheiten leistet. Für die Anmeldung der Lö-

schung sind die Parteien selbst verantwortlich. 

 

7. 

Der Stillstand der Fristen gemäss Art. 145 Abs. 1 ZPO gilt nicht 

(Art. 145 Abs. 2 lit. b ZPO). 

 

 

5. 

Das Grundbuchamt Z._____ merkte die vorläufige Eintragung am 24. Feb-

ruar 2025 (Tagebuchnummer D) im Tagebuch vor.  

 

6. 

Mit Verfügung vom 3. März 2025 wies der Präsident das Fristerstreckungs-

gesuch der Gesuchsgegnerin ab. 

 

7.  

Mit Gesuchsantwort vom 7. März 2025 stellte die Gesuchsgegnerin fol-

gende Rechtsbegehren: 

 

" 1. Hauptanträge 
 1.1. 
 Das Gesuch sei abzuweisen. 
 
 1.2. 

Das Grundbuchamt Z._____ sei anzuweisen, das mit Verfü-
gung vom 24. Februar 2025 auf dem Grundstück Nr. A GB 
Y._____ der Gesuchsgegnerin (E-GRID: B) superprovisorisch 
für eine Pfandsumme von Fr. 508'835.00 eingetragene Bau-
handwerkerpfandrecht zu löschen. 

 - 4 - 

 

 

 
 1.3. 

Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich 8,1 % 
MWST) zu Lasten der Gesuchstellerin. 

 
 2. Eventualanträge 
 2.1. 

Das Grundbuchamt Z._____ sei anzuweisen, auf dem Grund-
stück Nr. A GB Y._____ der Gesuchsgegnerin (E-GRID: B), für 
den Betrag von Fr. 238'765.75 superprovisorisch für eine 
Pfandsumme von Fr. 508'835.00 ein Bauhandwerkerpfand-
recht vorläufig einzutragen. 
 
2.2. 
Der Gesuchstellerin sei eine angemessene Frist zur Einrei-
chung der Klage auf definitive Eintragung des Bauhandwerker-
pfandrechts anzusetzen. 
 
2.3. 
Über die Tragung der Entscheidgebühr und die Verlegung der 
Parteikosten sei im Prozess betreffend definitive Eintragung 
des Bauhandwerkerpfandrechts oder in einem separaten Kos-
tenentscheid zu befinden." 

 

 
   

Der Präsident zieht in Erwägung: 

 

1. Zuständigkeit 

Der Einzelrichter am Handelsgericht ist örtlich, sachlich und funktionell zur 

Beurteilung der im summarischen Verfahren zu behandelnden Streitigkeit 

zuständig (vgl. dazu E. 4 der Verfügung vom 24. Februar 2025). 

 

2. Allgemeine Voraussetzungen der vorläufigen Eintragung 

2.1. 

Die Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts setzt im Wesentlichen 

die Forderung eines Bauhandwerkers oder Unternehmers für die Leistung 

von Arbeit und allenfalls von Material zugunsten des zu belastenden 

Grundstücks sowie die Wahrung der viermonatigen Eintragungsfrist voraus 

(Art. 837 Abs. 1 Ziff. 3 und 839 Abs. 2 ZGB). 

 

2.2. 

Die Eintragungsvoraussetzungen sind im Verfahren betreffend vorläufige 

Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts lediglich glaubhaft zu ma-

chen. An diese Glaubhaftmachung werden zudem weniger strenge Anfor-

derungen gestellt, als es diesem Beweismass für vorsorgliche Massnah-

men (Art. 261 ff. ZPO) sonst entspricht.1 Die vorläufige Eintragung darf nur 

verweigert werden, wenn der Bestand des Pfandrechts ausgeschlossen 

oder höchst unwahrscheinlich erscheint. Im Zweifelsfall, bei unklarer 

 
1  BGE 137 III 563 E. 3.3; 86 I 265 E. 3; vgl. auch SCHUMACHER/REY, Das Bauhandwerkerpfandrecht, 

4. Aufl. 2022, N. 1533 ff.; BSK ZGB II-THURNHERR, 6. Aufl. 2019, Art. 839/840 N. 37 je m.w.N. 

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Beweis- oder Rechtslage, ist die vorläufige Eintragung zu bewilligen und 

die Entscheidung dem Richter im ordentlichen Verfahren zu überlassen.2 

Letztlich läuft es darauf hinaus, dass der gesuchstellende Unternehmer nur 

die blosse Möglichkeit eines Anspruchs auf ein Bauhandwerkerpfandrecht 

nachzuweisen hat.3 

 

3. Verwaltungsvermögen 

3.1. 

Gemäss Auffassung der Gesuchsgegnerin sei ihr Grdst.-Nr. A GB Y._____ 

unpfändbar, weil es sich um Verwaltungsvermögen handle, so dass darauf 

kein Bauhandwerkerpfandrecht eingetragen werden könne (Antwort 

Rz. II/1.1). 

 

3.2. 

Der Gesuchsgegnerin ist zuzustimmen, dass auf Verwaltungsvermögen 

keine Bauhandwerkerpfandrechte eingetragen werden können (Art. 839 

Abs. 4 ZGB). Die strittige Vermögenzugehörigkeit des fraglichen Grund-

stücks steht jedoch der vorläufigen Eintragung des Bauhandwerkerpfand-

rechts nicht entgegen. Vielmehr ist dieses gestützt auf Art. 839 Abs. 3 bzw. 

5 ZGB vorläufig einzutragen.4 Steht aufgrund des Hauptprozesses definitiv 

fest, dass das fragliche Grundstück zum Verwaltungsvermögen gehört, so 

ist gemäss Art. 839 Abs. 6 ZGB die vorläufige Eintragung des Pfandrechts 

zu löschen und an seine Stelle tritt – sofern die Voraussetzungen von 

Art. 839 Abs. 4 ZGB erfüllt sind – die gesetzliche Bürgschaft von Art. 839 

Abs. 4 ZGB.5 

 

Die Frage, ob es sich beim umstrittenen Grundstück der Gesuchsgegnerin 

um Verwaltungsvermögen handelt, kann erst im Hauptprozess definitiv ge-

klärt werden. Diesbezüglich sei lediglich angemerkt, dass das Grdst.-Nr. A 

GB Y._____ der Gesuchsgegnerin mit einer Vielzahl von Register-Schuld-

briefen belastet ist. Eine Unpfändbarkeit scheint damit ausgeschlossen. 

Der vorläufigen Eintragung des Bauhandwerkerpfandrechts steht der Ein-

wand der Gesuchsgegnerin betreffend die Unpfändbarkeit des umstritte-

nen Grundstücks aufgrund seiner angeblichen Zugehörigkeit zum Verwal-

tungsvermögen nicht entgegen. 

 

 
2  BGE 86 I 265 E. 3; 102 Ia 81 E. 2b.bb; BGer 5A_395/2020 vom 16. März 2021 E. 2; 5A_32/2020 

vom 8. April 2020 E. 3; 5A_426/2015 vom 8. Oktober 2015 E. 3.4; SCHUMACHER/REY (Fn. 1), 
N. 1533. 

3  SCHUMACHER/REY (Fn. 1), N. 1535; VETTER/CARBONARA, Das Bauhandwerkerpfandrecht, 2023, 
N. 51 f. 

4  SCHUMACHER/REY (Fn. 1), N. 719. 
5  Vgl. BSK ZGB II-THURNHERR (Fn. 1), Art. 839/840 N. 42l m.w.N. 

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4. Pfandsumme 

4.1. Parteibehauptungen 

Die Gesuchstellerin behauptet, die Pfandsumme setze sich aus der aus-

massbereinigten Werkvertragssumme (Fr. 789'087.00), der ausmassberei-

nigten Nachträge (Fr. 152'902.00), den Abzügen (Rabatt, Skonto, allge-

meine Baunebenkosten, Baureklame; Fr. 44'840.00), der Mehrwertsteuer 

(8.1 %; Fr. 72'669.00), die zu erwartenden Kosten weiterer Projektergän-

zungen (Fr. 80'000.00) und den bereits geleisteten Akontozahlungen 

(Fr. 540'985.00) zusammen und betrage insgesamt Fr. 508'834.00 (Ge-

such S. 2; GB 6 f.). 

 

Die Gesuchsgegnerin macht geltend, die Gesuchstellerin habe ihr bisher 

das definitive Ausmass nicht mitgeteilt, sodass die Pfandsumme auf die 

Auftragssumme in der Höhe von Fr. 649'287.40 beschränkt sei (Antwort 

Rz. II/3.2) bzw. hinsichtlich der Nachträge auf die genehmigten Summen 

(Antwort Rz. II/3.3). Für den Nachtrag Nr. 16 (Übergang Terrasse) lege die 

Gesuchstellerin keine von der Gesuchsgegnerin unterzeichnete Offerte vor 

(Antwort Rz. II/3.3). Die maximale Pfandsumme betrage somit 

Fr. 238'765.75 (Fr. 649'287.40 + Fr. 130'463.95 abzgl. Akontozahlungen) 

(Antwort Rz. II./3.4). 

 

4.2. Rechtliches 

Pfandberechtigt sind die Forderungen der Handwerker oder Unternehmer, 

die auf einem Grundstück zu Bauten oder anderen Werken, zu Abbruchar-

beiten, zum Gerüstbau, zur Baugrubensicherung oder dergleichen Material 

und Arbeit oder Arbeit allein geliefert haben (Art. 837 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB). 

Die mit dem Bauhandwerkerpfand zu sichernde bzw. die gesicherte Forde-

rung besteht entsprechend in der Vergütungsforderung des Handwerkers 

oder Unternehmers. Sie ist mit dieser identisch. Für die Eintragung des 

Bauhandwerkerpfandrechts im Grundbuch ist daher nach Art. 794 Abs. 1 

i.V.m. Art. 837 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB eine bestimmte Pfandsumme anzuge-

ben.6  

 

4.3. Würdigung 

Soweit die Gesuchsgegnerin geltend macht, für den Nachtrag Nr. 16 liege 

keine unterzeichnete Auftragsofferte vor, übersieht sie, dass die Parteien 

den entsprechenden Nachtrag auch mündlich hätten abschliessen können. 

Ferner bestreitet die Gesuchsgegnerin das von der Gesuchstellerin geltend 

gemachte Ausmass nicht, sie macht bloss geltend, ihr sei das definitive 

Ausmass noch nicht mitgeteilt worden. Damit erscheint die von der Ge-

suchstellerin geltend gemachte Pfandsummer aber nicht geradezu als aus-

geschlossen. In einem solchen Zweifelsfall ist die vorläufige Eintragung des 

Bauhandwerkerpfandrechts zu bewilligen und die Entscheidung dem Rich-

ter im ordentlichen Verfahren zu überlassen (vgl. oben E. 2.2). Betreffend 

 
6  SCHUMACHER/REY (Fn. 1), N. 513. 

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die Pfandsumme haben sich die Parteien daher im ordentlichen Verfahren 

mit substantiierten Behauptungen und Beweismitteln auseinanderzuset-

zen. 

 

5. Eintragungsfrist 

5.1. Parteibehauptungen 

Die Gesuchstellerin behauptet, das Erstellen des Blitzschutzes sei noch 

ausstehend, sodass der letzte Hammerschlag noch nicht erfolgt sei. Jeden-

falls seien noch bis zum 15. November 2024 Terrassenplatten verlegt wor-

den (Gesuch S. 3; GB 8). 

 

Die Gesuchsgegnerin behauptet, die Viermonatsfrist sei nicht eingehalten 

worden. Die Gesuchstellerin habe im Rahmen der Umnutzung und Sanie-

rung des Zentralbaus die Flachdacharbeiten ausgeführt. Die Terrassen-

platten hätten nichts mit den Flachdacharbeiten zu tun; sie befänden sich 

im Erdgeschoss und seien mit separatem Nachtrag vereinbart worden. 

Dass das Erstellen des Blitzschutzes noch ausstehend sei, werde mit 

Nichtwissen bestritten (Antwort II./2). 

 

5.2. Rechtliches 

Die Eintragung des Bauhandwerkerpfandrechts muss bis spätestens vier 

Monate nach der Arbeitsvollendung erfolgen, andernfalls verwirkt der An-

spruch (Art. 839 Abs. 2 ZGB).7 Die Eintragungsfrist berechnet sich nach 

Art. 7 ZGB i.V.m. Art. 77 Abs. 1 Ziff. 3 i.V.m. Abs. 2 OR. Sie endet somit an 

demjenigen Tag des letzten Monats, der durch seine Zahl dem Tag der 

Arbeitsvollendung entspricht.8 Bei der Viermonatsfrist von Art. 839 Abs. 2 

ZGB handelt es sich um eine Spätestensfrist. Der Anspruch der Gesuch-

stellerin auf Eintragung des Bauhandwerkerpfandrechts entsteht bereits ab 

dem Zeitpunkt, in welchem sich die Handwerker und Unternehmer zur Ar-

beitsleistung verpflichtet haben.9 

 

Werden auf der Grundlage verschiedener Werkverträge mehrere, zeitlich 

gestaffelte Leistungen erbracht, so stellt sich die Frage, wann deren frist-

auslösende Vollendung anzunehmen ist. Dabei kommt es entscheidend 

darauf an, ob diese Leistungen eine Einheit bilden. Wiederholt gleiche oder 

gleichartige Bauleistungen des gleichen Unternehmens bilden in ihrer Ge-

samtheit eine einzige, spezifische Bauarbeit und unterliegen einem einheit-

lichen Fristenlauf. Eine Einheit zwischen zeitlich gestaffelten Bauleistungen 

ist dann anzunehmen, wenn zwischen diesen ein innerer Zusammenhang 

besteht.10 Vorausgesetzt ist, dass die verschiedenen Bauleistungen in wirt-

schaftlicher und tatsächlicher Hinsicht ein Ganzes bilden.11 Ob formell 

 
7  BGE 126 III 462 E. 4c.aa; BSK ZGB II-THURNHERR (Fn. 1), Art. 839/840 N. 29. 
8  BSK ZGB II-THURNHERR (Fn. 1), Art. 839/840 N. 31a.  
9  SCHUMACHER/REY (Fn. 1), N. 1048 ff. 
10  BGer 5C.232/2001 vom 19. November 2001 E. 3.a. 
11  BGer 5A_282/2016 vom 17. Januar 2017 E. 7.1. 

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getrennte Werkverträge abgeschlossen wurden, spielt keine Rolle, kommt 

es doch nicht auf die oft eher zufällige Anzahl von Werkverträgen an, son-

dern darauf, ob zwischen den fraglichen Leistungen ein enger Konnex vor-

handen ist.12 Zur Beurteilung, ob zwei Bauleistungen eine funktionelle Ein-

heit bilden, kann der Begriff der Arbeitsgattung herangezogen werden, der 

freilich unscharfer Natur ist.13 

 

5.3. Würdigung 

Die Gesuchsgegnerin bestreitet bloss mit Nichtwissen, dass die Klägerin 

den Blitzschutz noch nicht installiert habe. Das ist unglaubwürdig, zumal für 

die Gesuchsgegnerin die Feststellung, ob ein Blitzschutz installiert wurde, 

ein Leichtes sein müsste. In einem solchen Zweifelsfall ist die vorläufige 

Eintragung des Bauhandwerkerpfandrechts zu bewilligen und die Entschei-

dung dem Richter im ordentlichen Verfahren zu überlassen (vgl. oben 

E. 2.2). Betreffend die Frage der Einhaltung der Viermonatsfrist haben sich 

die Parteien daher im ordentlichen Verfahren mit substantiierten Behaup-

tungen und Beweismitteln auseinanderzusetzen. 

 

6. Ergebnis 

Zusammenfassend ergibt sich, dass die Voraussetzungen für die vorläufige 

Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts für eine Pfandsumme von 

Fr. 508'834.00 erfüllt sind und die mit Verfügung vom 24. Februar 2025 su-

perprovisorisch angeordnete Vormerkung der vorläufigen Eintragung eines 

Bauhandwerkerpfandrechts zu bestätigen ist. 

 

7. Prosequierung 

Ist eine Klage auf definitive Eintragung des Bauhandwerkerpfandrechts 

noch nicht rechtshängig, ist der gesuchstellenden Partei nach Art. 263 ZPO 

eine Frist zur Einreichung der Klage mit der Androhung anzusetzen, dass 

die Vormerkung der vorläufigen Eintragung im Grundbuch bei ungenutztem 

Ablauf der Frist ohne weiteres und ersatzlos gelöscht werde.14 Die Prose-

quierungsfrist beträgt nach handelsgerichtlicher Praxis bei Fällen der vor-

liegenden Grösse rund drei Monate. Der Fristenstillstand gemäss Art. 145 

Abs. 1 ZPO ist bei der Prosequierungsfrist nach Art. 263 ZPO i.V.m. 

Art. 961 Abs. 3 ZGB ausgeschlossen.15  

 

8. Prozesskosten 

8.1. 

Gemäss langjähriger Praxis des Handelsgerichts des Kantons werden die 

Prozesskosten im Entscheid über die Anordnung der vorläufigen Eintra-

gung eines Bauhandwerkerpfandrechts gemäss dem Ausgang des Verfah-

rens gestützt auf Art. 95 Abs. 1 und Art. 106 Abs. 1 ZPO der unterliegenden 

 
12  BGer 5C.232/2001 vom 19. November 2001 E. 3.a. 
13  SCHUMACHER/REY (Fn. 1), N. 1173. 
14  SCHUMACHER/REY (Fn. 1), N. 1663 ff.. 
15  BGE 143 III 554 E. 2.5.2 m.w.N.; vgl. auch SCHUMACHER/REY (Fn. 1), N. 1670. 

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Partei auferlegt. Eine abweichende Verlegung der Prozesskosten im allen-

falls vor dem Handelsgericht des Kantons Aargau stattfindenden Hauptpro-

zess im ordentlichen Verfahren oder aufgrund separater Verfügung im vor-

liegenden Verfahren bleibt jedoch vorbehalten.16 Ausgangsgemäss sind 

die Prozesskosten daher von der Gesuchsgegnerin zu tragen. 

 

8.2. 

Unter Berücksichtigung des verursachten Aufwands sowie des Umfangs 

der Streitigkeit werden die Gerichtskosten auf Fr. 5'000.00 festgesetzt (§ 8 

VKD; SAR 221.150). Dementsprechend wird der Gesuchstellerin der von 

ihr geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 5'000.00 zurückerstattet 

und die Gerichtskosten sind von der Gesuchsgegnerin nachzufordern 

(Art. 111 Abs. 1 ZPO). 

 

8.3. 

Eine Parteientschädigung erübrigt sich, da sich die Gesuchstellerin nicht 

anwaltlich vertreten liess und keine notwendigen Auslagen oder eine ange-

messene Umtriebsentschädigung geltend macht (vgl. Art. 95 Abs. 3 ZPO). 

 

8.4. 

Eine abweichende Verlegung der Prozesskosten im allenfalls vor Handels-

gericht stattfindenden Hauptprozess im ordentlichen Verfahren oder auf-

grund separater Verfügung im vorliegenden Verfahren bleibt vorbehalten. 

 
 

   

Der Präsident erkennt: 

 

1. 

In Gutheissung des Gesuchs vom 20. Februar 2025 wird die mit Verfü-

gung vom 24. Februar 2025 zugunsten der Gesuchstellerin auf dem Grund-

stück der Gesuchsgegnerin, Grdst.-Nr. A GB Y._____ (E-GRID: B), super-

provisorisch für eine Pfandsumme von Fr. 508'834.00 angeordnete Vor-

merkung vorsorglich bestätigt. 

 

2. 

Das Grundbuchamt Z._____ wird angewiesen, die Vormerkung gemäss 

Dispositiv-Ziff. 1 aufrechtzuerhalten. 

 

3. 

3.1. 

Die Gesuchstellerin hat bis zum 10. Juni 2025 beim zuständigen Gericht 

im ordentlichen Verfahren Klage auf definitive Eintragung des Bauhand-

werkerpfandrechts anzuheben. 

 
16  VETTER/CARBONARA (Fn. 3), N. 103. 

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3.2. 

Im Säumnisfall fällt die in der vorstehenden Dispositiv-Ziff. 1 angeordnete 

vorsorgliche Massnahme dahin, wobei die Vormerkung im Grundbuch nur 

auf entsprechendes Gesuch hin gelöscht wird. 

 

3.3. 

Es gilt kein Stillstand der Fristen. 

 

4. 

4.1. 

Die Gerichtskosten in Höhe von Fr. 5'000.00 werden der Gesuchsgegnerin 

auferlegt und von dieser nachgefordert.  

 

4.2. 

Der von der Gesuchstellerin geleistete Gerichtskostenvorschuss in der 

Höhe von Fr. 5'000.00 wird dieser zurückerstattet. 

 

4.3. 

Parteientschädigungen werden keine zugesprochen. 

 

4.4. 

Eine abweichende Verlegung der Prozesskosten mittels separater Verfü-

gung oder im ordentlichen Verfahren bleibt vorbehalten, falls dieses vor 

dem Handelsgericht stattfindet. 

 

 
   

Zustellung an: 

− die Gesuchstellerin (mit Doppel der Gesuchsantwort vom 7. März 2025 

[inkl. Beilagen] und Abrechnung) 

− die Gesuchsgegnerin (Vertreter; zweifach) 

 

Zustellung an: 

− das Grundbuchamt Z._____ (nach Ablauf der Rechtsmittelfrist) 

 

Mitteilung an: 

− die Obergerichtskasse 

 

  

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Rechtsmittelbelehrung für die Beschwerde in Zivilsachen (Art. 72 ff., 

Art 90 ff. BGG) 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der schriftlichen Eröff-

nung der vollständigen Ausfertigung des Entscheids an gerechnet, die Be-

schwerde an das Schweizerische Bundesgericht erhoben werden. 

 

Die Beschwerde ist schriftlich oder in elektronischer Form beim Schweize-

rischen Bundesgericht einzureichen. Die Beschwerdeschrift ist in einer 

Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit An-

gabe der Beweismittel und die Unterschriften bzw. eine anerkannte elekt-

ronische Signatur zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 

darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid verfassungsmässige 

Rechte (Art. 98 ff. BGG) verletzt. Die Urkunden, auf die sich die Partei als 

Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in den Händen 

hat; ebenso ist der angefochtene Entscheid beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

 
   

Aarau, 7. März 2025 

 

Handelsgericht des Kantons Aargau 

2. Kammer 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: 

 

 

 

Vetter Schneuwly 

 (i.V. Wenzinger)