# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c28ced62-70fc-5b08-b8c5-1922e4cfd215
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-08-29
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 29.08.2011 D-4664/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4664-2011_2011-08-29.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

Abteilung IV
D­4664/2011

U r t e i l   v om   2 9 .   Augus t   2 0 1 1

Besetzung Einzelrichter Hans Schürch,
mit Zustimmung von Richterin Jenny de Coulon Scuntaro;
Gerichtsschreiberin Anna Dürmüller Leibundgut.

Parteien A._______, geboren am _______,
Eritrea, zurzeit im Sudan
vertreten durch B._______,
_______,
Beschwerdeführerin,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Gegenstand Asylgesuch aus dem Ausland und Einreisebewilligung;
Verfügung des BFM vom 21. Juli 2011 / N _______.

D­4664/2011

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  die  Beschwerdeführerin  mit  Eingabe  vom  25.  April  2011  (Datum 
Eingang  BFM)  durch  ihren  als  anerkannter  Flüchtling  in  der  Schweiz 
lebenden Bruder B._______ (N _______) ein Asylgesuch stellen liess,

dass darin beantragt wurde, es sei der Beschwerdeführerin zur Abklärung 
des Sachverhalts die Einreise  in die Schweiz  zu bewilligen und Asyl  zu 
gewähren,

dass ihr die für die Reise benötigten Reisepapiere auszustellen seien,

dass  der  Eingabe  eine  Vollmacht  vom  1.  März  2011  sowie  ein 
fremdsprachiges Schreiben (beides Faxkopien) beilagen,

dass zu Begründung des Gesuchs  im Wesentlichen vorgebracht wurde, 
die Beschwerdeführerin sei illegal aus Eritrea ausgereist und befinde sich 
zurzeit ohne Bewilligung in Libyen,

dass  die  Situation  in  Libyen  unerträglich  geworden  sei,  da  die 
Beschwerdeführerin  in  ständiger  Angst  vor  Übergriffen, 
Diskriminierungen, Verhaftung und Rückschaffung nach Eritrea lebe,

dass Asylsuchende in Libyen nicht auf einen effektiven Schutz durch das 
UNHCR zählen könnten,

dass die Versorgung mit Lebensmitteln seit Ausbruch des Bürgerkriegs in 
Libyen ebenfalls schwierig geworden und die Bewegungsfreiheit aufgrund 
der Sicherheitsrisiken sehr eingeschränkt sei,

dass  der  Beschwerdeführerin  bei  einer  Rückkehr  nach  Eritrea  eine 
unverhältnismässig  harte  Bestrafung  drohen  würde,  unter  anderem 
wegen ihrer illegalen Ausreise,

dass  der  Bruder  der  Beschwerdeführerin  seit  fast  viereinhalb  Jahren  in 
der  Schweiz  lebe  und  die  Geschwister  ein  enges  Verhältnis  pflegten, 
weshalb eine Beziehungsnähe zur Schweiz bestehe, 

dass das BFM dem Vertreter der Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 
14.  April  2011 mitteilte,  die  schweizerische Vertretung  in  Tripolis  sei  im 
Februar  2011  geschlossen  worden,  weshalb  das  Asylgesuch  der 
Beschwerdeführerin zurzeit nicht weiterbehandelt werden könne,

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dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 2. Mai 2011 mitteilen liess, 
sie  sei  vor  dem  Bürgerkrieg  in  Libyen  geflüchtet  und  befinde  sich 
inzwischen  in Khartoum, Sudan, weshalb das BFM gebeten werde, das 
Gesuch weiter zu behandeln,

dass das BFM dem Vertreter der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 
15. Juni 2011 mitteilte, gemäss einem Schreiben der Schweizer Botschaft 
in  Khartoum  vom  23.  März  2010  (welches  der  Verfügung  beigelegt 
wurde)  sei  eine  Befragung  vor  Ort  aus  sicherheitstechnischen, 
strukturellen und organisatorischen Gründen nicht möglich, weshalb von 
einer solchen abgesehen werde,

dass  das  BFM  dem  Vertreter  der  Beschwerdeführerin  gleichzeitig 
Gelegenheit  gab,  zur  Vervollständigung  des  Sachverhalts  mehrere 
konkrete Fragen zu beantworten,

dass  der  Vertreter  zudem  aufgefordert  wurde,  das  eingereichte 
fremdsprachige Schreiben der Beschwerdeführerin  in  eine Amtssprache 
zu übersetzen,

dass der Vertreter der Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 5. Juli 2011 
(Datum Eingabe BFM) eine entsprechende Stellungnahme zu den Akten 
reichte,

dass  darin  im  Wesentlichen  ausgeführt  wurde,  die  Beschwerdeführerin 
sei  am  1.  Juli  2009  zum  Militärdienst  eingezogen  worden,  wo  sie 
sexuellen Übergriffen ausgesetzt gewesen sei,

dass  sie  aus  diesem  Grund  am  29.  Juni  2010  aus  dem  Militärcamp 
desertiert und in den Sudan geflüchtet sei,

dass  die  in  Eritrea  verbliebenen  Eltern  von  den  Behörden  zur  Zahlung 
einer hohen Busse aufgefordert worden seien,

dass sich die Beschwerdeführerin  (nach vorübergehendem Aufenthalt  in 
Libyen)  jetzt wieder  im Sudan  aufhalte,  sich  jedoch  nicht  beim UNHCR 
gemeldet und keinen Flüchtlingsausweis habe, weil sie erst kurze Zeit im 
Sudan lebe,

dass sie dort von einem in Israel lebenden Onkel unterstützt werde,

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dass  das  BFM  das  Asylgesuch  der  Beschwerdeführerin  mit  Verfügung 
vom  21.  Juli  2011  ablehnte  und  ihr  die  Einreise  in  die  Schweiz 
verweigerte,

dass  es  zur  Begründung  anführte,  aufgrund  des  vollständig  erstellten 
Sachverhalts  könne  davon  ausgegangen  werden,  es  liege  keine 
unmittelbare  Gefährdung  vor,  welche  die  sofortige  Einreise  der 
Beschwerdeführerin als notwendig erscheinen lassen würde,

dass zwar aufgrund der Akten zu schliessen sei, die Beschwerdeführerin 
habe in Eritrea ernsthafte Schwierigkeiten mit den heimatlichen Behörden 
gehabt,

dass  sich  die  Beschwerdeführerin  jedoch  seit  April  2011  im  Sudan 
aufhalte  und  seitens  der  Beschwerdeführerin  keine  Angaben  dazu 
gemacht worden seien, weshalb ihr ein weiterer Verbleib im Sudan nicht 
möglich oder nicht zumutbar wäre,

dass daher keine konkreten Anhaltspunkte  für die Annahme bestünden, 
wonach ein weiterer Verbleib im Sudan nicht zumutbar oder nicht möglich 
wäre,

dass  es  der Beschwerdeführerin  gegebenenfalls  zuzumuten wäre,  beim 
UNHCR im Sudan um Schutz und Aufnahme in einem Flüchtlingslager zu 
ersuchen,

dass  die  Beschwerdeführerin  mit  ihrem  Bruder  zwar  über  einen 
Anknüpfungspunkt in der Schweiz verfüge,

dass  sie  sich  jedoch  offenbar  ohne  ernsthafte  Probleme  im  Sudan 
aufhalten könne und dort durch einen in Israel lebenden Onkel unterstützt 
werde,

dass  der  Anknüpfungspunkt  zur  Schweiz  bei  dieser  Sachlage  nicht 
überwiege,

dass  die  Beschwerdeführerin  nach  dem  Gesagten  den  subsidiären 
Schutz der Schweiz nicht benötige und es ihr zuzumuten sei, weiterhin im 
Sudan zu bleiben,

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dass  vorliegend  auch  die  Voraussetzungen  für  eine 
Familienzusammenführung im Sinne von Art. 51 Abs. 2 des Asylgesetzes 
vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) nicht erfüllt seien,

dass  für die weitere Begründung der vorinstanzlichen Verfügung auf die 
Akten zu verweisen ist,

dass  die  Beschwerdeführerin  mit  Eingabe  vom  24. August  2011 
(Poststempel)  an  das  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  gegen 
diese Verfügung erheben liess,

dass  dabei  beantragt  wurde,  die  angefochtene  Verfügung  sei 
aufzuheben, und der Beschwerdeführerin sei die Einreise in die Schweiz 
zwecks Durchführung eines Asylverfahrens zu bewilligen,

dass  in  prozessualer  Hinsicht  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege  (Art.  65  Abs.  1  des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezember 
1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR  172.021])  sowie 
Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses ersucht wurde,

dass  auf  den  Inhalt  der  Beschwerde  –  soweit  entscheidwesentlich  –  in 
den nachfolgenden Erwägungen eingegangen wird,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 
über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  VwVG)  des  BFM 
entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des 
Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht 
(Art. 105  AsylG  i. V. m.  Art. 31 – 33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes 
vom  17. Juni  2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  sich  das  Verfahren  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem  BGG 
richtet,  soweit  das  AsylG  nichts  anderes  bestimmt  (Art. 37  VGG  und 
Art. 6 AsylG),

dass  die  Beschwerdeführerin  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 
ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an deren Aufhebung beziehungsweise 

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Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist 
(Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 VwVG),

dass  das  vorliegende  Asylgesuch  nicht  bei  einer  schweizerischen 
Vertretung, sondern direkt beim BFM eingereicht wurde,

dass  es  indessen  dennoch  als  Asylgesuch  aus  dem  Ausland  zu 
behandeln  ist  (vgl.  dazu  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der 
Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK]  1997 Nr.  15  E.  2b  S. 
129),

dass mit  Beschwerde  an  das  Bundesverwaltungsgericht  die  Verletzung 
von  Bundesrecht,  die  unrichtige  oder  unvollständige  Feststellung  des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise 
einer zweiten Richterin entschieden wird  (Art. 111 Bst. e AsylG) und es 
sich  vorliegend,  wie  nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt, 
weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 
111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art.  111a  Abs.  1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass  das  Bundesamt  ein  im  Ausland  gestelltes  Asylgesuch  ablehnen 
kann, wenn die asylsuchende Person keine Verfolgung glaubhaft machen 
kann oder  ihr die Aufnahme  in einem Drittstaat zugemutet werden kann 
(Art. 3, Art. 7 und Art. 52 Abs. 2 AsylG),

dass  das  Bundesamt  Asylsuchenden  die  Einreise  in  die  Schweiz  zur 
Abklärung  des  Sachverhalts  bewilligt,  wenn  ihnen  nicht  zugemutet 
werden kann,  im Wohnsitz­ oder Aufenthaltsstaat zu bleiben oder  in ein 
anderes Land auszureisen (Art. 20 Abs. 2 AsylG),

dass  die  Voraussetzungen  zur  Erteilung  einer  Einreisebewilligung 
grundsätzlich  restriktiv  zu  handhaben  sind,  wobei  den  Behörden  ein 
weiter  Ermessensspielraum  zukommt,  indem  neben  der  erforderlichen 

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Gefährdung  im Sinne  von Art.  3 AsylG  namentlich  die Beziehungsnähe 
zur Schweiz, die Möglichkeit der Schutzgewährung durch einen anderen 
Staat,  die  Beziehungsnähe  zu  anderen  Staaten,  die  praktische 
Möglichkeit  und  objektive  Zumutbarkeit  zur  anderweitigen  Schutzsuche 
sowie  die  voraussichtlichen  Eingliederungs­  und 
Assimilationsmöglichkeiten  in Betracht  zu ziehen sind  (vgl. die weiterhin 
gültige Praxis gemäss EMARK 1997 Nr. 15,  insbes. S. 131  ff., 2005 Nr. 
19 E. 4 S. 174 ff.),

dass  die  Beschwerdeführerin  den  Akten  zufolge  in  Eritrea  aus  dem 
Militärdienst  desertiert  und  in  der  Folge  illegal  aus  ihrem  Heimatland 
ausgereist ist,

dass daher nicht auszuschliessen  ist, sie wäre bei einer Rückkehr nach 
Eritrea  einer  asyl­  respektive  flüchtlingsrechtlich  relevanten  Gefährdung 
ausgesetzt,

dass sie sich jedoch inzwischen seit April 2011 im Sudan aufhält,

dass  in  der  Beschwerde  zwar  geltend  gemacht  wird,  die 
Beschwerdeführerin verfüge im Sudan über kein soziales Netzwerk, halte 
sich in Khartoum auf, wo sie jedoch als Asylsuchende nicht bleiben dürfe 
und  sei  als  alleinstehende  Frau  der  Gefahr  (sexueller)  Übergriffe 
ausgesetzt,  weshalb  auch  eine  Rückkehr  in  ein  Flüchtlingscamp  nicht 
zumutbar sei,

dass die Situation für eritreische Flüchtlinge im Sudan tatsächlich generell 
schwierig  ist  (vgl.  die  Auskunft  der  SFH­Länderanalyse  vom  16.  Juni 
2011 betreffend Familiennachzug über den Sudan in die Schweiz),

dass  seitens  der  Beschwerdeführerin  indessen  lediglich  generelle 
Schwierigkeiten  von  alleinstehenden,  weiblichen  Asylsuchenden  im 
Sudan geschildert werden,

dass hingegen nicht geltend gemacht wird, die Beschwerdeführerin selbst 
habe im Sudan konkret mit ernsthaften Problemen zu kämpfen,

dass  insbesondere  keine  konkreten  Hinweise  dafür  bestehen,  die 
Beschwerdeführerin  sei  im  Sudan  von  sexueller,  religiöser  oder 
anderweitig  motivierter  Gewalt  betroffen  oder  habe  eine  unmittelbar 
drohende Deportation nach Eritrea zu befürchten,

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dass  es  ihr  ohne  weiteres  zuzumuten  ist,  sich  beim  UNHCR  als 
Asylsuchende  registrieren zu  lassen und sich  in eines der vom UNHCR 
betriebenen  Flüchtlingscamps  zu  begeben,  sollte  sie  den  von  ihr  selbst 
gewählten (illegalen) Aufenthaltsort in Khartoum als untragbar erachten,

dass  der  Aufenthalt  der  Beschwerdeführerin  ausserhalb  eines 
Flüchtlingscamps  im Übrigen auf eine gewisse Selbständigkeit  ihrerseits 
hinweist  und  zudem  darauf  schliessen  lässt,  sie  verfüge  im  Sudan 
durchaus über ein gewisses Beziehungsnetz,

dass insbesondere in Khartoum eine grosse eritreische Diaspora besteht 
und  die  Beschwerdeführerin  bei  Bedarf  diese  Gemeinschaft  um  Hilfe 
angehen könnte,

dass  sie  zudem  den  Akten  zufolge  von  ihrem  in  Israel  lebenden Onkel 
unterstützt  wird  und  davon  auszugehen  ist,  auch  ihr  in  der  Schweiz 
lebender  Bruder  (ihr  Vertreter  im  vorliegenden  Verfahren)  könnte 
gegebenenfalls  einen  finanziellen  Beitrag  zu  ihren  Unterhaltskosten  im 
Sudan leisten,

dass  die  Beschwerdeführerin  zwar  mit  ihrem  Bruder  über  einen 
Anknüpfungspunkt zur Schweiz verfügt,

dass  geltend  gemacht  wird,  Bruder  und  Schwester  verbinde  eine 
besonders  enge  Beziehung,  welche  mittels  telefonischen  Kontakts 
gepflegt werde,

dass  jedoch  nicht  ersichtlich  ist,  inwiefern  die  Beziehung  zwischen  der 
Beschwerdeführerin und ihrem Bruder besonders eng ist, zumal aufgrund 
der  Aktenlage  davon  auszugehen  ist,  die  beiden  hätten  sich  seit 
mehreren Jahren nicht mehr persönlich gesehen,

dass eine Abwägung der Gesamtumstände  im Sinne von Art. 52 Abs. 2 
AsylG  daher  nicht  zum  Ergebnis  führt,  dass  gerade  die  Schweiz  der 
Beschwerdeführerin den erforderlichen Schutz gewähren soll,

dass  der  Beschwerdeführerin  demnach  der  weitere  Verbleib  im  Sudan 
zuzumuten ist und ihr die Vorinstanz zu Recht die Einreise in die Schweiz 
verweigert und das Asylgesuch abgelehnt hat,

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dass im Weiteren im vorliegenden Fall keine besonderen Gründe für eine 
Familienvereinigung im Sinne von Art. 51 Abs. 2 AsylG geltend gemacht 
werden und auch von Amtes wegen keine solchen ersichtlich sind,

dass  die  angefochtene  Verfügung  demnach  Bundesrecht  nicht  verletzt, 
den  rechtserheblichen  Sachverhalt  richtig  und  vollständig  feststellt  und 
angemessen  ist  (Art.  106 AsylG), weshalb  die Beschwerde  abzuweisen 
ist,

dass  angesichts  des  direkten  Entscheids  in  der  Sache  das  in  der 
Beschwerde  gestellte  Gesuch  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines 
Kostenvorschusses gegenstandslos geworden ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des Verfahrens  dessen Kosten  grundsätzlich 
der Beschwerdeführerin aufzuerlegen wären (Art. 63 Abs. 1 VwVG),

dass  indessen  aus  verwaltungsökonomischen  Gründen  in  Anwendung 
von Art. 6 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten 
und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  (VGKE, 
SR 173.320.2) auf die Erhebung von Verfahrenskosten zu verzichten ist,

dass  das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege 
(Art. 65 Abs. 1 VwVG) damit ebenfalls gegenstandslos geworden ist.

 (Dispositiv nächste Seite)

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Seite 10

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.  
Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt.

3. 
Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin und das BFM.

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Hans Schürch Anna Dürmüller Leibundgut

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