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**Case Identifier:** df4ddfef-90b0-5ea8-ad1d-3f5b6b6447eb
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-05-26
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 26.05.2016 200 2016 228
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2016-228_2016-05-26.pdf

## Full Text

200 16 228 IV
FUR/SHE/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 26. Mai 2016

Verwaltungsrichterin Fuhrer, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Schwegler, Verwaltungsrichter Grütter
Gerichtsschreiber Schnyder

A.________
vertreten durch B.________, Rechtsanwalt C.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 15. Januar 2016

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Mai 2016, IV/16/228, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1988 geborene A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) meldete sich am 13. Januar 2012 mit Hinweis auf eine seit 
September 2011 bestehende psychische Erkrankung bei der IV-Stelle Bern 
(nachfolgend IVB oder Beschwerdegegnerin) zum Leistungsbezug an (Ak-
ten der IVB, Antwortbeilage [AB] 1). Diese tätigte in der Folge medizinische 
und erwerbliche Abklärungen. Insbesondere sprach sie ihm Integrations-
massnahmen (Aufbautraining; AB 26, 34) sowie Taggeld (AB 25) zu. Nach 
vorgängig durchgeführtem Vorbescheidverfahren (AB 60) verneinte die IVB 
mangels Vorliegens einer Arbeitsunfähigkeit ab 1. Februar 2013 mit Verfü-
gung vom 22. Februar 2014 (AB 61) den Anspruch auf eine Invalidenrente. 
Die Verfügung blieb unangefochten.

B.

Am 12. März 2014 (AB 62) meldete die involvierte Krankentaggeldversiche-
rung den Versicherten bei der IVB zur Früherfassung an. Dieser reichte 
seine Anmeldung zum Leistungsbezug mit Hinweis auf eine seit 2009 be-
stehende psychische Erkrankung am 20. April 2014 ein (AB 68). Erneut 
tätigte die IVB erwerbliche und medizinische Abklärungen. Insbesondere 
gewährte sie Frühinterventionsmassnahmen (Coaching; AB 101, 111, 115) 
und beauftrage Dr. med. D.________, Facharzt für Psychiatrie und Psycho-
therapie FMH, mit einer Untersuchung. Gestützt auf dessen psychiatrisch-
psychotherapeutisches Gutachten vom 21. Juli 2015 (AB 122.1) sowie 
nach Gutsprache von beruflichen Massnahmen (beratende Begleitung zum 
Erhalt des Arbeitsplatzes; AB 128, 151) stellte die IVB dem Versicherten 
mit Vorbescheid vom 8. September 2015 (AB 129) bei einem Invaliditäts-
grad von 10% die Abweisung des Rentenbegehrens in Aussicht. Hiergegen 
erhob B.________ insbesondere mit Beilage eines Berichts des behan-
delnden Psychiaters Dr. med. E.________, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie FMH, vom 25. Oktober 2015 (AB 139/3) Einwände 
(AB 136, 139). Nach Einholung einer Stellungnahme bei Dr. med. 

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D.________ vom 20. Dezember 2015 (AB 144) entschied die IVB mit Ver-
fügung vom 15. Januar 2016 (AB 146) wie im Vorbescheid angekündigt.

C.

Mit Eingabe vom 17. Februar 2016 erhob der Versicherte, vertreten durch 
Rechtsanwalt C.________, B.________, hiergegen Beschwerde mit fol-
genden Rechtsbegehren:

1. Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 15. Januar 2016 sei aufzuheben.

2. Dem Beschwerdeführer sei eine Invalidenrente zuzusprechen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich der gesetzlichen Mehr-
wertsteuer) zulasten der Beschwerdegegnerin.

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 10. März 
2016 auf Abweisung der Beschwerde. 

Eine weitere Eingabe des Beschwerdeführers datiert vom 24. März 2016.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 

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gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 15. Januar 2016 
(AB 146). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 
80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind ((lit. b 
und c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 

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Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und 
damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschrän-
kungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung 
allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-
wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 
bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 
2014 IV Nr. 2 S. 5 E. 3.1). Entscheidend ist, ob und inwiefern es der versi-
cherten Person trotz ihres Leidens sozialpraktisch zumutbar ist, die Restar-
beitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgegli-
chenen Arbeitsmarkt zu verwerten, und ob dies für die Gesellschaft tragbar 
ist. Dies ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu prüfen 
(BGE 136 V 279 E. 3.2.1 S. 281). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung 
nach Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 
ATSG ist die medizinische Befundlage. Eine Einschränkung der Leistungs-
fähigkeit kann immer nur dann anspruchserheblich sein, wenn sie Folge 
einer Gesundheitsbeeinträchtigung ist, die fachärztlich einwandfrei dia-
gnostiziert worden ist (BGE 141 V 281 E. 2.1 S. 285).

2.4 Wurde eine Rente wegen eines fehlenden oder zu geringen Invali-
ditätsgrades bereits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur 
geprüft, wenn die versicherte Person glaubhaft macht, dass sich der Grad 
der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat 
(Art. 87 Abs. 2 und 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung vom 
17. Januar 1961 [IVV; SR 831.201]). Diese Eintretensvoraussetzung soll 
verhindern, dass sich die Verwaltung immer wieder mit gleichlautenden und 
nicht näher begründeten, d.h. keine Veränderung des Sachverhalts darle-
genden Rentengesuchen befassen muss (BGE 133 V 108 E. 5.3.1 S. 112).

Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache mate-
riell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Per-

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son glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsäch-
lich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revi-
sionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (SVR 2011 IV Nr. 2 S. 8 E. 
3.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechts-
kräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue 
Gesuch ab. Andernfalls hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die festge-
stellte Veränderung genügt, um nunmehr eine rentenbegründende Invali-
dität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt 
die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 
3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invaliditätsgrad 
erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuanmeldungsver-
fahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – durch Ver-
gleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten materiellen Beur-
teilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit demjenigen zur 
Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 S. 112; 130 V 
71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

2.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

3.

3.1 Aus den Akten wird ersichtlich, dass die Beschwerdegegnerin auf 
die Neuanmeldung vom 20. April 2014 (AB 68) eingetreten ist. Folglich ist 
die Eintretensfrage vom Gericht nicht zu überprüfen (BGE 109 V 108 E. 2b 
S. 114). Zu prüfen ist, ob zwischen der leistungsabweisenden Verfügung 
vom 20. Februar 2014 (AB 61) und der hier angefochtenen Verfügung vom 

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15. Januar 2016 (AB 146) eine wesentliche Änderung in medizinischer 
bzw. erwerblicher Hinsicht, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
einen allfälligen Rentenanspruch zu beeinflussen, eingetreten ist (vgl. 
E. 2.4 hiervor).

3.2 In medizinischer Hinsicht stützte sich die Verfügung vom 20. Febru-
ar 2014 im Wesentlichen auf den undatierten, der Beschwerdegegnerin am 
7. Januar 2014 (AB 59) zugegangenen Bericht des behandelnden Psychia-
ters Dr. med. E.________. Darin diagnostizierte dieser eine bipolare affek-
tive Störung, gegenwärtig remittiert (ICD-10 F31.7; S. 2 Ziff. 1.1). Der Be-
schwerdeführer habe ab dem 1. Februar 2013 eine eigene Wohnung bezo-
gen, ab 22. April 2013 das Studium in … an der Fachhochschule in … auf-
genommen und ab Juli 2013 eine 50%-ige Arbeitsstelle als … beim 
F.________ angetreten (S. 2 f. Ziff. 1.4). Als …/… habe vom 15. Juni 2012 
bis 31. Januar 2013 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestanden (S. 3 
Ziff. 1.6). Zu berücksichtigen sei, dass der Beschwerdeführer an einer er-
höhten Stressvulnerabilität, einer hohen Sensitivität sowie einem ständigen 
Gefühl innerer Anspannung, d.h. unter Einschränkungen der Konzentration 
und der Belastbarkeit leide. Geräusche im Wohnblock könnten ihn sosehr 
stören, dass er aus der Wohnung gehen müsse. Stosszeiten, Menschen-
ansammlungen sowie eine Geräuschkulisse am Arbeitsplatz sollten ver-
mieden werden (S. 3 Ziff. 1.4 i.V.m. S. 5). 

3.3 Der nun angefochtenen Verfügung vom 15. Januar 2016 lagen im 
Wesentlichen folgende medizinische Berichte zu Grunde:

3.3.1 Im Bericht der G.________ vom 2. Mai 2014 (AB 75/7) wurde eine 
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode 
(ICD-10 F33.1) seit ca. Januar 2014 diagnostiziert (S. 1 Ziff. 1.1). Eine 
100%-ige Arbeitsunfähigkeit wurde vom 1. Februar bis 4. Mai 2014 attes-
tiert (S. 2 Ziff. 1.6). Die depressiven Symptome würden sich in Form von 
sozialem Rückzug, Gefühl der Insuffizienz, kognitiver Einbusse mit konse-
kutiv verminderter Auffassungs- und Merkfähigkeit sowie Schwierigkeiten in 
sozialen Beziehungen auf die Arbeit auswirken. Aktuell sei dem Beschwer-
deführer seine bisherige Tätigkeit an zwölf Stunden pro Woche zumutbar 
(Ziff. 1.7). Er sei betreffend Konzentrations- und Auffassungsvermögen 
sowie Anpassungsfähigkeit und Belastbarkeit in dem Sinne eingeschränkt, 

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dass er nur zeitlich beschränkt einsetzbar sei, schneller ermüde und eine 
längere Regeneration erforderlich sei (S. 5).

3.3.2 Dr. med. E.________ diagnostizierte im Bericht vom 7. Juli 2014 
(AB 86/2) eine bipolare affektive Störung, gegenwärtig leichte depressive 
Episode (ICD-10 F31.3; S. 2 Ziff. 1.1). Es bestehe ein mehrheitlich subklini-
scher Verlauf bei jedoch erhöhter Stressvulnerabilität, hoher Sensitivität 
(Geräusche im Wohnblock könnten den Versicherten so sehr stören, dass 
er aus der Wohnung gehen müsse, Stosszeiten, Menschenansammlungen 
sowie eine Geräuschkulisse am Arbeitsplatz seien zu vermeiden) und ein 
ständiges Gefühl innerer Anspannung. Aktuell sei der Versicherte nun 
stimmungsstabiler. Nach wie vor bestünden eine grosse Geräusch- und 
Stressvulnerabilität und wiederholt mehrere Tage dauernde Phasen von 
Antriebsminderung, Adynamie und Bedrücktheitsgefühl (S. 3 Ziff. 1.4). Eine 
medizinisch begründete Arbeitsunfähigkeit bestehe seit dem 3. Mai 2014 
im Umfang von 30-60% (S. 3 Ziff. 1.6). Der Beschwerdeführer könne ca. 
vier bis sechs Stunden arbeitstätig sein, sofern er die Möglichkeit habe, 
sich auf seine Aufgaben zu konzentrieren und weitgehend reizabgeschirmt 
sei (S. 4 Ziff. 1.7). Das Konzentrationsvermögen und die Belastbarkeit sei-
en eingeschränkt, nicht aber das Auffassungsvermögen, die Anpassungs-
fähigkeit sowie die Fahrtauglichkeit (S. 6). 

3.3.3 Die behandelnde Hausärztin Dr. med. H.________, Fachärztin für 
Allgemeine Innere Medizin FMH, diagnostizierte im Bericht vom 4. Sep-
tember 2014 (AB 95) mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine bipolare 
affektive Störung (ICD-10 F31.0), eine Somatisierungsstörung (ICD-10 
F45.0) sowie eine kombinierte Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F61.0; S. 1 
Ziff. 1.1). Der Beschwerdeführer leide unter einer psychischen Einschrän-
kung (innere Unruhe, Konzentrationsstörungen, verminderte Stresstoleranz 
und Belastbarkeit). Diese würde sich in Form einer schnelleren Ermüdbar-
keit auf die Arbeitsfähigkeit auswirken (S. 2 Ziff. 1.7). Es bestehe eine Ar-
beitsunfähigkeit von 50% seit Anfang 2013 (Ziff. 1.6). Das Auffassungs-
vermögen sei nicht eingeschränkt, die Fahrtauglichkeit gegeben. Einge-
schränkt seien das Konzentrationsvermögen, die Belastbarkeit sowie die 
Anpassungsfähigkeit. Bei letzterer bestünden Schwierigkeiten bei neuen 
Arbeitsabläufen, Arbeitskollegen oder Chefwechseln (S. 4). 

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3.3.4 Dr. med. D.________ diagnostizierte im psychiatrisch-
psychotherapeutischen Gutachten vom 21. Juli 2015 (AB 122.1) ein kombi-
nierte Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F61.0) mit depressiv-ängstlichen, 
zwanghaften (übergenau, umständlich), neurasthenischen, somatoform-
hypochondrischen, selbstunsicheren-unselbstständigen und histrionischen 
Anteilen, mit Abhängigkeitssyndrom von ärztlich verordneten Benzodiaze-
pinen (ICD-10 F13.2) bei Verdacht auf eine bipolare affektive Störung, ge-
genwärtig remittiert (ICD-10 F31.7) und eine rezidivierende depressive 
Störung, gegenwärtig remittiert (ICD-10 F33.4; S. 19 Ziff. 5). Der Be-
schwerdeführer leide an Verhaltensstörungen (bspw. Verhaltensauffällig-
keit, Motivationsdefizit, gestörtes Selbstwertgefühl, verminderte Kontakt-
fähigkeit, reduzierte Frustrationstoleranz, somatoforme Reaktionen). Die 
Defizite seien als leicht bis mittelschwer einzustufen. Im Vordergrund stün-
den geringe emotionale Ressourcen und eingeschränkte Copingstrategien. 
(S. 28 Ziff. 7.1). Aus psychiatrisch-psychotherapeutischer Sicht stünden vor 
allem Defizite bei zwischenmenschlichen Interaktionen im Vordergrund. Sie 
könnten als weitgehend stabil angenommen werden. Es seien insofern 
berufliche Grundfertigkeiten beeinträchtigt, d.h. leichte bis mittelschwere 
Beeinträchtigungen in den Bereichen Flexibilität/Umstellungsfähigkeit, Kon-
takt-/Gruppenfähigkeit und Durchhaltefähigkeit (S. 29 Ziff. 7.2). Dem Be-
schwerdeführer sei seine bisherige Tätigkeit ganztags zumutbar (Ziff. 7.4). 
Dabei bestehe eine Minderung der Leistungsfähigkeit von 40% (Ziff. 7.5). 
Bei einer angepassten Tätigkeit (wenig komplexe Aufgaben, selbstständige 
Arbeitseinteilung, wenig Kunden-/ Teamkontakt, geringe Zeit- und Leis-
tungsforderungen, reizarme Arbeitsumgebung) und Tätigkeiten im Haushalt 
könne aus rein psychiatrisch-psychotherapeutischer Sicht keine relevante 
(≥ 20% von 100%) Arbeitsunfähigkeit angenommen werden (S. 31 Ziff. 
7.11). Die erläuterte Einschätzung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit be-
stehe seit Oktober 2011 (S. 29 Ziff. 7.5) spätestens ab 14. Mai 2012 mit 
danach folgenden zweimaligen kurzzeitigen vollständigen ein- bis zweimo-
natigen Phasen einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit (S. 30 Ziff. 7.7). 

3.3.5 Dr. med. E.________ führte in seinem Bericht vom 25. Oktober 
2015 (AB 139/3) aus, der Beschwerdeführer leide an einer affektiven bipo-
laren Störung. Die von Dr. med. D.________ diagnostizierte kombinierte 
Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F61) finde hingegen keinerlei Beweiswert. 

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Der Gutachter lasse festgelegte Standardindikatoren weitgehend ausser 
Acht und attestiere stattdessen dem Beschwerdeführer tendenziös „Motiva-
tionsdefizit“, wenngleich wiederholt in den Berichten auf die hohe Selbst-
motivation hingewiesen werde. Gerade weil nur ein Langzeitverlauf die 
Diagnose einer Persönlichkeitsstörung erhärten könne, hätten zumindest 
weitere Abklärungen und auch eine Kontaktaufnahme mit dem Behandler 
aufgrund der diametral entgegengesetzten Beurteilung erfolgen sollen (S. 5 
Ziff. 2). 

3.3.6 Dr. med. D.________ hielt in seiner Stellungnahme vom 20. De-
zember 2015 (AB 144) vollumfänglich am Inhalt und Ergebnis seiner Be-
gutachtung inkl. Einschätzung zu den Diagnosen, den dadurch begründe-
ten objektiven psychopathologischen Befunden, deren funktionellen Aus-
wirkungen und der resultierenden Arbeitsunfähigkeit fest (S. 2). Dr. med. 
E.________ nenne in seinem Bericht vom 25. Oktober 2015 aus rein 
psychiatrisch-psychotherapeutischer Sicht keine neuen versicherungsme-
dizinisch relevanten Angaben. Insbesondere würden keine neuen objekti-
ven tatsächlichen psychopathologischen Befunde/Defizite beschrieben. 
Angebliche Fehler und/oder Widersprüche im Gutachten seien nicht zu 
bestätigen (S. 3). 

3.4 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-

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gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352). Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von 
externen Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen 
und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und 
bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist 
bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht 
konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 
125 V 351 E. 3b bb S. 353; SVR 2009 IV Nr. 50 S. 154 E. 4.3). Eine von 
anderen mit der versicherten Person befassten Ärzten abweichende Beur-
teilung vermag die Objektivität des Experten nicht in Frage zu stellen. Es 
gehört vielmehr zu den Pflichten eines Gutachters, sich kritisch mit dem 
Aktenmaterial auseinanderzusetzen und eine eigenständige Beurteilung 
abzugeben. Auf welche Einschätzung letztlich abgestellt werden kann, ist 
eine im Verwaltungs- und allenfalls Gerichtsverfahren zu klärende Frage 
der Beweiswürdigung (BGE 132 V 93 E. 7.2.2 S. 110).

3.5 Die Beschwerdegegnerin stützt sich in ihrer rentenverweigernden 
Verfügung vom 15. Januar 2016 (AB 146) im Wesentlichen auf das psych-
iatrisch-psychotherapeutische Gutachten von Dr. med. D.________ vom 
21. Juli 2015 (AB 122.1). Dieser kommt nach einlässlicher Diskussion der 
medizinischen Vorakten und der eigenen Erhebungen zum Schluss, dass 
beim Beschwerdeführer eine kombinierte Persönlichkeitsstörung (ICD-10 
F61.0) vorliegt, er diesbezüglich in seiner angestammten Tätigkeit ganz-
tags bei einer Leistungsminderung von 40% arbeitsfähig ist und in einer 
angepassten Tätigkeit aus rein psychiatrisch-psychotherapeutischer Sicht 
keine relevante (≥ 20% von 100%) Arbeitsunfähigkeit angenommen werden 
kann. Diese Einschätzung gelte seit Oktober 2011, spätestens aber ab dem 
14. Mai 2012 (S. 19 Ziff. 5, S. 29 Ziff. 7.4 f., Ziff. 7.6, S. 31 Ziff. 7.11). Diese 
fachärztliche psychiatrische Beurteilung überzeugt. Das Gutachten erfüllt 
neben den von den Parteien unbestritten gebliebenen formalen Aspekten 
auch aus materieller Sicht die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung 
an den Beweiswert eines medizinischen Gutachtens gestellten Anforderun-
gen (vgl. E. 3.4 hiervor), weshalb ihm uneingeschränkte Beweiskraft zu-

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kommt. An den Schlussfolgerungen von Dr. med. D.________ vermögen, 
wie nachfolgend ausgeführt, weder die Einwände in der Beschwerde noch 
die dem Gutachter widersprechenden ärztlichen Berichte etwas zu ändern. 

3.6 Was die im Bericht der G.________ vom 2. Mai 2014 (AB 75) dia-
gnostizierte rezidivierende depressive Störung mit gegenwärtig mittelgradi-
ger Episode betrifft, so kommt Dr. med. D.________ zum nachvollziehba-
ren Schluss, dass die Diagnose mit Bezug zum Klassifikationssystem we-
der beschrieben noch diskutiert wird. Die objektiven psychopathologischen 
Befunde lassen ein ängstlich-bedrücktes Syndrom qualitativ erkennen, der 
Schweregrad bleibt jedoch unklar. Das Postulat einer hierdurch bewirkten 
längerfristigen Minderung der Arbeitsfähigkeit ist nicht nachvollziehbar (AB 
122.1 S. 23). Was die vom behandelnden Psychiater Dr. med. E.________ 
bzw. von der behandelnden Hausärztin Dr. med. H.________ diagnostizier-
te bipolare affektive Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F31.0 und F31.3; AB 
86/2 und 95) betrifft, so konnte Dr. med. D.________ lediglich (knapp) den 
Verdacht auf diese Störung stellen. Zumindest wäre diese aber gegenwär-
tig remittiert (ICD-F31.7) und deren eigenständiger Einfluss auf die Leis-
tungsfähigkeit ist vorliegend nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu 
begründen (AB 122.1 S. 25). Weiter sind die ICD-10-Kriterien einer (even-
tuellen) depressiven Episode anlässlich der Untersuchung vom 26. Juni 
2015 nicht (mehr) erfüllt gewesen. Die für die Diagnose einer depressiven 
Episode gemäss ICD-10 F32 erforderlichen Symptome bestehen vorlie-
gend objektiv nicht in ausreichender Schwere bzw. Länge, um eine (allfällig 
andauernde) depressive Episode zumindest leichten Grades diagnostizie-
ren zu können. Eine relevante und auch noch eigenständige depressive 
Episode gemäss ICD-10 F3 besteht somit nicht. Ebenso ist das Abhängig-
keitssyndrom von ärztlich verordneten Benzodiazepinen (ICD-10 F13.2), 
das zurzeit suchtspezifisch behandelt wird, aus psychiatrisch-
psychotherapeutischer Sicht ohne langdauernden negativen Einfluss auf 
die Leistungsfähigkeit (S. 25 f.).

Somit ist vorliegend davon auszugehen, dass beim Beschwerdeführer eine 
kombinierte Persönlichkeitsstörung mit depressiv-ängstlichen, zwanghaften 
(übergenau, umständlich), neurasthenischen, somatoform-hypochondri-
schen, selbstunsicheren-unselbstständigen und histrionischen Anteilen, mit 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Mai 2016, IV/16/228, Seite 13

Abhängigkeitssyndrom von ärztlich verordneten Benzodiazepinen (ICD-10 
F13.2) bei Verdacht auf eine bipolare affektive Störung, gegenwärtig remit-
tiert (ICD-10 F31.7) und eine rezidivierende depressive Störung, gegenwär-
tig remittiert (ICD-10 F33.4; S. 19 Ziff. 5) vorliegt. Die restlichen von den 
involvierten Ärzten gestellten Diagnosen konnten gutachterlich nicht 
bestätigt werden.

3.7 Die Kritik des Beschwerdeführers am psychiatrischen Gutachten, 
wonach sich dieses nicht genügend mit den Erfahrungen der beruflichen 
Integration auseinandersetze (Beschwerde S. 5 Ziff. 4), ist unbegründet. 

Dr. med. D.________ standen die Berichte Integrationsmassnahme der 
Band-Genossenschaft vom 27. Juli 2012 (AB 32) und 24. Oktober 2012 
(AB 42) sowie der Bericht vom Jobcoach vom 8. Januar 2015 (AB 112) zur 
Verfügung (vgl. AB 122.1 S. 2). Zu den Integrationsmassnahmen finden 
sich im Gutachten verschiedenenorts Ausführungen (Anamnese [S. 4 f.], 
Krankheitsentwicklung und subjektiven Ergänzungen des Beschwerdefüh-
rers [S. 6 Ziff. 2.1], Zusammenfassung der und Kommentar zu den Akten 
[S. 11 ff. Ziff. 3] und Beurteilung [S. 19 ff. Ziff. 6]). Aufgrund seiner Explora-
tion sowie sämtlicher Akten, also auch jener der beruflichen Integration, 
kam Dr. med. D.________ zu seiner Einschätzung der Arbeits- und Leis-
tungsfähigkeit. Dass diese - medizinischen Einschätzungen - den Ergeb-
nissen der praktischen Erprobungen der beruflichen Integration (AB 32, 42, 
112 und 116) teilweise widersprechen, ändert nichts an der Schlüssigkeit 
der gutachterlichen Einschätzung, ist es den beruflichen Abklärungsperso-
nen doch regelmässig nur beschränkt möglich, das Ausmass des psychi-
schen Leidens und der damit verbundenen Einschränkungen zu erkennen. 
Von einer Kontaktierung des Jobcoachs, Arbeitgebers sowie des behan-
delnden Psychiaters Dr. med. E.________ durfte Dr. med. D.________ 
absehen, weil hiervon keine neuen Erkenntnisse zu erwarten gewesen 
wären. Die Einschätzungen des Jobcoachs und von Dr. med. E.________ 
flossen zudem in die gutachterliche Beurteilung ein. 

Dass der „4. Kurzbericht“ des Jobcoachs vom 3. Januar 2016 (AB 145) Dr. 
med. D.________ beim Verfassen seines Gutachtens nicht vorlag, hat kei-
ne Schmälerung der Beweiskraft des psychiatrischen Gutachtens zur Fol-
ge. Gleich verhält es sich mit dem beschwerdeweise in Aussicht gestellten 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Mai 2016, IV/16/228, Seite 14

weiteren Bericht des Jobcoachs (Beschwerde S. 8 Ziff. 9), der nicht erstellt 
werden konnte (vgl. Eingabe des Beschwerdeführers vom 24. März 2016). 
Die im Zeitpunkt der Begutachtung vorliegenden Akten genügten ohne wei-
teres, um dem Experten ein umfassendes Bild zu vermitteln. So hat der 
Gutachter denn auch bereits ausgeführt, dass für die bisheri-
ge/angestammte Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit anzunehmen ist, weil 
dabei die beruflichen Grundfertigkeiten wie etwa Kontakt-/Gruppenfähigkeit 
leicht bis mittelschwer beeinträchtigt sind (AB 122.1 S. 29 Ziff. 7.2). Daher 
nannte der Gutachter als Anforderungen an eine leidensangepasste Tätig-
keit auch wenig Kunden-/Teamkontakt und reizarme Arbeitsumgebung (S. 
31 Ziff. 7.11), was bei der Tätigkeit im Grossraumbüro nicht der Fall wäre. 

Den Akten sind auch die Gründe für den Abbruch der beiden Studien zu 
entnehmen. So steht bezüglich dem Abbruch des ersten Studiums im Be-
richt der I.________ vom 4. Mai 2012 (AB 31/2), dass während des Studi-
ums psychische Belastungen auf den Beschwerdeführer eingewirkt hätten 
und er die Prüfung nicht bestanden habe. Er habe sich zunehmend nieder-
geschlagen und nicht mehr leistungsfähig gefühlt (S. 2 Ziff. 3). Zum Ab-
bruch des zweiten Studiums kann dem Gutachten von Dr. med. 
D.________ entnommen werden, dass der Grund hierfür im sich im Winter 
2014/2015 wieder verschlechternden Gesundheitszustand bestanden hat 
(AB 122.1 S. 7). Warum der Beschwerdeführer die kurzfristige Tätigkeit als 
… nicht mehr länger ausgeführt hat, brauchte von Dr. med. D.________ 
nicht weiter erfragt und diskutiert werden, handelt es sich dabei doch nicht 
um die angestammte Tätigkeit des Beschwerdeführers und hat er im Juni 
2013 eine 40%-Stelle als … angetreten und zusätzlich das Studium der … 
an einer höheren Fachschule aufgenommen (vgl. u.a. AB 122.1 S. 19 Ziff. 
6). Warum die Anstellung als … bereits in der Probezeit gekündigt wurde, 
musste im Gutachten ebenfalls nicht speziell abgehandelt werden, war die-
se Tätigkeit von Anfang an auf rund zwei Monate (15. Oktober bis 21. De-
zember 2012) befristet (vgl. AB 37/2) und nahm der Beschwerdeführer hier 
doch lediglich die Tätigkeit als Stellvertreter wahr (AB 42 S. 4 Ziff. 8). Zu-
dem beschrieb der behandelnde Psychiater Dr. med. E.________ im Be-
richt 28. Dezember 2012 (AB 48) die Gründe, welche aus seiner Sicht zur 
Beendigung der Anstellung geführt hätten (S. 2 Ziff. 1.4). Auch wird im 
Gutachten explizit anerkannt, dass eine kurzdauernde Arbeitsunfähigkeit 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Mai 2016, IV/16/228, Seite 15

vom 19. November 2012 bis 15. Januar 2013, d.h. während der vorgese-
henen Zeit, als er befristet als … Stellvertretungen hätte durchführen sol-
len, anzunehmen sei (AB 122.1 S. 27). 

3.8 Dem vorstehend Dargelegten entsprechend überzeugen auch die 
vom behandelnden Psychiater Dr. med. E.________ im Bericht vom 25. 
Oktober 2015 (AB 139/3) gegen das psychiatrische Gutachten vorgebrach-
ten Kritikpunkte nicht. Dr. med. D.________ hat zudem in seiner Stellung-
nahme vom 20. Dezember 2015 hierzu nachvollziehbar Stellung genom-
men und die Einwände entkräftet. Zu Dr. med. E.________ Berichten ist 
zudem zu sagen, dass hierbei zu beachten ist, dass Berichte der behan-
delnden Ärzte aufgrund der auftragsrechtlichen Vertrauensstellung zum 
Patienten mit Vorbehalt zu würdigen sind. Dies gilt für den allgemein prakti-
zierenden Hausarzt wie u.a. auch für den behandelnden Spezialarzt (vgl. 
Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute Bun-
desgericht] vom 20. März 2006, I 655/05 E. 5.4). Psychiatrische Exploratio-
nen, wie sie vorliegend der Gutachter Dr. med. D.________ vornahm, kön-
nen von der Natur der Sache her nicht ermessensfrei verlaufen und eröff-
nen dem begutachtenden Psychiater deshalb praktisch immer einen gewis-
sen Spielraum, innerhalb dessen verschiedene medizinisch-psychiatrische 
Interpretationen möglich, zulässig und zu respektieren sind, sofern der Ex-
perte - wie hier - lege artis vorgegangen ist. Daher und unter Beachtung 
der Divergenz von medizinischem Behandlungs- und Abklärungsauftrag 
kann es nicht angehen, ein Administrativgutachten wie jenes von Dr. med. 
D.________ stets dann in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Ab-
klärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte nachher zu unter-
schiedlichen Einschätzungen gelangen oder an vorgängig geäusserten 
abweichenden Auffassungen festhalten (Entscheid des Bundesgerichts 
[BGer] vom 24. November 2015, 9C_353/2015, E. 4.1).

3.9 Da vorliegend kein psychosomatisches Leiden im Sinne von BGE 
141 V 281 vorliegt, ist eine Indikatorenprüfung nicht geboten. Ausführungen 
zu den vom Beschwerdeführer hierzu vorgebrachten Erläuterungen (Be-
schwerde S. 6 f. Ziff. 5 und 6) erübrigen sich. Es ist denn auch gutachter-
lich überzeugend dargelegt, dass bereits aus rein medizinischer Sicht in 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Mai 2016, IV/16/228, Seite 16

einer angepassten Tätigkeit eine volle Arbeits- und Leistungsfähigkeit be-
steht. 

4.

In der Folge ist zu prüfen, ob seit der erstmaligen rentenverneinenden Ver-
fügung vom 20. Februar 2014 (AB 61) hinsichtlich der medizinischen oder 
erwerblichen Verhältnisse eine wesentliche Veränderung eingetreten ist. 

4.1 Aufgrund des vollumfänglich beweiskräftigen psychiatrisch-psycho-
therapeutischen Gutachtens von Dr. med. D.________ vom 21. Juli 2015 
(AB 122.1) ist zwischen der Verfügung vom 20. Februar 2014 und der nun 
hier angefochtenen Verfügung vom 15. Januar 2016 (AB 146) keine we-
sentliche Veränderung in den medizinischen Verhältnissen eingetreten. So 
hat Dr. med. E.________ im Januar 2014 festgehalten, dass der Be-
schwerdeführer unter einer erhöhten Stressvulnerabilität, hohen Sensitivität 
und einem ständigen Gefühl der inneren Anspannung leide. Als einschrän-
kend bezeichnete er u.a. Stosszeiten, Menschenansammlungen sowie die 
Geräuschekulisse am Arbeitsplatz (Ziff. 1.4). Gleichermassen präsentierten 
sich die Verhältnisse anlässlich der psychiatrisch-psychotherapeutischen 
Begutachtung durch Dr. med. D.________ im Juni 2015. Dieser bezeichne-
te den Beschwerdeführer nachvollziehbar und überzeugend in einer ange-
passten Tätigkeit seit Oktober 2011, spätestens seit dem 14. Mai 2012 und 
damit bereits vor der erstmaligen rentenverweigernden Verfügung vom 
Februar 2014 als vollständig arbeits- und leistungsfähig (AB 122.1 S. 31 
Ziff. 7.10 f.). Die von ihm postulierten Einschränkungen in den Bereichen 
Flexibilität/Umstellungsfähigkeit, Kontakt-/Gruppenfähigkeit sowie Durch-
haltefähigkeit (S. 29 Ziff. 7.2) und Anforderungen an eine angepasste 
Tätigkeit (u.a. wenig komplexe Aufgaben, selbstständige Arbeitseinteilung, 
wenig Kunden-/ Teamkontakt, geringe Zeit- und Leistungsanforderungen, 
reizarme Arbeitsumgebung [S. 31 Ziff. 7.11]) decken sich denn auch weit-
gehend mit den von Dr. med. E.________ postulierten Einschränkungen 
bzw. gehen in diesen auf. Dass die beiden Mediziner verschiedene Dia-
gnosen stellen, begründet keine Veränderung. Es handelt sich hierbei um 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Mai 2016, IV/16/228, Seite 17

eine unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebe-
nen Sachverhaltes. 

4.2 Eine wesentliche Änderung in den erwerblichen Verhältnissen liegt 
ebenfalls nicht vor. Nach wie vor hat der Beschwerdeführer keine ihm zu-
mutbare Stelle angetreten. Vielmehr hat er weiterhin die im Juli 2013 ange-
tretene (Ab 59 S. 3 Ziff. 1.4) Teilzeitstelle als … beim F.________ inne (AB 
122.1 S. 5 Ziff. 1). Der Umstand, dass der Beschwerdeführer das am 22. 
April 2013 parallel hierzu aufgenommene Studium der … nach zwei Se-
mestern abgebrochen hat (vgl. u.a. Ab 122.1 S. 5 Ziff. 1), stellt ebenfalls 
keine Veränderung in den erwerblichen Verhältnissen dar. Der Beschwer-
deführer war und ist nicht dem Zumutbarkeitsprofil entsprechend eingeglie-
dert. Diesbezüglich kann offen gelassen werden, ob er angesichts der be-
gonnenen Studien überhaupt die Absicht hegte, mehr als zu 50% erwerbs-
tätig zu sein (vgl. Entscheid des BGer vom 4. Mai 2016, 9C_178/2015 [zur 
Publikation vorgesehen], E. 7.3). 

4.3 Aufgrund des Dargelegten haben sich im Zeitraum zwischen der der 
erstmaligen Rentenverneinung am 20. Februar 2014 (AB 61) und der hier 
angefochtenen Verfügung vom 15. Januar 2016 (AB 146) weder die er-
werblichen noch die medizinischen Verhältnisse wesentlich verändert. 
Deshalb ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente 
ohne weiteres abzulehnen. Die angefochten Verfügung ist damit im Ergeb-
nis nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde abzu-
weisen. 

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen (Art. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Mai 2016, IV/16/228, Seite 18

108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss glei-
cher Höhe entnommen.

5.2 Für die obsiegende Beschwerdegegnerin besteht nicht Anspruch 
auf eine Parteientschädigung (Art. 104 Abs. 3 VRPG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern (mit Eingabe vom 24. März 2016)
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Die Kammerpräsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.