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**Case Identifier:** 7bb4e932-ce85-574a-8ce5-46fea188e38f
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-10-26
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 26.10.2018 200 2018 282
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-282_2018-10-26.pdf

## Full Text

200 18 282 IV
SCJ/COC/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 26. Oktober 2018

Verwaltungsrichter Scheidegger, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schwegler, Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiberin Collatz

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt und Notar lic. iur. B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 16. März 2018

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Okt. 2018, IV/2018/282, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1958 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
wurde gemäss Schadenmeldung vom 28. Februar 2015 (Akten der Invali-
denversicherung [IV], Antwortbeilage [AB] 12.6) am 13. November 2014 bei 
der Arbeit zwischen einem ... und einer Wand eingeklemmt. Als betroffener 
Körperteil wurde die Schulter und als Art der Schädigung ein Sehnenriss 
angegeben. Der Unfalltaggeld-Versicherer richtete bezüglich dieses Ereig-
nisses Taggeldleistungen aus (AB 12.1 S. 1, 12.5). 

Im Oktober 2015 meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf das Ereig-
nis vom 13. November 2014 bei der IV zum Leistungsbezug an (AB 2). 
Daraufhin führte die IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) medi-
zinische und erwerbliche Erhebungen durch. Dabei holte sie insbesondere 
ein polydisziplinäres (internistisches, neurologisches, orthopädisches und 
psychiatrisches) Gutachten von den Fachärzten der C.________ (MEDAS) 
ein (Expertise vom 15. Mai 2017; AB 56.1). Ferner liess sie einen Ab-
klärungsbericht für Selbstständigerwerbende erstellen (AB 77). Gestützt auf 
die getätigten Erhebungen sprach die IVB dem Versicherten mit Verfügung 
vom 16. März 2018 (AB 82) – nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren 
(AB 78) – ab 1. April 2016 bei einem ermittelten Invaliditätsgrad (IV-Grad) 
von 51% eine halbe IV-Rente zu.

B.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt und Notar 
lic. iur. B.________, am 16. April 2018 Beschwerde mit folgenden Rechts-
begehren:

1. Die Verfügung vom 16. März 2018 sei aufzuheben und dem Be-
schwerdeführer sei rückwirkend seit Anspruchsbeginn eine ganze 
Rente zuzusprechen.

2. Eventualiter sei eine Dreiviertelsrente zuzusprechen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Okt. 2018, IV/2018/282, Seite 3

3. Subeventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorin-
stanz zurückzuweisen.

4. Dem Beschwerdeführer sei für das vorliegende Verfahren die un-
entgeltliche Rechtspflege unter Beiordnung von Rechtsanwalt und 
Notar lic. iur. B.________ als Rechtsbeistand zu gewähren.

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.

Am 16. Mai 2018 reichte der Beschwerdeführer Unterlagen zum Gesuch 
um unentgeltliche Rechtspflege nach. 

Mit Beschwerdeantwort vom 17. Mai 2018 schloss die Beschwerdegegne-
rin auf Abweisung der Beschwerde. 

Nachdem der Beschwerdeführer aufgefordert worden war, das gestellte 
Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege zu begründen, zog dieser das be-
sagte Gesuch am 7. Juni 2018 zurück. Daraufhin wurde das Verfahren be-
treffend das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege mit prozessleitender 
Verfügung vom 11. Juni 2018 als erledigt vom Geschäftsverzeichnis abge-
schrieben.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 

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zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 16. März 2018 (AB 82). 
Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ab-
lauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und 
c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, 

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wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine Dreivier-
telsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem IV-Grad von 
mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 
IV-Grad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.3 Für die Bestimmung des IV-Grades wird das Erwerbseinkommen, 
das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durch-
führung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmass-
nahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeits-
marktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, 
das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 
ATSG).

2.4 Um den IV-Grad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-
urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 
ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können 
(BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

3.

3.1 Bezüglich der Arbeits- und Leistungsfähigkeit des Beschwerdefüh-
rers finden sich in den Akten insbesondere folgende Angaben:

3.1.1 Am 27. Januar 2015 wurde die rechte Schulter des Beschwerdefüh-
rers operativ saniert (AB 12.3 S. 17). Im Austrittsbericht des Spitals 
D.________ vom 28. Januar 2015 (AB 12.3 S. 15 f.) wurden im Wesentli-
chen eine traumatische Supraspinatussehnenruptur, eine Tenopathie der 
langen Bicepssehne und eine kleine Subscapularisoberrandläsion Schulter 
rechts diagnostiziert (S. 15). Ferner wurde vom 28. Januar bis 15. März 
2015 eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (S. 16).

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3.1.2 Der Hausarzt Dr. med. E.________, Facharzt für Allgemeine Innere 
Medizin, führte im Bericht vom 3. Oktober 2015 (AB 12.3 S. 2) aus, auf-
grund der Schmerzen beständen eine eingeschränkte Beweglichkeit und 
eine verminderte Kraft der rechten Schulter. In einer Arbeit im Büro ohne 
repetitives Heben des rechten Armes über 90 Grad und ohne Heben von 
schweren Lasten bestehe eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit. Die Prognose sei 
grundsätzlich gut. Mit einer Wiederherstellung der Schulter sei ca. ein Jahr 
postoperativ zu rechnen.

3.1.3 Im Bericht der Klinik F.________ vom 18. November 2015 (AB 18 
S. 1 ff.) wurden mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine traumati-
sche Supraspinatussehnenruptur, eine Tendinopathie der langen Biceps-
sehne, eine kleine Subscapularisoberrandläsion Schulter rechts sowie der 
Verdacht auf einen beginnenden Morbus Sudeck Hand rechts postoperativ 
und auf ein subacromiales Impingement-Syndrom Schulter links diagnosti-
ziert (S. 1). Einschränkungen bestünden im Rahmen beider Schul-
tern/Arme, insbesondere bei Überkopfarbeiten sowie beim Heben und Tra-
gen von körperfernen Gegenständen. Gehende und sitzende Tätigkeiten 
seien ohne Einschränkungen möglich. Konzentrations-, Auffassungs- und 
Anpassungsvermögen seien ebenfalls nicht eingeschränkt (S. 2).

3.1.4 Dr. med. E.________ bezeichnete den Gesundheitszustand im Be-
richt vom 6. Juni 2016 (AB 31) als stationär. Neu bestehe ein subacromia-
les Impingement links (S. 2). Die Beweglichkeit und die Kraft beider Schul-
tern seien eingeschränkt. Der Beschwerdeführer leide bei der Arbeit an 
Schmerzen. Gewisse Arbeiten seien nicht oder nur verlangsamt möglich, 
wodurch das Arbeitstempo reduziert sei. Für Überkopfarbeiten und Heben 
von Lasten benötige er eine Hilfsperson. In der bisherigen Tätigkeit beste-
he aktuell eine 50%-ige Arbeitsfähigkeit. Beim Sitzen, Stehen und Gehen 
bestünden keine Einschränkungen (S. 3).

3.1.5 Im Bericht der Klinik F.________ vom 16. März 2017 (AB 59 S. 6 f.) 
wurde ein Status drei Monate nach Schulterarthroskopie links, nach Teno-
tomie der langen Bicepssehne und nach subacromialer Dekompression 
und Seit-zu-Seit-Naht der U-förmigen Supraspinatussehnenpartialruptur bei 
U-förmiger Unterflächenpartialruptur und ausgeprägter Tenopathie der lan-
gen Bicepssehne diagnostiziert (S. 6). Bezüglich der Schulter bestehe eine 

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100%-ige Arbeitsunfähigkeit, speziell in einem Beruf mit häufigem Arbeiten 
oberhalb der Horizontalen. Aufgrund der Gesamtsituation mit Rücken- und 
Kniebeschwerden müsse die Arbeitsfähigkeit jedoch im Gesamtkontext 
beurteilt werden (S. 7). 

In einem weiteren Bericht vom 12. Mai 2017 (AB 75 S. 7 f.) wurde eine 
100%-ige Arbeitsunfähigkeit bis zum 29. Mai 2017 attestiert. Danach sei 
eine Wiederaufnahme der Arbeit zu 50% denkbar, jedoch aufgrund der 
Gesamtsituation nicht realistisch (S. 8).

3.1.6 Im weiteren Verlauf wurde der Beschwerdeführer durch die 
Fachärzte der MEDAS polydisziplinär begutachtet. In der Expertise vom 15. 
Mai 2017 (AB 56.1) wurden mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ein 
Status nach Schulteroperation beidseits mit residueller Funktionsstörung 
links mehr als rechts und eine Gonarthrose beidseits diagnostiziert. Ohne 
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit wurden namentlich eine arterielle 
Hypertonie und eine Adipositas aufgeführt (S. 34 Ziff. III 1 f.). 

Aus orthopädischer Sicht wurde ausgeführt, der Beschwerdeführer klage 
vorrangig über lumbale Beschwerden mit gelegentlicher Ausstrahlung in 
das rechte Bein. Diesbezüglich zeige das angefertigte MRI der LWS Facet-
tengelenksarthrosen und Diskusprotrusionen ohne Tangierung neuronaler 
Strukturen. Hinsichtlich der geklagten Schmerzen im Bereich beider Knie-
gelenke habe die klinische Untersuchung eine Varusstellung beider Knie-
gelenke sowie geringe intraartikuläre Ergüsse, jedoch keine Funktions-
störung ergeben. Die angefertigten MRI der Kniegelenke zeigten teils 
höhergradige Knorpelausdünnungen in den gewichtstragenden Arealen 
femorotibial, teils aber auch retropatellar. Hier sei von einem dauerhaften, 
unumkehrbaren gesundheitlichen Schaden auszugehen. Das postoperative 
klinische Ergebnis der rechten Schulter sei als gut einzustufen. Linksseitig 
bestehe noch eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung, wobei pro-
gnostisch innerhalb von sechs bis zwölf Monaten mit einer deutlichen Funk-
tionszunahme zu rechnen sei (S. 22 Ziff. 2.3.5). Aufgrund der vor kurzem 
durchgeführten Schulteroperation links sei der Beschwerdeführer in seiner 
angestammten Tätigkeit als ... vorerst für ca. weitere vier Monate zu 0% 
arbeitsfähig. Dauerhaft bestehe aufgrund der beidseitigen Gonarthrose in 
der angestammten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 50% (Pensum 100%, 

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Rendement 50%), da diese ein häufiges Besteigen von Leitern und Gerüs-
ten beinhalte. Für leichte körperliche Arbeiten, überwiegend in wechselbe-
lastenden Körperhaltungen, sei der Beschwerdeführer dagegen zu 100% 
arbeitsfähig, da die objektiven Befunde eine ausreichende Beweglichkeit 
zeigten, was durch eine Gewichtsreduktion nochmals unterstützt werden 
könne (S. 23). Aus internistischer, aus neurologischer und aus psychiatri-
scher Sicht wurden dagegen keine Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit 
festgestellt (S. 11 Ziff. 2.1.4, S. 16 f. Ziff. 2.2.4, S. 28 f. Ziff. 2.4.4).

Aus polydisziplinärer Sicht kamen die Gutachter zum Schluss, dass die 
angestammte (und jede vergleichbare) Tätigkeit derzeit nicht mehr zumut-
bar sei, wobei mit einer Wiedererlangung einer Arbeitsfähigkeit von 50% 
(Pensum 100%, Rendement 50%) in ca. vier Monaten zu rechnen sei. In 
einer angepassten (körperlich leichten, wechselbelastenden oder überwie-
gend sitzenden) Tätigkeit bestehe dagegen eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit 
(S. 30 Ziff. 3 und S. 36 Ziff. VI 1 f.). 

3.1.7 Dr. med. E.________ diagnostizierte im Bericht vom 5. Oktober 
2017 (AB 75 S. 1 ff.) mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit einen Status 
nach Schulteroperation links am 14. Dezember 2016, eine Pangonarthrose 
rechts und degenerative Veränderungen der LWS (S. 2 Ziff. 3). In beiden 
Schultern bestünden eine verminderte Belastbarkeit und Kraft. Zudem leide 
der Beschwerdeführer an Schmerzen in der linken Schulter. Neu klage er 
zudem über Schmerzen im rechten Knie bei Belastung. Die angestammte 
Tätigkeit sei weiterhin unzumutbar. Sitzende Tätigkeiten seien dagegen 
möglich ohne Arbeiten mit Heben über Schulterhöhe und ohne längeres 
Gehen (S. 3 Ziff. 12 – 14).

3.1.8 Im – im Beschwerdeverfahren eingereichten – Bericht der Klinik 
F.________ vom 23. Februar 2018 (Beschwerdebeilage [BB] 7) wurden ein 
Status drei Monate nach Einsetzen einer Knietotalprothese rechts vom 
22. November 2017 und eine undislozierte laterale Malleolarfraktur rechts 
vom 18. Januar 2018 diagnostiziert. Der Beschwerdeführer berichte über 
einen guten Verlauf Knie rechts. Das rechte Sprunggelenk bereite ihm noch 
Schmerzen und schränke die Gehstrecke ein. Ferner gebe er starke belas-
tungsabhängige antero-laterale OSG-Beschwerden an. Es wurde eine 
100%-ige Arbeitsunfähigkeit bis anhin als ... attestiert (S. 1). 

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Im Bericht vom 27. Februar 2018 (BB 6) wurde ein insgesamt zeitgerechter 
Verlauf nach stabilem Aussenknöchelbruch beschrieben. Die Restbe-
schwerden liessen sich durch die anhaltende Heilungs- und Umbauaktivität 
mit Schmerzhemmung im oberen Sprunggelenk erklären. Diesbezüglich sei 
eine weiterführende Besserung zu erwarten (S. 2). Zudem wurde eine 
100%-ige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit bis zum 
31. März 2018 attestiert (S. 1).

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.3 Die Beschwerdegegnerin hat sich in der angefochtenen Verfügung 
vom 16. März 2018 (AB 82) massgeblich auf das MEDAS-Gutachten vom 
15. Mai 2017 (AB 56.1) gestützt.

Dieses Gutachten erfüllt die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an 
den Beweiswert eines medizinischen Gutachtens gestellten Anforderungen 
(vgl. E. 3.2 hiervor), weshalb ihm volle Beweiskraft zukommt (BGE 125 V 

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351 E. 3b bb S. 353; SVR 2016 IV Nr. 2 S. 5 E. 4.1). Die Gutachter haben 
sich in ihren ärztlichen Beurteilungen in Kenntnis der medizinischen Vorak-
ten sorgfältig mit den gesundheitlichen Einschränkungen des Beschwerde-
führers auseinandergesetzt und ihre Schlussfolgerungen insbesondere 
gestützt auf ihre eigenen Untersuchungen getroffen. Die Ausführungen in 
der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sind einleuchtend und 
die gezogenen Schlussfolgerungen zum Gesundheitszustand nachvoll-
ziehbar begründet. Entgegen der Ausführungen in der Beschwerde (S. 4 
BS 4) haben die MEDAS-Gutachter namentlich die vom Beschwerdeführer 
geklagten Kniebeschwerden berücksichtigt. Der orthopädische Gutachter 
legte dar, dass die klinische Untersuchung eine Varusstellung beider Knie-
gelenke sowie geringe intraartikuläre Ergüsse, jedoch keine Funktions-
störung ergeben habe. Die bildgebenden Untersuchungen der Kniegelenke 
hätten teils höhergradige Knorpelausdünnungen in den gewichtstragenden 
Arealen gezeigt, womit von einem dauerhaften Schaden auszugehen sei 
(S. 22 Ziff. 2.3.5). Insbesondere unter Berücksichtigung der erhobenen 
orthopädischen Befunden kamen die MEDAS-Gutachter zum Schluss, dass 
der Beschwerdeführer (mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit) an einem 
Status nach Schulteroperation beidseits und einer Gonarthrose (Arthrose 
im Knie) beidseits leidet, dass die angestammte Tätigkeit aufgrund der Fol-
gen der Schulteroperation links vom Dezember 2016 derzeit nicht zumutbar 
ist und dass (in der angestammten Tätigkeit) nach Abschluss der postope-
rativen Rehabilitation aufgrund der bestehenden Gonarthrosen eine Ar-
beitsunfähigkeit von 50% erwartet werden kann. Ferner haben sie schlüs-
sig begründet, dass in einer leichten angepassten (wechselbelastenden 
oder überwiegend sitzenden) Tätigkeit eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit ohne 
Leistungsminderung besteht (S. 30 Ziff. 3, S. 34 Ziff. II 1, S. 36 Ziff. VI). 
Diese Einschätzung ist nicht nur für sich allein nachvollziehbar und über-
zeugend, sondern sie steht im Einklang mit den vorliegenden medizini-
schen Akten und dabei insbesondere mit den Berichten des Hausarztes 
Dr. med. E.________ vom 3. Oktober 2015 (AB 12.3 S. 2) und der behan-
delnden Ärzten der Klinik F.________ vom 18. November 2015 (AB 18 S. 1 
ff.), in welchen in einer angepassten Tätigkeit ebenfalls eine 100%-ige Ar-
beitsfähigkeit attestiert worden ist. Daran ändert nichts, dass Dr. med. 
E.________ im Bericht vom 6. Juni 2016 (AB 31) eine 50%-ige Arbeitsun-
fähigkeit attestiert hat, bezieht er sich dabei doch offensichtlich auf die an-

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gestammte Tätigkeit. Darüber hinaus kam er zum Schluss, dass beim Sit-
zen, Stehen und Gehen keine Einschränkungen bestehen (S. 3).

Hinweise dafür, dass aufgrund der Schulteroperation vom 14. Dezember 
2016 (AB 75 S. 1) eine drei Monate übersteigende Beeinträchtigung der 
Arbeitsfähigkeit auch für angepasste Tätigkeiten vorgelegen hat, was zu 
einer – befristeten – Erhöhung der halben Rente (vgl. E. 4.3.3 hiernach) 
führen könnte (Art. 88a Abs. 2 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über 
die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]), ergeben sich nicht. So be-
zieht sich die von den behandelnden Ärzten der Klinik F.________ in den 
Berichten vom 16. März und 12. Mai 2017 (AB 59 S. 6 f.; 75 S. 7 f.) attes-
tierte vollständige Arbeitsunfähigkeit auf die angestammte Tätigkeit als .... 
Zudem bezeichnete Dr. med. E.________ im Bericht vom 5. Oktober 2017, 
in welchem er die angestammte Tätigkeit seit dem 14. Oktober 2016 als 
nicht zumutbar erachtet hat, eine sitzende Tätigkeit als möglich (AB 75 
S. 3). Unerheblich ist sodann, dass der Beschwerdeführer aufgrund eines 
angeblichen Ereignisses vom 26. September 2016 von der Kranken-
Lohnausfallversicherung Taggeldleistungen aufgrund einer vollständigen 
Arbeitsunfähigkeit bezogen hat (BB 8h). Denn hierfür sind die Einschrän-
kungen in der angestammten Tätigkeit massgeblich. Die erhaltenen Tag-
geldleistungen sagen damit nichts über die Arbeitsfähigkeit in einer ange-
passten Tätigkeit aus. 

Ebenfalls im Zusammenhang mit der am 22. November 2017 erfolgten 
Operation am linken Knie und der am 18. Januar 2018 erlittenen undislo-
zierten lateralen Malleolarfraktur rechts (BB 7) ist in einer angepassten 
Tätigkeit keine längerdauernde Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen. In den 
beiden Berichten der Klinik F.________ vom 23. und 27. Februar 2018 (BB 
6 und 7) wurden einzig in der angestammten Tätigkeit eine 100%-ige Ar-
beitsunfähigkeit attestiert. Dabei wurde eine regelrechte unveränderte Lage 
der Prothese (BB 7 S. 1) und ein zeitgerechter Verlauf nach stabilem Aus-
senknöchelbruch beschrieben. Ferner wurde eine weiterführende Besse-
rung erwartet (BB 6 S. 2). Damit ist davon auszugehen, dass die im An-
schluss an die Operation vom 22. November 2017 vorübergehend attestier-
te vollständige Arbeitsunfähigkeit zwar für die angestammte Tätigkeit län-

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gere Zeit angehalten, für eine angepasste Tätigkeit aber nicht mehr als drei 
Monate gedauert hat. Gegenteiliges wird denn auch nicht geltend gemacht. 

3.4 Zusammenfassend ist demnach festzuhalten, dass die angestamm-
te Tätigkeit als ... noch zu 50% zumutbar ist, wobei im Zusammenhang mit 
der Schulteroperation vom 14. Dezember 2016 und der Knieoperation vom 
22. November 2017 resp. der Malleolarfraktur rechts vom 18. Januar 2018 
vorübergehend eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit bestanden hat. Dagegen 
ist in einer angepassten leichten Tätigkeit von einer 100%-igen Arbeits-
fähigkeit auszugehen. 

Nachfolgend ist der IV-Grad mittels Einkommensvergleich zu ermitteln.

4.

4.1

4.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325; SVR 2017 IV Nr. 52 S. 157 E. 5.1).

Angesichts der in Art. 25 Abs. 1 IVV vorgesehenen Gleichstellung der inva-
lidenversicherungsrechtlich massgebenden hypothetischen Vergleichsein-
kommen mit den AHV-rechtlich beitragspflichtigen Erwerbseinkommen 
kann das Valideneinkommen von Selbstständigerwerbenden zumeist auf 
Grund der Einträge im Individuellen Konto bestimmt werden. Weist das bis 
zum Eintritt der Invalidität erzielte Einkommen starke und verhältnismässig 
kurzfristig in Erscheinung getretene Schwankungen auf, ist dabei auf den 
während einer längeren Zeitspanne erzielten Durchschnittsverdienst abzu-
stellen (SVR 2017 IV Nr. 6 S. 17 E. 4.6.2, 2014 UV Nr. 1 S. 2 E. 4.2).

4.1.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Okt. 2018, IV/2018/282, Seite 13

Person konkret steht (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 296). Hat die versicherte 
Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 
ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, so können 
nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für 
Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen 
werden (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 297). Es gilt zu berücksichtigen, dass 
gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbei-
tertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und ent-
sprechend einsetzbaren Arbeitnehmern lohnmässig benachteiligt sind und 
deshalb in der Regel mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen 
müssen. Diesem Umstand ist mit einem Abzug vom Tabellenlohn Rech-
nung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). 
Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, 
hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des konkre-
ten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Na-
tionalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad). Der Einfluss sämt-
licher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem 
Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf insgesamt höchs-
tens 25% zu begrenzen ist (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 
S. 327; SVR 2015 IV Nr. 1 S. 1 E. 2.2).

4.2 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3 
S. 300; 129 V 222). Unter Berücksichtigung des Wartejahres und der An-
meldung im Oktober 2015 (AB 2) ist der frühest mögliche Rentenbeginn 
hier in Anwendung von Art. 28 Abs. 1 i.V.m. Art. 29 Abs. 1 IVG auf April 
2016 festzusetzen. Auf diesen Zeitpunkt hin ist der Einkommensvergleich 
durchzuführen.

4.3

4.3.1 Es ist unbestritten und aufgrund der Akten anzunehmen, dass der 
Beschwerdeführer bei guter Gesundheit seine selbständige Erwerbstätig-
keit als ... in der bisherigen Art bzw. einem 100%-Pensum weitergeführt 

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hätte, weshalb das Valideneinkommen aufgrund des zuletzt – ohne Invali-
dität – erzielten Einkommens festzusetzen ist.

Im Abklärungsbericht für Selbständigerwerbende vom 31. Oktober 2017 
wurde das Valideneinkommen gestützt auf das durchschnittliche Einkom-
men des Beschwerdeführers der Jahre 2011 bis 2013 festgelegt (AB 77 
S. 4 f. Ziff. 6 f.). Dies ist nicht zu beanstanden (vgl. E. 4.1.1 hiervor) und 
wird auch nicht bestritten. Auf das massgebliche Jahr 2016 aufgerechnet 
ergibt dies ein jährliches Einkommen von Fr. 115‘564.75 (Fr. 114‘249.-- : 
104.2 x 105.4; Bundesamt für Statistik [BFS], Nominallöhne Männer 2011 – 
2017, Tabelle T1.1.10, lit. M [Freiberufliche, wissenschaftliche und techni-
sche Tätigkeiten]).

4.3.2 Die Beschwerdegegnerin hat das Invalideneinkommen gestützt auf 
die Tabellenlöhne ermittelt (AB 77 S. 5 Ziff. 7), weshalb vorab zu prüfen ist, 
ob dem Beschwerdeführer ein Berufswechsel und dabei insbesondere die 
Aufgabe seiner selbstständigen Erwerbstätigkeit zumutbar ist.

Bevor die versicherte Person Leistungen verlangt, hat sie aufgrund der 
Schadenminderungspflicht alles ihr Zumutbare selber vorzukehren, um die 
Folgen der Invalidität bestmöglichst zu mindern. Ein Rentenanspruch ist zu 
verneinen, wenn sie selbst ohne Eingliederungsmassnahmen, nötigenfalls 
mit einem Berufswechsel, zumutbarerweise in der Lage ist, ein rentenaus-
schliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen. Für die Auslegung des un-
bestimmten Rechtsbegriffs der zumutbaren Tätigkeit im Allgemeinen, wie 
bei der Aufgabe der selbstständigen Erwerbstätigkeit im Besonderen, sind 
die gesamten subjektiven und objektiven Gegebenheiten des Einzelfalls zu 
berücksichtigen. Im Vordergrund stehen bei den subjektiven Umständen 
die verbliebene Leistungsfähigkeit sowie die weiteren persönlichen Ver-
hältnisse wie Alter, berufliche Stellung, Verwurzelung am Wohnort etc. Bei 
den objektiven Umständen sind insbesondere der ausgeglichene Arbeits-
markt und die noch zu erwartende Aktivitätsdauer massgeblich. Eine Be-
triebsaufgabe ist nur unter strengen Voraussetzungen unzumutbar, und es 
kann ein Betrieb selbst dann nicht auf Kosten der Invalidenversicherung 
aufrechterhalten werden, wenn die versicherte Person darin Arbeit von ei-
ner gewissen erwerblichen Bedeutung leistet (Entscheid des Bundesge-
richts vom 11. Januar 2018, 9C_621/2017, E. 2.2.1). Entsprechend dem 

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medizinischen Zumutbarkeitsprofil im MEDAS-Gutachten ist der Beschwer-
deführer in einer angepassten, körperlich leichten, wechselbelastenden 
oder überwiegend sitzenden Tätigkeit zu 100% arbeitsfähig (AB 56.1 S. 30 
Ziff. 3). Folglich ist er in der Lage, in einer solchen angepassten Tätigkeit 
seine Restarbeitsfähigkeit besser zu verwerten als in seinem angestamm-
ten Beruf als ..., in welchem er nur noch zu 50% arbeits- und leistungsfähig 
ist (AB 56.1 S. 30 Ziff. 3 und S. 36 Ziff VI 1). Umstände, die gegen die Auf-
gabe der selbstständigen Erwerbstätigkeit sprächen, finden sich nicht. Da-
bei ist insbesondere zu beachten, dass der Betrieb angeblich bereits „still-
gelegt“ ist (AB 77 S. 3 Ziff. 3.3 f.; vgl. aber prozessleitende Verfügung vom 
23. Mai 2018 Ziff. 3 Lemma 3 [in den Gerichtsakten]), dies obwohl der Be-
schwerdeführer aus medizinischer Sicht in der Lage wäre, seinem ange-
stammten Beruf zu 50% nachzugehen. Demnach ist ihm ein Berufswechsel 
resp. die Aufgabe seiner selbstständigen und die Aufnahme einer unselbst-
ständigen Tätigkeit zumutbar, was vom Beschwerdeführer nicht bestritten 
wird.

Der Beschwerdeführer hat keine Verweistätigkeit im zumutbaren Rahmen 
aufgenommen. Damit ist das hypothetische Invalideneinkommen – ausge-
hend vom Zumutbarkeitsprofil im MEDAS-Gutachten – anhand des Totals 
des Kompetenzniveaus 1 (einfache Tätigkeiten körperlicher oder hand-
werklicher Art) der Tabelle TA1 (LSE 2014) zu bestimmen, da dem Be-
schwerdeführer verschiedene Verweistätigkeiten in diversen Tätigkeitsge-
bieten offen stehen. Der massgebliche monatliche Bruttolohn für Männer 
beträgt Fr. 5‘312.--. Auf die betriebsübliche Wochenarbeitszeit von 
41.7 Stunden (BFS, Betriebsübliche Wochenarbeitszeit nach Wirtschafts-
abteilungen [BUA], Total) und das massgebende Jahr 2016 aufgerechnet, 
resultiert daraus ein Einkommen von Fr. 67‘160.75 (Fr. 5‘312.-- : 40 x 41.7 
x 12 : 103.3 x 104.4 [BFS, Nominallöhne Männer 2011 –  2017 , Tabelle 
T1.1.10, Total]) im Jahr. 

Der von der Beschwerdegegnerin zugestandene behinderungsbedingte 
Abzug von 15% (AB 77 S. 5 Ziff. 7) trägt allen einkommensbeeinflussenden 
Aspekten genügend Rechnung. Ein anderweitiger persönlicher oder beruf-
licher Umstand, der einen höheren Abzug rechtfertigte, ist nicht ersichtlich 

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und wird auch nicht geltend gemacht. Damit ergibt sich ein Invalidenein-
kommen von Fr. 57‘086.65 (Fr. 67‘160.75 x 0.85) im Jahr.

4.3.3 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 115‘564.75 und einem Invali-
deneinkommen von Fr. 57‘086.65 resultiert ein IV-Grad von gerundet 51% 
(zur Rundung: BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123). Es besteht folglich 
ein Anspruch auf eine halbe IV-Rente (vgl. E. 2.2 hiervor).

Selbst wenn der Beschwerdeführer als Selbstständigerwerbender im ange-
stammten Bereich verbleiben wollte, würde sich am Ergebnis nichts än-
dern. Denn diesfalls würde der IV-Grad bei einer 50%-igen Arbeits- und 
Leistungsfähigkeit, und damit der Möglichkeit auch weiterhin die Hälfte des 
früheren Einkommens zu erzielen, gar bloss 50% betragen. Auch dies be-
rechtigte den Beschwerdeführer (einzig) zum Bezug der zugesprochenen 
halben IV-Rente.

4.4 Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung nicht zu 
beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

5.2 Vorliegend besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung 
(Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt und Notar lic. iur. B.________ z.H. des Beschwerde-

führers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

^

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.