# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3d4d1bf4-5010-5c2f-ac75-49de39e30d2a
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-08-19
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 19.08.2013 UV 2012/73
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2012-73_2013-08-19.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2012/73

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 30.08.2019

Entscheiddatum: 19.08.2013

Entscheid Versicherungsgericht, 30.08.2019
Art. 6 UVG; Art. 11 UVV. Ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen den 
aktuell bestehenden Kniebeschwerden und einem geltend gemachten 
früheren Skiunfall wurde nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
nachgewiesen. Ein Rückfall ist zu verneinen (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 19. August 2013, UV 
2012/73).

Präsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider und

Lisbeth Mattle Frei; Gerichtsschreiberin Annina Baltisser

Entscheid vom 19. August 2013

in Sachen

SWICA Krankenversicherung AG, Rechtsdienst, Römerstrasse 38, 8401 Winterthur,

Beschwerdeführerin,

gegen

AXA Versicherungen AG, General Guisan-Strasse 40, Postfach 357, 8401 Winterthur,

Beschwerdegegnerin,

und

A.___,

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Beigeladener,

betreffend

Versicherungsleistungen (i.S. A.___)

Sachverhalt:

A.

A.a  A.___ war seit dem 1. November 2006 bei der B.___ AG angestellt und dadurch bei 

der AXA Versicherungen AG (nachfolgend AXA) obligatorisch gegen die Folgen von 

Unfällen versichert, als er sich gemäss Unfallmeldung vom 19. Februar 2009 bei einem 

Sturz beim Skifahren am linken Knie verletzte (UV-act. A1). Gemäss Bericht von Dr. 

med. C.___, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin, vom 18. Februar 2011 hatte 

dieser den Versicherten am 2. Februar und am 11. Juni 2009 untersucht und als 

Befund eine Druckdolenz im Hinterhorn im lateralen Gelenksspalt erhoben (UV-act. 

M1). Am 2. Juli 2009 führte Dr. med. D.___, Facharzt FMH für Allgemeine Innere 

Medizin, beim Versicherten eine Sonografie von Weichteilregionen durch (vgl. UV-act. 

KK4, act. G 18.1). Die Kosten der Behandlungen wurden vom Krankenversicherer des 

Versicherten, der SWICA Krankenversicherung AG (nachfolgend SWICA), übernommen 

(vgl. UV-act. KK1-4).

A.b  Am 4. Januar 2011 wurde der Versicherte erneut bei Dr. C.___ wegen 

Beschwerden am linken Knie vorstellig. Eine am 18. Februar 2011 durchgeführte 

linksseitige Kniesonografie ergab eine 3cm grosse, liquide Formation über dem 

lateralen Gelenkspalt bei Verdacht auf Meniskusläsion, einen Erguss im Recessus 

suprapatellaris sowie eine 1cm grosse, an typischer Stelle gelegene Bakerzyste (vgl. 

UV-act. M1, M2).

A.c  Im Bericht vom 17. März 2011 stellte Dr. med. E.___, Facharzt FMH für 

Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, folgende 

Diagnosen: Verdacht auf instabile laterale Meniskusläsion, traumatisch mit/bei 

lateralem Meniskusganglion, beginnender trikompartimentaler Chondromalazie sowie 

möglicher medialer Meniskusläsion (UV-act. M3). Am 28. März 2011 wurde der 

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Versicherte in der Klinik F.___ operiert (arthroskopische mediale und laterale 

Teilmeniskektomie, laterale Restmeniskusnaht linkes Knie; UV-act. M4, M6).

A.d  Am 8. April 2011 liess der Versicherte der AXA einen Rückfall zum Ereignis vom 

25. Januar 2009 melden (UV-act. A2). Im Arztzeugnis vom 27. Juni 2011 bestätigte 

Dr. C.___ eine Erstbehandlung am 2. Februar 2009 und stellte die vorläufige Diagnose 

mediale und laterale Meniskusläsion (UV-act. M8).

A.e  Gestützt auf die Beurteilung ihres beratenden Arztes, Dr. med. G.___, Facharzt 

FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 

26. August 2011 (UV-act. M10), teilte die AXA dem Versicherten mit Schreiben vom 7. 

September 2011 mit, die erneuten Beschwerden stünden nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 25. Januar 2009. Es 

bestehe kein Anspruch auf Leistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung (UV-

act. A3). Mit Verfügung vom 30. November 2011 lehnte die AXA eine Leistungspflicht 

auch formell ab (UV-act. A8).

B.

B.a  Gegen diese Verfügung erhoben die SWICA und der Versicherte mit Eingaben vom 

6. und 9. Dezember 2011 (UV-act. A10, A11) Einsprachen. Zur Begründung führte die 

SWICA im Wesentlichen an, aus den vorliegenden medizinischen Berichten müsse 

geschlossen werden, dass die am 28. März 2011 operierte Meniskusläsion klar auf den 

Unfall im Jahr 2009 zurückzuführen sei. Eine Brückensymptomatik sei gegeben. Der 

Versicherte machte seinerseits geltend, zu Beginn habe sich der Meniskus je nach 

Kniebeugung und -stellung zeitweise verklemmt. Da dies nicht sehr oft vorgekommen 

sei, habe er auf einen operativen Eingriff verzichtet. Seit dem Skiunfall habe er sich 

sportlich sehr zurückgehalten und es sei kein Ereignis eingetreten, welches die 

Beschwerden hätte verursachen können.

B.b  Auf Anfrage der SWICA nahm Dr. E.___ am 14. Dezember 2011 dahingehend 

Stellung, dass er das Ereignis vom 25. Januar 2009 als mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit zumindest teilursächlich für die Kniebeschwerden des Versicherten 

bezeichnete (UV-act. A12).

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B.c  Mit Einspracheentscheid vom 17. Juli 2012 wies die AXA die Einsprachen ab. Zur 

Begründung wurde im Wesentlichen angeführt, den Stellungnahmen der behandelnden 

Ärzte fehle es an jeglicher Begründung. Es könne nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit aufgezeigt werden, dass zwischen den Kniebeschwerden links und 

dem Skiunfall von 2009 ein natürlicher Kausalzusammenhang bestehe (UV-act. A14).

B.d  Ein am 31. August 2012 durchgeführtes MRI Knie links nativ ergab im 

Wesentlichen einen Status nach konservierender Teilmeniskektomie medial und lateral, 

einen nicht dislozierten longitudinalen Riss des Innenmeniskus, ein leichtes 

Knochenmarködem des Tibiaplateaus sowie einen kleinvolumigen Kniegelenkserguss 

(UV-act. M11). In der Stellungnahme vom 10. September 2012 hielt Dr. med. H.___, 

Facharzt FMH für Chirurgie, fest, aus seiner Sicht seien die heutigen Befunde mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit kausal dem Unfallereignis zuzuschreiben (UV-act. 

M12). Im Schreiben vom 28. Dezember 2012 gab Dr. med. I.___, Facharzt FMH für 

Physikalische Medizin und Rehabilitation sowie Rheumatologie, als beratender Arzt der 

AXA an, aufgrund der medizinischen Akten könne nicht in überzeugender Weise 

dargelegt werden, dass das Ereignis mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu den im 

Jahr 2011 operierten lateralen und medialen Meniskusrupturen hätte führen können. Es 

könne keine eindeutige Brückensymptomatik festgestellt werden (UV-act. M13).

C.

C.a  Gegen den Einspracheentscheid vom 17. Juli 2012 erhob die SWICA mit Eingabe 

vom 14. September 2012 Beschwerde mit den Anträgen, der Einspracheentscheid sei 

aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, für die Kniebeschwerden 

des Versicherten weiterhin UVG-Leistungen zu erbringen, unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge. Zur Begründung wurde im Wesentlichen auf die Beurteilung von 

Dr. H.___ vom 10. September 2012 (UV-act. M12) verwiesen und angeführt, diese sei 

schlüssig und nachvollziehbar. Demgegenüber habe sich Dr. I.___ in der 

Stellungnahme vom 28. Dezember 2012 (UV-act. M13) nicht ausreichend mit den 

Angaben des Versicherten, der zweifelsohne bestehenden Brückensymptomatik sowie 

den bildgebenden Befunden auseinandergesetzt (act. G 1).

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C.b  Das Versicherungsgericht lud den Versicherten mit Schreiben vom 19. September 

2012 zum Verfahren bei (act. G 3). Der Beigeladene liess die ihm eingeräumte Frist zur 

Stellungnahme unbenutzt verstreichen.

C.c  Mit Beschwerdeantwort vom 7. Januar 2013 beantragte die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung verwies sie im Wesentlichen auf den 

Einspracheentscheid und führte ergänzend an, die Schlussfolgerungen von Dr. H.___ 

vom 10. September 2012 (UV-act. M12) seien nicht überzeugend und erschienen 

spekulativ (act. G 9).

C.d  Mit Replik vom 5. März 2013 (act. G 13) und Duplik vom 19. April 2013 (act. G 15) 

bestätigten die Parteien ihre Standpunkte.

C.e  Mit Schreiben vom 19. Juni 2013 forderte das Versicherungsgericht den 

Beigeladenen auf, allfällige Arztberichte im Zusammenhang mit der am 2. Juli 2009 

durchgeführten Sonografie vorzulegen (act. G 17). Mit Eingabe vom 25. Juni 2013 

reichte der Beigeladene den Bericht zur Sonografie Weichteile Trochanterregion 

beidseits vom 3. Juli 2009 von Dr. D.___ ein, in welchem dieser den Befund einer 

Insertionstendinose mit leichter Bursitis am Trochanter major rechts erhoben hatte (act. 

G 18 f.). Am 11. Juli 2013 nahm die Beschwerdegegnerin zum Bericht vom 3. Juli 2009 

dahingehend Stellung, dass die Sonografie für eine relevante Abnahme der 

Knieprobleme links in der Periode Juni bis Juli 2009 spreche (act. G 20).

C.f Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der 

übrigen

Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen näher eingegangen.

Erwägungen:

1. 

Vorliegend ist zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht für den von 

der Beschwerdeführerin geltend gemachten Rückfall zu Recht verneint hat.

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1.1 Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 

832.20) werden Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen, Nichtberufsun­

fällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt. Die 

Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt zunächst voraus, dass zwischen dem 

Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein natürlicher Kausalzusammenhang 

besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle 

Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten 

oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht 

werden kann. Für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs ist nicht 

erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher 

Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen 

Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 

beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne 

dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1). 

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein 

natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung 

oder im Beschwerdefall das Gericht nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse 

Möglichkeit eines Kausalzusammenhangs genügt für die Begründung eines 

Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 181, 119 V 337 f. E. 1). Die Leistungspflicht des 

Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und 

dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzusammenhang besteht. Nach der 

Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolgs zu gelten, 

wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen 

Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen 

herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolgs also durch das Ereignis allgemein als 

begünstigt erscheint (BGE 129 V 181 E. 3.2). Während es Aufgabe des Arztes oder der 

Ärztin ist, den natürlichen Kausalzusammenhang zu beurteilen, obliegt es dem Gericht, 

die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (BGE 123 III 

111 E. 2). Bei physischen Unfallfolgen hat indessen die Adäquanz gegenüber dem 

natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 118 V 

291 f. E. 3a; vgl. BGE 117 V 365 unten E. 5d/bb, mit Hinweisen auf Lehre und 

Rechtsprechung).

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1.2 Gemäss Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) 

werden Versicherungsleistungen auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt. 

Praxisgemäss handelt es sich bei einem Rückfall um das Wiederaufflackern einer 

vermeintlich geheilten Krankheit bzw. vermeintlich geheilter Unfallfolgen, so dass es 

erneut zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise zu einer weiteren Arbeitsunfähigkeit 

kommt, während von Spätfolgen dann gesprochen wird, wenn ein scheinbar geheiltes 

Leiden im Lauf längerer Zeit organische oder psychische Folgen bewirkt, die zu einem 

andersgearteten Krankheitsbild führen können. Rückfälle und Spätfolgen schliessen 

begrifflich an ein in der Vergangenheit bestandenes Unfallereignis an. 

Dementsprechend können sie eine Leistungspflicht des (damaligen) Unfallversicherers 

nur dann auslösen, wenn zwischen den erneut vorgebrachten Beschwerden und der 

seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen Gesundheitsschädigung ein natürlicher 

und ein adäquater Kausalzusammenhang besteht (BGE 129 V 181 E. 3.1, BGE 118 V 

296 f. E. 2c).

1.3 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach haben die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für 

die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. 

Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den 

Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 E. 2, BGE 122 V 158 E. 1a, je mit 

Hinweisen; vgl. auch BGE 130 I 183 f. E. 3.2). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst 

die Beweislast im Sinne der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im 

Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien die Beweislast nur insofern, als 

im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus 

dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Bei der hinsichtlich 

Rückfällen und Spätfolgen zu erfüllenden Anspruchsvoraussetzung eines erneuten 

natürlichen Kausalzusammenhangs handelt es sich um eine anspruchsbegründende 

Tatsache. Die diesbezügliche Beweislast liegt insofern bei der versicherten Person, als 

im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu ihren Lasten ausfällt. Selbstverständlich 

greift die genannte Beweisregel erst dann Platz, wenn die Verwaltung und – im 

Beschwerdefall – das Gericht dem Untersuchungsgrundsatz rechtsgenüglich 

nachgekommen sind bzw. es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des 

Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu 

ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu 

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entsprechen (BGE 138 V 222 E. 6, 117 V 264 E. 3b, je mit Hinweisen; RKUV 1994 Nr. U 

206 S. 328 E. 3b).

1.4 Gemäss der vorliegenden Aktenlage war der Beigeladene im Anschluss an das 

geltend gemachte Sturzereignis letztmals am 11. Juni 2009 wegen Beschwerden im 

linken Knie bei Dr. C.___ in Behandlung, wobei anlässlich der damaligen Untersuchung 

keine Verschlechterung festgestellt worden war (vgl. UV-act. M1). Die am 2. Juli 2009 

durchgeführte Sonografie (act. G 18.1), welche von Dr. C.___ aufgrund von seit einigen 

Wochen bestehenden Schmerzen am rechten Oberschenkel veranlasst worden war, 

ergab eine Insertionstendinose mit leichter Bursitis am Trochanter major rechts. Im 

Bericht wird insbesondere festgehalten, die Hüftbeweglichkeit sei beidseits 

symmetrisch und frei ohne Schmerzauslösung. Probleme in Bezug auf das linke Knie 

sind dem Bericht keine zu entnehmen. Erst im Januar 2011 wurde der Beigeladene 

wegen Kniebeschwerden wieder bei Dr. C.___ vorstellig (UV-act. M1). Da den Akten 

keine Hinweise auf zwischenzeitlich erfolgte Behandlungen im Zusammenhang mit 

dem linken Knie zu entnehmen sind und die Beschwerdegegnerin darüber hinaus keine 

Versicherungsleistungen ausgerichtet hat, stellt sich, wie von der Beschwerdegegnerin 

dargelegt (act. G 9), die Frage der Leistungspflicht im Rückfall. Entsprechend sind die 

in der vorstehenden Erwägung 1.3 dargestellten Regeln zu Rückfällen und Spätfolgen 

anwendbar. Somit fällt eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin nur in Betracht, 

wenn der natürliche Kausalzusammenhang zwischen den heute bestehenden Knie­

beschwerden und dem geltend gemachten Skiunfall vom 25. Januar 2009 mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen werden kann.

2. 

2.1 Unter den Parteien ist streitig, ob zwischen den Kniebeschwerden des 

Beigeladenen, aufgrund welcher am 28. März 2011 eine Teilmeniskektomie des linken 

Knies erfolgte, und dem Ereignis vom Januar 2009 ein natürlicher 

Kausalzusammenhang besteht. Die Beschwerdegegnerin verneint diese Frage 

insbesondere gestützt auf den Bericht ihres beratenden Arztes Dr. I.___ vom 28. 

Dezember 2012 (UV-act. M13). Die Beschwerdeführerin verweist ihrerseits im 

Wesentlichen auf die Stellungnahme ihres beratenden Arztes Dr. H.___ vom 10. 

September 2012 (UV-act. M13) und stellt sich auf den Standpunkt, dass auf die 

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Beurteilungen der beratenden Ärzte der Beschwerdegegnerin nicht abgestellt werden 

könne.

2.2 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht 

für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch 

die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben 

worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 

Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des 

Experten oder der Expertin begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert 

eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich weder dessen Herkunft noch die 

Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht 

oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen). Auch den Berichten 

versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte kann rechtsprechungsgemäss Beweiswert 

beigemessen werden, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 

sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit 

bestehen (BGE 135 V 467 ff. E. 4 und BGE 125 V 353 f. E. 3b/ee, je mit Hinweisen). 

Erachtet das Sozialversicherungsgericht die rechtserheblichen tatsächlichen 

Entscheidgrundlagen bei pflichtgemässer Beweiswürdigung als schlüssig, darf es den 

Prozess ohne Weiterungen – insbesondere ohne Anordnung eines Gerichtsgutachtens 

– abschliessen (vgl. BGE 135 V 469 E. 4.3.2, mit Hinweisen).

2.3 Dr. I.___ führt in der Beurteilung vom 28. Dezember 2012 (UV-act. M13) aus, 

aufgrund der echtzeitlichen Akten und der späteren Angaben könne keine eindeutige

Primärverletzung am linken Knie als überwiegend wahrscheinliche Folge eines am 

25. Januar 2009 erlittenen Sturzes postuliert werden. In den medizinischen Akten sei 

keine zeitnahe Schilderung des Unfallmechanismus festgehalten. Bei der Angabe der 

Verletzung in der Unfallmeldung vom 19. Februar 2009 (UV-act. A1) handle es sich um 

eine Verdachtsdiagnose; ein Meniskusanriss im linken Knie sei zu jenem Zeitpunkt 

nicht im Sinn einer eindeutigen strukturellen Läsion objektiviert worden. Auch sei der 

Verlauf mit keinem medizinischen Dokument festgehalten worden und eine klare 

Brückensymptomatik lasse sich aus den medizinischen Unterlagen nicht ableiten, da 

die Berichte retrospektiv verfasst und uneinheitlich seien. Darüber hinaus belege der 

kernspintomografische Befund vom 31. Januar 2012 die zunehmend degenerative 

Entwicklung des betroffenen Kniegelenks. Schliesslich sei der Beurteilung von Dr. 

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G.___ vom 26. August 2011 (UV-act. M10) zuzustimmen. Die über 18 Monate lange 

Episode ohne medizinische Beurteilung und Behandlungsnotwendigkeit weise darauf 

hin, dass der Beigeladene in dieser Zeit keine relevanten Einschränkungen gehabt 

habe. Auf der anderen Seite bewerte Dr. H.___ die medizinische Ausgangslage im 

Bericht vom 10. September 2012 (UV-act. M12) ungenügend und diskutiere die nicht 

gesicherte Brückensymptomatik (die widersprüchlichen retrospektiven Berichte) zu 

wenig, als dass seine Schlussfolgerungen überzeugen könnten. Zusammenfassend sei 

festzuhalten, dass aufgrund fehlender Klarheit über den Unfallmechanismus, fehlender 

Dokumentation einer allenfalls durch das Ereignis von 2009 erlittenen Verletzung und 

nicht gesicherter Brückensymptomatik ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen 

den heutigen Beschwerden und dem Unfall von 2009 nicht überwiegend 

wahrscheinlich sei.

2.4 Dr. H.___ führt seinerseits im Bericht vom 10. September 2012 (UV-act. M12) aus, 

aufgrund des Verlaufs und der angegebenen Befunde (Sonografie, MRI, Arthroskopie-

Befunde) sei anzunehmen, dass das Ereignis vom 25. Januar 2009 doch zu einer 

initialen Verletzung des Kniegelenks links geführt habe mit Riss des lateralen Meniskus 

und Bildung einer dorsalen Synovialzyste. Der weitere Verlauf habe gezeigt, dass die 

Meniskusläsion instabil gewesen sei und dass es immer wieder zu kleinen 

Dislokationen des partiellen Meniskusdissekates gekommen sei, welche der Patient 

selber habe reponieren können. Da sich das damit verbundene Beschwerdebild in 

erträglichen Grenzen gehalten habe, habe man sich zu abwartendem Verhalten 

entschlossen. Die rezidivierenden kleinen Ereignisse (Brückensymptome) hätten aber 

vermutlich dazu geführt, dass im Laufe der Zeit auch der mediale Meniskus sowie der 

knorpelige Gelenküberzug in allen drei Kompartimenten Schaden genommen hätten 

mit konsekutivem Akzentuieren des Beschwerdebildes. Schliesslich gab Dr. H.___ an, 

retrospektiv sei er doch der Ansicht, dass der Verlauf und die heutigen Befunde mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit kausal dem Ereignis von 2009 zuzuschreiben seien.

2.5 Dr. I.___ legt in seiner Beurteilung vom 28. Dezember 2012 in Würdigung der 

gesamten Aktenlage umfassend und überzeugend dar, dass ein natürlicher Kausal­

zusammenhang zwischen dem Ereignis vom 25. Januar 2009 und den 

Kniebeschwerden des Beigeladenen, aufgrund welcher am 28. März 2012 eine 

Teilmeniskektomie des linken Knies durchgeführt wurde, nicht mit überwiegender 

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Wahrscheinlichkeit nachgewiesen ist. Dr. I.___ setzt sich mit den verschiedenen 

Stellungnahmen der beratenden und behandelnden Ärzte auseinander und legt 

schlüssig dar, dass die vorliegenden medizinischen Berichte sowohl in Bezug auf den 

Unfallhergang als auch hinsichtlich der erlittenen Verletzung widersprüchliche 

Äusserungen enthalten. Wie von Dr. I.___ aufgezeigt, liegen keine echtzeitlichen 

Unterlagen vor, welche die Diagnose einer medialen und lateralen Meniskusläsion als 

Folge eines Sturzereignisses vom 25. Januar 2009 oder die in der Unfallmeldung vom 

 19. Februar 2009 (UV-act. A1) angegebene Verletzung "Meniskusanriss im linken Knie" 

bestätigen würden. So gab Dr. C.___ im Schreiben vom 18. Februar 2011 (UV-act. M1) 

lediglich an, in der Untersuchung vom 2. Februar 2009 eine Druckdolenz im Hinterhorn 

im lateralen Gelenksspalt erhoben zu haben. Es habe sich kein Gelenkserguss und 

keine Instabilität gezeigt. Der Beigeladene habe keine heftigen Beschwerden gehabt, 

weshalb man sich entschlossen habe, abzuwarten. Auch in der Untersuchung vom 11. 

Juni 2009 sei es dem Beigeladenen nicht wesentlich schlechter gegangen. Den Befund 

Druckdolenz im Hinterhorn im lateralen Gelenksspalt bestätigt Dr. C.___ auch im 

Arztzeugnis vom 27. Juni 2011 (UV-act. M8).

2.6 Entgegen dem Vorbringen der Beschwerdeführerin vermögen auch die 

Ausführungen Dr. H.___s die nachvollziehbare Beurteilung von Dr. I.___ nicht in Zweifel 

zu ziehen. Dr. H.___ beschränkt sich in seiner Beurteilung im Wesentlichen darauf, 

gestützt auf die im Jahre 2011 erhobenen Befunde Annahmen hinsichtlich des 

Ereignisses von 2009 zu treffen. Sodann stützt er sich bei der Beurteilung des Verlaufs 

einzig auf die Angaben des Beigeladenen und setzt die von diesem geschilderten 

rezidivierenden Blockaden (vgl. UV-act. M3, A11) mit Brückensymptomen gleich, ohne 

dass solche durch die medizinische Aktenlage belegt wären. Er nimmt in keiner Weise 

auf die fehlenden echtzeitlichen medizinischen Berichte Bezug, was die Beurteilung 

unvollständig und wenig fundiert erscheinen lässt. Insgesamt kann gestützt auf die 

nicht überzeugenden Ausführungen von Dr. H.___ ein natürlicher 

Kausalzusammenhang zwischen dem Ereignis von 2009 und dem heutigen 

Beschwerdebild nicht als nachgewiesen erachtet werden. Dass der Beigeladene nach 

dem Ereignis von 2009 nie beschwerdefrei gewesen sei, kann darüber hinaus entgegen 

dem Vorbringen der Beschwerdeführerin (act. G 1, Ziff. 3) auch durch die Ausführungen 

von Dr. E.___ im Bericht vom 17. März 2011 (UV-act. M3) nicht als bewiesen gelten, da 

zwischenzeitlich keine Behandlungen im Zusammenhang mit Kniebeschwerden 

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erfolgten bzw. keine Befunde betreffend das linke Knie erhoben wurden und Dr. E.___ 

hinsichtlich des Verlaufs – analog zu Dr. H.___ – lediglich die Angaben des 

Beigeladenen wiedergibt. Schliesslich gilt es bezüglich der Argumentation der 

Beschwerdeführerin, seit dem geltend gemachten Unfall sei nie Beschwerdefreiheit 

eingetreten, festzuhalten, dass eine gesundheitliche Schädigung nicht schon dann als 

durch einen Unfall verursacht gilt, weil sie nach diesem aufgetreten ist ("post hoc ergo 

propter hoc"-Formel; vgl. BGE 119 V 342 E. 2b/bb).

3. 

Zusammenfassend ist der natürliche Kausalzusammenhang zwischen den heute 

bestehenden Kniebeschwerden des Beigeladenen und dem Unfallereignis nicht mit 

dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt. Damit 

hat die Beschwerdeführerin die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen und die 

Beschwerdegegnerin hat eine Leistungspflicht zu Recht verneint.

4. 

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gegen den Einsprache­

entscheid vom 17. Juli 2012 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 

lit. a des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

[ATSG; SR 830.1]).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 

VRP entschieden:

1.  Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.  Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 30.08.2019
	Art. 6 UVG; Art. 11 UVV. Ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen den aktuell bestehenden Kniebeschwerden und einem geltend gemachten früheren Skiunfall wurde nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen. Ein Rückfall ist zu verneinen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 19. August 2013, UV 2012/73).

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