# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2c95a8ca-895c-5452-95e9-ad9eb239a059
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-09-04
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 04.09.2025 F-5801/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-5801-2025_2025-09-04.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
 
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-5801/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  4 .  S e p t e m b e r  2 0 2 5   

Besetzung 
 Richter Sebastian Kempe (Vorsitz), 

Richterin Susanne Genner,  

Richterin Christa Preisig,  

Gerichtsschreiber Gero Vaagt. 
 

 
 

Parteien 
 1. A._______, geboren am (...),  

2. B._______, geboren am (...),  

3. C._______, geboren am (...),  

alle Türkei,  

vertreten durch Mag. iur. Vladyslav Hrynevskyi,  

Beschwerdeführende,  

  
 

 
gegen 

 
 

Staatssekretariat für Migration SEM,  

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren - Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG);  

Verfügung des SEM vom 24. Juli 2025 / N (...). 

 

 

 

F-5801/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer 1 ersuchte mit seiner Ehefrau, der Beschwerdefüh-

rerin 2, und ihrer gemeinsamen minderjährigen Tochter, der Beschwerde-

führerin 3, am 6. Juli 2025 in der Schweiz um Asyl (Akten der Vorinstanz 

[SEM-act.] 3/2-5/2). 

B.  

Ein Abgleich mit der europäischen Fingerabdruck-Datenbank (Zentralein-

heit EURODAC) ergab, dass der Beschwerdeführer 1 und die Beschwer-

deführerin 2 zuvor am 2. Juli 2025 in Kroatien Asylgesuche gestellt hatten 

(SEM-act. 13/3 und 15/1). Ein Abgleich mit der europäischen Visum-Da-

tenbank (CS-VIS) ergab darüber hinaus, dass dem Beschwerdeführer 1 

bereits am 20. März 2024 durch das Generalkonsulat der Bundesrepublik 

Deutschland in Izmir/Türkei ein Schengen-Visum, gültig vom 25. März 

2024 bis zum 24. März 2026, ausgestellt worden war (SEM-act. 13/3).  

C.  

Am 14. Juli 2025 gewährte die Vorinstanz den Beschwerdeführenden 1 

und 2 im Rahmen der persönlichen Dublin-Gespräche gemäss Art. 5 der 

Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des Ra-

tes vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Be-

stimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Dritt-

staatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten An-

trags auf internationalen Schutz zuständig ist (nachfolgend: Dublin-III-VO), 

das rechtliche Gehör zur Zuständigkeit Kroatiens für die Durchführung der 

Asyl- und Wegweisungsverfahren, zum beabsichtigten Nichteintretensent-

scheid, zur Wegweisung in diesen Dublin-Mitgliedstaat sowie zu ihrem je-

weiligen Gesundheitszustand (SEM-act. 27/3 und 28/3). 

D.  

Am 22. Juli 2025 hiessen die kroatischen Behörden die Wiederaufnahme-

ersuchen der Vorinstanz betreffend den Beschwerdeführer 1 und die Be-

schwerdeführerinnen 2 und 3 vom jeweils 14. Juli 2025 (SEM-act. 29/7 

und 32/5) gestützt auf Art. 20 Abs. 5 Dublin-III-VO gut (SEM-act. 37/2 und 

38/2). 

E.  

Mit Verfügung vom 24. Juli 2025 – eröffnet am 25. Juli 2025 – trat die Vor-

instanz auf die Asylgesuche der Beschwerdeführenden in Anwendung von 

Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31) nicht ein, ordnete ihre 

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Seite 3 

Wegweisung nach Kroatien an und forderte sie auf, die Schweiz spätes-

tens am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen. Gleichzeitig 

wies sie auf die einer allfälligen Beschwerde fehlende aufschiebende Wir-

kung hin und beauftragte den Kanton D._______ mit dem Vollzug der Weg-

weisung (SEM-act. 45/18). 

F.  

Mit Beschwerde vom 4. August 2025 gelangten die Beschwerdeführenden 

gegen die Verfügung vom 24. Juli 2025 an das Bundesverwaltungsgericht. 

Sie beantragten, die angefochtene Verfügung sei vollständig aufzuheben 

und die Vorinstanz sei anzuweisen, auf ihre Asylgesuche einzutreten. 

Eventualiter sei die angefochtene Verfügung vollständig aufzuheben und 

zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Subeventualiter sei 

die angefochtene Verfügung aufzuheben, die Sache an die Vorinstanz zu-

rückzuweisen und diese anzuweisen, bei den kroatischen Behörden eine 

schriftliche individuelle Garantieerklärung einzuholen, wonach diese eine 

adäquate medizinische Versorgung sowie eine nahtlose Unterbringung in 

einer adäquaten Unterkunft für sie sicherstellen werden.  

In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragten die Beschwerdeführenden, 

ihrer Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen und im Sinne 

einer superprovisorischen vorsorglichen Massnahme seien die Vollzugs-

behörden unverzüglich anzuweisen, von ihrer Überstellung nach Kroatien 

abzusehen, bis das Bundesverwaltungsgericht über die Erteilung der auf-

schiebenden Wirkung entschieden habe. Zudem sei ihnen die unentgeltli-

che Prozessführung zu gewähren und auf die Erhebung eines Kostenvor-

schusses zu verzichten (Akten im Beschwerdeverfahren [BVGer-act.] 1). 

G.  

Am 5. August 2025 ordnete der Instruktionsrichter einen superprovisori-

schen Vollzugsstopp gestützt auf Art. 56 VwVG an (BVGer-act. 2). 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 6 AsylG). 

1.2 Gemäss Art. 105 AsylG in Verbindung mit Art. 31 VGG ist das Bundes-

verwaltungsgericht zur Beurteilung von Beschwerden auf dem Gebiet des 

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Seite 4 

Asyls zuständig und entscheidet über diese in der Regel – wie auch vorlie-

gend – endgültig (vgl. Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). Die Beschwerdeführen-

den sind zur Beschwerdeanhebung legitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf 

die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten (Art. 108 

Abs. 3 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG). 

2.  

2.1 Mit Beschwerde können die Verletzung von Bundesrecht (einschliess-

lich Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige 

und unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts ge-

rügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 

2.2 Bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es die 

Vorinstanz ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu über-

prüfen (Art. 31a Abs. 1-3 AsylG), beschränkt sich der Streitgegenstand 

grundsätzlich auf die Frage, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch 

nicht eingetreten ist und die betroffenen Personen infolgedessen aus der 

Schweiz weggewiesen hat (vgl. BVGE 2017 VI/5 E. 3.1; 2012/4 E. 2.2; je 

m.w.H.). 

2.3 Das Bundesverwaltungsgericht verzichtet gestützt auf Art. 111a Abs. 1 

AsylG auf die Durchführung eines Schriftenwechsels. 

3.  

3.1 Die Beschwerdeführenden erheben formelle Rügen, über die vorab zu 

befinden ist.  

3.2 Sie machen geltend, die Vorinstanz habe ihre Pflicht zur vollständigen 

und richtigen Sachverhaltsermittlung verletzt. Die Vorinstanz habe wichtige 

Tatsachen nicht näher abgeklärt. Die pauschalen Verweise auf die theore-

tisch bestehenden völkerrechtlichen Verpflichtungen Kroatiens in der an-

gefochtenen Verfügung vom 24. Juli 2025 reichten angesichts der klaren 

Hinweise auf die Verletzung derselben nicht aus, um eine Rückführung 

ohne weitere Abklärungen rechtfertigen zu können. Da die Beschwerde-

führenden nachweislich über Bosnien nach Kroatien eingereist seien, 

seien sie dem realen Risiko einer Kettenabschiebung ausgesetzt. Darüber 

hinaus habe die Vorinstanz den psychischen Gesundheitszustand der Be-

schwerdeführenden nicht näher abgeklärt. Nach konstanter Praxis des 

Bundesverwaltungsgerichts sei der Zugang zu einer psychiatrischen Be-

handlung im Ausland, insbesondere bei Kindern, oft nur dann gewährleis-

tet, wenn eine entsprechende Diagnose bereits in der Schweiz vorliege. 

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Seite 5 

Daraus ergebe sich eine verstärkte Abklärungspflicht, sobald Hinweise auf 

eine psychische Belastung bestünden. Schliesslich sei die Vorinstanz ihrer 

Begründungspflicht nicht nachgekommen, da sie den Umstand, dass dem 

Beschwerdeführer 1 am 20. März 2024 durch das Generalkonsulat der 

Bundesrepublik Deutschland in Izmir/Türkei ein Schengen-Visum, gültig 

vom 25. März 2024 bis zum 24. März 2026, ausgestellt wurde, in der an-

gefochtenen Verfügung vom 24. Juli 2025 ausser Acht gelassen habe. 

3.3  

3.3.1 Im Asylverfahren gilt – wie in anderen Verwaltungsverfahren – der 

Untersuchungsgrundsatz (Art. 12 VwVG i.V.m. Art. 6 AsylG). Demnach hat 

die Behörde von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung 

des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen, die für das Verfahren not-

wendigen Unterlagen zu beschaffen, die rechtlich relevanten Umstände 

abzuklären und ordnungsgemäss darüber Beweis zu führen (vgl. BVGE 

2012/21 E. 5.1 m.w.H.). Der Untersuchungsgrundsatz findet seine Grenze 

an der Mitwirkungspflicht der Asylsuchenden (Art. 8 AsylG; Art. 13 VwVG). 

Die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts in Verletzung der behördlichen Untersuchungspflicht bildet 

einen Beschwerdegrund (Art. 106 Abs. 1 Bst. b AsylG). Unrichtig ist die 

Sachverhaltsfeststellung, wenn der Verfügung ein falscher und aktenwidri-

ger Sachverhalt zugrunde gelegt wird oder Beweise falsch gewürdigt wor-

den sind; unvollständig ist sie, wenn nicht alle für den Entscheid rechtswe-

sentlichen Sachumstände berücksichtigt werden (BVGE 2014/2 E. 5.1). 

3.3.2 Aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV, 

Art. 29 ff. VwVG) folgt unter anderem die Verpflichtung der Behörde, ihren 

Entscheid zu begründen (Art. 35 Abs. 1 VwVG). Dabei ist es nicht erforder-

lich, dass sie sich mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinander-

setzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann 

sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Die 

Begründung muss so abgefasst sein, dass sich die betroffene Person über 

die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kennt-

nis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen kann. In diesem Sinne 

müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen 

sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt 

(BGE 143 III 65 E. 5.2). Davon abgesehen beinhaltet der Gehörsanspruch, 

dass die Behörde die Vorbringen der vom Entscheid betroffenen Person 

tatsächlich hört, prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt (vgl. 

Art. 32 Abs. 1 VwVG). 

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Seite 6 

3.3.3  Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist formeller Natur. Seine Verlet-

zung führt grundsätzlich ungeachtet der materiellen Begründetheit des 

Rechtsmittels zur Gutheissung der Beschwerde und zur Aufhebung des 

angefochtenen Entscheids. Eine nicht besonders schwerwiegende Verlet-

zung des rechtlichen Gehörs kann jedoch ausnahmsweise als geheilt gel-

ten, wenn die betroffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer Be-

schwerdeinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie die Rechts-

lage frei überprüfen kann. Von einer Rückweisung der Sache an die Ver-

waltung ist selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des rechtlichen 

Gehörs abzusehen, wenn und soweit die Rückweisung zu einem formalis-

tischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die 

mit dem Interesse der betroffenen Partei an einer beförderlichen Beurtei-

lung der Sache nicht zu vereinbaren wären (vgl. BGE 142 II 218 E. 2.8.1; 

137 I 195 E. 2.3.2, 133 I 201 E. 2.2). 

3.4  

3.4.1 Soweit die Beschwerdeführenden geltend machen, die Vorinstanz 

habe in Bezug auf die gegenwärtige Situation in Kroatien den Sachverhalt 

ungenügend abgeklärt, geht diese Rüge fehl. Die Vorinstanz hat die Vor-

bringen der Beschwerdeführenden bezüglich der Lage in Kroatien ange-

messen berücksichtigt beziehungsweise rechtsgenügend in ihren Ent-

scheid einbezogen. Sie macht in der angefochtenen Verfügung vom 

24. Juli 2025 sowohl Ausführungen zur Situation von Personen, welche ge-

stützt auf die Dublin-III-VO von der Schweiz nach Kroatien überstellt wer-

den, im Allgemeinen als auch zur Situation der Beschwerdeführenden im 

Besonderen. Sie äussert sich dabei insbesondere in rechtsgenüglicher 

Weise zum Zugang zum Asylverfahren in Kroatien, zur Frage von Push-

backs und Kettenabschiebungen, zu systematischer Gewaltanwendung 

seitens der kroatischen Polizei und dem Zugang zu wirksamen Rechtsmit-

teln. Dass beziehungsweise inwiefern die Vorinstanz den Sachverhalt in 

den genannten Punkten weiter hätte abklären müssen, ist vor dem Hinter-

grund der diesbezüglichen bundesverwaltungsgerichtlichen Rechtspre-

chung (siehe hinten E. 6.2) weder aufgrund der Beschwerdevorbringen 

noch der übrigen Akten ersichtlich. 

3.4.2 Auch hinsichtlich des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführen-

den hat die Vorinstanz den rechtserheblichen Sachverhalt rechtsgenüglich 

abgeklärt. Der Beschwerdeführer 1 gab bei seinem Dublin-Gespräch am 

14. Juli 2025 zum medizinischen Sachverhalt an, dass es ihm psychisch 

nicht so gut gehe, da er in Kroatien vor seiner Frau geschlagen worden sei. 

Körperlich habe er grundsätzlich keine Beschwerden, nur mit seiner Leber 

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Seite 7 

habe er Schwierigkeiten. Er sei deshalb in der Türkei im Krankenhaus ge-

wesen und man habe ihm Medikamente gegeben, die er auch hierzulande 

erhalten habe. Seine Tochter, die Beschwerdeführerin 3, habe aktuell Fie-

ber, ansonsten gehe es ihr gut (SEM-act. 27/3). Die Beschwerdeführerin 2 

gab im Rahmen ihres Dublin- Gespräches gleichfalls am 14. Juli 2025 an, 

da sie barfuss in die Schweiz gereist sei, habe sie Verletzungen an den 

Füssen. Darüber hinaus habe sie Schlafprobleme und Albträume. Andere 

gesundheitliche Beschwerden habe sie nicht. Allerdings sei ihre Tochter, 

die Beschwerdeführerin 3, momentan krank (SEM-act. 28/3). Anschlies-

send diagnostizierte Herr Dr. med. E._______ ausweislich seines Konsul-

tationsberichtes vom 15. Juli 2025 beim Beschwerdeführer 1 eine arterielle 

Hypertonie, die bereits vorbekannt war, und sah als Therapiemassnahme 

vor, die Medikamente wie bisher weiter einzunehmen, da die Hypertonie 

gut eingestellt sei (SEM-act. 42/8). Aufgrund der ärztlichen Untersuchung 

der Beschwerdeführerin 3 diagnostizierte der behandelnde Arzt ausweis-

lich des Untersuchungsberichtes der Praxis Dr. med. F._______ vom 

18. Juli 2025 einen fieberhaften Infekt mit Lymphadenitis colli (Entzündung 

der Lymphknoten im Halsbereich) und verschrieb der Beschwerdeführe-

rin 3 ein Antibiotikum und Schmerzmittel (SEM-act. 36/2). Am 25. Juli 2025 

erfolgte eine Kontrolluntersuchung der Beschwerdeführerin 3 in der Praxis 

Dr. med. F._______ mit der Empfehlung, die antibiotische Therapie zu be-

enden und bei Bedarf eine symptomatische Therapie mit Nasenspray 

durchzuführen (SEM-act. 46/2). Aufgrund der gegebenen Umstände be-

stand keine Verpflichtung der Vorinstanz, den körperlichen und insbeson-

dere den in der Beschwerde angesprochenen psychischen Gesundheits-

zustand der Beschwerdeführenden weiter abzuklären. Es ist nicht ersicht-

lich, inwiefern solche Abklärungen einen Einfluss auf die Einschätzung der 

Zulässigkeit und Zumutbarkeit einer Überstellung nach Kroatien hätten ha-

ben können. Das Vorbringen der Beschwerdeführenden, dass nach kon-

stanter Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts der Zugang zu 

psychiatrischer Behandlung im Ausland – insbesondere bei Kindern – oft 

nur dann gewährleistet sei, wenn eine entsprechende Diagnose bereits in 

der Schweiz vorliege, ist unzutreffend. Weder lässt sich eine entspre-

chende Feststellung den von den Beschwerdeführenden in der Beschwer-

deschrift vom 4. August 2025 auf Seite 7 in Bezug genommenen Fundstel-

len «(u.a. BVGer D-7/2022 E. 7 2 3 ff.; F-5675/2021 E. 4.7)» entnehmen 

noch hat das Bundesverwaltungsgericht sonst eine solche allgemeine 

Feststellung getroffen. Die Vorinstanz hat den Sachverhalt in Bezug auf die 

gegenwärtige medizinische Versorgungslage in Kroatien sowie den Ge-

sundheitszustand der Beschwerdeführenden rechtsgenügend abgeklärt. 

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Seite 8 

3.4.3 Bei seinem Dublin-Gespräch am 14. Juli 2025 gab der Beschwerde-

führer 1 an, er habe ein zweijähriges Schengen-Visum gehabt, welches 

ihm in der Türkei von der deutschen Auslandsbehörde ausgestellt worden 

und bis zum 26. April 2025 gültig gewesen sei. Dieses Vorbringen ist im 

Rahmen der Zuständigkeitsprüfung nach der Dublin-III-VO grundsätzlich 

von Relevanz (vgl. Art. 12 Abs. 4 Dublin-III-VO). Daran ändert auch nichts, 

dass es nicht ganz mit der Registrierung in der CS-VIS korrespondiert, wo-

nach nach dem Beschwerdeführer 1 am 20. März 2024 durch das Gene-

ralkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Izmir/Türkei ein vom 

25. März 2024 bis zum 24. März 2026 gültiges Schengen-Visum ausge-

stellt worden war. Entsprechend wäre die Vorinstanz gehörsrechtlich ge-

halten gewesen, das Vorbringen zu würdigen. Dabei hätte es genügt, die 

bei näherer Betrachtung fehlende Entscheidrelevanz (vgl. hinten E. 5.3) in 

einem Satz festzustellen – oder wenigstens durch Erwähnung im Sachver-

halt ohne spätere Bezugnahme in den Erwägungen implizit anzuzeigen. 

Nachdem die Vorinstanz das vom Beschwerdeführer 1 beim Dublin-Ge-

spräch am 14. Juli 2025 genannte Schengen-Visum jedoch weder in den 

vorinstanzlichen Akten noch in der angefochtenen Verfügung vom 24. Juli 

2025 auch nur mit einem Wort erwähnt, muss davon ausgegangen werden, 

dass sie dieses nicht berücksichtigt und mithin seinen Gehörsanspruch in 

Form der Prüfungspflicht nach Art. 32 Abs. 1 VwVG verletzt hat. Eine Ver-

letzung der Begründungspflicht, wie sie der Beschwerdeführer 1 rügt, ist 

unter diesen Umständen hingegen nicht zu erkennen. Denn da die Vor-

instanz das Vorbringen des Beschwerdeführers 1 betreffend sein Schen-

gen-Visum nicht berücksichtigt hat, war sie im Rahmen ihrer Begründungs-

pflicht auch nicht gehalten, sich in der angefochtenen Verfügung vom 

24. Juli 2025 dazu zu äussern.  

3.5 Die Verletzung der Prüfungspflicht und damit des Anspruchs auf recht-

liches Gehör ist in casu als nicht besonders schwerwiegend zu erachten. 

Sodann konnten sich die Beschwerdeführenden im Rahmen des Be-

schwerdeverfahrens vor dem Bundesverwaltungsgericht zu dem Schen-

gen-Visum des Beschwerdeführers 1 äussern und ihre Vorbringen werden 

durch das Gericht mit voller Kognition geprüft. Zudem würde eine Rück-

weisung zu einer unnötigen Verzögerung führen, so dass auch Gründe der 

Prozessökonomie für eine Heilung des formellen Mangels sprechen. Die 

festgestellte Gehörsverletzung ist deshalb als geheilt zu betrachten.  

4.  

4.1 Auf Asylgesuche wird in der Regel nicht eingetreten, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des 

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Seite 9 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG). In diesem Fall verfügt das SEM in der Regel die Weg-

weisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an (Art. 44 AsylG). 

4.2 Gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO wird jeder Asylantrag von einem 

einzigen Mitgliedstaat geprüft, der nach den Kriterien des Kapitels III 

(Art. 8-15 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird (vgl. auch 

Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO). Das Verfahren zur Bestimmung des zuständi-

gen Mitgliedstaates wird eingeleitet, sobald in einem Mitgliedstaat erstmals 

ein Asylantrag gestellt wird (Art. 20 Abs. 1 Dublin-III-VO). 

4.3 Im Fall eines sogenannten Aufnahmeverfahrens (engl.: take charge) 

sind die in Kapitel III (Art. 8-15 Dublin-III-VO) genannten Kriterien in der 

dort aufgeführten Rangfolge (Prinzip der Hierarchie der Zuständigkeitskri-

terien; vgl. Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO) anzuwenden, und es ist von der Si-

tuation im Zeitpunkt, in dem der Antragsteller erstmals einen Antrag in ei-

nem Mitgliedstaat gestellt hat, auszugehen (Art. 7 Abs. 2 Dublin-III-VO). Im 

Rahmen eines Wiederaufnahmeverfahrens (engl.: take back) findet dem-

gegenüber grundsätzlich keine (erneute) Zuständigkeitsprüfung nach Ka-

pitel III statt (vgl. zum Ganzen BVGE 2017 VI/5 E. 6.2 und 8.2.1 m.w.H.). 

4.4 Stellen mehrere Familienangehörige und/oder unverheiratete minder-

jährige Geschwister in demselben Mitgliedstaat gleichzeitig oder in so gros-

ser zeitlicher Nähe einen Antrag auf internationalen Schutz, dass die Ver-

fahren zur Bestimmung des zuständigen Mitgliedstaats gemeinsam durch-

geführt werden können, und könnte die Anwendung der in dieser Verord-

nung genannten Kriterien ihre Trennung zur Folge haben, so gilt gemäss 

Art. 11 Dublin-III-VO für die Bestimmung des zuständigen Mitgliedstaats 

Folgendes: Zuständig für die Prüfung der Anträge auf internationalen 

Schutz sämtlicher Familienangehöriger und/oder unverheirateter minder-

jähriger Geschwister ist der Mitgliedstaat, der nach den Kriterien für die 

Aufnahme des grössten Teils von ihnen zuständig ist (Bst. a). Andernfalls 

ist für die Prüfung der Mitgliedstaat zuständig, der nach den Kriterien für 

die Prüfung des von dem ältesten von ihnen gestellten Antrags zuständig 

ist (Bst. b). 

4.5 Besitzt der Antragsteller ein gültiges Visum, so ist grundsätzlich derje-

nige Mitgliedstaat für die Prüfung des Antrags auf internationalen Schutz 

zuständig, der das Visum erteilt hat (Art. 12 Abs. 2 Dublin-III-VO). Dasselbe 

gilt, wenn das Visum seit weniger als sechs Monaten abgelaufen ist, 

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Seite 10 

solange der Antragsteller das Hoheitsgebiet der Mitgliedstaaten nicht ver-

lassen hat (Art. 12 Abs. 4 Dublin-III-VO). 

4.6 Der nach der Dublin-III-VO zuständige Mitgliedstaat ist verpflichtet, 

eine antragstellende Person, welche während der Prüfung ihres Antrags in 

einem anderen Mitgliedstaat einen Antrag gestellt hat oder sich im Hoheits-

gebiet eines anderen Mitgliedstaats ohne Aufenthaltstitel aufhält, nach 

Massgabe der Art. 23, 24, 25 und 29 Dublin-III-VO wiederaufzunehmen 

(Art. 18 Abs. 1 Bst. b Dublin-III-VO). 

4.7 Der Mitgliedstaat, bei dem der erste Antrag auf internationalen Schutz 

gestellt wurde, ist gehalten, einen Antragsteller, der sich ohne Aufenthalts-

titel im Hoheitsgebiet eines anderen Mitgliedstaats aufhält oder dort einen 

Antrag auf internationalen Schutz gestellt hat, nachdem er seinen ersten 

Antrag noch während des Verfahrens zur Bestimmung des zuständigen 

Mitgliedstaats zurückgezogen hat, nach den Bestimmungen der Art. 23, 

24, 25 und 29 Dublin-III-VO wieder aufzunehmen, um das Verfahren zur 

Bestimmung des zuständigen Mitgliedstaats zum Abschluss zu bringen 

(Art. 20 Abs. 5 Dublin-III-VO). 

4.8 Erweist es sich als unmöglich, einen Antragsteller an den zunächst als 

zuständig bestimmten Mitgliedstaat zu überstellen, da es wesentliche 

Gründe für die Annahme gibt, dass das Asylverfahren und die Aufnahme-

bedingungen für Antragsteller in diesem Mitgliedstaat systemische 

Schwachstellen aufweisen, die eine Gefahr einer unmenschlichen oder 

entwürdigenden Behandlung im Sinne des Artikels 4 der EU-Grund-

rechtecharta mit sich bringen, so setzt der die Zuständigkeit prüfende Mit-

gliedstaat die Prüfung der in Kapitel III vorgesehenen Kriterien fort, um fest-

zustellen, ob ein anderer Mitgliedstaat als zuständig bestimmt werden 

kann. Kann keine Überstellung gemäss diesem Absatz an einen aufgrund 

der Kriterien des Kapitels III bestimmten Mitgliedstaat oder an den ersten 

Mitgliedstaat, in dem der Antrag gestellt wurde, vorgenommen werden, so 

wird der die Zuständigkeit prüfende Mitgliedstaat der zuständige Mitglied-

staat (Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-VO). 

4.9 Abweichend von Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO kann jeder Mitgliedstaat 

beschliessen, einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder Staa-

tenlosen gestellten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch wenn 

er nach den in dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die Prü-

fung zuständig ist (Art. 17 Abs. 1 erster Satz Dublin-III-VO). Dieses soge-

nannte Selbsteintrittsrecht ist zwingend auszuüben, wenn die Überstellung 

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Seite 11 

der betroffenen Person in den an sich zuständigen Mitgliedstaat zu einer 

Verletzung völkerrechtlicher Verpflichtungen der Schweiz führen würde 

(BVGE 2015/9 E. 8.2.1). 

4.10 Gemäss Art. 29a Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 

(AsylV 1, SR 142.311) kann zudem das SEM das Asylgesuch «aus huma-

nitären Gründen» auch dann behandeln, wenn dafür gemäss Dublin-III-VO 

ein anderer Staat zuständig wäre. Bei dieser Entscheidung kommt dem 

SEM Ermessen zu; das Bundesverwaltungsgericht darf sein eigenes Er-

messen nicht an dessen Stelle setzen (BVGE 2015/9 E. 7.6 und E. 8.1 in 

fine). 

5.  

5.1 Ein Abgleich der Fingerabdrücke des Beschwerdeführers 1 und der Be-

schwerdeführerin 2 mit der europäischen Fingerabdruck-Datenbank (Zent-

raleinheit EURODAC) ergab, dass sie am 2. Juli 2025 in Kroatien Asylge-

suche gestellt hatten (SEM-act. 13/3 und 15/1). Dies bestätigten sowohl 

der Beschwerdeführer 1 als auch die Beschwerdeführerin 2 bei ihren je-

weiligen Dublin-Gesprächen am 14. Juli 2025 (SEM-act. 27/3 und 28/3). 

Daraufhin ersuchte die Vorinstanz die kroatischen Behörden noch am 

14. Juli 2025 jeweils gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. b Dublin-III-VO um 

Wiederaufnahme des Beschwerdeführers 1 einerseits sowie der Be-

schwerdeführerin 2 und der gemeinsamen minderjährigen Tochter, der Be-

schwerdeführerin 3, andererseits (SEM-act. 29/7 und 32/5). Die kroati-

schen Behörden stimmten beiden Wiederaufnahmeersuchen am 22. Juli 

2025 jeweils gestützt auf Art. 20 Abs. 5 Dublin-III-VO zu (SEM-act. 37/2 

und 38/2). 

5.2 Damit ist die grundsätzliche Zuständigkeit Kroatiens für die Durchfüh-

rung der Asyl- und Wegweisungsverfahren der Beschwerdeführenden ge-

geben. Daran ändert auch das Vorbringen der Beschwerdeführenden 1 

und 2, wonach sie in Kroatien gezwungen worden seien, ihre Fingerabdrü-

cke abzugeben, nichts. Die Fingerabdruckabnahme bei illegal einreisen-

den ausländischen Personen und Asylsuchenden beruht auf Art. 14 Abs. 1 

der Eurodac-Verordnung. Es ist rechtlich nicht zu beanstanden, dass die 

kroatischen Behörden die Fingerabdrücke des Beschwerdeführers 1 und 

der Beschwerdeführerin 2 abgenommen haben.  

5.3 Auch der Umstand, dass der Beschwerdeführer 1 über ein vom Gene-

ralkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Izmir/Türkei ausgestelltes, 

vom 25. März 2024 bis zum 24. März 2026 gültiges Schengen-Visum 

F-5801/2025 

Seite 12 

verfügt, ändert an der grundsätzlichen Zuständigkeit Kroatiens für alle drei 

Beschwerdeführenden (die sich einstweilen darauf erstreckt, das Verfah-

ren zur Bestimmung des für ihre Asyl- und Wegweisungsverfahren zustän-

digen Mitgliedstaates zum Abschluss zu bringen; oben E. 4.7) nichts. 

 

Zwar trifft zu, dass nach Massgabe von Art. 12 Abs. 2 Dublin-III-VO 

Deutschland für das Asyl- und Wegweisungsverfahren des Beschwerde-

führers 1 zuständig wäre, weil dieser über ein gültiges deutsches Visum 

verfügt (vorne E. 4.5). Aufgrund seines Asylgesuchs in Kroatien befindet 

sich indes auch der Beschwerdeführer 1 im Wiederaufnahmekontext und 

es ist grundsätzlich keine Zuständigkeitsprüfung nach Kapitel III – zu dem 

auch Art. 12 gehört – mehr vorzunehmen (vorne E. 4.3). Umstände, auf-

grund derer ausnahmsweise von diesem Grundsatz abgewichen werden 

könnte, sind nicht ersichtlich und werden auch nicht substantiiert geltend 

gemacht. Insofern geht hinsichtlich des Beschwerdeführers 1 die Wieder-

aufnahmepflicht Kroatiens nach Art. 20 Abs. 5 Dublin-III-VO einer allfälli-

gen Zuständigkeit Deutschlands nach Art. 12 Abs. 2 Dublin-III-VO vor.  

6.  

6.1 Die Beschwerdeführenden bringen vor, in Kroatien staatlicher Gewalt 

ausgesetzt gewesen zu sein und machen systemische Mängel im Asyl- und 

Aufnahmesystem Kroatiens geltend. 

6.2 Im Referenzurteil E-1488/2020 vom 22. März 2023 hat das Bundesver-

waltungsgericht die seit dem Referenzurteil D-1611/2016 vom 22. März 

2016 bestehende Praxis der grundsätzlichen Zulässigkeit von Dublin-Über-

stellungen nach Kroatien bestätigt. Das Gericht stellte fest, dass nicht da-

von auszugehen sei, dass das Asylverfahren und die Aufnahmebedingun-

gen in Kroatien systemische Schwachstellen im Sinne von Art. 3 Abs. 2 

Sätze 2 und 3 Dublin-III-VO aufwiesen, die eine Überstellung von Gesuch-

stellenden generell als unzulässig erscheinen lassen würden (vgl. 

E-1488/2020 E. 9.5). Der Verdacht eines Gefährdungszusammenhangs 

zwischen Push-Backs und Dublin-Rückkehr lasse sich aufgrund der ver-

fügbaren Informationen und Erkenntnisse nicht erhärten. Im Rahmen einer 

auf die Dublin-III-VO gestützten Überstellung liege das Hauptaugenmerk 

auf der Frage, ob die gesuchstellende Person, zu deren Aufnahme sich die 

kroatischen Behörden bereit erklärt hätten, Zugang zum dortigen Asylver-

fahren erhalten werde. Dabei stehe nicht mehr im Vordergrund, ob es für 

die schutzsuchende Person zuvor allenfalls äusserst schwierig gewesen 

sei, überhaupt auf kroatisches Territorium zu gelangen. Es sei nicht a priori 

von einer gleichgelagerten Gefährdung für Dublin-Rückkehrende auszu-

F-5801/2025 

Seite 13 

gehen wie für Personen, welche erstmals versuchen würden, in das Land 

einzureisen oder es zu durchqueren. Zum aktuellen Zeitpunkt würden 

keine genügenden Anzeichen für die Befürchtung bestehen, im Dublin-

Kontext nach Kroatien überstellte Personen würden ohne Eröffnung und 

Durchführung eines Asylverfahrens in unzulässiger Weise ausgeschafft. 

Dies treffe sowohl auf die Überstellung im Rahmen von Take-Charge- (Auf-

nahme-) als auch von Take-Back- (Wiederaufnahme-) Verfahren zu (vgl. 

a.a.O. E. 9.4.4). Im Ergebnis sei davon auszugehen, dass Gesuchstel-

lende, welche gestützt auf die Dublin-III-VO nach Kroatien überstellt wür-

den, Zugang zum dortigen Asylverfahren erhalten, unabhängig davon, ob 

es sich um ein Take-Charge- oder Take-Back-Verfahren handle. Insbeson-

dere bestehe keine beachtliche Wahrscheinlichkeit, die Überstellten wür-

den der Gefahr einer Verletzung ihrer aus dem Refoulement-Verbot flies-

senden Rechte ausgesetzt werden (vgl. a.a.O. E. 9.5). 

6.3 An dieser weiterhin aktuellen, auf einer Gesamtbetrachtung diverser 

staatlicher und nichtstaatlicher Quellen sowie der Rechtsprechung anderer 

Dublin-Mitgliedstaaten beruhenden Beurteilung des Bundesverwaltungs-

gerichts, wonach das kroatische Asyl- und Aufnahmesystem keine syste-

mischen Schwachstellen aufweist, vermögen die Vorbringen der Be-

schwerdeführenden nichts zu ändern. 

6.4 Unter diesen Umständen ist die Anwendung von Art. 3 Abs. 2 Dublin-

III-VO nicht gerechtfertigt. 

7.  

7.1 Zur Frage des Selbsteintrittsrechts nach Art. 17 Abs. 1 erster Satz Dub-

lin-III-VO, konkretisiert in Art. 29a Abs. 3 AsylV 1, ist Folgendes auszufüh-

ren: 

7.2 Kroatien ist Signatarstaat der EMRK, des Übereinkommens vom 

10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche 

oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und des Ab-

kommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, 

SR 0.142.30) sowie des Zusatzprotokolls zur FK vom 31. Januar 1967 (SR 

0.142.301). Ausserdem wird Kroatien durch die Richtlinien des Europäi-

schen Parlaments und des Rates 2013/32/EU vom 26. Juni 2013 zu ge-

meinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung des interna-

tionalen Schutzes (sog. Verfahrensrichtlinie) sowie 2013/33/EU vom 

26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die Aufnahme von Personen, 

F-5801/2025 

Seite 14 

die internationalen Schutz beantragen (sog. Aufnahmerichtlinie), gebun-

den. 

7.3 Mangels systemischer Mängel im Sinne von Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-VO 

kann vermutungsweise davon ausgegangen werden, dass Kroatien seinen 

völker- und gemeinschaftsrechtlichen Verpflichtungen gegenüber Perso-

nen in der Situation der Beschwerdeführenden nachkommt und insbeson-

dere auch die Rechte respektiert und schützt, die sich aus der Verfahrens- 

und Aufnahmerichtlinie ergeben (vgl. Urteile F-1883/2023 vom 12. April 

2023 E. 8.2; F-647/2023 vom 9. Februar 2023 E. 7.1; je m.H.). Diese Ver-

mutung kann zwar im Einzelfall widerlegt werden. Hierfür bedarf es aber 

konkreter und ernsthafter Hinweise, die von der betroffenen Person glaub-

haft darzutun sind (vgl. BVGE 2010/45 E. 7.4 f.; Urteil des BVGer 

D-5698/2017 vom 6. März 2018 E. 5.3.1). 

7.4 Das Bundesverwaltungsgericht anerkennt mit Blick auf die von den Be-

schwerdeführenden geschilderten Erlebnisse, dass das Verhalten der kro-

atischen Behörden und die Behandlung von Asylsuchenden im Rahmen 

der Erstaufnahme bis zur Gesuchstellung in Kroatien problematisch sein 

können. Die Beschwerdeführenden vermögen aber nicht rechtsgenügend 

darzutun, dass die von ihnen bei einer Rückführung nach Kroatien zu er-

wartenden Bedingungen derart schlecht wären, dass sie zu einer Verlet-

zung von Art. 3 EMRK führen könnten. Das Bundesverwaltungsgericht 

geht davon aus, dass sie sich nach der Dublin-Rücküberstellung in einer 

anderen Situation als bei der ersten Einreise nach Kroatien befinden wer-

den (vgl. Urteil des BVGer E-1488/2020 E. 9.4 m.w.H.). Bei einer allfälligen 

vorübergehenden Einschränkung der ihnen zustehenden Aufnahmebedin-

gungen könnten sie sich nötigenfalls an die kroatischen Behörden wenden 

und ihre Rechte auf dem Rechtsweg einfordern (vgl. Art. 26 Aufnahmericht-

linie). Sollten sie sich durch kroatische Behörden oder Drittpersonen unge-

recht oder rechtswidrig behandelt fühlen, könnten sie sich mit einer Be-

schwerde an die zuständigen Stellen wenden oder eine Anzeige einrei-

chen. Im Übrigen steht ihnen auch die Möglichkeit offen, die vor Ort tätigen 

karitativen Organisationen zu kontaktieren. 

7.5 Bezüglich der gesundheitlichen Aspekte ist festzuhalten, dass eine 

zwangsweise Rückweisung von Personen mit gesundheitlichen Problemen 

nur ausnahmsweise einen Verstoss gegen Art. 3 EMRK darstellt. Dies ist 

insbesondere dann der Fall, wenn Schwerkranke durch die Rückführung – 

mangels angemessener medizinischer Behandlung im Zielstaat – mit ei-

nem realen Risiko konfrontiert würden, einer ernsten, raschen und 

F-5801/2025 

Seite 15 

unwiederbringlichen Verschlechterung ihres Gesundheitszustands ausge-

setzt zu werden, die zu intensivem Leiden oder einer erheblichen Verkür-

zung der Lebenserwartung führen würde (vgl. anstatt vieler Urteil des 

BVGer F-3746/2023 vom 11. Juli 2023 E. 6.4 unter Verweis auf das Urteil 

des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte [EGMR] Paposhvili 

gegen Belgien vom 13. Dezember 2016, Grosse Kammer, 41738/10, 

§§ 180-193; letzteres bestätigt durch Urteil des EGMR Savran gegen Dä-

nemark vom 7. Dezember 2021, Grosse Kammer, 57467/15, §§ 121 ff.). 

7.6 Die von den Beschwerdeführenden geltend gemachten gesundheitli-

chen Beeinträchtigungen (psychische Beschwerden und Schwierigkeiten 

mit der Leber in Bezug auf den Beschwerdeführer 1; Schlafstörungen, Alb-

träume und verletzte Füsse hinsichtlich der Beschwerdeführerin 2; Fieber 

und Sorge vor psychischen Beschwerden bei der Beschwerdeführerin 3) 

sind nicht von derartiger Schwere, dass sie eine drohende Verletzung von 

Art. 3 EMRK zu begründen vermöchten. Gleiches gilt für die beim Be-

schwerdeführer 1 von Herrn Dr. med. E._______ ausweislich seines Kon-

sultationsberichtes vom 15. Juli 2025 diagnostizierte arterielle Hypertonie 

(SEM-act. 42/8) sowie den bei der Beschwerdeführerin 3 im Untersu-

chungsbericht der Praxis Dr. med. F._______ vom 18. Juli 2025 diagnosti-

zierten fieberhaften Infekt mit Lymphadenitis colli (Entzündung der Lymph-

knoten im Halsbereich; SEM-act. 36/2). Zudem können die genannten Be-

schwerden in Kroatien behandelt werden, das rechtsprechungsgemäss 

grundsätzlich über eine ausreichende sowie ausreichend zugängliche me-

dizinische Infrastruktur verfügt (vgl. Urteil des BVGer D-735/2022 vom 

28. Februar 2022 E. 6.7.3). Nebst den staatlichen Einrichtungen bestehen 

in Kroatien auch Angebote von Nichtregierungsorganisationen für die psy-

chische Betreuung, womit grundsätzlich von genügenden Behandlungs-

möglichkeiten ausgegangen werden darf (vgl. Urteile des BVGer D-

2714/2021 E. 8.4.3; F-1657/2022 vom 21. April 2022 E. 7.3 m.w.H.). 

7.7 Sofern dies im Überstellungszeitpunkt erforderlich wäre, würden die 

schweizerischen Behörden, die mit dem Vollzug der angefochtenen Verfü-

gung beauftragt sind, die kroatischen Behörden in geeigneter Weise über 

allfällige spezifische medizinische Bedürfnisse und Umstände der Be-

schwerdeführenden informieren (Art. 31 f. Dublin-III-VO). Bereits jetzt ist 

entsprechend in den Überstellungsmodalitäten vermerkt, dass der Be-

schwerdeführer 1 unter hohem Blutdruck (arterielle Hypertrophie) und die 

Beschwerdeführerin 3 zurzeit an einem fieberhaften Infekt mit Lymphade-

nitis colli (Entzündung der Lymphknoten im Halsbereich) leiden (SEM-

act. 44/1). 

F-5801/2025 

Seite 16 

7.8 Schliesslich sind keine Umstände ersichtlich oder werden substantiiert 

geltend gemacht, aufgrund derer das übergeordnete Kindesinteresse 

(Art. 3 Abs. 1 des Übereinkommens über die Rechte des Kindes vom 

20. November 1989 [KRK; SR 0.107]) einer Überstellung der Beschwerde-

führerin 3 nach Kroatien in entscheiderheblichem Mass entgegenstehen 

würde. Sie wird denn auch gemeinsam mit ihrem Vater, dem Beschwerde-

führer 1, und ihrer Mutter, der Beschwerdeführerin 2, nach Kroatien über-

stellt. Aus der Kinderrechtskonvention kann sodann kein Anspruch auf Auf-

enthalt im Staat mit den für ein Kind vorteilhaftesten Lebensbedingungen 

abgeleitet werden (vgl. BGE 143 I 21 E. 5.5.2; Urteil des BVGer 

F-2162/2024 vom 15. April 2024 E. 6.1; je m.w.H.). 

7.9 Nach dem Ausgeführten ist es nicht notwendig, von den kroatischen 

Behörden vorgängig der Überstellung individuelle Zusicherungen bezüg-

lich der medizinischen Versorgung und Unterbringung der Beschwerdefüh-

renden einzuholen. Das entsprechende Eventualbegehren ist abzuweisen. 

7.10 Gemäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts verfügt die Vor-

instanz bei der Anwendung von Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 über einen Ermes-

sensspielraum (vgl. BVGE 2015/9 E. 7 f.). Die angefochtene Verfügung ist 

unter diesem Blickwinkel nicht zu beanstanden; insbesondere sind den Ak-

ten keine Hinweise auf einen Ermessensmissbrauch oder ein Über- res-

pektive Unterschreiten des Ermessens zu entnehmen. Das Gericht enthält 

sich deshalb in diesem Zusammenhang einer weiteren Überprüfung. 

7.11 Es liegen somit weder völkerrechtliche Vollzugshindernisse vor, wel-

che die Schweiz zum Selbsteintritt verpflichten würden, noch Rechtsfehler 

bei der Ermessensbetätigung. Es besteht folglich kein Grund für einen 

Selbsteintritt der Schweiz gemäss Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 in Verbindung 

mit Art. 17 Dublin-III-VO. 

8.  

Die Vorinstanz ist daher zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b 

AsylG auf die Asylgesuche der Beschwerdeführenden nicht eingetreten 

und hat ihre Wegweisung nach Kroatien angeordnet. 

9.  

Das Gesuch um Gewährung der aufschiebenden Wirkung ist mit Ausfäl-

lung des vorliegenden Endentscheids gegenstandslos geworden. Der am 

5. August 2025 verfügte Vollzugsstopp fällt mit dem vorliegenden Urteil da-

hin. 

F-5801/2025 

Seite 17 

10.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten dem Beschwerde-

führer 1 und der Beschwerdeführerin 2 aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG, 

Art. 6 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 

Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 

173.320.2]). In Anbetracht der Umstände, namentlich der Gehörsverlet-

zung, ist vorliegend jedoch auf eine Auferlegung der Verfahrenskosten zu 

verzichten (vgl. Art. 6 Bst. b VGKE). Das Gesuch um Gewährung der un-

entgeltlichen Prozessführung ist damit als gegenstandslos geworden ab-

zuschreiben. 

(Dispositiv nächste Seite)  

F-5801/2025 

Seite 18 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Das Gesuch um Gewährung 

der unentgeltlichen Prozessführung wird als gegenstandslos geworden  

abgeschrieben.  

3.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, die Vorinstanz und die 

kantonale Migrationsbehörde. 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Sebastian Kempe Gero Vaagt 

 

 

 

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