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**Case Identifier:** 382162d9-a9a1-5a75-807a-4cdf40fc20a8
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-10-06
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 06.10.2008 IV 2007/30
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2007-30_2008-10-06.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2007/30

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 26.05.2020

Entscheiddatum: 06.10.2008

Entscheid Versicherungsgericht, 06.10.2008
Art. 28 IVG. Arbeitsfähigkeitsschätzung des Gutachtens. Beruht dieses auf 
allseitigen Untersuchungen, erscheint für die streitigen Belange umfassend, 
berücksichtigt die geklagten Beschwerden, ist in Kenntnis der Vorakten 
abgegeben worden, befasst sich mit der Meinung anderer Ärzte und leuchtet 
in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung 
der medizinischen Situation ein, ist darauf abzustellen (Erw. 3). 
Leidensabzug. Ist die Resterwerbsfähigkeit in einem Vollpensum bei 
reduzierter Leistung zu verwerten, ist ebenfalls ein Teilzeitabzug 
vorzunehmen (Erw. 4.3) (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons 
St. Gallen vom 6. Oktober 2008, IV 2007/30).

Präsidentin Lisbeth Mattle Frei, Versicherungsrichterin Marie Löhrer, 

Versicherungsrichter Martin Rutishauser; Gerichtsschreiber Jürg Schutzbach

Entscheid vom 6. Oktober 2008

in Sachen

B.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Felix Schmid, Oberer Graben 42, 9000 St. Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

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betreffend

Rente; Arbeitsvermittlung

Sachverhalt:

A.   

A.a  B.___ meldete sich am 8. November 2005 zum Bezug von Leistungen der IV an 

(Berufsberatung, Umschulung, Rente; act. G 4.1/5). Mit Arztbericht vom 13. Dezember 

2005 diagnostizierte Dr. med. A.___, Facharzt FMH für Chirurgie und Hausarzt des 

Versicherten, eine mediale Meniskusläsion Knie beidseits, einen Status nach 

Meniskusteilresektion rechts, retropatelläre Chondropathie Knie beidseits, mehrere 

Gichtepisoden Knie, OSG und Metatarsophalangealgelenk I, eine arterielle Hypertonie 

mit Fundus hypertonicus beidseits Grad I, eine Cervikalgie bei degenerativen HWS-

Veränderungen sowie ein Asthma bronchiale. Dr. A.___ attestierte eine 100 %ige 

Arbeitsunfähigkeit ab dem 19. Januar 2005. Weiter gab Dr. A.___ an, dass dem 

Versicherten weder die bisherige noch eine andere Tätigkeit zumutbar sei (act. G 

4.1/14.1 - 14.4).

A.b In der Folge liess die IV-Stelle St. Gallen den Versicherten durch die Ärztliche 

Begutachtungsinstitut GmbH, Basel (ABI), abklären. Das entsprechende Gutachten 

vom 15. Juni 2006 enthält als Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit Gonalgien 

beidseits bei medialer Meniskusläsion (ICD-10: M23.2/3), ein chronisches 

zervikospondylogenes Syndrom beidseits (M 53.1) sowie ein chronisches 

thorakolumbovertebrales Schmerzsyndrom (M54.5). Als Diagnosen ohne Einfluss auf 

die Arbeitsfähigkeit führt das Gutachten eine leichte depressive Episode (F32.0), eine 

Schmerzverarbeitungsstörung sowie ein metabolisches Syndrom auf (act. G 4.1/20.17). 

Zur Arbeitsfähigkeit führte das ABI aus, ausgehend von einer erheblich verminderten 

Belastbarkeit der Wirbelsäule und einer leicht verminderten Belastbarkeit der 

Kniegelenke beidseits sei die angestammte Tätigkeit als Bauarbeiter dem Versicherten 

aus rheumatologischer Sicht bleibend nicht mehr zumutbar. Der Beginn der 

Arbeitsunfähigkeit sei auf den 22. Dezember 2004 zu datieren. Aus Sicht des 

Bewegungsapparates seien nur mehr körperlich leichte bis gelegentlich mittelschwere, 

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wechselbelastende Tätigkeiten zumutbar, die ohne Heben, Stossen und Ziehen von 

Lasten über 10 kg, ohne Tätigkeiten über der Horizontalen, ohne Arbeiten auf 

unebenem Gelände sowie Besteigen von Treppen und Leitern und ohne 

Rotationsbelastung der Lendenwirbelsäule ausgeführt werden könnten. Eine derartige 

Tätigkeit sei dem Versicherten ganztägig zumutbar mit einer Leistungseinbusse von 30 

%. Die leichte depressive Episode bewirke keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 

(act. G 4.1/20.18 f.).

A.c  Mit Vorbescheiden vom 4. und 5. September 2006 teilte die IV-Stelle St. Gallen 

dem Versicherten mit, er habe ab 1. Dezember 2005 Anspruch auf eine Viertelsrente, 

nicht jedoch auf berufliche Massnahmen (act. G 4.1/31 und 33). Mit Einwand vom 5. 

Oktober 2006 liess der Versicherte durch RA Dr. Felix Schmid die Begehren stellen, 

ihm sei gestützt auf die durch den Hausarzt diagnostizierte Arbeitsunfähigkeit eine 

ganze Rente zuzusprechen. Ausserdem seien berufliche Massnahmen zu erbringen. 

Auf das ABI-Gutachten könne nicht abgestellt werden. Es sei deshalb ein zweites 

Gutachten einzuholen. Der Versicherte sei weder in der Lage lange zu stehen noch zu 

sitzen. Ausserdem habe der Versicherte offenbar einen verschlossenen Darm sowie 

Atemnot-Attacken. Eine adaptierte Tätigkeit sei nicht vorstellbar (act. G 4.1/37).

A.d Mit Verfügung vom 16. November 2006 schloss die IV-Stelle die Arbeitsvermittlung 

ab und lehnte damit berufliche Massnahmen ab. Auf Grund der subjektiven 

Krankheitsüberzeugung des Versicherten könnten keine solchen vorgeschlagen 

werden (act. G 4.1/42). Mit Verfügung vom 29. November 2006 sprach die IV-Stelle 

dem Versicherten eine Viertelsrente, beginnend am 1. Dezember 2005 zu. Dabei ging 

sie von einem Valideneinkommen von Fr. 67'160.-- sowie von einem 

Invalideneinkommen von Fr. 36'741.-, entsprechend einem Invaliditätsgrad von 45 % 

aus (act. G 4.1/41 und 43).

B.  

B.a Gegen diese (unbestrittenermassen am 29. November 2006 eingegangenen) 

Verfügungen richtet sich die Beschwerde vom 15. Januar 2007 mit den Anträgen, beide 

Verfügungen seien aufzuheben. Sodann sei dem Beschwerdeführer eine ganze Rente 

der IV zuzusprechen. Eventualiter seien ihm berufliche Massnahmen zuzusprechen. Zur 

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Begründung wird im Wesentlichen vorgebracht, das ABI-Gutachten sei 

widersprüchlich, lückenhaft und inkonsistent. Gemäss Arztbericht vom 14. November 

2005 (richtig: 13. Dezember 2005) von Dr. A.___ bestehe eine 100 %ige 

Arbeitsunfähigkeit für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit. Es stünden die schweren 

Knieprobleme im Vordergrund, Teil davon seien Meniskusläsionen und Gichtepisoden. 

Überdies schränkten die arterielle Hypertonie, ein Zervikalsyndrom sowie Asthma 

bronchiale die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers ein, dass ihm sowohl die 

angestammte als auch andere Tätigkeiten nicht mehr zugemutet werden könnten. 

Gemäss Dr. A.___ sei es dem Beschwerdeführer nicht mehr möglich, während längerer 

Zeit zu stehen oder zu sitzen. Das Tragen von Lasten über 5 kg sei unmöglich. Der 

Beschwerdeführer könne nicht länger als höchstens einen Kilometer laufen, wobei er 

nach 100 Meter Dyspnoe und thorakale Schmerzen bekäme. Treppensteigen sei ihm 

nicht mehr möglich.

Demgegenüber sei die im rheumatologischen Teilgutachten festgestellte 

Arbeitsfähigkeit von 70 % für leicht wirbelsäulen- und gelenkbelastende Tätigkeiten 

ohne Heben und Ziehen von Lasten über 10 kg widersprüchlich. Dr. E.___ 

diagnostiziere unter anderem Gonalgien beidseits bei medialer Meniskusläsion, ein 

chronisches zervikospondylogenes Syndrom beidseits, ein chronisches 

thorakolumbovertebrales Schmerzsyndrom sowie ein Karpaltunnelsyndrom beidseits. 

Es stehe sodann gemäss rheumatologischer Beurteilung fest, dass der 

Beschwerdeführer unter anderem an Knieschmerzen leide, die bereits nach kurzer 

Gehdistanz aufträten. Weiter leide der Beschwerdeführer an Kreuzbeschwerden mit 

Schmerzausstrahlung in den linken lateralen Oberschenkel sowie Nackenschmerzen 

mit Ausstrahlung in die oberen Extremitäten, einer deutlichen Schmerzhaftigkeit der 

Wirbelsäule und Beschwerden in beiden Schultergelenken. Auf Grund dieser 

Diagnosen und Beschwerden könne nicht mehr von einer 70 %igen Arbeitsfähigkeit für 

leichte Tätigkeiten ausgegangen werden.

Schliesslich bestünden weitere Diskrepanzen zwischen dem rheumatologischen 

Gutachten und dem multidisziplinären Konsens, zwischen dem rheumatologischen und 

dem psychiatrischen Teilgutachten, sowie zwischen dem Gutachten und früheren 

ärztlichen Berichten.

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Das Gutachten sei zudem unvollständig, da kein pneumologisches Teilgutachten 

erstellt worden sei. Ausserdem lasse es den geforderten Verweis auf die dem 

Beschwerdeführer zumutbaren Tätigkeiten vermissen, was jedoch bei den 

einschränkenden Anforderungen nicht verwundere. Nachdem dem Gutachten kein 

relevanter Beweiswert zukomme, bleibe die Beurteilung durch Dr. A.___ massgebend. 

Wolle man nicht auf das Gutachten abstellen, sei ein umfassendes, neutrales und 

objektives Gutachten einzuholen.

Für den Fall, dass das Gericht zur Ansicht gelange, dem Beschwerdeführer sei noch 

eine Erwerbstätigkeit zumutbar, sei das Invalideneinkommen (ohne invaliditätsbedingte 

Einschränkungen) auf Fr. 53'225.-- festzusetzen. Dabei sei zu berücksichtigen, dass 

die Einkommen in der Ostschweiz unter dem gesamtschweizerischen Mittel lägen. Da 

der Beschwerdeführer nur noch leichte Tätigkeiten ausüben könne und 

schmerzbedingte Arbeitsunterbrüche mit Pausen zur Auflockerung einschalten müsse, 

sei zusätzlich ein Leidensabzug vorzunehmen. Lohnmindernd wirke sich auch die 

Tatsache aus, dass der Beschwerdeführer nur noch in einer Teilzeitbeschäftigung 

arbeiten könne. Zu berücksichtigen seien ebenfalls die mangelnde Anzahl Dienstjahre 

in einer neuen Tätigkeit sowie der Aufenthaltsstatus. Es sei deshalb der maximal 

zulässige Leidensabzug von 25 % zu gewähren.

In Bezug auf die beruflichen Massnahmen treffe es nicht zu, dass der 

Beschwerdeführer subjektiv nicht eingliederungsfähig sei. Vielmehr habe er auf Grund 

der objektivierten schmerzbedingten Einschränkungen der Leistungsfähigkeit Mühe, 

auf dem freien Arbeitsmarkt eine Stelle zu finden (act. G 1).

B.b Mit Beschwerdeantwort vom 29. März 2007 beantragt die Verwaltung Abweisung 

der Beschwerde. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers erscheine es plausibel, 

dass die nicht besonders schwerwiegenden, teilweise sogar altersentsprechenden 

Beeinträchtigungen im Knie-, Nacken- und Kreuzbereich lediglich eine 30 %ige 

Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit 

bewirkten. Weiter stehe die psychiatrische Beurteilung, wonach eine psychische 

Überlagerung der körperlichen Beschwerden anzunehmen sei, nicht im Widerspruch 

zur rheumatologischen Beurteilung. Schliesslich sei auch die internistische Beurteilung, 

wonach die angestammte, körperlich schwere Tätigkeit zwar als ungeeignet, wenn 

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auch nicht als absolut unzumutbar angesehen werde, schlüssig. Zusammengefasst 

leuchte die in einem multidisziplinären Konsens gezogene Schlussfolgerung der ABI-

Gutachter ein, wonach dem Beschwerdeführer körperlich leichte bis gelegentlich 

mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeiten ganztägig mit einer Leistungseinbusse 

von 30 % zumutbar seien. Das Gutachten erfülle die Anforderungen an eine 

beweiskräftige medizinische Entscheidungsgrundlage. Demgegenüber seien die 

Angaben von Dr. A.___ teilweise von den Selbstangaben des Beschwerdeführers 

beeinflusst.

In Bezug auf das Invalideneinkommen sei entgegen der Ansicht des 

Beschwerdeführers nicht auf die regionalen Löhne der Ostschweiz, sondern auf den 

gesamtschweizerischen Durchschnittswert abzustellen. Dieser habe im Jahr 2004 im 

privaten Sektor, Männer, Anforderungsniveau 4 bei einer betriebsüblichen Arbeitszeit 

von 41,6 Wochenstunden Fr. 57'258.-- betragen. Bei einer zumutbaren Arbeitsfähigkeit 

von 70 % sei von einem Jahreslohn von Fr. 40'081.-- auszugehen. Für einen weiteren 

Abzug vom Tabellenlohn könne vorliegend einzig der Umstand berücksichtigt werden, 

dass der Beschwerdeführer auf Grund seiner gesundheitlichen Beeinträchtigung wohl 

eine verminderte Belastbarkeit aufweise. Die weiteren vom Beschwerdeführer geltend 

gemachten Faktoren rechtfertigten dagegen keinen Abzug. Insgesamt sei von einem 

Abzug von 10 % auszugehen, sodass das Invalideneinkommen Fr. 36'073.-- und der 

Invaliditätsgrad 45 % betrage (act. G 4).

B.c Mit Replik vom 4. Mai 2007 stellt sich der Beschwerdeführer erneut auf den 

Standpunkt, dass auf das ABI-Gutachten nicht abgestellt werden könne, zumal 

gerichtsnotorisch sei, dass gegen Dr. C.___ von der ABI GmbH ein Strafverfahren 

wegen Urkundenfälschung laufe. Zudem erstaune, dass die Beschwerdegegnerin nun 

die Berücksichtigung regionaler Löhne von Grossregionen ablehne, nachdem sie in der 

angefochtenen Verfügung noch derartige Löhne angewendet habe (act. G 6).

B.d Mit Duplik vom 21. Mai 2007 führt die Beschwerdegegnerin aus, dass es 

vorliegend keine Anzeichen von strafbaren Handlungen im Sinn einer 

Falschbegutachtung gebe. Selbst wenn sich die Vorwürfe gegen Dr. C.___ erhärten 

sollten, könne dies die Verwertbarkeit des beweiskräftigen Gutachtens nicht tangieren 

(act. G 8).

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B.e Mit einer weiteren Eingabe vom 15. April 2008 macht der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers geltend, es lägen neue medizinische Erkenntnisse vor, welche die 

bereits geäusserten Bedenken gegenüber dem Gutachten unterstreichen und belegen 

würden, dass die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit allein aus psychiatrischer Sicht 

signifikant höher sei als bislang angenommen. So habe Dr. med. D.___, Psychiatrie und 

Psychotherapie, eine mittelgradige bis schwere depressive Episode mit somatischem 

Syndrom diagnostiziert. Diese Ärztin gehe von einer 50 %igen Arbeitsfähigkeit in einer 

leichten Tätigkeit aus (act. G 10).

B.f  Mit Schreiben der Gerichtsleitung vom 20. Mai 2008 wurden beim ABI die 

Teilgutachten zum Gutachten vom 15. Juni 2006 sowie weitere Dokumente 

(Lungenfunktionsprüfung, Unterlagen des multidisziplinären Konsensus) eingeholt (act. 

G 12 und 14).

B.g Mit Stellungnahme vom 24. Juni 2008 weist der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers darauf hin, dass zwar Teilgutachten vorlägen, dass es aber nicht 

genüge, wenn das Schlussgutachten lediglich von Dr. C.___ unterzeichnet sei. Daran 

könne auch nichts ändern, wenn die beteiligten Gutachter die Bestätigung vom 3. Juni 

2008 ebenfalls unterzeichnet hätten. Die Beschwerdegegnerin verzichtet auf eine 

Stellungnahme (act. G 18).

Erwägungen:

1.   

Die Beschwerdegegnerin erliess am 29. November 2006 eine "Verfügung 2", wonach 

dem Beschwerdeführer ab 1. Dezember 2006 eine Viertelsrente zustehe. Gleichzeitig 

stellte sie für den Zeitraum vom 1. Dezember 2005 bis 30. November 2006 eine weitere 

Verfügung in Aussicht (act. G 4.1/43.3). Diese "Verfügung 1" erging am 2. Februar 2007 

(act. G 4.1/48.1). Zwar wurde gegen diese spätere Verfügung nicht separat 

Beschwerde erhoben. Indessen handelt es sich lediglich um eine aus technischen 

Gründen später erfolgte Abrechnung der bzw. Verrechnung mit für den Zeitraum vom 

Dezember 2005 bis November 2006 bereits erbrachten Leistungen der 

Krankenversicherung. Für die vorliegend massgebende Frage, in welchem Umfang der 

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Beschwerdeführer Anspruch auf eine Rente oder berufliche Massnahmen hat, ist 

dieses Vorgehen ohne Belang. Zudem verfügte die Beschwerdegegnerin im 

"Verfügungsteil 2" vom 29. November 2006 den Anspruch auf eine Viertelsrente ab 1. 

Dezember 2005 (act. G 4.1/41.2). Vorliegend ist deshalb der Rentenanspruch ab 1. 

Dezember 2005 zu prüfen.

2.   

2.1  Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG (ab 1. Januar 2004; ab 1. Januar 2008: Art. 28 Abs. 2 

IVG) besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person 

mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 

% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf 

eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % Anspruch auf 

eine Viertelsrente. Bei der Beurteilung ist ferner auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses 

der streitigen Verfügung eingetretenen Sachverhalt abzustellen (BGE 121 V 366 

Erw. 1b).

2.2  Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird gemäss Art. 16 ATSG das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum 

Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Valideneinkommen; sog. allgemeine Methode). Die Differenz entspricht der 

invaliditätsbedingten Erwerbseinbusse oder - in Prozenten des Valideneinkommens 

ausgedrückt - dem Invaliditätsgrad.

2.3  Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 Erw. 4). Das Gericht hat den Sachverhalt von 

Amtes wegen festzustellen und demnach zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel 

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eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruchs gestatten. Hinsichtlich 

des Beweiswertes eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der 

Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten 

begründet sind (BGE 125 V 352 Erw. 3a).

3.   

3.1  Streitig ist, ob der Beschwerdeführer in gesundheitlicher Hinsicht im vom ABI-

Gutachten attestierten Ausmass arbeitsfähig ist, wie gross der bei der Berechnung des 

Invaliditätsgrades (Invalideneinkommen) vorzunehmende Abzug sein soll und ob dem 

Beschwerdeführer - für den Fall, dass ihm keine ganze Rente zusteht - berufliche 

Massnahmen zu gewähren sind.

Die Verwaltung stellte für die Arbeitsfähigkeitsschätzung vollumfänglich auf das ABI-

Gutachten vom 15. Juni 2006 ab. Mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 

diagnostizierte das ABI Gonalgien beidseits bei medialer Meniskusläsion (ICD-10: 

M23.2/3) bei Status nach arthroskopischer Resektion des medialen 

Meniskushinterhornes rechts am 31. Mai 2005 und eine Chondropathia patellae 

beidseits, ein chronisches zervikospondylogenes Syndrom beidseits (M53.1) bei 

fortgeschrittenen Osteochondrosen C3/4 sowie C5/6 mit Unkovertebral- und 

Spondylarthrosen sowie Retrospondylose und sekundären Foraminalstenosen, eine 

muskuläre Dysbalance vom Schulter-/Nackengürteltyp, ein chronisches 

thorakolumbovertebrales Schmerzsyndrom (M54.5) mit Osteochondrosen L3/4 und 

L4/5, Spondylarthrosen L4 bis S1 sowie beginnende DISH (diffuse idiopathic skeletal 

hyperostosis) der mittleren BWS, eine Wirbelsäulenfehlform und -fehlhaltung sowie 

eine hochgradige muskuläre Insuffizienz vom Beckengürteltyp. Als Diagnosen ohne 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit hielt das ABI eine leichte depressive Episode 

(F32.0), eine Schmerzverarbeitungsstörung, ein Karpaltunnelsyndrom beidseits (G56.0), 

anamnestisch ein leichtes Asthma bronchiale (J45.8) sowie einen Status nach 

Nephrektomie fest (act. G 4.1/20.17).

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Diese Diagnosen sind weitgehend unbestritten. Soweit der Beschwerdeführer im 

vorliegenden Beschwerdeverfahren vorbringt, es lägen mittlerweile neue medizinische 

Erkenntnisse vor, wonach sich sein psychischer Gesundheitszustand verschlechtert 

habe, ist darauf nicht einzugehen. Massgebend ist nur der bis zum Erlass der streitigen 

Verfügung vom 29. November 2006 eingetretene Sachverhalt (vgl. Erw. 3.1). Die 

Behandlung bei Dr. D.___ begann jedoch erst am 7. Februar 2008 (act. G 10.1). Weiter 

besteht Einigkeit, dass der Beschwerdeführer auf Grund der verschiedenen Probleme 

an Wirbelsäule und Kniegelenken aus rheumatologischer Sicht nicht mehr in seinem 

angestammten Beruf als Bauarbeiter tätig sein kann. Ebenso ist der Beginn der 

Arbeitsunfähigkeit am 22. Dezember 2004 unbestritten. Umstritten ist demgegenüber 

die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer leidensangepassten Tätigkeit. Das 

ABI geht in der Gesamtbeurteilung von einer Arbeitsfähigkeit von 70 % in einer 

körperlich leichten bis gelegentlich mittelschweren, wechselbelastenden Tätigkeit aus, 

die ohne Heben, Stossen und Ziehen von Lasten über 10 kg, ohne Tätigkeiten über der 

Horizontalen, ohne Arbeiten auf unebenem Gelände sowie Besteigen von Treppen und 

Leitern und ohne Rotationsbelastung der Lendenwirbelsäule auskommt. Eine solche 

Tätigkeit sei dem Beschwerdeführer ganztägig zumutbar mit einer Leistungseinbusse 

von 30 % (act. G 4.1/20.18). Bei dieser Beurteilung steht vor allem die 

rheumatologische Sicht im Vordergrund, während sich aus internistischer - mit 

Ausnahme der körperlich schweren Tätigkeiten - und vor allem psychiatrischer Sicht 

keine wesentlichen Einschränkungen ergeben. Nach dieser Definition wären dem 

Beschwerdeführer etwa Kontroll- und Überwachungsaufgaben zumutbar.

3.2  Demgegenüber geht der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers davon aus, dass 

bei den vorliegenden Diagnosen, Beschwerden und Einschränkungen auch in einer 

anderen als der angestammten Tätigkeit eine 100 %ige Arbeitsunfähigkeit bestehe. 

Dabei stützt er sich auf den Arztbericht von Dr. A.___ vom 13. Dezember 2005, wonach 

dem Beschwerdeführer weder die angestammte noch eine andere Tätigkeit zumutbar 

sei (vgl. act. G 4.1/14). Die Unterschiede in der Beurteilung führt der Rechtsvertreter 

darauf zurück, dass das Gutachten widersprüchlich, unvollständig und tatsachenwidrig 

sei.

Diesbezüglich macht er zunächst geltend, die rheumatologische Beurteilung sei in sich 

widersprüchlich. So sei widersprüchlich, wenn Dr. E.___ einerseits die Diagnosen (mit 

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Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit) von Gonalgien beidseits, eines chronischen 

zervikospondylogenen Syndroms, eines chronischen thorakolumbovertebralen 

Schmerzsyndroms und eines Karpaltunnelsyndroms stelle (genaue Diagnosen vgl. 

oben Erw. 4.1), zudem die noch möglichen Tätigkeiten stark einschränke (nur leichte 

Tätigkeiten, kein Heben und Ziehen von Lasten über 10 kg, keine Treppen, kein 

unebenes Gelände), auf der anderen Seite aber angesichts dieser Diagnosen und 

Beschwerden von einer zumutbaren Arbeitsfähigkeit von 70 % ausgehe. Auch Dr. 

A.___ bestätige in seinem Zeugnis vom 10. Oktober 2006, dass dies ein Widerspruch in 

sich sei. Im besagten Zeugnis erklärt Dr. A.___ zwar, dass es seiner Meinung nach 

widersprüchlich sei, bei dem im ABI-Gutachten dargestellten Gesundheitszustand des 

Beschwerdeführers von einer 70 %igen Arbeitsfähigkeit auszugehen. Man solle das 

Gutachten einfach ignorieren und den Beschwerdeführer erneut abklären lassen. Eine 

genauere Begründung für seine Ansicht liefert Dr. A.___ jedoch nicht. Ausserdem ist er 

selber nicht ganz konsequent, wenn er dem Beschwerdeführer einerseits eine volle 

Arbeitsunfähigkeit in sämtlichen Tätigkeiten attestiert (vgl. act. G 4.1/14), im fraglichen 

Zeugnis dann aber ausführt, seines Erachtens käme für den Beschwerdeführer 

(lediglich) eine Arbeit in Frage, wo er sitzend, laufend und stehend abwechslungsweise 

arbeiten könne und keine Lasten über 5 kg tragen müsse, wie etwa Ticketverkäufer an 

Sportanlässen (act. G 1.4).

3.3  Weiter beanstandet der Rechtsvertreter die psychiatrische Untersuchung vom 

2. Mai 2006. Namentlich wird kritisiert, dass der Gutachter, Dr. G.___, von nicht 

objektivierten somatischen Beschwerden, und damit von einer psychischen 

Überlagerung ausgegangen sei. Dies stehe im Widerspruch zum rheumatologischen 

Teilgutachten sowie zu sämtlichen übrigen beteiligten Ärzte. Dr. G.___ nehme nicht 

Bezug auf die vorgutachterlichen Diagnosen sowie die Diagnose des Rheumatologen.

Zwar ist tatsächlich davon auszugehen, dass die anlässlich der Untersuchung 

geklagten Beschwerden (Knie- und Rückenbeschwerden sowie Schmerzen in den 

Handgelenken) auf Grund der degenerativen Erscheinungen und des 

Karpaltunnelsyndroms somatisch objektiviert werden konnten, so dass diese 

Feststellung des psychiatrischen Gutachters als nicht stichhaltig erscheint. Immerhin 

stützt der Gutachter seine Schlussfolgerung der psychischen Überlagerung in der 

psychiatrischen Beurteilung (Ziff. 4.2.4) nicht mehr auf die mangelnde Objektivierung 

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der Schmerzen sondern auf die Feststellung, dass dem Beschwerdeführer auf Grund 

der somatischen Befunde - implizierend, dass er diese gekannt hat - eine adaptierte 

Tätigkeit zugemutet werden könne. Das Fehlen einer somatoformen Schmerzstörung 

und der Entwicklung körperlicher Symptome aus psychischen Gründen führt er darauf 

zurück, dass der Beschwerdeführer weder unter lang anhaltenden psychosozialen oder 

emotionalen Belastungen gelitten habe (act. G 4.1/20.15 f.). Entgegen der Auffassung 

des Rechtsvertreters ist davon auszugehen, dass dem Gutachter die Vorakten bekannt 

waren, wird doch unter Ziff. 4.2.1.1 darauf verwiesen. Die Diagnosen des 

Rheumatologen flossen sodann immerhin im Rahmen der Gesamtbeurteilung auch in 

die psychiatrische Diagnose ein (act. G 4.1/20.17). Im Übrigen ist nicht ersichtlich, 

inwiefern die gestellte Diagnose anders lauten würde, wäre der Gutachter nicht von 

einer psychischen Überlagerung ausgegangen, können doch sowohl die leichte 

depressive Episode (F32.0) als auch die Schmerzverarbeitungsstörung auch bei 

somatisch objektivierten Beschwerden auftreten.

3.4  Schliesslich rügt der Rechtsvertreter die Gesamtbeurteilung im ABI-Gutachten. So 

anerkenne der Rheumatologe das Karpaltunnelsyndrom beidseits als Diagnose mit 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit, während dies der multidisziplinäre Konsens 

verneine. Der Rheumatologe sehe sodann eine zumutbare Arbeitsfähigkeit von 70 % 

für eine geeignete, die Wirbelsäule nur leicht belastende Tätigkeit. Gemäss Konsens 

sollen jedoch auch gelegentlich mittelschwere Tätigkeiten zumutbar sein. Es sei 

deshalb anzunehmen, dass der Rheumatologe am Konsens nicht beteiligt gewesen sei. 

Ein Widerspruch liege auch in der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit. Während der 

Rheumatologe von einer Teilzeittätigkeit (70 %) ausgehe, gehe der Konsens von einer 

Vollzeittätigkeit mit 30 %iger Leistungseinbusse aus.

Weiter sei widersprüchlich, wenn der unterzeichnende Begutachter in der arteriellen 

Hypertonie sowie dem Asthma bronchiale keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit sehe, 

gehe doch der gleiche Arzt im Konsens von einer lediglich möglichen leichten bis 

mittelschweren Tätigkeit aus. Die Diagnosen hätten somit einen Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit.

Das Gutachten stehe sodann im Widerspruch zu anderen ärztlichen Einschätzungen. 

So gehe Dr. A.___ davon aus, dass sowohl die arterielle Hypertonie als auch das 

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Asthma bronchiale die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers beschränke. Auch Dr. 

F.___, Facharzt Pneumologie, St. Gallen, stelle in seinem Bericht vom 12. April 2005 

das Vorhandensein von leichten bis mittelschweren obstruktiven Ventilationsstörungen 

sowie eine recht schwere bronchiale Hyperreagibilität fest und stelle die Diagnose 

eines Asthma bronchiale. Im Gegensatz dazu habe Dr. C.___ nur ein leichtes Asthma 

bronchiale festgestellt. Aus Dr. F.___s Angaben zur Arbeitsfähigkeit sei zu erkennen, 

dass dieser - im Zusammenhang mit weiteren Beschwerden - durchaus von einer 

Arbeitsunfähigkeit ausgehe.

3.5  Zunächst fällt tatsächlich auf, dass im ABI-Gutachten verschiedene Leiden, denen 

von den Gutachtern ein Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit attestiert wurde, in der 

Gesamtbeurteilung nur noch als Diagnose ohne Einfluss aufgeführt werden. Dies 

betrifft einerseits das vom Rheumatologen als Diagnose mit Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit festgestellte Karpaltunnelsyndrom, andererseits das metabolische 

Syndrom und das Asthma bronchiale, dem der fallführende Internist immerhin für 

schwere Arbeit eine gewisse einschränkende Wirkung attestierte, indem er solche 

Arbeit für nicht mehr geeignet, wenn auch nicht für absolut unzumutbar erachtete (act. 

G 4.1/20.19). Entgegen der Ansicht des Rechtsvertreters kann allein daraus aber noch 

keine Unverwertbarkeit des Gutachtens abgeleitet werden. Immerhin erachtete auch 

Dr. A.___ das Karpaltunnelsyndrom als Diagnose ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 

(act. G 4.1/14.1). Auch die Tatsache, dass der Rheumatologe von leichten, der 

Konsens aber von leichten und gelegentlich mittelschweren Tätigkeiten spricht, ist 

nicht massgebend, wird doch die Gewichtslimite beide Male auf 10 kg festgelegt. Dies 

wurde etwa von der Interessengemeinschaft Versicherungsmedizin Schweiz noch als 

leichte Tätigkeit eingestuft (Zumutbare Arbeitsfähigkeit nach Unfall und bei Krankheit, 

1. Aufl., 2007, S. 8). Entscheidend muss somit sein, ob die im Gutachten postulierte 70 

%-ige Arbeitsfähigkeit für eine adaptierte Tätigkeit auf Grund der (unbestrittenen) 

Diagnosen nachvollziehbar ist.

3.6  Anlässlich der Untersuchung vom 2. Mai 2006 fand der Rheumatologe Dr. E.___ 

reizlose Kniegelenke vor mit fraglich positivem Meniskuszeichen medial rechts sowie 

obkjektivierbarer verkürzter Quadrizepsmuskulatur rechts auf Grund einer längeren 

Schonung. Ebenso eine leicht vermehrte mediale Aufklappbarkeit, während sich die 

übrigen Gelenksbinnenstrukturen als normal erwiesen. Hinweise auf eine relevante 

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Funktionseinschränkung von Seiten der Kniegelenke fand der Rheumatologe nicht. 

Weiter hätten in der Arthroskopie relevante arthrotische Veränderungen der 

femerotibialen Kompartimente wie auch femeropatellär ausgeschlossen werden 

können. Bezüglich den chronischen Kreuzschmerzen objektivierte der Gutachter 

degenerative Wirbelsäulenveränderungen, die jedoch altersentsprechend seien und zu 

keinen radikulären Beschwerden führten (act. G 4.1/20.12 f.). Im Weiteren verfügte Dr. 

E.___ über die rheumatologische Anamnese und setzte sich mit der Ansicht von Dr. 

A.___ auseinander. Diesbezüglich führte er aus, dass die von diesem Arzt postulierte 

100 %ige Arbeitsunfähigkeit nicht nachvollziehbar sei. Dr. A.___ selber bestätigte in 

seinem Schreiben vom 10. Oktober 2006 grundsätzlich die im Gutachten geschilderte 

gesundheitliche Situation. Bezüglich Arbeitsfähigkeit führte er ohne weitere 

Begründung lediglich aus, die im Gutachten angegebene Arbeitsfähigkeit von 70 % sei 

bei den geschilderten Beschwerden in sich widersprüchlich (act. G 1.4). Wie bereits 

erwähnt sind die Angaben von Dr. A.___ zudem insofern widersprüchlich, als auch er 

selber im genannten Schreiben eine leichte Tätigkeit nicht für gänzlich ausgeschlossen 

hält. Mithin liegen von Seiten des Hausarztes keine stichhaltigen Gründe vor, weshalb 

das ABI-Gutachten ignoriert und der Beschwerdeführer nochmals begutachtet werden 

sollte.

3.7  Als weiterer Arzt äusserte sich Dr. F.___ zur Arbeitsfähigkeit. Dieser Arzt stellte 

allerdings im April 2005 keine (signifikante) Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit fest, 

diagnostizierte aber ein Asthma bronchiale mit einer recht schweren bronchialen 

Hyperreagibilität (act. G 4.1/14.13). Die Lungenfunktionsprüfung anlässlich der 

Begutachtung vom 2. Mai 2006 ergab indessen eine normale Lungenfunktion ohne 

feststellbare obstruktive Störung, sodass im Gutachten diesbezüglich lediglich die 

Diagnose eines leichten Asthma bronchiale gestellt wird (act. G 4.1/20.8 und 20.18). 

Die Begutachtung im ABI erfolgte rund ein Jahr nach dem Untersuch durch Dr. F.___, 

sodass nicht ohne Weiteres davon ausgegangen werden kann, der frühere Untersuch 

sei zutreffender, zumal Dr. F.___ das Asthma als behandelbare Erkrankung erachtet. Er 

rät denn auch lediglich zu einer medikamentösen asthmakontrollierenden Behandlung 

und Verlaufskontrolle in einem Jahr (act. G 4.1/14.13). Nach vorhandener Aktenlage ist 

somit nicht davon auszugehen, dass das Asthma einen massgebenden Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit hat. Eine weitere pneumologische Beurteilung ist deshalb nicht 

erforderlich. Ebenfalls ist aus der internistischen Beurteilung (act. G 4.1/20.19) nicht 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/21

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ersichtlich, dass das metabolische Syndrom (bzw. die Hypertonie) den 

Beschwerdeführer über die anerkanntermassen festgestellte Einschränkung für 

schwere Arbeiten hinaus auch bei leichten und mittelschweren Tätigkeiten hinaus 

beeinträchtigt, so dass diesbezüglich kein innerer Widerspruch des Gutachtens 

vorliegt.

3.8  Zusammengefasst ist somit festzustellen, dass die Arbeitsfähigkeitsschätzung des 

Gutachtens weder durch Widersprüche des Gutachtens noch durch andere 

Arztberichte ernsthaft erschüttert werden kann. Zudem beruht es auf allseitigen 

Untersuchungen, erscheint für die streitigen Belange umfassend, berücksichtigt die 

geklagten Beschwerden, ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden, befasst sich 

mit der Meinung des Hausarztes und des Pneumologen und leuchtet in der Darlegung 

der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 

ein. Es ist deshalb auf die Arbeitsfähigkeitsschätzung des Gutachtens abzustellen.

3.9  Im Weiteren rügt der Rechtsvertreter, dass dem Beschwerdeführer gemäss 

ärztlicher Beurteilung nur eine Arbeit möglich sei, bei der er abwechselnd sitzend, 

laufend und stehend arbeiten könne, ohne Lasten über 5 kg tragen zu müssen. Selbst 

in einer derartigen Tätigkeit wäre er erheblich eingeschränkt (zeitliche Begrenzung, 

Auflockerung, etc.) Eine derartige Tätigkeit existiere auch auf dem hypothetischen 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht, mit Sicherheit nicht im hinreichenden Ausmass 

(Beschwerde, S. 18).

Bei der Prüfung der wirtschaftlichen Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit darf nicht 

von realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten ausgegangen werden. Insbesondere kann 

von einer Arbeitsgelegenheit dort nicht gesprochen werden, wo die zumutbare 

Tätigkeit nur in so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der allgemeine 

Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG) praktisch nicht kennt oder dass sie nur unter nicht 

realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre 

und das Finden einer entsprechenden Stelle deshalb zum Vornherein als 

ausgeschlossen erscheint (ZAK 1991 S. 320 E. 3b, 1989 S. 321 E. 4a). Ferner 

beinhaltet der Begriff des ausgeglichenen Arbeitsmarktes nicht nur ein gewisses 

Gleichgewicht zwischen dem Angebot und der Nachfrage nach Stellen, sondern 

bezeichnet auch einen Arbeitsmarkt, der von seiner Struktur her einen Fächer 

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verschiedenartiger Stellen offen hält, und zwar sowohl bezüglich der dafür verlangten 

beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen 

Einsatzes (BGE 110 V 273 E. 4b S. 276 mit Hinweisen; ZAK 1991 S. 321 E. 3b). Nach 

diesen Gesichtspunkten bestimmt sich im Einzelfall, ob eine invalide Person die 

Möglichkeit hat, ihre restliche Erwerbsfähigkeit zu verwerten, und ob sie ein 

rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen vermag oder nicht (BGE 110 V 273 E. 

4b S. 276; AHI 1998 S. 291 E. 3b). Weder gestützt auf die Pflicht zur 

Selbsteingliederung noch im Rahmen der der versicherten Person auf einem 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt offen stehenden Möglichkeiten zur Verwertung ihrer 

Resterwerbsfähigkeit dürfen von ihr Vorkehren verlangt werden, die unter 

Berücksichtigung der gesamten objektiven und subjektiven Gegebenheiten des 

Einzelfalles nicht zumutbar sind (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts 

[heute: Bundesgericht, Sozialversicherungsrechtliche Abteilungen] vom 11. Juni 2007 

Erw. 4.2, mit Hinweisen auf BGE 113 V 28 Erw. 4a und Urteil I 394/04 vom 2. Februar 

2005, E 3.1).

Es kann nicht davon ausgegangen werden, sämtliche Hilfsarbeiten seien körperlich 

streng. Vielmehr ist davon auszugehen, dass auf dem oben beschriebenen 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt auch körperlich leichtere Tätigkeiten existieren, wie etwa 

Überwachungs- und Kontrolltätigkeiten. Entgegen der Annahme des 

Beschwerdeführers sind solche Tätigkeiten mit den im Gutachten formulierten 

Einschränkungen vereinbar, sind diese doch in der Regel weder mit dem Tragen oder 

Heben von Gewichten über 10 kg (gemäss Gutachten), oder selbst 5 kg (Dr. A.___), 

noch mit den übrigen Einschränkungen verbunden (unebenes Gelände, "Besteigen" 

von Treppen und Leitern, Rotationsbelastung der Lendenwirbelsäule). Dass der 

Beschwerdeführer vermehrte Pausen zur Auflockerung benötigt, ist in der 30 %igen 

Leistungseinbusse berücksichtigt. Hierin kann im Übrigen auch kein Widerspruch zum 

rheumatologischen Teilgutachten erblickt werden, äusserte sich Dr. E.___ lediglich 

dahingehend, dass seiner Ansicht nach eine Arbeitsfähigkeit von 70 % bestehe. Dabei 

legte Dr. E.___ die Arbeitsfähigkeit nicht auf eine 70 %-Teilzeittätigkeit fest. Der 

Konsens erscheint diesbezüglich nicht als Widerspruch zum Teilgutachten, sondern als 

dessen Präzisierung, zumal die im Konsens festgelegte 100 %ige zeitliche Präsenz bei 

reduzierter Arbeitsleistung auch sachlich einleuchtet.

4.   

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/21

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4.1  Für den Fall, dass das Gericht von einer verwertbaren Arbeitsfähigkeit ausgeht, 

beantragt der Beschwerdeführer die Neuberechnung des Invaliditätsgrades. Dabei sei 

von einem Valideneinkommen von Fr. 66'495.-- auszugehen. Nicht nachvollziehbar sei 

das Invalideneinkommen gemäss Einkommensvergleich (act. G 4.1/25). Sowohl 

gemäss TA 13 der LSE 2006 als auch gemäss Fachstelle für Statistik des Kantons St. 

Gallen lägen die Zentralwerte im privaten Sektor in der Grossregion Ostschweiz beim 

Durchschnittslohn unter dem gesamtschweizerischen Durchschnitt. Es sei von einem 

Wert von Fr. 53'225.-- auszugehen. Unter Berücksichtigung der zumutbaren 

Arbeitsfähigkeit von 70 %, ergebe sich ein Wert von Fr. 37'258.--. Davon sei sodann 

ein Leidensabzug von 25 % vorzunehmen, so dass von einem Invalideneinkommen von 

Fr. 27'944.-- auszugehen sei. Der Invaliditätsgrad betrage mithin 58 %, womit selbst 

bei Abstellen auf das ABI-Gutachten Anspruch auf eine halbe Rente bestehe.

4.2  Beim Valideneinkommen berücksichtigte die Beschwerdegegnerin in 

Übereinstimmung mit dem Beschwerdeführer das 2005 zuletzt erzielte Einkommen bei 

der Hagmann AG von 5'115.-- (X13). Während sie in der angefochtenen Verfügung 

noch eine Teuerung von einem Prozent berücksichtigte, ging sie im vorliegenden 

Verfahren von einem Valideneinkommen von Fr. 66'495.-- aus, was nicht zu 

beanstanden ist. Für das Invalideneinkommen berücksichtigte sie im 

Beschwerdeverfahren das zuletzt erfasste Jahr 2004 (privater Sektor, Männer, 

Anforderungsniveau 4, 41,6 Wochenstunden; Beschwerdeantwort, S. 9), also einen 

Jahreslohn von Fr. 57'258.-- (Textausgabe IVG der Informationsstelle AHV/IV 2008, 

Anhang 2: Lohnentwicklung). Dies ist ebenfalls nicht zu beanstanden, ist doch für die 

Berechnung des Invalideneinkommens auf die gesamtschweizerischen Löhne 

abzustellen (I 424/05, Erw. 3.2.2). Bei einem Arbeitsfähigkeitsgrad von 70 % ist somit 

von einem Einkommen von Fr. 40'081.-- (unter Vernachlässigung der Teuerung von 2 

% seit 2004 [vgl. Anhang 2, 2005]) auszugehen.

4.3  Im Weiteren beantragt der Rechtsvertreter, es sei vom Invalideneinkommen ein 

Leidensabzug von 25 % vorzunehmen. Dem Beschwerdeführer seien nur noch leichte 

Tätigkeiten zumutbar. Schmerzbedingte Arbeitsunterbrüche und zur Auflockerung 

einzulegenden Pausen sowie die wechselbelastende Tätigkeit seien in der Reduktion 

der Arbeitsfähigkeit auf 70 % nicht inbegriffen. Die erheblichen Einschränkungen (nur 

geeignete, leichte Wirbelsäule und Gelenke schonende Tätigkeit ohne Heben und 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/21

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Ziehen von Lasten über 5 kg, Wechselbelastung, kein unebenes Gelände, kein 

Besteigen von Treppen und Leitern) rechtfertigten einen Abzug von 15 %. Zusätzlich 

lohnmindernd wirke sich die Tatsache aus, dass der Beschwerdeführer lediglich noch 

in einer Teilzeitbeschäftigung arbeiten könne, was einen weiteren Lohnabzug von 10 % 

rechtfertige. Hinzu kämen weitere Reduktionen vom mittleren Tabellenlohn auf Grund 

der Dienstjahre und des Aufenthaltsstatus. Der 53-jährige Beschwerdeführer hätte in 

einem für ihn unbekannten Tätigkeitsbereich bei einem neuen Arbeitgeber eine Stelle 

finden müssen. Ohne Dienstjahre und Berufserfahrung würde sein Lohn unter dem 

Tabellenlohn von TA 1 liegen. In Anbetracht der Umstände sei der maximale Abzug von 

25 % zu gewähren.

Demgegenüber will die Beschwerdegegnerin nur einen 10 %igen Leidensabzug gelten 

lassen. In BGE 126 V 75 neues Fenster hat das Bundesgericht festgestellt, dass die 

Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von sämtlichen 

persönlichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalls (leidensbedingte 

Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und 

Beschäftigungsgrad) abhängig ist. Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das 

Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, d.h. 

dass nicht für jedes Merkmal der entsprechende Abzug zu quantifizieren ist und die 

einzelnen Abzüge zusammenzuzählen sind. Schliesslich ist der Abzug auf höchstens 

25 % zu begrenzen. Bei der Überprüfung des gesamthaft vorzunehmenden Abzugs 

darf das Sozialversicherungsgericht sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund an die 

Stelle desjenigen der Verwaltung setzen; es muss sich somit auf Gegebenheiten 

abstützen können, die seine abweichende Ermessensausübung als nahe liegender 

erscheinen lassen.

Grundsätzlich sind mit dem von der Beschwerdegegnerin zugestandenen 

Leidensabzug die Einschränkungen in Bezug auf die noch in Frage kommenden 

Tätigkeiten genügend berücksichtigt. Wie oben bereits angetönt, hält der Arbeitsmarkt 

eine Reihe von Tätigkeiten bereit. In Betracht fallen etwa Kontroll- und 

Überwachungstätigkeiten in Industrie und Gewerbe, einfache 

Maschinenbedienungsfunktionen sowie Hilfsarbeiten, wie Montage-, Sortierungs-, 

Prüf- und Verpackungstätigkeiten in Produktions- und Dienstleistungsbetrieben. Dies 

gilt umso mehr, als in Industrie und Gewerbe Arbeiten, welche physische Kraft 

https://swisslex.westlaw.com/search/Document.asp?DocService=DocLink&D=BGEx126xVx75_82&AnchorTarget=BGEx126xVx75

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erfordern, in zunehmendem Mass durch Maschinen verrichtet werden, während den 

körperlich weniger belastenden Bedienungs- und Überwachungsfunktionen eine stetig 

wachsende Bedeutung zukommt (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts 

vom 23. Oktober 2006 [U 42/06] E. 3.2.4; mit Hinweisen auf SVR 1999 IV Nr. 6 S. 15 

Erw. 2b/aa; ZAK 1991 S. 318; Urteil V. vom 27. April 2001, I 259/00, je mit Hinweisen). 

Entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin hat jedoch das Bundesgericht in seiner 

neueren Rechtsprechung festgestellt, dass der Teilzeitabzug auch bei einer Verwertung 

der Resterwerbsfähigkeit in einem Vollpensum bei reduzierter Leistung vorzunehmen 

ist. Ein reduziertes Arbeitspensum, das lediglich über einen ganzen Arbeitstag verteilt 

erbracht werden könne und nicht beispielsweise vormittags oder nachmittags, sei aus 

betriebswirtschaftlicher Sicht (Auslastung des Arbeitsplatzes) als lohnmässig relevante 

Erschwernis für die erwerbliche Verwertung der verbliebenen Arbeitsfähigkeit 

anzuerkennen (Entscheid vom 8. Januar 2008 [9C_603/2007] Erw. 4.2.3 mit Hinweis auf 

Urteil U 471/2005 vom 15. März 2006 Erw. 3; vgl. auch Entscheid des 

Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 29. September 2008 [IV 2007/242] 

Erw. 4.3.4).

Gemäss LSE 2004, Tabelle T6* (S. 25) verdienten Männer im Jahr 2004 mit einem 

Teilzeitpensum zwischen 50 % und 74 % - hochgerechnet auf ein Vollzeitpensum - 

rund 10 % weniger als bei einer 100 %-Tägigkeit. Dies bedeutet nun nicht, dass dieser 

Wert einfach zum von der Beschwerdegegnerin zugestandenen Leidensabzug 

hinzuzuzählen wäre. Vielmehr ist der Leidensabzug im Sinn einer Gesamtschau 

festzulegen (vgl. oben). Vorliegend rechtfertigen sodann weder das Alter (zum 

Zeitpunkt des Verfügungserlasses 54 Jahre) noch die Ausländereigenschaft des 

Beschwerdeführers einen weiteren Abzug. So hat das Bundesgericht etwa in einem 

Urteil vom 28. Juli 1999 einen Abzug betreffend einen 53-jährigen Versicherten 

abgelehnt (AHI 1999, S. 237; vgl. auch Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons 

St. Gallen vom 29. September 2008 [IV 2007/242] Erw. 4.3.5). Es sind schliesslich auch 

keine Anhaltspunkte ersichtlich, dass der Beschwerdeführer als Ausländer in dem für 

ihn in Frage kommenden Arbeitsmarkt benachteiligt ist. Insgesamt erscheint somit ein 

Leidensabzug von 15 % als angemessen.

Das Invalideneinkommen beträgt damit Fr. 34'069.--, der IV-Grad entsprechend 

48,77 %. Der Beschwerdeführer hat somit Anspruch auf eine Viertelsrente. Die 

angefochtene Verfügung vom 26. November 2006 erweist sich damit als korrekt.

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5.   

5.1  Nach Art. 8 Abs. 1 IVG haben invalide oder von einer Invalidität unmittelbar 

bedrohte Versicherte Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit diese 

notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im 

Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern. 

Dabei ist die gesamte noch zu erwartende Arbeitsdauer zu berücksichtigen. Die 

Eingliederungsmassnahmen bestehen unter anderem in Massnahmen beruflicher Art 

(Berufsberatung, erstmalige berufliche Ausbildung, Umschulung und 

Arbeitsvermittlung; Art. 8 Abs. 3 lit. b IVG).

5.2  Der Rechtsvertreter macht im Wesentlichen geltend, dass der Beschwerdeführer 

auf Grund der objektivierten schmerzbedingten Einschränkungen der 

Leistungsfähigkeit auf dem freien Arbeitsmarkt nur mit Mühe eine Stelle finden könne 

und dass ihm die Beschwerdegegnerin bislang keine konkreten Möglichkeiten 

aufgezeigt habe. Damit spricht er die Arbeitsvermittlung an. Vorausgesetzt ist beim 

Anspruch auf Arbeitsvermittlung unter anderem, dass die versicherte Person objektiv 

und subjektiv eingliederungsfähig ist (I 427/05, Erw. 4.1.1, mit Hinweisen). Mit der 

Beschwerdegegnerin ist diesbezüglich davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer 

sich selbst als vollständig arbeitsunfähig erachtet. So äusserte er sich gegenüber dem 

internistischen Gutachter, wonach er für sich keine Arbeitsfähigkeit mehr sehe und 

bezweifle, dass es für ihn überhaupt noch eine leichtere Tätigkeit geben würde (act. G 

4.1/20.8). Gleich äusserte er sich gegenüber dem rheumatologischen Gutachter, wo er 

für sich ebenfalls keine Tätigkeit - auch keine leichtere, adaptierte - mehr vorstellen 

könne (act. G 4.1/20.10). Schliesslich geht auch der psychiatrische Gutachter davon 

aus, dass auf Grund der ausgeprägten subjektiven Krankheitsüberzeugung und der 

fehlenden Motivation im Moment keine beruflichen Massnahmen durchführbar seien 

(act. G 4.1/20.17). Anhaltspunkte dafür, dass sich die subjektive Bereitschaft bis zum 

Erlass des angefochtenen Entscheids (16. November 2006) geändert hätte, sind aus 

den Akten nicht ersichtlich und werden auch nicht geltend gemacht. Vielmehr lässt der 

Beschwerdeführer in diesem Verfahren mit Wirkung ab Dezember 2005 die Ausrichtung 

einer ganzen Rente beantragen. Die Beschwerdegegnerin lehnte unter diesen 

Umständen den Anspruch auf Arbeitsvermittlung zu Recht ab. Die Formulierung in der 

Verfügung vom 16. November 2006, dass eine Arbeitsvermittlung "zur Zeit" nicht 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 21/21

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möglich sei (act. G 4.1/42.1), zeigt im Übrigen, dass eine spätere Neuanmeldung zur 

Arbeitsvermittlung nicht ausgeschlossen ist.

6.   

6.1  Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung der 

Verfügungen vom 16. und 29. November 2006 abzuweisen.

6.2  Das Verfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand im 

Rahmen von Fr. 200.- bis Fr. 1000.- festzulegen (Art. 69 Abs. 1  IVG). Der 

Verfahrensaufwand erweist sich als durchschnittlich. Praxisgemäss rechtfertigt dies 

eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--, die vom vollumfänglich unterliegenden 

Beschwerdeführer zu bezahlen ist. Die Gerichtsgebühr ist durch den vom 

Beschwerdeführer geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 600.-- gedeckt.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.  Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.  Der Beschwerdeführer bezahlt eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--, unter 

Anrechnung des geleisteten Kostenvorschusses in gleicher Höhe.

bis

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	Entscheid Versicherungsgericht, 06.10.2008
	Art. 28 IVG. Arbeitsfähigkeitsschätzung des Gutachtens. Beruht dieses auf allseitigen Untersuchungen, erscheint für die streitigen Belange umfassend, berücksichtigt die geklagten Beschwerden, ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden, befasst sich mit der Meinung anderer Ärzte und leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein, ist darauf abzustellen (Erw. 3). Leidensabzug. Ist die Resterwerbsfähigkeit in einem Vollpensum bei reduzierter Leistung zu verwerten, ist ebenfalls ein Teilzeitabzug vorzunehmen (Erw. 4.3) (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 6. Oktober 2008, IV 2007/30).

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