# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9abd1a87-1f6a-5bd2-b075-3c6276a005ff
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-12-28
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 28.12.2022 IV 2022/60
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2022-60_2022-12-28.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2022/60

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 16.02.2023

Entscheiddatum: 28.12.2022

Entscheid Versicherungsgericht, 28.12.2022
Art. 28 IVG, Art. 16 ATSG i.V.m. Art. 28a Abs. 1 IVG; Rentenanspruch. 
Beweiskraft Administrativgutachten bejaht. Bestimmung des 
Valideneinkommens. Abzug vom Tabellenlohn insbesondere aufgrund 
gravierender Einschränkungen bei der Belastbarkeit der dominanten Hand; 
Zusprache einer Viertelsrente; Gutheissung (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 28. Dezember 2022, IV 
2022/60).

Entscheid vom 28. Dezember 2022

Besetzung

Versicherungsrichter Joachim Huber (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Christiane 

Gallati Schneider und Karin Huber-Studerus; Gerichtsschreiberin Karin Kobelt

Geschäftsnr.

IV 2022/60

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Ronald Pedergnana, Rorschacher Strasse 21, 

Postfach 27, 9004 St. Gallen,

gegen

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IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.  

A.___ war seit dem Jahr 2005 als Maschinenführer bei der B.___ AG tätig und 

dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen 

von Unfällen versichert. Am 20. April 2012 verletzte der Versicherte sich bei der 

Reinigung einer Maschine an der linken, dominanten Hand (Fremdakten der 

Eidgenössischen Invalidenversicherung [IV; fremd-act.] 1-121 und IV-act. 92). Er wurde 

gleichentags ins Kantonsspital St. Gallen (KSSG) eingeliefert, wo er bei der Diagnose 

einer komplexen Handverletzung mit Quetschtrauma Dig II-V der linken Hand operiert 

wurde (fremd-act. 1-107). Im August 2012 nahm der Versicherte wegen Panikstörungen 

eine Behandlung bei Dr. med. C.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 

Klinik D.___, auf (IV-act. 27-1). Im November 2012 meldete er sich unter Hinweis auf die 

Folgen des Unfalls vom 20. April 2012 bei der IV zum Leistungsbezug an (IV-act. 1).

A.a. 

Vom 12. März bis 16. April 2013 hielt sich der Versicherte zur stationären 

Rehabilitation in der Rehaklinik Bellikon auf. Die behandelnden Ärzte stellten die 

Diagnosen komplexes Quetschtrauma Finger II bis V der linken Hand sowie 

chronifizierte posttraumatische Belastungsstörung mit dysphorischer-depressiver 

Komponente, Somatisierungstendenz und Gefühlen der Verbitterung (ICD-10 F43.1). 

Die angestammte Tätigkeit sei ihm nicht mehr zumutbar. Eine andere, körperlich sehr 

leichte, nur mehrheitlich einhändig rechts ausführbare Tätigkeit sei dem Versicherten 

halbtags zumutbar (Austrittsbericht vom 18. April 2013, IV-act. 23).

A.b. 

Am 21. Mai 2013 fand ein Gespräch zwischen einer IV-Eingliederungsberaterin 

und dem Versicherten statt (IV-act. 35). Am 23. Mai 2013 kündigte die Arbeitgeberin 

A.c. 

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das Arbeitsverhältnis mit dem Versicherten per 31. Juli 2013, da sie aufgrund der 

Einschätzung der Rehaklinik Bellikon keine Einsatzmöglichkeit mehr für ihn sah (fremd-

act. 7-7). Am 5. Juni und 3. Juli 2013 erfolgten in der Rehaklinik Bellikon von der Suva 

veranlasste berufliche Standortbestimmungen (IV-act. 36 und 42). Mit Mitteilungen vom 

7. Oktober 2013 sprach die IV-Stelle dem Versicherten Arbeitsvermittlung (IV-act. 62) 

sowie Kostenübernahme für eine dreimonatige Abklärung in Form einer 

sozialberuflichen Integration in E.___ ab 1. Oktober 2013 (IV-act. 60) zu. Mit Mitteilung 

vom 16. Dezember 2013 gewährte sie ihm Kostenübernahme für eine anschliessende 

dreimonatige berufliche Abklärung bei E.___ (IV-act. 69). Laut Schlussbericht der E.___ 

vom 31. März 2014 sei der Versicherte im Bereich Digital-  und Printmedientechnik 

eingesetzt worden. Seine Präsenzzeit habe sich bei 50 % stabilisiert. Als erforderliche 

Rahmenbedingungen wurden eine ruhige Arbeitsumgebung, keine Arbeiten im Freien 

sowie Arbeiten, die mit einer Hand ausgeführt werden können oder die verletzte Hand 

nur bedingt benötigen, genannt (IV-act. 75-7).

Am 9. Mai 2014 erfolgte die medizinische Abschlussuntersuchung durch die 

Kreisärztin med. pract. F.___, Fachärztin für Chirurgie (Bericht vom 14. Mai 2014, 

fremd-act. 14-7 ff.). Sie hielt fest, dass aktuell eine posttraumatische 

Funktionsbeeinträchtigung Langfinger links mit Symptomausweitung, DD 

Somatisierungstendenz, bestehe. Die Kreisärztin empfahl zusätzliche neurologische 

Abklärungen, die am 13. Juni 2014 von Dr. med. G.___, Fachärztin für Neurologie, 

durchgeführt wurden. Diese ergaben abgesehen von einer Funktionseinbusse der 

linken Hand keinen objektivierbaren pathologischen Befund (fremd-act. 14-2 f.). Unter 

Berücksichtigung dieser neurologischen Abklärungen kam med. pract. F.___ am 3. Juli 

2014 zum Schluss, dass aus versicherungsmedizinischer Sicht von einem Endzustand 

auszugehen sei. Zumutbar seien ganztägige leichte bis selten mittelschwere, rechts 

ausführbare Tätigkeiten ohne Arbeiten an gefährlichen Maschinen, auf Leitern oder 

Gerüsten. Die linke Hand sei etwas mehr als nur als Hilfs- und Haltehand einsetzbar; 

Vibrationen und Schläge seien zu vermeiden (fremd-act. 16-5 f.).

A.d. 

Bis zum 31. Oktober 2014 absolvierte der Versicherte ein rund sechsmonatiges 

Beschäftigungsprogramm im 50 %-Pensum des Projekts H.___. Laut Schlussbericht 

war er mehrheitlich in der Textilabteilung tätig. Eine Steigerung des Arbeitspensums 

war auch nach mehrmaligen Versuchen nicht möglich. Die Leistungsfähigkeit war durch 

A.e. 

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die Abwesenheiten vom Arbeitsplatz aufgrund der Schmerzen stark eingeschränkt. 

Auch das ungewohnte Arbeiten mit der rechten Hand habe mehr Zeit gebraucht, sei 

aber in den letzten Monaten besser geworden. Aktuell könne der Versicherte ein 

Pensum von 50 % mit eingeschränkter Leistung von wiederum ca. 50 % bewältigen 

(IV-act. 92 sowie fremd-act. 20-62).

Ab Dezember 2014 unterstützte die Stiftung I.___ den Versicherten bei der 

Stellensuche (vgl. IV-act. 113-19 i.V.m. fremd-act. 20-57).

A.f. 

Mit Mitteilung vom 12. August 2015 gewährte die IV-Stelle dem Versicherten 

Unterstützung bei einem Arbeitsversuch im Zentrum J.___ vom 4. August 2015 bis 31. 

Januar 2016 (IV-act. 101). Per 1. März 2016 schloss der Versicherte mit dem Kanton St. 

Gallen, Sicherheits- und Justizdepartement, Amt K.___, einen bis 31. August 2016 

befristeten Arbeitsvertrag im Stundenlohn mit ca. 50%igem Arbeitspensum als 

Chauffeur/Mitarbeiter Hausdienst im J.___ (IV-act. 115 f.; dieser Arbeitsvertrag wurde in 

der Folge verlängert und per 1. Dezember 2016 in einen unbefristeten Arbeitsvertrag 

umgewandelt [vgl. IV-act. 128 und act. G1.3]). Mit Mitteilung vom 22. März 2016 

verneinte die IV-Stelle einen weiteren Anspruch auf berufliche Massnahmen, da der 

Versicherte sich in diesem Arbeitsverhältnis angemessen eingegliedert fühle (IV-act. 

118; für das Eingliederungsprotokoll vgl. IV-act. 113). In der Folge stellte die Suva die 

Unfallversicherungstaggeldleistungen ein (vgl. Entscheid des Versicherungsgerichts 

vom 14. Oktober 2020, UV 2019/26, Sachverhalt A.f). Dem Schlussbericht der I.___ 

vom 26. April 2016 ist zu entnehmen, dass Versuche, das Arbeitspensum im J.___ zu 

erhöhen, nicht erfolgreich gewesen seien. Die Schmerzen hätten längere Einsatzzeiten 

verhindert (IV-act. 146-2).

A.g. 

Am 23. November 2016 berichtete Dr. C.___ über eine andauernde 

Persönlichkeitsveränderung des Versicherten bei chronischem Schmerzsyndrom (IV-

act. 132-2). Aus seiner Sicht könne beim Versicherten in der Längsschnittbeurteilung 

seit dem Unfall von einer ca. 60%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden. Es 

bestünden eine rasche körperliche und geistige Ermüdung mit vermehrten 

Erholungspausen, eine eingeschränkte Konzentrationsdauer und eine eingeschränkte 

geistige Flexibilität (IV-act. 132-4). Der Hausarzt des Versicherten, Dr. med. L.___, 

Facharzt für Allgemeinmedizin, berichtete am 29. November 2016, dass der Versicherte 

A.h. 

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ihn seit Dezember 2015 nicht mehr konsultiert habe, weshalb er keine Angaben zum 

aktuellen Gesundheitszustand machen könne (IV-act. 133-3 f.). 

Mit Verfügung vom 4. April 2018 sprach die Suva dem Versicherten mit Wirkung ab 

1. Januar 2017 eine Rente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 22 % sowie eine 

Integritätsentschädigung basierend auf einer Integritätseinbusse von 10 % zu (fremd-

act. 64).

A.i. 

Im Bericht vom 19. April 2018 hielt Dr. C.___ fest, dass es beim Versicherten zu 

einer nachhaltigen, weitgehenden Remission der depressiven Symptomatik gekommen 

sei. Aus psychiatrischer Sicht bestehe keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit mehr. 

Dem Versicherten sei keine Nachtarbeit zu empfehlen. Ansonsten könne er sämtliche 

Tätigkeiten entsprechend dem Bildungsniveau ohne Einschränkungen ausüben (IV-

act. 137-2 f.).

A.j. 

Am 17. September 2018 konsultierte der Versicherte Dr. med. M.___, Facharzt für 

Handchirurgie sowie Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie, Orthopädie 

N.___. Dieser empfahl laut Bericht vom 18. September 2018 die Fortsetzung einer 

medikamentösen Schmerztherapie und die Durchführung einer ergotherapeutischen 

Beübung. Eine operative Therapie erachtete er als nachrangig (IV-act. 159-2).

A.k. 

Mit Einspracheentscheid vom 14. Februar 2019 erhöhte die Suva den 

Invaliditätsgrad auf 23 % und wies die Einsprache des Versicherten gegen die 

Verfügung vom 4. April 2018 (vgl. vorstehend A.i) im Übrigen ab (fremd-act. 68; für die 

dagegen gerichtete Beschwerde vom 18. März 2019 vgl. act. G1 in UV 2019/26).

A.l. 

Am 26. Februar 2019 diagnostizierte Dr. med. O.___, Spezialärztin Neurologie 

FMH, beim Versicherten ein Sulcus ulnaris-Syndrom links sowie ein leichtgradiges, rein 

sensibles Carpaltunnelsyndrom links in Assoziation mit einem chronisch-

neuropatischen Schmerzsyndrom mit Schmerzausweitung im Rahmen des 

Arbeitsunfalls vom 20. April 2012 mit Restbeschwerden an der linken Hand nach 

Quetsch-Amputations-Verletzung (IV-act. 146-3 ff.).

A.m. 

Am 17. April 2019 notierte die zuständige Ärztin vom Regionalen Ärztlichen Dienst 

(RAD), beim Versicherten bestehe eine volle Arbeitsfähigkeit in einer leichten bis 

A.n. 

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mittelschweren Tätigkeit. Zumutbar seien alle rechtsausführbaren Tätigkeiten; die linke 

Hand könne als Hilfs- und Haltehand eingesetzt werden. Die Handfläche könne 

Gewichte halten und stossen. Vibrationen und Schläge auf die linke Hand seien zu 

vermeiden. Tätigkeiten an gefährlichen Maschinen, mit Sturzgefahr und Kälteeinfluss 

seien nicht geeignet (IV-act. 140-3). Gestützt auf diese Einschätzung stellte die IV-

Stelle dem Versicherten mit Vorbescheid vom 25. April 2019 bei einem Invaliditätsgrad 

von 10 % die Abweisung seines Rentenbegehrens in Aussicht (IV-act. 143). Dagegen 

liess der Versicherte am 4. Juni 2019 durch Rechtsanwalt Dr. iur. R. Pedergnana, St. 

Gallen, unter Hinweis auf den Bericht von Dr. O.___ einwenden, er habe beim Unfall 

einen Nervenschaden erlitten. Die daraus resultierenden Schmerzen würden in jeglicher 

Tätigkeit zu einer Einschränkung führen (IV-act. 146). Der RAD notierte am 4. Juli 2019, 

mit der von Dr. O.___ beschriebenen Progredienz der Demyelinisierung und der 

Unsicherheit bezüglich eines operativen Vorgehens sei von einem instabilen 

Gesundheitszustand auszugehen (IV-act. 147).

Am 29. Oktober 2019 berichtete Dr. med. P.___, Facharzt für Anästhesiologie, 

Spital Q.___, über Konsultationen des Versicherten in der interdisziplinären 

Schmerzsprechstunde (IV-act. 156; vgl. auch Sprechstundenbericht vom 8. August 

2018 in IV-act. 162-2 f.).

A.o. 

Am 7. September 2020 beendete das Sicherheits- und Justizdepartement das 

Arbeitsverhältnis des Versicherten per 31. Dezember 2020 wegen Schliessung des 

J.___ (act. G1.4).

A.p. 

Mit Entscheid vom 14. Oktober 2020 (UV 2019/26, E. 2.3.3) wies das 

Versicherungsgericht die Suva in einem Rückweisungsentscheid an, ein 

polydisziplinäres Gutachten einzuholen, bevor sie über den Anspruch des Versicherten 

auf eine Invalidenrente sowie auf eine Integritätsentschädigung entscheide (vgl. 

vorstehend Sachverhalt A.i und A.l).

A.q. 

Am 14. April 2021 erstattete die SMAB AG St. Gallen im Auftrag der IV-Stelle (IV-

act. 178; für die RAD-Notizen vom 30. März 2020 und 29. September 2020 vgl. IV-

act. 163 und 176) ein interdisziplinäres (psychiatrisches, orthopädisches, 

neurologisches, internistisches und handchirurgisches) Gutachten (IV-act. 187).

A.r. 

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B.  

Am 20. April 2021 notierte die zuständige Ärztin vom RAD, im handchirurgischen 

Gutachten liege eine divergente Beurteilung vor, sodass eine Rückfrage an die 

Gutachter der SMAB gestellt werden müsse (IV-act. 188). Diese wurde am 21. Mai 

2021 unter Beilage der dazu von Rechtsanwalt Pedergnana verfassten Stellungnahme 

vom 17. Mai 2021 versandt (IV-act. 191 und 190) und am 3. Juni 2021 beantwortet. Die 

Gutachter der SMAB erklärten, es sei in der Tat eine Diskrepanz zwischen der 

Quintessenz und den Ausführungen zu leidensangepassten Tätigkeiten im 

handchirurgischen Gutachten vorhanden. Korrekt müsse es so formuliert werden, dass 

bei optimal leidensangepasster Tätigkeit eine tägliche Präsenz von 8.5 Stunden 

möglich sei. Wegen auch ohne manuelle Belastung links intermittierend auftretender 

Schmerzen bestehe eine Leistungseinschränkung von 15 %. Insgesamt liege für 

leidensangepasste Tätigkeiten eine Arbeitsfähigkeit von 85 % vor (IV-act. 192). Am 21. 

Juni 2021 notierte die zuständige RAD-Ärztin, nachdem die von ihr festgestellte 

Diskrepanz durch die Gutachter der SMAB habe aus dem Weg geräumt werden 

können, könne auf das Gutachten abgestellt werden (IV-act. 193). Rechtsanwalt 

Pedergnana führte dazu am 13. Juli 2021 aus, nun mache die Einschätzung der SMAB 

gar keinen Sinn mehr (IV-act. 195). Der Rechtsdienst der IV-Stelle kam am 19. August 

2021 zum Schluss, dass auf das Gutachten abgestellt werden könne (IV-act. 196).

A.s. 

Mit Vorbescheid vom 21. Januar 2022 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die 

Ablehnung seines Rentenbegehrens in Aussicht (IV-act. 199). Dagegen liess der 

Versicherte am 28. Februar 2022 einwenden, die Sache mit dem redaktionellen 

Versehen von 6 auf 8.5 Stunden hinterlasse einen faden Beigeschmack und erscheine 

doch eher konstruiert. Er habe drei optimal behinderungsangepasste Tätigkeiten 

ausgeübt und sei nie auf ein Rendement von über 60 % gekommen (IV-act. 202). Mit 

Verfügung vom 10. März 2022 verneinte die IV-Stelle bei einem Invaliditätsgrad von 24 

% einen Anspruch auf eine Rente (IV-act. 203).

A.t. 

Am 8. April 2022 liess der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer) durch 

Rechtsanwalt Pedergnana Beschwerde erheben gegen die Verfügung vom 10. März 

2022 und unter Kosten- und Entschädigungsfolgen beantragen, ihm sei bei einem 

B.a. 

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Erwägungen

1.

Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der Rentenanspruch 

des Beschwerdeführers.

Invaliditätsgrad von 46 % eine 40 %-Rente auszurichten. Eventualiter beantragte er die 

Einholung eines gerichtlichen Gutachtens (act. G1).

Mit Beschwerdeantwort vom 4. Juli 2022 beantragte die IV-Stelle (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde (act. G6).

B.b. 

Am 14. September 2022 reichte der Beschwerdeführer die Replik ein (act. G10). 

Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 6. Oktober 2022 auf die Erstattung einer 

Duplik (act. G12).

B.c. 

Am 28. November 2022 ersuchte das Versicherungsgericht die Suva um 

Einreichung des von ihr in Nachachtung des Entscheids des Versicherungsgerichts 

vom 14. Oktober 2020 eingeholten polydisziplinären Gutachtens (act. G16; vgl. 

vorstehend Sachverhalt A.q). Am 2. Dezember 2022 teilte die Suva dem Gericht mit, ihr 

liege bis heute kein Gutachten vor, da der Beschwerdeführer sich nochmals einem 

operativen Eingriff habe unterziehen müssen (act. G17). Die Schreiben vom 28. 

November und 2. Dezember 2022 wurden den Parteien am 7. Dezember 2022 zur 

Kenntnis gebracht (act. G18).

B.d. 

Am 1. Januar 2022 sind mit der Revision zur Weiterentwicklung der IV 

verschiedene Änderungen des Bundesgesetzes über die IV (IVG; SR 831.20) und der 

dazugehörigen Verordnung über die IV (IVV; SR 831.201) in Kraft getreten. Die 

vorliegend angefochtene Verfügung datiert zwar vom 10. März 2022, sie hat jedoch 

einen Rentenanspruch ab 1. Februar 2016 (vgl. unten E. 3.2) zum Gegenstand. Da in 

zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich sind, die bei der 

Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestands 

Geltung haben (BGE 144 V 210 E. 4.3.1), sind entgegen der Ansicht der 

Beschwerdegegnerin (vgl. act. G6, III, Rz. 9) die Bestimmungen in der bis 

31. Dezember 2021 gültigen Fassung anwendbar, da die angefochtene Verfügung 

einen noch unter Geltung des alten Rechts begründbaren Rentenanspruch zum 

1.1. 

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Gegenstand hat (vgl. auch Kreisschreiben über Invalidität und Rente in der IV [KSIR], 

gültig ab 1. Januar 2022, Rz 9101).

Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die 

versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie 

mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % 

besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von 

mindestens 40 % ein Anspruch auf eine Viertelsrente.

1.2. 

Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder 

teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 

Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Die Invalidität kann Folge von 

Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit 

ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 

Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung 

verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in 

Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die 

Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen 

der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit 

liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 

ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkommen, das die 

versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte 

(Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 

könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen; Art. 16 ATSG).

1.3. 

Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige 

Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten 

Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen). Für das 

gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der Grundsatz der freien 

Beweiswürdigung. Danach haben die urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne 

Bindung an förmliche Beweisregeln sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen 

und alle Beweismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen 

1.4. 

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2.  

und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige 

Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts 

eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange 

umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden 

berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der 

Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder 

des Experten begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen). Den im Rahmen 

des Verwaltungsverfahrens formgerecht eingeholten Gutachten von externen 

Spezialärzten und -ärztinnen, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und 

Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 

Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der 

Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien 

gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 227 E. 1.3.4).

In einem ersten Schritt ist zu prüfen, ob der Sachverhalt spruchreif abgeklärt 

wurde. Die Parteien sind sich darin einig, dass der Beschwerdeführer seine 

angestammte Tätigkeit als Maschinenführer seit dem Unfall vom 20. April 2012 nicht 

mehr ausüben kann (IV-act. 203 sowie act. G1, Rz. 9). Dies ist gestützt auf die 

medizinischen Akten nachvollziehbar (vgl. IV-act. 187-17, -52 und -111). Hinsichtlich 

der Arbeitsfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten versteht die Beschwerdegegnerin das 

Gutachten der SMAB vom 14. April 2021 zzgl. Stellungnahme vom 3. Juni 2021 

dahingehend, dass seit Juli 2013 eine 85%ige Arbeitsfähigkeit ausgewiesen sei. Der 

Beschwerdeführer möchte demgegenüber die Gutachter der SMAB bei einer im 

handchirurgischen Teilgutachten und im Gesamtgutachten vom 14. April 2021 

erwähnten 60%igen Arbeitsfähigkeit behaften. Dass das Gutachten unter 

Berücksichtigung der Vorakten und der geklagten Beschwerden sowie gestützt auf 

eine umfassende und sorgfältige Befunderhebung verfasst wurde und für die streitigen 

Belange umfassend ist, wird zu Recht von keiner der Parteien in Frage gestellt (vgl. 

vorstehend E. 1.4). Es gilt im Folgenden deshalb insbesondere zu prüfen, ob das 

Gutachten die Frage der Arbeitsfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten begründet, 

nachvollziehbar und überzeugend beantwortet.

2.1. 

 2.2. 

Dem Gutachten vom 14. April 2021 sind hinsichtlich der umstrittenen Frage der 

Arbeitsfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten die folgenden Angaben zu entnehmen: Laut 

2.2.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 11/19

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psychiatrischem Teilgutachten könne der Beschwerdeführer in einer ideal adaptierten 

Tätigkeit 8.5 Stunden am Tag tätig sein. Nach Beschreibung des Beschwerdeführers 

komme es aber teilweise zu Intrusionen im Zusammenhang mit der posttraumatischen 

Belastungsstörung. Um sich abzulenken und die Symptomatik zu begrenzen, benötige 

er (zusätzlich) kürzere Pausen. Schätzungsweise ergebe sich dadurch in einer optimal 

adaptierten Tätigkeit eine Leistungsminderung von 10 % (IV-act. 187-51). Der 

orthopädische Teilgutachter kam zum Schluss, dass die Arbeitsfähigkeit in angepasster 

Tätigkeit seit dem Unfall rein orthopädisch betrachtet und ohne Berücksichtigung der 

Funktionseinschränkung der linken Hand nicht eingeschränkt gewesen sei (IV-act. 

187-70). Die neurologische Fachärztin schätzte die Arbeitsfähigkeit für eine angepasste 

Tätigkeit mit 85 % ein (IV-act. 187-87). Aus internistischer Sicht bestand zu keiner Zeit 

eine längerfristige Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit (IV-act. 187-99). Der 

handchirurgische Teilgutachter führte als Quintessenz aus seiner medizinischen und 

versicherungsmedizinischen Beurteilung an, in einer der erheblichen motorischen und 

sensiblen Funktionsstörung der linken Hand angepassten Tätigkeit sei aus rein 

handchirurgischer Sicht von einer 100%igen zeitlichen Anwesenheit bei einer durch 

den neurologischen Gutachter mitzubeurteilenden Einschränkung der Leistung durch 

das Schmerzsyndrom auszugehen (IV-act. 187-110). Als maximale Präsenz in einer 

leidensadaptierten Tätigkeit nannte er auf der folgenden Seite seines Teilgutachtens 6 

Stunden. Da ungeachtet der manuellen Belastung links regelmässig Schmerzepisoden 

auftreten würden, welche längere Pausen und Erholungsphasen erforderten, liege eine 

geschätzte Einschränkung der Leistung von 15 % vor. Die Arbeitsfähigkeit in einer 

solchen Tätigkeit bezogen auf ein 100%-Pensum betrage 60 % (IV-act. 187-111). Auf 

die Frage nach dem Verlauf der Arbeitsfähigkeit seit Beginn der langandauernden 

Arbeitsunfähigkeit erklärte er, aus rein handchirurgischer Sicht sei für den besagten 

Zeitraum für Verweistätigkeiten eine Arbeitsfähigkeit von 60 % einzuschätzen (IV-act. 

187-112). Zum Bericht der I.___ vom 26. April 2016 hielt er fest, aus rein 

handchirurgischer Sicht wäre eine medizinische Arbeitsfähigkeit von 60 % in 

Verweistätigkeiten möglich gewesen (IV-act. 187-113). Der interdisziplinären 

Konsensbeurteilung ist zu entnehmen, dass die Arbeitsfähigkeit gesamthaft in 

leidensangepassten Tätigkeiten 60 % (6 Stunden täglich; Leistungsminderung 15 %) 

betrage (IV-act. 187-17). Den zeitlichen Verlauf der Entwicklung der Arbeitsfähigkeit in 

leidensangepassten Tätigkeiten schilderten die Gutachter folgendermassen: Ab Juli 

2013 betrug die Arbeitsfähigkeit zunächst 60 %, dann verschlechterte sich die 

Arbeitsfähigkeit schrittweise auf 50 % bis Ende 2013, dabei blieb es bis Ende 2014. 

Danach verbesserte sich die Arbeitsfähigkeit schrittweise auf 60 % bis ca. Ende 

Februar 2015. Seit März 2015 betrage die Arbeitsfähigkeit 60 %. In adaptierter Tätigkeit 

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sei das Pensum nur aus handchirurgischer Sicht vermindert. Es bestehe eine 

Leistungsminderung aus psychiatrischer, handchirurgischer und neurologischer Sicht 

(IV-act. 187-18).

Aus dem SMAB-Gutachten geht nach dem Gesagten unzweifelhaft hervor, dass 

dem Beschwerdeführer eine ideal seinem Handleiden angepasste Tätigkeit mit 

vollzeitlichem Pensum zumutbar ist und sich die aus psychiatrischer, handchirurgischer 

und neurologischer Sicht festgestellten Leistungsminderungen von 10 resp. 15 % nicht 

addieren. Woher die Angabe der 60%igen resp. 6stündigen Arbeitsfähigkeit, welche 

sich an diversen Stellen des Gutachtens wiederholt, und die damit in Zusammenhang 

stehende Angabe, dass das Pensum aus handchirurgischer Sicht vermindert sei, 

stammt, kann nicht nachvollzogen werden. Angesichts des Umstandes, dass dem 

handchirurgischen Teilgutachten und dem Gesamtgutachten keinerlei Begründung für 

eine zeitliche Einschränkung in einer ideal adaptierten Tätigkeit zu entnehmen ist, ist 

davon auszugehen, dass es sich tatsächlich um das von den SMAB-Gutachtern implizit 

geltend gemachte redaktionelle Versehen handelt (60 % statt 100 % resp. 6 Stunden 

statt 8.5 Stunden), welches an diversen Stellen des Gutachtens übernommen worden 

ist. Spätestens mit der Klarstellung vom 3. Juni 2021, welche von sämtlichen 

beteiligten SMAB-Gutachtern unterzeichnet worden ist, kann kein Zweifel mehr daran 

bestehen, dass von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit mit 15%iger 

Leistungseinschränkung und folglich von einer 85%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen 

ist (IV-act. 192). Dieses Versehen ist zwar ärgerlich, führt jedoch nicht dazu, dass nicht 

auf das Gutachten abzustellen wäre, zumal dieses die praxisgemäss daran zu 

stellenden Anforderungen insgesamt erfüllt und zusammen mit der Ergänzung vom 3. 

Juni 2021 auch die Frage nach der Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit 

nachvollziehbar beantwortet. Dass es dem Beschwerdeführer anlässlich der 

beruflichen Abklärung in der E.___ (vgl. IV-act. 75-5), im Einsatzprogramm im Projekt 

H.___ (vgl. IV-act. 92-1 f.) und bei seiner Tätigkeit im J.___ (vgl. IV-act. 146-2) nicht 

gelungen ist, ein 85%iges Arbeitspensum zu erreichen, steht dem nicht entgegen. Es 

ist bereits dem Bericht des Projekts H.___ vom 31. Oktober 2014 zu entnehmen, dass 

die Arbeitsgeschwindigkeit aufgrund der notwendigen Umschulung von der linken auf 

die rechte Hand stark eingeschränkt gewesen sei. Das ungewohnte Arbeiten mit der 

rechten Hand habe mehr Zeit gebraucht, sei aber in den letzten Monaten bereits 

besser geworden (IV-act. 92-1 f.). Es ist also davon auszugehen, dass diesbezüglich 

über die Jahre durch Gewöhnung eine weitere Verbesserung eingetreten ist. Im 

Übrigen kommt den medizinischen Abklärungen gegenüber denjenigen der Fachleute 

der Berufsberatung/beruflichen Eingliederung ein grösseres Gewicht zu (Urteil des 

2.2.2. 

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3.  

Bundesgerichts vom 16. Oktober 2012, 9C_737/2011, E. 3.3). Dass den Ergebnissen 

leistungsorientierter beruflicher Abklärungen vorliegend jegliche Aussagekraft für die 

Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit abgesprochen worden wäre (vgl. vorstehend 

zitiertes Urteil des Bundesgerichts), kann jedenfalls nicht gesagt werden. Vielmehr 

haben die Gutachter der SMAB die vorstehend erwähnten drei Berichte berücksichtigt 

(vgl. IV-act. 187-27 f. und -31 f.) und hinsichtlich der Tätigkeit für das J.___ 

nachvollziehbar festgehalten, dass es sich dabei nicht um eine optimal adaptierte 

Tätigkeit gehandelt habe (IV-act. 187-19). Insoweit der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers auf den Entscheid des Versicherungsgerichts vom 13. Dezember 

2021, IV 2020/140, hinweist, ist festzuhalten, dass es in jenem Fall an der umfassenden 

und nachvollziehbaren medizinischen Beurteilung fehlte, welche vorliegend vorhanden 

ist (vgl. soeben). Vor diesem Hintergrund besteht auch keine Veranlassung, das von der 

Suva einzuholende, jedoch noch nicht vorliegende (vgl. act. G17) polydisziplinäre 

Gutachten abzuwarten.

Ausgehend von der gutachterlichen Arbeitsfähigkeitsschätzung (vgl. vorstehend 

E. 2.2.2) bleiben die erwerblichen Auswirkungen der Leistungsbeeinträchtigung zu 

prüfen. Dabei ist der Invaliditätsgrad anhand eines Einkommensvergleichs zu 

bestimmen (vgl. E. 1.3). Für den Einkommensvergleich sind grundsätzlich die 

Verhältnisse im Zeitpunkt des Beginns des Rentenanspruchs entscheidend (vgl. BGE 

129 V 222). Vorab gilt es folglich, den Beginn des hypothetischen Rentenanspruchs 

festzulegen.

3.1. 

Das Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG hat der Beschwerdeführer im 

April 2013 bestanden (vgl. vorstehend E. 2.1). Als Datum der Geltendmachung des 

Leistungsanspruchs muss vorliegend der Freitag 30. November 2012 gelten, mangels 

Entscheidrelevanz erübrigen sich jedoch Weiterungen hierzu. Denn die IV-Stelle hat 

nach dem Grundsatz "Eingliederung vor Rente" zuerst abzuklären, ob die 

Erwerbsfähigkeit der versicherten Person (oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich 

zu betätigen) voraussichtlich durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder 

hergestellt, erhalten oder verbessert werden kann (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG). Nur 

wenn sie zum Schluss gelangt, dass keine entsprechenden Massnahmen (mehr) in 

Frage kommen, kann ein Rentenanspruch bejaht werden; andernfalls sind vorab 

geeignete Eingliederungsmassnahmen anzuordnen. Nach der gesetzlichen Konzeption 

kann deshalb eine Rente vor der Durchführung von Eingliederungsmassnahmen 

(allenfalls auch rückwirkend) nur zugesprochen werden, wenn die versicherte Person 

wegen ihres Gesundheitszustandes nicht oder noch nicht eingliederungsfähig war. 

3.2. 

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Dass der Rentenanspruch grundsätzlich erst nach Beendigung der 

Eingliederungsmassnahmen entstehen kann, gilt dabei selbst im Fall, dass diese nur 

einen Teilerfolg brachten oder scheiterten. Anders verhält es sich nach 

Abklärungsmassnahmen, die zeigen sollen, ob der Versicherte überhaupt 

eingliederungsfähig ist, und die dann ergeben, dass dies nicht zutrifft; diesfalls kann 

eine Rente rückwirkend zugesprochen werden (Urteil des Bundesgerichts vom 31. 

Januar 2022, 9C_380/2021, E. 5.1 mit Hinweisen). Der Rentenanspruch entsteht nicht, 

solange die versicherte Person ein Taggeld nach Artikel 22 beanspruchen kann (Art. 29 

Abs. 2 IVG). Vor diesem Hintergrund kann eine Rente erst nach Abschluss der 

Eingliederungsmassnahmen zugesprochen werden. Die Eingliederungsmassnahmen 

dauerten im vorliegenden Fall bis zur Aufnahme des Arbeitsversuchs im J.___ am 4. 

August 2015 (vgl. vorstehend Sachverhalt A.g). Für die Zeit des Arbeitsversuchs bezog 

der Beschwerdeführer sodann ein grosses Taggeld (vgl. IV-act. 104 i.V.m. 102). 

Folglich ist ein Rentenanspruch ab 1. Februar 2016 zu prüfen, weshalb für den 

Einkommensvergleich das Jahr 2016 - und nicht wie von der Beschwerdegegnerin 

postuliert das Jahr 2021 (vgl. Einkommensvergleich in IV-act. 197) - massgebend ist.

Für das Valideneinkommen ist entscheidend, was die versicherte Person aufgrund 

ihrer beruflichen und persönlichen Umstände nach dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit im massgebenden Zeitpunkt des allfälligen 

Rentenbeginns verdient hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG; 

BGE 135 V 59 E. 3.1 und 139 V 30 E. 3.3.2, je mit Hinweisen). Im Verwaltungsverfahren 

war das von der Beschwerdegegnerin veranschlagte Valideneinkommen von 

Fr. 77'820.--, das am vom Beschwerdeführer als Gesunder erzielten Verdienst anknüpft 

(IV-act. 196 oben i.V.m. IV-act. 14; zum Auszug aus dem individuellen Konto siehe IV-

act. 11), zwischen den Parteien unbestritten. Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens 

stellte sich die Beschwerdegegnerin neu auf den Standpunkt, dass der 

Beschwerdeführer aufgrund seiner Berufsbiographie als Hilfsarbeiter zu gelten habe 

und das Valideneinkommen gestützt auf die Lohnstrukturerhebung (LSE) des 

Bundesamtes für Statistik zu bestimmen sei (act. G6, III. Rz. 11). Der Beschwerdeführer 

war jedoch bereits ab dem 1. Januar 2005 für die B.___ AG tätig, zuerst als Mitarbeiter 

Färberei, ab 1. März 2008 als Maschinenführer Appretur (IV-act. 14-1, 64-1 und 64-2). 

Es ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass er sich in der 

über vierjährigen Tätigkeit bis zum Unfall als Maschinenführer die Fähigkeiten eines 

Berufsmannes aneignen konnte, besass er doch laut Arbeitszeugnis sehr fundiertes 

Fachwissen (IV-act. 50-1). Für solche Fähigkeiten spricht im Übrigen auch, dass der 

von ihm erzielte Lohn von Fr. 73'450.-- (vgl. IV-act. 14-2) sogar über dem statistischen 

Lohn gemäss des Wirtschaftssektors Produktion im Kompetenzniveau 2 für Männer 

3.3. 

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lag. Der erwähnte statistische Lohn betrug gemäss Tabelle TA1_tirage_skill_level, 2012, 

für Männer monatlich Fr. 5'865.-- bei 40 Arbeitsstunden, was angepasst an die in der 

Branche betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit im Jahr 2012 von 41.4 Stunden 

(www.bfs.admin.ch > Statistiken finden > Kataloge und Datenbanken > Tabellen > 

Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, T 03.02.03.01.04.01, Sektor II) 

einem Jahreslohn von Fr. 72'843.30 entspricht. Da darüber hinaus keine Anhaltspunkte 

dafür bestehen, dass der Beschwerdeführer im Gesundheitsfall seine Tätigkeit als 

Maschinenführer bei der B.___ AG aufgegeben hätte, ist nicht ersichtlich, wieso nicht 

sein effektiv zum Unfallzeitpunkt im Jahr 2012 erzieltes Einkommen von Fr. 73'450.-- 

(vgl. IV-act. 14-2 f.) massgebend sein soll. Unter Berücksichtigung der 

Nominallohnentwicklung für Männer im Sektor Produktion führt dies zu einem 

Valideneinkommen von Fr. 75’265.75 (www.bfs.admin.ch > Statistiken finden > 

Kataloge und Datenbanken > Tabellen > T1.93, Schweizerischer Lohnindex nach 

Sektor; 2012: 125.4; 2016: 128.5).

Auch das Invalideneinkommen, das die Beschwerdegegnerin anhand des 

Durchschnittslohns für Hilfsarbeiter gemäss der LSE bei Fr. 59'054.-- festgelegt hat, 

wird vom Beschwerdeführer - grundsätzlich zu Recht - nicht beanstandet. Es ist jedoch 

auf das Jahr 2016 und dazu auf die LSE 2016 abzustellen (vgl. hierzu Urteil des 

Bundesgerichts vom 18. Juni 2020, 8C_132/2020, E. 4.1 und 4.2.1), womit von einem 

Invalideneinkommen von Fr. 66'803.-- bei 100%iger Arbeitsfähigkeit auszugehen ist 

(siehe hierzu Anhang 2: Lohnentwicklung, IVG-Gesetzesausgabe der Informationsstelle 

AHV/IV, Ausgabe 2022). Unter Berücksichtigung der 85%igen Arbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers ist das Invalideneinkommen bei Fr. 56’782.55 festzulegen. Der 

Vollständigkeit halber ist darauf hinzuweisen, dass angesichts der aus psychiatrischer 

Sicht festgestellten Unzumutbarkeit, Tätigkeiten auszuüben, welche Erinnerungen an 

den Unfall vom 20. April 2012 triggern könnten (Tätigkeiten an laufenden Maschinen 

etc.; IV-act. 187-50), die Einschränkung des in Betracht zu ziehenden Arbeitsmarktes 

auf den Dienstleistungssektor denkbar wäre. Dies würde zu einem tieferen 

Invalideneinkommen von Fr. 52'816.60 bei 85%iger Arbeitsfähigkeit führen 

([Fr. 4'967.-- : 40 x 41.7 x 12] : 100 x 85 gemäss TA1_tirage_skill_level, 2016, Sektor 3 

Dienstleistungen, Männer, Kompetenzniveau 1, sowie Betriebsübliche Arbeitszeit nach 

Wirtschaftsabteilungen, T 03.02.03.01.04.01, Sektor III). Der Umstand, dass das 

Bundesgericht praxisgemäss als für funktionell Einarmige realistische 

Betätigungsmöglichkeiten insbesondere Überwachungs-, Prüf- und Kontrolltätigkeiten 

sowie die Bedienung und Überwachung von Maschinen oder Produktionseinheiten 

nennt (vgl. exemplarisch Urteil vom 30. März 2017, 8C_31/2017, E. 6.2 mit Hinweisen) 

und dem Beschwerdeführer jedoch keine Tätigkeiten an laufenden Maschinen und 

3.4. 

https://www.koordination.ch/fileadmin/files/urteile/8c20/8c_132_2020.pdf
https://www.koordination.ch/fileadmin/files/urteile/8c20/8c_132_2020.pdf

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wohl generell in Räumlichkeiten mit maschineller Produktion (vgl. IV-act. 23-7, Eintrag 

vom 11. Dezember 2012, 74-3 unten und 92-2 oben) mehr zumutbar sind, würde für 

die Anwendung dieses Invalideneinkommens sprechen. Da sich das Bundesgericht in 

dieser Hinsicht jedoch zurückhaltend zeigt (vgl. Urteil vom 29. März 2012, 8C_94/2012, 

E. 3.2) und die Anwendung dieses Invalideneinkommens - wie sich nachfolgend ergibt 

(vgl. E. 3.5 und 3.6) - ohnehin zu keiner entscheidrelevanten Veränderung führen 

würde, kann letztlich offen bleiben, ob die Einschränkung auf den Dienstleistungssektor 

vorliegend angezeigt wäre.

 3.5. 

Mit einem Abzug vom Tabellenlohn soll der Tatsache Rechnung getragen 

werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der 

Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und 

Beschäftigungsgrad, Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können und je nach 

Ausprägung die versicherte Person deswegen die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf 

einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichen 

Erfolg verwerten kann. Der Abzug ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach 

pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25 % nicht übersteigen 

(BGE 146 V 16 E. 4.1 mit Hinweisen). Mit Bezug auf einen solchen Abzug ist zu 

beachten, dass das medizinische Anforderungs- und Belastungsprofil eine zum zeitlich 

zumutbaren Arbeitspensum hinzutretende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit darstellt, 

wodurch in erster Linie das Spektrum der erwerblichen Tätigkeiten (weiter) eingegrenzt 

wird, die unter Berücksichtigung der Fähigkeiten, Ausbildung und Berufserfahrung der 

versicherten Person realistischerweise noch in Frage kommen. Davon zu unterscheiden 

ist die Frage, ob mit Bezug auf eine konkret in Betracht fallende Tätigkeit bei 

ausgeglichener Arbeitsmarktlage verglichen mit einem gesunden Mitbewerber nur bei 

Inkaufnahme einer Lohneinbusse reale Chancen für eine Anstellung bestehen. Lediglich 

wenn - auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt - unter Berücksichtigung solcher 

Einschränkungen, die personen- oder arbeitsplatzbezogen sein können, kein genügend 

breites Spektrum an zumutbaren Verweisungstätigkeiten mehr besteht, rechtfertigt sich 

allenfalls ein (zusätzlicher) Abzug vom Tabellenlohn (Urteil vom 15. Juli 2020, 

8C_151/2020, E. 5.1 und 6.2 mit Hinweisen).

3.5.1. 

Das Belastungsprofil des Beschwerdeführers wurde von den SMAB-Gutachtern 

folgendermassen definiert: Geeignet sei in psychiatrischer Hinsicht eine überwiegend 

sachbetonte (kein oder allenfalls geringfügiger Kundenkontakt), kognitiv einfache, gut 

strukturierte Tätigkeit ohne besonderen Zeitdruck und ohne erhöhte Anforderungen an 

3.5.2. 

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die emotionale Belastbarkeit. Unzumutbar seien Tätigkeiten, die Erinnerungen an den 

Unfall vom 20. April 2012 triggern könnten (Tätigkeiten an laufenden Maschinen etc.). 

Es bestehe aufgrund der neuropathischen Schmerzen an der linken Hand für jedwede 

Tätigkeit ein erhöhter Pausenbedarf. Bei einer an die Funktionsstörung der linken Hand 

optimal angepassten Tätigkeit dürften keine Anforderungen an Heben, Tragen und 

Hantieren mit bereits leichten Tätigkeiten gestellt werden. Ein Besteigen von Leitern sei 

nicht möglich; die Feinmotorik und Feinkoordination sei bis auf einen kraftgeminderten 

Pinzettengriff aufgehoben. Die linke Hand sei lediglich als Stütz- und Beihand zu 

verwerten. Aus orthopädischer Sicht zumutbar seien leichte bis mittelschwere, 

wechselbelastende Tätigkeiten mit vermehrten Ruhepausen. Eine übermässige 

Beanspruchung der Hals- und Lendenwirbelsäule sowie der linken Schulter sollte 

vermieden werden. Aufgrund der degenerativen Veränderungen an der Hals- und 

Lendenwirbelsäule und des Schulterengpass-Syndroms links sei die 

Belastungsfähigkeit herabgesetzt. Vermieden werden sollten Tätigkeiten mit 

Arbeitszwangshaltungen mit vermehrter Belastung der Hals- und Lendenwirbelsäule 

(z.B.: repetitive Rotationsbewegungen des Kopfes (> 40°) bei fixiertem Oberkörper oder 

fixierter Blickrichtung in deutlicher Abweichung zur Körperachse; repetitive 

Rotationsbewegungen > 30° des Oberkörpers bei fixiertem Stand der Beine oder 

vorgebeugte Arbeitszwangshaltungen ohne die Möglichkeit sich abzustützen), 

Arbeiten, welche mit Bücken unter Tischkantenniveau verbunden seien, 

höhenexponierte Tätigkeiten und Überkopfarbeiten. Stehend/gehende Tätigkeiten 

sollten auf 60 Minuten am Stück reduziert sein mit anschliessender Möglichkeit zum 

Wechsel in eine sitzende Arbeitsposition. Arbeiten, die eine mehr als nur gelegentliche 

Tätigkeit mit dem linken Arm über Brusthöhe erforderten, seien ebenfalls zu vermeiden 

(IV-act. 187-15 f.).

Vorliegend kann der Beschwerdeführer also unter anderem Tätigkeiten, welche 

seine dominante linke Hand belasten, auch dann nicht mehr ausüben, wenn es sich um 

leichte Arbeit handelt. Die Feinmotorik und Feinkoordination seiner linken Hand sind bis 

auf einen kraftgeminderten Pinzettengriff aufgehoben. Die linke Hand ist lediglich als 

Stütz- und Beihand zu verwerten (IV-act. 187-15 f.). Der Beschwerdeführer ist seit dem 

Unfall also auch für leichte Arbeiten erheblich eingeschränkt. Unter den geschilderten 

Gegebenheiten erscheint insbesondere unter Berücksichtigung der Rechtsprechung 

des Bundesgerichts in Fällen von erheblich eingeschränkter Nutzbarkeit der 

dominanten Hand (vgl. dazu z.B. Urteile des Bundesgerichts vom 7. August 2018, 

8C_58/2018, E. 5 [20%iger Abzug], vom 5. Juli 2013, 8C_350/2013, E. 3.3 [15%iger 

Abzug], vom 21. November 2012, 8C_527/2012, E. 4.2.2.3 [20%iger Abzug], vom 

3.5.3. 

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4.  

Entscheid

17. September 2008, 9C_418/2008, E. 3.3.2 [20%iger Abzug] und vom 30. August 

2005, U 122/05, E. 3.2.2 [10%iger Abzug], je mit Hinweisen) und mit Blick auf die 

zusätzlichen Anforderungen an einen Arbeitsplatz aus psychiatrischer Sicht (vgl. 

vorstehend E. 3.5.2) ein Tabellenlohnabzug von 20 % gerechtfertigt.

Beim vorstehend errechneten Invalideneinkommen ergibt sich unter 

Berücksichtigung eines Leidensabzugs von 20 % ein Invaliditätsgrad von 40 % 

(Fr. 75'265.75 - Fr. 45'426.05 [Fr. 56'782.55 x 0.8] / Fr. 75'265.75) und damit ein 

Anspruch auf eine Viertelsrente ab 1. Februar 2016. Wenn als Basis für das 

Invalideneinkommen auf den Durchschnittslohn im Dienstleistungssektor abgestellt 

würde (vgl. E. 3.4), ergäbe sich ein Invaliditätsgrad von 44 % (Fr. 75'265.75 - 

Fr. 42’253.30 [Fr. 52'816.60 x 0.8] / Fr. 75'265.75).

3.6. 

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde in dem Sinne gutzuheissen, als die 

Verfügung vom 10. März 2022 aufzuheben und dem Beschwerdeführer mit Wirkung ab 

1. Februar 2016 eine Viertelsrente zuzusprechen ist. Zur Festsetzung und Ausrichtung 

der Rentenleistungen ist die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

4.1. 

Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- 

erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem 

Ausgang des Verfahrens entsprechend ist sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. 

Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist dem Beschwerdeführer 

zurückzuerstatten.

4.2. 

bis

Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In 

der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach 

Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'500.-- bis 

Fr. 15'000.--. Bei wie vorliegend durchschnittlich aufwändigen Fällen erscheint eine 

pauschale Parteientschädigung von Fr. 4'000.-- (inklusive Barauslagen und 

Mehrwertsteuer) als angemessen.

4.3. 

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im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als dem Beschwerdeführer ab 

1. Februar 2016 eine Viertelsrente zugesprochen wird. Die Sache wird zur Festsetzung 

und Ausrichtung der geschuldeten Leistungen an die Beschwerdegegnerin 

zurückgewiesen.

2.

Die Beschwerdegegnerin hat die Gerichtsgebühr in der Höhe von Fr. 600.-- zu 

bezahlen. Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird dem Beschwerdeführer 

zurückerstattet.

3.

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung in der 

Höhe von Fr. 4'000.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 28.12.2022
	Art. 28 IVG, Art. 16 ATSG i.V.m. Art. 28a Abs. 1 IVG; Rentenanspruch. Beweiskraft Administrativgutachten bejaht. Bestimmung des Valideneinkommens. Abzug vom Tabellenlohn insbesondere aufgrund gravierender Einschränkungen bei der Belastbarkeit der dominanten Hand; Zusprache einer Viertelsrente; Gutheissung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 28. Dezember 2022, IV 2022/60).

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