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**Case Identifier:** 767aa068-83d6-5936-8d0a-272bfbc51ea3
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-05-28
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 28.05.2015 B 2014/165
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2014-165_2015-05-28.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2014/165

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 28.05.2015

Entscheiddatum: 28.05.2015

Entscheid Verwaltungsgericht, 28.05.2015
Berufsbildungsrecht, Art. 20 Abs. 2 BBG und Art. 25 Abs. 2 BiVo in 
Verbindung mit Art. 7 Abs. 1 EG-BB, Art. 4 Abs. 1 BiVo, Art. 3 
IVH. Zuständigkeit des Amtes für Berufsbildung zur Erteilung der 
Bildungsbewilligung (E. 3). Das Langzeitpraktikum im konzentrierten Modell 
ist als Vollzeitpraktikum ausgestaltet und darf weder unterbrochen noch 
gekürzt werden (E. 4.1.1). Die Frage, ob der strittige Ausbildungsgang die 
Anforderungen von Art. 3 lit. c IVH erfüllt, kann mangels entsprechender 
Entscheidgrundlagen und Einschätzungen von Fachstellen nicht beurteilt 
werden (E. 4.2.2.), (Verwaltungsgericht, B 2014/165). Entscheid vom 28. Mai 
2015

Besetzung

Präsident Eugster; Verwaltungsrichter Linder, Heer, Rufener, Bietenharder; 

Gerichtsschreiber Bischofberger

Verfahrensbeteiligte

Q. AG,

Beschwerdeführerin,

gegen

Bildungsdepartement des Kantons St. Gallen, Davidstrasse 31, 9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

Gegenstand

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Gesuch um Bewilligung des Ausbildungsgangs "kaufmännische Grundbildung für 

Hochbegabte" als spezifisch-strukturiertes Angebot für Hochbegabte

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A. 

Die Q. AG ersuchte am 1. Oktober 2012 (act. 11/1 und 35) beim Bildungsdepartement 

um Bewilligung ihres Ausbildungsgangs "kaufmännische Grundbildung für 

Hochbegabte" und um Aufnahme dieses Ausbildungsgangs in die Liste des von der 

Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) publizierten 

Anhangs zur Interkantonalen Vereinbarung für Schulen mit spezifisch-strukturierten 

Angeboten für Hochbegabte (www.edk.ch). Nach Ziff. 3.5.1 und 3.9 des 

Ausbildungskonzeptes der Q. AG vom September 2012 (nachfolgend: Konzept) sollen 

Hochbegabte aus dem Bereich Sport nach einer Ausbildungsdauer von grundsätzlich 

drei Jahren das eidgenössische Fähigkeitszeugnis Kauffrau/Kaufmann (EFZ) erlangen 

(act. 11/1 und 2). Die Ausbildung soll vier Semester Berufsschule umfassen. Dabei 

werden die Hochbegabten in Regelklassen unterrichtet. Zugunsten der Förderung ihrer 

Begabung kann von bestimmten Wochenlektionen dispensiert werden. Zur 

Aufarbeitung des verpassten Schulstoffes und zur Unterstützung der Arbeits- und 

Lerntechnik sind wöchentlich individuell angepasste obligatorische Arbeitsstunden 

vorgesehen (Ziff. 3.6.3 des Konzepts). Zwischen der Schule und der talentfördernden 

Organisation (Sportclub), welcher die talentspezifische Ausbildung (mindestens zehn 

Stunden Training pro Woche inklusive regelmässiger Leistungsüberprüfung) obliegt, 

soll ein regelmässiger Informationsaustausch stattfinden (Ziff. 3.6.1, 3.6.5 und 3.8 des 

Konzepts). Während zwölf Monaten sollen die Hochbegabten die betriebliche 

Ausbildung in einem Praktikumsbetrieb absolvieren, welcher über eine kantonale 

Bildungsbewilligung verfügt und die hochbegabten Lernenden im Erreichen der 

beruflichen und talentspezifischen Ausbildungsziele etwa durch angepasste 

Arbeitszeiten unterstützt. Ergänzt werden soll das Berufspraktikum durch 

überbetriebliche Kurse durch den Verein Interessengemeinschaft kaufmännische 

Grundbildung (IGKG) St. Gallen – Appenzell – Fürstentum Liechtenstein (Ziff. 3.7.1 des 

Konzepts). Im Weiteren umfasst die betriebliche Ausbildung die integrierten Praxisteile 

und den problemorientierten Unterricht. Gemäss Ziff. 3.7.2 des Konzepts sollen die 

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integrierten Praxisteile an der Schule im zweiten und dritten Semester in einer 

sogenannten Praxisfirma unterrichtet werden. Auch der problemorientierte Unterricht 

soll Bestandteil des Schulunterrichts sein. Im Übrigen soll der Ausbildungsgang nach 

den Konzeptergänzungen vom 17. Oktober 2013 und 15. Mai 2014 im Einzelfall aus 

Rücksicht auf die individuellen Gegebenheiten der Hochbegabten von drei auf vier 

Jahre verlängert werden können (act. 11/2 und 12 S. 3 sowie 11/5 S. 2). Mit Verfügung 

vom 12. August 2014 wies das Bildungsdepartement das Gesuch der Q. AG ab (act. 2).

B.          

Gegen diese Verfügung erhob die Q. AG (Beschwerdeführerin) am 26. August 2014 

Beschwerde beim Verwaltungsgericht (act. 1). Am 23. Oktober 2014 ergänzte sie die 

Beschwerde mit einer Begründung und beantragte sinngemäss, die Verfügung des 

Bildungsdepartements sei aufzuheben, der Ausbildungsgang "kaufmännische 

Grundbildung für Hochbegabte" zu bewilligen und in den Anhang zur Interkantonalen 

Vereinbarung für Schulen mit spezifisch-strukturierten Angeboten für Hochbegabte 

aufzunehmen (act. 5). Mit Vernehmlassung vom 27. November 2014 schloss das 

Bildungsdepartement (Vorinstanz) auf kostenpflichtige Abweisung der Beschwerde 

(act. 10). Mit Replik vom 15. Dezember 2014 bestätigte die Beschwerdeführerin ihre 

Anträge und Ausführungen (act. 13). Am 22. Dezember 2014 liess sich die Vorinstanz 

abschliessend vernehmen (act. 15).

Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge und die 

Akten wird, soweit wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1. 

Das Verwaltungsgericht ist zum Entscheid in der Sache zuständig (Art. 61 Abs. 1 lit. a 

des Bundesgesetzes über die Berufsbildung, Berufsbildungsgesetz, SR 412.10, BBG, 

in Verbindung mit Art. 59  Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, 

sGS 951.1, VRP). Die Beschwerdeerklärung und die Beschwerdeergänzung wurden 

innert Frist eingereicht; sie entsprechen in formaler und inhaltlicher Hinsicht den 

gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 

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und 2 VRP). Als Adressatin der angefochtenen Verfügung ist die Beschwerdeführerin 

ohne weiteres zur Ergreifung des Rechtsmittels berechtigt (Art. 64 in Verbindung mit 

Art. 45 Abs. 1 VRP). Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2.           

Die Beschwerdeführerin macht zunächst geltend, vorliegend seien die allgemeinen 

Voraussetzungen ihrer Anerkennung als private Ausbildungsanbieterin nicht mehr zu 

überprüfen.

Privatrechtliche Trägerschaften von Bildungsgängen der im Sinne von Art. 6 lit. b der 

Verordnung über die Berufsbildung (Berufsbildungsverordnung, SR 412.101, BBV) 

schulisch organisierten Grundbildung, d.h. sogenannte andere zu diesem Zweck 

anerkannte Institutionen für die Bildung in beruflicher Praxis, müssen nach Art. 16 

Abs. 2 lit. a BBG in Verbindung mit Art. 20 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zur 

Bundesgesetzgebung über die Berufsbildung (sGS 231.1, EG-BB) und Art. 31 Abs. 1 

der st.gallischen Berufsbildungsverordnung (sGS 231.11, SG BBV) vom Amt für 

Berufsbildung des Kantons St. Gallen anerkannt sein.

Bei der Beschwerdeführerin handelt es sich fraglos um eine anerkannte Institution im 

Sinne von Art. 16 Abs. 2 lit. a BBG. Vom Amt für Berufsbildung des Kantons St. Gallen 

ist sie als private Fachschule für die schulisch organisierte kaufmännische 

Grundbildung anerkannt (vgl. die Liste der privaten Fachschulen mit Anerkennung des 

Amtes für Berufsbildung vom August 2012, www.sg.ch). Wie die Beschwerdeführerin 

daher zu Recht vorbringt, bildet ihre bestehende Anerkennung als private Anbieterin 

der schulisch organisierten Grundbildung vorliegend nicht Streitgegenstand. Strittig ist 

einzig, ob der Ausbildungsgang "kaufmännische Grundbildung für Hochbegabte" 

gestützt auf die Vorgaben der Berufsbildungsgesetzgebung als spezifisch-

strukturiertes Angebot für Hochbegabte im Sinne der Interkantonalen Vereinbarung für 

Schulen mit spezifisch strukturierten Angeboten für Hochbegabte (sGS 211.83, IVH) 

bewilligt werden kann.

3.           

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Unabhängig von ihrer Trägerschaft bedürfen sämtliche Anbieter der Bildung in 

beruflicher Praxis einer Bildungsbewilligung des Kantons (Art. 20 Abs. 2 BBG in 

Verbindung mit Art. 7 Abs. 1 EG-BB, vgl. ARV 2004 S. 73, 76). Diesbezüglich wird in 

Art. 25 Abs. 2 der Verordnung des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und 

Innovation SBFI über die berufliche Grundbildung Kauffrau/Kaufmann mit 

eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ) (SR 412.101.221.73, BiVo, act. 11/13) in 

Bezug auf Bildungsgänge der schulisch organisierten kaufmännischen Grundbildung 

missverständlicherweise der Begriff "Anerkennung" verwendet. Zweifellos ist damit 

eine Bildungsbewilligung gemeint (vgl. hierzu auch das Ablaufschema der 

Schweizerischen Berufsbildungsämter-Konferenz, SBBK, act. 11/23 S. 5). Solche 

Bildungsgänge umfassen die Bildung in beruflicher Praxis in Form von Praktika, 

überbetrieblichen Kursen, integrierten Praxisteilen und problemorientiertem Unterricht 

(vgl. Art. 27 Abs. 2 BiVo). Zuständig für die Erteilung und den Widerruf der 

Bildungsbewilligung ist das Amt für Berufsbildung des Kantons St. Gallen (Art. 8 Abs. 1 

lit. c SG BBV). Gemäss dem unter Erwägung 1a der angefochtenen Verfügung (act. 2 

S. 7) zitierten Beschluss Nr. 636 der Regierung des Kantons St. Gallen vom 

28. September 2004 (von Amtes wegen beigezogen) wurde die Vorinstanz ermächtigt, 

der Geschäftsstelle der IVH die "Anerkennung" weiterer in den Anhang zur IVH 

aufgenommener "Schulen" der Sekundarstufe II "bekanntzugeben". Diese 

Ermächtigung umfasst lediglich die Meldung von nach Art. 20 Abs. 2 BBG in 

Verbindung mit Art. 25 Abs. 2 BiVo und Art. 7 Abs. 1 EG-BB bewilligten 

Ausbildungsgängen von anerkannten privaten Fachschulen der schulisch organisierten 

kaufmännischen Grundbildung. Die Zuständigkeit des Amtes für Berufsbildung zur 

Erteilung der Bildungsbewilligung wurde dadurch nicht geändert. Das Amt für 

Berufsbildung bleibt insbesondere auch dafür zuständig, im Rahmen der Erteilung der 

Bildungsbewilligung zu prüfen, ob solche Ausbildungsgänge die Anforderungen der 

IVH erfüllen.

In den Akten liegt keine Bildungsbewilligung des zuständigen Amtes für Berufsbildung, 

sondern einzig die angefochtene Verfügung der dafür unzuständigen Vorinstanz. In 

einem nächsten Schritt sind die sich daraus ergebenden prozessualen Konsequenzen 

zu klären. Zwar kann die funktionelle oder sachliche Unzuständigkeit einer Behörde 

einen Nichtigkeitsgrund darstellen. Vorausgesetzt ist aber, dass der Mangel besonders 

schwer und offensichtlich oder zumindest leicht erkennbar ist und die Rechtssicherheit 

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durch die Annahme der Nichtigkeit nicht ernsthaft gefährdet wird (BGE 136 II 489 E. 

3.3). Im konkreten Fall war die fehlende Kompetenz der Vorinstanz nicht offensichtlich. 

Bezeichnenderweise hat sich die Vorinstanz ohne Zögern als kompetent erachtet. 

Ausserdem hat sich die Beschwerdeführerin vorbehaltlos auf das Verfahren 

eingelassen. Die fehlende Zuständigkeit der Vorinstanz führt deshalb nicht zur 

Nichtigkeit der angefochtenen Verfügung. Die angefochtene Verfügung unterliegt damit 

der Anfechtbarkeit. Ein Entscheid darüber, ob der strittige Ausbildungsgang die 

Vorgaben der Berufsbildungsgesetzgebung und der IVH einhält, ist mangels 

Bildungsbewilligung nicht möglich. Dies führt zur Aufhebung der angefochtenen 

Verfügung und zur Rückweisung der Sache an das Amt für Berufsbildung zum Erlass 

einer neuen Verfügung. Vorgängig zu deren Erlass hat das Amt gemäss Art. 16 BBV in 

Zusammenarbeit mit den zuständigen Organisationen der Arbeitswelt abzuklären, ob 

der Bezug zur Arbeitswelt gewährleistet ist. Alsdann kann diese Verfügung mit Rekurs 

bei der Vorinstanz angefochten werden. Falls die Bildungsbewilligung erteilt werden 

kann und in formelle Rechtskraft erwächst, hat die Vorinstanz der Geschäftsstelle der 

IVH die "Anerkennung" zu melden. Dieses Verfahrensergebnis entspricht einer 

teilweisen Gutheissung der Beschwerde.

4.           

Im Anhang zur IVH wird festgehalten, welche Ausbildungsgänge unter diese 

Vereinbarung fallen (Art. 2 lit. a IVH). Laut Art. 3 IVH erfüllen Ausbildungsgänge, die der 

IVH unterliegen, folgende Bedingungen:

-   sie fördern gezielt eine Hochbegabung (lit. a);

-   sie gewährleisten eine schulische oder berufliche Ausbildung, die zu einem 

anerkannten Abschluss führt (lit. b);

-   sie bieten konkrete Unterstützung der Schülerinnen und Schüler, damit diese die 

Förderung der Hochbegabung und die Ausbildung verbinden sowie alle ihre 

Fähigkeiten harmonisch entwickeln können (lit. c).

Nach Art. 4 IVH meldet der Standortkanton der Geschäftsstelle einen 

Ausbildungsgang, wenn dieser die Anforderungen gemäss Art. 3 IVH erfüllt. Die 

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Geschäftsstelle nimmt die gemeldeten Ausbildungsgänge in den Anhang auf. Nicht 

umstritten ist im vorliegenden Fall, dass der strittige Ausbildungsgang die 

Hochbegabung der Sportler durch die laut Ziff. 3.6.1 und 3.8 des Konzepts (act. 1 und 

2) vorgesehenen mindestens zehn Stunden Training pro Woche inklusive regelmässiger 

Leistungsüberprüfung im Sinne von Art. 3 lit. a IVH gezielt fördert. Im Rahmen der 

Prüfung der Bildungsbewilligung durch das Amt für Berufsbildung wird einzig zu 

entscheiden sein, ob der Ausbildungsgang auch die Anforderungen von Art. 3 lit. b und 

c IVH einhält.

4.1.       

Eine berufliche Ausbildung, die zu einem anerkannten Abschluss führt, ist im konkreten 

Fall dann im Sinne von Art. 3 lit. b IVH gewährleistet, wenn der jeweilige 

Ausbildungsgang nach Art. 20 Abs. 2 BBG in Verbindung mit Art. 25 Abs. 2 BiVo und 

Art. 7 Abs. 1 EG-BB bewilligt resp. anerkannt werden kann. Die kantonale Behörde 

verweigert die Bildungsbewilligung unter anderem, wenn die Bildung in beruflicher 

Praxis ungenügend ist (Art. 11 Abs. 1 BBV).

Konkret kann mangels Vorliegen einer Bildungsbewilligung des Amtes für 

Berufsbildung nicht beurteilt werden, ob das Kriterium von Art. 3 lit. b IVH erfüllt ist (vgl. 

Erwägung 3 hiervor). Dies würde ebenfalls zur Aufhebung der angefochtenen 

Verfügung und zur Rückweisung der Sache an das Amt für Berufsbildung führen. Aus 

verfahrensökonomischen Gründen ist im Folgenden summarisch auf die Argumente der 

Beschwerdeführerin einzugehen, welche für die Erteilung der Bildungsbewilligung für 

den vorliegend strittigen Ausbildungsgang sprechen. Dieses Vorgehen rechtfertigt sich 

umso mehr, als die Vorinstanz erklärt, sich im Rahmen ihrer unzuständigerweise 

erfolgten Beurteilung auf die Praxis des Amtes für Berufsbildung zu stützen. So 

anerkennt die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung vom 27. November 2014 (act. 10) 

ausdrücklich, dass der strittige Ausbildungsgang die Kriterien "schulische Ausbildung 

gemäss BiVo", "Qualifikation der Lehrpersonen", "Zulassung der Praktikumsbetriebe" 

sowie "Organisation des Qualifikationsverfahrens" der Richtlinie des – für die Erteilung 

der Bildungsbewilligung zuständigen – Amtes für Berufsbildung zur Aufsicht von 

privaten Fachschulen vom 13. Mai 2008 (act. 11/37) erfüllt. Einzig wegen der zu kurzen 

Praktikumszeit sei die Bildungsbewilligung zu verweigern.

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Die Beschwerdeführerin ist der Ansicht, die wegen der Verlängerung der Praktikumszeit 

von der Vorinstanz festgesetzte Ausbildungsdauer von vier Jahren widerspreche 

zwingenden Vorschriften der übergeordneten eidgenössischen 

Berufsbildungsgesetzgebung. Sie würde sich indessen nicht gegen eine Verlängerung 

der Ausbildungsdauer in begründeten Einzelfällen wehren. Während die wöchentliche 

Höchstarbeitszeit von Arbeitsverhältnissen in der Arbeitsgesetzgebung geregelt sei, 

gebe es nirgends gesetzliche Vorgaben, wie lange die wöchentliche Arbeitszeit 

während des Betriebspraktikums mindestens zu dauern habe, auch wenn die 

betriebliche Arbeitszeit in vielen Unternehmen 40 Stunden pro Woche betrage. Einzig 

Ziff. 2.1 des übergangsbildungsplans Kauffrau / Kaufmann EFZ für privatrechtliche 

Handelsschulen der schulisch organisierten Grundbildung für die Zeit vom 

1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2014 vom 26. September 2011 (nachfolgend: 

übergangsbildungsplan, act. 11/15) enthalte einen Hinweis, indem von einem 

Vollzeitpraktikum die Rede sei. Es bleibe den Arbeitgebern überlassen, die 

wöchentliche Arbeitszeit aufgrund der Erfordernisse der Branche und des Betriebs für 

ihre Mitarbeitenden, mithin auch für Praktikantinnen und Praktikanten, festzulegen. 

Dies würden auch die tatsächlich abgeschlossenen Praktikumsverträge von Lernenden 

der schulisch organisierten Grundbildung sowie die Tatsache zeigen, dass das Amt für 

Berufsbildung des Kantons St. Gallen selbst Praktikumsverträge mit einer 

Wochenarbeitszeit von 38 Stunden akzeptiere. Insofern verkürze sich das 

Vollzeitpraktikum wegen des Trainingsaufwands von mindestens 10 Stunden pro 

Woche nicht notwendigerweise um 20 %. Zusammen mit dem einjährigen Praktikum 

betrage die praktische Ausbildung im übrigen wie bei der betrieblich auch bei der 

schulisch organisierten Grundbildung weit mehr als zwölf Monate. Die 

überbetrieblichen Kurse, der problemorientierte Unterricht und die integrierten 

Praxisteile würden aber nicht mit dem Langzeitpraktikum verrechnet. Weiter lasse die 

Vorinstanz die durchaus gängige Praxis flexibler Arbeitszeitmodelle ausser Acht. Im 

Rahmen solcher Regelungen liessen sich allfällige wegen Trainings verpasste 

Ausbildungsinhalte ohne weiteres kompensieren. Viele Trainings in zahlreichen 

Sportarten seien zudem als Abendtrainings und in Wochenendveranstaltungen 

organisiert, welche die Arbeitszeit nicht tangieren würden. überdies dürfe nicht 

unbeachtet bleiben, dass die Belastung durch das Training je nach Sportart 

unterschiedlich sei. Auch würden die Sportclubs Hand bieten für individuelle Lösungen.

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4.1.1.

Laut Art. 16 Abs. 1 BBG besteht die berufliche Grundbildung aus Bildung in beruflicher 

Praxis, allgemeiner und berufskundlicher schulischer Bildung sowie der Ergänzung der 

Bildung in beruflicher Praxis und schulischer Bildung, wo die zu erlernende 

Berufstätigkeit dies erfordert. Die Anteile der Bildung gemäss Absatz 1, ihre 

organisatorische Ausgestaltung und die zeitliche Aufteilung werden nach den 

Ansprüchen der Berufstätigkeit in der entsprechenden Bildungsverordnung bestimmt 

(Abs. 3). Gemäss Art. 17 Abs. 1 BBG dauert die berufliche Grundbildung zwei bis vier 

Jahre. Die drei- bis vierjährige Grundbildung schliesst mit einer Lehrabschlussprüfung 

ab und führt zum eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (Abs. 3). Für besonders befähigte 

oder vorgebildete Personen sowie für Personen mit Lernschwierigkeiten oder 

Behinderungen kann die Dauer der beruflichen Grundbildung angemessen verlängert 

oder verkürzt werden (Art. 18 Abs. 1 BBG). Nach Art. 4 Abs. 1 BiVo dauert die 

berufliche Grundbildung drei Jahre. Kombiniert mit dem Berufsmaturitätsunterricht 

kann sie vier Jahre dauern (Art. 26 BiVo). Die schulisch organisierte Grundbildung 

erfolgt nach dem konzentrierten oder integrierten Modell (Art. 28 Abs. 1 BiVo). Das 

vorliegend strittige Konzept, welches ein Langzeitpraktikum vorsieht, basiert auf dem 

konzentrierten Modell (vgl. Art. 28 Abs. 2 lit. a BiVO). Das Langzeitpraktikum im 

konzentrierten Modell dauert zwölf Monate. Findet während des einjährigen 

Langzeitpraktikums schulischer Unterricht statt, ist das Praktikum entsprechend zu 

verlängern (Art. 29 Abs. 1 lit. a  Ziff. 1 BiVo). Mit dem Inkrafttreten der BiVo liegt der 

Bildungsplan vor, der von der zuständigen Organisation der Arbeitswelt 

"Schweizerische Konferenz der kaufmännischen Ausbildungs- und Prüfungsbranchen 

(SKKAB)" erarbeitet und vom SBFI genehmigt worden ist (Art. 12 Abs. 1 BiVo). Der 

Bildungsplan ist das berufspädagogische Konzept der beruflichen Grundbildung. Er ist 

Teil der Bildungsverordnung (vgl. die Rubrik "Lexikon der Berufsbildung" unter 

www.berufsbildung.ch) und damit für sämtliche (anerkannten) Schulen verbindlich (vgl. 

zum Verordnungscharakter des Bildungs- resp. Lehrplans BGer 2C_272/2012 vom 9. 

Juli 2012 E. 4.4.4). Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin müssen die 

Vorgaben des Bildungsplans somit, insbesondere im Interesse einer genügenden 

Bildung in beruflicher Praxis im Rahmen der schulisch organisierten Grundbildung, 

zwingend eingehalten werden. Nach dem übergangsbildungsplan dauert das 

ergänzende betriebliche Langzeitpraktikum (Vollzeit) mit überbetrieblichen Kursen 12 

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Monate. Es handelt sich um ein Vollzeitpraktikum, das nicht zugunsten des 

Schulunterrichts gekürzt werden darf. Findet während der Praktikumszeit zu Lasten der 

betrieblichen Arbeitszeit Schulunterricht statt, muss das Praktikum verlängert werden 

(S. 6 und 21). Nach dem Bildungsplan Kauffrau / Kaufmann EFZ für die schulisch 

organisierte Grundbildung vom 21. November 2014 (nachstehend: Bildungsplan) darf 

das Vollzeitpraktikum von zwölf Monaten inklusive Ferien nicht unterbrochen oder 

durch kompensatorische Elemente gekürzt werden (S. 7). Unabhängig von der Frage, 

welcher Bildungsplan vorliegend zur Anwendung gelangen würde, ergibt sich demnach 

aus Art. 29 Abs. 1 lit. a Ziff. 1 BiVo sowie aus dem übergangsbildungsplan/

Bildungsplan, dass das Langzeitpraktikum als Vollzeitpraktikum von mindestens zwölf 

Monaten (inklusive Ferien) auszugestalten ist und nicht unterbrochen oder gekürzt 

werden darf. Die diesbezüglichen Erwägungen der Vorinstanz im angefochtenen 

Entscheid sind insoweit zutreffend.

4.1.2.

Hingegen stösst der Einwand der Beschwerdeführerin ins Leere, die wegen der 

geforderten Verlängerung des Praktikums von der Vorinstanz festgesetzte längere 

Ausbildungsdauer von vier Jahren widerspreche übergeordnetem Bundesrecht, 

insbesondere Art. 4 Abs. 1 BiVo und Art. 26 BiVo e contrario. Aus dem Wortlaut von 

Art. 4 Abs. 1 BiVo, welcher eine Ausbildungsdauer von drei Jahren vorsieht, lässt sich 

nicht auf eine abstrakte, d.h. ohne Berücksichtigung allfälliger Wiederholungen gemäss 

Art. 33 BBV und Art. 23 BiVo, zwingend vorgeschriebene Höchstausbildungsdauer 

schliessen (vgl. demgegenüber etwa Art. 39 Abs. 2 BiVo). überdies sieht Art. 17 Abs. 1 

und 3 in Verbindung mit 18 Abs. 1 BBG ein Abweichen von der Dauer der beruflichen 

Grundbildung unter Berücksichtigung individueller Bedürfnisse ausdrücklich vor. Die 

Ausbildung soll auch gemäss Konzept im Einzelfall von drei auf vier Jahre verlängert 

werden. Damit räumt die Beschwerdeführerin selbst ein, dass von der 

Ausbildungsdauer gemäss Art. 4 Abs. 1 BiVo abgewichen werden kann. Weiter gesteht 

die Beschwerdeführerin ein, dass die Praktikumsdauer durch die Trainings verkürzt 

wird, wenngleich nicht "notwendigerweise" um 20 %. Eine solche Verkürzung muss 

nach dem unter Erwägung 4.1.1 Gesagten zwingend kompensiert werden. Daran 

ändert auch die in den Konzeptergänzungen vom 17. Oktober 2013 und 15. Mai 2014 

vorgesehene Möglichkeit nichts, die Ausbildungsdauer im Einzelfall von drei auf vier 

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Jahre zu verlängern. Finden während der Praktikumszeit pro Woche mindestens zehn 

Stunden Training statt, muss das Praktikum in jedem Fall entsprechend verlängert 

werden. Eine solche Verlängerung der Praktikumsdauer stellt auch keinen von der 

Beschwerdeführerin insinuierten Verstoss gegen die arbeitsrechtlich statuierte 

Vertragsfreiheit dar. Unabhängig von der Frage, wie viele Stunden die betriebliche 

Arbeitszeit während des Praktikums beträgt, muss die durch die Trainings versäumte 

Praktikumszeit kompensiert werden. Im Übrigen geht selbst die Beschwerdeführerin 

mit Verweis auf die Praxis des Amtes für Berufsbildung davon aus, dass während der 

Praktika nicht mit einer Arbeitszeit von weniger als 38 Stunden pro Woche zu rechnen 

ist. Auch im Falle einer 38-Stunden-Woche fällt die wegen der mindestens zehn 

Stunden Training pro Woche versäumte Praktikumszeit ins Gewicht. Weiter dürfen die 

überbetrieblichen Kurse, der problemorientierte Unterricht und die integrierten 

Praxisteile nicht als Kompensation für die Trainings während der betrieblichen 

Arbeitszeit an die Dauer des Langzeitpraktikums angerechnet werden, was die 

Beschwerdeführerin anerkennt. Darüber hinaus erscheint es als unwahrscheinlich, dass 

der Arbeitsausfall für die mindestens zehn Trainingsstunden pro Woche – auch bei 

einer minimalen Arbeitszeit von 38 Stunden pro Woche – allein mittels flexibler 

Arbeitszeitmodelle kompensiert werden kann. Dies muss umso mehr gelten, als in den 

von der Beschwerdeführerin deklarierten mindestens zehn Trainingsstunden pro 

Woche die Reisezeit zwischen Trainings- und Praktikumsort nicht mit berücksichtigt ist. 

Im Weiteren ist die Behauptung der Beschwerdeführerin nicht weiter belegt, dass viele 

Trainings am Abend oder am Wochenende durchgeführt würden. Demgegenüber 

blieben die Ausführungen der Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung vom 27. November 

2014 (act. 10 S. 3) unbestritten, wonach die Trainings der Rapperswil-Jona Lakers – 

dem Sportclub, welcher zusammen mit der Beschwerdeführerin gemäss deren 

jüngsten Angaben die meisten Hochbegabten ausbildet (vgl. Ziff. 2.3.2 des Konzepts 

sowie das Schreiben der X. AG vom April 2014, act. 11/7) – tagsüber stattfinden 

würden. Ebenfalls ist unwahrscheinlich, dass die Trainings in der Regel an den 

Wochenenden durchgeführt werden, an welchen oftmals Wettkämpfe stattfinden (vgl. 

etwa die Spieltermine der Nachwuchsmannschaften unter www.lakers-nachwuchs.ch 

oder www.fcrj.ch). Des Weiteren verfängt das Argument der Beschwerdeführerin nicht, 

die Belastung durch das Training sei je nach Sportart unterschiedlich. Ungeachtet des 

mit der jeweiligen Sportart verbundenen (saisonalen) Trainingsaufwands muss die 

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vorgeschriebene Praktikumsdauer eingehalten werden. Auch hat die 

Beschwerdeführerin im Konzept mindestens zehn Stunden Training pro Woche 

deklariert. Sodann kann die Beschwerdeführerin aus dem Vergleich der schulisch mit 

der betrieblich organisierten Grundbildung, bei welcher über die ganze Dauer der 

beruflichen Grundbildung im Durchschnitt an drei oder vier Tagen pro Woche die 

Bildung in beruflicher Praxis im Lehrbetrieb erfolgt (Art. 10 Abs. 1 BiVo), nichts zu ihren 

Gunsten ableiten. Die Bildung in beruflicher Praxis erfolgt nur im Rahmen der schulisch 

organisierten Grundbildung im konzentrierten Modell mittels zwölfmonatiger Praktika in 

separaten Praktikumsbetrieben (vgl. Art. 16 Abs. 1 lit. a BBG in Verbindung mit Art. 15 

BBV und Art. 27 Abs. 2 lit. a BiVo). Insgesamt würde demnach mit dem strittigen 

Ausbildungsgang, selbst unter Berücksichtigung der im Konzept vorgesehenen 

Verlängerung im Einzelfall, die Einhaltung der bundesrechtlich vorgeschriebenen 

Mindestpraktikumsdauer nicht sichergestellt. Dies führt indessen nicht dazu, dass die 

Bildungsbewilligung gemäss Art. 11 Abs. 1 BBV von vorneherein verweigert werden 

muss. Vielmehr wird das Amt für Berufsbildung zu prüfen haben, ob dieser Mangel 

mittels Auflagen "geheilt" werden kann (vgl. Art. 7 Abs. 2 EG-BB). Diese Möglichkeit 

hat die – dafür unzuständige – Vorinstanz in ihrer Verfügung ausser Acht gelassen. 

Beispielsweise könnte die Bildungsbewilligung mit der Auflage versehen wird, dass die 

Trainings nur ausserhalb der betrieblichen Arbeitszeiten stattfinden dürfen, damit der 

strittige Ausbildungsgang dem zwingenden Erfordernis des zwölfmonatigen 

Vollzeitpraktikums zu genügen vermag. Schliesslich bieten die beteiligten Sportclubs 

nach Angaben der Beschwerdeführerin Hand für individuelle Lösungen.

4.2.       

Ebenfalls aus Gründen der Verfahrensökonomie ist im Hinblick auf die durch das Amt 

für Berufsbildung zu erlassende Verfügung summarisch zu prüfen, ob der strittige 

Ausbildungsgang gemäss Art. 3 lit. c IVH konkrete Unterstützung der Schülerinnen und 

Schüler bieten würde, damit diese die Förderung der Hochbegabung und die 

Ausbildung verbinden sowie alle ihre Fähigkeiten harmonisch entwickeln könnten.  

4.2.1.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/18

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Die Vorinstanz führt unter Erwägung 3d ff. der angefochtenen Verfügung (act. 2 S. 10 

ff.) aus, das straffe, zwölf Monate dauernde Vollzeitpraktikum gemäss Konzept 

widerspreche Art. 3 lit. c IVH. Anhand des Konzepts könne keine spezifisch-

strukturierte Ausbildung vermittelt werden. Im Kanton St. Gallen würden die Richtlinien 

für die Vergabe von Swiss Olympic – Qualitätslabel an Bildungsinstitutionen mit einem 

spezifischen Fördermodell des Vereins Swiss Olympic, Bern, vom 1. August 2010 

(nachfolgend: Richtlinien, act. 11/20) bzw. die Möglichkeit das Label "Swiss Olympic 

Partner School" zu führen, eine wesentliche Überprüfungshilfe für die Einhaltung der 

Vorgaben der IVH darstellen. Die im vorliegenden Fall vorgenommene Rücksprache mit 

dem Verein Swiss Olympic habe ergeben, dass das vorgesehene einjährige 

Vollzeitpraktikum die Belastungsgrenze markant überschreite. Der Verein Swiss 

Olympic empfehle eine mindestens vierjährige Ausbildung (Erwägung 3g, S. 13). Mit 

Blick auf die zusätzlichen Wettkämpfe an den Wochenenden, welche jeweils mit Reisen 

verbunden seien, könne eine harmonische Entwicklung nur gewährleistet werden, 

wenn die Sportlerinnen und Sportler genügend Freiräume zur Verfügung hätten, um 

sich von den sportlichen Aktivitäten zu erholen und sich auf die physisch und 

psychisch anspruchsvollen zukünftigen Belastungen vorzubereiten. Der vom Verein 

Swiss Olympic definierte Richtwert von 25 Wochenlektionen würde die Vor- und 

Nachbearbeitung des Lernstoffs bereits beinhalten. Hinsichtlich der zeitlichen 

Belastung werde bezüglich des Praktikums im Vergleich zum schulischen 

Ausbildungsteil nicht mit unterschiedlichen Massstäben gerechnet. Vielmehr 

überschreite ein Wochenpensum von 40 Stunden während des Praktikums die 

Belastbarkeit der Sportlerinnen und Sportler bei Weitem. Die grosse Mehrheit der vom 

Verein Swiss Olympic anerkannten Talentschulen würde die von den Lernenden zu 

absolvierenden Wochenstunden massiv tiefer beziffern (Erwägung 3g, S. 13). Weil 

bereits eine "normale" Berufslehre drei Jahre dauere, sei materiell kaum sichergestellt, 

dass den sportlich talentierten Schülerinnen und Schülern die notwendigen 

Ausbildungsinhalte im Rahmen der Ausbildung in der Regelklasse tatsächlich vermittelt 

werden könnten. Aus sportwissenschaftlicher Sicht sei überdies zu bemerken, dass der 

menschliche Körper in der Lage sei, über lange Zeit Symptome einer psycho-

physischen Überbelastung zu unterdrücken bzw. auch während eines solchen 

Zustandes Spitzenleistungen zu erbringen. Im Fall einer Überbelastung könne die 

Sportlerin oder der Sportler deshalb erst zu einem späteren Zeitpunkt bzw. in den 

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vorliegend vorstellbaren Fällen erst nach der Ausbildung zusammenbrechen. Das 

Konzept lasse ausser Acht, dass die Sportlerin oder der Sportler zum Zeitpunkt der 

individuellen Ausbildungsverlängerung bereits in irgendeiner Form am "Anschlag" sein 

werde (Erwägung 3h, S. 14). Aus den Erfahrungen der anerkannten United School of 

Sports zeige sich, dass die Sportlerinnen und Sportler auch im Rahmen der vierjährigen 

Ausbildung an die Grenze des Machbaren gelangen bzw. die vierjährige 

Ausbildungsdauer ein Minimalerfordernis darstellen müsse, um den Kriterien der IVH 

gerecht zu werden (Erwägung 4, S. 15). Ferner sei die Belastung durch die praktische 

Ausbildung bei der schulisch organisierten Grundbildung im Unterschied zur betrieblich 

organisierten nicht über die gesamte Lehrdauer verteilt (Erwägung 3f, act. 2 S. 12).

Die Beschwerdeführerin bringt dagegen vor, an ihrer Schule würden Leistungssportler 

verschiedener Sportarten seit Jahren ihre schulisch organisierte Grundbildung in der 

gesetzlich vorgesehenen dreijährigen Ausbildungsdauer erfolgreich absolvieren, ohne 

ihre Belastungsgrenzen zu überschreiten und ohne physisch oder psychisch Schaden 

zu nehmen und ohne ihr sportliches Fortkommen zu vernachlässigen. Auch die 

Qualifikationsverfahren im Sommer 2014 seien positiv ausgefallen. Alle vier 

Leistungssportler hätten den EFZ-Abschluss erreicht. Die Vorinstanz ignoriere diese 

positiven Erfahrungen. Als kleine Privatschule unterstütze sie alle ihre Lernenden durch 

verschiedenste Massnahmen und Hilfeleistungen individuell (z.B. durch geleitete 

Arbeitsstunden, Nachhilfen, Coachings und Ausbildungsverlängerungen) und fördere 

damit deren Ausbildungserfolg. Dementsprechend habe sie ihr Konzept dahingehend 

modifiziert, als zwar von einer grundsätzlich dreijährigen Ausbildung ausgegangen 

werde. Aufgrund individueller Aspekte im Einzelfall könne die Ausbildung aber um ein 

Jahr verlängert werden. Während der ersten zwei Schulsemester würden sowohl in der 

Schule als auch im Sportclub Standortbestimmungen stattfinden. Die Leistungen und 

die Persönlichkeitsentwicklung der jungen Sportler würden laufend beobachtet und es 

fände ein regelmässiger Austausch zwischen Sportclub und Schule statt. All diese 

Massnahmen liessen bereits ab der ersten Schulwoche erkennen, ob allenfalls das 

Mass der Belastung und der Leistungsfähigkeit überschritten sei und entsprechende 

Massnahmen ergriffen werden müssten. Die zeitliche Ausbildungsbelastung der 

Hochbegabten sei während der schulischen Ausbildung durchaus mit jener während 

der Praktikumsphase vergleichbar. Die United School of Sports sei erst seit dem Jahr 

2011 als Talentschule anerkannt und verfüge im Gegensatz zu ihr nicht über langjährige 

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Erfahrung. Des Weiteren stütze sich die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid auf die 

Richtlinien. Die Richtlinien würden durchaus Hinweise für die Gestaltung von 

Ausbildungsangeboten geben. Gesetzeskraft und damit verbindlicher Charakter 

komme ihnen indes nicht zu. Dies mache auch die Praxis deutlich. Das Hochalpine 

Institut Ftan, die Kantonsschule Trogen und der Lehrgang der Handelsmittelschule Biel 

würden die Richtlinien nicht einhalten. Die meisten Schulen, welche von den Kantonen 

anerkannt worden seien, seien nicht "Swiss Olympic Partner Schools". Sie würden 

aber vom Verein Swiss Olympic trotzdem als Talentschulen für Sportler empfohlen. 

Offenbar gehöre das Einholen des Labels nicht zum Standard für Talentschulen. Der 

Verein Swiss Olympic vergebe sein Label "Partner School" erst nach der Bewilligung 

des entsprechenden Ausbildungsangebots. Insofern sei die Forderung der Vorinstanz 

nicht erfüllbar, das Label bereits bei Festhalten am Gesuch vorzulegen. Die oberste 

Prämisse des Vereins Swiss Olympic sei die Flexibilität. Der Verein Swiss Olympic 

anerkenne, dass die schulisch organisierte Grundbildung um einiges weniger komplex 

sei als die betrieblich organisierte, wo mehrere Partner zusammenarbeiten müssten. 

Dies gelte insbesondere für die schulisch orientierte kaufmännische Grundbildung, bei 

der die anerkannten privaten Schulen eine direkte Hauptverantwortung für den 

betrieblichen Ausbildungsteil übernehmen würden. Der Vorteil der schulisch 

organisierten Grundbildung gegenüber einem betrieblich organisierten Lehrgang sei, 

dass sich die Lernenden zunächst auf die schulischen Inhalte und dann – ohne 

zusätzliche schulische Belastungen – auf die betrieblichen Ausbildungsbereiche 

konzentrieren könnten. Wenn in der Verfügung behauptet werde, die Belastung sei bei 

der betrieblich organisierten Grundbildung über die gesamte Lehrdauer verteilt und die 

Frage einer Überbelastung stelle sich nicht, sei dies schlichtweg falsch. Im Weiteren 

mute es eigenartig an, dass der Regelklassenunterricht von der Vorinstanz als Grund 

für die Ablehnung des Gesuchs aufgeführt werde. An der Kantonsschule am 

Burggraben würden Sporttalente in die Regelklassen integriert.

4.2.2.

Zunächst widerspricht das Argument der Vorinstanz, der Unterricht in Regelklassen sei 

der harmonischen Entwicklung im Sinne von Art. 3 lit. c IVH abträglich, einerseits 

Ziff. 5.1 der Richtlinien und andererseits dem Konzept "Hochbegabtenförderung im 

Kanton St. Gallen", welches der Erziehungsrat am 23. November 2011 erlassen hat und 

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welches den Unterricht von Hochbegabten in erster Linie in Regelklassen vorsieht 

(vgl. S. 14). Wie die Beschwerdeführerin darüber hinaus zutreffend vorbringt, werden 

die sportlich hochbegabten Schüler auch an der Kantonsschule am Burggraben – ohne 

Verlängerung der Ausbildungszeit – in Regelklassen unterrichtet (vgl. www.ksbg.ch). 

Weiter kommt den Richtlinien hinsichtlich der Einhaltung von Art. 3 lit. c IVH 

offensichtlich keine rechtsverbindliche Wirkung zu, was die Beschwerdeführerin zu 

Recht festhält. Sie dürfen von der Vorinstanz lediglich als Entscheidungshilfe 

herangezogen werden. Von vorneherein unzulässig erweist sich folglich die Forderung 

der Vorinstanz, der strittige Ausbildungsgang müsse vorgängig zur Aufnahme in den 

Anhang der IVH mit dem Label "Swiss Olympic Partner School" ausgezeichnet werden, 

um die Anforderungen von Art. 3 lit. c IVH zu erfüllen. Diese Forderung findet keine 

Grundlage in der IVH. Im Übrigen konnte die Beschwerdeführerin dieser Forderung im 

vorliegenden Fall gar nicht nachkommen, da der Verein Swiss Olympic 

Ausbildungsgänge privater Schulen nur auszeichnet, wenn sie bewilligt sind (vgl. Ziff. 2 

Richtlinien). Sodann kann ohne weiteres davon ausgegangen werden, dass sich der 

strittige Ausbildungsgang aufgrund der individuellen Betreuung der Lernenden, 

inklusive der Möglichkeit, die Ausbildung im Einzelfall um ein Jahr zu verlängern, 

gemäss Ziff. 5.2 der Richtlinien durch eine ausserordentlich hohe Flexibilität 

auszeichnet. Zudem umfasst er einen angemessenen Nachführ- und Stützunterricht 

gemäss Ziff. 5.3 der Richtlinien in Form der individuell angepassten obligatorischen 

Arbeitsstunden (vgl. Ziff. 3.6.3 des Konzepts). Eine vierjährige Ausbildung schreiben die 

Richtlinien überdies nicht vor. Unter Ziff. 5.2 der Richtlinien wird einzig ausgeführt, dass 

mit einer reduzierten Stundentafel – Richtwert: max. 25 Unterrichtslektionen pro Woche 

– der hohen sportlichen Belastung der Athleten Rechnung zu tragen ist. Der Richtwert 

von maximal 25 Unterrichtslektionen pro Woche wird durch die im Praktikum zu 

absolvierenden 38 bis 42 Stunden pro Woche überschritten, selbst wenn der Richtwert 

von 25 Unterrichtslektionen die Vor- und Nachbearbeitung des Lernstoffs nicht mit 

umfasst. Insofern findet sich darin ein Anhaltspunkt für die von der Vorinstanz geltend 

gemachte Überbelastung der Hochbegabten. Hingegen liegt die von der Vorinstanz 

zitierte Empfehlung für eine vierjährige Ausbildung des Vereins Swiss Olympic nicht in 

den Akten. überdies sprechen die dargestellten Erfahrungen der Beschwerdeführerin 

im Rahmen der dreijährigen Ausbildung gegen die von der Vorinstanz befürchtete 

Überbelastung. Auch kann grundsätzlich davon ausgegangen werden, dass sich die 

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hochbegabten Sportler im Vergleich zu Lernenden, welche keinen Sport betreiben, in 

der Regel innert kürzerer Zeit von der physischen und psychischen Belastung durch 

das Praktikum erholen und auf zukünftige Belastungen in ihrer beruflichen und 

sportlichen Laufbahn vorbereiten können. Die Erfahrungen der Beschwerdeführerin 

sind jedoch im Hinblick auf den beruflichen und sportlichen Erfolg der hochbegabten 

Absolventen ihres dreijährigen Ausbildungsgangs nicht mittels entsprechender Daten 

belegt. Die Beschwerdeführerin gibt in ihrer Replik vom 15. Dezember 2014 (act. 13, S. 

3) lediglich an, im Sommer 2014 hätten alle vier Leistungssportler den EFZ-Abschluss 

erfolgreich bestanden, ohne dass ihre Laufbahn als Spitzensportler in irgendeiner 

Weise negativ beeinträchtigt worden wäre. Auch ein Vergleich mit der United School of 

Sports oder weiteren ausserkantonalen Schulen, der "normalen" Berufslehre resp. 

zwischen der betrieblich und der schulisch organisierten Grundbildung führt 

hinsichtlich der konkreten Belastung der Hochbegabten durch den strittigen 

Ausbildungsgang zu keinem zusätzlichen Erkenntnisgewinn, da entsprechende 

Ausbildungskonzepte bzw. Statistiken nicht in den Akten liegen. Die Klärung der Frage, 

ob der strittige Ausbildungsgang die Anforderungen von Art. 3 lit. c IVH erfüllt, setzt 

indessen solche Entscheidgrundlagen sowie entsprechende Einschätzungen von 

Fachstellen voraus. Auch aus diesem Grund müsste die angefochtene Verfügung somit 

aufgehoben und die Sache an das Amt für Berufsbildung zur Sachverhaltsergänzung 

und zum Erlass einer neuen Verfügung zurückgewiesen werden. Das Amt für 

Berufsbildung ist gehalten, vor Erlass der Verfügung von der Beschwerdeführerin 

genaue Daten über den beruflichen und sportlichen Erfolg der hochbegabten 

Absolventen ihres dreijährigen Ausbildungsgangs einzuverlangen. Auch hat es vom 

Verein Swiss Olympic und vom Amt für Sport einen Bericht betreffend die zu 

erwartende Belastung der hochbegabten Sportler im Rahmen des vorliegend strittigen 

Ausbildungsgangs einzuholen.

5.            (…).

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht zu Recht:

1. 

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Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Die angefochtene Verfügung wird 

aufgehoben und die Sache im Sinne der Erwägungen zur korrekten 

Verfahrensabwicklung und zum Erlass einer neuen Verfügung an das Amt für 

Berufsbildung zurückgewiesen.

2. 

Die amtlichen Kosten von Fr. 2000.-- werden je zur Hälfte der Beschwerdeführerin und 

dem Staat auferlegt. Der von der Beschwerdeführerin zu tragende Kostenanteil von 

Fr. 1000.-- wird mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 2000.-- 

verrechnet. Der Restbetrag von Fr. 1000.-- wird ihr zurückerstattet. Auf die Erhebung 

des Kostenanteils des Staates wird verzichtet.

3.           

Ausseramtliche Entschädigungen werden nicht zugesprochen.

Der Präsident                    Der Gerichtsschreiber

Eugster                              Bischofberger

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	Entscheid Verwaltungsgericht, 28.05.2015
	Berufsbildungsrecht, Art. 20 Abs. 2 BBG und Art. 25 Abs. 2 BiVo in Verbindung mit Art. 7 Abs. 1 EG-BB, Art. 4 Abs. 1 BiVo, Art. 3 IVH. Zuständigkeit des Amtes für Berufsbildung zur Erteilung der Bildungsbewilligung (E. 3). Das Langzeitpraktikum im konzentrierten Modell ist als Vollzeitpraktikum ausgestaltet und darf weder unterbrochen noch gekürzt werden (E. 4.1.1). Die Frage, ob der strittige Ausbildungsgang die Anforderungen von Art. 3 lit. c IVH erfüllt, kann mangels entsprechender Entscheidgrundlagen und Einschätzungen von Fachstellen nicht beurteilt werden (E. 4.2.2.), (Verwaltungsgericht, B 2014/165). Entscheid vom 28. Mai 2015

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