# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ed7b4109-f043-545d-aa9e-d27ffcc8e62d
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-05-17
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 17.05.2021 D-5414/2020
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5414-2020_2021-05-17.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-5414/2020 

law/rep 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 7 .  M a i  2 0 2 1  

Besetzung 
 Richter Walter Lang (Vorsitz), 

Richterin Mia Fuchs, Richterin Jeannine Scherrer-Bänziger, 

Gerichtsschreiber Philipp Reimann. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Sri Lanka, 

vertreten durch Daniel Weber, Fürsprecher,  

Advokaturbüro, (…), 

Beschwerdeführer, 

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung; 

Verfügung des SEM vom 20. Oktober 2020 / N (…). 

 

 

 

D-5414/2020 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer, ein sri-lankischer Staatsangehöriger tamilischer 

Ethnie, suchte am 2. Juli 2018 in der Schweiz um Asyl nach. Am 10. Juli 

2018 erhob das SEM im damaligen EVZ (Empfangs- und Verfahrenszent-

rum) B._______ seine Personalien und befragte ihn zu seinen Beziehun-

gen im Heimatstaat, in der Schweiz und in Drittstaaten, zu Ausweispapie-

ren, zum Reiseweg sowie summarisch zu den Asylgründen (Befragung zur 

Person; BzP). Am 15. November 2018 hörte ihn das SEM vertieft zu den 

Asylgründen an (nachfolgend BA genannt). Am 29. September 2020 führte 

das SEM eine ergänzende Anhörung des Beschwerdeführers durch (nach-

folgend EA genannt). 

Hinsichtlich seiner persönlichen Verhältnisse führte der Beschwerdeführer 

aus, er sei im Dorf C._______ im Distrikt Jaffna aufgewachsen. Er habe elf 

Jahre lang die Schule bis zum O-Level besucht und diese im Jahr 2007 

abgeschlossen. Danach habe er seinen Lebensunterhalt als Maler und 

Maurer verdient. Er sei seit 2011 verheiratet und habe zwei Kinder. Nach 

seiner Heirat habe er bis etwa September 2016 in D._______ gelebt. Nach-

dem dort eine Person vor seinem Haus von jemandem mit einem Schwert 

angegriffen worden sei, habe er mit seiner Familie bis zum 22. Oktober 

2016 in E._______ bei der F._______ gelebt. Zwischen Oktober 2015 und 

Mitte Februar 2016 habe er sich im G._______ aufgehalten und im Reini-

gungsdienst am Flughafen gearbeitet. Danach sei er wieder nach Sri Lanka 

zurückgekehrt. In H._______ lebten überdies seine Eltern, eine Schwester, 

deren beide Kinder sowie ein Onkel und eine Tante mütterlicherseits. Über 

die Geschwister seines Vaters könne er keine Angaben machen, da der 

Kontakt zu diesen seit der gemischt-religiösen Heirat seiner Eltern (Vater: 

Christ; Mutter: hinduistischen Glaubens) abgebrochen sei. 

Zur Begründung seines Asylgesuchs machte der Beschwerdeführer im 

Wesentlichen geltend, er sei am (...) 2016 um elf Uhr abends in der Nähe 

seines Hauses Zeuge polizeilicher Gewalt geworden. Aufgeschreckt durch 

ein verdächtiges Geräusch, habe er sich zur F._______ begeben. Dort 

habe er zunächst ein am Boden liegendes Motorrad und anschliessend 

unweit davon eine blutende Leiche wahrgenommen. Später habe er im 

Schein seiner Handylampe mehrere Polizisten erblickt. Einer der Polizisten 

habe gerade eine weitere Person mit dem Hinterkopf gegen eine Säule 

geschlagen, worauf diese ebenfalls gestorben sei. Er habe aus Angst ge-

schrien, worauf ihn ein Polizist gestossen habe, wobei er umgefallen sei 

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Seite 3 

und sich eine Verletzung am noch heissen Auspufftopf des liegenden Mo-

torrades unterhalb des Knies zugezogen habe. Die Polizisten hätten ihn 

festgehalten und eindringlich davor gewarnt, irgendjemandem vom Gese-

henen zu berichten beziehungsweise vor Gericht gegen sie auszusagen, 

ansonsten sie ihn und seine Familienangehörigen töten würden. Ausser-

dem hätten sie ihn aufgefordert, seine Personalien, seine Wohnadresse 

sowie seine Telefonnummer anzugeben, was er unverzüglich gemacht 

habe. Er habe um sein Leben gefürchtet. Nachdem eine Ambulanz am Tat-

ort eingetroffen sei und einer der Polizisten ein Telefonat entgegengenom-

men habe, sei er in den Wirren der Geschehnisse vom Tatort geflüchtet. 

Dabei habe er seinen linken Knöchel am Motorradständer des (liegenden) 

Motorrads aufgeschnitten. Die Polizei habe ihn zwar verfolgt. Er habe in-

dessen sein nahe des Tatorts gelegenes Haus rechtzeitig erreichen und 

die Haustüre verriegeln können. Die Polizisten hätten gegen die Haustüre 

geschlagen. Er habe anschliessend seine Frau und seine Tochter geweckt 

und mit diesen das Haus kurze Zeit später via den Hinterhof verlassen, um 

Zuflucht bei seiner Schwiegermutter zu suchen. Am nächsten Morgen habe 

er sich entgegen dem Rat seiner Schwiegermutter und seiner Ehefrau ent-

schieden, an den Tatort zurückzukehren. Dort hätten sich zahlreiche Leute 

sowie ein Reporter der Zeitung "(…)" aufgehalten. Ein Polizist habe ihn 

wiedererkannt, zur Seite genommen und ihn erneut mit dem Tode bedroht, 

falls er gegen ihn oder seine Kollegen aussagen sollte, worauf er den Ort 

fluchtartig verlassen habe. Am folgenden Tag sei sein Haus von Unbekann-

ten mit Brandsätzen und Steinen beworfen und erheblich beschädigt wor-

den. Nach dem Anschlag auf sein Haus sei er am (...) 2016 zusammen mit 

seiner Ehefrau und Tochter nach I._______ im Bezirk J._______ geflohen, 

um sich dort zu verstecken. Am 17. Dezember 2016 habe er seine Ehefrau 

und Tochter zu seiner Schwiegermutter zurückgebracht. Anschliessend sei 

er nach Colombo gereist, um sich dort zu verstecken. Nach dem Brandan-

schlag auf sein Haus habe die Polizei wiederholt bei seiner Familie vorge-

sprochen und nach seinem Verbleib gefragt. 

Wie er später via die Medien erfahren habe, habe es sich bei den beiden 

Opfern des vom ihm beobachteten nächtlichen Vorfalls vom (...) 2016 um 

Studenten der Universität von Jaffna gehandelt. Der Vorfall habe insbeson-

dere in Jaffna zu zahlreichen Protesten der Bevölkerung gegen die Polizei 

geführt. Die örtlichen Sicherheitsbehörden hätten die der Tat verdächtigten 

Polizisten zwar rasch verhaftet, indessen bereits wenige Tage später wie-

der freigelassen. Aus Angst, als potenzieller Tatzeuge durch die Polizei, 

Angehörige des CID (Criminal Investigation Department) oder Unbekannte 

getötet zu werden, habe er sich schliesslich zur Ausreise aus Sri Lanka 

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Seite 4 

entschlossen. Am 5. Januar 2017 habe er sich in Colombo einen Reise-

pass ausstellen lassen, mit welchem er seine Heimat am 31. Januar 2017 

legal via den internationalen Flughafen von Colombo verlassen habe. Am 

2. Juli 2018 sei er schliesslich via Pakistan, die Türkei und weitere europä-

ische Länder illegal in die Schweiz gelangt. 

Nach seiner Ausreise aus Sri Lanka sei er von der Polizei und Unbekann-

ten weiterhin zuhause und an anderen Orten gesucht worden. Dabei seien 

seine Sportkameraden, Nachbarn und Bekannte nach seinem Aufenthalts-

ort befragt worden. Seine Familie lebe mittlerweile bei Verwandten, da sie 

sich zuhause fürchte. Ausserdem habe er zwischenzeitlich einen anony-

men Drohbrief erhalten, der mutmasslich von den Polizisten verfasst wor-

den sei, die für die Ermordung der beiden Studenten verantwortlich seien. 

Dieser Drohbrief sei ihm von seiner Ehefrau zusammen mit dem Original-

Briefumschlag in die Schweiz nachgesandt worden. 

Hinsichtlich familiärer Verbindungen zu den LTTE (Liberation Tigers of Ta-

mil Eelam) führte der Beschwerdeführer aus, sein Vater habe früher für 

diese als (…) gearbeitet, als er selber noch ein kleines Kind gewesen sei. 

Ergänzend hielt der Beschwerdeführer fest, früher in der Sozialarbeit tätig 

gewesen zu sein und in diesem Rahmen auch an Demonstrationen gegen 

Gewalt an Frauen teilgenommen zu haben. Er habe in diesem Zusammen-

hang jedoch keine behördlichen Probleme gehabt. 

Der Beschwerdeführer reichte im Verlaufe des erstinstanzlichen Verfah-

rens zum Nachweis seiner Identität die Originale seiner sri-lankischen 

Identitätskarte vom 22. Mai 2006, seines sri-lankischen Führerausweises 

vom 18. September 2012, beglaubigte Auszüge aus seinem Geburts- und 

Heiratsregister sowie die Kopie seiner Familienkarte ein. Zur Untermaue-

rung seiner Asylvorbringen reichte er einen an ihn gerichteten handschrift-

lichen und undatierten anonymen Drohbrief im Original (inklusive deutsche 

Übersetzung) sowie die Originale eines undatierten Schreibens des (…) 

beziehungsweise des (…) vom 29. Februar oder vom 29. Juli 2018 (inklu-

sive englische Übersetzung) zu den Akten. In den beiden letztgenannten 

Schreiben wird im Wesentlichen bestätigt, dass der Beschwerdeführer in 

der Vergangenheit anonyme Drohbriefe erhalten habe und unbekannte 

Personen sich nach seinem Verbleib erkundigt hätten. Weiter reichte er 

zahlreiche Zeitungsartikel hinsichtlich der Tötung der beiden sri-lankischen 

Studenten am (...) 2016 sowie drei Fotos ein, die nach seiner Darstellung 

zwei Polizisten zeigen, die sich bei ihm zuhause nach ihm erkundigt hätten. 

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Seite 5 

Schliesslich reichte er 16 Zertifikate und mehrere Zeitungsartikel ein, die 

über seine sportlichen Erfolge in den Jahren 2002 bis 2015 berichten. 

B.  

Mit Verfügung vom 20. Oktober 2020 – eröffnet am 21. Oktober 2020 – 

stellte das SEM fest, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigen-

schaft nicht, lehnte sein Asylgesuch ab, verfügte die Wegweisung aus der 

Schweiz und beauftragte die zuständige kantonale Behörde mit deren Voll-

zug. 

C.  

Mit an das SEM adressierter und von diesem am 30. Oktober 2020 zustän-

digkeitshalber an das Bundesverwaltungsgericht weitergeleiteter Eingabe 

vom 29. Oktober 2020 (Datum des Poststempels) erhob der Beschwerde-

führer gegen die vorerwähnte Verfügung Beschwerde beim Bundesverwal-

tungsgericht. 

D.  

Mit Schreiben vom 4. November 2020 bestätigte das Bundesverwaltungs-

gericht den Eingang der vorliegenden Beschwerde. 

E.  

Am 20. November 2020 reichte der Beschwerdeführer mittels seines am 

selben Tag mandatierten damaligen Rechtsvertreters eine weitere Be-

schwerde ein. In dieser wurde beantragt, die angefochtene Verfügung sei 

aufzuheben und die Vorinstanz anzuweisen, ihm Asyl zu gewähren. Even-

tualiter sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zur 

Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Subeventualiter sei die 

angefochtene Verfügung teilweise aufzuheben und die Vorinstanz in Fest-

stellung der Unzulässigkeit und/oder Unzumutbarkeit des Wegweisungs-

vollzugs anzuweisen, ihn in der Schweiz vorläufig aufzunehmen. In verfah-

rensrechtlicher Hinsicht wurde sodann beantragt, es sei ihm die unentgelt-

liche Prozessführung zu gewähren, insbesondere sei ihm eine (qualifi-

zierte) Rechtsvertretung beizuordnen, die er innert nützlicher Frist zwecks 

Einreichung einer ergänzenden Eingabe beauftragen und bezeichnen 

könne (vgl. Rechtsbegehren 4 i.V.m. S. 5 Abs. 3 und 4). Gleichzeitig wurde 

die baldige Nachreichung einer Fürsorgeabhängigkeitsbestätigung in Aus-

sicht gestellt. 

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Seite 6 

F.  

Mit Zwischenverfügung vom 16. Dezember 2020 hiess der zuständige In-

struktionsrichter des Bundesverwaltungsgerichts die Gesuche um Gewäh-

rung der unentgeltlichen Prozessführung und Rechtsverbeiständung unter 

Vorbehalt einer nachträglichen Veränderung der finanziellen Verhältnisse 

des Beschwerdeführers gut und verzichtete auf die Erhebung eines Kos-

tenvorschusses. Gleichzeitig forderte er den Beschwerdeführer auf, bis 

zum 31. Dezember 2020 eine Fürsorgebestätigung einzureichen oder ei-

nen Kostenvorschuss von Fr. 750. – zu überweisen, ansonsten auf die Be-

schwerde nicht eingetreten werde. Schliesslich forderte er den Beschwer-

deführer auf, bis zum 31. Dezember 2020 eine amtliche Rechtsbeiständin 

oder einen amtlichen Rechtsbeistand zu benennen, ansonsten das Gericht 

davon ausgehe, er verzichte auf die Beiordnung einer Rechtsbeiständin 

oder eines Rechtsbeistandes. 

G.  

Mit Eingabe vom 31. Dezember 2020 teilte der jetzige Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers dem Bundesverwaltungsgericht unter Vorlegung einer 

entsprechenden Anwaltsvollmacht vom 30. Dezember 2020 mit, sein Man-

dant habe ihn mit der Interessenwahrung beauftragt. Gleichzeitig ersuchte 

er das Gericht um Einsetzung als amtlicher Rechtsvertreter und reichte 

eine vom 21. Dezember 2020 datierende Fürsorgebestätigung zugunsten 

seines Mandanten zu den Akten. Weiter reichte er als Beweismittel bezüg-

lich der Asylvorbringen seines Mandanten sieben Fotos (Beilage 4), Erläu-

terungen dazu (Beilage 5), eine Anzeige, die Verwandte seiner Ehefrau am 

13. November 2020 bei der Polizei eingereicht hätten (Beilagen 5 [Bild 8] 

und 6), das Zustellkuvert, in welchem diesem die Beilagen 4 und 6 zuge-

stellt worden seien (Beilage 7), sowie ein Bestätigungsschreiben des (…) 

der (…), K._______, vom 15. November 2020 mit englischsprachiger 

Übersetzung (Beilage 8) ein. Schliesslich stellte der Beschwerdeführer die 

Nachreichung weiterer Beweismittel in Aussicht, wobei sich dieses Vorha-

ben aktuell durch den umfassenden Lockdown in Sri Lanka verzögere. In 

materieller Hinsicht hielt er fest, die vom früheren Rechtsvertreter seines 

Mandanten eingereichte Beschwerde enthalte alles Wesentliche, weshalb 

es nicht als geboten erscheine, diese zu ergänzen. Immerhin sei anzumer-

ken, dass die Unglaubwürdigkeitsargumentation der Vorinstanz aus Sicht 

der aktuellen Rechtsvertretung nicht nur als sehr gesucht, sondern als ge-

radezu haltlos erscheine: So würden sich aus den Befragungsprotokollen 

bei objektiver Betrachtung zahlreiche Realkennzeichen ergeben. Zudem 

seien die neuen Beweismittel zu berücksichtigen. 

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Seite 7 

H.  

Mit Instruktionsverfügung vom 7. Januar 2021 setzte der Instruktionsrichter 

den rubrizierten Rechtsvertreter des Beschwerdeführers als amtlichen 

Rechtsbeistand ein. Ferner forderte er den Beschwerdeführer auf, die mit 

Eingabe vom 31. Dezember 2020 eingereichten Beilagen 6 und 8 bis zum 

21. Januar 2021 in eine Amtssprache (vorzugsweise Deutsch) übersetzt 

einzureichen. Hinsichtlich der beabsichtigten Einreichung weiterer Beweis-

mittel hielt er fest, der Beschwerdeführer habe in keiner Weise spezifiziert, 

worin diese bestehen könnten, weshalb keine Veranlassung bestehe, dies-

bezüglich eine Nachfrist anzusetzen, sondern auf Art. 32 Abs. 2 VwVG zu 

verweisen sei. 

I.  

Mit Begleitschreiben vom 21. Januar 2021 stellte der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers dem Gericht die deutschsprachigen Übersetzungen 

der Beschwerdebeilagen 6 und 8 (Beilagen 9 und 10), ein nachgeführtes 

Beilagenverzeichnis sowie eine Kostennote für seine bisherigen Bemühun-

gen zu. 

J.  

Am 8. Februar 2021 lud der Instruktionsrichter die Vorinstanz zur Einrei-

chung einer Vernehmlassung bis zum 23. Februar 2021 ein. 

K.  

In seiner Vernehmlassung vom 15. Februar 2021 nahm das SEM zur Be-

schwerde Stellung. 

L.  

Der Instruktionsrichter stellte dem Beschwerdeführer die Vernehmlassung 

des SEM am 18. Februar 2021 zu und räumte ihm die Gelegenheit ein, bis 

zum 5. März 2021 eine Replik einzureichen. 

M.  

Am 5. März 2021 reichte der Beschwerdeführer mittels seines Rechtsver-

treters eine Replik ein. Dieser fügte er eine aktualisierte Kostennote selben 

Datums bei. 

 

 

 

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Seite 8 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – so auch vorliegend – endgültig 

(Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31–33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

1.2 Am 1. März 2019 ist eine Teilrevision des AsylG in Kraft getreten 

(AS 2016 3101); für das vorliegende Verfahren gilt das bisherige Recht 

(vgl. Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung des AsylG vom 

25. September 2015). 

1.3 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden 

(aArt. 108 Abs. 1 AsylG; Art. 105 i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 Abs. 1 

VwVG). Der Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilge-

nommen, ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat 

ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung. Er ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 

i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die Beschwerde ist – un-

ter nachstehendem Vorbehalt – einzutreten. 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

3.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

D-5414/2020 

Seite 9 

3.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die 

Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-

geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen 

Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa-

chen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte 

Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 

3.3 Das Bundesverwaltungsgericht hat die Anforderungen an das Glaub-

haftmachen der Vorbringen gemäss Art. 7 AsylG in verschiedenen Ent-

scheiden dargelegt und präzisiert. Darauf kann hier verwiesen werden (vgl. 

BVGE 2015/3 E. 6.5.1; Urteil des BVGer D-5779/2013 vom 23. Februar 

2015 E. 5.6.1 [als Referenzurteil publiziert] m.w.H.). 

4.  

4.1 Das SEM kommt in der angefochtenen Verfügung zum Schluss, die 

ausreisebegründenden Asylvorbringen des Beschwerdeführers hielten den 

Anforderungen an die Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 AsylG nicht stand. 

Im Einzelnen führt es aus, der Beschwerdeführer habe im Rahmen seines 

freien Berichts zu seinen Asylgründen zwar relativ ausführlich über die Vor-

fälle berichtet. So habe er in der BzP, der BA und der EA ausführlich und in 

chronologischer Abfolge über den Hergang des Tötungsdelikts durch Poli-

zisten (an zwei sri-lankischen Studenten aus Jaffna) vom 20. Oktober 2016 

und seine Rückkehr zum Tatort am 21. Oktober 2016 gesprochen. Auffal-

lend an seinen Aussagen sei indessen, dass er dabei die gleichen Er-

zählelemente und vermeintlichen Details wiederholt habe, ohne neue Er-

zählelemente oder Details zu erwähnen. Sodann habe er auf Nachfragen 

zu den Vorfällen und zentralen Nebenschauplätzen durchwegs wortkarg 

und vage geantwortet. Dieses Aussageverhalten wecke erste Zweifel an 

der Glaubhaftigkeit seiner Angaben. 

So sei er gebeten worden, genauer auszuführen, wie es ihm gelungen sei, 

der Polizei nach seiner Ankunft zuhause zu entkommen, obwohl ihn diese 

bis zu seiner Haustür verfolgt habe. Wiewohl ihm mehrfach Gelegenheit 

gegeben worden sei, seine Erinnerungen an dieses Ereignis genauer aus-

zuführen, habe er im Wesentlichen bereits Gesagtes wiederholt oder sei 

den diesbezüglichen Nachfragen mit der Begründung, er hätte bereits alles 

gesagt und alle Beweismittel eingereicht, ausgewichen. Es sei indessen 

davon auszugehen, dass er über dieses sowohl für ihn als auch seine Fa-

milie einschneidende Ereignis über die Umstände seiner überstürzten 

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Seite 10 

Flucht vor der Polizei mit seiner Frau sowie seinem Kind in jener Nacht, 

dessen Glaubhaftigkeit vorausgesetzt, ausführlich und spontan hätte be-

richten können. 

Weiter seien seine Angaben auf Nachfragen zum Brandbombenanschlag 

auf sein Haus durchgehend vage und pauschal geblieben. Er habe sich in 

seinen Antworten im Wesentlichen darauf beschränkt, dass dieser Vorfall 

stattgefunden und er von verschiedenen Freunden davon erfahren habe. 

Über die Umstände, wie seine Freunde vom Brandbombenanschlag erfah-

ren hätten, habe er nur zu spekulieren vermocht. Hätte dieser Vorfall tat-

sächlich stattgefunden, wäre demgegenüber zu erwarten gewesen, dass 

er spontan und konkret hätte berichten können, was sich an jenem Tag 

zugetragen habe und was er darüber habe in Erfahrung bringen können. 

Wiewohl seine Familie nach seinen Angaben trotz dem Brandanschlag im-

mer noch in diesem Haus gewohnt habe, liessen seine Antworten auf die 

Frage hin, was im Haus habe saniert werden müssen, jegliche Hinweise 

auf tatsächlich stattgefundene Ereignisse vermissen. 

Auch zu den geltend gemachten Verfolgungsmassnahmen der Polizei bis 

zu seiner Ausreise aus Sri Lanka habe er keine substantiierten Angaben 

zu machen vermocht. Zunächst habe er sich auf die Wiederholung der Da-

ten des Vorfalls und seiner Ausreise beschränkt. Auf Nachfrage habe er die 

Demonstrationen und Proteste nach der Tötung der beiden Studenten er-

wähnt, ohne einen persönlichen Bezug zu seinen eigenen Problemen her-

zustellen. Auf erneute Nachfrage hin habe er dann lediglich in knappen 

Sätzen wiederholt, dass er in seiner eigenen Gemeinde gesucht worden 

sei, ohne weitere Einzelheiten dazu in Erfahrung gebracht zu haben. Ge-

beten, detailliert zu erklären, wie er an die Informationen der Polizei nach 

seiner Person gelangt sei, seien seine Aussagen ebenfalls vage geblieben. 

Er habe diesbezüglich erklärt, seine Freunde, Eltern, Gemeindemitglieder 

sowie Nachbarn hätten ihm davon erzählt, ohne jedoch konkrete Angaben 

zu seinen Erlebnissen zu machen. Auf die erneute Gelegenheit hin, ge-

nauer auszuführen, was er von seinen Eltern erfahren habe, habe er sich 

auf die allgemeine Aussage beschränkt, dass sich die Sicherheitskräfte 

nach seinem aktuellen Aufenthalt erkundigt hätten. 

Auch auf die Frage nach seiner Suche nach seiner erfolgten Ausreise hin 

seien seine Angaben oberflächlich und pauschal geblieben. So habe er zu-

nächst erklärt, durch seinen Schwager und seine Schwester davon erfah-

ren zu haben, dass nach ihm gesucht worden sei. Dazu aufgefordert, Ge-

naueres zu berichten, habe er vage darauf verwiesen, dass "Sportler" und 

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Seite 11 

"Dorfbewohner" nach ihm gefragt worden seien. Angaben über konkrete 

Ereignisse, an die er sich erinnern könne, habe er keine anzugeben ver-

mocht, obwohl dies zu erwarten gewesen wäre. 

Auf das Verfahren gegen die Polizisten angesprochen, habe er angege-

ben, keine aktuellen Informationen dazu zu haben. Auf Nachfrage hin habe 

er diesen Umstand damit erklärt, seine Eltern hätten ihm nichts dazu er-

zählt. Diese Erklärung vermöge nicht zu überzeugen. Wäre er tatsächlich 

an Leib und Leben gefährdet gewesen, wäre nämlich zu erwarten gewe-

sen, dass er sich hierüber genauer informiert hätte, um seine persönliche 

Gefährdungssituation in seiner Heimat einschätzen zu können. So wäre 

seine Furcht vor Verfolgung etwa unbegründet, wenn die staatlichen Be-

hörden die Polizisten wegen der Tötung der beiden Studenten tatsächlich 

verurteilt hätten. 

Da er, wie vorstehend ausgeführt, auf Nachfragen hin lediglich vage und 

oberflächliche Antworten gegeben habe, müssten seine relativ ausführli-

chen Angaben im Rahmen seines freien Berichts zu den Asylgründen als 

einstudiert, auswendig gelernt und letztlich konstruiert qualifiziert werden. 

Hätte er die geltend gemachten Vorkommnisse tatsächlich erlebt, wäre zu 

erwarten gewesen, dass er auf Nachfragen zu wichtigen Nebenschauplät-

zen und Ereignissen ebenso substantiiert und spontan hätte berichten kön-

nen. 

Zusammenfassend sei festzuhalten, dass ihm aufgrund seiner unsubstan-

tiierten Angaben nicht geglaubt werden könne, in seiner Heimat von der 

sri-lankischen Polizei respektive den sri-lankischen Behörden verfolgt wor-

den zu sein. An dieser Einschätzung könnten auch die von ihm eingereich-

ten Beweismittel nichts ändern. Die Zeitungsartikel belegten lediglich den 

von ihm erwähnten Vorfall (Tötung von zwei Studenten durch sri-lankische 

Polizisten), ohne die von ihm geltend gemachte Verfolgung glaubhaft ma-

chen zu können. So werde er in den eingereichten Zeitungsartikeln auch 

nicht namentlich erwähnt. Der eingereichte anonyme Drohbrief sei hand-

geschrieben und könne mangels Sicherheitsmerkmalen nicht auf seine 

Echtheit überprüft werden. Er eigne sich folglich auch nicht, seine Angaben 

glaubhaft zu machen. Darüber hinaus erscheine es unlogisch, dass ihm in 

besagtem Brief offen mit dem Tod gedroht werde und dieser gleichzeitig 

aufgrund seines Inhalts eindeutige Rückschlüsse auf die Urheberschaft – 

nämlich in den Fall involvierte Polizeibeamte – zulasse, da die betreffenden 

Polizisten nach den diesbezüglichen Vorfällen ja verhaftet worden seien 

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Seite 12 

und sich mit einem derartigen Brief in einem Gerichtsverfahren nur selbst 

belasten würden. 

4.2 In der Beschwerde vom 20. November 2020 wird dieser Argumentation 

entgegengehalten, der Beschwerdeführer habe sowohl in der BzP, der BA 

als auch der EA detaillierte und lebensnah wirkende Aussagen zu seinen 

Asylgründen gemacht. Dass er dabei in der BA und EA dieselben Einzel-

heiten nenne, die ihm auch davor im Gedächtnis verhaftet geblieben und 

dementsprechend schon früher in ähnlicher Weise geschildert worden 

seien, vermöge deshalb nicht zu erstaunen. Die Vorinstanz halte ihm im 

Grunde vor, sich bei seinen Freunden und anderen Personen, die ihn über 

weitere Vorfälle informiert hätten, nicht genauer nach Datums-, Zeit- und 

Ortsangaben sowie weiteren Details zum Vorgefallenen erkundigt zu ha-

ben. Dabei erscheine dies angesichts der Situation durchaus nachvollzieh-

bar beziehungsweise normal. So sei der Beschwerdeführer in der Lage, 

selber Erlebtes genau wiederzugeben, nicht aber, was er vom Hörensagen 

durch direkt oder indirekt Beteiligte erfahren habe, was kaum zu erstaunen 

vermöge. Die Vorinstanz gehe auf die von ihm genannten Ereignisse im 

Zusammenhang mit dem Mord von Polizisten an Studenten in der Nacht 

vom (...) 2016 nicht ein. Sie begnüge sich vielmehr damit, auf dem herum-

zureiten, zu dem er keine genauen Angaben machen könne, weil er es 

nicht selber als Augenzeuge miterlebt habe. Er hätte mit Sicherheit erfah-

ren, wenn die beschuldigten Polizisten zu einer Freiheitsstrafe verurteilt o-

der freigesprochen würden. Offenbar seien diese indessen auf freiem 

Fuss, weshalb es ihm kaum möglich sein dürfte, über dieses Verfahren 

weitere Informationen zu erhalten, zumal er daran offensichtlich nicht be-

teiligt sei. Entsprechende Informationen dazu wären mittels die  

Vorinstanz wesentlich leichter zu beschaffen als durch den Beschwerde-

führer. 

Im Falle von Zweifeln an den Gesamtvorbringen des Beschwerdeführers 

hätte die Vorinstanz ihn zwingend anders befragen und den Sachverhalt 

insbesondere von Amtes wegen abklären oder überprüfen lassen müssen, 

zumal sich im fraglichen Kontext durchaus Abklärungen tätigen liessen 

(z. B. im Zusammenhang mit einem Unfall- respektive Tötungsdelikt von 

Polizisten an Studenten am (…) 2016 in D._______). Dem angefochtenen 

Entscheid liege somit eine völlig einseitige Würdigung des geltend ge-

machten Sachverhalts als unglaubhaft zugrunde, welche in den Akten 

kaum eine Stütze finde. Durch diese einseitige Würdigung des Sachver-

halts beziehungsweise das Unterlassen weitergehender Abklärungen habe 

D-5414/2020 

Seite 13 

die Vorinstanz gegen den Untersuchungsgrundsatz, ihre Begründungs-

pflicht sowie das Prinzip von Treu und Glauben verstossen. Falls die 

Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers nicht ohnehin bereits auf-

grund der Akten feststehe, sei die angefochtene Verfügung deshalb 

zwecks weitergehender Abklärungen und Neubeurteilung an die Vor-

instanz zurückzuweisen. Der Beschwerdeführer sei seinerseits gewillt, im 

Rahmen des vorliegenden Verfahrens weiter zu seinen Vorbringen und zur 

aktuellen Situation in seiner Heimat Beweis zu führen. 

4.3 In der Vernehmlassung hält das SEM im Wesentlichen fest, es teile die 

in der Beschwerdeschrift dargelegte Einschätzung des vormaligen Rechts-

vertreters in Bezug auf die Glaubhaftigkeit der Asylvorbringen seines Man-

danten nicht. So beruhe die Argumentation des SEM beziehungsweise 

dessen Einschätzung der Glaubhaftigkeit der Aussagen des Beschwerde-

führers auf mehreren Befragungen des Beschwerdeführers. So habe der 

Befrager des SEM dem Beschwerdeführer insbesondere bei der EA mehr-

mals offene Vertiefungsfragen zu Schauplätzen und persönlichen Erlebnis-

sen gestellt und die Fragestellungen dabei auch umformuliert, um sicher-

zustellen, dass er hinreichend Gelegenheit erhalte, seine Erlebnisse aus-

zuführen beziehungsweise zu schildern (vgl. z. B. die offenen Fragen zur 

Flucht vor den Polizisten [act. A22 F39 bis 43]). 

Hinsichtlich der Rüge, das SEM habe den Untersuchungsgrundsatz und 

seine Begründungspflicht dadurch verletzt, dass es die Aussagen einseitig 

gewürdigt und gleichzeitig keine weitergehenden Abklärungen vorgenom-

men habe, sei festzuhalten, dass die Frage, ob es im Zusammenhang mit 

dem Unfall in D._______ vom (…) 2016 zu einem Verfahren gegen Polizis-

ten gekommen sei oder nicht, für die Frage der Erstellung des rechtser-

heblichen Sachverhalts vorliegend nicht von Belang sei. Vielmehr gehe es 

um die Frage, ob dem Beschwerdeführer aus diesem Ereignis tatsächlich 

persönliche Nachteile und eine Gefahr an Leib und Leben erwachsen 

seien. Solches habe der Beschwerdeführer indessen, wie in der angefoch-

tenen Verfügung ausführlich dargelegt, nicht glaubhaft machen können. 

Dies nicht zuletzt auch deshalb, weil er nicht in der Lage gewesen sei, sub-

stantiierte Angaben zum Verfahrensstand und zur Verhaftung seiner (an-

geblichen) Peiniger zu machen. Der Beschwerdeführer habe hinreichend 

Gelegenheit gehabt, seine Fluchtgründe darzulegen. Ausserdem habe das 

SEM seine Verfügung ausführlich begründet. Vor diesem Hintergrund er-

weise sich die Rüge einer Verletzung der Untersuchungs- und Begrün-

dungspflicht durch die Vorinstanz als unbegründet. 

D-5414/2020 

Seite 14 

Auch die auf Beschwerdeebene eingereichten Beweismittel seien nicht ge-

eignet, die Gesamtvorbringen des Beschwerdeführers in einem glaubhaf-

ten Lichte erscheinen zu lassen, da mangels Aussagekraft der Polizeian-

zeige vom 13. November 2020 sowie der eingereichten Fotos nicht ersicht-

lich sei, ob diese Dokumente tatsächlich im geltend gemachten Kontext 

entstanden seien. Schliesslich sei das Bestätigungsschreiben von 

K._______ vom 15. November 2020 als Gefälligkeitsschreiben zu qualifi-

zieren, dem bloss geringe Beweiskraft zukomme. Die angeführten Beweis-

mittel vermöchten das Vorbringen des Beschwerdeführers, dass er selber, 

seine Familie respektive die Verwandten seiner Ehefrau von den sri-lanki-

schen Behörden oder Drittpersonen aufgrund des geltend gemachten 

Sachverhalts aufgesucht beziehungsweise an Leib und Leben bedroht 

würden, nicht glaubhaft zu machen. 

4.4 In der Replik wird ausgeführt, eine unbefangene Lektüre der angefoch-

tenen Verfügung, der Beschwerde vom 20. November 2020 und der Befra-

gungsprotokolle zeige sofort auf, dass die Argumentation der Vorinstanz, 

die Asylvorbringen des Beschwerdeführer seien unglaubhaft, jeglicher 

Grundlage entbehre. So habe das SEM in seiner Verfügung zumindest ein-

geräumt, dass er in seinen freien Berichten zu den Asylgründen ausführlich 

über die geltend gemachten Vorfälle berichtet habe. Es treffe indessen in 

keiner Weise zu, dass seine Antworten auf Nachfragen jemals unsubstan-

tiiert ausgefallen seien. Ausserdem treffe die Einschätzung der Vorinstanz 

in keiner Weise zu, dass er in der EA gegenüber der BzP keine neuen Er-

zählelemente oder Details erwähnt hätte. Darüber hinaus habe er seine 

Flucht vor der Polizei in allen Anhörungen sehr detailliert und ausführlich 

geschildert. Auch seine Schilderungen der Brandanschläge auf sein Haus 

seien in keiner Weise vage und pauschal ausgefallen, habe er diese doch, 

ebenso wie Details bezüglich der Suche nach ihm nach seiner Flucht, nicht 

selber erlebt. Weiter sei nicht ersichtlich, weshalb er hinsichtlich des Ver-

fahrens gegen die Polizisten genauer informiert sein müsste. Schliesslich 

sei auch die Bewertung der von ihm eingereichten Beweismittel durch die 

Vorinstanz nicht sachgerecht, stünden diese doch in Übereinstimmung mit 

seinen Vorbringen, weshalb sie ganz grundsätzlich geeignet seien, deren 

Glaubwürdigkeit zu untermauern. Zusammenfassend sei die Arbeit der  

Vorinstanz von einer erbärmlichen Qualität und ein Akt reinster Willkür, 

weshalb sich eine Kassation des angefochtenen Entscheids aufdränge. 

 

 

D-5414/2020 

Seite 15 

5.  

5.1 Der Beschwerdeführer begründete sein Asylgesuch beim SEM im We-

sentlichen damit, er sei am (…) 2016 abends zufällig Augenzeuge der Tö-

tung zweier Studenten durch mehrere Polizisten an der F._______ in 

E._______ in unmittelbarer Nähe seines Hauses geworden. Die Polizisten 

hätten ihn festgehalten und seine Personalien, Wohnadresse und Telefon-

nummer notiert. Ausserdem hätten sie ihm und seinen Familienangehöri-

gen den Tod angedroht, falls er irgendjemandem vom Vorfall erzählen be-

ziehungsweise vor Gericht gegen sie aussagen sollte. In einem Moment 

der Ablenkung der Polizisten sei ihm die Flucht vom Tatort geglückt. 

5.2 Wie den Medien im Allgemeinen und insbesondere auch den vom Be-

schwerdeführer im Rahmen des erstinstanzlichen Verfahrens eingereich-

ten zahlreichen sri-lankischen Zeitungsartikeln zu entnehmen ist, hat sich 

in der Nacht des (…) 2016 tatsächlich der besagte Vorfall an der F._______ 

in E._______ in unmittelbarer Nähe eines Checkpoints der Polizei zugetra-

gen. Dabei stellt sich vorliegend die Frage, ob dem Beschwerdeführer ge-

glaubt werden kann, in diesem Zusammenhang tatsächlich Augenzeuge 

gewesen und in der Folge von der sri-lankischen Polizei und unbekannten 

Personen gesucht worden zu sein. 

5.2.1 Einleitend stellt das Bundesverwaltungsgericht übereinstimmend mit 

der Vorinstanz fest, dass die Schilderungen des Beschwerdeführers in Be-

zug auf die Vorkommnisse mit der Tötung zweier sri-lankischer Studenten 

durch Polizisten an der F._______ in E._______ während all seiner drei 

Anhörungen ausführlich ausgefallen sind (vgl. act. A6/14 S. 8 ff., Ziff. 7.01; 

act. A19/14 S. 6 ff., F36; act. A22/17 S. 6 F37 f.). Angesichts des hohen 

Detaillierungsgrades der diesbezüglichen Ausführungen des Beschwerde-

führers teilt das Gericht indes die Einschätzung der Vorinstanz nicht, der 

Beschwerdeführer habe während der drei Anhörungen stets die gleichen 

Erzählelemente und vermeintlichen Details wiederholt, ohne neue Er-

zählelemente oder Details zu erwähnen, was erste Zweifel an der Glaub-

haftigkeit seiner Angaben wecke. 

5.2.2 Unplausibel mutet jedoch der Sachvortrag des Beschwerdeführers 

an, die Polizei habe ihn zwar nach seiner Flucht vom Tatort bis zu seinem 

Haus verfolgt, ihn dort aber nicht festgenommen. Zwar soll es ihm nach 

seiner Darstellung gelungen sein, die Haustüre gerade noch rechtzeitig vor 

der Ankunft der ihn verfolgenden Polizisten von innen zu verriegeln. Trotz-

dem bleibt unerfindlich, weshalb die Polizisten die Haustüre in der Folge 

nicht eingetreten und den Beschwerdeführer noch vor seiner Flucht aus 

D-5414/2020 

Seite 16 

dem Haus hätten festnehmen sollen, zumal dieser vorgängig seiner an-

geblichen Flucht aus dem Haus noch seine Frau und sein Kind, welche 

bereits im Bett gewesen seien, vor ihrer gemeinsamen Flucht via den In-

nenhof und eine angrenzende Mauer hätte informieren beziehungsweise 

instruieren müssen (vgl. act. A22/17 S. 12, F81). Die diesbezügliche Mut-

massung des Beschwerdeführers, die Polizisten hätten ihn nicht von der 

hinteren Seite des Hauses her suchen wollen, weil es dort sehr dunkel und 

gefährlich für sie gewesen wäre (vgl. act. A22/17 S. 7 F42), vermag nicht 

zu überzeugen und weckt dabei erste Zweifel an den Kernvorbringen des 

Beschwerdeführers. 

5.2.3 Nicht verständlich bleibt auch, weshalb der Beschwerdeführer sich 

am folgenden Morgen trotz entsprechender Warnungen seiner Ehefrau so-

wie seiner Schwiegermutter sowie seiner angeblichen Flucht vor der Poli-

zei am Vorabend an den Tatort hätte zurückbegeben sollen. Der Beschwer-

deführer erklärte diesbezüglich zwar, er sei dorthin zurückgegangen, weil 

er einerseits ursprünglich in der Heimat habe bleiben und seine aufsteigen-

den Ängste habe bekämpfen wollen (vgl. act. A19/14 S. 7 Mitte), anderer-

seits aber auch das Bedürfnis gehabt habe, die Medien über das Vorgefal-

lene zu informieren (vgl. act. A19/14 S. 7 Mitte i.V.m. act. A22/17 S. 7 F44 

und S. 11 F75). Ein solches Verhalten des Beschwerdeführers mutet an-

gesichts der (angeblich) erst wenige Stunden früher gegen ihn und seine 

Familie ausgesprochenen Todesdrohungen sowie seiner anschliessenden 

Flucht vor den Polizisten in Todesangst nicht überzeugend an. 

5.2.4 Weiter fällt auf, dass der Beschwerdeführer auf die Frage, welche 

Schäden nach dem Brandbombenanschlag auf sein Haus am 22. Oktober 

2016 durch Unbekannte hätten behoben werden müssen, um dieses wie-

der bewohnbar zu machen, lediglich unbestimmt auszusagen vermochte, 

dieses sei repariert worden, wobei man immer noch die Spuren des Brand-

anschlags sehe (vgl. act. A22/17 S. 8 f. F54), wiewohl seine Familie später 

wieder in diesem Haus gelebt haben soll. Weiter erwähnte er zwar, ver-

schiedene Freunde hätten ihm vom Brandanschlag auf sein Haus berich-

tet, vermochte aber nicht darzulegen, woher sie vom Brandanschlag 

Kenntnis erhalten hatten (vgl. act. A22/17 S. 8 F46 bis F53). Obwohl es 

sich hierbei nicht um Geschehnisse handelt, die der Beschwerdeführer 

selbst erlebt hat, sondern um solche, die er lediglich von Drittpersonen er-

fahren haben will, muten seine diesbezüglichen Erklärungen angesichts 

der detaillierten Schilderung von selbst Erlebtem, also dem Anschein be-

sonders intensiver Wahrnehmung, auffallend vage und unsubstantiiert an, 

zumal der Beschwerdeführer sich im fraglichen Zeitpunkt immer noch in Sri 

D-5414/2020 

Seite 17 

Lanka aufgehalten hat und damit alles Interesse daran gehabt haben 

müsste, Einzelheiten bezüglich des Brandanschlages auf sein Haus in Er-

fahrung zu bringen. 

5.2.5 Dieselbe Feststellung gilt auch in Bezug auf seine Kenntnisse hin-

sichtlich des aktuellen Stands des Verfahrens der in den Vorfall um die Tö-

tung der beiden Studenten am (…) 2016 involvierten Polizisten. Diesbe-

züglich erklärte der Beschwerdeführer lediglich, es habe ursprünglich ein 

Verfahren gegen fünf in das Tötungsdelikt involvierte Polizeibeamte gege-

ben. Er kenne indessen den aktuellen Stand des Verfahrens nicht, da ihn 

seine Eltern über das Verfahren nicht informiert hätten beziehungsweise er 

kaum telefonischen Kontakt mit seiner Familie gehabt habe. Ausserdem 

werde er beim blossen Denken an den Vorfall nervös, beginne zu schwit-

zen und aus der Nase zu bluten, weshalb er kein Interesse mehr an dessen 

Folgen für die beteiligten Polizisten gehabt habe (vgl. vgl. act. A19/14 S. 10 

F45 i.V.m. act. A22/17 S. 11 F71 ff.). In der Beschwerde vom 20. November 

2020 wird weitergehend argumentiert, der Beschwerdeführer würde es mit 

Sicherheit erfahren haben, wenn die beschuldigten Polizisten zu einer Frei-

heitsstrafe verurteilt oder freigesprochen worden wären (vgl. a.a.O. S. 4 

Abs. 2). Wie der online-Tageszeitung Tamil Guardian vom (…) 2020 bei-

spielhaft zu entnehmen ist, sind zwischenzeitlich (…) angeklagten Polizis-

ten freigesprochen worden, während (…) auf die Anklage wegen Mordes 

warten würden, jedoch am (…) 2019 auf Kaution hin freigekommen seien 

(T[…], https://www. […]). Das Unwissen des Beschwerdeführers hinsicht-

lich wesentlicher aktueller Einzelheiten zu den Verfahren gegen die invol-

vierten Polizisten des Vorfalls vom (…) 2016 spricht somit indiziell ebenfalls 

gegen die Glaubhaftigkeit seiner Gesamtvorbringen. 

5.2.6 Weiter bleibt anzumerken, dass etliche der vom Beschwerdeführer 

zur Untermauerung seiner angeblichen Verfolgungssituation eingereichten 

Beweismittel teilweise Widersprüche in sich tragen beziehungsweise in in-

haltlicher Hinsicht im Widerspruch zu seinen eigenen Aussagen stehen: So 

ist dem im Rahmen des erstinstanzlichen Verfahrens eingereichten unda-

tierten anonymen Drohschreiben (vgl. Beweismittelkuvert act. A20/1 Ziff. 1) 

zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer im Zeitpunkt des Tötungsde-

likts an den beiden sri-lankischen Studenten am (…) 2016 im Haus Nr. (…) 

an der F._______ in L._______ gelebt habe, wogegen im undatierten Be-

stätigungsschreiben des (…) (vgl. Beweismittelkuvert act. A20/1 Ziff. 4) 

sein damaliger Wohnort mit Haus Nr.(…), F._______, M._______, angege-

ben wird. Im anonymen Drohschreiben wird unter anderem erwähnt, die 

Verfasser des Schreibens hätten viel Zeit benötigt, um die frühere Adresse 

D-5414/2020 

Seite 18 

des Beschwerdeführers in C._______, N._______, herauszufinden. Den 

Aussagen des Beschwerdeführers in der BzP sowie in der BA ist jedoch zu 

entnehmen, dass dieser nach wie vor an seiner früheren Wohnadresse in 

C._______, E._______, O._______ beziehungsweise P._______ offiziell 

registriert gewesen sei (vgl. act. A6/14 S. 5, Ziff. 2.02 i.V.m. act. A19/14 

S. 3 f., F16 bis F18). Somit bleibt unerfindlich, weshalb die Verfasser des 

Drohschreibens dessen offizielle Wohnadresse nicht unverzüglich heraus-

gefunden haben sollten. Sodann erwähnte der Beschwerdeführer im Rah-

men seiner Anhörungen durch die Schweizer Asylbehörden lediglich ein 

Drohschreiben, während sowohl im bereits erwähnten undatierten Schrei-

ben des (…) als auch in jenem des (…) vom 29. Februar oder 29. Juli 2018 

(vgl. Beweismittelkuvert act. A20/1 Ziff. 5) gleich von mehreren Drohschrei-

ben die Rede ist. 

5.2.7 Darüber hinaus bleibt festzuhalten, dass die eingereichten Beweis-

mittel in ihrer Gesamtheit keine verbindlichen Schlüsse auf eine staatliche 

Verfolgung des Beschwerdeführers zulassen: So sind die Schreiben des 

(…), des (…) sowie dasjenige von K._______ vom 15. November 2020 

(vgl. Beilage 8 der Beschwerde vom 31. Dezember 2020 i.V.m. Beilage 10 

der Eingabe vom 21. Januar 2021) als Gefälligkeitsschreiben einzustufen, 

denen von vornherein wenig Beweiskraft zukommt. Auch die Polizeian-

zeige der Schwester der Ehefrau des Beschwerdeführers und deren Mann 

vom 13. November 2020, die als Straftatbestände Sachbeschädigung, Ein-

bruch und physischen Angriff nennt und gemäss Kommentierung des Be-

schwerdeführers im Zusammenhang mit der behördlichen Suche nach sei-

ner Person stehen soll (vgl. Beilage 5 Bild 8 sowie Beilage 6 der Be-

schwerde vom 31. Dezember 2020 i.V.m. Beilage 9 der Eingabe vom 

21. Januar 2021), lässt als solche keine klare Verbindung zur Vorge-

schichte des Beschwerdeführers erkennen. Dieselbe Feststellung gilt auch 

in Bezug auf insgesamt sieben auf Beschwerdeebene eingereichte Fotos, 

die laut Kommentierung des Beschwerdeführers eine Vorsprache der Poli-

zei vor seinem Haus am (…) 2020 sowie durch Unbekannte am (…) 2020 

an seinem Haus verursachte Schäden dokumentieren sollen (vgl. Beilage 

5 der Beschwerde vom 31. Dezember 2020, Bilder 1 bis 7), wird doch aus 

den Fotos als solchen nicht ersichtlich, in welchem Zusammenhang diese 

entstanden sind. Zur Vermeidung weitergehender Wiederholungen ist in 

diesem Zusammenhang auch auf die Ausführungen in der angefochtenen 

Verfügung (vgl. a.a.O. S. 5/6) zu verweisen. 

D-5414/2020 

Seite 19 

5.3 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass – dies entgegen der Auffas-

sung der Vorinstanz – nicht auszuschliessen ist, dass der Beschwerdefüh-

rer den nächtlichen Vorfall vom 20. Oktober 2016 wie geschildert mitbe-

kommen hat. Hingegen vermochte er die in diesem Zusammenhang er-

folgte angebliche Verfolgung nicht glaubhaft zu machen. Die Behauptun-

gen in der Beschwerde vom 20. November 2020 sowie in der Replik, das 

SEM habe eine völlig einseitige Würdigung des geltend gemachten Sach-

verhalts vorgenommen beziehungsweise den Untersuchungsgrundsatz, 

die Begründungspflicht und das Prinzip von Treu und Glauben verletzt, 

weshalb der Fall zu kassieren sei (vgl. Beschwerde S. 4/5 und Replik S. 4), 

entbehren jeglicher Berechtigung, weshalb der Kassationsantrag abzuwei-

sen ist. 

5.4  

5.4.1 Das SEM stellte weiter fest, es gelte zu prüfen, ob der Beschwerde-

führer im Falle der Rückkehr dennoch begründete Furcht vor künftigen Ver-

folgungsmassnahmen im Sinne von Art. 3 AsylG habe. Diese Prüfung sei 

gemäss dem Referenzurteil des Bundesverwaltungsgerichts E-1866/2015 

vom 15. Juli 2016 anhand von Risikofaktoren vorzunehmen. In diesem Zu-

sammenhang sei nochmals festzuhalten, dass sich dessen Asylvorbringen 

als nicht glaubhaft erwiesen hätten. 

Rückkehrer, die illegal ausgereist seien, über keine gültigen Identitätsdo-

kumente verfügten, im Ausland ein Asylverfahren durchlaufen hätten oder 

behördlich gesucht würden, würden am Flughafen zu ihrem Hintergrund 

befragt. Diese Befragung und das allfällige Eröffnen eines Strafverfahrens 

wegen illegaler Ausreise stellten keine asylrelevante Verfolgungsmass-

nahme dar. Regelmässig würden Rückkehrer auch am Herkunftsort 

zwecks Registrierung, Erfassung der Identität, bis hin zur Überwachung 

der Aktivitäten der Person befragt. Diese Kontrollmassnahmen nähmen 

grundsätzlich kein asylrelevantes Ausmass an. Der Beschwerdeführer 

habe nicht glaubhaft gemacht, vor der Ausreise flüchtlingsrechtlich relevan-

ten Verfolgungsmassnahmen ausgesetzt gewesen zu sein. Vielmehr sei er 

bis Januar 2017 in Sri Lanka wohnhaft gewesen, habe also nach Kriegs-

ende noch fast acht Jahre in seinem Heimatstaat gelebt. Sein Vater habe 

früher für ehemalige Mitglieder der LTTE gekocht. Er selbst sei jedoch nie 

für die LTTE aktiv gewesen und pflege auch keinen Kontakt zu ehemaligen 

Mitgliedern der LTTE. Auch sei er nicht exilpolitisch aktiv (vgl. act. A22 S. 5 

F31 bis F34). Zudem sei er eigenen Angaben zufolge legal aus Sri Lanka 

ausgereist. Allfällige, im Zeitpunkt der Ausreise bestehende Risikofaktoren 

D-5414/2020 

Seite 20 

hätten folglich kein Verfolgungsinteresse der sri-lankischen Behörden aus-

zulösen vermocht. Aufgrund der Aktenlage sei nicht ersichtlich, weshalb er 

bei einer Rückkehr in Sri Lanka nunmehr in den Fokus der Behörden ge-

raten und in flüchtlingsrechtlich relevanter Weise verfolgt werden sollte. 

Auch die am 16. November 2019 erfolgte Präsidentschaftswahl vermöge 

diese Einschätzung nicht umstossen. Mit der Wahl von Gotabaya Rajapa-

ksa zum Präsidenten und der Einsetzung sogenannter Presidential Task 

Forces, die zu guten Teilen mit Personen militärischen Hintergrunds be-

setzt worden seien, gingen Befürchtungen von mehr Einschüchterungen 

von Menschenrechtsaktivisten, Journalisten, Oppositionellen, weiteren re-

gierungskritischen Personen und Minderheiten einher. Tatsächlich habe 

die Überwachung der Zivilbevölkerung seit den dschihadistisch motivierten 

Terroranschlägen an Ostern 2019 und nochmals nach der Präsident-

schaftswahl zugenommen. Dennoch gebe es zum jetzigen Zeitpunkt kei-

nen Anlass zur Annahme, dass ganze Volks- oder Berufsgruppen unter 

Präsident Gotabaya Rajapaksa kollektiv einer Verfolgungsgefahr ausge-

setzt seien. Wie immer prüfe das SEM das Verfolgungsrisiko im Einzelfall. 

Voraussetzung für die Annahme einer Verfolgungsgefahr aufgrund der Prä-

sidentschaftswahlen vom 16. November 2019 sei ein persönlicher Bezug 

der asylsuchenden Person zu eben diesem Ereignis respektive dessen 

Folgen. Er habe weder die Präsidentschaftswahl respektive deren Folgen 

als Gefährdungselement vorgebracht, noch seien den Akten Hinweise auf 

die Verschärfung seiner persönlichen Situation aufgrund dieses Ereignis-

ses zu entnehmen. Die Anforderungen an die Annahme einer begründeten 

Verfolgungsfurcht seien damit nicht gegeben. 

Seine Asylvorbringen hielten somit weder den Anforderungen an die 

Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG noch denjenigen an die Glaub-

haftigkeit gemäss Art. 7 AsylG stand. Er erfülle somit die Flüchtlingseigen-

schaft nicht, weshalb sein Asylgesuch abzulehnen sei. 

5.4.2 Der Beschwerdeführer hat diesbezüglich auf Beschwerdeebene kei-

nerlei Einwände erhoben, weshalb sich weitergehende Ausführungen 

hierzu erübrigen. 

5.5 Zusammenfassend hat der Beschwerdeführer nichts vorgebracht, was 

geeignet wäre, seine Flüchtlingseigenschaft nachzuweisen oder zumindest 

glaubhaft zu machen. Nach dem Gesagten hat das SEM zu Recht die 

Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers verneint und sein Asylge-

such abgelehnt. 

D-5414/2020 

Seite 21 

6.  

6.1 Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so 

verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den 

Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie 

(Art. 44 AsylG). 

6.2 Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine ausländerrechtliche 

Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer sol-

chen. Die Wegweisung wurde demnach ebenfalls zu Recht angeordnet 

(vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.). 

7.  

7.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG). 

7.2 Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt ge-

mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard 

wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu be-

weisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens 

glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

7.3  

7.3.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den 

Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 

AIG). 

So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund 

nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Aus-

reise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. 

ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechts-

stellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]).  

Gemäss Art. 25 Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 

1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedri-

gende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 

EMRK darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender 

Strafe oder Behandlung unterworfen werden. 

D-5414/2020 

Seite 22 

7.3.2 Die Vorinstanz wies in der angefochtenen Verfügung zutreffend da-

rauf hin, dass das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulement nur 

Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es dem Be-

schwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefähr-

dung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der in Art. 5 AsylG 

verankerte Grundsatz der Nichtrückschiebung im vorliegenden Verfahren 

keine Anwendung finden. Eine Rückkehr des Beschwerdeführers nach Sri 

Lanka ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig. 

Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des Beschwerdeführers 

noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Aus-

schaffung nach Sri Lanka dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit einer 

nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung aus-

gesetzt wäre. Gemäss der Praxis des Europäischen Gerichtshofes für 

Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti-Folterausschusses 

müsste der Beschwerdeführer eine konkrete Gefahr ("real risk") nachwei-

sen oder glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer Rückschiebung Folter 

oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. Urteil des EGMR 

Saadi gegen Italien vom 28. Februar 2008, Grosse Kammer 37201/06, 

§§ 124–127 m.w.H.). Die allgemeine Menschenrechtssituation in Sri Lanka 

lässt den Wegweisungsvollzug nicht als unzulässig erscheinen (vgl. Refe-

renzurteil des BVGer E-1866/2015 vom 15. Juli 2016 E. 12.2 sowie statt 

vieler Urteil des BVGer E-895/2020 vom 15. April 2020 E. 9.2). Es ergeben 

sich aus den Akten auch keine konkreten Hinweise darauf, dass der Be-

schwerdeführer bei einer Rückkehr nach Sri Lanka mit beachtlicher Wahr-

scheinlichkeit Massnahmen zu befürchten hätte, die über einen so genann-

ten "Background Check" (Befragung und Überprüfung von Tätigkeiten im 

In- und Ausland) hinausgehen würden, oder dass er persönlich gefährdet 

wäre. Daran vermögen der Regierungswechsel vom November 2019 so-

wie die seither veränderte Lage in Sri Lanka nichts zu ändern. Der Weg-

weisungsvollzug erweist sich somit als zulässig. 

7.4  

7.4.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-

grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-

dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung 

festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläufige 

Aufnahme zu gewähren.  

D-5414/2020 

Seite 23 

7.4.2 Der bewaffnete Konflikt zwischen der sri-lankischen Regierung und 

den LTTE ist im Mai 2009 zu Ende gegangen, und es herrscht weder Krieg 

noch eine Situation allgemeiner Gewalt (vgl. BVGE 2011/24 E. 13.2.1). Ge-

mäss Rechtsprechung ist der Wegweisungsvollzug in die Nord- und Ost-

provinz zumutbar, wenn das Vorliegen der individuellen Zumutbarkeitskri-

terien bejaht werden kann (vgl. Referenzurteil des BVGer E-1866/2015 

vom 15. Juli 2016 E. 13.2). In einem weiteren Referenzurteil erachtet das 

Bundesverwaltungsgericht auch den Wegweisungsvollzug ins „Vanni-Ge-

biet“ als zumutbar (Urteil D-3619/2016 vom 16. Oktober 2017 E. 9.5). An 

dieser Einschätzung vermögen die Gewaltvorfälle in Sri Lanka vom 21. Ap-

ril 2019, der gleichentags von der sri-lankischen Regierung verhängte und 

am 28. August 2019 aufgehobene Ausnahmezustand sowie die mit den 

Wahlen im November 2019 zusammenhängenden gewalttätigen Aus-

schreitungen nichts zu ändern (vgl. dazu statt vieler Urteil BVGer  

E-895/2020 vom 15. April 2020 E. 9.3).  

7.4.3 Vorliegend sprechen auch keine individuellen Gründe gegen die Zu-

mutbarkeit des Wegweisungsvollzugs. Der Beschwerdeführer stammt aus 

E._______ im Distrikt Q._______ der Nordprovinz, wo er von seiner Geburt 

bis zur Ausreise gelebt hat. Dorthin ist der Wegweisungsvollzug gemäss 

der Praxis des Bundesverwaltungsgerichts grundsätzlich zumutbar. Im 

Weiteren verfügt der Beschwerdeführer in Sri Lanka über ein familiäres 

Umfeld, leben doch seinen Angaben zufolge seine Eltern, seine Ehefrau 

mit den beiden Kindern, die Schwiegereltern sowie mehrere Onkel und 

Tanten in C._______ (vgl. act. A6/14 S. 5 f. Ziff. 3.01). Ausserdem steht er 

mit seiner Familie von der Schweiz aus in ständigem Kontakt (vgl. act. 

A19/14 S. 4 F22 und act. A22/17 S. 3 F9). Der Beschwerdeführer selbst 

hat die Schule mit O-Level beendet und anschliessend den Lebensunter-

halt für seine Familie als (…) und (…) bestritten (vgl. act. A6/14 S. 4 

Ziff. 1.17.04 f.). Er habe gut verdient und seine Ausreisekosten in die 

Schweiz in Höhe von Fr. 28'000. – aus seinem Verdienst und mit der Hilfe 

seiner Schwester und seines Schwagers finanzieren können (vgl. act. 

A6/14 S. 8 Ziff. 5.02 i.V.m. act. A22/17 S. 10 F63 und F65). Ausserdem ist 

er jung und gesund. Es ist somit davon auszugehen, dass er sich bei einer 

Rückkehr nach Sri Lanka rasch wieder in die Gesellschaft und das Er-

werbsleben integrieren könnte, weshalb sich der Vollzug der Wegweisung 

nicht als unzumutbar erweist. 

7.5 Der Beschwerdeführer verfügt über eine sri-lankische Identitätskarte 

und es obliegt ihm, sich bei der zuständigen Vertretung des Heimatstaates 

D-5414/2020 

Seite 24 

allenfalls weitere für eine Rückkehr notwendige Reisedokumente zu be-

schaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12). 

Dem Vollzug der Wegweisung steht auch die Corona-Pandemie nicht ent-

gegen. Bei dieser handelt es sich – wenn überhaupt – um ein temporäres 

Vollzugshindernis, welchem im Rahmen der Vollzugsmodalitäten durch die 

kantonalen Behörden Rechnung zu tragen ist, indem etwa der Zeitpunkt 

des Vollzugs der Wegweisung der Situation in Sri Lanka angepasst wird 

(vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurs-

kommission [EMARK] 1995 Nr. 14 E. 8d und e sowie statt vieler Urteil des 

BVGer D-4796/2019 vom 27. April 2020 E. 8.9). Der Vollzug der Wegwei-

sung ist daher auch als möglich zu bezeichnen (Art. 83 Abs. 2 AIG). 

7.6 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

8.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und – soweit diesbezüglich 

überprüfbar – angemessen ist. Die Beschwerde ist demnach abzuweisen. 

9.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten grundsätzlich dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Da ihm jedoch mit 

Zwischenverfügung vom 16. Dezember 2020 unter Vorbehalt der rechtzei-

tigen Nachreichung eines Bedürftigkeitsnachweises die unentgeltliche Pro-

zessführung sowie – unter Vorbehalt der rechtzeitigen Benennung – die 

amtliche Rechtsverbeiständung nach aArt. 110a Abs. 1 AsylG gewährt 

wurde und sich an den Voraussetzungen dazu nichts geändert hat, sind 

ihm keine Verfahrenskosten aufzuerlegen. 

10.  

Dem mit Verfügung vom 7. Januar 2021 für das Beschwerdeverfahren amt-

lich beigeordneten Rechtsvertreter ist ein Honorar auszurichten (vgl. für die 

Grundsätze der Bemessung der Parteientschädigung Art. 7 ff. des Regle-

ments vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor 

dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Die am 5. März 

2021 eingereichte Gesamtkostennote weist für das vorliegende Verfahren 

einen totalen Zeitaufwand von 8 Stunden und 30 Minuten sowie Auslagen 

in Höhe von Fr. 40.90 auf. Der Aufwand erscheint in zeitlicher Hinsicht als 

D-5414/2020 

Seite 25 

angemessen. Das Gericht legt der amtlichen Verbeiständung bei Rechts-

anwälten einen maximalen Stundenansatz von Fr. 220.– zugrunde, wes-

halb der in der Honorarnote auf Fr. 270.– veranschlagte Stundenansatz 

entsprechend zu reduzieren ist. Für das Beschwerdeverfahren ist dem 

amtlich beigeordneten Rechtsvertreter somit zulasten des Gerichts ein 

amtliches Honorar in Höhe von Fr. 2'058.– (inkl. Auslagen und Mehrwert-

steuerzuschlag) zuzusprechen. 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

D-5414/2020 

Seite 26 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.  

Das Bundesverwaltungsgericht entrichtet dem als amtlichen Rechtsbei-

stand eingesetzten Rechtsvertreter ein Honorar in der Höhe von insgesamt 

Fr. 2'058.–. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Walter Lang Philipp Reimann 

 

 

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