# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e1757a37-1ef8-5d77-a7c1-4871d170b5f3
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-11-30
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 30.11.2023 UV 2023/3
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_UV-2023-3_2023-11-30.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 1/15

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2023/3

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 09.02.2024

Entscheiddatum: 30.11.2023

Entscheid Versicherungsgericht, 30.11.2023
Art. 17 Abs. 1 ATSG, Revision einer Invalidenrente. Mit Abschluss einer von 
der IV unterstützen Umschulung und Ausübung einer entsprechenden 
Arbeitstätigkeit trat eine Verbesserung der erwerblichen Folgen der 
gesundheitlichen Beeinträchtigung ein. Die Invalidenrente wurde von der 
Unfallversicherung zu Recht eingestellt (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 30. November 2023, UV 
2023/3).

Entscheid vom 30. November 2023

Besetzung

Versicherungsrichter Michael Rutz (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Mirjam Angehrn 

und Corinne Schambeck; Gerichtsschreiberin Karin Kobelt

Geschäftsnr.

UV 2023/3

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

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Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.  

A.___, (nachfolgend: Versicherter), war als Fachkraft Betoneinbau im Tunnelbau 

bei der B.___ GmbH, später übernommen von der C.___ AG (vgl. Internet-Auszug aus 

dem Handelsregister betreffend die heutige D.___ AG), angestellt und dadurch bei der 

Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen von Unfällen 

versichert, als er am 2. April 2012 mit dem Fahrrad stürzte (Suva-act. I/3).

A.a. 

 Bei diagnostiziertem palmarseitigem Riss des Diskus triangularis und einer 

Synovitis ulnarseitig, beides am rechten Handgelenk, wurde beim Versicherten am 4. 

September 2012 im Allgemeinen Öffentlichen Bezirkskrankenhaus E.___ eine 

Arthroskopie dieses Handgelenks vorgenommen (Suva-act. I/44). Aufgrund eines im 

Anschluss aufgetretenen Handgelenksinfekts erfolgte am 28. September 2012 eine Re-

Arthroskopie mit Spülung (Suva-act. I/45-1 und -10).

A.b. 

Am 10. Februar 2014 wurde er durch Kreisarzt Dr. med. F.___, Facharzt für 

Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, untersucht 

(Suva-act. I/117). Auf dessen Geheiss wurde am 4. März 2014 eine MR-Tomographie 

des rechten Handgelenks durchgeführt (vgl. Befundnachricht vom gleichen Tag in 

Suva-act. I/131). Am 24. April 2014 legte Dr. F.___ ein Zumutbarkeitsprofil fest. Auch 

wies er auf eine sich entwickelnde Handgelenksarthrose radiokarpal sowie interkarpal 

hin und stellte fest, dass mit einer partiellen Handgelenksarthrodese zu rechnen sei 

(Suva-act. I/143). Den Integritätsschaden schätzte er auf 10 % (Suva-act. I/144).

A.c. 

Am 26. September 2014 teilte die Suva dem Versicherten mit, dass von weiteren 

medizinischen Massnahmen keine Besserung des unfallbedingten Befundes mehr zu 

erwarten sei. Daher würden die Heilkostenleistungen per sofort und die 

A.d. 

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Taggeldleistungen ab 1. Oktober 2014 eingestellt (Suva-act. I/176). Mit Verfügung vom 

gleichen Tag sprach die Suva dem Versicherten eine Integritätsentschädigung 

basierend auf einem Integritätsschaden von 10 % zu (Suva-act. I/175).

Auf Veranlassung der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV), bei welcher der 

Versicherte sich am 16. Februar 2014 unter Hinweis auf Schmerzen am rechten 

Handgelenk und an der rechten Hand zum Leistungsbezug angemeldet hatte (IV-act. 

1), wurde dieser vom 28. Oktober bis 24. Januar 2015 in der Rehaklinik Bellikon 

beruflich abgeklärt (Suva-act. I/186 und 191). Für die Dauer dieser Massnahme wurde 

ihm ein Taggeld von der IV zugesprochen (Suva-act. I/184 und 190).

A.e. 

Ab 23. April 2015 wurde dem Versicherten eine Arbeitsunfähigkeit attestiert (Suva-

act. I/198 sowie 202), woraufhin die Suva ihre Taggeldzahlungen wieder aufnahm 

(Suva-act. I/207).

A.f. 

Am 26. August 2015 wurde der Versicherte erneut kreisärztlich untersucht. Dr. 

med. G.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates, kam laut Bericht vom 2. September 2015 zum Schluss, dass die 

Zumutbarkeitsbeurteilung vom 24. April 2014 unverändert gelte (Suva-act. I/240-5 

i.V.m. 143-2).

A.g. 

Mit Schreiben vom 18. September 2015 teilte die Suva dem Versicherten mit, dass 

sie noch bis 31. Oktober 2015 Taggelder ausrichten werde. Anschliessend finde die 

Rentenprüfung statt (Suva-act. I/247).

A.h. 

Mit Verfügung vom 29. Oktober 2015 sprach die Suva dem Versicherten mit 

Wirkung ab 1. November 2015 und basierend auf einem Invaliditätsgrad von 20 % eine 

Invalidenrente zu (Suva-act. I/273).

A.i. 

Vom 25. Januar bis 19. Februar 2016 wurde der Versicherte im Auftrag der IV in der 

Beruflichen Abklärungsstelle (BEFAS) Stiftung H.___, abgeklärt (IV-act. 92).

A.j. 

Am 12. März 2016 erlitt der Versicherte einen Riss des inneren Seiten- sowie des 

Kreuzbandes am linken Bein (IV-act. 96-1).

A.k. 

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B.  

Am 18. April 2017 trat der Versicherte in ein Arbeitsverhältnis als Kraftfahrer bei der 

I.___ AG (vgl. IV-act. 160), wobei die IV die Erlangung des notwendigen Führerscheins 

im Rahmen von beruflichen Massnahmen finanzierte (vgl. IV-act. 161-2 sowie 176).

A.l. 

Am 16. März 2018 zog sich der Versicherte eine Achillessehnenruptur rechts zu 

(IV-act. 212-2).

A.m. 

Per 1. September 2018 trat der Versicherte eine Arbeitsstelle als LKW-Chauffeur 

bei der J.___ AG an (IV-act. 231). Mit Mitteilung vom 20. September 2018 teilte die IV 

dem Versicherten mit, dass die beruflichen Massnahmen nach erfolgreicher Prüfung 

zum LKW-Chauffeur abgeschlossen würden (Suva-act. I/288; für das Protokoll der 

Berufsberatung vgl. IV-act. 237). Mit Vorbescheid vom 29. November 2018 verneinte 

sie einen Rentenanspruch des Versicherten (Suva-act. I/289).

A.n. 

Nach schriftlicher Befragung des Versicherten sowie Einsichtnahme in seine 

Lohnunterlagen teilte die Suva ihm am 13. März 2019 mit, dass die Rente nicht 

geändert werde (Suva-act. I/300; vgl. auch Suva-act. I/291 bis 299).

B.a. 

Mit Eingabe vom 21. März 2019 beanstandete der Versicherte bei der IV, dass 

sein Einkommen als LKW-Chauffeur weit unter dem von ihm vor dem Unfall erzielten 

Einkommen liege. Er ersuche um Wiederaufnahme der vereinbarten Umschulung zum 

Pneukranführer oder um Zusprache einer Teilrente (IV-act. 246). Daraufhin nahm die IV 

die Prüfung von beruflichen Massnahmen wieder auf (IV-act. 248).

B.b. 

Am 25. Februar 2020 erstattete die medexperts ag, interdisziplinäre Medizin, St. 

Gallen, zuhanden der IV-Stelle ein interdisziplinäres (orthopädisches, psychiatrisches, 

internistisches, neuropsychologisches) Gutachten inkl. Evaluation der funktionellen 

Leistungsfähigkeit (EFL; IV-act. 278). Als Mitarbeiter im Tunnelbau attestierten die 

Gutachter dem Versicherten eine vollständige Arbeitsunfähigkeit ab dem Unfall vom 

April 2012 (IV-act. 278-8). Für die aktuelle Tätigkeit als LKW-Fahrer bzw. als 

Pneukranführer attestierten sie dem Versicherten ab Oktober 2018 eine vollständige 

Arbeitsfähigkeit (IV-act. 278-8 f.). Auch die EFL ergab, dass diese beiden Tätigkeiten 

ohne Einschränkung ausübbar seien (IV-act. 279).

B.c. 

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C.  

D.  

Am 5. März 2020 gewährte die IV dem Versicherten Berufsberatung (IV-act. 282).B.d. 

Am 1. März 2021 trat der Versicherte ein Arbeitsverhältnis als Mitarbeiter und 

Chauffeur C/E mit Kranprüfung bei der K.___ AG, an (Suva-act. I/325). Mit Mitteilung 

vom 6. Mai 2021 teilte die IV dem Versicherten mit, dass sie die Kosten für die 

Umschulung zum Chauffeur Fahrzeug- und Baukran bei der K.___ AG übernehme 

(Suva-act. I/313).

B.e. 

Am 1. Dezember 2021 leitete die Suva ein weiteres Revisionsverfahren ein (Suva-

act. I/316). Der Versicherte informierte mit Fragebogen vom 27. Dezember 2021 über 

sein seit 1. März 2021 mit der K.___ AG bestehendes Arbeitsverhältnis als LKW-

Kranführer (Suva-act. I/318).

C.a. 

Am 6. April 2022 absolvierte der Versicherte erfolgreich die Ausbildung zum 

Kranführer Kat. A (vgl. IV-act. 351).

C.b. 

Nachdem die Suva weitere Abklärungen über die Erwerbssituation des 

Beschwerdeführers getroffen hatte, verfügte sie am 30. Mai 2022 resp. 8. Juni 2022 die 

Aufhebung der Invalidenrente per 1. Juni 2022 (Suva-act. I/332 und I/337).

C.c. 

Gegen die Verfügung vom 8. Juni 2022 erhob der Versicherte am 4. Juli 2022 

Einsprache und beantragte sinngemäss die Weiterausrichtung der Invalidenrente 

basierend auf einem Invaliditätsgrad von 20 % (Suva-act. I/341).

D.a. 

Am 1. August 2022 trat der Versicherte in ein Arbeitsverhältnis als Chauffeur mit 

der L.___ AG (Suva-act. II/10-2).

D.b. 

Mit Mitteilung vom 9. November 2022 schloss die IV-Stelle die beruflichen 

Massnahmen ab (IV-act. 354).

D.c. 

Mit Einspracheentscheid vom 14. Dezember 2022 hiess die Suva die Einsprache 

vom 4. Juli 2022 teilweise gut und änderte die Verfügung vom 8. Juni 2022 

D.d. 

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E.  

Erwägungen

1.

Streitig und zu prüfen ist im vorliegenden Fall, ob die Beschwerdegegnerin berechtigt 

war, die dem Beschwerdeführer ab 1. November 2015 bei einem Invaliditätsgrad von 

20 % ausgerichtete Invalidenrente in Revision zu ziehen und ab 1. Oktober 2022 

einzustellen.

dahingehend ab, dass die Invalidenrente erst ab 1. Oktober 2022 aufgehoben werde 

(Suva-act. I/348).

Gegen den Einspracheentscheid vom 14. Dezember 2022 erhob der Versicherte 

(nachfolgend: Beschwerdeführer) am 10. Januar 2023 Beschwerde und beantragte 

sinngemäss die Weiterausrichtung der Rente (act. G1).

E.a. 

Die Suva (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) beantragte mit Beschwerdeantwort 

vom 8. Februar 2023 die Abweisung der Beschwerde (act. G3).

E.b. 

Der Beschwerdeführer verzichtete auf die Einreichung einer Replik (vgl. act. G5).E.c. 

Das Versicherungsgericht zog am 16. August 2023 die Akten der IV bei (act. G7). 

Darüber informierte es die Parteien am 24. August 2023 und gab ihnen Gelegenheit zur 

Einsichtnahme und zur allfälligen Stellungnahme (act. G9). Der Beschwerdeführer 

äusserte sich mit am 8. September 2023 beim Gericht eingegangener Eingabe (act. 

G11). Die Beschwerdegegnerin nahm Einsicht in die Akten und verzichtete am 11. 

September 2023 auf eine Stellungnahme dazu (act. G12). Am 12. September 2023 

wurde den Parteien je die Eingabe der Gegenpartei zugestellt (act. G13).

E.d. 

Die IV-Stelle wartet ihren Akten zufolge die Rechtskraft des vorliegend 

angefochtenen Einspracheentscheids ab, bevor sie das weitere Vorgehen bestimmt 

(IV-act. 358).

E.e. 

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2.  

Ist die versicherte Person infolge des Unfalls zu mindestens 10 % invalid (Art. 8 

des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; 

SR 830.1]), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]). Invalidität ist gemäss 

Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze 

oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (zum Begriff der Erwerbsunfähigkeit siehe Art. 7 Abs. 

1 und 2 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das 

sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).

2.1. 

Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der Unfallversicherung bildet die 

Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht demnach nur für 

Gesundheitsschäden, die natürlich und adäquat kausal mit einem versicherten 

Unfallereignis zusammenhängen (André Nabold, N 48 ff. zu Art. 6, in: Marc Hürzeler/

Ueli Kieser [Hrsg.], Bundesgesetz über die Unfallversicherung, Kommentar zum 

schweizerischen Sozialversicherungsrecht, 2018 [nachfolgend zitiert: KOSS UVG]; 

Irene Hofer, N 63 ff. zu Art. 6, in: Ghislaine Frésard-Fellay/Susanne Leuzinger/Kurt Pärli 

[Hrsg.], Unfallversicherungsgesetz, Basler Kommentar, 2019 [nachfolgend zitiert: BSK 

UVG]; Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, in: Erwin Murer/Hans-Ulrich Stauffer [Hrsg.], Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl. 2012, S. 53 ff.).

2.2. 

Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen 

Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten 

Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der IV 

abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung (Art. 10 UVG) 

und die Taggeldleistungen (Art. 16 UVG) dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG; sogenannter 

"Fallabschluss"; vgl. dazu Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 143 f.; BSK UVG-Thomas 

Flückiger, a.a.O., N 7 zu Art. 19; KOSS UVG-Philipp Geertsen, N 11 ff. zu Art. 19). Ist 

von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr zu erwarten, wird jedoch der 

Entscheid der IV über die berufliche Eingliederung erst später gefällt, so wird vom 

Abschluss der ärztlichen Behandlung an vorübergehend eine UVG-Invalidenrente (sog. 

Übergangsrente) ausgerichtet, sofern eine entsprechende Invalidität ausgewiesen ist. 

2.3. 

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3.  

Der Anspruch auf eine mögliche Übergangsrente beruht auf der Überlegung, dass die 

Unfallversicherung die künftige Erwerbsunfähigkeit erst mit ausreichender 

Zuverlässigkeit schätzen kann, wenn allfällige Eingliederungsmassnahmen zu Ende 

geführt sind (vgl. Alfred Maurer, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. 

1989, S. 371). Die Übergangsrente wird daher aufgrund der Erwerbsunfähigkeit im 

Zeitpunkt ihrer Festlegung, mithin für eine noch nicht eingegliederte versicherte Person, 

ebenfalls durch Einkommensvergleich ermittelt (vgl. BGE 129 V 284 E. 4.1). Der 

Anspruch erlischt u. a. mit dem negativen Entscheid der IV über die berufliche 

Eingliederung sowie dem Entscheid über die Festsetzung der definitiven Rente (Art. 19 

Abs. 3 UVG; Art. 30 Abs. 1 lit. b und c der Verordnung über die Unfallversicherung 

[UVV; SR 832.202]). Zur Änderung einer rechtskräftig zugesprochenen Leistung bedarf 

es eines Rückkommenstitels. Eine solche Änderung ist unter anderem mit einer 

Anpassung nach Art. 17 ATSG möglich.

Die Invalidenrente wird von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft 

erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben, wenn der Invaliditätsgrad einer 

Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers sich: a. um mindestens fünf 

Prozentpunkte ändert; oder b. auf 100 Prozent erhöht (Art. 17 Abs. 1 ATSG in der hier 

anwendbaren, ab 1. Januar 2022 geltenden Fassung [bis zum 31. Dezember 2021 

entsprach dies der bundesgerichtlichen Rechtsprechung: BGE 140 V 87 E. 4.3]; 

materielle Revision). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 

tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den 

Rentenanspruch zu beeinflussen. Zeitlicher Ausgangspunkt für die Beurteilung einer 

anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades ist die letzte rechtskräftige 

Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs beruht (BGE 

134 V 132 E. 3 mit Hinweisen). Änderungen des Gesundheitszustands bilden den 

Regelfall der Rentenanpassung (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, N 33 zu 

Art. 17). Eine Anpassung kann aber auch erfolgen, wenn sich die erwerblichen 

Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustands erheblich 

verändert haben (BGE 130 V 349 f. E. 3.5).

2.4. 

Die Beschwerdegegnerin sprach dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 29. 

Oktober 2015 mit Wirkung ab 1. November 2015 und basierend auf einem 

Invaliditätsgrad von 20 % eine Invalidenrente zu (Suva-act. I/273). Diese Verfügung 

erwuchs unangefochten in Rechtskraft. Da der Beschwerdeführer sich zu diesem 

Zeitpunkt in der Eingliederungsphase bei der IV befand, konnte es sich bei dieser 

Rente nur um eine Übergangsrente handeln (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 15. 

3.1. 

https://www.swisslex.ch/Doc/ShowDocComingFromCitation/c4deb209-705e-435e-b41d-9ca2aa29635e?citationId=12329e78-8853-4edb-ab86-9ac540659092&source=document-link&SP=5|inysh0

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Oktober 2014, 8C_347/2014, E. 3.2), auch wenn diese von der Beschwerdegegnerin 

nicht ausdrücklich so benannt wurde. Eine solche Rente endet unter anderem mit dem 

negativen Entscheid der IV über die berufliche Eingliederung oder mit dem Entscheid 

über die definitive Festsetzung der Rente der Unfallversicherung (vgl. vorstehend E. 

2.3; zur Thematik des nicht definitiven Erlöschens mit dem Beginn des Anspruchs auf 

ein Taggeld der IV und des Wiederauflebens nach Beendigung des Anspruchs auf ein 

solches Taggeld vgl. KOSS UVG-Geertsen, N 41 zu Art. 19). Da jedoch, wie 

nachfolgend in E. 3.3 aufzuzeigen sein wird, ohnehin ein Revisionsgrund zu bejahen ist, 

ist diese Thematik mangels relevanter Konsequenzen nicht weiter zu vertiefen.

Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen Einspracheentscheid davon aus, 

dass ein Revisionsgrund im Sinne einer wesentlichen Änderung in den erwerblichen 

Verhältnissen vorliegt. Der Beschwerdeführer bestreitet dies. Es gilt folglich zu prüfen, 

ob eine wesentliche Veränderung in den tatsächlichen Verhältnissen zwischen der 

rentenzusprechenden Verfügung vom 29. Oktober 2015 (Suva-act. I/273) und dem 

angefochtenen Einspracheentscheid vom 14. Dezember 2022 (Suva-act. I/348) 

eingetreten ist.

3.2. 

Bei der Rentenzusprache ging die Beschwerdegegnerin gestützt auf die 

Kreisarztbeurteilung vom 2. September 2015 davon aus, dass dem Beschwerdeführer 

seine angestammte Tätigkeit als Betonierer im Tunnelbau nicht mehr möglich sei. Als 

möglich beurteilte sie ganztägige leichte Arbeiten mit Heben von Gewichten 

vorwiegend mit der linken Hand bis 10 Kilogramm bis Lendenhöhe und ca. 5 

Kilogramm bis Schulterhöhe; das Heben von Gewichten in Überkopfstellung sei 

rechtsseitig nicht möglich; leichtes Hantieren mit Werkzeugen, insbesondere 

feinmotorisch, sei manchmal bis oft möglich; bezüglich der Haltung bestünden im 

Sitzen keine Einschränkungen, auch nicht in der Fortbewegung; das Besteigen von 

Leitern sowie Aufenthalte auf vibrierenden Plattformen seien ungünstig, ebenso das 

Ausüben von Schlägen und kräftigen Umwendbewegungen (vgl. Suva-act. I/273-2 

i.V.m. I/240-5 und I/143). Angesichts dieses Zumutbarkeitsprofils berücksichtigte die 

Beschwerdegegnerin beim Invalideneinkommen das durchschnittliche Einkommen 

eines Hilfsarbeiters im tiefsten Kompetenzniveau 1 in sämtlichen Branchen gemäss den 

damals anwendbaren Tabellenlöhnen der Lohnstrukturerhebung (LSE) des 

Bundesamtes für Statistik in Höhe von Fr. 59'900.--, wobei ein Abzug vom 

Tabellenlohn von 10 % Berücksichtigung fand (LSE 2012/TA1, vgl. Suva-act. I/274-2 

Ziff. 8). Für das Valideneinkommen stellte die Beschwerdegegnerin ebenfalls auf die 

LSE 2012, und zwar auf das durchschnittliche Einkommen im Kompetenzniveau 2 in 

der Baubranche in Höhe von Fr. 75'038.--, ab. Dies führte zu einem Invaliditätsgrad von 

3.3. 

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20 % (Suva-act. I/273-2 f.). Der versicherte Verdienst als weiterer Faktor der 

Invaliditätsbemessung wurde bei Fr. 83'014.-- festgelegt (Suva-act. I/273-1). Wie der 

Beschwerdeführer in der Beschwerdeschrift selber ausführt, erlangte er während des 

Bezugs der Invalidenrente der Unfallversicherung im Rahmen von beruflichen 

Massnahmen der IV im April 2022 unter anderem den Führerschein zum Chauffeur 

Fahrzeug- und Baukran (Kat. A und B) und arbeitet seit 1. August (richtig: Oktober) 

2022 als LKW-Chauffeur mit Kranführung für ein Monatseinkommen von Fr. 5'300.-- 

zzgl. 13. Monatslohn für die L.___ AG (act. G1; vgl. Suva-act. I/331 und II/10-2 sowie 

act. G11), nachdem er vom 1. März 2021 bis 31. Juli 2022 für die K.___ AG tätig 

gewesen war. Dort hatte er anfänglich ein monatliches Einkommen von Fr. 5'000.-- 

zzgl. 13. Monatslohn erzielt, welches sich nach bestandener Kranprüfung auf Fr. 

5'500.-- zzgl. 13. Monatslohn erhöht hatte (vgl. Suva-act. I/325 sowie I/331). Damit hat 

in erwerblicher Hinsicht offensichtlich eine wesentliche Sachverhaltsänderung 

stattgefunden, denn die Invalidenrente war dem Beschwerdeführer unter Bezugnahme 

auf unqualifizierte Hilfsarbeitertätigkeiten zugesprochen worden. Da er nicht nur die 

Prüfung zum LKW-Chauffeur und zum Kranführer erfolgreich absolviert hat, sondern 

seit Absolvierung dieser Prüfungen auch als Chauffeur mit Kranführertätigkeiten 

arbeitet und dabei Einkommen von monatlich Fr. 5'500.-- resp. 5'300.-- erzielte und 

erzielt, stellt dies eine erhebliche Änderung der erwerblichen Folgen des 

Gesundheitsschadens dar (vgl. Urteil vom 25. April 2018, 8C_581/2017, E. 6.1). Somit 

ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin per 1. Oktober 2022 vom 

Vorliegen eines Revisionsgrundes ausgegangen ist.

Der Beschwerdeführer bemängelt in diesem Zusammenhang insbesondere, dass 

er seit dem 26. August 2015 nicht mehr ärztlich untersucht worden sei. Liegt bereits in 

erwerblicher Hinsicht eine als Revisionsvoraussetzung genügende Veränderung der 

tatsächlichen Verhältnisse vor (vgl. soeben E. 3.3), braucht jedoch einerseits nicht 

geprüft zu werden, ob dies allenfalls auch in gesundheitlicher Hinsicht zutrifft. 

Zusätzlich einer Veränderung des Gesundheitszustandes bedarf es für eine 

Rentenrevision nicht (Urteil des Bundesgerichts vom 12. September 2016, 

8C_407/2016, E. 2.2.3). Andererseits erachtete die IV im Jahr 2019 eine 

interdisziplinäre medizinische Abklärung als angezeigt und am 25. Februar 2020 wurde 

das von ihr eingeholte Gutachten von der medexperts AG erstattet. Dieses beruht auf 

Untersuchungen vom 29. Januar sowie 5. und 6. Februar 2020 (vgl. IV-act. 278-1). 

Auch wenn dieses Gutachten von der zuständigen IV-Stelle und nicht von der 

Beschwerdegegnerin eingeholt worden ist, kann auch in unfallversicherungsrechtlichen 

Belangen darauf abgestellt werden, solange bei der beweismässigen Auswertung des 

Gutachtens die von der Rechtsprechung vorgegebenen Regeln des jeweiligen 

3.4. 

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Sozialversicherungszweigs beachtet werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 25. 

August 2011, 8C_543/2011, E. 3 mit Hinweisen). Selbst unter Berücksichtigung der 

Folgen der vom Beschwerdeführer in der Beschwerde erwähnten Unfälle (vgl. zur 

Kausalität vorstehend E. 2.2) kamen die Gutachter übereinstimmend zum Schluss, 

dass sowohl die Tätigkeit als LKW-Chauffeur als auch eine Tätigkeit als Kranführer 

adaptiert seien und vom Beschwerdeführer mit 100%iger Leistungsfähigkeit ausgeübt 

werden könnten (vgl. IV-act. 278-26). Auch die im Rahmen des Gutachtens der 

medexperts AG durch die Ergonomie des Rehazentrums Valens durchgeführte EFL 

führte laut Bericht vom 7. Februar 2020 zum Schluss, dass der Beschwerdeführer 

sowohl die von einem Lastwagenchauffeur als auch von einem Pneukranführer 

verlangten Arbeiten anhand der Beobachtungen bei den Tests uneingeschränkt 

ausführen könne (IV-act. 279-8). Die Experten der medexperts AG haben die Vorakten 

eingehend gewürdigt, den Beschwerdeführer umfassend persönlich untersucht und 

sich mit den objektiven klinischen Befunden, den Angaben in den Vorakten und den 

subjektiven Klagen des Beschwerdeführers auseinandergesetzt. Sie haben die 

Diagnosen und die Arbeitsfähigkeitsschätzung überzeugend begründet. Die 

Beweiskraft für das vorliegende unfallversicherungsrechtliche Verfahren ist gegeben, 

da die sich stellende Frage der Arbeitsfähigkeit aufgrund der unfallkausalen 

Beeinträchtigung (herrührend aus dem Unfall vom 2. April 2012) sich damit 

rechtsgenüglich beantworten lässt. Insoweit der Beschwerdeführer im Rahmen dieses 

Beschwerdeverfahrens sinngemäss eine Verschlechterung seines 

Gesundheitszustandes geltend macht (vgl. act. G1 und insbesondere act. G11), 

vermag dies nicht Verfahrensgegenstand zu bilden. Der Beschwerdeführer stand zum 

Zeitpunkt des Erlasses des Einspracheentscheides vom 14. Dezember 2022, welcher in 

zeitlicher Hinsicht die Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis im vorliegenden 

Beschwerdeverfahren bildet (vgl. BGE 121 V 366 E. 1b m.H.), unbestrittenermassen in 

einem Arbeitsverhältnis mit der L.___ AG und erzielte mit dieser Tätigkeit ein 

rentenausschliessendes Erwerbseinkommen (vgl. nachfolgend E. 4). Eine Erfassung 

einer allfälligen Verschlechterung des Gesundheitszustandes seiner rechten Hand wird 

nur für die Zukunft möglich sein, zumal aus den Akten keine Anhaltspunkte für die 

rechte Hand betreffende Arztbesuche/Behandlungen zu entnehmen sind. Die 

Beschwerdegegnerin ist jedoch gehalten, eine solche Verschlechterung zu prüfen und 

nach erfolgten Abklärungen eine Verfügung zu erlassen.

Soweit der Beschwerdeführer sich auf den Standpunkt stellt, dass zwei Unfälle 

(betreffend Knie im Jahr 2016 und betreffend Wirbelsäule im Jahr 2023; vgl. act. G1 

und G11) seine Erwerbsfähigkeit verschlechtert hätten, ist er hinsichtlich des ersten 

Unfalls darauf hinzuweisen, dass er sich diesbezüglich an den für diesen Unfall 

3.5. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 12/15

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4.  

zuständigen Unfallversicherer wenden muss, zumal die Frage der erwerblichen Folgen 

dieses Unfalls nicht Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bilden kann 

(vgl. selbst für den Fall einer bereits laufenden Rente Art. 100 Abs. 6 UVV). Hinsichtlich 

des zweiten Unfalls ist der Beschwerdeführer erneut darauf hinzuweisen, dass in 

zeitlicher Hinsicht der Einspracheentscheid vom 14. Dezember 2022 die Grenze der 

richterlichen Überprüfungsbefugnis im vorliegenden Beschwerdeverfahren bildet (vgl. 

soeben E. 3.4) und folglich auch dieser Unfall nicht Gegenstand dieses 

Beschwerdeverfahrens sein kann, selbst wenn die Beschwerdegegnerin auch für 

diesen geltend gemachten Unfall zuständig sein sollte.

Die Beschwerdegegnerin hat angesichts des Vorliegens eines Revisionsgrundes 

die Vergleichseinkommen, aufgrund welcher sich der Invaliditätsgrad ermittelt, zu 

Recht bezogen auf das Jahr 2022 neu festgelegt. Für den Einkommensvergleich (vgl. 

oben E. 2.1) sind in der Regel die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen 

ziffernmässig möglichst genau zu ermitteln und einander gegenüberzustellen, worauf 

sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (Urteile des 

Bundesgerichts vom 19. September 2017, 9C_413/2017, E. 3.1, und vom 3. Mai 2016, 

9C_644/2015, E. 4.2 mit Hinweisen). Zur Ermittlung der Vergleichseinkommen ist 

gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung primär auf die konkreten Verhältnisse 

abzustellen. Ist eine Ermittlung des Validen- und/oder Invalideneinkommens aufgrund 

und nach Massgabe der konkreten Gegebenheiten des Einzelfalls nicht möglich, wird 

subsidiär auf die Lohnstatistik, in der Regel auf LSE des Bundesamtes für Statistik, 

abgestellt. Die Verwendung der LSE im Rahmen der Invaliditätsbemessung nach Art. 

16 ATSG ist in diesem Sinne ultima ratio (vgl. BGE 142 V 188 E. 2.5.7 mit Hinweisen; 

BGE 148 V 174 E. 9.2.1; vgl. ferner Urteil des Bundesgerichts vom 9. März 2022, 

8C_256/2021, E. 9.3).

4.1. 

Das ursprüngliche, angesichts der Befristung des Arbeitsverhältnisses mit der 

B.___ GmbH (Fremdakten der IV [fremd-act.] 6-180) respektive der C.___ AG (fremd-

act. 6-192) zu Recht, gestützt auf die LSE 2012 für Bauarbeiter festgelegte 

Valideneinkommen von Fr. 75'038.-- hat die Beschwerdegegnerin unter 

Berücksichtigung der aktuellen Tabelle LSE 2020, TA1 sowie der 

Einkommensentwicklung bis ins Jahr 2022 neu festgelegt, was nicht zu beanstanden 

ist. Laut TA1_tirage_skill_level Schweiz 2020 betrug das durchschnittliche Einkommen 

als Bauarbeiter im Kompetenzniveau 2 monatlich Fr. 6'069.-- und jährlich Fr. 72'828.--. 

Angepasst an die betriebsübliche Arbeitszeit im Baugewerbe von 41.3 Stunden (die 

Reduktion auf 41.2 Stunden für das Jahr 2022 war zum Zeitpunkt des Erlasses des 

4.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 13/15

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angefochtenen Einspracheentscheides noch nicht bekannt, vgl. zur Anwendung der 

zeitlich richtigen Tabelle Urteil des Bundesgerichts vom 2. Mai 2023, 8C_659/2022, 

8C_707/2022, E. 4.2.2 und 7.2) resultiert ein jährliches Einkommen von Fr. 75'194.91. 

Angepasst an den Nominallohnindex bis 2022 (2021: 0 % gemäss T1.20 und T2.93; 

2022: 1.1 % gemäss der dritten Quartalsschätzung vom 30. November 2021, abrufbar 

unter https://www.bfs.admin.ch/bfs/ de /home /dienstleistungen/fuer-

medienschaffende/alle-veroeffentlichungen.gnpdetail. 2022-0105.html, zuletzt 

abgerufen am 25. September 2023; vgl. wiederum Urteil des Bundesgerichts vom 2. 

Mai 2023, 8C_659/2022, 8C_707/2022, E. 7.2) ergibt sich das von der 

Beschwerdegegnerin ermittelte Valideneinkommen von Fr. 76'022.05.

Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist gemäss bundesgerichtlicher 

Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in der die 

versicherte Person nach Eintritt der Invalidität steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität 

eine Erwerbstätigkeit aus, bei der − kumulativ − besonders stabile Arbeitsverhältnisse 

gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in 

zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der 

Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der 

tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches Erwerbseinkommen 

gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des 

Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue 

Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, können gemäss Bundesgericht die Tabellenlöhne 

der LSE herangezogen werden (BGE 143 V 296 f. E. 2.2 und 135 V 301 E. 5.2). Die 

Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen Einspracheentscheid davon aus, dass es 

sich bei dem seit 1. August 2022 bestehenden Arbeitsverhältnis des 

Beschwerdeführers mit der L.___ AG um ein stabiles Arbeitsverhältnis handelt und 

berücksichtigte deshalb das vom Beschwerdeführer in diesem Arbeitsverhältnis seit 1. 

Oktober 2022 erzielte Einkommen von Fr. 5'300.-- pro Monat zzgl. 13. Monatslohn (vgl. 

Suva-act. II/10-2) als Invalideneinkommen. Zu Recht ging sie davon aus, dass dieses 

Einkommen als angemessen und nicht als Soziallohn erscheint (vgl. hierzu sogleich). 

Das auf dieser Grundlage errechnete Invalideneinkommen von monatlich Fr. 5'741.65 

(Fr. 5'300.-- x 13 : 12) respektive jährlich Fr. 68'900.-- führte zu einem nicht mehr 

rentenbegründenden Invaliditätsgrad von 9.37 % (vgl. Suva-act. I/348). Da es sich bei 

der vom Beschwerdeführer in diesem Arbeitsverhältnis ausgeübten Tätigkeit um eine 

aus medizinischer Sicht zumutbare Tätigkeit handelt (vgl. vorstehend E. 3.4), spricht 

nichts gegen die Berücksichtigung dieses Einkommens als Invalideneinkommen. Selbst 

wenn der Ansicht der Beschwerdegegnerin, dass es sich bei diesem Arbeitsverhältnis 

um ein stabiles handelt, welches für das Invalideneinkommen massgeblich ist, nicht 

4.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 14/15

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5.  

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Das in dem am 8. September 2023 beim Versicherungsgericht eingegangenen 

Schreiben sinngemäss gestellte Gesuch um Prüfung einer Verschlechterung des 

Gesundheitszustandes wird zuständigkeitshalber der Beschwerdegegnerin überwiesen.

gefolgt werden könnte, würde sich ein Abstellen auf ein Invalideneinkommen von Fr. 

68'900.-- rechtfertigen, zumal es sich bei diesem Einkommen um das im Raum 

Ostschweiz laut der aktenkundigen BEFAS-Abklärung durchschnittlich als 

Pneukranführer erzielbare Einkommen handelt (vgl. Abklärungsbericht der BEFAS vom 

30. März 2016 in IV-act. 92-15). Darüber hinaus weist die Beschwerdegegnerin in der 

Beschwerdeantwort vom 8. Februar 2023 zu Recht darauf hin, dass ein Abstellen auf 

die LSE (TA1_tirage_skill_level Schweiz 2020, 49-53 Verkehr und Lagerei im 

Kompetenzniveau 2) zu einem noch höheren Invalideneinkommen führen würde (vgl. 

Berechnung in act. G3 Rz. 9).

Bei einem Valideneinkommen von Fr. 76'022.05 und einem Invalideneinkommen 

von mindestens Fr. 68'900.-- resultiert eine Erwerbseinbusse von höchstens 

Fr. 7’122.05 bzw. ein Invaliditätsgrad von höchstens abgerundet 9 % ([Fr. 7'122.05 / 

Fr. 76'022.05] x 100). Damit erfolgte die Aufhebung der Invalidenrente per 1. Oktober 

2022 mangels Erreichens eines Invaliditätsgrades von 10 % zu Recht.

4.4. 

Nach dem Gesagten ist die gegen den Einspracheentscheid vom 14. Dezember 

2022 erhobene Beschwerde vom 10. Januar 2023 abzuweisen.

5.1. 

Das in dem am 8. September 2023 beim Versicherungsgericht eingegangenen 

Schreiben vom Beschwerdeführer sinngemäss gestellte Gesuch um Prüfung einer 

Verschlechterung seines Gesundheitszustandes ist zuständigkeitshalber der 

Beschwerdegegnerin zu überweisen.

5.2. 

Gerichtskosten sind mangels gesetzlicher Grundlage im UVG keine zu erheben 

(Art. 61 lit. f  ATSG).

5.3. 
bis

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 15/15

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3.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 30.11.2023
	Art. 17 Abs. 1 ATSG, Revision einer Invalidenrente. Mit Abschluss einer von der IV unterstützen Umschulung und Ausübung einer entsprechenden Arbeitstätigkeit trat eine Verbesserung der erwerblichen Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung ein. Die Invalidenrente wurde von der Unfallversicherung zu Recht eingestellt (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 30. November 2023, UV 2023/3).

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