# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c3452015-6918-5c20-8a14-1b0d9bbf51d5
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-08-12
**Language:** de
**Title:** Rückweisung zur ergänzenden Abklärung der Arbeitsfähigkeit im zeitlichen Verlauf; rentenausschliessende Erwerbsfähigkeit nicht rechtsgenügend erstellt
**Docket/Reference:** IV.2015.00502
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2015.00502.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2015.00502
IV. Kammer
Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna
Sozialversicherungsrichterin Philipp
Gerichtsschreiberin Hediger
Urteil
vom
12. August 2016
in Sachen
X.___
Beschwerdeführerin
vertreten durch Rechtsanwalt Kaspar Gehring
Anwaltskanzlei
Kieser
Senn Partner
Ulrichstrasse 14, 8032 Zürich
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
Die 1986 geborene
X.___
,
Coiffeuse
mit Eidgenössischem
Fähig
keitszeugnis
(
Urk.
7/36/4) und Mutter ein
er 2004 geborene
n
Tochter (Urk.
7/
2), war zuletzt bis 3
0.
November 2013 (
Urk.
1 S. 5,
Urk.
7/46/7) als
Sales
Advisor
(Verkäuferin) bei
Y.___
angestellt
. Am
6.
Dezember 2011 unterzog sich die Versicherte einer Vorfusskorrektur des rechten Fusses (Weil-Osteotomie des
Metatarsale
II). Drei Tage später am
9.
Dezember 2011 rutschte sie mit den Gehstöcken aus und belastete dabei den operierten
Vorfuss
(vgl. Unfallmeldung vom 1
5.
Dezember 2011,
Urk.
7/10/77).
Dies führte zu einer Revisionsoperation am 3
1.
Januar 2012,
infolge dessen
es
erstmals
z
u postope
rativen Komplikationen
kam.
Daraufhin folgten mit der
Resektion eines planta
ren Ganglions, Weil-Osteotomie
(
Digitus
pedis
)
Dig
. III und Reparatur der plan
taren Platte
Dig
. II und III des rechten Fusses
im Dezember 2012
sowie
Osteo
synthesematerialentfernung
im Oktober 2013
weitere operative Eingriffe am rechten
Fuss
, in der
en
Folge erneut Beschwerden auftraten.
Die
Unfallversiche
rung
(
Swica
)
kam
für die Heilkosten auf und erbrachte Taggeldleistungen
(
Urk.
15/8 ff.)
. Aufgrund persistierender Beschwerden
(Schmerzen, trophische sowie Wundheilungsstörungen)
im rechten Fuss, meldete sich
die Versicherte
mit Datum vom 2
3.
Juli 2012 zum Leistungsbezug bei der
Sozialversicherungs
anstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, an
(
Urk.
7/
4
)
. Die IV-Stelle zog einen Auszug aus dem Individuellen Konto (IK-Auszug vom
6.
August 2012,
Urk.
7/6) sowie die Akten der Unfallversicherung bei (
Urk.
7/10/1-77). Am 2
0.
November 2012 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, die Unterstützung im Zusammen
hang mit dem Arbeitsplatzerhalt we
rde abgeschlossen,
zumal sie (die Versi
cherte) durch den Unfallversicherer von einem
Casemanagement
diesbezüglich unterstützt
werde (
Urk.
7/14
f.
).
In der Folge
zog die IV-Stelle
die Verlaufsa
kten der
Swica
bei (
Urk.
7/16-
31)
und
holte den Arztbericht von
Dr.
med.
Z.___
, Spezialarzt FMH für Chirurgie und beratender Expertenarzt der
Swica
, vom
4.
Juni 2013 ein
(
Urk.
7/32)
.
Nach Durchführung eines persönlichen
Beratungs
gesprächs
(vgl. Einladung zum Gespräch vom 1
0.
Juni 2013,
Urk.
7/33)
wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren betreffend berufliche Massnahmen
mit Mittei
lung vom 1. Juli 2013
ab
,
und begründete dies damit, die Versicherte fühle sich nach eigenen Angaben zurzeit gesundheitlich nicht in der Lage zu arbeiten oder an beruflichen Massnahmen teilzunehmen (Ur. 7/34
f.
). Nach Eingang weiterer Akten der
Swica
(
Urk.
7/37-45
; darunter auch die Akten
als
Krankenversicher
in
,
Urk.
7/44
)
holte die IV
-Stelle den Arztbericht der beurteilenden Fachärzte der
Klinik A.___
vom 2
4.
Februar 2014 ein (
Urk.
7/46
/6-8
). Weiter veranlasste sie eine orthopädisch/rheumatologische Untersuchung durch den Reg
ionalen Ärztlichen Dienst (RAD). Im Bericht vo
m 1
6.
J
uni 2014 stellte die
mit der
betreffenden Beurteilung beauftragte
RAD-Ärztin
med.
pract
.
B.___
, Fachärztin FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatol
o
gie,
fest, die Versicherte sei seit jeher in einer – näher umschriebenen -
leidensangepass
ten
Tätigkeit zu 100
%
arbeitsfähig
(
Urk.
7/49
/8
).
Im
Gutachten
zuhande
n der
Swica
vom 1
8.
August 2014
, welches der IV-Stelle am 18. September 2014 (Eingangsdatum) zur Kenntnisnahme zugestellt wurde (
vgl.
Urk.
7/51
/
1
)
,
kam
Dr.
med.
C.___
, Facharzt FMH für orthopädische Chirurgie
,
de
mgegenüber zum Schluss, der Versicherten
sei
en
aktuell keine
beruflichen
Tätigkeiten zumutbar. Im Sinne
einer rein spekulativen Prophezeiung
dürfe
ab Anfang 2015 mit einer 50%igen Arbeitsfähigkeit gerechnet werden (
Urk.
7/51/17+20 f.)
.
Gestützt auf den Untersuchungsbericht von med.
pract
.
B.___
stellte die IV-Stelle der Versicherten m
it Vorbescheid vom
15.
Oktober 2014 die Abweisung ihres Rentenbegehrens
in Aussicht (Urk.
7/54). Dagegen erhob die Versicherte
am 2
4.
Oktober 2014
Einwand (
Urk.
7/57, mit ergänzender Begründung
vom 2
8.
November 2014
,
Urk.
7/61).
Ausserdem wies sie den Bericht von
Dr.
Z.___
vom
6.
November 2014 (
Urk.
7/60) ins Recht.
In einer
internen Stellungnahme
vom 2
2.
Januar 201
5 hielt med.
pract
.
B.___
an ihrer Einschätzung vom 1
6.
Juni 2014 fest
(
Urk.
7/63
/3
)
. Daraufhin
wies die IV-Stelle das Rentenbegehren mit Verfügung vom 2
7.
März 2015 gestützt auf einen Invalid
itätsgrad von
11
%
wie vorbeschieden
ab (
Urk.
2).
2.
Gegen den rentenabweisenden Entscheid vom 2
7.
März 2015
erhob
X.___
am
7.
Mai 2015 Beschwerde und beantragte, es sei die ange
fochtene Verfügung aufzuheben und ihr die gesetzlich geschuldeten Leistungen (insbes. Rente, evtl. Eingliederungsmassnahmen) zu erbringen. In prozessualer Hinsicht ersuchte sie um
Durchführung eines
zweiten Schriftenwechsel
s
(
Urk.
1 S. 2). Die Beschwerdegegnerin
beantragte
am
4.
Juni 2015 Abw
eisung der Beschwerde (
Urk.
6), was der Beschwerdeführerin am
8.
Juni 2015 zur Kenntnis gebracht wurde. Ausserdem
teilte
ihr
das Gericht
mit, ein zweiter
Schriften
wechsel
werde
nicht
als
erforderlich erachte
t
(
Urk.
8). Mit
Eingabe
vo
m 3
0.
Juni 2015
reichte
die Beschwerdeführerin
eine weitere Stellungnahme unter Beilage des
bereits
aktenkundigen Gutachtens von Prof.
Dr.
med.
D.___
, Facharzt FMH für Orthopädie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 2
7.
März 2015
ein
(
Urk.
9,
Urk.
10 =
Urk.
7/65/1-15).
D
ie
Doppel dieser Einga
be
n
wurde
n
der Beschwerdegegnerin am
2.
Juli 2015 zur Kenntnis
nahme
zuge
stellt
(
Urk.
11).
Am 1
7.
Juni 2016 zog das Gericht die vollständigen
Unfallversi
cherungsakten
bei (
Urk.
12).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien sowie die Akten ist, soweit für die
Entscheidfin
dung
erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen einzugehen.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des
Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die
versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.
4
Nach
Art.
49
Abs.
1 der Verordnung über die I
nvalidenversicherung (IVV) beur
tei
len die regionalen ärztlichen Dienste (RAD)
die medizinischen Vorausset
zun
gen des Leistungsanspruchs. Gemäss
Art.
49
Abs.
2 IVV führen die RAD für die Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs bei Bedarf selber ärztliche Untersuchungen durch. Den RAD-Berichten, die zu den sogenannten versicherungsinternen Beurteilungen gehören, kann Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_197/2014 vom
3.
Oktober 2014 E. 4.2 mit Hinweisen auf BGE 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465
E.
4.4 und E. 4.7).
1.5
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (
§
26
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
).
1.
6
Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur Rechts
verhältnisse zu überprüfen beziehungsweise zu beurteilen, zu denen die zuständige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich – in Form einer Verfü
gung – Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung den
beschwer
deweise
weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit keine Verfügung beziehungsweise kein
Einspracheentscheid
ergangen ist (BGE 131 V 164 E. 2.1; 125 V 413 E. 1a).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung,
die einjährige Wartezeit könne unter Vernachlässigung der vorübergehenden Arbeitsversuche
[
Mai
bis Juni
2012
:
50
%
; Juli bis
Oktober
2012
: 95
%
] am
14.
November 2011 eröffnet werden. Zufolge der verspäteten Anmeldung entstünde ein Rentenan
spruch
jedoch
frühestens ab
1.
Januar 2013, weshalb für den Entscheid der Zeitraum ab
1.
Januar 2013 relevant sei. Aufgrund der medizinischen
Beurtei
lung habe re
trospektiv nie eine dauerhafte Arbeitsunfähigkeit für eine ange
passte – näher umschriebe
ne
– Verweistätigkeit bestanden. Folglich sei im Zeit
punkt des
möglichen
Anspruchsbeginn
s
im Januar
2013 von einer vollen A
rbeitsfähig
keit in angepasster Tätigkeit auszugehen
. Der darauf gestützt ermittelte Einkommensvergleich ergebe
unter Berücksichtigung eines
leidensbe
dingten
Abzugs von 10
%
einen Invaliditätsgrad von 11
%
, weshalb kein Ren
tenanspruch bestehe (
Urk.
2 S. 2 f.).
2.2
Die Beschwerdeführerin brachte demgegenüber im Wesentlichen vor, die
Be
-
schwerdegegnerin
habe die Begründungspflicht verletzt, indem sie auf die –
nä
-
her ausgeführten – Einwände nicht eingegangen sei (
Urk.
1 S. 5). Sodann könne bereits mit Verweis auf die Beweiswertigkeit versicherungsinterner ärztli
cher Abklärungen nicht auf die Beurteilung
der
RAD-Ärztin abgestellt werden.
Im Übrigen
genüge ihr Bericht den formellen Anforderungen nicht und
sei ihre Beurteilung weder umfassend noch schlüssig, da sie insbesondere als Moment
aufnahme zu werten und ohne Diskussion und Berücksichtigung der Entwick
lung im medizinischen Verlauf ergangen sei (
Urk.
1 S. 6 f.).
In der Zw
ischenzeit
habe die Unfallversicherung ein weiteres Gutachten bei
Dr.
D.___
in Auf
trag gegeben. Dieses Gutachten liege noch nicht vor. Angesichts des Umstandes, dass seitens der behandelnden Ärzte und Gutachter eine ganz andere
Befund
lage
erhoben
worden und
eine
andere Einschätzung der Arbeitsfähigkeit erfolgt sei und noch erfolge, könne auf die Momentaufnahme der RAD-Ärztin
, deren fachliche Qualifikation
höchst fraglich sei, nicht abgestellt werden (
Urk.
1 S. 7 f.). Schliesslich se
i die Beschwerdegegnerin offensichtlich ihrem gesetzlichen Eingliederungsauftrag nicht nachgekommen (
Urk.
1 S. 9).
3.
3.1
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung hat.
3.2
Die angefochtene Verfügung vom
2
7.
März 2015
(
Urk.
2
, vgl. Titel
), welche
aus
schliesslich den Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente zum Inhalt
hat,
bildet den Anfechtungsgegen
stand des vorliegenden Verfahrens und stellt eine Sachurteilsvoraussetzung dar (BGE 125 V 413 E. 1a).
Das
Leistungs
begehren
betreffend berufliche Massnahmen
hat
die IV-Stelle
bereits mit
Mit
teilung vom
1.
Juli 2013
abgewiesen. Die Beschwerdeführerin wurde zudem darauf hingewiesen, dass sie diesbezüglich eine formelle Verfügung verlangen könne (Ur. 7/34).
Diese
hat in der Folge
kein entsprechendes Begehren gestellt.
3.3
Soweit die Beschwerdeführerin
im vorliegenden Beschwerdefahren Eingliede
rungsmassnahmen beantragt, liegt ihr Rechtsbegehren ausserhalb des
Anfech
tungsgegenstandes
und ist diesbezüglich auf die Beschwerde nicht einzutreten.
Es bleibt der Beschwerdeführerin indes unbenommen, sich für Eingliederungs
massnahmen neu anzumelden
.
4.
Bei den Akten liegen im Wesentlichen die nachfolgenden medizinischen Unterla
gen.
4.1
Mit
Bericht
vom
4.
Juni 2013 hielt
Dr.
Z.___
, bei welchem die Beschwerdeführe
rin seit November 2012 in Behandlung war,
fest
, im postoperativen Verlauf der Revisionsoperation vom 3
1.
Januar 2012 sei es zu Komplikationen in Form von persistierenden Schmerzen und Wundheilungsstörungen
gekommen
. Sodann bestehe seit dem operativen Eingriff vom 1
8.
Dezember 2012 ein
komplexes regionales Schmerzsyndrom
(CRPS). Der Fuss sei
livide, geschwollen und
dolent
(
Urk.
7/32).
Au
sserdem bestehe ein
Knochen
mark
ödem
im Bereich der
Metatar
saleköpfchen
II und II (vgl.
Magnetresonanztomografie
[
MRI
]
des rechten
Vor
fusses
des
E.___
vom 1
0.
Mai 2013
,
Urk.
7/37/21)
.
Ihre
bisherige Tätigkeit sei der
Beschwerdeführerin
nicht zumutbar.
Sie sei dies
bezüglich seit dem 1
8.
Dezember 2012 bis auf
weiteres
100
%
arbeitsunfähig. Ab
wann und in welchem Umfang letztere in einer leidensangepassten Tätigkeit arbeitsfähig sei, sei zurzeit nicht abschätzbar
(Urk.
7/32)
.
4.2
Aus dem Bericht von
Dr.
Z.___
zuhanden der
Swica
vom
4.
Dezember 2013 erhellt weiter, nach der Metallentfernung am 2
9.
Oktober 2013 habe die Beschwerdeführerin am 1
3.
November 2013
wieder einen CRPS-Schub erlitten. Seither sei der Fuss wieder vermehrt livide, kühl und
dolent
mit wiederum praktisch steifen Grundgelenken II und III. Die Beschwerdeführerin sei
für alle stehenden und sitzenden Tätigkeiten
100
%
arbeitsunfähig bis auf weiteres.
Sit
zende Tätigkeiten könnten höchstens in kurzen Einsätzen geleistet werden, zumal der rechte Fuss im Sinne zwingender Ruhepausen gelegentlich immer wieder hochgelagert werden müsse. Ein Arbeitseinsatz, der diese halbe Stunde überschreite, sei im Moment nicht denkbar. Eine verlässlichere Beurteilung sei
erst
nach
Konsultation von
Dr.
med.
F.___
, Facharzt FMH für Physi
kalische Medizin und R
ehabilitation sowie Chefarzt der
Klinik A.___
, möglich.
In der Folge veranlasste
Dr.
Z.___
eine Überweisung in die
Klinik A.___
zur
weiteren Abklärung
(Urk.
7/44/2
f.
).
4.3
Im Bericht vom 2
4.
Februar 2014 stellten die beurteilenden Fachärzte der
Klinik A.___
folgende Diagnosen
(Urk.
7/46/6)
:
-
Persistierende Vo
rfussschmerzen rechts, DD CRPS
I
Status nach Hoh
mann-Osteotomie Grundphalanx
Dig
. II Fuss rechts, gemäss Akten am ehesten am 10.07.2010
-
Status nach Vorfussoperation bei
Metatarsalgie
II am 26.07.2011
-
Status nach Weil-Osteotomie II am 06.12.2011
-
Status nach Revision nach Sturz am 31.11.2012
(recte: 31.01.2012)
-
Status nach Resektion eines plantaren Ganglions, Weil-Osteotomie
Dig
. III und Reparatur der plantaren Platte
Dig
. II und III Fuss rechts am 18.12.2012
-
Status nach
Osteosynthesematerialentfernung
am 29.10.2013
Die Beschwerdeführerin leide seit vielen Jahren an rechtsseitigen Vorfuss
-
schmer
zen. Insgesamt seien bisher fünf Eingriffe durchgeführt worden. Bereits nach vorangehenden Eingriffen sei eine dystrophe Reaktion mit heftigen Schmerzen, Schwellungserscheinung
en und Verfärbungen aufgetreten.
Zwi
schen den Eingriffen sei die Beschwerdeführerin nie ganz beschwerdefrei
gewe
-
sen. Im postoperativen Verlauf der
Osteosynthesematerialentfernung
am
2
9.
Ok
-
tober
2013
sei es nach ca. 14 Tagen ohne
eruierbaren
Auslöser plötzlich zu einer ausgeprägten schmerzhaften Schwellung
sowie
Verfärbungserschei
nungen
gekommen. Aktuell bestünden anamnestisch Dauerschmerzen im rech
ten V
o
r
-
fuss, welche vor allem belastungs- und bewegungsabhängig auftreten würden. Daneben
beklage die Beschwerdeführerin
ein ausgeprägtes
Steifigkeits
gefühl
primär im
Vorfuss
, zunehmend aber auch im
Rück
fuss
. Im Verlauf der l
etzten Kontrolle am 19.
Februar 2014
sei es beim rechten Fuss zu einer zuneh
menden Schwellung und Verfärbung gekommen. Im Vergleich zur Gegenseite sei eine Temperaturdifferenz von +4.1° festgestellt worden. Sodann
zeige sich
eine Hypästhesie über dem
Vorfuss
1.
bis
3.
Strahl sowie eine
Allodynie
(
Pin
prick
) im selben Gebiet. Eine Arbeitsfähigkeitsbeurteilung lässt der Bericht schliesslich unter Hinweis auf die fehlende Abschätzbarkeit vermissen (
Urk.
7/46/7 f.).
4.
4
Im
orthopädischen Untersuchungsbericht
vom 1
6.
Juni 2014
stellte
med.
pract
.
B.___
folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
Urk.
7/49/7):
-
Schmerzhafte Bewegungs- und Belastungseinschränkung des rechten
Vor
fusses
nach
-
Weil-Osteotomie des
II. und III.
Strahles mit Wackelsteife des
Zehen
grundgelenkes
II und III, in Beugestellung fixiert
Im Rahmen der Anamnese habe die Beschwerdeführerin berichtet,
seit der
letz
ten
Operation im Oktober 2013 leide
sie
weiterhin unter Beschwerden im rech
ten Fuss. Z
usätzlich
sei eine
Algodystrophie
(Morbus
Sudeck
) festgestellt wor
den. Sodann sei es zu
einer
zunehmenden Zehenfehlstellung der
2.
u
nd
3.
Zehe
sowie
zu
ein
er Steifheit im
Vorfuss
gekommen
. Daher könne sie seithe
r nicht mehr abrollen. Sie habe
bei jedem Schritt Schmerzen. Bei Belastung würden
die Schmerzen zunehmen
. Zudem leide
die Beschwerdeführerin
nach etwa
30 Minuten Sitzen unter einer zunehmenden Schwellung
sowie unter
pulsierenden Beschwerden im Fuss. Bei Hochlagerung des Fusses würden die Beschwerden nach etwa 15 bis 20 Minuten abklingen und die Schwellung sei rückläufig. Ste
he
n
könne sie nur kurzfristig. Daher müsse sie die Arbeiten im Haus gut eintei
len. Zu Fuss gehen könne sie maximal 30 Minuten. Dann leide sie
unter stär
keren Beschwerden. Bis zu 15 Minuten sei ihr das Gehen gut mö
glich. In letzter Zeit habe sie häufiger Krämpfe im Fuss. Diese träten besonderes nachts auf
(
Urk.
7/49/1 f.)
.
Aufgrund der klinischen Untersuchung sei das Gangbild von einem rechtsseiti
gen Schonhinken mit verkürzter Standbeinphase rechts und leicht verkürzter Schrittlänge rechts geprägt.
Beim Barfussgang und -stand habe die Beschwer
deführerin ausschliesslich die Fussaussenkante belastet
.
Es bestehe mit und ohne Schuhwerk ein gestörter Ab
rollvorgang des rechten Fusses
.
Letzteres
besonders eindrücklich beim Treppengehen.
Die
Schwielenbildung
sei
im Bereich des Vorfusses
vermindert.
Der Zehen- und
Einbeinstand
könne rechts nicht eingenommen werden. Der Fersenstand sei beidseits frei möglich. Der tiefe
Hocksitz
könne indes nicht frei eingenommen werden.
Unter Entlastung und im Stand fixiert würden d
ie
II
.
u
nd
III
. Zehe
eine leichte Beugung im Grundgelenk aufweisen. Ausserdem bestehe eine Wackelsteife
im proximalen
Interphalange
algelenk
(PIP) sowie
im distalen
Interphalangealgelenk
(DIP)
. Die
II
. und
III
. Zehe
könn
t
e
n
weder aktiv noch passiv im Grundgelenk gehoben werden.
Auch die Greifbewegung sei mit der II. und III. Zehe nicht ausführbar.
Im Bereich der Grosszehe zeige sich ebenfalls im Grundgelenk eine leichte Einschränkung der B
e
weglich
k
e
it mit Heben im Grundgelenk bis etwa 40° und im Senken bis 10° (entsprechend einem zur Hälfte eingeschränkten Bewegungsausmass).
Sämtliche Narben seien reizlos. Sodann
hätten sich keine t
rophischen Störungen und Temperaturdifferenzen der Füsse gezeigt.
Auch seien die Fusspulse seitengleich tastbar. Der rechte Fuss habe weder Rötung noch Schwellung aufgewiesen.
Nach einer Stunde im Sitzen habe
die
Umfangsdifferenz
rechts
gegen
über links 0.5 cm (Rist) und 0.3 cm (
Vorfuss
) betragen
. E
ine Reduktion der groben Kraft
in den Kennmuskeln der unteren Extremitäten sei beidseits nicht feststellbar.
Sen
sibilitätsstörungen
seien
mit Ausnahme eines zeitweise elek
trisierenden Gefühls in der
2.
u
nd
3.
Zehe rechts nicht beklagt worden (
Urk.
7/49/5 f.).
Für die
im Verlauf nach Vorfusskorrektur
festgestellte
Algodystrophie
(= CRPS/ M.
Sudeck
) im Bereich des rechten Fusses hätten anlässlich der aktuellen Untersuchung keine Anzeichen mehr bestanden. Auch die von der Beschwer
deführerin geklagte Schwellung nach längerem Sitzen habe nicht
beobachtet werden können. Nach gut einer Stunde Anamneseerhebung im Sitzen habe sich keine Schwellung des Fusses gezeigt. Die Arbeitsunfähigkeit für stehende und gehende Tätigkeiten sei anhand der Befundlage sowie der Anamnese nachvoll
ziehbar. Dasselbe gelte für den erhöhten Pausenbedarf mit gelegentlichem Hochlagern des rechten Fusses. Eine vollständige Arbeitsunfähigkeit für jegliche Tätigkei
ten könne indes nicht nachvollzo
gen werden. Im zeitlichen Verlauf sei eine überwiegend sitzende Tätigkeit
u
nter Einhaltung vermehrter Pausen mit Ausnahme der jeweils postoperativen Phasen aus medizinischer Sicht zumutbar gewesen.
In ihrer bisherigen Tätigkeit als Verkäuferin sei die Beschwerdeführe
rin seit Oktober 2012 vollständig arbeitsunfähig. In einer angepassten Ver
weistätigkeit mit körperlich leichter, wechselbelastender Tätigkeit, überwiegend im Sitzen ohne regelmässige Hebe
-
und Tragebelastungen über 10 kg, ohne Arbeiten auf Leitern und Gerüsten, ohne häufiges Treppensteigen, ohne häufige Belastungen durch dauerhaftes Stehe
n und Gehen,
ohne Zwangshaltungen wie Hocken, Kriechen oder Knien sowie ohne häufiges Gehen auf unebenem Gelände
und
mit vermehrten Pausen zum Hochlagern des Fusses (
30 Minuten pro
Halbtag
) sei die Beschwerdeführerin
indes seit jeher zu 100
%
arbeitsfähig (
Urk.
7/49/7 f.).
4.
5
Dr.
C.___
stellte in
seinem Gutachten vom 1
8.
August 2014
zu Händen der
Swica
folgende Diagnosen (
Urk.
7/51/17):
-
Persistier
ende Vorfussschmerzen rechts,
Differenzialdiagnose (
DD
)
CRPS I mit/bei
-
Sta
t
us nach Hohmann-Osteotomie Grundphalanx
Dig
. II rechts am 10.07.2010
-
Status nach Weil-Osteotomie
Metatarsale
II am 06.12.2011
-
Status nach Sturz mit Vollbelastung des rechten Vorfusses am 09.12.2011
-
Status nach Revision
Vorfuss
am 31.01.2012
-
Status nach Resektion eine
s
plantaren Ganglions, Weil-Osteotomie
Metatarsale
III und Reparatur der plantaren Platte
Dig
. II und III Fuss rechts am 18.12.2012
-
Status nach
Osteosynthesematerialentfernung
am 29.10.2013
Die Beschwerdeführerin habe ein starkes Schonhinken gezeigt. Sie sei auf den Aussenkante des recht
e
n Fusses gelaufen und könne nicht über den
Vorfuss
abrollen (
Urk.
7/51/13). Gegenüber links sei der ganze rechte
Vorfuss
ver
schwollen. Der Abdruck des Schuhr
andes sei praktisch
seitengleich.
Der rechte Fuss zei
g
e eine etwas livide
Ve
rfärblinie
. Die Beweglich
k
e
it in der II. und III. Zehe rechts liege praktisch bei O. Eine aktive Dorsalextension sei praktisch nicht mehr möglich. Im Narbenfeld bestehe eine Hyposensibilität.
Sodann zeige sich eine ganz minime
Beschwielung
über dem
Metacarpo-Phalangealgelenk
(
MP
)
II plantar rechts.
Plantar sei die Sensibilität rechts voll erhalten.
Beim Hängenlassen werde der rechts Fuss nach gut 5 Minuten blau.
Radiologisch bestehe die
durchgebaute
Arthrodese
im
PIP II rechts
. Sodann
sei die
Gelenks
spaltverschmälerung
im MP II gegenüber links deutlich
sichtbar
, ebenfalls im
MP
III, wo auch eine beginnende Arthrose festgestellt werden könne
. Die Stel
lung der Fuss-Strah
l
e
n bezeichnete
Dr.
C.___
als achsengerecht
(
Urk.
7/51/14 f.)
. Insgesamt habe das Röntgenbild
vom 15.
Mai 2014
einen anständigen Befund
des rechten Vorfusses
gezeigt
(
Urk.
7/51/18)
.
Im Wesentlichen bestehe eine unveränderte
,
invalidisierende
Situation im rech
ten Fuss
. I
nsbesondere
bestünden weiterhin
vor allem belastungsabhängige Vorfussschmerzen.
Unter der aktuellen intensiven physikalischen Therapie (
Ein
zeltherapie
/Lymphdrainage) auf ambulanter Basis
im
A.___
habe sich die Situation langsam stabili
si
ert.
Eine Geh- und Stehfähigkeit, die eine Arbeitsfä
higkeit in der angestammten Tätigkeit als Verkäuferin zulasse, sei jedoch noch in weiter Ferne.
In
dem die Beschwerdeführerin angegeben habe, sie könne knapp eine halbe Stunde sitzen bzw. den Fuss herunter hängen lassen
(
andern
falls dieser mass
iv anschwelle und sich verfärbe)
, sei auch die Frage nach einer sitzenden Tätigkeit beantwortet.
Im Sinne einer rein spekulativen Prophezeiung könne ab Anfang 2015 mit einer 50%igen Arbeitsfähigkeit gerechnet werden (
Urk.
7/51/17
f.
).
4.6
Aus dem
einwandweise
eingereichten
Bericht von
Dr.
Z.___
vom
6.
November 2014
ergibt sich, dass
bei
der Beschwerdeführerin
n
ach wie vor als
Hauptbe
schwerden
die noch immer labile Situation bezüglich des CRPS und die Steifig
keit in den Grundgelenken II und III mit komplettem Dorsalextensionsverlust sowie zunehmender Lateralde
viation der dritten Zehe bestünden
. Die Beschwer
deführerin sei sicherlich bis auf weiteres in ihrer bisherigen Tätigkeit
zu
100
%
arbeitsunfähig. In einer rein sitzenden Tätigkeit, bei der sie lediglich den Ober
körper und die Arme einsetzen müsse, sei die Beschwerdeführerin schätzungs
weise zu 50
%
arbeitsfähig, zumal der rechte Fuss momentan noch keinen gan
zen Tag in T
iefstellung bleiben könne (Urk.
7/60).
4.
7
In de
m seitens der
Swica
veranlassten Gutachten
vom 2
7.
März 2015
, welches der IV-Stelle am 1
8.
Mai 2015 (Eingangsdatum) zur Orientierung zugestellt
wurde (vgl.
Urk.
7/65/1),
diagnostizierte
Dr.
D.___
nebst den
bekannten
Dysfunktionen des rechten Vorfusses im postoperativen Verlauf bis und mit
der
Osteosynthesemateria
lentfernung
vo
m 2
9.
Oktober 2013
einschliesslich
der
Zehen-Deformation
en
sowie
Funktions
- und Bewegungs
störungen
der Fussg
e
lenke
(1) ein Rehabilitationsdefizit nach durchgemachtem Morbus
Sudeck
und (2) Verdacht auf chronisch reaktives Schmerzsyndrom mit
Schmerzverarbei
tungsproblematik
(
Urk.
7/65/12 f. =
Urk.
10 S. 9)
.
Im Rahmen der Untersuchung stellte
Dr.
D.___
fest, es bestehe ein
rechtsbe
tontes
Schonhinken. Die Beschwerdeführerin könne den rechten
Vor
fuss
im Barfussgang nicht belasten. Sie rolle über den lateralen
Fussrand
ab. Mit Schuhwerk zeige sich ein etwas runderes Gangbild. Insgesamt wirke der rechte Fuss
geringgradig
livide verfärbt. Die Zehen II/III des rechten Fusses zeigten eine
Plantarflexionsstellung
im Vergleich zu den benachbarten Zehen.
Eine aktive
Plantarflexion
des En
dg
liedes in
Dig
. I sei nicht möglich. Die aktive Dorsalextension
und
Plantarflexion
in
Dig
. II/
III betrage maximal 5°. Sodann bestünden erhebliche Schmerzen von
plantarseitig
über dem
Metatarsaleköpf
chen
II und III sowie eine diffuse Hyposensibilität über den Zehen II/III.
Auf
grund der Computertomographie vom 2
3.
März 2015 im rechten Fuss zeigten sich ein knöcherner Durchbruch im Mittelgelenk D2 sowie
arthrotische
Verän
derungen mit
randsklerosierten
Zystenbildungen, zum Teil mit kortikalem Unterbruch an den Köpfchen von
Metatarsale
II/III. Sodann bestehe eine plan
-
t
are
Verkippung
der Köpfchen von
Metatarsale
II/III (
Urk.
7/65/10 f. =
Urk.
10 S. 7 f.).
Zusammengefasst
leide die Beschwerdeführerin nach wie vor unter erheblichen belastungsabhängigen Schmerzen im Bereich des rechten Vorfusses. Eine Belastung sei für maximal 30 Minuten möglich. Zusätzlich sei die Nachtruhe gestört.
Die aktuelle Situation sei für die Beschwerdeführerin unbefriedigend, teilweise sogar invalidisierend. Der rechte
Vorfuss
könne kaum oder nur sehr kurzfristig belastet werden. Unter de
r
regelmässig ambulant durchgeführten physikalischen Therapien habe sich eine Stabilisierung gezeigt. Demgegenüber sei es gemäss Bericht von
Dr.
F.___
vom 1
0.
September 2014 nach Belas
tungsaufbau zu einer Reaktivierung der CRPS-Symptomatik gekommen. Diesbe
züglich sei nach Einschätzung von
Dr.
F.___
von einer
Regredienz
in den kommenden Wochen und Monaten auszugehen (
Urk.
7/65/12 f. =
Urk.
10 S. 9 f.). Die weitere Prognose sei erfahrungsgemäss als ungünstig einzuschätzen. Die Beschwerdeführerin
sei
in ihrer angestammten
Tätigkeit bis auf weiteres
zu
100
% arbeitsunfähig. Ausserdem seien sämtliche gehenden/sitzenden Tätigkei
ten heute nicht möglich. Ebenfalls nicht denkbar seien Tätigkeiten in sitzender
Position. Vielmehr seien der Beschwerdeführerin zum aktuellen Zeitpunkt keine beruflichen Tätigkeiten zumutbar (
Urk.
7/65/14 =
Urk.
10 S. 11).
5.
5.1
Aus den angeführten ärztlichen Beurteilungen lässt sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung und insbe
sondere
deren
Arbeitsfähigkeit im zeitlichen Verlauf
nur ungenügend beurtei
len.
Zwar
leuchtet
d
ie
Beurteilung
von med.
pract
.
B.___
in der Darlegung der medizinische
n Zusammenhänge ein und erweis
en
sich ihre
Schlussfolgerung
en
prinzipiell
als
nachvollziehbar und begründet
.
Insbesondere steht das festge
stellte Belastungsprofil im Einklang mit
den erhobe
nen Befunden
und kann
die 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten – näher umschriebenen – Verweistätigkeit
im Zeitpunkt der Untersuchung v
om Mai 2014 ohne weiteres nachvollzogen werden
.
Demgegenüber lässt die
Arbeitsfähigkeitsbeurteilung
von med.
pract
.
B.___
eine präzise Auseinandersetzung mit
der medizini
schen Entwicklung
im
zeitlichen
Verlauf, insbesondere unter Berücksichtigung
der Operationen im Dezember 2012 und Oktober 2013, in deren Folge es zu postoperativen Komplikationen mitunter Auftreten eines
Knochenmark
ödems sowie
CRPS kam, vermissen.
So lässt sich aus der Feststellung, wonach eine überwiegend sitzende Tätigkeit unter Einhaltung vermehrter Pausen auch im zeitlichen Verlauf „mit Ausnahme der jeweils postoperativen Phasen“ aus medi
zinischer Sicht zumutbar gewesen sei (
Urk.
7/49/7, E. 4.4), in keiner Weise
eru
ieren
, wann,
für welche Tätigkeiten,
in welchem Umfang und gegebenenfalls mit welchen Unterbrüchen eine Arbeitsfähigkeit in
concreto
bestanden hat
. Umso weniger
,
als
dass
sich
med.
pract
.
B.___
diskrepant
und
sim
plifizie
rend
letztendlich
auf den Standpunkt stellte
, die Beschwerdeführerin sei „seit jeher“
in einer angepassten Tätigkeit zu 100
%
arbeitsfähig (
Urk.
7/49/8, E. 4.4).
Darüber hinaus
kam es
gemäss
Bericht von
Dr.
Z.___
vom
6.
November 2014
sowie Gutachten von
Dr.
D.___
vom 2
7.
März 2015
im
Nachgang der
RAD-
Untersu
chung
zu einer Reaktivierung des CRPS
(
Urk.
7/60, E. 4.6;
Urk.
7/65/12 =
Urk.
10 S. 12)
.
Vor diesem Hintergrund bestehen
immerhin konkrete Anhaltspunkte dafür, dass
im zeitlichen Verlauf – gegebenenfalls
auch nur vorübergehend
–
w
eiterge
hende oder zusätzliche Einschränkungen
eingetreten sind
, welche das von med.
pract
.
B.___
attestierte Belastungsprofil zusätzlich
eingeschränkt haben oder einschränken
könnten.
Im Übrigen
lag
auch
mit den Gutachten von
Dres
.
C.___
und
D.___
keine nachvollziehbare Einschätzun
g der Arbeitsfähigkeit vor. Dr.
C.___
hielt diesbezüglich
fest, die
Be
schwerdeführerin habe angegeben, sie könne
knapp eine halbe Stunde sitzen bzw. den F
uss herunter hängen lassen
, mehr gehe nicht
. Damit sei auch die Frage nach einer sitzenden Tätigkeit beantwortet
(
Urk.
7/51/18).
Dabei handelt es sich offensichtlich um die subjek
tiven Angaben der Beschwerdeführerin und nicht um seine eigene E
i
nschät
zung
.
Ausserdem ist unklar, auf welche Tätigkeiten sich seine Prognose, wonach ab
Anfang 2015 mit einer 50%igen Arbeitsfähigkeit gerechnet werden
könne
(
Urk.
7/51/17
), bezieht. Ganz zu schweigen davon, dass eine „rein spekulative Prognose“ den im Sozialversicherungsrecht massgeblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ohnehin nicht zu genügen vermag.
Auch
Dr.
D.___
lässt eine Begründung für die von ihm postulierte 100%ige Arbeitsunfähigkeit
gänzlich vermissen, womit seine Einschätzung nicht nach
vollzogen werden kann.
Insbesondere ist nicht einsichtig, weshalb der Beschwerdeführerin jegliche berufliche Tätigkeit (so etwa
auch
als Mitarbeiterin in einem Callcenter oder als selbstständige Vertriebspartnerin im
Kosmetikbe
reich
in Heimarbeit) nicht zugemutet werden könnte. Schliesslich
lag
weder
Dr.
C.___
noch Dr.
D.___
der orthopädische Untersuchungsbericht von med.
pract
.
B.___
vor, weshalb
ihren
Beurteilungen
auch
k
eine einläss
liche Auseinandersetzung mi
t der begründeten abweichenden
Arbeitsfähig
keitseinschätzung
von med.
pract
.
B.___
zu entnehmen ist
.
Zusammengefasst
kann aufgrund der vorliegenden Akten nicht rechtskonform und abschliessend eruiert werden, wann, in welchem Umfang und gegebenen
falls mit welchen Unterbrüchen die Beschwerdeführerin im zeitlichen Verlauf in einer ihren Leiden angepassten Verwei
stätigkeit arbeitsfähig war. Damit kann eine seit Januar 2013 bestehende
rentenausschlies
sende Erwerbsfähigkeit
jedenfalls nicht
abschliessend angenommen werden
.
5.2
In Anbetracht dieser Erwägungen erweist sich der medizinische Sachverhalt als ergänzungsbedürftig
,
und ist die Sache zur Vornahme einer fachspe
zifischen Begutachtung, unter Einschluss
einer präzisen Arbeitsfähigkeitsbeurteilung im zeitlichen Verlauf, an die IV-Stelle zurückzuweisen.
In diesem Sinne
ist
die Beschwerde gutzuheissen, soweit darauf einzutreten ist, und der angefochtene Entscheid aufzuheben.
6.
6.1
Gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von
Fr.
200.-- bis
Fr.
1'000.-- festgelegt. Die Kosten sind
ermes
sensweise
auf
Fr.
600.-- festzusetzen und (aufgrund der rechtsprechungsgemäss ebenfalls als vollständiges Obsiegen geltenden Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung) ausgangsgemäss der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
6.2
Ausgangsgemäss hat die
Beschwerdeführer
in
Anspruch auf eine
Prozessent-schä
digung
, welche nach
Art.
34
Abs.
3
GSVGer
zu bemessen und auf Fr.
1‘
7
00.-- (inkl. Barauslagen und
MWSt
) festzusetzen ist.
Das Gericht erkennt:
1.
Die Beschwerde wird, soweit auf sie eingetreten wird, in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom
2
7.
März 2015 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der
Erwägungen, über das
Leistungs
begehren
neu verfüge.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
600
.-- werden
der Beschwerdegegnerin
auferlegt.
Rech
nung und Einzahlungsschein werden
der
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts
kraft zugestellt.
3.
Die Beschwerdegegnerin wird
verpflichtet,
der Beschwerdeführerin
eine
Prozessentschä
digung
von
Fr.
1700
.-- (inkl. Barauslagen und
MWSt
) zu bezahlen.
4.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt Kaspar Gehring
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
5.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still:
vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
HurstHediger