# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 458cc7bc-484c-5f8c-8f45-0ba4fc0ce656
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-08-21
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 21.08.2019 810 19 129
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-19-129_2019-08-21.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 21. August 2019 (810 19 129) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Kindes- und Erwachsenenschutzrecht 

 

 

Anordnung einer Begutachtung im Zusammenhang mit einer allfälligen Platzierung der 

Kinder 

 

 
Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Gerichtsschreiber Marius Wehren 

 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer 
 
B.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch A.____ 

  
 
gegen 
 
 

 Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde C.____, Vorinstanz 
 

  
  
Betreff Prüfung Platzierung Kinder etc. / Anordnung Begutachtung  

(Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde C.____ vom 
30. April 2019) 

 
 

 
A. D.____ (geb. 2010) und E.____ (geb. 2012) sind die Kinder der (freiwillig) getrennt 
lebenden Eltern A.____ und B.____.  
 
B. In den Jahren 2016 und 2017 eröffnete die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde 
C.____ (KESB) aufgrund von Gefährdungsmeldungen der Polizei Basel-Landschaft (Polizei) 
wegen häuslicher Gewalt Kindesschutzverfahren betreffend D.____ und E.____, wobei jeweils 

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unter Hinweis auf die von den Kindseltern ergriffenen Massnahmen (Beratung bei der Opferhil-
fe, Lernprogramm der Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt etc.) von Kindesschutzmass-
nahmen abgesehen wurde.  
             
C. Mit Entscheid der KESB vom 2. April 2019 wurde für D.____ und E.____ gestützt auf 
Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB eine Erziehungsbeistandschaft errichtet (Ziff. 1). Als Beiständin wur-
de vorsorglich F.____, Berufsbeiständin KESB C.____, eingesetzt (Ziff. 1.2). Die Eltern wurden 
gestützt auf Art. 307 Abs. 3 ZGB vorsorglich angewiesen, mit der sozialpädagogischen Famili-
enbegleitung zum Wohle ihrer Kinder zusammenzuarbeiten (Ziff. 2). Die sozialpädagogische 
Familienbegleitung durch die G.____ GmbH wurde angewiesen, die Häufigkeit der Besuche 
nach der Wirksamkeit zu richten, mindestens aber wöchentliche Termine wahrzunehmen  
(Ziff. 4). Einer allfälligen Beschwerde wurde die aufschiebende Wirkung entzogen (Ziff. 5). Zur 
Begründung führte die KESB zusammengefasst aus, Anlass für die Verfahrenseröffnung habe 
eine Polizeimeldung gegeben, aus welcher hervorgegangen sei, dass der Kindsvater aufgrund 
eines Kommunikationsproblems seine Aufsichtspflichten gegenüber den Kindern vernachlässigt 
habe. Im Verlauf der Abklärung habe der Schulleiter des Schulhauses H.____ in I.____ am  
26. Februar 2019 im Rahmen einer Gefährdungsmeldung mitgeteilt, dass E.____ in der Schule 
von physischen Übergriffen des Kindsvaters berichtet habe. Der Schulleiter habe zudem Aus-
kunft gegeben über das bagatellisierende Verhalten der Mutter, welche er über die bevorste-
hende Gefährdungsmeldung orientiert habe. D.____ und E.____ seien gleichentags durch die 
KESB angehört worden. Am 27. Februar 2019 seien zudem die Kindseltern angehört worden. 
Der Entscheid der KESB vom 2. April 2019 ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen. 
 
D. Mit Verfügung vom 3. April 2019 hielt die KESB fest, dass sie aufgrund des bisherigen 
Verlaufs seit der Anhörung vom 27. Februar 2019 ein Verfahren zur Prüfung weiterer Kindes-
schutzmassnahmen eröffnet habe, wobei insbesondere die Prüfung des Entzugs des Aufent-
haltsbestimmungsrechts und der Platzierung von D.____ und E.____ in einer geeigneten Insti-
tution, die Erziehungsfähigkeit beider Elternteile im Allgemeinen, die Zuteilung der Obhut sowie 
Vollstreckungsmassnahmen Gegenstand des Verfahrens seien.  
 
E. Mit Schreiben der KESB vom 12. April 2019 wurde den Kindseltern mitgeteilt, dass von 
der ursprünglich vorgesehenen Platzierung der Kinder aufgrund der ergriffenen Massnahmen 
(Zusammenarbeit mit Familienbegleitung, therapeutische Begleitung des Kindsvaters etc.) zum 
jetzigen Zeitpunkt abgesehen werde. In Bezug auf das weitere Vorgehen sei ein kinderpsychiat-
risches Gutachten geplant. 
 
F. Am 16. April 2019 wurde A.____ und B.____ der für das Gutachten vorgesehene Fra-
genkatalog zur Stellungnahme zugestellt.    
 
G. Mit Entscheid vom 30. April 2019 ordnete die KESB im Kindesschutzverfahren betref-
fend D.____ und E.____ die psychiatrische und psychologische Abklärung der Kinder sowie, 
soweit die Kinderbelange betreffend, der Eltern an (Ziff. 1). Mit der Begutachtung wurde die 
J.____ GmbH unter der Leitung von Dr. med. K.____ beauftragt (Ziff. 2). Der Gutachterstelle 
wurde ein Fragenkatalog unterbreitet (Ziff. 2.1) und es wurde ein Kostendach in der Höhe von 

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Fr. 15'000.-- festgelegt (Ziff. 2.2). Die Kinder und die Kindseltern wurden auf ihre Mitwirkungs-
pflicht gemäss Art. 448 Abs. 1 ZGB hingewiesen (Ziff. 3). Einer allfälligen Beschwerde wurde 
die aufschiebende Wirkung entzogen.  
 
H. Mit Schreiben der KESB vom 30. April 2019 wurde Dr. med. K.____, J.____ GmbH, 
der Auftrag für die Erstellung eines Gutachtens erteilt und es wurde ihm der Fragenkatalog ge-
mäss Ziffer 2.1 des Entscheids vom 30. April 2019 unterbreitet. 
 
I. Mit Eingabe vom 13. Mai 2019 erhob A.____ gegen den Entscheid der KESB vom  
30. April 2019 in eigenem Namen sowie namens von B.____ Beschwerde beim Kantonsgericht, 
Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, mit dem sinngemässen Begehren, von der An-
ordnung eines Gutachtens sei abzusehen und der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung 
zu erteilen.  
 
J. In ihrer Vernehmlassung vom 28. Mai 2019 stellt die Vorinstanz das Begehren, auf die 
Beschwerde von B.____ sei nicht einzutreten und die Beschwerde im Übrigen abzuweisen. 
 
K. Nachdem die Beschwerdeführerin innert der mit Schreiben vom 14. Mai 2019 gesetz-
ten Frist keine Vollmacht einreichte, wurde sie mit verfahrensleitender Verfügung vom 12. Juni 
2019 aufgefordert, dem Kantonsgericht entweder eine Vollmacht oder eine Stellungnahme zur 
Beschwerde vom 12. Mai 2019 einzureichen.  
 
L. Mit Schreiben vom 13. Juni 2019 reichte die Beschwerdeführerin eine auf den Be-
schwerdeführer lautende Vollmacht ein und teilte mit, dass die Beschwerde mit ihr abgestimmt 
und in ihrem Sinn sei.  
 
M. Mit Verfügung vom 18. Juni 2019 wurde den Beschwerdeführenden eine Kopie der 
Vernehmlassung vom 28. Mai 2019 zugestellt und mitgeteilt, dass das Urteil schriftlich eröffnet 
werde.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss Art. 450 Abs. 1 ZGB in Verbindung mit Art. 314 Abs. 1 ZGB kann gegen Ent-
scheide der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Beschwerde beim zuständigen Gericht 
erhoben werden. Das kantonale Recht statuiert in § 66 Abs. 1 des Gesetzes über die Einfüh-
rung des Zivilgesetzbuches (EG ZGB) vom 16. November 2006, dass das Kantonsgericht, Ab-
teilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, für die Beurteilung von Beschwerden gegen Ent-
scheide der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde zuständig ist. Das Verfahren richtet sich 
nach Art. 450-450e ZGB. Im Übrigen sind die Bestimmungen des kantonalen Verwaltungspro-
zessrechts anwendbar (§ 66 Abs. 2 EG ZGB).  
 
 

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1.2.1 Von Bundesrechts wegen anfechtbar sind Endentscheide (Art. 450 Abs. 1 ZGB) sowie 
Zwischenentscheide über vorsorgliche Massnahmen (Art. 445 Abs. 3 ZGB). Die Anfechtbarkeit 
von bundesrechtlich nicht geregelten Zwischenverfügungen richtet sich nach den Bestimmun-
gen des kantonalen Verwaltungsprozessrechts (vgl. Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Ver-
fassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV], vom 10. Dezember 2013 [810 13 333] E. 1.1 f.; 
KGE VV vom 29. Januar 2014 [810 13 353] E. 1.3).  
 
1.2.2 Gemäss § 43 Abs. 2bis VPO können Zwischenverfügungen in den im Katalog dieser 
Bestimmung genannten Fällen selbständig angefochten werden. Darüber hinaus sind Zwi-
schenverfügungen nach ständiger Praxis jeweils dann selbständig anfechtbar, wenn sie einen 
nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (vgl. KGE VV vom 6. September 2010 
[810 10 136] E. 1.5). Die vorliegend strittige Anordnung einer Begutachtung kann nach der Pra-
xis des Bundesgerichts einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts 5A_940/2014 E. 1 mit Hinweisen). Der angefochtene Entscheid ist demgemäss 
selbständig anfechtbar, wobei die Zuständigkeit bei der präsidierenden Person liegt (§ 1 Abs. 3 
lit. f VPO). Da auch die weiteren Prozessvoraussetzungen erfüllt sind, kann auf die Beschwerde 
eingetreten werden. Entgegen der Vorinstanz ist auch auf die Beschwerde der Beschwerdefüh-
rerin einzutreten, zumal diese eine gültige Vollmacht nachreichte und einer Vertretung der Be-
schwerdeführerin durch den Beschwerdeführer nichts entgegensteht.  
 
2. Gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen 
(Ziff. 1), die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die Un-
angemessenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Dem Kantonsgericht kommt bei der Beurteilung der 
vorliegenden Beschwerde somit volle Kognition zu. 
 
3. Strittig ist, ob die Vorinstanz im Kindesschutzschutzverfahren betreffend D.____ und 
E.____ zu Recht ein Gutachten angeordnet hat. 
 
3.1 Die Vorinstanz erwog im angefochtenen Entscheid, dass die aktuelle Situation im Ent-
scheid der KESB vom 2. April 2019 beschrieben sei. Die Eltern seien am 5. April 2019 zur ge-
planten Fremdplatzierung ihrer Kinder angehört bzw. informiert worden, dass die Behörde eine 
Platzierung ins Auge gefasst habe und bereits geeignete Plätze suche. In der Folge hätten sich 
die Kindseltern zu mehreren Gesprächen mit der Beiständin und den Fachpersonen der sozial-
pädagogischen Familienbegleitung getroffen. Ebenfalls habe die Mutter die Kinder in ihre Obhut 
genommen. Die Eltern hätten ab dem 5. April 2019 somit einiges getan, was eine akute Ge-
fährdung der Kinder mindere. Gleichzeitig habe es sehr lange gedauert, bis die Eltern zu han-
deln angefangen hätten und die ungeschönten Umstände, die zur aktuellen Situation geführt 
hätten, zu akzeptieren begonnen hätten. Die Kindsmutter habe die Übergriffe des Kindsvaters 
sehr lange bagatellisiert und der Kindsvater habe sich von der Anhörung abgemeldet, da er sie 
als obsolet empfunden habe. Das Ausfüllen der Dokumente zur Entbindung der Schweigepflicht 
sei erst nach mehrmaligen Aufforderungen erfolgt. Die Regelung der persönlichen Kontakte 
durch die Beiständin sei teilweise befolgt worden. Die Behörde halte nach diesen Veränderun-
gen die sofortige Platzierung nicht für angebracht. Für die Zukunft werde sich zeigen, was die 
Familie brauche, damit sich die Kinder in einem adäquat gestalteten Umfeld positiv entwickeln 

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könnten. Es sei deshalb sinnvoll, in einem kinderpsychiatrischen Gutachten abklären zu lassen, 
ob, wo und bei wem Entwicklungs- und/oder Veränderungsbedarf bestehe. Der Fragenkatalog 
sei so aufgebaut, dass das Gutachten die Situation der Kinder und der Eltern umfassend zu 
beleuchten habe. Aufgrund des bisherigen Verhaltens der Eltern, wie es sich in den Akten der 
KESB finde, habe vor allem das gewalttätige Verhalten des Vaters einerseits, das Bagatellisie-
ren dieses Verhaltens seitens der Mutter anderseits sowie die eingeschränkte Kommunikations-
fähigkeit der Eltern Anlass zur Sorge gegeben.      
 
3.2 Die Beschwerdeführenden machen zusammengefasst geltend, dass im Rahmen des 
Entscheids vom 2. April 2019 bereits Massnahmen ergriffen worden seien. Mit deren Umset-
zung sei mit grosser Intensität begonnen worden und es sei bereits eine grosse Zahl von Fach-
personen involviert, welche der KESB eine Einschätzung abgeben könnten. Involviert seien 
namentlich die Beiständin sowie diverse Familientherapeuten. Seit dem 5. April 2019 habe be-
reits ein Dutzend Gespräche mit den Kindseltern und den involvierten Fachpersonen stattge-
funden. Eine zusätzlich eingesetzte Person bringe keinerlei zusätzlichen Nutzen und die Mass-
nahme sei daher unnötig. Ausserdem bestehe das Risiko, dass die bisherigen Massnahmen 
durch eine zusätzliche Person, welche nochmals gleiche oder ähnliche Fragen wie die involvier-
ten Fachpersonen stelle, unnötigerweise kompromittiert würden. Im Weiteren sei der Sachver-
halt zwischen dem 2. April 2019 und dem 30. April 2019 im angefochtenen Entscheid nicht kor-
rekt wiedergegeben. Namentlich hätten die Kindseltern umgehend auf die Situation reagiert und 
die Umstände akzeptiert. Sie hätten proaktiv mit der Beiständin zusammengearbeitet und ihre 
Vorgaben nicht bloss teilweise, sondern immer befolgt. Bestritten werde auch der Vorwurf der 
KESB, dass das Verhalten des Beschwerdeführers durch die Kindsmutter bagatellisiert worden 
sei und eine eingeschränkte Kommunikationsfähigkeit der Eltern bestehe. Der Zeitpunkt der 
Einreichung der Erklärung über die Entbindung von der Schweigepflicht sei sachlich begründet 
und mit den involvierten Personen abgesprochen gewesen. Die Kindseltern hätten entgegen 
der Auffassung der KESB nicht bloss "einiges" getan, was eine akute Gefährdung der Kinder 
mindere, sondern sie hätten nach der ersten Besprechung mit der KESB die beanstandeten 
Verhaltensweisen umgehend und ausnahmslos geändert.        
 
4.1 Gemäss Art. 446 Abs. 1 und 2 in Verbindung mit Art. 314 Abs. 1 ZGB hat die Kindes- 
und Erwachsenenschutzbehörde den Sachverhalt von Amtes wegen abzuklären und nötigen-
falls das Gutachten einer sachverständigen Person anzuordnen. Bei Fragen rund um die Obhut 
und den persönlichen Verkehr liegt es im pflichtgemässen Ermessen der Kindes- und Erwach-
senenschutzbehörde, ob ein kinderpsychiatrisches oder kinderpsychologisches Gutachten ein-
zuholen ist. Die Behörde muss hierbei den Grundsatz der Verhältnismässigkeit beachten  
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 5C.28/2007 vom 3. April 2007 E. 2.1; MARGOT MICHEL/INES 
GAREUS, Das Gutachten im Verfahren vor der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde, Fam-
Pra 2016, S. 874 ff.).  
 
4.2.1 Den Akten zufolge hat die KESB in Bezug auf die beiden Kinder der Beschwerdefüh-
renden bereits in der Vergangenheit Kindesschutzverfahren eröffnet. Anlass dazu gaben jeweils 
Gefährdungsmeldungen der Polizei aufgrund von häuslicher Gewalt des Beschwerdeführers 
gegen die Beschwerdeführerin. Anfang 2019 eröffnete die KESB sodann erneut ein Kindes-

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schutzverfahren. Das Verfahren wurde gemäss den Ausführungen der KESB in der Vernehm-
lassung durch eine Polizeimeldung ausgelöst, wonach der jüngere Sohn der Beschwerdefüh-
renden an einer Bushaltestelle angetroffen worden sei und gefroren habe. Die Polizei habe die 
Eltern nicht erreichen können. In der Abklärung habe sich gezeigt, dass die Eltern ihrer Auf-
sichts- und Betreuungspflicht zumindest in Bezug auf das jüngere Kind fast durchgängig zu we-
nig nachkommen würden. In ihrer Vernehmlassung führt die KESB weiter aus, dass sie die Si-
tuation der Familie der Beschwerdeführenden als schwierig einschätze. Die Eltern arbeiteten 
Vollzeit und würden die Kinder meist sich selbst überlassen. Sie hätten gegenüber der KESB 
wenig Einsicht gezeigt in Bezug auf die Mängel in der Betreuung ihrer Kinder. Es bestehe eine 
eingeschränkte Kommunikationsfähigkeit der Kindseltern im Sinne einer mangelnden Kommu-
nikation zwischen den Eltern. Die KESB habe zudem über die Schule von direkter Gewaltan-
wendung gegenüber den Kindern durch den Vater erfahren. Erst seitdem die KESB klar kom-
muniziert habe, dass man eine Platzierung plane, habe sich die Situation zu verändern begon-
nen. Die KESB verfüge über Personen aus den Fachrichtungen klinische Heilpädagogik, Sozi-
alarbeit und Sozialpädagogik. Im Interesse der Kinder sei es geboten, im vorliegenden Fall die 
Familienverhältnisse psychiatrisch und psychologisch abzuklären, zumal nach wie vor eine all-
fällige Fremdplatzierung im Raum stehe. Die aktuell involvierten (externen) Fachpersonen hät-
ten als Therapeuten eine andere Rolle als der Gutachter. Sie seien weder primär in einer abklä-
renden Rolle noch seien sie als Forensiker in der Kinder- und Jugendpsychiatrie ausgebildet.   
 
4.2.2 Die KESB hat im Nachgang an die Gefährdungsmeldung der Schule vom 26. Februar 
2019 und die Befragung der Kinder der Beschwerdeführenden ein Verfahren zur Prüfung weite-
rer Kindesschutzmassnahmen eröffnet. Gegenstand dieses Verfahrens bilden die Prüfung des 
Entzugs des Aufenthaltsbestimmungsrechts und die Platzierung von D.____ und E.____ in ei-
ner geeigneten Institution, die Erziehungsfähigkeit beider Elternteile im Allgemeinen, die Zutei-
lung der Obhut sowie Vollstreckungsmassnahmen (vgl. Verfügung der KESB vom 3. April 
2019). Mit Schreiben vom 12. April 2019 orientierte die KESB die Kindseltern über den aktuel-
len Stand des Verfahrens und das weitere Vorgehen. Sie hielt fest, dass die Kinder ab sofort 
hauptsächlich von der Beschwerdeführerin betreut würden und die Kontakte zum Beschwerde-
führer geregelt seien. Die Beschwerdeführenden hätten sich um eine Zusammenarbeit mit der 
Familienbegleitung bemüht und es hätten erste Kontakte stattgefunden. Ausserdem begebe 
sich der Beschwerdeführer in therapeutische Behandlung. Die von den Beschwerdeführenden 
ergriffenen Massnahmen führten dazu, dass zum jetzigen Zeitpunkt von einer Platzierung der 
Kinder abgesehen werde. Für das weitere Vorgehen sei ein kinderpsychiatrisches Gutachten 
geplant.  
 
4.3.1 Die Anordnung der strittigen Begutachtung erfolgte unter anderem aufgrund der im 
Raum stehenden physischen Übergriffe seitens des Kindsvaters gegenüber den Kindern. Ge-
mäss den Akten haben die Kinder sowohl gegenüber der Schule als auch anlässlich der Anhö-
rung durch die KESB von physischen Übergriffen des Kindsvaters berichtet (Aktennotizen der 
KESB vom 26. Februar 2019). Der Beschwerdeführer führte anlässlich des Gesprächs mit der 
KESB vom 12. April 2019 aus, dass er mit den Kindern in den Skiferien gewesen sei und diese 
"nicht mehr hart angefasst" habe. Er habe mit dem Psychiater darüber gesprochen, was er tun 
könne, dass er nicht mehr handgreiflich werde. Zudem arbeite er mit der sozialpädagogischen 

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Familienbegleitung zusammen (Aktennotiz der KESB vom 12. April 2019). Die Kindsmutter hat 
die Aussagen der Kinder über die physischen Übergriffe des Kindsvaters als "übertrieben" be-
zeichnet und gleichzeitig eingeräumt, dass sie Hilfe brauche (Aktennotiz der KESB vom  
23. April 2019). Das Gutachten soll Stellung nehmen zu den Fragen der Obhut und des persön-
lichen Verkehrs sowie allfälligen Unterstützungsmassnahmen. Es hat sich namentlich zum Er-
ziehungsverhalten der Kindseltern zu äussern und zur Frage, wie die Aussagen der Kinder über 
das Verhalten des Kindsvaters einzuordnen sind. Das Vorgehen der KESB, die das Kindeswohl 
betreffenden Fragen aus psychiatrischer und psychologischer Sicht vertiefter abzuklären, er-
scheint insbesondere mit Blick auf die in Frage stehenden physischen Übergriffe des Kindsva-
ters gegen die Kinder sowie den Umstand, dass bereits in der Vergangenheit Kindesschutzver-
fahren wegen häuslicher Gewalt des Kindsvaters gegen die Kindsmutter eingeleitet worden 
waren, als geboten. Ebenfalls erscheint es als gerechtfertigt und angezeigt, dass die KESB 
nebst den beiden Kindern auch die Eltern in die Begutachtung einbezogen hat.  
 
4.3.2 Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführenden erweist sich die strittige Begut-
achtung auch nicht deshalb als unnötig, weil bereits im jetzigen Zeitpunkt Fachpersonen invol-
viert sind, welche der KESB eine Einschätzung abgeben können. Die KESB macht zu Recht 
geltend, dass die angeordnete Begutachtung eine andere Zielsetzung verfolgt als die aktuell 
involvierten Fachpersonen und Therapeuten, welche zudem – ebenso wie die KESB – nicht 
über das erforderliche Fachwissen verfügen. Inwiefern die bisher angeordneten Massnahmen 
durch das strittige Gutachten kompromittiert werden sollen, wie die Beschwerdeführenden gel-
tend machen, ist nicht ersichtlich. Der Umstand, dass die Durchführung einer Begutachtung zu 
einem organisatorischen Aufwand für die Betroffenen führt und namentlich auch eine gewisse 
Belastung für die Kinder darstellen kann, vermag nichts daran zu ändern, dass sich eine Begut-
achtung im vorliegenden Fall insbesondere zur vertieften Abklärung des Verhaltens des Kinds-
vaters und dessen Auswirkungen auf die Kinder aufdrängt und im Interesse des Kindeswohls 
geboten ist.  
 
4.3.3 Soweit die Beschwerdeführenden geltend machen, die KESB habe den Sachverhalt 
zwischen dem 2. April 2019 und dem 30. April 2019 im angefochtenen Entscheid nicht korrekt 
wiedergegeben, können sie daraus in Bezug auf die Anordnung des Gutachtens nichts zu ihren 
Gunsten ableiten. Mit den entsprechenden Ausführungen legte die KESB wie bereits im Schrei-
ben vom 12. April 2019 im Wesentlichen dar, dass aufgrund der von den Beschwerdeführenden 
veranlassten Veränderungen von einer sofortigen Fremdplatzierung der Kinder abgesehen 
werden könne. Das Verhalten der Beschwerdeführenden seit dem 2. April 2019 kann sich indes 
auf die Frage, ob im vorliegenden Fall eine Begutachtung angezeigt ist, nicht entscheidend 
auswirken. Angesichts des lediglich kurzen Zeitraums erscheint namentlich unklar, ob diesbe-
züglich von einer nachhaltigen Verhaltensänderung auszugehen ist. Diese Frage wird insbe-
sondere durch die angeordnete Begutachtung vertiefter abzuklären sein.  
 
4.4 Nach dem Gesagten erweist sich die Anordnung eines Gutachtens im vorliegenden 
Fall im Lichte des Kindesschutzes als gerechtfertigt und verhältnismässig, was zur Abweisung 
der Beschwerde führt. Das Gesuch um aufschiebende Wirkung wird mit dem Entscheid in der 
Sache gegenstandslos.   

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5. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. 
Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der 
Regel in angemessenem Ausmass der ganz oder teilweise unterliegenden Partei auferlegt 
(§ 20 Abs. 3 VPO). Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- sind ausgangsgemäss den 
unterliegenden Beschwerdeführenden aufzuerlegen. Die Parteikosten sind wettzuschlagen  
(§ 21 Abs. 1 VPO).   
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden den Beschwer-

deführenden auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in der 
Höhe von Fr. 1'400.-- verrechnet. 
Der zuviel gezahlte Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 600.-- wird den 
Beschwerdeführenden zurückerstattet. 

   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 

 
 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber