# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ab57ee5e-2154-545a-9664-f568a363a345
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-04-28
**Language:** de
**Title:** Zug Obergericht Beschwerdeabteilung 28.04.2022 BZ 2022 18
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Obergericht/ZG_OG_003_BZ-2022-18_2022-04-28.pdf

## Full Text

20220411_160215_ANOM.docx

II. Beschwerdeabteilung BZ 2022 18

Oberrichter lic.iur. St. Scherer, Abteilungspräsident
Oberrichter lic.iur. F. Ulrich
Oberrichter lic.iur. M. Siegwart
Gerichtsschreiber lic.iur. J. Lötscher

Beschluss vom 28. April 2022 [rechtskräftig]

in Sachen

A.________,
Beschwerdeführer,

gegen

D.________ et E.________,
vertreten durch B.________,
Beschwerdegegner,

betreffend

definitive Rechtsöffnung in der Betreibung Nr. C.________ des Betreibungsamtes Zug
(Beschwerde gegen den Entscheid des Einzelrichters am Kantonsgericht Zug vom 26. Januar 
2022)

Seite 2/3

Sachverhalt

1. Am 15. September 2021 stellten D.________ und E.________ (nachfolgend: 
Beschwerdegegner) beim Einzelrichter am Kantonsgericht Zug das Gesuch, es sei in der 
gegen A.________ (nachfolgend: Beschwerdeführer) eingeleiteten Betreibung Nr. 
C.________ des Betreibungsamtes Zug definitive Rechtsöffnung zu erteilen für 
CHF 13'968.45 nebst Zins zu 8 % auf CHF 6'398.80 seit 1. Dezember 2018, unter Kosten- 
und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Beschwerdeführers. Mit Entscheid vom 26. Januar 
2022 erteilte der Einzelrichter am Kantonsgericht den Beschwerdegegnern in der genannten 
Betreibung definitive Rechtsöffnung für CHF 13'901.45 nebst Zins zu 8 % auf CHF 6'398.80 
seit 1. Dezember 2018 (Dispositiv-Ziffer 1). Die Spruchgebühr von CHF 350.00 wurde dem 
Beschwerdeführer auferlegt und mit dem Kostenvorschuss der Beschwerdegegner in 
gleicher Höhe verrechnet. Der Beschwerdeführer wurde verpflichtet, den 
Beschwerdegegnern diesen Betrag zu ersetzen (Dispositiv Ziffer 2; Verfahren ER 2021 671).

2. Dagegen erhob der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 13. Februar 2022 Beschwerde beim 
Obergericht des Kantons Zug und beantragte im Wesentlichen die Abweisung des 
Rechtsöffnungsgesuchs. 

3. Mit Eingabe vom 14. März 2022 reichten die Beschwerdegegner eine Abrechnung des 
Betreibungsamtes Zug vom 4. März 2022 ein. Darin teilte das Betreibungsamt den 
Beschwerdegegnern mit, dass sie aufgrund der geleisteten Zahlung des Beschwerdeführers 
von CHF 16'147.10 "in den nächsten Tagen" CHF 16'022.70 erhalten würden. 

Erwägungen

1. Die Zahlung an das Betreibungsamt tilgt die Betreibungsforderung unmittelbar, ohne 
Rücksicht darauf, ob überhaupt und wann das Geld von diesem dem Gläubiger abgeliefert 
wird (Emmel, Basler Kommentar, 3. A. 2021, Art. 12 SchKG N 14 mit Hinweisen). Mit der 
Zahlung von CHF  16'147.10 hat der Beschwerdeführer die Betreibungsforderung samt 
Zinsen und Betreibungskosten beglichen.

2. Die Bezahlung der gesamten Schuld samt Zinsen an das Betreibungsamt gilt als Rückzug 
des Rechtsvorschlags. Umfasst die Zahlung nur die Schuld ohne Betreibungskosten, kann 
ohne Rechtsöffnung die Betreibung für die Restsumme der in Betreibung gesetzten 
Forderung fortgesetzt werden. Ein bereits eingeleitetes Rechtsöffnungsverfahren fällt als 
gegenstandslos dahin (Staehelin, Basler Kommentar, 3. A. 2021, Art. 84 SchKG N 70 mit 
Hinweisen). Der Beschwerdeführer hat, wie oben ausgeführt, am 4. März 2022 die gesamte 
Betreibungsforderung samt Zinsen und Betreibungskosten an das Betreibungsamt Zug 
bezahlt. Damit fällt das vorliegende Beschwerdeverfahren, in welchem der 
Rechtsöffnungsentscheid zu überprüfen gewesen wäre, als gegenstandslos dahin.

3. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens dem 
Beschwerdeführer aufzuerlegen, hat dieser doch die Gegenstandslosigkeit verursacht (vgl. 
Art. 107 Abs. 1 lit. e ZPO; Rüegg/Rüegg, Basler Kommentar, 3. A. 2017, Art. 107 ZPO N 8). 

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Die Beschwerdegegner hat er hingegen bereits mangels eines Antrags nicht zu 
entschädigen.

Beschluss

1. Das Beschwerdeverfahren wird zufolge Gegenstandslosigkeit abgeschrieben.

2. Die Entscheidgebühr für das vorliegende Verfahren von CHF 250.00 wird dem 
Beschwerdeführer auferlegt und mit dem Kostenvorschuss verrechnet. Der zu viel bezahlte 
Betrag von CHF 250.00 wird dem Beschwerdeführer zurückerstattet.

3. Gegen diesen Entscheid mit einem Streitwert von unter CHF 30'000.00 ist die Beschwerde in 
Zivilsachen nach den Art. 72 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) nur zulässig, wenn sich 
eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt. Andernfalls ist die subsidiäre 
Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG gegeben. Die Beschwerdegründe richten sich 
nach den Art. 95 ff. bzw. Art. 116 BGG. Eine allfällige Beschwerde ist innert 30 Tagen seit 
Zustellung des Entscheids schriftlich, begründet und mit bestimmten Anträgen sowie unter 
Beilage des Entscheids und der Beweismittel (vgl. Art. 42 BGG) beim Schweizerischen 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Wird gleichzeitig ordentliche Beschwerde 
und Verfassungsbeschwerde geführt, sind beide Rechtsmittel in der gleichen Rechtsschrift 
einzureichen. Die Beschwerde hat nach Art. 103 Abs. 1 BGG in der Regel keine 
aufschiebende Wirkung.

4. Mitteilung an:
- Parteien
- Kantonsgericht, Einzelrichter (ER 2021 671)
- Gerichtskasse (im Dispositiv)

Obergericht des Kantons Zug 
II. Beschwerdeabteilung

lic.iur. St. Scherer lic.iur. J. Lötscher
Abteilungspräsident Gerichtsschreiber

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