# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9fa11e65-3680-5705-8d48-da94302829e8
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-14
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 14.10.2025 200 2025 264
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2025-264_2025-10-14.pdf

## Full Text

ALV 200 2025 264 
FUE/PES/SSM

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 14. Oktober 2025

Verwaltungsrichter Furrer, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Ackermann
Gerichtsschreiber Peter

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

Amt für Arbeitslosenversicherung des Kantons Bern 
Recht und Dienste, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegner

betreffend Einspracheentscheid vom 11. April 2025

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Oktober 2025, ALV 200 2025 264

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Sachverhalt:

A.

Die 1987 geborene A.________ (nachfolgend Versicherte bzw. Beschwer-
deführerin), … Staatsangehörige, verfügte bis zum 31. August 2023 über 
eine Aufenthaltsbewilligung L, welche zum Aufenthalt und zur Erwerbs-
tätigkeit in der Schweiz berechtigte (Dossier RAV-Region Bern Mittelland 
[act. IIA] 234). Von 1. September 2021 bis 31. August 2023 arbeitete sie als 
… für die B.________ (act. IIA 236). Im Juli 2023 meldete sie sich für die 
Zeit ab 1. September 2023 beim RAV zur Arbeitsvermittlung an 
(act. IIA 229 f.) und erhob bei der Arbeitslosenkasse des Kantons Bern 
(ALK) ab diesem Datum Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung (Dossier 
Arbeitslosenkasse Bern [act. II] 196 ff.). Vom Kanton C.________ wurde ihr 
bis 29. Februar 2024 eine Aufenthaltsbewilligung L zur Stellensuche erteilt 
(act. II 145), worauf die ALK eine Rahmenfrist zum Leistungsbezug von 
1. September 2023 bis 31. August 2025 eröffnete (vgl. act. II 144). Am 
24. Juli 2024 erhielt die Versicherte für die Zeit bis 23. Juli 2025 eine Auf-
enthaltsbewilligung B, welche zum Aufenthalt zur Ausbildung berechtigte 
(act. II 54; act. IIA 113). Per 16. September 2024 begann sie ein Zweitstu-
dium an der B.________ (… … … …; act. IIA 94 f.), woraufhin das Amt für 
Arbeitslosenversicherung des Kantons Bern (AVA) die Vermittlungsfähig-
keit überprüfte (vgl. act. IIA 75 ff., 85 ff., 89 f., 91). Mit Entscheid vom 
18. März 2025 (act. IIA 62 ff.) bejahte es für die Zeit ab 16. September 
2024 die Vermittlungsfähigkeit und Anspruchsberechtigung im Umfang von 
35 %, sofern auch die übrigen Anspruchsvoraussetzungen erfüllt seien. Die 
hiergegen erhobene Einsprache der Versicherten (act. IIA 56 f.) wies das 
AVA, Rechtsdienst (heute: Recht und Dienste, nachfolgend Beschwerde-
gegner), mit Entscheid vom 11. April 2025 ab (act. IIA 49 ff.).

B.

Gegen diesen Einspracheentscheid erhob die Versicherte am 29. April 
2025 Beschwerde mit dem Rechtsbegehren, der angefochtene Entscheid 
sei aufzuheben und die Vermittlungsfähigkeit ab 16. September 2024 sei 

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auf 80 bis 100 % festzulegen. Der Beschwerde legte sie unter anderem 
eine am 26. März 2025 ausgestellte, bis 23. Juli 2025 gültige Aufenthalts-
bewilligung B bei, welche zum Aufenthalt zur Ausbildung mit Praktikum 
berechtigte (Akten der Beschwerdeführerin [act. I] 2).

Mit Beschwerdeantwort vom 20. Mai 2025 schliesst die Beschwerdegegne-
rin auf Abweisung der Beschwerde.

Von der Möglichkeit, Schlussbemerkungen einzureichen, machte die Be-
schwerdeführerin keinen Gebrauch. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 100 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 über die 
obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung 
[AVIG; SR 837.0] i.V.m. Art. 128 Abs. 2 der Verordnung vom 31. August 
1983 über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenz-
entschädigung [AVIV; SR 837.02]). Da auch die Bestimmungen über Frist 
(Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 
des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechts-

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pflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde ein-
zutreten.

1.2 Angefochten ist der Einspracheentscheid des Beschwerdegegners 
vom 11. April 2025 (act. IIA 49 ff.). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch 
auf Arbeitslosenentschädigung ab 16. September 2024 und dabei allein der 
Umfang der Vermittlungsfähigkeit.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). Sie beurteilen 
offensichtlich begründete oder offensichtlich unbegründete Fälle in Zweier-
besetzung (Art. 56 Abs. 3 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 Abs. 1 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

Der Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung setzt unter anderem voraus, 
dass die versicherte Person vermittlungsfähig ist (Art. 8 Abs. 1 lit. f i.V.m. 
Art. 15 AVIG). Als vermittlungsfähig gilt eine arbeitslose Person, wenn sie 
bereit, in der Lage und berechtigt ist, eine zumutbare Arbeit anzunehmen 
und an Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen (Art. 15 Abs. 1 AVIG). 
Zur Vermittlungsfähigkeit gehören nicht nur die Arbeitsfähigkeit und die 
Vermittlungsbereitschaft, sondern auch die Arbeitsberechtigung (BGE 126 
V 376 E. 1b S. 378). Ausländische Personen ohne Niederlassungsbewilli-
gung müssen für die Bejahung der Vermittlungsfähigkeit grundsätzlich über 
eine Arbeitsbewilligung verfügen oder mit der Erteilung einer solchen rech-
nen können, falls sie eine zumutbare Arbeitsstelle finden (BGE 126 V 376 
E. 4a S. 380). Die Vermittlungsfähigkeit beurteilt sich prospektiv, somit auf-
grund der tatsächlichen Verhältnisse, wie sie bis zum Erlass des Einspra-
cheentscheids bestanden haben (BGE 146 V 210 E. 3.1 f. S. 212). 

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3.

3.1 Die Beschwerdeführerin ist … Staatsangehörige mit Aufenthaltsbe-
willigung B, welche sie zum Aufenthalt in der Schweiz zur Ausbildung mit 
Praktikum berechtigt (act. I 2). Per 16. September 2024 begann sie ihr 
Zweitstudium an der B.________ (… … … …; act. IIA 94 f.). 

3.2 Als Masterstudentin ist die Beschwerdeführerin nach Art. 38 der 
Verordnung vom 24. Oktober 2007 über Zulassung, Aufenthalt und Er-
werbstätigkeit (VZAE; SR 142.201) unter gewissen Auflagen – nach ent-
sprechender Bewilligung – dazu berechtigt, eine Nebenerwerbstätigkeit 
aufzunehmen. Diese darf die wöchentliche Arbeitszeit ausserhalb der Fe-
rien von 15 Stunden nicht überschreiten (lit. b). 

3.3 Die Beschwerdeführerin kann somit maximal mit der Erteilung einer 
Arbeitsbewilligung für 15 Wochenarbeitsstunden ausserhalb der Ferien und 
ihres zum Studium gehörenden Vollzeitpraktikums (vgl. act. I 3 sowie E. 3.4 
hiernach) rechnen, falls sie eine zumutbare Arbeitsstelle findet (vgl. E. 2 
hiervor). Die der Beschwerdeführerin als Masterstudentin maximal bewil-
ligungsfähigen 15 Wochenarbeitsstunden Nebenerwerbstätigkeit entspre-
chen einem Arbeitspensum von 35 %. Die Verwaltung hat die Vermittlungs-
fähigkeit folglich zu Recht auf 35 % festgesetzt. Dass die Beschwerdefüh-
rerin nach eigenen Angaben bereit und in der Lage wäre, neben ihrem Stu-
dium mehr als 15 Wochenarbeitsstunden zu arbeiten, ändert mangels Be-
willigungsfähigkeit von mehr als 15 Wochenarbeitsstunden und damit man-
gels Berechtigung zu einem höheren Arbeitspensum während der Studien-
zeit (ausserhalb ihres zum Studium gehörenden Vollzeitpraktikums; vgl. 
E. 3.4 hiernach) nichts. In diesem Zusammenhang ist die Beschwerdefüh-
rerin darauf hinzuweisen, dass die Begrenzung der Nebenerwerbstätigkeit 
auf 15 Wochenarbeitsstunden zur Sicherstellung dient, dass der Haupt-
zweck des Aufenthaltes die Ausbildung bleibt (Ziff. 4.4.3 der Weisung des 
Staatssekretariats für Migration [SEM]; Weisungen und Erläuterungen Aus-
länderbereich [Weisungen AIG], vom Oktober 2013, Stand: 1. April 2025; 
abrufbar unter: <www.sem.admin.ch>). Ferner hat die Beschwerdegegnerin 
zutreffend dargelegt (Beschwerdeantwort S. 3 Art. 2), dass die Beschwer-
deführerin als Masterstudentin nicht in den Personenkreis von Art. 40 
VZAE fällt, dem unter gewissen Voraussetzungen eine Vollerwerbstätigkeit 

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bewilligt werden kann (Ziff. 4.4.5 der Weisungen AIG), denn die Bewilligung 
bezieht sich auf das Zweitstudium, nicht auf eine …tätigkeit im Rahmen 
ihres Erststudiums. 

3.4 Der von der Beschwerdeführerin geltend gemachte Umstand, dass 
Bestandteil ihres Masterstudiums ein bezahltes sechsmonatiges Vollzeit-
praktikum ist (act. I 3), ändert ebenfalls nichts am Ergebnis. Denn die Be-
schwerdeführerin ist allein im Rahmen dieses zum Studium gehörenden 
Praktikums – das gemäss ihren Angaben im Sommer 2025 beginnen sollte 
und das von der Bewilligung umfasst ist (act. I 2) – befugt, vollschichtig zu 
arbeiten. Für eine Erwerbstätigkeit neben dem Studium gilt jedoch wie be-
reits dargelegt die Obergrenze von 15 Wochenarbeitsstunden, womit sie 
arbeitslosenversicherungsrechtlich während der Studienzeit allein zu 35 % 
vermittlungsfähig ist (vgl. E. 3.3 hiervor).

3.5 Nach dem Dargelegten ist der angefochtene Einspracheentscheid 
des Beschwerdegegners vom 11. April 2025 (act. IIA 49 ff.) nicht zu bean-
standen und die dagegen erhobene, offensichtlich unbegründete Be-
schwerde ist abzuweisen.

4.

4.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG 
(Umkehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639) sind keine Verfahrenskosten zu 
erheben.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Um-
kehrschluss]).

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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- Amt für Arbeitslosenversicherung des Kantons Bern, Recht und 

Dienste 
- Staatssekretariat für Wirtschaft – SECO

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.