# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5ec07057-3bfa-500e-ac59-7ac6d053cebf
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-10-11
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 11.10.2017 200 2016 1102
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2016-1102_2017-10-11.pdf

## Full Text

200 16 1102 IV
LOU/GET/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 11. Oktober 2017

Verwaltungsrichter Loosli, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schütz, Verwaltungsrichterin Fuhrer
Gerichtsschreiber Germann

A.________
vertreten durch B.________ AG
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 14. Oktober 2016

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Okt. 2017, IV/16/1102, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der … geborene A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Beschwerde-
führer) meldete sich im Dezember 2011 unter Hinweis auf eine Hepatitis C, 
einen Bandscheibenvorfall sowie eine Verletzung der linken Schulter bei 
der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an 
(Akten der IV-Stelle Bern [nachfolgend IVB bzw. Beschwerdegegnerin], 
[act. II], 7). Nachdem die IVB den Sachverhalt in erwerblicher Hinsicht ab-
geklärt, Berichte der behandelnden Ärzte beigezogen und insbesondere 
durch das Spital C.________ eine rheumatologische Begutachtung (Exper-
tise vom 5. Oktober 2012 [act. II 47.1]) inklusive einer Evaluation der funk-
tionellen Leistungsfähigkeit (EFL; act. II 38) veranlasst hatte, verneinte sie 
mit Verfügung vom 2. Mai 2013 (act. II 55) einen Leistungsanspruch. In der 
Begründung hielt sie fest, es liege kein Gesundheitsschaden im rechtlichen 
Sinne vor. Während des vom Versicherten dagegen beim Verwaltungsge-
richt des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, angeho-
benen Beschwerdeverfahrens (act. II 56) hob die IVB diese Verfügung 
wiedererwägungsweise auf (act. II 57) und sprach dem Versicherten mit 
neuer (und unangefochten gebliebener) Verfügung vom 8. Januar 2014 
(act. II 66 S. 2 ff.) für die Zeit vom Juli bis September 2012 eine befristete 
ganze Invalidenrente (samt Kinderrente) zu. 

Im März 2015 meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf ein Burnout 
mit chronischer Schmerzstörung „Schultern, Rücken“ erneut zum Leis-
tungsbezug an (act. II 73). Die IVB holte Berichte der behandelnden Ärzte 
sowie einen ärztlichen Bericht des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) 
ein und stellte dem Versicherten daraufhin das Nichteintreten auf das Leis-
tungsbegehren in Aussicht (act. II 87). Dagegen erhob der Versicherte 
Einwand, worauf die IVB Ende Dezember 2015 die MEDAS D.________ 
(nachfolgend MEDAS) mit der Durchführung einer bidisziplinären (orthopä-
disch-psychiatrischen) Begutachtung beauftragte (act. II 101). Mit Schrei-
ben vom 23. Mai 2016 (act. II 103.1 S. 1) liess der Versicherte der IVB ein 
zu Handen des Krankentaggeldversicherers erstelltes Gutachten von Dr. 
med. E.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie (Expertise 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Okt. 2017, IV/16/1102, Seite 3

vom 22. März 2016 [act. II 103.2]), einreichen. Nachdem die MEDAS das 
Gutachten vom 31. Mai 2016 (act. II 106.1 S. 2 ff.) der IVB am 3. Juni 2016 
(act. II 106.1 S. 1) erstattet hatte, stellte diese dem Versicherten mit Vorbe-
scheid vom 22. Juni 2016 (act. II 108) bei einem Invaliditätsgrad von 10% 
die Ablehnung eines Rentenanspruchs in Aussicht. Dagegen liess der Ver-
sicherte wiederum Einwand erheben, woraufhin die IVB beim RAD eine 
Stellungnahme einholte (act. II 114). Am 14. Oktober 2016 (act. II 115) ver-
fügte sie wie im Vorbescheid in Aussicht gestellt. 

B.

Mit Eingabe vom 8. November 2016 liess der Versicherte, vertreten durch 
lic. iur. F.________ von der B.________ AG, Beschwerde erheben. Er stellt 
die folgenden Anträge: 

1. Es sei die Verfügung vom 14. Oktober 2016 aufzuheben.

2. Dem Beschwerdeführer sei ab April 2015 mindestens eine halbe IV-
Rente zu gewähren.

3. Eventualiter seien weitere medizinische Abklärungen in Form eines 
Gutachtens durch das Gericht vorzunehmen.

4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Be-
schwerdegegnerin. 

In der Begründung macht der Beschwerdeführer im Wesentlichen geltend, 
da im MEDAS-Gutachten eine Auseinandersetzung mit dem Gutachten von 
Dr. med. E.________ vom 22. März 2016 fehle, sei jenes nicht verwertbar. 
Ebenso wenig könne auf die nicht objektive Stellungnahme des RAD vom 
12. Oktober 2016 abgestellt werden. Hinsichtlich der „inhaltlichen Kritik am 
MEDAS-Gutachten“ werde auf Ziffer 3 des Einwandschreibens (vom 
29. August 2016; vgl. Akten des Beschwerdeführers [act. I] 5) verwiesen. 
Sofern vorliegend nicht direkt auf das verwertbare Gutachten von Dr. med. 
E.________ abgestellt und mindestens eine halbe Invalidenrente zuge-
sprochen werde, sei eventualiter eine medizinische Begutachtung durch 
das Gericht angezeigt. 

Mit Beschwerdeantwort vom 7. Dezember 2016 beantragt die IVB die Ab-
weisung der Beschwerde, wobei sie auf eine Stellungnahme verzichtete. 

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 14. Oktober 2016 
(act. II 115). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers 
auf eine Invalidenrente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

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2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen 
Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem 
nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 
ATSG). 

2.2

2.2.1 Tritt die Verwaltung auf eine Neuanmeldung ein, so hat sie die 
Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versi-
cherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades 
auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei 
einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (SVR 2011 IV 
Nr. 2 S. 8 E. 3.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der 
früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so 
weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zusätzlich noch zu prü-
fen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine rentenbe-
gründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im 
Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Ge-
richt (BGE 117 V 198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1). 

2.2.2 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist u.a. bei einer 
wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes revidierbar (BGE 
141 V 9 E. 2.3 S. 10, 130 V 343 E. 3.5 S. 349). 

2.2.3 Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invali-
ditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuan-
meldungsverfahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG 

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– durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten mate-
riellen Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit 
demjenigen zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 
S. 112; 130 V 71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und be-
züglich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weite-
ren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

3.

3.1 Die Verwaltung ist auf die Neuanmeldung eingetreten, weshalb die 
Eintretensfrage praxisgemäss nicht zu überprüfen ist (BGE 109 V 108 
E. 2b S. 114). Massgebende Vergleichszeitpunkte bilden die Verfügung 
vom 8. Januar 2014 (act. II 66 S. 2 ff.) – mit der ein für die Zeit von Juli bis 
September 2012 befristeter Rentenanspruch gewährt wurde – und die 
nunmehr angefochtene Verfügung vom 14. Oktober 2016 (vgl. E. 2.2.3 vor-
ne). 

3.2 Bei Erlass der Verfügung vom 8. Januar 2014 präsentierte sich die 
(medizinische) Aktenlage im Wesentlichen wie folgt: 

Im rheumatologischen Gutachten des Spitals C.________ vom 5. Oktober 
2012 (act. II 47.1) wurde keine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeits-
fähigkeit gestellt. Als Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähig-
keit wurden im Wesentlichen ein Schulterimpingement links mit SLAP-
Refixation links am 30. Juni 2012 (richtig: 13. Juni 2012 [vgl. act. II 106.2 
S. 17]), ein lumbospondylogenes Syndrom mit leichter Facettenarthrose 
L4/5 und L5/S1 sowie eine Hepatitis C diagnostiziert (S. 15). In der Beurtei-
lung wurde festgehalten, beim ..jährigen gelernten ..., seit der Einreise in 

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die Schweiz im Februar 2009 als ... tätig, beständen nach einem Verhebet-
rauma am Arbeitsplatz seit dem 24. April 2011 rezidivierende lumbospon-
dylogene Beschwerden und ein Schulterimpingment links. Klinisch ständen 
aktuell tendomyotische Beschwerden im Bereich Schulter-Nacken und im 
Beckengürtel sowie Restbeschwerden nach arthroskopischer Schulterinter-
vention im Vordergrund. Hinweise für eine facettäre Überlastung oder eine 
radikuläre Reiz- oder Kompressionssymptomatik fehlten (S. 14). Geistige 
oder psychische Beeinträchtigungen seien nicht vorhanden (S. 17). Aus 
rheumatologischer Sicht bestehe daher für eine leichte, wechselndbelas-
tende Arbeit ab sofort eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Nach Ablauf einer 
dreimonatigen, intensiven und ambulant durchzuführenden Rehabilitation 
könne für mittlere bis schwere Arbeit mit einer 100%igen Arbeitsfähigkeit 
gerechnet werden (S. 14). 

3.3 Für den Zeitraum zwischen Erlass der Verfügung vom 8. Januar 
2014 und der hier angefochtenen Verfügung vom 14. Oktober 2016 präsen-
tiert sich die Aktenlage im Wesentlichen wie folgt: 

3.3.1 Am … 2014 unterzog sich der Beschwerdeführer an der rechten 
Schulter einem arthroskopischen Eingriff (act. II 106.2 S. 18). Anlässlich 
der Verlaufskontrolle vom 12. August 2014 zeigte sich ein sehr erfreuliches 
Resultat, die Arbeitsunfähigkeit wurde ab 14. Juli 2014 auf 0% herabge-
setzt (act. II 106.2 S. 24).

3.3.2 Dr. med. G.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychothera-
pie, Spital C.________, hielt im Bericht vom 12. Februar 2015 (act. II 79 
S. 5 f.) als Diagnosen eine mittelgradige depressive Episode mit somati-
schem Syndrom im Rahmen eines Burnout-Syndroms sowie eine chroni-
sche Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren bei 
Vorliegen diverser struktureller Pathologien fest. Im Jahr 2013 habe der 
Beschwerdeführer eine neue Arbeitsstelle als … aufgenommen. Zwei ope-
rative Eingriffe im … 2014 (LWS) und … 2014 (rechte Schulter) mit konse-
kutiver Arbeitsunfähigkeit für einen begrenzten Zeitraum hätten die 
Situation am Arbeitsplatz für ihn gänzlich verändert. Er habe nun neu ein 
Mobbing seitens einer Vorgesetzten erlebt, habe sich als nicht mehr er-
wünschte Person im Betrieb gefühlt. Vor diesem Mobbinghintergrund habe 
sich zunehmend ein Burnout-Syndrom entwickelt (S. 5). 

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3.3.3 Im Bericht des Spitals C.________ vom 28. April 2015 (act. II 79 
S. 3 f.) wurde im Wesentlichen eine lumbale Spondylose mit chronischem 
lumbosakralem Schmerzsyndrom und pseudoradikulärer S1-Symptomatik 
links, chronische zervikale Schmerzen mit pseudoradikulärer C5-
Symptomatik beidseits sowie ein linksbetonter paravertebraler Muskelhart-
spann im Bereich der mittleren BWS diagnostiziert (S. 3). Für eine Arbeit 
mit leichter körperlicher Belastung und Wechselbelastung sei der Be-
schwerdeführer aktuell zu 30% arbeitsfähig mit weiterer monatlicher Steige-
rung um ca. 20% (S. 4).

3.3.4 Mit zu Handen des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers ver-
fasstem Bericht vom 14. Oktober 2015 (act. II 93 S. 4 ff.) bestätigte Dr. 
med. G.________ die im Bericht vom 12. Februar 2015 gestellten Diagno-
sen und hielt weiter fest, die gegenwärtige Behandlung bestehe in regel-
mässigen Terminen im Psychosomatischen Ambulatorium im Spital 
C.________ in vierwöchigen Abständen (S. 4). Es werde Analgesie appli-
ziert; Remeron habe wegen Nebenwirkungen gestoppt werden müssen. 
Die Arbeitsfähigkeit betrage derzeit 30% (S. 5). Neben dem Verlust des 
Selbstwertgefühls, dem Vorliegen enormer Schuldgefühle, dem Auftreten 
von Suizidgedanken sowie dem agitierten Zustandsbild lägen beim Be-
schwerdeführer mindestens acht der nach ICD-10 geforderten Symptome 
für die Diagnose einer schweren (nicht nur mittelgradigen) depressiven 
Episode vor (S. 6). 

3.3.5 Im zu Handen des Krankentaggeldversicherers erstellten psychia-
trischen Gutachten vom 22. März 2016 (act. II 103.2) hielt Dr. med. 
E.________ als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine 
mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1) und eine chronische 
Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 
F45.41) fest. Keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit habe eine Akzen-
tuierung der Persönlichkeit mit narzisstischen Zügen (ICD-10 Z73.1 [S. 14]) 
sowie ein schädlicher Gebrauch von Tabak (S. 15). 

In der Beurteilung hielt Dr. med. E.________ fest, er gewinne als Gutachter 
den Eindruck, dass der Beschwerdeführer dazu neige, die an sich beste-
henden Beschwerden und Beeinträchtigungen zu Demonstrationszwecken 
im Sinne einer gewissen Verdeutlichungstendenz etwas zu übertreiben. 

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Dieses Verhaltensmuster nehme aber nicht das Ausmass einer Aggravati-
on an (S. 16 f.). 

Zum Untersuchungszeitpunkt lasse sich ein depressives Zustandsbild fest-
stellen. Hauptsymptome seien eine deprimierte Stimmung, leichte Konzen-
trationsdefizite, ein eingeengtes und verlangsamtes formales Denken, 
anamnestisch Durchschlafstörungen, ein sozialer Rückzug, ein Gedanken-
kreisen, eine innere Unruhe und eine Reduktion des Antriebs. Als Gutach-
ter erstaune ihn die Tatsache, dass der Beschwerdeführer aktuell nicht 
medikamentös antidepressiv behandelt werde, zumal er nach seinen An-
gaben vor drei Wochen sogar Suizidgedanken gehabt habe. Insbesondere 
die klinisch nur leichtgradig ausgeprägten kognitiven Defizite sprächen ge-
gen das Vorliegen einer schweren depressiven Episode (S. 17). 

Im Vordergrund des klinischen Bildes ständen seit weit mehr als sechs Mo-
naten bestehende Schmerzen in einer oder mehreren anatomischen Regi-
onen, die ihren Ausgangspunkt in einem physiologischen Prozess oder 
einer körperlichen Störung hätten. Psychischen Faktoren messe er dabei 
eine wichtige Rolle für Schweregrad, Exazerbation oder Aufrechterhaltung 
der Schmerzen bei, jedoch nicht die ursächliche Rolle für deren Beginn, so 
dass keine somatoforme Störung, sondern eine chronische Schmerz-
störung mit somatischen und psychischen Faktoren, bestehend wahr-
scheinlich seit 2011, vorliege (S. 18). 

Unter Bezugnahme auf die nach BGE 141 V 281 massgeblichen Indikato-
ren hielt der Gutachter fest, die Ausprägung der depressiven Symptomatik 
sei aktuell mittelgradig, diejenige der Schmerzstörung seit 2011 bestehend 
und durchaus ausgeprägt (S. 20). Eine Persönlichkeitsstörung liege nicht 
vor. Die komplexen Ich-Funktionen (Realitätsprüfung und Urteilsbildung, 
Beziehungsfähigkeit und Kontaktgestaltung, Affektsteuerung und Impuls-
kontrolle, die Selbstwertregulation und Regressionsfähigkeit, Intentionalität 
und Antrieb [S. 22]) seien soweit vorhanden und ausgebildet, dass der Be-
schwerdeführer einen Willen bilden und zielgerichtet diesem Willen ent-
sprechend handeln könne und dass ihm die nötige Willensanstrengung zur 
Schmerzüberwindung grundsätzlich zumutbar sei (S. 23). Es bestehe ein 
gewisser sozialer Rückzug, jedoch kein Verlust der sozialen Integration 

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(S. 24). Die Arbeitsfähigkeit betrage 50%; die letzte Tätigkeit als Laborant 
sei in diesem Umfang geeignet (S. 26). 

3.3.6 Im Bericht des Spitals C.________ vom 3. Mai 2016 (act. II 106.2 
S. 3-5) wurde im Wesentlichen ein chronifiziertes lumboradikuläres 
Schmerzsyndrom, chronische zervikale Schmerzen mit pseudoradikulärer 
C5-Symptomatik beidseits sowie eine Depression diagnostiziert (S. 3). Un-
ter der ambulanten Physiotherapie sei die myofasziale Problematik regre-
dient. Klinisch zeige sich jedoch weiterhin ein gemischtes Bild einer 
neuromeningealen Affektion  mit brennenden Schmerzen lumbosakral und 
Ausstrahlung ins Bein links bis zur Kniebeuge, andererseits weiterhin ein-
deutige myofasziale Befunde im Bereich der Hüftrotatoren, sowie paraver-
tebral lumbal im Sinne einer Schmerzausweitung und Chronifizierung. Die 
Opiatmedikation zeige weiterhin einen guten Nutzen (S. 4). 

3.3.7 Im bidisziplinären MEDAS-Gutachten vom 31. Mai 2016 (act. II 
106.1 S. 2 ff.) wurden als Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ein 
chronisches panvertebrales Schmerzsyndrom ohne fassbare Radikulopa-
thie und als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit chronische 
Schulterschmerzen der adominanten linken und der dominanten rechten 
Seite sowie ein Verdacht auf ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyper-
aktivitätsstörung) festgehalten (S. 24 f.). 

In orthopädischer Hinsicht stehe das chronische panvertebrale Schmerz-
syndrom im Vordergrund, derzeit ohne fassbare Radikulopathie. Es seien 
verschiedene Abklärungen und auch Interventionen durchgeführt worden. 
Insgesamt seien aber die sich diffus verteilenden Beschwerden durch die 
klinischen, radiologischen, intraoperativen und infiltrativen Befunde nicht 
klar begründbar. Eine verminderte Belastbarkeit, vor allem der thorakalen 
Wirbelsäule, sei jedoch nachvollziehbar. Die weiteren Beschwerden, vor 
allem die Schulterbeschwerden beidseits, seien ohne klares Korrelat, bei 
Status nach Voroperationen mit aktuell unauffälliger Funktionsfähigkeit. 
Beim Beschwerdeführer bestehe ein sehr guter Trainingszustand, zudem 
eine erhebliche Beschwielung der Hände als Zeichen einer wesentlichen 
Belastbarkeit. Aus orthopädischer Sicht resultiere eine leicht verminderte 
Belastbarkeit der Wirbelsäule, sodass keine körperlich schwer belastenden 
Tätigkeiten zumutbar seien. Dementsprechend habe eine teilweise Ein-

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schränkung für einige Monate hinsichtlich der früher ausgeübten Arbeiten 
auf dem Bau bestanden. Für körperlich leichte bis mittelschwere, wechsel-
belastende Tätigkeiten, ohne Lasten heben über 25kg bestehe hingegen 
aus Sicht des Bewegungsapparates keine wesentliche Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit.

Aus psychiatrischer Sicht könne kein gravierender Befund erhoben werden. 
Die Symptomatologie könne im Rahmen der Verdachtsdiagnose auf ein 
ADHS erwähnt werden. Eine wesentliche affektive Störung, wie früher pos-
tuliert, könne nicht nachgewiesen werden, weder aktuell noch in der Ver-
gangenheit. Aus psychiatrischer Sicht bestehe keine Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit.

Zusammenfassend resultiere aus bidisziplinärer Sicht eine Arbeitsunfähig-
keit lediglich für schwere Tätigkeiten. Für körperlich leichte bis mittelschwe-
re, wechselbelastende Tätigkeiten bestehe hingegen eine 100%ige Arbeits- 
und Leistungsfähigkeit. Auch retrospektiv könne keine höhergradige Ein-
schränkung der Arbeitsfähigkeit zugeordnet werden, abgesehen von jewei-
ligen postoperativen Rekonvaleszenzen während einigen Wochen (S. 26).

3.4

3.4.1 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

3.4.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-

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schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352). 

3.5 Die ursprüngliche Verfügung vom 8. Januar 2014 basierte im We-
sentlichen auf dem rheumatologischen Gutachten des Spitals C.________ 
vom 5. Oktober 2012 (act. II 47.1), worin insbesondere ein Schulterim-
pingement links sowie ein lumbospondylogenes Syndrom diagnostiziert 
wurden (S. 15). Indem gleichzeitig das Vorliegen geistiger oder psychischer 
Beeinträchtigungen verneint wurde (S. 17), liegt mit Bezug auf die nunmehr 
geltend gemachte Schmerz- sowie depressive Störung unbestrittenermas-
sen eine wesentliche Änderung in den Tatsachen vor, weshalb ein Revisi-
onsgrund erstellt ist (vgl. E. 2.2 vorne). 

Im Rahmen des diesfalls ohne Bindung an die in der Verfügung vom 8. Ja-
nuar 2014 getroffenen Feststellungen zu prüfenden Rentenanspruchs stell-
te die Beschwerdegegnerin massgeblich auf das bidisziplinäre Gutachten 
des MEDAS vom 31. Mai 2016 (act. II 106.1 S. 2 ff.) ab. 

3.6 Das orthopädische Teilgutachten erfüllt die Voraussetzungen der 
Rechtsprechung an Expertisen (vgl. E. 3.4.2 hiervor) und erbringt vollen 
Beweis (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/bb S. 353). Es beruht auf einer detaillier-
ten Befunderhebung (vgl. S. 18 f.), ist in den Darlegungen nachvollziehbar 
und die Schlussfolgerungen sind überzeugend begründet. Im Übrigen steht 
die medizinische Einschätzung im Einklang mit den übrigen ärztlichen Be-
richten; Gegenteiliges macht denn auch der Beschwerdeführer nicht gel-
tend. Demnach besteht in somatischer respektive orthopädischer Hinsicht 
ein chronisches panvertebrales Schmerzsyndrom ohne fassbare Radikulo-
pathie (S. 24), welches die Arbeitsfähigkeit mit Bezug auf körperlich leichte 
bis mindestens mittelschwere Tätigkeiten unter Wechselbelastung, ohne 
Lasten heben über 25kg, zeitlich und leistungsmässig nicht einschränkt 
(S. 22; 26). Indem der orthopädische Gutachter dieses Zumutbarkeitsprofil 
spätestens neun Monate nach dem am 6. März 2014 durchgeführten Wir-
belsäuleneingriff (vgl. act. II 71.2 S. 7) als massgeblich erachtete (act. II 
106.1 S. 22), beansprucht es mit Blick auf die im März 2015 erfolgte Neu-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Okt. 2017, IV/16/1102, Seite 13

anmeldung (act. II 73 S. 6) Gültigkeit für den gesamten vorliegend relevan-
ten Beurteilungszeitraum bis zur angefochtenen Verfügung vom 14. Okto-
ber 2016. 

3.7 In psychischer Hinsicht liegen zwei Gutachten im Recht, jenes zu 
Handen des Krankentaggeldversicherers vom 22. März 2016 (act. II 103.2) 
von Dr. med. E.________, sowie das MEDAS-Teilgutachten von Dr. med. 
H.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie (act. II 106.1 S. 
10-16). Während Letzterer keine Diagnosen mit Auswirkung auf die Ar-
beitsfähigkeit stellte (S. 15), gelangte Dr. med. E.________ wie schon Dr. 
med. G.________ zum Schluss, es liege eine mittelgradige depressive Epi-
sode (ICD-10 F32.1) und eine chronische Schmerzstörung mit somatischen 
und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41) vor, welche die Arbeitsfähigkeit 
um 50% einschränkten (act. II 103.2 S. 25). Der Beschwerdeführer kriti-
siert, Dr. med. H.________ habe sich nicht mit den anders lautenden Ein-
schätzungen von Dr. med. E.________ auseinandergesetzt. 

Aus den Akten folgt, dass der Beschwerdeführer der Beschwerdegegnerin 
das Gutachten von Dr. med. E.________ am 24. Mai 2016 zustellte (act. II 
103 S. 1). Diese orientierte den Beschwerdeführer noch gleichentags, die 
„medizinischen Unterlagen“ an die Gutachterstelle weitergeleitet zu haben 
(act. II 104 f.), wobei ohne weiteres davon auszugehen ist, dass es sich 
dabei um das nämliche Gutachten handelte. Fest steht jedoch, dass die 
Expertise von Dr. med. E.________ im MEDAS-Gutachten nicht unter der 
„Auflistung der vorhandenen Akten in chronologischer Reihenfolge“ er-
scheint (vgl. act. II 106.1 S. 5-9) und es auch nicht diskutiert wurde, was 
grundsätzlich als Mangel zu qualifizieren ist. Dennoch besteht aufgrund der 
konkreten Umstände kein Anlass, dem psychiatrischen Teilgutachten von 
Dr. med. H.________ deswegen den Beweiswert abzusprechen: 

Unter beweisrechtlichem Blickwinkel ist ausschlaggebend, dass Dr. med. 
E.________ die von Dr. med. G.________, Spital C.________, gestellten 
psychiatrischen Diagnosen, so auch jene einer mittelgradigen depressiven 
Episode (vgl. act. II 79 S. 5), bestätigte (act. II 103.2 S. 14). Hierzu respek-
tive zum allfälligen Vorliegen einer depressiven Störung hat sich der 
MEDAS-Gutachter Dr. med. H.________ sehr wohl geäussert und ausführ-
lich und überzeugend begründet, warum die nämliche Diagnose nicht 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Okt. 2017, IV/16/1102, Seite 14

bestätigt werden könne. Insbesondere legte er dar, dass die Befunde nicht 
mit einer mittelgradigen depressiven Störung vereinbar seien, dass – trotz 
angeblich zweimaliger Suizidgedanken in den Jahren 2015 und 2016 – nie 
eine stationäre psychiatrische Behandlung stattgefunden habe, dass auch 
die medikamentöse Behandlung abgebrochen worden sei, was mit den 
geltend gemachten Nebenwirkungen nicht hinreichend erklärt werden kön-
ne, und dass der Beschwerdeführer ein (namentlich auch sportlich) aktives 
Leben führe, wozu ein depressiver Mensch nicht in der Lage sei (vgl. act. II 
106.1 S. 16). Der Beschwerdeführer beschränkt sich im Wesentlichen dar-
auf, die Ausführungen von Dr. med. H.________ pauschal als „Quacksal-
berlogik“ oder „haltlose Behauptungen“ abzutun (vgl. act. I 5), legt jedoch 
keine medizinischen Berichte vor, welche Zweifel an den Einschätzungen 
des MEDAS-Gutachters äusserten. Insbesondere lässt er unerwähnt, dass 
auch Dr. med. E.________ Verdeutlichungstendenzen festgestellt hat und 
namentlich ob der Tatsache „erstaunt“ war, dass keine medikamentöse 
antidepressive Behandlung erfolgte (vgl. act. II 103.2 S. 17; vgl. auch E. 
3.8.2 hinten). Soweit der Beschwerdeführer weiter geltend macht, Dr. med. 
H.________ seien „auch die narzisstischen Züge“ entgangen, ist darauf 
hinzuweisen, dass die psychiatrische Exploration von der Natur der Sache 
her nicht ermessensfrei erfolgen kann und dem begutachtenden Psychiater 
deshalb praktisch immer einen gewissen Spielraum eröffnet, innerhalb 
dessen verschiedene medizinisch-psychiatrische Interpretationen möglich, 
zulässig und zu respektieren sind, sofern der Experte lege artis 
vorgegangen ist (Entscheid des BGer vom 24. November 2015, 
9C_353/2015, E. 4.1). Zwar diagnostizierte Dr. med. E.________ eine 
Akzentuierung der Persönlichkeit mit narzisstischen Zügen, mass dieser 
jedoch keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zu (act. II 103.2 S. 14). In 
den übrigen psychiatrischen Berichten wurde die fragliche Diagnose nicht 
erwähnt. Aus deren Fehlen im Gutachten von Dr. med. H.________ kann 
folglich keineswegs auf eine ausserhalb des fachlichen Ermessensbereichs 
liegende Einschätzung des Gutachters geschlossen werden. 

Zusammenfassend kommt somit auch dem psychiatrischen MEDAS-
Teilgutachten Beweiswert zu (vgl. E. 3.4.2 vorne), weshalb es der vom 
Beschwerdeführer eventuell beantragten medizinischen Abklärungen nicht 
bedarf. Entsprechend der Einschätzung von Dr. med. H.________ ist – im 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Okt. 2017, IV/16/1102, Seite 15

vorliegend massgebenden Beurteilungszeitraum (vgl. E. 3.6 vorne) – in 
psychiatrischer Hinsicht keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit gegeben 
(act. II 106.1 S. 15 f. und 26) und eine psychisch bedingte Invalidität damit 
nicht erstellt. 

3.8 Zu keinem anderen Ergebnis führte es, wenn – wie beschwerde-
weise geltend gemacht – die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwer-
den gestützt auf das Gutachten von Dr. med. E.________ im Sinne einer 
chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren 
sowie einer mittelgradigen depressiven Episode beurteilt würden. In diesem 
Fall erwiese sich die gestützt darauf attestierte 50%ige Arbeitsunfähigkeit 
unter Berücksichtigung der diesfalls beachtlichen Indikatoren (BGE 141 V 
281; Entscheid des BGer vom 12. September 2017, 8C_433/2017, 
E. 3.4.1) sowie nach Massgabe der im nämlichen Gutachten getroffenen 
Feststellungen in rechtlicher Hinsicht als nicht hinreichend erstellt: 

3.8.1 Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und 
damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschrän-
kungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung 
allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-
wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 
bestimmt (vgl. E. 2.1 vorne; BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50; SVR 2014 IV Nr. 2 
S. 5 E. 3.1).

Mit BGE 141 V 281 hat das Bundesgericht die Vermutung, wonach eine 
anhaltende somatoforme Schmerzstörung oder ein vergleichbarer 
ätiologisch unklarer syndromaler Zustand mit zumutbarer 
Willensanstrengung überwindbar ist, aufgegeben (E. 3.5). Unverändert ist 
jedoch auch in Zukunft dem klaren Willen des Gesetzgebers gemäss Art. 7 
Abs. 2 ATSG Rechnung zu tragen, wonach im Zuge einer objektivierten 
Betrachtungsweise von der grundsätzlichen „Validität“ der versicherten 
Person auszugehen ist (E. 3.7.2) und die materielle Beweislast für 
Invalidität bei ihr liegt (BGE 142 V 106 E. 4.4 S. 110).

Das bisherige Regel/Ausnahme-Modell wird durch einen strukturierten, 
normativen Prüfungsraster ersetzt. Anhand eines Kataloges von 
Indikatoren erfolgt eine ergebnisoffene symmetrische Beurteilung des – 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Okt. 2017, IV/16/1102, Seite 16

unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren 
einerseits und Kompensationspotentialen (Ressourcen) anderseits – 
tatsächlich erreichbaren Leistungsvermögens (BGE 141 V 281 E. 3.6 S. 
294). Es gilt neu im Regelfall nach gemeinsamen Eigenschaften 
systematisierte Standardindikatoren zu beachten (E. 4.1.3), welche sich in 
die Kategorien „funktioneller Schweregrad“ (E. 4.3) und „Konsistenz“ 
einteilen lassen (E. 4.4). Der Prüfungsraster ist rechtlicher Natur (E. 5). Die 
Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, 
wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten 
gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der 
Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) 
überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat 
die Folgen der Beweislosigkeit nach wie vor die materiell beweisbelastete 
versicherte Person zu tragen (E. 6). 

3.8.2 In der Kategorie „funktioneller Schweregrad“ und dem Komplex 
„Gesundheitsschädigung“ hat Dr. med. E.________ die Schmerzstörung 
zwar als ausgeprägt eingestuft (vgl. act. II 103.2 S. 20). Dies widerspricht 
jedoch den eigenen Feststellungen des Gutachters, wonach es ihn 
erstaune, dass der Beschwerdeführer trotz der angegebenen massiven 
Schmerzsymptomatik u.a. in der Lage ist, regelmässig mit dem Auto zu 
fahren, was in Anbetracht „der enormen motorischen und kognitiven 
Anforderungen, welche die Tätigkeit des Autofahrens an eine Person“ 
stelle, „durchaus auf erhebliche Ressourcen“ hinweise (S. 16). In diesem 
Zusammenhang liess der Gutachter zudem ausser Acht, dass der 
Beschwerdeführer regelmässig Fitnesstraining betreibt (vgl. act. II 103.4 S. 
3) und gemäss den Feststellungen im orthopädischen Teilgutachten der 
MEDAS-Expertise „sehr kräftig gebaut“ sei, „deutlich trainiert“ wirke und 
zudem eine erhebliche Beschwielung der Hände als Zeichen einer 
wesentlichen Belastbarkeit aufweise (vgl. act. II 106.1 S. 18; 26); dies alles 
spricht gegen eine anhaltende, die Arbeitsfähigkeit relevant 
einschränkende Schmerzproblematik bzw. dafür, dass der 
Beschwerdeführer eine allfällige Schmerzproblematik zu überwinden in der 
Lage ist (vgl. E. 2.1 und 3.8.1 vorne) – dies unabhängig davon, ob die 
geltend gemachten körperlichen Beschwerden nun somatischer oder 
psychischer Natur sind. Wenngleich Dr. med. E.________ eine Aggravation 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Okt. 2017, IV/16/1102, Seite 17

verneinte (vgl. act. II 103.2 S. 16), so kann angesichts der (sportlichen) 
Aktivitäten des Beschwerdeführers nicht von einer erheblichen Ausprägung 
der Schmerzstörung ausgegangen werden, zumal der Gutachter selber 
einräumte, er könne keine gleichmässige Einschränkung des 
Aktivitätenniveaus in allen Lebensbereichen feststellen (S. 24). Schliesslich 
hält Dr. med. E.________ fest, dass im Falle der Durchführung zumutbarer 
therapeutischer Massnahmen mit einer Steigerung der Arbeitsfähigkeit zu 
rechnen sei (S. 25), womit eine Behandlungsresistenz nicht überwiegend 
wahrscheinlich erstellt ist, was ebenso gegen das Vorliegen einer 
ausgeprägten Schmerzstörung spricht. 

Im Weiteren liegt mit Bezug auf die von Dr. med. E.________ 
diagnostizierte mittelgradige depressive Episode keine schwere, 
persönliche Ressourcen raubende Komorbidität vor, nachdem mittelgradige 
depressive Episoden grundsätzlich therapierbar und somit 
rechtsprechungsgemäss nicht invalidisierend sind (vgl. Entscheid des BGer 
vom 4. September 2017, 9C_289/2017, E. 6.5.3). Vorliegend gilt nichts 
anderes, nachdem Dr. med. E.________ eine antidepressive Medikation 
als indiziert erachtete (vgl. S. 25 oben). Davon abgesehen, erweist sich die 
– auch mit der depressiven Störung begründete – 50%ige 
Arbeitsunfähigkeit (S. 25) gerade auch im Lichte der von ihm selber 
getroffenen Feststellungen im Gutachten als wenig plausibel: So 
präsentierte sich die psychopathologische Befundlage eher bescheiden (S. 
8 f.). Zwar hielt Dr. med. E.________ fest, „klinisch“ sei der 
Beschwerdeführer „affektiv bedrückt, deprimiert, ratlos, nachdenklich und 
innerlich unruhig“. Gleichzeitig jedoch beschrieb er die 
Konzentrationsfähigkeit und den Antrieb als „klinisch“ lediglich „leichtgradig“ 
bzw. „leicht reduziert“ und die affektive Schwingungsfähigkeit als „klinisch“ 
allein „etwas reduziert“ (S. 9). Auch ist nicht ohne weiteres nachvollziehbar, 
dass der Beschwerdeführer wiederholt gelächelt und mit dem Dolmetscher 
einen Scherz gemacht hat, gleichzeitig aber deprimiert gewirkt haben soll 
(vgl. S. 8 f.). Für die Frage des Leistungsvermögens ist überdies 
beachtlich, dass die Testung gemäss Mini-ICF-APP (Rating für Aktivitäts- 
und Partizipationsbeeinträchtigungen bei psychischen Erkrankungen [vgl. 
act. II 103.3 S. 1 f.]) allein in sechs von 13 Fähigkeitsdimensionen eine 
Beeinträchtigung ergeben hat, wobei viermal eine leicht und zweimal eine 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Okt. 2017, IV/16/1102, Seite 18

mässig ausgeprägte Beeinträchtigung festgestellt wurde. Abgesehen 
davon, dass Dr. med. E.________ diese mit einer mittelgradigen 
depressiven Episode nicht ohne weiteres in Einklang zu bringenden 
Ergebnisse im Gutachten nicht weiter kommentierte, reichen sie mit Blick 
auf das aktenkundig erhebliche Aktivitätsvermögen des 
Beschwerdeführers, welches nicht nur gegen das Vorliegen einer 
erheblichen Schmerzstörung, sondern auch gegen eine invalidisierende 
depressive Störung spricht, nicht aus, um eine namhafte (rechtlich 
relevante) Arbeitsunfähigkeit zu begründen. Dies umso weniger, als sich 
auch Dr. med. E.________ ob dem Umstand erstaunt zeigte, dass der 
Beschwerdeführer keine medikamentöse antidepressive Behandlung in 
Anspruch nimmt (act. II 103.2 S. 17), was ebenfalls gegen die von ihm 
postulierte depressionsbedingte Einschränkung der Leistungsfähigkeit 
spricht. Schliesslich liegen auch in somatischer Hinsicht keine schweren 
Komorbiditäten vor, schränkt doch das chronische panvertebrale 
Schmerzsyndrom ohne fassbare Radikulopathie (vgl. act. II 106.1 S. 24) 
die Arbeitsfähigkeit nur marginal ein (S. 26) und sind die geklagten 
Beschwerden nur sehr bedingt objektivierbar. 

Ferner weisen die Komplexe „Persönlichkeit“ und „Sozialer Kontext“ auf 
erhebliche Kompensationspotentiale hin: Dr. med. E.________ hat zur 
Persönlichkeit des Beschwerdeführers detailliert Stellung genommen und 
zunächst das Vorliegen einer eigentlichen Persönlichkeitsstörung verneint 
(act. II 103.2 S. 21). Im Weiteren hat er sich zu den komplexen Ich-
Funktionen geäussert und diese als „soweit vorhanden und ausgebildet“ 
taxiert, dass der Beschwerdeführer in der Lage sei, einen Willen zu bilden 
und zielgerichtet danach zu handeln (S. 23). Schliesslich hat er für die 
Einschätzung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit eine weitere Einteilung 
hinsichtlich personaler, sozialer und struktureller Ressourcen 
vorgenommen und insoweit folgende Feststellungen getroffen: Hinsichtlich 
der personalen Ressourcen erachtete Dr. med. E.________ allein die 
„Selbstwirksamkeitserwartung“ als in „etwas reduziertem Ausmass 
vorhanden“. Alle übrigen personalen Ressourcen sah er als gegeben an (S. 
23). Weiter hielt er fest, dass positive soziale Bindungen im Sinne einer 
Einbettung in das Familiensystem und in die Beziehung des 
Beschwerdeführers beständen, er eine Berufsausbildung absolviert habe 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Okt. 2017, IV/16/1102, Seite 19

und über eine langjährige Berufserfahrung verfüge (S. 24), womit Dr. med. 
E.________ auch von hinreichenden sozialen und strukturellen 
Ressourcen ausging. Insgesamt wirken sich demnach sowohl die 
persönlichen Ressourcen des Beschwerdeführers – welche namentlich 
auch nicht durch die keine Komorbidität darstellende mittelgradige 
depressive Episode relevant geschmälert werden – als auch der soziale 
Bereich positiv auf sein Leistungsvermögen aus.

3.8.3 Lassen somit die zu berücksichtigenden Indikatoren nicht den 
Schluss auf invalidisierende Funktionseinbussen im rechtlichen Sinne zu, 
erübrigt sich eine weitergehende Konsistenzprüfung. Selbst, wenn für die 
Beurteilung der Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit auf das Gutachten von Dr. 
med. E.________ vom 22. März 2016 (act. II 103.2) bzw. die darin 
attestierte medizinisch-theoretische Arbeitsunfähigkeit von 50% abgestellt 
würde, fehlte es dem Dargelegten zufolge unter Berücksichtigung der nicht 
schwer ausgeprägten Schmerzstörung, einer nicht schwerwiegenden 
persönliche Ressourcen raubenden psychischen und/oder somatischen 
Komorbidität sowie günstiger persönlicher Ressourcen an einem 
invalidenversicherungsrechtlich relevanten Gesundheitsschaden (vgl. E. 
3.8.1 vorne). Dies gilt mit Bezug auf den gesamten Beurteilungszeitraum 
seit der Neuanmeldung im März 2015 (act. II 73 S. 6) bis zum Erlass der 
angefochtenen Verfügung vom 14. Oktober 2016, nachdem der 
massgebliche (medizinische) Sachverhalt im Lichte der Berichte der 
behandelnden Ärzte im vorliegend relevanten Beurteilungszeitraum keinen 
wesentlichen Schwankungen unterworfen war.

3.9 Zusammenfassend besteht mit Bezug auf körperlich leichte bis 
mindestens mittelschwere Tätigkeiten unter Wechselbelastung, ohne Las-
ten heben über 25kg, zeitlich und leistungsmässig eine volle Arbeitsfähig-
keit. 

3.10 Gestützt auf diese medizinisch-theoretischen Prämissen ist nach-
folgend der Invaliditätsgrad zu bestimmen: 

Indem der Beschwerdeführer nach seiner Einreise in die Schweiz mehrere 
und verschiedene (Hilfs-)Tätigkeiten ausübte (vgl. act. II 103.4 S. 1 f.), ist 
das Valideneinkommen mit der Beschwerdegegnerin praxisgemäss auf-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Okt. 2017, IV/16/1102, Seite 20

grund von Tabellenlöhnen gemäss Schweizerischer Lohnstrukturerhebung 
(LSE) zu ermitteln (vgl. Entscheid des BGer vom 21. Dezember 2016, 
8C_728/2016, E. 3.1). Da er sodann über keinen anerkannten Berufsab-
schluss in der Schweiz verfügt (vgl. act. II 73 S. 4), hat die Beschwerde-
gegnerin in der angefochtenen Verfügung zu Recht auf den Wert Total, 
Männer, Kompetenzniveau 1 von Tabelle TA1, abgestellt. Weil das Invali-
deneinkommen – unter Zugrundelegung einer vollschichtig zumutbaren 
angepassten Tätigkeit (vgl. E. 3.9 vorne) – vorliegend basierend auf den-
selben Tabellenwerten zu ermitteln ist, erübrigt sich eine genaue Beziffe-
rung der Vergleichseinkommen bzw. entspricht der Invaliditätsgrad einem 
allfälligen – hier jedoch offensichtlich nicht zulässigen – leidensbedingten 
Abzug von maximal 25% (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; Entscheid des 
BGer vom 4. August 2017, 8C_358/2017, E. 2.2). 

3.11 Beträgt demnach der Invaliditätsgrad maximal 25%, hat die Be-
schwerdegegnerin einen Rentenanspruch zu Recht verneint. Die angefoch-
tene Verfügung ist somit nicht zu beanstanden und die Beschwerde 
abzuweisen. 

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen. 
Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss gleicher Höhe entnom-
men. 

4.2 Gemäss Art. 1 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 61 lit. g ATSG 
(Umkehrschluss) besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung. Die 
obsiegende Beschwerdegegnerin hat als Sozialversicherungsträgerin nach 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Okt. 2017, IV/16/1102, Seite 21

allgemeinem sozialversicherungsrechtlichem Prozessgrundsatz keinen 
Anspruch auf eine Parteientschädigung (vgl. BGE 128 V 124 E. 5b S. 133).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ent-
nommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- B.________ AG z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Okt. 2017, IV/16/1102, Seite 22

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.