# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 18cc6c85-29b1-5763-b06b-925b7f5d8974
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-10-13
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 13.10.2025 E-6968/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6968-2025_2025-10-13.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-6968/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 3 .  O k t o b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Gabriela Freihofer, 

mit Zustimmung von Richter Thomas Segessenmann;  

Gerichtsschreiberin Lhazom Pünkang. 

   

Parteien 

 
A._______,  

geboren am (…), 

Türkei,   

vertreten durch Lea Hungerbühler, Rechtsanwältin,  

substituiert durch MLaw Michael Meyer,  

(…),  

Beschwerdeführerin,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 13. August 2025 / N (…). 

 

 

 

E-6968/2025 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass die Beschwerdeführerin – eine ethnische Kurdin aus der Stadt 

B._______ – eigenen Angaben zufolge ihren Heimatstaat am 19. Juni 2023 

auf legalem Weg per Flugzeug Richtung Bosnien verliess und im Septem-

ber 2023 in die Schweiz weiterreiste, wo sie am 12. September 2023 zu-

sammen mit ihrem jüngeren Bruder C._______ (N […]) um Asyl 

nachsuchte, 

dass sie anlässlich der Anhörung zu den Asylgründen vom 1. Februar 2024 

sowie der ergänzenden Anhörung vom 6. Juni 2024 zur Begründung des 

Asylgesuchs im Wesentlichen vorbrachte, sie sei in die Schweiz gereist, 

um ihren hier ansässigen und eingebürgerten türkischen Freund zu heira-

ten, den sie zuvor via Instagram kennen und vermeintlich lieben gelernt 

habe, dass es jedoch nach Vorfällen von (psychischer) Gewalt in ihrer Be-

ziehung zur Trennung gekommen sei, 

dass dieses Heiratsvorhaben von ihrer patriarchalisch geprägten und kon-

servativen Familie gestützt auf deren Kenntnisse über die Person ihres 

Freundes von Anfang an abgelehnt worden sei und sie nun im Falle einer 

Rückkehr in die Türkei befürchte, von ihren Angehörigen getötet oder 

zwangsverheiratet zu werden, 

dass überdies nach ihrer Ausreise aus der Türkei ein Strafverfahren gegen 

sie eingeleitet worden sei, da sie nach ihrer Ankunft in der Schweiz politi-

sche Beiträge auf Twitter veröffentlicht habe, weshalb sie im Falle einer 

Rückkehr mit einer Inhaftierung rechnen müsse, 

dass sie zur Stützung ihrer Vorbringen verschiedene Beweismittel, darun-

ter insbesondere zahlreiche, nach ihrer Ausreise datierende Unterlagen 

zum vorstehend erwähnten Strafverfahren, zu den Akten reichte, 

dass das SEM mit Verfügung vom 13. August 2025 – am 18. August 2025 

eröffnet – die Flüchtlingseigenschaft der Beschwerdeführerin verneinte, ihr 

Asylgesuch ablehnte sowie ihre Wegweisung aus der Schweiz und den 

Vollzug anordnete, 

dass das SEM zur Begründung zunächst anführte, die von der Beschwer-

deführerin – erst nach mehrfacher Rückfrage – getätigte Aussage, wonach 

ihre Familie ihr vor der Ausreise gesagt haben solle, dass man sie töten 

würde, wenn sie fliehen sollte, wirke äusserst konstruiert und nachgescho-

ben,  

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dass die von der Beschwerdeführerin geschilderten Lebensumstände – ihr 

schulischer und beruflicher Werdegang sowie ihr selbstbestimmtes Leben 

(Universität mit Abschluss in «[…]», vier Jahre Aufenthalt in D._______ in 

einem Studentenwohnheim, Arbeit in E._______ in […]) – gegen ein kon-

servatives Rollenverständnis ihrer Eltern sprechen würden und sie in der 

Vergangenheit auch nicht zwangsverheiratet worden und mit ihren 30 Jah-

ren weiterhin unverheiratet sei, 

dass vorliegend keine Hinweise aktenkundig seien, welche erwarten lies-

sen, dass sie von Seiten ihrer Familie mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit 

und in absehbarer Zukunft von Verfolgungsmassnahmen ernsthaften Aus-

masses betroffen sein könnte, weshalb ihren Vorbringen keine flüchtlings-

rechtlich relevante Bedeutung zukomme, 

dass hierzu ergänzend festzuhalten sei, dass sie sich bei Bedarf an die 

türkischen Behörden wenden könne; in diesem Zusammenhang auf die 

einschlägige Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts verwei-

send,  

dass sodann hinsichtlich des Vorbringens, in der Türkei sei ein Strafverfah-

ren gegen die Beschwerdeführerin eröffnet worden, zunächst festzuhalten 

sei, dass sie sich in der Türkei bislang keiner Straftat schuldig gemacht 

habe und deshalb als strafrechtlich unbescholten gelte, 

dass die Eröffnung eines Strafverfahrens gegen die strafrechtlich nicht vor-

belastete und kein relevantes politisches Profil aufweisende Beschwerde-

führerin wegen Propaganda für eine Terrororganisation sodann im Lichte 

der geltenden Rechtsprechung (Referenzurteil E-4103/2024 vom 8. No-

vember 2024) keine flüchtlingsrechtliche Relevanz aufweise, 

dass gestützt auf die Aktenlage überdies davon auszugehen sei, dass die 

Beschwerdeführerin dieses Verfahren mit hoher Wahrscheinlichkeit be-

wusst eingeleitet oder einleiten lassen habe, um subjektive Nachflucht-

gründe zu schaffen, was als rechtsmissbräuchlich zu werten sei, 

dass die Vorbringen der Beschwerdeführerin demnach den Anforderungen 

an die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG nicht standhalten wür-

den, 

dass die Beschwerdeführerin somit zur Ausreise aus der Schweiz verpflich-

tet sei und das SEM ferner auch den Vollzug der Wegweisung der 

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Beschwerdeführerin in den Heimatstaat als zulässig, zumutbar und mög-

lich erachtete, 

dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 12. September 2025 gegen 

diese Verfügung beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erheben 

liess und die Rechtsbegehren stellte, in Aufhebung der Verfügung des SEM 

sei ihr die Flüchtlingseigenschaft anzuerkennen und Asyl zu gewähren, 

eventualiter sei die vorläufige Aufnahme anzuordnen, subeventualiter sei 

die Angelegenheit zur Neubeurteilung und vertieften Abklärung an die Vor-

instanz zurückzuweisen, 

dass in der Beschwerde in verfahrensrechtlicher Hinsicht die Gewährung 

der unentgeltlichen Prozessführung inklusive Verzicht auf die Erhebung ei-

nes Kostenvorschusses und die Beiordnung des rubrizierten substitutions-

bevollmächtigten Rechtsvertreters als amtlicher Rechtsbeistand beantragt 

wurde, 

dass der Beschwerde die Verfügung des SEM vom 13. August 2025, die 

Vollmacht vom 4. September 2025 und Substitutionsvollmacht sowie ein 

medizinischer Bericht vom 28. August 2025 des (…) beigelegt wurden, 

dass die Instruktionsrichterin mit Zwischenverfügung vom 16. September 

2025 die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und 

um Beiordnung eines amtlichen Rechtsbeistands abwies und der Be-

schwerdeführerin Frist zur Bezahlung eines Kostenvorschusses ansetzte, 

dass der Kostenvorschuss fristgerecht geleistet wurde, 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. 

Art. 31‒33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), 

dass die Beschwerdeführerin am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

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schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um ein solches Rechtsmittel handelt, 

weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde, 

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde 

ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält, 

und Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in wesent-

lichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den 

Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ver-

fälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 Abs. 2 und 3 AsylG), 

dass der in der Zwischenverfügung vom 16. September 2025 nach sum-

marischer Prüfung gezogene Schluss sich auch nach eingehender Prüfung 

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der vorliegenden Akten als zutreffend erweist und die Erwägungen des 

SEM zu bestätigen sind,  

dass entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin aus den Akten nicht 

ersichtlich ist, dass das SEM in mehreren Punkten eine ungenügende 

Sachverhaltsabklärung vorgenommen und seinen Entscheid nicht ausrei-

chend begründet habe, womit das rechtliche Gehör verletzt worden sei, 

dass damit kein Grund für eine Rückweisung der Sache an die Vorinstanz 

gegeben ist, 

dass die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung sodann zu Recht zur 

Erkenntnis gelangt ist, die Vorbringen der Beschwerdeführerin würden den 

Anforderungen von Art. 3 AsylG an die flüchtlingsrechtliche Beachtlichkeit 

nicht genügen, 

dass in der Verfügung zu Recht festgehalten wurde, aus den Akten ergä-

ben sich keine konkreten Hinweise, dass die Beschwerdeführerin bei einer 

Rückkehr von ihrer Familie umgebracht oder mit einem viel älteren Mann 

verheiratet würde, ihre Furcht mithin objektiv nicht begründet erscheine, 

sie sich zudem bei allfälligem Bedarf an die türkischen Behörden wenden 

könne, 

dass der von der Beschwerdeführerin geschilderte Konflikt mit ihren Eltern 

hinsichtlich der Wahl des Ehemannes nicht den Eindruck erweckt, dass ihr 

im Falle einer Rückkehr an ihren Heimatort eine konkrete Gefährdung von 

Leib und Leben drohen würde, 

dass es sich bei der Beschwerdeführerin – wie von der Vorinstanz zutref-

fend festgehalten – um eine gebildete und in allen Belangen selbstständige 

Frau handelt, die, sollte sie sich tatsächlich von Seiten ihrer Familie bedroht 

fühlen, aller Voraussicht nach in der Lage wäre, sich selbst zu helfen und 

sich an die zuständigen Behörden oder in der Türkei für solche Fälle vor-

handenen Organisationen zu wenden, 

dass sodann auch zutreffend festgehalten wurde, die in einem engen zeit-

lichen Zusammenhang mit der Ausreise stehenden Einträge auf Twitter und 

das deshalb eingeleitete Strafverfahren wegen Propaganda für eine Ter-

rororganisation vermöchten vorliegend praxisgemäss keine flüchtlings-

rechtliche Relevanz zu entfalten,  

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dass die Beschwerdeführerin namentlich anlässlich ihrer Anhörung zu den 

Asylgründen zu Protokoll gab, sie habe, nachdem sie hierhergekommen 

sei, ein paar Sachen auf Twitter geteilt (vgl. SEM-Akte […]), 

dass die Beschwerdeführerin zudem anlässlich der ergänzenden Anhö-

rung auf die Frage, ob sie bereits in der Türkei politische Kommentare oder 

Beiträge in den sozialen Medien veröffentlicht habe, erklärte, nicht auf Twit-

ter, aber möglicherweise auf Facebook aktiv gewesen zu sein, sie erinnere 

sich jedoch nicht mehr genau daran (vgl. SEM-Akte […]), 

dass sie ferner die Fragen, ob früher schon einmal ein Verfahren gegen sie 

eingeleitet worden sei in der Türkei respektive ob sie in der Türkei je in Haft 

oder vor Gericht gewesen sei, jeweils verneinte (vgl. SEM-Akte […]) 

dass sie die Frage, ob sie in der Türkei jemals politisch aktiv gewesen sei, 

ebenfalls verneinte und erklärte, sie habe sich aufgrund ihrer kurdischen 

Herkunft und der Vorgeschichte ihrer beiden älteren Schwestern von die-

sen Sachen ferngehalten (vgl. SEM-Akte […]), 

dass unter anderem angesichts dieser Aussagen die fehlende flüchtlings-

rechtliche Relevanz des hängigen Strafverfahrens ohne Weiteres bejaht 

werden kann, wobei diesbezüglich im Wesentlichen auf die entsprechen-

den Ausführungen der Vorinstanz zu verweisen ist, 

dass sich sodann aus den viele Jahre zurückliegenden Vorbringen betref-

fend die Ermordung eines Onkels im Jahr 1997 und die Verhaftung der 

beiden älteren Schwestern F._______ und G._______ im Jahr 2002 keine 

Hinweise auf zusätzliche Risikofaktoren ergeben, 

dass dies auch in Bezug auf das Asylverfahren des jüngeren Bruders 

C._______ gilt, dessen Asylgesuch mit Verfügung vom 14. Februar 2024 

– bestätigt durch das Urteil des Bundesverwaltungsgericht D-1164/2024 

vom 22. März 2024 – abgelehnt worden war, 

dass die Ausführungen in der Beschwerde nicht geeignet sind, die Erwä-

gungen und Schlussfolgerungen der Vorinstanz in einem anderen Licht er-

scheinen zu lassen, 

dass die wiederholte Geltendmachung der Vorbringen sowie das Beharren 

auf deren Asylrelevanz keine andere Einschätzung zu bewirken vermögen 

als jener, die bereits durch die Vorinstanz getroffen wurde, 

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dass auch das Argument, die Beschwerdeführerin habe aufgrund von 

Hemmungen die Drohungen seitens ihrer Familie erst auf Nachfrage ge-

schildert, weshalb dieses Vorbringen nicht nachgeschoben oder konstruiert 

sei (vgl. Beschwerde S. 8), mangels entsprechender Anhaltspunkte in den 

Akten nicht zu überzeugen vermag, zumal selbst bei Glaubhaftigkeit dieses 

Vorbringens die Beschwerdeführerin in der Lage wäre, sich in ihrem Hei-

matstaat an die zuständigen Behörden zu wenden, 

dass sie – entgegen ihren Beschwerdevorbringen (S. 9 ff.) – keine konkre-

ten Hinweise für eine tatsächlich drohende Gefahr eines Femizids oder ei-

ner Zwangsheirat geliefert hat, weshalb die entsprechenden Ausführungen 

als unbegründet zu erachten sind, 

dass das SEM bei dieser Aktenlage zu Recht die Flüchtlingseigenschaft 

der Beschwerdeführerin verneint und das Asylgesuch abgelehnt hat, 

dass im Übrigen zur Vermeidung von (weiteren) Wiederholungen auf die 

zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung 

zu verweisen ist, 

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 

Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 

(Art. 44 AsylG), vorliegend insbesondere der Kanton keine Aufenthaltsbe-

willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen 

besteht (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.), weshalb die 

verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen 

steht und demnach vom Staatssekretariat ebenfalls zu Recht angeordnet 

wurde, 

dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-

mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg-

weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]), 

dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen ge-

mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard 

wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu 

beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens 

glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche 

Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des 

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Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenste-

hen (Art. 83 Abs. 3 AIG), 

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), 

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass-

geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es 

der Beschwerdeführerin nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche 

Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in 

Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoule-

ment im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet,  

dass sodann keine Anhaltspunkte für eine im Heimat- oder Herkunftsstaat 

drohende menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 

BV, von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter 

und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung 

oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK ersichtlich sind,  

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 

erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen 

wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage kon-

kret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AIG), 

dass gemäss konstanter gerichtlicher Praxis nicht von einer Situation all-

gemeiner Gewalt oder bürgerkriegsähnlichen Verhältnissen in der gesam-

ten Türkei auszugehen ist (vgl. Referenzurteil des BVGer E-4103/2024 

vom 8. November 2024 E. 13.2), 

dass die Beschwerdeführerin aus der Stadt B._______ und damit nicht aus 

einer von den Erdbeben im Februar 2023 besonders betroffenen Region 

stammt, 

dass auch aus individueller Sicht keine Gründe ersichtlich sind, die gegen 

die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs sprechen, 

dass der Beschwerdeführerin insbesondere die soziale und wirtschaftliche 

Reintegration in die heimatliche Umgebung bei ihrer Rückkehr ohne 

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Weiteres gelingen sollte, zumal es sich bei ihr um eine gesunde und gebil-

dete Frau mit einem Universitätsabschluss in «(…)» und entsprechender 

Berufserfahrung handelt, die über Familienangehörige (Eltern und Ge-

schwister) und viele Verwandte (vgl. SEM-Akte […]) sowie ein soziales Be-

ziehungsnetz – mindestens bestehend aus ihren älteren Schwestern sowie 

mehreren Freundinnen – im Heimatstaat verfügt, 

dass sie ihr gesamtes bisheriges Leben in der Türkei verbracht hat, vor-

wiegend in B._______, daneben vier Jahre für ihr Studium in D._______ 

und etwa ein Jahr aus beruflichen Gründen in E._______ und im Übrigen 

zu Protokoll gab, finanziell sei es ihr gut gegangen, sie habe einen höheren 

Verdienst gehabt als das Existenzminimum (vgl. SEM-Akte […]), 

dass sich auch aus dem mit der Beschwerde eingereichten Bericht vom 

28. August 2025 keine Vollzugshindernisse aus medizinischen Gründen er-

blicken lassen, 

dass die geltend gemachten psychischen Probleme ([…], […], […]) in der 

Türkei behandelbar sind und die im Bericht zur psychischen Gesundheit 

erwähnten Suizidgedanken im Lichte der geltenden Rechtsprechung im 

Zusammenhang mit Suizid kein Vollzugshindernis darstellen, 

dass die angeführten Probleme darüber hinaus gemäss dem Bericht auf 

dem negativen Asylentscheid gründen, weshalb davon auszugehen ist, 

dass die Symptomatik situativ bedingt ist und im Verlauf der Zeit sowie 

nach der Rückkehr in den Heimatstaat abklingen wird,  

dass sich demnach nicht – wie praxisgemäss erforderlich für eine vorläu-

fige Aufnahme – eine medizinische Notlage oder eine rasch eintretende, 

lebensgefährdende Beeinträchtigung ihres Gesundheitszustands bei einer 

Rückkehr in das Heimatland feststellen lässt, weshalb daraus nicht auf Un-

zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs geschlossen werden kann, 

dass psychische Erkrankungen im Übrigen, wie von der Vorinstanz zutref-

fend festgehalten, in jeder grösseren Stadt – so auch in B._______ – in der 

Türkei behandelbar sind,  

dass der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführerin in den Heimat-

staat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen 

(Art. 83 Abs. 2 AIG), und es der Beschwerdeführerin obliegt, bei der Be-

schaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 47 Abs. 1 AsylG und 

dazu auch BVGE 2008/34 E. 12), 

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dass nach dem Gesagten der vom SEM verfügte Vollzug der Wegweisung 

zu bestätigen ist, 

dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechts-

erheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt und – soweit 

überprüfbar – angemessen ist, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.–  (Art. 1–

3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) der 

Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG), 

dass der in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss zur Begleichung der 

Verfahrenskosten zu verwenden ist.  

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden der Beschwerdeführerin aufer-

legt. Der in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss wird zur Bezahlung 

der Verfahrenskosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Gabriela Freihofer Lhazom Pünkang 

 

 

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