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**Case Identifier:** b3d10e92-de6c-575e-a522-8d0ee23b5c7d
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-08-08
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 08.08.2013 725 2013 62 (725 13 62)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-2013-62_2013-08-08.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom  8. August 2013 (725 13 62) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 
Mitteilung des Fallabschlusses im formlosen Verfahren; Bindung nach Treu und Glauben 

 

 

 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Yves Thommen, Kan-

tonsrichter Daniel Noll, Gerichtsschreiber Stephan Paukner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Sarah Brutschin, Advoka-
tin, Picassoplatz 8, Postfach 330, 4010 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 SUVA, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 
 
A. Der 1968 geborene A.____ war aufgrund seines damaligen Arbeitsverhältnisses mit 
der B.____ GmbH bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen die Fol-
gen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert, als er sich am 1. März 2006 beim Training 
an der rechten Schulter verletzte. Die SUVA erbrachte daraufhin die entsprechenden Versiche-
rungsleistungen.  
 

 
 
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B. In der Folge klagte der Versicherte auch über linksseitige Schulterbeschwerden. Am 
12. April 2010 teilte ihm die SUVA mit, es fehle an einem zumindest wahrscheinlichen Kausal-
zusammenhang zwischen dem fraglichen Unfallereignis und den an der linken Schulter geklag-
ten Beschwerden, weshalb diesbezüglich kein Leistungsanspruch bestehe. Mit Schreiben vom 
15. November 2011 teilte der zwischenzeitlich durch die C.____-Gewerkschaft vertretene Ver-
sicherte der SUVA mit, noch immer an den Folgen des bei ihr abgeschlossenen Unfalls zu lei-
den und bat um Wiederaufnahme des Falls sowie um Gewährung der Akteneinsicht. Nachdem 
ihm die SUVA am 16. November 2011 die Akten zugestellt und ihn darauf hingewiesen hatte, 
dass der Fall nicht abgeschlossen sei, hielt er im Schreiben vom 10. Januar 2012 an seinem 
Standpunkt fest und beantragte die weiterführende Leistungsausrichtung. Hierauf wies die 
SUVA mit Schreiben vom 20. Januar 2012 darauf hin, dass sie lediglich die Behandlung der 
linken Schulter abgelehnt habe, für die an der rechten Schulter beklagten Beschwerden hinge-
gen nach wie vor zuständig sei.  
 
C. Nach weiteren Briefwechseln erliess die SUVA am 6. November 2012 eine Verfügung, 
worin sie ausführte, dass bereits mit Schreiben vom 12. April 2010 eine faktische Verfügung 
ergangen sei, welche mittlerweile aber in Rechtskraft erwachsen sei, weshalb auf das Wieder-
erwägungsgesuch des Versicherten nicht eingetreten werde. Eine gegen diese Verfügung er-
hobene Einsprache wies die SUVA mit Einspracheentscheid vom 31. Januar 2013 ab. 
 
D. Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten nunmehr durch Sarah Brutschin, Advoka-
tin, mit Eingabe vom 1. März 2013 Beschwerde am Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung 
Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), und beantragte, es seien die Verfügung der SUVA 
vom 6. November 2012 sowie deren Einspracheentscheid vom 31. Januar 2013 aufzuheben 
und es seien dem Beschwerdeführer die gesetzlichen Versicherungsleistungen zuzusprechen. 
Zur Begründung machte er im Wesentlichen geltend, dass die SUVA von den behandelnden 
Ärzten im Anschluss an deren Schreiben vom 12. April 2010 regelmässig über die Beschwer-
den in der linken Schulter und die vorgesehenen Therapien orientiert worden sei. Es sei ihr so-
mit bekannt gewesen, dass die behandelnden Ärzte von einer Leistungspflicht der SUVA aus-
gegangen seien. Gestützt auf deren Schreiben vom 16. November 2011 sei offensichtlich auch 
die SUVA davon ausgegangen, dass die medizinischen Abklärungen noch nicht abgeschlossen 
seien. Auch im Jahre 2012 sei die SUVA laufend über die gesundheitliche Entwicklung infor-
miert worden. Unter diesen Voraussetzungen habe der SUVA klar sein müssen, dass aus Sicht 
des Beschwerdeführers und seiner Ärzte die Frage der Unfallkausalität zwischen dem Ereignis 
vom 1. März 2006 und seinen Beschwerden in der linken Schulter als nicht abschliessend beur-
teilt gegolten habe. Es erweise sich daher als treuwidrig, dem Beschwerdeführer nunmehr ent-
gegen zu halten, dass die formlose Mitteilung vom 12. April 2010 rechtsbeständig geworden 
sei. Zu berücksichtigen sei, dass die SUVA die aus dem formlosen Verfahren resultierende 
Rechtsunsicherheit selbst zu verantworten habe. Gestützt auf die Berichte der behandelnden 
Ärzte verfüge der Beschwerdeführer über einen Anspruch auf Ausrichtung der gesetzlichen 
Leistungen, insbesondere auf Ausrichtung eines Taggeldes und von Heilbehandlungskosten.  
 
E. Die SUVA schloss mit Vernehmlassung vom 11. April 2013 auf Abweisung der Be-
schwerde. Entgegen den Vorbringen in der Beschwerde sei die Leistungsablehnung für die 

 
 
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Schulterbeschwerden links vom Beschwerdeführer auch als solche verstanden worden. Der 
Versicherte habe anlässlich seines Telefonats vom 8. Juni 2010 bestätigt, dass die Problematik 
bezüglich der linken Schulter über seine Krankenkasse laufe. Widerspruch gegen die formlose 
Leistungsablehnung habe er nicht erhoben. Erst rund zwei Jahre und fünf Monate nach dem 
Schreiben vom 12. April 2010 bzw. neuneinhalb Monate nach der Aktenzustellung durch die 
SUVA habe die damalige Rechtsvertretung dem Standpunkt der SUVA widersprochen. Deren 
Intervention würde vor dem Hintergrund des Rechtsschutzinteresses sowie dem Gebot von 
Treu und Glauben keine Leistungsverpflichtung der SUVA mehr auslösen. Die Tatsache, dass 
die behandelnden Ärzte des Beschwerdeführers wiederholt um Kostengutsprache bei der 
SUVA ersucht hätten, würde nichts an der strittigen Leistungsablehnung vom 12. April 2010 
ändern.   
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Strittig und zu prüfen ist die prozessuale Frage, ob die SUVA in ihrem Einspracheent-
scheid vom 31. Januar 2013 ein Zurückkommen auf ihre formlose Leistungsablehnung vom 
12. April 2010 zu Recht abgelehnt hat. In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass 
kein gerichtlich durchsetzbarer Anspruch auf Wiedererwägung besteht. Art. 53 Abs. 2 des Bun-
desgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 
2000 schreibt vor, dass ein Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen oder 
Einspracheentscheide zurückkommen kann, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre 
Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Dabei wird in Übereinstimmung mit Lehre und 
Rechtsprechung ein solches Zurückkommen beim Fehlen eigentlicher Revisionsgründe jedoch 
ausschliesslich in das Ermessen des Versicherungsträgers gelegt (vgl. BGE 117 V 12 E. 2a). 
Verfügungen oder Einspracheentscheide, mit denen das Eintreten auf ein Wiedererwägungsge-
such abgelehnt worden ist, sind daher grundsätzlich weder einsprache- noch beschwerdeweise 
anfechtbar (vgl. BGE 133 V 50 E. 4.1). Ob und wieweit auf die frist- und formgerecht eingereich-
te Beschwerde einzutreten ist, hängt vorliegend deshalb davon ab, ob die Vorinstanz zu Recht 
auf das Wiedererwägungsgesuch des Versicherten nicht eingetreten ist.  
 
1.2 Mit Schreiben vom 15. November 2011 hat der Beschwerdeführer die SUVA um Wie-
deraufnahme der strittigen Leistungszusprache ersuchen lassen. Die SUVA hat dieses Ansin-
nen letztlich mit Verfügung vom 6. November 2012 insofern verweigert, als sie auf das soweit 
als Wiedererwägungsgesuch entgegen genommene Gesuch des Versicherten mit der Begrün-
dung nicht eingetreten ist, dass ihr Schreiben vom 12. April 2010 eine faktische Verfügung dar-
stelle, welche mittlerweile in Rechtskraft erwachsen sei. Streitig und zu prüfen ist damit zu-
nächst, ob deren formlos ergangener Entscheid vom 12. April 2010 Rechtswirksamkeit erlangt 
hat und in zweiter Linie, ob sie demnach zu Recht nicht auf das Wiedererwägungsgesuch des 
Versicherten vom 15. November 2011 eingetreten ist.  
 
2.1 Über Leistungen, Forderungen und Anordnungen, die erheblich sind oder mit denen 
die betroffene Person nicht einverstanden ist, hat der Versicherungsträger gemäss Art. 49 
Abs. 1 ATSG schriftlich Verfügungen zu erlassen. Die Verfügungen sind mit einer Rechtsmittel-

 
 
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belehrung zu versehen. Sie sind zu begründen, wenn sie den Begehren der Parteien nicht voll 
entsprechen. Aus einer mangelhaften Eröffnung einer Verfügung darf der betroffenen Person 
kein Nachteil erwachsen (vgl. Art. 49 Abs. 3 ATSG). Leistungen, Forderungen und Anordnun-
gen, die nicht unter Art. 49 Abs. 1 ATSG fallen, können demgegenüber in einem formlosen Ver-
fahren behandelt werden (vgl. Art. 51 Abs. 1 ATSG). Die betroffene Person kann den Erlass 
einer Verfügung verlangen (vgl. Art. 51 Abs. 2 ATSG). Das ATSG unterscheidet mithin zwi-
schen der Behandlung eines Gesuchs mittels Verfügung einerseits und im formlosen Verfahren 
andererseits. Die erste Variante ist vorgeschrieben, wenn es sich um eine erhebliche Leistung, 
Forderung oder Anordnung handelt sowie wenn die versicherte Person mit dem Entscheid nicht 
einverstanden ist. In den übrigen Fällen ist das formlose Verfahren nach Art. 51 ATSG zulässig.  
 
2.2 Die Abgrenzung zwischen den beiden Erledigungsformen hat in der Weise zu erfolgen, 
dass eine Verfügung nur dann vorliegt, wenn das fragliche Schriftstück als solche bezeichnet ist 
oder zumindest eine Rechtsmittelbelehrung enthält. Weist eine in diesem Sinn verstandene 
Verfügung einen Mangel auf, bestimmen sich die Konsequenzen nach Art. 49 Abs. 3 Satz 3 
ATSG, wonach der versicherten Person aus einer mangelhaften Eröffnung kein Nachteil ent-
stehen darf. Die konkreten Rechtsfolgen ergeben sich aus der Art des Mangels (vgl. BGE 134 V 
148 E. 3.2). Eine falsche oder fehlende Rechtsmittelbelehrung führt regelmässig zur Verlänge-
rung der Einsprachefrist (vgl. ALFRED KÖLZ / ISABELLE HÄNER, Verwaltungsverfahren und Ver-
waltungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, S. 130 ff., Rz. 362 ff., sowie UELI 
KIESER, Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, in: Schweize-
risches Bundesverwaltungsrecht [SBVR], Soziale Sicherheit, 2. Aufl., Basel 2007, S. 217 ff., 
289, Rz. 164). Erfüllt dagegen das Schreiben, in welchem der Versicherer seinen Standpunkt 
äussert, die erwähnten Anforderungen nicht und hat es somit nicht als Verfügung zu gelten, 
kann das Verfahren nicht durch einen Einspracheentscheid fortgesetzt werden, sondern muss 
sich zunächst auf den Erlass einer Verfügung richten. 
 
2.3 In ihrem Schreiben vom 12. April 2010 hatte die SUVA ausgeführt, aufgrund der medi-
zinischen Unterlagen bestehe gemäss kreisärztlicher Beurteilung kein sicherer oder wahr-
scheinlicher Zusammenhang zwischen dem Ereignis vom 1. März 2006 und den gemeldeten 
Beschwerden an der linken Schulter. Die SUVA sei demzufolge nicht leistungspflichtig und kön-
ne hierfür keine Versicherungsleistungen erbringen. Für die Behandlung der unfallbedingten 
Schulterbeschwerden rechts werde sie vorerst weiterhin aufkommen (vgl. SUVA Akt N° 81). 
Dieses Schreiben war weder als Verfügung bezeichnet noch enthielt es eine Rechtsmittelbeleh-
rung. Mit Blick auf die vorstehend dargelegten Grundsätze hat es daher nicht als formelle Ver-
fügung zu gelten, sondern ist dem formlosen Verfahren zuzuordnen. 
 
3.1 Art. 51 Abs. 1 ATSG sieht die Behandlung eines Anspruchs im formlosen Verfahren 
ausdrücklich in Bezug auf jene Gegenstände vor, welche nicht unter Art. 49 Abs. 1 ATSG fallen. 
Demgegenüber schreibt Art. 49 Abs. 1 ATSG für erhebliche Leistungen sowie bei Nichteinver-
ständnis der versicherten Person die Verfügungsform vor. Die formlose Erledigung ist diesfalls 
unzulässig. Damit übereinstimmend hält Art. 124 lit. b der Verordnung über die Unfallversiche-
rung (UVV) vom 20. Dezember 1982 fest, dass über die Verweigerung von Versicherungsleis-
tungen eine schriftliche Verfügung zu erlassen ist. Mit Bezug auf den hier zu beurteilenden 

 
 
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Sachverhalt und das einen Leistungsanspruch des Versicherten verneinende Schreiben vom 
12. April 2010  ist demzufolge zweifellos von einer Verfügungspflicht des Unfallversicherers 
auszugehen. Der entsprechende Entscheid hätte mithin zwingend in Form einer Verfügung er-
gehen müssen. War es demnach unzulässig, dass die SUVA mit Schreiben vom 12. April 2010 
über ihre Leistungspflicht formlos und nicht mittels Verfügung entschieden hat, kann 
Art. 51 ATSG, welcher sich nur auf das zulässige formlose Verfahren bezieht, keine direkte An-
wendung finden. Ebenso wenig kommt ein unmittelbares Abstellen auf Art. 49 Abs. 3 Satz 3 
ATSG in Frage, da gerade keine - allenfalls auch mangelhafte - Verfügung vorliegt. Das Gesetz 
enthält demnach für die vorliegende Konstellation, in dem der Versicherer im formlosen Verfah-
ren nach Art. 51 ATSG einen Entscheid gefällt hat, welcher laut Art. 49 Abs. 1 ATSG indessen 
in Verfügungsform hätte ergehen müssen, keine Regelung. Damit das Verfahren in die gesetz-
lich vorgesehenen Wege gelenkt und der versicherten Person der Rechtsweg eröffnet werden 
kann, ist jedoch der (bisher nicht erfolgte) Erlass einer formellen Verfügung notwendig. Dem-
entsprechend drängt sich in Analogie zu Art. 51 Abs. 2 ATSG die Lösung auf, dass die versi-
cherte Person einen Entscheid in Form einer Verfügung verlangen kann. In diesem Zusam-
menhang stellt sich jedoch die Frage nach den allfälligen zeitlichen Grenzen dieser Befugnis 
(vgl. BGE 134 V 149 E. 5.1). 
 
3.2  Wie das Eidgenössische Versicherungsgericht (EVG; seit 1. Januar 2008: Bundesge-
richt, Sozialrechtliche Abteilungen) in der in BGE 132 V 412 nicht veröffentlichten E. 6 des Ur-
teils U 62/06 vom 7. September 2006 erkannt hat, verhält sich die versicherte Person nicht 
rechtsmissbräuchlich, wenn sie erst mehrere Monate nach einem unzulässigerweise im formlo-
sen Verfahren erfolgten Fallabschluss den Erlass einer formellen Verfügung verlangt. Es ginge 
allerdings zu weit anzunehmen, die versicherte Person könne in einer solchen Konstellation 
ohne jede zeitliche Beschränkung auf dem Erlass einer Verfügung bestehen. Ebenso wie sich 
die Umschreibung der Rechtsfolgen der mangelhaften Eröffnung einer Verfügung an einer Ab-
wägung zu orientieren hat, welche einerseits dem Rechtsschutzinteresse der betroffenen Per-
son und andererseits dem Gebot der Rechtssicherheit Rechnung trägt (vgl. BGE 119 Ib 68 
E. 3b S. 72), rechtfertigt es sich mit anderen Worten nicht, den Interessen der versicherten Per-
son uneingeschränkten Vorrang einzuräumen. Vielmehr ist ihre Befugnis, einen formell korrek-
ten Entscheid des Versicherers zu verlangen, insbesondere mit Blick auf das Gebot der 
Rechtssicherheit sowie den Verfassungsgrundsatz von Treu und Glauben (vgl. Art. 5 Abs. 3 der 
Bundesverfassung [BV] vom 18. April 1999) zeitlich zu beschränken.  
 
3.3. Mit Bezug auf das zulässige formlose Verfahren nach Art. 51 ATSG im Bereich der 
nicht erheblichen Leistungen, deren Beurteilung die versicherte Person nicht bereits vorgängig 
widersprochen hat, wurde im Verlauf der Gesetzgebungsarbeiten vom Bundesrat zunächst eine 
Frist von einem Jahr seit Entstehen des Anspruchs vorgeschlagen (vgl. BBl 1994 V 949). Im 
weiteren Verlauf stand sodann eine Frist von lediglich einem Monat zur Diskussion (vgl. FRANZ 
SCHLAURI, Grundstrukturen des nichtstreitigen Verwaltungsverfahrens in der Sozialversiche-
rung, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Verfahrensfragen in der Sozialversicherung, St. Gallen 
1996, S. 9 ff., 57 mit Fn. 87). Die Kommission des Nationalrates für soziale Sicherheit und Ge-
sundheit lehnte in ihrem Bericht vom 26. März 1999 (BBl 1999 S. 4523 ff.) die Aufnahme einer 
Frist in das Gesetz schliesslich ab (vgl. BBl 1999 S. 4610). Dementsprechend regelt Art. 51 

 
 
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Abs. 2 ATSG diesen Punkt nunmehr nicht. In der Lehre wird davon ausgegangen, die Frist 
müsse auf jeden Fall länger sein als die 30-tägige Rechtsmittelfrist, könne aber wohl mehrere 
Monate nicht übersteigen, wobei die sachgerechte Dauer vom Einzelfall abhänge (vgl. THOMAS 
LOCHER, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 3. Aufl., Bern 2003, S. 433, § 65 Rz. 26). Mit 
Blick auf die hier zu beurteilende Konstellation, für deren Beurteilung das Gesetz dem Gesag-
ten die Verfügungsform vorschreibt, ist von einem relativ hohen Grad an Betroffenheit der versi-
cherten Person auszugehen, was sich verfahrensrechtlich insofern auswirkt, als dem Anspruch 
auf rechtliches Gehör und namentlich dem Begründungserfordernis besonderes Gewicht zu-
kommt (vgl. BGE 124 V 180). Dieser Aspekt spricht im Vergleich zum gesetzlich vorgesehenen 
formlosen Verfahren nach Art. 51 ATSG für die Annahme einer eher längeren Frist. Ein weite-
res, in dieselbe Richtung weisendes Argument ergibt sich aus dem Umstand, dass der Versi-
cherer das formlose Verfahren entgegen der gesetzlichen Regelung zur Anwendung gebracht 
und - wie der Versicherte in seiner Beschwerdebegründung zutreffend vorbringen lässt - somit 
die für ihn resultierende vorübergehende Rechtsunsicherheit grundsätzlich selbst zu verantwor-
ten hat. Andererseits haben auch Dritte, welche nicht direkt am Verfahren beteiligt sind, im Hin-
blick auf allfällige Haftpflicht- und Regressansprüche ein berechtigtes Interesse an einer Klä-
rung der Rechtslage. In Anbetracht der somit einander gegenüberstehenden Interessen und 
unter Berücksichtigung des Verfassungsgrundsatzes von Treu und Glauben erscheint es für 
den Regelfall daher als gerechtfertigt, von der betroffenen Person zu erwarten, dass sie inner-
halb eines Jahres seit der unzulässigerweise im formlosen Verfahren erfolgten Mitteilung des 
Fallabschlusses an den Unfallversicherer gelangt, wenn sich dieser seither nicht mehr gemeldet 
hat. Eine längere Frist kommt allenfalls dann in Frage, wenn die Person - insbesondere wenn 
sie rechtsunkundig und nicht anwaltlich vertreten ist - in guten Treuen annehmen durfte, der 
Versicherer habe noch keinen abschliessenden Entscheid fällen wollen und sei mit weiteren 
Abklärungen befasst (vgl. BGE 134 V 153 E. 5.3.2). 
 
3.4  Aus dem Schreiben der SUVA vom 12. April 2010 geht unmissverständlich hervor, 
dass es der Versicherer ablehnte, für die beklagten Beschwerden an der linken Schulter Leis-
tungen zu erbringen. Von weiteren Abklärungen war nicht die Rede. Der nach Lage der Akten in 
diesem Zeitpunkt anwaltlich nicht vertretene Beschwerdeführer wäre dem Gesagten zufolge 
deshalb gehalten gewesen, innerhalb eines Jahres seit Zugang dieses Schreibens zu reagieren 
und sein Nichteinverständnis zu deklarieren. Dies hat er jedoch nicht nur unterlassen, sondern 
hat im Gegenteil - jedenfalls implizit - insofern davon Abstand genommen, gegenüber dem Un-
fallversicherer ein  erneutes Leistungsgesuch geltend zu machen, als er anlässlich seines Tele-
fonats mit der SUVA vom 8. Juni 2010 angegeben hat, die Problematik bezüglich der linken 
Schulter gemäss Schreiben der SUVA vom 12. April 2010 laufe ohnehin über seine Kranken-
kasse (vgl. SUVA Akt N° 84). Dieser Umstand wird dadurch bestätigt, dass im Formular betref-
fend die Eintrittsdiagnose des Spitals D.____ vom 2. September 2010 als Behandlungsgrund 
nicht etwa unfall-, sondern vielmehr krankheitsbedingte Ursachen angegeben worden sind 
(vgl. Beilage zum Kostengutsprachegesuch des Spitals D.____ vom  
13. September 2010, ad Ziffer 2.1). Sodann ergibt sich die Tatsache, dass der Versicherte bei 
seiner Krankenkasse um Kostenübernahme ersucht hat, schliesslich auch aus deren Schreiben 
vom 2. März 2011 (vgl. SUVA Akt N° 106). Jedenfalls ist aufgrund der Akten davon auszuge-
hen, dass der Versicherte nach Erhalt des die Leistungspflicht ablehnenden Schreibens der 

 
 
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SUVA vom 12. April 2010 keinerlei Opposition geäussert hat. Nach diversen operativen Eingrif-
fen wegen der Schulterbeschwerden links im Oktober und November 2010 im Universitätsspital 
Basel (vgl. SUVA Akt N° 94, 97 und 100) sowie in der Folge weiteren Abklärungen in der Klink 
E.____ (vgl. SUVA Akt N° 111 f.) beauftragte der Versicherte am 29. September 2011 die 
C.___-Gewerkschaft mit der Vertretung seiner Interessen (vgl. Beilage zu SUVA Akt N° 114). 
Diese teilte der SUVA mit Schreiben vom 15. November 2011 mit, dass der Versicherte noch 
immer an den Folgen des bei der SUVA abgeschlossenen Unfalls leide, weshalb darum gebe-
ten werde, den Fall wieder aufzunehmen, und um Akteneinsicht ersucht werde. Mit Schreiben 
schliesslich vom 10. Januar 2012 retournierte der Rechtsvertreter des Versicherten die Akten 
an die SUVA. Dabei hielt er fest, dass aufgrund der zur Verfügung stehenden Unterlagen davon 
ausgegangen werde, dass der Fall bei der SUVA nicht hätte abgeschlossen werden dürfen, da 
weiterhin eine Kausalität zwischen dem Leiden des Versicherten und dem Unfallereignis vom 
1. März 2006 bestehe. Es werde um Beizug der IV-Akten sowie um eine neue Prüfung der An-
gelegenheit ersucht und man beantrage weitere Leistungen an den Versicherten in Form von 
Taggeldern und Heilungskosten.  
 
3.5 Bei dieser Sachlage können die Weiterungen in sachverhaltlicher Sicht dahin gestellt 
bleiben. Es ist bereits an dieser Stelle festzustellen, dass seit dem Schreiben der SUVA vom 
12. April 2010 weder der Versicherte noch dessen Rechtsvertretung innert der zuvor erläuterten 
Frist gegen die Ablehnung der Leistungspflicht für die Beschwerden an der linken Schulter op-
poniert hätten (vgl. Erwägung 3.3. a.E. hievor). Nachdem der Versicherte anlässlich seines Te-
lefonats mit der Beschwerdegegnerin am 8. Juni 2010 die im Schreiben der SUVA vom 12. April 
2010 vertretene Auffassung aber noch bestätigt hatte, erfolgte eine unmissverständliche Oppo-
sition erstmals mit Schreiben der C.____ vom 10. Januar 2012. Selbst wenn man als massge-
benden Zeitpunkt bereits den Einwand der C.____ vom 15. November 2011 gelten lassen woll-
te, waren seit Erlass der formlosen Leistungsablehnung vom 12. April 2010 dazumal rund 
19 Monate verstrichen. Diese mithin frühestens am 15. November 2011, nach Ablauf von mehr 
als eineinhalb Jahren, erfolgte Intervention vermochte somit keine Verpflichtung des Unfallver-
sicherers mehr auszulösen, nachträglich in Verfügungsform noch einmal über die streitigen An-
sprüche entscheiden zu müssen. Der fälschlicherweise im formlosen Verfahren ergangene Ent-
scheid vom 12. April 2010 hatte mittlerweile vielmehr jene Rechtswirksamkeit erlangt, wie wenn 
er im durch Art. 51 Abs. 1 ATSG umschriebenen Rahmen erlassen worden wäre. An dieser 
Rechtslage ändert auch nichts, dass sich der Beschwerdeführer erst Ende September 2011 
durch die C.____ hat vertreten lassen (vgl. Beilage zu SUVA Akt N° 114). Einerseits war die 
Leistungsablehnung vom 12. April 2010 unmissverständlich. Zum anderen hat der Beschwerde-
führer die von der SUVA darin vertretene Auffassung rund zwei Monate später telefonisch letzt-
lich selbst bestätigt. Unter diesen Umständen besteht der erwähnten Rechtsprechung zufolge 
(vgl. Erwägung 3.3 hievor) demnach aber auch kein Raum für die Annahme, dass der Versi-
cherte in guten Treuen ausnahmsweise hätte annehmen dürfen, die SUVA habe noch keinen 
abschliessenden Entscheid fällen wollen und sei noch immer oder gar erneut mit weiteren Ab-
klärungen befasst gewesen. Innert welcher Frist der nach Lage der Akten bis Ende September 
2011 rechtlich noch nicht vertretene Beschwerdeführer demnach gehalten gewesen wäre, seit 
Zugang des Schreibens der SUVA vom 12. April 2010 zu reagieren und sein Nichteinverständ-
nis zu deklarieren, kann deshalb dahingestellt bleiben und es muss an dieser Stelle sein Be-

 
 
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wenden damit haben, dass das Unterbleiben einer fristgerechten Intervention gegen das 
Schreiben der SUVA vom 12. April 2010 dazu geführt hat, dass der im formlosen Verfahren 
ergangene Entscheid in gleicher Weise Rechtswirkungen entfaltet, wie wenn er im durch Art. 51 
Abs. 1 ATSG umschriebenen Rahmen verfügungsweise erlassen worden wäre.  
 
3.6 An diesem Zwischenergebnis vermögen die übrigen Vorbringen des Beschwerdefüh-
rers nichts zu ändern. Soweit er geltend machen lässt, dass die SUVA im Anschluss an deren 
Schreiben vom 12. April 2010 von den behandelnden Ärzten regelmässig über dessen Be-
schwerden an der linken Schulter und die hiefür vorgesehenen Therapien orientiert worden sei, 
vermag er nichts zu seinen Gunsten abzuleiten. Die Opposition gegen den im formlosen Ver-
fahren ergangenen Entscheid setzt ein Handeln des Versicherten selbst bzw. seiner allfälligen 
Rechtsvertretung voraus. Mit Blick sowohl auf das Rechtsschutzinteresse der betroffenen Per-
son selbst als auch auf das Gebot der Rechtssicherheit vermag die rechtsprechungsgemäss 
erforderliche Intervention des Versicherten gerade nicht durch zugestellte Arztberichte oder 
Kostengutsprachegesuche ersetzt zu werden. Dies gilt im vorliegenden Fall umso mehr, als die 
SUVA die bei ihr von den behandelnden Ärzten, Spitälern und Physiotherapeuten eingegange-
nen Kostengutsprachen stets mit der gemäss Schreiben vom 12. April 2010 identischen Be-
gründung abgelehnt hatte, dass die Schulterbeschwerden links unfallfremd seien und die ent-
sprechenden Behandlungskosten somit nicht zu Lasten des Unfallversicherers gehen würden 
(vgl. Schreiben der SUVA vom 15. September 2010, SUVA Akt N° 89; für die Zeit ab November 
2011 sodann Schreiben der SUVA vom 21. August 2012, 5. September 2012, SUVA Akt 
N° 149, 161). Da insbesondere die Ablehnung der Kostengutsprache vom 15. September 2010 
auch dem Versicherten mitgeteilt worden war (vgl. SUVA Akt N° 89), wäre er im Gegenteil um-
so mehr gehalten gewesen, von sich aus zu reagieren und gegen die Leistungsablehnung der 
SUVA direkt zu intervenieren. Damit ist zugleich gesagt, dass es keine Rolle zu spielen vermag, 
ob und inwiefern die behandelnden Ärzte von einer Leistungspflicht der SUVA ausgegangen 
sind. Soweit sich der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang schliesslich auf den Stand-
punkt stellt, dass offensichtlich auch die SUVA selbst davon ausgegangen sei, dass die medizi-
nischen Abklärungen nicht abgeschlossen seien, ist ihm insofern zu widersprechen, dass die 
SUVA im Gegenteil stets zwischen den Beschwerden einerseits der linken und rechten Schulter 
andererseits unterschieden und ihre Leistungspflicht stets mit Blick nur auf die hier letztlich 
auch ausschliesslich strittigen linken Schulterbeschwerden verneint hat (vgl. Telefonnotiz der 
SUVA vom 16. August 2012, SUVA Akt N° 147; Schreiben der SUVA vom 5. September 2012, 
SUVA Akt N° 161). Soweit sich der Beschwerdeführer schliesslich auf das Schreiben der SUVA 
vom 16. November 2011 beruft, wonach die SUVA in etwas unklarer Weise keine Differenzie-
rung zwischen den rechten und linken Schulterbeschwerden vorgenommen hatte, ist mit Blick 
auf den massgebenden Zeitablauf seit 12. April 2010 darauf hinzuweisen, dass eine allfällige 
Intervention des Versicherten oder seiner Rechtsvertretung ohnehin früher hätte erfolgen müs-
sen (vgl. Erwägung 3.5 hievor). Die Beschwerde ist in dieser Hinsicht abzuweisen.  
 
3.7 Da die Leistungsablehnung der SUVA gemäss deren Schreiben vom 12. April 2010 
somit Rechtswirksamkeit erlangt hat, könnte sie nur noch unter den Voraussetzungen der pro-
zessualen Revision zurückgenommen werden. Zumal der Beschwerdeführer keine entspre-
chenden Einwände vorbringen lässt, sind bei summarischer Prüfung keine neuen relevanten 

 
 
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Tatsachen ersichtlich, welche sich vor dem 12. April 2010 verwirklich hätten, dem Beschwerde-
führer dazumal trotz hinreichender Sorgfalt nicht bekannt und geeignet gewesen wären, die 
Grundlage der damaligen - formlosen - Leistungsablehnung bei nachträglich zutreffender Wür-
digung zu einer nunmehr abweichenden Entscheidung zu führen. Neue Beweismittel, welche 
nicht beizubringen gewesen wären und zu einem andern Entscheid geführt hätten, sind eben-
falls weder geltend gemacht noch ersichtlich.  
 
4. Ist die Leistungsablehnung der SUVA vom 12. April 2010 mithin in Rechtskraft erwach-
sen, könnte sie nur wiedererwägungsweise abgeändert werden. Dem bereits eingangs Gesag-
ten zufolge besteht hingegen kein gerichtlich durchsetzbarer Anspruch auf eine Wiedererwä-
gung (vgl. oben, Erwägung 1.1 f hievor). Soweit sich der Beschwerdeführer im Zusammenhang 
mit seinem Wiedererwägungsgesuch vom 15. November 2011 gegen das teilweise Nichteintre-
ten der SUVA in deren Einspracheentscheid vom 31. Januar 2013 bzw. der ihm vorangehenden 
Verfügung vom 6. November 2012 gewendet hat, mangelt es insoweit an einem anfechtbaren 
Streitgegenstand. Auf die Beschwerde ist diesbezüglich somit nicht einzutreten.  
 
5. Art. 61 lit. a ATSG bestimmt, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die 
Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu 
erheben. Die ausserordentlichen Kosten sind wettzuschlagen. 
 
 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird, soweit darauf eingetreten wird, abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen.