# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5d1a5cee-08c4-5c9c-b9cf-cf0835102f4a
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2011-11-16
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 16.11.2011 ZK1 2011 46
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2011-46_2011-11-16.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 16. November 2011 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 11 46 25. November 2011

Urteil 
I. Zivilkammer

Vorsitz Brunner
Kantonsrichter Michael Dürst und Bochsler
Aktuar ad hoc Zegg

In der zivilrechtlichen Beschwerde

des Y., Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Sebastiano Pellegrini, 
Via Noseda 2, 6850 Mendrisio, 

gegen

das Urteil des Bezirksgerichts Inn vom 7. Dezember 2010, mitgeteilt am 1. Juni 
2011, in Sachen des Beschwerdeführers gegen X. und. Z., Beschwerdegegner, 
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Thomas Schütt, Truoch Serlas 3, 7500 St. 
Moritz, 

betreffend Forderung etc.

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

1. X. und Z. einerseits und Y. andererseits sind Stockwerkeigentümer 
der Parzelle Nr. 1123 (Zweifamilienhaus) mit der StWE-Parzelle Nr. 50‘077 (XZ.) 
und Nr. 50‘078 (Y.) mit Wertquoten von 556/1000 (XZ.) und 444/1000 (Y.) in der 
Gemeinde Zernez (Brail). Vor der Ernennung eines Verwalters der StWEG hatten 
die Stockwerkeigentümer die Verwaltung der Gemeinschaft unter sich in dem Sin-
ne aufgeteilt, dass jede Partei gewisse Aufgaben übernahm. Unbestritten ist, dass 
es in den Jahren 2007 und 2008 XZ. oblag, die Heizkosten abzurechnen. Aus die-
ser Tätigkeit entstand unter den Stockwerkeigentümern eine Streitigkeit, indem Y. 
gemäss Abrechnung für das Jahr 2007 und 2008 (KB 8) nun insgesamt CHF 
1‘379.05 (recte 1‘379.85, CHF 1‘193.80 plus CHF 186.05) zu bezahlen gehabt 
hätte, während Y. diese Abrechnung nicht akzeptierte. In der Folge anerkannten 
die Kläger die von Y. erklärte Verrechnung im Gesamtumfang von CHF 302.65 
(vgl. S. 5 lit. g der Berufungsantwort; BB Doc. B/act.16). Anlässlich der Vermittlung 
vom 12. Februar 2009 wurde von den Klägern, gemäss eigenen Aussagen auf-
grund von verwirrenden Berechnungen des Beklagten, ein höherer Verrechnungs-
betrag anerkannt, so dass nur CHF 923.60 eingeklagt wurden. Dieser Betrag wur-
de im Rahmen des einzelrichterlichen Verfahrens auf CHF 807.00 reduziert.

Sodann stellten die Kläger fest, dass der gemeinsame Warmwasserboiler 
defekt war und teilweise rostiges Wasser aus den Wasserleitungen kam. XZ. ver-
langte daher die Ersetzung des Boilers und liess dazu am 2. Februar 2009 eine 
StWE-Versammlung einberufen, an welcher Y. nicht teilnahm. An der daraufhin 
auf den 12. Februar 2009 festgesetzten StWE-Versammlung lehnte Y. die Erset-
zung des Boilers ab, sodass auch dieser Punkt Teil des folgenden Klageverfah-
rens wurde.

Schliesslich forderten die Kläger den Beklagten auf, einen von Letzterem 
vor vielen Jahren zur Abgrenzung der Gartenteile errichteten Zaun zu versetzen, 
weil dadurch, entgegen den Aufteilungsplänen, ein Teil des den Eheleuten XZ. 
zustehenden Gartens zu jenem von Y. geschlagen werde.

Y. seinerseits störte sich daran, dass bei starkem Wind aus einem Dach-
kännel auf der Seite XZ. Regenwasser an die Fassade des Hausteils Y. spritze 
und erhob diesen Punkt an der Vermittlungsverhandlung zur Widerklage.

2. Nach Einreichung der entsprechenden Klage am 30. Dezember 2008 
beim Kreisamt Sur Tasna fand am 12. Februar 2009 vor dem Kreispräsidenten die 

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Sühneverhandlung statt, an welcher keine Einigung erzielt wurde. Es wurde daher 
am 15. April 2009 der Leitschein mit folgendem Rechtsbegehren ausgestellt:

„Klägerische Rechtsbegehren:

1. Der Beklagte sei zu verpflichten, den Klägern zusammen CHF 923.60 
zuzüglich 5% Verzugszinsen seit 17. Februar 2008 zu zahlen.

2. Die Kläger seien berechtigt zu erklären, der Atel Gebäudetechnik AG 
in St. Moritz den Auftrag zum Ersatz des bestehenden Boilers durch 
einen neuen Boiler zu erteilen, dies gemäss Offerte der Atel Gebäude-
technik AG vom 20. Januar 2009 (Variante 2, voraussichtliche Kosten 
CHF 5‘174.60), und der Beklagte sei zu verpflichten, sich mit 44,4% an 
den effektiven Kosten zu beteiligen.

3. Der Beklagte sei - unter Strafandrohung von Art. 292 StGB für den Un-
terlassungsfall - zu verpflichten, den Zaun auf der Südseite des Hau-
ses der Parteien in Brail vom Gartenteil der Kläger zu entfernen. Dem 
Beklagten sei dafür eine angemessene Frist anzusetzen, und es sei 
den Klägern im Unterlassungsfall zu gestatten, den Zaun nach eigener 
Wahl auf Kosten des Beklagten versetzen zu lassen oder zu entsor-
gen.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Beklagten.

Beklagtische Rechtsbegehren:

1. Die Klage sei abzuweisen.

2. Widerklage (azione riconvenzionale)

Il canale del tetto sulla parte degli attori (XZ.), resp. il punto dove 
l’aqua cada dal pluviale sul giardino del convenuto (Y.)  deve essere 
spostato affinché l’aqua non bagna la facciata (Y.) quando c’è vento. 

[Der Dachkännel auf der Seite der Kläger (Hausteil XZ.), bzw. der 
Punkt, wo das Wasser aus der Dachtraufe in den Garten des Beklag-
ten (Y.) fällt, soll versetzt werden, damit das Wasser bei starkem Wind 
nicht die Fassade (Hausteil Y.) nass macht].

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Kläger.

Die Kläger beantragen die Abweisung der Widerklage unter Kosten- und 
Entschädigungsfolge.“

3. Mit Prozesseingabe vom 23. April 2009 prosequierte der Rechtsver-
treter von X. und Z. seine Klage mit unveränderten Rechtsbegehren an das Be-
zirksgericht Inn. Auch der Rechtsvertreter von Y. hielt in seiner Klageantwort und 
Widerklage vom 26. Juni 2009 an seinen Rechtsbegehren fest. Mit Eingabe vom 
10. August 2009 reichten die Kläger die Widerklageantwort ein. Ein zweiter Schrif-
tenwechsel wurde nicht durchgeführt.

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4. Mit Verfügung des Bezirksgerichtspräsidiums Inn vom 19. Februar 
2010, mitgeteilt am 19. Februar 2010, wurde Y. wegen Nichtbezahlung des Kos-
tenvorschusses vom weiteren Verfahren ausgeschlossen und die Widerklage wur-
de unter Kostenfolge abgeschrieben. Nachdem das Dispositiv des Kontumazur-
teils des Bezirksgerichts Inn vom 7. Dezember 2010 am 17. Januar 2011 den Par-
teien zugestellt worden war, bezahlte Y. den ausstehenden Kostenvorschuss in 
Höhe von CHF 3‘300.00 und verlangte die Ausfertigung des Urteils mit vollständi-
ger schriftlicher Begründung. Mit begründetem Urteil vom 7. Dezember 2010, mit-
geteilt am 1. Juni 2011, hat das Bezirksgericht Inn die Klage teilweise gutgeheis-
sen. Der Beklagte wurde verpflichtet, den Klägern CHF 807.00 zuzüglich 5% Ver-
zugszinsen seit 17. Februar 2008 zu zahlen. Die Kläger wurden berechtigt erklärt, 
der Atel Gebäudetechnik AG in St. Moritz den Auftrag zum Ersatz des bestehen-
den Boilers durch einen neuen Boiler zu erteilen, dies gemäss Offerte der Atel 
Gebäudetechnik AG vom 20. Januar 2009 (Variante 2, voraussichtliche Kosten 
CHF 5‘174.60), und der Beklagte wurde verpflichtet, sich mit 44.4% an den effekti-
ven Kosten zu beteiligen. Im Übrigen wurde die Klage abgewiesen. Die Prozess-
kosten wurden zu ¾ dem Beklagten auferlegt, welcher zudem verpflichtet wurde, 
die Kläger mit CHF 8‘924.65 inkl. Spesen und MWST ausseramtlich zu entschädi-
gen.

5. Gegen das am 1. Juni 2011 zugestellte (und gemäss Track&Trace 
der Schweizerischen Post am 6. Juni 2011 in Empfang genommene) Urteil des 
Bezirksgerichts Inn inklusive separate Erläuterungen in Vollausfertigung reichte Y. 
am 6. Juli 2011 Berufung beim Kantonsgericht von Graubünden ein. Die Beru-
fungsschrift des Rechtsvertreters von Y. war in italienischer Sprache verfasst. Die 
Rechtsbegehren lauten wie folgt:

„A. In via principale

I. L’appello è accolto.

Di conseguenza la sentenza 07.12.2010-01/06.06.2011 del Tribunale 
distrettuale di Inn viene riformata come segue:

1. L’istanza di X. und Z., Herisau, è parzialmente accolta.

2. Il convenuto è condannato a versare agli istanti a somma di Fr. 220.15 
oltre interessi al 5% dal 30.12.2008.

3. La pretesa degli istanti di sostituzione del boiler, rispettivamente di far 
obbligo al convenuto di partecipare ai relativi costi in misura del 44.4% 
(sulla base della variante 2 dell’offerta 20.01.2009 della Atel Gebäude-
technik AG (Fr. 5‘174.60) è respinta.

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4. La pretesa degli istanti di far obbligo al convenuto di asportare la re-
cinzione situata nel giardino situato nella parte sud della loro casa di 
Brail, è respinta.

5. I costi del Kreisamt di Sur Tasna di Fr. 350.--, così come i costi del 
Tribunale distrettuale di Inn, costituiti da

- tassa di giustizia Fr. 5‘000.--

- spese di cancellaria Fr.    743.--

- esborsi (incl. Perizia) Fr.    953.--

Totale Fr. 6‘696.--

sono a carico degli istanti in misura di ¾ e di ¼ del convenuto.

6. Gli istanti sono condannati a rifondere al convenuto la somma di Fr. 
2‘500.-- incl. IVA e spese a titolo di partecipazione alle spese legali.

II. Costi della presente procedura a carico della parte apellata, la quale ri-
fonderà all’appellante la somma di Fr. 4‘471.20 per le spese legali sos-
tenute in sede d‘appello.

B1. In via subordinata

I. In via preliminare

È ordinata da questo lodevole Tribunale una nuova perizia per la veri-
fica dello stato del boiler, previa nomina di un nuovo perito scelto da 
questo stesso Tribunale, che abbia a rispondere ai quesiti posti dalle 
parti in sede d’istruttoria di prime cure. 

II. L’appelo è accolto.

Di conseguenza la sentenza 07.12.2010-01/06.06.2011 del Tribunale 
distrettuale di Inn viene riformata come segue:

1. L’istanza di X. und Z., Herisau, è parzialmente accolta.

2. Il convenuto è condannato a versare agli istanti a somma di Fr. 220.15 
oltre interessi al 5% dal 30.12.2008.

3. La pretesa degli istanti di sostituzione del boiler, rispettivamente di far 
obbligo al convenuto di partecipare ai relativi costi in misura del 44.4% 
(sulla base della variante 2 dell’offerta 20.01.2009 della Atel Gebäude-
technik AG (Fr. 5‘174.60) è respinta.

4. La pretesa degli istanti di far obbligo al convenuto di asportare la re-
cinzione situata nel giardino situato nella parte sud della loro casa di 
Brail, è respinta.

5. I costi del Kreisamt di Sur Tasna di Fr. 350.--, così come i costi del 
Tribunale distrettuale di Inn, costituiti da

- tassa di giustizia Fr. 5‘000.--

- spese di cancellaria Fr.    743.--

- esborsi (incl. Perizia) Fr.    953.--

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Totale Fr. 6‘696.--

sono a carico degli istanti in misura di ¾ e di ¼ del convenuto.

6. Gli istanti sono condannati a rifondere al convenuto la somma di Fr. 
2‘500.-- incl. IVA e spese a titolo di partecipazione alle spese legali.

III. Costi della presente procedura a carico della parte apellata, la quale ri-
fonderà all’appellante la somma di Fr. 4‘471.20 per le spese legali sos-
tenute in sede d‘appello.

B2. In via subordinata 

I. L’appelo è accolto.

Di conseguenza la sentenza 07.12.2010-01/06.06.2011 del Tribunale 
distrettuale di Inn viene riformata come segue:

1. L’istanza di X. und Z., Herisau, è parzialmente accolta.

2. Il convenuto è condannato a versare agli istanti a somma di Fr. 220.15 
oltre interessi al 5% dal 30.12.2008.

3. Il dispositivo nr. 3 della sentenza impugnata è annullato e gli atti sono 
rinviati al Tribunale distrettuale di Inn affinché abbia ad ordinare una 
nuova perizia per la verifica dello stato del boiler, previa nomina di un 
nuovo perito scelto dallo stesso Tribunale distrettuale, che abbia a 
rispondere ai quesiti posti dalle parti in sede d’istruttoria di prime cure 
ed in seguito abbia a pronunciarsi nuovamente su questo punto del 
dispositivo.

4. La pretesa degli istanti di far obbligo al convenuto di asportare la re-
cinzione situata nel giardino situato nella parte sud della loro casa di 
Brail, è respinta.

5. I costi del Kreisamt di Sur Tasna di Fr. 350.--, così come i costi del 
Tribunale distrettuale di Inn, costituiti da

- tassa di giustizia Fr. 5‘000.--

- spese di cancellaria Fr.    743.--

- esborsi (incl. Perizia) Fr.    953.--

Totale Fr. 6‘696.--

sono a carico degli istanti in misura di ¾ e di ¼ del convenuto.

6. Gli istanti sono condannati a rifondere al convenuto la somma di Fr. 
2‘500.-- incl. IVA e spese a titolo di partecipazione alle spese legali.

III. Costi della presente procedura a carico della parte apellata, la quale ri-
fonderà all’appellante la somma di Fr. 4‘471.20 per le spese legali sos-
tenute in sede d‘appello.“

Der Rechtsvertreter von Y. begründete seine Berufung im Sinne von Art. 
308 ff. ZPO damit, dass der Streitwert der zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbe-
gehren den Betrag von CHF 10‘000.00 übersteige. Der Streitwert betrage insge-

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samt CHF 11‘583.40, bestehend aus der Forderung von XZ. in Höhe von CHF 
923.60, den Kosten für die Ersetzung des Boilers in Höhe von CHF 5‘174.60, den 
Kosten für die Versetzung des Zaunes in Höhe von CHF 3‘985.20 und den ge-
schätzten Kosten für die Versetzung des Dachkännels in Höhe von CHF 1‘500.00. 

Betreffend Heizkostenverteilung macht der Berufungskläger bzw. Be-
schwerdeführer geltend, dass die Abrechnungsart von XZ. nicht korrekt sei. Y. 
hätte in den vergangenen Jahren, in denen er die Verwaltung innehatte, die Hei-
zölrechnungen stets persönlich beglichen und nie Kostenvorschüsse von XZ. ver-
langt. Erst als XZ. mit der Verwaltung betraut gewesen sei, hätte dieser Akontobei-
träge gefordert. Y. sei nicht prinzipiell gegen Akontozahlungen. Er verlange ledig-
lich eine Abrechnung des jeweils eingekauften Heizöls aufgrund des tatsächlichen 
Verbrauchs der Parteien in dieser Periode. Die Abrechnungsmethode von XZ. füh-
re aufgrund der schwankenden Heizölpreise zu falschen Ergebnissen. Entspre-
chend dürfe der Zähler erst nach vollständigem Verbrauch des Heizöls abgelesen 
und danach eine Kostenaufteilung vorgenommen werden. Die Berechnungen von 
Y. nach effektivem Verbrauch ergäben einen Differenzbetrag von insgesamt CHF 
226.75 (CHF 145.35 - CHF 41.50 + CHF 24.65 + CHF 98.25), der abzuziehen sei.

Des Weiteren macht Y. geltend, dass einerseits keine Verzugszinsen ver-
einbart seien und andererseits, mangels gültiger Mahnung, die Voraussetzungen 
der Fälligkeit fehlen würden und daher keine Verzugszinsen geltend gemacht 
werden könnten. Bei der Berechnung von XZ. seien daher die übermässigen Zin-
sen von insgesamt CHF 174.05 (CHF 14.10 + CHF 24.75 + CHF 71.15 + CHF 
29.35 + CHF 34.70) nicht zu berücksichtigen. Einzig die Verzinsung zu 5% von 
CHF 956.60 seit dem 15. Februar 2004 bis 27. Januar 2005, so wie auch im Urteil 
des Kreisamtes Sur Tasna vom 29. April 2005 festgehalten, sei gerechtfertigt. 

Bezüglich Verrechnungsforderungen führt Y. aus, dass zu den von den Be-
rufungsbeklagten bzw. Beschwerdegegnern bereits anerkannten Rechnungen 
(Rätia Energie Klosters AG und Gebäudeversicherung von insgesamt CHF 
544.30, davon 55.6% oder CHF 302.65), Kosten von Y. für die Ersetzung eines 
verfaulten Dachbalkens in Höhe von CHF 420.00, davon 55.6% oder CHF 233.50 
hinzukommen würden. Die Kosten für die Ersetzung des Dachbalkens würden 
allerdings in einem getrennten Verfahren geltend gemacht werden. Weiter ist Y. 
der Ansicht, der von den Eheleuten XZ. anerkannte Betrag von CHF 302.65 müs-
se vom eingeklagten Betrag von CHF 923.60 subtrahiert werden. Dieser könne 
nicht willkürlich mit dem Betrag von CHF 1‘109.65, den die Gegenpartei glaube, 
geltend machen zu können, verrechnet werden. Entsprechend führe eine korrekte 
Verrechnung zu einem Anspruch von XZ. in Höhe von maximal CHF 620.95 (CHF 

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923.65 ./. CHF 302.65). Nach Abzug der ungerechtfertigten Heizkosten (CHF 
226.75) und Zinsen (CHF 174.05) verbleibe letztlich ein begründeter Anspruch von 
XZ. in Höhe von CHF 220.15. 

Bezüglich Boiler führt Y. aus, dass ein Ersatz nicht notwendig sei, da er 
weder getrübtes Wasser noch Korrosionsrückstände feststellen konnte. Falls ein 
Ersatz des Boilers notwendig wäre, sei für jede Partei ein separater Boiler einzu-
bauen. Weiter macht Y. geltend, der Ersatz des Boilers hätte zwingend durch die 
Stockwerkeigentümerversammlung entschieden werden müssen; erst nach erfolg-
los durchgeführten Stockwerkeigentümerversammlungen wäre eine gerichtliche 
Anordnung des Ersatzes statthaft gewesen. Die StWEG-Versammlung vom 2. Fe-
bruar 2009 sei zwar ordnungsgemäss angezeigt worden, aufgrund der Landesab-
wesenheit des Beschwerdeführers sei diese nicht beschlussfähig gewesen. Die 
StWEG-Versammlung vom 12. Februar 2009 hingegen sei nicht ordentlich ange-
zeigt worden, sodass die Voraussetzungen für die Anrufung des Gerichts nicht 
gegeben seien. 

Weiter macht Y. geltend, dass die Ernennung des Gutachters unfair und un-
ter Missachtung der Prinzipien von Unparteilichkeit und Unabhängigkeit erfolgt sei. 
Da zwischen den Parteien eine Verständigung über den zu bezeichnenden Sach-
verständigen aufgrund der Kontumazierung nicht möglich gewesen sei, hätte der 
Bezirksgerichtspräsident ohne Beizug der Beschwerdegegner einen Sachverstän-
digen bezeichnen müssen. Entsprechend müsse die erstinstanzliche Ernennung 
des Experten widerrufen und ein neuer Experte ernannt werden. Der Berufungs-
kläger bzw. Beschwerdeführer bringt weiter vor, das Gutachten hätte nicht alle 
Fragen beantwortet, weise inakzeptable Lücken auf und sei deshalb zu überarbei-
ten und zu vervollständigen. Insbesondere die Frage, ob das Preis-
Leistungsverhältnis der Offerte marktüblich sei, wäre den Parteien vorenthalten 
worden. Ebenso seien die Fragen, ob eine Installation von zwei Boilern möglich 
sei, die damit zusammenhängenden Kosten und die Überprüfung der Reinheit des 
Wassers, unbeantwortet geblieben. 

Bezüglich Verteilung der vorinstanzlichen Gerichtskosten macht Y. geltend, 
dass XZ. mehrheitlich unterliegen würde und deshalb dem Beschwerdegegner ¾ 
und dem Beschwerdeführer ¼ der amtlichen Kosten aufzuerlegen seien. Der vor-
instanzliche Kostenentscheid sei hinsichtlich der ausseramtlichen Entschädigung 
willkürlich, da einerseits seine Honorarnote um ca. CHF 1‘500.00 auf CHF 
4‘000.00 gekürzt worden sei, andererseits aber die Honorarnote des Klägers in 
Höhe von CHF 13‘232.85 als angemessen erscheine. Bei der Bemessung des 
Aufwandes sei vom Aufwand auszugehen, den ein gewissenhafter, sorgfältig han-

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delnder Rechtsanwalt aufbringen müsste. Zudem seien Aufwendungen verrechnet 
worden, die keinen Zusammenhang mit der vorliegenden Streitigkeit hätten. Bei 
einer Gesamtbeurteilung erscheine, insbesondere wegen der Kontumazierung des 
Beklagten, eine ausseramtliche Entschädigung von CHF 5‘600.00 zu Gunsten Y. 
und CHF 7‘000.00 zu Gunsten XZ. angemessen. Entsprechend sei XZ. zu ver-
pflichten, Y. für das erstinstanzliche Verfahren eine ausseramtliche Entschädigung 
von CHF 2‘500.00 inkl. Barauslagen und MWST (¾ von CHF 5‘600.00 ./. ¼ von 
CHF 7‘000.00) zu bezahlen. Bei Gutheissung der Berufung (recte Beschwerde) 
sei XZ. darüber hinaus zu verpflichten, Y. für das Berufungsverfahren mit CHF 
4‘471.20 inkl. Barauslagen und MWST ausseramtlich zu entschädigen.

6. Mit Berufungsantwort vom 15. August 2011 stellten die Berufungsbeklagten 
bzw. Beschwerdegegner innert Frist folgende Rechtsbegehren:

„1. Die Berufung sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge für das Berufungsverfahren zu 
Lasten des Berufungsklägers.“

Zur Begründung ihrer Anträge führten die Eheleute XZ. aus, dass auf Ziff. 4 
des beschwerdeführerischen Hauptbegehrens bzw. Ziff. 4 der beiden Eventualbe-
gehren betreffend Entfernung des Zauns nicht eingetreten werden könne, da Y. in 
diesem Punkt bereits vor Bezirksgericht Inn obsiegt habe und es deshalb an einer 
formellen Beschwer fehle. Streitig sei die Frage, ob die Eheleute XZ. berechtigt 
seien, auf der Basis der Wärmebezüge des Vorjahres Akontobeiträge zu verlan-
gen und erst nach dem Verbrauch des Heizöls den Anteil beider Parteien exakt 
(d.h. verbrauchsabhängig) zu berechnen. Das Kreisamt Sur Tasna hätte diese 
Frage mit Urteil vom 29. April 2005 zu Gunsten der Beschwerdegegner entschie-
den. In Stockwerkeigentümergemeinschaften sei es ganz üblich, dass Akonto-
beiträge in einen Fonds geleistet werden, woraus Heizöl und dergleichen finanziert 
werde. Vorliegend gehe es nicht um Vorschüsse für irgendwelche eventuelle künf-
tige Ausgaben, sondern es gehe um die finanzielle Beteiligung des Berufungsklä-
gers bzw. Beschwerdeführers an den Heizkosten, welche jeweils bereits entstan-
den seien, weil die Eheleute XZ. die diesbezüglichen konkreten Rechnungen im 
Aussenverhältnis bereits bezahlt hätten. Es handle sich also um sogenannte De-
ckungsbeiträge. Bei Deckungsbeiträgen bestehe gar keine andere Möglichkeit, als 
aufgrund des Vorjahresverbrauchs die Beiträge zu erheben. Dies gelte zumindest 
bei verbrauchsabhängigen Heizkostenabrechnungen. Die Frage, ob die Kläger die 
Heizkosten sofort nach dem Kauf des Heizöls oder erst nach dessen Verbrauch 
dem Beklagten verrechnen dürfen, sei insofern obsolet, als das fragliche Heizöl 
inzwischen ohnehin verbraucht sei. Bekanntlich lege das Gericht dem Urteil den-

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jenigen Sachverhalt zugrunde, der zum Zeitpunkt der Urteilsfällung bestehe. Heu-
te reduziere sich die Fragestellung also darauf, ob der Beklagte den Klägern noch 
CHF 807.00 zzgl. Zinsen aus bisher unbezahlten Rechnungen zahlen müsse. 
Trotzdem solle das Gericht aber diese Frage beantworten, um einen weiteren 
Prozess zu dieser Frage zu vermeiden. Aktuell hätte die Gemeinschaft zwar einen 
professionellen Verwalter, wenn der Berufungskläger bzw. Beschwerdeführer aber 
das Heizöl erst nach dessen Verbrauch zahlen wolle, bedeute dies, dass der Ver-
walter das Öl vorfinanzieren müsste.

Zur Heizkostenverteilung führen die Eheleute XZ. aus, dass die Parteien 
immer nach effektivem Wärmeverbrauch abgerechnet hätten. Herr X. hätte jeweils 
den geeichten Wärmezähler abgelesen, welcher den Verbrauch laufend aufsum-
mierte, um gestützt darauf die individuelle Heizkostenabrechnung zu erstellen. 
Zwar hätte Herr X. den Wärmeverbrauch jeweils abgelesen, ohne dass ein Zeuge 
dabei war, welcher die Korrektheit dieser Ablesung bestätigen könnte. Da das 
Verhältnis des Verbrauchs über die Jahre, in denen der Beschwerdeführer, Herr 
X. und A. die Ablesung des Zähler vornahmen, immer mehr oder weniger konstant 
geblieben sei, könnten die Ablesungen von Herr X. als glaubhaft und richtig be-
trachtet werden. 

Die eingereichte Abrechnung des Berufungsklägers bzw. Beschwerdefüh-
rers werde mit einer Ausnahme bestritten. Y. habe CHF 555.16 zur Verrechnung 
gebracht, nämlich 55.6% von 998.50. Von diesen CHF 998.50 würden sie die 
Rechnungen der Rätia Energie von CHF 160.00 und CHF 59.75 sowie CHF 
324.55 für die Gebäudeversicherung anerkennen. Total somit CHF 544.30, wovon 
55.6% oder CHF 302.65 von den Klägern verrechnungsweise zu zahlen seien. 
Nicht anerkennen könnten sie die Kosten für den Ersatz eines Balkens auf dem 
Dach durch den Beklagten in der Höhe von CHF 420.00. Die Eheleute XZ. wüss-
ten nicht, ob diese Arbeit wirklich ausgeführt worden sei und es fehle eine detail-
lierte Rechnung. Der anerkannte Betrag von CHF 302.65 sei vom höher geschul-
deten Betrag von CHF 1'109.65 abzuziehen und nicht vom versehentlich einge-
klagten Betrag von CHF 923.60, weshalb den Berufungsbeklagten bzw. Be-
schwerdegegnern auch im Urteilsdispositiv CHF 807.00 zugesprochen worden sei. 
Die Kläger würden damit nicht ihr Rechtsbegehren ändern, denn im Rahmen des 
ursprünglich gestellten Rechtsbegehren seien sie frei, im Lauf des Prozesses die 
Begründung zu ändern und die Klage nur in dem ihnen richtig scheinenden Um-
fang zu reduzieren. 

Weiter rügen die Eheleute XZ. die von Y. vorgeschlagene Heizkostenvertei-
lung. Gemäss dem Vorschlag von Y. hätte die für CHF 3'849.70 gekaufte Ölmen-

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ge zuerst verbraucht werden müssen, und exakt am Datum des letzten verbrauch-
ten Öltropfens genau dieser Öllieferung hätte der Wärmezähler abgelesen und 
gestützt darauf die Quoten berechnet werden sollen. Eine solche Vorgehensweise 
sei nicht praktikabel, hätten doch die Beschwerdegegner quasi „Wache halten“ 
müssen, um festzustellen an welchem Tag der letzte Tropfen der zuletzt zu einem 
bestimmten Preis gelieferten Ölmenge verbraucht worden sei. Dies sei technisch 
gar nicht möglich, da die Ölanzeige den Füllungsstand nur rudimentär angebe, 
sodass sich der Füllungsstand des Öltanks gar nicht täglich ausreichend präzis 
ermitteln lasse. Erst beim Auffüllen des Tanks könne man messen, wie viele Liter 
Platz hätten, vorausgesetzt, dass man den Tank bis zuoberst fülle, was aber je 
nach Ölpreis gar nicht ratsam sei. Bei jeder praktikablen wärmebedarfsabhängi-
gen Abrechnungsmethode könnten gewisse Verzerrungen entstehen, wenn der 
Ölpreis von einer Füllung zur anderen schwanke. Gleichzeitig müsse aber auch 
der effektive (d.h. prozentuale) Wärmeverbrauch der Parteien geschwankt haben. 
Die Verbrauchsschwankungen wären jedoch in den vergangenen Jahren minim, 
und jede Schwankung gleiche sich im Folgejahr mehr oder weniger wieder aus. 
Solche Verzerrungen würden jedenfalls weniger ins Gewicht fallen, als wenn die 
Eheleute XZ. das Heizöl zinslos vorfinanzieren müssten. Darauf liefe es aber bei 
der Abrechnungsmethode von Y. hinaus. Im vorliegenden Fall hätten die Beru-
fungsbeklagten bzw. Beschwerdegegner jeweils nur die Akontobeiträge anhand 
der Erfahrungszahlen der Vorperiode berechnet. Hinterher sei der effektive Wär-
meverbrauch abgerechnet worden. 

Bezüglich Verzugszinsen führen die Eheleute XZ. aus, diese würden am 
Tag nach dem Zahlungstermin zu laufen beginnen. Die Berufungsbeklagten bzw. 
Beschwerdegegner hätten Y. mit Schreiben vom 2. Februar 2008 zur Zahlung bis 
zum 16. Februar 2008 gemahnt.

Weiter führt Y. aus, die Expertise hätte eindeutig ergeben, dass der ge-
meinsame Boiler möglichst rasch ersetzt werden müsse, ansonsten ein Wasser-
schaden drohe. Im Falle eines Wasserschadens sei zu befürchten, dass die Versi-
cherung einen Abzug wegen Selbstverschuldens machen würde, weil die Gefahr 
eines Wasserschadens bekannt gewesen sei. Der Einbau zweier Boiler sei insbe-
sondere unmöglich, weil ein konkreter Eventualantrag im Rechtsbegehren von Y. 
fehle, kaum genügend Platz vorhanden sei und eine gerichtliche Anordnung zum 
Einbau zweier Boiler ausgeschlossen sei, weil der Boiler zu den gemeinschaftli-
chen Teilen gehöre. Das Privatgutachten des Berufungsklägers bzw. Beschwerde-
führers erachten die Eheleute XZ. als unbehelflich, weil es sich einerseits um ein 
Privatgutachten handle und andererseits die Zusammensetzung des Wassers 

Seite  12 — 21

nicht massgebend sei, da jeder Boiler über kurz oder lang einmal ersetzt werden 
müsse. Zur Ernennung des Experten machen die Eheleute XZ. geltend, die Rüge 
Y.s betreffend fehlender Neutralität und fachlichen Qualifikation des Experten sei 
nicht ausreichend substantiiert. Mangels ausreichender Substantiierung könne zu 
dieser Rüge nicht substantiiert Stellung genommen werden. Die Eheleute XZ. wei-
sen dennoch darauf hin, dass Herr Rissi als Experte vorgeschlagen wurde, weil er 
der Boiler-Spezialist der Hoval AG und die Hoval AG die Herstellerin des zu beur-
teilenden Boilers sei. Persönlich würden die Berufungsbeklagten bzw. Beschwer-
degegner Herrn Rissi nicht kennen. Auch das Gutachten enthalte keine Hinweise 
auf fehlende Neutralität oder auf fehlende fachliche Qualifikation des Gutachters. 
Ein Hinweis auf die Fachkenntnisse des Gutachters sei, dass er nicht alle Fragen 
beantwortete, sondern lediglich Fragen aus seinem Fachgebiet. Zur Ansicht von 
Y., der Ersatz des Boilers könne nur durch die Stockwerkeigentümerversammlung 
angeordnet werden, sei zu sagen, dass gemäss Protokollen beider Stockwerkei-
gentümerversammlungen keine Mehrheit zustande gekommen sei, weshalb ge-
stützt auf Art. 647 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB das Gericht angerufen werden könne. 

Zur ausseramtlichen Entschädigung für das erstinstanzliche Verfahren ma-
chen die Eheleute XZ. geltend, dass der verrechnete Aufwand ungeachtet des 
kleinen Streitwerts voll zu ersetzen sei, da das Verfahren aus verschiedenen 
Gründen (vier verschiedene Fragestellungen, unnütze Aufwendungen für Wider-
klageantwort, Berechnungen Heizkosten, Verhalten der Gegenpartei, italienische 
Korrespondenz) aufwändig gewesen sei. 

Für das Berufungsverfahren machen die Berufungsbeklagten bzw. Be-
schwerdegegner einen Aufwand von 10h 25min à CHF 240.00, somit CHF 
2‘781.00, zzgl. 3% Barauslagen und 8% MWST geltend. Ausgehend von der An-
nahme Y.s, der Streitwert betrage mindestens CHF 10‘000.00, machen die Ehe-
leute XZ. darüber hinaus noch einen Streitwertzuschlag von CHF 375.00 zzgl. 8% 
MWST, somit CHF 30.00, insgesamt somit CHF 405.00 geltend. Entsprechend 
seien die Eheleute XZ. mit insgesamt CHF 3‘186.00 ausseramtlich zu entschädi-
gen.

II. Erwägungen

1.1. Die Eröffnung des vorinstanzlichen Urteils erfolgte ohne Begründung 
am 17. Januar 2011. Für Rechtsmittel gilt das Recht, das bei der Eröffnung des 
angefochtenen Entscheides in Kraft ist (Art. 405 Abs. 1 ZPO). Die Eröffnung des 
Entscheides erfolgte nach Inkrafttreten der Schweizerischen Zivilprozessordnung, 

Seite  13 — 21

weshalb auf das vorliegende Verfahren die eidgenössische Zivilprozessordnung 
vom 19. Dezember 2008 Anwendung findet.

1.2. Im Gegensatz zur Bündner Zivilprozessordnung (Art. 125 ff. 
ZPO/GR) kennt die neue eidgenössische Zivilprozessordnung kein Kontumazver-
fahren mehr. Insbesondere entfällt die Beschränkung zur Ergreifung von Rechts-
mitteln durch die säumige Partei gemäss Art. 133 ZPO/GR. Gemäss Art. 405 Abs. 
1 ZPO wird die Zulässigkeit der Rechtsmittel nur noch nach der neuen Zivilpro-
zessordnung bestimmt.

1.3. Obwohl das Verfahren vor Bezirksgericht Inn in deutscher Sprache 
geführt und ein deutschsprachiges Urteil erlassen wurde, reichte der Rechtsvertre-
ter von Y. seine Berufung auf Italienisch ein. Da italienisch im Kanton Graubünden 
Amtssprache ist, ist dies zulässig (Art. 8 Abs. 1 SpG, BR 492.100). Allerdings wird 
das Verfahren vor Kantonsgericht gemäss Art. 8 Abs. 2 SpG in deutscher Sprache 
geführt und das Urteil auch auf Deutsch erlassen. 

1.4. Der Berufungskläger geht von einem Streitwert von über CHF 
10‘000.00 aus (Forderung aus Heizkostenabrechnung CHF 923.60, Kosten Erset-
zung Boiler CHF 5‘174.60, Kosten Versetzung Zaun CHF 3‘985.20, Kosten Ver-
setzung Dachrinne CHF 1‘500.00). Die Gegenpartei äussert sich zur Frage der 
Höhe des Streitwertes nicht, ebenso wenig die Vorinstanz im angefochtenen Ur-
teil. Gemäss Praxis ist der Streitwert der zuletzt aufrecht erhaltenen Begehren 
massgebend (vgl. Peter Reetz/StefanieTheiler, in Sutter-Somm/Hasenbö-
hler/Leuenberger, ZPO, N 39 zu Art. 308 ZPO, unter Hinweis auf PKG 1994 Nr. 
15; Kurt Blickenstorfer, in Brunner/Gasser/Schwander, ZPO, N 24 zu Art. 308 
ZPO; Karl Spühler, in Spühler/Tenchio/Infanger, BSK-ZPO, N 7 zu Art. 308 ZPO). 

Für die Berechnung des Streitwerts fallen die geschätzten CHF 1‘500.00 
(Kosten Versetzung Dachkännel) als Streitwert der Widerklage von vornherein 
ausser Betracht. Diese wurde nämlich mit Verfügung des Bezirksgerichts-
präsidenten Inn vom 19. Februar 2010 abgeschrieben (act. 37), was unangefoch-
ten blieb (vgl. auch Art. 94 Abs. 1 ZPO, wonach der tiefere Wert der Widerklage 
ohnehin nicht zu berücksichtigen ist). Dieser Betrag war somit am Ende des 
vorinstanzlichen Verfahrens nicht mehr streitig. 

Für die Berechnung des Streitwertes massgebend sind die Begehren be-
treffend den Restanteil von Y. an den Heizkosten (CHF 923.60) und die Kosten für 
die Ersetzung des Zauns, welche gemäss plausibler Offerte der Crivedil SA (beru-
fungsklägerische act. 01/B) CHF 3‘985.20 betragen. Der Berufungskläger zählt zu 
diesen beiden Positionen noch CHF 5‘174.60 für die Ersetzung des Boilers dazu. 

Seite  14 — 21

Bei diesem Begehren handelt es sich - auch wenn vorab um die richterliche Bewil-
ligung zur Ersetzung des Boilers ersucht wird – offensichtlich um einen vermö-
gensrechtlichen Streitpunkt, da es den Klägern damit in erster Linie um die Kos-
tenbeteiligung des Beklagten geht. Erstere verfolgen mit diesem Klagebegehren 
somit einen wirtschaftlichen Zweck und er gründet in klaren finanziellen Interessen 
des Klägers (vgl. dazu Peter Reetz/Stefanie Theiler, a.a.O., N 43 zu Art. 308 
ZPO). Nicht bestritten ist in diesem Zusammenhang die Beteiligung der Kläger an 
diesem Betrag im Umfang von 55,6 %, d.h. rund CHF 2’877.00, sodass in diesem 
Punkt nur ein streitiger Betrag von ca. CHF 2’297.00 verbleibt. Alles in allem ergibt 
dies einen Streitwert von gut CHF 7'200.00, so dass der Streitbetrag von CHF 
10'000.00 für ein Berufungsverfahren bei weitem nicht erreicht wird

1.5. Sind die Voraussetzungen der Berufung nicht gegeben, stellt sich die 
Frage, ob das Rechtsmittel als Beschwerde entgegenzunehmen und zu behan-
deln ist. Nach konstanter bundesgerichtlicher Rechtsprechung schadet die falsche 
Bezeichnung eines Rechtsmittels nicht, sofern sämtliche Sachurteilsvorausset-
zungen des Rechtsmittels, das hätte eingereicht werden müssen, erfüllt sind. Dies 
gilt auch dann, wenn die Eintretensvoraussetzungen des statthaften Rechtsmittels 
an sich enger umschrieben sind als diejenigen des eingereichten, aber die erho-
benen Rügen diesen Voraussetzungen entsprechen (vgl. BGE 134 III 379; Peter 
Reetz/Stefanie Theiler, a.a.O., N 51 zu Art. 308 - 318 ZPO; Kurt Blickenstorfer, 
a.a.O, N 67 zu Art. 308 - 324 ZPO; Karl Spühler, a.a.O., N 1 zu Art. 319). Nach 
Art. 7 Abs. 1 EGzZPO beurteilt das Kantonsgericht als Rechtsmittelinstanz zivil-
rechtliche Berufungen und Beschwerden. Die sachliche Zuständigkeit des Kan-
tonsgerichts für die Beurteilung der Beschwerde ist somit gegeben. Das angefoch-
tene Urteil des Bezirksgerichts Inn stellt einen (nicht berufungsfähigen) erstin-
stanzlichen Endentscheid darstellt. Damit liegt ein zulässiges Anfechtungsobjekt 
gemäss Art. 319 lit. a ZPO vor. Ferner wurde das Rechtsmittel innert Frist von 30 
Tagen schriftlich und begründet unter Beilage des angefochtenen Entscheids ein-
gereicht (Art. 321 Abs. 1 und 3 ZPO). Da sämtliche Sachurteilsvoraussetzungen 
gegeben sind, ist die Berufung des Beklagten als Beschwerde zu beurteilen (Art. 
319 lit. a ZPO).

Die Beurteilung der Berufung als Beschwerde hat prozessrechtliche Konse-
quenzen. Zwar kann in rechtlicher Hinsicht dasselbe gerügt werden, wie bei der 
Berufung nach Art. 308 ff ZPO. Die Kognition hingegen ist bei der Beschwerde in 
tatsächlicher Hinsicht eingeschränkt. Mit dieser können nur offensichtlich unrichti-
ge Sachverhaltsfeststellungen geltend gemacht werden (Art. 320 ZPO). 

Seite  15 — 21

2.1. Die Vorinstanz hat ihrem Entscheid die von XZ. erstellten individuel-
len Heizkostenabrechnungen (kläg.act. 4/5 und 4/6 sowie 59/1-7) zugrunde gelegt, 
welche sie als nachvollziehbar betrachtete. Aus den Abrechnungen für die Jahre 
2007 und 2008 resultierten Restbeträge zulasten von Y. in Höhe von CHF 
1'193.80 und CHF 185.05, total CHF 1'379.85. Nach Abzug eines von den Klägern 
in der Prozesseingabe vom 23. April 2009 anerkannten Verrechnungsbetrages 
von CHF 269.40 und weiteren Verrechnungsforderungen in Höhe von total CHF 
302.65, die anlässlich der Hauptverhandlung vom 7. Dezember 2010 anerkannt 
wurden, sprach das Bezirksgericht Inn den Klägern den gerundeten Betrag von 
Franken 807.00 zu.

Grundsätzlich unbestritten ist von Y., dass er seinen Anteil an den Heizkos-
ten im Sinne von Art. 649 und Art. 712h ZGB zu tragen hat. Die Einigkeit unter den 
Parteien geht sogar soweit, dass die Heizkosten nach Massgabe des individuellen 
Verbrauchs abzurechnen sind (Prozesseingabe vom 23. April 2009, S. 3 lit. b, 
Prozessantwort vom 26. Juni 2009, S. 3 f.). Der Meinungsunterschied besteht 
aber in der Art der Verbrauchsabrechnung. Während XZ. seine Abrechnung so 
vornimmt, dass er den Wärmezähler an einem bestimmten Datum abliest und 
dann die in dieser Periode aufgelaufenen Kosten für die Heizung gemäss Wärme-
verbrauch auf die Parteien aufteilt, hält Y. dafür, die Abrechnung müsse so erfol-
gen, dass die Kosten der jeweils eingekauften Ölmenge erst nach deren (vollstän-
digen) Verbrauch auf die Parteien gemäss individuellem Wärmebezug aufgeteilt 
werden, ansonsten das jeweils zu einem bestimmten - meist unterschiedlichen - 
Preis eingekaufte Öl nicht genau nach Massgabe des individuellen Verbrauchs 
kostenmässig auf die Parteien aufgeteilt werde.

Festzuhalten ist vorab, dass die Parteien die genauen Modalitäten betref-
fend Abrechnung der Heizkosten nicht festgelegt haben. Gemäss dem bei den 
Akten liegenden Urteil des Kreispräsidenten Sur Tasna vom 29. April 2005 (KB 
4/4), mit welchem bereits einmal eine Heizkostenabrechnung unter den Parteien 
beurteilt werden musste, besteht offenbar eine Vereinbarung vom 27. November 
2003 über die Aufgabenteilung der Stockwerkeigentümer. In dieser Vereinbarung 
wurde lediglich festgehalten, dass „beide Parteien periodisch (z.B. jährlich) eine 
Abrechnung erstellen“ (Erw. 4 des kreisamtlichen Urteils). Diese Formulierung 
lässt demjenigen, welcher die Abrechnung zu erstellen hat, einen gewissen Spiel-
raum offen. Wesentlich ist lediglich, dass alle Kosten erfasst und nach einem be-
stimmten Schlüssel aufgeteilt werden. Gewisse Kosten werden unter den Parteien 
nach Wertquoten verteilt und bei den Heizkosten besteht Einigkeit, dass sie nach 
Wärmeverbrauch aufgeschlüsselt werden. Innerhalb dieses Rahmens besteht 

Seite  16 — 21

aber ein gewisses Ermessen. Richtig ist wohl der Einwand des Beklagten, dass 
bei der von den Klägern gewählten Methode nicht genau das jeweils eingekaufte 
Öl bis zum letzten Tropfen nach dem individuellen Verbrauch verrechnet wird, 
sondern dass die bei der Zählerablesung verbliebene Menge später, nach dem 
sich für die folgende Periode ergebenden Verbrauchswert abgerechnet wird. Eine 
gewisse Verzerrung kann sich dadurch insbesondere durch die unterschiedlichen 
Einkaufspreise für das Heizöl ergeben. Allgemein bekannt ist, dass diese gewis-
sen Schwankungen unterworfen sind. Diese dürften sich über eine gewisse Zeit - 
wie die Erfahrung zeigt - aber in etwa ausgleichen. Auf jeden Fall ergeben sich 
daraus nicht markante Differenzen. Unterschiede beim Heizölpreis entstehen be-
kanntlich auch innerhalb eines Jahres - je nachdem, wann das Öl eingekauft wird. 
Derartige Schwankungen sind von den Stockwerkeigentümern aber ohne weiteres 
in Kauf zu nehmen. Aus diesen Gründen erweist sich die Abrechnungsmethode 
der Kläger keineswegs als unangemessen. Vielmehr ist es durchaus verständlich, 
dass sie nicht mit der Abrechnung zuwarten wollen, bis das ganze Öl einer Füllung 
verbraucht ist, zumal die genaue Mengenabgrenzung zweier Füllungen schwierig 
ist und sie dann über längere Zeit die Einkaufskosten vorzuschiessen hätten.

Dass die von den Klägern vorgelegte und nach der eben beschriebenen 
Abrechnungsmethode vorgenommene Kostenaufteilung unzutreffend wäre (KB 
4/6), wird nicht explizit und substantiiiert behauptet. Die Vorinstanz hat deshalb zu 
Recht darauf abgestellt, zumal sie auch im Vergleich zu den Vorjahresperioden als 
plausibel erscheinen.

2.2. Grundsätzlich ist somit festzuhalten, dass Y. den Klägern aus den 
Heizkostenabrechnungen 2007 und 2008 total CHF 1'379.85 (CHF 1'193.80 und 
CHF 186.05) schuldet. Anerkannt werden gemäss Prozesseingabe vom 23. April 
2009, S. 3 f., Verrechnungspositionen zugunsten Y. von CHF 269.40, was einen 
Forderungsbetrag von CHF 1'110.45 ergeben hätte. Eingeklagt wurden indessen 
nur CHF 923.60, mit der Begründung, Y. habe die Kläger mit eigenen Berechnun-
gen verunsichert, sodass zur Minderung des Prozessrisikos ein entsprechend ge-
ringerer Betrag eingeklagt worden sei. Diese Reduktion sei aber grundsätzlich un-
gerechtfertigt. Aus diesem Grunde sei der weitere anerkannte Verrechnungsbe-
trag von total CHF 302.65 vom Betrag von CHF 1'109.65 (recte CHF 1'110.45) 
abzuziehen und nicht vom eingeklagten Betrag von CHF 923.60. Y. ist hingegen 
der Auffassung, dass der weitere Abzug von Verrechnungspositionen vom einge-
klagten Betrag zu erfolgen habe. 

Solange das Klagefundament nicht verändert wird - was von keiner Seite 
behauptet wird - ist hinsichtlich der Höhe des zugesprochenen Betrages einzig 

Seite  17 — 21

von Bedeutung, dass nicht mehr zugesprochen wird, als eingeklagt wurde. Wie 
sich die einzelnen Rechnungspositionen zusammensetzen, ist in diesem Zusam-
menhang irrelevant. So ist es prozessual zulässig, dass sich die Zusammenset-
zung der Gesamtforderung ändert, also z.B. einzelne Rechnungspositionen sich 
vermindern und andere dazukommen, solange die entsprechenden Behauptungen 
und Beweise vorliegen. Zu prüfen sind deshalb im Folgenden die einzelnen Ver-
rechnungspositionen. Anerkannt wurde in der Prozesseingabe vom 23. April 2009 
zum vornherein ein Betrag von CHF 269.40. Der Beklagte ist nicht in der Lage 
nachzuweisen, weshalb seine Verrechnungsforderung - bezogen auf die anläss-
lich der Vermittlungsverhandlung diskutierten Beträge - höher sein sollte, sodass 
von einer ersten Verrechnungssumme von CHF 269.40 auszugehen ist. Im Rah-
men des erstinstanzlichen Verfahrens wurden von den Klägern weitere Verrech-
nungen anerkannt, nämlich ein Anteil von 55.6% an den Rechnungen der Gebäu-
deversicherung (CHF 324.55) und der Rätia Energie Klosters AG (CHF 160.00 
und CHF 59.75), total CHF 302.65 (vgl. BB 16/2). Abgelehnt wurde indessen die 
Rechnung Y.s für die Ersetzung eines Balkens auf dem Dach in Höhe von CHF 
420.00. Diese Ausgabe konnte von Y. in der Tat nicht mittels Rechnung etc. nach-
gewiesen werden, sodass die Vorinstanz diesen Betrag zu Recht nicht berücksich-
tigte. Aufgrund der vorstehenden Ausführungen ergibt sich somit, das lediglich die 
Verrechnungspositionen von CHF 269.40 und CHF 302.65 vom Betrag von CHF 
1'379.85 abzuziehen sind, was CHF 807.80 (abgerundet CHF 807.00) ergibt. Eine 
Verzinsung ab dem 17. Februar 2008 ist aufgrund der Ansetzung einer Zahlungs-
frist bis am 16. Februar 2008 durch die Kläger (KB 4/8) ohne weiteres gerechtfer-
tigt (vgl. Art. 102 OR). Dasselbe gilt grundsätzlich für die von Y. beanstandeten 
Zinsaufrechnungen der Kläger in ihren Heizkostenabrechnungen. Es ist nicht zu-
mutbar, dass derjenige, welcher für die Abrechnung verantwortlich ist, das Heizöl 
aus eigenen Mitteln bezahlt und die Stockwerkeigentümer davon zinsfrei bis zur 
Bezahlung ihrer Beiträge profitieren. Vielmehr ist es angebracht, dass eine Eigen-
kapitalverzinsung als Finanzierungskosten in der Heizkostenabrechnung geltend 
gemacht werden kann. Dass die Höhe dieser Kosten unangemessen wäre, wird 
nicht substantiiert behauptet. Die Beschwerde ist in diesem Punkt somit abzuwei-
sen.

3.1. In Bezug auf den Boiler sind sich die Parteien nicht einig, ob der Er-
satz des Boilers notwendig ist und gerichtlich angeordnet werden kann. Unter-
halts-, Wiederherstellungs- und Erneuerungsarbeiten, die für die Erhaltung des 
Wertes und der Gebrauchsfähigkeit der Sache nötig sind, gehören zu den not-
wendigen baulichen Massnahmen und können mit Zustimmung der Mehrheit aller 
Miteigentümer ausgeführt werden (Art. 647c ZGB). Gemäss Art. 647 Abs. 2. Ziff. 1 

Seite  18 — 21

ZGB darf jeder Stockwerkeigentümer verlangen, dass die für die Erhaltung des 
Wertes und der Gebrauchsfähigkeit der Sache notwendigen Verwaltungshandlun-
gen durchgeführt und nötigenfalls vom Gericht angeordnet werden. Die Anord-
nung der genannten Massnahme durch das Gericht setzt allerdings voraus, dass 
die nötigen Mehrheitsbeschlüsse der Stockwerkeigentümerversammlung nicht 
zustande gekommen sind (Christoph Brunner/ Jürg Wichtermann, in Hon-
sell/Vogt/Geiser, BSK-ZGB II, N 54 zu Art. 647 ZGB). Da die erste Versammlung 
vom 2. Februar 2009 nicht beschlussfähig war und an der zweiten Versammlung 
vom 12. September 2009 kein Mehrheitsbeschluss gefasst werden konnte, war die 
Anrufung des Gerichts im vorliegenden Fall nicht zu beanstanden. 

Weiter rügt der Beschwerdeführer, dass er keine Möglichkeit hatte, einen 
Experten vorzuschlagen. Zwar hat der Gerichtspräsident gemäss Art. 189 
ZPO/GR nach Anhörung der Parteien die Zahl der Sachverständigen zu bestim-
men, die Sachverständigen zu bezeichnen und ihre Instruktion vorzunehmen. In 
diesem Fall hat es sich der Beklagte selbst zuzuschreiben, dass er zu diesem 
Zeitpunkt wegen Nichtbezahlens des Gerichtskostenvorschusses vom Verfahren 
ausgeschlossen war und damit keine Möglichkeit hatte, einen Experten vorzu-
schlagen (Art. 39 Abs. 2 ZPO/GR). Vorliegend sind auch keinerlei Anhaltspunkte 
ersichtlich, die gegen die Unabhängigkeit und Fachkenntnisse von Bernhard Rissi 
von der Hoval Herzog AG, Feldmeilen, seinerseits beauftragt durch Angelo 
Schmed, von der Hoval Herzog AG, Vaduz, sprechen würden. Entsprechend ist 
die Expertise der Hoval Herzog AG vom 12. Oktober 2010 nicht zu beanstanden 
und es ist keine neue Expertise anzuordnen. Inhaltlich hat sich aus der erwähnten 
Expertise klar ergeben, dass der Boiler defekt ist, eine Reparatur nicht in Frage 
kommt und der Boiler so rasch wie möglich zu ersetzen ist. Unbestritten hat die 
Aufteilung der Kosten für den Ersatz des Boilers nach Wertquoten zu erfolgen. Da 
Hinweise fehlen, dass sich für den Ersatz des Boilers wesentlich günstigere Mög-
lichkeiten bieten, ist der Offerte der Atel Gebäudetechnik AG vom 20. Januar 2009 
(Variante 2, voraussichtliche Kosten CHF 5‘174.60) der Vorrang zu geben. Die 
Einsetzung von zwei Boilern ist aufgrund eines fehlenden Begehrens nicht Pro-
zessthema. Eine Neuordnung müsste zunächst an einer Eigentümerversammlung 
traktandiert werden. All dies führt zur Abweisung dieses Beschwerdepunktes.

4. Die Versetzung des Zaunes ist kein Beschwerdethema mehr. Dieser 
Punkt wurde im Rechtsbegehren unter Ziff. 4 nur aufgeführt, weil gemäss Ziff. 1 
das ganze Dispositiv neu formuliert wurde. Zudem hat der Beschwerdeführer in 
diesem Punkt bereits vor Bezirksgericht Inn obsiegt. Folglich ist darauf nicht weiter 
einzugehen.

Seite  19 — 21

5. Bleibt es beim vorinstanzlichen Urteil, gibt es keinen Grund, von der 
Kostenverteilung im angefochtenen Entscheid abzuweichen. Eine Verteilung von 
¾ zulasten des Beklagten und ¼ zulasten der Kläger erscheint angemessen. Eine 
Korrektur rechtfertigt sich diesbezüglich auch durch die nachstehend begründete 
Anpassung der aussergerichtlichen Entschädigung nicht. 

Gerügt wird vom Beschwerdeführer einerseits die Höhe der Honorarnote 
(total CHF 13'232.85) des klägerischen Rechtsvertreters, welche von der Vorin-
stanz unverändert übernommen wurde. Andererseits wurde der Aufwand des be-
klagtischen Rechtsanwalts auf pauschal CHF 4'000.- inkl. Spesen und Mehrwert-
steuer gekürzt, weil in seiner Honorarnote auch der Aufwand für ein separat abge-
rechnetes Beschwerdeverfahren vor Bezirksgerichtsausschuss enthalten war. Y. 
anerkennt wohl einen Mehraufwand des klägerischen Rechtsvertreters. Er erach-
tet indessen ein Gesamthonorar für Rechtsanwalt Dr. iur. Thomas Schütt von CHF 
7'000.00 als angemessen, während er für den beklagtischen Rechtsvertreter ein 
solches von CHF 5'600.00 als gerechtfertigt ansieht. Dazu ergibt sich folgendes:

Nach Art. 122 Abs. 2 ZPO/GR wird in der Regel die unterliegende Partei 
verpflichtet, der obsiegenden alle ihr durch den Rechtsstreit verursachten, not-
wendigen Kosten zu ersetzen. Hat eine Partei unnötigerweise gerichtliche oder 
aussergerichtliche Kosten verursacht, werden sie ihr ohne Rücksicht auf den Aus-
gang des Prozesses auferlegt (Art. 122 Abs. 3 ZPO/GR). Unter notwendige Kos-
ten wird grundsätzlich nur der im betreffenden Gerichtsverfahren (einschliesslich 
ein allenfalls vorausgehendes Sühneverfahren) anfallende Aufwand verstanden. 
Nicht zu entschädigen ist ein geltend gemachter vorprozessualer Aufwand, mit 
Ausnahme der für das Sühneverfahren nötig gewesenen Vorbereitungshandlun-
gen (vgl. PKG 1977 Nr. 24; ZB 06 33 vom 20. Februar 2007). Gemäss detaillierter 
Honorarnote von Rechtsanwalt Dr. iur. Thomas Schütt beginnen seine verrechne-
ten Tätigkeiten am 1. September 2008, während die Anmeldung zur Vermittlung 
erst Ende 2008 erfolgte. In dieser Zeit fanden zahlreiche vorprozessuale Handlun-
gen statt, welche nicht als direkte Vorbereitung auf die Vermittlungsverhandlung 
angesehen werden konnten. Ebenso fanden gemäss Honorarnote Stockwerkei-
gentümerversammlungen nach der Anmeldung zur Sühneverhandlung statt, wel-
che keinen unmittelbaren Zusammenhang mit dem gerichtlichen Verfahren hatten 
und deshalb nicht als entsprechender Aufwand in Rechnung gestellt werden konn-
ten. Es rechtfertigt sich daher, sechs Stunden als nicht zu entschädigenden vor-
prozessualen Aufwand zu streichen. Festzuhalten ist sodann, dass für die Pro-
zessführung weder umfangreiche Akten zu studieren waren noch sich ausserge-
wöhnliche Rechtsfragen stellten, die intensive Abklärungen erforderten. Trotzdem 

Seite  20 — 21

sind in der Honorarnote Aufwendungen von über dreizehn Stunden lediglich für 
Telefonate und Korrespondenz enthalten, was für den vorliegenden Prozess weit 
übertrieben ist. Es ist schlichtweg nicht ersichtlich, weshalb derart viele telefoni-
sche Kontakte, insbesondere mit der eigenen Klientschaft, sowie derart viele 
Emails und normaler Schriftverkehr notwendig gewesen sein sollten. Es rechtfer-
tigt sich somit unter diesem Titel eine Reduktion von acht Stunden. Es verbleibt 
somit ein notwendiger Zeitaufwand von 35 Stunden 45 Minuten (49h 45min ./. 
14h). Nicht zu beanstanden ist der Stundenansatz von CHF 240.00. Das Honorar 
nach Zeitaufwand ist somit auf CHF 8'580.00 festzulegen (35h 45min à CHF 
240.00). Dazu kommen 3% für Barauslagen (CHF 257.40) und 7.6% MWST (CHF 
671.65), total somit CHF 9'509.05. 

Zu Recht hat die Vorinstanz die Honorarnote des Rechtsvertreters des Be-
klagten gekürzt, weil darin der Aufwand für ein separat abgerechnetes Verfahren 
vor dem Bezirksgerichtsausschuss enthalten war. Weshalb die Kürzung auf pau-
schal CHF 4'000.00 (inkl. Spesen und MWST) unangemessen wäre, legt der Be-
schwerdeführer nicht substanziert dar. Es hat somit mit der von der Vorinstanz 
vorgenommenen Kürzung sein Bewenden, zumal das Kantonsgericht im Be-
schwerdeverfahren nur bei Ermessungsüberschreitung oder -missbrauch korrigie-
rend eingreift.

Da der Beklagte zu ¾ unterliegt, hat er die Kläger im entsprechenden Um-
fang der Honorarnote des klägerischen Rechtsvertreters zu entschädigen (¾ von 
CHF 9'509.05 = CHF 7'131.80). Andererseits hat er von der Gegenpartei einen 
Viertel seines eigenen Aufwands zugute (¼ von CHF 4'000.00 = CHF 1'000.00), 
welchen er mit der von ihm zu leistenden aussergerichtlichen Entschädigung ver-
rechnen kann (CHF 7'131.80 ./. CHF 1'000.00 = CHF 6'131.80; vergleiche dazu 
PKG 2007 Nr. 6). In diesem Punkt ist die Beschwerde somit teilweise gutzuheis-
sen. 

6. Im Beschwerdeverfahren obsiegt der Beschwerdeführer nur (teilwei-
se) in Bezug auf die aussergerichtliche Entschädigung. Es rechtfertigt sich dabei, 
die Kosten des Beschwerdeverfahrens zu 5/6 dem Beschwerdeführer und zu 1/6 
dem Beschwerdegegner zu überbinden, zumal der Beschwerdeführer ein falsches 
Rechtsmittel ergriffen hat. Aussergerichtlich hat der Beschwerdeführer den Be-
schwerdegegnern eine entsprechend reduzierte aussergerichtliche Entschädigung 
zu entrichten, welche das Kantonsgericht in Berücksichtigung des gerechtfertigten 
Aufwandes auf CHF 1'400.00 inkl. MWST festsetzt.

Seite  21 — 21

III. Demnach wird erkannt

1. Es wird festgestellt, dass die Voraussetzungen eines Berufungsverfahrens 
nicht gegeben sind. Das eingereichte Rechtsmittel wird als Beschwerde 
entgegen genommen. 

2. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und Ziff. 6 des angefochtenen 
Urteils wird aufgehoben. Der Beklagte hat die Kläger für das Verfahren vor 
Bezirksgericht Inn aussergerichtlich mit CHF 6'131.80 zu entschädigen. Im 
Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 4'200.00 gehen zu 5/6 
zulasten des Beschwerdeführers (CHF 3'500.00) und zu 1/6 zulasten des 
Beschwerdegegners (CHF 700.00). Der auf die Beschwerdegegner fallende 
Anteil von CHF 500.00 wird ab dem vom Beschwerdeführer geleisteten 
Kostenvorschuss von insgesamt CHF 4'000.00 bezogen und die Beschwer-
degegner werden verpflichtet, dem Beschwerdeführer den Betrag von CHF 
500.00 zu bezahlen. Für den Restbetrag von CHF 200.00 wird den Be-
schwerdegegnern vom Kantonsgericht Rechnung gestellt. Aussergerichtlich 
hat der Beschwerdeführer die Beschwerdegegner mit CHF 1'400.00 inkl. 
MWST zu entschädigen.

4. Gegen diese einen Streitwert von weniger als CHF 30‘000.00 betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72 und Art. 74 Abs. 2 lit. a des Bundesge-
richtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Zivilsachen an das Schweizerische 
Bundesgericht geführt werden, falls sich eine Rechtsfrage von grundsätzli-
cher Bedeutung stellt. Anderfalls ist die subsidiäre Verfassungsbeschwerde 
gemäss Art. 113 ff. BGG gegeben. In beiden Fällen ist das Rechtsmittel 
dem Bundesgericht innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Aus-
fertigung der Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen 
Weise schriftlich einzureichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegiti-
mation, die weiteren Voraussetzungen und das Verfahren der Beschwerde 
gelten die Art. 20 ff., 72 ff. und 90 ff. BGG.

5. Mitteilung an: