# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6ca9535a-2891-5310-85ae-9a991b18f4cb
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-07-02
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Aufsichtsbehörde Schuldbetreibung und Konkurs Basel-Landschaft 02.07.2020 720 19 328/156
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_005_720-19-328-156_2020-07-02.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
Vom 2. Juli 2020 (720 19 328 / 156) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Medizinischer Sachverhalt nicht hinreichend abgeklärt; Rückweisung an die Vorinstanz  
 
 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Christof Enderle, Kan-

tonsrichter Daniel Noll, Gerichtsschreiberin Margit Campell 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Jan Herrmann, Rechtsan-
walt, Lange Gasse 90, 4052 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 

 
 
 
A. Der 1958 geborene A.___ arbeitete zuletzt vom 1. August 2008 bis 19. Mai 2015 bzw. 30. 
November 2015 als Teamleiter bei der B.____ AG. Am 9. November 2015 meldete die Arbeitge-
berin ihn wegen psychischen Beschwerden zur Früherfassung bei der Eidgenössischen Invali-
denversicherung (IV) zum Bezug von Leistungen an. Am 8. Januar 2016 reichte A.____ selbst 
ein Leistungsgesuch bei der IV ein. Unter Hinweis auf eine Depression infolge massiven Mob-
bings und nachfolgender Entlassung beantragte er die Ausrichtung einer Rente. Die IV-Stelle 
Basel-Landschaft (IV-Stelle) untersuchte in der Folge den rechtserheblichen Sachverhalt. Mit 

 

 
 
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Verfügung vom 26. August 2019 lehnte sie das Leistungsgesuch von A.____ - nach durchgeführ-
tem Vorbescheidverfahren - ab. Zur Begründung gab sie an, dass unter Berücksichtigung der 
Belastungsfaktoren sowie der Ressourcen das berufliche Leistungsvermögen des Versicherten 
nicht eingeschränkt sei. 
 
B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwalt Jan Herrmann, am 23. September 
2019 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Er 
beantragte, die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 26. August 2019 sei aufzuheben und 
es sei ihm ab 1. August 2016 und bis auf weiteres eine ganze Rente basierend auf einen Invali-
ditätsgrad von 70 % auszurichten. Eventualiter sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und 
es sei ein gerichtliches psychiatrisches Gutachten einzuholen sowie neu über den Leistungsan-
spruch zu verfügen; unter o/e-Kostenfolge. Zur Begründung wurde im Wesentlichen sinngemäss 
geltend gemacht, die Beschwerdegegnerin stütze sich im angefochtenen Rentenentscheid auf 
unzureichende medizinische Unterlagen. Insbesondere könne der Auffassung des Regionalen 
Ärztlichen Dienstes (RAD), wonach er in der Erwerbsfähigkeit nicht eingeschränkt sei, nicht ge-
folgt werden.  
 
C. Am 6. November 2019 liess sich die IV-Stelle vernehmen und beantragte die Abweisung 
der Beschwerde. 
 
D. Zur Vernehmlassung der IV-Stelle äusserte sich Rechtsanwalt Herrmann namens und im 
Auftrag des Beschwerdeführers am 17. Dezember 2019 und hielt an seinen Standpunkten fest. 
Am 25. Februar 2020 reichte er den Austrittsbericht der Klinik C.____ in D.____ ein. 
 
E. Zu den vorgenannten Eingaben des Beschwerdeführers liess sich die IV-Stelle am 
24. März 2020 vernehmen, wobei sie unter Hinweis auf die Stellungnahme des RAD vom 
19. März 2020 an ihrem Antrag auf Abweisung der Beschwerde festhielt. Der Beschwerdeführer 
liess sich dazu am 2. April 2020 verlauten. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kan-
tonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden 
gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vor-
liegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- und formgerecht erhobene - Be-
schwerde vom 23. September 2019 ist demnach einzutreten. 
 

 

 
 
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2. Streitig und zu prüfen ist der Leistungsanspruch des Beschwerdeführers. Massgebend ist 
der Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 26. August 2019 
entwickelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterli-
chen Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 4 E. 1.2 mit Hinweis). 
 
3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbsfä-
higkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Einglie-
derungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines 
Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen 
sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c).  
 
3.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähig-
keit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer 
Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berück-
sichtigt (Satz 2).  
 
3.3 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebre-
chen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Be-
einträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach 
zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen 
(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach dem 
im Rahmen der 5. IV-Revision am 1. Januar 2008 in Kraft gesetzten Art. 7 Abs. 2 ATSG aus-
schliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen (Satz 1). Eine 
Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 
2).  
 
4.1 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, wenn 
sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe 
Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% 
invalid ist.  
 
4.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach ist der Invaliditätsgrad aufgrund eines Einkommensver-
gleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Ein-
tritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Einglie-
derungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage 
erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie 
erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommens-
vergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbsein-
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden. Aus 

 

 
 
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der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Ein-
kommensvergleichs; BGE 128 V 30 E. 1, 104 V 136 E. 2a und b).  
 
5.1 Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrads bildet die Frage, in welchem Ausmass 
die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsunfähig ist. 
 
5.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde – die Ver-
waltung und im Streitfall das Gericht – auf Unterlagen angewiesen, die vorab von Ärztinnen und 
Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurtei-
len und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 
versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c, 105 V 158 E. 1). 
Darüber hinaus bilden die ärztlichen Stellungnahmen eine wichtige Grundlage für die Beurteilung 
der Zumutbarkeit, also der Frage, welche anderen Erwerbstätigkeiten als die zuletzt ausgeübte 
Berufsarbeit von der versicherten Person auf dem allgemeinen, ausgeglichenen und nach ihren 
persönlichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumut-barerweise noch verrichtet 
werden können (ULRICH MAYER-BLASER, Zur Prozentgenauigkeit in der Invaliditätsschätzung, in: 
René Schaffhauser/Franz Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozialversicherung, 
St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 
 
5.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungspro-
zess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle anderen 
Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflicht-
gemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle relevanten Be-
weismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden 
hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 
gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 
berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung 
der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch-
tet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlagge-
bend für den Beweiswert ist somit grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die 
Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gut-
achten (vgl. BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c; AHI-Praxis 2001 S. 113 E. 3a). 
 
5.4 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung 
als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien 
für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen dieser Richt-
linien in BGE 125 V 352 ff. E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit weiteren Hin-
weisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spe-

 

 
 
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zialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen so-
wie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssi-
gen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange 
nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 
3b/bb mit weiteren Hinweisen). In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll das 
Gericht der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auf-
tragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Pati-
enten aussagen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag 
des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und von Begutachtungsauftrag des amtlich 
bestellten fachmedizinischen Experten anderseits (vgl. Urteil des damaligen Eidgenössischen 
Versicherungsgerichts [EVG; heute: Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilungen] vom 13. Juni 
2001, I 506/00, E. 2b) lässt nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu 
stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu an-
derslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abwei-
chende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver 
ärztlicher Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung 
unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 
514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). 
 
6. Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Un-
tersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben 
die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und voll-
ständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungs-pflicht 
dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsa-
chen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 
8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. 
 
7.1 Zur Beurteilung des vorliegenden Falls liegen zahlreiche medizinische Unterlagen vor, die 
vom Gericht gesamthaft gewürdigt wurden. Im Folgenden werden diejenigen Gutachten und Be-
richte wiedergegeben, welche sich nach Auffassung des Gerichts als zentral erweisen. 
 
7.2 Gemäss Bericht der Klinik E.____ vom 19. Oktober 2015 litt der Beschwerdeführer an 
einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode ohne somatisches 
Syndrom. Er habe von einer seit circa 9 Monaten bestehenden depressiven Symptomatik mit Ein- 
und Durchschlafstörungen, niedergestimmt-gereizter Affektlage, Antriebsminderung, Konzentra-
tionsstörungen und leichter Freudlosigkeit berichtet. Als psychosoziale Belastungssituation sei 
Mobbing am Arbeitsplatz durch den direkten Vorgesetzten genannt worden, nachdem der Versi-
cherte vor circa einem Jahr Unregelmässigkeiten im Rahmen der Vermögensverwaltung festge-
stellt und dies diesem gemeldet habe. Weiter habe er erklärt, er habe am Tag vor dem Aufsuchen 
der Kliniken E.____ dem Sohn ein T-Shirt angeworfen. Diese neu aufkommende aggressive Ten-
denz habe ihn selbst überrascht. Er habe sich deshalb zur Wiederaufnahme einer ambulanten 
psychiatrischen Behandlung entschlossen, nachdem er bereits im Jahr 2003 eine depressive Epi-
sode im Sinne eines Burnouts mit circa einjähriger ambulanter Behandlung durchgemacht habe.  
 

 

 
 
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7.3 Im Zwischenbericht vom 11. November 2015 zuhanden der Taggeldversicherung hielt die 
behandelnde Psychologin lic. phil. F.____, Praxis E.____ GmbH, fest, dass der Beschwerdefüh-
rer an einer Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion (ICD-10 F43.21) leide. Es 
bestünde subjektiv eine starke, objektiv eine mittelgradige Störung in der Aufmerksamkeit und 
der Konzentration sowie eine Antriebs- und Freudlosigkeit. Affektiv sei der Versicherte wenig 
spürbar und bagatellisierend. Es läge eine deutliche psychomotorische Hemmung bzw. Blockie-
rung vor. Wahn und Sinnestäuschungen seien zu verneinen, passive Sterbewünsche ohne kon-
krete Suizidalität hingegen zu bejahen. Aufgrund der Antriebsstörung und der kognitiven Ein-
schränkung könne der Beschwerdeführer knapp seine Tagesstruktur daheim aufrechterhalten. 
Eine Wiederaufnahme der Arbeitstätigkeit sei symptombedingt (noch) nicht zumutbar. Aufgrund 
des bisherigen Verlaufs und der belastenden Teamsituation am Arbeitsplatz sei eine Rückkehr 
dorthin allenfalls langfristig denkbar. Auch die Ausübung einer zumutbaren Ersatztätigkeit sei der-
zeit noch nicht möglich. Der Beschwerdeführer sei ab 1. September 2015 zu 100 % arbeitsunfä-
hig. 
 
7.4  Der Beschwerdeführer befand sich vom 5. Juli 2016 bis 17. August 2016 stationär in der 
Klinik C.____ in D.____. In deren Bericht vom 25. August 2016 wurden eine rezidivierende de-
pressive Störung, gegenwärtig mittelgradige bis schwere Episode (ICD-10 F33.1), genannt. Als 
Nebendiagnosen wurden Probleme in Verbindung mit der beruflichen Situation und dem Stellen-
verlust, eine Hypertonie, Zustand nach Myokardinfarkt vor 12 Jahren und nach Prostatakarzinom 
vor 4 Jahren sowie rezidivierende Kniegelenkergüsse im rechten Knie aufgeführt. Der Beschwer-
deführer habe vor 12 Jahren eine depressive Episode gehabt, welche während 8 Monaten mit 
einer Psychotherapie behandelt worden sei. Im Mai 2015 habe er nach zweijähriger mobbing-
ähnlicher Situation unvermittelt seine Arbeitsstelle verloren. Nach anfänglicher Erleichterung we-
gen des Wegfalls der emotionalen Belastung sei er im Juli 2015 in ein seelisches Loch gefallen. 
Er sei depressiv gewesen und habe zunehmend Suizidgedanken gehabt, weshalb er in dieser 
ausweglos erscheinenden Lage im August 2015 die Notfallstation der Kliniken E.____ aufgesucht 
habe. Dort sei er zu einer psychotherapeutischen und psychiatrischen Behandlung zugewiesen 
worden. Diese und auch eine medikamentöse Behandlung würden noch immer andauern, wobei 
sich keine Besserung eingestellt habe. Es bestünden weiterhin weder Antrieb noch Energie. Der 
Beschwerdeführer sei ständig müde und zu keiner Tätigkeit fähig. Beim Eintritt in die Klinik 
C.____ habe sich in der klinischen Untersuchung ein angespannter, unruhiger und bedrückt wir-
kender Versicherter gezeigt. Im formalen Denken sei er leicht verlangsamt und ideenflüchtig so-
wie deutlich eingeengt gewesen. Es hätten eine mittelgradige Affektarmut und eine Störung der 
Vitalgefühle vorgelegen. Er sei zudem mittelgradig deprimiert gewesen und es habe eine vermin-
derte Zukunftseinschätzung, bei gelegentlicher Ängstlichkeit, permanenter innerlicher Unruhe 
und mittelgradiger Affektlabilität bestanden. Er sei mittelgradig antriebsarm und weise ein deutli-
ches soziales Rückzugverhalten auf. Während des Aufenthalts habe sich der Versicherte relativ 
gut stabilisieren können. Der Antrieb und die Belastbarkeit hätten sich verbessert und es seien 
weniger Grübeln und Konzentrationsprobleme beschrieben worden. Aufgrund der Krisenanfällig-
keit und der Notwendigkeit, die Tagesstruktur zu stabilisieren, werde die Behandlung in der Ta-
gesklinik weitergeführt.  
 

 

 
 
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7.5 Am 29. Juni 2017 berichtete pract. med. G.____, dass der Beschwerdeführer mit Auswir-
kung auf die Arbeitsfähigkeit seit August 2015 an einer rezidivierenden depressiven Störung, der-
zeit anhaltende mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F43.21), und an akzentuierten Persön-
lichkeitszügen (ICD-10 F73.1) leide. Der bisherige Behandlungsverlauf sei leicht wechselhaft ge-
wesen. Insgesamt sei es nicht zu einer nachhaltigen Verbesserung der Symptomatik und der 
Arbeitsfähigkeit gekommen. Die depressive Störung und die dysfunktionale, fügende Haltung hät-
ten sich nicht erwerbsrelevant verbessert, sondern weiter chronifiziert. Es bestünden fortgesetzt 
gehemmt-depressive Symptome mit Einschränkung der Kognition, der Affektivität und des An-
triebs. Ansätze zu vermehrter Tagesstruktur, zu Sozialkontakten, zu Sport oder neuen Zwischen-
zielen habe es mehrfach gegeben. Diese hätten aber in einem Erschöpfungsgefühl, einem sozi-
alen Rückzug und zu tagelanger vermehrter Blockierung geendet. Der Beschwerdeführer halte 
für kurze Zeit eine gesund wirkende Fassade aufrecht, erlebe sich aber kaum vital oder mit 
Freude und Lust. Immer wieder sei es zu Gedanken des Lebensüberdrusses gekommen. Er habe 
sich aber immer von der Suizidalität distanziert. Seine letzte Tätigkeit als Teamleiter/Regionallei-
ter Hypotheken sei ihm nicht mehr zumutbar. Ein Wiedereinstieg zum Beispiel über ein Belast-
barkeitstraining der IV wäre aber denkbar und zumutbar. Ob der Beschwerdeführer einer Steige-
rung eines Präsenz- und Belastungspensums mit einem Aufbau über 50 % gewachsen sei, er-
scheine derzeit aber zweifelhaft. 
 
7.6 Zur Klärung der Leistungsansprüche holte die IV-Stelle sodann bei der H.____ AG ein 
polydisziplinäres Gutachten in den Fachrichtungen Allgemeine Innere Medizin, Rheumatologie 
und Psychiatrie ein, welches am 14. April 2018 erging. Die Gutachter kamen aufgrund ihrer Un-
tersuchungen zum Schluss, dass beim Beschwerdeführer aus somatischer Sicht keine Diagno-
sen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vorlägen. In psychiatrischer Hinsicht wurden sonstige 
rezidivierende depressive Störungen (larvierte somatisierte Erschöpfungsdepression, ICD-10 
F33.8) und ein Verdacht auf eine akzentuierte Persönlichkeit, ängstlich vermeidend (dependent, 
ICD-10 Z73.1) genannt. Der Beschwerdeführer sei aus psychiatrischer Sicht aktuell in der von 
ihm zuletzt ausgeübten Tätigkeit integral zu 100 % arbeitsunfähig. Diese Aussage gelte auch für 
Verweis- und ideal angepasste Tätigkeiten, so dass er aktuell dem Arbeitsmarkt nicht mehr zur 
Verfügung stehe. Diese Beurteilung gelte für die nächsten 24 Monate. Hernach sollte der Versi-
cherte eventuell erneut psychiatrisch begutachtet werden.  
 
7.7 Der RAD-Arzt Dr. med. I.____, Facharzt Allgemeinmedizin, hielt in seiner Beurteilung des 
Gutachtens der H.____ AG am 4. Juni 2018 fest, dass das Ergebnis aus somatischer Sicht nach-
vollziehbar sei und übernommen werden könne. Hingegen würden sich in Bezug auf die Angaben 
des Versicherten und den Feststellungen aus psychiatrischer Sicht diverse widersprüchliche 
und/oder nicht sicher erklärbare Auffälligkeiten ergeben. So habe der Versicherte im Rahmen der 
rheumatologischen Begutachtung angegeben, gelegentlich Tennis zu spielen, zu wandern und 
im Winter Ski zu fahren. Zudem sei ein gut trainierter Bewegungsapparat bestätigt worden, was 
ein Hinweis auf ein regelmässiges Körpertraining sei. Während der psychiatrischen Begutachtung 
habe der Versicherte sich jedoch dahingehend geäussert, die sportlichen Aktivitäten aufgegeben 
zu haben. Auch habe er entgegen den Angaben im rheumatologischen Untersuchungssetting 
Beschwerden und Schmerzen in den Gelenken geltend gemacht. Weiter seien die Negativbe-

 

 
 
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funde anlässlich der Psychostatuserhebung nicht so eindrücklich gewesen, um eine volle Arbeits-
unfähigkeit begründen zu können. Das Ergebnis der testpsychiatrischen Untersuchung mit der 
Hamilton Depressions-Skala habe lediglich das Bestehen einer leichten depressiven Störung ge-
zeigt und die Kriterien gemäss Mini-ICF-APP seien nur sehr vage beurteilt worden. Zu hinterfra-
gen sei auch die Meinung des Gutachters, wonach die depressive Symptomatik larviert sei, denn 
dies sei von den behandelnden Ärzten nicht festgestellt worden. Die erhobene ICD-10 Z-Diag-
nose würde Normvarianten oder Lebensumstände beschreiben, aber keine psychiatrische Er-
krankung im engeren Sinne. Es sei in Bezug auf den unbedeutend beeinträchtigten Psychostatus 
fraglich, ob die vermutete Persönlichkeitsakzentuierung den Zugriff auf eventuell noch vorhan-
dene Ressourcen erschwere und die Resilienzen mindern würde. Dr. I._____ kam deshalb zum 
Schluss, dass die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht wesentlich durch die 
Sichtweise und Interpretation des Gutachters beeinflusst sei. Rückfragen bei diesem seien nach 
seiner Auffassung nicht sinnvoll oder weiterführend. Es sei nicht zu erwarten, dass der Gutachter 
das Ergebnis seiner Untersuchung ändern werde. 
 
7.8 Zum psychiatrischen Teilgutachten führte der RAD-Arzt Dr. med. J.____, FMH Psychiatrie 
und Psychotherapie, am 14. September 2018 aus, dass auf die Angaben von Dr. I.____ vom 4. 
Juni 2018 abgestellt werden könne. Die Diagnose einer larvierten somatisierten Erschöpfungs-
depression erfülle ebenso wie eine Erschöpfungsdepression das Kriterium einer leichten depres-
siven Störung. In Anlehnung an die gutachterlichen Empfehlungen von Prof. X.____ und Koau-
toren könne mit diesem medizinischen Sachverhalt keine massgebliche und mitnichten eine 
100%ige Arbeitsunfähigkeit begründet werden. Des Weiteren liege keine wesentliche psychiatri-
sche Komorbidität vor, welche die Behandelbarkeit oder den Verlauf der somatisierten Erschöp-
fungsdepression beinträchtigen könnte. Bei der akzentuierten Persönlichkeit handle es sich nicht 
um eine psychiatrische Erkrankung, sondern um eine Normvariante.  
 
7.9 Im Rahmen des vorliegenden Beschwerdeverfahrens äusserte sich Dr. J.____ am 16. Ok-
tober 2019 dahingehend, dass es sich bei der sonstigen rezidivierenden depressiven Störung 
gemäss ICD-10 F33.8 um eine Restkategorie handle. Definitionsgemäss würde sie weder die 
Merkmale einer leichten noch einer mittelgradigen noch einer schweren depressiven Episode 
aufweisen. Dies gehe auch aus den Erhebungen im psychiatrischen Teilgutachten hervor. Die 
Kardinalkriterien einer depressiven Episode, welche mit einer tiefgreifenden Störung des Affekts 
einherginge, lägen nicht vor. Ebenso würden eine Beeinträchtigung der Affektmodulation, der 
interpersonellen Resonanz, der Konzentration und der Psychomotorik fehlen. Damit fehle das 
Kriterium des erheblichen psychiatrischen Gesundheitsschadens. Eine Rückfrage beim Gutach-
ter sei redundant. 
 
7.10 Im Austrittsbericht der Klinik C.____ in D.____ vom 7. Februar 2020, wo der Beschwer-
deführer vom 11. Dezember 2019 bis 4. Februar 2020 stationär behandelt worden war, wurde als 
Hauptdiagnose eine sonstige rezidivierende depressive Störung (ICD-10 F33.8) genannt. Die 
psychische Befindlichkeit des Beschwerdeführers habe sich im geschützten Rahmen insoweit 
stabilisiert, als die anfänglich bestehenden Suizidgedanken in den Hintergrund getreten seien 
und sich die Anhedonie verbessert habe. Die persönlichkeitsstrukturellen Defizite seien weiterhin 

 

 
 
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deutlich vorhanden, wobei sie sich vor allem im Bereich der Objektwahrnehmung und der Selbst-
regulierung übersteuert gezeigt hätten. Dadurch würden Fortschritte in die Richtung einer stabilen 
Verbesserung der psychischen Befindlichkeit nur in sehr kleinen Schritten möglich sein.  
 
7.11 Zu den Ausführungen der Klinik C.____ vom 7. Februar 2020 führte der RAD-Arzt 
Dr. J.____ am 19. März 2020 aus, dass diese keine Veränderung der bisherigen Einschätzung 
rechtfertigen würden. Es fänden sich keine Hinweise für das Vorliegen einer mittelgradigen oder 
schweren Depression. Damit fehle es aber im Vergleich zur letzten Beurteilung durch den RAD 
vom 16. Oktober 2019 an einer Verschlechterung des psychiatrischen Gesundheitszustands.  
 
8.1 Die IV-Stelle stützte ihre Verfügung vom 26. August 2019 bei der Beurteilung des Ge-
sundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auf die Ausführungen im Gut-
achten der H.____ AG vom 14. April 2018 und ihrer RAD-Ärzte Dr. I.____ vom 4. Juni 2018 und 
Dr. J.____ vom 14. September 2018. Sie ging gesamthaft davon aus, dass der Versicherte in 
seinem beruflichen Leistungsvermögen nicht eingeschränkt sei. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 5.4 
hiervor), ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezi-
alärztinnen und -ärzte, die aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie 
nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen 
Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht 
konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertisen sprechen. Diese beweisrechtlichen 
Vorgaben erfüllen im vorliegenden Verfahren das internistische und das rheumatologische Teil-
gutachten der H.____ AG vom 14. April 2018. Diese Unterlagen weisen weder formale noch in-
haltliche Mängel auf, sind - wie dies vom Bundesgericht verlangt wird (vgl. E. 5.3 hiervor) - für die 
streitigen Belange umfassend, beruhen auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtigen die ge-
klagten Beschwerden, sind in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden, leuchten in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge bzw. der Beurteilung der medizinischen Situation ein, 
setzen sich mit den vorhandenen abweichenden ärztlichen Einschätzungen auseinander und sind 
in den Schlussfolgerungen überzeugend. Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die Beschwer-
degegnerin betreffend den somatischen Gesundheitszustand des Beschwerdeführers auf die Er-
gebnisse abstellte, zu welchen die begutachtenden Fachärzte in ihren medizinischen Beurteilun-
gen gelangten. Diese Schlussfolgerungen bestätigte der RAD-Arzt Dr. I.____ am 4. Juni 2018 
nachvollziehbar. Damit steht fest, dass der Beschwerdeführer in somatischer Hinsicht nicht in der 
Arbeitsfähigkeit eingeschränkt ist. Diese Beurteilung des internistischen und des rheumatologi-
schen Gesundheitszustands wird auch vom Beschwerdeführer zu Recht nicht bestritten.  
 
8.2.1 Hingegen bestehen erhebliche Zweifel an der Beweistauglichkeit des psychiatrischen Teil-
gutachtens der H.____ AG. Med. pract. K.____, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 
diagnostizierte am 19. März 2018 sonstige rezidivierende depressive Störungen (larvierte soma-
tisierte Erschöpfungsdepression, ICD-10 F33.8) und einen Verdacht auf eine akzentuierte Per-
sönlichkeit, ängstlich vermeidend (dependent, ICD-10 Z73.1). Gestützt auf diese Diagnosen 
kommt der Gutachter zum Schluss, dass der Beschwerdeführer sowohl in der angestammten wie 
auch einer Verweistätigkeit zu 100 % arbeitsunfähig sei. Diese Auffassung ist weder nachvoll-
ziehbar noch begründet. Zunächst fällt auf, dass im psychiatrischen Teilgutachten zwar alle me-
dizinischen Vorakten aufgeführt wurden. Med. K.____ verzichtete in der Folge jedoch auf eine 

 

 
 
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rechtsgenügende Auseinandersetzung mit denselben. Bereits unter Berücksichtigung dieser Un-
vollständigkeit ist fraglich, ob das Gutachten den Vorgaben des Bundesgerichts entspricht und 
formell beweistauglich ist. Auch der erhobene psychostatische Befund überzeugt nicht. Der Gut-
achter erachtet den Beschwerdeführer unter anderem als "etwas" fassadär und die Mimik als 
"etwas" hypomim, was auf geringgradige Befunde hindeutet. Ebenso wenig belegen die Ergeb-
nisse der testpsychiatrischen Untersuchung (Hamilton Depressions-Skala) das Vorliegen einer 
über eine leichte Depression hinausgehenden Störung, welche eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit 
nachvollziehbar begründen würde. Daran ändert der Hinweis von med. pract. K.____ nichts, dass 
vor dem Hintergrund der anzunehmenden Larviertheit das Ergebnis nur eingeschränkt valide sei. 
Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit gemäss Mini-ICF-APP überzeugt ebenfalls nicht. Demnach 
bestand beim Beschwerdeführer - entgegen seiner in der Beschwerde vertretenen Auffassung - 
in den Bereichen Planung und Strukturierung von Aufgaben, Flexibilität und Umstellungsfähigkeit, 
Kompetenz und Wissensanwendung, Entscheidungs- und Urteilsfähigkeit, Pro-Aktivität und 
Spontan-Aktivitäten, Widerstands- und Durchhaltefähigkeit, Selbstbehauptungsfähigkeit, Selbst-
pflege und Selbstversorgung wiederum lediglich eine leichte bis mässiggradige Einschränkung, 
was die attestierte 100%ige Arbeitsunfähigkeit ebenfalls nicht plausibel zu erklären vermag. Die 
von med. K.____ diesbezüglich erwähnten, erheblich ausgeprägteren Einschränkungen sind 
nicht belegt. Die Bescheinigung der vollen Arbeitsunfähigkeit ist auch mit Blick auf die Beurteilung 
von med. pract. G.____ vom 29. Juni 2017 nicht evident. Der behandelnde Psychiater erachtete 
den Beschwerdeführer (gleich wie med. pract. K.____) in der letzten Tätigkeit als Teamleiter/Re-
gionalleiter Hypotheken als nicht mehr arbeitsfähig. Hingegen bezeichnete er ein Belastbarkeits-
training mit einem Präsenz- und Belastungspensum von bis zu 50 % als zumutbar. Der Gutachter 
äusserte sich zu dieser Einschätzung von med. pract. G.____ nicht und ging trotz Vorliegens von 
nicht besonders ausgeprägten Symptomen von einer 100%gen Arbeitsunfähigkeit sowohl in der 
angestammten wie auch in einer Verweistätigkeit aus, was aber bei dieser Befundlage nicht ein-
leuchtet. Das psychiatrische Teilgutachten überzeugt deshalb nicht, weshalb darauf nicht abge-
stellt werden kann.  
 
8.2.2 Ferner fehlt im Gutachten der H.____ AG eine schlüssige Konsensbeurteilung und die 
Gutachter äusserten sich nicht zu widersprüchlichen Angaben des Beschwerdeführers im Rah-
men der einzelnen Untersuchungen. So geht aus dem psychiatrischen Teilgutachten hervor, dass 
er entgegen seinen Schilderungen während der rheumatologischen Begutachtung Beschwerden 
und Schmerzen mit Bewegungseinschränkungen in den Gelenken nannte. Dieser Widerspruch 
wurde von den Gutachtern aber weder erkannt noch geklärt oder diskutiert. Das Gutachten der 
H.____ AG ist daher auch unter diesem Aspekt nicht zuverlässig.  
 
8.3 Die IV-Stelle legte ihrem Entscheid die Beurteilungen ihrer RAD-Ärzte Dr. I.____ vom 
4. Juni 2018 und Dr. J.____ vom 14. September 2018 zugrunde. Entgegen ihrer Auffassung er-
füllen auch diese Berichte die Anforderungen an beweistaugliche medizinische Unterlagen nicht. 
Mit den RAD-Ärzten ist zwar festzustellen, dass das Gutachten der H.____ AG in Bezug auf die 
attestierte 100%ige Arbeitsunfähigkeit in psychiatrischer Hinsicht nicht nachvollziehbar ist. Die 
von ihnen getroffene Schlussfolgerung, wonach der Beschwerdeführer insgesamt gar nicht in der 
Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sei, überzeugt aber nicht. Dabei ist zunächst zu beachten, dass 
Dr. I.____ als Allgemeinmediziner nicht über die erforderliche fachärztliche Ausbildung verfügt, 

 

 
 
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weshalb auf seine Beurteilung des psychiatrischen Teilgutachtens nicht abgestellt werden kann. 
Da Dr. J.____ als Psychiater in seinem Bericht vom 14. September 2018 einleitend ausführt, dass 
auf die umfassende und plausible Stellungnahme von Dr. I.____ abgestellt werden könne, ist 
zweifelhaft, ob er sich rechtsgenügend mit dem Teilgutachten von med. pract. K.____ auseinan-
dergesetzt hat. Daran ändert nichts, dass Dr. J.____ sich in der Folge zu den Diagnosen der 
larvierten somatisierten Erschöpfungsdepression und zur akzentuierten Persönlichkeit äusserte. 
Dabei nimmt er kaum Stellung zur medizinischen Situation des Beschwerdeführers, sondern äus-
sert sich allgemein zu diesen Krankheitsbildern. Insbesondere verzichtete er auf eine konkrete 
Auseinandersetzung mit den vorhandenen Ressourcen und der Zumutbarkeitsbeurteilung und 
erachtet den Beschwerdeführer als 100 % arbeitsfähig. Sodann unterlässt er eine Rückfrage beim 
Gutachter und bezeichnet diese als überflüssig, was sich aber gerade in Bezug auf die nach 
seiner Auffassung fehlerhafte Zumutbarkeitsbeurteilung nicht bestätigen lässt. Eine Rückfrage 
hätte sich auch aufgrund der Tatsache aufgedrängt, dass Dr. J.____ den Beschwerdeführer nicht 
selbst untersucht hat und sich kein persönliches Bild über dessen Zustand hat machen können. 
Somit bestehen an den Ausführungen von Dr. I.____ und Dr. J.____ erhebliche Zweifel, weshalb 
vorliegend nicht darauf abgestellt werden kann.  
 
8.4 Auch die übrigen vorhandenen Unterlagen lassen keine plausible Beurteilung der medizi-
nischen Zusammenhänge und der Arbeitsfähigkeit zu. Der Bericht des behandelnden Psychiaters 
med. pract. G.____ vom 29. Juni 2017 widerspricht in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit der Ein-
schätzung von med. pract. K.____. Zudem ist zu beachten, dass behandelnde Ärzte im Hinblick 
auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen mitunter eher zugunsten ihres Pa-
tienten aussagen (vgl. BGE 125 V 353 E. 3b/cc), weshalb auch aus diesem Grund bei der Beur-
teilung der Leistungsfähigkeit nicht unbesehen auf die Einschätzungen von pract. med. G.____ 
abgestellt werden kann. Auch die bei den Akten liegenden Berichte der Klinik C.____ sind nicht 
geeignet, den Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers zuverlässige 
beurteilen zu können. Denn diesen Berichten fehlt es aufgrund der erhobenen Befunde auch an 
einer nachvollziehbaren Zumutbarkeitsbeurteilung.  
 
8.5 Aus dem Gesagten folgt, dass vorliegend einzig die internistische und die rheumatologi-
sche Beurteilung im Gutachten der H.____ AG überzeugen. Hingegen kann in Bezug auf den 
psychischen Gesundheitszustand weder auf die Ausführungen der Gutachterstelle noch auf die 
versicherungsinternen Feststellungen von Dr. I.____ und Dr. J.____ abgestellt werden. Die vor-
handene medizinische Aktenlage lässt damit keine abschliessende Beurteilung des Rentenan-
spruchs des Beschwerdeführers zu. Die Untersuchungsergebnisse aus dem Verwaltungsverfah-
ren sind mit anderen Worten nicht ausreichend beweiskräftig, der relevante medizinische Sach-
verhalt bedarf vielmehr weiterer Abklärung.  
 
9. Gemäss neuerer bundesgerichtlicher Rechtsprechung können die Sozialversicherungs-
gerichte nicht mehr frei entscheiden, ob sie eine Streitsache zur neuen Begutachtung an die Ver-
waltung zurückweisen. Die Beschwerdeinstanz hat vielmehr im Regelfall selbst ein Gerichtsgut-
achten einzuholen, wenn sie einen im Verwaltungsverfahren anderweitig erhobenen Sachverhalt 
überhaupt für gutachtlich abklärungsbedürftig hält oder wenn eine Administrativexpertise in einem 

 

 
 
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rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig ist. Eine Rückweisung an die IV-Stelle bleibt hinge-
gen möglich, wenn sie allein in der notwendigen Erhebung einer bisher vollständig ungeklärten 
Frage begründet ist oder wenn lediglich eine Klarstellung, Präzisierung  oder Ergänzung von gut-
achtlichen Ausführungen erforderlich ist (BGE 137 V 210 ff. E. 4.4.1 ff.). Vorliegend hat die Be-
schwerdegegnerin nicht alle notwendigen Abklärungen für die Beurteilung des Leistungsan-
spruchs des Beschwerdeführers vorgenommen. Zwar hat sie bei der H.____ AG ein polydiszipli-
näres Gutachten eingeholt. Da sie mit der vorgenommenen Zumutbarkeitsbeurteilung nicht ein-
verstanden war und diese aufgrund von Mängeln der psychiatrischen Begutachtung als nicht 
überzeugend bezeichnete, folgte sie den Ergebnissen des Gutachtens nicht. Unter diesen Um-
ständen hätte sie aber eine Stellungnahme beim psychiatrischen Gutachter einholen müssen. 
Davon hat sie abgesehen und im Ergebnis auf die - wie vorstehend aufgeführt - ebenfalls nicht 
schlüssigen Ausführungen ihrer RAD-Ärzte abgestellt. Aus diesem Grund ist es im vorliegenden 
Verfahren nicht die Aufgabe des kantonalen Gerichts, im Verwaltungsverfahren versäumte me-
dizinische Abklärungen nachzuholen. Einer Rückweisung an die Vorinstanz steht daher nichts 
entgegen. Die IV-Stelle hat den Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit des Versicherten 
nochmals umfassend psychiatrisch gutachterlich abzuklären. Gestützt auf die Ergebnisse dieser 
Aktenergänzung wird die IV-Stelle anschliessend über den Leistungsanspruch des Beschwerde-
führers neu zu befinden haben. Die vorliegende Beschwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen.  
 
10.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be-
willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen 
ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten 
in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach § 
20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemes-
senem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist die IV-Stelle unterliegende Partei, weshalb die Verfah-
renskosten ihr aufzuerlegen sind. Dem Beschwerdeführer wird der geleistete Kostenvorschuss in 
der Höhe von Fr. 800.-- zurückerstattet. 
 
10.2 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der 
Parteikosten. Diese werden vom Gericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach 
der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. Nach stän-
diger Praxis des Bundesgerichts genügt für den bundesrechtlichen Anspruch auf eine Parteient-
schädigung auch ein formelles Obsiegen in dem Sinne, dass der Beschwerde führenden Person 
durch die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und der Rückweisung der Sache an die Ver-
waltung zur weiteren Abklärung und neuen Beurteilung alle Rechte im Hinblick auf eine bean-
spruchte Leistung gewahrt bleiben (BGE 132 V 215 E. 6.2). Nachdem die Beschwerde gutzu-
heissen und die Sache zur erneuten Abklärung im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zu-
rückzuweisen ist, hat diese dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung auszurichten. Sein 
Rechtsvertreter machte in seiner Honorarnote einen Zeitaufwand von 12 Stunden geltend, wel-
cher sich in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen als angemessen er-
weist. Diese Bemühungen sind zu dem in Sozialversicherungsprozessen praxisgemäss für durch-
schnittliche Fälle zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von Fr. 250.-- zu entschädigen. 

 

 
 
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Nicht zu beanstanden sind die in der Honorarnote ausgewiesenen Auslagen von Fr. 87.40. Die 
IV-Stelle hat dem Beschwerdeführer somit eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 3'325.15 
(12 Stunden à Fr. 250.-- plus Fr. 87.40 und 7.7 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen.  
 
11.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 
ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig ge-
gen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenentscheide sind 
– mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbegehren 
(vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten anfechtbar, 
wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) 
oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit 
einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen 
würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handelt es sich 
bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und an-
schliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenent-
scheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückweisungsentscheid, mit 
dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen Anspruchsvorausset-
zungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2). 
 
11.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischenent-
scheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen An-
gelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Vorausset-
zungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende Rechts-
mittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 
 

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als die angefochtene 
Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 26. August 2019 aufge-
hoben und die Angelegenheit zur weiteren Abklärung im Sinne der Er-
wägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die Beschwerde-
gegnerin zurückgewiesen wird. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der Beschwer-
degegnerin auferlegt. 

Dem Beschwerdeführer wird der geleistete Kostenvorschuss in der 
Höhe von Fr. 800.-- zurückerstattet. 

 3. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat dem Beschwerdeführer eine Partei-
entschädigung in der Höhe von Fr. 3'325.15 (inkl. Auslagen und 7.7 % 
Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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