# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 05076800-915a-52f7-9804-0ebf9d9f9fa0
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-07-27
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 27.07.2021 IV 2019/338
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_IV-2019-338_2021-07-27.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2019/338

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 28.03.2022

Entscheiddatum: 27.07.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 27.07.2021
Art. 28 IVG. Würdigung eines polydisziplinären Gutachtens. Gemäss dem 
überzeugenden Gutachten ist die Beschwerdeführerin in angepassten 
Tätigkeiten voll arbeitsfähig. Aggravation der Beschwerdeführerin bejaht 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 27. Juli 
2021, IV 2019/338).

Entscheid vom 27. Juli 2021

Besetzung

Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-

Studerus; Gerichtsschreiberin Annina Janett

Geschäftsnr.

IV 2019/338

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Irja Zuber, c/o Procap Schweiz, 

Frohburgstrasse 4, Postfach, 4601 Olten,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

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Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.  

A.___ meldete sich Anfang Februar 2017 zum Bezug von Leistungen bei der IV-

Stelle des Kantons St. Gallen an. Die Versicherte hatte in ihrer Heimat an der 

pädagogischen Handelsschule eine Ausbildung zur Deutschlehrerin abgeschlossen. In 

der Schweiz hatte sie zudem ein Handelsdiplom erworben und eine Floristik-Anlehre 

absolviert (IV-act. 11, 13). Vom Juli 2011 bis Ende Juni 2016 war sie bei der B.___ AG 

als Verkaufsmitarbeiterin tätig gewesen (IV-act. 20-1 ff., 20-8).

A.a. 

Im April 2017 berichtete der zuständige Chefarzt der Anästhesie des Spitals C.___ 

der IV-Stelle, dass bei der Versicherten ein chronisches Schmerzsyndrom bei 

degenerativen Wirbelsäulenveränderungen sowie ein Status nach Diskushernien-

Operationen in den Jahren 2013 und 2017 bestünden. Seit dem 29. März 2016 sei die 

Versicherte wegen Schmerzen und einer Bewegungseinschränkung der LWS in ihrer 

Arbeitsfähigkeit eingeschränkt. Der Arzt gab an, die Versicherte könne Tätigkeiten ohne 

körperliche Belastung, wie z.B. Bürotätigkeiten, ganztägig vollschichtig ausführen (IV-

act. 25, 27).

A.b. 

Am 18. April 2017 notierte der RAD, dass mit Blick auf die medizinischen 

Unterlagen eine volle Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit bestehe (IV-act. 28). 

Gestützt darauf stellte die IV-Stelle der Versicherten am 16. Mai 2017 die Ablehnung 

des Begehrens um berufliche Massnahmen und Rentenleistungen in Aussicht (IV-act. 

31).

A.c. 

Die Ärzte des Spitals D.___ berichteten am 15. Mai 2017, dass sich die Versicherte 

am 14. Mai 2017 notfallmässig bei einem stuporösen Zustandsbild selbst eingewiesen 

habe. Das CT des Schädels und der HWS sei unauffällig gewesen. Die Symptomatik 

A.d. 

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sei am ehesten im Rahmen einer psychosozialen Belastungssituation zu beurteilen. 

Klinisch-neurologisch hätten sich bis auf eine leichte Hyposensibilität im Bereich der 

Mandibula und des Halses linksseitig keine Auffälligkeiten gezeigt, weshalb auf eine 

weiterführende Diagnostik verzichtet worden sei. Die Versicherte sei am 15. Mai 2017 

in gutem Allgemeinzustand nach Hause entlassen worden (IV-act. 41).

Die Ärzte des Psychiatrie-Zentrums E.___ hielten im Bericht vom 25. August 2017 

fest, dass bei der Versicherten eine Anpassungsstörung (F43.2) bestehe. Die 

Versicherte habe berichtet, dass ihre Schwiegereltern sie erniedrigt, beleidigt und 

beschimpft hätten. Zudem sei ihr vor einem halben Jahr gekündigt worden und sie 

habe Angst, keine Stelle mehr zu finden. Ausserdem belaste sie die schwierige 

finanzielle Situation. Die Ärzte hielten fest, dass keine psychischen Einschränkungen 

bestünden und dass die Versicherte zu 100% arbeitsfähig sei (IV-act. 45).

A.e. 

Am 7. Oktober 2017 stellte die IV-Stelle der Versicherten erneut die Abweisung des 

Begehrens um berufliche Massnahmen in Aussicht (IV-act. 50). Am 20. November 2017 

verfügte die IV-Stelle die Abweisung des Begehrens (IV-act. 55).

A.f. 

In der Folge stellte die IV-Stelle der Versicherten den Fragebogen zur 

Rentenabklärung betreffend Erwerbstätigkeit und Haushalt zu (IV-act. 56). Darin gab 

die Versicherte am 14. Dezember 2017 an, dass sie ohne gesundheitliche 

Einschränkungen im 100%-Pensum im Verkauf tätig wäre (IV-act. 60).

A.g. 

Am 19. Juni 2018 teilte der Ehemann der IV-Stelle mit, dass die Versicherte ins 

Spital D.___ eingeliefert worden sei, da sie ihre Beine und Hände nicht mehr habe 

bewegen können (IV-act. 86 f.). Die Ärzte berichteten am 3. Juli 2018, dass bei der 

Versicherten eine dissoziative Bewegungsstörung, ein lumboradikuläres 

Schmerzsyndrom und Cephalgien bestünden. Das CT des Neurokraniums habe keine 

pathologischen Auffälligkeiten gezeigt. Eine somatische Ursache für die ausgeprägte 

Klinik habe nicht eruiert werden können. Zur Mitbeurteilung der vermutlich ursächlichen 

psychosomatischen Komponenten sei ein psychiatrisches Konsil veranlasst worden. 

Der hinzugezogenen Psychiater habe die Symptomatik als Simulation oder 

differenzialdiagnostisch im Rahmen einer dissoziativen Bewegungsstörung beurteilt (IV-

act. 97).

A.h. 

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Am 13. August 2018 wurde die Abklärung vor Ort durchgeführt. Die zuständige 

Abklärungsperson hielt im Abklärungsbericht vom 29. August 2018 fest, dass die 

Versicherte als Vollerwerbstätige zu qualifizieren sei (IV-act. 93-11 ff.).

A.i. 

Im Februar 2019 beauftragte die IV-Stelle die Medizinische Abklärungsstelle 

(MEDAS) Bern mit der Begutachtung der Versicherten. Im polydisziplinären (internis­

tischen, neurologischen, orthopädischen und psychiatrischen) Gutachten vom 26. 

August 2019 hielten die Gutachter fest, bei der Versicherten bestünden mit Auswirkung 

auf die Arbeitsfähigkeit ein lumbospondylogenes Schmerzsyndrom mit Ausstrahlungen 

nach rechts bei/mit einem Status nach Dekompressionsoperation L3/4 im 

Kantonsspital St. Gallen am 30.07.2013, einem Status nach Dekompressionsoperation 

L4/5 in F.___ am 11.01.2017 sowie einem (aggravierten oder demonstrierten) Fallfuss 

rechts und (anamnestisch) einer Hypästhesie des rechten Beines. Ohne Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit bestünden eine anamnestische Angabe einer nichtauthentisch starken 

Schmerzsymptomatik, wobei der anamnestisch hochgradige Analgetika-Konsum 

inklusive täglich mehrfacher Palexia (Morphinderivat)-Einnahmen nicht belegt werden 

könne, affektive und vegetative Schmerzkorrelate gänzlich fehlten und in der 

Gesamtschau nur eine geringe schmerzmedizinische Therapieaktivität vorliege. Im 

Weiteren liege eine Entwicklung körperlicher Symptome aus psychischen Gründen 

(F68.0) vor und es bestünden Hinweise auf eine negative Antwortverzerrung und 

mindestens ein erheblich aggravatorisches Verhalten, insbesondere eine 

nichtauthentische Präsentation einer fast kompletten Plegie (Lähmung) des rechten 

Fusses, welche weder im klinischen Befund bei Ablenkung noch elektrophysiologisch 

belegt werden könne (IV-act. 122-8 f.). Der psychiatrische Gutachter diagnostizierte 

eine Entwicklung körperlicher Symptome aus psychischen Gründen (F68.0). Er hielt 

fest, dass diese Diagnose körperliche Symptome beinhalte, vereinbar mit und 

ursprünglich verursacht durch eine belegbare körperliche Störung, Krankheit oder 

Behinderung (im Falle von der Versicherten das Wirbelsäulenleiden), die wegen des 

psychischen Zustandes der betroffenen Person aggraviert würden oder länger 

anhielten. Diese Diagnose sei versicherungsmedizinisch nicht als arbeitsrelevant zu 

bewerten. Krankheitswertige Störungen aus dem affektiven Spektrum lägen keine vor. 

Auch bestehe keine Erkrankung aus dem psychotischen Formenkreis und keine 

Persönlichkeitsstörung. Auch könne psychodynamisch keine Grundlage und kein 

A.j. 

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tiefgreifender Konflikt erkannt werden, der die Ausbildung einer dissoziativen Störung 

in der Vergangenheit hätte erklären können, zumal sich auch aus der 

entwicklungspsychologischen Anamnese und Biografie keine Hinweise für eine 

tiefergreifende psychisch-strukturelle Störung nachweisen liessen. Im Übrigen habe 

auch der beigezogene Psychiater im Rahmen der notfallmässigen Selbsteinweisung ins 

Spital D.___ im Juli 2018 das Bestehen einer simulierten Störung erörtert. Die bei der 

Begutachtung feststellbaren erheblichen Inkonsistenzen liessen die nichtauthentische 

Symptompräsentation als wesentlich plausibler erscheinen. Gleichermassen könnten 

auch keine Gründe für die Entwicklung einer Somatisierungsstörung im Sinne der 

anhaltenden somatoformen Schmerzstörung festgestellt werden, zumal der 

Schweregrad der Schmerzen nicht belegt werden könne. Versicherungspsychiatrisch 

habe sich bei der Versicherten keine dauerhafte Arbeitsunfähigkeit begründen lassen. 

Vielmehr verfüge sie über durchaus gute persönliche psychische Ressourcen. Der 

Gutachter hielt fest, die Versicherte habe keine frühkindlichen belastenden 

Erfahrungen, keine Traumatisierungen, sondern vielmehr ein geordnetes Elternhaus 

und ein gutes und sicheres Bindungsverhalten beschrieben. Auch die Schul- und 

Erwerbsbiografie zeige die guten intellektuellen Ressourcen der Versicherten. 

Störungen im Bindungsverhalten und in der interpersonellen Interaktion lägen keine 

vor. Längere Phasen psychischer Auffälligkeiten oder gar Störungen seien früher, vor 

der Zeit der IV-Verfahren, nicht beschrieben worden. Die Affekt-, Impuls- und 

Selbstwertregulation seien gemäss der aktuellen Befundlage unauffällig gewesen. Auch 

stehe die Versicherte nicht in psychiatrischer Behandlung und habe keine 

psychopharmakologischen Behandlungen bezogen. Die Versicherte sei nicht sozial 

zurückgezogen. Die angegebenen chronischen Schmerzen seien in der angegebenen 

Ausprägung nicht nachvollziehbar. Weder seien angemessene Therapieaktivitäten 

belegbar noch eine kongruente Ausprägung der Beeinträchtigungen in sozialer und 

beruflicher Partizipation nachweisbar gewesen. In den somatischen Begutachtungen 

und insbesondere auch anlässlich der neurologischen Begutachtung hätten sich 

erhebliche Inkonsistenzen ergeben und die deutlich negativen Leistungsverzerrungen 

seien im Rahmen der somatischen Gutachten in mehrfacher Hinsicht belegbar 

gewesen. Dieses Verhalten sei aber aus psychiatrischer Sicht nicht auf einer 

krankheitswertigen Grundlage erklärbar und könne nicht mittels 

versicherungsmedizinisch relevanter Störungen begründet werden. Die Versicherte sei 

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in psychiatrischer Hinsicht in jeder Tätigkeit aktuell und retrospektiv zu 100% 

arbeitsfähig (IV-act. 122-40 ff.). Die orthopädische Gutachterin hielt fest, dass gemäss 

den Akten im Juli 2013 eine Dekompressionsoperation L3/4 und eine weitere 

Dekompressionsoperation im Januar 2017 auf Höhe L4/5 rechts erfolgt sei. Bei der 

Versicherten bestehe ein lumbospondylogenes Schmerzsyndrom mit Ausstrahlungen 

nach rechts, das Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit der Versicherten habe. Während 

der gutachterlichen Befragung habe die Versicherte v.a. über die Probleme im Kreuz 

mit Ausstrahlungen nach rechts mit einer Beinschwäche rechts sowie einer 

Fussheber-/Senkerschwäche rechts und Hypästhesien im lateralen Oberschenkel, 

Unterschenkel, lateralen Fussrand und dig. I und II rechts geklagt. Klinisch habe sich 

ein etwas atypischer Steppergang rechts gezeigt, wobei die Versicherte den rechten 

Fuss nicht vom Boden abgehoben, sondern diesen schlurfend über den Boden 

gezogen habe. Der Einbeinstand sei rechts nicht möglich gewesen. Es habe sich eine 

eingeschränkte LWS-Beweglichkeit mit positivem Lasegue, paravertebralem 

Hartspann, ein fraglich demonstrierter kompletter Ausfall der Fussheber, Fusssenker, 

Grosszehenheber und Grosszehensenker mit Hypästhesien im lateralen Oberschenkel, 

Unterschenkel, lateralen Fussrand und dig. I und II rechts gefunden. Der übrige Status 

sei unauffällig gewesen. Die Gutachterin gab an, dass die Arbeitsfähigkeit in der zuletzt 

ausgeübten Tätigkeit im Verkauf aufgrund der interdisziplinär feststellbaren erheblichen 

Befundinkonsistenzen nicht sicher beurteilbar sei. Zwar sei es möglich, dass diese 

Tätigkeit, insbesondere das lange Stehen und Gehen, die Rückenbelastbarkeit 

teilweise überfordern könne und vermehrte Pausen erforderlich seien. Dies sei aber 

aufgrund des inkonsistenten Verhaltens nicht hinreichend belegbar. Angepasste 

Tätigkeiten seien der Versicherten aber vollumfänglich zumutbar. Aktuell bestehe das 

folgende Zumutbarkeitsprofil: Das Heben und Tragen von mehr als 10kg und Arbeiten 

rein im Stehen, rein im Sitzen und rein im Gehen oder in Zwangspositionen des 

Rumpfes oder in gebückter Stellung oder mit Gehen auf unebenem Gelände oder mit 

Besteigen von Treppen oder Gerüsten seien nicht mehr zumutbar. Aufgrund der Akten 

sei eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit im Rahmen des 

Zumutbarkeitsprofils drei Monate nach der LWS-Operation im Januar 2017 

medizinisch-theoretisch möglich gewesen (IV-act. 161). Der neurologische Gutachter 

hielt ebenfalls fest, dass sich bei der Begutachtung multiple und erhebliche 

Befundinkonsistenzen ergeben hätten. Diese beträfen eine bewusst präsentierte, 

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negative Antwortverzerrung und ein mindestens aggraviertes, differentialdiagnostisch 

simuliertes Verhalten, z.B. bezüglich einer scheinbar fast vollständigen Lähmung am 

rechten Fuss, obwohl keine Atrophie und kein Korrelat im Gangbild habe festgestellt 

werden können und eine elektrophysiologische Pathologie gefehlt habe. Die Angabe 

zur Einnahme insbesondere des Morphinderivates stehe im Widerspruch zu den 

Ergebnissen der Medikamentenspiegelbestimmung. Das angegebene 

Schmerzsyndrom sei in der angegebenen Ausprägung nicht belegbar, und es habe 

sich auch kein affektives oder vegetatives Korrelat im Ausdrucksverhalten gezeigt. 

Auch die soziale und berufliche Partizipation sei diskrepant; einerseits bestehe eine 

schwerste Lähmung, andererseits seien ausgedehnte Spaziergänge auch ohne 

Schienenbehandlung möglich (IV-act. 122-57 ff.). Der Gutachter führte aus, dass bei 

Betrachtung des aktuellen klinischen Zustands die aktuell gezeigte, praktisch 

bestehende Plegie am rechten Fuss nicht objektiv organisch erklärbar sei. Bei einem 

völlig unauffälligen Segment L5/S1 könne eine so hochgradige S1-Funktionsstörung für 

die Fusssenker-Funktion in keiner Weise nachvollzogen werden. Gleichermassen sei 

eine solche hochgradige Fussheberparese in dieser Ausprägung nicht organisch 

erklärbar. Gleichermassen sei in der EMG-Untersuchung mit Nadelableitung aus 

Musculus tibialis anterior und Musculus gastrocnemius trotz der angeblich 

hochgradigen Parese keine Erhöhung der Entladungsfrequenz der verbliebenen 

ableitbaren motorischen Einheiten nachweisbar gewesen. Dies wäre aber zu erwarten 

gewesen, wenn eine solche periphere Ursache einer Parese bestehen würde. Ähnlich 

diskrepant sei eine paretische Standataxie gezeigt worden, welche bei Ablenkung 

sistiert habe. Die Motorikstörung sei somit aus neurologischer Sicht nicht erklärbar und 

vom objektiven Wirbelsäulenbefund her nicht nachvollziehbar. Was die 

Schmerzsymptomatik betreffe, so erscheine die hochgradige Einnahme der 

Schmerzmittel zudem in höchstem Masse suspekt, da im klinischen Eindruck keinerlei 

affektive oder gar vegetative Schmerzkorrelate erkennbar gewesen seien. Auffallend sei 

auch, dass bei solch einem schweren Beschwerdebild längst stationäre 

schmerzmedizinische Massnahmen unternommen worden wären. Obwohl die 

Versicherte behauptet habe, sie nehme viermal täglich je eine Tablette Novalgin und 

viermal je eine Tablette Dafalgan, des Weiteren täglich mindestens zwei Tabletten 

Palexia und täglich Tilur, habe lediglich Novaminsulfon, aber kein Dafalgan und 

insbesondere kein Palexia im Serum nachgewiesen werden können. Auch erstaune, 

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dass die Versicherte trotz der gezeigten hochgradigen, fast plegischen Parese am 

rechten Fuss, ohne Notwendigkeit einer Schienenversorgung mehrfach am Tag mit 

ihrem Hund spazieren gehe. Dass aber der Haushalt kaum und erst recht keine 

berufliche ausserhäusliche Tätigkeit möglich sein solle, bleibe damit in höchster Weise 

suspekt. Insgesamt liege eine nur geringe somatische Wirbelsäulenpathologie vor, 

deren Ausprägungen der Beeinträchtigungen nicht in dieser Schwere nachvollziehbar 

seien. Aus neurologischer Sicht ergäben sich keine über das orthopädische Fachgebiet 

hinausgehende Einschränkungen. Eine angepasste Tätigkeit sei neurologisch zu 100% 

möglich (IV-act. 122-60 ff.). Die internistische Gutachterin hielt fest, aus allgemein-

medizinisch-internistischer Sicht hätten sich keine Auffälligkeiten ergeben, die eine 

Relevanz im Hinblick auf die versicherungsmedizinische Situation hätten. Zwar sei im 

Mai 2017 eine Hyperthyreose zur Diskussion gestanden, diese habe sich jedoch im 

Rahmen der Verlaufskontrolle beim Hausarzt inklusive Sonographie nicht bestätigen 

lassen. Aus internistischer Sicht bestehe in allen Tätigkeiten eine 100%ige 

Arbeitsfähigkeit (IV-act. 122-74 f.). Die Gutachter hielten zusammenfassend fest, dass 

eine verminderte lumbale Rückenbelastbarkeit bei einem Status nach zwei LWS-

Operationen bestehe. Aufgrund der interdisziplinär feststellbaren erheblichen 

Befundinkonsistenzen sei die Arbeitsfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit 

(Verkauf) aber nicht sicher beurteilbar. Zwar könne es möglich sein, dass diese 

Tätigkeit, insbesondere das lange Stehen und Gehen, die Rückenbelastbarkeit 

teilweise überfordern könne und vermehrte Pausen erforderlich mache. Dies sei aber 

aufgrund des inkonsistenten Verhaltens nicht hinreichend belegbar und abgrenzbar. 

Angepasste Tätigkeiten seien hingegen vollumfänglich zumutbar. Im Rahmen der 

postoperativen Restitutionsphase nach der Operation im Januar 2017 könne zumindest 

für einen Zeitraum von ca. drei Monaten eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt 

werden. Der nachfolgende Verlauf sei aber aufgrund der Befundinkonsistenzen unklar. 

In einer angepassten Tätigkeit ohne Heben und Tragen von mehr als 10kg, ohne 

Arbeiten rein im Stehen, rein im Sitzen und rein im Gehen, ohne Arbeiten in 

Zwangspositionen des Rumpfes, in gebückter Stellung, mit Gehen auf unebenem 

Gelände oder mit Besteigen von Treppen/Gerüsten sei eine ganztägige Arbeit ohne 

Leistungsminderung möglich. Dies gelte ebenfalls zumindest ab dem Zeitpunkt nach 

der dreimonatigen Restitutionsphase nach der letzten LWS-OP vom Januar 2017. Die 

Befundinkonsistenzen seien in der Gesamtschau im Rahmen der aktuellen 

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B.  

Begutachtung berücksichtigt worden. Das erhebliche Ausmass der Inkonsistenzen 

erkläre auch die Diskrepanz zwischen der subjektiven tiefen Bewertung der 

Arbeitsfähigkeit und der aktuellen versicherungsmedizinischen Gesamtbewertung (IV-

act. 122-10 f.).

Am 28. August 2019 notierte der RAD, dass auf das Gutachten vollumfänglich 

abgestellt werden könne (IV-act. 125). Daraufhin stellte die IV-Stelle der Versicherte mit 

einem Vorbescheid vom 29. August 2019 die Abweisung des Rentenbegehrens in 

Aussicht. Zur Begründung führte sie an, dass bei der Versicherten eine volle 

Arbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten Tätigkeit bestehe. Bei einem gestützt auf 

die Lohnstrukturerhebungen des Bundesamtes für Statistik ausgewiesenen 

Valideneinkommen von Fr. 54'604.00 und einem Invalideneinkommen in selber Höhe 

resultiere ein Invaliditätsgrad von 0% (IV-act. 128).

A.k. 

Dagegen liess die Versicherte am 25. September 2019 Einwand erheben und um 

eine Nachfrist zur Einwandbegründung ersuchen, welche die IV-Stelle bis zum 18. 

November 2019 gewährte (IV-act. 133, 136). Nachdem innert der gewährten Frist kein 

begründeter Einwand eingegangen war, verfügte die IV-Stelle am 26. November 2019 

die Abweisung des Rentenbegehrens bei einem Invaliditätsgrad von 0% (IV-act. 137).

A.l. 

Am 9. Januar 2020 liess die Versicherte Beschwerde gegen die Verfügung vom 26. 

November 2019 erheben und geltend machen, sie sei aufgrund ihrer psychischen 

Beschwerden nicht in der Lage, einer Arbeitstätigkeit im ersten Arbeitsmarkt 

nachzugehen (act. G 4). Am 5. März 2020 liess die Versicherte die Beschwerde 

ergänzen. Ihre Rechtsvertretung beantragte die Aufhebung der Verfügung und die 

Zusprache von Rentenleistungen. Eventualiter sei ein psychiatrisches Obergutachten 

einzuholen, subeventualiter sei die Angelegenheit zu weiteren Abklärungen an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Die Rechtsvertretung beantragte zudem die 

Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung und der unentgeltlichen 

Rechtsverbeiständung. Sie machte im Wesentlichen geltend, die Beschwerdegegnerin 

habe der Gutachterstelle im Kontext des Auftrages Ausführungen zukommen lassen, 

die nicht neutral gewesen seien. Entsprechend könne nicht von einer ergebnisoffenen 

und neutralen Begutachtung ausgegangen werden. Die Beschwerdeführerin habe sich 

B.a. 

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immer bemüht, sich beruflich zu integrieren, weshalb es unhaltbar sei, ihr eine 

Rentenbegehrlichkeit vorzuwerfen. Das lumbospondylogene Schmerzsyndrom mit 

Ausstrahlungen nach rechts schränke die Beschwerdeführerin in ihrer bisherigen 

Tätigkeit voll ein. Die Gutachter hätten die psychischen Belastungen im Gegensatz zum 

behandelnden Psychiater nicht berücksichtigt. Das Gutachten überzeuge weder 

bezüglich der Befunderhebung noch der Diagnosestellung, was vom behandelnden 

Psychiater aufgezeigt worden sei. Die Differenzen zwischen dem Gutachten und dem 

Bericht des behandelnden Psychiaters seien derart gross, dass die Einholung eines 

Obergutachtens unerlässlich sei (act. G 8). Die Versicherte liess einen Bericht 

("psychiatrisches Gegengutachten") ihres behandelnden Psychiaters Dr. med. G.___, 

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 18. Februar 2020 einreichen. Darin 

hatte dieser insbesondere geltend gemacht, dass das psychiatrische MEDAS-

Gutachten mangelhaft sei. Bei der Beschwerdeführerin bestünden eine chronische 

Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (F45.41), eine 

rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere depressive Episode ohne 

psychotische Symptome (F33.2), eine iatrogene Opiatabhängigkeit bei langjähriger 

Schmerzsymptomatik (F11.8), eine ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung 

(F60.6) sowie eine dissoziative Störung gemischt (F44.7). Dr. G.___ hatte festgehalten, 

dass das Gutachten keinerlei Bezug auf die ausserordentliche psychische bzw. 

psychosoziale Belastungssituation der Beschwerdeführerin nehme. Diese hätte zu 

einem starken innerpsychischen Konflikt und letztlich auch zu einem schweren und 

komplexen Krankheitsbild geführt. Dies werde mit Blick auf die Anamnese deutlich. 

Auch sei es eine blosse Unterstellung, dass die Medikamenteneinnahme nicht konform 

sei; die Beschwerdeführerin habe vor dem Gutachten extra keine Medikamente 

eingenommen. Zudem bestehe beim Ehemann der Beschwerdeführerin eine geistige 

Retardierung mit Verhaltensstörungen. Unter solchen Umständen sei davon 

auszugehen, dass die Beschwerdeführerin ihre psychischen Beschwerden dissimuliere. 

Sie sei unfähig, sich selbst im Leben und in der Behandlung aktiv zu beteiligen. 

Insgesamt würden bereits die psychischen Erkrankungen die Beschwerdeführerin zu 

100% in ihrer Erwerbsfähigkeit einschränken (act. G 8.4). Der behandelnde Psychiater 

hatte seinem Bericht einen Bericht von Dr. med. H.___, Facharzt für Psychiatrie und 

Psychotherapie, vom 29. Juli 2008 beigelegt. Dieser hatte angegeben, dass es bei der 

Beschwerdeführerin, die seit drei Jahren in der Schweiz wohne, zu einer deutlichen 

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depressiven Episode mit einem somatischen Syndrom gekommen sei. Sie fühle sich 

von ihrem Schwiegervater und ihrer Chefin abgelehnt und herabwürdigend behandelt. 

Darüber hinaus leide sie unter den kulturellen Veränderungen und habe Heimweh (bei 

act. G 8.4).

RAD-Arzt Dr. med. I.___, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie und 

Psychotherapie, notierte am 1. April 2020, dass Dr. G.___ in seinem Bericht nicht den 

behördlichen Leitlinien für ein Gutachten im IV-Verfahren folge. Dies erschwere die 

Lesbarkeit und die Ableitung versicherungsmedizinischer Fragen und Antworten 

deutlich. Bei der Anamnese handle es sich um einen unverändert zitierten 

Lebensbericht der Beschwerdeführerin, ein besonderer Augenmerk auf die Kinder- und 

Jugendzeit finde sich nicht. Er beschreibe umfangreich, aber unstrukturiert die 

leidensreiche Lebensbiographie der Beschwerdeführerin. Eine Abgrenzung des 

Ausmasses einer im engeren Sinne krankheitsbedingten Beeinträchtigung der 

Arbeitsfähigkeit von normalpsychologisch nachvollziehbaren, aber nicht 

krankheitswertigen Belastungen und Leiderfahrungen im privaten und persönlichen 

Umfeld habe er nicht vorgenommen. Dr. G.___ habe die im Gutachten beschriebenen 

Inkonsistenzen im Wesentlichen mit einer dissoziativen Störung und Dissimulation 

erklärt, ohne aber auf die diskontinuierliche Symptomausprägung und das von den vier 

Gutachtern völlig anders wahrgenommene klinische Bild wirklich einzugehen (IV-act. 

162).

B.b. 

In der Folge wurden die Berichte dem psychiatrischen MEDAS-Gutachter, Dr. 

J.___, zur Stellungnahme vorgelegt. Dieser hielt am 9. April 2020 fest, dass in den 

Berichten keine klinischen Aspekte benannt würden, die eine von der bisherigen 

gutachterlichen Einschätzung abweichende Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nahelegen 

würden. Die Zurückhaltung des RAD-Arztes in Bezug auf die fachliche Bedeutung des 

Schreibens des behandelnden Psychiaters sei zu teilen. Die Ausführungen des 

Psychiaters begründeten seine diagnostischen und versicherungsmedizinischen 

Annahmen nicht hinreichend. Trotz massiver Kritik an den Vorbehandlern und 

Gutachtern blieben sie im Allgemeinen stecken. Dies gelte auch für seine 

Empfehlungen zur Diagnostik von Depressionen sowie anderen psychischen 

Beschwerden und Symptomen, ohne dass er die beschriebenen Symptome bei der 

Beschwerdeführerin psychiatrisch nachvollziehbar belegen könnte. Hinsichtlich des 

B.c. 

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Erwägungen

1.  

Berichtes von Dr. H.___ aus dem Jahre 2008 sei festzuhalten, dass dieser für die 

heutige Situation der Beschwerdeführerin keine Bedeutung mehr habe (IV-act. 170).

Am 26. Mai 2020 beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der 

Beschwerde. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen an, dass die Ausführungen im 

Zusammenhang mit dem Gutachtensauftrag Feststellungen beinhaltet hätten, die sich 

bereits in den Unterlagen befunden hätten. Sie seien unverändert übernommen 

worden; darüber hinaus sei die Erwähnung möglicher Inkonsistenzen nicht unzulässig. 

Die Berichte von Dr. G.___ und von Dr. H.___ vermöchten die Schlussfolgerungen des 

Gutachtens nicht zu erschüttern. Der Bericht von Dr. H.___ aus dem Jahre 2008 habe 

für die aktuelle Situation der Versicherten keine Bedeutung mehr. Dem Bericht von Dr. 

G.___ fehle es u.a. an einer eigenen ärztlichen Strukturierung, an Angaben zum 

konkreten Tagesablauf und an einer Auseinandersetzung mit den vorhandenen 

Ressourcen und krankheitsbedingten Funktionseinschränkungen. Eine zur 

gutachterlichen Einschätzung konträre Bewertung der Arbeitsfähigkeit lasse sich nicht 

mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ableiten. Zusammenfassend sei auf das 

MEDAS-Gutachten abzustellen. Die Beschwerdegegnerin sei zu Recht von einer vollen 

Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in einer leidensadaptierten Tätigkeit 

ausgegangen (act. G 14).

B.d. 

Am 3. Juni 2020 bewilligte das Gericht die unentgeltliche Rechtspflege (Befreiung 

von Gerichtskosten und Bewilligung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung) für das 

Verfahren vor dem Versicherungsgericht (act. G 15).

B.e. 

Die Beschwerdeführerin liess die Frist zur Einreichung einer Replik unbenützt 

verstreichen (act. G 17).

B.f. 

Streitig und vorliegend zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine 

Invalidenrente.

1.1. 

Einen Rentenanspruch haben Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die 

Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 

1.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 13/18

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2.  

Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können, 

während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% 

arbeitsunfähig gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid 

sind (Art. 28 Abs. 1 IVG). Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich 

bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. 

Erwerbsunfähigkeit ist der durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 

psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und 

Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf 

dem in Betracht kommenden ausgeglichen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

Gemäss Art. 28a Abs. 1 des IVG i.V.m. Art. 16 ATSG ist die Invalidität 

grundsätzlich durch einen Einkommensvergleich zu ermitteln. Dabei wird das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in Beziehung 

gesetzt zum Einkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Valideneinkommen).

1.3. 

Um das Invalideneinkommen zu bestimmen und damit den Invaliditätsgrad 

bemessen zu können, muss die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin im 

Verfügungszeitpunkt mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

feststehen. Die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht ist dabei auf Unterlagen 

angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 

stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 

beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher 

Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Hinsichtlich 

des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der 

Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten 

begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a).

1.4. 

Zur Beantwortung der Frage nach der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin hat 

die Beschwerdegegnerin bei der MEDAS Bern ein polydisziplinäres Gutachten 

eingeholt (IV-act. 122, 160). Vorab ist festzuhalten, dass die Rüge der 

2.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 14/18

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Beschwerdeführerin, der Gutachtensauftrag sei nicht neutral gehalten gewesen und 

hätte keine ergebnisoffene Begutachtung erlaubt (act. G 1 S. 6), fehlgeht. Wie die 

Beschwerdegegnerin dargelegt hat, findet sich die gerügte Passage, nämlich, dass 

eine Rentenbegehrlichkeit nicht ausgeschlossen werden könne, bereits in den 

medizinischen Vorakten (vgl. IV-act. 101-2), die den Gutachtern ohnehin vorgelegen 

und mit denen sie sich ausführlich befasst hätten (vgl. S. 13-26 des Gutachtens). Eine 

(versuchte) Beeinflussung der beauftragten Gutachter durch die Beschwerdegegnerin 

kann darin nicht erblickt werden, zumal sich dem Gutachten keine Hinweise 

entnehmen lassen, dass dieses nicht lege artis erstellt worden wären. Das Gutachten 

beruht vielmehr auf eigenständigen Untersuchungen und die Gutachter haben sich mit 

den von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden in internistischer, 

psychiatrischer, orthopädischer und neurologischer Hinsicht ausführlich und sorgfältig 

auseinandergesetzt und sie haben detaillierte objektive Befunde erhoben. Die 

Gutachter haben sich insbesondere auch ausführlich mit der Biographie der 

Beschwerdeführerin auseinandergesetzt und in der jeweiligen Fachrichtung detaillierte 

Anamnesen erhoben (IV-act. 122-32 ff., 48 ff., 68 ff., 161-11 ff.). Sie haben ihre 

Diagnosen schlüssig begründet und eine überzeugende und nachvollziehbare 

Arbeitsfähigkeitsschätzung abgegeben.

Somatischerseits haben die Gutachter mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 

einzig ein lumbospondylogenes Schmerzsyndrom mit Ausstrahlungen nach rechts 

festgestellt. Dabei sind sie aufgrund der klinischen Untersuchungen und bildgebenden 

Abklärungen zum Schluss gekommen, dass es sich um eine geringe somatische 

Wirbelsäulenpathologie handle und die Ausprägung der von der Beschwerdeführerin 

geltend gemachten Beeinträchtigungen nicht in dieser Schwere nachvollziehbar sei. 

Die Gutachter haben plausibel dargelegt, dass sich bei den somatischen 

Begutachtungen multiple und erhebliche Befundinkonsistenzen ergeben hätten. 

Insbesondere die von der Beschwerdeführerin angegebenen Fuss-Beschwerden bis 

hin zur Lähmung des Fusses haben die Gutachter als aggraviert und sogar 

demonstriert erachtet; da sie weder klinisch im Gangbild noch elektrophysiologisch 

belegbar gewesen seien. Die Beschwerdeführerin hat anlässlich der Begutachtungen 

eine bewusst präsentierte, negative Antwortverzerrung und ein mindestens 

aggraviertes, wenn nicht gar simuliertes Verhalten gezeigt. Die Gutachter haben die 

anamnestisch starke Schmerzsymptomatik insbesondere mit Blick auf die fehlende 

Therapie-Aktivität der Beschwerdeführerin als nicht authentisch qualifiziert, zumal diese 

kein affektives oder vegetatives Korrelat im Ausdrucksverhalten gezeigt hat. In dieses 

Bild fügt sich auch die Medikamentenspiegelbestimmung ein, da der von der 

Beschwerdeführerin beschriebene, hochgradige Medikamentenkonsum (bis zu 10 

2.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 15/18

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Tabletten täglich, darunter mehrerer Tabletten eines Morphinderivats und verschiedene 

Schmerzmittel) mittels Blutserumkontrolle nicht nachweisbar gewesen ist. Darüber 

hinaus haben die Gutachter darauf aufmerksam gemacht, dass die soziale und 

berufliche Partizipation der Beschwerdeführerin zu den angegebenen starken 

Beschwerden diskrepant ist; einerseits bestehe angeblich eine schwerste Lähmung 

des Fusses, andererseits seien ausgedehnte Spaziergänge auch ohne 

Schienenbehandlung möglich. Insgesamt haben die Gutachter ausführlich und 

plausibel dargelegt, dass erhebliche Diskrepanzen zwischen den klinisch erhobenen 

Befunden und den subjektiven Klagen und gezeigten Beschwerden der 

Beschwerdeführerin vorliegen. Zusammenfassend ist aufgrund der erwähnten 

auffälligen Befundinkonsistenzen und Verhaltensauffälligkeiten mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit eine Aggravation und/oder Simulation der Beschwerdeführerin 

nachgewiesen und es liegt klinisch und bildgebend nur eine geringe 

Wirbelsäulenproblematik vor. Insgesamt ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

erstellt, dass die Beschwerdeführerin in einer adaptierten Tätigkeit nicht in ihrer 

Arbeitsfähigkeit eingeschränkt ist. Dass die Gutachter – abgesehen von der geringen 

Wirbelsäulenpathologie – keine relevanten Befunde haben erheben können und von 

einer 100%igen Arbeitsfähigkeit adaptiert ausgegangen sind, deckt sich im Übrigen 

auch mit der Einschätzung der (somatischen) Vorbehandler. Bereits im April 2017 

hatten die Ärzte des Spitals C.___ berichtet, dass die Beschwerdeführerin Tätigkeiten 

ohne körperliche Belastung, wie z.B. Bürotätigkeiten, ganztägig vollschichtig ausführen 

könne (IV-act. 25, 27). Im Weiteren hatten auch die Ärzte des Spitals D.___ klinisch-

neurologisch keine Auffälligkeiten festgestellt, auf eine weiterführende Diagnostik 

verzichtet und festgehalten, dass keine somatische Ursache für die ausgeprägte Klinik 

habe gefunden werden können (Berichte vom 15. Mai 2017, IV-act. 41, und 3. Juli 

2018, IV-act. 97).

Schliesslich hat der psychiatrische Gutachter plausibel dargelegt, dass die 

erheblichen Inkonsistenzen und die negativen Leistungsverzerrungen im Rahmen der 

somatischen Begutachtungen nicht mittels einer psychischen Störung begründet 

werden können. Er hat überzeugend erklärt, dass die diagnostizierte "Entwicklung 

körperlicher Symptome aus psychischen Gründen (F68.0)" keinen Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin hat, und weder krankheitswertige Störungen 

aus dem affektiven Spektrum noch eine Persönlichkeitsstörung vorliegen. Auch eine 

somatoforme Schmerzstörung ist verneint worden. Der psychiatrische Gutachter hat 

keine psychiatrische Diagnose erhoben, die eine Arbeitsfähigkeit der 

Beschwerdeführerin verhindern würde. Er ist trotz der anlässlich der somatischen 

Begutachtungen mehrfach festgestellten Aggravation der Beschwerdeführerin in der 

2.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 16/18

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Lage gewesen, objektive Befunde zu erheben und eine überzeugende 

Arbeitsfähigkeitsschätzung abzugeben. Seine Einschätzung einer 100%igen 

Arbeitsfähigkeit deckt sich überdies mit derjenigen der Ärzte des Psychiatrie-Zentrums 

E.___, die ebenfalls keine psychischen Einschränkungen festgestellt und eine 100%ige 

Arbeitsfähigkeit attestiert hatten (Bericht vom 25. August 2017, IV-act. 45). Schliesslich 

hatte auch der anlässlich des Aufenthalts der Beschwerdeführerin im Spital D.___ im 

Juni/Juli 2018 hinzugezogenen Psychiater die Symptomatik der Beschwerdeführerin 

als Simulation oder differenzialdiagnostisch im Rahmen einer dissoziativen 

Bewegungsstörung beurteilt (Bericht vom 3. Juli 2018, IV-act. 97).

Der als "Gegengutachten" bezeichnete Bericht des behandelnden Psychiaters Dr. 

G.___ vermag sodann keinen Zweifel am schlüssigen MEDAS-Gutachten zu wecken. 

Wie sowohl der RAD-Arzt Dr. J.___ (IV-act. 162) als auch der psychiatrische Gutachter 

im Rahmen der Beantwortung der Rückfrage (IV-act. 170) ausführlich und überzeugend 

dargelegt haben, lässt der Bericht eine objektive Befunderhebung und eine 

überzeugende Diagnosestellung vermissen. Dr. G.___ hat in seinem Bericht ohne eine 

eigene Anamneseerhebung auf mehreren Seiten die Lebensgeschichte der 

Beschwerdeführerin ("mit ihren Worten") zitiert. Wohl auf dieser (subjektiven) Grundlage 

hat er verschiedene psychische Störungen diagnostiziert und die diesbezüglichen 

Diagnosekriterien festgehalten. Dabei hat er es jedoch gänzlich unterlassen, einen 

konkreten Bezug zum Beschwerdebild der Beschwerdeführerin herzustellen und das 

Vorliegen der verschiedenen Kriterien bezogen auf die Beschwerden der 

Beschwerdeführerin schlüssig zu begründen. Auch eine Beurteilung der sich durch die 

gesamte Begutachtung und ebenfalls durch die Vorakten ziehenden Hinweise auf eine 

Symptomausweitung und Aggravation der Beschwerdeführerin bis hin zur Simulation 

und deren allfälligen Einfluss auf die Diagnosen hat Dr. G.___ nicht vorgenommen. Er 

hat diese entweder nicht wahrgenommen oder er hat der Aggravation der 

Beschwerdeführerin wenig bzw. kaum Bedeutung zugemessen. Insgesamt enthält der 

Bericht weder eine objektiv begründete Diagnose noch eine schlüssige 

Arbeitsfähigkeitsschätzung. Vielmehr scheint der Behandler die subjektiven 

Beschwerden der Beschwerdeführerin unkritisch übernommen zu haben. Dies 

wiederum entspricht gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung der 

Erfahrungstatsache, wonach behandelnde Ärztinnen und Ärzte nicht nur in der Funktion 

als Hausärzte, sondern auch als spezialärztlich behandelnde Medizinalpersonen im 

Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zugunsten 

ihrer Patienten aussagen (Urteil des Bundesgerichts vom 27. September 2017, 

8C_295/2017, E. 6.4.2, mit weiteren Verweisen). Nach dem Gesagten kann die 

Beschwerdeführerin somit aus dem Bericht von Dr. G.___ nichts zu ihren Gunsten 

2.4. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 17/18

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3.

Zusammenfassend ist mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

erstellt, dass die Beschwerdeführerin in adaptierten Tätigkeiten nicht in ihrer 

Arbeitsfähigkeit eingeschränkt ist. Weitere Abklärungen und insbesondere die von der 

Beschwerdeführerin beantragte Oberbegutachtung drängen sich nach Würdigung der 

vorhandenen medizinischen Akten nicht auf, denn es ist nicht davon auszugehen, dass 

weitere Abklärungen zu einem anderen Ergebnis führen würden. Zwar haben die 

Gutachter dem lumbospondylogenen Schmerzsyndrom Auswirkungen auf die 

Arbeitsfähigkeit für die zuletzt ausgeübte Verkaufstätigkeit beigemessen. Die 

Verkaufstätigkeit kann aber mit Blick auf die Erwerbsbiographie der 

Beschwerdeführerin nicht als Validenkarriere angesehen werden. Vielmehr ist die von 

der Beschwerdeführerin erlernte und jahrelang ausgeführte Tätigkeit als 

Deutschlehrerin und Übersetzerin als ihre angestammte Tätigkeit anzusehen. Diese 

Tätigkeit ist mit Blick auf das Zumutbarkeitsprofil (Tätigkeiten ohne Heben und Tragen 

von mehr als 10kg, ohne Arbeiten rein im Stehen, rein im Sitzen und rein im Gehen, 

ohne Arbeiten in Zwangspositionen des Rumpfes, in gebückter Stellung, mit Gehen auf 

unebenem Gelände oder mit Besteigen von Treppen/Gerüsten) ohne Weiteres als 

angepasst zu erachten. Dass die Beschwerdeführerin seit längerem nicht in ihrem 

Beruf tätig gewesen ist, spielt für die Frage des IV-Rentenanspruchs keine Rolle. 

Relevant ist vielmehr, dass auf dem in der Invalidenversicherung massgebenden 

hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt alle der Beschwerdeführerin als Valide 

möglichen Erwerbstätigkeiten weiterhin zu 100% möglich sind. Die 

Beschwerdegegnerin hat die Beschwerdeführerin mit Blick auf ihre Erwerbsbiographie 

zu Recht als Vollerwerbstätige qualifiziert. Dabei ergibt sich bei der Anwendung eines 

sog. Prozentvergleichs offenkundig kein rentenbegründender Invaliditätsgrad.

4.  

ableiten. Dies gilt, wie vom psychiatrischen Gutachter dargelegt (IV-act. 170), aufgrund 

der fehlenden Aktualität auch für den Bericht von Dr. H.___ aus dem Jahre 2008 (bei 

act. G 8.4).

Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen.4.1. 

Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- 

erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Der 

4.2. 

bis

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 18/18

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St.Galler Gerichte

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Beschwerdeführerin wird von der Bezahlung der Gerichtsgebühr in der Höhe 

von Fr. 600.-- zufolge unentgeltlicher Rechtspflege befreit.

3. Der Staat entschädigt die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin zufolge 

unentgeltlicher Rechtsverbeiständung mit Fr. 2'400.-- (inklusive Barauslagen und 

Mehrwertsteuer).

unterliegenden Beschwerdeführerin sind die Gerichtskosten in der Höhe von Fr. 600.-- 

aufzuerlegen. Zufolge unentgeltlicher Rechtspflege ist sie von der Bezahlung zu 

befreien.

Der Staat bezahlt zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung die Kosten der 

Rechtsvertretung der Beschwerdeführerin. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 

61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor 

Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung (HonO; sGS 963.75) 

pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 15'000.--. Die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin 

hat keine Honorarnote eingereicht. Angesichts des nur einfachen Schriftenwechsels 

und mit Blick auf vergleichbare Fälle erscheint eine pauschale Parteientschädigung von 

Fr. 3'000.-- angemessen. Diese ist um einen Fünftel zu kürzen (Art. 31 Abs. 3 des 

Anwaltsgesetzes, sGS 963.70). Somit hat der Staat die Rechtsvertreterin der 

Beschwerdeführerin pauschal mit Fr. 2'400.-- (inklusive Barauslagen und 

Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

4.3. 

Eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, ist zur 

Nachzahlung verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist (Art. 123 der Schweizerischen 

Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272] i.V.m. Art. 99 Abs. 2 des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]).

4.4. 

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 27.07.2021
	Art. 28 IVG. Würdigung eines polydisziplinären Gutachtens. Gemäss dem überzeugenden Gutachten ist die Beschwerdeführerin in angepassten Tätigkeiten voll arbeitsfähig. Aggravation der Beschwerdeführerin bejaht (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 27. Juli 2021, IV 2019/338).

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		2024-05-27T01:36:23+0200
	"9001 St.Gallen"
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