# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cdddd32a-2182-52f3-af20-152dc4e461b4
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-12-17
**Language:** de
**Title:** Achillessehnenriss beim kurzen Sprint zum Bahnhofsperron; mangels äusserem Faktor weder Unfall noch unfallähnliche Körperschädigung
**Docket/Reference:** UV.2013.00057
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/UV.2013.00057.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
UV.2013.00057
IV. Kammer
Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna
Sozialversicherungsrichter Vogel
Gerichtsschreiber Hübscher
Urteil
vom
17. Dezember 2013
in Sachen
X.___
Beschwerdeführer
gegen
Helsana Unfall AG
Zürichstrasse 130, 8600 Dübendorf
Beschwerdegegnerin
vertreten durch Helsana Versicherungen AG
Versicherungsrecht
Postfach, 8081 Zürich Helsana
Sachverhalt:
1.
X.___
, geboren
1958, arbeitet seit
1.
Juni 1996
bei der
Y.___
GmbH als Energieplaner und ist in dieser Eigenschaft bei der Helsana Unfall AG (nachfolgend: Helsana) gegen die Folgen von Unfällen ver
sichert. Mit Schadenmeldung vom 1
3.
September 2012 liess er der Helsana melden, er habe sich am
4.
Sep
tember 2012 beim Aufgang zu einem
Gleis am
B
ahnhof
Z.___
die Achillessehne
am rechten Fuss
gerissen (
Urk.
6/K1). Die Behand
lung erfolgte im
S
pital
A.___
, dessen Ärzte eine partielle Achillessehnenruptur diagnostizierten (
Urk.
6/M1-2).
Die Helsana liess den Versicherten einen Fragebogen zum Hergang des Ereignisses ausfüllen (
Urk.
6/K2). Mit Verfügung vom 2
2.
Oktober 2012 lehnte sie ihre Leistungspflicht mit
der
Be
gründung
ab
, die leistungsbegründenden Voraussetzungen eines Unfalles
oder
einer unfallähnlichen Körperschädigung
seien
nicht erfüllt (
Urk.
6/K6).
Die dagegen von
X.___
am 3
0.
Oktober 2012 erhobene Einsprache (
Urk.
6/K7
), wies die Helsana mit Einspracheentscheid vom 2
8.
Januar 2013 ab (
Urk.
2).
2.
Hiergegen führte
X.___
am 19. Februar
2013 Beschwerde und bean
tragte
, in Aufhebung des Einspracheentscheids vom 28. Januar 2013 und der Verfügung vom 22. Oktober 2012 sei das Ereignis vom 4. September 2012 als Unfall
anzuerkennen
und die Beschwerdegegnerin
sei
zu ver
pflichten, die gesetzlichen Leistungen zu erbringen (
Urk.
1 S. 1).
Mit Beschwerdeantwort vom
6.
März 2013 beantragte die Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde (
Urk.
5, unter Beilage ihrer Akten,
Urk.
6/1-16), was dem Beschwerdeführer mit Mitteilung vom
8.
März 2013 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
7).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss
Art.
6 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) werden
–
soweit das
Gesetz nichts anderes bestimmt –
die Versicherungs
leistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten ge
währt (
Abs.
1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (
Abs.
2).
1.2
1.2.1
Ein Unfall ist gemäss
Art.
4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) die plötzliche, nicht beabsichtigte schädi
gende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschli
chen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesund
heit oder den Tod zur Folge hat.
1.2.2
Nach der Rec
htsprechung bezieht sich das Be
griffsmerkmal der Ungewöhnlich
keit nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, sondern nur auf diesen selber. Ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist somit, dass der äussere Faktor allenfalls schwer wiegende, unerwartete Folgen nach sich zog. Der äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er den Rahmen des im jeweiligen Lebensbereich Alltäg
lichen oder Üblichen überschreitet. Ausschlaggebend ist also, dass sich der äussere Faktor vom Normalmass an Umwelteinwirkungen auf den menschlichen Körper abhebt. Ungewöhnliche Auswirkungen allein begrün
den keine Ungewöhnlichkeit (BGE 134 V 72 E. 4.3.1 mit Hinweis).
1.2.3
Nach Lehre und Rechtsprechung kann das Merkmal des ungewöhnlichen äusse
ren Faktors in einer unkoordinierten Bewegung (RKUV 2000 Nr. U 368 S.
100
E.
2d mit Hinweisen; Maurer, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, S. 176 f.)
bestehen. Bei Körperbewegungen gilt dabei der Grundsatz, dass das Erfordernis der äusseren Einwirkung lediglich dann erfüllt ist, wenn ein in der Aussenwelt be
grün
deter Umstand den natürlichen Ablauf einer Körperbewegung gleichsam "programmwidrig" beeinflusst hat. Bei einer solchen unkoordinierten Bewegung ist der ungewöhnliche äussere Faktor zu bejahen; denn der äussere Faktor
–
Ver
änderung zwischen Körper und Aussenwelt
–
ist wegen der erwähnten Programmwidrigkeit zugleich ein ungewöhnlicher Faktor (BGE 130 V 117 E. 2.1; RKUV 2004 Nr. U 502 S. 183 E.
4.1, Nr. U 510 S. 275, Nr. U 523 S. 541 E. 3.1).
1.3
1.3.1
Gemäss Art. 6 Abs.
2 UVG kann der Bundesrat Körper
schädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen. Von dieser Kompetenz hat der Bundesrat in Art. 9 Abs. 2
der Verordnung über die Unfall
versicherung (UVV)
Gebrauch gemacht und folgende Körperschädigungen, sofern sie nicht eindeutig auf eine Erkrankung oder eine Degeneration zurück
zu
führen sind, auch ohne ungewöhnliche äussere Einwirkung den Unfällen gleichgestellt:
a.
Knochenbrüche;
b.
Verrenkungen von Gelenken;
c.
Meniskusrisse;
d.
Muskelrisse;
e.
Muskelzerrungen;
f.
Sehnenrisse;
g.
Bandläsionen;
h.
Trommelfellverletzungen.
Diese Aufzählung der den U
nfällen gleichgestellten Körper
schädigungen ist abschliessend (BGE 116 V 136 E. 4a, 147 E. 2b, je mit Hinweisen; Maurer, Schweizerisches Unfall
versicherungsrecht, 2. Aufl., 1989, S. 202).
1.3.2
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts muss auch bei einer unfallähnlichen Körperschädigung ein äusserer Faktor gegeben sein.
Ausgeschlossen sind zunächst all jene Fälle, in denen der äussere Faktor mit dem (erstmaligen) Auf
treten der für
einen der in
Art.
9
Abs.
2 lit. a-h UVV
enthaltenen Gesund
heitsschäden
typischen Schmerzen gleichgesetzt wird. Das Auftreten von Schmerzen
als solches ist kein äusserer (schädigender) Faktor im Sinne der Rechtsprechung. Mit anderen Worten kann von einem erforderlichen äusseren schädigenden Faktor dort nicht gesprochen werden, wo die versicherte Person nur das (erst
malige) Auftreten von Schmerzen in zeitlicher Hinsicht anzugeben vermag. Auch nicht erfüllt ist das Erfordernis des äusseren schädigenden Faktors, wenn das (erstmalige) Auftreten von Schmerzen mit einer blossen Lebensverrichtung einhergeht, welche die versicherte Person zu beschreiben in der Lage ist. Viel
mehr
ist
für die Bejahung eines äusseren auf den menschlichen Körper schädi
gend einwirkenden Faktors stets ein Geschehen verlangt, dem ein
gewisses gesteigertes Gefährdungspotenzial innewohnt. Das ist zu bejahen, wenn die zum einschiessenden Schmerz führende Tätigkeit im Rahmen einer allgemein gestei
gerten Gefahrenlage vorgenommen wird, wie dies etwa für viele sportliche Betätigungen zutreffen kann. Der äussere Faktor mit erheblichem Schädigungspotenzial ist sodann auch zu bejahen, wenn die in Frage stehende Lebensverrichtung einer mehr als physiologisch normalen und psychologisch beherrsch
ten Beanspruchung des Körpers, insbesondere seiner Gliedmassen, gleichkommt. Deswegen fallen einschiessende Schmerzen als Symptome einer Schädigung nach
Art.
9
Abs.
2 UVV
ausser Betracht, wenn sie allein bei der Vornahme einer alltäglichen Lebensverrichtung auftreten, ohne dass hiezu ein davon unter
scheidbares äusseres Moment hineinspielt. Wer also lediglich beim Aufstehen, Absitzen, Abliegen, der Bewegung im Raum, Handreichungen usw. einen einschiessenden Schmerz erleidet, welcher sich als Symptom einer Schädigung nach
Art.
9
Abs.
2 UVV
herausstellt, kann sich nicht auf das Vorliegen einer unfallähnlichen Körperschädigung berufen. Die
physiologische Beanspruchung des Skelettes, der Gelenke, Muskeln, Sehnen und Bänder stellt keinen äusseren Faktor dar, dem ein zwar nicht ungewöhnliches, jedoch gegenüber dem norma
len Gebrauch der Körperteile gesteigertes Gefährdungspotenzial innewohnen muss (BGE 129 V 466 E. 4.2.1-4.2.2).
1.
4
1.
4
.1
Die Verwaltung als verfügende Instanz und
–
im Beschwer
defall
–
das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen über
zeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abwei
chendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der über
wiegenden Wahr
scheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglich
keit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanfor
derungen nicht. Das Gericht folgt vielm
ehr jener Sachverhaltsdarstel
lung, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b mit Hinweisen; vgl. BGE 130 III 321 E. 3.2 und 3.3).
1.
4
.2
Die einzelnen Umstände des Unfallgeschehens sind von der versicherten Person glaubhaft zu machen. Kommt sie dieser For
derung nicht nach, indem sie unvollständige, ungenaue oder widersprüchliche Angaben macht, die das Beste
hen eines unfallmässigen Schadens als unglaubhaft erscheinen las
sen, besteht keine Leistungspflicht des Unfallversicherers. Im Streitfall obliegt es dem Ge
richt zu beurteilen, ob die einzelnen Voraussetzungen des Unfallbegriffs erfüllt sind. Der Untersuchungsmaxime entsprechend hat es von Amtes wegen die notwendigen Beweise zu erheben und kann zu diesem Zwecke auch die Parteien heranziehen. Ist aufgrund dieser Massnahmen das Vorliegen eines Unfallereignisses nicht wenigstens mit Wahrscheinlichkeit erstellt
–
die blosse Möglichkeit genügt nicht
–
, so hat dieses als unbewiesen zu gelten, was sich zu Lasten der versicherten Person aus
wirkt (BGE 116 V 136 E. 4b, 114 V 298 E. 5b, 111 V 201 E. 6b; RKUV 1990 Nr. U 86 S. 50).
1.
4
.3
Praxisgemäss stellen die Gerichte im B
ereich des Sozialver
sicherungs
rechts in der Regel auf die „Aussagen der ersten Stunde“ ab, den
en in beweis
mässiger Hinsicht grösseres Gewicht zukommt als späteren Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen versicherungs
rechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können (BGE 121 V 45 E. 1a, 115 V 133 E. 8c mit Hinweis).
2.
2.1
Strittig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer am
4.
September 2012 einen Unfall oder eine unfallähnliche Körperschädigung erlitten hat.
2.2
Mit dem angefochtenen Einspracheentscheid vom 2
8.
Januar 2013 (
Urk.
2) wird dies verneint. Die Beschwerdegegnerin führt aus, dass weder ein Unfall noch eine unfallähnliches, sinnfälliges Ereignis mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sei. Der Beschwerdeführer selbst habe im Fragebogen zum Hergang des Ereignisses vom 2
4.
September 2012 lediglich angegeben, er habe beim Losspringen auf die Rampe zum Gleis 8 (Perron) einen Schlag in der Achillessehne verspürt. Es habe sich um eine gewohnte Tätigkeit gehandelt, die unter normalen äusseren Bedingungen ver
lau
fen sei. Etwas Besonderes, Unvorhergesehenes (wie ein Ausgleiten, Sturz, An
schlagen) sei nicht passiert. Auch das in der Einsprache vom 3
0.
Oktober 2012 beschriebene plötzliche Losspringen, um den Zug noch zu erreichen und, um andere Menschen auszuwei
chen, mit Drehbewegung des Fusses verbunden, stelle eine alltägliche Lebensverrichtung dar. Ein äusserer Faktor, der sowohl für die Annahme eines Unfalles als auch einer Leistungspflicht nach unfallähnlicher Kö
r
perschädigung erforderlich sei, werde gerade nicht beschrieben (
Urk.
2 S. 4 bis 5).
2.3
Der Beschwerdeführer macht
im vorliegenden Verfahren
geltend, er habe am
4.
September 2012 mit der S-Bahn von
Z.___
nach
B.___
fahren wollen. Er habe sein Büro zeitlich
sehr knapp
verlassen und sei mit dem Fahrrad zum Bahnhof gefahren. Sein Zug sei auf dem Gleis 8 gefahren. Die Rampe zum Gleis 8 sei mit 1.95 m schmaler, als die
2.90 m breite
Rampe zu den Geleisen 2 und
3.
Zwei ältere Menschen seien langsam Hand in Hand die Rampe zum Gleis 8 hinaufgelaufen und hätten ihm den Durchgang versperrt. Etwa in der Mitte dieser Rampe sei der Blick auf die Uhr frei gewesen, und dieser habe ergeben, dass der Zug in wenigen Sekunden losfahren würde.
M
it dem plötzlichen Aus
weichen und dem überstürzten Losrennen
sei es
zu einem Antritt
gekommen
, nachdem er auf der linken Seite einen Durchgang gesehen habe.
Er habe also sein Körpergewicht mit dem rechten Fuss in einer Drehbe
wegung nach links geführt. Dabei sei die Achilles
s
eh
ne
gerissen und er habe einen Schlag und Schmerz im rechten Fuss verspürt (
Urk.
1 S. 2).
3.
3.1
Am 2
4.
September 2012 füllte der Beschwerdeführer den Fragebogen der Bes
chwerdegegnerin zum Hergang des E
reignisses
vom
4.
September 2012
aus. Dieses Ereignis schilderte er wie folgt: „Beim kurzen Losspringen auf der Rampe zum Gleis 8 (Perron) habe ich einen Schlag in der rechten Achillessehne ver
spürt.“ Die
mit Ja oder Nein zu beantwortenden
Fragen, ob es sich um eine gewohnte Tätigkeit und, ob diese unter normalen äusseren Bedingungen erfolgt
sei, wurden vom Beschwerde
führer
jeweils
bejaht. Hin
gegen verneinte er, dass etwas Besonderes, Unvorhergesehenes (zum Beispiel: Ausgleiten, Sturz, An
schlagen, usw.) passiert sei und ebenfalls, dass weitere Personen beteiligt ge
wesen seien
. Zu diesen vier Fragen
machte
der Beschwerdeführer jeweils
keine weiteren Angaben
(
Urk.
6/K2).
3.2
In der Einsprache vom 3
0.
Oktober 2012 führte der Beschwerdeführer aus, dass plötzliche „Losspringen“ sei keineswegs eine alltägliche Verrichtung. Das „Los
springen“ sei in der Absicht erfolgt, den Zug noch zu erreichen, der in 10 Se
kunden abgefahren
wäre
. Mit dem „Losspringen“ sei auch eine Drehbe
wegung des Fusses verbunden gewesen, da viele Menschen die Rampe hinauf gingen und er diesen habe ausweichen müssen. Die Rampe, die eine schie
f
e Ebene dar
stelle und dadurch zusätzlich den Fuss in eine unnatürliche Stellung bringe, sei als äusserer Faktor zu betrachten (
Urk.
6/K7).
4.
4.1
Z
u prüfen ist, ob der partielle Achillessehnenriss des Beschwerdeführers auf einen ungewöhnlichen äusseren Faktor im Sinne des Unfallbegriffs gemäss
Art.
4 ATSG (E. 1.2) oder ein
en
schädigenden äusseren Faktor im Sinne der Recht
sprechung zur unfallähnlichen Körperschädigung zurückzuführen ist (E.
1.3).
In der
Hergangsb
eschreibung vom 2
4.
September
2012 gab der Be
schwerdeführer an, dass es sich bei der Bewegung („kurzes Losspringen“) um eine ihm ge
wohnte Tätigkeit gehandelt habe
.
D
ie äusseren Bedingungen seien normal ge
wesen. Das Vorliegen von besonderen,
unvorhergesehenen
Umstän
den oder den Einfluss von weiteren Personen verneinte er.
Aufgrund dieser Hergangsschilderung ist das Vorliegen einen äusseren Faktors nicht mit über
wiegender Wahrscheinlichkeit gegeben,
so dass mangels Unfalls und un
fallähnlicher Kö
r
perschädigung keine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin besteht.
Entgegen der vom Beschwerde
führer
mit
Einsprache vom 3
0.
Oktober 2012 vertretenen Ansicht (E. 3.2)
ist
eine Rampe
zum Bahnhofsperron
kein unge
wöhnlicher
äusserer Faktor im Sinne des Unfallbegriffs
(E. 1.2.1)
.
4.2
Auch
wenn
auf
die Vorbringen des Beschwerdeführers
in der Beschwerdeschrift vom 1
9.
Februar 2013
(
Urk.
1) abgestellt
wird
,
besteht
keine Leistung
spflicht der Beschwerdegegnerin
.
Im
vorliegenden Verfahren macht der
Beschwerdeführer
geltend, es habe, da der Zug in wenigen Sekunden abge
fahren wäre, besonderen Grund zur Eile bestanden, und
er habe
auf seinem Weg
ans Perron
plötzlich
zwei Passanten
aus
weichen
müssen
, wobei er sein Körper
gewicht mit dem rechten Fuss in einer Drehbewegung nach links geführt habe
(E. 2.3)
.
Wie schon
in seiner Hergangs
schilderung
vom 2
4.
September 2012
beschreibt der Be
schwerdeführer auch
in der
Beschwerde
schrift
vom 1
9.
Februar 2013 (
Urk.
1)
k
ein ausserhalb seines eigen
en
Körper liegendes Ausrutschen, Aus
gleiten, Stür
zen oder ähnliches
.
Auch
aufgrund
seinen Ausführungen
in der Beschwerde
schrift
vom 1
9.
Februar 2013 (
Urk.
1)
ist
anzunehmen, dass der Be
schwerde
führer den anderen Passanten nicht
plötzlich hat ausweichen müssen
, sondern dass er diese auf dem Weg zum Perron überholen
wollte
.
Beim Ab
drehen des Körpers
,
um auf einer Rampe zum Bahnhofspe
rron andere Passanten zu über
ho
len, handelt es sich um eine alltägliche Lebensverrichtung, welcher weder eine besondere Sinnfälligkeit noch ein
gesteigertes
Gefahrenpotential eigen ist
, selbst wenn
– was in der Regel der Fall ist –
diese Bewegung
zügig
ausgeführt wird.
Gemäss den Aus
führungen des Beschwerdeführers hatte er sich entschie
den, um noch rechtzeitig in den Zug einsteigen zu können, die beiden vor ihm auf der Rampe gehenden
,
für ihn gut sichtbaren
Passanten zu überholen. Er war somit nicht zu einem plötzlichen Ausweichen
, etwa aufgrund
des
überraschen
den
Stehen
bleibens eines
vor ihm gehenden
Passanten
,
gezwungen
. Eine
in der Aussenwelt begründete,
programmwidrig
beein
flusste
Kö
r
p
erb
ewegung
wäh
rend des Laufens
lag nicht vor
.
Somit fehlt es
– wenn der Sachverhaltsschilderung in der Beschwerdeschrift vom 19. Februar 2013 (Urk. 1) gefolgt
wird
–
sowohl hinsichtlich des Unfallbegriffs gemäss
Art.
4 ATSG als auch in Bezug auf eine unfallähnliche Körperschädigung nach
Art.
6
Abs.
2 UVG in Verbindung mit
Art.
9
Abs.
2 UVV an dem für beide Anspruchsgrundlagen vorausgesetzten äus
seren Faktor. Demnach ist die Beschwerde abzuweisen.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Das Verfahren ist kostenlos.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
X.___
-
Helsana Versicherungen AG
-
Bundesamt für Gesundheit
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still:
vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur
kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber
HurstHübscher