# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0224d172-483f-5109-a28f-48c7af2beb37
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-02-02
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Versicherungsgericht 02.02.2024 VBE.2023.197
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_007_VBE-2023-197_2024-02-02.pdf

## Full Text

Versicherungsgericht 

1. Kammer 

 

VBE.2023.197 / ss / nl 
Art. 11 

 

 

Urteil vom 2. Februar 2024 
 

 

Besetzung  Oberrichter Kathriner, Präsident  

Oberrichter Roth  

Oberrichterin Gössi  

Gerichtsschreiber Siegenthaler  

 

 
   

Beschwerde-

führer  

 A._____ 

vertreten durch MLaw Nicole Breitenmoser, Rechtsanwältin, 

Löwenstrasse 17, Postfach, 8021 Zürich 1  

 

  
   

Beschwerde-

gegnerin  

 Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG, 

Richtiplatz 1, 8304 Wallisellen  

 

  
 

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend UVG 

(Einspracheentscheid vom 14. März 2023) 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Das Versicherungsgericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

Der 1982 geborene Beschwerdeführer war seit dem 1. April 2016 als Mit-

arbeiter in einer Pizzeria angestellt und in dieser Eigenschaft bei der Be-

schwerdegegnerin obligatorisch gegen die Folgen von Nichtberufs- und Be-

rufsunfällen sowie Berufskrankheiten versichert. Am 22. Mai 2022 hatte er 

sich bei einem Fussballspiel am rechten Knie verletzt, woraufhin er mit Un-

fallmeldung vom 12. Juli 2022 Leistungen der Beschwerdegegnerin bean-

tragte. Nach ersten medizinischen Abklärungen teilte diese dem Beschwer-

deführer mit Schreiben vom 4. November 2022 mit, dass sie ihre Leistungs-

pflicht verneine, da weder ein Unfall noch eine unfallähnliche Körperschä-

digung vorliege. Trotz Einwänden des Beschwerdeführers bestätigte sie ih-

ren Entscheid mit Verfügung vom 24. November 2022. Dagegen erhob der 

Beschwerdeführer am 12. Dezember 2022 Einsprache, welche die Be-

schwerdegegnerin nach erneuter Rücksprache mit beratenden Ärzten mit 

Einspracheentscheid vom 14. März 2023 guthiess und dem Beschwerde-

führer unter Bejahung einer unfallähnlichen Körperschädigung Kostenüber-

nahme für Physiotherapie bis zum 10. Februar 2023 und Taggeldleistun-

gen vom 23. Mai bis zum 5. Juni 2022 im Rahmen einer 100%igen Arbeits-

unfähigkeit zusprach.  

 

2. 

2.1. 

Am 24. April 2023 erhob der Beschwerdeführer gegen diesen Entscheid 

fristgerecht Beschwerde und beantragte sinngemäss, die Taggeldleistun-

gen der Beschwerdegegnerin seien ihm für den vollen Zeitraum vom 

23. Mai 2022 bis zur Meniskus-Operation am 18. April 2023 zu leisten. Zu-

dem habe die Beschwerdegegnerin ihm die Kosten zurückzuerstatten, die 

ihm entstanden seien, da die Beschwerdegegnerin ein Unfallereignis zuerst 

verneint habe. 

 

2.2. 

Mit Vernehmlassung vom 16. Mai 2023 beantragte die Beschwerdegegne-

rin die Abweisung der Beschwerde. 

 

2.3. 

Am selben Tag reichte der Beschwerdeführer weitere Unterlagen ein. 

 

2.4. 

Mit Eingabe vom 12. Juni 2023, welche er dem Versicherungsgericht am 

Folgetag zusätzlich persönlich übergab, nahm der Beschwerdeführer Stel-

lung zur Vernehmlassung der Beschwerdegegnerin und reichte weitere Un-

terlagen ein. 

 

 - 3 - 

 

 

2.5. 

Mit Eingabe vom 1. September 2023 teilt MLaw Nicole Breitenmoser, 

Rechtsanwältin in Zürich, dem Versicherungsgericht die anwaltliche Vertre-

tung des Beschwerdeführers mit und ersuchte um Akteneinsicht, die ihr in 

der Folge gewährt wurde. 

 

 
   

Das Versicherungsgericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

1.1. 

Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur 

Rechtsverhältnisse zu überprüfen und zu beurteilen, zu denen die zustän-

dige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich – in Form einer Verfü-

gung – Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung den be-

schwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Innerhalb des 

Anfechtungsgegenstands bilden die von der Beschwerde führenden Per-

son gestellten Anträge den Streitgegenstand. Ist im Sozialversicherungs-

verfahren ein Einspracheverfahren vorgesehen, wird das Verwaltungsver-

fahren erst durch den Einspracheentscheid abgeschlossen, welcher die ur-

sprüngliche Verfügung ersetzt (BGE 132 V 368 E. 6.1) und alleiniger An-

fechtungsgegenstand des erstinstanzlichen Beschwerdeverfahrens ist (Ur-

teil des Bundesgerichts 8C_281/2022 vom 24.10.2022 E. 4.1). 

 

1.2. 

Soweit der Beschwerdeführer sinngemäss beantragt, ihm seien die Heilbe-

handlungskosten zurückzuerstatten, welche ihm durch die zwischenzeitige 

Verneinung eines Unfallereignisses (und der unfallähnlichen Körperschä-

digung) entstanden seien, ist vorweg festzuhalten, dass im Rahmen des 

angefochtenen Einspracheentscheids vom 14. März 2023 hinsichtlich der 

Heilbehandlungskosten lediglich über die Kostenübernahme für die Physio-

therapie des Beschwerdeführers entschieden worden ist (Vernehmlas-

sungsbeilage [VB] 47, Dispositiv Ziff. 3, vgl. Ziff. 28 f. und 32). Diese wurde 

ihm bis zu 10. Februar 2023 gewährt, was – soweit ersichtlich und nach 

Lage der Akten zu Recht (vgl. VB 34) – unbestritten blieb. Über andere 

Heilbehandlungskosten ist im angefochtenen Entscheid nicht entschieden 

worden, weshalb solche nicht Streitgegenstand des vorliegenden Be-

schwerdeverfahrens bilden können. Entsprechend kann nicht auf den sinn-

gemässen Beschwerdeantrag betreffend Übernahme von (über die Physio-

therapie hinausgehenden) Heilbehandlungskosten eingetreten werden. 

 

2. 

Streitig und zu prüfen bleibt damit vorliegend, ob die Beschwerdegegnerin 

dem Beschwerdeführer mit Einspracheentscheid vom 14. März 2023 

(VB 47) zu Recht (lediglich) Taggeldleistungen vom 23. Mai bis zum 5. Juni 

2022 im Rahmen einer 100%gen Arbeitsunfähigkeit zugesprochen hat. 

 - 4 - 

 

 

3. 

Die Beschwerdegegnerin stützte sich im angefochtenen Einspracheent-

scheid hinsichtlich der Arbeitsfähigkeits-Beurteilung und des sich daraus 

ergebenden Taggeldanspruches letztlich auf die Aktenbeurteilung von 

Dr. med. C._____, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatolo-

gie des Bewegungsapparates vom 20. Februar 2023 (VB 45). 

 

Darin führte dieser aus, der Beschwerdeführer sei am 30. Mai 2022 erst-

mals in ärztlicher Behandlung gewesen. Im ersten Arztbericht seien keine 

klinischen Befunde festgehalten worden. Es sei bei Verdrehung des Knie-

gelenks die Diagnose einer Kontusion gestellt worden. In allen weiteren 

Berichten der involvierten Orthopäden sei stets von einem flüssigen, hink-

freien Gang, einem problemlos gehaltenen Einbeinstand, freier Beweglich-

keit für Flexion/Extension sowie nur geringfügig/leicht positiven medialen 

Meniskuszeichen die Rede. Angesichts dieser für einen medialen Menis-

kusschaden nur sehr dürftigen positiven klinischen Befunde sei eine Ar-

beitsunfähigkeit des Beschwerdeführers in seiner Tätigkeit als Pizzaiolo 

von maximal zwei Wochen ab dem 23. Mai 2022 vertretbar, danach be-

stehe eine volle Arbeitsfähigkeit (VB 45). 

 

4. 

4.1. 

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob die-

ser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 

beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 

Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medi-

zinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-

tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet 

sind (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232; 125 V 351 E. 3a S. 352). 

 

4.2. 

Auch wenn die Rechtsprechung den Berichten versicherungsinterner me-

dizinischer Fachpersonen stets Beweiswert zuerkannt hat, kommt ihnen 

praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft wie einem gerichtlichen oder im 

Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger in Auftrag gegebe-

nen Gutachten zu (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352 ff.; 122 V 157 E. 1c 

S. 160 ff.). Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und 

Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind 

ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 469 f. 

und 122 V 157 E. 1d S. 162 f.). 

 

4.3. 

Beweistauglich kann auch eine reine Aktenbeurteilung sein, wenn es im 

Wesentlichen um die Beurteilung eines feststehenden medizinischen 

Sachverhalts geht und sich neue Untersuchungen erübrigen. Dies ist ins-

 - 5 - 

 

 

besondere der Fall, wenn genügend Unterlagen aufgrund anderer persön-

licher Untersuchungen vorliegen, die ein vollständiges Bild über Anam-

nese, Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben. Der medizinische Sach-

verständige muss sich insgesamt aufgrund der vorhandenen Unterlagen 

ein lückenloses Bild machen können (Urteile des Bundesge-

richts 8C_46/2019 vom 10. Mai 2019 E. 3.2.1; 8C_641/2011 vom 22. De-

zember 2011 E. 3.2.2 mit Hinweisen). 

 

5. 

5.1. 

Die Beurteilung von Dr. med. C._____ vom 20. Februar 2023 beruht auf 

den medizinischen Akten betreffend die Behandlung nach dem Vorfall vom 

22. Mai 2022 und auf den medizinischen Berichten, welche sowohl die kli-

nischen als auch die bildgebend erhobenen Befunde im Bereich des rech-

ten Knies umfassend dokumentieren. Seine Einschätzung ist fundiert und 

schlüssig begründet und vermag ohne Weiteres zu überzeugen.  

 

So gehen aus dem hausärztlichen Bericht betreffend die Erstbehandlung 

vom 30. Mai 2022 keine Anzeichen für längerfristig bleibende, durch den 

Vorfall vom 22. Mai 2022 eingetretene Schädigungen des Knies hervor. 

Vielmehr wurde lediglich festgehalten, dass "konventionell-radiologisch" 

durch Röntgenbefund desselben Tages keine Hinweise auf einen Bruch, 

Bänderrisse oder Weichteilverletzungen bestünden. Als Diagnose wurde 

denn auch einzig eine Kniegelenk-Kontusion rechts gestellt (VB 15). Im 

Rahmen des MRI vom 8. August 2022 wurde eine im Innenmeniskushin-

terhorn bis in die Pars intermedia reichende horizontale Rissbildung mit 

Beteiligung der meniskalen Oberfläche ohne Dislokation der meniskalen 

Anteile sowie ein geringes Ödem der Weichteile präpatellar bei ansonsten 

unauffälligem Befund festgestellt (VB 17). Klinisch wurde durch die behan-

delnden Ärzte in den Monaten nach dem Ereignis vom 22. Mai 2022 durch-

gehend ein flüssiges, hinkfreies Gangbild, ein problemlos möglicher Ein-

beinstand, das Fehlen von Schwellung, (wesentlichem) Erguss, Rötung 

oder Überwärmung und weitere unauffällige Befunde beschrieben. Auffal-

lend waren jeweils nur eine Druckdolenz über der Patella und geringe pa-

thologische Meniskuszeichen (VB 12; 19 f.; 25 f.). 

 

5.2. 

5.2.1. 

Der Beschwerdeführer bestreitet mit Verweis auf die Berichte des behan-

delnden Arztes Dr. med. D._____ die Attestierung einer lediglich zweiwö-

chigen Arbeitsunfähigkeit. Vielmehr habe er, wie Dr. med. D._____ bestä-

tige, die Arbeit als Pizzaiolo und Kurier seit dem 23. Mai 2023 bis zur Me-

niskusoperation vom 18. April 2023 nicht wiederaufnehmen können. Einen 

Arbeitsversuch im August 2022 habe er schmerzbedingt abbrechen müs-

sen. Zudem hätten die Vertrauensärzte der Beschwerdegegnerin – insbe-

sondere Dr. med. C._____ – ihn nie persönlich untersucht. 

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5.2.2. 

Vorweg ist festzuhalten, dass die ausführlichen medizinischen Akten vor-

liegend ein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen 

Status des Beschwerdeführers zeigen. Der medizinische Sachverhalt bleibt 

denn auch von Dr. med. D._____ unbestritten. Umstritten ist lediglich die 

Frage nach der sich daraus ergebenden Arbeitsunfähigkeitsbeurteilung 

des Beschwerdeführers. Dies kann ohne Weiteres durch eine Aktenbeur-

teilung erfolgen – eine persönliche Untersuchung ist dafür nicht (zwingend) 

notwendig (vgl. E. 4.3. hiervor). 

 

5.2.3. 

Aus den Berichten des behandelnden Arztes Dr. med. D._____, Facharzt 

für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 

geht – angesichts der minimalen objektiven klinischen und bildgebenden 

Befunde (vgl. E. 5.1. hiervor) – hervor, dass dieser die attestierte bis zur 

Meniskus-Operation am 18. April 2023 angeblich durchgehend bestehende 

volle Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers in dessen Tätigkeit als Piz-

zaiolo bzw. im Lieferservice (praktisch) einzig mit den subjektiven Schmerz-

angaben des Beschwerdeführers begründete (VB 12; 19; 25; 34; 50 f.; 

vgl. VB 20). Dies zeigt sich denn auch im mit der Beschwerde vom 24. April 

2023 als Beschwerdebeilage (BB) 5 eingereichten (undatierten) Bericht von 

Dr. med. D._____, in welchem dieser ausführte, "[n]ach Angaben [vom Be-

schwerdeführer] sei eine Wiederaufnahme seiner Arbeit seit dem 22. Mai 

2022 bis zum Zeitpunkt der Berichterstellung schmerzbedingt nicht möglich 

gewesen." Im Gegensatz zu der nachvollziehbaren und auf die objektiven 

klinischen und bildgebenden Befunde gestützte Arbeitsunfähigkeitsbeurtei-

lung von Dr. med. C._____ (E. 5.1. hiervor), stützt sich jene des behandeln-

den Arztes Dr. med. D._____ somit auf die subjektiven Beschwerdeanga-

ben des Beschwerdeführers und vermag daher keine Zweifel an der Beur-

teilung von Dr. med. C._____ zu erwecken (vgl. BGE 143 V 124 E. 2.2.2). 

 

5.2.4. 

Auch objektiv betrachtet wirkt eine elfmonatige, volle Arbeitsunfähigkeit in 

der Tätigkeit als Pizzaiolo und Lieferdienstkurier (lediglich) aufgrund von 

Schmerzen, die vor allem bei Drehbewegungen und beim Hinknien auftre-

ten sollen (VB 50 f.; BB 5) nicht nachvollziehbar. Dies erst recht, da auch 

nach Ansicht von Dr. med. D._____ bei einer Wiederaufnahme der Tätig-

keit nicht mit einer Verschlimmerung der Körperschädigung am Knie zu 

rechnen gewesen wäre, sondern lediglich die Möglichkeit von vermehrten 

Schmerzen bestanden hätte. Mehr noch führte dieser selbst aus, ein Ar-

beitsversuch, gegebenenfalls initial zu 50 %, wäre "sicherlich sinnvoll" ge-

wesen (BB 5). Damit äusserte Dr. med. D._____ selbst Zweifel an der sei-

nerseits attestierten durchgehenden, gut elfmonatigen, vollen Arbeitsunfä-

higkeit des Beschwerdeführers. 

 

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5.2.5. 

Weitere Zweifel an der Korrektheit der Arbeitsunfähigkeitsbeurteilung durch 

Dr. med. D._____ begründet nicht zuletzt die von der Beschwerdegegnerin 

geltend gemachte Teilnahme des Beschwerdeführers an Fussballspielen 

im Juni und Oktober 2022 (Vernehmlassung, Ziff. 5; VB 42). Zwar ist dem 

Beschwerdeführer dahingehend zuzustimmen, dass dessen Auflistung im 

Matchblatt bzw. die Aufstellung als Co-Trainer und Ersatzspieler des FC 

E._____ sowie seine Anwesenheit vor Ort am 12. Juni 2022 der zu dem 

Zeitpunkt attestierten (vollen) Arbeitsunfähigkeit nicht widersprechen 

(vgl. dessen Eingabe vom 12. Juni 2023 sowie die damit eingereichte Stel-

lungnahme des Co-Trainers), hat der Beschwerdeführer dabei doch nicht 

nachweislich gespielt. Für die Spiele vom 1. und 19. Oktober 2022 für den 

FC F._____ gilt dies jedoch nicht. So war der Beschwerdeführer in beiden 

Spielen gemäss den entsprechenden Matchberichten nicht nur in der je-

weiligen Startaufstellung, sondern hat dabei auch noch ein bzw. zwei Tore 

erzielt (VB 42 S. 1 f.). Anders als einen Einsatz am 12. Juni 2022 bestreitet 

der Beschwerdeführer diese beiden Einsätze denn auch nicht explizit. Er 

bringt in seiner Eingabe vom 12. Juni 2023, wie auch der Co-Trainer in sei-

ner Stellungnahme, lediglich pauschal vor, dass Schiedsrichter in solchen 

Amateurligen teilweise Flüchtigkeitsfehler unterlaufen und den Rapport 

nicht ordnungsgemäss ausfüllen würden. Solches mag durchaus vorkom-

men. Dass dies aber innert zwei Spielen gleich fünf Mal passieren sollte 

(zwei Mal "fälschlicherweise" in der Aufstellung sowie drei Mal "fälschlicher-

weise" als Torschütze vermerkt) ist unwahrscheinlich. Vielmehr ist davon 

auszugehen, dass der Beschwerdeführer im Oktober 2022 aktiv an zwei 

Fussballspielen teilgenommen und dabei drei Tore erzielt hat. Spätestens 

im Oktober 2022 lag somit überwiegend wahrscheinlich (vgl. BGE 144 V 

427 E. 3.2 S. 429) keine auf Kniebeschwerden zurückzuführende Arbeits-

unfähigkeit des Beschwerdeführers mehr vor. Die von Dr. med. D._____ 

weit über diesen Zeitpunkt hinaus attestierte Arbeitsunfähigkeit ist auch aus 

diesem Grund nicht nachvollziehbar. 

 

5.2.6. 

Letztlich gilt anzumerken, dass die Arbeitsunfähigkeitsbeurteilung von 

Dr. med. C._____ zwar durch den Beschwerdeführer als medizinischen 

Laien, nicht jedoch fachärztlich bestritten wird. So führte Dr. med. D._____ 

im erwähnten undatierten Bericht (BB 5) lediglich aus, eine Meniskusläsion 

könne nach Traumaereignis aufgrund einer anhaltenden Schmerzsympto-

matik zu einer länger dauernden Arbeitsunfähigkeit als der von Dr. med. 

C._____ attestierten maximalen zwei Wochen führen. Dass dies im kon-

kreten Fall so sei, wird derweil weder explizit behauptet noch entsprechend 

begründet. 

 

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5.3. 

Nach dem Dargelegten ist festzuhalten, dass die Arbeitsunfähigkeitsbeur-

teilung des behandelnden Arztes Dr. med. D._____ keine auch nur gerin-

gen Zweifel an der Aktenbeurteilung von Dr. med. C._____ vom 20. Feb-

ruar 2023 zu erwecken vermag (vgl. E. 4.2. hiervor). Diese ist damit be-

weiskräftig und die Beschwerdegegnerin durfte sich im Entscheid vom 

14. März 2023 (VB 47) darauf abstützen. Weitere Abklärungen verspre-

chen keine zusätzlichen wesentlichen Erkenntnisse, weshalb darauf in an-

tizipierter Beweiswürdigung (BGE 124 V 90 E. 4b S. 94) zu verzichten ist. 

 

Es ist demnach auf die erwähnte Aktenbeurteilung von Dr. med. 

C._____ vom 20. Februar 2023 abzustellen, wonach das Ereignis vom 

22. Mai 2022 eine volle Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers für (ma-

ximal) zwei Wochen begründete, bevor wieder eine volle Arbeitsfähigkeit 

bestand (vgl. E. 3. hiervor). Die von der Beschwerdegegnerin zugespro-

chenen, darauf gestützten Taggeldleistungen vom 23. Mai 2022 bis zum 

5. Juni 2022 im Rahmen einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit (VB 47 Ziff. 28; 

30; 32 sowie Entscheid Ziff. 3) sind folglich nicht zu beanstanden. 

 

6. 

6.1. 

Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf ein-

zutreten ist. 

 

6.2. 

Das Verfahren ist kostenlos (Art. 61 lit. fbis ATSG). 

 

6.3. 

Dem Beschwerdeführer steht nach dem Ausgang des Verfahrens (Art. 61 

lit. g ATSG) und der Beschwerdegegnerin aufgrund ihrer Stellung als Sozi-

alversicherungsträgerin (BGE 126 V 143 E. 4 S. 149 ff.) kein Anspruch auf 

Parteientschädigung zu. 

 

 
   

Das Versicherungsgericht erkennt: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

 

2. 

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 

3. 

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 
 

 

 

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Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim 

Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung 

mit Art. 90 ff. BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom sieb-

ten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli 

bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar 

(Art. 46 BGG).  

 

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 

Luzern, zuzustellen. 

 

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines 

Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweis-

mittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Hän-

den hat (Art. 42 BGG). 

 

 
   

Aarau, 2. Februar 2024 

 

Versicherungsgericht des Kantons Aargau 

1. Kammer 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: 

 

 

 

Kathriner Siegenthaler