# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e23896fa-77bc-528d-8ac8-0c437ecfc2ca
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2011-08-29
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 29.08.2011 B 2011/102
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2011-102_2011-08-29.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2011/102

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 29.08.2011

Entscheiddatum: 29.08.2011

Urteil Verwaltungsgericht, 29.08.2011
Nachdiplomstudium, Plagiat, Art. 4 Abs. 2 lit. b EMBA-Satzung (sGS 217.54), 
Art. 93 Abs. 1 lit. g des Universitätsstatutes vom 25. Oktober 2010 (sGS 
217.15) resp. Art. 75 lit. f des Universitätsstatutes vom 3. November 1997 
(ausser Kraft). Ein Plagiat liegt nach wissenschaftlichen Standesregeln auch 
dann vor, wenn keine wörtliche Übernahme eines fremden Gedankenguts 
erfolgt, sondern der fremde Text in eigenen Worten oder mittels 
angepassten oder umgestellten Textteilen (sog. Paraphrasierung) 
wiedergegeben wird, unabhängig davon, ob die Übernahme des fremden 
Werkes urheberrechtlich zu beanstanden ist. Auch die Übernahme von 
unternehmensinternen Informationen und Dokumentationen muss mit 
Quellenangabe und bei einer wortwörtlichen Übernahme zusätzlich mit 
Anführungs- und Schlusszeichnen versehen werden, damit der Leser die 
Leistung des Autors erkennen kann. Globalverweisungen wie ein Verzeichnis 
der Gesprächspartner oder ein Sperrvermerk befreien den Verfasser einer 
universitären Projektarbeit nicht von der redlichen und wissenschaftlichen 
Anwendung der herkömmlichen Zitationsregeln. Die Hochschulinteressen, 
die öffentlichen Interessen und das schwere Verschulden können den 
Entzug eines akademischen Titels rechtfertigen. Inwiefern eine 
Wiedererlangung des Titels möglich ist und ob dabei die bisherigen, mit 
Ausnahme der Projektarbeit bestandenen Prüfungen des "Executive MBA 
HSG"-Lehrgangs anerkannt werden, ist nicht Gegenstand des Verfahrens 
vor dem Verwaltungsgericht (Verwaltungsgericht, B 2011/102).

Anwesend: Präsident Prof. Dr. U. Cavelti; Verwaltungsrichter lic. iur. A. Linder, 

Dr. B. Heer, lic. iur. A. Rufener, Dr. S. Bietenharder-Künzle; Gerichtsschreiber lic. iur. M. 

Looser

 

In Sachen

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St.Galler Gerichte

M. A.,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt L. R.,

gegen

 

Universitätsrat der Universität St. Gallen,vertreten durchRegierungsrat Stefan Kölliker, 

Präsident, Davidstrasse 31, 9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

betreffend

 

Teilplagiat/Titelentzug

 

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:

A./ M. A., deutscher Staatsangehöriger, hat vom 12. September 2005 bis zum 27. April 

2007 an der Universität St. Gallen den Studiengang "Executive Master of Business 

Administration (EMBA)" absolviert. Im Rahmen dieses Studiengangs hat er eine 

Projektarbeit mit dem Titel "Das H. Seniorenhaus – ein Geschäftsmodell der Diakonie 

H. (Businessplan)" mit insgesamt 69 Seiten Umfang verfasst und am 10. November 

2006 eingereicht. Die Projektarbeit wurde auf Antrag des Referenten genehmigt und 

gesamthaft mit einem Notenäquivalent von 5.5 (105 von 120 erreich-baren 

Kreditpunkten in der schriftlichen Projektarbeit und 50 von 60 erreichbaren 

Kreditpunkten in der mündlichen Präsentation) bewertet. M. A. wurde am 27. April 2007 

der Titel "Executive MBA HSG" verliehen.

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B./ M. A. arbeitete während der Ausarbeitung seiner Projektarbeit in der Diakonie H. als 

kauf-männischer Geschäftsführer und seit anfangs 2007 als Nachfolger von K. Z. als 

Hauptgeschäfts-führer der Diakonie H. gGmbH. Mit Schreiben vom 7. November 2008 

an den Rektor der Universität St. Gallen machte K. Z. im wesentlichen geltend, dass 

die Projektarbeit von M. A. eine textliche Übereinstimmung im Umfang von fünf Seiten 

mit dem von ihm, K. Z., verfassten Firmenkonzept zur "S. S. GmbH" aufweise. Die 

Projektarbeit von M. A. sei deswegen als Teilplagiat zu qualifizieren und ihm sei der 

Titel "Executive MBA HSG" abzuerkennen. Am 11. Februar 2009 erklärte K. Z. 

gegenüber der Universität St. Gallen eidesstattlich, dass er das fragliche 

Firmenkonzept mit Aus-nahme des Abschnitts über die Bauleistungen "s. c." inhaltlich 

selbständig angefertigt habe und dass M. A. an der Ausarbeitung des Textes in keiner 

Weise beteiligt gewesen sei. Mit Eingabe vom 9. März 2009 an den Senatsausschuss 

der Universität St. Gallen brachte der damalige Rechts-vertreter von M. A., Dr. J. W. in 

S., im wesentlichen vor, dass zwar textliche Übereinstimmungen zwischen der 

Projektarbeit und dem Firmenkonzept "S. S. GmbH" existieren würden, diese Über-

einstimmungen aber von vornherein in der Konzeption der Arbeit angelegt gewesen 

seien. Zudem sei das Firmenkonzept von K. Z. in seiner Eigenschaft als 

Hauptgeschäftsführer der Diakonie in Zusammenarbeit mit mehreren Mitarbeitern, 

darunter auch M. A., entstanden. Im Rahmen weiterer Schriftenwechsel hielten sowohl 

K. Z. wie auch M. A. an ihren Positionen fest.

Mit Verfügung vom 22. September 2009 lehnte der Senatsausschuss der Universität 

St. Gallen die Aberkennung des Titels von M. A. als "Executive MBA HSG" ab, da 

mangels Angabe einer Autorenschaft beim eingereichten Firmenkonzept "S. S. GmbH" 

keine zitationsfähige Quelle vorliege. Zudem sei bei der Ausarbeitung der Projektarbeit 

von M. A. die Geschäftsidee des "H. Seniorenhauses" reflektiert worden, wozu 

konkrete unternehmensinterne Daten und Informationen der Diakonie H. verarbeitet 

worden seien. Letzteres ergebe sich auch aus dem Sperrvermerk und dem Verzeichnis 

der Gesprächspartner. Die in der Projektarbeit verwendeten unternehmens-internen 

Informationen würden nicht den Anschein von privaten Umsetzungsprojekten von M. A. 

erwecken, sondern seien als hausinterne Projekte ausgewiesen. Trotz gewissen 

Unzulänglichkeiten in der Zitationsweise rechtfertige sich im Hinblick auf die 

Gesamtleistung und deren Bewertung aufgrund des Verhältnismässigkeitsprinzips 

keine Titelaberkennung.

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C./ Mit Eingaben vom 10. Oktober 2009 und 2. November 2009 erhob der 

Rechtsvertreter von K. Z. gegen die Verfügung des Senatsausschusses der Universität 

St. Gallen vom 22. September Rekurs beim Universitätsrat der Universität St. Gallen 

mit den Anträgen, die Verfügung des Senatsaus-schusses der Universität St. Gallen 

vom 22. September 2009 sei kosten- und entschädigungs-pflichtig aufzuheben und M. 

A. sei der Titel "Executive MBA HSG" zu entziehen. Dabei wurde zusätzlich 

vorgebracht, dass M. A. neben der bereits vorgebrachten textlichen Übernahme aus 

dem Firmenkonzept der "S. S. GmbH" in seiner Projektarbeit zusätzlich siebzehn 

Seiten der "Konzeption S.-S." wörtlich oder in geringfügig paraphrasierter Form in 

seiner Projektarbeit verwendet habe, ohne diese im ausreichenden Mass zu zitieren.

Mit Eingabe vom 27. November 2009 beantragte der damalige Rechtsvertreter von M. 

A. die kosten- und entschädigungspflichtige Abweisung des Rekurses. Dabei wird im 

wesentlichen geltend gemacht, dass M. A. in der Einleitung zu seiner Arbeit 

verdeutliche, dass keine abstrakte Untersuchung zu einer wissenschaftlichen 

Fragestellung durchgeführt werde, sondern vielmehr eine konkrete unternehmerische 

Aufgabe im Sinne ihrer Machbarkeit erörtert werden solle. Es fehle eine zitationsfähige 

Quelle, da das der Projektarbeit zugrunde gelegte Zahlen- und Datenmaterial von 

mehreren Mitarbeitern der Diakonie H. und von M. A. selber erarbeitet worden sei.

Auf Antrag der Universität St. Gallen vom 11. Dezember 2009 wurde mit Zustimmung 

von M. A. und K. Z. das Verfahren vor dem Universitätsrat der Universität St. Gallen bis 

zum 31. März 2010 sistiert. Am 21. Dezember 2009 reichte K. Z. dem Universitätsrat 

der Universität St. Gallen das Dokument "U. – A." ein, die der Seite 22 der Projektarbeit 

von M. A. entspreche. Auf Antrag der Universität St. Gallen wurde am 29. März 2009 

die Sistierung des Verfahrens bis zum 14. Mai 2010 verlängert. Der Senatsausschuss 

der Universität St. Gallen beantragte in seiner Vernehmlassung vom 29. April 2010 die 

Abweisung des Rekurses. Zur Begründung wurde im wesentlichen vorgebracht, dass 

M. A. nachweislich Textpassagen über mehrere Seiten ohne Quellenangabe 

übernommen habe, sich aber aufgrund der Aktenlage in subjektiver Hinsicht eine 

Täuschungsabsicht von M. A. nicht rechts-genüglich nachweisen lasse. M. A. sei im 

Sinne eines Rechtsirrtums davon ausgegangen, dass unternehmensinterne Daten und 

Informationen im Rahmen eines Businessplans keine zitationswürdigen Quellen 

darstellen würden.

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In der Folge erhielt K. Z. nochmals die Möglichkeit zu einer Stellungnahme. Der 

Rechtsvertreter von K. Z. reichte am 8. Juni 2010 eine Eingabe an den Universitätsrat 

der Universität St. Gallen ein und hielt im wesentlichen fest, dass M. A. aufgrund seiner 

Ausbildung und Berufserfahrungen als Rechts-anwalt von der Redlichkeit der Angabe 

sämtlicher Quellen hätte wissen müssen und somit eine Täuschungsabsicht vorliege. 

Das Einverständnis der Diakonie H. in die wissenschaftliche Thema-tisierung des 

Projekts bedeute keinen Freipass, fremdes Gedankengut nicht auch als solches zu 

kennzeichnen. Gestützt auf die Eingabe von K. Z. reichte der Senatsausschuss der 

Universität St. Gallen am 2. Juli 2010 nochmals eine Vernehmlassung ein und machte 

erneut geltend, dass sich eine Täuschungsabsicht von M. A. nicht rechtsgenüglich 

nachweisen lasse. Am 14. Juli 2010 hielt der damalige Rechtsvertreter von M. A., J. H. 

in S., in der Eingabe an den Universitätsrat der Universität St. Gallen unter anderem 

fest, dass eine eindeutige Zuweisung der Urheberschaft nicht möglich sei, was aber 

Voraussetzung für ein Plagiat sei. Schutzfähig seien nur individuelle Texte in ihrer 

konkreten Ausprägung. Eine Anlehnung an eine dahinter stehende Idee oder einen 

Grund-gedanken sei dagegen grundsätzlich zulässig. Sodann liege die subjektive 

Komponente der Täuschungsabsicht nicht vor, da M. A. einem Rechtsirrtum unterlegen 

sei, wonach er nicht davon ausgegangen sei, dass die Integration der 

unternehmensinternen Daten und Informationen neben dem Hinweis im Rahmen der 

eidesstattlichen Versicherungen ergänzend auch Eingang in die Arbeit selbst hätte 

finden müssen.

Mit Eingabe an den Universitätsrat der Universität St. Gallen vom 16. August 2010 

erklärte sich K. Z. bereit, Lösungsvorschläge der Universität St. Gallen zu prüfen, 

während M. A. mit der Eingabe vom 16. August 2010 einen Vergleich ablehnte, da als 

einzige Massnahme gemäss Universitätsstatut nur der Titelentzug in Frage käme, was 

im konkreten Fall unverhältnismässig wäre.

Der Universitätsrat der Universität St. Gallen trat am 14. März 2011 auf den Rekurs von 

K. Z. mangels Legitimation nicht ein, verfügte aber zugleich aufsichtsrechtlich die 

Aufhebung der Verfügung des Senatsausschusses der Universität St. Gallen vom 

22. September 2008 und entzog M. A. den akademischen Titel "Executive MBA HSG". 

Der Entscheid wurde im wesentlichen damit begründet, dass M. A. in Verschleierungs- 

und Täuschungsabsicht eine plagiatorische Handlung begangen habe, da er ohne 

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Quellenangabe grösstenteils wörtlich Textstellen im Umfang von rund zwanzig Seiten 

seiner 69 Seiten umfassenden Projektarbeit aus anderen Dokumenten entnommen 

habe. Der Entzug des Titels "Executive MBA HSG" erweise sich sodann als 

verhältnismässig, da eine andere Massnahme nicht möglich sei und M. A. mit seinem 

Verhalten den Ruf der Universität St. Gallen potenziell gefährdet und 

Hochschulinteressen wesentlich tangiert habe.

D./ Mit Eingabe vom 4. Mai 2011 erhob der neue Rechtsvertreter von M. A., L. R. in Z., 

Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit den Antrag, die Verfügung des 

Universitätsrates der Universität St. Gallen vom 14. März 2011 sei kosten- und 

entschädigungspflichtig aufzuheben. Zur Begründung wird im wesentlichen 

vorgebracht, dass aufgrund des fehlenden fremden Gedankenguts kein Plagiat 

vorliege. Zudem würden weder das Firmenkonzept "S. S. GmbH" noch die 

"Konzeption S.-S." ein zitationsfähiges Werk darstellen. Selbst bei fehlender 

eindeutiger Ausweisung der direkt oder indirekt eingearbeiteten Quellen würde dem 

Beschwerdeführer die Täuschungsabsicht fehlen und sodann wäre ein Entzug des 

akademischen Titels "Executive MBA HSG" unverhältnismässig. Das 

Bildungsdepartement des Kantons St. Gallen beantragt in seiner Vernehmlassung vom 

8. Juni 2011 die Abweisung der Beschwerde und verweist auf den Entscheid des 

Universitätsrates der Universität St. Gallen vom 14. März 2011.

Auf die weiteren von den Verfahrensbeteiligten vorgebrachten Ausführungen wird, 

soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

 

Darüber wird in Erwägung gezogen:

 

1. (…).

2. Der Beschwerdeführer bestreitet die Feststellung der Vorinstanz nicht, dass er 

konkrete unternehmensinterne Daten und Informationen ohne entsprechende 

Quellenangabe in seine Projektarbeit integriert habe und seine Projektarbeit textliche 

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Übereinstimmungen mit dem Firmenkonzept "S. S. GmbH" und der "Konzeption S.-S." 

aufweise. Er macht indessen geltend, dass das für ein Plagiat erforderliche fremde 

Gedankengut nicht vorliege, da er als Mitautor wesentlich an der Erarbeitung des 

Firmenkonzeptes "S. S. GmbH" und der "Konzeption S.-S." beteiligt war. Zudem 

würden beide internen und nicht zur Publikation bestimmten Gemeinschaftsarbeiten 

kein zitationsfähiges Werk darstellen, da die Texte nicht durch eine Autorenschaft 

gekennzeichnet seien.

2.1. Das Gesetz umschreibt den Begriff des Plagiats nicht (G. Martin, Universitäres 

Disziplinarrecht – unter besonderer Berücksichtigung der Handhabung von Plagiaten, 

in: AJP 2007, S. 482). Als Plagiat wird gemeinhin der "geistige Diebstahl" im Sinn der 

ganzen oder teilweisen Wiedergabe fremden Geistesgutes als eigene Schöpfung 

verstanden (M. Rehbinder, Schweizerisches Urheberrecht, 3. Aufl., Bern 2000, Rz. 120; 

Martin, a.a.O., S. 482; Oftinger, Vom Handwerkszeug des Juristen und von seiner 

Schriftstellerei, 7. Aufl., Zürich 1986, S. 188; GVP 2005 Nr. 94 und GVP 2003 Nr. 100 je 

mit Hinweisen). Textstellen oder Gedanken eines anderen Autors dürfen wörtlich oder 

redaktionell verändert übernommen werden, soweit dies an Ort und Stelle als Zitat 

gekenn-zeichnet wird und die Quelle, d.h. die Fundstelle und – soweit vorhanden – der 

Urheber der Quelle, bezeichnet wird, wobei wortwörtlich übernommene Stellen in 

Anführungs- und Schlusszeichen zu setzen sind (GVP 2005 Nr. 94 mit Hinweis; R. Hilty, 

Urheberrecht Bern 2011, Rz. 231). Ein Zitat bedeutet also nichts anderes als die 

Übernahme fremden Geistesgutes ohne Anmassung der Urheberschaft (Martin, a.a.O., 

S. 483 mit Hinweis). Es dient der Deklaration fremder Erkenntnisse, der Information 

über abweichende Auffassungen anderer Autoren und Gerichtsentscheide, der 

Nennung von Belegstellen sowie dem Hinweis auf weiterführende Informationen. Mit 

dem Zitat soll der Leser somit darüber informiert werden, aus welchen Quellen der 

Autor sein Wissen schöpft, insbesondere, inwieweit er sich auf fremde Darstellungen 

und Ansichten stützt oder eigene Positionen entwickelt (P. Forstmoser/R. Ogorek/H.-U. 

Vogt, Juristisches Arbeiten, 4. Auflage, Zürich/Basel/ Genf 2008, S. 38 und 335; 

Oftinger, a.a.O., S. 185).

Falls fremdes Gedankengut in der eigenen Arbeit nicht als Zitat kenntlich gemacht wird, 

liegt ein Plagiat vor, da der Zitierende damit für den übernommenen Teil die 

Urheberschaft beansprucht. Ein solches Plagiat liegt zudem nach wissenschaftlichen 

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Standesregeln vor, wenn keine wörtliche Übernahme des fremden Gedankenguts 

erfolgt, sondern der fremde Text in eigenen Worten oder mittels angepassten oder 

umgestellten Textteilen (sog. Paraphrasierung) wiedergegeben wird, auch wenn 

urheberrechtlich keine zu beanstandende Übernahme eines fremden Werkes gegeben 

ist (M. Rehbinder/A. Viganò, Urheberrecht, Kommentar, 3. Aufl., Zürich 2008, N 6 zu 

Art. 25; Hilty, a.a.O., Rz. 231; Forstmoser/ Ogorek/Vogt, a.a.O., S. 336 f.; Martin, a.a.O., 

S. 483 und 484). Der wissenschaftliche Verhaltenskodex betrifft sämtliche nicht 

autorisierte Verwendungen fremder Ideen, u.a. auch die Übernahme fremden, bloss 

gesprächsweise geäusserten Gedankenguts, etwa Hinweise auf geplante Projekte oder 

auf noch unveröffentlichte wissenschaftliche Ergebnisse (Forstmoser/Ogorek/Vogt, 

a.a.O., S. 336). Diese wissenschaftlichen Standesregeln gelten auch für universitäre 

Arbeiten, wie dies das Merkblatt "Zitat und Plagiat" der Universität St. Gallen vom 

7. Dezember 2004/10. April 2007 deutlich festhält: "Immer wenn ein fremder Text oder 

anderes fremdes Gedankengut in die eigene Arbeit Aufnahme findet, muss 

unmissverständlich auf die Quelle hingewiesen werden. Dies gilt für wörtliche Zitate, 

aber auch für andere Bezugnahmen". Letzteres sind beispielsweise die 

vorlagengetreue Übernahme eines fremden Aufbaus oder nur sinngemässe 

Wiedergabe eines fremden Textes in eigenen Worten. Die Umstellung eines Satzes 

oder einer Satzfolge oder die Verwendung von Synonyma entbindet nicht davon, die 

Herkunft des Gedankenguts klar und genau offenzulegen (Oftinger, a.a.O., S. 187). 

Deshalb muss stets im Text, z.B. durch indirekte Rede oder durch eine als solche 

erkennbare freie Wiedergabe, und in einer Fussnote kenntlich gemacht werden, woher 

die Information stammt oder wessen Ansicht hier reformuliert wird (Forstmoser/Ogorek/

Vogt, a.a.O., S. 337). Ein Plagiat liegt also mit anderen Worten vor, wenn gegen das 

Prinzip der Überprüfbarkeit verstossen und die Herkunft fremder Formulierungen, 

Gedanken, Thesen oder Argumente nicht offen gelegt wird (N. Ryser/S. Schlegel, 

Juristische Arbeiten erfolgreich schreiben und präsentieren, Zürich/Basel/Genf 2010, 

S. 26). Plagiate werden indessen nur dann verfolgt, wenn sie wesentliche Elemente 

einer wissen-schaftlichen Arbeit ausmachen, und nicht bereits bei fehlender 

Substantiierung einer einzigen Belegstelle für einen geringen übernommenen Teil aus 

fremdem Gedankengut (Martin, a.a.O., S. 484).

2.2. Die Vorinstanz bejahte das Vorliegen eines Plagiats, da der Beschwerdeführer 

grösstenteils wörtlich Textstellen im Umfang von rund zwanzig Seiten seiner 69 Seiten 

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umfassenden Projektarbeit aus Dokumenten entnommen habe, ohne diese 

Informationen und Daten mit entsprechenden Verweisen auf die Quellen zu versehen. 

Unerheblich sei, wer der tatsächliche Urheber der kopierten Dokumente 

(Firmenkonzept zur "S. S. GmbH" und "Konzeption S.-S.") sei, da der Beschwerde-

führer nicht der (alleinige) Urheber davon sei und dementsprechend ihm die 

entsprechende Denkleistung nicht zuzurechnen sei.

2.2.1. Ein Vergleich der Projektarbeit des Beschwerdeführers mit den 

unternehmensinternen Dokumenten, Firmenkonzept "S. S. GmbH" und der 

"Konzeption S.-S.", zeigt eindeutig auf, dass zahlreiche Seiten der Projektarbeit ohne 

eigenen Satz oder eigene Gedanken des Beschwerdeführers auskommen und er 

teilweise wörtlich oder zumindest in paraphrasierter Weise die Inhalte der 

unternehmensinternen Dokumente übernommen hat. So hat er auf den Seiten 62-65 

seiner Projektarbeit nahezu wörtlich einen Grossteil des Inhalts des Firmenkonzepts "S. 

S. GmbH" ohne Quellenangabe übernommen. Weiter beinhalten die Seiten 17-19, 21 

und 23, 23-25 sowie

27-34 zum überwiegenden Teil wörtlich und teilweise in paraphrasierter Form die 

Inhalte der Seiten 5-7, 8 und 11, 12-13 sowie 14-20 der "Konzeption S.-S.". Sodann 

stammen die Abbildungen auf den Seiten 17 und 20 der Projektarbeit eins zu eins aus 

der "Konzeption S.-S." (Seiten 5 und 7). Für die Leserschaft ist die Tatsache der 

grösstenteils wörtlichen Übernahme der unternehmensinternen Dokumente auf 

insgesamt zwanzig Seiten in keiner Weise erkennbar, da nirgends an den 

entsprechenden Stellen ein Zitat vorhanden ist. Auch sind keine Anführungs- und 

Schlusszeichen – wie es sich für wörtliche Übernahmen gehören würde - ersichtlich.

2.2.2. Damit liegt nach allgemein herrschender Auffassung ein Plagiat vor, da der 

Beschwerdeführer fremdes Gedankengut übernommen hat und dies nicht durch 

Setzung eines Zitats an den entsprechenden Stellen mit Angabe der Quelle sowie bei 

wörtlichen Übernahmen zusätzlich durch Anführungs- und Schlusszeichen 

gekennzeichnet hat. Irrelevant ist dabei nach den dargestellten Lehrmeinungen, ob die 

übernommenen Inhalte in einem urheberrechtlich geschützten Werk veröffentlicht 

wurden. Es reicht, wenn der Autor fremdes Gedankengut, auch nur gehörtes, nicht 

zitiert. Damit wird die wissenschaftliche Redlichkeit verletzt. Für die Zitationsfähigkeit 

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der Quelle des fremden Gedankengutes ist es entgegen der Ansicht des 

Beschwerdeführers auch nicht erforderlich, dass eine eindeutig identifizierbare 

Autorenschaft vorliegt. Selbst Art. 25 Abs. 2 des Bundesgesetzes über das 

Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (SR 231.1) verlangt die Angabe der Urheber 

der Quelle nur, soweit auf diese in der Quelle hingewiesen wird. Ein Werk ohne 

Autorenschaft befreit daher nicht von der Zitationspflicht im Sinne der Angabe der 

Fundstelle. Wird dies nicht gemacht, liegt ein Plagiat vor. Der Beschwerdeführer hätte 

in der Fussnote an den entsprechenden Stellen in seiner Projektarbeit auf das 

Firmenkonzept "S. S. GmbH" und die "Konzeption S.-S." hinweisen müssen und 

wörtliche Zitate in Anführungs- und Schlusszeichen setzen müssen, wie es sich für eine 

redliche wissenschaftliche Arbeit gehört, wozu auch ein Businessplan im Rahmen einer 

universitären Projektarbeit zählt. Auch die angebliche Vertraulichkeit der verwendeten 

Dokumente ändert nichts daran, zumal aufgrund des Sperrvermerks in der 

Projektarbeit auch die Fussnoten von der Einsicht der Öffentlichkeit ausgeschlossen 

gewesen wären.

2.2.3. Auch selbst wenn der Beschwerdeführer – wie er vorbringen lässt – Mitautor der 

fraglichen unternehmensinternen Daten und Informationen, die in seine Projektarbeit 

einflossen, gewesen ist, ändert dies am Vorliegen eines Plagiats nichts. Auch 

Selbstplagiate, d.h. die unveränderte Übernahme aus eigenem Werk in einem anderen 

Zusammenhang (Rehbinder/Viganò, a.a.O., N 6 zu Art. 25; Hilty, a.a.O., Rz. 231; Martin, 

a.a.O., S. 484), sind gemäss den wissenschaftlichen Standards nicht unproblematisch. 

Die Frage der Folgen von Selbstplagiaten kann vorliegend offen bleiben, da der 

Beschwerdeführer nicht vorbringt, dass er Mitautor oder gar alleiniger Urheber 

sämtlicher in die Projektarbeit eingeflossenen unternehmensinternen Daten und 

Informationen sei. Es liegen mit anderen Worten fremde (Mit-)Gedanken in der 

Projektarbeit des Beschwerdeführers vor, die nicht den wissenschaftlichen Regeln 

entsprechend als Zitat gekennzeichnet wurden.

In diesem Konnex lässt der Beschwerdeführer weiter vorbringen, dass von ihm im 

Sinne einer Beweislastumkehr nicht verlangt werden könne, dass er darlegen müsse, 

welche Ideen von ihm stammen würden. Für das Vorliegen eines Plagiats liegt nach der 

allgemeinen Regel von Art. 8 des Zivilgesetzbuches (SR 210) die Beweislast bei der 

Vorinstanz resp. beim Senatsausschuss der Universität St. Gallen (vgl. Urteil VB.

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2007.00504 des Verwaltungsgerichts Zürich vom 19. März 2008 E. 3.5). Dieser Beweis 

ist insofern erbracht, als eindeutig dargelegt ist, dass rund zwanzig Seiten der 69 

Seiten umfassenden Projektarbeit des Beschwerdeführers textliche 

Übereinstimmungen mit fremden Dokumenten aufweisen. Der Vorwurf würde allenfalls 

nicht gleich schwer liegen, wenn der Beschwerdeführer der alleinige Autor der 

verwendeten Dokumente wäre. Wie bereits erläutert, liegen dafür keine Indizien vor, 

und der Beschwerdeführer behauptet auch nicht, alleiniger Autor sämtlicher 

verwendeten unternehmensinternen Dokumentationen zu sein. Daher erübrigt sich die 

Frage, ob die angebliche Beweislastumkehr zulasten des Beschwerdeführers 

rechtmässig sei.

2.3. Weiter ist zu berücksichtigen, dass bei der Übernahme von längeren Partien aus 

fremdem Gedankengut, mit oder ohne Zitat, die Darstellung den Charakter einer 

eigenen Arbeit verliert und zur Kopie wird (Oftinger, a.a.O., S. 187). Das Einreichen 

einer teilweise plagiatorischen Abhandlung ist daher auch eine Hintergehung der 

Examinatoren, da fremdes Gedankengut als eigene Leistung ausgegeben wird 

(Oftinger, a.a.O., S. 189).

2.3.1. Der Beschwerdeführer ersparte sich mit der grösstenteils wörtlichen Übernahme 

der unternehmensinternen Daten und Informationen nicht nur Zeit und Arbeit, sondern 

präsentierte sich in einem besseren Licht, indem er fremde Gedankengänge als seine 

eigenen ausgab (vgl. BVGE A-4236/2008 vom 1. April 2009 E. 7.8.3). Dies hatte 

Auswirkungen auf die Benotung seiner Projektarbeit. Gemäss der Beurteilung des 

Referenten seiner Projektarbeit überzeuge vor allem der Tiefgang seiner 

Argumentation. So würden durchgängig sehr detaillierte und sofort umsetzbare 

Ausführungen präsentiert (Tagesabläufe, Raumplanungen, Marketingkonzept, 

Finanzrechnung etc.). Hier stecke viel Detailarbeit drin, die aber auch erforderlich sei, 

um solch ein innovatives Projekt umzusetzen und dann auch zu multiplizieren. Im 

Praxisbezug liege sodann die zentrale Stärke der Arbeit. Der vom Referenten genannte 

Praxisbezug beruht - insbesondere hinsichtlich der Tagesabläufe - auf der fast 

wörtlichen Übernahme der "Konzeption S.-S.". Der Referent ging durch die Betonung 

der detaillierten Ausführungen und der Hervorhebung des Praxisbezugs davon aus, 

dass der Beschwerdeführer die Inhalte in seiner Projektarbeit ohne Quellenangabe 

alleine entwickelt hatte, und nicht, dass rund zwanzig Seiten seiner Projektarbeit auf 

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einer grösstenteils wörtlichen Übernahme aus unternehmensinternen Dokumentationen 

beruhen. So äusserte sich der Referent gemäss der Stellungnahme des Studienleiters 

des EMBA-Studiengangs vom 25. Januar 2010 zuhanden der Vorinstanz dahingehend, 

dass die von Herrn K. Z. markierten Textpassagen, die wörtlich oder in paraphrasierter 

Form in die Projektarbeit übernommen worden seien, "zentrale Punkte" beinhalten 

würden. Der Referent hätte aufgrund der Diskussionen den Eindruck gehabt, dass der 

Beschwerdeführer diese Sache selbst entwickelt habe. Die nicht ausgewiesenen 

eingearbeiteten Quellen hätten für die Arbeit nicht nur hinsichtlich des Umfangs, 

sondern auch betreffend ihrer inhaltlichen Qualität einen hohen Stellenwert gehabt.

Hätte der Referent über die weitgehend wörtliche oder zumindest paraphrasierte 

Übernahme der "Konzeption S.-S." und des Finanzkonzepts "S. S. GmbH" in fast 

einem Drittel der Projektarbeit gewusst, hätte er im Beurteilungsbogen wohl kaum 

festgehalten, dass der Beschwerdeführer einen Business Plan als Kern seiner 

Projektarbeit vorgelegt habe, der in seiner Gesamtform inhaltlich und formal voll 

überzeuge, weil er es sehr gut verstanden habe, innovative Ideen und Konzepte zu 

entwickeln und diese sauber und nachvollziehbar zu begründen. Die Arbeit könne als 

sehr gute Grundlage für die konkrete Umsetzung des Projektes H. Seniorenhaus 

angesehen werden. Es ist daher anzunehmen, dass die Projektarbeit vom Referenten 

anders beurteilt worden wäre, hätte dieser von der Verwendung der intern verwendeten 

Daten und Informationen Kenntnis gehabt.

2.3.2. Es lässt sich deswegen in Übereinstimmung mit der Vorinstanz festhalten, dass 

der Beschwerdeführer durch die weitgehend wörtliche oder zumindest paraphrasierte 

Übernahme von unternehmensinternen Daten und Informationen auf zwanzig Seiten 

seiner Projektarbeit und durch sein Verhalten gegenüber dem Referenten den Eindruck 

erweckt hat, dass er die Inhalte seiner Projektarbeit selbst entwickelt hat, soweit diese 

nicht ausdrücklich mit Quellenangaben versehen worden sind. Damit wurde die 

Benotung mit dem Notenäquivalent 5.5 erschlichen, und der Beschwerdeführer hat die 

Voraussetzungen gemäss Art 4 Abs. 2 lit. b der Satzung für die 

Nachdiplomstudiengänge Executive MBA HSG (sGS 217.54, abgekürzt EMBA-

Satzung) für die Erlangung des Titels "Executive MBA HSG" in unredlicher Weise 

erlangt.

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2.4. Als unbehelflich erweisen sich sodann die weiteren Einwände des 

Beschwerdeführers gegen das Vorliegen eines Plagiats. Aus dem Verzeichnis über die 

Gesprächspartner für die Projekt-arbeit, aus dem Titel seiner Projektarbeit und dem 

Sperrvermerk am Beginn seiner Projektarbeit, wonach die Arbeit aufgrund vertraulicher 

Daten bis Dezember 2016 gesperrt ist und während dieser Zeit nur mit ausdrücklicher 

Genehmigung des Autors zugänglich gemacht werden darf, lässt sich nichts zugunsten 

des Beschwerdeführers ableiten. Zwar wird daraus durchaus ersichtlich, dass der Sinn 

und Zweck der Projektarbeit des Beschwerdeführers ist, den geschäftlichen Ansatz der 

Diakonie H. zu bewerten. Solche "Globalverweisungen" befreien den Beschwerdeführer 

aber nicht von der redlichen und wissenschaftlichen Anwendung der herkömmlichen 

Zitationsregeln. Globalverweise auf längere fremde Textstellen oder auf ganze Werke 

dienen dem Zweck, dass der Autor den Leser auf weiterführende und ergänzende 

Literatur aufmerksam machen will, aber sich in seinen Ausführungen nicht unmittelbar 

auf das Zitierte stützt. Die Globalverweisung kann nie eine weitgehende inhaltliche 

Übernahme eines fremden Textes "legalisieren". Ein globaler Hinweis etwa am Anfang 

der Ausführungen wie vorliegend der Sperrvermerk, der das Ausmass der Übernahme 

aber gerade nicht aufdeckt, sondern eher verschleiert, ist als Vorwurf der 

wissenschaftlichen Unredlichkeit des Verfassers zu betrachten (Forstmoser/Ogorek/

Vogt, a.a.O., S. 340). Auch die Angabe eines herangezogenen fremden Gedankenguts 

an einer in der Nähe befindlichen Stelle der eigenen Ausführungen deckt die 

Übernahme keineswegs, sondern bedeutet eine Verschleierung (Oftinger, a.a.O., 

S. 186).

Durch die Nichtausweisung von wörtlichen oder paraphrasierten Textübernahmen 

erweckt der Beschwerdeführer beim Leser den Eindruck, der Text stamme von ihm 

selbst. Dieser Eindruck wird auch nicht durch die eidesstattliche Erklärung zu Beginn 

der Projektarbeit entkräftet, da aus dieser lediglich folgt, dass der Arbeitgeber des 

Beschwerdeführers mit dem Thema und der Verwendung von unternehmensinternen 

Daten und Informationen einverstanden gewesen ist. Damit ist aber keine Befreiung 

von der Zitationspflicht verbunden, und für den Leser ist es zudem nicht 

nachvollziehbar, welche Texte vom Beschwerdeführer selbst stammen und sein 

Gedankengut darstellen und welche Textstellen aus unternehmensinternen Daten und 

Informationen stammen. Erst die Nennung der Quelle und ihrer Fundstelle hätte es 

ermöglicht, zwischen Fremd- und Eigenleistung zu differenzieren.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/21

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Es lässt sich festhalten, dass es aus der Arbeit des Beschwerdeführers nicht 

nachvollziehbar hervorgeht, welche Gedankenführung von ihm stammt und welche er 

lediglich übernommen hat. Ein Globalverweis in Form der Einverständniserklärung, des 

Sperrvermerks und des Verzeichnisses der Gesprächspartner genügt daher nicht, um 

den Eindruck des Plagiats zu widerlegen. Wörtliche Passagen und in paraphrasierter 

Form wiedergegebene Textstellen müssen in eindeutiger Weise gekennzeichnet 

werden, insbesondere dann, wenn in einem derart grossen Umfang (Mit-)Gedankengut 

anderer Autoren übernommen wird wie im vorliegenden Fall.

2.6. Weiter stellt sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt, dass ihm die 

Täuschungsabsicht fehle, da er davon ausgegangen sei, dass es sich bei 

unternehmensinternen Daten und Informationen um nicht zitationswürdige Quellen 

handle. Die fehlende Täuschungsabsicht manifestiere sich auch in der eidesstattlichen 

Erklärung in seiner Projektarbeit, wonach er seinen Arbeitgeber über Titel, Form und 

Inhalt der Projektarbeit unterrichtet und sein Einverständnis eingeholt habe. Die 

Diakonie H. sei über die Projektarbeit informiert und mit der Verwendung 

unternehmensinterner Daten und Informationen einverstanden gewesen. Zudem seien 

dem durch den Sperrvermerk auf die Diakonie H. beschränkten Leserkreis die 

verwendeten unternehmensinternen Daten und dessen Quellen ohnehin bekannt 

gewesen.

2.6.1. Die Frage, ob das Plagiat stets eine Täuschungsabsicht voraussetze, wird 

unterschiedlich beantwortet. Gemäss dem Merkblatt "Ethik/Plagiat" der 

Schweizerischen Maturitätskommission liegt ein Plagiat dann vor, wenn in einer Arbeit 

fremde Gedanken, Formulierungen etc. nicht gekennzeichnet, sondern als eigene 

Leistung ausgegeben werden. Dabei ist nicht relevant, ob das Plagiat vorsätzlich 

(absichtliche Täuschung) oder unabsichtlich (z.B. Vergessen der Quellenangabe) 

erstellt worden ist (Merkblatt "Ethik/Plagiat" der Schweizerischen 

Maturitätskommission, S. 1, in: www.sbf.admin.ch). Die Disziplinarkommission der 

Universität St. Gallen verlangt in ständiger Praxis für das Vorliegen eines Plagiats, dass 

sich jemand in Täuschungsabsicht als Urheber einer geistigen Arbeit ausgibt, die er 

von einem anderen Autor übernommen hat (Urteile der Disziplinar-kommission vom 

22. Juli 2009, 20. Januar 2009, 17. Dezember 2003 sowie 17. September 2002, in: 

www.unisg.ch). An der Universität Zürich genügt für das Vorliegen eines Plagiats, dass 

http://www.sbf.admin.ch/

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der Verfasser eventualvorsätzlich auf ein fremdes Werk zurückgreift, ohne die Quelle 

anzugeben

(C. Schwarzenegger/W. Wohlers, Plagiatsformen und disziplinarrechtliche 

Konsequenzen, in: unijournal 4/2006, S. 3).

2.6.2. Für das Vorliegen eines Plagiats ist also zumindest die bewusste und unerlaubte 

Verwendung des Gedankengutes eines anderen erforderlich (Oftinger, a.a.O., S. 188). 

Vorliegend ist festzuhalten, dass jemand, bei dem fast ein Drittel seiner Projektarbeit 

aus grösstenteils wörtlichen oder im Wortlaut leicht veränderten Übernahmen von 

unternehmensinternen Daten und Informationen besteht, wissen muss, dass 

diesbezüglich Klarstellungsbedarf besteht. Bei einem solchen seitenlangen Kopieren 

können daher kaum Zweifel hinsichtlich der Täuschungsabsicht mehr bestehen. 

Erschwerend kommt hinzu, dass der Beschwerdeführer aufgrund seiner bisherigen 

Ausbildung als Jurist und seiner beruflichen Tätigkeit als Rechtsanwalt wissen muss, 

dass die wissenschaftliche Redlichkeit die Angabe sämtlicher Quellen einer Arbeit 

erfordert, zumal er in der eidesstattlichen Erklärung ausdrücklich erklärte, dass er die 

Arbeit "ohne fremde Hilfe und ohne Verwendung anderer als der angegebenen 

Hilfsmittel" verfasst hat. Gemäss einem Urteil der Disziplinarkommission der Universität 

St. Gallen kann unter Umständen bereits die unterschriftlich unterzeichnete Erklärung, 

dass keine anderen Hilfsmittel als die (im Literaturverzeichnis) angegebenen verwendet 

worden seien, die Täuschungsabsicht begründen (Urteil der Disziplinar-kommission 

vom 1. Oktober 2002, in: www.unisg.ch). Es ist daher der Vorinstanz zuzustimmen, 

dass ein Rechtsirrtum über die Zitationswürdigkeit der unternehmensinternen Daten 

und Informationen ausgeschlossen ist, da der Beschwerdeführer aufgrund seiner 

universitären Ausbildung und Berufserfahrung bei Unsicherheiten über die 

Zitationswürdigkeit seiner Quellen sich hätte erkundigen resp. bei seinem Betreuer/

Referenten hätte nachfragen können.

2.6.3. Auch die Argumentation des Beschwerdeführers mit der Einverständniserklärung 

des Arbeitgebers und mit dem Sperrvermerk schlägt fehl. Aus der 

Einverständniserklärung lässt sich nicht ableiten, dass die Diakonie H. mit der 

Übernahme unternehmensinterner Daten und Information ohne Quellenangabe 

einverstanden gewesen ist. Das Gleiche gilt auch für den Sperrvermerk. Zudem ergibt 

http://www.unisg.ch/

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sich aus beiden nicht, in welchem Umfang unternehmensinterne Dokumentationen und 

Informationen übernommen worden sind. Der durch den Sperrvermerk beschränkte 

Leserkreis bedeutet nicht, dass auf die Zitate der Herkunftsquellen der inhaltlichen 

Gehalte der Projektarbeit verzichtet werden darf.

2.6.4. Zudem erweckte der Beschwerdeführer durch das Weglassen der 

Quellenangabe beim Referenten und weiteren Lesern den Eindruck, dass die fraglichen 

Stellen in seiner Projektarbeit von ihm stammen würden. Eine seriöse Prüfung der 

Projektarbeit ist nur möglich, wenn der Referent Fremd- von Eigenleistungen 

unterscheiden kann (vgl. Urteil der Disziplinarkommission der Universität St. Gallen 

vom 22. Juli 2009, in: www.unisg.ch). Das ist vorliegend nicht der Fall, da die rund 

zwanzig überwiegend wörtlich übernommenen Seiten den Eindruck erwecken, sie 

seien Eigenleistungen des Beschwerdeführers. Deshalb hat der Beschwerdeführer 

schuldhaft gehandelt, indem er sich mit fremder Denkarbeit schmückte und versuchte 

dadurch eine gute Benotung resp. zumindest die Annahme seiner Projektarbeit zu 

erlangen. Eine Täuschungsabsicht liegt daher eindeutig vor. Die Vorinstanz bejahte 

daher zu Recht das Vorliegen eines wesentlichen Plagiats.

3. Sodann lässt der Beschwerdeführer vorbringen, dass der Entzug seines 

akademischen Titels "Executive MBA HSG" unverhältnismässig wäre. Der 

Beschwerdeführer habe zur Erlangung des Titels "Executive MBA HSG" sechzehn 

themenspezifische Prüfungen mit einem insgesamt überdurchschnittlichen 

Prüfungserfolg abgelegt, die 75 Prozent des zu erbringenden Leistungs-nachweises 

abdecken würden, und die restlichen 25 Prozent seien die Projektarbeit, wobei bei 

dieser die Vorwürfe des Plagiats umfangmässig einen relativ geringen Teil der 

insgesamt 69 Seiten langen Projektarbeit betreffen würden. Das private Interesse des 

Beschwerdeführers wiege daher schwerer als ein allfälliges öffentliches Interesse am 

Titelentzug zur Wahrung der wissenschaftlichen Integrität und Wahrhaftigkeit der 

akademischen Forschung.

3.1. Vorweg ist eine Bemerkung zur gesetzlichen Grundlage für den Titelentzug beim 

Beschwerdeführer angebracht. Am 1. Januar 2011 trat das Universitätsstatut vom 

25. Oktober 2010 (sGS 217.15, abgekürzt US) in Kraft, das für den zu beurteilenden 

Sachverhalt keine Übergangs-bestimmung enthält und keine echte Rückwirkung 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/21

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vorsieht. Zwecks des Schutzes des Vertrauens auf die Weitergeltung des bisherigen 

Rechts und der Rechtssicherheit wird das im Zeitpunkt der Einleitung des Verfahrens 

geltende Recht angewendet (U. Häfelin/G. Müller/F. Uhlmann, Allgemeines 

Verwaltungsrecht, 6. Aufl., Zürich/St. Gallen 2010, Rz. 325). Die Rechtmässigkeit der 

Anordnung beurteilt sich also nach der Rechtslage am Tage des Erlasses des 

Verwaltungsaktes, soweit nicht Vorschriften um der öffentlichen Ordnung willen oder 

zur Durchsetzung erheblicher öffentlicher Interessen die Anwendung des neuen Rechts 

verlangen (P. Tschannen/U. Zimmerli, Allgemeines Verwaltungsrecht, 2. Aufl., Bern 

2005, § 24 Rz. 21). Daher findet auf das vorliegende Verfahren das am 1. Januar 2011 

ausser Kraft getretene Universitätsstatut vom 3. November 1997 (abgekürzt aUS) 

Anwendung. Festzuhalten bleibt im übrigen, dass Art. 93 Abs. 1 lit. g US eine fast 

wörtlich identische Regelung über die Entziehung akademischer Grade wie Art. 75 lit. f 

aUS enthält. Nach beiden Normen entscheidet der Senatsausschuss über die 

Entziehung akademischer Grade. Beide Normen stützen sich dabei auf die gesetzliche 

Grundlage in Art. 15 des Gesetzes über die Universität St. Gallen (sGS 217.11).

3.2. Es fragt sich, ob der Beschwerdeführer überhaupt je rechtsgültig den Titel 

"Exekutive MBA HSG" erworben hat, da er die Voraussetzungen für den Erwerb des 

Titels gemäss Art. 4 Abs. 2 lit. b EMBA-Satzung nicht erfüllt hatte, sondern die 

Annahme seiner Projektarbeit unredlich erwirkt war, indem er fremde Leistungen als 

seine eigenen präsentierte. Aus diesem Grund war der Erwerb des Titels "Exekutive 

MBA HSG" nie rechtskonform, sondern rechtswidrig. Daher könnte argumentiert 

werden, dass der Beschwerdeführer den Titel "Executive MBA HSG" nie rechtsgültig 

erworben hat und dementsprechend die Verleihung dieses Titels nichtig war. Diese 

Frage kann im vorliegenden Fall offen bleiben, da sich der Titelentzug auch als 

verhältnismässig erweist.

3.3. Eine Massnahme ist verhältnismässig, wenn sie zur Verwirklichung des im 

öffentlichen Interesse liegenden Ziels geeignet und notwendig ist. Zudem muss der 

angestrebte Zweck in einem vernünftigen Verhältnis zu den Belastungen stehen, die 

dem Privaten auferlegt werden (Häfelin/Müller/Uhlmann, a.a.O., Rz. 581).

3.3.1. Durch das Plagiat hat der Beschwerdeführer die Annahme seiner Projektarbeit 

unredlich erwirkt. Als einzige geeignete und erforderliche Sanktion kommt die 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/21

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nachträgliche Nichtannahme der Projektarbeit in Betracht. Dies hat zur Folge, dass die 

Voraussetzungen für den Titel "Executive MBA HSG" gemäss Art. 4 der EMBA-Satzung 

nicht mehr erfüllt sind und dementsprechend sah der Gesetzgeber in Art. 75 lit. f aUS 

als Sanktionsmöglichkeit lediglich den Titelentzug vor. Eine alleinige nachträgliche 

Ablehnung der Projektarbeit ist daher nicht möglich, da der Beschwerdeführer schon 

den Titel "Executive MBA HSG" verliehen bekam. Eine andere Massnahme fällt somit 

nicht nur mangels gesetzlicher Grundlage ausser Betracht, sondern einzig der 

Titelentzug erweist sich bei nachträglichem Nichtvorliegen der Voraussetzungen für die 

Erlangung des Titels als sachgerecht.

3.3.2. Es fragt sich indessen, ob der Titelentzug auch vor der Prüfung der Zweck-

Mittel-Relation resp. der Verhältnismässigkeit im engeren Sinne standhält. Eine 

Verwaltungsmassnahme ist nur gerechtfertigt, wenn sie ein vernünftiges Verhältnis 

zwischen dem angestrebten Ziel und dem Eingriff, den sie für den betroffenen Privaten 

bewirkt, wahrt. Es ist daher eine wertende Abwägung zwischen öffentlichen Interessen 

an der Massnahme und den betroffenen privaten Interessen vorzunehmen (Häfelin/

Müller/Uhlmann, a.a.O., Rz. 614).

Durch ein Plagiat werden sowohl Interessen der Universität wie auch öffentliche 

Interessen gefährdet. Die Interessen der Universität sind insoweit betroffen, als die 

Einreichung eines Plagiats einen Versuch darstellt, die Zulassung zum Abschluss als 

"Executive MBA HSG" mit unerlaubten Mitteln zu erlangen. Weiter werden die 

Hochschulinteressen durch die Verursachung eines erheblichen Mehraufwands zur 

Abklärung des Plagiats sowie durch die mögliche Rufschädigung der Universität 

tangiert. Die Interessen der Öffentlichkeit sind insofern berührt, als ein Plagiat – sofern 

es unentdeckt bleibt – mittelbar den Erwerb eines akademischen Titels ermöglicht, der 

auf diese Weise nicht hätte erlangt werden dürfen (Martin, a.a.O., S. 481; BVGE 

A-4236/2008 vom 1. April 2009 E. 6.4). Zudem geht es um den Schutz der redlichen 

Studierenden, die sich an die Regeln korrekten wissenschaftlichen Arbeitens halten 

(Urteil der Disziplinarkommission der Universität St. Gallen vom 22. Juli 2009, in: 

www.unisg.ch).

Der Entzug des Titels trägt zwar den Hochschulinteressen Rechnung, aber zu prüfen 

bleibt, ob sich der Titelentzug unter Berücksichtigung sämtlicher tangierten privaten 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/21

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und öffentlichen Interessen als verhältnismässig erweist. Das private Interesse des 

Beschwerdeführers, den Titel "Executive MBA HSG" zu behalten, ist offensichtlich. 

Dabei ist aber zu berücksichtigen, dass das Verschulden des Beschwerdeführers am 

Plagiat nicht leicht einzustufen ist, da er fast einen Drittel seiner Projektarbeit ohne 

Quellenangabe aus anderen Texten übernommen hat. Zusätzlich fällt negativ ins 

Gewicht, dass es sich beim Beschwerdeführer um einen Rechtsanwalt in einem 

Nachdiplomstudiengang handelt, der aufgrund seiner universitären Ausbildung und 

beruflichen Erfahrung wissen muss, dass die Redlichkeit die Angabe sämtlicher 

Quellen – seien diese nun primär oder sekundär - in einer schriftlichen Arbeit verlangt. 

Zudem hat er entgegen seiner eidesstattlichen Erklärung seine Projektarbeit in 

wesentlichen Teilen plagiatorisch verfasst, um dadurch in den Besitz des Titels 

"Executive MBA HSG" zu gelangen. Daher ist von einem schweren Verschulden des 

Beschwerdeführers auszugehen.

3.3.3. Der Titelentzug schliesst sodann nicht aus, dass die bisherigen 

Prüfungsleistungen des Beschwerdeführers mit Ausnahme seiner Projektarbeit nach 

wie vor anerkannt werden und ihm die Möglichkeit zur Wiederholung der Projektarbeit 

und damit zur Wiedererlangung des Titels "Executive MBA HSG" eingeräumt wird. 

Inwieweit dies möglich ist und welche bereits redlich erworbenen Credits ihm mit 

Ausnahme der Projektarbeit dabei anerkannt werden, ist nicht Gegenstand des 

vorliegenden Verfahrens, sondern hat die Leitung des Studiengangs "Executive MBA 

HSG" zu entscheiden (vgl. Martin, a.a.O., S. 480). Nach der Titelverleihung fällt daher – 

auch wenn dies in Anbetracht des Gewichts der Projektarbeit zum gesamten 

Leistungsausweis im Rahmen des "Executive MBA HSG"-Studiengangs aus Sicht des 

Beschwerdeführers als unbefriedigend erscheinen mag – nur der Titelentzug in 

Betracht. Dies erweist sich angesichts der tangierten Hochschulinteressen und 

öffentlichen Interessen sowie des schweren Verschuldens des Beschwerdeführers als 

verhältnis- und damit rechtmässig.

4. Zusammengefasst ergibt sich, dass der Beschwerdeführer durch die teilweise 

wörtliche und teilweise in paraphrasierter Form vorgenommene Übernahme von 

unternehmensinternen Daten und Informationen, ohne dabei an den entsprechenden 

Stellen auf die unternehmensinternen Quellen hinzuweisen, auf mindestens zwanzig 

seiner 69 Seiten umfassenden Projektarbeit in Täuschungsabsicht gegen die 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/21

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Grundsätze des redlichen wissenschaftlichen Arbeitens verstossen hat, da er für den 

Leser nicht erkennbar fremde (Mit-)Gedankengänge als seine (alleinigen) ausgab und 

sich dadurch die Leistungen anderer zurechnen liess. Damit hat der Beschwerdeführer 

das ihm als Akademiker entgegengebrachte Vertrauen verletzt. Der Entzug des Titels 

"Executive MBA HSG" erweist sich dabei als einzige Massnahme als sachgerecht und 

verhältnismässig. Inwiefern dem Beschwerdeführer die Wiedererlangung seines Titels 

ermöglicht wird und ihm dabei die bestandenen Prüfungen des "Executive MBA HSG"-

Lehrgangs anerkannt werden, hat die Leitung des Studiengangs "Executive MBA HSG" 

zu entscheiden.

5. (…).

 

Demnach hat das Verwaltungsgericht

 

zu Recht erkannt:

1./ Die Beschwerde wird abgewiesen.

2./ Der Beschwerdeführer hat die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von 

Fr. 4'000.-- unter Verrechnung des geleisteten Kostenvorschusses in gleicher Höhe zu 

bezahlen.

3./ Ausseramtliche Kosten werden nicht entschädigt.

 

V.          R.           W.

 

Der Präsident:                   Der Gerichtsschreiber:

 

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Versand dieses Entscheides an:

-   den Beschwerdeführer (durch Rechtsanwalt lic.iur. L. R.)

-   die Vorinstanz

-   Senatsausschuss der Universität St. Gallen

 

am:

 

Rechtsmittelbelehrung:

Sofern eine Rechtsverletzung nach Art. 95 ff. BGG geltend gemacht wird, kann gegen 

diesen Entscheid gestützt auf Art. 82 lit. a BGG innert 30 Tagen nach Eröffnung beim 

Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde erhoben werden.

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	Urteil Verwaltungsgericht, 29.08.2011
	Nachdiplomstudium, Plagiat, Art. 4 Abs. 2 lit. b EMBA-Satzung (sGS 217.54), Art. 93 Abs. 1 lit. g des Universitätsstatutes vom 25. Oktober 2010 (sGS 217.15) resp. Art. 75 lit. f des Universitätsstatutes vom 3. November 1997 (ausser Kraft). Ein Plagiat liegt nach wissenschaftlichen Standesregeln auch dann vor, wenn keine wörtliche Übernahme eines fremden Gedankenguts erfolgt, sondern der fremde Text in eigenen Worten oder mittels angepassten oder umgestellten Textteilen (sog. Paraphrasierung) wiedergegeben wird, unabhängig davon, ob die Übernahme des fremden Werkes urheberrechtlich zu beanstanden ist. Auch die Übernahme von unternehmensinternen Informationen und Dokumentationen muss mit Quellenangabe und bei einer wortwörtlichen Übernahme zusätzlich mit Anführungs- und Schlusszeichnen versehen werden, damit der Leser die Leistung des Autors erkennen kann. Globalverweisungen wie ein Verzeichnis der Gesprächspartner oder ein Sperrvermerk befreien den Verfasser einer universitären Projektarbeit nicht von der redlichen und wissenschaftlichen Anwendung der herkömmlichen Zitationsregeln. Die Hochschulinteressen, die öffentlichen Interessen und das schwere Verschulden können den Entzug eines akademischen Titels rechtfertigen. Inwiefern eine Wiedererlangung des Titels möglich ist und ob dabei die bisherigen, mit Ausnahme der Projektarbeit bestandenen Prüfungen des "Executive MBA HSG"-Lehrgangs anerkannt werden, ist nicht Gegenstand des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht (Verwaltungsgericht, B 2011/102).

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		2025-07-19T12:21:41+0200
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