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**Case Identifier:** f7d0153c-240e-5278-81c9-78c1ef9db375
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-05
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 05.11.2025 PS250319
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PS250319_2025-11-05.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer 

Geschäfts-Nr.: PS250319-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. A. Strähl und Ersatzrichterin Dr. C. Schoder 

sowie Gerichtsschreiber MLaw S. Widmer

Urteil vom 5. November 2025

in Sachen

A._____ GmbH,
Schuldnerin und Beschwerdeführerin

vertreten durch Rechtsanwältin MLaw X._____

gegen

B._____ Ausgleichskasse, 
Gläubigerin und Beschwerdegegnerin

betreffend Konkurseröffnung

Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichtes in Konkurssachen des 
Bezirksgerichtes Winterthur vom 1. Oktober 2025 (EK250616)

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Erwägungen:

1.

1.1. Die Schuldnerin und Beschwerdeführerin (fortan: Schuldnerin) ist seit dem 

tt.mm 2001 als Gesellschaft mit beschränkter Haftung im Handelsregister des 

Kantons Zürich eingetragen. Sie bezweckt …(act. 6).

1.2. Am 11. Juli 2025 stellte die Gläubigerin und Beschwerdegegnerin (nachfol-

gend: Gläubigerin) beim Bezirksgericht Winterthur ein Begehren um Eröffnung 

des Konkurses über die Schuldnerin (act. 8/1). Nach Durchführung des Verfah-

rens hiess das Einzelgericht in Konkurssachen des Bezirksgerichts Winterthur 

(nachfolgend: Vorinstanz) das Konkursbegehren mit Urteil vom 1. Oktober 2025 

gut. Die Vorinstanz eröffnete mit Wirkung ab 14:30 Uhr den Konkurs über die 

Schuldnerin für eine Forderung der Gläubigerin einschliesslich Zinsen und Betrei-

bungskosten von insgesamt Fr. 3'045.55. Die Entscheidgebühr setzte die Vorin-

stanz auf Fr. 300.– fest, auferlegte sie der Schuldnerin und bezog sie aus dem 

von der Gläubigerin geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 1'800.–. Den Rest des 

Vorschusses überwies die Vorinstanz dem mit dem Vollzug des Konkurses beauf-

tragten Konkursamt Winterthur-Altstadt (act. 3 = act. 7 [Aktenexemplar] = 

act. 8/6). Im Rubrum des Entscheids führte die Vorinstanz versehentlich die 

B._____ Pensionskasse statt der antragstellenden B._____ Ausgleichskasse als 

Gläubigerin auf (vgl. act. 7 S. 1; act. 8/1; act. 8/2/1-2; anders noch in der Anzeige 

der Konkursverhandlung act. 8/3).

1.3. Gegen den Entscheid der Vorinstanz vom 1. Oktober 2025 erhob die 

Schuldnerin am 7. Oktober 2025 (Datum Poststempel) Beschwerde beim Oberge-

richt des Kantons Zürich. Sie beantragt sinngemäss die Aufhebung des angefoch-

tenen Entscheides und die Abweisung des Konkursbegehrens der Gläubigerin. In 

prozessualer Hinsicht ersucht sie um Gewährung der aufschiebenden Wirkung 

(act. 2). Bereits zuvor, d.h. am 3. Oktober 2025, leistete sie bei der Obergerichts-

kasse den Kostenvorschuss für das Beschwerdeverfahren von praxisgemäss 

Fr. 750.– (act. 9).

1.4. Die Kammer zog die erstinstanzlichen Akten (act. 8/1-9) bei.

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1.5. Mit Verfügung vom 8. Oktober 2025 erkannte die Kammer der Beschwerde 

einstweilen die aufschiebende Wirkung zu (act. 10). Gleichzeitig wies die Kammer 

die Schuldnerin darauf hin, dass sie ihre Beschwerde bis zum Ablauf der Be-

schwerdefrist noch ergänzen könne (act. 10 E. 2.3).

1.6. Mit Eingabe vom 10. Oktober 2025 ergänzte die Schuldnerin ihre Be-

schwerde (act. 12). 

1.7. Auf die Einholung einer Beschwerdeantwort ist aufgrund vollständiger Be-

friedigung der Gläubigerin (vgl. E. 3.7 und 4.4) praxisgemäss zu verzichten. Das 

Verfahren ist spruchreif. 

2. Der erstinstanzliche Entscheid über die Konkurseröffnung kann innert zehn 

Tagen nach Zustellung mit Beschwerde nach der ZPO angefochten werden 

(Art. 174 Abs. 1 SchKG; BSK SchKG I-GIROUD/THEUS SIMONI, 3. Aufl. 2021, 

Art. 174 N 11). Der angefochtene Entscheid wurde der Schuldnerin am 2. Okto-

ber 2025 zugestellt (act. 8/7). Die zehntägige Beschwerdefrist begann am 3. Ok-

tober 2025 zu laufen und endete am 13. Oktober 2025 (Art. 142 Abs. 1 und 3 

ZPO). Sowohl die Beschwerde vom 7. Oktober 2025 als auch die Ergänzung vom 

10. Oktober 2025 erfolgten somit rechtzeitig. Die Schuldnerin ist zur Beschwerde 

legitimiert. Sie hat den Kostenvorschuss für das Beschwerdeverfahren fristgerecht 

geleistet (E. 1.3). Dem Eintreten auf die Beschwerde steht nichts entgegen.

3.

3.1. Gemäss Art. 174 Abs. 2 SchKG kann die Rechtsmittelinstanz die Konkurser-

öffnung aufheben, wenn die Schuldnerin ihre Zahlungsfähigkeit glaubhaft macht 

und durch Urkunden beweist, dass inzwischen die Schuld einschliesslich Zinsen 

und Kosten getilgt ist (Tilgung), der geschuldete Betrag beim oberen Gericht zu-

handen der Gläubigerin hinterlegt ist (Hinterlegung) oder die Gläubigerin auf die 

Durchführung des Konkurses verzichtet hat. Zu den "Kosten" gehören auch die 

von der Gläubigerin vorgeschossenen Kosten des erstinstanzlichen Konkursge-

richtes und des Konkursamtes (BGer 5A_829/2014 vom 9. Februar 2015 E. 3.3; 

BGer 5A_435/2013 vom 10. Juli 2013 E. 2.1; BGer 5A_409/2013 vom 8. Juli 2013 

E. 2; BGE 133 III 687 E. 2.3). Daneben kann sich die Schuldnerin innerhalb der 

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Beschwerdefrist auch auf ein nach Art. 174 Abs. 1 SchKG inhaltlich uneinge-

schränkt zulässiges unechtes Novum stützen. Insbesondere kann sie die vor der 

Konkurseröffnung erfolgte Tilgung der Konkursforderung einwenden, bei deren 

Kenntnis das erstinstanzliche Gericht den Konkurs gar nicht erst eröffnet hätte 

(Art. 172 Ziff. 3 SchKG). Gelingt ihr der Nachweis, dass sie die Konkursforderung 

einschliesslich Kosten und Zinsen, wozu auch die Sicherstellung der erstinstanzli-

chen Gerichtskosten gehört, vollständig vor der Konkurseröffnung getilgt hat, 

braucht sie ihre Zahlungsfähigkeit nicht glaubhaft zu machen. Die Kammer ver-

zichtet in ihrer bisherigen Praxis auch dann auf eine Prüfung der Zahlungsfähig-

keit, wenn die Schuldnerin die Kosten des erstinstanzlichen Konkursgerichtes und 

des Konkursamtes erst nach der Konkurseröffnung, aber innerhalb der Rechtsmit-

telfrist sicherstellt (ZR 110 [2011] Nr. 79; statt Vieler: OGer ZH PS250037 vom 

7. Februar 2025 E. 3.3). Es ist allerdings darauf hinzuweisen, dass sich das Bun-

desgericht im zur Publikation vorgesehenen Entscheid 5A_375/2025 vom 11. Au-

gust 2025 (E. 3.4) der Auffassung angeschlossen hat, es müssten auch die Kos-

ten des Konkursgerichtes bereits sichergestellt sein, damit von der Prüfung der 

Zahlungsfähigkeit abgesehen werden könne. Die bisherige Praxis der Kammer 

wird entsprechend anzupassen sein. Der Vertrauensschutz in die langjährige Pra-

xis der Kammer kann längstens bis zur amtlichen Publikation des erwähnten Bun-

desgerichtsentscheids zum Tragen kommen. Ab der amtlichen Publikation wird 

von allen Parteien vorausgesetzt, dass sie die höchstrichterliche Rechtsprechung 

kennen.

3.2. Die Schuldnerin macht geltend, sie habe die Konkursforderung einschliess-

lich Kosten und Zinsen und einschliesslich der Kosten des erstinstanzlichen Kon-

kursgerichts am 1. Oktober 2025 um 11:02 Uhr an einem Postschalter zuhanden 

der Vorinstanz einbezahlt. Damit habe sie die Konkursforderung vor der Konkurs-

eröffnung getilgt, was als Grund für die Abweisung des Konkursbegehrens i.S.v. 

Art. 172 SchKG gelten müsse (act. 2 Rz. 7 f. und 13 ff.). 

3.3. Die Vorinstanz bezifferte die Konkursforderung der Gläubigerin einschliess-

lich Zinsen und Betreibungskosten in der Anzeige der Konkursverhandlung mit 

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Fr. 3'045.55 und die Kosten des Konkursgerichts mit Fr. 200.– (act. 8/3). Gemäss 

Zahlungsbefehl und Konkursandrohung besteht die von der Gläubigerin in Betrei-

bung gesetzte Forderung aus Fr. 3'827.60 zuzüglich 5% Zins seit 5. März 2025 

und Fr. 1'416.40 ohne Zins (act. 8/2/1 und 8/2/2). Die Betreibungskosten belaufen 

sich gemäss Konkursandrohung auf Fr. 148.– (act. 8/2/2). Die Gläubigerin gab im 

Konkursbegehren sodann an, dass die Schuldnerin am 21. Mai 2025 beim Betrei-

bungsamt eine Teilzahlung von Fr. 2'413.85 geleistet hatte (act. 8/1). Nach der 

Berechnung der Kammer beträgt die Konkursforderung einschliesslich Zinsen und 

Kosten sowie abzüglich der Teilzahlung somit Fr. 3'045.–. Die Schuldnerin zahlte 

am 1. Oktober 2025 am Postschalter Fr. 3'245.55 auf das Konto der Vorinstanz 

ein (act. 4/6). Der bezahlte Betrag übersteigt die Konkursforderung und die vorzu-

schiessenden erstinstanzlichen Gerichtskosten von Fr. 200.–. Es stellt sich jedoch 

die Frage, ob die Zahlung der Konkursforderung bei der Vorinstanz als Tilgung 

i.S.v. Art. 172 Ziff. 3 SchKG zu qualifizieren ist und falls ja, in welchem Zeitpunkt 

in einem solchen Fall die Erfüllungswirkung eintritt.

3.4.

3.4.1. Tilgung im Sinn von Art. 172 Ziff. 3 SchKG und Art. 174 Abs. 2 Ziff. 1 

SchKG bedeutet Zahlung bzw. Erfüllung nach den Vorschriften des Obligationen-

rechts (BSK SchKG II-GIROUD/THEUS SIMONI, 3. Aufl. 2021, Art. 172 N 12; KUKU 

SchKG-DIGGELMANN/ENGLER, 3. Aufl. 2025, Art. 172 N 3). An wen der Schuldner 

zu leisten hat (Leistungsempfänger), thematisiert das Obligationenrecht nicht in 

allgemeiner Weise. Aus dem Inhalt der Leistungspflicht ergibt sich aber regelmäs-

sig, dass der Schuldner an den Gläubiger zu leisten hat (BSK OR I-SCHROETER, 

7. Aufl. 2020, Art. 68 N 32). Leistet er einem Dritten, so hat er grundsätzlich nicht 

erfüllt. Gemäss Art. 74 Abs. 2 Ziff. 1 OR sind Geldschulden mangels anderer Ver-

einbarung Bringschulden. Im Geschäftsverkehr wird die Schuldnerin bei Geld-

schulden häufig ermächtigt, nicht aber verpflichtet, die Leistung an einen Dritten 

zu erbringen. Dieser Dritte ist in der Regel eine Bank, weshalb man auch von 

"Zahlstelle" spricht (GAUCH/SCHLUEP/EMMENEGGER, OR AT II, 11. Aufl. 2020, 

2072; ZK-SCHRANER, 3. Aufl. 2000, Art. 68 N 95 ff.). 

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3.4.2. Art. 12 Abs. 1 SchKG sieht weiter vor, dass auch das Betreibungsamt Zah-

lungen für Rechnung des betreibenden Gläubigers entgegennimmt. Bei in Betrei-

bung gesetzten Forderungen bestimmt somit das Gesetz das zuständige Betrei-

bungsamt als Zahlstelle und seinen Sitz als alternativen Erfüllungsort (BSK 

SchKG I-EMMEL, 3. Aufl. 2021, Art. 12 N 1). Für das Konkursgericht sieht das Ge-

setz keine analoge Regelung vor. Das Obergericht des Kantons Zürich erachtete 

es in einem publizierten Entscheid vom 22. Juni 2001 aber als überspitzt formalis-

tisch, dass das erstinstanzliche Konkursgericht sich geweigert hatte, die von der 

Schuldnerin am Verhandlungstermin offerierte Barzahlung der Konkursforderung 

entgegenzunehmen. Das Obergericht sprach sich ausdrücklich dafür aus, dass 

die Tilgung einer Konkursforderung im Sinn von Art. 172 Ziff. 3 SchKG auch beim 

Konkursgericht erfolgen könne (ZR 2002 Nr. 17 E. 3.d; in diese Richtung auch 

BGE 90 II 108 E. 5). Diese Auffassung wird auch von einem Teil der Literatur ver-

treten (BSK SchKG II-GIROUD/THEUS SIMONI, 3. Aufl. 2021, Art. 172 N 18; KUKO 

SchKG-DIGGELMANN/ENGLER, Art. 172 N 3; OFK SchKG-KREN KOSTKIEWICZ, 

20. Aufl. 2020, Art. 12 N 10; a.A. SK SchKG-TALBOT, 4. Aufl. 2017, Art. 172 N 12). 

Sie geht davon aus, dass bei einer Zahlung an das Konkursgericht eine öffentlich-

rechtliche Forderung der Gläubigerin auf Ablieferung des entgegengenommenen 

Geldes entsteht (ZR 2002 Nr. 17 E. 3.d). Zudem trägt sie dem Umstand Rech-

nung, dass es insbesondere bei juristischen Laien mit Blick auf die ebenfalls si-

cherzustellenden Kosten des Konkursgerichtes zu Konfusion darüber kommen 

kann, welchen Betrag sie wo zu bezahlen haben. Die Tilgung durch Zahlung beim 

Konkursgericht bildet indes die Ausnahme. Sofern noch genügend Zeit verbleibt, 

ist die zahlungswillige Schuldnerin vom Konkursgericht an die Gläubigerin oder 

das Betreibungsamt zu verweisen. Insbesondere dürfen Zahlungen an das Kon-

kursgericht nicht dazu dienen, die Inkassogebühren des Betreibungsamtes zu 

umgehen (vgl. Art. 19 Abs. 1 GebV SchKG). 

3.4.3. Im vorliegenden Fall deutet nichts auf eine entsprechende Umgehungsab-

sicht hin. Die Schuldnerin macht geltend, ihr Geschäftsführer sei der deutschen 

Sprache nur beschränkt mächtig und kenne sich in konkursrechtlichen Angele-

genheiten nicht aus (act. 2 Rz. 21). Die Vorinstanz konnte die Schuldnerin auch 

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nicht mehr rechtzeitig an das Betreibungsamt oder die Gläubigerin verweisen, da 

die Bareinzahlung am Postschalter erfolgt war und der Betrag erst am Tag nach 

der Konkurseröffnung dem Konto der Vorinstanz gutgeschrieben wurde (vgl. 

act. 8/8). Unter diesen Umständen ist die Tilgung der Konkursforderung beim 

Konkursgericht als zulässig zu erachten.

3.5.

3.5.1. Somit ist weiter zu prüfen, in welchem Zeitpunkt die Forderung bei einer 

Zahlung an das Konkursgericht als getilgt gilt. Relevant ist vorliegend, ob es für 

die Erfüllungswirkung auf den Zeitpunkt der Einzahlung am Postschalter, den 

Zeitpunkt des Eingangs auf dem Konto des Konkursgerichts oder den Zeitpunkt 

ankommt, an dem die Gläubigerin über den Betrag verfügen kann. Art. 143 ZPO 

sieht für das Zivilprozessrecht vor, dass die Frist für eine Zahlung an das Gericht 

eingehalten ist, wenn der Betrag spätestens am letzten Tag der Frist zugunsten 

des Gerichts der Schweizerischen Post übergeben oder einem Post- oder Bank-

konto in der Schweiz belastet worden ist. Für die Tilgung im Sinne von Art. 172 

Ziff. 3 SchKG sind jedoch, wie bereits erwähnt, die Vorschriften des Obligationen-

rechts massgebend. Nach den Vorschriften des Obligationenrechts tritt die Erfül-

lungswirkung bei zulässiger Erfüllung durch bargeldlose Überweisung nach herr-

schender Auffassung dann ein, wenn der geschuldete Geldbetrag auf dem Konto 

der Gläubigerin gutgeschrieben ist (BGE 124 III 112 E. 2a; GAUCH/SCHLUEP/EMME-

NEGGER, OR AT II, 11. Aufl. 2020, 2320). Das Bundesgericht ging ursprünglich 

auch bei der Bareinzahlung am Postschalter davon aus, dass der Schuldner erst 

erfüllt hat, wenn die Gläubigerin über das Geld verfügen kann (BGE 119 II 232 

E. 2). In BGE 124 III 145 änderte es seine Rechtsprechung. Es entschied, wenn 

der Gläubiger dem Schuldner einen (Post-)Einzahlungsschein zustelle und dieser 

den geschuldeten Betrag an einem Postschalter auf das angegebene Konto ein-

zahle, trete die Erfüllungswirkung bereits mit der Bareinzahlung ein. Das Bundes-

gericht begründete diesen Entscheid mit dem Vertrauensprinzip und der allgemei-

nen Verkehrsauffassung (E. 2.a; vgl. dazu auch GAUCH/SCHLUEP/EMMENEGGER, 

OR AT II, 11. Aufl. 2020, 2321 f.). 

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3.5.2. Vorliegend benutzte die Schuldnerin für die Einzahlung am Postschalter 

einen Einzahlungsschein, den sie von der Vorinstanz für die Zahlung der Ge-

richtskosten erhalten hatte (vgl. act. 7). Sie nutzte diesen irrtümlich auch für die 

Einzahlung der Konkursforderung. Die Konkursforderung befindet sich aktuell wei-

terhin auf dem Konto des Konkursgerichts und wurde bisher nicht an die Gläubi-

gerin weitergeleitet (act. 8/8). Die Vorinstanz wartet auf eine Anweisung des 

Obergerichts. Käme es auf den Zeitpunkt des Eingangs bei der Gläubigerin an, 

wäre die Erfüllungswirkung in casu noch nicht eingetreten. Weil die Schuldnerin 

auf den Zeitpunkt der Weiterleitung durch das Konkursgericht keinen Einfluss hat, 

rechtfertigt es sich, die Zahlung an das Konkursgericht mit Blick auf den Erfül-

lungszeitpunkt gleich zu behandeln wie die Zahlung an das Betreibungsamt. Nach 

Art. 12 Abs. 2 SchKG erlischt die Schuld durch die Bezahlung an das Betrei-

bungsamt. Die Befreiung des Schuldners tritt nicht erst mit der Ablieferung an die 

Gläubigerin, sondern ex lege bereits mit der Entgegennahme des Geldes durch 

das Betreibungsamt ein (BGE 127 III 182 E. 2b). Bei bargeldlosen Überweisun-

gen erfolgt die Entgegennahme nach einhelliger Ansicht der Kommentatoren mit 

der Gutschrift auf dem Konto des Betreibungsamtes (BSK SchKG I-EMMEL, 

3. Aufl. 2021, Art. 12 N 14; KUKO SchKG-MÖCKLI, 2. Aufl. 2014, Art. 12 N 9; SK 

SchKG-WEINGART, 4. Aufl. 2021, Art. 12 N 14; CR LP-CHAPPUIS/AUCIELLO, 2. Aufl. 

2025, Art. 12 N 7). Den Fall der Einzahlung am Postschalter erwähnen die meis-

ten Autoren nicht gesondert. Diejenigen, die sich dazu äussern, führen unter Hin-

weis auf den vorstehend besprochenen Bundesgerichtsentscheid (BGE 124 III 

145) aus, für die Erfüllungswirkung sei der Zeitpunkt der Einzahlung am Post-

schalter massgebend (BSK SchKG I-EMMEL, 3. Aufl. 2021, Art. 12 N 14; 

DECLERCQ, Introduction à la procédure de poursuite pour dettes, 2023, N 1692). 

Diese auch vom Tribunale d'appello del Canton Ticino (Urteil vom 8 Januar 2020 

Geschäfts-Nr. 14.2019.208) vertretene Auffassung verdient Zustimmung. Sie 

steht im Einklang mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zum Obligationen-

recht. Demzufolge tritt die Erfüllungswirkung bei einer Bareinzahlung am Post-

schalter zuhanden des Konkursgerichtes im Zeitpunkt der Einzahlung am Post-

schalter ein.

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3.6. Die Einzahlung am Postschalter erfolgte vorliegend rund dreieinhalb Stun-

den vor der Konkurseröffnung (vgl. act. 5/7 und act. 7). Die Schuldnerin zahlte ne-

ben der Forderung auch die von der Vorinstanz angegebenen Gerichtskosten ein 

(vgl. E. 3.3). Hätte die Schuldnerin der Vorinstanz die Bareinzahlung nachgewie-

sen, hätte die Vorinstanz den Konkurs gar nicht erst eröffnet. Inzwischen sind 

durch die Eröffnung des Konkurses indes zusätzliche Gerichtskosten in Höhe von 

Fr. 100.– angefallen (act. 7 Dispositiv-Ziff. 3). Zudem sind auch dem Konkursamt 

Kosten erwachsen. Die Schuldnerin leistete am 3. Oktober 2025 beim Konkur-

samt einen Kostenvorschuss in Höhe von Fr. 1'000.–. Das Konkursamt bestätigt, 

dass dieser Kostenvorschuss ausreicht, um die Kosten des Konkursverfahrens in-

klusive der Kosten der Vorinstanz zu decken (act. 4/7). Folglich sind auch die 

durch die Konkurseröffnung entstandenen zusätzlichen Kosten sichergestellt. 

3.7. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Schuldnerin die Konkursforde-

rung samt Kosten und Zinsen sowie die ihr von der Vorinstanz angezeigten Ge-

richtskosten bereits vor der Konkurseröffnung getilgt bzw. sichergestellt hat. Innert 

der Beschwerdefrist hat sie sodann auch die durch die Konkurseröffnung entstan-

denen zusätzlichen Verfahrenskosten sichergestellt. In einem solchen Fall ist 

auch nach der neusten bundesgerichtlichen Rechtsprechung auf eine Prüfung der 

Zahlungsfähigkeit zu verzichten. Auf die Frage des Vertrauensschutzes braucht 

daher nicht eingegangen zu werden. Die Beschwerde ist gutzuheissen, das ange-

fochtene Urteil der Vorinstanz vom 1. Oktober 2025 aufzuheben und das Kon-

kursbegehren der Gläubigerin abzuweisen. 

4.

4.1. Gestützt auf das Verursacherprinzip (Art. 108 ZPO) sind die Kosten beider 

Instanzen der Schuldnerin aufzuerlegen. Sie hat sowohl das erstinstanzliche als 

auch das zweitinstanzliche Verfahren veranlasst: das erstinstanzliche Verfahren, 

weil sie ihre Schuld erst tilgte, nachdem die Gläubigerin das Konkursbegehren ge-

stellt hatte, und das Beschwerdeverfahren, weil sie es unterliess, der Vorinstanz 

ihre Zahlung nachzuweisen und die Gerichtskosten zu begleichen. Die Kosten für 

das Beschwerdeverfahren sind auf Fr. 750.– festzusetzen (vgl. Art. 61 Abs. 1 

i.V.m. Art. 52 lit. b GebV SchKG).

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4.2. Unter diesen Umständen hat die Schuldnerin keinen Anspruch auf eine Par-

teientschädigung. Der Gläubigerin ist ebenfalls keine Parteientschädigung zuzu-

sprechen, weil ihr im Beschwerdeverfahren keine entschädigungspflichtigen Auf-

wendungen entstanden sind. 

4.3. Die Vorinstanz ist anzuweisen, von dem bei ihr von der Schuldnerin einbe-

zahlten Betrag von Fr. 3'245.55 der Gläubigerin Fr. 3'045.– auszuzahlen und den 

Rest dem Konkursamt zu überweisen.

4.4. Das Konkursamt ist anzuweisen, von dem bei ihm einbezahlten Totalbetrag 

von Fr. 2'700.55 (Fr. 1'000.– Zahlung der Schuldnerin sowie Fr. 1'700.55 Rest der 

von der Gläubigerin und der Schuldnerin der Vorinstanz geleisteten Vorschüsse) 

der Gläubigerin Fr. 1'800.– und der Schuldnerin einen nach Abzug seiner Kosten 

allfällig verbleibenden Restbetrag auszuzahlen.

Es wird erkannt:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird das angefochtene Urteil des Kon-

kursgerichtes des Bezirksgerichtes Winterthur vom 1. Oktober 2025 aufge-

hoben. Das Konkursbegehren wird abgewiesen. 

2. Die erstinstanzliche Entscheidgebühr von Fr. 300.– wird bestätigt und der 

Schuldnerin auferlegt. Sie wird aus dem von der Gläubigerin geleisteten 

Kostenvorschuss bezogen.

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3. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 750.– festgesetzt, der 

Schuldnerin auferlegt und mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss ver-

rechnet. 

4. Das Konkursgericht des Bezirksgerichts Winterthur wird angewiesen, von 

dem bei ihm von der Schuldnerin einbezahlten Betrag von Fr. 3'245.55 der 

Gläubigerin Fr. 3'045.– auszuzahlen und dem Konkursamt Winterthur-Alt-

stadt Fr. 200.55 zu überweisen.

5. Das Konkursamt Winterthur-Altstadt wird angewiesen, von dem bei ihm ein-

bezahlten Totalbetrag von Fr. 2'700.55 (Fr. 1'000.– Zahlung der Schuldnerin 

sowie Fr. 1'700.55 Rest der von der Gläubigerin und der Schuldnerin bei der 

Vorinstanz geleisteten Vorschüsse) der Gläubigerin Fr. 1'800.– und der 

Schuldnerin einen nach Abzug seiner Kosten allfällig verbleibenden Restbe-

trag auszuzahlen.

6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gläubigerin unter Beilage der 

Doppel von act. 2 und 12, sowie an das Konkursgericht des Bezirksgerichtes 

Winterthur (unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten) und das Kon-

kursamt Winterthur-Altstadt, ferner im Urteils-Dispositiv an das Handelsre-

gisteramt des Kantons Zürich, an das Betreibungsamt Winterthur-Stadt und 

an das Grundbuchamt Winterthur-Altstadt, je gegen Empfangsschein.

7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

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Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.

Es handelt sich um einen Entscheid des Konkurs- oder Nachlassrichters oder der 
Konkurs- oder Nachlassrichterin im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. d BGG.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer

Der Gerichtsschreiber:

MLaw S. Widmer

versandt am:
6. November 2025