# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f9a83cf2-6d1c-58f1-b5fc-e0dca4970381
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-12-18
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 18.12.2008 A-2069/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-2069-2008_2008-12-18.pdf

## Full Text

Abtei lung I
A-2069/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 8 .  D e z e m b e r  2 0 0 8

Richterin Marianne Ryter Sauvant (Vorsitz), Richter And-
ré Moser, Richter Beat Forster, 
Gerichtsschreiber Stefan von Gunten.

X._______,
Beschwerdeführer,

gegen

Schweizerische Bundesbahnen SBB,
Zentralbereich Personal, Arbeitsrecht, Mittelstrasse 43, 
Postfach, 3000 Bern 65 SBB,
Vorinstanz.

anrechenbare Funktionsjahre

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

A-2069/2008

Sachverhalt:

A.
X._______, absolvierte die Verkehrsschule in St. Gallen und schloss 
anschliessend die Lehre als Bahnbetriebsdisponent bei der Y. ab. Seit 
1991  arbeitete  er  dort  als  Bahnbetriebsdisponent,  bis  er  die 
Ausbildung  zum  Lokführer  bei  den  Schweizerischen  Bundesbahnen 
(SBB) begann und diese erfolgreich bestand. Seither übt er dort  den 
Beruf des Lokführers aus.

B.
Mit Schreiben vom 13. Februar 2007 gelangte X._______ an die SBB, 
Bereich  Personenverkehr  Operating  Personal  (P-OP-PE),  und  bean-
tragte  dieser,  die  aufgrund  seiner  früheren  Tätigkeit  als 
Bahnbetriebsdisponent bei der Y. erworbene Berufserfahrung sei von 
den SBB als  «notwendige und nutzbare Erfahrung» bzw. als «Funkti-
onsjahre» bei der Berechnung seines Lohnes zu berücksichtigen. 

C.
Mit Verfügung vom 26. September 2007 wiesen die P-OP-PE den An-
trag von X._______ ab. Sie begründeten ihren Entscheid im Wesentli-
chen  damit,  dass  die  15jährige  Berufserfahrung  als 
Bahnbetriebsdisponent  bei  der  Y. im  Rahmen  des  Erfahrungsanteils 
angemessen berücksichtigt worden sei. Es sei im Übrigen sachlich be-
gründbar, weshalb Erfahrungen, die Bahnbetriebsdisponenten bei der 
SBB gesammelt hätten, insgesamt als nutzbarer eingeschätzt würden 
als  die  Berufserfahrung  von  Bahnbetriebsdisponenten  eines  andern 
Unternehmens. Die einschlägigen Bestimmungen zur Festlegung des 
Lohnes seien eingehalten  worden,  weshalb  ein  nicht  unwesentlicher 
Gestaltungsspielraum bestehe, in welchem die SBB und ihre Stellen-
bewerber die Entlöhnung vereinbaren könnten. 

D.
Gegen den Entscheid der P-OP-PE erhob X._______ Beschwerde bei 
der SBB-internen Beschwerdeinstanz. Diese wies mit  Entscheid vom 
4. März 2008 die Beschwerde ab. Sie auferlegte sich bei der Überprü-
fung des Entscheides der P-OP-PE Zurückhaltung, da die Festsetzung 
des  Lohnes  einen  gewissen  Ermessensspielraum  einräume.  Weiter 
hielt  sie  im Wesentlichen dafür,  dass  bei  der  Lohnfestsetzung keine 
Ungleichbehandlung oder Willkür festgestellt werden könne. Die dies-
bezüglichen Erklärungen der P-OP-PE erwiesen sich als plausibel und 

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nachvollziehbar. Mit der Unterzeichnung des Arbeitsvertrages sei eine 
Vereinbarung über die Höhe des Erfahrungsanteils zustande gekomm-
en. Dass dem Faktor Alter eine relativ hohe Gewichtung zuteil werde, 
sei ebenfalls nicht zu beanstanden. Die P-OP-PE habe aber nicht nur 
das Alter, sondern auch die nutzbare Erfahrung des Beschwerdeführ-
ers berücksichtigt. Eine allfällige Ungleichbehandlung zwischen extern 
eingetretenen Lokführeranwärtern (externe Anwärter)  und bisherigen 
SBB-Mitarbeitern, die eine Zweitausbildung als Lokführer antreten (in-
terne Anwärter), sei als begründet und mit dem Gesamtarbeitsvertrag 
konform zu beurteilen. 

E.
Gegen diesen Entscheid erhebt X._______ (nachfolgend Beschwerde-
führer) mit Eingabe vom 31. März 2008 Beschwerde beim Bundesver-
waltungsgericht und verlangt die Anrechnung seiner nutzbaren Erfah-
rung  als  Bahnbetriebsdisponent  bei  der  Y.  an  seine  Funktion  als 
Lokführer bei der SBB ab dem xx.xx.xxxx und die Gleichbehandlung 
von SBB intern und extern erworbener nutzbarer Berufserfahrung. Er 
bringt  vor,  er  werde  im  Vergleich  zu  internen  Anwärtern  bei  der 
Bemessung des Erfahrungsanteils zu Unrecht ungleich behandelt. Im 
Vergleich zu anderen externen Anwärtern sei seine Erfahrung aus der 
Zeit  bei  der  Y.  bei  der  Lohnzusammensetzung  zudem  nicht 
angemessen berücksichtigt worden.

F.
Mit Vernehmlassung vom 24. April 2008 schliesst die interne SBB-Be-
schwerdeinstanz  (nachfolgend  Vorinstanz)  auf  Abweisung  der  Be-
schwerde und verweist auf ihren Entscheid vom 4. März 2008 und die 
Ausführungen  in  der  Verfügung  der  P-OP-PE  vom  26. September 
2007. Sie führt weiter aus, die internen Anwärter seien aufgrund einer 
speziellen  Regelung  unterschiedlich  behandelt  und  im  Vergleich  zu 
(anderen)  externen  Anwärtern  sei  der Erfahrungsanteil  angemessen 
berücksichtigt worden.

G.
In seiner Replik vom 6. Mai 2008 bestätigte der Beschwerdeführer sei-
ne Begehren und deren Begründung. 

H.
Mit Schreiben vom 29. Mai 2008 verzichtete die Vorinstanz auf die Ein-
reichung einer Duplik.

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I.
Mit Verfügung vom 8. August 2008 forderte das Bundesverwaltungsge-
richt die Vorinstanz auf, zum Lohn des in den Akten aufgeführten Ver-
gleichsbeispiels mit A. (interner Anwärter) Stellung zu nehmen. Innert 
verlängerter  Frist  kam die  Vorinstanz  dieser  Aufforderung  nach  und 
erklärte die Zusammensetzung seines Lohns. 

J.
Auf  die  weiteren Sachverhaltselemente  und  Vorbringen  der  Parteien 
wird, soweit entscheidwesentlich, in den folgenden Erwägungen einge-
gangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Die  Bestimmungen  über  das  Dienstverhältnis  des  Bundesperso-
nals finden auch für das Personal der SBB Anwendung (Art. 15 Abs. 1 
des  Bundesgesetzes  vom  20. März 1998  über  die  Schweizerischen 
Bundesbahnen  [SBBG,  SR 742.31]  und  Art. 2  Abs. 1  lit. d  des 
Bundespersonalgesetzes  vom  24. März  2000  [BPG,  SR 172.220.1]). 
Entsprechend kommt den SBB bei arbeitsrechtlichen Streitigkeiten ge-
genüber ihren Angestellten Verfügungsgewalt zu (Art. 34 Abs. 1 BPG). 
Der Entscheid der P-OP-PE ergeht somit als Verfügung im Sinne von 
Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwal-
tungsverfahren (VwVG, SR 172.021) und kann bei  der SBB-internen 
Beschwerdeinstanz  angefochten  werden.  Gegen  diesen  Entscheid 
steht sodann die Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht offen 
(Art. 36 Abs. 1 BPG und Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 
17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]). Die Ausnahme nach Art. 32 Abs. 1 
lit. c VGG kommt nicht zum Tragen, weil die hier strittigen anrechenba-
ren Funktionsjahre leistungsunabhängige Lohnanteile sind. 

Das Bundesverwaltungsgericht ist für die Beurteilung der vorliegenden 
Beschwerde daher zuständig. 

1.2 Der Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilge-
nommen und ist  mit  seinen Anträgen nicht durchgedrungen. Von der 
angefochtenen Verfügung ist  er besonders berührt  und hat an deren 
Aufhebung oder  Änderung ein  schutzwürdiges  Interesse. Er  ist  des-
halb zur Beschwerde legitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG). 

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1.3 Das Bundesverwaltungsgericht tritt  auf die im Übrigen form- und 
fristgerecht erhobene Beschwerde ein. 

1.4 Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet grundsätzlich mit  vol-
ler Kognition. Gerügt werden kann nicht nur die Verletzung von Bun-
desrecht, einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermes-
sens, oder die unrichtige bzw. unvollständige Feststellung des rechts-
erheblichen  Sachverhalts,  sondern  auch  die  Unangemessenheit  des 
angefochtenen  Entscheids  (Art. 49  VwVG).  Die  Beschwerdeinstanz 
überprüft demnach nicht nur, ob die Vorinstanz bei ihrem Entscheid im 
Rahmen ihres Ermessens geblieben ist, sondern grundsätzlich auch, 
ob sie eine dem Sachverhalt angemessene Lösung getroffen hat, mit-
hin nicht  bloss rechtlich,  sondern  ebenfalls  sachlich richtig  entschie-
den  hat  (FRITZ GYGI,  Bundesverwaltungsrechtspflege,  2. Aufl.,  Bern 
1983,  S. 315;  ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER,  Verwaltungsverfahren  und 
Verwaltungsrechtspflege  des  Bundes,  2. Aufl.,  Zürich  1998,  Rz.  633 
ff.). 

In  Rechtssprechung  und  Doktrin  ist  indes  anerkannt,  dass  eine 
Rechtsmittelbehörde,  die  nach  der  gesetzlichen  Ordnung  mit  freier 
Prüfung zu entscheiden hat, ihre Kognition einschränken darf, soweit 
die Natur der Streitsache dies sachlich rechtfertigt bzw. gebietet. Das 
ist regelmässig der Fall, wenn die Rechtsanwendung technische Prob-
leme, Fachfragen oder sicherheitsrelevante Einschätzungen betrifft, zu 
deren  Beantwortung  und  Gewichtung  die  verfügende  Behörde  auf-
grund ihres Spezialwissens besser geeignet ist, oder wenn sich Ausle-
gungsfragen  stellen,  welche  die  Verwaltungsbehörde  aufgrund  ihrer 
örtlichen, sachlichen oder persönlichen Nähe sachgerechter zu beur-
teilen vermag als die Beschwerdeinstanz (ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/
LORENZ KNEUBÜHLER,  Prozessieren  vor  dem Bundesverwaltungsgericht, 
Basel 2008, Rz. 2.154). 

1.4.1 Die Bemessung des Erfahrungsanteils bei der Lohnberechnung 
der SBB-Angestellten ist eine Frage, bei der die SBB über Spezialwis-
sen und besondere sachliche Nähe und Vertrautheit verfügt. Im Weite-
ren  steht  den  SBB  bei  der  Besoldung  ihrer  Angestellten  und 
insbesondere bei der Bewertung des Erfahrungsanteils ein relativ er-
heblicher Ermessensspielraum zu. Das Bundesverwaltungsgericht auf-
erlegt  sich aus diesen Gründen eine gewisse Zurückhaltung bei  der 
Überprüfung des Entscheides der Vorinstanz. 

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2.
Der Beschwerdeführer beantragt die Anrechnung seiner nutzbaren Be-
rufserfahrung als Bahnbetriebsdisponent bei der Y. an seine Funktion 
als  Lokführer  bei  den  SBB  ab  dem  xx.xx.xxxx  und  die  Gleich-
behandlung  von  SBB-intern  und  SBB-extern  erworbener,  nutzbarer 
Berufserfahrung. 

In seinen Eingaben macht er einerseits geltend, dass er im Vergleich 
mit internen Anwärtern in Bezug auf den Erfahrungsanteil des Lohnes 
schlechter gestellt werde und diese Ungleichbehandlung im Gesamtar-
beitsvertrag  nicht  vorgesehen  sei  bzw.  das  Rechtsgleichheitsgebot 
verletze. Andererseits  werde  der  Erfahrungsanteil  (anderer)  externer 
Anwärter mit weit weniger nutzbarer Erfahrung zu Unrecht gleich hoch 
bemessen. 

3.
Der Beschwerdeführer wurde per xx.xx.xxxx bei den SBB eingestellt 
und lohnmässig eingestuft, deponierte seine Begehren aber erstmals 
im Oktober xxxx bei den SBB. Es ist deshalb vorab zu klären, welcher 
Gesamtarbeitsvertrag  für  die  Beurteilung  der  vorliegenden  Be-
schwerde massgebend ist  und ab wann der Beschwerdeführer über-
haupt Lohnansprüche (rückwirkend) geltend machen kann.

3.1.1 Da  der  Beschwerdeführer  nicht  die  falsche  oder  mangelhafte 
Überführung des Erfahrungsanteils vom GAV SBB 2001 in die nachfol-
genden Gesamtarbeitsverträge rügt, ist lediglich zu prüfen, ob die SBB 
dem  Beschwerdeführer  die  bei  der  Y.  gesammelte  Erfahrung  bei 
Anstellungsbeginn – dem Ausgangspunkt der Bemessung – nicht (an-
gemessen) berücksichtigt haben. Für die Beurteilung der vorliegenden 
Beschwerde ist deshalb ausschliesslich der  GAV SBB 2001 anwend-
bar.  Im  Falle  einer  Gutheissung  würde  sich  eine  entsprechende 
(Lohn-)Korrektur  nur  im Sinne  einer  (unbestrittenen)  Überführung  in 
ein anderes Berechnungssystem (GAV SBB 2005 und 2007 bis 2010) 
auswirken.

3.1.2 Für  die Frage,  ab wann der Beschwerdeführer Lohnansprüche 
geltend machen kann, ist  entsprechend seiner Rügen auf die Recht-
sprechung  des  Bundesgerichts  über  das  Rechtsgleichheitsgebot  zu 
verweisen.

3.1.2.1 Aus dem allgemeinen Rechtsgleichheitsgebot ergibt sich kein 
direkter bundesrechtlicher Anspruch auf rückwirkende Ausrichtung ei-

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ner  rechtsgleichen  Besoldung,  wie  dies  für  den  Bereich  der  Lohn-
gleichheitsgarantie für Mann und Frau der Fall ist: Von Verfassung we-
gen kann lediglich verlangt werden, dass der rechtsungleiche Zustand 
auf  geeignete  Weise  und  innert  angemessener  Frist  behoben  wird. 
Was die Angemessenheit  der Frist  anbelangt,  so darf  in vertretbarer 
Weise berücksichtigt  werden, wann sich ein Betroffener erstmals ge-
gen die beanstandete Rechtsungleichheit gewehrt hat. Es ist nicht un-
haltbar,  einen  rechtsungleichen  Zustand  erst  mit  Wirkung  ab  jenem 
Zeitpunkt  zu  korrigieren,  in  dem durch den Betroffenen ein entspre-
chendes Begehren überhaupt gestellt  worden ist. Für gewisse Berei-
che, in denen eine rückwirkende Korrektur sachlich gar nicht stattfin-
den kann – z.B. bei bisher befolgten rechtsungleichen Verboten –, er-
scheint diese Konsequenz selbstverständlich. Aber auch bei Lohnfor-
derungen, die an sich rückwirkend erfüllt werden können, erscheint es 
nicht  stossend  und  willkürlich,  die  unter  dem  Titel  der  allgemeinen 
Rechtsgleichheit  erforderliche  Korrektur  erst  ab  dem  Zeitpunkt  der 
Geltendmachung des entsprechenden Anspruches zu gewähren (BGE 
131 I 105 E. 3.7). 

3.1.3 Vor diesem Hintergrund ist festzustellen, dass der Beschwerde-
führer seine Begehren (unbestrittenermassen) erstmals anlässlich ei-
ner  Vertragsverlängerung  bei  B.,  im  Oktober  xxxx  deponierte  (vgl. 
Stellungnahme zur  vorgesehenen Verfügung vom 2. Juli  2007,  S. 4). 
Mit  der  Unterzeichnung  der  diversen  Arbeitsverträge  und  den 
jeweiligen Änderungen vor diesem Termin hat  der Beschwerdeführer 
den  Lohn  und  damit  auch  die  Bemessung  des  Erfahrungsanteils 
(widerspruchslos) akzeptiert. Die von ihm vorgebrachte Unwissenheit 
vermag ihn vor diesem Nachteil  nicht zu bewahren. Die Beschwerde 
ist deshalb bereits insoweit abzuweisen, als der Beschwerdeführer die 
Anrechnung  der  nutzbaren  Erfahrung  bzw.  der  Funktionsjahre  seit 
xx.xx.xxxx bis Oktober xxxx begehrt. Dies ändert in Anbetracht von E. 
3.1.1  indes  nichts  daran,  dass  die  vorliegende  Beschwerde 
ausschliesslich nach dem GAV SBB 2001 zu beurteilen ist.

4.
Soweit  der Beschwerdeführer geltend macht,  die verfügende Instanz 
habe nur den Faktor «Alter», nicht aber den Faktor «Erfahrung» in den 
Erfahrungsanteil  und die  Berechnung seines Lohnes einfliessen las-
sen (vgl. Beschwerdeschrift S. 1), kann dem nicht gefolgt werden.

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4.1 Mit  Arbeitsvertrag,  Ziffer  7,  wurde  der  Lohn  des 
Beschwerdeführers  auf  Fr. 52'000.--,  aufgeschlüsselt  nach  Funktion 
und  Erfahrung,  festgelegt.  Sein  Erfahrungsanteil  betrug  Fr. 7'999.-- 
bzw.  23%  des  maximalen  Erfahrungsanteils  der  Funktionsstufe  12; 
nach abgeschlossener  Lokführerausbildung Fr. 9'160.--. Die Überfüh-
rung in das neue Berechnungssystem nach GAV SBB 2005 und die 
daraus resultierenden 0 Funktionsjahre werden vom Beschwerdeführer 
nicht  gerügt,  weil  damals (offensichtlich)  ein angemessener Gesamt-
lohn ausbezahlt  worden ist. Mittlerweile  ist  er  bei  3  Funktionsjahren 
angelangt. 

Aus diesen Ausführungen ist klar ersichtlich, dass die SBB die Erfah-
rung des Beschwerdeführers grundsätzlich in die Berechnung seines 
Lohnes hat einfliessen lassen.

5.
Der Beschwerdeführer rügt  weiter, dass er  im Vergleich mit  internen 
Anwärtern in Bezug auf den Erfahrungsanteil  des Lohnes schlechter 
gestellt  werde. Diese Ungleichbehandlung sei im GAV nicht vorgese-
hen und verletze zudem das Rechtsgleichheitsgebot.

5.1 Der  Beschwerdeführer  bringt  vor,  eine  Lohndifferenz  von 
Fr. 20'000.-- pro Jahr bei einem Jahresgehalt von Fr. 60'000.-- könne 
nicht damit gerechtfertigt werden, dass bei internen Anwärtern bereits 
Kenntnisse der internen Abläufe und der Unternehmenskultur vorhan-
den seien und die berufliche Entwicklung des Personals finanziell un-
terstützt  werden  solle.  Der  von  der  Vorinstanz  erwähnte  Grundsatz, 
wonach SBB-Angestellte in Zweitausbildung lohnmässig nicht schlech-
ter gestellt  werden als in ihrer alten Funktion, widerspreche klar den 
Bestimmungen des GAV SBB 2001. Ein Lohnbesitzstand werde nur in 
Ziffer  63 GAV SBB 2001 (betriebsorganisatorische Veränderung) ge-
währt. Die Weisung PA 1/95 sei irrelevant, weil sie schon damals nicht 
mehr gültig gewesen sei. Ziffer 86 Abs. 3 GAV SBB 2001 zur Begrün-
dung heranzuziehen sei nicht nachvollziehbar und würde unbezahlba-
re Begehrlichkeiten in Sachen Weiterbildung nach sich ziehen. Umso 
mehr, als  das Unternehmen in den erwähnten Fällen keinen Nutzen 
erzielen könne, weil es sich um eine freiwillige Neuorientierung eines 
Mitarbeiters handle. Anhang 1 Ziffer 5 Abs. 2 und 3 GAV SBB 2001 be-
sagten zudem in keiner Weise, dass der bisherige Lohn die Basis für 
den neuen Lohn bilde. Absatz 3 stelle lediglich eine Höchstgrenze dar.

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5.1.1 Die Vorinstanz führt hierzu aus, bei den internen Anwärtern sei 
nicht ausschliesslich deren Erfahrung höher bewertet worden, sondern 
es habe für diese eine besondere Regelung und der Grundsatz gegol-
ten, dass wenn ein SBB-Mitarbeiter von einem "normalen" Arbeitsver-
hältnis  in  eine  Zweitausbildung übertrete,  sein  bisheriger  Lohn nicht 
gekürzt werden soll. Die Personalentwicklung sei ein zentrales Anlie-
gen  der  SBB und  sie  könnten  die  berufliche  Weiterentwicklung  des 
Personals finanziell  und/oder mit  Zeit  unterstützen. Die unterschiedli-
che Behandlung zwischen internen und externen Anwärtern sei daher 
bewusst gewählt und im Einvernehmen mit den Sozialpartnern im GAV 
SBB 2001 verankert worden: Bis Ende 2000 habe die Weisung PA 1/95 
gegolten. Deren Anhang habe in Ziffer 3.2 festgehalten, dass Mitarbei-
ter, die bei Beginn der Weiterbildung das 19. Alterjahr vollendet haben, 
den zuletzt bezogenen Lohn erhalten, jedoch höchstens den Höchst-
betrag derjenigen Lohnklasse, welche als Ausgangsposition der künfti-
gen Laufbahn gelte. Diese Philosophie sei weitergeführt worden, ohne 
explizite Erwähnung zwar, aber der Vergleich zwischen Abs. 2 und 3 
von Ziffer 5 Anhang 1 GAV SBB 2001 zeige, dass die Lohnfindung für 
neue und bisherige Mitarbeiter in Zweitausbildung unterschiedlich ge-
handhabt  worden sei. Implizit  sei  mit  Anhang 1 Ziffer  5 Abs. 3 GAV 
SBB 2001 gesagt worden, dass der bisherige Lohn die Basis für die 
Festlegung des neuen Lohnes bilde und nicht die vorhandene nutzba-
re Erfahrung. Bei externen Anwärtern steige im Übrigen der Lohn nach 
der Ausbildung weitaus schneller. Es finde eine Anpassung der Löhne 
statt.

Zum Vergleichsbeispiel von A. – ehemaliger interner Anwärter – erklärt 
die  Vorinstanz,  dass  der  Erfahrungsanteil  bei  Übertritten  von  SBB-
Mitarbeitern  in  eine  Zweitausbildung  wenig  über  deren  effektiv  als 
nutzbar  zu  bewertende  Erfahrung  aussage.  Für  die  korrekte  Um-
setzung des Lohnsystems und des obgenannten Grundsatzes  stehe 
jedoch nur der Erfahrungsanteil als einzig variabler Teil des Lohnes zur 
Verfügung.

5.2 Der Lohn eines SBB-Mitarbeiters setzt sich aus Funktions-, Leis-
tungs- und Erfahrungsanteil  zusammen. Für Personal  in  Zweitausbil-
dung  gilt  bei  der  Zusammensetzung  des  Lohns  eine  Spezialbestim-
mung. Nach Anhang 1 Ziffer 5 Abs. 2 und 3 GAV SBB 2001 wird deren 
Lohn zwei Funktionsstufen tiefer angesetzt, als es der Funktion nach 
Abschluss der Zweitausbildung entspricht. Vorhandene nutzbare Erfah-
rung wird bei der Bemessung des Erfahrungsanteils angemessen be-

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rücksichtigt. Ein Leistungsanteil  wird grundsätzlich nicht ausgerichtet; 
interne Anwärter dürfen ihren Leistungsanteil  jedoch behalten. Funk-
tions-  und  Erfahrungsanteil  betragen  maximal  den  Höchstbetrag der 
festgelegten Funktionsstufe. 

5.2.1 Anhang 1 Ziffer 5 Abs. 2 und 3 GAV SBB 2001 besagt  im Zu-
sammenhang mit dem vorliegenden Verfahren daher, dass die internen 
Anwärter  zwei  Stufen  unter  der  Funktionsstufe  des  ausgebildeten 
Lokführer (Funktionsstufe 14) in der Funktionsstufe 12 eingereiht wer-
den, in welcher ein Höchstbetrag von Fr. 83'020.-- gilt (vgl. Lohntabelle 
2002, Beilage 2 der Stellungnahme der Vorinstanz vom 2. September 
2008).  Der  Leistungsanteil  wird  aus  der  vorherigen  Funktion  mitge-
nommen und ist daher ebenso unveränderlich wie der Funktionsanteil 
(Fr. 44'001.-- für die Funktionsstufe 12). Die vorhandene nutzbare Er-
fahrung ist bei der Bemessung des Erfahrungsanteils angemessen zu 
berücksichtigen. Er ist somit die einzige Lohnkomponente, die von der 
SBB und dem internen Anwärter  (grundsätzlich)  frei  verhandelt  bzw. 
bemessen werden kann. 

Der bisherige Lohn des internen Anwärters ist für dessen Lohn in der 
Zweitausbildung  demnach  nur  hinsichtlich  des  Leistungsanteils  von 
Bedeutung,  weil  dieser  beibehalten  werden  kann.  Auf  die  anderen 
Komponenten hat der bisherige Lohn keinen Einfluss und Anzeichen 
für eine Überführung der Weisung PA 1/95 in Anhang 1 Ziffer 5 Abs. 2 
und 3 GAV SBB 2001 sind insofern auch nicht ersichtlich. Hingegen ist 
aber  auch  nicht  erkennbar,  dass  mit  Anhang 1  Ziffer 5  Abs. 3  GAV 
SBB  2001  explizit  Abkehr  von  der  Weisung  PA 1/95,  Anhang 1  Zif-
fer 3.2,  genommen werden sollte. Der besagte Grundsatz kann des-
halb Anhang 1 Ziffer 5 Abs. 3 GAV SBB 2001 nicht (offensichtlich) ent-
nommen  und  der  Auslegung  der  Vorinstanz  damit  nicht  (uneinge-
schränkt) Folge geleistet werden.

5.3 Nach Ziffer 86 Abs. 3 GAV SBB 2001 kann die SBB die berufliche 
Weiterentwicklung des Personals finanziell und/oder mit Zeit unterstüt-
zen.

5.3.1 Vorab ist der Auffassung des Beschwerdeführers nicht zuzustim-
men, wonach die Zweitausbildung zum Lokführer für SBB-Mitarbeiter 
keine Weiterentwicklung und Weiterbildung und Ziffer 86 Abs. 3 GAV 
SBB 2001 grundsätzlich nicht anwendbar sei. 

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Die  Personalentwicklung  der  SBB beinhaltet  die  Aus-  und Weiterbil-
dung (Ziffer 84 GAV SBB 2001). Als Personal in Zweitausbildung gel-
ten  Personen  mit  abgeschlossener  Ausbildung,  die  eine  zusätzliche 
SBB-interne Ausbildung zum Lokführer absolvieren (Anhang 1 Ziffer 3 
GAV SBB 2001). Die  in  Ziffer  84 GAV SBB 2001 aufgeführte  «Aus- 
und  Weiterbildung» muss  nicht  nur  Erst-,  sondern  auch 
Zweitausbildungen einschliessen. Eine Zweitausbildung nicht als per-
sönliche  Entwicklung  eines  Mitarbeiters  zu  qualifizieren,  wäre  denn 
auch  nicht  sachgerecht  und  würde  den  Beruf  des  Lokführers  in 
ungerechtfertigter  Weise  abwerten.  Dass  es  sich  hier  um  eine 
berufliche  Weiterentwicklung  handelt,  ist  weiter  auch  an  der 
Funktionsstufe  und  dem  entsprechenden  Lohn  zu  erkennen.  Wäh-
renddem ein Bahnbetriebsdisponent der SBB in der Funktionsstufe 11 
eingereiht  wird,  findet  sich  ein  Lokführer  in  der  Funktionsstufe  14 
wieder. Im Übrigen dürfte wohl auch der Beschwerdeführer den Schritt 
vom  Bahnbetriebsdisponent  zum  Lokführer  als  berufliche  Weiter-
entwicklung  betrachten,  anderenfalls  hätte  er  die  Ausbildung  wohl 
kaum  in  Angriff  genommen  und  abgeschlossen.  Bei  der  diesbe-
züglichen Wertung ist  den SBB aufgrund ihrer  sachlichen Nähe und 
Vetrautheit zudem ein Ermessen zuzugestehen.

5.3.2 Ziffer 86 Abs. 3 GAV SBB 2001 ist daher auf interne Anwärter 
anwendbar. Die SBB haben entsprechend die Möglichkeit, diese finan-
ziell und/oder mit Zeit zu unterstützen. In welcher Höhe sie dies tun, 
steht in ihrem Ermessen, weshalb der Lohnbesitzstand entgegen der 
Auffassung des Beschwerdeführers in dieser Bestimmung nicht grund-
sätzlich ausgeschlossen ist. Die SBB sind im Rahmen der Festlegung 
des Lohnes von Personal in Zweitausbildung lediglich an den Höchst-
betrag der Funktionsstufe gemäss den Bestimmungen des GAV SBB 
2001 gebunden. Der  von ihnen verfolgte  Grundsatz,  wonach interne 
SBB-Anwärter  in  Zweitausbildung  finanziell  nicht  schlechter  gestellt 
werden sollen als in ihrer vorherigen Funktion, geht daher – ungeach-
tet  der  mittlerweile  aufgehobenen  Weisung  PA 1/95 – mit  dem GAV 
konform. 

Mit  Blick auf die nachfolgenden Gesamtarbeitsverträge bestätigt sich 
diese Auslegung. Die jeweiligen Ziffern 120 Abs. 3 von GAV SBB 2005 
und 2007 – 2010 sehen die finanzielle Unterstützung der SBB für die 
berufliche  Weiterentwicklung  weiterhin  vor.  Die  Bestimmungen  hin-
sichtlich der Löhne von Personal in Zweitausbildung sind zudem sehr 
offen gestaltet: Der Lohn wird mit der Mitarbeiterin oder dem Mitarbei-

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ter ausgehandelt (Anhang 1 Ziffer 5 Abs. 2 GAV SBB 2005 bzw. 2007 – 
2010). Der Spielraum bei der Lohnfestsetzung ist daher noch grösser 
als  nach  den  Bestimmungen  des  GAV SBB 2001,  wo  zu  allen  drei 
Lohnkomponenten (vgl. Ziffer 5.2) Regeln aufgestellt werden. Damit ist 
der  Lohnbesitzstand  auch  nach  den  Bestimmungen  der  GAV  SBB 
2005 und 2007 bis 2010 möglich.

Dass die SBB die Umsetzung dieses Grundsatzes in den Erfahrungs-
anteil verpacken, trägt indes nicht zur Transparenz bei. Die Vorinstanz 
bezeichnet die diesbezügliche Bezeichnung als Erfahrungsanteil daher 
zu Recht als «nicht ganz zutreffend».

5.4 Es  stellt  sich  nun  weiter  die  Frage,  ob  dieser  GAV-konforme 
Grundsatz  vor  dem  Rechtsgleichheitsgebot  nach  Art. 8  Abs. 1  der 
Bundesverfassung  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom 
18. April 1999 (BV, SR 101) standhält.

5.4.1 Der  Anspruch  auf  Rechtsgleichheit  gebietet,  Gleiches  nach 
Massgabe der Gleichheit  gleich und Ungleiches nach Massgabe der 
Ungleichheit  ungleich zu behandeln.  Die rechtsanwendende Behörde 
verletzt  die  Rechtsgleichheit,  wenn  sie  zwei  tatsächlich  gleiche 
Situationen ohne sachlichen Grund unterschiedlich und zwei tatsäch-
lich verschiedene Situationen ohne sachlichen Grund gleich behandelt. 
Dabei ist entscheidend, dass die zu behandelnden Sachverhalte in Be-
zug auf die relevanten Tatsachen gleich bzw. ungleich sind (vgl. BGE 
129 I 65 E. 3.6; BGE 127 I 202 E. 3f/aa, mit Hinweisen). Das Rechts-
gleichheitsgebot erlaubt Ungleichbehandlungen, wenn diese mit ernst-
haften Gründen gerechtfertigt werden können, d.h. wenn die Situatio-
nen, in denen sich zwei oder mehrere Personen oder Gruppen befin-
den, in wichtigen Aspekten derart verschieden sind, dass sich im Hin-
blick auf den Regelungszweck eine unterschiedliche Behandlung gera-
dezu  aufdrängt.  Andernfalls  würde  aufgrund  der  Gleichbehandlung 
eine mittelbare Ungleichbehandlung entstehen. In dieser Hinsicht ent-
hält  Art. 8  Abs. 1 BV eine Garantie  der  Differenzierung,  wonach un-
gleiche Situationen ihren sachlichen Unterschieden entsprechend ver-
schieden zu regeln sind (BGE 125 I 166 E. 2a; 125 II 326 E. 10b; 124 II 
193 E.8d/aa).

5.4.2 Die Situation der internen Anwärter im Vergleich zu den exter-
nen Anwärtern unterscheidet sich vorliegend dahingehend, dass inter-
ne Anwärter Kenntnisse der internen Abläufe und der Unternehmens-
kultur mitbringen und der Erfahrungsanteil schon daher höher ausfällt. 

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Dies allein vermag aber eine Lohndifferenz von Fr. 20'000.-- pro Jahr, 
wie es der Beschwerdeführer vorbringt, nicht zu begründen. 

Der Hauptunterschied zwischen den beiden Situationen besteht denn 
auch vielmehr  darin, dass die SBB als Arbeitgeberin gegenüber den 
internen Anwärtern  (ihren Angestellten)  in  der Verantwortung stehen 
und ihnen deshalb auch Vorteile zu gewähren bzw. sie vor Nachteilen 
zu schützen haben. Dies drückt sich denn auch in Ziffer 86 Abs. 3 GAV 
SBB 2001 aus. Wäre die berufliche Weiterentwicklung – wie beispiels-
weise  durch  eine  Zweitausbildung  zum  Lokführer  – mit  finanziellen 
Einbussen verbunden, käme dies einer Behinderung gleich,  weil  der 
Entschluss dazu schwer(er) fallen und in den meisten Fällen deshalb 
wohl  davon abgesehen  würde,  was wiederum Ziffer  85  Abs. 2  GAV 
SBB  2001  zuwiderliefe.  Danach  ist  die  Personalentwicklung  ein 
zentrales Anliegen der SBB und liegt in deren Interesse und Verant-
wortung.

5.4.3 Aufgrunddessen ist es sachlich vertretbar, dass die SBB ihrem 
Personal  finanzielle Vorteile gegenüber externen Anwärtern gewährt. 
Dies um so mehr, als dass sich die Besserstellung der internen SBB-
Anwärter im Verlauf der Jahre abschwächt. Wie den Eingaben der Vor-
instanz zu entnehmen ist, stieg der Lohn des Beschwerdeführers nach 
Ausbildungsende deutlich höher als derjenige des internen Anwärters 
A.  (vgl.  Eingabe  vom  2. September  2008,  S. 2;  Fr. 8'400.--  zu 
Fr. 789.--). Es findet demnach eine allmähliche Angleichung statt, die 
auf  ein  einheitliches  Lohnniveau  unter  SBB-Lokführer  hinstrebt, 
weshalb  die  Ungleichbehandlung  weit  geringer  ausfällt,  als  dies  mit 
der  vom  Beschwerdeführer  vorgebrachten  Lohndifferenz  von 
Fr. 20'000.--  pro Jahr anfänglich zu scheinen vermag.

5.4.4 Das  Rechtsgleichheitsgebot  ist  deshalb  nicht  verletzt  worden 
und die diesbezüglich Rüge des Beschwedeführers daher unbegrün-
det.

6.
Der Beschwerdeführer rügt weiter (sinngemäss), der Erfahrungsanteil 
(anderer) externer Anwärter mit weit weniger nutzbarer Erfahrung wer-
de zu Unrecht gleich hoch bemessen wie der seine.

6.1 Hierzu  bringt  er  vor,  der  höchste  Stellenwert  beim  heutigen 
Lokführerberuf liege in der Kenntnis von Fahrdienstvorschriften und im 
Kundendienst,  technische  und  physikalische  Kenntnisse  hätten  nur 

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marginalen Charakter. Im Gegensatz zu den anderen Lokführeranwär-
tern habe er bereits 15 Jahre mit denselben fahrdienstlichen Vorschrif-
ten gearbeitet, welche auch von einem Lokführer verlangt würden und 
die den Hauptteil einer jeden Lokführerausbildung und -tätigkeit bilde-
ten. Er könne daher nicht mit den anderen Anwärtern seiner ehemali-
gen Ausbildungsklasse verglichen werden,  insbesondere könne ehe-
maligen Chemielaboranten oder  Schreinern,  welche dieselbe Ausbil-
dung absolviert  hätten,  keine grössere nutzbare Berufserfahrung an-
gerechnet werden als ihm. Im Übrigen bestätige ihm die SBB im Zwi-
schenzeugnis  vom  19. März  2007  eine  «grosse  Berufserfahrung», 
rechne ihm diese aber nicht an seinen Lohn an.

6.1.1 Die  Vorinstanz  führt  dazu  aus,  dass  bei  der  Festsetzung  des 
Lohnes  ein  gewisser  Ermessensspielraum  bestehe.  Mit  der  Unter-
zeichnung des Arbeitsvertrages sei eine Vereinbarung über die Höhe 
des Erfahrungsanteils zustande gekommen. Dass dem Faktor «Alter» 
eine relativ hohe Gewichtung zuteil werde, sei nicht zu beanstanden. 
Der  anfängliche  Erfahrungsanteil  von  Fr. 7'999.--  habe  ca.  23% des 
maximalen  Erfahrungsanteils  der  Funktionsstufe  12 entsprochen. Es 
könne keine Ungleichbehandlung oder Willkür festgestellt werden. Die 
diesbezüglichen  Erklärungen der  verfügenden  Instanz  erwiesen  sich 
als plausibel und nachvollziehbar. Dem Beschwerdeführer habe keine 
verkürzte Ausbildung angeboten werden können. Es gebe aber diverse 
Anstellungen  (z.B.  Fachspezialist),  für  welche  keine  umfassende 
Lokführerausbildung  notwendig  sei.  In  all  diesen  Fällen  werde  die 
mitgebrachte Erfahrung berücksichtigt und voll angerechnet. Es werde 
nicht  bestritten,  dass  der  Beschwerdeführer  einen  gewissen  Anteil 
nutzbarer Erfahrung mitgebracht habe, allerdings sei dies bei den an-
deren  Teilnehmern  derselben  Ausbildungsklasse  auch  der  Fall  ge-
wesen.  Die  Formulierung  im  Zwischenzeugnis  müsse  grundsätzlich 
wohlwollend sein und eine «grosse Berufserfahrung» nicht zwingend 
nur auf einen spezifischen Beruf bezogen werden.

6.2 Der Beschwerdeführer rügt in diesem Zusammenhang zwar auch 
die Verletzung des Rechtsgleichheitsgebotes, unterlässt es hingegen, 
konkrete Vergleichsbeispiele zu nennen und beschränkt sich auf allge-
meine  Ausführungen.  Den  Akten  kann  denn  auch  nicht  entnommen 
werden, ob und inwiefern die SBB dem «Chemielaboranten» und dem 
«Schreiner» einen höheren Erfahrungsanteil zugemessen haben. Man-
gels Substanziiertheit der Rüge ist eine Beurteilung nach Art. 8 Abs. 1 
BV, dem Rechtsgleichheitsgebot, nicht möglich. Es ist daher lediglich 

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zu prüfen, ob die SBB die Bestimmungen des Gesamtarbeitsvertrages 
eingehalten haben.

6.3 Gemäss Ziffer 60 Abs. 1 GAV SBB 2001 berücksichtigt der Erfah-
rungsanteil  im Rahmen des festgelegten Lohnbandes die intern  und 
extern erworbene Erfahrung,  die in die aktuelle  Funktion unmittelbar 
einfliessen kann. Die Höhe des Erfahrungsanteils wird u.a. bei der An-
stellung  und  bei  einem  Wechsel  der  Funktion  vereinbart  (Ziffer 60 
Abs. 6 GAV SBB 2001). 

6.3.1 Daraus geht hervor, dass nicht bestimmt wird, inwieweit und wie 
hoch  die  jeweilige  Berufserfahrung  bei  der  Lohnberechnung  zu  ge-
wichten ist. Diese Beurteilung wird sowohl in die Hände der SBB wie 
auch in diejenigen des Arbeitnehmers gelegt. Das heisst,  dass auch 
der  Beschwerdeführer  bei  der  Festlegung  des  Erfahrungsanteils  die 
Möglichkeit  hatte, mitzureden,  und seine erfahrungsspezifischen Vor-
züge darlegen konnte. Die Lohnfrage ist daher im Rahmen des jeweili-
gen  Lohnbandes  Verhandlungssache  zwischen  den  Parteien.  Es  ist 
nicht  ersichtlich,  dass die SBB mit  der vorgenommenen Bemessung 
des Erfahrungsanteils des Beschwerdeführers den Rahmen des Lohn-
bandes gesprengt hätten. Die Rüge des Beschwerdeführers geht da-
her schon aus diesem Grund fehl. Es bleibt zu prüfen, ob die verfügen-
de  Behörde  ihr  diesbezügliches  Ermessen  pflichtgemäss  ausgeübt 
hat.

6.3.2 Durch  das  Ermessen  erhalten  die  Verwaltungsbehörden  einen 
Spielraum für  den Entscheid im Einzelfall.  Dies bedeutet  aber  nicht, 
dass die Behörden in ihrer Entscheidung völlig frei sind. Sie sind viel-
mehr  an  die  Verfassung  gebunden  und  müssen  insbesondere  das 
Rechtsgleichheitsgebot,  das  Verhältnismässigkeitsprinzip  und  die 
Pflicht  zur Wahrung der öffentlichen Interessen befolgen. Ausserdem 
sind Sinn und Zweck der gesetzlichen Ordnung auch bei Ermessens-
entscheiden  zu  beachten.  Pflichtgemässe  Ausübung  bedeutet  aber 
nicht nur, dass der Entscheid rechtmässig, sondern auch dass er an-
gemessen (zweckmässig) sein muss (vgl. ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/
FELIX UHLMANN,  Allgemeines  Verwaltungsrecht,  5. Aufl., 
Zürich/Basel/Genf 2006, Rz. 441).

6.3.3 Der verfügenden Behörde dürfte aufgrund der jeweiligen Lohn-
verhandlungen und Bewerbungsunterlagen bestens bekannt gewesen 
sein, welche extern erworbene Erfahrung der Beschwerdeführer mitge-

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bracht hat. Es ist deshalb davon auszugehen, dass sie eine umfassen-
de Beurteilung vorgenommen hat.

Was der Beschwerdeführer an Erfahrung aus seiner Tätigkeit bei der Y. 
mitbrachte, ergibt sich hauptsächlich aus dem Zwischenzeugnis der Y. 
(Beilage  7  der  Beschwerde):  Zu  den  Hauptaufgaben  des 
Beschwerdeführers haben demnach das Regeln und Disponieren des 
Zugverkehrs, der Verkauf von Angeboten des schweizerischen und in-
ternationalen  Personen-  und  Gepäckverkehrs  sowie  die  allgemeine 
Beratung  im  Reiseverkehr  gehört.  Sein  Tätigkeitsfeld  habe  zudem 
auch das Geldwechselgeschäft, der Verkauf von Städte- und Ferienrei-
sen nach dem In- und Ausland und die Abwicklung des Güterverkehrs 
beinhaltet.  Weiter  sei  der  Beschwerdeführer  für  verschiedene 
Verwaltungsarbeiten auf der ehemaligen Direktion eingesetzt worden. 
Er habe vor allem Ferienablösungen für den Dienstchef Fahrplan ge-
macht und sei dabei unter anderem für die Tagesdisposition Fahrplan 
und das Störungsmanagement zuständig gewesen. 

Im Übrigen bestätigt  auch das Zwischenzeugnis der Y. vom 10. April 
2001  diese  Tätigkeiten:  Nebst  vielfältigen  fahrdienstlichen  Belangen 
seien anspruchsvolle kommerzielle Aufgaben im Vordergrund gestan-
den,  so  z.B  Schalterdienst  mit  teilweise  ausländischer  Kundschaft, 
Geldwechsel  und  Abrechnungsarbeiten  mit  erhöhten  Anforderungen. 
Im Weiteren habe man den Beschwerdeführer auch für anspruchsvolle 
Verwaltungsarbeiten am Sitz der Direktion eingesetzt. 

6.3.4 Durch das  «Regeln und Disponieren des Zugverkehrs» und die 
aufgrund  von  Ferienablösungen  wahrgenommene  Verantwortung  für 
die  «Tagesdisposition  Fahrplan»  und  das  «Störungsmanagement» 
brachte der Beschwerdeführer sicherlich Erfahrungen mit, die unmittel-
bar  in  die Funktion als  Lokführer  einfliessen können. Hingegen sind 
die weiteren (hauptsächlichen) Tätigkeiten des Beschwerdeführers bei 
der  Y.  gemäss  Arbeitszeugnis  – der  Verkauf  von  Angeboten  des 
schweizerischen und internationalen Personen- und Gepäckverkehrs, 
die  allgemeine  Beratung  im  Reiseverkehr,  das  Geldwechselgeschäft 
und  der  Verkauf  von  Städte-  und  Ferienreisen  nach  dem  In-  und 
Ausland  –  in  eher  geringem  Masse  zu  berücksichtigen.  In  diesem 
Sinne führt  der  Beschwerdeführer  zwar  richtigerweise  aus,  dass die 
SBB und die Kunden vom gesammelten Wissen und den Erfahrungen 
aus  seiner  Tätigkeit  als  Bahnbetriebsdisponent  bei  der  Y. profitieren 
könnten, hingegen ist die Auffassung der SBB zu teilen, wonach die-

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ses Wissen und die Erfahrung zwar geschätzt, ein grosser Teil davon 
aber nicht erwartet wird, da diese nicht direkt in die neue Funktion als 
Lokführer  einfliessen,  d.h.  für  die  Ausübung  dieses  Berufes  nicht 
unerlässlich sind. 

6.3.5 Die  SBB  anerkennen  dem  Beschwerdeführer  daher  zu  Recht 
vorhandene  Kenntnisse  von  einigen  notwendigen  Vorschriften  und 
Reglementen.  Nachvollziehbar  führt  die  Vorinstanz  aber  auch  aus, 
dass  trotzdem  die  erforderlichen  Strecken-  und  Fahrzeugkenntnisse 
sowie weitere SBB-spezifische Kenntnisse nicht  vorhanden  gewesen 
seien  und  der  Beschwerdeführer  die  Ausübung  der  Tätigkeit  als 
Lokführer,  insbesondere auch das Bewegen und Führen von Zügen, 
von  Grund  auf  habe  erlernen  müssen.  Insofern  vermag  auch  zu 
überzeugen,  dass der  Beschwerdeführer  – entgegen seiner  eigenen 
Einschätzung – die komplette Ausbildung hat absolvieren müssen. 

6.3.6 Weiter vermag das Vorbringen des Beschwerdeführers nicht zu 
überzeugen, wonach sich die im Zwischenzeugnis der SBB erwähnte 
«grosse  Berufserfahrung»  ausschliesslich  auf  seine  Tätigkeit  als 
Lokführer beziehen müsse. 

Absatz 3 des Zwischenzeugnisses äussert sich nicht nur zu den beruf-
lichen,  sondern  auch  zu  den  menschlichen  Qualitäten  des 
Beschwerdeführers. Es ist davon auszugehen, dass sich die «grosse 
Berufserfahrung»  auf  seinen  gesamten  bisherigen  beruflichen 
Werdegang  bezieht  und  damit  als  persönliche  (im  Gegensatz  zur 
beruflichen)  Eigenschaft  aufgefasst  werden  muss.  Diese  Auslegung 
der  SBB  rechtfertigt  sich  auch  deshalb,  weil  im  gleichen  Satz  das 
«sehr breit angelegte Allgemeinwissen» erwähnt wird und dieses mit 
der Tätigkeit als Lokführer keinen direkten Zusammenhang hat. Im Üb-
rigen ist  festzuhalten,  dass mit  3-jähriger  Tätigkeit  vernünftigerweise 
keine  «grosse  Berufserfahrung»  als  Lokführer  ausgewiesen  werden 
kann.

6.3.7 Zusammenfassend kann deshalb festgehalten werden, dass die 
Erfahrungen und das Alter des Beschwerdeführers mit 23% des maxi-
malen Erfahrungsanteils der Funktionsstufe 12 zu bewerten, dem Bun-
desverwaltungsgericht zwar insgesamt als eher tief, aber im Rahmen 
der  Bestimmungen  und  des  Ermessens  der  SBB  bei  der 
Lohnfestsetzung  als  nicht  (offensichtlich)  unhaltbar,  unzweckmässig 
und sachfremd erscheint.  Die Rüge des Beschwerdeführers ist daher 
auch diesbezüglich unbegründet. 

Seite 17

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7.
Die Beschwerde wird aus diesen Gründen abgewiesen.

8.
In personalrechtlichen Angelegenheiten ist  das Beschwerdeverfahren 
unabhängig  vom Verfahrensausgang kostenlos,  ausser  bei  Mutwillig-
keit (Art. 34 Abs. 2 BPG), wovon hier nicht ausgegangen wird. Es sind 
daher keine Verfahrenskosten zu erheben. Der Vorinstanz und dem un-
terliegenden,  nicht  anwaltlich  vertretenen  Beschwerdeführer  stehen 
ferner keine Parteientschädigungen zu (Art. 64 VwVG und Art. 7 ff. des 
Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigun-
gen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine  Parteientschä-
digung gesprochen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Gerichtsurkunde)

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber:

Marianne Ryter Sauvant Stefan von Gunten

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

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Rechtsmittelbelehrung:

Entscheide  des  Bundesverwaltungsgerichts  auf  dem  Gebiet  der 
öffentlich-rechtlichen Arbeitsverhältnisse können mit Beschwerde beim 
Bundesgericht  angefochten  werden,  sofern  es  um  eine  vermögens-
rechtliche Angelegenheit geht,  bei  welcher der Streitwert  mindestens 
15'000 Franken beträgt oder bei der sich eine Rechtsfrage von grund-
sätzlicher Bedeutung stellt  (vgl. Art. 85 Abs. 1 Bst. b und Abs. 2 des 
Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 [Bundes-
gerichtsgesetz,  BGG];  SR  173.110).  Bei  einer  nicht  vermögens-
rechtlichen Angelegenheit ist  die Beschwerde nur zulässig, wenn sie 
die Gleichstellung der Geschlechter betrifft (vgl. Art. 83 Bst. g BGG).

Steht die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten offen, 
so ist sie innert 30 Tagen seit der Ausfertigung des angefochtenen Ur-
teils zu erheben. Die Rechtsschrift  ist  in einer Amtssprache abzufas-
sen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis-
mittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Sie  muss  spätestens  am 
letzten Tag der Frist  beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen 
Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplo-
matischen  oder  konsularischen  Vertretung  übergeben  werden  (vgl. 
Art. 42. 48, 54 und 100 BGG).

Versand: 

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