# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 05760794-2504-5ebf-88bd-528d53631537
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-11-03
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 03.11.2023 UE220287
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_UE220287_2023-11-03.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
III. Strafkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: UE220287-O/U/BEE>HEI 

 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. A. Flury, Präsident, Oberrichterin lic. iur. K. Ei-

chenberger und Ersatzoberrichterin lic. iur. R. Hürlimann sowie  

Gerichtsschreiber Dr. iur. D. Hasler 

 

Beschluss vom 3. November 2023 
 

in Sachen 

 

A._____, 
Beschwerdeführer 

 

vertreten durch Rechtsanwältin MLaw X._____ 

 

gegen 

 

1. †B._____, 
2. Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland, 
Beschwerdegegner 

 

1 verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. iur. Y1._____ und Rechtsanwalt MLaw 

Y2._____ 

 

betreffend Einstellung  
 
Beschwerde gegen die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft 
Winterthur/Unterland vom 21. September 2022, D-7/2021/10036169 
  

- 2 - 

Erwägungen: 

I.  Prozessgeschichte 

1. Am 18. Oktober 2021 erstatteten der Beschwerdeführer, A._____, und seine 
Ehefrau schriftlich bei der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat und Zürich-Sihl 

Strafanzeige gegen den Beschwerdegegner 1, B._____, betreffend Betrug 

(Urk. 13/1). Er wirft diesem zusammengefasst vor, dieser habe ihm dreimal zehn 

Goldbarren à 1 Unze zu je Fr. 1150.– verkauft und ihn dabei über deren Echtheit 

getäuscht. Am 13. November 2021 reichte der Beschwerdeführer einen Nachtrag 

zu seiner Strafanzeige ein (Urk. 13/3). Diese Eingaben wurden der Staatsanwalt-

schaft Winterthur/Unterland (fortan: Staatsanwaltschaft) weitergeleitet. Nach einer 

Hausdurchsuchung beim Beschwerdegegner 1, dessen Vorführung und delegier-

ten Einvernahme durch die Polizei sowie Ermittlungen zum (angeblichen) Verkäu-

fer der Goldbarren an den Beschwerdegegner 1 (Urk. 13/6–10) verfügte die 

Staatsanwaltschaft am 21. September 2022 die Einstellung der Strafuntersuchung 

(Urk. 3/2 = Urk. 6 = Urk. 13/15).  

2. Gegen diese Verfügung – dem Beschwerdeführer bzw. der Rechtsvertretung 
am 5. Oktober 2022 zugegangen (Urk. 3/3) – liess der Beschwerdeführer mit Ein-

gabe vom 14. Oktober 2022 fristgerecht (Urk. 4) Beschwerde erheben (Urk. 2). Er 

beantragt:  

«1. Es sei die Einstellungsverfügung der Beschwerdegegnerin vom 21. September 2022 

vollumfänglich aufzuheben. 

2. Es sei die Einstellungsverfügung der Beschwerdegegnerin vom 21. September 2022 

an die Beschwerdegegnerin zur weiteren Untersuchung und neuen Entscheidung zu-

rückzuweisen. 

3. Der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen. 

4. Die Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, die notwendigen Ermittlungs- und Untersu-

chungshandlungen vorzunehmen. Sie sei insbesondere anzuweisen, 

a. die am 15. Februar 2022 sichergestellten Goldunzen ‹C._____ … Gold 

Rectangular – 1 oz›, mind. stichprobenartig, auszuwerten und deren Beschaf-

fenheit gutachterlich feststellen zu lassen. 

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b. bei der Unternehmung C._____ S.A., … [Adresse], Schweiz um Auskunft zu 

ersuchen, ab welchem Zeitpunkt diese das Produkt ‹C._____ … Gold Rectan-

gular – 1 oz› mit Veriscan und QR-Code herausgegeben habe resp. herausge-

be. 

c. nach erfolgter Auskunftserteilung gemäss vorherigem Bst. b die Bankkonto-

auszüge aller auf B._____ lautenden Bankkonti ab dem Zeitpunkt zu edieren, 

ab welchem die Unternehmung C._____ S.A. das Produkt ‹C._____ … Gold 

Rectangular – 1 oz› mit Veriscan und QR-Code herausgab resp. herausgibt, 

spätestens jedoch ab Juni 2016, bis Dezember 2021. 

d. die ehemalige Arbeitgeberin des Beschuldigten, die D._____ AG, sowie deren 

Pensionskasse um Auskunft zu ersuchen, ob B._____ seine Arbeitsstelle 

zwecks vorzeitigen Antritts der Pensionierung gekündigt habe. 

5. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. 7,7% MwSt. zulasten der Be-

schwerdegegnerin.» 

3. Mit Präsidialverfügung vom 18. Oktober 2022 wurde wegen eines fehlenden 
Rechtsschutzinteresses nicht auf den Antrag um Gewährung der aufschiebenden 

Wirkung der Beschwerde eingetreten und Frist angesetzt, um eine Prozesskauti-

on von Fr. 2500.– zu leisten (Urk. 7). Der Beschwerdeführer leistete die Prozess-

kaution fristgerecht am 24. Oktober 2022 (Urk. 8/1; Urk. 9). In der Folge reichte 

die Staatsanwaltschaft die verlangten Untersuchungsakten ein und nahm gleich-

zeitig mit Schreiben vom 2. November 2022 Stellung zur Beschwerdeschrift. Sie 

beantragt deren Abweisung unter Kostenfolge zulasten des Beschwerdeführers 

und verweist hierzu vollumfänglich auf die Ausführungen in der angefochtenen 

Verfügung und im Beweisergänzungsentscheid vom 1. September 2022 

(Urk. 12 f.). Der Beschwerdegegner 1 liess am 1. November 2022 auf eine Stel-

lungnahme verzichten, ebenfalls unter Hinweis auf die beiden genannten Verfü-

gungen (Urk. 15).  

4. Mit Eingabe vom 12. September 2023 informierte der Verteidiger des Be-
schwerdegegners 1 über dessen Ableben am tt.mm.2023 und ersuchte darum, 

das Beschwerdeverfahren als gegenstandslos abzuschreiben (Urk. 21 f.). Mit E-

Mail vom 18. September 2023 orientierte die Staatsanwaltschaft über die Eingabe 

des Verteidigers an sie vom 12. September 2023 betreffend den Tod des Be-

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schwerdegegners 1 und dessen Ersuchen an die Staatsanwaltschaft, das gegen 

den Beschwerdegegner 1 geführte Strafverfahren einzustellen (Urk. 25 f.). Mit 

Präsidialverfügung vom 3. Oktober 2023 wurde dem Beschwerdeführer und der 

Staatsanwaltschaft Gelegenheit gegeben, sich zur Frage der Verfahrenserledi-

gung und der entsprechenden Kosten- und Entschädigungsfolgen zu äussern. Die 

Staatsanwaltschaft beantragt mit ihrer Eingabe vom 6. Oktober 2023, das Be-

schwerdeverfahren als gegenstandslos abzuschreiben und auch die Kosten ab-

zuschreiben (Urk. 29). Der Beschwerdeführer liess innert erstreckter Frist mit Ein-

gabe vom 23. Oktober 2023 ebenfalls Stellung nehmen (Urk. 32; Urk. 34). Er be-

antragt, die Beschwerde weiterhin materiell zu behandeln und im Sinne der ur-

sprünglich gestellten Anträge gutzuheissen, eventualiter bei Gegenstandslosigkeit 

die Verfahrenskosten und die Entschädigung der Staatsanwaltschaft aufzuerlegen 

(Urk. 34).  

5. Damit erweist sich das Verfahren als spruchreif. Zufolge hoher Geschäftslast 
der Kammer ergriffener Entlastungsmassnahmen ergeht dieser Beschluss teilwei-

se in anderer Besetzung als angekündigt (vgl. Urk. 7 S. 4). 

II.  Gegenstandslosigkeit 

1. Der Beschwerdegegner 1 ist gemäss der Todesanzeige der Gemeinde E._____ 
am tt.mm.2023 und damit während des laufenden Beschwerdeverfahrens ver-

storben (Urk. 22). Beschuldigte können nur lebende Personen sein. Die Beschul-

digtenstellung endet mit dem Tod oder mit einem rechtskräftigen Endentscheid. 

Der Tod der beschuldigten Person bildet ein dauerndes Prozesshindernis, auf-

grund dessen ein Strafverfahren einzustellen ist (Art. 319 Abs. 1 lit. d StPO, vgl. 

auch Art. 403 Abs. 1 lit. c StPO). Entsprechend ist das mit der Beschwerde ange-

strebte Ziel einer Fortführung der Strafuntersuchung gegen den Beschwerdegeg-

ner 1 (Urk. 2 S. 2) unmöglich geworden (vgl. auch Beschluss der Kammer Verfah-

ren Geschäfts-Nr. UE210075-O vom 21. Dezember 2022 E. II.2). Dies anerkennt 

auch der Beschwerdeführer selbst, wenn er ausführen lässt, dass die Strafunter-

suchung nach einer Aufhebung der angefochtenen Verfügung gestützt auf 

Art. 319 Abs. 1 lit. d StPO dennoch einzustellen wäre (Urk. 34 S. 3). Unmöglich ist 

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deshalb erst recht das Ziel einer Verurteilung des Beschwerdegegners 1, auf das 

sich der Beschwerdeführer mit seiner Konstituierung als Strafkläger für ein nach 

wie vor aktuelles Rechtsschutzinteresse beruft (Urk. 34 S. 2). Entgegen dem Be-

schwerdeführer ist für die Beurteilung, ob ein Beschwerdeobjekt und ein rechtlich 

geschütztes Interesse an einem Entscheid darüber noch besteht, auf die Verhält-

nisse im Zeitpunkt des Entscheids abzustellen (vgl. Urk. 34 S. 4 f.). Fehlt ein 

Rechtsschutzinteresse bereits bei Beschwerdeerhebung, ist auf die Beschwerde 

nicht einzutreten, fällt es nach der Beschwerdeerhebung dahin, wird das Be-

schwerdeverfahren gegenstandslos. 

2. Weiter bringt der Beschwerdeführer gegen eine Abschreibung des Beschwer-
deverfahrens wegen Gegenstandslosigkeit im Wesentlichen vor, eine Gutheis-

sung der Beschwerde mit der Feststellung einer unzulässigen Einstellung nach 

Art. 319 Abs. 1 lit. a StPO habe mit Blick auf seine Konstituierung als Strafkläger 

eine andere «Qualität» als eine Abschreibung wegen Gegenstandslosigkeit 

(Urk. 34 S. 2) und eine Gutheissung der Beschwerde würde sich in höheren Er-

folgschancen in einem allfälligen Zivilverfahren auswirken (Urk. 34 S. 3 f.).  

2.1. Im Ergebnis ficht der Beschwerdeführer mit dieser Argumentation die Be-
gründung der angefochtenen Verfügung an und nicht ihr Dispositiv. Das Dispositiv 

enthält denn auch die massgebliche Gesetzesbestimmung für die Einstellung 

nicht (vgl. Urk. 6 S. 4). Anfechtbar ist jedoch nur das Dispositiv, nicht die Begrün-

dung, weil auch nur das Dispositiv rechtskräftig werden kann (Urteil des Bundes-

gerichts 6B_265/2020 vom 11. Mai 2022 E. 1, nicht publ. in BGE 148 IV 329; vgl. 

BGE 136 III 345 E. 2.1). Davon ausgenommen ist die Anfechtung der Begründung 

durch die beschuldigte Person mit der Rüge, die Begründung eines freisprechend 

wirkenden Entscheids verletze die Unschuldsvermutung (Urteile des Bundesge-

richts 6B_472/2021 vom 27. April 2023 E. 3 und 6B_1496/2020 vom 16. Dezem-

ber 2021 E. 3.2, je mit Hinweisen). Dieser Ausnahmefall liegt hier offensichtlich 

nicht vor. 

2.2. Die Stellung als Strafkläger verschafft dem Beschwerdeführer auch keinen 
rechtlich geschützten Anspruch darauf, dass die Unrechtmässigkeit einer Einstel-

lung wegen eines nicht erhärteten Tatverdachts festgestellt wird. Auch als Zivilklä-

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ger hat der Beschwerdeführer keinen solchen Anspruch. Erstens hat der Be-

schwerdeführer seine allfällige Zivilforderung mit dem Tod des Beschwerdegeg-

ners 1 und der entsprechend zwangsläufigen Einstellung der Strafuntersuchung 

gegen diesen (vgl. vorne E. II.1) ohnehin auf dem Zivilweg geltend zu machen 

(Art. 320 Abs. 2 StPO). Zweitens zeigt der Beschwerdeführer nicht auf und ist 

auch nicht ersichtlich, dass die (blosse) Erhöhung von zivilprozessualen Erfolgs-

chancen eine rechtlich geschützte Position des Zivilklägers im Hinblick auf einen 

separaten Zivilprozess ist. Ähnlich wie das Strafverfahren nicht dazu benutzt wer-

den darf, für einen Zivilprozess Beweise sammeln zu lassen (vgl. Urteil des Bun-

desgerichts 1B_66/2020 vom 2. Dezember 2020 E. 3.2 mit Hinweis; Urteil des 

Bundesgerichts 6B_1295/2017 vom 19. April 2018 E. 1.2; BGE 137 IV 246 

E. 1.3.1), kann auch die Begründung eines Einstellungsentscheids nicht (einzig) 

mit Blick auf die Erfolgschancen in einem Zivilprozess angefochten werden. Drit-

tens führt der Beschwerdeführer selbst aus, dass das Zivilgericht nicht an das Ur-

teil des Strafgerichts gebunden ist (Urk. 34 S. 3; vgl. Art. 53 OR). Auch mit einer 

Gutheissung der Beschwerde bliebe die Sachlage wegen der Unmöglichkeit, die 

Strafuntersuchung fortzuführen (und die beantragten Beweise abzunehmen), un-

geklärt und der Beschwerdeführer hätte in einem Zivilverfahren ohnehin unter an-

derem die Widerrechtlichkeit des Verhaltens des Beschwerdegegners 1 und den 

dadurch erlittenen Schaden (vgl. Art. 41 Abs. 1 OR) vollumfänglich selbst zu be-

weisen. Dem Beschwerdeführer steht es im Übrigen offen, dem Zivilgericht die 

vorliegende Begründung einzureichen, um zu zeigen, weshalb die Begründung in 

der angefochtenen Verfügung nicht mehr überprüft wurde. 

3. Schliesslich bringt der Beschwerdeführer gegen die Abschreibung wegen Ge-
genstandslosigkeit vor, er sähe sich bei dieser Erledigungsart einem Kostenrisiko 

ausgesetzt (Urk. 2 S. 2 und 4). Auch dies vermag jedoch kein weiterhin aktuelles 

rechtlich geschütztes Interesse an einem Entscheid in der Sache zu begründen. 

Hat er die Gegenstandslosigkeit wie hier nicht zu vertreten, so trägt er auch kein 

Kostenrisiko über jenes hinaus, das er mit der Beschwerde ohnehin eingegangen 

ist.  

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4. Im Ergebnis ist das Beschwerdeverfahren durch den Tod des Beschwerdegeg-
ners 1 vor einem Entscheid über die Beschwerde gegenstandslos geworden und 

entsprechend abzuschreiben. Das Strafverfahren gegen den Beschwerdegeg-

ner 1 bleibt folglich nach dem Dispositiv der angefochtenen Verfügung eingestellt. 

Auf die Begründung dieser Verfügung kommt es nicht an. 

III.  Kosten- und Entschädigungsfolgen 

1. Gemessen an der Bedeutung und Schwierigkeit des Falls sowie am Zeitauf-
wand des Gerichts ist die Gerichtsgebühr für das Beschwerdeverfahren auf 

Fr. 1200.– festzusetzen (§ 17 Abs. 1 i. V. m. § 2 Abs. 1 lit. b–d GebV OG). Ge-

mäss Art. 428 Abs. 1 StPO tragen die Parteien die Kosten des Rechtsmittelverfah-

rens nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens. Der Beschwerdeführer 

unterliegt mit seinem Antrag, der Beschwerde aufschiebende Wirkung zu erteilen. 

Darauf wurde bereits vor dem Tod des Beschwerdegegners 1 nicht eingetreten 

und der Antrag bleibt auch vom Grund der Gegenstandslosigkeit unberührt. Im 

Übrigen ist das Verfahren wegen Gegenstandslosigkeit abzuschreiben, was der 

Beschwerdeführer nicht zu vertreten hat und folglich nicht als sein Unterliegen 

ausgelegt werden kann. Bei diesem Ausgang sind die Kosten des Beschwerde-

verfahrens zu einem Sechstel dem Beschwerdeführer aufzuerlegen und im Übri-

gen auf die Gerichtskasse zu nehmen.  

2. Der Entschädigungsentscheid wird durch den Kostenentscheid präjudiziert 
(BGE 137 IV 352 E. 2.4.2). Der Beschwerdeführer ist demnach für das Be-

schwerdeverfahren im Umfang seines Obsiegens zu fünf Sechsteln aus der Ge-

richtskasse zu entschädigen (vgl. Art. 436 Abs. 2 StPO). Er war im Beschwerde-

verfahren erbeten durch eine Anwältin vertreten und verlangte eine Parteient-

schädigung in der Höhe von Fr. 4246.20 inklusive Mehrwertsteuer für einen Auf-

wand von 11,1 Stunden zu einem Honoraransatz von Fr. 350.– pro Stunde sowie 

für Auslagen (Urk. 2 S. 2; Urk. 34 S. 5 ff.; Urk. 35). Die Entschädigung bemisst 

sich im Beschwerdeverfahren pauschal gestützt auf die Bedeutung und Schwie-

rigkeit des Falls sowie auf die Verantwortung und den Zeitaufwand der Anwältin in 

einem Rahmen von Fr. 300.– bis Fr. 12 000.– (§ 19 Abs. 1 und § 2 Abs. 1 lit. b–e 

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AnwGebV) und nicht wie im Vorverfahren nach Aufwand (vgl. § 16 Abs. 1 und § 3 

AnwGebV). Die Bedeutung des Falls liegt mit der geltend gemachten Vermögens-

straftat im durchschnittlichen Bereich. Mit dem überschaubaren Sachverhalt ge-

mäss der zweiseitigen Strafanzeige, mit dem Tatbestand des Betrugs und mit der 

zu widerlegenden Behauptung des Beschwerdegegners 1, selber durch einen Be-

trug geschädigt worden zu sein, bietet der Fall gewisse Schwierigkeiten, wie sie 

aber in der Geschädigtenvertretung als üblich angesehen werden können. Ent-

sprechend war auch die Verantwortung der Rechtsbeiständin nicht hoch und der 

geltend gemachte Zeitaufwand für die Beschwerdeschrift und die Stellungnahme 

zur Erledigungsart erscheint angemessen. Demnach ist die (reduzierte) Entschä-

digung pauschal auf Fr. 2500.– zuzüglich 7,7 % Mehrwertsteuer festzusetzen.  

3. Der Beschwerdegegner 1 verzichtete auf Anträge und eine Stellungnahme zur 
Beschwerde (vgl. Urk. 15). Folglich werden er bzw. seine Rechtsnachfolger weder 

kostenpflichtig noch entschädigungsberechtigt (vgl. BGE 138 IV 248 E. 5.3; Urteil 

des Bundesgerichts 6B_265/2016 vom 1. Juni 2016 E. 2.3). 

  

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Es wird beschlossen: 

1. Das Beschwerdeverfahren wird zufolge Gegenstandslosigkeit als erledigt 

abgeschrieben, soweit auf die Beschwerde eingetreten wird. 

2. Die Kosten für das Beschwerdeverfahren werden auf Fr. 1200.– festgesetzt, 

im Umfang von Fr. 200.– dem Beschwerdeführer auferlegt und von der ge-

leisteten Prozesskaution bezogen. Im Übrigen werden die Kosten auf die 

Gerichtskasse genommen. 

3. Im Mehrbetrag wird die Prozesskaution dem Beschwerdeführer nach Ablauf 

der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger Rechtsmittelverfahren 

gegen den vorliegenden Entscheid unter Vorbehalt des staatlichen Verrech-

nungsrechts zurückerstattet. 

4. Der Beschwerdeführer wird für das Beschwerdeverfahren mit Fr. 2692.50 

(inkl. Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse entschädigt. 

5. Schriftliche Mitteilung an: 

− Rechtsanwältin MLaw X._____, zweifach, für sich und den Beschwer-
deführer, und unter Beilage einer Kopie von Urk. 29 (per Gerichtsur-
kunde) 

− Rechtsanwalt Dr. iur. Y1._____ und Rechtsanwalt MLaw Y2._____, 
zweifach, für sich und den Beschwerdegegner 1 bzw. dessen Rechts-
nachfolger, und unter Beilage einer Kopie von Urk. 29 und Urk. 34 (per 
Gerichtsurkunde) 

− die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland, ad D-7/2021/10036169, 
unter Beilage einer Kopie von Urk. 34 und unter Rücksendung der 
beigezogenen Akten (Urk. 13; gegen Empfangsbestätigung) 

sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger 

Rechtsmittel an: 

− die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland, ad D-7/2021/10036169 
(gegen Empfangsbestätigung)  

− die Zentrale Inkassostelle der Gerichte. 

6. Rechtsmittel: 

Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben wer-

- 10 - 

den. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei 
der gemäss Art. 35 und 35a BGerR zuständigen strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesge-

richtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. Die Be-

schwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen richten 

sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichtsgesetzes.  

Hinweis: Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht einge-
reicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplo-

matischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden. 

 
 
Zürich, 3. November 2023 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

III. Strafkammer 
 

Der Präsident: 
 
 
 

lic. iur. A. Flury 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

Dr. iur. D. Hasler 
 

	Beschluss vom 3. November 2023
	Erwägungen:
	I.   Prozessgeschichte
	1. Am 18. Oktober 2021 erstatteten der Beschwerdeführer, A._____, und seine Ehefrau schriftlich bei der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat und Zürich-Sihl Strafanzeige gegen den Beschwerdegegner 1, B._____, betreffend Betrug (Urk. 13/1). Er wirft die...
	2. Gegen diese Verfügung – dem Beschwerdeführer bzw. der Rechtsvertretung am 5. Oktober 2022 zugegangen (Urk. 3/3) – liess der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 14. Oktober 2022 fristgerecht (Urk. 4) Beschwerde erheben (Urk. 2). Er beantragt:
	«1. Es sei die Einstellungsverfügung der Beschwerdegegnerin vom 21. September 2022 vollumfänglich aufzuheben.
	2. Es sei die Einstellungsverfügung der Beschwerdegegnerin vom 21. September 2022 an die Beschwerdegegnerin zur weiteren Untersuchung und neuen Entscheidung zurückzuweisen.
	3. Der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen.
	4. Die Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, die notwendigen Ermittlungs- und Untersuchungshandlungen vorzunehmen. Sie sei insbesondere anzuweisen,
	a. die am 15. Februar 2022 sichergestellten Goldunzen ‹C._____ … Gold Rectangular – 1 oz›, mind. stichprobenartig, auszuwerten und deren Beschaffenheit gutachterlich feststellen zu lassen.
	b. bei der Unternehmung C._____ S.A., … [Adresse], Schweiz um Auskunft zu ersuchen, ab welchem Zeitpunkt diese das Produkt ‹C._____ … Gold Rectangular – 1 oz› mit Veriscan und QR-Code herausgegeben habe resp. herausgebe.
	c. nach erfolgter Auskunftserteilung gemäss vorherigem Bst. b die Bankkontoauszüge aller auf B._____ lautenden Bankkonti ab dem Zeitpunkt zu edieren, ab welchem die Unternehmung C._____ S.A. das Produkt ‹C._____ … Gold Rectangular – 1 oz› mit Veriscan...
	d. die ehemalige Arbeitgeberin des Beschuldigten, die D._____ AG, sowie deren Pensionskasse um Auskunft zu ersuchen, ob B._____ seine Arbeitsstelle zwecks vorzeitigen Antritts der Pensionierung gekündigt habe.
	5. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. 7,7% MwSt. zulasten der Beschwerdegegnerin.»
	3. Mit Präsidialverfügung vom 18. Oktober 2022 wurde wegen eines fehlenden Rechtsschutzinteresses nicht auf den Antrag um Gewährung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde eingetreten und Frist angesetzt, um eine Prozesskaution von Fr. 2500.– zu l...
	4. Mit Eingabe vom 12. September 2023 informierte der Verteidiger des Beschwerdegegners 1 über dessen Ableben am tt.mm.2023 und ersuchte darum, das Beschwerdeverfahren als gegenstandslos abzuschreiben (Urk. 21 f.). Mit E-Mail vom 18. September 202...
	5. Damit erweist sich das Verfahren als spruchreif. Zufolge hoher Geschäftslast der Kammer ergriffener Entlastungsmassnahmen ergeht dieser Beschluss teilweise in anderer Besetzung als angekündigt (vgl. Urk. 7 S. 4).
	II.   Gegenstandslosigkeit
	1. Der Beschwerdegegner 1 ist gemäss der Todesanzeige der Gemeinde E._____ am tt.mm.2023 und damit während des laufenden Beschwerdeverfahrens verstorben (Urk. 22). Beschuldigte können nur lebende Personen sein. Die Beschuldigtenstellung endet mit dem ...
	2. Weiter bringt der Beschwerdeführer gegen eine Abschreibung des Beschwerdeverfahrens wegen Gegenstandslosigkeit im Wesentlichen vor, eine Gutheissung der Beschwerde mit der Feststellung einer unzulässigen Einstellung nach Art. 319 Abs. 1 lit. a StPO...
	2.1. Im Ergebnis ficht der Beschwerdeführer mit dieser Argumentation die Begründung der angefochtenen Verfügung an und nicht ihr Dispositiv. Das Dispositiv enthält denn auch die massgebliche Gesetzesbestimmung für die Einstellung nicht (vgl. Urk. 6 S....
	2.2. Die Stellung als Strafkläger verschafft dem Beschwerdeführer auch keinen rechtlich geschützten Anspruch darauf, dass die Unrechtmässigkeit einer Einstellung wegen eines nicht erhärteten Tatverdachts festgestellt wird. Auch als Zivilkläger hat der...
	3. Schliesslich bringt der Beschwerdeführer gegen die Abschreibung wegen Gegenstandslosigkeit vor, er sähe sich bei dieser Erledigungsart einem Kostenrisiko ausgesetzt (Urk. 2 S. 2 und 4). Auch dies vermag jedoch kein weiterhin aktuelles rechtlich ges...
	4. Im Ergebnis ist das Beschwerdeverfahren durch den Tod des Beschwerdegegners 1 vor einem Entscheid über die Beschwerde gegenstandslos geworden und entsprechend abzuschreiben. Das Strafverfahren gegen den Beschwerdegegner 1 bleibt folglich nach dem D...
	III.   Kosten- und Entschädigungsfolgen
	1. Gemessen an der Bedeutung und Schwierigkeit des Falls sowie am Zeitaufwand des Gerichts ist die Gerichtsgebühr für das Beschwerdeverfahren auf Fr. 1200.– festzusetzen (§ 17 Abs. 1 i. V. m. § 2 Abs. 1 lit. b–d GebV OG). Gemäss Art. 428 Abs. 1 StPO t...
	2. Der Entschädigungsentscheid wird durch den Kostenentscheid präjudiziert (BGE 137 IV 352 E. 2.4.2). Der Beschwerdeführer ist demnach für das Beschwerdeverfahren im Umfang seines Obsiegens zu fünf Sechsteln aus der Gerichtskasse zu entschädigen (vgl....
	3. Der Beschwerdegegner 1 verzichtete auf Anträge und eine Stellungnahme zur Beschwerde (vgl. Urk. 15). Folglich werden er bzw. seine Rechtsnachfolger weder kostenpflichtig noch entschädigungsberechtigt (vgl. BGE 138 IV 248 E. 5.3; Urteil des Bundesge...

	Es wird beschlossen:
	1. Das Beschwerdeverfahren wird zufolge Gegenstandslosigkeit als erledigt abgeschrieben, soweit auf die Beschwerde eingetreten wird.
	2. Die Kosten für das Beschwerdeverfahren werden auf Fr. 1200.– festgesetzt, im Umfang von Fr. 200.– dem Beschwerdeführer auferlegt und von der geleisteten Prozesskaution bezogen. Im Übrigen werden die Kosten auf die Gerichtskasse genommen.
	3. Im Mehrbetrag wird die Prozesskaution dem Beschwerdeführer nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger Rechtsmittelverfahren gegen den vorliegenden Entscheid unter Vorbehalt des staatlichen Verrechnungsrechts zurückerstattet.
	4. Der Beschwerdeführer wird für das Beschwerdeverfahren mit Fr. 2692.50 (inkl. Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse entschädigt.
	5. Schriftliche Mitteilung an:
	 Rechtsanwältin MLaw X._____, zweifach, für sich und den Beschwerdeführer, und unter Beilage einer Kopie von Urk. 29 (per Gerichtsurkunde)
	 Rechtsanwalt Dr. iur. Y1._____ und Rechtsanwalt MLaw Y2._____, zweifach, für sich und den Beschwerdegegner 1 bzw. dessen Rechtsnachfolger, und unter Beilage einer Kopie von Urk. 29 und Urk. 34 (per Gerichtsurkunde)
	 die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland, ad D-7/2021/10036169, unter Beilage einer Kopie von Urk. 34 und unter Rücksendung der beigezogenen Akten (Urk. 13; gegen Empfangsbestätigung)

	sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger Rechtsmittel an:
	 die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland, ad D-7/2021/10036169 (gegen Empfangsbestätigung)
	 die Zentrale Inkassostelle der Gerichte.

	6. Rechtsmittel: Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der gemäss Art. 35 und 35a BGerR zuständigen strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000...
	Hinweis: Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden.