# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8e2e4033-f796-5f0c-a495-c781d766d4f5
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-12-11
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 11.12.2014 725 2014 160 (725 14 160)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-2014-160_2014-12-11.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 11. Dezember 2014 (725 14 160) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Unfallähnliche Körperschädigung bei einem Achillessehnenriss bejaht, welchen sich die 

versicherte Person zuzog, als sie mit einer ruckartig ausgelösten Schwungbewegung aus 

der knienden Position aufstehen wollte 

 

 
 
 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Christof Enderle, Kantonsrich-

ter Beat Hersberger, Gerichtsschreiberin Gisela Wartenweiler 
 
 

Parteien A.___, Beschwerdeführerin, vertreten durch Daniel Altermatt, 
Rechtsanwalt, Neuarlesheimerstrasse 15, 4143 Dornach 

  
 
gegen 
 
 

 Schweizerische National-Versicherungs-Gesellschaft AG, 
Rechtsdienst, Wuhrmattstrasse 21, 4103 Bottmingen, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen  
 
 
 
A. Die 1964 geborene A.____ ist seit 1. Dezember 2004 bei der B.___ tätig und durch die 
Arbeitgeberin bei der Schweizerischen National-Versicherungs-Gesellschaft AG (Unfallversi-
cherung) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Am 

 
 
Seite 2   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

7. Januar 2014 liess die Versicherte durch ihre Arbeitgeberin melden, dass sie am 28. Dezem-
ber 2013 die Achillessehne am linken Fuss verletzt habe. Die Erstkonsultation erfolgte am 
30. Dezember 2013 bei Dr. med. C.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates, D.____. Die operative Behandlung der gerissenen Achillessehne fand 
am Folgetag statt. Mit Schreiben vom 22. Januar 2014 lehnte die Unfallversicherung ihre Leis-
tungspflicht ab. Dagegen erhob die Versicherte am 24. Januar 2014 telefonisch Einwände. Da-
bei erwähnte sie, dass sie am 30. November 2013 mit der linken Ferse an einem Treppentritt 
hängen geblieben sei und sich dabei eine Fersenkontusion zugezogen habe. Am 27. Februar 
2014 erliess die Unfallversicherung eine Verfügung, mit welcher sie an der Ablehnung der Leis-
tungspflicht festhielt. Da es sich beim gemeldeten Ereignis vom 28. Dezember 2014 weder um 
einen Unfall noch um eine unfallähnliche Körperschädigung handle, habe die Versicherte kei-
nen Anspruch auf Leistungen. Die dagegen erhobene Einsprache der Versicherten und des 
zuständigen Krankenversicherers wies die Unfallversicherung mit Entscheid vom 28. April 2014 
ab. 
 
B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Altermatt, am 28. Mai 2014 
Beschwerde ans Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kan-
tonsgericht). Sie beantragte, in Aufhebung des Einspracheentscheids vom 28. April 2014 seien 
ihr infolge des Unfallereignisses vom 28. Dezember 2013, eventualiter infolge desjenigen vom 
30. November 2013, die gesetzlichen Versicherungsleistungen zuzusprechen; unter o/e-
Kostenfolge. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, dass die Sachverhaltsdarstellun-
gen in der Schadenmeldung der Arbeitgeberin vom 7. Januar 2014 und von Dr. C.____ im Be-
richt vom 9. Januar 2014 nie von ihr autorisiert worden seien. Im Fragebogen "Allgemein" habe 
sie den Unfallhergang deshalb knapp geschildert, da sie nicht habe wissen können, dass es für 
die rechtliche Qualifizierung eines Unfallereignisses auf den genauen Verlauf ankomme. Es sei 
deshalb auf den Sachverhalt abzustellen, den sie im Rahmen ihrer Einsprache vom 6. März 
2014 geschildert habe. Am 28. Dezember 2013 sei ihre linke Achillessehne gerissen, als sie 
sich mit einem Mikrofon in der Hand ruckartig und schwungvoll aus der Hocke erhoben habe. 
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung liege damit ein Unfall bzw. eine unfallähnliche 
Körperschädigung vor. Falls wider Erwarten das Ereignis vom 28. Dezember 2013 nicht als 
Unfall oder als unfallähnliche Körperschädigung zu qualifizieren sei, sei festzustellen, dass die 
Achillessehnenruptur zumindest im Sinne einer Teilursache auf das Ereignis vom 30. November 
2013 zurückzuführen sei. Denn das Hängenbleiben an einem Treppentritt stelle zweifellos einen 
Unfall im Rechtssinne dar.   
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 27. Juni 2014 schloss die Unfallversicherung auf Abweisung 
der Beschwerde. 
 
D. An der heutigen Parteiverhandlung nehmen die Beschwerdeführerin, ihr Rechtsvertreter, 
und E.____ als Vertreterin der Unfallversicherung teil. Dabei wird die Beschwerdeführerin 
nochmals zum Hergang der Ereignisse vom 30. November 2013 und 28. Dezember 2013 be-
fragt. In ihren Plädoyers halten die Parteien an ihren Anträgen und im Wesentlichen an ihren 
Begründungen fest. 
 

 
 
Seite 3   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 60 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den 
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 und Art. 1 Abs. 1 
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) vom 20. März 1981 kann gegen Ein-
spracheentscheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht 
innert 30 Tagen Beschwerde erhoben werden. Zuständig ist gemäss Art. 58 ATSG das Versi-
cherungsgericht desjenigen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerde-
erhebung ihren Wohnsitz hat. Vorliegend befindet sich dieser in X.____, weshalb die örtliche 
Zuständigkeit des Kantonsgerichts zu bejahen ist. Gemäss § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über 
die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das 
Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Be-
schwerden gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist 
somit auch sachlich für die Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die frist- 
und formgerecht erhobene Beschwerde vom 28. Mai 2014 ist einzutreten. 
 
2. Streitig und zu prüfen ist, ob die Unfallversicherung zu Recht die Übernahme von Versi-
cherungsleistungen im Zusammenhang mit den Vorfällen vom 30. November 2013 und 
28. Dezember 2014 ablehnte.  
 
2.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG gewährt die Unfallversicherung Leistungen bei Berufsunfällen, 
Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten. Als Unfall gilt gemäss Art. 4 ATSG die plötzliche, 
nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den 
menschlichen Körper. Das Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit bezieht sich nicht auf die 
Wirkung des äusseren Faktors, sondern nur auf diesen selber. Ohne Belang für die Prüfung der 
Ungewöhnlichkeit ist somit, dass der äussere Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwartete 
Folgen nach sich zog. Der äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er den Rahmen des im jewei-
ligen Lebensbereich Alltäglichen oder Üblichen überschreitet. Ob dies zutrifft, beurteilt sich im 
Einzelfall, wobei grundsätzlich nur die objektiven Umstände in Betracht fallen (BGE 129 V 402 
E. 2.1, 122 V 233 E. 1, 121 V 38 E. 1a, je mit Hinweisen). Ein Unfall liegt vor, wenn ein äusserer 
Faktor auf den Körper einwirkt. Das Ereignis muss sich in der Aussenwelt zutragen. Die Folgen 
davon können sich jedoch unter Umständen ausschliesslich im Körperinnern zeigen. Nach Leh-
re und Rechtsprechung kann das Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors in einer un-
koordinierten Bewegung bestehen. Der ungewöhnliche äussere Faktor liegt in solchen Fällen 
darin, dass die körperliche Bewegung durch etwas Programmwidriges gestört wird, was bei-
spielsweise dann zutrifft, wenn die versicherte Person stolpert, ausgleitet oder an einen Gegen-
stand anstösst, oder wenn sie um ein Ausgleiten zu verhindern, eine reflexartige Abwehrhaltung 
ausführt oder auszuführen versucht (RKUV 1999 U 345 S. 422 E. 2b). Bei körpereigenen 
Traumen, das heisst bei Schädigungen infolge einer im Körperinnern vor sich gehenden 
Krafteinwirkung (wie etwa bei Muskel- und Gelenkschmerzen, einer Lumbago oder Hernien), ist 
somit erforderlich, dass die unmittelbare Ursache der Schädigung entweder die Folge einer be-
stimmten sinnfälligen Überanstrengung ist oder unter besonders sinnfälligen Umständen ge-
setzt worden ist. Die Aussergewöhnlichkeit ist aber nicht schon dann gegeben, wenn die Ge-
sundheitsschädigung bei einer etwas ungewohnten, der zu verrichtenden Arbeit aber angepass-

 
 
Seite 4   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

ten Körperstellung erfolgt. Die Aussergewöhnlichkeit einer Anstrengung ist jeweils im Hinblick 
auf die Konstitution sowie die berufliche oder ausserberufliche Gewöhnung der betreffenden 
Person zu beurteilen (ALEXANDRA RUMO-JUNGO, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 
Zürich/Basel/Genf 2003, 3. Auflage, S. 27 mit Hinweisen). 
 
2.2 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungsverfahren und der Sozialversicherungspro-
zess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach haben Versicherungsträger und 
Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen, aus eigener Initiative und ohne Bindung an die 
Vorbringen oder Beweisanträge der Parteien für die richtige und vollständige Abklärung des 
rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneinge-
schränkt, er wird ergänzt durch die Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 E. 2, 122 
V 158 E. 1a, je mit Hinweisen). Zu beachten ist jedoch, dass der Untersuchungsgrundsatz die 
Beweislast im Sinne der Beweisführungslast begriffsnotwendig ausschliesst, da es Sache der 
verfügenden Verwaltungsstelle bzw. des Sozialversicherungsgerichts ist, für die Zusammentra-
gung des Beweismaterials besorgt zu sein. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin die 
Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Ent-
scheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt 
Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmög-
lich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung  
einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklich-
keit zu entsprechen (BGE 117 V 264 E. 3b mit Hinweisen). 
 
2.3 Die Verwaltung als verfügende Instanz und - im Beschwerdefall - das Gericht dürfen eine 
Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im 
Sozialversicherungsrecht gilt, soweit das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, der Be-
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 353 E. 5b S. 360). Im Streitfall 
obliegt es dem Gericht zu beurteilen, ob die einzelnen Voraussetzungen des Unfallbegriffs er-
füllt sind. Der Untersuchungsmaxime entsprechend hat es von Amtes wegen die notwendigen 
Beweise zu erheben und kann zu diesem Zwecke auch die Parteien heranziehen. Wird auf 
Grund dieser Massnahmen das Vorliegen eines Unfallereignisses nicht wenigstens mit Wahr-
scheinlichkeit erstellt - die blosse Möglichkeit genügt nicht -, so hat dieses als unbewiesen zu 
gelten, was sich zu Lasten der den Anspruch erhebenden Person auswirkt (BGE 116 V 136 
E. 4b S. 140 mit Hinweis; Urteile des Bundesgerichts vom 31. Januar 2011, 8C_709/2010, 
E. 2.2 und U 346/05 vom 20. Februar 2007 E. 2.2, je mit weiteren Hinweisen).  
 
2.4 Was speziell den Unfallbeweis anbelangt, sind die einzelnen Umstände des Unfallge-
schehens von der Leistungsansprecherin bzw. vom Leistungsansprecher bzw. glaubhaft zu 
machen. Zur Glaubhaftmachung eines Unfallereignisses müssen über das konkrete Geschehen 
genaue und möglichst detaillierte Angaben namhaft gemacht werden, aufgrund derer der Versi-
cherer in die Lage versetzt wird, sich über die Tatumstände ein klares Bild zu machen und die-
se in objektiver Weise abzuschätzen (vgl. Urteile des Eidgenössischen Versicherungsgerichts 
(EVG; heute: Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilungen) vom 25. November 2004, U 209/04, 
vom 15. September 2004, U 234/04 sowie vom 19. Mai 2004, U 236/03). Bei sich widerspre-
chenden Angaben der versicherten Person über den Unfallhergang ist auf die Beweismaxime 

 
 
Seite 5   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

hinzuweisen, wonach die sogenannten spontanen "Aussagen der ersten Stunde" in der Regel 
unbefangener und zuverlässiger sind als spätere Darstellungen, die bewusst oder unbewusst 
von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein 
können. Wenn die versicherte Person ihre Darstellung im Laufe der Zeit wechselt, kommt den 
Angaben, die sie kurz nach dem Unfall gemacht hat, meistens grösseres Gewicht zu als jenen 
nach Kenntnis einer Ablehnungsverfügung des Versicherers (BGE 121 V 45 E. 2a S. 47 mit 
Hinweisen; Urteil des EVG vom 23. November 2006, U 258/04, E. 3.1). Der Grundsatz, wonach 
die ersten Aussagen nach einem schädigenden Ereignis in der Regel unbefangener und zuver-
lässiger sind als spätere Darstellungen, stellt eine im Rahmen der freien Beweiswürdigung zu 
berücksichtigende Entscheidungshilfe dar. Sie kann nur zur Anwendung gelangen, wenn von 
zusätzlichen Abklärungen keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind (RKUV 2004 Nr. U 524 
S. 546 f., U 236/03 E. 3.3.4; Urteil des Bundesgerichts vom 14. November 2013, 8C_696/2013, 
E. 2). 
  
2.5 Der mangelhafte Nachweis eines die Merkmale des Unfalles erfüllenden Ereignisses lässt 
sich nur selten durch medizinische Feststellungen ersetzen. Diesen kommt im Rahmen der Be-
weiswürdigung für oder gegen das Vorliegen eines unfallmässigen Geschehens in der Regel 
nur die Bedeutung von Indizien zu (RKUV 2003 Nr. U 485 S. 260 E. 5, 1990 Nr. U 86 S. 51 
E. 2). Dabei ist zu beachten, dass sich der medizinische Begriff des Traumas nicht mit dem Un-
fallbegriff deckt. Ein traumatisches Ereignis oder Trauma im medizinischen Sinne kann neben 
dem eigentlichen Unfall im Rechtssinne auch Ereignisse umfassen, denen der Charakter der 
Ungewöhnlichkeit und/oder Plötzlichkeit abgeht (nicht publizierte E. 1 des BGE 130 V 380 mit 
Hinweis). 
 
3.1. In der Unfallmeldung vom 7. Januar 2014 schilderte die Arbeitgeberin der Versicherten 
den Vorfall vom 28. Dezember 2013 wie folgt: "Frau A.____ kniete am Boden im Wohnzimmer, 
wollte aufstehen, mit dem linken Fuss hat sie sich hochgedrückt und plötzlich hat es einen Knall 
im Fersen gegeben und die Achillessehne war gerissen." Dem Operationsbericht vom 2. Januar 
2014 zufolge habe sich die Versicherte am 30. Dezember 2013 auf der Notfallstation der 
D.____ vorgestellt. Aufgrund der Befunde habe eine Indikation zur Achillessehnennaht bestan-
den. Der Eingriff sei am Folgetag durchgeführt worden. In seinem Bericht vom 9. Januar 2014 
führte Dr. C.____ aus, dass sich die Versicherte am 28. Dezember 2013 beim Aufstehen aus 
der Hocke eine Achillessehnenruptur zugezogen habe. Einige Tage vorher habe sie sich die 
Achillessehne beim Treppensteigen direkt traumatisiert. Es liege ein Unfall vor. Der von der 
Versicherten im Fragebogen "Allgemein" vom 10. Januar 2014 geschilderte Hergang lautet: 
"Am 28. Dezember 2013 bin ich Wohnzimmer gekniet, wollte aufstehen und als ich den linken 
Fuss auf dem Boden aufsetzte, gab es einen Knall im linken Fersen. Die Achillessehne war 
gerissen." Sie bestätigte zudem, dass sich der Vorfall ohne äussere Einwirkungen ereignet ha-
be. Dagegen verneinte sie die Frage, ob sie vor dem Ereignis wegen ähnlichen Beschwerden in 
Behandlung gestanden habe. In den Akten ist weiter eine Telefonnotiz der Unfallversicherung 
zu finden, wonach die Versicherte mitgeteilt habe, dass sie sich am 30. November 2013 beim 
Treppengehen eine Fersenkontusion zugezogen habe, als sie mit dem linken Fersen am obers-
ten Tritt hängen geblieben sei. Danach habe sie zwei Wochen Schmerzen gehabt und ausser 
Stiefel keine Schuhe mehr anziehen können (vgl. auch Schreiben vom 5. Februar 2014, in wel-

 
 
Seite 6   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

chem Dr. C.____ und ihr Lebenspartner die Richtigkeit dieser Aussage mit ihren Unterschriften 
bestätigten). Die Versicherte machte in ihrer Einsprache vom 6. März 2014 geltend, dass die 
Unfallversicherung den Sachverhalt in ihrer Verfügung vom 27. Februar 2014 nicht ganz richtig 
wiedergegeben habe. Sie habe die am 30. November 2013 zugezogene Verletzung fälschli-
cherweise als Prellung angesehen. Dr. C.____ habe gemeint, dass die Sehne damals bereits 
angerissen gewesen sei, da die Achillessehne, welche die stärkste Sehne sei, bei einem ge-
sunden, jungen Menschen nicht einfach reissen könne. Bei einem Anriss könnten die Schmer-
zen ohne weiteres nach wenigen Tagen abklingen. Zum Ereignis vom 28. Dezember 2013 führ-
te sie an, dass sie "mit einem Ruck und mit Schwung aus der Kniestellung aufgestanden sei, 
ohne die Hände zu benutzen, da sie ein Mikrofon in der Hand gehalten habe. Dabei habe es 
beim Aufsetzen auf dem Boden einen Knall im linken Fuss gegeben und die Achillessehne sei 
gerissen…. Sie sei vor dem Fernseher gekniet, weil sie mit ihrem Partner "Singstar" gespielt 
bzw. gesungen habe. In der Beschwerde vom 28. Mai 2014 schilderte die Versicherte den Vor-
fall in ähnlicher Weise: Am 28. Dezember 2013 habe sie vor dem Fernseher "Singstar" gespielt. 
Dabei sei sie mit einem Mikrofon in der Hand am Boden gekniet. Sie habe sich dann ruckartig 
und mit Schwung aus der Hocke erhoben, ohne sich mit den Händen am Boden abzustützen. 
Bei dieser plötzlichen Körperbewegung sei es zum Riss der Achillessehne gekommen.   
 
3.2 An der Parteiverhandlung erklärte die Versicherte, dass "Singstar" ein Kinderspiel sei, bei 
welchem man Karaoke singe. Da sie nicht so gut sehe, sei sie an jenem Abend ganz nahe vor 
dem Fernseher gekniet, damit sie den Gesangstext habe lesen können. Vor dem Refrain, den 
sie auswendig singen könne, habe sie zurück auf das Sofa gehen wollen. Dabei habe sie sich 
mit dem Mikrofon in der Hand aus der knienden Stellung rückwärts auf beide Füsse geschwun-
gen, ohne sich mit den Händen abzustützen. Beim Aufstehen habe es im linken Fersen laut 
geknackt. Auf Aufforderung hin zeigte sie diesen Bewegungsablauf vor. 
 
3.3 In Würdigung der vorliegenden Aussagen sind sich die Parteien einig, dass am 28. De-
zember 2013 die Achillessehne des linken Fusses riss, als die Versicherte aus der Kniestellung 
aufstehen wollte. Die ersten in den Akten festgehaltenen Sachverhaltsdarstellungen vermitteln 
den Eindruck, dass lediglich der linke Fuss bei der Aufstehbewegung auf den Boden aufgesetzt 
wurde, während das rechte Bein noch in kniender Stellung verharrte. So wird von einem "Hoch-
drücken des linken Fusses" oder "Aufsetzen des linken Fusses auf den Boden" gesprochen. In 
den späteren Beschreibungen präzisierte die Versicherte den Hergang dahingehend, dass sie 
ruckartig und mit Schwung aus der Kniestellung aufgestanden sei. Erst aufgrund der heutigen 
Aussagen und dem demonstrierten Bewegungsablauf wird klar, dass sich die Versicherte sin-
gend mit einem Mikrofon in der Hand auf dem Boden kniete, als sie sich, um aufstehen zu kön-
nen, rückwärts ohne Hilfe der Hände auf beide Füsse schwang. Bei dieser Bewegung riss die 
Achillessehne des linken Fusses. Es besteht kein Anlass, an der Glaubwürdigkeit dieser Aus-
sagen zu zweifeln; zumal der Bewegungsablauf den vorangegangenen Beschreibungen nicht 
widerspricht. Dass sie darin lediglich den linken Fuss erwähnte, ist wohl darauf zurückzuführen, 
dass sie infolge der Verletzung diesem mehr Beachtung schenkte und sich nicht veranlasst sah, 
sich zur Position des rechten Fusses zu äussern. Von der Vorstellung, dass sich bei der Auf-
stehbewegung lediglich der linke Fuss auf dem Boden befand, liess sich wohl auch die  
Vorinstanz leiten. Wie sich heute gezeigt hat, lässt sich der Ablauf des Vorfalls vom 28. De-

 
 
Seite 7   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

zember 2013 erst jetzt detailliert rekonstruieren. Damit steht aber gleichzeitig fest, dass die  
Vorinstanz bei der Beurteilung des Leistungsanspruchs von einem unzutreffenden Sachverhalt 
ausging. 
 
3.4 Entgegen der von der Unfallversicherung in ihrer Vernehmlassung sowie in der Parteiver-
handlung vertretenen Meinung findet die Beweismaxime "Aussagen der ersten Stunde" vorlie-
gend keine Anwendung. Rechtsprechungsgemäss kann auf diese Beweismaxime nur bei sich 
widersprechenden Angaben der versicherten Person über den Ereignishergang abgestellt wer-
den. Gestützt auf die heutige Sachverhaltsdarstellung der Versicherten erweisen sich jedoch 
weder ihre ersten Aussagen noch die später erfolgten Sachverhaltsdarstellungen als wider-
sprüchlich.  
 
4. Ausgehend vom hier massgebenden Hergang des Vorfalls vom 28. Dezember 2013 ist zu 
prüfen, ob ein Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG vorliegt. Dabei ist festzustellen, dass die Versi-
cherte beim Vorfall vom 28. Dezember 2013 nichts Ungewöhnliches im Bewegungsablauf wie 
ein Stolpern, ein Fehltritt oder ein Ausrutschen, ein Anstossen oder ein reflexartiges Abwehren 
eines Sturzes etc. beschreibt. Ebenso wenig lag eine ausserordentliche Kraftanstrengung (eine 
sinnfällige Überanstrengung) vor. Damit ist aber eine Programmwidrigkeit im Bewegungsablauf 
nicht erkennbar, womit das Vorliegen eines ungewöhnlichen äusseren Faktors und somit auch 
ein Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG zu verneinen ist. 
 
5. Erlitt die Versicherte beim Ereignis vom 28. Dezember 2013 keinen Unfall im Rechtssinne, 
bleibt zu prüfen, ob eine unfallähnliche Körperschädigung vorliegt.  
 
5.1 Als tatbestandsmässige Gesundheitsschädigungen gelten gemäss Art. 9 Abs. 2 der Ver-
ordnung über die Unfallversicherung (UVV) vom 20. Dezember 1982 die in lit. a bis h aufgeführ-
ten Körperschädigungen, wozu auch Sehnenrisse gehören (lit. f), auch wenn sie nicht durch 
einen ungewöhnlichen äusseren Faktor verursacht wurden. Gemäss den Berichten von 
Dr. C.____ vom 2. und 9. Januar 2013 erlitt die Versicherte unbestrittenermassen ein Achilles-
sehnenriss am linken Fersen, deren gerissenen Sehnenanteile mit einer Naht operativ verbun-
den werden mussten.  
 
5.2 Damit eine Leistungspflicht der Unfallversicherung bei unfallähnlichen Körperschädigun-
gen bejaht werden kann, müssen mit Ausnahme der Ungewöhnlichkeit sämtliche Tatbestands-
merkmale des Unfallbegriffs erfüllt sein. Besonderer Bedeutung kommt der Voraussetzung des 
äusseren Ereignisses zu, d.h. eines ausserhalb des Körpers liegenden, objektiv feststellbaren, 
sinnfälligen, eben unfallähnlichen Vorfalls (BGE 129 V 466 E. 2.2). Die schädigende äussere 
Einwirkung kann in einer körpereigenen Bewegung bestehen (BGE 129 V 466 E. 4.1 mit Hin-
weisen). Das Auftreten von Schmerzen als solches ist kein äusserer (schädigender) Faktor im 
Sinne der Rechtsprechung, weshalb dieser nicht gegeben ist, wenn die versicherte Person nur 
das (erstmalige) Auftreten von Schmerzen in zeitlicher Hinsicht anzugeben vermag (BGE 129 V 
466 E. 4.2.1). Vielmehr ist gemäss Rechtsprechung für die Bejahung eines äusseren auf den 
menschlichen Körper schädigend einwirkenden Faktors stets ein Geschehen verlangt, dem ein 
gewisses gesteigertes Gefährdungspotenzial innewohnt. Das ist zu bejahen, wenn die zum ein-

 
 
Seite 8   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

schiessenden Schmerz führende Tätigkeit im Rahmen einer allgemein gesteigerten Gefahren-
lage vorgenommen wird, wie dies etwa für viele sportliche Betätigungen zutreffen kann. Der 
äussere Faktor mit erheblichem Schädigungspotenzial liegt auch dann vor, wenn die in Frage 
stehende Lebensverrichtung einer mehr als physiologisch normalen und psychologisch be-
herrschten Beanspruchung des Körpers, insbesondere seiner Gliedmassen, gleichkommt. 
Deswegen fallen einschiessende Schmerzen als Symptome einer Schädigung nach Art. 9 Abs. 
2 UVV ausser Betracht, wenn sie allein bei der Vornahme einer alltäglichen Lebensverrichtung 
auftreten, ohne dass hierzu ein davon unterscheidbares äusseres Moment hineinspielt. Wer 
also lediglich beim Aufstehen, Absitzen, Abliegen, der Bewegung im Raum, Handreichungen 
usw. einen einschiessenden Schmerz erleidet, welcher sich als Symptom einer Schädigung 
nach Art. 9 Abs. 2 UVV herausstellt, kann sich nicht auf das Vorliegen einer unfallähnlichen 
Körperschädigung berufen. Die physiologische Beanspruchung des Skelettes, der Gelenke, 
Muskeln, Sehnen und Bänder stellt keinen äusseren Faktor dar, dem ein zwar nicht ungewöhn-
liches, jedoch gegenüber dem normalen Gebrauch der Körperteile gesteigertes Gefährdungs-
potenzial innewohnen muss (BGE 129 V 466 E. 4.2.2). Erfüllt ist demgegenüber das Erfordernis 
des äusseren schädigenden Faktors bei Änderungen der Körperlage, die nach unfallmedizini-
scher Erfahrung häufig zu körpereigenen Traumen führen können, etwa das plötzliche Aufste-
hen aus der Hocke, die heftige und/oder belastende Bewegung und die durch äussere Einflüsse 
unkontrollierbare Änderung der Körperlage (BGE 129 V 466 E. 4.2.3). Erforderlich für die Beja-
hung eines äusseren Faktors ist demzufolge ein gesteigertes Schädigungspotenzial, sei es zu-
folge einer allgemein gesteigerten Gefahrenlage, sei es durch Hinzutreten eines zur Unkontrol-
lierbarkeit der Vornahme der alltäglichen Lebensverrichtung führenden Faktors (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts vom 17. Januar 2013, 8C_705/2012, E. 3.2 mit Hinweis auf BGE 129 V 468 
E. 3). 
 
5.3 Die Unfallversicherung stellt sich auf den Standpunkt, dass das Aufstehen aus einer 
knienden Stellung eine alltägliche Lebensverrichtung darstelle, die üblicherweise im Rahmen 
einer physiologisch normalen und psychologisch beherrschten Beanspruchung des Körpers 
liege, der grundsätzlich kein besonderes Schädigungspotential innewohne und daher als sol-
cher nicht den Anforderungen der Rechtsprechung an den äusseren schädigenden Faktor ge-
nüge. Die Versicherte habe keine plötzliche, ruckartige oder unkontrollierte Bewegung gemacht, 
aufgrund welcher auf ein sinnfälliges Ereignis geschlossen werden könne. Dieser Auffassung 
kann nicht gefolgt werden. Wird die Aufstehbewegung vom 28. Dezember 2013 näher betrach-
tet, so muss die Versicherte aus der Kniestellung zuerst die Zehen beider Füsse auf den Boden 
aufgestellt haben. Um auf die ganze Fusssohle gelangen zu können, bedarf es aus dieser Posi-
tion einer Rückwärtsbewegung. Werden die Hände dabei nicht benutzt, so gelingt dies nur mit 
einem gewissen ruckartig ausgelösten Schwung, damit sich das Körpergewicht von den Zehen 
unter gleichzeitigem Lösen der Knie vom Boden auf die Fersen verlagert. Diese ruckartig aus-
gelöste Schwungbewegung stellt ein unmittelbares Geschehen im Sinne der Rechtsprechung 
dar, welches das Merkmal der Plötzlichkeit aufweist. Bereits vor dem die Verletzung auslösen-
den Ereignis war die Achillessehne aufgrund der aufgestellten Zehen belastet und wurde als-
dann durch eine weitere, unvermittelt einsetzende Ruck- und anschliessende Schwungbewe-
gung zusätzlich erheblich in Anspruch genommen. Dieses Ereignis ist vergleichbar mit dem in 
BGE 116 V 148 angeführten Beispiel des plötzlichen Aufstehens aus der Hocke, in welchem 

 
 
Seite 9   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung der äussere Faktor bejaht wurde (vgl. auch die 
Übersicht in: ALEXANDRA RUMO-JUNGO/ANDRÉ PIERRE HOLZER, Rechtsprechung des Bundesge-
richts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. 2012, 
S. 81 f.). Es ist zwar mit der Unfallversicherung einig zu gehen, dass das Aufstehen aus knien-
der Stellung üblicherweise eine alltägliche Lebensverrichtung darstellt. Sie übersieht jedoch, 
dass zu dieser Bewegung vorliegend ein davon unterscheidbares zur Unkontrollierbarkeit der 
Verrichtung führendes äusseres Moment in Form eines ruckartig ausgelösten Schwungs hinzu-
trat, weshalb ein ausserhalb des Körpers liegendes, objektiv feststellbares, sinnfälliges, unfall-
ähnliches Ereignis zu bejahen ist (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts vom 7. Mai 2010, 
8C_772/2009, E. 3.3).  
 
5.4 Daran ändert das von der Unfallversicherung vergleichsweise angeführte bundesgerichtli-
che Urteil vom 27. Mai 2013 (8C_282/2013) nichts. In jenem Fall versorgte eine Rettungssanitä-
terin zusammen mit einer Kollegin bei einem fingierten Einsatz in kniender Stellung einen am 
Boden sitzenden Verletzten. Als sie ihn auf Rettungsbrett heben musste, verspürte sie beim 
Aufstehen plötzlich einen starken Schmerz im rechten Knie. Das Bundesgericht verneinte den 
äusseren Faktor mit der Begründung, dass solche Aufstehbewegungen für die berufliche Tätig-
keit als Rettungssanitäterin typisch und alltäglich seien und deshalb keine gesteigerte Gefähr-
dung der körperlichen Integrität vorliege. In casu erfolgte das Aufstehen aus einer knienden 
Position weder im Rahmen einer beruflichen Arbeit noch handelte es sich um eine alltägliche 
Bewegung der Versicherten. Die Unfallversicherung kann deshalb aus dem von ihr zitierten 
Urteil des Bundesgerichts nichts zu ihren Gunsten ableiten.  
 
5.5 Nach dem Gesagten ist festzuhalten, dass das Ereignis vom 28. Dezember 2013 eine 
unfallähnliche Körperschädigung im Sinne von Art. 6 Abs. 2 UVG i.V.m. Art. 9 Abs. 2 UVV dar-
stellt. In Gutheissung der Beschwerde ist demnach der Einspracheentscheid vom 28. April 2014 
aufzuheben und die Unfallversicherung zu verpflichten, der Versicherten im Zusammenhang mit 
dem Ereignis vom 28. Dezember 2013 die gesetzlichen Leistungen zu erbringen.  
 
5.6 Aufgrund dieses Ergebnisses erübrigt sich zu prüfen, ob das Ereignis vom 30. November 
2013 den Unfallbegriff gemäss Art. 4 ATSG oder die Voraussetzungen für das Vorliegen einer 
unfallähnlichen Körperschädigung im Sinne von Art. 6 Abs. 2 UVG in Verbindung mit Art. 9 Abs. 
2 UVV erfüllt. 
 
6.1 Art. 61 lit. a ATSG bestimmt, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die Par-
teien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu er-
heben. 
 
6.2 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch 
auf Ersatz der Parteikosten. Da die Versicherte obsiegende Partei ist, ist ihr eine Parteient-
schädigung zu Lasten der Unfallversicherung zuzusprechen. Der Rechtsvertreter der Be-
schwerdeführerin machte in seiner Honorarnote vom 6. August 2014 für das vorliegende Ver-
fahren einen Zeitaufwand von 9,75 Stunden geltend, was sich umfangmässig in Anbetracht der 
sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen als angemessen erweist. Unter Hinzurechnung 

 
 
Seite 10   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

von 3,25 Stunden für die Parteiverhandlung resultiert ein Aufwand von insgesamt 13 Stunden. 
Die Bemühungen sind zum in Sozialversicherungsprozessen praxisgemäss für durchschnittli-
che Fälle zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von Fr. 250.-- zu entschädigen. Nicht zu 
beanstanden sind sodann die in der Honorarnote ausgewiesenen Auslagen von Fr. 58.--. Der 
Beschwerdeführerin ist deshalb eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 3'572.65 (13 
Stunden à Fr. 250.-- + Auslagen von Fr. 58.-- zuzüglich 8 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der 
Unfallversicherung zuzusprechen. 

 
 
Seite 11   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Schweizerische National-
Versicherungs-Gesellschaft AG verpflichtet, der Beschwerdeführerin 
die gesetzlichen Leistungen für die Folgen aus dem Ereignis vom 
28. Dezember 2013 zu erbringen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die Schweizerische National-Versicherungs-Gesellschaft AG hat der 
Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung in Höhe von 
Fr. 3‘572.65 (inkl. Auslagen und 8 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 

 
 
Gegen diesen Entscheid wurde von Schweizerischen National-Versicherungs-Gesellschaft AG 
am 27. Februar 2015 Beschwerde beim Bundesgericht (Verfahren-Nr. 8C_152/2015) erhoben.