# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 44635e35-e96d-5be0-99bf-ec89316d90f6
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-08-10
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 10.08.2020 S 2019 17
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2019-17_2020-08-10.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Dr. Matthias Suter
Gerichtsschreiber: lic. iur. Albert Dormann

U R T E I L  vom 10. August 2020 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch RA lic. iur. B.________

gegen

SUVA, Schweizerische Unfallversicherungsanstalt, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 
6002 Luzern
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Unfallversicherung
(Leistungen)

S 2019 17

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Urteil i.S. S 2019 17

A. a) A.________, geb. 1965, war über die C.________ AG obligatorisch bei der Suva 
gegen Unfälle versichert, als er am 3. Dezember 2012 auf einer Baustelle auf die linke 
Schulter stürzte (vgl. Schadenmeldung vom 11. Dezember 2012 und Angaben des 
Versicherten vom 21. Februar 2013).

Bei der Erstbehandlung vom 3. Dezember 2012 diagnostizierte Dr. med. D.________ eine 
Schulterprellung links und attestierte dem Versicherten eine volle Arbeitsunfähigkeit. 
Röntgenbilder der linken Schulter zeigten keine ossäre Läsion (vgl. Bericht vom 12. Feb-
ruar 2013). Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht und erbrachte die gesetzlichen 
Versicherungsleistungen.

b) Im weiteren Verlauf persistieren Schulterbeschwerden links. Ein Arthro-MRI der 
linken Schulter vom 29. Januar 2013 ergab unter anderem eine vollständige Ruptur der 
Supraspinatussehne und eine (vorbestehende) Ruptur der langen Bizepssehne. Von einer 
richtungsgebenden Verschlimmerung des erheblichen Vorzustands ausgehend, postulierte 
Kreisarzt Dr. med. E.________ eine primär konservative Behandlung (Bericht vom 
16. April 2013). So konnte anlässlich des stationären Aufenthalts in der Rehaklinik 
F.________ vom 6. Mai bis 19. Juni 2013 eine wesentliche Verbesserung der 
Schulterfunktion, nicht jedoch der Schmerzproblematik, erreicht werden.

c) Mit Verfügung vom 26. Juni 2014 bzw. mit Einspracheentscheid vom 28. Novem-
ber 2014 verneinte die Suva einen Anspruch des Versicherten auf eine Rente und eine 
Integritätsentschädigung.

d) Am 7. November 2016 erlitt der Versicherte als Bauarbeiter der G.________ AG 
einen weiteren suvaversicherten Unfall, als er sich bei der Arbeit eine Schulterdistorsion 
links zuzog (vgl. Schadenmeldung vom 18. November 2016). Es resultierte eine volle 
Arbeitsunfähigkeit. Bei irreparabler Rotatorenmannschettenruptur links wurde am 
15. Februar 2017 eine inverse Schulterprothese links implantiert, wobei die Suva die 
Operation als Folge des Unfalls vom 3. Dezember 2012 taxierte (vgl. Austrittsbericht des 
Spitals H.________ vom 21. Februar 2017). Physiotherapie wurde verordnet.

e) Bei der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung vom 3. November 2017 hielt 
Dr. med. I.________ eine eingeschränkte Schulterfunktion links als verbleibende 
Unfallfolge fest und erstellte ein Zumutbarkeitsprofil. Gleichentags nahm er die Beurteilung 

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des Integritätsschadens vor. Mit Schreiben vom 6. Februar 2018 stellte die Suva die 
Heilkostenleistungen per sofort und die Taggeldleistungen per 31. März 2018 ein.

f) Mit Verfügung vom 5. März 2018 lehnte die Suva einen Anspruch auf 
Invalidenrente ab und führte zur Begründung aus, dass angesichts eines 
Invaliditätsgrades von 7 % keine erhebliche unfallbedingte Erwerbseinbusse vorliege. 
Demgegenüber wurde dem Versicherten bei einer Integritätsentschädigung von 17,5 % 
eine Integritätsentschädigung von Fr. 22'050.-- zugesprochen.

g) Gegen die Verfügung vom 5. März 2018 liess der Versicherte am 16. April 2018 
fristgerecht Einsprache erheben und die Ausrichtung einer Übergangsrente von 17 % und 
weitere Abklärungen beantragen.

Mit Einspracheentscheid vom 6. Dezember 2018 wies die Suva die Einsprache ab und 
entzog einer allfälligen Beschwerde die aufschiebende Wirkung. Zur Begründung legte sie 
im Wesentlichen dar, es liege keine erhebliche unfallbedingte Erwerbseinbusse vor und 
die Integritätsentschädigung sei korrekt bemessen worden.

B. Am 22. Januar 2019 liess A.________ beim Verwaltungsgericht des Kantons Zug 
Beschwerde einreichen und die Aufhebung des Einspracheentscheids vom 6. Dezember 
2018 beantragen. Die Suva sei zu verpflichten, ihm die gesetzlichen Leistungen gemäss 
UVG, namentlich eine unbefristete Invalidenrente, zu gewähren. Es sei zur 
rechtsgenüglichen Abklärung des Integritätsschadens des Beschwerdeführers ein 
gerichtliches Gutachten einzuholen. Eventualiter sei die Suva zu verpflichten, ihm eine 
Integritätsentschädigung von mindestens 25 % zu gewähren, unter Kosten- und 
Entschädigungsfolge zu Lasten der Suva. Zur Begründung liess der Beschwerdeführer 
geltend machen, dass die Suva den Einkommensvergleich fehlerhaft durchgeführt habe. 
Es sei lediglich die Festsetzung des Invalideneinkommens mittels Zahlen der 
Dokumentation von Arbeitsplätzen (DAP) zu bemängeln. Die Berechnung des 
Valideneinkommens (Fr. 66'464.--), welche basierend auf dem Verdienst aus dem Jahre 
2014 bei der C.________ AG vorgenommen worden sei, werde nicht bestritten. Die Suva 
habe bei der Bestimmung des Invalideneinkommens unzulässigerweise auf die DAP-
Profile abgestellt. Es sei nämlich zu beachten, dass sie die DAP nicht mehr anwende und 
es stelle sich daher die Frage, ob DAP Dokumentationen im Wissen um die 
bevorstehende Abkehr von diesem System noch ordnungsgemäss geführt worden seien. 
Angesichts der Systemumstellung und der Gleichbehandlung rechtfertige es sich, auf die 

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LSE und damit auf ein Invalideneinkommen von Fr. 67'792.-- abzustellen. In Anrechnung 
eines leidensbedingten Abzugs in der Höhe von mindestens 15 % resultiere ein 
rentenbegründender Invaliditätsgrad von 13,3 %. Hinsichtlich Integritätsentschädigung sei 
es schleierhaft, wie Dr. I.________ auf die angeblichen 17,5 % gekommen sei. Seine 
Einschätzung sei im Ergebnis ohne jegliche Begründung und nicht nachvollziehbar, 
weshalb zumindest geringe Zweifel an seiner Beurteilung bestünden und dieser (mangels 
Begründung) rechtsprechungsgemäss keine Beweiskraft zukommen könne. Infolgedessen 
sei zur rechtsgenüglichen Abklärung des Integritätsschadens des Beschwerdeführers ein 
gerichtliches Gutachten einzuholen. Eventualiter sei die Integritätseinbusse mit 25 % 
festzusetzen.

C. Mit Vernehmlassung vom 12. Juni 2019 beantragte die Suva die Abweisung der 
Beschwerde vom 22. Januar 2019 und führte zur Begründung aus, es treffe zu, dass die 
Suva die Pflege und Aktualisierung der DAP per 31. Dezember 2018 eingestellt habe. 
Vorliegend sei der Fallabschluss bzw. die Rentenprüfung aber per 31. März 2018 und 
damit gestützt auf eine aktuelle DAP-Datenbank erfolgt, weshalb das Abstellen auf die 
DAP-Löhne nicht zu beanstanden sei (vgl. zur Gleichwertigkeit des DAP-Systems zur 
LSE-Methode BGE 129 V 472). Es sei nicht zu beanstanden, dass die Suva vom 
Mittelwert der Durchschnittslöhne der ausgewählten Arbeitsplätze und nicht vom Mittelwert 
der Mindestlöhne ausgegangen sei. Rechtsprechungsgemäss seien bei der Ermittlung des 
Invalideneinkommens im Rahmen des DAP-Systems von den Löhnen keine Abzüge 
vorzunehmen (BGE 129 V 472 E. 4.2.3). Auch die Integritätsentschädigung sei korrekt 
bemessen worden.

D. Mit Schreiben vom 14. Juni 2019 räumte das Verwaltungsgericht dem 
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers die Möglichkeit ein, bis 12. Juli 2019 eine Replik 
einzureichen. Am 11. Juli 2019 ersuchte der Rechtsvertreter um eine Fristerstreckung von 
mindestens 20 Tagen. Die vom Verwaltungsgericht bis 2. September 2019 erstreckte Frist 
liess der Rechtsvertreter ungenutzt verstreichen.

Das Verwaltungsgericht erwägt:

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Urteil i.S. S 2019 17

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des So-
zialversicherungsrechts (ATSG) kann gegen Einspracheentscheide Beschwerde erhoben 
werden. Die Beschwerdefrist beträgt 30 Tage (Art. 60 Abs. 1 ATSG). Im Kanton Zug 
beurteilt gemäss Art. 57 ATSG i.V.m. § 77 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes (VRG) 
das Verwaltungsgericht als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus dem Gebiet der 
eidgenössischen Sozialversicherung, für die das Bundesrecht eine kantonale 
Rechtsmittelinstanz vorsieht. Örtlich zuständig ist das Versicherungsgericht desjenigen 
Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung Wohnsitz hat 
(Art. 58 Abs. 1 ATSG). Der Beschwerdeführer wohnt in J.________, weshalb das 
Verwaltungsgericht in Anwendung von § 4 Abs. 1 lit. b der kantonalen 
Vollziehungsverordnung zum Bundesgesetz über die Unfallversicherung (BGS 842.5) 
örtlich und sachlich zuständig ist. Die Beschwerde gegen den Einspracheentscheid vom 
6. Dezember 2018 wurde am 22. Januar 2019 fristgerecht der Post übergeben. Sie 
entspricht auch den übrigen formellen Anforderungen, weshalb sie zu prüfen ist. Die 
Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des 
Verwaltungsgerichtes (GO VG, BGS 162.11).

2. Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles 
grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung (in casu 
5. März 2018) resp. des streitigen Einspracheentscheids (in casu 6. Dezember 2018) 
eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 121 V 362 E. 1b). Dabei sind in zeitlicher Hinsicht 
diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Verwirklichung des zu Rechtsfolgen 
führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 130 V 329 E. 2.2 f. und 130 V 445 E. 
1.2, je mit Verweis auf BGE 129 V 1 E. 1.2, 167 E. 1, 354 E. 1, je mit weiteren Hinweisen). 
Vorliegend geht es um die Frage, ob dem Beschwerdeführer nach dem von der Suva 
verfügten Fallabschluss per 6. Februar 2018 (Einstellung Heilkostenleistungen) bzw. per 
Ende März 2018 (Einstellung Taggeld), d.h. ab dem 1. April 2018, eine Invalidenrente 
und/oder eine höhere Integritätsentschädigung – als bereits gewährt – zuzusprechen sind. 
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. November 
2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 
Unfallversicherung (UVG, SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 
(UVV, SR 832.202) in Kraft getreten. Dementsprechend sehen die 
Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass 
Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und 
für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem 
Recht gewährt werden (Abs. 1 der genannten Übergangsbestimmungen). Die hier zu 

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beurteilenden Vorfälle haben sich am 3. Dezember 2012 und am 7. November 2016 
ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den 
vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.

3.
3.1 Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die 
zweckmässige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder 
teilweise arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG), so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein 
Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid (Art. 8 ATSG), so hat 
sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Invalidität ist die voraussichtlich 
bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 
Abs. 1 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, 
das die versicherte Person nach Eintritt der unfallbedingten Invalidität und nach 
Durchführung allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit 
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum 
Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine 
namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann und allfällige 
Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem 
Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 
UVG).

3.2 Es ist Aufgabe des Unfallmediziners, sämtliche Auswirkungen eines Unfalles auf 
den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, bezüglich welcher 
konkreten Tätigkeiten und in welchem Umfang der Versicherte arbeitsunfähig ist. Die 
ärztlichen Auskünfte sind sodann eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Unfallkausalität sowie der Frage, welche Arbeitsleistungen dem Versicherten im Hinblick 
auf seine persönlichen Verhältnisse noch zugemutet werden können. Im Streitfall 
entscheidet der Richter (BGE 115 V 133 E. 2 mit Hinweisen).

3.3 In der Würdigung der einzelnen Beweismittel ist der Richter frei resp. nicht an 
besondere Beweisregeln gebunden. Er hat alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem 
sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren 
Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. 

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Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines 
Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen 
Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen Inhalt (BGE 122 V 157 E. 1c 
mit Hinweisen). Bei einander widersprechenden medizinischen Berichten darf der 
Sozialversicherungsrichter jedoch den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte 
Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum er auf die eine und nicht 
auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines 
Arztberichtes ist somit entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend 
ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der 
medizinischen Zusammenhänge resp. der medizinischen Situation einleuchtet bzw. ob die 
Schlussfolgerungen des Arztes begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3 mit zahlreichen 
Hinweisen). In diesem Zusammenhang soll nicht unerwähnt bleiben, dass das 
Bundesgericht auch für den Bereich der Unfallversicherung festhielt, dass es einer 
Erfahrungstatsache entspreche, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre 
auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten 
aussagen würden. Entsprechend seien hausärztliche Berichte mit Vorbehalt zu würdigen. 
Es komme ihnen entsprechend auch nicht derselbe Beweiswert zu wie den Berichten von 
Ärzten, die von der Verwaltung mit der Erstattung einer neutralen Expertise beauftragt 
worden seien. Die Divergenz vom medizinischen Behandlungsauftrag des therapeutisch 
tätigen Arztes und vom medizinischen Begutachtungsauftrag lasse es nicht zu, ein 
medizinisches Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets dann in Frage zu stellen, wenn 
sich die behandelnden und die beurteilenden Ärzte nicht einig seien (Urteil EVG U 58/06 
vom 2. August 2006 E. 2.2 mit einigen weiteren Hinweisen). Demgegenüber kommt 
Berichten von verwaltungs- bzw. versicherungsinternen Ärzten Beweiswert zu, jedenfalls 
solange keine Zweifel an ihrer Schlüssigkeit aufkommen.

4. Unbestrittenerweise erlitt der Beschwerdeführer am 3. Dezember 2012 und am 
7. November 2016 je einen Unfall, woraufhin die Suva die gesetzlichen Leistungen 
erbrachte. Per 6. Februar 2018 stellte sie die Heilkostenleistungen und per Ende März 
2018 die Taggeldleistungen ein, verneinte einen Rentenanspruch des Beschwerdeführers 
und sprach ihm in der Verfügung vom 5. März 2018 bzw. im Einspracheentscheid vom 
6. Dezember 2018 eine Integritätsentschädigung entsprechend einer Integritätseinbusse 
von 17,5 % zu. 

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4.1 Die Tatsache, dass die Suva die Prüfung des Rentenanspruchs per Ende März 
2018 vorgenommen hat, ist im Hinblick darauf, dass der medizinische Endzustand aus 
ärztlicher Sicht als erreicht erachtet wird und der Beschwerdeführer schliesslich nicht 
dagegen opponierte, nicht zu beanstanden.

4.2 Aus medizinischer Sicht ist aktenkundig und unbestritten, dass dem 
Beschwerdeführer unfallbedingt Arbeiten auf Dächern/Leitern/Gerüsten, Arbeiten mit 
Bewegungen des linken Schultergelenks über Brusthöhe, Heben und Tragen von 
Gegenständen über 5 bis 7 kg, Arbeiten unter Einwirkung von Schlägen und Vibrationen, 
Arbeiten unter permanenten Rotationsbewegungen des Schultergelenks sowie 
permanentes Arbeiten in der Kälte nicht zumutbar sind. Unter Berücksichtigung dieser 
Einschränkungen ist er unbestrittenerweise aus unfallchirurgisch-orthopädischer Sicht voll 
arbeitsfähig (vgl. kreisärztliche Zumutbarkeitsbeurteilung von Dr. med. I.________, 
Facharzt für Chirurgie sowie für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates, Mitglied FMH, vom 7. November 2017). Diese Beurteilung 
überzeugt und ist aufgrund des Beschwerdebildes und in Kenntnis der erhobenen Befunde 
absolut nachvollziehbar. Doktor I.________ erstattete seine Einschätzung in Kenntnis der 
entsprechenden Vorakten und nahm selbst eine klinische Untersuchung des 
Beschwerdeführers vor. Seine kreisärztliche Beurteilung wird sodann hinsichtlich der 
Arbeitsfähigkeitsbeurteilung weder durch die behandelnden Ärzte noch durch den 
Beschwerdeführer selber beanstandet, weshalb darauf abgestellt werden kann. 
Zusammenfassend bestehen nicht die geringsten Zweifel an der Zuverlässigkeit und 
Schlüssigkeit der kreisärztlichen Feststellungen und Einschätzungen Dr. I.________ 
betreffend die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers, sodass darauf abgestellt werden 
kann. Im Folgenden ist somit von einer vollen Arbeitsfähigkeit in einer dem Leiden des 
Beschwerdeführers angepassten Tätigkeit auszugehen. Die von Dr. K.________ in 
seinem Bericht vom 12. April 2019 erwähnten kardialen Probleme des Beschwerdeführers 
sind unfallfremd und bilden daher nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens.

4.3 Umstritten und zu prüfen ist im vorliegenden Fall, ob der Beschwerdeführer 
Anspruch auf eine unbefristete Invalidenrente ab 1. April 2018 hat. In diesem 
Zusammenhang lässt er darlegen, die Suva habe den Einkommensvergleich fehlerhaft 
durchgeführt, wobei die Berechnung des Valideneinkommens von Fr. 66'464.-- nicht 
bestritten werde. Demgegenüber dürfe für die Bestimmung des Invalideneinkommens 
nicht auf die DAP-Profile abgestellt werden. Korrekterweise müsste auf die LSE-
Lohntabellen abgestellt werden. Schliesslich sei zur rechtsgenüglichen Abklärung des 

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Integritätsschadens ein gerichtliches Gutachten einzuholen, eventualiter sei eine 
Integritätsentschädigung von mindestens 25 % (und nicht lediglich von 17,5 %) zu 
gewähren.

5. Angesichts eines Invaliditätsgrades von 7,47 % verneinte die Suva einen 
Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente. Streitig und zu prüfen ist die 
Höhe des Invaliditätsgrades.

5.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird gemäss Art. 16 ATSG das 
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen 
durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte 
(Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 
könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). 

5.2 Die Suva stützte sich bei der Ermittlung des hypothetischen Valideneinkommens 
auf die Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin des Beschwerdeführers, der C.________, 
vom 5. Februar 2018 ab (Suva-act. 227-229) und errechnete für das Jahr 2018 einen 
Betrag von Fr. 66'464.--. Dies ist nicht weiter zu beanstanden, zumal auch der 
Beschwerdeführer keine Einwände dagegen vorbringt. Weiterungen hierzu erübrigen sich 
somit.

5.3
5.3.1 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung 
primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der 
– kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, 
dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und 
erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als 
Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein 
solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte 
Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich 
zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtsprechung 
entweder Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch 
herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) oder die DAP-Zahlen herangezogen 
werden (BGE 139 V 592 E. 2.3 mit Hinweisen).

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5.3.2 Die DAP ist eine Sammlung von Beschreibungen in der Schweiz tatsächlich 
existierender Arbeitsplätze. Damit unterscheidet sie sich von der tabellarischen 
Darstellung von Durchschnittslöhnen, die im Rahmen der Schweizerischen 
Lohnstrukturerhebung (LSE) vom Bundesamt für Statistik regelmässig erhoben werden. 
Neben allgemeinen Angaben und Verdienstmöglichkeiten werden in der DAP die 
physischen Anforderungen an die Stelleninhaber oder Stelleninhaberinnen festgehalten. 
Der Raster der körperlichen Anforderungskriterien basiert auf dem internationalen 
medizinischen Standard EFL nach 
Isernhagen (ergonomische Funktions- und Leistungsprüfung). Die Suva entschloss sich 
1995 zum Aufbau der DAP mit dem Zweck, das Invalideneinkommen entsprechend den 
gerichtlichen Anforderungen so konkret wie möglich ermitteln zu können (BGE 139 V 592 
E. 6.1 mit Hinweisen).

5.3.3 Bei Heranziehen der DAP hat sich die Ermittlung des Invalideneinkommens auf 
mindestens fünf zumutbare Arbeitsplätze zu stützen. Zusätzlich sind Angaben zu machen 
über die Gesamtzahl der aufgrund der gegebenen Behinderung in Frage kommenden 
dokumentierten Arbeitsplätze, über den Höchst- und den Tiefstlohn sowie über den 
Durchschnittslohn der dem jeweils verwendeten Behinderungsprofil entsprechenden 
Gruppe. Damit soll die Überprüfung des Auswahlermessens ermöglicht werden, und zwar 
in dem Sinne, dass die Kenntnis der Gesamtzahl der dem verwendeten 
Behinderungsprofil entsprechenden Arbeitsplätze sowie des Höchst-, Tiefst- und 
Durchschnittslohnes im Bereich des Suchergebnisses eine zuverlässige Beurteilung der 
von der Suva verwendeten DAP-Löhne hinsichtlich ihrer Repräsentativität erlaubt. Das 
rechtliche Gehör ist dadurch zu wahren, dass die Suva die für die Invaliditätsbemessung 
im konkreten Fall herangezogenen DAP-Profile mit den erwähnten zusätzlichen Angaben 
auflegt und die versicherte Person Gelegenheit hat, sich dazu zu äussern. Allfällige 
Einwendungen der versicherten Person bezüglich des Auswahlermessens und der 
Repräsentativität der DAP-Blätter im Einzelfall sind grundsätzlich im Einspracheverfahren 
zu erheben, damit sich die Suva im Einspracheentscheid damit auseinandersetzen kann. 
Ist die Suva nicht in der Lage, im Einzelfall den erwähnten Anforderungen zu genügen, 
kann im Bestreitungsfall nicht auf den DAP-Lohnvergleich abgestellt werden; die Suva hat 
diesfalls im Einspracheentscheid die Invalidität aufgrund der LSE-Löhne zu ermitteln. Im 
Beschwerdeverfahren ist es Sache des angerufenen Gerichts, die Rechtskonformität der 
DAP-Invaliditätsbemessung zu prüfen, gegebenenfalls die Sache an den Versicherer 

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zurückzuweisen oder an Stelle des DAP-Lohnvergleichs einen Tabellenlohnvergleich 
gestützt auf die LSE vorzunehmen (BGE 139 V 592 E. 6.3, 129 V 472 E. 4.2.2).

5.3.4 Rechtsprechungsgemäss sind im Rahmen des DAP-Systems, bei dem aufgrund 
der ärztlichen Zumutbarkeitsbeurteilung anhand von Arbeitsplatzbeschreibungen konkrete 
Verweisungstätigkeiten ermittelt werden, Abzüge grundsätzlich nicht sachgerecht. Abzüge 
sind nur vorzunehmen, wenn zeitliche oder leistungsmässige Reduktionen medizinisch 
begründet sind. Im Übrigen wird spezifischen Beeinträchtigungen in der Leistungsfähigkeit 
bei der Auswahl der zumutbaren DAP-Profile Rechnung getragen. Bezüglich der weiteren 
persönlichen und beruflichen Merkmale (Teilzeitarbeit, Alter, Anzahl Dienstjahre, 
Aufenthaltsstatus), die bei der Anwendung der LSE zu einem Abzug führen können, ist 
darauf hinzuweisen, dass auf den DAP-Blättern in der Regel nicht nur ein 
Durchschnittslohn, sondern ein Minimum und ein Maximum angegeben sind, innerhalb 
deren Spannbreite auf die konkreten Umstände Rücksicht genommen werden kann 
(BGE 139 V 592 E. 7.3, 129 V 472 E. 4.2.3).

5.3.5 Die Suva legte ihrer Invaliditätsbemessung für das Jahr 2018 ein 
Invalideneinkommen von Fr. 61'496.-- gestützt auf den Durchschnitt der DAP-Zahlen 
zugrunde. Sie hielt fest, dass 93 Stellen dem fraglichen Anforderungsprofil entsprechen 
würden und dass der Minimallohn bei Fr. 45'500.--, der Maximallohn bei Fr. 79'950.-- und 
der Durchschnittslohn bei Fr. 60'846.-- liege. Sodann wurden fünf Stellen, konkret die 
Arbeitsplätze Nr. 2029, 9712, 380291, 12895360 und 4083, genauer umschrieben und der 
Durchschnittslohn dieser fünf Stellen, Fr. 61'190.--, festgehalten (Suva-act. 237). Da sie 
sich damit an die von der Rechtsprechung vorgegebene Vorgehensweise gehalten hat 
(vgl. E. 5.3.3), ist die Anwendung der DAP-Methode durch die Suva an sich nicht zu 
beanstanden.

5.3.5.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, die Suva wende die DAP nicht mehr an. Es 
stelle sich daher die Frage, ob die DAP Dokumentationen im Wissen um die 
bevorstehende Abkehr von diesem System überhaupt noch ordnungsgemäss geführt 
worden seien. Angesichts der Systemumstellung und der Gleichbehandlung rechtfertige 
es sich, auf die Tabellenlöhne der Lohnstrukturerhebungen (LSE) des Bundesamts für 
Statistik abzustellen. Es trifft zwar zu, dass die Suva die Pflege und Aktualisierung der 
DAP per 31. Dezember 2018 eingestellt hat. Allerdings ist unklar, was sich der 
Beschwerdeführer konkret aus diesem Umstand zu seinen Gunsten abzuleiten erhofft. Es 
ist nämlich zu beachten, dass die Suva die Rentenprüfung und den Fallabschluss per 

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31. März 2018 (Schreiben der Suva vom 6. Februar 2018, Suva-act. 231) und somit auf 
die zu diesem Zeitpunkt aktuelle DAP-Datenbank vorgenommen hat. Die Rüge des 
Beschwerdeführers erweist sich daher als unbegründet.

5.3.5.2 Des Weiteren lässt der Beschwerdeführer rügen, unter den fünf von der Suva 
verwendeten DAP-Stellenbeschreibungen fänden sich zwei für ihn nicht in Frage 
kommende Beschäftigungen, sodass der Invaliditätsgrad aufgrund der in der LSE 
angegebenen Lohndaten zu bestimmen sei. Sowohl für die Tätigkeit als Montageleiter 
(DAP-Blatt Nr. 2029) als auch für diejenige als Kabelmonteur (DAP-Blatt Nr. 4083) werde 
nämlich eine Anlehre von bis zu sechs Monaten benötigt (vgl. Suva-act. 237, S. 6 ff. und 
22 ff.). Da ihm die entsprechenden Kenntnisse fehlten, sei die Ausschöpfung dieser Dauer 
auch nötig und es könne nicht mehr von einer im Sinne der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung kurzdauernden, üblichen Einarbeitung von wenigen Wochen oder 
Monaten in einen neuen Bereich gesprochen werden.

Dazu ist ihm zu entgegnen, dass es sich jeweils um betriebsinterne Einarbeitungen bzw. 
Anlehren in die neuen Arbeitsbereiche von höchstens sechs Monaten Dauer handelt, was 
sich auch aus den ausgewählten DAP-Blättern ergibt: 3 - 6 Monate für den Arbeitsplatz 
Nr. 2029, 2 Wochen für den Arbeitsplatz Nr. 9712, 1 - 2 Monate für den Arbeitsplatz 
Nr. 380291, 1 Monat für den Arbeitsplatz Nr. 12895360 und 3 - 6 Monate für den 
Arbeitsplatz Nr. 4083. Da sich der massgeblichen bundesgerichtlichen Rechtsprechung 
entnehmen lässt, dass es sich bei der in den DAP-Erfassungsblättern angegebenen 
Ausbildungsanforderung einer Anlehre lediglich um eine in der Regel kurz dauernde 
Einarbeitung in den neuen Arbeitsbereich handelt (Urteile BGer 8C_803/2017 vom 
14. Juni 2018 E. 4; 8C_430/2014 vom 21. Dezember 2015 E. 4.4 und 8C_215/2015 vom 
17. November 2015 E. 4.7.2), ist die erwähnte Dauer von höchstens sechs Monaten nicht 
zu beanstanden. Es bleibt mithin festzustellen, dass es keine Anhaltspunkte dafür gebe, 
dass die fünf ausgewählten Stellen nicht dem Anforderungsprofil entsprechen würden, 
dass sie nicht repräsentativ wären bzw. dass die Suva in falscher Anwendung, gar in 
rechtswidriger Überschreitung ihres Ermessens auf die falschen Stellen gesetzt hätte. Das 
Abstellen der Suva auf die fraglichen DAP-Blätter ist somit nicht zu rügen.

Ist auf DAP abzustellen, so erübrigt sich praxisgemäss auch die Frage nach allfälligen 
Abzügen, sind solche – beim Abstellen auf die Durchschnittslöhne aus fünf DAP-Profilen – 
nach Ansicht des Bundesgerichts doch nicht zulässig, weil nicht sachgerecht (vgl. E. 5.3.4 
vorstehend; vgl. bezüglich der vom Beschwerdeführer geltend gemachten weiteren 

13

Urteil i.S. S 2019 17

persönlichen und beruflichen Merkmalen E. 5.3.5.3 nachfolgend) und es erübrigen sich 
Weiterungen zu den vom Beschwerdeführer beantragten leidensbedingten Abzug von 
mindestens 15 %.

5.3.5.3 Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers ist es sodann auch nicht zu 
beanstanden, dass die Suva vom Mittelwert der Durchschnittslöhne der ausgewählten 
Arbeitsplätze und nicht vom Mittelwert der Mindestlöhne ausgegangen ist. Diesbezüglich 
ist noch einmal in Erinnerung zu rufen, dass die auf den DAP-Blättern ausgewiesenen 
Löhne nicht statistische Durchschnittswerte sind, sondern effektiv ausbezahlt werden. 
Wenn ein DAP-Profil mit einem Lohnband versehen ist, wie in casu, ist für die betreffende, 
dem Zumutbarkeitsprofil der versicherten Person entsprechende Tätigkeit grundsätzlich 
der Minimal- oder der Maximallohn erreichbar, je nach weiteren zu berücksichtigenden 
Umständen wie Alter, Anzahl Dienstjahre, Teilzeitarbeit, Aufenthaltsstatus. Praxisgemäss 
wird in diesen Fällen der Durchschnittswert beigezogen (vgl. Urteil BGer 8C_72/2008 vom 
26. Juni 2008 E. 5.2 mit Hinweisen). Dass die Suva, die sich bei der Bemessung des 
Invalideneinkommens an die von der Rechtsprechung vorgegebene Vorgehensweise 
gehalten hat, in casu vom Mittelwert der Durchschnittslöhne der ausgewählten 
Arbeitsplätze, und nicht vom Mittelwert der Minimallöhne ausgegangen ist, ist nicht zu 
beanstanden, liegen doch beim Beschwerdeführer – entgegen seiner Behauptung – keine 
persönlichen oder beruflichen Merkmale vor, die ein Abweichen von dieser Praxis 
erlauben würden. Aus beruflicher Sicht dürfte ihm für das Erreichen eines 
Durchschnittslohnes nichts im Wege stehen, ist er doch zum einen aus unfallmedizinischer 
Sicht – mit den erwähnten Einschränkungen – zu 100 % arbeitsfähig. Bei allen fünf 
ausgewählten DAP-Stellen wird keine Berufsausbildung verlangt. Sie setzen lediglich eine 
Einarbeitung/Anlehre voraus. Für das Erreichen eines Durchschnittslohns dürften zudem 
ein gewisses Alter und die Arbeitserfahrung – was der Beschwerdeführer mitbringt – 
zählen. Im Übrigen werden auch bei sämtlichen ausgewählten DAP-Profilen gute 
Deutschkenntnisse gerade nicht verlangt. Des Weiteren hat er als EU-Bürger – bei 
Erfüllen der entsprechenden Voraussetzungen – einen Anspruch auf Erteilung zumindest 
der Kurzaufenthaltsbewilligung L (Suva-act. 193). Aus diesem Grund vermögen ihm im 
vorliegenden Zusammenhang weder seine rudimentären Deutschkenntnisse noch seine 
spanische Staatsangehörigkeit mit Kurzaufenthaltsbewilligung L zu einem wesentlichen 
Nachteil zu gereichen. Vor diesem Hintergrund wäre ein besonderer Abzug – 
insbesondere auch gegenüber anderen Versicherten – unangemessen, so dass 
praxisgemäss der Durchschnittswert zur Bemessung beizuziehen ist. Würde man, wie 
vom Beschwerdeführer verlangt, auf den Durchschnitt der fünf Minimallöhne abstellen, so 

14

Urteil i.S. S 2019 17

würde man seinem Alter und seiner langjährigen Arbeitserfahrung keinesfalls gerecht 
werden, sind doch Einsteigerlöhne insbesondere jungen Versicherten ohne bzw. mit sehr 
wenig Arbeitserfahrung vorbehalten. Es ist somit nicht zu beanstanden, dass die Suva zur 
Ermittlung des hypothetischen Invalideneinkommens auf DAP-Zahlen und hierbei auf das 
anhand der fünf DAP-Profile resultierende Durchschnittseinkommen von Fr. 61'496.-- 
abgestellt hat.

5.3.5.4 Zum Invalideneinkommen bleibt mithin festzuhalten, dass die Suva bei der 
Auswahl der DAP-Blätter nicht nur das vom Kreisarzt am 3. November 2017 formulierte 
körperliche Anforderungsprofil des Beschwerdeführers, sondern auch auf die von ihm 
vorgetragenen persönlichen Umstände (fehlende Vorkenntnisse in den Tätigkeiten als 
Montageleiter und Kabelmonteur, rudimentäre Deutschkenntnisse, ausländische 
Staatsangehörigkeit mit Kurzaufenthaltsbewilligung L) berücksichtigt hat. Bei den 
ausgewählten DAP-Blättern handelt es sich um Arbeiten, die trotz mangelhafter 
Deutschkenntnisse ausgeübt werden können und der Beschwerdeführer hat als EU-
Bürger – bei Erfüllen der entsprechenden Voraussetzungen – einen Anspruch auf 
Erteilung zumindest der Kurzaufenthaltsbewilligung L. Entgegen dem Vorbringen des 
Beschwerdeführers ist es somit nicht zu beanstanden, dass die Suva vom Mittelwert der 
Mindestlöhne ausging. Im Übrigen ist ihr bei der Auswahl der für die Festsetzung des 
Invalideneinkommens herangezogenen Arbeitsplätzen ein Ermessensspielraum zu 
gewähren, in den nicht ohne triftigen Grund einzugreifen ist (Urteil BGer U 405/05 vom 
19. Juni 2006 E. 4.2). Ein solcher Grund ist hier nicht ersichtlich. Das von der Suva 
ermittelte Invalideneinkommen von Fr. 61'496.-- ist somit zu nicht beanstanden.

5.4 Zum Invaliditätsgrad bleibt abschliessend festzuhalten, dass angesichts eines 
Valideneinkommens von Fr. 66'464.-- und eines Invalideneinkommens von Fr. 61'496.-- 
eine Einkommenseinbusse von Fr. 4'968.-- und damit ein Invaliditätsgrad von 7,47 % 
resultiert, bei dem kein Rentenanspruch besteht. In diesem Punkt erweist sich die 
Beschwerde als unbegründet und ist abzuweisen.

6. Schliesslich ist noch die von der Suva zugesprochene Integritätsentschädigung in 
der Höhe von 17,5 % zu überprüfen.

6.1 Aus den Akten ergibt sich das Folgende:

15

Urteil i.S. S 2019 17

6.1.1 In seiner medizinischen Beurteilung vom 7. November 2017 stellte der Kreisarzt 
Dr. med. I.________, Facharzt für Chirurgie sowie für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, Mitglied FMH, Folgendes fest: reizlose Weich-
teilverhältnisse des linken Schultergelenkes und Armes, primär verheilte Narben im 
Bereich des linken Schultergelenkes, eine Druckschmerzhaftigkeit an der lateralen Seite 
des Schultergelenkes, eine eingeschränkte Beweglichkeit des linken Schultergelenkes, 
eine Minderung der Muskulatur des linken Schultergürtels, eine Minderung der groben 
Kraft des linken Armes und eine Beeinträchtigung der physiologischen Funktionen des 
linken Armes. Er schätze den Integritätsschaden des Beschwerdeführers auf 17,5 %. Die 
Schätzung der Höhe der Integritätsentschädigung sei unter Berücksichtigung der Suva-
Tabellen 1.2 und 5.2 vorgenommen worden und beinhalte alle Unfallfolgen (vgl. Suva-
act. 214).

6.1.2 Dem Sprechstundenbericht von Dr. med. K.________, FMH Orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 11. Januar 2019 sind 
folgende Diagnosen zu entnehmen: Schulter links: Status nach Implantation einer 
Inversen Prothese (Lima, Axioma) vom 15. Februar 2017 bei irreparabler 
Rotatorenmanschettenruptur (Supraspinatus, Infraspinatus) mit Pseudoparalyse. Ellbogen 
links: Epicondylopathia humeri ulnaris. In seiner Beurteilung führte Dr. K.________ aus, 
zwei Jahre postoperativ zeige sich eine sehr gute Beweglichkeit (aktive globale Flexion bis 
140°, Aussenrotation bis 30°, Innenrotation hoch lumbal) sowie auch Abduktionskraft im 
Bereich der linken Schulter. Aufgrund der Voroperation sei der ventrale Anteil des 
Deltoideus atrophiert, was die Schwäche der Innenrotation erklären könne. Darüber 
hinaus bestünden leichte Schmerzen im Bereich des AC-Gelenkes. Hier könnte eine 
lokale Infiltration Linderung bringen. Für die nebenbefundlich bestehende 
Epicondylopathie habe er dem Beschwerdeführer Physiotherapie verordnet. Er sehe den 
Beschwerdeführer zu einer Kontrolle im Rahmen der Sprechstunde in drei Monaten (Suva-
act. 267).

6.1.3 In Kenntnis des Berichts von Dr. K.________ vom 11. Januar 2019 und der 
Beschwerde vom 22. Januar 2019 hielt der Kreisarzt Dr. I.________ in seiner 
Stellungnahme vom 5. April 2019 an seiner Beurteilung vom 7. November 2017 fest. Er 
bejahte das Vorliegen einer Omarthrose und des guten Erfolgs der durchgeführten 
Endoprothese im Sinne der Suva-Tabelle 5.2 "Integritätsschaden bei Arthrosen". 
Analysiere man den Bericht von Dr. K.________, komme man unschwer zum Schluss, 
dass es sich um eine sehr gute Funktion des linken Schultergelenkes nach der 

16

Urteil i.S. S 2019 17

Prothesenimplantation handle. Die im Januar 2019 erhobenen Befunde seien mit den 
Befunden der kreisärztlichen Untersuchung vom 3. November 2017 identisch. Die 
aktuellen internationalen Kriterien der Funktionalität des Schultergelenkes nach einer 
Prothesenimplantation besagten, dass bei einem Bewegungsumfang (Flexion) über 90° 
von einem sehr guten Ergebnis auszugehen sei (Suva-Zusatzbeleg 1).

6.1.4 In seinem Bericht vom 12. April 2019 hielt Dr. K.________ an seinen am 
11. Januar 2019 gestellten Diagnosen fest und legte dar, unter der durchgeführten 
Physiotherapie seien die Beschwerden im Bereich der Schulter sowie auch des Ellbogens 
regredient. Es bestehe eine aktive globale Flexion, eine Elevation bis 150°, eine gute 
Kraftentwicklung gegen Widerstand ohne vermehrte Schmerzangabe, eine leichte 
Druckdolenz im Bereich der Narbe, eine minimale Druckdolenz über dem Epicondylus 
humeri radialis. Es bestehe keine explizite Schmerzverstärkung bei Extension im 
Handgelenk. Die Peripherie DMS sei intakt. Der Beschwerdeführer spreche gut auf die 
Physiotherapie an. Er empfehle, diese noch für eine Serie fortzusetzen. Der 
Beschwerdeführer werde sich bei Bedarf wieder vorstellen (Suva-Zusatzbeleg 2).

6.2
6.2.1 Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine 
angemessene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dauernde 
erhebliche Schädigung der körperlichen oder geistigen Integrität erleidet. Die 
Entschädigung wird gleichzeitig mit der Rente festgesetzt oder, falls kein Rentenanspruch 
besteht, bei Beendigung der ärztlichen Behandlung (Abs. 2). Die Schädigung im Sinne der 
obgenannten Bestimmung besteht in der Regel in einem anatomischen, funktionellen oder 
geistigen bzw. psychischen Defizit. Die abstrakt-egalitäre Bemessung dieses Schadens 
nach dem medizinischen Befund schliesst aus, dass eine allfällige Korrektur des 
Schadens durch Hilfsmittel berücksichtigt wird. Ziel der Entschädigung ist es nämlich, den 
körperlichen oder geistigen Gesundheitsschaden finanziell auszugleichen (Rumo-
Jungo/Holzer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 
Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl., 2012, S. 161 f.). 
Integritätsentschädigungen, aber auch Invaliden- oder Hinterlassenenrenten, werden 
angemessen gekürzt, wenn die Gesundheitsschädigung oder der Tod nur teilweise die 
Folge eines Unfalles ist (Art. 36 Abs. 2, Satz 1 UVG).

6.2.2 Die Integritätsentschädigung wird nach Art. 25 Abs. 1 UVG in Form einer 
Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des 

17

Urteil i.S. S 2019 17

versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und wird nach der Schwere des 
Schadens abgestuft. Nach Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der 
Entschädigung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 UVV Gebrauch gemacht. Gemäss 
Abs. 2 dieser Vorschrift gelten für die Bemessung der Integritätsentschädigung die 
Richtlinien des Anhangs 3. Darin wiederum hat der Bundesrat in einer als gesetzmässig 
erkannten, nicht abschliessenden Skala häufig vorkommende und typische Schäden 
prozentual gewichtet (BGE 113 V 218 E. 2a; RKUV 1988 Nr. U 48 S. 236 E. 2a mit 
Hinweisen). In der Skala der leistungsbegründenden Integritätsschäden enthalten sind u.a. 
beispielsweise die "Beeinträchtigung von psychischen Teilfunktionen wie Gedächtnis und 
Konzentrationsfähigkeit" sowie das "psychoorganische Syndrom". Für die im Anhang 3 zur 
UVV genannten Integritätsschäden entspricht die Entschädigung im Regelfall dem 
angegebenen Prozentsatz des Höchstbetrages des versicherten Verdienstes (Ziff. 1 Abs. 
1). Die Entschädigung für spezielle oder nicht aufgeführte Integritätsschäden wird nach 
dem Grad der Schwere vom Skalenwert abgeleitet (Ziff. 1 Abs. 2). In diesem 
Zusammenhang hat die SUVA in Weiterentwicklung der bundesrätlichen Skala weitere 
Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form erarbeitet. Diese in den Mitteilungen der 
Medizinischen Abteilung der SUVA herausgegebenen Tabellen sind, soweit sie lediglich 
Richtwerte enthalten, mit denen die Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet 
werden soll, mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 116 V 156 Erw. 3a mit Hinweis; 
zum Ganzen: BGE 124 V 29 E. 1b und 1c).

6.3 Der Beschwerdeführer führt aus, es bleibe leider vollkommen schleierhaft, wie 
Kreisarzt Dr. I.________ auf einen Integritätsschaden von 17,5 % gekommen sei, von 
welchen Erwägungen er sich habe leiten lassen und welche Unfallfolgen er inwiefern bei 
der Bemessung des Integritätsschadens gewürdigt habe. Seine Einschätzung sei im 
Ergebnis ohne jegliche Begründung und nicht nachvollziehbar, weshalb zumindest geringe 
Zweifel an seiner Beurteilung bestünden und dieser (mangels Begründung) 
rechtsprechungsgemäss keine Beweiskraft zukommen könne. Infolgedessen sei zur 
rechtsgenüglichen Abklärung des Integritätsschadens des Beschwerdeführers ein 
gerichtliches Gutachten einzuholen. Sollte das Gericht wider Erwarten zum Schluss 
kommen, dass auf die Beurteilung des Integritätsschadens durch Dr. I.________ 
abgestellt werden könne, sei darauf hinzuweisen, dass sich dessen Schätzung gestützt 
auf die aktenkundigen erheblichen bleibenden Schädigungen der körperlichen Integrität 
als zu tief erweise. Gemäss dem Sprechstundenbericht von Dr. K.________ vom 
11. Januar 2019 bestünden deutliche belastungsabhängige Beschwerden, welche bspw. 
auch nach leichten Arbeiten auftreten würden. Es bestünden zudem Schmerzen im 

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Urteil i.S. S 2019 17

Bereich des AC-Gelenks. In Anbetracht dessen, dass der Beschwerdeführer seine linke 
obere Extremität nur noch massiv eingeschränkt einsetzen könne und mit Prothese starke 
Schmerzen ventral sowie auch im Bereich des Ellbogens medialseits nach Belastung 
persistierten, sei der Schweregrad im oberen Bereich anzusiedeln. Es rechtfertige sich 
daher, die Integritätseinbusse mit 25 % anzusetzen.

6.4 Die Berichte von Dr. K.________ vom 11. Januar 2019 und vom 12. April 2019 
sowie der Bericht von Dr. I.________ vom 5. April 2019 sind insoweit zu würdigen, als sie 
Rückschlüsse auf die Zeit vom Erlass des Einspracheentscheids vom 6. Dezember 2018 
erlauben. Es ist nämlich zu beachten, dass das Sozialversicherungsgericht nach ständiger 
Rechtsprechung die Gesetzmässigkeit des angefochtenen Entscheids in der Regel nach 
dem Sachverhalt, der zur Zeit des Abschlusses des Verwaltungsverfahrens gegeben war, 
beurteilt (BGE 131 V 242 E. 2.1). Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert 
haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein.

Nachdem beim Beschwerdeführer eine Omarthrose im linken Schultergelenk vorliegt, 
welche mit einer Endoprothese behandelt wurde, erscheint das Abstellen auf die Tabelle 
5.2 absolut nachvollziehbar und einleuchtend. Gemäss Suva-Integritätsschadentabelle 5.2 
ist bei einer "Omarthrose, Endoprothese guter Erfolg" eine Entschädigung von 15 bis 20 % 
und bei einer "Omarthrose, Endoprothese schlechter Erfolg" eine solche von 25 % 
angezeigt. Dem Bericht von Dr. K.________ vom 11. Januar 2019 lässt sich eine sehr 
gute Beweglichkeit (aktive globale Flexion bis 140°, Aussenrotation bis 30°, Innenrotation 
hoch lumbal) sowie eine Abduktionskraft im Bereich der linken Schulter entnehmen. 
Gestützt auf diese Untersuchungsergebnisse bezeichnet Dr. K.________ die 
Beweglichkeit der linken Schulter des Beschwerdeführers als "sehr gut". Die von ihm 
erhobenen Befunde stimmen zudem mit denjenigen der kreisärztlichen Untersuchung vom 
3. November 2017 überein (Bericht von Dr. I.________ vom 5. April 2019). Nach der 
Ansicht des Kreisarztes sei ein Bewegungsumfang (Flexion) über 90° eines 
Schultergelenkes nach einer Prothesenimplantation nach den aktuellen internationalen 
Kriterien der Funktionalität als ein sehr gutes Ergebnis zu qualifizieren. Es bleibt mithin 
festzuhalten, dass sowohl der behandelnde Arzt Dr. K.________ als auch der Kreisarzt 
Dr. I.________ die Beweglichkeit der linken Schulter des Beschwerdeführers als sehr gut 
bezeichnen. Des Weiteren sind seine Beschwerden im Bereich der Schulter und auch des 
Ellbogens regredient. Die von Dr. K.________ in seinem Bericht vom 12. April 2019 
erwähnten kardialen Probleme des Beschwerdeführers sind unfallfremd und bilden daher 
nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens. Die erwähnten Berichte der 

19

Urteil i.S. S 2019 17

Dres. K.________ und I.________ sind schlüssig und nachvollziehbar begründet und 
wurden in Kenntnis der entsprechenden Vorakten und aufgrund klinischer 
Untersuchungen des Beschwerdeführers erstellt, sodass auf sie abgestellt werden kann. 
Dementsprechend ist es nicht zu beanstanden, wenn der Kreisarzt Dr. I.________ den 
Integritätsschaden betreffend "Omarthrose, Endoprothese guter Erfolg" mit 17,5 % (genau 
in der Mitte der von der Tabelle 5.2 vorgesehenen Bandbreite von 15 % bis 20 %) 
geschätzt hat. Die Beschwerde ist somit auch in diesem Punkte abzuweisen.

7. Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwaltung 
und/oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, ein 
bestimmter Sachverhalt sei überwiegend wahrscheinlich und weitere Beweismassnahmen 
könnten an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, kann auf die Abnahme 
weiterer Beweise in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet werden (BGE 122 V 157 
E. 1d, 124 V 90 E. 4b; SVR 2001 IV Nr. 10 S. 28 E. 4b mit Hinweisen und Urteil EVG 
I 769/04 vom 27. April 2005 E. 3).

Da auf die Berichte der Dres. K.________ und I.________ abgestellt werden kann, sind 
zusätzliche medizinische Abklärungen unnötig, sodass der Antrag des Beschwerdeführers 
um Einholung eines gerichtlichen Gutachtens betreffend Integritätsschaden abzuweisen 
ist.

8. Insgesamt erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist daher 
vollumfänglich abzuweisen.

9. Das Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht ist kostenlos und eine 
Parteientschädigung ist – bei vollständigem Unterliegen – nicht zuzusprechen (vgl. Art. 61 
lit. a und lit. g ATSG). Dem obsiegenden Sozialversicherer ist in Übereinstimmung mit 
Art. 61 lit. g ATSG – welcher nur für die obsiegende Beschwerde führende Partei eine 
Entschädigung vorsieht – keine Parteientschädigung zuzusprechen.

20

Urteil i.S. S 2019 17

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (im Doppel), an die 
Suva und an das Bundesamt für Gesundheit, Bern.

Zug, 10. August 2020

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Der Gerichtsschreiber

versandt am