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**Case Identifier:** 1f9aac3f-31c2-5362-96a3-f1112568beaa
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-10-06
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 06.10.2015 200 2015 533
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2015-533_2015-10-06.pdf

## Full Text

200 15 533 IV
ACT/JAP/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 6. Oktober 2015

Verwaltungsrichter Ackermann
Gerichtsschreiber Jakob

A.________
vertreten durch B.________, Rechtsanwältin Dr. iur. C.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 5. Mai 2015

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Okt. 2015, IV/15/533, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1984 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich am 9. Oktober 2010 bei der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Be-
schwerdegegnerin) zum Leistungsbezug an (Akten der IVB [act. II], 2). Die-
se edierte die Akten der SUVA bezüglich zwei die obligatorische Unfallver-
sicherung betreffende Ereignisse vom 26. Mai 2001 (Knie rechts; act. II 
11.28) bzw. 23. Mai 2009 (Handgelenk rechts; act. II 17.29) sowie einen die 
Militärversicherung betreffenden Schadenfall vom 4. April 2007 (Knie links; 
act. II 11.45). Nach weiteren Abklärungen verneinte sie mit unangefochten 
gebliebener Verfügung vom 3. Januar 2012 (Akten der IVB [act. IIA], 46) 
einen Anspruch auf berufliche Massnahmen.

B.

Nach einer Neuanmeldung vom 2. November 2012 (act. IIA 53) wies die 
IVB das Leistungsgesuch hinsichtlich beruflicher Massnahmen mit Verfü-
gung vom 22. Mai 2013 (act. IIA 74) erneut ab und verneinte mit Verfügung 
vom 11. Februar 2014 (act. IIA 94) einen Anspruch auf eine Invalidenrente. 
Auf Beschwerde hin (act. IIA 83, 96) hob das Verwaltungsgericht die Verfü-
gung vom 22. Mai 2013 mit Urteil vom 3. April 2014 (IV/2013/551; act. IIA 
99) auf und wies die Sache an die IVB zurück, damit sie eine Umschulung 
im Sinne der Erwägungen an die Hand nehme, wogegen es die Rentenver-
fügung vom 11. Februar 2014 mit Urteil vom 22. April 2014 (IV/2014/261; 
act. IIA 100) schützte.

In der Folge veranlasste die IVB am 18. Dezember 2014 eine berufliche 
Abklärung vom 5. Januar bis 6. April 2015 (act. IIA 120) und gewährte mit 
unangefochten gebliebener Verfügung vom 29. Januar 2015 (Akten der IVB 
[act. IIB], 134) für diese Zeit ein Taggeld mit einer Grundentschädigung von 
Fr. 136.80 bzw. einem Kindergeld von Fr. 14.--. Mit einer weiteren Verfü-
gung vom 7. April 2014 (act. IIB 159) wurde vom 7. April bis 5. Juli 2015 ein 
Arbeitstraining gewährt und hierfür am 14. April 2015 ein Taggeldanspruch 

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mit unveränderten Ansätzen verfügt (act. IIB 166). Nachdem die IVB diese 
Taggeldverfügung am 22. April 2015 zunächst ersetzt und die Grunden-
tschädigung auf Fr. 95.20 reduziert hatte (act. IIB 168), erliess sie am 
5.  Mai 2015 eine neue Verfügung (act. IIB 180), mit der sie die Grunden-
tschädigung wiederum auf Fr. 136.80 festlegte. Das Arbeitstraining wurde 
gemäss formloser Mitteilung vom 19. Juni 2015 (act. IIB 198) per 17. Ju-
ni 2015 abgebrochen.

C.

Mit Eingabe vom 8. Juni 2015 erhob der Versicherte, vertreten durch 
Rechtsanwältin Dr. iur. C.________ vom B.________, Beschwerde und 
beantragte, die Verfügung vom 5. Mai 2015 sei kostenfällig aufzuheben 
und das Taggeld sei auf einem Jahresverdienst von mindestens 
Fr. 73‘131.35 (Fr. 200.30 pro Tag, entsprechend einer Grundentschädigung 
von Fr. 160.30) zuzüglich Kindergeld festzulegen. Am 24. Juni 2015 er-
suchte der Beschwerdeführer überdies um Gewährung des Rechts auf un-
entgeltliche Rechtspflege im Sinne einer Befreiung von der Kosten- und 
Vorschusspflicht.

In ihrer Beschwerdeantwort vom 10. Juli 2015 schloss die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Die angefochtene Verfügung ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 

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11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Verfügun-
gen. Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen 
Anträgen nicht durchgedrungen, durch die angefochtene Verfügung berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung, weshalb er zur 
Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gege-
ben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über 
Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungs-
rechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwer-
de einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 5. Mai 2015 (act. IIB 
180). Streitig und zu prüfen ist der Taggeldanspruch während der Dauer 
des Arbeitstrainings ab 7. April 2015, und dabei insbesondere die Höhe der 
Grundentschädigung. Taggelder der Invalidenversicherung sind keine 
Dauerleistungen (Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 11. August 
2014, 9C_311/2014, E. 1) und die rechtskräftige Taggeldverfügung vom 
29. Januar 2015 (act. IIB 134), mit der die Grundentschädigung in gleicher 
Höhe wie in der hier angefochtenen Verfügung festgelegt wurde, bezog 
sich auf eine frühere, befristete Anspruchsperiode, weshalb in Bezug auf 
den vorliegenden Streitgegenstand keine abgeurteilte Sache (res iudicata) 
vorliegt.

1.3 Der Beschwerdeführer geht von einem massgebenden Jahresver-
dienst von mindestens Fr. 73‘131.35 bzw. Fr. 200.30 pro Tag aus (Be-
schwerde S. 2 Ziff. I sowie S. 5 Ziff. IV) und beantragt dementsprechend 
eine Grundentschädigung von Fr. 160.30 zuzüglich Kindergeld (Fr. 200.30 
x 80 %; Beschwerde S. 2 Ziff. I). Nach dem Grundsatz der Akzessorietät 
besteht ein Taggeldanspruch nur während der Durchführung der Eingliede-
rungsmassnahme (Art. 22 Abs. 1 IVG; SILVIA BUCHER, Eingliederungsrecht 
der Invalidenversicherung, Bern 2011, S. 469 N. 958). Ob über den formlo-
sen Abbruch des Arbeitstrainings per 17. Juni 2015 (act. IIB 198) rechts-
kräftig befunden wurde (act. IIB 203 f.), geht aus den Akten nicht hervor. 
Jedenfalls würde die Streitwertgrenze von Fr. 20‘000.-- selbst unter 

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Berücksichtigung der gesamten ursprünglich gewährten Dauer vom 7. April 
bis 5. Juli 2015 sowie unter Einbezug des Kindergeldes nicht erreicht 
([Fr. 160.30 + Fr. 14.--] x 90 Tage; vgl. auch die vom Bundesamt für Sozial-
versicherungen [BSV] herausgegebenen und ab 1. Januar 2008 gültigen 
Tabellen zur Ermittlung der IV-Taggelder), weshalb die Beurteilung der 
Beschwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit fällt (Art. 57 Abs. 1 
GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Versicherte haben während der Durchführung von Eingliederungs-
massnahmen nach Art. 8 Abs. 3 IVG Anspruch auf ein Taggeld, wenn sie 
an wenigstens drei aufeinander folgenden Tagen wegen der Massnahmen 
verhindert sind, einer Arbeit nachzugehen, oder in ihrer gewohnten Tätig-
keit zu mindestens 50 % arbeitsunfähig sind (Art. 22 Abs. 1 IVG). Das Tag-
geld besteht aus einer Grundentschädigung, auf die alle Versicherten An-
spruch haben, und einem Kindergeld für Versicherte mit Kindern (Art. 22 
Abs. 2 IVG). 

2.2 Die Grundentschädigung beträgt 80 % des letzten ohne gesundheit-
liche Einschränkung erzielten Erwerbseinkommens, jedoch nicht mehr als 
80 % des Höchstbetrages des versicherten Tagesverdienstes nach dem 
Bundesgesetz vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung (UVG; 
SR 832.20; Art. 23 Abs. 1 i.V.m. Art. 24 Abs. 1 IVG). Das Kindergeld be-
trägt für jedes Kind 2 % des Höchstbetrages des versicherten Verdienstes 
nach UVG (Art. 23bis i.V.m. Art. 24 Abs. 1 IVG). Grundlage für die Ermitt-
lung des Erwerbseinkommens bildet das durchschnittliche Einkommen, von 
dem Beiträge nach dem Bundesgesetz vom 19. Juni 1959 über die Alters- 
und Hinterlassenenversicherung (AHVG; SR 831.10) erhoben werden 
(massgebliches Einkommen; Art. 23 Abs. 3 IVG).

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2.3 Hat die versicherte Person vor mehr als zwei Jahren zum letzten 
Mal eine Erwerbstätigkeit ohne gesundheitliche Einschränkung ausgeübt, 
so ist auf das Erwerbseinkommen abzustellen, das sie durch die gleiche 
Tätigkeit unmittelbar vor der Eingliederung erzielt hätte, wenn sie nicht in-
valid geworden wäre (Art. 21 Abs. 3 der Verordnung vom 17. Januar 1961 
über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]). Nach der hierzu ergan-
genen – auch unter der ab 1. Januar 2012 in Kraft stehenden Ordnung 
(AS 2011 5679) gültigen – Rechtsprechung entspricht das der Bemessung 
des Taggelds zu Grunde zu legende Erwerbseinkommen nach Art. 23 
Abs. 3 IVG und Art. 21 Abs. 3 IVV – abgesehen vom Festsetzungszeitpunkt 
– dem Valideneinkommen bei der Invaliditätsbemessung nach der Ein-
kommensvergleichsmethode, d.h. massgebend ist jenes Einkommen, das 
die versicherte Person als Gesunde tatsächlich erzielen würde. Immerhin 
ist mit Blick auf den Zweck des Taggeldes, das im Unterschied zur Rente 
keine Dauerleistung ist, bei der Beurteilung der beruflichen Weiterentwick-
lung kein allzu strenger Massstab anzulegen, weshalb die Feststellung des 
Valideneinkommens für das Taggeld diejenige für die Rente nicht zwingend 
präjudiziert (vgl. SVR 2008 IV Nr. 4 S. 10 E. 2.1; MEYER/REICHMUTH, Bun-
desgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], 3. Aufl. 2014, Art. 23 N. 4). 

3.

3.1 Ob das mit Mitteilung vom 7. April 2015 (act. IIB 159) gewährte Ar-
beitstraining unter die Massnahmen beruflicher Art gemäss Art. 15 ff. IVG 
zu subsumieren ist (vgl. Anhang II Ziff. 2.3 resp. Ziff. 2.3.3.2 des vom BSV 
herausgegebenen und ab 1. Januar 2015 gültigen Kreisschreibens über die 
Eingliederungsmassnahmen beruflicher Art [KSBE]) oder ob es sich um 
eine Integrationsmassnahme zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliede-
rung (Art. 14a IVG) im Sinne eines Belastbarkeits- bzw. Aufbautrainings 
(vgl. Rz. 1010.1 f. des vom BSV herausgegebenen und ab 1. Januar 2015 
gültigen Kreisschreibens über die Integrationsmassnahmen [KSIM]) handelt 
(vgl. zu diesem Abgrenzungsproblem den Entscheid des BGer vom 10. Ok-
tober 2012, 9C_801/2011, E. 1), kann offen bleiben. So oder anders ist die 
Vorkehr unter die Eingliederungsmassnahme gemäss Art. 8 Abs. 3 IVG zu 
subsumieren; zudem bestünde auch für blosse Abklärungszeiten ein Tag-

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geldanspruch (Art. 22 Abs. 6 IVG i.V.m. Art. 17 IVV; Rz. 1040 ff. des vom 
BSV herausgegebenen und ab 1. Januar 2012 gültigen Kreisschreibens 
über die Taggelder der Invalidenversicherung [KSTI]; SILVIA BUCHER, 
a.a.O., S. 476 N. 977 ff.). Der Taggeldanspruch gemäss Art. 22 Abs. 1 IVG 
als solcher ist zwischen den Parteien denn auch unbestritten, es besteht 
zudem zu Recht Einigkeit in Bezug auf das Kindergeld (Art. 23bis IVG; act. II 
180/1; Beschwerde S. 2 Ziff. I).

3.2 Der Beschwerdeführer absolvierte eine Berufslehre als …- und … 
(act. II 2/4 Ziff. 6.2, 3) und stand vor der ersten IV-Anmeldung (act. II 2) in 
verschiedenen Temporärarbeitsverhältnissen (act. II 5, 6, 11.16/2-4, 
11.16/25 f., 17/27/6; act. IIA 49/2, 54; act. IIB 143, 150/4 ff.). Nach der me-
dizinischen Aktenlage ist er jedoch bereits seit dem im Militärdienst am 
4. April 2007 stattgehabten Ereignis (act. II 11.45) wegen diverser Gesund-
heitsschäden in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt. So diagnostizierte 
Dr. med. D.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumato-
logie FMH, im Bericht vom 11. April 2007 (act. II 11.46) einen Verdacht auf 
eine Meniskusläsion medial bzw. eine Kreuzbandläsion am Kniegelenk 
links und attestierte eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. Nach einer kon-
servativen Therapie (act. II 11.41, 11.43) unterzog sich der Beschwerdefüh-
rer am 16. November 2007 einer arthroskopischen Knieoperation (act. II 
11.39) und es wurde ihm auch im Nachgang zu diesem Eingriff weiterhin 
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt (act. II 11.34/4, 11.34/6, 
11.34/11, 11.34/16-18, 11.34/20 f.). In seiner zuhanden der Militärversiche-
rung verfassten versicherungsmedizinischen Stellungnahme vom 8. Sep-
tember 2008 (act. II 11.32/2-6) gelangte der SUVA-Arzt Dr. med. 
E.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH sowie Rheuma-
tologie FMH, zum Schluss, dass die Prognose für die Tätigkeit als … mittel- 
bis langfristig ungünstig und eine Umschulung sinnvoll sei. Noch vor dem 
weiteren Unfall vom 23. Mai 2009 (act. II 17.29) verpflichtete sich die Mi-
litärversicherung, dem Beschwerdeführer eine Barleistung für die Umschu-
lung in eine knieschonende Tätigkeit auszurichten (Vergleich vom 10. März 
2009 bzw. Verfügung vom 3. April 2009; act. II 11.7). Damit ist in tatsächli-
cher Hinsicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
(BGE 138 V 218 E. 6 S. 221) erstellt, dass die zuletzt ohne gesundheitliche 
Einschränkung ausgeübte Tätigkeit mehr als zwei Jahre zurückliegt, wes-

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halb gemäss Art. 21 Abs. 3 IVV auf das Einkommen abzustellen ist, dass 
der Beschwerdeführer durch die gleiche Tätigkeit unmittelbar vor der Ein-
gliederung erzielt hätte, wenn er nicht invalid geworden wäre (vgl. E. 2.3 
hievor).

3.3 Die Beschwerdegegnerin anerkennt, dass seit 4. April 2007 ein Ge-
sundheitsschaden mit Einfluss auf die angestammte Tätigkeit als … vorliegt 
(Beschwerdeantwort S. 2 lit. C Ziff. 5), ihre Verfügung vom 5. Mai 2015 
(act. IIB 180) basiert demgegenüber auf einem (aufindexierten) Erwerbs-
einkommen aus dem Jahr 2012 (act. IIB 128, 176/1; Eintrag vom 30. April 
2015 im IV-Protokoll per 10. Juli 2015 [in den Gerichtsakten]), auf welches 
nach dem Gesagten von vornherein nicht abgestellt werden kann. 

Soweit die Beschwerdegegnerin vorbringt, richtigerweise müsste eigentlich 
das von der SUVA (als Durchführungsstelle der Militärversicherung) an-
hand des im Jahr 2006 erzielten Stundenlohnes ermittelte Erwerbsein-
kommen (act. II 11.35/2, 11.42/2) herangezogen werden (Beschwerdeant-
wort S. 2 lit. C Ziff. 5), ist ihr nicht zu folgen. Wohl ist davon auszugehen, 
dass der Beschwerdeführer nach der empirischen Erfahrung (BGE 139 V 
28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 4.1 S. 325) überwiegend wahrscheinlich im 
Gesundheitsfall seine Tätigkeit als …- und … fortgesetzt hätte. Wie bereits 
im VGE IV/2014/261 E. 4.2.1 (act. IIA 100) im Zusammenhang mit dem 
Valideneinkommen erwogen, sind jedoch aufgrund der Erwerbsbiographie 
mit temporären und häufig wechselnden Arbeitsstellen die statistischen 
Werte der vom Bundesamt für Statistik (BFS) herausgegebenen Lohnstruk-
turerhebung (LSE) heranzuziehen. Das Einkommen im Sinne von Art. 23 
Abs. 3 IVG i.V.m. Art. 21 Abs. 3 IVV entspricht prinzipiell dem Validenein-
kommen der Invaliditätsbemessung nach der Einkommensvergleichsme-
thode (vgl. E. 2.3 hievor) und es besteht vorliegend kein Anlass, von die-
sem Grundsatz abzuweichen. Dies auch deshalb, weil der unterschiedliche 
Massstab zur Beurteilung der beruflichen Entwicklung primär eine Abwei-
chung des für die Taggeldbemessung massgebenden Einkommens vom 
Valideneinkommen gegen oben ermöglicht (vgl. E. 2.3 hievor und ERWIN 
MAURER, Handkommentar zum Invalidenversicherungsgesetz [Art. 1-27bis 
IVG], Bern 2014, Art. 23-25 N. 58). In diesem Sinn ist denn auch das Bun-
desgericht zu verstehen, wenn es im von der Beschwerdegegnerin ange-

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führten (Beschwerdeantwort S. 3 lit. C Ziff. 7) Entscheid vom 4. September 
2013 (8C_405/2013, E. 2.3.1) festhält, dass das Valideneinkommen «nicht 
zwingend identisch mit den Grundlage der Taggeldbemessung bildenden 
Einkünften bei der zuletzt voll ausgeübten Tätigkeit» sei (bezogen auf den 
Wortlaut von Art. 21 Abs. 3 IVV in der bis 31. Dezember 2011 gültigen Fas-
sung [AS 2003 3862]).

Das Verwaltungsgericht legte das Valideneinkommen für das Jahr 2012 in 
den Urteilen vom 3. und 22. April 2014 (VGE IV/2013/551 E. 3.6.1 [act. IIA 
99] bzw. IV/2014/261 E. 4.2.1 [act. IIA 100]) auf Fr. 72‘703.20 fest. Dieser 
hypothetische Wert ist nach dem vorstehend Dargelegten auch als Grund-
lage für die Ermittlung des Erwerbseinkommens nach Art. 23 Abs. 3 IVG 
massgebend und der weiteren Nominallohnentwicklung anzupassen. Die 
Sache geht zurück an die Verwaltung, damit sie im Sinne der Erwägungen 
über den Taggeldanspruch neu verfüge. Die Beschwerde erweist sich in-
soweit als begründet und ist gutzuheissen.

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4). Damit wird das Gesuch um 
unentgeltliche Rechtspflege gegenstandslos.

4.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Diese wird vom Versicherungsgericht festgesetzt 
und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache 
und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). 
Gemäss der Praxis des Verwaltungsgerichts wird der Parteikostenersatz 
bei gemeinnützig tätigen Rechtsberatungsstellen sowie Rechtsschutzversi-

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cherungen, Gewerkschaften und Berufsverbänden aufgrund eines allge-
meingültigen pauschalisierten Stundenansatzes festgesetzt, welcher im 
konkreten Fall mit dem gebotenen Aufwand multipliziert wird. Der Stunden-
ansatz wird je nach fachlicher Qualifikation der Vertretung festgelegt, wobei 
als fachlich qualifizierte Vertretung diejenige durch Juristinnen und Juristen 
sowie durch eidgenössisch diplomierte Sozialversicherungsexpertinnen 
und -experten gilt. Als fachlich nicht qualifizierte Vertretung gelten alle übri-
gen Parteivertreterinnen und -vertreter (vgl. Rundschreiben der Sozialver-
sicherungsrechtlichen Abteilung und der Abteilung für französischsprachige 
Geschäfte des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Dezember 
2009, abrufbar unter <www.justice.be.ch>). Im Falle der Vertretung durch 
eine gemeinnützig tätige Rechtsberatungsstelle im Sinne der Rechtspre-
chung (BGE 135 I 1 E. 7.4.1 S. 4) wird der Stundenansatz bei einer fachlich 
qualifizierten Vertretung auf Fr. 130.-- festgelegt.

Im vorliegenden Fall wird der Beschwerdeführer durch Rechtsanwältin Dr. 
iur. C.________ vom B.________ vertreten. Deren Kostennote vom 
23. August 2015 ist nicht zu beanstanden. Entsprechend wird die Parteien-
tschädigung auf Fr. 864.50 (6.65 h x Fr. 130.--) zuzüglich Auslagen von 
Fr. 32.-- und Fr. 71.70 Mehrwertsteuer, somit auf total Fr. 967.20, festge-
setzt. Diesen Betrag hat die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer 
zu ersetzen.

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Bern vom 5. Mai 2015 aufgehoben und die Sache an die Be-
schwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie im Sinne der Erwägun-
gen über den Taggeldanspruch neu verfüge.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. 

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3. Das Verfahren betreffend das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege 
wird als gegenstandslos geworden vom Geschäftsverzeichnis abge-
schrieben.

4. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 967.20 (inkl. Auslagen und MWSt.), zu er-
setzen.

5. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.