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**Case Identifier:** b682f229-5294-5f17-99b8-f0ba1a01876b
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-03
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 03.11.2025 200 2025 104
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2025-104_2025-11-03.pdf

## Full Text

SH 200 2025 104 
KNB/PES/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 3. November 2025

Verwaltungsrichter Ackermann, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichter Knapp, Verwaltungsrichter Tissot
Verwaltungsrichter Furrer, Verwaltungsrichter Kölliker
Gerichtsschreiber Peter

Einwohnergemeinde A.________ 
Beschwerdeführerin

gegen

B.________
Beschwerdegegnerin

Regierungsstatthalterin des Verwaltungskreises Bern-Mittelland 
Poststrasse 25, 3071 Ostermundigen
Vorinstanz 

betreffend Entscheid der Regierungsstatthalterin des Verwaltungskreises 
Bern-Mittelland vom 15. Januar 2025 (vbv 114/2024)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. November 2025, SH 200 2025 104

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Sachverhalt:

A.

Die 1992 geborene B.________ (nachfolgend Leistungsansprecherin bzw. 
Beschwerdegegnerin) wurde seit 1. Juni 2023 durch die Sozialen Dienste 
Region C.________ sozialhilferechtlich unterstützt. Im Mai 2024 zog sie mit 
ihren zwei Kindern, beide geboren am TT. März 2019, ins Zuständigkeits-
gebiet der Einwohnergemeinde A.________ (nachfolgend Sozialdienst 
bzw. Beschwerdeführerin; vgl. Übertragungsbericht der Sozialen Dienste 
Region C.________ vom 23. April 2024 sowie Intakebericht vom 24. Mai 
2024, beide in den Akten des Sozialdienstes [act. IIA] unpaginiert). 

Mit Verfügung vom 7. Juni 2024 (Akten der Regierungsstatthalterin des 
Verwaltungskreises Bern-Mittelland [nachfolgend Vorinstanz; act. II] 3 – 
resp. act. IIA unpaginiert) legte der Sozialdienst das Rahmenbudget für den 
Zeitraum von 1. Juni bis 31. Oktober 2024 fest. Darin wurden der Leis-
tungsansprecherin der Grundbedarf zu 60 % gestützt auf einen Dreiperso-
nenhaushalt und zu 40 % gestützt auf einen Einpersonenhaushalt sowie 
die maximalen Wohnkosten für einen Zweipersonenhaushalt (ausmachend 
Fr. 1'200.--) angerechnet resp. vom tatsächlichen Wohnungsmietzins von 
Fr. 1'300.-- (vgl. Mietvertrag vom 8. April 2024 in act. IIA unpaginiert) 
Fr. 100.-- wegen zu hoher Miete in Abzug gebracht (vgl. Beschwerdeant-
wort im vorinstanzlichen Verfahren; act. II 19). 

Gegen diese Verfügung reichte die Leistungsansprecherin mit Eingabe 
vom 9. Juni 2024 bei der Vorinstanz Beschwerde ein mit den sinngemäs-
sen Anträgen, in Aufhebung der angefochtenen Verfügung seien ihr ab 
dem 1. Juni 2024 der Grundbedarf und die Wohnkosten eines Dreiperso-
nenhaushalts anzurechnen (act. II 1). Mit Beschwerdeantwort vom 28. Juni 
2024 (act. II 17-20) beantragte der Sozialdienst die Abweisung der Be-
schwerde, soweit diese in Bezug auf den Wohnkostenabzug von Fr. 100.-- 
für die Monate Juni bis September 2024 nicht als gegenstandslos abzu-
schreiben sei, da er entschieden habe, den Abzug entgegen der angefoch-
tenen Verfügung erst ab Oktober 2024 vorzunehmen (act. II 17 i.V.m. 
act. II 19).

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B.

Mit Entscheid vom 15. Januar 2025 (act. II 29-36) schrieb die Vorinstanz 
die Beschwerde, soweit den Abzug von den Wohnkosten von Fr. 100.-- für 
die Monate Juni bis September 2024 betreffend, als erledigt vom Ge-
schäftsverzeichnis ab. Im Übrigen hiess sie die Beschwerde teilweise gut 
und änderte die angefochtene Verfügung insoweit ab, dass sie für den Mo-
nat Oktober 2024 Wohnkosten für einen Dreipersonenhaushalt, ausma-
chend Fr. 1'300.--, anrechnete. Soweit weitergehend wies sie die Be-
schwerde ab.

C.

Gegen diesen Entscheid erhob die Einwohnergemeinde A.________ mit 
Eingabe vom 10. Februar 2025 Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit dem 
sinngemässen Rechtsbegehren, der Entscheid der Vorinstanz sei insoweit, 
als er für den Monat Oktober 2024 Wohnkosten für einen Dreipersonen-
haushalt, ausmachend Fr. 1'300.--, anrechnet, aufzuheben resp. es seien 
der Beschwerdegegnerin ab 1. Oktober 2024 infolge alternierender Obhut 
lediglich Wohnkosten für einen Zweipersonenhaushalt, ausmachend 
Fr. 1'200.--, anzurechnen.

Die Vorinstanz schloss mit Vernehmlassung vom 17. März 2025 auf Ab-
weisung der Beschwerde. Die Beschwerdegegnerin liess sich nicht ver-
nehmen. 

Am 26. August 2025 fand zu der sich im vorliegenden Beschwerdeverfah-
ren stellenden grundsätzlichen Rechtsfrage (vgl. E. 3.2 f. hiernach) eine 
erweiterte Abteilungskonferenz (eABK) der Sozialversicherungsrechtlichen 
Abteilung und der Abteilung für französischsprachige Geschäfte statt 
(Art. 54 Abs. 4 des kantonalen Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die 
Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; 
BSG 161.1] i.V.m. Art. 22 des Organisationsreglements des Verwaltungs-
gerichts vom 22. September 2010 [OrR VG; BSG 162.621]; vgl. auch E. 1.3 
hiernach).

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Erwägungen:

1.

1.1 Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Verwaltungsge-
richts ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte kantonale Instanz 
gemäss Art. 74 Abs. 1 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) und Art. 54 Abs. 2 GSOG i.V.m. 
Art. 18 Abs. 2a OrR VG zuständig (vgl. auch Art. 52 Abs. 3 des Gesetzes 
vom 11. Juni 2001 über die öffentliche Sozialhilfe [Sozialhilfegesetz, SHG; 
BSG 860.1]). Die Gemeinde hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenom-
men, ist durch den angefochtenen Entscheid in ihren finanziellen Interes-
sen und damit besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an 
dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG; BGE 140 V 328 
E. 6.5 S. 335 und E. 6.7 S. 336; BVR 2006 S. 408 E. 1). Die Bestimmungen 
über Form und Frist sind eingehalten (Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 Abs. 2 
VRPG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Entscheid der Vorinstanz vom 15. Ja-
nuar 2025 (act. II 29-36); dieser ist an die Stelle der Verfügung der Be-
schwerdeführerin vom 7. Juni 2024 getreten, mit der das Rahmenbudget 
der Beschwerdegegnerin für die Zeit von 1. Juni bis 31. Oktober 2024 fest-
gelegt wurde (vgl. act. II 3). Streitig ist der Anspruch auf Wohnkosten und 
dabei konkret, ob die Beschwerdegegnerin Anspruch auf den Betrag für 
einen Drei- oder Zweipersonenhaushalt hat. Nicht Streitgegenstand und 
nicht zu prüfen ist die Kürzung von Fr. 100.-- während der Monate Juni bis 
September 2024; insoweit ist nichts mehr streitig und hat bereits die Vor-
instanz das Verfahren in diesem Umfang abgeschrieben (act. II 30 E. I/2).

1.3 Ist eine Streitigkeit von grundsätzlicher Bedeutung zu entscheiden, 
urteilt das Gericht in Fünferbesetzung (Art. 57 Abs. 6 i.V.m. Art. 56 Abs. 2 
lit. a GSOG).

1.4 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzung hin (Art. 80 VRPG).

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2.

2.1 Wer in Not gerät und nicht in der Lage ist, für sich selber zu sorgen, 
hat nach Art. 12 der Bundesverfassung (BV; SR 101) und Art. 29 Abs. 1 
der Verfassung des Kantons Bern (KV; BSG 101.1) – dieser geht nicht über 
die bundesverfassungsrechtliche Garantie hinaus – Anspruch auf Hilfe und 
Betreuung und auf die Mittel, die für ein menschenwürdiges Dasein unab-
dingbar sind. Der verfassungsrechtliche Anspruch ist beschränkt auf ein 
absolutes Minimum im Sinne einer "Überlebenshilfe", was Ausdruck des 
Subsidiaritätsgrundsatzes ist und zugleich bedeutet, dass Schutzbereich 
und Kerngehalt bei diesem Grundrecht zusammenfallen (BGE 150 I 6 
E. 5.1 S. 9 und E. 10.1.1 S. 11, 142 I 1 E. 7.2.1 S. 6 und E. 7.2.4 S. 7, 131 I 
166 E. 3.1 S. 172; BVR 2019 S. 383 E. 2.1, 2016 S. 352 E. 2.1, 2005 
S. 400 E. 5.2).

2.2 Für die Ausrichtung und Bemessung der wirtschaftlichen Hilfe sind 
gemäss Art. 31 SHG i.V.m. Art. 8 SHV die Richtlinien der Schweizerischen 
Konferenz für Sozialhilfe über die Ausgestaltung und Bemessung der 
Sozialhilfe (SKOS-Richtlinien) verbindlich, soweit das SHG und die SHV 
keine abweichende Regelung vorsehen (BVR 2021 S. 530 E. 2.2). Darüber 
hinaus ist – im Sinne einer Vollzugshilfe – grundsätzlich das Handbuch 
Sozialhilfe der Berner Konferenz für Sozialhilfe, Kindes- und Erwachsenen-
schutz (BKSE; nachfolgend: Handbuch BKSE, abrufbar unter 
<www.bernerkonferenz.ch>) anwendbar (zum Ganzen BVR 2021 S. 530 
E. 2.1, 2021 S. 159 E. 2.1, 2019 S. 383 E. 2.1).

Am 1. Mai 2021 ist im Rahmen der vom Regierungsrat am 24. März 2021 
beschlossenen Teilrevision der SHV (vgl. BAG 21-029) eine geänderte 
Fassung von Art. 8 Abs. 1 SHV in Kraft getreten. Gemäss diesem sind die 
SKOS-Richtlinien in der Fassung der fünften überarbeiteten Ausgabe vom 
1. Januar 2021 verbindlich.

2.3 Laut den SKOS-Richtlinien umfasst die materielle Grundsicherung 
nebst dem Grundbedarf für den Lebensunterhalt unter anderem auch die 
Wohnkosten (vgl. SKOS-Richtlinien C.1.). Der Wohnungsmietzins ist anzu-
rechnen, soweit dieser im ortsüblichen Rahmen liegt; ebenfalls anzurech-
nen sind die vertraglich vereinbarten Nebenkosten (SKOS-Richtlinien 

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C.4.1. Ziff. 2). Laut Handbuch BKSE werden Mietzinse (exkl. Nebenkosten) 
gemäss Mietvertrag übernommen, soweit sie angemessen sind (vgl. Hand-
buch BKSE, Stichwort "Mietzins", Ziff. 1). Die Sozialbehörde legt unter 
Berücksichtigung des aktuellen regionalen Wohnungsmarktes Obergrenzen 
für Wohnkosten fest und überprüft diese regelmässig (Art. 31a Abs. 1 SHG; 
Handbuch BKSE, Stichwort "Mietzins", Ziff. 2). Das Verwaltungsgericht 
stellt in der Regel auf die kommunalen und regionalen Mietzinsrichtlinien ab 
und respektiert damit den Gestaltungs- und Ermessensspielraum der mit 
den örtlichen Verhältnissen vertrauten Gemeinden (vgl. BVR 2013 S. 151 
E. 3.2, 2007 S. 272 E. 3.2).

2.4 Das Handbuch BKSE sieht unter dem Stichwort "Gemeinsame elter-
liche Sorge" resp. "Autorité parentale conjointe" in Ziff. 3 Abs. 3 sowie unter 
dem Stichwort "Mietzins" resp. "Loyer" in Ziff. 2 Abs. 2 jeweils die (identisch 
formulierte) folgende Regelung vor: 

"Bei alternierender Obhut oder einem üblichen Wochenend- und Ferienbe-
suchsrecht von Kindern gelangt – soweit die Betreuung effektiv wahrge-
nommen wird – die Mietzinsrichtlinie zur Anwendung, welche einer Haus-
haltsgrösse bestehend aus dem unterstützten Elternteil und dem Kind ent-
spricht, bzw. bei mehreren Kindern der Haushaltsgrösse bestehend aus dem 
unterstützten Elternteil sowie den Kindern abzüglich einer Person."

"Il convient d’appliquer, en cas de garde alternée ou pour l’exercice d’un 
droit de visite usuel des enfants pendant les week-ends et les vacances, 
dans la mesure où les parents assument effectivement leur participation à la 
prise en charge, la directive en matière de loyer qui correspond à une taille 
de ménage composée de l’enfant et du parent bénéficiant du soutien ou, en 
présence de plusieurs enfants, celle qui correspond à une taille de ménage 
composée du parent bénéficiant du soutien ainsi que des enfants moins une 
personne."

2.5 Vollzugshilfen wie das Handbuch BKSE verfolgen den Zweck, die 
Rechtsgleichheit in der wirtschaftlichen Grundversorgung zu gewährleisten, 
bestehende Richtlinien (namentlich jene der SKOS) und Erlasse zu erläu-
tern, die Erfahrungen aus der Praxis der Sozialdienste zu sammeln und 
allgemein zugänglich zu machen. Solche Praxishilfen bzw. Verwaltungs-

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verordnungen enthalten keine Rechtsnormen und begründen insbesondere 
keine Rechte oder Pflichten der Privaten. Das Verwaltungsgericht berück-
sichtigt Verwaltungsverordnungen gleichwohl, soweit sie im Einklang mit 
den gesetzlichen Vorgaben stehen und diese auf eine überzeugende und 
praktikable Art und Weise konkretisieren (BVR 2021 S. 530 E. 5.2 mit Hin-
weisen; zur Natur von Verwaltungsverordnungen im Allgemeinen vgl. z.B. 
BGE 142 II 182 E. 2.3.2 S. 190 f.).

3.

3.1 Mit – am 5. Dezember 2023 gerichtlich genehmigter (in act. IIA un-
paginiert) – Unterhaltsvereinbarung vom 28. November 2023 regelte die 
Beschwerdegegnerin mit dem Kindsvater die alternierende Obhut über ihre 
beiden am TT. März 2019 geborenen Kinder (in act. IIA unpaginiert). Ge-
rundet sind die Kinder während 60 % der Zeit bei der Beschwerdegegnerin 
und während 40 % beim Kindsvater (Beschwerdeantwort im vorinstanzli-
chen Verfahren; act. II 18). Am 7. Juni 2024 verfügte die Beschwerdeführe-
rin das Rahmenbudget für die Zeit zwischen Juni und Ende Oktober 2024 
(act. II 3); dabei berücksichtigte sie bei den Wohnungskosten in Anwen-
dung der Regelung des Handbuchs BKSE zum Mietzins bei alternierender 
Obhut (vgl. E. 2.4 hiervor) die Kosten eines Zweipersonenhaushalts (Be-
schwerdeantwort im vorinstanzlichen Verfahren; act. II 19). Die Vorinstanz 
hat die daraus resultierende Kürzung deshalb nicht geschützt, weil für sie 
"nicht nachvollziehbar" sei, weshalb "allein der Umstand der alternierenden 
Obhut im Zusammenhang mit der Höhe der anzurechnenden Wohnkosten 
den ausschlaggebenden Punkt darstellen" solle; dies mache vielmehr beim 
Grundbedarf Sinn (vorinstanzlicher Entscheid E. 6.3.1; act. II 34); weiter sei 
"nicht einzusehen, warum getrennte Eltern mit alternierender Obhut sozial-
hilferechtlich schlechter gestellt werden sollten, als zivilrechtlich beispiels-
weise getrennte Eltern bei denen für einen Elternteil lediglich ein Besuchs-
recht vereinbart oder festgelegt worden" sei (vorinstanzlicher Entscheid 
E. 6.3.2; act. II 35).

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3.2

3.2.1 Der Vorinstanz ist nicht zu folgen, wenn sie die Regelung im Hand-
buch BKSE per se als nicht überzeugend erachtet. Die Normierung orien-
tiert sich daran, dass die Sozialhilfe lediglich einen minimalen Standard 
festlegen soll (E. 2.1 hiervor). In diesem Sinne sieht C.4.1 Abs. 1 Satz 2 der 
SKOS-Richtlinien denn auch explizit vor – nota bene in allgemeiner Weise, 
d.h. nicht nur bezogen auf den hier zu beurteilenden Fall der alternierenden 
Obhut –, dass Kinder nicht grundsätzlich Anspruch auf je ein eigenes Zim-
mer haben, was sich mit der Lebensrealität zahlreicher Familien in be-
scheidenen finanziellen Verhältnissen deckt, die keine Sozialhilfe beziehen. 
Insoweit ist die hier infrage stehende Regelung im Handbuch BKSE mit den 
Vorgaben der SKOS-Richtlinien vereinbar. Die alternierende elterliche Ob-
hut ist zudem – entgegen der Auffassung der Vorinstanz – ein sachlich 
gerechtfertigtes Unterscheidungskriterium, da sich die Kinder eben nicht 
nur an einem, sondern an zwei Orten regelmässig aufhalten. Weiter unter-
scheidet sich die sozialhilferechtliche Situation unter anderem insoweit von 
der zivilrechtlichen, da Letztere von den finanziellen Mitteln der Parteien 
abhängt resp. sich an diesen orientiert; es können sich nicht sozialhilfe-
rechtlich unterstützte, aber getrennt lebende Eltern denn auch nicht in je-
dem Fall an zwei Orten jeweils eigene Zimmer für die Kinder leisten resp. 
können sich solche Personen oft je nur ein Zimmer für zwei Kinder leisten. 
Schliesslich führt die Regelung des Handbuchs BKSE nicht dazu, dass 
Kinder von Eltern mit alternierender Obhut schlechter gestellt sind, als Kin-
der von Eltern mit einem blossen Besuchsrecht – es ist bei einem in der 
Regel beschränkten Besuchsrecht denn auch ohne Weiteres zumutbar 
(und oft Realität), dass mangels eines separaten Kinderzimmers resp. we-
gen eines fehlenden zusätzlichen Zimmers der betreffende Elternteil oder 
die Kinder in dieser Zeit im Wohnzimmer schlafen.

3.2.2 Das Gebot der rechtsgleichen Behandlung (Art. 8 Abs. 1 BV) ist 
verletzt, wenn ein Erlass hinsichtlich einer entscheidwesentlichen Tatsache 
rechtliche Unterscheidungen trifft, für die ein vernünftiger Grund in den zu 
regelnden Verhältnissen nicht ersichtlich ist, oder wenn er Unterscheidun-
gen unterlässt, welche sich aufgrund der Verhältnisse aufdrängen. Die 
Rechtsgleichheit ist verletzt, wenn Gleiches nicht nach Massgabe seiner 

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Gleichheit gleich oder Ungleiches nicht nach Massgabe seiner Ungleichheit 
ungleich behandelt wird. Die Frage, ob für eine rechtliche Unterscheidung 
ein vernünftiger Grund in den zu regelnden Verhältnissen ersichtlich ist, 
kann zu verschiedenen Zeiten unterschiedlich beantwortet werden, je nach 
den herrschenden Anschauungen und Verhältnissen. Dem Gesetzgeber 
bleibt im Rahmen dieser Grundsätze und des Willkürverbots ein weiter 
Spielraum der Gestaltung (BGE 150 V 105 E. 6.3 S. 114, 143 V 139 
E. 6.2.3 S. 145).

Die Regelung des Handbuchs BKSE zum Mietzins bei alternierender Obhut 
(vgl. E. 2.4 hiervor) ist nicht per se (E. 3.2.1 hiervor), sondern deshalb und 
bloss insoweit verfassungswidrig, als sie zu starr formuliert ist und bei 
alternierender Obhut in jedem Fall tiefere Wohnkosten vorsieht (Beschluss 
der eABK vom 26. August 2025). Dadurch kann nicht in jedem Fall Glei-
ches nach Massgabe seiner Gleichheit gleich oder Ungleiches nach Mass-
gabe seiner Ungleichheit ungleich behandelt werden, was eine Verletzung 
der soeben erwähnten verfassungsmässig vorgesehenen Rechtsgleichheit 
darstellt. Die Regelung lässt nicht nur die Dauer des Aufenthalts bei den 
jeweiligen Elternteilen, sondern generell besondere Umstände per se aus-
ser Acht, die allenfalls relevant sein können: So beispielsweise wenn eines 
der Kinder schwerstbehindert ist und wegen seines Gesundheitszustands 
und der Entwicklung seiner Geschwister ein eigenes Zimmer benötigt, z.B. 
indem ein Überwachungsgerät mehrmals in der Nacht einen Alarm und 
Interventionshandlungen der Eltern oder Dritter auslöst und den Nacht-
schlaf (auch) der Geschwister stört. Solche besonderen Umstände müssen 
berücksichtigt werden können. Da die Regelung im Handbuch BKSE in 
beiden Sprachfassungen vom Wortlaut und Sinn her eindeutig ist und kei-
nerlei Ausnahmen zulässt, ist schliesslich eine verfassungskonforme Aus-
legung der Norm nicht möglich (vgl. dazu: BGE 150 V 281 E. 5.1 S. 287, 
150 V 120 E. 4.2 S. 125, 140 I 305 E. 6.2 S. 311). Folglich ist die Anwend-
barkeit der an sich nicht zu beanstandenden (E. 3.2.1 hiervor) Regelung im 
Handbuch BKSE insoweit einzuschränken, dass bei Vorliegen ganz beson-
derer Umstände Abweichungen möglich sein müssen. Ob dies hier der Fall 
ist, ist im Folgenden zu prüfen.

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3.3 Die Vorinstanz hat die Verfügung der Beschwerdeführerin vom 
7. Juni 2024 (Rahmenbudget für die Zeit von 1. Juni bis 31. Oktober 2024; 
act. II 3) allein aus grundsätzlichen Gründen geändert (vgl. vorinstanzlicher 
Entscheid E. 6.3.3 [act. II 35] i.V.m. Ziff. 2 Dispositiv [act. II 36]) und ist 
nicht auf die konkrete Fallkonstellation eingegangen. Dem Verwaltungsge-
richt obliegt die volle Prüfung von Sachverhaltsfragen (RUTH HERZOG, in: 
HERZOG/DAUM [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, 
Art. 80 N. 31). Diese Prüfung ergibt, dass die Beschwerdeführerin in 
Kenntnis sämtlicher Umstände gestützt auf die Regelung des Handbuchs 
BKSE entschieden hat; ein konkreter Umstand, der ein Abweichen von der 
Normierung des Handbuchs BKSE gebieten würde (vgl. E. 3.2.2 [in fine] 
hiervor), ist vorliegend nicht ersichtlich. Dies gilt insbesondere auch für den 
von der Beschwerdegegnerin geltend gemachten Umstand, dass die 
sechsjährigen Zwillinge viel streiten würden (vgl. undatierte Eingabe der 
Beschwerdegegnerin an die Vorinstanz; act. II 25); es ist im Rahmen der 
Eigenverantwortung (Art. 6 BV) Aufgabe der erziehungsberechtigten Eltern, 
entsprechende Streitigkeiten zu schlichten, zu unterbinden oder – falls sie 
dies nicht können – sich externe Hilfe zu holen. Dementsprechend ist die 
Verfügung der Gemeinde vom 7. Juni 2024 (act. II 3) nicht zu beanstanden 
resp. der diese Verfügung ändernde Entscheid der Vorinstanz im Rahmen 
der vorliegenden Rechtskontrolle in diesem Umfang aufzuheben. 

4.

4.1 Gemäss Art. 102 VRPG i.V.m. Art. 53 SHG werden in Verfahren vor 
den Sozialdiensten und den Beschwerdeinstanzen vorbehältlich (hier nicht 
gegebener) mutwilliger oder leichtfertiger Prozessführung keine Verfah-
renskosten erhoben.

4.2 Ersatzfähige Parteikosten sind bei der obsiegenden Beschwerde-
führerin nicht angefallen (Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 VRPG).

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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird Ziffer 2 des angefochtenen Ent-
scheids der Regierungsstatthalterin des Verwaltungskreises Bern-Mit-
telland vom 15. Januar 2025 aufgehoben und die Verfügung der Ein-
wohnergemeinde A.________ vom 7. Juni 2024 in Bezug auf die 
Wohnkosten für den Monat Oktober 2024 bestätigt.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- Einwohnergemeinde A.________
- B.________
- Regierungsstatthalterin des Verwaltungskreises Bern-Mittelland

Der Abteilungspräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.