# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bd6953cd-ca5b-5959-b463-61dceccf2258
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-08-24
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 24.08.2010 B 2010/107, B 2010/108
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2010-107--B-2010-1_2010-08-24.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2010/107, B 2010/108

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 13.02.2020

Entscheiddatum: 24.08.2010

Urteil des Verwaltungsgerichts vom 24. August 2010
Steuerrecht, Art. 29 Abs. 1 und Art. 143 Abs. 1 StG (sGS 811.1), Art. 16 Abs. 1 
und Art. 24 lit. a DBG (SR 642.11). Für die Erhöhung des Eigenkapitals an 
einer einfachen Gesellschaft zulasten des Eigenkapitals der beiden anderen 
Gesellschafter vermochte der Beteiligte keine Schenkung nachzuweisen, 
weshalb die Zuwendung von der Veranlagungsbehörde zu Recht als 
steuerbares Einkommen erfasst bzw. von der 
Verwaltungsrekurskommission zu Unrecht als Schenkung qualifiziert wurde 
(Verwaltungsgericht, B 2010/107, 108).

Urteil vom 24. August 2010

Anwesend: Präsident Prof. Dr. U. Cavelti; Verwaltungsrichter lic. iur. A. Linder, 

Dr. B. Heer, lic. iur. A. Rufener, Dr. S. Bietenharder-Künzle; Gerichtsschreiber lic. iur. 

Th. Vögeli

_______________

In Sachen

Kantonales Steueramt,Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen,

Beschwerdeführer,

gegen

Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen,Abteilung I/1, 

Unterstrasse 28, 9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

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und

F. und C.

Beschwerdegegner,

vertreten durch U.S.

und

Eidgenössische Steuerverwaltung, Hauptabteilung direkte Bundessteuer, 

Eigerstrasse 65, 3003 Bern,

Beschwerdebeteiligte,

betreffend

Staats- und Gemeindesteuern (Einkommen und Vermögen 2007) sowie direkte 

Bundessteuer (2007)

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:

A./ Die Eheleute F. und C. sind in W. wohnhaft. Der Ehemann ist hauptberuflich als 

Autoverkäufer bzw. Verkaufsleiter tätig. Er gründete am 11. November 2006 

gemeinsam mit R. und Z. die Personengesellschaft "R, D. und F. einfache 

Gesellschaft". Diese übernahm am 20. November 2006 das Grundstück Nr. 000 mit 

dem Hotel-Restaurant L. in W. Der Besitzesantritt erfolgte am 1. Juli 2007. Die 

Gesellschafter nahmen in der Folge einen Umbau des Gebäudes vor und führten eine 

Renovation durch.

Am 15. September 2007 wurde das Eigenkapital von F. in der einfachen Gesellschaft 

durch Zahlungen von R. und Z. von je Fr. 25'000.-- zu Lasten von deren Eigenkapital 

um Fr. 50'000.-- erhöht.

Die Eheleute F. und C. deklarierten in der Steuererklärung 2007 die Leistungen von R. 

und Z. von je Fr. 25'000.-- als Schenkungen. Die Veranlagungsbehörde behandelte die 

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Erhöhung des Kapitalkontos als Einkommen aus selbständiger Nebenerwerbstätigkeit 

und veranlagte F. und C. für die Staats- und Gemeindesteuern 2007 mit einem 

steuerbaren Einkommen von Fr. 138'000.-- und einem steuerbaren Vermögen von 

Fr. 171'000.-- und für die direkte Bundessteuer 2007 mit einem steuerbaren 

Einkommen von Fr. 134'800.--. Die gegen diese Veranlagungen erhobenen 

Einsprachen wurden vom kantonalen Steueramt mit Entscheiden vom 14. April 2009 

teilweise gutgeheissen. Das kantonale Steueramt berücksichtigte auf den Einkünften 

aus der einfachen Gesellschaft eine Rückstellung von AHV-Beiträgen von Fr. 2'050.-- 

und setzte das steuerbare Einkommen für die Staats- und Gemeindesteuern neu auf 

Fr. 136'500.-- fest. Das steuerbare Vermögen blieb unverändert. Für die direkte 

Bundessteuer wurde das steuerbare Einkommen auf Fr. 132'800.-- festgesetzt.

B./ Gegen die Einspracheentscheide des kantonalen Steueramts erhoben die 

Pflichtigen durch ihren Vertreter mit Eingabe vom 12. Mai 2009 Rekurs und 

Beschwerde mit dem Antrag, die von den Teilhabern der einfachen Gesellschaft an F. 

ausbezahlten Leistungen seien als Schenkung zu qualifizieren und das steuerbare 

Einkommen entsprechend herabzusetzen.

Die Verwaltungsrekurskommission hiess den Rekurs und die Beschwerde mit 

separaten Entscheiden vom 30. März 2010 gut und hob die Einspracheentscheide des 

kantonalen Steueramts vom 14. April 2009 auf. Sie veranlagte die Eheleute F. und C. 

für die Staats- und Gemeindesteuern 2007 mit einem steuerbaren Einkommen von 

Fr. 87'600.-- und einem steuerbaren Vermögen von Fr. 171'000.-- und für die direkte 

Bundessteuer 2007 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 84'800.--. Sie erwog, 

der Rekurrent bzw. Beschwerdeführer habe die Zuwendungen als Schenkungen 

deklariert. Er habe schriftliche Bestätigungen seiner Teilhaber beigebracht, nach denen 

die Übertragung ihrer Kapitalansprüche gegenüber der einfachen Gesellschaft im 

Umfang von je Fr. 25'000.-- auf sein Kapitalkonto als Schenkungen gedacht gewesen 

seien. Diese Übertragung habe dazu geführt, dass die drei Gesellschafter 

entsprechend der Vereinbarung im Gesellschaftsvertrag zu je einem Drittel an der 

Gesellschaft beteiligt gewesen seien. Soweit der Rekurrent eine Leistung erbracht 

habe, habe er sie nicht gegenüber den beiden Teilhabern, sondern als - sich 

steuerrechtlich lediglich, aber immerhin, als Vermeidung von Aufwand auf den Gewinn 

der Unternehmung auswirkenden - Beitrag gegenüber der einfachen Gesellschaft 

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erbracht. Daher handle es sich bei den beiden Gutschriften von je Fr. 25'000.-- auf dem 

Kapitalkonto bei der einfachen Gesellschaft um Übertragungen schenkungshalber von 

den Kapitalkonti der beiden Teilhaber.

C./ Mit separaten Eingaben vom 7. Mai 2010 erhob das kantonale Steueramt 

Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Antrag, die Entscheide der 

Verwaltungsrekurskommission vom 30. März 2010 seien aufzuheben und die 

Einspracheentscheide vom 14. April 2009 seien zu bestätigen, unter Kostenfolgen. Zur 

Begründung wird im wesentlichen vorgebracht, dem Vermögenszugang von 

Fr. 50'000.-- stehe eine Arbeitsleistung des Steuerpflichtigen gegenüber. Dies 

anerkenne auch die Vorinstanz. Um die Beteiligungsverhältnisse und die 

entsprechende Beteiligung am Erfolg zu je einem Drittel beizubehalten und damit auch 

die Leistungen des Beschwerdegegners kapitalwirksam zu machen, hätten die beiden 

Teilhaber die Zuwendung von je Fr. 25'000.-- vorgenommen. Auf die einzelnen 

Vorbringen wird, soweit wesentlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

Die Steuerpflichtigen beantragten mit Eingabe ihres Rechtsvertreters vom 25. Mai 2010 

die Abweisung der Beschwerden bzw. den Schutz der angefochtenen Entscheide.

Die Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 28. Mai 2010 ebenfalls die 

Abweisung der Beschwerden.

Die Eidg. Steuerverwaltung liess sich nicht vernehmen.

Darüber wird in Erwägung gezogen:

1. Angefochten sind der Rekursentscheid betr. Staats- und Gemeindesteuern sowie 

der Beschwerdeentscheid betr. direkte Bundessteuer. Nach der bisherigen Praxis 

waren in solchen Fällen zwei separate Urteile zu fällen, die zwar in einem einzigen Akt 

ergehen konnten, aber separate Begründungen und Dispositive für die kantonalen 

Steuern und die direkte Bundessteuer aufweisen mussten (U. Cavelti, in: Zweifel/

Athanas, Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Band I/2b, 2. Aufl., Basel 

2008, N 10b zu Art. 143 DBG mit Hinweis auf BGE 130 II 509 E. 8). Dieser Grundsatz 

wurde in der neuesten Rechtsprechung relativiert, da die Befugnisse des 

Bundesgerichts auf dem Gebiet der direkten Bundessteuer mit jenen übereinstimmen, 

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die es in Bezug auf die in Art. 73 Abs. 1 des Steuerharmonisierungsgesetzes (SR 

642.14, abgekürzt StHG) aufgeführten Bereiche der Kantons- und Gemeindesteuern 

hat. Es ist nunmehr zulässig, dass ein einziger Entscheid ergeht und sogar im 

Dispositiv nicht mehr zwischen kantonalen Steuern und der Bundessteuer 

unterschieden wird, solange sich der Begründung klar entnehmen lässt, dass das Urteil 

sämtliche Steuern umfasst. Gegen solche Entscheide kann künftig mit einer einzigen 

Eingabe Beschwerde beim Bundesgericht erhoben werden (BGE 135 II 260, 

Kommentierung in ZBJV 2010, S. 475 f.). Vorliegend geht es um die streitige 

Qualifikation einer Leistung als Einkommen, was nach kantonalem Recht und nach 

dem Recht der direkten Bundessteuer nach denselben Kriterien zu beurteilen ist. Daher 

können die Beschwerden gegen die beiden vorinstanzlichen Entscheide im selben 

Urteil behandelt werden.

Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59 Abs. 1 des 

Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP; Art. 196 

Abs. 1 des Steuergesetzes, sGS 811.1, abgekürzt StG; Art. 1 Abs. 3 und Art. 7 Abs. 2 

der Verordnung zum Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer, sGS 815.1; 

Art. 145 des Gesetzes über die direkte Bundessteuer, SR 642.11, abgekürzt DBG). Das 

kantonale Steueramt ist zur Beschwerde legitimiert, und seine Eingaben vom 7. Mai 

2010 entsprechen zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen 

(Art. 196 Abs. 1 StG und Art. 161 StG in Verbindung mit Art. 64 Abs. 1 und Art. 48 

Abs. 1 VRP; Art. 145 in Verbindung mit Art. 140 Abs. 1 und 2 DBG). Auf die 

Beschwerden ist einzutreten.

2. Im vorliegenden Fall ist streitig, ob die Zahlungen von je Fr. 25'000.--, welche dem 

Beschwerdegegner am 15. September 2007 auf dem Kapitalkonto der einfachen 

Gesellschaft zu Lasten der Kapitalkonti der beiden anderen Gesellschafter 

gutgeschrieben wurden, bei ihm als Einkommen steuerbar oder als Schenkung 

einkommenssteuerfrei sind.

2.1. Nach Art. 29 Abs. 1 StG unterliegen alle wiederkehrenden und einmaligen 

Einkünfte der Einkommenssteuer. Nicht unter die Einkommenssteuer fallen 

Vermögensanfälle infolge Schenkung (Art. 37 lit. a StG). Nach Art. 143 Abs. 1 StG 

unterliegen freiwillige Zuwendungen unter Lebenden, soweit der Empfänger aus dem 

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Vermögen eines anderen ohne entsprechende Gegenleistung bereichert wird, der 

Schenkungssteuer.

Die Bestimmungen des DBG weisen dieselbe Regelung auf. Nach Art. 16 Abs. 1 DBG 

unterliegen alle wiederkehrenden und einmaligen Einkünfte der Einkommenssteuer. 

Schenkungen sind nach Art. 24 lit. a DBG steuerfrei.

2.2. In tatsächlicher Hinsicht steht fest, dass die Gesellschafter F. und D. am 

15. September 2007 zu Lasten ihres Kapitalkontos dem Beschwerdegegner je 

Fr. 25'000.-- zukommen liessen. Der Beschwerdegegner deklarierte diese Leistungen 

in der Steuererklärung als Schenkung. Im Verfahren vor der Vorinstanz reichte er 

schriftliche Erklärungen der Mitgesellschafter ein, wonach die Zuwendungen im 

Umfang von je Fr. 25'000.-- "als Schenkung gedacht" gewesen seien. Anlässlich einer 

telefonischen Unterredung mit dem Veranlagungsbeamten erklärte der 

Beschwerdegegner, es seien zu den deklarierten Schenkungen keine schriftlichen 

Unterlagen vorhanden. Er habe zusammen mit den beiden Teilhabern die Liegenschaft 

Hotel-Restaurant L. zu Gesamteigentum erworben. Die Liegenschaft sei nach einer 

Renovation verpachtet worden. Er sei Autoverkäufer und seine Teilhaber seien 

Kadermitarbeiter der X-Bank. Diese hätten daher keine Zeit gehabt, um sich persönlich 

um die Liegenschaft zu kümmern. Er habe die Administrativaufgaben (Kontrolle 

Bauarbeiten, Augenscheine etc.) übernommen und sich um kleine und grosse 

Probleme gekümmert. Die Zahlungsmoral des Pächters sei sehr schlecht gewesen, 

was wiederum mit Mehraufwand für ihn verbunden gewesen sei. Die Teilhaber hätten 

ein schlechtes Gewissen bekommen, weil er sich so eingesetzt habe.

Im Rekurs machte der Beschwerdegegner geltend, F. und er seien seit Kindheit eng 

befreundet und an der gleichen Strasse aufgewachsen. F. wiederum arbeite mit D. seit 

vielen Jahren bei der X-Bank, und auch diese beiden seien eng befreundet. Die drei 

Gesellschafter befänden sich in unterschiedlichen finanziellen Verhältnissen. Um die 

Beteiligungsverhältnisse gemäss Gesellschaftsvertrag beibehalten zu können, hätten 

sich F. und D. entschieden, ihm je Fr. 25'000.-- zu schenken, was er auch akzeptiert 

habe. Dadurch hätten sich alle drei Partner kapitalmässig auf "Augenhöhe" befunden. 

Der Umbau sei ausschliesslich an Dritte delegiert gewesen, die von der einfachen 

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Gesellschaft entsprechend entschädigt worden seien. Er sei kein Baufachmann, 

sondern Autohändler.

2.3. Ob die Zuwendungen als Schenkungen zu qualifizieren sind, kann im Streitfall 

weder anhand der vom Steuerpflichtigen gemachten Deklaration noch der von den 

Teilhabern gemachten schriftlichen Erklärungen entschieden werden. Die schriftlichen 

Erklärungen der Teilhaber wurden nach Eröffnung des Einspracheentscheids verfasst. 

Sie wurden offensichtlich mit der Absicht erstellt, dem Beschwerdegegner eine 

zusätzliche Argumentation zu ermöglichen.

Der Zufluss einer Geldleistung durch Erhöhung des Kapitalkontos des 

Beschwerdegegners ist unbestritten. Hinsichtlich der Beweislast gilt der Grundsatz, 

dass die Steuerbehörde die Beweislast für Tatsachen trägt, welche die Steuerschuld 

begründen oder mehren, der Steuerpflichtige für Tatsachen, welche die Steuerschuld 

aufheben oder mindern (vgl. statt vieler M. Zweifel, in: Zweifel/Athanas, Kommentar 

zum Schweizerischen Steuerrecht, Band I/2b, 2. Aufl., Basel 2008, N 28 zu Art. 130 

DBG mit Hinweisen). Im Streitfall tragen somit der Beschwerdegegner die Beweislast 

für Tatsachen, aufgrund welcher die Zuwendung als Schenkung zu qualifizieren ist, 

denn als Schenkung wäre sie im Bereich der direkten Bundessteuer steuerfrei (Art. 24 

lit. a DBG), und im Bereich der Staats- und Gemeindesteuern würde die Steuerschuld 

gegenüber der Einkommenssteuer verringert, da sie nach gesonderten Bestimmungen 

unabhängig von den übrigen Einkünften besteuert würde (Art. 143 ff. StG).

Die Vorinstanz erwog zutreffend, dass sich der Beschwerdegegner als einziger in W. 

ansässiger Gesellschafter um die Koordination und die Überwachung der Bauarbeiten 

und nach Abschluss der Bauphase auch um Probleme im Zusammenhang mit dem 

Pachtverhältnis kümmerte. Daher geht der Beschwerdeführer zu Recht davon aus, 

dass den Leistungen des Beschwerdegegners eine Gegenleistung gegenüberstand. 

Der Beschwerdegegner erklärte, seine Teilhaber hätten keine Zeit gehabt, um sich 

persönlich um die Liegenschaft zu kümmern. Deshalb habe er die 

Administrativaufgaben (Kontrolle Bauarbeiten, Augenscheine, Inkasso Pächter etc.) 

übernommen und sich vor Ort um die kleinen und grossen Probleme gekümmert. Dies 

ist glaubhaft. Die drei Teilhaber übernahmen am 20. November 2006 die Liegenschaft 

für Fr. 630'000.--. Für den Umbau tätigten sie erhebliche Investitionen. Für Maschinen, 

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Einrichtungen und Inventar wendeten sie über Fr. 100'000.-- auf. Für die 

Gebäuderenovation wurden gemäss Buchhaltungsunterlagen zwischen März und Ende 

Dezember 2007 rund Fr. 350'000.-- aufgewendet. Gemäss der Website des Hotels L. 

(www.. .. ) wurde das Gebäude innen und aussen umfassend renoviert. In den 

Buchhaltungsunterlagen der einfachen Gesellschaft werden keine Aufwendungen für 

Bauleitung etc. ausgewiesen. Der Beschwerdegegner anerkennt, verschiedene 

Bauleitungsaufgaben übernommen zu haben. Es ist denn auch kaum denkbar, dass ein 

Gebäude wie das Hotel-Restaurant L. innen und aussen komplett renoviert werden 

kann, ohne dass ein erheblicher Aufwand hinsichtlich Bauleitung bzw. Koordination der 

Bauarbeiten anfällt. Bei einem solchen Vorhaben nehmen die Koordination und 

Überwachung der verschiedenen Handwerker erfahrungsgemäss einen erheblichen 

Zeitaufwand in Anspruch. Der Beschwerdegegner fungierte auch als Zustelladresse der 

einfachen Gesellschaft. Er ist von Beruf Mechaniker und als Autoverkäufer bzw. 

Verkaufsleiter in einer Garage tätig. Aufgrund seiner handwerklichen Ausbildung und 

seiner Erfahrung ist der Beschwerdegegner zweifellos befähigt, den Einsatz der 

Bauhandwerker zu koordinieren. Er deklarierte übrigens in den Bemessungsjahren 

1997/98 Eigenleistungen für Verputzarbeiten an seiner Liegenschaft, was ebenfalls 

darauf hinweist, dass er gewisse Erfahrungen im Bereich Gebäuderenovation hat. 

Zudem befindet sich sein Arbeitsort in Y. und damit in nicht allzu grosser Entfernung 

vom Umbauobjekt. Als Autoverkäufer bzw. als Verkaufsleiter eines Garagebetriebs 

verfügte er ausserdem über eine gewisse zeitliche Flexibilität, um bei Bedarf kurzfristig 

das Umbauobjekt aufzusuchen. Da nach Darstellung des Beschwerdegegners die 

beiden anderen Teilhaber keine Zeit hatten, sich mit dem Umbau zu befassen, und in 

der Buchhaltung der einfachen Gesellschaft keinerlei Aufwendungen für Bauleitung etc. 

ausgewiesen werden, ist es naheliegend, dass die entsprechenden Tätigkeiten vom 

Beschwerdegegner übernommen worden waren. Schliesslich ist es auch nicht 

überzeugend, dass die beiden anderen Teilhaber allein aufgrund ihrer 

unterschiedlichen finanziellen Möglichkeiten dem Beschwerdegegner eine Schenkung 

von insgesamt Fr. 50'000.-- machten, damit alle drei kapitalmässig auf "Augenhöhe" 

sind, wie vor der Vorinstanz geltend gemacht wurde. Die unterschiedlichen finanziellen 

Verhältnisse bestanden bereits bei der Gründung der einfachen Gesellschaft. Zudem 

bestünde der kapitalmässige Gleichstand bei einer Schenkung ohnehin nur formal; im 

Innenverhältnis könnte nicht davon gesprochen werden, die Teilhaber würden sich auf 

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"Augenhöhe" befinden, wenn der Kapitalausgleich durch eine Schenkung 

zustandekommt. Selbst wenn es sich so verhalten würde, wie der Beschwerdegegner 

behauptet, so bleibt dieser eine Erklärung schuldig, welche Drittpersonen für die 

Bauleitung und -koordination entschädigt wurden und welche Beträge hiefür geleistet 

wurden. In der Einsprache wurde festgehalten, es habe sich während des Umbaus 

automatisch ergeben, dass die Handwerker unvorhergesehene Probleme mit dem 

Beschwerdegegner zu lösen versucht hätten. Dass dieser nicht selber entschieden, 

sondern seine Partner orientiert hat, ist glaubhaft. Wesentlich ist allerdings, dass die 

Handwerker und Unternehmer eine Ansprechperson hatten, welche imstande war, 

kurzfristig eine Entscheidung der drei Teilhaber herbeizuführen. Wenn behauptet wird, 

die Tätigkeit des Beschwerdegegners habe lediglich die normalen Handlungen 

umfasst, welche von einem Gesellschafter gefordert werden, so ist dies nicht 

überzeugend, da die anderen Gesellschafter keine entsprechenden Tätigkeiten 

ausführten. Daher ist eine separate Abgeltung des Beschwerdegegners naheliegend. 

Dass diese im Verhältnis zur Bausumme geradezu unverhältnismässig war, begründet 

der Beschwerdegegner nicht näher. Das Bestehen eines freundschaftlichen 

Verhältnisses zwischen den Teilhabern spricht im übrigen nicht zwingend für eine 

Schenkung. Ebenso lässt sich argumentieren, dass das freundschaftliche Verhältnis 

gegen eine Schenkung spricht, da sich der Beschenkte aufgrund der Zuwendung nicht 

auf "Augenhöhe" mit den anderen beiden Teilhabern befunden hätte. Hingegen können 

das freundschaftliche Verhältnis und die finanziellen Möglichkeiten der anderen 

Teilhaber ein Grund sein, dass die Einsätze des Beschwerdegegners grosszügig 

entschädigt wurden. Der Beschwerdeführer hält im übrigen zutreffend fest, dass die 

Qualifikation der Arbeitsleistung des Beschwerdegegners als unentgeltlicher Beitrag an 

die Gesellschaft mit einer erheblichen Benachteiligung im Liquidationsfalle verbunden 

wäre.

2.4. Zusammenfassend ergibt sich aus den vorstehenden Erwägungen, dass die 

Beschwerdegegner keine Tatsachen nachgewiesen haben, welche die Zuwendung als 

Schenkung erscheinen lassen. Aufgrund der dargelegten Sachlage ist in der Erhöhung 

des Kapitalkontos des Beschwerdegegners eine Abgeltung für Leistungen im 

Zusammenhang mit dem Umbau der Liegenschaft zu erblicken, welche als steuerbares 

Einkommen zu erfassen ist (vgl. oben E. 2.1.).

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2.5. Als Eventualbegehren beantragen die Beschwerdegegner, der Betrag sei als 

abzugsfähiger Unkostenbeitrag in der Buchhaltung der einfachen Gesellschaft zu 

klassieren.

Die Buchhaltung der einfachen Gesellschaft kann aufgrund der rechtlichen Qualifikation 

der Leistungen an den Beschwerdegegner nicht geändert werden. Zutreffend weist der 

Beschwerdeführer sodann darauf hin, dass die Zuwendungen von den Teilhabern 

erfolgten und nicht von der Gesellschaft. Auch das Eventualbegehren erweist sich 

daher als unbegründet.

2.6. Nach dem Gesagten sind die Beschwerden gutzuheissen. Die Rekursentscheid 

von 30. März 2010 und der Beschwerdeentscheid vom 30. März 2010 sind aufzuheben 

und die Einspracheentscheide des kantonalen Steueramts vom 14. April 2009 zu 

bestätigen.

3. Dem Verfahrensausgang entsprechend gehen die amtlichen Kosten des 

Beschwerdeverfahren zu Lasten der Beschwerdegegner (Art. 95 Abs. 1 VRP; Art. 145 in 

Verbindung mit Art. 144 DBG). Eine Entscheidgebühr von Fr. 2'000.-- ist angemessen 

(Art. 145 in Verbindung mit Art. 144 Abs. 5 DBG; Art. 13 Ziff. 622 Gerichtskostentarif, 

sGS 941.12). Sie ist bei F. zu erheben.

Ausseramtliche Kosten sind nicht zu entschädigen. Die Beschwerdegegner sind 

unterlegen (Art. 98bis VRP), und der Beschwerdeführer hat keinen Anspruch auf 

Kostenersatz (vgl. R. Hirt, Die Regelung der Kosten nach st. gallischem 

Verwaltungsrechtspflegegesetz, Diss. St. Gallen 2004, S. 176).

Die amtlichen Kosten des vorinstanzlichen Rekursentscheids von Fr. 1'200.-- und des 

Beschwerdeentscheids von Fr. 1'000.-- sind ebenfalls den Beschwerdegegnern 

aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP; Art. 144 DBG).

Demnach hat das Verwaltungsgericht

zu Recht erkannt:

1./ Die Beschwerde wird gutgeheissen, und die vorinstanzlichen Entscheide vom 30. 

März 2010 werden aufgehoben.

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2./ Der Einspracheentscheide des Kantonalen Steueramts vom 14. April 2009 werden 

bestätigt.

3./ Die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 2'000.-- werden den 

Beschwerdegegnern auferlegt und bei F. erhoben.

4./ Die amtlichen Kosten des Rekursverfahrens von Fr. 1'200.-- werden den 

Beschwerdegegnern auferlegt.

5./ Die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens vor der Vorinstanz von Fr. 1'000.-- 

werden den Beschwerdegegnern auferlegt.

6./ Ausseramtliche Kosten werden nicht entschädigt.

V.          R.           W.

Der Präsident:          Der Gerichtsschreiber:

Versand dieses Entscheides an:

-   den Beschwerdeführer

-   die Vorinstanz

-   die Beschwerdegegner (durch U.)

-   die Beschwerdebeteiligte

am:

Rechtsmittelbelehrung:

Sofern eine Rechtsverletzung nach Art. 95 ff. BGG geltend gemacht wird, kann gegen 

diesen Entscheid gestützt auf Art. 82 lit. a BGG in Verbindung mit Art. 73 StHG innert 

30 Tagen nach Eröffnung beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, 

Beschwerde erhoben werden.

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	Urteil des Verwaltungsgerichts vom 24. August 2010
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