# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9a27c34d-3d6d-5640-8d98-f8c71de9f99a
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-05-23
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 23.05.2016 200 2014 272
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-272_2016-05-23.pdf

## Full Text

200 14 272 IV
KNB/TOZ/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 23. Mai 2016

Verwaltungsrichter Knapp, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Fuhrer, Verwaltungsrichter Scheidegger
Gerichtsschreiberin Tomic

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 27. Februar 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Mai 2016, IV/14/272, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1998 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
leidet an einer kongenitalen Armplexusparese rechts (Geburtsgebrechen 
Ziff. 397 [kongenitale Paralysen und Paresen] des Anhangs zur Verord-
nung über Geburtsgebrechen vom 9. Dezember 1985 [GgV; SR 
831.232.21]; Antwortbeilagen der Invalidenversicherung [AB] 39.1 S. 16) 
und bezog deswegen verschiedene Leistungen der Invalidenversicherung, 
darunter Sonderschulmassnahmen (AB 4) und medizinische Massnahmen 
(AB 15, 33). 

Am 22. April 2013 meldete der Vater als gesetzlicher Vertreter der Ver-
sicherten diese zum Bezug von Hilflosenentschädigung für Minderjährige 
an (AB 56). Gestützt auf einen Abklärungsbericht Hilflosenentschädigung 
für minderjährige Versicherte vom 6. Dezember 2013 (AB 59) stellte die 
IV-Stelle Bern (IVB resp. Beschwerdegegnerin) mit Vorbescheid vom 
18. Dezember 2013 (AB 60) die Abweisung des Leistungsbegehrens in 
Aussicht. Daran hielt sie nach erhobenem Einwand vom 10. bzw. 28. Janu-
ar 2014 (AB 65 und 71) fest und verneinte - nach Einholung einer Stellung-
nahme des Abklärungsdienstes vom 24. Januar 2014 (AB 69) - mit Verfü-
gung vom 27. Februar 2014 (AB 74) den Anspruch auf eine Hilflosenent-
schädigung.

B.

Hiergegen liess die Versicherte, gesetzlich vertreten durch ihre Eltern, die-
se vertreten durch Rechtsanwalt B.________, am 18. März 2014 Be-
schwerde erheben und die Aufhebung des ergangenen Verwaltungsaktes 
beantragen. Es sei der Beschwerdeführerin eine Hilflosenentschädigung 
leichten Grades zuzusprechen. 

Mit Beschwerdeantwort vom 29. April 2014 beantragte die Beschwerde-
gegnerin unter Hinweis auf die Stellungnahmen des Abklärungsdienstes 

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und des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 29. April 2014 die Ab-
weisung der Beschwerde. 

Am 12. Mai 2014 reichte die Beschwerdeführerin Schlussbemerkungen ein. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 27. Februar 2014 (AB 
74). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf 
eine Hilflosenentschädigung.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Versicherte mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt (Art. 13 
ATSG) in der Schweiz, die hilflos (Art. 9 ATSG) sind, haben Anspruch auf 
eine Hilflosenentschädigung (Art. 42 Abs. 1 IVG). Als hilflos gilt eine Per-
son, die wegen der Beeinträchtigung der Gesundheit für alltägliche Le-
bensverrichtungen dauernd der Hilfe Dritter oder der persönlichen Überwa-
chung bedarf (Art. 9 ATSG). Als hilflos gilt ebenfalls eine Person, welche zu 
Hause lebt und wegen der Beeinträchtigung der Gesundheit dauernd auf 
lebenspraktische Begleitung angewiesen ist (Art. 42 Abs. 3 Satz 1 IVG). Es 
ist zu unterscheiden zwischen schwerer, mittelschwerer und leichter Hilflo-
sigkeit (Art. 42 Abs. 2 IVG).

2.1.1 Die Hilflosigkeit gilt als schwer, wenn die versicherte Person 
vollständig hilflos ist. Dies ist der Fall, wenn sie in allen alltäglichen Le-
bensverrichtungen regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter 
angewiesen ist und überdies der dauernden Pflege oder der persönlichen 
Überwachung bedarf (Art. 37 Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenver-
sicherung vom 17. Januar 1961 [IVV; SR 831.201]).

2.1.2 Die Hilflosigkeit gilt als mittelschwer, wenn die versicherte Person 
trotz der Abgabe von Hilfsmitteln 

a. in den meisten alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheb-
licher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist;

b. in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in 
erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist und überdies ei-
ner dauernden persönlichen Überwachung bedarf; oder 

c. in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in 
erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter und überdies dauernd auf
lebenspraktische Begleitung im Sinne von Art. 38 IVV angewiesen ist 
(Art. 37 Abs. 2 IVV).

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Nach der Rechtsprechung ist im Rahmen von lit. a dieser Bestimmung 
Hilfsbedürftigkeit in mindestens vier alltäglichen Lebensverrichtungen 
vorausgesetzt (BGE 121 V 88 E. 3b S. 90).

2.1.3 Die Hilflosigkeit gilt als leicht, wenn die versicherte Person trotz der 
Abgabe von Hilfsmitteln

a. in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in 
erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist;

b. einer dauernden persönlichen Überwachung bedarf;

c. einer durch das Gebrechen bedingten ständigen und besonders auf-
wändigen Pflege bedarf;

d. wegen einer schweren Sinnesschädigung oder eines schweren körper-
lichen Gebrechens nur dank regelmässiger und erheblicher Dienstleis-
tungen Dritter gesellschaftliche Kontakte pflegen kann; oder

e. dauernd auf lebenspraktische Begleitung im Sinne von Art. 38 IVV an-
gewiesen ist (Art. 37 Abs. 3 IVV).

2.2 Nach der herrschenden Praxis (BGE 133 V 450 E. 7.2 S. 463) sind 
die folgenden sechs alltäglichen Lebensverrichtungen relevant:

- Ankleiden, Auskleiden;

- Aufstehen, Absitzen, Abliegen;

- Essen;

- Körperpflege;

- Verrichtung der Notdurft;

- Fortbewegung (im oder ausser Haus), Kontaktaufnahme.

Bei Lebensverrichtungen, welche mehrere Teilfunktionen umfassen, ist 
nicht verlangt, dass die versicherte Person bei der Mehrzahl dieser Teil-
funktionen fremder Hilfe bedarf; vielmehr ist bloss erforderlich, dass sie bei 
einer dieser Teilfunktionen regelmässig in erheblicher Weise auf direkte 
oder indirekte Dritthilfe angewiesen ist (BGE 121 V 88 E. 3c S. 91).

2.3 Die in Art. 37 IVV verwendeten Begriffe "Pflege" und "Überwa-
chung" beziehen sich nicht auf die alltäglichen Lebensverrichtungen. Es 

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handelt sich vielmehr um eine Art medizinischer oder pflegerischer Hilfe-
leistung, welche infolge des physischen oder psychischen Zustandes der 
versicherten Person notwendig ist. "Dauernd" hat dabei nicht die Bedeu-
tung von "rund um die Uhr", sondern ist als Gegensatz zu "vorübergehend" 
zu verstehen. Unter dem Begriff der "Pflege" ist zum Beispiel die Notwen-
digkeit zu verstehen, täglich Medikamente zu verabreichen oder eine Ban-
dage anzulegen. Die Notwendigkeit der persönlichen Überwachung ist bei-
spielsweise dann gegeben, wenn eine versicherte Person wegen geistiger 
Absenzen nicht während des ganzen Tages allein gelassen werden kann. 
Es ist nur eine dauernde persönliche Überwachung von einer gewissen 
Intensität anspruchsbegründend (BGE 107 V 136 E. 1b S. 139; ZAK 1990 
S. 46 E. 2c; Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 15. Oktober 2008, 
8C_158/2008, E. 5.2.1). 

Bei Minderjährigen ist nur der Mehrbedarf an Hilfeleistung und persönlicher 
Überwachung im Vergleich zu nicht behinderten Minderjährigen gleichen 
Alters zu berücksichtigen (Art. 37 Abs. 4 IVV).

3.

3.1 Bezüglich des Gesundheitszustandes und der Hilfsbedürftigkeit 
der Beschwerdeführerin ist den Akten im Wesentlichen Folgendes zu ent-
nehmen: 

3.1.1 Die Beschwerdeführerin leidet an einer kongenitalen Armplexuspa-
rese rechts (AB 39.1 S. 16). Die behandelnde Ärztin Dr. med. C.________, 
Fachärztin für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie sowie 
Handchirurgie FMH, führte im Bericht vom 2. September 2013 (AB 68 S. 2) 
aus, dass die Einschränkungen in der rechten Schulter, im rechten Ellbo-
gen und in der rechten Hand erheblich seien. Die Abduktion der Schulter 
überschreite nicht 90°. Es sei schwierig bis unmöglich, mit der rechten 
Hand feinmotorische, präzise oder krafterfordernde Arbeiten auszuführen. 
Aufgrund dieser Umstände könne die Beschwerdeführerin dem Sportunter-
richt nicht wie üblich folgen. 

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3.1.2 Dem Abklärungsbericht vom 6. Dezember 2013 (AB 59) ist zu ent-
nehmen, dass keine dauernde Pflegebedürftigkeit bestehe. Zwar sei die 
Beschwerdeführerin auf die Hilfestellungen der Mutter bei den Physiothe-
rapieübungen zu Hause angewiesen, jedoch betrage der tägliche Aufwand 
unter der Woche 30 Minuten und an den Mittwochnachmittagen sowie 
Wochenenden zwischen 20 und 45 Minuten (AB 59 S. 3 Ziff. 3). Ferner 
liege keine dauernde persönliche Überwachungsbedürftigkeit vor (AB 59 
S. 4 Ziff. 4). Betreffend den Lebensbereich Ankleiden/Auskleiden habe die 
Beschwerdeführerin angegeben, dass sie sich selbständig an- und auszie-
hen könne. Beim Ausziehen eines Winterpullovers brauche sie aber Hilfe. 
Diese benötige sie auch beim Binden der Schuhe; sie könne zwar eine 
Schleife binden, diese jedoch nicht genügend anziehen. Ihre Mutter binde 
deshalb die Turnschuhe so zu, dass die Beschwerdeführerin nur noch rein-
schlüpfen könne. Die anderen Schuhe könne sie ohne Hilfe anziehen. Des 
Weiteren benötige sie immer noch Hilfe beim Schliessen der Knöpfe, der 
Reissverschlüsse und des Büstenhalters. Diesbezüglich sei die Beschwer-
deführerin auf „Hilfsmittel“ (Knopfhaken, vergrösserte Reissverschluss-
schlaufen etc.) und angepasste Kleidung (angepasster Büstenhalter) hin-
gewiesen worden. Mithin sei die Beschwerdeführerin in diesem Bereich 
nicht regelmässig und erheblich auf Dritthilfe angewiesen (AB 59 S. 4 
Ziff. 5.1). Aufstehen, Absitzen und Abliegen könne die Beschwerdeführerin 
selbständig (AB 59 S. 4 Ziff. 5.2). Auch im Bereich Essen sei sie selbstän-
dig. Sie könne mit dem ergonomischen Besteck selbständig Brotscheiben 
bestreichen und weiche Speisen sowie zartes Fleisch zerkleinern. Sie kön-
ne jedoch nicht selbständig hartes Fleisch (Steak, Schnitzel) schneiden und 
Früchte schälen. Sie schneide und trinke mit der linken Hand (AB 59 S. 5 
Ziff. 5.3). Im Bereich Körperpflege sei die Beschwerdeführerin beim Wa-
schen (1 bis 2 Mal pro Woche) und Kämmen (1 bis 2 Mal pro Woche; pro 
Mal 60 Minuten) der Haare auf die Hilfe der Mutter angewiesen. Sie habe 
langes und gelocktes Haar. Die Mutter flechte ihr jeden Abend fünf bis 
sechs Zöpfe (Zeitdauer: ca. 15 Minuten). Es sei der Beschwerdeführerin im 
Rahmen der Schadenminderungspflicht jedoch zumutbar, die Frisur derart 
anzupassen, dass auch die Haarpflege selbständig durchführbar sei. Wei-
ter benötige sie die Hilfe der Mutter beim Rasieren der Achseln (1 Mal pro 
Woche). Insgesamt sei sie im Bereich Körperpflege nicht regelmässig und 
erheblich auf Dritthilfe angewiesen (AB 59 S. 5 Ziff. 5.4). Sodann sei sie in 

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den Bereichen Verrichten der Notdurft und Fortbewegung/Pflege der ge-
sellschaftlichen Kontakte selbständig (AB 59 S. 5 f. Ziff. 5.5 f.). Zusammen-
fassend sei sie in keiner der Lebensverrichtungen regelmässig und erheb-
lich auf Dritthilfe angewiesen. Eine dauernde Pflege- oder persönliche 
Überwachungsbedürftigkeit liege ebenfalls nicht vor (AB 59 S. 7 Ziff. 8). 
Das Gesuch der Beschwerdeführerin um eine Hilflosenentschädigung sollte 
somit abgewiesen werden (AB 59 S. 7 Ziff. 9). 

3.1.3 Dr. med. C.________ hielt im Bericht vom 23. Dezember 2013 (AB 
61) einen stationären Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin fest. 
Dank der Weiterführung der wöchentlichen physiotherapeutischen Behand-
lung und der vorbildlichen Unterstützung der Familie erhole sich die Hand 
gut (AB 61 S. 1). Es werde die Weiterführung der Physiotherapie im bishe-
rigen Rahmen empfohlen (AB 61 S. 2). 

In einem weiteren Bericht vom 23. Januar 2014 (AB 70) führte Dr. med. 
C.________ aus, dass die rechte Hand in Supination liege und eine Prona-
tion nicht möglich sei, weshalb die Hand immer in gleicher Position sei. 
Eine Flexion der Finger sei möglich, jedoch bestehe eine Kraftlosigkeit in 
den Fingern. Die Beschwerdeführerin sei in der Lage, einen Joghurtbecher 
zu nehmen und zu halten; sie könne aber keinen Gegenstand mit Kraft 
halten. Weiter könne sie die Schuhe bzw. eine Schleife binden, diese je-
doch nicht genügend anziehen. Sodann sei die rechte Schulterfunktion 
defizitär (keine Aussenrotation). Die Beschwerdeführerin könne sich nicht 
selbständig um die Haarpflege kümmern. Sie könne nicht alleine einen 
Pferdeschwanz binden oder sich die Haare waschen (AB 70 S. 1). Von 
einem jungen Mädchen in diesem Alter könne selbst im Rahmen der Scha-
denminderungspflicht nicht verlangt werden, sich die Haare schneiden zu 
lassen. Schliesslich sei die Beschwerdeführerin beim Sportunterricht nicht 
in der Lage, mit dem rechten Arm bimanuelle Bewegungen auszuführen 
(AB 70 S. 2).

3.1.4 Zu den im Vorbescheidverfahren vorgebrachten Einwänden nahm 
der Abklärungsdienst am 24. Januar 2014 Stellung und hielt fest, es sei 
unbestritten, dass die Physiotherapie ärztlich verordnet sei. Die Vorausset-
zungen für eine ständige und besonders aufwendige Pflege im Sinne von 
Art. 37 Abs. 3 lit. c IVV seien jedoch nicht erfüllt. Es bestehe kein täglicher 

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Pflegeaufwand von mehr als zwei Stunden im Sinne von Rz. 8058 des 
Kreisschreibens über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversiche-
rung (KSIH, in der ab 1. Januar 2014 gültigen Fassung). Die tägliche Hilfe-
stellung der Mutter bei den häuslichen Physiotherapieübungen der Be-
schwerdeführerin betrage durchschnittlich lediglich 36 Minuten (AB 69 
S. 2). Bezüglich des Bereichs An- und Auskleiden sei im Abklärungsbericht 
vom 6. Dezember 2013 (AB 59) - entgegen der Darstellung der Beschwer-
deführerin - die Dritthilfe beim Schliessen von Knöpfen und Reissver-
schlüssen sowie Nachziehen von Schnürsenkeln berücksichtigt worden. 
Zudem habe sich die Beschwerdeführerin diesbezüglich im Rahmen der ihr 
obliegenden Schadenminderungspflicht allen Massnahmen zu unterziehen, 
welche ihr ermöglichten, ihre Selbstständigkeit zu erhalten. In diesem Sin-
ne sei es ihr zumutbar, die Hilfsbedürftigkeit durch die geeigneten Hilfsmit-
tel (Knopfhaken, vergrösserte Reissverschlussschlaufen, elastische 
Schnürsenkel), die der Behinderung angepasste Kleidung und die Mithilfe 
der Familienangehörigen möglichst zu mildern. Sodann könne im Bereich 
Essen die gelegentlich anfallende Hilfeleistung beim Zerschneiden des 
harten Fleisches und Schälen gewisser Früchte nicht als dauernde resp. 
regelmässige Dritthilfe erheblichen Ausmasses qualifiziert werden. 
Gleiches gelte auch für die Dritthilfe bei der Körperpflege bzw. beim 
wöchentlichen Rasieren der Achseln; diese Verrichtung werde nicht täglich 
ausgeführt (AB 69 S. 3). Bezüglich des Waschens (1 bis 2 Mal pro Woche) 
und Kämmens (täglich) der Haare sei die Beschwerdeführerin zum einen 
nicht in regelmässiger und erheblicher Weise auf Dritthilfe angewiesen. 
Zum anderen sei es ihr im Rahmen der Schadenminderungspflicht zumut-
bar, die Frisur derart anzupassen, dass auch die Haarpflege selbständig 
durchführbar sei. Es sei verständlich, wenn sie aus persönlichen Gründen 
eine Kurzhaarfrisur nicht tragen wolle, allerdings könne dieser behinde-
rungsfremde Mehraufwand nicht berücksichtigt werden. Schliesslich ergä-
ben sich aus dem nachgereichten Bericht von Dr. med. C.________ vom 
2. September 2013 (AB 68 S. 2) keine neuen Erkenntnisse (AB 69 S. 4).

Mit einer weiteren Stellungnahme vom 29. April 2014 (AB 78) bekräftigte 
der Abklärungsdienst die im Abklärungsbericht vom 6. Dezember 2013 (AB 
59) und in der Stellungnahme vom 24. Januar 2014 (AB 69) gemachten 
Ausführungen (AB 78 S. 4). Entgegen der Darstellung der Beschwerdefüh-

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rerin enthalte der Bericht von Dr. med. C.________ vom 23. Januar 2014 
(AB 70) keine wesentlichen neuen Erkenntnisse in Bezug auf die Hilflosig-
keit. Die Ärztin präzisiere lediglich gewisse Aspekte der gesundheitsbeding-
ten Einschränkungen der Beschwerdeführerin bei gewissen alltäglichen 
Verrichtungen. Es ergäben sich aus ihrem Bericht keine wesentlichen Wi-
dersprüche zur Beurteilung im Abklärungsbericht vom 6. Dezember 2013 
(AB 78 S. 3). 

3.1.5 In der Stellungnahme vom 29. April 2014 hielt die RAD-Ärztin 
Dr. med. D.________, Fachärztin für Pädiatrie FMH, fest, dass die Sach-
verhaltsschilderungen zur Hilflosigkeit im Abklärungsbericht vom 6. De-
zember 2013 (AB 59) mit dem medizinischen Sachverhalt vereinbar sei. 
Die Beschwerdeführerin sei bei den bimanuellen Tätigkeiten erheblich ein-
geschränkt, benötige jedoch nicht regelmässig Hilfe bei der Selbstversor-
gung und den alltäglichen Verrichtungen (AB 79 S. 3). 

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 
S. 113 E. 3a).

Für den Beweiswert eines Abklärungsberichts sind verschiedene Faktoren 
zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer qualifizier-
ten Person verfasst wird, die Kenntnis der örtlichen und räumlichen Ver-
hältnisse sowie der aus den medizinischen Diagnosen sich ergebenden 
Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Angaben der 
versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen 
der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich 
muss plausibel begründet und bezüglich der einzelnen Einschränkungen 
angemessen detailliert sein und in Übereinstimmung mit den an Ort und 
Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Abklärungsbe-
richt voll beweiskräftig. Das Gericht greift in das Ermessen der die Ab-
klärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehleinschät-
zungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die fach-
lich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist als 

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das im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 130 V 61 E. 6.2 S. 63; 
SVR 2012 IV Nr. 54 S. 196 E. 3.2). Diese Rechtsprechung ist auf Ab-
klärungsberichte für Ansprüche aus Hilflosigkeit, Ansprüche auf Intensiv-
pflegezuschlag oder auf Hilfsmittel analog anwendbar. Bei der Erarbeitung 
der Grundlagen für die Bemessung der Leistung ist eine enge, sich ergän-
zende Zusammenarbeit zwischen Arzt und Verwaltung erforderlich (BGE 
130 V 61 E. 6.2 S. 63).

3.3 Die Beschwerdegegnerin hat sich in der hier angefochtenen Ver-
fügung vom 27. Februar 2014 (AB 74) massgeblich auf den Abklärungsbe-
richt vom 6. Dezember 2013 (AB 59) gestützt. Dieser erfüllt die von der 
höchstrichterlichen Rechtsprechung an derartige Berichte gestellten Anfor-
derungen (vgl. E. 3.2 hiervor), weshalb diesem volle Beweiskraft zukommt. 
Der Abklärungsbericht wurde von einer qualifizierten Person verfasst, wel-
che Kenntnis der örtlichen und räumlichen Verhältnisse sowie der sich aus 
der medizinischen Diagnose ergebenden Beeinträchtigungen und Behinde-
rungen hatte. Sodann hat sich die Abklärungsperson gestützt auf die An-
gaben der Beschwerdeführerin und deren Eltern einlässlich mit den Ein-
schränkungen der Beschwerdeführerin befasst und diese detailliert be-
schrieben. Daraus wird ersichtlich, dass die Beschwerdeführerin weder 
einer dauernden Pflege- oder persönlichen Überwachung bedarf noch in 
einer der alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig und erheblich auf 
Dritthilfe angewiesen ist (AB 59 S. 7 Ziff. 8). Darauf ist abzustellen. 

Was die Beschwerdeführerin dagegen vorbringt, vermag daran nichts zu 
ändern. Zunächst erfüllt die von ihr geltend gemachte Hilfestellung der Mut-
ter bei den häuslichen Physiotherapieübungen (täglicher Aufwand von 30 
bis 45 Minuten; vgl. Beschwerde, S. 3 Ziff. 2) - wie der Abklärungsdienst 
zutreffend dargelegt hat (AB 69 S. 2, AB 78 S. 4) - das im Rahmen des 
Tatbestandes von Art. 37 Abs. 3 lit. c IVV verlangte zeitliche Mass von 
mindestens zwei Stunden pro Tag (Entscheid des BGer vom 24. August 
2009, 8C_310/2009, E. 9.1) offensichtlich nicht; abgesehen davon, dass 
noch erschwerende qualitative Momente vorliegen müssten (BGer 
8C_310/2009, E. 9.1). Was den Bereich Essen angeht, ist rechtspre-
chungsgemäss das Schneiden von Fleisch keine regelmässige und erheb-
liche Hilfeleistung, welche die Annahme einer erheblichen Hilfsbedürftigkeit 

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im Bereich Essen rechtfertigt (vgl. Entscheid des BGer vom 8. April 2010, 
8C_30/2010, E. 6.2, sowie Entscheid des Eidgenössischen Versicherungs-
gerichts [EVG; heute BGer] vom 20. September 2001, I 318/01, E. 2b). 
Hinzu kommt, dass die Beschwerdeführerin lediglich hartes (bzw. zähes) 
Fleisch (AB 59 S. 5 Ziff. 5.3; vgl. Beschwerde, S. 3 Ziff. 3) nicht selbständig 
zerschneiden kann. Gleiches gilt auch in Bezug auf die gewissen Früchte, 
die sie offenbar nicht selbständig schälen kann (vgl. Beschwerde, S. 3 
Ziff. 3). Die übrigen (weichen) Speisen (darunter auch das nicht zähe 
Fleisch) kann sie gemäss eigenen Angaben mit dem ergonomischen Be-
steck selbständig zerkleinern (AB 59 S. 5 Ziff. 5.3). Insofern liegt der Sach-
verhalt somit anders als in dem von der Beschwerdeführerin angeführten 
Entscheid des Bundesgerichts vom 28. Januar 2011 (8C_728/2010, E. 2.2; 
vgl. Beschwerde, S. 3 Ziff. 3), wo die versicherte Person wegen der Kraftlo-
sigkeit sowie der eingeschränkten Motorik der Hände (sensomotorisch in-
komplette Tetraplegie) einige feste Speisen wie Fleisch-, Brot- oder 
Pizzastücke ohne Dritthilfe nicht mundgerecht zu zerkleinern vermochte. 
Sodann kann im Bereich Körperpflege die wöchentlich anfallende Hilfeleis-
tung beim Rasieren der Achseln (AB 59 S. 5 Ziff. 5.4) - entgegen der Dar-
stellung der Beschwerdeführerin (vgl. Beschwerde, S. 4 Ziff. 4) - nicht als 
dauernde bzw. regelmässige Dritthilfe erheblichen Ausmasses qualifiziert 
werden. Dass Hilfe beim (nicht täglichen) Rasieren der Beine benötigt wer-
de (vgl. Beschwerde, S. 4 Ziff. 4), hat die Beschwerdeführerin anlässlich 
des Abklärungsgesprächs vom 27. November 2013 nicht geltend gemacht 
(AB 59 S. 5 Ziff. 5.4). Zudem ist - wie der Abklärungsdienst zutreffend fest-
gehalten hat (AB 69 S. 3 Ziff. 5) - kein medizinischer resp. nachvollziehba-
rer Grund ersichtlich, weshalb sie nicht in der Lage sein sollte, mit der lin-
ken Hand die Beine zu rasieren. Weiter fällt die Hilfestellung der Mutter 
beim Waschen der Haare (1 bis 2 Mal pro Woche) und Kämmen (1 bis 2 
Mal pro Woche; AB 59 S. 5 Ziff. 5.4) nicht täglich an. Überdies unterliegen 
alle versicherten Personen der Schadenminderungspflicht. Die Auswirkun-
gen des Gesundheitsschadens auf die Einsatzfähigkeit sind durch geeigne-
te organisatorische Massnahmen und (soweit nötig) die gelegentliche Mit-
hilfe der Familienangehörigen möglichst zu mildern. Diese Mithilfe geht 
zwar weiter als die ohne Gesundheitsschaden üblicherweise zu erwartende 
Unterstützung, jedoch darf den Familienangehörigen keine unverhältnis-
mässige Belastung entstehen. Vielmehr ist bei der „Mitarbeit“ von 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Mai 2016, IV/14/272, Seite 13

Familienangehörigen stets danach zu fragen, wie sich eine vernünftige 
Familiengemeinschaft einrichten würde, sofern keine 
Versicherungsleistungen zu erwarten wären (Entscheid des BGer vom 1. 
April 2010, 9C_410/2009, E. 5.5). Mit Blick darauf ist die von der 
Abklärungsperson angerechnete gelegentliche Hilfestellung der Mutter bei 
der Haarpflege dieser ohne weiteres zumutbar. Hinsichtlich des Bereichs 
An- und Auskleiden ist der Beschwerdeführerin im Rahmen der ihr 
obliegenden Schadenminderungspflicht zumutbar, die von der 
Abklärungsperson erwähnten geeigneten Kleider (angepasster 
Büstenhalter) anzuziehen und Hilfsmittel wie Knopfhaken, vergrösserte 
Reissverschlussschlaufen sowie elastische Schnürsenkel zu benützen, um 
dadurch die Hilfsbedürftigkeit zu mildern (AB 59 S. 4 Ziff. 5.1). Mit einem 
Knopfhaken können Kleidungsstücke wie z.B. Blusen selbständig mit nur 
einer Hand zugeknöpft werden, während die vergrösserte 
Reissverschlussschlaufe einen besseren Zugriff vermittelt und die 
Reissverschlüsse somit einhändig geöffnet und geschlossen werden 
können. Die elastischen Schnürsenkel verwandeln die Schnürschuhe in 
Schlüpfschuhe; nach dem erstmaligen passenden Binden der 
Schnürsenkel dehnen sich die Schnürsenkel beim An- und Ausziehen der 
Schuhe. Die damit gelegentlich anfallende Hilfeleistung (AB 59 S. 4 Ziff. 
5.1) kann nicht als dauernde bzw. regelmässige Dritthilfe erheblichen 
Ausmasses qualifiziert werden. Sodann sind keine besonderen Umstände 
gegeben, welche den Abklärungsbericht vom 6. Dezember 2013 (AB 59) in 
den übrigen - unbestrittenen (vgl. Beschwerde, S. 3 f.) - Punkten 
(Aufstehen/Absitzen/Abliegen, Verrichtung der Notdurft und Fortbewe-
gung/Kontaktaufnahme) als ungeeignet oder mangelhaft erscheinen lies-
sen.

Schliesslich vermag die Beschwerdeführerin auch aus den Berichten von 
Dr. med. C.________ vom 2. September 2013, 23. Dezember 2013 und 
23. Januar 2014 (AB 68 S. 2, AB 61 und AB 70) - wie die RAD-Ärztin zu-
treffend dargelegt hat (AB 79 S. 3) - nichts zu ihren Gunsten abzuleiten. 
Die von Dr. med. C.________ geschilderten gesundheitsbedingten Ein-
schränkungen (bezüglich Feinmotorik, Kraftlosigkeit in den Fingern, bima-
nuelle Tätigkeiten, Schwierigkeiten beim Binden der Schuhe und der Haar-

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pflege) sind im Abklärungsbericht vom 6. Dezember 2013 (AB 59) allesamt 
berücksichtigt und gewürdigt worden. 

3.4 Nach dem Dargelegten liegt weder eine ständige und besonders 
aufwendige Pflege vor noch ist die Beschwerdeführerin in mindestens zwei 
alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheblicher Weise auf die 
Hilfe Dritter angewiesen. Es wird nicht verkannt, dass der von der Be-
schwerdeführerin geschilderte Alltag hohe Anforderungen an sie selbst und 
ihre Mutter stellt und mehr Zeit in Anspruch nimmt als die alltäglichen Ver-
richtungen einer nicht behinderten Person. Diese Aufwendungen können 
indessen von der Invalidenversicherung nicht durch die Hilflosenentschädi-
gung vergütet werden.

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Beschwerdefüh-
rerin die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 500.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem (von den Eltern) geleisteten 
Kostenvorschuss gleicher Höhe entnommen.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Be-
schwerdeführerin keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehr-
schluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in 
gleicher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.