# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 94620fd2-2705-568d-82b1-4fb657302e7b
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2018-12-12
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 12.12.2018 F-6909/2018
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-6909-2018_2018-12-12.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-6909/2018 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 2 .  D e z e m b e r  2 0 1 8  

Besetzung 
 Einzelrichterin Regula Schenker Senn, 

mit Zustimmung von Richterin Nina Spälti Giannakitsas, 

Gerichtsschreiberin Mirjam Angehrn. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am _______, 

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration SEM, 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 16. November 2018. 

 

 

 

F-6909/2018 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer am 28. August 2018 in der Schweiz um Asyl 

nachsuchte, 

dass ein Abgleich mit dem zentralen Visa-Informationssystem durch das 

SEM ergab, dass dem Beschwerdeführer von der Slowakei ein vom 

17. August 2018 bis 7. September 2018 für die Schengenstaaten gültiges 

Visum ausgestellt worden war, 

dass der Beschwerdeführer am 6. September 2018 vom SEM zur Person 

befragt wurde (BzP) und ihm hierbei das rechtliche Gehör zu einem allfäl-

ligen Nichteintretensentscheid aufgrund der mutmasslichen Verfahrenszu-

ständigkeit der Slowakei gemäss der Verordnung [EU] Nr. 604/2013 des 

Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festle-

gung der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der 

für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen 

in einem Mitgliedstaat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zu-

ständig ist (ABl. L180/31 vom 29.6.2013; nachfolgend Dublin-III-VO) sowie 

zur Überstellung in jenen Staat gewährt wurde, 

dass er dabei geltend machte, er habe bei der slowakischen Botschaft kein 

Visum beantragt und sei in die Schweiz gekommen, da er hier Verwandte 

habe, 

dass er auf die Frage nach seiner gesundheitlichen Situation erklärte, er 

sei gesund, 

dass das SEM am 20. September 2018 unter Bezugnahme auf Art. 12 

Abs. 2 Dublin-III-VO (Verfahrenszuständigkeit des ein gültiges Visum ertei-

lenden Dublin-Mitgliedstaates) die slowakischen Behörden um Übernahme 

des Beschwerdeführers ersuchte und diese dem Ersuchen am 16. Novem-

ber 2018 stattgaben, 

dass das SEM mit Verfügung vom 16. November 2018 – eröffnet am 

29.  November 2017 – in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 

142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat, die Wegweisung des 

Beschwerdeführers aus der Schweiz in die Slowakei anordnete und ihn 

aufforderte, die Schweiz spätestens am Tag nach Ablauf der Beschwerde-

frist zu verlassen, 

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Seite 3 

dass es gleichzeitig feststellte, einer allfälligen Beschwerde gegen den Ent-

scheid komme keine aufschiebende Wirkung zu, und ihm zudem die editi-

onspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis ausgehändigt wurden, 

dass das SEM zur Begründung ausführte, gestützt auf die einschlägigen 

staatsvertraglichen Bestimmungen (unter anderem: Abkommen vom 

26. Oktober 2004 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und 

der Europäischen Gemeinschaft über die Kriterien und Verfahren zur Be-

stimmung des zuständigen Staates für die Prüfung eines in einem Mitglied-

staat oder in der Schweiz gestellten Asylantrags [Dublin-Assoziierungsab-

kommen, DAA, SR 0.142.392.68]; Dublin-III-VO; Verordnung [EG] 

Nr. 1560/2003 der Kommission vom 2. September 2003 mit Durchfüh-

rungsbestimmungen zur Verordnung [EG] Nr. 343/2003 des Rates [DVO 

Dublin]) sei die das Visum erteilende und der Übernahme zustimmende 

Slowakei für die Anhandnahme des Asylverfahrens (nach Art. 12 Abs. 2 

Dublin-III-VO) zuständig geworden, 

dass der geäusserte Wunsch nach einem Verbleib in der Schweiz irrele-

vant sei, weil die betroffene Person den zuständigen Staat nicht selber be-

stimmen könne, die Slowakei Signatarstaat des Abkommens vom 28. Juli 

1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) und der 

EMRK sei und keine konkreten Anhaltspunkte vorlägen, wonach das Land 

sich nicht an seine völkerrechtlichen Verpflichtungen halte und das Asyl- 

und Wegweisungsverfahren nicht korrekt durchführen würde, 

dass die Slowakei ferner die Verfahrensrichtlinie, die Qualifikationsrichtlinie 

und die Aufnahmerichtlinie umgesetzt habe und nicht davon auszugehen 

sei, der Beschwerdeführer würde dort im Sinne von Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-

VO und Art. 3 EMRK gravierenden Menschenrechtsverletzungen ausge-

setzt, in eine existenzielle Notlage geraten oder ohne Gesuchsprüfung und 

unter Verletzung des Non-Refoulement-Gebots in den Heimatstaat über-

stellt, 

dass auch keine systemischen Mängel im Asyl- und Aufnahmesystem von 

der Slowakei vorlägen, 

dass weder Gründe gemäss Art. 16 Abs. 1 (abhängige Personen) oder 

Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-Verordnung (Souveränitätsklausel) für eine Prü-

fungspflicht der Schweiz vorlägen noch humanitäre Gründe im Sinne von 

Art. 29a Abs. 3 AsylVO1 auszumachen seien, 

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Seite 4 

dass er aus der Anwesenheit von Verwandten (Bruder, Tante) in der 

Schweiz – zumal kein Abhängigkeitsverhältnis bestehe und diese nicht zur 

Kernfamilie gehörten – keine Zuständigkeit der Schweiz ableiten könne,  

dass die Wegweisung die Regelfolge des Nichteintretensentscheides dar-

stelle und der Wegweisungsvollzug nach dem Gesagten durchführbar sei, 

dass die Überstellung in die Slowakei – vorbehältlich einer allfälligen Un-

terbrechung oder Verlängerung – bis am 16. Mai 2019 zu erfolgen habe, 

dass gemäss Art. 107a AsylG einer allfälligen Beschwerde gegen diese 

Verfügung keine aufschiebende Wirkung zukomme, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 5. Dezember 2018 (Post-

stempel) gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerde erhoben hat und dabei sinngemäss dessen Aufhebung und das 

Eintreten auf sein Asylgesuch in der Schweiz beantragte,  

dass er vorbringt, der Schlepper habe dieses Visum ohne sein Wissen be-

sorgt, obwohl er ihm gesagt habe, dass er in der Schweiz einen Asylantrag 

stellen wolle, 

dass in der Schweiz mehrere nahe Verwandte (ein Bruder, zwei Tanten und 

ein Onkel) von ihm wohnen würden und er gerne in ihrer Nähe leben 

würde, 

dass für den weiteren Inhalt der Beschwerde auf die Beschwerdeakten zu 

verweisen ist, 

dass das Bundesverwaltungsgericht mit superprovisorischer Massnahme 

vom 7. Dezember 2018 den Wegweisungsvollzug einstweilen aussetzte, 

dass die vorinstanzlichen Akten am 10. Dezember 2018 beim Bundesver-

waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 1 AsylG), 

dass auf die Begründung der Beschwerdebegehren in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen wird, 

 

 

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Seite 5 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31‒33 

VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung einer zweiten Richterin beziehungsweise ei-

nes zweiten Richters entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um eine solche handelt, weshalb der Ent-

scheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften-

wechsel verzichtet wurde, 

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG), wobei diesbezüglich die Dublin-III-VO zur Anwendung 

kommt, 

dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO jeder Asylantrag von einem einzi-

gen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapitels III als 

zuständiger Staat bestimmt wird, und das Verfahren zur Bestimmung des 

zuständigen Mitgliedstaates eingeleitet wird, sobald in einem Mitgliedstaat 

erstmals ein Asylantrag gestellt wird (Art. 20 Abs. 1 Dublin-III-VO), 

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dass im Fall eines sogenannten Aufnahmeverfahrens (engl.: take charge) 

die in Kapitel III (Art. 8–15 Dublin-III-VO) genannten Kriterien in der dort 

aufgeführten Rangfolge (Prinzip der Hierarchie der Zuständigkeitskriterien; 

vgl. Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO) anzuwenden sind, und dabei von der Situ-

ation in demjenigen Zeitpunkt auszugehen ist, in dem der Asylsuchende 

erstmals einen Antrag in einem Mitgliedstaat gestellt hat (Art. 7 Abs. 2 Dub-

lin-III-VO; vgl. BVGE 2012/4 E. 3.2; FILZWIESER/SPRUNG, Dublin III-Verord-

nung, Wien 2014, K4 zu Art. 7), 

dass nach Art. 3 Abs. 2 Sätze 2 und 3 Dublin-III-VO der die Zuständigkeit 

prüfende Mitgliedstaat für die Durchführung des Asylverfahrens zuständig 

wird, falls es sich als unmöglich erweist, einen Antragsteller in den eigent-

lich zuständigen Mitgliedstaat zu überstellen, weil es wesentliche Gründe 

für die Annahme gibt, dass das Asylverfahren und die Aufnahmebedingun-

gen für Antragsteller in jenem Mitgliedstaat systemische Schwachstellen 

aufweisen, die eine Gefahr einer unmenschlichen oder entwürdigenden 

Behandlung im Sinne von Art. 4 der Charta der Grundrechte der Europäi-

schen Union (ABl. C 364/1 vom 18.12.2000, nachfolgend: EU-Grund-

rechtecharta) mit sich bringen, und nach den Regeln der Dublin-III-VO kein 

anderer zuständiger Mitgliedstaat bestimmt werden kann, 

dass der nach dieser Verordnung zuständige Mitgliedstaat verpflichtet ist, 

einen Antragsteller, der in einem anderen Mitgliedstaat einen Antrag ge-

stellt hat, nach Massgabe der Art. 21, 22 und 29 Dublin-III-VO aufzuneh-

men (Art. 18 Abs. 1 Bst. a Dublin-III-VO), 

dass jeder Mitgliedstaat abweichend von Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO be-

schliessen kann, einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder 

Staatenlosen gestellten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch 

wenn er nach den in dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die 

Prüfung zuständig ist (Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO; sog. Selbstein-

trittsrecht), 

dass das SEM seinen Nichteintretensentscheid nach zutreffender und voll-

ständiger Sachverhaltsfeststellung sowie in Berücksichtigung sämtlicher 

rechtlich relevanter Aspekte gesetzes- und praxiskonform begründet hat 

und zwecks Vermeidung von Wiederholungen auf die vorinstanzlichen Er-

wägungen ohne Abstriche verwiesen werden kann, 

dass die Beschwerde nicht zu einer anderen Betrachtungsweise führt, 

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dass bezüglich des Vorbringens des Beschwerdeführers, er sei von seinem 

Schlepper getäuscht worden, festzuhalten ist, dass er die Verantwortung 

für seine Reisedokumente selbst trägt, 

dass die Verwandtschaftsnähe der in der Schweiz lebenden Verwandten 

(Bruder, Tanten und Onkel) nicht den Grad eines Familienangehörigen 

nach Art. 2 Bst. g Dublin-III-VO erreicht, weshalb die Art. 9 ff. Dublin-III-VO 

nicht zur Anwendung gelangen, und auch kein Abhängigkeitsverhältnis 

zwischen den Verwandten und dem Beschwerdeführer besteht, 

dass es keine wesentlichen Gründe für die Annahme gibt, das Asylverfah-

ren und die Aufnahmebedingungen für Antragsteller in der Slowakei wür-

den systemische Schwachstellen aufweisen, die eine Gefahr einer un-

menschlichen oder entwürdigenden Behandlung im Sinne des Artikels 4 

der EU–Grundrechtecharta mit sich bringen, 

dass die Slowakei Signatarstaat der EMRK, des Übereinkommens vom 

10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche 

oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der FK 

sowie des Zusatzprotokolls der FK vom 31. Januar 1967 (SR 0.142.301) 

ist und ihren diesbezüglichen völkerrechtlichen Verpflichtungen nach-

kommt, 

dass auch davon ausgegangen werden darf, dieser Staat anerkenne und 

schütze die Rechte, die sich für Schutzsuchende aus den Richtlinien des 

Europäischen Parlaments und des Rates 2013/32/EU vom 26. Juni 2013 

zu gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung des in-

ternationalen Schutzes (sog. Verfahrensrichtlinie) sowie 2013/33/EU vom 

26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die Aufnahme von Personen, 

die internationalen Schutz beantragen (sog. Aufnahmerichtlinie) ergeben, 

dass unter diesen Umständen die Anwendung von Art. 3 Abs. 2 Satz 2 

Dublin-III-VO nicht gerechtfertigt ist, 

dass der Beschwerdeführer unter Berücksichtigung seiner Ausführungen 

bei der Vorinstanz und in der Rechtsmitteleingabe kein konkretes und 

ernsthaftes Risiko dartun kann, die slowakischen Behörden würden sich 

weigern, ihn aufzunehmen und seinen Antrag auf internationalen Schutz 

unter Einhaltung der Regeln der Verfahrensrichtlinie zu prüfen,  

dass den Akten auch keine Gründe für die Annahme zu entnehmen sind, 

die Slowakei werde in seinem Fall den Grundsatz des Non-Refoulement 

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missachten und ihn zur Ausreise in ein Land zwingen, in dem sein Leib, 

sein Leben oder seine Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG 

gefährdet ist oder in dem er Gefahr laufen würde, zur Ausreise in ein sol-

ches Land gezwungen zu werden, 

dass er auch keine konkreten Hinweise für die Annahme dargetan hat, die 

Slowakei würde ihm dauerhaft die ihm gemäss Aufnahmerichtlinie zu-

stehenden minimalen Lebensbedingungen vorenthalten, und er sich bei ei-

ner vorübergehenden Einschränkung im Übrigen nötigenfalls an die slowa-

kischen Behörden wenden und die ihm zustehenden Aufnahmebedingun-

gen auf dem Rechtsweg einfordern könnte (vgl. Art. 26 Aufnahmerichtlinie), 

dass dem SEM bei der Anwendung von Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 Ermessen 

zukommt (vgl. BVGE 2015/9 E. 7 f.) und den Akten keine Hinweise auf eine 

gesetzeswidrige Ermessensausübung (vgl. Art. 106 Abs. 1 Bst. a AsylG) 

durch die Vorinstanz zu entnehmen sind, 

dass das Bundesverwaltungsgericht sich unter diesen Umständen weiterer 

Ausführungen zur Frage eines Selbsteintritts enthält,  

dass es nach dem Gesagten und unter Berücksichtigung der Anwesenheit 

von Verwandten in der Schweiz keinen Grund für eine Anwendung der Er-

messensklauseln von Art. 17 Dublin-III-VO gibt und an dieser Stelle festzu-

halten bleibt, dass die Dublin-III-VO den Schutzsuchenden kein Recht ein-

räumt, den ihren Antrag prüfenden Staat selber auszuwählen (vgl. auch 

BVGE 2010/45 E. 8.3), 

dass das SEM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b 

AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist und 

– weil er nicht im Besitz eines gefestigten Aufenthaltsrechts ist – in Anwen-

dung von Art. 44 AsylG die Überstellung in die Slowakei angeordnet hat 

(Art. 32 Bst. a AsylV 1),  

dass unter diesen Umständen allfällige Vollzugshindernisse gemäss 

Art. 83 Abs. 3 und 4 AuG (SR 142.20) nicht mehr zu prüfen sind, da das 

Fehlen von Überstellungshindernissen bereits Voraussetzung des Nicht-

eintretensentscheides gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG ist (vgl. BVGE 

2015/18 E. 5.2 m.w.H.),  

dass die Beschwerde aus diesen Gründen abzuweisen ist, 

dass der am 7. Dezember 2018 angeordnete Vollzugsstopp mit vorliegen-

dem Urteil dahinfällt, 

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Seite 9 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr.  750.– (Art. 1‒

3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.- werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Regula Schenker Senn Mirjam Angehrn 

 

 

Versand: