# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 008e2224-07c6-5004-9e43-22685b4e1484
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-28
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 28.06.2021 S 2020 153
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2020-153_2021-06-28.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
Dr. iur. Matthias Suter und MLaw Ines Stocker
Gerichtsschreiberin: MLaw Andrea Henggeler

U R T E I L  vom 28. Juni 2021
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer

gegen

SUVA, Schweizerische Unfallversicherungsanstalt, Rechtsabteilung, 
Fluhmattstrasse 1, Postfach, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Unfallversicherung 
(Leistungen)

S 2020 153

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Urteil S 2020 153

A. Der Versicherte, A.________, Jahrgang 1984, war über die B.________ AG als 
Bauarbeiter angestellt und in dieser Eigenschaft bei der Suva gegen die Folgen von 
Unfällen versichert, als er am 31. Januar 2019 auf einem Gehweg auf Schnee ausrutschte 
und auf die rechte Seite stürzte (Suva-act. 6). Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht 
und erbrachte die gesetzlichen Versicherungsleistungen (Heilbehandlung und Taggeld; 
Suva-act. 9). Nach verschiedenen Abklärungen in medizinischer Hinsicht, u.a. auch einer 
kreisärztlichen Beurteilung vom 3. Mai 2019 (Suva-act. 38), stellte die Suva die 
Versicherungsleistungen bezüglich der beidseitigen Handgelenksbeschwerden mit 
Verfügung vom 22. Mai 2019 mangels noch bestehender Unfallfolgen per 31. Mai 2019 ein 
(Suva-act. 43). Daran hielt sie mit Einspracheentscheid vom 8. Juli 2019 fest (Suva-
act. 63). Dieser Einspracheentscheid erwuchs unangefochten in Rechtskraft. Mit 
Verfügung vom 5. Dezember 2019 stellte die Suva auch die Versicherungsleistungen für 
sämtliche noch geklagten Beschwerden per 31. Dezember 2019 ein (Suva-act. 101). Die 
dagegen erhobene Einsprache vom 12. Dezember 2019, im Rahmen deren der 
Versicherte geltend machte, er sei weiterhin wegen des Tinnitus in Behandlung und nicht 
in der Lage, so als Kranführer zu arbeiten (Suva-act. 108), wies die Suva mit 
Einspracheentscheid vom 27. April 2020 ab (Suva-act. 123). 

B. Mit E-Mail vom 2. Juni 2020 beschwerte sich A.________ bei der Suva gegen den 
Einspracheentscheid vom 27. April 2020 und beanstandete im Wesentlichen, dass weder 
ein Gutachten noch eine Abschlussuntersuchung vorliege. Es sei zu ermitteln, zu wieviel 
Prozent sein Ohr geschädigt sei, da er wesentlich schlechter höre und Tinnitus habe. 
Durch diese Beeinträchtigungen sei er weiterhin arbeitsunfähig und er habe Angst, nicht 
mehr als Kranfahrer arbeiten zu können. 

C. Am 13. November 2020 überwies die Suva diese E-Mail an das 
Verwaltungsgericht des Kantons Zug als Beschwerdeinstanz zur weiteren Behandlung, 
woraufhin das vorliegende Verfahren S 2020 153 eröffnet wurde. 

D. Mit Schreiben vom 16. November 2020 forderte das Gericht den 
Beschwerdeführer auf, innert einer nicht erstreckbaren Nachfrist bis zum 1. Dezember 
2020 mitzuteilen, ob er gegen den Einspracheentscheid der Suva vom 27. April 2020 
Beschwerde erheben möchte und diesfalls eine korrekte Beschwerde nachzureichen, die 
einen Antrag mit dazugehöriger Begründung enthalte und eigenhändig unterschrieben sei. 

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Urteil S 2020 153

E. Mit Eingabe vom 23. November 2020 kam der Beschwerdeführer dieser 
Aufforderung nach und teilte mit, dass er gegen den Einspracheentscheid der Suva vom 
27. April 2020 Beschwerde erhebe. Zur Begründung führte er im Wesentlichen aus, er 
habe einen Unfall gehabt und daraus seien körperliche Probleme und Schmerzen 
entstanden. Er habe heute noch Beschwerden und Einschränkungen und befinde sich 
weiterhin in ärztlicher Behandlung, um die körperlichen unfallbedingten Folgeschäden zu 
behandeln. Seit dem Unfalltag könne er seinen Beruf nicht mehr ausüben. Da weder eine 
Abschlussuntersuchung noch ein Gutachten oder Ähnliches vorliege, könne die Suva die 
Leistungen nicht einfach einstellen. Vielmehr bräuchte es eine Einschätzung eines 
unabhängigen Arztes. 

F. Am 5. Januar 2021 nahm die Suva zur Rechtzeitigkeit der Beschwerde Stellung 
und führte aus, dass sie zum Zeitpunkt der Zustellung des Einspracheentscheids vom 
27. April 2020 per Post keine Angaben machen könne, da Corona-bedingt im betreffenden 
Zeitraum keine Sendungen per Einschreiben nach Deutschland hätten verschickt werden 
können. Der Einspracheentscheid sei dem Beschwerdeführer am 30. April 2020 aber 
zusätzlich per E-Mail zugestellt worden. Insofern habe er innert der Beschwerdefrist von 
30 Tagen darauf geantwortet. In materieller Hinsicht beantragte die Suva die 
vollumfängliche Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei und verwies zur 
Begründung auf den angefochtenen Einspracheentscheid vom 27. April 2020. 

G. Mit Schreiben vom 1. und 26. Januar sowie 11. März 2021 wies der 
Beschwerdeführer im Wesentlichen darauf hin, dass er seit dem Unfall an körperlichen 
Einschränkungen und Schmerzen leide; er sei weiterhin arbeitsunfähig und stehe in 
ärztlicher Behandlung. Im Weiteren merkte er an, dass er gegen alle Entscheide der Suva 
rechtzeitig Widerspruch eingelegt habe. Die Einspracheentscheide der Suva seien also 
noch nicht rechtskräftig.

H. Mit Duplik vom 19. Januar 2021 hielt die Suva fest, dass mit Verfügung vom 
5. Dezember 2019, die mit Einspracheentscheid vom 27. April 2020 bestätigt worden sei, 
mangels noch vorhandener Folgen des Unfalls vom 31. Januar 2019 die 
Versicherungsleistungen für sämtliche noch geklagten Beschwerden per 31. Dezember 
2019 eingestellt worden seien. Die Leistungen betreffend Beschwerden an beiden 
Handgelenken seien im Übrigen bereits mit in Rechtskraft erwachsenem 
Einspracheentscheid vom 8. Juli 2019 per 31. Mai 2019 mangels noch vorhandener 
Unfallfolgen eingestellt worden. 

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Urteil S 2020 153

I. Mit Eingabe vom 28. Mai 2021 teilte der Beschwerdeführer dem Gericht mit, dass 
sich der Fall nun gedreht habe, da eine neue Diagnose vorliege. Es handle sich um 
unfallbedingte körperliche Folgeschäden und seine Behandlung hätte nie eingestellt 
werden dürfen. Die Suva habe seinen Fall somit fehlerhaft eingeschätzt, worüber er die 
Unfallversicherung bereits informiert und einen entsprechenden Arztbericht weitergeleitet 
habe.

J. Auf Aufforderung des Gerichts hin reichte die Suva am 2. Juni 2021 den soeben 
genannten Arztbericht des Universitätsklinikums C.________ vom 27. April 2021 ein. 
Beigefügt war sodann eine E-Mail des Beschwerdeführers vom 28. April 2021. Im Rahmen 
ihrer Stellungnahme wies die Suva darauf hin, dass der Arztbericht Beschwerden im 
Bereich des rechten Handgelenks betreffe. Diesbezüglich seien die Leistungen mit in 
Rechtskraft erwachsenem Einspracheentscheid vom 8. Juli 2019 betreffend Verfügung 
vom 22. Mai 2019 mangels noch vorhandener Unfallfolgen per 31. Mai 2019 eingestellt 
worden. Es werde daher beantragt, dass im vorliegenden Beschwerdeverfahren auf 
diesbezügliche Leistungsbegehren nicht einzutreten sei. Sie, die Suva, werde die Eingabe 
des Beschwerdeführers vom 28. April 2021 als Revisionsgesuch betreffend die Verfügung 
vom 22. Mai 2019 entgegennehmen. 

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1.
1.1 Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles 
grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Entscheids (in 
casu 27. April 2020) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. auch BGE 121 V 362 E. 1b). 
Dabei sind in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der 
Verwirklichung des zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 130 
V 445 E. 1.2.1). 

1.2 Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 bzw. am 9. November 2016 
verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 
Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 

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Urteil S 2020 153

(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Das hier zu beurteilende Ereignis hat sich am 
31. Januar 2019 ereignet, weshalb – entsprechend den allgemeinen übergangsrechtlichen 
Regeln – die am 1. Januar 2017 in Kraft getretenen Normen auf den vorliegenden Fall 
Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.

1.3 Am 1. Januar 2021 sind die am 21. Juni 2019 verabschiedeten geänderten 
Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Kraft getreten. Artikel 82a ATSG sieht vor, 
dass für im Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung vom 21. Juni 2019 beim 
erstinstanzlichen Gericht hängige Beschwerden das bisherige Recht gilt. Im vorliegend zu 
beurteilenden Fall beschwerte sich der Versicherte mit E-Mail vom 2. Juni 2020, weshalb 
die bis 31. Dezember 2020 gültig gewesenen Normen des ATSG auf den vorliegenden 
Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden. 

2. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 ATSG i.V.m. § 77 Abs. 1 des 
Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] sowie § 4 Abs. 1 lit. b der kantonalen 
Vollziehungsverordnung zum Bundesgesetz über die Unfallversicherung [BGS 842.5]). Die 
örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons Zug ist vorliegend gestützt auf 
Art. 58 Abs. 2 ATSG – Zuständigkeit am Sitz der letzten schweizerischen Arbeitgeberin 
des im Ausland wohnhaften Beschwerdeführers – gegeben, arbeitete der im Ausland 
wohnhafte Beschwerdeführer zuletzt für die B.________ AG in D.________ (ZG). Die 
Beschwerdegegnerin erliess den vorliegend angefochtenen Einspracheentscheid am 
27. April 2020. Wann dieser dem im Ausland wohnhaften Beschwerdeführer per Post 
zugestellt werden konnte, geht aus den Akten nicht hervor. Am 30. April 2020 wurde der 
soeben genannte Einspracheentscheid dem Beschwerdeführer aber zusätzlich per E-Mail 
zugestellt. Unter Berücksichtigung von Art. 38 Abs. 3 ATSG gilt die am 2. Juni 2020 per E-
Mail und schliesslich mit Eingabe vom 23. November 2020 verbesserte Beschwerde als 
rechtzeitig i.S.v. Art. 60 Abs. 1 ATSG eingereicht. Die verbesserte Beschwerdeschrift 
entspricht sodann den wenigen formellen Anforderungen an eine Laienbeschwerde und 
der Beschwerdeführer ist als von der Verfügung des Unfallversicherers direkt Betroffener 
zur Beschwerde legitimiert. Somit ist die Beschwerde vom Gericht zu prüfen. Die 
Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des 
Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

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Urteil S 2020 153

3.
3.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt 
– die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und 
Berufskrankheiten gewährt. 

3.2 Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die 
zweckmässige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalls voll oder teilweise 
arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG), so hat sie Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 UVG). 
Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 Prozent invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie 
Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Der Rentenanspruch entsteht, 
wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des 
Gesundheitszustandes mehr erwartet werden kann und allfällige 
Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Mit dem 
Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen im Regelfall dahin (Art. 
19 Abs. 1 UVG).

3.3 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt zunächst voraus, 
dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, 
Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen 
Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene 
Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur 
gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für 
die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall 
die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass 
das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder 
geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit anderen 
Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche 
Störung entfiele. Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die 
Verwaltung bzw. im Beschwerdefall der Richter im Rahmen der ihm obliegenden 
Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines 
Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 
177 E. 3.1). 

3.4

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3.4.1 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass 
zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater 
Kausalzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als 
adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von 
der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das 
Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2). Mit der Theorie des 
adäquaten Kausalzusammenhangs wird dem rechtlich bestehenden Bedürfnis nach 
Eingrenzung und Auswahl von Tatsachen aus der natürlichen Kausalkette Rechnung 
getragen (BGE 123 V 98 E. 3b). Der Prüfung des adäquaten Kausalzusammenhangs als 
einer Rechtsfrage kommt somit die Funktion einer Haftungsbegrenzung zu (BGE 117 V 
369 E. 4a; BGE 115 V 133 E. 7).

3.4.2 Bei organisch nachweisbaren Unfallfolgen spielt indessen die Adäquanz als 
rechtliche Eingrenzung der aus dem natürlichen Kausalzusammenhang sich ergebenden 
Haftung praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend mit der natürlichen 
Kausalität deckt (BGE 134 V 109 E. 2.1). Von organisch objektiv ausgewiesenen 
Unfallfolgen kann erst dann gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit 
apparativen/bildgebenden Abklärungen bestätigt werden (BGE 138 V 248 E. 5.1). 

3.4.3 Bei der Beurteilung der Adäquanz von Unfallfolgeschäden, für die ein natürlicher 
Kausalzusammenhang medizinisch zwar angenommen wird, jedoch nicht oder nicht 
hinreichend organisch nachweisbar ist (vgl. BGE 123 V 98 E. 3b), ist demgegenüber 
zunächst abzuklären, ob die versicherte Person beim Unfall ein Schleudertrauma der 
HWS, eine dem Schleudertrauma äquivalente Verletzung (SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 
E. 2) oder ein Schädelhirntrauma erlitten hat. Ist dies der Fall, muss beurteilt werden, ob 
die zum typischen Beschwerdebild einer solchen Verletzung gehörenden 
Beeinträchtigungen wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und 
Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit, Visusstörungen, Reizbarkeit, 
Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung usw. vorliegen (vgl. dazu BGE 117 V 359 
E. 4b; 119 V 335 E. 1; 134 V 109 E. 6.2.1). Trifft dies zu, gelangt die Rechtsprechung 
gemäss HWS-Praxis zur Anwendung (sog. Schleudertrauma-Praxis); andernfalls erfolgt 
die Beurteilung der Adäquanz nach der Psycho-Praxis gemäss BGE 115 V 133. 

3.4.4 Kommt die Psycho-Praxis zur Anwendung ist zunächst zu ermitteln, ob der Unfall 
als leicht oder als schwer zu betrachten ist oder ob er dem mittleren Bereich angehört. Der 

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adäquate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und gesundheitlicher Beeinträchtigung 
ist bei leichten Unfällen in der Regel ohne weiteres zu verneinen und bei schweren 
Unfällen ohne weiteres zu bejahen, wogegen sich die Frage, ob zwischen Unfall und 
Folgen ein adäquater Kausalzusammenhang besteht, bei Unfällen des mittleren Bereichs 
nicht aufgrund des Unfalles allein schlüssig beantworten lässt. Es sind daher weitere, 
objektiv erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall im Zusammenhang 
stehen oder als direkte beziehungsweise indirekte Folgen davon erscheinen, in eine 
Gesamtwürdigung einzubeziehen. Gemäss Bundesgericht handelt es sich dabei um 
folgende sieben Kriterien: 

- besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls;
- die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen, insbesondere ihre 

erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen;
- ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung;
- körperliche Dauerschmerzen;
- ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert;
- schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;
- Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit.

Der Einbezug sämtlicher objektiver Kriterien in die Gesamtwürdigung ist jedoch nicht in 
jedem Fall erforderlich. Je nach den konkreten Umständen kann für die Beurteilung des 
adäquaten Kausalzusammenhangs ein einziges Kriterium genügen. Dies trifft einerseits 
dann zu, wenn es sich um einen Unfall handelt, welcher zu den schwereren Fällen im 
mittleren Bereich zu zählen oder sogar als Grenzfall zu einem schweren Unfall zu 
qualifizieren ist. Anderseits kann im gesamten mittleren Bereich ein einziges Kriterium 
genügen, wenn es in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist. Kommt keinem 
Einzelkriterium besonderes bzw. ausschlaggebendes Gewicht zu, so müssen mehrere 
unfallbezogene Kriterien herangezogen werden. Dies gilt umso mehr, je leichter der Unfall 
ist. Handelt es sich beispielsweise um einen Unfall im mittleren Bereich, der aber dem 
Grenzbereich zu den leichten Unfällen zuzuordnen ist, müssen die weiteren zu 
berücksichtigenden Kriterien in gehäufter oder auffallender Weise erfüllt sein, damit die 
Adäquanz bejaht werden kann. Diese Würdigung des Unfalles zusammen mit den 
objektiven Kriterien führt zur Bejahung oder Verneinung der Adäquanz. Damit entfällt die 
Notwendigkeit, nach anderen Ursachen zu forschen, die möglicherweise die psychisch 
bedingte Erwerbsunfähigkeit mitbegünstigt haben könnten (vgl. zum Ganzen BGE 115 V 
133 E. 6). 

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Urteil S 2020 153

3.5 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers entfällt, wenn der Unfall nicht mehr die 
natürliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also letzterer 
nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft zu, wenn 
entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall 
bestanden hat (status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem 
schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder 
später eingestellt hätte (status quo sine), erreicht ist (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b 
mit Hinweisen). Auch das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten 
Ursachen eines Gesundheitsschadens muss ebenfalls mit dem im 
Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 45; BGE 119 V 9 E. 3c/aa). Da es sich 
hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende 
Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher 
Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim 
Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2 mit Hinweisen).

4. Unbestritten und durch die Akten belegt ist, dass das Ereignis vom 31. Januar 
2019 einen Unfall im Sinne des gesetzlichen Unfallbegriffs darstellt, für dessen 
gesundheitliche Folgen die Beschwerdegegnerin grundsätzlich leistungspflichtig ist. Dieser 
Pflicht ist die Suva denn auch nachgekommen (vgl. Suva-act. 9). Als erstellt gilt sodann, 
dass die Beschwerdegegnerin die Versicherungsleistungen bezüglich der beidseitigen 
Handgelenksbeschwerden mit Verfügung vom 22. Mai 2019 per 31. Mai 2019 eingestellt 
hat (vgl. Suva-act. 43). Hiergegen hat der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 1. Juni 
2019 zwar Einsprache erhoben (vgl. Suva-act. 48), den daraufhin ergangene, die 
Verfügung bestätigende Einspracheentscheid vom 8. Juli 2019 (Suva-act. 63) hat er 
hingegen nicht mehr angefochten, ging beim kantonalen Versicherungsgericht – in casu 
dem Verwaltungsgericht des Kantons Zug – gegen den genannten Einspracheentscheid 
vom 8. Juli 2019 doch keine entsprechende Beschwerde ein. Damit ist der 
Beschwerdegegnerin zuzustimmen, dass der Einspracheentscheid vom 8. Juli 2019 
betreffend Beschwerden an beiden Handgelenken in Rechtskraft erwachsen ist, sodass 
auf ein diesbezügliches Leistungsbegehren im vorliegenden Beschwerdeverfahren nicht 
einzutreten ist. Entsprechend erübrigen sich, zumindest in diesem Verfahren, 
Ausführungen zum Arztbericht des Universitätsklinikums C.________ vom 27. April 2021 
(Beilage 2 des Schreibens der Suva vom 2. Juni 2021), betrifft dieser Bericht doch 
unbestrittenermassen Beschwerden im Bereich des rechten Handgelenks. Das Gleiche 
hat im Übrigen auch für den sich in den Suva-Akten befindenden Arztbericht von 

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Urteil S 2020 153

Dr. med. E.________, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie, vom 2. Dezember 2020 
(Suva-act. 148) zu gelten. Was die Handgelenksbeschwerden anbelangt, bleibt an dieser 
Stelle somit lediglich anzumerken, dass die Suva die Eingabe des Beschwerdeführers 
vom 28. April 2021 als Revisionsgesuch betreffend die Verfügung vom 22. Mai 2019 
entgegengenommen hat. Streitig und zu prüfen ist im vorliegenden Beschwerdeverfahren 
demgegenüber nur, ob die Beschwerdegegnerin die Versicherungsleistungen im 
Zusammenhang mit den übrigen Beschwerden, u.a. dem Tinnitus, zu Recht per 
31. Dezember 2019 eingestellt hat. Dabei ist entscheidend, ob die nach jenem Zeitpunkt 
geklagten Beschwerden (noch) in einem natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zum Unfallereignis vom 31. Januar 2019 stehen. Den Akten ist zum Unfallereignis 
und zu dessen Folgen im Wesentlichen Folgendes zu entnehmen: 

4.1 Gemäss Schadenmeldung UVG, datiert vom 8. Februar 2019, ist der Versicherte 
am 31. Januar 2019 ausgerutscht und gestürzt. Dabei hat er sich Verletzungen der 
Schulter, des Knies, des Ellbogens, des grossen Zehs, des kleinen Fingers und des 
Rückens rechts zugezogen (Suva-act. 6).

4.2 Die Erstbeurteilung erfolgte durch Dr. med. F.________, Allgemeine Innere 
Medizin FMH. Der Versicherte berichtete ihm am 1. Februar 2019 über ein 
Taubheitsgefühl des rechten Armes und der rechten Hand, weshalb er nicht schlafen 
könne. Zudem habe er Schwindel und ein Pfeifen auf dem Ohr. Doktor F.________ 
überwies den Versicherten notfallmässig dem Kantonsspital G.________ (Suva-act. 10) 
und bescheinigte ihm eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit seit dem 1. Februar 2019 (Suva-
act. 5).

4.3 Im Kantonsspital G.________ berichtete der Versicherte gleichentags, dass er auf 
den rechten Ellbogen und die rechte Hand gefallen sei. Anschliessend hätten Schmerzen 
über dem rechten Handgelenk mit Ausstrahlung in den Unterarm sowie Schmerzen im 
Ellbogen rechts lateralseitig sowie Nackenschmerzen bestanden. Die Ärzte des 
Kantonsspitals G.________ diagnostizierten eine Mehretagenkontusion (Handgelenk 
rechts, Ellbogen rechts und HWS). Fehlstellungen, Schwellungen, Hämatome und 
Prellmarken konnten nicht festgestellt werden. Radiologisch konnte in der konventionellen 
Röntgenaufnahme des Handgelenks, des Ellbogengelenks und der HWS ap und seitlich 
eine Fraktur ausgeschlossen werden. Es wurde eine Schmerztherapie mit Brufen und 
Novalgin eingeleitet. (Suva-act. 21). 

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4.4 Am 29. März 2019 erfolgte eine neurologische Untersuchung am Kantonsspital 
G.________. Aus dem entsprechenden Sprechstundenbericht geht hervor, dass vorder-
gründig bewegungsabhängige Schmerzen im Unterarm sowie in Hand- und 
Ellbogengelenk rechts vorhanden seien sowie diverse multiple schmerzhafte 
Muskeltriggerpunkte unter anderem im Schulterbereich. Neurographisch wurde ein 
Karpaltunnelsyndrom beidseits diagnostiziert, welches anamnestisch bereits vor dem 
Unfall zu gelegentlichen nächtlichen schmerzhaften Missempfindungen geführt habe. Es 
wurde ein konservatives Vorgehen und eine weiterführende Physiotherapie empfohlen 
(Suva-act. 26).

4.5 Am 3. Mai 2019 nahm Kreisarzt Dr. med. H.________, Facharzt für Chirurgie, 
Stellung und führte aus, der Versicherte habe bei einem Sturz auf die rechte Körperseite 
multiple Prellungen an verschiedenen Körperregionen erlitten. Radiologisch und 
kernspintomographisch seien strukturelle Läsionen ausgeschlossen worden. Das 
Karpaltunnelsyndrom beidseits sei vorbestehend und nicht mit dem erforderlichen 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit unfallkausal. Von weiteren 
Behandlungen der Unfallfolgen sei keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes 
mehr zu erwarten. Die Prellungen seien abgeklungen und ein passagerer Tinnitus sei 
inzwischen so weit zurückgegangen, dass auch hier keine weiteren Abklärungen geplant 
seien. Abschliessend könne gesagt werden, dass der Schaden (CTS beidseits), welcher 
operiert werden solle, nicht überwiegend wahrscheinlich auf den Unfall vom 31. Januar 
2019 zurückzuführen sei (Suva-act. 38).

4.6 Anfangs November 2019 ging bei der Suva ein Arztbericht von I.________, 
Facharzt für HNO, aus Deutschland vom 2. Oktober 2019 ein. Daraus geht hervor, dass 
der Versicherte an einem rezidivierenden Ohrgeräusch rechts seit dem Unfallereignis vom 
31. Januar 2019 leide. Zudem wurden die Diagnosen einer beidseitigen 
Schallempfindungsschwerhörigkeit (rechts bis 30 und links bis 20 dB), einer 
Rhonchopathie, einer Hyperplasie der Uvula und der hinteren Gaumenbögen sowie einer 
Follikulitis am Naseneingang genannt. Von ORL-Facharzt I.________ wurde eine 
Tinnitusberatung durchgeführt und Fusicutan Salbe für die Entzündung am Naseneingang 
mitgegeben (Suva-act. 97).

4.7 Am 3. Dezember 2019 kam Dr. med. J.________, Fachärztin für Oto-Rhino-
Laryngologie, beurteilend zum Schluss, dass seit dem Unfallereignis ein subjektiver, 
intermittierender Tinnitus bestehe. Die Entzündung am Naseneingang stehe nicht in 

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Urteil S 2020 153

kausalem Zusammenhang mit dem Unfallereignis. Sie empfahl, die entstandenen 
Heilkosten im Sinne von Abklärungskosten zu übernehmen und den Fall abzuschliessen. 
Ein unfallbedingter, entschädigungspflichtiger Integritätsschaden aufgrund des Tinnitus 
oder einer Hörminderung bestehe nicht. Aus ORL-ärztlicher Sicht bestehe auch keine 
Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. 100). 

4.8 Im Rahmen des Einspracheverfahrens reichte der Versicherte einen weiteren 
Arztbericht des Facharztes für HNO I.________ vom 28. Januar 2020 zu den Akten. Darin 
wurden anamnestisch gleichbleibende Ohrgeräusche rechts, ein kälteempfindliches 
rechtes Ohr sowie ein weiterbestehender Schwindel-Drehschwindel aufgeführt. Die 
Probleme mit dem rechten Ohr bestünden seit dem Unfall, vorher hätte er damit keine 
Probleme gehabt. Diagnostisch wurden ein Schwindel und Taumel, eine Stenose und 
Insuffizienz der Tränenwege rechts und eine Konjunktivitis rechts festgehalten. Der 
Facharzt für HNO empfahl eine Begutachtung. Derzeit sei die Tätigkeit als Kranfahrer oder 
in der Höhe auf Gerüsten nicht empfohlen (Suva-act. 113). 

5.
5.1 Wie sich aus den Akten ergibt, erlitt der Beschwerdeführer beim Sturz auf die 
rechte Körperseite vom 31. Januar 2019 multiple Prellungen an verschiedenen 
Körperregionen, die längst abgeheilt sind. Darüber hinaus fanden sich bildgebend leichte 
degenerative Veränderungen der HWS. Radiologisch und kernspintomographisch konnten 
hingegen keine mit dem Unfallereignis vom 31. Januar 2019 in Verbindung stehende 
strukturelle Läsionen oder Frakturen nachgewiesen werden. Das Karpaltunnelsyndrom 
beidseits wurde sodann als vorbestehend und nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad 
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als unfallkausal qualifiziert (vgl. zum Ganzen die 
Beurteilung des Kreisarztes Dr. H.________ vom 3. Mai 2019 [Suva-act. 38]; vgl. auch 
Suva-act. 21, 29 und 33). Des Weiteren diagnostizierte der Facharzt für HNO I.________ 
einen Tinnitus rechts (vgl. Suva-act. 97). Wie die Beschwerdegegnerin in diesem 
Zusammenhang zutreffend darauf hingewiesen hat, ist bei einem Tinnitus gemäss 
Rechtsprechung zwischen einem so genannten objektiven und einem subjektiven Tinnitus 
zu unterscheiden. Der objektive Tinnitus bezeichnet dabei ein Ohrgeräusch, welches 
aufgrund pathologisch-anatomischer Veränderungen entsteht und grundsätzlich auch für 
Aussenstehende – allenfalls mit technischen Hilfsmitteln – hörbar wird. Meist handelt es 
sich um gefässreiche Missbildungen, Tumore oder um muskulär bedingte 
Schallgeräusche. Der subjektive Tinnitus wird demgegenüber einzig durch den 
Betroffenen gehört und stellt die weitaus häufigste Form dar (BGE 138 V 248 E. 5.7.2). 

13

Urteil S 2020 153

Der beim Beschwerdeführer diagnostizierte Tinnitus ist weder objektivierbar noch einem 
organischen Substrat zuzuordnen. Aus der zusammenfassenden Beurteilung der ORL-
Fachärztin Dr. J.________ vom 3. Dezember 2019 geht hervor, dass ein subjektiver, 
intermittierender Tinnitus besteht (vgl. Suva-act. 100). Ärztliche Berichte, die diese 
Beurteilung in Zweifel ziehen würden, liegen nicht vor. Nach der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung kann bei einem Tinnitus, der sich keiner organisch objektiv 
ausgewiesenen Unfallfolge zuordnen lässt, der adäquate Kausalzusammenhang zum 
Unfall, wie bei anderen organisch nicht ausgewiesenen Beschwerdebildern, nicht ohne 
besondere Adäquanzprüfung bejaht werden (BGE 138 V 248 E. 5.10). 

5.2 Für die Prüfung der Adäquanz kommt im vorliegenden Fall – wie nachfolgend 
noch aufzuzeigen sein wird – die sogenannte Psycho-Praxis zur Anwendung. Dabei 
werden die psychischen Beeinträchtigungen ausser Acht gelassen und nur die 
somatischen Beschwerden bei der Prüfung der besonderen Adäquanzkriterien 
berücksichtigt. Soweit sich der Beschwerdeführer sinngemäss auf den Standpunkt stellt, 
der Fall sei zu früh abgeschlossen worden, ist an dieser Stelle somit lediglich danach zu 
fragen, ob bezüglich der somatischen Beschwerden ein Endzustand erreicht ist. Dies ist 
ohne Weiteres zu bejahen. Es trifft zwar zu, dass der Beschwerdeführer wegen des 
Tinnitus weiterhin zu 100 % arbeitsunfähig geschrieben wurde und dass er sich auch 
weiterhin bei seinem Hausarzt sowie HNO-Facharzt I.________ in Behandlung befand. Zu 
beachten ist jedoch, dass der Fallabschluss durch den Unfallversicherer lediglich bedingt, 
dass von weiteren medizinischen Massnahmen keine erhebliche Verbesserung mehr 
erwartet werden kann, nicht aber, dass eine ärztliche Behandlung nicht länger erforderlich 
ist (BGer 8C_727/2012 vom 21. Dezember 2012 E. 3.2.2 und 8C_585/2010 vom 5. 
November 2010 E. 8). Die nach dem 31. Dezember 2019 stattgefundenen Konsultationen 
und durchgeführten therapeutischen Behandlungen haben mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit der Stabilisierung des bis zu diesem Zeitpunkt erreichten 
Gesundheitszustandes gedient. Dass dadurch noch eine namhafte Verbesserung des 
Gesundheitszustandes zu erwarten gewesen wäre, geht aus den Akten demgegenüber 
nicht hervor. Vielmehr wurde bereits Ende Juni 2019 darauf hingewiesen, dass trotz 
entsprechenden Therapien keine deutliche Verbesserung der Beschwerdesymptomatik 
habe erreicht werden können und was den Tinnitus anbelangt, kann den Akten eine 
gleichgebliebene Symptomatik entnommen werden. Als Therapieoptionen wurden eine 
Tinnitusberatung und Entspannungstechniken genannt. Dementsprechend verfängt auch 
die Argumentation des Beschwerdeführers, er sei weiterhin in ärztlicher Behandlung und 
habe immer noch Schmerzen, nicht, ist doch gerade unbeachtlich, ob die Behandlung 

14

Urteil S 2020 153

über den Terminierungszeitpunkt fortgesetzt wurde. Es besteht daher keine Veranlassung, 
vom Zeitpunkt des Fallabschlusses abzuweichen. 

6. In der Folge gilt es zu prüfen, ob die vom Beschwerdeführer über den 31. Dezem-
ber 2019 hinaus geltend gemachten, organisch nicht objektivierbaren Beschwerden, mithin 
auch der Tinnitus, in einem adäquaten Kausalzusammenhang zum Unfallereignis vom 
31. Januar 2019 stehen. 

6.1 Die Beschwerdegegnerin hat die Adäquanzprüfung nach der sogenannten 
Psycho-Praxis gemäss BGE 115 V 133 vorgenommen. Dies ist nicht zu beanstanden, hat 
der Beschwerdeführer beim Unfallereignis vom 31. Januar 2019 doch weder ein 
Schleudertrauma der Halswirbelsäule noch eine dem Schleudertrauma äquivalente 
Verletzung noch ein Schädelhirntrauma erlitten. Was den diagnostizierten Tinnitus betrifft, 
ändert auch dies nichts daran, dass die Adäquanzprüfung nach BGE 115 V 133 
vorzunehmen ist, gehört er doch nicht zu den Beschwerden, welche üblicherweise 
Schleudertraumen und adäquanzrechtlich gleich behandelten Leiden zugerechnet werden 
(vgl. BGer 8C_498/2011 vom 3. Mai 2012 E. 6.1.2).

6.2
6.2.1 Für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall 
und den psychischen Gesundheitsschädigungen ist zunächst im Einzelfall zu verlangen, 
dass dem Unfall für die Entstehung der Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit eine 
massgebende Bedeutung zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er objektiv eine gewisse 
Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt (BGE 115 V 133 
E. 7). Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis anzuknüpfen, wobei – 
ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf – zwischen leichten Unfällen einerseits, 
schweren Unfällen andererseits und schliesslich den dazwischenliegenden mittelschweren 
Unfällen unterschieden wird (vgl. E. 3.4.4 vorstehend). 

6.2.2 Aus den Akten geht hervor, dass der Beschwerdeführer auf einem Gehweg auf 
Schnee ausrutschte und auf die rechte Seite stürzte. Angesichts des objektiv erfassbaren 
Unfallhergangs ist mit der Beschwerdegegnerin von einem leichten Unfall auszugehen. 
Dies insbesondere auch in Anbetracht der Tatsache, dass das Bundesgericht einen 
gewöhnlichen Sturz oder das Ausrutschen als leichten Unfall qualifiziert (BGE 115 V 133 
E. 6a). Die Unfallschwere höher einzustufen rechtfertigt sich vorliegend jedenfalls nicht, 
zumal auch der Beschwerdeführer selbst dagegen keine Einwände vorbringt. Daraus folgt, 

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dass gemäss Rechtsprechung der adäquate Kausalzusammenhang ohne Weiteres 
verneint werden kann, weil aufgrund der allgemeinen Lebenserfahrung aber auch unter 
Einbezug unfallmedizinischer Erkenntnisse davon ausgegangen werden darf, dass ein 
solcher Unfall nicht geeignet ist, einen invalidisierenden psychischen Gesundheitsschaden 
zu verursachen (BGE 115 V 133 E. 6a). 

7. Zusammenfassend steht fest, dass der adäquate Kausalzusammenhang zwischen 
den nach wie vor bestehenden bzw. geltend gemachten Beeinträchtigungen des 
Beschwerdeführers und dem Unfallereignis vom 31. Januar 2019 zu verneinen ist. Somit 
ist es nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin ihre Leistungen per 
31. Dezember 2019 eingestellt hat. Angesichts dessen, dass die nach wie vor 
bestehenden Beeinträchtigungen nicht adäquat kausal auf das Unfallereignis 
zurückzuführen sind, war die Beschwerdegegnerin auch nicht verpflichtet, weitere 
Abklärungen vorzunehmen und eine Begutachtung in die Wege zu leiten. Stellt sich der 
Beschwerdeführer auf den gegenteiligen Standpunkt, verkennt er, dass es sich bei der 
Frage des adäquaten Kausalzusammenhangs um eine Rechtsfrage handelt, die alleine 
von der Verwaltung bzw. im Beschwerdefall vom Gericht zu beurteilen ist. Die Beschwerde 
erweist sich dementsprechend als unbegründet und ist abzuweisen. 

8. Das Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht ist kostenlos und eine 
Parteientschädigung ist – bei vollständigem Unterliegen – nicht zuzusprechen (vgl. Art. 61 
lit. a und lit. g ATSG). Dem obsiegenden Sozialversicherer ist in Übereinstimmung mit 
Art. 61 lit. g ATSG – welcher nur für die obsiegende Beschwerde führende Partei eine 
Entschädigung vorsieht – keine Parteientschädigung zuzusprechen.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. 

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Beschwerdeführer (mit ausführlicher Rechtsmittelbelehrung), an 
die Beschwerdegegnerin sowie an das Bundesamt für Gesundheit, Bern.

Zug, 28. Juni 2021

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am