# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f6afd755-cc48-536c-b19c-09a20657b02d
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2013-02-12
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 12.02.2013 BB.2012.142
**Docket/Reference:** BB.2012.142
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_BB-2012-142_2013-02-12

## Full Text

Beschlagnahme (Art. 263 ff. StPO). Aufschiebende Wirkung (Art. 387 StPO). Unentgeltliche Rechtspflege (Art. 29 Abs. 3 BV.;;Beschlagnahme (Art. 263 ff. StPO). Aufschiebende Wirkung (Art. 387 StPO). Unentgeltliche Rechtspflege (Art. 29 Abs. 3 BV.;;Beschlagnahme (Art. 263 ff. StPO). Aufschiebende Wirkung (Art. 387 StPO). Unentgeltliche Rechtspflege (Art. 29 Abs. 3 BV.;;Beschlagnahme (Art. 263 ff. StPO). Aufschiebende Wirkung (Art. 387 StPO). Unentgeltliche Rechtspflege (Art. 29 Abs. 3 BV.

Beschluss vom 12. Februar 2013  
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz, 

Cornelia Cova und Patrick Robert-Nicoud, 

Gerichtsschreiber Stefan Graf  

   
 

Parteien 

  

A., vertreten durch Rechtsanwalt Rainer Riek, 

 

Beschwerdeführerin 

 

 gegen 

   

BUNDESANWALTSCHAFT, 

 

Beschwerdegegnerin 

 

 

Gegenstand  Beschlagnahme (Art. 263 ff. StPO); 

aufschiebende Wirkung (Art. 387 StPO); 

unentgeltliche Rechtspflege (Art. 29 Abs. 3 BV) 

 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummern: BB.2012.142, BP.2012.59, BP.2012.60 

 

 

 

- 2 - 

 

 

 

 

Die Beschwerdekammer hält fest, dass: 

 

- die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich am 26. Juli 2012 im Rahmen 

der gegen A. und gegen deren Ehemann B. wegen des Verdachts der 

mehrfachen Widerhandlung gegen das Bundesgesetz vom 8. Novem-

ber 1934 über die Banken und Sparkassen (Bankengesetz, BankG; 

SR 952.0) geführten Strafuntersuchung die Bank C. u. a. anwies, sofort 

sämtliche in der Schweiz liegenden, den Beschuldigten zuzurechnenden 

Vermögenswerte zu sperren (act. 1.3); 

 

- die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich am 31. Juli 2012 die Freigabe 

von monatlich Fr. 3'000.-- vom auf A. und B. lautenden Konto Nr. 1 anord-

nete (vgl. act. 1, Rz. 15; act. 1.2, S. 1); 

 

- die Bundesanwaltschaft am 3. August 2012 die Strafsache in der Hand der 

Bundesbehörden vereinigte und das Strafverfahren auf die Straftatbestän-

de des wirtschaftlichen Nachrichtendienstes gemäss Art. 273 StGB und der 

Geldwäscherei gemäss Art. 305
bis

 StGB ausdehnte (vgl. act. 1.2, S. 1); 

 

- die Bundesanwaltschaft mit Verfügung vom 27. August 2012 die von der 

Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich angeordnete Freigabe von mo-

natlich Fr. 3'000.-- vom Konto Nr. 1, lautend auf A. und B., per sofort auf-

hob (act. 1.2); 

 

- A. hiergegen am 7. September 2012 bei der Beschwerdekammer des Bun-

desstrafgerichts die Aufhebung der angefochtenen Verfügung sowie die 

Aufrechterhaltung der Freigabe von monatlich Fr. 3'000.-- vom Konto Nr. 1, 

lautend auf A. und B., beantragt (act. 1); 

 

- sie u. a. weiter beantragt, der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung 

zu erteilen und ihr sei die amtliche Verteidigung zu bewilligen (act. 1); 

 

- das Beschwerdeverfahren und die damit verbundenen Nebenverfahren auf 

gemeinsames Ersuchen der Parteien hin sistiert wurden (act. 8 und 14); 

 

- A. mit Eingabe vom 11. Januar 2013 beantragt, das Beschwerdeverfahren 

BB.2012.142 sowie die damit verbundenen Nebenverfahren seien infolge 

Gegenstandslosigkeit vom Protokoll abzuschreiben, unter Kosten- und Ent-

schädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin (act. 15); 

- 3 - 

 

 

 

- die Bundesanwaltschaft in ihrer diesbezüglichen Stellungnahme beantragt, 

die Verfahren als gegenstandslos abzuschreiben und die Kosten der Be-

schwerdeführerin aufzuerlegen (act. 17); 

 

- diese Stellungnahme A. zur Kenntnis gebracht wurde (act. 18); 

 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 

 

- die Beschwerdeführerin in ihrer Eingabe vom 11. Januar 2013 ausführt, die 

Beschwerdegegnerin habe ihr aus dem versiegelten Bankschliessfach bei 

der Bank C. in Z. EUR 67'500.-- zur Bestreitung des ehelichen Lebensun-

terhalts freigegeben (siehe act. 15.1), womit der Zweck der eingereichten 

Beschwerde erreicht und diese gegenstandslos geworden sei (act. 15, 

Rz. 4 f.);  

 

- sie hierbei übersieht, dass die im erwähnten Bankschliessfach liegenden 

Vermögenswerte nicht Gegenstand der vorliegenden Beschwerde bildeten; 

 

- die mit vorliegender Beschwerde angefochtene Verfügung nach wie vor in 

Kraft ist, die Beschwerdeführerin sich aber aus wirtschaftlichen Gründen 

nicht mehr an ihrer Beschwerde interessiert zeigt; 

 

- die Eingabe vom 11. Januar 2013 daher als Beschwerderückzug anzuse-

hen ist; 

 

- wer ein Rechtsmittel ergriffen hat, dieses bei schriftlichen Verfahren bis 

zum Abschluss des Schriftenwechsels und allfälliger Beweis- oder Akten-

ergänzungen zurückziehen kann (Art. 386 Abs. 2 lit. b StPO); 

 

- der Rückzug der Beschwerde den Rechtsstreit beendet, weshalb das Be-

schwerdeverfahren als erledigt von der Geschäftskontrolle abgeschrieben 

werden kann (vgl. hierzu sinngemäss ZIEGLER, Basler Kommentar, Ba-

sel 2011, Art. 386 StPO N. 4); 

 

- bei diesem Ausgang des Verfahrens die beiden Nebenverfahren betreffend 

aufschiebende Wirkung und unentgeltliche Rechtspflege antragsgemäss 

zufolge Gegenstandslosigkeit als erledigt von der Geschäftskontrolle abzu-

schreiben sind; 

 

- 4 - 

 

 

 

- bei diesem Ausgang des Verfahrens die Beschwerdeführerin dessen Kos-

ten zu tragen hat (Art. 428 Abs. 1 StPO); 

 

- diese festzusetzen sind auf Fr. 500.-- (Art. 73 StBOG und Art. 5 und 8 

Abs. 1 des Reglements des Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 über 

die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bundesstrafverfahren 

[BStKR, SR 173.713.162]); 

- 5 - 

 

 

 

und erkennt: 

 

1. Das Beschwerdeverfahren wird zufolge Rückzugs der Beschwerde als erle-

digt von der Geschäftskontrolle abgeschrieben. 

 

2. Die Gesuchsverfahren betreffend aufschiebende Wirkung und unentgeltliche 

Rechtspflege werden zufolge Gegenstandslosigkeit als erledigt von der Ge-

schäftskontrolle abgeschrieben. 

 

3. Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.-- wird der Beschwerdeführerin auferlegt. 

 

 

Bellinzona, 12. Februar 2013 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:  

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- Rechtsanwalt Andreas Rainer Riek 

- Bundesanwaltschaft 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide der Beschwerdekammer über Zwangsmassnahmen kann innert 30 Tagen nach 
der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde geführt werden 
(Art. 79 und 100 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005; BGG). 
Das Verfahren richtet sich nach den Artikeln 90 ff. BGG. 

Eine Beschwerde hemmt den Vollzug des angefochtenen Entscheides nur, wenn der 
Instruktionsrichter oder die Instruktionsrichterin es anordnet (Art. 103 BGG).