# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3cabff51-0be7-55f3-9c30-590bb2f199f0
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-09-15
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe 15.09.2021 608 2021 65
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_011_608-2021-65_2021-09-15.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 630, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00
tribunalcantonal@fr.ch
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

608 2021 65

Urteil vom 15. September 2021

II. Sozialversicherungsgerichtshof

Besetzung Präsident: Johannes Frölicher
Richter: Daniela Kiener, Marc Sugnaux
Gerichtsschreiber: Mischa Poffet

Parteien A.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwältin 
Anna Gruber

gegen

INVALIDENVERSICHERUNGSSTELLE DES KANTONS FREIBURG, 
Vorinstanz

Gegenstand Invalidenversicherung (Rentenanspruch)

Beschwerde vom 29. März 2021 gegen die Verfügung vom 11. März 2021

Kantonsgericht KG
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Sachverhalt

A. A.________, geboren im Jahr 1971, verheiratet, Vater von zwei volljährigen Kindern (Jahrgän-
ge 1999 und 2003) ist im Februar 1997 vom Kosovo in die Schweiz gezogen und lebt seither im 
Kanton Freiburg (B.________). Seit Juli 1998 war er zu einem Pensum von 100 Prozent als Produkti-
onsmitarbeiter (Maschinenführer) bei der C.________ AG in D.________ tätig. Dieses Arbeitsver-
hältnis wurde seitens der Arbeitgeberin per 30. September 2019 aufgelöst.

Am 21. August 2017 erlitt A.________ einen kryptogenen zerebrovaskulären Insult (Hirnschlag, 
Schlaganfall). Anlässlich der medizinischen Untersuchungen wurde ein älterer, wahrscheinlich 
asymptomatischer Infarkt im Mediastromgebiet links sowie eine beginnende hypertensive Kardiopa-
thie festgestellt. Letztere wurde im Oktober 2017 operiert.

Der Krankentaggeldversicherer (E.________ AG) erbrachte vom 21. August 2017 bis 20. August 
2019 die gesetzlichen Leistungen.

B. Am 26. Januar 2018 meldete sich der Versicherte bei der Invalidenversicherungsstelle des 
Kantons Freiburg (nachfolgend: IV-Stelle) zum Leistungsbezug an. Diese übernahm die Kosten für 
ein Coaching zur Abklärung des Eingliederungspotenzials (1. Oktober 2018 bis 31. März 2019) 
sowie die Kosten für einen Arbeitsversuch bei F.________ (28. Januar 2019 bis 31. März 2019) und 
ein Belastbarkeitstraining bei G.________ (13. Mai 2019 bis 11. August 2019). Auch gab sie, auf 
Empfehlung des Regionalen Ärztlichen Dienstes Bern/Freiburg/Solothurn (nachfolgend: RAD), beim 
H.________ eine neurologisch-psychiatrische Begutachtung in Auftrag.

Gestützt auf das Gutachten, das am 22. September 2020 von den Dres. med. I.________, Facharzt 
für Neurologie, und J.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, erstattet worden war 
und in dem die Gutachter zum Schluss kamen, dass der Versicherte in einer körperlich leichten, 
punktuell mittelschweren Tätigkeit ohne Nachtschichten und ohne besondere Anforderungen an das 
Gleichgewichtsvermögen seit dem Zeitpunkt der IV-Anmeldung zu 90 Prozent arbeits- und 
leistungsfähig sei, teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit Vorentscheid vom 12. November 2020 
mit, dass sie beabsichtige, sein Leistungsbegehren abzuweisen (IV-Grad: 22.04 Prozent).

Gegen diesen Vorentscheid erhob der Versicherte am 25. November 2020 schriftliche Einwände, zu 
welchem das H.________ am 2. März 2021 Stellung bezog. Mit Verfügung vom 11. März 2021 
bestätige die IV-Stelle ihren Vorentscheid, wonach kein Anspruch auf eine Invalidenrente bestehe 
(IV-Grad: 22.04 Prozent). Gleichentags sprach sie dem Versicherten Hilfe bei der Arbeitsvermittlung 
zu. 

C. Gegen die Verfügung betreffend Rentenanspruch erhob der Versicherte, vertreten durch 
Rechtsanwältin Anna Gruber, mit Eingabe vom 29. März 2021 Beschwerde an das Kantonsgericht 
Freiburg. Er stellt den Antrag, es seien die Beschwerde gutzuheissen, die angefochtene Verfügung 
aufzuheben und ihm die gesetzlichen Leistungen, namentlich eine Invalidenrente, zuzusprechen. 
Subsidiär sei eine berufliche Abklärung durchzuführen. Er macht eine Verletzung des rechtlichen 
Gehörs und eine Verletzung der Abklärungspflicht geltend und bringt vor, die Begutachtungssituati-
on sei falsch dargestellt und die Einschätzungen der behandelnden Ärzte und die gescheiterten 
Arbeitsversuche nicht berücksichtigt worden. Ausserdem könnten die Gutachter höchstens den 
Zustand zum Zeitpunkt der Begutachtung darlegen; retrospektiv sei vollumfänglich auf die echtzeit-
lichen medizinischen Einschätzungen der behandelnden Ärzte abzustellen.

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Der mit Verfügung vom 31. März 2021 auf CHF 800.- angesetzte Kostenvorschuss wurde am 8. April 
2021 geleistet.

In ihren Bemerkungen vom 9. Juni 2021 schliesst die Vorinstanz auf eine Abweisung der Beschwer-
de.

Die zum Verfahren beigeladene BVG-Sammelstiftung K.________ verzichtete am 19. August 2021 
auf eine Stellungnahme.

Ein weiterer Schriftenwechsel wurde nicht durchgeführt.

Erwägungen

1.

Die Beschwerde vom 29. März 2021 gegen die Verfügung vom 11. März 2021 wurde durch die 
ordentlich bevollmächtigte Rechtsvertreterin frist- und formgerecht bei der sachlich und örtlich 
zuständigen Beschwerdeinstanz eingereicht. Der Beschwerdeführer hat ein schutzwürdiges Interes-
se daran, dass das Kantonsgericht, II. Sozialversicherungsgerichtshof, prüft, ob die Vorinstanz 
seinen Leistungsanspruch zu Recht abgelehnt hat.

Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2.

In formeller Hinsicht rügt der Beschwerdeführer eine Verletzung des rechtlichen Gehörs, weil ihm 
die Eingabe des H.________ vom 2. März 2021, mit welcher dieses zu den von ihm erhobenen 
Einwänden Stellung bezogen habe, erst mit der angefochtenen Verfügung vom 11. März 2021 zuge-
stellt worden sei.

2.1. Das rechtliche Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 BV dient einerseits der Sachaufklärung, anderer-
seits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Entscheides dar, 
welcher in die Rechtsstellung des Einzelnen eingreift. Dazu gehört insbesondere das Recht des 
Betroffenen, sich vor Erlass eines solchen Entscheides zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise 
beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden 
und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweis-
ergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen. Der Anspruch auf 
rechtliches Gehör umfasst als Mitwirkungsrecht somit alle Befugnisse, die einer Partei einzuräumen 
sind, damit sie in einem Verfahren ihren Standpunkt wirksam zur Geltung bringen kann (BGE 143 V 
71 E. 4.1 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 141 V 557 E. 3.1).

Das Recht, angehört zu werden, ist formeller Natur. Die Verletzung des rechtlichen Gehörs führt –
 ungeachtet der Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sache selbst – zur Aufhebung der ange-
fochtenen Verfügung. Es kommt mit anderen Worten nicht darauf an, ob die Anhörung im konkreten 
Fall für den Ausgang der materiellen Streitentscheidung von Bedeutung ist, d.h. die Behörde zu 
einer Änderung ihres Entscheides veranlasst wird oder nicht. Nach der Rechtsprechung kann eine 
– nicht besonders schwerwiegende – Verletzung des rechtlichen Gehörs als geheilt gelten, wenn 
die betroffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu äussern, die 

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sowohl den Sachverhalt wie die Rechtslage frei überprüfen kann. Die Heilung eines – allfälligen – 
Mangels soll aber die Ausnahme bleiben (BGE 127 V 431 E. 3d/aa; 126 V 130 E. 2b mit Hinweisen). 
Von einer Rückweisung der Sache zur Gewährung des rechtlichen Gehörs an die Verwaltung ist im 
Sinne einer Heilung des Mangels – selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des rechtlichen 
Gehörs – aber dann abzusehen, wenn und soweit die Rückweisung zu einem formalistischen Leer-
lauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem (der Anhörung gleichgestell-
ten) Interesse der betroffenen Person an einer möglichst beförderlichen Beurteilung ihres Begehrens 
nicht zu vereinbaren wären (BGE 132 V 387 E. 5.1).

2.2. Vorliegend erweist sich der Einwand des Beschwerdeführers, die Begründungspflicht sei 
verletzt worden, weil ihm die Stellungnahme des H.________ vom 2. März 2021 erst mit der ange-
fochtenen Verfügung zugestellt worden sei, als nicht stichhaltig. Dies bereits deshalb, weil den 
Gutachtern keine Erläuterungs- und Ergänzungsfragen unterbreitet worden waren, sondern diese 
gebeten wurden, zu den Einwänden des Beschwerdeführers Stellung zu beziehen. Auch enthält die 
(äusserst knapp formulierte) Stellungnahme des H.________ keine neuen medizinischen Aussagen, 
die nicht bereits Eingang in das Gutachten gefunden hätten. Vielmehr beschränken sich die Gutach-
ter darauf, auf das Gutachten zu verweisen und an ihrer Beurteilung festzuhalten. Das Gutachten 
wiederum wurde dem Beschwerdeführer bereits vor Erlass der angefochtenen Verfügung zugestellt, 
weshalb er durchaus in der Lage war, Stellung dazu zu nehmen und aufzuzeigen, mit welchen Punk-
ten des Gutachtens er nicht einverstanden ist.

3.

In materieller Hinsicht ist streitig, ob die Vorinstanz zu Recht auf das von ihr eingeholte bisdiszipli-
näre Gutachten der Dres. med. I.________ und J.________ abgestellt und gestützt darauf den 
Rentenanspruch des Beschwerdeführers abgewiesen hat.

3.1. Im Sinne von Art. 8 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil 
des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1), welches hier aufgrund von Art. 1 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) zur Anwen-
dung kommt, ist Invalidität die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder 
teilweise Erwerbsunfähigkeit. Gemäss Art. 4 Abs. 1 IVG kann Invalidität die Folge von Geburtsge-
brechen, Krankheit oder Unfall sein.

Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 
Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze 
oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind 
ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs-
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 
ATSG).

Versicherte haben gemäss Art. 28 IVG Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 
70 Prozent, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 Prozent, auf eine halbe Rente, 
wenn sie mindestens zu 50 Prozent, oder auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40 Prozent 
invalid sind.

3.2. Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche 
Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 8 ATSG bewirken. 
Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrecht-

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lich nicht als relevant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person 
bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden 
könnte; das Mass des Förderbaren wird dabei weitgehend objektiv bestimmt (Art. 7 Abs. 2 zweiter 
Satz ATSG; BGE 141 V 281 E. 3.7.1 mit Hinweisen). Gemäss bisheriger Rechtsprechung begrün-
deten eine diagnostizierte anhaltende somatoforme Schmerzstörung und vergleichbare psychoso-
matische Leiden als solche noch keine Invalidität. Es bestand die Vermutung, die Störung oder ihre 
Folgen seien mit einer zumutbaren Willensanstrengung überwindbar. Dennoch wurde bei solchen 
Leiden ausnahmsweise eine Invalidität angenommen, was anhand der sog. Förster-Kriterien geprüft 
wurde. Im Vordergrund stand die Feststellung einer psychischen Komorbidität von erheblicher 
Schwere, Ausprägung und Dauer (BGE 130 V 352).

In BGE 141 V 281 wurde diese Rechtsprechung teilweise geändert und dabei namentlich die Über-
windbarkeitsvermutung aufgehoben. Anstelle des bisherigen Regel/Ausnahme-Modells trat ein 
strukturiertes, normatives Prüfraster. In dessen Rahmen wird im Regelfall anhand von auf den funk-
tionellen Schweregrad bezogenen Standardindikatoren das tatsächlich erreichbare Leistungsvermö-
gen ergebnisoffen und symmetrisch beurteilt, indem gleichermassen den äusseren Belastungsfak-
toren wie den vorhandenen Ressourcen Rechnung getragen wird. Die auf Begrifflichkeiten des medi-
zinischen Klassifikationssystems abstellende Diagnose einer anhaltenden somatoformen Schmerz-
störung oder eines vergleichbaren psychosomatischen Leidens kann indes nur zu einer invaliden-
versicherungsrechtlich erheblichen Gesundheitsbeeinträchtigung führen, wenn sie unter dem 
Gesichtspunkt der – bis anhin in der Praxis zu wenig beachteten – Ausschlussgründe nach BGE 
131 V 49 standhält. Beruht die Leistungseinschränkung auf Aggravation oder einer ähnlichen 
Konstellation, liegt regelmässig keine versicherte Gesundheitsschädigung vor (Urteil BGer 
9C_899/2014 vom 29. Juni 2015 E. 2.2, 3 und 4.1 mit zahlreichen Hinweisen). Gemäss BGE 143 V 
418 sind sämtliche psychischen Leiden einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 
zu unterziehen.

Das Invalidenversicherungsrecht klammert soziale Faktoren so weit aus, als es darum geht, die für 
die Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit kausalen versicherten Faktoren zu umschreiben. Die funk-
tionellen Folgen von Gesundheitsschädigungen werden hingegen auch mit Blick auf psychosoziale 
und soziokulturelle Belastungsfaktoren abgeschätzt, welche den Wirkungsgrad der Folgen einer 
Gesundheitsschädigung beeinflussen. Soweit soziale Belastungen direkt negative funktionelle 
Folgen zeitigen, bleiben sie mithin ausser Acht. Andererseits können psychosoziale Belastungsfak-
toren mittelbar zur Invalidität beitragen, wenn und soweit sie zu einer eigentlichen Beeinträchtigung 
der psychischen Integrität führen, welche ihrerseits eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bewirkt, 
wenn sie einen verselbständigten Gesundheitsschaden aufrechterhalten oder den Wirkungsgrad 
seiner – unabhängig von den invaliditätsfremden Elementen bestehenden – Folgen verschlimmern 
(Urteil BGer 9C_680/2017 vom 22. Juni 2018 E. 5.2 mit Hinweisen).

3.3. Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall der 
Richter auf Unterlagen angewiesen, die der Arzt und gegebenenfalls andere Fachleute zur Verfü-
gung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen (Befunder-
hebung, Diagnosestellung) und Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher 
Tätigkeiten die versicherte Person in ihren körperlichen bzw. geistigen Funktionen durch das Leiden 
eingeschränkt, d.h. arbeitsunfähig ist (BGE 132 V 93 E. 4; 130 V 97 E. 3.3.2). Der Grad der Arbeits-
fähigkeit wird nach dem Mass bestimmt, in welchem die versicherte Person aus gesundheitlichen 
Gründen an ihrem angestammten Arbeitsplatz zumutbarerweise nicht mehr nutzbringend tätig sein 
kann. Nicht massgebend ist hingegen die bloss medizinisch-theoretische Schätzung der Arbeitsun-
fähigkeit (Urteil BGer 9C_48/2015 vom 1. Juli 2015 E. 3.3.3). Bei langdauernder Arbeitsunfähigkeit 

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im angestammten Beruf hat die versicherte Person andere ihr offenstehende Erwerbsmöglichkeiten 
auszuschöpfen (BGE 115 V 404 E. 2; 114 V 281 E. 1d). Auch die Zumutbarkeit einer Invalidentätig-
keit ist vor allem aus medizinischer Sicht zu beurteilen, wobei dieser Sachverhalt aufgrund des 
objektiven Befundes durch die Ärzte bestimmt wird (BGE 107 V 20 E. 2b; OMLIN, Die Invalidität in 
der obligatorischen Unfallversicherung, 1995, S. 201). Insbesondere ist dabei nicht auf das subjek-
tive Empfinden der versicherten Person abzustellen, hätte es doch diese ansonsten in der Hand, 
ihren Invaliditätsgrad selbst zu bestimmen.

3.4. Der Sozialversicherungsrichter prüft objektiv alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem 
sie stammen, und entscheidet danach, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung 
des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf er bei einander widersprechenden 
medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdi-
gen und die Gründe anzugeben, warum er auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob der Bericht für 
die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der 
Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtend ist und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für 
den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeich-
nung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten 
(BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 

In Bezug auf Berichte von Hausärzten darf und soll das Gericht der Erfahrungstatsache Rechnung 
tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zwei-
felsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc mit Hinweisen). Dies 
gilt für den allgemein praktizierenden Hausarzt wie auch für den behandelnden Spezialarzt (Urteil 
BGer 8C_913/2013 vom 11. April 2014 E. 4.4.3 mit Hinweisen).

4.

4.1. Die Vorinstanz hat eine neurologisch-psychiatrische Begutachtung des Beschwerdeführers 
in Auftrag gegeben. Das Gutachten wurde am 22. September 2020 durch das H.________ erstattet 
(IV-Akten S. 383-416). Es wurden die folgenden Diagnosen gestellt (IV-Akten S. 389):

a) Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit:

- Zustand nach kleinen zerebralen Ischämien 2017 (zerebellär rechts und asymptomatisch hochparietal links) 
(ICD-10: I63)

b) Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit:

- Ängstlich-depressive Störung (ICD-10: F41.2)

- Psychologische Faktoren bei St.n. Kleinhirninfarkt (ICD-10: F54)

- Multifaktorielles Erschöpfungssyndrom (ICD-10: R53)

In der interdisziplinären Beurteilung kamen die Experten zum Schluss, dass aus neurologischer 
Sicht der Zustand nach kleinen zerebralen Ischämien 2017 die Arbeitsfähigkeit des Exploranden 
beeinflusse. In geeigneten Erwerbstätigkeiten bestehe aus neurologischer Sicht eine um 10 Prozent 
verminderte Leistungsfähigkeit, dies aufgrund eines vermehrten Pausenbedarfs. Aus rein psychiatri-
scher Sicht bestehe indessen eine uneingeschränkte Arbeits- und Leistungsfähigkeit. Die ängstlich-
depressive Störung und die psychologischen Faktoren bei Status nach Kleinhirninfarkt würden die 

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Arbeitsfähigkeit aus gutachterlicher Sicht nicht relevant einschränken. Insgesamt könne somit aus 
bidisziplinärer (neurologisch-psychiatrischer) Sicht eine Arbeits- resp. Leistungsfähigkeit von 
90 Prozent in körperlich leichten bis intermittierend mitteIschweren, adaptierten Tätigkeiten festge-
stellt werden, vollschichtig umsetzbar bei vermehrtem Pausenbedarf. Nicht geeignet seien Nacht-
schichten oder Tätigkeiten mit besonderen Anforderungen an das Gleichgewichtsvermögen (IV-
Akten S. 389, 390). Diese Arbeitsfähigkeiten könnten seit dem Zeitpunkt der IV-Anmeldung im Janu-
ar 2018 angenommen werden. Eine Iängerdauernde, relevante Arbeitsunfähigkeit habe in der 
Vergangenheit nie vorgelegen. Medizinische Massnahmen zur Verbesserung der Arbeitsfähigkeit 
könnten keine vorgeschlagen werden. Berufliche Massnahmen seien aufgrund der ausgeprägten 
subjektiven Krankheits- und Behinderungsüberzeugung kaum erfolgreich durchführbar und könnten 
deshalb nicht empfohlen werden (IV-Akten S. 390, 391).

4.2. Diese Beurteilung steht in diametralem Widerspruch zu den Beurteilungen der übrigen invol-
vierten Ärzte: 

4.2.1. So führt die behandelnde L.________, Praktische Ärztin FMH im Bereich Psychiatrie, 
Psychotherapie und Psychosomatik, in ihrem Bericht vom 8. April 2020 als Diagnosen mit Auswir-
kung auf die Arbeitsfähigkeit eine organische kognitive Störung (ICD-10: F06.7) und eine Persönlich-
keits- und Verhaltensstörung aufgrund einer Krankheit, Schädigung oder Funktionsstörung des 
Gehirns (ICD-10: F07) bei St.n. zwei Hirninfarkten an und attestiert dem Beschwerdeführer seit Mai 
2019 (Beginn der Behandlung) eine 100-prozentige Arbeitsunfähigkeit in sämtlichen Tätigkeiten in 
der freien Wirtschaft. Sie beschreibt, dass der Beschwerdeführer kognitive Auffälligkeiten mit deutli-
chen Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen, einer deutlich reduzierten Merkfähigkeit, 
Wortfindungsstörungen und Wahrnehmungsstörungen präsentiere. Auch sein Erinnerungsvermö-
gen sei reduziert. Er könne Eindrücke nicht richtig deuten und einordnen. Er wirke logorrhoisch, rede 
ohne Unterbrechung, wiederhole Wörter und bringe das Thema nicht zu Ende. Er wirke massiv 
überfordert und könne auch einfachere Sachen nicht erledigen. Zudem leide er unter Gleichge-
wichtsstörungen, sei antriebslos, kraftlos, energielos, wirke gereizt, angespannt, schnell beleidigt, 
ungeduldig und hilflos. Er habe sich sozial zurückgezogen (IV-Akten S. 270-274).

Auch in ihrem Bericht vom 17. Januar 2021 verweist die Ärztin auf die sehr auffälligen kognitiven 
Veränderungen mit Defiziten beim Auffassungsvermögen und der Aufmerksamkeit sowie die 
Minderleistungen in der sprachlichen Ideenproduktion. Der Beschwerdeführer leide unter schwerer 
körperlicher Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Lärmempfindlichkeit und verminderter Belast-
barkeit. Ebenfalls auffällig seien seine sozialen Kompetenzen und zwischenmenschlichen Beziehun-
gen. Auch emotional sei der Beschwerdeführer deutlich eingeschränkt, er sei bedrückt, nachdenk-
lich, traurig, ängstlich, hilflos und rasch überfordert (Beschwerdebeilage 4).

4.2.2. Der Bericht vom 8. April 2020 war den Gutachtern bekannt. Er wird im Gutachten denn auch 
aktenanamnestisch erwähnt (IV-Akten S. 394, 395). Nichts desto trotz lässt namentlich der psychia-
trische Gutachter, Dr. med. J.________, eine eingehende Diskussion mit der abweichenden 
Meinung der behandelnden Psychiaterin vermissen. So wird nicht begründet, weshalb sich die von 
der behandelnden Psychiaterin gestellten Diagnosen nicht bestätigen liessen. Vielmehr wird im 
psychiatrischen Teilgutachten lapidar festgehalten, dass sich im Rahmen der psychiatrischen Unter-
suchung keine Hinweise auf kognitive Defizite gefunden hätten, namentlich auch keine Zeichen von 
Konzentrationsschwäche (IV-Akten S. 401, 402, 403, 404). Eine Aussage, die im Hinblick auf die bei 
den Akten liegenden Arztberichte nicht ohne weiteres nachvollziehbar ist. So berichtet nicht nur med. 
pract. L.________ über kognitive Auffälligkeiten, sondern auch das Neurozentrum des M.________ 
(Bericht vom 6. Juli 2018, IV-Akten S. 107-110: Allgemeine kognitive Verlangsamung mit formalen 

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Minderleistungen in der sprachlichen Ideenproduktion sowie der Aufmerksamkeit bei ansonsten 
unauffälligen kognitiven Leistungen; grenzwertige Leistungen beim Symptomvalidierungstest; die 
subjektiv beklagte Konzentrationsschwäche und rasche Ermüdbarkeit sowie die kognitiven Minder-
leistungen würden DD im Rahmen der Fatigue-Symptomatik als funktionell oder in einem psychiatri-
schen Kontext gewertet; Bericht vom 23. Juli 2018, IV-Akten S. 106: Schwere Fatigue; Bericht vom 
21. Februar 2020, IV-Akten S. 277-279: Schwere Fatigue; tendenzielle Verschlechterung in allen 
kognitiven Domänen; auffällige Leistungen beim Symptomvalidierungstest; die Defizite könnten 
nicht in einen plausiblen Zusammenhang mit den Folgen der beschriebenen Läsionen gebracht 
werden, sondern seien wahrscheinlich zusätzlich assoziiert mit der angegebenen schweren 
Fatigue), die Universitären Psychiatrischen Dienste N.________ (Bericht vom 18. Dezember 2018, 
IV-Akten S. 168-171: Chronisches Erschöpfungssyndrom sowie allgemeine kognitive Verlangsa-
mung mit formalen Minderleistungen in der sprachlichen Ideenproduktion sowie der Aufmerksam-
keit, ausgeprägte Fatigue und Erschöpfungssymptomatik) und die Neuropsychologin des 
O.________ (Bericht vom 15. März 2019, IV-Akten S. 173-175: Schwere Aufmerksamkeitsdefizite 
und allgemeine Verlangsamung bei ansonsten unauffälligen kognitiven Leistungen; Hinweise auf 
eine schwere kognitive und motorische Fatigue sowie auf eine minimal ausgeprägte, klinisch rele-
vante depressive Symptomatik; grenzwertige Leistungen beim Symptomvalidierungstest; es sei mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit von einer funktionellen Ursache der kognitiven Minderleistungen 
ausgehen). Auch in den Berichten von Dr. med. P.________, Fachärztin für Allgemeinmedizin, 
finden sich Hinweise auf kognitive Defizite (Bericht vom 26. Januar 2018, IV-Akten S. 48-49: Konzen-
trationsschwierigkeiten, Erschöpfbarkeit, Stress- und Lärmintoleranz; Bericht vom 6. Mai 2018, IV-
Akten S. 360: Konzentrationsschwierigkeiten, fehlende Belastbarkeit, Erschöpfbarkeit, Überforde-
rung, sehr ausgeprägte Lärmintoleranz; Bericht vom 15. Juni 2018, IV-Akten S. 73-74: Persistieren-
de Müdigkeit, Verlangsamung, rasche Überforderung, fehlende Belastbarkeit, depressive Verstim-
mung, Lärmempfindlichkeit; Bericht vom 18. September 2018, IV-Akten S. 94-97: Stagnation des 
Verlaufs, Konzentrationsschwierigkeiten, Lärmempfindlichkeit, fehlende Belastbarkeit, rasche Über-
forderung, Erschöpfung, fehlende Ausdauer, Stimmungsschwankungen, vermehrte Reizbarkeit; 
Prognose zur Eingliederung von kognitiver Seite her nicht beurteilbar bei guter Motivation des 
Patienten; Bericht vom 19. September 2018, IV-Akten S. 358-359: stagnierender Verlauf, keine 
Belastungssteigerung möglich, absolute Lärmintoleranz, fehlende Belastbarkeit und Konzentrations-
fähigkeit).

Damit ist nicht etwa gesagt, dass der Beschwerdeführer unter kognitiven Defiziten leidet, die ihn 
auch in seiner Arbeits- und Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. Nichts desto trotz erstaunt es, dass 
der psychiatrische Gutachter keine kognitiven Auffälligkeiten feststellen konnte, obschon alle ande-
ren Ärzte solche beschreiben. Dies umso mehr, als namentlich die beschriebenen Defizite in den 
Bereichen Aufmerksamkeit/Verarbeitungsgeschwindigkeit/Ermüdung und Lernen/Gedächtnis nicht 
als marginal oder leicht bezeichnet werden, sondern als mittelschwer bis schwer respektive deutlich 
oder stark ausgeprägt.

4.2.3. Kommt hinzu, dass die Gutachter dem Beschwerdeführer bescheinigen, er sei seit dem Zeit-
punkt der IV-Anmeldung (Januar 2018) durchgehend zu 90 Prozent arbeits- und leistungsfähig 
gewesen. Auch diese Aussage steht in diametralem Widerspruch zu den bei den Akten liegenden 
Berichten. So ist aktenkundig, dass der erste Arbeitsversuch im Januar 2018 nach nur drei Tagen 
abgebrochen werden musste (IV-Akten S. 49, 78, 95). Der geplante zweite Arbeitsversuch im 
September 2018 wurde als nicht realisierbar erachtet und deshalb gar nicht erst gestartet (IV-Akten 
S. 88). Stattdessen besuchte der Beschwerdeführer an zwei Tagen pro Woche die Institution 
F.________ (Januar bis März 2019), wo er aber nur kleine Schritte erzielen konnte (IV-Akten S. 183-

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188), bevor er an einem Belastbarkeitstraining bei G.________ teilnahm (Mai bis August 2019). Das 
definierte Ziel (4x2 Stunden pro Woche Präsenz mit Steigerung auf 50 Prozent) konnte er aber bei 
Weitem nicht erreichen. Wegen der ausgeprägten Fatigue-Symptomatik mit anhaltender Müdigkeit, 
Erschöpfung und Antriebslosigkeit lag das Arbeitspensum des Beschwerdeführers – zum Zeitpunkt 
des Abschlusses des Belastbarkeitstrainings – gerade mal bei weniger als 20 Prozent bei ungenü-
gender Arbeitsleistung (IV-Akten S. 254-256). Entsprechend schloss die mandatierte Berufsberate-
rin der IV ihr Mandat im Dezember 2019 mit der Bemerkung ab, dass zurzeit kein Eingliederungs-
potenzial bestehe (IV-Akten S. 482-484). 

Bleibt zu erwähnen, dass der Beschwerdeführer, der zwar in den durchgeführten Symptomvalidie-
rungstests grenzwertige – einmal gar auffällige – Leistungen zeigte, stets motiviert war, an den 
beruflichen Massnahmen mitzuwirken und seine Leistungsfähigkeit zu steigern. Hinweise darauf, 
dass er bei den Eingliederungsmassnahmen nicht alles daran setzte, seine besten Leistungen abzu-
rufen, finden sich in den bei den Akten liegen Berichten keine.

Bezeichnenderweise gehen die Gutachter auf die Abschlussberichte betreffend die Wiedereinglie-
derungsmassnahmen mit keinem Wort ein und begründen nicht einmal ansatzweise, weshalb die 
Evaluationen der Institutionen F.________ und G.________ nicht zu überzeugen vermögen.

4.3. Bleibt zu erwähnen, dass sich das psychiatrische Teilgutachten nicht an den massgeblichen 
Indikatoren orientiert (vgl. hierzu vorstehende E. 3.2). Diese prüfte auch die Vorinstanz nicht, bevor 
sie am 11. März 2021 verfügte. Da namentlich das psychiatrische Teilgutachten weder hinreichende 
Angaben zu den rechtsprechungsgemäss massgeblichen Indikatoren enthält, noch daraus mit über-
wiegender Wahrscheinlichkeit erhellt, dass deren Fehlen auf mangelnde Kooperationsbereitschaft 
des Beschwerdeführers in der Begutachtung zurückzuführen gewesen wäre, erlaubt es keine 
schlüssige Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auf objektivierter Grundlage (im 
Lichte der im Entscheidzeitpunkt massgeblichen Indikatoren; vgl. Urteil BGer 9C_455/2020 vom 
15. Oktober 2020 E. 3.2.2 und 3.2.3).

4.4. Aus den genannten Gründen erscheint das von der Vorinstanz eingeholte Gutachten des 
H.________ insgesamt als nicht überzeugend, weshalb nicht darauf abgestellt werden kann.

Die Beschwerde ist folglich gutzuheissen, die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Angele-
genheit an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit sie eine erneute bidisziplinäre Begutachtung des 
Beschwerdeführers veranlasst. 

5.

5.1. Die Kosten des vorliegenden Verfahrens in der Höhe von CHF 800.- werden der unterliegen-
den Vorinstanz auferlegt. Der vom Beschwerdeführer geleistete Kostenvorschuss von CHF 800.- 
wird diesem zurückerstattet.

5.2. Der obsiegende Beschwerdeführer hat Anspruch auf eine Parteientschädigung. Diese ist 
angesichts des getätigten Aufwandes (einfacher Schriftenwechsel) sowie der Komplexität der Ange-
legenheit gestützt auf die Honorarnote von Rechtsanwältin Anna Gruber vom 2. September 2021 
auf CHF 4'722.60 festzusetzen wobei dieser Betrag Honorar (18 Stunden 45 Minuten à CHF 250.-, 
ausmachend CHF 4'675.80) und Auslagen (CHF 21.60 plus 63 Kopien à 40 Rappen, ausmachend 
CHF 46.80) der Rechtsvertreterin umfasst, zuzüglich der Mehrwertsteuer von CHF 363.65 
(7,7 Prozent von CHF 4'722.60). Der Totalbetrag von CHF 5'086.25 geht zu Lasten der Vorinstanz.

Kantonsgericht KG
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Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde wird gutgeheissen und die Verfügung der Invalidenversicherungsstelle des 
Kantons Freiburg vom 11. März 2021 aufgehoben.

Die Angelegenheit wird zwecks Einholung eines bidisziplinären Gutachtens und neuer Verfü-
gung an die Invalidenversicherungsstelle des Kantons Freiburg zurückgewiesen.

II. Es werden Verfahrenskosten von CHF 800.- erhoben. Diese werden der Invalidenversiche-
rungsstelle des Kantons Freiburg zur Bezahlung auferlegt.

III. A.________ wird der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von CHF 800.- zurückerstattet.

IV. A.________ wird zu Lasten der Invalidenversicherungsstelle des Kantons Freiburg eine Partei-
entschädigung für Honorar und Auslagen der Rechtsvertreterin von CHF 4'722.60, zuzüglich 
der Mehrwertsteuer von CHF 363.65 (7,7 Prozent von CHF 4'722.60), ausmachend insgesamt 
CHF 5'086.25, zugesprochen.

V. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innerhalb einer Frist von 30 Tagen ab Erhalt beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten einge-
reicht werden. Diese Frist kann weder verlängert noch unterbrochen werden. Die Beschwerdeschrift 
muss in drei Exemplaren abgefasst und unterschrieben werden. Dabei müssen die Gründe angege-
ben werden, weshalb die Änderung dieses Urteils verlangt wird. Damit das Bundesgericht die 
Beschwerde behandeln kann, sind die verfügbaren Beweismittel und der angefochtene Entscheid 
mit dem dazugehörigen Briefumschlag beizulegen. Das Verfahren vor dem Bundesgericht ist grund-
sätzlich kostenpflichtig.

Freiburg, 15. September 2021/dki

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: