# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f125e356-5811-5a4e-94d5-b0ebf5114531
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-09-07
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 07.09.2015 200 2015 330
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2015-330_2015-09-07.pdf

## Full Text

200 15 330 ALV
SCI/PES/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 7. September 2015

Verwaltungsrichter Schwegler, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Grütter
Gerichtsschreiber Peter

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

beco Berner Wirtschaft 
Arbeitsvermittlung, Rechtsdienst, Lagerhausweg 10, 3018 Bern
Beschwerdegegner

betreffend Einspracheentscheid vom 8. April 2015 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Sept. 2015, ALV/15/330, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1987 geborene A.________ (nachfolgend Versicherte bzw. Beschwer-
deführerin) meldete sich am 22. Januar 2015 beim RAV Lyss zur Arbeits-
vermittlung an. Sie suche eine Teilzeitstelle im Umfang von 90% als ... in 
Nachtarbeit (Dossier RAV-Region Seeland und Berner Jura [act. IIA] 10 – 
11). Gegenüber ihrer Personalberaterin beim RAV gab sie am 3. Februar 
2015 an, da sie keine externe Betreuung für ihre 5-jährige Tochter mehr 
habe, suche sie ausschliesslich Abend- oder Nachtarbeit. Tagsüber be-
treue sie ihre Tochter, nachts erfolge die Betreuung durch ihren Ehemann 
(act. IIA 25, 67). 

Aufgrund dieser Angaben überwies das RAV die Akten dem beco, Berner 
Wirtschaft (nachfolgend beco bzw. Beschwerdegegner) zum Entscheid 
über die Vermittlungsfähigkeit der Versicherten. Das beco forderte die Ver-
sicherte in der Folge auf, zu ihrer Vermittlungsfähigkeit Stellung zu nehmen 
sowie einen entsprechenden Obhutsnachweis bezüglich ihrer Tochter ein-
zureichen (act. IIA 37 – 39). Nach Eingang der einverlangten Angaben und 
Unterlagen (vgl. act. IIA 40 – 44) anerkannte das beco mit Verfügung vom 
26. Februar 2015 (act. IIA 45 – 49) die Vermittlungsfähigkeit der Versicher-
ten und hielt fest, sie sei grundsätzlich im Umfang von 45% anspruchsbe-
rechtigt (act. IIA 45 – 49).

B.

Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte am 10. März 2015 (Datum 
der Postaufgabe) Einsprache (Dossier Rechtsdienst [act. IIB] 1 – 2). Mit 
Entscheid vom 8. April 2015 wies das beco diese ab (act. IIB 5 – 7).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Sept. 2015, ALV/15/330, Seite 3

C.

Gegen diesen Einspracheentscheid erhob die Versicherte am 10. April 
2015 (Datum der Postaufgabe) Beschwerde. Sie habe für ihre Tochter 
schon eine Tagesmutter organisiert und auch das Formular „Bescheinigung 
Kinderbetreuung (Obhutsnachweis)“ ausgefüllt. Sie habe immer klar ange-
geben, dass sie wieder eine 90%-Stelle suche. Ihre Anspruchsberechti-
gung sei entsprechend in diesem Umfang anzuerkennen.

Mit Beschwerdeantwort vom 1. Juni 2015 beantragt das beco die Abwei-
sung der Beschwerde. Gleichzeitig wies es darauf hin, dass es aufgrund 
des während des Beschwerdeverfahrens eingereichten neuen Obhuts-
nachweises, gemäss welchem die Tochter der Beschwerdeführerin täglich 
von 06.00 bis 16.00 Uhr durch B.________ betreut werde, die Vermitt-
lungsfähigkeit bzw. den anrechenbaren Arbeitsausfall und damit die An-
spruchsberechtigung der Beschwerdeführerin ab dem Zeitpunkt der Be-
schwerdeerhebung erneut überprüfen werde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 

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gegeben (Art. 100 Abs. 3 des Bundesgesetzes über die obligatorische Ar-
beitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung vom 25. Juni 1982 
[AVIG; SR 837.0] i.V.m. Art. 128 Abs. 2 der Verordnung über die obligatori-
sche Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung vom 
31. August 1983 [AVIV; SR 837.02]). Da auch die Bestimmungen über Frist 
(Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 
des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 
1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzu-
treten. 

1.2 Angefochten ist der Einspracheentscheid des beco vom 8. April 
2015 (act. IIB 5 – 7). Streitig und zu prüfen ist der Umfang des anrechenba-
ren Arbeitsausfalls und damit der Anspruchsberechtigung ab dem 1. Feb-
ruar 2015.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). Sie beurteilen 
offensichtlich begründete oder offensichtlich unbegründete Fälle in Zweier-
besetzung (Art. 56 Abs. 3 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Eine der gesetzlichen Voraussetzungen für den Anspruch auf Ar-
beitslosenentschädigung ist die Vermittlungsfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 lit. f 
AVIG). Gemäss Art. 15 Abs. 1 AVIG ist eine arbeitslose Person vermitt-
lungsfähig, wenn sie bereit, berechtigt und in der Lage ist, eine zumutbare 
Arbeit anzunehmen und an Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen. Zur 
Vermittlungsfähigkeit gehört demnach nicht nur die Arbeitsfähigkeit im ob-
jektiven Sinn, sondern subjektiv auch die Bereitschaft, die Arbeitskraft ent-
sprechend den persönlichen Verhältnissen während der üblichen Arbeits-
zeit einzusetzen. Als Anspruchsvoraussetzung schliesst der Begriff der 
Vermittlungs(un)fähigkeit graduelle Abstufungen aus. Entweder ist die ver-

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sicherte Person vermittlungsfähig, insbesondere bereit, eine zumutbare 
Arbeit (im Umfang von mindestens 20 % eines Normalarbeitspensums; vgl. 
Art. 5 AVIV) anzunehmen, oder nicht (BGE 136 V 95 E. 5.1 S. 97; Ent-
scheid des BGer vom 26. August 2014, 8C_53/2014, E. 2.1).

2.2 Nach der Rechtsprechung gelten Arbeitnehmerinnen und Arbeit-
nehmer als vermittlungsfähig, wenn sie aufgrund ihrer körperlichen und 
geistigen Fähigkeiten sowie der persönlichen Verhältnisse in der Lage sind, 
ihre Arbeitskraft auch an einem anderen zumutbaren Arbeitsplatz, inner- 
oder ausserhalb des bisherigen Berufs, zu verwerten. Dagegen sind nicht 
nur Personen vermittlungsunfähig, die wegen ihres Gesundheitszustandes 
keine Arbeit mehr finden, sondern auch solche, die aus persönlichen oder 
familiären Gründen ihre Arbeitskraft nicht so einsetzen können, wie es ein 
Arbeitgeber normalerweise verlangt. Versicherte, die im Hinblick auf an-
derweitige Verpflichtungen oder besondere persönliche Umstände lediglich 
während gewisser Tages- oder Wochenstunden sich erwerblich betätigen 
wollen, können nur sehr bedingt als vermittlungsfähig anerkannt werden. 
Denn sind einer versicherten Person bei der Auswahl des Arbeitsplatzes so 
enge Grenzen gesetzt, dass das Finden einer Stelle sehr ungewiss ist, 
muss Vermittlungsunfähigkeit angenommen werden. Der Grund für die 
Einschränkung in den Arbeitsmöglichkeiten spielt dabei keine Rolle (BGE 
120 V 385 E. 3a S. 388, 115 V 434 E. 2a S. 436; ARV 1998 S. 265 E. 1b).

2.3 Von der Vermittlungsfähigkeit zu unterscheiden ist der anrechen-
bare Arbeitsausfall (Art. 11 AVIG). Der anrechenbare Arbeitsausfall be-
stimmt sich grundsätzlich im Verhältnis zum letzten Arbeitsverhältnis vor 
Eintritt der (Teil-)Arbeitslosigkeit. Es kommt darauf an, was die versicherte 
Person an Verdienst einbringender Arbeitszeit verloren hat und in welchem 
zeitlichen Umfang sie bereit, berechtigt und in der Lage ist, eine zumutbare 
Arbeit aufzunehmen. Arbeitnehmer, die nach dem Verlust ihrer Vollzeitbe-
schäftigung, aus welchen Gründen auch immer, lediglich noch teilzeitlich 
erwerbstätig sein wollen oder können, die also zwar bereit sind, eine zu-
mutbare Arbeit anzunehmen, im Unterschied zu vorher jedoch nur noch in 
reduziertem Umfang, erleiden einen bloss teilweisen Arbeitsausfall (BGE 
125 V 51 E. 6c aa S. 59; Entscheid des BGer vom 3. Januar 2008, 
8C_553/2007, E. 2.2). Die Kürzung des Taggeldanspruchs bei einem ledig-

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lich teilweise anrechenbaren Arbeitsausfall geschieht durch eine entspre-
chende Reduktion des der Entschädigungsbemessung zu Grunde zu le-
genden versicherten Verdienstes (BGE 125 V 51 E. 6c aa S. 59 f.).

3.

3.1 Die Beschwerdeführerin arbeitete im letzten Arbeitsverhältnis vor 
Eintritt der Arbeitslosigkeit zunächst in einem Beschäftigungsgrad von 50%, 
ab November 2010 in einem Beschäftigungsgrad von 70% und ab Januar 
2014 in einem Beschäftigungsgrad von 90% als … (act. II 5, 7 sowie 
act. IIA 29). Während dieses Arbeitsverhältnisses war die Betreuung der 
2009 geborenen Tochter während der Arbeitszeiten u.a. durch eine interne 
Krippe des Arbeitgebers gewährleistet (act. IIA 67). Mit Beendigung des 
Arbeitsverhältnisses per 31. Januar 2015 (act. IIA 3) fiel diese externe Be-
treuungsmöglichkeit der Tochter weg (act. IIA 67). 

3.2 Im Rahmen ihrer Anmeldung zur Arbeitsvermittlung gab die Be-
schwerdeführerin gegenüber dem RAV an, dass sie wiederum eine Anstel-
lung mit einem Beschäftigungsgrad von 90% suche, jedoch ausschliesslich 
Abend- oder Nachtarbeit (act. IIA 11). Tagsüber betreue sie ihre Tochter, 
nachts erfolge die Betreuung durch ihren Ehemann (act. IIA 25, 67). 

Auf die entsprechende Aufforderung hin (act. IIA 39) reichte die Beschwer-
deführerin einen Obhutsnachweis ein, gemäss welchem ihre Tochter wo-
chentags jeweils von 17.00 Uhr bis 06.00 Uhr durch den Ehemann betreut 
werde, freitags bereits ab 13.00 Uhr sowie an den Wochenenden ganztags 
(act. IIA 42). Im Begleitschreiben zu dieser Eingabe (act. IIA 44) gab sie 
zudem die Arbeitszeiten des Ehemannes an. Er arbeite regelmässig von 
Montag bis Freitag von 06.00 Uhr bis 17.00 Uhr im Bereich … in einer loka-
len Firma. Auf die Frage, wann sie zu schlafen gedenke, wenn sie nachts 
arbeiten gehe und tagsüber die Kinderbetreuung übernehme (act. IIA 38), 
gab die Beschwerdeführerin an, dass ihre Tochter von 08.20 Uhr bis 11.50 
Uhr den Kindergarten besuche und sie in der Zeit schlafen könne. Zudem 
könne sie auch schlafen, wenn ihre Tochter anwesend sei, da sich das 
Kind gut selber beschäftigen könne (act. IIA 40, 44).

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3.3 Bis zum Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Einspra-
cheentscheids vom 8. April 2015 (act. IIB 5 – 7), welcher rechtsprechungs-
gemäss die zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis bildet 
(vgl. BGE 140 V 201 E. 4.3 S. 205), fehlt es in den Akten am Nachweis, 
dass die Betreuung der Tochter bei der von der Beschwerdeführerin ange-
strebten Nachtarbeit mit einem Beschäftigungsgrad von 90% tagsüber 
durchwegs gewährleistet (gewesen) wäre. Die Zeit, die die Tochter tagsü-
ber im Kindergarten verbringt, ist zu kurz, als dass die Beschwerdeführerin 
in dieser Zeit den notwendigen Schlaf nachzuholen vermöchte. Kommt 
hinzu, dass während der Schulferien und allfälliger Krankheitszeiten der 
Tochter diese den Kindergarten nicht besuchen kann bzw. darf und damit 
anderweitig betreut werden müsste. Dass das Kind jeweils genügend lange 
sich selbst überlassen werden dürfte, damit die Beschwerdeführerin genü-
gend Schlaf hat, ist angesichts des Alters des Kindes mit der gesetzlichen 
Fürsorgepflicht der Eltern schlechterdings nicht vereinbar. Ein Pensum von 
über 45% ist bei der von der Beschwerdeführerin bis zum angefochtenen 
Einspracheentscheid vom 8. April 2015 präsentierten Betreuungslösung 
ohne Verletzung der Fürsorgepflicht gegenüber der Tochter nicht möglich. 
Damit war die Beschwerdeführerin im Zeitpunkt des Einspracheentscheids 
lediglich für eine Teilzeitstelle im Umfang von 45% vermittlungsfähig. Für 
die Zeit bis zum angefochtenen Einspracheentscheid wurde der anrechen-
bare Arbeitsausfall vom Beschwerdegegner somit zu Recht auf 45% fest-
gelegt. Dass die Beschwerdeführerin in der letzten Anstellung zuletzt zu 
einem Beschäftigungsgrad von 90% gearbeitet hat, ändert daran nichts, 
hatte sie doch damals noch Zugriff auf eine vom Arbeitgeber zur Verfügung 
gestellte Kinderbetreuung, welche ihr unstrittig nicht mehr zur Verfügung 
steht (act. IIA 67). 

Nach dem Dargelegten ist der Einspracheentscheid des Beschwerdegeg-
ners vom 8. April 2015 aufgrund des zu jenem Zeitpunkt vorgelegenen 
Sachverhalts nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwer-
de als unbegründet abzuweisen. 

3.4 Die Beschwerdeführerin hat im vorliegenden Verfahren für die Zeit 
ab dem 9. April 2015 einen möglicherweise hinreichenden Nachweis für 
eine Kinderbetreuung auch bei einem höheren Beschäftigungsgrad als 

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45% eingereicht (act. I 1). Mit Beschwerdeantwort vom 1. Juni 2015 hat der 
Beschwerdegegner entsprechend in Aussicht gestellt, die Vermittlungs-
fähigkeit bzw. den anrechenbaren Arbeitsausfall und damit die Anspruchs-
berechtigung der Beschwerdeführerin ab dem Zeitpunkt der Beschwerde-
erhebung erneut zu überprüfen. Aufgrund des neu eingereichten, für einen 
Zeitpunkt nach Erlass des Einspracheentscheides wirksamen Obhuts-
nachweises (act. I 1) ist eine solche Überprüfung für die Zeit ab dem 
9. April 2015 angezeigt. Die Akten sind somit zur Vornahme der in Aussicht 
gestellten Überprüfung der Vermittlungsfähigkeit bzw. des Umfangs des 
anrechenbaren Arbeitsausfalls und damit der Anspruchsberechtigung der 
Beschwerdeführerin ab dem 9. April 2015 mit anschliessend neuem Ent-
scheid an den Beschwerdegegner zu überweisen.

4.

In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 AVIG in Verbindung mit Art. 61 lit. a ATSG 
werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine Par-
teientschädigung (Art. 1 Abs. 1 AVIG in Verbindung mit Art. 61 lit. g ATSG 
[Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Die Akten werden im Sinne von Erwägung 3.4 an den Beschwerde-
gegner überwiesen.

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4. Zu eröffnen (R):
- A.________
- beco Berner Wirtschaft, Arbeitsvermittlung
- Staatssekretariat für Wirtschaft – seco

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.