# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4d7a49bf-c038-5d05-8fd9-53b5529bd7a2
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-09-03
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 03.09.2014 ZK1 2014 83
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2014-83_2014-09-03.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 3. September 2014 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 14 83 8. September 2014

Entscheid 
I. Zivilkammer

Vorsitz Brunner
RichterInnen Michael Dürst und Schnyder
Aktuar ad hoc Paganini

In der zivilrechtlichen Beschwerde

des X._____, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Philip Stol-
kin, Freiestrasse 76, 8032 Zürich und der Y._____, Beschwerdeführerin, vertreten 
durch Rechtsanwalt lic. iur. Philip Stolkin, Freiestrasse 76, 8032 Zürich, 

gegen

den Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Prättigau/Davos vom 
21. Mai 2014, mitgeteilt am 23. Mai 2014, in Sachen der Beschwerdeführerin,

betreffend Nichtentlastung/Verantwortlichkeit der Beiständin,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Am 3. Oktober 2005 erlitt X._____ einen schweren Arbeitsunfall, durch wel-
chen ihm eine völlige Pflegebedürftigkeit entstand.

B. Für X._____ wurde von der (nach altem Recht noch zuständigen) Vor-
mundschaftsbehörde des Kreises Klosters (nachfolgend: Vormundschaftsbehörde 
Klosters) am 20. Juni 2007 seine Ehefrau, Y._____, als Beiständin im Sinne von 
Art. 392 Ziff. 1 und Art. 393 Ziff. 2 aZGB insbesondere zur Wahrung persönlicher 
und vermögensrechtlicher Interessen ernannt. Im Speziellen wurde diese mit der 
Erledigung medizinischer Versorgung und der Geltendmachung von Versiche-
rungsleistungen sowie mit der Errichtung eines zu genehmigenden Inventars be-
auftragt (vgl. act. E.1 09).

C. Das von Y._____ aufgenommene Inventar mit Wertschriften über CHF 
108'813.78 wurde von der Vormundschaftsbehörde Klosters am 17. August 2007 
genehmigt (act. E.1 13).

D. Die von Y._____ eingereichte Rechnung für die Periode vom 15. August 
2007 bis zum 31. Dezember 2007 wurde am 12. Mai 2008 von der Vormund-
schaftsbehörde Klosters genehmigt. Diese wies einen Rückschlag von CHF 
38'286.05 und einen Aktivsaldo von CHF 70'527.73 auf (act. E.1 21).

E. Die Rechnung für das Jahr 2008 mit einem Rückschlag von CHF 67'635.57 
und einem Aktivsaldo von CHF 2'892.16 wurde von derselben Behörde am 4. Mai 
2009 genehmigt (act. E.1 23).

F. Die neu zuständige Vormundschaftsbehörde Prättigau/Davos genehmigte 
am 16. Juni 2011 den für die Periode vom 1. Januar 2009 bis zum 31. Dezember 
2010 von Y._____ erstellten Bericht. Aufgrund fehlender Belege konnte die für 
dieselbe Periode eingereichte Rechnung mit einem Aktivsaldo von CHF 4'441.86 
aber nicht genehmigt werden (act. E.1 27).

G. Der Bericht und die einen Rückschlag von CHF 2'075.75 und einen Aktiv-
saldo von CHF 2'366.11 aufweisende revidierte Rechnung für das Jahr 2011 wur-
den mit Beschluss der Vormundschaftsbehörde Prättigau/Davos vom 20. März 
2012 (act. E.1 30) genehmigt.

H. Mit Datum vom 28. Februar 2013 legte Y._____ den Bericht für die Zeit vom 
1. Januar 2012 bis zum 31. Dezember 2012 sowie die per 31. Dezember 2012 

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abgeschlossene Rechnung zur Genehmigung vor (vgl. act. E.1 50). Diese schloss 
mit einem Vermögensstand von CHF - 1'190.09 ab.

I. Die nun unter geltendem Recht zuständige Kindes- und Erwachsenen-
schutzbehörde Prättigau/Davos (nachfolgend: KESB Prättigau/Davos) setzte mit 
superprovisorischem Entscheid vom 21. August 2013 (act. E.1 39/40) A._____ als 
Beistand zur Vertretung, Einkommens- und Vermögensverwaltung (Art. 392 Ziff. 1 
und Art. 393 Ziff. 2 aZGB) für X._____ ein. Insbesondere hatte er sicherzustellen, 
dass sämtliche sozialversicherungsrechtlichen Auszahlungen auf ein von ihm zu 
eröffnendes Konto lautend auf X._____ überwiesen wurden sowie abzuklären, wie 
sich die Rentenleistungen für X._____ zusammensetzten und inwiefern daran al-
lenfalls Ansprüche der Ehegattin und der Tochter bestanden. Dieser Auftrag er-
folgte aufgrund des vorläufigen Ergebnisses der Rechnungsprüfung für das Jahr 
2012 vom 19. August 2013 (vgl. act. E.1 50), welches einen Rückschlag von CHF 
37'342.25 und somit einen Passivsaldo von CHF 34'976.14 zeigte.

J. Anlässlich der am 27. August 2013 durchgeführten Anhörung wurde 
Y._____ seitens der KESB Prättigau/Davos erörtert, dass per 31. Dezember 2012 
Rechnungen für die Bedürfnisse von X._____ von CHF 33'786.05 nicht beglichen 
worden seien, obwohl die eingegangenen Rentenleistungen dazu ausreichen wür-
den. Dabei führte Y._____ unter anderem aus, einen Teil der Rentenleistungen 
(CHF 33'571.25) für den eigenen Bedarf und zur Finanzierung der Einweisung der 
Tochter in die Jugendstation benötigt zu haben. 

K. Sodann wurde mit Entscheid vom 14. November 2013 (act. E.1 53) die su-
perprovisorische Massnahme aufgehoben, A._____ als Beistand definitiv ernannt 
und Y._____ per 31. Oktober 2013 als Beiständin entlassen. Zudem wurden der 
Rechnung per 31. Dezember 2012 sowie dem Rechenschaftsbericht vom 28. Fe-
bruar 2013 die Genehmigung verweigert. Der Beistand, A._____, erhielt dabei die 
Aufgabe, X._____ im Rahmen einer Vertretungsbeistandschaft (Art. 394 ZGB) mit 
umfassender Vermögensverwaltung (Art. 395 ZGB) zu vertreten. Y._____ wurde 
aufgefordert, der KESB den Schlussbericht und die Schlussrechnung samt Belege 
einzureichen.

L. Mit Entscheid der Kollegialbehörde KESB Prättigau/Davos vom 28. Novem-
ber 2013 wurde das Beistandsmandat von A._____ auf C._____ übertragen (act. 
E.1 59/60).

M. Mit Datum vom 20. Dezember 2013 reichte Y._____ den Schlussbericht für 
die Zeit vom 1. Januar 2013 bis zum 14. November 2013 sowie die per 14. No-

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vember 2013 abgeschlossene Rechnung ohne Angabe des Vermögensstands ein 
(act. E.1 72).

N. Mit Entscheid der Kollegialbehörde KESB Prättigau/Davos vom 21. Mai 
2014 (act. E.1 73) wurde die Schlussrechnung revidiert, die per 14. November 
2013 mit einem Aktivsaldo von CHF 15'270.10 abschloss. Ausserdem wurde der 
Rechenschaftsbericht von Y._____ vom 20. Dezember 2013 nicht genehmigt. 
Diese wurde nicht entlastet und angewiesen, der KESB Prättigau/Davos innert 
drei Monaten sämtliche Akten zu übergeben. In diesem Entscheid wurde auch die 
Entschädigung für ihre Mandatsführung vom 1. Januar 2013 bis zum 14. Novem-
ber 2013 in Höhe von CHF 1'100.– festgesetzt, welche nebst den Verfahrenskos-
ten von CHF 905.– X._____ auferlegt wurde.

O. Gegen den Entscheid vom 21. Mai 2014 reichte C._____ als Beiständin im 
Namen von X._____ am 17. Juni 2014 Rekurs (recte Beschwerde) an das Kan-
tonsgericht von Graubünden ein (act. E.1 75). Die Beschwerde richtete sich gegen 
die Auferlegung der Entschädigung an die Beiständin und die Verfahrenskosten 
an X._____.

P. Am 24. Juni 2014 zog C._____ ihre Beschwerde zurück (act. E.1 79), so 
dass sie mit Verfügung des Vorsitzenden der I. Zivilkammer (act. E.1 80) abge-
schrieben wurde. 

Q. Mit Entscheid vom 17. Juli 2014 (act. E.1 82/83) wurde das von C._____ für 
X._____ geführte Beistandsmandat auf D._____ übertragen.

R. Am 23. Juni 2014 erhob Rechtsanwalt Philip Stolkin namens des X._____ 
und der Y._____ Rekurs (recte Beschwerde; act. A.1) gegen den Entscheid der 
KESB Prättigau/Davos vom 21. Mai 2014 bei der Berufsbeistandschaft Prätti-
gau/Davos, welche diese zuständigkeitshalber am 24. Juni 2014 ans Kantonsge-
richt von Graubünden weiterleitete. Die Beschwerde enthielt folgende Begehren:

"1. Es sei zunächst mit der B._____ Krankenkasse Kontakt aufzunehmen 
um die anfallenden Krankenkassenkosten nach Art. 7 Abs. 2 KLV zu 
decken.

2. Es sei das Verfahren bis zum Abschluss der Verhandlungen mit der 
B._____ Krankenkasse zu sistieren."

Diese Anträge stützen sich insbesondere auf die Begründung, man sollte zunächst 
versuchen, den ausstehenden Fehlbetrag aber auch die fortlaufenden Kosten ent-
sprechend Art. 7 Abs. 2 KLV beim Krankenversicherer einzutreiben.

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S. Mit prozessleitendem Schreiben vom 26. Juni 2014 (act. D.2) forderte der 
Vorsitzende der I. Zivilkammer Rechtsanwalt Philip Stolkin auf, dem Gericht bis 
zum 7. Juli 2014 den angefochtenen Entscheid sowie die Vollmachten von 
Y._____ und X._____ nachzureichen. Die Frist zur Nachreichung der geforderten 
Dokumente wurde aufgrund des Gesuches von Rechtsanwalt Philip Stolkin vom 4. 
Juli 2014 (act. D.3) mit Verfügung vom 7. Juli 2014 (act. D.4) bis zum 17. Juli 2014 
erstreckt.

T. In der Folge ging beim Kantonsgericht von Graubünden am 18. Juli 2014 
ein Schreiben von Rechtsanwalt Philip Stolkin vom 17. Juli 2014 (act. A.2) unter 
Beilage der angeforderten Vollmacht für beide Ehegatten XY._____ (act. B.2) so-
wie der Kopie des angefochtenen Entscheids (act. B.7) ein. Darin führte Rechts-
anwalt Philip Stolkin ausserdem aus, aus dem angefochtenen Entscheid werde 
ersichtlich, dass Y._____ eine Summe von CHF 35'000.– an ihren Mann zu ent-
richten habe. Tatsache sei aber, dass sämtliche Rentenbetreffnisse zuzüglich die 
Heilungskosten nach Art. 21 UVG und die Integritätsentschädigung des Eheman-
nes verwendet werden mussten, um die Spitalkosten zu entrichten. Es müsse zu-
dem geklärt werden, inwieweit die Kosten tatsächlich einzig mit den Renten zu 
begleichen seien, oder ob nicht auch die Krankenkasse ihren Beitrag dazu zu leis-
ten habe, soweit die Heilungskosten nach Art. 21 UVG nicht ausreichen. Daher 
ersuche er das Kantonsgericht das Verfahren "bis zum Abschluss aller Verhandlun-
gen oder Auseinandersetzung mit der B._____, allenfalls mit den Ergänzungsleistungen" 
zu sistieren.

U. Rechtsanwalt Philip Stolkin reichte am 22. Juli 2014 erneut Rekurs (recte 
Beschwerde; act. A.3) gegen denselben Entscheid und mit gleichlautenden Anträ-
gen wie im am 23. Juni 2014 bereits gestellten Rekurs (recte Beschwerde) beim 
Kantonsgericht von Graubünden ein.

V. In ihrer Stellungnahme vom 15. August 2014 (act. A.4) an das Kantonsge-
richt verweist die KESB Prättigau/Davos auf die Ausführungen im angefochtenen 
Entscheid sowie auf die Akten und stellt folgende Anträge:

"1. Die Beschwerde sei abzuweisen, sofern darauf eingetreten werden 
kann.

2. Die Kosten- und Entschädigungsfolgen seien nach Gesetz zu verle-
gen."

W. Auf die weiteren Ausführungen in der Beschwerde und der Stellungnahme 
sowie im angefochtenen Entscheid wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden 
Erwägungen eingegangen.

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II. Erwägungen

1.a) Gemäss Art. 450 Abs. 1 ZGB kann gegen Entscheide der Erwachsenen-
schutzbehörde beim zuständigen Gericht Beschwerde erhoben werden. Nach 
Art. 60 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zum Zivilgesetzbuch (EGzZGB; BR 
210.100) ist das Kantonsgericht von Graubünden die einzige kantonale Be-
schwerdeinstanz. Zur Beschwerde legitimiert sind nach Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB 
die am Verfahren beteiligten Personen und damit in erster Linie die von der An-
ordnung der KESB direkt betroffene Person (Daniel Steck, in: Geiser/Reusser, 
Basler Kommentar zum Erwachsenenschutz, Basel 2012, N 29 zu Art. 450 ZGB; 
Hermann Schmid, Erwachsenenschutz Kommentar, Zürich/St. Gallen 2010, N 21 
zu Art. 450 ZGB). Die Beschwerdefrist beträgt gemäss Art. 450b Abs. 1 ZGB 
dreissig Tage seit Mitteilung des Entscheides der KESB. Die Beschwerde ist beim 
Gericht schriftlich und begründet einzureichen, wobei in formeller Hinsicht keine 
hohen Anforderungen gestellt werden dürfen (Botschaft vom 28. Juni 2006 zur 
Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, Perso-
nenrecht und Kindesrecht], BBl 2006 7085 Ziff. 2.3.3; Steck, a.a.O., N 42 zu Art. 
450 ZGB). 

b) Trotz entsprechender Rechtsmittelbelehrung im angefochtenen Entscheid 
und klarer Gesetzesvorschrift von Art. 60 Abs. 1 EGzZGB hat Rechtsanwalt Philip 
Stolkin die fälschlicherweise mit Rekurs bezeichnete Beschwerde aus nicht nach-
vollziehbaren Gründen bei der Berufsbeistandschaft Prättigau/Davos eingereicht. 
Letztere hat diese am 24. Juni 2014 dem zuständigen Kantonsgericht noch inner-
halb der Rechtsmittelfrist gemäss Art. 450b Abs. 1 ZGB weitergeleitet. Ebenfalls 
nicht nachvollziehbar ist, weshalb Rechtsanwalt Philip Stolkin am 22. Juli 2014 
nochmals eine gleichlautende Beschwerde ans Kantonsgericht einreichte, nach-
dem ihm der Eingang der Beschwerde beim Kantonsgericht nach Weiterleitung 
durch die Berufsbeistandschaft Prättigau/Davos schon am 26. Juni 2014 mitgeteilt 
wurde (act. D.2). Für eine analoge Anwendung von Art. 63 ZPO (vgl. das Schrei-
ben von Rechtsanwalt Philip Stolkin vom 22. Juli 2014 [act. D.6]) bestand zu je-
nem Zeitpunkt ohnehin kein Raum. Diese – ohnehin verspätete – Eingabe ist als 
unbeachtlich zu betrachten.

c) Zunächst unklar blieb, für wen Rechtsanwalt Philip Stolkin überhaupt Be-
schwerde erheben wollte. Im Betreff der Eingabe vom 23. Juni 2014 (und auch in 
jener vom 22. Juli 2014) ist lediglich X._____ aufgeführt. Erst am Schluss des Be-
gründungstextes wird auch die Ehefrau Y._____ als Antragstellerin miteinbezo-
gen. Im Schreiben vom 17. Juli 2014 – welches aufgrund der gerichtlichen Auffor-

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derung zur Einreichung einer Vollmacht und des angefochtenen Entscheids erging 
und welches eine unzulässig nachgeschobene Beschwerdebegründung enthält – 
ist auch die Ehefrau im einleitenden Betreff erwähnt. Trotz dieses nicht fachge-
rechten Vorgehens ist zugunsten von Y._____ davon auszugehen, dass Rechts-
anwalt Philip Stolkin auch für sie von Anfang an Beschwerde erheben wollte.

d) Zu beanstanden ist auch die erst auf Aufforderung hin eingereichte Voll-
macht der Beschwerdeführer. Abgesehen davon, dass diese alles andere als ak-
tuell ist – sie stammt aus dem Jahr 2006 – betrifft sie lediglich die haftpflichtrechtli-
che Auseinandersetzung, offenbar im Zusammenhang mit dem Arbeitsunfall von 
X._____. Von einer Vertretung im Rahmen eines vormundschaftlichen bzw. er-
wachsenenschutzrechtlichen Verfahrens ist darin keine Rede. Ebensowenig kann 
dies aus einer entsprechenden Generalklausel abgeleitet werden. Zudem hat auf 
dieser Vollmacht Y._____ in Vertretung ihres Ehemannes unterzeichnet. Dazu ist 
sie – zumindest seit dem Wechsel der Beistandschaft – nicht befugt. Vielmehr hät-
te der entsprechende Auftrag an Rechtsanwalt Philip Stolkin von der aktuell ein-
gesetzten Beiständin kommen müssen (vgl. Entscheid der KESB Prättigau/Davos 
vom 17. Juli 2014 und zuvor vom 28. November 2013, act. E.1 83 und 60, jeweils 
Dispositiv Ziff. 2). Abgesehen davon hätte die Ehefrau von X._____ die Vollmacht 
– selbst wenn sie noch Beiständin wäre – infolge offensichtlicher Interessenkollisi-
on nicht unterzeichnen dürfen. Durch die Nichtgenehmigung ihres Berichts und 
der Abrechnung als Beiständin ihres Ehemannes bestand nämlich die Gefahr von 
Schadenersatzforderungen des Verbeiständeten ihr gegenüber. Der Umstand, 
dass Rechtsanwalt Philip Stolkin auch auf gerichtliche Aufforderung hin keine gül-
tige Vollmacht einreichte, führt dazu, dass bereits aus diesem Grunde auf die Be-
schwerde nicht eingetreten werden kann (bzw. gilt sie sogar gemäss Art. 132 Abs. 
1 ZPO als nicht erfolgt).

e) Sodann erhebt sich die Frage, ob Rechtsanwalt Philip Stolkin im Namen der 
Beschwerdeführer überhaupt zulässige Rechtsbegehren gestellt hat, indem er 
nebst der Sistierung des Verfahrens die Anweisung an die Berufsbeistandschaft 
(recte wohl KESB) begehrt, es sei zunächst mit der B._____ Krankenkasse Kon-
takt aufzunehmen, um die anfallenden Krankenkassenkosten nach Art. 7 Abs. 2 
KLV zu decken. Rechtsbegehren in einem Rechtsmittelverfahren müssen stets 
Bezug zum angefochtenen Entscheid haben und müssen dessen vollumfängliche 
oder teilweise Aufhebung bzw. Änderung zum Ziel haben. Mit den gestellten Be-
gehren kann ein solches Ergebnis gar nicht erreicht werden. Die KESB Prätti-
gau/Davos hat in ihrem Entscheid vom 21. Mai 2014 nichts anderes gemacht als 
den Schlussbericht und die Schlussrechnung der Beiständin für die Zeit vom 1. 

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Januar 2013 bis zur ihrer Ablösung am 14. November 2013 zu prüfen und gestützt 
auf den Schlussrevisionsbericht die Genehmigung sowohl des Berichts als auch 
der Rechnung zu verweigern. Die Revisorin hat festgestellt, dass eine Revision 
der Rechnung wegen fehlender Belege gar nicht möglich sei. Es konnten lediglich 
der Endsaldo und die Vermögensveränderung sowie offene Forderungen festge-
stellt werden. Diese Feststellungen werden in der Beschwerde mit keinem Wort in 
Zweifel gezogen. Vielmehr bezweckt das Beschwerdebegehren offensichtlich eine 
nachträgliche Korrektur des Vermögensstandes, indem zusätzlich Gelder von der 
Krankenkasse eingeholt werden sollen. Selbst wenn dies möglich sein sollte, 
könnte dies die Ausführungen und Schlussfolgerungen im angefochtenen Ent-
scheid nicht verändern. Letzterer stellt nämlich eine Momentaufnahme über den 
Stand der Rechnungsführung der Beiständin dar, welcher durch nachträgliche 
Einnahmen nicht rückwirkend verändert werden kann. Vielmehr sind allfällig ein-
gehende Zahlungen der Krankenkasse im betreffenden Folgejahr zu berücksichti-
gen. Ob hinreichende Anstrengungen unternommen wurden, um von der Kran-
kenkasse weitere Leistungen zu erwirken, war gar nicht Gegenstand der Prüfung 
durch die KESB. Im übrigen ist ein entsprechender allgemeiner Auftrag an die 
neue Beiständin durch die KESB bereits ergangen (vgl. Entscheide vom 28. No-
vember 2013, act. E.1 60, und vom 17. Juli 2014, act. E.1 83, Dispositiv Ziff. 2 f). 

f) Sodann hat die KESB die Genehmigung der Schlussrechnung der Beistän-
din und deren Bericht gemäss Art. 425 ZGB nicht etwa wegen fehlender Zah-
lungseingänge verweigert, sondern weil die damalige Beiständin in ungenügen-
dem Ausmass Belege vorlegte, so dass eine Revision gar nicht möglich war, und 
als Schlussbericht ein praktisch leeres Formular einreichte. Dazu sind in der Be-
schwerdeschrift keinerlei Ausführungen enthalten. Sollte ein genügender Bericht 
verfasst werden und würden die nötigen Belege betreffend die Rechnungsführung 
nachgereicht, so ist nicht auszuschliessen, dass die KESB nach durchgeführter 
Revision Rechnung und Bericht in einem neuem Entscheid genehmigen könnte, 
zumal Entscheide der KESB nicht in materielle Rechtskraft erwachsen. Dies hat 
aber alles mit den gestellten Beschwerdeanträgen nichts zu tun. Diese sind viel-
mehr nach dem Gesagten nicht geeignet, eine Abänderung des angefochtenen 
Entscheids herbeizuführen.

g) Rechtsanwalt Philip Stolkin stellt als weiteres Rechtsbegehren einen Sistie-
rungsantrag. Eine Sistierung des Beschwerdeverfahrens ergibt aber unter den 
gegebenen Umständen schlicht keinen Sinn, so dass nicht weiter darauf einzuge-
hen ist.

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2. Nach Art. 10 Abs. 1 der Verordnung über die Gerichtsgebühren in Zivilver-
fahren (VGZ; BR 320.210) beträgt die Entscheidgebühr in Verfahren der zivilrecht-
lichen Beschwerde zwischen CHF 500.– und CHF 8'000.–. Die Kosten des Be-
schwerdeverfahrens werden vorliegend auf CHF 1'500.– festgesetzt. Die Kosten-
verteilung richtet sich nach den allgemeinen Regeln der Schweizerischen Zivilpro-
zessordnung (Art. 60 Abs. 2 EGzZGB in Verbindung mit Art. 104 ff. ZPO). Gemäss 
Art. 108 ZPO hat unnötige Prozesskosten zu bezahlen, wer sie verursacht hat. 
Verursacher kann nicht nur eine Partei sein, sondern namentlich auch ein Rechts-
vertreter, der mit minimaler Vorsicht vermeidbare Fehler begangen hat oder ein 
Rechtsmittel erhebt, das in guten Treuen nicht mehr als erfolgversprechend be-
zeichnet werden kann (Jenny, in: Sutter-Somm/Hasenbühler/Leuenberger, Kom-
mentar zur Schweizerischen ZPO, 2. Aufl., Zürich 2013, N 7 zu Art. 108 ZPO; 
Gehri/Kramer, ZPO-Kommentar, Zürich 2010, N 1 zu Art. 108 ZPO). Abgesehen 
davon, dass Rechtsanwalt Philip Stolkin im Beschwerdeverfahren ein Rechtsbe-
gehren stellte, das von vornherein nicht zum Ziele führen konnte, und die Be-
schwerde einer offensichtlich unzuständigen Instanz zustellte, wurde der Eingabe 
weder der angefochtene Entscheid noch eine Vollmacht beigelegt. Mit Schreiben 
vom 26. Juni 2014 musste der Rechtsvertreter demnach im Sinne von Art. 321 
Abs. 3 und Art. 132 Abs. 1 ZPO in Verbindung mit Art. 60 Abs. 2 EGzZGB aufge-
fordert werden, bis am 7. Juli 2014 den angefochtenen Entscheid und die Voll-
machten nachzureichen. Obwohl die Nachreichung dieser Aktenstücke offensicht-
lich keinen nennenswerten Aufwand verursachte, wurden diese Kopien erst inner-
halb einer erstreckten Frist eingereicht. Wird ein Rechtsanwalt zur Einreichung 
einer Klientenvollmacht aufgefordert, so darf ohne weiteres davon ausgegangen 
werden, dass damit der Nachweis einer gültigen, aktuellen und auf den betreffen-
den Prozess bezogenen Bevollmächtigung gefordert ist. Stattdessen hat Rechts-
anwalt Philip Stolkin eine rund achtjährige Vollmacht eingereicht, welche sich ex-
plizit auf ein anderes Verfahren bezog und keine weiteren Vertretungen mitein-
schloss. Zudem war sie in Bezug auf X._____ und im Hinblick auf das vorliegende 
Verfahren von vornherein ungültig, da sie nicht von seiner jetzigen Beiständin, 
sondern nur "i.V." durch seine Ehefrau unterzeichnet ist (vgl. Erwägung 1d). Es 
kann somit festgestellt werden, dass Rechtsanwalt Philip Stolkin ein Rechtsmittel 
ergriffen hat, für welches er durch die Beschwerdeführer gar nicht korrekt bevoll-
mächtigt wurde. Da er eine gültige Vollmacht auch nach gerichtlicher Aufforderung 
nicht beibrachte, rechtfertigt es sich, ihm als Verursacher die Kosten des Be-
schwerdeverfahrens vollumfänglich aufzuerlegen.

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III. Demnach wird erkannt:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 1'500.– gehen zu Lasten 
von Rechtsanwalt lic. iur. Philip Stolkin.

3. Gegen diese, einen Streitwert von weniger als CHF 30'000.– betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72 und Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG Beschwer-
de in Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 
14, geführt werden, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeu-
tung stellt. Andernfalls ist die subsidiäre Verfassungsbeschwerde gemäss 
Art. 113 ff. BGG gegeben. In beiden Fällen ist das Rechtsmittel dem Bun-
desgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Aus-
fertigung der Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen 
Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die 
weiteren Voraussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die 
Art. 29 ff., 72 ff., 90 ff. und 113 ff. BGG.

4. Mitteilung an: