# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 90b6b608-08c3-5cf5-b015-5f6d82d17b99
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-05-07
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 07.05.2008 RR.2008.67
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_RR-2008-67_2008-05-07.pdf

## Full Text

Entscheid vom 7. Mai 2008   
II. Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Cornelia Cova, Vorsitz, 
Andreas J. Keller und Roy Garré,  
Gerichtsschreiberin Lea Unseld  

   
 
Parteien 

  
A.,  

Beschwerdeführer 
 

 gegen 
   

STAATSANWALTSCHAFT I DES KANTONS ZÜ-
RICH,  

Beschwerdegegnerin 
 
 

Gegenstand  Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an die Nie-
derlande 
 
Herausgabe vom Beweismitteln (Art. 74 IRSG), Kon-
tosperre 

 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

Geschäftsnummer:  RR.2008.67 
 
 
 

 

 

- 2 - 

 

 

 
Die II. Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass 
 

- die Staatsanwaltschaft beim Landgericht Utrecht gegen A. ein Strafverfah-
ren wegen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz führt; 

 
- die Staatsanwaltschaft beim Landgericht Utrecht mit einem Rechtshilfeer-

suchen datiert vom 9. bzw. 23. Mai 2006 an die Schweiz gelangt ist;  
 
- das Bundesamt für Justiz das Rechtshilfeersuchen zur Ausführung und Er-

ledigung an die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich (nachfolgend 
“Staatsanwaltschaft“) übertragen hat; 

 
- die Staatsanwaltschaft dem Rechtshilfeersuchen mit Schlussverfügung 

vom 6. März 2008 entsprochen und die Herausgabe von Bank- und weite-
ren Unterlagen sowie die Aufrechterhaltung der am 13. Oktober 2006 an-
geordneten Sperre der Bankkonten von A. bei der Bank B. verfügt hat 
(act. 2); 

 
- A. gegen die Schlussverfügung vom 6. März 2008 mit Beschwerde vom 

2. April 2008 an die II. Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts ge-
langt ist (act. 1); 

 
- A. am 8. April 2008 eingeladen wurde, bis zum 21. April 2008 einen Kos-

tenvorschuss von Fr. 8'000.-- zu leisten und darauf aufmerksam gemacht 
wurde, dass bei Säumnis auf die Beschwerde nicht eingetreten wird; er zu-
dem aufgefordert wurde, bis zum gleichen Datum in der Schweiz ein Zu-
stelldomizil (eine Adresse, an die alle gerichtlichen Schriftstücke rechtsgül-
tig übermittelt werden können) zu bezeichnen, ansonsten weitere Zustel-
lungen durch das Bundesstrafgericht grundsätzlich unterbleiben und insbe-
sondere der Schlussentscheid nicht zugestellt wird (act. 4); 

 
- die Frist zur Bezahlung des Kostenvorschusses gewahrt ist, wenn der Be-

trag rechtzeitig zu Gunsten der Behörde der Schweizerischen Post überge-
ben oder einem Post- oder Bankkonto in der Schweiz belastet worden ist 
(Art. 30 lit. b SGG i.V.m. Art. 21 Abs. 3 VwVG); 

 
- der Beschwerdeführer den verlangten Kostenvorschuss nicht bezahlt hat 

und weder um Zahlungserleichterungen noch um die Gewährung der un-
entgeltlichen Rechtspflege ersucht hat; 

 
- auf die Beschwerde daher androhungsgemäss nicht einzutreten ist (Art. 30 

lit. b SGG i.V.m. Art. 63 Abs. 4 VwVG); 

- 3 - 

 

 

 
- der Beschwerdeführer bei diesem Ausgang des Verfahrens kostenpflichtig 

wird (Art. 30 lit. b SGG i.V.m. Art. 63 Abs. 1 VwVG), wobei die Gerichtsge-
bühr auf Fr. 500.-- anzusetzen ist (Art. 3 des Reglements vom 11. Februar 
2004 über die Gerichtsgebühren vor dem Bundesstrafgericht, 
SR 173.711.32; TPF RR.2007.6 vom 22. Februar 2007 E. 5); 

 
- eine Partei, die im Ausland wohnt, gemäss Art. 80m lit. b IRSG i.V.m. Art. 9 

IRSV ein Zustelldomizil in der Schweiz bezeichnen muss, ansonsten die 
Zustellung unterbleiben kann;  

 
- der Beschwerdeführer der Aufforderung vom 8. April 2008 nach der Be-

zeichnung eines Zustelldomizils in der Schweiz nicht nachgekommen ist, 
weshalb dieser Entscheid ihm androhungsgemäss nicht formell eröffnet 
wird und die Zustellung an den Beschwerdeführer anstelle dessen ad acta 
erfolgt. 

 

- 4 - 

 

 

Demnach erkennt die II. Beschwerdekammer: 
 
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 
 
2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.  

 
 

Bellinzona, 8. Mai 2008  
 
Im Namen der II. Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Die Präsidentin:    Die Gerichtsschreiberin:  
 
 
 
 
 
 
 
 

 
 
Zustellung an 
 
- A.  
- Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich 
- Bundesamt für Justiz, Fachbereich Rechtshilfe 
 
 
Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen kann innert zehn 
Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde einge-
reicht werden (Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG). 
 
Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die Be-
schwerde nur zulässig, wenn er die Auslieferung, eine Beschlagnahme, eine Herausgabe von Ge-
genständen oder Vermögenswerten oder eine Übermittlung von Informationen aus dem Geheimbe-
reich betrifft und es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (Art. 84 Abs. 1 BGG). Ein 
besonders bedeutender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme bestehen, dass 
elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das Verfahren im Ausland schwere 
Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG).