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**Case Identifier:** 015e8c5d-38ed-5a12-83f9-d5aa8589cdff
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-10-07
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 07.10.2014 200 2013 850
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-850_2014-10-07.pdf

## Full Text

200 13 850 IV
KNB/SCM/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 7. Oktober 2014

Verwaltungsrichter Knapp, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Fuhrer, Verwaltungsrichter Matti
Gerichtsschreiberin Schädeli

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 27. August 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Okt. 2014, IV/13/850, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1971 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich am 9. September 1999 unter Angabe von Kopfschmerzen, 
Konzentrationsproblemen, Vergesslichkeit, Stress, Kreislaufproblemen so-
wie Nacken- und Rückenschmerzen bei der Eidgenössischen Invalidenver-
sicherung (IV) zum Leistungsbezug an (Akten der IV [act. II] 1). Nach Ab-
klärungen in medizinischer und erwerblicher Hinsicht sprach die IV-Stelle 
Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) der Versicherten mit Verfügung vom 
10. Oktober 2000 (act. II 30) bei einem Invaliditätsgrad (IV-Grad) von 82 % 
rückwirkend ab dem 1. Dezember 1999 eine ganze Rente zu. Anlässlich 
einer im Januar 2011 eingeleiteten Revision von Amtes wegen (Akten der 
IV [act. IIA] 72) hielt die Versicherte fest, ihr Gesundheitszustand sei gleich 
geblieben. Zudem teilte sie mit, dass sie schwanger sei. Nach der Geburt 
der Tochter (8. April 2011 [vgl. act. IIA 82 S. 3 Ziff. 2.1]) holte die IVB einen 
Abklärungsbericht Haushalt (Erhebung vom 19. Juli 2011 [act. IIA 82]) ein, 
worin von einem Status von 100 % Haushalt ausgegangen wurde 
(act. IIA 82 S. 6 Ziff. 4). Nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens 
(act. IIA 83, 87, 89 f.) verfügte die IVB am 15. November 2011 (act. IIA 92), 
aufgrund eines durch die Geburt der Tochter bedingten Revisionsgrundes 
und einem damit einhergehenden neuen IV-Grad von 0 %, die Rentenauf-
hebung per Ende Dezember 2011. 

Die bereits mit Verfügung vom 27. Februar 2001 bzw. Einspracheentscheid 
vom 13. Juli 2001 erfolgte Einstellung von Versicherungsleistungen durch 
die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) auf den 1. März 
2001 (vgl. act. II 43 S. 3 - 23), bestätigte das Verwaltungsgericht des Kan-
tons Bern mit Urteil vom 15. Juli 2003 (VGE UV 60681 [act. II 43 S. 25 ff.]).

B.

Die gegen die IV-Verfügung vom 15. November 2011 (act. IIA 92) erhobe-
ne Beschwerde (act. IIA 96 S. 3 ff.) hiess das Verwaltungsgericht des Kan-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Okt. 2014, IV/13/850, Seite 3

tons Bern mit Urteil vom 2. April 2012 (VGE IV/2011/1205 [act. IIA 99]) in 
dem Sinne gut, als die Sache zur Vornahme weiterer Abklärungen an die 
Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wurde. Gestützt auf das in der Folge 
eingeholte MEDAS-Gutachten vom 31. Dezember 2012 (act. IIA 119.1 -
 119.5) und den zweiten Abklärungsbericht Haushalt vom 8. Mai 2013 (Er-
hebung vom 25. März 2013 [act. IIA 121]) mit angenommenem Status von 
nunmehr 50 % Erwerb und 50 % Haushalt ab Mai 2011 (act. IIA 121 S. 10 
Ziff. 5), stellte die IVB der Versicherten mit Vorbescheid vom 17. Mai 2013 
(act. IIA 122) den Anspruch auf eine halbe Rente ab 1. Januar 2012 sowie 
die Rentenaufhebung per 31. März 2012 in Aussicht. Nach Eingang weite-
rer Stellungnahmen (act. IIA 123, 126) verfügte sie am 27. August 2013 
(act. IIA 127) wie angekündigt.

C.

Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
C.________, am 26. September 2013 Beschwerde und beantragte – unter 
Kosten- und Entschädigungsfolge – die Aufhebung der angefochtenen Ver-
fügung sowie rückwirkend ab 1. Januar 2012 die Zusprechung einer halben 
IV-Rente, eventualiter einer Viertelsrente, zuzüglich Verzugszins von 5 % 
seit dem 1. Januar 2013.

Mit Beschwerdeantwort vom 27. November 2013 beantragte die Be-
schwerdegegnerin unter Verweis auf die Stellungnahme des Abklärungs-
dienstes vom 15. November 2013 die Abweisung der Beschwerde.

Mit Replik vom 30. Juli 2014 hielt die Beschwerdeführerin an ihren gestell-
ten Anträgen fest und liess ferner die Kostennote einreichen. 

Mit Stellungnahme vom 1. September 2014 verzichtete die Beschwerde-
gegnerin auf weitere Ausführungen im Rahmen einer Duplik.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Angefochten ist die Verfügung vom 27. August 2013 (act. IIA 127). 
Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine 
Invalidenrente und dabei namentlich, ob die bisherige Rente zu Recht revi-
sionsweise per 1. Januar 2012 auf eine halbe Rente reduziert bzw. per 
31. März 2012 aufgehoben worden ist.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem IV-Grad 
von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei ei-
nem IV-Grad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.3 Für die Bestimmung des IV-Grades wird das Erwerbseinkommen, 
das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durch-
führung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmass-
nahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeits-
marktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, 
das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 
ATSG). Bei nicht erwerbstätigen Versicherten, die im Aufgabenbereich tätig 
sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht zugemutet wer-
den kann (Art. 5 Abs. 1 IVG und Art. 8 Abs. 3 ATSG), wird für die Bemes-
sung der Invalidität darauf abgestellt, in welchem Mass sie unfähig sind, 
sich im Aufgabenbereich zu betätigen (Art. 28a Abs. 2 IVG; spezifische 
Methode; BGE 125 V 146 E. 2a S. 149). Als Aufgabenbereich der im 
Haushalt tätigen, nicht erwerbstätigen Personen gelten insbesondere die 
übliche Tätigkeit im Haushalt, die Erziehung der Kinder sowie gemeinnützi-
ge und künstlerische Tätigkeiten (Art. 27 der Verordnung über die Invali-
denversicherung [IVV; SR 831.201]).

Nach Art. 28a Abs. 3 wird bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig 
sind, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie 
daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für diese 
Tätigkeit gestützt auf einen Betätigungsvergleich ermittelt (Art. 28a Abs. 2 

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IVG). In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der Anteil der 
Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der IV-Grad in beiden Berei-
chen zu bemessen (sog. gemischte Methode; BGE 125 V 146 E. 2a 
S. 150).

2.4

2.4.1 Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten 
IV-Rente sind die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen analog 
anzuwenden (BGE 109 V 125 E. 4a S. 127; AHI 1998 S. 121 E. 1b). 

Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächli-
chen Verhältnissen, die geeignet ist, den IV-Grad und damit den Renten-
anspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht nur bei einer 
wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann 
revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen (oder die Auswir-
kungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) des an sich gleich 
gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben. Ein Revisi-
onsgrund ist ferner unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine ande-
re Art der Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine 
Wandlung des Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 130 V 343 E. 3.5 
S. 349, 117 V 198 E. 3b S. 199; Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 
25. Juli 2013, 8C_441/2012, E. 3.1.1).

2.4.2 Bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, 
sich im Aufgabenbereich zu betätigen, ist die anspruchsbeeinflussende 
Änderung für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem 
Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass 
sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu 
berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Mona-
te angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird (Art. 88a 
Abs. 1 IVV). Bei einer Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit oder der 
Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, ist die anspruchsbeein-
flussende Änderung zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Un-
terbrechung drei Monate angedauert hat (Art. 88a Abs. 2 IVV).

2.4.3 Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeit-
punkt der ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur 

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Zeit der streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 
E. 3.5.2 S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369, SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1). 
Wurde die Rente zuvor bereits revidiert oder bestätigt, so ist als zeitliche 
Vergleichsbasis die letzte rechtskräftige Verfügung heranzuziehen, sofern 
eine materielle Überprüfung des Leistungsanspruches tatsächlich stattge-
funden hat, d.h. eine rechtskonforme (medizinische) Sachverhaltsab-
klärung, eine Beweiswürdigung und gegebenenfalls – sofern Hinweise für 
eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszu-
stands bestanden – ein Einkommensvergleich durchgeführt worden sind 
(BGE 133 V 108 E. 5.4 S. 114; BGer 8C_441/2012, E. 3.1.2).

2.4.4 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 4b S. 200; SVR 2011 IV 
Nr. 37 S. 109 E. 1.1).

2.5 Um den IV-Grad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-
urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 
ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können 
(BGE 132 V 93 E. 4 S. 99).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 

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Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

2.6 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

3.

3.1 Zu prüfen ist die Rechtmässigkeit der umstrittenen Rentenherabset-
zung bzw. -aufhebung. In materieller Hinsicht ist hierzu der Sachverhalt im 
Zeitpunkt der rentenzusprechenden Verfügung vom 10. Oktober 2000 
(act. II 30) mit demjenigen im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung vom 
27. August 2013 (act. IIA 127) zu vergleichen. Den rentenbestätigenden 
Mitteilungen aus den Jahren 2002, 2006 und 2009 (act. II 36, 56, 69) 
kommt in dieser Hinsicht keine Bedeutung zu (vgl. E. 2.4.3 hiervor). 

3.2 Vorab ist zu prüfen, ob aufgrund der am 8. April 2011 erfolgten Ge-
burt der Tochter (act. IIA 121 S. 5 Ziff. 2.1) von einem Statuswechsel aus-
zugehen und ein Revisionsgrund bereits deshalb zu bejahen ist (vgl. 
E. 2.4.1 hiervor). 

3.2.1 Die Beschwerdegegnerin wendete in ihrer Verfügung vom 10. Okto-
ber 2000 (act. II 30) die Einkommensvergleichsmethode (vgl. E. 2.3 hier-
vor) an resp. ging davon aus, dass die Beschwerdeführerin im Gesund-
heitsfall vollumfänglich erwerbstätig gewesen wäre. Nachdem Letztere an-
lässlich der Rentenrevision vom Januar 2011 angab, schwanger zu sein 
(act. IIA 72 S. 2 Ziff. 4), holte die Beschwerdegegnerin am 10. August 2011 
bzw. 8. Mai 2013 einen Abklärungsbericht Haushalt (Erhebung vom 19. Juli 
2011 bzw. 25. März 2013 [act. IIA 82, 121]) ein. Währenddem der Ab-

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klärungsdienst in seinem ersten Bericht von einem Status von 100 % 
Haushalt ausgegangen war (act. IIA 82 S. 6 Ziff. 4), ging er im zweiten Be-
richt ab Mai 2011 von einem Status von 50 % Erwerbstätigkeit und 50 % 
Haushalt aus (act. IIA 121 S. 10 Ziff. 5).

3.2.2 Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig Erwerbs-
tätige oder als Nichterwerbstätige einzustufen ist – was je zur Anwendung 
einer anderen Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, 
Betätigungsvergleich, gemischte Methode) führt –, ergibt sich aus der Prü-
fung, was sie bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine 
gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde (BGE 125 V 146 E. 2c S. 150). 
Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versi-
cherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in 
welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre (BGE 133 V 504 
E. 3.3 S. 508). Bei einer im Haushalt tätigen versicherten Person im Be-
sonderen entscheidet sich die Frage, ob sie als ganztägig oder zeitweilig 
Erwerbstätige zu betrachten ist, nicht danach, ob sie vor ihrer Heirat er-
werbstätig war oder nicht. Es ist vielmehr zu prüfen, ob sie im Gesundheits-
fall mit Rücksicht auf die gesamten Umstände vorwiegend erwerbstätig 
oder im Haushalt beschäftigt wäre. Nebst den finanziellen Verhältnissen 
sind sämtliche weiteren Gegebenheiten des Einzelfalles zu berücksichti-
gen, wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kin-
dern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die 
persönlichen Neigungen und Begabungen der versicherten Person (BGE 
125 V 146 E. 2c S. 150; AHI 1997 S. 289 E. 2b). Dabei sind die konkrete 
Situation und die Vorbringen der versicherten Person nach Massgabe der 
allgemeinen Lebenserfahrung zu würdigen (BGE 117 V 194 E. 3b S. 195).

Die Frage nach der anwendbaren Methode beurteilt sich praxisgemäss 
nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfü-
gung (vgl. BGE 129 V 167 E. 1 S. 169) entwickelt haben, wobei für die hy-
pothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Erwerbs-
tätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwie-
genden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 125 V 146 E. 2c S. 150, 
117 V 194 E. 3b S. 195).

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3.2.3 Die Einschätzung von Seiten der IV-Stelle mit der Annahme eines 
Status von 50 % Erwerbstätigkeit und 50 % Haushalt seit Mai 2011 (vgl. 
E. 3.2.1 hiervor) ist mit Blick auf die gesamten Umstände überzeugend und 
schlüssig. Im ersten Abklärungsbericht vom 10. August 2011 führte die 
Beschwerdeführerin aus, ihr persönliches Ziel wäre es, die Tochter selber 
zu betreuen. Sie möchte diese betreuen und geniessen und würde sie nicht 
im Alter von drei Monaten in die Krippe geben. Bereits vor zehn Jahren sei 
es ihr Traum gewesen, eine Familie zu gründen. Ihre Mutter und Schwester 
würden nicht zur Tochter schauen. Sobald der Ehemann arbeite, werde der 
Vater der Beschwerdeführerin aus … für zwei bis drei Wochen zu ihr kom-
men (act. IIA 82 S. 4 Ziff. 3.5). Diese praxisgemäss stark zu gewichtenden 
sogenannten „Aussagen der ersten Stunde“, welche in der Regel unbefan-
gener und zuverlässiger sind als spätere Darstellungen, die bewusst oder 
unbewusst von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder 
anderer Art beeinflusst sein können (BGE 121 V 45 E. 2a S. 47, 115 V 133 
E. 8c S. 143; RKUV 2004 U 515 S. 420 E. 1.2), wurden mitberücksichtigt. 
Zusätzlich wurden sie objektiv gewürdigt, ansonsten von einem Status von 
100 % Haushalt auszugehen gewesen wäre (vgl. dazu auch die sinn-
gemässen Ausführungen im früheren VGE IV/2011/1205 E. 3.2 S. 9 
[act. IIA 99]). Im zweiten Abklärungsbericht vom 8. Mai 2013 gab die Be-
schwerdeführerin an, dass sie ohne gesundheitliche Beschwerden nach 
der Pensionierung des Arbeitgebers med. D.________, die dreijährige 
Schule zur … gemacht und nebenbei noch beim … gearbeitet hätte. Sie 
hätte ein einjähriges Praktikum absolvieren müssen. Früher habe sie auch 
immer 110 % gearbeitet. Auch die Ausbildung als … hätte sie interessiert. 
Ihre Tochter würde sie von 08h00 bis 18h00 in die Kindertagesstätte (Kita) 
bringen. Ihre diesbezüglichen Aussagen des ersten Abklärungsberichts 
(vgl. act. IIA 82 S. 4 Ziff. 3.5) verneinte sie vehement. Sie hätte in den ers-
ten drei Monaten zum Kind geschaut und danach gearbeitet (act. IIA 121 
S. 6 Ziff. 3.5). Die Aussagen gemäss dem zweiten Abklärungsbericht mit 
einer hypothetisch vollen Erwerbstätigkeit im Gesundheitsfall vermögen 
nicht zu überzeugen. Insbesondere scheinen sie geprägt von (bewusst 
oder unbewusst) nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher 
oder anderer Art (vgl. bereits vorstehend). Nebst dem starken Kinder-
wunsch samt dem Wunsch die Tochter selber zu betreuen und zu genies-
sen – was klar gegen eine vollzeitliche Platzierung in der Kita spricht –, ist 

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die 100 %ige Erwerbstätigkeit des Ehemannes zu berücksichtigen 
(act. IIA 121 S. 7 Ziff. 3.5). Somit könnte die Kinderbetreuung nicht durch 
den Ehemann übernommen werden. Weiter ist zu beachten, dass die 
Tochter auch nicht durch die Mutter oder die Schwester der Beschwerde-
führerin betreut werden könnte (act. IIA 82 S. 4 Ziff. 3.5). Dass die Tochter 
seit dem 1. Oktober 2013 im Rahmen eines 75 %-Pensums in der Kita be-
treut wird (act. IIA 128 S. 36 f.; vgl. demgegenüber die Vereinbarung ab 
dem 1. August 2012 mit einem 60 %igen Betreuungspensum [act. IIA 128 
S. 33 f.]), lässt sich u.a. durch die gesundheitsbedingten Einschränkungen 
der Beschwerdeführerin erklären und entspricht nicht dem hypothetischen 
Zustand im Gesundheitsfall.

3.2.4 Insgesamt ist demnach in Würdigung aller Umstände und unter 
Berücksichtigung des Beweisgrades der überwiegenden Wahrscheinlich-
keit (vgl. E. 3.2.2 hiervor) eine Erwerbstätigkeit der Beschwerdeführerin im 
Gesundheitsfall seit der Geburt des Kindes von höchstens 50 % erstellt. 
Die blosse Möglichkeit einer geltend gemachten höheren Erwerbstätigkeit 
genügt nicht. Es ergeben sich keine Gründe in das der Verwaltung zuste-
hende Ermessen einzugreifen und auf den im Abklärungsbericht Haushalt 
vom 8. Mai 2013 (act. IIA 121) ermittelten Status kann demnach abgestellt 
werden. Es ist somit von einem geänderten Status von 50 % Erwerbstätig-
keit und 50 % Haushalt ab Mai 2011 auszugehen, was – wie auch im medi-
zinischen Bereich (vgl. E. 3.3 hiernach) – einen Revisionsgrund darstellt 
(vgl. E. 2.4.1 hiervor). 

3.3 Die Überprüfung der Entwicklung des gesundheitlichen Zustands 
ergibt Folgendes: 

3.3.1 Der ursprünglichen Rentenzusprache vom 10. Oktober 2000 
(act. II 30) lag insbesondere der Bericht der Neurologischen Klinik und Po-
liklinik des Spitals E.________ vom 8. Juni 2000 (act. II 24 S. 7 - 9) zu-
grunde. Darin hielten die Ärzte fest, in der eingeschränkten neuropsycholo-
gischen Untersuchung liessen sich im Vergleich zu entsprechenden Alters-
normen insgesamt mittelschwere bis schwere neuropsychologische Funkti-
onsstörungen objektivieren. Insbesondere handle es sich um mittelschwer 
bis schwer reichende Störungen des Gedächtnisses und von Exekutivfunk-
tionen sowie um leicht bis mittelschwer reichende Störungen der Aufmerk-

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samkeit. In der Verhaltensbeobachtung zeige sich eine erhöhte Ermüdbar-
keit. Aus der Exploration hätten sich zudem deutliche Hinweise für das 
Vorhandensein einer Depression sowie einer „posttraumatischen Belas-
tungsstörung“ ergeben. Im Vergleich zur Untersuchung in der Rehaklinik X 
(vgl. act. II 19 S. 18 - 20) hätten sich vor allem die Gedächtnisleistungen 
massiv verschlechtert. Da sich bei Hirnverletzungen typischerweise im Ver-
lauf von ca. zwei Jahren eine Verbesserung zeige, sei die Verschlechte-
rung der kognitiven Leistungsfähigkeit im Zusammenhang mit Faktoren wie 
der psychischen Situation, dem Schmerzerleben oder eventuell auch mit 
der erhöhten zeitlichen Anforderung am Arbeitsplatz zu sehen. Aufgrund 
des aktuellen neuropsychologischen Befundes schätzten die Ärzte die Ar-
beitsfähigkeit auf 20% (act. II 24 S. 9). 

3.3.2 Die Beschwerdegegnerin hat sich in der hier angefochtenen Verfü-
gung vom 27. August 2013 (act. IIA 127) massgeblich auf das MEDAS-
Gutachten vom 31. Dezember 2012 (Untersuchungen vom 24. -
 26. Oktober 2012; act. IIA 119.1 - 119.5) mit Beurteilungen in den Fachge-
bieten Innere Medizin, Psychiatrie, Rheumatologie und Neurologie gestützt.

Die Gutachter diagnostizierten mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine 
kombinierte Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F61.0) bei chronischen und 
repetitiven negativen Erlebnissen in der Kindheit und Jugend (bestehend 
seit Jugend); eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leicht-
gradige Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F33.11) auf dem Bo-
den einer Anpassungsstörung nach Verkehrsunfall 1998, teilremittiert unter 
spezifischer Therapie; eine zervikale Radikulopathie C6 rechts (ICD-10 
M50.1) mit radikulärem Reiz- und intermittierendem sensiblen Ausfallsyn-
drom und MRI HWS 15. November 2012: Breitbasige asymmetrische 
Bandscheibenprotrusion HWK 5/6 mit leichter Einengung der Wurzel C6 
rechts sowie ein Panvertebralsyndrom (ICD-10 M54.8) mit chronischem 
Zervikozephalsyndrom (ICD-10 M53.0), chronischem Lumbovertebralsyn-
drom (ICD-10 M54.5), ohne radikuläres Reiz- oder sensomotorisches Aus-
fallssyndrom, mit Fehlhaltung und muskulärer Dysbalance und diskreter 
rechts-konvexer Skoliose. Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit wurden 
nebst einem Status nach Autounfall mit Frontalkollision am 19. Dezember 
1998 und einer Sarkoidose verschiedene weitere Diagnosen gestellt 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Okt. 2014, IV/13/850, Seite 13

(act. IIA 119.1 S. 32 Ziff. 6.1 f.). Aufgrund der Persönlichkeitsstörung in 
Kombination mit der leichten depressiven Episode und der anhaltenden 
somatoformen Schmerzstörung bestehe für die angestammte Tätigkeit als 
… und … eine 50 %ige Arbeitsfähigkeit. Durch diese Erkrankungen 
bestünden Schwierigkeiten die beruflichen Aktivitäten fortzusetzen sowie 
Schwierigkeiten und eine reduzierte Fähigkeit, zielgerichtete Aktivitäten 
über längere Zeit aufrecht zu erhalten, was durch die subjektiv vorhande-
nen Konzentrations- und Gedächtnisstörungen und eine erheblich vermin-
derte Frustrationstoleranz sowie eine erhöhte Ermüdbarkeit bedingt sei. 
Aus diesen Gründen benötige die Beschwerdeführerin für die Ausübung 
verschiedenster Tätigkeiten mehr Zeit und habe auch einen erhöhten Pau-
senbedarf, so dass eine volle Arbeits- und Leistungsfähigkeit aktuell nicht 
gegeben sei (act. IIA 119.1 S. 36 Ziff. 7.2). Aufgrund der psychischen Pro-
blematik bestehe in einer Verweistätigkeit für körperlich leichte Tätigkeiten 
ebenfalls eine 50 %ige Arbeitsfähigkeit. Die Einschränkung würde sich 
wiederum aufgrund des erhöhten Pausenbedarfes ergeben. Wegen des 
radikulären Reiz- und intermittierenden sensiblen Ausfallssyndroms C6 
rechts bei nachgewiesener zervikaler Bandscheibenprotrusion sei die Be-
schwerdeführerin für schwere und mittelschwere Tätigkeiten nicht arbeits-
fähig. Ebenfalls nicht zumutbar seien Arbeiten mit wiederholt dauerhaften 
oder repetitiven, unphysiologischen Positionen des Kopfes und Rumpfes 
sowie Tätigkeiten mit andauernden Erschütterungen (act. IIA 119.1 S. 36 
Ziff. 7.3). Im Verlaufe der Zeit und unter konsequenter psychiatrischer The-
rapie sei es zu einer kontinuierlichen Verbesserung der Gesamtsituation 
gekommen. Es bestehe heute nur noch eine leichte depressive Episode 
zusammen mit einer Persönlichkeitsstörung, jedoch (noch) keine volle Ar-
beitsfähigkeit, weil die Beschwerdeführerin weiterhin durch psychische und 
organische Störungen in ihrer Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt sei. Die Ein-
schätzungen der Hausärztin sowie der behandelnden Psychologin mit einer 
attestierten Arbeitsunfähigkeit von 100 % (vgl. act. IIA 103 S. 2) teilten die 
Gutachter nicht. Es bestehe eine bloss leichte depressive Episode, welche 
im Zusammengehen mit der Persönlichkeitsstörung zu einer Einschrän-
kung der Arbeitsfähigkeit um 50 % führe. Unter Würdigung der Vorakten 
kamen die Gutachter zum Schluss, dass die (neu) 50 %ige Einschränkung 
– wie von der IV-Stelle in der Verfügung vom 15. November 2011 
(act. IIA 92) angenommen – seit der Einstellung der Rente am 1. Januar 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Okt. 2014, IV/13/850, Seite 14

2012 bestehe, zumal es zwischenzeitlich nicht zu einer Veränderung der 
gesundheitlichen Situation gekommen sei und seit 1999 noch keine volle 
Arbeitsfähigkeit bestanden habe (act. IIA 119.1 S. 37 Ziff. 7.4).

3.3.3 Das MEDAS-Gutachten vom 31. Dezember 2012 (act. IIA 119.1) 
erfüllt die rechtsprechungsgemäss an den Beweiswert eines ärztlichen Be-
richts gestellten Anforderungen (vgl. E. 2.5 hiervor), weshalb diesem volle 
Beweiskraft zukommt. Die darin enthaltenen Feststellungen beruhen auf 
eigenen Abklärungen und sind in Kenntnis der Vorakten sowie unter 
Berücksichtigung der geklagten Beschwerden getroffen worden. Die Aus-
führungen in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sind ein-
leuchtend und die gezogenen Schlussfolgerungen zum aktuellen Gesund-
heitszustand und zur Arbeitsfähigkeit werden nachvollziehbar begründet, 
so dass darauf abzustellen ist. Demnach ist der Beschwerdeführerin seit 
dem 1. Januar 2012 sowohl in der angestammten Tätigkeit als … und …, 
als auch in einer Verweistätigkeit (körperlich leichte Arbeiten ohne wieder-
holt dauerhafte oder repetitive, unphysiologische Positionen des Kopfes 
und Rumpfes sowie ohne Tätigkeiten mit andauernden Erschütterungen) 
eine 50 %ige Arbeitsfähigkeit zumutbar (vgl. E. 3.3.2 hiervor). Daran ver-
mögen die abweichenden Berichte der Hausärztin Dr. med. F.________, 
Allgemeine Innere Medizin FMH, vom 19. April 2012 (act. IIA 103 S. 1 - 4) 
und der behandelnden Dr. phil. G.________, Fachpsychologin für Psycho-
therapie FSP, vom 14. Februar 2013 (act. IIA 123 S. 5 ff.) nichts zu ändern. 
Es gilt zu beachten, dass Berichte der behandelnden Ärzte aufgrund deren 
auftragsrechtlichen Vertrauensstellung zum Patienten mit Vorbehalt zu 
würdigen sind (Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts 
[EVG] vom 20. März 2006, I 655/05, E. 5.4), denn es ist der Erfahrungstat-
sache Rechnung zu tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre 
auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer 
Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b cc S. 353). Dies gilt nebst dem 
allgemein praktizierenden Hausarzt auch für den behandelnden Spezialarzt 
(EVG I 655/05, E. 5.4). Zudem ist Dr. med. F.________ die Nachfolgerin 
des früheren Hausarztes und Arbeitgebers der Beschwerdeführerin, Dr. 
med. D.________, welche die von ihrem Vorgänger gestellten Diagnosen 
übernommen hat. Diese Doppelfunktion als Hausarzt und Arbeitgeber er-
scheint nicht unproblematisch. Auch die RAD-Ärztin Dr. med. H.________ 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Okt. 2014, IV/13/850, Seite 15

hat in ihrem Bericht vom 8. August 2011 ausdrücklich darauf hingewiesen 
(act. IIA 81 S. 4). Bei Dr. phil. G.________ handelt es sich im Übrigen nicht 
um eine Ärztin.

Insgesamt ist es demnach zu einer gesundheitlichen Verbesserung mit 
einer höheren Arbeitsfähigkeit gekommen. Insbesondere auch in psychia-
trischer Hinsicht haben die Ärzte der MEDAS eine Verbesserung festge-
stellt (vgl. act. IIA 119.1 S. 37 Ziff. 7.4). Damit liegt nebst dem bereits er-
wähnten Revisionsgrund aufgrund der Änderung des Status und damit der 
Invaliditäts-Bemessungsmethode (vgl. E. 3.2 hiervor), auch in medizini-
scher Hinsicht eine geänderte Situation bzw. ein Revisionsgrund vor, der 
zur freien Überprüfung des Rentenanspruchs führt.

4.

4.1 Ausgehend von der vorliegend bei einem Status von 50 % Erwerb 
und 50 % Aufgabenbereich Haushalt (vgl. E. 3.2.4 hiervor) anwendbaren 
gemischten Methode (vgl. E. 2.3 hiervor) ist nachfolgend der IV-Grad zu 
ermitteln. Trotz Statuswechsels im Zeitpunkt der Geburt der Tochter am 
8. April 2011 (act. IIA 121 S. 5 Ziff. 2.1), erfolgt die Rentenanpassung bei 
Fehlen einer Meldepflichtverletzung (Information über die Schwangerschaft 
im Januar 2011 [act. IIA 72]; vgl. Art. 31 Abs. 1 ATSG, Art. 77 i.V.m. 
Art. 88bis Abs. 2 lit. b IVV), nicht bereits ab Mai 2011, sondern – wie von der 
Beschwerdegegnerin vorgenommen (act. IIA 127) – erst ab 1. Januar 2012. 
Dies mit Blick darauf, dass die Beschwerdegegnerin in der Verfügung vom 
15. November 2011 (act. IIA 92) einer allfälligen Beschwerde die aufschie-
bende Wirkung entzogen hat und dieser Entzug des sog. Suspensiveffekts 
auch noch für den Zeitraum des Abklärungsverfahrens bis zum Erlass der 
neuen Verfügung andauert (BGE 129 V 370; SVR 2013 IV Nr. 37 S. 112 
E. 3.1). Damit bleibt die Invalidenrente bis dahin formell eingestellt und geht 
es in der neuen Verfügung vom 27. August 2013 (act. IIA 127) somit wei-
terhin um den Rentenanspruch ab Januar 2012. Die Ermittlung des IV-
Grades erfolgt somit auf diesen Zeitpunkt hin, während dem bis Ende De-
zember 2011 die bisher zugesprochene ganze Rente auszurichten ist.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Okt. 2014, IV/13/850, Seite 16

4.2 Zunächst ist die Einschränkung im Erwerbsbereich mittels Einkom-
mensvergleichs zu bestimmen.

4.2.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 
E. 4.1 S. 325). Lässt sich aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse das ohne 
gesundheitliche Beeinträchtigung realisierbare Einkommen nicht hinrei-
chend genau beziffern, ist auf Erfahrungs- und Durchschnittswerte gemäss 
Tabellenlohn abzustellen. Auf sie darf jedoch im Rahmen der Invaliditäts-
bemessung nur unter Mitberücksichtigung der für die Entlöhnung im Einzel-
fall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren ab-
gestellt werden (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30; Entscheid des EVG vom 
30. Oktober 2002, I 517/02, E. 1.2).

4.2.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2011 IV Nr. 37 
S. 110 E. 4.1). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöh-
ne gemäss den vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstruk-
turerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; 
SVR 2010 IV Nr. 52 S. 162 E. 4.3.1).

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Okt. 2014, IV/13/850, Seite 17

schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 
135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2011 IV Nr. 31 
S. 91 E. 4.1.1).

4.2.3 Die Beschwerdeführerin hat nebst einer Anlehre auf dem … eine 
einjährige … mit Diplom sowie die … abgeschlossen (act. II 1 S. 4 Ziff. 6.2). 
Seit dem Jahre 1990 war sie als … und ab 1993 zudem als … tätig 
(act. II 1 S. 4 Ziff. 6.3, 6.5). Nach dem Autounfall vom 19. Dezember 1998 
(vgl. act. II 1 S. 6 Ziff. 8) ging sie vorübergehend keiner bzw. nur einge-
schränkt einer Erwerbstätigkeit nach (vgl. act. II 7 S. 1 lit. B, act. II 8 S. 14 
Ziff. 8, act. II 14 S. 5, act. II 14 S. 8 Ziff. 4, act. II 16 S. 28, act. II 16 S. 80, 
act. II 16 S. 89 Ziff. 10). Ein neu abgeschlossener Arbeitsvertrag als … 
(act. II 16 S. 19 ff.) mit Stellenantritt per 1. April 1999 wurde vom Arbeitge-
ber angeblich aufgrund der nicht erbrachten Arbeitsleistung auf den 31. Ja-
nuar 2000 wieder gekündigt (act. II 16 S. 18). In der Folge konnte die Be-
schwerdeführerin denn auch keiner ausserhäuslichen Erwerbstätigkeit 
mehr nachgehen (act. II 23 S. 4, act. II 24 S. 10, 12, act. II 25 S. 2). 

4.2.4 Unter Würdigung der gesamten Umstände, insbesondere auch der 
Pensionierung ihres Arbeitgebers Dr. med. D.________, so dass sie als 
Gesunde nicht mehr bei ihm arbeiten würde, ist das Valideneinkommen 
aufgrund von LSE-Werten zu bestimmen. Es ist entsprechend dem Ab-
schluss der … und der mehrjährigen Arbeitserfahrung als … (vgl. E. 4.2.3 
hiervor) – wie von den Parteien beantragt bzw. vorgenommen (vgl. act. IIA 
123 S. 3, act. IIA 126 S. 3, Beschwerde S. 7 Art. 3, ) – von der LSE 2010, 
Tabelle TA7 (Monatlicher Bruttolohn [Zentralwert und Quartilbereich] nach 
Tätigkeit, Anforderungsniveau des Arbeitsplatzes und Geschlecht, Privater 
Sektor und öffentlicher Sektor [Bund] zusammen), Frauen, Anforderungsni-
veau 4 (einfache und repetitive Tätigkeiten), Position 23 (andere kaufmän-
nisch-administrative Tätigkeiten), auszugehen. Arbeitszeitbereinigt 
(Fr. 5‘160.-- / 40 x 41.7 [betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit im Jahr 
2012 gemäss Bundesamt für Statistik {BFS}] = Fr. 5‘379.30 monatlich) und 
nach Vornahme der Indexierung (Fr. 5‘379.30 / 2579 Punkte [2010] x 2630 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Okt. 2014, IV/13/850, Seite 18

Punkte [2012] = Fr. 5‘485.65; vgl. BFS Tabelle T39, Entwicklung der Nomi-
nallöhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne, 1976-2012 [2/2]) 
beträgt das hypothetische Valideneinkommen bei einem 50 %-Pensum im 
Jahr 2012 somit Fr. 32‘913.90 (Fr. 5‘485.65 x 12 x 0.5).

Da die Beschwerdeführerin keine Erwerbstätigkeit im ihr zumutbaren Rah-
men aufgenommen hat, ist auch das Invalideneinkommen aufgrund der 
LSE 2010 zu bestimmen. Mit Blick auf die fehlende Ausbildung als … sowie 
unter Berücksichtigung des medizinischen Zumutbarkeitsprofils (vgl. 
E. 3.3.3 hiervor) ist von der Tabelle TA1 (Monatlicher Bruttolohn [Zentral-
wert] nach Wirtschaftsabteilungen, Anforderungsniveau des Arbeitsplatzes 
und Geschlecht [1/2], privater Sektor), Frauen, Anforderungsniveau 4 (ein-
fache und repetitive Tätigkeiten), auszugehen. Dieser Betrag ist an die be-
triebsübliche Wochenarbeitszeit anzupassen und auf das Jahr 2012 hin zu 
indexieren (Fr. 4‘225.-- x 12 / 40 x 41.7 / 2579 Punkte [2010] x 2630 Punkte 
[2012] = Fr. 53‘899.95). Der attestierten Arbeitseinschränkung wurde vorab 
mit Anerkennung einer 50 %igen Arbeitsfähigkeit Rechnung getragen; es 
fragt sich, ob zusätzlich ein behinderungsbedingter Abzug (vgl. E. 4.2.2 
hiervor) gerechtfertigt ist. Die Gutachter haben explizit auf einen erhöhten 
Pausenbedarf der Beschwerdeführerin hingewiesen (vgl. act. IIA 119.1 
S. 36 Ziff. 7.2 f.), so dass sich ein zusätzlicher Abzug von 10 % rechtfertigt. 
Es resultiert für das Jahr 2012 bei einem zumutbaren Arbeitspensum von 
50 % (vgl. E. 3.3.3 hiervor) ein Invalideneinkommen von Fr. 24‘254.95 
(Fr. 53‘899.95 x 0.5 [Pensum] x 0.9 [Abzug]). Im Übrigen ist zu beachten, 
dass selbst wenn der maximal zulässige Abzug von 25 % gewährt würde – 
was vorliegend klar nicht gerechtfertigt ist –, dies keine Auswirkungen auf 
den Rentenanspruch hätte.

Unter Berücksichtigung eines 10 %-Abzugs ergibt sich was folgt: Bei Ver-
gleich von Validen- (Fr. 32‘913.90) und Invalideneinkommen 
(Fr. 24‘254.95) resultiert eine Erwerbseinbusse von Fr. 8‘658.95, was ei-
nem IV-Grad im erwerblichen Bereich von 26.30 % bzw. gewichtet von 
13.15 % (26.30 % x 0.5) entspricht. Bei einem – zu hohen – 25 %-Abzug 
ergäbe sich ein gewichteter IV-Grad im erwerblichen Bereich von 19.29 %.

4.3 Im Weiteren ist die Einschränkung im Aufgabenbereich Haushalt 
aufgrund eines Betätigungsvergleichs zu bestimmen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Okt. 2014, IV/13/850, Seite 19

4.3.1 Für den Beweiswert eines Abklärungsberichts sind verschiedene 
Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer 
qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis der örtlichen und räumli-
chen Verhältnisse sowie der aus den medizinischen Diagnosen sich erge-
benden Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Anga-
ben der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Mei-
nungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext 
schliesslich muss plausibel begründet und bezüglich der einzelnen Ein-
schränkungen angemessen detailliert sein und in Übereinstimmung mit den 
an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Ab-
klärungsbericht voll beweiskräftig. Das Gericht greift in das Ermessen der 
die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehlein-
schätzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die 
fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist 
als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 130 V 61 E. 6.2 S. 63; 
SVR 2012 IV Nr. 54 S. 196 E. 3.2).

4.3.2 Im Abklärungsbericht Haushalt vom 8. Mai 2013 (act. IIA 121) wur-
de mittels Betätigungsvergleichs eine Einschränkung im Aufgabenbereich 
Haushalt von 0 % bis zur Geburt der Tochter am 8. April 2011 sowie 2 % 
vom 1. Mai 2011 bis 31. Dezember 2011 bzw. ab 1. Januar 2012 
(act. IIA 121 S. 17 Ziff. 8 - 10) ermittelt. Der Bericht wurde vom spezialisier-
ten Abklärungsdienst der Beschwerdegegnerin aufgrund einer Erhebung 
vor Ort am 25. März 2013 verfasst. Das Ergebnis stützt sich auf die Anga-
ben der Beschwerdeführerin zu den sozialen und erwerblichen Verhältnis-
sen und zum Haushalt (Ziff. 1 - 7).

Die im Abklärungsbericht enthaltene Umschreibung der Haushaltsaufgaben 
entspricht den Vorgaben des Kreisschreibens über Invalidität und Hilflosig-
keit in der Invalidenversicherung des Bundesamtes für Sozialversicherung 
(KSIH, Rz. 3086). Die Gewichtung der einzelnen Aufgabenbereiche hält 
sich sodann innerhalb der dort angegebenen Bandbreiten und ist in Anbe-
tracht der konkreten Umstände nicht zu beanstanden. Was die Gewichtung 
der einzelnen Einschränkungen anbelangt, ist der Betätigungsvergleich 
nachvollziehbar begründet und hinreichend detailliert. Die Mithilfe von Fa-
milienangehörigen (vgl. act. IIA 119.1 S. 23) ist im Rahmen der Schaden-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Okt. 2014, IV/13/850, Seite 20

minderungspflicht zu berücksichtigen und geht weiter als die ohne Ge-
sundheitsschädigung üblicherweise zu erwartende Unterstützung (BGE 
133 V 504 E. 4.2 S. 509). Klare Fehleinschätzungen der Abklärungsperson, 
welche einen Eingriff des Gerichts in deren Ermessen rechtfertigen würden 
(vgl. E. 5.3.1 hiervor), sind nicht ersichtlich. Der Abklärungsbericht ist dem-
nach voll beweiskräftig. Entsprechend der darin enthaltenen Aufstellung ist 
seit der Geburt der Tochter von einer leidensbedingten Einschränkung bzw. 
von einem Teilinvaliditätsgrad im Aufgabenbereich Haushalt von 2 % bzw. 
gewichtet 1 % (2 % x 0.5 [Status]) auszugehen.

4.4 Bei einer gewichteten Einschränkung von 13.15 % im Erwerbsbe-
reich und 1 % im Haushalt resultiert für die Zeit ab der Annahme einer 
50 %igen Arbeitsfähigkeit (Januar 2012) ein rentenausschliessender IV-
Grad von gerundet 14 % (vgl. zur Rundung: BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 
S. 123).

4.5 Für die Zeit davor, das heisst bis Ende Dezember 2011 ist von einer 
100 %igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen. Bei einem seit Mai 2011 geän-
derten Status von 50 % Erwerbstätigkeit und 50 % Haushalt (vgl. E. 3.2.4) 
liegt daher im erwerblichen Bereich ein IV-Grad von 50 % vor. Zusammen 
mit der ermittelten gewichteten Einschränkung von 1 % im Bereich Haus-
halt (vgl. E. 4.3.2 hiervor), besteht für die Zeit vom 1. Januar bis 31. März 
2012 Anspruch auf eine halbe IV-Rente (vgl. E. 2.2 hiervor). 

4.6 Nach dem Dargelegten hat die Beschwerdeführerin die Invaliden-
rente zu Recht per 1. Januar 2012 auf eine halbe Rente herabgesetzt und 
unter Berücksichtigung von Art. 88a Abs. 1 IVV (vgl. E. 2.4.2 hiervor) per 
Ende März 2012 aufgehoben. Die Verfügung vom 27. August 2013 
(act. IIA 127) erweist sich daher als rechtens und die dagegen erhobene 
Beschwerde ist abzuweisen. 

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Okt. 2014, IV/13/850, Seite 21

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Beschwerdefüh-
rerin die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

5.2 Bei vorliegendem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf 
eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. 
Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Okt. 2014, IV/13/850, Seite 22

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt C.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.