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**Case Identifier:** 91b26d7d-a9a4-5a63-a92f-efb41af90e32
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-03-13
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 13.03.2015 200 2014 839
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-839_2015-03-13.pdf

## Full Text

200 14 839 IV
KOJ/PES/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 13. März 2015

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Matti, Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiber Peter

A.________
vertreten durch Fürsprecher B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 11. August 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. März 2015, IV/14/839, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Im Dezember 1998 ging der IV-Stelle Bern (nachfolgend IV-Stelle bzw. 
Beschwerdegegnerin) eine Anmeldung des 1965 geborenen A.________ 
(nachfolgend Versicherter bzw. Beschwerdeführer) zum Bezug von IV-
Leistungen für Erwachsene zu (AB 9.1 S. 48 ff.). Nach Vornahme erster 
Abklärungen (vgl. AB 9.1 S. 10 f., S. 14 f., S. 29 ff., S. 35 ff., S. 38, S. 39 ff., 
S. 44 ff. sowie AB 10) sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit Verfügung 
vom 31. Januar 2000 für die Zeit vom 1. Februar bis 30. April 2000 berufli-
che Massnahmen zu (AB 13). 

Am 3. Februar 2000 (zwei Tage nach deren Beginn) wurden die beruflichen 
Massnahmen abgebrochen, da sich gemäss dem Hausarzt des Versicher-
ten dessen Gesamtsituation verschlechtert habe. Der Patient wirke suizid-
gefährdet, weshalb er ihn an eine Psychiaterin überweise (vgl. AB 14, 15 
S. 2).

Am 16. Februar 2000 fand eine erste psychiatrische Behandlung bei 
Dr. med. C.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, 
mit seither regelmässigen Konsultationen statt (vgl. AB 18, 27 S. 3 f.). Am 
26. Mai 2000 ging der IV-Stelle ein Bericht von Dr. med. C.________ zum 
Gesundheitszustand und zur Arbeitsfähigkeit des Versicherten zu (AB 18). 

Mit Vorbescheid vom 21. Juni 2000 stellte die IV-Stelle dem Versicherten 
die Zusprache einer ganzen Rente mit Wirkung ab dem 1. August 1999 in 
Aussicht (AB 19). Nachdem sich der Versicherte hierzu nicht hatte verneh-
men lassen, erliess die IV-Stelle am 24. August 2000 die entsprechende 
Verfügung (AB 23 S. 2 ff.).

B.

Im Rahmen eines Revisionsverfahrens von Amtes wegen meldete der Ver-
sicherte im Mai 2001, sein Gesundheitszustand sei gleichgeblieben. Nach-
dem dies von seiner behandelnden Psychiaterin wie auch seinem Hausarzt 

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bestätigt worden war (AB 27, 28), hielt die IV-Stelle mit Verfügung vom 
14. September 2001 fest, er habe weiterhin Anspruch auf die bisherige 
Invalidenrente (AB 29).

Im August 2002 meldete der Versicherte im Rahmen eines weiteren Revi-
sionsverfahrens wiederum einen unveränderten Gesundheitszustand 
(AB 30). Nachdem dies von der behandelnden Psychiaterin erneut bestätigt 
worden war (AB 32), hielt die IV-Stelle mit Verfügung vom 20. November 
2002 einen unveränderten Rentenanspruch fest (AB 33).

Im Rahmen eines Revisionsverfahrens vom November 2005 gab der Versi-
cherte an, sein Gesundheitszustand habe sich verschlimmert. Eine Erst-
expertise bei Dr. med. D.________, Facharzt für Oto-Rhino-Laryngologie 
FMH, ergab einen Verdacht auf eine degenerative Innenohrschwerhörigkeit 
beidseits (AB 38 S. 5). Mit Schreiben vom 7. Januar 2006 zog der Versi-
cherte sein Gesuch um Hörgeräteversorgung (vgl. AB 34) zurück (AB 45). 
Mit Bericht vom 12. Januar 2006 hielt die behandelnde Psychiaterin einen 
stationären Gesundheitszustand fest (AB 47). In der Folge bestätigte die 
IV-Stelle mit Verfügung vom 23. Januar 2006 den bisherigen Rentenan-
spruch des Versicherten (AB 48).

Anlässlich eines weiteren Revisionsverfahrens von Amtes wegen vom Au-
gust 2010 meldete der Versicherte wiederum einen unveränderten Ge-
sundheitszustand (AB 58). Dies wurde vom Hausarzt (AB 60) wie auch der 
behandelnden Psychiaterin (AB 61) bestätigt. Mit Mitteilung vom 20. Sep-
tember 2010 hielt die IV-Stelle in der Folge einen unveränderten Anspruch 
auf die bisherige Invalidenrente fest (AB 62).

C.

Im Rahmen eines erneuten Revisionsverfahrens von Amtes wegen vom 
Januar 2013 gab der Versicherte wiederum an, sein Gesundheitszustand 
sei gleich geblieben (AB 64). Die IV-Stelle holte im Zusammenhang mit 
dieser eingliederungsorientierten Rentenrevision bei Dr. med. E.________, 
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, dem neuen Hausarzt des 
Versicherten, ergänzende Auskünfte sowie die bei diesem vorhandenen 

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Berichte des Spitals F.________ vom November 2011 und Oktober 2012 
ein (AB 66). Insbesondere aufgrund der in diesen Berichten anamnestisch 
erwähnten Diagnosen eines Morbus Bechterew und eines Status nach 
Operation eines Perikardergusses, aber auch aufgrund der Möglichkeit 
einer medikamentös bedingten (Mit-)Ursache der Beschwerden, erachtete 
der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) in der Folge eine pluridisziplinäre 
Begutachtung für erforderlich, um allfällige Optimierungsmöglichkeiten in 
der Therapie zu eruieren und ein aktuelles Zumutbarkeitsprofil für allfällige 
Eingliederungsmassnahmen formulieren zu können (AB 67 S. 2 f.).

Nach Vervollständigung der medizinischen Akten (AB 71, 73) erteilte die 
IV-Stelle in der Folge über die Plattform SuisseMED@P den Auftrag für 
eine polydisziplinäre Begutachtung des Versicherten (vgl. AB 74, 75); als 
Gutachterstelle zugewiesen wurde die MEDAS I.________, die ihr Gutach-
ten schliesslich am 31. März 2014 erstellte (AB 83.1). Am 28. Mai 2014 
erliess die IV-Stelle einen Vorbescheid, in welchem sie dem Versicherten 
die Aufhebung seiner bisherigen Invalidenrente in Aussicht stellte (AB 84). 
Am 11. August 2014 erging die entsprechende Verfügung (AB 90).

D.

Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte, vertreten durch Fürsprecher 
B.________, am 12. September 2014 Beschwerde mit dem Rechtsbegeh-
ren, die Verfügung sei aufzuheben und die Sache zur Vornahme weiterer 
medizinischer Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen – 
unter Kosten- und Entschädigungsfolge.

Mit Beschwerdeantwort vom 15. Oktober 2014 beantragt die Beschwerde-
gegnerin die Abweisung der Beschwerde.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Angefochten ist die Verfügung der IV-Stelle Bern vom 11. August 
2014 (AB 90). Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch des Be-
schwerdeführers und dabei insbesondere, ob die Beschwerdegegnerin die 
bisherige ganze Rente zu Recht auf das Ende des der Zustellung der Ver-
fügung folgenden Monats revisionsweise aufgehoben hat.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen 
Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem 
nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 
ATSG).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und 
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Vier-
telsrente.

2.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

2.4 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentli-
che Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den In-
validitätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invali-
denrente ist deshalb nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des Ge-
sundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerb-

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lichen Auswirkungen (oder die Auswirkungen auf die Betätigung im übli-
chen Aufgabenbereich) des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszu-
standes erheblich verändert haben. Ein Revisionsgrund ist ferner unter 
Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der Bemessung der 
Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des Aufgabenbe-
reichs eingetreten ist (BGE 130 V 343 E. 3.5 S. 349, 117 V 198 E. 3b S. 
199; SVR 2013 IV Nr. 44 S. 135 E. 3.1.1).

Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Rentenan-
spruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter Berück-
sichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlaggeben-
den Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invaliditäts-
schätzungen zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 4b S. 200; SVR 2011 IV Nr. 37 
S. 109 E. 1.1).

Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeitpunkt der 
ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur Zeit der 
streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 E. 3.5.2 
S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369, SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1). Wurde 
die Rente zuvor bereits revidiert oder bestätigt, so ist als zeitliche Ver-
gleichsbasis die letzte rechtskräftige Verfügung heranzuziehen, sofern eine 
materielle Überprüfung des Leistungsanspruches tatsächlich stattgefunden 
hat, d.h. eine rechtskonforme (medizinische) Sachverhaltsabklärung, eine 
Beweiswürdigung und gegebenenfalls – sofern Hinweise für eine Änderung 
in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands bestanden – 
ein Einkommensvergleich durchgeführt worden sind (BGE 133 V 108 E. 5.4 
S. 114; SVR 2013 IV Nr. 44 S. 135 E. 3.1.2).

2.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 

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2.5.1 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

2.5.2 Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen 
Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Unter-
suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der 
Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b bb S. 353; SVR 2009 IV Nr. 50 S. 154 E. 4.3). Die unterschiedliche 
Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes 
einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizini-
schen Experten anderseits lässt es nicht zu, ein medizinisches Administra-
tiv- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weite-
rer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslau-
tenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich 
eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte 
wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringen
de – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder 
ungewürdigt geblieben sind (SVR 2008 IV Nr. 15 S. 44 E. 2.2.1).

2.5.3 Die Feststellung einer revisionsbegründenden Veränderung erfolgt 
durch eine Gegenüberstellung eines vergangenen und des aktuellen Zu-
standes. Gegenstand des Beweises ist somit das Vorhandensein einer 
entscheidungserheblichen Differenz in den den medizinischen Unterlagen 
zu entnehmenden Tatsachen. Der Beweiswert eines zwecks Rentenrevisi-
on erstellten Gutachtens hängt folglich wesentlich davon ab, ob es sich 

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ausreichend auf das Beweisthema – erhebliche Änderung(en) des Sach-
verhalts – bezieht. Einer für sich allein betrachtet vollständigen, nachvoll-
ziehbaren und schlüssigen medizinischen Beurteilung, die im Hinblick auf 
eine erstmalige Beurteilung der Rentenberechtigung beweisend wäre, 
mangelt es daher in der Regel am rechtlich erforderlichen Beweiswert, 
wenn sich die (von einer früheren abweichende) ärztliche Einschätzung 
nicht hinreichend darüber ausspricht, inwiefern eine effektive Veränderung 
des Gesundheitszustandes stattgefunden hat. Vorbehalten bleiben Sachla-
gen, in denen es evident ist, dass die gesundheitlichen Verhältnisse sich 
verändert haben (SVR 2013 IV Nr. 44 S. 135 E. 6.1.2).

Wegen des vergleichenden Charakters des revisionsrechtlichen Be-
weisthemas und des Erfordernisses, erhebliche faktische Veränderungen 
von bloss abweichenden Bewertungen abzugrenzen, muss deutlich wer-
den, dass die Fakten, mit denen die Veränderung begründet wird, neu sind 
oder dass sich vorbestandene Tatsachen in ihrer Beschaffenheit oder ih-
rem Ausmass substantiell verändert haben. Eine verlässliche Abgrenzung 
der tatsächlich eingetretenen von der nur angenommenen Veränderung ist 
als erforderliche Beweisgrundlage nicht erreicht, wenn bloss nominelle Dif-
ferenzen diagnostischer Art bestehen. Die Feststellung über eine seit der 
früheren Beurteilung eingetretene tatsächliche Änderung ist hingegen 
genügend untermauert, wenn die ärztlichen Sachverständigen aufzeigen, 
welche konkreten Gesichtspunkte in der Krankheitsentwicklung und im Ver-
lauf der Arbeitsunfähigkeit zu ihrer neuen diagnostischen Beurteilung und 
Einschätzung des Schweregrades der Störungen geführt haben (SVR 2013 
IV Nr. 44 S. 136 E. 6.1.3).

3.

3.1 Zeitlicher Referenzpunkt für die Beurteilung, ob eine wesentliche 
Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen vorliegt, die geeignet ist, den 
Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen, bildet vor-
liegend der der ursprünglichen Rentenverfügung vom 24. August 2000 
(AB 23 S. 2 ff.) zu Grunde liegende Sachverhalt. Die in der Zwischenzeit 
erfolgten Revisionsverfügungen vom 14. September 2001 (AB 29), 20. No-

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vember 2002 (AB 33) und 23. Januar 2006 (AB 48) wie auch die Mitteilung 
vom 20. September 2010 (AB 62) sind in dieser Hinsicht unbeachtlich, da 
jeweils keine umfassende materielle Überprüfung des Leistungsanspruchs 
erfolgt ist (vgl. E. 2.4 hiervor).

3.2 Anlässlich der ursprünglichen Rentenzusprache wurden beim Be-
schwerdeführer als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit 
ein sakro-gluteales und lumbosakrales Schmerzsyndrom, eine mittelgradi-
ge depressive Episode mit somatischem Syndrom, ein Verdacht auf eine 
Somatisierungsstörung, eine Angststörung sowie eine psychische Störung 
durch psychotrope Substanzen bzw. eine Medikamentenabhängigkeit fest-
gestellt (AB 15, 18; siehe auch AB 9.1 S. 10 f., S. 14 f., S. 29 ff., S. 35 ff. 
sowie AB 10). Dem Beschwerdeführer sei zurzeit keine Erwerbstätigkeit 
zumutbar. Einerseits sei er psychisch zu wenig stabil und andererseits nicht 
motiviert, da er sich als nicht arbeitsfähig sehe (AB 18 S. 4). Der Invali-
ditätsgrad wurde in der Folge auf 100% festgesetzt (AB 23 S. 6).

3.3 Die Begutachtung durch die MEDAS im Oktober/November 2013 
ergab demgegenüber als Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 
ein chronisches thorakovertebrales Schmerzsyndrom ohne ausstrahlende 
Symptomatik, eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte 
Episode, eine beginnende hypertensive Herzkrankheit sowie einen Ver-
dacht auf eine degenerative Innenohrschwerhörigkeit beidseits (AB 83.1 
S. 22). Insgesamt kamen die Gutachter aus polydisziplinärer Sicht zum 
Schluss, dass der Beschwerdeführer für die angestammte Tätigkeit als … 
und andere körperlich schwer belastende Tätigkeiten nicht arbeitsfähig sei. 
Für körperlich leichte bis mittelschwere, angepasste Tätigkeiten bestehe 
eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 80%. Das Pensum könne voll-
schichtig umgesetzt werden mit leicht erhöhtem Pausenbedarf und leicht 
reduziertem Rendement (AB 83.1 S. 23). Gemäss den vorliegenden Be-
richten habe aus psychiatrischer Sicht 1998/99 eine höhergradige depres-
sive Verstimmung mit entsprechend höherer Einschränkung der Arbeits-
fähigkeit bestanden. Dies sei bei den Rentenrevisionen im Sinne eines un-
veränderten Zustands jeweils bestätigt worden. Die aktuelle Einschätzung 
aus psychiatrischer Sicht könne mit Sicherheit ab spätestens dem Zeit-
punkt der aktuellen Untersuchung in der MEDAS gemacht werden. Die 

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Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus kardiologischer Sicht für körperlich 
schwer belastende Tätigkeiten gelte ebenfalls ab dem Zeitpunkt der aktuel-
len Untersuchung. Die qualitativen Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit 
aus allgemeininternistischer Sicht bestünden seit mindestens November 
2005 (AB 83.1 S. 24).

4.

Der Beschwerdeführer lässt geltend machen, das MEDAS-Gutachten vom 
31. März 2014 (AB 83.1), auf das sich die Beschwerdegegnerin in ihrem 
Revisionsentscheid stütze, sei nicht schlüssig. Dies mit der Begründung, 
dass das Gutachten einerseits die zwecks Beurteilung einer Rentenrevision 
notwendige Frage, ob sich der medizinische Sachverhalt seit der ursprüng-
lichen Rentenzusprechung erheblich verändert habe, nicht beantworte und 
dass andererseits der psychiatrische Gutachter methodische Fehler ge-
macht habe, wobei in diesem Zusammenhang im Wesentlichen die Dauer 
der psychiatrischen Untersuchung und das Fehlen eines Übersetzers kriti-
siert wird.

4.1

4.1.1 Im MEDAS-Gutachten wird explizit ausgeführt, dass 1998/99 eine 
höhergradige depressive Verstimmung mit entsprechend höherer Ein-
schränkung der Arbeitsfähigkeit vorgelegen habe, als anlässlich der aktuel-
len Begutachtung (AB 83.1 S. 24). Dies ist schlüssig und nachvollziehbar. 
Beim Beschwerdeführer lag aufgrund der diesbezüglich übereinstimmen-
den echtzeitlichen Akten im Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenzusprache 
seit spätestens Januar 1998 eine depressive Symptomatik vor, die den 
Schweregrad einer mittelgradigen depressiven Episode aufwies. Dabei ist 
der Schweregrad der damaligen depressiven Symptomatik entgegen der 
Meinung des Beschwerdeführers nicht nur durch seine behandelnde 
Psychiaterin (AB 18), sondern auch durch die Klinik G.________ anlässlich 
seiner Hospitalisation vom 21. April bis 18. Mai 1999 mit der ICD-10-
Klassifikation F32.1 (= mittelgradige depressive Episode) dokumentiert 
worden (vgl. AB 9.1 S. 14). Im Übrigen wurden im Rahmen der Internatio-
nalen Klassifikation psychischer Störungen klare Kriterien aufgestellt, nach 

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denen der Schweregrad einer depressiven Symptomatik zu beurteilen ist. 
Dies liegt entgegen der Annahme des Beschwerdeführers (vgl. Beschwer-
de Ziff. 3.2.) nicht im freien Ermessen der beurteilenden Ärzte (vgl. DILLING/ 
MOMBOUR/SCHMIDT [Hrsg.], Internationale Klassifikation psychischer 
Störungen, ICD-10 Kapitel V [F], Klinisch-diagnostische Leitlinien, 9. Aufl. 
2014, S. 169 ff.). Im Gegensatz zum Zeitpunkt der ursprünglichen Renten-
zusprache im Jahr 2000 erfüllt die depressive Symptomatik des Beschwer-
deführers heute bezüglich des Schweregrads die Kriterien für die Diagnose 
einer mittelgradigen depressiven Episode klarerweise nicht mehr, wie der 
psychiatrische Gutachter der MEDAS im Gutachten vom 31. März 2014 
schlüssig darlegt (AB 83.1 S. 14). Anlässlich der Begutachtung konnten 
weder eine vitale Traurigkeit noch eine Affektlabilität noch eine Antriebs-
störung oder eine akute Suizidalität beobachtet werden. Vielmehr zeigte 
sich der Beschwerdeführer anlässlich der Begutachtung emotional stabil 
und ausgeglichen (vgl. AB 83.1 S. 14). Die übrigen im Rahmen des aktuel-
len Revisionsverfahrens eingelangten Arztberichte (vgl. AB 66 S. 2 ff., 71 
S. 9 ff., 73) vermögen diese Beurteilung nicht in Zweifel zu ziehen. In kei-
nem dieser Berichte wurden Befunde erhoben, die die Diagnose einer 
schwereren depressiven Erkrankung rechtfertigen würden. Dass die betref-
fenden Ärzte in ihren Diagnoselisten teilweise trotzdem schwerwiegendere 
Diagnosen aus dem depressiven Formenkreis auflisteten, kann nicht als 
Indiz gegen die Zuverlässigkeit der Beurteilung durch den psychiatrischen 
Gutachter der MEDAS gewertet werden. Sämtliche Berichte stammen von 
somatisch orientierten Ärzten, die nicht über eine psychiatrische Fach-
arztausbildung verfügen und sich – soweit ersichtlich – auch nicht vertieft 
mit der psychischen Situation des Beschwerdeführers auseinandergesetzt 
haben. Gegen eine schwere psychische Erkrankung spricht sodann auch 
die bisherige Behandlung mit bloss monatlichen Therapiegesprächen und 
einer Medikation mit Serumwerten unter dem therapeutisch effektiven Wert 
(AB 83.1 S. 14), sowie dass die damals behandelnde Psychiaterin eine 
vertiefte Abklärung durch die IV für nicht indiziert erachtete (AB 71 S. 1). Es 
sind in diesem Zusammenhang keine Aspekte ersichtlich, die vom psychia-
trischen Gutachter der MEDAS unerkannt oder ungewürdigt geblieben 
wären. Gestützt auf seine Feststellungen ist eine erhebliche Änderung in 
den tatsächlichen Verhältnissen somit ausgewiesen. 

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Unter anderem wurde bei der erstmaligen Rentenzusprache zudem als 
Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Angststörung fest-
gehalten (AB 18). Unstrittig konnten anlässlich der aktuellen Begutachtung 
keinerlei Hinweise für Angstsymptome im psychopathologischen Befund 
mehr erhoben werden („Hinweise für Angst- oder Zwangssymptome feh-
len“; AB 83.1 S. 13). Auch diesbezüglich ist somit eine erhebliche Verbes-
serung des Gesundheitszustands in psychischer Hinsicht ausgewiesen. 

Eine Veränderung hat im Übrigen auch in somatischer Hinsicht stattgefun-
den. So liegt beim Beschwerdeführer neu eine Herzerkrankung vor, welche 
ihn für körperlich schwer belastende Tätigkeiten in seiner Leistungsfähig-
keit um 10% einschränkt (AB 83.1 S. 22). Dabei ist darauf hinzuweisen, 
dass auch neu hinzugetretene Leiden einer revisionsweisen Rentenaufhe-
bung nicht entgegenstehen, ist bei Vorliegen eines Revisionsgrundes der 
Rentenanspruch doch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig neu 
und ohne Bindung an frühere Invaliditätsschätzungen zu prüfen (vgl. zur 
Publikation vorgesehener Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 
21. Januar 2015, 8C_237/2014, E. 6.4).

4.1.2 Zusammenfassend ist aufgrund des MEDAS-Gutachtens vom 
31. März 2014 (AB 83.1) in psychischer wie auch somatischer Hinsicht eine 
erhebliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen ausgewiesen, die 
geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch des Be-
schwerdeführers zu beeinflussen. Die Kritik am Gutachten, es beantworte 
die im Hinblick auf eine allfällige Rentenrevision notwendige Frage nicht, ob 
sich der medizinische Sachverhalt seit der ursprünglichen Rentenzuspre-
chung erheblich verändert habe, geht nach dem Dargelegten ins Leere. 
Das Vorliegen eines Revisionsgrundes ist gestützt auf dieses Gutachten 
ausgewiesen und der Rentenanspruch des Beschwerdeführers somit frei 
zu prüfen. Der anderslautenden Annahme des Beschwerdeführers kann 
nicht gefolgt werden und es braucht deshalb auch nicht geprüft zu werden, 
ob die Rentenaufhebung allenfalls mit substituierter Begründung nach den 
Schlussbestimmungen des IVG zur 6. IV-Revision zu schützen wäre.

4.2 Das Gutachten der MEDAS vom 31. März 2014 (AB 83.1) erfüllt 
(auch unter Berücksichtigung der vom Beschwerdeführer zitierten Recht-
sprechung gemäss dem Entscheid des BGer vom 25. Juni 2014, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. März 2015, IV/14/839, Seite 14

8C_29/2014, E. 3 und der dort zitierten Urteile [vgl. E. 4.1 hiervor]) sämtli-
che der unter Erwägung 2.5.1 hiervor genannten, von der Rechtsprechung 
an medizinische Expertisen gestellten Anforderungen. Es ist im Hinblick auf 
die streitigen Belange umfassend, beruht auf allseitigen Untersuchungen, 
berücksichtigt die geklagten Beschwerden, ist in Kenntnis der Vorakten 
abgegeben worden und ist in der Darlegung der medizinischen Zusam-
menhänge sowie in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch-
tend und die getätigten Schlussfolgerungen sind begründet. Konkrete Indi-
zien, die gegen die Zuverlässigkeit des Gutachtens sprechen würden, sind 
keine ersichtlich. 

4.2.1 Soweit der Beschwerdeführer solche darin erblicken will, dass an-
lässlich der psychiatrischen Begutachtung kein Übersetzer beigezogen 
worden ist, ist festzuhalten, dass ein Übersetzer nur beizuziehen ist, wenn 
sprachliche Schwierigkeiten bestehen, was vorliegend nicht der Fall war. 
Wie sich insbesondere aus dem psychiatrischen Teil des Gutachtens er-
gibt, konnte der Beschwerdeführer anlässlich der Untersuchungen gut und 
adäquat Auskunft geben und flüssig mit dem Gutachter kommunizieren 
(AB 83.1 S. 14) und zwar – entgegen den Vorbringen in der Beschwerde 
Ziff. 3.6.1. – auch über sein psychisches Befinden. Dies erstaunt ange-
sichts der seit über 15 Jahren mit seiner deutschsprachigen Psychiaterin im 
Schnitt monatlich stattfindenden psychotherapeutischen Gespräche kei-
neswegs. Bei dieser Ausgangslage ist nicht zu beanstanden, dass der 
psychiatrische Gutachter zur Untersuchung keinen Übersetzer beigezogen 
hat. 

4.2.2 Soweit der Beschwerdeführer geltend machen lässt, das Gutachten 
der MEDAS sei in psychiatrischer Hinsicht nicht schlüssig, weil die psychia-
trische Untersuchung weniger als eine Stunde gedauert habe, ist einerseits 
festzuhalten, dass es für den Aussagegehalt eines medizinischen Gutach-
tens grundsätzlich nicht auf die Dauer der Untersuchung ankommt; mass-
gebend ist in erster Linie, ob die Expertise inhaltlich vollständig und im Er-
gebnis schlüssig ist (vgl. Entscheid des BGer vom 29. März 2010, 
8C_942/2009, E. 5.2), und andererseits, dass diese Behauptung aktenwid-
rig ist. Die psychiatrische Untersuchung dauerte gemäss der entsprechen-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. März 2015, IV/14/839, Seite 15

den Dokumentation im Gutachten (AB 83.1 S. 13) eine Stunde und fünf 
Minuten und liegt damit in der Norm. 

4.3 Aufgrund der gesamten Akten, insbesondere auch dem mit der Be-
schwerde eingereichten Bericht von Dr. med. H.________, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 28. August 2014 (BB 3), soweit 
dieser überhaupt Rückschlüsse auf den vorliegend relevanten Zeitraum 
zulässt, sind keine Aspekte ersichtlich, die von den Gutachtern der MEDAS 
unerkannt oder ungewürdigt geblieben wären. Soweit der Beschwerdefüh-
rer implizit bemängeln lässt, die Gutachter der MEDAS hätten sich nicht 
explizit und umfassend zu den verschiedenen Kriterien geäussert, die 
rechtlich eine ausnahmsweise Annahme einer Unüberwindbarkeit der von 
ihm geklagten Schmerzen rechtfertigen würden (vgl. Beschwerde 
Ziff. 3.12.), ist festzuhalten, dass diese rechtlichen Kriterien einzig der Prü-
fung dienen, ob eine ärztlicherseits anerkannte (Teil-)Arbeitsunfähigkeit 
auch im Lichte der für eine Unüberwindbarkeit der Schmerzsymptomatik 
massgebenden rechtlichen Kriterien standhält. Nachdem vorliegend jedoch 
schon aus medizinischer Sicht keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 
aufgrund der allenfalls noch vorhandenen anhaltenden somatoformen 
Schmerzstörung besteht, wie die MEDAS-Gutachter unter Bezugnahme auf 
die Ressourcen des Beschwerdeführers (AB 83.1 S. 16) und seine prak-
tisch freie Beweglichkeit ohne erkennbare Schmerzäusserungen (AB 83.1 
S. 18) überzeugend darlegen, erübrigt sich eine entsprechende rechtliche 
Prüfung. Trotzdem bleibt darauf hinzuweisen, dass selbst wenn die Gut-
achter aufgrund der Diagnose einer anhaltenden somatoformen Schmerz-
störung eine (Teil-)Arbeitsunfähigkeit attestiert hätten, eine solche aufgrund 
der rechtlichen Kriterien aus sozialversicherungsrechtlicher Sicht klarerwei-
se nicht hätte anerkannt werden können, nachdem beim Beschwerdeführer 
keine psychische Komorbidität von erheblicher Schwere und Dauer, kein 
sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens und auch kein verfestigter, 
therapeutisch nicht mehr beeinflussbarer innerseelischer Verlauf einer an 
sich missglückten, psychisch aber entlastenden Konfliktbewältigung aus-
gewiesen sind (AB 83.1 S. 12 ff.). Angesichts der nun teilremittierten De-
pressivität und der überwundenen Angststörung kann auch nicht vom 
Scheitern einer konsequent durchgeführten Behandlung gesprochen wer-
den. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. März 2015, IV/14/839, Seite 16

4.4 Zusammenfassend hat die Beschwerdegegnerin dem Gutachten 
der MEDAS vom 31. März 2014 (AB 83.1) zu Recht volle Beweiskraft zuer-
kannt und für die Zeit ab der Untersuchung des Beschwerdeführers in der 
MEDAS im Oktober/November 2013 auf dieses Gutachten abgestellt. Ob 
die Beschwerdegegnerin die von den Gutachtern attestierte Leistungsein-
schränkung von noch 20% in einer angepassten Tätigkeit zu Recht mit der 
Begründung nicht berücksichtigt hat, diese basiere auf einer invalidenversi-
cherungsrechtlich nicht relevanten, da derzeit bloss noch leichtgradigen 
depressiven Symptomatik, kann vorliegend letztlich offen bleiben. Selbst 
wenn man diese Leistungseinschränkung mit Blick auf die übrigen Diagno-
sen anerkennen würde, resultierte kein rentenbegründender Invaliditäts-
grad mehr (vgl. E. 5 hiernach). Dabei ist vorab festzuhalten, dass keine 
Gründe ersichtlich sind, weshalb es dem Beschwerdeführer trotz seines 
langjährigen Rentenbezugs nicht möglich sein sollte, seine weitgehend 
wiedererlangte Arbeits- und Leistungsfähigkeit in einer angepassten Tätig-
keit auf dem Wege der Selbsteingliederung zu verwerten (vgl. Entscheid 
des BGer vom 1. Februar 2012, 9C_726/2011, E. 5 sowie AB 83.1 S. 24).

5.

5.1 Vorliegend hat die Beschwerdegegnerin sowohl das Validen- als 
auch das Invalideneinkommen des Beschwerdeführers auf der gleichen 
Basis nach LSE berechnet (LSE 2010, Tabelle TA1, Anforderungsniveau 4, 
Männer, Total; vgl. AB 90 S. 2). Dies ist nicht zu beanstanden, nachdem 
der Beschwerdeführer über keine Berufsausbildung verfügt, seine letzte 
Stelle schon vor langer Zeit aus invaliditätsfremden Gründen verloren (vgl. 
AB 9.1 S. 39 ff.) und seither keine neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat 
(BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 139 V 592 E. 2.3 S. 593).

5.2 Sind beide Vergleichseinkommen – wie vorliegend – auf der glei-
chen Basis zu berechnen, erübrigt sich ein zahlenmässiger Einkommens-
vergleich. Der Invaliditätsgrad entspricht diesfalls grundsätzlich der medizi-
nisch-theoretischen Einschränkung seiner Arbeits- und Leistungsfähigkeit, 
welche nach dem Dargelegten – wenn überhaupt – höchstens noch 20% 
beträgt. Selbst unter Gewährung eines leidensbedingten Abzugs von 10%, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. März 2015, IV/14/839, Seite 17

weil dem Beschwerdeführer trotz seiner gesundheitlichen Verbesserungen 
nicht mehr sämtliche Tätigkeiten zumutbar sind (vgl. AB 83.1 S. 10 , S. 18 
und S. 22), resultiert damit kein rentenbegründender Invaliditätsgrad mehr 
(1 - 0.8 x 0.9 = IV-Grad von 28%). Allfällige invaliditätsfremde Gründe, die 
auf ein unterdurchschnittliches Einkommen des Beschwerdeführers 
schliessen liessen (Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie), 
wären vorliegend bei beiden statistischen Vergleichseinkommen zu 
berücksichtigen, weshalb diese Faktoren vorliegend unbeachtlich sind 
(Entscheid BGer vom 19. Januar 2009, 8C_42/2008, E. 5). 

6.

Zusammenfassend hat die Beschwerdegegnerin die bisherige Rente des 
Beschwerdeführers somit zu Recht revisionsweise aufgehoben. Der Zeit-
punkt der Rentenaufhebung entspricht Art. 88bis Abs. 2 lit. a der Verord-
nung über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961 (IVV; 
SR 831.201) und ist ebenfalls nicht zu beanstanden. Die Beschwerde er-
weist sich somit als unbegründet und ist abzuweisen

7.

7.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

7.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 61 lit. g 
ATSG [Umkehrschluss]).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. März 2015, IV/14/839, Seite 18

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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Zu eröffnen (R):
- Fürsprecher B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.