# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5147f54b-eaaf-53dd-b3bd-08298048578f
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-11-10
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 10.11.2011 E-6040/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6040-2011_2011-11-10.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung V
E­6040/2011

U r t e i l   v om   1 0 .   No v embe r   2 0 1 1  

Besetzung Einzelrichterin Gabriela Freihofer,
mit Zustimmung von Richterin Nina Spälti Giannakitsas;  
Gerichtsschreiber Jan Feichtinger.

Parteien A. _______, geboren am (…),
Ägypten, 
(…)
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), 
Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 
5. Oktober 2011 / N (…).

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer,  ein  ägyptischer  Staatsangehöriger  aus 
B.  _______,  erstmals am 28. Januar 2011 mit  einem –  für  die Zeit  vom 
1. Januar  bis  zum  31. März 2011  gültigen  –  Schweizer  Visum  in  die 
Schweiz einreiste und nach dem Scheitern der beabsichtigten Heirat mit 
einer Schweizerin am 26. Februar 2011 nach Kairo zurückflog,

dass  er  am  2. März 2011  erneut  in  die  Schweiz  einreiste  und  –  unter 
Hinweis  auf  die  schwierige Arbeitsmarktsituation  in  seiner Heimat  –  am 
7. März 2011 erstmals um Asyl nachsuchte, sein Asylgesuch  jedoch am 
29. März 2011  zurückzog  und  am  folgenden Tag  unter Entgegennahme 
individueller Rückkehrhilfe in seine Heimat zurückkehrte,

dass der Beschwerdeführer seinen Heimatstaat bereits am folgenden Tag 
(dem 30. März 2011) wieder  verliess und – wiederum unter Vorweisung 
seines nach wie vor gültigen Visums – mit dem Flugzeug in die Schweiz 
gelangte, wo er am 8. April 2011 ein weiteres Asylgesuch stellte,

dass er anlässlich der Kurzbefragung  (…) vom 14. April 2011 sowie der 
direkten  Anhörung  vom  12. Juli 2011  zur  Begründung  dieses 
Asylgesuchs  im  Wesentlichen  geltend  machte,  er  sei  bei  seiner 
Heimreise  im  Nachgang  seines  ersten  Asylverfahrens  nicht  nach  C. 
_______ geflogen, sondern habe das Flugzeug beim Zwischenhalt  in D. 
_______ verlassen, um seine Eltern zu besuchen, die zuvor mit dem Tod 
bedroht  worden  seien  und  ihm  deshalb  von  einem  Besuch  abgeraten 
hätten,

dass er mit dem Taxi vom Flugplatz zum Bahnhof habe fahren wollen, er 
jedoch  unterwegs  von  einem  (…) Mann  erkannt  worden  sei,  dieser  ihn 
schreiend als Ungläubigen und Verräter bezeichnet, eine Waffe gezückt 
und auf ihn geschossen habe,

dass  der  Taxifahrer  ihn  in Missachtung  der Verkehrsvorschriften  zurück 
zum Flughafen gebracht habe, wo er übernachtet und am folgenden Tag 
ein Flugzeug nach [Schweizer Stadt] bestiegen habe,  

dass  das  geschilderte  Attentat  auf  den  bisher  unerwähnten  Umstand 
zurückzuführen sei, dass der Beschwerdeführer  in seiner Studienzeit  im 
Auftrag eines (…) und im Stile eines verdeckten Ermittlers die E. _______ 
ausspioniert habe, 

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dass seine Tarnung  im Jahr 2009 aufgeflogen sei, worauf er  telefonisch 
bedroht worden und deshalb gezwungen gewesen sei, nach C. _______ 
umzuziehen,

dass das BFM mit Verfügung vom 5. Oktober 2011 – am folgenden Tag 
eröffnet  –  feststellte,  der  Beschwerdeführer  erfülle  die 
Flüchtlingseigenschaft  nicht,  sein  Asylgesuch  vom  7. März 2011 
ablehnte,  die  Wegweisung  aus  der  Schweiz  sowie  deren  Vollzug 
anordnete  und  einer  allfälligen  Beschwerde  die  aufschiebende Wirkung 
entzog,

dass  es  zur  Begründung  seines Entscheids  im Wesentlichen  ausführte, 
die  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  vermöchten  den  Anforderungen 
an die Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 
(AsylG, SR 142.31) nicht zu genügen,

dass  zunächst  bei  Wahrunterstellung  des  geltend  gemachten  Vorfalles 
nicht  einzusehen  sei, weshalb  der Beschwerdeführer  seine Tätigkeit  für 
F.  _______  und  die  deshalb  erhaltenen  Drohungen  im Rahmen  seines 
ersten  Asylverfahrens  nicht  erwähnt  insbesondere  die  Frage  nach 
Problemen  mit  heimatlichen  Behörden,  Organisationen  oder 
Privatpersonen ausdrücklich verneint habe, 

dass  im Übrigen nicht nachvollziehbar sei, weshalb die E. _______ den 
Beschwerdeführer vor seiner Ausreise über Jahre hinweg hätte bedrohen 
sollen, ohne  je konkret gegen  ihn vorzugehen, um  ihn schliesslich nach 
monatelanger  Abwesenheit  unmittelbar  nach  seiner  Rückkehr  zu 
verfolgen und in aller Öffentlichkeit unter Beschuss zu nehmen,

dass  sich  auch  die  Schilderung  dieses  Vorfalls  als  widersprüchlich 
erweise, zumal bei der Erstbefragung von einem Schuss  in die Scheibe 
des Taxis, anlässlich der Anhörung hingegen von mehreren Schüssen die 
Rede gewesen sei, welche die Front­ und Heckscheibe des Fahrzeuges 
zerschlagen  und  die  Blechteile  des  Fahrzeugs  (Türen  und  Dach) 
durchlöchert hätten,

dass  sich  weiter  auch  nicht  schlüssig  erklären  lasse,  weshalb  der 
Attentäter  ausgerechnet  an  der  Kreuzung  am  (…)  auf  den 
Beschwerdeführer  gewartet  haben  soll,  sei  doch  der  Taxifahrer 
aussagegemäss  infolge  eines  Verkehrsstaus  von  der  normalen  Route 
abgewichen,

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dass schliesslich nicht einsehbar sei, weshalb der Beschwerdeführer von 
Seiten  der  ägyptischen  Armee,  welche  in  Ägypten  auch  nach  den 
Umwälzungen  unverändert  die  Macht  ausübe,  keinen  Schutz  erhalten 
sollte, 

dass der Wegweisungsvollzug in den Heimatstaat zulässig, zumutbar und 
praktisch durchführbar sei,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  undatierter,  ans  BFM  gerichteter 
(Eingang  am  3. November 2011)  und  zuständigkeitshalber  ans 
Bundesverwaltungsgericht  weitergeleiteter  Eingabe  (Eingang  am 
7. November 2011)  Beschwerde  erhob  und  dabei  in materieller Hinsicht 
beantragte,  die  Verfügung  des  BFM  sei  aufzuheben,  seine 
Flüchtlingseigenschaft  sei  anzuerkennen  und  ihm  Asyl  zu  gewähren; 
eventualiter  sei  festzustellen,  dass  der  Vollzug  der  Wegweisung 
unzulässig, unzumutbar und unmöglich sei und die vorläufige Aufnahme 
anzuordnen,

dass  er  in  prozessualer  Hinsicht  die  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege  im  Sinne  von  Art.  65  Abs.  1  und  2  des  Bundesgesetzes 
vom  20.  Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 
172.021])  und  den Verzicht  auf  die Erhebung  eines Kostenvorschusses 
beantragte  sowie  darum  ersuchte,  eventualiter  sei  die  aufschiebende 
Wirkung der Beschwerde wiederherzustellen, die zuständige Behörde sei 
vorsorglich  anzuweisen,  die  Kontaktaufnahme  mit  den  Behörden  des 
Heimat­  oder  Herkunftsstaates  sowie  jegliche  Datenweitergabe  an 
dieselben zu unterlassen und er sei bei bereits erfolgter Datenweitergabe 
darüber in einer separaten Verfügung zu informieren,

dass auf die Begründung der Rechtsbegehren, soweit  für den Entscheid 
wesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen wird,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 
über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  VwVG)  des  BFM 
entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des 
Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht 
(Art. 105  AsylG  i. V. m.  Art. 31 – 33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes 

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vom  17. Juni  2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung 
besonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der 
Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 VwVG),

dass  der  Beschwerdeführer  mit  seiner  Eingabe  fälschlicherweise  ans 
BFM  gelangt  ist,  die  Einreichung  bei  einer  unzuständigen  Behörde  der 
Fristwahrung jedoch nicht entgegensteht (Art. 21 Abs. 2 VwVG),

dass  somit  auf  die  im  Übrigen  frist­  und  formgerecht  eingereichte 
Beschwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG, Art. 105 AsylG i.V.m. 
Art. 37 VGG und Art. 52 VwVG),

dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  respektive  einer 
zweiten Richterin zu entscheiden ist (Art. 111 Bst. e AsylG), und es sich 
vorliegend – wie nachfolgend aufgezeigt wird – um eine solche handelt, 
weshalb  auf  einen  Schriftenwechsel  zu  verzichten  und  der 
Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 1 
und 2 AsylG),

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt  (Art. 2 Abs. 1 
AsylG),  wobei  als  Flüchtling  eine  ausländische  Person  anerkannt  wird, 
wenn sie  in  ihrem Heimatstaat oder  im Land,  in dem sie zuletzt wohnte, 
wegen  ihrer  Rasse,  Religion,  Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer 
bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen 
ernsthaften  Nachteilen  ausgesetzt  ist  oder  begründete  Furcht  hat, 
solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 
gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

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dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde 
ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender  Wahrscheinlichkeit  für  gegeben 
hält,

dass  Vorbringen  insbesondere  dann  unglaubhaft  sind,  wenn  sie  in 
wesentlichen  Punkten  zu  wenig  begründet  oder  in  sich  widersprüchlich 
sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte 
oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden,

dass  das BFM  in  der  angefochtenen Verfügung ausführlich  und  –  nach 
Prüfung der Akten  auch aus Sicht  des Bundesverwaltungsgerichts  –  zu 
Recht  festgestellt  hat,  dass  die Vorbringen  des Beschwerdeführers  den 
Anforderungen  an  die  Glaubhaftmachung  gemäss  Art.  7  AsylG  nicht 
genügen,  wobei  zur  Vermeidung  von  Wiederholungen  vorab  auf  die 
zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz zu verweisen ist,

dass  insbesondere  das  Vorbringen,  wonach  der  Beschwerdeführer  den 
(…)  über  Jahre  hinweg  als  verdeckter  Ermittler  gedient  habe,  als 
nachgeschobene  Sachverhaltsanpassung  zu  betrachten  ist,  zumal  er 
diesen  Umstand  anlässlich  seiner  vorhergehenden  Aufenthalte  in  der 
Schweiz und insbesondere im Rahmen seines ersten Asylverfahrens mit 
keinem Wort erwähnte,

dass  auch  das  angebliche  plötzliche  Interesse  der  E.  _______  der 
Beseitigung  des  Beschwerdeführers  jeder  Logik  des  Handelns 
zuwiderläuft, wo doch die Behelligungen zwischen dem Auffliegen seiner 
Tarnung  2009  und  seiner  Ausreise  2011  nicht  über  telefonische 
Drohungen hinausgegangen sein sollen (Akten BFM  A30 S. 6), 

dass  dies  umso  erstaunlicher  erscheint,  als  die  genannten  Drohungen 
("Du  (…),  du  Verräter,  wir  müssen  dich  umbringen")  aussagegemäss 
auch  auf  dem  Festnetz  eingegangen  sein  sollen  (A41  S. 7),  mithin  bei 
Wahrunterstellung  seiner  Aussagen  die  (…)  seinen  Aufenthaltsort 
gekannt  hätten  und  er  vor  seiner  Ausreise  jederzeit  greifbar  gewesen 
wäre, 

dass  auch  die  Darstellung  des  angeblich  fluchtbegründenden  Vorfalls 
vom  29. März 2011  entsprechend  den  zutreffenden  Erwägungen  des 
BFM  von  deutlichen  Widersprüchen  geprägt  und  seine  Darstellung  bei 
der  später  erfolgten  Anhörung  ("Die  Windschutzscheibe  und  die 
Heckscheibe  waren  zerstört,  die  Türen  vorne  und  hinten  rechts  waren 
ebenfalls  durchschossen",  A30  S.  5)  im  Vergleich  zur  Erstbefragung 

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("Dann hat  der  (…) Mann mich erkannt,  auf mich geschossen,  aber  ich 
habe mich geduckt und er traf nur die Scheibe des Taxis. […] Die Kugel 
hätte  auch  ihn  [den  Taxifahrer]  treffen  können.",  A  30  S.  5) 
bezeichnenderweise wesentlich dramatischer ausgefallen ist, 

dass der Erklärungs­ und Entkräftungsversuch  in der Beschwerdeschrift, 
wonach  der  Dolmetscher  allfällige  Unstimmigkeiten  verursacht  habe, 
nicht  zu  überzeugen  vermag  und  als  Schutzbehauptung  zu  werten  ist, 
zumal  der  Beschwerdeführer  die  Authentizität  der  Protokolle 
unterschriftlich bestätigt hat,

dass sich im Übrigen die dortige Behauptung, wonach die Befragungen in 
deutscher Sprache durchgeführt worden seien, angesichts der Vermerke 
"Sprache:  arabisch"  (A30  S.  8)  und  "Das  Protokoll  wird  Ihnen  nun 
übersetzt" (A41 S. 9) klarerweise als aktenwidrig erweisen,

dass auch die übrigen Vorhalte  in der Rechtsmitteleingabe, mit welchen 
der  Beschwerdeführer  im  Wesentlichen  eine  gegen  ihn  laufende 
Verschwörung der Befragungsteilnehmer kolportiert  (etwa:  "Ça veut dire 
que  l'  équipe de  la première  rencontre,  la dame et  le  traducteur,  ils ont 
déja  organisé  de  me  faire  tromper  forcement"),  jeder  vernünftigen 
Grundlage entbehren,

dass  insgesamt  die  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  den 
Anforderungen  an  die  Glaubhaftigkeit  gemäss  Art.  7  AsylG  nicht 
standhalten, weshalb auf eine Prüfung von deren Asylrelevanz verzichtet 
werden kann,

dass  es  dem  Beschwerdeführer  somit  nicht  gelingt,  die 
Flüchtlingseigenschaft  nachzuweisen  oder  zumindest  glaubhaft  zu 
machen,  weshalb  das  Bundesamt  das  Asylgesuch  zu  Recht  abgelehnt 
hat,

dass  die  Ablehnung  eines  Asylgesuchs  oder  das Nichteintreten  auf  ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 
(Art.  44  Abs.  1  AsylG),  vorliegend  der  Kanton  keine 
Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung 
einer  solchen  besteht  (vgl.  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der 
Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21), weshalb 
die  verfügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen 
Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet 
wurde,

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dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen 
Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  regelt, 
wenn  der  Vollzug  der Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar  oder 
nicht  möglich  ist  (Art.  44  Abs.  2  AsylG;  Art.  83  Abs.  1  des 
Bundesgesetzes  vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig  ist,  wenn 
völkerrechtliche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der 
Ausländerin oder des Ausländers  in den Heimat­, Herkunfts­ oder einen 
Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land 
gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem  Grund  nach  Art.  3  Abs.  1  AsylG  gefährdet  ist  oder  in  dem  sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 
5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 
1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker­ und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, 
da  es  dem  Beschwerdeführer  nicht  gelungen  ist,  eine  asylrechtlich 
erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen, 
weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non­Refoulements  im  vorliegenden  Verfahren  keine  Anwendung  findet 
und  keine  Anhaltspunkte  für  eine  menschenrechtswidrige  Behandlung 
ersichtlich sind, die in Ägypten droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 
erweist,  wenn  sie  im  Heimat­  oder  Herkunftsstaat  auf  Grund  von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer 
Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage in Ägypten noch individuelle Gründe auf 
eine  konkrete  Gefährdung  im  Falle  einer  Rückkehr  schliessen  lassen, 
weshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers nach Ägypten 
schliesslich möglich  ist,  da  keine Vollzugshindernisse  bestehen  (Art.  83 
Abs.  2  AuG)  und  es  ihm  obliegt,  bei  der  Beschaffung  gültiger 
Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

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dass  nach  dem  Gesagten  der  vom  Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass  es  dem  Beschwerdeführer  demnach  nicht  gelungen  ist  darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder 
unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen 
ist,

dass mit  dem negativen Entscheid  in  der Hauptsache die  prozessualen 
Anträge (Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung, Verzicht auf die 
Erhebung  eines  Kostenvorschusses,  vorsorgliche  Anweisung  an  die 
zuständige  Behörde,  die  Kontaktaufnahme  mit  den  Behörden  des 
Heimat­ oder Herkunftsstaates sowie  jegliche Datenweitergabe an diese 
zu unterlassen) gegenstandslos werden,

dass  aus  den  Akten  nicht  hervorgeht,  dass  dem  Heimatstaat  des 
Beschwerdeführers  Daten  weitergegeben  worden  wären,  weshalb  auch 
der  entsprechende  Eventualantrag,  eine  derartige  erfolgte 
Datenweitergabe  sei  dem  Beschwerdeführer  in  einer  separaten 
Verfügung bekanntzugeben, gegenstandslos ist,

dass  sich  die  Beschwerde  aufgrund  vorstehender  Erwägungen  als 
aussichtslos  darstellte,  weshalb  das  Gesuch  um  Gewährung  der 
unentgeltlichen  Rechtspflege  gemäss  Art.  65  Abs.  1  und  2  VwVG 
abzuweisen ist,

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.– (Art. 
1­3  des  Reglements  vom  21.  Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art.  63  Abs.  1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Seite 10

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  gemäss 
Art. 65 Abs. 1 und 2 AsylG wird abgewiesen.

3. 
Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  600.–  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4. 
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Gabriela Freihofer Jan Feichtinger

Versand: