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**Case Identifier:** 801ed5e9-4101-5401-a11a-f2e726464188
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-10-21
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 21.10.2008 C-2689/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2689-2006_2008-10-21.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-2689/2006/frj/fas
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 1 .  O k t o b e r  2 0 0 8

Richter Johannes Frölicher (Vorsitz), 
Richterin Madeleine Hirsig, 
Richter Beat Weber, 
Gerichtsschreiberin Susanne Fankhauser.

D._______, 
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Peter Stadler, 
Dufourstrasse 140, 8008 Zürich,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Invalidität (Einspracheentscheid vom 17. Februar 2006).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-2689/2006

Sachverhalt:

A.
Der 1962 in Mazedonien geborene D._______ arbeitete von 1988 bis 
1991  als  Hilfsdachdecker  in  der  Schweiz  und entrichtete  –  entspre-
chend seinem aufenthaltsrechtlichen Status als Saisonnier – Beiträge 
an die schweizerische  Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversiche-
rung (AHV/IV; IV-Akt. 35). Nach einem im März 1990 erlittenen Arbeits-
unfall  sprach  ihm  die  SUVA  als  zuständige  Unfallversicherung  ab 
1. November  1992  eine  Invalidenrente  von  30 %  zu  (SUVA-Akten). 
Einen am 15. Juli 1992 gestellten Antrag auf Berufsberatung wies die 
IV-Stelle  des  Kantons  Zürich  mit  der  Begründung  ab,  dass  der 
Versicherte  mittlerweile  die  Schweiz  verlassen  habe  und  berufliche 
Massnahmen aufgrund einer Einreisesperre nicht durchgeführt werden 
könnten (Verfügung vom 5. Februar  1993,  IV-Akt. 24). Eine als  Revi-
sionsgesuch  bezeichnete  Eingabe,  welche  der  Versicherte  am 
13. Oktober 1997 einreichen liess (IV-Akt. 25), nahm die IV-Stelle des 
Kantons  Zürich  als  Neuanmeldung  zum  Bezug  einer  Invalidenrente 
entgegen und holte  unter  anderem ein  Gutachten  der  Rheumaklinik 
Y._______  (nachfolgend:  Rheumaklinik)  ein,  das  am  24. Juni  1998 
erstattet wurde (IV-Akt. 48). Mit Verfügung vom 27. August 1998 wies 
sie das Leistungsbegehren ab, nachdem sie einen Invaliditätsgrad von 
30 % ermittelt  hatte (IV-Akt. 56). Die dagegen erhobene Beschwerde 
wies  das  Sozialversicherungsgericht  des  Kantons  Zürich  mit  Urteil 
vom 14. Juli 2000 ab (IV-Akt. 65). 

Mit  Schreiben  vom  28. August  2001  liess  D._______  durch  seinen 
neuen  Rechtsvertreter  eine  wesentliche  Verschlechterung  des 
Gesundheitszustandes  geltend  machen  und  eine  neue  Prüfung  des 
Rentenanspruchs,  eventualiter  des Anspruchs auf  medizinische bzw. 
berufliche  Massnahmen,  beantragen  (IV-Akt. 72).  Auf  Nachfrage  der 
IV-Stelle  Zürich  teilte  der  Rechtsvertreter  mit,  der  Versicherte  habe 
ausreisen müssen (IV-Akt. 75), worauf das Dossier an die IV-Stelle für 
Versicherte  im  Ausland  (nachfolgend:  IV-Stelle)  überwiesen  wurde. 
Nach Eingang der Arztberichte legte die IV-Stelle  das Dossier ihrem 
medizinischen  Dienst  vor,  welcher  eine  rheumatologische  und  psy-
chiatrische Begutachtung als erforderlich betrachtete (IV-Akt. 97). Mit 
Schreiben  vom  30. Oktober  2002  beauftragte  die  IV-Stelle  die 
Rheumaklinik mit der Begutachtung (IV-Akt. 99). Die am 26. Septem-
ber  2003  vorgesehene  Begutachtung  (IV-Akt. 104)  konnte  nicht 
durchgeführt werden, weil dem Versicherten keine Einreisebewilligung 

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erteilt  wurde.  Aus  dem  gleichen  Grund  scheiterte  die  auf  den 
21. November 2003 verschobene Untersuchung (IV-Akt. 111 ff.). Auch 
die auf den 2. Juli  2004 angesetzte Begutachtung konnte nicht statt-
finden (IV-Akt. 138 ff.). Erst die für den 1. April 2005 geplante Begut-
achtung  –  welche  dem  damaligen  Rechtsvertreter  am  22. Februar 
2005 bekannt gegeben wurde (IV-Akt. 154) – konnte tatsächlich durch-
geführt  werden.  Das  rheumatologische  Gutachten  von  Dr. med. 
A._______  und  Dr. med.  B._______  wurde  am  1. Juni  2005,  das 
psychiatrische Teilgutachten von Dr. med. C._______ am 6. Mai 2005 
erstattet (IV-Akt. 157 f.). Die Verwaltung legte das Dossier erneut ihrem 
medizinischen Dienst vor (IV-Akt. 160, 162), ermittelte aufgrund eines 
Einkommensvergleichs einen Invaliditätsgrad von 36 % und wies das 
Leistungsbegehren  mit  Verfügung  vom  8. August  2005  ab  (IV-
Akt. 165).  In  seiner  Einsprache  vom  17. August  2005  verlangte  der 
Versicherte die Zusprechung einer Rente aufgrund eines Invaliditäts-
grades von 60 – 70 % sowie Einsicht in die Gutachten (IV-Akt. 166). 
Nachdem der Rechtsvertreter die Begründung unter Berücksichtigung 
der  Gutachten  ergänzt  hatte,  wies  die  IV-Stelle  die  Einsprache  ab 
(Einspracheentscheid vom 17. Februar 2006; IV-Akt. 171).

B.
D._______, nun vertreten durch Rechtsanwalt Peter Stadler, liess am 
17. März 2006 Beschwerde bei der  Eidgenössischen AHV/IV-Rekurs-
kommission  für  die  im  Ausland  wohnenden  Personen  (nachfolgend: 
Rekurskommission  AHV/IV) erheben  und  die  Zusprechung  von 
mindestens  einer  halben  Invalidenrente  beantragen,  eventualiter  sei 
ein neues Gutachten von unabhängigen Sachverständigen einzuholen. 
Im  Weiteren  beantragte  er,  es  sei  ein  zweiter  Schriftenwechsel 
durchzuführen, Rechtsanwalt Peter Stadler sei ihm als unentgeltlicher 
Rechtsbeistand zu bestellen und es sei ihm eine Parteientschädigung 
zuzusprechen,  wobei  dem  Rechtsvertreter  vor  der  Festsetzung  der 
Entschädigung  Gelegenheit  zur  Darlegung  seines  Zeitaufwandes  zu 
geben sei. Der Beschwerdeführer rügte verschiedene Verfahrensfehler 
der Vorinstanz sowie Mängel des Gutachtens (Akt. 1).

C.
In ihrer Vernehmlassung vom 1. Mai 2006 beantragte die Vorinstanz, 
die Beschwerde sei abzuweisen. Sowohl das psychiatrische als auch 
das rheumatologische Gutachten erfüllten die Anforderungen an eine 
beweiskräftige  Stellungnahme.  Die  vom  Beschwerdeführer  dagegen 
vorgebrachten Einwände seien unbegründet. Im Übrigen seien die vom 

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neuen Rechtsvertreter gerügten Verfahrensmängel bei der Ernennung 
der  Gutachter  im  aktuellen  Verfahrensstadium  als  verspätet  zu 
betrachten (Akt. 4).

D.
Im  Rahmen  des  zweiten  Schriftenwechsels  hielten  die  Parteien  an 
ihren  Anträgen  und  Begründungen  fest  (Replik  vom  22. Mai  2006 
[Akt. 7], Duplik vom 1. Juni 2006 [Akt. 9]).

E.
Am 6. Juni 2006 wurde der Schriftenwechsel abgeschlossen (Akt. 10).

F.
Das Bundesverwaltungsgericht  teilte  den  Parteien  am 6. März  2007 
mit,  dass  es  das  Verfahren  per  1. Januar  2007  übernommen  habe 
(Akt. 12). 

G.
Mit  Verfügung  vom  24. Juli  2008  (Akt. 13)  teilte  das  Gericht  den 
Parteien die Änderung der Zusammensetzung des Spruchkörpers mit 
und forderte den Beschwerdeführer zur Einreichung der erforderlichen 
Angaben zu seinem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege auf.

H.
Mit  Eingabe vom 5. September 2008 liess der Beschwerdeführer die 
eingeforderten  Unterlagen  zum  Gesuch  um  unentgeltliche  Rechts-
pflege  sowie  einen  Bericht  von  Dr. K._______  vom  2. Juli  2008 
einreichen (Akt. 14). Der Rechtsvertreter legte zudem seine Honorar-
note  bei.  Gegen  die  Zusammensetzung  des  Spruchkörpers  wurden 
keine Einwände erhoben.

I.
Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten 
wird,  soweit  für  die  Entscheidfindung  erforderlich,  im  Rahmen  der 
nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Das Bundesverwaltungsgericht übernimmt, sofern es zuständig ist, die 

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Beurteilung der am 1. Januar 2007 bei den Eidgenössischen Rekurs- 
oder  Schiedskommissionen  oder  bei  den  Beschwerdediensten  der 
Departemente  hängigen  Rechtsmittel.  Das  neue  Verfahrensrecht  ist 
anwendbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 
17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]). 

1.1 Gemäss  Art.  31  VGG  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht 
Beschwerden  gegen  Verfügungen  nach  Art.  5  des  Bundesgesetzes 
vom 20. Dezember  1968 über  das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 
172.021),  sofern  keine  Ausnahme  nach  Art.  32  VGG  vorliegt.  Als 
Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VGG genannten Behörden. 
Die IV-Stelle des Bundes für Versicherte im Ausland ist eine Vorinstanz 
im Sinne von Art. 33  Bst. d  VGG. Die  Zuständigkeit  des  Bundesver-
waltungsgerichts  zur  Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügun-
gen dieser  IV-Stelle  ist  zudem in  Art.  69  Abs. 1 Bst. b  des  Bundes-
gesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung (IVG, SR 
831.20) ausdrücklich vorgesehen. 

1.2 Im  Streit  liegt  der  Einspracheentscheid  der  IV-Stelle  für  Versi-
cherte  im  Ausland  vom  17. Februar  2006.  Das  Bundesverwaltungs-
gericht ist somit zur Beurteilung der Beschwerde zuständig. 

2.
Das  Verfahren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  richtet  sich  nach 
dem  Verwaltungsverfahrensgesetz,  soweit  das  Verwaltungsgerichts-
gesetz  nichts  anderes  bestimmt  (Art. 37  VGG;  zur  Anwendung  des 
VwVG im Verfahren vor der Rekurskommission AHV/IV siehe  Art. 69 
Abs. 2  IVG  in  Verbindung  mit  Art. 85bis des  Bundesgesetzes  vom 
20. Dezember 1946 über die Alters-  und Hinterlassenenversicherung 
[AHVG, SR 831.10] in der bis Ende Dezember 2006 gültigen Fassung). 
Vorbehalten  bleiben  gemäss  Art. 3  Bst. dbis VwVG  die  besonderen 
Bestimmungen  des  Bundesgesetzes  über  den  Allgemeinen  Teil  des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1).

2.1 Die Beschwerde wurde frist- und formgerecht durch den ordentlich 
vertretenen Beschwerdeführer eingereicht (vgl. Art. 38 ff. und Art. 60 
ATSG, Art. 52 VwVG). Als Adressat des die Einsprache abweisenden 
Entscheides ist der Beschwerdeführer berührt  und er hat ein schutz-
würdiges  Interesse  an  dessen  Aufhebung  oder  Änderung  (Art. 59 
ATSG,  Art. 48  Abs. 1  VwVG).  Auf  die  Beschwerde  ist  daher  einzu-
treten.

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2.2 Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerde-
verfahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Miss-
brauchs oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder 
unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie 
die Unangemessenheit des Entscheids rügen (Art. 49 VwVG). 

3.
Der  Beschwerdeführer  rügt  zunächst  verschiedene  Verfahrensfehler 
der  Vorinstanz  und  bringt  vor,  die  medizinischen  Sachverständigen 
seien voreingenommen gewesen. 

3.1 Für Sachverständige gelten grundsätzlich die gleichen Ausstands- 
und Ablehnungsgründe wie sie für Richterinnen und Richter vorgese-
hen sind (BGE 120 V 357 E. 3a). Danach ist Befangenheit  anzuneh-
men, wenn Umstände vorliegen, die geeignet sind, Misstrauen in die 
Unparteilichkeit  zu  erwecken.  Bei  der  Befangenheit  handelt  es  sich 
allerdings um einen inneren Zustand, der nur schwer bewiesen werden 
kann.  Es  braucht  daher  für  die  Ablehnung  nicht  nachgewiesen  zu 
werden, dass die sachverständige Person tatsächlich befangen ist. Es 
genügt  vielmehr,  wenn  Umstände  vorliegen,  die  den  Anschein  der 
Befangenheit  und die Gefahr der Voreingenommenheit  zu begründen 
vermögen. Bei  der Beurteilung des Anscheins der  Befangenheit  und 
der Gewichtung solcher Umstände kann jedoch nicht auf das subjek-
tive  Empfinden  einer  Partei  abgestellt  werden.  Im  Hinblick  auf  die 
erhebliche  Bedeutung,  welche  den  Arztgutachten  im  Sozialversiche-
rungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit eines Gutachters oder 
einer Gutachterin ein strenger Massstab anzusetzen (BGE 132 V 93 
E. 7.1).

3.1.1 Entgegen  der  Ansicht  des  Beschwerdeführers  begründet  der 
Umstand, dass die IV-Stelle wiederum die Rheumaklinik Y._______ mit 
der  Begutachtung  beauftragte,  noch  keine  Zweifel  an  der  Unvorein-
genommenheit  der  Gutachter.  Nach  der  Rechtsprechung  liegt  auch 
dann keine unzulässige Vorbefassung vor, wenn die gleichen Sachver-
ständigen  in  einem  früheren  Gutachten  zu  Schlussfolgerungen 
gelangten, die für die leistungsansprechende Person ungünstig waren 
(BGE 132 V 93 E. 7.2.2). Vielmehr erweist es sich in Fällen, wie dem 
Vorliegenden,  in  welchen  eine  Verschlechterung  des 
Gesundheitszustandes in Frage steht, oft als sinnvoll, wenn die bereits 
früher  mit  dem  Fall  befassten  Gutachter  beurteilen,  ob  eine  solche 
Veränderung eingetreten ist. Im Übrigen erscheinen die Vorbringen in 

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der  Beschwerde  angesichts  der  Verfahrensgeschichte  (insbesondere 
der  Schwierigkeiten,  eine  Begutachtung  durchführen  zu  können) 
zumindest  als  widersprüchlich.  Nachdem  der  erste  Begutachtungs-
termin  im  September  2003  abgesagt  werden  musste,  weil  der 
Beschwerdeführer aufgrund einer Einreisesperre nicht in die Schweiz 
einreisen konnte, bemühte sich sein damaliger Rechtsvertreter selbst 
darum,  dass  die  geplante  Untersuchung  in  der  jetzt  als  voreinge-
nommen  kritisierten  Rheumaklinik  möglichst  bald  erfolge  (vgl.  IV-
Akt. 123 ff.). Dies zeigt, dass es dem Beschwerdeführer wohl vielmehr 
um das inhaltliche Resultat der Untersuchung als um die Person eines 
Gutachters geht.  Erstere  Frage bildet  aber  Gegenstand der  Beweis-
würdigung.

3.1.2 Unbegründet  ist  auch  die  Rüge,  die  IV-Stelle  habe  in  unzu-
lässiger Weise auf die Begutachtung Einfluss genommen, indem sie in 
ihren Schreiben an die Rheumaklinik auf die nach der Rechtsprechung 
erforderlichen Voraussetzungen für die Annahme einer Invalidität aus 
psychischen  Gründen  bzw.  aufgrund  einer  somatoformen  Schmerz-
störung  (vgl.  nachfolgende  E. 4.3)  hinwies.  Dies  bildet  vielmehr  Teil 
des  Auftrages  bzw.  der  Fragen  an  die  Gutachter.  Würden  solche 
Fragen nicht gestellt und demzufolge auch nicht beantwortet, wäre das 
entsprechende  Gutachten  keine  ausreichende  Grundlage  zur  Beur-
teilung einer somatoformen Schmerzstörung. 

3.2 Der  Beschwerdeführer  bringt  weiter  vor,  die  Vorinstanz  habe 
Art. 44 ATSG verletzt, weil sie ihm bzw. seinem damaligen Rechtsver-
treter weder die Fragen an die Sachverständigen noch deren Namen 
mitgeteilt habe. Zudem sei er nicht darauf hingewiesen worden, dass 
er die Gutachter aus triftigen Gründen hätte ablehnen können.

3.2.1 Das Abklärungsverfahren wurde am 15. März 2002, das heisst, 
bevor das ATSG am 1. Januar 2003 in Kraft getreten ist, eröffnet. Bei 
den allgemeinen Verfahrensbestimmungen (Art. 27 – Art. 62 ATSG) gilt 
mangels  anders  lautender  Übergangsbestimmungen  und  angesichts 
der  weitgehenden Kontinuität  zwischen altem und neuem Recht  der 
allgemeine  Grundsatz,  wonach  Verfahrensvorschriften  mit  dem  Tag 
des Inkrafttretens sofort und in vollem Umfang anwendbar sind  (BGE 
132 V 368 E. 2  mit Hinweisen). Dies bedeutet jedoch nicht, dass das 
neue Recht auf alle im Zeitpunkt seines Inkrafttretens noch hängigen 
Verfahren  Anwendung  findet.  Bezüglich  der  verfahrensrechtlichen 
Neuerungen des ATSG ist auf den Zeitpunkt abzustellen, in welchem 

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sich  die  strittige  Verfahrensfrage  stellt  oder  darüber  entschieden 
wurde.  Liegt  der  Streitgegenstand  in  diesem  Sinne  nach  dem 
1. Januar  2003,  ist  gestützt  auf  die  Bestimmungen  des  ATSG  zu 
befinden  (BGE 132  V  368  E. 2.2). Als  die  IV-Stelle  am  22. Februar 
2005 die Begutachtung anordnete,  hatte sie  demnach die  Garantien 
des Art. 44 ATSG zu beachten.

3.2.2 Gemäss Art. 44 ATSG hat der Versicherungsträger der Partei die 
Namen  der  Sachverständigen  bekannt  zu  geben,  welchen  er  den 
Auftrag erteilt, ein Administrativgutachten zu erstellen. Die versicherte 
Person kann den Gutachter aus triftigen Gründen ablehnen und kann 
Gegenvorschläge  machen.  Erteilt  die  Verwaltung  den  Gutachtens-
auftrag  einer  Institution  (wie  einer  MEDAS),  können  die  Namen der 
Sachverständigen  oft  nicht  zusammen  mit  der  Anordnung  der 
Begutachtung bekannt gegeben werden. In diesen Fällen hat die IV-
Stelle  der  versicherten  Person  mitzuteilen,  dass  ihr  die  Namen  der 
Gutachter  zu  einem  späteren  Zeitpunkt  von  der  Gutachtensstelle 
bekannt  gegeben würden,  allfällige  Einwände jedoch gegenüber  der 
IV-Stelle vorzubringen sind (BGE 132 V 376 E. 9). 

3.2.3 Mit  der  Aufforderung  der  IV-Stelle  vom 22. Februar  2005,  sich 
am 1. April  2005 um 8 Uhr für eine ambulante Begutachtung bei der 
Rheuma-Poliklinik  einzufinden  (IV-Akt. 154),  erhielt  der  damalige 
Rechtsvertreter  auch  eine  an  den  Beschwerdeführer  gerichtete 
Einladung der Klinik,  aus welcher hervorgeht,  dass er um 8 Uhr von 
Herr  Dr. B._______  und  um  10  Uhr  von  Herr  Dr. C._______ 
begutachtet werden sollte. In ihrem Schreiben vom 17. Februar 2005 
(welches  bei  der  IV-Stelle  am  24. Februar  einging)  teilte  die 
Rheumaklinik  der  IV-Stelle  mit,  das  Gutachten  werde  von  einem 
Assistenzarzt  in  Zusammenarbeit  mit  Dr. med.  F._______ / Prof. Dr. 
G._______  gemacht.  Die  rheumatologische  Begutachtung  wurde 
schliesslich  von  Dr. B._______  (Assistenzarzt)  und  Dr. A._______ 
(Oberarzt)  durchgeführt,  anschliessend  wurde  der  Versicherte  dem 
Klinikleiter Dr. G._______ vorgestellt. Die psychiatrische Untersuchung 
erfolgte durch Dr. C._______. Dem Versicherten wurden demnach nur 
unvollständige  Angaben  zu  den  an  der  Begutachtung  beteiligten 
Sachverständigen gemacht. Indessen ist zu berücksichtigen, dass der 
damalige  Rechtsvertreter  des  Beschwerdeführers  in  seiner  –  nach 
Einsicht  in  das Gutachten erstellten – Ergänzung zur Einsprache im 
Wesentlichen  vorbrachte,  aufgrund  des  Gutachtens  sei  die 
Verschlechterung  des  Gesundheitszustandes  und  eine  dauernde 

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Erwerbsunfähigkeit  im  Umfang  von  60  bis  70 %  ausgewiesen  (IV-
Akt. 168). Der Beschwerdeführer machte aber weder geltend, es seien 
ihm  die  Namen  (oder  die  fachärztliche  Qualifikation)  der  mit  der 
Abklärung  befassten  Gutachter  vorgängig  nicht  bekannt  gegeben 
worden,  noch  erhob  er  nachträglich  Einwände  gegen  die  mit  der 
Begutachtung betrauten Personen. 

Gestützt auf den Grundsatz von Treu und Glauben und das Verbot des 
Rechtsmissbrauchs, welche auch im Verfahrensrecht Geltung haben, 
ist  es nicht zulässig, formelle Rügen, die in einem früheren Stadium 
hätten  geltend  gemacht  werden  können,  bei  ungünstigem  Ausgang 
noch  später  vorzubringen  (BGE  132  II  485  E.  4.3,  BGE  128  V  82 
E. 2b).  In  einem  noch  unter  alter  Rechtslage  (vor  Inkrafttreten  des 
ATSG)  gefällten  Urteil  hat  das  Eidgenössische  Versicherungsgericht 
(EVG) erwogen,  der  Anspruch auf  Geltendmachung  von Verfahrens-
mängeln bei der Ernennung von Sachverständigen verwirke, wenn die 
Rügen  nicht  unmittelbar  nach  Bekanntwerden  der  Mängel  erhoben 
würden  (Urteil  EVG I 607/03  vom  12. Februar  2004  E. 5.3  mit  Hin-
weisen). Im Anwendungsbereich von Art. 44 ATSG ist im Einzelfall zu 
prüfen, ob eine Missachtung von Verfahrensgarantien gegeben ist, die 
einen  schwerwiegenden  Verfahrensmangel  darstellt,  und  eine  Hei-
lungsmöglichkeit  entfällt  (Urteil  des  Bundesgerichts  [BGer]  I 843/06 
vom 12. Oktober 2007 E. 8.3 mit Hinweisen). Vorliegend sind die nach 
der  Rechtsprechung  für  eine  Heilung  massgeblichen  Kriterien  (vgl. 
auch Urteil BGer 8C_463/2007 vom 28. April 2008 E. 4.2, Urteil BGer 
U 155/06 vom 19. April 2007 E. 2) erfüllt. Im Zeitpunkt, als die IV-Stelle 
den Beschwerdeführer zur Begutachtung aufbot,  war die Rechtslage 
hinsichtlich der Mitwirkungsrechte der versicherten Person im Rahmen 
einer  Begutachtung  durch  eine  Gutachtensstelle noch  nicht  geklärt. 
Das  entsprechende  Grundsatzurteil  BGE 132  V  376  wurde  erst  am 
14. Juli 2006 gefällt. Überdies werden auch in der Beschwerde keine 
konkreten  gesetzlichen  Ausstandsgründe  (vgl.  Art. 36  Abs. 1  ATSG 
und 132 V 93 E. 6.5) betreffend die Gutachter, die den Versicherten in 
der Rheumaklinik untersucht haben, geltend gemacht.

Soweit die Rüge, die Vorinstanz habe die durch Art. 44 ATSG gewähr-
leisteten Rechte missachtet und insofern den Anspruch auf rechtliches 
Gehör verletzt,  nicht  ohnehin verspätet  vorgebracht  wurde,  wäre die 
Gehörsverletzung demnach als geheilt zu betrachten.

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3.3 Unbehelflich  ist  sodann  die  Rüge,  die  IV-Stelle  habe  dem  Be-
schwerdeführer die Fragen an die Gutachter nicht bekannt gegeben. 
Weil  Art. 44  ATSG die  Parteirechte  im  Sozialversicherungsverfahren 
insofern  abschliessend  regelt,  besteht  kein  Anspruch,  vorgängig  zu 
den  Fragen  der  Verwaltung  an  die  Gutachter  Stellung  zu  nehmen 
(BGE  133  V  446  E. 7.4).  Es  kann  daher  offen  bleiben,  ob  dem 
damaligen Rechtsvertreter der Fragenkatalog zugestellt wurde (vgl. IV-
Akt. 154).

4.
In materieller Hinsicht streitig ist der Anspruch auf eine Invalidenrente. 
Zunächst sind die für die Beurteilung dieser Streitsache wesentlichen 
Rechtssätze und die von der Rechtsprechung entwickelten Grundsätze 
darzustellen.

4.1 Nach  der  Rechtsprechung  stellt  das  Sozialversicherungsgericht 
bei  der  Beurteilung einer  Streitsache  in  der  Regel  auf  den  bis  zum 
Zeitpunkt  des  Erlasses  des  streitigen  Einspracheentscheides  (hier: 
17. Februar 2006) eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 129 V 1 E. 1.2 
mit Hinweis). Weiter sind in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen 
Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen 
führenden Tatbestandes Geltung hatten (BGE 130 V 329). 

4.1.1 Bei den im ATSG (in der Fassung vom 20. Oktober 2000, in Kraft 
seit 1. Januar 2003) enthaltenen Legaldefinitionen der Arbeitsunfähig-
keit,  der Erwerbsunfähigkeit,  der  Invalidität  und der  Einkommensver-
gleichsmethode  handelt  es  sich  um  Kodifizierungen  der  bisherigen 
Rechtsprechung.  Die  von  der  Rechtsprechung  zu  den  einzelnen 
Begriffen  entwickelten  Grundsätze  haben  unter  der  Herrschaft  des 
ATSG weiterhin Geltung (BGE 130 V 343). Daher kann im vorliegen-
den Fall – ungeachtet der Tatsache, dass sich der Beschwerdeführer 
bereits vor dessen Inkrafttreten wieder zum Leistungsbezug angemel-
det hat – auf die Legaldefinitionen des ATSG verwiesen werden. 

4.1.2 Bei den materiellen Bestimmungen des IVG und der Verordnung 
vom  17. Januar  1961  über  die  Invalidenversicherung  (IVV,  SR  831. 
201) ist für die Beurteilung eines Rentenanspruchs vor dem 1. Januar 
2004 auf die bis Ende 2003 gültige Fassung, danach auf die Fassung 
gemäss den am 1. Januar 2004 in Kraft getretenen Änderungen (4. IV-
Revision)  abzustellen.  Nicht  zu  berücksichtigen  sind  die  durch  die 
5. IV-Revision eingeführten Änderungen, welche am 1. Januar 2008 in 
Kraft getreten sind (AS 2007 5129). Im Folgenden werden deshalb die 

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bis Ende 2007 gültig gewesenen Bestimmungen des IVG und der IVV 
zitiert.

4.1.3 Der Beschwerdeführer ist Staatsangehöriger der Republik Maze-
donien, so dass vorliegend das am 1. Januar 2002 in Kraft getretene 
Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der 
Republik Mazedonien über Soziale Sicherheit vom 9. Dezember 1999 
(SR  0.831.109.520.1)  anwendbar  ist  (vgl.  Art. 40  des  Abkommens). 
Gemäss Art. 4 Abs. 1 des Abkommens sind die Staatsangehörigen des 
einen Vertragsstaates sowie deren Familienangehörige und Hinterlas-
sene in ihren Rechten und Pflichten aus den Rechtsvorschriften des 
anderen Vertragsstaates den Angehörigen dieses Vertragsstaates bzw. 
deren  Angehörigen  und  Hinterlassenen  gleichgestellt;  abweichende 
Bestimmungen bleiben vorbehalten.

4.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). 
Die  Invalidität  kann  Folge  von  Geburtsgebrechen,  Krankheit  oder 
Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein-
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 
verursachte  und  nach  zumutbarer  Behandlung  und  Eingliederung 
verbleibende  ganze  oder  teilweise  Verlust  der  Erwerbsmöglichkeiten 
auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 
ATSG, in der bis Ende 2007 gültigen Fassung). Arbeitsunfähigkeit ist 
die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psy-
chischen  Gesundheit  bedingte,  volle  oder  teilweise  Unfähigkeit,  im 
bisherigen Beruf  oder  Aufgabenbereich  zumutbare  Arbeit  zu  leisten. 
Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen 
Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG).

4.3 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens, so auch 
einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung, setzt zunächst eine 
fachärztlich  (psychiatrisch)  gestellte  Diagnose  nach  einem  wissen-
schaftlich anerkannten Klassifikationssystem voraus. Nach der Recht-
sprechung vermag indes eine diagnostizierte anhaltende somatoforme 
Schmerzstörung  als  solche  nur  ausnahmsweise  eine  Invalidität  zu 
begründen. Vielmehr besteht  eine Vermutung,  dass die somatoforme 
Schmerzstörung  oder  ihre  Folgen  mit  einer  zumutbaren  Willensan-
strengung überwindbar sind (BGE 131 V 49 E. 1.2). Dieser Grundsatz 
gilt  für  sämtliche  pathogenetisch-ätiologisch  unklaren  syndromalen 
Beschwerdebilder  ohne  nachweisbare  organische  Grundlage  (Urteil 

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BGer I 70/07 vom 14. April 2008 E. 5). Bestimmte Umstände, welche 
die Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern, können den 
Wiedereinstieg  in  den  Arbeitsprozess  unzumutbar  machen,  weil  die 
versicherte  Person  alsdann  nicht  über  die  für  den Umgang mit  den 
Schmerzen  notwendigen  Ressourcen  verfügt.  Ob  ein  solcher 
Ausnahmefall  vorliegt,  entscheidet  sich im Einzelfall  anhand der  von 
der Rechtsprechung festgelegten Kriterien (vgl. dazu BGE 130 V 352, 
BGE 131 V 49 E. 1.2).

4.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die 
ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem 
Umfang  und  bezüglich  welcher  Tätigkeiten  die  versicherte  Person 
arbeitsunfähig  ist.  Im  Weiteren  sind  die  ärztlichen  Auskünfte  eine 
wichtige  Grundlage  für  die  Beurteilung  der  Frage,  welche  Arbeits-
leistungen  der  versicherten  Person  noch  zugemutet  werden  können 
(BGE 125 V 256 E. 4,  BGE 115 V 133 E. 2; AHI-Praxis  2002 S. 62 
E. 4b/cc). 

4.5 Die  Verwaltung  und  im  Beschwerdefall  das  Gericht  haben  die 
medizinischen  Unterlagen  nach  dem  Grundsatz  der  freien  Beweis-
würdigung – wie alle anderen Beweismittel  – frei,  d.h. ohne Bindung 
an  förmliche  Beweisregeln,  sowie  umfassend  und  pflichtgemäss  zu 
würdigen. Dies  bedeutet  für  das  Gericht,  dass  es  alle  Beweismittel, 
unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu 
entscheiden  hat,  ob  die  verfügbaren  Unterlagen  eine  zuverlässige 
Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere 
darf  es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess  nicht  erledigen,  ohne  das  gesamte  Beweismaterial  zu  wür-
digen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf 
die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes 
eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 
Belange umfassend ist,  auf  allseitigen Untersuchungen beruht,  auch 
die  geklagten Beschwerden berücksichtigt,  in  Kenntnis  der  Vorakten 
(Anamnese)  abgegeben  worden  ist,  in  der  Darlegung  der  medizini-
schen  Zusammenhänge  und  in  der  Beurteilung  der  medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder 
des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist 
grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die 

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Bezeichnung der  eingereichten oder  in  Auftrag gegebenen Stellung-
nahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a, BGE 122 V 
157 E. 1c).

4.6 Bei  erwerbstätigen  Versicherten  ist  der  Invaliditätsgrad  gemäss 
Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28 Abs. 2 IVG aufgrund eines Ein-
kommensvergleichs  zu  bestimmen.  Dazu  wird  das  Erwerbseinkom-
men, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen  durch  eine  ihr  zumutbare  Tätigkeit  bei  ausgegli-
chener  Arbeitsmarktlage  erzielen  könnte  (sogenanntes  Invalidenein-
kommen),  in  Beziehung  gesetzt  zum  Erwerbseinkommen,  das  sie 
erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sogenanntes 
Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der 
Weise  zu  erfolgen,  dass  die  beiden  hypothetischen  Erwerbseinkom-
men ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenüber-
gestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invalidi-
tätsgrad bestimmen lässt  (allgemeine Methode des Einkommensver-
gleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, BGE 128 V 29 E. 1). Für den Einkom-
mensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt  des Beginns eines 
allfälligen  Rentenanspruchs  massgebend,  wobei  Validen-  und  Invali-
deneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige 
rentenwirksame  Änderungen  der  Vergleichseinkommen  bis  zum 
Verfügungserlass respektive bis zum Einspracheentscheid zu berück-
sichtigen sind (BGE 129 V 222 E. 4).

4.7 Gemäss Art. 28  Abs. 1 IVG (in  der  bis  zum 31. Dezember  2003 
gültig  gewesenen  Fassung)  haben  Versicherte  Anspruch  auf  eine 
ganze Rente, wenn sie mindestens zu 66 2/3 %, auf eine halbe Rente, 
wenn sie mindestens zu 50 %, oder auf eine Viertelsrente, wenn sie 
mindestens zu 40 % invalid sind. Die seit dem 1. Januar 2004 mass-
geblichen neuen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad 
von  mindestens  40 %  Anspruch  auf  eine  Viertelsrente,  bei  einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 50 % Anspruch auf eine halbe Rente, 
bei  einem  Invaliditätsgrad  von  mindestens  60 % Anspruch  auf  eine 
Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % 
Anspruch  auf  eine  ganze  Rente  (Art. 28  Abs. 1  IVG  in  der  vom 
1. Januar 2004 bis 31. Dezember 2007 gültigen Fassung). 

Laut Abs. 1ter dieser Norm werden Renten, die einem Invaliditätsgrad 
von weniger als 50 % entsprechen, jedoch nur an Versicherte ausge-

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richtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) 
in  der  Schweiz  haben,  soweit  nicht  völkerrechtliche  Vereinbarungen 
eine  abweichende  Regelung  vorsehen.  Eine  solche  abweichende 
Regelung enthält das Sozialversicherungsabkommen mit Mazedonien 
nicht,  vielmehr  bestätigt  dessen  Art. 5  Abs. 2  ausdrücklich,  dass 
Viertelsrenten nicht exportiert werden.

4.8 Wurde  eine  Rente  wegen  eines  zu  geringen  Invaliditätsgrades 
verweigert, so wird nach Art. 87 Abs. 4 IVV eine neue Anmeldung nur 
geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss Abs. 3 dieser Bestimmung 
erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass 
sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den 
Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die 
Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich 
zu  vergewissern,  ob  die  von  der  versicherten  Person  glaubhaft 
gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich einge-
treten  ist;  sie  hat  demnach  in  analoger  Weise  wie  bei  einem 
Revisionsfall  nach  Art. 17  Abs. 1  ATSG vorzugehen  (vgl.  dazu  BGE 
130 V 71; AHI 1999 S. 83 E. 1b mit Hinweisen). Stellt sie fest, dass der 
Invaliditätsgrad  seit  Erlass  der  früheren  rechtskräftigen  Verfügung 
keine  Veränderung  erfahren  hat,  so  weist  sie  das  neue Gesuch ab. 
Andernfalls  hat  sie  zunächst  noch  zu  prüfen,  ob  die  festgestellte 
Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invali-
dität  zu  bejahen,  und  hernach  zu  beschliessen.  Im  Beschwerdefall 
obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 
130 V 71 E. 3.2.2 f.).

Eine Änderung des Invaliditätsgrades setzt stets auch eine Änderung 
der  tatsächlichen  Verhältnisse  voraus.  Zu  vergleichen  ist  dabei  der 
Sachverhalt  im  Zeitpunkt  der  letzten  der  versicherten  Person 
eröffneten  rechtskräftigen  Verfügung,  welche  auf  einer  materiellen 
Prüfung  des  Rentenanspruchs  mit  rechtskonformer  Sachverhalts-
abklärung,  Beweiswürdigung  und  Durchführung  eines  Einkommens-
vergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen 
Auswirkungen des  Gesundheitszustandes)  beruht;  vorbehalten  bleibt 
die Rechtsprechung zur Wiedererwägung und prozessualen Revision 
(BGE 130 V 71 E. 3.2.3). Ferner muss die Veränderung der Verhältnis-
se  erheblich,  d.h. hinsichtlich  der  Auswirkungen auf  den Invaliditäts-
grad rentenwirksam sein (siehe Art. 17 ATSG, BGE 130 V 343 E. 3.5 
mit  Hinweisen). Unter  revisionsrechtlichen Gesichtspunkten – welche 
gleichermassen  für  das  Neuanmeldungsverfahren  gelten  (vgl.  BGE 

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133 V 108 E. 5.2; Urteil  des  Eidgenössischen Versicherungsgerichts 
I 658/05  vom 27. März  2006  E. 4.4)  –  ist  die  unterschiedliche  Beur-
teilung eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Sachverhaltes 
unerheblich (BGE 112 V 371 E. 2b mit Hinweisen; SVR 1996 IV Nr. 70 
S. 204 E. 3a). 

5.
Streitig  und  im  vorliegenden  Verfahren  zu  prüfen  ist,  ob  sich  der 
Gesundheitszustand des Beschwerdeführers in der Zeit zwischen dem 
27. August 1998 (Datum der ersten abweisenden Verfügung) und dem 
17. Februar  2006  (streitiger  Einspracheentscheid)  erheblich  ver-
schlechtert  hat  und  die  Arbeits-  und  Erwerbsfähigkeit  dadurch  ver-
mehrt beeinträchtigt wird. 

5.1 Bei  der  Abweisung  des  Rentenbegehrens  im  Jahr  1998  stützte 
sich  die  IV-Stelle  Zürich  für  die  Beurteilung  der  Arbeitsfähigkeit  im 
Wesentlichen auf das Gutachten der Rheumaklinik vom 24. Juni 1998 
(IV-Akt. 48) und die früher von der SUVA bei der gleichen Institution 
eingeholten  Gutachten.  Im  Gutachten  vom  24. Juni  1998  werden 
folgende  Diagnosen  aufgeführt:  Chronisches  lumbospondylogenes 
Syndrom linksbetont  bei  Status  nach traumatischer  BWK11-,  LWK2- 
und LWK3-Fraktur nach Sturz am 26. März 1990, Verhebetrauma am 
23. August  1991;  Wirbelsäulenfehlform,  -haltung  (leichte  Rotations-
skoliose  thorako-lumbal,  BWS-Kyphose);  Verdacht  auf  somatoforme 
Schmerzstörung. Für eine schwere körperliche Tätigkeit bestehe eine 
Arbeitsunfähigkeit  von  100%,  in  einer  leichten  bis  mittelschweren, 
wechselbelastenden Tätigkeit  ohne repetitives  Heben über  15 kg  sei 
die Arbeitsfähigkeit aber nicht eingeschränkt (S. 4). 

Gemäss dem rheumatologischen  Gutachten  vom 1. Juni  2005  leidet 
der Beschwerdeführer an einem chronischen Panvertebral- und lumbo-
spondylogenen Syndrom bei  (1)  Status nach traumatischer BWK11-, 
LWK2- und LWK3-Fraktur nach Sturz am 26. März 1990 mit posttrau-
matisch aufgetretener ossärer Einengung des Spinalkanals auf Höhe 
LWK3 und aktuell erstmals nachweisbaren degenerativen Veränderun-
gen der Segmente L2-L5 und (2)  Wirbelsäulenfehlform (linkskonvexe 
Skoliose der LWS mit Knickbildung zwischen LWK2 und LWK3, Abfla-
chung  der  Lordose  der  LWS,  langgezogene  BWS-Kyphose,  links-
konvexe thorakale Skoliose) und leichtgradige Wirbelsäulenfehlhaltung 
(Kopfprotraktion). Zusammenfassend hielten die Gutachter unter ande-
rem fest, es bestünden erhebliche Veränderungen der LWS. Aufgrund 

Seite 15

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der gegenüber der letzten Beurteilung im Jahr 1998 neu aufgetretenen 
degenerativen  Veränderungen  erachteten  sie  den  Versicherten  auch 
für  eine mittelschwere Tätigkeit  als nicht  mehr arbeitsfähig. Für eine 
leichte,  wechselhafte  Tätigkeit  mit  häufigen  Positionswechseln  und 
Heben  von  Gegenständen  unter  5 kg  bestehe  eine  theoretische 
Arbeitsfähigkeit von 100 % (S. 10 f.).

Dr. C._______  verneint  in  seinem  psychiatrischen  Teilgutachten  das 
Vorliegen einer psychischen Störung von Krankheitswert. Es bestehe 
weder  ein  depressives  Syndrom  von  klinisch  relevantem  Ausmass, 
noch  eine  somatoforme  Schmerzstörung.  Aus  psychiatrischer  Sicht 
ergäben sich daher keine zusätzlichen Einschränkungen der Arbeits-
fähigkeit (IV-Akt. 157, S. 6 f.).

5.2 Aus den erwähnten Gutachten erhellt, dass sich der Gesundheits-
zustand und die Arbeitsfähigkeit  des Beschwerdeführers aus somati-
scher (rheumatologischer) Sicht insofern verschlechtert haben, als ihm 
nur  noch  leichte,  wechselhafte  Tätigkeiten  mit  häufigen  Positions-
wechseln und Heben von Gegenständen unter 5 kg zumutbar sind. In 
einer solchen – dem Leiden angepassten – Tätigkeit  besteht  jedoch 
keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit.

5.3 Die beiden von der IV-Stelle eingeholten Gutachten (das rheuma-
tologische Gutachten  vom 1. Juni  2005  und  das psychiatrische  Teil-
gutachten vom 6. Mai 2005) erfüllen die Anforderungen an ein beweis-
kräftiges  Gutachten.  Sie  sind  für  die  streitigen  Belange  umfassend, 
beruhen auf  allseitigen Untersuchungen, berücksichtigen die  geklag-
ten Beschwerden,  wurden in  Kenntnis  der  Vorakten abgegeben  und 
die  Gutachter  haben  eine  Anamnese  erhoben.  Weiter  leuchten  die 
Darlegung der medizinischen Zusammenhänge sowie die Beurteilung 
der  medizinischen  Situation  ein  und  die  Schlussfolgerungen  der 
Experten sind nachvollziehbar begründet.

5.3.1 Was der  Beschwerdeführer  dagegen  vorbringen  lässt,  vermag 
an dieser Beurteilung nichts  zu ändern. Dies gilt  insbesondere auch 
für den Vorwurf,  das rheumatologische Gutachten sei nur von einem 
Assistenzarzt verfasst worden (vgl. Akt. 7). Entscheidend ist, dass die 
die Untersuchung zusammen mit dem Oberarzt vorgenommen wurde 
(siehe S. 1 des Gutachtens) und das Gutachten von diesem (wie auch 
vom Klinikdirektor, welchem der Versicherte vorgestellt  wurde) visiert 
wurde. 

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5.3.2 Auch die Beurteilungen der behandelnden Ärzte vermögen keine 
Zweifel an der Zuverlässigkeit der gutachterlichen Einschätzungen zu 
begründen.  Dr. H._______  attestierte  in  seinem  Bericht  vom 
19. August  2002  eine  Verschlechterung  des  Gesundheitszustandes 
und  eine  Arbeitsunfähigkeit  von  100 %  für  die  zuletzt  ausgeübte 
Tätigkeit seit März 1990 (IV-Akt. 95). Ein Widerspruch zur Beurteilung 
der Gutachter lässt sich darin aber nicht erkennen. Im Übrigen wäre er 
als  Facharzt  für  innere  Medizin  auch  nicht  dafür  zuständig,  eine 
rheumatologisch  oder  psychiatrisch  begründete  Beeinträchtigung  zu 
beurteilen. Der  kurze  Bericht  von  Dr. J.________  vom 26. Juli  2002 
(IV-Akt. 94) und der im Beschwerdeverfahren eingereichte Bericht von 
Dr. K._______  vom 14. Juli  2008  (der  im Übrigen  nicht  den  hier  zu 
beurteilenden  Zeitabschnitt  betrifft;  Akt. 14),  wonach  körperlich 
anstrengende Arbeiten nicht mehr möglich seien, lassen ebensowenig 
Zweifel am Gutachten aufkommen, zumal nicht einmal klar ist, ob es 
sich überhaupt um eine abweichende Einschätzung handelt, weil auch 
im rheumatologischen Gutachten körperlich anstrengende Arbeiten als 
nicht zumutbar erachtet werden (vgl. E. 5.1 hievor). 

Schliesslich  können  auch  die  beiden  Berichte  von  Dr. L._______, 
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 20. Juni 2000 und 
vom  30. Mai  2001  (IV-Akt. 91  f.)  nicht  als  Indiz  gegen  die 
Zuverlässigkeit  der  psychiatrischen  Beurteilung  von  Dr. C._______ 
angeführt  werden. Dr. L._______ erstellte  seine Berichte  zu Handen 
der  Fremdenpolizei,  weshalb  sie  für  die  vorliegende  Streitfrage  der 
Arbeitsfähigkeit  kaum  aussagekräftig  sind.  Überdies  stellte 
Dr. L._______  auch  keine  psychiatrische  Diagnose,  was  für  die 
Anerkennung  einer  psychisch  bedingten  Beeinträchtigung  der 
Arbeitsfähigkeit  eine  erste,  wenn  auch  noch  nicht  hinreichende, 
Voraussetzung wäre.

5.4 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Vorinstanz zu Recht 
auf  das (rheumatologische und psychiatrische) Gutachten der Rheu-
maklinik  abgestellt  und eine vollumfängliche Arbeitsfähigkeit  in  einer 
leidensangepassten Tätigkeit angenommen hat.

6.
Zu  prüfen  ist  weiter,  ob  die  aufgrund  der  medizinischen  Unterlagen 
festgestellte  qualitative  Verschlechterung  der  Arbeitsfähigkeit  eine 
Veränderung des Invaliditätsgrades bewirkt.

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6.1 Bei der Invaliditätsbemessung im Jahr 1998 ermittelte die IV-Stelle 
Zürich einen Invaliditätsgrad von 30 %, was das Sozialversicherungs-
gericht Zürich als zu „grosszügig“ erachtete und einen Invaliditätsgrad 
von maximal 24 % errechnete (IV-Akt. 65, S. 7).

6.2 Bei  dem im  Juli  2005  durchgeführten  Einkommensvergleich  hat 
die IV-Stelle – mehr als nur grosszügig – eine Einkommenseinbusse 
von 36 % ermittelt  (IV-Akt. 164). Beim Valideneinkommen hat sie auf 
die  Durchschnittslöhne  gemäss  der  schweizerischen  Lohnstrukturer-
hebung des Bundesamtes für  Statistik (LSE) 2002,  Total  im privaten 
Sektor  für  einfache und repetitive Tätigkeiten  (Tabelle  TA1, Anforde-
rungsniveau 4, Männer) abgestellt. Beim Invalideneinkommen hat sie 
den Wert für Arbeiten im Bereich „sonstige öffentliche und persönliche 
Dienstleistungen“ herangezogen, weil die vom IV-Stellenarzt genann-
ten leichten  Tätigkeiten  in  diese  Kategorie  fielen. Unter  Hinweis  auf 
den Einkommensvergleich von 1998 hat  sie  von diesem Einkommen 
schliesslich einen leidensbedingten Abzug von 30 % vorgenommen.

6.2.1 Das von der  Verwaltung ermittelte  Valideneinkommen liegt  um 
Fr. 260.- über dem Einkommen, welches der Beschwerdeführer – unter 
Berücksichtigung  der  Nominallohnentwicklung  seit  1992  von  16.5 % 
(T1.1.93, Nominallohnindex, Männer, Baugewerbe, in: Bundesamt für 
Statistik  [BFS],  Lohnentwicklung  2005,  S. 30;  T1.2;  Die  neue  Lohn-
entwicklungsstatistik, BFS 1995, S. 25) – im Jahr 2005 als Hilfsdach-
decker voraussichtlich erzielt hätte. Weil die letzte Erwerbstätigkeit des 
Beschwerdeführers bereits sehr lange zurück liegt,  war es jedenfalls 
nicht  unzulässig,  das  hypothetische  Valideneinkommen  anhand  der 
Tabellenlöhne festzulegen (vgl. Urteil  BGer I 698/06 vom 4. Juli  2007 
E. 4.2.2),  was sich im vorliegenden Fall  für  den Versicherten vorteil-
hafter auswirkte. Indem die Vorinstanz beim Invalideneinkommen nicht 
auf den Durchschnittswert im gesamten privaten Sektor, sondern nur 
auf den (tieferen) Wert für übrige Dienstleistungen, abstellte und dem 
Versicherten  zusätzlich  einen  leidensbedingten Abzug gewährte,  hat 
sie dem Umstand, dass der Beschwerdeführer nur noch leichte, wech-
selbelastende  Tätigkeiten  ausführen  kann,  aber  zweimal  Rechnung 
getragen (vgl. dazu auch BGE 134 V 322). 

6.2.2 Nach der Rechtsprechung ist beim Einkommensvergleich unter 
Verwendung  statistischer  Tabellenlöhne  zu  berücksichtigen,  dass 
gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten Hilfs-
arbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen 

Seite 18

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und  entsprechend  einsetzbaren  Arbeitnehmern  lohnmässig  benach-
teiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurchschnittlichen Lohn-
ansätzen  rechnen  müssen.  Sodann  ist  dem  Umstand  Rechnung  zu 
tragen, dass weitere persönliche und berufliche Merkmale einer versi-
cherten Person, wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit,  Nationa-
lität  oder  Aufenthaltskategorie  sowie  Beschäftigungsgrad  Auswirkun-
gen auf die Lohnhöhe haben können. In BGE 126 V 75 hat das Eidge-
nössische  Versicherungsgericht  die  bisherige  Praxis  dahin  gehend 
präzisiert, dass die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne 
herabzusetzen  sind,  von  sämtlichen  persönlichen  und  beruflichen 
Umständen des konkreten Einzelfalls (leidensbedingte Einschränkung, 
Alter,  Dienstjahre,  Nationalität/Aufenthaltskategorie  und  Beschäfti-
gungsgrad)  abhängig  ist.  Der  Einfluss  sämtlicher  Merkmale  auf  das 
Invalideneinkommen ist  nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft 
zu schätzen,  wobei  der Abzug auf  höchstens 25% zu begrenzen ist 
(BGE 129 V 472 E. 4.2.3 mit Hinweisen).

6.2.3 Kann eine versicherte Person nur noch leichte Hilfsarbeitertätig-
keiten ausführen, bedeutet dies nicht, dass nur noch Tätigkeiten aus 
dem Bereich sonstige Dienstleistungen in  Frage kommen (vgl. Urteil 
EVG  I 588/05  vom  27. April  2006  E. 5.2  mit  Hinweisen).  Da  dem 
Beschwerdeführer  trotz  seiner  Behinderung  ein  breiter  Fächer  von 
Arbeitsgelegenheiten  auf  dem  ausgeglichenen  Arbeitsmarkt  zur 
Verfügung  steht,  wäre  es  zulässig  gewesen,  auf  den  Wert  „Total 
Privater Sektor“ abzustellen (vgl. in BGE 133 V 545 nicht publizierte 
E. 5  [Urteil  BGer  9C_237/2007  vom  24. August  2007],  Urteil  EVG 
U 326/06 vom 3. Oktober 2006, E. 3.3.2). Werden Validen- und Invali-
deneinkommen  anhand  des  gleichen  Tabellenlohns  ermittelt,  ent-
spricht  der  Invaliditätsgrad  dem  Grad  der  Arbeitsunfähigkeit  unter 
Berücksichtigung des Abzuges vom Tabellenlohn (Urteil BGer I 697/05 
vom 9. März 2007 E. 5.4 mit Hinweisen). Im vorliegenden Fall ist einer-
seits zu Gunsten des Beschwerdeführers sogar ein höherer Abzug als 
der  von  der  Rechtsprechung  zugelassene  vorgenommen  worden, 
andererseits erscheint selbst der maximale Abzug von 25% als nicht 
nachvollziehbar,  weil  ein  tieferes  Einkommen  aufgrund  des  Aufent-
haltsstatus und der Nationalität durch die Parallelisierung der Einkom-
men bereits  berücksichtigt  wurde. Demnach liegt  der  Invaliditätsgrad 
deutlich  unter  demjenigen,  der  von  der  Vorinstanz  berücksichtigt 
worden ist. 

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6.3 Die Vorinstanz hat  im Ergebnis  einen Rentenanspruch zu Recht 
verneint. Der  angefochtene Entscheid  ist  deshalb  zu  bestätigen und 
die Beschwerde abzuweisen.

7.
Zu prüfen bleibt noch das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege.

7.1 Gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG kann eine Partei, die nicht über die 
erforderlichen Mittel verfügt und deren Begehren nicht als aussichtslos 
erscheinen,  auf  Antrag  von  der  Bezahlung  der  Verfahrenskosten 
befreit  werden. Nach Abs. 2 dieser  Bestimmung kann der  Partei  ein 
Anwalt bestellt werden, wenn es zur Wahrung ihrer Rechte notwendig 
ist.  Vorliegend  ist  ausschliesslich  über  das  Gesuch  um  Bestellung 
eines  unentgeltlichen  Rechtsbeistandes  zu  entscheiden,  weil  das 
Verfahren  noch  vor  dem  30. Juni  2006  bei  der  Rekurskommission 
AHV/IV  anhängig  gemacht  wurde  und  daher  kostenlos  ist  (vgl. 
Schlussbestimmungen vom 16. Dezember 2005 zur Änderung des IVG 
[Massnahmen zur Verfahrensstraffung] Bst. c in Verbindung mit Art. 69 
Abs. 1bis und Abs. 2 IVG). 

7.2 Die Bedürftigkeit  des Beschwerdeführers erscheint ausgewiesen, 
ist  er  doch  ohne  Beeinträchtigung  des  für  ihn  und  seine  Familie 
nötigen  Lebensunterhaltes  nicht  in  der  Lage,  die  Prozesskosten  zu 
bestreiten (vgl. BGE 128 I 225 E. 2.5.1). Die Beschwerde ist nicht als 
aussichtslos zu bezeichnen (vgl. BGE 129 I 129 E. 2.3.1 mit Hinweis) 
und die Vertretung war angesichts  der sich stellenden Sachverhalts- 
und Rechtsfragen geboten. Das Gesuch um unentgeltliche Verbeistän-
dung und Beiordnung von Rechtsanwalt Peter Stadler als Rechtsbei-
stand ist daher gutzuheissen. 

7.3 Das  Honorar  für  amtlich  bestellte  Anwältinnen  und  Anwälte 
bemisst  sich  nach  dem  notwendigen  Zeitaufwand  (Art. 10  Abs. 1  in 
Verbindung mit Art. 12 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 
Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht 
[VGKE,  SR  173.320.2]).  Unter  Berücksichtigung  des  Umfangs  der 
Vorakten,  der  Tatsache,  dass  sich  keine  komplexen  Rechts-  oder 
Sachverhaltsfragen  stellten  und  des  Umstandes,  dass  lediglich  der 
objektiv erforderliche Aufwand zu entschädigen ist, wird das Honorar 
auf pauschal Fr. 2'000.- festgesetzt. Dieser Betrag liegt innerhalb der 
Bandbreite  für  Entschädigungen,  welche  das  Bundesverwaltungs-
gericht  praxisgemäss  für  gleichgelagerte  Fälle  zuspricht.  Nicht  zu 
entschädigen  ist  die  Mehrwertsteuer  (vgl.  Art. 5  Bst. b  des  Bundes-

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C-2689/2006

gesetzes vom 2. September 1999 über die Mehrwertsteuer [Mehrwert-
steuergesetz,  MWSTG, SR 641.20]  in  Verbindung mit  Art. 14 Abs. 3 
Bst. c MWSTG; Art. 9 Abs. 1 Bst. c VGKE). 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3.
Dem Beschwerdeführer wird für das Beschwerdeverfahren die unent-
geltliche Rechtspflege gewährt  und Rechtsanwalt  Peter  Stadler  zum 
Rechtsbeistand  bestellt.  Dem  Rechtsvertreter  wird  zu  Lasten  der 
Gerichtskasse eine Entschädigung von Fr. 2'000.- zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. ...)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen 
- Winterthur Columna, 8401 Winterthur (Nr. ...)
- SUVA Bereich Renten, 6002 Luzern

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Johannes Frölicher Susanne Fankhauser

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit 
Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die 
beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

Versand: 

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