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**Case Identifier:** b0f15904-c2c6-5ee2-990c-11b0bd6b8aa9
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-06-07
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 07.06.2016 200 2015 473
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2015-473_2016-06-07.pdf

## Full Text

200 15 473 UV
GRD/JAP/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 7. Juni 2016

Verwaltungsrichter Grütter, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Kölliker, Verwaltungsrichter Scheidegger
Gerichtsschreiber Jakob

A.________ 
vertreten durch Rechtsanwalt B.________ 
Beschwerdeführer

gegen

SUVA 
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
vertreten durch Rechtsanwalt C.________ 
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 16. April 2015

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Juni 2016, UV/15/473, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1956 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
über seine Arbeitgeberin bei der SUVA obligatorisch unfallversichert, als er 
sich gemäss Unfallmeldung am 31. August 2013 bei einem Sturz über eine 
Palette eine Prellung der rechten Schulter zuzog (Akten der SUVA [act. II] 
1). Nachdem die SUVA im Zusammenhang mit diesem Ereignis zunächst 
die gesetzlichen Unfallversicherungsleistungen in Form von Taggeld und 
Heilbehandlung erbracht hatte (act. II 2 f., 22 f.), stellte sie diese vorüber-
gehenden Leistungen mit formloser Mitteilung (act. II 103) per 30. Novem-
ber 2014 ein und sprach dem Versicherten mit Verfügung vom 14. Novem-
ber 2014 (act. II 109) eine Integritätsentschädigung entsprechend einem 
Integritätsschaden von 15 % sowie ab 1. Dezember 2014 eine auf einem 
Invaliditätsgrad von 28 % basierende Invalidenrente zu. Daran hielt sie auf 
Einsprache hin (act. II 115, 122) mit Entscheid vom 16. April 2015 (act. II 
126) fest.

B.

Mit Eingabe vom 19. Mai 2015 erhob der Versicherte, vertreten durch 
Rechtsanwalt B.________, Beschwerde und beantragte, der angefochtene 
Einspracheentscheid sei kostenfällig aufzuheben und ihm sei eine Rente 
entsprechend einem 100%igen Invaliditätsgrad, eventualiter einem 28 % 
übersteigenden Invaliditätsgrad, bzw. eine Integritätsentschädigung für 
einen Integritätsschaden von mindestens 25 % zu gewähren. Am 18. Juni 
2015 legte er einen zusätzlichen Arztbericht ins Recht (Akten des Be-
schwerdeführers [act. I] 4) und ersuchte im Sinne eines Beweisantrags um 
Einholung eines Gerichtsgutachtens.

In ihrer Beschwerdeantwort vom 20. Juli 2015 schloss die SUVA (Be-
schwerdegegnerin), vertreten durch Rechtsanwalt C.________, auf Abwei-
sung der Beschwerde und reichte am 26. bzw. 28. August 2015 eine Ant-

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wortbeilage (Akten der Beschwerdegegnerin [act. IIA] 2) sowie die Pro-
zessvollmacht (act. IIA 1) nach.

Mit Zuschrift vom 2. September 2015 hielt der Beschwerdeführer an seinen 
Rechtsbegehren fest.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Ver-
waltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 6. Ok-
tober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 Abs. 1 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist 
(Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 
des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechts-
pflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde ein-
zutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 16. April 
2015 (act. II 126). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invali-
denrente sowie eine Integritätsentschädigung und dabei insbesondere, ob 
die Beschwerdegegnerin zu Recht keine höheren Leistungen als die auf 
einem Invaliditätsgrad von 28 % basierende Rente bzw. die einem Inte-

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gritätsschaden von 15 % entsprechende Integritätsentschädigung zuge-
sprochen hat.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 UVG). 
Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines 
ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine 
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 
oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversiche-
rung setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusam-
menhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus 
(BGE 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.3 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 

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(«conditio sine qua non»; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 
S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.4 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ur-
sache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV 
Nr. 30 S. 122 E. 5.2). Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen 
deckt sich die adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausa-
lität; die Adäquanz hat hier praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 
140 V 356 E. 3.2 S. 358).

2.5 Gestützt auf Art. 19 Abs. 1 UVG sowie gemäss konstanter Recht-
sprechung hat der Versicherer – sofern allfällige Eingliederungsmassnah-
men der Invalidenversicherung abgeschlossen sind – die Heilbehandlung 
und das Taggeld nur solange zu gewähren, als von der Fortsetzung der 
ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszu-
standes erwartet werden kann. Trifft dies nicht mehr zu, ist der Fall unter 
Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung des 
Anspruchs auf eine Invalidenrente und auf eine Integritätsentschädigung 
abzuschliessen (BGE 137 V 199 E. 2.1 S. 201). Was unter einer namhaften 
Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person zu verste-
hen ist, umschreibt das Gesetz nicht näher. Mit Blick darauf, dass die sozi-
ale Unfallversicherung ihrer Konzeption nach auf die erwerbstätigen Perso-
nen ausgerichtet ist, wird sich dies namentlich nach Massgabe der zu er-
wartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit 

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unfallbedingt beeinträchtigt, bestimmen. Dabei verdeutlicht die Verwendung 
des Begriffes «namhaft» durch den Gesetzgeber, dass die durch weitere 
Heilbehandlung zu erwartende Besserung ins Gewicht fallen muss. Unbe-
deutende Verbesserungen genügen nicht (BGE 134 V 109 E. 4.3 S. 115). 

2.6 Zur Klärung der Leistungspflicht des Unfallversicherers, insbeson-
dere der Frage der natürlichen Kausalität, ist die Verwaltung (und im Be-
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und gege-
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe 
des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher 
Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99). 

3.

3.1 Dass das in der Unfallmeldung (act. II 1) geschilderte Ereignis vom 
31. August 2013 die kumulativen Anspruchsvoraussetzungen des Unfall-
begriffs gemäss Legaldefinition (vgl. E. 2.1 hiervor) erfüllt, ist zu Recht un-
bestritten. Erstellt ist zudem, dass der medizinische Endzustand im Sinne 
von Art. 19 Abs. 1 UVG per 30. November 2014 eingetreten ist, zumal die 
formlose Terminierung der vorübergehenden Leistungen (act. II 103) nach 
Ablauf der einjährigen Prüfungs- und Überlegungsfrist gleichsam rechts-
beständig wurde (BGE 134 V 145).

3.2 In medizinischer Hinsicht lassen sich den Akten im Wesentlichen 
die folgenden Angaben entnehmen:

3.2.1 Die erstbehandelnden Ärzte im Spital D.________ (act. II 1 Ziff. 
11, 21) diagnostizierten hauptsächlich eine Ruptur der Rotatorenmanschet-
te (RM) mit kompletter Ruptur der Supra- und Infraspinatussehne an der 
rechten Schulter (act. II 16-18). Der leitende Arzt Dr. med. E.________, 
Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs-
apparates, führte am 24. Oktober 2013 eine arthroskopische, mini-open 
Teilrekonstruktion der beiden Sehnen durch (act. II 19). Im Austrittsbericht 
über die Hospitalisation vom 24. bis 29. Oktober 2013 (act. II 16) beschrieb 
er einen komplikationslosen peri- bzw. postoperativen Verlauf und attestier-

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te vom Spitaleintritt bis zum 4. Dezember 2013 eine vollständige Arbeitsun-
fähigkeit (act. II 14, 16/2). 

Anlässlich der Nachkontrolle vom 4. Dezember 2013 klagte der Beschwer-
deführer über deutliche Schmerzen und Bewegungseinschränkungen 
(act. II 27). In der Folge reduzierten sich die Schmerzen zwar, es persistier-
te jedoch eine deutliche Bewegungseinschränkung sowie ein deutliches 
Kraftdefizit (act. II 45). In einer bildgebenden Untersuchung vom 16. Januar 
2014 zeigte sich eine Rezidivruptur (act. II 46 f.), worauf Dr. med. 
E.________ im März 2014 zur Verbesserung der Situation auf die Möglich-
keit einer Arthrodese hinwies, was der Beschwerdeführer jedoch ablehnte 
(act. II 49). Die 100%ige Arbeitsunfähigkeit wurde durchgehend und bis auf 
weiteres bescheinigt (act. II 25 f., 31, 35, 48).

3.2.2 Im Konsiliarbericht der Klinik F.________ (Spital G.________) vom 
6. Februar 2014 (act. II 56) erklärte PD Dr. med. H.________, Facharzt für 
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates 
FMH, die RM-Reruptur sei etwas kleiner als die ursprüngliche Ruptur und 
die Sehnen seien weniger stark retrahiert als vor dem Eingriff. Es bestehe 
eine Chance für eine offene RM-Rekonstruktion, Voraussetzung für eine 
erfolgreiche Reinsertion seien jedoch eine absolute Nikotinabstinenz, eine 
Abduktionsschiene in etwa 60º Abduktion sowie eine gute Compliance. 
Sollte sich intraoperativ zeigen, dass die Sehnen nicht mehr refixiert wer-
den könnten, wäre ein Latissimus dorsi Transfer (Versetzen eines Muskels 
vom rückwärtigen körpernahen Oberarm zum Oberarmkopf) möglich, aller-
dings sei auch dazu ein vollständiger Verzicht auf Zigaretten notwendig.

3.2.3 Gestützt auf eine Untersuchung vom 1. Mai 2014 empfahl der SU-
VA -Kreisarzt Dr. med. I.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates, im Bericht vom 2. Mai 2014 
(act. II 59), den Beschwerdeführer zur Beurteilung an Prof. Dr. med. 
J.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates FMH, zu überweisen. Der Kreisarzt betrachtete den 
Beschwerdeführer weiterhin als arbeitsunfähig, wobei gewisse Arbeiten – 
vor allem bis etwa auf Lendenhöhe und ohne Abspreizen des rechten Arms 
– durchgeführt werden könnten. Gewichte von fünf bis zirka acht Kilo-
gramm könnte der Beschwerdeführer so heben, bis zur Brusthöhe betrage 

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das Hebelimit etwa fünf Kilogramm. Verrichtungen, bei denen der rechte 
Arm abgespreizt werden müsse oder über Schulterhöhe, seien dem 
rechtsdominanten Beschwerdeführer hingegen nicht zumutbar. Im Unfall-
schein vermerkte er eine andauernde 100%ige Arbeitsunfähigkeit (act. II 
75, 78/1, 81/1).

3.2.4 Am 6. Mai 2014 nahm Dr. med. E.________ zum Konsiliarbericht 
von Dr. med. H.________ Stellung (act. II 67). Der Erstere gab an, momen-
tan seien seinerseits keine weiteren Massnahmen vorgesehen. Bezüglich 
der von Dr. med. H.________ angesprochenen Nikotinabstinenz habe der 
Beschwerdeführer angegeben, es sei ihm nicht möglich, mit dem Rauchen 
aufzuhören.

3.2.5 Prof. Dr. med. J.________ diagnostizierte im Bericht vom 8. Au-
gust 2014 (act. II 84) nebst der bekannten RM-Reruptur aktuell eine Pseu-
doparalyse sowie ventrale Deltoideusatrophie und hielt als Zusatzdiagnose 
einen Nikotinabusus fest. Er wies darauf hin, dass die Heilungswahrschein-
lichkeit stark kompromittiert sei, obschon die RM technisch möglicherweise 
reinseriert werden könnte. Es bestehe schon eine deutliche Chronifizierung 
und insgesamt wäre eine operative Behandlung mit einer sehr hohen pro-
gnostischen Unsicherheit behaftet. Im Unfallschein trug er ab der Konsulta-
tion vom 6. August 2014 bis auf weiteres eine vollständige Arbeitsunfähig-
keit ein (act. II 85).

3.2.6 In seiner medizinischen Beurteilung vom 6. Oktober 2014 (act. II 
97) schätzte Dr. med. I.________ den Integritätsschaden auf 15 %, da die 
betroffene Schulter nicht über die Horizontale bewegt werden könne. 

Im Bericht vom 7. Oktober 2014 (act. II 98) über die am Vortag durchge-
führte kreisärztliche Abschlussuntersuchung gab Dr. med. I.________ an, 
der rechte Arm könne bis zirka zur Lendenhöhe eingesetzt werden, wobei 
der Beschwerdeführer Gewichte von fünf bis acht Kilogramm heben und 
tragen könne. Der Oberarm dürfe aber nicht abgespreizt werden, denn 
dergestalt könnten nur noch wenige 100 Gramm gehoben werden. Bis zur 
Brusthöhe betrage das Hebelimit zirka vier bis fünf Kilogramm, Tätigkeiten 
darüber und über Schulterhöhe seien nicht mehr zumutbar.

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Im Rahmen des Einspracheverfahrens hielt der SUVA-Kreisarzt am 
16. Februar 2015 an seiner Beurteilung fest (act. II 125).

3.2.7 Im Beschwerdeverfahren legte der Beschwerdeführer einen zu-
handen der Invalidenversicherung erstatteten Bericht seines Hausarztes 
Dr. med. K.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, vom 
28. August 2014 (act. I 3) auf. Darin wurden nebst der rechtsseitigen 
Schulterproblematik folgende weitere Diagnosen mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit aufgeführt:

 Verdacht auf seit Oktober 2013 bestehende rezidivierende zerebro-
vaskuläre Insulte

 Tinnitus, erstdiagnostiziert im Dezember 2008
 chronisch-rezidivierendes Zervikovertebralsyndrom bei Status nach 

Mikrodiskektomie auf Stufe C6/7, bestehend seit März 1995
 chronische Rückenschmerzen seit Januar 2007
 Fussbeschwerden 
 Status nach Einsatz einer Hüft-Totalendoprothese (TEP) links im 

August 2006

Dr. med. K.________ attestierte eine seit 31. August 2013 durchgehende 
und bis auf weiteres bestehende 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Der Be-
schwerdeführer könne mit der rechten Hand keine Gewichte mehr heben, 
die bisherige Tätigkeit sei ihm nicht mehr zumutbar. Eine behinderungsan-
gepasste Tätigkeit (ohne die dominante rechte Hand) sei hingegen prinzi-
piell ganztags möglich.

3.2.8 Im Bericht vom 5. Juni 2015 (act. I 4) diagnostizierte der vom 
Hausarzt konsiliarisch beigezogene PD Dr. med. L.________, Facharzt für 
Rheumatologie und Allgemeine Innere Medizin FMH, im Zusammenhang 
mit der traumatischen Schulterschmerzproblematik aktuell einen Ausriss 
der ventralen Portion des Musculus deltoideus mit konsekutivem Humerus-
kopfhochstand und ausgeprägter glenohumoraler Dysfunktion. Als weitere 
Diagnosen vermerkte er Polyarthrosen, ausgeprägte degenerative Verän-
derungen der Halswirbelsäule (HWS), Hepatitis C Genotyp IB mit zirrhoti-
schem Umbau sowie einen Verdacht auf rezidivierende zerebro-vaskuläre 
Insulte. Er vertrat die Auffassung, dass das Hauptproblem an der rechten 
Schulter wahrscheinlich nicht die defekte RM, sondern der Defekt im Delto-
id darstelle. 

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3.3 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem An-
stellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 
mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Gleiches gilt, 
wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wiederholt für die 
Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 S. 70 
E. 2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen 
in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen 
lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten 
im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gut-
achters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 E. 3b 
ee S. 354).

3.4 Die Beschwerdegegnerin stützte sich im angefochtenen Einspra-
cheentscheid vom 16. April 2015 (act. II 126) auf die kreisärztliche Beurtei-
lung vom Oktober 2014 (act. II 97 f.) bzw. Februar 2015 (act. II 125). Sie 
erachtete dementsprechend allein die rechtsseitigen Schulterbeschwerden 
als unfallkausal und ging von einer medizinisch-theoretisch uneinge-
schränkten Arbeitsfähigkeit im Zeitpunkt des Fallabschlusses aus. Die die-
ser Beurteilung zugrunde liegenden Berichte erfüllen die vorerwähnten 
höchstrichterlichen Beweisanforderungen und erbringen vollen Beweis (vgl. 
E. 3.3 hiervor). Dr. med. I.________ führte zwei klinische Explorationen 

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durch (act. II 59, 98) und gelangte unter Mitberücksichtigung der Anamnese 
sowie der bildgebenden Befunde zu nachvollziehbaren sowie überzeugen-
den Schlussfolgerungen. Die seitens des Beschwerdeführers an der 
fachärztlichen Einschätzung erhobene Kritik verfängt nicht:

3.4.1 Der Beschwerdeführer bemängelt, dass Dr. med. I.________ aus-
schliesslich die Einschränkungen der rechten Schulter, nicht aber die weite-
ren vom Hausarzt im Bericht vom 28. August 2014 (act. I 3) aufgeführten 
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Beschwerde S. 5 
Ziff. 8) berücksichtigt habe. Im Gegensatz zur final konzipierten Invaliden-
versicherung (vgl. BGE 124 V 174 E. 3b S. 178) sind vorliegend indes le-
diglich die unfallkausalen Gesundheitsschäden relevant. Mit Ausnahme der 
rezidivierenden zerebro-vaskulären Insulte sollen die von Dr. med. 
K.________ erwähnten Diagnosen allesamt bereits vor dem versicherten 
Unfallereignis bestanden haben (act. I 3/2 Ziff. 1.1). Weder wird von den 
involvierten Ärzten eine Unfallkausalität dieser Diagnosen postuliert noch 
lassen sich den medizinischen Akten Anhaltspunkte dafür entnehmen, dass 
die damit einhergehende Symptomatik durch das inkriminierte Ereignis eine 
vorübergehende oder gar richtunggebende Veränderung erfahren haben 
könnte. Dies hat selbstredend auch für die Schlaganfälle zu gelten, die seit 
Oktober 2013 – mithin erst nach dem Unfallereignis – wiederholt aufgetre-
ten sein sollen und bloss im Sinne einer Verdachtsdiagnose in Betracht 
gezogen wurden. Was den Tinnitus anbelangt, besteht zudem rechtspre-
chungsgemäss keine gesicherte Grundlage, um einen solchen als körperli-
ches Leiden zu betrachten oder ihn einer organischen Ursache zuzuordnen 
(BGE 138 V 248 E. 5.10 S. 258).

3.4.2 Soweit der Beschwerdeführer rügt, bei dem vom SUVA -Kreisarzt 
formulierten medizinischen Zumutbarkeitsprofil für eine leidensadaptierte 
Tätigkeit sei das Messergebnis des «Jamar-Dynamometers» ungenügend 
berücksichtigt worden (Beschwerde S. 5 Ziff. 7), ist ihm nicht zu folgen. 
Wohl zeigte dieses hydraulische Messinstrument für die rechte Hand eine 
Faustschlusskraft von 22 Kilogramm (act. II 98/3 Ziff. 4), was unter dem 
minimalen Normwert von 28.7 Kilogramm (rechts) für Männer im damaligen 
Alter des Beschwerdeführers liegt (vgl. DIDAY-NOLLE et. al. in BIRGITTA 
WALDNER-NILSSON [Hrsg.], Handrehabilitation, 3. Aufl. 2013, S. 54, 

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Tab. 2.7). Daraus lässt sich indes nicht schliessen, die Hand könne für ma-
nuelle Erwerbstätigkeiten nicht mehr nutzbringend bzw. nur noch als 
Zudien-/Hilfshand eingesetzt werden. Zudem trug Dr. med. I.________ 
diesem Messergebnis beim Hebe- und Tragelimit (maximal acht Kilogramm 
auf Lendenhöhe [act. II 98/3 Ziff. 5]) hinreichend Rechnung. Die Annahme 
des Hausarztes, dass mit der rechten Hand (überhaupt) nicht mehr gear-
beitet werden könne, ist demgegenüber undifferenziert und nicht näher 
begründet; immerhin vertrat er gleichzeitig die Auffassung, dass in einer 
behinderungsangepassten Tätigkeit prinzipiell eine ganztägige Arbeit mög-
lich sei (act. I 3/4 Ziff. 1.7), was wiederum mit der Beurteilung des SUVA -
Kreisarztes korreliert.

3.4.3 Auch der Bericht von PD Dr. med. L.________ vom 5. Juni 2015 
(act. I 4) – der auf einer ausserhalb des gerichtlichen Überprüfungszeit-
punktes (vgl. BGE 131 V 242 E. 2.1 S. 243, 130 V 138 E. 2.1 S. 140) statt-
gehabten Konsultation beruht – ist nicht geeignet, den Beweiswert der 
kreisärztlichen Beurteilung zu erschüttern. Der Umstand, dass der Rheu-
matologe eher den Defekt im Deltoid als jenen der RM als Ursache für die 
Schulterbeschwerden betrachtete, ist belanglos. Denn im vorliegenden 
Kontext ist nicht primär die Ätiologie der (unfallkausalen) Schulterbe-
schwerden entscheidend, sondern deren Auswirkung auf das funktionelle 
Leistungsvermögen. Dr. med. I.________ hat im Rahmen der klinischen 
Untersuchung anhand der Neutral-Null-Methode das noch mögliche Bewe-
gungsspektrum der rechten oberen Extremität sorgfältig geprüft (act. II 98/3 
Ziff. 4) und er hatte zudem aufgrund des Konsiliarberichts von Prof. Dr. 
med. J.________ (act. II 84) auch Kenntnis von der Atrophie des ventralen 
Musculus deltoideus (Eingabe des Beschwerdeführers vom 18. Juni 2015 
S. 2).

3.5 Als Zwischenergebnis ist festzuhalten, dass sich die Beschwerde-
gegnerin zu Recht auf die kreisärztliche Beurteilung von Dr. med. 
I.________ stützte. Für weitere medizinische Erhebungen besteht kein An-
lass, insbesondere erübrigt sich das Einholen des mit Eingabe vom 18. Ju-
ni 2015 beantragten Gerichtsgutachtens (sog. antizipierte Beweiswürdi-
gung [BGE 122 V 157 E. 1d S. 162]). Zu prüfen sind in einem weiteren 
Schritt die erwerblichen Auswirkungen dieser medizinischen Ausgangslage. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Juni 2016, UV/15/473, Seite 13

4.

4.1 Ist die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10 % 
invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 
Abs. 1 UVG). Der Bundesrat regelt die Bemessung des Invaliditätsgrades 
in Sonderfällen. Er kann dabei auch von Art. 16 ATSG abweichen (Art. 18 
Abs. 2 UVG).

4.2 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass 
die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst 
genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus 
der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Insoweit die 
fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden 
können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu 
schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu ver-
gleichen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 29 
E. 1 S. 30, 104 V 135 E. 2b S. 136).

4.2.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325).

4.2.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Juni 2016, UV/15/473, Seite 14

Person konkret steht (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV Nr. 37 
S. 133 E. 7.1). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung entweder 
Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik (BFS) periodisch 
herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) oder Lohnangaben aus 
der Dokumentation von Arbeitsplätzen (DAP) der SUVA herangezogen 
werden (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593). Die Vorlage von fünf zumutbaren 
Arbeitsplätzen erscheint in quantitativer Hinsicht in der Regel als genü-
gend. Im Hinblick auf die geforderte Repräsentativität der DAP-Profile und 
der daraus abgeleiteten Lohnangaben sind im Sinne einer qualitativen An-
forderung zusätzlich Angaben zu machen über die Gesamtzahl der auf-
grund der gegebenen Behinderung in Frage kommenden dokumentierten 
Arbeitsplätze, über den Höchst- und den Tiefstlohn sowie über den Durch-
schnittslohn der dem jeweils verwendeten Behinderungsprofil entsprechen-
den Gruppe. Allfällige Einwendungen der versicherten Person bezüglich 
des Auswahlermessens und der Repräsentativität der DAP-Blätter im Ein-
zelfall sind grundsätzlich im Einspracheverfahren zu erheben. Ist die SUVA 
nicht in der Lage, im Einzelfall den erwähnten Anforderungen zu genügen, 
kann im Bestreitungsfall nicht auf den DAP-Lohnvergleich abgestellt wer-
den (BGE 139 V 592 E. 6.3 S. 595, 129 V 472 E. 4.2.2 S. 480).

4.3

4.3.1 Das bisherige Arbeitsverhältnis wurde aufgrund des Berufsunfalls 
aufgelöst (act. II 73) und würde im hypothetischen Gesundheitsfall über-
wiegend wahrscheinlich weiterbestehen. Die Beschwerdegegnerin hat das 
unbestrittene Valideneinkommen für das Jahr 2014 deshalb richtigerweise 
anhand der Angaben der letzten Arbeitgeberin ermittelt (act. II 1 Ziff. 12, 
71/2, 107/2). Es liegt mit Fr. 77‘880.-- etwas höher als der ein Jahr vor dem 
Unfall erzielte versicherte Verdienst (act. II 105; Art. 15 Abs. 2 UVG i.V.m. 
Art. 22 Abs. 4 der Verordnung vom 20. Dezember 1982 über die Unfallver-
sicherung [UVV; SR 832.202]), was ebenfalls plausibel erscheint. Zwar hat 
die letzte Arbeitgeberin gegenüber der IV-Stelle Bern einen leicht höheren 
Monatslohn von Fr. 5‘030.-- angegeben (Akten der IV-Stelle Bern im paral-
lelen Beschwerdeverfahren IV/2015/507 [IV-act. II] 12/4 Ziff. 2.11), die An-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Juni 2016, UV/15/473, Seite 15

gabe gegenüber der Beschwerdegegnerin (act. II 71/2) ist jedoch aktueller 
und zudem liegt sie auch näher am Betrag, welcher sich aus der Aufinde-
xierung des vor dem Unfall erzielten Einkommens gemäss IK-Auszug auf 
das Jahr 2014 ergibt (vgl. das im parallelen invalidenversicherungsrechtli-
chen Beschwerdeverfahren unter heutigem Datum ergangene Urteil des 
Verwaltungsgerichts, IV/2015/507, E. 4.2.1).

4.3.2 Der Beschwerdeführer hat keine ihm an sich zumutbare neue Er-
werbstätigkeit aufgenommen bzw. schöpft die medizinisch-theoretisch un-
eingeschränkte Arbeitsfähigkeit nicht aus (act. II 90/1), weshalb die Be-
schwerdegegnerin sich zulässigerweise auf die DAP-Lohnangaben stützte. 
Der dabei ermittelte durchschnittliche Jahreslohn von Fr. 55‘779.-- (act. II 
107/2) basiert auf der Vorlage von fünf Arbeitsplätzen aus 56 Suchresulta-
ten (act. II 106), wobei im Rahmen der Suchkriterien das medizinische Zu-
mutbarkeitsprofil sowie die Ausbildungsanforderungen beachtet wurden 
(act. IIA 2). Der Beschwerdeführer bringt keine substanziierten Rügen ge-
gen die Verwendung der DAP-Blätter vor, sondern moniert hauptsächlich, 
dass diese konkreten Verweisungstätigkeiten nicht seinem Behinderungs-
profil entsprächen (Beschwerde S. 6 f. Ziff. 11-17). Er beruft sich indes auf 
die Einschätzungen des Hausarztes Dr. med. K.________, die hier nach 
dem Gesagten nicht massgebend sind (vgl. E. 3.4.1 hiervor); insbesondere 
ist sowohl häufiges Sitzen oder Stehen als auch beidhändiges Arbeiten 
zumutbar. Bezüglich der im Zusammenhang mit den einzelnen dokumen-
tierten Arbeitsplätzen vorgebrachten Beanstandungen kann auf die einge-
hende und in allen Teilen zutreffende Darstellung in der Beschwerdeant-
wort (S. 7 Ziff. III Ziff. 17) verwiesen werden. Weil den spezifischen Beein-
trächtigungen in der Leistungsfähigkeit bei der Auswahl der zumutbaren 
DAP-Profile Rechnung getragen wurde, liess die Beschwerdegegnerin rich-
tigerweise keine zusätzlichen leidensbedingten Abzüge zu (Beschwerde 
S. 6 Ziff. 11; Beschwerdeantwort S. 6 Ziff. III Ziff. 16; vgl. BGE 139 V 592 
E. 7.3 S. 597). Hinzu kommt, dass die Beschwerdegegnerin zugunsten des 
Beschwerdeführers in pflichtgemässer Ausübung ihres Ermessens lohn-
mässig unterdurchschnittliche DAP-Blätter auswählte (act. II 106/1), obwohl 
mit Blick auf das Valideneinkommen keine Parallelisierung geboten war 
(vgl. BGE 139 V 592 E. 7.5 S. 598). Im Übrigen wirkte sich nicht zugunsten 
des Beschwerdeführers aus, wenn auf die statistischen Werte der LSE ab-

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gestellt würde. Diesfalls wäre von einem hypothetischen Jahreslohn von 
Fr. 66‘138.-- auszugehen (Fr. 5‘210.-- [BFS, LSE 2012, Tabelle TA1, Män-
ner, Total, Kompetenzniveau 1] x 12 Monate / 40 Wochenarbeitsstunden x 
41.7 Wochenarbeitsstunden [BFS, betriebsübliche Arbeitszeit {BUA}, Total, 
2014] / 101.7 x 103.2 [BFS, Tabelle T1.1.10, Nominallohnentwicklung, 
Männer, Total, Index 2012 bzw. 2014]) und höchstens ein leidensbedingter 
Abzug von 10 % zuzulassen (vgl. das im parallelen invalidenversicherungs-
rechtlichen Beschwerdeverfahren unter heutigem Datum ergangene Urteil 
des Verwaltungsgerichts, IV/2015/507, E. 4.2.2), was zu einem Invaliden-
einkommen von Fr. 59‘524.-- führen würde (Fr. 66‘138.-- ./. 10 %).

4.4 Aus der Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen resul-
tiert ein abgerundeter (vgl. BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123) Invali-
ditätsgrad von 28 % ([Fr. 77‘880.-- ./. Fr. 55‘779.--] / Fr. 77‘880.-- x 100). 
Bei einem Abstellen auf die Werte der LSE ergäbe sich demgegenüber 
lediglich ein Invaliditätsgrad von 23 % (Fr. 77‘880.-- ./. Fr. 59‘524.--] / 
Fr. 77‘880.-- x 100). Bezüglich des Rentenanspruchs ist der angefochtene 
Einspracheentscheid vom 16. April 2015 (act. II 126) somit nicht zu bean-
standen. Zu prüfen bleibt der Anspruch auf eine Integritätsentschädigung.

5.

5.1 Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf 
eine angemessene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall 
eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psy-
chischen Integrität erleidet. Die Integritätsentschädigung wird in Form einer 
Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag 
des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und wird entspre-
chend der Schwere des Integritätsschadens abgestuft (Art. 25 Abs. 1 
UVG).

5.1.1 Gemäss Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung 
der Entschädigung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 UVV Gebrauch 
gemacht. Abs. 1 dieser Vorschrift bestimmt, dass ein Integritätsschaden als 
dauernd gilt, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens mindes-
tens in gleichem Umfang besteht. Er ist erheblich, wenn die körperliche, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Juni 2016, UV/15/473, Seite 17

geistige oder psychische Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, 
augenfällig oder stark beeinträchtigt wird. Gemäss Abs. 2 gelten für die 
Bemessung der Integritätsentschädigung die Richtlinien des Anhangs 3. 
Darin hat der Bundesrat in einer als gesetzmässig erkannten, nicht absch-
liessenden Skala häufig vorkommende und typische Schäden prozentual 
gewichtet (BGE 124 V 29 E. 1b S. 32). Für spezielle oder nicht aufgeführte 
Integritätsschäden wird die Entschädigung nach dem Grad der Schwere 
vom Skalenwert abgeleitet (Ziff. 1 Abs. 2 des Anhangs 3; BGE 116 V 156 
E. 3a S. 157). In diesem Zusammenhang hat die SUVA in Weiterentwick-
lung der bundesrätlichen Skala weitere Bemessungsgrundlagen in tabella-
rischer Form (sog. Feinraster; abrufbar unter <www. suva.ch>) erarbeitet. 
Diese Tabellen sind, soweit sie lediglich Richtwerte enthalten, mit denen 
die Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden soll, mit dem 
Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 29 E. 1c S. 32).

5.1.2 Die Bemessung der Integritätsentschädigung richtet sich nach der 
Schwere des Integritätsschadens. Diese beurteilt sich nach dem medizini-
schen Befund. Bei gleichem medizinischen Befund ist der Integritätsscha-
den für alle Versicherten gleich; er wird abstrakt und egalitär bemessen 
(BGE 124 V 29 E. 3c S. 35). 

5.2 In seiner beweiskräftigen Beurteilung vom 7. Oktober 2014 
(act. II 97) schätzte Dr. med. I.________ den Integritätsschaden bezüglich 
der rechten Schulter anhand der SUVA -Tabelle 1 auf 15 %, da die Schul-
ter nicht über die Horizontale bewegt werden kann. Er zeigte in seiner Stel-
lungnahme vom 16. Februar 2015 (act. II 125) zudem schlüssig auf, dass 
eine verminderte Muskelkraft beim entsprechenden Tabellenwert bereits 
mitberücksichtigt ist und nicht zu einem höheren Integritätsschaden führt. 
Unzutreffend ist die Auffassung des Beschwerdeführers, wonach aufgrund 
der Schulterverletzung auch der rechte Arm und die rechte Hand beein-
trächtigt seien, somit unterschiedliche Funktionsstörungen vorlägen und 
zusätzlich die Werte der Untertitel «Ellbogen, Vorderarm, Hand» der be-
sagten SUVA -Tabelle einzubeziehen seien (Beschwerde S. 7 f. Ziff. 20). 
Die unter dem Titel «Schulter» beschriebene Einschränkung «bis zur Hori-
zontalen beweglich» kann sich biomechanisch nicht auf das Schultergelenk 
als solches beziehen, sondern betrifft die ganze obere Extremität, mithin 

http://www.suva.ch/

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eine Abduktion des Arms bis 180º, womit auch die durch die Schulterverlet-
zung bedingte Auswirkung auf die Hand mitumfasst wird (vgl. auch Ent-
scheid des Bundesgerichts vom 6. Mai 2008, 8C_319/2007, E. 9).

Weil der Einspracheentscheid vom 16. April 2015 (act. II 126) auch in die-
ser Hinsicht nicht zu beanstanden ist, erweist sich die dagegen erhobene 
Beschwerde als unbegründet und ist abzuweisen.

6.

6.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG 
sind keine Verfahrenskosten zu erheben.

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist dem Beschwerdeführer 
keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- Rechtsanwalt C.________ z.H. der Beschwerdegegnerin (samt Kopie 

des Urteils IV/2015/507 vom 7. Juni 2016)
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

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Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.