# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** de9e111e-4df7-5d1b-aee7-00a729885e71
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-01-14
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 14.01.2019 RT180235
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_RT180235_2019-01-14.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: RT180235-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende,  

Oberrichter lic. iur. M. Spahn und Oberrichterin Dr. S. Janssen  

sowie Gerichtsschreiber lic. iur. F. Rieke 

Urteil vom 14. Januar 2019 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Gesuchsgegner und Beschwerdeführer 

 

gegen 

 

1. Kanton Zürich,   
2. Stadt Zürich,  
Gesuchsteller und Beschwerdegegner 

1, 2 vertreten durch Steueramt der Stadt Zürich 

 

betreffend Rechtsöffnung  
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichts Audienz am Bezirksgericht 
Zürich vom 22. November 2018 (EB181467-L) 

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Erwägungen: 

1. a) Mit Urteil vom 22. November 2018 erteilte das Bezirksgericht Zü-

rich (Vorinstanz) den Gesuchstellern in der Betreibung Nr. 1 des Betreibungsamts 

Zürich 12 (Zahlungsbefehl vom 21. August 2018) – für Staats- und Gemeinde-

steuern 2016 – definitive Rechtsöffnung für Fr. 9'905.80 nebst 4.5 % Zins seit 

21. August 2018, Fr. 78.10 und Fr. 90.40; die Kostenfolgen wurden zu Lasten des 

Gesuchsgegners geregelt (Urk. 7 = Urk. 12). 

b) Gegen dieses ihm am 4. Dezember 2018 zugestellte Urteil (Urk. 8b) 

richtete der Gesuchsgegner am 13. Dezember 2018 eine Eingabe an die Vor-

instanz, in welcher er sein Nichteinverständnis kundtat (Urk. 9 = Urk. 11). Die Vor-

instanz übermittelte dieses Schreiben an das Obergericht zur Prüfung, ob es sich 

dabei um eine Beschwerde handle (Urk. 13). Mit Schreiben vom 17. Dezember 

2018 wurde dem Gesuchsgegner Gelegenheit gegeben, dies klarzustellen 

(Urk. 14). Am 7. Januar 2019 teilte der Gesuchsgegner mit, dass seine Eingabe 

vom 13. Dezember 2018 als Beschwerde zu behandeln sei (Urk. 15). 

c) Der Eingabe des Gesuchsgegners vom 13. Dezember 2018 lässt sich 

der sinngemässe Beschwerdeantrag entnehmen (Urk. 11): 

Das angefochtene Urteil sei aufzuheben und das Rechtsöffnungsgesuch der 
Gesuchsteller sei abzuweisen. 

d) Die vorinstanzlichen Akten liegen vor. Da sich die Beschwerde sogleich 

als unbegründet erweist, kann auf weitere Prozesshandlungen verzichtet werden 

(vgl. Art. 322 Abs. 1 ZPO). 

e) Die Beschwerdefrist ist am 14. Dezember 2018 abgelaufen. Soweit der 

Gesuchsgegner im Schreiben vom 7. Januar 2019 Ausführungen macht, die über 

die Klarstellung, dass seine Eingabe vom 13. Dezember 2018 als Beschwerde zu 

behandeln sei, hinausgehen (vgl. Urk. 15 Rückseite), können diese zufolge Frist-

ablaufs nicht berücksichtigt werden (sie würden allerdings ohnehin am Ergebnis 

des Beschwerdeverfahrens nichts ändern). 

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2. a) Die Vorinstanz erwog im Wesentlichen, die Gesuchsteller würden 

ihr Gesuch auf den vollstreckbaren Einschätzungsentscheid für Staats- und Ge-

meindesteuern 2016 vom 10. April 2018 sowie die dazugehörige Schlussrech-

nung vom 7. Mai 2018 stützen, wonach der Gesuchsgegner für das Steuerjahr 

2016 zur Zahlung von Fr. 9'905.80 (Nettosteuerschuld) sowie Fr. 78.10 (Aus-

gleichszins gemäss Schlussrechnung) verpflichtet worden sei. Diese Urkunden 

würden einen definitiven Rechtsöffnungstitel darstellen und würden die Forderung 

samt Zinsen betragsmässig ausweisen. Das Steueramt habe zwar am 25. Mai 

2018 dem Gesuchsgegner eine Ratenzahlung bewilligt; nachdem dieser aber be-

reits die erste Rate nicht bezahlt habe, sei die Zahlungserleichterung hinfällig ge-

worden und sei die ganze Schuld bei Einleitung der Betreibung fällig gewesen 

(Urk. 12 S. 2).  

Die Vorinstanz erwog weiter, die Einwendungen des Gesuchsgegners könn-

ten im Rechtsöffnungsverfahren nicht berücksichtigt werden. Soweit er fehlende 

finanzielle Mittel geltend mache, würde dies erst beim Pfändungsvollzug zu be-

rücksichtigen sein. Soweit er die inhaltliche Richtigkeit der Steuereinschätzung 

anzweifle, könne diese im Rechtsöffnungsverfahren nicht mehr überprüft werden. 

Und soweit der Gesuchsgegner schliesslich mit der Bemerkung, dass er noch of-

fene Steuerreduktionen aus den Jahren 2016 bis 2018 erwarte, ein Erlassgesuch 

gemeint haben sollte, sei ein entsprechendes Gesuch noch nicht einmal belegt 

und würde den Steuerbezug ohnehin nicht hemmen (Urk. 12 S. 3). 

b) Mit der Beschwerde können unrichtige Rechtsanwendung und offen-

sichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden 

(Art. 320 ZPO). Dabei bedeutet Geltendmachung, dass in der Beschwerde konk-

ret dargelegt werden muss, was genau am angefochtenen Entscheid unrichtig 

sein soll; was nicht in dieser Weise beanstandet wird, braucht von der Beschwer-

deinstanz nicht überprüft zu werden und hat insofern grundsätzlich Bestand. 

c) Der Gesuchsgegner bringt in seiner Beschwerde zusammengefasst 

vor, er reagiere erst, wenn das Gericht die Schulden des Steueramts anerkenne. 

Er drehe seit vier Jahren jeden Rappen um und solle jetzt kriminalisiert werden. 

Als er eine Eingabe um Steuererlass eingereicht habe, sei ihm Bescheid gegeben 

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worden, dass er keine Steuerschulden habe; daran werde er sich orientieren. Er 

schulde dem Steueramt gar nichts; im Gegenteil schulde das Steueramt ihm 

Steuerermässigungen der Jahre 2016 und 2017 auf Fr. 120'000.--. Er sei von den 

Steuerbehörden aufgrund falscher Berechnungen wesentlich zu hoch veranlagt 

worden. Er bezweifle stark, es mit einem ordentlichen Verfahren zu tun zu haben; 

er habe sogar den Verdacht, es mit einer kriminellen Bande zu tun zu haben 

(Urk. 11).  

d) Die Beschwerdevorbringen des Gesuchsgegners richten sich primär 

gegen die Steuerforderung als solche. Hierzu hat jedoch bereits die Vorinstanz 

korrekt dargelegt, dass das vorliegende Verfahren auf definitive Rechtsöffnung 

ein reines Vollstreckungsverfahren ist; in diesem Verfahren geht es nur noch um 

die Vollstreckung von Forderungen, für welche bereits ein rechtskräftiger bzw. 

vollstreckbarer Entscheid vorliegt (die Prüfung der Forderungen ist in jenem Ver-

fahren erfolgt, welches zum Entscheid geführt hat, der nun zu vollstrecken ist). 

Eine Überprüfung jenes Entscheides hätte in einem entsprechenden Rechtsmit-

telverfahren stattfinden müssen, im Rechtsöffnungsverfahren darf die Forderung 

dagegen nicht mehr (noch einmal) überprüft werden. Demgemäss durfte die Vor-

instanz die Vorbringen des Gesuchsgegners, dass er die fraglichen Beträge gar 

nicht schulde, nicht berücksichtigen. 

Der Gesuchsgegner macht sodann geltend, das Steueramt schulde ihm 

Steuerermässigungen der Jahre 2016 und 2017 auf Fr. 120'000.-- (infolge von In-

vestitionen in dieser Höhe; vgl. Urk. 6). Auch in diesem Zusammenhang ist auf die 

Besonderheiten des Rechtsöffnungsverfahrens hinzuweisen. Liegt, wie hier, ein 

definitiver Rechtsöffnungstitel vor, dürfen von Gesetzes wegen nur noch Einwen-

dungen berücksichtigt werden, welche durch Urkunden belegt sind (vgl. Art. 81 

Abs. 1 SchKG). Für den von ihm vorgetragenen Anspruch auf Steuerermässigun-

gen oder -rückvergütungen hat der Gesuchsgegner jedoch keine Urkunden einge-

reicht. Demgemäss durfte die Vorinstanz auch diese Vorbringen des Gesuchs-

gegners nicht berücksichtigen. 

e) Nach dem Gesagten muss die Beschwerde des Gesuchsgegners ab-

gewiesen werden. 

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3. a) Für das Beschwerdeverfahren beträgt der Streitwert Fr. 9'905.80. 

Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr ist in Anwendung von Art. 48 i.V.m. Art. 61 

Abs. 1 GebV SchKG auf Fr. 300.-- festzusetzen.  

b) Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens sind ausgangsgemäss 

dem Gesuchsgegner aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). 

c) Für das Beschwerdeverfahren sind keine Parteientschädigungen zuzu-

sprechen, dem Gesuchsgegner zufolge seines Unterliegens, den Gesuchstellern 

mangels relevanter Umtriebe (Art. 106 Abs. 1, Art. 95 Abs. 3 ZPO). 

Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 300.-- festgesetzt. 

3. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden dem Gesuchsgegner 

auferlegt. 

4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zuge-

sprochen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gesuchsteller unter Beilage 

von Kopien der Urk. 11 und 15, sowie an die Vorinstanz, je gegen Emp-

fangsschein. 

Die vorinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

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Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine vermö-
gensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 9'905.80. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 

 
Zürich, 14. Januar 2019 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. F. Rieke 
 

 
versandt am: 
bz 

	Urteil vom 14. Januar 2019
	Erwägungen:
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 300.-- festgesetzt.
	3. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden dem Gesuchsgegner auferlegt.
	4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gesuchsteller unter Beilage von Kopien der Urk. 11 und 15, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...