# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4846ae31-6bb4-53c0-916b-35f9f9090ea3
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-08-29
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 29.08.2025 120 2025 27
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_120-2025-27_2025-08-29.pdf

## Full Text

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Bau- und Verkehrsdirektion

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BVD 120/2025/27

Entscheid der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD)
vom 29. August 2025

in der Beschwerdesache zwischen

Beschwerdeführende 1 bis 5

alle vertreten durch Herrn Rechtsanwalt A.________

und

Baupolizeibehörde der Stadt Thun, Bauinspektorat, Industriestrasse 2, Postfach 145,
3602 Thun

betreffend die Verfügung der Baupolizeibehörde der Stadt Thun vom 17. März 2025 (Fall Nr. 
942/2024-0651; Strassenanschluss)

I. Sachverhalt

1. Am 6. Dezember 2024 meldete die Verwalterin der Stockwerkeigentümergemeinschaft 
B.________ dem Bauinspektorat der Stadt Thun, zwischen den Grundstücken Thun (Strättligen) 
Gbbl. Nr. E.________ und Gbbl. Nr. F.________ sei vor nicht allzu langer Zeit eine Strasse erstellt 
worden, so dass nun direkt auf die Parzelle Nr. F.________ gefahren werden könne. Die Stock-
werkeigentümergemeinschaft fühle sich durch das gefährliche Verkehrsaufkommen gestört. Die 
Verwalterin wollte daher wissen, ob eine Bewilligung vorliege. Das Bauinspektorat antwortete am 
17. Dezember 2024, es habe ein baupolizeiliches Verfahren eröffnet, und es erkundigte sich, ob 
die Stockwerkeigentümergemeinschaft sich daran beteiligen wollte. Diese verzichtete auf eine Be-
teiligung als Partei. Mit Schreiben vom 21. Januar 2025 informierte das Bauinspektorat die Be-
schwerdeführenden als Eigentümerinnen und Eigentümer der Parzelle Thun (Strättligen) Gbbl. Nr. 
E.________ (vormals Teil des Grundstücks Thun (Strättligen) Gbbl. Nr. G.________), es sei aus 
der Bevölkerung darauf aufmerksam gemacht worden, dass auf ihrem Grundstück ein Strassen-
anschluss ohne Bewilligung erstellt worden sei. Gemäss Auszug aus GeoMaps sei zwischen 2020 
und 2021 eine Hecke gerodet und ein Durchgang zum Zweck des Strassenanschlusses erstellt 
worden, was baubewilligungspflichtig sei. Eine Baubewilligung liege nicht vor. Es bestehe zwar 
die Möglichkeit, ein nachträgliches Baugesuch einzureichen, in der Regel werde aber nur ein 
Strassenanschluss pro Grundstück bewilligt. Das Bauinspektorat stellte den Beschwerdeführen-
den eine Wiederherstellungsverfügung in Aussicht (Rückbau Strassenanschluss und Renaturie-
rung) und gab ihnen Gelegenheit zur Stellungnahme. In ihrer Eingabe vom 6. Februar 2025 mach-
ten die Beschwerdeführenden insbesondere geltend, auf ihrem Grundstück habe sich entlang der 

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Grenze zum Nachbargrundstück Nr. F.________ nie eine Hecke befunden. In diesem Bereich 
ende die Privatstrasse. Der erwähnte Zweitanschluss betreffe das Grundstück Nr. I.________. Mit 
Wiederherstellungsverfügung vom 17. März 2025 forderte die Gemeinde Thun die Beschwerde-
führenden auf, den nicht bewilligten Strassenanschluss mit geeigneten Mitteln aufzuheben. Hierfür 
sei die Kiesfläche zwischen Bachquerung und dem Grundstück Thun (Strättligen) Gbbl. Nr. 
F.________ zu renaturieren bzw. zu begrünen. Alternativ oder ergänzend seien nicht leicht ent-
fernbare Findlinge oder baubewilligungsfreie Poller von max. 1.20 Höhe so zu setzen, dass eine 
Durchfahrt mit Motorfahrzeugen unterbunden werde. Gleichzeitig wies sie auf die Möglichkeit ei-
nes nachträglichen Baugesuchs hin und drohte die Ersatzvornahme bei Nichtbefolgung an. Mit 
Schreiben vom 26. März 2025 ersuchten die Beschwerdeführenden die Stadt Thun sinngemäss, 
die Wiederherstellungsverfügung zu widerrufen. Sie machten geltend, sie hätten keinerlei bau-
rechtswidrigen Zustände geschaffen. Zudem wiesen sie darauf hin, dass der Eigentümer der Pa-
rzelle Thun (Strättligen) Gbbl. Nr. F.________ nicht über das Recht verfüge, ihr Grundstück zu 
befahren. Mit Schreiben vom 4. April 2025 hielt die Stadt Thun an der Wiederherstellungsverfü-
gung fest. 

2. Gegen die Wiederherstellungsverfügung vom 17. März 2025 reichten die Beschwerde-
führenden am 11. April 2025 Beschwerde bei der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern 
(BVD) ein. Sie beantragen die Aufhebung der Wiederherstellungsverfügung. Sie bestreiten insbe-
sondere, dass ein baurechtswidriger Zustand vorliegt.

3. Das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren für die BVD leitet,1 führte den Schriftenwech-
sel durch und holte die Vorakten ein. In seiner Vernehmlassung vom 2. Mai 2025 verzichtete das 
Bauinspektorat der Stadt Thun auf eine Stellungnahme und verwies auf die vorangegangene Kor-
respondenz. Auf die Rechtsschriften und Vorakten wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in 
den Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Sachurteilsvoraussetzungen

Gemäss Art. 49 Abs. 1 BauG2 können baupolizeiliche Verfügungen nach Art. 45 bis 48 BauG in-
nert 30 Tagen seit Eröffnung mit Beschwerde bei der BVD angefochten werden. Die Beschwer-
deführenden sind als Adressatin bzw. als Adressaten durch die angefochtene Verfügung be-
schwert und daher zur Beschwerde legitimiert. Auf ihre form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde ist einzutreten.

2. Wiederherstellung

a) Die Beschwerdeführenden machen geltend, mit Gesamtentscheid vom 8. August 2005 sei 
die Strassenerschliessung Bauzone B.________ bewilligt worden. Diese habe eine Privatstrasse 
(Hauszufahrt) ausgehend von der Strasse B.________, d. h. der Parzelle Thun (Strättligen) Gbbl. 
Nr. J.________ mit einer Wendemöglichkeit (Ringerschliessung am Ende der Parzelle Thun 
(Strättligen) Gbbl. Nr. G.________ vor der Parzelle Thun (Strättligen) Gbbl. Nr. F.________ vor-
gesehen. Zu einer kompletten Fertigstellung dieser Ringerschliessung sei es nie gekommen. Die 

1 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau- und Verkehrsdirektion 
(Organisationsverordnung BVD, OrV BVD; BSG 152.221.191)
2 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0)

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Erschliessungsstrasse, die dazugehörigen Werkleitungen sowie die Bachquerung seien im Jahr 
2011 im heute bestehenden Umfang erstellt worden. Auf dem in der Wiederherstellungsverfügung 
beanstandeten Teil zwischen der Bachquerung und der Parzellengrenze zur Parzelle Thun (Strätt-
ligen) Gbbl. Nr. F.________ seien namentlich Gewässerbau- und Werkleitungsarbeiten ausge-
führt worden. Nach Fertigstellung der Arbeiten sei dieser Teil ohne nähere Zweckbestimmung mit 
einer Kiesfläche versehen worden. Eine Renaturierung oder Begrünung der Fläche sei im Bau-
entscheid nicht vorgeschrieben und auch im Rahmen der Bauabnahme nicht verlangt worden. Die 
Fläche sei seither keiner Nutzung zugeführt worden. Der Zustand in diesem Bereich sei seit der 
Fertigstellung der Erschliessungsstrasse im Jahr 2011 nicht mehr verändert worden. Die bewilligte 
Kiesfläche sei seit deren Erstellung so belassen worden. Sie hätten zudem keinerlei Pflanzen 
entlang der Parzellengrenze entfernt oder entfernen lassen. Die auf den Luftbildern erkennbaren 
Pflanzen seien an ihrer Pflanzstelle auf Grund und Boden der Parzelle Thun (Strättligen) Gbbl. Nr. 
F.________ gestanden. Wer diese Pflanzen entfernt haben solle, entziehe sich ihrer Kenntnis. 
Dies wäre im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes von der Baubewilligungsbehörde abzu-
klären, zumal die Entfernung von einzelnen Sträuchern auch keiner Bewilligungspflicht unterliege. 
Schliesslich sei der Vorwurf, sie hätten einen neuen und nicht bewilligten Strassenanschluss ge-
schaffen, unbegründet. Im Bereich der Parzellengrenze sei keine öffentliche Strasse vorhanden. 
Die Erschliessungsstrasse auf der Parzelle Thun (Strättligen) Gbbl. Nr. G.________ sei eine reine 
Privatstrasse (Hausanschluss). Ungeachtet dessen wäre es nicht ihre Parzelle, sondern die be-
nachbarte Parzelle Thun (Strättligen) Gbbl. Nr. F.________, die an die Strasse anschliessen 
würde. Ein allfälliger Strassenanschluss dieses Grundstücks ohne jegliche baulichen Veränderun-
gen an ihrer Parzelle könne ihnen nicht zum Vorwurf gemacht werden. Falls ein unbewilligter 
Strassenanschluss jener Parzelle zur Diskussion stehe, wäre jener Grundeigentümer baupolizei-
lich zu belangen und zu baulichen Massnahmen zu verpflichten, die ihm die Zu- und Wegfahrt 
über die Parzelle der Beschwerdeführenden verunmögliche.

b) Die zuständige Baupolizeibehörde hat dafür zu sorgen, dass im Bauwesen die gesetzliche 
Ordnung eingehalten wird (vgl. Art. 45 BauG).3 Erhält sie Kenntnis von wesentlichen baurechts-
widrigen Tatbeständen, hat sie von Amtes wegen einzuschreiten und ein Wiederherstellungsver-
fahren durchzuführen (vgl. Art. 46 BauG). Sie hat demnach einer Anzeige nachzugehen, mit der 
sie auf solche Verhältnisse hingewiesen wird. Sie hat mindestens zu prüfen, ob ein unrechtmäs-
siger Zustand besteht und ob die Wiederherstellung zu verfügen ist.4 Das Wiederherstellungsver-
fahren wird mit der sofortigen Einstellung der laufenden baurechtswidrigen Arbeiten eingeleitet 
(Baueinstellungsverfügung).5 Sind die Arbeiten bereits abgeschlossen bzw. geht es um eine nicht 
bewilligte Nutzung, ist gegebenenfalls ein Benützungsverbot zu erlassen.6 Mit der Wiederherstel-
lungsverfügung wird anschliessend gegebenenfalls die Beseitigung des widerrechtlich herbeige-
führten Sachverhalts angeordnet.7 Die Wiederherstellungsverfügung muss im öffentlichen Inter-
esse liegen, verhältnismässig sein und darf den Vertrauensgrundsatz nicht verletzen. Eine Wie-
derherstellungsmassnahme ist verhältnismässig, wenn sie geeignet ist, das angestrebte Ziel zu 
erreichen, nicht weiter geht, als zur Herstellung des rechtmässigen Zustands nötig ist und die 
Belastung für die pflichtige Person in einem vernünftigen Verhältnis zum verfolgten Ziel steht.8 
Nach der Praxis des Verwaltungsgerichts gilt es als unverhältnismässig, eine an sich bewilligungs-
fähige Baute oder Anlage bloss wegen Fehlens der Baubewilligung beseitigen zu lassen (sog. 

3 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 45 N. 2
4 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 46 N. 2
5 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 46 N. 3 
und 6
6 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 46 N. 3 
und 7
7 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 46 N. 8
8 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 46 N. 9; 
BVR 2013 S. 85 E. 5.1

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formelle Rechtswidrigkeit). In Fällen, in denen kein nachträgliches Baugesuch gestellt wird, hat 
die Rechtsmittelbehörde deshalb summarisch zu prüfen, ob das Vorhaben bewilligt werden könnte 
(sog. materielle Rechtswidrigkeit).9 Die Wiederherstellungsverfügung setzt voraus, dass ein un-
rechtmässiger Zustand besteht. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn eine Bauherrschaft ein bau-
bewilligungspflichtiges Vorhaben ausgeführt hat, ohne im Besitz einer Baubewilligung dafür zu 
sein (Art. 45 Abs. 2 und Art. 46 Abs. 1 BauG).

c) Die Beschwerdeführenden sind u.a. Eigentümerinnen und Eigentümer einer Erschlies-
sungsstrasse, die fast bis an die Grenze zur Liegenschaft Thun (Strättligen) Gbbl. Nr. F.________ 
reicht. Sie bestreiten, dass auf ihrem Grundstück ein baurechtswidriger Zustand besteht. Die 
Strasse und die daran anschliessende Kiesfläche seien bewilligt. Sie machen dezidiert geltend, 
sie hätten dort seit Fertigstellung der Strasse im Jahr 2011 keine Veränderungen vorgenommen. 
Zu Beginn des baupolizeilichen Verfahrens ging die Vorinstanz gestützt auf die öffentlich zugäng-
lichen Luftbilder des Bundesamtes für Landestopografie (swisstopo)10 davon aus, dass auf dem 
Grundstück der Beschwerdeführenden die Hecke gerodet und ein Durchgang zum Zweck des 
Strassenanschlusses erstellt wurde (vgl. Luftbilder von 2020 [wohl 2018] und 202111). Die Be-
schwerdeführenden wiesen dies mit aller Deutlichkeit zurück und hielten fest, auf ihrem Grunds-
tück habe sich entlang der Grenze zur Liegenschaft Thun (Strättligen) Gbbl. Nr. F.________ nie 
eine Hecke befunden. Da auf den fraglichen Luftbildern keine Grundstücksgrenzen ersichtlich 
sind, kann nicht verifiziert werden, ob die Eintragung der Pflanzstelle auf dem Auszug aus Thun-
GIS12 richtig ist. Die Aussage der Beschwerdeführenden im vorliegenden Verfahren, die Pflanz-
stellen der auf den Luftbildern erkennbaren Pflanzen seinen auf Grund und Boden des Nachbar-
grundstücks Thun (Strättligen) Gbbl. Nr. F.________ gewesen, erscheint allerdings plausibel. Wie 
es sich damit verhält, kann jedoch offengelassen werden. Die Vorinstanz stützt sich im angefoch-
tenen Entscheid nicht mehr auf die Luftbilder, sondern auf eine Begehung vor Ort, die am 11. März 
2025 stattfand. Dass die Beschwerdeführenden daran teilnehmen konnten oder dass sie über das 
Ergebnis informiert wurden, ist nicht aktenkundig. Es dürfte daher eine Verletzung des rechtlichen 
Gehörs vorliegen. Die Vorinstanz zieht im angefochtenen Entscheid in Erwägung, aus der örtli-
chen Betrachtung (Vorliegen von Fahrspuren im Kies) sei klar ersichtlich, dass ein Strassenan-
schluss zum Grundstück Thun (Strättligen) Gbbl. Nr. F.________ geschaffen worden sei. Auf den 
Fotos der Begehung13 sind auf dem hintersten asphaltierten Strassenstück Fahrspuren erkennbar, 
die von einem Fahrzeug stammen dürften, das vom Nachbargrundstück über die umstrittene Kies-
fläche auf das Grundstück der Beschwerdeführenden gefahren ist. Damit ist aber nicht erstellt, 
dass die Beschwerdeführenden für den baurechtswidrigen Zustand verantwortlich sind. Die Fahr-
spuren deuten vielmehr darauf hin, dass ein baurechtswidriger Zustand auf dem Nachbargrunds-
tück besteht. Die Beschwerdeführenden legen glaubhaft dar, dass sie an der fraglichen Stelle 
ihres Grundstücks keine baulichen Änderungen vorgenommen und keine Bepflanzung entfernt 
haben. Dass sie nicht die Absicht haben, dem benachbarten Grundeigentümer einen (zusätzli-
chen) Strassenanschluss zu verschaffen, haben sie zudem dokumentiert. Mit Schreiben vom 
25. März 2025 haben sie den benachbarten Grundeigentümer daran erinnert, dass er kein Recht 
erworben habe, um auf ihre Privatstrasse zu fahren, und ihn gebeten, dies ab sofort zu unterlassen 
und die Zaunlücke geschlossen zu halten. Da die Beschwerdeführenden auf ihrem Grundstück 
keinerlei Veränderungen vorgenommen haben, können sie auch nicht zur Wiederherstellung des 
rechtmässigen Zustands verpflichtet werden. In Gutheissung der Beschwerde ist daher die ange-
fochtene Verfügung aufzuheben.

9 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 46 N. 15a
10 Einsehbar unter <www.geo.admin.ch>, Rubriken «Kartenviewer, Direkter Link, Geokatalog, Grundlagen und Pla-
nung, Luft-, Satellitenbilder, SWISSIMAGE Zeitreise»
11 Vgl. Vorakten pag. 52 und 53
12 Vgl. Vorakten pag. 51
13 Vgl. Vorakten pag. 10 und 11

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3. Kosten

a) Bei diesem Verfahrensausgang unterliegt die Vorinstanz. Da sie nicht in ihren Vermögen-
sinteressen betroffen ist, sind keine Verfahrenskosten zu erheben (Art. 108 Abs. 1 und 2 VRPG).

b) Die Vorinstanz hat den Beschwerdeführenden die Parteikosten zu ersetzen (Art. 108 Abs. 3 
i.V.m. Art. 104 Abs. 1 VRPG). Die Kostennote des Rechtsvertreters der Beschwerdeführenden 
gibt zu keinen Bemerkungen Anlass. Die Vorinstanz hat somit den Beschwerdeführenden die Par-
teikosten von CHF 4225.65 zu ersetzen.

III. Entscheid

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Die Verfügung der Stadt Thun vom 17. März 2025 wird 
aufgehoben. 

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3. Die Stadt Thun hat den Beschwerdeführenden die Parteikosten im Betrag von CHF 4225.65 
(inkl. Mehrwertsteuer) zu ersetzen. 

IV. Eröffnung

- Herrn Rechtsanwalt A.________, eingeschrieben
- Baupolizeibehörde der Stadt Thun, eingeschrieben

Bau- und Verkehrsdirektion

Der Direktor

Christoph Neuhaus
Regierungspräsident

Rechtsmittelbelehrung

Dieser Entscheid kann innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung mit Beschwerde beim Verwaltungs-
gericht des Kantons Bern, Speichergasse 12, 3011 Bern, angefochten werden. Eine allfällige Ver-
waltungsgerichtsbeschwerde, die mindestens in drei Exemplaren einzureichen ist, muss einen 
Antrag, die Angabe von Tatsachen und Beweismitteln, eine Begründung sowie eine Unterschrift 
enthalten; der angefochtene Entscheid und andere greifbare Beweismittel sind beizulegen.

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