# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** aae95d66-df57-5710-8452-7cce0d38a23f
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-09-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.09.2025 E-3149/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-3149-2025_2025-09-24.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-3149/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 4 .  S e p t e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richterin Esther Marti (Vorsitz), 

Richterin Daniela Brüschweiler, Richterin Regina Derrer,    

Gerichtsschreiber Janic Lombriser. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Gambia,  

(…),   

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Datenschutz;  

Verfügung des SEM vom 16. April 2025 / N (…). 

 

 

 

E-3149/2025 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge Gambia im (…) 

2024 verliess und am 27. November 2024 in die Schweiz einreiste, wo er 

gleichentags um Asyl nachsuchte, 

dass ein Abgleich mit der europäischen Fingerabdruck-Datenbank "Euro-

dac" ergab, dass er bereits am 20. September 2024 in Italien erkennungs-

dienstlich erfasst worden war, 

dass er auf dem Personalienblatt für Asylsuchende als Geburtsdatum den 

(…)angab und in der Folge das SEM am 3. Dezember 2024 von den itali-

enischen Behörden Informationen zur Registrierung des Beschwerdefüh-

rers erbat, 

dass die italienischen Behörden mit Antwortschreiben vom 9. Dezember 

2024 dem SEM mitteilten, der Beschwerdeführer sei von ihnen unter den 

Personalien "A._______, alias B._______, geboren (…), Gambia", regis-

triert worden, 

dass am 6. Januar 2025 in Anwesenheit der zugewiesenen Rechtsvertre-

tung eine Erstbefragung UMA (Unbegleiteter Minderjähriger Asylsuchen-

der) stattfand (Protokoll in den SEM-Akten […] [A]17), 

dass der Beschwerdeführer insbesondere geltend machte, er sei (…) Jahre 

alt und am (…) geboren, und dass das Geburtsdatum auf der Geburtsur-

kunde vermerkt sei; weitere Dokumente, die sein Geburtsdatum belegen 

könnten, habe er nicht, 

dass aufgrund von Zweifeln an den Altersangaben des Beschwerdeführers 

das SEM dem Institut für Rechtsmedizin des Universitätsspitals C._______ 

am 20. Januar 2025 den Auftrag zur Durchführung einer Altersabklärung 

erteilte, 

dass im Altersgutachten vom 24. Januar 2025 (A19) aus den erhobenen 

Befunden der Schluss gezogen wurde, es liege beim Beschwerdeführer 

ein durchschnittliches Lebensalter von (…) bis (…) Jahren und ein Min-

destalter von (…) Jahren vor; das von ihm angegebene Alter von (…) Jah-

ren und (…) Monaten liege unterhalb der Ergebnisse der Altersschätzung, 

dass am 4. März 2025 das SEM dem Beschwerdeführer mitteilte, dass es 

aus verschiedenen Gründen an der geltend gemachten Minderjährigkeit 

zweifle (A22) sowie ihm die Gelegenheit gab, sich zu diesen Zweifeln zu 

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äussern, und dass es ihm gleichzeitig das rechtliche Gehör zum Altersgut-

achten und zu einer beabsichtigten Änderung seines Geburtsdatums im 

Zentralen Migrationsinformationssystem (ZEMIS) auf den (…) gewährte, 

dass der Beschwerdeführer am 7. März 2025 eine Stellungnahme ein-

reichte und an seiner Minderjährigkeit sowie am vorgebrachten Geburts-

datum festhielt (A24), 

dass am 10. März 2025 das Geburtsdatum im ZEMIS auf den (…) (mit Be-

streitungsvermerk) geändert wurde (A26), 

dass der Beschwerdeführer am 2. April 2025 vom SEM zu seinen Asyl-

gründen angehört wurde (A27), 

dass er anlässlich der Anhörung zwei Geburtsurkunden (in Kopie) ein-

reichte, 

dass am 10. April 2025 der zugewiesenen Rechtsvertretung der Entwurf 

des Entscheids betreffend Ablehnung seines Asylgesuches, seine Weg-

weisung und deren Vollzug sowie betreffend die Feststellung, sein Ge-

burtsdatum im ZEMIS laute auf den (…) zur Stellungnahme unterbreitet 

und eine solche am 15. April 2025 eingereicht wurde, 

dass das SEM mit Verfügung vom 16. April 2025 feststellte, der Beschwer-

deführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, sein Asylgesuch ablehnte, 

die Wegweisung aus der Schweiz verfügte und den Wegweisungsvollzug 

anordnete, 

dass es sodann feststellte, sein Geburtsdatum im ZEMIS laute auf den (…), 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 28. April 2025 beim Bundes-

verwaltungsgericht Beschwerde gegen diese Verfügung erhob und bean-

tragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, und es sei die Flücht-

lingseigenschaft festzustellen oder wegen Unzulässigkeit oder Unzumut-

barkeit (des Wegweisungsvollzugs) die vorläufige Aufnahme anzuordnen,  

dass er ferner beantragte, er sei fortan im ZEMIS mit dem Geburtsdatum 

(…) zu führen, 

dass eventualiter die Sache zur weiteren Abklärung an die Vorinstanz zu-

rückzuweisen sei, 

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dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Gewährung der unentgeltli-

chen Prozessführung, inklusive Verzicht auf die Erhebung eines Kosten-

vorschusses, ersuchte, 

dass die zuständige Instruktionsrichterin des Bundesverwaltungsgerichts 

am 9. Mai 2025 den Eingang der Beschwerde bestätigte und feststellte, 

der Beschwerdeführer könne den Ausgang des Verfahrens einstweilen in 

der Schweiz abwarten, 

dass die Rechtssache in der Folge in ein Beschwerdeverfahren (E-

3065/2025) betreffend Abweisung des Asylgesuches und Wegweisung so-

wie Wegweisungsvollzug (Dispositivziffern 1-5 der angefochtenen Verfü-

gung) sowie das vorliegende Beschwerdeverfahren betreffend Daten-

schutz/ZEMIS-Eintrag (Dispositivziffer 6 der angefochtenen Verfügung) 

aufgetrennt wurde, 

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil E-3065/2025 vom 14. Juli 

2025 die Beschwerde betreffend Asylgesuch, Wegweisung und Wegwei-

sungsvollzug abwies, 

dass die Instruktionsrichterin den Beschwerdeführer mit Zwischenverfü-

gung vom 22. Juli 2025 um Mitteilung ersuchte, ob er in Anbetracht des 

ergangenen Urteils die Beschwerde vom 28. April 2025 betreffend die Da-

tenbereinigung im ZEMIS zurückziehen wolle, 

dass der Beschwerdeführer die Annahme der Instruktionsverfügung vom 

22. Juli 2025 verweigerte und daher davon auszugehen ist, dass er an sei-

ner Beschwerde festhält, 

dass vorliegend der Prozessgegenstand nur die Frage betrifft, ob das SEM 

in der angefochtenen Verfügung vom 16. April 2025 zu Recht festgestellt 

hat, das Geburtsdatum des Beschwerdeführers im ZEMIS laute auf den 

1. Januar 2007 (vgl. Dispositivziffer 6 der angefochtenen Verfügung), 

dass das SEM zur Erfüllung seiner gesetzlichen Aufgaben ein Informati-

onssystem zur Bearbeitung von Personendaten im Ausländer- und im Asyl-

bereich führt (Art. 1 Abs. 1 i.V.m. Art. 2 des Bundesgesetzes über das In-

formationssystem für den Ausländer- und den Asylbereich [BGIAA, SR 

142.51]), 

dass es in diesem Rahmen auch Begehren um Berichtigung von Perso-

nendaten im Sinne von Art. 41 Abs. 2 Bst. a DSG bearbeitet, 

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Seite 5 

dass sich diesbezügliche Verfahren nach dem VwVG richten (Art. 41 Abs. 6 

DSG; auch Art. 19 Abs. 1 der Verordnung über das Zentrale Migrationsin-

formationssystem [ZEMIS-Verordnung, SR 142.513]), 

dass das Bundesverwaltungsgericht damit gestützt auf Art. 47 Abs. 1 Bst. b 

VwVG i.V.m. Art. 31 VGG zuständige Beschwerdeinstanz gegen entspre-

chende vorinstanzliche Verfügungen ist, zumal keine Ausnahme gemäss 

Art. 32 VGG vorliegt, 

dass der Beschwerdeführer als Verfügungsadressat zur Beschwerdefüh-

rung legitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG) und auf die frist- und formgerecht 

eingereichte Beschwerde einzutreten ist (Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 

VwVG), 

dass vorliegend auf die Durchführung eines Schriftenwechsels verzichtet 

wurde (Art. 57 Abs. 1 VwVG e contrario), 

dass, sofern – wie vorliegend – weder die Richtigkeit der bisherigen noch 

diejenige der neuen Personendaten bewiesen werden kann, im Rahmen 

eines Berichtigungsverfahrens betreffend Einträge mit Bestreitungsver-

merk die Frage im Zentrum steht, welche der umstrittenen Personenanga-

ben die wahrscheinlicheren sind (vgl. statt vieler: Urteil des BVGer  

E-3182/2021 vom 6. Oktober 2022 E. 4.4 m.w.H.), 

dass das Gericht mit Urteil E-3065/2025 vom 14. Juli 2025 zum Ergebnis 

kam, die Vorinstanz sei zu Recht davon ausgegangen, dass der Beschwer-

deführer seine Minderjährigkeit im Zeitpunkt seiner Gesuchseinreichung 

nicht glaubhaft gemacht habe (vgl. ebd. E. 5.3 und 5.4), 

dass es zur Begründung festhielt, das Gutachten vom 24. Januar 2025 

könne nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts zwar we-

der als Beleg für die Minder- noch als solcher für die Volljährigkeit heran-

gezogen werden, jedoch könne daraus geschlossen werden, dass das da-

mals angegebene Lebensalter von (…) Jahren und (…) Monaten mit den 

erhobenen Befunden nicht zu vereinbaren sei, was insgesamt gewichtige 

Zweifel an der Glaubhaftigkeit seiner Altersangaben aufkommen lasse, 

dass sodann insbesondere aus den von ihm eingereichten Fotos seiner 

Geburtsurkunden zwei unterschiedliche Geburtsdaten – (…) und (…) – er-

sichtlich seien, weshalb nebst der daraus resultierenden generellen Un-

glaubwürdigkeit des Beschwerdeführers erhebliche Zweifel an deren Echt-

heit bestehen würden, 

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Seite 6 

dass unabhängig davon der Beschwerdeführer keine Identitätspapiere im 

Sinne von Art. 1a Bst. c der Asylverordnung 1 über Verfahrensfragen vom 

11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311) oder andere Dokumente zu den 

Akten gereicht habe, mit welchen er sein Geburtsdatum – und damit seine 

Minderjährigkeit – beweisen oder zumindest glaubhaft machen könne, 

dass zudem seine Erklärung, weshalb er sich bei den Grenzbehörden mit 

einem anderen Alter habe registrieren lassen, nicht überzeugend sei, 

dass nebst den vom SEM zutreffend aufgezeigten Unstimmigkeiten näm-

lich auch auffalle, dass er angegeben habe, er habe sich mit seinen Freun-

den immer über das Alter gestritten, was der Grund gewesen sei, dass er 

nach seinem Geburtstag nachgefragt habe (A17 Ziff. 1.06), 

dass in Anbetracht dessen und des Umstandes, dass er in Gambia seinen 

Geburtstag jeweils gefeiert habe (ebd.), nicht nachvollziehbar sei, weshalb 

er aufgrund fehlender mathematischer Kenntnisse und Nervosität den 

Grenzbehörden dieses Datum nicht hätte nennen können, 

dass nachdem die geltend gemachte Minderjährigkeit auch nach dem tie-

feren Beweismass der Glaubhaftigkeit nicht gegeben ist, das geltend ge-

machte Geburtsdatum – der (…) – nicht als bewiesen oder zumindest als 

wahrscheinlicher gelten kann als das derzeit in ZEMIS eingetragene, 

dass zusammenfassend weder die Richtigkeit des im ZEMIS eingetrage-

nen Geburtsdatums ([…]) noch das vom Beschwerdeführer behauptete 

Datum ([…]) bewiesen ist, 

dass jedoch – weil die geltend gemachte Minderjährigkeit des Beschwer-

deführers nicht glaubhaft ist – das bereits im ZEMIS festgehaltene Geburts-

datum zumindest wahrscheinlicher als das behauptete Datum ist, 

dass deshalb das Gericht zum Schluss gelangt, dass die Voraussetzungen 

für eine Datenänderung im ZEMIS nicht gegeben sind, 

dass daher der bestehende Eintrag mit entsprechendem Bestreitungsver-

merk unverändert zu belassen ist, 

dass die Vorinstanz durch den von ihr vorgenommenen Eintrag Bundes-

recht nicht verletzt und auch nicht unangemessen entschieden hat (Art. 49 

VwVG), 

dass die Beschwerde abzuweisen ist, 

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Seite 7 

dass der Beschwerdeführer die Gewährung der unentgeltlichen Prozess-

führung beantragt (Art. 65 Abs. 1 VwVG), 

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung 

– ungeachtet der geltend gemachten Bedürftigkeit des Beschwerdefüh-

rers – abzuweisen ist, da die Begehren bereits im Zeitpunkt des Eingangs 

des Gesuches als aussichtslos zu bezeichnen sind (Art. 65 Abs. 1 VwVG), 

wobei namentlich die unterschiedlichen Geburtsdaten auf den zu den Ak-

ten gereichten Fotografien der beiden Geburtsurkunden augenfällig waren,  

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten dem Beschwerde-

führer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 500.– 

festzusetzen sind (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über 

die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]). 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 8 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 500.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt.  

Dieser Betrag ist nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zu-

gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. Die Zahlungsfrist beträgt 

30 Tage ab Rechnungsdatum. Die Zustellung des Einzahlungsscheins er-

folgt mit separater Post. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM, die kantonale Mig-

rationsbehörde und das Generalsekretariat des Eidgenössischen Justiz- 

und Polizeidepartements (EJPD). 

 

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Esther Marti Janic Lombriser 

 

 

Versand:  

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Seite 9 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist ist 

gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim 

Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen 

Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Ver-

tretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in 

einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung 

mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange-

fochtene Entscheid und die Beweismittel sind beizulegen, soweit sie der 

Beschwerdeführer in Händen hat (Art. 42 BGG).