# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3cc1dc69-a08e-5e1e-b8b4-b23a581a4f8f
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-09-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.09.2008 D-5967/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5967-2008_2008-09-24.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-5967/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 4 .  S e p t e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Fulvio Haefeli, 
mit Zustimmung von Richter Pietro Angeli-Busi, 
Gerichtsschreiber Gert Winter.

A._______, geboren (...), Irak,
alias A._______, geboren (...), Irak,
alias A._______, geboren (...), Irak,
alias A._______, geboren (...), Irak,
alias A._______, geboren (...), Irak,
alias A._______, geboren (...), Irak,
alias A._______, geboren (...), Syrien,
(...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfü-
gung des BFM vom 4. September 2008 / N .

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-5967/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer -  ein  irakischer Staatsangehöriger kurdi-
scher Ethnie - eigenen Angaben zufolge am 28. Dezember 2003 aus 
dem Heimatstaat ausreiste und am 2. Februar 2004 ein erstes Asylge-
such in der Schweiz einreichte,

dass  das  Bundesamt  dieses  Asylgesuch  im  Hinblick  auf  den  unbe-
kannten  Aufenthalt  des  Beschwerdeführers  mit  Verfügung  vom 
24. September 2004 als gegenstandslos geworden abschrieb,

dass  der  Beschwerdeführer  eigenen  Angaben  zufolge  am  15.  Mai 
2008 aus dem Heimatstaat ausreiste und am 11. Juni 2008 unter Um-
gehung der Grenzkontrolle in die Schweiz gelangte, wo er am gleichen 
Tag im Empfangs- und Verfahrenszentrum (...) ein zweites Mal um Asyl 
ersuchte,

dass der Beschwerdeführer anlässlich der Befragung vom 3. Juli 2008 
im (...) sowie der direkten Anhörung vom 28. August 2008 durch das 
BFM  zur  Begründung  seines  Asylgesuchs  im  Wesentlichen  geltend 
machte, er habe im Jahre 2004 die Schweiz verlassen und sei in den 
Heimatstaat zurückgekehrt,

dass sein Bruder in der Nacht vom 26. auf den 27. Februar 2008 in der 
Nähe  ihres  gemeinsamen  Arbeitsortes  in  X._______  Terroristen 
beobachtet habe, welche sich in einem in der Nähe gelegenen Haus 
aufgehalten hätten,

dass  er  (der  Beschwerdeführer)  diese  Beobachtung  am  28.  August 
2008 den Behörden gemeldet habe, worauf diese eine Hausdurchsu-
chung vorgenommen und Waffen beschlagnahmt hätten,

dass sein Bruder am 12. März 2007 von den Terroristen getötet wor-
den sei,

dass sie auf der Leiche einen Drohbrief zurückgelassen hätten, in dem 
er von den Terroristen mit dem Tode bedroht worden sei,

dass ihm die irakischen Behörden am 1. oder 2. Mai 2008 empfohlen 
hätten, sich vor den Terroristen in Acht zu nehmen, da in den Unterla-

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gen,  die  sie  im  Unterschlupf  der  Terroristen  beschlagnahmt  hätten, 
sein Name verzeichnet gewesen sei,

dass er sich zwei Wochen danach via Türkei in die Schweiz begeben 
habe,

dass aufgrund daktyloskopischer Untersuchungen ein vorgängiger Auf-
enthalt des Beschwerdeführers in Grossbritannien festgestellt wurde,

dass die britischen Behörden dem BFM am 8. August 2008 mitteilten, 
sie  seien  mit  einer  Rückübernahme  des  Beschwerdeführers  einver-
standen,

dass dem Beschwerdeführer anlässlich der Anhörung vom 28. August 
2008 das rechtliche Gehör zum Ergebnis des Daktyloskopievergleichs 
sowie zum Wegweisungsvollzug nach Grossbritannien gewährt wurde,

dass der Beschwerdeführer anlässlich der Anhörung vom 28. August 
2008 seinen irakischen Reisepass, datiert  vom 14. Februar 2008, zu 
den Akten reichte,

dass am 15. Juli 2008 eine Lingua-Expertise erstellt wurde, welche die 
irakische  Herkunft  des  Beschwerdeführers  und  eine  Sozialisation  in 
der Region Y._______ bestätigte,

dass das BFM mit Verfügung vom 4. September – eröffnet am 15. Sep-
tember 2008 – in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. a des Asylgeset-
zes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf  das Asylgesuch nicht 
eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anord-
nete,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  die  briti-
schen Behörden hätten der  Rückübernahme des Beschwerdeführers 
gestützt auf das entsprechende Abkommen zwischen der Schweiz und 
Grossbritannien am 8. August 2008 zugestimmt, weshalb sich dieser 
nach Grossbritannnien begeben und dort ein Asylgesuch stellen kön-
ne,

dass keine Personen, zu denen der Beschwerdeführer eine enge Be-
ziehung habe und keine nahen Angehörigen in der Schweiz lebten,

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dass  der  Beschwerdeführer  die  Flüchtlingseigenschaft  nach  Art.  3 
AsylG nicht offensichtlich erfülle,

dass sich der Beschwerdeführer den Resultaten des Daktyloskopiever-
gleichs zufolge am 23. Juli 2004 und am 14. November 2006 entgegen 
seinen  Vorbringen  nicht  in  X._______,  sondern  in  Grossbritannien 
aufgehalten habe,

dass der Beschwerdeführer anlässlich der Anhörung vom 28. August 
2008 nicht  bereit  gewesen sei,  seinen Aufenthalt  in  Grossbritannien 
zuzugeben, weshalb seine Glaubwürdigkeit erschüttert sei,

dass gemäss den Erkenntnissen des Bundesamts Grossbritannien sei-
nen aus der Flüchtlingskonvention und der EMRK erwachsenen Ver-
pflichtungen nachkomme, weshalb der Beschwerdeführer nicht damit 
zu rechnen habe, von dort  aus in einen möglichen Verfolgerstaat zu-
rückgeschickt  zu  werden,  wenn  er  eine  entsprechende  Gefährdung 
geltend mache,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 18. September 2008 ge-
gen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde er-
hob und dabei unter anderem die Aufhebung der angefochtenen Verfü-
gung,  Eintreten  auf  das  Asylgesuch und Rückweisung  an die  Vorin-
stanz zu neuem Entscheid beantragte, eventualiter sei die Flüchtlings-
eigenschaft  festzustellen und dem Beschwerdeführer Asyl  zu gewäh-
ren, des Weiteren sei die vorläufige Aufnahme des Beschwerdeführers 
in der Schweiz anzuordnen,

dass er  in  prozessualer  Hinsicht  um Gewährung der  unentgeltlichen 
Rechtspflege und um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-
ses ersuchte,

dass der  Beschwerdeführer  im Wesentlichen vorbrachte,  er  habe im 
Jahre 2004 die  Schweiz verlassen,  weil  Mitglieder  einer  Familie,  die 
ihn  verfolgten,  in  die  Schweiz  gekommen  seien,  weshalb  er  nach 
Grossbritannien gereist sei und unter falschem Namen ein Asylgesuch 
gestellt  habe, zumal er sich vor der Verfolgerfamilie habe verstecken 
müssen,

dass  seine  Vorbringen  im  ersten  Asylverfahren  in  der  Schweiz  der 
Wahrheit entsprächen,

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dass die britischen Behörden sein Asylgesuch abgelehnt und die So-
zialhilfe eingestellt hätten, weshalb er es dort nicht mehr ausgehalten 
habe und in die Schweiz zurückgekehrt sei,

dass die vorinstanzlichen Akten am 22. September 2008 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten  ist  (Art.  108  Abs.  2  AsylG  und  Art. 6  AsylG  i.V.m.  Art. 52 
VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen (Art. 32  -  35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  deshalb  auf  die  Eventualanträge  betreffend  Anerkennung  der 
Flüchtlingseigenschaft und Asylgewährung nicht einzutreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-

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scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asyl-
suchende in  einen sicheren Drittstaat  nach Art. 6a Abs. 2 Bst. b  zu-
rückkehren  können,  in  welchem  sie  sich  vorher  aufgehalten  haben 
(Art. 34 Abs. 2 Bst. a AsylG),

dass diese Bestimmung keine Anwendung findet, wenn Personen, zu 
denen die asylsuchende Person enge Beziehungen hat, oder nahe An-
gehörige in der Schweiz leben, oder die asylsuchende Person offen-
sichtlich die Flüchtlingseigenschaft nach Art. 3 AsylG erfüllt, oder Hin-
weise  darauf  bestehen,  dass  im Drittstaat  kein  effektiver  Schutz vor 
Rückschiebung  nach  Art. 5  Abs. 1  AsylG  besteht  (Art. 34  Abs. 3 
Bst. a-c AsylG),

dass die Voraussetzungen der Anwendbarkeit von Art. 34 Abs. 2 Bst. a 
AsylG i.V. mit Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG vorliegend in Bestätigung der 
vorinstanzlichen Erkenntnisse erfüllt sind,

dass in der Schweiz weder Personen, zu denen der Beschwerdeführer 
enge Beziehungen hat, noch nahe Angehörige leben,

dass der Beschwerdeführer,  als  er  anlässlich der  direkten Anhörung 
gefragt wurde, was gegen eine Rückkehr nach Grossbritannien spre-
che,  mit  keinem Wort  eine Bezugsperson im obgenannten Sinne er-
wähnte,

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dass sich der Beschwerdeführer am 23. Juli 2004 und 14. November 
2006 nachgewiesenermassen in Grossbritannien aufhielt, 

dass der Beschwerdeführer diese Tatsachen in der Beschwerdeschrift 
erstmals anerkennt,

dass bei dieser Sachlage davon auszugehen ist, der Beschwerdefüh-
rer habe sich im Zeitraum zwischen seinem ersten und zweiten Asyl-
gesuch in Grossbritannien aufgehalten, dies umso mehr, als sich auch 
aus der Beschwerdeschrift nichts anderes ergibt,

dass sich die Aktenlage nach der Direktanhörung dermassen klar prä-
sentierte, dass bereits aufgrund einer summarischen Prüfung der ein-
deutige Schluss gezogen werden konnte, der Beschwerdeführer erfülle 
die Flüchtlingseigenschaft nicht offensichtlich,

dass die im Rahmen des zweiten Beschwerdeverfahrens geltend ge-
machte  Verfolgungssituation  nicht  den  Tatsachen  entsprechen  kann, 
weil sich der Beschwerdeführer im entscheidenden Zeitraum in Gross-
britannien und nicht im Heimatstaat aufhielt,

dass der Beschwerdeführer mittlerweile anscheinend ebenfalls zu die-
sem Schluss gekommen ist,  legt er doch in der Beschwerde seinem 
Asylgesuch nunmehr  die  Begründung aus dem ersten Asylverfahren 
zugrunde,

dass er sich diesbezüglich anlässlich der Befragung vom 3. Juli 2008 
dahingehend äusserte, er habe das Problem mit den Angehörigen sei-
ner  ehemaligen  Freundin  geregelt,  indem  der  anderen  Familie  eine 
Geldsumme von USD 20'000.-- ausbezahlt worden sei,

dass  sich  seine  Familie  dem  Wunsch  der  anderen  Familie  gebeugt 
habe und von Y._______ nach X._______l weggezogen sei,  weshalb 
das Problem gelöst sei, und seine jetzige Ausreise mit jenem Problem 
nichts mehr zu tun habe (B1/12 S. 7),

dass demnach keine Rede davon sein kann, der Beschwerdeführer er-
fülle offensichtlich die Flüchtlingseigenschaft nach Art. 3 AsylG,

dass Grossbritannien - zusammen mit  allen anderen EU- und EFTA-
Staaten - am 14. Dezember 2007 vom Bundesrat als sicherer Drittstaat 
bezeichnet wurde,

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dass  die  vorinstanzliche  Feststellung  zu  bestätigen  ist,  wonach  in 
Grossbritannien  effektiver  Schutz  vor  Rückschiebung  im  Sinne  von 
Art. 5 Abs. 1 AsylG besteht  und keine gegenteiligen Hinweise vorlie-
gen,

dass  der  Beschwerdeeingabe  keine  Argumente  zu  entnehmen sind, 
aufgrund  welcher  sich  eine  andere  Betrachtungsweise  aufdrängen 
würde,

dass  im  Übrigen  mangels  substanziierter  Entgegnungen  in  der  Be-
schwerde  zur  Vermeidung  von  Wiederholungen  auf  die  zutreffenden 
Erwägungen  in  der  angefochtenen  Verfügung  zu  verweisen  ist  (vgl. 
Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 109 Abs. 3 BGG),

dass die Anforderungen von Art. 34 Abs. 3 AsylG demnach vorliegend 
nicht  erfüllt  sind,  mithin  das  BFM in  Anwendung  von  Art. 34  Abs. 2 
Bst. a AsylG zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 
der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein An-
spruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), 
weshalb  die  verfügte  Wegweisung im Einklang  mit  den gesetzlichen 
Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeord-
net wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist  (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  in  Beachtung  der  massgebenden 
völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da der Be-
schwerdeführer in einen Drittstaat reisen kann, in dem er Schutz vor 
Rückschiebung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG findet,

dass Grossbritannien  seinen  aus  der  FK  (Abkommen  vom  28.  Juli 
1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge) und der EMRK (Konven-
tion  vom 4. November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und 
Grundfreiheiten) erwachsenen Verpflichtungen nachkommt,

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dass weder die in Grossbritannien herrschende allgemeine Lage noch 
sonstige Gründe gegen die Zumutbarkeit eines Wegweisungsvollzuges 
des Beschwerdeführers nach Grossbritannien sprechen,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers nach Gross-
britannien schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG) und die britischen Behörden die Rücküber-
nahme zugesichert haben,

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung  nach Grossbritannien zu  bestätigen ist  und die  Anord-
nung  der  vorläufigen  Aufnahme  des  Beschwerdeführers  in  der 
Schweiz ausser Betracht fällt,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist,

dass das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-
ses  mit  vorliegendem  Entscheid  in  der  Hauptsache  gegenstandslos 
wird,

dass  die  Beschwerde  aufgrund  vorstehender  Erwägungen  als  aus-
sichtslos im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG zu qualifizieren ist und da-
her das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im 
Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1 - 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-
gewiesen.

3. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.-- werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-

ten Ref.-Nr. N  (vorab per Fax)
- (...) (vorab per Fax)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Fulvio Haefeli Gert Winter

Versand:

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