# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 849765e6-90ae-57d1-975a-4ba31c114ce0
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-10-02
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 02.10.2008 E-6234/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6234-2008_2008-10-02.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-6234/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 .  O k t o b e r  2 0 0 8

Einzelrichterin Gabriela Freihofer, 
mit Zustimmung von Richter Hans Schürch; 
Gerichtsschreiber Jan Feichtinger.

A._______, geboren (...),
Südafrika,
zur Zeit im Transit des Flughafens, (...),
Beschwerdeführerin,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung (Flughafenverfahren); Verfügung 
des BFM vom 26. September 2008 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-6234/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass die Beschwerdeführerin gemäss den Stempeleinträgen in ihrem 
Reisepass ihren Heimatstaat am 11. Juli 2008 verliess, über die Nie-
derlande am 12. Juli 2008 in die Schweiz einreiste, ihre Reise am 9. 
September  2008  nach  Grossbritannien  fortsetzte  und  dort  von  den 
britischen Migrationsbehörden in die Schweiz zurückgewiesen wurde, 
wo sie am 11. September 2008 um Asyl nachsuchte,

dass ihr gleichentags die Einreise in die Schweiz vorläufig verweigert 
und für  die Dauer des weiteren Asylverfahrens bis maximal  60 Tage 
der Transitbereich des Flughafens Zürich als Aufenthaltsort  zugewie-
sen wurde,

dass die  summarische Befragung am Flughafen Zürich  am 12. Sep-
tember 2008 und die Direktanhörung zu den Asylgründen durch den 
Dienst Flughafenverfahren des BFM am 18. September 2008 erfolgte,

dass  sie  dabei  im  Wesentlichen  vorbrachte,  sie  sei  südafrikanische 
Staatsangehörige  mit  letztem Wohnsitz  in  B._______ und unterhalte 
eine Beziehung zu einem Südafrikaner mit (...) Wurzeln,

dass  im  Mai  2008  schwarze  Südafrikaner  damit  begonnen  hätten, 
Ausländer anzugreifen,

dass ihr Freund am 22. Mai 2008 darüber informiert worden sei, dass 
die Krawallmacher sein Haus niedergebrannt und sein Geschäft über-
fallen  hätten,  wobei  Geld  und  Kleider  gestohlen  respektive  zerstört 
worden seien,

dass auch das Elternhaus der Beschwerdeführerin von Leuten, welche 
sie suchten, überfallen worden sei,

dass die Beschwerdeführerin in der Vergangenheit unter anderem we-
gen Diebstahls und Vergewaltigung mehrmals erfolglos Anzeige erstat-
tet habe, weswegen sie darauf verzichtet habe, die Polizei über die ge-
nannten Vorfälle in Kenntnis zu setzen,

dass die Beschwerdeführerin und ihr Freund sich bei einem Bekannten 
namens  C._______  in  Sicherheit  gebracht  hätten,  welcher  die 
Ausreise  in  die  Schweiz  vorgeschlagen  sowie  organisiert  und  die 
Beschwerdeführerin zum Flughafen gebracht habe,

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dass  sie  von  Johannesburg  über  Kapstadt  und  Amsterdam  nach 
Zürich geflogen und ihr Freund tags darauf gefolgt sei,

dass das BFM mit Verfügung vom 26. September 2008 – am folgenden 
Tag eröffnet  –  feststellte,  die  Beschwerdeführerin  erfülle  die  Flücht-
lingseigenschaft  nicht,  ihr  Asylgesuch  vom 11. September  2008  ab-
lehnte  und die  Wegweisung  aus dem Transitbereich  des  Flughafens 
Zürich sowie deren Vollzug anordnete,

dass  das  BFM  zur  Begründung  seines  Entscheids  im  Wesentlichen 
ausführte, die Vorbringen der Beschwerdeführerin hielten den Anforde-
rungen an die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 des Asylgesetzes 
vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) nicht stand,

dass  die  geltend  gemachten  Übergriffe  durch  Dritte  nur  dann  eine 
asylrelevante Verfolgung darstellten, wenn der Staat trotz bestehender 
Schutzpflicht den erforderlichen Schutz nicht gewähre,

dass die südafrikanischen Behörden anlässlich der fremdenfeindlichen 
Ausschreitungen im Sommer 2008 den Betroffenen jedoch Schutz an-
geboten und auf die Verfolger Druck ausgeübt hätten, um eine friedli-
che Beilegung der Krawalle herbeizuführen, 

dass deshalb davon auszugehen sei, dass die Polizei ihre Schutzfunk-
tion auch im Fall der Beschwerdeführerin wahrgenommen hätte, falls 
diese Anzeige erstattet hätte und der Polizei entsprechend auch nicht 
vorgeworfen werden könne, keine Massnahmen ergriffen zu haben,

dass  sich  die  geltend  gemachten  Nachteile  zudem  aus  lokal  oder 
regional  beschränkten Verfolgungsmassnahmen ableiten würden,  die 
– nicht  landesweit  bekannte  –  Beschwerdeführerin  gemäss  der 
Aktenlage  von  einer  innerstaatlichen  Wohnsitzalternative  zu 
D._______  nicht  bereits  erfolglos  Gebrauch  gemacht  habe,  und 
Personen  mit  einer  innerstaatlichen  Fluchtalternative  nicht  auf  den 
Schutz eines Drittstaates angewiesen seien,  

dass die Vorbringen nebst ihrer fehlenden Asylrelevanz auch den An-
forderungen an die Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 AsylG nicht stand-
halten würden,

dass  die  Beschwerdeführerin  über  die  geschilderten  Überfälle  nicht 
habe Auskunft geben können und auch nicht nachvolliehbar sei, war-

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um die Beschwerdeführerin bis Juli 2008 mit der Ausreise zugewartet 
und weiter erst im September 2008 um Asyl nachgesucht habe,

dass schliesslich festzustellen sei, dass die Beschwerdeführerin im Wi-
derspruch  zur  Aussage  ihres  Freundes  erklärt  habe,  dass  bei  der 
Polizei keine Anzeige erstattet worden sei,

dass insgesamt die Vorbringen der Beschwerdeführerin weder den An-
forderungen an die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG noch 
jenen an die Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 AsylG standhielten,

dass der Wegweisungsvollzug in den Heimatstaat zulässig, zumutbar 
und praktisch durchführbar sei,

dass die Beschwerdeführerin gegen diese Verfügung durch Vermittlung 
des Schweizerischen Roten Kreuzes des Kantons Zürich mit englisch-
sprachiger Eingabe vom 30. September 2008 Beschwerde erhob und 
dabei sinngemäss beantragte, es sei festzustellen, dass sie die Flücht-
lingseigenschaft  erfülle und ihr Asyl  zu gewähren, zumindest sei  die 
Unzulässigkeit, Unzumutbarkeit und Unmöglichkeit des Wegweisungs-
vollzugs festzustellen und die vorläufige Aufnahme der Beschwerde-
führerin in der Schweiz anzuordnen, 

dass  auf  die  Begründung  der  Rechtsbegehren,  soweit  für  den  Ent-
scheid  wesentlich,  in  den  nachfolgenden  Erwägungen  eingegangen 
wird,

dass die vorinstanzlichen Akten am 30. September 2008 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen,

und erwägt,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

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dass die Beschwerde in Englisch und somit nicht in einer schweizeri-
schen Amtssprache abgefasst ist und daher grundsätzlich zur Überset-
zung zurückzuweisen wäre,

dass indessen aus prozessökonomischen Gründen darauf zu verzich-
ten ist, da der Eingabe deren Inhalt entnommen und darüber aufgrund 
der Aktenlage ohne weiteres entschieden werden kann,

dass  die  Beschwerdeführerin  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
rührt  ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  bezie-
hungsweise Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde 
legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG; Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters respektive 
einer zweiten Richterin zu entscheiden ist (Art. 111 Bst. e AsylG), und 
es sich vorliegend - wie nachfolgend aufgezeigt wird - um eine solche 
handelt,  weshalb  auf  einen  Schriftenwechsel  zu  verzichten  und  der 
Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist  (Art.  111a 
Abs. 1 und 2 AsylG),

dass  die  Schweiz  Flüchtlingen  grundsätzlich  Asyl  gewährt  (Art. 2 
Abs. 1  AsylG),  wobei  als  Flüchtling  eine  ausländische  Person  aner-
kannt wird, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie 
zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität,  Zugehörig-
keit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen 
Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete 
Furcht  hat,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu  werden  (Art. 3  Abs. 1 
AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaub-
haft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

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dass die Flüchtlingseigenschaft  glaubhaft  gemacht ist,  wenn die Be-
hörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-
geben hält, 

dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in we-
sentlichen Punkten zu wenig begründet  oder in sich widersprüchlich 
sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälsch-
te oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden,

dass die Beschwerdeführerin  in  der Rechtsmitteleingabe vorwiegend 
ihrem Unmut darüber Ausdruck verschafft, dass ihrer Ansicht nach im 
Schweizer Asylverfahren Personen anderer Herkunft  und solche,  die 
ihre Herkunft verschleiern, gegenüber Südafrikanern pauschal bevor-
zugt würden,

dass sich die Vorinstanz – entgegen dieser Behauptung – genügend 
differenziert,  einlässlich und konkret mit  ihrem Asylgesuch auseinan-
dergesetzt hat und die Vorbringen der Beschwerdeführerin sowie die 
Lage in Südafrika eingehend und umfassend geprüft hat,

dass weiter festzustellen ist, dass auch die allgemeinen Ausführungen 
in der Rechtsmitteleingabe zur Lage in Südafrika, etwa betreffend die 
dortige hohe Kriminalitätsrate, der Begründung des Asylgesuchs nicht 
dienlich sind, da hiermit keine gezielte Verfolgung der Beschwerdefüh-
rerin zum Ausdruck gebracht wird, 

dass die Beschwerdeführerin vorbringt, die für die Drittverfolgung ver-
antwortliche Person nicht  zu kennen,  jedoch herausgefunden zu ha-
ben, dass der Vater ihres Kindes in die Verfolgung involviert sei, zumal 
er ihr und ihrem Freund telefonisch mit dem Tod gedroht habe,

dass in Südafrika kein Schutz vor Drittverfolgung erhältlich sei, wie sie 
bereits  im Nachgang mehrerer  Anzeigen (Vergewaltigung,  Diebstahl, 
Körperverletzung,  Einbruch  in  ihr  Haus,  Verschwinden  der  Tochter 
einer Cousine / eines Cousins) habe feststellen können,

dass nach der  Schutztheorie  die flüchtlingsrechtliche Relevanz einer 
Drittverfolgung  zu  verneinen  ist,  wenn  in  diesem  Staat  Schutz  vor 
nichtstaatlicher Verfolgung erhältlich ist, wobei der Schutzwille und die 
Schutzfähigkeit der entsprechenden Organe die entscheidenden Fak-
toren für die Erhältlichkeit von Schutz darstellen (vgl. Entscheidungen 

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und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
[EMARK] 2006 Nr. 18),

dass Schutz vor nichtstaatlicher Verfolgung im Heimatstaat als ausrei-
chend zu qualifizieren ist,  wenn die betroffene Person effektiven Zu-
gang zu einer funktionierenden und effizienten Infrastruktur hat und ihr 
die  Inanspruchnahme eines  solchen  innerstaatlichen  Schutzsystems 
individuell zumutbar ist, wobei es der entscheidenden Behörde obliegt, 
die konkrete Effektivität des Schutzes im Heimatland abzuklären und 
zu begründen (a.a.O., E. 10.3, S. 203),

dass  die  Beschwerdeführerin  gemäss eigenen Aussagen auf  staatli-
cher Ebene effektiven Zugang zu einer funktionierenden und effizien-
ten Schutz-Infrastruktur hatte und diese bereits in Anspruch nahm,

dass sie nämlich anlässlich der  Direktanhörung zu den Asylgründen 
ausgeführt hat, nachdem sie vergewaltigt worden sei, habe die Polizei 
sie  zum Arzt  gebracht,  es  hätten  eine  Einvernahme  sowie  mehrere 
Gerichtstermine  stattgefunden  und  die  Täter  hätten  letztlich 
identifiziert werden können (Antwort 29),

dass die Vorinstanz zudem zutreffend ausführte, dass die südafrikani-
schen Behörden auch in jüngster Vergangenheit unter Beweis gestellt 
haben, dass sie fähig und willens sind, ihre Schutzfunktion wahrzuneh-
men,

dass damit davon auszugehen ist, dass in Südafrika Schutz vor nicht-
staatlicher  Verfolgung  erhältlich  ist  und  die  Beschwerdeführerin  von 
sich aus auf staatlichen Schutz verzichtet hat, indem sie es unterlas-
sen hat,  die Heimatbehörden über die geltend gemachten Vorfälle in 
Kenntnis zu setzen, 

dass es ihr umso mehr zuzumuten gewesen wäre, die Vorfälle bei der 
Polizei zur Anzeige zu bringen, als sie gemäss eigenen Aussagen über 
deren Urheberschaft Bescheid zu wissen glaubte, mithin mit ihrem Ex-
Partner einen konkreten Tatverdächtigen hätte nennen können,

dass ausserdem mit der Vorinstanz festzustellen ist, dass es der Be-
schwerdeführerin  möglich  gewesen  wäre,  sich  den  geltend 
gemachten,  regional  beschränkten  Verfolgungsmassnahmen  durch 
den Wegzug in  einen anderen Teil  des  Heimatstaates zu entziehen, 

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zumal es sich bei ihr nicht um eine landesweit bekannte Persönlichkeit 
handelt, 

dass  damit  das  Bestehen  einer  innerstaatlichen  Fluchtalternative  zu 
bejahen  ist,  womit  die  Beschwerdeführerin  gemäss  dem  Subsidiari-
tätsprinzip nicht auf den Schutz der Schweiz angewiesen ist,

dass zusammenfassend festzuhalten ist, dass die Vorbringen der Be-
schwerdeführerin nicht asylrelevant sind und es sich erübrigt, auf die 
entsprechenden Ausführungen in der Beschwerde noch näher einzu-
gehen, weil sie am Ergebnis nichts ändern können,

dass dennoch der Vollständigkeit halber zu erwähnen ist, dass die Vor-
bringen der Beschwerdeführerin in zentralen Punkten nicht  nachvoll-
ziehbar sind und damit den Anforderungen an die Glaubhaftmachung 
gemäss Art. 7 AsylG nicht zu genügen vermögen,

dass insbesondere nicht einsehbar ist, warum die Beschwerdeführerin, 
welche sich auf Vorfälle vom 22. Mai 2008 beruft, bis Juli 2008 mit der 
Ausreise und bis September 2008 mit dem Nachsuchen um Asyl zuge-
wartet hat,

dass  der  Freund  der  Beschwerdeführerin  im  Widerspruch  zu  deren 
Ausführungen  angegeben  hat,  er  habe  bei  der  Polizei  wegen  der 
Vorfälle Anzeige erstattet,

dass der diesbezügliche Erklärungs- und Entkräftungsversuch in der 
Beschwerdeschrift,  wonach  eine  Anzeige  durch  ihren  Freund  nichts 
mit ihr zu tun habe und dieser ihr nicht alles zu erzählen brauche, nicht 
zu überzeugen vermag und als Schutzbehauptung zu werten ist, 

dass, zur Vermeidung von Wiederholungen, ferner auf die nicht zu be-
anstanden  Ausführungen  des  BFM  in  der  angefochtenen  Verfügung 
verwiesen werden kann,

dass es der  Beschwerdeführerin  somit  nicht  gelingt,  die  Flüchtlings-
eigenschaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, wes-
halb das Bundesamt das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-

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willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern 
regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-
bar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG; Art. 83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist  oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es der Beschwerdeführerin nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen, 
weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtli-
chen Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung 
findet  und  keine  Anhaltspunkte  für  eine  menschenrechtswidrige  Be-
handlung ersichtlich sind, die im Heimat- oder Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- bzw. Herkunftsstaat der 
Beschwerdeführerin  noch individuelle  Gründe auf  eine  konkrete  Ge-

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fährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Voll-
zug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass  insbesondere  die  bei  der  Direktanhörung  zu  den  Asylgründen 
geltend  gemachten  gesundheitlichen  Probleme  (Kopfschmerzen, 
Brustschmerzen,  Atembeschwerden;  vgl.  Antwort  1)  nicht  gegen  die 
Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs sprechen,

dass der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführerin in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG) und die Beschwerdeführerin über gültige Rei-
sepapiere verfügt,

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es der Beschwerdeführerin demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  der  Beschwerdeführerin  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von Fr. 600.--  werden der  Beschwerdeführerin 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- die  Beschwerdeführerin  durch  Vermittlung  der  Flughafenpolizei 
(Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)

- das BFM, Dienst Flughafenverfahren (...), (per Telefax zu den Akten 
Ref.-Nr. N_______)

- die  Flughafenpolizei,  Grenzpolizeiliche  Massnahmen  /  ASYL  (per 
Telefax, mit der Bitte um Eröffnung des Urteils an die Beschwerde-
führerin und um Zustellung der beiliegenden Empfangsbestätigung 
an das Bundesverwaltungsgericht)

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Gabriela Freihofer Jan Feichtinger

Versand: 

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