# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a4a0363e-2e83-5b64-bffe-010054666465
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-02-16
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 16.02.2024 PA240002
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PA240002_2024-02-16.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer   
 

 

Geschäfts-Nr.: PA240002-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. M. Stammbach und Ersatzrichterin lic. iur. 

N. Jeker sowie Gerichtsschreiberin MLaw S. Ursprung 

Urteil vom 16. Februar 2024 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschwerdeführerin, 

 

sowie 

 

Psychiatrische Universitätsklinik Zürich,  
Verfahrensbeteiligte, 

 

betreffend fürsorgerische Unterbringung / Zwangsmedikation 
 
Beschwerde gegen ein Urteil der 10. Abteilung (Einzelgericht) des Bezirks-
gerichtes Zürich vom 23. Januar 2024 (FF240013) 
 
  

- 2 - 

Erwägungen: 

I. 

1. Sachverhalt und Prozessgeschichte 

1.1. Die Beschwerdeführerin befindet sich aktuell in der Psychiatrischen Uni-

versitätsklinik Zürich (PUK, nachfolgend Klinik). Sie wurde am 20. Dezember 

2023 per ärztlich verordneter fürsorgerischer Unterbringung aus dem Stadtspital 

Waid in die Klinik eingewiesen. Ins Spital Waid war sie nach Einweisung in das 

Spital Limmattal verlegt worden, nachdem sie offenbar von Passanten nach dem 

Konsum von Tequila unansprechbar aufgefunden worden war. Kurz nach Verle-

gung in das Spital Waid zeigte sie sie sich offenbar fremd- und selbstgefährdend, 

indem sie aggressiv gegenüber dem Spitalpersonal auftrat und sich sexuell ent-

hemmt verhielt sowie gemäss Aussagen des Ehemannes während zwei Tagen 

einen Verfolgungswahn gezeigt habe (act. 4/5/1 = 13/2 und act. 4/5/4; act. 10–

11). Es handelt sich um die zweite Einweisung der Beschwerdeführerin (act. 4/5/1 

S. 1 und act. 4/5/5 = act. 13/1).  

1.2. Seither wurden seitens der PUK bereits einmal medizinische Massnahmen 

ohne Zustimmung angeordnet (act. 4/5/3), wobei die von der Beschwerdeführerin 

dagegen sowie gegen die fürsorgerische Unterbringung vom 20. Dezember 2023 

erhobene Beschwerde mit Urteil vom 28. Dezember 2023 abgewiesen wurde 

(act. 4/7). Am 16. Januar 2024 wurde ein neuer Behandlungsplan mit teilweise 

neuer Medikation erstellt und gestützt darauf erneut eine medizinische Massnah-

me ohne Zustimmung angeordnet (act. 6 und 12). Dagegen erhob die Beschwer-

deführerin mit Eingabe vom gleichen Tag Beschwerde bei der Vorinstanz, wobei 

sie auch die fürsorgerische Unterbringung vom 20. Dezember 2023 erneut an-

focht (act. 1). Die Vorinstanz nahm die Beschwerde gegen die fürsorgerische Un-

terbringung als sinngemässes Entlassungsgesuch nach Art. 439 Abs. 1 Ziff. 3 

ZGB entgegen (act. 19 = act. 24 [Aktenexemplar] E. 3.).  

1.3. Mit Verfügung vom 19. Januar 2024 setzte die Vorinstanz eine Anhö-

rung/Hauptverhandlung am 22. Januar 2024 an, forderte die Klinik zur Stellung-

- 3 - 

nahme und zur Einreichung diverser Unterlagen auf und bestellte einen Gutachter 

(act. 5). Mit gleichentags ergangener Verfügung forderte die Vorinstanz die Klinik 

auf, das Original der Verfügung vom 16. Januar 2024 einzureichen (act. 7). Am 

22. Januar 2024 fand die vorinstanzliche Anhörung/Hauptverhandlung statt, an 

welcher die Beschwerdeführerin befragt wurde und Dr. med. B._____ das Gut-

achten erstattete (Prot. Vi. S. 7 ff.). Mit Urteil vom selben Datum wies die Vor-

instanz die Beschwerde ab (act. 17 [Dispositiv] = act. 24). 

1.4. Mit Eingabe vom 30. Januar 2024 gelangte die Beschwerdeführerin an die 

Vorinstanz (act. 20). Mit E-Mail vom 31. Januar 2024 wurde die Beschwerdeführe-

rin von der Vorinstanz darauf hingewiesen, dass sie eine Beschwerde schriftlich 

am Obergericht erheben müsse (act. 21). Mit Eingabe vom 1. Februar 2024 (Da-

tum Poststempel) erhob die Beschwerdeführerin rechtzeitig Beschwerde an die 

Kammer unter Beilage einer unterschriebenen Kopie der Eingabe an die Vo-

rinstanz vom 31. Januar 2024 (act. 26), wobei sie zur Begründung auf diese ver-

wies. Sie richtet sich sinngemäss sowohl gegen die Zwangsmedikation als auch 

gegen die fürsorgerische Unterbringung. 

1.5. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (act. 1–22). Vom Einholen 

einer Stellungnahme bzw. Vernehmlassungen wurde abgesehen. Das Verfahren 

ist spruchreif.  

2. Formelles / Vorbemerkungen 

2.1. Der Kanton Zürich sieht für die Beurteilung der fürsorgerischen Unterbrin-

gung gemäss Art. 426 ff. ZGB ein zweistufiges Verfahren mit erstinstanzlicher Zu-

ständigkeit der Einzelgerichte der Bezirksgerichte und der zweitinstanzlichen Zu-

ständigkeit des Obergerichtes vor (§ 62 Abs. 1 und § 64 EG KESR/ZH; § 30 

GOG/ZH). Das Verfahren der fürsorgerischen Unterbringung richtet sich in erster 

Linie nach dem ZGB und dem kantonalen EG KESR. Enthalten diese Gesetze 

keine Bestimmungen, gelten für die gerichtlichen Beschwerdeverfahren das kan-

tonale GOG und subsidiär die Bestimmungen der ZPO (Art. 439 Abs. 3 i.V.m. 

Art. 450f ZGB i.V.m. § 40 EG KESR). 

- 4 - 

2.2. Die gerichtlichen Beschwerdeinstanzen erforschen den Sachverhalt von Am-

tes wegen (Art. 446 Abs. 1 ZGB i.V.m. § 65 EG KESR). Bei der Prüfung, ob die 

Voraussetzungen der fürsorgerischen Unterbringung erfüllt sind, verfügt die Be-

schwerdeinstanz über volle Kognition. Es geht damit nicht bloss um die Rechts-

kontrolle des vorinstanzlichen Entscheides. Vielmehr hat die zweite Beschwer-

deinstanz selbstständig zu prüfen, ob die Voraussetzungen für Massnahmen nach 

den Art. 426 ff. ZGB erfüllt sind. 

2.3. Die Beschwerde gegen den Entscheid der Vorinstanz ist innert 10 Tagen ab 

der Zustellung des begründeten Entscheids beim Obergericht schriftlich einzu-

reichen. Eine Begründung der Beschwerde ist nicht erforderlich (Art. 450 Abs. 3, 

Art. 450e Abs. 1 ZGB)  

 Die Beschwerdeführerin erhob fristgerecht Beschwerde bei der Kammer 

(vgl. act. 25 i.V.m. act. 22/1). Die rechtzeitig erhobene Beschwerde genügt den 

Formerfordernissen. 

3.1. In prozessualer Hinsicht ist zunächst zu bemerken, dass die Vorinstanz 

festhielt, die Beschwerde gegen die fürsorgerische Unterbringung sei nicht innert 

der vorgeschriebenen Frist von zehn Tagen ab Mitteilung des Entscheids erfolgt 

(Art. 439 Abs. 2 ZGB), weshalb sie grundsätzlich verspätet sei. Da die Beschwer-

de gegen die Zwangsmedikation vom 17. Januar 2024 aber fristgerecht einge-

reicht worden sei und entsprechend ohnehin eine Anhörung/Hauptverhandlung 

anzusetzen und ein Gutachten über die Beschwerdeführerin zu erstellen sei, wer-

de aus prozessökonomischen Überlegungen auf ein Nichteintreten und eine 

Überweisung an die PUK als sinngemässes Entlassungsgesuch verzichtet und 

die Beschwerde gegen die fürsorgerische Unterbringung anhand genommen, um 

zu vermeiden, dass die Beschwerdeführerin innert kürzester Zeit zweifach begut-

achtet werde und an zwei Verhandlungen teilnehmen müsse (act. 24 E. 3.). 

3.2. Dem ist im Ergebnis zuzustimmen. Bei der (erneuten) Beschwerde der Be-

schwerdeführerin gegen die am 20. Dezember 2023 angeordnete ärztliche Unter-

bringung handelt es sich um ein sinngemäss gestelltes Entlassungsgesuch ge-

mäss Art. 426 Abs. 4 ZGB. Die betroffene oder eine ihr nahestehende Person 

- 5 - 

kann gestützt auf diesen Artikel jederzeit um Entlassung aus der fürsorgerischen 

Unterbringung ersuchen. Über dieses Gesuch ist ohne Verzug zu entscheiden. 

Auf Entlassungsgesuche, die in unvernünftigen Abständen und/oder in querulato-

rischer Absicht wiederholt eingereicht werden, muss nicht eingetreten werden 

(BGE 131 III 457 E. 1; BGE 130 III 729 E. 2.1.1 m.w.H.; OGer ZH, PA160019 vom 

13. Juni 2016 = ZR 115/2016 S. 169 ff.).  

3.3. Die Zuständigkeit zur Beurteilung eines Entlassungsgesuchs nach rechts-

kräftiger Anordnung der fürsorgerischen Unterbringung geht gestützt auf Art. 439 

Abs. 3 ZGB grundsätzlich auf die Klinik über. Eine Abweisung des Gesuchs sei-

tens der Klinik hätte jedoch ebenfalls wieder gerichtlich mit Beschwerde ange-

fochten werden können (Art. 439 Abs. 3 ZGB). Eine direkte Behandlung des Ent-

lassungsgesuchs bei gleichzeitiger (rechtzeitiger) Anfechtung einer neuen 

Zwangsmedikation in einem Verfahren der Vorinstanz erscheint vorliegend jeden-

falls dann sinnvoll, soweit auf das Entlassungsgesuch nicht ohnehin mangels 

Rechtsschutzinteresse nicht einzutreten wäre.  

 Die Beschwerdeführerin hat nach Erhebung einer Beschwerde gegen ihre 

fürsorgerische Unterbringung das ablehnende Urteil der Vorinstanz vom 28. De-

zember 2023 erwirkt. Am 17. Januar 2024 stellte die Beschwerdeführerin ein 

neues Begehren um gerichtliche Beurteilung der Unterbringung bzw. ein sinnge-

mässes Entlassungsgesuch nach Art. 426 Abs. 4 ZGB. Eine weitere Vorgeschich-

te mit Entlassungsgesuchen aus dieser oder anderen fürsorgerischen Unterbrin-

gungen besteht soweit ersichtlich nicht. In dieser Konstellation kann der Be-

schwerdeführerin kein querulatorisches Verhalten vorgeworfen werden. Auch er-

scheint der Zeitabstand zwischen den Gesuchen nicht unvernünftig, da eine Ver-

besserung des Zustands der Beschwerdeführerin nach mehr als zweiwöchiger 

weiterer Behandlung in der Klinik jedenfalls nicht vorab ausgeschlossen werden 

kann. Der Beschwerdeführerin ist somit kein offenbarer Rechtsmissbrauch vorzu-

werfen. Damit erweist sich das Vorgehen der Vorinstanz im Ergebnis als zutref-

fend und sinnvoll.  

- 6 - 

II. 

1. Fürsorgerische Unterbringung 

1.1. Eine (natürliche) Person, die an einer psychischen Störung oder an geisti-

ger Behinderung leidet oder schwer verwahrlost ist, darf in einer geeigneten Ein-

richtung untergebracht werden, wenn die nötige Behandlung oder Betreuung nicht 

anderweitig erfolgen kann (Art. 426 Abs. 1 ZGB). Dabei sind auch die Belastung 

und der Schutz von Angehörigen und Dritten zu berücksichtigen. Die betroffene 

Person muss entlassen werden, sobald die Voraussetzungen für die Unterbrin-

gung nicht mehr erfüllt sind (Art. 426 Abs. 2 und Abs. 3 ZGB).  

 Die fürsorgerische Unterbringung stellt einen schweren Eingriff in die per-

sönliche Freiheit der betroffenen Person dar. Sie hat deshalb dem Grundsatz der 

Verhältnismässigkeit zu genügen, wonach keine weniger einschneidende Mass-

nahme zum Schutz der betroffenen Person zur Verfügung stehen darf, die fürsor-

gerische Unterbringung zur Wiedererlangung von Selbständigkeit geeignet sein 

muss und der Freiheitsentzug als angemessen zu erscheinen hat (vgl. GEI-

SER/ETZENSBERGER, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilge-

setzbuch I, 7. Aufl. 2022, Art. 426 N 22 ff.; Botschaft zur Änderung des Schweize-

rischen Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kindesrecht], 

BBl 2006, S. 7001 ff., S. 7062). 

1.2. Voraussetzung für eine fürsorgerische Unterbringung ist zunächst das Vor-

liegen eines Schwächezustandes. Die möglichen Schwächezustände werden in 

Art. 426 Abs. 1 ZGB abschliessend aufgeführt, nämlich psychische Störung, geis-

tige Behinderung oder schwere Verwahrlosung (Art. 426 Abs. 1 ZGB; GEI-

SER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 426 N 12). Damit von einer psychischen Störung 

im Sinne der genannten Bestimmung gesprochen werden kann, muss ein ent-

sprechendes Krankheitsbild (Syndrom) vorliegen und dieses muss erhebliche 

Auswirkungen auf das soziale Funktionieren des Patienten haben (GEI-

SER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 426 N 15).  

 Die Beschwerdeführerin erklärt in der Beschwerdeschrift, die Diagnose pa-

ranoide Schizophrenie stimme nicht. Sie sei von 2013 bis 2018 bei einem ange-

- 7 - 

sehenen Psychiater in Behandlung gewesen und er habe ihr versichert, dass sie 

nicht an paranoider Schizophrenie leide (act. 26 S. 2).  

 Die Vorinstanz erachtete das Vorliegen einer psychischen Störung im Sinne 

des Gesetzes gestützt auf die beigezogenen Akten, die Stellungnahme der Klinik 

und das eingeholte psychiatrische Gutachten als gegeben (act. 24 E. 2).  

 Der Gutachter führte anlässlich der vorinstanzlichen Verhandlung aus, die 

Beschwerdeführerin leide an einer schizoaffektiven Störung mit manischen Symp-

tomen, wobei die manischen Symptome und die schizophrenen Symptome unge-

fähr gleich ausgebildet seien. Die Krankheit sei schwergradig chronifiziert. Die 

Erstdiagnose einer gravierenden psychischen Störung sei bereits vor 20 Jahren 

erfolgt. Die zunächst bei der Beschwerdeführerin diagnostizierte paranoide Schi-

zophrenie und schizoaffektive Störung gehörten zum gleichen Kapitel des Klassi-

fizierungssystems ICD-10. Es seien beides psychotische Störungen. Zudem be-

stehe eine Alkoholabhängigkeit (Prot. Vi. S. 15). Bereits anlässlich der Begutach-

tung bei der Anordnung der fürsorgerischen Unterbringung wies derselbe Gutach-

ter darauf hin, dass er bei der Beschwerdeführerin eher eine schizoaffektive Stö-

rung vermute, zumal verschiedene psychomotorische affektive Störungen, forma-

le Denkstörungen und Wahnvorstellungen vorhanden seien, aber spezifische 

Merkmale einer paranoiden Schizophrenie, wie Ich-Störungen, fehlten. Von einer 

Alkoholabhängigkeit sei deshalb auszugehen, zumal für Menschen, die keine Ab-

hängigkeit aufwiesen, der bei der Beschwerdeführerin anlässlich ihrer Spitalein-

weisung gemessene Blutwert von über 3 Promille tödlich sei (Prot. Vi. im Verfah-

ren FF230222, S. 13).  

 Die Klinik schloss sich dem in ihrer Stellungnahme an (Prot. Vi. S. 22; 

act. 11 S. 2).  

 Die Vorinstanz hat das Vorliegen der gutachterlichen Diagnose einer (ge-

mischten) schizoaffektiven Störung sowie einer Alkoholabhängigkeit bei der Be-

schwerdeführerin korrekt festgestellt. Darauf, dass bei der Beschwerdeführerin 

ein Verfolgungswahn besteht, deutet ihre Eingabe vom 22. Januar 2024 an das 

Stadtspital Waid hin, wo sie beschrieb, dass im Zimmer nebenan ein dunkler 

- 8 - 

Mann gewesen sei, zugedeckt mit einem Laken. Der Mann habe sie angestarrt 

und es sei ihr vorgekommen, als verstecke er sich. Auch führte sie aus, dass sie -

 als sie im Stadtspital aufgewacht sei - einen Schlauch in ihrer Vagina gehabt ha-

be, der mit ihrer Gebärmutter verbunden gewesen sei (act. 16). Bei der gemisch-

ten schizoaffektiven Störung handelt es sich nach der internationalen statistischen 

Klassifikation ICD (International Statistical Classification of Disease and Related 

Health Problems) um eine psychische Störung (ICD-10 F25.2). Auch die Alkohol-

abhängigkeit gemäss ICD-10 F10.2 scheint vorzuliegen, wäre doch eine derart 

hohe Intoxikation wie bei der Hospitalisierung der Beschwerdeführerin (act. 13/2 

S. 1) ohne eine entsprechende Gewöhnung des Körpers nicht möglich gewesen. 

Die Voraussetzung eines Schwächezustandes ist bei der Beschwerdeführerin 

somit gegeben.  

1.3. Weiter wird für die Anordnung einer fürsorgerischen Unterbringung voraus-

gesetzt, dass die Betreuung oder die Behandlung der betroffenen Person nötig ist 

(Art. 426 Abs. 1 ZGB). Die fürsorgerische Unterbringung dient primär dem Wohl 

und Schutz der betroffenen Person. Die betroffene Person darf nur in einer Ein-

richtung untergebracht werden, wenn die nötige Behandlung oder Betreuung nicht 

anders erfolgen kann. Die Unterbringung muss die persönliche Fürsorge für die 

betroffene Person sicherstellen. Diese umfasst einerseits therapeutische Mass-

nahmen und andererseits jede Form von Betreuung, deren eine Person für ein 

menschenwürdiges Dasein bedarf. Darunter fallen so elementare Bedürfnisse wie 

Essen, Körperpflege, Kleidung usw., aber auch ein Mindestmass an persönlicher 

Beschäftigung (vgl. GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 426 N 8, 10 und N 41 ff.; 

BERNHART, Handbuch der fürsorgerischen Unterbringung, 2011 Basel, Rz. 366 

ff.). Eine Fürsorgebedürftigkeit ist gegeben, wenn der Patient Hilfe benötigt, um 

eine durch seine psychische Störung bedingte ernsthafte Gefährdung seines 

Wohls abzuwenden. Zentral ist die Heilung, Besserung oder Linderung eines 

momentan gestörten Zustands (BERNHART, a.a.O., Rz. 348). 

 Zudem muss die Massnahme verhältnismässig sein. Das angestrebte Ziel 

muss voraussichtlich erreicht werden können (Geeignetheit der Massnahme). Die 

Massnahme soll in erster Linie der Wiedererlangung der Selbstständigkeit und der 

- 9 - 

Eigenverantwortung dienen. Ist eine Besserung des Zustandes ausgeschlossen, 

muss die Massnahme die notwendige persönliche Betreuung ermöglichen, um 

der betroffenen Person ein menschenwürdiges Leben zu sichern. Ferner darf kei-

ne weniger einschneidende, jedoch genügend Schutz bietende Massnahme zur 

Verfügung stehen (Erforderlichkeit der Massnahme). Mit anderen Worten darf die 

Betreuung oder Behandlung der betroffenen Person nicht anders, namentlich mit 

leichteren Massnahmen, als durch die fürsorgerische Unterbringung erfolgen 

können (vgl. zum GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 426 N 22 ff.). Bei der Ver-

hältnismässigkeitsprüfung sind die Belastung und der Schutz von Angehörigen 

und Dritten zu berücksichtigen (Art. 426 Abs. 2 ZGB). Der Schutz Dritter kann für 

sich allein aber nicht ausschlaggebend sein (vgl. Botschaft vom 28. Juni 2006 zur 

Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches, BBl 2006 S. 7001 ff., S. 7062 

f.).  

 Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass sie weder verwahrlost, noch 

für sich noch für andere eine Gefahr sei. Sie könne selbst auf sich aufpassen, 

Rechnungen bezahlen und auch arbeiten. Sie habe alle Termine eingehalten oder 

sich für Abwesenheiten entschuldigt. Sie werde Sozialhilfe beantragen, sobald die 

Arbeitslosenversicherung auslaufe. Dafür brauche sie keine Unterstützung von 

der KESB (act. 26 S. 2). 

 Der Gutachter führte aus, dass der aktuelle Zustand der Beschwerdeführerin 

die Unterbringung in einer Einrichtung zweifellos erfordere (Prot. Vi. S. 16). Eine 

sofortige Entlassung würde ausgesprochen negative Einflüsse auf den Gesund-

heitszustand der Beschwerdeführerin haben, zumal sie die Medikation infolge 

mangelnder Krankheitseinsicht sofort absetzen würde. Zwischen der schizoaffek-

tiven Störung und der Suchtabhängigkeit bestünden ausgesprochen negative 

Wechselwirkungen. Die Beschwerdeführerin sei momentan nicht imstande einer 

Arbeitstätigkeit nachzugehen. Die Wohnung sei gekündigt, daher müsse von Ob-

dachlosigkeit im Falle der Entlassung ausgegangen werden (Prot. Vi. S. 16). We-

gen der Intensität und Ausprägung der Krankheit würde dies eine ernsthafte Ge-

fährdung für ihre Gesundheit darstellen (Prot. Vi. S. 16). Aufgrund einer Ver-

schlechterung des psychischen Zustandsbildes in Kombination mit der enthem-

- 10 - 

menden Wirkung von Alkohol könne auch eine Fremdgefährdung nicht ausge-

schlossen werden (Prot. Vi. S. 19). Hinsichtlich der Verhältnismässigkeit erklärte 

der Gutachter, dass sich die erwähnten Risiken im momentanen Zustand der Be-

schwerdeführerin durch keine anderen bzw. milderen Massnahmen einschränken 

liessen. Die angeordneten Massnahmen seien geeignet, um die Gefahren abzu-

wenden (Prot. Vi. S. 16 f.).  

 Die Klinik hielt fest, da die Beschwerdeführerin eine Medikation und eine 

ambulante Therapie ablehne, bestehe zurzeit keine weniger einschneidende 

Massnahme (act. 11 S. 2). Gemäss dem Behandlungsplan bestehe bei ihr sowohl 

Selbst- wie auch Fremdgefährdung (act. 6). Der Vertreter der Klinik führte anläss-

lich der Verhandlung zusätzlich aus, dass die fürsorgerische Unterbringung wei-

terhin als notwendig erachtet werde, insbesondere, um auch die Lebensqualität 

der Beschwerdeführerin zu verbessern und insbesondere eine gesicherte Wohn-

situation herbeizuführen. Darüber hinaus versuche man auch, Erwachsenen-

schutzmassnahmen aufzugleisen, jedoch habe mangels gerichtlicher Entbindung 

nicht damit begonnen werden können (Prot. Vi. S. 22).  

 Wie die Vorinstanz zutreffend erwog, kann unter Berücksichtigung der über-

einstimmenden und nachvollziehbaren Ausführungen der Fachpersonen festge-

stellt werden, dass die Beschwerdeführerin aufgrund der Erkrankung behand-

lungs- und betreuungsbedürftig ist (vgl. act. 24 E. 3.4.). Auch im Rahmen der 

Verhältnismässigkeit ist festzuhalten, dass bei einer Entlassung aus der fürsorge-

rischen Unterbringung aufgrund der medizinisch ungenügend behandelten Stö-

rung(en) (nach wie vor) eine akute Gefährdung der psychischen und körperlichen 

Gesundheit und insbesondere angesichts der unklaren Wohnsituation auch eine 

Verwahrlosung drohen würde. In der stationären Behandlung und der darin ange-

strebten Reizverminderungen können die notwendigen Behandlungsmassnahmen 

ergriffen werden, die zu einer Rückbildung der psychotischen Symptome und zu 

einer Stabilisierung des Zustandes der Beschwerdeführerin führen (vgl. insb. auch 

Austrittsbericht der PUK vom 21. November 2023 nach der letzten Einweisung, 

act. 13/1). Die fürsorgerische Unterbringung erweist sich insgesamt aufgrund des 

gesundheitlichen Zustandes der Beschwerdeführerin und der akuten Gesund-

- 11 - 

heitsgefährdung bei einer Entlassung derzeit als geeignet und erforderlich, wie 

auch verhältnismässig. Die Betreuung und Behandlung der Beschwerdeführerin 

kann derzeit nicht mit leichteren Massnahmen erfolgen.  

1.4. Schliesslich ist die Geeignetheit der Einrichtung zu prüfen (vgl. OGer ZH, 

PA150024 vom 16. November 2015, E. 3.3.1). Es muss sich um eine Institution 

handeln, die mit den ihr zur Verfügung stehenden organisatorischen und perso-

nellen Mitteln in der Lage ist, die wesentlichen Bedürfnisse der eingewiesenen 

Person bezüglich Behandlung und Betreuung zu befriedigen (vgl. BGer, 

5A_257/2015 vom 23. April 2015, E. 3.1 m.w.H.). Die PUK ist eine psychiatrische 

Klinik, welche auf die Behandlung von psychischen Störungen wie diejenigen der 

Beschwerdeführerin spezialisiert ist und vom Gutachter als zur Behandlung der 

Beschwerdeführerin spezialisiert und absolut geeignet erachtet wurde (Prot. Vi. 

S. 16).  

1.5. Im Ergebnis ist festzuhalten, dass die Voraussetzungen der fürsorgeri-

schen Unterbringung im Sinne von Art. 426 Abs. 1 ZGB (nach wie vor) gegeben 

sind.  

2. Medizinische Massnahmen ohne Zustimmung 

2.1. Eine Zwangsbehandlung ist gestützt auf die gesetzliche Systematik der 

Art. 426 ff. ZGB nur zulässig, wenn sich die betroffene Person aufgrund einer für-

sorgerischen Unterbringung in einer Klinik befindet und die Behandlung im Zu-

sammenhang mit einer psychischen Störung erfolgt, wobei nicht von Bedeutung 

ist, ob es sich um eine behördliche oder um eine ärztliche Einweisung handelt 

(vgl. BSK ZGB I-GEISER/ETZENSBERGER, 6. Aufl. 2018, Art. 434/435 N 3 und 13). 

Bei einer fehlenden Zustimmung zur Behandlung kann der Chefarzt oder die 

Chefärztin der involvierten Abteilung die im Behandlungsplan vorgesehenen me-

dizinischen Massnahmen schriftlich anordnen und der betroffenen Person mit 

Rechtsmittelbelehrung mitteilen (Art. 434 Abs. 1 und 2 ZGB). Vorausgesetzt ist, 

dass eine Gefährdungssituation vorliegt. Gemäss Gesetzeswortlaut kann es sich  

hierbei sowohl um eine Selbst- als auch um eine Drittgefährdung handeln  

(Art. 434 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB). Die betroffene Person muss ausserdem bezüglich 

- 12 - 

ihrer Behandlungsbedürftigkeit urteilsunfähig sein (Art. 434 Abs. 1 Ziff. 2 ZGB). 

Überdies muss die vorgesehene Massnahme verhältnismässig sein. Es darf keine 

sachlich angemessene Massnahme zur Verfügung stehen, die weniger ein-

schneidend ist (Art. 434 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB). 

 Die medikamentöse Zwangsbehandlung stellt einen schweren Eingriff in 

die persönliche Freiheit im Sinne der körperlichen und geistigen Integrität nach 

Art. 10 Abs. 2 BV und Art. 8 Ziff. 1 EMRK dar und betrifft auch die menschliche 

Würde (Art. 7 BV) zentral (BGE 127 I 6 E. 5; BGE 130 I 16 E. 3). Der Eingriff ver-

langt deshalb nebst der erforderlichen gesetzlichen Grundlage, die mit Art. 434 

ZGB gegeben ist, eine umfassende Interessenabwägung, wobei auch die Erfor-

dernisse von Art. 36 BV zu beachten sind. Zu berücksichtigen sind dabei die öf-

fentlichen Interessen, die Notwendigkeit der Behandlung, die Auswirkungen einer 

Nichtbehandlung, die Prüfung von Alternativen sowie die Beurteilung der Selbst-

gefährdung und der Fremdgefährdung. In die Interessenabwägung miteinzube-

ziehen sind nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung insbesondere auch 

langfristige Nebenwirkungen einer zwangsweise vorgesehenen Neuroleptika-

Behandlung (OGer ZH, PA130015 vom 24. Mai 2013, E. 3.2 mit Hinweis auf 

BGer, 5A_38/2011 vom 2. Februar 2011, E. 3.1; BGE 130 I 16 E. 4 und 5). 

2.2. Wie gezeigt wurde die Beschwerdeführerin zur Behandlung ihrer psychi-

schen Störung(en) mittels fürsorgerischer Unterbringung in der PUK unterge-

bracht (vgl. hiervor E. II./1.). Insofern konnte eine Zwangsbehandlung im Sinne 

von Art. 434 ZGB grundsätzlich angeordnet werden.  

2.3. Nachdem die Beschwerdeführerin am 20. Dezember 2023 in die PUK 

eingeliefert worden war, wurde am 22. Dezember 2023 ein Behandlungsplan er-

stellt (act. 4/5/2 und act. 10) und u.a. wurde eine antipsychotische Medikation mit 

Risperidon und eine sedierende Medikation mit Diazepam vorgesehen. Der Be-

handlungsplan wurde am 16. Januar 2024 gestützt auf die leicht veränderte Diag-

nose der Beschwerdeführerin angepasst, wobei von den bestehenden Medika-

menten teilweise die Dosierung leicht abgeändert und die Medikation mit der 

Vergabe von stimmungsstabilisierendem Lithium ergänzt wurde (act. 11 S. 2 und 

act. 12). Am 17. Januar 2024 wurde auf der Basis dieses Behandlungsplans eine 

- 13 - 

medizinische Massnahme ohne Zustimmung schriftlich angeordnet, wobei die 

Massnahme neben dem zuständigen Assistenzarzt auch von der Oberärztin und 

dem Oberarzt und stv. Zentrumsleiter unterzeichnet und der Beschwerdeführerin 

mitgeteilt wurde (act. 6). Damit sind die formellen Voraussetzungen erfüllt. Es 

bleibt zu prüfen, ob eine Gefährdungssituation vorliegt, die Beschwerdeführerin 

hinsichtlich gesundheitlicher Belange urteilsunfähig ist und die Anordnung der 

Medikation verhältnismässig ist.  

4.4.1. Der Gutachter erklärte hinsichtlich der Zwangsmedikation, dass sich dies-

bezüglich seit der letzten Begutachtung nichts geändert habe (Prot. Vi. S. 20). An-

lässlich seiner ersten Begutachtung bejahte er die Frage, wonach der Beschwer-

deführerin ohne Medikation ein ernsthafter gesundheitlicher Schaden drohe. An-

gesichts der erheblichen chronifizierten Störung der Beschwerdeführerin, welche 

sich nicht einfach so zurückbilden werde, sei die medikamentöse Behandlung 

medizinisch klar indiziert (Prot. Vi., Verfahren FF230222, S. 16 f.). Er begrüsste 

anlässlich der Erstattung des neuen Gutachtens insbesondere die neu vorgese-

hene Medikation von Lithium zur Stabilisierung des Zustandes der Beschwerde-

führerin, wobei er darauf hinwies, dass sich bei mangelnder Compliance auch die 

Gabe von Valproat zur Stabilisierung der Stimmung der Beschwerdeführerin eig-

ne (Prot. Vi. S. 16 ff., insb. S. 20).  

4.4.2. Die PUK gab an, aufgrund der medizinischen Befunde der Beschwerde-

führerin, der fehlenden Krankheitseinsicht und der vorbekannten und im stationä-

ren Setting bestätigten Fremdaggression bestehe eine Behandlungsbedürftigkeit. 

Die Behandlung der Beschwerdeführerin könne nur mit einer medikamentösen 

antipsychotischen Therapie erfolgen, welche zum Ziel habe, die (Teil-)Remission 

der psychotischen Symptomatik zu erwirken (act. 11 S. 2). Anlässlich der Ver-

handlung führte der Vertreter der Klinik aus, die antipsychotische Behandlung sei 

notwendig, denn nur so könne das Zustandsbild der Beschwerdeführerin verbes-

sert werden (Prot. Vi. S. 22 f.).  

4.4.3. Angesichts der übereinstimmenden Ausführungen der Fachpersonen be-

jahte die Vorinstanz das Vorliegen einer Gefährdungssituation zu Recht (act. 24 

E. 3.1.1.). Bei Nichteinnahme der Medikation droht aufgrund des Krankheitsbilds 

- 14 - 

der Beschwerdeführerin, wie vorstehend bereits in Erwägung 1.3. ausgeführt, ins-

besondere eine Verwahrlosung aufgrund der unklaren Wohnsituation sowie ein 

erneuter übermässiger (lebensbedrohlicher) Alkoholüberkonsum oder fremdag-

gressives Verhalten. Damit besteht im unbehandelten Zustand eine ernsthafte 

Selbst- und Fremdgefährdung der Beschwerdeführerin.  

4.5. Weiter wird die Urteilsunfähigkeit hinsichtlich der Behandlungsbedürftigkeit 

vorausgesetzt (Art. 434 Abs. 1 Ziff. 2 ZGB). Die PUK verneinte die Urteilsfähigkeit 

der Beschwerdeführerin hinsichtlich ihrer gesundheitlichen Belange explizit (act. 6 

S. 4), was die Vorinstanz bestätigte, unter Verweis auf die Ausführungen des 

Gutachters, welcher auf sein letztes Gutachten verwies (Prot. Vi. S. 20; vgl. auch 

Prot. Vi. FF230222 S. 17) sowie den letzten gerichtlichen Entscheid betreffend 

Zwangsmedikation (act. 24 E. 3.1.2; act. 4/7 E. 7.). Vor dem Hintergrund dieser 

Ausführungen und der Angaben der PUK ist mit der Vorinstanz davon auszuge-

hen, dass die Beschwerdeführerin hinsichtlich ihrer gesundheitlichen Belange 

derzeit nicht urteilsfähig ist.  

4.6.1. Schliesslich hat die vorgesehene Massnahme verhältnismässig zu sein. 

Gemäss Gutachter ist der Behandlungsplan geeignet und die vorgesehene Be-

handlung mittels Neuroleptika auch erforderlich, insbesondere die neu vorgese-

henen Medikation mit Lithium (Prot. Vi. S. 16 f. und S. 20). Die Massnahme 

scheint damit geeignet, den Krankheitszustand der Beschwerdeführerin zu ver-

bessern. Eine mildere, aber dennoch wirksame Massnahme ist auch aufgrund der 

weiteren Akten nicht ersichtlich. Die im Behandlungsplan aufgeführten Nebenwir-

kungen, insbesondere jene vom neu verschriebenen Lithium (vgl. act. 12 S. 3) 

sind unangenehm. Es handelt sich allerdings nicht um derart starke Nebenwir-

kungen, dass sie angesichts der zu befürchtenden Schädigung(en) ohne Medika-

tion gegen deren Abgabe sprechen würde. Insgesamt ist die Verhältnismässigkeit 

der Behandlung somit zu bejahen. Dies gilt auch für die von der Klinik angeordne-

te Behandlungsdauer von sechs Wochen (act. 6 S. 2). 

4.7. Die Voraussetzungen der medizinischen Massnahme ohne Zustimmung 

sind nach dem Gesagten auch im heutigen Zeitpunkt erfüllt. Die Beschwerde ge-

gen die Zwangsmedikation ist daher abzuweisen. 

- 15 - 

5. Kostenfolgen 

 Ausgangsgemäss wird die Beschwerdeführerin für das Rechtsmittelverfah-

ren grundsätzlich kostenpflichtig (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Umständehalber ist indes 

auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten. Eine Parteientschädigung ist 

der Beschwerdeführerin bei diesem Ausgang des Verfahrens nicht zuzusprechen. 

Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde gegen das Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 23. Janu-

ar 2024 wird abgewiesen. 

2. Für das zweitinstanzliche Verfahren werden keine Kosten erhoben.  

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4. Schriftliche Mitteilung an die Beschwerdeführerin, an die verfahrensbeteiligte 

Klinik sowie an das Bezirksgericht Zürich, je gegen Empfangsschein. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

  

- 16 - 

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 

innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  

Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit.  

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

MLaw S. Ursprung 
 
versandt am: 
19. Februar 2024 
 
 

	Urteil vom 16. Februar 2024
	Erwägungen:
	1. Sachverhalt und Prozessgeschichte
	1.1. Die Beschwerdeführerin befindet sich aktuell in der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich (PUK, nachfolgend Klinik). Sie wurde am 20. Dezember 2023 per ärztlich verordneter fürsorgerischer Unterbringung aus dem Stadtspital Waid in die Klinik ...
	1.2. Seither wurden seitens der PUK bereits einmal medizinische Massnahmen ohne Zustimmung angeordnet (act. 4/5/3), wobei die von der Beschwerdeführerin dagegen sowie gegen die fürsorgerische Unterbringung vom 20. Dezember 2023 erhobene Beschwerde mit...
	1.3. Mit Verfügung vom 19. Januar 2024 setzte die Vorinstanz eine Anhörung/Hauptverhandlung am 22. Januar 2024 an, forderte die Klinik zur Stellungnahme und zur Einreichung diverser Unterlagen auf und bestellte einen Gutachter (act. 5). Mit gleichenta...
	1.4. Mit Eingabe vom 30. Januar 2024 gelangte die Beschwerdeführerin an die Vorinstanz (act. 20). Mit E-Mail vom 31. Januar 2024 wurde die Beschwerdeführerin von der Vorinstanz darauf hingewiesen, dass sie eine Beschwerde schriftlich am Obergericht er...
	1.5. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (act. 1–22). Vom Einholen einer Stellungnahme bzw. Vernehmlassungen wurde abgesehen. Das Verfahren ist spruchreif.

	2. Formelles / Vorbemerkungen
	2.1. Der Kanton Zürich sieht für die Beurteilung der fürsorgerischen Unterbringung gemäss Art. 426 ff. ZGB ein zweistufiges Verfahren mit erstinstanzlicher Zuständigkeit der Einzelgerichte der Bezirksgerichte und der zweitinstanzlichen Zuständigkeit d...
	2.2. Die gerichtlichen Beschwerdeinstanzen erforschen den Sachverhalt von Amtes wegen (Art. 446 Abs. 1 ZGB i.V.m. § 65 EG KESR). Bei der Prüfung, ob die Voraussetzungen der fürsorgerischen Unterbringung erfüllt sind, verfügt die Beschwerdeinstanz über...
	2.3. Die Beschwerde gegen den Entscheid der Vorinstanz ist innert 10 Tagen ab der Zustellung des begründeten Entscheids beim Obergericht schriftlich einzureichen. Eine Begründung der Beschwerde ist nicht erforderlich (Art. 450 Abs. 3, Art. 450e Abs. 1...
	3.1. In prozessualer Hinsicht ist zunächst zu bemerken, dass die Vorinstanz festhielt, die Beschwerde gegen die fürsorgerische Unterbringung sei nicht innert der vorgeschriebenen Frist von zehn Tagen ab Mitteilung des Entscheids erfolgt (Art. 439 Abs....

	II.
	1. Fürsorgerische Unterbringung
	1.1. Eine (natürliche) Person, die an einer psychischen Störung oder an geistiger Behinderung leidet oder schwer verwahrlost ist, darf in einer geeigneten Einrichtung untergebracht werden, wenn die nötige Behandlung oder Betreuung nicht anderweitig er...
	Die fürsorgerische Unterbringung stellt einen schweren Eingriff in die persönliche Freiheit der betroffenen Person dar. Sie hat deshalb dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit zu genügen, wonach keine weniger einschneidende Massnahme zum Schutz der be...
	1.2. Voraussetzung für eine fürsorgerische Unterbringung ist zunächst das Vorliegen eines Schwächezustandes. Die möglichen Schwächezustände werden in Art. 426 Abs. 1 ZGB abschliessend aufgeführt, nämlich psychische Störung, geistige Behinderung oder s...
	Die Beschwerdeführerin erklärt in der Beschwerdeschrift, die Diagnose paranoide Schizophrenie stimme nicht. Sie sei von 2013 bis 2018 bei einem angesehenen Psychiater in Behandlung gewesen und er habe ihr versichert, dass sie nicht an paranoider Schi...
	Die Vorinstanz erachtete das Vorliegen einer psychischen Störung im Sinne des Gesetzes gestützt auf die beigezogenen Akten, die Stellungnahme der Klinik und das eingeholte psychiatrische Gutachten als gegeben (act. 24 E. 2).
	Der Gutachter führte anlässlich der vorinstanzlichen Verhandlung aus, die Beschwerdeführerin leide an einer schizoaffektiven Störung mit manischen Symptomen, wobei die manischen Symptome und die schizophrenen Symptome ungefähr gleich ausgebildet seie...
	Die Klinik schloss sich dem in ihrer Stellungnahme an (Prot. Vi. S. 22; act. 11 S. 2).
	Die Vorinstanz hat das Vorliegen der gutachterlichen Diagnose einer (gemischten) schizoaffektiven Störung sowie einer Alkoholabhängigkeit bei der Beschwerdeführerin korrekt festgestellt. Darauf, dass bei der Beschwerdeführerin ein Verfolgungswahn bes...
	1.3. Weiter wird für die Anordnung einer fürsorgerischen Unterbringung vorausgesetzt, dass die Betreuung oder die Behandlung der betroffenen Person nötig ist (Art. 426 Abs. 1 ZGB). Die fürsorgerische Unterbringung dient primär dem Wohl und Schutz der ...
	Zudem muss die Massnahme verhältnismässig sein. Das angestrebte Ziel muss voraussichtlich erreicht werden können (Geeignetheit der Massnahme). Die Massnahme soll in erster Linie der Wiedererlangung der Selbstständigkeit und der Eigenverantwortung die...
	Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass sie weder verwahrlost, noch für sich noch für andere eine Gefahr sei. Sie könne selbst auf sich aufpassen, Rechnungen bezahlen und auch arbeiten. Sie habe alle Termine eingehalten oder sich für Abwesenheiten...
	Der Gutachter führte aus, dass der aktuelle Zustand der Beschwerdeführerin die Unterbringung in einer Einrichtung zweifellos erfordere (Prot. Vi. S. 16). Eine sofortige Entlassung würde ausgesprochen negative Einflüsse auf den Gesundheitszustand der ...
	Die Klinik hielt fest, da die Beschwerdeführerin eine Medikation und eine ambulante Therapie ablehne, bestehe zurzeit keine weniger einschneidende Massnahme (act. 11 S. 2). Gemäss dem Behandlungsplan bestehe bei ihr sowohl Selbst- wie auch Fremdgefäh...
	Wie die Vorinstanz zutreffend erwog, kann unter Berücksichtigung der übereinstimmenden und nachvollziehbaren Ausführungen der Fachpersonen festgestellt werden, dass die Beschwerdeführerin aufgrund der Erkrankung behandlungs- und betreuungsbedürftig i...
	1.4. Schliesslich ist die Geeignetheit der Einrichtung zu prüfen (vgl. OGer ZH, PA150024 vom 16. November 2015, E. 3.3.1). Es muss sich um eine Institution handeln, die mit den ihr zur Verfügung stehenden organisatorischen und personellen Mitteln in d...
	1.5. Im Ergebnis ist festzuhalten, dass die Voraussetzungen der fürsorgerischen Unterbringung im Sinne von Art. 426 Abs. 1 ZGB (nach wie vor) gegeben sind.
	2. Medizinische Massnahmen ohne Zustimmung
	2.1. Eine Zwangsbehandlung ist gestützt auf die gesetzliche Systematik der Art. 426 ff. ZGB nur zulässig, wenn sich die betroffene Person aufgrund einer fürsorgerischen Unterbringung in einer Klinik befindet und die Behandlung im Zusammenhang mit eine...
	Die medikamentöse Zwangsbehandlung stellt einen schweren Eingriff in die persönliche Freiheit im Sinne der körperlichen und geistigen Integrität nach Art. 10 Abs. 2 BV und Art. 8 Ziff. 1 EMRK dar und betrifft auch die menschliche Würde (Art. 7 BV) ze...
	2.2. Wie gezeigt wurde die Beschwerdeführerin zur Behandlung ihrer psychischen Störung(en) mittels fürsorgerischer Unterbringung in der PUK untergebracht (vgl. hiervor E. II./1.). Insofern konnte eine Zwangsbehandlung im Sinne von Art. 434 ZGB grundsä...
	2.3. Nachdem die Beschwerdeführerin am 20. Dezember 2023 in die PUK eingeliefert worden war, wurde am 22. Dezember 2023 ein Behandlungsplan erstellt (act. 4/5/2 und act. 10) und u.a. wurde eine antipsychotische Medikation mit Risperidon und eine sedie...

	4.4.1. Der Gutachter erklärte hinsichtlich der Zwangsmedikation, dass sich diesbezüglich seit der letzten Begutachtung nichts geändert habe (Prot. Vi. S. 20). Anlässlich seiner ersten Begutachtung bejahte er die Frage, wonach der Beschwerdeführerin oh...
	4.4.2. Die PUK gab an, aufgrund der medizinischen Befunde der Beschwerdeführerin, der fehlenden Krankheitseinsicht und der vorbekannten und im stationären Setting bestätigten Fremdaggression bestehe eine Behandlungsbedürftigkeit. Die Behandlung der Be...
	4.4.3. Angesichts der übereinstimmenden Ausführungen der Fachpersonen bejahte die Vorinstanz das Vorliegen einer Gefährdungssituation zu Recht (act. 24 E. 3.1.1.). Bei Nichteinnahme der Medikation droht aufgrund des Krankheitsbilds der Beschwerdeführe...

	4.5. Weiter wird die Urteilsunfähigkeit hinsichtlich der Behandlungsbedürftigkeit vorausgesetzt (Art. 434 Abs. 1 Ziff. 2 ZGB). Die PUK verneinte die Urteilsfähigkeit der Beschwerdeführerin hinsichtlich ihrer gesundheitlichen Belange explizit (act. 6 S...
	4.6.1. Schliesslich hat die vorgesehene Massnahme verhältnismässig zu sein. Gemäss Gutachter ist der Behandlungsplan geeignet und die vorgesehene Behandlung mittels Neuroleptika auch erforderlich, insbesondere die neu vorgesehenen Medikation mit Lithi...
	4.7. Die Voraussetzungen der medizinischen Massnahme ohne Zustimmung sind nach dem Gesagten auch im heutigen Zeitpunkt erfüllt. Die Beschwerde gegen die Zwangsmedikation ist daher abzuweisen.

	5. Kostenfolgen
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde gegen das Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 23. Januar 2024 wird abgewiesen.
	2. Für das zweitinstanzliche Verfahren werden keine Kosten erhoben.
	3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung an die Beschwerdeführerin, an die verfahrensbeteiligte Klinik sowie an das Bezirksgericht Zürich, je gegen Empfangsschein.
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...