# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 736c78dc-d4ff-57e7-b72a-808c21a52706
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-27
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 27.10.2025 100 2024 263
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2024-263_2025-10-27.pdf

## Full Text

100.2024.263U
NYR/SCN/SRE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 27. Oktober 2025

Verwaltungsrichter Daum, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichter Nyffenegger 
Gerichtsschreiberin Schaller

1. A.________ AG
handelnd durch die statutarischen Organe

2. B.________
3. C.________
Beschwerdeführende

gegen

Swisscom (Schweiz) AG
handelnd durch die statutarischen Organe, Konzernrechtsdienst, 
3050 Bern Swisscom
Beschwerdegegnerin

und

Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern
Rechtsamt, Reiterstrasse 11, 3013 Bern

sowie

Einwohnergemeinde Aarberg
Bauabteilung, Stadtplatz 46, 3270 Aarberg

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27.10.2025, Nr. 100.2024.263U, 
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betreffend Baubewilligung; Neubau einer Mobilfunkanlage (Entscheid der 
Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern vom 19. August 2024; 
BVD 110/2024/51)

Prozessgeschichte:

A.

Mit Baugesuch vom 2. Dezember 2021 ersuchte die Swisscom (Schweiz) 
AG um Erteilung der Baubewilligung für den Neubau einer Mobilfunkanlage 
mit Masten, Systemtechnik und neun Antennen auf der in der Arbeitszone 
und im Perimeter der Überbauungsordnung «Verzinkerei» gelegenen Par-
zelle Aarberg Gbbl. Nr. 1________. Die geplante Mobilfunkanlage umfasst 
insgesamt neun Sendeantennen, die gemäss dem Standortdatenblatt vom 
14. Juni 2021 (Revision 1.14; nachfolgend Standortdatenblatt) auf den Fre-
quenzbändern 700 bis 900 Megahertz (MHz), 1'400 bis 2'600 MHz und 3'600 
MHz senden sollen. Die drei Sendeantennen im Frequenzband 3'600 MHz 
verfügen je über 16 Sub-Arrays. Es ist ein adaptiver Betrieb unter Anwen-
dung eines Korrekturfaktors vorgesehen. Gegen das Baugesuch erhoben 
unter anderen die A.________ AG, B.________ und C.________ Einspra-
che. Am 19. Oktober 2023 erteilte das Amt für Wald und Naturgefahren, Ab-
teilung Walderhaltung Region Mittelland, die Ausnahmebewilligung zur Un-
terschreitung des Waldabstands. Mit Gesamtentscheid vom 8. März 2024 
bewilligte die Regierungsstatthalterin des Verwaltungskreises Seeland das 
Vorhaben unter Auflagen und wies die Einsprache ab. 

B.

Die A.________ AG, B.________ und C.________ erhoben am 10. April 
2024 nebst anderen gegen den Gesamtentscheid bei der Bau- und Ver-
kehrsdirektion des Kantons Bern (BVD) Beschwerde. Mit Entscheid vom 
19. August 2024 wies die BVD die Beschwerde einschliesslich der Sistie-
rungsanträge ab. 

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C.

Dagegen haben die A.________ AG, B.________ und C.________ am 
10. September 2024 gemeinsam Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben. 
Sie stellen folgende Rechtsbegehren: 

«1. Der Entscheid der BVD vom 19. August 2024 sei aufzuheben. Das 
Baugesuch sei abzuweisen (Bauabschlag). 

2. Das Baugesuch sei eventualiter zur Neubeurteilung zurückzuweisen. 

3. Eventualiter sei das Baugesuch zu sistieren bis ein taugliches Qua-
litätssicherungssystem sowie ein taugliches Messverfahren für adap-
tive Antennen vorliegen. 

4. Eventualiter sei das Verfahren zu sistieren bis das Bundesgericht ein 
Urteil zu adaptiven Antennen mit Korrekturfaktor gefällt hat. 

5. Subeventualiter sei im Bauentscheid festzuhalten, dass die Mobil-
funkanlage keinen Korrekturfaktor anwenden darf und der Anlage-
grenzwert als Effektivwert ohne Mittelung eingehalten werden muss. 

6. Den Beschwerdeführenden sei zu allfälligen Stellungnahmen der 
Bauherrschaft und des Amts für Umwelt (NIS-Fachstelle) das Replik-
recht zu gewähren.»

Die Swisscom (Schweiz) AG und die BVD beantragen mit Beschwerdeant-
wort vom 21. Oktober 2024 bzw. Vernehmlassung vom 10. Oktober 2024 die 
Abweisung der Beschwerde und sämtlicher Anträge, soweit darauf einzutre-
ten sei. Die Einwohnergemeinde (EG) Aarberg hat mit Eingabe vom 15. Ok-
tober 2024 auf eine Stellungnahme verzichtet. Die A.________ AG, 
B.________ und C.________ haben am 12. November 2024 eine Replik ein-
gereicht. 

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte 
kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes 
vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 
zuständig. Die Beschwerdeführenden haben am vorinstanzlichen Verfahren 
teilgenommen. Die Beschwerdeführenden 2 und 3 wohnen innerhalb des 

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massgebenden Einspracheperimeters, sind daher durch den angefochtenen 
Entscheid besonders berührt und haben ein schutzwürdiges Interesse an 
dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 40 
Abs. 5 i.V.m. Abs. 2 des Baugesetzes vom 9. Juni 1985 [BauG; BSG 721.0]). 
Die Beschwerdeführerin 1 ist als Aktiengesellschaft eine juristische Person 
und kann wie eine Privatperson Einsprache bzw. Beschwerde erheben, 
wenn sie wie eine natürliche Person betroffen ist (Zaugg/Ludwig, Kommentar 
zum bernischen BauG, Band I/II, 5. Aufl. 2020/2024, Art. 35-35c N. 21). Als 
Grundeigentümerin der innerhalb des Einspracheperimeters gelegenen Pa-
rzelle Aarberg Gbbl. Nr. 2________ ist auch ihre Beschwerdelegitimation zu 
bejahen. Die Bestimmungen über Form und Frist sind eingehalten (Art. 81 
Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG). Auf die Beschwerde ist einzutreten (vgl. auch 
hinten E. 3.3). 

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

2.

2.1 Die Beschwerdeführenden machen geltend, die Vorinstanz habe 
sämtliche Verfahrensanträge zur Klärung der tatsächlich und rechtlich kor-
rekten Sachverhaltsdarstellung abgelehnt oder sei nicht darauf eingetreten, 
wodurch ihr rechtliches Gehör verletzt worden sei (Beschwerde Ziff. I/3.6 
S. 4, Ziff. I/3.15 S. 6; Replik S. 2, act. 9). Im Einzelnen bemängeln die Be-
schwerdeführenden, die BVD habe es unterlassen, durch die Fachstelle ab-
klären zu lassen, an welchen Orten und in welchem Umfang es durch den 
adaptiven Antennenbetrieb zu Überschreitungen des Anlagegrenzwerts 
komme. In ihrer Verwaltungsgerichtsbeschwerde stellen sie einen gleichlau-
tenden Verfahrensantrag (Beschwerde Ziff. I/3.6 S. 4 sowie S. 6 unten), den 
sie in ihrer Replik zurückziehen bzw. durch ein Ausstands- und Ablehnungs-
begehren ersetzen (Replik S. 2, act. 9). Die Beschwerdeführenden machen 
zudem geltend, die BVD habe zu Unrecht keine weiteren Unterlagen einge-
holt (Beschwerde Ziff. I/3.15 S. 6). 

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2.2 Der Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 der Bundesver-
fassung [BV; SR 101], Art. 26 Abs. 2 der Verfassung des Kantons Bern [KV; 
BSG 101.1], Art. 21 ff. VRPG) umfasst unter anderem das Recht auf Einsicht 
in Verfahrensakten (BGE 144 II 427 E. 3.1; BVR 2022 S. 51 E. 2.3), das 
Recht, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden (BGE 149 I 91 
E. 3.2; Michel Daum, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen 
VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 21 N. 15) und das Recht auf einen begründeten 
Entscheid (BGE 148 III 30 E. 3.1; BVR 2022 S. 51 E. 2.3). Aufgrund ihrer 
formellen Natur ist die Gehörsrüge vorweg zu behandeln (Michel Daum, 
a.a.O., Art. 21 N. 9). 

2.3 Wie die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid zutreffend ausführt, 
wird die Einhaltung der Anlagegrenzwerte an den Orten mit empfindlicher 
Nutzung (OMEN) im Rahmen einer rechnerischen Prognose basierend auf 
den Angaben der Mobilfunkbetreiberin im Standortdatenblatt geprüft (dazu 
hinten E. 5.1). Die Mobilfunkbetreiberin reichte ein vollständiges Standortda-
tenblatt einschliesslich Situationsplan und Antennendiagrammen ein (Vorak-
ten Regierungsstatthalteramt [RSA] 4A pag. 196). Weitere Angaben waren 
für die rechnerische Prognose nicht erforderlich. Die BVD hat das rechtliche 
Gehör nicht verletzt, indem sie es abgelehnt hat, von der Mobilfunkbetreibe-
rin weitere Unterlagen (Originalantennendiagramme, detaillierte Produktein-
formationen, Angaben der Einstellungen für den realen Betrieb) herauszu-
verlangen und diese den Beschwerdeführenden zuzustellen (angefochtener 
Entscheid E. 5c). Denn diese Unterlagen waren und sind nicht entscheidre-
levant (dazu hinten E. 5.3; vgl. etwa Michel Daum, a.a.O., Art. 18 N. 27 f.; 
zum Ablehnungsbegehren hinten E. 3). 

2.4 Soweit die Beschwerdeführenden eine Verletzung der Begründungs-
pflicht durch die Vorinstanz bemängeln, ist ihnen entgegenzuhalten, dass mit 
der Beschränkung auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte der Be-
gründungspflicht Genüge getan ist. Die Begründung muss so abgefasst sein, 
dass sich die betroffene Person über die Tragweite des Entscheids Rechen-
schaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz 
weiterziehen kann. In diesem Sinn müssen wenigstens kurz die Überlegun-
gen genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf 
die sich ihr Entscheid stützt (statt vieler BGE 142 I 135 E. 2.1; BVR 2025 

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S. 219 E. 3.1, je mit Hinweisen). – Der angefochtene Entscheid genügt die-
sen Anforderungen. Die Vorinstanz hat in E. 4b des angefochtenen Ent-
scheids verständlich und nachvollziehbar dargelegt, dass sie den Antrag, es 
sei durch die NIS-Fachstelle aufzuzeigen, wo und wie stark die Grenzwerte 
überschritten würden, mangels Erheblichkeit abgewiesen hat. Betreffend 
den von den Beschwerdeführenden eingeforderten Unterlagen (Originalan-
tennendiagramme, detaillierte Produkteinformationen, Angaben der Einstel-
lungen für den realen Betrieb) verneinte die Vorinstanz entgegen den Aus-
führungen der Beschwerdeführenden nicht deren Anspruch auf Einsicht, 
sondern kam zum Schluss, die Baugesuchsunterlagen enthielten alle we-
sentlichen Informationen zur Beurteilung der Immissionssituation, weshalb 
kein Anlass bestehe, von der Baugesuchstellerin weitere Unterlagen einzu-
verlangen (angefochtener Entscheid E. 5b und 5c). Auch hier ist somit keine 
Verletzung der Begründungspflicht ersichtlich. 

3.

3.1 Die Beschwerdeführenden beantragen die Feststellung, dass der 
Vorsteher des Amtes für Umwelt und Energie des Kantons Bern (AUE) be-
fangen sei, und verlangen vom Verwaltungsgericht, die vom AUE verfassten 
Berichte und Stellungnahmen nicht zu berücksichtigen und durch solche ei-
ner unabhängigen und nicht befangenen Institution oder Person zu ersetzen 
(Verfahrensantrag in Replik S. 3, act. 9). Der angefochtene Entscheid stütze 
sich massgeblich auf Stellungnahmen des AUE ab. Der Vorsteher des AUE 
habe in der Vergangenheit die Anwendung des Korrekturfaktors von adaptiv 
betriebenen Antennen im sog. Bagatellverfahren und ohne Baubewilligung 
rechtswidrig erlaubt. Er begünstige die Mobilfunkbranche systematisch, was 
seine Voreingenommenheit aufzeige (Replik S. 2 ff., act. 9). 

3.2 Die Beschwerdeführenden setzen sich in keiner Weise mit den Erwä-
gungen der Vorinstanz auseinander, die sich bereits mit der gleichen Rüge 
befasst hat (angefochtener Entscheid E. 2b). Die Vorinstanz hat aufgezeigt, 
dass kein Ausstands- oder Ablehnungsgrund nach Art. 9 VRPG gegeben ist. 
Insbesondere reiche allein die Einreichung einer Strafanzeige gegen ein 
Behördenmitglied zur Begründung einer Befangenheit nicht aus. Es würden 

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keine Hinweise vorliegen, dass der Amtsvorsteher des AUE nicht nach bes-
tem Wissen und Gewissen gehandelt hat.

3.3 Diese Erwägungen sind nicht zu beanstanden. Soweit die Beschwer-
deführenden geltend machen, das AUE bewillige adaptive Antennen un-
zulässigerweise im «Bagatellverfahren», ist ihnen entgegenzuhalten, dass 
die Entscheide des Bundesgerichts, wonach der Ersatz einer konventionel-
len Antenne durch eine adaptive Antenne (BGer 1C_414/2022 vom 
29.8.2024 und 1C_332/2023 vom 11.10.2024) und die Anwendung des Kor-
rekturfaktors bei einer bestehenden adaptiven Antenne ein Baubewilligungs-
verfahren erfordert (BGE 150 II 379), dem AUE bekannt sind und keine An-
haltspunkte ersichtlich sind, wonach das AUE diese Rechtsprechung igno-
riert. Die in der Beschwerde angeführten Äusserungen des Amtsvorstehers 
ergingen im Dezember 2022 und lange vor den erwähnten Urteilen. Dass 
eine bestimmte Vollzugspraxis im Nachhinein gerichtlich als nicht in allen 
Teilen rechtskonform beurteilt worden ist, zeigt zudem keine Voreingenom-
menheit auf (vgl. Lucie von Büren, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum 
bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 9 N. 28 a.E.). Der Vorwurf, der Vorste-
her des AUE sei voreingenommen, ist nach dem Gesagten unzutreffend und 
unbegründet. Es kann daher offenbleiben, ob der gestellte Antrag auf «Fest-
stellung der Befangenheit» überhaupt zulässig ist (Subsidiarität von Feststel-
lungsbegehren; vgl. dazu BVR 2016 S. 273 E. 2.2). Der Antrag der Be-
schwerdeführenden auf Feststellung der Befangenheit des Amtsvorstehers 
des AUE ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Es besteht für das 
Verwaltungsgericht sodann kein Anlass, nicht auf Berichte und Stellungnah-
men des AUE abzustellen, und es ist auch nicht zu beanstanden, dass die 
Vorinstanzen darauf abgestellt haben.

4.

Die Rügen der Beschwerdeführenden in der Sache beziehen sich auf den 
adaptiven Betrieb der Antennen unter Anwendung eines Korrekturfaktors. 
Die Beschwerdeführenden machen in diesem Zusammenhang Grenzwertü-
berschreitungen an den OMEN und eine nicht nachvollziehbare Festlegung 

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der Korrekturfaktoren geltend (Beschwerde Ziff. II/1 S. 7 ff. und Ziff. II/6.4 
S. 20 ff.).

4.1 Unter adaptiven Antennen im Sinn der Verordnung über den Schutz 
vor nichtionisierender Strahlung vom 23. Dezember 1999 (NISV; 
SR 814.710) werden Sendeantennen verstanden, die ihre Senderichtung 
und/oder ihr Antennendiagramm mittels separat ansteuerbaren Elementar-
antennen (Sub-Arrays) automatisch durch Algorithmen in kurzen zeitlichen 
Abständen ohne Veränderung der Montagerichtung anpassen (sog. "Beam-
forming"), dies im Unterschied zu konventionellen Antennen, die mit einer im 
Wesentlichen konstanten räumlichen Strahlungsverteilung senden. Diese 
Anpassung kann sowohl in horizontaler als auch in vertikaler Senderichtung 
geschehen. Das Signal wird damit bevorzugt in jene Richtung übertragen, 
wo es durch die Endgeräte angefordert wird; in allen anderen Richtungen ist 
die Strahlung tiefer (BGE 150 II 379 E. 2.1 mit weiteren Hinweisen).

4.2 Der Bundesrat hat am 17. April 2019 im Hinblick auf die Einführung 
der adaptiven Antennen die Definition des massgebenden Betriebszustands 
von Mobilfunkbasisstationen in Anhang 1 Ziff. 63 NISV angepasst (Inkraft-
treten am 1.6.2019; AS 2019 1491). Dabei verankerte er den Grundsatz, 
dass die Variabilität der Senderichtungen und Antennendiagramme von ad-
aptiven Antennen bei der Festlegung des massgebenden Betriebszustands 
zu berücksichtigen ist. Die konkrete Ausgestaltung wurde damals bewusst 
zugunsten einer Regelung auf Stufe Vollzugshilfe offengelassen (Erläuterun-
gen des BAFU vom 17.4.2019 zur Änderung der NISV, Ziff. 4.4 S. 8, einseh-
bar unter: <www.bafu.admin.ch>, Rubriken «Themen/Elektrosmog/
Rechtsetzung und Vollzug/Erläuternde Berichte»). Das BAFU hat in der 
Folge am 23. Februar 2021 den Nachtrag «Adaptive Antennen» zur Voll-
zugsempfehlung zur NISV des Bundesamts für Umwelt, Wald und Land-
schaft (BUWAL; heute: BAFU) «Basisstationen Mobilfunk- und WLL» aus 
dem Jahr 2002 publiziert (nachfolgend: Nachtrag zur Vollzugsempfehlung, 
einsehbar unter: <www.bafu.admin.ch>, Rubriken «Themen/Elektrosmog/
Vollzug in der Praxis/Mobilfunk: Vollzugshilfen»). In diesem Nachtrag hat es 
den genannten Grundsatz dahingehend konkretisiert, dass ein Korrekturfak-
tor für die maximale ERP (effective radiated power, dt. äquivalente Strah-
lungsleistung) angewendet werden darf, wenn die Sendeantennen mit einer 

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automatischen Leistungsbegrenzung ausgestattet werden, die sicherstellt, 
dass im Betrieb die über 6 Minuten gemittelte ERP die korrigierte ERP nicht 
überschreitet (Ziff. 3.2 S. 7 f.). Verschiedene Elemente dieser Definition wur-
den vom Bundesrat in der Zwischenzeit in Anhang 1 Ziff. 63 NISV auf Ver-
ordnungsstufe verankert (Inkrafttreten am 1.1.2022; AS 2021 901; weitere 
Vollzugsanpassungen erfolgten mit Änderungen der Art. 11a f. und 19b 
NISV vom 29.9.2023, in Kraft seit 1.11.2023; AS 2023 583). Anhang 1 
Ziff. 63 NISV lautet neu wie folgt: 

1 Als massgebender Betriebszustand gilt der maximale Gesprächs- und 
Datenverkehr bei maximaler Sendeleistung.
2 Bei adaptiven Sendeantennen mit 8 oder mehr separat ansteuerbaren 
Antenneneinheiten (Sub-Arrays) kann auf die maximale ERP ein Kor-
rekturfaktor KAA angewendet werden, wenn die Sendeantennen mit ei-
ner automatischen Leistungsbegrenzung ausgestattet werden. Diese 
muss sicherstellen, dass im Betrieb die über 6 Minuten gemittelte ERP 
die korrigierte ERP nicht überschreitet.
3 Es gelten folgende Korrekturfaktoren KAA:

≥ 0.10 (bei 64 und mehr Sub-Arrays) 

≥ 0.13 (32 bis 63 Sub-Arrays) 

≥ 0.20 (16 bis 31 Sub-Arrays) 

≥ 0.40 (8 bis 15 Sub-Arrays)
4 Wird bei bestehenden adaptiven Sendeantennen ein Korrekturfaktor 
KAA angewendet, so reicht der Inhaber der Anlage der zuständigen 
Behörde ein aktualisiertes Standortdatenblatt ein.

Gemäss dieser neuen Regelung muss mit anderen Worten bei adaptiven 
Antennen mit acht oder mehr Sub-Arrays die im Standortdatenblatt dekla-
rierte Sendeleistung (ERPn) nicht wie bei konventionellen Antennen im Ma-
ximum, sondern nur noch über 6 Minuten gemittelt eingehalten werden, wo-
bei die momentane Leistung vorübergehend höchstens um den Kehrwert 
des Korrekturfaktors (1/KAA) von der deklarierten Sendeleistung abweichen 
darf (ERPn = KAA x ERPmax). Für den rechnerischen Nachweis der Strah-
lungsgrenzwerte wird die korrigierte Sendeleistung ERPn herangezogen, 
weshalb die elektrische Feldstärke an einem sog. OMEN zeitweise über den 
Anlagegrenzwerten liegen kann (zum Ganzen BGer 1C_307/2023 vom 
9.12.2024 [zur Publikation vorgesehen] E. 3.3; vgl. auch Nachtrag zur Voll-
zugsempfehlung Ziff. 3.3.2 f. und 3.4 f. S. 9 ff.).

4.3 Das Bundesgericht hat sich im Leitentscheid 1C_307/2023 vom 
9. Dezember 2024 (zur Publ. vorgesehen) zur Zulässigkeit der Regelung des 

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Korrekturfaktors in Anhang 1 Ziff. 63 NISV geäussert und dabei bestätigt, 
dass einerseits die Regelung des Korrekturfaktors in der NISV als stufenge-
recht zu qualifizieren ist und andererseits die Höhe des Korrekturfaktors auf 
wissenschaftlichen Gesichtspunkten gründe und nicht ersichtlich sei, inwie-
weit dessen Herleitung fehlerhaft sein sollte. Das Gericht hat dabei den auch 
von den Beschwerdeführenden vorgebrachten Einwand verworfen, bei der 
Festlegung der Korrekturfaktoren sei von zu konservativen Nutzungsszena-
rien ausgegangen worden (E. 5.4 und 6.2.3). Der Korrekturfaktor führe auch 
nicht zu einer Privilegierung von adaptiven im Vergleich zu konventionellen 
Antennen; das Ziel der neuen Regelung sei vielmehr, adaptive Antennen 
nicht strenger zu beurteilen als konventionelle (E. 6.1.3 f.). Die im Vergleich 
zu konventionellen Antennen unterschiedliche Sendecharakteristik von ad-
aptiven Antennen stelle einen nachvollziehbaren Umstand dar, der eine dif-
ferenzierte Behandlung der beiden Antennentypen rechtfertige (E. 6.1.4). 
Diesen Leitentscheid hat das Bundesgericht unterdessen in weiteren Urtei-
len bestätigt (BGer 1C_279/2023 vom 6.2.2025 E. 6, 1C_640/2023 vom 
24.2.2025 E. 3.2). Die Ausführungen der Beschwerdeführenden, das Bun-
desgericht habe sich noch nie zur Zulässigkeit der Anwendung eines Kor-
rekturfaktors geäussert, treffen damit nicht zu (Replik S. 11, act. 9). Soweit 
die Beschwerdeführenden kritisieren, dass die festgelegten Werte über den 
von der International Electrotechnical Commission (IEC) empfohlenen Kor-
rekturfaktoren lägen, ist ihnen entgegenzuhalten, dass sich die genannte 
Empfehlung auf eine Regelung für die Immissionsgrenzwerte bezieht (Erläu-
terungen des Bundesamts für Umwelt [BAFU] vom 17.4.2019 zur Änderung 
der NISV, Ziff. 6.1 a.E. S. 17, einsehbar unter: <www.bafu.admin.ch>, Rubri-
ken «Themen/Elektrosmog/Rechtsetzung und Vollzug/Erläuternde Be-
richte») und deshalb nicht direkt auf die hier umstrittene Regelung für die 
Anlagegrenzwerte übertragen werden kann. 

5.

5.1 Wird eine Mobilfunkanlage errichtet oder ersetzt, muss anhand einer 
Strahlungsprognose aufgezeigt werden, dass die Immissions- und Anlage-
grenzwerte eingehalten sind. Grundlage der rechnerischen Prognose ist das 
von der Inhaberin oder vom Inhaber der geplanten Anlage gemäss Art. 11 

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NISV eingereichte Standortdatenblatt. Dieses hat unter anderem die 
aktuellen und geplanten technischen und betrieblichen Daten der Anlage zu 
enthalten, soweit sie für die Erzeugung von Strahlung massgebend sind 
(Art. 11 Abs. 2 Bst. a NISV). Es muss zudem Angaben über die von der 
Anlage erzeugte Strahlung an dem für Menschen zugänglichen Ort, an dem 
diese Strahlung am stärksten ist, enthalten sowie auch Angaben über die 
Strahlung an den drei OMEN, an denen diese am stärksten ist, und an allen 
OMEN, an denen der Anlagegrenzwert nach Anhang 1 überschritten ist 
(Art. 11 Abs. 2 Bst. c NISV). Für die vorliegende Anlage beträgt der 
Anlagegrenzwert 5 V/m (Anhang 1 Ziff. 64 NISV; Standortdatenblatt, Zusatz-
blatt 2, Vorakten RSA 4A pag. 190). Nach Art. 12 NISV überwacht die 
zuständige Behörde die Einhaltung der Emissionsbegrenzungen (Abs. 1), 
insbesondere durch Messungen oder Berechnungen; hierfür empfiehlt das 
BAFU geeignete Mess- und Berechnungsmethoden (Abs. 2). Die Einhaltung 
der Anlagegrenzwerte im Betriebszustand ist entgegen der Auffassung der 
Beschwerdeführenden nicht Baubewilligungsvoraussetzung (Beschwerde 
Ziff. II/3.3 S. 11); diese Frage stellt sich logischerweise erst nach Bewilligung 
und Inbetriebnahme der Anlage.

5.2 Der Einwand der Beschwerdeführenden, die Anwendung eines Kor-
rekturfaktors führe wegen der hohen maximalen Sendeleistungen zu Über-
schreitungen des Anlagegrenzwerts, ist falsch (Beschwerde Ziff. II/1.1 S. 7, 
Ziff. II/1.4 S. 8). Obwohl unbestritten ist, dass an OMEN kurzzeitig elektri-
sche Feldstärken auftreten können, die über 5 V/m liegen (vorne E. 4.2), ist 
dies nicht mit einer Überschreitung des Anlagegrenzwerts gleichzusetzen. 
Bei adaptiven Antennen mit einer automatischen Leistungsbegrenzung ist 
bei der Berechnung des Anlagegrenzwerts nicht die maximale Sendeleis-
tung massgebend, sondern die im 6-Minuten-Mittel eingehaltene korrigierte 
Sendeleistung (Anhang 1 Ziff. 63 Abs. 2 NISV). Gestützt auf die Angaben im 
Standortdatenblatt (vgl. Standortdatenblatt, Zusatzblätter 3a und 4a, Vorak-
ten RSA 4A pag. 189 ff.), hat das AUE als zuständige Fachbehörde die rech-
nerische Prognose geprüft und im Fachbericht vom 4. August 2023 festge-
halten, dass die geplante Mobilfunkanlage die gesetzlichen Anforderungen 
erfüllt und der Anlagegrenzwert rechnerisch bei sämtlichen OMEN eingehal-
ten werde, wobei auch alle Voraussetzungen für die Anwendung des Kor-
rekturfaktors gegeben seien (Vorakten RSA 4A pag. 42). Wie bereits die 

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Vorinstanz festgestellt hat, besteht kein Anlass, von dieser Beurteilung ab-
zuweichen (angefochtener Entscheid E. 4b). Entsprechend ist der Antrag, im 
Fall einer Bewilligung des Baugesuchs sei explizit festzuhalten, dass kein 
Korrekturfaktor angewendet werden dürfe und die Anlagegrenzwerte ohne 
Mittelung einzuhalten seien, abzuweisen (vgl. Rechtsbegehren 5, vorne 
Bst. C).

5.3 Sodann gibt es keine stichhaltigen Anhaltspunkte, wonach die dem 
AUE zur Prüfung der Immissionsprognose zur Verfügung gestellten Anten-
nendiagramme nicht alle möglichen «Beams» abdecken (Beschwerde 
Ziff. II/5.1 S. 16; Replik S. 8 f., act. 9). Die von der Beschwerdegegnerin ein-
gereichten Unterlagen wurden vom AUE geprüft und für korrekt befunden. 
Das AUE hatte zudem Zugriff auf die Originalunterlagen bzw. -diagramme 
(BGer 1C_590/2023 vom 6.1.2025 E. 4.4; vgl. Beschwerdeantwort Rz. 16 
S. 4, act. 6). Der von den Beschwerdeführenden beantragte Beizug von 
«Original Antennendiagrammen», «technischen Datenblättern» und weite-
ren Unterlagen war für Prüfung der Immissionsprognose nicht erforderlich 
und durfte unterblieben. Die Vorinstanz hat den dahingehenden Antrag zu 
Recht abgewiesen (vgl. auch vorne E. 2.3) und er ist auch in Bezug auf das 
vorliegende Verfahren abzuweisen (vgl. Beschwerde Ziff. II/2.5 S. 10; Replik 
S. 8, act. 9). Soweit die Beschwerdeführenden zum Beleg der angeblichen 
Fehlerhaftigkeit der Antennendiagramme auf das Urteil VB.2020.00544 des 
Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich vom 15. Januar 2021 verweisen 
(vgl. Beschwerde Ziff. II/5.1.2 S. 16), übersehen sie, dass dieses Urteil nicht 
mehr dem aktuellen Stand der Rechtsprechung entspricht (dazu bereits 
VGE 2020/476 vom 29.2.2024 E. 4.5.1 [bestätigt durch BGer 1C_187/2024 
vom 1.7.2025 E. 5.1]). Dem Fachbericht des AUE vom 4. August 2023 (Vor-
akten RSA 4A pag. 42) ist zu entnehmen, dass das Baugesuch anhand des 
Nachtrags zur Vollzugsempfehlung beurteilt worden ist. In diesem Nachtrag 
wird detailliert beschrieben, wie die Strahlungsprognose bei adaptiven An-
tennen zu berechnen und im Standortblatt auszuweisen ist. Soweit die Be-
schwerdeführenden kritisieren, dass der Fachbericht des AUE keine genau-
eren Angaben zur Berechnungsweise enthalte, ist ihr Einwand daher unbe-
gründet (Beschwerde Ziff. II/2.2 S. 10). Es besteht kein Anlass, das Bauge-
such zur «Vervollständigung und allfälligen Neueinreichung an die Gesuch-
stellerin zurückzuweisen» (Beschwerde Ziff. II/2.4 S. 10).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27.10.2025, Nr. 100.2024.263U, 
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5.4 Weiter ist darauf hinzuweisen, dass die im Standortdatenblatt ange-
gebenen Sendeleistungen für die Beschwerdegegnerin verbindlich sind 
(vgl. statt vieler BGE 128 II 378 [BGer 1A.264/2000] nicht publ. E. 8.1) und 
ihre Einhaltung durch ein Qualitätssicherungssystem (QS-System) kontrol-
liert wird (dazu hinten E. 7). Es ist Sache der Beschwerdegegnerin zu be-
stimmen, ob die geplante Anlage im Rahmen der beantragten Betriebspara-
meter sinnvoll betrieben werden kann; dies muss im vorliegenden Baubewil-
ligungsverfahren nicht überprüft werden (BGer 1C_590/2023 vom 6.1.2025 
E. 4.2 mit Hinweisen; vgl. auch angefochtener Entscheid E. 4c). Auf die Ein-
wände der Beschwerdeführenden, die im Standortdatenblatt deklarierte und 
der rechnerischen Prognose zugrunde gelegte ERP sei zu tief bzw. damit 
lasse sich die Antenne nicht betreiben, ist nicht einzugehen (Beschwerde 
Ziff. II/1.2 S. 7, Ziff. II/1.9 f. S. 8 f., Ziff. II/2 S. 10).

5.5 Die Rüge, wonach die Einhaltung der Grenzwerte nicht rechtsgenüg-
lich nachgewiesen sei, ist nach dem Gesagten unbegründet. 

5.6 Die Ausführungen der Beschwerdeführenden zur rechtswidrigen Auf-
schaltung eines Korrekturfaktors ohne vorgängiges Baubewilligungsverfah-
ren haben keinerlei Bezug zum vorliegenden Verfahren. Es ist nicht weiter 
darauf einzugehen. 

6.

Die Beschwerdeführenden bringen vor, es bestehe keine geeignete Mess-
methode, um die Einhaltung der Grenzwerte bei adaptiven Antennen mess-
technisch zu überprüfen (Beschwerde Ziff. II/1.3 S. 7 und Ziff. II/4 S. 12 ff.; 
Replik S. 6 ff., act. 9). 

6.1 Wie von der Vorinstanz richtig ausgeführt (angefochtener Entscheid 
E. 7d), hat das Bundesgericht im Leiturteil 1C_100/2021 vom 14. Februar 
2023 E. 8 erkannt, dass die vom Eidgenössischen Institut für Metrologie 
(METAS) für das 5G-Signal empfohlene Messmethode zur Durchführung 
von Kontroll- bzw. Abnahmemessungen bei adaptiven Antennen zwecktaug-
lich ist. Diesen Befund hat es mehrfach bestätigt (BGer 1C_190/2024 vom 
13.5.2025 E. 5.2). Es gelangte insbesondere zum Schluss, dass die fragliche 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27.10.2025, Nr. 100.2024.263U, 
Seite 14

Messmethode nicht bereits deshalb als unzuverlässig einzustufen sei, weil 
für die Hochrechnung der Messwerte Angaben der jeweiligen Mobilfunkbe-
treiberinnen erforderlich seien (BGer 1C_45/2022 vom 9.10.2023 E. 6). Vor 
diesem Hintergrund besteht für das Verwaltungsgericht kein Grund, daran 
zu zweifeln, dass die Vollzugsbehörden in der Lage sind, bei Mobilfunkanla-
gen mit adaptiven Antennen die Einhaltung der Grenzwerte mittels Kontroll- 
bzw. Abnahmemessungen zu überprüfen, zumal Inhaberinnen und Inhaber 
von Mobilfunkanlagen nach Art. 10 NISV rechtlich verpflichtet sind, der Voll-
zugsbehörde auf deren Verlangen die für den Vollzug erforderlichen Aus-
künfte zu erteilen und nötigenfalls Messungen oder andere Abklärungen 
durchzuführen oder zu dulden. 

6.2 Soweit die Beschwerdeführenden geltend machen, die Reflexionen 
würden bei der vorgesehenen Messmethode unberücksichtigt bleiben, kann 
auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (ange-
fochtener Entscheid E. 6b). Es entspricht dem aktuellen Stand der Recht-
sprechung, die Reflexionen im Rahmen der rechnerischen Prognose nicht 
zu berücksichtigen. Bis zu einem gewissen Mass kompensiert die Empfeh-
lung, nach Inbetriebnahme der Anlage in der Regel eine NIS-Abnahmemes-
sung durchzuführen, wenn gemäss rechnerischer Prognose der Anlage-
grenzwert an einem OMEN zu 80 % erreicht wird, die Nichtberücksichtigung 
von Reflexionen (BGer 1C_307/2023 vom 9.12.2024 [zur Publ. vorgesehen] 
E. 8.2). – Das AUE hat in seinem Fachbericht vom 4. August 2023 keine 
Abnahmemessungen für die in Frage stehende Mobilfunkanlage angeordnet 
(Vorakten RSA 4A pag. 41). Im Verfahren vor der BVD legte das AUE mit 
Stellungnahme vom 3. Juli 2024 dar, nur an den OMEN Nrn. 2 und 4 sei der 
Anlagegrenzwert zu mehr als 80 % ausgeschöpft. Der OMEN Nr. 2 befinde 
sich an einem Fenster ca. 15 % abseits von der Hauptstrahlrichtung ohne 
direkte Sicht auf die Antenne. Die realistischen Feldstärkenwerte seien zu-
dem tiefer als die rechnerisch prognostizierten, denn die Strahlung werde 
durch die Dachkonstruktion gedämpft und die berechnete Feldstärke da-
durch überschätzt. Aus Gründen der Vorsorge dürfe bei der rechnerischen 
Prognose keine Dämpfung durch die Dachkonstruktion berücksichtigt wer-
den. Aus diesen Gründen sei beim OMEN Nr. 2 auf eine Abnahmemessung 
verzichtet worden. Der OMEN Nr. 4 sei an der Ecke am Eingang zur Lager- 
und Umschlagsfläche eines Unternehmens ausgewiesen. Dort befinde sich 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27.10.2025, Nr. 100.2024.263U, 
Seite 15

kein ständiger Arbeitsplatz, somit sei dieser Ort kein OMEN in Sinn der NISV; 
eine Abnahmemessung sei daher nicht erforderlich (Stellungnahme vom 
3.7.2024, Vorakten BVD 4B pag. 80). Die Vorinstanz hat diese Ausführun-
gen als nachvollziehbar und überzeugend beurteilt (angefochtener Ent-
scheid E. 7b). Die Beschwerdeführenden haben sowohl im vorinstanzlichen 
Verfahren als auch im Verfahren vor Verwaltungsgericht diesbezüglich keine 
Anträge gestellt und den Verzicht auf Abnahmemessungen nicht kritisiert. 
Gestützt auf die schlüssigen und nachvollziehbaren Ausführungen des AUE, 
kann an den OMEN Nrn. 2 und 4 deshalb auf Abnahmemessungen verzich-
tet werden. 

7.

7.1 Die Beschwerdeführenden machen geltend, das QS-System könne 
die Einhaltung der Anlagegrenzwerte nicht gewährleisten. Bestehende Defi-
zite des QS-Systems würden durch den Einsatz adaptiver Antennen massiv 
verstärkt (Beschwerde Ziff. II/5 S. 14 ff.; Replik S. 9 ff., act. 9). 

7.2 Die Rüge ist unbegründet. Das Bundesgericht hat sich mit der Kritik 
am QS-System im Zusammenhang mit dem Betrieb adaptiver Antennen un-
ter Anwendung eines Korrekturfaktors auseinandergesetzt und entschieden, 
dass das QS-System ein taugliches, wirksames und ausreichendes Instru-
ment zur Kontrolle der Emissionsbegrenzungen darstellt (vgl. Leiturteil 
1C_307/2023 vom 9.12.2024 [zur Publ. vorgesehen] E. 7.5). Es ist gerichts-
notorisch, dass die Beschwerdegegnerin ein QS-System betreibt. Bei dieser 
Ausgangslage kann insbesondere davon ausgegangen werden, dass die 
Kontrolle der Einhaltung der bewilligten Betriebsparameter durch die imple-
mentierten Überprüfungsprozesse ausreichend gewährleistet ist und es 
dazu keiner zusätzlichen «Begrenzungen auf Ebene Hardware» bedarf (Be-
schwerde Ziff. II/5.4 S. 14). Im Übrigen kann auf die ausführlichen und zu-
treffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (Michel Daum, 
a.a.O., Art. 21 N. 31; angefochtener Entscheid E. 8). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27.10.2025, Nr. 100.2024.263U, 
Seite 16

8.

Die Beschwerdeführenden bemängeln die Anlagegrenzwerte der NISV als 
gegen das umweltrechtliche Vorsorgeprinzip verstossend und gesundheits-
schädigend. Sie verweisen auf verschiedene Webseiten und Studien bzw. 
auf «Erklärungen und Appelle, die von hunderten Wissenschaftlern unter-
zeichnet wurden», und darauf, dass die Empfehlungen der internationalen 
Kommission zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung (ICNIRP) nicht 
dem Stand der Wissenschaft entsprechen sollen (Beschwerde Ziff. II/6 
S. 17 ff.; Replik S. 5 f., act. 9). 

8.1 Der umweltrechtliche Immissionsschutz ist bundesrechtlich im Bun-
desgesetz vom 7. Oktober 1983 über den Umweltschutz (Umweltschutzge-
setz, USG; SR 814.01) und den zugehörigen Verordnungen geregelt. 
Gemäss Art. 13 Abs. 1 NISV müssen die Immissionsgrenzwerte nach An-
hang 2 dieser Verordnung überall eingehalten sein, wo sich Menschen auf-
halten können. Die Immissionsgrenzwerte dienen dem Schutz vor den wis-
senschaftlich erhärteten thermischen Wirkungen nichtionisierender Strah-
lung. Die (wesentlich strengeren) Anlagegrenzwerte nach Anhang 1 der 
NISV müssen dagegen nur an den OMEN eingehalten werden (Anhang 1 
Ziff. 65 NISV) und sind keine Gefährdungswerte, sondern eine vorsorgliche 
Emissionsbegrenzung, welche die Strahlung auf das technisch und betrieb-
lich mögliche und wirtschaftlich tragbare Mass reduzieren soll 
(BGE 126 II 399 E. 3b).

8.2 Das Bundesgericht hat sich in seiner neueren Rechtsprechung aus-
führlich mit dem aktuellen Stand der Wissenschaft befasst und ist zum Er-
gebnis gelangt, dass die Anlagegrenzwerte der NISV mit dem umweltrecht-
lichen Vorsorgeprinzip in Einklang stehen und gesetzeskonform sind und 
dass keine belastbaren wissenschaftlichen Hinweise bestehen, dass deren 
Einhaltung negative gesundheitliche Auswirkungen hat. Im Leitentscheid 
1C_307/2023 vom 9. Dezember 2024 (zur Publ. vorgesehen) hat das Bun-
desgericht dies in E. 9 insbesondere auch für adaptiv betriebene Antennen 
unter Anwendung eines Korrekturfaktors festgehalten. Diese Einschätzung 
hat es seither mehrfach bestätigt (BGer 1C_279/2023 vom 6.2.2025 E. 6, 
1C_640/2023 vom 24.2.2025 E. 3.2, 1C_113/2024 vom 16.6.2025 E. 3.1). 
Die Vorbringen der Beschwerdeführenden vermögen diese Rechtsprechung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27.10.2025, Nr. 100.2024.263U, 
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nicht in Frage zu stellen. Es kann ergänzend auf die ausführlichen und zu-
treffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (Michel Daum, 
a.a.O., Art. 21 N. 31; angefochtener Entscheid E. 9). 

9.

Soweit die Beschwerdeführenden geltend machen, es bestehe am betroffe-
nen Standort kein Bedarf für zusätzliche Mobilfunkleistung und/oder die 5G-
Technologie (Beschwerde Ziff. II/8 S. 23 f.), sind sie darauf hinzuweisen, 
dass die Mobilfunkbetreiberin für die Erteilung der Baubewilligung kein öf-
fentliches Interesse nachweisen muss (vgl. BGer 1C_176/2022 vom 
18.7.2024 E. 4.3.5). Wie die Vorinstanz zutreffend dargelegt hat, ist die 
Frage des gesellschaftlichen Interesses an der Einführung der 5G-Techno-
logie im Baubewilligungsverfahren somit nicht zu prüfen (angefochtener Ent-
scheid E. 10b). Unbegründet ist schliesslich der vorgebrachte Einwand des 
hohen Stromverbrauchs der projektierten Anlage (Beschwerde Ziff. II/9 
S. 24). Wie die Vorinstanz zutreffend festhält, spielt der Stromverbrauch ei-
ner Mobilfunkanlage für die Bewilligungsfähigkeit keine Rolle (angefochtener 
Entscheid E. 10b).

10.

Die Beschwerdeführenden beantragen die Sistierung des Beschwerdever-
fahrens, bis ein taugliches QS-System sowie ein taugliches Messverfahren 
für adaptive Antennen vorliegen und bis das Bundesgericht ein Urteil zu ad-
aptiven Antennen mit Anwendung des Korrekturfaktors gefällt hat (Rechts-
begehren 3 und 4 der Beschwerde; vorne Bst. C). 

Nach Art. 38 VRPG kann die instruierende Behörde ein Verfahren einstellen, 
wenn dessen Ausgang vom Entscheid eines anderen Verfahrens abhängt 
oder wesentlich beeinflusst wird oder wenn im anderen Verfahren über die 
gleiche Rechtsfrage zu befinden ist. Wie sich aus den vorangehenden Erwä-
gungen ergibt, können die sich im vorliegenden Verfahren stellenden 
Rechtsfragen ohne Weiterungen zum QS-System und zum Messverfahren 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27.10.2025, Nr. 100.2024.263U, 
Seite 18

sowie ohne das Abwarten von Urteilen des Bundesgerichts beurteilt werden, 
abgesehen davon, dass die Beschwerdeführenden nicht substanziiert darle-
gen, um welche Verfahren es sich handeln soll, deren Urteil sie abwarten 
wollen. Es besteht daher kein Grund, das vorliegende Verfahren zu sistieren. 
Die Anträge sind abzuweisen. 

11.

11.1 Zusammenfassend ergibt sich, dass der angefochtene Entscheid der 
Rechtskontrolle standhält. Es besteht deshalb kein Anlass, diesen aufzuhe-
ben und die Angelegenheit an die Vorinstanz zurückzuweisen (Rechtsbe-
gehren 1 und 2 der Beschwerde; vorne Bst. C). Dem Verfahrensantrag, es 
sei den Beschwerdeführenden zu allfälligen Stellungnahmen der Bauherr-
schaft und des AUE das Replikrecht zu gewähren (Rechtsbegehren 6 der 
Beschwerde; vorne Bst. C), wurde entsprochen. Die Beschwerde erweist 
sich als offensichtlich unbegründet und ist abzuweisen, soweit darauf einzu-
treten ist (vorne E. 3.3). Das Verwaltungsgericht beurteilt solche Rechtsmit-
tel in Zweierbesetzung (Art. 56 Abs. 3 des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; 
BSG 161.1]). 

11.2 Bei diesem Verfahrensausgang haben die unterliegenden Beschwer-
deführenden die Kosten für das verwaltungsrechtliche Verfahren unter soli-
darischer Haftung zu tragen (Art. 108 Abs. 1 i.V.m. Art. 106 VRPG). Partei-
kosten sind keine zu sprechen (Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 VRPG). 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Anträge auf Sistierung des Verfahrens werden abgewiesen. 

2. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27.10.2025, Nr. 100.2024.263U, 
Seite 19

3. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 2'000.--, werden den Beschwerdeführenden 
auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 4'000.-- entnom-
men. Der Restbetrag von Fr. 2'000.-- wird den Beschwerdeführenden 
nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils zurückerstattet. 

4. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

5. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführerin 1
- Beschwerdeführer 2
- Beschwerdeführerin 3
- Beschwerdegegnerin
- Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern 
- Einwohnergemeinde Aarberg 
- Bundesamt für Umwelt 

und mitzuteilen:
- Regierungsstatthalteramt Seeland
- Amt für Umwelt und Energie des Kantons Bern, 

Abteilung Immissionsschutz

Der Abteilungspräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 
Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundes-
gericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.