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**Case Identifier:** 67fa9c81-f569-51d7-b7d1-c7a91508d53e
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-08-31
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 31.08.2023 715 22 320 / 190 (715 2022 320 / 190)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_715-22-320---190_2023-08-31.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 31. August 2023 (715 22 320 / 190) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Arbeitslosenversicherung 
 
 
Nachweis des Lohnflusses durch Bankbelege 
 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantons-

richter Christof Enderle, Gerichtsschreiberin Christina Markiewicz 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Stephanie Brodbeck, Ad-
vokatin, Greifengasse 1, Postfach 1644, 4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 Öffentliche Arbeitslosenkasse Baselland, Bahnhofstrasse 32, 
4133 Pratteln, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Ablehnung der Anspruchsberechtigung 

 
 
 
A. Der 1985 geborene A.____ war seit 2016 bei der B.____ GmbH mit Sitz in C.____ als 
Projektmanager für den ProWeb und Online Marketing Bereich angestellt. Der erste Arbeitsver-
trag mit einem Monatslohn von Fr. 7'050.-- brutto (Fr. 6'250.-- + Fr. 800.-- Kinderzulagen / 
Fr. 6'473.70 netto) wurde mündlich abgeschlossen. Mit Mutation vom 16. Mai 2019 wurde der 
Sitz der B.____ GmbH von C.____ nach D.____ verlegt. Gesellschafterin und Vorsitzende der 
Geschäftsführung mit Einzelunterschrift war die Ehefrau von A.____, E.____. Am 1. Januar 2021 

 
 
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schlossen E.____ für die B.____ GmbH und A.____ einen schriftlichen Arbeitsvertrag ab. Verein-
bart wurde ein Bruttojahreslohn von Fr. 151'000.--. 
 
Das Bezirksgericht F.____ löste mit Urteil vom 11. Juli 2022 die Gesellschaft auf und ordnete ihre 
Liquidation nach den Vorschriften über den Konkurs gemäss Art. 819 des Bundesgesetzes be-
treffend die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (Fünfter Teil; Obligationenrecht 
[OR]) vom 30. März 1911 in Verbindung mit Art. 731b Abs. 1 Ziff. 3 OR an.  
 
Am 5. August 2022 meldete sich A.____ beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) zur 
Arbeitsvermittlung an und beantragte bei der Öffentlichen Arbeitslosenkasse Baselland (Kasse) 
am 11. August 2022 die Ausrichtung von Arbeitslosenentschädigung ab dem 5. August 2022. Mit 
Schreiben vom 19. August 2022 forderte die Kasse A.____ auf, noch fehlende Unterlagen für die 
Beurteilung seines Anspruchs einzureichen, was er sodann tat. Mit Verfügung vom 9. September 
2022 verneinte die Kasse einen Anspruch von A.____ auf Arbeitslosenentschädigung ab dem 8. 
August 2022 (Beginn der Rahmenfrist für den Bezug von Arbeitslosenentschädigung) wegen 
Nichterfüllens der Beitragszeit infolge Aktenunvollständigkeit. Zusammengefasst begründete die 
Kasse die Ablehnung damit, dass A.____ den Lohnfluss trotz Aufforderung nicht lückenlos und 
zweifelsfrei habe belegen können. Gemäss Auszug aus seinem Individuellen Konto (IK-Auszug) 
seien zudem keine AHV-Beiträge für die Jahre 2021 und 2022 entrichtet worden. Für das Jahr 
2021 habe er ausserdem keine Steuererklärung eingereicht. 
 
Die gegen diese Verfügung erhobene Einsprache wies die Kasse mit Entscheid vom 31. Oktober 
2022 ab. Die Überweisungen der B.____ GmbH entsprächen betraglich nicht dem vereinbarten 
Lohn und seien auch nicht als Lohn bezeichnet worden, weshalb der Lohnfluss und damit eine 
beitragspflichtige Beschäftigung innerhalb der Rahmenfrist für die Beitragszeit vom 8. August 
2020 bis 7. August 2022 nicht rechtsgenüglich nachgewiesen seien. Ferner sei mit überwiegen-
der Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Versicherte keinen Wohnsitz in der Schweiz 
habe. So habe er sich vorwiegend im Ausland aufgehalten, da er zahlreiche Transaktionen von 
G.____ aus getätigt habe. Ferner wohnten seine Ehefrau und die gemeinsamen Kinder in H.____; 
es liege nahe, dass er ebenfalls dort wohne. Folglich sei die Anspruchsberechtigung des Versi-
cherten auch mangels Wohnsitzes in der Schweiz zu verneinen. 
 
B. Dagegen erhob A.____, vertreten durch Advokatin Stephanie Brodbeck, mit Eingabe 
vom 23. November 2022 beziehungsweise vom 9. Januar 2023 Beschwerde ans Kantonsgericht, 
Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Er beantragte die Aufhebung des ange-
fochtenen Einspracheentscheides vom 31. Oktober 2022. Weiter sei festzustellen, dass er ab 
dem 5. August 2022 (richtig: 8. August 2022) Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung habe. 
Eventualiter sei die Angelegenheit zur Neubeurteilung an die Beschwerdegegnerin zurückzuwei-
sen. Zur Begründung wurde im Wesentlichen vorgebracht, dass das monatliche Einkommen von 
der B.____ GmbH jeweils in unterschiedlich hohen Beträgen beziehungsweise mehreren Tran-
chen überwiesen worden sei, da vorgängig Zahlungseingänge von Kunden hätten abgewartet 
werden müssen. Der vereinbarte Jahreslohn sei aber über das Jahr verteilt vollumfänglich aus-
bezahlt und versteuert worden. Seine Ehefrau sei nicht mehr als Gesellschafterin im Handelsre-
gister eingetragen, sie sei auch nicht als Liquidatorin tätig, so dass keine arbeitgeberähnliche 

 
 
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Stellung vorliege. Wie von der Vorinstanz verlangt, habe er sämtliche Bankkontoauszüge, die 
innerhalb der Rahmenfrist für die Beitragszeit vom 8. August 2020 bis 7. August 2022 erstellt 
worden seien, ediert. Aus diesen seien die Lohnüberweisungen lückenlos ersichtlich. Dass die 
Überweisungen nicht explizit als Lohn bezeichnet worden seien, sei unerheblich. Der Nachweis 
des Lohnflusses sei jedenfalls mit den Bankbelegen rechtsgenüglich erstellt. Inzwischen habe er 
auch die Steuererklärung 2021 eingereicht. Auf die Bezahlung der AHV-Beiträge habe er als Ar-
beitnehmer keinen Einfluss, der angeforderte IK-Auszug sei aber noch ausstehend. Abgesehen 
davon sei einzig die Ausübung einer beitragspflichtigen Beschäftigung massgeblich, nicht aber 
die Erfüllung der Beitragspflicht. In Bezug auf den Wohnsitz sei er in C.____ gemeldet, was mit 
der Wohnsitzbescheinigung der Gemeinde vom 2. Januar 2023 bestätigt werde. Ausserdem be-
ziehe er infolge der ausbleibenden Arbeitslosentaggelder von der Wohnsitzgemeinde Sozialhilfe. 
Diese Leistungen würden ihm wohl kaum ausgerichtet, wenn er nicht tatsächlich in C.____ woh-
nen würde. 
 
C. Mit Eingabe vom 17. Januar 2023 reichte die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers 
den aktuellen IK-Auszug über das gemeldete Einkommen ein. 
 
D. Mit Vernehmlassung vom 3. April 2023 beantragte die Kasse die Abweisung der Be-
schwerde. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversi-
cherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) vom 25. Juni 1982 in Verbindung mit den Art. 56 
und 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) 
vom 6. Oktober 2000 kann gegen Einspracheentscheide aus dem Bereich der Arbeitslosenversi-
cherung Beschwerde beim kantonalen Versicherungsgericht erhoben werden. Örtlich zuständig 
ist nach Art. 100 Abs. 3 AVIG i.V.m. Art. 128 Abs. 1 sowie Art. 119 Abs. 1 lit. a und Abs. 2 der 
Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung 
(AVIV) vom 31. August 1983 das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, in dem die versi-
cherte Person zur Zeit des Verfügungserlasses die Kontrollpflicht erfüllt. Vorliegend erfüllt der 
Beschwerdeführer die Kontrollpflicht im Kanton Basel-Landschaft, weshalb die örtliche Zustän-
digkeit des Kantonsgerichts zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfas-
sungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantons-
gericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden ge-
gen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch 
sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und 
formgerecht erhobene Beschwerde vom 23. November 2022 / 9. Januar 2023 ist einzutreten. 
 
2. Der Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung setzt nach Art. 8 Abs. 1 AVIG unter ande-
rem voraus, dass die versicherte Person in der Schweiz wohnt (Art. 12 AVIG) und die Beitragszeit 
erfüllt hat oder von der Erfüllung der Beitragszeit befreit ist (Art. 13 und 14 AVIG). 
 

 
 
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3. Streitig und zu prüfen ist, ob die Kasse zu Recht den Anspruch des Beschwerdeführers 
auf Arbeitslosenentschädigung ab dem 8. August 2022 verneinte. Die Kasse begründete die Ab-
lehnung in ihrer Verfügung vom 9. September 2022 damit, dass unklar sei, ob der Beschwerde-
führer tatsächlich Lohn von der B.____ GmbH erhalten habe, weshalb nebst dem Lohnfluss auch 
der versicherte Verdienst nicht hinreichend zuverlässig bestimmbar sei und somit unbewiesen 
bleibe, dass er bei der B.____ GmbH eine beitragspflichtige Beschäftigung ausgeübt habe. Ins-
besondere seien die Zahlungen der B.____ GmbH auf das Bankkonto des Beschwerdeführers 
unregelmässig erfolgt und nicht als Lohn verbucht worden. Im Rahmen des Einspracheentschei-
des machte die Kasse zusätzlich geltend, dass der Beschwerdeführer über keinen Wohnsitz in 
der Schweiz verfüge. Ob eine solche Ausdehnung der Begründung zulässig ist, kann letztlich 
offenbleiben, da dieser neue Einwand der Kasse nicht stichhaltig ist. 
 
4.1 Den fehlenden Wohnsitz in der Schweiz begründete die Kasse damit, dass die Ehefrau 
des Beschwerdeführers mit den gemeinsamen Kindern in H.____ wohne und der Versicherte 
gelegentlich Geldüberweisungen von G.____ aus tätige, was darauf schliessen lasse, dass er im 
Ausland wohne. Dazu ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer in der Gemeinde C.____ seit 
2013 ordentlich angemeldet ist und seine Schriften hinterlegt hat. Weiter liegen ein Mietvertrag 
und verschiedene Korrespondenzen, amtlicher und persönlicher Natur, vor, die an seine Wohn-
adresse gerichtet sind. Ferner bezieht er seit dem 1. Dezember 2022 Unterstützungsleistungen 
von der Sozialhilfebehörde. Aufgrund dieser Tatsachen besteht die Vermutung, dass sich der 
Lebensmittelpunkt des Versicherten in C.____ befindet. Allein die Tatsache, dass sich der Be-
schwerdeführer offenbar hin und wieder in G.____ aufhält und von dort aus Geldüberweisungen 
tätigt, vermag diese Vermutung nicht umzustossen, ebenso wenig die Tatsache, dass der Be-
schwerdeführer getrennt von seiner Ehefrau und den gemeinsamen Kindern lebt. Worin die 
Gründe dafür liegen, ist nicht entscheidend. Ein Ehegatte kann ohne Weiteres einen vom anderen 
Ehegatten unabhängigen Wohnsitz begründen, was im vorliegenden Fall offenbar so erfolgt ist. 
Würde der Beschwerdeführer tatsächlich bei seiner Familie in H.____ leben, was die Kasse zu 
vermuten scheint, so würde er wohl kaum Unterhaltsbeiträge an seine Familie überweisen, viel-
mehr würden in diesem Fall die Ehegatten eher über ein gemeinsames Konto verfügen. Der 
nachträgliche Einwand der Kasse, dass die Anspruchsvoraussetzung des Wohnsitzes in der 
Schweiz nicht erfüllt sei, ist darum nicht zu hören. 
 
4.2 Voraussetzung für den Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung unter dem Gesichts-
punkt der erfüllten Beitragszeit nach Art. 8 Abs. 1 lit. e AVIG in Verbindung mit Art. 13 Abs. 1 
AVIG ist grundsätzlich einzig die Ausübung einer beitragspflichtigen Beschäftigung während der 
geforderten Dauer von mindestens zwölf Beitragsmonaten innerhalb der hier massgebenden 
Rahmenfrist für die Beitragszeit vom 8. August 2020 bis 7. August 2022 (vgl. Art. 9 Abs. 1 und 3 
AVIG). Diese Tätigkeit muss genügend überprüfbar sein. Dem Nachweis tatsächlicher Lohnzah-
lung kommt dabei nicht der Sinn einer selbständigen Anspruchsvoraussetzung zu, wohl aber je-
ner eines bedeutsamen und in kritischen Fällen unter Umständen ausschlaggebenden Indizes für 
die Ausübung einer beitragspflichtigen Beschäftigung. Soweit eine solche Beschäftigung nach-
gewiesen, der exakte ausbezahlte Lohn jedoch unklar geblieben ist, hat eine Korrektur über den 
versicherten Verdienst (Art. 23 AVIG) zu erfolgen (BGE 131 V 444 E. 3; Urteil des Bundesgerichts 
vom 28. Februar 2019, 8C_749/2018, E. 3.2 mit weiteren Hinweisen). 

 
 
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4.3 Die Kasse stellte anhand der Akten fest, dass der Beschwerdeführer von 2016 bis Mitte 
2022 für die B.____ GmbH tätig gewesen war. Soweit die Vorinstanz einen Anspruch des Be-
schwerdeführers auf Arbeitslosenentschädigung verneinte, weil ein Lohnfluss im behaupteten 
Umfang nicht nachgewiesen sei und folglich die Beitragszeit gemäss Art. 13 Abs. 1 AVIG nicht 
erfüllt sei, erklärte sie den Nachweis der Lohnzahlung zur Anspruchsvoraussetzung, was der 
Rechtsprechung zuwiderläuft (Urteil des Bundesgerichts vom 28. Februar 2019, 8C_749/2018, 
E. 5.3). Folglich ist von einer beitragspflichtigen Beschäftigung während der Rahmenfrist für die 
Beitragszeit vom 8. August 2020 bis 7. August 2022 auszugehen. Neben der Ausübung einer 
beitragspflichtigen Beschäftigung ist erforderlich, dass Lohn tatsächlich bezogen worden ist, da-
mit der versicherte Verdienst zur Festlegung des Taggeldes bestimmt werden kann. 
 
4.4 Bei der Ermittlung des versicherten Verdienstes gemäss Art. 23 Abs. 1 AVIG ist der im 
Bemessungszeitraum tatsächlich bezogene Lohn massgebend; eine davon abweichende Lohn-
abrede zwischen Arbeitgeberin und Arbeitnehmer hat grundsätzlich unbeachtet zu bleiben (BGE 
128 V 190 E. 3a/aa). Bei Art. 23 AVIG handelt es sich im Unterschied zu Art. 13 AVIG (in Verbin-
dung mit Art. 8 Abs. 1 lit. e AVIG) um eine Bemessungsnorm. Sie bekommt nur dann die Bedeu-
tung einer negativen Anspruchsvoraussetzung, wenn der Mindestbetrag für den versicherten Ver-
dienst von monatlich Fr. 500.-- nach Art. 40 AVIV über den Bemessungszeitraum gemittelt nicht 
erreicht wird. Das Abstellen auf den tatsächlich ausgerichteten Lohn anstatt auf den vereinbarten 
Lohn wirkt sich allenfalls auf die Höhe des Taggeldes aus (Art. 22 Abs. 1 AVIG), berührt somit 
nicht den Anspruch an sich. Der versicherte Verdienst nach Art. 23 Abs. 1 AVIG bildet ein Kor-
rektiv bei allfälligen missbräuchlichen Lohnvereinbarungen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitge-
berin, indem grundsätzlich die tatsächlichen Lohnbezüge im Bemessungszeitraum massgebend 
sind. Die Höhe des Entgelts bestimmt sich danach, was vereinbart wurde oder üblich ist unter 
Berücksichtigung allfälliger zwingender gesetzlicher Vorschriften (BGE 131 V 444 E. 3.2 ff). 
Rechtsprechungsgemäss führt die mangelnde Bestimmbarkeit der Lohnhöhe dazu, dass sich ein 
versicherter Verdienst im Sinne von Art. 23 Abs. 1 AVIG nicht hinreichend zuverlässig festlegen 
lässt. Ist der Mindestbetrag für den versicherten Verdienst von monatlich Fr. 500.-- nach Art. 40 
AVIV über den Bemessungszeitraum gemittelt nicht nachgewiesen, besteht kein Anspruch auf 
Arbeitslosenentschädigung (Urteil des Bundesgerichts vom 28. Februar 2019, 8C_749/2018, E. 
5.4 mit weiteren Hinweisen). 
 
5.1 Es ist somit zu prüfen, ob der Beschwerdeführer einen Lohnbezug nachweisen kann. 
Die Form der Lohnzahlung ist grundsätzlich frei. Als Beweis für den tatsächlichen Lohnfluss ge-
nügen Belege über entsprechende Zahlungen auf ein auf den Namen des Arbeitnehmers lauten-
des Post- oder Bankkonto (Urteil des Bundesgerichts vom 15. Juni 2021, 8C_194/2021, E. 4.5). 
Bei behaupteter Barauszahlung fallen Lohnquittungen und Auskünfte von ehemaligen Mitarbei-
tenden (allenfalls in Form von Zeugenaussagen) in Betracht. Höchstens Indizien für tatsächliche 
Lohnzahlung bilden Arbeitgeberbescheinigungen, vom Arbeitnehmer unterzeichnete Lohnab-
rechnungen und Steuererklärungen sowie Eintragungen im Individuellen Konto (Urteil des Bun-
desgerichts vom 7. April 2006, C 173/05, E.1 mit Hinweis auf BGE 131 V 444 E. 1.2; Urteil des 
Sozialversicherungsgerichts Zürich vom 12. November 2021, AL.2021.00234, E. 1.3). 
 

 
 
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5.2 Bei versicherten Personen, die vor der Anmeldung zum Bezug von Arbeitslosenentschä-
digung eine arbeitgeberähnliche Stellung innehatten, sowie bei deren mitarbeitenden Ehegatten 
muss die Kasse hinsichtlich des Lohnflusses weitergehende Abklärungen treffen. Insbesondere 
ist zu prüfen, ob der bescheinigte Lohn tatsächlich bezogen wurde (BARBARA KUPFER BUCHER, 
Der Nachweis des Lohnflusses als Voraussetzung für den Anspruch auf Arbeitslosenentschädi-
gung: eine zusammenfassende Darstellung der Grundlagen und der Praxis mit einer kritischen 
Würdigung, in: SZS 2005, S. 125). Lassen sich in Fällen, die weitergehende Abklärungen bedin-
gen, Bank- oder Postbelege beibringen, ist damit der Lohnfluss in der Regel nachgewiesen 
(AVIG-Praxis ALE, gültig ab 1. Juli 2022, Rz. B146 und B147; BGE 131 V 144 E. 1.2). 
 
5.3 Mit der Konkurseröffnung der B.____ GmbH ist die arbeitgeberähnliche Stellung der 
Ehefrau des Beschwerdeführers untergegangen. Mit Urteil des Bezirksgerichts F.____ vom 
11. Juli 2022 wurde die B.____ GmbH aufgelöst und die Ehefrau des Versicherten wurde als 
Gesellschafterin am 17. Juli 2022 im Handelsregister gelöscht. Weder sie noch der Beschwerde-
führer selbst sind für die Firma in Liquidation tätig, so dass ab 17. Juli 2022 keine arbeitgeberähn-
liche Stellung mehr besteht. Folglich kann ein Leistungsanspruch des Beschwerdeführers nicht 
mit dieser Begründung verneint werden. 
 
5.4 Zu prüfen ist, ob der Lohnfluss mit Bank- oder Postbelegen belegt werden kann. Der 
Beschwerdeführer arbeitete seit 2016 für die B.____ GmbH. Gemäss den Lohnabrechnungen in 
den Akten für das Jahr 2020 verdiente er brutto Fr. 7'050.-- (Fr. 6'250.-- zuzüglich Fr. 800.-- an 
Kinderzulagen) und netto Fr. 6'473.70. Ein schriftlicher Arbeitsvertrag existierte damals nicht. Am 
1. Januar 2021 wurde zwischen der B.____ GmbH und dem Beschwerdeführer sodann ein schrift-
licher Arbeitsvertrag geschlossen. Vereinbart wurde ein Bruttojahreslohn von Fr. 151'000.-- (Fr. 
12'600.-- monatlich und Fr. 11'969.50 netto gemäss den Lohnabrechnungen). Überdies erhielt 
der Beschwerdeführer monatlich Fr. 800.-- an Kinderzulagen. Daraus resultierte ein Nettojahres-
einkommen von Fr. 153'234.-- ([12 x Fr. 11'969.50] + [12 x Fr. 800.--]). Der Beschwerdeführer 
führte an, dass das Einkommen gemäss Arbeitsvertrag vom 1. Januar 2021 jeweils in unter-
schiedlich hohen Beträgen beziehungsweise in mehreren Tranchen ausbezahlt worden sei, da 
für die Lohnauszahlung zuerst die Zahlungseingänge der Kunden hätten abgewartet werden 
müssen. Der vereinbarte Jahreslohn sei über das Jahr verteilt vollumfänglich ausbezahlt und ver-
steuert worden. Zum Nachweis des Lohnflusses reichte der Beschwerdeführer seine Kontoaus-
züge für den Zeitraum 18. August 2020 bis 5. August 2022 ein. Daraus geht einmal hervor, dass 
am 25. August 2020, am 25. September 2020, am 23. Oktober 2020, am 24. November 2020, 
am 25. November 2020 sowie am 24. Dezember 2020 jeweils Fr. 6'500.-- von der B.____ GmbH 
auf sein Konto überwiesen worden sind. Diese Eingänge stimmen praktisch mit seinem damali-
gen Lohn gemäss Lohnabrechnungen überein. Bei der Zahlung vom 25. November 2020 wird es 
sich wohl um den 13. Monatslohn handeln. Weiter folgte eine Zahlung von Fr. 2'500.-- am 27. 
August 2020 und eine Zahlung von Fr. 2'000.-- am 8. Oktober 2020. Für das Jahr 2021 sind 
unregelmässige Überweisungen der B.____ GmbH zwischen Fr. 500.-- und Fr. 15'000.-- ver-
zeichnet, die total Fr. 154'000.-- ergeben und dem Nettojahreseinkommen des Versicherten von 
Fr. 153'234.-- nahezu entsprechen. Im Jahr 2022 wurden Zahlungen an den Beschwerdeführer 
von Januar 2022 bis Juli 2022 in Gesamthöhe von Fr. 49'620.-- entrichtet und somit von durch-
schnittlich Fr. 7'088.60 monatlich. 

 
 
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Gemäss den Kontoauszügen steht somit fest, dass die B.____ GmbH im Jahr 2020 (August 2020 
bis Dezember 2020) Fr. 43'500.--, im Jahr 2021 Fr. 154'000.-- und im Jahr 2022 (Januar 2022 bis 
Juli 2022) Fr. 49'620.--, gesamthaft Fr. 247'120.-- auf das Bankkonto des Beschwerdeführers 
überwiesen hat. Lediglich die Zahlungen für das erste Halbjahr 2022 liegen unter dem vereinbar-
ten Lohn gemäss Arbeitsvertrag, wobei der Beschwerdeführer für den Zeitraum 1. Januar 2022 
bis 31. Juli 2022 noch Lohnforderungen in Höhe von Fr. 15'900.50 gegenüber seiner Arbeitgebe-
rin beim Konkursamt angemeldet hat (vgl. Forderungseingabe vom 30. August 2022). Alles in 
allem sind die Lohnzahlungen mit den Bankauszügen hinreichend belegt, womit der Lohnfluss 
als nachgewiesen gilt (Urteil des Bundesgerichts vom 15. Juni 2021, 8C_194/2021, E. 4.5). 
 
5.5 Die Kasse stellt sich auf den Standpunkt, dass der Lohnfluss trotz Bankbelegen nicht 
zweifelsfrei erstellt sei, da die Zahlungsüberweisungen nicht explizit als Lohnzahlungen dekla-
riert, nicht en bloc jeweils Ende Monat, sondern gestückelt in unterschiedlichen Beträgen und 
teilweise mehrmals monatlich und schliesslich nicht entsprechend dem vereinbarten Betrag ge-
mäss Arbeitsvertrag vom 1. Januar 2021 erfolgt seien. Es trifft zu, dass die Überweisungen der 
B.____ GmbH nicht explizit als Lohn bezeichnet worden sind, die Deklaration des Zahlungsgrun-
des ist allerdings für Überweisungen nicht obligatorisch. Überweisungen der Arbeitgeberin an den 
Arbeitnehmer dürfen vermutungsweise als Lohn gelten. Dies auch dann, wenn der Betrag nicht 
en bloc Ende Monat, sondern in mehreren monatlichen Tranchen überwiesen wird. Der Lohn 
muss lediglich überprüfbar sein. Der Beschwerdeführer lieferte für die Teilzahlungen denn auch 
eine plausible Erklärung, nämlich, dass die Lohnzahlungen entsprechend den Zahlungseingän-
gen der Mandanten erfolgt seien. Überdies stellen der aktuelle IK-Auszug und die Steuererklä-
rungen 2020 und 2021 starke Indizien dafür dar, dass Lohn bezogen worden ist. Bei dieser Be-
weislage ist es nicht Sache des Beschwerdeführers, einen weitergehenden Nachweis zu erbrin-
gen, dass es sich bei den überwiesenen Beträgen um Lohnzahlungen handelt. Vielmehr wäre es 
Sache der Kasse gewesen, näher darzulegen, welchen anderen Zweck die Zahlungen gehabt 
haben sollen. Ein konkreter anderer Zahlungszweck wird aber von der Kasse nicht bezeichnet 
und ist auch nicht ersichtlich. Demnach ist auch der erst im Rahmen der Vernehmlassung ge-
stellte Beweisantrag, die ehemalige Arbeitgeberin des Beschwerdeführers sei zu verpflichten, 
Unterlagen darüber zu edieren, dass die einzelnen Zahlungen tatsächlich nach Eingängen von 
Kundenzahlungen erfolgt seien, abzuweisen. Dass die überwiesenen Beträge letztlich teilweise 
nicht kongruent mit dem vertraglich vereinbarten Lohn sind, ist gegebenenfalls bei der Berech-
nung des versicherten Verdienstes zu berücksichtigen. 
 
5.6 Zusammenfassend ist demnach festzuhalten, dass der in der Schweiz wohnhafte Be-
schwerdeführer innerhalb der Rahmenfrist für die Beitragszeit vom 8. August 2020 bis 7. August 
2022 einer beitragspflichtigen Beschäftigung bei der B.____ GmbH nachgegangen ist und dafür 
nachgewiesenermassen Lohn bezogen hat. Die Beschwerde wird folglich in diesem Sinne gut-
geheissen und die Angelegenheit zur Berechnung des versicherten Verdienstes und zur Prüfung 
der weiteren Anspruchsvoraussetzungen an die Kasse zurückgewiesen. 
 
6. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Nach Art. 61 lit. fbis ATSG ist das Verfahren bei 
Streitigkeiten über Leistungen kostenpflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen 

 
 
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ist. Da das AVIG keine grundsätzliche Kostenpflicht vorsieht, sind für das vorliegende Verfahren 
keine Kosten zu erheben (vgl. auch § 20 Abs. 2 VPO). Die obsiegende Beschwerde führende 
Partei hat Anspruch auf Ersatz der Parteikosten (Art. 61 lit. g ATSG und § 21 Abs. 1 VPO). Ge-
mäss Honorarnote vom 8. Februar 2023 macht die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers ei-
nen Aufwand von 9,75 Stunden à Fr. 250.-- und Auslagen von Fr. 88.70 zuzüglich 7.7 % Mehr-
wertsteuer geltend, was nicht zu beanstanden ist. Die Kasse hat demnach dem Beschwerdefüh-
rer eine Entschädigung in der Höhe von Fr. 2'720.70 auszurichten. 
 
7. Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 
ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig ge-
gen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenentscheide sind 
– mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbegehren 
(vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten anfechtbar, 
wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a 
BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und 
damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren er-
sparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handelt 
es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und 
anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenent-
scheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückweisungsentscheid, mit 
dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen Anspruchsvorausset-
zungen) beantwortet wird (BGE 133 V 477 E. 4.2).  
 
Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischenentscheid 
im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegen-
heiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraussetzungen 
zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende Rechtsmittel-
belehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

 
 
Seite 9   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als der Einsprache-
entscheid vom 31. Oktober 2022 aufgehoben und die Angelegenheit zur 
Berechnung des versicherten Verdienstes und zur Prüfung der weiteren 
Anspruchsvoraussetzungen im Sinne der Erwägungen an die Öffentli-
che Arbeitslosenkasse Baselland zurückgewiesen wird. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die Öffentliche Arbeitslosenkasse Baselland hat dem Beschwerdeführer 
eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 2'720.70 (inkl. Auslagen 
und Mehrwertsteuer) auszurichten.