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**Case Identifier:** 1deb903e-8331-505e-807e-07f99fec462c
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-06-11
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 11.06.2020 200 2019 586
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2019-586_2020-06-11.pdf

## Full Text

200 19 586 UV
LOU/GET/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 11. Juni 2020

Verwaltungsrichter Loosli
Gerichtsschreiber Germann

A.________
vertreten durch B.________, Rechtsanwalt C.________
Beschwerdeführerin

gegen

Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG 
Richtiplatz 1, 8304 Wallisellen, Zustelladresse: Postfach, 8010 Zürich
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 31. Juli 2019 (Ref.: 1999 3701899)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Juni 2020, UV/19/586, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die … geborene A.________ (nachfolgend Versicherte bzw. Beschwerde-
führerin) war bei der damaligen D.________ als ... angestellt und dadurch 
bei der Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG (nachfolgend Allianz 
bzw. Beschwerdegegnerin) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und 
Nichtberufsunfällen versichert (Akten der Allianz [act. II] 2; [act. IIB] 496; [act. 
IIE] 1130 S. 2 E. lit. a). 

Nach zwei Unfällen vom 14. Februar 1999 (act. II 2) und vom 16. April 2003 
(act. II 264 f.) traten jeweils Komplikationen während des Heilungsprozesses 
auf, in deren Folge der linke und rechte Unterschenkel amputiert werden 
mussten und eine Versorgung beider Unterschenkel mittels Prothesen not-
wendig wurde (vgl. act. IIB 486 S. 6). Mit (unangefochten gebliebener) Ver-
fügung vom 27. April 2006 (act. IIB 515) sprach die Allianz der Versicherten 
ab 1. Januar 2006 eine auf einem Invaliditätsgrad von 100% basierende In-
validenrente (in Form einer Komplementärrente), eine Hilflosenentschädi-
gung für eine Hilflosigkeit leichten Grades sowie eine auf einem 
Integritätsschaden von 70% basierende Integritätsentschädigung zu. 

Ferner übernahm die Allianz auch die Kosten für die Versorgung bzw. An-
passung der Prothesen, welche bis 2011 durch die E.________ AG bewerk-
stelligt wurde. Am 1. Juni 2011 (act. IIB 610) erteilte die Allianz 
Kostengutsprache für Neuanfertigungen der Prothesen daselbst, welche je-
doch nicht den Vorstellungen der Versicherten entsprachen (Akten der Alli-
anz [act. IIC] 628). In der weiteren Folge gestaltete sich die 
Prothesenversorgung als schwierig und konnte nicht zur Zufriedenheit der 
Versicherten durchgeführt werden. Dabei wechselte die Versicherte den Pro-
thesenversorger mehrmals (vgl. act. IIC 630; 633; 641; 657; 665; 689; 767; 
778 f.; 829; Akten der Allianz [act. IID] 841; 876), wobei die Allianz jeweils 
Kostengutsprache für eine Neuversorgung mit bzw. Anpassung der beste-
henden Prothesen erteilte (act. IIB 627; act. IIC 643; 672; 813; act. IID 845; 
858).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Juni 2020, UV/19/586, Seite 3

B.

Nachdem diverse Prothesenanfertigungen bei verschiedenen Herstellern 
gescheitert waren, erklärte sich die Allianz mit Schreiben vom 18. Oktober 
2017 (act. IID 949) „letztmals bereit, einer weiteren Prothesenneuanfertigung 
im Raum ... zuzustimmen“, wobei sie die Wahl des Orthopädisten, welcher 
„einen entsprechenden Kostenvoranschlag zustellen“ könne, der Versicher-
ten überliess (S. 5). In der Folge erteilte die Allianz auf Wunsch der Versi-
cherten (act. IID 961) Kostengutsprache für die Versorgung mittels 
Unterschenkelprothesen beidseits durch die F.________ ag (act. IID 964). 
Jedoch erfolgten auch diese Arbeiten nicht zur Zufriedenheit der Versicher-
ten (Akten der Allianz [act. IIE] 972) und sie ersuchte die Allianz darum, ihr 
zu gestatten „eine neue Firma zu suchen“ (act. IIE 997). Am 9. Juli 2018 (act. 
IIE 1035) erteilte die Allianz zu Handen der F.________ ag zusätzlich Kos-
tengutsprache für Anpassungsarbeiten (vgl. act. IIE 989) und verneinte mit 
Verfügung vom 13. August 2018 (act. IIE 1043) einen Anspruch auf Kosten-
übernahme für neue Unterschenkelprothesen beidseits. In Bezug auf den 
von der Versicherten vorgeschlagenen „Abbruch der Arbeiten“ bei der 
F.________ ag (act. IIE 1038 S. 7) erwog die Allianz, die geltend gemachten 
Anpassungen würden dies nicht rechtfertigten (act. IIE 1043 S. 5). Dagegen 
liess die Versicherte Einsprache erheben (act. IIE 1056), wobei sie im weite-
ren Verlauf abermals den Abbruch der begonnenen Arbeiten (act. IIE 1119) 
respektive neue Prothesen (act. IIE 1122 S. 4) verlangte. Mit Entscheid vom 
31. Juli 2019 (act. IIE 1130) wies die Allianz die Einsprache ab.  

C.

Dagegen liess die Versicherte, vertreten durch B.________, Rechtsanwalt 
C.________, mit Eingabe vom 16. September 2019 Beschwerde erheben. 
Sie stellt die folgenden Rechtsbegehren: 

1. Der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 31. Juli 2019 sei 
aufzuheben.

2. Es sei der Beschwerdeführerin Kostengutsprache für die beantragten Hilfs-
mittel (Unterschenkelprothesen links und rechts) zu gewähren.

3. Eventualiter sei die Angelegenheit zu weiteren Abklärungen an die Be-
schwerdegegnerin zurückzuweisen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Juni 2020, UV/19/586, Seite 4

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich der gesetzlichen Mehr-
wertsteuer) zulasten der Beschwerdegegnerin.

Mit Beschwerdeantwort vom 16. Oktober 2019 beantragt die Beschwerde-
gegnerin die Abweisung der Beschwerde. 

Mit Eingabe vom 25. Februar 2020 liess die Beschwerdeführerin weitere Un-
terlagen einreichen (Akten der Beschwerdeführerin [act. IA] 7 f.). Mit Schrei-
ben vom 5. März 2020 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf eine 
Stellungnahme zur Eingabe vom 25. Februar 2020.

Mit Replik vom 15. Mai 2020 hält die Beschwerdeführerin an den beschwer-
deweise gestellten Rechtsbegehren fest. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Ver-
waltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträgen 
nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt und hat 
ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie zur Be-
schwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gegeben 
(Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie 
Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantonalen Ge-
setzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 
155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

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1.2 Angefochten ist der die Verfügung vom 13. August 2018 (act. IIE 
1043) bestätigende Einspracheentscheid vom 31. Juli 2019 (act. IIE 1130). 
Streitig ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf Leistungen der obliga-
torischen Unfallversicherung in Form von Hilfsmitteln (neue Versorgung mit 
Unterschenkelprothesen beidseits [vgl. Beschwerde, S. 5, Ziff. 2; Replik, S. 
2, Ziff. 2]). 

1.3 Mit Blick auf die Kosten für die beiden von der F.________ ag er-
stellten Unterschenkelprothesen von Fr. 10‘662.40 (gemäss revidierter 
Rechnung Nr. 145792 [act. IIE 1033]) sowie die Kosten von Fr. 4‘070.-- (act. 
IIE 989) für die vorgesehenen Anpassungsarbeiten liegt der Streitwert für die 
Streitgegenstand bildende Versorgung mittels Unterschenkelprothesen 
beidseits unter Fr. 20‘000.--, womit die Beurteilung der Beschwerde in die 
einzelrichterliche Zuständigkeit fällt (Art. 57 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 80 
lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Am 1. Januar 2017 sind die Änderung vom 25. September 2015 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung (UVG; SR 
832.20) und die Änderung vom 9. November 2016 der Verordnung vom 20. 
Dezember 1982 über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) in Kraft ge-
treten. Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich
 – wie vorliegend – vor dem Inkrafttreten der Änderung vom 25. September 
2015 des UVG ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem 
Zeitpunkt ausgebrochen sind, werden nach bisherigem Recht gewährt (Abs. 
1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des 
UVG).

2.2

2.2.1 Gemäss Art. 11 UVG hat der Versicherte Anspruch auf die Hilfsmit-
tel, die körperliche Schädigungen oder Funktionsausfälle ausgleichen. Der 

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Bundesrat erstellt die Liste dieser Hilfsmittel (Abs. 1). Die Befugnis zur Auf-
stellung der Hilfsmittelliste und zum Erlass ergänzender Vorschriften über 
deren Abgabe hat der Bundesrat in Art. 19 UVV an das Eidg. Departement 
des Innern (EDI) übertragen, welches die Verordnung vom 18. Oktober 1984 
über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Unfallversicherung (HVUV; SR 
832.205.12) mit anhangsweise aufgeführter Hilfsmittelliste erlassen hat. 

2.2.2 Nach Art. 1 Abs. 1 HVUV hat der Versicherte Anspruch auf die in 
der Liste im Anhang aufgeführten Hilfsmittel, soweit diese durch Unfall oder 
Berufskrankheit bedingte körperliche Schädigungen oder Funktionsausfälle 
ausgleichen. Der Anspruch erstreckt sich auf die notwendigen und dem Ge-
sundheitsschaden angepassten Hilfsmittel in einfacher und zweckmässiger 
Ausführung, das erforderliche Zubehör und die Anpassungen, die wegen des 
Gesundheitsschadens nötig sind. Ausstattung und Anzahl der Hilfsmittel 
müssen den Anforderungen des privaten sowie des beruflichen Lebens ent-
sprechen (Abs. 2). Gemäss Ziff. 1.01 der im Anhang zur HVUV stehenden 
Hilfsmittelliste zählen funktionelle Fuss- und Beinprothesen zu den von der 
Unfallversicherung zu gewährenden Hilfsmitteln.

2.2.3 Die Hilfsmittel müssen einfach und zweckmässig sein (Art. 11 Abs. 
2 Satz 1 UVG). Hilfsmittel sind zweckmässig, wenn sie aufgrund der konkre-
ten Umstände des Einzelfalls geeignet und notwendig sind, um das gesetz-
liche Ziel in einem vernünftigen Verhältnis zwischen Kosten und Nutzen zu 
erreichen (Art. 67 Abs. 2 UVV). Ebenso meint die Einfachheit das Kosten-
Nutzen-Verhältnis im Einzelfall (MARTINA FILIPPO, in: Frésard-Fellay/Leuzin-
ger/Pärli [Hrsg.], Basler Kommentar zum Unfallversicherungsgesetz, 2019, 
N 21 zu Art. 11 UVG) und beschlägt sowohl qualitative, d.h. die Anforderun-
gen an die Hilfsmittelausstattung betreffende (Beschaffenheit, Funktion, 
Aussehen, Leistung, Preis etc.), als auch quantitative, d.h. die Anzahl der 
abgegebenen Hilfsmittel betreffende, Aspekte. Wie die Zweckmässigkeit ist 
auch die Einfachheit ein Ausfluss des öffentlichen Interesses am sparsamen 
Umgang mit den begrenzten finanziellen Mitteln. Mit dieser Anspruchsvor-
aussetzung soll den uferlosen persönlichen Wünschen und Bedürfnissen der 
Versicherten entgegengetreten werden (MATHIAS LANZ, Leistungen und 
Grundsätze im Hilfsmittelrecht der schweizerischen Sozialversicherung, 

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2016, S. 267 f., N 427 f.). Die Abgabe von Hilfsmitteln in einfacher Aus-
führung verlangt daher nach der Ausstattung mit Hilfsmitteln, die einem ge-
wöhnlichen und durchschnittlichen Standard entsprechen (LANZ, a.a.O., S. 
292, N 466).

3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin kam bereits vor dem Fallabschluss im 
Jahr 2006 (act. IIB 515) für die Kosten von Hilfsmitteln in Form von Unter-
schenkelprothesen auf (vgl. act. IIB 478) und es ist unbestritten und steht in 
der Folge fest, dass diese Leistungspflicht grundsätzlich auch nach der Ren-
tenfestsetzung bestand respektive (bei gegebenem Bedarf) weiterhin be-
steht (vgl. Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 5. September 2017, 
8C_126/2017, E. 4.5). 

3.2 Die Beschwerdegegnerin verneinte mit Verfügung vom 13. August 
2018 (act. IIE 1043) einen Anspruch auf neue Unterschenkelprothesen beid-
seits, was sie im angefochtenen Einspracheentscheid vom 31. Juli 2019 (act. 
IIE 1130) bestätigte. In der Begründung hielt sie fest, vor dem Hintergrund 
der jahrelangen erfolglosen Versuche, die Beschwerdeführerin mit einem 
Paar Unterschenkelprothesen zu versorgen, sei davon auszugehen, dass 
eine solche stets an deren Ansprüchen scheitere. Auch ein weiterer Versuch 
verspreche keinen Erfolg und erfülle deshalb die Kriterien der Zweckmässig-
keit und Wirtschaftlichkeit nicht. 

3.2.1 Hintergrund und Ausgangspunkt des im angefochtenen Entscheid 
verneinten Anspruchs auf neue Unterschenkelprothesen beidseits bildet das 
Schreiben vom 18. Oktober 2017 (act. IID 949). Darin listete die Beschwer-
degegnerin die von der Beschwerdeführerin für die Prothesenneuanfertigung 
seit Juni 2011 konsultierten Orthopädisten bzw. Institutionen systematisch 
auf (S. 1 – 3) und stellte fest, dass in den vergangenen Jahren mehrere Pro-
thesenneuanfertigungen gescheitert bzw. nach Übernahme/Abgabe der Pro-
thesen jeweils diverse Anpassungen/Änderungen geltend gemacht worden 
seien, welche nicht zur Zufriedenheit der Beschwerdeführerin hätten ausge-
führt werden können (S. 3). Diese Feststellung wird im vorliegenden Be-
schwerdeverfahren – nach der Aktenlage zu Recht – nicht grundsätzlich 

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bestritten (vgl. Replik, S. 2 f., Ziff. 3 f.). Unter Hinweis auf ein Schreiben der 
Beschwerdeführerin vom 16. September 2017 (act. IID 947), wonach sie die 
"Prothesensache erneut angehen" müsse und sie "im Netz diverse Adressen 
im Kanton Bern und Solothurn gefunden" habe, erklärte sich die Beschwer-
degegnerin schliesslich "Aufgrund des bisher erfolglosen Verlaufs der Pro-
thesenanfertigungen […] letztmals bereit, einer weiteren 
Prothesenneuanfertigung im Raum ... zuzustimmen". Der Orthopädist nach 
Wahl der Beschwerdeführerin könne zu gegebener Zeit einen entsprechen-
den Kostenvoranschlag zustellen. Gleichzeitig wies die Beschwerdegegne-
rin die Beschwerdeführerin darauf hin, bei einem erneuten Scheitern sei 
davon auszugehen, dass eine Prothesenversorgung der Unterschenkel 
"nach den WZW-Kriterien nicht möglich" sei und deshalb keine weiteren Kos-
tengutsprachen mehr erfolgen könnten (act. IID 949 S. 4).

3.2.2 In der Folge wählte die Beschwerdeführerin als Prothesenversorger 
die F.________ ag aus (act. IID 962). Basierend auf deren Kostenvoran-
schlag über Fr. 14'689.75, welcher mit dem Hinweis verbunden war, es 
handle sich um eine sehr schwierige und komplexe Anpassung (act. IID 960), 
erteilte die Beschwerdegegnerin der F.________ ag am 13. Dezember 2017 
(act. IID 964) Kostengutsprache für Unterschenkelprothesen beidseits. Am 
22. Dezember 2017 (act. IID 967) stellte die F.________ ag der Beschwer-
degegnerin den Betrag von Fr. 14'689.75 (Nr. 143’934) in Rechnung. Mit 
Schreiben vom 28. Januar 2018 machte die Beschwerdeführerin geltend, 
das Knie müsse bei den kurzen Stümpfen vollständig eingeschlossen sein, 
damit sie genügend Halt habe und in der Lage sei, selbständig zu gehen 
(act. IIE 972), woraufhin die Beschwerdegegnerin die F.________ ag mit den 
Beanstandungen der Beschwerdeführerin konfrontierte und die Rechnung 
mit dem Hinweis, die orthopädietechnischen Arbeiten seien noch nicht ab-
geschlossen, retournierte (act. IIE 976). Mittels E-Mail vom 7. Februar 2018 
(act. IIE 978) warf die Beschwerdeführerin erstmals die Frage auf, "ob über-
haupt dort weiter gemacht werden soll". Mit Schreiben vom 15. Februar 2018 
(act. IIE 982) teilte sie zudem mit, nach einem Termin "von heute" tendiere 
sie "sehr zum Abbruch der Arbeiten." Am 11. März 2018 nahm die 
F.________ ag Stellung und hielt fest, die Beschwerdeführerin habe – nach-
dem ihr nahegelegt worden sei, sich die Zusammenarbeit nochmals zu über-
legen, da eine Versorgung nur so gut sein könne wie die Zusammenarbeit 

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und die Kommunikation zwischen den Parteien – einen neuen Termin 
zwecks Besprechung der geltend gemachten Anpassungen vereinbart. 
Gleichzeitig reichte die F.________ ag einen Kostenvoranschlag 
(Nr. 28'443) über Fr. 4'070.-- ein, beinhaltend insbesondere neue Probe-
schäfte beidseits mit Einschluss der Kniescheiben (act. IIE 989). In einer wei-
teren Stellungnahme vom 27. März 2018 (act. IIE 996) hielt die F.________ 
ag fest, die Prothesenversorgung habe nicht abgeschlossen werden können, 
da bis jetzt keine Kostengutsprache zur Offerte Nr. 28’443 eingegangen und 
die Rechnung Nr. 143’934 für die bereits erstellten beidseitigen Prothesen 
bis heute nicht bezahlt worden sei. Die definitive Prothese habe nicht abge-
geben werden können, da die Beschwerdeführerin andere Füsse gewollt 
habe und eine eingefasste Kniescheibe. Letzteres könne auf ausdrücklichen 
Wunsch umgesetzt werden; auch seien sie gerne bereit, nach Erteilung einer 
Kostengutsprache die Füsse aus der bestehenden Versorgung umzubauen 
und zu testen. 

In weiteren Verlauf gelangte die Beschwerdegegnerin zwecks Klärung diver-
ser Fragen an die Medizinaltarif-Kommission UVG (MTK; act. IIE 1000), wel-
che am 19. Juni 2018 eine Stellungnahme des Schweizer Verbandes der 
Orthopädie-Techniker (SVOT; heute Ortho Reha Suisse [ORS]) an sie wei-
terleitete (act. IIE 1031). Am 9. Juli 2018 beglich die Beschwerdegegnerin 
die revidierte Rechnung der F.________ ag über Fr. 10'662.40 (Nr. 145'792; 
act. IIE 1033) und erteilte mit Schreiben desselben Datums Kostengutspra-
che über Fr. 4'070.-- für diverse Prothesenanpassungen (act. IIE 1035); 
gleichzeitig ersuchte sie die Beschwerdeführerin, zwecks Fortführung der 
Prothesenarbeiten mit der F.________ ag Kontakt aufzunehmen (act. IIE 
1036). Nachdem diese auf einer Vorauszahlung bestanden hatte (act. IIE 
1037), stellte ihr die Beschwerdegegnerin die Überweisung von Fr. 2'000.-- 
in Aussicht, sobald seitens der F.________ ag und der Beschwerdeführerin 
bestätigt werde, dass die Prothesenarbeiten fortgeführt würden. Für den Fall, 
dass der Kostenvoranschlag über Fr. 4'070.-- aufgrund veränderter Stumpf-
verhältnisse nicht mehr aktuell sei, könne ein neuer Kostenvoranschlag ein-
gereicht werden. Weiter hielt die Beschwerdegegnerin fest, dass nur die 
Kosten für die gewünschten Anpassungen an den bestehenden Prothesen 
übernommen würden, nicht jedoch der Aufwand für die Anfertigung einer 
neuen Prothese (act. IIE 1042). 

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3.2.3 Mit Verfügung vom 13. August 2018 (act. IIE 1043) verneinte die 
Beschwerdegegnerin einen Anspruch auf Kostenübernahme von neuen Un-
terschenkelprothesen. Ferner erwog sie, die geltend gemachte Kritik an der 
F.________ ag sowie die geltend gemachten notwendigen Anpassungen 
rechtfertigten keinen Abbruch der begonnenen Prothesenarbeiten und im 
Rahmen von Anpassungen sollten die geltend gemachten Mängel behoben 
werden können. Ferner wies die Beschwerdegegnerin darauf hin, sofern auf-
grund der Gewichtsveränderung weitere Anpassungen erforderlich seien, 
könne die F.________ ag einen neuen angepassten Kostenvoranschlag zur 
Prüfung vorlegen (S. 5). In der Folge wurden bis zum Erlass des Einspra-
cheentscheides am 31. Juli 2019 (act. IIE 1130) die Anpassungsarbeiten 
nicht aufgenommen, wobei die Beschwerdeführerin wiederholt vorbrachte, 
die Arbeiten seien abzubrechen, weil die F.________ ag keine für sie pas-
senden Prothesen anfertigen könne (vgl. IIE 1069; 1110; 1121 f.). 

3.3

3.3.1 Wie sich aus dem in E. 3.2.1 ff. Dargelegten ergibt, ist unbestritten, 
dass die Beschwerdeführerin Anspruch auf die Versorgung mittels neuer Un-
terschenkelprothesen hat. Entsprechend erteilte die Beschwerdegegnerin – 
basierend auf dem Schreiben vom 18. Oktober 2017 (act. IID 949) sowie 
dem ausdrücklichen Wunsch der Beschwerdeführerin – der F.________ ag 
am 13. Dezember 2017 Kostengutsprache für die Erstellung von Unter-
schenkelprothesen beidseits (act. IID 964). Diese Prothesen wurden in der 
Folge auch angefertigt und die F.________ ag stellte hierfür Rechnung, wel-
che die Beschwerdegegnerin beglich (act. IIE 1033). Weil die Beschwerde-
führerin Beanstandungen hatte, stehen jedoch zusätzliche Anpassungen an, 
welche bis dato zwar nicht durchgeführt wurden, jedoch – sofern die Be-
schwerdeführerin sich zur Mitwirkung bereit erklärt – grundsätzlich durchge-
führt werden können, wie dies die F.________ ag festhielt (act. IIE 996). 
Auch hat Letztere offenbar wiederholt versucht, die Beschwerdeführerin (im 
Hinblick auf die Fortsetzung der Arbeiten) zu erreichen, wie sie dies selber 
festhielt (vgl. act. IIE 1070 S. 3). Mithin ist der Prozess hinsichtlich der anbe-
gehrten (und im Grundsatz unbestrittenen) Versorgung mittels neuer Unter-
schenkelprothesen seit geraumer Zeit am Laufen respektive wird (im 
Rahmen der zur Diskussion stehenden Anpassungen) fortgesetzt, sofern 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Juni 2020, UV/19/586, Seite 11

und sobald die Beschwerdeführerin dies will, womit das Rechtsbegehren 
gemäss Ziffer 2 der Beschwerde zum vornherein ins Leere zielt. 

3.3.2 Ferner kann dem – wenngleich auf die Kostengutsprache vom 
18. Oktober 2017 gestützten – Begehren der Beschwerdeführerin, die Anfer-
tigung der Prothesen durch einen anderen Anbieter durchführen zu lassen 
(Beschwerde, S. 5, Ziff. 4 i.V.m. act. IIE 1056 S. 2, Ziff. 3), nicht stattgegeben 
werden, zumal keine sachlichen Gründe vorliegen, welche den von der Be-
schwerdeführerin wiederholt verlangten Abbruch der Arbeiten rechtfertigen 
könnten. Zwar machte die Beschwerdeführerin – nachdem sie dem zustän-
digen "Orthopädietechniker-Meister" nach einem gemäss eigenen Angaben 
ausführlichen Gespräch noch "Erfahrung im Prothesenbau" bescheinigt 
hatte (act. IID 962) – wiederholt geltend, die F.________ ag sei nicht in der 
Lage, die für sie passenden Prothesen herzustellen (vgl. etwa act. IIE 1110 
S. 2, Ziff. 9; E. 3.2.3 vorne). Hierfür bestehen jedoch in den Akten keine ob-
jektiven Hinweise und es werden auch im vorliegenden Beschwerdeverfah-
ren keine solchen Gesichtspunkte vorgebracht, welche einen solchen 
Schluss zulassen würden: So hat sich die F.________ ag, welche auch auf 
der "Vertragslieferantenliste SVOT Tarifvertrag" figuriert (abrufbar unter 
www.mtk-ctm.ch/de/tarife) und anerkennt, dass die Anfertigung der Prothe-
sen sehr schwierig und komplex sei (vgl. act. IID 960 [Kostenvoranschlag]), 
dem bereits Dargelegten zufolge bereit erklärt, diverse Anpassungen, insbe-
sondere auch die von der Beschwerdeführerin wiederholt gewünschte Ein-
fassung der Kniescheiben (vgl. act. IIE 996 – hinsichtlich der Erforderlichkeit 
einer solchen Massnahme bestehen offensichtlich unterschiedliche Auffas-
sungen [vgl. act. IIE 1031]), vorzunehmen. Auch hat die Beschwerdegegne-
rin ausdrücklich festgehalten, dass die F.________ ag einen angepassten 
Kostenvoranschlag zur Prüfung vorlegen könne, sofern sich durch die Ge-
wichtsveränderung der Beschwerdeführerin Änderungen ergeben (vgl. act. 
IIE 1043 S. 5; Beschwerde, S. 7). Es liegen ferner keine Stellungnahmen von 
Ärzten oder Orthopädisten im Recht, welche die bereits erfolgte Prothesen-
anfertigung respektive die vorgesehene Anpassung durch die F.________ 
ag als nicht lege artis beurteilen würden. Dies ergibt sich namentlich auch 
nicht aus dem Bericht vom 27. August 2019 von Prof. Dr. med. G.________, 
Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs-

http://www.mtk-ctm.ch/de/tarife

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apparates, welcher einzig festhielt, dass das aktuelle Hauptproblem die pro-
thetische Versorgung der Unterschenkel sei und alle Anstrengungen unter-
nommen werden müssten, richtig sitzende Prothesen anzufertigen (act. IA 
6), was jedoch unbestritten und Gegenstand eines laufenden Prozesses ist. 
Weiter hielt Prof. Dr. med. G.________ aber auch ausdrücklich fest, dass die 
Beschwerdeführerin "sehr anspruchsvoll und etwas kompliziert" sei, worauf 
zurückzukommen sein wird (vgl. E. 3.3.3 sogleich). Es bestehen schliesslich 
in den Akten keine Anhaltspunkte dafür noch werden solche geltend ge-
macht, wonach die F.________ ag die Zusammenarbeit mit der Beschwer-
deführerin bis zum Zeitpunkt des Erlasses des Einspracheentscheides 
verweigert hätte. Auch macht die Beschwerdeführerin im vorliegenden Be-
schwerdeverfahren (zu Recht) nicht geltend, dass ihr eine weitere Zusam-
menarbeit mit der F.________ ag aus rechtlich beachtenswerten Gründen 
nicht mehr zumutbar wäre.

3.3.3 Ferner trifft es zwar zu, dass die Beschwerdeführerin bereits im Fe-
bruar 2018 einen Abbruch der Arbeiten bei der F.________ ag zur Debatte 
stellte (vgl. act. IIE 978). Dass die Beschwerdegegnerin in diesem Zeitpunkt, 
da die Prothesen bereits – wenngleich auch noch nicht in der von der Be-
schwerdeführerin gewünschten Weise – angefertigt waren (vgl. act. IID 967) 
und sie im Lichte des bei Sachleistungen (Art. 14 ATSG) geltenden Natural-
leistungsprinzips grundsätzlich Schuldnerin geworden ist, nicht abgebrochen 
und die Herstellung der Prothesen einem anderen Anbieter zugewiesen hat, 
ist nicht zu beanstanden: Denn zum einen bestanden auch im damaligen 
Zeitpunkt keine sachlichen Gründe für einen sofortigen Abbruch der Arbeiten 
(vgl. E. 3.3.2 vorne). Zum andern hatte die Beschwerdegegnerin – entgegen 
der replicando vertretenen Auffassung (vgl. S. 2 f., Ziff. 4) – den verlangten 
Abbruch im Lichte eines bei der Hilfsmittelabgabe zu berücksichtigenden 
vernünftigen Kosten-Nutzen-Verhältnisses (vgl. E. 2.2.2 f. vorne) auch vor 
dem Hintergrund des von der Beschwerdeführerin gegenüber zuvor konsul-
tierten Anbietern gezeigten Verhaltens zu würdigen: So geht aus diversen 
Stellungnahmen verschiedener Prothesenhersteller klar hervor, dass die Be-
schwerdeführerin als sehr anspruchsvoll (act. IIB 603; act. IIC 652) respek-
tive "extrem fordernd" gilt, Änderungen gegen den Rat der Techniker 
verlangte (act. IIC 689 S. 2) und eine erhebliche Incompliance präsentierte 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Juni 2020, UV/19/586, Seite 13

sowie technisch nicht realisierbare Wünsche äusserte (act. IID 841 [Ge-
sprächsprotokoll der H.________ AG]; 888). Auch seitens der von der Be-
schwerdegegnerin im Hinblick auf die Prothesenanfertigung zur Unterstüt-
zung hinzugezogenen (act. IIC 658) Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft 
Hilfsmittelberatung für Behinderte und Betagte (SAHB) wurde darauf hinge-
wiesen, dass auch die Beschwerdeführerin eine gewisse Verantwortung und 
einen konstruktiven Beitrag zu einer annehmbaren, adäquaten Versorgung 
beizutragen habe, was bei den sich wiederholenden, identisch-problemati-
schen Versorgungsabläufen, ohne abschliessende Neuversorgungen, eher 
Besorgnis erregend als zuversichtlich stimme (vgl. act. IIC 704 S. 3). Letztlich 
trug das Verhalten der Beschwerdeführerin in erheblicher Weise zu dem im 
angefochtenen Einspracheentscheid aufgeführten wiederholten Scheitern 
von Prothesenanfertigungen bei (vgl. act. IIE 1130 S. 5 – 10). Vor diesem 
Hintergrund war und ist in Erinnerung zu rufen, dass die Beschwerdeführerin 
nur Anspruch auf die dem Gesundheitsschaden angepassten, nicht aber auf 
die nach den gegebenen Umständen bestmöglichen Vorkehren hat (vgl. E. 
2.2.2 f. vorne; MARTINA FILIPPO, a.a.O., N 19 zu Art. 11 UVG). Dazu gehört 
auch, dass die Beschwerdeführerin nicht nach Belieben den Prothesenver-
sorger wechseln kann, sofern dieser grundsätzlich eine den rechtlichen Vor-
gaben entsprechende Versorgung mit einem Hilfsmittel durchführen kann. 
Vorliegend bestehen dem Dargelegten zufolge keine objektiven Hinweise, 
wonach die F.________ ag ausserstande wäre, Prothesen im Sinne des ge-
setzmässigen Anspruchs respektive mit welchen das anvisierte Mobilitätsziel 
zumindest teilweise erreicht wird (MARTINA FILIPPO, a.a.O., N 20 zu Art. 11 
UVG), anzufertigen. 

3.4 Indem die laufende Prothesenversorgung durch die F.________ ag 
noch nicht abgeschlossen ist respektive noch Anpassungen zu erfolgen ha-
ben und insofern eine zweckmässige und die körperlichen Funktionsausfälle 
hinreichend ausgleichende Hilfsmittelversorgung weiterhin möglich ist, vers-
tiesse eine erneute Neuanfertigung von Prothesen – sei es durch einen 
Wechsel des Anbieters oder durch die F.________ ag – unter den gegebe-
nen Umständen gegen das Gebot der Zweckmässigkeit sowie Einfachheit 
(vgl. E. 2.2.3 vorne). In diesem Lichte trifft der replicando erhobene Einwand, 
Thema sei eigentlich nicht der Anspruch auf eine prothetische Versorgung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Juni 2020, UV/19/586, Seite 14

unter Berücksichtigung der WZW-Kriterien, sondern der Vorwurf der Be-
schwerdegegnerin, die Beschwerdeführerin verweigere infolge streitiger Kri-
tik an der Arbeit der Orthopädisten die Mitwirkung mit der Folge, dass jene 
ein Mahn- und Bedenkzeitverfahren hätte durchführen müssen, was unter-
blieben sei (S. 3 f., Ziff. 6 f. und S. 4, Ziff. 9), nicht den entscheidenden Punkt: 
Zwar steht tatsächlich fest, dass die Mitwirkung der Beschwerdeführerin 
nicht optimal ist. Die Leistungsablehnung erfolgte und erfolgt jedoch nicht 
zufolge fehlender Mitwirkung, sondern weil bei gegebener Konstellation – 
wie dargelegt – kein Anspruch auf eine neue Prothesenversorgung besteht.

3.5 Zusammenfassend ist der angefochtene Einspracheentscheid vom 
31. Juli 2019 nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde 
abzuweisen.

4.

4.1 Verfahrenskosten sind keine zu erheben (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. a ATSG).

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht weder für die unter-
liegende Beschwerdeführerin noch für die obsiegende Beschwerdegegnerin 
ein Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG; BGE 126 V 143 E. 4a S. 150).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Partei-ent-
schädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. der Beschwerdeführerin

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Juni 2020, UV/19/586, Seite 15

- Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG (samt Replik 
vom 15. Mai 2020)

- Bundesamt für Gesundheit 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes 
vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.