# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a6611ba8-5531-5a48-b748-aaddca66e02a
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-12-08
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 08.12.2025 200 2024 466
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2024-466_2025-12-08.pdf

## Full Text

IV 200 2024 466 und
IV 200 24 467 (2)
WIS/SCC/SSM

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 8. Dezember 2025

Verwaltungsrichterin Wiedmer, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Schwegler, Verwaltungsrichter Ackermann
Gerichtsschreiberin Schertenleib Gamero

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern  
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügungen vom 11. Juni 2024

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Dezember 2025, IV 200 2024 466

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Sachverhalt:

A.

Die 1964 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich erstmals im Januar 2010 bei der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Be-
schwerdegegnerin) zum Bezug von Leistungen an (Akten der Invalidenver-
sicherung [act. II] 2). Nach medizinischen (act. II 7, 18, 24 ff.) und erwerbli-
chen Abklärungen (act. II 11, 33) sowie Konsultation des Regionalen Ärztli-
chen Dienstes (RAD; act. II 29) sprach die IVB der Versicherten bei einem 
Invaliditätsgrad von 57 % ab 1. Juli 2010 eine halbe Rente samt Kinderren-
ten zu (act. II 43). Mit Revisionen in den Jahren 2012, 2013 und 2017 (vgl. 
act. II 62, 65) bestätigte die IVB die halbe IV-Rente (act. II 45, 51, 53, 59, 
65, 79).

Am 4. Januar 2024 (Postaufgabe) stellte die Versicherte ein Gesuch um 
eine Rentenrevision (act. II 97). Die IVB holte medizinische Verlaufsberich-
te (act. II 103, 104) und eine Beurteilung des RAD vom 13. März 2024 
(act. II 107) ein. Mit Vorbescheid vom 25. März 2024 (act. II 108) stellte sie 
in Aussicht, ab 1. Januar 2024 werde die bisherige halbe Rente auf eine 
ganze Rente erhöht. Im Einwand vom 8. April 2024 (act. II 109) beanstan-
dete die Versicherte den Beginn der Rentenerhöhung mit der Begründung, 
sie sei aufgrund ihres instabilen Gesundheitszustandes nicht in der Lage 
gewesen, zurückliegend ein Revisionsgesuch selbstständig einzureichen. 
Am 11. Juni 2024 (act. II 112) verfügte die IVB wie mit Vorbescheid in Aus-
sicht gestellt.

B.

Am 1. Juli 2024 (Postaufgabe) erhob die Versicherte beim Verwaltungsge-
richt des Kantons Bern Beschwerde. Sie beantragt, in Berücksichtigung 
ihrer manischen Erkrankung sei ihr rückwirkend ab August 2021 eine gan-
ze Rente zuzusprechen.

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Mit Beschwerdeantwort vom 30. August 2024 schliesst die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 11. Juni 2024 
(act. II 112), mit welcher die Beschwerdegegnerin die halbe IV-Rente der 
Beschwerdeführerin per 1. Januar 2024 auf eine ganze Rente erhöhte. 
Streitig ist, ob die Beschwerdeführerin wie von ihr beantragt bereits ab Au-
gust 2021 Anspruch auf eine ganze Rente hätte.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 Abs. 1 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Am 1. Januar 2022 ist die Änderung vom 19. Juni 2020 des IVG 
(Weiterentwicklung der IV; AS 2021 705) in Kraft getreten. In zeitlicher Hin-
sicht sind – vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen – 
grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung 
des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes 
Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1 S. 370, 144 V 210 E. 4.3.1 S. 213). 
Die 1964 geborene Beschwerdeführerin hatte am 1. Januar 2022 das 
55. Altersjahr zurückgelegt, weshalb das bis 31. Dezember 2021 geltende 
Recht (fortan aArt.) weiterhin zur Anwendung gelangt (vgl. lit. c der Überg-
angsbestimmungen zur Änderung vom 19. Juni 2020).

2.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.3 Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG (in der bis 31. Dezember 2021 gültig 
gewesenen Fassung) besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn 
die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsren-
te, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von 
mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.4 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-

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hoben (aArt. 17 Abs. 1 ATSG in der bis 31. Dezember 2021 gültig gewese-
nen Fassung).

2.5 Gemäss Art. 88bis der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die 
Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) erfolgt die Erhöhung der Renten, 
der Hilflosenentschädigungen und der Assistenzbeiträge frühestens: 

a. sofern der Versicherte die Revision verlangt, von dem Monat an, in dem 
das Revisionsbegehren gestellt wurde; 

b. bei einer Revision von Amtes wegen von dem für diese vorgesehenen 
Monat an; 

c. falls festgestellt wird, dass der Beschluss der IV-Stelle zum Nachteil des 
Versicherten zweifellos unrichtig war, von dem Monat an, in dem der 
Mangel entdeckt wurde.

3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin ist auf das Revisionsgesuch der Be-
schwerdeführerin vom 4. Januar 2024 (act. II 97) eingetreten (vgl. BGE 109 
V 108 E. 2b S. 114) und prüfte (zur zeitlichen Vergleichsbasis: BGE 133 V 
108 E. 5.4 S. 114; SVR 2019 IV Nr. 68 S. 220, 9C_382/2018 E. 2), ob zwi-
schen der (unangefochten gebliebenen) Verfügung vom 25. Januar 2018 
(act. II 79), mit welcher die Beschwerdegegnerin – nach medizinischen und 
erwerblichen Abklärungen – die seit 2010 (act. II 43) ausgerichtete halbe 
Rente bestätigt hatte, und den hier angefochtenen Verfügungen vom 
11. Juni 2024 (act. II 112) eine wesentliche Änderung in medizinischer 
(bzw. erwerblicher) Hinsicht eingetreten ist, welche geeignet war, den Inva-
liditätsgrad in anspruchsbegründender Weise zu beeinflussen (BGE 117 V 
198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117, I 822/06 E. 2.1). Dies 
bestätigte die Beschwerdegegnerin, wobei sie auf den Aktenbericht des 
RAD vom 13. März 2024 (act. II 107/7) abstellte, wonach in Kongruenz zur 
Einschätzung der behandelnden Psychiater seit 9. August 2021 eine 
durchgehende Arbeitsunfähigkeit von 100 % bestehe und in absehbarer 
Zeit aus medizinisch-theoretischer Sicht mit überwiegender Wahrschein-
lichkeit nicht mit einer Zustandsverbesserung zu rechnen sei, als dass eine 

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verwertbare Arbeits- und Leistungsfähigkeit in angestammter oder ange-
passter Tätigkeit auf dem freien Arbeitsmarkt künftig noch realisiert werden 
könnte. In der Folge ging die Beschwerdegegnerin aufgrund eines Ein-
kommensvergleichs von einem Invaliditätsgrad von 100 % aus (vgl. zur 
Rentenrevision: BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 E. 2.3 S. 10; 
SVR 2021 IV Nr. 36 S. 109, 8C_280/2020 E. 3.1). Darauf ist abzustellen.

3.2 Zwischen den Parteien ist aufgrund der Aktenlage zu Recht unbe-
stritten, dass die Beschwerdeführerin erst am 4. Januar 2024 (act. II 97/1, 
97/57) ein Revisionsgesuch eingereicht hat. Mit Blick auf dieses Revisions-
gesuch erhöhte die Beschwerdegegnerin die halbe Rente per 1. Januar 
2024 auf eine ganze Rente (vgl. E. 2.5). Die Beschwerdeführerin bean-
standet diesen Zeitpunkt der Rentenerhöhung und macht geltend, die Be-
schwerdegegnerin habe in der Begründung geschrieben, sie hätte jeman-
den bevollmächtigen können, dem sei leider nicht so. Im Entscheid sei der 
Verlauf einer manischen Erkrankung nicht berücksichtigt worden. In diesem 
Zustand fühle man sich gesund und handlungsfähig, obwohl dem nicht so 
sei. In diesem manischen Zustand bevollmächtige man sicher niemanden. 
Sie beantrage daher erneut eine rückwirkende Anerkennung der vollum-
fänglichen Arbeitsunfähigkeit mit Anpassung des Invaliditätsgrades ab Au-
gust 2021.

3.3 Den Akten ist zu entnehmen, dass die Krankentaggeldversicherung 
mit E-Mail vom 2. September 2022 (act. II 87/2) an die Mailadresse des 
Ehemannes, handelnd für die B.________ AG als Arbeitgeberin, der Be-
schwerdeführerin mitteilte, es könnten keine weiteren Krankentaggelder 
ausgerichtet werden, da die Beschwerdeführerin lediglich einen Kranken-
taggeldanspruch von 90 Tagen habe; bei einer erneuten Verschlechterung 
des Gesundheitszustands solle sie sich an die Invalidenversicherung (IV) 
wenden. Am 13. Oktober 2022 (act. II 87/1) wurde diese E-Mail an die IV 
weitergeleitet mit der Frage "Wie müssen wir da vorgehen, um die Taggel-
der zu bekommen? Frau A.________ ist bereits bei der IV angemeldet", 
wobei ...@B.________.ch (Mailadresse des Ehemannes) als Kontakt an-
gegeben wurde. Mit Schreiben vom 17. Oktober 2022 (act. II 88) teilte die 
Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin mit, die IV könne keine 
Krankentaggelder ausbezahlen. Wenn sich ihr Gesundheitszustand dauer-

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haft verschlechtert habe, müsse sie ein Rentenrevisionsgesuch stellen. Ein 
solches könne erst geprüft werden, wenn die Beschwerdeführerin, z.B. mit 
ärztlichen Berichten oder Bestätigungen, glaubhaft darlege, dass sich die 
tatsächlichen Verhältnisse seit der Verfügung vom 25. Januar 2018 in einer 
für den Anspruch erheblichen Weise geändert hätten. In der Folge liess die 
Beschwerdeführerin zunächst nicht mehr von sich hören. Am 2. August 
2023 (act. II 89/2) beantragte dann der Ehemann der Beschwerdeführerin 
Akteneinsicht für den behandelnden Arzt; die Ehefrau befinde sich im Mo-
ment in einer "FU", woraufhin die Beschwerdegegnerin ihn bat, eine Voll-
macht der Beschwerdeführerin einzureichen; allenfalls bestehe die Mög-
lichkeit, dass die behandelnden Ärzte eine Vollmacht der Beschwerdefüh-
rerin einholten und die Akten direkt bei der Beschwerdegegnerin anforder-
ten (act. II 89/1). Am 16. August 2023 ersuchte der Ehemann der Be-
schwerdeführerin unter Vorlage einer von ihr gleichentags erteilten Voll-
macht um Akteneinsicht (act. II 90 f.). Diese wurde am 18. August 2023 
gewährt (act. II 92). Am 4. Januar 2024 (Poststempel) wurde dann das vom 
14. Dezember 2023 (act. II 97) datierende Gesuch der Beschwerdeführerin 
um Rentenrevision zusammen mit diversen medizinischen Berichten einge-
reicht.

Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, es hätten vor Januar 2024 
gesundheitliche Gründe vorgelegen, weshalb sie weder den Ehemann 
noch eine Drittperson bevollmächtigt habe, ist zur gesundheitlichen Situati-
on mit Bericht von Dr. med. C.________, Facharzt für Psychiatrie und Psy-
chotherapie, vom 15. Dezember 2023 (act. II 97/3 f.), auf welchen der RAD 
abstellte (act. II 107/7), das Folgende belegt: Es besteht seit Jahrzenten 
eine bipolare affektive Störung mit häufigen manischen und depressiven 
Phasen, wobei es seit Anfang 2021 zu einem erneuten schwer instabilen 
Verlauf mit insgesamt elf psychiatrischen Hospitalisationen gekommen ist 
und eine euthyme Stimmungslage zwischen August 2021 und Herbst 2023 
maximal wochenweise vorgelegen hat (act. II 97/3). Indessen hielt der be-
handelnde Psychiater ebenfalls fest, dass es aufgrund organisatorischer 
Missverständnisse nicht zu einer nahzeitigen Meldung der veränderten 
Gesundheitsumstände an die IV gekommen sei, respektive habe die Be-
schwerdeführerin auch immer wieder gehofft, nach erfolgter Genesung die 
Tätigkeit wieder aufnehmen zu können (act. II 97/2). Nun ist jedoch erwie-

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sen, dass die Beschwerdeführerin am 16. August 2023 (act. II 91) bei seit 
2021 unverändertem Gesundheitszustand in der Lage war zu erkennen, 
dass Handlungsbedarf bestand und ihrem Ehemann eine Vollmacht zu 
erteilen. Sie bringt nun nicht substantiiert vor, weshalb dies nicht bereits 
früher möglich gewesen ist. Dies erschliesst sich auch nicht aus den Akten. 
Insbesondere macht auch der Behandler Dr. med. C.________ nicht gel-
tend, dass sie dazu nicht in der Lage gewesen wäre, sondern bringt orga-
nisatorische Missverständnisse vor. Abgesehen davon, dass offenbar auch 
seitens der D._______ bis anhin kein Anlass gesehen wurde, wegen dau-
ernd fehlender Urteils- und Handlungsunfähigkeit eine Verbeiständung an-
zuordnen.

3.4 Soweit sich die Beschwerdeführerin auf Art. 88bis Abs. 1 lit. c IVV 
beruft, kann ihr nicht gefolgt werden. Die letztmalige rechtskräftige Verfü-
gung vom 25. Januar 2018 (act. II 79), mit welcher die Beschwerdegegne-
rin die halbe Rente bestätigt hatte, war zum Zeitpunkt des Erlasses nicht 
zweifellos unrichtig; denn die Ärzte attestierten erst ab 2021 eine Ver-
schlechterung (act. II 97). Eine Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG und 
Art. 88bis Abs. 1 lit. c IVV; zur zeitlichen Wirkung von Art. 88bis Abs. 1 lit. c 
IVV: BGE 110 V 291, 129 V 433) der Verfügung vom 25. Januar 2018 ist 
weder möglich noch ergäbe diese einen Anspruch für eine ganze Rente ab 
August 2021. Eine solche Wiedererwägung läge im Übrigen im alleinigen 
Ermessen der Beschwerdegegnerin.

3.5 Nach dem Dargelegten hat die Beschwerdeführerin gemäss 
Art. 88bis Abs. 1 lit. a IVV frühestens ab Einreichung des Revisionsgesuchs, 
hier Januar 2024 (act. II 97), Anspruch auf die ganze Rente. Damit erweist 
sich die angefochtene Verfügung vom 11. Juni 2024 (act. II 112) als korrekt 
und die Beschwerde ist abzuweisen.

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-

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gen. Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, werden ent-
sprechend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführerin zur Be-
zahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe 
entnommen.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdeführerin 
keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. 
Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- A.________
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Die Kammerpräsidentin: Die Gerichtsschreiberin

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.