# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ee832848-d749-5c49-a4c5-0b608feca514
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-10-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.10.2008 D-6644/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6644-2008_2008-10-24.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-6644/2008/wif

{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 4 .  O k t o b e r  2 0 0 8  

Einzelrichterin Nina Spälti Giannakitsas 
mit Zustimmung von Richterin Gabriela Freihofer, 
Gerichtsschreiber Patrick Weber.

X._______, geboren _______,
Nigeria,
wohnhaft _______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfü-
gung des BFM vom 10. Oktober 2008 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-6644/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt:

dass  der  Beschwerdeführer  Nigeria  gemäss  eigenen  Angaben  am 
16. August 2008 auf dem Luftweg verliess und am 17. August 2008 in 
die Schweiz gelangte, wo er am 19. August 2008 ein Asylgesuch stell-
te, 

dass er dazu am 28. August 2008 in _______ summarisch befragt wur-
de, 

dass die Vorinstanz am 7. Oktober 2008 in  _______ eine Anhörung 
durchführte, 

dass  der  Beschwerdeführer  im  Wesentlichen  geltend  machte,  aus 
_______ zu stammen und römisch-katholischen Glaubens zu sein, 

dass er sich von 2002 bis 2006 ausbildungshalber in einem anderen 
Gliedstaat aufgehalten habe, 

dass er in der Folge als Lastwagenchauffeur gearbeitet und am 15. Juli 
2008 einen Unfall verursacht habe, 

dass dabei zwei Polizisten verletzt worden und später gestorben seien, 

dass  er  ebenfalls  Verletzungen  erlitten  habe  und in  Spitalpflege  ge-
bracht worden sei, 

dass sein Vater aufgrund des Todes der beiden Polizisten gegen sei-
nen  Sohn  gerichtete  Verfolgungshandlungen  befürchtet  und  ihn  am 
16. Juli 2008 nach _______ in ein anderes Spital gebracht habe, 

dass er damit rechnen müsse, des Mordes an den beiden Polizisten 
beschuldigt zu werden beziehungsweise eine entsprechende Anschul-
digung bereits erfolgt sei, 

dass er das Spital am 13. August 2008 verlassen habe und auf Anra-
ten des Anwalts seines Vaters wenig später ausser Landes geflohen 
sei, 

dass er keine Identitätsdokumente zu den Akten gab, 

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dass  das  BFM  auf  das  Asylgesuch  mit  Verfügung  vom 10.  Oktober 
2008 - eröffnet am 14. Oktober 2008 - gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) nicht eintrat 
und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass das Amt zur Begründung seines Entscheids im Wesentlichen an-
führte, aufgrund von widersprüchlichen, realitätsfremden und auswei-
chenden  Ausführungen  des  Beschwerdeführers  zu  Identitätsbelegen 
und zu den Reisemodalitäten müsse davon ausgegangen werden, er 
habe seine Identität nicht offengelegt, obwohl er dazu in der Lage ge-
wesen wäre, 

dass entsprechend keine entschuldbaren Gründe für die Papierlosig-
keit vorlägen, 

dass das BFM weiter festhielt, er erfülle die Flüchtlingseigenschaft ge-
mäss  Art.  3  und  7  AsylG  nicht,  wobei  zusätzliche  Abklärungen  zur 
Feststellung der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines  Wegweisungsvoll-
zugshindernisses aufgrund der Aktenlage nicht erforderlich seien, 

dass es in diesem Zusammenhang erwog, er  habe widersprüchliche 
Angaben zum angeblich erlittenen Unfall gemacht, 

dass er zudem nicht in der Lage gewesen sei, die dabei angeblich er-
littenen Verletzungen angemessen zu konkretisieren, 

dass  allfällige  gravierende  Verletzungen  auch  insofern  unglaubhaft 
wirkten, als er gleichwohl in der Lage gewesen sei, am Folgetag eine 
lange Autoreise in ein anderes Spital zu überstehen, 

dass er im zweiten Krankenhaus, wo er  angeblich einen Monat lang 
gepflegt worden sei, seinen Namen angegeben habe, 

dass  er  dort  mithin  ohne Probleme hätte  ausfindig  gemacht  werden 
können, weshalb die angebliche Verfolgung wegen des Unfalltods der 
Polizisten auch in diesem Lichte besehen nicht zu überzeugen vermö-
ge,

dass im Weiteren der Vollzug der Wegweisung aufgrund der Aktenlage 
als zulässig, zumutbar und möglich erscheine, 

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dass in  Nigeria  aktuell  nicht  eine Situation  allgemeiner  Gewalt  herr-
sche und auch keine in der Person des Beschwerdeführers liegende 
Gründe dem Vollzug entgegenstünden, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 21. Oktober 2008 (Datum 
des Poststempels)  diesen Entscheid  beim Bundesverwaltungsgericht 
anfocht und die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung, das Eintre-
ten auf das Asylgesuch, die Feststellung der Unzumutbarkeit des Weg-
weisungsvollzugs  und  entsprechend  die  vorläufige  Aufnahme  in  der 
Schweiz, die unentgeltliche Prozessführung (Art. 65 Abs. 1 des Verwal-
tungsverfahrensgesetzes  vom  20.  Dezember  1968  [VwVG, 
SR 172.021])  sowie den Verzicht  auf  die Erhebung eines  Kostenvor-
schusses beantragte, 

dass er zur Begründung ausführte, in Anbetracht der Situation vor Ort 
lägen entschuldbare Gründe für die Papierlosigkeit vor, 

dass er nie einen Pass oder eine Identitätskarte besessen habe und in 
Berücksichtigung der Lage in Nigeria die Beschaffung eines Identitäts-
belegs kaum möglich sei, 

dass das BFM im Weiteren fälschlicherweise davon ausgehe, er erfülle 
die Flüchtlingseigenschaft offenkundig nicht und es lägen keine Weg-
weisungsvollzugshindernisse vor,

dass es sich im Rahmen einer bloss summarischen Prüfung darauf be-
schränkt  habe,  Widersprüche  in  den  Aussagen  hervorzuheben,  wo-
durch die Begründungspflicht verletzt worden sei, 

dass ein allfälliger Vollzug der Wegweisung gegen die relevanten ge-
setzlichen Bestimmungen verstosse, 

dass er am 22. Oktober 2008 eine Bestätigung für seine Bedürftigkeit 
nachreichen liess, 

dass die vorinstanzlichen Akten am 23. Oktober 2008 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m. Art. 31 - 34 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesverwaltungsgericht [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 

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Bundesgesetzes  vom 17.  Juni  2005  über  das  Bundesgericht  [BGG, 
SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungs-
weise Änderung hat,

dass er entsprechend zur Einreichung der Beschwerde legitimiert  ist 
(Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass auf seine frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde somit 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG sowie Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 
VwVG),

dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung eines zweiten Richters entschie-
den wird (Art. 111 Bst. e AsylG), und es sich, wie nachfolgend aufge-
zeigt, um eine solche Beschwerde handelt, weshalb der Entscheid nur 
summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass vorliegend gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass  das  BFM  den  angefochtenen  Nichteintretensentscheid  auf  der 
Grundlage von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG getroffen hat,

dass bei  Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide die Beurtei-
lungszuständigkeit der Beschwerdeinstanz grundsätzlich auf die Über-
prüfung der Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das 
Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass bei  Begründetheit  der Beschwerde die angefochtene Verfügung 
aufzuheben  und  die  Sache  zu  neuer  Entscheidung  an  die  Vorin- 
stanz  zurückzuweisen  ist  (vgl.  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der 
Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2000 Nr. 34 E. 2.1 
S. 240 f.),

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dass gemäss der revidierten,  am 1. Januar 2007 in  Kraft  getretenen 
Bestimmung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf ein Asylgesuch nicht 
eingetreten  wird,  wenn  Asylsuchende  den  Behörden  nicht  innerhalb 
von 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitäts-
papiere abgeben,

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder wenn auf 
Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht-
lingseigenschaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs. 3  Bst.  b  AsylG)  oder 
wenn sich auf Grund der Anhörung die Notwendigkeit zusätzlicher Ab-
klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Weg-
weisungsvollzugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass  mithin  auch die  Flüchtlingseigenschaft  Prozessgegenstand des 
Beschwerdeverfahrens  bildet,  wobei  im  Rahmen  der  summarischen 
Prüfung  das offenkundige  Fehlen der  Flüchtlingseigenschaft,  sei  es, 
weil die Vorbringen offensichtlich unglaubhaft sind, oder sei es, weil sie 
offensichtlich  keine  flüchtlingsrechtliche  Relevanz  nach  Art.  3  AsylG 
aufweisen, und das offenkundige Fehlen von Wegweisungsvollzugshin-
dernissen zu beurteilen sind (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1),

dass unter  den Begriff  „Reise und Identitätspapiere“  gemäss Art. 32 
Abs. 2 Bst. a AsylG nur solche Dokumente und Ausweise fallen, wel-
che die Identität zweifelsfrei und fälschungssicher belegen, namentlich 
Reisepässe und Identitätskarten (vgl. dazu im Einzelnen BVGE 2007/7 
E. 4-6),

dass der  Beschwerdeführer unbestrittenermassen keine Identitätsdo-
kumente einreichte und dafür keine entschuldbaren Gründe glaubhaft 
machen konnte, 

dass namentlich die widersprüchlichen Angaben zu seiner Identitäts-
karte hervorzuheben sind (A 1/8, Anworten 13.2 und 13.4), 

dass  seine  Aussagen  zu  Identitätsbelegen  anlässlich  der  Anhörung 
ausgesprochen ausweichend und konstruiert  wirken (A 9/10, Antwor-
ten 4 ff.),

dass  aufgrund  seines  Aussageverhaltens  generell  der  Verdacht  auf-
kommt, er versuche, den Schweizer Asylbehörden seine Reiseroute zu 

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verheimlichen, um seine wahre Identität nicht preisgeben zu müssen 
(A 1/8, S. 5), 

dass  der  Umstand,  wonach  er  im  Rahmen  der  Anhörung  in  Wider-
spruch zu seinen bisherigen Angaben in der Lage war, konkretere An-
gaben zu Reiseroute zu machen, die generellen Zweifel am wahrheits-
gemässen Aussageverhalten verstärken (A 9/10, Antworten 71 ff.), 

dass  die  stereotypen  diesbezüglichen  Beschwerdevorbringen  offen-
sichtlich keine andere Einschätzung rechtfertigen, 

dass demnach die entsprechenden vorinstanzlichen Erwägungen nach 
einer Prüfung der Akten und unter Berücksichtigung der Beschwerde-
eingabe als zutreffend zu erachten sind und zwecks Vermeidung von 
Wiederholungen darauf verwiesen werden kann (Art. 109 Abs. 3 BGG 
i.V.m. Art. 6 AsylG und Art. 4 VwVG),

dass der Beschwerdeführer somit nicht glaubhaft darzulegen vermag, 
er sei durch nicht selbst zu verantwortende Umstände an der unver-
züglichen Einreichung von Reise- oder Identitätspapieren im Sinne von 
Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG gehindert  worden (Art. 32 Abs. 3 Bst. a 
AsylG),

dass  aufgrund der pflichtwidrigen Nichtabgabe entsprechender Doku-
mente die Identität des Beschwerdeführers nicht feststeht,

dass - wie bereits erwähnt - bei Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozessgegenstand  des  Beschwer-
deverfahrens bildet, wobei im Rahmen der summarischen Prüfung das 
offenkundige Fehlen der Flüchtlingseigenschaft und das offenkundige 
Fehlen von Wegweisungsvollzugshindernissen zu beurteilen sind, und 
sich  die  Offensichtlichkeit  auch  auf  die  Asylrelevanz  beziehen  kann 
(vgl. BVGE 2007/8 E. 5.6.6),

dass die Vorinstanz die Vorbringen des Beschwerdeführers zu Recht 
als offensichtlich nicht glaubhaft qualifiziert hat, 

dass seine Kernaussagen keine Realkennzeichen aufweisen und be-
reits  deshalb  nicht  den  Eindruck  von  tatsächlich  Erlebtem oder  Be-
fürchtetem in der geltend gemachten Form erwecken, weshalb die ent-
sprechenden Vorbringen offensichtlich haltlos erscheinen, 

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dass er  nicht  in  der Lage war, die angeblich erlittenen Verletzungen 
nachvollziehbar zu konkretisieren (A 9/10, Antworten 51 ff.), 

dass  er  insbesondere  auch  die  angeblichen  strafrechtlichen  Konse-
quenzen  wegen  des  geschilderten  Unfalls  ausgesprochen  vage  und 
stereotyp darlegte (A 9/10, Antworten 49 und 65 ff.), 

dass die angeblichen strafrechtlichen Konsequenzen wegen eines ver-
schuldeten Unfalls überdies kaum flüchtlingsrechtlich relevant wären, 

dass er sich im Rahmen der Beschwerdeargumentation zur offensicht-
lichen Haltlosigkeit der Vorbringen im Wesentlichen darauf beschränkt, 
die  Begründung  des angefochtenen  Entscheids  für  unzureichend  zu 
erklären, und nicht auf die detaillierten Erwägungen des BFM konkret 
eingeht, 

dass die Begründung des BFM indes offensichtlich als rechtsgenüglich 
zu bezeichnen ist (vgl. Art. 37 Abs. 1 AsylG), 

dass  aufgrund der Aktenlage nach der Anhörung vom 7. Oktober 2008 
das Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft einerseits und - wie sich 
auch noch aus den nachfolgenden Erwägungen zum Vollzug der Weg-
weisung  ergibt  -  das  Fehlen  von  Wegweisungsvollzugshindernissen 
andererseits nach dem Gesagten gleichermassen offensichtlich waren,

dass  auch  keine  Anhaltspunkte  für  die  Annahme zu  erkennen  sind, 
das BFM habe, um zu seiner Erkenntnis zu gelangen, eine mehr als 
bloss  summarische  materielle  Prüfung  vornehmen  oder  zusätzliche 
sachliche  oder  rechtliche  Abklärungen  treffen  müssen  (vgl.  hierzu 
BVGE 2007/8 E. 5.6.6 S. 91 f.),

dass der Beschwerdeschrift insgesamt keine Argumente, welche eine 
andere  als  die  vorgenommene  Beurteilung  rechtfertigen  würden,  zu 
entnehmen sind,

dass das BFM demnach korrekterweise Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG ange-
wendet hat und auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, 

dass gemäss Art. 44 Abs. 1 AsylG die Ablehnung eines Asylgesuchs 
oder das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Kanton keine Auf-
enthaltsbewilligung  erteilt  hat  (Art. 32  Bst. a  der  Asylverordnung  1 

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über Verfahrensfragen vom 11. August  1999 [AsylV 1])  und sich der 
Beschwerdeführer auch nicht auf einen dahingehenden Anspruch be-
rufen kann (vgl. EMARK 2001 Nr. 21),  weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundes-
gesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Aus-
länder [AuG, SR 142.20), 

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers ins Heimat-
land unter Berücksichtigung der völkerrechtlichen Verpflichtungen der 
Schweiz (Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze 
der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  [Europäische  Menschen-
rechtskonvention,  EMRK, SR 0.101],  Art. 33  Abs. 1 des  Abkommens 
vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [Flüchtlings-
konvention,  FK,  SR 0.142.30])  und  der  Bestimmungen  von  Art.  5 
Abs. 1  AsylG sowie  Art.  25  Abs. 2  und 3  der  Bundesverfassung der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) 
zulässig ist, da offensichtlich keine Menschenrechtsverletzungen dro-
hen und ebenso offensichtlich die Flüchtlingseigenschaft nicht besteht,

dass sich alleine aus der allgemeinen Menschenrechtssituation in Ni-
geria kein reales Risiko von Folter oder unmenschlicher oder erniedri-
gender Strafe oder Behandlung herleiten lässt,

dass im Übrigen selbst das Vorliegen einer allgemein schlechten Men-
schenrechtslage  für  die  Annahme  einer  drohenden  Verletzung  von 
Art. 3 EMRK nicht genügt (vgl. EMARK 2001 Nr. 16 E. 6a S. 122 mit 
zahlreichen Hinweisen),

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  aktuell  nicht  von  einer  Situation  allgemeiner  Gewalt  und  einer 
konkreten Gefährdung der Bevölkerung in Nigeria ausgegangen wer-
den kann,

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dass der junge und gemäss Aktenlage nicht in medizinischer Behand-
lung  stehende  Beschwerdeführer  über  ein  soziales  Netz  vor  Ort, 
Sprachkenntnisse, eine gewisse Ausbildung und Arbeitserfahrung ver-
fügt, weshalb er nach seiner Rückkehr nicht in eine existenzbedrohen-
de Situation geraten dürfte (A 1/8, S. 2; A 9/10, Antwort 22), 

dass sich aus den Akten mithin auch keine Hinweise auf individuelle 
Gefährdungsmomente des Beschwerdeführers in seinem Heimatstaat 
ergeben,  weshalb  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  zumutbar 
ist,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  in  den  Heimatstaat  schliesslich 
möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse  bestehen  (Art.  83  Abs.  2 
AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der Beschaffung gül-
tiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist darzutun, inwiefern 
die angefochtene Verfügung Bundesrecht  verletzt,  den rechtserhebli-
chen Sachverhalt  unrichtig oder unvollständig feststellt  oder unange-
messen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist,

dass das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-
ses mit beiliegendem Urteil gegenstandslos geworden ist, 

dass aufgrund der Aussichtslosigkeit der Beschwerde das Gesuch im 
Sinne  von  Art.  65  Abs.  1  VwVG  abzulehnen  und  die  Kosten  von 
Fr. 600.– (Art.  1-3  des  Reglements  vom 21.  Februar  2008  über  die 
Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht 
[VGKE,  SR  173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind 
(Art. 63 Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sin-
ne von Art. 65 Abs.1 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  600.– werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen zu Gunsten der Gerichts-
kasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an:

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den vor-

instanzlichen Akten (Kopie; Ref.-Nr. N _______)
- _______

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Nina Spälti Giannakitsas Patrick Weber

Versand:

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