# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 206ba3b0-2910-56e4-b6a6-fc946139f042
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-05-18
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 18.05.2010 UV 2009/10
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2009-10_2010-05-18.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2009/10

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 02.04.2020

Entscheiddatum: 18.05.2010

Entscheid Versicherungsgericht, 18.05.2010
Art. 18 Abs. 1 UVG: Sturz aus 1,5 Metern Höhe. Fehlende Kausalität 
zwischen Unfall und erstmals sechs Monate nach Unfallereignis geklagter 
nichtobjektivierbarer (Kopf-, Nacken- und Rückenschmerzen) und 
psychischer Beschwerden (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 18. Mai 2010, UV 2009/10).

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Lisbeth Mattle Frei und 

Versicherungsrichter Martin Rutishauser ; Gerichtsschreiber Adrian Rothenberger 

Entscheid vom 18. Mai 2010

in Sachen

R.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Fürsprecher lic. iur. Daniel Küng, Rosenbergstrasse 51, Postfach 1121, 

9001 St. Gallen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

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Invalidenrente und Integritätsentschädigung

Sachverhalt:

A.       

A.a   Der 1949 geborene R.___ arbeitete seit 15. Mai 2006 für die A.___ als Hilfsmaurer 

und war dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) 

obligatorisch unfallversichert (Suva-act. 1). Am 29. Juni 2006 erlitt der Versicherte auf 

einer Baustelle in B.___ einen Arbeitsunfall. Nach eigenen Angaben trat er mit einem 

Bein vom Laufbrett auf eine ans Baugerüst angelehnte Leiter, um einem 

Arbeitskollegen das Durchkommen zu ermöglichen. Als die Leiter am Boden 

wegrutschte, verlor der Versicherte das Gleichgewicht, prallte mit seinem rechten Arm 

heftig ans Baugerüst und stürzte ca. 1,5 Meter in die Tiefe. Bei diesem Sturz zog er 

sich eine rund 8 cm lange Rissquetschwunde am Unterarm und eine 

Abdomenkontusion zu (Suva-act. 16, 3).

A.b   Nach Abschluss der Heilbehandlungen sprach die Suva dem Versicherten mit 

Verfügung vom 6. Dezember 2007 mit Wirkung ab 1. Dezember 2007 eine 

Invalidenrente auf der Basis eines Invaliditätsgrades von 12% bei einem versicherten 

Jahresverdienst von Fr. 57'686.-- und eine Integritätsentschädigung in der Höhe von 

Fr. 10'680.-- zu (Suva-act. 60). Gegen diese Verfügung liess der Versicherte Einsprache 

erheben (Eingabe vom 3. Januar 2008, ergänzt durch Schreiben vom 30. Juni 2008 

[Suva-act. 69, 84]). Mit Entscheid vom 19. Dezember 2008 wies die SUVA die 

Einsprache ab (Suva-act. 90). Eine von der Swica Gesundheitsorganisation als 

betroffener Krankenversicherer am 12. Dezember 2007 vorsorglich erhobene 

Einsprache wurde am 7. Mai 2008 zurückgezogen (Suva-act. 61, 80).

B.       

B.a   Gegen den Einspracheentscheid vom 19. Dezember 2008 richtet sich die von 

Fürsprecher Daniel Küng, St. Gallen, für R.___ am 28. Januar 2009 beim 

Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen angehobene Beschwerde. Darin 

beantragt der Beschwerdeführer die Aufhebung des angefochtenen Entscheides, die 

Zusprechung einer ganzen Invalidenrente ab 1. Dezember 2007 und einer 

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Integritätsentschädigung von mindestens Fr. 53'400.--, eventualiter die Zurückweisung 

zur weiteren Abklärung, unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Zur Begründung 

bringt der Beschwerdeführer vor, die Beschwerdegegnerin gehe zu Unrecht davon aus, 

dass er in der Lage sei, ein Invalideneinkommen von Fr. 50'658.-- zu erwirtschaften. 

Sie berücksichtige nicht, dass sämtliche manuellen Tätigkeiten, bei denen er die rechte 

Hand benutzen müsse, mit der Gefahr eines plötzlichen, bis in den Kopf 

ausstrahlenden Schmerzes bei Anschlagen der Finger II bis IV der rechten Hand 

einhergingen. Sofern ihm solche Tätigkeiten überhaupt zumutbar seien, könnte er sie 

deshalb nur mit äusserster Vorsicht ausüben, was sein Arbeitstempo wesentlich 

beeinträchtige. Entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin seien auch die 

andauernden Kopfschmerzen, die Verschlechterung seines Schlafverhaltens, die damit 

einhergehenden Konzentrationsstörungen, die Beweglichkeitseinschränkung der Finger 

und des Handgelenks, die Nackenproblematik und die psychischen Störungen 

adäquat-kausal zum Unfall vom 29. Juni 2006. Unter Berücksichtigung sämtlicher 

unfallbedingter gesundheitlicher Einschränkungen müsse von einem 

Invalideneinkommen von Fr. 0.-- ausgegangen werden. Auch gehe die 

Beschwerdegegnerin mit Fr. 57'686.-- von einem zu tiefen Valideneinkommen aus, 

betrage das durchschnittliche Einkommen einer Hilfskraft im Jahr 2007 gemäss 

Schweizerischer Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik doch 

bereits Fr. 59'028.--. Bei der Festlegung der Integritätsentschädigung habe die 

Beschwerdegegnerin ausserdem nicht berücksichtigt, dass bereits ein 

Dreigliederverlust zu einer Integritätseinbusse von 7,5%, die eingeschränkte 

Schulterfunktion zu einer solchen von 10% führe. Die so ermittelte Integritätseinbusse 

von 17,5% sei unter Mitberücksichtigung sämtlicher unfallbedingter gesundheitlicher 

Einschränkungen angemessen, mindestens aber auf 50% zu erhöhen (act. G 1). Zum 

Beweis der Unfallkausalität der Nackenbeschwerden beantragt der Beschwerdeführer 

mit Beschwerdeergänzung vom 28. April 2009 schliesslich die Erstellung eines 

unfallanalytischen Gutachtens und fordert eine umfassende medizinische Abklärung 

seines Gesundheitszustandes im Rahmen einer polydisziplinären Begutachtung (act. 

G 7).

B.b   Mit Beschwerdeantwort vom 28. Mai 2009 beantragt die Beschwerdegegnerin die 

Abweisung der Beschwerde und stellt sich auf den Standpunkt, dass lediglich die 

bleibenden physischen Einschränkungen an der rechten oberen Extremität inkl. 

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Schulter unfallkausal seien. In Bezug auf die nicht objektivierbaren Beschwerden im 

gesamten Rückenbereich und die psychischen Beschwerden bestehe weder eine 

natürliche noch eine adäquate Kausalität zum Unfall vom 29. Juni 2006. Da der 

Beschwerdeführer während den ersten 72 Stunden nach dem Unfall keines der für ein 

Schleudertrauma typischen Anzeichen gezeigt habe, sei das Vorliegen eines solchen 

nicht anzunehmen. Die Invaliditätsbemessung für die physisch objektivierbaren 

Unfallfolgen an der rechten oberen Extremität inkl. Schulter sei anhand der vom 

Kreisarzt nach erneuter Untersuchung bestätigten Zumutbarkeitsbeurteilung der 

Rehaklinik Bellikon erfolgt. Die Vorbringen des Beschwerdeführers, wonach er in 

leidensadaptierten Tätigkeiten nur reduziert arbeitsfähig und ihm die Ausübung 

feinmotorischer Tätigkeiten nicht möglich sei, entbehrten jeglicher medizinischer 

Grundlagen. Die für die Ermittlung des Invalideneinkommens ausgewählten DAP-

Arbeitsplätze seien mit der Zumutbarkeitsbeurteilung vereinbar und der festgestellte 

Invalidenlohn von Fr. 50'658.-- korrekt. Das Valideneinkommen sei anhand konkreter 

Angaben der Arbeitgeberin festgelegt worden. Ob das so festgelegte Validen­

einkommen von Fr. 57'686.-- unter den LSE-Werten des Anforderungsprofils 4 liege, 

sei irrelevant. Der verfügte Integritätsschaden von 10% sei vom Kreisarzt korrekt 

ermittelt worden, bestehe hinsichtlich der eingeschränkten Schulterbeweglichkeit 

rechts aus rein organisch-struktureller Sicht doch lediglich ein Integritätsschaden von 

5%. Zudem könnten blosse Sensibilitätsstörungen nicht dem tatsächlichen Verlust von 

Fingergliedern gleich gestellt werden. Auf die Einholung eines unfallanalytischen 

Gutachtens sei zu verzichten, da ein solches im vorliegenden Fall nicht geeignet sei, 

zur Frage der Unfallkausalität der geklagten Beschwerden oder zur Organizität 

derselben einen beweismässig relevanten Beitrag zu leisten. Auch auf ein 

polydisziplinäres Gutachten könne verzichtet werden, da die organisch objektivierbaren 

Unfallfolgen an der rechten oberen Extremität und der rechten Schulter mit den 

vorhandenen Akten hinlänglich erstellt seien und eine Leistungspflicht in Bezug auf die 

organisch nicht objektivierbaren bzw. psychischen Störungen mangels adäquater 

Unfallkausalität von Vornherein verneint werden müsse (act. G 9).

B.c   Mit Eingabe vom 16. Juli 2009 hält der Beschwerdeführer replicando an den 

Beschwerdebegehren fest und rügt erneut, dass sein Gesundheitszustand nicht 

umfassend abgeklärt worden sei (act. G 13). Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf 

die Einreichung einer Duplik (act. G 15).

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Erwägungen:

1.        

1.1    Unmittelbar nach dem Unfall am 29. Juni 2006 wurde der Beschwerdeführer im 

Spital Linth hospitalisiert. Die behandelnden Ärzte diagnostizierten eine 

Rissquetschwunde am rechten Unterarm ulnar-dorsal mit Beteiligung der 

Extensorenmuskelgruppe und eine Abdomenkontusion. Anderweitige Beschwerden 

wurden nicht erwähnt (Suva-act. 3). Im Verlaufsbericht vom 29. August 2006 vermutete 

der Hausarzt, Dr. med. C.___, Facharzt für Innere Medizin FMH, zudem eine 

posttraumatische Periarthropathia humeroscapularis rechts und erwähnte, dass der 

Beschwerdeführer bereits anlässlich der ersten Wundkontrolle über Schmerzen im 

Schulterbereich seit dem Unfall geklagt habe. Unter physiotherapeutischer Behandlung 

hätten sich die Schmerzen im Vorderarm wie auch die Beweglichkeit und Belastbarkeit 

des rechten Armes insgesamt deutlich verbessert. Der Beschwerdeführer klage aber 

über belastungsabhängige Schmerzen sowie Auftreten von Parästhesien bei 

bestimmten Bewegungen im rechten Ellbogen (Suva-act. 7).

1.2    Am 7. September 2006 wurde der Beschwerdeführer von Dr. med. D.___, 

Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates 

FMH, untersucht. Dieser diagnostizierte eine Bursitis subacromialis rechts und eine 

Reizung des Nervus medianus rechts, wobei er im Sinne einer Differentialdiagnose 

auch das Vorliegen eines Carpaltunnel-Syndroms (CTS) für möglich hielt (Suva-act. 8). 

Tatsächlich stellte Dr. med. E.___, Fachärztin für Neurologie FMH, am 13. September 

2006 ein Carpaltunnel-Syndrom rechts mehr als links fest. Darüber hinaus erwähnte 

sie, dass die HWS-Beweglichkeit beim Beschwerdeführer frei sei, wobei bei einer 

Linksdrehung des Kopfes Schmerzen rechts angegeben würden. Es bestünde eine 

Druckdolenz über dem oberen Abschnitt der HWS. Zudem sei die 

Schultergelenksbeweglichkeit rechts leicht eingeschränkt und werde als schmerzhaft 

angegeben. Sie habe aber aus rein neurologischer Sicht keine Erklärung für die 

geklagten Schmerzen in Nacken, Schulter und Oberarm und vermute eine primär 

muskuläre oder arthrogene Ätiologie. Aufgrund der schon vorhandenen Atrophie gehe 

sie zudem davon aus, dass das Carpaltunnel-Syndrom keine alleinige Unfallfolge 

darstelle. Es sei vielmehr wahrscheinlich, dass ein vorbestehendes Carpaltunnel-

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Syndrom durch das Trauma und die nachfolgende Ruhigstellung mittels Oberarmgips 

demaskiert worden sei (Suva-act. 10).

1.3    Auf Antrag von Dr. C.___ wurde der Versicherte am 22. Dezember 2006 

kreisärztlich untersucht (Suva-act. 14). Im Untersuchungsbericht stellte Dr. med. F.___, 

Facharzt FMH für Chirurgie, Kreisarzt Suva St. Gallen, fest, dass der Beschwerdeführer 

trotz einer am 30. Oktober 2006 durchgeführten Operation zur Behandlung des 

Carpaltunnel-Syndroms noch immer über Beschwerden in den Fingern II bis IV rechts, 

ausstrahlend über den Ellbogen bis in den Schulter- und Nackenbereich rechts klage. 

Zudem bestehe eine Berührungsempfindlichkeit der Finger. Trotzdem sei der 

Beschwerdeführer seines Erachtens für leichte Tätigkeiten ohne Aussetzen an 

Vibrationen und hämmernden Einflüssen einsetzbar (Suva-act. 19). Ähnlich berichtete 

Dr. med. G.___, Leitender Arzt Chirurgie am Spital Wattwil, am 18. Januar 2007, dass 

der Beschwerdeführer ein Kribbeln von den Fingerspitzen zur Schulter und dann über 

den Nacken zur Stirn und wieder zurück verspüre. Eine weitere Intervention oder 

Massnahme in Bezug auf das Carpaltunnel-Syndrom sei aber nicht notwendig. 

Schlimmer seien für den Beschwerdeführer die Schulterschmerzen, die noch separat 

abgeklärt würden (Suva-act. 22).

1.4    Am 19. Januar 2007 wurde der Beschwerdeführer von Dr. med. H.___, 

Orthopädie SRFT am Spital Wattwil, untersucht. Bei der Schilderung des 

Unfallhergangs vom 29. Juni 2006 gegenüber Dr. H.___ erwähnte der 

Beschwerdeführer offenbar, dass er den Kopf angeschlagen und eine 

Rückwärtsbeschleunigung des Kopfes gegenüber der HWS erfahren habe. Zudem 

berichtete er über elektrisierende Schmerzen an der Hand, den ganzen Arm hoch über 

den Nacken bis in die Stirn ziehend. In der Folge diagnostizierte Dr. H.___ ein 

subacromiales Impingement und eine Läsion der Rotatorenmanschette der rechten 

Schulter mit posttraumatischer Exazerbation sowie ein chronifiziertes 

Beschleunigungstrauma der HWS als Folge des Unfalls vom 29. Juni 2006. Dabei 

räumte der Arzt ein, dass sicherlich auch ein Teil der Beschwerdesymptomatik von der 

rechten Schulter herrühren möge; ein Teil der Beschwerden sei aber wohl auch bedingt 

durch eine Beteiligung der HWS und der HWS-Muskulatur, wobei zur besseren 

Beurteilung eine MRI-Diagnostik wünschenswert wäre, was aber aufgrund von Ängsten 

beim Beschwerdeführer nicht möglich sei (Suva-act. 23).

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1.5    Auf Anweisung von Dr. C.___ und Dr. F.___ trat der Beschwerdeführer am 

14. März 2007 eine rund einmonatige stationäre Intensivrehabilitation in der Rehaklinik 

Bellikon an. Als aktuelle Probleme erwähnten die behandelnden Ärzte im 

Austrittsbericht vom 26. April 2006 Dauerschmerzen und "Ameisenlaufen" der Finger II 

bis IV rechts durch Hand, Arm, Schulter und rechte Nackenhälfte bis rechte Kopfhälfte, 

verstärkt bei Aktivität, Schmerzen bis zum Kopf bei Anschlagen der Hand oder Finger, 

eine leicht unvollständige Fingerbeweglichkeit rechts, eine eingeschränkte 

Handgelenksflexion rechts, ein Kraftdefizit der rechten Hand, eine schmerzhafte, leicht 

eingeschränkte Schulterbeweglichkeit rechts, zervikothorakale Rückenschmerzen bei 

langem Sitzen oder Stehen und eine leicht eingeschränkte Wirbelsäulenbeweglichkeit 

in allen Abschnitten. Eine konventionell-radiologische Untersuchung der HWS zeige 

keine Auffälligkeit, insbesondere seien keine degenerativen oder posttraumatischen 

Veränderungen festgestellt worden. Im Rahmen einer psychosomatischen 

Untersuchung wurde eine leichte Klaustrophobie, ansonsten aber keine wesentliche 

psychische Störung mit Krankheitswert festgestellt. Während die Ärzte die bisherige 

Tätigkeit als Bauarbeiter als unzumutbar qualifizierten, erachteten sie unter 

Berücksichtigung der im Rahmen der Testverfahren gezeigte Selbstlimitierung und 

Inkonsistenz eine leichte bis mittelschwere Arbeit als ganztags zumutbar, wobei 

Arbeiten über Schulterhöhe rechts nur vereinzelt, kurzzeitig und ohne grösseren 

Kraftaufwand, Tätigkeiten mit Vibrationen oder Schlägen in Bezug auf die rechte obere 

Extremität oder auf Leitern oder Gerüsten überhaupt nicht möglich seien (Suva-act. 

37).

1.6    Am 23. Mai 2007 wurde im Spital Stephanshorn eine cervicale vertebrospinale 

Kernspintomographie durchgeführt. Dabei stellte Dr. med. I.___ eine minimale mediane 

Diskusprotrusion C3/4 ohne neurale Beeinträchtigung, eine leichte Spondylose und 

initiale Osteochondrose der hochthoracalen Bewegungssegmente Th2-Th5 fest, 

qualifizierte das Kernspintomogramm im Übrigen aber als regulär, wobei insbesondere 

keine tiefcervicale Diskushernie oder ein anderweitiger neural kompromittierender 

Prozess festgestellt werden könne (Suva-act. 40).

1.7    Am 23. August 2007 fand die ärztliche Abschlussuntersuchung durch Dr. F.___ 

statt. Dabei erkannte dieser eine funktionell verbliebene Belastungseinschränkung des 

rechten Armes, eine leichte Bewegungseinschränkung der Endphalangen und 

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Sensibilitätsstörungen der Finger II bis IV sowie eine Bewegungs- und 

Belastungsbeschränkung der rechten Schulter bei sehr kleiner transmuraler Läsion der 

Supraspinatussehne. Objektiv bestünden im Vergleich zur Untersuchung im Dezember 

2006 deutliche Inkonsistenzen. Unfallfremd sei die Nackenproblematik (Suva-act. 45). 

Der Integritätsschaden betrage 10%, 5% für die organisch strukturellen Folgen der 

eingeschränkten Schulterbeweglichkeit, 5% für die Problematik an der rechten Hand in 

Analogie zu einem Dreigliederverlust (Suva-act. 46).

1.8    Am 28. April 2008 legte der Beschwerdeführer einen im Rahmen des laufenden 

IV-Verfahrens eingeholten Arztbericht der Psychiaterin Dr. med. J.___ ins Recht. Diese 

diagnostizierte beim Beschwerdeführer eine mittelgradige depressive Episode mit 

somatischem Syndrom (ICD-10 F32.11), eine schmerzhafte Funktionsstörung der 

ganzen rechten oberen Extremitäten sowie Asthma Bronchiale seit 1994. Bei der 

Darstellung des psychopathologischen Status beschreibt die Ärztin Auffassung, 

Aufmerksamkeit und Konzentration des Beschwerdeführers als deutlich herabgesetzt. 

Er sei auf seine Schmerzen eingeengt, grübelnd, misstrauisch. Es bestünden Hinweise 

für hypochondrische Überlagerung. Er leide unter Ein- und Durchschlafstörungen, 

starken Kopf- und Rückenschmerzen sowie Schmerzen im rechten Arm und in beiden 

Knien (act. G 7.1).

2.        

2.1    Die Beschwerdegegnerin anerkennt die Unfallkausalität der bleibenden 

physischen Einschränkungen des Beschwerdeführers an der rechten oberen Extremität 

inklusive Schulter (Belastungs- und Bewegungseinschränkungen, 

Sensibilitätsstörungen der Finger II – IV, sehr kleine transmurale Läsion der 

Supraspinatussehne). Umstritten ist lediglich die Unfallkausalität der vom 

Beschwerdeführer geklagten Nacken- und Kopfschmerzen resp. der daraus 

resultierenden Konzentrationsschwäche, der Schmerzen im BWS- und LWS-Bereich 

sowie der vom Beschwerdeführer geltend gemachten psychischen Probleme (act. G 9).

2.2    Nach ständiger Praxis des Eidgenössischen Versicherungsgerichts (EVG; seit 

1. Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts) kann ein nach einem 

versicherten Unfall aufgetretenes Leiden nur dann als dessen Folge betrachtet werden, 

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wenn und soweit es sicher oder doch zumindest überwiegend wahrscheinlich von 

jenem Unfall herrührt (natürliche Kausalität; BGE 115 V 133 sowie 117 V 359 und 134 V 

109). Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung des 

Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1; BGE 119 V 338 E. 1 und 118 V 289 E. 

1b je mit Hinweisen). Der Unfallversicherer haftet sodann nur für jene Folgen, die mit 

dem Unfall adäquat-kausal zusammenhängen (SVR 2000 UV Nr. 14 S. 45). Während es 

Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist, den natürlichen Kausalzusammenhang zu 

beurteilen, obliegt es dem Gericht, die Fragen nach dem adäquaten 

Kausalzusammenhang zu beurteilen (BGE 123 III 110 E. 3a). Im Bereich klar 

ausgewiesener organischer Unfallfolgen im Sinn von nachweisbaren strukturellen 

Veränderungen (ein organisches Substrat konnte mit bildgebenden 

Untersuchungsmethoden [Röntgen, Computertomogramm, EEG] nachgewiesen 

werden) spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen 

Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine 

Rolle. Sie ist bei ausgewiesener natürlicher Kausalität ohne weiteres zu bejahen (BGE 

127 V 103 E. 5b/bb, 123 V 102 E. 3b, 118 V 291 E. 3a, 117 V 365 E. 5d/bb mit 

Hinweisen). Sind dagegen die Unfallfolgen organisch nicht (hinreichend) fassbar, ist 

eine eigenständige Adäquanzbeurteilung durchzuführen, bei welcher wie folgt zu 

differenzieren ist: Hat die versicherte Person beim Unfall kein Schleudertrauma bzw. 

keine schleudertraumaähnliche Verletzung erlitten, gelangt die Rechtsprechung 

gemäss BGE 115 V 140 E. 6c/aa zur Anwendung. Ergeben die Abklärungen indessen 

das Vorliegen einer Schleudertraumaverletzung, muss geprüft werden, ob die zum 

typischen Beschwerdebild einer solchen Verletzung gehörenden Beeinträchtigungen 

zwar teilweise vorliegen, im Vergleich zur psychischen Problematik aber ganz in den 

Hintergrund treten. Trifft dies zu, sind für die Adäquanzbeurteilung ebenfalls die in BGE 

115 V 140 E. 6c/aa für Unfälle mit psychischen Unfallfolgen aufgestellten Grundsätze 

massgebend (BGE 123 V 99 E. 2a). Andernfalls erfolgt die Beurteilung der Adäquanz 

gemäss den in BGE 117 V 359 festgelegten und in BGE 134 V 109 präzisierten 

Kriterien.

2.3    Von organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen kann nach der 

höchstrichterlichen Rechtsprechung erst dann gesprochen werden, wenn die 

erhobenen Befunde mit apparativen/bildgebenden Abklärungen bestätigt werden (vgl. 

BGE 134 V 109 E. 9, 117 V 359 E. 5d/aa; SVR 2007 UV Nr. 25 S. 81 E. 5.4 mit 

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Hinweisen [U 479/05]). Diese Untersuchungsmethoden müssen zudem 

wissenschaftlich anerkannt sein (BGE 134 V 231 E. 5.1 mit Hinweisen). So können 

beispielsweise Verhärtungen und Verspannungen der Muskulatur, Druckdolenzen im 

Nacken sowie Einschränkungen der HWS-Beweglichkeit für sich allein nicht als klar 

ausgewiesenes organisches Substrat der Beschwerden qualifiziert werden. Gleiches 

gilt für Nackenverspannungen bei Streckhaltung der HWS mit Retrohaltung (Urteil des 

Bundesgerichts vom 17. Oktober 2008, 8C_124/2008, mit Hinweisen, sowie vom 7. 

Februar 2008, U13/07, E. 3.2 und 3.3). Im vorliegenden Fall ergab weder die durch die 

Ärzte der Rehaklinik Bellikon vorgenommene, konventionell-radiologische 

Untersuchung der HWS noch die am 23. Mai 2007 durchgeführte cervicale 

vertebrospinale Kernspintomographie unfallbedingte organisch-strukturelle Befunde, 

welche die vom Beschwerdeführer geklagten Kopf-, Nacken- und Rückenschmerzen 

zu erklären vermöchten. Vielmehr hielten die beurteilenden Ärzte fest, dass die HWS 

keine Auffälligkeiten, insbesondere keine degenerativen oder posttraumatischen 

Veränderungen aufweise und dass auch kein neural kompromittierender Prozess habe 

festgestellt werden können (Suva-act. 37, 40). Nach Ansicht von Dr. E.___ sind die vom 

Beschwerdeführer geklagten Nacken-, Schulter- und Oberarmschmerzen zudem auch 

aus neurologischer Sicht nicht erklärbar (Suva-act. 10).

3.        

3.1    Nach den Ergebnissen der medizinischen Forschung ist nun aber bekannt, dass 

bei Schleuderverletzungen sowie bei äquivalenten Verletzungen auch ohne 

nachweisbare pathologische bzw. organische Befunde noch Jahre nach dem Unfall 

funktionelle Ausfälle verschiedenster Art auftreten können. Der Umstand, dass die für 

ein Schleudertrauma, eine Distorsion der HWS oder ein Schädel-Hirntrauma typischen 

Beschwerden nicht mit entsprechenden Untersuchungsmethoden (Röntgen, 

Computertomogramm, EEG) objektivierbar sind, rechtfertigt für sich allein nicht, die 

diesbezüglichen Beschwerden in Abrede zu stellen (BGE 117 V 359 E. 5d/aa). Ist ein 

Schleudertrauma oder eine dem Schleudertrauma äquivalente Verletzung diagnostiziert 

und liegt ein für diese Verletzung typisches Beschwerdebild mit einer Häufung von 

Beschwerden wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und 

Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit und Visusstörungen, Reizbarkeit, 

Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung usw. vor, so ist der natürliche 

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Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und der danach eingetretenen Arbeits- 

und Erwerbsunfähigkeit in der Regel anzunehmen (BGE 117 V 359 Erw. 4b; vgl. auch 

BGE 117 V 369 Erw. 3e). Nach der aktuellen Rechtsprechung des Bundesgerichts 

(Urteile vom 30. Januar 2007 [U 215/05] i/S T. und vom 15. März 2007 [U 258/06] i/S 

G.) muss bei einer HWS-Verletzung das typische Beschwerdebild mit einer Häufung 

von Beschwerden nicht in seiner umfassenden Ausprägung innerhalb von 24 bis 

höchstens 72 Stunden nach dem Unfall auftreten. Vielmehr genügt es, wenn sich in 

diesem Zeitraum Beschwerden in der Halsregion oder an der HWS manifestieren. Die 

andern im Rahmen eines Schleudertraumas oder einer HWS-Distorsion typischerweise 

auftretenden Beschwerden müssen sich jedoch immerhin in einem Zeitraum 

manifestieren, der es erlaubt, vom Vorhandensein eines natürlichen 

Kausalzusammenhangs auszugehen.

3.2    Weder dem im Rahmen der Erstbehandlung durch das Spital Linth erstellten 

medizinischen Bericht vom 5. Juli 2006 noch dem Verlaufsbericht von Dr. C.___ vom 

29. August 2006 lässt sich entnehmen, dass der Beschwerdeführer nach dem Unfall 

über für ein Schleudertrauma typische Beschwerden geklagt hätte. Insbesondere 

scheint er mit keinem Wort Beschwerden in der Halsregion oder an der HWS, wie sie 

bei einem Schleudertrauma typischerweise innert 24 bis 72 Stunden auftreten, erwähnt 

zu haben. Erste Klagen über mit einem Kopfanprall zusammenhängende Kopf-, 

Nacken-, und Rückenbeschwerden äusserte der Beschwerdeführer vielmehr erst am 

19. Januar 2007 und damit fast ein halbes Jahr nach dem Unfallereignis. Weder die 

behandelnden Ärzte des Spitals Linth noch Dr. C.___ stellten zudem trotz eingehender 

Untersuchung des Beschwerdeführers Anzeichen für einen heftigen Anprall des Kopfes 

auf dem Boden (z.B. ein Hämatom) fest. Damit ist ein natürlicher Kausalzusammenhang 

zwischen dem Unfallereignis vom 29. Juni 2006 und den geklagten Beschwerden als 

Folgen einer schleudertraumaähnlichen Verletzung nicht mit dem im 

Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

erstellt und die Adäquanzbeurteilung daher nach der in BGE 115 V 133 ff. eingeführten 

Praxis vorzunehmen.

3.3     

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3.3.1           Nach der höchstrichterlichen Praxis zur Adäquanzprüfung bei Unfällen mit 

psychischen Unfallfolgen (BGE 115 V 133 ff.) ist der adäquate Kausalzusammenhang 

zwischen einem Unfall und einer psychisch bedingten Erwerbsunfähigkeit bei leichten 

Unfällen in der Regel ohne Weiteres zu verneinen, bei schweren Unfällen grundsätzlich 

zu bejahen. Im Bereich der mittelschweren Unfälle hingegen kann die Adäquanz nicht 

allein aufgrund des Unfalles beurteilt werden. Es sind vielmehr weitere, objektiv 

erfassbare Umstände, die unmittelbar mit dem Unfall im Zusammenhang stehen oder 

als direkte oder indirekte Folgen davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung 

einzubeziehen. Solche Umstände können als Beurteilungskriterien dienen, weil sie 

ihrerseits nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen 

Lebenserfahrung geeignet sind, in Verbindung mit dem Unfall zu einer psychisch 

bedingten Erwerbsunfähigkeit zu führen oder diese zu verstärken. Wichtigste von der 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung aufgestellte Kriterien sind besonders 

dramatische Begleitumstände oder eine besondere Eindrücklichkeit des Unfalls, die 

Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen, insbesondere ihre 

erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen, eine 

ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung, körperliche Dauerschmerzen, 

eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert, ein 

schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen und schliesslich Grad und 

Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit.

3.3.2           Die Qualifikation eines Ereignisses als schwerer, mittelschwerer oder 

leichter Unfall stellt eine reine Rechtsfrage dar, die nicht durch einen Unfallanalytiker, 

sondern durch die rechtsanwendende Unfallversicherung oder gegebenenfalls durch 

das Gericht vorzunehmen ist (Urteil des Bundesgerichts vom 9. August 2007, U 

515/06, E. 4.2.1). Da durch eine Unfallanalyse höchstens festgestellt werden kann, ob 

ein Unfallmechanismus geeignet war, eine bestimmte somatische Verletzung 

hervorzurufen, die Kopf-, Nacken- und Rückenbeschwerden des Beschwerdeführers 

im vorliegenden Fall aber – wie in E. 3.1 festgestellt – somatisch nicht fassbar sind, 

kann auf die Einholung eines unfallanalytischen Gutachtens verzichtet werden.

3.3.3           Bei der Einordnung eines Ereignisses als schwerer, mittelschwerer oder 

leichter Unfall spielt bei Stürzen die Fallhöhe eine zentrale Rolle (vgl. RKUV 1998 Nr. U 

307 S. 449 Erw. 3a mit Hinweisen). So qualifizierte das EVG einen Unfall, bei dem ein 

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Montagearbeiter von einem Rohr am Kopf getroffen aus zwei Metern Höhe auf den 

Boden stürzte und sich dabei eine Commotio cerebri, eine Querfortsatzfraktur bei 

LWK-1 sowie einen Bruch der linken Hand zuzog, als mittelschwer, ohne ihn an der 

Grenze zu den schweren oder leichten Unfällen anzusiedeln (Urteil vom 6. September 

2002, U 43/02, E. 3a). Nachdem Unfallhergang und Unfallfolgen des vorliegend zu 

beurteilenden Unfallereignisses mit dem eben geschilderten Fall durchaus vergleichbar 

sind, ist auch die vom Bundesgericht im genannten Urteil vorgenommene Qualifikation 

als mittelschwerer Unfall, der weder an der Grenze zu den leichten noch zu den 

schweren Unfällen liegt, zu übernehmen. Um im vorliegenden Fall einen adäquaten 

Kausalzusammenhang zwischen Unfallereignis und der psychisch bedingten 

Erwerbsunfähigkeit bejahen zu können, müssen die in E. 3.3.1 erläuterten Kriterien 

gemäss BGE 115 V 133 E. 6c/aa (mit der ihnen inhärenten Differenzierung zwischen 

physischen und psychischen Beschwerdekomponenten; BGE 117 V 359 E. 6a) damit 

gehäuft gegeben sein oder eines der Kriterien in besonders ausgeprägter Weise 

vorliegen.

3.3.4           Sieht man davon ab, dass kein Unfall, der nicht zum Vornherein als 

Bagatellunfall oder als leichter Unfall einzustufen ist, einer gewissen Eindrücklichkeit 

entbehrt, kann vorliegend jedenfalls nicht von einer besonderen Eindrücklichkeit oder 

von besonders dramatischen Begleitumständen des Unfalls gesprochen werden. Diese 

Ansicht teilt offenbar auch der Beschwerdeführer, bezeichnete er den Unfallhergang im 

Rahmen der psychosomatischen Abklärung durch die Rehaklinik Bellikon doch selber 

als "nicht dramatisch" (Suva-act. 37). Die vom Beschwerdeführer erlittenen Arm- und 

Schulterverletzungen können im Hinblick darauf, dass der Beschwerdeführer das Spital 

bereits einen Tag nach dem Unfall wieder verlassen konnte, auch nicht als schwer 

bezeichnet werden. Eine ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung liegt 

ebenfalls nicht vor, zumal Abklärungsmassnahmen und blosse ärztliche Kontrollen 

nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung nicht die Qualität einer regelmässigen, 

zielgerichteten Behandlung zukommt und sie dementsprechend bei der Prüfung dieses 

Adäquanzkriteriums nicht zu beachten sind (Urteil des Bundesgerichts vom 22. Februar 

2007, U 37/06, E. 7.3). Eine ärztliche Fehlbehandlung, ein schwieriger Heilungsverlauf 

oder erhebliche Komplikationen sind aus den Akten nicht ersichtlich. Da sich das 

Kriterium des Grades und der Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit nicht 

allein auf das Leistungsvermögen im angestammten Beruf bezieht (Urteil des 

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Bundesgerichts vom 6. Februar 2007, U 479/05, E. 8.6.1 mit Hinweisen), der 

Beschwerdeführer in einer leidensadaptierten Tätigkeit aber spätestens seit Abschluss 

der Rehabilitation Mitte April 2007 wieder voll arbeitsfähig war (vgl. dazu nachstehend 

E. 4), ist auch dieses Kriterium im Hinblick auf die in RKUV 2001 Nr. U 442, S. 544 (U 

56/00) zusammenfassend dargestellte Kasuistik des Bundesgerichts nicht erfüllt. 

Nachdem bislang keines der übrigen Kriterien erfüllt ist, kann vorliegend offen bleiben, 

ob in Bezug auf die anerkannten Unfallrestfolgen im Bereich der rechten Extremität und 

Schulter von körperlichen Dauerschmerzen gesprochen werden kann oder ob es sich 

dabei vor allem um Bewegungs- und Belastungsschmerzen handelt. Denn selbst wenn 

das Kriterium der Dauerschmerzen als erfüllt betrachtet würde, wäre es vorliegend 

nicht in derart ausgeprägter Weise erfüllt, dass es für sich alleine einen adäquaten 

Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und einer psychisch bedingten 

Erwerbsunfähigkeit zu erstellen vermöchte.

3.4    Zusammenfassend steht somit fest, dass die vom Beschwerdeführer geltend 

gemachten, nicht objektivierbaren Beschwerden, namentlich die Kopf-, Nacken- und 

Rückenschmerzen sowie die psychischen Beschwerden nicht unfallkausal sind und die 

Beschwerdegegnerin deshalb dafür nicht einzustehen hat. Besteht bereits mangels 

adäquatem Kausalzusammenhang keine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin für 

die nicht objektivierbaren Beschwerden, kann auf eine eingehende medizinische 

Untersuchung derselben im Rahmen eines polydisziplinären Gutachtens verzichtet 

werden, zumal die objektivierbaren und von der Beschwerdegegnerin als unfallkausal 

anerkannten Beschwerden in der rechten oberen Extremität und der rechten Schulter 

aktenmässig hinreichend ausgewiesen sind.

4.        

4.1    Die Ärzte der Rehaklinik Bellikon erachten dem Beschwerdeführer eine 

ganztägige mindestens leichte bis mittelschwere Arbeit als zumutbar, wobei Arbeiten 

über Schulterhöhe rechts nur vereinzelt, kurzzeitig und ohne grösseren Kraftaufwand 

möglich seien. Tätigkeiten mit Vibrationen oder Schlägen in Bezug auf die rechte obere 

Extremität sowie Tätigkeiten auf Leitern oder Gerüsten seien zu vermeiden. Dabei 

berücksichtigen sie, dass die Resultate der durchgeführten funktionellen 

Leistungsfähigkeitstests für die Beurteilung der zumutbaren Belastbarkeit aufgrund von 

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Symptomausweitung, Selbstlimitierung und Inkonsistenz nur teilweise herangezogen 

werden können. So sei es dem Beschwerdeführer beim Auftrag, die Fäuste in Richtung 

Decke zu strecken, möglich gewesen, bis endgradig in die Schulterflexion zu gehen, 

während bei isolierter Flexionstestung lediglich eine Bewegung bis 140° möglich 

gewesen sei. Weiter habe der Beschwerdeführer im Rahmen der Testung der 

Handkraft rechts Inkonsistenzen gezeigt. So habe er in der ärztlichen 

Eintrittsuntersuchung mit der rechten Hand durchschnittlich mit einer Kraft von 15,3 kp 

gedrückt. Im ersten Test während der Therapie durchschnittlich noch mit lediglich 7,1 

kp, bei späteren Wiederholungen zunehmend mehr, maximal 15,6 kp. Bei den Tests 

mit raschem Griffwechsel zwischen rechter und linker Hand, bei denen der getätigte 

Kraftaufwand nicht mehr kontrolliert werden könne, habe der Beschwerdeführer jedes 

Mal höhere Werte als in der Einzeltestung erreicht, nämlich meistens zwischen 15 und 

20 kp, wobei die gemessene Kraft beim letzten Test in sechs von acht Durchgängen 

zwischen 28 und 36 kp gelegen habe (Suva-act. 37).

4.2    Durch die Einschränkungen im Bereich der Überkopfarbeiten berücksichtigen die 

Ärzte der Rehaklinik Bellikon die Bewegungseinschränkung der rechten Schulter des 

Beschwerdeführers, durch die Unzumutbarkeit einer Tätigkeit mit Vibrationen oder 

Schlägen auf die rechte obere Extremität die vom Beschwerdeführer geklagten 

Schmerzen beim Anschlagen der Finger II – IV der rechten Hand. Die 

Leistungsfähigkeitsschätzung ist in sich schlüssig und nachvollziehbar. Darauf kann 

ohne Weiteres abgestellt werden.

5.        

5.1    Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird nach Art. 16 ATSG das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum 

Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu 

erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst 

genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der 

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Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Sofern die fraglichen 

Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach 

Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen 

Annäherungswerte miteinander zu vergleichen (BGE 128 V 29 E. 1; Urteil 8C_423/2007 

vom 18. März 2008, E. 3.4).

5.2     

5.2.1           Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die

versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird 

in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen 

Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, weil es der Erfahrung 

entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden 

wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 129 

V 222 E. 4.3.1; Urteil 8C_423/2007 vom 18. März 2008, E. 3.5 mit Hinweisen).

5.2.2           Der Beschwerdeführer arbeitete seit 15. Mai 2006 für die A.___ als 

Temporärarbeitnehmer. Diese hätte ihn aufgrund seiner guten Arbeitsleistung 

weiterbeschäftigt (Suva-act. 50). Ein geplanter Arbeitsstellenwechsel wird auch vom 

Beschwerdeführer nicht behauptet. Mangels konkreter gegenteiliger Anhaltspunkte ist 

deshalb davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer weiterhin von der A.___ für 

Arbeitseinsätze bei Einsatzbetrieben vermittelt worden wäre. Damit ist das 

Valideneinkommen konkret zu ermitteln. Es beträgt jährlich Fr. 57'686.--. Für die 

diesbezüglichen Einzelheiten kann auf den Einspracheentscheid vom 19. Dezember 

2008 verwiesen werden (E. 4a). Ein Vergleich mit den in bisherigen Tätigkeiten, 

teilweise ebenfalls als Temporärarbeitnehmer erzielten Erwerbseinkommen (vgl. IK-

Auszüge in Suva-act. 52) zeigt, dass die Aufrechnung der Bezüge auf ein 

Jahreseinkommen auf Grundlage der 2112 Stunden gemäss dem 

Gesamtarbeitsvertrag für das Baugewerbe zu einem für den Beschwerdeführer sehr 

vorteilhaften Ergebnis führt. Zwar liegt es nach wie vor unter dem massgeblichen 

statistischen Durchschnittslohn. Bei dieser Ausgangslage erscheint es aber nicht als 

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gerechtfertigt, die Vergleichseinkommen auch noch zu parallelisieren (vgl. dazu BGE 

135 V 297 E. 6.1.2).

5.3     

5.3.1           Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der 

Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in 

welcher die versicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine 

Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse 

gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in 

zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der 

Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der 

tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich erzieltes 

Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des 

Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue 

Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtsprechung entweder 

Tabellenlöhne gemäss LSE oder DAP-Zahlen herangezogen werden (BGE 129 V 472 E. 

4.2.1).

5.3.2           Im Hinblick auf die geforderte Repräsentativität der DAP-Profile und der 

daraus abgeleiteten Lohnangaben hat die Beschwerdegegnerin nach der 

Rechtsprechung zusätzlich zur Auflage von mindestens fünf DAP-Blättern Angaben zu 

machen über die Gesamtzahl der aufgrund der gegebenen Behinderung in Frage 

kommenden dokumentierten Arbeitsplätze, über den Höchst- und den Tiefstlohn sowie 

über den Durchschnittslohn der dem jeweils verwendeten Behinderungsprofil 

entsprechenden Gruppe. Im Beschwerdeverfahren ist es Sache des angerufenen 

Gerichts, die Rechtskonformität der DAP-Invaliditätsbemessung zu prüfen, 

gegebenenfalls die Sache an den Versicherer zurückzuweisen oder an Stelle des DAP-

Lohnvergleichs einen Tabellenlohnvergleich gestützt auf die LSE vorzunehmen (Urteil 

des EVG vom 28. August 2003, U 35/00, E. 4.2.2). Die erforderlichen Angaben sind den 

Akten zu entnehmen (Suva-act. 56). Im vorliegenden Fall beträgt die Gesamtzahl der 

aufgrund der gegebenen Behinderung in Frage kommenden dokumentierten 

Arbeitsplätze 84 mit einem Durchschnittslohn von Fr. 50'658.--. Der von der 

Rechtsprechung geforderten Repräsentativität der DAP-Profile ist somit Genüge getan.

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5.3.3           Im Einspracheverfahren rügte der Beschwerdeführer die fünf von der 

Beschwerdegegnerin konkret ausgewählten DAP-Stellen (Nr. 1071, 4222, 5489, 7532 

und 9050) als unzumutbar. So sei es ihm im Rahmen der vorgeschlagenen 

Fliessbandtätigkeiten bei der K.___ und der L.___ nicht möglich, im Falle plötzlich 

auftretender Schmerzen im rechten Arm eine Pause zu machen. Fast sämtliche 

vorgeschlagenen Arbeiten benötigten zudem ein gewisses Mass an Konzentration, das 

er aufgrund seiner andauernden Kopfschmerzen und Schlafstörungen nicht 

aufzubringen vermöge. Aufgrund der Beweglichkeitseinschränkungen der Finger seien 

ihm schliesslich feinmotorische Tätigkeiten nicht zumutbar, weshalb auch die 

vorgeschlagene Tätigkeit bei der M.___ nicht in Frage komme.

5.3.4           Die geltend gemachte Konzentrationsschwäche als Folge der geklagten 

Kopfschmerzen und Schlafstörungen kann mangels Unfallkausalität (vgl. E. 3) nicht 

berücksichtigt werden. Im Hinblick auf die vorliegend massgeblichen 

Zumutbarkeitskriterien nicht nachvollziehbar ist auch, weshalb es dem 

Beschwerdeführer aus medizinischen Gründen nicht zumutbar sein soll, 

Druckschablonen mit einem Maximalgewicht von 7 kg zu säubern und bei den 

Druckmaschinen hin und wieder Farbe nachzufüllen (K.___), Schwammstreifen auf ein 

Förderband zu legen (L.___), eine Mühle für die Zerkleinerung von Spritzgussausgüssen 

zu bedienen und das dabei entstehende Granulat abzutransportieren (N.___) oder einen 

vollautomatischen Schweissroboter mit Metallteilen mit einem Gewicht zwischen einem 

und drei Kilogramm zu bestücken resp. zu entladen (O.___). Recht zu geben ist dem 

Beschwerdeführer darin, dass er im Hinblick auf die medizinisch ausgewiesene, leicht 

unvollständige Fingerbeweglichkeit rechts und die Gefühlsstörungen in den Fingern II 

bis IV wohl nicht im Stande sein dürfte, mit der rechten Hand feinmotorisch zu arbeiten. 

Ob es sich bei dem im Beschrieb der Tätigkeit bei der M.___ erwähnten Arbeitsschritt 

"Plastiksäcklein über Vorrichtung stülpen" aber tatsächlich um eine feinmotorische 

Tätigkeit handelt, die zudem zwingend mit der rechten Hand auszuführen ist, ist 

allerdings fraglich. Wenn im DAP-Profil Nr. 1071 die häufige Notwendigkeit eines 

leichten resp. feinmotorischen Hantierens mit Werkzeugen angegeben wird, dürfte 

dadurch nicht die feinmotorische Arbeitsweise, sondern vielmehr der körperlich nicht 

anstrengende Umgang mit der Verpackungsmaschine angesprochen sein. Nachdem 

auch nur in einer der ausgewählten Tätigkeiten das Heben und Tragen einer mittleren 

Last vereinzelt notwendig, bei sämtlichen übrigen Tätigkeiten lediglich leichte bis sehr 

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leichte Lasten zu heben und zu tragen sind, entsprechen die von der 

Beschwerdegegnerin ausgewählten DAP-Profile insgesamt den von der Rehaklinik 

Bellikon aufgestellten, vorliegend massgeblichen Zumutbarkeitskriterien. Im Hinblick 

auf ihre Aktualität stellen sie eine geeignete Grundlage für die Berechnung des 

Invalideneinkommens dar.

5.4    Eine Gegenüberstellung des Valideneinkommens von Fr. 57'686.-- und des 

Invalideneinkommens von Fr. 50'658.-- ergibt eine Erwerbseinbusse von Fr. 7'028.-- 

und damit einen Invaliditätsgrad von gerundet 12%. In dieser Hinsicht ist der 

angefochtene Einspracheentscheid korrekt und die Beschwerde damit abzuweisen.

6.        

6.1    Erleidet eine versicherte Person durch einen Unfall eine dauernde erhebliche 

Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie 

Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]). Als dauernd gilt ein 

Integritätsschaden, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens mindestens in 

gleichem Umfang besteht, als erheblich, wenn die körperliche oder geistige Integrität 

unabhängig von der Erwerbsfähigkeit augenfällig oder stark beeinträchtigt ist (Art. 36 

der Verordnung über die Unfallversicherung [UVV; SR 832.202]; vgl. RKUV 1998 Nr. U 

303 S. 354). Die Integritätsentschädigung wird in Form einer Kapitalleistung gewährt. 

Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes 

nicht übersteigen und wird entsprechend der Schwere des Integritätsschadens 

abgestuft (Art. 25 Abs. 1 UVV). Für die Bemessung der Integritätsentschädigung gelten 

nach Art. 36 Abs. 2 UVV die Richtlinien des Anhangs 3 zur UVV, der eine Skala der 

Integritätsschäden enthält. Die Skala ist verbindlich, als Grobraster indessen nicht 

abschliessend. Sie enthält lediglich richtunggebende, in der Praxis häufig 

vorkommende Schäden mit den entsprechenden Werten. Teilschäden, andere 

Schäden oder Kombinationen derartiger Ganz- oder Teilschäden müssen mit den 

Listenfällen verglichen und nach der Schwere der durchschnittlichen Auswirkungen 

taxiert werden (Art. 36 Abs. 3 UVV; Ziff. 1 Abs. 2 der Richtlinien im Anhang 3 zur UVV). 

Die Schätzung des Integritätsschadens ist eine ausschliesslich ärztliche Angelegenheit. 

Die Skala der Integritätsschäden im Anhang 3 zur UVV erlaubt es dem Arzt, 

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grundsätzlich jede Integritätsentschädigung annähernd vergleichbaren 

Integritätsschäden der Skala zuzuordnen. Trotzdem hat sich in der Praxis ein Bedürfnis 

zur differenzierten listenmässigen Erfassung der Integritätsschäden manifestiert. Der 

ärztliche Dienst der Suva hat in der Folge, basierend auf der erwähnten Skala und unter 

Berücksichtigung dieser absolut verbindlichen Werte, weitere Schätzungsgrundlagen in 

tabellarischer Form erarbeitet (Mitteilungen der Medizinischen Abteilung der Suva Nr. 

57 bis 59, Tabellen 1 bis 16). Diese von der Verwaltung herausgegebenen Tabellen 

stellen zwar keine Rechtssätze dar und sind für die Parteien nicht verbindlich, umso 

mehr als Ziffer 1 der Richtlinien im Anhang 3 zur UVV bestimmt, dass der in der Skala 

angegebene Prozentsatz des Integritätsschadens für den Regelfall gilt, welcher im 

Einzelfall Abweichungen nach unten wie nach oben ermöglicht. Soweit sie jedoch 

lediglich als Richtwerte angesehen werden, mit denen die Gleichbehandlung aller 

versicherten Personen gewährleistet werden soll, sind sie mit dem Anhang 3 zur UVV 

vereinbar (BGE 113 V 218; RKUV 1987 Nr. U 21 S. 328 und Nr. U 31 S. 438).

6.2    Die Beschwerdegegnerin stützt sich auf die kreisärztliche Beurteilung des 

Integritätsschadens durch Dr. F.___ vom 23. August 2007. Darin gewichtet Dr. F.___ die 

Problematik an der rechten Hand in Analogie zu einem Dreigliederverlust mit 5%, dies 

obwohl ein Dreigliederverlust grundsätzlich einen Integritätsschaden von 7,5% zur 

Folge hat (Tabelle 3, Nr. 30). Wie die Beschwerdegegnerin aber zu Recht vorbringt, 

kann der tatsächliche Verlust der Endphalangen der Finger II bis IV nicht gleichgestellt 

werden mit leichten Bewegungseinschränkung und Sensibilitätsstörungen daselbst. 

Wenn Dr. F.___ daher für die Problematik an der rechten Hand lediglich einen 

reduzierten Integritätsschaden von 5% festlegt, ist dies nicht zu beanstanden.

6.3    Bei der kreisärztlichen Untersuchung vom 22. Dezember 2006 zeigte der 

Beschwerdeführer eine Schulterabduktion von 155° (Suva-act. 19). Im Rahmen der 

orthopädischen Untersuchung durch Dr. H.___ vom 17. Januar 2007 war ihm 

demgegenüber nur noch eine Schulterabduktion bis 90° möglich (Suva-act. 23). In 

Eintrittsuntersuchung durch die Ärzte der Rehaklinik Bellikon im März 2007 wurde eine 

Schulterabduktion bis 120° (Suva-act. 37), in der Austrittsuntersuchung eines solche 

bis 150° festgestellt. In der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung vom 23. August 

2007 schliesslich betrug die mögliche Abduktion wiederum nur 90° (Suva-act. 45). 

Diese Inkonsistenz bildet offensichtlich auch die Ursache dafür, dass Dr. F.___ den 

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Integritätsschaden in Bezug auf die eingeschränkte Schulterbeweglichkeit "aus 

organisch strukturellen Folgen" lediglich auf 5% anstelle der üblichen 10% (Tabelle 1, 

Schulter bis 30 Grad über Horizontale beweglich) festlegt. Tatsächlich ist es so, dass 

eine abschliessende Beurteilung des Integritätsschadens aufgrund der in Bezug auf die 

Schulterbeweglichkeit gezeigten Inkonsistenz eigentlich nicht möglich ist. Nachdem 

aber – wiederum im Hinblick auf die gezeigte Inkonsistenz – von weiteren Tests keine 

verlässlicheren Resultate zu erwarten sind, bleibt letztlich nichts anderes übrig, als den 

aus eingeschränkter Schulterbeweglichkeit resultierende Integritätsschaden 

schätzungsweise festzulegen. Die von Dr. F.___ vorgenommene Reduktion des 

tabellarisch vorgesehenen Integritätsschadens von 10% auf 5% erscheint dabei ohne 

Weiteres als angemessen.

6.4    Damit steht fest, dass die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer zu Recht 

eine Integritätsentschädigung von 10% zugesprochen hat. Auch in dieser Hinsicht ist 

die Beschwerde abzuweisen.

7.        

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu 

erheben (Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

Art. 18 Abs. 1 UVG: Sturz aus 1,5 Metern Höhe. Fehlende Kausalität zwischen 

Unfall und erstmals sechs Monate nach Unfallereignis geklagter 

nichtobjektivierbarer (Kopf-, Nacken- und Rückenschmerzen) und psychischer 

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Beschwerden (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 18. 

Mai 2010, UV 2009/10).

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Lisbeth Mattle Frei und 

Versicherungsrichter Martin Rutishauser ; Gerichtsschreiber Adrian Rothenberger

Entscheid vom 18. Mai 2010

in Sachen

R.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Fürsprecher lic. iur. Daniel Küng, Rosenbergstrasse 51, Postfach 1121, 

9001 St. Gallen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Invalidenrente und Integritätsentschädigung

Sachverhalt:

A.       

A.a   Der 1949 geborene R.___ arbeitete seit 15. Mai 2006 für die A.___ als Hilfsmaurer 

und war dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) 

obligatorisch unfallversichert (Suva-act. 1). Am 29. Juni 2006 erlitt der Versicherte auf 

einer Baustelle in B.___ einen Arbeitsunfall. Nach eigenen Angaben trat er mit einem 

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Bein vom Laufbrett auf eine ans Baugerüst angelehnte Leiter, um einem 

Arbeitskollegen das Durchkommen zu ermöglichen. Als die Leiter am Boden 

wegrutschte, verlor der Versicherte das Gleichgewicht, prallte mit seinem rechten Arm 

heftig ans Baugerüst und stürzte ca. 1,5 Meter in die Tiefe. Bei diesem Sturz zog er 

sich eine rund 8 cm lange Rissquetschwunde am Unterarm und eine 

Abdomenkontusion zu (Suva-act. 16, 3).

A.b   Nach Abschluss der Heilbehandlungen sprach die Suva dem Versicherten mit 

Verfügung vom 6. Dezember 2007 mit Wirkung ab 1. Dezember 2007 eine 

Invalidenrente auf der Basis eines Invaliditätsgrades von 12% bei einem versicherten 

Jahresverdienst von Fr. 57'686.-- und eine Integritätsentschädigung in der Höhe von 

Fr. 10'680.-- zu (Suva-act. 60). Gegen diese Verfügung liess der Versicherte Einsprache 

erheben (Eingabe vom 3. Januar 2008, ergänzt durch Schreiben vom 30. Juni 2008 

[Suva-act. 69, 84]). Mit Entscheid vom 19. Dezember 2008 wies die SUVA die 

Einsprache ab (Suva-act. 90). Eine von der Swica Gesundheitsorganisation als 

betroffener Krankenversicherer am 12. Dezember 2007 vorsorglich erhobene 

Einsprache wurde am 7. Mai 2008 zurückgezogen (Suva-act. 61, 80).

B.       

B.a   Gegen den Einspracheentscheid vom 19. Dezember 2008 richtet sich die von 

Fürsprecher Daniel Küng, St. Gallen, für R.___ am 28. Januar 2009 beim 

Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen angehobene Beschwerde. Darin 

beantragt der Beschwerdeführer die Aufhebung des angefochtenen Entscheides, die 

Zusprechung einer ganzen Invalidenrente ab 1. Dezember 2007 und einer 

Integritätsentschädigung von mindestens Fr. 53'400.--, eventualiter die Zurückweisung 

zur weiteren Abklärung, unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Zur Begründung 

bringt der Beschwerdeführer vor, die Beschwerdegegnerin gehe zu Unrecht davon aus, 

dass er in der Lage sei, ein Invalideneinkommen von Fr. 50'658.-- zu erwirtschaften. 

Sie berücksichtige nicht, dass sämtliche manuellen Tätigkeiten, bei denen er die rechte 

Hand benutzen müsse, mit der Gefahr eines plötzlichen, bis in den Kopf 

ausstrahlenden Schmerzes bei Anschlagen der Finger II bis IV der rechten Hand 

einhergingen. Sofern ihm solche Tätigkeiten überhaupt zumutbar seien, könnte er sie 

deshalb nur mit äusserster Vorsicht ausüben, was sein Arbeitstempo wesentlich 

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beeinträchtige. Entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin seien auch die 

andauernden Kopfschmerzen, die Verschlechterung seines Schlafverhaltens, die damit 

einhergehenden Konzentrationsstörungen, die Beweglichkeitseinschränkung der Finger 

und des Handgelenks, die Nackenproblematik und die psychischen Störungen 

adäquat-kausal zum Unfall vom 29. Juni 2006. Unter Berücksichtigung sämtlicher 

unfallbedingter gesundheitlicher Einschränkungen müsse von einem 

Invalideneinkommen von Fr. 0.-- ausgegangen werden. Auch gehe die 

Beschwerdegegnerin mit Fr. 57'686.-- von einem zu tiefen Valideneinkommen aus, 

betrage das durchschnittliche Einkommen einer Hilfskraft im Jahr 2007 gemäss 

Schweizerischer Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik doch 

bereits Fr. 59'028.--. Bei der Festlegung der Integritätsentschädigung habe die 

Beschwerdegegnerin ausserdem nicht berücksichtigt, dass bereits ein 

Dreigliederverlust zu einer Integritätseinbusse von 7,5%, die eingeschränkte 

Schulterfunktion zu einer solchen von 10% führe. Die so ermittelte Integritätseinbusse 

von 17,5% sei unter Mitberücksichtigung sämtlicher unfallbedingter gesundheitlicher 

Einschränkungen angemessen, mindestens aber auf 50% zu erhöhen (act. G 1). Zum 

Beweis der Unfallkausalität der Nackenbeschwerden beantragt der Beschwerdeführer 

mit Beschwerdeergänzung vom 28. April 2009 schliesslich die Erstellung eines 

unfallanalytischen Gutachtens und fordert eine umfassende medizinische Abklärung 

seines Gesundheitszustandes im Rahmen einer polydisziplinären Begutachtung (act. 

G 7).

B.b   Mit Beschwerdeantwort vom 28. Mai 2009 beantragt die Beschwerdegegnerin die 

Abweisung der Beschwerde und stellt sich auf den Standpunkt, dass lediglich die 

bleibenden physischen Einschränkungen an der rechten oberen Extremität inkl. 

Schulter unfallkausal seien. In Bezug auf die nicht objektivierbaren Beschwerden im 

gesamten Rückenbereich und die psychischen Beschwerden bestehe weder eine 

natürliche noch eine adäquate Kausalität zum Unfall vom 29. Juni 2006. Da der 

Beschwerdeführer während den ersten 72 Stunden nach dem Unfall keines der für ein 

Schleudertrauma typischen Anzeichen gezeigt habe, sei das Vorliegen eines solchen 

nicht anzunehmen. Die Invaliditätsbemessung für die physisch objektivierbaren 

Unfallfolgen an der rechten oberen Extremität inkl. Schulter sei anhand der vom 

Kreisarzt nach erneuter Untersuchung bestätigten Zumutbarkeitsbeurteilung der 

Rehaklinik Bellikon erfolgt. Die Vorbringen des Beschwerdeführers, wonach er in 

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leidensadaptierten Tätigkeiten nur reduziert arbeitsfähig und ihm die Ausübung 

feinmotorischer Tätigkeiten nicht möglich sei, entbehrten jeglicher medizinischer 

Grundlagen. Die für die Ermittlung des Invalideneinkommens ausgewählten DAP-

Arbeitsplätze seien mit der Zumutbarkeitsbeurteilung vereinbar und der festgestellte 

Invalidenlohn von Fr. 50'658.-- korrekt. Das Valideneinkommen sei anhand konkreter 

Angaben der Arbeitgeberin festgelegt worden. Ob das so festgelegte Validen­

einkommen von Fr. 57'686.-- unter den LSE-Werten des Anforderungsprofils 4 liege, 

sei irrelevant. Der verfügte Integritätsschaden von 10% sei vom Kreisarzt korrekt 

ermittelt worden, bestehe hinsichtlich der eingeschränkten Schulterbeweglichkeit 

rechts aus rein organisch-struktureller Sicht doch lediglich ein Integritätsschaden von 

5%. Zudem könnten blosse Sensibilitätsstörungen nicht dem tatsächlichen Verlust von 

Fingergliedern gleich gestellt werden. Auf die Einholung eines unfallanalytischen 

Gutachtens sei zu verzichten, da ein solches im vorliegenden Fall nicht geeignet sei, 

zur Frage der Unfallkausalität der geklagten Beschwerden oder zur Organizität 

derselben einen beweismässig relevanten Beitrag zu leisten. Auch auf ein 

polydisziplinäres Gutachten könne verzichtet werden, da die organisch objektivierbaren 

Unfallfolgen an der rechten oberen Extremität und der rechten Schulter mit den 

vorhandenen Akten hinlänglich erstellt seien und eine Leistungspflicht in Bezug auf die 

organisch nicht objektivierbaren bzw. psychischen Störungen mangels adäquater 

Unfallkausalität von Vornherein verneint werden müsse (act. G 9).

B.c   Mit Eingabe vom 16. Juli 2009 hält der Beschwerdeführer replicando an den 

Beschwerdebegehren fest und rügt erneut, dass sein Gesundheitszustand nicht 

umfassend abgeklärt worden sei (act. G 13). Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf 

die Einreichung einer Duplik (act. G 15).

Erwägungen:

1.        

1.1    Unmittelbar nach dem Unfall am 29. Juni 2006 wurde der Beschwerdeführer im 

Spital Linth hospitalisiert. Die behandelnden Ärzte diagnostizierten eine 

Rissquetschwunde am rechten Unterarm ulnar-dorsal mit Beteiligung der 

Extensorenmuskelgruppe und eine Abdomenkontusion. Anderweitige Beschwerden 

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wurden nicht erwähnt (Suva-act. 3). Im Verlaufsbericht vom 29. August 2006 vermutete 

der Hausarzt, Dr. med. C.___, Facharzt für Innere Medizin FMH, zudem eine 

posttraumatische Periarthropathia humeroscapularis rechts und erwähnte, dass der 

Beschwerdeführer bereits anlässlich der ersten Wundkontrolle über Schmerzen im 

Schulterbereich seit dem Unfall geklagt habe. Unter physiotherapeutischer Behandlung 

hätten sich die Schmerzen im Vorderarm wie auch die Beweglichkeit und Belastbarkeit 

des rechten Armes insgesamt deutlich verbessert. Der Beschwerdeführer klage aber 

über belastungsabhängige Schmerzen sowie Auftreten von Parästhesien bei 

bestimmten Bewegungen im rechten Ellbogen (Suva-act. 7).

1.2    Am 7. September 2006 wurde der Beschwerdeführer von Dr. med. D.___, 

Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates 

FMH, untersucht. Dieser diagnostizierte eine Bursitis subacromialis rechts und eine 

Reizung des Nervus medianus rechts, wobei er im Sinne einer Differentialdiagnose 

auch das Vorliegen eines Carpaltunnel-Syndroms (CTS) für möglich hielt (Suva-act. 8). 

Tatsächlich stellte Dr. med. E.___, Fachärztin für Neurologie FMH, am 13. September 

2006 ein Carpaltunnel-Syndrom rechts mehr als links fest. Darüber hinaus erwähnte 

sie, dass die HWS-Beweglichkeit beim Beschwerdeführer frei sei, wobei bei einer 

Linksdrehung des Kopfes Schmerzen rechts angegeben würden. Es bestünde eine 

Druckdolenz über dem oberen Abschnitt der HWS. Zudem sei die 

Schultergelenksbeweglichkeit rechts leicht eingeschränkt und werde als schmerzhaft 

angegeben. Sie habe aber aus rein neurologischer Sicht keine Erklärung für die 

geklagten Schmerzen in Nacken, Schulter und Oberarm und vermute eine primär 

muskuläre oder arthrogene Ätiologie. Aufgrund der schon vorhandenen Atrophie gehe 

sie zudem davon aus, dass das Carpaltunnel-Syndrom keine alleinige Unfallfolge 

darstelle. Es sei vielmehr wahrscheinlich, dass ein vorbestehendes Carpaltunnel-

Syndrom durch das Trauma und die nachfolgende Ruhigstellung mittels Oberarmgips 

demaskiert worden sei (Suva-act. 10).

1.3    Auf Antrag von Dr. C.___ wurde der Versicherte am 22. Dezember 2006 

kreisärztlich untersucht (Suva-act. 14). Im Untersuchungsbericht stellte Dr. med. F.___, 

Facharzt FMH für Chirurgie, Kreisarzt Suva St. Gallen, fest, dass der Beschwerdeführer 

trotz einer am 30. Oktober 2006 durchgeführten Operation zur Behandlung des 

Carpaltunnel-Syndroms noch immer über Beschwerden in den Fingern II bis IV rechts, 

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ausstrahlend über den Ellbogen bis in den Schulter- und Nackenbereich rechts klage. 

Zudem bestehe eine Berührungsempfindlichkeit der Finger. Trotzdem sei der 

Beschwerdeführer seines Erachtens für leichte Tätigkeiten ohne Aussetzen an 

Vibrationen und hämmernden Einflüssen einsetzbar (Suva-act. 19). Ähnlich berichtete 

Dr. med. G.___, Leitender Arzt Chirurgie am Spital Wattwil, am 18. Januar 2007, dass 

der Beschwerdeführer ein Kribbeln von den Fingerspitzen zur Schulter und dann über 

den Nacken zur Stirn und wieder zurück verspüre. Eine weitere Intervention oder 

Massnahme in Bezug auf das Carpaltunnel-Syndrom sei aber nicht notwendig. 

Schlimmer seien für den Beschwerdeführer die Schulterschmerzen, die noch separat 

abgeklärt würden (Suva-act. 22).

1.4    Am 19. Januar 2007 wurde der Beschwerdeführer von Dr. med. H.___, 

Orthopädie SRFT am Spital Wattwil, untersucht. Bei der Schilderung des 

Unfallhergangs vom 29. Juni 2006 gegenüber Dr. H.___ erwähnte der 

Beschwerdeführer offenbar, dass er den Kopf angeschlagen und eine 

Rückwärtsbeschleunigung des Kopfes gegenüber der HWS erfahren habe. Zudem 

berichtete er über elektrisierende Schmerzen an der Hand, den ganzen Arm hoch über 

den Nacken bis in die Stirn ziehend. In der Folge diagnostizierte Dr. H.___ ein 

subacromiales Impingement und eine Läsion der Rotatorenmanschette der rechten 

Schulter mit posttraumatischer Exazerbation sowie ein chronifiziertes 

Beschleunigungstrauma der HWS als Folge des Unfalls vom 29. Juni 2006. Dabei 

räumte der Arzt ein, dass sicherlich auch ein Teil der Beschwerdesymptomatik von der 

rechten Schulter herrühren möge; ein Teil der Beschwerden sei aber wohl auch bedingt 

durch eine Beteiligung der HWS und der HWS-Muskulatur, wobei zur besseren 

Beurteilung eine MRI-Diagnostik wünschenswert wäre, was aber aufgrund von Ängsten 

beim Beschwerdeführer nicht möglich sei (Suva-act. 23).

1.5    Auf Anweisung von Dr. C.___ und Dr. F.___ trat der Beschwerdeführer am 

14. März 2007 eine rund einmonatige stationäre Intensivrehabilitation in der Rehaklinik 

Bellikon an. Als aktuelle Probleme erwähnten die behandelnden Ärzte im 

Austrittsbericht vom 26. April 2006 Dauerschmerzen und "Ameisenlaufen" der Finger II 

bis IV rechts durch Hand, Arm, Schulter und rechte Nackenhälfte bis rechte Kopfhälfte, 

verstärkt bei Aktivität, Schmerzen bis zum Kopf bei Anschlagen der Hand oder Finger, 

eine leicht unvollständige Fingerbeweglichkeit rechts, eine eingeschränkte 

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Handgelenksflexion rechts, ein Kraftdefizit der rechten Hand, eine schmerzhafte, leicht 

eingeschränkte Schulterbeweglichkeit rechts, zervikothorakale Rückenschmerzen bei 

langem Sitzen oder Stehen und eine leicht eingeschränkte Wirbelsäulenbeweglichkeit 

in allen Abschnitten. Eine konventionell-radiologische Untersuchung der HWS zeige 

keine Auffälligkeit, insbesondere seien keine degenerativen oder posttraumatischen 

Veränderungen festgestellt worden. Im Rahmen einer psychosomatischen 

Untersuchung wurde eine leichte Klaustrophobie, ansonsten aber keine wesentliche 

psychische Störung mit Krankheitswert festgestellt. Während die Ärzte die bisherige 

Tätigkeit als Bauarbeiter als unzumutbar qualifizierten, erachteten sie unter 

Berücksichtigung der im Rahmen der Testverfahren gezeigte Selbstlimitierung und 

Inkonsistenz eine leichte bis mittelschwere Arbeit als ganztags zumutbar, wobei 

Arbeiten über Schulterhöhe rechts nur vereinzelt, kurzzeitig und ohne grösseren 

Kraftaufwand, Tätigkeiten mit Vibrationen oder Schlägen in Bezug auf die rechte obere 

Extremität oder auf Leitern oder Gerüsten überhaupt nicht möglich seien (Suva-act. 

37).

1.6    Am 23. Mai 2007 wurde im Spital Stephanshorn eine cervicale vertebrospinale 

Kernspintomographie durchgeführt. Dabei stellte Dr. med. I.___ eine minimale mediane 

Diskusprotrusion C3/4 ohne neurale Beeinträchtigung, eine leichte Spondylose und 

initiale Osteochondrose der hochthoracalen Bewegungssegmente Th2-Th5 fest, 

qualifizierte das Kernspintomogramm im Übrigen aber als regulär, wobei insbesondere 

keine tiefcervicale Diskushernie oder ein anderweitiger neural kompromittierender 

Prozess festgestellt werden könne (Suva-act. 40).

1.7    Am 23. August 2007 fand die ärztliche Abschlussuntersuchung durch Dr. F.___ 

statt. Dabei erkannte dieser eine funktionell verbliebene Belastungseinschränkung des 

rechten Armes, eine leichte Bewegungseinschränkung der Endphalangen und 

Sensibilitätsstörungen der Finger II bis IV sowie eine Bewegungs- und 

Belastungsbeschränkung der rechten Schulter bei sehr kleiner transmuraler Läsion der 

Supraspinatussehne. Objektiv bestünden im Vergleich zur Untersuchung im Dezember 

2006 deutliche Inkonsistenzen. Unfallfremd sei die Nackenproblematik (Suva-act. 45). 

Der Integritätsschaden betrage 10%, 5% für die organisch strukturellen Folgen der 

eingeschränkten Schulterbeweglichkeit, 5% für die Problematik an der rechten Hand in 

Analogie zu einem Dreigliederverlust (Suva-act. 46).

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1.8    Am 28. April 2008 legte der Beschwerdeführer einen im Rahmen des laufenden 

IV-Verfahrens eingeholten Arztbericht der Psychiaterin Dr. med. J.___ ins Recht. Diese 

diagnostizierte beim Beschwerdeführer eine mittelgradige depressive Episode mit 

somatischem Syndrom (ICD-10 F32.11), eine schmerzhafte Funktionsstörung der 

ganzen rechten oberen Extremitäten sowie Asthma Bronchiale seit 1994. Bei der 

Darstellung des psychopathologischen Status beschreibt die Ärztin Auffassung, 

Aufmerksamkeit und Konzentration des Beschwerdeführers als deutlich herabgesetzt. 

Er sei auf seine Schmerzen eingeengt, grübelnd, misstrauisch. Es bestünden Hinweise 

für hypochondrische Überlagerung. Er leide unter Ein- und Durchschlafstörungen, 

starken Kopf- und Rückenschmerzen sowie Schmerzen im rechten Arm und in beiden 

Knien (act. G 7.1).

2.        

2.1    Die Beschwerdegegnerin anerkennt die Unfallkausalität der bleibenden 

physischen Einschränkungen des Beschwerdeführers an der rechten oberen Extremität 

inklusive Schulter (Belastungs- und Bewegungseinschränkungen, 

Sensibilitätsstörungen der Finger II – IV, sehr kleine transmurale Läsion der 

Supraspinatussehne). Umstritten ist lediglich die Unfallkausalität der vom 

Beschwerdeführer geklagten Nacken- und Kopfschmerzen resp. der daraus 

resultierenden Konzentrationsschwäche, der Schmerzen im BWS- und LWS-Bereich 

sowie der vom Beschwerdeführer geltend gemachten psychischen Probleme (act. G 9).

2.2    Nach ständiger Praxis des Eidgenössischen Versicherungsgerichts (EVG; seit 

1. Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts) kann ein nach einem 

versicherten Unfall aufgetretenes Leiden nur dann als dessen Folge betrachtet werden, 

wenn und soweit es sicher oder doch zumindest überwiegend wahrscheinlich von 

jenem Unfall herrührt (natürliche Kausalität; BGE 115 V 133 sowie 117 V 359 und 134 V 

109). Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung des 

Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1; BGE 119 V 338 E. 1 und 118 V 289 E. 

1b je mit Hinweisen). Der Unfallversicherer haftet sodann nur für jene Folgen, die mit 

dem Unfall adäquat-kausal zusammenhängen (SVR 2000 UV Nr. 14 S. 45). Während es 

Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist, den natürlichen Kausalzusammenhang zu 

beurteilen, obliegt es dem Gericht, die Fragen nach dem adäquaten 

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Kausalzusammenhang zu beurteilen (BGE 123 III 110 E. 3a). Im Bereich klar 

ausgewiesener organischer Unfallfolgen im Sinn von nachweisbaren strukturellen 

Veränderungen (ein organisches Substrat konnte mit bildgebenden 

Untersuchungsmethoden [Röntgen, Computertomogramm, EEG] nachgewiesen 

werden) spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen 

Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine 

Rolle. Sie ist bei ausgewiesener natürlicher Kausalität ohne weiteres zu bejahen (BGE 

127 V 103 E. 5b/bb, 123 V 102 E. 3b, 118 V 291 E. 3a, 117 V 365 E. 5d/bb mit 

Hinweisen). Sind dagegen die Unfallfolgen organisch nicht (hinreichend) fassbar, ist 

eine eigenständige Adäquanzbeurteilung durchzuführen, bei welcher wie folgt zu 

differenzieren ist: Hat die versicherte Person beim Unfall kein Schleudertrauma bzw. 

keine schleudertraumaähnliche Verletzung erlitten, gelangt die Rechtsprechung 

gemäss BGE 115 V 140 E. 6c/aa zur Anwendung. Ergeben die Abklärungen indessen 

das Vorliegen einer Schleudertraumaverletzung, muss geprüft werden, ob die zum 

typischen Beschwerdebild einer solchen Verletzung gehörenden Beeinträchtigungen 

zwar teilweise vorliegen, im Vergleich zur psychischen Problematik aber ganz in den 

Hintergrund treten. Trifft dies zu, sind für die Adäquanzbeurteilung ebenfalls die in BGE 

115 V 140 E. 6c/aa für Unfälle mit psychischen Unfallfolgen aufgestellten Grundsätze 

massgebend (BGE 123 V 99 E. 2a). Andernfalls erfolgt die Beurteilung der Adäquanz 

gemäss den in BGE 117 V 359 festgelegten und in BGE 134 V 109 präzisierten 

Kriterien.

2.3    Von organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen kann nach der 

höchstrichterlichen Rechtsprechung erst dann gesprochen werden, wenn die 

erhobenen Befunde mit apparativen/bildgebenden Abklärungen bestätigt werden (vgl. 

BGE 134 V 109 E. 9, 117 V 359 E. 5d/aa; SVR 2007 UV Nr. 25 S. 81 E. 5.4 mit 

Hinweisen [U 479/05]). Diese Untersuchungsmethoden müssen zudem 

wissenschaftlich anerkannt sein (BGE 134 V 231 E. 5.1 mit Hinweisen). So können 

beispielsweise Verhärtungen und Verspannungen der Muskulatur, Druckdolenzen im 

Nacken sowie Einschränkungen der HWS-Beweglichkeit für sich allein nicht als klar 

ausgewiesenes organisches Substrat der Beschwerden qualifiziert werden. Gleiches 

gilt für Nackenverspannungen bei Streckhaltung der HWS mit Retrohaltung (Urteil des 

Bundesgerichts vom 17. Oktober 2008, 8C_124/2008, mit Hinweisen, sowie vom 7. 

Februar 2008, U13/07, E. 3.2 und 3.3). Im vorliegenden Fall ergab weder die durch die 

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Ärzte der Rehaklinik Bellikon vorgenommene, konventionell-radiologische 

Untersuchung der HWS noch die am 23. Mai 2007 durchgeführte cervicale 

vertebrospinale Kernspintomographie unfallbedingte organisch-strukturelle Befunde, 

welche die vom Beschwerdeführer geklagten Kopf-, Nacken- und Rückenschmerzen 

zu erklären vermöchten. Vielmehr hielten die beurteilenden Ärzte fest, dass die HWS 

keine Auffälligkeiten, insbesondere keine degenerativen oder posttraumatischen 

Veränderungen aufweise und dass auch kein neural kompromittierender Prozess habe 

festgestellt werden können (Suva-act. 37, 40). Nach Ansicht von Dr. E.___ sind die vom 

Beschwerdeführer geklagten Nacken-, Schulter- und Oberarmschmerzen zudem auch 

aus neurologischer Sicht nicht erklärbar (Suva-act. 10).

3.        

3.1    Nach den Ergebnissen der medizinischen Forschung ist nun aber bekannt, dass 

bei Schleuderverletzungen sowie bei äquivalenten Verletzungen auch ohne 

nachweisbare pathologische bzw. organische Befunde noch Jahre nach dem Unfall 

funktionelle Ausfälle verschiedenster Art auftreten können. Der Umstand, dass die für 

ein Schleudertrauma, eine Distorsion der HWS oder ein Schädel-Hirntrauma typischen 

Beschwerden nicht mit entsprechenden Untersuchungsmethoden (Röntgen, 

Computertomogramm, EEG) objektivierbar sind, rechtfertigt für sich allein nicht, die 

diesbezüglichen Beschwerden in Abrede zu stellen (BGE 117 V 359 E. 5d/aa). Ist ein 

Schleudertrauma oder eine dem Schleudertrauma äquivalente Verletzung diagnostiziert 

und liegt ein für diese Verletzung typisches Beschwerdebild mit einer Häufung von 

Beschwerden wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und 

Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit und Visusstörungen, Reizbarkeit, 

Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung usw. vor, so ist der natürliche 

Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und der danach eingetretenen Arbeits- 

und Erwerbsunfähigkeit in der Regel anzunehmen (BGE 117 V 359 Erw. 4b; vgl. auch 

BGE 117 V 369 Erw. 3e). Nach der aktuellen Rechtsprechung des Bundesgerichts 

(Urteile vom 30. Januar 2007 [U 215/05] i/S T. und vom 15. März 2007 [U 258/06] i/S 

G.) muss bei einer HWS-Verletzung das typische Beschwerdebild mit einer Häufung 

von Beschwerden nicht in seiner umfassenden Ausprägung innerhalb von 24 bis 

höchstens 72 Stunden nach dem Unfall auftreten. Vielmehr genügt es, wenn sich in 

diesem Zeitraum Beschwerden in der Halsregion oder an der HWS manifestieren. Die 

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andern im Rahmen eines Schleudertraumas oder einer HWS-Distorsion typischerweise 

auftretenden Beschwerden müssen sich jedoch immerhin in einem Zeitraum 

manifestieren, der es erlaubt, vom Vorhandensein eines natürlichen 

Kausalzusammenhangs auszugehen.

3.2    Weder dem im Rahmen der Erstbehandlung durch das Spital Linth erstellten 

medizinischen Bericht vom 5. Juli 2006 noch dem Verlaufsbericht von Dr. C.___ vom 

29. August 2006 lässt sich entnehmen, dass der Beschwerdeführer nach dem Unfall 

über für ein Schleudertrauma typische Beschwerden geklagt hätte. Insbesondere 

scheint er mit keinem Wort Beschwerden in der Halsregion oder an der HWS, wie sie 

bei einem Schleudertrauma typischerweise innert 24 bis 72 Stunden auftreten, erwähnt 

zu haben. Erste Klagen über mit einem Kopfanprall zusammenhängende Kopf-, 

Nacken-, und Rückenbeschwerden äusserte der Beschwerdeführer vielmehr erst am 

19. Januar 2007 und damit fast ein halbes Jahr nach dem Unfallereignis. Weder die 

behandelnden Ärzte des Spitals Linth noch Dr. C.___ stellten zudem trotz eingehender 

Untersuchung des Beschwerdeführers Anzeichen für einen heftigen Anprall des Kopfes 

auf dem Boden (z.B. ein Hämatom) fest. Damit ist ein natürlicher Kausalzusammenhang 

zwischen dem Unfallereignis vom 29. Juni 2006 und den geklagten Beschwerden als 

Folgen einer schleudertraumaähnlichen Verletzung nicht mit dem im 

Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

erstellt und die Adäquanzbeurteilung daher nach der in BGE 115 V 133 ff. eingeführten 

Praxis vorzunehmen.

3.3     

3.3.1           Nach der höchstrichterlichen Praxis zur Adäquanzprüfung bei Unfällen mit 

psychischen Unfallfolgen (BGE 115 V 133 ff.) ist der adäquate Kausalzusammenhang 

zwischen einem Unfall und einer psychisch bedingten Erwerbsunfähigkeit bei leichten 

Unfällen in der Regel ohne Weiteres zu verneinen, bei schweren Unfällen grundsätzlich 

zu bejahen. Im Bereich der mittelschweren Unfälle hingegen kann die Adäquanz nicht 

allein aufgrund des Unfalles beurteilt werden. Es sind vielmehr weitere, objektiv 

erfassbare Umstände, die unmittelbar mit dem Unfall im Zusammenhang stehen oder 

als direkte oder indirekte Folgen davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung 

einzubeziehen. Solche Umstände können als Beurteilungskriterien dienen, weil sie 

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ihrerseits nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen 

Lebenserfahrung geeignet sind, in Verbindung mit dem Unfall zu einer psychisch 

bedingten Erwerbsunfähigkeit zu führen oder diese zu verstärken. Wichtigste von der 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung aufgestellte Kriterien sind besonders 

dramatische Begleitumstände oder eine besondere Eindrücklichkeit des Unfalls, die 

Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen, insbesondere ihre 

erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen, eine 

ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung, körperliche Dauerschmerzen, 

eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert, ein 

schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen und schliesslich Grad und 

Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit.

3.3.2           Die Qualifikation eines Ereignisses als schwerer, mittelschwerer oder 

leichter Unfall stellt eine reine Rechtsfrage dar, die nicht durch einen Unfallanalytiker, 

sondern durch die rechtsanwendende Unfallversicherung oder gegebenenfalls durch 

das Gericht vorzunehmen ist (Urteil des Bundesgerichts vom 9. August 2007, U 

515/06, E. 4.2.1). Da durch eine Unfallanalyse höchstens festgestellt werden kann, ob 

ein Unfallmechanismus geeignet war, eine bestimmte somatische Verletzung 

hervorzurufen, die Kopf-, Nacken- und Rückenbeschwerden des Beschwerdeführers 

im vorliegenden Fall aber – wie in E. 3.1 festgestellt – somatisch nicht fassbar sind, 

kann auf die Einholung eines unfallanalytischen Gutachtens verzichtet werden.

3.3.3           Bei der Einordnung eines Ereignisses als schwerer, mittelschwerer oder 

leichter Unfall spielt bei Stürzen die Fallhöhe eine zentrale Rolle (vgl. RKUV 1998 Nr. U 

307 S. 449 Erw. 3a mit Hinweisen). So qualifizierte das EVG einen Unfall, bei dem ein 

Montagearbeiter von einem Rohr am Kopf getroffen aus zwei Metern Höhe auf den 

Boden stürzte und sich dabei eine Commotio cerebri, eine Querfortsatzfraktur bei 

LWK-1 sowie einen Bruch der linken Hand zuzog, als mittelschwer, ohne ihn an der 

Grenze zu den schweren oder leichten Unfällen anzusiedeln (Urteil vom 6. September 

2002, U 43/02, E. 3a). Nachdem Unfallhergang und Unfallfolgen des vorliegend zu 

beurteilenden Unfallereignisses mit dem eben geschilderten Fall durchaus vergleichbar 

sind, ist auch die vom Bundesgericht im genannten Urteil vorgenommene Qualifikation 

als mittelschwerer Unfall, der weder an der Grenze zu den leichten noch zu den 

schweren Unfällen liegt, zu übernehmen. Um im vorliegenden Fall einen adäquaten 

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Kausalzusammenhang zwischen Unfallereignis und der psychisch bedingten 

Erwerbsunfähigkeit bejahen zu können, müssen die in E. 3.3.1 erläuterten Kriterien 

gemäss BGE 115 V 133 E. 6c/aa (mit der ihnen inhärenten Differenzierung zwischen 

physischen und psychischen Beschwerdekomponenten; BGE 117 V 359 E. 6a) damit 

gehäuft gegeben sein oder eines der Kriterien in besonders ausgeprägter Weise 

vorliegen.

3.3.4           Sieht man davon ab, dass kein Unfall, der nicht zum Vornherein als 

Bagatellunfall oder als leichter Unfall einzustufen ist, einer gewissen Eindrücklichkeit 

entbehrt, kann vorliegend jedenfalls nicht von einer besonderen Eindrücklichkeit oder 

von besonders dramatischen Begleitumständen des Unfalls gesprochen werden. Diese 

Ansicht teilt offenbar auch der Beschwerdeführer, bezeichnete er den Unfallhergang im 

Rahmen der psychosomatischen Abklärung durch die Rehaklinik Bellikon doch selber 

als "nicht dramatisch" (Suva-act. 37). Die vom Beschwerdeführer erlittenen Arm- und 

Schulterverletzungen können im Hinblick darauf, dass der Beschwerdeführer das Spital 

bereits einen Tag nach dem Unfall wieder verlassen konnte, auch nicht als schwer 

bezeichnet werden. Eine ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung liegt 

ebenfalls nicht vor, zumal Abklärungsmassnahmen und blosse ärztliche Kontrollen 

nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung nicht die Qualität einer regelmässigen, 

zielgerichteten Behandlung zukommt und sie dementsprechend bei der Prüfung dieses 

Adäquanzkriteriums nicht zu beachten sind (Urteil des Bundesgerichts vom 22. Februar 

2007, U 37/06, E. 7.3). Eine ärztliche Fehlbehandlung, ein schwieriger Heilungsverlauf 

oder erhebliche Komplikationen sind aus den Akten nicht ersichtlich. Da sich das 

Kriterium des Grades und der Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit nicht 

allein auf das Leistungsvermögen im angestammten Beruf bezieht (Urteil des 

Bundesgerichts vom 6. Februar 2007, U 479/05, E. 8.6.1 mit Hinweisen), der 

Beschwerdeführer in einer leidensadaptierten Tätigkeit aber spätestens seit Abschluss 

der Rehabilitation Mitte April 2007 wieder voll arbeitsfähig war (vgl. dazu nachstehend 

E. 4), ist auch dieses Kriterium im Hinblick auf die in RKUV 2001 Nr. U 442, S. 544 (U 

56/00) zusammenfassend dargestellte Kasuistik des Bundesgerichts nicht erfüllt. 

Nachdem bislang keines der übrigen Kriterien erfüllt ist, kann vorliegend offen bleiben, 

ob in Bezug auf die anerkannten Unfallrestfolgen im Bereich der rechten Extremität und 

Schulter von körperlichen Dauerschmerzen gesprochen werden kann oder ob es sich 

dabei vor allem um Bewegungs- und Belastungsschmerzen handelt. Denn selbst wenn 

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das Kriterium der Dauerschmerzen als erfüllt betrachtet würde, wäre es vorliegend 

nicht in derart ausgeprägter Weise erfüllt, dass es für sich alleine einen adäquaten 

Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und einer psychisch bedingten 

Erwerbsunfähigkeit zu erstellen vermöchte.

3.4    Zusammenfassend steht somit fest, dass die vom Beschwerdeführer geltend 

gemachten, nicht objektivierbaren Beschwerden, namentlich die Kopf-, Nacken- und 

Rückenschmerzen sowie die psychischen Beschwerden nicht unfallkausal sind und die 

Beschwerdegegnerin deshalb dafür nicht einzustehen hat. Besteht bereits mangels 

adäquatem Kausalzusammenhang keine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin für 

die nicht objektivierbaren Beschwerden, kann auf eine eingehende medizinische 

Untersuchung derselben im Rahmen eines polydisziplinären Gutachtens verzichtet 

werden, zumal die objektivierbaren und von der Beschwerdegegnerin als unfallkausal 

anerkannten Beschwerden in der rechten oberen Extremität und der rechten Schulter 

aktenmässig hinreichend ausgewiesen sind.

4.        

4.1    Die Ärzte der Rehaklinik Bellikon erachten dem Beschwerdeführer eine 

ganztägige mindestens leichte bis mittelschwere Arbeit als zumutbar, wobei Arbeiten 

über Schulterhöhe rechts nur vereinzelt, kurzzeitig und ohne grösseren Kraftaufwand 

möglich seien. Tätigkeiten mit Vibrationen oder Schlägen in Bezug auf die rechte obere 

Extremität sowie Tätigkeiten auf Leitern oder Gerüsten seien zu vermeiden. Dabei 

berücksichtigen sie, dass die Resultate der durchgeführten funktionellen 

Leistungsfähigkeitstests für die Beurteilung der zumutbaren Belastbarkeit aufgrund von 

Symptomausweitung, Selbstlimitierung und Inkonsistenz nur teilweise herangezogen 

werden können. So sei es dem Beschwerdeführer beim Auftrag, die Fäuste in Richtung 

Decke zu strecken, möglich gewesen, bis endgradig in die Schulterflexion zu gehen, 

während bei isolierter Flexionstestung lediglich eine Bewegung bis 140° möglich 

gewesen sei. Weiter habe der Beschwerdeführer im Rahmen der Testung der 

Handkraft rechts Inkonsistenzen gezeigt. So habe er in der ärztlichen 

Eintrittsuntersuchung mit der rechten Hand durchschnittlich mit einer Kraft von 15,3 kp 

gedrückt. Im ersten Test während der Therapie durchschnittlich noch mit lediglich 7,1 

kp, bei späteren Wiederholungen zunehmend mehr, maximal 15,6 kp. Bei den Tests 

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mit raschem Griffwechsel zwischen rechter und linker Hand, bei denen der getätigte 

Kraftaufwand nicht mehr kontrolliert werden könne, habe der Beschwerdeführer jedes 

Mal höhere Werte als in der Einzeltestung erreicht, nämlich meistens zwischen 15 und 

20 kp, wobei die gemessene Kraft beim letzten Test in sechs von acht Durchgängen 

zwischen 28 und 36 kp gelegen habe (Suva-act. 37).

4.2    Durch die Einschränkungen im Bereich der Überkopfarbeiten berücksichtigen die 

Ärzte der Rehaklinik Bellikon die Bewegungseinschränkung der rechten Schulter des 

Beschwerdeführers, durch die Unzumutbarkeit einer Tätigkeit mit Vibrationen oder 

Schlägen auf die rechte obere Extremität die vom Beschwerdeführer geklagten 

Schmerzen beim Anschlagen der Finger II – IV der rechten Hand. Die 

Leistungsfähigkeitsschätzung ist in sich schlüssig und nachvollziehbar. Darauf kann 

ohne Weiteres abgestellt werden.

5.        

5.1    Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird nach Art. 16 ATSG das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum 

Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu 

erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst 

genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der 

Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Sofern die fraglichen 

Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach 

Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen 

Annäherungswerte miteinander zu vergleichen (BGE 128 V 29 E. 1; Urteil 8C_423/2007 

vom 18. März 2008, E. 3.4).

5.2     

5.2.1           Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die

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versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird 

in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen 

Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, weil es der Erfahrung 

entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden 

wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 129 

V 222 E. 4.3.1; Urteil 8C_423/2007 vom 18. März 2008, E. 3.5 mit Hinweisen).

5.2.2           Der Beschwerdeführer arbeitete seit 15. Mai 2006 für die A.___ als 

Temporärarbeitnehmer. Diese hätte ihn aufgrund seiner guten Arbeitsleistung 

weiterbeschäftigt (Suva-act. 50). Ein geplanter Arbeitsstellenwechsel wird auch vom 

Beschwerdeführer nicht behauptet. Mangels konkreter gegenteiliger Anhaltspunkte ist 

deshalb davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer weiterhin von der A.___ für 

Arbeitseinsätze bei Einsatzbetrieben vermittelt worden wäre. Damit ist das 

Valideneinkommen konkret zu ermitteln. Es beträgt jährlich Fr. 57'686.--. Für die 

diesbezüglichen Einzelheiten kann auf den Einspracheentscheid vom 19. Dezember 

2008 verwiesen werden (E. 4a). Ein Vergleich mit den in bisherigen Tätigkeiten, 

teilweise ebenfalls als Temporärarbeitnehmer erzielten Erwerbseinkommen (vgl. IK-

Auszüge in Suva-act. 52) zeigt, dass die Aufrechnung der Bezüge auf ein 

Jahreseinkommen auf Grundlage der 2112 Stunden gemäss dem 

Gesamtarbeitsvertrag für das Baugewerbe zu einem für den Beschwerdeführer sehr 

vorteilhaften Ergebnis führt. Zwar liegt es nach wie vor unter dem massgeblichen 

statistischen Durchschnittslohn. Bei dieser Ausgangslage erscheint es aber nicht als 

gerechtfertigt, die Vergleichseinkommen auch noch zu parallelisieren (vgl. dazu BGE 

135 V 297 E. 6.1.2).

5.3     

5.3.1           Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der 

Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in 

welcher die versicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine 

Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse 

gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in 

zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der 

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Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der 

tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich erzieltes 

Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des 

Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue 

Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtsprechung entweder 

Tabellenlöhne gemäss LSE oder DAP-Zahlen herangezogen werden (BGE 129 V 472 E. 

4.2.1).

5.3.2           Im Hinblick auf die geforderte Repräsentativität der DAP-Profile und der 

daraus abgeleiteten Lohnangaben hat die Beschwerdegegnerin nach der 

Rechtsprechung zusätzlich zur Auflage von mindestens fünf DAP-Blättern Angaben zu 

machen über die Gesamtzahl der aufgrund der gegebenen Behinderung in Frage 

kommenden dokumentierten Arbeitsplätze, über den Höchst- und den Tiefstlohn sowie 

über den Durchschnittslohn der dem jeweils verwendeten Behinderungsprofil 

entsprechenden Gruppe. Im Beschwerdeverfahren ist es Sache des angerufenen 

Gerichts, die Rechtskonformität der DAP-Invaliditätsbemessung zu prüfen, 

gegebenenfalls die Sache an den Versicherer zurückzuweisen oder an Stelle des DAP-

Lohnvergleichs einen Tabellenlohnvergleich gestützt auf die LSE vorzunehmen (Urteil 

des EVG vom 28. August 2003, U 35/00, E. 4.2.2). Die erforderlichen Angaben sind den 

Akten zu entnehmen (Suva-act. 56). Im vorliegenden Fall beträgt die Gesamtzahl der 

aufgrund der gegebenen Behinderung in Frage kommenden dokumentierten 

Arbeitsplätze 84 mit einem Durchschnittslohn von Fr. 50'658.--. Der von der 

Rechtsprechung geforderten Repräsentativität der DAP-Profile ist somit Genüge getan.

5.3.3           Im Einspracheverfahren rügte der Beschwerdeführer die fünf von der 

Beschwerdegegnerin konkret ausgewählten DAP-Stellen (Nr. 1071, 4222, 5489, 7532 

und 9050) als unzumutbar. So sei es ihm im Rahmen der vorgeschlagenen 

Fliessbandtätigkeiten bei der K.___ und der L.___ nicht möglich, im Falle plötzlich 

auftretender Schmerzen im rechten Arm eine Pause zu machen. Fast sämtliche 

vorgeschlagenen Arbeiten benötigten zudem ein gewisses Mass an Konzentration, das 

er aufgrund seiner andauernden Kopfschmerzen und Schlafstörungen nicht 

aufzubringen vermöge. Aufgrund der Beweglichkeitseinschränkungen der Finger seien 

ihm schliesslich feinmotorische Tätigkeiten nicht zumutbar, weshalb auch die 

vorgeschlagene Tätigkeit bei der M.___ nicht in Frage komme.

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5.3.4           Die geltend gemachte Konzentrationsschwäche als Folge der geklagten 

Kopfschmerzen und Schlafstörungen kann mangels Unfallkausalität (vgl. E. 3) nicht 

berücksichtigt werden. Im Hinblick auf die vorliegend massgeblichen 

Zumutbarkeitskriterien nicht nachvollziehbar ist auch, weshalb es dem 

Beschwerdeführer aus medizinischen Gründen nicht zumutbar sein soll, 

Druckschablonen mit einem Maximalgewicht von 7 kg zu säubern und bei den 

Druckmaschinen hin und wieder Farbe nachzufüllen (K.___), Schwammstreifen auf ein 

Förderband zu legen (L.___), eine Mühle für die Zerkleinerung von Spritzgussausgüssen 

zu bedienen und das dabei entstehende Granulat abzutransportieren (N.___) oder einen 

vollautomatischen Schweissroboter mit Metallteilen mit einem Gewicht zwischen einem 

und drei Kilogramm zu bestücken resp. zu entladen (O.___). Recht zu geben ist dem 

Beschwerdeführer darin, dass er im Hinblick auf die medizinisch ausgewiesene, leicht 

unvollständige Fingerbeweglichkeit rechts und die Gefühlsstörungen in den Fingern II 

bis IV wohl nicht im Stande sein dürfte, mit der rechten Hand feinmotorisch zu arbeiten. 

Ob es sich bei dem im Beschrieb der Tätigkeit bei der M.___ erwähnten Arbeitsschritt 

"Plastiksäcklein über Vorrichtung stülpen" aber tatsächlich um eine feinmotorische 

Tätigkeit handelt, die zudem zwingend mit der rechten Hand auszuführen ist, ist 

allerdings fraglich. Wenn im DAP-Profil Nr. 1071 die häufige Notwendigkeit eines 

leichten resp. feinmotorischen Hantierens mit Werkzeugen angegeben wird, dürfte 

dadurch nicht die feinmotorische Arbeitsweise, sondern vielmehr der körperlich nicht 

anstrengende Umgang mit der Verpackungsmaschine angesprochen sein. Nachdem 

auch nur in einer der ausgewählten Tätigkeiten das Heben und Tragen einer mittleren 

Last vereinzelt notwendig, bei sämtlichen übrigen Tätigkeiten lediglich leichte bis sehr 

leichte Lasten zu heben und zu tragen sind, entsprechen die von der 

Beschwerdegegnerin ausgewählten DAP-Profile insgesamt den von der Rehaklinik 

Bellikon aufgestellten, vorliegend massgeblichen Zumutbarkeitskriterien. Im Hinblick 

auf ihre Aktualität stellen sie eine geeignete Grundlage für die Berechnung des 

Invalideneinkommens dar.

5.4    Eine Gegenüberstellung des Valideneinkommens von Fr. 57'686.-- und des 

Invalideneinkommens von Fr. 50'658.-- ergibt eine Erwerbseinbusse von Fr. 7'028.-- 

und damit einen Invaliditätsgrad von gerundet 12%. In dieser Hinsicht ist der 

angefochtene Einspracheentscheid korrekt und die Beschwerde damit abzuweisen.

6.        

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6.1    Erleidet eine versicherte Person durch einen Unfall eine dauernde erhebliche 

Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie 

Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]). Als dauernd gilt ein 

Integritätsschaden, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens mindestens in 

gleichem Umfang besteht, als erheblich, wenn die körperliche oder geistige Integrität 

unabhängig von der Erwerbsfähigkeit augenfällig oder stark beeinträchtigt ist (Art. 36 

der Verordnung über die Unfallversicherung [UVV; SR 832.202]; vgl. RKUV 1998 Nr. U 

303 S. 354). Die Integritätsentschädigung wird in Form einer Kapitalleistung gewährt. 

Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes 

nicht übersteigen und wird entsprechend der Schwere des Integritätsschadens 

abgestuft (Art. 25 Abs. 1 UVV). Für die Bemessung der Integritätsentschädigung gelten 

nach Art. 36 Abs. 2 UVV die Richtlinien des Anhangs 3 zur UVV, der eine Skala der 

Integritätsschäden enthält. Die Skala ist verbindlich, als Grobraster indessen nicht 

abschliessend. Sie enthält lediglich richtunggebende, in der Praxis häufig 

vorkommende Schäden mit den entsprechenden Werten. Teilschäden, andere 

Schäden oder Kombinationen derartiger Ganz- oder Teilschäden müssen mit den 

Listenfällen verglichen und nach der Schwere der durchschnittlichen Auswirkungen 

taxiert werden (Art. 36 Abs. 3 UVV; Ziff. 1 Abs. 2 der Richtlinien im Anhang 3 zur UVV). 

Die Schätzung des Integritätsschadens ist eine ausschliesslich ärztliche Angelegenheit. 

Die Skala der Integritätsschäden im Anhang 3 zur UVV erlaubt es dem Arzt, 

grundsätzlich jede Integritätsentschädigung annähernd vergleichbaren 

Integritätsschäden der Skala zuzuordnen. Trotzdem hat sich in der Praxis ein Bedürfnis 

zur differenzierten listenmässigen Erfassung der Integritätsschäden manifestiert. Der 

ärztliche Dienst der Suva hat in der Folge, basierend auf der erwähnten Skala und unter 

Berücksichtigung dieser absolut verbindlichen Werte, weitere Schätzungsgrundlagen in 

tabellarischer Form erarbeitet (Mitteilungen der Medizinischen Abteilung der Suva Nr. 

57 bis 59, Tabellen 1 bis 16). Diese von der Verwaltung herausgegebenen Tabellen 

stellen zwar keine Rechtssätze dar und sind für die Parteien nicht verbindlich, umso 

mehr als Ziffer 1 der Richtlinien im Anhang 3 zur UVV bestimmt, dass der in der Skala 

angegebene Prozentsatz des Integritätsschadens für den Regelfall gilt, welcher im 

Einzelfall Abweichungen nach unten wie nach oben ermöglicht. Soweit sie jedoch 

lediglich als Richtwerte angesehen werden, mit denen die Gleichbehandlung aller 

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versicherten Personen gewährleistet werden soll, sind sie mit dem Anhang 3 zur UVV 

vereinbar (BGE 113 V 218; RKUV 1987 Nr. U 21 S. 328 und Nr. U 31 S. 438).

6.2    Die Beschwerdegegnerin stützt sich auf die kreisärztliche Beurteilung des