# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 76b2b360-ee56-5692-bcdf-c59e4348cc46
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-01-23
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 23.01.2024 810 23 270 (810 2023 270)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-23-270_2024-01-23.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 23. Januar 2024 (810 23 270) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Kindes- und Erwachsenenschutzrecht  

 

 

Errichtung einer Beistandschaft für den Verkauf einer Liegenschaft  

 

 
 
 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsrichter Markus 

Clausen, Hans Furer, Niklaus Ruckstuhl, Kantonsrichterin Ana 
Dettwiler, Gerichtsschreiber Martin Michel 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführerin 
  

 
gegen 
 
 

 Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____, Vorinstanz 
 

  
  

 
 

Betreff Errichtung einer Beistandschaft für den Verkauf einer Liegenschaft 
(Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ vom 
30. Oktober 2023) 

 
 
 
 

Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

A. A.____ (geb. 1958) wohnt mit ihrem Ehemann C.____ (geb. 1949) in einer eigenen 
Liegenschaft in D.____. Sie erbte zudem mit dem Tod ihrer Mutter E.____ im Jahr 2019 die 
elterliche Liegenschaft an der X.____strasse 26 in F.____. A.____ wendet sich im Zusammen-
hang mit einem bei ihr bestehenden Wahnsystem "Fall Willy" (nach ihrem Vater G.____ be-
nannt) seit Jahren mit unzähligen wirren Eingaben an diverse Behörden und Gerichte. Dies 
führte in der Vergangenheit zu mehreren Gefährdungsmeldungen bei der Kindes- und Erwach-
senenschutzbehörde B.____ (KESB), welche jedoch aufgrund einer fehlenden Gefährdung von 
der Ergreifung von Erwachsenenschutzmassnahmen absah. 
 
B. Mit Verfügung vom 24. Februar 2023 forderte der Sozialdienst H.____ von A.____ – 
als Erbin von E.____ sel. – bevorschusste Sozialhilfeleistungen in der Höhe von Fr. 64'594.65 
zurück. E.____ wurde gemäss der Rückforderungsverfügung im Zeitraum vom 1. Mai 2017 bis 
31. Dezember 2018 trotz vorhandenem – aber nicht unmittelbar realisierbarem – Vermögen von 
der Sozialhilfe H.____ in diesem Umfang unterstützt. 
 
C. Gegen die Verfügung des Sozialdienstes H.____ erhob A.____ beim Re-
gierungsstatthalteramt I.____ mit mehreren Eingaben Beschwerde. 
 
D. Mit Gefährdungsmeldung vom 13. März 2023 wandte sich das Regierungsstatthal-
teramt I.____ an die KESB und ersuchte um dringliche Prüfung von Erwachsenenschutzmass-
nahmen für A.____, weil zu befürchten sei, dass diese im Sinne eines möglichen Schwäche-
zustandes nicht in der Lage sein könnte, das Rechtsmittelverfahren selbständig zu bestreiten. 
 
E. Die KESB eröffnete daraufhin ein Verfahren um Prüfung von Erwachsenenschutz-
massnahmen für A.____ und ersuchte den Sozialdienst H.____ um Sistierung bzw. Aufhebung 
der Rückerstattungsverfügung. Aufgrund des bei der KESB hängigen Abklärungsverfahrens 
verzichtete der Sozialdienst H.____ vorderhand auf die Rückerstattung der Sozialhilfeleistungen 
und hob am 30. März 2023 die Rückerstattungsverfügung vom 24. Februar 2023 auf. Die Wie-
deraufnahme des Rückerstattungsverfahrens wurde ausdrücklich vorbehalten. Das beim Regie-
rungsstatthalteramt I.____ hängige Beschwerdeverfahren wurde am 3. April 2023 als gegen-
standslos geworden abgeschrieben. 
 
F. Mit Entscheid vom 30. Oktober 2023 errichtete die KESB für A.____ eine Vertretungs-
beistandschaft gemäss Art. 394 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB) vom 
10. Dezember 1907 und ernannte J.____ als Mandatsperson. Die Vertretungsbeistandschaft 
umfasst insbesondere die Aufgabenbereiche, A.____ bei der Prüfung und Durchführung des 
Verkaufs der Liegenschaft X.____strasse 26 in F.____ zu unterstützen und nötigenfalls zu 
vertreten, im Rahmen des Verkaufs der Liegenschaft die erforderlichen tatsächlichen und 
rechtlichen Handlungen vorzunehmen sowie die notwendigen Unterschriften zu leisten und 
A.____ im Zusammenhang mit der Rückzahlungsforderung des Sozialdienstes H.____ zu 
unterstützen und sie nötigenfalls zu vertreten. Den Stundenansatz der Beistandsperson setzte 
die KESB auf Fr. 110.-- fest. 
 

Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

G. Gegen den Entscheid der KESB vom 30. Oktober 2023 erhebt A.____ mit Eingabe 
vom 1. November 2023 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwal-
tungsrecht (Kantonsgericht), mit den sinngemässen Rechtsbegehren, es sei auf die Errichtung 
einer Vertretungsbeistandschaft zu verzichten, weil es neben dem von ihr akzeptierten Immobi-
lienmakler K.____ keiner weiteren Person für den Verkauf der Liegenschaft bedürfe, die Man-
datsperson J.____ sei "durch einen Schweizer Bürger/Bürgerin" zu ersetzen und der Stunden-
ansatz sei auf maximal Fr. 60.-- festzusetzen. 
 
H. Während des Beschwerdeverfahrens sind beim Kantonsgericht 50 weitere Eingaben 
der Beschwerdeführerin eingegangen. 
 
I. Mit Vernehmlassung vom 14. November 2023 schloss die KESB auf vollumfängliche 
Abweisung der Beschwerde. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss Art. 450 Abs. 1 ZGB kann gegen Entscheide der Erwachsenenschutzbehörde 
Beschwerde beim zuständigen Gericht erhoben werden. Zuständiges Gericht im Sinne dieser 
Bestimmung ist nach § 66 Abs. 1 des kantonalen Gesetzes über die Einführung des Zivilgesetz-
buches (EG ZGB) vom 16. November 2006 das Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht. Das Verfahren richtet sich nach den Art. 450 ZGB bis Art. 450e ZGB. Im 
Übrigen sind die Bestimmungen des kantonalen Verwaltungsprozessrechts anwendbar (§ 66 
Abs. 2 EG ZGB; §§ 43 ff. des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung 
[VPO] vom 16. Dezember 1993). 
 
1.2 Nach Art. 450 Abs. 2 ZGB sind Personen zur Beschwerde befugt, die am Verfahren 
beteiligt sind (Ziff. 1), die der betroffenen Person nahestehen (Ziff. 2) oder die ein rechtlich ge-
schütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids haben 
(Ziff. 3). Die Beschwerdeführerin ist als Adressatin des angefochtenen Entscheids zur Be-
schwerdeerhebung legitimiert. 
 
1.3 Streitgegenstand bilden einzig die von der Vorinstanz im angefochtenen Entscheid 
vom 30. Oktober 2023 errichteten Erwachsenenschutzmassnahmen. Soweit die Beschwerde-
führerin in ihren unzähligen und ausschweifenden Rechtsschriften über den Streitgegenstand 
hinaus Begehren im Zusammenhang mit dem "Fall Willy" stellt und Vorwürfe gegenüber diver-
sen Personen und Behörden erhebt, kann auf ihre Beschwerde nicht eingetreten werden. 
 
2. Gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen 
(Ziff. 1), die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die 
Unangemessenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Dem Kantonsgericht kommt bei der Beurteilung der 
Beschwerde somit volle Kognition zu. Der Fall wird gemäss § 1 Abs. 4 VPO im Zirkulations-
verfahren entschieden. 
 

Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

3.1 Die KESB errichtete mit dem angefochtenen Entscheid eine Vertretungsbeistandschaft 
gemäss Art. 394 ZGB für den Verkauf der Liegenschaft X.____strasse 26 in F.____. Sie führte 
zur Begründung aus, dass Liegenschaftsverkäufe vom Wesen her äusserst komplexe Rechts-
geschäfte seien und es gelte, in mannigfaltiger Weise die persönlichen und finanziellen Interes-
sen der Beschwerdeführerin zu wahren. Gestützt auf die bisherigen Akten, den fachärztlichen 
Bericht von Dr. med. L.____ vom 22. August 2023 (Gutachten vom 22. August 2023) und den 
Abklärungsbericht betreffend Notwendigkeit von Erwachsenenschutzmassnahmen der Sozialar-
beiterin der KESB vom 5. Oktober 2023 (Abklärungsbericht vom 5. Oktober 2023) ergebe sich, 
dass die Beschwerdeführerin insbesondere beim Verkauf der Liegenschaft X.____strasse 26 in 
F.____ eine Hilfestellung resp. eine Vertretung in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht durch 
eine behördlich legitimierte Fachperson benötige. Dem fachärztlichen Bericht sei zu entneh-
men, dass die Beschwerdeführerin unter einer paranoiden Schizophrenie leide und ohne Unter-
stützung nicht in der Lage sei, eine der Realität entsprechende Administration, gesundheitliche 
Selbstfürsorge, Einkommens- und Vermögensverwaltung sowie eine der Realität entsprechen-
de eigenständige rechtliche Vertretung ihrer Interessen wahrzunehmen. Insbesondere sei die 
Beschwerdeführerin durch Errichtung einer behördlichen Erwachsenenschutzmassnahme 
gemäss Art. 394 ZGB im Rahmen einer Vertretungsbeistandschaft zu befähigen, die erforder-
lichen Schritte und Handlungen bei einem Hausverkauf und bei allen in diesem Zusammenhang 
erforderlichen Handlungen vorzunehmen. Somit sei eine Vertretungsbeistandschaft für die Be-
schwerdeführerin zu errichten, begrenzt auf das Thema Liegenschaftsverkauf und um die 
Rückforderungsansprüche des Sozialdienstes H.____ zu regeln. Als Mandatsperson stelle sich 
J.____ zur Verfügung. Diese sei geeignet und werde daher als Mandatsperson ernannt. Der 
Stundenansatz für die Mandatsperson werde in Anwendung von § 18 Abs. 1 lit. a i.V.m. § 18 
Abs. 4 der Verordnung über die Gebühren zum Zivilrecht (GebV) vom 8. Januar 1991 auf 
Fr. 110.-- festgesetzt. Die Unterstützung im Hinblick auf den angedachten und anstehenden 
Hausverkauf brauche die Beschwerdeführerin rasch und nicht erst mit Eintritt der Rechtskraft. 
Dringlich sei auch die Rückzahlungsforderung des Sozialdienstes H.____, welche im Zusam-
menhang mit dem Hausverkauf angegangen werden solle. Deshalb sei die Massnahme sofort 
zu vollstrecken. 
 
2.2 Die Beschwerdeführerin bringt dagegen sinngemäss vor, die Errichtung einer Vertre-
tungsbeistandschaft für den Verkauf der Liegenschaft sei nicht erforderlich, weil sie den 
Immobilienmakler K.____ beigezogen habe. Dieser habe sie an einen Makler vor Ort (M.____) 
verwiesen, der sie nun unterstützen werde. Neben diesem Makler und ihrem Ehemann, der sie 
auch beim Hausverkauf unterstützen werde, bedürfe es keiner weiteren Person für den Verkauf 
der Liegenschaft. Sie hätten gemeinsam mit Hilfe des Maklers K.____ auch ihr eigenes Wohn-
haus gekauft. Weiter führt sie aus, sie habe immer kommuniziert, dass sie alles bezahlen 
werde, was ihre Mutter an Kosten verursacht habe, sie wolle aber alle Belege dazu ausgehän-
digt bekommen, damit sie alle Ausgaben nachvollziehen könne. In Bezug auf die eingesetzte 
Mandatsperson macht die Beschwerdeführerin geltend, diese sei nicht die Art der Person, die 
es brauche, um den Hausverkauf angehen und durchführen zu wollen. Sodann rügt die Be-
schwerdeführerin einen zu hohen Stundenansatz der Mandatsperson. Mit Eingabe vom 10. No-
vember 2023 beantragt die Beschwerdeführerin, sie sei von der Einmischung durch eine Bei-

Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

standschaft zu verschonen, da sie ein positives Gespräch mit dem Makler M.____ gehabt habe 
und das Haus sich innert der nächsten drei bis vier Monate verkaufen lasse. 
 
2.3 In ihrer Vernehmlassung hält die Vorinstanz fest, es erscheine angesichts der Akten-
lage unumgänglich, dass die Beistandschaft für die gesundheitlich beeinträchtigte Beschwerde-
führerin, zumindest für den geplanten Hausverkauf, aufrechterhalten bleibe. Die eingesetzte 
Mandatsperson sei eine Berufsbeiständin, betreue eine Vielzahl von Mandaten und verfüge 
über eine Grundausbildung als dipl. Sozialpädagogin (FH). Damit verfüge sie über die entspre-
chende Sozial-, Selbst- und Fachkompetenz und sei geeignet, die ihr gemäss Ernennungs-
urkunde obliegenden Aufgaben des Hausverkaufs zu erledigen. Weiter bestätigt die KESB in 
ihrer Vernehmlassung, dass der Makler M.____ ausgeführt habe, er habe sich mit der Be-
schwerdeführerin getroffen, die Angelegenheit besprochen und anschliessend zusammen mit 
einer Mitarbeiterin die Liegenschaft angeschaut. Die Beschwerdeführerin habe seiner Immobi-
lienfirma ihr Vertrauen geschenkt und ihm den Hausschlüssel zur Liegenschaft übergeben. Er 
sei der Meinung, dass seine Firma den Verkauf bis zum Frühjahr abschliessen könne. Die 
KESB könne sich über seine Firma und seine Person versichern und vergewissern, dass sein 
Immobilienbüro das auch könne. Er schaue all den noch kommenden Schreiben der Beschwer-
deführerin mit der nötigen Geduld entgegen. Weiter führt die KESB in der Vernehmlassung aus, 
es sei im Rahmen einer Vertretungsbeistandschaft durchaus möglich, gewisse Geschäfte an 
eine andere Fachperson zu übertragen, soweit dies mit einer sorgfältigen Mandatsführung 
vereinbar und eine persönliche Erfüllung nicht zwingend sei. Vorliegend könne die Mandatsper-
son im Rahmen der Vertretungsbeistandschaft beim geplanten Hausverkauf durchaus den von 
der Beschwerdeführerin gewünschten Makler beiziehen. So könne dem Wunsch der Beschwer-
deführerin zumindest teilweise entsprochen werden. 
 
3.1 Die KESB errichtet eine Beistandschaft, wenn eine volljährige Person wegen einer 
geistigen Behinderung, einer psychischen Störung oder eines ähnlichen in der Person liegen-
den Schwächezustands ihre Angelegenheiten nur teilweise oder nicht besorgen kann (Art. 390 
Abs. 1 Ziff. 1 ZGB). Eine Vertretungsbeistandschaft wird errichtet, wenn die hilfsbedürftige 
Person bestimmte Angelegenheiten nicht erledigen kann und deshalb vertreten werden muss 
(Art. 394 Abs. 1 ZGB). Diese Form der Beistandschaft kann auch gegen den Willen der hilfs-
bedürftigen Person angeordnet werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_795/2014 vom 
14. April 2015 E. 4.1.2). Soweit die KESB nicht eine andere Anordnung getroffen hat, schränkt 
diese Massnahme die Handlungsfähigkeit der betroffenen Person nicht ein (Art. 394 Abs. 2 
ZGB). 
 
3.2 Zweck der behördlichen Massnahmen des Erwachsenenschutzes ist nach Art. 388 
Abs. 1 ZGB, das Wohl und den Schutz hilfsbedürftiger Personen sicherzustellen. Basis ist stets 
das Selbstbestimmungsrecht der betroffenen Person. Es soll soweit wie möglich erhalten und 
gefördert werden (Art. 388 Abs. 2 ZGB). Das Gesetz verzichtet daher weitgehend auf gesetzlich 
umschriebene, starre Massnahmen zum Schutz hilfsbedürftiger Menschen. In Art. 389 ZGB 
unterstellt der Gesetzgeber alle behördlichen Massnahmen des Erwachsenenschutzes den 
beiden Maximen der Subsidiarität (Art. 389 Abs. 1 ZGB) und der Verhältnismässigkeit (Art. 389 
Abs. 2 ZGB). Subsidiarität bedeutet, dass behördliche Massnahmen nur dann anzuordnen sind, 

Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

wenn die Betreuung der hilfsbedürftigen Person auf andere Weise nicht angemessen sicher-
gestellt ist (vgl. Botschaft zur Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Erwachsenen-
schutz, Personenrecht und Kindesrecht] vom 28. Juni 2006, Bundesblatt [BBl] 2006 S. 7042). 
Kommt die KESB zum Schluss, die vorhandene Unterstützung der hilfsbedürftigen Person sei 
nicht ausreichend oder von vornherein ungenügend, so muss ihre behördliche Massnahme 
verhältnismässig, das heisst erforderlich und geeignet sein (Art. 389 Abs. 2 ZGB). Es gilt der 
Grundsatz "so viel staatliche Fürsorge wie nötig, so wenig staatlicher Eingriff wie möglich" 
(BGE 140 III 49 E. 4.3.1; BBl 2006 S. 7017, Ziff. 1.3.4 in fine). Die KESB hat dabei nicht gesetz-
lich fest umschriebene, starre Massnahmen, sondern "Massnahmen nach Mass" zu treffen, also 
solche, die den Bedürfnissen der betroffenen Person entsprechen (Art. 391 Abs.1 ZGB). Unter 
den verschiedenen geeigneten Varianten ist die zurückhaltendste zu wählen; diese muss 
zudem in einem vernünftigen Verhältnis zur Einschränkung des Selbstbestimmungsrechts 
stehen (Urteil des Bundesgerichts 5A_795/2014 vom 14. April 2015 E. 4.2.1). 
 
3.3 Aus dem Gutachten vom 22. August 2023 ergibt sich schlüssig, dass bei der Beschwer-
deführerin paranoide Wahnvorstellungen mit einem Beeinflussungswahn sowie deutlichen Ich-
Störungen bestehen und die Kriterien für eine paranoide Schizophrenie (ICD-10 F20.0) erfüllt 
sind. Gemäss den Kriterien zur Bestimmung des Schweregrades einer neuropsychologischen 
Störung sowie Zuordnungen zur Funktions- und Arbeitsfähigkeit handelt es sich um eine leichte 
bis mittelmässige neuropsychologische Störung. Aufgrund der Schilderung der Beschwerdefüh-
rerin gegenüber dem Gutachter ist seit mindestens 1990 von einer psychotischen Symptomatik 
auszugehen. Die Beschwerdeführerin zeigt allerdings krankheitsbedingt keinerlei Krankheitsein-
sicht, weshalb sie bisher auch keine Behandlung in Anspruch genommen hat. Es handelt sich 
somit um eine seit Jahren bestehende, mittlerweile chronische Erkrankung. Damit liegt bei der 
Beschwerdeführerin ein Schwächezustand vor, der sich im Übrigen auch im Rahmen der Be-
schwerdeführung vor dem Kantonsgericht anhand der Eingaben der Beschwerdeführerin ein-
drücklich zeigte. 
 
3.4 Den Vorakten und dem Abklärungsbericht vom 5. Oktober 2023 ist zu entnehmen, dass 
die Gefährdungsmeldung vom 16. März 2023 Auslöser des vorliegenden Verfahrens war, da 
befürchtet wurde, dass die Beschwerdeführerin nicht in der Lage sein könnte, das Rechtsmit-
telverfahren im Zusammenhang mit der Rückerstattungsforderung von Sozialhilfegeldern 
selbständig zu bestreiten. Weiter wird im Abklärungsbericht ausgeführt, die Beschwerdeführerin 
könne die Sozialhilfeschulden bei der Gemeinde H.____ nicht begleichen, sofern das Haus in 
F.____ nicht verkauft werde (vgl. Ziff. 7.2 Abklärungsbericht). Damit geht die KESB davon aus, 
dass die Beschwerdeführerin aufgrund mangelnden liquiden Vermögens nicht in der Lage wäre, 
die vom Sozialdienst H.____ geltend gemachte Forderung in der Höhe von Fr. 64'594.65 
begleichen zu können. Weshalb die KESB indes zu diesem Schluss gelangt ist, ist aufgrund der 
aktuellen Aktenlage nicht nachvollziehbar. Die Beschwerdeführerin selbst hat gegenüber der 
abklärenden Person ausgeführt, sie verfüge noch über ein liquides Vermögen von ca. 
Fr. 180'000.--. Diese Ausführungen erscheinen durchaus glaubwürdig, zumal sich bei den 
Vorakten eine Dienstleistungsübersicht der BLKB befindet, woraus sich ein Saldo eines 
Privatkontos per 27. Oktober 2022 von rund Fr. 200'000.-- (lautend auf die Ehegatten A.___ und 
C.____) ergibt. Damit erscheint der Hausverkauf in F.____ nicht besonders dringlich und insbe-

Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

sondere keine zwingende Voraussetzung für die Durchführung des Rückerstattungsverfahrens. 
Daraus ergibt sich, dass der entscheidrelevante Sachverhalt hinsichtlich der aktuellen finanziel-
len Situation der Beschwerdeführerin nicht vollständig abgeklärt wurde, weshalb sich eine um-
fassende Sachverhaltsabklärung durch die KESB sowie eine Neubeurteilung der Streitsache 
aufdrängen. Im Rahmen ihrer Neubeurteilung hat die KESB insbesondere die finanziellen Ver-
hältnisse der Beschwerdeführerin vertieft zu prüfen und anschliessend zu entscheiden, ob das 
Rückerstattungsverfahren der wirtschaftlichen Sozialhilfe – unabhängig vom Hausverkauf – wie-
deraufgenommen werden könnte. In diesem Zusammenhang wird die KESB auch zu überprü-
fen und zu begründen haben, ob die aktuell vorgesehene Mandatsperson geeignet ist, um die 
Beschwerdeführerin in einem allfälligen Rechtsmittelverfahren, in welchem sich primär prozes-
suale und juristische Fragen im Zusammenhang mit der Rückerstattungsforderung stellen wer-
den, angemessen vertreten zu können. Nachdem die Beschwerdeführerin – deren Handlungs-
fähigkeit durch die KESB im Übrigen nicht beschränkt wurde – in der Zwischenzeit selbst einen 
Immobilienfachmann für den Verkauf der Liegenschaft beigezogen hat, erscheint zweifelhaft, ob 
die speziell für den Hausverkauf errichtete Beistandschaft überhaupt noch erforderlich ist. Sollte 
die KESB eine behördliche Massnahme im Zusammenhang mit dem Hausverkauf für unabding-
bar halten, wird sie zu prüfen haben, ob – wie von der Beschwerdeführerin vorgeschlagen – der 
von ihr beigezogene Immobilienmakler als Mandatsperson eingesetzt werden könnte. 
  
4. Die Beschwerde ist dementsprechend insoweit gutzuheissen und die KESB anzuweisen, 
die vorliegende Angelegenheit im vorgenannten Sinn neu zu beurteilen und neu zu entschei-
den. 
 
5. Es bleibt über die Kosten zu entscheiden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren 
vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren 
sowie die Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem 
Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Vorliegend sind die Verfahrenskosten in der Höhe von 
Fr. 1'200.-- entsprechend dem Ausgang des Verfahrens der KESB aufzuerlegen. Der Be-
schwerdeführerin ist der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 1'200.-- zurückzu-
erstatten. Die Parteikosten werden dem Ausgang des Verfahrens entsprechend wettgeschlagen 
(§ 21 Abs. 3 VPO).  
 
 
  

Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Entscheid der KESB B.____ 

vom 30. Oktober 2023 aufgehoben und zum neuen Entscheid im Sinne 
der Erwägungen an die KESB B.____ zurückgewiesen. Im Übrigen 
wird auf die Beschwerde nicht eingetreten. 

   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'200.-- werden der KESB 

B.____ auferlegt. Der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von 
Fr. 1'200.-- wird der Beschwerdeführerin zurückerstattet. 

   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen.  
 
 
 
 
 
Präsidentin 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber 
 
 
 
 
 
 

 
 
 

Gegen diesen Entscheid wurde am 1. Februar 2024 Beschwerde beim Bundesgericht (Verfah-
rensnummer 5A_77/2024) erhoben.