# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e614cebd-cfe1-52b3-94ee-794ac95507e9
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-07-17
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 17.07.2008 D-4607/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4607-2008_2008-07-17.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-4607/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 7 .  J u l i  2 0 0 8

Einzelrichter Robert Galliker, 
mit Zustimmung von Richterin Gabriela Freihofer; 
Gerichtsschreiber Matthias Jaggi.

A._______, geboren (...),
Gambia,
vertreten durch Randi von Stechow, 
Thurgauer Rechtsberatungsstelle für Asylsuchende, (...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 3. Juli 2008 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-4607/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer am 9. Juni 2008 in der Schweiz um Asyl 
nachsuchte,

dass er bei der Erstbefragung vom 17. Juni 2008 im Empfangs- und 
Verfahrenszentrum  (EVZ)  Kreuzlingen  sowie  anlässlich  der  am  26. 
Juni 2008 ebenfalls in Kreuzlingen durchgeführten direkten Bundesan-
hörung geltend machte, er sei  Angehöriger der Ethnie der Mandinko 
und  stamme  aus  B._______  und  habe  bis  zu  seiner  Ausreise  aus 
Gambia in C._______ gewohnt,

dass  er  während  15  Jahren  Schulen besucht  und anschliessend ab 
dem  22.  März  2004  als  Kassier  bei  der  D._______  Bank  Ltd.  in 
C._______ gearbeitet habe, 

dass er durch seine Tätigkeit bei der Bank Alieu Jobe kennengelernt 
habe, der beim nationalen Schatzamt als Chefbuchhalter tätig gewe-
sen sei und sich zwischen ihnen beiden eine Freundschaft entwickelt 
habe,

dass er und Alieu Jobe sich des öfteren gegenseitig Geld geliehen hät-
ten, so auch einige Wochen vor dem 21./22. März 2006, als er seinem 
Freund Jobe zwei Cheques über die Beträge von 9'200 und 11'500 Da-
lasi geliehen habe,

dass  dies  ihm in  der  Folge zum Verhängnis  geworden sei,  da  Jobe 
Mitakteur im verhinderten Staatsstreich vom 21./22. März 2006 unter 
der Führung des ehemaligen Armeechefs Ndure Cham gewesen sei,

dass er am 25. März 2006 von Angehörigen der National Intelligence 
Agency (NIA) an seiner Arbeitsstelle gesucht worden sei,

dass  er  daraufhin  sofort  seine  Vorgesetzte  bei  der  Bank aufgesucht 
und diese ihm geraten habe, das Land baldmöglichst zu verlassen, 

dass  er  gleichentags  mit  seiner  in  London  in  den  Ferien  weilenden 
Vertrauensanwältin E._______ Kontakt aufgenommen und auch diese 
ihm geraten habe, das Land Richtung Senegal zu verlassen, 

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dass  ihn  seine  Vorgesetzte  bei  der  Bank  noch  am  selben  Tag zur 
Grenze nach Senegal gefahren habe, wo er an einer nicht kontrollier-
ten Stelle am 25. März 2006 nach Senegal eingereist sei, 

dass er in in der Folge ohne Wissen der senegalesischen Behörden in 
Dakar gewohnt habe,

dass er einen Monat nach seiner Ausreise seine Vertrauensanwältin - 
welche in der Zwischenzeit nach Gambia zurückgekehrt sei - kontak-
tiert  habe und diese ihm geraten habe, nicht mehr nach Gambia zu-
rückzukehren,  da die NIA im Haus Jobes'  die von ihm ausgestellten 
Cheques gefunden habe und er deshalb als Sponsor des Staatsstrei-
ches angesehen werde,

dass gemäss seinen Kenntnissen sein Freund Jobe verhaftet und zu 
26 bis 27 Jahren Gefängnis verurteilt worden sei, 

dass er im Januar und Februar 2008 in Dakar zwei anonyme Briefe mit 
Todesdrohungen erhalten habe,

dass er daraufhin erneut seine Vertrauensanwältin kontaktiert und sie 
um ein Bestätigungsschreiben ersucht habe, 

dass er am 23. Mai 2008 den Senegal verlassen habe und am 8. Juni 
2008 illegal in die Schweiz eingereist sei,

dass bezüglich des weiteren Inhalts der Aussagen des Beschwerde-
führers auf die Protokolle bei den Akten verwiesen wird, 

dass der Beschwerdeführer den Asylbehörden bei Einreichung seines 
Asylgesuchs  eine  nationale  Identitätskarte,  eine  Staff  ID-Karte  der 
D._______ Bank Ltd. und ein Cheques-Buch der D._______ Bank Ltd. 
abgab  sowie  als  Beweismittel  ein  Bestätigungsschreiben  seiner 
Vertrauensanwältin einreichte,

dass das BFM mit Entscheid vom 3. Juli 2008 - eröffnet am selben Tag 
- in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 des Asylgesetzes 
vom 26. Juni 1998 (AsylG; SR 142.31) auf das Asylgesuch vom 9. Juni 
2008 nicht eintrat und die Wegweisung des Beschwerdeführers anord-
nete, wobei dieser die Schweiz am Tag nach Eintritt  der Rechtskraft 
der Verfügung zu verlassen habe,

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dass in demselben Entscheid das BFM anordnete, dass die vom Be-
schwerdeführer eingereichte Identitätskarte zur Verhinderung weiteren 
Missbrauchs gestützt auf Art. 10 Abs. 4 AsylG einzuziehen sei,

dass die Vorinstanz zur Begründung dieses Entscheides im Wesentli-
chen ausführte,  dass  es  sich  bei  der  vom Beschwerdeführer  einge-
reichten Identitätskarte und dem vorgelegten Berufsausweis nicht um 
Reise- oder  Identitätspapiere im Sinne von Art. 1  Bstn. b  und c  der 
Asylverordnung 1  vom  11. August  1999  über  Verfahrensfragen 
(AsylV 1, SR 142.311)  handle, weil die Identitätskarte auf Anhieb als 
gefälschtes Dokument zu erkennen sei, da sie z.B. nicht durch einen 
Stempelvermerk gesichert sei,

dass der  Beschwerdeführer  bezeichnenderweise  bei  der  Frage nach 
seinem Wohnort eine Adresse genannt habe, die mit den Angaben auf 
der Identitätskarte nicht übereinstimmen würde,

dass es sich beim abgegebenen Berufsausweis nicht um ein amtliches 
Dokument handle,

dass im vorliegenden Fall keine entschuldbaren Gründe vorliegen wür-
den, die es dem Beschwerdeführer verunmöglicht hätten, binnen Frist 
echte Reise- oder Identitätspapiere einzureichen, 

dass den Vorbringen des Beschwerdeführers, wonach er wegen Spon-
sorings  des  Staatsstreiches  vom 21./22.  März  2006  gesucht  werde, 
nicht geglaubt werden könne, da sofern dies zutreffen würde, die gam-
bischen Sicherheitskräfte auf sein zurückgelassenes Eigentum sicher 
Zugriff genommen und bei seinen Verwandten nach ihm gesucht hät-
ten, 

dass die Angaben des Beschwerdeführers hinsichtlich der Anzahl der 
Telefonate mit seiner Vertrauensanwältin sehr vage seien, 

dass das vom Beschwerdeführer ins Recht gelegte Schreiben seiner 
Vertrauensanwältin - welches von der ausstellenden Person nicht un-
terschrieben worden sei - als Gefälligkeitsschreiben oder gar als Fäl-
schung qualifiziert werden müsse, 

dass es offenkundig sei, dass es sich bei den Verfolgungsvorbringen 
des Beschwerdeführers um ein Konstrukt handle, 

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dass der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft nicht erfülle und 
aufgrund der Aktenlage zusätzliche Abklärungen zur Feststellung der 
Flüchtlingseigenschaft  oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses 
nicht erforderlich seien,

dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei,

dass für die weitere Begründung auf die vorinstanzliche Verfügung zu 
verweisen ist,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 10. Juli 2008 (Poststem-
pel)  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerde erhob und dabei  beantragte,  die  Verfügung der  Vorinstanz 
sei aufzuheben und das Asylgesuch - an welchem der Beschwerdefüh-
rer festhalte - sei zur materiellen Prüfung an die Vorinstanz zurückzu-
weisen,  eventualiter  sei  die  Flüchtlingseigenschaft  festzustellen  und 
dem Beschwerdeführer Asyl zu gewähren, subeventualiter sei die Un-
zulässigkeit des Vollzugs der Wegweisung festzustellen und die vorläu-
fige Aufnahme anzuordnen,

dass  in  prozessualer  Hinsicht  die  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 
172.021) und der Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses 
beantragt wurden,

dass die vorinstanzlichen Akten am 11. Juli 2008 beim Instruktionsrich-
ter des Bundesverwaltungsgerichts eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass die Identitätskarte des Beschwerdeführers im Orginal am 14. Juli 
2008 beim Bundesverwaltungsgericht eintraf,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5  VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m.  Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der  Beschwerdeführer  durch den angefochtenen Entscheid  be-
rührt  ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  bezie-

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hungsweise Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde 
legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit  auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde - 
unter Vorbehalt der nachfolgenden Erwägungen - einzutreten ist (Art. 
108 Abs. 2 AsylG sowie Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentschei-
de grundsätzlich auf die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  dementsprechend  im  Fall  der  Begründetheit  des  Rechtsmittels 
die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Ent-
scheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen ist (Entscheidungen und 
Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK] 
2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass bei dem am 1. Januar 2007 in Kraft getretenen Nichteintretenstat-
bestand von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG, auf welchen sich 
die hier angefochtene Verfügung stützt, die Besonderheit besteht, dass 
das BFM im Rahmen einer summarischen Prüfung das offenkundige 
Nichterfüllen der Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG und 
das  offenkundige  Fehlen  von  Wegweisungsvollzugshindernissen  zu 
beurteilen hat (vgl. Art. 32 Abs. 3 Bstn. b und c AsylG), weshalb inso-
weit bei dagegen erhobenen Beschwerden auch die Flüchtlingseigen-
schaft Prozessgegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass  in  der  Frage der  Wegweisung und deren  Vollzugs die  Beurtei-
lungszuständigkeit  des  Bundesverwaltungsgerichts  nicht  beschränkt 
ist, weil das BFM sich diesbezüglich gemäss Art. 44 AsylG in Verbin-
dung mit  Art. 83 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über 
die  Ausländerinnen  und Ausländer  (AuG,  SR 142.20)  auch materiell 
zur Sache zu äussern hatte,

dass  deshalb  auf  den  Beschwerdeantrag  um  Gewährung  von  Asyl 
nicht einzutreten ist,

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dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass nach Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf ein Asylgesuch nicht einge-
treten wird, wenn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 48 
Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere 
abgeben,

dass diese Bestimmung keine Anwendung findet,  wenn Asylgesuch-
steller  glaubhaft  machen können, dass sie dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage sind oder auf Grund der Anhörung sowie 
gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigenschaft festgestellt 
wird oder zusätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingsei-
genschaft  oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses  nötig  sind 
(vgl. Art. 32 Abs. 3 AsylG),

dass vorliegend der Beschwerdeführer zwar innerhalb von 48 Stunden 
nach Einreichung des Asylgesuchs den Asylbehörden eine nationale 
Identitätskarte und einen Berufsausweis eingereicht hat, 

dass es sich bei einer Identitätskarte zwar grundsätzlich um ein "Rei-
se- oder Identitätspapier" gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG handelt 
(vgl. BVGE 2007/7 E. 6),

dass es sich bei der Identitätskarte des Beschwerdeführers - welche 
dem Bundesverwaltungsgericht im Orginal vorliegt - jedoch offensicht-
lich um ein gefälschtes Dokument handelt, da die Fotografie auf dem 
Ausweis nicht wie sonst üblich durch Merkmale wie z.B. einem Stem-
pelvermerk gesichert  ist und zudem nicht in die korrekte rechteckige 
Form gestanzt worden ist,

dass  sich  die  Identitätskarte  überdies  auch  in  ihrer  Gesamterschei-
nung nicht  als  Orginalurkunde erweist  und deshalb offenkundig eine 
Fälschung darstellt,

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dass den Vorbringen des Beschwerdeführers,  wonach es  in  Gambia 
üblich sein soll, dass Identitätskarten ohne Sicherungsmerkmale aus-
gestellt würden und bei der Neuausstellung von Papieren keine neuen 
Fotos verwendet würden, nicht geglaubt werden kann, da auch Länder 
wie Gambia minimale Sicherungsmerkmale und Mindeststandarts hin-
sichtlich der Ausstellung von Identitätskarten kennen, 

dass  auch  der  Umstand,  dass  der  Beschwerdeführer  anlässlich  der 
ersten Befragung bei  der Frage nach seinem Wohnort  eine Adresse 
angegeben  hat,  die  mit  den  Angaben  auf  der  Identitätskarte  nicht 
übereinstimmt (act. A1/11, S. 2),  darauf  hin deutet,  dass es sich um 
eine gefälschte Identitätskarte handelt, 

dass somit kein echtes Identitätspapier vorliegt und bei dieser Sachla-
ge  die  Identität  des  Beschwerdeführers  nicht  belegt  ist  (vgl.  dazu 
BVGE 2007/7 E. 5.1-5.2),

dass  es  -  entgegen  den  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  in  der 
Rechtsmitteleingabe - auch nicht den gesetzlichen Anforderungen ge-
nügt,  dass der  Beschwerdeführer eine Staff  ID-Karte der D._______ 
Bank  Ltd.  eingereicht  hat,  da  es  sich  bei  diesem  Dokument  - 
ungeachtet der Frage seiner Echtheit - keinesfalls um ein "Reise- oder 
Identitätspapier"  gemäss  Art.  32  Abs.  2  Bst.  a  AsylG  handelt  (vgl. 
BVGE 2007/7 E. 6),

dass  der  Beschwerdeführer  in  seiner  Rechtsmitteleingabe  vorbringt, 
dass  er  zusätzlich  noch  seine  Geburtsurkunde  beschaffen  könne, 
wenn das Gericht dies wünsche,

dass es sich jedoch bei einer Geburtsurkunde um kein "Reise- oder 
Identitätspapier"  gemäss  Art.  32  Abs.  2  Bst.  a  AsylG  handelt  (vgl. 
BVGE 2007/7 E. 6), weshalb die nachträgliche Einreichung dieser Ur-
kunde nichts  ändern  würde; abgesehen davon, geht  es bei  der Frist 
von 48 Stunden gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG nicht um die Be-
schaffung neuer Papiere, sondern um die Abgabe der schon existie-
renden, für die Reise in die Schweiz verwendeten Papiere, 

dass somit dargelegt ist, dass der Beschwerdeführer kein "Reise- oder 
Identitätspapier"  gemäss  Art.  32  Abs.  2  Bst.  a  AsylG  (vgl.  BVGE 
2007/7 E. 4-6) eingereicht hat, 

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dass die Vorinstanz das Vorliegen entschuldbarer Gründe, die es dem 
Beschwerdeführer verunmöglicht hätten, den Behörden innerhalb von 
48  Stunden  nach  Einreichen  des  Asylgesuches  echte  Reise-  oder 
Identitätspapiere  einzureichen,  zutreffend  und  mit  hinreichender  Be-
gründung verneint hat, weshalb auf diese verwiesen wird,

dass mithin zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Anhörung zu 
Recht  weder  die  Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  noch  zusätzliche 
Abklärungen  zu  deren  Feststellung  beziehungsweise  derjenigen  von 
Wegweisungsvollzugshindernissen als erforderlich erachtet hat,

dass - in Übereinstimmung mit der Vorinstanz - den Schilderungen des 
Beschwerdeführers, wonach er wegen Sponsoring des Staatsstreichs 
vom 21./22. März 2006 von den gambischen Behörden gesucht werde, 
jedoch  sein  in  Gambia  zurückgelassener  Besitz  von  den  Behörden 
nicht konfisziert worden sei, nicht geglaubt werden kann, da anzuneh-
men ist, dass die Behörden auf sein zurückgelassenes Eigentum Zu-
griff genommen hätten, wenn er tatsächlich von den Behörden gesucht 
würde, 

dass das vom Beschwerdeführer als Beweismittel eingereichte Schrei-
ben seiner Vertrauensanwältin - übereinstimmend mit der Vorinstanz - 
zumindest als Gefälligkeitsschreiben zu beurteilen ist, weil dessen In-
halt - wonach die Fotos des Beschwerdeführers fast zwei Jahre nach 
dem Staatsstreich vom 21./22. März 2006 noch immer in allen Polizei-
stationen hängen würden - unglaubhaft  ist,  da die vom Beschwerde-
führer angeblich ausgestellten Cheques zusammen nur den relativ ge-
ringen Wert von schätzungsweise 1'000 US-Dollar hatten (act. A10/10, 
S. 7), was eine derartig intensive und langwierige Suche nicht als plau-
sibel erscheinen lässt,

dass  auch  aufgrund  der  Tatsache,  dass  das  vom Beschwerdeführer 
eingereichte Schreiben seiner Vertrauensanwältin nicht unterschrieben 
ist, dem Dokument keine Beweiskraft zuzusprechen ist,

dass für ein Gefälligkeitsschreiben auch der Umstand spricht, dass die 
Angaben des Beschwerdeführers bezüglich der Anzahl der mit seiner 
Vertrauensanwältin geführten Telefonate unerklärlich vage ausgefallen 
sind, was umso erstaunlicher ist, da der Beschwerdeführer anlässlich 
jedes einzelnen Telefonats wesentliche Informationen über seine Ver-
folgungssituation erhalten haben müsste,

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dass die Behauptung des Beschwerdeführers, er habe im Januar so-
wie im Februar 2008 Drohbriefe erhalten, weshalb sein Leben in Ge-
fahr  gewesen  sei  und  er  den  Senegal  habe  verlassen  müssen,  un-
glaubhaft erscheint, da die Ausreise aus dem Senegal erst am 23. Mai 
2008 erfolgte, somit  Monate nach dem angeblichen Erhalt  der Droh-
briefe,

dass  sich  bezüglich  der  Vorbringen  der  Schluss  aufdrängt,  der  Be-
schwerdeführer  habe lediglich  versucht,  seine Verfolgungsgeschichte 
in allgemein bekannte Umstände in Gambia einzubetten, ohne jedoch 
im behaupteten Ausmass davon betroffen gewesen zu sein,

dass daher  mit  der  Vorinstanz übereinstimmend festzuhalten ist,  der 
Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 und 
7 AsylG nicht,

dass daran auch der Hinweis des Beschwerdeführers in der Rechts-
mittelschrift  in  Bezug auf  die  Situation  von Alieu  Jobe  und anderen 
Personen nichts  zu ändern  vermag, insbesondere sich daraus keine 
individuell  konkrete  Gefährdungssituation  für  den  Beschwerdeführer 
ableiten lässt,

dass der Beschwerdeführer insbesondere keine stichhaltigen Gründe 
geltend macht, die zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft führen 
oder zusätzliche Abklärungen gemäss Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG als 
nötig erscheinen lassen, weshalb das diesbezügliche Rechtsbegehren 
abzuweisen ist,

dass das BFM in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a i.V.m. Art. 32 
Abs. 3  AsylG zu  Recht  auf  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers 
nicht eingetreten ist,

dass der Einzug der gefälschten Identitätskarte zu bestätigen ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Beschwerdeführer 
weder eine Aufenthaltsbewilligung besitzt noch einen Anspruch auf Er-
teilung einer solchen hat,  weshalb die verfügte Wegweisung im Ein-
klang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist 
(Art. 44 Abs. 1 AsylG, Art. 32 Bst. a AsylV 1; vgl. EMARK 2001 Nr. 21),

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dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG),

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung der mass-
geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen nicht unzuläs-
sig ist, da aus den Ausführungen des Beschwerdeführers und den üb-
rigen Akten keine Hinweise auf eine menschenrechtswidrige Behand-
lung ersichtlich sind (vgl. Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 
zum  Schutze  der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  [EMRK,  SR 
0.101]), die ihm in Gambia droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass vorliegend weder die allgemeine Lage in Gambia noch individuel-
le  Gründe  auf  eine  konkrete  Gefährdung  im  Falle  einer  Rückkehr 
schliessen  lassen,  weshalb  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Be-
schwerdeführers nicht unzumutbar ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers nach Gam-
bia schliesslich auch nicht unmöglich ist, da keine Vollzugshindernisse 
bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, 
bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist,

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dass  die  Beschwerde  aufgrund  vorstehender  Erwägungen  als  aus-
sichtslos im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG zu qualifizieren ist und da-
her das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ab-
zuweisen ist,

dass mit  Ergehen des vorliegenden Urteils  das Gesuch um Verzicht 
auf die Erhebung eines Kostenvorschusses gegenstandslos geworden 
ist,

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten in der Höhe von 
Fr. 600.-- (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 1 bis 3 des Reglements 
vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem 
Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, SR 173.320.2])  dem Beschwerde-
führer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-
gewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die  Rechtsvertreterin  des  Beschwerdeführers  (vorab  per  Telefax; 
eingeschrieben;  Beilage:  Einzahlungsschein;  über  eine  allfällige 
Rückgabe der bei der Vorinstanz eingereichten Unterlagen befindet 
das BFM auf entsprechende Anfrage)

- das BFM, Empfangs- und Verfahrenszentrum Kreuzlingen,  zu den 
Akten Ref.-Nr. N (...)  (vorab per Telefax; eingeschrieben; in Kopie; 
Beilagen: Identitätsausweis, Beschwerdedoppel)

- (...)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Robert Galliker Matthias Jaggi

Versand: 

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