# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2d5a537a-ea1a-5965-a9c3-2fb8cab5b8bb
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-09-06
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 06.09.2019 PQ190051
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PQ190051_2019-09-06.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: PQ190051-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. P. Diggelmann, Vorsitzender, Oberrichter lic. iur. 

et phil. D. Glur und Oberrichterin lic. iur. M. Stammbach sowie Ge-

richtsschreiberin lic. iur. K. Würsch 

Urteil vom 6. September 2019 

 

in Sachen 

 

A._____, 
Beschwerdeführer 

 

vertreten durch Rechtsanwältin MLaw X._____  

gegen 

 

B._____, 
Beschwerdegegnerin 

 

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Y._____ 

 

betreffend Regelung persönlicher Verkehr  
 
Beschwerde gegen einen Beschluss des Bezirksrates Pfäffikon vom  
20. Juni 2019 i.S. C._____, geb. tt.mm.2012; VO.2018.2 (Kindes- und Erwach-
senenschutzbehörde Pfäffikon) 
 

Erwägungen: 

I. 

- 2 - 

1. C._____, geboren am tt.mm.2012, ist das gemeinsame Kind von B._____ 

und A._____. Gemäss Vereinbarung der Eltern vom 13. Juni 2012 steht C._____ 

unter der gemeinsamen elterlichen Sorge. Seit September 2013 leben die Eltern 

getrennt. Mit Entscheid vom 17. November 2015 hat die KESB Bezirk Pfäffikon 

ZH der Mutter (der Beschwerdegegnerin) die (faktische) Obhut zugeteilt und den 

persönlichen Kontakt des Vaters (des Beschwerdeführers) mit C._____ geregelt.   

Beide Eltern gelangten rund 1 ½ Jahre später an die KESB Bezirk Pfäffikon ZH 

(fortan: die KESB) und informierten die Behörde darüber, dass die Besuchs-

rechtsregelung gemäss dem Entscheid vom 17. November 2015 nie eingehalten 

worden sei (KESB-act. 14/66-68). Während laufenden Verfahrens vor der KESB 

im Februar 2018 zog die Mutter mit C._____ und nach Einholung der Zustimmung 

der KESB (Art. 301a Abs. 2 lit. b ZGB) nach D._____ LU. Zuvor hatten die mit der 

Abklärung beauftragten Personen in einem Bericht vom 11. Oktober 2017 ausge-

führt, ein Umzug von C._____ nach D._____ sei gut vertretbar (KESB-act. 14/85, 

act. 14/90). Die KESB entzog ihrem Entscheid aufgrund von zeitlicher Dringlich-

keit die aufschiebende Wirkung. C._____ sollte am neuen Ort eingeschult werden 

können. Der Bezirksrat und das Obergericht wiesen eine Beschwerde des Be-

schwerdeführers gegen diesen Entscheid ab (vgl. Prozess Nr. PQ180012).  

2. Heute im zweitinstanzlichen Beschwerdeverfahren vor Obergericht dreht 

sich der Prozess nur noch um die Ausgestaltung des Besuchsrechts. Angefochten 

sind dementsprechend nur noch die Dispositivziffern des Entscheides des Be-

zirksrates (Dispositivziffern II. und III) bzw. der KESB (Dispositivziffer 4), welche 

das Besuchsrecht, das heisst den persönlichen Kontakt des Vaters mit C._____ 

regeln (vgl. sogleich unter E. I./3. hiernach). Anders als noch im erstinstanzlichen 

Beschwerdeverfahren (BR-act. 46 S.9-17=[act. 7]) ist der Wegzug der Mutter mit 

C._____ nach D._____ nicht mehr Gegenstand des Prozesses. Zusätzliche Aus-

führungen des Obergerichtes zum Verfahrensgang und zum Wegzug sind daher 

nicht mehr notwendig. Mit seiner zweitinstanzlichen Beschwerde will der Be-

schwerdeführer im Wesentlichen häufigere Besuche.  

3. Die KESB, welche gestützt auf Art. 442 ZGB i.V.m. Art. 314 Abs. 1 ZGB trotz 

Wegzugs von C._____ für die Erledigung des Verfahrens zuständig blieb, erliess 

- 3 - 

am 5. Juli 2018 in der Hauptsache ihren Entscheid. Sie errichtete für C._____ ei-

ne Besuchsbeistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 2 ZGB und ernannte als Bei-

ständin E._____, c/o Sozial-Beratungszentrum Region F._____, G._____, 

H._____ (KESB-act. 206, S. 9, Dispositivziffern 1 und 2 = [BR-act. 42]). Den An-

trag des Beschwerdeführers auf Zuteilung der Obhut über C._____ wies die 

KESB ab (Dispositivziffer 3). Der persönliche Kontakt zwischen Vater und 

C._____ wurde wie folgt festgelegt (Dispositivziffer 4):  

"4.  Der Vater, A._____ […] wird berechtigt und verpflichtet:  

a) C._____ in den ungeraden Kalenderwochen jeweils von Freitag nach dem Kindergarten 

bzw. Schule bis Montagmorgen mit Beginn Kindergarten bzw. Schule zu betreuen;  

b) dafür besorgt zu sein, dass C._____ nach den Wochenendbesuchen am Montagmorgen 

pünktlich im Kindergarten bzw. Schule ankommt und für die dabei anfallenden Fahrt- bezie-

hungsweise Wegkosten selbst besorgt zu sein;  

c) C._____ in den ungeraden Kalenderwochen jeweils am Mittwoch ab Ende des Kindergar-

tens bzw. Schule bis 18.00 zu betreuen;  

d) C._____ in den ungeraden Kalenderjahren jeweils vom 25. Dezember ab 14.00 Uhr bis 

26. Dezember 17.00 Uhr sowie am 1. Januar ab 14.00 Uhr bis 2. Januar 17.00 Uhr und in 

den geraden Kalenderjahren vom 24. Dezember 14.00 Uhr bis 25. Dezember 17.00 Uhr 

sowie vom 31. Dezember 14.00 Uhr bis 1. Januar 17.00 Uhr zu betreuen;  

e) C._____ in den ungeraden Kalenderjahren jeweils von Gründonnerstag nach dem Kinder-

garten bzw. Schule bis Ostermontag 17.00 Uhr und in den geraden Kalenderjahren jeweils 

von Freitag vor Pfingstsamstag nach dem Kindergarten bzw. Schule bis Pfingstmontag 

17.00 Uhr zu betreuen; C._____ in den ungeraden Kalenderjahren jeweils am Mittwoch vor 

Auffahrt nach dem Kindergarten bzw. Schule bis Sonntag 17.00 Uhr zu betreuen;  

f) nach Absprache mit der Beistandsperson zwei Jokertage (je einen Halbtag) pro Schuljahr 

für C._____ einzugeben und C._____ an diesen zu betreuen;  

g) C._____ während 5 Wochen pro Jahr auf eigene Kosten in die Ferien zu nehmen, wobei er 

berechtigt wird, 14 Tage davon am Stück zu nehmen; das Ferienbesuchsrecht ist von 

Samstag 9.00 Uhr bis Samstag 17.00 Uhr auszuüben.  

h) einen wöchentlichen Telefonkontakt mit C._____ zu unterhalten.  

- 4 - 

4. Gegen den Entscheid der KESB erhob der Beschwerdeführer Beschwerde 

beim Bezirksrat Pfäffikon (nachfolgend Bezirksrat) und verlangte im Wesentli-

chen, wie bereits erwähnt, eine Erweiterung des Kontaktes in zeitlicher Hinsicht 

(BR-act. 45/2). Mit der Duplik vom 6. Mai 2019 beantragte die Beschwerdegegne-

rin neben der Abweisung der Beschwerde des Beschwerdeführers die Aufhebung 

des Besuchsrechts am Mittwochnachmittag (Dispositivziffer 4 lit. c des Entschei-

des der KESB; act. 45/37). Mit Entscheid vom 20. Juni 2019 wies der Bezirksrat 

die Beschwerde gegen den Entscheid der KESB vom 5. Juli 2018 ab, soweit er 

auf das Rechtsmittel eintrat, erkannte somit nicht auf eine Erweiterung der Be-

suchszeiten (Dispositivziffer II), und regelte hinsichtlich des noch strittigen persön-

lichen Kontaktes in Dispositivziffer III was folgt (act. BR-act. 46 = [act. 7 S. 28]): 

"III. Das Besuchsrecht des Beschwerdeführers am Mittwochnachmittag gemäss Dispositivziffer 

4 lit. c des Entscheides der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Bezirk Pfäffikon vom 

5. Juli 2018 wird in Gutheissung des Antrags der Beschwerdegegnerin aufgehoben." 

5. Über dieses Urteil des Bezirksrates beschwerte sich der Beschwerdeführer 

mit Rechtsmitteleingabe vom 23. Juli 2019 (act. 2) rechtzeitig bei der Kammer 

(BR-act. 47). Er liess folgende Anträge stellen (vgl. act. 2 S. 2): 

"1. Die Dispositiv-Ziffern II. und III. des Urteils des Bezirksrates Pfäffikon vom 20. Juni 2019 

seien aufzuheben und der Beschwerdeführer sei für berechtigt und verpflichtet zu erklären:  

a) in Abänderung von Dispositiv-Ziffer 4 lit. c) des Entscheides der KESB Bezirk Pfäffikon vom 

5. Juli 2018 seinen Sohn C._____, geboren tt.mm.2012, jede Woche jeweils von Mittwoch 

nach Schulschluss bis Donnerstag, Schulbeginn, zu betreuen; 

b) in Ergänzung von Dispositiv-Ziffer 4 lit. e) des Entscheides der KESB Bezirk Pfäffikon vom 

5. Juli 2018 C._____ neben den dort bereits festgelegten Feiertagen auch in den ungeraden 

Kalenderjahren an Allerheiligen, am Martinstag und an Maria Empfängnis vom Tag vor dem 

jeweiligen Feiertag nach Schulschluss bis am Tag nach dem jeweiligen Feiertag, Schulbe-

ginn, und in den geraden Kalenderjahren an Fronleichnam und am Josefstag vom Tag vor 

dem jeweiligen Feiertag nach Schulschluss bis am Tag nach dem jeweiligen Feiertag, 

Schulbeginn, zu betreuen, wobei sich seine Betreuungsverantwortung an Allerheiligen, an 

Maria Empfängnis, am Martinstag, am Josefstag und an Fronleichnam bis am Montagmor-

gen, Schulbeginn, verlängert, wenn nach diesen Feiertagen ein Samstag oder ein "Brücken-

tag" am Freitag folgt.  

- 5 - 

c) in Abänderung von Dispositiv-Ziffer 4 lit. g) des Entscheids der KESB Bezirk Pfäffikon vom 

5. Juli 2018 das 5-wöchige Ferienbesuchsrecht direkt ab Schulschluss von C._____ vor den 

jeweiligen Ferien auszuüben bzw. C._____ direkt von der Schule aus in die Ferien mitzu-

nehmen;  

d) in Abänderung von Dispositiv-Ziffer 4 lit. h) des Entscheids der KESB Bezirk Pfäffikon vom 

5. Juli 2018 mit C._____ zwei Mal wöchentlich Telefonkontakt zu unterhalten, wobei der 

Zeitpunkt und die Dauer entsprechend den Bedürfnissen von C._____ festzusetzen sind.  

Zum zusätzlichen Ersuchen des Beschwerdeführers um Vormerknahme der 

Rechtskraft der nicht angefochtenen Dispositivziffern des Entscheides der KESB 

vom 5. Juli 2018 (vgl. a.a.O. Ziff. 2), ist festzuhalten, dass der Entscheid der 

KESB Bezirk Pfäffikon vom 5. Juli 2018 (KESB-at. 206) mit Ausnahme der 

soeben wiedergegebenen beantragten Änderungen bzw. Ergänzungen der Dis-

positivziffern 4 lit. c), e), g) und h) nicht (mehr) angefochten ist.  

Die vorinstanzlichen Akten sind von Amtes wegen beigezogen worden. Weil sich 

die Beschwerde – wie zu zeigen sein wird – als unbegründet erweist, erübrigen 

sich weitere Verfahrensschritte. Der Beschwerdegegnerin ist jedoch noch ein 

Doppel bzw. eine Kopie der Beschwerdeschrift mit Beilagenverzeichnis (act. 2) 

zuzustellen. 

II. 

1. Art. 273 ZGB räumt dem Elternteil, dem die Obhut nicht zusteht, ein Recht 

auf angemessenen persönlichen Kontakt mit seinem Kind ein. Dieses Recht steht 

dem Betroffenen um seiner Persönlichkeit willen zu. Als sog. "Pflichtrecht" dient 

es freilich in erster Linie dem Interesse des Kindes. Bei der Festsetzung des Be-

suchsrechts geht es nicht darum, einen gerechten Interessenausgleich zwischen 

den Eltern zu finden, sondern den elterlichen Kontakt mit dem Kind in dessen In-

teresse zu regeln, wobei die Bedürfnisse des kleineren Kindes nicht denjenigen 

eines Jugendlichen entsprechen. Als oberste Richtschnur für die Ausgestaltung 

des Besuchsrechts gilt somit immer das Kindeswohl, das anhand der gegebenen 

Umstände zu beurteilen ist; allfällige Interessen der Eltern haben zurückzustehen 

(BGE 123 III 445 E. 3b S. 451). Es ist allgemein anerkannt, dass aufgrund des 

schicksalhaften Eltern-Kind-Verhältnisses die Beziehung des Kindes zu beiden El-

- 6 - 

ternteilen sehr wichtig ist und bei dessen Identitätsfindung eine entscheidende 

Rolle spielen kann (BGE 130 III 585 E. 3). Was als "angemessener" persönlicher 

Verkehr im Sinne von Art. 273 Abs. 1 ZGB zu verstehen ist, lässt sich grundsätz-

lich nur anhand der Umstände des Einzelfalls bestimmen. 

2.1. Der Bezirksrat hat in seinem Entscheid eine ausführliche, den konkreten 

Verhältnissen Rechnung tragende Regelung getroffen (BR-act. 7 S. 17-26). Die 

Ausführungen des Beschwerdeführers in der Beschwerde (act. 2 S. 4.12) veran-

lassen das Obergericht nicht, den Entscheid des Bezirksrates abzuändern. Es ist 

nachfolgend auf die einzelnen Einwände des Beschwerdeführers gegen die an-

geordnete Besuchsregelung einzugehen.  

2.2. Betreuung Mittwoch / Donnerstag: Der Bezirksrat erwog, das kjz habe im 

Abklärungsbericht vom 28. März 2018 nur ein vierzehntägliches Besuchsrecht an 

den Wochenenden (von Freitag Abend bis Sonntag Abend; zuzüglich Ferien- und 

Feiertagsbesuchsrecht) empfohlen (KESB-act. 14/151). Der Beschwerdeführer 

sei zudem ausdrücklich nicht gewillt, sich an ein Besuchsrecht zu halten, das sich 

auf den Mittwochnachmittag beschränke (KESB-act. 45/24 S. 3). Der Beschwer-

deführer lege die Besuchszeiten nach seinem Belieben selber fest. Es sei dem 

Kindswohl nicht zuträglich, wenn der Beschwerdeführer sich eigenmächtig über 

die angeordneten Besuchszeiten stelle, um seinen eigenen Interessen ohne 

Rücksicht auf die Befindlichkeit von C._____ durchzusetzen (act. 7 S. 22). Die 

negativen Auswirkungen der fehlenden Kooperationsfähigkeit des Beschwerde-

führers auf C._____, nämlich Verunsicherung, Vertrauensverlust und zunehmend 

Loyalitätskonflikte würden zusammen mit dem zeitlichen Aufwand und den ver-

bundenen Einschränkungen hinsichtlich eigener Freizeitgestaltung die positiven 

Kontakte zum Vater zunichte machen. Den konkreten Verhältnissen Rechnung 

tragend erwiesen sich vierzehntägliche Wochenendbesuche von Freitag nach der 

Schule bzw. Kindergarten bis Montagmorgen mit Beginn Schule bzw. Kindergar-

ten als mit dem Wohl von C._____ vereinbar (act. 7 S. 23).  

Mit diesen Erwägungen setzt sich der Beschwerdeführer nicht auseinander. Ins-

besondere setzt er sich auch nicht mit dem Inhalt des Abklärungsberichts ausei-

nander. Er macht pauschal geltend, dass der Kontakt von C._____ zu ihm weiter-

- 7 - 

hin in einem Umfang stattfinden müsse bzw. könne, der es dem Kind erlaube, ei-

ne enge Beziehung zu ihm aufzubauen bzw. aufrecht zu erhalten. Indem die Vo-

rinstanz für den siebenjährigen C._____ vierzehntägliche Besuchszeiten von Frei-

tag Abend bis Montag Morgen festlegte (zuzüglich Feiertags- und Ferienrege-

lung), trug sie aber nicht nur dem Anspruch des Vaters und C._____ auf regel-

mässigen Kontakt Rechnung, sondern berücksichtigte auch den Umstand der Dis-

tanz zwischen den beiden Wohnorten der Eltern, was gemäss konstanter höchst-

richterlicher Rechtsprechung ein Kriterium bei der Ausgestaltung des persönli-

chen Kontaktes ist. Die Beschwerdegegnerin hat nach Massgabe von Art. 301a 

ZGB die Zustimmung zum Wegzug mit C._____ nach D._____ eingeholt und ist 

dementsprechend entgegen der Darstellung des Beschwerdeführers nicht willkür-

lich weggezogen (act. 2 S. 5 Rz. 8). Die Zustimmung durch die KESB (und die 

Rechtsmittelinstanzen) hat zur Folge, dass die Besuchsregelung der neuen Situa-

tion anzupassen ist (Art. 301a Abs. 5 ZGB). Der Beschwerdeführer muss insofern 

keine Abstriche im neu zu regelnden Kontakt zu C._____ machen, weil die Vo-

rinstanz, wie gesehen, das gerichtsübliche Besuchsrecht wegen der Fahrtdistanz 

auf Freitag Abend bis Montag Morgen erweiterte. Der Religionsunterricht am 

Mittwoch Nachmittag zeigt exemplarisch, dass Kinder mit zunehmendem Alter 

(Freizeit-)Beschäftigungen nachgehen, welche für sie wichtig sind und ihnen er-

möglichen, mit Gleichaltrigen Umgang zu pflegen, was ihrem Selbstverständnis 

zugute kommt. Die Ausführungen des Bezirksrats überzeugen, wonach es wichtig 

ist für Kinder (vor allem während der Woche, im Kontext des Alltags), Freund-

schaften pflegen zu können (act. 7 S. 22, E. 5.3.3.). Es wäre am Beschwerdefüh-

rer gewesen, konkret aufzuzeigen, inwiefern bei diesen Gegebenheiten ein wö-

chentlicher Übernachtungsbesuch von C._____ von Mittwoch auf Donnerstag in 

I._____ offensichtlich im Wohl von C._____ liegen soll (act. 2 S 7 Rz., act. 2 S. 6, 

Rz 10). Die Beschwerde ist in diesem Punkt abzuweisen.  

2.3. Betreuung an den Feiertagen im Kanton LU bzw. in der Gemeinde F._____: 

Die Vorinstanz wies den Antrag des Beschwerdeführers ab, es seien die katholi-

schen Feiertage im Kanton Luzern auf die Elternzeit aufzuteilen, dies mit der Be-

gründung, dass in der Praxis regelmässig kein Besuchsrecht für einzelne Feierta-

ge gewährt würde und eine solche Regelung ortsabhängig wäre (act. 7 S. 24, 

- 8 - 

E. 5.4.4.). Die Feiertage würden sodann immer auf einen anderen Wochentag fal-

len, was eine allgemeingültige und konfliktbeständige Regelung erschwere. So-

dann sei von Bedeutung, dass der Beschwerdeführer sich teilweise nicht an die 

Besuchsregelung halte (act. 7 S. 24, E. 5.4.4.). Nötige Absprache und die Koope-

ration mit der Beschwerdegegnerin oder der Beiständin seien nur eingeschränkt 

möglich, nämlich soweit den Wünschen des Beschwerdeführers jeweils nachge-

kommen werde. Eine Ausdehnung des Besuchsrechts sei deshalb grundsätzlich 

nicht angezeigt. Es komme hinzu, dass dem Beschwerdeführer bereits ein gross-

zügiges Ferienbesuchsrecht von fünf Wochen zustehe. Der Beschwerdeführer 

habe selbst Anspruch auf fünf Wochen Ferien. Was seine Freizeit an den luzerni-

schen Feiertagen angehe, führe er diesbezüglich nichts aus, womit unklar sei, wie 

er die Betreuung von C._____ an zusätzlichen Feiertagen abdecken könne. Es 

sei daher die Ausdehnung des Feiertagsbesuchsrechts, und aus den genannten 

Gründen auch die ersatzweise Ausdehnung des Ferienbesuchsrechts, abzu-

lehnen (act. 7 S. 24 E. 5.4.4).  

Dagegen wendet der Beschwerdeführer ein (act. 2 S. 9, Rz 20), es sei kein nach-

vollziehbares Argument, dass eine ortsabhängige Regelung der Feiertage nicht 

der Praxis entsprechen würde, es sei in jedem Fall eine Einzelfallbeurteilung vor-

zunehmen, und es dürfe kein pauschaler Verweis auf irgendeine Praxis erfolgen. 

Er arbeite als Key Account Manager von zu Hause aus und in der Einteilung sei-

ner Arbeit sei er äusserst flexibel, und er könne es sich gut einteilen, an den be-

antragten luzernischen Feiertagen frei zu nehmen (act. 2 S. 10  Rz 20). 

Der Bezirksrat hat bei der Regelung der Besuche an den Feiertagen korrekt sein 

pflichtgemässes Ermessen ausgeübt. Die Ausführungen des Beschwerdeführers 

veranlassen das Obergericht nicht in das Ermessen des Bezirksrates und der 

KESB einzugreifen. Der Bezirksrat hat eine Beurteilung des Einzelfalles gemacht 

und ist zum Schluss gekommen, dass sich eine weitere Ausdehnung der Be-

suchszeiten auf immer wieder auf andere Wochentage fallende katholische Feier-

tage (mit Ausnahme von Fronleichnam, der jeweils auf den zweiten Donnerstag 

nach Pfingsten fällt) nicht rechtfertigen würde. Der Beschwerdeführer, der an an-

derer Stelle der Beschwerde auf die (immer noch) sehr schwierige Kommunikati-

- 9 - 

on zwischen den Eltern hinweist, setzt sich mit den Ausführungen des Bezirksra-

tes nicht auseinander. Seine Ausführungen, wonach er zeitlich sehr flexibel sei, 

was für eine Besuchsregelung auch an den katholischen Feiertagen spreche, hat 

zu wenig die oberste Richtschnur im Auge, wonach sich die Ausgestaltung des 

Besuchsrechts am Kindswohl zu orientieren hat. Die zeitliche Flexibilität des Be-

schwerdeführers ist nicht (allein) bestimmend für die Ausgestaltung des Besuchs-

rechts. Aus den gleichen Gründen kommt auch keine ersatzweise Ausdehnung 

der Ferien von fünf auf sieben Wochen in Frage (act. 2 S. 12 Rz 21). An dieser 

Stelle ist daran zu erinnern, dass ein positiver Verlauf in einem späteren Zeitpunkt 

eine Ausdehnung der Besuche auf zusätzliche ortsabhängige Feiertage ermögli-

chen mag. Die gerichtliche Besuchsregelung gilt regelmässig als Regelung für 

den Konfliktfall. Die Eltern können einvernehmlich eine andere Regelung leben. 

Allerdings ist zu berücksichtigten, dass das Besuchsrecht auch ein Recht des 

Kindes ist und seine Meinung, Wünsche und Bedürfnisse miteinzubeziehen sind 

(FamKommScheidung/Büchler, N 26 zu Art. 273 ZGB).  

2.4. Übergabe vor den Ferien: Weiter erwog die Vorinstanz, der Beschwerdefüh-

rer beantrage eine Ferienregelung, die es ihm erlauben würde, C._____ direkt 

von der Schule, demnach am Freitag Nachmittag, in die Ferien abzuholen. Der 

Beschwerdeführer begründe diesen Antrag damit, dass er möglichst wenig Kon-

takt zur Mutter wünsche, weil er von ihr bei den Übergaben von C._____ in nicht 

passende Gespräche verwickelt werde. Die KESB habe im Entscheid vom 5. Juli 

2018 ein Ferienbesuchsrecht jeweils von Samstag, 9.00 Uhr bis Samstag, 17.00 

Uhr vorgesehen (KESB-act. 207 S. 9, Dispositivziffer 4. g). Mit der von der KESB 

getroffenen Regelung würde einerseits vermieden, dass die Schule in die Über-

gabe miteinbezogen werde. Zum anderen ermögliche sie C._____ einen geordne-

ten Übergang von der Schulzeit in die Ferien soweit etwas Zeit, sich gedanklich 

auf die Ferien mit dem Vater einzustimmen. Die Regelung habe den Vorteil, dass 

C._____ das Gepäck nicht bereits zur Schule mitnehmen müsse, und er das nicht 

benötigte Schulmaterial nach Hause bringen könne, bevor er am nächsten Tag 

abreise (act. 7 S. 25, E. 5.5.2.). Eine Änderung des Übergabeorts und damit ein-

hergehend eine Ausweitung des Ferienbesuchsrechts auf den Freitag nach der 

Schule erscheine aus diesen Gründen nicht angebracht. Der Bezirksrat bestätigte 

- 10 - 

dementsprechend die Regelung der KESB gemäss Dispositivziffer 4.g) im Ent-

scheid vom 5. Juli 2018.  

Der Beschwerdeführer hält diesen Ausführungen entgegen, um zu vermeiden, 

dass die Parteien sich bei der Übergabe vor den Ferien in Anwesenheit von 

C._____ verbal streiten, sei es unbedingt angezeigt, dass die Übergabe von 

C._____ vor den Ferien direkt nach der Schule erfolge. Auch die Vorinstanz habe 

dieses Problem der Übergabe erkannt, führe diesbezüglich aber nur aus, dass 

beide Eltern gehalten seien, ihre Konflikte nicht vor C._____ auszutragen und 

ausserdem soll der Beschwerdeführer sich nicht in unpassende Gespräche verwi-

ckeln lassen. Wie die Vergangenheit aber leider gezeigt habe, so der Beschwer-

deführer weiter, sei dieser "Lösungsvorschlag" jedoch nicht praktikabel (act. 2 10 

Rz 23). Es sei daher zum Wohl von C._____ eine Lösung zu treffen, welche ga-

rantiere, dass keine Auseinandersetzung zwischen den Eltern stattfinden könne, 

was einzig und allein dadurch erreicht werde, dass das Ferienbesuchsrecht un-

mittelbar nach der Schule vor den jeweiligen Ferien beginne.  

Die Ausführungen des Bezirksrates sind überzeugend. C._____ soll vor den Feri-

en mit dem Vater ein wenig Zeit für sich haben und es soll ein geordneter Über-

gang von einem Elternteil zum anderen stattfinden. Die Beschwerde ist auch in 

diesem Punkt abzuweisen.  

2.5. Telefonische Kontakte: Der Beschwerdeführer bemängelt, dass er gemäss 

vorinstanzlicher Regelung nur ein Mal pro Woche mit C._____ telefonieren könne 

(KESB-act.  207 Dispositivziffer 4. h). Der Beschwerdeführer beantragt, er sei zu 

berechtigten, zwei Mal pro Woche mit C._____ telefonischen Kontakt zu haben 

(act. 2 S. 11 Rz 26). Angesichts dessen, dass der siebenjährige C._____ jedes 

zweite Wochenende von Freitag nach Schulschluss bis Montagmorgen beim Va-

ter ist und neben Feiertagen auch fünf Wochen Ferien mit ihm verbringt, ist ein 

fester telefonischer Kontakt von ein Mal pro Woche angemessen, unter Hinweis 

darauf, dass damit einem (späteren) freien telefonischen Kontakt zwischen Vater 

und C._____ nichts entgegensteht. Es besteht für das Obergericht keinen Anlass 

in das pflichtgemäss ausgeübte Ermessen der Vorinstanzen einzugreifen.  

- 11 - 

3. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerde abzuweisen ist. 

Es bleibt bei der vom Bezirksrat getroffenen Regelung des persönlichen Kontak-

tes zwischen dem Vater und C._____ nach Massgabe des Entscheides der KESB 

vom 5. Juli 2018, Dispositivziffer 4, mit Ausnahme des Besuchsrechts des Be-

schwerdeführers am Mittwochnachmittag, Dispositivziffer 4. lit. c des Entscheides 

der KESB, welches der Bezirksrat zu Recht aufgehoben hat. 

III. 

1. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdeführer kosten-

pflichtig (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Eine Abweichung von diesem Grundsatz gestützt 

auf Art. 107 Abs. 1 lit. c ZPO ist weder angemessen noch könnten der Beschwer-

degegnerin, welche sich gar nicht zur Beschwerde äussern musste und konnte, 

irgendwelche Kosten in diesem Zusammenhang auferlegt werden.  

2. Grundlage für die Festsetzung der Entscheidgebühr bilden der Streitwert 

bzw. das tatsächliche Streitinteresse, der Zeitaufwand des Gerichts und die 

Schwierigkeit des Falls (§ 2 Abs. 1 GebV OG i.V.m. Art. 96 ZPO). Ausgangspunkt 

der Kostenberechnung für das Beschwerdeverfahren ist § 12 GebV OG i.V.m. § 5 

Abs. 1 GebV OG, wonach die Gebühr grundsätzlich nach den für die Vorinstanz 

geltenden Bestimmungen bemessen wird und bei nicht vermögensrechtlichen 

Streitigkeiten in der Regel Fr. 300.– bis Fr. 13'000.– beträgt. Das vorliegende Ver-

fahren erweist sich als nicht aufwändig, weshalb die Gerichtsgebühr auf Fr. 500.– 

zu bemessen ist.  

3. Parteientschädigungen für das Beschwerdeverfahren sind keine zuzuspre-

chen: Dem Beschwerdeführer nicht, weil er unterliegt, der Beschwerdegegnerin 

nicht, da ihr keine Umtriebe entstanden sind, die zu entschädigen wären.  

Es wird erkannt:  

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.  

- 12 - 

2. Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 500.-- festgesetzt und dem Beschwerde-

führer auferlegt. 

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.  

4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beschwerdegegnerin unter 

Beilage eines Doppels bzw. einer Kopie von act. 2, an die Kindes- und Er-

wachsenenschutzbehörde des Bezirks Pfäffikon, sowie – unter Rücksen-

dung der eingereichten Akten – an den Bezirksrat Pfäffikon, je gegen Emp-

fangsschein. 

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).  

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  

Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. K. Würsch 
 
 
versandt am: 

	Urteil vom 6. September 2019
	Erwägungen:
	1. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdeführer kostenpflichtig (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Eine Abweichung von diesem Grundsatz gestützt auf Art. 107 Abs. 1 lit. c ZPO ist weder angemessen noch könnten der Beschwerdegegnerin, welche sich ga...
	2. Grundlage für die Festsetzung der Entscheidgebühr bilden der Streitwert bzw. das tatsächliche Streitinteresse, der Zeitaufwand des Gerichts und die Schwierigkeit des Falls (§ 2 Abs. 1 GebV OG i.V.m. Art. 96 ZPO). Ausgangspunkt der Kostenberechnung ...
	3. Parteientschädigungen für das Beschwerdeverfahren sind keine zuzusprechen: Dem Beschwerdeführer nicht, weil er unterliegt, der Beschwerdegegnerin nicht, da ihr keine Umtriebe entstanden sind, die zu entschädigen wären.

	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 500.-- festgesetzt und dem Beschwerdeführer auferlegt.
	3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beschwerdegegnerin unter Beilage eines Doppels bzw. einer Kopie von act. 2, an die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde des Bezirks Pfäffikon, sowie – unter Rücksendung der eingereichten Akten – an de...
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...