# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a9369052-c630-560a-925d-845bcf4bb39d
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2012-12-20
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 20.12.2012 LC120045
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LC120045_2012-12-20.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: LC120045-O/U 

 

Mitwirkend: der Oberrichter Dr. R. Klopfer, Vorsitzender, die Oberrichterin 

Dr. M. Schaffitz und die Ersatzoberrichterin lic. iur. R. Blesi Keller 

sowie der Gerichtsschreiber lic. iur. G. Kenny 

Beschluss und Urteil vom 20. Dezember 2012 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beklagte und Berufungsklägerin 

 
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

B._____,  
Kläger und Berufungsbeklagter 

 
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Y._____ 

 

betreffend Abänderung Scheidungsurteil (Besuchsrecht)   
 
Berufung gegen eine Verfügung und Urteile des Einzelgerichts im ordentli-
chen Verfahren am Bezirksgericht Zürich, 3. Abteilung, vom 27. September 
2012 (FP110043) 

- 2 - 

Rechtsbegehren des Klägers und Berufungsbeklagten: 
(Urk. 1 S. 2, Urk. 30 S. 2 ff., Urk. 42 S. 1 und 6, Urk. 46 S. 2f. sinngemäss) 

1. In Abänderung von Dispositiv Ziff. 3. in Verbindung mit der Ver-
einbarung Ziff. 2. des Urteils des Bezirksgerichtes Zürich vom 22. 
Januar 2009 sei der Sohn C._____, geboren am tt.mm.2005, un-
ter die gemeinsame elterliche Sorge der Eltern zu stellen. 

2. In Abänderung von Dispositiv Ziff. 3. in Verbindung mit der Ver-
einbarung Ziff. 3. des Ehescheidungsurteils sei das in dieser Ziffer 
festgelegte Besuchsrecht wie folgt zu erweitern: 
Ein Besuchsrecht am 1. und 3. Wochenende von Freitagmittag 
bis am Montagmorgen. 
Ein Besuchsrecht am 2. und 4. Wochenende jeweils am Samstag 
zwischen 10.30 Uhr und 17 Uhr. 
Das Recht des Klägers, seinen Sohn an dessen Geburtstag und 
am Geburtstag dessen Halbgeschwister zu sich auf Besuch neh-
men zu können. 
Eventualiter sei der Kläger zu verpflichten, der Beiständin jeweils 
vor der Ausübung seines Besuchsrechts seinen Pass abzugeben. 

3. Die mit Verfügung des Bezirksgerichts Zürich vom 15. Juli 2011 
angeordnete Begleitung des Besuchsrechts sei aufzuheben, und 
es sei das Besuchsrecht am 1. und 3. Wochenende im Sinne ei-
ner kurzen Übergangsfrist von einem Monat auf eine Übernach-
tung zu beschränken. 

4. Die Unterhaltsbeiträge gemäss Dispositiv Ziff. 3. in Verbindung 
mit der Vereinbarung Ziff. 5. des genannten Urteils seien zu sis-
tieren, bis der Kläger wieder ein Erwerbseinkommen erzielen 
kann. 

 
Rechtsbegehren der Beklagten und Berufungsklägerin: 

(Urk. 38 S. 2 sinngemäss) 

1. Die Klage vom 30. März 2011 sei vollumfänglich abzuweisen. 
2. Dem Kläger sei nur ein begleitetes Besuchsrecht ohne Übernach-

tung zu gewähren. 
3. Das Ferienrecht sei zu sistieren. 
 

- 3 - 

Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 3. Abteilung (Einzelgericht) vom 
27. September 2012: 

1. Dispositiv Ziffer 3.3. des Urteils des Bezirksgerichtes Zürich vom 22. Janu-
ar 2009 wird aufgehoben und durch die folgende Fassung ersetzt: 

 „Der Kläger ist berechtigt, das Kind jeweils am ersten und dritten Samstag 
eines jeden Monats von 10 bis 19 Uhr auf eigene Kosten zu sich oder mit 
sich auf Besuch zu nehmen.  

 Der Kläger ist verpflichtet, vor der Ausübung des Besuchsrechts seinen 
Pass bei der Beiständin zu deponieren.“ 

2. Die Beiständin wird mit der Organisation des Besuchsrechts, namentlich be-
züglich der Übergabe von C._____, beauftragt. 

3. Das Begehren des Klägers um Sistierung der Unterhaltsbeiträge wird abge-
wiesen.  

4. Die Entscheidgebühr (Pauschalgebühr) wird festgesetzt auf: 
Fr. 5'000.- ; die weiteren Auslagen betragen: 

Fr. 825.- Dolmetscher 

 Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

5. Die Gerichtskosten werden der klagenden Partei zu 3/4 und der beklagten 
Partei zu 1/4 auferlegt, die Kosten beider Parteien jedoch zufolge Gewäh-
rung der unentgeltlichen Rechtspflege einstweilen auf die Gerichtskasse ge-
nommen. Die Parteien werden auf die Nachzahlungspflicht gemäss 
Art. 123 ZPO hingewiesen. 

6. Der Kläger wird verpflichtet, Rechtsanwalt lic. iur. X._____ eine reduzierte 
Parteientschädigung von Fr. 6’500.– zuzüglich 8% Mehrwertsteuer zu be-
zahlen.  

7. (Schriftliche Mitteilung) 

8. (Rechtsmittel Berufung/Kostenbeschwerde) 

Berufungsanträge: 

der Beklagten und Berufungsklägerin (Urk. 76 S. 2): 
 

" 1. Ziffer 1 des Dispositivs der Verfügung und des Urteils des Be-
zirksgerichts Zürich vom 27. September 2012 bezüglich vorsorgli-
cher Massnahmen (S. 24) sei vollumfänglich aufzuheben und Zif-
fer 1 und 2 der Verfügung des Bezirksgerichts Zürich vom 15. Juli 

- 4 - 

2011 sei für die Dauer des vorliegenden Verfahrens insofern auf-
rechtzuerhalten, als dem Berufungsbeklagten ab sofort und bis 
auf Weiteres nur ein begleitetes Besuchsrecht unter Aufsicht der 
Beiständin ohne Übernachtung und Ferienbesuchsrecht zu ge-
währen ist. 

 2. In Abänderung von Ziffer 1 der Verfügung und des Urteils des 
Bezirksgerichts Zürich vom 27. September 2012 bezüglich Abän-
derung des Scheidungsurteils (S. 25) sei dem Berufungsbeklag-
ten in Abänderung des Dispositivs Ziffer 3.3 des Urteils des Be-
zirksgerichts Zürich vom 22. Januar 2009 bis zum 10. Altersjahr 
von C._____ nur ein begleitetes Besuchsrecht unter Aufsicht der 
Beiständin ohne Übernachtung und Ferienbesuchsrecht zu ge-
währen.  

 3. Der Berufung sei in Bezug auf Ziffer 1 hiervor superprovisorisch 
die aufschiebende Wirkung zu erteilen. 

 4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Be-
rufungsbeklagten." 

 

Erwägungen: 

1. Mit Urteil des Bezirksgerichtes Zürich vom 22. Januar 2009 wurden die 

Parteien geschieden und die Nebenfolgen geregelt. Der Kläger und Berufungsbe-

klagte (nachfolgend Kläger) erhob am 31. März 2011 eine Abänderungsklage und 

verlangte unter anderem die gemeinsame elterliche Sorge über den gemeinsa-

men Sohn C._____ (geb. tt.mm.2005) sowie die Ausdehnung des Besuchsrechts. 

Im Verlauf des Verfahrens mussten vorsorgliche Massnahmen erlassen werden. 

Am 27. September 2012 fällte die Vorinstanz den Endentscheid, dabei regel-

te sie auch die vorsorglichen Massnahmen neu. Über den Verfahrensgang gibt 

der angefochtene Entscheid Auskunft (Urk. 77). 

2. Sowohl gegen den Massnahmenentscheid als auch gegen den En-

dentscheid erhoben beide Parteien je eine Berufung. Die weiteren Verfahren wur-

den hier unter den Proz. Nr. LY120044, LY120045 und LC120048 anhand ge-

nommen. Mit ihrer Berufungsschrift vom 5. November 2012 stellte die Beklagte 

und Berufungsklägerin (fortan Beklagte) die eingangs dargelegten Berufungsan-

träge (Urk. 76 S. 2). 

- 5 - 

3. Da die Parteistandpunkte aus den Rechtsschriften in den Parallelver-

fahren bekannt waren, wurde ohne eine Berufungsantwort einzuholen am 17. De-

zember 2012 eine Instruktionsverhandlung durchgeführt. Dabei schlossen die 

Parteien folgende Vereinbarung (Urk. 82, Prot. S. 5): 
 

" Zwischen den Parteien sind an der I. Zivilkammer des Obergerichtes des Kan-

tons Zürich die Berufungsverfahren Proz.Nr. LY120044-O, LY120045-O, 

LC120045-O und LC120048-O rechtshängig. Zwecks Erledigung dieser vier Ver-

fahren vereinbaren die Parteien was folgt: 

 

 1. Die Parteien beantragen, Dispositiv Ziffer 1 des Urteils des Bezirksgerichts 

Zürich, 3. Abteilung (Einzelgericht), vom 27. September 2012 aufzuheben 

bzw. Dispositiv Ziffer 3.3. des Urteils des Bezirksgerichts Zürich vom 22. Ja-

nuar 2009 wie folgt zu ändern : 

 
 " 3.3. Der Gesuchsteller ist berechtigt, das Kind C._____, geboren am tt.mm.2005, wie folgt 

auf eigene Kosten zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen: 

 

  a) 

  -  ab Januar 2013 bis Juni 2013 jeweils am 1. Wochenende eines jeden Monats (von Frei-

tagnachmittag ab Schulschluss bis Sonntagabend, 18.00 Uhr); 

  - ab Juli 2013 jeweils am 1. und 3. Wochenende eines jeden Monats (von Freitagnachmit-

tag ab Schulschluss bis Sonntagabend, 18.00 Uhr); 

  - in den ungeraden Jahren jeweils am Geburtstag von C._____ (tt.mm.) von 14.00 bis 20.00 

Uhr; 

  - jeweils am Geburtstag der Halbgeschwister (tt.mm, tt.mm und tt.mm) ab Schulschluss bis 

20.00 Uhr, sofern diese Tage nicht auf einen ordentlichen Besuchstermin oder die Ferien 

der Gesuchstellerin fallen. 

  Bis zum vollendeten 10. Altersjahr des Kindes ist der Gesuchsteller verpflichtet, jeweils vor-

gängig seinen Pass und seinen Ausländerausweis (C) bei der Beiständin zu deponieren. 

 

  b) 

  - ab Januar 2014 während den Schulferien für die Dauer von 2 x 2 Wochen und ab Januar 

2015 für vier Wochen pro Jahr, wobei das Ferienbesuchsrecht nur im Inland ausgeübt 

werden kann und der Gesuchsteller verpflichtet ist, vorgängig seinen Pass und seinen 

Ausländerausweis (C) bei der Beiständin zu deponieren; 

- 6 - 

  - ab Januar 2017 während der Schulferien für die Dauer von vier Wochen pro Jahr. 

  Der Gesuchsteller ist verpflichtet, die Ausübung des Ferienbesuchsrechts jeweils mindes-

tens drei Monate im Voraus anzumelden bzw. mit der Gesuchstellerin abzusprechen." 

 

 2. Der Abänderungskläger zieht sein Begehren um Reduktion des Kinderunter-

haltsbeitrages zurück. 

  

 3. Die Parteien stellen fest, dass die Dispositiv Ziffer 2 sowie 4-6 des Urteils des 

Bezirksgerichts Zürich, 3. Abteilung (Einzelgericht), vom 27. September 2012 

im Berufungsverfahren unangefochten geblieben sind. 

  

 4. Gestützt auf diese Vereinbarung ziehen die Parteien ihre Berufungen Proz.Nr. 

LY120044-O und LY120045-O zurück und beantragen die Abschreibung der 

Berufungen Proz.Nr. LC120045-O und LC120048-O. 

 

 5. Die Kosten der vier vorgenannten Berufungsverfahren übernehmen die Par-

teien je zur Hälfte und verzichten dafür gegenseitig auf Prozessentschädi-

gung." 

 

4.1. Vorliegend ist in der Hauptsache das Besuchsrecht des Klägers um-

stritten. 

4.2. Soweit in familienrechtlichen Angelegenheiten Kinderbelange zu regeln 

sind, gilt die Untersuchungs- und Offizialmaxime; das Gericht muss den Sachver-

halt von Amtes wegen erforschen, ist an die Parteianträge nicht gebunden und 

hat von sich aus die nötigen Vorkehren zu treffen (Art. 296 Abs. 1 und 3 ZPO). 

Eine von den Parteien getroffene Vereinbarung betreffend Kinderbelange wird 

vom Gericht dementsprechend als übereinstimmenden Parteiantrag entgegenge-

nommen und geprüft (Bräm/Hasenböhler, Zürcher Kommentar, Art. 169-180 ZGB, 

3. Auflage, Zürich 1997, N 17 und N 117 zu Art. 176). 

4.3. Das von den Parteien gemeinsam beantragte Besuchsrecht entspricht 

weitgehend dem gerichtsüblichen. Den speziellen Umständen, dass der Besuchs-

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kontakt zwischen dem Vater und dem Sohn während der bisherigen Verfahrens-

dauer eingeschränkt war, wird mit einer angemessenen Übergangsfrist begegnet. 

Dem gemeinsamen Antrag kann somit entsprochen werden.  

5. Hinsichtlich der weiteren in der Vereinbarung vom 17. Dezember 2012 

getroffenen Regelungen findet – mit Ausnahme der Kostenregelung – die Disposi-

tionsmaxime Anwendung. Die Parteien können über diese Streitgegenstände ver-

fügen. Entsprechend ist in diesem Umfang von der Vereinbarung Vormerk zu 

nehmen. Die Vereinbarung hat diesbezüglich die Wirkung eines rechtskräftigen 

Entscheids (Urk. 62; Art. 241 Abs. 2 ZPO). 

6.1. Die Entscheidgebühr für das Berufungsverfahren ist in Anwendung von 

§ 2 lit. c und d, § 5 Abs. 1 und § 10 Abs. 1 sowie § 12 Abs. 1 und 2 der Gebüh-

renverordnung des Obergerichts (GebV OG, LS 211.11) auf Fr. 1'200.– festzuset-

zen. 

6.2. Die Kosten für das Berufungsverfahren sind in Anwendung von 

Art. 109 Abs. 1 ZPO den Parteien entsprechend ihrer Vereinbarung je zur Hälfte 

aufzuerlegen. 

6.3. Antragsgemäss und in Anwendung von Art. 109 Abs. 1 ZPO ist davon 

abzusehen, Parteientschädigungen für das Berufungsverfahren zuzusprechen. 

Vom gegenseitigen Verzicht auf eine Prozessentschädigung ist aber Vormerk zu 

nehmen.  

6.4. Beiden Parteien wurde für das vorliegende Verfahren die unentgeltliche 

Rechtspflege bereits gewährt (Urk. 80). 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird vorgemerkt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 3. Abteilung 

(Einzelgericht), vom 27. September 2012 am 17. Dezember 2012 im folgen-

den Umfang in Rechtskraft erwachsen ist: 

- 8 - 

 " 1. (…). 

  2. Die Beiständin wird mit der Organisation des Besuchsrechts, namentlich be-

züglich der Übergabe von C._____, beauftragt. 

  3. Das Begehren des Klägers um Sistierung der Unterhaltsbeiträge wird abgewie-

sen. 

  4. Die Entscheidgebühr (Pauschalgebühr) wird festgesetzt auf: 

  Fr. 5'000.- ; die weiteren Auslagen betragen: 
  Fr. 825.- Dolmetscher 

  Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

  5. Die Gerichtskosten werden der klagenden Partei zu 3/4 und der beklagten Par-

tei zu 1/4 auferlegt, die Kosten beider Parteien jedoch zufolge Gewährung der 

unentgeltlichen Rechtspflege einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. 

Die Parteien werden auf die Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO hinge-

wiesen. 

  6. Der Kläger wird verpflichtet, Rechtsanwalt lic.iur. X._____ eine reduzierte Par-

teientschädigung von Fr. 6’500.– zuzüglich 8% Mehrwertsteuer zu bezahlen." 

2. Schriftliche Mitteilung und Rechtsmittelbelehrung mit nachfolgendem Er-

kenntnis. 

Es wird erkannt: 

1. Dispositiv Ziffer 1 des Urteils des Bezirksgerichts Zürich vom 27. September 

2012 wird aufgehoben und Dispositiv Ziffer 3.3. des Urteils des Bezirksge-

richts Zürich vom 22. Januar 2009 durch die folgende Fassung ersetzt:  
 

 " 3.3. Der Gesuchsteller ist berechtigt, das Kind C._____, geboren am tt.mm.2005, 

wie folgt auf eigene Kosten zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen: 

  a) 

  -  ab Januar 2013 bis Juni 2013 jeweils am 1. Wochenende eines jeden Monats 

(von Freitagnachmittag ab Schulschluss bis Sonntagabend, 18.00 Uhr); 

  - ab Juli 2013 jeweils am 1. und 3. Wochenende eines jeden Monats (von Freitag-

nachmittag ab Schulschluss bis Sonntagabend, 18.00 Uhr); 

- 9 - 

  - in den ungeraden Jahren jeweils am Geburtstag von C._____ (tt.mm.) von 14.00 

bis 20.00 Uhr; 

  - jeweils am Geburtstag der Halbgeschwister (tt.mm, tt.mm und tt.mm) ab Schul-

schluss bis 20.00 Uhr, sofern diese Tage nicht auf einen ordentlichen Besuchs-

termin oder die Ferien der Gesuchstellerin fallen. 

  Bis zum vollendeten 10. Altersjahr des Kindes ist der Gesuchsteller verpflichtet, je-

weils vorgängig seinen Pass und seinen Ausländerausweis (C) bei der Beiständin 

zu deponieren. 

 

  b) 

  - ab Januar 2014 während den Schulferien für die Dauer von 2 x 2 Wochen und ab 

Januar 2015 für vier Wochen pro Jahr, wobei das Ferienbesuchsrecht nur im In-

land ausgeübt werden kann und der Gesuchsteller verpflichtet ist, vorgängig sei-

nen Pass und seinen Ausländerausweis (C) bei der Beiständin zu deponieren; 

  - ab Januar 2017 während der Schulferien für die Dauer von vier Wochen pro Jahr. 

  Der Gesuchsteller ist verpflichtet, die Ausübung des Ferienbesuchsrechts jeweils 

mindestens drei Monate im Voraus anzumelden bzw. mit der Gesuchstellerin abzu-

sprechen." 

2. Im Übrigen wird die Vereinbarung der Parteien vom 17. Dezember 2012 

vorgemerkt und das Berufungsverfahren abgeschrieben. 

3. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'200.– festgesetzt. Die 

Kosten für den Dolmetscher betragen Fr. 318.75. 

4. Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden den Parteien 

je zur Hälfte auferlegt, aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege 

jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. 

Eine Nachforderung im Sinne von Art. 123 ZPO bleibt vorbehalten. 

5. Vom gegenseitigen Verzicht der Parteien auf eine Prozessentschädigung 

wird Vormerk genommen. 

6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, sowie an das Bezirksgericht Zürich, 

3. Abteilung (Einzelgericht) und an die Obergerichtskasse, je gegen Emp-

fangsschein. 

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Nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück. 

7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. Die Beschwerde an 
das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 

Die Anfechtung einer Parteierklärung (Vergleich, Anerkennung oder Rückzug des Be-
gehrens) hat nicht mit Beschwerde an das Bundesgericht, sondern mit Revision beim 
Obergericht zu erfolgen (Art. 328 ff. ZPO). 

 

Zürich, 20. Dezember 2012 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 

Der Vorsitzende: 
 
 
 

Dr. R. Klopfer 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. G. Kenny 
 
 
 
versandt: 
ss 

	Beschluss und Urteil vom 20. Dezember 2012
	Rechtsbegehren des Klägers und Berufungsbeklagten: (Urk. 1 S. 2, Urk. 30 S. 2 ff., Urk. 42 S. 1 und 6, Urk. 46 S. 2f. sinngemäss)
	Rechtsbegehren der Beklagten und Berufungsklägerin: (Urk. 38 S. 2 sinngemäss)
	Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 3. Abteilung (Einzelgericht) vom 27. September 2012:
	Berufungsanträge:
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	Es wird erkannt:
	1. Dispositiv Ziffer 1 des Urteils des Bezirksgerichts Zürich vom 27. September 2012 wird aufgehoben und Dispositiv Ziffer 3.3. des Urteils des Bezirksgerichts Zürich vom 22. Januar 2009 durch die folgende Fassung ersetzt:
	2. Im Übrigen wird die Vereinbarung der Parteien vom 17. Dezember 2012 vorgemerkt und das Berufungsverfahren abgeschrieben.
	3. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'200.– festgesetzt. Die Kosten für den Dolmetscher betragen Fr. 318.75.
	4. Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt, aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse genommen.
	Eine Nachforderung im Sinne von Art. 123 ZPO bleibt vorbehalten.
	5. Vom gegenseitigen Verzicht der Parteien auf eine Prozessentschädigung wird Vormerk genommen.
	6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, sowie an das Bezirksgericht Zürich, 3. Abteilung (Einzelgericht) und an die Obergerichtskasse, je gegen Empfangsschein.
	7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...