# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e91225ff-1114-5a26-8f87-0ab7125c7044
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-12-03
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 03.12.2008 C-2674/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2674-2006_2008-12-03.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-2674/2006/<ABR>  
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 .  D e z e m b e r  2 0 0 8

Richter Beat Weber (Vorsitz), Richter Michael Peterli, 
Richterin Franziska Schneider, 
Gerichtsschreiberin Susanne Flückiger.

T._______,
vertreten durch Rechtsanwalt Abelardo Vazquez Conde, 
avenida La Habana, 9-1°, ES-32003 Ourense,
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, 
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Beschwerdegegnerin.

Invalidenrente; Einspracheentscheid der IVSTA 
vom 23. Januar 2006.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-2674/2006

Sachverhalt:

A.
T._______  (nachfolgend:  Versicherte  oder  Beschwerdeführerin), 
geboren  am  (...)  1950,  spanische  Staatsangehörige,  arbeitete  von 
März  1972  bis  Juli  1973  im  Hotel  A._______  in  Z._______  und  ab 
November 1977 bis August 1988 beim Kanton Y._______ (act. 5).

B.
Mit  Datum vom 23. Dezember 2003 (act. IV/1,  S. 4)  reichte die Ver-
sicherte beim spanischen Versicherungsträger „Instituto Nacional de la 
Seguridad Social“ (nachfolgend: INSS) von X._______ ein Gesuch um 
Leistungen  der  Schweizer  Invalidenversicherung  ein.  Sie  machte 
insbesondere  Herzprobleme,  Diabetes  mellitus  Typ  II,  ein  Struma 
multinodularis  sowie  ein  Cervikalsyndrom  der  Halswirbelsäule  und 
fortgeschrittene degenerative Schäden der Brust-  und Lendenwirbel-
säule  sowie  der  Schulter  als  Gründe  für  einen  Rentenanspruch 
geltend. Der INSS liess die Versicherte am 13. Mai 2004 begutachten 
(act  IV/13  –  27).  Das  Gesuch  wurde  am  23.  Juli  2004  an  die 
Schweizerische Ausgleichskasse (SAK) überwiesen (act. IV/1 – 4). Der 
Eingang wurde der Versicherten am 26. August 2004 von der IV-Stelle 
für  Versicherte  im  Ausland  (nachfolgend:  IV-Stelle,  IVSTA  oder 
Vorinstanz) bestätigt  (act. IV/5). Mit  Eingabe vom 9. November 2004 
reichte  die  Versicherte  den  Fragebogen  für  den  Versicherten,  den 
Fragebogen  für  den  Arbeitgeber  sowie  den  Fragebogen  für  im 
Haushalt tätige Versicherte und weitere Unterlagen ein (act. IV/8 – 12).

Nach  Prüfung  der  Unterlagen  und  Einholung  einer  Stellungnahme 
durch ihren ärztlichen Dienst wies die Vorinstanz das Leistungsbegeh-
ren mit Verfügung vom 2. Februar 2005 ab (act. IV 28 – 30). 

C.
Am 22. Februar 2005 erhob die Versicherte, vertreten durch Rechts-
anwalt Abelardo Vazquez Conde, Einsprache. Nachdem ihr Aktenein-
sicht gewährt worden war, begründete sie ihre Einsprache ausführlich 
mit  Eingaben  vom 18.  Mai  2005  und  vom 24.  November  2005  und 
reichte zwei Arztberichte und das Gutachten eines spanischen Kardio-
logen vom 4. Mai 2005 ein (act. IV/33, 39, 40).

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Nach erneutem Beizug ihres ärztlichen Dienstes (act. IV/41, 42) wies 
die IV-Stelle die Einsprache am 23. Januar 2006 ab. Sie stellte fest, 
dass erst seit dem 4. Mai 2005 eine Arbeitsunfähigkeit von mindestens 
40% ausgewiesen sei,  demnach frühestens am 4. Mai  2006 ein An-
spruch auf eine Invalidenrente entstehen könnte und verwies darauf, 
dass die Beschwerdeführerin nach Ablauf der einjährigen gesetzlichen 
Wartefrist ein neues Leistungsgesuch stellen könne (act. IV/43).

D.
Gegen  diesen  Entscheid  erhob  die  wiederum  durch  Rechtsanwalt 
Abelardo Vazquez Conde vertretene Beschwerdeführerin am 2. März 
2006 (Eingang per Telefax: 2. März 2006, Posteingang: 7. März 2006) 
bei  der Eidgenössischen Rekurskommission der Alters-,  Hinterlasse-
nen-  und  Invalidenversicherung  für  die  im  Ausland  wohnenden  Per-
sonen (nachfolgend: Reko AHV/IV) unter  Beilage mehrerer ärztlicher 
Berichte Beschwerde.

Mit  Vernehmlassung vom 31. März 2006 beantragte die Vorinstanz – 
nach erneuter Rücksprache mit ihrem ärztlichen Dienst betreffend die 
bis  dahin nicht  aktenkundigen medizinischen Eingaben – die Abwei-
sung der Beschwerde. 

E.
Mit  Replik  vom 27. April  2006 (Eingabe per  Telefax: 27. April  2006, 
Posteingang:  3.  Mai  2006)  hielt  die  Beschwerdeführerin  an  ihrer 
Beschwerde fest. 

In ihrer Duplik vom 12. Mai 2006 hielt die Vorinstanz ebenfalls an ihren 
Ausführungen und Anträgen fest. Am 16. Mai 2006 schloss die Reko 
AHV/IV  den  Schriftenwechsel  mit  Kenntnisgabe  der  Duplik  an  die 
Beschwerdeführerin ab.  

F.
Per 1. Januar 2007 übernahm das Bundesverwaltungsgericht die bei 
der  Reko  AHV/IV  hängige  Beschwerde  und  teilte  den  Parteien  mit 
Verfügung vom 6. März 2007 den Spruchkörper mit. Ausstandsgründe 
wurden innert Frist nicht geltend gemacht.

G.
Mit Verfügung vom 10. Juni 2008 wurde den Parteien der Wechsel des 
Spruchkörpers  mitgeteilt.  Innert  gestellter  Frist  wurden  keine  Aus-
standsgründe geltend gemacht.

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H.
Mit  Verfügung vom 23. Juni 2008 wurde die Vorinstanz aufgefordert, 
fehlende  Akten  nachzureichen  und  dem  Bundesverwaltungsgericht 
mitzuteilen, ob die Verfügung vom 2. Februar 2005 inzwischen revidiert 
worden  sei  oder  ob  die  Beschwerdeführerin  ein  neues  Leistungs-
gesuch gestellt habe. 

I.
Die Vorinstanz reichte am 25. Juni 2008 den Auszug aus dem indivi-
duellen Konto der Beschwerdeführerin nach und teilte mit, sie könne 
den  Zustellnachweis  hinsichtlich  des  Einspracheentscheides  vom 
23. Januar 2006 nicht mehr erbringen. Eine zwischenzeitliche Revision 
der Verfügung vom 2. Februar 2005 sei nicht erfolgt und bis dato sei 
auch kein neues Leistungsgesuch der Beschwerdeführerin eingegan-
gen. 

J.
Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten 
wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen 
eingegangen. 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Das  Bundesverwaltungsgericht  übernimmt,  sofern  es  zuständig 
ist, die Beurteilung der Ende 2006 bei den Eidgenössischen Rekurs- 
oder Schiedskommissionen oder bei den Beschwerdediensten der De-
partemente hängigen Rechtsmittel, wobei die Beurteilung nach neuem 
Verfahrensrecht  erfolgt  (Art. 53  Abs. 2  Bundesgesetzes  über  das 
Bundesverwaltungsgericht vom 17. Juni 2005 [Verwaltungsgerichtsge-
setz, VGG, SR 173.32]).

1.2 Gemäss Art. 31 VGG in Verbindung mit  Art. 33 Bst. d  VGG und 
Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes über die Invalidenversiche-
rung  vom  19.  Juni  1959  (IVG,  SR  831.20)  sowie  Art.  5  des  Bun-
desgesetzes über das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 1968 
(VwVG,  SR  172.021)  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerden von Personen im Ausland gegen Verfügungen der IV-Stelle 
für Versicherte im Ausland. Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG 
liegt nicht vor. 

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1.3 Die Beschwerdeführerin hat am vorinstanzlichen Verfahren teilge-
nommen; sie ist durch die angefochtene Verfügung berührt und hat ein 
schutzwürdiges Interesse an deren Anfechtung (Art. 59 des Bundes-
gesetzes  über  den  allgemeinen  Teil  des  Sozialversicherungsrechts 
vom 6. Oktober 2000 [ATSG, SR 830.1]; entsprechend: Art. 48 Abs. 1 
VwVG). Sie ist  daher  zur  Beschwerde legitimiert. Mit  Vollmacht  vom 
21. Februar  2006  hat  sie  Rechtsanwalt  Abelardo  Vazquez  Conde 
ermächtigt.  Der  die  Beschwerde  unterzeichnende  Abelardo  Vazquez 
Conde ist somit rechtsgültig bevollmächtigt.

1.4 Die  vorliegende  Beschwerde enthält  Rechtsbegehren und deren 
Begründung  sowie  die  erforderlichen  Beweismittel.  Somit  sind  die 
Formvorschriften gemäss Art. 52 VwVG erfüllt. 

1.5 Die Beschwerde ist  innerhalb von 30 Tagen nach der  Eröffnung 
des Einspracheentscheids einzureichen (Art. 60 ATSG). Die Beschwer-
deführerin  macht  geltend,  den  Einspracheentscheid  vom 23.  Januar 
2006 erst am 2. Februar 2006 erhalten zu haben (Beschwerde, S. 3). 
Da das genaue Zustellungsdatum nicht mehr einbringbar ist, kann zu 
Gunsten  der  Beschwerdeführerin  davon  ausgegangen  werden,  dass 
die Frist  mit  der Zustellung der Beschwerde per Telefax am 2. März 
2006  und  Nachreichung  des  Originals  am  7.  März  2006  gewahrt 
wurde. Somit ist auf die Beschwerde einzutreten.

2.
2.1 Nach  Art.  37  VGG richtet  sich  das  Verfahren  vor  dem Bundes-
verwaltungsgericht  nach  dem  Verwaltungsverfahrensgesetz  (VwVG), 
soweit das VGG nichts anderes bestimmt. 

Indes  findet  das  Verwaltungsverfahrensgesetz  aufgrund  von  Art.  3 
Bst. dbis VwVG keine Anwendung in Sozialversicherungssachen, soweit 
das  Bundesgesetz  über  den  Allgemeinen  Teil  des  Sozialversiche-
rungsrechts (ATSG) anwendbar  ist. Nach Art. 1  Abs. 1  IVG sind die 
Bestimmungen des ATSG auf die Invalidenversicherung (Art. 1a – 26bis 

und 28 – 70) anwendbar, soweit das IVG nicht ausdrücklich eine Ab-
weichung vom ATSG vorsieht.

2.2
2.2.1 Die  Beschwerdeführerin  ist  spanische  Staatsangehörige  mit 
Wohnsitz in Spanien, so dass vorliegend das am 1. Juni 2002 in Kraft 
getretene  Abkommen  vom  21. Juni  1999  zwischen  der  Schweizeri-
schen  Eidgenossenschaft  einerseits  und  der  Europäischen  Gemein-

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schaft  und  ihren  Mitgliedstaaten  andererseits  über  die  Freizügigkeit 
(nachfolgend: FZA, SR 0.142.112.681), insbesondere dessen Anhang 
II  betreffend die Koordinierung der  Systeme der sozialen Sicherheit, 
anzuwenden ist (Art. 80a IVG). 

2.2.2 Die bis dahin zwischen der Schweiz und den Mitgliedstaaten der 
Europäischen Gemeinschaft geltenden bilateralen Abkommen über die 
soziale Sicherheit werden grundsätzlich mit Inkrafttreten des FZA inso-
weit  suspendiert,  als letzteres denselben Sachbereich regelt  (Art. 20 
FZA). 

2.2.3 Nach Art. 3 Abs. 1 der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates 
vom 14. Juni 1971 zur Anwendung der Systeme der sozialen Sicher-
heit auf Arbeitnehmer und Selbstständige sowie deren Familienange-
hörige,  die  innerhalb  der  Gemeinschaft  zu-  und  abwandern 
(SR 0.831.109.268.1),  haben  die  in  den  persönlichen  Anwendungs-
bereich der Verordnung fallenden,  in einem Mitgliedstaat wohnenden 
Personen aufgrund der Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaats grund-
sätzlich die gleichen Rechte und Pflichten wie die Staatsangehörigen 
dieses Staates.

2.2.4 Soweit  das  FZA  bzw. die  auf  dieser  Grundlage  anwendbaren 
gemeinschaftsrechtlichen  Rechtsakte  keine  abweichenden  Bestim-
mungen vorsehen, richtet sich die Ausgestaltung des Verfahrens sowie 
die  Prüfung  der  Anspruchsvoraussetzungen  einer  schweizerischen 
Invalidenrente grundsätzlich nach der innerstaatlichen Rechtsordnung 
(BGE 130 V 257 E. 2.4). Allerdings werden die von den Trägern der 
anderen  Staaten  erhaltenen  ärztlichen  Unterlagen  und  Berichte 
gemäss  Art.  40  der  Verordnung  (EWG)  Nr.  574/72  des  Rates  vom 
21. März  1972  über  die  Durchführung  der  Verordnung  (EWG) 
Nr. 1408/71  (nachfolgend:  Vo  (EWG)  574/72,  SR  0.831.109.268.11; 
vgl.  auch  Art.  51  Vo [EWG]  574/72)  berücksichtigt.  Gemäss  Art. 40 
Abs. 4 der Verordnung Nr. 1408/71 ist die vom Träger eines Mitglied-
staates  getroffene  Entscheidung  über  die  Invalidität  eines  Antrag-
stellers  für  den  Träger  eines  anderen  betroffenen  Staates  nur  dann 
verbindlich,  wenn  die  in  den  Rechtsvorschriften  dieser  Staaten  fest-
gelegten Tatbestandsmerkmale der Invalidität in Anhang V dieser Ver-
ordnung als übereinstimmend anerkannt sind, was für das Verhältnis 
zwischen  Spanien  und  der  Schweiz  (ebenso  wie  für  das  Verhältnis 
zwischen den übrigen EU-Mitgliedstaaten und der Schweiz) nicht der 
Fall ist. 

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2.2.5 Demnach bestimmt sich vorliegend der Anspruch der Beschwer-
deführerin auf Leistungen der schweizerischen Invalidenversicherung 
ausschliesslich nach dem innerstaatlichen schweizerischen Recht, ins-
besondere nach dem IVG sowie der Verordnung über die Invalidenver-
sicherung vom 17. Januar 1961 (IVV, SR 831.210).

2.3 Weil  in  zeitlicher  Hinsicht  grundsätzlich  diejenigen  Rechtssätze 
massgebend sind, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führen-
den Tatbestandes Geltung haben, und weil ferner die Gerichte im Be-
reich der Sozialversicherung bei  der Beurteilung eines Falles grund-
sätzlich auf den im Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Verwal-
tungsaktes, hier des Einspracheentscheids vom 23. Januar 2006, ein-
getretenen Sachverhalt abstellen (BGE 130 V 329, BGE 129 V 4 E. 1.2 
mit Hinweisen), sind die ab 1. Januar 2003 geltenden Bestimmungen 
des ATSG anwendbar. 

Bei den materiellen Bestimmungen des IVG und der IVV ist für die Be-
urteilung eines Rentenanspruchs vor dem 1. Januar 2004 auf die bis 
Ende 2003 gültige Fassung, danach auf die Fassung gemäss den am 
1. Januar 2004 in Kraft getretenen Änderungen (4. IV-Revision) abzu-
stellen. Nicht zu berücksichtigen sind die durch die 5. IV-Revision ein-
geführten  Änderungen,  welche  am 1. Januar  2008  in  Kraft  getreten 
sind (AS 2007 5129). Im Folgenden werden deshalb die bis Ende 2007 
gültig gewesenen Bestimmungen des IVG und der IVV zitiert.

3.
3.1 Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerde-
verfahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Miss-
brauchs oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder 
unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie 
die Unangemessenheit des Entscheids rügen (Art. 49 VwVG).

3.2 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz 
beherrscht. Danach hat das Gericht von Amtes wegen für die richtige 
und  vollständige  Abklärung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts  zu 
sorgen. Dieser  Grundsatz gilt  indessen nicht  unbeschränkt; er  findet 
sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 
E. 2, BGE 122 V 158 E. 1a, je mit weiteren Hinweisen).

3.2.1 Im  Sozialversicherungsprozess  hat  das  Gericht  seinen  Ent-
scheid,  sofern das Gesetz nicht  etwas Abweichendes vorsieht,  nach 
dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die 

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blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweis-
anforderungen  nicht.  Das  Gericht  hat  vielmehr  jener  Sachverhalts-
darstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen 
als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 360 E. 5b, 125 V 195 
E. 2, je mit Hinweisen).

3.2.2 Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die 
Verwaltung oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur 
Überzeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahr-
scheinlich zu betrachten und es könnten weitere Beweismassnahmen 
an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, so ist auf die 
Abnahme  weiterer  Beweise  zu  verzichten  (antizipierte  Beweiswürdi-
gung; UELI KIESER, Das Verwaltungsverfahren in der Sozialversicherung, 
Zürich 1999, S. 212, Rz 450; vgl. auch BGE 122 V 157 E. 1d, 122 II 
469 E. 4a, 120 Ib 229 E. 2b).

4.
Im  vorliegenden  Verfahren  ist  streitig  und  vom  Bundesverwaltungs-
gericht zu prüfen, ob die IV-Stelle den Anspruch der Versicherten auf 
eine  Rente  der  schweizerischen  Invalidenversicherung  zu  Recht 
verneint hat.

Zunächst  sind  jedoch  die  zur  Beurteilung  der  Streitsache  massge-
benden gesetzlichen Grundlagen und die von der Rechtsprechung ent-
wickelten Grundsätze darzulegen.

4.1 Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körper-
lichen,  geistigen  oder  psychischen  Gesundheit  bedingte,  volle  oder 
teilweise  Unfähigkeit,  im bisherigen Beruf  oder  Aufgabenbereich  zu-
mutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare 
Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 
(Art. 6 ATSG). 

4.2 Erwerbsunfähigkeit  ist  der  durch  Beeinträchtigung  der  körperli-
chen,  geistigen oder  psychischen Gesundheit  verursachte  und nach 
zumutbarer  Behandlung  und  Eingliederung  verbleibende ganze oder 
teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom-
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). Erwerbsunfähig-
keit ist, vereinfacht ausgedrückt, die durch einen Gesundheitsschaden 
verursachte  Unfähigkeit,  durch  zumutbare  Arbeit  Geld  zu  verdienen 
(Alfred Maurer, Bundessozialversicherungsrecht, Basel 1993, S. 140).

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4.3 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). 
Der  Zeitpunkt  des  Eintritts  der  Invalidität  beurteilt  sich  nach  Art. 29 
Abs. 1 IVG. Der Rentenanspruch entsteht frühestens in dem Zeitpunkt, 
in  dem der Versicherte mindestens zu 40% bleibend erwerbsunfähig 
geworden  ist  (Bst.  a:  Dauerinvalidität,  Art.  7  ATSG)  oder  während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes-
tens zu 40% arbeitsunfähig war (Bst. b: langdauernde Krankheit, Art. 6 
ATSG, vgl. BGE 121 V 272 ff. E. 6).

4.3.1 Anspruch auf eine Rente der schweizerischen Invalidenversiche-
rung hat,  wer invalid im Sinn des Gesetzes ist  (Art. 7,  8,  16 ATSG; 
Art. 4,  28,  29  IVG)  und  beim Versicherungsfall  mindestens  während 
eines vollen Jahres Beiträge an die Alters-, Hinterlassenen- und Invali-
denversicherung geleistet hat (Art. 36 Abs. 1 IVG).

4.3.2 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG in der bis Ende 2003 gültig gewe-
senen Fassung besteht  ein Anspruch auf  eine ganze Invalidenrente, 
wenn  die  versicherte  Person  zu  mindestens  zwei  Dritteln,  auf  eine 
halbe Rente, wenn sie zu mindestens zur Hälfte und auf eine Viertels-
rente, wenn sie mindestens zu 40% invalid ist. Die seit dem 1. Januar 
2004 massgeblichen neuen Rentenabstufungen gemäss Art. 28 Abs. 1 
IVG  geben  bei  einem  Invaliditätsgrad  von  70%  Anspruch  auf  eine 
ganze  Rente,  bei  einem Invaliditätsgrad  von 60% auf  eine  Dreivier-
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von 50% auf eine halbe Rente und 
bei einem Invaliditätsgrad von 40% auf eine Viertelsrente.

4.3.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte  Person nach Eintritt  der Invalidität  und 
nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein-
gliederungsmassnahmen durch eine ihr  zumutbare Tätigkeit  bei  aus-
geglichener  Arbeitsmarktlage  erzielen  könnte  (sog.  Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 
könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen; 
Art. 16 ATSG).

4.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die 
ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder  der Ärztin  ist  es dabei,  den 
Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen,  in 
welchem  Umfang  und  bezüglich  welcher  Tätigkeiten  die  versicherte 

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Person arbeitsunfähig  ist. Im Weiteren  sind  die  ärztlichen  Auskünfte 
eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeits-
leistungen  der  Person  noch  zugemutet  werden  können  (BGE 125  V 
261 E. 4 mit Hinweisen). Die – arbeitsmedizinische – Aufgabe der Ärz-
te und Ärztinnen besteht  darin,  sich  dazu zu äussern,  inwiefern  die 
versicherte Person in ihren körperlichen oder geistigen Funktionen lei-
densbedingt eingeschränkt ist. Im Vordergrund stehen dabei vor allem 
jene Funktionen, welche für die nach der Lebenserfahrung im Vorder-
grund  stehenden  Arbeitsmöglichkeiten  der  versicherten  Person  we-
sentlich sind (so etwa, ob diese sitzend oder stehend, im Freien oder 
in geheizten Räumen arbeiten kann oder muss, ob sie Lasten heben 
und tragen kann). 

Die  Frage,  welche  konkreten  beruflichen  Tätigkeiten  auf  Grund  der 
medizinischen Angaben und unter  Berücksichtigung der  übrigen Fä-
higkeiten der versicherten Person in Frage kommen, ist demgegenüber 
nicht von der Ärztin oder dem Arzt, sondern von der Verwaltung bzw. 
von  der  Berufsberatung  zu  beantworten  (vgl.  Urteil  des  Eidgenössi-
schen  Versicherungsgerichts  I  457/04  vom  26.  Oktober  2004,  in: 
SVR 2006 IV Nr. 10, E. 4.1 mit Verweis auf BGE 107 V 17 E. 2b).

4.5 Hinsichtlich  des  Beweiswertes  eines  Arztberichtes  ist  entschei-
dend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf all-
seitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden be-
rücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 
ist, in der Darlegung der Zusammenhänge und in der Beurteilung der 
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der 
Expertinnen  und  Experten  begründet  sind. Bestehen  Zweifel  an  der 
Zuverlässigkeit  und  Schlüssigkeit  der  ärztlichen  Feststellungen,  sind 
ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 125 V 352 E. 3a,  BGE 
122  V  160  E. 1c  und  1d  mit  weiteren  Hinweisen,  AHI  2001  S. 113 
E. 3a).

Nach der Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts 
(heute:  Bundesgericht)  haben  Berichte  von  versicherungsinternen 
Ärztinnen und Ärzten, sofern sie schlüssig erscheinen, nachvollziehbar 
begründet sind und keine konkreten Indizien gegen ihre Zuverlässig-
keit sprechen, Beweiswert (vgl. BGE 122 V 161 E. 1c, BGE 123 V 178 
E. 3.4 sowie UELI KIESER, ATSG-Kommentar zu Art. 43 Rz 28, Zürich – 
Basel – Genf 2003).

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5.
Die Beschwerdeführerin macht eine anspruchsbegründende Invalidität 
geltend und beantragt eine Untersuchung in der Schweiz. 

5.1 Die Beschwerdeführerin hat unbestrittenermassen während mehr 
als einem Jahr Beiträge an die schweizerische Alters-, Hinterlassenen- 
und Invalidenversicherung entrichtet, so dass sie die gesetzliche Min-
destbeitragsdauer  erfüllt. Zu  prüfen  bleibt,  ob  sie  im  Sinne  des 
Gesetzes in rentenbegründendem Ausmass invalid geworden ist. 

5.2 Dem Bundesverwaltungsgericht liegen folgende medizinische Gut-
achten, Beurteilungen und Stellungnahmen vor: 

- Bericht der Clinica Universitaria, Departamento de Cardiologia, vom 
4. Juli 1995 (Beilage 2 zur Beschwerde vom 2. März 2006),

- Bericht Dr. B._______, Traumotologie und orthopädische Chirurgie, 
vom 3. Juli 2003 (Beilage 1 zu act. IV/33),

- Bericht der Clinica Universitaria, Departamento de Cardiologia, vom 
19. August 2003 (Beilage 2 zu act. IV/33),

- Informe médico detallado, E 213, Dr. C._______ vom 13. Mai 2004, 
inklusive dokumentierter Krankengeschichte anhand von Arztberichten 
von 1991 – 2003 (act. IV/27, 14 – 26), 

- Stellungnahme des ärztlichen Dienstes der IVSTA, Dr. D._______, vom 
28. Januar 2005 (act. IV/29),

- Kardiologisches Gutachten, Dr. E._______, vom 4. Mai 2005 
(act. IV/39),

- Gutachten Dr. F._______, Traumatologie und Orthopädie, vom 6. Mai 
2005 (Beilage 1 zur Beschwerde vom 2. März 2006),

- Stellungnahme des ärztlichen Dienstes der IVSTA, Dr. G._______, vom 
12. Januar 2006 (act. IV/42),

- Stellungnahme des ärztlichen Dienstes der IVSTA, Dr. G._______, vom 
25. März 2006 (act. IV/45).

5.3 Die  Beschwerdeführerin  rügt,  sowohl  die  Verfügung  vom 
2. Februar  2005  wie  auch  der  Einspracheentscheid  vom 23.  Januar 
2006  beruhten  auf  den  Feststellungen  des  ärztlichen  Dienstes  der 
Schweizer Invalidenversicherung. Dieser sei  allenfalls eine beratende 
Instanz,  die  Entscheidung  über  eine  IV-Rente  dürfe  ihm  aber  nicht 
überlassen werden. Als versicherungsinterne Ärzte seien diese Ärzte 
ausserdem nicht genügend unabhängig. 

5.3.1 Zur  Beurteilung  der  medizinischen  Anspruchsvoraussetzungen 
stehen  den  IV-Stellen  interdisziplinär  zusammengesetzte  regionale 
ärztliche Dienste zur Verfügung. Diese unterstehen der direkten fach-
lichen Aufsicht  des  Bundesamtes,  sind  aber  in  ihrem medizinischen 
Sachentscheid  im  Einzelfall  unabhängig.  Die  IV-Stellen  richten  die 
regionalen ärztlichen Dienste ein (Art. 59 Abs. 2 IVG). 

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5.3.2 Was die Organisation des ärztlichen Dienstes betrifft,  geht  die 
Beschwerdeführerin fehl in ihrer Annahme, dieser sei nicht genügend 
unabhängig, ist dieser doch direkt dem Bundesamt für Sozialversiche-
rungen unterstellt  und gerade nicht den IV-Stellen, die über den An-
spruch von Leistungen der Invalidenversicherung entscheiden.

5.3.3 Der  Beschwerdeführerin  ist  insoweit  beizupflichten,  dass  der 
medizinische  Dienst  per  gesetzlicher  Definition  nicht  über  den  An-
spruch von Leistungen der Invalidenversicherung zu entscheiden hat. 
Er  hat,  wie  oben in  E. 4.4  ausgeführt,  sich  ausschliesslich  dazu zu 
äussern,  inwiefern  die versicherte Person in  ihren körperlichen oder 
geistigen  Funktionen  leidensbedingt  eingeschränkt  ist.  Hingegen 
bestreitet  auch  die  Beschwerdeführerin  nicht,  dass  die  Verwaltung 
einen Spezialisten als Berater benötigt, der die medizinischen Belange 
beurteilen kann.

5.3.4 Unter  diesen  Aspekten  ist  festzustellen,  dass  vorliegend  der 
ärztliche Dienst,  Dr. G._______, in  den beiden Stellungnahmen vom 
12. Januar 2006 und 25. März 2006 anhand der vorliegenden Akten 
eine zusammenfassende Analyse der verschiedenen Leiden der Be-
schwerdeführerin  verfasst,  deren  Auswirkungen  auf  die  Arbeitsfähig-
keit beurteilt und sich dazu geäussert hat, ob zusätzlich dazu weitere 
Abklärungen  erforderlich  sind.  Demgemäss  entsprechen  die  beiden 
Stellungnahmen den obgenannten Anforderungen. Weiter  unten wird 
zu prüfen sein, ob die beiden Berichte auch den Anforderungen hin-
sichtlich  des  Beweiswerts  von Arztberichten,  insbesondere  versiche-
rungsinterner Anforderungen (oben E. 4.5), entsprechen (siehe unten 
E. 5.5 und 5.6).

5.4 Die  Beschwerdeführerin  führt  weiter  aus,  aufgrund  des  unter-
schiedlich  definierten  Invaliditätsbegriffs  je  in  der  Schweiz  und 
Spanien  seien  Ärzte  in  Spanien  gar  nicht  in  der  Lage,  die  gemäss 
Schweizer Voraussetzungen notwendigen Daten zu erheben. Deshalb 
sei  es  unerlässlich,  im  Ausland  wohnhafte  Antragstellende  in  der 
Schweiz durch Schweizer Ärzte gründlich zu untersuchen, was auch 
der Regelfall sei. Sie bezieht sich dabei auf Art. 40 Vo (EWG) 574/72. 
Für die Erhebung der Daten nach Schweizer Recht sei das Formular 
E 213 völlig  ungeeignet. Allgemein  sei  die  Begutachtung einzig  auf-
grund von Akten nicht genügend zuverlässig.

5.4.1 Die europaweit gleichlautenden E-Formulare haben den Zweck, 
den Gesundheitszustand eines Patienten gemäss einem einheitlichen 

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Standard zu erfassen. Mit den Fragen werden die Vorgeschichte sowie 
die  objektive  Beschreibung  des  Gesundheitszustands  des  Patienten 
(Ziff. 3 und 4), allfällige Funktionsprüfungen und fachmedizinische Un-
tersuchungen (5 – 7) sowie die arbeitsmedizinische Beurteilung, wel-
che Art von Arbeit der Patient noch verrichten kann und unter welchen 
Voraussetzungen  (Ziff.  9  –  11),  erfasst.  Die  Fragen sind  so  gestellt, 
dass  das  Ergebnis  interstaatlich  jeweils  von  (Versicherungs)-Ärzten 
beurteilt werden kann. Ziel ist ein gleichlautendes Ergebnis auf Ebene 
der beurteilenden Ärzte, unabhängig davon, in welchem anderen euro-
päischen Staat das Formular ausgewertet wird. Diese Methode dient 
der  Vereinfachung  des  zwischenstaatlichen  Verfahrens  sowie  der 
Gleichbehandlung der antragstellenden Personen und erleichtert ihnen 
gleichzeitig das Verfahren, indem sie nicht in ein anderes Land zur Un-
tersuchung reisen müssen und sich mit  dem begutachtenden Arzt in 
ihrer Alltagssprache unterhalten können. 

5.4.2 Folglich  beschränkt  sich  die  Beurteilung  des  begutachtenden 
Arztes  auf  die  Beschreibung  des  Gesundheitszustandes  des  Versi-
cherten sowie Angaben dazu, welche Art von Arbeitstätigkeit ihm noch 
zumutbar ist. Die Feststellung einer Erwerbsunfähigkeit und eines all-
fälligen Invaliditätsgrads indes obliegt der Verwaltung oder im Streitfall 
dem Gericht (siehe oben E. 4.4). Diese Instanz prüft die Sachlage je-
weils nach dem von ihr anzuwendenden Recht (oben E. 2.2).

5.4.3 Somit kann offen bleiben, ob Unterschiede in der Begriffsbedeu-
tung  von  Invalidität  und  Invaliditätsgrad  zwischen  Spanien  und  der 
Schweiz bestehen, da die INSS-Ärztin nur im Rahmen ihrer Aufgaben 
den  Gesundheitszustand  der  Beschwerdeführerin  beschrieben  und 
nicht bewertet hat. Im vorliegenden Verfahren liegt die Bewertung der 
Angaben bei der IV-Stelle, die sich dabei auf die Berichte des zustän-
digen ärztlichen Dienstes stützt, bzw. beim Bundesverwaltungsgericht.

5.4.4 Was die ebenfalls beantragte medizinische Untersuchung in der 
Schweiz betrifft, geht die Beschwerdeführerin zutreffenderweise davon 
aus,  dass  Schweizer  Behörden  auf  der  Grundlage  von  Art.  40  Vo 
(EWG) 574/72 die Möglichkeit  haben,  Antragsteller  durch einen Arzt 
ihrer  Wahl  untersuchen zu lassen (Satz  2). Grundsätzlich  haben sie 
indes bei der Bemessung des Grades der Erwerbsminderung die von 
den Trägern aller anderen Mitgliedstaaten erhaltenen ärztlichen Unter-
lagen und Berichte sowie die verwaltungsmässigen Auskünfte zu be-
rücksichtigen (Satz 1). 

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Die  Beschwerdeführerin  interpretiert  diese  Grundlage  mit  ihrer 
Behauptung, die Untersuchung ausländischer Antragsteller für IV-Leis-
tungen  in  der  Schweiz  sei  die  Regel,  unzutreffend. Im  Rahmen der 
Abklärung  des Sachverhalts  ist,  wie  die  Vorinstanz  in  der  Vernehm-
lassung vom 31. März 2006 korrekt ausführt, nur ausnahmsweise eine 
medizinische  Untersuchung  durchzuführen,  wenn  die  ausländischen 
medizinischen Unterlagen für eine zuverlässige Beurteilung qualitativ 
nicht genügen, was vorliegend aufgrund der eingehend dokumentier-
ten Krankengeschichte nicht zutrifft.

5.5 Weiter lässt die Beschwerdeführerin geltend machen, die gesund-
heitliche  Beurteilung  der  Vorinstanz  sei  einzig  auf  die  in  Spanien 
durchgeführte  Untersuchung  von  Dr.  C._______  gemäss  Formular 
E 213  gestützt  worden.  Diese  Untersuchung  sei  indes  sehr 
oberflächlich  und  ungenügend  durchgeführt  worden.  Ausserdem 
würden  die  Ärzte  des  spanischen  Versicherungsträgers  immer  „in 
eigener Sache“ beurteilen. Auch vorliegend würden grosse Differenzen 
zu  weiteren  vorhandenen  Arztberichten  bestehen,  insbesondere  be-
züglich Schwere des Diabetes und der  vorhandenen orthopädischen 
Erkrankungen. Auch werde das dokumentierte Herzleiden, abgesehen 
von der Feststellung einer leichten Mitralinsuffizienz, ganz weggelas-
sen. 

5.5.1 Der  Beschwerdeführerin  ist  insofern  beizupflichten,  dass  das 
Formular  E  213  (act.  27)  teilweise  lückenhaft  ausgefüllt  worden  ist. 
Was jedoch die Herzkrankheit, den Diabetes, die Rückenbeschwerden 
und  die  weiteren  geltend  gemachten  Krankheiten  betrifft,  sind  die 
ergänzenden Akten (act. IV/14 – 26) berücksichtigt worden. 

5.5.2 Es ist indes festzustellen, dass die Vorinstanz sich im vorliegend 
zu  beurteilenden  Einspracheentscheid  auf  die  Stellungnahme  ihres 
ärztlichen Dienstes vom 12. Januar 2006 (act. IV/42) gestützt hat, die – 
entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin – neben der Beur-
teilung im Formular E 213 sowohl die dazu gehörenden Akten IV/14 – 
26 wie auch die weiteren, von der Beschwerdeführerin im Einsprache-
verfahren eingereichten medizinischen Akten, einlässlich würdigt. Das-
selbe gilt für die Stellungnahme vom 25. März 2006 (act. IV/45), worin 
auch das neue Gutachten vom 6. Mai 2006 berücksichtigt wird.

5.6 Die  Beschwerdeführerin  zählt  schliesslich  alle  Krankheiten  auf, 
unter denen sie leide, und macht sinngemäss geltend, sie sei  schon 
seit ihrer Anmeldung am 23. Dezember 2003 zu 100% invalid.

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5.6.1 Wie die Vorinstanz in  ihrer  Duplik  zu Recht  ausführt,  verkennt 
die  Beschwerdeführerin,  dass  gemäss  dem  hier  zu  beurteilenden 
Schweizer Recht  erst  ein Anspruch auf  eine  Invalidenrente  entsteht, 
wenn  Beeinträchtigungen  durch  Krankheiten  oder  Behinderungen 
einen  Versicherten  zu  mindestens  40%  in  seiner  Erwerbsfähigkeit 
einschränken und diese gesundheitlichen Einschränkungen über eine 
Zeitdauer  von  mindestens  einem  Jahr  anhalten,  damit  von  einer 
Stabilisierung  gesprochen  werden  kann  (Art.  29  Abs.  1  IVG,  siehe 
oben  E.  4.3).  Hingegen  ergibt  das  Vorliegen  von  –  medizinisch 
behandelten  –  Krankheiten  allein  noch  keinen  Anspruch  auf  eine 
Invalidenrente. 

5.6.2 Wie  Dr.  G._______  in  seiner  Stellungnahme  vom  12. Januar 
2006  ausführt,  ist  die  Beschwerdeführerin  ab  dem  Zeitpunkt  des 
kardiologischen  Gutachtens  vom  4.  Mai  2005  aufgrund  ihrer  Herz-
krankheit  als  Arbeiterin bzw. Haushaltangestellte  sowie für  sämtliche 
Verweistätigkeiten  nicht  mehr  als  relevant  arbeitsfähig  zu  beurteilen 
und  somit  eine  Arbeitsunfähigkeit  von  100%  anzunehmen.  Er  führt 
weiter  aus,  dass  die  Patientin  anlässlich  der  kardiologischen 
Untersuchung  vom  12. August  2003  noch  asymptomatisch 
beschrieben worden sei. Bei der Schwere der Symptomatik [am 4. Mai 
2005]  dränge  sich  eine  medizinische  Massnahme  auf  (entweder 
Dilatation  oder  Operation)  und  von  einem  solchen  Eingriff  sei  eine 
wesentliche Verbesserung der Symptomatik zu erwarten. 

5.6.3 Eine Überprüfung der vor dem 4. Mai 2005 erfolgten ärztlichen 
Begutachtungen  bestätigt  diese  Aussage.  Eine  andauernde  und 
schwerwiegende Einschränkung der Leistungsfähigkeit  wird nicht  mit 
überwiegender  Wahrscheinlichkeit  nachgewiesen. Die  Stellungnahme 
von  Dr.  G._______  vom  25.  März  2006  im  Rahmen  der 
Vernehmlassung  erscheint  dem  Bundesverwaltungsgericht  als 
schlüssig  und  ist  nachvollziehbar  begründet.  Es  sprechen  keine 
konkreten Indizien gegen die Zuverlässigkeit und es sind alle vorhan-
denen ärztlichen Berichte berücksichtigt,  womit diese Stellungnahme 
den bundesgerichtlichen Anforderungen von Berichten versicherungs-
interner  Ärzte  (vgl.  oben  E. 4.5)  genügt.  Gemäss  dieser  Stellung-
nahme ändern die im Rahmen des Beschwerdeverfahrens eingereich-
ten Gutachten an der für den Einspracheentscheid erstellten Beurtei-
lung vom 12. Januar 2006 desselben Autoren nichts. Danach bewirkt 
die  Herzkrankheit  ab  4. Mai  2005  eine  100%-ige Arbeitsunfähigkeit. 
Keine  Auswirkungen  auf  die  Arbeitsfähigkeit  haben  die  ausserdem 

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festgestellten Rücken- und Schulterbeschwerden sowie der Diabetes 
mellitus Typ II,  das  Struma multinodularis  und die  chronisch venöse 
Insuffizienz.

5.6.4 Korrekt ist aufgrund dieser Aktenlage, dass mit Arztbericht vom 
4. Mai 2005 erstmals schwerwiegende Einschränkungen der Arbeitsfä-
higkeit aufgrund der Herzerkrankung festgestellt werden. Somit ist – in 
Übereinstimmung mit dem Einspracheentscheid vom 25. Januar 2006 
–  ab  4.  Mai  2005  eine  Einschränkung  der  Arbeitsfähigkeit  der  Be-
schwerdeführerin  von 100% als Arbeiterin  beziehungsweise Hausan-
gestellte  sowie  auch  für  sämtliche  Verweistätigkeiten  festzustellen. 
Entsprechend den Ausführungen des ärztlichen Dienstes kann anhand 
der vorliegenden Akten nicht beurteilt  werden, ob es sich hierbei um 
eine  stabile,  über  mindestens  ein  Jahr  dauernde  Arbeitsunfähigkeit 
handelt, die allenfalls ab 4. Mai 2006 zum Bezug einer Invalidenrente 
berechtigen würde. Dies kann indes vorliegend offen bleiben, da das 
Bundesverwaltungsgericht  seine  Beurteilung  ohnehin  auf  den  zum 
Zeitpunkt  des  Einspracheentscheids  eingetretenen  Sachverhalt  ab-
stellt (siehe oben E. 2.3). 

5.7 Zusammenfassend ist  festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin 
mit ihren Rügen nicht durchdringt. Demnach ist die Beschwerde abzu-
weisen und der angefochtene Einspracheentscheid zu bestätigen. 

Nachdem der ärztliche Dienst  in seinem Bericht vom 23. März 2006 
(act.  IV/45)  eine  Verschlechterung  des  Gesundheitszustandes  ab 
4. Mai  2005  festgestellt  hatte,  ist  nicht  auszuschliessen,  dass  die 
Beschwerdeführerin  mittlerweile  die  Voraussetzungen für  einen Ren-
tenanspruch  erfüllt.  Soweit  die  Vorinstanz  davon  ausgeht,  die  Versi-
cherte hätte nun ein neues Leistungsgesuch zu stellen (vgl. Einspra-
cheentscheid vom 23. Januar  2006,  act. IV/43),  kann ihr  darin  nicht 
gefolgt werden. Denn das kardiologische Gutachten vom 4. Mai 2005 
(act. IV/ 39), welches Grundlage für die Neubeurteilung bildete, wurde 
bereits im Einspracheverfahren eingereicht. Es rechtfertigt sich daher, 
die am 24. November 2005 erfolgte Eingabe (act. IV/39, 40) als Neu-
anmeldung  zu  betrachten,  obwohl  das  Verwaltungsverfahren  zu  die-
sem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen war.

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6.
Zu  befinden  bleibt  schliesslich  über  die  Verfahrenskosten  und  eine 
allfällige Parteientschädigung.

6.1 Das Verfahren ist kostenlos (Übergangsbestimmung zur Änderung 
des IVG vom 16. Dezember 2005, Bst. b, in Verbindung mit Art. 69 Abs. 
1bis IVG bzw. in Verbindung mit Art. 69 Abs. 2 IVG). 

6.2 Der  unterliegenden  Beschwerdeführerin  ist  bei  diesem  Ausgang 
des Verfahrens keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 7 Abs. 1 
des Reglements über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-
desverwaltungsgericht vom 21. Februar 2008 [VGKE, SR 173.320.2] e 
contrario). 

Der  obsiegenden  Vorinstanz  steht  nach  Art.  7  Abs.  3  VGKE  keine 
Parteientschädigung zu. 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Akten  werden  im  Sinne  der  Erwägung  5.7  an  die  Vorinstanz 
überwiesen, damit diese das neue Leistungsgesuch beurteile.

3.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

4.
Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

Seite 17

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5.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Einschreiben mit Rückschein)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. ES/[...])
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Beat Weber Susanne Flückiger

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit 
Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange-
fochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die 
beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

Versand: 

Seite 18