# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a7131beb-76a4-56ac-8bdc-51da6f6fa152
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-12-07
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 07.12.2010 D-6596/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6596-2007_2010-12-07.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-6596/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  7 .  D e z e m b e r  2 0 1 0

Richter Thomas Wespi (Vorsitz),
Richter Markus König, 
Richterin Nina Spälti Giannakitsas, 
Gerichtsschreiber Stefan Weber.

A._______, geboren X._______,
alias B._______, geboren X._______, und deren Tochter
C._______, geboren Y._______,
Sri Lanka,
Beschwerdeführerinnen,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 
30. August 2007 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-6596/2007

Sachverhalt:

A.  
A.a Eigenen  Angaben  zufolge  verliess  die  Beschwerdeführerin 
A._______, eine srilankische Staatsangehörige tamilischer Ethnie aus 
D._______, Nordprovinz, mit letztem Wohnsitz in Colombo, zusammen 
mit  ihrer  Tochter  ihren  Heimatstaat  am  24. Januar  2006  auf  dem 
Luftweg. Über Italien seien sie am 27. Februar 2006 unter Umgehung 
der Grenzkontrolle in die Schweiz gelangt. Am gleichen Tag stellten sie 
im E._______ Asylgesuche und wurden anschliessend ins F._______ 
transferiert,  wo  am 22. März  2006  die  Kurzbefragung  stattfand.  Am 
30. März und 12. April 2006 wurde die Beschwerdeführerin vom BFM 
direkt angehört.

Zur Begründung ihres Asylgesuchs führte die Beschwerdeführerin im 
Wesentlichen aus, sie habe zusammen mit ihrem Mann seit dem Jahre 
(...)  in  Colombo gewohnt und dieser habe Auftragsarbeiten auf  dem 
(...)  erledigt. Im Jahre (...)  seien plötzlich zwei  bis drei  Mal  Leute in 
einem Van zu ihnen nach Hause gekommen und hätten nach ihrem 
Mann gefragt. Sie habe nach dem dritten Mal ihren Mann gefragt, wer 
diese Leute seien und warum sie nach ihm fragen würden. Es sei in 
der Folge zu einem Streit zwischen ihnen gekommen und ihr Mann ha-
be gesagt,  dass er sie nun verlasse, da bei einem weiteren Zusam-
menleben die Leute immer wieder nach ihm suchen würden. Ihr Mann 
sei  nie  mehr  zurückgekehrt  und  auch  die  Personen,  welche  ihren 
Mann gesucht hätten, hätten sich nie mehr blicken lassen. Sie sei in 
Colombo wohnhaft geblieben, wobei sich in der Folge die allgemeine 
Lage im Land verschlechtert,  die Polizei wiederholt Kontrollen durch-
geführt und dabei stets nach ihrem Mann gefragt habe. Sie habe sich 
deshalb im G._______ nach D._______ begeben, wo die Lage jedoch 
noch schlimmer gewesen sei. So seien Angehörige der Polizei und der 
Armee in der Nacht gekommen und hätten an die Türe geklopft. Da sie 
unter (...) leide, hätten ihr solche Kontrollen jedes Mal sehr zugesetzt 
und  sie  habe  jeweils  einen  (...)  erlitten.  Im  H._______  seien 
Angehörige  der  I._______  gekommen  und  hätten  sich  nach  dem 
Aufenthaltsort  ihres Mannes erkundigt  und zudem wissen wollen, ob 
dieser noch immer bei den J._______ sei. Sie habe dies verneint und 
den Leuten der I._______ angegeben, dass ihr Mann nun in Colombo 
arbeite. Im (...)  habe sie sich wieder nach Colombo zurückbegeben, 
wo sie bei  einer  Freundin beziehungsweise an verschiedenen Orten 
gelebt und ihre Ausreise organisiert habe. Im (...) sei sie von der Po-

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lizei in der Nacht von zu Hause mitgenommen und auf den Posten ge-
bracht worden. Am nächsten Morgen habe man sie wieder ent lassen. 
Ferner seien sie und ihre Familie  etwa zwei  Wochen nach ihrer  An-
kunft in Colombo im Jahre (...) von der Polizei während mehrerer Stun-
den festgehalten, befragt und anschliessend wieder freigelassen wor-
den.  Für  die  weiteren  Ausführungen  der  Beschwerdeführerin  wird, 
soweit wesentlich, auf die Akten verwiesen.

A.b Mit Entscheid des BFM vom 27. April 2006 wurden die Beschwer-
deführerinnen  für  den  Aufenthalt  während  des  Asylverfahrens  dem 
Kanton Schwyz zugewiesen.

A.c Am 3. Mai 2007 liess die Vorinstanz über die Schweizer Vertretung 
in Colombo Abklärungen vor Ort durchführen. Das Abklärungsergebnis 
der Botschaft vom 16. Juli 2007 ging am 24. Juli 2007 beim BFM ein.

A.d Mit Eingabe vom 10. Juni 2007 reichten die Beschwerdeführerin-
nen durch ihren Rechtsvertreter  die Identitätskarte der  Beschwerde-
führerin A._______ sowie die jeweiligen Geburtsurkunden zu den Ak-
ten.

A.e Die Identitätskarte der Beschwerdeführerin wurde durch das BFM 
am 14. Juni 2007 einer internen Dokumentenanalyse unterzogen und 
als Totalfälschung qualifiziert.

A.f Gemäss  einer  Mitteilung  der  Behörden  von  K._______  vom 
L._______  wurde  die  Beschwerdeführerin  A._______  in  K._______ 
unter  der  Identität  B._______,  Ehefrau  von  M._______,  Sri  Lanka, 
daktyloskopiert.  Weiter  wurde  festgehalten,  dass  die  Beschwer-
deführerin  unter  der  erwähnten  Identität  in  K._______  am  23. De-
zember 2004 ein Asylgesuch eingereicht habe, das mit Entscheid vom 
8. März  2005  abgewiesen  und  der  ablehnende  Entscheid  von  der 
Beschwerdeinstanz am 12. Dezember 2005 bestätigt worden sei.

A.g Am 27. August 2007 wurde die Beschwerdeführerin vom BFM zu 
ihren Asylgründen  ergänzend angehört  und  ihr  dabei  das  rechtliche 
Gehör zur internen Dokumentenanalyse vom 14. Juni 2007 sowie zu 
den  Abklärungsresultaten  bei  den  Behörden  von  K._______  vom 
L._______ und der Schweizer Vertretung vom 16. Juli 2007 gewährt. 
Diesbezüglich führte die Beschwerdeführerin an, der Agent habe sie 
im  Jahre  2004  nach  K._______  gebracht,  wo  sie  dann  erwischt 
worden  sei.  In  K._______  habe  sie  nicht  leben  können,  niemanden 

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gekannt und auch keine Unterkunft  gehabt,  weshalb sie dann in die 
Schweiz weitergereist sei. Sie sei aber wirklich wegen der Probleme 
ihres Mannes ausgereist. Zudem habe sie  den Schweizer  Behörden 
nur ihren Rufnamen angegeben; der bei den Behörden von K._______ 
deponierte  Name  sei  der  Richtige.  Ferner  sei  ihre  Identitätskarte 
verloren gegangen, was sie ihrem Agenten mitgeteilt habe, worauf ihr 
dieser die abgegebene Identitätskarte ausgehändigt  habe. Sie wisse 
nichts von einer Fälschung und sie habe ihrem Agenten vertraut. Der 
Beschwerdeführerin wurde vorgehalten, ihre Angaben im Rahmen des 
rechtlichen Gehörs zu ihrem Aufenthalt in K._______ liessen sich nicht 
mit den Abklärungen der Schweizer Vertretung in Colombo in Überein-
stimmung  bringen.  Laut  Antwort  der  Botschaft  sei  sie  nach  ihrem 
Aufenthalt in K._______ wieder in die Heimat zurückgekehrt, ihr Sohn 
habe die Schule von Anfang (...) bis (...) nicht besucht, sie sei bei der 
angegebenen Wohnadresse nicht bekannt und sie habe einen älteren 
Bruder  in  D._______.  Die  Beschwerdeführerin  entgegnete,  die  Ab-
klärungen würden nicht stimmen und sie habe bis zuletzt an der er -
wähnten  Adresse  gewohnt  und  auch  ihre  Tochter  sei  dort  geboren, 
was in deren Geburtsurkunde vermerkt sei. Ihre Bekannte habe ihren 
Sohn  heimlich  bei  sich  behalten,  aus  Angst  vor  möglichen  Ent-
führungen. Ihr  Bruder  sei  gestorben  und  sie  habe  ihren  Sohn  nicht 
nach Europa mitnehmen können,  da gemäss Angaben des Agenten 
der Erhalt eines Visums für diesen nicht möglich gewesen sei. Sodann 
habe sie ihren Sohn wegen der Probleme ihres Mannes nicht mehr in 
die Schule geschickt.

B.
Mit Verfügung vom 30. August 2007 – frühestens eröffnet am 31. Au-
gust 2007 – lehnte das BFM die Asylbegehren ab und ordnete gleich-
zeitig  die  Wegweisung der  Beschwerdeführerinnen  aus der  Schweiz 
und den Vollzug an. Die Vorinstanz begründete ihre Verfügung im We-
sentlichen  damit,  dass  die  Schilderungen  der  Beschwerdeführerin 
A._______  die  Anforderungen  von  Art.  7  des  Asylgesetzes  vom 
26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31)  an die Glaubhaftigkeit  nicht erfüll-
ten, weshalb deren Asylrelevanz nicht geprüft werden müsse. Ferner 
sei der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführerinnen als zuläs-
sig, zumutbar und möglich zu erachten.

C.
Mit Eingabe vom 1. Oktober 2007 beantragten die Beschwerdeführe-
rinnen beim Bundesverwaltungsgericht die Aufhebung der Dispositiv-

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ziffern 2 bis  5 der vorinstanzlichen Verfügung, den Verzicht  auf  eine 
Wegweisung  und  die  Gewährung  der  vorläufigen  Aufnahme  in  der 
Schweiz. In  prozessualer  Hinsicht  sei  die unentgeltliche Prozessfüh-
rung  gemäss  Art. 65  Abs.  1  des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezem-
ber 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) zu ge-
währen,  von  der  Erhebung  eines  Kostenvorschusses  sei  abzusehen 
und eventuell sei eine ergänzende Befragung mit der Beschwerdefüh-
rerin A._______ durchzuführen. Auf die Begründung wird, soweit ent-
scheidwesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

D.
Mit  Zwischenverfügung  des  Instruktionsrichters  vom  17. Dezember 
2007 wurde den Beschwerdeführerinnen mitgeteilt, dass sie den Aus-
gang des Verfahrens in der Schweiz abwarten könnten. Die Gesuche 
um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Prozessführung  im  Sinne  von 
Art. 65 Abs. 1 VwVG sowie um Erlass des Kostenvorschusses wurden 
wegen  Aussichtslosigkeit  der  gestellten  Beschwerdebegehren  abge-
wiesen und die Beschwerdeführerinnen gleichzeitig zur Leistung eines 
Kostenvorschusses bis zum 3. Januar 2008 aufgefordert.

Der Kostenvorschuss wurde am 28. Dezember 2007 einbezahlt.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Ju-
ni 2005  (VGG,  SR 173.32)  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht 
Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das BFM gehört 
zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des 
Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnah-
me im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungs-
gericht  ist  daher  zuständig für  die  Beurteilung der  vorliegenden Be-
schwerde  und  entscheidet  auf  dem  Gebiet  des  Asyls  endgültig 
(Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

1.2 Die  Beschwerde  ist  frist-  und  formgerecht  eingereicht.  Die  Be-
schwerdeführerinnen sind durch die  angefochtene Verfügung beson-
ders berührt und haben ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhe-
bung beziehungsweise Änderung. Sie sind daher zur Einreichung der 

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Beschwerde legitimiert (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1, Art. 50 und 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.

1.3 Mit der Beschwerde wurde formell die Aufhebung der Ziffern 2 – 5 
des Dispositivs der angefochtenen Verfügung beantragt, was bedeuten 
würde,  dass  die  Nichtanerkennung  der  Flüchtlingseigenschaft  in 
Rechtskraft erwachsen wäre. In der Begründung der Rechtsmittelein-
gabe wurde indessen geltend gemacht, es bestehe wegen der Tätig-
keit  des Ehemannes der Beschwerdeführerin für  die J._______ eine 
begründete Furcht vor einer Reflexverfolgung. Daraus ergibt sich, dass 
implizit  auch Ziffer 1 des Dispositivs angefochten wurde, weshalb es 
sich erübrigte, die Beschwerdeführerinnen zu einer Verbesserung ihrer 
Beschwerdeeingabe aufzufordern.

1.4 Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrich-
tige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachver-
halts  und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  (Art.  106  Abs. 1 
AsylG).

1.5 Die  Abteilungen  des  Bundesverwaltungsgerichts  entscheiden  in 
der Regel in der Besetzung mit drei Richtern oder Richterinnen (vgl.  
Art. 21 Abs. 1 VGG). Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde vor lie-
gend auf die Durchführung eines Schriftenwechsels verzichtet.

2.  
2.1
Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-
sätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person anerkannt, 
wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohn-
te,  wegen ihrer  Rasse,  Religion,  Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer 
bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauun-
gen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, 
solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu  werden.  Als  ernsthafte  Nachteile 
gelten namentlich die Gefährdung von Leib, Leben oder Freiheit sowie 
Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken; 
den frauenspezifischen Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 
AsylG).

2.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachwei-
sen oder  zumindest  glaubhaft  machen. Diese ist  glaubhaft  gemacht, 
wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrschein-
lichkeit  für  gegeben hält. Unglaubhaft  sind insbesondere Vorbringen, 

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die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich wider -
sprüchlich  sind,  den  Tatsachen  nicht  entsprechen  oder  massgeblich 
auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 
AsylG).

3.  
3.1 Die  Vorinstanz  führte  zur  Begründung  ihres  ablehnenden  Ent-
scheids im Wesentlichen aus, die Beschwerdeführerin A._______ be-
haupte, sie sei im (...) durch Unbekannte und seit (...) wiederholt durch 
die  Polizei  und  die  Armee  kontrolliert  und  nach  dem Aufenthaltsort 
ihres Ehemannes gefragt worden. Sie habe sich deshalb im Jahre (...) 
vorübergehend  in  D._______  aufgehalten,  wo  die  Situation  noch 
schlimmer gewesen sei. Nach ihrer  Rückkehr sei  sie in Colombo im 
(...) mit ihren Kindern über Nacht festgehalten worden. Am 24. Januar 
2006  habe  sie  Sri  Lanka  verlassen.  Die  Abklärungen  bei  den  zu-
ständigen Behörden von K._______ hätten jedoch ergeben, dass die 
Beschwerdeführerin  dort  als  B._______  am 23. Dezember  2004  ein 
Asylgesuch gestellt habe, welches am 8. März 2005 abgelehnt worden 
sei.  Die  Beschwerdeführerin  habe  diesen  Sachverhalt  wie  auch  die 
Tatsache,  dass  sie  in  der  Schweiz  ein  Asylgesuch  unter  falschen 
Personalien  gestellt  habe  und  die  nachgereichten  Identitätspapiere 
offensichtlich gefälscht seien – was im Übrigen mit dem Resultat der 
internen Dokumentenanalyse der Identitätskarte übereinstimme –, erst 
im Rahmen des rechtlichen Gehörs beim BFM bestätigt. Ein derartiges 
Verhalten  unter  Angabe  von  falschen  Personalien  und  tatsachen-
widrigen  Fluchtgründen  und  das  Einreichen  gefälschter  Identitäts-
papiere sei  indessen mit  dem Stellen eines Asylgesuches nicht  ver-
einbar. Zur  Vermeidung  einer  möglicherweise  missbräuchlichen  Ver-
wendung würden die gefälschten Identitätspapiere gestützt auf Art. 10 
Abs. 3 (recte: Abs. 4) AsylG eingezogen.

Das BFM schliesse zwar nicht von vorneherein aus, dass sich Unbe-
kannte nach dem Ehemann der Beschwerdeführerin erkundigt hätten 
oder diese auf Grund der allgemeinen Situation in Sri Lanka Kontrollen 
erlebt  habe.  Diese  Ereignisse  für  sich  allein  würden  nicht  auf  eine 
asylbeachtliche Verfolgungsabsicht schliessen lassen. Namentlich sei 
aus den Ausführungen der Beschwerdeführerin zu schliessen, dass es 
sich beispielsweise bei der Festnahme im Jahre (...) um eine Routine-
kontrolle  ohne weitere  Konsequenzen gehandelt  habe, welche keine 
Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG darstelle.

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Abgesehen  vom  Umstand,  dass  sich  die  meisten  der  von  der  Be-
schwerdeführerin  geschilderten  Ereignisse  seit  dem  Jahre  (...)  gar 
nicht so zugetragen haben könnten, würden sich aus den Akten keine 
konkreten Anhaltspunkte  dafür  ergeben,  dass  sie  vor  ihrer  Ausreise 
asylrelevante Nachteile erlitten oder ihr solche gedroht hätten. Diese 
Einschätzung werde durch den Umstand bestärkt, dass insbesondere 
ihre Aussagen über die Ereignisse, welche sie zur Ausreise veranlasst 
hätten, äusserst vage und unsubstanziiert geblieben seien. Die Schil -
derungen seien sehr allgemein ausgefallen und hätten sich in wenigen 
kurzen, stereotypen Sätzen erschöpft. Die einfach und allgemein ge-
haltenen Aussagen würden eine subjektiv geprägte Wahrnehmung und 
einen persönlichen Realitätsbezug vermissen lassen, so dass die Dar-
legungen der Beschwerdeführerin als offensichtlich unglaubhaft zu ta-
xieren seien.

Im Übrigen lasse die Tatsache, dass der Beschwerdeführerin kurz vor 
ihrer Ausreise regulär ein Pass ausgestellt worden sei und mit dem sie 
Sri  Lanka verlassen  habe,  darauf  schliessen,  dass  gegen sie  keine 
ernsthafte Verfolgungsabsicht vorhanden gewesen sei.

3.2 Demgegenüber  hielten  die  Beschwerdeführerinnen  in  ihrer 
Rechtsmitteleingabe im Wesentlichen fest, dass bezüglich des im an-
gefochtenen  Entscheid  festgehaltenen  Sachverhalts  unter  anderem 
folgende Punkte zu ergänzen seien: So habe die Beschwerdeführerin 
A._______ nach ihrer Heirat im Jahre (...) in der Stadt D._______, da-
nach  in  N._______  und  im  O._______  gelebt.  Während  dieser  Zeit 
habe sie die J._______ unterstützt, bei welchen ihr Ehemann Mitglied 
gewesen sei. Anschliessend hätten sie in den Jahren (...)  bis (...)  in 
Colombo gelebt. Ihr  Ehemann habe nicht  nur  in  den (...)-er  Jahren, 
sondern  auch  noch  während  ihres  Aufenthaltes  in  Colombo  die 
J._______ unterstützt. Sie gehe davon aus,  dass ihr  Ehemann auch 
jetzt wieder bei den J._______ sei. Auch ein Onkel sowie zwei Cousins 
seien  bei  den  J._______. Der  Sohn  ihrer  Tante  sei  im  (...)  von  der 
srilankischen  Armee  (SLA)  verhaftet  worden  und  befinde  sich  nach 
wie  vor  in  Haft.  Im Jahre  (...)  habe ihr  Ehemann Probleme mit  den 
staatlichen  Sicherheitskräften  bekommen,  weshalb  er  zurück  in  das 
von den J._______ kontrollierte O._______ gegangen sei. In der Folge 
sei sie mehrmals von „Leuten in einem Van“ aufgesucht worden und 
auch Polizisten sowie Angehörige der SLA hätten sich wiederholt nach 
ihrem Ehemann erkundigt.  Aufgrund  dieser  Probleme  hätten  sie  Sri 
Lanka im Dezember 2004 verlassen und in K._______ ein Asylgesuch 

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eingereicht. Nach Ablehnung dieses Gesuchs seien sie in die Schweiz 
gekommen.  Bei  der  Flucht  aus  Sri  Lanka  habe  sie  ihren  Sohn 
P._______ bei einer Freundin zurücklassen müssen.

Im Entscheid  des  BFM sei  unberücksichtigt  geblieben,  dass  für  sie 
aufgrund der Mitgliedschaft ihres Ehemannes bei den J._______ und 
dessen Aktivitäten für  dieselbe eine ernsthafte  Verfolgungsgefahr  im 
Sinne einer Reflexverfolgung drohe. Es sei bekannt, dass die srilanki-
schen Behörden anstelle des Gesuchten Familienangehörige festneh-
men würden. Auch ihr drohe eine solche reflexweise Verfolgung. Selbst 
wenn sie nicht  anstelle  des Ehemannes festgenommen würde,  wäre 
sie trotzdem in höchster Gefahr, von der SLA oder der Polizei festge-
nommen zu werden, weil die Behörden auf diese Weise Informationen 
über ihren Mann zu erhalten hofften. Diese Gefahr resultiere auch des-
halb,  weil  mehrere  ihrer  Verwandten  bei  den  J._______  tätig  seien 
oder gewesen seien. Diese Umstände habe das BFM nicht oder in un-
genügender  Weise  beim  Entscheid  berücksichtigt  und  würden  eine 
Rückkehr nach Sri Lanka als unzumutbar erscheinen lassen.

Wenn das BFM ihre Verhaftung im Jahre (...) als Routinekontrolle be-
trachte, möge dies zwar zutreffen, besage aber nicht, dass heute für 
sie keine Verfolgungsgefahr bestünde, zumal die srilankischen Behör-
den im damaligen Zeitpunkt  von den Aktivitäten des Ehemannes für 
die  J._______  nichts  gewusst  hätten.  Inzwischen  habe  sich  die 
Informationslage  der  Sicherheitskräfte  gewandelt  und  im  Falle  einer 
Verhaftung drohe ihr sicherlich eine lange Haft, wobei sie während der 
Haft der Folter und unter Umständen sexuellen Übergriffen ausgesetzt 
wäre. Gegen diese Verfolgungsgefahr spreche im Übrigen auch nicht 
die  Ausstellung  eines  Reisepasses,  zumal  die  Vernetzung  in  der 
srilankischen Verwaltung nicht besonders weit fortgeschritten sei.

Weiter habe sie anlässlich der durchgeführten Befragungen die ihr ge-
stellten Fragen jeweils beantwortet, wobei die Antworten weder vage 
noch ungenau ausgefallen seien. Zudem sei sie bereit, im Rahmen ei -
ner  ergänzenden  Befragung  weitere  Fragen  zu  beantworten,  sofern 
das Bundesverwaltungsgericht oder das BFM hierzu einen Anlass se-
he. Es sei jedoch nicht richtig, sie nur oberflächlich zu befragen und ihr 
danach Oberflächlichkeit vorzuwerfen.

4.
Das Bundesverwaltungsgericht  gelangt  nach Prüfung der  Akten zum 

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Schluss,  dass das BFM im Rahmen der Prüfung der  Asylvorbringen 
aufgrund der ausgeführten einzelnen Aspekte zu Recht erkannt hat, 
dem von der Beschwerdeführerin in der vorgebrachten Form geltend 
gemachten Sachverhalt könne in seinem Gesamtbild keine Grundlage 
entnommen  werden,  die  die  Voraussetzungen  der  Flüchtlingseigen-
schaft gemäss Art. 3 AsylG erfüllen könnte. Die Entgegnungen in der 
Rechtsmitteleingabe vermögen in entscheidrelevanter Hinsicht die an-
gefochtene Verfügung nicht zu entkräften.

4.1 Vorweg  ist  die  sinngemässe  Rüge  der  Verletzung  des  Untersu-
chungsgrundsatzes zu prüfen, da ein allenfalls ungenügend abgeklär-
ter Sachverhalt eine materielle Beurteilung verunmöglichen würde. Die 
Beschwerdeführerinnen  bringen  zudem vor,  die  Vorinstanz  habe  die 
aufgrund der Mitgliedschaft  des Ehemannes der Beschwerdeführerin 
zur J._______ bestehende Verfolgungsgefahr nicht berücksichtigt.

4.1.1 Der Untersuchungsgrundsatz gehört zu den allgemeinen Grund-
sätzen  des  Asylverfahrens  (vgl.  Art.  12  VwVG i.V.m.  Art.  6  AsylG). 
Demnach hat die Behörde von Amtes wegen für die richtige und voll-
ständige  Abklärung  des  rechtserheblichen  Sachverhaltes  zu  sorgen. 
Sie muss die für das Verfahren notwendigen Sachverhaltsunterlagen 
beschaffen und die rechtlich relevanten Umstände abklären sowie ord-
nungsgemäss darüber Beweis führen (beispielsweise durch die Einho-
lung eines Gutachtens). Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneinge-
schränkt, er findet sein Korrelat in der Mitwirkungspflicht des Asylsu-
chenden (vgl. Art. 13 VwVG und Art. 8 Abs. 1 AsylG). Vorliegend ist die 
Vorinstanz  aufgrund  der  Parteiauskünfte,  der  internen  Dokumenten-
analyse, der Antworten der Behörden von K._______ und des Abklä-
rungsergebnisses der Botschaft (vgl. Art. 12 Bst. b und c VwVG) offen-
sichtlich davon ausgegangen, dass der  rechtserhebliche Sachverhalt 
als  erstellt  gelten könne und keine weiteren Beweismassnahmen zu 
ergreifen  seien.  So  gilt  ein  Sachverhalt  erst  dann  als  unvollständig 
festgestellt,  wenn in der  Begründung des Entscheides ein rechtswe-
sentlicher Sachumstand übergangen beziehungsweise überhaupt nicht 
beachtet wird (vgl. FRITZ GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl., 
Bern 1983, S. 286). In  casu ist  festzustellen,  dass die Vorinstanz im 
angefochtenen Entscheid die Asylgründe der Beschwerdeführerinnen 
sowie die im Verfahren eingereichten Beweismittel einlässlich geprüft 
und gewürdigt hat. Auf wiederholte Nachfragen beim BFM, ob sie alle 
ihre Asylgründe habe schildern können beziehungsweise ob sie wei te-
re Angaben zum Sachverhalt  machen wolle, führte die Beschwerde-

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führerin an, sie habe alle Angaben zu ihrem Asylgesuch machen kön-
nen (vgl. act. A20/10, S. 8; act. A7/33, S. 32). Dass sie anlässlich der 
Befragungen keine vertieften,  mit  Realkennzeichen versehene Sach-
verhaltsschilderungen  machte,  kann  vorliegend  der  Vorinstanz  nicht 
als  Unterlassung  und  damit  einhergehend  als  eine  ungenügende 
Sachverhaltsabklärung angelastet werden, sondern muss sich die Be-
schwerdeführerin selber zu ihren Ungunsten anrechnen lassen. Liefert 
eine Asylgesuchstellerin im Rahmen der durchgeführten Befragungen 
– wie vorliegend – auch auf  Nachfragen lediglich substanzlose oder 
stereotype Sachverhaltselemente, so ist die Vorinstanz auch im Rah-
men des eingeschränkten Untersuchungsgrundsatzes nicht  verpflich-
tet,  diese  Sachverhaltselemente  noch  weiter  zu  vertiefen. Von einer 
Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes im Rahmen einer unrichti-
gen oder unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachver-
haltes kann demnach nicht  ausgegangen werden. Die Vorinstanz ist 
ferner nach Würdigung der Parteivorbringen und der aktuellen Situa-
tion  in  der  Heimat  der  Beschwerdeführerinnen  zu  einem  anderen 
Schluss als diese gekommen, was noch keine Verletzung des Untersu-
chungsgrundsatzes darstellt.

Dementsprechend  drängten  sich  auch  keine  weitergehenden  Abklä-
rungen des Sachverhaltes auf und der Eventualantrag auf erneute Be-
fragung der Beschwerdeführerin A._______ ist daher abzuweisen.

4.1.2 Insofern  aus dem Vorbringen  der  Beschwerdeführerinnen,  das 
BFM habe aufgrund der Mitgliedschaft des Ehemannes der Beschwer-
deführerin zur J._______ die bestehende Verfolgungsgefahr nicht be-
rücksichtigt,  die  Rüge  einer  fehlerhaften  Anwendung  der  Be-
stimmungen im Asylgesetz (Anwendung von Art. 7 AsylG anstatt von 
Art. 3 AsylG) zu erkennen ist, ist darauf hinzuweisen, dass nach der 
gesetzlichen  Konzeption  bei  Asylgesuchen  die  Gesuchsteller  ver-
pflichtet  sind,  die  Flüchtlingseigenschaft  nachzuweisen  oder  zu-
mindest  glaubhaft  zu  machen (vgl. Art.  7  Abs. 1  AsylG). Gelingt  es 
Gesuchstellern  jedoch  nicht,  auch  nur  die  herabgesetzten  Beweis-
anforderungen  der  Glaubhaftmachung  der  Flüchtlingseigenschaft  zu 
erfüllen,  so  ist  die  Vorinstanz  logischerweise  nicht  gehalten,  die 
ohnehin  nicht  glaubhaften  Schilderungen  noch  zusätzlich  auf  ihre 
Asylrelevanz zu prüfen. Das BFM hat  denn auch folgerichtig  im an-
gefochtenen Entscheid darauf hingewiesen, dass die Asylrelevanz der 
Vorbringen  der  Beschwerdeführerin  nicht  geprüft  werden  müsse,  da 

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sich ihre Aussagen als unglaubhaft erweisen würden (vgl. act. A22/7, 
S. 4 Mitte).

4.1.3 Die  Rüge  der  Verletzung  des  Untersuchungsgrundsatzes  und 
der Begründungspflicht erweist sich demnach als unbegründet.

4.2 Soweit die Beschwerdeführerinnen in materieller Hinsicht ausfüh-
ren, die Beschwerdeführerin A._______ habe anlässlich der durchge-
führten Befragungen die ihr gestellten Fragen jeweils beantwortet, wo-
bei die Antworten weder vage noch ungenau ausgefallen seien, und es 
sei  nicht  richtig,  diese nur  oberflächlich zu befragen und ihr  danach 
Oberflächlichkeit  vorzuwerfen,  ist  entgegenzuhalten,  dass  die  Be-
schwerdeführerin im Verlaufe des vorinstanzlichen Verfahrens drei Mal 
von der Vorinstanz zu ihren Asylgründen befragt wurde. Dabei wurde 
ihr jeweils die Möglichkeit eingeräumt, ihre Asylgründe in freier Erzähl-
form vorzutragen,  welche danach jedes Mal  durch eine Vielzahl  von 
Nachfragen vertieft wurden. Der Beschwerdeführerin gelingt es jedoch 
weder  im  vorinstanzlichen  Verfahren  noch  in  ihrer  Rechtsmittelein-
gabe,  ihren diesbezüglichen Schilderungen die  nötige  Substanz und 
Dichte  zu  verleihen,  die  auf  einen  tatsächlich  erlebten  Sachverhalt 
schliessen lassen könnten. In  den Vorbringen von effektiv  Verfolgten 
lassen sich hinsichtlich der angeführten Verfolgungssituation respekti-
ve  der  erlebten  Geschehnisse  erfahrungsgemäss  zahlreiche  Real-
kennzeichen (so insbesondere Detailreichtum der Schilderung, freies 
assoziatives  Erzählen,  Interaktionsschilderung  sowie  inhaltliche  Be-
sonderheiten)  finden. Die  diesbezüglichen Vorbringen der  Beschwer-
deführerin wirken jedoch in  ihrer  Gesamtheit  aufgrund der  knappen, 
allgemein gehaltenen und wenig aussagekräftigen Ausführungen be-
züglich  der  tatsächlichen Ausreisegründe aufgesetzt  und konstruiert, 
lassen  somit  überwiegend  Realkennzeichen vermissen,  weshalb  da-
von auszugehen ist, dass ihren Schilderungen nicht wirklich Erlebtes 
zugrunde lag und somit ihre Ausführungen nicht geglaubt werden kön-
nen. Diese Einschätzung wird zudem dadurch gestützt,  dass die ge-
genüber  den  schweizerischen  Asylbehörden  vorgebrachten  Asylvor-
bringen  der  Beschwerdeführerin  in  den  Zeitraum fallen,  in  welchem 
diese  gemäss  den  Abklärungen  des  BFM  bei  den  Behörden  von 
K._______  bereits  als  Asylbewerberin  in  K._______  weilte.  Zudem 
anerkannte  die  Beschwerdeführerin  den  Umstand,  dass  sie  in  der 
Schweiz  unter  falschen  Personalien  ein  Asylgesuch  einreichte. 
Ausserdem wurde sie anlässlich der ergänzenden Anhörung des BFM 
mit  dem  Umstand  konfrontiert,  dass  Teile  ihrer  Asylvorbringen,  so 

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hinsichtlich der angeführten Wohnadresse in Colombo, der Dauer des 
Schulbesuches  ihres  Sohnes  P._______  und  ihres  effektiven 
Aufenthaltsortes im Jahre (...), sich nicht mit dem Abklärungsergebnis 
der  Botschaft  in  Übereinstimmung  bringen  lassen  würden  (vgl.  act. 
A20/10,  S. 7). Zwar  sind die  einzelfallspezifischen Informationen der 
Botschaft  als  ein  Beweismittel  unter  anderen  immer  kritisch  zu 
analysieren  und  zu  würdigen,  weshalb  ihre  Bedeutung  nicht 
verabsolutiert  werden  darf  und  grundsätzlich  lediglich  als  eine  der 
Grundlagen  für  die  Beurteilung  der  schweizerischen  Asylbehörden 
dient.  Vorliegend  liegen  aber  keine  Anhaltspunkte  vor,  welche  die 
Qualität  des  Abklärungsergebnisses  in  Zweifel  ziehen  könnten, 
weshalb  der  Schluss  gezogen  werden  darf,  dass  der  Vorinstanz 
seitens  der  Botschaft  korrekte  Informationen  zugekommen sind. Die 
Beschwerdeführerin  vermag  im  Rahmen  des  vom  BFM  gewährten 
rechtlichen Gehörs sowie auf Beschwerdeebene diesen Feststellungen 
keine konkreten Argumente entgegenzusetzen.

Ausserdem brachte  die  Beschwerdeführerin  im  Verlaufe  des  Verfah-
rens  die  erst  auf  Beschwerdeebene  vorgetragenen  Sachverhaltsele-
mente, wonach sie nach ihrer Heirat im Jahre (...) die J._______ unter-
stützt habe, wonach der Ehemann Mitglied derselben gewesen sei und 
die  J._______  nicht  nur  in  den  (...)-er  Jahren,  sondern  auch  noch 
während ihres Aufenthaltes in Colombo unterstützt habe und wonach 
sie  davon  ausgehe,  dass  ihr  Ehemann  auch  jetzt  wieder  bei  den 
J._______ sei, im Rahmen des vorinstanzlichen Verfahrens anlässlich 
der drei Befragungen in dieser Form in keiner Art und Weise vor. Sie 
hielt vielmehr im Widerspruch dazu fest, dass ihr Mann kein Mitglied 
der J._______ gewesen sei, lediglich verletzte Kämpfer der J._______ 
betreut  und  mit  Essen  versorgt  habe,  sie  nicht  wisse,  was er  sonst 
noch gemacht habe, und sie selber nach der Heirat persönlich nichts 
(mehr) mit den J._______ zu tun gehabt habe (vgl. act. A7/33, S. 24 
und  27).  Die  dementsprechenden  Vorbringen  sind  daher  als 
nachträgliche  Anpassungen  an  einen  asylrelevanten  Sachverhalt  zu 
qualifizieren und bleiben, da als unglaubhaft zu werten, unbehelflich. 
Aus  diesen  Gründen  ist  somit  auch  dem  Vorbringen  in  der 
Rechtsmitteleingabe,  es  bestehe  die  Gefahr  einer  Reflexverfolgung, 
die Grundlage entzogen. Von einer solchen ist ferner auch darum nicht 
auszugehen,  weil  die  Beschwerdeführerin  eigenen  Angaben  zufolge 
im  (...)  von  der  Polizei  festgenommen,  über  Nacht  auf  dem 
Polizeiposten  festgehalten  und  am nächsten  Morgen  ohne  Auflagen 
wieder entlassen worden sei (vgl. act. A7/33, S. 11). Da ihr Ehemann 

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bereits im Jahre (...) mit den Sicherheitskräften Probleme bekommen 
haben soll,  ist nicht nachvollziehbar, warum unter diesen Umständen 
die  bereits  Festgenommene  wieder  auf  freien  Fuss  hätte  gesetzt 
werden sollen. Vielmehr zeigt dieses Verhalten der Sicherheitskräfte, 
dass  gerade  keine  ernsthafte  Verfolgungsgefahr  für  die 
Beschwerdeführerin  angenommen werden kann. Für  diese Einschät-
zung spricht auch der Umstand, dass die Beschwerdeführerinnen den 
Akten zufolge ihre Heimat auf legalem Weg über den Flughafen in Co-
lombo verliessen (vgl. act. A7/33, S. 27).

4.3 Zusammenfassend  folgt,  dass  sowohl  die  Beschwerdeführerin 
A._______  als  auch  ihre  Tochter  die  Voraussetzungen  zur  Zuerken-
nung der Flüchtlingseigenschaft nicht erfüllen. Die Vorinstanz hat da-
her  die  Asylbegehren  zu  Recht  abgelehnt.  Es  erübrigt  sich,  auf  die 
weiteren  Ausführungen  in  der  Beschwerdeeingabe  der  Beschwerde-
führerinnen näher einzugehen, da sie an dieser Würdigung nichts zu 
ändern vermögen.

5.  
5.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht 
ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und 
ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Ein-
heit der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).

5.2 Die Beschwerdeführerinnen verfügen weder über eine ausländer-
rechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Ertei -
lung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht ange-
ordnet  (Art.  44  Abs. 1  AsylG;  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der 
Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21).

6.  
6.1
Ist  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar  oder 
nicht  möglich,  so  regelt  das  Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis 
nach den gesetzlichen Bestimmungen über  die vorläufige  Aufnahme 
von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgeset-
zes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer 
[AuG, SR 142.20]).

6.2
6.2.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtun-
gen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Auslän-

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ders in den Heimat-, Herkunfts- oder in einen Drittstaat entgegenste-
hen (Art. 83 Abs. 3 AuG). 

So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus ei -
nem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Ge-
fahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu  werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]).

Gemäss  Art.  25  Abs.  3  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen 
Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des Über-
einkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grau-
same,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe 
(FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4.  No-
vember 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten 
(EMRK, SR 0.101) darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder 
erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden.

6.2.2 Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend 
darauf hin, dass der Grundsatz der Nichtrückschiebung nur Personen 
schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es den Beschwer-
deführerinnen nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefähr-
dung glaubhaft zu machen, kann das in Art.  5 AsylG verankerte Prin-
zip  des flüchtlingsrechtlichen Non-refoulements  im vorliegenden Ver-
fahren keine Anwendung finden. Eine Rückführung der  Beschwerde-
führerinnen in ihren Heimatstaat  ist  demnach unter dem Aspekt  von 
Art. 5 AsylG rechtmässig.

Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen der Beschwerdeführe-
rin A._______ noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass sie und 
ihre Tochter für den Fall einer Ausschaffung in den Heimatstaat dort 
mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 
FoK verbotenen Strafe oder  Behandlung ausgesetzt  wären. Gemäss 
Praxis des Europäischen Gerichtshofes für  Menschenrechte (EGMR) 
sowie jener des UN-Anti-Folterausschusses müssten die Beschwerde-
führerinnen eine konkrete Gefahr ("real risk") nachweisen oder glaub-
haft machen, dass ihnen im Fall einer Rückschiebung Folter oder un -
menschliche Behandlung drohen würde (vgl. EGMR [Grosse Kammer], 
Saadi  gegen  Italien,  Urteil  vom 28.  Februar  2008,  Beschwerde  Nr. 

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37201/06,  §§ 124 bis  127,  mit  weiteren  Hinweisen). Auch die  allge-
meine Menschenrechtssituation in Sri Lanka lässt den Wegweisungs-
vollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht als unzulässig erscheinen. Nach 
dem Gesagten ist  der Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinne der 
asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig.

6.3
6.3.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen 
und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunfts-
staat  auf  Grund von Situationen wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner 
Gewalt  und medizinischer Notlage konkret  gefährdet  sind. Wird eine 
konkrete  Gefährdung  festgestellt,  ist  –  unter  Vorbehalt  von  Art.  83 
Abs. 7  AuG –  die  vorläufige  Aufnahme zu  gewähren  (vgl.  Botschaft 
zum  Bundesgesetz  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  vom 
8. März 2002, BBl 2002 3818).

6.3.2 Das Bundesverwaltungsgericht nahm im Urteil BVGE 2008/2 zur 
Frage der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs abgewiesener Asyl-
suchender tamilischer Ethnie eine Lageanalyse vor. Gemäss der dies-
bezüglich festgelegten Praxis setzt die Anerkennung einer innerstaatli-
chen Aufenthaltsalternative im Süden des Landes und damit die Zu-
mutbarkeit des Wegweisungsvollzugs in den Grossraum Colombo für 
srilankische  Asylsuchende  tamilischer  Ethnie,  welche  aus  der  Nord- 
oder  Ostprovinz  stammen,  das  Vorliegen  besonders  begünstigender 
Faktoren wie die Existenz eines tragfähigen familiären oder sozialen 
Beziehungsnetzes  sowie  die  Aussicht  auf  eine  gesicherte  Einkom-
mens-  und  Wohnsituation  voraus  (a.a.O.,  E. 7.6.2).  Für  srilankische 
Asylsuchende tamilischer Ethnie, welche aus dem Grossraum Colom-
bo oder dessen Umgebung stammen und dort über ein tragfähiges Fa-
milien- oder Beziehungsnetz verfügen und mit einer konkreten Unter-
kunftsmöglichkeit rechnen können, ist grundsätzlich von der Zumutbar-
keit  des  Wegweisungsvollzugs  in  diese  Gebiete  auszugehen,  wobei 
die Dauer der Landesabwesenheit  mitzuberücksichtigen ist; je kürzer 
der Aufenthalt in Colombo dauerte und je weiter er zeitlich zurückliegt, 
desto höhere Anforderungen sind an das Vorliegen eines tatsächlichen 
familiären  oder  sozialen  Beziehungsnetzes  zu  stellen  (a.a.O., 
E. 7.6.1).

Seit  Erlass  des vorstehend zitierten Grundsatzurteils  haben die  Be-
hörden die Sicherheitsmassnahmen erneut verschärft, und zwar unge-
achtet  dessen,  dass die srilankische Regierung Ende Mai  2009 den 

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militärischen Sieg über die tamilischen Rebellen verkündet hat. Mithin 
bleibt die Frage offen, wie sich die allgemeine Sicherheits- und Men-
schenrechtslage in  Sri  Lanka – insbesondere für  die  Tamilen – ent-
wickeln  wird  (vgl.  dazu  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts 
D- 4125/2006 vom 16. Februar  2010 E. 10.2.3,  mit  weiteren Hinwei-
sen). Unter diesen Umständen bleibt weiterhin auf individueller Basis 
zu prüfen, ob für Tamilen im Süden Sri Lankas respektive im Gross-
raum Colombo eine innerstaatliche Aufenthaltsalternative besteht.

6.3.3 Die  Beschwerdeführerinnen  stammen  aus  D._______  in  der 
Nordprovinz von Sri Lanka, weshalb eine Rückkehr dorthin angesichts 
der oben skizzierten Rechtsprechung als nicht zumutbar zu erachten 
ist.

6.3.4 Zu prüfen bleibt demnach, ob für die Beschwerdeführerinnen im 
Süden des Landes respektive im Grossraum Colombo eine innerstaat -
liche Aufenthaltsalternative besteht, was das Vorliegen besonders be-
günstigender  Faktoren  wie  die  Existenz  eines  tragfähigen  familiären 
oder sozialen Beziehungsnetzes sowie die Aussicht auf eine gesicher-
te Einkommens- und Wohnsituation voraussetzt.

Vorliegend  kann  aufgrund  der  Angaben  der  Beschwerdeführerin 
A._______ davon ausgegangen werden, dass sie und ihre Tochter auf 
legalem  Weg  und  durch  Verwendung  eines  auf  ihre  Namen  aus-
gestellten  Reisepasses ihre  Heimat  über  den Flughafen in  Colombo 
verliessen  (vgl.  act.  A7/33,  S. 27).  Bei  der  Beurteilung  eines  trag-
fähigen Beziehungsnetzes und  einer  längerfristig  gesicherten  Unter-
kunft in der Region Colombo ist in casu zusätzlich zu berücksichtigen, 
dass angesichts der als unglaubhaft  zu erachtenden Asylvorbringen, 
der  Nachreichung  eines  gefälschten  Identitätsdokumentes  und  des 
Umstandes,  dass  sie  unter  falschen Personalien  in  der  Schweiz  ein 
Asylgesuch einreichte, auch berechtigte Zweifel am angeblich fehlen-
den tragfähigen Beziehungsnetz und am Nichtbestehen einer länger-
fristig  gesicherten  Unterkunft  aufkommen  lässt.  So  lassen  sich  ihre 
Angaben zur Dauer ihres Aufenthaltes und zur angegebenen Adresse 
in  Colombo  nicht  mit  den  Abklärungen  der  Schweizer  Vertretung  in 
Colombo  in  Übereinstimmung  bringen.  Die  Beschwerdeführerin 
ihrerseits  vermochte  die  Ungereimtheiten  –  wie  oben  in  Ziffer  4.3 
bereits  dargelegt  –  weder  im  Rahmen  der  ergänzenden  Anhörung 
noch  auf  Beschwerdeebene  plausibel  aufzulösen  (vgl.  act.  A20/10, 
S. 7). Zudem ist den Ausführungen ihres Sohnes P._______ in dessen 

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Asylverfahren zu entnehmen, dass er mit seiner Familie als (...), somit 
bereits  im  Jahre  (...),  nach  Colombo  übersiedelt  sein  soll  (vgl.  act.  
B1/10,  S. 1).  Ausserdem machte  P._______  zum Zeitpunkt  und  den 
Gründen des Verschwindens seines Vaters gänzliche andere Angaben 
als  seine  Mutter  (vgl.  act.  B1/10,  S. 3;  act.  B12/13,  S.  3),  was 
angesichts  obiger  Ausführungen  den  Schluss  zulässt,  dass  die 
Beschwerdeführerinnen in Colombo respektive im Süden des Landes 
–  entgegen  ihren  Ausführungen  –  noch  immer  über  familiäre 
Beziehungen  beziehungsweise  über  soziale  Kontakte  verfügen 
müssen. Angesichts der insgesamt nicht glaubhaften Darlegungen und 
in  Berücksichtigung  des  Umstandes,  dass  die  Beschwerdeführerin 
offenbar seit dem Jahre (...) im Besitz eines gültigen Reisepasses war, 
ist  vorliegend  überdies  davon  auszugehen,  dass  sich  die 
Beschwerdeführerinnen  bereits  früher  als  angegeben  in  Colombo 
aufhielten.

Es kann daher der Schluss gezogen werden, dass die Beschwerdefüh-
rerinnen in der Region Colombo über ein tragfähiges Beziehungsnetz 
und eine längerfristig gesicherte Unterkunft im Sinne der oben darge-
legten Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts verfügen. Wei-
ter ist zu berücksichtigen, dass die Beschwerdeführerin eigenen Anga-
ben  zufolge  (Angaben  zu  Schulbildung  und  beruflichen  Tätigkeiten) 
(vgl.  act.  A1/9,  S.  2;  act.  A7/33,  S. 12;  Beschwerdeschrift  S. 5). 
Ausserdem verfügt sie in etlichen Staaten über (...), die ihr und ihrer 
Tochter  zumindest  in  finanzieller  Hinsicht  Unterstützung  leisten 
können, soll ihnen doch ein in Q._______ lebender (...) bereits bei der 
Ausreise geholfen haben (vgl act. A1/9, S. 3). Daher ist  die Chance, 
sich in Colombo eine dauerhafte wirtschaftliche Existenz aufzubauen, 
als relativ gut einzuschätzen. Weiter kann sie sich wegen ihres (...) im 
Bedarfsfall weiterhin in ihrer Heimat behandeln lassen, zumal die not-
wendigen medizinischen Strukturen dort vorhanden sind und sie sich 
denn  auch  bereits  wiederholt  bei  einem  Arzt  sowie  einem  Homöo-
pathen  in  Sri  Lanka  einer  Behandlung  unterzog  (vgl.  act.  A.7/33, 
S. 25). Unter diesen Umständen ist vorliegend auch nicht davon aus-
zugehen, dass eine Rückschaffung der Beschwerdeführerinnen nach 
Colombo  mit  grosser  Wahrscheinlichkeit  eine  Gefährdung  ihrer 
persönlichen Sicherheit  zur  Folge hätte. Insgesamt  ist  daher  festzu-
stellen,  dass den Beschwerdeführerinnen innerhalb  ihres  Heimatlan-
des eine zumutbare Aufenthaltsalternative zur Verfügung steht.

Seite 18

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6.3.5 Nach dem Gesagten erweist  sich der Vollzug der Wegweisung 
zusammenfassend auch als zumutbar.

6.4 Schliesslich  obliegt  es den Beschwerdeführerinnen,  sich bei  der 
zuständigen  Vertretung  des  Heimatstaates  die  für  eine  Rückkehr 
notwendigen  Reisedokumente  zu  beschaffen  (Art.  8  Abs.  4  AsylG), 
weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen 
ist (Art. 83 Abs. 2 AuG).

6.5 Insgesamt ist der durch die Vorinstanz verfügte Vollzug der Weg-
weisung zu bestätigen. Die Vorinstanz hat diesen zu Recht als zuläs-
sig, zumutbar und möglich erachtet. Nach dem Gesagten fällt eine An-
ordnung der vorläufigen Aufnahme ausser Betracht  (Art. 83 Abs. 1-4 
AuG).

7.
Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 
Bundesrecht  nicht  verletzt,  den rechtserheblichen Sachverhalt  richtig 
und  vollständig  feststellt  und  angemessen  ist  (Art.  106  AsylG).  Die 
Beschwerde ist nach dem Gesagten abzuweisen.

8.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten in Höhe von ins-
gesamt  Fr. 600.--  den  Beschwerdeführerinnen  aufzuerlegen  (Art.  63 
Abs. 1 und 5 VwVG; Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 
über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsge-
richt [VGKE, SR 173.320.2]) und mit dem am 28. Dezember 2007 in 
gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss zu verrechnen.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Verfahrenskosten von Fr. 600.-- werden den Beschwerdeführerin-
nen  auferlegt  und  mit  dem in  gleicher  Höhe  geleisteten  Kostenvor-
schuss verrechnet.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerinnen (Einschreiben)
- das BFM,  Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N_______ 

(per Kurier; in Kopie)
- R._______ (in Kopie)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Thomas Wespi Stefan Weber

Versand:

Seite 20