# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fe35d9fa-be60-53f2-87ed-acc4041cc924
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-05-27
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 27.05.2016 ZK1 2015 158
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2015-158_2016-05-27.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 27. Mai 2016 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 15 158 30. Mai 2016

Entscheid
I. Zivilkammer

Vorsitz Brunner
Richter Michael Dürst und Schnyder
Aktuar Pers

In der zivilrechtlichen Beschwerde

der X._____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Luca 
Tenchio, Obere Plessurstrasse 36, 7000 Chur, 

gegen

den Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Nordbünden vom 7. 
Oktober 2015, mitgeteilt am 9. Oktober 2015, in Sachen der Beschwerdeführerin,

betreffend Beistandschaft,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A.1. Für X._____ besteht seit dem 27. Oktober 2010 eine Beistandschaft zur 
Vertretung, Einkommens- und Vermögensverwaltung (Art. 392 Ziff. 1 und Art. 393 
Ziff. 2 aZGB). Mit der Mandatsführung wurde zunächst A._____ beauftragt. Am 6. 
November 2012 wurde diese per 1. Dezember 2012 auf B._____ übertragen. Mit 
Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Nordbünden vom 
29. April 2015 wurde diese altrechtliche vormundschaftliche Massnahme per 1. 
Mai 2015 in eine Vertretungsbeistandschaft mit umfassender Vermögensverwal-
tung nach Erwachsenenschutzrecht (Art. 394 und Art. 395 ZGB) überführt.

2. X._____ leidet seit vielen Jahren an paranoider Schizophrenie. In der Ver-
gangenheit musste sie immer wieder mittels fürsorgerischer Freiheitsentziehung 
(heute fürsorgerische Unterbringung [FU]) in die Psychiatrische Klinik C._____ 
eingeliefert werden. Am 26. Mai 2012 trat sie bereits zum fünften Mal in die Klinik 
C._____ ein resp. wurde durch Rückhaltebeschluss der Psychiatrischen Dienste 
Graubünden vom 30. Mai 2012 gegen ihren Willen dort zurückbehalten. Im Rah-
men eines Beschwerdeverfahrens, in welchem X._____ die Entlassung aus der 
FU in der Klinik C._____ beantragt hatte, wies das Kantonsgericht von Graubün-
den die KESB Nordbünden mit Entscheid vom 28. Januar 2013 an, hinsichtlich 
Krankheitsdiagnose und gegenwärtigem Zustand von X._____ ein aktuelles Gut-
achten bei einem unabhängigen Sachverständigen einzuholen und anschliessend 
einen neuen Entscheid über die FU zu fällen (vgl. Urteil der I. Zivilkammer des 
Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 12 90).

3. In ihrem umfassenden Gutachten vom 19. April 2013 bestätigte Dr. med. 
D._____ die Diagnose der paranoiden Schizophrenie. Die Grunderkrankung be-
stehe schon seit über zehn Jahren und beeinträchtige alle wichtigen Lebensberei-
che der Explorandin wie die privaten Beziehungen, das berufliche Leben, das Ak-
tivitätsniveau in der Freizeit, die kognitive Leistungsfähigkeit oder die kognitive 
Flexibilität nachhaltig. Diese psychische Störung führe zwar nicht zu einer automa-
tischen Einschränkung der Urteilsfähigkeit oder gar Handlungsfähigkeit. Nur in 
akuten Krankheitsphasen sei sie zeitlich begrenzt urteilsunfähig, während ihre Ur-
teilsfähigkeit im Residualzustand nur teilweise eingeschränkt sei. Ihre Objektivität 
und die Fähigkeit, so für sich zu entscheiden, dass sie sich nicht schade, seien 
jedoch deutlich eingeschränkt. Insbesondere stellte die Gutachterin fest, dass die 
Explorandin betreffend die Wohnsituation nicht ausreichend urteilsfähig sei. In die-
sem Zusammenhang wies sie auf die ungünstige Krankheitsprognose hin, da der 
damals problematische Zustand der Explorandin und deren Entwicklung in den 

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letzten Jahren leider nicht auf eine bessere Prognose in Zukunft schliessen lies-
sen. Die Krankheit sei zwingend lebenslang und umfassend behandlungsbedürf-
tig, wozu insbesondere eine engmaschige psychosoziale Begleitung zähle. Die 
Fähigkeit, ihren Lebensalltag − beispielsweise hinsichtlich Körperpflege, Nah-
rungsaufnahme und sinnvoller Tagesstruktur − unter Berücksichtigung ihrer be-
hindernden Krankheitssymptome zu gestalten, sollte gefördert und, etwa durch 
eine ambulante Wohnbegleitung, überwacht werden. Sobald die Explorandin mehr 
persönliche Freiheiten habe, sei es nämlich wahrscheinlich, dass sie sich einer 
adäquaten Behandlung und Betreuung entziehen könnte, was mit höchster Wahr-
scheinlichkeit eine erneute akute Phase der Grunderkrankung zur Folge hätte. 
Aus diesem Grunde empfahl die Gutachterin konkret einen Aufenthalt in einer 
Aussenwohngruppe (E._____ oder F._____) in O.1_____, wobei die fachpsychia-
trische Behandlung in der gleichen Intensität weitergeführt und seitens der KESB 
gegebenenfalls eine vollumfängliche Betreuung betreffend die finanziellen Ange-
legenheiten, die Behandlung und den Aufenthaltsort geprüft werden sollte. Ge-
stützt auf die Annahme, dass die Explorandin sich gegen eine solche Wohnform 
wehren wird, schlug die Gutachterin vor, einen Zeitraum von beispielsweise zwei 
Jahren zu definieren, in welchem sie sich unter engmaschiger Betreuung weiter 
stabilisieren und positiv entwickeln könne. Bei gutem Verlauf könnten anschlies-
send dann weniger betreute Wohnformen geprüft werden.

4. Gestützt auf dieses Gutachten hob die KESB Nordbünden mit Entscheid 
vom 1. Mai 2013 die FU in der Klinik C._____ auf und ordnete stattdessen eine FU 
im Wohnheim G._____ der Klinik C._____ an, in welchem X._____ bereits seit 1. 
Februar 2013 wohnte. Begründet wurde dieser Schritt damit, dass die Vorausset-
zungen für den nächsten Schritt − der Übertritt in eine geeignete betreute Wohn-
gruppe ausserhalb der Klinik C._____ und die Sicherstellung der Nachbetreuung − 
noch nicht erfüllt seien und für X._____ nur unter den Rahmenbedingungen im 
Wohnheim G._____ die nötige Betreuung und Behandlung sichergestellt werden 
könne. Die von der Gutachterin empfohlene Unterbringung in einer betreuten 
Wohngruppe sei jedoch von allen Beteiligten als nächstes Etappenziel anzustre-
ben. Eine gegen diese Unterbringung eingereichte Beschwerde wurde vom Kan-
tonsgericht mit Entscheid vom 18. Juni 2013 abgewiesen (vgl. Entscheid der I. 
Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 13 56).

5. Am 9. Oktober 2013 hob die KESB Nordbünden die FU im Wohnheim 
G._____ auf und brachte X._____ auf Antrag der Beiständin zur Behandlung und 
persönlichen Betreuung − ebenfalls per FU − in der Sozialtherapeutischen Wohn-
gemeinschaft (WG) H._____ in O.1_____ unter. Nach Auffassung der KESB stand 

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die Notwendigkeit einer weiteren Betreuung und Behandlung von X._____ ausser 
Frage. Inzwischen waren aber die Voraussetzungen für die von der Gutachterin 
empfohlene Unterbringung in einer betreuten Wohngruppe mehrheitlich erfüllt und 
es konnte eine Wohngruppe gefunden werden, die bereit war, X._____ aufzuneh-
men. Dieser Entscheid blieb unangefochten.

6. Im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen periodischen Überprüfung der 
FU gemäss Art. 431 ZGB holte die KESB Nordbünden bei der WG H._____ einen 
Bericht über X._____ ein. Im gleichen Zusammenhang erstattete die Beiständin 
am 13. März 2014 einen Zwischenbericht, in welchem sie sinngemäss die Verlän-
gerung der FU in der WG H._____ für mindestens drei Monate beantragte. So-
dann fand am 16. April 2014 vor der KESB − im Beisein ihres damaligen Rechts-
vertreters, Rechtsanwalt Andri Hotz − die Anhörung von X._____ statt. Mit Ent-
scheid vom 16. April 2014 entschied die KESB Nordbünden, die FU von X._____ 
in der WG H._____ zur persönlichen Betreuung weiterzuführen. Die hiergegen 
erhobene Beschwerde wurde vom Kantonsgericht von Graubünden mit Entscheid 
vom 19. Mai 2014 abgewiesen (vgl. Entscheid der I. Zivilkammer des Kantonsge-
richts von Graubünden ZK1 14 58).

B. Im Nachgang zur Standortbestimmung vom 1. April 2015 beantragten die 
Beiständin B._____ und sinngemäss auch X._____ im Zwischenbericht vom 20. 
April 2015 die Aufhebung der FU in der WG H._____, da Letztere Fortschritte in 
ihrer Selbständigkeit gemacht habe und die Bedingungen für die Aufhebung der 
FU erfüllt seien. Mit Entscheid vom 29. April 2015 hob die KESB Nordbünden die 
FU in der WG H._____ unter Kenntnisnahme der vereinbarten Nachbetreuung per 
30. April 2015 auf. Des Weiteren wurde die aktuell bestehende Beistandschaft zur 
Vertretung, Einkommens- und Vermögensverwaltung (Art. 392 Ziff. 1 und Art. 393 
Ziff. 2 aZGB) aufgehoben und für X._____ eine Beistandschaft mit umfassender 
Vermögensverwaltung nach neuem Erwachsenenschutzrecht (Art. 394 und Art. 
395 ZGB) errichtet. Zur Beiständin wurde – wie bisher – B._____ ernannt. Die 
KESB erachtete die Notwendigkeit einer weiteren stationären Behandlung und 
Betreuung aufgrund der verbesserten Selbstsorge, der Einsicht in die Behand-
lungsbedürftigkeit und der Wiedererlangung grundlegender Fähigkeiten im Bereich 
Wohnen als aktuell nicht mehr gegeben. Die weitere notwendige Betreuung und 
Behandlung sei mit der Nachbehandlungsvereinbarung grundsätzlich abgedeckt, 
womit die bestehende FU aufzuheben sei.

C. Gemäss Aktennotiz vom 15. Juni 2015 beklagte sich X._____ in der Folge 
bei I._____, Leiter der KESB Nordbünden, über die Arbeit und äusserte die Ab-

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sicht, diese aufzugeben, weil dort alles "Tuble" seien, sie nicht mehr möge und 
sich schliesslich nun um ihren eigenen Haushalt zu kümmern habe, was auch zu 
tun gebe. Nachdem I._____ ihr klar gemacht hatte, dass die halbtägige Beschäfti-
gung ausser Haus in einem überprüfbaren Rahmen Teil der Nachbetreuung sei 
und nicht verhandelt werden könne, äusserte sich X._____ dahingehend, dass 
eine Diskussion mit ihm sinnlos sei und sie sich dann halt wieder einen Anwalt 
nehmen werde. Mit verfahrensleitender Verfügung vom 6. Juli 2015 ernannte die 
KESB Nordbünden Rechtsanwalt Dr. iur. Luca Tenchio im Verfahren vor der 
KESB betreffend Überprüfung der bestehenden Massnahme per 30. Juni 2015 
zum unentgeltlichen Rechtsbeistand für X._____.

D. Nachdem Rechtsanwalt Dr. iur. Luca Tenchio Einsicht in die Akten erhalten 
hatte, stellte er mit Eingabe vom 18. September 2015 zuhanden der KESB Nord-
bünden den Antrag, die bestehenden erwachsenenschutzrechtlichen Massnah-
men für X._____ ohne Kostenfolgen für sie aufzuheben. Begründend wurde aus-
geführt, dass die erwachsenenschutzrechtlichen Massnahmen nicht mehr geboten 
seien und die medizinischen Probleme medizinisch gelöst werden könnten. Admi-
nistrativ sei X._____ fähig, ihr Leben ohne Fremdhilfe alleine zu meistern. Allen-
falls könne die Aufhebung mit der Auflage verbunden werden, dass die Einnahme 
der verordneten Medikation überprüft oder X._____ zur Einnahme verpflichtet und 
regelmässig kontrolliert werde.

E. In der Folge holte die KESB Nordbünden bei J._____, der Wohnbegleiterin 
von X._____, telefonisch einen Zwischenbericht ein. Gemäss der hierzu erstellten 
Aktennotiz vom 5. Oktober 2015 hielt J._____ zusammenfassend fest, dass 
X._____ auf tiefem Niveau stabil, freundlich und sehr glücklich über ihre Wohnung 
sei. Sie halte aber die Nachbetreuungsvereinbarung nicht ein, überschätze sich 
nach wie vor selbst und beharre in verschiedenen Zusammenhängen auf ihrer 
unrealistischen Sichtweise (z.B. wegen ihrer 100%-IV-Rente keine Arbeit leisten 
zu müssen sowie in Bezug auf ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt). In Bezug auf 
die finanziellen Belange sei X._____ nach Meinung von J._____ sodann nicht 
genügend in der Lage, den Überblick zu behalten und die relevanten Zusammen-
hänge zu verstehen.

F. Mit Entscheid vom 7. Oktober 2015, mitgeteilt am 9. Oktober 2015, erkann-
te die KESB Nordbünden wie folgt:

"1. Das Vermögen von X._____, das unter der (Mit-)Verwaltung der Bei-
standsperson steht, besteht per 31. August 2014 aus einem Aktivsaldo 
von Fr. 26'014.07. Die eingereichte Rechnung wird unter Vorbehalt 
gemäss Revisionsbericht mit diesem Vermögensstand genehmigt.

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2. Der Rechenschaftsbericht vom 27. Januar 2015 wird im Sinne der Er-
wägungen genehmigt und die geleistete Arbeit verdankt.

3. Das Budget, das unter Berücksichtigung der ausserordentlichen Kos-
ten im Zusammenhang mit dem Wohnungsbezug anfangs Mai 2015 
einen Vermögensrückschlag von rund Fr. 440.— pro Monat erwarten 
lässt, wird zur Kenntnis genommen.

4. Die für X._____ bestehende Vertretungsbeistandschaft (Art. 394 ZGB) 
mit umfassender Vermögensverwaltung (Art. 395 Abs. 1 und 2 ZGB) 
wird unverändert weitergeführt.

5. A._____ (Amtsvormundschaft O.1_____) wird für die frühere Tätigkeit 
als Mandatsträgerin bis 30. November 2012 entlastet. Die Entlastung 
erfolgt unter Vorbehalt der Bestimmungen über die Verantwortlichkeit 
(Art. 454 ff. ZGB).

6. Die Beistandsperson ist gehalten:

a. der KESB alle zwei Jahre (nächstmals per 31. August 2016) die 
Rechnung samt Belegen sowie einen schriftlichen Rechenschafts-
bericht (Ausführungen über die Rechnungsführung und Vermögen-
sentwicklung, die Lage von X._____ und die Ausübung der Bei-
standschaft) und ein aktuelles Budget einzureichen;

b. bei Hinweisen auf massgebliche Veränderungen der Lebensum-
stände von X._____ während der Rechenschaftsperiode die KESB 
mit einem Bericht zu informieren und allenfalls eine geeignete An-
passung oder die Aufhebung der Massnahme vorzuschlagen.

7. Für die Mandatsführung von A._____ und B._____ vom 1. September 
bis 31. Dezember 2012 wird zugunsten der Berufsbeistandschaft Ples-
sur eine Entschädigung von Fr. 190.— festgesetzt.

8. Für die Mandatsführung von B._____ vom 1. Januar 2013 bis 31. Au-
gust 2014 wird zugunsten der Berufsbeistandschaft Plessur eine Ent-
schädigung von Fr. 3'516.65 festgesetzt.

9. Betreffend Tragung der Massnahmekosten wird verfügt:

a. Die Entschädigung gemäss Ziff. 7 und 8 wird X._____ auferlegt.

b. Die Beistandsperson ist nach Vollstreckbarkeit dieses Entscheids 
berechtigt, die Massnahmekosten zugunsten der Berufsbeistand-
schaft Plessur direkt dem Betriebskonto von X._____ zu belasten.

10. Betreffend Verfahrenskosten wird verfügt:

a. Die Kosten im Verfahren Genehmigung periodische Rechen-
schaftsablage werden auf Fr. 1'200.— festgesetzt.

b. Auf die Erhebung dieser Kosten sowie die Kosten gemäss Ent-
scheid vom 29. April 2015 (Fr. 800.—) im Totalbetrag von Fr. 
2'000.— wird verzichtet.

11. Dr. iur. Luca Tenchio (Rechtsanwalt, Chur) wird als unentgeltlicher 
Rechtsbeistand von X._____ im Verfahren betreffend Überprüfung der 
bestehenden Massnahmen entlassen und aufgefordert, innert 10 Ta-
gen seine Honorarnote einzureichen.

12. (Rechtsmittelbelehrung).

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13. (Mitteilung)."

Nach Auffassung der KESB Nordbünden ist die bestehende Massnahme weiterhin 
offensichtlich erforderlich und geeignet, der Schutz- und Hilfsbedürftigkeit von  
X._____ zu begegnen, weshalb sie bis auf weiteres unverändert weitergeführt 
werde. Sie bedürfe zu ihrem Schutz, insbesondere auch zur Sicherung der aktuel-
len Wohnung, in welcher sie sich sehr wohl fühle und welche ihr sehr wichtig sei, 
weiterhin der Unterstützung der Beistandsperson in den angeordneten Bereichen.

G. Gegen diesen Entscheid liess X._____ mit Eingabe vom 9. November 2015 
Beschwerde beim Kantonsgericht von Graubünden erheben mit folgendem 
Rechtsbegehren:

"1. Die Beschwerde sei gutzuheissen und Ziff. 4 des Dispositivs des ange-
fochtenen Entscheides aufzuheben. Sämtliche erwachsenenschutz-
rechtlichen Massnahmen gegenüber der Beschwerdeführerin seien mit 
sofortiger Wirkung aufzuheben.

Eventuell:

Die Beschwerde sei gutzuheissen und Ziff. 4 des Dispositivs des ange-
fochtenen Entscheides derart abzuändern, dass sämtliche erwachse-
nenschutzrechtlichen Massnahmen mit Ausnahme der Vertretungsbei-
standschaft betr. Begleitung "Wohnen" mit sofortiger Wirkung aufgeho-
ben werden.

2 Die Gerichtskosten seien auf die Staatskasse zu nehmen.

Die Beschwerdeführerin sei gemäss separatem Gesuch der Be-
schwerdeführerin an das Kantonsgericht von Graubünden für Honorare 
und Auslagen des Unterzeichnenden in vorliegendem Beschwerdever-
fahren (inkl. Zustellung, Studium und Besprechung des Beschwerdeur-
teils mit der Beschwerdeführerin) zulasten der Staatskasse zu ent-
schädigen.

Eventuell:

Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich MwSt) zulasten 
des Kantons, eventuell nach Gesetz."

Zur Begründung wird im Wesentlichen geltend gemacht, X._____ sei bereit und 
habe nachgewiesen, dass sie die verordneten Medikamente einnehme und des-
halb ihre persönlichen, finanziellen und administrativen Angelegenheiten alleine 
meistern könne, ohne dass hierfür erwachsenenschutzrechtliche Massnahmen 
nötig seien. Aus diesem Grund seien die mitunter rechtswidrig applizierten Mass-
nahmen aufzuheben. Dies umso mehr, als die ab Mai 2015 erfolgte Verselbstän-
digung durch Eintritt in eine eigene Wohnung zu einer merklichen Verbesserung 
des Allgemeinzustands von X._____ geführt habe.

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H. In ihrer aktuellen Einschätzung der Schutz- und Hilfsbedürftigkeit von 
X._____ vom 8. Dezember 2015 zuhanden der KESB Nordbünden schlug die Bei-
ständin B._____ vor, vor der Aufhebung der Massnahme eine Übergangsphase zu 
vereinbaren, in welcher X._____ die Verwaltung des Einkommens schrittweise 
übergeben werden könne und sie beweisen könne, dass sie ihre finanziellen Ver-
pflichtungen wahrnehme. Zwar sei X._____ fähig, ihren monatlichen Unterhalt 
selbständig zu verwalten. Es bestehe jedoch die Tendenz, Wünsche sofort zu er-
füllen. So habe sie beispielsweise auf Abzahlung einen Laptop gekauft, obschon 
bereits bei Mandatseröffnung ein Minussaldo auf dem Privatkonto und auf der 
K._____karte bestanden habe. Es sei ihr deshalb nicht möglich, abschliessend zu 
beurteilen, ob sie fähig sei, ihre monatlichen finanziellen Verpflichtungen einzuhal-
ten.

I. In ihrer Beschwerdeantwort vom 11. Dezember 2015 beantragte die KESB 
Nordbünden die Abweisung der Beschwerde, sofern darauf eingetreten werden 
könne. Bei der Beurteilung der Frage, ob eine Schutz- und Hilfsbedürftigkeit im 
Bereich der Vermögenssorge bestehe, seien die gesamten Umstände und die 
Entwicklungen in der Vergangenheit sowie die Grunderkrankung zu berücksichti-
gen. In diesem Zusammenhang gab die KESB zu bedenken, dass X._____ sich 
weder in der Vergangenheit noch aktuell für die Erledigung ihrer eigenen Angele-
genheiten interessiert habe, weshalb zumindest im Moment nicht davon ausge-
gangen werden könne, dass sie nebst den Fähigkeiten auch die Fertigkeiten be-
sitze, ihre Interessen insbesondere in der Einkommensverwaltung genügend 
wahrzunehmen. Zudem habe sie offenbar weiterhin eine Tendenz zur schnellen 
Bedürfnisbefriedigung und neige immer wieder zu Kurzschlussargumentationen 
bzw. -handlungen. Schliesslich dürfe auch nicht ausser Acht gelassen werden, 
dass X._____ an einer chronifizierten psychischen Krankheit leide, die zwar medi-
kamentös behandelt werden könne. In einer Akutphase sei sie aber dennoch auf 
die Unterstützung der Beistandsperson mit Vertretungskompetenzen in den rele-
vanten Lebensbereichen angewiesen. Nach einem Beobachtungszeitraum von 
rund zwei Jahren, während dem die betroffene Person schrittweise sämtliche An-
gelegenheiten selbst erledige, die Auswirkungen und die Erfüllung der Anforde-
rungen aber von der Beistandsperson kontrolliert und überwacht würden, dürfe vor 
dem Hintergrund der bei X._____ vorliegenden Grundproblematik verantwor-
tungsvollerweise an eine ersatzlose Aufhebung gedacht werden. Sodann werde 
im Zusammenhang mit der nächsten Rechenschaftsablage per 31. August 2016 
zu prüfen sein, ob und in welchen Bereichen rechtliche Anpassungen der Mass-
nahme zu machen seien.

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J. Mit Schreiben vom 18. Februar 2016 nahm der Rechtsvertreter von 
X._____ zur aktuellen Einschätzung der Beiständin vom 8. Dezember 2015 Stel-
lung. Im Übrigen hielt er unverändert an den in der Beschwerde gestellten 
Rechtsbegehren fest.

Auf die weitergehenden Ausführungen im angefochtenen Entscheid sowie in den 
Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen ein-
gegangen.

II. Erwägungen

1.a. Gegen Entscheide der Erwachsenenschutzbehörde kann gestützt auf Art. 
450 Abs. 1 ZGB beim zuständigen Gericht Beschwerde erhoben werden. Nach 
Art. 60 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch 
(EGzZGB; BR 210.100) ist das Kantonsgericht von Graubünden die einzige kan-
tonale Beschwerdeinstanz. Innerhalb des Kantonsgerichts ist die I. Zivilkammer 
zuständig (Art. 6 der Verordnung über die Organisation des Kantonsgerichts 
[KGV; BR 173.000]). Zur Beschwerde legitimiert sind nach Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1 
ZGB die am Verfahren beteiligten Personen und damit in erster Linie die von der 
Anordnung der KESB direkt betroffene Person (Daniel Steck, in: Geiser/Reusser 
[Hrsg.], Basler Kommentar, Erwachsenenschutz, Basel 2012 [zit.: Steck, BSK-
Erwachsenenschutz], N 29 zu Art. 450 ZGB; Hermann Schmid, Erwachsenen-
schutz Kommentar, Zürich/St. Gallen 2010, N 21 zu Art. 450 ZGB). X._____ ist 
somit als unmittelbar Betroffene des Entscheids klar zu dessen Anfechtung legiti-
miert.

b. Die Beschwerde ist 30 Tage seit Mitteilung des Entscheids der KESB 
schriftlich und begründet bei der Beschwerdeinstanz einzureichen (Art. 450b Abs. 
1 in Verbindung mit Art. 450 Abs. 3 ZGB). Mit Eingabe vom 9. November 2015 
reichte X._____ ihre Beschwerde gegen den am 9. Oktober 2015 mitgeteilten Ent-
scheid der KESB Nordbünden in jedem Fall fristgerecht ein. Da die Beschwerde 
überdies einen Antrag sowie eine hinreichende Begründung enthält, sind auch die 
übrigen Formerfordernisse erfüllt, sodass auf die Beschwerde einzutreten ist.

2.a. Für das Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz gelten primär 
die bundesrechtlichen Verfahrensbestimmungen des ZGB und subsidiär die vom 
Kanton erlassenen Verfahrensbestimmungen (vgl. Art. 450f ZGB). Sofern weder 
das ZGB noch das EGzZGB etwas geregelt haben, sind die ZPO sowie die ent-

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sprechenden kantonalen Ausführungsbestimmungen sinngemäss anwendbar (vgl. 
Art. 450f ZGB und Art. 60 Abs. 2 EGzZGB). Demnach kann die Rechtsmittel-
instanz gemäss Art. 316 Abs. 1 bzw. Art. 327 Abs. 2 ZPO aufgrund der Akten und 
ohne Durchführung einer mündlichen Hauptverhandlung entscheiden.

b. Zu beachten sind im Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz die 
allgemeinen Verfahrensgrundsätze des erstinstanzlichen Verfahrens (Art. 443 ff. 
ZGB), soweit das Gesetz in den Art. 450 ff. ZGB keine abweichenden Vorschriften 
enthält (Steck, BSK-Erwachsenenschutz, a.a.O., N 13 zu Art. 450 ZGB). Dies gilt 
namentlich für die in Art. 446 ZGB verankerte uneingeschränkte Untersuchungs- 
und Offizialmaxime und das an gleicher Stelle festgeschriebene Prinzip der 
Rechtsanwendung von Amtes wegen. Der Anwendungsbereich dieser zentralen 
Verfahrensgrundsätze bezieht sich auf sämtliche Verfahren vor der KESB und er-
streckt sich nach dem Grundsatz der Einheit des Prozesses auch auf die Verfah-
ren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz (Christoph Auer/Michèle Marti, in: 
Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar, Erwachsenenschutz, Basel 2012, N 1 
zu Art. 446 ZGB mit weiteren Hinweisen; Schmid, a.a.O., N 8 ff. zu Art. 446 ZGB; 
Daniel Steck, in: Büchler et al. [Hrsg.], FamKommentar Erwachsenenschutz, Bern 
2013, [zit.: Steck, FamKommentar], N 7 zu Art. 446 ZGB).

c. Mit der Beschwerde können gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB Rechtsverlet-
zungen (Ziff. 1), die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserhebli-
chen Sachverhalts (Ziff. 2) und die Unangemessenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Die 
Beschwerde ist ein vollkommenes Rechtsmittel, womit das erstinstanzliche Urteil 
in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend überprüft werden kann (vgl. 
Botschaft zur Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Erwachsenen-
schutz, Personenrecht und Kindesrecht] vom 28. Juni 2006, BBI 2006 7001, S. 
7085; Schmid, a.a.O., N 1 zu Art. 450a ZGB). Dennoch gilt das Rügeprinzip 
gemäss Art. 450a Abs.1 ZGB, welches die Untersuchungs- und Offizialmaxime 
insoweit einschränkt, dass eine Überprüfung des erstinstanzlichen Entscheids ei-
ne förmliche Beschwerde voraussetzt und die Beschwerdeinstanz sich folglich 
primär auf die geltend gemachten Rügen und Anträge konzentriert (Steck, BSK-
Erwachsenenschutz, a.a.O., N 5 zu Art. 450a ZGB; Schmid, a.a.O., N 1 zu Art. 
450a ZGB; Steck, FamKommentar, a.a.O., N 4 zu Art. 450a ZGB).

3. Vorab ist darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführerin bereits mit Ent-
scheid der KESB Nordbünden vom 29. April 2015 (KESB act. 305) gestützt auf 
Art. 395 Abs. 3 ZGB unter anderem der Zugriff auf das Konto bei der _____.bank 
Nr. _____, lautend auf Berufsbeistandschaft Plessur Betriebskonto (Rubrik 

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«X._____»), entzogen wurde (Dispositiv-Ziffer 4.b). Dieser Entscheid blieb in der 
Folge unangefochten. Soweit sie diese Massnahme in ihrer Beschwerde als offen-
sichtlich rechtswidrig rügt und eine dahingehende Anpassung verlangt, als dieses 
Konto auf sie umzuschreiben und ihr ein vollumfängliches Zugriffs- und Einsichts-
rechts zu gewähren sei, ist sie nicht zu hören. Die betreffende Massnahme bzw. 
die erwähnte Dispositiv-Ziffer ist nicht Bestandteil des angefochtenen Entscheids 
und bildet deshalb auch nicht Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfah-
rens. Aus diesem Grund erübrigen sich weitere Ausführungen zu diesem Punkt. 
Festzuhalten ist lediglich, dass bei Gutheissung des Hauptbegehrens der Be-
schwerdeführerin und Aufhebung aller gegen sie angeordneten erwachsenen-
schutzrechtlichen Massnahmen selbstverständlich auch die Verfügungsmacht 
über die auf diesem Konto liegenden Gelder auf X._____ übergehen würde.

4. Die KESB Nordbünden vertrat in ihrem Entscheid vom 7. Oktober 2015 die 
Auffassung, dass die Beschwerdeführerin zu ihrem Schutz, namentlich auch zur 
Sicherung der aktuellen Wohnung, weiterhin der Unterstützung bedürfe, weshalb 
ihrem Antrag auf Aufhebung der erwachsenenschutzrechtlichen Massnahmen 
nicht gefolgt werden könne. Die von der Beschwerdeführerin in ihrer Eingabe vom 
18. September 2015 wiedergegebene Einschätzung von Dr. med. L._____, wel-
cher zufolge die erwachsenenschutzrechtliche Massnahme aufgehoben werden 
könne, da die Beschwerdeführerin bei gewissenhafter Medikamenteneinnahme in 
der Lage sein dürfte, ihre persönlichen, finanziellen und administrativen Angele-
genheiten auch ohne erwachsenenschutzrechtliche Massnahme zu erledigen, 
werde nicht begründet und kontrastiere mit den zahlreichen Hinweisen in den Ak-
ten, die nach wie vor eine verengte und eigenwillige Sichtweise der Beschwerde-
führerin bestätigten, welche im Zusammenhang mit ihrer psychischen Erkrankung 
(paranoide Schizophrenie mit Residuum) gesehen werden müsse. Dr. med. 
L._____ räume zudem selber ein, dass die Compliance besser sein könnte. Die 
Rückfrage bei der im Rahmen der Nachbetreuungsvereinbarung eingesetzten 
Wohnbegleiterin (J._____) ergebe klare Hinweise, dass sich die Beschwerdefüh-
rerin auch aktuell in den Bereichen selbständige Haushaltsführung, Ar-
beit/Beschäftigung und Gesundheit sowie bei der Erledigung der finanziellen und 
administrativen Angelegenheiten selbst überschätze, die realen Gegebenheiten 
und Herausforderungen in diesen Bereichen unterschätze und bei gewissen The-
men (Kündigung der Anstellung im Atelier des M._____, Verweigerung einer Teil-
nahme am ambulanten tagesklinischen Angebot, Ernährung) «beratungsresistent» 
sei. Ebenso wenig seien ihrerseits aktive Bemühungen zur Wiedererlangung einer 
zunehmenden Selbstverantwortung erkennbar, im Gegenteil: Im Zusammenhang 

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mit dem Einzug in ihre Wohnung per 1. Mai 2015 habe sie die seit Jahren eingela-
gerten Möbel entgegen dem Anraten der Beiständin und der Wohnbegleiterin kur-
zerhand entsorgen lassen und Auslagen von rund Fr. 6'500.-- generiert. Ihr Ver-
mögen sei seit August 2014 um rund Fr. 10'000.-- zurückgegangen, weil sie Aktio-
nen unternommen habe, die von der Beiständin nicht mehr hätten rückgängig ge-
macht werden können. Mit solchen «Aktionen» schädige sie sich selbst zumindest 
in ökonomischer Hinsicht. Die Beiständin habe die Beschwerdeführerin in der Be-
richtsperiode in zahlreichen Belangen vertreten müssen. Letztere verfüge zudem 
über keine Kenntnisse und Fähigkeiten beispielsweise beim Auslösen von An-
sprüchen (Ergänzungsleistungen) und verhalte sich gegenüber der Beiständin und 
anderen Personen im Helfernetz wenig kooperativ. Mit ihrem Beharren auf Forde-
rungen, die auf eine kurzfristige Bedürfnisbefriedigung abzielten, bringe sie sich 
selbst immer wieder in schwierige Situationen, die anschliessend von der Beistän-
din wieder «ausgebügelt» werden müssten. Im Zuge der Wiedererlangung der 
Autonomie sei ein schrittweites Vorgehen bis zur Aufhebung einer Beistandschaft 
zu planen, bei dem der verbeiständeten Person in Absprache mit der Beistands-
person zunehmend die Verantwortung unter deren weiterer Kontrolle gegeben 
werde. Die Beschwerdeführerin sei aktenkundig seit Jahren und auch aktuell nicht 
bereit oder krankheitsbedingt nicht in der Lage, sich auf einen solchen Prozess 
einzulassen. Sie verharre vielmehr weiterhin auf ihren Standpunkten, dass sie in 
ihrem Leben genügend gearbeitet habe, ihr Geld ihr gehöre und sie sich nicht län-
ger in ihr Leben dreinreden lassen wolle. Daher sei die bestehende Massnahme 
weiterhin offensichtlich erforderlich und geeignet, um der Schutz- und Hilfsbedürf-
tigkeit der Beschwerdeführerin zu begegnen.

Demgegenüber erachtet es die Beschwerdeführerin namentlich gestützt auf das 
Schreiben von Dr. med. L._____ vom 14. September 2015 (act. B.3) sowie die 
Aussagen von J._____ vom 27. Oktober 2015 (act. B.6) als erstellt, dass sie bei 
korrekter Einnahme der verordneten Medikamente ihre persönlichen, finanziellen 
und administrativen Angelegenheiten alleine meistern könne, ohne dass hierfür 
erwachsenenschutzrechtliche Massnahmen nötig seien. Dass die Medikamente 
korrekt eingenommen würden, könne die KESB nicht veranlassen oder gewähr-
leisten, sondern ausschliesslich die Ärzteschaft. Sie, die Beschwerdeführerin, sei 
bereit und habe nachgewiesen, dass sie die verordneten Medikamente einnehme 
und deshalb ihre persönlichen, finanziellen und administrativen Angelegenheiten 
alleine meistern könne, weshalb die bestehenden Massnahmen aufzuheben sei-
en. Dies umso mehr, als die ab Mai 2015 erfolgte Verselbständigung durch Eintritt 
in eine eigene Wohnung zu einer merklichen Verbesserung ihres Allgemeinzu-

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standes geführt habe. Im Übrigen treffe die Ausführung in der Telefonnotiz, wo-
nach J._____ ausgesagt haben soll, dass sich die Beschwerdeführerin überschät-
zen würde, nicht zu ("Ich denke nicht, dass Frau X._____ glaubt, sich zu über-
schätzen"). Ferner seien auch weitere punktuelle Feststellungen des Leiters der 
KESB Nordbünden (z.B. Geltendmachung von Ergänzungsleistungen) durch 
J._____ relativiert worden (act. B.6). Selbst wenn Hinweise in den Akten eine 
"verengte, aber auch eigenwillige Sichtweise" der Beschwerdeführerin darlegen 
würden, würde dies keine erwachsenenschutzrechtliche Massnahme rechtfertigen. 
Gleiches gelte in Bezug auf die von der KESB Nordbünden aufgeführte "Bera-
tungsresistenz". Was schliesslich die Entsorgung von alten Möbeln und den An-
kauf gewisser neuer Möbel anbelange, so handle es sich dabei um einen voll-
kommen normalen Ausgabeposten bei Umzügen, zumal gewisse Möbel schlicht 
und einfach nicht mehr in die neue Wohnung gepasst hätten. Der Zukauf neuer 
Möbel anlässlich eines Umzugs stelle jedenfalls keine "schädigende Aktion" dar. 
Sollte dem Hauptgesuch nicht vollumfänglich stattgegeben werden, sei sie mit der 
Aufrechterhaltung der Wohnbegleitung durch J._____ nach wie vor einverstanden.

5. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet der Ent-
scheid der KESB Nordbünden vom 7. Oktober 2015 bzw. genauer gesagt dessen 
Dispositiv-Ziffer 4, in welcher die unveränderte Weiterführung der für die Be-
schwerdeführerin bestehenden Vertretungsbeistandschaft (Art. 394 ZGB) mit um-
fassender Vermögensverwaltung (Art. 395 Abs. 1 und 2 ZGB) angeordnet wurde. 
Wie gesehen hält die Beschwerdeführerin dafür, dass sie bei korrekter Einnahme 
der Medikamente durchaus in der Lage sei, sich ohne Beistand um ihre Angele-
genheiten zu kümmern, weshalb von entsprechenden erwachsenenschutzrechtli-
chen Massnahmen abzusehen sei. Dies gilt es nachfolgend zu prüfen:

a. Die allgemeinen Voraussetzungen der Beistandschaft werden in Art. 390 
ZGB definiert. Danach wird eine Beistandschaft bei einer volljährigen Person er-
richtet, wenn bei ihr ein dauerhafter oder vorübergehender Schwächezustand vor-
liegt und aus diesem Zustand das Unvermögen resultiert, die eigenen Angelegen-
heiten hinreichend zu besorgen bzw. entsprechende Vollmachten zu erteilen (Ziff. 
1 und Ziff. 2). Der Schwächezustand und das Unvermögen müssen zusammen 
eine relevante Gefährdung des Wohls der betroffenen Person bewirken (Helmut 
Henkel, in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar, Erwachsenenschutz, Basel 
2012, N 4 zu Art. 390 ZGB; vgl. auch Art. 388 Abs. 1 ZGB). Dem sich bei den Ak-
ten befindlichen Gutachten von Dr. med. D._____, Fachärztin FMH für Psychiatrie 
und Psychotherapie, vom 19. April 2013 ist zu entnehmen, dass bei der Be-
schwerdeführerin bereits im Jahr 1999 zum ersten Mal eine paranoide Schizo-

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phrenie diagnostiziert und in der Folge mehrfach bestätigt wurde, zuletzt von Dr. 
med. D._____ (KESB act. 189 S. 10 und 19). Bei einer paranoiden Schizophrenie 
handelt es sich um eine psychische Störung im Sinne von Art. 390 ZGB (Henkel, 
a.a.O., N 11 zu Art. 390 ZGB; Schmid, a.a.O., N 4 zu Art. 390 ZGB), welche – wie 
noch aufzuzeigen sein wird – dazu führt, dass die Beschwerdeführerin ihre per-
sönlichen, finanziellen und administrativen Angelegenheiten nur teilweise 
selbständig zu besorgen imstande ist.

b. Gemäss Art. 389 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB sind etwaige Massnahmen der Er-
wachsenenschutzbehörde subsidiär und werden folglich nur angeordnet, wenn die 
Unterstützung der hilfsbedürftigen Person durch die Familie, andere nahestehen-
de Personen sowie private oder öffentliche Dienste nicht ausreicht oder von vorn-
herein als ungenügend erscheint. Das in Art. 389 Abs. 2 ZGB statuierte Prinzip der 
Verhältnismässigkeit gebietet, dass jede behördliche Massnahme erforderlich und 
geeignet sein muss. Die Massnahme soll so wenig wie möglich, aber so stark wie 
nötig in die Privatsphäre und Rechtsstellung der hilfsbedürftigen Person eingreifen 
(Henkel, a.a.O., N 9 zu Art. 388-399 ZGB). Sind die Voraussetzungen zur Errich-
tung einer Beistandschaft erfüllt, ist die Beistandschaft im konkreten Einzelfall 
nach Mass zu gestalten. Zunächst ist die geeignete Art der Beistandschaft zu be-
stimmen und anschliessend sind die Aufgabenbereiche sowie die einzelnen Auf-
gaben und Kompetenzen mit Blick auf die Bedürfnisse der hilfsbedürftigen Person 
festzulegen (Henkel, a.a.O., N 8 zu Art. 388-399 ZGB).

c. Im vorliegenden Fall besteht für die Beschwerdeführerin seit dem 27. Okto-
ber 2010 eine Beistandschaft zur Vertretung, Einkommens- und Vermögensver-
waltung (Art. 392 Ziff. 1 und Art. 393 Ziff. 2 aZGB), welche per 1. Mai 2015 in eine 
Vertretungsbeistandschaft (Art. 394 ZGB) mit umfassender Vermögensverwaltung 
(Art. 395 Abs. 1 und 2 ZGB) des neuen Erwachsenenschutzrechts überführt wur-
de. Deren Weiterführung erachtet die KESB Nordbünden aus den eingangs darge-
legten Gründen (vgl. E. 4 hiervor) weiterhin für erforderlich und geeignet. Mit Blick 
auf die Krankengeschichte sowie den bisherigen Krankheitsverlauf der Beschwer-
deführerin teilt die I. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden die Auf-
fassung der KESB. Aufgrund der Akten ist nämlich augenscheinlich, dass es der 
Beschwerdeführerin mit der Durchführung der einzelnen, von den involvierten 
Fachpersonen für sie vorgesehenen Etappenziele nicht schnell genug gehen kann 
und sie – wohl krankheitsbedingt – nicht einzusehen vermag, dass für sie und ihre 
weitere Entwicklung ein behutsames Vorgehen (Schritt für Schritt) am geeignets-
ten ist. Hinzu kommt eine mangelnde Selbsteinschätzung in Bezug auf ihre 
tatsächlichen Fähigkeiten sowie eine nach wie vor unzureichende bzw. schwan-

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kende Krankheits- und Behandlungseinsicht. Dies zeigte sich schon anlässlich der 
Anhörung vom 1. Mai 2013, als es um die Anpassung der FU und eine mögliche 
Unterbringung der Beschwerdeführerin in einer betreuten Wohngruppe ging, wel-
che von allen Beteiligten als nächstes Etappenziel angestrebt wurde. Bereits da-
mals lehnte die Beschwerdeführerin einen Übertritt in eine betreute Wohngruppe 
ab, weil sie sich zu stark auf den Bezug einer eigenen Wohnung fixierte und der 
Meinung war, ihren Haushalt alleine führen zu können. Die Diagnose der paranoi-
den Schizophrenie anerkannte sie nicht und bezeichnete sie als "Schmarren" (vgl. 
Anhörungsprotokoll vom 1. Mai 2013, KESB act. 199). Dagegen hielt die KESB 
Nordbünden in ihrem darauf folgenden Entscheid vom 1. Mai 2013 fest, die   
Grunderkrankung der paranoiden Schizophrenie führe dazu, dass die Beschwer-
deführerin in den Bereichen des selbständigen Wohnens, der Erledigung der ad-
ministrativen und finanziellen Angelegenheiten sowie bei der selbständigen Si-
cherstellung einer adäquaten Medikation in einem Masse beeinträchtigt sei, dass 
eine engmaschige fachärztliche Betreuung und psychosoziale Kontrolle notwendig 
sei, um weitere Defizite zu verhindern. Demzufolge stehe die Notwendigkeit einer 
weiteren Betreuung und Behandlung der Beschwerdeführerin ausser Frage. Eine 
Unterbringung in einer betreuten Wohngruppe scheiterte letztlich daran, dass die 
Beschwerdeführerin bestimmte Anforderungen, die an die Aufnahme von Bewoh-
nerinnen und Bewohner einer betreuten Wohngruppe gestellt werden – wie bei-
spielsweise die Freiwilligkeit, ein gewisses Mass an Selbstversorgung und Bereit-
schaft zur Mitarbeit im gemeinsamen Haushalt, eine geregelte Tagesstruktur –, 
nicht in genügendem Umfang zu erfüllen vermochte. Bis die Voraussetzungen für 
den Übertritt in eine geeignete betreute Wohngruppe ausserhalb der Klinik 
C._____ sowie für die Sicherstellung der Nachbetreuung erfüllt sein würden, er-
achtete die KESB Nordbünden die Sicherstellung der für die Beschwerdeführerin 
notwendigen Betreuung und Behandlung nur unter den Rahmenbedingungen im 
Wohnheim G._____ für gewährleistet, weshalb sie vorerst weiterhin dort unterge-
bracht blieb (vgl. Entscheid der KESB Nordbünden vom 1. Mai 2013, KESB act. 
204). Dieser Entscheid wurde vom Kantonsgericht von Graubünden im Wesentli-
chen mit der Begründung, das Gutachten von Dr. med. D._____ vom 19. April 
2013 habe klar aufgezeigt, dass die Beschwerdeführerin zum jetzigen Zeitpunkt 
nicht in der Lage sei, selbständig zu wohnen, und einer engmaschigen Betreuung 
bedürfe, geschützt (vgl. Entscheid der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts von 
Graubünden ZK1 13 56 vom 18. Juni 2013, KESB act. B-3). Auch in der Folge war 
die Beschwerdeführerin nach wie vor davon überzeugt, dass sie keine Betreuung 
brauche und genügend Ressourcen habe, um den Anforderungen des Alltags ge-
wachsen zu sein (vgl. Zwischenbericht Erwachsenenschutz vom 2. September 

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2013, KESB act. 222), sie mithin durchaus imstande sei, alleine zu wohnen und 
ihren eigenen Haushalt zu führen. Nachdem die Voraussetzungen für die von Dr. 
med. D._____ empfohlene Unterbringung in einer betreuten Wohngruppe zwi-
schenzeitlich mehrheitlich erfüllt waren und mit der Sozialtherapeutischen Wohn-
gemeinschaft (WG) H._____ in O.1_____ eine geeignete Wohngruppe gefunden 
werden konnte, fand am 9. Oktober 2013 – eine Woche nach der Unterbringung 
der Beschwerdeführerin in der genannten WG – eine weitere Behördensitzung 
statt. Anlässlich dieser Standortbestimmung zeigte sich die Beschwerdeführerin 
erneut von ihrer ungeduldigen Seite, indem sie sich dahingehend äusserte, dass 
es ihr in der WG H._____ an sich gut gefalle, es ihr aber nicht gut gehe und sie 
jetzt endlich eine eigene Wohnung haben wolle. Sie wolle nicht in der WG leben, 
sondern bleibe nur, weil sie müsse (vgl. Protokoll und Entscheid der KESB Nord-
bünden vom 9. Oktober 2013, KESB act. 227 und 228). Gerade einmal eine Wo-
che nach ihrem Übertritt vom Wohnheim G._____ in eine betreute Wohngruppe 
zeigte sich die Beschwerdeführerin somit ein weiteres Mal uneinsichtig und dräng-
te bereits nach kurzer Zeit auf die Durchführung des erst in einer nächsten Etappe 
vorgesehenen Schritts. Dies nachdem es selbst unter an sich überwachten Bedin-
gungen im Wohnheim G._____ nur mit verstärktem Einsatz von Motivations- und 
Kontrollmitteln möglich war, die Beschwerdeführerin zur Einhaltung der für ihre 
Stabilisierung notwendigen Regeln bezüglich Arbeitseinsatz und Teilnahme an der 
Gemeinschaft zu bewegen. Von einer Aufhebung der FU wurde zum damaligen 
Zeitpunkt noch abgesehen, weil die Vergangenheit gezeigt habe, dass die Be-
schwerdeführerin bei fehlender Selbst- und Fremdkontrolle dazu neige, gewonne-
ne Einsichten wieder abzulegen und innert relativ kurzer Zeit in alte Muster 
zurückzufallen. Ohne hoheitliche Anordnung des Aufenthalts in der WG und ange-
sichts der ambivalenten Haltung der Beschwerdeführerin diesem gegenüber sei 
die Gefahr gross, dass sie den Aufenthalt vorzeitig abbreche. In Anlehnung an die 
Erkenntnisse und Prognosen der Gutachterin sei mit grosser Wahrscheinlichkeit 
davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin ohne engmaschige Begleitung 
und Betreuung die erreichten Fortschritte in Bezug auf die Einhaltung von Tages-
strukturen (Beschäftigung und Wohnen) und die medizinische Behandlung ihrer 
Krankheit wieder zunichtemachen würde, was erfahrungsgemäss mit sich bringen 
würde, dass sie sich selbst – in psychischer und auch in lebenspraktischer Hin-
sicht – und allenfalls wie früher ihr nahestehende Drittpersonen gefährde. Aus die-
sen Gründen biete die WG H._____ zurzeit den richtigen engmaschigen Betreu-
ungsrahmen, der für eine Weiter- und Wiederentwicklung der selbständigen Le-
bensführung notwendig sei. Dabei stelle die WG H._____ – wie zuvor das Wohn-
heim G._____ – eine Etappe in einer längeren Perspektive dar. Entsprechend sei-

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en alle Beteiligten weiterhin aufgerufen, den nächsten Schritt (Übertritt ins 
selbständige Wohnen) aktiv anzustreben und anzugehen (vgl. KESB act. 228 S. 
6).

Im ersten Standortgespräch nach dem Übertritt in die WG H._____ vom 18. No-
vember 2013 wurde von der WG-Leitung einerseits festgehalten, dass sich die 
Beschwerdeführerin schnell und problemlos in die Gruppe integriert habe, und von 
der Beiständin andererseits ein Kompliment für die zwischenzeitliche Verbesse-
rung ihrer Kommunikationsart und ihres Verhaltens ausgesprochen (vgl. KESB 
act. 248). Doch schon anlässlich des nächsten Standortgesprächs vom 10. März 
2014 standen wieder andere Themenbereiche im Vordergrund wie die Unzufrie-
denheit der Beschwerdeführerin am Arbeitsplatz (40%-Stelle im M._____), ihre 
ablehnende Haltung gegenüber Medikamenten in der Meinung, eigentlich keine zu 
benötigen, da es sich bei ihrer Diagnose um eine Fehldiagnose handle, und ihre 
Forderung nach einer Änderung der Medikation bzw. eines Abbruchs der Depot-
medikation. Die WG-Leitung bezeichnete denn auch ihren Umgang und ihre Hal-
tung zur Medikation sowie ihre nach wie vor fehlende Krankheitseinsicht als gröss-
tes Hindernis für ein gesichertes selbständiges Wohnen. Zudem war die Be-
schwerdeführerin der Meinung, nicht mehr arbeiten zu müssen, da sie in ihrem 
Leben genug gearbeitet habe und eine IV-Rente erhalte; gleichzeitig äusserte sie 
den Wunsch, einen "normalen" Job zu haben und nicht mehr in einer geschützten 
Arbeitsstätte beschäftigt zu sein (KESB act. 249). In ihrem Zwischenbericht vom 
13. März 2014 sprach sich die Beiständin denn auch für eine Aufrechterhaltung 
der FU in der WG H._____ aus. Sie erachtete es als sinnvoll, die Beschwerdefüh-
rerin noch mindestens ein halbes Jahr im betreuten Rahmen die Medikation ein-
nehmen zu lassen, wobei zur Begründung im Wesentlichen auf deren fehlende 
Krankheitseinsicht und die nicht vorhandene Medikamentencompliance hingewie-
sen wurde (KESB act. 250). In der darauf folgenden Behördensitzung vom 16. 
April 2014 gab die Beschwerdeführerin im Zusammenhang mit der fehlenden 
Krankheitseinsicht und der damit verbundenen Behandlungsbedürftigkeit zunächst 
zu Protokoll, dass das stimme, sie jetzt aber bereit sei, ihr Leben in die Hand zu 
nehmen und die Medikamente und die Therapie abzubauen, um nur kurz darauf – 
angesprochen auf die bei ihr häufig auftretende Diskrepanz zwischen Wunsch und 
Wirklichkeit – zu monieren, dass alle anderen ihre Situation falsch einschätzen 
würden (KESB act. 257). In ihrem Entscheid vom gleichen Tag hielt die KESB 
Nordbünden fest, dass trotz einzelner Fortschritte weiterhin Defizite bestünden, 
welche wie folgt umschrieben wurden: Die Compliance bezüglich Medikation sei 
wechselhaft und habe nur auf Druck von aussen aufrechterhalten werden können. 

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Die Begründung, welche die Beschwerdeführerin anführe (falsche Diagnose, keine 
Krankheit) müsse als Ausdruck der Krankheit selbst gesehen werden. Weiter habe 
die Selbstsorge noch nicht in Eigenverantwortung getestet werden können, denn 
die Körperhygiene sei zu keinem Zeitpunkt über das hinausgegangen, was in der 
Förderplanung unter Aufsicht verlangt worden sei. Sodann sehe die Beschwerde-
führerin nicht ein, dass es für sie förderlich sei, wenn sie eine umfassende Tages-
struktur habe, bei der sie einer sinnstiftenden Beschäftigung nachgehen könne; 
die beharrliche Weigerung, das Arbeitspensum über 50% zu steigern, kontrastiere 
mit ihrem ebenfalls geäusserten Anspruch, einen geeigneten «Job» im ersten Ar-
beitsmarkt antreten zu wollen. Und schliesslich habe der Umgang mit dem Unter-
haltsgeld nicht erprobt werden können, weil sie offenbar befürchte, das Geld nicht 
eigenverantwortlich für eine Woche einteilen zu können. Die Beschwerdeführerin 
beurteile die Situation in fast allen Bereichen anders und ihre Sicht der Dinge un-
terscheide sich stark von der Einschätzung der übrigen Involvierten. Ihre chronifi-
zierte Krankheit lasse erhebliche Zweifel an ihrer Steuerungsfähigkeit aufkommen, 
sodass eine weitere Förderung mit zusätzlichen Anstrengungen in der Übernahme 
von Selbstverantwortung notwendig sei, um einen Rückfall zu verhindern. Die an-
derslautende Einschätzung ihrer Fähigkeiten durch die Beschwerdeführerin kon-
trastiere in hohem Mass mit den Erkenntnissen, die aus den Akten zu gewinnen 
seien. Die verzerrte Wahrnehmung von Realitäten sei mit grosser Wahrscheinlich-
keit krankheitsbedingt, was ihr nicht zum Vorwurf gemacht werden könne, aber 
umso mehr zu berücksichtigen sei (KESB act. 262). Die hiergegen erhobene Be-
schwerde wurde vom Kantonsgericht von Graubünden abgewiesen. Nachdem die 
Beschwerdeführerin dem Kantonsgericht anlässlich der Hauptverhandlung aber-
mals versichert hatte, über die nötigen Erfahrungen im Haushalten zu verfügen 
und in der Lage zu sein, für Ordnung zu sorgen, wurde ihr seitens des Gerichts in 
Erinnerung gerufen, dass nicht ihre haushälterischen Fähigkeiten zur Debatte 
stünden, sondern vielmehr ihre Selbständigkeit in Bezug auf ihre Finanzen und auf 
die Wahrnehmung der angezeigten medikamentösen und psychotherapeutischen 
Behandlung (vgl. Entscheid der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubün-
den ZK1 14 58 vom 19. Mai 2014, KESB act. 272). An der fehlenden Krankheits-
einsicht änderte sich auch bis zum Standortgespräch vom 30. Juni 2014 nichts. 
Immerhin zeigte sich die Beschwerdeführerin gegenüber der Medikamentenein-
nahme nicht mehr offensichtlich abgeneigt (KESB act. 276). In der Folge unter-
zeichneten die Beschwerdeführerin, Dr. med. L._____, J._____ und B._____ im 
Hinblick auf den Austritt aus der WG H._____ und im Sinne einer Rückfallpräven-
tion gestützt auf Art. 54 Abs. 1 EGzZGB eine Vereinbarung für eine einvernehmli-
che Nachbetreuung. Im Wesentlichen wurde darin vereinbart, dass sich die Be-

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schwerdeführerin einer ärztlichen Betreuung durch Dr. med. L._____ mit Einhal-
tung der darin aufgeführten Medikation und einer mindestens monatlichen psycho-
therapeutischen Behandlung unterzieht, vier Halbtage pro Woche das Atelier in 
der Werkstatt M._____ besucht, durch J._____ initial einmal wöchentlich im Sinne 
eines begleiteten Wohnens betreut wird und sämtliche Beteiligten die Beiständin 
über wesentliche Veränderungen informieren (vgl. KESB act. 296). Entsprechend 
beantragte die Beiständin der KESB Nordbünden, die FU in der WG H._____ auf-
zuheben, da die Beschwerdeführerin Fortschritte in ihrer Selbständigkeit gemacht 
habe und die Bedingungen für die Aufhebung der FU erfüllt seien (KESB act. 297). 
Diesem Begehren wurde mit Entscheid der KESB Nordbünden vom 29. April 2015 
entsprochen. Zur Begründung wurde ausgeführt, dass die Notwendigkeit einer 
weiteren stationären Behandlung und Betreuung aufgrund der verbesserten 
Selbstsorge, der Einsicht in die Behandlungsbedürftigkeit und der Wiedererlan-
gung grundlegender Fähigkeiten im Bereich Wohnen aktuell nicht mehr gegeben 
seien und die weitere notwendige Behandlung und Betreuung mit der Nachbe-
handlungsvereinbarung grundsätzlich abgedeckt sei. Gleichzeitig wurde festgehal-
ten, dass die Beschwerdeführerin in den Lebensbereichen Wohnen, Medizin und 
Gesundheit, Arbeit und Bildung sowie öffentliche Verwaltungen und Versicherun-
gen weiterhin auf Unterstützung und Vertretung im Rechtsverkehr angewiesen sei. 
Ebenso habe sie in den vergangenen Jahren die Fähigkeit verloren, ihre finanziel-
len Möglichkeiten nachhaltig realistisch einzuschätzen und mit ihren Mitteln plan-
voll umzugehen. Aus diesem Grund werde die aktuell bestehende Beistandschaft 
zur Vertretung, Einkommens- und Vermögensverwaltung (Art. 392 Ziff. 1 und Art. 
393 Ziff. 2 aZGB) per 30. April 2015 aufgehoben und eine Vertretungsbeistand-
schaft (Art. 394 ZGB) mit umfassender Vermögensverwaltung (Art. 395 ZGB) nach 
neuem Erwachsenenschutzrecht errichtet (KESB act. 305). Mit letzterer Mass-
nahme hatte sich die Beschwerdeführerin am 15. April 2015 schriftlich einverstan-
den erklärt (vgl. KESB act. 292).

d. Die bisherige Entwicklung zeigt deutlich, dass die Beschwerdeführerin seit 
jeher Mühe damit bekundet, in einem schrittweisen Vorgehen im Hinblick auf die 
Wiedererlangung ihrer vollständigen Selbständigkeit einen Sinn zu erkennen, sich 
auf einen solchen Prozess mit der nötigen Weitsicht einzulassen und sich auf die 
einzelnen Etappenziele zu fokussieren. Wohl krankheitsbedingt ist sie nicht in der 
Lage einzusehen, dass ein behutsamer Aufbau für sie und ihre weitere Entwick-
lung die beste Lösung ist, um in naher Zukunft ihre Autonomie wieder zu erlangen. 
Nur auf diese Weise wird sie die nötige Stabilität zur Bewältigung der sich stellen-
den Lebenssituationen erreichen können. Stattdessen kann es ihr in den einzel-

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nen Phasen jeweils nicht schnell genug gehen. Kaum ist eine Etappe vollzogen, 
richtet sie ihr Augenmerk bereits auf den nächsten, lieber noch auf den 
übernächsten Schritt. Dies war bereits so, als ein Übertritt von der Klinik C._____ 
in eine betreute Wohngruppe zur Diskussion stand, die Beschwerdeführerin hin-
gegen auf den Bezug einer eigenen Wohnung insistierte. Während es damals um 
die Frage des selbständigen Wohnens ging, steht vorliegend die Freiheit in der 
Vermögens- und Einkommensverwaltung im Zentrum. Bereits in seinem Entscheid 
vom 19. Mai 2014 äusserte das Kantonsgericht von Graubünden die Vermutung, 
dass die damalige Beschwerde ein Stück weit auch den Zweck verfolgen sollte, 
den letzten Schritt zum selbständigen Wohnen baldmöglichst in Gang zu setzen. 
So habe sich die Beschwerdeführerin in ihren Ausführungen richtiggehend darauf 
versteift, dass es nun an der Zeit sei, eine passende Wohnung für sie zu finden, 
da Wohnungen per 1. Oktober 2014 demnächst auf den Markt kommen würden. 
Offensichtlich – so das Kantonsgericht weiter – stelle die Verfügbarkeit eines ge-
eigneten Objekts für die Beschwerdeführerin das einzige Hindernis zum Bezug 
einer eigenen Wohnung per 1. Oktober 2014 dar (vgl. Entscheid der I. Zivilkammer 
des Kantonsgericht von Graubünden ZK1 14 58 vom 19. Mai 2014, KESB act. 
272). Parallelen zur vorliegenden Beschwerde sind unschwer zu erkennen. Nach-
dem die Beschwerdeführerin nämlich nunmehr eine eigene Wohnung beziehen 
konnte, drängt sie bereits nach kurzer Zeit auf eine Aufhebung der noch beste-
henden erwachsenenschutzrechtlichen Massnahmen und möchte auch in finanzi-
ellen Belangen ihre Selbständigkeit zurückerlangen. Eben dieses Gebaren ent-
spricht dem von Dr. med. D._____ in ihrem Gutachten angesprochenen Verhal-
tensmuster, welche der Beschwerdeführerin eine ausgeprägte Tendenz attestier-
te, sich unkritisch auf bestimmte eigene Wünsche zu konzentrieren und in solchen 
Situationen nichts anderes mehr zu berücksichtigen (sog. Einengung) (vgl. KESB 
act. 189 S. 24). 

Die I. Zivilkammer ist in Übereinstimmung mit der Auffassung der KESB Nordbün-
den der festen Überzeugung, dass eine wie von der Beiständin geplante schritt-
weise «Selbstermächtigung» der Beschwerdeführerin im Sinne einer Übergangs-
phase unter den gegebenen Umständen die einzig vernünftige Lösung darstellt. 
Wie die Beiständin in ihrer aktuellen Einschätzung vom 8. Dezember 2015 (KESB 
act. 341) zutreffend ausführt, erhält sie damit die Möglichkeit zu beweisen, dass 
sie ihre finanziellen Verpflichtungen wahrzunehmen imstande ist. Gleichzeitig be-
steht zumindest vorübergehend weiterhin eine gewisse Kontrolle seitens der Bei-
ständin, sodass die Beschwerdeführerin nicht von heute auf morgen sich selbst 
überlassen ist. Vielmehr wird ihr unter Aufsicht der Beiständin zunehmend die 

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Verantwortung über ihre finanziellen und administrativen Angelegenheiten zurück-
gegeben. Wie die KESB in ihrer Stellungnahme vom 11. Dezember 2015 denn 
auch ausgeführt hat, wird ohnehin bereits im Zusammenhang mit der nächsten 
Rechenschaftsablage per 31. August 2016 eine allfällige Anpassung der beste-
henden Massnahmen zu prüfen sein. Auch angesichts dieses zeitlich beschränk-
ten Rahmens von wenigen Monaten ist die von der KESB ins Auge gefasste Vor-
gehensweise den konkreten Umständen angemessen und nicht zu beanstanden. 
Denn die einzelnen von der KESB und der Beiständin erwähnten Vorfälle deuten 
ohne weiteres darauf hin, dass die Beschwerdeführerin die völlige Kontrolle über 
die von der Massnahme betroffenen Tätigkeitsgebiete noch nicht erlangt hat, wes-
halb eine ersatzlose Aufhebung derselben zurzeit nicht angezeigt ist. Nebst der 
umfassenden Vermögensverwaltung ist auch die Notwendigkeit der Verbeistän-
dung in medizinischer und gesundheitlicher Hinsicht ausgewiesen. Ohne jegliche 
Kontrolle besteht die nicht unerhebliche Gefahr, dass die Beschwerdeführerin in 
alte Verhaltensmuster zurückfällt, zwecks schneller Bedürfnisbefriedigung unkon-
trolliert Geld ausgibt und über kurz oder lang ihre Medikamente nicht mehr ein-
nimmt. Wie von der KESB zu Recht festgehalten, hat die Vergangenheit bereits 
mehrfach gezeigt, dass die Beschwerdeführerin bei fehlender Selbst- und Fremd-
kontrolle dazu neigt, gewonnene Einsichten wieder abzulegen und innert relativ 
kurzer Zeit in alte Muster zurückzufallen. Dies gilt es unter allen Umständen zu 
verhindern, um nicht die bisher eingetretenen Fortschritte, welche unbestrittener-
massen bestehen, wieder zunichte zu machen. Nach dem Gesagten ist die Be-
schwerde abzuweisen.

e. Daran ändern auch die Argumente der Beschwerdeführerin nichts. Zwar hat 
Dr. med. L._____ in seinem an den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin ge-
richteten Schreiben vom 14. September 2015 (act. B.3) in der Tat ausgeführt, un-
ter der Voraussetzung, dass die Beschwerdeführerin die verordneten Medikamen-
te gewissenhaft einnehme, dürfe davon ausgegangen werden, dass sie ihre per-
sönlichen, finanziellen und administrativen Angelegenheiten auch ohne erwachse-
nenschutzrechtliche Massnahmen nachzukommen in der Lage sein dürfte. Gleich-
zeitig weist er aber auch darauf hin, dass die Compliance besser sein könnte. An-
gesichts dessen sind gewisse Zweifel, ob die Beschwerdeführerin ohne jegliche 
Betreuung und Unterstützung über einen längeren Zeitraum die ihr verordneten 
Medikamente regelmässig einnehmen wird, durchaus angebracht. Auch die Gut-
achterin Dr. med. D._____ erachtete es in ihrem Gutachten als wahrscheinlich, 
dass die Beschwerdeführerin, sobald sie über mehr persönliche Freiheiten verfü-
ge, sich einer adäquaten Behandlung und Betreuung entziehen könnte (vgl. KESB 

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act. 189 S. 23). Hinzu kommt vorliegend, dass die Beschwerdeführerin die Nach-
betreuungsvereinbarung insofern nicht einhält, als sie zwischenzeitlich ihre Ar-
beitsstelle in der Werkstätte M._____ gekündigt hat und, soweit bekannt, zurzeit 
ohne Beschäftigung dasteht. Auch dass sie sich gemäss J._____ (vgl. act. B.6) 
nicht selbst überschätzen soll, vermag an der zuvor getroffenen Auffassung der I. 
Zivilkammer nichts zu ändern, zumal deren Einschätzung wesentlich von derjeni-
gen der übrigen Fachpersonen abweicht. So wurden der Beschwerdeführerin ver-
schiedentlich eine verzerrte Wahrnehmung der Realität sowie eine Überschätzung 
der eigenen Fähigkeiten attestiert. Dass dies krankheitsbedingt der Fall ist, erhöht 
die Schutz- und Hilfsbedürftigkeit der Beschwerdeführerin nur noch mehr. Und 
schliesslich mag es zwar zutreffen, dass es sich bei der Entsorgung von alten Mö-
beln und dem Ankauf von neuen Möbeln um normale Ausgabeposten bei Umzü-
gen handelt. Indessen kommt diesem Umstand im vorliegenden Fall in einer Ge-
samtbetrachtung gar keine entscheidrelevante Bedeutung zu. Er verdeutlicht aber 
zusätzlich, dass die Beschwerdeführerin zurzeit noch nicht in der Lage ist, mit ih-
ren Finanzen planvoll und verantwortungsbewusst umzugehen und notwendige 
Ausgaben von weniger notwendigen zu unterscheiden. Angesichts dessen, dass 
ihr Vermögen seit August 2014 von ursprünglich Fr. 26'000.-- um rund Fr. 10'000.-
- zurückgegangen ist (vgl. KESB act. 329) und der grösste Teil dieser Ausgaben 
umzugsbedingt entstanden ist, kann im Zusammenhang mit der Neuanschaffung 
von Möbeln entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin durchaus von einer 
gewissen Schädigung in finanzieller Hinsicht gesprochen werden. Ein in den Akten 
stets wiederkehrendes Thema ist sodann, dass die Beschwerdeführerin ihren Ex-
Mann seit Jahren immer wieder um finanzielle Unterstützung bittet, was ebenfalls 
darauf hinweist, dass ihr ein verantwortungsvoller Umgang mit den vorhandenen 
finanziellen Mitteln im Moment noch nicht zugetraut werden kann und zumindest 
bis zur nächsten Rechenschaftsablage im August 2016 unverändert am status quo 
festzuhalten ist. Dannzumal wird die KESB unter Berücksichtigung der weiteren 
Entwicklung der Beschwerdeführerin zu prüfen haben, ob und inwieweit die beste-
henden erwachsenenschutzrechtliche Massnahmen noch angezeigt sind und die-
se allenfalls anpassen bzw. unter Umständen gar gänzlich aufheben. Bis dahin 
bleibt es jedoch bei der für die Beschwerdeführerin bestehenden Vertretungsbei-
standschaft mit umfassender Vermögensverwaltung durch die Beiständin 
B._____.

6. Bei diesem Ausgang wären die Kosten des Beschwerdeverfahrens an sich 
der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (vgl. Art. 60 Abs. 2 EGzZGB in Verbindung 
mit Art. 106 Abs. 1 ZPO). Angesichts der knappen Einkommens- und Vermögens-

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verhältnisse der Beschwerdeführerin, welche aufgrund der Akten ausgewiesen 
sind (vgl. KESB act. 329), rechtfertigt es sich vorliegendenfalls, auf die Erhebung 
von Verfahrenskosten zu verzichten (vgl. Art. 63 Abs. 3 EGzZGB). Damit verblei-
ben die Kosten des Beschwerdeverfahrens, welche auf Fr. 1'500.-- festgesetzt 
werden (Art. 10 der Verordnung über die Gerichtsgebühren in Zivilverfahren [VGZ; 
BR 320.210]), beim Kanton Graubünden.

7.a. Mit Verfügung der I. Zivilkammer vom 23. März 2016 (ZK1 15 151) wurde 
das Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege und Rechtsverbei-
ständung für das Beschwerdeverfahren vor dem Kantonsgericht von Graubünden 
(ZK1 15 158) dahin entschieden, dass Rechtsanwalt Dr. iur. Luca Tenchio als un-
entgeltlicher Rechtsvertreter eingesetzt wurde. Die Kosten seiner Rechtsvertre-
tung gehen demnach zu Lasten des Kantons Graubünden und sind aus der Ge-
richtskasse zu bezahlen (vgl. Art. 122 Abs. 1 lit. b ZPO). Vorbehalten bleibt die 
Rückforderung durch die Kostenträgerin im Sinne von Art. 123 ZPO.

b. Mit Honorarnote vom 18. Februar 2016 (act. D. 4) machte der Rechtsvertre-
ter von X._____ einen Aufwand von 10.4 Stunden geltend, was bei einem Stun-
denansatz von Fr. 200.-- ein Honorar nach Zeitaufwand von Fr. 2'080.-- ergibt. 
Hinzu kommen Barauslagen von Fr. 62.40 sowie 8% Mehrwertsteuer (Fr. 171.40), 
wonach ein Honoraranspruch von total Fr. 2'313.80 resultiert. Das geltend ge-
machte Honorar erscheint unter Berücksichtigung des notwendigen Aufwands und 
der Schwierigkeit der Sache als angemessen.

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 1'500.-- verbleiben beim 
Kanton Graubünden.

3. Die Kosten der Rechtsvertretung von X._____ in der Höhe von Fr. 2'313.80 
(inkl. Spesen und MWSt) werden unter Vorbehalt der Rückforderung 
gemäss Art. 123 Abs. 1 ZPO gestützt auf die entsprechende Verfügung des 
Vorsitzenden der I. Zivilkammer vom 23. März 2016 dem Kanton Graubün-
den in Rechnung gestellt und aus der Gerichtskasse bezahlt.

4. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 BGG Beschwerde in Zivil-
sachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt 
werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen 
seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der 
gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

5. Mitteilung an: