# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** abc728f5-9e65-548c-8e38-df5f6a194eb9
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-08-30
**Language:** de
**Title:** Bundesgericht II. Zivilrechtliche Abteilung 30.08.2021 5A 685/2021 (5A_685/2021)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BGer/CH_BGer_005_5A-685-2021_2021-08-30.html

## Full Text

Bundesgericht 

Tribunal fédéral 

Tribunale federale 

Tribunal federal 

 

               
  
  
 

 

 

    
  5A_685/2021
  
 

 

 

    
  Urteil vom 30. August 2021
  
 

 

    
  II. zivilrechtliche Abteilung
  
 

 

Besetzung 

Bundesrichter Herrmann, Präsident, 

Gerichtsschreiber Möckli. 

 

Verfahrensbeteiligte 

A.________, 

Beschwerdeführer, 

 

    
  gegen
  
 

 

Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde 

Mittelland Süd, 

Tägermattstrasse 1, 3110 Münsingen. 

 

Gegenstand 

Einweisung zur Begutachtung, 

 

Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Bern, Kindes- und Erwachsenenschutzgericht, vom 3. August 2021 (KES 21 585). 

 

 

    
  Sachverhalt:
  
 

Die KESB Mittelland Süd wies A.________ mit Entscheid vom 16. Juli 2021 zur stationären Begutachtung in die Klinik B.________ ein, dies befristet bis am 20. August 2021. Mit Entscheid vom 3. August 2021 wies das Obergericht die hiergegen erhobene Beschwerde ab, soweit es darauf eintrat. Dagegen hat A.________ am 26. August 2021 beim Bundesgericht eine Beschwerde eingereicht mit den Begehren um Aufhebung des obergerichtlichen Entscheides, um Nichtigerklärung der Einweisung, um Kostenauflage an die KESB und die Klinik B.________ sowie um deren Verurteilung zu Fr. 80'000.--. 

 

 

    
  Erwägungen:
  
 

 

    
  1. 
 

Die angefochtene fürsorgerische Unterbringung war bis zum 20. August 2021 befristet. Damit fehlt es dem Beschwerdeführer an einem schutzwürdigen Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheides (Art. 76 Abs. 1 lit. b BGG), denn dieses muss auch im Zeitpunkt des bundesgerichtlichen Urteils noch vorhanden sein (BGE 143 III 578 E. 3.2.2.2 S. 587). Dass die Voraussetzungen für ein ausnahmsweise genügendes virtuelles Interesse gegeben wären (BGE 140 III 92 E. 1.1 S. 94), wird nicht geltend gemacht. Insbesondere kann nicht im Rahmen einer Beschwerde vor Bundesgericht Schadenersatz verlangt werden, sondern wäre beim zuständigen Gericht eine Klage gemäss Art. 454 Abs. 1 ZGB einzureichen. Auf die Beschwerde ist folglich nicht einzutreten. 

 

    
  2. 
 

Ohnehin würde die Beschwerde inhaltlich den Begründungsanforderungen gemäss Art. 42 Abs. 2 BGG nicht genügen. Der Beschwerdeführer setzt sich nicht ansatzweise mit den ausführlichen Erwägungen des Obergerichts auseinander (BGE 140 III 115 E. 2 S. 116; 142 III 364 E. 2.4 S. 368), sondern er beschränkt sich auf eine Schilderung seiner beruflichen und militärischen Laufbahn, seiner Investitionen und weiterer Episoden aus seinem Leben sowie des Ablaufes der Einweisung zur Begutachtung. Dies wird verbunden mit der abstrakten Behauptung, alle Diagnosen seien eklatant falsch. 

 

    
  3. 
 

Nach dem Gesagten ist auf die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG nicht einzutreten. 

 

    
  4. 
 

Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). 

 

 

    
  Demnach erkennt der Präsident:
  
 

 

    
  1. 
 

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

 

    
  2. 
 

Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. 

 

    
  3. 
 

Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der KESB Mittelland Süd und dem Obergericht des Kantons Bern, Kindes- und Erwachsenenschutzgericht, schriftlich mitgeteilt. 

 

 

Lausanne, 30. August 2021 

 

Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung 

des Schweizerischen Bundesgerichts 

 

Der Präsident:    Herrmann 

 

Der Gerichtsschreiber:    Möckli