# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 14cdde88-a7b6-57a9-846a-8958e63335cc
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-09-07
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 07.09.2021 E-1462/2019
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-1462-2019_2021-09-07.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-1462/2019 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  7 .  S e p t e m b e r  2 0 2 1  

Besetzung 
 Richterin Roswitha Petry (Vorsitz), 

Richter Yanick Felley, Richterin Gabriela Freihofer,    

Gerichtsschreiber Urs David. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Russland,   

vertreten durch lic. iur. Bernhard Jüsi, Rechtsanwalt, 

Advokatur Kanonengasse, 

Beschwerdeführerin,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung; 

Verfügung des SEM vom 19. Februar 2019 / N (…). 

 

 

 

E-1462/2019 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die Beschwerdeführerin stellte am 26. November 2018 im damaligen Emp-

fangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) Basel ein Asylgesuch. Anlässlich der 

dort durchgeführten Befragung zur Person (BzP) vom 29. November 2018 

und der im Beisein der Vertrauensperson für unbegleitete Minderjährige 

durchgeführten Anhörung vom 13. Dezember 2018 zu den Asylgründen 

machte sie im Wesentlichen Folgendes geltend: 

Sie sei ethnische Tschetschenin, in B._______ (Inguschetien) geboren und 

noch im Vorschulalter mit ihrer Familie nach C._______ gezogen, wo sie 

bis zur Ausreise im Elternhaus gelebt habe. Sie habe (…) in C._______ die 

Matura abgeschlossen, aber nie gearbeitet. Im März 2018 habe sie in ei-

nem Kaffeehaus einen Jungen (D._______) kennengelernt und sie seien 

nach etwa zwei Monaten ein Paar geworden. Ab Oktober 2018 habe 

D._______ ein verändertes Verhalten entwickelt und sich von ihr eher dis-

tanziert, ohne ihr hierfür den Grund zu nennen; sie hätten sich nicht mehr 

so oft getroffen. Sie habe das Gefühl gehabt, dass ihre Telefongespräche 

von Unbekannten abgehört würden. Anfang beziehungsweise Mitte No-

vember 2018 habe sie sich mit D._______ in einem Park getroffen. Dieser 

habe nach seiner Ankunft einen Telefonanruf erhalten und sofort wieder 

gehen müssen. Seither habe sie D._______ nicht wiedergesehen und kei-

nen Kontakt mehr gehabt. Rund fünf Tage später sei auf ihrem Handy ein 

Anruf eingegangen, den ihre Mutter entgegengenommen habe. Der unbe-

kannte Anrufer habe gesagt, dass sie (Beschwerdeführerin) so schnell wie 

möglich verschwinden solle. Sie und ihre Mutter hätten Angst bekommen. 

Am nächsten Tag seien Militärs zu ihnen nach Hause gekommen und hät-

ten nach D._______ gefragt. Die Militärs seien nach der Befragung fortge-

gangen und hätten ihre Rückkehr in Aussicht gestellt. Aus Furcht vor die-

sen Leuten hätten ihre Eltern am selben Abend entschieden, dass sie sich 

bei einer Tante beziehungsweise bei der Schwester der Frau ihres Onkels 

verstecken solle. Maskierte Militärs seien kurz darauf auch dort vorbeige-

kommen, hätten ihr Handschellen angelegt, das Haus und die Umgebung 

abgesucht und sie mitgenommen. In einem Auto habe man sie dann zu 

einem Haus gefahren, dort in einem Zimmer eine Nacht lang festgehalten 

und unter Einschüchterungen und Todesdrohungen abermals nach dem 

Aufenthaltsort von D._______ befragt. Die Leute seien aggressiv gewesen 

und hätten ihr Foltervideos gezeigt, mit dem Hinweis, dass so mit Syrien-

reisenden umgegangen werde. Einer der Militärs habe ihr eine Pistole an 

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den Kopf gehalten, ein anderer habe sie einmal geohrfeigt. Einer der Mili-

tärs sei dann von einer anderen Person an die Türe gerufen worden, wo-

raufhin sie freigelassen und von ihrem Vater, der zuvor Lösegeld bezahlt 

habe, abgeholt worden sei. Aus Furcht vor einer weiteren Begegnung mit 

den Militärs und vor Kadyrows Leuten sei sie daraufhin am 23. November 

2018 in Begleitung eines Freundes ihres Vaters ausgereist und in drei Ta-

gen via Weissrussland, unbekannte weitere Länder und Österreich illegal 

in die Schweiz gelangt, ohne unterwegs jemals behördlich kontrolliert wor-

den zu sein. Seit ihrer Freilassung sei sie nicht mehr gesucht worden, je-

doch hätten ihre Peiniger ihr versichert, dass sie sie jederzeit finden wür-

den. In D._______ habe sie sich wohl getäuscht und sie vermute, dass 

dieser sie gegen ihren Willen nach Syrien hätte mitnehmen wollen. Ander-

weitige Probleme habe sie in ihrer Heimat keine gehabt; es sei ihnen gut 

gegangen. In ihrer Heimat lebten nach wie vor ihre Eltern und zwei Ge-

schwister sowie viele Verwandte. In der Schweiz lebten bereits (…) (mit 

Aufenthaltsbewilligung) und (…) (mit Niederlassungsbewilligung), zu der 

sie eine gute Beziehung habe. Auf entsprechende Frage hin erklärte sie, 

im Jahre 2016 ein Touristenvisum für Italien beantragt zu haben, was ihr 

aber verweigert worden sei. Ihren (…) russischen Reisepass habe sie auf 

der Reise in die Schweiz irgendwo verloren. 

Als Beweismittel gab die Beschwerdeführerin ihren Inlandpass zu den Ak-

ten. 

B.  

Mit Verfügung vom 19. Februar 2019 – eröffnet am 22. Februar 2019 – 

stellte das SEM fest, die Beschwerdeführerin erfülle die Flüchtlingseigen-

schaft nicht, und lehnte deren Asylgesuch ab. Gleichzeitig ordnete es ihre 

Wegweisung aus der Schweiz und den Vollzug an. 

C.  

Mit Eingabe vom 25. März 2019 (und Ergänzung vom 30. Dezember 2019) 

erhob die (…) Beschwerdeführerin gegen diese Verfügung Beschwerde 

beim Bundesverwaltungsgericht. Darin beantragt sie die Aufhebung der 

Verfügung, die Feststellung ihrer Flüchtlingseigenschaft, die Gewährung 

von Asyl, eventualiter die Gewährung der vorläufigen Aufnahme unter Fest-

stellung der Unzulässigkeit und Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzu-

ges sowie subeventualiter die Rückweisung der Sache an die Vorinstanz 

zur rechtsgenüglichen Sachverhaltsabklärung und Neubeurteilung. In ver-

fahrensrechtlicher Hinsicht beantragte sie die Gewährung der unentgeltli-

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Seite 4 

chen Prozessführung mit Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-

ses und die Beiordnung des rubrizierten Rechtsvertreters als amtlichen 

Rechtsbeistand. 

D.  

Mit Zwischenverfügung vom 2. April 2019 stellte die Instruktionsrichterin 

den legalen Aufenthalt der Beschwerdeführerin in der Schweiz während 

des Beschwerdeverfahrens fest. Weiter hiess sie die Gesuche um Gewäh-

rung der unentgeltlichen Prozessführung, Verzicht auf die Erhebung eines 

Kostenvorschusses und Beiordnung des rubrizierten Rechtsvertreters als 

amtlichen Rechtsbeistand gut. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls endgültig, ausser bei Vorliegen eines Auslie-

ferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Per-

son Schutz sucht (Art. 105 AsylG [SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

Eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG liegt nicht 

vor, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet. 

1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

1.3 Am 1. März 2019 ist eine Teilrevision des AsylG in Kraft getreten 

(AS 2016 3101); für das vorliegende Verfahren gilt das bisherige Recht 

(vgl. Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung des AsylG vom 

25. September 2015). 

1.4 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Die 

Beschwerdeführerin hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, 

ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung. Sie ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 

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und aArt.  108 Abs. 1 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf 

die Beschwerde ist einzutreten. 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines 

Schriftenwechsels verzichtet. 

4.  

4.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken; den frauenspezifischen 

Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen oder 

zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Be-

hörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gege-

ben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen 

Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa-

chen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte 

Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). Das Bundesverwaltungsge-

richt hat die Anforderungen an das Glaubhaftmachen von Asylvorbringen 

in verschiedenen Entscheiden dargelegt und folgt dabei ständiger Praxis; 

darauf kann hier verwiesen werden (vgl. BVGE 2015/3 E. 6.5.1, 2013/11 

E. 5.1 und 2010/57 E. 2.3, je m.w.H.), soweit nicht in den nachfolgenden 

Erwägungen noch spezifisch darauf Bezug zu nehmen ist. 

4.2 Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so 

verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den 

Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie 

(Art. 44 AsylG). 

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4.3 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). 

Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen der 

Schweiz (insb. Art. 5 Abs. 1 AsylG, Art. 33 Abs. 1 FK, Art. 25 Abs. 3 BV, 

Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und an-

dere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder 

Strafe [FoK, SR 0.105] und Art. 3 EMRK) einer Weiterreise der Ausländerin 

oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat ent-

gegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AIG). Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der 

Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im 

Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen wie Krieg, Bürger-

krieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet 

sind. Wird eine konkrete Gefährdung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von 

Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläufige Aufnahme zu gewähren. Der Vollzug ist 

schliesslich nicht möglich, wenn die Ausländerin oder der Ausländer weder 

in den Heimat- oder in den Herkunftsstaat noch in einen Drittstaat ausrei-

sen oder dorthin gebracht werden kann (Art. 83 Abs. 2 AIG). 

Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss 

Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei 

der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen, 

wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft 

zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

5.  

5.1 Zur Begründung des ablehnenden Asylentscheids führte das SEM aus, 

die geltend gemachten Verfolgungsvorbringen würden den Anforderungen 

von Art. 7 AsylG an die Glaubhaftigkeit nicht genügen. Nach einer äusserst 

knapp gehaltenen Schilderung der Gesuchgründe bei der BzP habe die 

Beschwerdeführerin anlässlich der Anhörung im ausführlicheren freien Be-

richt zwar weiträumig ihre Beziehung zu D._______ dargelegt, betreffend 

ihre Aufsuchung, ihre Befragung und ihre Freilassung durch die Militärs in 

den entscheidenden Momenten aber die erforderliche Tiefe vermissen las-

sen, mithin insbesondere betreffend die fluchtauslösenden Ereignisse. 

Diese Schilderungen seien oberflächlich und es fehlten die persönlichen 

Eindrücke. Die Ereignisse wirkten nicht selbsterlebt und der Sachverhalt 

erscheine konstruiert. Fragen und Nachfragen betreffend den ersten Be-

such der Militärs seien nicht substantiell beantwortet worden. In Anbetracht 

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der bedrohlichen Lebenssituation hätten insbesondere ihre Schilderungen 

in Bezug auf die Reaktion ihrer Mutter erfahrungsgemäss erlebnisgepräg-

ter und substantieller ausfallen müssen. Jene betreffend die Mitnahme 

durch die Militärs, die Zeit, als sie sich bei ihrem Onkel versteckt gehalten 

habe, sowie betreffend die Örtlichkeiten und die Konversationsinhalte wirk-

ten nicht lebensnaher. Der betreffende Bericht sei vielmehr allgemein, sub-

stanz- und detailarm geblieben und weise keine Spontaneitäten auf. Die 

ihr gewährte Möglichkeit zur ausführlicheren Schilderung habe sie nicht zu 

nutzen vermocht. Auf Vertiefungsfragen zur Rollenverteilung der Leute un-

tereinander sowie zu ihrer Reaktion, als sich die Situation zu ihren Gunsten 

geändert habe, habe sie mit undifferenzierten und oberflächlichen Darle-

gungen reagiert. Der Sachverhalt präsentiere sich somit gesamthaft be-

trachtet konstruiert und stereotyp. Zusammenfassend habe sie nicht sub-

stantiiert darzulegen vermocht, wie sie vom Militär wegen D._______ auf-

gesucht und deswegen später festgenommen worden sei. Aufgrund der 

somit bestehenden Unglaubhaftigkeit der Asylvorbringen könne auf eine 

Prüfung ihrer Asylrelevanz verzichtet werden. Die gesetzliche Regelfolge 

der Ablehnung des Asylgesuchs sei die Wegweisung aus der Schweiz. De-

ren Vollzug sei mangels Erfüllung der Flüchtlingseigenschaft unter dem As-

pekt von Art. 5 Abs. 1 AsylG sowie mangels Anhaltspunkten für eine nach 

Art. 3 EMRK verbotene Strafe oder Behandlung völkerrechtlich zulässig. 

Es bleibe zu prüfen, inwieweit sich die Beschwerdeführerin auf das Über-

einkommen über die Rechte des Kindes vom 20. November 1989 (KRK) 

berufen können. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung könne auf 

eine entsprechende Bestimmung nur dann direkt Bezug genommen wer-

den, wenn die Norm inhaltlich hinreichend bestimmt und klar sei, um im 

Einzelfall die Grundlage eines konkreten Entscheides zu sein. Die ver-

schiedenen in der KRK enthaltenen Bestimmungen über den Schutz und 

die Unterstützung des Kindes seien im Allgemeinen zu wenig präzis, um 

einen gerichtlich durchsetzbaren Anspruch zu begründen. In diesem Zu-

sammenhang sei der Vollzug der Wegweisung nur dann unzulässig, wenn 

er auf einer Bestimmung des schweizerischen Rechts oder auf einer Be-

hördenpraxis beruhe, die mit den allgemeinen Richtlinien der KRK nicht 

vereinbar sei. Die Behörden seien folglich gehalten, die Tragweite der er-

wähnten Verpflichtungen im innerstaatlichen Recht zu konkretisieren. Zum 

einen seien diese Verpflichtungen im Rahmen gewisser gesetzlicher und 

reglementarischer Normen im Ausländer- und Asylrecht und im Zivilgesetz-

buch geregelt und präzisiert (insb. Art. 83 AuG [heute AIG]; Art. 46 AsylG; 

Weisung SEM 111/1.3). Gestützt darauf erweise sich der Vollzug der Weg-

weisung somit als zulässig. Er sei unter Berücksichtigung der politischen 

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Situation im Heimatstaat und mangels gegenteiliger, insbesondere indivi-

dueller Gründe ebenso zumutbar. Es könne von einem intakten und guten 

familiären Verhältnis ausgegangen werden und gemäss ihren eigenen Aus-

sagen bestehe via ihre (…) Kontakt zu ihrer Familie, auch aktuell; der Kon-

takt sei auch künftig herstellbar. Dass die Beschwerdeführerin persönlich 

keinen direkten Kontakt zu den Eltern habe, sei insofern nicht glaubhaft, 

als der angeführte Grund einer möglichen Telefonabhörung durch die Be-

hörden nach dem zuvor Erwogenen wegfalle. Mithin sei davon auszuge-

hen, dass sie auch nach einer Rückkehr von ihrer Familie aufgenommen 

werde und in ihr vertrautes Umfeld zurückkehren könne. Schliesslich lägen 

weitere begünstigende Umstände vor, die ebenfalls eine Rückkehr als zu-

mutbar erscheinen liessen. Beide Eltern seien noch arbeitstätig und bis zur 

Ausreise der Beschwerdeführerin für ihren Lebensunterhalt aufgekommen. 

Gemäss Aussage der Beschwerdeführerin hätten sie in materieller Hinsicht 

fast alles gehabt. Mithin sei davon auszugehen, dass die Familie in der 

Lage sei, ihre Bedürfnisse als Minderjährige abzudecken, weshalb sie 

nach Ihrer Rückkehr nicht in eine existenzielle Notlage geraten werde. Be-

zugnehmend auf das Kindswohl sei weiter zu bemerken, dass diese Fami-

lienangehörigen als wichtigste Bezugspersonen nicht in der Schweiz, son-

dern in C._______ lebten. Eine Rückkehr in den Heimatstaat sei daher 

nicht nur zumutbar, sondern vielmehr anzustreben. In der Schweiz halte 

sie sich noch nicht besonders lange auf, so dass die hiesige Integration 

äusserst gering erscheine. Es stehe ihr frei, die Beziehung zur (…) weiter-

hin zu pflegen. Aufgrund des Erwogenen bestünden somit klare Anhalts-

punkte für das Vorhandensein tragfähiger Anknüpfungspunkte im Heimat-

staat, weshalb praxisgemäss auf weitergehende Abklärungen verzichtet 

werden könne. Im Zeitpunkt des Vollzugs werde die Beschwerdeführerin 

im Übrigen (…) sein. Dennoch stehe es ihr angesichts ihres jungen Alters 

offen, Begleitmassnamen – eventuell in Zusammenarbeit mit der Internati-

onalen Organisation für Migration (IOM) – zu beantragen. Der Vollzug der 

Wegweisung sei somit zumutbar. 

5.2 In ihrer Rechtsmitteleingabe bekräftigt die Beschwerdeführerin im We-

sentlichen den vorgetragenen Verfolgungssachverhalt und ergänzt diesen 

dahingehend, dass ihre Freilassung dank einer zufälligen Bekanntschaft 

des Vaters zu einer Person mit guten Beziehungen zum Sicherheitsdienst 

möglich geworden sei, wodurch ihr Aufenthaltsort hätte ausfindig gemacht 

und eine Geldzahlung ausgelöst werden können. Sodann seien Anfang 

März 2019 wieder Angehörige der Sicherheitstruppen bei den Eltern vor-

beigekommen, um nach D._______ zu suchen. Weiter macht sie darauf 

aufmerksam, dass sie derzeit psychisch sehr belastet und geschwächt sei 

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und eine psychologische Behandlung anstehe. Die Feststellungen des 

SEM betreffend die erkannte Unglaubhaftigkeit ihrer Vorbringen träfen 

nicht zu. Sie habe die fluchtauslösenden Ereignisse durchaus ausführlich 

geschildert; die anderslautende Behauptung des SEM sei schlichtweg ak-

tenwidrig. Der Vorwurf eines konstruierten Sachverhalts sei ebenso wenig 

gerechtfertigt. Dabei sei zu beachten, dass ihre Muttersprache Tschetsche-

nisch sei, die Anhörung aber auf Russisch durchgeführt worden sei. Ihr 

Wortschatz in dieser Sprache sei eingeschränkt und es sei zu sprachlichen 

Schwierigkeiten gekommen. Sodann illustriert sie mittels einer Grundriss-

beschreibung, wie die Militärs bei ihrem unerbetenen Besuch zu Hause 

scheinbar problemlos und unbemerkt in das Gebäude hätten eindringen 

können. Hier wäre es Sache des SEM gewesen, den Sachverhalt näher 

abzuklären. Im Weiteren widersetzt sie sich dem vorinstanzlichen Vorwurf 

phasenweise zu wenig konkreter, detaillierter und differenzierter Schilde-

rungen. Das SEM lasse hierbei ihr damaliges Alter von (…) Jahren, ihre 

Angst und Nervosität bei den Befragungen, ihre verschlossene und ver-

schwiegene Art, ihren traumatischen Erlebnishintergrund sowie ihre Uner-

fahrenheit im Asylverfahren unberücksichtigt, obwohl solche Aspekte bei 

Minderjährigen praxisgemäss zu beachten seien. Sie habe die Befragun-

gen möglichst rasch hinter sich bringen wollen und meist nur knappe Ant-

worten auf gestellte Fragen gegeben, wogegen sie aber die fluchtauslö-

senden Ereignisse im freien Bericht ausführlicher geschildert habe. Das 

SEM differenziere bei seiner Behauptung oberflächlicher Aussagen nicht 

nach Themenbereichen. Im Vorfeld der Befragungen habe sie übrigens 

vernommen, dass Russisch-Dolmetscher teilweise Informationen an die 

russischen Behörden weiterleiten würden, was sie verunsichert habe. Es 

sei aber festzuhalten, dass sie grundsätzlich widerspruchsfreie, plausible 

und glaubhafte Aussagen gemacht habe. Der freie Bericht zu den flucht-

auslösenden Ereignissen weise verschiedene Realkennzeichen auf (z.T. 

direkte Rede und Detailerwähnungen) und präsentiere sich erlebnisecht. 

Sie verweise denn auch auf einen der Beschwerde beiliegenden, ausführ-

lichen Bericht (russisch, mit deutscher Übersetzung) über die Gescheh-

nisse und ihre Erlebnisse. Das SEM habe den herabgesetzten Beweisan-

forderungen nach Art. 7 AsylG nicht genügend Rechnung getragen und die 

Glaubhaftigkeitsprüfung zu restriktiv vorgenommen. Die Schlüssigkeit und 

Plausibilität des geschilderten Vorgehens der Sicherheitskräfte ergebe sich 

auch aus dem Umstand, dass verhältnismässig viele Tschetschenen sich 

dem IS (sogenannter «Islamischer Staat») anschlössen und zum Kampf-

einsatz nach Syrien reisten. Die Intervention des Vaters zu ihrer Freilas-

sung passe zudem zur weit verbreiteten Korruption in Tschetschenien. Sie 

selber sei im Übrigen generell glaubwürdig. Der Vorwurf oberflächlicher, 

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undifferenzierter und unsubstanziierter Aussagen sei, wie bereits erwähnt, 

nicht gerechtfertigt und angesichts ihres nun vorgelegten schriftlichen Be-

richts ohnehin nicht mehr haltbar. Ihre Vorbringen seien somit in einer Ge-

samtbetrachtung als glaubhaft einzustufen. Sie seien unter dem Aspekt 

von Art. 3 AsylG auch asylrechtlich beachtlich. Zahlreiche Quellen bestä-

tigten denn auch, dass es im Nordkaukasus, insbesondere in Tschetsche-

nien unter dem Kreml-treuen Präsidenten Kadyrow, regelmässig zu groben 

Menschenrechtsverletzungen komme, namentlich zu rechtswidrigen Inhaf-

tierungen, Folter und Musshandlungen bis hin zu aussergerichtlichen Hin-

richtungen und Verschwindenlassen von Personen. Im Visier seien insbe-

sondere Dschihadisten, Salafisten und IS-Kämpfer oder entsprechend Ver-

dächtige, so auch der vermeintliche Islamist D._______ und mittelbar eben 

sie selber, zumal die Behörden nicht hätten ausschliessen können, dass 

sie als Freundin von D._______ ebenfalls Islamistin sei. Das Bundesver-

waltungsgericht weise im Referenzurteil D-1658/2015 und D-1660/2015 

vom 29. März 2016 denn auch darauf hin, dass die Reflexverfolgung von 

Familienangehörigen (mutmasslicher) Widerstandskämpfer im tschetsche-

nischen Kontext nach wie vor aktuell sei. Solche Reflexverfolgungen und 

Kollektivbestrafungen von Angehörigen gingen ebenso aus Berichten der 

Schweizerischen Flüchtlingshilfe und Human Rights Watch hervor. Sie 

habe selber bis zur Ausreise asylrelevante Verfolgung in Form ihrer Aufsu-

chung, Mitnahme, Verhörung, Ohrfeigung, Bedrohung mit einer Pistole, 

Vorführung von Foltervideos sowie Todesbedrohungen durch Sicherheits-

kräfte erfahren und befürchte begründeterweise weitere Benachteiligun-

gen, wie die kürzliche Suche nach ihr zu Hause zeige. Die Furcht sei an-

gesichts ihrer Kooperationsverweigerung mit den Behörden auch weiterhin 

aktuell, zumal das Verfolgungsinteresse an ihr durch ihre Abwesenheit 

noch zugenommen haben dürfte. Im Falle einer erzwungenen Wegweisung 

nach Tschetschenien würde sie direkt den heimatlichen Sicherheitsbehör-

den übergeben, die sie höchstwahrscheinlich inhaftieren, foltern und töten 

würden; dabei handle es sich um geschlechtsspezifische Verfolgung. In-

nerstaatliche Schutzalternativen in Tschetschenien hätte sie angesichts 

der von staatlicher Seite ausgehenden Verfolgung durch Kadyrows Sicher-

heitstruppen keine und eine Niederlassung ausserhalb Tschetschenien sie 

ihr als junger Frau klar nicht zuzumuten. Sie sei somit in ihrer Heimat an 

Leib und Leben und in ihrer Freiheit gefährdet, womit sie Anspruch auf die 

Flüchtlingseigenschaft und Asyl, zumindest aber auf Feststellung der Un-

zulässigkeit und Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges mit entspre-

chender Gewährung der vorläufigen Aufnahme habe, zumal auch ihre in 

der KRK verbrieften Rechte bei einer Wegweisung verletzt wären. Allenfalls 

sei die Sache aus den oben erwähnten Gründen (Nichtberücksichtigung 

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verschiedener Aspekte wie Alter, Verschlossenheit, Erzählstil, traumati-

sche Belastung, Sprachkenntnisse, örtliche Situation im Elternhaus) zur 

vollständigen Sachverhaltsherstellung an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

Das SEM hätte nun auch abzuklären, ob sie von den tschetschenischen 

Behörden weiterhin zu Hause gesucht werde beziehungsweise ob sie als 

vermisst gemeldet sei, denn ihr selber seien solche Abklärungen aufgrund 

ihrer dortigen Verfolgungslage nicht zuzumuten. Hinzu kämen unter dem 

Aspekt des Untersuchungsgrundsatzes praxisgemäss zwingend vorzuneh-

mende Abklärungen im Zusammenhang mit der Gewährleistung des Kin-

deswohls, da sie eine unbegleitete Minderjährige gewesen und nach wie 

vor jung sei, keinen Kontakt mit den Eltern habe und angesichts gesund-

heitlicher Probleme ihrer Mutter der Rückgriff auf ein familiäres Umfeld 

nicht gewährleistet sei. 

6.  

6.1  

6.1.1 Das SEM ist nach korrekter und vollständiger Sachverhaltsfeststel-

lung mit einlässlicher und überzeugender Begründung sowie hinlänglicher 

Aktenabstützung in seinen Erwägungen zur zutreffenden Erkenntnis ge-

langt, die geltend gemachten Verfolgungsvorbringen der Beschwerdefüh-

rerin vermöchten den Anforderungen von Art. 7 AsylG an die Glaubhaftma-

chung eines asylbegründenden Sachverhalts nicht zu genügen. Zur Ver-

meidung von Wiederholungen ist auf die betreffenden Erwägungen ge-

mäss angefochtener Verfügung (dort E. II) und die Zusammenfassung 

oben (E. 5.1) zu verweisen. Die Erwägungen geben, abgesehen von nach-

folgend punktuell zu erörternden Einschränkungen und Relativierungen, zu 

keinen Beanstandungen Anlass und das SEM ist den praxisgemässen Leit-

linien der Glaubhaftigkeitsprüfung (vgl. BVGE 2015/3 E. 6.5.1, 2013/11 

E. 5.1 und 2010/57 E. 2.3, je m.w.H.) im Wesentlichen nachgekommen. 

Insbesondere hat es die Unglaubhaftigkeitserkenntnisse nicht pauschal, 

sondern sachverhaltsthematisch differenziert (z.B. Beziehung zu 

D._______; fluchtauslösende Ereignisse) sowie ausgewogen im Rahmen 

einer Gesamtbetrachtung gewonnen und dabei verschiedene Aspekte der 

Glaubhaftigkeit (Substanz- und Detailgehalt, Erlebnisechtheit und Lebens-

nähe, Plausibilität und Nachvollziehbarkeit, Spontaneitäts- und Konstruk-

telemente, Stereotypizitäten, Differenzierungsgrad) miteinbezogen. Nicht 

gänzlich von der Hand zu weisen ist der Hinweis der Beschwerdeführerin 

auf ihr minderjähriges Alter im Zeitpunkt der BzP und der Anhörung inso-

weit, als dieser Umstand in der Würdigung der Glaubhaftigkeit als anforde-

rungsrelativierendes Element durchaus hätte erwähnt werden dürfen. An 

der letztlich korrekten Glaubhaftigkeitswürdigung durch das SEM ändert 

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dies indessen nichts. Dabei ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin 

in jenen Zeitpunkten zwar minderjährig, aber doch schon (…) Jahre alt war 

und sich dadurch das Anforderungsprofil betreffend die Glaubhaftmachung 

jenem von Erwachsenen annäherte. Zudem wies sie bei ihrer Einreise in 

die Schweiz bereits einen Maturaabschluss auf. Die BzP und die Anhörung 

wurden im Übrigen durchaus altersangepasst und einfühlsam sowie in 

freundlicher Atmosphäre durchgeführt; Beanstandungen gab es damals 

von keiner Seite. Von Amtes wegen ist immerhin festzuhalten, dass die 

Hilfswerksvertretung erst mit Verspätung zur Anhörung eingetroffen ist. An 

der Verwertbarkeit des Protokolls ändert dies indessen nichts, zumal dieser 

Umstand bis auf Beschwerdeebene nie beanstandet worden ist und die 

Beschwerdeführerin zudem von ihrer Vertrauensperson an die Anhörung 

begleitet wurde. Das Bundesverwaltungsgericht sieht sich zudem im Rah-

men ihrer über das Rügeprinzip hinausgehenden Prüfungsbefugnis zur 

Feststellung veranlasst, dass die Schilderung der Gesuchgründe der Be-

schwerdeführerin in der BzP entgegen der beiläufigen Erwähnung des 

SEM in der angefochtenen Verfügung nicht als «äusserst knapp gehalten» 

bezeichnet werden kann. Zwar präsentiert sich der freie Bericht dort tat-

sächlich sehr kurz, wogegen sie die zahlreichen Nachfragen aber allesamt 

befriedigend zu beantworten imstande war; der Verfolgungssachverhalt 

nimmt denn auch im BzP-Protokoll fast zwei Seiten ein. Zudem ist klarzu-

stellen, dass die Erstellung des Verfolgungssachverhalts nicht der Haupt-

zweck einer BzP ist, sondern diese in erster Linie der Personalienauf-

nahme sowie der Erfassung der Familien- und Lebensverhältnisse, des 

Reiseweges, früherer Auslandaufenthalte und vorhandener Dokumente 

dient. Immerhin hat das SEM seine Wahrnehmung eines in der BzP nur in 

äusserst kurzer Form deponierten Verfolgungssachverhalts der Beschwer-

deführerin im Rahmen der Glaubhaftigkeitsprüfung nicht zur Last gelegt. 

6.1.2 Die Rügen und Einwände auf Beschwerdestufe betreffend die – ge-

mäss vorstehenden Erwägungen rechtskonform erfolgte – Glaubhaftig-

keitsprüfung führen zu keiner anderen Betrachtung. Soweit sie sich nicht 

in blossen Wiederholungen, Bekräftigungen, Gegenbehauptungen, Mut-

massungen oder offensichtlich unbehelflichen Erklärungsversuchen er-

schöpfen, geben sie im Einzelnen zu folgenden Erwägungen Anlass: Zwar 

trifft es zu, dass die Beschwerdeführerin den angeblichen fluchtauslösen-

den Ereignissen eine gewisse quantitative Substanz zu verleihen ver-

mochte. Das SEM hat jedoch seine zutreffende Einschätzung auf die feh-

lende qualitative Substanz und Erlebnisechtheit «in den entscheidenden 

Momenten» abgestützt und sich insbesondere auf Antworten auf gezielte 

Nachfragen bezogen, mit entsprechenden Aktenabstützungen. Der weitere 

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Erklärungsversuch mit dem Hinweis auf ihre tschetschenische Mutterspra-

che (mit eingeschränktem Wortschatz), wogegen die Anhörungssprache 

Russisch gewesen sei und es so zu sprachlichen Schwierigkeiten gekom-

men sei, stellt eine Schutzbehauptung dar. Weder von ihr noch von anderer 

Seite wurden solche sprachlichen Schwierigkeiten bislang erwähnt. Sie hat 

mit ihrer Unterschrift unter die beiden Protokolle deren Richtigkeit bestätigt, 

auch dass sie die Dolmetscherin gut verstanden habe. In Ziff. 1.17.02 hat 

sie ausdrücklich erwähnt, Russisch gut zu beherrschen und ihren der Be-

schwerde beigelegten Bericht hat sie ebenfalls in Russisch verfasst. Auch 

der Hinweis, wonach sie im Vorfeld der Befragungen vernommen habe, 

dass Russisch-Dolmetscher teilweise Informationen an die russischen Be-

hörden weiterleiten würden, was sie verunsichert habe, ist nicht nur un-

plausibel, sondern erfolgt auf Beschwerdestufe zu spät. Zudem wurde die 

Beschwerdeführerin bereits an der BzP auf die unparteiische und neutrale 

Rolle der Dolmetschenden und auf die Gewährleistung aufmerksam ge-

macht, dass sämtliche involvierten Personen die gemachten Aussagen 

vertraulich behandeln und diese nicht den heimatlichen Behörden zugäng-

lich machen würden. Der weitere an das SEM gerichtete Vorwurf, wonach 

dieses die Angst und Nervosität bei den Befragungen, ihre verschlossene 

und verschwiegene Art, ihren traumatischen Erlebnishintergrund sowie ihre 

Unerfahrenheit im Asylverfahren unberücksichtigt belassen habe, er-

scheint haltlos, zumal die Akten und insbesondere die Protokolle keine sol-

chen Anhaltspunkte liefern und entsprechende Hinweise bis zur Beschwer-

deerhebung dem SEM nicht zugänglich gemacht wurden. Eine gewisse 

Nervosität und Unerfahrenheit im Asylverfahren sind Eigenschaften, die 

fast allen Asylsuchenden zukommen. Dass sie die Befragungen möglichst 

rasch hinter sich habe bringen wollen und meist nur knappe Antworten auf 

gestellte (Nach-)Fragen gegeben habe, erstaunt schon deshalb, weil sie 

es ist, die um Schutz vor Verfolgung ersucht, zur Teilnahme an der BzP 

und an der Anhörung eingeladen (und nicht gezwungen) wurde und sie 

schliesslich insoweit dem Kernpunkt der ihr obliegenden und hinlänglich 

zur Kenntnis gebrachten Mitwirkungspflicht unterliegt, als sie gemäss Art. 8 

Abs. 1 Bst. c AsylG die Gründe für ihr Schutzersuchen darzulegen hat. We-

der in diesem Zusammenhang noch anderweitig ist ersichtlich, inwiefern 

das SEM seine Abklärungspflicht über die gezielten Nachfragen hinaus 

hätte ausdehnen müssen; die Rüge einer darauf basierenden Verletzung 

des rechtlichen Gehörs ist mithin nicht stichhaltig. Ebenso wenig ist einzu-

sehen, weshalb das Gericht einen erst nach Ergehen der angefochtenen 

Verfügung verfassten ausführlichen Bericht der Beschwerdeführerin über 

ihre Asylgründe – mit einigen Sachverhaltsmodifikationen – nunmehr als 

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massgebliche Sachverhaltsbasis anerkennen und gar höher als die erstin-

stanzlich deponierte Version gewichten sollte. Augenfällig wenig hilfreich 

für eine erhöhte Plausibilitätswirkung betreffend die behauptete Freilas-

sungsintervention des Vaters erscheint der nachgeschobene Hinweis auf 

eine zufällige Bekanntschaft des Vaters zu einer Person mit guten Bezie-

hungen zum Sicherheitsdienst, wodurch ihr Aufenthaltsort erst hätte aus-

findig gemacht und eine Geldzahlung ausgelöst werden können. Als unbe-

achtlicher Nachschub wesentlicher Sachverhaltselemente ist gleichsam 

der Hinweis zu werten, wonach Anfang März 2019 – bezeichnenderweise 

kurz nach Ergehen der angefochtenen Verfügung – wieder Angehörige der 

Sicherheitstruppen bei den Eltern vorbeigekommen seien, um nach 

D._______ zu suchen; entsprechende Beweismittel liegen denn auch dies-

bezüglich keine vor. 

Am Rande bleibt darauf hinzuweisen, dass neben den erwähnten Sub-

stanzdefiziten und Ungereimtheiten verschiedene weitere solche aufgetre-

ten sind, so beispielsweise betreffend die (Aus-)Reiseumstände; diese ent-

behren weitgehend der geforderten Plausibilität und Realitätsnähe. Dies 

und die Beschreibung des Verlustes ihres russischen Reisepasses liefern 

zum einen Anhaltspunkte dafür, dass sie einerseits den schweizerischen 

Behörden bedeutsame Tatsachen verschweigt. Zum andern bestätigen sie 

die oben gestützte Erkenntnis des SEM, wonach es sich beim deponierten 

Verfolgungssachverhalt um ein Konstrukt handeln muss. Die gesamten 

Umstände deuten darauf hin, dass sie nach der verweigerten Visumsertei-

lung im Jahre 2016 mit ihrem jetzigen Asylgesuch in Umgehung ausländer-

rechtlicher Bestimmungen und mit organisatorischer Unterstützung durch 

ihren Vater einen weiteren Versuch der Migration (…) in die Schweiz unter-

nehmen wollte. 

6.1.3 Rechtslogisch konsequent verzichtete das SEM nach seiner zu stüt-

zenden Feststellung der Unglaubhaftigkeit der Asylvorbringen auf eine Prü-

fung deren Asylrelevanz nach Massgabe der gesetzes- und praxisgemäs-

sen Anforderungen von Art. 3 AsylG, zumal es nunmehr an einem unter 

diese Bestimmung subsumierbaren und der Würdigung der flüchtlings-

rechtlichen Beachtlichkeit zugänglichen Sachverhalt fehlt. Unter Bezug-

nahme auf die betreffenden Ausführungen in der Beschwerde bleibt – unter 

hypothetischer Annahme der Wahrheit ihrer Vorbringen – dennoch im Rah-

men einer summarischen Prüfung festzuhalten, dass selbst aus einer ob-

jektivierten Perspektive der tschetschenischen Behörden die Einstufung 

der Beschwerdeführerin als Dschihadistin beziehungsweise Salafistin mit 

beabsichtigtem Kampfeinsatz in Syrien oder auch nur als entsprechend 

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Verdächtige offensichtlich fern liegen muss, da sie keinerlei darauf hindeu-

tende Indizien für ihre Person lieferte. Die blosse und zudem erst kurze 

Beziehung zu einem möglichen Verdächtigen reicht dazu noch nicht. 

Ebenso offensichtlich konnte sie auch nicht im Entferntesten als Wider-

standskämpferin gegen das Kadyrow-Regime eingestuft werden. Der Hin-

weis auf die Praxis des Bundesverwaltungsgerichts mit dem Referenzurteil 

vom 29. März 2016 (betreffend Reflexverfolgung von Familienangehörigen 

von Widerstandskämpfern im tschetschenischen Kontext) bleibt daher un-

behelflich. Weiter ist schwer nachvollziehbar, inwiefern der angeblichen 

Verfolgungslage der Beschwerdeführerin ein geschlechtsspezifisches Mo-

tiv zugrunde liegen sollte. Schliesslich könnte selbst unter Annahme einer 

nicht bestehenden Ausweichmöglichkeit innerhalb Tschetscheniens nicht 

nachvollzogen werden, weshalb die Inanspruchnahme eines Niederlas-

sungsrechts ausserhalb Tschetscheniens – aber in Russland – für sie we-

der möglich noch zumutbar sein sollte. Das weibliche Geschlecht und das 

junge Alter vermögen dies nicht zu begründen. 

6.1.4 Das SEM hat somit das Bestehen einer Verfolgungssituation der Be-

schwerdeführerin und mithin ihre behauptungsgemässen Ansprüche auf 

Feststellung der Flüchtlingseigenschaft und Gewährung des Asyls nach 

rechtsgenüglicher Abklärung des relevanten Sachverhalts und unter Wah-

rung ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör zu Recht verneint. 

6.2 Die Beschwerdeführerin verfügt insbesondere weder über eine auslän-

derrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Ertei-

lung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach ebenfalls zu Recht 

angeordnet (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.). Dies wird 

in der Beschwerde auch nicht bestritten. 

6.3 Die Vorinstanz hat im Weiteren den Wegweisungsvollzug zu Recht als 

zulässig und zumutbar erkannt. Zur Vermeidung von Wiederholungen kann 

hierzu auf die umfassenden und zu bestätigenden Ausführungen des SEM 

in der angefochtenen Verfügung (dort E. III) sowie auf die vorstehende Zu-

sammenfassung (vgl. E. 5.1) verwiesen werden. Die Beschwerde öffnet 

auch diesbezüglich keinen neuen Blickwinkel. Dabei ist vorab festzuhalten, 

dass die KRK seit dem Erreichen der Volljährigkeit der Beschwerdeführerin 

([…]) nicht mehr zum Tragen kommt und die betreffenden Argumentations-

teile in der Verfügung und in der Beschwerde nicht mehr zu würdigen sind. 

Die Beschwerdeführerin moniert immerhin zurecht, dass ihr noch junges 

Alter dennoch bei der Zumutbarkeitsprüfung mitzuberücksichtigen sei. Das 

SEM hat diesem Umstand in seinen Erwägungen aber bereits hinreichend 

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Rechnung getragen. Weitere Abklärungen hinsichtlich Zulässigkeit und Zu-

mutbarkeit des Wegweisungsvollzuges drängen sich nicht auf. Es wäre 

vielmehr für die Beschwerdeführerin ein Leichtes und in Anbetracht der ihr 

obliegenden Mitwirkungspflicht auch erforderlich und zumutbar gewesen, 

allfällige vollzugshinderliche Aspekte abzuklären (beispielsweise das Be-

stehen einer Vermisstmeldung für ihre Person oder mögliche gesundheitli-

che Probleme der Eltern). Das Bundesverwaltungsgericht stützt das SEM 

in seiner Auffassung, dass die angeblich seit ihrer Ausreise bestehende 

und mit Sicherheitsaspekten (Gefahr einer Abhörung) begründete Kontakt-

losigkeit der Beschwerdeführerin zu ihren Eltern nicht glaubhaft und offen-

sichtlich als Schutzbehauptung zu werten ist. Selbst wenn dem so wäre, 

bliebe sie eine Erklärung dafür schuldig, weshalb ihrer (…) Schwester ein 

solcher Kontakt mit Gesprächsinhalten über die Beschwerdeführerin den-

noch möglich sein soll. Zudem könnten die Beschwerdeführerin und ihre 

Eltern den Kontakt beidseitig ohne weiteres mit einem anderen Kommuni-

kationsgerät aufnehmen, um das angebliche Gefährdungsmoment einer 

Abhörung zu umgehen. Angesichts der vorliegend zahlreich bestehenden 

vollzugsbegünstigenden Umstände und ebenso unter Berücksichtigung ih-

rer nun zwar über zweieinhalbjährigen, aber dennoch nicht zu einer eigent-

lichen Entwurzelung führenden Landesabwesenheit, wird die heute 

(…)-jährige Beschwerdeführerin bei einer Rückkehr in ihre Heimat nicht mit 

einer existenziellen Notlage irgendwelcher Art konfrontiert sein. Dabei ist 

der Vollständigkeit halber festzuhalten, dass die in der Beschwerde vage 

angetönte, zuvor aber nie geltend gemachte psychische Belastung der Be-

schwerdeführerin offenbar weder gravierend noch aktuell ist, zumal im Ver-

laufe des über zweijährigen Beschwerdeverfahrens keinerlei Berichte oder 

Belege betreffend eine tatsächliche Aufnahme einer psychologischen oder 

psychiatrischen Behandlung oder über deren Verlauf und Ausgang vorlie-

gen; insbesondere wurden diese angeblichen psychischen Probleme auch 

in der Beschwerdeergänzung vom 30. Dezember 2019 nicht mehr thema-

tisiert. Dabei ist festzuhalten, dass beim Geltendmachen von Wegwei-

sungsvollzugshindernissen gemäss Praxis des Bundesverwaltungsge-

richts der gleiche Beweisstandard gilt wie bei der Prüfung der Flüchtlings-

eigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis 

möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 

2011/24 E. 10.2 m.w.H.). Die Frage der Möglichkeit des Wegweisungsvoll-

zuges (vgl. Art. 83 Abs. 2 AIG) schliesslich wurde in der angefochtenen 

Verfügung nicht explizit geprüft. Sie ist aber offensichtlich zu bejahen, da 

keinerlei gegenteilige Anhaltspunkte irgendwelcher Art auszumachen sind 

oder auf Beschwerdestufe geltend gemacht werden. Es obliegt der 

Beschwerdeführerin, einen allfällig in ihrem Besitz befindlichen russischen 

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Seite 17 

Reisepass vorzulegen oder sich bei der zuständigen Vertretung des Hei-

matstaates die für eine Rückkehr notwendigen Reisedokumente zu be-

schaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12). 

Der Vollzug der Wegweisung ist nach dem Gesagten als zulässig, zumut-

bar und möglich zu bezeichnen. Eine Anordnung der vorläufigen Aufnahme 

fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

6.4 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin – wie 

vom SEM zutreffend erkannt – aus den im Asylgesuch geltend gemachten 

Gründen weder einen Anspruch auf Feststellung der Flüchtlingseigen-

schaft oder Gewährung des Asyls noch einen solchen auf Verzicht auf die 

Wegweisungsanordnung als solche oder auf Gewährung der vorläufigen 

Aufnahme unter Feststellung der Undurchführbarkeit des Wegweisungs-

vollzuges ableiten kann. Ebenso wenig besteht Anlass zur Rückweisung 

der Sache an die Vorinstanz aus formellen Gründen. 

7.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und – soweit diesbezüglich 

überprüfbar – angemessen ist. Es erübrigt sich, auf die weiteren Inhalte 

der Beschwerde und die vorgelegten Beweismittel näher einzugehen, da 

sie am Ergebnis nichts zu ändern vermögen. Die Beschwerde ist abzuwei-

sen. 

8.  

8.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten der Be-

schwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Auf deren Erhe-

bung ist jedoch in Berücksichtigung des mit Zwischenverfügung vom 2. Ap-

ril 2019 gutgeheissenen Gesuchs um Gewährung der unentgeltlichen Pro-

zessführung zu verzichten. 

8.2 Dem mit Zwischenverfügung vom 2. April 2019 amtlich beigeordneten 

Rechtsbeistand ist ein amtliches Honorar für seine notwendigen Aufwen-

dungen im Beschwerdeverfahren auszurichten. Dieser präsentiert mit Ein-

gabe vom 30. Dezember 2019 seine Honorarnote. Der ausgewiesene Zeit-

aufwand von rund 9.2 Stunden erscheint dabei leicht überhöht. In Berück-

sichtigung der massgeblichen Bemessungsfaktoren (vgl. Art. 8 ff. VGKE) 

und des auf maximal Fr. 220.– reduzierten Stundenansatzes bei amtlich 

bestellten Rechtsbeiständen (vgl. die erwähnte Zwischenverfügung S. 3) 

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Seite 18 

ist das Honorar für das vorliegende Verfahren demnach auf insgesamt 

Fr. 2’000.– (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuerzuschlag im Sinne von 

Art. 9 Abs. 1 Bst. c VGKE) festzusetzen. 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. 

3.  

Dem amtlich beigeordneten Rechtsbeistand wird zulasten der Gerichts-

kasse ein Honorar von Fr. 2’000.– zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Roswitha Petry Urs David 

 

 

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