# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a0f73c6e-7e8d-59c9-b9c9-fe449f4c29a3
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-10-14
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 14.10.2020 810 20 161
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-20-161_2020-10-14.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht 
 
vom 14. Oktober 2020 (810 20 161) 
____________________________________________________________________ 
 
 
 
Kindes- und Erwachsenenschutzrecht 
 
 
Besuchs- und Ferienrecht / Entführungsgefahr / Verknüpfung von finanziellen Aspekten 
mit dem Besuchsrecht 
 
 
Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Niklaus Ruckstuhl, Hans 

Furer, Daniel Häring, Stefan Schulthess, Gerichtsschreiberin i.V. Daph-
ne Karaman 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführerin 

  
 
gegen 
 
 

 Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____, Vorinstanz 
 
C.____, Beschwerdegegner 
 

  
  
Betreff Regelung der Besuchs- und Ferienzeit 

(Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ vom 
19. Mai 2020) 

 
 
 
A. Die 2011 geborene D.____ und der 2013 geborene E.____ sind die gemeinsamen 
Kinder der nicht verheirateten A.____ und C.____. A.____ trägt das alleinige Sorgerecht für 
D.____ und E.____. Mit Entscheid vom 10. März 2015 errichtete die Kindes- und Erwachse-

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nenschutzbehörde B.____ (KESB) eine Erziehungsbeistandschaft zur Organisation und Über-
wachung des persönlichen Verkehrs und ernannte F.____ zur Beiständin.  
 
B. Am 12. Februar 2020 reichte der Kindsvater bei der KESB einen Antrag auf Regelung 
der Ferien ein, inklusive Absprachen über Pässe, Vollmachten und dergleichen. In der Folge 
wurden die Eltern über die Eröffnung des Verfahrens informiert und die Beiständin wurde gebe-
ten, zusammen mit den Kindseltern eine Regelung für die Besuchswochenenden und die Ferien 
zu vereinbaren. 
 
C. Mit zwei Berichten vom 24. April 2020 informierte F.____ die KESB darüber, dass zwi-
schen den Kindseltern keine Einigung betreffend die Ferienregelung zustande gekommen sei. 
Der Kindsvater beantrage 4 Wochen jährlich mit seinen Kindern, während die Kindsmutter ihm 
nur drei Wochen zugestehen wolle, solange dieser kein Erwerbseinkommen habe und keine 
Unterhaltsbeiträge leiste. Zudem hege die Kindsmutter die Befürchtung, der Kindsvater wolle 
die Kinder nach Montenegro entführen, weshalb sie darauf beharre, dass die Ferien in der 
Schweiz zu verbringen seien. Die Beiständin erklärte in ihrem Bericht, dass sie keine Anzeichen 
für eine Entführungsgefahr sehe, und empfahl deshalb, durch einen behördlichen Entscheid die 
Besuchs- und Ferienzeiten wie folgt verbindlich festzulegen: D.____ und E.____ sollten den 
Kindsvater vierzehntägig jeweils von Freitag 18:00 Uhr bis Sonntag 18:00 Uhr besuchen sowie 
vier Wochen Ferien bei ihm verbringen. Eine Einschränkung auf die Schweiz war ihrer Ein-
schätzung nach nicht erforderlich. 
 
D. Mit Entscheid vom 19. Mai 2020 regelte die KESB den persönlichen Verkehr zwischen 
dem Kindsvater und seinen Kindern gemäss den Empfehlungen der Beiständin. Zudem wies sie 
die Kindseltern an, sämtliche Tätigkeiten zu unterlassen, welche mit aussergewöhnlichen Ge-
fahren für die Kinder verbunden seien, namentlich das Schwimmen in offenen Gewässern 
und/oder das Befahren von Seen und Flüssen mit Booten, sowie die für den Transport von Kin-
dern in Fahrzeugen geltenden Bestimmungen einzuhalten. Einer allfälligen Beschwerde wurde 
die aufschiebende Wirkung entzogen. Als Begründung führte die KESB an, dass es grundsätz-
lich dem Besuchsberechtigten freistehe, während der Ausübung des persönlichen Verkehrs 
über den Aufenthaltsort der Kinder zu bestimmen. Einschränkungen seien bei Bedarf im Hin-
blick auf einzelne Ferienaufenthalte und nur in Anbetracht des Kindeswohls zu beurteilen. Dem 
alleinigen Wunsch des sorgeberechtigten Elternteils, die Auswahl der in den Ferien zu besu-
chenden Länder beschränken zu wollen, könne nicht gefolgt werden. Hinsichtlich der Ein-
schränkung der Kontaktzeiten aufgrund fehlender Alimente führte die KESB an, dass eine der-
artige Einschränkung nicht Teil eines behördlichen Entscheids sein könne. Der Kindsmutter 
stehe offen, ihrer Motivation, dem Kindsvater für geleistete Alimente einen "Bonus" anzubieten, 
dadurch Ausdruck zu verleihen, dass sie ihm über die behördlichen Mindestregelungen hinaus-
gehende Kontaktmöglichkeiten anbiete.  
 
E. Gegen diesen Entscheid erhob die Kindsmutter mit Eingabe vom 8. Juni 2020 Be-
schwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht). 
Darin gibt sie an, den Ferien und Besuchszeiten teilweise zuzustimmen, beantragt jedoch, dass 
die Ferienzeit dahingehend zu beschränken sei, dass diese nur in der Schweiz verbracht wer-

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den dürfen. Zur Begründung macht sie geltend, die Vorinstanz habe die finanzielle Situation des 
Kindsvaters bei ihrem Entscheid unberücksichtigt gelassen. Dieser habe nämlich kein Einkom-
men, lebe bei seinen Eltern und habe diverse Betreibungen hängig. Zudem würde er keinen 
Kindesunterhalt bezahlen. Aufgrund des fehlenden Einkommens könne der Kindsvater nicht für 
die Verpflegung der Kinder sorgen und es sei ihm insbesondere nicht möglich, bei einem 
Krankheitsfall oder einem Unfall im Ausland für die Kosten einer Behandlung aufkommen. Es 
sei deshalb mit dem Kindeswohl unvereinbar, wenn die Ferienzeit nicht auf die Schweiz be-
schränkt würde. Auch äusserte sie Zweifel darüber, dass der Kindsvater über ausreichende 
Mittel verfüge, um die Kinder für eine Dauer von vier (anstatt drei) Wochen zu verpflegen. 
 
F. Am 29. Juni 2020 liess sich die Vorinstanz vernehmen. Sie beantragt, dass die Be-
schwerde abgewiesen werde unter Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdeführerin. Zusammen-
fassend macht sie geltend, dass keine Anhaltspunkte für eine Gefährdung des Kindeswohls 
vorliegen würden, welche eine Einschränkung des Rechts auf persönlichen Verkehr, wie dies 
von der Kindsmutter verlangt werde, rechtfertigen würden. In der Vergangenheit habe die Vor-
instanz nie tätig werden müssen aufgrund einer Unfähigkeit des Kindsvaters, für den Bedarf 
seiner Kinder aufzukommen. Aus diesem Grund sei von einem vernünftigen Planen und Han-
deln seinerseits auszugehen. Zudem sei glaubwürdig, dass er bei seinen Eltern wohne und von 
ihnen unterstützt werde. Der Argumentation der Kindsmutter könne nicht gefolgt werden, da die 
Vorinstanz sonst sämtlichen Eltern und Elternteilen, welche allgemein über eingeschränkte fi-
nanzielle Mittel verfügten, Ferien im Ausland untersagen müsste. Es sei zudem anzunehmen, 
dass der Kindsvater aufgrund des Preisniveaus während Ferien in seinem Heimatland weniger 
Ausgaben habe, als dies in der Schweiz der Fall wäre. Betreffend die Leistung von Kindesun-
terhalt führte die Vorinstanz an, dass einer Verletzung dieser Pflicht allenfalls mit Massnahmen 
der Inkassohilfe zu begegnen sei, aber nicht mit einer Einschränkung der Kontakte des Vaters 
zu seinen Kindern. Mit ihrer Argumentation würde die Beschwerdeführerin das Recht ihrer Kin-
der einschränken, in einem möglichst unbeschwerten Kontakt mit ihrem Vater zu stehen. Dies 
stehe der obersten Leitlinie des Kindesrechts, dem Kindeswohl, entgegen.  
 
G. Mit Vernehmlassung vom 21. Juli 2020 beantragt der Kindsvater sinngemäss die Ab-
weisung der Beschwerde. Als Begründung führt er im Wesentlichen an, dass die bisherigen 
Aufenthalte von D.____ und E.____ bei ihm problemlos verlaufen seien. Zudem äusserte er 
seine Bereitschaft, eine Lösung zu finden und für allfällige Gesundheitskosten der Kinder im 
Ausland mittels einer Versicherung vorzusorgen. Er sei bemüht darum, eine Anstellung zu fin-
den, um seinen Verpflichtungen nachkommen zu können und ein geregeltes Leben zu führen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss Art. 450 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB) vom 10. De-
zember 1907 i.V.m. Art. 314 Abs. 1 ZGB kann gegen Entscheide einer Kindesschutzbehörde 
Beschwerde beim zuständigen Gericht erhoben werden. § 66 Abs. 1 des kantonalen Gesetzes 
über die Einführung des Zivilgesetzbuchs (EG ZGB) vom 16. November 2006 erklärt für die 
Beurteilung von Beschwerden nach Art. 450 Abs. 1 ZGB das Kantonsgericht, Abteilung Verfas-

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sungs- und Verwaltungsrecht, für zuständig. Das Verfahren richtet sich nach den Art. 450 ZGB 
bis Art. 450e ZGB. Im Übrigen sind die Bestimmungen des kantonalen Verwaltungsprozess-
rechts anwendbar (§ 66 Abs. 2 EG ZGB). Demnach ist die Fünferkammer der Abteilung Verfas-
sungs- und Verwaltungsrecht des Kantonsgerichts zur Beurteilung der vorliegenden Beschwer-
de zuständig (§ 1 Abs. 2 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung 
[VPO] vom 16. Dezember 1993). Nach Art. 450 Abs. 2 ZGB sind Personen zur Beschwerde 
befugt, die am Verfahren beteiligt sind (Ziff. 1), die der betroffenen Person nahe stehen (Ziff. 2) 
oder die ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochte-
nen Entscheids haben (Ziff. 3). Die Beschwerdeführerin ist als direkte Verfahrensbeteiligte zur 
Beschwerdeerhebung legitimiert.  
 
2. Die Beschwerde ist beim Gericht schriftlich und begründet einzureichen (Art. 450 
Abs. 3 ZGB). Sie muss ein klar umschriebenes Begehren sowie die Unterschrift der Parteien 
enthalten (§ 5 Abs. 1 VPO). An Laienbeschwerden dürfen in sprachlicher und formeller Hinsicht 
jedoch keine allzu strengen Anforderungen gestellt werden (vgl. Botschaft zur Änderung des 
Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kindesrecht] vom 
28. Juni 2006, Bundesblatt [BBl] 2006 7001, S. 7085). Ein von einer betroffenen urteilsfähigen 
Person unterzeichnetes Schreiben ist hinreichend, sofern das Anfechtungsobjekt ersichtlich ist 
und erkennbar wird, warum und inwiefern sie mit der getroffenen Anordnung ganz oder teilwei-
se nicht einverstanden ist (Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwal-
tungsrecht [KGE VV], vom 19. September 2018 [810 18 339] E. 1.3.1; KGE VV vom 28. Februar 
2018 [810 17 331] E. 1.3.1; KGE VV vom 15. November 2017 [810 17 281] E. 1.2; LORENZ 
DROESE/DANIEL STECK, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 
6. Aufl., Basel 2018, N 42 zu Art. 450 ZGB). Vorliegend sind die Erfordernisse an eine Laienbe-
schwerde als erfüllt zu betrachten und es ist auf die Beschwerde einzutreten. 
 
3. Gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen 
(Ziff. 1), die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die Un-
angemessenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Dem Kantonsgericht kommt bei der Beurteilung der 
vorliegenden Beschwerde somit volle Kognition zu. 
 
4. Die Beschwerdeführerin verlangt in ihrer Beschwerde eine Änderung der von der Vor-
instanz vorgenommenen Regelung der Ferienzeit, im Konkreten, dass deren Ausübung auf das 
Gebiet der Schweiz beschränkt wird. Es ist deshalb vorliegend zu prüfen, ob die KESB es zu 
Unrecht unterlassen hat, das Ferienrecht des Kindsvaters mit einer geografischen Einschrän-
kung auf das Gebiet der Schweiz zu versehen. 
 
4.1 Eltern, denen die elterliche Sorge oder Obhut nicht zusteht, und das minderjährige 
Kind haben gegenseitig Anspruch auf angemessenen persönlichen Verkehr (Art. 273 Abs. 1 
ZGB). Dieses Recht steht dem Betroffenen um seiner Persönlichkeit willen zu (vgl. BGE 136 III 
353 E. 3.4; 123 III 445 E. 3b). Als sog. "Pflichtrecht" dient es freilich in erster Linie dem Interes-
se des Kindes. Bei der Festsetzung des Besuchsrechts geht es nicht darum, einen gerechten 
Interessenausgleich zwischen den Eltern zu finden, sondern den elterlichen Kontakt mit dem 
Kind in dessen Interesse zu regeln (vgl. BGE 120 II 229 E. 3b/aa). Als oberste Richtschnur für 

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die Ausgestaltung des Besuchsrechts gilt somit immer das Kindeswohl, das anhand der gege-
benen Umstände zu beurteilen ist. Allfällige Interessen der Eltern haben zurückzustehen (vgl. 
BGE 123 III 445 E. 3b; Urteile des Bundesgerichts 5A_306/2019 vom 29. Januar 2020 E. 4.4; 
5A_831/2018 vom 23. Juli 2019 E. 6.2). 
 
4.2 Bei alleiniger elterlicher Sorge steht es grundsätzlich dem sorgerechtsberechtigen El-
ternteil zu, den Aufenthaltsort der Kinder zu bestimmen. Demgegenüber bestimmt den vorüber-
gehenden Aufenthaltsort jeweils derjenige Elternteil, welcher das Kind im entsprechenden Zeit-
punkt betreut. Dies bedeutet, dass es ihm obliegt zu entscheiden, welche Ausflüge unternom-
men werden oder wohin die Ferien führen, ohne dass der Sorgerechtsinhaberin ein Mitbestim-
mungsrecht zukäme (HEINZ HAUSHEER/THOMAS GEISER/REGINA E. AEBI-MÜLLER, Familienrecht, 
6. Aufl., Bern 2018, Rz. 17.106; ANDREA BÜCHLER/SANDRO CLAUSEN, in: Schwenzer/Fank-
hauser [Hrsg.], FamKomm Scheidung, 3. Aufl., Bern 2017, N 4 zu Art. 301a ZGB; KURT 
AFFOLTER-FRINGELI/URS VOGEL, in: Affolter-Fringeli/Vogel [Hrsg.], Berner Kommentar, Art. 296-
327c ZGB, Die Wirkungen des Kindesverhältnisses: elterliche Sorge / Kindesschutz / Kindes-
vermögen, Bern 2016, N 14 zu Art. 301a ZGB). 
 
4.3 Aus dem Gesagten folgt, dass eine Einschränkung des Besuchsrechts sich dann ge-
bietet, wenn mit der Ausübung des Besuchsrechts eine Gefährdung des Kindeswohls einher-
geht. Mithin sind dem Besuchsrecht des nicht Sorgerechtsberechtigten und damit einhergehend 
das Recht, den vorübergehenden Aufenthaltsort des Kindes zu bestimmen, Grenzen gesetzt 
durch das Kindeswohl. Nicht unproblematisch sind in diesem Zusammenhang beispielsweise 
überlange Reisen über das Wochenende, in Fällen, in welchen die Kindseltern weit voneinan-
der entfernt leben, weshalb die Kinder nach einem Besuchswochenende jeweils sehr erschöpft 
sind. Derartiges lässt sich jedoch nicht in jedem Fall vermeiden. Auch während der Ausübung 
des Besuchsrechts muss selbstverständlich stets das Kindeswohl geachtet werden, so etwa bei 
deren Transport oder bei der Auswahl an Aktivitäten. Dementsprechend hat die Vorinstanz 
denn auch die Kindseltern darauf hingewiesen, dass sie sämtliches zu unterlassen haben, was 
mit aussergewöhnlichen Gefahren für die Kinder verbunden ist, und die für den Transport von 
Kindern in Fahrzeugen geltenden Bestimmungen einzuhalten sind (Dispositiv-Ziff. 3 des Ent-
scheids der KESB vom 19. Mai 2020). Schliesslich rechtfertigt sich eine Einschränkung des 
Besuchsrechts oder gar dessen gänzliche Verweigerung, wenn konkrete Anzeichen einer Ent-
führungsgefahr bestehen, wobei die Verhältnismässigkeit gebietet, dass solchen (potenziellen) 
Gefahren wenn möglich mit Auflagen entgegnet wird (BGE 122 III 404 E. 4c/aa; Urteile des 
Bundesgerichts 5C.176_2002 vom 8. November 2002 E. 5.5.1; 5C.247/2004 vom 10. Februar 
2005 E. 7.3; 5A_830/2010 vom 30. März 2011).  
 
4.4 Im vorliegenden Fall ist zunächst zu beurteilen, ob das Kindeswohl aufgrund der Mög-
lichkeit einer Entführung durch den Kindsvater gefährdet ist und die Vorinstanz aus diesem 
Grund zu Unrecht von einer geografischen Einschränkung des Besuchsrechts absah.  
 
4.4.1 Aus der Beschwerde der Kindsmutter geht hervor, dass diese das Wohl ihrer Kinder 
aufgrund einer Entführungsgefahr durch den Kindsvater gefährdet sieht. So gibt sie an, dass 
dieser im Jahre 2015 damit gedroht habe, die Kinder in seine Heimat zu verschleppen.  

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4.4.2 Die Einschränkung des Besuchs- oder Ferienrechts bedarf konkreter Anhaltspunkte für 
die Gefährdung des Kindeswohls. Eine bloss abstrakte Gefahr reicht hierfür nicht aus (BGE 122 
III 404 E. 4c). Ob eine konkrete Gefahr besteht, bestimmt sich aufgrund einer Würdigung der 
Umstände eines jeden Einzelfalles. Gemäss den Akten besitzt die Familie des Kindsvaters eine 
Ferienwohnung in deren Heimat in Montenegro. Der Kindsvater selber ist als Secondo in der 
Schweiz aufgewachsen. Er lebt bei seinen Eltern und von deren finanzieller Unterstützung. 
Gemäss eigenen Angaben sucht er auch hier eine Arbeit. Für seine Kinder hat er seit Januar 
2018 ein unbegleitetes Besuchsrecht, dessen Ausübung bisher keine Probleme bereitet hat. 
Zudem kümmert er sich um die schulischen Belange von D.____ und E.____. Wie die Beistän-
din berichtet, zeichnet sich der Kindsvater durch ein positives und konstruktives Verhalten aus. 
Er sei bemüht darum, zu seinen Kindern trotz seiner Trennung von der Kindsmutter eine gute 
Beziehung aufzubauen. Die Beiständin, welche einen gewissen Einblick in die persönlichen 
Verhältnisse des Kindsvaters hat, sieht keine Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Entfüh-
rungsgefahr. 
 
4.4.3 Nach dem Gesagten muss im vorliegenden Fall verneint werden, dass aufgrund kon-
kreter Anhaltspunkte eine Entführungsgefahr real bestehen würde. Daran vermögen auch die 
Hinweise der Beschwerdeführerin auf angeblich laufende Strafverfahren, worin sie offenbar ein 
Motiv zur Flucht aus der Schweiz sieht, nichts zu ändern. Der Kindsvater ist in der Schweiz 
verwurzelt und plant auch seine Zukunft hier. Er zeichnet sich durch ein kooperatives und 
wohlwollendes Verhalten gegenüber seinen Kindern und den Behörden aus. Die Beschwerde-
führerin vermag ihre Behauptung, wonach der Kindsvater mit einer Entführung gedroht habe, 
nicht zu belegen und diese Behauptung erscheint mit Blick auf den Lebensmittelpunkt des 
Kindsvaters in der Schweiz als nicht glaubhaft.  
 
4.5 Im Folgenden ist zu prüfen, ob das Besuchsrecht von C.____ aufgrund seiner finanziel-
len Verhältnisse auf das Gebiet der Schweiz zu beschränken ist.  
 
4.5.1 Die Beschwerdeführerin bringt an, dass es die Vorinstanz bei der Regelung des Be-
suchsrechts zu Unrecht unterlassen habe, die finanziellen Verhältnisse des Kindsvaters in Be-
tracht zu ziehen, namentlich, dass dieser keinen Unterhalt bezahle. Da er kein Einkommen ha-
be, könne er weder für die Verpflegung der Kinder sorgen noch habe er genügend Mittel, um im 
Falle einer Krankheit oder eines Unfalls der Kinder im Ausland für die Kosten der medizinischen 
Behandlung aufzukommen. Das Kindeswohl könne einzig dadurch gewahrt werden, dass das 
Ferienrecht des Kindsvaters auf das Gebiet der Schweiz beschränkt werde.  
 
4.5.2 Die Beschwerdeführerin ersucht letztlich um eine Beschränkung des dem Kindsvaters 
zustehenden Besuchsrechts aufgrund seiner finanziellen Verhältnisse und verlangt mithin ein 
Aufwiegen von finanziellen Aspekten mit dem Besuchsrecht. Eine derartige Beschränkung al-
lein auf die Mittellosigkeit des Kindsvaters zu begründen, ist nicht zulässig, bestraft sie ihn im 
Ergebnis dafür, dass er seine Erwerbskraft nicht vollkommen ausschöpft. Dies geht nicht an, 
denn das Besuchsrecht und die Unterhaltspflicht sind voneinander unabhängig (Urteil des Bun-
desgerichts 5A_179/2018 vom 31. Januar 2019 E. 5.2 und 6.3). Die Beschwerdeführerin ver-
kennt, dass eine Einschränkung des Besuchsrechts aufgrund der finanziellen Verhältnisse des 

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Vaters letztlich auf eine Einschränkung des Rechts ihrer Kinder hinausläuft, eine gesunde Be-
ziehung zu ihrem Vater aufzubauen. Stünden für sie tatsächlich Befürchtungen um die Gesund-
heit der Kinder bei einer Auslandreise im Vordergrund, so gäbe es andere Möglichkeiten, diese 
sicherzustellen. Zu denken wäre dabei beispielsweise an eine zusätzliche Versicherung, wie 
dies vom Kindsvater denn auch vorgeschlagen wird. Wie sich aus den Akten ergibt, konnte der 
Kindsvater trotz bescheidener finanzieller Verhältnisse sein Besuchsrecht, darunter auch 
mehrwöchige Ferien, stets zuverlässig und ohne das Auftreten von Problemen wahrnehmen. 
Des Weiteren schliesst sich das Gericht der Annahme der Vorinstanz an, dass bei Ferien im 
Heimatland des Kindsvaters im Besonderen wohl geringere Unterhaltskosten anfallen dürften, 
zumal die Familie dort ein Ferienhaus besitzt. Vorliegend steht für das Gericht nach dem Ge-
sagten fest, dass die Vorinstanz zu Recht von einer Beschränkung des Ferienrechts aufgrund 
der finanziellen Verhältnisse des Kindsvaters absah. 
 
5. Nachdem eine konkrete Entführungsgefahr verneint wird und eine Einschränkung des 
Besuchsrechts rein aufgrund der finanziellen Verhältnisse des Kindsvaters unzulässig ist, hat 
die Vorinstanz die Ausübung des Besuchsrechts zu Recht nicht auf das Gebiet der Schweiz 
beschränkt. Es liegt keine Gefährdung des Kindeswohls vor, welche eine derartige Einschrän-
kung rechtfertigen würde. Die Beschwerde ist damit insgesamt als unbegründet abzuweisen.  

 
6. Es bleibt über die Kosten des vorliegenden Verfahrens zu befinden. Gemäss § 20 
Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfas-
sen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden 
Partei in angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Entsprechend dem Ausgang 
des vorliegenden Verfahrens sind die kantonsgerichtlichen Verfahrenskosten in der Höhe von 
Fr. 1'400.-- der Beschwerdeführerin aufzuerlegen und mit dem von ihr geleisteten Kostenvor-
schuss in der Höhe von Fr. 1'400.-- zu verrechnen. Die Parteikosten sind wettzuschlagen (§ 21 
VPO). 
  

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Die Verfahrenskosten in Höhe von Fr. 1'400.-- werden der Beschwerde-

führerin auferlegt und mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss in der 
Höhe von Fr. 1'400.-- verrechnet. 

   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin i.V.