# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9504140c-d71d-58d6-81fc-e13809d6636c
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-05-22
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 22.05.2008 D-6898/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6898-2007_2008-05-22.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-6898/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 2 .  M a i  2 0 0 8

Richter Walter Lang (Vorsitz), 
Richterin Christa Luterbacher, Richter Robert Galliker,
Gerichtsschreiber Martin Maeder.

A._______, geboren (...), deren Kinder B._______, 
geboren (...), und C._______, geboren (...), Pakistan,
alle vertreten durch Claudia Zumtaugwald, 
Rechtsanwältin, (...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 
3003 Bern,
Vorinstanz.

Asylgesuch aus dem Ausland und Einreisebewilligung; 
Verfügung des BFM vom 10. September 2007 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-6898/2007

Sachverhalt:

A.  
A.a Der  Ehemann  beziehungsweise  Vater  der  Beschwerdeführer 
reichte am 23. April 2003 in der Schweiz ein Asylgesuch ein. Zu des-
sen  Begründung  machte  er  im  Wesentlichen  geltend,  wegen  seiner 
Zugehörigkeit zur schiitischen Glaubensgemeinschaft hätten missliebi-
ge Privatpersonen ihn zu ruinieren versucht,  indem sie zunächst an-
lässlich eines Disputs vor seinem Haus in D._______ (Distrikt Lahore, 
Provinz  Punjab)  seinen  ältesten  Sohn  ermordet  und  später  im  An-
schluss an zwei weitere Schiessereien mit Todesfolge jeweils versucht 
hätten, ihn unter Anspielung auf vermeintliche Rachegelüste persön-
lich  für  die  Tötungsdelikte  verantwortlich  zu  machen.  Die  Mörder 
seines Sohnes hätten die Behörden bestochen und seien nach kurzer 
Zeit  gegen Kaution  wieder  auf  freien  Fuss gesetzt  worden. Er  habe 
danach  verschiedene  Instanzen  angerufen  und  -  ergebnislos  - 
versucht,  eine gerechte Strafe für  die Mörder zu erwirken. Nach der 
ersten der beiden späteren Schiessereien habe er sich während zwei-
einhalb Jahren bemüht, seine Unschuld zu beweisen. Weil er zu seiner 
eigenen Sicherheit im Versteckten gelebt habe, sei er von den Behör-
den  als  untergetaucht  gemeldet  und  steckbrieflich  gesucht  worden. 
Deswegen  sei  es  ihm nicht  gelungen,  seine Unschuld  zu  beweisen. 
Seine Familie habe sich in dieser Zeit aus Angst vor Belästigungen bei 
einem Freund in E._______ aufgehalten. Die zweite Schiesserei habe 
sich  Ende  Februar  oder  Anfang  März  2003  in  seinem  vormaligen 
Wohnort  F._______  ereignet.  Als  er  auch  nach  diesem  Vorfall  von 
seinen Feinden mit Mordvorwürfen belastet worden sei, habe er sich 
zusammen  mit  seiner  Familie  irgendwo  in  Lahore  versteckt. 
Schliesslich habe er am 12. April 2003 das Land verlassen.

A.b Mit  Verfügung vom 1. September 2005 stelle  das BFM fest,  der 
Ehemann  beziehungsweise  Vater  der  Beschwerdeführer  erfülle  die 
Flüchtlingseigenschaft  nicht,  lehnte  das  Asylgesuch  ab  und  ordnete 
die Wegweisung aus der Schweiz sowie deren Vollzug an. Als Begrün-
dung für die Nichtzuerkennung der Flüchtlingseigenschaft und Ableh-
nung des Asylgesuchs führte das BFM zusammenfassend an, die Ge-
suchsvorbringen hielten zum einen Teil bereits den Anforderungen an 
die Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 
(AsylG, SR 142.31) nicht stand oder seien zum andern Teil mit Blick 
auf die Anerkennungskriterien des Flüchtlingsbegriffs von Art. 3 AsylG 
materiellrechtlich unerheblich. Von Amtes wegen veranlasste Abklärun-

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gen durch die Schweizerische Botschaft in Islamabad hätten insbeson-
dere  ergeben,  dass  der  Ehemann  beziehungsweise  Vater  der  Be-
schwerdeführer gemäss Meinungsäusserungen von Personen aus sei-
nem näheren Umfeld nicht der schiitischen, sondern der sunnitischen 
Glaubensgemeinschaft angehöre, was im Übrigen auch für die ande-
ren Familienangehörigen gelte. Laut den Auskünften der angefragten 
Personen hätten die Probleme des Ehemanns beziehungsweise Vaters 
der  Beschwerdeführer  keinen  religiösen  Hintergrund,  sondern  ihren 
Ursprung  in  Meinungsverschiedenheiten  im  Zusammenhang  mit  der 
Tilgung des Preises nach dem Verkauf des Hauses in F._______ und 
der Übersiedlung nach D._______. Dass die Mörder des Sohnes nicht 
zur Verantwortung gezogen worden seien, sei nicht mit dem fehlenden 
Schutzwillen  des  pakistanischen  Staates,  sondern  mit  dem  Ver-
säumnis des Ehemanns beziehungsweise Vaters der Beschwerdefüh-
rer zu erklären, mit Hilfe seines Anwalts die verfügbaren Rechtsmittel 
auszuschöpfen.  Was  die  falschen  Anschuldigungen  im  Zusammen-
hang mit den beiden späteren Schiessereien mit Todesfolge betreffe, 
so  habe den betreffenden Anzeigen der  Verdacht  begangener  Straf-
taten zugrunde gelegen. Anzeichen für eine auf  asylrelevanten Moti-
ven basierende Verfolgung gebe es nicht, zumal der Ehemann bezie-
hungsweise Vater der Beschwerdeführer keine Zugehörigkeit zu einer 
politischen, religiösen oder sozialen Gruppierung geltend mache.

A.c Mit Beschwerde vom 3. Oktober 2005 liess der Ehemann bezie-
hungsweise Vater der Beschwerdeführer die Verfügung des BFM vom 
1.  September  2005  durch  die  rubrizierte  Rechtsvertreterin  in  allen 
Punkten bei der damals zuständigen Schweizerischen Asylrekurskom-
mission (ARK) anfechten.

A.d Am 1. Januar 2007 übernahm das Bundesverwaltungsgericht das 
hängige Beschwerdeverfahren von der ARK.

B.
B.a Mit  schriftlicher  Eingabe  der  rubrizierten  Rechtsvertreterin  vom 
5. April 2007 (Datum der Übermittlung per Telefax) orientierten die Be-
schwerdeführer  die schweizerische Botschaft  in  Islamabad über ihre 
Absicht, in den nächsten Tagen ein Asylgesuch und einen Antrag auf 
Bewilligung der Einreise in die Schweiz zu stellen.

B.b Nach der Einreichung der Asylgesuche für sie selbst und ihre bei-
den minderjährigen Kinder wurde die Beschwerdeführerin am 18. Juni 
2007  auf  der  schweizerischen  Botschaft  in  Islamabad  zu  den  Asyl-

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gründen befragt. Dabei verwies sie weitgehend auf das Schreiben ihrer 
Rechtsvertreterin vom 5. April 2007.

B.c Die  schweizerische  Botschaft  in  Islamabad  leitete  am  30.  Juli 
2007 das Protokoll der Befragung vom 18. Juli 2007, eine Kopie des 
Schreibens der Rechtsvertreterin vom 5. Juni 2007 und einen kurzen 
Bericht mit einer Beurteilung der Asylgesuche zum Entscheid an das 
BFM weiter.

C.
Mit Verfügung vom 10. September 2007 verweigerte das BFM den Be-
schwerdeführern die Bewilligung der Einreise in die Schweiz und lehn-
te ihre Asylgesuche ab. Zur Begründung führte es zusammenfassend 
aus,  die Beschwerdeführer  seien nicht  schutzbedürftig  im Sinne von 
Art. 3 AsylG und erfüllten auch nicht die Bedingungen für eine Fami-
lienzusammenführung im Sinne von Art. 51 AsylG.

D.
Mit Beschwerde vom 10. Oktober 2007 liessen die Beschwerdeführer 
die Verfügung des BFM vom 10. September 2007 durch ihre Rechts-
vertreterin in der Schweiz beim Bundesverwaltungsgericht anfechten. 
Zur Hauptsache stellten sie das Begehren, es sei die angefochte Ver-
fügung aufzuheben und ihnen die Einreise in die Schweiz zu bewilli-
gen. Im Eventualpunkt  beantragten sie,  es sei  die Frage der Flücht-
lingseigenschaft  und Asylfähigkeit  zu beurteilen. In  verfahrensrechtli-
cher  Hinsicht  ersuchten  sie  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege unter amtlicher Verbeiständung durch die von ihnen be-
vollmächtigte Rechtsvertreterin sowie um Verzicht auf das Erheben ei-
nes Kostenvorschusses.

Zusammen mit der Beschwerdeschrift wurden ein die Beschwerdefüh-
rerin betreffendes ärztliches Zeugnis aus Pakistan vom 16. September 
2007 in der Form eines Telefaxes, der Ausdruck einer am 6. Oktober 
2007  übermittelten  E-Mail  des  Sohnes  B._______  an  die 
Rechtsvertreterin  sowie  vier  Dokumente  den  Ehemann 
beziehungsweise  Vater  der  Beschwerdeführer  betreffend  (ärztliches 
Zeugnis  vom  5.  April  2007,  Arbeitsbestätigung  vom  12.  April  2007, 
Lohnblatt  vom 31. Januar  2006,  Bestätigung für  Geldüberweisungen 
nach Pakistan vom 23. März 2006) zu den Akten gegeben. 

E. Mit  Verfügung  vom  18.  Oktober  2007  wies  der  zuständige  In-
struktionsrichter des Bundesverwaltungsgerichts das Gesuch um Ge-

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währung  der  unentgeltlichen  Verbeiständung  (Art.  65  Abs.  2  des 
Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfah-
ren [VwVG, SR 172.021]) mangels sachlicher Notwendigkeit einer sol-
chen Assistenz zur Wahrung der Interessen der Beschwerdeführer ab. 
Gleichzeitig verzichtete er antragsgemäss auf das Erheben eines Kos-
tenvorschusses und überwies das  Beschwerdedoppel  mit  den Akten 
dem BFM zur Vernehmlassung.

F. In seiner Vernehmlassung vom 31. Oktober 2007, welche den Be-
schwerdeführern  durch den Instruktionsrichter  ohne Einräumung des 
Replikrechts  zur  Kenntnis  gebracht  wurde,  beantragte  das  BFM die 
Abweisung  der  Beschwerde.  Als  Begründung  führte  es  an,  die  Be-
schwerdeschrift enthalte keine neuen erheblichen Tatsachen oder Be-
weismittel, welche eine Änderung des in der Verfügung vom 10. Sep-
tember 2007 vertretenen Standpunktes rechtfertigen könnten.

G. Mit Folgeeingabe vom 21. Februar 2008 ergänzten die Beschwer-
deführer  die  Begründung  ihrer  Begehren.  Im  Kern  machten  sie  gel-
tend, dass eine mit der Beschwerdeführerin verwandte Familie aus der 
Nachbarschaft  ihres  gegenwärtigen Aufenthaltsortes  am 19. Februar 
2008 das Ziel eines bewaffneten Überfalls durch maskierte Unbekann-
te gewesen sei. Die Eltern und ein Kind der überfallenen Familie, die 
zuvor wegen der ihnen (den Beschwerdeführern) gegenüber gezeigten 
Hilfsbereitschaft  schon telefonisch belästigt  worden sei,  hätten dabei 
ihr Leben verloren.

H. Am 3. März 2008 liessen die Beschwerdeführer  als  weiteres Be-
weismittel  ein  als  "eidesstattliche Erklärung"  der Beschwerdeführerin 
bezeichnetes Dokument vom 23. Februar 2008 betreffend den geltend 
gemachten Vorfall vom 19. Februar 2008 mit dem zugehörigen Brief-
umschlag aus  Pakistan zu  ihrem Dossier  geben. Zusätzlich  reichten 
sie eine Kostennote ihrer Rechtsvertreterin ein.

I. Mit Eingabe vom 5. Mai 2008 wurden als weitere Beweismittel vier 
Fotos sowie eine ärztliche Notiz vom 7. April  2008 zu den Akten ge-
geben. Unter Berufung darauf wurde geltend gemacht, dass die Toch-
ter C._______ sich in einer medizinischen Notlage befinde, nachdem 
sie  eine Verbrennung am Unterarm erlitten habe,  deren Behandlung 
von Komplikationen  begleitet  sei  und nunmehr  eine  Anwendung  der 
Methoden der plastischen Chirurgie notwendig mache, die in Pakistan 
nicht erhältlich seien.

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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.  
1.1 Gemäss  Art.  31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni 
2005  (VGG,  SR 173.32)  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG, sofern keine Aus-
nahme  nach  Art.  32  VGG  vorliegt.  Als  Vorinstanzen  gelten  die  in 
Art. 33 und 34 VGG genannten Behörden. Zu den beim Bundesverwal-
tungsgericht  anfechtbaren  Verfügungen  gehören  somit  solche  des 
BFM (vgl. Art. 33 Bst. d  VGG),  welche gestützt  auf  das  AsylG (vgl. 
Art. 32 VGG e contrario) erlassen wurden; das Bundesverwaltungsge-
richt entscheidet auf diesem Gebiet endgültig (Art. 105 AsylG; Art. 83 
Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni  2005 (BGG, 
SR 173.110).

1.2 Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrich-
tige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachver-
halts  und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG).

2.
2.1 Die  Beschwerdeführer  haben  am Verfahren vor  dem Bundesamt 
teilgenommen, sind durch die angefochtene Verfügung besonders be-
rührt  und  haben  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung 
beziehungsweise Änderung. Damit  sind  sie  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG).

2.2 Die Beschwerde wurde innert der gesetzlichen Frist von 30 Tagen 
in gültiger Form eingereicht (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 50 und 52 VwVG). 
Demzufolge  ist  auf  diese  -  unter  Vorbehalt  der  Ausführungen  unter 
Erwägung 5 - einzutreten.

3.  
3.1 Gemäss Art. 19 Abs. 1 AsylG kann ein Asylgesuch im Ausland bei 
einer schweizerischen Vertretung gestellt werden, welche es mit einem 
Bericht an das Bundesamt überweist (Art. 20 Abs. 1 AsylG).

3.2 Die schweizerische Vertretung führt mit der asylsuchenden Person 
in der Regel eine Befragung durch (Art. 10 Abs. 1 AsylV 1). Ist  dies 
nicht  möglich,  so  wird  die  asylsuchende  Person  von  der  Vertretung 
aufgefordert,  ihre  Asylgründe  schriftlich  festzuhalten  (Art.  10  Abs. 2 
AsylV  1).  Die  schweizerische  Vertretung  überweist  dem  Bundesamt 

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das Befragungsprotokoll  oder das schriftliche Asylgesuch sowie wei-
tere  zweckdienliche  Unterlagen und einen ergänzenden Bericht,  der 
ihre Beurteilung des Asylgesuchs enthält (Art. 10 Abs. 3 AsylV 1).

3.3 Das  Bundesamt  kann  ein  im  Ausland  eingereichtes  Asylgesuch 
ablehnen,  wenn die gesuchstellende Person keine Verfolgung glaub-
haft machen oder ihr die Aufnahme in einem Drittstaat zugemutet wer-
den kann (vgl. Art. 3, Art. 7 und Art. 52 Abs. 2 AsylG). Umgekehrt führt 
es  (noch)  nicht  zur  Anerkennung  als  Flüchtling  und zur  Gewährung 
von Asyl durch die Schweiz, wenn die bei einer Vertretung im Ausland 
um Asyl nachsuchende Person glaubhaft zu machen vermag, dass für 
sie eine unmittelbare Gefahr für Leib und Leben oder für die Freiheit 
aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG besteht. Diesfalls kann dem 
Asylsuchenden lediglich von der durch das Eidgenössische Justiz- und 
Polizeidepartement (EJPD) dazu ermächtigten schweizerischen Vertre-
tung die Einreise in die Schweiz im Hinblick auf die Zuerkennung der 
Flüchtlingseigenschaft  und  die  Asylgewährung  bewilligt  werden 
(Art. 20 Abs. 3 AsylG). Die Einreise in die Schweiz wird einer im Aus-
land um Asyl  nachsuchenden Person ausserdem zur  Abklärung des 
Sachverhaltes bewilligt,  wobei die Bewilligung durch das Bundesamt 
und nur unter der Bedingung erteilt wird, dass der Person nicht zuge-
mutet  werden  kann,  im  Wohnsitz-  oder  Aufenthaltsstaat  zu  bleiben 
oder in ein anderes Land auszureisen (Art. 20 Abs. 2 AsylG). Gemäss 
einem völkerrechtlichen Grundsatz kann eine Person, die eine Staats-
angehörigkeit  besitzt,  die  Flüchtlingseigenschaft  nur  dann  erlangen, 
wenn sie sich ausserhalb des Staates aufhält, dem sie angehört. Be-
findet sich die um Asyl nachsuchende Person noch in ihrem Heimat-
staat,  stellt  sich mit  anderen Worten die Frage der Flüchtlingseigen-
schaft  nicht. Folgerichtig  ist  bei  einem Verbleib im Heimatstaat  nicht 
über  die  Flüchtlingseigenschaft  zu  befinden,  auch  dann nicht,  wenn 
eine Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG an sich glaubhaft gemacht 
ist  (vgl. zum Ganzen BVGE 2007/30 E. 2  S. 360 f.,  Entscheidungen 
und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 
1997 Nr. 15 E. 2b und 2c S. 129 f. mit weiteren Hinweisen).

4.  
4.1 Im vorliegenden Fall  führte die schweizerische Botschaft  in  Isla-
mabad am 18. Juni 2007 eine persönliche Befragung der Beschwerde-
führerin durch (zur Sachverhaltsfeststellung unter Beachtung des An-
spruchs der gesuchstellenden Person auf  rechtliches Gehör im Aus-
landverfahren vgl. BVGE 2007/30 S. 357 ff.). Dem bei den Akten lie-

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genden  Protokoll  zufolge  (vgl. B1/4)  wurde  der  Beschwerdeführerin 
dabei insbesondere die Gelegenheit geboten, die genauen Gründe für 
das  Einreichen  eines  Asylgesuchs  in  der  Schweiz  im  Einzelnen  zu 
schildern. Gegen Ende der Befragung wurde sie zudem eingeladen, 
weitere nützliche Informationen zuhanden der zuständigen schweizeri-
schen Behörden einzubringen. In beiden Situationen verwies die Be-
schwerdeführerin auf die schriftliche Eingabe vom 5. April 2007 bei der 
Botschaft  in  Islamabad,  in  welcher  ihre  Rechtsvertreterin  die  Einrei-
chung des Asylgesuchs angekündigt und die entsprechenden Beweg-
gründe dargelegt  hatte. Wie  auch noch in  den nachfolgenden Erwä-
gungen (E. 4.2) verdeutlicht werden wird, gehen aus diesem Schreiben 
vom 5. April  2007 die Informationen, welche für ein abschliessendes 
Befinden  über  das  Vorliegen  einer  Gefährdung  im  Sinne  von  Art.  3 
AsylG und einer entsprechenden Schutzbedürftigkeit aufseiten der Be-
schwerdeführer  notwendig  sind,  in  genügendem Masse hervor. Aus-
serdem  lassen  sich  den  Akten  des  beim  Bundesverwaltungsgericht 
hängigen  Asylverfahrens  des  Ehemannes  beziehungsweise  Vaters 
auch für  das vorliegende Verfahren sachdienliche Informationen ent-
nehmen, zumal die Beschwerdeführer im Kern eine Reflexverfolgung 
geltend machen. Bei dieser Sachlage ist verlässlich abzusehen, dass 
aus zusätzlichen Abklärungen keine die Entscheidung beeinflussende 
Erkenntnisse gewonnen worden wären. Der rechtserhebliche Sachver-
halt kann mit anderen Worten als vom BFM ausreichend ermittelt be-
trachtet  werden. Folgerichtig  fällt  die  Bewilligung der  Einreise  in  die 
Schweiz zum Zweck und für die Dauer der gebotenen Sachverhaltsab-
klärung  nicht  mehr  in  Betracht  (vgl.  Art. 20  Abs.  2  AsylG;  BVGE 
2007/30 E. 8.1 S. 371). Ob den Beschwerdeführern für diese Periode 
des Verfahrens ein Verbleib im Heimatstaat oder ein Aufenthalt in ei-
nem anderen Land zuzumuten gewesen wäre, ist demnach nicht mehr 
zu erörtern.

4.2 Zu prüfen bleibt, ob die Beschwerdeführer glaubhaft machen kön-
nen, dass für sie eine unmittelbare Gefahr für Leib und Leben oder für 
die Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG besteht (Art. 20 
Abs. 3 AsylG).

4.2.1 Nach der Aufforderung, die exakten Gründe für ihr Asylgesuch 
zu benennen und ausführlich zu erläutern,  verwies die Beschwerde-
führerin  anlässlich  ihrer  Befragung  durch  die  schweizerische  Vertre-
tung  in  Islamabad  vollumfänglich  auf  die  Ausführungen  in  einem 
Schreiben ihrer Rechtsvertreterin, welches am 5. April  2007 der Bot-

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schaft  per  Telefax  übermittelt  worden  war. In  jenem Schreiben  wird 
geltend gemacht, das politisch sehr unruhige Gebiet, aus welchem die 
Beschwerdeführer  stammten,  lasse  es  nicht  mehr  zu,  dass  sie  den 
Entscheid über das in der Schweiz hängige Asylgesuch ihres Eheman-
nes beziehungsweise Vaters im Ausland abwarteten. Dieser habe we-
gen seines schiitischen Glaubens sein Heimatdorf verlassen und das 
Haus  verkaufen müssen. In  der  später  gekauften Wohnung könnten 
die  Beschwerdeführer  heute  nicht  mehr  leben,  weil  sie  ständig  von 
ihren Widersachern belästigt würden. Es bestehe eine latente Gefahr, 
dass  der  Sohn B._______ praktisch die  Stellvertreterfunktion  seines 
geflohenen  Vaters  übernehmen  müsse,  welchem  zwei  Morde  in  die 
Schuhe geschoben würden und deswegen die Todesstrafe drohe. Da-
mit die Korruption in Pakistan zufriedengestellt  werden könne, müss-
ten Unmengen Gelder aus der Schweiz zu ihnen transferiert werden. 
Die Beschwerdeführer hätten mittlerweile zweimal den Wohnsitz wech-
seln  müssen.  Die  Polizei  habe  von  der  Beschwerdeführerin  wissen 
wollen,  wo  sich  ihr  Ehemann  befinde.  Der  Sohn  B._______  müsse 
unterdessen in teuren Privatschulen versteckt werden.

4.2.2 Mit dieser Begründung vermögen die Beschwerdeführer eine un-
mittelbare und auf einem relevanten Verfolgungsmotiv beruhende Ge-
fahr für Leib, Leben oder Freiheit, wie sie in Art. 20 Abs. 3 AsylG als 
Grundvoraussetzung für eine Bewilligung der Einreise in die Schweiz 
statuiert wird, nicht glaubhaft zu machen.

Glaubhaft  sind  die  Vorbringen  einer  asylsuchenden  Person  grund-
sätzlich dann, wenn sie genügend substanziiert, in sich schlüssig und 
plausibel sind; sie dürfen sich nicht in vagen Schilderungen erschöp-
fen, in wesentlichen Punkten nicht widersprüchlich sein oder der inne-
ren Logik entbehren und auch nicht den Tatsachen oder der allgemei-
nen Erfahrung widersprechen. Darüber  hinaus muss die  gesuchstel-
lende  Person  persönlich  glaubwürdig  erscheinen,  was  insbesondere 
dann nicht der Fall  ist,  wenn sie ihre Vorbringen auf gefälschte oder 
verfälschte Beweismittel abstützt, aber auch dann, wenn sie wichtige 
Tatsachen unterdrückt oder bewusst falsch darstellt, im Laufe des Ver-
fahrens  Vorbringen  auswechselt,  steigert  oder  unbegründet  nach-
schiebt,  mangelndes  Interesse  am  Verfahren  zeigt  oder  die  nötige 
Mitwirkung verweigert. Glaubhaftmachung bedeutet ferner - im Gegen-
satz  zum  strikten  Beweis  -  ein  reduziertes  Beweismass  und  lässt 
durchaus Raum für gewisse Einwände und Zweifel an den Vorbringen 
des Gesuchstellers. Entscheidend ist,  ob im Rahmen einer  Gesamt-

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würdigung die Gründe, die für die Richtigkeit der Sachverhaltsdarstel-
lung des Asylsuchenden sprechen,  überwiegen oder  nicht. Dabei  ist 
auf eine objektivierte Sichtweise abzustellen (vgl. Art. 7 Abs. 2 und 3 
AsylG; EMARK 2005 Nr. 7 E. 6 S. 64 ff., Nr. 21 E. 6.1. S. 190 f., 1996 
Nr. 27 E. 3c.aa S. 263 f., Nr. 28 E. 3a S. 270).

Die  solchermassen  gelockerten  Beweisanforderungen  vermögen  die 
Beschwerdeführer  mit  ihrer  Gesuchsbegründung  im  Schreiben  vom 
5. April  2007 nicht zu erfüllen. Insbesondere wird darin nicht konkret 
aufgezeigt, von welchen persönlichen Erlebnissen oder sonstigen äus-
seren Signalen die Beschwerdeführer auf die angeblich für sie beste-
hende unmittelbare Gefahr für Leib, Leben oder Freiheit schliessen. In-
wiefern sie im Unterschied zu den vier Jahren, die seit  der Ausreise 
ihres Ehemannes beziehungsweise Vaters verstrichen sind, zuletzt von 
dessen  Widersachern  oder  von  der  Polizei  mit  einer  Vehemenz  be-
drängt  worden  sind,  welche  einen  weiteren  Verbleib  im  Heimatstaat 
objektiv als nicht  mehr zumutbar erscheinen lässt,  machen sie nicht 
verständlich.  Im  Schreiben  vom  5.  April  2007  wird  in  lediglich  pau-
schaler  Weise geltend  gemacht,  dass  die  Beschwerdeführer  ständig 
von den Widersachern ihres Ehemannes beziehungsweise Vaters be-
lästigt würden, die Polizei sich bei der Beschwerdeführerin nach dem 
Aufenthaltsort  ihres  Mannes  erkundigt  habe  und  für  den  Sohn 
B._______ die "latente Gefahr" bestehe, anstelle seines abtrünnigen, 
des zweifachen Mordes bezichtigten Vaters zur Rechenschaft gezogen 
zu  werden.  Die  Beschwerdeführerin  unterliess  es  in  der  Befragung 
vom  18. Juni  2007  trotz  gebotener  Möglichkeit  gänzlich,  die 
angeblichen  Belästigungen  durch  die  Feinde  ihres  Mannes  und  die 
Erkundigungen durch die Polizei zeitlich zu situieren oder inhaltlich zu 
verdeutlichen. Ebenso wenig führte sie aus, auf welche Vorkommnisse 
sie  die  angeblich  für  ihren  Sohn  B._______  bestehende  "latente 
Gefahr"  zurückführt,  als  Ersatz  für  den  nicht  auffindbaren  Vater  in 
einer  nach  Art.  3  Abs.  1  AsylG  relevanten  Weise  von  den 
pakistanischen  Behörden  oder  privaten  Akteuren  zur  Verantwortung 
gezogen  zu  werden.  Das  Versäumnis  der  Beschwerdeführerin, 
anlässlich  der  zu  diesem  Zweck  durchgeführten  Befragung  die 
behauptete  Schutzbedürftigkeit  mit  persönlichen  Erlebnissen  zu 
untermauern,  bewog  die  im  Auftrag  des  Botschafters  Bericht 
erstattende  Person  zur  Anmerkung,  die  Beschwerdeführer  wüssten 
selber  nicht  genau,  weshalb  sie  die  schweizerischen  Behörden  um 
Asyl ersuchten (vgl. B2/1). Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich bei der 
behaupteten Gefährdung um einen vorgespiegelten Sachverhalt  han-

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delt, ist unter diesen Umständen klar höher einzustufen als diejenige, 
dass die Beschwerdeführer mit ihren Befürchtungen ihre tatsächliche 
Situation unverfälscht wiedergeben.

Zu  keiner  anderen  Einschätzung  führen  die  Einwendungen  und  Be-
weismittel,  die  mit  der  Beschwerde  und  den  Folgeeingaben  einge-
bracht worden sind. Beim Einwand in der Beschwerde, wonach "ein-
mal" der die Beschwerdeführerin begleitende Anwalt von der Botschaft 
nicht zur Anhörung zugelassen worden sei, handelt es sich um eine in 
den Raum gestellte Behauptung, die in den Akten keine Stütze findet. 
Das lediglich in der Form eines Telefaxes präsentierte ärztliche Zeug-
nis vom 16. September 2007 kann allenfalls als Indiz für eine in Paki-
stan  durchgeführte  Behandlung  der  Beschwerdeführerin  wegen  De-
pressionen gewürdigt werden; verlässliche Rückschlüsse auf einen Zu-
sammenhang mit  der behaupteten Gefährdung können hingegen da-
raus nicht gezogen werden. Ebenso wenig lassen sich aus der an die 
Rechtsvertreterin  übermittelten  E-Mail  des  Sohnes B._______ sowie 
den  vier  Dokumenten  den  Ehemann  beziehungsweise  Vater  der 
Beschwerdeführer  betreffend  (ärztliches  Zeugnis  vom 5.  April  2007, 
Arbeitsbestätigung vom 12. April 2007, Lohnblatt vom 31. Januar 2006, 
Bestätigung  für  Geldüberweisungen  nach  Pakistan  vom  23.  März 
2006)  konkrete  Anhaltspunkte  für  das  Vorliegen  einer  unmittelbaren 
Gefahr im Sinne von Art. 20 Abs. 3 AsylG gewinnen. So wird etwa eine 
Verbindung  zwischen  den  in  der  erwähnten  E-Mail  enthaltenen 
allgemeinen Informationen und dem konkreten Einzelfall in dem Sinne, 
dass sich aus den erwähnten Vorgängen im Heimatland gerade auch 
für die Beschwerdeführer Gefährdungsindizien herleiten liessen, nicht 
hergestellt.  Was  sodann  den  in  der  Eingabe  vom 21.  Februar  2008 
erwähnten Vorfall vom 19. Februar 2008 betrifft, so gehen die betref-
fenden Vorbringen  nicht  über  unbelegte  Parteibehauptungen  hinaus. 
Inwieweit die Beschwerdeführer bei objektiver Betrachtung Grund ha-
ben sollten, das angebliche Massaker wegen ihrer Bekanntschaft mit 
den Opfern  als  Signal  für  eine  sie  treffende Gefährdung zu deuten, 
wird  aus  den vagen Schilderungen in  der  Eingabe vom 21. Februar 
2008  nicht  klar.  Die  am  3.  März  2008  eingereichte  "eidesstattliche 
Erklärung"  vom  23. Februar  2008  ist  nicht  geeignet,  die 
diesbezüglichen Vorbringen in  einem glaubhafteren Licht  erscheinen 
zu  lassen.  Hierbei  gilt  es  im  Rahmen  der  Beweiswürdigung  zu 
berücksichtigen,  dass  im  Heimatland  der  Beschwerdeführer  eine 
Vielfalt  von  vermeintlich  amtlichen  und  nichtamtlichen  Dokumenten 
beliebigen Inhalts ohne Mühe gegen Bezahlung zu erwerben sind (vgl. 

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EMARK  1996  Nr.  21  E.  4a  S.  210  f.).  Dokumenten  pakistanischen 
Ursprungs  ist  vor  diesem  Hintergrund  unbesehen  einer  Ausstattung 
mit  vermeintlichen Echtheitsmerkmalen wie Stempeln,  Unterschriften 
oder Marken grundsätzlich mit Skepsis zu begegnen. Wegen der weit 
verbreiteten Korruption  bestehen vorliegend  keine zureichenden Ga-
rantien dafür, dass der in der "eidesstattlichen Erklärung" aufgezeich-
nete Sachverhalt mit der erforderlichen Sorgfalt von einer der Wahrheit 
verpflichteten Person verifiziert worden ist. Diesbezügliche Vorbehalte 
erscheinen  umso  mehr  angebracht,  als  es  die  Beschwerdeführer 
versäumen,  von  sich  aus  die  genauen  Umstände  der 
Dokumentenerstellung und -beglaubigung transparent zu machen und 
die  Kanäle  zu  benennen,  auf  denen  das  Dokument  den  Weg  von 
Pakistan in ihre Hände gefunden hat. Auch aus den Vorbringen in der 
Eingabe  vom  5.  Mai  2008  sowie  den  gleichzeitig  vorgelegten 
Beweismitteln  ergeben  sich  keine  Hinweise  darauf,  dass  die  Be-
schwerdeführer ihr Leben, ihre körperliche Integrität oder ihre Freiheit 
berechtigterweise in Gefahr sehen. Ohne die Tragik des Ereignisses zu 
verkennen, ist der von der Tochter C._______ erlittenen Verbrennung 
und den Erschwernissen bei deren Heilung eine Relevanz im Hinblick 
auf das Vorliegen einer unmittelbaren Gefahr im Sinne von Art. 20 Abs. 
3 AsylG klarerweise abzusprechen.

4.3 Ohne der Prüfung der Frage vorzugreifen, ob der Ehemann bezie-
hungsweise  Vater  der  Beschwerdeführer  die  Flüchtlingseigenschaft 
erfüllt,  ist  nach dem Gesagten zusammenfassend festzuhalten,  dass 
die Beschwerdeführer keine unmittelbare Gefahr für Leib, Leben oder 
Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG glaubhaft machen 
können und in ihrem Fall wegen des bis zur Entscheidungsreife erho-
benen Sachverhalts eine Bewilligung der Einreise zur Abklärung des 
Sachverhalts nicht in Betracht fällt  (vgl. Art. 20 Abs. 2 und 3 AsylG). 
Aufgrund der aufgezeigten Sachlage erübrigt es sich, auf weitere Ein-
wendungen in der Beschwerde und den Folgeeingaben näher einzu-
gehen, da diese nicht geeignet sind, einen anderen Entscheid in den 
Fragen der  Einreisebewilligung und der  Asylgewährung herbeizufüh-
ren. Desgleichen kann auf  weiter  gehende Ausführungen zu den im 
Laufe des Beschwerdeverfahrens eingereichten Beweismitteln verzich-
tet werden. In Würdigung der gesamten Umstände ist alsdann festzu-
stellen, dass das BFM den Beschwerdeführern zu Recht die Einreise 
in  die  Schweiz nicht  bewilligt  und ihre  Asylgesuche mangels  Glaub-
haftmachung  einer  Verfolgung  im Sinne  von Art.  3  AsylG abgelehnt 
hat.

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5.
Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 
Bundesrecht  nicht  verletzt,  den rechtserheblichen Sachverhalt  richtig 
und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die Be-
schwerde ist  demnach abzuweisen. Soweit  im Eventualbegehren die 
Beurteilung  der  Frage  der  Flüchtlingseigenschaft  beantragt  wird,  ist 
auf die Beschwerde gar nicht erst einzutreten (vgl. E. 3.3 hiervor).

6.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären dessen Kosten grundsätz-
lich den Beschwerdeführern aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Aus 
verwaltungsökonomischen  Gründen  und  in  Anwendung  von  Art. 63 
Abs. 1 in fine VwVG und Art. 6 Bst. b des Reglements vom 11. Dezem-
ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesver-
waltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) ist allerdings auf die Erhebung 
von Verfahrenskosten zu verzichten. Das Gesuch um Gewährung der 
unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG, des-
sen  Beurteilung  vom  zuständigen  Instruktionsrichter  mit  Verfügung 
vom 18. Oktober 2007 auf einen späteren Zeitpunkt verlegt worden ist, 
wird damit gegenstandslos.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf diese eingetreten wird.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- die  Rechtsvertreterin  der  Beschwerdeführer  (Einschreiben;  Beila-
gen: Eidesstattliche Erklärung vom 23. Februar 2008 mit zugehöri-
gem Umschlag)

- das  BFM,  Abteilung  Aufenthalt  und  Rückkehrförderung,  mit  den 
Akten Ref.-Nr. N (...) (per Kurier; in Kopie)

- das G._______ des Kantons H._______ ad (...)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Walter Lang Martin Maeder

Versand: 

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