# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 108ee156-ccb0-5f42-b3d6-ff14196dfa93
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-09-10
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 10.09.2020 725 20 107/220
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-20-107-220_2020-09-10.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 10. September 2020 (725 20 107 / 220) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Unfallversicherung 
 
Keine Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen Fest-
stellungen im Zusammenhang mit einem Rückfall eines vor Jahren erlittenen Unfalls.  
 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichterin Elisabeth Berger 

Götz, Kantonsrichterin Susanne Afheldt, Gerichtsschreiber Stephan 
Paukner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Natalie Matiaska, Advo-
katin, Fischmarkt 12, 4410 Liestal 

  
 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen  

 
 
 
A. Der 1958 geborene A.____ arbeitete seit Juli 2010 bei der B.____ GmbH in der Spedition 
und in der Warenannahme. In dieser Eigenschaft war er bei der Schweizerischen Unfallversiche-
rungsgesellschaft (Suva) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Am 
14. Oktober 2014 liess er über seine Arbeitgeberin ein Schadenereignis vom 11. Oktober 2014 
melden, wonach ihm beim Anlassen des Mofas die Kette gerissen sei, und er sich dabei den 
Rücken verrenkt habe. Auf Nachfrage der Suva ergänzte er, dass es dabei zu einer unerwarteten 

 
 
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und ruckartigen Bewegung mit Auswirkung in den Rücken sowie zu einer Überdehnung des lin-
ken Knies gekommen sei. Er habe kaum noch stehen können. Gegenüber seiner Hausärztin, die 
dem Versicherten eine Kniedistorsion attestierte, hat der Versicherte anlässlich der Erstbehand-
lung vom 13. Oktober 2014 angegeben, dass er mit dem linken Knie hängen geblieben sei und 
sich das Knie verdreht habe. Seither leide er an Knie- und Kreuzschmerzen. Die Suva erbrachte 
in der Folge die Versicherungsleistungen. Nachdem die Rückenschmerzen vollständig ver-
schwunden waren, und sich die Kniebeschwerden deutlich verbessert hatten, hat der Versicherte 
seine Arbeit mit Wirkung ab dem 8. Dezember 2014 wieder vollständig aufgenommen. 
 
B. Am 15. Mai 2019 liess der Versicherte einen Rückfall melden. Ein im Anschluss am 
22. Mai 2019 durchgeführtes MRT des linken Kniegelenks hat eine mediale Chondropathie mit 
einem Knorpeldefekt ergeben. Ein Meniskusriss konnte hingegen nicht erhoben werden. Am 
4. und am 8. August 2019 haben die Kreisärztinnen der Suva eine Unfallkausalität bezüglich der 
erneut aufgetretenen Kniebeschwerden verneint. In der Folge hat die Suva mit Verfügung vom 8. 
August 2019 im Rahmen des gemeldeten Rückfalls den Anspruch auf Versicherungsleistungen 
mangels eines überwiegend wahrscheinlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall vom 
11. Oktober 2014 und den am 15. Mai 2019 als Rückfall gemeldeten Kniebeschwerden abgewie-
sen. Eine dagegen erhobene Einsprache des Versicherten hat sie mit Einspracheentscheid vom 
7. Februar 2020 abgelehnt. 

 
C. Hiergegen hat der Versicherte, vertreten durch Advokatin Natalie Matiaska, am 9. März 
2020 beim Kantonsgericht des Kantons Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht 
(Kantonsgericht), Beschwerde erhoben und beantragt, es sei die Suva zu verpflichten, ihm die 
versicherten Leistungen über den 8. Dezember 2014 hinaus zu erbringen; eventualiter sei die 
Sache zur Durchführung weiterer medizinischer Abklärungen an die Vorinstanz zurückzuweisen. 
In verfahrensrechtlicher Hinsicht sei ein orthopädisches Gutachten einzuholen. Zur Begründung 
liess er im Wesentlichen geltend machen, dass ein Knorpelschaden, wie er in der MRI-
Untersuchung vom 22. Mai 2019 festgestellt worden sei, gemäss den Ausführungen in der medi-
zinischen Literatur typischerweise erst mehrere Monate nach einer traumatischen Einwirkung auf 
das Kniegelenk auftrete. Insbesondere könne sich ein Knorpelschaden unter Belastung der auf-
gequollenen Knorpelsubstanz in der Folge auch verschlimmern. Durch den am 16. September 
2016 erlittenen Unfall am rechten Fussgelenk habe der Versicherte eine Schonhaltung einge-
nommen. Dadurch sei es während mehrerer Jahre zu einer Mehrbelastung des linken Knies ge-
kommen, und es seien Knorpelschäden mit Rissbildungen in der Gelenksoberfläche entstanden. 
Die vorliegenden Befunde seien eindeutig auf das Unfallgeschehen vom 11. Oktober 2014 zu-
rückzuführen. Die gegenteilige Einschätzung der Kreisärztin könne daran keine Zweifel wecken. 
Eventualiter sei aufgrund der nicht ausreichenden medizinischen Aktenlage ein Gerichtsgutach-
ten zur Frage der Unfallkausalität einzuholen.  
 
D. Mit Vernehmlassung vom 20. April 2020 schloss die Suva unter Hinweis auf eine chirur-
gische Beurteilung vom 24. März 2020 auf Abweisung der Beschwerde.  

 
Auf die weiteren Vorbringen der Parteien ist soweit notwendig in den nachfolgenden Erwägungen 
einzugehen.  

 
 
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Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, 
in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vorliegend 
befindet sich dieser im Kanton Basel-Landschaft, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantons-
gerichts zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwal-
tungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versiche-
rungsgericht und einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einspracheent-
scheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist damit auch sachlich zur Behand-
lung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen form- und fristgerecht einge-
reichte Beschwerde vom 9. März 2020 ist somit einzutreten. 
 
2. Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin nach dem 8. Dezember 2014 (Da-
tum der ursprünglichen Schadenmeldung) eine Leistungspflicht im Zusammenhang mit dem am 
11. Oktober 2014 erlittenen Unfall trifft. Weil es sich bei der am 15. Mai 2019 ergangenen Meldung 
um eine Leistungsanmeldung im Zusammenhang mit einem Rückfall handelt, indessen unbestrit-
ten geblieben ist, dass in der Vergangenheit keinerlei medizinische Behandlung hinsichtlich des 
betroffenen linken Knies angefallen sowie seither keine Arbeitsunfähigkeit bestanden hat, ist die 
Leistungspflicht erst mit Wirkung der Rückfallmeldung vom 15. Mai 2019 und für die Zeit danach 
zu prüfen. Entgegen des Beschwerdeantrags des Versicherten kann eine Leistungspflicht für die 
Zeit bereits ab Dezember 2014 deshalb nicht zur Debatte stehen. 

 
2.1 Auf den 1. Januar 2017 sind die mit Bundesgesetz vom 25. September 2015 revidierten 
Bestimmungen des UVG sowie der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) vom 20. De-
zember 1982 in Kraft getreten. Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem Inkrafttreten 
dieser revidierten Bestimmungen ereignet haben, werden jedoch nach bisherigem Recht ausge-
richtet (Übergangsbestimmung in Art. 118 Abs. 1 UVG). So verhält es sich auch im vorliegenden 
Fall, weshalb nachfolgend noch auf das bisherige Recht und die dazu ergangene Rechtspre-
chung Bezug zu nehmen ist. 
 
2.2 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie 
gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. 

 
 
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2.3 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt – unter anderem –   ge-
nerell voraus, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krank-
heit, Arbeitsunfähigkeit, Invalidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher Kausalzusammenhang 
besteht (BGE 129 V 181 E. 3.1). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. 
Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs 
nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Stö-
rungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die 
körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit 
anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitli-
che Störung entfiele. Für die Bejahung der natürlichen Unfallkausalität eines Beschwerdebilds 
genügt eine Teilursächlichkeit (BGE 134 V 109 E. 9.5), wobei sich die Leistungspflicht des obli-
gatorischen Unfallversicherers auch auf mittelbare bzw. indirekte Unfallfolgen erstreckt (Urteil des 
Bundesgerichts vom 24. März 2016, 8C_620/2015, E. 3.1). Ob zwischen einem schädigenden 
Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist 
eine Tatfrage, worüber die rechtsanwendende Behörde – die Verwaltung oder im Streitfall das 
Gericht – im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse 
Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht 
(BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). 
 
2.4 Mit dem Erreichen des Status quo sine vel ante (Gesundheitszustand, wie er vor dem 
Unfall vorlag, bzw. wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf früher oder später auch 
ohne Unfall entwickelt hätte) entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwer-
den (SVR 2010 UV Nr. 31 S. 125, 8C_816/2009 E. 4.3 mit Hinweisen). Solange jedoch der Status 
quo sine vel ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 
1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kostenvergütungen zu 
übernehmen, worunter auch die Heilbehandlungskosten nach Art. 10 UVG fallen. Dies gilt selbst 
dann, wenn die Gesundheitsschädigung bei einer Gewichtung der konkurrierenden Ursachen 
zum stark überwiegenden Teil eine Krankheitsfolge darstellt. Dies bedeutet, dass die versicherte 
Person unter Umständen Anspruch auf einen operativen Eingriff mit anschliessender zweckmäs-
siger Behandlung hat, wenn diese im Gesamtkontext gesehen letztlich mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit der (vorzeitigen) Beseitigung der vom Unfall zumindest mitverursachten Beschwer-
den diente und nicht gesagt werden kann, die Operation sei auch ohne den durch den Unfall 
bewirkten Beschwerdeschub überwiegend wahrscheinlich im selben Zeitpunkt notwendig gewor-
den (Urteil des Bundesgerichts vom 24. Juni 2008, 8C_326/2008). Art. 36 UVG setzt mithin vo-
raus, dass der Unfall und der Vorzustand derart zusammenwirken, dass von einer gemeinsamen 
Verursachung des Gesundheitsschadens zu sprechen ist. Beide Ursachen sind somit für den 
gleichen Schaden kausal. Keine gemeinsame Verursachung liegt vor, und Art. 36 UVG ist dann 
nicht anwendbar, wenn die beiden Einwirkungen einander nicht beeinflussende Schäden verur-
sacht haben, so etwa wenn der Unfall und der Vorzustand verschiedene Körperteile betreffen und 
sich damit die Krankheitsbilder nicht überschneiden (BGE 126 V 116 E. 3a; BGE 121 V 326 E. 

 
 
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3). Mit Art. 36 UVG wird das Kausalitätsprinzip mit anderen Worten teilweise durchbrochen. Der 
Unfallversicherer hat für Pflegeleistungen und Kostenvergütungen sowie Taggelder und Hilflo-
senentschädigungen ohne Einschränkung aufzukommen (Art. 36 Abs. 1 UVG). Liegt eine ge-
meinsame Schadenverursachung vor, kann deshalb keine Aufteilung der Leistungen nach Kau-
salitätsanteilen erfolgen (BGE 121 V 326 E. 3c). 
 
2.5 Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) vom 20. Dezember 1982 hält 
fest, dass Versicherungsleistungen auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt werden. Bei einem 
Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit, so 
dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu einer (weiteren) Arbeitsunfähigkeit 
kommt. Von Spätfolgen spricht man hingegen, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe 
längerer Zeit organische oder psychische Veränderungen bewirkt, die im Verlauf der Zeit zu ei-
nem völlig anders gearteten Krankheitsbild führen können (BGE 118 V 296 E. 2c mit Hinweisen; 
RKUV 1994 Nr. U 206 S. 327 E. 2). Sowohl Rückfälle als auch Spätfolgen schliessen begrifflich 
an ein bestehendes Unfallereignis an. Entsprechend können sie eine Leistungspflicht des (dama-
ligen) Unfallversicherers nur auslösen, wenn zwischen den erneut geltend gemachten Beschwer-
den und der ursprünglich beim versicherten Unfall erlittenen Gesundheitsschädigung ebenfalls 
ein (natürlicher und adäquater) Kausalzusammenhang besteht (Kranken- und Unfallversicherung 
- Rechtsprechung und Verwaltungspraxis [RKUV] 1994 Nr. U 206 S. 327 E. 2; BGE 118 V 296 
E. 2c mit Hinweisen). Der Unfallversicherer kann mithin nicht auf der Anerkennung des natürli-
chen und adäquaten Kausalzusammenhangs für den Grundfall oder für frühere Rückfälle behaftet 
werden. Hintergrund bildet der Umstand, dass ursprünglich unfallkausale Faktoren durch einen 
zunehmenden Zeitablauf wegfallen können. Es obliegt deshalb dem Leistungsansprecher auch 
hier, das Vorliegen eines Kausalzusammenhangs zwischen dem als Rückfall (oder als Spätfolge) 
geltend gemachten Beschwerdebild und dem ursprünglich erlittenen Unfall nachzuweisen. Nur 
wenn die Unfallkausalität mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt ist, entsteht eine erneute 
Leistungspflicht des Unfallversicherers. Dabei sind an den Wahrscheinlichkeitsbeweis umso 
strengere Anforderungen zu stellen, je grösser der zeitliche Abstand zwischen dem ursprünglich 
erlittenen Unfall und dem erneuten Auftreten gesundheitlicher Beeinträchtigungen ist (SVR 2016 
UV Nr. 18, S. 55; Urteil des Bundesgerichts vom 21. August 2015, 8C_331/2015, E. 2.2.2). Bei 
Beweislosigkeit fällt der Entscheid zu Lasten der versicherten Person aus (RKUV 1994 Nr. U 206 
S. 328, U 180/93 E. 3b). 
 
3.1 Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Un-
tersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben 
die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und voll-
ständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht 
dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsa-
chen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 
8C_163/2007, E. 3.2).  
 
3.2 Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche bedarf es verlässli-
cher medizinischer Entscheidungsgrundlagen. Das Gericht hat diese nach dem für den Sozial-

 
 
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versicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c des Bun-
desgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG) - wie alle anderen 
Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflicht-
gemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, un-
abhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die ver-
fügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. 
Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht 
erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es 
auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes 
eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend 
ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 
Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1, 
125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c).  
 
3.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So kommt beispielsweise Berichten und Gutachten versiche-
rungsinterner Fachpersonen nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach Art. 44 
ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten. An 
die Beweiswürdigung sind deshalb strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Versicherungsfall 
ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen auch nur geringe 
Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststel-
lungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 470 E. 4.4 am Ende, mit 
Hinweis; Urteil des Bundesgerichts vom 26. März 2015, 8C_879/2014, E. 5.3).  
 
3.4 Rechtsprechungsgemäss kann allerdings auch reinen Aktengutachten ein voller Beweis-
wert zukommen, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die ärzt-
liche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht (RKUV 1993 Nr. 
U 167 S. 95; nicht publizierte Erwägung 5b des Urteils BGE 114 V 109, veröffentlicht in RKUV 
1988 Nr. U 56 S. 366; vgl. auch Urteile U 181/06 vom 21. Juni 2007, E. 2.3, und U 223/06 vom 
8. Februar 2007, E. 5.1.2). Aktengutachten sind insbesondere dann von Belang, wenn die rele-
vanten Befunde mehrfach und ohne wesentlichen Widerspruch bereits erhoben worden sind, 
aber die Zuordnung zu einer Diagnose oder der Kausalzusammenhang und das Ausmass der 
Behinderung unterschiedlich bewertet werden (HANS KIND, So entsteht ein medizinisches Gut-
achten, in: René Schaffhauser/Franz Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der medizinischen Begut-
achtung in der Sozialversicherung, Veröffentlichungen des Schweizerischen Instituts für Verwal-
tungskurse an der Universität St. Gallen/Band 42, St. Gallen 1997, S. 52). 
 
4.1 Die Suva beruft sich für die Begründung ihrer Leistungsablehnung im angefochtenen 
Einspracheentscheid auf die Einschätzung ihrer Kreisärztin Dr. med. C.____, FMH Chirurgie. In 

 
 
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ihrer versicherungsmedizinischen Kurzbeurteilung vom 3. Juli 2019 hat Dr. C.____ angegeben, 
dass sich der Versicherte am 11. Oktober 2014 eine Prellung bzw. Distorsion des linken Kniege-
lenks zugezogen habe. Unfallkausale strukturelle Läsionen seien hingegen keine dokumentiert 
worden. Die Folgen der erlittenen Verletzung seien spätestens innerhalb von drei Monaten abge-
klungen. Es habe bereits nach wenigen Wochen keine Behandlungsbedürftigkeit mehr bestanden 
(Suva Dok 32). Der zweiten kreisärztlichen Beurteilung von Dr. med. D.____, FMH Allgemeine 
Medizin, vom 8. August 2019 ist zu entnehmen, dass eine weiterführende MR-Tomographie des 
linken Knies am 22. Mai 2019 degenerative Abnutzungserscheinungen mit einer medialen 
Chondropathie Grad II-III bei zentral femoralem Knorpeldefekt und einer mehrflächigen Knor-
pelausdünnung posterior femoral gezeigt habe. Ein Meniskusriss sei nicht nachgewiesen worden, 
hingegen hätten leichte ödematöse Signalanhebungen der superioren, menisko-kapsulären In-
sertion des Innenmeniskushorns ohne eine sichere Desinsertion festgestellt werden können. Der 
Aktenverlauf über die vergangenen fünf Jahre seit dem ursprünglich erlittenen Unfallereignis 
zeige keine Bedürftigkeit für ärztliche Konsultationen oder Therapiemassnahmen. Die nun gel-
tend gemachten Beschwerden am linken Knie seien daher nicht mit überwiegender Wahrschein-
lichkeit auf das ursprünglich erlittene Ereignis vom 11.  Oktober 2014 zurückzuführen. Es hätten 
zu keinem Zeitpunkt allfällige strukturelle Läsionen unfallkausaler Natur nachgewiesen werden 
können. Dem Unfallereignis mit Prellung und Kniedistorsion links komme lediglich der Charakter 
einer vorübergehenden Verschlimmerung mit einer zu erwartenden Ausheilung nach spätestens 
drei Monaten zu (Suva Dok 36).  
 
4.2 Anlässlich der Erstbehandlung vom 14. Mai 2019 im Rahmen des gemeldeten Rückfalls 
beim Hausarzt des Versicherten, Dr. med. E.____, FMH Allgemeine Medizin, wurde die Diagnose 
einer beginnenden medialen Gonarthrose links erhoben. Aus dem entsprechenden Arztzeugnis 
UVG für Rückfälle vom 28. Mai 2019 geht hervor, dass der Patient über zeitweise stechende 
Schmerzen bei Bewegungen im linken Knie berichte. Er höre auch ein Knacken und ein Knir-
schen. Bei der Untersuchung hätten keine grob pathologischen Befunde erhoben werden können. 
Im MRI habe eine mediale Gonarthrose festgestellt werden können. Dieser Befund sei nicht mit 
dem Ereignis vom 11. Oktober 2014 vereinbar. Eine Arbeitsunfähigkeit bestehe keine. Der Be-
handlungsabschluss wegen des Knies sei am 24. Mai 2019 erfolgt (Suva Dok 26). 
 
4.3 Gemäss Sprechstundenbericht des Spitals F.____ vom 29. Mai 2019 beklage der Ver-
sicherte bei weiterhin bestehenden Beschwerden am rechten Fuss mit persistierender Plattfuss-
stellung zunehmende Beschwerden auch am linken Knie medial betont. Das linke Knie weise ein 
Varusstellung auf. Die Seitenbänder seien stabil. Es bestehe eine Druckdolenz im medialen Knie-
gelenksspalt. Es sei vorgeschlagen worden, entsprechende Bilder anfertigen zu lassen und an-
schliessend das weitere Procedere zu besprechen. Primär sollte der rechte Fuss versorgt wer-
den. Für körperlich schwere Tätigkeiten bestehe bis auf weiteres eine volle Arbeitsunfähigkeit 
(Suva Dok 30). 
 
4.4 Am 4. September 2019 hat der ehemals behandelnde Arzt des Spitals F.____, Dr. med. 
G.____, festgehalten, dass sich der Versicherte mit bereits seit Langem bestehenden Beschwer-
den im linken Kniegelenk nach einem vor fünf Jahren erlittenen Distorsionsereignis im Rahmen 
eines Motorradsturzes mit dem Spital in Verbindung gesetzt habe. Die Beschwerden bestünden 

 
 
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seit jenem Zeitpunkt. Unter einer relativ unspektakulären Behandlung sei der Versicherte dazu-
mal innert ein bis zwei Monaten beschwerdefrei geworden. Der Beschwerdebeginn falle mit dem 
Unfallereignis zusammen. Auf Wunsch des Patienten werde nochmals um Kostenübernahme ge-
beten (Suva Dok 45). 
 
4.5 Sodann hat der Versicherte in seiner Einsprache vom 13. August 2019 darauf hingewie-
sen, dass er anlässlich regelmässiger Kontrollen im Zusammenhang mit dem rechten Fuss sei-
nen Hausarzt Dr. E.____ immer wieder auch auf seine Knieprobleme aufmerksam gemacht habe. 
Der durch den Unfall verursache Schaden sei durch seinen Hausarzt nicht richtig abgeklärt wor-
den. Er habe unbewusst eine Schonhaltung beim Gehen eingenommen, was durch den Unfall 
am rechten Fuss jedoch nicht mehr möglich gewesen sei und nunmehr zur Überlastung geführt 
habe. Er habe seinen Hausarzt darauf angesprochen, jedoch sei nichts unternommen worden. 
Auf starkes Drängen hin habe sich der Hausarzt erst jetzt bemüht, den Unfall erneut aufzuneh-
men und das Knie untersuchen zu lassen. Gemäss Dr. G._____ gehe das Knieproblem auf den 
Unfall zurück (Suva Dok 41). In seiner Beschwerdebegründung lässt der Versicherte schliesslich 
ausführen, dass er am 11. Oktober 2014 eine schwere Distorsion erlitten habe, weil die damals 
festgestellte Einblutung des Gewebes durch eine sehr heftige, ruckartige Überdehnung des Knie-
gelenks und nicht durch ein Anschlagen des Knies verursacht worden sei. Nach dem Unfallge-
schehen müsse es zu einer Quellung der Knorpelsubstanz gekommen sein, was eine weitere 
sukzessive Schädigung des Knorpels nach sich gezogen habe. Erschwerend trete hinzu, dass 
der Versicherte am 16. September 2016 einen zweiten Unfall am rechten Fussgelenk erlitten 
habe. Die Schmerzen an diesem Fussgelenk seien so stark gewesen, dass das Auftreten mit 
dem rechten Fuss in der Folge reflexartig vermieden worden sei. Durch diese Schonhaltung des 
rechten Fusses sei es zu einer starken Mehrbelastung des linken Beins und insbesondere des 
linken Knies gekommen. Eine solche Überbelastung könne bei einer gequollenen Knorpelsub-
stanz eine Mikrotraumatisierung des Knorpels zur Folge haben. Dabei würden Risse in der Ge-
lenksoberfläche entstehen. Genau diese Befunde seien in der MRI-Untersuchung vom 22. Mai 
2019 festgestellt worden. Eine fokale Chondropathie Grad II bis III bedeute eine Rissbildung in 
der Gelenksoberfläche bis hin zu tiefen Defekten, die bis auf den Knochen reichen würden. Die 
Chondropathie und Gonarthrose im linken Knie seien durch die Mehrbelastung des linken Knies 
wegen der Schonhaltung aufgrund des zweiten Unfalls verschlimmert worden. Die aktuell vorlie-
genden Beschwerden am linken Knie seien demnach mit überwiegender Wahrscheinlichkeit un-
fallkausal. Ohne das Unfallgeschehen wäre es nicht zu den heute vorliegenden Befunden ge-
kommen. Ausserdem habe der Versicherte nirgendwo sonst vergleichbare Symptome zu bekla-
gen, und auch das rechte Kniegelenk sei vollkommen gesund. Dies spreche ebenfalls gegen eine 
unfallfremde, abnutzungsbedingte Ursache.  
 
4.6 Unter Verweis schliesslich auf eine der Vernehmlassung beigelegte chirurgische Beur-
teilung von Dr. H.____, FMH Chirurgie, vom 24. März 2020 vertritt die Suva die gegenteilige 
Auffassung. Der entsprechenden Beurteilung zufolge nenne der Versicherte in der Beantwortung 
des Fragebogens zum Unfallhergang eine Überdehnung des Kniegelenks, während in der Scha-
denmeldung UVG keine Schädigung des linken Kniegelenks genannt worden sei. Ein Knieanprall 
sei damit nicht sicher erstellt. Im Arztzeugnis UVG vom 29. Oktober 2014 seien lediglich ein Hä-
matom unterhalb der Kniescheibe sowie aussenseitige Schmerzen am linken Knie dokumentiert 

 
 
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worden. Ein lokalisiertes Hämatom spreche dafür, dass möglicherweise nicht nur eine Überdeh-
nung des Kniegelenks, sondern auch eine Prellung erfolgt sei. Ein Kniegelenkserguss werde in 
diesem Arztzeugnis verneint, der Bandapparat werde als fest bezeichnet. Weitere ärztliche Be-
richte zum zeitnahen Verlauf bezüglich des linken Kniegelenks und des Rückens würden fehlen. 
Seit dem 7. November 2014 sei der Versicherte jedoch wieder im Umfang von 50% und seit dem 
8. Dezember 2014 vollständig arbeitsfähig gewesen. Bis zum 14. Mai 2019 seien keine medizini-
schen Behandlungen wegen der Beschwerden am linken Knie dokumentiert. Es ergäben sich 
deshalb keine Anhaltspunkte dafür, dass das Ereignis vom 11. Oktober 2014 zu einer strukturel-
len Schädigung des linken Kniegelenks geführt habe. Eine strukturelle Verletzung des Kniege-
lenks würde mit einer akut auftretenden Schwellung, meist auch einem Kniegelenkserguss und 
mit einer erheblichen Einschränkung der Kniegelenksfunktion, einhergehen. Derartige Verände-
rungen seien vorliegend nicht dokumentiert. Es sei daher nicht überwiegend wahrscheinlich, dass 
der Unfall vom 11. Oktober 2014 zu einer strukturellen Verletzung des linken Kniegelenks geführt 
habe.  
 
5.1 Entgegen der von ihm vertretenen Auffassung geht aus den Akten nicht hervor, dass der 
Beschwerdeführer seit seinem Unfall vom 11. Oktober 2014 durchgehend oder zumindest wie-
derholt an Kniebeschwerden gelitten hätte. Nachdem die behandelnde Ärztin bereits Ende Okto-
ber 2014 einen Behandlungsabschluss innert zwei bis drei Wochen in Aussicht gestellt hatte 
(Suva Dok 10), steht vielmehr fest, dass der Versicherte nach deutlicher Verbesserung der 
Schmerzsituation an seinem linken Knie (Suva Dok 16) seit dem 8. Dezember 2014 wieder voll 
arbeitsfähig war (Suva Dok 19). Dass er seinen damaligen Hausarzt anlässlich der nachfolgen-
den Konsultationen, welche in erster Linie wegen anderweitiger gesundheitlicher Probleme erfolgt 
sind (Suva Dok 48), tatsächlich über erneut aufgetretene Kniebeschwerden informiert hat, findet 
in den Akten keine Stütze und lässt sich heute daher auch nicht mehr verifizieren. Wenn der 
Versicherte nunmehr vorbringen lässt, dass seine aktuell geklagten Kniebeschwerden auf den 
ursprünglich erlittenen Unfall im Oktober 2014 zurückzuführen seien, ist in Erinnerung zu rufen, 
dass eine erneute Leistungspflicht des Unfallversicherers nur entstehen kann, wenn die Unfall-
kausalität mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt ist. An den Wahrscheinlichkeitsbeweis 
sind dabei umso strengere Anforderungen zu stellen, je grösser der zeitliche Abstand zwischen 
dem ursprünglich erlittenen Unfall und dem erneuten Auftreten gesundheitlicher Probleme ist 
(oben, Erwägung 2.5). Im vorliegenden Fall sind zwischen dem ursprünglichen Unfallereignis im 
Oktober 2014 und der Rückfallmeldung im Mai 2019 über viereinhalb Jahre vergangen. Dieser 
zeitliche Abstand ist erheblich. Allfällige ärztliche Unterlagen, welche während dieser Zeit doku-
mentieren würden, dass der Versicherte gegenüber seinem Hausarzt über allenfalls wieder auf-
getretene Beschwerden am linken Knie geklagt hätte, sind jedoch keine vorhanden. Einzig der 
ursprünglich behandelnde Orthopäde des Kantonsspitals X.____ hat in seinem Bericht vom 14. 
September 2019 festgehalten, dass sich der Versicherte mit seit langem bestehenden Beschwer-
den im linken Kniegelenk nach einem vor fünf Jahren erlittenen Distorsionsereignis im Rahmen 
eines Motorradsturzes mit dem Spital in Verbindung gesetzt habe (Suva Dok 45). Daraus vermag 
der Beschwerdeführer aber nichts zu seinen Gunsten abzuleiten. Der Bericht von Dr. G.____ ist 
vielmehr widersprüchlich. Einerseits geht aus den echtzeitlichen Akten gerade nicht hervor, dass 
der Versicherte ursprünglich gestürzt wäre. Andererseits gibt Dr. G.____ an, dass der Beginn der 
Beschwerden am linken Knie mit dem Unfallereignis zusammenfalle. Zugleich hält er aber fest, 

 
 
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dass der Versicherte nach einer relativ unspektakulären Behandlung ursprünglich nach ein bis 
zwei Monaten wieder beschwerdefrei gewesen sei. Dieser Widerspruch lässt sich nicht auflösen. 
Daraus ausserdem nunmehr abzuleiten, wie dies der Versicherte in seiner Einsprache vom 
13. August 2019 postuliert hat, dass die neu geklagten Beschwerden auf das ursprünglich erlit-
tene Unfallereignis im Oktober 2014 zurückzuführen wären, verbietet sich und geht in dieser Form 
auch aus der Berichterstattung von Dr. G.____ nicht hervor. Dr. G.____ stützt sich für seine Be-
urteilung nämlich einzig auf die Angaben seines Patienten, wonach er seit dem ursprünglich er-
littenen Ereignis weiterhin an Beschwerden gelitten habe. Wie bereits dargelegt, findet sich dies-
bezüglich aber nichts in den Akten. Der Beweis, dass der Beschwerdeführer durchgehend seit 
Oktober 2014 unter Kniebeschwerden gelitten hätte, wie er nunmehr geltend macht, ist daher 
nicht erbracht. 
 
5.2 Nicht anders verhält es sich in Bezug auf die Argumentation des Beschwerdeführers, 
dass er seit seiner Verletzung am rechten Fuss im Jahr 2016 zunehmend keine Schonhaltung 
bezüglich des linken Knies mehr hätte einnehmen können, und dass es dadurch zu einer Über-
lastung und schliesslich zum aktuellen Beschwerdebild gekommen sei. Zu berücksichtigen ist, 
dass der Versicherte bei seiner angestammten Arbeit in der Spedition und in der Warenannahme 
den ganzen Tag auf den Beinen war, körperlich schwere Tätigkeiten verrichten und dabei häufig 
Treppensteigen musste (Suva Dok 16). Wie dies auch Dr. H.____ in seiner Beurteilung vom 24. 
März 2020 dargelegt hat (Beilage zur Vernehmlassung), wäre eine effektive Schonhaltung unter 
diesen Umständen mithin nur möglich gewesen, wenn der Versicherte sein linkes Bein durch eine 
Gehstütze hätte entlasten können. Dies ist aber weder behauptet noch dargetan. Bei dieser Aus-
gangslage ist deshalb auch in medizinischer Hinsicht nicht belegt, dass die Verletzung der einen 
unteren Extremität zu einer Überlastung der gegenseitigen, linken Extremität geführt hätte. Viel-
mehr wäre eine vermehrte Schonung beider unterer Extremitäten zu erwarten gewesen, weil die 
zurückgelegten Wegstrecken geringer und die Frequenz der Schritte verringert werden, und ganz 
generell eine entsprechende Belastung meist überhaupt nicht mehr ausgeübt werden kann, wenn 
eine einzelne Extremität verletzt worden ist (a.a.O.). Diese Schlussfolgerung von Dr. H.____ ist 
notorisch und deshalb ohne Weiteres auch nachvollziehbar. Nachdem sich der Versicherte im 
Oktober 2014 am linken Knie verletzt, rund zwei Monate später jedoch wieder voll arbeitsfähig 
war, geht aus den Akten nicht hervor und ist auch nicht behauptet worden, dass in der Folge trotz 
körperlich belastender Arbeit – insbesondere auch nicht, nachdem der Versicherte im September 
2016 auch mit seinem rechten Fuss umgeknickt war – eine erneute Arbeitsunfähigkeit aufgetreten 
wäre. Eine Arbeitsunfähigkeit ist erst wieder im Juni 2018 im Zusammenhang mit den Sprungge-
lenksbeschwerden am rechten Fuss eingetreten. Den Rückfall in Bezug auf die am linken Knie 
nunmehr geklagten Beschwerden hat der Versicherte ausserdem erst im Mai 2019 gemeldet. 
Damit übereinstimmend hat er auch erst in der orthopädischen Sprechstunde des Kantonsspitals 
X.____ vom 27. Mai 2019 angegeben, zunehmend an Beschwerden am linken Knie zu leiden 
(Suva Dok 30). Dies alles spricht gegen die nunmehr in der Beschwerde vertretene Auffassung, 
durchgehend seit 2014 immer wieder erheblich an Kniebeschwerden gelitten zu haben und von 
behandelnden Hausarzt nicht ernst genommen worden zu sein. Allfällige Hinweise, welche mit 
dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit einen kausalen Zusam-
menhang der nunmehr geklagten Beschwerden mit dem ursprünglich erlittenen Unfall belegen 
würden, sind bei dieser Aktenlage jedenfalls keine vorhanden. 

 
 
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5.3 Im Gegenteil hat der Hausarzt des Versicherten bereits schon früh einen Zusammen-
hang zwischen den erneut geklagten Beschwerden am linken Knie und der ursprünglich am 
11. Oktober 2014 erlittenen Überdehnung verneint (Suva Dok 26). Seine Einschätzung hat er 
damit begründet, dass die im MRI erhobene mediale Gonarthrose mit dem Ereignis vom 11. Ok-
tober 2014 nicht vereinbar sei. Auch Dr. H.____ weist in seiner Beurteilung vom 24. März 2020 
darauf hin, dass nach dem Unfall vom 11. Oktober 2014 die Schmerzen lateral am Kniegelenk 
und ein Hämatom distal der Kniescheibe dokumentiert worden seien, indessen keine frische, 
traumatische Schädigung des Knorpels im medialen Kniegelenkskompartiment der Belastungs-
zone – mithin tief im Inneren des Gelenks – abgeleitet werden könne. Diese Einschätzung wird 
durch die bildgebenden Befunde vom Mai 2019 bestätigt, wonach lateral ein normaler Meniskus 
sowie ein unauffälliger Knorpelüberzug erhoben worden waren, und auch femoropatellär gerade 
keine tiefreichenden Knorpelschäden festgestellt werden konnten (Suva Dok 23). Insofern wider-
spricht auch dieser bildgebende Befund den Vorbringen des Beschwerdeführers, wonach es nach 
dem Unfallgeschehen im Oktober 2014 zu einer Quellung der Knorpelsubstanz gekommen sei. 
Mangels eines Defekts an den Bandstrukturen des linken Kniegelenks erweist sich auch eine 
alternative Abscherverletzung am medialen Femurkondylus als unwahrscheinlich (Beurteilung 
von Dr. H.____ vom 24. März 2020, Beilage zur Vernehmlassung). Mit seinen nachvollziehbaren 
Hinweisen untermauert Dr. H.____ schliesslich die an sich bereits schlüssige Einschätzung der 
Kreisärztin Dr. D.____ vom 8. August 2019, dass keine strukturellen Läsionen unfallkausaler Na-
tur hätten nachgewiesen werden können und dem ursprünglichen Unfallereignis deshalb lediglich 
der Charakter einer vorübergehenden Verschlimmerung zukomme (Suva Dok 36). Die abwei-
chende Berichterstattung von Dr. G.____, der einzig gestützt auf die Angaben seines Patienten 
angibt, dass die Beschwerden seit dem ursprünglich erlittenen Unfallereignis im Oktober 2014 
vorhanden seien, weshalb sie auch heute noch als unfallkausal anzusehen seien, vermag keine 
Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit dieser versicherungsinternen, ärztlichen Fest-
stellungen hervorzurufen. Gegen seine – im Übrigen widersprüchliche (oben, Erwägung 5.1) – 
Einschätzung spricht alleine schon der Umstand, dass der Hausarzt des Versicherten seine Be-
handlung hinsichtlich der als Rückfall gemeldeten Beschwerden am linken Knie bereits am 24. 
Mai 2019 wieder abgeschlossen hatte (Suva Dok 26). Auch der Auszug aus der Literatur, den 
der Beschwerdeführer zusammen mit seiner Beschwerde vorgelegt hat, lässt keinen anderen 
Schluss zu. Es mag zwar unbestritten sein, dass Ursache von Knorpelschäden sowohl eine De-
generation als auch ein Unfall sein kann. Für Knorpelschäden, die durch ein Trauma verursacht 
worden sind, wird allerdings ein geeignetes Unfallgeschehen mit einer notwendigen Schwere vo-
rausgesetzt. Diese Voraussetzung liegt hier nicht vor. Dr. H.____ hat überzeugend dargelegt, 
dass der Unfallhergang im Oktober 2014 nicht geeignet war, Knorpelschäden vom Ausmass, wie 
sie im Mai 2019 dokumentiert worden sind, auszulösen oder auch nur teilursächlich mitzuverant-
worten. Darauf kann verwiesen werden (Beilage zur Vernehmlassung). Bei dieser Ausgangslage 
erübrigen sich weitere medizinische Abklärungen, insbesondere auch in Form eines externen 
Verwaltungsgutachtens. Die Unfallkausalität der geltend gemachten Rückfallbeschwerden ist 
nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, und die resultierende Beweislosigkeit muss 
deshalb zu Lasten des Versicherten gehen. Die Suva hat ihre Leistungspflicht für den geltend 
gemachten Rückfall im Ergebnis zu Recht verneint. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.  
 

 
 
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6. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die Par-
teien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erhe-
ben. Dem Prozessausgang entsprechend wird dem Beschwerdeführer keine Parteientschädi-
gung zugesprochen. 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.  

 3. Eine Parteientschädigung wird nicht ausgerichtet.