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**Case Identifier:** f8059008-f344-5d4c-a1db-442a065d0ecb
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-03-27
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 27.03.2015 200 2014 876
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-876_2015-03-27.pdf

## Full Text

200 14 876 UV
KOJ/GET/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 27. März 2015

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Ackermann, Verwaltungsrichter Matti 
Gerichtsschreiber Germann

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin B.________
Beschwerdeführer

gegen

SUVA 
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. C.________
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 11. Juli 2014 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. März 2015, UV/14/876, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1967 geborene, bei der D.________ angestellte und dadurch bei der 
Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend SUVA bzw. Be-
schwerdegegnerin) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nicht-
berufsunfällen sowie Berufskrankheiten versicherte A.________ (nachfol-
gend Versicherter bzw. Beschwerdeführer) zog sich bei einem Selbstunfall 
mit seinem Lieferwagen am 14. Dezember 2006 diverse Verletzungen zu, 
u.a. eine Claviculafraktur sowie eine (Ende Dezember 2006 operativ ver-
sorgte) Berstungsfraktur der Halswirbelsäule (Akten der SUVA [act. IIA] 2 
S. 1; 5 S. 1; 24 S. 1). Im Mai 2007 wurde der Versicherte auch an der rech-
ten Clavicula operiert (act. IIA 41); im Januar 2008 erfolgte die Entfernung 
des Osteosynthesematerials (act. IIA 62). 

Insbesondere aufgrund verbleibender Einschränkungen der Halswirbelsäu-
le respektive der Kopfbeweglichkeit (vgl. act. IIA 77 S. 3; Akten der SUVA 
[act. IIB], 90 S. 4; 106) wurde der Versicherte durch die Invalidenversiche-
rung (IV) im Zeitraum von August 2008 bis 2010 in der D.________ von 
seiner bisherigen Tätigkeit als ... (act. IIA 170) zum „…“ (act. IIA 82; IIB 
111) und von August 2010 bis Juli 2012 erfolgreich zum ... umgeschult (act. 
IIB 245; 112; 130), derweil die physiotherapeutische und medikamentöse 
Behandlung – bei attestierter 100%iger Arbeitsfähigkeit – fortgesetzt wurde 
(vgl. act. IIB 86 S. 2; 97; 115 S. 1; 123). Mit Verfügung vom 10. September 
2012 (act. IIB 139) verneinte die IV einen Anspruch auf eine Invalidenrente 
bei einem Invaliditätsgrad von 0%. 

Die SUVA erbrachte die gesetzlichen Leistungen, indem sie für die Heilbe-
handlung (und die dadurch bedingten Arbeitsausfälle) aufkam, Taggelder 
ausrichtete (act. IIB 285 S. 2) und dem Versicherten eine auf einer Inte-
gritätseinbusse von 30% basierende Integritätsentschädigung zusprach 
(Verfügung vom 23. Februar 2009 [act. IIB 91]).  

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. März 2015, UV/14/876, Seite 3

B.

Mit Schreiben vom 4. September 2012 (act. IIB 135) teilte die SUVA dem 
Versicherten mit, durch die seit dem 4. August 2012 bei der D.________ 
erfolgte Anstellung erleide er keine Erwerbseinbusse und sei somit renten-
ausschliessend eingegliedert. Ferner sei die Physiotherapie zum Erhalt der 
Erwerbsfähigkeit nicht mehr notwendig, weshalb nach Abschluss der lau-
fenden Serie Physiotherapie der Unfall vom 14. Dezember 2006 – unter 
Vorbehalt des Rückfallmelderechts – „als abgeschlossen“ zu betrachten 
sei. Nachdem der Versicherte geltend machen liess, er sei auf die Physio-
therapie zwecks Erhaltung der Arbeitsfähigkeit angewiesen (act. IIB 137; 
140), holte die SUVA bei Dr. med. E.________, Facharzt für Orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH (Kreisarzt), 
eine ärztliche Stellungnahme ein (act. IIB 147), woraufhin sie mit Verfügung 
vom 11. November 2013 (act. IIB 167) und mit der Begründung, die Lang-
zeitphysiotherapie sei medizinisch nicht indiziert, die Übernahme der ent-
sprechenden Kosten per 30. August 2013 (inklusive der dadurch entstan-
denen Ausfallstunden) einstellte. Dagegen erhoben der Versicherte und 
dessen Krankenversicherer Einsprache, woraufhin die SUVA mit Schreiben 
vom 10. Dezember 2013 (act. IIB 257) dem Versicherten bzw. dessen 
Rechtsvertretung mitteilte, die Physiotherapiekosten im Umfang von jähr-
lich drei Serien à neun Sitzungen sowie die Kosten für die von med. prakt. 
F.________, Facharzt für Anästhesiologie FMH, durchgeführte Schmerz-
therapie würden weiterhin übernommen, nicht dagegen die Kosten für die 
Behandlung mit Opioiden; damit sei das Einspracheverfahren als formlos 
abgeschlossen zu betrachten. Da der Versicherte auch hiermit nicht ein-
verstanden war (act. IIB 261), erliess die SUVA am 14. März 2014 (act. IIB 
267) eine entsprechende Verfügung mit der Präzisierung, dass Umfang 
und Indikation der Physiotherapie nach Ablauf eines Jahres erneut über-
prüft würden. Dagegen liess der Versicherte am 1. Mai 2014 (act. IIB 279) 
Einsprache erheben, woraufhin die SUVA dem Versicherten „in Anbetracht 
des nicht bestehenden Rentenanspruchs und der diesbezüglichen Recht-
sprechung betreffend Leistungen nach Art. 21 Abs. 1 UVG“ eine reformatio 
in peius im Sinne einer Leistungseinstellung androhte und ihm Gelegenheit 
zur Stellungnahme bzw. zum Einspracherückzug einräumte (act. IIB 283). 
In der Folge liess der Versicherte an der Einsprache festhalten (act. IIB 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. März 2015, UV/14/876, Seite 4

284). Mit Entscheid vom 11. Juli 2014 (act. IIB 285) verneinte die SUVA 
einen Anspruch auf Leistungen „entsprechend der angedrohten Reformatio 
in peius und entgegen der angefochtenen Verfügung“, wobei sie auf die 
Rückforderung der für die Zeit bis 31. März 2014 erbrachten Versiche-
rungsleistungen verzichtete. 

C.

Mit Eingabe vom 15. September 2014 liess der Versicherte, vertreten durch 
Rechtsanwältin B.________, Beschwerde erheben und die folgenden 
Rechtsbegehren stellen: 

1. Die Verfügung vom 11. Juli 2014 sei aufzuheben, und die Beschwerde-
gegnerin sei anzuweisen, dem Beschwerdeführer seit wann rechtens ei-
ne Unfallrente auszurichten und die Heilbehandlungskosten auch weiter-
hin zu übernehmen.

Eventualiter:

2. Die Verfügung vom 11. Juli 2014 sei aufzuheben, und die Beschwerde-
gegnerin sei anzuweisen, dem Beschwerdeführer gestützt auf den 
Grundsatz von Treu und Glauben die Heilbehandlungskosten und Ar-
beitsausfallstunden, letztere bedingt durch zweimal wöchentliche Physio-
therapiebehandlungen, auch weiterhin zu erstatten. 

- Unter Kosten- und Entschädigungsfolge -

Der Beschwerdeführer lässt im Wesentlichen vorbringen, die Auszahlung 
von Lohnausfallstunden stelle eine faktische Rentenleistung dar, da die 
Beschwerdegegnerin damit eine Arbeitsunfähigkeit anerkenne (Art. 2, S. 5). 
Im Übrigen sei der Rentenanspruch des Beschwerdeführers zu keinem 
Zeitpunkt geprüft worden; jedenfalls habe sich die Rentenfrage mit dem 
Schreiben vom 4. September 2012 nicht erledigt (Art. 3, S. 6). Für den Fall, 
dass das Gericht zur Ansicht gelange, es sei keine Rente geschuldet, so 
bleibe darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdegegnerin die Übernahme 
von Heilbehandlungskosten und Arbeitsausfällen ausnahmslos von der 
Frage abhängig gemacht habe, ob die Massnahmen zur Erhaltung des 
Gesundheitszustandes indiziert seien, von welcher Haltung sie erst im Ein-
spracheverfahren abgewichen sei (Art. 4, S. 8 f.), was gegen den Grund-
satz von Treu und Glauben verstosse (Art. 5, S. 9 ff.). Im Weiteren gehe 
aus den Akten hervor, dass der Gesundheitszustand des Beschwerdefüh-
rers eine Weiterführung der Heilbehandlungen erforderlich mache; soweit 

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Dr. med. E.________ eine Langzeittherapie als nicht indiziert beurteile, 
stehe diese Einschätzung nicht im Einklang mit jener der behandelnden 
Ärzte (Art. 6, S. 12 ff.). Zusammengefasst habe die Beschwerdegegnerin 
nach korrekt erfolgter Prüfung und Festsetzung der Rente für die zweimal 
wöchentlich durchzuführenden Physiotherapiesitzungen auch weiterhin 
aufzukommen. Sollte wider Erwarten keine Rente geschuldet sein, so habe 
die Beschwerdegegnerin auf der Basis des Vertrauensschutzes die ur-
sprünglichen Leistungen zu erbringen (Art. 7, S. 15). 

Mit Beschwerdeantwort vom 15. November 2014 lässt die Beschwerde-
gegnerin, vertreten durch Rechtsanwältin C.________, die Abweisung der 
Beschwerde beantragen, soweit darauf einzutreten sei. In der Begründung 
bringt sie hauptsächlich vor, im angefochtenen Einspracheentscheid sei 
einzig über die Ausrichtung von Heilungskosten entschieden worden; auf 
den Antrag des Beschwerdeführers auf Ausrichtung einer Invalidenrente 
sei demzufolge nicht einzutreten (Rz. 15, S. 5). Im Übrigen liege mit dem 
(mehr als ein Jahr) unwidersprochen gebliebenen Schreiben vom 4. Sep-
tember 2012 bereits eine rechtswirksame und – mit Blick auf die fehlende 
Erwerbseinbusse – nicht zu beanstandende Ablehnung einer Invalidenren-
te vor (Rz. 16 f., S. 5 f.). Im Übrigen liege mangels eines rechtskräftigen 
Entscheids keine Vertrauensgrundlage vor und es sei auch nicht ersicht-
lich, inwiefern die Kostenübernahmen der Beschwerdegegnerin den Be-
schwerdeführer zu nachteiligen Dispositionen veranlasst hätten (Rz. 19, 
S. 6). 

Mit Replik vom 15. Dezember 2014 bzw. Duplik vom 14. Januar 2015 hal-
ten die Parteien im Wesentlichen an den beschwerdeweise bzw. in der 
Beschwerdeantwort vorgebrachten Standpunkten fest. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. März 2015, UV/14/876, Seite 6

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde grundsätz-
lich einzutreten. 

1.2 Angefochten ist der Einspracheentscheid vom 11. Juli 2014 
(act. IIB 285). 

1.3

1.3.1 Mit Bezug auf den Streitgegenstand ist vorab zu prüfen, ob auf die 
Beschwerde insoweit, als der Beschwerdeführer eine Rente beantragt, ein-
getreten werden kann, was voraussetzt, dass darüber im angefochtenen 
Entscheid befunden wurde. 

1.3.2 In Erwägung 2 des angefochtenen Einspracheentscheids (act. IIB 
285 S. 3) hielt die Beschwerdegegnerin fest, mit Schreiben vom 4. Sep-
tember 2012 (act. IIB 135) habe sie dem Beschwerdeführer unter Hinweis 
auf die erfolgreich absolvierte Umschulung mitgeteilt, rentenausschliessend 
eingegliedert zu sein. Weiter erwog sie, der Beschwerdeführer beziehe 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. März 2015, UV/14/876, Seite 7

mangels erfüllter Voraussetzungen „keine Rente der Unfallversicherung“ 
(vgl. E. 3). 

Mit diesen Ausführungen hat die Beschwerdegegnerin im Einspracheent-
scheid nicht über den Rentenanspruch entschieden, sondern vielmehr un-
ter Hinweis auf das Schreiben vom 4. September 2012 dessen Nichtbe-
stand bestätigt. Zu prüfen ist deshalb, ob mit dem nämlichen Schreiben 
rechtswirksam über den Rentenanspruch befunden worden ist. 

1.4 Über Leistungen, Forderungen und Anordnungen, die erheblich sind 
oder mit denen die betroffene Person nicht einverstanden ist, hat der 
Versicherungsträger schriftlich Verfügungen zu erlassen (Art. 49 Abs. 1 
ATSG), was insbesondere u.a. mit Bezug auf die Zusprechung von 
Invalidenrenten gilt (Art. 124 lit. a der Verordnung über die Unfallversiche-
rung vom 20. Dezember 1982 [UVV; SR 832.202]). 

Leistungen, Forderungen und Anordnungen, die nicht unter Art. 49 Abs. 1 
ATSG fallen, können in einem formlosen Verfahren behandelt werden (Art. 
51 Abs. 1 ATSG). Die betroffene Person kann den Erlass einer Verfügung 
verlangen (Art. 51 Abs. 2 ATSG).

Hat der Versicherer die (ganze oder teilweise) Verweigerung von Leistun-
gen zu Unrecht nicht in Verfügungsform, sondern formlos mitgeteilt und ist 
die betroffene Person damit nicht einverstanden, hat sie dies grundsätzlich 
innerhalb eines Jahres zu erklären. Diesfalls hat der Versicherer eine Ver-
fügung zu erlassen, gegen welche Einsprache erhoben werden kann. Ohne 
fristgerechte Intervention erlangt der Entscheid rechtliche Wirksamkeit, wie 
wenn er zulässigerweise im Rahmen von Art. 51 Abs. 1 ATSG ergangen 
wäre. Eine längere Frist kommt allenfalls dann in Frage, wenn die Person – 
insbesondere wenn sie rechtsunkundig und nicht anwaltlich vertreten ist – 
in guten Treuen annehmen durfte, der Versicherer habe noch keinen ab-
schliessenden Entscheid fällen wollen und sei mit weiteren Abklärungen 
befasst (BGE 134 V 145 E. 5 S. 149). 

1.5

1.5.1 Mit dem erwähnten Schreiben vom 4. September 2012 (act. IIB 135) 
teilte die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer mit, dass er in der 

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nach Absolvierung der Umschulung angetretenen Arbeitsstelle keine Er-
werbseinbusse erleide und somit „rentenausschliessend eingegliedert“ sei. 
Weiter sei – gestützt auf die zur Verfügung stehenden Unterlagen sowie die 
Beurteilung von Dr. med. E.________ – die Physiotherapie zum Erhalt der 
Erwerbsfähigkeit nicht mehr notwendig. 

Mit diesem Schreiben hat die Beschwerdegegnerin einen Rentenanspruch 
verneint. Hierfür spricht auch der Passus, wonach die Physiotherapie zum 
Erhalt der Erwerbsfähigkeit nicht mehr notwendig sei: Diese Feststellung 
kann nur im Lichte von Art. 21 Abs. 1 lit. c des Bundesgesetzes über die 
Unfallversicherung vom 20. März 1981 (UVG; SR 832.20) verstanden wer-
den, welche Bestimmung die Fortsetzung der Heilbehandlung „zur Erhal-
tung“ der „verbleibenden Erwerbsfähigkeit“ nach der Festsetzung der Rente 
regelt. 

1.5.2 Im Weiteren steht mit Blick auf die hiervor genannten gesetzlichen 
Vorgaben (vgl. E. 1.4 vorne) fest, dass die Beschwerdegegnerin über die 
Ablehnung des Rentenanspruchs grundsätzlich eine Verfügung hätte erlas-
sen müssen, wohingegen das Schreiben vom 4. September 2012 offen-
sichtlich formlos respektive nicht in Gestalt einer Verfügung erging. Dem-
gemäss wäre der Beschwerdeführer gehalten gewesen, innert Jahresfrist 
zu intervenieren (vgl. E. 1.4 vorne) und die von ihm nunmehr beanstandete 
fehlende Bestimmung des Invaliditätsgrades (vgl. Art. 3, S. 6) zu monieren, 
was unterblieb: Mit dem Telefonat vom 10. September 2012 (act. IIB 137) 
liess der Beschwerdeführer durch seine Lebenspartnerin einzig die vorge-
sehene Einstellung der Physiotherapie beanstanden, nicht jedoch den Ren-
tenpunkt. Auch in der weiteren Folge hat der Beschwerdeführer zu keinem 
Zeitpunkt weder implizit noch explizit die Rentenfrage angesprochen, ge-
schweige denn eine diesbezügliche Verfügung verlangt (vgl. auch act. IIB 
141). 

Ebenso wenig ergeben sich aus den Akten Hinweise dahingehend, dass 
der Beschwerdeführer in guten Treuen annehmen durfte, die Beschwerde-
gegnerin habe mit Bezug auf die Rentenfrage noch keinen abschliessen-
den Entscheid fällen wollen oder sei mit weiteren Abklärungen befasst: 
Zunächst kann das Schreiben vom 4. September 2012 mit der Wendung 
„rentenausschliessend eingegliedert“ vernünftigerweise nur dahingehend 

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verstanden werden, dass die Beschwerdegegnerin einen Rentenanspruch 
verneint (hat). Dass der Beschwerdeführer rechtsunkundig und damals 
nicht anwaltlich vertreten war, ändert daran nichts, umso weniger, als er 
seitens der Beschwerdegegnerin rund um die Rententhematik seit gerau-
mer Zeit informiert war (vgl. act. IIB 88 S. 1). Im Übrigen stellte auch die IV 
mit Verfügung vom 10. September 2012 – und damit lediglich sechs Tage 
nach dem hier diskutierten Schreiben – fest, der Beschwerdeführer sei (bei 
einem Invaliditätsgrad von 0%) „rentenausschliessend eingegliedert“ (act. 
IIB 139 S. 1). Dass mit Bezug auf die Invaliditätsschätzung der Invaliden-
versicherung keine Bindungswirkung für die Unfallversicherung (und umge-
kehrt) besteht, ist für das Verständnis der Tragweite der getroffenen Fest-
stellung „rentenausschliessend eingegliedert“ ohne Belang; massgebend 
ist vielmehr, dass die nämliche Verfügung dem Beschwerdeführer die Kon-
sequenzen der „rentenausschliessenden Eingliederung“ nochmals vor Au-
gen führte und er (auch deshalb) ohne weiteres in die Lage versetzt wor-
den wäre, gegen den Rentenbescheid der Beschwerdegegnerin zu oppo-
nieren. Sodann hat die Beschwerdegegnerin betreffend den Rentenpunkt 
keine weiteren Abklärungen erwähnt, in Aussicht gestellt oder gar durchge-
führt; vielmehr betrafen die nach dem Schreiben vom 4. September 2012 
erfolgten sachverhaltlichen Erhebungen ausschliesslich die Frage, ob die 
Fortführung der Physiotherapie (für den Erhalt der Arbeitsfähigkeit) sowie 
einer allfälligen Behandlung mit Opioiden medizinisch indiziert sei (vgl. act. 
IIB 138; 142 f.; 146 ff.; 159, 161; 251 f.; 255). Diese Abklärungen mündeten 
schliesslich am 11. November 2013 bzw. – auf ausdrücklichen Wunsch des 
Beschwerdeführers – am 14. März 2014 in Verfügungen, welche wiederum 
ausschliesslich die Frage der Heilbehandlung (Physiotherapie sowie medi-
kamentöse Behandlung) beschlugen. 

1.5.3 Aus dem Gesagten folgt, dass das Schreiben vom 4. September 
2012 mit Bezug auf die Verneinung des Rentenanspruchs Rechtswirksam-
keit erlangt hat, die Beschwerdegegnerin folglich in der Verfügung vom 
14. März 2014 (act. IIB 267) und im angefochtenen Einspracheentscheid 
vom 11. Juli 2014 (act. IIB 285) über den Rentenanspruch nicht (erneut) 
materiell befunden hat und dementsprechend auf den Antrag auf Ausrich-
tung einer Rente nicht eingetreten werden kann. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. März 2015, UV/14/876, Seite 10

1.6 Streitig und zu prüfen ist somit der Anspruch des Beschwerdefüh-
rers auf Leistungen des obligatorischen Unfallversicherers in Form von 
Heilbehandlungskosten sowie Entschädigung von durch Physiotherapiesit-
zungen entstandenen Ausfallstunden. 

1.7 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.8 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1

2.1.1 Die verunfallte Person hat Anspruch auf Heilbehandlung, solange 
von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung eine namhafte Besserung 
des Gesundheitszustandes erwartet werden kann; mit dem Fallabschluss 
fallen die vorübergehenden Leistungen in Form von Heilbehandlung und 
Taggeld dahin, und es ist der Rentenanspruch zu prüfen. Nach 
Festsetzung der Rente werden dem Bezüger gemäss Art. 21 Abs. 1 lit. c 
UVG die Pflegeleistungen und Kostenvergütungen (Art. 10-13 UVG) 
gewährt, wenn er zur Erhaltung seiner verbleibenden Erwerbsfähigkeit 
dauernd der Behandlung und Pflege bedarf (BGE 140 V 130 E. 2.2 S. 132).

2.1.2 Nach dem Wortlaut des Art. 21 Abs. 1 UVG wird vorausgesetzt, 
dass die entsprechenden Leistungen "nach der Festsetzung der Rente" 
einem "Bezüger" ausgerichtet werden. Die Bestimmung gemäss lit. c 
bezieht sich demnach eindeutig auf Personen, die bereits eine Rente 
beziehen, aber noch erwerbsfähig sind, also einen Invaliditätsgrad 
zwischen 10% und weniger als 100% aufweisen (Entscheid des 
Bundesgerichts [BGer] vom 16. September 2011, 8C_191/2011 E. 5.2).

2.2 Wie dargelegt (vgl. E. 1.5.3 vorne), hat die Beschwerdegegnerin mit 
Schreiben vom 4. September 2012 rechtswirksam über den Rentenan-
spruch befunden und diesen verneint, was auch den Fallabschluss impli-

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ziert mit der Folge, dass der Anspruch auf die vorübergehenden Leistungen 
in Form von Taggeldern und Heilbehandlungen dahinfiel (vgl. E. 2.1.1 vor-
ne). Mithin bestand ab dem 4. September 2012 insoweit kein Anspruch auf 
Entschädigung der (als solche bezeichneten) Ausfallstunden – welche Leis-
tungen mangels gesetzlicher Normierung am ehesten unter Art. 16 UVG zu 
subsumieren sind – sowie auf die Übernahme der Physiotherapie- und Me-
dikamentenkosten (Art. 10 UVG) mehr. Da der (arbeitsfähige) Beschwerde-
führer nach dem Dargelegten auch keine Invalidenrente bezieht, entfällt 
auch die Anspruchsgrundlage gestützt auf Art. 21 Abs. 1 lit. c UVG. 

Dem Gesagten zufolge hat mit der Verneinung eines Rentenanspruchs 
auch der Fallabschluss Rechtswirksamkeit erlangt, weshalb dessen mate-
rielle Begründetheit im vorliegenden Verfahren grundsätzlich nicht mehr zu 
überprüfen ist, zumal im angefochtenen Einspracheentscheid einzig der 
Nichtbestand des Rentenanspruchs bestätigt wurde (vgl. E. 1.3.2 vorne), 
wobei darin keine Reevaluation desselben aufgrund von Art. 17 oder 53 
ATSG bzw. Art. 11 UVV (i.V.m. Art. 21 Abs. 3 UVG) erfolgte und derglei-
chen vom Beschwerdeführer auch nicht geltend gemacht wird. Nur der 
Vollständigkeit halber ist deshalb anzufügen, dass der Kreisarzt Dr. med. 
G.________, Facharzt für Allgemeine Chirurgie FMH, bereits anlässlich der 
Abschlussuntersuchung vom 9. Februar 2009 festgehalten hatte, „der Zeit-
punkt für den rententechnischen Abschluss“ sei gekommen, wobei er von 
einer ganztägigen Präsenz in einer angepassten Tätigkeit ausging (act. IIB 
90 S. 5). In der Folge war der Beschwerdeführer – abgesehen von einem 
kurzen Zeitraum Ende Mai/Anfang Juni 2010 (act. IIB 107) – in einer ange-
passten Tätigkeit stets voll arbeitsfähig, wobei die weiterhin durchgeführte 
Physiotherapie ausschliesslich erhaltenden Charakter hatte (vgl. act. IIB 
142 S. 1) und damit nicht auf die von der Rechtsprechung unter dem As-
pekt von Art. 10 UVG geforderte namhafte Besserung des (unfallbedingten) 
Gesundheitszustandes im Sinne einer Steigerung oder Wiederherstellung 
der Arbeitsfähigkeit gerichtet war (vgl. BGE 134 V 109 E. 4.3 S. 115). 
Nichts anderes folgt schliesslich aus den seit 2013 eingereichten medizini-
schen Berichten (vgl. act. IIB 159 S. 5; 255; 256 S. 3). 

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Demnach besteht für die nach dem 4. September 2012 von der Beschwer-
degegnerin erbrachten vorübergehenden Leistungen keine materiellrechtli-
che Grundlage. 

3.

Schliesslich kann der Beschwerdeführer auch aus dem Grundsatz von Treu 
und Glauben nichts zu seinen Gunsten ableiten: 

3.1

3.1.1 Der Grundsatz von Treu und Glauben (Art. 9 der Bundesverfassung 
[BV; SR 101]) umfasst einerseits den Anspruch auf Schutz berechtigten 
Vertrauens in Zusicherungen oder sonstiges, bestimmte Erwartungen be-
gründendes Verhalten der Behörden, sofern sich dieses auf eine konkrete, 
den betreffenden Bürger berührende Angelegenheit bezieht. Andererseits 
verbietet er sowohl den staatlichen Behörden wie auch den Privaten, sich 
in ihren öffentlich-rechtlichen Rechtsbeziehungen widersprüchlich oder 
rechtsmissbräuchlich zu verhalten. Rechtsmissbrauch liegt insbesondere 
dann vor, wenn ein Rechtsinstitut zweckwidrig zur Verwirklichung von In-
teressen verwendet wird, die dieses Rechtsinstitut nicht schützen will (BGE 
130 I 26 E. 8.1 S. 60, 127 II 49 E. 5a S. 56; Entscheid des EVG vom 
14. Dezember 2004, H 157/04, E. 3.3.1).

3.1.2 Abgeleitet aus dem Grundsatz von Treu und Glauben, können fal-
sche Auskünfte oder fehlerhafte Verfügungen von Verwaltungsbehörden 
unter bestimmten Voraussetzungen eine vom materiellen Recht abwei-
chende Behandlung der rechtsuchenden Person gebieten. Gemäss Lehre 
und Rechtsprechung (BGE 131 V 472 E. 5 S. 480; SVR 2012 ALV Nr. 3 
S. 7 E. 5.2) ist dies der Fall, 

1. wenn die Behörde in einer konkreten Situation mit Bezug auf bestimmte 
Personen gehandelt hat; 

2. wenn sie für die Erteilung der betreffenden Auskunft zuständig war oder 
wenn die rechtsuchende Person die Behörde aus zureichenden Gründen 
als zuständig betrachten durfte; 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. März 2015, UV/14/876, Seite 13

3. wenn die Person die Unrichtigkeit der Auskunft nicht ohne weiteres er-
kennen konnte; 

4. wenn sie im Vertrauen auf die Richtigkeit der Auskunft Dispositionen 
getroffen hat, die nicht ohne Nachteil rückgängig gemacht werden können, 
und 

5. wenn die gesetzliche Ordnung seit der Auskunftserteilung keine Ände-
rung erfahren hat. 

3.2 Zunächst vermag der Umstand allein, wonach die Beschwerdegeg-
nerin auch nach dem 4. September 2012 die vorübergehenden Leistungen 
weiterausrichtete und mit Bezug auf die medizinische Indikation der Physio-
therapie beim Kreisarzt Abklärungen durchführte, keine Vertrauensbasis für 
die weitere Ausrichtung von Heilbehandlungen und Taggeldern zu begrün-
den, da es bereits an einer Zusicherung der Beschwerdegegnerin fehlt, 
wonach sie für die nämlichen Leistungen zeitlich unbeschränkt aufkommen 
würde. Insofern geht auch der Einwand des Beschwerdeführers fehl, die 
von der Beschwerdegegnerin entschädigten „Ausfallstunden“ stellten 
faktisch Rentenleistungen – mithin Dauerleistungen – dar (Art. 2, S. 5; zur 
Rechtsnatur der fraglichen Leistungen, vgl. E. 2.2 vorne). 

Ferner trifft es zwar zu, dass die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 
14. März 2014 (act. IIB 267) die Übernahme von maximal drei Serien 
Physiotherapie pro Jahr (als Erhaltungstherapie) sowie der Kosten für die 
Schmerztherapie zusprach; sie stellte dies indes unter den Vorbehalt, 
Umfang und Indikation nach einem Jahr zu überprüfen, weshalb kein 
berechtigtes Vertrauen in den Bestand einer allenfalls zeitlich 
uneingeschränkten Leistungspflicht geweckt wurde. Daran ändert auch 
nichts, dass die Beschwerdegegnerin die fragliche Verfügung – nach 
erfolgter Einsprache – zu Ungunsten des Beschwerdeführers abgeändert 
hat (vgl. act. IIB 283), liegt es doch – worauf die Beschwerdegegnerin in 
ihrer Beschwerdeantwort zu Recht hinweist – in der Natur der Sache, dass 
der in peius reformierte Entscheid in Widerspruch zum zuvor getroffenen 
Entscheid steht. Indem jedoch die Möglichkeit der Schlechterstellung in Art. 
12 Abs. 2 der Verordnung über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts vom 11. September 2002 (ATSV; SR 830.11) 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. März 2015, UV/14/876, Seite 14

ausdrücklich vorgesehen ist und die Beschwerdegegnerin im Hinblick auf 
den zu Ungunsten des Beschwerdeführers abgeänderten 
Einspracheentscheid korrekt vorgegangen ist – Gegenteiliges macht 
insofern auch der Beschwerdeführer nicht geltend –, kann im Vorgehen der 
Beschwerdegegnerin kein widersprüchliches oder gar 
rechtsmissbräuchliches Verhalten im Sinne einer zweckwidrigen 
Verwendung eines Rechtsinstituts erblickt werden (vgl. E. 3.1.1 vorne). 
Vielmehr diente das Vorgehen der Beschwerdegegnerin der 
Wiederherstellung des gesetzmässigen Zustandes. 

Soweit schliesslich im Schreiben vom 10. Dezember 2013 (act. IIB 257) 
eine Leistungszusicherung erblickt werden könnte, bleibt festzustellen, 
dass der Beschwerdeführer damit nicht einverstanden war (act. IIB 261) 
und eine anfechtbare Verfügung verlangte. Im Übrigen ist nicht ersichtlich, 
inwiefern der Beschwerdeführer gestützt darauf Dispositionen (vgl. E. 3.1.2 
vorne) getroffen haben sollte, die nicht ohne Nachteil rückgängig gemacht 
werden könnten. Namentlich ist besagtes Schreiben zum vornherein nicht 
ursächlich für den vom Beschwerdeführer behaupteten Umstand, ein 
100%iges Arbeitspensum nur deshalb eingegangen zu sein, weil die 
Beschwerdegegnerin die weitere Übernahme von Heilungskosten und die 
Entschädigung von Ausfallstunden zugesichert habe (vgl. S. 11, Ziffern 3 
und 4 der Beschwerde). 

Bei diesem Ergebnis erübrigt sich die Prüfung der weiteren (kumulativ zu 
erfüllenden) Vertrauensschutzkriterien (vgl. E. 3.1.2 vorne). 

3.3 Demnach begründet der öffentlich-rechtliche Vertrauensschutz 
keine vom materiellen Recht abweichende Behandlung des 
Beschwerdeführers im Sinne einer über den Leistungseinstellungszeitpunkt 
hinaus gehenden Übernahme von Heilungskosten und „Ausfallstunden“. 

Ob die Vertrauensschutzgrundsätze allenfalls zum Tragen kämen, wenn 
die Beschwerdegegnerin die erbrachten Leistungen mangels 
entsprechender Rechtsgrundlage zurückfordern würde, ist vorliegend nicht 
zu prüfen, da die Beschwerdegegnerin darüber nicht verfügt bzw. 
ausdrücklich auf eine Rückforderung verzichtet hat (act. IIB 285 S. 4). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. März 2015, UV/14/876, Seite 15

3.4 Zusammenfassend erweist sich der angefochtene 
Einspracheentscheid als rechtens und die dagegen erhobene Beschwerde 
ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. 

4.

4.1 Verfahrenskosten sind keine zu erheben (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. a ATSG).

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht weder für den unter-
liegenden Beschwerdeführer noch für die obsiegende Beschwerdegegnerin 
ein Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. g ATSG; BGE 126 V 143 E. 4a S. 150).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- Rechtsanwältin Dr. iur. C.________ z.H. der Beschwerdegegnerin
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. März 2015, UV/14/876, Seite 16

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.