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**Case Identifier:** 3a665575-256d-5bb3-9c5f-b11483888c64
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-05-23
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 23.05.2016 200 2016 179
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2016-179_2016-05-23.pdf

## Full Text

200 16 179 IV
ACT/PRN/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 23. Mai 2016

Verwaltungsrichter Ackermann
Gerichtsschreiberin Prunner

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern 
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 4. Januar 2016

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Mai 2016, IV/16/179, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1984 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
erlitt am 26. Dezember 2011 eine Fraktur am linken Sprunggelenk, worauf 
sie sich mehreren Operationen unterzog (vgl. Akten der IV-Stelle Bern [IVB 
bzw. Beschwerdegegnerin], Antwortbeilage [AB] 3; 13.1, S. 11). Am 
15. Juni 2012 meldete sie sich bei der IVB zum Leistungsbezug an, dies 
nach im Mai 2012 erfolgter Anmeldung zur Früherfassung (AB 1, 8). Nach 
Einholung diverser medizinischer und erwerblicher Unterlagen sowie 
Durchführung einer Arbeitsmarktlich-Medizinischen Abklärung (AMA; Be-
richt vom 14. April 2015, AB 68) und einer durch die C.________ veran-
lassten Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL; Bericht vom 
23. Juli 2015, AB 76) stellte die IVB mit Vorbescheid vom 25. August 2015 
die Zusprache einer befristeten ganzen Invalidenrente vom 1. Dezember 
2012 bis 30. November 2014 in Aussicht (AB 77). Hiergegen erhob die 
Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin B.________, Einwand (AB 80, 
85). Nach Einholung einer Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen 
Dienstes (RAD; AB 90) teilte die IVB der Versicherten mit Schreiben vom 
27. November 2015 mit, dass eine medizinische Abklärung durch Dr. med. 
D.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates FMH, und Dr. med. E.________, Facharzt für Psych-
iatrie und Psychotherapie FMH, der MEDAS angezeigt sei (AB 91). Damit 
zeigte sich die Versicherte nicht einverstanden (AB 95). Mit Verfügung vom 
4. Januar 2016 hielt die IVB an der medizinischen Abklärung fest (AB 96).

B.

Dagegen erhob die Versicherte, weiterhin vertreten durch B.________, mit 
Eingabe vom 2. Februar 2016 Beschwerde und stellte folgende Rechtsbe-
gehren:

Die Verfügung vom 4. Januar 2016 sei aufzuheben und die Sache sei zum Er-
lass des materiellen Entscheides an die Beschwerdegegnerin zurückzuwei-
sen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Mai 2016, IV/16/179, Seite 3

Eventualiter wird unter Wahrung der Mitwirkungsrechte der Parteien ein mon-
odisziplinäres Gutachten, unter Berücksichtigung des unter IV Ziffer 1.5 ge-
nannten Experten, anzuordnen sein.

Subeventualiter wird unter Wahrung der Mitwirkungsrechte der Parteien ein 
bidisziplinäres Gutachten, unter Berücksichtigung der unter IV Ziffer 1.5 ge-
nannten Experten, anzuordnen sein.

- unter Kosten- und Entschädigungsfolgen -

Zur Begründung liess sie im Wesentlichen vorbringen, von einer Begutach-
tung sei abzusehen, da keine konkreten und differenzierten Einwände vor-
lägen, welche bisher unerkannt geblieben wären. Weitere Beweisvorkehren 
würden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit an der Würdigung der be-
reits abgenommenen Beweise nichts mehr ändern (IV Ziff. 1.3). Sofern das 
angerufene Gericht dem nicht folgen könne, werde darauf hingewiesen, 
dass sich die von der Beschwerdegegnerin vorgebrachte Kritik einzig auf 
psychosomatische Faktoren beziehe, womit der bereits umfassend abge-
klärte orthopädische Bereich davon ausgeklammert sei. Damit wäre im 
Sinne eines Eventualbegehrens einzig noch die strittige Disziplin Psychia-
trie abzuklären (IV Ziff. 1.4). Im Falle der Notwendigkeit einer Begutachtung 
beharre die Beschwerdeführerin sodann auf ihrem Recht eines Einigungs-
versuches. Dagegen sei vorliegend verstossen worden. Sofern das Gericht 
eine Begutachtung als notwendig erachte, werde diese eventualiter bzw. 
subeventualiter bei Dr. med. F.________, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie FMH, bzw. bei Dr. med. G.________, Facharzt für Or-
thopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, 
durchzuführen sein (IV Ziff. 1.5).

Mit Beschwerdeantwort vom 4. März 2016 beantragte die IVB die Abwei-
sung der Beschwerde.

Erwägungen:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Mai 2016, IV/16/179, Seite 4

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Bei der angefochtenen Verfügung vom 4. Januar 2016 (AB 96), welche die 
Anordnung einer medizinischen Expertise bei zwei von der Beschwerde-
gegnerin vorgeschlagenen Gutachtern zum Inhalt hat, handelt es sich, da 
sie das Administrativverfahren nicht abschliesst, um eine selbstständig 
eröffnete Zwischenverfügung (Art. 55 Abs. 1 ATSG i.V.m. Art. 5 Abs. 2 und 
Art. 46 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren vom 20. De-
zember 1968 [VwVG; SR 172.021]). Solche können unter anderem dann 
angefochten werden, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nach-
teil bewirken können (BGE 132 V 93 E. 6.1 S. 106). Diese Anfechtbarkeits-
voraussetzung ist für das erstinstanzliche Beschwerdeverfahren in IV-
Angelegenheiten zu bejahen, womit die entsprechende Verfügung unter 
Erhebung aller gesetzlich vorgesehenen Rügen rechtlicher und tatsächli-
cher Natur angefochten werden kann (BGE 138 V 271 S. 275 E. 1.1 und 
1.2.1 sowie S. 276 E. 1.2.3, 137 V 210 E. 3.4.2.7 S. 256 f.). Die örtliche 
Zuständigkeit ist gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über 
die Invalidenversicherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch 
die Bestimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b 
ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Ver-
waltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten 
sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Die Mitglieder des Verwaltungsgerichts behandeln als Einzelrichte-
rin oder Einzelrichter Beschwerden gegen Zwischenverfügungen und Zwi-
schenentscheide (Art. 57 Abs. 2 lit. b GSOG).

1.3 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Muss der Versicherungsträger zur Abklärung des Sachverhaltes ein 
Gutachten einer oder eines unabhängigen Sachverständigen einholen, so 
gibt er der Partei deren oder dessen Namen bekannt. Diese kann den Gut-
achter aus triftigen Gründen ablehnen und kann Gegenvorschläge machen 
(Art. 44 ATSG). 

2.2 Die IV-Stelle teilt der versicherten Person in einem ersten Schritt 
mit, dass eine Expertise eingeholt werden soll; zugleich gibt sie ihr die Art 
der vorgesehenen Begutachtung (poly- oder mono- bzw. bidisziplinär) 
sowie die vorgesehenen Fachdisziplinen und Gutachterfragen bekannt. In 
diesem Stadium kann die versicherte Person erst einmal (nicht 
personenbezogene) materielle Einwendungen gegen eine Begutachtung an 
sich oder gegen Art oder Umfang der Begutachtung vorbringen (Beispiele: 
unnötige second opinion; unzutreffende Wahl der medizinischen 
Disziplinen). Ausserdem hat sie Anspruch, sich zu den Gutachterfragen zu 
äussern (BGE 138 V 271 E. 1.1 S. 275, 137 V 210 E. 3.4.2.9 S. 258). In 
einem zweiten Verfahrensschritt teilt die IV-Stelle der versicherten Person 
die durch SuisseMED@P zugeteilte Gutachterstelle (bzw. bei mono- und 
bidisziplinären Expertisen die von ihr ausgewählten Gutachter) und die 
Namen der Sachverständigen mit jeweiligem Facharzttitel mit. Mit der 
Bezeichnung der Sachverständigen kommt die Möglichkeit (materieller 
oder formeller) personenbezogener Einwendungen hinzu (BGE 140 V 507 
E. 3.1 S. 510, 139 V 349 E. 5.2.2.2 S. 355, 138 V 271 E. 1.1 S. 274, 137 V 
210 E. 3.4.2.7 S. 257).

2.3 Bei mono- und bidisziplinären Begutachtungen ist im Falle aller 
zulässigen Einwendungen konsensorientiert vorzugehen. Erst wenn eine 
Einigung ausbleibt, ergeht eine (einheitliche) Zwischenverfügung über die 
Beweisvorkehr an sich (Notwendigkeit einer Begutachtung, Beschränkung 
auf eine oder zwei Fachdisziplinen, Bezeichnung der Disziplinen) und die 
Person der Gutachter (BGE 139 V 349 E. 5.2.2.3 S. 356).

Weicht die IV-Stelle vom zufallsbasierten MEDAS-Zuweisungssystem ab, 
in dem sie von einer MEDAS eine bi- oder gar bloss monodisziplinäre 

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Expertise einholen will, so hat sie in einem solchen Ausnahmefall zwingend 
einen Einigungsversuch einzuleiten. Scheitert dieser, ist darüber zu 
verfügen (BGE 139 V 349 E. 5.4 S. 357).

3.

3.1 Anfechtungsobjekt bildet die Zwischenverfügung vom 4. Januar 
2016 (AB 96). Streitig und zu prüfen ist die Zulässigkeit einer Begutachtung 
sowie deren Umfang.

3.2 In medizinischer Hinsicht lässt sich den Akten im Wesentlichen das 
Folgende entnehmen:

3.2.1 Dr. med. H.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, diagnostizierte im Bericht 
vom 3. Juli 2012 mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit einen Status nach 
Osteosynthese und Re-Osteosynthese der Fibula links und eine Knochen-
nekrose der distalen Tibia (AB 17, S. 2). Die bisherige Tätigkeit sei nicht 
mehr zumutbar (AB 17, S. 4). Zumutbar sei eine (rein) sitzende Tätigkeit 
(zu 100%; AB 17, S. 6; vgl. auch AB 27, S. 3).

3.2.2 Dr. med. I.________, Fachärztin für Anästhesiologie FMH, diagnos-
tizierte im Bericht vom 29. April 2013 mit Auswirkung auf die Arbeitsfähig-
keit ein komplexes regionales Schmerzsyndrom (Complex regional pain 
syndrome, CRPS) im linken Fuss sowie im linken Unterschenkel und eine 
persistierende postoperative Schmerzexazerbation im Bereich des linken 
Beckenkamms (AB 30, S. 1). Die bisherige Tätigkeit sei aus medizinischer 
Sicht nicht mehr zumutbar (AB 30, S. 2). Zurzeit könne nicht mit der Wie-
deraufnahme der beruflichen Tätigkeit gerechnet werden (AB 30, S. 3; vgl. 
auch AB 33, S. 1 f.; 36.1, S. 198 f. und 267 f.).

3.2.3 Im Bericht vom 13. August 2013 führte Dr. med. H.________ aus, 
der Gesundheitszustand sei stationär (AB 31, S. 1). Für die Bestimmung 
des Zumutbarkeitsprofils in einer angepassten Tätigkeit sei eine neutrale 
gutachterliche Beurteilung Ende des Jahres 2013 notwendig (AB 31, S. 3).

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3.2.4 Die Ärztin der C.________, Dr. med. J.________, Fachärztin für 
Allgemeine Innere Medizin FMH, diagnostizierte im Bericht vom 3. Oktober 
2013 einen Status nach Treppensturz mit instabiler Weber B Fraktur, Riss 
der vorderen Syndesmose und Volkmann-Fraktur vom 26. Dezember 2011. 
Ein Wiedereinstieg in die gelernten Berufe als … und … sei mit grosser 
Wahrscheinlichkeit nicht mehr zumutbar. Als provisorisches Zumutbar-
keitsprofil gab sie eine sitzende Tätigkeit von aktuell maximal zwei Stunden 
pro Tag mit genügend Beinfreiheit an. Sie erwarte, dass bis ca. Mitte des 
Jahres 2014 der zeitliche Arbeitseinsatz verlängert werden könne. Das Ziel 
sei eine volle Arbeitsfähigkeit in einer angepassten sitzenden Tätigkeit 
(AB 36.1, S. 305). Die Wiederaufnahme einer Tätigkeit, wo häufiges Gehen 
und Stehen verlangt werde, sei auch in ferner Zukunft nicht wahrscheinlich 
(AB 36.1, S. 305 f.).

Im ärztlichen Bericht vom 6. August 2014 führte Dr. med. J.________ aus, 
trotz schlechtem Zustand des linken Fusses mit CRPS müsse leider davon 
ausgegangen werden, dass weitere Behandlungen nicht mit Wahrschein-
lichkeit eine namhafte Besserung des Zustandes bringen würden. Eine 
Arbeit mit häufigem Positionswechsel mit einer Sitzdauer am Stück von 
maximal einer Stunde ohne Zwangspositionen des linken Fusses ganztags 
sei zumutbar, wobei aufgrund der häufigen Pausen fraglos eine Leistungs-
einbusse bestehe. Das Tragen von Lasten von einmalig maximal 15 kg sei 
möglich, wobei die Beschwerdeführerin nur an zwei Gehstöcken mobil sei 
(AB 46, S. 15).

Im Bericht vom 20. August 2014 präzisierte Dr. med. J.________ das Zu-
mutbarkeitsprofil. Eine Arbeit mit häufigem Positionswechsel und einer 
Sitzdauer am Stück von jeweils maximal einer Stunde ohne Zwangspositi-
onen des linken Fusses sei ganztags zumutbar. Die Sitzdauer, verteilt über 
den ganzen Tag, sollte nicht mehr als vier Stunden betragen. Es müssten 
mehrmals täglich Pausen eingeräumt werden, wodurch fraglos eine Leis-
tungseinbusse bestehe (AB 49, S. 2).

Am 22. Oktober 2014 empfahl Dr. med. J.________ das stundenweise Auf-
teilen des Arbeitspensums, d.h. nach einer Stunde Arbeit (sitzend), eine 
Stunde Pause (überwiegend liegend; Beschwerdebeilage [BB] 3).

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3.2.5 Dr. med. I.________ führte im Bericht vom 22. Januar 2015 aus, die 
Beschwerdeführerin könne aufgrund der Schmerzsituation und der medi-
kamentös bedingten kognitiven Einschränkung ein Arbeitsprofil, in welchem 
sie eine Stunde arbeite und eine Stunde Pause mache, nicht über vier 
Stunden durchhalten (AB 55, S. 2).

3.2.6 Die RAD-Ärztin Dr. med. K.________, Fachärztin für Orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, diagnostizierte im 
Bericht vom 13. Mai 2015 mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit einen 
Status nach Treppensturz mit instabiler Weber B Fraktur, Riss der vorderen 
Syndesmose und Volkmann-Fraktur vom 26. Dezember 2011. Für das Zu-
mutbarkeitsprofil könne vollumfänglich auf die Berichte von Dr. med. 
J.________ vom 6. bzw. 20. August 2014 abgestellt werden (AB 73, S. 4). 
In der angestammten Tätigkeit als … und … bestehe keine Arbeitsfähigkeit 
mehr. In einer angepassten, wechselbelastenden, vorwiegend sitzenden 
Tätigkeit sei eine volle Arbeitsfähigkeit mit einer Leistungsminderung von 
20% aufgrund eines vermehrten Pausenbedarfs gegeben (AB 73, S. 5).

3.2.7 Im Bericht vom 20. August 2015 hielt Dr. med. J.________ an ihrem 
Zumutbarkeitsprofil fest (AB 84, S. 9).

3.2.8 Dr. med. K.________ führte im Bericht vom 24. November 2015 
aus, die Problematik sei psychiatrisch und orthopädisch bedingt. Weder bei 
der EFL noch bei der C.________ habe eine ärztliche Untersuchung statt-
gefunden, die ein klares Zumutbarkeitsprofil sowie ein eindeutiges Pensum 
beschreibe (AB 90, S. 2).

3.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

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Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.4 Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin (Beschwerde, 
S. 5 Ziff. 1.2) ist der Sachverhalt nicht genügend abgeklärt. Zunächst ist die 
Auffassung der Ärztin der C.________ Dr. med. J.________ nicht klar, 
weshalb nicht darauf abgestellt werden kann. So hat sie im Bericht vom 
6. August 2014 zunächst eine ganztägige Arbeitsfähigkeit mit einer nicht 
näher definierten Leistungseinbusse attestiert (AB 46, S. 15) und dies in 
der Ergänzung vom 20. August 2014 insoweit präzisiert, als die Sitzdauer 
maximal vier Stunden betragen solle (AB 49, S. 2; vgl. auch BB 3). Diese 
Einschätzung hat die Ärztin mit Bericht vom 20. August 2015 in Kenntnis 
der EFL bestätigt (AB 84, S. 9). Es ist jedoch - gerade im Hinblick auf den 
Bericht von August 2015 - unklar, ob und gegebenenfalls wie die Ärztin der 
C.________ den Ergebnissen der EFL Rechnung getragen hat. Wurde 
doch im Rahmen der EFL festgehalten, dass die Resultate der physischen 
Leistungstests für die Beurteilung der zumutbaren Belastbarkeit infolge 
beobachteter erheblicher Symptomausweitung und Inkonsistenz nicht ver-
wertbar seien. Die beobachtete Belastbarkeit entspreche einer sehr leich-
ten und sitzenden Tätigkeit. Hinsichtlich der Zumutbarkeit sollte man aus 
somatischer Sicht aufgrund der festgestellten Symptomausweitung von 
einer höheren Belastbarkeit ausgehen (Bericht vom 23. Juli 2015; AB 76, 
S. 3). Gestützt auf die Ergebnisse der EFL ist somit unklar, welche Leistun-
gen zumutbar sind (vgl. AB 76, S. 3 Mitte und 8). Dabei ist unerheblich, ob 
die beobachteten Inkonsistenzen von Ärzten oder Physiotherapeuten erho-
ben worden sind (Beschwerde, S. 6 oben); derartige Unklarheiten sind me-
dizinisch abzuklären – dies verlangt denn auch der beweisrechtlich ent-

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scheidende Aspekt der Konsistenz bei somatoformen Schmerzstörungen 
gemäss BGE 141 V 281 E. 4.4 S. 3.3 f., welchem auch allgemein, d.h. aus-
serhalb der unklaren Beschwerdebilder, Rechnung zu tragen ist. Ob sich 
die beobachteten Inkonsistenzen erklären lassen, wird Aufgabe des Gut-
achtens sein. Entgegen der Auffassung in der Beschwerde (S. 5 Ziff. 1.3.1) 
lassen sich diese nicht ohne weiteres aufgrund des bisherigen Verhaltens 
der Beschwerdeführerin ausräumen. Ferner hat sich die Ärztin der 
C.________ im Bericht vom 20. August 2015 auch nicht zu dem (ihr be-
kannten, AB 84, S. 8) Ergebnis der AMA geäussert, welche eine tatsächlich 
erbrachte Leistung von 20% (gerechnet auf ein 100%-Pensum) ergab 
(AB 68, S. 11 f.). Da die Auffassung von Dr. med. J.________ nicht zu 
überzeugen vermag, kann in der Folge auch nicht auf die Ergebnisse der 
AMA abgestellt werden, da diese Abklärung auf dem Zumutbarkeitsprofil 
dieser Ärztin basiert (AB 68, S. 2, 10). Dasselbe gilt auch für die Einschät-
zung der RAD-Ärztin Dr. med. K.________ vom 13. Mai 2015 (AB 73, S. 4). 
Kommt hinzu, dass sich deren Beurteilung nicht mit derjenigen der Ärztin 
der C.________ deckt. So wird von Dr. med. K.________ von einer Leis-
tungsminderung bzw. einem Pausenbedarf von 20% bei voller Arbeits-
fähigkeit in einer angepassten Tätigkeit gesprochen, die sich in keiner Art 
und Weise mit den Annahmen der Ärztin in Übereinstimmung bringen lässt 
(AB 73, S. 5). Schliesslich ist zu berücksichtigen, dass die behandelnde Dr. 
med. I.________ die Einschätzung der Ärztin der C.________ in Zweifel 
gezogen hat, jedoch selber keine abschliessende Beurteilung vorgenom-
men hat (AB 55, S. 2). In der Folge erweist sich eine weitere Abklärung als 
notwendig und der Einwand der Beschwerdeführerin betreffend die Einho-
lung einer (unnötigen) second opinion (Beschwerde, S. 7 Ziff. 1.3.3) als 
nicht haltbar.

3.5 Nicht zu beanstanden ist der Umfang der Abklärung. Einerseits ist 
der Sachverhalt entgegen der Auffassung in der Beschwerde (S. 8 Ziff. 1.4) 
- wie unter E. 3.4 hiervor ausgeführt - in somatischer Hinsicht nicht genü-
gend abgeklärt. Andererseits drängt sich bei Schmerzproblemen eine psy-
chische Abklärung auf, sind Schmerzen und psychische Probleme doch oft 
- aber nicht immer - eng verknüpft. So wurde anlässlich der EFL den auch 
auf eine Symptomausweitung hingewiesen und eine Behandlung in einer 
psychosomatischen Abteilung empfohlen (AB 76, S. 5). Mit Blick auf die 

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Wechselwirkung von somatischen und psychischen Leiden ist daher eine 
bi- und nicht monodisziplinäre Begutachtung angezeigt. Gegen die Gutach-
ter Dres. med. D.________ und E.________ sowie die zu stellenden Fra-
gen sind weder Einwände erhoben worden noch sind solche ersichtlich, so 
dass es mit diesen beiden, von der Beschwerdegegnerin im Rahmen der 
Verfahrensleitung bestimmten, Gutachtern sein Bewenden hat.

3.6 Soweit in der Beschwerde vorgebracht wird, die Beschwerdegegne-
rin verstosse gegen die bundesgerichtliche Rechtsprechung, welche zwin-
gend einen Einigungsversuch vorsieht, ohne dass konkrete Ablehnungs-
gründe vorgebracht werden müssen (S. 8 Ziff. 1.5), kann dem nicht gefolgt 
werden. Der Einigungsversuch ist im vorliegenden Verfahren (implizit) 
durchgeführt worden (vgl. E. 2.3 hiervor). Mit Schreiben vom 27. November 
2015 hat die Verwaltung mitgeteilt, dass sie eine Begutachtung durch-
führen wolle, und die Gutachter sowie die Fragen genannt (AB 91). Hierauf 
hat sich die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 11. Dezember 2015 ver-
nehmen lassen und ihrerseits Vorschläge unterbreitet (AB 95). In der Folge 
hat die IVB verfügt (AB 96). Damit ist die Einigung gescheitert und zwar am 
Verhalten aller Beteiligten. Freilich war die IVB nicht bereit, von ihren Vor-
schlägen abzurücken, dies traf jedoch auch auf die Beschwerdeführerin zu. 
Ein Konsens kam damit nicht zustande. Mit Einigung ist nicht gemeint, dass 
allein die Verwaltung ihre Meinung ändert, sondern dies gilt auch für die 
Beschwerdeführerin. Etwas anderes ist logisch ausgeschlossen (Urteil des 
Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. November 2012, 
IV/2012/713, E. 3.2.2).

3.7 Schliesslich kann die Beschwerdeführerin nichts zu ihren Gunsten 
aus der Tatsache ableiten, dass die Abklärung im Rahmen des Vorbe-
scheidverfahrens angeordnet worden ist (vgl. Beschwerde, S. 4 f. Ziff. 1 
und 1.3 sowie S. 5 Ziff. 1.2). Ein Vorbescheid sichert weder eine Leistung 
noch ein bestimmtes Verhalten zu.

3.8 Nach dem Dargelegten ist die von der Beschwerdegegnerin ange-
ordnete psychiatrisch-orthopädische Begutachtung durch die Dres. med. 
D.________ und E.________ der MEDAS nicht zu beanstanden. Die ge-
gen die Verfügung vom 4. Januar 2016 (AB 96) erhobene Beschwerde ist 
abzuweisen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Mai 2016, IV/16/179, Seite 12

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Beschwerdefüh-
rerin die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 500.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

4.2 Es besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 1 
Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Mai 2016, IV/16/179, Seite 13

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.