# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 528092e0-a65d-57c5-9f50-16eba9556e95
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-12-19
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 19.12.2022 UV 2022/4
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_UV-2022-4_2022-12-19.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2022/4

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 08.02.2023

Entscheiddatum: 19.12.2022

Entscheid Versicherungsgericht, 19.12.2022
Art. 6 UVG. Verneinung neuer unfallkausaler struktureller 
Gesundheitsschäden (insbesondere Verneinung des Vorliegens einer 
Contusio spinalis) und einer richtungsgebenden Verschlimmerung der 
degenerativen Vorzustände an der Wirbelsäule. Verneinung des 
überwiegend wahrscheinlichen Dahinfallens des natürlichen 
Kausalzusammenhangs per Leistungseinstellungsdatum (vier Monate nach 
dem Unfallereignis). Verpflichtung der Beschwerdegegnerin zur Ausrichtung 
weiterer Versicherungsleistungen (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 19. Dezember 2022, UV 2022/4).

Entscheid vom 19. Dezember 2022

Besetzung

Präsidentin Christiane Gallati Schneider, Versicherungsrichter Joachim Huber und 

Versicherungsrichterin Corinne Schambeck; Gerichtsschreiberin Anita Hüsler

Geschäftsnr.

UV 2022/4

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwältin MLaw Midori Handschin und Rechtsanwältin lic. iur. 

Kaija Niehus, Raewel Advokatur, Gotthardstrasse 52, 8002 Zürich,

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gegen

Ersatzkasse UVG, Postfach, 8010 Zürich,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter) war seit 1. August 2020 als B.___ bei der C.___ 

tätig. Am 3. Februar 2021 meldete die Arbeitgeberin der Ersatzkasse UVG einen Unfall 

des Versicherten vom 3. Januar 2021 (UV-act. 5 und 7). In einem Fragebogen der 

Allianz Suisse, welche für die Ersatzkasse UVG die Schadenerledigung vornahm, 

schilderte der Versicherte am 22. Februar 2021, er sei auf der Treppe vor seinem Haus 

gestürzt. Dabei sei er mit seinem Rücken (Wirbelsäule) auf den Stufen aufgeschlagen 

und anschliessend die Stufen hinuntergerutscht, wo er zum Liegen gekommen sei (UV-

act. 10). Nachdem die Arbeitgeberin im Unfallzeitpunkt keine Versicherung 

abgeschlossen hatte, anerkannte die Ersatzkasse UVG nach Art. 73 des 

Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) unbestrittenermassen 

ihre Zuständigkeit als obligatorischer Unfallversicherer und prüfte ihre Leistungspflicht 

(vgl. insbesondere UV-act. 13).

A.a. 

Der Versicherte hatte sich noch am Unfalltag notfallmässig im Kantonsspital St. 

Gallen (KSSG), Klinik für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates, vorgestellt. Die behandelnden Ärzte des Teams Wirbelsäule 

hatten im ambulanten Austrittsbericht vom 6. Januar 2021 eine initial deutlich 

abgeschwächte Kraft der unteren Extremitäten, ein Taubheitsgefühl im rechten Arm 

sowie medial des gesamten rechten Beines festgestellt. Computertomografisch war 

eine Traumafolge ausgeschlossen worden und im kurzzeitigen Verlauf war der 

Versicherte neurologisch bis auf eine zirkuläre Sensibilitätsminderung im Bereich des 

A.b. 

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rechten Knies wieder unauffällig gewesen, weshalb sich die behandelnden Ärzte des 

KSSG gegen ein MRI entschieden hatten. Die Mobilisation war problemlos und der 

schmerzkompensierte Austritt gleichentags erfolgt. Als Diagnosen waren eine Contusio 

spinalis und eine Kontusion der Brustwirbelsäule (BWS) nach Treppensturz am 3. 

Januar 2021 gestellt worden (UV-act. 3). Anlässlich der Verlaufskontrolle im KSSG vom 

26. Januar 2021 hatte in der Röntgenuntersuchung der BWS keine Fraktur festgestellt 

werden können (UV-act. 4).

Auf Überweisung von Dr. med. D.___, Facharzt für Allgemeine Medizin (UV-act. 

16), wurde der Versicherte am 23. Februar 2021 durch Dr. med. E.___, Neurologie 

F.___, untersucht, der einen Treppensturz am 3. Januar 2021 mit seither 

persistierenden Schmerzen thorakal und einer Hemisymptomatik rechts diagnostizierte 

(UV-act. 9). Auf Zuweisung von Dr. E.___ wurde beim Versicherten am 23. März 2021 

im Spital G.___, Radiologie, ein MRI der Halswirbelsäule (HWS), BWS und 

Lendenwirbelsäule (LWS) erstellt, welches verschiedene Pathologien in 

unterschiedlichen Segmenten zeigte (UV-act. 17). Am 14. April 2021 erfolgte eine 

weitere Konsultation bei Dr. E.___. Dieser führte eine Untersuchung der motorisch 

evozierten Potenziale (MEP) zu den Beinen durch, welche grenzwertige, aber noch als 

nicht signifikant pathologisch zu wertende Befunde ergab (UV-act. 21).

A.c. 

Nachdem namentlich die Dres. E.___, D.___ und H.___, Facharzt für Innere 

Medizin, Ärztehaus I.___, (bei welchem der Beschwerdeführer erstmals am 7. April 

2021 in Behandlung gewesen war; UV-act. 28) dem Beschwerdeführer jeweils für 

unterschiedliche Zeiträume, insgesamt jedoch eine durchgehend andauernde 

Arbeitsunfähigkeit von 100% attestiert hatten (vgl. insbesondere UV-act. 2 S. 3, 3 S. 2, 

12, 16 und 19), legte die Ersatzkasse UVG die medizinischen Unterlagen am 21. April 

2021 ihrem beratenden Arzt Dr. med. J.___, Facharzt für Nervenkrankheiten 

(Neurologie), zur Beurteilung vor (UV-act. 25). Mit Schreiben vom 29. April 2021 teilte 

die Ersatzkasse UVG dem Versicherten mit, der beratende Arzt vertrete in seiner 

Beurteilung vom 22. April 2021 die Auffassung, dass das Sturzereignis vom 3. Januar 

2021 zu vorübergehenden muskuloskelettalen Schmerzen geführt habe, nicht aber zu 

neurologischen Ausfällen. Die in der MRI-Untersuchung gesehene Syrinx müsse als 

vorbestehend betrachtet werden. Es sei daher davon auszugehen, dass der Status quo 

sine bei einer wie vorliegend vorhandenen gewöhnlichen Prellung des Rückens 

A.d. 

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spätestens drei Monate nach Eintritt des Unfallereignisses, d.h. per 31. März 2021, 

erreicht worden sei. Entsprechend bestehe zwischen dem Unfallereignis vom 3. Januar 

2021 und den Beschwerden ab dem 1. April 2021 kein natürlicher 

Kausalzusammenhang mehr und sie stelle ihre Leistungen per 31. März 2021 ein (UV-

act. 26).

Mit Schreiben vom 11. Mai 2021 teilte der Versicherte, vertreten durch die Fortuna 

Rechtsschutz-Versicherungs-Gesellschaft AG (nachfolgend: Fortuna), der Ersatzkasse 

UVG mit, dass er mit der Leistungsablehnung nicht einverstanden sei und bat 

gleichzeitig um Akteneinsicht sowie um eine Fristerstreckung für die Stellungnahme zur 

vorgesehenen Leistungseinstellung (UV-act. 31). Am 4. Juni 2021 erstellte Dr. med. 

K.___, Fachärztin für Chirurgie, MAS Versicherungsmedizin, FA Vertrauensärztin SGV, 

im Auftrag der Fortuna eine chirurgisch versicherungsmedizinische Beurteilung der 

Kausalitätsfrage im vorliegenden Schadenfall (UV-act. 35). Mit Schreiben vom 9. Juni 

2021 äusserte sich die Fortuna zur beabsichtigten Leistungseinstellung und ersuchte – 

gestützt auf die Beurteilung von Dr. K.___ – um Aufhebung des beabsichtigten 

Entscheids mit Einstellung der Versicherungsleistungen per 31. März 2021 und die 

weitere Ausrichtung der Versicherungsleistungen (UV-act. 37).

A.e. 

Am 20. Mai 2021 war ausserdem eine zusätzliche neurologische Beurteilung durch 

Dr. med. L.___, Neurozentrum M.___, erfolgt (UV-act. 45). Zudem erstattete Dr. H.___ 

am 21. Juni 2021 gegenüber der Ersatzkasse UVG nochmals einen ärztlichen 

Zwischenbericht, in welchem er – unter Verweis auf die Beurteilung von Dr. K.___ – 

festhielt, dass es sich um einen sehr schwierigen, aktuell unklaren Fall handle (UV-act. 

43).

A.f. 

Am 8. Juli 2021 erstellte Dr. J.___ im Auftrag der Ersatzkasse UVG eine weitere 

Beurteilung der medizinischen Situation (UV-act. 50). Mit Verfügung vom 15. Juli 2021 

stellte die Ersatzkasse UVG gestützt auf diese Beurteilung ihre Leistungen per 2. Mai 

2021 ein, da der Status quo sine spätestens in diesem Zeitpunkt erreicht gewesen und 

somit ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 3. 

Januar 2021 und den nach dem 2. Mai 2021 weiterhin geltend gemachten 

Beschwerden zu verneinen sei (UV-act. 52).

A.g. 

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B.  

C.  

Am 5. August 2021 erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin Midori 

Handschin, Zürich, Einsprache gegen die Verfügung vom 15. Juli 2021 (UV-act. 56).

B.a. 

Am 24. August 2021 wurde der Versicherte erneut durch Dr. E.___ untersucht. Im 

entsprechenden Untersuchungsbericht erwähnte dieser bei unverändert grossem 

Leidensdruck auch chronifizierte Symptome (UV-act. 58).

B.b. 

Mit zwei inhaltlich übereinstimmenden Einsprachen vom 7. September 2021 (UV-

act. 59) und 13. September 2021 (UV-act. 61) ersuchte die Helsana Versicherungen AG 

(als obligatorischer Krankenversicherer des Versicherten) die Ersatzkasse UVG, auf die 

Verfügung vom 15. Juli 2021 zurückzukommen und ihre Leistungspflicht anzuerkennen.

B.c. 

Mit Einspracheentscheid vom 6. Dezember 2021 wies die Ersatzkasse UVG die 

Einsprachen vom 5. August sowie vom 7. und 13. September 2021 ab (UV-act. 66).

B.d. 

Am 24. Januar 2022 erhob der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer), 

vertreten durch die Rechtsanwältinnen Midori Handschin und Kaija Niehus, Zürich, 

Beschwerde gegen den Einspracheentscheid vom 6. Dezember 2021 und stellte 

folgende Anträge: 1. Es sei der Einspracheentscheid der Ersatzkasse UVG vom 6. 

Dezember 2021 aufzuheben. 2. Es seien dem Beschwerdeführer bis auf Weiteres, 

mindestens jedoch bis zum 6. Oktober 2022 (richtig: 2021), Taggeldleistungen 

auszurichten. 3. Es seien dem Beschwerdeführer bis auf Weiteres, mindestens bis zum 

6. Oktober 2022 (richtig: 2021), die unfallbedingten Heilungskosten (Physiotherapie, 

etc.) zu entschädigen. 4. Eventualiter sei der Beschwerdeführer in wirbelsäulen-

orthopädischer sowie in neurologischer und psychiatrischer Hinsicht zu begutachten. 

5. Subeventualiter sei ein Kausalitätsgutachten hinsichtlich der Unfallkausalität der 

Beschwerden des Beschwerdeführers zu erstellen. 6. Alles unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin (act. G 1). Zusammen mit 

seiner Beschwerde reichte der Beschwerdeführer weitere Arbeitsunfähigkeitszeugnisse 

für den Zeitraum vom 4. Oktober 2021 bis 9. Januar 2022 (ausgestellt durch Dr. H.___; 

UV-act. G 1.3 bis 1.5), eine weitere Verordnung zur Physiotherapie (ausgestellt durch 

Dr. med. N.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, Ärztehaus I.___; act. G 1.6) und 

C.a. 

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Erwägungen

1.  

einen weiteren ärztlichen Bericht von Dr. H.___ vom 23. Dezember 2021 (act. G 1.7) 

ein.

Mit Beschwerdeantwort vom 8. März 2022 beantragte die Ersatzkasse UVG 

(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde, unter Kosten- 

und Entschädigungsfolge zu Lasten des Beschwerdeführers (act. G 5).

C.b. 

In seiner Replik vom 9. Mai 2022 hielt der Beschwerdeführer an seinen Anträgen 

gemäss seiner Beschwerde fest und beantragte zusätzlich, eventualiter sei ihm eine 

Rente bzw. eine Integritätsentschädigung auszurichten (act. G 10). Überdies reichte er 

weitere Arbeitsunfähigkeitszeugnisse für den Zeitraum vom 10. Januar bis 30. April 

2022 (ausgestellt durch Dr. H.___; UV-act. G 10.1) sowie eine Beurteilung und einen 

weiteren Untersuchungsbericht von Dr. E.___ vom 26. Januar (act. G 10.2) bzw. 16. 

März 2022 ein (act. G 10.3).

C.c. 

Die Beschwerdegegnerin beantragte in ihrer Duplik vom 18. Mai 2022, die in der 

Beschwerde vom 24. Januar 2021 und der Replik vom 9. Mai 2022 gestellten Anträge 

seien abzuweisen, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des 

Beschwerdeführers (act. G 12).

C.d. 

Mit Schreiben vom 17. November 2022 (act. G 14) reichte der Beschwerdeführer 

den Therapiebericht vom 7. November 2022 von O.___, P.___ AG (act. G 14.1), ein.

C.e. 

Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet der 

Einspracheentscheid vom 6. Dezember 2021 (UV-act. 66). Diesem liegt die Verfügung 

vom 15. Juli 2021 zugrunde (UV-act. 52). Darin hat die Beschwerdegegnerin lediglich 

über die Ansprüche des Beschwerdeführers auf Heilbehandlungs- (Art. 10 Abs. 1 UVG) 

und Taggeldleistungen (Art. 16 Abs. 1 UVG), d.h. über die vorübergehenden Leistungen 

befunden. Nicht zum Anfechtungsgegenstand der Verfügung zählte ein allfälliger 

Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG) und/

oder eine Integritätsentschädigung (Art. 24 UVG), was angesichts der von der 

Beschwerdegegnerin vertretenen Auffassung, wonach ein natürlicher 

Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 3. Januar 2021 und den nach 

1.1. 

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2.  

dem 2. Mai 2021 weiterhin geltend gemachten Beschwerden zu verneinen sei, auch 

folgerichtig war. Auf die in der Replik eventualiter vorgebrachten Eventualanträge, es 

sei dem Beschwerdeführer eine Rente bzw. eine Integritätsentschädigung auszurichten 

(act. G 10), kann mithin nicht eingetreten werden.

Vorliegend strittig und zu prüfen ist somit die Dauer der vorübergehenden 

Versicherungsleistungen (Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen) für das 

Unfallereignis vom 3. Januar 2021 bzw., ob die Beschwerdegegnerin diese zu Recht 

per 2. Mai 2021 eingestellt hat.

1.2. 

Der Unfallversicherer hat bei Vorliegen eines Unfalls gemäss Art. 4 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 

830.1) für einen Gesundheitsschaden nur insoweit Leistungen zu erbringen, als dieser 

in einem natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zum versicherten Ereignis 

steht (vgl. Art. 6 Abs. 1 UVG; André Nabold, N 48 ff. zu Art. 6, in: Marc Hürzeler/Ueli 

Kieser [Hrsg.], Bundesgesetz über die Unfallversicherung, Kommentar zum 

schweizerischen Sozialversicherungsrecht, 2018 [nachfolgend zitiert: KOSS UVG]; 

Irene Hofer, N 63 ff. zu Art. 6, in: Ghislaine Frésard-Fellay/Susanne Leuzinger/Kurt Pärli 

[Hrsg.], Unfallversicherungsgesetz, Basler Kommentar, 2019 [nachfolgend zitiert: BSK 

UVG]; Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, in: Erwin Murer/Hans-Ulrich Stauffer [Hrsg.], Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl. 2012, S. 53 ff.). Für die 

Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher Kausalzusammenhänge im 

Bereich der Medizin ist das Gericht in der Regel auf Angaben ärztlicher Experten und 

Expertinnen angewiesen. Die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang ist 

demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht nach den von Doktrin und Praxis 

entwickelten Regeln zu beurteilen ist (KOSS UVG-Nabold, N 53 und 59 zu Art. 6; BSK 

UVG-Hofer, N 65 f. und N 74 zu Art. 6; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 54 f. und 58). Im 

Bereich klar ausgewiesener organischer Unfallfolgen im Sinne von nachweisbaren 

strukturellen Veränderungen spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich 

aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des 

Unfallversicherers praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend mit der 

natürlichen deckt (vgl. BGE 134 V 111 E. 2.1 und BGE 127 V 103 E. 5b/bb, je mit 

Hinweisen; SVR 2000 UV Nr. 14 S. 45; BSK UVG-Hofer, N 80 zu Art. 6; Rumo-Jungo/

Holzer, a.a.O., S.58 f.).

2.1. 

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Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit 

nachgewiesen bzw. hat der Unfallversicherer seine Leistungspflicht für einen 

Gesundheitsschaden einmal anerkannt, so entfällt seine Leistungspflicht erst dann, 

wenn der Unfall nicht (mehr) die natürliche oder adäquate Ursache des 

Gesundheitsschadens darstellt, wenn also letzterer nur noch und ausschliesslich auf 

unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft zu, wenn entweder der (krankhafte) 

Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo 

ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf 

eines krankhaften Vorzustands auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte 

(Status quo sine), erreicht ist. Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche 

Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von 

unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit gänzlich 

fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht (vgl. zum Ganzen: Urteil 

des Bundesgerichts vom 6. August 2008, 8C_101/2008, E. 2.2 mit Hinweisen; RKUV 

1994 Nr. U 206 S. 328 f. E. 3b mit Hinweisen; KOSS UVG-Nabold, N 54 zu Art. 6; BSK 

UVG-Hofer, N 71 zu Art. 6; vgl. auch Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 54).

2.2. 

Der Beweis des Dahinfallens jeder kausalen Bedeutung kann durchaus unter 

Bezugnahme auf statistische Grundlagen und medizinische Erfahrungswerte geführt 

werden, sofern sie der herrschenden Lehrmeinung entsprechen (Urteil des 

Bundesgerichts vom 6. März 2017, 8C_715/2016, E. 5.2.3 mit Hinweisen; vgl. auch 

BGE 126 V 189 E. 4c). Dies hat insbesondere für den Nachweis des Status quo sine zu 

gelten, bei dem es sich um einen hypothetischen Zustand handelt, der sich häufig nur 

mit Erfahrungswerten bestimmen lässt (Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts [EVG] vom 18. September 2002, U 60/02, E. 2.2).

2.3. 

Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

auch die beklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 

abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen des Experten oder der Expertin begründet sind. 

2.4. 

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3.  

Ausschlaggebend für den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich 

weder die Herkunft noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen 

Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen). Auch 

Berichte und Gutachten, welche die Versicherungen während des 

Administrativverfahrens von ihren eigenen bzw. beratenden Ärzten und Ärztinnen 

einholen, können beweistauglich sein. An die Beweiswürdigung der Beurteilungen 

dieser Ärzte und Ärztinnen sind indes strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch 

nur geringe Zweifel an deren Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit, sind ergänzende 

Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 469 f. E. 4.4. mit Hinweis; bestätigt in: Urteil 

des Bundesgerichts vom 23. November 2012, 8C_592/2012, E. 5.3). Die 

Rechtsprechung erachtet sodann reine Aktengutachten als beweiskräftig, sofern ein 

lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche 

Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, mithin die 

direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (Urteil 

des Bundesgerichts vom 24. März 2017, 8C_780/2016, E. 6.1).

Die Beschwerdegegnerin hat unbestrittenermassen anerkannt, dass der 

Beschwerdeführer am 3. Januar 2021 einen Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG mit einer 

schädigenden Einwirkung auf den Körper erlitten hat. Ebenso hat die 

Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht – für einen gewissen Zeitraum nach dem 

Unfallereignis – anerkannt und dem Beschwerdeführer dementsprechend zumindest 

vorläufig Heilkosten vergütet und Taggeldleistungen ausgerichtet. Mit 

Einspracheentscheid vom 6. Dezember 2021 (UV-act. 66) bzw. mit der diesem 

zugrundliegenden Verfügung vom 15. Juli 2021 (UV-act. 52) hat die 

Beschwerdegegnerin ihre Versicherungsleistungen per 2. Mai 2021 eingestellt. Der 

Beschwerdeführer macht jedoch über das Einstellungsdatum hinaus Beschwerden 

(insbesondere thorakale Schmerzen sowie eine Schwäche und Sensibilitätsstörungen 

in den Beinen und den Händen) geltend, welche auch zu einer Arbeitsunfähigkeit 

führen (act. G 1 S. 3 Ziff. 6 f.). Den medizinischen Akten der Beschwerdegegnerin 

können in Bezug auf die Sensibilitätsstörungen hingegen einzig anhaltende 

Beschwerden im rechten Bein bzw. der rechten Hand entnommen werden (UV-act. 9, 

21). Soweit im Bericht von Dr. E.___ vom 16. März 2022 (act. G 10.3), mithin nach 

Erlass des angefochtenen Einspracheentscheids, eine linksseitige 

Sensibilitätsminderung festgehalten wurde, ist eine solche demnach im vorliegenden 

Verfahren nicht mehr zu berücksichtigen, weil das Gericht im Beschwerdeentscheid 

grundsätzlich von dem Sachverhalt auszugehen hat, der sich bis zum 

3.1. 

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Einspracheentscheid verwirklicht hat (BGE 142 V 341 E. 3.2.2). Gleiches gilt 

grundsätzlich in Bezug auf den Physiotherapiebericht vom 7. November 2022 (act. G 

14.1). Dieser betrifft den Behandlungszeitraum von August bis November 2022 und 

demnach nicht den für das vorliegende Verfahren massgebenden Zeitraum bis zum 

Erlass des Einspracheentscheids am 6. Dezember 2021. Im Übrigen enthält der 

entsprechende Bericht lediglich eine Umschreibung der geklagten (subjektiven) 

Beschwerden und lässt keine Rückschlüsse auf deren Ursache zu, zumal die 

medizinische Qualifikation des Verfassers nicht ersichtlich und der Beweiswert des 

entsprechenden Berichts somit ohnehin fraglich ist. Auf ihn muss nachfolgend 

entsprechend nicht weiter eingegangen werden.

Für die Annahme unfallkausaler somatischer Restfolgen werden grundsätzlich eine 

unfallkausale strukturelle Läsion bzw. eine schlecht verheilte strukturelle Läsion als 

objektivierbares Korrelat verlangt. Objektivierbar sind Ergebnisse, die reproduzierbar 

und von der Person des bzw. der Untersuchenden und den Angaben des Patienten 

bzw. der Patientin unabhängig sind. Folglich kann von objektiv ausgewiesenen 

organisch-strukturellen Unfallfolgen dann gesprochen werden, wenn die erhobenen 

Befunde mit – wissenschaftlich anerkannten – apparativen/bildgebenden Abklärungen 

(wie Röntgen, MRI, CT, Arthroskopie) bestätigt werden (vgl. BGE 134 V 232 E. 5.1 mit 

Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 28. Oktober 2009, 8C_216/2009, E. 2 mit 

Hinweisen).

3.2. 

Ein massgebender Ausgangspunkt für die Beurteilung traumatischer Folgeschäden 

bzw. der Ursächlichkeit einer Gesundheitsschädigung bildet der gesundheitliche 

Zustand einer versicherten Person vor dem Unfall. Ist es durch letzteren zu keinen 

neuen strukturellen Schäden gekommen, trifft er aber auf einen vorgeschädigten 

Körper, kommt eine unfallkausale Gesundheitsschädigung höchstens als 

vorübergehende oder richtungsgebende Verschlimmerung des Vorzustandes in 

Betracht. Eine richtungsgebende unfallbedingte Verschlimmerung liegt nach der 

Rechtsprechung vor, wenn medizinischerseits feststeht, dass weder der Status quo 

ante noch der Status quo sine je wieder erreicht werden können (KOSS UVG-Nabold, 

N 54 zu Art. 6; BSK UVG-Hofer, N 71 zu Art. 6; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O, S. 54 mit 

Hinweis; Urteil des Bundesgerichts vom 1. April 2015, 8C_484/2014, E. 2.1). Von einer 

vorübergehenden unfallbedingten Verschlimmerung eines Vorzustandes wird dann 

gesprochen, wenn Unfallfolgen bzw. deren Anteil an einer Gesundheitsschädigung im 

Rahmen des posttraumatischen Verlaufs nie konkret beschrieben bzw. radiologisch als 

strukturelle Verletzung der Gelenke oder Knochen sichtbar gemacht werden können. In 

solchen Fällen wird bei einem geeigneten bzw. adäquaten Ereignis in einer ersten 

3.3. 

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4.

Als unfallkausale strukturelle Gesundheitsschäden kommen vorliegend die Contusio 

spinalis (vgl. Diagnose des KSSG gemäss Untersuchung vom 3. Januar 2021; UV-act. 

3), die diversen Veränderungen der HWS und LWS (Facettengelenksarthrosen und 

Bandscheibenprotrusionen in mehreren Segmenten der HWS und LWS [mit Anulus-

fibrosus-Riss im Segment LWK 5/SWK 1], Bandscheibenextrusion im Segment LWK 

4/5, Stenosen in den LWK 3/4 und 4/5 und den HWK 3/4 und 4/5; vgl. MRI des Spitals 

G.___ vom 23. März 2021 [UV-act. 17]) sowie die Syrinx auf Höhe der oberen Hälfte 

des BWK 6 (vgl. wiederum MRI des Spitals G.___ vom 23. März 2021 [UV-act. 17]) in 

Frage. Nachfolgend gilt es zu prüfen, ob zwischen den vorgenannten 

Gesundheitsschäden und dem Unfallereignis vom 3. Januar 2021 ein natürlicher 

Kausalzusammenhang besteht (vgl. nachfolgend E. 4.1 ff. betreffend die Contusio 

spinalis, E. 4.2 ff. betreffend die diversen Veränderungen der HWS und LWS und E. 4.3 

ff. betreffend die Syrinx).

Phase davon ausgegangen, dass dieses eine schädigende Wirkung auf den Körper 

habe. Die aufgetretenen bzw. ausgelösten Beeinträchtigungen werden, obwohl sie 

möglicherweise weiterbestehen, nach einer gewissen Zeit gestützt auf medizinische 

Erfahrung aber nicht mehr dem Unfall angelastet. Die Unfallversicherung übernimmt in 

diesen Fällen nur Leistungen für den durch das Unfallereignis ausgelösten 

Beschwerdeschub, d.h. sie hat bis zum Erreichen des Status quo sine oder ante 

Leistungen für das unmittelbar im Zusammenhang mit dem Unfall stehende 

Schmerzsyndrom zu erbringen. Als Beispiel dafür gelten insbesondere auch 

Kontusionsfolgen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 26. Februar 2013, 8C_423/2012, 

E. 5.3; vgl. auch KOSS UVG-Nabold, N 57 zu Art. 6, und BSK UVG-Hofer, N 72 zu Art. 

6). Bei einer Kontusion handelt es sich um eine Weichteilverletzung, die insbesondere 

anhand klinischer Befunde – wie Hämatome, Schwellungen, Schürfungen, Prellmarken, 

Druckdolenzen, Bewegungseinschränkungen, Muskelverhärtungen – objektiviert wird 

(vgl. dazu Alfred M. Debrunner, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. 2002, S. 

412; Roche Lexikon, Medizin, 5. Aufl. 2003, S. 357). Die Unfallversicherung übernimmt 

die Leistungen bis zur Heilung der spezifischen Kontusionsfolgen und/oder – wie oben 

erwähnt – für den durch ein Unfallereignis ausgelösten Beschwerdeschub.

 4.1. 

Eine Contusio spinalis ist eine mechanische Schädigung des Rückenmarks 

durch Prellung oder Quetschung, evtl. mit Hämatomyelie. Klinisch zeigen sich ein 

4.1.1. 

https://www.pschyrembel.de/Kontusion/K0C4G
https://www.pschyrembel.de/Kompression/K0C0X

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spinaler Schock und (ggf. reversible) Symptome einer Querschnittläsion (vgl. 

Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, 267. Aufl. 2017, S. 354; vgl. auch Roche Lexikon, 

a.a.O., S. 358; Engelhardt Lexikon Orthopädie und Unfallchirurgie, https://

www.lexikon orthopaedie.com/ pdx.pl?dv=0&id=x_xContusio%20spinalis [besucht am 

11. November 2022]). Die Beschwerdegegnerin bestreitet gestützt auf die Beurteilung 

des beratenden Arztes Dr. J.___ vom 8. Juli 2021 (UV-act. 50) die Unfallkausalität der 

durch das KSSG diagnostizierten Contusio spinalis bzw. geht in diesem 

Zusammenhang von einer blossen Verdachtsdiagnose aus (UV-act. 66).

Das KSSG hat anlässlich seiner Untersuchung vom 3. Januar 2021 eine 

Traumafolge computertomografisch ausgeschlossen. Zudem haben die Ärzte des 

KSSG festgehalten, dass der Beschwerdeführer im kurzzeitigen Verlauf neurologisch 

(bis auf eine zirkuläre Sensibilitätsminderung im Bereich des rechten Knies) wieder 

unauffällig gewesen sei, weshalb man auf ein MRI verzichtet habe (UV-act. 3). Aus 

diesem Umstand kann geschlossen werden, dass das KSSG nicht davon ausging, 

dass strukturelle Verletzungen vorlagen, welche durch eine MRI-Untersuchung hätten 

bildgebend nachgewiesen werden können. Die Röntgenuntersuchung der BWS in der 

Verlaufskontrolle vom 26. Januar 2021 im KSSG zeigte sodann ein regelrechtes 

Alignement. Eine Fraktur war nicht ersichtlich (UV-act. 4). Eine Contusio spinalis bzw. 

eine Verletzung des Rückenmarks oder eine begleitende Wirbelkörperfraktur konnten 

demnach vom KSSG weder durch das CT vom Unfalltag noch durch die 

Röntgenuntersuchung anlässlich der Verlaufskontrolle bildgebend nachgewiesen 

werden. Die gestellte Diagnose steht somit im Widerspruch zu den (fehlenden) 

bildgebenden Befunden. Bis zur Verlaufskontrolle vom 26. Januar 2021 war die 

zirkuläre Sensibilitätsminderung im Bereich des rechten Knies offenbar wieder 

abgeklungen, da diese im entsprechenden Bericht nicht mehr erwähnt wird. Hingegen 

gab der Beschwerdeführer anlässlich der Verlaufskontrolle an, dass ihm 

Kribbelparästhesien am linken Arm sowie eine allgemeine Schwäche desselben 

aufgefallen seien. In dieser Hinsicht hielt das KSSG in seinem Bericht jedoch bloss eine 

"diffuse Kraftminderung M4/5 aller Muskeln der linken oberen Extremität" fest (vgl. UV-

act. 4). Nach Gesagtem lagen dem KSSG nach der Erstuntersuchung vom 3. Januar 

2021 und der Verlaufskontrolle vom 26. Januar 2021 auch keine klinisch 

objektivierbaren neurologischen Beschwerden vor, welche die Diagnose einer Contusio 

spinalis hätten rechtfertigen können.

4.1.2. 

Am 23. Februar 2021 gab der Beschwerdeführer gegenüber Dr. E.___ an, sein 

rechtes Bein und sein rechter Arm seien seit dem Unfall vom 3. Januar 2021 schwächer 

und gefühlsgemindert. Dr. E.___ diagnostizierte entsprechend eine Hemisymptomatik 

4.1.3. 

https://www.pschyrembel.de/Spinaler%20Schock/K0KJ0
https://www.pschyrembel.de/Querschnittl%C3%A4sion/K0JAB

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rechts. Jedoch stützt sich diese Diagnose offenbar nicht auf eine objektive 

Befunderhebung, sondern lediglich auf die vorerwähnten (subjektiven) Angaben des 

Beschwerdeführers (vgl. UV-act. 9 Untersuchungsbefunde zur Sensibilität: "Angabe 

eines sensiblen Hemisyndroms rechts"). Die Einzelkraftprüfung der rechten 

Extremitäten durch Dr. E.___ ergab eine sakkadierte Innervation, wobei die Kraft 

kurzzeitig maximal aktiviert werden konnte. Ein Hinweis auf eine manifeste Parese lag 

somit nicht vor (UV-act. 9).

Am 23. März 2021 führte das Spital G.___, Radiologie, ein MRI der HWS, BWS 

und LWS des Beschwerdeführers durch. Eine strukturelle Verletzung der Wirbelsäule 

bzw. des Rückenmarks im Sinne einer Contusio spinalis oder eine Frakturlinie bzw. ein 

frakturtypisches Knochenmarködem wurden dabei nicht festgestellt (UV-act. 17).

4.1.4. 

Nachdem der Beschwerdeführer anlässlich einer weiteren Konsultation bei Dr. 

E.___ am 14. April 2021 weiterhin eine Einschränkung der Funktionalität des rechten 

Beines angab, führte dieser ein MEP zu den Beinen durch. Die Untersuchung ergab 

zwar grenzwertige, aber noch nicht als signifikant pathologisch zu wertende Befunde 

(UV-act. 21). Soweit Dr. K.___ in ihrer Beurteilung vom 4. Juni 2021 im Zusammenhang 

mit dieser MEP-Untersuchung vorbringt, es handle sich nicht um einen vollständigen 

Normalbefund, sondern um einen auffälligen Befund in Richtung eines pathologischen 

Befunds (UV-act. 35), ist festzuhalten, dass es sich bei Dr. K.___ um eine Fachärztin für 

Chirurgie, bei Dr. E.___ hingegen um einen Facharzt für Nervenkrankheiten (Neurologie) 

handelt. Somit hat Dr. E.___ bereits aufgrund seiner Aus- bzw. Weiterbildung 

grundsätzlich als Spezialist und damit als besser qualifiziert zu gelten, die – im Übrigen 

auch durch ihn selbst erhobenen – Untersuchungsbefunde korrekt zu beurteilen. Dr. 

K.___ begründet ihre abweichende Einschätzung schliesslich auch nicht weiter (UV-act. 

35). Hingegen nimmt Dr. J.___ (seinerseits Facharzt für Neurologie) zu ihrer 

abweichenden Einschätzung Stellung und führt detailliert aus, weshalb es sich bei den 

erhobenen MEP-Befunden um einen Normalbefund handle, nämlich da Befunde in den 

MEP lediglich ein Mosaikstein in einer Diagnosestellung sein könnten, diese ohne 

klinisch pathologische Befunde wenig Bedeutung hätten und vorliegend der obere 

Grenzwert um weniger als 1 % überschritten werde, was im Allgemeinen absolut keine 

Relevanz habe. Im Übrigen seien die zentralmotorischen Laufzeiten altersabhängig und 

die erhobenen Normwerte eher an jüngeren Leuten erhoben worden. Ausserdem habe 

die Laufzeit zum linken Bein praktisch denselben Wert gehabt, wie diejenige zum 

rechten Bein, was gegen eine erklärende Pathologie für die Beinschwäche rechts 

spreche (UV-act. 50). Somit vermag Dr. K.___ mit ihrer anderslautenden Einschätzung 

keine Zweifel an der von Dr. E.___ getätigten (und durch Dr. J.___ bestätigten) 

4.1.5. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 14/23

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Beurteilung, wonach in neurologischer Hinsicht ein Normalbefund vorliege, zu 

erwecken. Dies, zumal Dr. E.___ nach Kenntnis der jeweiligen Beurteilungen von Dr. 

K.___ und Dr. J.___ selbst keine Stellungnahme zu den "verschiedenen Positionen" 

mehr abgeben wollte (UV-act. 65). Auf seine Beurteilung, wonach in Bezug auf die 

MEP-Untersuchung ein Normalbefund vorliege, ist damit nach wie vor abzustellen.

Soweit Dr. E.___ nach Durchführung der MEP-Untersuchung in seiner 

Beurteilung vom 4. Juni 2021 (UV-act. 21) und bestätigend auch in derjenigen vom 26. 

Januar 2022 (act. G 10.2) insgesamt aber von einer traumatisch bedingten Contusio 

spinalis ausgeht, kann ihm nicht gefolgt werden. Er begründet seine pauschale 

Behauptung nicht weiter, sondern gesteht vielmehr selbst ein, dass eine Objektivierung 

nicht gelinge, weshalb auf sie nicht abgestellt werden kann. Dies zumal auch nicht 

ersichtlich ist, inwiefern – wie von Dr. E.___ zudem in seiner Beurteilung vom 4. Juni 

2021 vertreten – eine Objektivierung der Contusio spinalis nicht erforderlich sein soll.

4.1.6. 

In der Untersuchung vom 20. Mai 2021 bei Dr. L.___, gab der Beschwerdeführer 

weiterhin an, das rechte Bein nur eingeschränkt belasten zu können. Für längere 

Strecken benutze er eine Gehstütze. Dr. L.___ erhob bei seiner Untersuchung jedoch 

keinen pathologischen Befund, insbesondere konnte er kein fokalneurologisches Defizit 

feststellen. Er ging in seinem Bericht denn auch nur von einem "Verdacht auf Contusio 

spinalis" aus (UV-act. 45).

4.1.7. 

In seiner Beurteilung vom 22. April 2021 ging der beratende Arzt Dr. J.___ 

aufgrund der medizinischen Aktenlage von einer gewöhnlichen Prellung des Rückens 

aus. Die funktionellen Einschränkungen im Bereich des Beins könnten nicht erklärt 

werden. Hierfür würden Hinweise im MRI der Wirbelsäule wie auch in der 

neurologischen Untersuchung inklusive motorisch evozierter Potentiale und F-

Wellenlatenzen fehlen. Der Unfall habe zwar zu vorübergehenden muskuloskelettalen 

Schmerzen geführt, nicht aber zu neurologischen Ausfällen (UV-act. 25). In seiner 

Beurteilung vom 8. Juli 2021 ging Dr. J.___ in Bezug auf die Contusio spinalis 

schliesslich von einer Verdachtsdiagnose aus. Er begründet seine Einschätzung 

insbesondere damit, dass sich im Bericht des KSSG vom 4. Januar 2021 (UV-act. 3) 

keine relevanten Befunde, welche eine solche Diagnose belegen würden, finden 

liessen. Auch im Verlaufsbericht des KSSG vom 29. Januar 2021 (UV-act. 4), in 

welchem eine diffuse Schwäche der Beine angegeben werde, würden handfeste 

Befunde (wie ein Hyperreflexie und/oder Pyramidenzeichen) fehlen. Im Übrigen sei 

auch im MRI vom 23. März 2021 (UV-act. 17) keine Läsion im Rückenmark zu sehen, 

was bei einer Contusio spinalis mit relevanten neurologischen Ausfällen zu erwarten 

4.1.8. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 15/23

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gewesen wäre. Vergleiche man die Klagen bezüglich Schwäche und 

Sensibilitätsstörung von Anfang bis zum Schluss, ergebe sich ein recht wechselndes 

Bild, sodass der Verdacht einer Tendenz zur Symptomausweitung wachse. Zudem sei 

initial auch kein Neurologe beigezogen worden, was man hätte tun müssen, wenn eine 

ernsthafte Contusio spinalis in Betracht gezogen worden wäre. Schliesslich spreche 

gegen die Diagnose einer Contusio spinalis, dass diese nicht genauer lokalisiert 

worden sei. Posttraumatische spinale Kontusionen könnten im Allgemeinen auf wenige 

Segmente klinisch genau definiert werden, was vorliegend jedoch nicht erfolgt sei (UV-

act. 50). Nachdem die durch das KSSG gestellte Diagnose einer Contusio spinalis, wie 

vorstehend aufgezeigt, tatsächlich weder bildgebend im Sinne einer Wirbelsäulen- bzw. 

Rückenmarksverletzung nachgewiesen noch auf andere Weise objektiviert werden 

konnte, vermag Dr. J.___ mit seiner Beurteilung vom 8. Juli 2021 nachvollziehbar und 

schlüssig darzulegen, weshalb es sich dabei um eine blosse Verdachtsdiagnose 

gehandelt hatte, was im Übrigen auch der Einschätzung des behandelnden Arztes Dr. 

L.___ entspricht (UV-act. 45). Auf seine Beurteilung ist damit abzustellen.

Was Dr. K.___ in ihrer Beurteilung vom 4. Juni 2021 vorbringt, vermag keine auch 

nur geringen Zweifel an der Beurteilung von Dr. J.___ hervorzurufen. Sie moniert 

bezugnehmend auf die vorerwähnte Einschätzung von Dr. J.___ vom 22. April 2021 

(UV-act. 25) pauschal, dass aufgrund der durch das KSSG diagnostizierten Contusio 

spinalis und der in neurologischer Hinsicht erhobenen Befunde (initial deutlich 

abgeschwächte Kraft der unteren Extremitäten, Taubheitsgefühl im rechten Arm sowie 

medial des gesamten rechten Beins) nicht ex post eine vertrauensneurologische 

Beurteilung dahingehend vorgenommen werden könne, dass es sich um eine 

gewöhnliche Prellung gehandelt habe (UV-act. 35). Dr. K.___ verwies in ihrer 

Beurteilung somit lediglich auf die durch das KSSG gestellte Diagnose sowie die 

erhobenen Befunde und vermag damit den vorgehend aufgezeigten fehlenden 

bildgebenden Nachweis bzw. die fehlende Objektivierung einer solchen Diagnose nicht 

aufzuwiegen.

4.1.9. 

Der Beschwerdeführer wendet bezüglich der Beurteilung von Dr. J.___ ein, 

dieser hätte angesichts der grenzwertigen Befunde der MEP-Untersuchung (vgl. dazu 

oben E. 4.1.5) seinerseits eine persönliche Untersuchung durchführen müssen und 

nicht eine blosse Aktenbeurteilung vornehmen dürfen (act. G 1 S. 9 Ziff. 25). Die 

Einschätzung der Messwerte als grenzwertig, aber noch als nicht signifikant 

pathologisch, stammte jedoch grundsätzlich von Dr. E.___ und damit dem 

behandelnden Arzt des Beschwerdeführers (UV-act. 21). Erfahrungsgemäss beurteilen 

die behandelnden Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche 

4.1.10. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 16/23

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Vertrauensstellung die Situation im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten (vgl. 

insbesondere BGE 135 V 465 S. 470 E. 4.5 mit Hinweisen), weshalb die Beurteilung 

durch Dr. E.___ umso glaubwürdiger erscheint. Die Einschätzung des behandelnden 

Arztes wurde durch den beratenden Arzt Dr. J.___ sodann lediglich bestätigt. Dr. J.___ 

hat zudem nachvollziehbar begründet, weshalb er der Einschätzung von Dr. E.___ folgt 

(vgl. oben E. 4.1.5 und UV-act. 50). Angesichts des durch den behandelnden Arzt 

erhobenen, nicht als signifikant pathologisch zu wertenden Befundes, bestand 

demnach für den beratenden Arzt bzw. die Beschwerdegegnerin kein Anlass zu 

weiteren Untersuchungen bzw. Abklärungen, zumal auch der zweite behandelnde 

Neurologe Dr. L.___ in seiner Untersuchung vom 20. Mai 2021 ein fokalneurologisches 

Defizit verneint hat und auch sonst keine neurologischen Auffälligkeiten feststellen 

konnte (vgl. oben E. 4.1.7 und UV-act. 45). Auf die Aktenbeurteilung von Dr. J.___ kann 

nach Gesagtem abgestellt werden, da aufgrund der durch die behandelnden Ärzte 

bereits erhobenen Befunde kein Anlass zu einer persönlichen Untersuchung mehr 

bestand.

Zusammengefasst kann demnach festgehalten werden, dass es sich bei der 

Contusio spinalis um eine Verdachtsdiagnose handelte. Eine objektivierbare strukturelle 

Verletzung der Wirbelsäule bzw. des Rückenmarks ist nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit nachgewiesen und scheidet demnach als überwiegend 

wahrscheinliche bzw. überhaupt mögliche Ursache der geklagten Beschwerden aus.

4.1.11. 

 4.2. 

In Bezug auf die im MRI vom 23. März 2021 an der HWS und LWS festgestellten 

strukturellen Veränderungen (Facettengelenksarthrosen und Bandscheibenprotrusionen 

in mehreren Segmenten der HWS und LWS [mit Anulus-fibrosus-Riss im Segment LWK 

5/SWK 1], Bandscheibenextrusion im Segment LWK 4/5, Stenosen in den LWK 3/4 und 

4/5 und den HWK 3/4 und 4/5; UV-act. 17) macht grundsätzlich keine der Parteien 

geltend, dass diese durch das Unfallereignis vom 3. Januar 2021 hervorgerufen worden 

sind. Den medizinischen Akten lässt sich denn auch entnehmen, dass sämtliche 

medizinischen Fachpersonen davon ausgehen, dass es sich um Pathologien 

degenerativen Ursprungs handelt. So hat Dr. E.___ in seiner Beurteilung vom 14. April 

2021 als Diagnose im Zusammenhang mit dem MRI vom 23. März 2021 unter anderem 

"degenerative Veränderungen mit Kontakt zu L4 rechts, möglichem Kontakt zu L3 

links" festgehalten (UV-act. 21). Gleiches gilt für Dr. H.___ (vgl. dessen ärztlichen 

Bericht vom 23. Dezember 2021, der zwar erst nach dem angefochtenen 

Einspracheentscheid verfasst wurde, sich hinsichtlich der gestellten Diagnosen jedoch 

4.2.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 17/23

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auf den Zeitraum vor Erlass des Einspracheentscheids bezieht und somit in dieser 

Hinsicht berücksichtigt werden kann; act. G 1.7). Dr. K.___ hat in ihrer Beurteilung vom 

4. Juni 2021 in Bezug auf die Veränderungen an der HWS und LWS ebenfalls 

überwiegend wahrscheinlich einen verschleisskausalen Vorzustand angenommen (UV-

act. 35). Schliesslich ist auch der beratende Arzt Dr. J.___ in seiner Beurteilung vom 8. 

Juli 2021 im Zusammenhang mit den festgestellten Stenosen von degenerativen 

Wirbelsäulenveränderungen ausgegangen (UV-act. 50).

Vorliegend besteht kein Anlass bzw. sind keine Umstände ersichtlich, die es dem 

Gericht gebieten würden, von der übereinstimmenden Einschätzung der medizinischen 

Fachpersonen abzuweichen. Im Bereich des Unfallversicherungsrechts entspricht es 

einer medizinischen Erfahrungstatsache, dass praktisch alle Bandscheibenhernien und 

Bandscheibenprotrusionen degenerativ entstehen. Ein Unfall im Rechtssinne (Art. 4 

ATSG) kann nur ausnahmsweise als eigentliche Ursache in Betracht fallen (Urteil des 

EVG vom 3. Oktober 2005, U 163/05, E. 3.1, mit Hinweis auf Günter G. Mollowitz 

[Hrsg.], Der Unfallmann, 1993, S. 164 ff.; vgl. auch Debrunner, a.a.O., S. 878 ff.; 

Pschyrembel, a.a.O., S. 210; Roche Lexikon, a.a.O., S. 182; Leitlinie der Orthopädie, 

hrsg. von der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie und 

dem Berufsverband der Ärzte für Orthopädie, 2. erweiterte Aufl. 2002, S. 5 f.). Überdies 

kann insbesondere eine Arthrose definitionsgemäss keine primäre Unfallverletzung, 

sondern einzig eine degenerative Erkrankung sein. Im Regelfall entsteht sie im Rahmen 

des normalen Alterungsprozesses oder durch Überbeanspruchung, kann aber im 

Einzelfall auch als sekundärer unfallkausaler Gesundheitsschaden in Form einer 

Spätfolge einer primären Verletzung – hauptsächlich nach einer schlecht verheilten 

intraartikulären Fraktur; nach Verletzungen von Gelenkweichteilstrukturen oder des 

Gelenkknorpels – auftreten (vgl. Debrunner, a.a.O., S. 579 ff. und 700 f., Pschyrembel, 

a.a.O., S. 152 f.; Roche Lexikon, a.a.O., S. 134), doch ist eine solche im vorliegenden 

Fall nicht nachgewiesen. Das Vorliegen von Gesundheitsschäden in verschiedenen 

Abschnitten der Wirbelsäule lässt auf eine umfassende degenerative und nicht 

traumatisch bedingte Situation schliessen. Dies lässt sich dadurch erklären, dass im 

Regelfall der Rücken bzw. die Wirbelsäule als Ganzes belastet wird, wohingegen von 

einem Unfallereignis, insbesondere einem Sturz, üblicherweise lediglich einzelne, 

bestimmte Bereiche der Wirbelsäule bzw. Wirbelkörper betroffen sind. Es ist demnach 

bezüglich der im MRI vom 23. März 2021 festgestellten Pathologien im Bereich der 

HWS und LWS nicht von unfallkausalen strukturellen Gesundheitsschäden, sondern 

von krankheitsbedingten Vorzuständen auszugehen.

4.2.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 18/23

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 4.3. 

Hinsichtlich der Syrinx auf Höhe des BWK 6 wurde im Bericht zur MRI-

Untersuchung vom 23. März 2021 festgehalten, dass keine abgrenzbare Ursache 

vorliege (UV-act. 17). Entsprechend nehmen auch die behandelnden Ärzte Dres. E.___ 

(UV-act. 21, act. G 10.2) und H.___ (UV-act. 43) sowie Dr. K.___ (UV-act. 35) eine 

unklare Ursache an. Hingegen geht der beratende Arzt Dr. J.___ in seinen 

Beurteilungen vom 22. April und 8. Juli 2021 in Bezug auf die Syrinx von einem 

Vorzustand bzw. einem nicht überwiegend wahrscheinlich traumatischen Ursprung aus 

(UV-act. 25 und 50).

4.3.1. 

Vorliegend existiert keine MRI-Bildgebung aus der Zeit vor dem Unfallereignis 

vom 3. Januar 2021, welche allenfalls einen Rückschluss auf den Ursprung bzw. den 

Vorbestand der Syrinx zulassen würde (vgl. UV-act. 42). Dr. J.___ hält im 

Zusammenhang mit dem möglichen Ursprung der Syrinx jedoch fest, dass eine 

posttraumatische Syrinx lediglich bei erheblichen, schweren Traumen, meistens im 

Zusammenhang mit Frakturen der Wirbelkörper vorkommen würde. Vorliegend sei kein 

solcher Sachverhalt gegeben (UV-act. 25 und 50). Sehr häufig sei eine Syringomyelie 

von Geburt an vorhanden. Gelegentlich sei sie auch durch eine Neoplasie im Bereich 

des Myelons bedingt, welche beim Beschwerdeführer jedoch radiologisch nicht 

vorliege. Dass die Syrinx vorbestehend sei, werde auch daraus ersichtlich, dass im MRI 

(vom 23. März 2021; UV-act. 17) keine Umgebungsreaktion (ödematöse Schwellung) zu 

finden sei, was bei einer Syrinx neueren Entstehungsdatums mit grosser 

Wahrscheinlichkeit zu erwarten gewesen wäre. Zudem sei bei einer schnellen 

Vergrösserung des Myeloninnenraums mit einer starken klinischen Reaktion zu 

rechnen. Eine solche habe nicht stattgefunden. Die Frage nach der Ursache einer 

Syringomyelie könne in der Mehrzahl der Fälle nicht beantwortet werde. Dass die 

Syringomyelie beim Unfall passiert sei, sei jedoch nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit anzunehmen (UV-act. 50).

4.3.2. 

Nach Gesagtem machen weder die behandelnden Ärzte noch Dr. K.___ geltend, 

die Syrinx sei überwiegend wahrscheinlich unfallkausal. Sie gehen lediglich von einer 

unklaren Ursache aus. Die blosse Möglichkeit einer traumatisch bedingten Ursache 

reicht jedoch nicht aus. Ihre unbestimmten Einschätzungen vermögen mithin keine 

Zweifel an der Einschätzung eines nicht überwiegend wahrscheinlich traumatisch 

bedingten Ursprungs der Syrinx zu erwecken, welche Dr. J.___ in seiner Beurteilung 

vom 8. Juli 2021 gestützt auf die von den behandelnden Ärzten erhobenen Befunde 

detailliert, schlüssig und nachvollziehbar begründet hat (kein erhebliches, schweres 

4.3.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 19/23

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5.

Nachfolgend ist entsprechend zu prüfen, ob es durch das Unfallereignis zu einer 

richtungsgebenden und mithin dauernden Verschlimmerung (vgl. nachfolgend E. 5.1 ff.) 

oder zu einer vorübergehenden (vgl. nachfolgend E. 6 ff.) Verschlimmerung der 

festgestellten degenerativen Vorzustände im Bereich der HWS und LWS und/oder der 

Syrinx im Bereich der BWS gekommen ist (vgl. auch oben E. 3.3).

Trauma mit Fraktur der Wirbelkörper, keine Neoplasie im Bereich des Rückenmarks, 

keine Umgebungsreaktion; UV-act. 50). Auf die Beurteilung von Dr. J.___ ist somit 

abzustellen.

Zusammengefasst ist demnach nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit erwiese n, dass es durch das Unfallereignis vom 3. Januar 2021 zu 

neuen strukturellen Gesundheitsschäden gekommen ist, welche ursächlich für die nach 

dem 2. Mai 2021 geklagten Beschwerden sind.

4.4. 

Im Zusammenhang mit den Pathologien an der HWS und LWS hält Dr. J.___ in 

Bezug auf die Stenosen an der LWS fest, dass es keine Hinweise darauf gäbe, dass 

sich die (degenerative) Situation der LWS durch den Sturz verschlechtert hätte. Dies 

insbesondere, weil die Kontusion im Bereich der BWS und nicht der LWS gewesen sei. 

Zudem sei darauf hinzuweisen, dass von neurologischer Seite her keine radikulären 

Defizite festgestellt worden seien. Somit würden die degenerativen Veränderungen im 

Bereich der LWS in der Beurteilung der jetzigen Situation des Beschwerdeführers 

bezüglich des Unfalls keine Rolle spielen (UV-act. 50). Zwar bezieht Dr. J.___ seine 

Aussage auf die Stenosen an der LWS und erwähnt diejenigen an der HWS bzw. die 

übrigen degenerativen Zustände in diesen Bereichen der Wirbelsäule nicht explizit, 

doch haben seine Aussagen für diese gleich zu gelten. Der Sturz bzw. die Kontusion 

betraf offenbar bloss die BWS (vgl. Diagnose einer Kontusion der BWS durch das 

KSSG am 3. Januar 2021; UV-act. 3). Eine Tangierung der HWS und LWS ist nicht 

ersichtlich. Den medizinischen Akten lässt sich sodann auch kein Hinweis darauf 

entnehmen, dass es in Bezug auf die degenerativen Veränderungen der LWS und HWS 

zu einer richtungsgebenden Verschlimmerung gekommen wäre. Entsprechendes wird 

im Übrigen auch weder vom Beschwerdeführer noch von einer der medizinischen 

Fachpersonen geltend gemacht.

5.1. 

Eine richtungsgebende Verschlimmerung der Syrinx fällt aus denselben Gründen, 

wie sie in E. 4.3.2 f. in Bezug auf das Nichtvorliegen eines posttraumatischen 

Ursprungs dargelegt worden sind, ausser Betracht.

5.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 20/23

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6.

Damit ist lediglich von einem vorübergehend verschlimmerten Gesundheitszustand im 

Bereich der Wirbelsäule nach erlittener Kontusion auszugehen (vgl. dazu oben E. 3.3). 

Eine solche anerkannte auch die Beschwerdegegnerin gestützt auf die Beurteilungen 

von Dr. J.___ vom 22. April und 8. Juli 2021 (UV-act. 25 und 50) und erbrachte 

dementsprechend vorübergehend Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen.

Es liegen demnach keine Anzeichen dafür vor bzw. ist nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit erwiesen, dass es durch das Unfallereignis vom 3. Januar 2021 zu 

einer richtungsgebenden Verschlimmerung der degenerativen Vorzustände an der 

HWS und LWS bzw. der Syrinx im Bereich der BWS gekommen ist.

5.3. 

Dr. J.___ führt in seiner Beurteilung vom 8. Juli 2021 aus, dass eine 

Rückenprellung normalerweise innerhalb von sechs bis acht Wochen abgeheilt wäre. 

Berücksichtige man die degenerativen Veränderungen beim Beschwerdeführer, könne 

die Heilzeit verdoppelt werden, womit eine Heilzeit von drei bis vier Monaten bliebe. 

Länger seien die Beschwerden aber nicht unfallkausal zu erklären. Die Contusio 

spinalis – wenn sie je geschehen sei – habe entsprechend den aktuellen 

neurologischen Befunden keine längere Wirkung gehabt (UV-act. 50).

6.1. 

Es entspricht einer medizinischen Erfahrungstatsache, dass im Allgemeinen 

Prellungen, Verstauchungen oder Zerrungen der Wirbelsäule ohne strukturelle Läsionen 

nach sechs bis neun Monaten, spätestens aber nach einem Jahr, abheilen (vgl. Urteile 

des Bundesgerichts vom 16. Dezember 2020, 8C_552/2020, E. 3.2, 3. September 

2020, 8C_319/2020, 8C_346/2020, E. 6.6, und 26. August 2019, 8C_408/2019, E. 3.3; 

vgl. dazu auch KOSS UVG-Nabold, N 57 zu Art. 6 und BSK UVG-Hofer, N 72 zu Art. 6). 

Insofern geht eine vorübergehende Verschlimmerung eines Vorzustands im Bereich der 

Wirbelsäule im Regelfall mit einer stetigen Besserung des unfallkausalen 

Beschwerdeanteils einher. Eine Ausnahme von der Regel ist grundsätzlich nicht 

ausgeschlossen, doch muss sie sich eben als solche präsentieren. Insofern sind die 

Besonderheiten des Einzelfalls zu berücksichtigen.

6.2. 

In seiner ersten Beurteilung vom 22. April 2021 ist Dr. J.___ aufgrund der erlittenen 

muskuloskelettalen Schmerzen noch von einer Arbeitsunfähigkeit von vier Wochen zu 

100%, anschliessend vier Wochen zu 50% und danach 0% ausgegangen. Dies sei eine 

grosszügige Bemessung (UV-act. 25). Die MRI-Befunde vom 23. März 2021 betreffend 

unfallfremder Vorzustände im Bereich der Wirbelsäule waren Dr. J.___ damals bereits 

bekannt. Trotzdem hat er diese erst in seiner zweiten Beurteilung vom 8. Juli 2021 

6.3. 

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(nach erfolgten Einwänden seitens Dr. K.___s) berücksichtigt und – wie bereits erwähnt 

– eingeräumt, dass sich die Heilungsdauer auf bis zu vier Monate verdoppeln könne 

(UV-act. 50). Abgesehen vom Einwand seitens Dr. K.___s (UV-act. 35) gab es für diese 

neue Einschätzung anlässlich der zweiten Beurteilung vom 8. Juli 2021 keine objektiven 

bzw. medizinischen Gründe. Insofern ist die Einschätzung der Heilungsdauer durch Dr. 

J.___ in sich bereits unstimmig, zumal er bei seiner ersten Beurteilung vom 22. April 

2021 noch davon ausging, dass es sich bei der (kürzeren) Heilungsdauer bereits um 

eine grosszügige Bemessung handle (UV-act. 25).

Letzlich schätzt Dr. J.___ die Heilungsdauer jedoch weiterhin unter der vom 

Bundesgericht für den Regelfall festgelegten Heilungsdauer von sechs bis neun 

Monaten (bzw. bis zu einem Jahr) ein und geht somit offensichtlich von einem 

Ausnahmefall aus. Dr. J.___ begründet in seinen Beurteilungen jedoch nicht, weshalb 

vorliegend eine kürzere Heilungsdauer ausreichend sein sollte (UV-act. 25 und 50). 

Auch den medizinischen Akten können vorliegend keine relevanten Anhaltspunkte für 

eine solche entnommen werden. Unabhängig davon, ob es sich bei der Contusio 

spinalis um eine blosse Verdachtsdiagnose gehandelt hat, kann aufgrund der dieser 

bzw. der bei Zuweisung ins KSSG zumindest kurzfristig festgestellten neurologischen 

Auffälligkeiten (Kraftminderung der unteren Extremitäten, Taubheitsgefühl im rechten 

Arm sowie des rechten Beines) nicht von einer äusserst geringfügigen Prellung der 

Wirbelsäule ausgegangen werden. Anlässlich der Verlaufskontrolle vom 26. Januar 

2021 im KSSG rund drei Wochen nach dem Unfallereignis konnten denn auch noch 

immer die für eine Prellung typischen Befunde einer Klopf- und Druckdolenz über der 

gesamten BWS sowie ein muskulöser Hartspann am cerviko-thorakalen Übergang, 

beidseits, linksbetont, festgestellt werden (UV-act. 4). Ausserdem hat der 

Beschwerdeführer nach dem Sturz offenbar kurz das Bewusstsein verloren (UV-act. 

10), was dafürspricht, dass dieser nicht unerheblich war. Im Weiteren ist zu beachten, 

dass durch die MRI-Untersuchung vom 23. März 2021 (UV-act. 17) verschiedene 

unfallfremde Pathologien im Bereich mehrerer Segmente, namentlich 

Facettengelenksarthrosen, Stenosen, Bandscheibenprotrusionen (mit Anulus-fibrosus-

Riss im Segment LWK 5/SWK 1) und eine Bandscheibenextrusion in der HWS und 

LWS sowie eine Syrinx in der BWS, ausgewiesen sind. Somit muss vorliegend von 

einem nicht unerheblichen Vorzustand ausgegangen werden, der zu berücksichtigen 

ist. Schliesslich ging auch Dr. K.___ in ihrer Beurteilung – in Übereinstimmung mit der 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung – von einer Heilungsdauer von sechs bis neun 

Monaten aus (für den Fall, dass sich die Syrinx als vorbestehend erweisen sollte; UV-

act. 35).

6.4. 

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7.  

8.  

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass angesichts der vorstehenden 

Erwägungen zumindest gewisse Zweifel an der Schlüssigkeit der Beurteilung von Dr. 

J.___ hinsichtlich des Erreichens des Status quo sine bestehen, womit auch die frühe 

Leistungseinstellung der Beschwerdegegnerin per 2. Mai 2021 (vier Monate nach dem 

Unfallereignis vom 3. Januar 2021) nicht überzeugt. Das Dahinfallen jeglicher Kausalität 

zwischen dem vorgenannten Unfallereignis und den weiterhin geklagten thorakalen 

Schmerzen sowie der Schwäche und den Sensibilitätsstörungen in den rechten 

Extremitäten per 2. Mai 2021 ist nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt 

(bezüglich des Auftretens von Sensibilitätsstörungen linksseitig vgl. oben E. 3.1). Die 

Beschwerdegegnerin hat somit ihre Leistungen zu Unrecht bereits per 2. Mai 2021 

eingestellt und wird diese auch über dieses Datum hinaus zu erbringen haben.

7.1. 

Das Datum der definitiven Leistungseinstellung ist damit wieder offen und wird von 

der Beschwerdegegnerin neu festgelegt werden müssen. Soweit der Beschwerdeführer 

beantragt, die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, ihre Leistungen bis mindestens 

am 6. Oktober 2022 (richtig: 2021) zu erbringen, kann gestützt auf die vorliegende 

Aktenlage ein solcher Anspruch nicht beurteilt werden. Die Beschwerdegegnerin wird 

hinsichtlich der über den 2. Mai 2021 hinausgehenden Dauer der 

Anspruchsberechtigung weitere Abklärungen zu tätigen und anschliessend über die 

Leistungseinstellung neu zu verfügen haben.

7.2. 

Nach Gesagtem kann im vorliegenden Verfahren auf die Einholung der vom 

Beschwerdeführer eventualiter sowie subeventualiter beantragten Begutachtungen, 

insbesondere eine psychiatrische, verzichtet werden, zumal es an einer (fachärztlichen) 

Diagnosestellung eines allfälligen psychischen Gesundheitsschadens fehlt und ein 

solcher mithin nicht überwiegend wahrscheinlich nachgewiesen ist.

7.3. 

Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde vom 24. Januar 2022 

(act. G 1) unter Aufhebung des Einspracheentscheids vom 6. Dezember 2021 (UV-act. 

66) dahingehend gutzuheissen, dass die Beschwerdegegnerin verpflichtet wird, auch 

nach dem 2. Mai 2021 die gesetzlichen Versicherungsleistungen zu erbringen. Soweit 

der Beschwerdeführer eine Mindestdauer für die weiterhin zu erbringenden Leistungen 

beantragt, ist die Beschwerde abzuweisen. Auf den Eventualantrag bezüglich 

Ausrichtung einer Rente und/oder Integritätsentschädigung (act. G 10) ist mangels 

Anfechtungsobjekts nicht einzutreten (vgl. dazu oben E. 1.1).

8.1. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. f  ATSG).8.2. bis

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Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom 6. 

Dezember 2021 aufgehoben und die Beschwerdegegnerin verpflichtet, die gesetzlichen 

Versicherungsleistungen auch nach dem 2. Mai 2021 zu erbringen. Die Streitsache wird 

zu ergänzenden Abklärungen im Sinne der Erwägungen und anschliessend neuer 

Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2.

Auf den Eventualantrag bezüglich Ausrichtung einer Rente bzw. 

Integritätsentschädigung wird nicht eingetreten.

3.

Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

4.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

5.

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von 

Fr. 3'500.-- zu bezahlen (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer).

Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Zwar wird die Beschwerde vorliegend nicht 

vollständig gutgeheissen, jedoch obsiegt der Beschwerdeführer im Wesentlichen mit 

seinem Antrag auf weitere Ausrichtung der gesetzlichen Versicherungsleistungen. 

Unter den gegebenen Umständen rechtfertigt es sich mithin von einem vollständigen 

Obsiegen des Beschwerdeführers auszugehen. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In 

der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach 

Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'500.-- bis 

Fr. 15'000.--. In der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit erscheint mit Blick auf 

den notwendigen Aufwand für die Beschwerdeführung bei eher bescheidenem 

Aktenumfang eine pauschale Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- (einschliesslich 

Barauslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen.

8.3. 

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	Entscheid Versicherungsgericht, 19.12.2022
	Art. 6 UVG. Verneinung neuer unfallkausaler struktureller Gesundheitsschäden (insbesondere Verneinung des Vorliegens einer Contusio spinalis) und einer richtungsgebenden Verschlimmerung der degenerativen Vorzustände an der Wirbelsäule. Verneinung des überwiegend wahrscheinlichen Dahinfallens des natürlichen Kausalzusammenhangs per Leistungseinstellungsdatum (vier Monate nach dem Unfallereignis). Verpflichtung der Beschwerdegegnerin zur Ausrichtung weiterer Versicherungsleistungen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 19. Dezember 2022, UV 2022/4).

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		2024-05-26T21:06:45+0200
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