# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2a947272-4afa-5e0d-a319-bf7bd2dd0d8c
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-04-28
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 28.04.2016 RT160042
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_RT160042_2016-04-28.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: RT160042-O/U 

 

Mitwirkend: die Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende, Oberrich-

terin Dr. D. Scherrer und Oberrichter Dr. M. Kriech sowie Gerichts-

schreiberin lic. iur. P. Kunz Bucheli 

Beschluss vom 28. April 2016 

 

in Sachen 

 
A._____ AG,  

Gesuchsgegnerin und Beschwerdeführerin 

 

gegen 

 
Etat de Vaud,  

Gesuchsteller und Beschwerdegegner 

 

vertreten durch Office d'impôt des Personnes Morales-CTX 

 
betreffend Rechtsöffnung (Frist zur Stellungnahme) 
 
Beschwerde gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im summarischen 
Verfahren am Bezirksgericht Meilen vom 22. Februar 2016 (EB160054-G) 

- 2 - 

Erwägungen: 

1.a) Die Parteien stehen vor Vorinstanz seit dem 22. Februar 2016 in einem 

Rechtsöffnungsverfahren (Urk. 6/1). 

Mit Verfügung vom gleichen Tag entschied der erstinstanzliche Richter das 

Folgende (Urk. 2 S. 2f.): 

" 1. Das Verfahren wird schriftlich durchgeführt. 
 2. Der gesuchsgegnerischen Partei wird eine letztmalige Frist von 

14 Tagen ab Zustellung dieser Verfügung angesetzt, um eine 
schriftliche Stellungnahme zum Rechtsöffnungsbegehren der ge-
suchstellenden Partei in zweifacher Ausfertigung einzureichen. 

  Ein allfälliger Rechtsvertreter ist so rechtzeitig zu bestellen, dass 
die Frist gewahrt werden kann. 

  In ihrer Stellungnahme hat sich die gesuchsgegnerische Partei 
zum Rechtsbegehren und zu allen tatsächlichen Behauptungen der 
gesuchstellenden Partei im Einzelnen zu äussern. Die Beweismittel 
sind mit der Stellungnahme einzureichen oder zu bezeichnen. Be-
weis ist grundsätzlich durch Urkunden zu erbringen. Die Urkunden 
sind mit einem Verzeichnis in zweifacher Ausfertigung beizulegen. 
Andere Beweismittel sind nur zulässig, wenn sie das Verfahren 
nicht wesentlich verzögern, wenn es der Verfahrenszweck erfordert 
oder das Gericht den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen 
hat.  

  Bei Säumnis wird aufgrund der Akten entschieden (Art. 219 i.V.m. 
Art. 234 ZPO). 

 3. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die gesuchsgegnerische 
Partei unter Beilage eines Doppels des Rechtsöffnungsbegehrens 
samt Beilagen gegen Empfangsschein, an die gesuchstellende 
Partei mit gewöhnlicher A-Post. 

 4. Diese Verfügung wird mit ihrer Eröffnung rechtskräftig. Eine 
Beschwerde gegen diesen Entscheid kann innert 10 Tagen von der 
Zustellung an in je einem Exemplar für das Gericht und für jede 
Gegenpartei sowie unter Beilage dieses Entscheids beim Oberge-
richt des Kantons Zürich, Zivilkammer, Postfach 2401, 8021 Zürich, 
erklärt werden, in den vom Gesetz bestimmten Fällen oder wenn 
durch ihn ein nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil droht. In 
der Beschwerdeschrift sind die Anträge zu stellen und zu begrün-
den. Allfällige Urkunden sind mit zweifachem Verzeichnis beizule-
gen.  

- 3 - 

  In diesem Verfahren stehen die Fristen während der Gerichts-
ferien nicht still." 
 

 b) Innert Frist erhob die Gesuchsgegnerin und Beschwerdeführerin (fortan 

Gesuchsgegnerin) mit Eingabe vom 4. März 2016 Beschwerde mit dem Antrag, 

"die Rechtsöffnung rückgängig zu machen und damit die Steuerämter in Yverdon 

und Lausanne anzuhalten, uns korrekt gem. BV Art. 9, Willkürverbot, zu behan-

deln." (Urk. 1 S. 2). 

 c) Die Beschwerdeschrift vom 4. März 2016 wurde lediglich von B._____ 

unterzeichnet, welcher gemäss Auszug aus dem Handelsregister Kollektivunter-

schrift zu zweien hat (Urk. 1). Mit Verfügung vom 30. März 2016 wurde daher der 

Gesuchsgegnerin eine Nachfrist von 10 Tagen angesetzt, um ihre Beschwerde-

schrift von einem dazu berechtigten Organ unterzeichnen zu lassen (Urk. 7). In-

nert Frist (vgl. Urk. 7, angehefteter Empfangsschein) reichte die Gesuchsgegnerin 

die korrekt unterzeichnete Beschwerdeschrift ein (Urk. 8). 

 d) Auf die Ausführungen der Gesuchsgegnerin in ihrer Beschwerdeschrift 

ist nachfolgend nur insoweit einzugehen, als sich dies für die Entscheidfindung als 

notwendig erweist. 

 2.a) Die angefochtene Verfügung ist prozessleitender Natur. Gegen pro-

zessleitende Verfügungen ist die Beschwerde – von den hier nicht einschlägigen, 

im Gesetz explizit vorgesehenen Fällen (Art. 319 lit. b Ziff. 1 ZPO) abgesehen – 

nur zulässig, wenn durch sie der Beschwerde führenden Partei ein nicht leicht 

wiedergutzumachender Nachteil droht (Art. 319 lit. b Ziff. 2 ZPO; siehe auch an-

gefochtene Verfügung S. 3 Dispositivziffer 4). Ein solcher Nachteil ist ohne Weite-

res anzunehmen, wenn er auch durch einen für den Ansprecher günstigen End-

entscheid nicht mehr beseitigt werden kann. Indes ist bei der Annahme eines dro-

henden, nicht leicht wiedergutzumachenden Nachteils grundsätzlich Zurückhal-

tung angebracht. Der Gesetzgeber hat die selbstständige Anfechtung gewöhnli-

cher Inzidenzentscheide absichtlich erschwert, denn der Gang des Prozesses 

sollte nicht unnötig verzögert werden (Botschaft zur Schweizerischen Zivilpro-

zessordnung vom 28. Juni 2006, BBl 2006, S. 7377). 

- 4 - 

 Das Vorliegen der Rechtsmittelvoraussetzungen (Zulässigkeitsvorausset-

zungen des Rechtsmittels) ist von Amtes wegen zu prüfen, doch, wie allgemein 

bei der Prüfung von Prozessvoraussetzungen, nur auf Basis des dem Gericht 

vorgelegten Tatsachenmaterials (Müller, in: DIKE-Komm-ZPO, Zürich/St. Gallen 

2011, Art. 60 N 1). Entsprechend muss die betroffene Partei den nicht leicht wie-

dergutzumachenden Nachteil dartun, d.h. sie ist beweispflichtig, sofern die Gefahr 

nicht von vornherein offenkundig ist (Sterchi, in: BK-ZPO, Band II, Bern 2012, 

Art. 319 N 15 m.w.H.). Zudem muss sie darlegen, warum sich der von ihr geltend 

gemachte Nachteil später nicht mehr leicht wiedergutmachen lassen soll. Es ist 

nicht Aufgabe des Gerichts, von Amtes wegen darüber Nachforschungen anzu-

stellen. Fehlt die Rechtsmittelvoraussetzung des drohenden, nicht leicht wieder-

gutzumachenden Nachteils, so ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. Die ent-

sprechende prozessleitende Verfügung kann in diesem Fall erst zusammen mit 

dem Endentscheid angefochten werden. 

 b) Die Gesuchsgegnerin unterlässt es in ihrer Beschwerdeschrift auszufüh-

ren, inwiefern ihr durch die angefochtene Verfügung ein nicht leicht wiedergutzu-

machender Nachteil droht. Eine solche Gefahr ist zudem nicht von vornherein of-

fenkundig. Die Gesuchsgegnerin beschränkt sich stattdessen darauf, Ausführun-

gen dazu zu machen, weshalb ihres Erachtens keine Rechtsöffnung erteilt wer-

den dürfe (Urk. 1 und Urk. 8). Solches kann aber erst im Beschwerdeverfahren 

gegen den die Rechtsöffnung erteilenden Endentscheid vorgebracht werden. Die 

Gesuchsgegnerin hat denn auch gleichzeitig mit der vorliegenden Beschwerde 

bei der Vorinstanz eine Stellungnahme zum Rechtsöffnungsbegehren eingereicht 

(Urk. 6/6). Die Vorinstanz wird diese Ausführungen im Rechtsöffnungsverfahren 

zu prüfen haben.  

 3. Angesichts des Fehlens eines nicht leicht wiedergutzumachenden 

Nachteils ist auf die vorliegende Beschwerde der Gesuchsgegnerin nicht einzutre-

ten. Bei dieser Sachlage kann auf das Einholen einer Beschwerdeantwort des 

Gesuchstellers und Beschwerdegegners (fortan Gesuchsteller) verzichtet werden 

(Art. 322 Abs. 1 ZPO). 

- 5 - 

 4.a) Die Prozesskosten werden der unterliegenden Partei auferlegt. Bei 

Nichteintreten gilt die klagende Partei bzw. die Partei, welche das Rechtsmittel 

erhoben hat, als unterliegend (vgl. Art. 106 Abs. 1 ZPO), weshalb der Gesuchs-

gegnerin die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens aufzuerlegen sind. Auf-

grund des Streitwerts von Fr. 1'219.70 ist die Gerichtsgebühr für das Beschwer-

deverfahren in Anwendung von Art. 48 und Art. 61 GebV SchKG auf Fr. 300.– 

festzusetzen. 

 b) Für das Beschwerdeverfahren sind sodann keine Parteientschädigungen 

zuzusprechen, der Gesuchsgegnerin infolge ihres Unterliegens, dem Gesuchstel-

ler mangels erheblicher Umtriebe.  

Es wird beschlossen: 

1. Auf die Beschwerde der Gesuchsgegnerin wird nicht eingetreten. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 300.– festgesetzt. 

3. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden der Gesuchsgegne-

rin auferlegt. 

4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Gesuchsteller unter Beilage je 

einer Kopie von Urk. 1, Urk. 3 und 8, je gegen Empfangsschein. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

- 6 - 

Dies ist ein Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG.  

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
Fr. 1'219.70. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 
 
Zürich, 28. April 2016 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. P. Kunz Bucheli 
 
 
versandt am: 
kt 

	Beschluss vom 28. April 2016
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Auf die Beschwerde der Gesuchsgegnerin wird nicht eingetreten.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 300.– festgesetzt.
	3. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden der Gesuchsgegnerin auferlegt.
	4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Gesuchsteller unter Beilage je einer Kopie von Urk. 1, Urk. 3 und 8, je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...