# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 66ac31f6-05de-5004-900c-a8d3667f891e
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-05-21
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 21.05.2015 UV 2013/34
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2013-34_2015-05-21.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2013/34

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 21.05.2015

Entscheiddatum: 21.05.2015

Entscheid Versicherungsgericht, 21.05.2015
UVG Art. 6: Auch aufgrund der zusätzlichen Abklärungen, die durch den 
Rückweisungsentscheid UV 2008/31 vom 16. Dezember 2009 veranlasst 
worden waren, sind keine unfallkausalen Gesundheitsbeeinträchtigungen 
ausgewiesen. Abweisung der Beschwerde gegen den Einspracheentscheid 
der Unfallversicherung, die eine weitere Leistungspflicht abgelehnt hatte 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 21. Mai 
2015, UV 2013/34).Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 
8C_510/2015.Vizepräsidentin Miriam Lendfers, Versicherungsrichterin 
Lisbeth Mattle Frei,Versicherungsrichter Joachim Huber; 
Gerichtsschreiberin Vera Holenstein WerzEntscheid vom 21. Mai 2015 in 
SachenA.___,Beschwerdeführerin,vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. 
Martin Suenderhauf, Gäuggelistrasse 16/Brunnenhof, Postfach 545, 
7002 Chur,gegenAXA Versicherungen AG, General Guisan-Strasse 40, 
Postfach 357, 
8401 Winterthur,Beschwerdegegnerin,betreffendVersicherungsleistungenSachverhalt:

A.    

A.a  A.___ war als kaufmännische Angestellte bei der B.___ tätig und dadurch bei den 

AXA Versicherungen AG (AXA; damals noch Winterthur-Versicherungen) obligatorisch 

gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am 11. September 2002 kollidierte die Bahn 

in D.___ mit ihrem Personenwagen (UV-act. A1). Bei der Ausfahrt aus dem Kreisel 

"E.___" hielt sie vor einem Fussgängerstreifen an. Die Bahn konnte nicht mehr 

rechtzeitig gestoppt werden, stiess auf der Fahrerseite in den Personenwagen der 

Versicherten und schob diesen auf das angrenzende Trottoir sowie dort gegen eine 

Stützmauer (Akten der Staatsanwaltschaft F.___ Akt. 2 S. 13 und Akt. 3). Die 

Versicherte erlitt eine Distorsion der Halswirbelsäule (UV-act. M1 f.). Bei der 

kraniozerebralen und vertebrospinalen Kernspintomographie (MRI C0 bis Th5) vom 

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18. Dezember 2002 ergab sich keine intrakranielle Pathologie. Neben einer mässigen 

Streckfehlhaltung C3 bis C7 im Liegen und einer leichten Skoliosehaltung wurde ein 

feiner Einriss des Anulus fibrosus C6/C7 mit kleiner Diskushernie, aber ohne dadurch 

verursachte neurale Irritation festgestellt (UV-act. M4 bzw. M15). Vom 28. April bis 

7. Juni 2003 weilte sie zur stationären Rehabilitation in der Klinik G.___ (UV-act. M11). 

Nach der Kündigung ihres Arbeitsvertrages per Ende September 2003 durch ihre 

bisherige

Arbeitgeberin (UV-act. A8) und einer Phase mit Arbeitslosigkeit absolvierte die 

Versicherte durch die Invalidenversicherung (IV) finanzierte Umschulungen zur 

Technischen Kauffrau und anschliessend zur Planerin Marketing-Kommunikation (vgl. 

UV-act. A48, A58). Der Heilungsprozess verlief schwankend; im Vordergrund standen 

Nackenbeschwerden und Kopfschmerzen (UV-act. M13, M16, M20, M27 bis M30). Die 

Versicherte nahm verschiedene Medikamente ein (v.a. Schmerzmittel), wurde 

physiotherapeutisch und vorübergehend mit Akupunktur (vgl. UV-act. M23 und M27) 

behandelt und führte eine medizinische Trainingstherapie (MTT) durch. Wegen 

Sehproblemen wurde ihr eine Brille verschrieben (UV-act. M19). Bei der 

neuropsychologischen Untersuchung vom 8. bzw. 16. Februar 2005 wurde eine 

minimale neuropsychologische Funktionsstörung diagnostiziert (UV-act. M26). Die AXA 

erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Heilungskosten und Taggelder). Im Auftrag der 

AXA erstattete die Academy of Swiss Insurance Medicine (asim), Basel, am 

29. Dezember 2006 ein polydisziplinäres Gutachten unter Einbezug von Fachärzten der 

Inneren Medizin, Rheumatologie, Psychiatrie und Neurologie sowie 

Neuropsychologinnen (UV-act. M31 mit Beilagen 1 bis 4).

A.b  Mit Verfügung vom 17. Juli 2007 verneinte die Axa daraufhin eine weitere 

Leistungspflicht und stellte die Heilungskosten per 31. Juli 2007 und die Taggelder per 

31. August 2007 ein. Die dagegen erhobene Einsprache der Versicherten wies sie mit 

Entscheid vom 30. Januar 2008 ab. Die Beschwerde vom 6. März 2008 gegen diesen 

Einspracheentscheid hiess das Versicherungsgericht mit Urteil vom 16. Dezember 

2009 teilweise gut (Prozess-Nummer UV 2008/31). Es hob den Einspracheentscheid 

vom 30. Januar 2008 auf und wies die Axa an, Abklärungen bezüglich des feinen 

Einrisses des Anulus fibrosus C6/C7 zu tätigen sowie allenfalls ein biomechanisches 

Gutachten und weitere medizinische Untersuchungen durchzuführen.

B.    

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B.a  Das neue MRI der Wirbelsäule wurde am 6. September 2010 erstellt (UV-act. 

M36). Dr. H.___, Oberarzt, und Dr. I.___, Leitender Arzt am Institut für Radiologie des 

Kantonsspitals St. Gallen, beurteilten die Bilder mit multisegmentalen minimalen 

flachbogigen Diskushernien (HWK 3 bis HWK 7) ohne Hinweis auf eine Kompression 

neuraler Strukturen. Beim Vergleich der Aufnahmen vom 6. September 2010 mit 

denjenigen vom 18. Dezember 2002 (Bericht Dr. med. J.___, FMH medizinische 

Radiologie, St. Gallen, vom 19. Dezember 2002, UV-act. M4) wies Dr. I.___ am 

4. Januar 2011 auf eine zwischenzeitliche geringe Dehydratation der betroffenen 

Bandscheibe hin, so dass der periphere Riss im Anulus fibrosus zwar weiterhin 

nachweisbar, jedoch weniger augenfällig sei, bei ansonsten unveränderter kleiner 

zervikaler Diskushernie (UV-act. M40). Am 5. Mai 2011 gab die Axa bei der 

Arbeitsgruppe für Unfallmechanik (AGU) die biomechanische Beurteilung in Auftrag 

(UV-act. A144). Die technische Unfallanalyse nahm K.___, dipl. Automobil-Ing. HTL, am 

4. Juni 2011 vor, biomechanisch beurteilten L.___, Fachärztin für Rechtsmedizin, PD 

Dr. sc. techn. M.___, Dipl.-Ing. (TH) Universität N.___, sowie Dr. sc. techn. O.___, Dipl.-

Ing. ETH, die Akten am 19. Juli 2011 (UV-act. A153). Die Einwände der Versicherten 

vom 31. Oktober 2011 gegen diese Beurteilungen unterbreitete die AXA der AGU am 

5. Dezember 2011 (UV-act. A157 f.). Am 1. Februar 2012 nahm Ingenieur K.___ Stellung 

(UV-act. A165). Die ergänzende biomechanische Beurteilung durch med. pract. L.___ 

und Dr. O.___ datiert vom 19. März 2012 (UV-act. A166).

B.b  Am 22. Mai 2012 verfügte die Unfallversicherung und hielt an der Einstellung der 

Heilungskosten per Ende Juli 2007 sowie der Taggelder per Ende August 2007 und an 

der Verneinung eines Anspruchs auf eine Invalidenrente und auf eine 

Integritätsentschädigung fest (UV-act. A167). Die ergänzenden Stellungnahmen der 

Experten legte sie der Verfügung bei. Die dagegen erhobene Einsprache vom 23. Juni 

2012 (UV-act. A171) wies die AXA mit Entscheid vom 15. April 2013 ab (UV-act. A176).

C.       

C.a  Gegen diesen Einspracheentscheid erhob die Versicherte am 22. Mai 2013

Beschwerde (act. G 1) und stellte folgende Anträge:

1.     Der Einspracheentscheid vom 15. April 2013 und die Verfügung vom 22. Mai 2012 

i.S. A.___ seien vollumfänglich aufzuheben.

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2.     Die Sache sei zur weiteren Abklärung und Festlegung der gesetzlichen 

Versicherungsleistungen mit Wirkung ab 1. August 2007 (Heilbehandlung) bzw. 

1. September 2007 (Taggeldleistungen/Rente/Integritätsentschädigung/übrige 

gesetzliche Leistungen aus der Bundesgesetzgebung über die Unfallversicherung) an 

die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen; dabei sei festzustellen, dass der 

Beschwerdeführerin ab 1. August 2007 (Heilbehandlung) bzw. ab 1. September 2007 

weiterhin Anspruch auf sämtliche gesetzlichen Versicherungen zusteht.

3.     Eventualiter seien der Versicherten mit Wirkung ab 1. September 2007 sämtliche 

gesetzlichen Versicherungsleistungen zu erbringen bzw. zuzusprechen, insbesondere 

folgende:

3.1   Es seien mit Wirkung ab 1. September 2007 weiterhin die gesetzlichen 

Taggeldleistungen auszurichten. Eventualiter seien ab 1. September 2007 auf der Basis 

eines Invaliditätsgrads von mindestens 50% Rentenleistungen zuzusprechen.

3.2   Es seien der Versicherten ab 1. August 2007 weiterhin sämtliche erforderlichen 

Heilbehandlungen zu finanzieren.

3.3   Zugunsten der Versicherten sei die gesetzlich geschuldete 

Integritätsentschädigung festzulegen.

3.4   Es seien der Versicherten sämtliche übrigen gesetzlichen Leistungen aus der 

Bundesgesetzgebung über die Unfallversicherung zuzusprechen.

4.     Die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, der Beschwerdeführerin für das 

Einspracheverfahren Parteikosten in Höhe von Fr. 2'808.-- zu entschädigen.

5.1   Die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, der Beschwerdeführerin in 

Zusammenhang mit der Hospitalisation vom 2. - 7. Januar 2003 im Kantonsspital 

St. Gallen Franchise- und Selbstbehaltskosten in Höhe von Fr. 532.70, zzgl. 5% Zins 

seit 10. April 2003, und Fr. 29.55, zzgl. 5% Zins seit 15. Mai 2003, zu bezahlen.

5.2   Eventualiter sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, bezüglich der 

Übernahme der Franchise- und Selbstbehaltskosten gemäss Abrechnung Concordia 

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vom 10. April 2003 in Höhe von Fr. 532.70, zzgl. 5% Zins seit 10. April 2003, und der 

Medikamentenkosten gemäss Abrechnung Concordia 15. Mai 2003 in Höhe von 

Fr. 29.55, zzgl. 5% Zins seit 15. Mai 2003, innert 30 Tagen nach Entscheid des 

Versicherungsgerichts zu verfügen.

6.     Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge, zuzüglich 8% 

Mehrwertsteuer, zulasten der Beschwerdegegnerin.

Weiter beantragte der Rechtsvertreter die Durchführung einer öffentlichen Verhandlung 

mit Einladung der Experten der AGU zur Erläuterung/Ergänzung des Gutachtens, 

sofern keine Oberexpertise angeordnet werde. Weitere Anträge betreffen

Akteneditionen bei der Beklagten, der IV-Stelle, der Krankenkasse Concordia, der 

Allianz Suisse, der Staatsanwaltschaft Graubünden, bei Dr. med. P.___ und beim 

Therapiecenter Q.___. Die Beschwerdeführerin liess im Zusammenhang mit der 

biomechanischen Beurteilung Verletzungen des rechtlichen Gehörs rügen, weil die 

Beschwerdeführerin weder zur Gutachterstelle habe Stellung nehmen noch einen 

eigenen Fragenkatalog habe einreichen können. Auch zur anschliessend eingeholten 

Stellungnahme der AGU habe sich die Beschwerdeführerin vor Verfügungserlass nicht 

äussern können. Selbst bei einer Heilung dieser Gehörsverletzungen im 

Einspracheverfahren werde die Beschwerdegegnerin für die anwaltlichen 

Aufwendungen von Fr. 2'808.-- in jedem Fall ersatzpflichtig. Mit der im 

Einspracheverfahren vorgebrachten Kritik an der Unfallanalyse und der 

biomechanischen Beurteilung habe sich die Beschwerdegegnerin nicht 

auseinandergesetzt, sodass diesbezüglich der Anspruch auf Prüfung rechtserheblicher 

Anträge und Stellungnahmen und auf Begründung des Entscheids verletzt sei. Weiter 

liess die Beschwerdeführerin die von der Beschwerdegegnerin vorgenommene 

Beurteilung des natürlichen Kausalzusammenhangs kritisieren. Die biomechanische 

Beurteilung stütze sich zudem auf (einzeln aufgeführte) Akten, die sich nicht in den 

Verfahrensakten der Beschwerdegegnerin befänden. Insgesamt sei die Aktenlage völlig 

intransparent und müsse vorgängig des Gerichtsentscheids bereinigt werden. Die 

Beschwerde beinhaltet weiter eine Auflistung von Fragen und Unklarheiten, die sich 

nach Ansicht der Beschwerdeführerin aus der technischen Unfallanalyse ergeben. 

Detailliert kritisiert wurden im Weiteren die biomechanische Beurteilung sowie der 

entsprechende Ergänzungsbericht. Eingegangen wurde auch auf eine nach Ansicht der 

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Beschwerdeführerin mindestens gegebene Teilursächlichkeit des Unfallereignisses für 

die Schädigung der Halswirbelsäule und auf die Bedeutung der Kopfposition bzw. 

eines Kopfanpralls beim Unfall. Betreffend die Erhebung des relevanten medizinischen 

Sachverhalts liess die Beschwerdeführerin die Veranlassung einer neuen umfassenden 

polydisziplinären Begutachtung als unerlässlich bezeichnen. Diesbezüglich wurden 

einzeln und detailliert Mängel der asim-Begutachtung geltend gemacht. Der 

Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin erachtete namentlich auch 

neuroophtamologische und neurootologische Abklärungen als notwendig. Weitere 

detaillierte Ausführungen betreffen das Vorliegen der Adäquanzkriterien.

C.b  Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Beschwerdeantwort vom 26. September 

2013 die Abweisung der Beschwerde (act. G 7). Das Gericht wurde um Beizug der 

vollständigen IV-Akten ersucht. Die in Nachachtung des Urteils des 

Versicherungsgerichts vom 16. Dezember 2009 vorgenommenen Abklärungen hätten 

ergeben, dass der Einriss im Anulus fibrosus nicht durch das Unfallereignis entstanden 

sei. Zur Beurteilung der natürlichen Kausalität und Quantifizierung der 

Leistungseinbusse der Beschwerdeführerin könne auf das asim-Gutachten abgestellt 

werden. Der natürliche Kausalzusammenhang sei nicht gegeben. Betreffend die 

Adäquanzbeurteilung verwies die Beschwerdegegnerin auf ihre Ausführungen in der 

Beschwerdeantwort im Verfahren UV 2008/31. Zur Kritik der Beschwerdeführerin am 

unfallanalytischen Gutachten hielt die Beschwerdegegnerin fest, es sei davon 

auszugehen, dass die mit der Begutachtung betrauten technischen Experten die 

vorhandenen Daten korrekt berücksichtigt und gewürdigt hätten. Dass sich nicht 

sämtliche Überlegungen auch für unfallanalytische Laien nachvollziehen liessen, liege 

in der Natur der Sache. Dies sei zudem gerade der Grund dafür, dass ein 

unabhängiges Expertenteam mit der Beantwortung dieser Frage beauftragt worden sei.

C.c  Die Beschwerdegegnerin liess in der Replik vom 3. März 2014 an den Anträgen 

gemäss Beschwerde festhalten (act. G 16). Betreffend Ziff. 5 des Rechtsbegehrens 

zeichne sich ein definitiver Vergleichsabschluss mit der Beschwerdegegnerin ab, 

darüber werde nach Zahlungseingang informiert. Der Beizug der gesamten IV-Akten sei 

sachlich angezeigt, damit sich das Gericht ein abgerundetes Bild machen könne.

Erneut wurde die Aktenführung der Beschwerdegegnerin detailliert kritisiert. Weiter 

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liess die Beschwerdeführerin zu den Vorbringen in der Beschwerdeantwort Stellung 

nehmen.

C.d  Mit Duplik vom 20. Mai 2014 hielt auch die Beschwerdegegnerin an ihrem 

Abweisungsantrag fest und nahm zu Vorbringen in der Replik Stellung (act. G 20).

C.e  Auf weitere Vorbringen der Parteien wird, sofern entscheidwesentlich, im Rahmen 

der Erwägungen eingegangen.

C.f   Auf telefonische Anfrage des Gerichts verzichtete die Beschwerdeführerin auf die 

in der Beschwerde beantragte mündliche Verhandlung (vgl. act. G 24).

Erwägungen:

1.

1.1  Streitig und zu prüfen ist die Einstellung der Versicherungsleistungen per 31. Juli 

2007 (Heilungskosten) bzw. 31. August 2007 (Taggelder) sowie die Verneinung eines 

Anspruchs auf eine Invalidenrente der Unfallversicherung und auf eine 

Integritätsentschädigung.

1.2  In Antrag 5 der Beschwerde wird die Rückerstattung von Heilungskosten beantragt 

(Franchise und Selbstbehalt zum Spitalaufenthalt vom 2. bis 7. Januar 2003). Die 

Beschwerdeführerin liess in der Replik anmerken, dass dieser Punkt mit der 

Beschwerdegegnerin durch Vergleich habe geklärt werden können, und kündigte die 

Information des Gerichts nach Zahlungseingang an. Eine entsprechende Mitteilung 

bzw. ein Rückzug des diesbezüglichen Beschwerdebegehrens ist nicht erfolgt. Da die 

genannten Heilungskosten nicht zum Anfechtungsgegenstand des angefochtenen 

Einspracheentscheids zählen, ist diesbezüglich auf die Beschwerde nicht einzutreten.

2.

Die Beschwerdeführerin lässt mehrere Verletzungen des rechtlichen Gehörs rügen. Die 

rechtlichen Grundlagen zum rechtlichen Gehör wurden im Entscheid UV 2008/31 

bereits dargelegt (E. 1.2). Darauf wird verwiesen.

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2.1  In Bezug auf das biomechanische Gutachten lässt die Beschwerdeführerin 

vorbringen, dieses sei ohne ihre vorgängige Anhörung bei der AGU in Auftrag gegeben 

worden (vgl. UV-act. A144). Dies trifft zu. Sie brachte diese Rüge ferner umgehend 

nach der Beauftragung der AGU vor (UV-act. A146) und wiederholte sie in der 

Beschwerde (act. G 1, Ziff. V.2, S. 7). Die Beschwerdeführerin macht einerseits geltend, 

dass sie sich weder zur Gutachterstelle habe äussern noch eigene Fragen an die 

Gutachter habe stellen können. Beides drängte sich im konkreten Fall jedoch nicht 

zwingend auf. Es ist gerichtsnotorisch, dass die AGU für Unfallanalysen in der Schweiz 

die im Zentrum stehende Gutachterstelle ist. Ausstandsgründe gegen die von der AGU 

eingesetzten Experten sind ferner nicht ersichtlich. In Bezug auf die Fragen, die die 

Beschwerdegegnerin den Gutachtern unterbreitete, ist festzuhalten, dass diese durch 

den Rückweisungsentscheid des Versicherungsgerichts vom 16. Dezember 2009 (UV 

2008/31 E. 4.4, UV-act. A131) vorgegeben waren. Von einer relevanten 

Gehörsverletzung ist unter diesem Umständen nicht auszugehen.

2.2  Die Beschwerdeführerin lässt weiter eine Verletzung der Aktenführungspflicht nach 

Art. 46 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

(ATSG; SR 830.1) durch die Beschwerdegegnerin rügen. Nicht sämtliche Akten, die der 

AGU zur Verfügung gestellt worden seien, hätten sich in den Verfahrensakten der 

Beschwerdegegnerin befunden (Ziff. 7 der Beschwerde [act. G 1], S. 11 ff.). Der 

Polizeirapport war in den Akten der Staatsanwaltschaft F.___ enthalten und in diesen 

von der Beschwerdegegnerin dem Auftrag vom 5. Mai 2011 (UV-act. A144) beigelegt 

worden. Ob es sich beim "Erfassungs-Fragebogen", den "Gesprächs-/

Aussendienstberichten" und den "Medizinischen Akten", die auf Seite 2 des 

biomechanischen Gutachtens (UV-act. A153) unter dem Titel Akten erwähnt werden, 

um zusätzliche Unterlagen handelt, lässt sich aufgrund des biomechanischen 

Gutachtens nicht klar beurteilen. Von der "Reparaturrechnung R.___", 

"Schadenexpertise R.___" und den "Bildern R.___" ist anzunehmen, dass es sich um 

Bestandteile der "Unterlagen der Allianz Suisse, Motorfahrzeug Kaskoversicherer" 

gemäss Beilagenverzeichnis der Beschwerdegegnerin handelt. Bei letzteren Unterlagen 

trifft es zu, dass sie nicht mit einer Aktennummer im Verzeichnis der Unfallversicherung 

aufgeführt sind. Es ist auch nicht ersichtlich, ob die Beschwerdeführerin selbst diese 

Akten der Beschwerdegegnerin zur Verfügung gestellt hatte, handelt es sich doch um 

Unterlagen ihrer eigenen Kaskoversicherung. Im Schreiben vom 9. Mai 2011 (UV-act. 

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146) verlangte die Beschwerdeführerin neben dem Ergebnis der zusätzlichen 

medizinischen Abklärungen keine Einsicht in ihr bisher unbekannte Akten. Sollte die 

AGU

neben denjenigen, die ihr von der Beschwerdegegnerin zur Verfügung gestellt worden 

waren, weitere Akten beigezogen haben, kann der Beschwerdegegnerin in diesem 

Zusammenhang nicht der Vorwurf gemacht werden, sie habe die Pflicht zur 

Aktenführung verletzt. Im Rahmen der Gutachtenserstellung ziehen Gutachter 

notorischerweise häufig weitere Akten bei, die im Gutachten aufzuführen sind (wie dies 

auch vorliegend geschah). Den Auftraggeber in Bezug auf jedes derartige Aktenstück 

vorab zu orientieren und von diesem zu verlangen, Verzeichnisse auch über diese 

Akten zu führen, wäre schlicht nicht praktikabel. Betreffend Fotos des Unfalls ist 

festzuhalten, dass diese sich in den Unterlagen der Staatsanwaltschaft F.___ und damit 

seit deren Beizug im September 2003 als separate Unterlagen in den Akten der 

Beschwerdegegnerin befanden (vgl. UV-act. A9 f., Beilage 2 zur Beschwerdeantwort). 

Für die Begutachtung durch die AGU zog die Axa die Originalfotos nochmals bei (vgl. 

Beilage 3 zur Beschwerdeantwort und dort insbesondere die Mails des zuständigen 

Mitarbeiters der Beschwerdegegnerin vom 18. Januar, 15. und 16. März 2011 sowie 

weitere Korrespondenz mit dem zuständigen C.___). Offenbar führte die 

Beschwerdegegnerin die Akten der Staatsanwaltschaft F.___, inklusive Polizeifotos 

separat. Am 22. August 2011 (UV-act. A156) liess sie diese wohl als "Amtliche Akten" 

bezeichneten Unterlagen dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin zusammen mit 

den Allgemeinen Akten A1-A155 und den Medizinischen Akten M1-M40 zukommen. 

Bei späteren

Aktenzustellungen am 14. August 2012 (vgl. UV-act. 173) und am 24. April 2013 (vgl. 

UV-act. 180), je auf Einsichtsgesuch hin, erwähnte sie das separate Teildossier 

"Amtliche Akten" nicht mehr und stellte es der Beschwerdeführerin auch nicht zu. Vom 

Versicherungsgericht wurde der Beschwerdeführerin am 29. Oktober 2013 wiederum 

Einsicht in sämtliche Akten gewährt, die die Beschwerdegegnerin mit der 

Beschwerdeantwort vom 26. September 2013 (act. G 7) eingereicht hatte (act. G 9). 

Insgesamt mag es zwar zutreffen, dass sich das gesamte Aktendossier nicht zuletzt 

aufgrund der grossen Fülle nicht mehr sehr übersichtlich präsentiert. Dass der 

Beschwerdeführerin jedoch Akten vorenthalten geblieben wären oder ihr daraus 

sonstige konkrete Nachteile erwachsen wären, die ihren Gehörsanspruch vereitelt 

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hätten, ist jedoch nicht dargetan und nicht ersichtlich. Weitere Ausführungen hierzu 

erübrigen sich folglich.

2.3  Der Beschwerdeführerin wurde keine Gelegenheit eingeräumt, sich vor Erlass der 

Verfügung vom 22. Mai 2012 (UV-act. A167) zur ergänzenden Stellungnahme von 

Ingenieur K.___ vom 1. Februar 2012 (UV-act. A165) und zur ergänzenden 

biomechanischen Beurteilung von med. pract. L.___ und Dr. O.___ vom 19. März 2012 

(UV-act. A166) zu äussern. Vielmehr wurden ihr diese Ergänzungen erst als Beilage zur 

Verfügung vom 22. Mai 2012 zur Kenntnis gebracht. Dies erscheint offenkundig als 

unglücklich, war doch zu erwarten, dass ihr Rechtsvertreter die auf seine Kritikpunkte 

Stellung nehmenden Ergänzungen der Experten seinerseits würde zur Kenntnis 

nehmen und sich gegebenenfalls dazu würde äussern wollen. Konsequenzen ergeben 

sich daraus jedoch nicht, da Art. 42 Satz 2 ATSG die Verschiebung des rechtlichen 

Gehörs ins Einspracheverfahren zulässt und die Beschwerdeführerin sich dort denn 

auch tatsächlich äussern konnte, auch zu den erwähnten ergänzenden 

Expertenäusserungen.

2.4  Weiter macht die Beschwerdeführerin geltend, der Einspracheentscheid setze sich 

nicht mit den Einwänden gegen die Unfallanalyse und die biomechanische Beurteilung 

auseinander und verletze dadurch ebenfalls den Anspruch auf rechtliches Gehör. In 

Bezug auf die Begründungsdichte ist nach der Rechtsprechung entscheidend, dass die 

ausschlaggebenden Gründe für die fallbezogene Anwendung der einschlägigen 

Rechtsnormen dargelegt werden. Der Entscheid muss überprüfbar sein, ohne dass den 

Parteien wegen einer unzureichenden Begründung ein Nachteil entsteht (in diesem 

Sinn Bundesgerichtsentscheid 8C_802/2007 vom 5. Mai 2008 E. 3.3). Die 

entscheidende Instanz ist nicht gehalten, zu sämtlichen Vorbringen einer Partei in der 

Begründung Stellung zu nehmen, die Begründungsdichte ist vielmehr ausreichend, 

wenn die entscheidwesentlichen Gesichtspunkte behandelt werden (vgl. etwa den 

Bundesgerichtsentscheid 9C_478/2009 vom 19. September 2009). Im Übrigen setzt die 

höchstrichterliche Rechtsprechung die Anforderungen an die Begründungsdichte von 

Einspracheentscheiden in der Regel weniger hoch an als bei Gerichtsentscheiden 

(Entscheid I 3/05 des Eidg. Versicherungsgerichts vom 17. Juni 2005 E. 3.2.2). 

Vorliegend nimmt der Einspracheentscheid die in der Einsprache geäusserte Kritik 

lediglich teilweise auf. Eine umfassende Auseinandersetzung mit den Vorbringen der 

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Beschwerdeführerin enthält der Entscheid nicht. Dennoch ist erkennbar, worauf er sich 

abstützt bzw. welchen Beweismitteln Beweiswert zuerkannt wird. Damit wurde die 

Beschwerdeführerin grundsätzlich in die Lage versetzt, den Entscheid sachgerecht 

anzufechten. Eine relevante Verletzung ihres rechtlichen Gehörs ist auch diesbezüglich 

zu verneinen.

3.

Die Beschwerdeführerin beantragt weiter, ihr seien die Parteikosten für das 

Einspracheverfahren von Fr. 2'808.-- von der Beschwerdegegnerin zu entschädigen. 

Der angefochtene Einspracheentscheid äussert sich zu diesem Punkt nicht explizit; es 

kann jedoch davon ausgegangen werden, dass in der Abweisung der Einsprache 

insgesamt, in der auch Entschädigungsfolgen (zuzüglich 8% Mehrwertsteuer) verlangt 

wurden (vgl. UV-act. A171), auch die Verneinung eines Entschädigungsanspruchs 

enthalten ist, sodass diese Frage im vorliegenden Verfahren zum Streitgegenstand 

zählt. Zutreffend ist, dass die Beschwerdeführerin Einsprache erheben musste, um ihr 

Gehörsrecht in Bezug auf die ergänzenden Stellungnahmen der von der AGU 

beigezogenen Experten wahrzunehmen (vgl. E. 2.3). Daraus lässt sich jedoch kein 

Anspruch auf eine Parteientschädigung im Einspracheverfahren ableiten. Nach Art. 52 

Abs. 3 Satz 2 ATSG werden im Einspracheverfahren in der Regel keine 

Parteientschädigungen ausgerichtet. Die Beschwerdeführerin legt nicht dar, dass 

besondere Umstände vorgelegen hätten, die eine ausnahmsweise Zusprache einer 

Parteientschädigung im Einspracheverfahren gerechtfertigt hätten (vgl. für Hinweise auf 

die restriktive Praxis der Gewährung von Parteientschädigung im Einspracheverfahren 

Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2009, N 43 f. zu Art. 52). 

Solche Gründe sind denn auch nicht ersichtlich, sodass die Zusprache einer 

Parteientschädigung für das Einspracheverfahren nicht gerechtfertigt ist.

4.

Der Beizug weiterer Akten, insbesondere der IV-Akten oder jener des Verfahrens 

UV 2008/31, drängt sich für die Beurteilung der sich im vorliegenden Verfahren noch 

stellenden Fragen nicht auf, wie sich auch aus den nachfolgenden Erwägungen ergibt.

5.

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In materieller Hinsicht hat das Versicherungsgericht im Entscheid UV 2008/31 die 

rechtlichen Grundlagen betreffend den erforderlichen natürlichen und adäquaten

Kausalzusammenhang eines Leidens mit einem versicherten Unfall dargelegt, die 

Voraussetzungen für den Wegfall einer einmal anerkannten Kausalität erläutert und 

sowohl auf die sogenannte Schleudertraumapraxis wie auch auf die sogenannte

Psychopraxis Bezug genommen. Auch zur Anwendbarkeit und den Grundlagen des 

Untersuchungsgrundsatzes, zur Beweislastverteilung und zum Beweiswert von 

ärztlichen Berichten hat es sich geäussert (vgl. E. 3.1-3.5 des Urteils UV 2008/31). 

Darauf wird verwiesen.

6.

6.1  Die vom Versicherungsgericht im Rückweisungsentscheid geforderten 

Abklärungen bezüglich des "feinen dorsalen medianen peripheren Einrisses des Anulus 

fibrosus C6/C7 unter Ausbildung einer minimen subligamentären medianen 

Diskushernie ohne neuralen Kontakt" (MRI vom 18. Dezember 2002, UV-act. M4) hat 

die Beschwerdegegnerin mit Veranlassung des MRI vom 6. September 2010 

durchgeführt (UV-act. M36). Der Befund lautete auf eine leichte Dehydrierung der Disci 

intervertebrales von HWK2 bis HWK7, auf minimale flachbogige Diskushernien HWK3 

bis HWK6 ohne Kompression neuraler Strukturen und auf eine gering stärker 

ausgeprägte, median betonte flachbogige Diskushernie HWK6/7 ebenfalls ohne 

Kompression neuraler Strukturen. Im Vergleich mit den Aufnahmen vom 18. Dezember 

2002 stellte Dr. I.___ am 4. Januar 2011 (UV-act. M40) eine weitestgehend 

unveränderte Konfiguration der median betonten kleinvolumigen und gering nach 

kaudal ausgetretenen Diskushernie fest. Als einzigen Unterschied vermerkte er eine 

zwischenzeitlich eingetretene geringe Dehydration der betroffenen Bandscheibe, so 

dass der periphere Riss im Anulus fibrosus zwar weiterhin nachweisbar, jedoch 

weniger augenfällig sei. Bei dieser weiterhin bestehenden Nachweisbarkeit des 

Einrisses des Anulus fibrosus C6/7 ist die Beschwerdegegnerin den Vorgaben des 

gerichtlichen Rückweisungsentscheids weiter gefolgt und hat das biomechanische 

Gutachten sowie die dafür benötigte Unfallanalyse in Auftrag gegeben.

6.2

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6.2.1      In der Unfallanalyse vom 4. Juni 2011 (UV-act. A153) wurde festgehalten, dass 

das Auto der Beschwerdeführerin durch die Kollision mit der Bahn nach vorne und 

rechts geschoben und in eine Rotation im Uhrzeigersinn versetzt worden sei. Es habe 

dabei eine kollisionsbedingte Geschwindigkeitsänderung (delta-v) von rund

5.5-9 km/h erfahren (bezogen auf den Fahrzeugschwerpunkt). Anschliessend habe das 

Auto mit der rechten Fahrzeugseite einen Gartenzaun gestreift und sei frontal mit rund 

3.5-6.5 km/h gegen die Stützmauer geprallt. Durch das Entlangschrammen am 

Gartenzaun sei das Auto nicht nennenswert verzögert worden. Durch den Anprall 

gegen die Stützmauer sei das Auto abgebremst worden und habe eine 

kollisionsbedingte Geschwindigkeitsänderung von rund 3.5-7 km/h erfahren. Als 

kollisionsbedingte Geschwindigkeitsänderung an der Sitzposition der 

Beschwerdeführerin wurde ein Wert von rund 6-10.5 km/h berechnet.

6.2.2      Der Gutachter beschrieb Beschädigungen an der rechten Fahrzeugseite (S. 5) 

und führte diese auf das "offenbare" Streifen eines Gartenzauns und die 

Sekundärkollision mit der Stützmauer zurück. Auf den Detailfotos (Anhang zur 

Unfallanalyse S. 1 f.) werden nur Beschädigungen an der linken Autoseite gezeigt; von 

der rechten Seite sind keine Fotos aktenkundig. Im Fotodossier der Stadtpolizei D.___ 

(beste Kopienqualität in Beilage 3 zur Beschwerdeantwort) und der Unfallskizze im 

Polizeirapport ist ein rechtsseitiges Entlangschrammen des Autos an einem Zaun nicht 

dokumentiert. Rechts des Autos sind auf der Unfallskizze eine Blumenrabatte und das 

Trottoir und kein Zaun eingezeichnet. Allerdings kann aus den in der Carrosserie-

Rechnung vom 2. November 2002 (act. G 1.5) aufgeführten Spenglerarbeiten doch auf 

gewisse Beschädigungen auf der rechten Fahrzeugseite geschlossen werden (vordere 

Türleisten, hintere Türzierleisten). Die Unfallanalyse ist betreffend den dort erwähnten 

Gartenzaun unklar. Weitere Abklärungen drängen sich diesbezüglich jedoch nicht auf, 

zumal dem vom Experten erwähnten Zaun nach seiner Einschätzung keine 

eigenständige Bedeutung zukam und auf der rechten Autoseite zumindest keine 

grösseren Reparaturen nötig waren.

6.2.3      Der Experte bezeichnete den Sekundäranprall an der Stützmauer in der 

Unfallanalyse als Heckanprall. Auf entsprechende Kritik der Beschwerdeführerin hin 

hielt er in seiner ergänzenden Stellungnahme vom 1. Februar 2012 (UV-act. A165) fest, 

dabei handle es sich tatsächlich um einen Schreibfehler und es müsste von einem 

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Frontanprall (Anprall gegen die Stützmauer) gesprochen werden. Gerne korrigiere man 

das Gutachten entsprechend auf Wunsch. Der Gutachter hat mit dem auf S. 2 und 

S. 10 des Gutachtens verwendeten Begriff des Heckanpralls also lediglich einen 

Schreibfehler begangen; Hinweise darauf, dass ihm betreffend Rekonstruktion des 

Ablaufs und Berechnung der kollisionsbedingten Geschwindigkeitsänderung des 

Sekundäranpralls Fehler unterlaufen sein könnten, liegen nicht vor. Zweifelsohne hätte 

der Experte im Rahmen der seiner Stellungnahme vom 1. Februar 2012 zugrunde 

liegenden nochmaligen Überprüfung seines Gutachtens von sich aus eine neue 

Berechnung vorgenommen, wenn es sich beim erwähnten Heckanprall nicht lediglich 

um einen Schreibfehler gehandelt hätte, sondern er im Rahmen der Begutachtung eine 

falsche Unfallrekonstruktion vorgenommen hätte. Der sich auf das Ergebnis nicht 

auswirkende Schreibfehler ist ohne weiteres korrigierbar und löst keine erheblichen 

Zweifel an der Zuverlässigkeit der Ergebnisse der Unfallanalyse aus.

6.2.4      Auch die weiteren Vorbringen der Beschwerdeführerin gegen die Unfallanalyse 

vermögen deren Beweiswert nicht ernsthaft in Frage zu stellen. Es liegt in der Natur der 

technischen Materie einer Unfallanalyse, dass der Laie die einzelnen Parameter der 

Beurteilung (so beispielsweise auch die verwendeten Methoden und 

Computerprogramme) nicht umfassend überprüfen und die Ergebnisse bei plausibler 

Begründung nur insgesamt nachvollziehen, nicht aber in allen technischen Einzelheiten 

kontrollieren kann. Die vorliegende Unfallanalyse vermag in ihren Ergebnissen alles in 

allem den gängigen Anforderungen hinsichtlich ihres Beweiswerts zu genügen.

6.3

6.3.1      Weiter ist der Beweiswert der biomechanischen Beurteilung vom 19. Juli 2011 

(UV-act. A153), ergänzt durch die Stellungnahme der Gutachter vom 19. März 2012 

(UV-act. A166), zu überprüfen. Die Gutachter stellten das Stattfinden eines 

Kopfanpralls in Frage (vgl. UV-act. A166, Stellungnahme zu Punkt 5, S. 7). Unter 

Hinweis auf den Ablauf der Fahrzeugbewegung hielten sie fest, dass, wenn überhaupt, 

zuerst ein Kopfanprall an der Kopfstütze stattgefunden haben müsste. Das Tragen des 

Sicherheitsgurts verhindere bei der anschliessenden Vorwärtsbewegung normalerweise 

einen Anprall an Fahrzeuginnenraumstrukturen wie dem Lenkrad. Da sich in den 

medizinischen Akten auch keine konkreten Anhaltspunkte finden liessen, die einen 

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Kopfanprall eindeutig bestätigten, gehe man derzeit nicht davon aus, dass es sich hier 

um einen Kopfanprall mit relevanter, zusätzlicher Belastung der Halswirbelsäule 

gehandelt habe. Aus biomedizinischer Sicht ergebe sich aufgrund der technischen 

Unfallanalyse und der medizinischen Unterlagen, dass die nach dem Unfall bei der 

Beschwerdeführerin festgestellten, von der HWS ausgehenden Beschwerden und 

Befunde durch die Kollisionseinwirkung im Normalfall nicht erklärbar seien (S. 8 des 

Gutachtens). Die Gutachter begründeten im Weiteren, weshalb sie die bei der asim-

Begutachtung gestellte Diagnose der leichten neuropsychologischen Funktionsstörung 

bei Status nach HWS-Distorsion mit Verdacht auf milde traumatische Hirnschädigung 

nicht nachvollziehen konnten. Die Frage, ob der Einriss des Anulus fibrosus C6/7 auf 

die Kräfteeinwirkung durch den Aufprall der Bahn zurückzuführen sei, verneinten die 

Gutachter. Aus biomechanischer Sicht seien einerseits bei völlig gesunden 

Bandscheiben von jungen Personen extrem hohe Kräfte für eine Schädigung 

erforderlich. Solche rein traumatischen Schädigungen von Bandscheiben seien sehr 

selten und würden meist nur bei begleitenden, sehr schweren Verletzungen bei 

Unfällen gesehen, die mit dem vorliegenden Ereignis nichts gemeinsam hätten. 

Andererseits seien die meisten Bandscheibenvorfälle nicht Folge eines Unfalls, sondern 

sie entständen bei spontanen Bewegungen, die nicht einmal als Gelegenheitsursache 

zu bezeichnen seien (vgl. dazu auch die Stellungnahme zu Punkt 8, S. 8, UV-

act. A166).

6.3.2      Die Begründung des Ergebnisses der biomechanischen Beurteilung ist eher 

knapp ausgefallen und nicht gänzlich frei von Unklarheiten. Die Primärkollision mit der 

Bahn und die Sekundärkollision mit der Stützmauer werden zwar nicht durchwegs 

transparent auseinandergehalten. Konkrete Hinweise darauf, dass die beiden 

Kollisionen durcheinandergebracht worden sein könnten bzw. die jeweiligen 

anzunehmenden Auswirkungen deswegen nicht zuverlässig abgeschätzt wurden, 

liegen jedoch nicht vor. Gemäss den Experten kommt der Primärkollision in Bezug auf 

die HWS-Beschwerden die grössere Bedeutung zu. Sie beschränkten sich bei ihrer 

Beurteilung explizit auf die Bewertung der Primärkollision (auf S. 8 als Heckkollision 

bezeichnet; was in der Stellungnahme vom 19. März 2012 trotz des zentral die linke 

Autoseite betreffenden Anpralls nachvollziehbar begründet wurde, vgl. Stellungnahme 

zu Punkt 3 auf S. 6; UV-act. A166). Dies erscheint vor dem Hintergrund, dass die 

kollisionsbedingte Geschwindigkeitsänderung bei der Sekundärkollision 

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(Frontalkollision) mit 3.5 bis maximal 7 km/h gering war, plausibel. Dass ein allfälliger 

(allerdings plausibel als unwahrscheinlich bezeichneter) Kopfanprall am Lenkrad – der 

nur im Rahmen des in Bezug auf die Kräfteeinwirkung nicht gravierenden 

Sekundäranpralls aufgetreten sein kann – keine relevante zusätzliche Belastung der 

HWS dargestellt hat, ist ebenfalls nachvollziehbar. Der gegenteilige Beweis gelingt 

jedenfalls nicht und ist von weiteren Abklärungen auch nicht zu erwarten, sodass dem 

nicht weiter nachgegangen zu werden braucht.

6.3.3      In der ergänzenden Stellungnahme vom 19. März 2012 (UV-act. A166) hielten 

die Gutachter fest, dass zur Berechnung der (einzeln erwähnten) relevanten Parameter 

die Masse und Struktursteifigkeit der beteiligten Fahrzeuge berücksichtigt werden 

müsse, was vorliegend auch geschehen sei (Stellungnahme zu Punkt 1, S. 6). Darauf 

basieren denn auch die Ergebnisse der Unfallanalyse. Unsicherheiten darüber, ob die 

Experten für die biomechanische Beurteilung ihre Einschätzung lege artis zentral auf 

diese Parameter stützen durften, bestehen nicht. Im Übrigen steht auch nicht in Frage, 

dass betreffend die für die biomechanische Beurteilung relevante Insassenbelastung 

lediglich die kollisionsbedingte Geschwindigkeitsänderung (delta-v) massgebend ist 

(vgl. dazu die Stellungnahme zu Punkt 3, S. 6).

6.3.4      Insgesamt erscheint die Schlussfolgerung der biomechanischen Gutachter als 

nachvollziehbar, schlüssig und plausibel. Darauf ist abzustellen.

6.4  Mit Blick auf die Erwägungen im Entscheid UV 2008/31, insbesondere E. 4.4, ist 

festzuhalten, dass mittels der beweisrechtlich als verwertbar beurteilten weiteren 

Abklärungen der Beschwerdegegnerin der Beweis nicht erbracht wurde, dass die 

Kräfte, die beim Unfall vom 11. September 2002 auf den Personenwagen der 

Beschwerdeführerin eingewirkt haben, geeignet waren, den Einriss am Anulus fibrosus 

C6/7 zu verursachen. Das Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhang zwischen 

dem bildgebend objektivierten Einriss am Anulus fibrosus und dem Unfall hat damit als 

unbewiesen zu gelten. Die Folgen dieser Beweislosigkeit hat die Beschwerdeführerin 

zu tragen.

7.

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7.1  Mangels nachweisbarer Unfallkausalität der einzigen objektivierten strukturellen 

Veränderung ist die Adäquanzbeurteilung bei Vorliegen des schleudertraumatypischen 

Beschwerdebilds gemäss BGE 117 V 359 schon kurz nach dem Unfallereignis, mithin 

innerhalb der Karenzzeit, folglich gemäss BGE 134 V 109 vorzunehmen, zumal 

psychische Beschwerden nicht vorherrschen.

7.2  Der Unfall ist als mittelschwer einzustufen, und zwar höchstens als mittelschwer im 

engeren Sinn. Eine Einstufung im Grenzbereich zu den schweren Unfällen erscheint mit 

Blick auf die Judikatur (vgl. mit Hinweisen etwa den Bundesgerichtsentscheid 

8C_363/2012 vom 27. Juni 2012 E. 4.3) nicht angezeigt. Von den sieben 

Adäquanzkriterien gemäss BGE 134 V 130 E. 10.3 sind höchstens die erheblichen 

Beschwerden und die erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener 

Anstrengungen erfüllt, beide jedoch nicht in besonders ausgeprägter Weise. Die 

übrigen Kriterien sind nicht erfüllt. So sind etwa die besonders dramatischen 

Begleitumstände oder die besondere Eindrücklichkeit des Unfalls, wie sie von der 

Rechtsprechung verstanden werden, bei der geforderten objektiven Betrachtungsweise 

(vgl. dazu etwa den Bundesgerichtsentscheid U 56/07 vom 25. Januar 2008 E. 6.1) 

nicht gegeben. Zwar ist einfühlbar, dass die Beschwerdeführerin bei der plötzlichen 

Wahrnehmung der Bahn erschrocken ist. Diese Wahrnehmung beschränkte sich 

jedoch auf einen sehr kurzen Moment; überdies war die Bahn nicht mit grosser 

Geschwindigkeit unterwegs (vgl. UV-act. A153). Das Kriterium der fortgesetzt 

spezifischen, belastenden ärztlichen Behandlung ist ebenfalls nicht erfüllt. Gemäss den 

medizinischen Akten wurde die Beschwerdeführerin hauptsächlich mit Physiotherapie 

und Medikamenten behandelt (vgl. etwa UV-act. M1, M2, M3, M5, M8, M17, M27, 

M30; zur einmaligen stationären Rehabilitation in der Klinik G.___ vgl. M11), teilweise 

unterbrochen durch alternativmedizinische Behandlungsversuche (vgl. etwa UV-

act. M20, M21, M23) oder ergänzt durch Krafttraining (vgl. etwa UV-act. M16, M17, 

M27). Dabei handelt es sich nicht um ärztliche Behandlung im Sinn dieses Kriteriums. 

Das von der Beschwerdeführerin geltend gemachte Kriterium der ärztlichen (die 

Unfallfolgen erheblich verschlimmernden) Fehlbehandlung durch das Verordnen eines 

Halskragens stellt nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung für sich allein keine 

Fehlbehandlung im Sinn des erwähnten Adäquanzkriterium dar (mit weiteren Hinweisen 

Bundesgerichtsentscheide 8C_1020/2008 vom 8. April 2009 E. 5.6; 8C_933/2009 vom 

28. April 2010 E. 4.4.4.1). Vorliegend sind keine Gründe ersichtlich, dass dies für sich 

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oder in einer Gesamtbetrachtung mit den übrigen Kriterien anders zu beurteilen wäre, 

bzw. sich diesbezüglich weitere Abklärungen aufdrängen würden. Zusammenfassend 

sind die erforderlichen Kriterien nicht in einem Ausmass erfüllt, das die Rechtsprechung 

als ausreichend akzeptieren würde. Der adäquate Kausalzusammenhang zwischen den 

über Mitte 2007 hinaus geklagten Beschwerden und dem Unfall ist folglich nicht 

gegeben.

8.

Die Beschwerde ist gemäss den vorstehenden Erwägungen abzuweisen, soweit darauf 

einzutreten ist. Für dieses Verfahren ist aufgrund des Unterliegens der 

Beschwerdeführerin keine Parteientschädigung zuzusprechen. Gerichtskosten sind 

ferner keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

entschieden:

1.      Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.      Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 21.05.2015
	UVG Art. 6: Auch aufgrund der zusätzlichen Abklärungen, die durch den Rückweisungsentscheid UV 2008/31 vom 16. Dezember 2009 veranlasst worden waren, sind keine unfallkausalen Gesundheitsbeeinträchtigungen ausgewiesen. Abweisung der Beschwerde gegen den Einspracheentscheid der Unfallversicherung, die eine weitere Leistungspflicht abgelehnt hatte (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 21. Mai 2015, UV 2013/34).Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_510/2015.Vizepräsidentin Miriam Lendfers, Versicherungsrichterin Lisbeth Mattle Frei,Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiberin Vera Holenstein WerzEntscheid vom 21. Mai 2015 in SachenA.___,Beschwerdeführerin,vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Martin Suenderhauf, Gäuggelistrasse 16/Brunnenhof, Postfach 545, 7002 Chur,gegenAXA Versicherungen AG, General Guisan-Strasse 40, Postfach 357, 8401 Winterthur,Beschwerdegegnerin,betreffendVersicherungsleistungenSachverhalt:

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