# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0e8adf37-19df-559f-abe4-67f334cd2637
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-02-12
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 12.02.2018 200 2017 801
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-801_2018-02-12.pdf

## Full Text

200 17 801 IV
FUR/BRM/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 12. Februar 2018

Verwaltungsrichterin Fuhrer, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Ackermann, Verwaltungsrichter Loosli
Gerichtsschreiber Braune

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 7. August 2017

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Feb. 2018, IV/17/801, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1972 geborenen A.________ wurde auf Anmeldung zum Leistungsbe-
zug vom 3. September 2003 hin (Akten der IV-Stelle Bern [IVB; act. II] 2) 
nach beruflichen (act. II 8, 9, 12) sowie medizinischen (act. II 10, 11, 14) 
Abklärungen und nach Einholen eines Abklärungsberichtes Haushalt vom 
27. April 2004 (act. II 15) bei einem – auf der Basis eines Status von 40% 
Erwerbstätigkeit und 60% Betätigung im Aufgabenbereich Haushalt – ermit-
telten Invaliditätsgrad von 86% ab 1. September 2003 eine ganze Rente 
der Invalidenversicherung zugesprochen (vgl. Verfügung vom 17. Septem-
ber 2004; act. II 19). Diese Rente wurde im November 2006 (act. II 27) so-
wie im Januar 2013 (act. II 38) revisionsweise bestätigt. In den hierfür ein-
geholten medizinischen Verlaufsberichten bescheinigten die mit der Versi-
cherten befassten Ärzte jeweils einen stationären Gesundheitszustand (act. 
II 25, 37).

B.

Im Rahmen eines weiteren, im Oktober 2015 von Amtes wegen eingeleite-
ten Revisionsverfahrens gab die Versicherten einen unveränderten Ge-
sundheitszustand an mit täglich starken Schmerzen am ganzen Körper 
(act. II 40). Die Klinik C.________ des Spitals D.________, Dr. med. 
E.________, bei der die Versicherte spezialärztlich behandelt wird, attes-
tierte am 5. Januar 2016 einen stationären Gesundheitszustand; aus infek-
tiologischer Sicht bestehe keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (act. II 
44). 

Auf Empfehlung des RAD, Dr. med. F.________, FMH Innere Medizin (act. 
II 47), veranlasste die IVB eine bidisziplinäre Begutachtung unter Beteili-
gung der Fachrichtungen Rheumatologie und Psychiatrie (act. II 48). Ge-
stützt auf die am 19. (act. II 53.1) bzw. 25. August 2016 (act. II 54.1) erstat-
teten Gutachten samt Konsensbesprechung, welche vom RAD-Arzt Dr. 
med. F.________ als schlüssig und nachvollziehbar beurteilt wurden (act. II 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Feb. 2018, IV/17/801, Seite 3

56), sowie den aktualisierten Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb vom 21. 
Februar 2017 stellte die IVB der Versicherten bei einem gewichteten Invali-
ditätsgrad von 1 % (Status 80% Erwerb und 20% Betätigung im Aufgaben-
bereich) mit Vorbescheid vom 10. März 2017 die Aufhebung der laufenden 
Rente in Aussicht (act. II 59). Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten 
durch Rechtsanwalt B.________, am 29. März 2017 provisorisch (act. II 60) 
und am 23. Juni 2017 mit ergänzender Begründung unter Hinweis auf den 
Bericht der Klinik C.________ vom 24. Mai 2017 (act. II 65 S. 3 f.) Ein-
wand; es wurde beantragt, einen neuen Vorbescheid zu erlassen und den 
Invaliditätsgrad unverändert bei 87% zu belassen (act. II 65, 66). Hierzu 
liess die IVB den RAD, med. pract. G.________, FMH Physikalische Medi-
zin und Rehabilitation, Stellung nehmen (act. II 68) und verfügte am 7. Au-
gust 2017 entsprechend dem Vorbescheid (act. II 69).

C.

Mit Beschwerde vom 12. September 2017 lässt die Versicherte, weiterhin 
vertreten durch Rechtsanwalt B.________, beantragen, die Verfügung vom 
7. August 2017 sei aufzuheben und der Beschwerdeführerin sei weiterhin 
eine ganze Invalidenrente auszurichten, zuzüglich Verzugszins auf den 
nachzuzahlenden Rentenbeträgen; eventualiter sei ein Gerichtsgutachten 
bei einem Facharzt für Infektiologie einzuholen. Zur Begründung wird im 
Wesentlichen ausgeführt, dass seit der letzten Rentenrevision im Jahre 
2012 keine Änderung der gesundheitlichen Situation eingetreten sei; der 
Bericht von Dr. med. E.________ vom 5. Januar 2016, wonach auf infektio-
logischer Sicht keine Einschränkung der Erwerbsfähigkeit resultiere und auf 
den sich die Beschwerdegegnerin stütze, könne offenkundig nicht zutref-
fend sein. Die Statusänderung sei im Übrigen revisionsrechtlich nicht rele-
vant, da sie sich nicht auf die anwendbare Methode der Invaliditätsbemes-
sung und insbesondere nicht auf die Rente auswirke. 

In ihrer Beschwerdeantwort vom 13. Oktober 2017 beantragt die IVB die 
Abweisung der Beschwerde.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 7. August 2017 (act. II 
69). Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die laufende 
Rente zu Recht aufgehoben hat.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

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2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

Nach Art. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbs-
tätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegat-
tin mitarbeiten, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. 
Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität 
für diese Tätigkeit gestützt auf einen Betätigungsvergleich ermittelt 
(Art. 28a Abs. 2 IVG). In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätigkeit 

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oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehe-
gattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der 
Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen (sog. gemischte Metho-
de; BGE 142 V 290 E. 4 S. 293).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass das 
Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, unab-
hängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Feb. 2018, IV/17/801, Seite 7

2.5 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentli-
che Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den In-
validitätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invali-
denrente ist deshalb nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des Ge-
sundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerb-
lichen Auswirkungen (oder die Auswirkungen auf die Betätigung im übli-
chen Aufgabenbereich) des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszu-
standes erheblich verändert haben. Dazu gehört die Verbesserung der Ar-
beitsfähigkeit aufgrund einer Angewöhnung oder Anpassung an die Behin-
derung. Ein Revisionsgrund ist ferner unter Umständen auch dann gege-
ben, wenn eine andere Art der Bemessung der Invalidität zur Anwendung 
gelangt oder eine Wandlung des Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 
141 V 9 E. 2.3 S. 10, 130 V 343 E. 3.5 S. 349).

Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeitpunkt der 
ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur Zeit der 
streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 E. 3.5.2 
S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369; SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1). Wurde 
die Rente zuvor bereits revidiert oder bestätigt, so ist als zeitliche Ver-
gleichsbasis die letzte rechtskräftige Verfügung heranzuziehen, sofern eine 
materielle Überprüfung des Leistungsanspruches tatsächlich stattgefunden 
hat, d.h. eine rechtskonforme (medizinische) Sachverhaltsabklärung, eine 
Beweiswürdigung und gegebenenfalls – sofern Hinweise für eine Änderung 
in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands bestanden – 
ein Einkommensvergleich durchgeführt worden sind (BGE 133 V 108 E. 5.4 
S. 114; SVR 2013 IV Nr. 44 S. 135 E. 3.1.2).

3.

3.1 Zu prüfen ist, ob eine wesentliche Änderung in den tatsächlichen 
Verhältnissen eingetreten ist, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und da-
mit einen allfälligen Rentenanspruch zu beeinflussen. Dabei ist der Sach-

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verhalt im Zeitpunkt des mit der – letztmals auf einer umfassenden Prüfung 
beruhenden – Verfügung vom 17. September 2004 (act. II 19) abgeschlos-
senen Revisionsverfahrens mit demjenigen im Zeitpunkt der angefochtenen 
Verfügung vom 7. August 2017 (act. II 69) zu vergleichen (vgl. E. 2.5 hier-
vor).

3.2 Während der Status der Beschwerdeführerin bisher auf 40% Er-
werbstätigkeit und 60% Betätigung im Aufgabenbereich Haushalt festgelegt 
war, erfolgte im Rahmen des im Oktober 2015 eingeleiteten Revisionsver-
fahrens ein Wechsel des Status zu 80% Erwerbstätigkeit und 20% Betäti-
gung im Aufgabenbereich Haushalt; dies offensichtlich, weil der Sohn al-
tersbedingt weniger intensiv betreut werden musste. Zudem ist die Be-
schwerdeführerin – bereits vor geraumer Zeit – umgezogen (vgl. Ab-
klärungsbericht Haushalt/Erwerb vom 21. Februar 2017; act. II 58). Zumin-
dest mit letzterem ist eine Änderung im Aufgabenbereich und dementspre-
chend ein Revisionsgrund ausgewiesen.

Liegt – wie vorliegend – eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist 
der Rentenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. 
unter Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung aus-
schlaggebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere 
Invaliditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 
4b S. 200; SVR 2017 IV Nr. 40 S. 122 E. 5.2.2).

4.

4.1 Die medizinische Aktenlage präsentierte sich bei Erlass der Verfü-
gung vom 1. März 2013 im Wesentlichen wie folgt:

4.1.1 Im Bericht des behandelnden Arztes Dr. med. H.________ vom 
1. November 2003 wurden – unter Hinweis auf beigelegte Arztberichte – 
als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende 
massive Herpesinfektion, orofacial und genitoanal, mit kaum beherrschba-
ren Schmerzen bei Chronifizierungstendenz, laborchemisch ohne Hinweise 
für einen Immundefekt sowie ein – mit der Herpesinfektion in Zusammen-
hang stehendes – depressives Zustandsbild (vgl. insbesondere act. II 10 S. 

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Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Feb. 2018, IV/17/801, Seite 9

12) gestellt. Dr. med. H.________ bescheinigte bei sich verschlechterndem 
Gesundheitszustand eine vollständige Arbeitsunfähigkeit seit dem 17. Ja-
nuar 2003 bis auf weiteres (act. II 10 S. 1).

4.1.2 PD Dr. med. I.________, Klinik C.________, diagnostizierte im 
Arztbericht vom 12. November 2003 eine rezidivierende schwere Herpes-
simplex-Virus-Typ I-Infektion bestehend seit Kindheit, aktuell gehäuft seit 
09/02 mit persistierender genitoanaler Schmerzproblematik sowie Resis-
tenz auf Acyclovir; dies führe zu einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit seit 
Anfang 10/02. Es sei unklar, warum es seit September 2002 zu einer derar-
tigen Verschlechterung der Infektion gekommen sei; seit der Geburt ihres 
Kindes würden unverändert häufig und ausgeprägt Rezidive auftreten. Die 
therapeutischen Möglichkeiten seien bei nachgewiesener Acyclovir-
Resistenz beschränkt, sodass keine definitive Prognose über den zukünfti-
gen Verlauf gemacht werden könne (act. II 11). 

4.1.3 Im ärztlichen Zwischenbericht vom 22. Juni 2004 wurde von dersel-
ben Klinik ein verschlechterter Gesundheitszustand bescheinigt; seit Herbst 
2003 lebe die Patientin im Durchschnitt 11 Tage pro Monat herpesfrei. Be-
züglich der Schmerzproblematik seien verschiedene Therapieversuche 
durchgeführt worden, jedoch praktisch ohne Erfolg. Die vollständige Ar-
beitsunfähigkeit wurde bestätigt; körperlich bestünden Einschränkungen bei 
längerem Sitzen (>30 min.) und Laufen (>15 min.) wegen der starken 
Schmerzen, die sich zudem geistig und psychisch ungünstig auf den Schlaf 
auswirkten (vgl. act. II 14).

4.2 Im Rahmen des vorliegend zur Diskussion stehenden Revisionsver-
fahrens liegen im Wesentlichen folgende medizinischen Berichte vor:

4.2.1 Dr. med. E.________ von der Klinik C.________ des Spitals 
D.________ bescheinigte am 5. Januar 2016 einen stationären Gesund-
heitszustand; als Diagnosen nannte sie ein chronifiziertes Schmerz-
syndrom im Rahmen eines Fibromyalgie-Syndroms, DD bei Hyperlaxizität 
sowie eine depressive Symptomatik und als aktuelle Symptome/aktueller 
Zustand eine rezidivierende orofaziale HSV1-Infektion. Die Patientin klage 
über Ganzkörperschmerzen, seit Jahren bestehend, und im Rahmen der 
Herpes simplex Infektion über stechende Schmerzen im Bereich des be-

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troffenen Hautareals. Die Prognose bei rezidivierenden HSV1-Infektionen 
orofazial und genital sei gut; bezüglich des Schmerzsyndroms (Fibromyal-
gie) und der psychischen Problematik wurde auf die Beurteilung der jewei-
ligen Disziplinen verwiesen. Aus rein infektiologischer Sicht bestehe wegen 
der Herpesinfektion weder für die bisherige noch für eine angepasste Er-
werbstätigkeit eine Einschränkung (act. II 44).

4.2.2 Anlässlich der bidisziplinären Begutachtung – die Untersuchungen 
fanden im Juni 2016 durch die Dres. med. J.________, FMH Psychiatrie 
und Psychotherapie, und K.________, FMH Rheumatologie und Innere 
Medizin sowie Manuelle Medizin SAMM, statt und die Gutachten wurden im 
August 2016 erstattet – wurde im rheumatologischen Teilgutachten als 
Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende Her-
pes simplex Virusinfektion Typ 1 facial und genitoanal erhoben; ohne Ein-
fluss auf die Arbeitsfähigkeit bestehe eine Fibromyalgie sowie ein Status 
nach Cholezysektomie im Jahre 2003. Aus fachspezifischer Sicht bestehe 
keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit und habe auch zu keinem Zeit-
punkt bestanden (act. II 53.1). Psychiatrisch wurde die Diagnose einer 
chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren 
(ICD-10: F45.41) erhoben; diese schränke die Arbeitsfähigkeit in der bishe-
rigen wie auch in einer angepassten Tätigkeit um 20% ein und habe sich im 
Verlauf der letzten Jahre nicht verändert (act. II 54.1). In der Konsensbe-
sprechung wurde darauf hingewiesen, dass das Gutachten lediglich als 
Gesamtbeurteilung für die Fachgebiete Rheumatologie und Psychiatrie 
gelte; die Einschränkungen durch die rezidivierenden genitoanalen Ulcera 
müsse durch das Fachgebiet der Dermatologie festgelegt werden (act. II 
53.1 S. 26 und 54.1 S. 17).

4.2.3 In seiner Stellungnahme vom 21. Oktober 2016 würdigte der RAD-
Arzt Dr. med. F.________ die Gutachten der Dres. med. J.________ und 
K.________ als schlüssig sowie nachvollziehbar, hielt indessen fest, dass 
es – entgegen den Angaben der Gutachter – keiner dermatologischen Be-
urteilung bedürfe, da es sich bei der Herpes-Erkrankung, auch wenn sich 
diese sehr oft auf der Haut zeige, nicht um eine Hautkrankheit im engeren 
Sinne, sondern eine Infektionskrankheit handle. Eine klare infektiologische 
Beurteilung durch die erfahrene Ärzteschaft der Klinik C.________ liege 

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vor; im Bericht vom 5. Januar 2016 werde – anders als noch in demjenigen 
vom 22. Juni 2004 – festgehalten, dass aus rein infektiologischer Sicht we-
gen der rezidivierenden Manifestation der Herpes-Simplex-Virus-Typ I-
Infektion keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestehe (act. II 56 S. 3).

4.2.4 Zuhanden des Rechtsvertreters der Versicherten im Vorbescheid-
verfahren führte Prof. Dr. med. I.________ am 24. Mai 2017 bei bekannter 
infektiologischer Diagnose aus, dass die Herpes-simplex-Schübe orofazial 
und genital sehr schmerzhaft seien und der Allgemeinzustand durch diese 
Schmerzen deutlich eingeschränkt sei; hinzu kämen (ausserhalb des 
Fachgebietes Infektiologie) noch eine Fibromyalgie sowie wahrscheinlich 
ein chronisches Schmerzsyndrom, welches mit hoher Wahrscheinlichkeit 
auf die sehr schmerzhaften rezidivierenden Herpes-Schübe zurückzuführen 
sei. Eine Erwerbstätigkeit mit regelmässigem Kundenkontakt sei angesichts 
der so häufig auftretenden Schübe praktisch ausgeschlossen; ebenso 
schränkten die Schmerzen auch die Haushaltsarbeit deutlich ein. Im Ver-
gleich zu den Berichten vom Juni 2004 und November 2013 habe sich der 
Gesundheitszustand aus infektiologischer Sicht nicht wesentlich verändert. 
Die Schmerzproblematik scheine sich tendenziell eher zu verschlechtern 
(act. II 65 S. 3 f.; vgl. auch act. II 66 S. 2 f.).

4.2.5 Die RAD-Ärztin med. pract. G.________ nahm am 25. Juli 2017 
insofern Stellung, als sie festhielt, es könne voll und ganz auf die gutachter-
liche Beurteilung abgestellt werden, nachdem deutlich geworden sei, dass 
die Infektiologen tatsächlich nur allein aus ihrem Fachgebiet keine wesent-
liche Verschlechterung des Gesundheitszustandes hätten belegen können, 
welche eine Arbeits- und Erwerbsfähigkeit über längere Zeit rechtfertigen 
würde; der rheumatologische Gutachter habe eine Einschränkung aus sei-
nem Fachgebiet ausschliessen können und der psychiatrische Gutachter 
habe die Herpes simplex als somatischen Anteil der Schmerzstörung zu-
geordnet, derentwegen der Versicherten eine adäquate Behandlung im 
Rahmen der Schadensabwendung zumutbar sei (act. II 68).

4.2.6 In seiner Stellungnahme zum vorgenannten RAD-ärztlichen Bericht 
wies Prof. Dr. med. I.________ am 7. September 2017 darauf hin, dass 
med. pract. G.________ zwar zu Recht davon ausgehe, es sei aus infektio-
logischer Sicht keine wesentliche Verschlechterung eingetreten; wesentlich 

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sei aber, dass es in keiner Weise zu einer Verbesserung des Gesundheits-
zustandes gekommen sei. Da die therapeutischen und prophylaktischen 
Möglichkeiten begrenzt seien, müsse angenommen werden, dass die 
schmerzbedingten Beeinträchtigungen, welche zugenommen hätten, auf 
das ausserordentliche infektiologisch-virologische Krankheitsbild zurückzu-
führen sei (act. II 71 S. 42 f.).  

4.3 Aus den oben zusammengefassten medizinischen Berichten geht 
zweifelsfrei hervor, dass die Herpes-Virus-Infektion, die bei der seinerzeiti-
gen Rentenzusprechung – nebst einem bereits damals erwähnten, mit dem 
Hauptleiden in Zusammenhang stehenden depressiven Zustandsbild – im 
Vordergrund stand, bei der Beschwerdeführerin nach wie vor in praktisch 
unveränderter Schwere und Häufigkeit auftritt. Es waren denn auch die 
Auswirkungen der in kurzen Abständen auftretenden Infektionsschübe, die 
zur vollständigen Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit führten. Nicht nach-
vollziehbar ist unter diesen Umständen, wie die im Rahmen des vorliegend 
zur Diskussion stehenden Revisionsverfahrens berichtende Ärztin Dr. med. 
E.________ am 5. Januar 2016 zur Aussage gelangte, aus infektiologi-
scher Sicht bestehe hinsichtlich der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit keine 
Einschränkung, zumal sie ausdrücklich einen stationären Gesundheitszu-
stand bescheinigte. Wenn sie zudem davon ausgeht, es habe sich eine 
Änderung in der Diagnosestellung ergeben, namentlich bestehe – wobei 
sie auf einen Bericht der Klinik L.________ vom Mai 2013 (act. II 49) Bezug 
nimmt – ein chronifiziertes Schmerzsyndrom im Rahmen eines Fibromyal-
giesyndroms, DD bei Hyperlaxizität sowie eine depressive Symptomatik mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit, überzeugt dies nicht: Einerseits inter-
pretierte die Klinik L.________ die fibromyalgieformen Schmerzen in erster 
Linie im Rahmen der chronischen Herpes-Infektion und andererseits nann-
te auch Dr. med. E.________ als aktuelle Symptome/aktueller Zustand die 
rezidivierende orofaziale HSV1-Infektion. Überdies verfügt die Infektiologin 
nicht über die notwendige fachärztliche Qualifikation, um die Auswirkungen 
der fachfremden Diagnose auf die Arbeitsfähigkeit zu beurteilen, worauf sie 
im Übrigen unter Ziffer 13 ihres Berichts selbst hinweist, wenn sie emp-
fiehlt, die Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit bezüglich des chronifizier-
ten Schmerzsyndroms und der psychiatrischen Problematik durch die ent-
sprechenden Disziplinen beurteilen zu lassen. Zur Arbeitsfähigkeit aus 

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rheumatologischer Sicht hatte sich der genannte Bericht vom Mai 2013 
(act. II 49) denn auch nicht geäussert. 

Im – unbestritten – schlüssigen bidisziplinären Gutachten vom August 2016 
wurde ferner aus rheumatologischer Sicht als (einzige) Diagnose mit Ein-
fluss auf die Arbeitsfähigkeit die rezidivierende Herpes simplex Virusinfekti-
on Typ I facial und genitoanal (ohne laborchemische Hinweise für Immun-
defekt) genannt, die Beurteilung der sich daraus ergebenden Einschrän-
kungen in der Arbeits- und Leistungsfähigkeit indessen in ein anderes 
Fachgebiet (namentlich Dermatologie) verwiesen (act. II 53.1). Dagegen 
führte der gleiche Gutachter die festgestellte Fibromyalgie ausdrücklich 
unter den Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit auf; es habe 
aus rheumatologischer Sicht zu keinem Zeitpunkt eine Beeinträchtigung 
der Arbeitsfähigkeit bestanden. Auch insofern lässt sich die im Bericht vom 
Dr. med. E.________ vom 5. Januar 2016 dargestellte Diagnoseänderung 
nicht nachvollziehen. Der psychiatrische Gutachter stellte keine eigentliche 
depressive Symptomatik fest, diagnostizierte dagegen eine chronische 
Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Anteilen; dies führe zu 
einer – seit Jahren bestehenden – Arbeitsunfähigkeit von 20%, die sich im 
Verlauf der letzten Jahre nicht verändert habe. Eine psychische Kompo-
nente wurde denn auch bereits früher erwähnt und die Entwicklung einer 
solchen Schmerzstörung erscheint – wie auch Dr. med. F.________ im 22. 
Januar 2016 explizit ausgeführt hat (vgl. act. II 47 S. 3) – angesichts der 
seit vielen Jahren bestehenden Beschwerdesituation wegen der Läsionen 
der betroffenen Hautbereiche durchaus plausibel, zumal der psychiatrische 
Gutachter die diagnostizierte Schmerzstörung (auch) auf somatische Fak-
toren zurückführt. Bei der seinerzeitigen Rentenzusprechung (und den 
späteren revisionsweisen Überprüfungen der Renten) kam der psychischen 
Komponente indessen nur untergeordnete Bedeutung zu, da die Arbeits-
fähigkeit bereits aus somatischen Gründen derart eingeschränkt war, dass 
dadurch der Anspruch auf eine ganze Rente begründet war. 

Zutreffend weist der RAD-Arzt Dr. med. F.________ im Bericht vom 21. 
Oktober 2016 (act. II 56) darauf hin, dass entgegen den Ausführungen der 
Gutachter die Herpes-Infektion – auch wenn sich diese sehr oft auf der 
Haut zeige – kein dermatologisches Leiden sei, sondern eine Infektions-

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krankheit bleibe. Sodann hält er fest, dass die Beschwerdeführerin über die 
ganze Zeit mehrmals von der sehr erfahrenen Ärzteschaft der Klinik 
C.________ des Spitals D.________ behandelt worden sei und eine klare 
infektiologische Beurteilung vorliege. Wenn Dr. med. F.________ indessen 
ausführt, unter immer wiederkehrender virustatischer Therapie sei es of-
fenbar zu einer erheblichen Entschärfung der Situation gekommen, indem 
die Manifestationen der Herpes-Simplex-Virus-Typ-I-Infektion seltener ge-
worden sei, die jeweils kleinere Bezirke beträfen und auch rascher abheil-
ten, lässt sich dies durch die medizinischen Akten nicht stützen. Insbeson-
dere enthält auch der Bericht von Dr. med. E.________, in welchem aus 
infektiologischer Sicht eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit verneint 
wurde, keinerlei derartige Hinweise. Vielmehr bescheinigt Prof. Dr. med. 
I.________ in seiner Stellungnahme vom 24. Mai 2017 aus der Sicht sei-
nes Fachgebietes im Vergleich zu früheren Berichten ausdrücklich einen 
weitgehend unveränderten Gesundheitszustand (act. II 65). Wenn die 
RAD-Ärztin med. pract. G.________ in ihrer Stellungnahme vom 25. Juli 
2017 ausführt (act. II 68), aus dem Fachgebiet  der Infektiologie sei keine 
wesentliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes belegt, der eine 
Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit über längere Zeit rechtfertigen würde, 
sodass auf das bidisziplinäre Gutachten, wonach eine rentenbegründende 
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auszuschliessen sei, abgestellt werden 
könne, wird damit von einem falschen Ansatz ausgegangen. Entscheidend 
ist vielmehr, dass keine Veränderung, d.h. Verbesserung, in den gesund-
heitlichen Verhältnissen eingetreten ist, was Prof. Dr. med. I.________ im 
Schreiben vom 7. September 2017 nochmals festhält (act. II 71). Gegen 
eine Veränderung spricht selbst die Beurteilung von Dr. med. E.________ 
vom 5. Januar 2016, wurde doch auch von dieser Ärztin ausdrücklich ein 
stationärer Gesundheitszustand attestiert.

Festzuhalten ist schliesslich, dass die seit 2006 bestehenden anderen 
Schmerzen (vgl. Gutachten des Dr. med. K.________; act. II 53.1 S. 11 
Ziff. 1 und S. 15 Ziff. 3.1.2) nichts an der weiterhin bestehenden vollständi-
gen Arbeitsunfähigkeit aufgrund der Herpes-Infektion ändern. 

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5.

5.1 An sich unbestritten ist die Änderung des Status (vgl. E. 3.2 hiervor 
und act. II 58), ebenso wie die Anwendung der gemischten Methode zur 
Bemessung der Invalidität. Zur Bemessung der Einschränkungen bei der 
Verrichtung der Haushaltstätigkeiten, wie sie im genannten neuen Ab-
klärungsbericht vorgenommen wurde, äussert sich die Beschwerdeführerin 
nicht. Dagegen wird geltend gemacht, dass die Statusänderung revisions-
rechtlich nicht relevant sei (vgl. Beschwerde Art. 17 S. 15).

5.2 Eine Statusänderung kann durchaus einen Revisionsgrund darstel-
len. Nach dem Entscheid der zweiten Kammer des Europäischen Gerichts-
hofs für Menschenrechte (EGMR) vom 2. Februar 2016 (Di Trizio gegen die 
Schweiz [7186/09], abrufbar unter <http://hudoc.echr.coe.int> oder 
<www.bger.ch>) ist eine solche indessen dann unbeachtlich, wenn sie zu 
einer Herabsetzung oder Aufhebung der Rente führt (vgl. BGE 143 I 50 
E. 4.1 S. 58 f.). Unter der geltenden Rechtslage ändert der EGMR-
Entscheid hingegen nichts daran, dass die gemischte Methode in Fällen, 
welche ausserhalb des Schutzbereiches von Art. 8 EMRK liegen, weiterhin 
Anwendung finden kann (vgl. BGE 143 I 50 E. 4.4 S. 60; vgl. auch BGE 
143 I 60, 143 V 77; Entscheid des BGer vom 6. September 2017, 
9C_752/2016, E. 4.6 [zur Publikation vorgesehen]; IV-Rundschreiben 
Nr. 355; SZS 2017 S. 319 ff., 2016 S. 390 ff.).

5.3 Vorliegend führt der Statuswechsel nicht zu einer Herabsetzung 
oder Aufhebung der bisherigen Rente und ist damit zu beachten. Ange-
sichts der Ausführungen unter E. 4.3 hiervor ist nämlich in medizinischer 
Hinsicht von einem unveränderten Zustand auszugehen, d.h. von einer 
vollständigen Arbeitsunfähigkeit infolge der Herpes-Infektion sowohl in der 
bisherigen als auch in einer angepassten Tätigkeit. Da sich bei einem Sta-
tus von 80% Erwerbstätigkeit bereits aus der erwerblichen Situation ein 
(gewichteter) Invaliditätsgrad von 80% ergibt, besteht (weiterhin) Anspruch 
auf eine ganze Rente. Eine Überprüfung der im Abklärungsbericht festge-
haltenen Einschränkungen im Haushaltsbereich kann deshalb unterbleiben.

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6. Die Aufhebung der Rente erweist sich aufgrund der obigen Darle-
gungen als nicht rechtmässig; die angefochtene Verfügung ist dementspre-
chend in Gutheissung der dagegen erhobenen Beschwerde ersatzlos auf-
zuheben und die Beschwerdegegnerin anzuweisen, der Beschwerdeführe-
rin weiterhin die ganze Rente auszurichten und allfällige Nachzahlungen 
vorzunehmen.

Dem in der Beschwerde (Rechtsbegehren 2.) gestellten Antrag auf Ausrich-
tung von Verzugszins auf den nachzuzahlenden Rentenbeträgen ist nicht 
zu entsprechen. Gemäss Art. 26 Abs. 2 ATSG werden die Sozialversiche-
rungsträger für ihre Leistungen nach Ablauf von 24 Monaten nach der Ent-
stehung des Anspruch, frühestens aber 12 Monate nach dessen Geltend-
machung, verzugszinspflichtig. Bei der per Ende September 2017 verfüg-
ten Einstellung der Rentenleistungen ist diese Voraussetzung in zeitlicher 
Hinsicht nicht erfüllt.

7.

7.1 Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.—, hat bei 
diesem Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu 
tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4). Der von der Be-
schwerdeführerin geleistete Kostenvorschuss in gleicher Höhe ist ihr nach 
Eintritt der Rechtskraft des Urteils zurückzuerstatten.

7.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Versicherungsgericht festge-
setzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streit-
sache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g 
ATSG).

Rechtsanwalt B.________ macht mit Kostennote vom 22. Januar 2018 ein 
Honorar von Fr. 4‘704.— (16.80 Std. à Fr. 280.—) zuzüglich Auslagen von 
Fr. 124.— und der Mehrwertsteuer von Fr. 386.25 geltend. Mit Blick auf 
andere, bezüglich des objektiv erforderlichen Prozessaufwands, der Be-
deutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses vergleichba-
re Verfahren und der vom angerufenen Gericht dafür zugesprochenen An-

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waltsgebühren erscheint dieser Betrag als zu hoch. Das Honorar wird des-
halb ermessensweise auf Fr. 3‘500.— zuzüglich Auslagen und 8% MWSt., 
somit auf total Fr. 3‘913.90 (Honorar Fr. 3‘500.—, Auslagen Fr. 124.—, 
MWSt. Fr. 289.90), festgesetzt. Diese Parteikosten hat die Beschwerde-
gegnerin der Beschwerdeführerin zu ersetzen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Bern vom 7. August 2017 aufgehoben.

2. Die Beschwerdegegnerin wird angewiesen, der Beschwerdeführerin 
die zurückbehaltenen Rentenbetreffnisse nachzuzahlen. Der in diesem 
Zusammenhang gestellte Antrag auf Ausrichtung von Verzugszinsen 
wird abgewiesen.

3. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.— werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. Der von der Beschwerdeführerin geleistete 
Kostenvorschuss von Fr. 800.— wird ihr nach Rechtskraft des Urteils 
zurückerstattet.

4. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 3‘913.90 (inkl. Auslagen und MWSt.), zu 
ersetzen.

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5. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Die Kammerpräsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.