# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** dcdae2ef-32e9-5a44-b249-031d10ddeee2
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-08-11
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 11.08.2008 D-4555/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4555-2008_2008-08-11.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-4555/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 1 .  A u g u s t  2 0 0 8

Einzelrichter Fulvio Haefeli, 
mit Zustimmung von Richterin Regula Schenker Senn; 
Gerichtsschreiberin Karin Schnidrig.

A._______, geboren (...),
Irak,
(...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 2. Juli 2008 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-4555/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass  der  Beschwerdeführer  eigenen  Angaben  zufolge  am  19.  März 
2004  von  (...)  herkommend  in  die  Schweiz  einreiste,  wo  er  am 25. 
März 2004 ein erstes Asylgesuch unter der Identität (...), geboren (...), 
einreichte,

dass er anlässlich der Befragung im (...) vom 26. März 2004 sowie der 
(...)  vom  20.  Juli  2004  zur  Begründung  des  Asylgesuchs  im 
Wesentlichen  geltend  machte,  er  sei  ethnischer  Kurde  und  habe  in 
seinem Heimatstaat Irak bei seinen Eltern in (...) in der (...) gewohnt, 
wo sein Vater bei einer (...) als Übersetzer tätig gewesen sei,

dass er zusammen mit seinen Eltern im Februar, März 2004 den Irak 
verlassen habe,

dass  er  nach  einem  mehrmonatigen  Aufenthalt  in  (...),  seitens  der 
Schlepper  von  seinen  Eltern  getrennt  worden  sei  und  trotz  des 
Versprechens der Schlepper nicht mehr mit ihnen vereint worden sei,

dass er über den Verbleib seiner Eltern, die er intensiv gesucht habe, 
keine Kenntnisse habe,

dass der Beschwerdeführer einer schriftlichen Aufforderung zur Einrei-
chung rechtsgenüglicher Identitäts- beziehungsweise Reisepapiere in-
nert 48 Stunden nicht nachkam und stattdessen untertauchte,

dass er am 25. März 2005 im (...) unter der Identität (...), geboren (...), 
ein zweites Asylgesuch stellte mit der Begründung, er habe in (...) eine 
illegale Liebesbeziehung zu einer Frau unterhalten, wobei deren Eltern 
ihre Tochter verschwinden liessen und ihn daraufhin verfolgten,

dass die Vorinstanz dem Beschwerdeführer am 2. Juni 2005 das recht-
liche Gehör gewährte zum Umstand, dass er am 25. März 2004 im (...) 
bereits  ein  Asylgesuch  eingereicht  hatte  und  es  ihn  infolgedessen 
aufforderte, sich beim (...) zu melden,

dass  er  auch  dieser  Aufforderung  nicht  nachkam  und  erneut  unter-
tauchte,

dass die Vorinstanz in der Folge das Asylgesuch vom 25. März 2004 
als gegenstandslos geworden abschrieb,

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dass der Beschwerdeführer am 2. Juni 2008 ein drittes Asylgesuch im 
(...) einreichte, so dass das Asylverfahren vom 25. März 2004 gestützt 
auf Art. 35a Abs. 1  des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 
142.31) wiederaufgenommen wurde,

dass das BFM mit Verfügung vom 2. Juli 2008 – eröffnet gleichentags 
–  in Anwendung von  Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Asylgesuch 
des Beschwerdeführers vom 25. März 2004 nicht eintrat und die Weg-
weisung aus der Schweiz sowie deren Vollzug anordnete,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  der  Be-
schwerdeführer sei der Aufforderung, innert  48 Stunden nach Einrei-
chung  des  Asylgesuchs  Reise-  oder  Identitätspapiere  abzugeben, 
nicht nachgekommen,

dass es dem Beschwerdeführer erwartungsgemäss längst möglich und 
zumutbar  gewesen  wäre,  dem  BFM  die  verlangten  Dokumente 
nachzureichen,

dass  er  am 25. Juni  2008  zwar  zwei  Telefaxkopien  einer  irakischen 
Identitätskarte und eines irakischen Geburtsscheins ins Recht gelegt 
habe, wobei jedoch auf Anhieb erkennbar gewesen sei, dass es sich 
beim Geburtsschein um ein gefälschtes Dokument handle,

dass angesichts  der  verflossenen Zeit  keine entschuldbaren Gründe 
für das Nichtbeibringen rechtsgenüglicher Papiere innert Frist erkenn-
bar seien, zumal der Beschwerdeführer im Verlauf seines Asylverfah-
rens  noch  weitere  Varianten  hinsichtlich  seiner  Identität,  namentlich 
hinsichtlich seines Geburtsdatums, angeführt habe,

dass  ferner  festzustellen  sei,  der  Beschwerdeführer  habe  einerseits 
beim BFM vorgebracht, seine Eltern seien verschollen und seine iraki-
sche Identitätskarte sei bei seiner Mutter geblieben,

dass er andererseits am 27. Juni 2008 geltend gemacht habe, er habe 
seine  Identitätskarte  der  (...)  Musikgesellschaft,  bei  der  er  Mitglied 
gewesen sei, abgegeben und jene Urkunde sei seinem Onkel im Irak 
übergeben worden, zumal der Beschwerdeführer zwei Identitätskarten 
besessen habe,

dass sich aufgrund der vorstehenden Erwägungen der begründete Ver-
dacht aufdränge, der Beschwerdeführer habe die mit der Gesuchsab-

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klärung betrauten Schweizer Behörden über seine tatsächliche Identi-
tät gezielt zu täuschen versucht,

dass der Beschwerdeführer zudem im Mai 2005 untergetaucht sei und 
für die Schweizer Behörden nicht mehr erreichbar gewesen sei,

dass er mittels Untertauchens die Durchführung des ordentlichen Asyl-
verfahrens während  des Zeitraumes vom Juni  2005 bis  zum 2. Juni 
2008, als er ein drittes Asylgesuch stellte, gezielt  zu verhindern ver-
sucht habe,

dass  das  Verhalten  des  Beschwerdeführers  gegenüber  den  mit  der 
Gesuchsabklärung  betrauten  Schweizer  Behörden  nicht  demjenigen 
einer Person entspreche, die hier zu Lande Schutz vor Verfolgung su-
che,

dass  er  durch  dieses  Verhalten  seine  Mitwirkungs-  und  Wahrheits-
pflicht  gegenüber  den  Schweizer  Asylbehörden  schuldhaft  in  grober 
Weise verletzt habe, 

dass demnach keine entschuldbaren Gründe vorliegen würden, die es 
dem  Beschwerdeführer  verunmöglicht  hätten,  der  Vorinstanz  binnen 
48 Stunden Reise- oder Identitätspapiere einzureichen,

dass er anlässlich der Befragung vom 16. Juni 2008 zu Protokoll gege-
ben habe, er mache dieselben Asylgründe geltend wie vordem, zumal 
keine neuen bestünden,

dass er bei der Gewährung des rechtlichen Gehörs am 27. Juni 2008 
hingegen angeführt  habe, es bestünden sehr wohl neue Asylgründe, 
denn er habe Kenntnis davon, im Irak seitens der Verfolger seines Va-
ters gefährdet zu sein,

dass er die aus dem Protokoll vom 27. Juni 2008 (recte: 16. Juni 2008) 
zitierten Aussagen nie gemacht und die dolmetschende Person man-
gelhaft gearbeitet habe,

dass das BFM anführte, bei den angeblich durch sprachliche Probleme 
bedingten Widersprüchen handle es sich um sachliche Diskrepanzen, 
die nicht durch eine ungenaue Übersetzung des Dolmetschers erklär-
bar seien,

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dass der  Beschwerdeführer  die  Flüchtlingseigenschaft  im Sinne  von 
Art. 3 und 7 AsylG nicht erfülle und zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses im Sinne von Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG aufgrund der Ak-
tenlage nicht nötig seien,

dass demzufolge in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf 
das Asylgesuch nicht einzutreten sei,

dass der Beschwerdeführer mit  Eingabe vom 8. Juli 2008 gegen die-
sen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und 
dabei  unter  anderem beantragte,  es sei  die angefochtene Verfügung 
vollumfänglich  aufzuheben,  die  Sache  zur  Prüfung des  Asylgesuchs 
an die Vorinstanz zurückzuweisen und die vorläufige Aufnahme anzu-
ordnen,

dass er zur Begründung im Wesentlichen vorbrachte, der Nichteintre-
tenstatbestand der  Papierlosigkeit  sei  nicht  erfüllt,  da er  seine iraki-
sche  Identitätskarte  am  Tag des  Nichteintretensentscheides  zu  den 
Akten gereicht habe und es sich bei der Geburtsurkunde nicht um eine 
Fälschung gehandelt habe,

dass er im Weiteren auf der Glaubhaftigkeit seiner Vorbringen bestand,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten  ist  (Art.  108  Abs.  2  AsylG  und  Art. 6  AsylG  i.V.m.  Art. 52 
VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 

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und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche  Beschwerde  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur 
summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

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dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft festgestellt wird (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG) oder sich aufgrund 
der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Feststellung 
der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungsvollzugshindernis-
ses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass die vom Beschwerdeführer im Rahmen des vorinstanzlichen Ver-
fahrens  eingereichten  Telefaxkopien  einer  irakischen  Identitätskarte 
und eines irakischen Geburtsscheins den Anforderungen eines Reise- 
oder  Identitätspapiers  im  Sinne  der  Rechtsprechung  nicht  genügen 
(vgl. BVGE 2007/7 E. 5.1-5.2 und E. 6),

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung überzeugend dargelegt 
hat, weshalb für das Nichteinreichen von Reise- oder Identitätspapie-
ren keine entschuldbaren Gründe vorliegen,

dass das Bundesverwaltungsgericht aufgrund der gesamten Akten und 
Umstände in Übereinstimmung mit der Vorinstanz davon ausgeht, dass 
der  Beschwerdeführer  die  ihm  obliegende  gesetzliche  Mitwirkungs-
pflicht (vgl. Art. 8 Abs. 1 Bst. b AsylG) missachtet hat,

dass in der Beschwerde nichts geltend gemacht wird, was allenfalls zu 
einer anderen Beurteilung führen könnte,

dass sich sodann die Aktenlage nach der Direktanhörung dermassen 
klar präsentierte, dass bereits aufgrund einer summarischen Prüfung 
der eindeutige Schluss gezogen werden konnte, der Beschwerdeführer 
erfülle die Flüchtlingseigenschaft offensichtlich nicht,

dass  das  BFM  in  der  Entscheidbegründung  zu  Recht  ausführt,  die 
Asylvorbringen seien haltlos und flüchtlingsrechtlich nicht relevant,

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dass diesbezüglich  zur  Vermeidung von Wiederholungen auf  die zu-
treffenden Erwägungen in der angefochtenen Verfügung zu verweisen 
ist (vgl. Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 109 Abs. 3 BGG),

dass  der  Beschwerdeführer  in  seiner  Rechtsmitteleingabe die  Erwä-
gungen des BFM nicht zu entkräften vermag,

dass  sich  die  Haltlosigkeit  der  Asylvorbringen exemplarisch  aus  der 
Aussage des Beschwerdeführers ergibt, er habe sein (zweites) Asylge-
such vergessen (vgl. A59, S. 1),

dass sich die Erkenntnis ergibt, es bestehe weder Anlass zur Vornah-
me  zusätzlicher  Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigen-
schaft oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses noch gar zur di-
rekten Feststellung der  Flüchtlingseigenschaft  (Art.  32  Abs. 3  Bst. b 
und c AsylG sowie BVGE 2007/8 E. 2.1),

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Beschwerdeführer 
weder eine Aufenthaltsbewilligung besitzt noch einen Anspruch auf Er-
teilung einer solchen hat, weshalb die Wegweisung zu Recht angeord-
net wurde (Art. 44 Abs. 1 AsylG; vgl. EMARK 2001 Nr. 21),

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundes-
gesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Aus-
länder [AuG, SR 142.20]),

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 

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Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  gemäss  Art.  25  Abs. 3  der  Bundesverfassung  der  Schweizeri-
schen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des 
Übereinkommens vom 10. Dezember  1984 gegen Folter  und andere 
grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe 
(FoK, SR 0.105)  und der Praxis zu Art. 3  der Konvention vom 4. No-
vember 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten 
(EMRK, SR 0.101)  niemand der Folter oder unmenschlicher oder er-
niedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden darf,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass es der Vorinstanz angesichts der nicht gesicherten Aussagen des 
Beschwerdeführers, namentlich zur behaupteten Identität,  nicht mög-
lich war, sich in voller Kenntnis seiner tatsächlichen Situation zur Zu-
mutbarkeit des Wegweisungsvollzugs zu äussern,

dass die Untersuchungspflicht der Asylbehörden hinsichtlich Zulässig-
keit, Zumutbarkeit und Möglichkeit des Vollzugs nach Treu und Glau-
ben jedoch ihre Grenzen an der Mitwirkungs- und Wahrheitspflicht der 
Beschwerde  führenden  Person  findet  (Art. 8  AsylG),  die  im Übrigen 
auch die Substanziierungslast trägt (Art. 7 AsylG), und es nicht Aufga-
be der Asylbehörden ist, bei fehlenden Hinweisen seitens des Gesuch-
stellers  näher  nach  allfälligen  Wegweisungsvollzugshindernissen  zu 
forschen, falls dieser  - wie in casu  - seiner Mitwirkungspflicht bei der 
Sachverhaltsermittlung nicht nachgekommen ist,

dass  sich  das  Bundesverwaltungsgericht  im  Grundsatzurteil  BVGE 
2008/5 ausführlich mit der Frage der Zumutbarkeit des Wegweisungs-
vollzugs  in  den  kurdisch  verwalteten  Nordirak  befasst  hat  und  zum 
Schluss gelangte, in den drei kurdischen Provinzen Dohuk, Erbil und 
Sulaymaniya herrsche keine Situation allgemeiner Gewalt und die dor-
tige  politische Lage  sei  nicht  dermassen angespannt,  als  dass  eine 
Rückführung dorthin als generell unzumutbar betrachtet werden müss-
te,

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dass im erwähnten Entscheid zusammenfassend festgehalten wurde, 
die Anordnung des Wegweisungsvollzugs sei in der Regel für alleinste-
hende, gesunde und junge kurdische Männer, die ursprünglich aus ei-
ner der drei Provinzen stammen und dort nach wie vor über ein sozia-
les Netz oder Parteibeziehungen verfügen, zumutbar,

dass der Beschwerdeführer, von dem keine gesundheitlichen Proble-
me aktenkundig sind, aus (...) stammt, wo er seit seiner Geburt gelebt 
hat,

dass  er  eigenen Angaben  zufolge (vgl. Befragungsprotokoll  vom 31. 
Mai 2005) als Techniker in einem Computergeschäft gearbeitet hat, so 
dass angesichts seines jugendlichen Alters und seiner beruflichen Er-
fahrungen im Irak davon auszugehen ist, dass in seiner Heimat eine 
Reintegration in den Arbeitsmarkt möglich sein wird,

dass ihm seine in der Heimat verbliebenen Eltern und Schwestern bei 
der Wiedereingliederung behilflich sein können und die Rückkehrhilfe 
der  Schweiz  den  Wiedereinstieg  in  seiner  Heimat  ebenfalls  wird  er-
leichtern können,

dass der Wegweisungsvollzug demnach mangels anderweitiger gegen-
teiliger  Anhaltspunkte,  als  zulässig,  zumutbar  und  möglich  im Sinne 
des Gesetzes zu betrachten und in Beachtung der massgeblichen völ-
ker- und landesrechtlichen Bestimmungen - vorab Art. 3 EMRK - ins-
besondere zulässig ist,  weil  keine Hinweise auf  Verfolgung vorliegen 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind,

dass  aus  den  gesamten  vorliegenden  Akten  und  Umständen  keine 
Vollzugshindernisse allgemeiner oder individueller Art hervorgehen,

dass infolgedessen der  durch die  Vorinstanz  verfügte Wegweisungs-
vollzug insgesamt zu bestätigen ist und eine Anordnung der vorläufi-
gen Aufnahme ausser Betracht fällt (Art. 83 Abs. 1-4 AuG),

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder unangemessen sei (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

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dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten dem Beschwer-
deführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG), auf insgesamt Fr. 
600.--  festzusetzen  (Art. 1-3  des  Reglements  vom 21. Februar  2008 
über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsge-
richt [VGKE, SR 173.320.2]) und mit dem am 17. Juli 2008 in gleicher 
Höhe geleisteten Kostenvorschuss zu verrechnen sind.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Dieser  Betrag  wird  mit  dem  in  gleicher  Höhe  geleisteten 
Kostenvorschuss verrechnet.

3.
Dieses Urteil geht an:

- den Beschwerdeführer (Einschreiben)
- das  BFM,  Abteilung  Aufenthalt  und  Rückkehrförderung,  zu  den 

Akten Ref.-Nr. N_______ (in Kopie)
- das (...) (in Kopie)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Fulvio Haefeli Karin Schnidrig

Versand:

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