# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b87afcc5-0063-5df9-9044-2bb3923ec967
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-02-09
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 09.02.2023 U 2023 4
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_U-2023-4_2023-02-09.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

U 23 4

3. Kammer 

Einzelrichterin Pedretti

Aktuarin Hemmi

URTEIL

vom 9. Februar 2023

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____,

Beschwerdeführerin

gegen

Departement für Volkswirtschaft und Soziales Graubünden,

Beschwerdegegner

betreffend Hundehaltung

- 2 -

I. Sachverhalt:

1. A._____ ist Halterin von zwei Katzen und des im Jahr 2016 geborenen, 

rund 20 kg schweren männlichen Border Collie Mischlings namens 

B._____. Seit dem Jahr 2017 zog A._____ einige Male um. 

2. Nachdem das Amt für Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit 

Graubünden (ALT) aufgrund von eingegangenen Meldungen am 22. Juni 

2017 eine Tierschutzkontrolle am damaligen Wohnort von A._____ 

durchgeführt hatte und dabei eine nicht tierschutzkonforme Leinenführung 

des Hundes (Lendenleine) festgestellt worden war, wurde das Absolvieren 

eines kynologischen Ausbildungslehrgangs 2 (KAL 2) bis Ende Dezember 

2017 vereinbart.

3. Der verantwortliche KAL-Ausbildner stellte in seiner Endbeurteilung vom 

29. Oktober 2017 zuhanden des ALT eine bessere Bindung zwischen 

Hund und Halterin sowie eine altersentsprechend gute Auffassungsgabe, 

jedoch ein langsames Timing der Halterin fest. Als weitere notwendige 

Massnahmen wurden eine ständige Beschäftigung und Training 

empfohlen. 

4. Nachdem es im August 2018 zu zwei Beissvorfällen zum Schaden von 

Drittpersonen im öffentlichen Raum gekommen war, verfügte das ALT am 

18. Oktober 2018 was folgt:

1. A._____ wird verpflichtet, den Border Collie Mischling B._____ ab Erhalt dieser Verfügung in 

der Öffentlichkeit uneingeschränkt und kontrolliert an der Leine auszuführen. Der rundum 

geschlossene Maulkorb ist dabei immer aufgesetzt. 

2. A._____ wird verpflichtet, B._____ ab Erhalt dieser Verfügung zu Hause baulich so zu 

verwahren, dass fremde Menschen und Tiere vor ihm geschützt sind und er nicht selbständig 

ausbrechen kann. B._____ hält sich nicht mehr frei und unkontrolliert in der Öffentlichkeit auf.

- 3 -

3. A._____ wird verpflichtet, Drittpersonen, denen sie die Haltung oder Betreuung von B._____ 

anvertraut, über die Auflagen gemäss Ziff. 1 und 2 zu informieren und sie zu verpflichten, sich 

ebenfalls an die Auflagen zu halten.

4.-8. (…).

Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft. 

5. Nachdem sich in der Folge im Mai und Juli 2019 zwei weitere Beiss- bzw. 

Schnappvorfälle ereignet hatten, räumte das ALT A._____ mit Schreiben 

vom 13. August 2019 eine Nachfrist zur konsequenten Umsetzung der am 

18. Oktober 2018 verfügten Massnahmen ein und kündigte für den 

Unterlassungsfall die Anordnung von weiteren Massnahmen an. 

6. Mit Strafbefehl des Departements für Volkswirtschaft und Soziales 

Graubünden (DVS) vom 20. September 2019 wurde A._____ der 

mehrfachen fahrlässigen Widerhandlung gegen Art. 76a Abs. 1 lit. d VetG 

sowie der fahrlässigen und vorsätzlichen Widerhandlung gegen Art. 28 

Abs. 3 TSchG für schuldig befunden und mit einer Busse bestraft.

7. Aufgrund der Meldung der Kantonspolizei Graubünden vom 26. Juni 2020, 

wonach der Border Collie Mischling B._____ mehrmals freilaufend und 

unbeaufsichtigt am Wohnort von A._____ angetroffen worden sei und 

allfällige tierschutzrelevante Haltungsmängel vorlägen, führte das ALT am 

3. Juli 2020 eine Kontrolle der Tierhaltung vor Ort durch. Dabei wurden 

verschiedene Mängel in der Tierhaltung festgestellt, weshalb mit A._____ 

vereinbart wurde, die drei Tiere vorübergehend fremdzuplatzieren. Dem 

kam sie am 5. Juli 2020 nach. 

- 4 -

8. Mit Verfügung vom 20. August 2020 beschied das ALT was folgt:

1. In Ergänzung zur Verfügung vom 18. Oktober 2018 bleiben die Tiere von A._____ in der 

Obhut eines Tierheims oder einer vom ALT anerkannten privaten Tierhaltung, bis A._____ 

eine tierschutzkonforme Haltung und Betreuung ihrer Tiere gewährleisten kann. Die Kosten 

sind im Voraus oder innerhalb Wochenfrist zu begleichen. 

2. Vor Rücknahme der Tiere hat A._____ Folgendes nachzuweisen:

 Betreuungsperson, die sich um die drei Tiere kümmert und mit B._____ spazieren 

geht, falls A._____ länger als 5 Stunden abwesend ist.

 Die baulichen Anpassungen der Tierhaltung von A._____ am neuen Wohnort 

müssen durch das ALT abgenommen werden, bevor die Tiere an sie zurückgegeben 

werden dürfen. 

3. Nach Rücknahme von B._____ hat A._____ erneut einen KAL 2-Ausbildungslehrgang von 12 

Stunden innerhalb von 3 Monaten zu absolvieren. Der Theorieteil muss nicht oder nur 

problembezogen absolviert werden. Die KAL-Ausbildung kann auch im Sinne einer 

kontrollierten und überwachten Rückführung der drei Tiere vorgenommen werden. Eine 

Fachperson (z.B. Tierpfleger) begleitet und unterstützt Frau C._____ bei der Betreuung und 

Beschäftigung der Tiere am neuen Wohnort. Die Betreuung muss zeitnah und im gleichen 

Zeitumfang wie die KAL 2-Ausbildung (12 Lektionen) stattfinden.

4. Kann A._____ bis am 31. Dezember 2020 keine tierschutzkonforme Haltung vorweisen, hat 

sie die Tiere innerhalb von 30 Tagen weiterzuplatzieren. Sie erhält die Gelegenheit, die Tiere 

selbständig nach ihren Bedürfnissen und Wünschen umzuplatzieren. Die neuen 

Halteverhältnisse sind dem ALT innert 10 Tagen nach der Umplatzierung bekannt zu geben. 

Wurden die Tiere nach der gesetzten Frist nicht umplatziert, wird das ALT die Umplatzierung 

anordnen. Ein eventueller Erlös geht nach Abzug aller Unkosten zu Handen von A._____.

5.-9. (…).

Diese Verfügung blieb ebenfalls unangefochten. 

9. Mit Strafbefehl vom 3. Dezember 2020 wurde A._____ von der 

Staatsanwaltschaft Graubünden der Tierquälerei gemäss Art. 26 Abs. 1 

lit. a TSchG sowie des mehrfachen Verstosses gegen eine amtliche 

- 5 -

Verfügung nach Art. 28 Abs. 3 TSchG für schuldig befunden und mit einer 

bedingten Geldstrafe sowie einer Busse bestraft. 

10. Nachdem zunächst die beiden Katzen und am 22. Dezember 2020 auch 

der Border Collie Mischling B._____ wieder in die Obhut von A._____ 

übergeben worden waren, wurde diese mit Schreiben des ALT vom 

27. Januar 2021 darüber informiert, dass D._____, KAL-Ausbildnerin und 

diplomierte Tierpsychologin, mit der kontrollierten Rückführung von 

B._____ beauftragt worden sei.

11. Mit Zwischenbericht vom 17. Februar 2021 an das ALT äusserte die 

Fachperson D._____ insbesondere Zweifel betreffend die Sicherstellung 

einer tierschutzkonformen und sicheren Haltung von B._____ durch 

A._____. 

12. Am 15. April 2021 verfügte das ALT was folgt:

1. In Ergänzung zur Verfügung vom 20. August 2020 ist A._____ verpflichtet, ab sofort eine 

Betreuungsperson zu organisieren, welche den Border Collie Mischling B._____ täglich 

mindestens einmal eine Stunde artgerecht beschäftigt und ausführt. Mit dieser 

Betreuungsperson muss ein schriftlicher Vertrag erstellt werden, eine Kopie ist dem ALT 

innerhalb von 30 Tagen zuzustellen. Die Verfügungsadressatin regelt die eventuelle 

Bezahlung für die Betreuungsperson selbst. 

2. Kann keine Betreuungsperson für B._____ gefunden werden, wird A._____ verpflichtet, mit 

B._____ bei einem KAL-Ausbildner mindestens einmal wöchentlich und bis auf weiteres eine 

Ausbildungslektion zu absolvieren. A._____ regelt die Kosten der Lektionen direkt mit dem 

KAL-Ausbildner. Nach der Absolvierung von jeweils 12 Lektionen sendet der KAL-Ausbildner 

dem ALT einen Zwischenbericht ein, aufgrund dessen Änderungen dieser Verfügung in 

Erwägung gezogen werden können. Den Zeitpunkt der Beendung der Ausbildung entscheidet 

das ALT.

3. Kann A._____ 30 Tage nach Erhalt dieser Verfügung keine Betreuungsperson oder keine 

Vereinbarung mit einem KAL-Ausbildner vorweisen oder werden Ziff. 1 oder 2 des Dispositivs 

nicht wie verfügt und nachhaltig umgesetzt, wird A._____ verpflichtet, mit dem Border Collie 

- 6 -

Mischling B._____ als Standortbestimmung den Capricorn-Verhaltenstest in H._____ 

durchzuführen. Der Zeitpunkt des Tests wird noch definiert. Die Kosten von CHF 400.00 für 

diese Überprüfung gehen zu Lasten der Hundehalterin, wobei der Anteil von CHF 300.00 vor 

Ort direkt in bar bezahlt werden muss. Der Ausgang des Tests entscheidet über die weiteren 

Massnahmen. 

4. Alternativ zu den Punkten 1 bis 3 besteht die Möglichkeit, dass A._____ freiwillig auf den Hund 

B._____ verzichtet. Sie erhält die Möglichkeit, B._____ selbständig und definitiv an einen 

geeigneten Ort umzuplatzieren. Die neuen Halteverhältnisse sind dem ALT vorgängig 

bekanntzugeben und zu genehmigen. Der Halterwechsel ist in der Hundedatenbank AMICUS 

zu mutieren.

5. Kommt A._____ den Punkten 1 bis 4 dieser Verfügung innert Frist nicht nach und hält sie 

B._____ weiterhin, wird dieser durch das ALT definitiv entschädigungslos beschlagnahmt und 

unter Kostenfolge zu Lasten des Verfügungsadressaten weiterplatziert.

6.-10. (…).

Auch diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft. 

13. In der Folge wurde dem ALT weder ein schriftlicher Vertrag mit einer 

Betreuungsperson noch eine Vereinbarung mit einem KAL-Ausbildner 

vorgelegt, weshalb A._____ am 12. Juli 2021 eine Nachfrist zur 

Einreichung dieser Unterlagen eingeräumt und für den Unterlassungsfall 

die Anordnung eines Capricorn-Verhaltenstests angekündigt wurde. 

14. Daraufhin reichte A._____ eine Kursbestätigung vom 28. Juli 2021 ein, 

woraus sich ergab, dass sie bereits drei KAL 2-Ausbildungslektionen 

absolviert hat. Der verantwortliche KAL-Ausbildner hielt im Rahmen seiner 

Beurteilung vom 29. Oktober 2021 zuhanden des ALT insbesondere fest, 

dass der Border Collie Mischling B._____ ein Jagd- und 

Aggressionsverhalten sowie bei Annäherung von Menschen oder 

Artgenossen ein Schutzverhalten und Stressreaktionen zeige. Das Risiko 

eines erneuten Vorfalles wurde als mittelgradig erhöht eingestuft. 

- 7 -

15. Nachdem es im Februar 2022 zu einem erneuten Beissvorfall zum 

Schaden einer Drittperson im öffentlichen Raum gekommen war, wollte 

das ALT am 10. März 2022 eine Kontrolle der Hundehaltung am Wohnort 

von A._____ durchführen. Letztere konnte jedoch vor Ort nicht angetroffen 

werden und auch eine telefonische Kontaktaufnahme blieb erfolglos.

16. Im Rahmen eines darauffolgenden Schriftenwechsels zwischen dem ALT 

und A._____ erklärte sich Letztere bereit, die KAL-Ausbildung 

unverzüglich wiederaufzunehmen oder den Capricorn-Verhaltenstest zu 

absolvieren.

17. In der Folge nahm A._____ die Lektionen bei einem KAL-Ausbildner 

wieder auf, wobei Letzterer dem ALT mit E-Mail vom 13. Juni 2022 

mitteilte, dass er anlässlich der vierten Lektion völlig überraschend und 

ohne vorherige Warnsignale von B._____ angegriffen worden sei, als er 

A._____ habe helfen wollen, in einer Kiste das Spezialgeschirr zu suchen. 

Glücklicherweise sei der Maulkorb angezogen gewesen. Trotzdem habe 

er gespürt, dass ihn der Hund ins Bein habe beissen wollen. Es sei klar 

ein ungehemmter offensiver Angriff gewesen.

18. Nach einer kurzfristigen Verschiebung wurde der Capricorn-

Verhaltenstest am 28. Juni 2022 in H._____ durchgeführt. Im 

dazugehörigen Bericht vom 1. Juli 2022 wurde im Rahmen der 

Gesamtbeurteilung festgehalten, dass der Hund B._____ ein mehrfaches 

nicht adäquates bzw. gestörtes Aggressionsverhalten (Beissen) gezeigt 

habe. Das auffällige Verhalten von B._____ habe sich dadurch 

ausgezeichnet, dass er bis auf ein optisches Fixieren der Personen keine 

deutlich erkennbaren Drohsignale, akustische wie mimische, vor den 

teilweise blitzschnellen Angriffen mit Beissen gezeigt habe. Ein solches 

Verhalten stelle aufgrund der Plötzlichkeit sowie der Schnelligkeit der 

Angriffe und der damit verbundenen ungenügenden oder fehlenden 

- 8 -

Einflussnahme der Betroffenen auf die Situation ein massiv erhöhtes bzw. 

nicht tolerierbares Sicherheitsrisiko für Drittpersonen dar. Erschwerend 

komme hinzu, dass die Hundehalterin nicht ausreichend in der Lage sei, 

dieses Verhalten des Hundes so zu kontrollieren, dass gravierende 

Vorfälle verhindert werden könnten. Unter anderem seien die körperlichen 

Einschränkungen der Hundehalterin hierfür stark mitverantwortlich. Der 

Hund B._____ stelle in der Haltung und Führung von A._____ ein 

hochgradiges, nicht tolerierbares Risiko für die belebte Umwelt dar, 

insbesondere für Menschen.

19. Nachdem A._____ am 21. Juli 2022 aufgrund ihrer psychischen Instabilität 

stationär in eine Klinik nach H._____ eingeliefert worden war, wurden ihre 

Tiere in Tierheimen untergebracht.

20. Mit Verfügung vom 29. Juli 2022 beschied das ALT was folgt:

1. Die weitere Haltung des Hundes B._____ durch A._____ wird untersagt und ist innert zehn 

Tagen nach Erhalt der Verfügung aufzulösen. Dazu hat die Genannte zu Gunsten des ALT 

auf den Hund B._____ zu verzichten. Der Transport wie auch die Abgabe des Hundes ins 

Tierheim in H._____ ist durch die Genannte zu dem vom ALT im Voraus bestimmten Zeitpunkt 

zu organisieren.

2. Bis zur Auflösung der Haltung gelten für B._____ nebst der tierschutzkonformen Haltung 

weiterhin die gemäss Verfügungen vom 18. Oktober 2018 und vom 15. April 2021 rechtskräftig 

angeordneten Massnahmen.

3. Nach Erfüllung des Punktes 1 des Dispositivs dieser Verfügung steht es A._____ offen, 

weiterhin einen Hund unter folgenden Auflagen zu halten:

a) Maximal darf ein Hund gehalten werden.

b) Der Hund darf adult nicht mehr als ein Maximalgewicht von 10 kg Körpergewicht sowie 

eine Maximalgrösse von 40 cm Stockmass aufweisen.

4. Hält A._____ nach Ablauf der eingeräumten Frist den Hund B._____ oder einen anderen 

Hund, der schwerer oder grösser ist bzw. wird als die gemäss Punkt 3b des Dispositivs dieser 

- 9 -

Verfügung festgelegten Grenzwerte, wird der Hund durch den Kantonstierarzt 

entschädigungslos enteignet und nach Möglichkeit geeignet platziert. Die dabei entstehenden 

Kosten gehen vollumfänglich zu Lasten von A._____. 

5.-10. (…).

21. Mit Eingabe vom 18. August 2022 an das ALT erklärte A._____, dass sie 

mit der Art und Weise der Tiersituation nicht einverstanden sei. Zudem 

kritisierte sie, dass der Wesenstest mitten in der Lernphase stattgefunden 

habe.

22. Das ALT überwies dieses Schreiben in der Folge an das DVS, welches 

die Eingabe als Beschwerde gegen die Verfügung vom 29. Juli 2022 

entgegennahm. Mit Departementsverfügung vom 8. Dezember 2022 

betreffend Hundehaltung wies das DVS die Beschwerde ab.

23. Dagegen erhob A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 24. 

Januar 2023 Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden. Sie beantragte sinngemäss, die angefochtene Verfügung sei 

aufzuheben und ihr sei die Haltung ihres Hundes B._____ weiterhin zu 

gestatten. Begründend wurde im Wesentlichen ausgeführt, dass ihr Hund 

B._____ während der Ausbildung und des Tests nicht anhand der 

grundlegenden Regeln geschult worden sei, sondern immer wieder 

provoziert worden sei. Es gehe nicht an, das Tier mitten in der Ausbildung 

einem Test zu unterziehen. Sie habe somit keine Möglichkeit erhalten, die 

Situation zu verbessern. 

24. Das DVS (nachfolgend: Beschwerdegegner) verzichtete am 30. Januar 

2023 unter Festhalten an der angefochtenen Departementsverfügung auf 

die Einreichung einer Stellungnahme. 

- 10 -

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften und in 

der angefochtenen Departementsverfügung sowie auf die im Recht 

liegenden Beweismittel wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen 

eingegangen.

II. Die Einzelrichterin zieht in Erwägung:

1.1. Gemäss Art. 49 Abs. 1 lit. c des kantonalen Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) beurteilt das 

Verwaltungsgericht Beschwerden gegen Entscheide der kantonalen 

Departemente, soweit diese nicht nach kantonalem oder eidgenössischem 

Recht endgültig sind oder bei einer anderen Instanz angefochten werden 

können. Die vorliegend angefochtene Verfügung vom 8. Dezember 2022 

betreffend Hundehaltung ist eine individuell-konkrete Anordnung in 

Anwendung von öffentlichem Recht und stammt vom DVS. Sie ist nicht 

endgültig, weder nach eidgenössischem Tierschutzrecht, noch nach dem 

einschlägigen kantonalen Recht (Tierschutzgesetz [TSchG; SR 455], 

Tierschutzverordnung [TSchV; SR 455.1], Veterinärgesetz [VetG; BR 

914.000], Veterinärverordnung [VetV; BR 914.100]). Die angefochtene 

Departementsverfügung kann auch nicht bei einer anderen Instanz 

angefochten werden. Im VetG und in der VetV findet sich keine 

Bestimmung, welche bei einem Tierhalteverbot einen vom VRG 

abweichenden Instanzenzug vorsehen würde (nota bene anders als bei 

Departementsverfügungen im Beitragswesen, welche gemäss Art. 73 

VetG an die Regierung weitergezogen werden können). Das angerufene 

Gericht ist somit sachlich, funktionell und örtlich zuständig. Gemäss Art. 

50 VRG ist zur Beschwerde legitimiert, wer durch den angefochtenen 

Entscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an seiner 

Aufhebung oder Änderung hat oder wer durch besondere Vorschrift dazu 

ermächtigt ist. Die Beschwerdeführerin ist als formelle und materielle 

Adressatin des angefochtenen Entscheids durch diesen unmittelbar 

- 11 -

betroffen und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen gerichtlicher 

Überprüfung. Ihre Beschwerdelegitimation ist folglich zu bejahen. Auf die 

von ihr zudem frist- und formgerecht beim Verwaltungsgericht eingereichte 

Beschwerde ist somit einzutreten (Art. 38 f. VRG und Art. 52 VRG).

1.2. Gemäss Art. 43 Abs. 3 lit. b VRG entscheidet das Verwaltungsgericht in 

einzelrichterlicher Kompetenz, wenn ein Rechtsmittel offensichtlich 

unzulässig oder offensichtlich begründet oder unbegründet ist. Da sich die 

vorliegende Beschwerde – wie nachfolgend aufgezeigt wird – als 

offensichtlich unbegründet erweist, ist darüber in einzelrichterlicher 

Kompetenz zu entscheiden.

2. Streitgegenstand bildet die Frage, ob der Beschwerdegegner das der 

Beschwerdeführerin vom ALT auferlegte unbefristete Halteverbot für den 

Hund B._____ zu Recht geschützt hat. 

3.1. Zweck des Tierschutzgesetzes ist der Schutz der Würde und des 

Wohlergehens der Tiere (Art. 1 TSchG). Wer mit Tieren umgeht, hat ihren 

Bedürfnissen in bestmöglicher Weise Rechnung zu tragen und, soweit es 

der Verwendungszweck zulässt, für ihr Wohlergehen zu sorgen (Art. 4 

Abs. 1 TSchG). Niemand darf ungerechtfertigt einem Tier Schmerzen, 

Leiden     oder Schäden zufügen, es in Angst versetzen oder in anderer 

Weise seine Würde missachten. Das Misshandeln, Vernachlässigen oder 

unnötige Überanstrengen von Tieren ist verboten (Art. 4 Abs. 2 TSchG). 

Wer Tiere hält oder betreut, muss sie angemessen nähren, pflegen, ihnen 

die für ihr Wohlergehen notwendige Beschäftigung und Bewegungsfreiheit 

sowie soweit nötig Unterkunft gewähren (Art. 6 Abs. 1 TSchG). Diese 

Vorschriften werden auf Verordnungsstufe konkretisiert. So sieht Art. 3 

Abs. 1 TSchV vor, dass Tiere so zu halten sind und mit ihnen so 

umzugehen ist, dass ihre Körperfunktionen und ihr Verhalten nicht gestört 

werden und ihre Anpassungsfähigkeit nicht überfordert wird. Unterkünfte 

- 12 -

und Gehege müssen mit geeigneten Futter-, Tränke-, Kot- und 

Harnplätzen, Ruhe- und Rückzugsorten mit Deckung, 

Beschäftigungsmöglichkeiten, Körperpflegeeinrichtungen und 

Klimabereichen versehen sein (Art. 3 Abs. 2 TSchV). Fütterung und Pflege 

gelten dann als angemessen, wenn sie nach dem Stand der Erfahrung 

und den Erkenntnissen der Physiologie, Verhaltenskunde und Hygiene 

den Bedürfnissen der Tiere entsprechen (Art. 3 Abs. 3 TSchV). 

Unterkünfte und Gehege müssen den Mindestanforderungen nach den 

Anhängen 1 bis 3 entsprechen (Art. 10 TSchV). Spezifische 

Mindestanforderungen an die Haltung von Haushunden finden sich in 

Art. 69 ff. TSchV. So müssen Hunde täglich ausreichend Kontakt mit 

Menschen und, soweit möglich, mit anderen Hunden haben (Art. 70 Abs. 

1 TSchV). Sie müssen täglich im Freien und entsprechend ihrem Bedürfnis 

ausgeführt werden. Soweit möglich sollen sie sich dabei auch unangeleint 

bewegen können (Art. 71 Abs. 1 TSchV). Aufzucht und Erziehung der 

Hunde sowie der Umgang mit ihnen müssen die Sozialisierung gegenüber 

Artgenossen und Menschen sowie die Gewöhnung an die Umwelt 

gewährleisten (Art. 73 Abs. 1 TSchV). Wer einen Hund hält oder ausbildet, 

hat Vorkehrungen zu treffen, damit der Hund Menschen und Tiere nicht 

gefährdet (Art. 77 TSchV). Für Feststellungen über Hunde, die Menschen 

oder Tiere erheblich verletzt haben oder ein übermässiges 

Aggressionsverhalten zeigen, besteht eine Meldepflicht zuhanden der 

zuständigen kantonalen Stelle, welche die "erforderlichen Massnahmen" 

anzuordnen hat (vgl. Art. 78 und Art. 79 TSchV). Für den Erlass und die 

Anwendung von Vorschriften, welche die Hundehaltung aus Gründen der 

öffentlichen Sicherheit beschränken, sind die Kantone zuständig (vgl. BGE 

133 I 249 E.3.2; Urteile des Bundesgerichts 2C_325/2018 vom 18. 

Februar 2019 E.3.1, 2C_545/2014 vom 9. Januar 2015 E.2.2). 

- 13 -

3.2. Nach Art. 23 Abs. 1 TSchG kann die zuständige Behörde insbesondere 

das Halten von Tieren auf bestimmte oder unbestimmte Zeit den Personen 

verbieten, die wegen wiederholter oder schwerer Zuwiderhandlung gegen 

Vorschriften des Tierschutzgesetzes und seiner Ausführungserlasse oder 

gegen Verfügungen bestraft worden sind (lit. a), oder die aus anderen 

Gründen unfähig sind, Tiere zu halten oder zu züchten (lit. b). Ein solches 

von einem Kanton ausgesprochenes Verbot ist in der ganzen Schweiz 

gültig (Art. 23 Abs. 2 TSchG). Wird festgestellt, dass Tiere vernachlässigt      

oder unter völlig ungeeigneten Bedingungen gehalten werden, schreitet 

die zuständige Behörde unverzüglich ein. Sie kann die Tiere vorsorglich 

beschlagnahmen und auf Kosten der Halterin oder des Halters an einem 

geeigneten Ort unterbringen; wenn nötig, lässt sie die Tiere verkaufen       

oder töten (Art. 24 Abs. 1 TSchG). Gemäss Art. 66 Abs. 1 VetG ordnet das 

zuständige Amt die notwendigen Massnahmen zur Sicherung gefährlicher 

Tiere an; es kann insbesondere anordnen, dass das Tier zur 

Neuplatzierung entschädigungslos enteignet wird (lit. h). 

3.3. Im vorliegenden Fall geht es um ein Halteverbot für den Hund B._____ 

gestützt auf Art. 23 Abs. 1 lit. b TSchG und Art. 66 Abs. 1 VetG (vgl. 

beschwerdegegnerische Akten [Bg-act.] 63 S. 4 f. und 1.5, Dossier 1, S. 7 

und S. 10). Unfähigkeit im Sinne von Art. 23 Abs. 1 lit. b TSchG liegt vor, 

wenn die betreffende Person nicht in der Lage ist, die grundsätzlichen 

Verhaltensgebote und -verbote des Tierschutzgesetzes zu befolgen (vgl. 

Urteile des Bundesgerichts 2C_72/2020 vom 1. Mai 2020 E.5.1, 

2C_958/2014 vom 31. März 2015 E.2.1, 2C_378/2012 vom 1. November 

2012 E.3.1, 2C_635/2011 vom 11. März 2012 E.2.1 ff., 2C_79/2007 vom 

12. Oktober 2007 E.4.2.2). Das Tierhalteverbot hat die Wahrung oder die 

Wiederherstellung des Tierwohls zum Ziel (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

2C_416/2020 vom 10. November 2020 E.4.2.3). Als restitutorische 

Massnahme ist sie verschuldensunabhängig und nicht auf die Bestrafung 

- 14 -

der Tierhalterin oder des Tierhalters, sondern auf den Schutz und die 

Wiederherstellung der tierschutzrechtlich korrekten Haltebedingungen 

ausgerichtet (vgl. Urteile des Bundesgerichts 2C_72/2020 vom 1. Mai 

2020 E.5.1, 2C_7/2019 vom 14. Oktober 2019 E.3.1.1, 2C_958/2014 vom 

31. März 2015 E.2.1, 2C_378/2012 vom 1. November 2012 E.3.1).

4.1. Das ALT führte aufgrund von eingegangenen Meldungen (mangelhafte 

Kontrolle des Hundes durch die Beschwerdeführerin, Schnappen nach 

einem Kind) am 22. Juni 2017 eine Tierschutzkontrolle am damaligen 

Wohn-ort der Beschwerdeführerin durch. Dabei wurde eine nicht 

tierschutzkonforme Leinenführung des Hundes (Lendenleine) festgestellt, 

weshalb das Absolvieren eines kynologischen Ausbildungslehrgangs 2 

(KAL 2) bis Ende Dezember 2017 vereinbart wurde (vgl. Bg-act. 1 und 2). 

In der Folge absolvierte die Beschwerdeführerin diesen 

Ausbildungslehrgang, wobei der verantwortliche KAL-Ausbildner in seiner 

Endbeurteilung vom 29. Oktober 2017 als weitere notwendige 

Massnahmen eine ständige Beschäftigung und Training (insbesondere die 

Verbesserung der Leinenführigkeit) empfahl und bemerkte, dass die 

Beschwerdeführerin Kontakt mit einer Hundeschule in ihrer Nähe 

aufgenommen habe (vgl. Bg-act. 4). Im August 2018 ereigneten sich zwei 

Beissvorfälle im öffentlichen Raum: Zunächst wurde ein Mann am 12. 

August 2016 (recte: 2018) beim Aussteigen aus dem Zug vom Border 

Collie Mischling B._____ ins Bein sowie in den Arm gebissen. Ausserdem 

biss B._____ am 25. August 2018 einer Frau bei einer Postautohaltestelle 

ins Bein. Beide Personen zogen sich Verletzungen zu und mussten 

ärztlich behandelt werden (vgl. Bg-act. 7, 8 und 10). Aufgrund dieser 

Vorfälle ordnete das ALT mit Verfügung vom 18. Oktober 2018 eine 

Leinen- sowie Maulkorbpflicht für B._____ in der Öffentlichkeit an und 

verpflichtete die Beschwerdeführerin insbesondere, B._____ zu Hause 

baulich so zu verwahren, dass fremde Menschen und Tiere vor ihm 

- 15 -

geschützt seien und er nicht selbständig ausbrechen könne (Dispositiv-

Ziff. 1 und 2) (vgl. Bg-act. 9). Diese Verfügung wurde nicht angefochten. 

In der Folge hielt sich die Beschwerdeführerin nicht an die angeordneten 

Massnahmen. So sprang B._____, der sich weder an der Leine befand, 

noch einen Maulkorb trug, am 27. Mai 2019 am damaligen Wohnort der 

Beschwerdeführerin einen Jugendlichen im öffentlich zugänglichen Raum 

an und schnappte diesen ins Gesäss und in den linken Unterarm. Zudem 

erschrak B._____ am 14. Juli 2019 bei einem Spaziergang aufgrund eines 

plötzlich vor einem Fahrzeug auftauchenden Mannes, woraufhin die 

Beschwerdeführerin die Leine losliess und B._____ den besagten Mann 

in den rechten Oberschenkel schnappte. Dabei trug er keinen Maulkorb. 

Für diese beiden Vorfälle wurde die Beschwerdeführerin mit einer Busse 

bestraft (vgl. Bg-act. 11 und 13). In der Folge räumte das ALT der 

Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 13. August 2019 eine Nachfrist zur 

konsequenten Einhaltung der am 18. Oktober 2018 verfügten 

Massnahmen ein und kündigte ihr für den Unterlassungsfall weitere 

Massnahmen an (vgl. Bg-act. 12). Nachdem die Kantonspolizei 

Graubünden am 26. Juni 2020 dem ALT gemeldet hatte, dass der Hund 

B._____ öfters freilaufend und unbeaufsichtigt am Wohnort der 

Beschwerdeführerin angetroffen worden sei, und auf allfällige 

tierschutzrelevante Haltungsmängel hingewiesen hatte (vgl. Bg-act. 14), 

führte das ALT am 3. Juli 2020 eine Kontrolle der Tierhaltung vor Ort 

durch. Dabei wurden verschiedene Mängel in der Tierhaltung festgestellt 

(mehrmaliges Zurücklassen von B._____ und der beiden Katzen bis zu 36 

Stunden ohne Betreuung, Nichteinhalten der Vorgaben betreffend 

Mindestmasse und Einrichtung der Unterkünfte, hygienische Missstände, 

fehlender Witterungsschutz auf dem Balkon, nicht ausbruchssichere 

Haltung von B._____), weshalb vereinbart wurde, alle drei Tiere 

vorübergehend im Tierferienheim E._____ in F._____ unterzubringen. 

Dem kam die Beschwerdeführerin am 5. Juli 2020 nach (vgl. Bg-act. 15). 

- 16 -

Die festgestellten Verstösse wurden zur Anzeige gebracht, woraufhin die 

Beschwerdeführerin der Tierquälerei nach Art. 26 Abs. 1 lit. a TSchG für 

schuldig befunden und bestraft wurde (vgl. Bg-act. 23). Ausserdem 

verfügte das ALT am 20. August 2020, dass die Tiere der 

Beschwerdeführerin in der Obhut eines Tierheims oder einer vom ALT 

anerkannten privaten Tierhaltung blieben, bis sie eine tierschutzkonforme 

Haltung und Betreuung ihrer Tiere gewährleisten könne (Dispositiv-Ziff. 1). 

Vor der Rücknahme der Tiere habe die Beschwerdeführerin Folgendes 

nachzuweisen: (1) Betreuungsperson, die sich um die drei Tiere kümmere 

und mit B._____ spazieren gehe, falls sie länger als 5 Stunden abwesend 

sei. (2) Die baulichen Anpassungen der Tierhaltung der 

Beschwerdeführerin am neuen Wohnort müssten durch das ALT 

abgenommen werden, bevor die Tiere an sie zurückgegeben werden 

dürften (Dispositiv-Ziff. 2). Nach der Rücknahme von B._____ habe die 

Beschwerdeführerin erneut einen KAL 2-Ausbildungslehrgang von 12 

Stunden innerhalb von 3 Monaten zu absolvieren. Die KAL-Ausbildung 

könne auch im Sinne einer kontrollierten und überwachten Rückführung 

der drei Tiere vorgenommen werden. Eine Fachperson (z.B. Tierpfleger) 

begleite und unterstütze die Beschwerdeführerin bei der Betreuung und 

Beschäftigung der Tiere am neuen Wohnort. Die Betreuung müsse zeitnah 

und im gleichen Zeitumfang wie die KAL 2-Ausbildung (12 Lektionen) 

stattfinden (Dispositiv-Ziff. 3). Gleichzeitig wurde die Beschwerdeführerin 

darauf aufmerksam gemacht, dass sie die Tiere weiterzuplatzieren habe, 

falls sie bis am 31. Dezember 2020 keine tierschutzkonforme Haltung 

vorweisen könne (Dispositiv-Ziff. 4) (vgl. Bg-act. 20). Auch diese 

Verfügung blieb unangefochten. Da sich die Beschwerdeführerin in der 

Folge bemühte, die Tierhaltung an ihrem neuen Wohnort (Umzug per 1. 

August 2020) tierschutzkonform zu gestalten, wurden zunächst die beiden 

Katzen und am 22. Dezember 2020 auch der Hund B._____ wieder in ihre 

Obhut übergeben (vgl. Bg-act. 22, 24 und 27). Bei einer vom ALT am 30. 

- 17 -

Dezember 2020 vorgenommenen unangemeldeten Kontrolle bei der 

Beschwerdeführerin zu Hause wurden weiterhin soziale Defizite und 

Probleme von B._____ im Umgang mit gewissen Personen (vorwiegend 

Männer) festgestellt, weshalb es die Beschwerdeführerin am 7. Januar 

2021 darüber informierte, dass eine kontrollierte und begleitete 

Rückführung von B._____ zwingend notwendig sei (vgl. Bg-act. 25 und 

27). Die mit dieser Aufgabe betraute D._____, KAL-Ausbildnerin und 

Tierpsychologin, wies im Rahmen eines ersten Berichts an das ALT auf 

die mangelnde Kooperationsbereitschaft der Beschwerdeführerin hin (vgl. 

Bg-act. 29 und 30). Zudem teilte sie dem ALT mit Zwischenbericht vom 

17. Februar 2021 mit, dass sie anlässlich des letzten Besuchs am 

12. Februar 2021 um das Haus herum keinen Hundeurin feststellen habe 

können. Während des Spaziergangs habe sich B._____ alle 20 m 

erleichtert. Die Beschwerdeführerin habe versucht, ihre Übungen ein 

wenig zu trainieren, aber wenig erfolgreich. Ein fremder Hund sei ihnen 

entgegengekommen, woraufhin die Beschwerdeführerin die Leine 

losgelassen habe mit der Begründung, sie müsse sich selber schützen 

und wolle nicht stürzen. Beide Hunde seien relativ "steif" geworden und 

die besagte Fachperson habe die Situation schnell neutralisieren können. 

Gemäss eigener Aussage gehe die Beschwerdeführerin nur am Abend mit 

B._____ spazieren. B._____ wehre sich dermassen gegen den Maulkorb, 

dass davon auszugehen sei, dass die Beschwerdeführerin mit ihm gar 

nicht spazieren gehe. Im Garten sei aufgrund des Schnees zu sehen 

gewesen, dass B._____ eine "Achterbahn" erstellt habe. Unzählige 

"Haufen" seien herumgelegen. Dabei handle es sich wohl um ein 

stereotypisches Verhalten, welches Hunde bei Fehl- bzw. 

Unterbeschäftigung zeigten. Zudem habe B._____, der einen Maulkorb 

getragen habe, einen Bekannten der erwähnten Fachperson im Garten 

plötzlich und ohne Vorwarnung attackiert. Er habe mehrfach versucht, den 

Bekannten ins Bein zu beissen. Danach habe B._____ für einige Minuten 

- 18 -

beruhigt werden können, bevor er erneut attackiert habe. Insgesamt 

hätten in der Zeit vom 22. Dezember 2020 bis 12. Februar 2021 lediglich 

drei Ausbildungslektionen durchgeführt werden können. Aufgrund des 

Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin bestünden Zweifel, ob sie 

überhaupt in der Lage sei, B._____ sinnvoll zu beschäftigen, zu führen 

und zufriedenzustellen. Die Beschwerdeführerin könne B._____ wohl 

kaum artgerecht halten. Das aggressive Verhalten von B._____ Männern 

gegenüber passiere aus Unsicherheit und könne therapiert werden (vgl. 

Bg-act. 31). Gestützt darauf erachtete das ALT weitergehende 

Massnahmen als angezeigt. Mit Verfügung vom 15. April 2021 

verpflichtete es die Beschwerdeführerin, ab sofort eine Betreuungsperson 

zu organisieren, welche den Border Collie Mischling B._____ täglich 

mindestens einmal eine Stunde artgerecht beschäftige und ausführe. Mit 

dieser Betreuungsperson müsse ein schriftlicher Vertrag erstellt werden, 

eine Kopie sei dem ALT innerhalb von 30 Tagen zuzustellen (Dispositiv-

Ziff. 1). Könne keine Betreuungsperson für B._____ gefunden werden, 

werde die Beschwerdeführerin verpflichtet, mit B._____ bei einem KAL-

Ausbildner mindestens einmal wöchentlich und bis auf weiteres eine 

Ausbildungslektion zu absolvieren. Nach der Absolvierung von jeweils 

12 Lektionen sende der KAL-Ausbildner dem ALT einen Zwischenbericht 

ein, aufgrund dessen Änderungen dieser Verfügung in Erwägung gezogen 

werden könnten (Dispositiv-Ziff. 2). Könne die Beschwerdeführerin 

30 Tage nach Erhalt dieser Verfügung keine Betreuungsperson oder keine 

Vereinbarung mit einem KAL-Ausbildner vorweisen oder würden Ziff. 1 

oder 2 des Dispositivs nicht wie verfügt und nachhaltig umgesetzt, werde 

die Beschwerdeführerin verpflichtet, mit dem Border Collie Mischling 

B._____ als Standortbestimmung den Capricorn-Verhaltenstest in 

H._____ durchzuführen (Dispositiv-Ziff. 3). Gleichzeitig wurde die 

Möglichkeit, freiwillig auf den Hund B._____ zu verzichten, erwähnt 

(Dispositiv-Ziff. 4) (vgl. Bg-act. 34). Diese Verfügung erwuchs ebenfalls 

- 19 -

unangefochten in Rechtskraft. Nachdem die Beschwerdeführerin in der 

Folge weder einen schriftlichen Vertrag mit einer Betreuungsperson noch 

eine Vereinbarung mit einem KAL-Ausbildner vorgelegt und ihr das ALT 

mit Schreiben vom 12. Juli 2021 eine Nachfrist zur Einreichung der 

fehlenden Unterlagen eingeräumt hatte (vgl. Bg-act. 35), reichte sie dem 

ALT eine Kursbestätigung des Hundetrainers G._____ vom 28. Juli 2021 

ein, woraus ersichtlich war, dass sie bereits an drei Ausbildungslektionen 

teilgenommen hat (vgl. Bg-act. 36). Nach Absolvieren von 12 Lektionen 

reichte der besagte KAL-Ausbildner dem ALT seinen Zwischenbericht vom 

29. Oktober 2021 ein. Daraus geht hervor, dass B._____ sowohl ein Jagd- 

und Aggressionsverhalten wie auch bei der Annäherung von Menschen 

oder Artgenossen ein Schutzverhalten und Stressreaktionen zeige. 

Diverse bestehende Mängel hätten nicht behoben werden können (z.B. 

Leinenhandhabung und -führigkeit, Sozialkontakt [Mensch-Hund-

Umwelt]). Das Risiko eines erneuten Vorfalles wurde als mittelgradig 

erhöht eingestuft (vgl. Bg-act. 40). Am 19. Februar 2022 kam es zu einem 

erneuten Vorfall, wobei der Border Collie Mischling B._____, der keinen 

Maulkorb trug, am Wohnort der Beschwerdeführerin über den Gartenzaun 

sprang und einer Frau, welche dieser auf der Strasse beim Tragen von 

Taschen behilflich sein wollte, ins Gesäss und in beide Unterschenkel 

biss. Die besagte Frau zog sich dabei Verletzungen zu und musste ärztlich 

behandelt werden (vgl. Bg-act. 41, 42, 43 und 47). Nachdem daraufhin das 

ALT am 10. März 2022 erfolglos versucht hatte, eine Kontrolle der 

Hundehaltung vor Ort durchzuführen (vgl. Bg-act. 43), und auch kein 

weiterer Zwischenbericht des KAL-Ausbildners eingegangen war, stellte 

es der Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 17. März 2022 die 

Anordnung von weitergehenden Massnahmen in Aussicht, insbesondere 

ein unbefristetes Hundehalteverbot mit Ausnahme der Haltung eines 

adulten Hundes bis max. 10 kg Körpergewicht sowie max. 40 cm 

Stockmass und damit die Untersagung der weiteren Haltung von B._____ 

- 20 -

(vgl. Bg-act. 44). In der Folge erklärte sich die Beschwerdeführerin am 11. 

April 2022 bereit, die KAL-Ausbildung unverzüglich wiederaufzunehmen 

oder den Capricorn-Verhaltenstest zu absolvieren (vgl. Bg-act. 48). Mit 

Schreiben vom 9. Mai 2022 teilte das ALT der Beschwerdeführerin mit, 

dass die Ausbildungslektionen nicht wie angeordnet wöchentlich 

stattgefunden hätten. Im Zeitraum von 22 Wochen (4. Juni 2021 

(Kalenderwoche 22) = 1. Lektion, 3. November 2021 (Kalenderwoche 44) 

= Eingang Zwischenbericht vom 29. Oktober 2021) seien höchstens 12 

Lektionen absolviert worden. Seit dem 3. November 2021 habe die 

Beschwerdeführerin an keinen weiteren Lektionen mehr teilgenommen. 

Jede Woche, die vergehe, ohne dass eine Lektion absolviert werde, 

bedeute ein Verstoss gegen die rechtskräftige Verfügung vom 15. April 

2021. Um zu prüfen, ob mittels Einhaltung der Dispositiv-Ziff. 2 der 

besagten Verfügung die Weiterführung der Hundehaltung möglich sei, sei 

das ALT bereit, den Ausgang eines Capricorntests abzuwarten. Dieser 

wurde auf den 16. Juni 2022 angesetzt (vgl. Bg-act. 49). Daraufhin nahm 

die Beschwerdeführerin die Lektionen beim KAL-Ausbildner I._____ 

wieder auf (vgl. Bg-act. 50, 51 und 52), wobei Letzterer das ALT mit E-Mail 

vom 13. Juni 2022 darüber informierte, dass er anlässlich der vierten 

Ausbildungslektion völlig überraschend und ohne vorherige Warnsignale 

von B._____ angegriffen worden sei, als er der Beschwerdeführerin dabei 

habe helfen wollen, in einer Kiste das Spezialgeschirr für B._____ zu 

suchen. Glücklicherweise sei der Maulkorb angezogen gewesen. 

Trotzdem habe er gespürt, dass ihn der Hund habe ins Bein beissen 

wollen. Es sei klar ein ungehemmter offensiver Angriff gewesen. Dies 

zeige klar, dass B._____ nach wie vor eine sehr niedrige Reizschwelle 

besitze. Dazu komme ein von der Beschwerdeführerin nicht 

kontrollierbares und unberechenbares Schutzverhalten von B._____ (vgl. 

Bg-act. 54). Nach einer kurzfristigen Verschiebung wurde der Capricorn-

Verhaltenstest am 28. Juni 2022 in H._____ durchgeführt. Im 

- 21 -

dazugehörigen Bericht vom 1. Juli 2022 wurde unter dem Titel 

"Bemerkungen" festgehalten, dass der Maulkorb, den B._____ bei der 

Ankunft getragen habe, anatomisch nicht gepasst habe, weshalb ein 

neuer Maulkorb habe gestellt werden müssen. Aufgrund der körperlichen 

Einschränkung (starkes Zittern der Hände) sei die Beschwerdeführerin 

kaum in der Lage gewesen, dem Hund den Maulkorb korrekt anzuziehen. 

Aufgefallen sei dabei, dass das Handling der Beschwerdeführerin dem 

Hund insbesondere im Kopfbereich Unbehagen bereitet und er wiederholt 

versucht habe, auszuweichen. Die anwesende Tierärztin habe den Sitz 

des Maulkorbs korrigieren bzw. anpassen müssen. In Bezug auf die 

Testsituation "Hund-Mensch-Kontakt" wurde ausgeführt, in den 

Situationen 2 (Spiel mit Person), 10 (Stolpern), 12 (Jogger), 13 

(Betrunkener) und 14 (Fahrstuhl) habe der Hund mit einem unvermittelten 

Zustossen durch den Maulkorb (Beissen) reagiert, ohne dabei vorgängig 

für die betroffene Person (Figurant) ausreichend wahrnehmbare 

akustische (wie Knurren, Bellen) oder mimische (wie Lefzen zurückziehen, 

Zähne fletschen) Drohsignale zu zeigen. Ein solch auffälliges Verhalten 

werde hinsichtlich des Reizes der Situationen als nicht adäquates bzw. 

gestört aggressives Verhalten beurteilt und stelle ein stark erhöhtes Risiko 

für Drittpersonen dar. Hinsichtlich der Testsituation "Hund-Umwelt-

Kontakt" wurde festgehalten, in den Situationen 23 (Regenschirm), 24 

(Ball) und 29 (Schrubber) habe der Hund mit einem unvermittelten 

Zustossen durch den Maulkorb (Beissen) reagiert, ohne dabei vorgängig 

für die betroffene Person (Figurant) ausreichend wahrnehmbare 

akustische (wie Knurren, Bellen) oder mimische (wie Lefzen zurückziehen, 

Zähne fletschen) Drohsignale zu zeigen. Aufgefallen sei dabei, dass im 

Fokus des Hundes die Person (Figurant) gewesen und das Umweltobjekt 

ignoriert worden sei. Ein solch auffälliges Verhalten werde hinsichtlich des 

Reizes der Situationen als nicht adäquates bzw. gestört aggressives 

Verhalten beurteilt und stelle ein stark erhöhtes Risiko für Drittpersonen 

- 22 -

dar. Bezüglich der durchgeführten tierärztlichen Untersuchung wurde 

berichtet, der Hund B._____ habe dabei mit mehrfach unvermitteltem 

Zustossen durch den Maulkorb (Beissen) bzw. mit Angriffsversuchen 

reagiert. Das erste blitzschnelle und ungehemmte Zustossen durch den 

Maulkorb in das Gesicht der Tierärztin sei erfolgt, ohne dass der Hund 

vorgängig ausreichend wahrnehmbare akustische (wie Knurren, Bellen) 

oder mimische (wie Lefzen zurückziehen, Zähne fletschen) Drohsignale 

gezeigt habe. Weiter sei deutlich erkennbar, dass die Beschwerdeführerin 

den Hund in dieser Situation nicht mehr ausreichend kontrollieren habe 

können. Auch unter Berücksichtigung der Situation (Tierarzt) sei das 

gezeigte aggressive Verhalten des Hundes nicht angemessen. In Bezug 

auf die Hund-Halter-Beziehung wurde ausgeführt, es sei festgestellt 

worden, dass die Beschwerdeführerin den Hund nur mässig habe 

beeinflussen können. Auf direkte Kommandos habe der Hund nicht oder 

erst nach mehrfachen Wiederholungen reagiert. Auch habe sich der Hund 

in dem gezeigten Verhalten nicht an der Beschwerdeführerin orientiert. 

Häufig habe der Hund manuell durch die Beschwerdeführerin beeinflusst 

werden müssen. Das Handling des Hundes durch die Beschwerdeführerin 

(teilweise auch bedingt durch die körperlichen Einschränkungen/Zittern) 

sei für diesen als unangenehm oder gar belastend zu deuten. Im Rahmen 

der Gesamtbeurteilung wurde schliesslich festgehalten, der Hund B._____ 

habe ein mehrfaches nicht adäquates bzw. gestörtes 

Aggressionsverhalten (Beissen) gezeigt. Das auffällige Verhalten von 

B._____ habe sich dadurch ausgezeichnet, dass er bis auf ein optisches 

Fixieren der Personen keine deutlich erkennbaren Drohsignale, 

akustische wie mimische, vor den teilweise blitzschnellen Angriffen mit 

Beissen gezeigt habe. Ein solches Verhalten stelle aufgrund der 

Plötzlichkeit sowie der Schnelligkeit der Angriffe und der damit 

verbundenen ungenügenden oder fehlenden Einflussnahme der 

Betroffenen auf die Situation ein massiv erhöhtes bzw. nicht tolerierbares 

- 23 -

Sicherheitsrisiko für Drittpersonen dar. Erschwerend komme hinzu, dass 

die Beschwerdeführerin nicht ausreichend in der Lage sei, dieses 

Verhalten des Hundes so zu kontrollieren, dass gravierende Vorfälle 

verhindert werden könnten. Unter anderem seien die körperlichen 

Einschränkungen der Hundehalterin hierfür stark mitverantwortlich. Dies 

beginne bereits mit der korrekten Handhabung des Maulkorbes des 

Hundes und ende mit der fehlenden Einflussnahme auf den Hund. Der 

Hund B._____ stelle in der Haltung und Führung der Beschwerdeführerin 

ein hochgradiges, nicht tolerierbares Risiko für die belebte Umwelt dar, 

insbesondere für Menschen (vgl. Bg-act. 57a). 

4.2. Das soeben Ausgeführte und damit insbesondere die dargelegten Vorfälle 

zeigen, dass der Border Collie Mischling B._____ in der Haltung und 

Führung der Beschwerdeführerin aufgrund seines unberechenbaren und 

aggressiven Verhaltens, bei dem er praktisch ohne deutliche Vorwarnung 

rasch auf andere Personen zuschnellt, ein stark erhöhtes und nicht 

tolerierbares Risiko für die Sicherheit der belebten Umwelt, insbesondere 

von Menschen, darstellt. Diese Schlussfolgerung wird durch die auf DVD 

festgehaltenen Aufzeichnungen zum durchgeführten Capricorn-

Verhaltenstest bestätigt (vgl. Bg-act. 57b). Zudem zeigt sich angesichts 

des hiervor Erwähnten, dass die Beschwerdeführerin nicht hinreichend in 

der Lage ist, eine tierschutzkonforme, artgerechte und 

gesellschaftskompatible Haltung des Border Collie Mischlings B._____ 

sicherzustellen. Diese Defizite stellen sowohl in Bezug auf das Wohl des 

Hundes als auch – unter Berücksichtigung des auffälligen Verhaltens von 

B._____ – für die belebte Umwelt ein stark erhöhtes Risiko dar. 

Insbesondere ist es der Beschwerdeführerin aufgrund ihrer körperlichen 

Einschränkungen nicht möglich, den Hund B._____ seinen Bedürfnissen 

entsprechend und damit tierschutzkonform zu halten sowie gleichzeitig die 

Sicherheit im öffentlichen Raum zu gewährleisten. Vor diesem Hintergrund 

- 24 -

hat der Beschwerdegegner das vom ALT gestützt auf Art. 23 Abs. 1 lit. b 

TSchG und Art. 66 Abs. 1 VetG verhängte Halteverbot für den Hund 

B._____ im Grundsatz zu Recht geschützt. 

4.3.1. Die Beschwerdeführerin rügt bezüglich des durchgeführten Wesenstests, 

dass dieser mitten in der Lernphase erfolgt sei. Damit macht sie 

sinngemäss geltend, dass der Wesenstest lediglich eine 

Momentaufnahme darstelle und der Entwicklung, die mit einer Ausbildung 

verbunden sei, zu wenig Rechnung trage.

4.3.2. Zunächst ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin in ihrer 

Stellungnahme vom 11. April 2022 zuhanden des ALT selbst erklärte, dass 

sie ohne Weiteres bereit sei, einen Capricorn-Verhaltenstest zu 

absolvieren (vgl. Bg-act. 48). Ausserdem handelte es sich bei der von der 

Beschwerdeführerin erwähnten Ausbildung nicht um die erste dieser Art. 

Bereits in der Zeit vom 24. Juli 2017 bis 29. Oktober 2017 absolvierte sie 

einen kynologischen Ausbildungslehrgang 2 (KAL 2) (vgl. Bg-act. 3 und 

4). Nachdem es in der Folge zu weiteren Vorfällen zum Schaden von 

Drittpersonen gekommen war und verschiedene Mängel in der Tierhaltung 

festgestellt worden waren, wurde die Beschwerdeführerin mit Verfügung 

des ALT vom 20. August 2020 abermals verpflichtet, einen KAL 2-

Ausbildungslehrgang von 12 Stunden zu absolvieren, welcher im Sinne 

einer kontrollierten und überwachten Rückführung mit Hilfe der 

Fachperson D._____ vorgenommen werden sollte (vgl. Erwägung 4.1). 

Die begleitete Rückführung wurde nicht abgeschlossen und scheiterte 

insbesondere an der mangelnden Kooperationsbereitschaft der 

Beschwerdeführerin (vgl. Erwägung 4.1 und Bg-act. 34 S. 3). Daraufhin 

verpflichtete das ALT die Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 15. April 

2021 erneut, mit B._____ bei einem KAL-Ausbildner mindestens einmal 

wöchentlich und bis auf weiteres eine Ausbildungslektion zu absolvieren, 

falls keine Betreuungsperson für B._____ gefunden werden könne (vgl. 

- 25 -

Erwägung 4.1). An der in der Folge begonnenen Ausbildung bei G._____ 

nahm die Beschwerdeführerin nicht wie angeordnet teil (vgl. Erwägung 

4.1). Nachdem das ALT die Beschwerdeführerin in der Folge darauf 

aufmerksam gemacht hatte, nahm sie die Lektionen beim KAL-Ausbildner 

I._____ ab dem 19. Mai 2022 wieder auf, wobei Letzterer das ALT mit E-

Mail vom 13. Juni 2022 darüber informierte, dass er anlässlich der vierten 

Ausbildungslektion völlig überraschend und ohne vorherige Warnsignale 

von B._____ angegriffen worden sei (vgl. Erwägung 4.1). Somit wurde der 

Beschwerdeführerin über einen Zeitraum von mehreren Jahren mehrmals 

die Möglichkeit eingeräumt, im Rahmen einer Ausbildung die Haltung und 

Führung ihres Hundes B._____ zu trainieren und zu verbessern. Die 

begonnenen Ausbildungen wurden seitens der Beschwerdeführerin – wie 

bereits dargelegt – teilweise nicht abgeschlossen bzw. nicht wie 

angeordnet absolviert und sie erzielte trotz wiederholter Kurse keine 

namhaften Fortschritte (überwiegend Anlernstufe, teilweise 

Festigungsstufe, nie Anwendungsstufe) (vgl. Bg-act. 3, 31, 34 S. 3, 40 und 

51). Sodann wurde die Beschwerdeführerin mit Schreiben des ALT vom 

9. Mai 2022 darauf hingewiesen, dass die Durchführung des Capricorn-

Verhaltenstests dazu diene, zu überprüfen, ob mittels Einhaltung der 

Dispositiv-Ziff. 2 der Verfügung vom 15. April 2021 (einmal wöchentlich 

und bis auf weiteres bei einem KAL-Ausbildner eine Ausbildungslektion zu 

absolvieren) die Weiterführung der Hundehaltung möglich sei oder nicht 

(vgl. Bg-act. 49). Dagegen wendete die Beschwerdeführerin nichts ein. 

Vielmehr bestätigte sie am 23. Mai bzw. 23. Juni 2022 ihre Teilnahme am 

Capricorn-Verhaltenstest (vgl. Bg-act. 52 und 56). Der sich daraufhin – wie 

bereits erwähnt – anlässlich der vierten Ausbildungslektion ereignete 

Vorfall und der vor dem Hintergrund kaum erzielter Fortschritte am 28. Juni 

2022 durchgeführte Wesenstest führten schliesslich zu Recht zur 

Erkenntnis, dass eine einmal wöchentlich bei einem KAL-Ausbildner zu 

absolvierende Ausbildungslektion nicht ausreicht, um eine sichere 

- 26 -

Weiterhaltung von B._____ durch die Beschwerdeführerin zu 

gewährleisten (vgl. Erwägung 4.1). Die sich beim Wesenstest offenbarten 

nicht unerheblichen Mängel in der Haltung und Führung des Hundes 

B._____ stimmen letztlich denn auch mit den Ergebnissen der bisherigen, 

(teilweise) abgeschlossenen bzw. begonnenen Ausbildungen und Vorfälle 

überein. Die Einwände der Beschwerdeführerin erweisen sich damit als 

unbegründet. 

4.4. Soweit die Beschwerdeführerin ausserdem geltend macht, dass ihr Hund 

B._____ während des Capricorn-Verhaltenstests immer wieder provoziert 

worden sei, kann sie nichts zu ihren Gunsten ableiten. Zwar ist ihr 

zuzugestehen, dass B._____ im Rahmen der Testsituation 27 ("Hund-

Umwelt-Kontakt") von einer Person mit einem Stock bedroht wurde (vgl. 

Bg-act. 57a und 57b). Diesbezüglich hielt der Gutachter in seinem Bericht 

vom 1. Juli 2022 denn auch fest, dass die aggressive Reaktion des 

Hundes mit Blick auf den Reiz der Situation (Bedrohung des Hundes mit 

einem Stock) nachvollziehbar sei. Insofern fand die gezeigte Aggression 

an sich bei der Beurteilung von B._____ nicht im Sinne eines nicht 

adäquaten Verhaltens Berücksichtigung, so aber lediglich und 

nachvollziehbar der Umstand, dass B._____ vorgängig kein deutlich 

wahrnehmbares Drohverhalten zeigte (vgl. Bg-act. 57a und 57b). Zudem 

näherte sich eine Person im Rahmen der Testsituation 5 ("Hund-Mensch-

Kontakt") dem Hund von vorn und starrte ihn dabei an. Auch diese 

Situation wurde bei der Beurteilung des Wesenstests "Hund-Mensch-

Kontakt" nicht nachteilig berücksichtigt (vgl. Bg-act. 57a). Dasselbe gilt in 

Bezug auf die Testsituation 19 ("Hund-Mensch-Kontakt", eine Person 

schreit den Hund wütend an) (vgl. Bg-act. 57a und 57b). Über die 

genannten Vorkommnisse hinaus lässt sich die ohnehin nicht näher 

substantiierte Rüge der Beschwerdeführerin bei der Sichtung des auf DVD 

- 27 -

aufgezeichneten Videomaterials über den durchgeführten Wesenstest 

nicht nachvollziehen (vgl. Bg-act. 57b). 

5. Ein Hundehalteverbot stellt einen Eingriff in die Eigentumsfreiheit gemäss 

Art. 26 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft 

(BV; SR 101) und, soweit der Halter eine enge emotionale Beziehung zum 

Hund hat, unter Umständen auch einen Eingriff in das Grundrecht der 

persönlichen Freiheit (Art. 10 Abs. 2 BV) dar (vgl. BGE 134 I 293 E.5.2, 

133 I 249 E.2; Urteil des Bundesgerichts 2C_1200/2012 vom 3. Juni 2013 

E.3.2). Einschränkungen von Grundrechten bedürfen einer gesetzlichen 

Grundlage und müssen durch ein öffentliches Interesse oder durch den 

Schutz von Grundrechten Dritter gerechtfertigt sowie verhältnismässig 

sein (Art. 36 Abs. 1, 2 und 3 BV). Die getroffenen Massnahmen müssen 

damit zur Verwirklichung eines im öffentlichen Interesse liegenden Ziels 

geeignet, erforderlich und zumutbar sein. Eine Massnahme ist dann nicht 

erforderlich, wenn eine gleich geeignete, aber mildere Massnahme für den 

angestrebten Erfolg ausreicht. Schliesslich verlangt das Kriterium der 

Zumutbarkeit, dass der angestrebte Zweck in einem vernünftigen 

Verhältnis zu den Belastungen steht, die dem Privaten auferlegt werden 

(vgl. BGE 140 I 2 E.9.2.2, 137 I 31 E.7.5.2, 136 I 87 E.3.2, 130 II 425 E.5.2, 

126 I 112 E.5b; Urteile des Bundesgerichts 2C_122/2019 vom 6. Juni 2019 

E.5.1, 2C_545/2014 vom 9. Januar 2015 E.5; HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, 

Allgemeines Verwaltungsrecht., 8. Aufl., Zürich/St. Gallen 2020, Rz. 514 

ff.).

6.1. Vorliegend ist eine formell-gesetzliche Grundlage für das Halteverbot des 

Hundes B._____ mit Art. 23 Abs. 1 lit. b TSchG und Art. 66 Abs. 1 VetG 

unstreitig gegeben. Das öffentliche Interesse an einer artgerechten 

Tierhaltung und damit auch an Grundrechtseingriffen zu deren 

Durchsetzung ergibt sich als Staatsaufgabe bereits aus der Verfassung 

(Art. 80 Abs. 2 lit. a BV) sowie aus dem Zweckartikel des 

- 28 -

Tierschutzgesetzes, wonach die Würde und das Wohlergehen der Tiere 

zu schützen sind (Art. 1 TSchG). Ausserdem besteht ein öffentliches 

Interesse daran, die von gefährlichen Hunden auszugehenden Risiken für 

Menschen, nämlich die Gefährdung des Lebens und der körperlichen 

Integrität (Art. 10 Abs. 1 und 2 sowie Art. 11 Abs. 1 BV), zu vermeiden. 

6.2. Mit Blick auf das in Erwägung 4.1 Ausgeführte ergibt sich, dass die 

Wahrung der elementaren Halterpflichten mit den zuvor angeordneten, 

milderen Massnahmen als dem Halteverbot für B._____ nicht hinreichend 

sichergestellt werden konnten. So führten weder die (teilweise) 

absolvierten Hundekurse noch die Leinen- und Maulkorbpflicht dazu, dass 

weitere Vorfälle zum Schaden von Drittpersonen hätten vermieden werden 

können. Dies lag gemäss der dargelegten Aktenlage (vgl. Erwägung 4.1) 

auch daran, dass insbesondere die der Beschwerdeführerin auferlegten 

Pflichten betreffend Betreuung und Ausbildung von B._____ sowie die 

Leinen- und Maulkorbpflicht nicht oder nur ungenügend befolgt wurden. 

Nachdem der Gutachter im Bericht vom 1. Juli 2022 bezüglich des auf 

DVD aufgezeichneten Verhaltenstests Capricorn nachvollziehbar und 

schlüssig zur Einschätzung gelangte, dass der Border Collie Mischling 

B._____ ein massiv erhöhtes bzw. nicht tolerierbares Sicherheitsrisiko für 

Drittpersonen darstelle und die Beschwerdeführerin unter anderem 

aufgrund ihrer körperlichen Einschränkungen nicht in der Lage sei, dieses 

Verhalten so zu kontrollieren, dass gravierende Vorfälle verhindert werden 

könnten (vgl. Erwägung 4.1), musste das ALT weitergehende 

Massnahmen prüfen und anordnen. Mit dem verfügten teilweisen 

Hundehalteverbot kann einerseits den gesundheitlichen Einschränkungen 

der Beschwerdeführerin Rechnung getragen werden, anderseits wird so 

die weitere Haltung des besonders verhaltensauffälligen Border Collie 

Mischlings B._____ durch die Beschwerdeführerin untersagt. Diese 

Massnahme erscheint nicht nur als geeignet, sondern auch als 

- 29 -

erforderlich, um die öffentliche Sicherheit und die Einhaltung der 

Tierschutzgesetzgebung zur Sicherung des Tierwohls zu gewährleisten. 

Des Weiteren ordnete das ALT in Nachachtung des 

Verhältnismässigkeitsgrundsatzes kein vollständiges Hundehalteverbot 

an, sondern gestattete der Beschwerdeführerin das Halten eines adulten 

Hundes mit einem Körpergewicht von max. 10 kg und einem Stockmass 

von max. 40 cm weiterhin. Es ist anzunehmen, dass sie mit einem – im 

Vergleich zum Border Collie Mischling B._____ – leichteren und kleineren 

Hund besser zurechtkommen dürfte, um die von ihr verlangten 

Hundehalterpflichten gesetzeskonform wahrnehmen zu können. Damit 

wird auch der Verhältnismässigkeit im engeren Sinn hinreichend 

Rechnung getragen. Das öffentliche Interesse an der Gewährleistung der 

öffentlichen Sicherheit sowie der Sicherstellung des Tierwohls überwiegt 

das private Interesse der Beschwerdeführerin an einer unbeschränkten 

Hundehaltung. Angesichts der vorstehenden Ausführungen und mit Blick 

auf die bisherigen Vorfälle, die insbesondere das von der 

Beschwerdeführerin nicht beherrschbare Aggressionsverhalten des 

Hundes B._____ manifestieren, sowie des Umstands, dass zur Wahrung 

der Rechte und Interessen der Beschwerdeführerin lediglich ein teilweises 

Hundehalteverbot ausgesprochen wurde, sind Eingriffswirkung und -

zweck auch dann ausgewogen, wenn in Betracht gezogen wird, dass das 

beschränkte Hundehalteverbot in zeitlicher Hinsicht unbefristet 

ausgesprochen wurde. 

7. Im Ergebnis hat der Beschwerdegegner das vom ALT verfügte 

unbefristete Halteverbot für den Hund B._____ zu Recht geschützt. Im 

Übrigen erweist sich das Hundehalteverbot für Hunde, welche grösser und 

schwerer sind als die darin genannten Grenzwerte, ebenfalls als 

rechtmässig. Folglich ist die angefochtene Departementsverfügung vom 

- 30 -

8. Dezember 2022 zu bestätigen und die dagegen erhobene Beschwerde 

als offensichtlich unbegründet abzuweisen.

8. Im Rechtsmittelverfahren hat in der Regel die unterliegende Partei die 

Kosten zu tragen (Art. 73 Abs. 1 VRG). Die Verfahrenskosten bestehen 

aus der Staatsgebühr, den Gebühren für die Ausfertigungen und 

Mitteilungen des Entscheids sowie den Barauslagen (Art. 75 Abs. 1 VRG). 

Die Staatgebühr beträgt höchstens CHF 20'000.--; sie richtet sich nach 

dem Umfang und der Schwierigkeit der Sache sowie nach dem Interesse 

und der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Kostenpflichtigen (Art. 75 

Abs. 2 VRG). Vorliegend erscheint eine Staatsgebühr von CHF 1'000.-- 

angemessen. Sie ist zusammen mit den Kanzleiauslagen der 

unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Bund, Kanton und 

Gemeinden sowie mit öffentlich-rechtlichen Aufgaben betrauten 

Organisationen wird in der Regel keine Parteientschädigung 

zugesprochen, wenn sie in ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegen (Art. 

78 Abs. 2 VRG). Davon abzuweichen besteht vorliegend kein Anlass, 

weshalb dem Beschwerdegegner keine Parteientschädigung zusteht. 

III. Demnach erkennt die Einzelrichterin:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten, bestehend aus

- einer Staatsgebühr von CHF 1'000.--

- und den Kanzleiauslagen von CHF 572.--

zusammen CHF 1'572.--

gehen zulasten von A._____.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

- 31 -

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilung]