# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 811f1f5e-b51a-5aa4-9962-a3bb18fe4e46
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2018-05-24
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 24.05.2018 SK.2018.5
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_SK-2018-5_2018-05-24.pdf

## Full Text

Verfügung vom 24. Mai 2018 
Strafkammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Stefan Heimgartner, Einzelrichter 

Gerichtsschreiberin Anne-Kathrin Herzog  

Parteien  1. BUNDESANWALTSCHAFT, vertreten durch Lu-

cienne Fauquex, Staatsanwältin des Bundes, 

 

und 

 

2. EIDGENÖSSISCHES FINANZDEPARTEMENT, 

Generalsekretariat EFD, vertreten durch Fritz 

Ammann, Leiter Strafrechtsdienst, 

 

 

 
gegen 

  
A., erbeten verteidigt durch Rechtsanwalt Thomas 

Fingerhuth 

 

 

Gegenstand  
Unbefugte Entgegennahme von Publikumseinlagen, 

unbefugte Verwendung des Ausdrucks "Bank" 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t  

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

Geschäftsnummer: SK.2018.5 

- 2 - 

Der Einzelrichter erwägt, dass 

- das Eidgenössiche Finanzdepartement, Generalsekretariat EFD (nachfolgend: EFD), 

mit Strafverfügung gemäss Art. 70 VStrR vom 1. Dezember 2017, empfangen am 

4. Dezember 2017 (EFD pag. 100.20), A. wegen fahrlässiger unbefugter 

Entgegennahme von Publikumseinlagen (Art. 46 Abs. 1 lit. a i.V.m. Abs. 2 BankG) 

sowie fahrlässiger unbefugter Verwendung des Ausdrucks „Bank“ (Art. 49 Abs. 1 lit. 

a i.V.m. Abs. 2 BankG), beides begangen vom 1. Juni 2009 bis 6. Dezember 2010, 

zu je einer Busse von gesamthaft ausmachend Fr. 32‘500.-- und zur Bezahlung der 

Verfahrenskosten von Fr. 2‘690.-- verurteilte (TPF pag. 7.100.7; -25); 

- A. das EFD mit Schreiben vom 14. Dezember 2017 um gerichtliche Beurteilung der 

Strafverfügung ersuchte (TPF pag. 7.100.5 f.); 

- das EFD in Anwendung von Art. 50 Abs. 2 FINMAG die Akten zusammen mit der 

Strafverfügung an die Bundesanwaltschaft übermittelte, wobei sie, abweichend von 

der Strafverfügung vom 1. Dezember 2017, A. nun die (eventual-) vorsätzliche 

Begehung i.S.v. Art. 46 Abs. 1 lit. a und Art. 49 Abs. 1 lit. a BankG und eventualiter 

deren fahrlässige Tatbegehung vorwirft (TPF pag. 7.100.3 ff.); 

- die Bundesanwaltschaft die Akten des EFD zusammen mit dem Begehren um 

gerichtliche Beurteilung am 25. Januar 2018 dem Bundesstrafgericht überwies 

(TPF pag. 7.100.1 f.), wobei die Überweisung als Anklage gilt (Art. 50 Abs. 2 FINMAG 

i.V.m. Art. 73 Abs. 2 VStrR); 

- das Gericht prüft, ob ein rechtzeitig eingereichtes Begehren um gerichtliche 

Beurteilung vorliegt (Art. 75 Abs. 1 VStrR); 

- das Begehren um gerichtliche Beurteilung vom 14. Dezember 2017 form- und 

fristgerecht erfolgte (Art. 72 Abs. 1 und Abs. 2 VStrR); 

- der Beschuldigte das Gesuch um gerichtliche Beurteilung zurückziehen kann, 

solange das Urteil erster Instanz noch nicht eröffnet ist (Art. 78 Abs. 2 i.V.m. 

Abs. 1 VStrR); 

- die Parteien mit Schreiben vom 29. März 2018 zum Stellen von Beweisanträgen 

eingeladen wurden (TPF pag. 7.300.1) und das Gericht von Amtes wegen den Straf- 

und Betreibungsregisterauszug sowie die Steuerunterlagen von A. einholte und zu 

den Akten nahm (TPF pag. 7.221.2; 7.261.3; 7.261.5 ff.);  

- die Hauptverhandlung mit Verfügung vom 8. Mai 2018 auf den 25. Juni 2018 

angesetzt wurde (TPF pag. 7.810.4); 

- 3 - 

- A. das Begehren um gerichtliche Beurteilung mit Schreiben vom 14. Mai 2018 

zurückzieht (TPF pag. 7.521.5);  

- die Strafverfügung des EFD gegen A. vom 1. Dezember 2017 somit einem 

rechtskräftigen Urteil gleichsteht (Art. 72 Abs. 3 VStrR) und das Verfahren SK.2018.5 

infolgedessen eingestellt wird (Art. 78 Abs. 3 VStrR);  

- demnach die bereits angesetze Hauptverhandlung vom 25. Juni 2018 abzusetzen 

und die hierzu ergangenen Vorladungen abzunehmen sind; 

- sich die Kosten des gerichtlichen Verfahrens und deren Verlegung grundsätzlich nach 

Art. 73 – 81 VStrR bestimmen (Art. 82 VStrR); 

- die Kosten des gerichtlichen Verfahrens diejenige Partei zu tragen hat, welche den 

Rückzug erklärt und damit die Einstellung des gerichtlichen Verfahrens herbeigeführt 

hat (Art. 78 Abs. 4 VStrR; vgl. u.a. Verfügung des Bundesstrafgerichts SK.2016.37 

vom 1. Februar 2017);  

- A. die Einstellung des Verfahrens durch den Rückzug seines Begehrens um 

gerichtliche Beurteilung beantragt und demnach die Kosten des Verfahrens zu tragen 

hat; 

- neben den in der (nun rechtskräftigen) Strafverfügung auferlegten Verfahrenskosten 

zusätzlich die Kosten für die nach dem Stellen des Begehrens um gerichtliche 

Beurteilung vorgenommenen Verfahrensschritte hinzukommen;  

- der Rückzug der Einsprache rund einen Monat vor der Hauptverhandlung erfolgte 

und das Gericht daher im Rahmen der Prozessvorbereitung bereits einige Kosten und 

Auslagen hatte (Einholung von Unterlagen zu den persönlichen Verhältnissen, etc.); 

- in Anwendung von Art. 73 Abs. 1 lit. a und b des Bundesgesetzes über die 

Organisation der Strafbehörden des Bundes (StBOG; SR 173.71) i.V.m. Art. 1 Abs. 4, 

Art. 5 und Art. 7 lit. a des Reglements des Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 

über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bundesstrafverfahren (BStKR; 

SR 173.713.162) eine Pauschalgebühr von Fr. 300.-- festzusetzen ist. 

 

  

- 4 - 

Der Einzelrichter verfügt: 

1. Das Verfahren SK.2018.5 wird infolge Rückzugs des Begehrens um gerichtliche Be-

urteilung eingestellt. 

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 300.-- wird A. auferlegt. 

3. Diese Verfügung wird den Parteien schriftlich eröffnet.  

 

 

 

Im Namen der Strafkammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

 

Der Einzelrichter Die Gerichtsschreiberin 

 
 
 
 
 
 
 
 
Geht an 

- Bundesanwaltschaft, vertreten durch Frau Lucienne Fauquex, Staatsanwältin des 

Bundes 

- Eidgenössisches Finanzdepartement, Generalsekretariat EFD, vertreten durch Fritz 

Ammann 

- Rechtsanwalt Thomas Fingerhuth, Verteidiger von A. (Beschuldigter) 

 

 

 

 

Nach Eintritt der Rechtskraft mitzuteilen an 

- Eidgenössisches Finanzdepartement, Generalsekretariat EFD, als Vollzugsbehörde 

(vollständig) (Art. 90 Abs. 1 VStrR) 

 

 

- 5 - 

Rechtsmittelbelehrung 

 
Beschwerde an das Bundesgericht 

Gegen verfahrensabschliessende Entscheide der Strafkammer des Bundesstrafgerichts kann beim Bundes-
gericht, 1000 Lausanne 14, innert 30 Tagen nach der Zustellung der vollständigen Ausfertigung Beschwerde 

eingelegt werden (Art. 78, Art. 80 Abs. 1, Art. 90 und Art. 100 Abs. 1 BGG). 
Mit der Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht und Völkerrecht gerügt werden (Art. 95 lit. a und b 
BGG). Die Feststellung des Sachverhalts kann nur gerügt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder 
auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels für den 
Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Versand: 24. Mai 2018