# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 24b5f942-0a72-5d27-a1ab-52f5273de857
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-09-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.09.2009 E-6056/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6056-2009_2009-09-28.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-6056/2009/ame
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 8 .  S e p t e m b e r  2 0 0 9

Einzelrichterin Muriel Beck Kadima, 
mit Zustimmung von Richter Pietro Angeli-Busi;
Gerichtsschreiberin Alexandra Püntener.

A._______,
Moldavien,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 11. September 2009
(...)

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-6056/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge seinen Heimat-
staat  am 15. Januar  2009 verliess  und  am 15. Februar  2009  in  die 
Schweiz einreiste, wo er am gleichen Tag um Asyl nachsuchte,

dass er anlässlich der Kurzbefragung im Empfangs- und Verfahrens-
zentrum  B._______  vom  25.  Februar  2009  sowie  der  direkten 
Anhörung  vom  26.  Juni  2009  zur  Begründung  des  Asylgesuchs  im 
Wesentlichen  geltend  machte,  er  sei  Im  Januar  2009  Zeuge  einer 
Vergewaltigung gewesen, 

dass die Täter, nachdem er interveniert habe, ihm gedroht hätten, ihn 
umzubringen, falls er jemandem davon erzähle und sie anzeigen wür-
de,

dass ihn diese zu Hause gesucht und mit seiner Grossmutter gespro-
chen hätten, wobei er selber vom Zaun des Nachbarn zugehört habe,

dass er aus Angst, die Burschen würden ihn umbringen, mit dem Geld, 
das ihm seine Grossmutter besorgt habe, ausgereist sei,

dass er  überdies vorbrachte, er  sei  im Mai  2007 wegen einer Spiel-
schuld von zwei Männern vergewaltigt worden, weshalb er ausgereist 
und in Österreich ein Asylgesuch gestellt habe, 

dass  dieses  jedoch  abgelehnt  und  er  mit  einer  Einreisesperre  von 
zehn Jahren belegt worden sei,

dass für  den Inhalt  der  weiteren Aussagen auf  die  Akten verwiesen 
wird,

dass das BFM das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfügung 
vom 11. September 2009 - eröffnet am 16. September 2009 - ablehnte 
und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  mit  Be-
schluss vom 8. Dezember 2006 habe der Bundesrat Moldawien (ohne 
Transnistrien)  als  verfolgungssicheren  Staat  (safe  country)  im Sinne 
von Art. 6a Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, 
SR 142.31) bezeichnet, 

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dass der Beschwerdeführer nicht überzeugend habe darlegen können, 
weshalb er nach dem Vorfall, bei dem er Zeuge der Vergewaltigung ei-
ner Schulkameradin durch vier Burschen geworden sei und in deren 
Folge ihm diese Burschen gedroht hätten, ihn umzubringen, wenn er 
sich  zu  dem  Vorfall  verlauten  liesse,  nicht  die  Polizei  eingeschaltet 
habe, 

dass auch seine massive Angst, von zu Hause weggehen zu müssen, 
erstaune, zumal er unmittelbar darauf das Land verlassen habe,

dass die Vorbringen des Beschwerdeführers – betreffend das Datum 
des  Vorfalls,  seine  Bewusstlosigkeit  nach  der  verbalen  Intervention, 
das  Erkennen  des  Opfers  -  teilweise  widersprüchlich  und  unlogisch 
ausgefallen seien,

dass die zwei Burschen, die ihn verfolgt hätten, motorisiert  gewesen 
seien, weshalb sie den Beschwerdeführer mit Leichtigkeit hätten ein-
holen und stellen können, und er mindestens zwei Tätern bekannt ge-
wesen sei und sich den ganzen Tag zu Hause versteckt habe,

dass  unbesehen der  fehlenden Glaubhaftigkeit  der  Vorbringen diese 
ohnehin nicht asylbeachtlich seien,

dass im vorliegenden Fall aufgrund der Papierlosigkeit des Beschwer-
deführers und seines Asylgesuches in Österreich auch die Vorausset-
zungen für einen Entscheid nach Art. 32 Abs. 2 Bst. a oder Bst. f AsylG 
erfüllt wären,

dass  es  dem  Beschwerdeführer  somit  nicht  gelinge,  die  Vermutung 
fehlender Verfolgung zu widerlegen und demnach auf das Asylgesuch 
in Anwendung von Art. 34 Abs. 1 AsylG nicht einzutreten sei,

dass das BFM im Weiteren den Wegweisungsvollzug als zulässig, zu-
mutbar und möglich erklärte,

dass  für  die  weitere  Begründung  auf  die  vorinstanzliche  Verfügung 
vom 11. September 2009 zu verweisen ist,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 23. September 2009 ge-
gen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde er-
hob und dabei die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und Rück-

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weisung an die Vorinstanz zwecks Neubeurteilung beantragte, wobei 
der Beschwerdeführer in der Schweiz vorläufig aufzunehmen sei,

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Gewährung der unentgelt-
lichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1  des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 
172.021) ersuchte,

dass er  zur  Begründung seiner  Beschwerde anführte,  er  sei  im Mai 
2007  wegen  Spielschulden  von  zwei  Männern  vergewaltigt  worden, 
weshalb er seinen Heimatstaat bereits einmal verlassen und in Öster-
reich um Asyl nachgesucht habe,

dass er nach dessen Ablehnung nach Moldavien zurückgekehrt sei,

dass er  nach Silvester  2008/2009 Zeuge einer Vergewaltigung eines 
ihm bekannten Mädchens geworden sei,  worauf ihn die Peiniger be-
droht hätten,

dass der Beschwerdeführer zu Beginn der direkten Anhörung, da es 
sich bei seinen Vorbringen um ein sensibles Thema handle, vergeblich 
darum ersucht  habe, seine Aussagen durch einen männlichen russi-
schen Dolmetscher übersetzen zu lassen, 

dass der Befrager der Thematik der männlichen Vergewaltigung in sei-
nem Heimatstaat nicht zu kennen schien,

dass  die  Vorinstanz  allfällige  Wegweisungshindernisse  nicht  berück-
sichtigt habe,

dass  er  objektiv  gesehen  eine  menschenunwürdige  Behandlung  in 
Moldavien zu befürchten habe,

dass er die Reiseumstände detailliert und glaubhaft geschildert habe,

dass für die weitere Beschwerdebegründung auf die Akten zu verwei-
sen ist,

dass die vorinstanzlichen Akten am 25. September 2009 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

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und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet  (Art. 105  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni 1998  [AsylG, 
SR 142.31]  i.V.m.  Art. 31-34  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesge-
richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass die vorliegend zu beurteilende Beschwerde sich gegen eine Ver-
fügung richtet, laut deren Dispositiv das BFM auf das Asylgesuch des 
Beschwerdeführers nicht eingetreten ist (Ziffer 1 des Verfügungsdispo-
sitivs),

dass für Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide die Frist fünf 
Arbeitstage beträgt (Art. 108 Abs. 2 AsylG),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

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dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich die Beschwerdeinstanz - sofern sie den Nichteintretensent-
scheid  als  unrechtmässig  erachtet  -  einer  selbständigen  materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. dazu die wei-
terhin  geltende  Praxis  der  ehemaligen  Asylrekurskommission  [ARK]: 
Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell  geprüft  hat,  weshalb  dem Bundesverwaltungsgericht  diesbezüg-
lich volle Kognition zukommt, 

dass auf Gesuche von Asylsuchenden aus verfolgungssicheren Staa-
ten nach  Art.  6a  Abs. 2  Bst.  a  AsylG (sogenannte  "safe  countries") 
nicht  eingetreten wird, ausser es gebe Hinweise auf eine Verfolgung 
(Art. 34 Abs. 1 AsylG),

dass der Bundesrat mit Beschluss vom 8. Dezember 2006 Moldavien 
(ohne Transnistrien) zum "safe country"  im Sinne von Art. 6a Abs. 2 
Bst. a AsylG erklärt hat und von dieser Einschätzung im Rahmen der 
periodischen Prüfung (vgl. Art. 6a Abs. 3 AsylG) bisher nicht abgewi-
chen ist,

dass das BFM Moldavien (ohne Transnistrien) daher zu Recht und un-
bestrittenermassen als auf der bundesrätlichen Liste verfolgungssiche-
rer Staaten stehend erkannt hat und somit die formelle Bedingung für 
den  Erlass  eines  Nichteintretensentscheides  auf  der  Grundlage  von 
Art. 34 Abs. 1 AsylG grundsätzlich erfüllt ist,

dass zu prüfen bleibt, ob das BFM im Weiteren zu Recht erwogen hat, 
aus den Akten würden sich keine Hinweise ergeben, welche die in Be-
zug  auf  Moldavien  bestehende  Vermutung  der  Verfolgungssicherheit 
widerlegen könnten,

dass  bei  Art.  34  Abs.  1  AsylG  praxisgemäss  derselbe  weite  Verfol-
gungsbegriff wie in Art. 18, Art. 33 Abs. 3 Bst. b und Art. 35 AsylG zur 

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Anwendung  gelangt  (zu  den  beiden  erstgenannten  Bestimmungen 
vgl. EMARK 2004 Nr. 35 E. 4.3 S. 247), welcher nicht bloss ernsthafte 
Nachteile  nach  Art.  3  AsylG,  sondern  auch  die  von  Menschenhand 
verursachten  Wegweisungshindernisse  im  Sinne  von  Art. 44  Abs.  2 
AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 3 und 4 AuG umfasst (vgl. EMARK 2004 Nr. 5 
E. 4c.aa S. 35 f., EMARK 2004 Nr. 35 E. 4.3 S. 247),

dass ausserdem ein im Vergleich zum - bereits erleichterten - Beweis-
mass  des  Glaubhaftmachens  nochmals  reduzierter  Massstab  anzu-
wenden ist und auch bei Asylsuchenden aus einem verfolgungssiche-
ren  Staat  das  Erfüllen  der  Flüchtlingseigenschaft  geprüft  werden 
muss, sobald in den Akten Hinweise auf Verfolgung (im soeben erläu-
terten Sinn) zu verzeichnen sind, deren Unglaubhaftigkeit nicht schon 
auf  den  ersten  Blick  erkannt  werden  kann  (vgl.  EMARK 2005  Nr. 2 
E. 4.3 S. 16 f.),

dass die Vorinstanz zutreffend festgestellt hat, dass der Beschwerde-
führer  keine  Hinweise  auf  Verfolgung  vorzubringen  vermag  und  die 
diesbezüglichen Erwägungen der Vorinstanz zu bestätigen sind,

dass vorab hinsichtlich des in der Beschwerdeschrift  erhobenen Vor-
wurfs, wonach der Beschwerdeführer vergeblich darum ersucht habe, 
man möge wegen des sensiblen Themas einen männlichen Dolmet-
scher einsetzen, festzustellen ist, dass der Beschwerdeführer anläss-
lich der direkten Anhörung anstelle  der rumänisch sprechenden Dol-
metscherin einen russischen Dolmetscher gefordert hat (vgl. Akte A14, 
S. 2), 

dass er dies damit begründete, er könne sich besser in Russisch als in 
Rumänisch äussern, womit es nicht um das Geschlecht der überset-
zenden Person, sondern um die Sprache ging,

dass er in der Folge darauf hingewiesen wurde, die Anhörung werde in 
Rumänisch  durchgeführt,  da  er  in  der  Empfangsstelle  angegeben 
habe, er spreche sehr gut rumänisch und spreche Russisch zwar gut, 
aber nicht genügend für die Anhörung,

dass im Übrigen Rumänisch die Amtssprache des Heimatstaates des 
Beschwerdeführers sei, es dem Beschwerdeführer hingegen offen ste-
he, bei Schwierigkeiten einzelne Wörter auf Russisch zu sagen,

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dass vorliegend für das Bundesverwaltungsgericht kein Anlass für die 
Annahme besteht, der Beschwerdeführer sei wegen der Anwesenheit 
einer weiblichen Dolmetscherin daran gehindert  gewesen, seine Vor-
bringen vorzutragen, zumal er seine Intervention auf eine Vergewalti-
gung eines Mädchens respektive die Bedrohung durch vier Personen, 
als Ausreisegrund angegeben hat (vgl. Akte A14, S. 6 ff.), 

dass  er  sich  zudem  zur  angeblich  selbst  erlittenen  Vergewaltigung 
ausführlich äussern konnte (vgl. A14, S. 14 ff.),

dass  auch  die  anwesende  Hilfswerksvertreterin  keine  Bemerkungen 
zur Befragung gemacht hat, 

dass  die  direkte  Anhörung  somit  aus  der  Sicht  des  Bundesverwal-
tungsgerichts korrekt durchgeführt worden ist,

dass bezüglich der Asylverbringen zur Vermeidung von Wiederholun-
gen vorab auf die zutreffenden Erwägungen in der angefochtenen Ver-
fügung zu verweisen ist,

dass die Vorinstanz zu Recht festgestellt  hat, die Vorbringen des Be-
schwerdeführers  seien  widersprüchlich,  unlogisch  und  damit  insge-
samt unglaubhaft ausgefallen,

dass der Beschwerdeführer insbesondere zu den Zeit- und Datumsan-
gaben  betreffend  die  Vergewaltigung  des  ihm  bekannten  Mädchens 
unterschiedliche und ungenaue Angaben gemacht hat (vgl. A1,  S. 5: 
3., 4. oder 5. Januar abends; A14, S. 6: „drei bzw. vier Uhr morgens“ 
und S. 10: „es war nicht sehr, sehr dunkel“),

dass er auch seinen Zustand nach den Schlägen durch die Burschen 
unterschiedlich dargelegt hat, indem er einerseits geltend machte, er 
sei  nicht  bewusstlos  gewesen,  andererseits  davon  sprach,  er  sei, 
nachdem er wieder zu sich gekommen sei, davon gerannt (vgl. A1, S. 
5; A14, S. 7),

dass  im  Übrigen  offensichtlich  haltlos  erscheint,  dass  die  Burschen 
den  Beschwerdeführer  geschlagen  hätten,  dieser  aber  habe  davon 
rennen können, nachdem er hingefallen sei,  ohne dass es den Bur-
schen gelungen wäre, ihn zu erwischen, zumal sie ein Interesse daran 
gehabt haben sollen, den Beschwerdeführer an einer Meldung zu hin-
dern, und zwei davon den Beschwerdeführer gekannt hätten,

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dass auch unglaubhaft erscheint, die Burschen hätten den Beschwer-
deführer  erst  am nächsten Tag gegen Abend bei  ihm zu Hause ge-
sucht, wo er sich den ganzen Tag versteckt aufgehalten und sich bei 
deren Auftauchen bloss aus der Hintertür zum Nachbarzaun begeben 
habe,  um  das  zwischen  den  Burschen  und  seiner  Grossmutter  Ge-
sprochene zu belauschen,

dass aus diesem Verhalten des Beschwerdeführers der Schluss gezo-
gen werden muss, er habe sich nicht bedroht gefühlt, zumal er auch 
nicht sofort seine Ausreise angetreten oder sich an die Polizei gewandt 
hat, 

dass ferner offensichtlich unplausibel erscheint, dass sich die Männer 
bei  dieser  Suche nach ihm mit  der  Antwort  der  Grossmutter,  er  sei 
nicht anwesend, begnügt hätten, ohne weiter nach ihm zu suchen, zu-
mal sie in einem Grossaufmarsch (zwei Autos mit etwa sechs Perso-
nen) gekommen sein sollen (vgl. A14, S. 7 und 12 f.), 

dass im Weiteren haltlos erscheint,  dass sie sich lediglich mehrmals 
nach ihm erkundigt hätten, obschon sie nach seinem Leben getrachtet 
haben sollen (vgl. A1, S. 6; A14, S. 7), 

dass die Ausführungen in der Beschwerdeschrift  nicht geeignet sind, 
die in den Aussagen des Beschwerdeführers enthaltenen Widersprü-
che und Ungereimtheiten zu entkräften, und zu einer von der Vorins-
tanz abweichenden Betrachtungsweise zu führen, zumal darin einzig 
auf der Richtigkeit der Aussagen beharrt wird und weder im Einzelnen 
noch in substanzieller Weise Bezug auf die Erwägungen des BFM ge-
nommen wird oder gar ansatzweise hervorginge, weshalb der mass-
gebliche weite Verfolgungsbegriff unrichtig angewendet worden wäre,

dass das BFM demnach in Anwendung von  Art. 34 Abs. 1 AsylG zu 
Recht  auf  das  Asylgesuch  des Beschwerdeführers  nicht  eingetreten 
ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht  (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der  Schweizeri-
schen Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21), weshalb die ver-

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fügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen 
steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist  (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die im Heimat- oder Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimatstaat des Beschwerdefüh-
rers noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung im Falle 
einer  Rückkehr schliessen lassen,  weshalb  der  Vollzug der  Wegwei-
sung vorliegend zumutbar ist,

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dass der Beschwerdeführer jung und gesund ist sowie den Akten zu-
folge über eine gute Ausbildung verfügt,

dass zudem darauf hinzuweisen ist, dass der Beschwerdeführer sein 
ganzes bisheriges Leben in Moldavien verbracht hat,  weshalb davon 
auszugehen ist, er verfüge dort über ein Beziehungsnetz,

dass daher nicht zu erwarten ist, der Beschwerdeführer würde bei ei-
ner  Rückkehr  nach  Moldavien  in  eine  existenzbedrohende  Situation 
geraten, weshalb der Vollzug der Wegweisung zumutbar ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt,  bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art. 8  Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass das Begehren um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege 
im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen ist,  da  sich die  Be-
schwerde als aussichtslos darstellte

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sin-
ne von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-- werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und (...).

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Muriel Beck Kadima Alexandra Püntener

Versand: 

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