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**Case Identifier:** 7561492c-9a08-582e-ad84-94012c9d711c
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-01-29
**Language:** de
**Title:** Schwyz Kantonsgericht 2. Zivilkammer 29.01.2024 ZK2 2022 67
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Gerichte/SZ_KG_002_ZK2-2022-67_2024-01-29.pdf

## Full Text

Kantonsgericht Schwyz

Beschluss vom 29. Januar 2024
ZK2 2022 67

Mitwirkend Kantonsgerichtspräsident Reto Heizmann,
Kantonsrichterinnen Veronika Bürgler Trutmann und Bettina Krienbühl,
Gerichtsschreiberin Cornelia Spörri-Kessler.

In Sachen A.________,
Gesuchsgegnerin und Berufungsführerin,
vertreten durch Rechtsanwältin B.________,

gegen

C.________,
Gesuchsteller und Berufungsgegner,

betreffend Abänderung vorsorglicher Massnahmen
(Berufung gegen die Verfügung des Einzelrichters am Bezirksgericht March 
vom 25. November 2022, ZES 2022 389);-

hat die 2. Zivilkammer,

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nachdem sich ergeben:

A. Im Rahmen des bei ihm zwischen den Parteien hängigen 
Scheidungsverfahrens verfügte der Einzelrichter am Bezirksgericht March am 
9. April 2021 insbesondere was folgt (Vi-act. 1/1):

1. Die F.________ GmbH, D.________strasse zz (vormals 
G.________ GmbH) wird angewiesen, den monatlichen Mietzins 
betreffend die Liegenschaft D.________strasse zz (GB Blatt yy, 
Kat.-Nr. xx), in der Höhe von Fr. 29’504.00 ab sofort auf das Konto 
mit der IBAN ww, lautend auf C.________ u-o A.________, bei der 
H.________ AG (Bank I) zu bezahlen, unter Androhung doppelter 
Zahlungspflicht im Unterlassungsfalle.

2. lm Übrigen wird das Gesuch um vorsorgliche Massnahmen 
abgewiesen.

[…].

Die von den Parteien dagegen erhobenen Berufungen wies das 
Kantonsgericht mit Beschluss vom 31. Januar 2022 ab (ZK2 2021 26 und 27). 
Dieser Entscheid erwuchs unangefochten in Rechtskraft.

B. Am 20. Juli 2022 reichte der Berufungsgegner beim Bezirksgericht 
March das folgende Abänderungsbegehren ein (Vi-act. 1):

Die Verfügung vom 9. April 2021 des Bezirksgerichts March sei wie folgt 
zu ändern:

“Es sei die F.________ GmbH, D.________strasse zz (vormals 
G.________ GmbH) anzuweisen, vom monatlichen Mietzins betreffend 
die Liegenschaft D.________strasse zz (GB Blatt yy, Kat. Nr. xx) in der 
Höhe von CHF 29’504.00 den Betrag von CHF 10’000.00 direkt auf das 
Konto C.________ bei der I.________ (Bank II), IBAN Nummer vv zu 
überweisen (Adresse C.________, E.________weg uu) unter der Andro-
hung der doppelten Zahlungspflicht im Unterlassungsfalle; 

alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (inkl. Mehrwertsteuer-
zusatz von 7.7 %) zulasten der Gesuchsgegnerin.”

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Mit Stellungnahme vom 3. Oktober 2022 ersuchte die Berufungsführerin um 
vollumfängliche Abweisung des Abänderungsgesuchs, soweit auf dieses ein-
zutreten sei, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. 7.7 % MWST) 
zulasten des Berufungsgegners (Vi-act. 7). Am 26. Oktober 2022 reichte der 
Berufungsgegner (unaufgefordert) eine Stellungnahme ein (Vi-act. 9). Die Be-
rufungsführerin nahm hierzu am 3. November 2022 unter Festhalten an den 
bisherigen Anträgen Stellung (Vi-act. 12).

C. Am 25. November 2022 verfügte der Einzelrichter was folgt (Vi-act. 14):

1. In Abänderung der Verfügung vom 09.04.2021 (ZES 20 503), wird 
die F.________ GmbH, D.________strasse zz, angewiesen, den 
monatlichen Mietzins betreffend die Liegenschaft 
D.________strasse zz (GB Blatt yy, Kat.-Nr. xx), in der Höhe von 
Fr. 29’504.00 unter Androhung doppelter Zahlungspflicht im Unter-
lassungsfall ab sofort wie folgt zu überweisen:

- Fr. 4’000.00 auf das Konto mit der IBAN vv, lautend auf 
C.________, bei der I.________ (Bank II);

- Fr. 24’804.00 auf das Konto mit der IBAN ww, lautend auf 
C.________ und A.________, bei der H.________ AG (Bank 
I).

lm Mehrumfang wird das Gesuch um Abänderung vorsorglicher 
Massnahmen abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 2’000.00 werden hälftig geteilt.

3. Parteientschädigungen werden gegenseitig wettgeschlagen.

4. [Rechtsmittel].

5. [Zufertigung].

D. Dagegen erhob die Berufungsführerin am 8. Dezember 2022 fristgerecht 
Berufung mit den folgenden Anträgen (KG-act. 1):

1. Es sei die Verfügung des Bezirksgerichts March vom 25. Novem-
ber 2022, Geschäfts-Nr. ZES 22 389, vollumfänglich aufzuheben 
und das Gesuch des Berufungsbeklagten betreffend Abänderung 

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vorsorglicher Massnahmen vom 20. Juli 2022 vollumfänglich 
abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Eventualiter sei die Verfügung des Bezirksgerichts March vom 
25. November 2022, Geschäfts-Nr. ZES 22 389, aufzuheben und 
die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen.

3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich 
7.7% MWSt. zu Lasten des Berufungsbeklagten.

Gleichzeitig stellte sie das Gesuch, der Berufung sei im Sinne von 
Art. 315 Abs. 5 ZPO aufschiebende Wirkung zu erteilen, unter Kosten- und 
Entschädigungsfolgen zuzüglich 7.7 % MWST zulasten des Berufungsgeg-
ners.

Mit Berufungsantwort vom 21. Dezember 2022 ersuchte der Berufungsgegner 
um Abweisung der Berufung, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (in-
kl. 7.7 % MWST) zulasten der Berufungsführerin (KG-act. 7). Weitere 
Stellungnahmen der Parteien datieren vom 4. und 9. Januar 2023 (KG-act. 9 
und 11). Mit Verfügung vom 13. Februar 2023 wies die Gerichtsleitung das 
Gesuch um Aufschiebung der Vollstreckbarkeit der angefochtenen Verfügung 
ab (KG-act. 13). Eine weitere Eingabe der Berufungsführerin datiert vom 
6. Juni 2023 (KG-act. 16). Zu dieser sowie zu derjenigen vom 4. Januar 2023 
nahm der Berufungsgegner am 10. Juli 2023 Stellung (KG-act. 20). Mit Einga-
be vom 13. Juli 2023 bestritt die Berufungsführerin die Ausführungen des Be-
rufungsgegners allesamt und verzichtete auf eine weitergehende Stellung-
nahme (KG-act. 22). Am 20. September 2023 legte der Rechtsvertreter des 
Berufungsgegners sein Mandat nieder (KG-act. 24).

Auf die Vorbringen der Parteien wird – soweit erforderlich – in den Erwägun-
gen eingegangen;-

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In Erwägung:

1. a) Art. 178 Abs. 1 ZGB, der auch im Scheidungsverfahren im Rahmen 
vorsorglicher Massnahmen sinngemäss anwendbar ist (Art. 276 Abs. 1 ZPO), 
räumt dem Richter die Befugnis ein, die Verfügung über bestimmte Vermö-
genswerte auf Begehren eines Ehegatten von dessen Zustimmung abhängig 
zu machen. Vorausgesetzt ist eine Gefährdung der wirtschaftlichen Grundla-
gen der Familie bzw. der Erfüllung einer vermögensrechtlichen Verpflichtung 
aus der ehelichen Gemeinschaft. Das Gericht trifft die geeigneten sichernden 
Massnahmen (Art. 178 Abs. 2 ZGB; BGer, Urteil 5A_604/2014 vom 1. Mai 
2015 E. 3.2). Der Umfang der Verfügungsbeschränkung bestimmt sich nach 
dem Verhältnismässigkeitsprinzip. Die Sperre von Vermögensobjekten ist nur 
so weit zulässig, als dies der Sicherungszweck erfordert. Daher kann eine 
Begrenzung der richterlichen Anordnung in sachlicher oder zeitlicher Hinsicht 
notwendig erscheinen. Jedenfalls aber müssen dem von der Verfügungsbe-
schränkung betroffenen Gatten mindestens so viele Vermögensobjekte zur 
uneingeschränkten Disposition überlassen bleiben, dass er daraus seinen 
eigenen Lebensunterhalt bestreiten kann (Isenring/Kessler, in: Geiser/
Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. A. 2022, 
Art. 178 ZGB N 17; Hausheer/Reusser/Geiser, in: Hausheer [Hrsg.], Berner 
Kommentar, Schweizerisches Zivilgesetzbuch, Das Familienrecht, Das 
Eherecht, Die Wirkungen der Ehe im allgemeinen, Art. 159–180 ZGB, 2. A. 
1999, Art. 178 ZGB N 10; ZR 93/1994 Nr. 18, S. 83).

b) Am 9. April 2021 wies der Vorderrichter die F.________ GmbH an, den 
monatlichen Mietzins betreffend die Liegenschaft D.________strasse zz (GB 
Blatt yy, Kat.-Nr. xx) in der Höhe von Fr. 29’504.00 ab sofort auf das Konto mit 
der IBAN ww, lautend auf C.________ u-o A.________, bei der H.________ 
AG (Bank I) zu bezahlen (Vi-act. 1/1, S. 16). Mit hier angefochtener Verfügung 
änderte er dies insoweit, als die besagte Gesellschaft ab sofort Fr. 4’000.00 
auf das Konto mit der IBAN vv, lautend auf C.________, bei der I.________ 

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(Bank II), und Fr. 24’804.00 auf das Konto mit der IBAN ww, lautend auf 
C.________ und A.________, bei der H.________ AG (Bank I), zu überwei-
sen hat.

c) Eine Abänderung vorsorglicher Massnahmen im Scheidungsverfahren 
setzt eine Veränderung der Verhältnisse voraus (Art. 276 Abs. 1 und 2 ZPO 
i.V.m. Art. 179 Abs. 1 ZGB). Verlangt ist eine wesentliche und dauernde Ver-
änderung. Eine Abänderung ist ferner angebracht, wenn die tatsächlichen 
Umstände, die dem Massnahmeentscheid zu Grunde lagen, sich nachträglich 
als unrichtig erweisen oder wenn sich der Entscheid nachträglich im Ergebnis 
als nicht gerechtfertigt herausstellt, weil dem Massnahmegericht die Tatsa-
chen nicht zuverlässig bekannt waren. Eine Abänderung ist ausgeschlossen, 
wenn die Sachlage durch eigenmächtiges, widerrechtliches, mithin rechts-
missbräuchliches Verhalten herbeigeführt wurde (BGer, Urteil 5A_325/2023 
vom 5. Oktober 2023 E. 3 mit Verweisen; Stalder/van de Graaf, in: 
Oberhammer/Domej/Haas [Hrsg.], Kurzkommentar, Schweizerische 
Zivilprozessordnung, 3. A. 2021, Art. 276 ZPO N 5). 

2. Die Berufungsführerin beanstandet zunächst das Eintreten des Vorder-
richters auf das Abänderungsgesuch, obwohl es unklar und widersprüchlich 
sei (KG-act. 1 Rz 10). 

a) Der Vorderrichter erwog, dass der Berufungsgegner in seinem Rechts-
begehren zwar nicht explizit erwähne, was mit dem restlichen Mietzins von 
Fr. 19’504.00 passieren sollte, sich indes implizit ergebe, dass der Betrag wei-
terhin auf das gemeinsame Konto bei der H.________ AG (Bank I) zu über-
weisen sei (angef. Verfügung E. 3.2). Nach dem Dafürhalten der Berufungs-
führerin erschliesst sich weder aus den Rechtsbegehren noch aus den Aus-
führungen des Berufungsgegners in dessen Eingabe vom 20. Juli 2022, was 
er genau beantrage, welchen Umstand sie bereits in ihrer Stellungnahme vom 
3. Oktober 2022 gerügt habe. Die Eingabe des Berufungsgegners vom 

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26. Oktober 2022 sei verspätet erfolgt und es lasse sich nicht nachvollziehen, 
woraus der Vorderrichter eine implizite Herleitung schliesse, was der Beru-
fungsgegner gemeint haben könnte (KG-act. 1 Rz 11). Der Berufungsgegner 
hält dem entgegen, sich konkret geäussert zu haben (KG-act. 7 Rz 7).

b) aa) Gemäss Art. 311 Abs. 1 ZPO ist die Berufung bei der Rechtsmittel-
instanz schriftlich mit den erforderlichen Rechtsbegehren und einer rechts-
genügenden Begründung einzureichen. Die Berufungseingabe hat insbeson-
dere Rechtsbegehren zu enthalten, aus denen hervorgeht, dass und weshalb 
der Entscheid angefochten wird und ob dieser geändert oder aufgehoben 
werden soll (Sutter-Somm/Seiler, Handkommentar zur Schweizerischen Zivil-
prozessordnung, 2021, Art. 311 ZPO N 7). Die Berufungsanträge müssen 
derart bestimmt sein, dass die Berufungsinstanz sowie auch der Berufungs-
gegner in den Stand gesetzt werden, zu überblicken, in welchem Umfang die 
Berufung ergriffen und welche Abänderungen im Dispositiv des angefochte-
nen 
Entscheids beantragt werden (Seiler, Die Berufung nach ZPO, 2013, 
§ 11 N 883). Ein Rechtsbegehren muss so bestimmt sein, dass es im Falle 
der Gutheissung der Klage unverändert zum Urteil erhoben werden kann. 
Aufgrund der reformatorischen Natur der Berufung kann der Berufungsführer 
nicht nur kassatorische Anträge, sondern er muss auch einen Antrag in der 
Sache stellen (Sutter-Somm/Seiler, a.a.O., Art. 311 ZPO N 7 mit Verweisen). 
Wie alle Prozesshandlungen sind Rechtsbegehren indes nach Treu und Glau-
ben auszulegen, insbesondere im Lichte der dazu vorgebrachten Begründung 
(BGE 137 III 617 E. 6.2).

bb) Wie erwähnt wies der Einzelrichter die F.________ GmbH am 
9. April 2021 an, den monatlichen Mietzins von Fr. 29’504.00 ab sofort auf das 
auf C.________ u-o A.________ lautende H.________ AG (Bank I)-Konto zu 
überweisen. Mit dem eingangs erwähnten Rechtsbegehren vom 20. Juli 2022 
verlangte der Berufungsgegner insoweit eine Abänderung der Verfügung, als 

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die genannte Gesellschaft anzuweisen sei, vom monatlichen Mietzins von 
Fr. 29’504.00 den Betrag von Fr. 10’000.00 direkt auf sein Konto bei der 
I.________ (Bank II) zu überweisen (Vi-act. 1, S. 2). Die Berufungsführerin 
verweist auf ihre erstinstanzlichen Ausführungen, wonach unklar sei, was mit 
den restlichen Fr. 19’000.00 pro Monat geschehen und ob die Verfügungsbe-
schränkung in diesem Umfang aufrechterhalten bleiben oder ob es der 
F.________ GmbH überlassen sein solle, wohin sie die restlichen 
Fr. 19’000.00 bezahle (Vi-act. 7 Rz 7). Nachdem es sich aber um ein Abände-
rungsbegehren handelt und der Berufungsgegner einzig betreffend 
Fr. 10’000.00 des Mietzinses um eine Änderung des Adressatenkontos er-
sucht, ist ungeachtet der Rechtzeitigkeit der Vorbringen des Berufungsgeg-
ners in der Eingabe vom 26. Oktober 2022 nicht zu beanstanden, dass der 
Vorderrichter darauf schloss, dass die übrigen Fr. 19’504.00 weiterhin auf das 
gemeinsame H.________ AG (Bank I)-Konto der Parteien zu überweisen sei-
en, und er das Rechtsbegehren als klar einstufte. Anderweitiges ergibt sich 
auch nicht aus der Begründung des Abänderungsgesuchs.

3. Der Vorderrichter erachtete gestützt auf die E-Mail des Rechtsanwalts 
J.________ an K.________ vom 11. Februar 2022 (Vi-act. 7 Beilage 1) sowie 
die Telefonnotiz vom 16. Februar 2022 (Vi-act. 7 Beilage 2) als glaubhaft, 
dass dem Berufungsgegner seither höchstens noch die Hälfte des Mietzinses 
der L.________ GmbH zur Verfügung stehe. Dass der Berufungsgegner keine 
Mahnungen gegen die Nichtleistung der Mieten ins Recht gelegt habe, bekräf-
tige die Annahme, dass die L.________ GmbH zwar bezahlt habe, jedoch auf 
das gemeinsame Konto der Parteien. Im Verfahren ZES 20 503 habe der Be-
rufungsgegner glaubhaft gemacht, mit den Mietzinseinnahmen seinen Le-
bensunterhalt bestreiten zu müssen, weshalb der Einzelrichter auf die Anwei-
sung an die M.________ GmbH zur Überweisung des Mietzinses auf das ge-
meinsame Konto der Parteien wegen Unzumutbarkeit für den Berufungsgeg-
ner verzichtet habe. Der (zumindest teilweise) Wegfall der Zahlung der Miet-
zinseinnahmen der L.________ GmbH (vormals M.________ GmbH) an den 

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Berufungsgegner stelle daher eine – durch die Berufungsführerin herbeige-
führte – dauernde und wesentliche Änderung der Verhältnisse i.S.v. 
Art. 179 ZGB dar (angef. Verfügung E. 5.2.5). 

a) aa) Die Berufungsführerin hält dem entgegen, keine der Parteien habe 
je in einer Eingabe behauptet, die L.________ GmbH zahle den Mietzins auf 
das gemeinsame Konto der Parteien (KG-act. 1 Rz 20). Sie verweist auf die 
erstinstanzlichen Vorbringen des Berufungsgegners, wonach er von der 
L.________ GmbH seit Monaten keine Mietzinse mehr erhalte 
(vgl. Vi-act. 1 Rz 13; siehe auch Vi-act. 1 Rz 5 und 7). Wäre der Vorderrichter 
vom richtigen Sachverhalt ausgegangen, hätte er das Begehren laut Beru-
fungsführerin mit der Begründung in E. 5.2.2, wonach die Mieterin bereits zu-
vor eine unzuverlässige Zahlerin gewesen sei, abweisen müssen 
(KG-act. 1 Rz 20). In der Aktennotiz von Rechtsanwalt J.________ sei einzig 
die Rede davon, dass die Mieterin bereit sei, einen Mietvertrag mit beiden 
Eigentümern abzuschliessen, und die Miete je hälftig an die Parteien zu be-
zahlen sei. Es sei aber weder das eine noch das andere eingetreten. Dass sie 
die Bewilligung zum gewünschten Umbau nicht erteilt habe, sei bereits vor 
erster Instanz aktenkundig und nicht strittig gewesen (KG-act. 1 Rz 21). 
Weiter beanstandet die Berufungsführerin die fehlende Auseinandersetzung 
mit der E-Mail des Berufungsgegners vom 17. Februar 2022, in der dieser 
dezidiert die Auffassung vertreten habe, dass der Berufungsgegner als Ver-
walter der D.________strasse auch weiterhin berechtigt sei, die Mietzinse der 
L.________ GmbH einzuziehen (KG-act. 1 Rz 22). Der Vorderrichter hätte 
nicht annehmen dürfen, dass die Gesellschaft die Mietzinse nicht mehr an den 
Berufungsgegner bzw. auf das gemeinsame Konto der Parteien bezahle, son-
dern bei Zweifeln vielmehr zu dessen Lasten werten müssen, dass er über die 
Zahlungen der L.________ GmbH keine Klarheit schaffe (KG-act. 1 Rz 23). 
Die Berufungsführerin reicht mit Berufung neu Buchungseinträge aus dem 
Jahr 2022 hinsichtlich des gemeinsamen H.________ AG (Bank I)-Kontos der 
Parteien ein (vgl. KG-act. 1/4). 

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bb) Laut Berufungsgegner sind diese Behauptungen verspätet und nicht zu 
beachten. Der aktuelle Auszug aus dem gemeinsamen 
D.________strassenkonto bei der H.________ AG (Bank I) sei vorliegend 
nicht relevant, kein Novum und hätte bereits vor erster Instanz eingereicht 
werden können. Der Vorderrichter habe sicherstellen wollen, dass er aus den 
Mietzinseinnahmen weiterhin wenigstens Fr. 4’000.00 pro Monat beziehen 
dürfe (mit Verweis auf die Verfügung vom 9. April 2021, S. 13). Damit liege 
kein Abänderungsgrund vor, um diese Fr. 4’000.00 zu kürzen 
(KG-act. 7 Rz 11 ff.).  

b) Nach Art. 317 Abs. 1 ZPO werden neue Tatsachen und Beweismittel im 
Berufungsverfahren nur noch berücksichtigt, wenn sie ohne Verzug vorge-
bracht werden (lit. a) und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster In-
stanz vorgebracht werden konnten (lit. b). Diese Voraussetzungen kommen 
selbst dann zur Anwendung, wenn die Sache der sozialen Untersuchungsma-
xime unterliegt (BGE 144 III 349 E. 4.2.1 = Pra 108/2019 Nr. 88). Die noven-
vorbringende Partei hat zu substanzieren und zu beweisen, dass sie die 
Noven unverzüglich vorbrachte, sowie substanziert darzulegen, wann neue 
Tatsachen und Beweismittel entstanden (Sutter-Somm/Seiler, a.a.O., 
Art. 317 ZPO N 13). Ferner hat sie betreffend unechte Noven zu beweisen, 
dass sie die erforderliche Sorgfalt walten liess, was namentlich die Nennung 
der Gründe bedingt, weshalb die Tatsache oder das Novum nicht schon vor 
erster Instanz eingereicht werden konnte (vgl. BGE 144 III 349, E. 4.2.1 
= Pra 108 [2019] Nr. 88). Bei unechten Noven können die Voraussetzungen 
von Art. 317 Abs. 1 ZPO – analog zu Art 99 BGG – auch dann gegeben sein, 
wenn erst der angefochtene Entscheid Anlass zu diesem Vorbringen gibt 
(BGer, Urteil 4A_540/2014 vom 18. März 2015 E. 3.1; OGer AR, Zirkular-Urteil 
O1Z 19 1 vom 14. Juli 2020 E. 1.6.4; Sterchi, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], 
Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Band II, 2012, 
Art. 317 ZPO N 10; Reetz/Hilber, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger 
[Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 3. A. 2016, 

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Art. 317 ZPO N 30). Der Berufungsgegner behauptete vor erster (wie auch vor 
zweiter) Instanz unbestrittenermassen nicht, dass die L.________ GmbH den 
Mietzins auf das gemeinsame H.________ AG (Bank I)-Konto der Parteien 
einbezahlt habe. Selbst im Geltungsbereich der eingeschränkten Untersu-
chungsmaxime bleibt es Aufgabe der Parteien, dem Gericht die nötigen 
Tatbestandselemente zu nennen und die verfügbaren Beweismittel zu liefern. 
Vorliegend sind oder waren zudem beide Parteien im relevanten Zeitraum 
anwaltlich vertreten (vgl. BGer, Urteil 5A_2/2013 vom 6. März 2013 E. 4.2). 
Dessen ungeachtet leitete der Vorderrichter die von ihm getroffene Annahme 
aus der E-Mail von Rechtsanwalt J.________ vom 11. Februar 2022 und des-
sen Telefonnotiz vom 16. Februar 2022 sowie dem Umstand ab, dass der Be-
rufungsgegner keine Mahnungen gegen die Nichtleistung der Mieten ins 
Recht gelegt habe. Den beiden genannten Belegen lässt sich indes lediglich 
entnehmen, dass besagter Rechtsanwalt Frau K.________ per E-Mail zu ei-
ner künftigen Überweisung der Miete auf das gemeinsame H.________ AG 
(Bank I)-Konto der Parteien anstelle einer Barauszahlung an den Berufungs-
gegner aufforderte und Letztere sich im Zusammenhang mit einer Umnutzung 
des Lokals und dem Abschluss eines Mietvertrags mit beiden Parteien 
telefonisch dazu bereit erklärte, die Miete je hälftig an die Parteien zu bezah-
len (Vi-act. 7 Beilagen 1 und 2). Mit E-Mail vom 17. Februar 2022 teilte der 
Rechtsvertreter des Berufungsgegners Rechtsanwalt J.________ unter Ver-
weis auf den Beschluss des Kantonsgerichts Schwyz vom 31. Januar 2022 
mit, dass sein Mandant weiterhin berechtigt sei, als Verwalter der 
D.________strasse den Mietzins der Untermieterin einzuziehen (Vi-act. 7 Bei-
lage 4). Damit behauptete weder eine Partei entsprechende Zahlungen auf 
das gemeinsame H.________ AG (Bank I)-Konto noch ergibt sich dies aus 
den Belegen. Es ist damit begründet, dass die Berufungsführerin die Übersicht 
über die Buchungen, wonach die L.________ GmbH ihre Miete im Jahr 2022 
nicht auf das gemeinsame H.________ AG (Bank I)-Konto der Parteien ein-
zahlte, sondern lediglich seitens der F.________ GmbH monatliche Gutschrif-
ten im Umfang von Fr. 29’504.00 bis Oktober 2022 und am 30. November 

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2022 von Fr. 24’804.00 erfolgten (KG-act. 1/4), erst im Berufungsverfahren 
einreichte, weil im erstinstanzlichen Verfahren hierzu kein Anlass bestand. 
Selbst wenn aber der Kontoauszug nicht berücksichtigt werden könnte, hätte 
der Vorderrichter den besagten Schluss nach dem Gesagten gestützt auf die 
ihm vorliegenden Tatsachenbehauptungen und Belege nicht ziehen dürfen. 
Entsprechend ist davon auszugehen, dass nach wie vor nur die Mietzinsen 
der F.________ GmbH auf das CS-Konto der Parteien fliessen und sich die 
Einzahlungen mit den vorderrichterlichen Anordnungen reduzieren. 

Der Vorderrichter hielt unter E. 5.2.2 zum Vorbringen des Berufungsgegners, 
die L.________ GmbH (vormals M.________ GmbH) könne ihren Mietzins nur 
unzuverlässig bezahlen, wofür die Massnahmen im Zusammenhang mit dem 
Covid-19-Virus Grund seien, zudem fest, es sei unklar, ob die L.________ 
GmbH die Mietzinse nicht oder verspätet zahle. Der Berufungsgegner unter-
lasse es, konkret anzugeben, welche Mietzinse verspätet resp. nicht bezahlt 
worden sein sollen. Er belasse es beim Verweis auf zwei die M.________ 
GmbH betreffenden Mahnungen wegen Nichtbezahlung verschiedener Miet-
zinse für das Jahr 2020 (mit Verweis auf Vi-act. 1 Beilagen 3 und 4). Diese 
Beilagen und generell das Thema, die L.________ GmbH (vormals 
M.________ GmbH) sei eine unzuverlässige Zahlerin, sei bereits im Verfahren 
ZES 20 503/ZK2 2021 27 ins Recht gelegt und im Entscheid vom 9. April 2021 
berücksichtigt worden, weshalb nicht von geänderten Umständen gesprochen 
werden könne. Selbst der Berufungsgegner erhebt keine, zumindest keine 
substantierten (vgl. insb. KG-act. 7 Rz 18), Einwände hiergegen. Der Beru-
fungsgegner, der in erster Instanz (teilweise) obsiegte und eine Gutheissung 
der Berufung befürchten muss, ist ebenso gehalten, allfällige vor erster In-
stanz gestellte Eventualbegehren zu erneuern, Anträge im Beweispunkt zu 
stellen, nach Massgabe von Art. 317 ZPO neue Tatsachen und neue Beweis-
mittel vorzutragen, ihm nachteilige Sachverhaltsfeststellungen zu rügen und 
auf eigene Eventualstandpunkte hinzuweisen (BGer, Urteil 4A_496/2016 vom 
8. Dezember 2016 E. 2.2.2; OGer ZH, Beschluss LA210014-O/U02 vom 

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4. Oktober 2022 E. II./3.). Die Berufungsführerin macht zu Recht geltend, die 
vorderrichterliche Annahme in E. 5.2.5, wonach Mietzinseinnahmen wegfallen 
würden, widerspreche den Ausführungen in E. 5.2.2 (vgl. KG-act. 1 Rz 29 f.), 
weil selbst im Falle von neu erfolgten Zahlungen der L.________ GmbH auf 
das gemeinsame Konto der Parteien kein Abänderungsgrund vorläge, wenn 
bereits im Ursprungentscheid berücksichtigt wurde, dass die Mieterin eine 
unzuverlässige Zahlerin ist. Zudem legte der Berufungsgegner für seine von 
der Berufungsführerin mit Nichtwissen bestrittene Behauptung, die 
L.________ GmbH bezahle den Mietzins seit Monaten nicht, keine Mahnun-
gen ins Recht, was für die Bezahlung des Mietzinses an den Berufungsgegner 
spricht. Alleine mit dem von der Geschäftsleiterin der L.________ GmbH so-
wie N.________ (als „Zeuge“) unterzeichneten Lagebericht vom 18. Juli 2022 
(Vi-act. 1 Beilage 8) vermag der Berufungsgegner nicht glaubhaft zu machen, 
dass die Mieterin die Mietzinse seit Januar 2022 nicht mehr bezahlte. Selbst 
wenn dem so wäre, hätte der Berufungsgegner seine Leistungsfähigkeit inso-
weit selbstverschuldet, als er die ihm zur Verfügung stehenden Schritte zur 
Eintreibung des Mietzinses nicht vornahm, weil diesen, nicht zuletzt gestützt 
auf die vorliegenden Akten, der Erfolg nicht von Vorneherein abgesprochen 
werden kann. Ebenso wenig kann ein Abänderungsgrund darin erblickt wer-
den, dass die Berufungsführerin die Bewilligung zum gewünschten Umbau am 
Mietobjekt nicht erteilte (vgl. Vi-act. 1 Rz 15 und KG-act. 1 Rz 21): Für die 
L.________ GmbH besteht gemäss Aktenlage grundsätzlich ungeachtet ihres 
Umbauvorhabens nach wie vor eine Mietzinszahlungspflicht und sie wurde im 
ersten Massnahmeverfahren nicht zu einer Bezahlung des Mietzinses auf das 
gemeinsame H.________ AG (Bank I)-Konto der Parteien verpflichtet, obwohl 
die Berufungsführerin dies verlangt hatte. Entsprechend erfolgt zu Recht der 
Einwand der Berufungsführerin, wonach falsch sei, dass sie gestützt auf die 
vom Vorderrichter in E. 5.2.5 zitierten Dokumente eine dauernde und wesent-
liche Änderung der Verhältnisse geschaffen habe (vgl. KG-act. 1 Rz 29 f.), 
weil sie eine Bezahlung auf das gemeinsame H.________ AG (Bank I)-Konto 
bereits vor Erlass der Verfügung vom 9. April 2021 angestrebt hatte. Insge-

Kantonsgericht Schwyz 14

samt kann dem vom Vorderrichter unter E. 5.2.5 gezogenen Schluss der, 
durch die Berufungsführerin herbeibeigeführten, dauernden und wesentlichen 
Änderung der Verhältnisse nicht gefolgt werden.

4. Der Berufung ist auch aus einem weiteren Grund Erfolg beschieden:

a) Die Berufungsführerin beanstandet, dass der Vorderrichter weiterhin 
davon ausgehe, der Berufungsgegner sei auf die frei verfügbaren Mietzinsein-
nahmen von Fr. 4’000.00 angewiesen, obwohl sie dies dezidiert bestritten ha-
be (mit Verweis auf Vi-act. 7 Rz 50 ff.), und sich der Vorderrichter nicht damit 
auseinandersetze, dass bei veränderten Verhältnissen sämtliche Parameter 
und damit auch die finanzielle Situation des Berufungsgegners zu aktualisie-
ren seien. Zudem könne davon ausgegangen werden, dass der Berufungs-
gegner, der sich nunmehr grösstenteils in Tansania aufhalte, neu tiefere 
Lebenshaltungskosten mit zusätzlichem Einkommen habe. Ihr Rechtsvertreter 
habe im parallellaufenden Strafverfahren am 30. November 2022 erfahren, 
dass er als Berater in Tansania per 1. November 2022 ein Honorar von 
$ 5’000.00 im Monat erziele, was ebenfalls belege, dass er nicht auf frei ver-
fügbare Mietzinseinnahmen angewiesen sei. Der Vertrag sei ihr erst fünf Tage 
nach dem Entscheid des Vorderrichters zugestellt worden, weshalb es sich 
um ein echtes Novum im Sinne von Art. 317 ZPO handle, das ohne Verzug 
eingereicht werde (KG-act. 1 Rz 16 und 18). Der Berufungsgegner bezeichnet 
diese Behauptungen als nicht rechtzeitig vorgebrachte echte Noven; zudem 
bestreitet er sie. Ob er noch ein Honorar erziele, sei im Weiteren nicht mass-
gebend. Der Berufungsführerin sei bekannt, dass er stets solche Nebenein-
kommen gehabt habe (KG-act. 7 Rz 9 f.). Mit Eingabe vom 6. Juni 2023 reich-
te die Berufungsführerin sodann ein Schreiben des Amtsgerichts Waldshut-
Tiengen mitsamt Abschrift des Protokolls und Anlagen sowie des Zuschlags-
beschlusses zu den Akten und hält fest, dass der Berufungsgegner offensicht-
lich nicht auf frei verfügbare Mietzinseinnahmen angewiesen sei, nachdem er 
als Meistbietender eine Liegenschaft über € 1’505’000.00 habe erwerben 

Kantonsgericht Schwyz 15

können (KG-act. 16 inkl. 16/1). Laut Berufungsgegner ist nicht Gegenstand 
des vorliegenden Verfahrens, wie er den Betrag für die Ersteigerung finanziert 
habe. Aufgrund seines guten Rufes in der Bankenwelt sei es für ihn auch wei-
terhin möglich, Fremdfinanzierungen für eine Geschäftsliegenschaft zu erhal-
ten. Es liege somit kein Novum vor (KG-act. 20, S. 3).

b) Mehrere verschiedenartige Entwicklungen können sich durch ihr Zu-
sammentreffen gegenseitig aufheben, aber auch in ihrer Wirkung verstärken. 
Bei Vorliegen veränderter Verhältnisse sind auch die übrigen Parameter zu 
aktualisieren (betreffend Unterhalt: BGer, 5A_276/2021 vom 29. September 
2021 E. 4.5.3; Maier/Vetterli, in: Fankhauser [Hrsg.], FamKomm, Scheidung, 
Band I, 4. A. 2022, Art. 179 ZGB N 3a f.; ZR 80/1981 Nr. 52, S. 155). Im ur-
sprünglichen Massnahmeentscheid legte der Einzelrichter die dem Beru-
fungsgegner anderweitig zustehenden Mittel nicht konkret fest. Er verneinte 
indes eine zusätzliche Anweisung an die M.________ GmbH, den 
monatlichen Mietzins in der Höhe von Fr. 4’700.00 ebenfalls auf das 
gemeinsame H.________ AG (Bank I)-Konto der Parteien zu bezahlen, weil er 
dies als nicht erforderlich und nicht zumutbar erachtete. Er verwies darauf, 
dass sämtliche Konti und Vermögenswerte in früheren Verfahren (ZEO 17 23 
und ZES 19 435) mit einer Verfügungssperre belegt worden seien, und erach-
tete als glaubhaft, dass der Berufungsgegner mit den Mietzinseinnahmen aus 
der Vermietung der Liegenschaft an der D.________strasse zz seinen Le-
bensunterhalt bestreiten müsse. Er solle deshalb wie bis anhin die gesamten 
Mietzinsen der M.________ GmbH für sich vereinnahmen können. Es sei da-
von auszugehen, dass von diesen Mieteinnahmen jeweils Fr. 700.00 auf ein – 
gesperrtes – Konto der O.________ AG für Verwaltungs- und Unterhaltskos-
ten flössen, weshalb der Berufungsgegner lediglich auf Fr. 4’000.00 Zugriff 
habe. Ausserdem berücksichtigte der Einzelrichter, dass der Berufungsgegner 
über mehrere Jahre die Hälfte der Mieteinnahmen der F.________ GmbH auf 
ein eigenes Konto überweisen lassen habe, ohne sich an den Kosten und 
Lasten zu beteiligen und sich deshalb während dieser Zeit höchstwahrschein-

Kantonsgericht Schwyz 16

lich ein gewisses Vermögen gebildet habe (Vi-act. 1 Beilage 1 E. 4.3.3, S. 12 
f.). Einkommenswerte des Berufungsgegners waren, zumindest im dortigen 
erstinstanzlichen Entscheid, kein Thema. Nachdem das Kantonsgericht dem 
Rechtsvertreter der Berufungsführerin im Strafverfahren die Eingabe des Be-
rufungsgegners vom 24. November 2022 samt Beilagen mit Verfügung vom 
28. November 2022 zugestellt hatte (vgl. KG-act. 1/3, S. 1), konnte die Beru-
fungsführerin darlegen, dass sie vom beiliegenden Beratungsvertrag (Consul-
ting Agreement) vom 2. November 2022 erst Ende November 2022 und damit 
nach Erlass der hier angefochtenen Verfügung vom 25. November 2022 er-
hielt, weshalb das mit Berufung eingereichte Novum zu berücksichtigen ist 
(siehe auch E. 3b oben). Der Berufungsgegner bestreitet ein sich aus dem 
Vertrag ergebendes monatliches Honorar von $ 5’000.00 nicht 
(vgl. KG-act. 1/3, Beilage 5 zur Stellungnahme vom 24. November 2022). 

Anlass zu einer Abänderung können grundsätzlich nur echte Noven geben, 
d.h. Tatsachen und Beweismittel, die erst nach dem Zeitpunkt eintraten oder 
verfügbar wurden, in dem im früheren, durch rechtskräftiges Urteil abge-
schlossenen Verfahren letztmals neue Angriffs- und Verteidigungsmittel vor-
gebracht werden konnten; umgekehrt sind neue Vorbringen, mit denen geän-
derte Verhältnisse behauptet und belegt werden, im Abänderungsverfahren 
nicht zu berücksichtigen, wenn und soweit sie im Verfahren, das im abzuän-
dernden Entscheid mündete, gestützt auf Art. 229 ZPO oder 
Art. 317 Abs. 1 ZPO noch hätten vorgebracht werden können 
(BGE 143 III 42 E. 5.3; BGE 148 III 95 E. 4.3.2). Selbst wenn der Berufungs-
führerin bekannt war, dass der Berufungsgegner stets Nebeneinkommen hat-
te, belegen die neuen Urkunden, dass der Berufungsgegner (erst) nach 
Rechtskraft des ersten Massnahmeverfahrens über ein neues Einkommen 
von der P.________ verfügt. Als echte Noven sind im Abänderungsprozess im 
Übrigen auch Tatsachen anzuerkennen, die zwar im früheren Verfahren be-
standen und der sich darauf berufenden Partei bekannt waren, von dieser 
aber damals zufolge fehlender Möglichkeit des Beweises nicht geltend ge-

Kantonsgericht Schwyz 17

macht wurden (BGE 143 III 42 E. 5.2; BGE 148 III 95 E. 4.5). Mit anderen 
Worten kann eine Abänderungsklage entweder auf Tatsachen gründen, die 
als echte Noven zu qualifizieren sind, oder aber auf Tatsachen, die unechte 
Noven darstellen, sofern die für deren Nachweis notwendigen Beweismittel 
echte Noven sind (Maier/Vetterli, a.a.O., Art. 179 ZGB N 2a). Dies muss auch 
hinsichtlich der Einwände der Gegenseite gelten. Nachdem die Einnahmen 
aus dem Beratungsvertrag Fr. 4’000.00 übersteigen, ist daher ungeachtet der 
Frage, ob die L.________ GmbH ihren Mietzins bezahlt, im Ergebnis nicht von 
einer wesentlichen Veränderung der Verhältnisse auszugehen. Zumindest 
widerspricht die Fortdauer der bisherigen Massnahme nicht Treu und Glauben 
(vgl. Isenring/Kessler, a.a.O., Art. 179 ZGB N 3). 

Im Weiteren erteilte das Amtsgericht Waldshut-Tiengen dem Berufungsgegner 
im Zwangsvollstreckungsverfahren unbestrittenermassen den Zuschlag für die 
den Parteien sowie Q.________ gehörende, versteigerte Liegenschaft in 
R.________ zu einem bar zu zahlenden Betrag von € 1’505’000.00. Gemäss 
Beschluss vom 23. Mai 2023 leistete der Berufungsgegner die Zahlung der 
Teilungsmasse in voller Höhe durch Gutschrift auf dem Konto der 
______(Bank III). Das Zustellschreiben datiert vom 26. Mai 2023 
(KG-act. 16/1). Die Berufungsführerin reichte die Belege am 6. Juni 2023 ein, 
nachdem diese ihr laut ihren Angaben am 30. Mai 2023 zugestellt worden 
waren. Die Einreichung erfolgte damit unverzüglich (vgl. hierzu BGer, Urteil 
4A_70/2021 vom 15. Juli 2021 E. 4.2 mit Verweisen), weshalb die Vorausset-
zungen von Art. 317 Abs. 1 ZPO erfüllt sind (siehe auch E. 3b oben). Der Be-
rufungsgegner hält im Wesentlichen nur pauschal entgegen, es sei für ihn 
auch weiterhin möglich, Fremdfinanzierungen für eine Geschäftsliegenschaft 
zu erhalten, weshalb kein Novum vorliege (KG-act. 20 Rz 4, S. 3). Belege 
reicht er nicht ein. Davon abgesehen bringen Fremdfinanzierungen in der 
Regel Kosten mit sich, die der Berufungsgegner offenbar zu decken vermag. 
Gegenteiliges macht er jedenfalls nicht geltend. Dieser Umstand spricht mithin 
ebenfalls gegen seinen Standpunkt. Ob auch die erstinstanzlichen Vorbringen 

Kantonsgericht Schwyz 18

der Berufungsführerin zu Vermögens- und Einkommenswerten des Beru-
fungsgegners (vgl. Vi-act. 7 Rz 53 ff.) berücksichtigt werden können oder rele-
vant sind, kann bei dieser Sachlage schliesslich offenbleiben. 

5. Laut den vorderrichterlichen Erwägungen ordnet das Gericht eine Verfü-
gungssperre resp. eine abgeänderte Verfügungssperre i.S.v. Art. 178 ZGB nur 
in dem Umfang an, als es die Sicherung der wirtschaftlichen Grundlagen der 
Familie oder die Erfüllung einer vermögensrechtlichen Verpflichtung aus der 
ehelichen Gemeinschaft erfordert. Der Berufungsgegner vermöge nicht glaub-
haft zu machen, dass die im Entscheid vom 9. April 2021 ermittelten 
Fr. 4’000.00 nicht mehr ausreichen würden und er Fr. 10’000.00 benötige. 
Somit beschränke sich sein Anspruch auf frei verfügbare Mietzinseinnahmen 
weiterhin auf Fr. 4’000.00 (angef. Verfügung E. 5.3). 

a) Die am 9. April 2021 angeordnete Sperre umfasst die laufenden 
Mietzinseinnahmen der F.________ GmbH, über welche die Parteien nach 
deren Einzahlung auf das gemeinsame Konto nur mit Zustimmung des 
anderen verfügen können. Das Abänderungsbegehren enthält insoweit eine 
Einschränkung dieser zugunsten der Berufungsführerin erfolgten 
Verfügungssperre, als nur noch ein Teil der Einnahmen auf das gemeinsame 
Konto überwiesen werden soll. Der Berufungsgegner verlangte mit seinem 
Abänderungsgesuch zusätzlich die Bezahlung eines Teils des Mietzinses auf 
ein nur auf ihn lautendes Konto. Die Berufungsführerin moniert, der 
Vorderrichter ziehe von sich aus und ohne Möglichkeit zur Stellungnahme 
Art. 178 ZGB heran, um die Verfügungssperre zugunsten des 
Berufungsgegners zu rechtfertigen. Er setze sich nicht mit ihren Überlegungen 
auseinander, wonach Letzterer weder erläutere, weshalb sie keines Schutzes 
mehr bedürfe, noch auf welche gesetzlichen Grundlage er eine gerichtliche 
Anweisung zu seinen Gunsten stützen wolle (KG-act. 1 Rz 13 f.). 

Kantonsgericht Schwyz 19

b) Die Anpassung an die veränderte Sachlage kann in einer Ergänzung, in 
einer sachlichen oder zeitlichen Beschränkung oder in einer Aufhebung der 
früher angeordneten Massnahme bestehen (Isenring/Kessler, a.a.O., 
Art. 179 ZGB N 6). Gegenstand im Verfahren ZES 20 503 waren unter 
anderem die von der Berufungsführerin beantragten Verfügungssperren. Der 
Einzelrichter verneinte im ursprünglichen Massnahmeentscheid wie bereits 
erwähnt eine zusätzliche Anweisung an die M.________ GmbH, den 
monatlichen Mietzins in der Höhe von Fr. 4’700.00 ebenfalls auf das 
gemeinsame H.________ AG (Bank I)-Konto der Parteien zu bezahlen, weil er 
dies als nicht erforderlich und nicht zumutbar erachtete und den Betrag von 
Fr. 4’000.00 dem Berufungsgegner für die Bestreitung seines 
Lebensunterhalts belassen wollte (vgl. Vi-act. 1 Beilage 1 E. 4.3.3, S. 13). 
Insgesamt ging es damals aber nur um Anweisungen zulasten des 
Berufungsgegners. Die Anweisung der Bezahlung von Vermögenswerten auf 
ein alleine auf den 
Namen des Berufungsgegners lautendes Konto war einerseits nicht 
Gegenstand des damaligen Verfahrens, andererseits kann eine solche 
Anweisung nicht unter Art. 178 ZGB fallen, weil die Verfügung über die 
Vermögenswerte gerade nicht von der Zustimmung des anderen Ehegatten 
abhängig ist. Eine andere Frage ist, ob die Anweisung im ursprünglichen 
Umfang beizubehalten ist.

6. Nach dem Gesagten hätte der Vorderrichter das Abänderungsbegehren 
vollumfänglich abweisen müssen. Bei dieser Sachlage muss nicht auf die wei-
teren Rügen der Berufungsführerin über den quantitativen Fehler in Disposi-
tivziffer 1 und die Anweisung an den angeblich falschen Mieter eingegangen 
werden (vgl. KG-act. 1 Rz 32-36). Schliesslich erübrigte sich für die Beurtei-
lung der sich gestützt auf die Vorbringen der Parteien stellenden Fragen ein 
Beizug der Akten des ursprünglichen Massnahmeverfahrens 
(vgl. KG-act. 1 Rz 6). 

Kantonsgericht Schwyz 20

7. Zusammenfassend ist die Berufung gutzuheissen und der angefochtene 
Entscheid infolge Spruchreife im Sinne der Erwägungen anzupassen 
(vgl. Art. 318 Abs. 1 lit. a ZPO). 

a) Trifft die Rechtsmittelinstanz einen neuen Entscheid, so entscheidet sie 
auch über die Prozesskosten des erstinstanzlichen Verfahrens (Art. 318 Abs.3 
ZPO). Mit der Gutheissung der Berufung erübrigen sich Ausführungen zu den 
Rügen der Berufungsführerin über die Verlegung der erstinstanzlichen 
Prozesskosten (vgl. KG-act. 1 Rz 37-39). Nachdem das Abänderungsgesuch 
des Berufungsgegners abzuweisen ist, sind ihm die erstinstanzlichen Ge-
richtskosten von Fr. 2’000.00 aufzuerlegen. Zudem ist er zu verpflichten, der 
Berufungsführerin eine Parteientschädigung auszurichten. Das Honorar im 
summarischen Verfahren beträgt Fr. 300.00 bis Fr. 4’800.00 (§ 10 GebTRA). 
Innerhalb dieses Tarifrahmens bestimmt sich die Höhe des Honorars nach der 
Wichtigkeit der Streitsache, ihrer Schwierigkeit, dem Umfang und der Art der 
Arbeitsleistung sowie dem notwendigen Zeitaufwand (§ 2 Abs. 1 GebTRA). 
Insbesondere im Hinblick auf die Aufwendungen ihrer Rechtsvertreterin, die 
im Wesentlichen in der Ausfertigung der rund 15- und sechsseitigen Stellung-
nahmen vom 3. Oktober 2022 und 3. November bestand (Vi-act. 7 und 12), 
sowie in Anbetracht dessen, dass der Streitgegenstand nur die behauptete 
Abänderung umfasste und rechtlich nicht sonderlich anspruchsvoll war, aber 
für die Berufungsführerin doch von finanzieller Tragweite ist, ist die Entschädi-
gung ermessensweise auf Fr. 2’500.00 (inkl. Auslagen und MWST) festzuset-
zen.

b) Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 3’000.00 sind ausgangs-
gemäss ebenfalls dem Berufungsgegner aufzuerlegen. Der Rechtsvertreterin 
der Berufungsführerin entstand insbesondere Aufwand im Zusammenhang mit 
der rund 13-seitigen Berufung sowie den weiteren kurzen Eingaben vom 
4. Januar 2023 und 6. Juni 2023 (KG-act. 1, 9 und 16). Der Berufungsgegner 
hat die Berufungsführerin hierfür ermessenweise mit Fr. 2’000.00 (in-

Kantonsgericht Schwyz 21

kl. Auslagen und MWST) zu entschädigen (vgl. hierzu die Begründung in 
E. 7a oben);-

beschlossen:

1. In Gutheissung der Berufung wird die Verfügung des Einzelrichters am 
Bezirksgericht March vom 25. November 2022 aufgehoben und verfügt:

1. Das Gesuch um Abänderung vorsorglicher Massnahmen vom 
20. Juli 2022 wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 2’000.00 werden dem Gesuchsteller 
auferlegt.

3. Der Gesuchsteller wird verpflichtet, die Gesuchsgegnerin mit 
Fr. 2’500.00 (inkl. Auslagen und MWST) zu entschädigen.

2. Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 3’000.00 werden dem 
Berufungsgegner auferlegt und vom Kostenvorschuss der 
Berufungsführerin in gleicher Höhe bezogen. Der Berufungsgegner hat 
der Berufungsführerin unter dem Titel Gerichtskostenersatz Fr. 3’000.00 
zu bezahlen.

3. Der Berufungsgegner hat die Berufungsführerin für das 
Berufungsverfahren mit Fr. 2’000.00 (inkl. Auslagen und MWST) zu 
entschädigen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach 
Art. 72 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in 
Zivilsachen wegen Verletzung verfassungsmässiger Rechte (Art. 98 
BGG) beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden; die 
Beschwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG 
entsprechen. Der Streitwert übersteigt Fr. 30’000.00.

Kantonsgericht Schwyz 22

Kantonsgericht Schwyz 23

5. Zufertigung an Rechtsanwältin B.________ (2/R, unter Beilage von 
KG-act. 27), Rechtsanwältin R.________ (2/R, unter Beilage von 
KG-act. 27) und die Vorinstanz (1/A, zur Vornahme der entsprechenden 
Meldung an die F.________ GmbH) sowie nach definitiver Erledigung 
an die Vorinstanz (1/R, mit den Akten) und an die Kantonsgerichtskasse 
(1/ü, im Dispositiv).

Namens der 2. Zivilkammer
Der Kantonsgerichtspräsident Die Gerichtsschreiberin

Versand 6. Februar 2024  amu