# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9fb33f5c-2902-5b4d-b2ac-7cc00f0624ef
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-07-03
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Zivilappellationshöfe 03.07.2019 101 2018 332
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_001_101-2018-332_2019-07-03.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00
tribunalcantonal@fr.ch
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

101 2018 332
101 2019 17

Urteil vom 3. Juli 2019

I. Zivilappellationshof

Besetzung Präsident: Jérôme Delabays
Richter: Sandra Wohlhauser, Laurent Schneuwly
Gerichtsschreiberin-
Berichterstatterin: Cornelia Thalmann El Bachary

Parteien A.________, Beklagte, Berufungsklägerin und Anschlussberu-
fungsbeklagte, vertreten durch Rechtsanwalt Yannick Sollberger

gegen

B.________, Kläger, Berufungsbeklagter und Anschlussberu-
fungskläger, vertreten durch Rechtsanwalt Armin Sahli

Gegenstand Ehescheidung (Kinder- und Ehegattenunterhalt, Güterrecht)

Berufung vom 31. Oktober 2018 und Anschlussberufung vom 
14. Januar 2019 gegen den am 15. Oktober 2018 berichtigten 
Entscheid des Zivilgerichts des Seebezirks vom 21. September 2018

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Sachverhalt

A. A.________, geb. C.________ im 1973, und B.________, geb. im 1957, haben im 2003 
geheiratet. Sie sind die Eltern von D.________, geb. im 2001, und E.________, geb. im 2003. 

Im Rahmen von Eheschutzmassnahmen genehmigte der Gerichtspräsident des Seebezirks mit 
Entscheid vom 9. Oktober 2014 den zwischen den Parteien am 3. Oktober 2014 geschlossenen 
Vergleich. Darin verpflichtete sich B.________ insbesondere, seiner Ehefrau an den Unterhalt ihrer 
gemeinsamen Kinder einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von je CHF 1‘250.-, zzgl. allfällige 
Kinder- und Familienzulagen zu bezahlen (Ziff. 5) und an den Unterhalt von A.________ selber 
einen solchen von CHF 2‘600.- pro Monat, zzgl. die Hälfte des Nettobetrages des von seinem 
Arbeitgeber ausgerichteten Bonus (Ziff. 6).

B. Am 25. November 2016 reichte B.________ beim Zivilgericht des Seebezirks eine Schei-
dungsklage ein. In seiner Klagebegründung vom 5. Dezember 2017 bzw. in seiner Stellungnahme 
vom 15. Mai 2018 und Klageänderung an der Sitzung vom 8. Juni 2018 verlangte er insbesondere, 
er sei zu verpflichten, an den Unterhalt seiner beiden Kinder folgende Unterhaltsbeiträge, zzgl. 
allfällige Kinder-, Familien-, Betreuungs- und Arbeitgeberzulagen zu bezahlen: 

für D.________: - CHF 608.- bis 31. Juli 2018; für E.________: - CHF 1‘060.- bis 31. Juli 2019;
- CHF 300.- bis 31. Juli 2019; - CHF 600.- bis 31. Juli 2020;
- CHF 100.- bis 31. Juli 2020. - CHF 300.- bis 31. Juli 2021;

- CHF 100.- bis 31. Mai 2022.

Weiter sei festzustellen, dass kein nachehelicher Unterhalt geschuldet ist. Die güterrechtliche 
Auseinandersetzung sei wie folgt vorzunehmen (Ziff. 10):

1. Die eheliche Liegenschaft Art. 109 des Grundbuches der Gemeinde F.________ (Sektor 
G.________) sei B.________ zu Alleineigentum zuzuweisen. Folglich ist der Miteigentumsanteil 
von A.________ an B.________ zu übertragen.
Der Grundbuchverwalter des Grundbuches des Seebezirks sei anzuweisen, B.________ als 
Alleineigentümer von Art. 109 des Grundbuches der Gemeinde F.________ (Sektor G.________) 
einzutragen.
Der Anrechnungswert der Liegenschaft Art. 109 des Grundbuches der Gemeinde F.________ 
(Sektor G.________) sei auf CHF 852'000.00 festzusetzen.
Die Kosten der Eigentumsübertragung seien B.________ aufzuerlegen. 

2. Es sei festzustellen, dass die H.________ Kantonalbank mit schriftlicher Bestätigung vom 
3. November 2016 A.________ von der Solidarhaftung in Bezug auf den Hypothekarkredit im 
Umfang von CHF 476'000.00 befreit hat, soweit B.________ im Zuge des Scheidungsverfahrens 
Alleineigentümer der Liegenschaft wird.

3. Der Grundbuchverwalter des Grundbuches des Seebezirks sei anzuweisen, den auf Art. 109 des 
Grundbuches der Gemeinde F.________ (Sektor G.________) vorgemerkten BVG-Vorbezug für 
Wohneigentumsförderung von A.________ zu löschen.

4. B.________ sei zu verpflichten, A.________ eine güterrechtliche Ausgleichszahlung in der Höhe 
von CHF 18‘541.00 zu bezahlen. Diese Ausgleichszahlung werde 30 Tage nach Rechtskraft des 
Scheidungsurteils zur Zahlung fällig.

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5. Es sei festzustellen, dass jede Partei Eigentümerin derjenigen Gegenstände und Vermögenswer-
te werde, welche sich im Zeitpunkt des Scheidungsurteils in ihrem Besitze befinden.

6. Unter Vorbehalt der vorgenannten Regelungen sei festzustellen, dass die Parteien güterrechtlich 
vollständig auseinandergesetzt sind.

In ihrer Klageantwort vom 29. März 2018 bzw. in ihrer Replik vom 7. Juni 2018 sowie in ihrer 
Stellungnahme an der Sitzung vom 8. Juni 2018 verlangte A.________ insbesondere, dass 
B.________ verpflichtet werde, an den Unterhalt der beiden Kinder einen monatlichen Betrag von 
je CHF 2'000.- ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis zum Ende der ersten ordentlichen Ausbil-
dung der beiden Kinder zu bezahlen, zzgl. allfällige Kinder- und Familienzulagen, und dass er sich 
ausserdem an ausserordentlichen Bedürfnissen der Kinder (wie Zahnkorrekturen, schulische 
Fördermassnahmen usw.) nach Vorlage der entsprechenden Rechnungen zur Hälfte beteiligt, 
soweit nicht Dritte, insbesondere Versicherungen, für die Kosten aufkommen (Art. 286 Abs. 3 
ZGB). 

An ihren eigenen Unterhalt verlangte sie einen monatlichen Betrag von CHF 2'600.- ab Rechtskraft 
des Scheidungsurteils bis zum 31. Dezember 2020 und danach einen Betrag von CHF 2‘000.- bis 
sie in das ordentliche AHV-Rentenalter eintritt. Zusätzlich sei B.________ zu verpflichten, ihr 
jährlich die Hälfte des Nettobetrages des von seinem Arbeitgeber ausgerichteten Bonus jeweils am 
31. März des Folgejahres zu überweisen.

In Bezug auf die von B.________ beantragte güterrechtliche Auseinandersetzung (Ziff. 10) nahm 
A.________ nach letztmalig an der Sitzung vom 8. Juni 2018 erfolgter Änderung wie folgt Stellung: 

1. Abzuweisen.
Primär:
Es sei anzuordnen, dass die eheliche Liegenschaft Art. 109 des Grundbuches der Gemeinde 
F.________ (Sektor G.________) freihändig zum bestmöglichen Preis, mindestens aber zu 
CHF 852'000.00, veräussert wird. Eventualiter sei sie öffentlich zu versteigern. 
Der Verkaufserlös diene primär zur Rückzahlung der Hypothekarschulden und der Vorbezüge zur 
Wohneigentumsförderung der Parteien. Darüber hinaus seien die Aufwendung für den Verkauf 
sowie allfällige damit zusammenhängende Steuern und Abgaben in Abzug zu bringen.
Ein allfällig verbleibender Saldo sei zwischen den Parteien zu teilen.
Subsidiär:
Die eheliche Liegenschaft Art. 109 des Grundbuches der Gemeinde F.________ (Sektor 
G.________) sei B.________ zu Alleineigentum zuzuweisen. Der Grundbuchverwalter des 
Grundbuches des Seebezirks sei anzuweisen, B.________ als Alleineigentümer von Art. 109 des 
Grundbuches der Gemeinde F.________ (Sektor G.________) einzutragen.
Es sei festzustellen, dass die H.________ Kantonalbank mit schriftlicher Bestätigung vom 
3. November 2016 A.________ von der Solidarhaftung befreit hat, soweit B.________ im Zuge 
des Scheidungsverfahrens Alleineigentümer der Liegenschaft wird. B.________ wird daher 
Alleinschuldner des Hypothekarkredites im Umfang von CHF 476'000.00. Die Kosten der Eigen-
tumsübertragung seien B.________ aufzuerlegen.
Es sei festzustellen, dass der Kläger der Beklagten für die Übernahme der Liegenschaft einen 
Betrag von CHF 122'323.30 schuldet.

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Der Kläger sei zu verpflichten, den Vorbezug der Beklagten zur Wohneigentumsförderung in der 
Höhe von CHF 3'083.00 an das Freizügigkeitskonto der Beklagten bei der Freizügigkeitsstiftung 
der I.________ AG (Nr. jjj) zu überweisen.

2. Einverstanden.
3. Einverstanden.
4. Abzuweisen.

Unter Vorbehalt des Primärbegehrens von Ziff. ad 10.1 sei B.________ zu verpflichten, 
A.________ einen Betrag von CHF 159'473.30 aus Güterrecht zu bezahlen.

5. Abzuweisen.
Primär:
Der Kläger sei zu verpflichten, der Beklagten ihren Ehering auszuhändigen.
Im Übrigen sei festzustellen, dass jede Partei Eigentümerin derjenigen Gegenstände und Vermö-
genswerte wird, welche sich im Zeitpunkt des Scheidungsurteils in ihrem Besitz befinden.
Subsidiär:
Für den Ehering bezahle der Kläger der Beklagten einen Betrag von CHF 11‘000.00.
Im Übrigen sei festzustellen, dass jede Partei Eigentümerin derjenigen Gegenstände und Vermö-
genswerte wird, welche sich im Zeitpunkt des Scheidungsurteils in ihrem Besitz befinden.

6. Einverstanden (unter Vorbehalt der vorliegend vorgenannten Bedingungen).

Am 21. September 2018 entschied das Gericht des Seebezirks insbesondere nachfolgendes, 
wobei der Betrag in Ziffer 6.2. mit Entscheid vom 15. Oktober 2018 entsprechend berichtigt wurde: 

1. Die zwischen B.________ und A.________ im 2003 vor dem  Zivilstandsamt in F.________ 
geschlossene Ehe wird durch Scheidung aufgelöst.

2. [gemeinsame elterliche Sorge]
3. [Obhut]
4. [Besuchsrecht von B.________]
5. Kinderunterhalt
5.1 B.________ wird verpflichtet, A.________ an den Unterhalt von D.________ einen Betrag von 

CHF 800.00 zu bezahlen.
5.2 B.________ wird verpflichtet, A.________ an den Unterhalt von E.________ folgende Beiträge 

zu bezahlen:
 CHF 3‘966.00 bis 31. Dezember 2018;
 CHF 1‘872.00 ab 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2019;
 CHF 1‘200.00 ab 1. Januar 2020.

5.3 Die Unterhaltsbeiträge sind ab Rechtskraft dieses Entscheids jeweils am Ersten eines jeden 
Monats vorauszahlbar. Sie sind auch über die Mündigkeit von D.________ und E.________ 
hinaus geschuldet, und zwar bis zum Abschluss einer Ausbildung oder eines Studiums, dies 
gemäss den Vorgaben von Art. 277 Abs. 2 ZGB. Allfällige an B.________ entrichtete Kinder- und 
Ausbildungszulagen für D.________ und E.________ sind zusätzlich zu überweisen.

6. Güterrecht
6.1 Die Liegenschaft Art. 109 des Grundbuches der Gemeinde F.________, Sektor G.________, 

wird B.________ zugewiesen. Das Grundbuchamt des Seebezirks wird angewiesen, die Übertra-

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gung des hälftigen Miteigentumsanteils an diesem Grundstück von A.________ an B.________ 
im Grundbuch einzutragen. Nutzen und Gefahr der Liegenschaft gehen mit Rechtskraft des 
Scheidungsurteils auf B.________ über. Die mit der Eigentumsübertragung verbundenen Abga-
ben und Gebühren werden von B.________ übernommen. Auf eine marchzählige Abrechnung 
über Versicherungen, Steuern und sonstige mit der Liegenschaft zusammenhängende Lasten 
wird verzichtet.

6.2 B.________ wird verpflichtet, A.________ aus der güterrechtlichen Auseinandersetzung innert 
30 Tagen seit Rechtskraft des Scheidungsentscheids einen Betrag von CHF 70‘039.35 zu bezah-
len. 

6.3 B.________ wird verpflichtet, A.________ innert 30 Tagen seit Rechtskraft des Scheidungsent-
scheids einen Betrag von CHF 3‘083.00 auf das Freizügigkeitskonto Nr. jjj bei der Freizügigkeits-
stiftung der I.________ AG zu bezahlen.

7. [Teilung BVG]
8. B.________ wird verpflichtet, A.________ bis zum 31. Mai 2022 an ihren eigenen Unterhalt einen 

monatlichen, vorauszahlbaren Beitrag von CHF 500.00 zu bezahlen.
9. Die unter Ziff. 5 und 8 genannten Unterhaltsbeiträge basieren auf dem Landesindex der Konsu-

mentenpreise des Bundesamts für Statistik, Stand Urteilstag (Basis Dezember 2015 = 100 Punk-
te). Sie sind jeweils am 1. Januar eines jeden Jahres dem Indexstand des Monats November des 
Vorjahres proportional anzupassen, erstmals auf den 1. Januar 2020. Die Berechnungsformel 
lautet dabei wie folgt:

Alter Unterhaltsbeitrag x Neuer IndexNeuer Unterhaltsbeitrag  =

Alter Index

Weist B.________ nach, dass sein Erwerbseinkommen nicht oder nur teilweise der eingetretenen 
Teuerung angepasst worden ist, so erfolgt die Erhöhung der Unterhaltsbeiträge nur verhältnis-
mässig im Umfang des gewährten Teuerungsausgleiches.

10. [URP]
11. Die übrigen Rechtsbegehren werden abgewiesen.
12. Die Gerichtskosten werden den Parteien hälftig auferlegt. Die dem Staat geschuldeten Gerichts-

kosten (Entscheidgebühr inkl. Auslagen) werden auf CHF 8‘000.00 festgesetzt.
13. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

C. Gegen dieses Urteil erhob A.________ am 31. Oktober 2018 Berufung. In deren 
Gutheissung verlangt sie unter Kosten- und Entschädigungsfolgen die Aufhebung und Änderung 
der Ziffern 5, 6 und 8 in folgendem Sinn:

5. B.________ sei zu verpflichten, A.________ an den Unterhalt der beiden Kinder D.________ und 
E.________ einen monatlichen Beitrag von je CHF 2‘000.- zu bezahlen. 
Allfällige an B.________ ausgerichtete Kinder- und Familienzulagen sind in den genannten 
Unterhaltsbeiträgen nicht enthalten und sind somit zusätzlich geschuldet. 
An ausserordentlichen Bedürfnissen der Kinder (wie Krankheitskosten, Zahnkorrekturen, schuli-
sche Fördermassnahmen usw.) beteiligt sich B.________ nach Vorlage der entsprechenden 
Rechnungen zur Hälfte, soweit nicht Dritte, insbesondere Versicherungen, für die Kosten aufkom-
men. 
Die Unterhaltsbeiträge sind ab Rechtskraft dieses Entscheides jeweils am Ersten eines jeden 
Monats vorauszahlbar. Die Unterhaltsbeiträge sind auch über die Mündigkeit von D.________ 

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und E.________ hinaus geschuldet, und zwar bis zum Abschluss einer Ausbildung oder eines 
Studiums, dies gemäss den Vorgaben von Art. 277 Abs. 2 ZGB. 

6. Primär: 
I. Die Liegenschaft Art. 109 des Grundbuches der Gemeinde F.________ (Sektor G.________) 

sei freihändig zum bestmöglichen Preis zu veräussern, eventuell öffentlich zu versteigern.
II. Der Verkaufserlös diene primär zur Rückzahlung der Hypothekarschulden und der Vorbezüge 

zur Wohneigentumsförderung der Parteien. Darüber hinaus seien die Aufwendungen für den 
Verkauf sowie allfällige damit zusammenhängende Steuern und Abgaben in Abzug zu 
bringen. 

III. Ein allfällig verbleibender Saldo sei zwischen den Parteien zu teilen. 
Subsidiär: 
I. Die Liegenschaft Art. 109 des Grundbuches der Gemeinde F.________ (Sektor G.________) 

sei B.________ zu Alleineigentum zuzuweisen. 
II. Es sei festzustellen, dass die H.________ Kantonalbank mit schriftlicher Bestätigung vom 

3. November 2016 A.________ von der Solidarhaftung befreit hat, soweit B.________ im 
Zuge des Scheidungsverfahrens Alleineigentümer der Liegenschaft wird. 
B.________ wird daher Alleinschuldner des Hypothekarkredites im Umfang von 
CHF 476‘000.-. Die Kosten der Eigentumsübertragung seien B.________ aufzuerlegen. 

III. Es sei festzustellen, dass B.________ A.________ für die Übernahme der Liegenschaft einen 
Betrag von mindestens CHF 90‘337.85 schuldet. Zur Bewertung der Liegenschaft sei ein 
neues gerichtliches Gutachten anzuordnen. 

IV. B.________ sei zu verpflichten, den Vorbezug von A.________ zur Wohneigentumsförderung 
in der Höhe von CHF 3‘083.- an das Freizügigkeitskonto von A.________ bei der Freizügig-
keitsstiftung der I.________ AG (Nr. jjj) zu überweisen. 

B.________ sei zu verpflichten, A.________ aus der güterrechtlichen Auseinandersetzung einen 
Betrag von CHF 104‘988.65 zu bezahlen, inkl. Verzugszins von 5% auf dem Teilbetrag von 
CHF 4‘972.45 seit April 2018. 

8. B.________ sei unter Vorbehalt der gestellten Auskunftsbegehren und der Neubewertung der 
Liegenschaft zu verpflichten, A.________ bis zu seiner Pensionierung nachehelichen Unterhalt 
im Umfang von monatlich CHF 2‘600.- ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis zum 31. Dezem-
ber 2020 und CHF 2‘000.- ab 1. Januar 2021 bis zum Zeitpunkt des Eintritts von A.________ in 
das ordentliche AHV-Rentenalter zu bezahlen. 
B.________ sei zu verpflichten, jährlich die Hälfte des Nettobetrages des von seinem Arbeitgeber 
ausgerichteten Bonus jeweils am 31. März des Folgejahres an die Beklagte zu überweisen. 
Auskunftsbegehren
B.________ sei zu verpflichten, A.________ über seine Einkommens- und Vermögensverhältnis-
se umfassend zu informieren und sämtliche relevanten Unterlagen vorzulegen. Er sei insbeson-
dere gerichtlich aufzufordern, A.________ Auskunft über die Verwendung der regelmässigen 
Bankbezüge zwischen den Jahren 2011 und 2014 vom gemeinsamen Konto kkk bei der 
L.________ zu geben und die folgenden Unterlagen einzureichen: 
- Steuerveranlagung 2014 und 2015
- Detaillierte Abrechnungen der Bonuszahlungen von 2014-2016
- Kontoauszüge M.________ Sparkonto Nr. nnn von Eheschliessung bis am 31. Oktober 2014

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- Kontoauszüge I.________ Sparkonto Nr. ooo von Eheschliessung bis heute
- Kontoauszüge P.________-Konto Nr. qqq von Eheschliessung bis heute
- Detaillierter Auszug Baukonto inkl. Zahlungsbelege
- Auszüge betreffend eine allfällige Lebensversicherung bei der R.________

Mit Eingabe vom 14. Januar 2019 reichte B.________ seine Berufungsantwort ein, in der er unter 
Kosten- und Entschädigungsfolge auf vollumfängliche Abweisung der Berufung schloss und 
Anschlussberufung erhob. Er verlangt unter Kosten- und Entschädigungsfolge folgendes: 

Ziffer 8 wird aufgehoben. Nachfolgende Ziffern sind wie folgt abzuändern:

5.1. B.________ sei zu verpflichten, an den Unterhalt von D.________ folgende monatliche Unter-
haltsbeiträge zu bezahlen: 
- CHF 600.- ab Rechtskraft des Scheidungsurteils;
- CHF 300.- ab 1. Juli 2019;
- CHF 350.- ab 1. Januar 2020. 
Die Unterhaltspflicht gegenüber D.________ endet mit dem Abschluss der Ausbildung zur Fach-
frau Betreuung. 

5.2. B.________ sei zu verpflichten, an den Unterhalt von E.________ folgende monatliche Unter-
haltsbeiträge zu bezahlen: 
- CHF 1‘200.- ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis 31. Juli 2019;
- CHF 900.- bis 31. Juli 2020;
- CHF 600.- bis 31. Juli 2021;
- CHF 300.- bis 31. Juli 2022. 
Die Unterhaltspflicht gegenüber E.________ endet mit dem Abschluss der Erstausbildung. 

5.3. Die Unterhaltsbeiträge sind ab Rechtskraft des Scheidungsurteils jeweils am Ersten eines jeden 
Monats vorauszahlbar. Sie sind auch über die Mündigkeit hinaus geschuldet, sind allerdings nach 
Eintritt der Mündigkeit jeweils direkt den Kindern zu überweisen. Allfällige vom Vater bezogene 
Kinder- und Ausbildungszulagen sind zusätzlich zu entrichten. 

6.2. Primär:
B.________ wird verpflichtet, A.________ aus der güterrechtlichen Abrechnung innert 30 Tagen 
seit Rechtskraft des Urteils des Kantonsgerichts einen Betrag von CHF 38‘728.60 zu bezahlen.
Subsidiär: 
B.________ wird verpflichtet, A.________ aus der güterrechtlichen Abrechnung innert 30 Tagen 
seit Rechtskraft des Urteils des Kantonsgerichts einen Betrag von CHF 44‘630.55 zu bezahlen. 

12./13. Die Verfahrenskosten, bestehend aus den Gerichts- und den Parteikosten, werden 
A.________ zu 75% und B.________ zu 25% auferlegt. Die Angelegenheit sei zwecks Festset-
zung der Parteikosten gestützt auf die eingereichten Kostenlisten an die Vorinstanz zurückzuwei-
sen. 

A.________ schloss in ihrer Antwort vom 27. Februar 2019 unter Kosten- und Entschädigungs-
folge auf vollumfängliche Abweisung der Anschlussberufung.

Mit Schreiben vom 1. Februar 2019 und 16. April 2019 gelang B.________ nochmals an den 
Appellationshof. 

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Am 30. April 2019 erklärte sich die inzwischen volljährig gewordene D.________ mit der Berufung 
ihrer Mutter in Bezug auf die sie betreffenden Unterhaltsforderungen einverstanden.

Mit Eingabe vom 14. Mai 2019 brachte der Berufungsbeklagte neue Tatsachen vor und änderte 
insbesondere sein Rechtsbegehren in Ziffer 4 der Anschlussberufung folgendermassen: 

Ziffer 6.2. des Urteils des Zivilgerichts des Seebezirks vom 21. September 2018 wird wie folgt abgeändert: 

Primär: B.________ wird verpflichtet, A.________ aus der güterrechtlichen Abrechnung innert 30 Tagen seit 
Rechtskraft des Urteils des Kantonsgerichts einen Betrag von CHF 34‘604.40 zu bezahlen.

Subsidiär sei der Betrag auf CHF 40‘506.34 festzusetzen. 

Die Berufungsklägerin nahm am 28. Mai 2019 dazu Stellung und hielt an ihren Rechtsbegehren 
fest.

Die Rechtsvertreter reichten am 31. Mai bzw. 11. Juni 2019 ihre Kostenlisten für das Berufungs-
verfahren ein.

D. Am 14. Januar 2019 ersuchte B.________ unter Kosten- und Entschädigungsfolge um 
vorsorgliche Massnahmen, bzw. um Abänderung des Eheschutzentscheids vom 9. Oktober 2014. 
Zusammengefasst verlangt er, die Unterhaltsbeiträge zu Gunsten seiner Kinder ab dem 1. Januar 
2019 entsprechend seinen Anträgen in der Anschlussberufung festzusetzen. Der Berufungs-
klägerin sei ab demselben Datum kein Unterhalt mehr geschuldet. 

Unter Kosten- und Entschädigungsfolge schliesst A.________ in ihrer Stellungnahme vom 
27. Februar 2019 auf vollumfängliche Abweisung des Gesuchs. 

Erwägungen

1.

1.1. Mit Berufung anfechtbar sind namentlich erstinstanzliche Endentscheide, sofern der 
Streitwert in vermögensrechtlichen Angelegenheiten mindestens CHF 10‘000.- beträgt (Art. 308 
Abs. 1 Bst. a und Abs. 2 ZPO). Der Streitwert wird durch die zuletzt aufrechterhaltenen 
Rechtsbegehren bestimmt (Art. 91 Abs. 1 i.V.m. Art. 308 Abs. 2 ZPO). Als Wert wiederkehrender 
Leistungen gilt der Kapitalwert (Art. 92 Abs. 1 ZPO). 

Der Streitwert von CHF 10‘000.- ist vorliegend in Anbetracht des in Frage stehenden Unterhalts-
beitrags längstens erreicht. Im Übrigen ist auch der Streitwert von CHF 30‘000.-, der die 
Beschwerde in Zivilsachen an das Bundesgericht gegen vorliegendes Urteil ermöglicht (Art. 51 
Abs. 1 Bst. a und 74 Abs. 1 Bst. b BGG), gegeben.

1.2. Die Berufung ist bei der Rechtsmittelinstanz innert 30 Tagen seit Zustellung des begründe-
ten Entscheids schriftlich und begründet einzureichen (Art. 311 Abs. 1 ZPO). Die Gegenpartei 
kann in der Berufungsantwort Anschlussberufung erheben. Die Frist beträgt 30 Tage (Art. 312 Abs. 
2 und 313 Abs. 1 ZPO).

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Der angefochtene Entscheid wurde der Berufungsklägerin am 3. Oktober 2018 (vgl. Sendungs-
nachverfolgung zu act. 72) zugestellt. Die am 31. Oktober 2018 eingereichte Berufung erfolgte 
somit fristgerecht. 

Die Berufungsschrift enthält zudem Rechtsbegehren und ist grundsätzlich begründet. Lediglich der 
Antrag betreffend Unterhaltsbeiträge zu Gunsten der Kinder (Ziff. 1) wird in der Berufung mit 
keinem Wort begründet. Unter Vorbehalt dieses Rechtsbegehrens ist auf die Berufung einzutreten. 
Die übrigen Prozessvoraussetzungen geben zu keinen Bemerkungen Anlass. 

Die Berufung wurde dem Berufungsbeklagten am 4. Dezember 2018 zugestellt. Die in der 
Berufungsantwort vom 14. Januar 2019 erhobene Anschlussberufung erfolgte aufgrund des 
Fristenstillstands vom 18. Dezember 2018 bis und mit dem 2. Januar 2019 (Art. 145 Abs. 1 ZPO) 
ebenfalls fristgerecht. Auch sie enthält Rechtsbegehren und ist begründet, so dass darauf 
einzutreten ist.

1.3. D.________ ist im 2019 18 Jahre alt geworden. Wird das Kind im laufenden Verfahren 
volljährig, kann der (ehemalige) Inhaber der elterlichen Sorge den Prozess in Bezug auf den Unter-
haltsbeitrag zu Gunsten des nun volljährigen Kindes in eigenem Namen fortführen, wenn dieses 
diesem Vorgehen zustimmt (vgl. BGE 142 III 78 E. 3.2; 129 III 55). Die Zustimmung muss entge-
gen der Behauptung der Berufungsklägerin (vgl. Stellungnahme zum Gesuch um Erlass von 
vorsorglichen Massnahmen vom 27. Februar 2019, S. 2) für das gesamte Verfahren gelten, mithin 
auch für allfällige vorsorgliche Massnahmen. Die angefügte Lehrmeinung (BSK ZPO-BÄHLER, Art. 
276 N. 9) ist überdies nicht einschlägig, da darin wohl von der Situation ausgegangen wird, in der 
das Kind bereits vor Einleitung des (Scheidungs-)verfahrens volljährig wird. Ausserdem bezieht 
sich dieser Autor auf ein Urteil des Kassationsgerichts des Kantons Zürich vom 9. März 2001 
(Kass.-Nr. 2000/430 Z publ. in ZR 100 Nr. 49 S. 162 ff.). Diesem Urteil kann entnommen werden, 
dass sich damals nach (fast) einhelliger Ansicht die sachliche Zuständigkeit des Scheidungsrich-
ters zur (auch bloss vorsorglichen) autoritativen Festsetzung von Unterhaltsbeiträgen an die Kinder 
der Prozessparteien nur auf gemeinsame Kinder, welche im Zeitpunkt des Urteils (resp. des 
Massnahmenentscheids) noch nicht mündig sind, erstreckt (E. II/3.2.c). Dieses Urteil erging jedoch 
rund 1 ½ Jahre vor dem zitierten BGE 129 III 55, der die Rechtslage für den vorliegend interessie-
renden Fall klärte.

D.________ hat sich mit vom 30. April 2019 datierten Schreiben einverstanden erklärt, dass ihre 
Mutter das Verfahren für sie fortführt. Die Berufungsklägerin ist somit berechtigt, das Verfahren in 
eigenem Namen auch in Bezug auf den Unterhaltsbeitrag zu Gunsten der volljährigen Tochter 
fortzuführen. 

1.4. Mit der Berufung können sowohl die unrichtige Rechtsanwendung wie auch die unrichtige 
Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO).

1.5. Für die güterrechtliche Auseinandersetzung und den nachehelichen Unterhalt gilt der 
Verhandlungsgrundsatz (Art. 277 Abs. 1 ZPO). Gemäss diesem haben die Parteien dem Gericht 
die Tatsachen, auf die sie ihre Begehren stützen, darzulegen und die Beweismittel anzugeben (Art. 
55 Abs. 1 ZPO, vgl. u.a. auch Urteil BGer 4A_334/2012 vom 16. Oktober 2012 E. 3.1). 

Art. 277 Abs. 2 ZPO schwächt den Verhandlungsgrundsatz nur insofern ab, als er dem Richter 
eine Hinweispflicht auferlegt, wenn für die Beurteilung vermögensrechtlicher Scheidungsfolgen 
notwendige Urkunden fehlen. Diese richterliche Pflicht beschränkt sich indessen auf die Urkunden, 
die zum Beweis einer behaupteten Tatsache erforderlich sind, das heisst auf eine Korrektur 

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ungenügend substanziierter Beweisanträge. Von den Beweisanträgen sind die Tatsachen-
behauptungen zu unterscheiden. Art. 277 Abs. 2 ZPO begründet keine Pflicht des Gerichts, auch 
dort auf eine Nachbesserung hinzuwirken, wo eine Partei eine Tatsachenbehauptung, die sich auf 
die vermögensrechtlichen Scheidungsfolgen bezieht, nicht genügend substanziiert hat (Urteil BGer 
5A_751/2014 vom 28. Mai 2015 E. 2.3).

In Kinderbelangen hingegen gelten die uneingeschränkte Untersuchungsmaxime sowie der 
Offizialgrundsatz (Art. 296 Abs. 1 und 3 ZPO). 

Ob Art. 296 ZPO auch für die Belange eines volljährigen Kindes gilt, wurde vom Bundesgericht 
bisweilen soweit ersichtlich noch nicht geklärt. In BGE 139 III 368 erinnerte es immerhin daran, 
dass bereits in BGE 118 III 93 dargelegt wurde, dass ein volljähriges Kind, das (selbständig) 
Unterhaltsbeiträge verlangt, keines ausgebauten prozessualen Schutzes bedarf. Klage der 
volljährige Unterstützungsbedürftige selber, so das Bundesgericht, könne seiner finanziellen 
Schwäche und allfälligen prozessualen Unerfahrenheit durch Gewährung der unentgeltlichen 
Rechtspflege und Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands ein Stück weit abgeholfen 
werden (E. 3.4). Nach BGE 118 II 93 E. 1a besteht hingegen ein besonderes, verstärktes 
Bedürfnis nach Schutz der Kindesinteressen im Scheidungsverfahren, weil hier dem Kind selber 
keine Parteistellung zukommt (vgl. auch Urteil BGer 5A_524/2017 vom 9. Oktober 2017 E. 3.2.2).

1.6. Im Berufungsverfahren werden neue Tatsachen und Beweismittel gemäss Art. 317 Abs. 1 
ZPO nur noch berücksichtigt, wenn sie ohne Verzug vorgebracht werden (Bst. a) und trotz zumut-
barer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorgebracht werden konnten (Bst. b). Praxisgemäss 
ist zwischen echten und unechten neuen Vorbringen (sog. Noven) zu unterscheiden. Echte Noven 
sind Tatsachen und Beweismittel, die (erst) nach dem Ende der Hauptverhandlung des erstin-
stanzlichen Verfahrens entstanden sind. Sie sind im Berufungsverfahren grundsätzlich immer 
zulässig, wenn sie ohne Verzug nach ihrer Entdeckung vorgebracht werden. Unechte Noven sind 
Tatsachen und Beweismittel, die bereits bei Ende der erstinstanzlichen Hauptverhandlung entstan-
den waren. Ihre Zulassung wird im Berufungsverfahren weitergehend insofern eingeschränkt, als 
sie ausgeschlossen sind, wenn sie bei Beachtung zumutbarer Sorgfalt bereits im erstinstanzlichen 
Verfahren hätten vorgebracht werden können (Urteil BGer 4A_662/2012 vom 7. Februar 2013 E. 
3.3, in SZZP 2013 S. 253). Im Falle unechter Noven hat der Beschwerdeführer namentlich die 
Gründe detailliert darzulegen, weshalb er die Tatsache oder das Beweismittel nicht schon vor 
erster Instanz hat vorbringen können (Urteil BGer 4A_334/2012 vom 16. Oktober 2012 E. 3.1; vgl. 
u.a. Urteil BGer 5A_456/2016 vom 28. Oktober 2016 E. 4.1.1).

Im Geltungsbereich der uneingeschränkten Untersuchungsmaxime hingegen gelangt die Noven-
schranke von Art. 317 ZPO nicht zur Anwendung und das Gericht hat neue Tatsachen und 
Beweismittel bis zur Urteilsberatung zu berücksichtigen (vgl. BGE 144 III 349 E. 4.2.1). 

1.7. Gemäss Art. 316 Abs. 1 ZPO kann die Rechtsmittelinstanz eine Verhandlung durchführen 
oder aufgrund der Akten entscheiden. 

Vorliegend befinden sich die zur Entscheidung nötigen Informationen in den Akten, weshalb auf 
eine Verhandlung verzichtet wird.

2. Vorsorgliche Massnahmen

2.1. Der Berufungsbeklagte ersuchte mit Eingabe vom 14. Januar 2019 um Erlass von 
vorsorglichen Massnahmen, insbesondere um Abänderung der im Eheschutzentscheid vom 

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9. Oktober 2014 festgelegten Unterhaltsbeiträge zu Gunsten der beiden Kinder sowie der Beru-
fungsklägerin. Er bringt vor, seit Erlass der Eheschutzmassnahmen hätten sich die tatsächlichen 
Verhältnisse (Einkommen Berufungsklägerin, Einkommen Kinder) wie auch die rechtlichen Grund-
lagen (neues Unterhaltsrecht seit 2017) erheblich und dauerhaft verändert. 

Die Berufungsklägerin wendet ein, die ältere Tochter sei bei Gesuchseinreichung bereits volljährig 
gewesen, so dass ihr die Passivlegitimation fehle. Zudem bestreitet sie eine wesentliche Änderung 
der Umstände. Überdies resultieren die geschuldeten Unterhaltsbeträge aus einer damals 
zwischen den Parteien geschlossenen und vom Gerichtspräsidenten genehmigten Vereinbarung. 
Die Möglichkeit diese abzuändern sei eingeschränkt und die Bedingungen vorliegend nicht 
gegeben. 

2.2. Nach konstanter bundesgerichtlicher Rechtsprechung wirkt der Abänderungsentscheid 
grundsätzlich nur für die Zukunft, d.h. ab Eintritt seiner formellen Rechtskraft, doch kann die 
Abänderung auf den Zeitpunkt der Einreichung des entsprechenden Gesuchs zurückbezogen 
werden. Eine weitergehende Rückwirkung ist nur aus ganz besonderen Gründen, wie zum Beispiel 
unbekannter Aufenthalt oder Landesabwesenheit des Unterhaltspflichtigen, treuwidriges Verhalten 
einer Partei, schwere Krankheit des Berechtigten usw., möglich (Urteil BGer 5A_274/2015 vom 
25. August 2015 E. 3.5 m. H., nicht publ. in BGE 141 III 376). Ist der Grund, der Anlass zur 
Abänderung eines Unterhaltsbeitrages gibt, im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung bereits gegeben, 
rechtfertigt es sich aus Gerechtigkeitsgründen grundsätzlich nicht, die Wirkung auf einen noch 
früheren Zeitpunkt festzusetzen, da der Unterhaltsgläubiger mit dem Risiko einer Reduktion oder 
Aufhebung der Rente erst ab Einreichung des Gesuchs zu rechnen hat. Unter Umständen kann 
das Gericht jedoch selbst in diesem Fall die Wirkung auf einen späteren Zeitpunkt festlegen, 
insbesondere wenn eine Rückzahlung der zugesprochenen und während dem Verfahren bereits 
gebrauchten Unterhaltsbeiträge nicht zugemutet werden kann (Urteil BGer 5A_501/2015 vom 
12. Januar 2016 E. 4.1 f. m. H.).

2.3. Vorliegend sind die Unterhaltsbeiträge jeweils im Voraus eines jeden Monats zu bezahlen. 
Der Berufungsbeklagte reichte sein Gesuch am 14. Januar 2019 ein, so dass die Berufungs-
klägerin ab diesem Zeitpunkt mit einer Änderung zu rechnen hatte. Ganz besondere Gründe, die 
eine noch weitergehende Rückwirkung ermöglichen würden, macht der Berufungsbeklagte nicht 
geltend. Seine Begründung, der Berufungsklägerin sei es gelungen, das Scheidungsverfahren bis 
Ende 2018 hinauszuzögern und sie profitiere nun auch noch in ungerechtfertigter Weise vom 
Umstand, dass die Berufung die Herabsetzung der Unterhaltszahlungen für eine lange Dauer 
aufschiebt, reicht für eine solche Annahme jedenfalls nicht. Eine Abänderung würde sich somit 
allenfalls ab dem 1. Februar 2019 rechtfertigen. Allerdings gelten ab diesem Zeitpunkt die im 
Scheidungsverfahren festgelegten Unterhaltsbeiträge (vgl. E. 3.4. und 4.4. hiernach). Unter diesen 
Umständen stellt sich das Gesuch um Abänderung des Eheschutzentscheids als gegenstandslos 
heraus und ist in diesem Sinne abzuschreiben. 

3. Kindesunterhalt

3.1. Die Berufungsklägerin wirft zunächst der Vorinstanz vor, bei der Berechnung der 
Unterhaltsbeiträge zu Gunsten der beiden Kinder die immer wieder anfallenden ausserordentlichen 
Aufwendungen nicht berücksichtigt zu haben. Wie aus den der Berufung beigelegten Belegen 
ersichtlich sei, würden diese den durchschnittlichen Bedarf gemäss Zürcher Unterhaltstabelle 
übersteigen. Werden diese nicht bereits beim monatlichen Grundbedarf berücksichtigt, sei es 

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angezeigt, zumindest eine entsprechende Klausel ins Dispositiv einzufügen, welche die hälftige 
Kostentragung für ausserordentliche Aufwendungen normiere. 

Der Berufungsbeklagte hält dagegen, es handle sich um neue Vorbringen, die in Anwendung von 
Art. 317 ZPO unberücksichtigt zu bleiben haben. Ausserordentliche Aufwendungen seien gemäss 
Art. 286 Abs. 3 ZGB zu handhaben. Dieser sieht vor, dass bei nicht vorhergesehenen ausser-
ordentlichen Bedürfnissen des Kindes das Gericht die Eltern zur Leistung eines besonderen 
Beitrags verpflichten könne.

Bei nicht vorgesehenen ausserordentlichen Bedürfnissen des Kindes kann das Gericht (a 
posteriori) die Eltern zur Leistung eines besonderen Beitrages verpflichten (vgl. Art. 286 Abs. 3 
ZGB). Dabei muss es sich nicht um strikt einmalige, aber doch lediglich vorübergehende und nach 
absehbarer Zeit voraussichtlich wieder entfallende Bedürfnisse handeln, welche zudem im 
Zeitpunkt der Festlegung des Unterhaltsbeitrags nicht in Betracht gezogen wurden und auch nicht 
in Betracht gezogen werden konnten (BSK ZGB I-FOUNTOULAKIS/BREITSCHMID, 6. Aufl. 2018, 
Art. 286 N. 15). Sind die ausserordentlichen Bedürfnisse bereits im Zeitpunkt der Festlegung des 
Unterhaltsbeitrages bekannt oder voraussehbar, sind sie im Rahmen von Art. 285 Abs. 1 ZGB 
gesondert aufzuführen. So oder anders müssen die einzelnen Kosten präzise vorgebracht und 
belegt werden (vgl. Urteile BGer 5A_57/2017 vom 9. Juni 2017 E. 6.3; 5C.240/2002 vom 31. März 
2003 E. 5.1). 

Vorliegend begnügt sich die Berufungsklägerin damit, eine Reihe von Dokumenten einzureichen, 
welche ausserordentliche Bedürfnisse der Kinder belegen sollen. Sie legt jedoch weder dar, um 
welche Art von Bedürfnissen es sich handelt, noch beziffert sie ihre Forderung. Auch in 
Anwendung der Untersuchungsmaxime ist es nicht am Gericht, diese Arbeit für die Berufungs-
klägerin zu erledigen. Die Berufung erweist sich in diesem Punkt als unzureichend begründet, so 
dass darauf nicht einzutreten ist. 

3.2. In seiner Anschlussberufung macht der Berufungsbeklagte geltend, die Kinder hätten sich 
mit einem (höheren) Betrag aus ihrem eigenen Einkommen an ihrem jeweiligen Unterhalt zu 
beteiligen.

3.2.1. Der Berufungsbeklagte moniert den Betrag, der von D.________s Lehrlingslohn berück-
sichtigt wurde. Sie befinde sich im 2. Lehrjahr und verdiene einen Monatslohn von CHF 975.- netto 
(inkl. Anteil 13. Monatslohn). Müsse sich die Tochter wie von der Vorinstanz festgehalten nur mit 
CHF 400.- pro Monat am eigenen Unterhalt beteiligen, würde ihr ein frei verfügbarer Zusatzbetrag 
von weit über CHF 500.- pro Monat belassen. Dies sei zu hoch und nicht gerechtfertigt. Er (der 
Berufungsbeklagte) sei einverstanden, dass seiner Tochter ein monatlicher Abzug von CHF 300.- 
zugestanden werde. So könne sie sich mit CHF 600.- pro Monat am Unterhalt beteiligen. Nach 
Abzug der Kinder- und Ausbildungszulagen von CHF 250.- pro Monat, verbleibe ein ungedeckter 
Unterhaltsbedarf von rund CHF 600.- (CHF 1‘444.- - CHF 250.- - CHF 600.-), den er zu 
übernehmen habe. Ab dem 1. August 2019 befinde sich D.________ im 3. Lehrjahr und erziele ein 
monatliches Einkommen von CHF 1‘300.- (inkl. Anteil 13. Monatslohn). Die höhere Kranken-
kassenprämie, die vom Gericht berücksichtigt werde, werde aber erst ab dem 1. Januar 2020 
fällig. Diese sei gemäss Comparis lediglich CHF 34.- teurer als heute. Den D.________ bis zum 
Abschluss ihrer Lehre geschuldete Unterhaltsbeitrag sei deshalb auf CHF 600.- bis zum 30. Juni 
2019 festzusetzen, auf CHF 300.- vom 1. Juli bis 31. Dezember 2019 und auf CHF 350.- vom 
1. Januar 2020 bis zum Abschluss ihrer Ausbildung zur Fachfrau Betreuung. Sollte seine Tochter 
nach dem Abschluss dieser Erstausbildung entscheiden, eine zweite Ausbildung absolvieren zu 

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wollen, werde sie sich vorgängig mit ihrem Vater in Verbindung setzen müssen. Es gehe nicht an, 
heute eine über die Erstausbildung hinausgehende Unterhaltspflicht festzusetzen. 

Schliesslich habe die Vorinstanz auch bei E.________ ausser Acht gelassen, dass diese im 
kommenden Sommer eine Lehre absolvieren und ein Einkommen erzielen werde. Es könne von 
einer Beteiligung an den Unterhaltskosten in gleicher Höhe wie bei ihrer Schwester ausgegangen 
werden. Die Unterhaltspflicht sei bei dem unbestrittenen Bedarf von CHF 1‘188.50 auf CHF 1‘200.- 
bis zum 31. Juli 2019, auf CHF 900.- bis zum 31. Juli 2020, auf CHF 600.- bis zum 31. Juli 2021 
und auf CHF 300.- bis zum 31. Juli 2022 festzusetzen. 

3.2.2. Gemäss Art. 276 Abs. 3 ZGB sind die Eltern von der Unterhaltspflicht in dem Mass befreit, 
als dem Kinde zugemutet werden kann, den Unterhalt aus seinem Arbeitserwerb oder andern 
Mitteln zu bestreiten. 

Es gibt keine festen Richtlinien, in welcher Höhe allfälliges Kindeseinkommen in die Unterhalts-
berechnung miteinzubeziehen ist (Urteil BGer 5A_80/2014 vom 16. April 2015 E. 2.6). Wie in 
Art. 323 Abs. 2 ZGB explizit statuiert, ist lediglich ein angemessener Beitrag zu leisten, der in der 
Regel zwischen Eltern und Kind einvernehmlich und im Streitfall nach pflichtgemässem Ermessen 
i.S.v. Art. 4 ZGB festzulegen ist (BSK ZGB I-FOUNTOULAKIS/BREITSCHMID, Art. 276 N. 35). Nach 
der Lehre (vgl. BSK ZGB I-FOUNTOULAKIS/BREITSCHMID, Art. 276 N. 31 und 35; CR CC I-PIOTET, 
2010, Art. 276, N. 30) sind solche Anrechnungen des Kindeseinkommens unter Berücksichtigung 
der konkreten Umstände und der finanziellen Situation der Eltern vorzunehmen. Auf jeden Fall soll 
eine Beteiligung des Kindes einen Anteil von 60% bis 80% des Lohnes nicht übersteigen. 
Ausserdem kann vom Bundesgericht gefällten Urteilen entnommen werden, dass zum Beispiel die 
St. Gallischen (Urteil BGer 5A_574/2010 vom 27. Dezember 2010 E. 2.4) und Bernischen (Urteil 
BGer 5A_272/2011 vom 7. September 2011 E. 4.3.4) Behörden einen Betrag im Umfang von 30% 
des Lehrlingslohnes berücksichtigen (vgl. auch Urteil KG FR 101 2018 53 vom 13. Dezember 2018 
E. 3.4). 

3.2.3. Die Vorinstanz hat bei D.________ sowohl im 2. wie im 3. Lehrjahr einen Betrag von 
CHF 400.- berücksichtigt (angefochtener Entscheid E. 6.3). Dies entspricht im 2. Lehrjahr rund 
40% (100 / CHF 975.- x CHF 400.-) und im 3. Lehrjahr 30%. Diese Beträge liegen in dem von der 
Lehre befürworteten und anderen Behörden angewandten Bereich und sind auch insbesondere in 
Anbetracht der finanziellen Situation der Parteien gerechtfertigt. Dies gilt auch, wenn D.________ 
zusätzlich für die Erhöhung der Krankenkassenprämie ab Januar 2020 aufkommen muss. 

Der von der Vorinstanz berechnete Betrag für D.________ von CHF 800.- pro Monat 
(CHF 1‘444.10 – CHF 250.- [Familien- und Ausbildungszulagen] – CHF 400.-) ist damit zu 
bestätigen. 

Schliesslich ist auch die im Dispositiv festgehaltene Klausel, wonach der Unterhalt über die 
Mündigkeit von D.________ hinaus geschuldet ist, und zwar bis zum Abschluss einer Ausbildung 
oder eines Studiums, gemäss den Vorgaben von Art. 277 Abs. 2 ZGB, zu bestätigen. Es ist kein 
Grund ersichtlich, weshalb von den gesetzlichen Vorgaben abgewichen werden sollte. Nach 
diesem Artikel ist der Unterhalt über die Volljährigkeit des Kindes hinaus bis eine angemessene 
Ausbildung ordentlicherweise abgeschlossen werden kann, geschuldet, wenn das Kind in diesem 
Zeitpunkt noch keine entsprechende Ausbildung hat und es den Eltern nach den gesamten 
Umständen zugemutet werden darf, für den Unterhalt aufzukommen. In diesem Zusammenhang 
ist eine Ausbildung angemessen, wenn das geplante (und realistische) Ausbildungsziel erreicht ist. 
Ob darin Zweit- und Zusatzausbildungen eingeschlossen sind, hängt von den Umständen ab, insb. 

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den getroffenen Absprachen und der Zumutbarkeit, aber auch vom konkreten Ausbildungsgang 
(vgl. BSK ZGB I-FOUNTOULAKIS/BREITSCHMID, Art. 277 N. 12). 

3.2.4. Bei E.________ scheint festzustehen, dass sie eine Lehre wird absolvieren wollen, jedoch 
nicht, ob sie vorher noch ein 10. Schuljahr besuchen oder direkt mit der Lehre beginnen will. Auch 
wenn noch nicht feststeht, ob sie ihre Ausbildung im August 2019 oder später beginnen wird, 
erscheint es angebracht, einen Anteil des Lehrlingslohns bereits jetzt zu berücksichtigen (vgl. Art. 
286 Abs. 1 ZGB). Da davon auszugehen ist, dass der 1.-Lehrjahrslohn wie bei D.________ auch 
bescheiden ausfallen wird, erscheint es angemessen, den an ihren Unterhalt aufzubringende 
Anteil auf CHF 200.- festzusetzen. Im zweiten und dritten Lehrjahr erscheinen aus den bereits bei 
D.________ festgehaltenen Gründen CHF 400.- als zumutbar.

Die Anschlussberufung ist in diesem Punkt teilweise gutzuheissen und das Dispositiv in dem Sinne 
abzuändern, dass sich die Unterhaltsbeiträge zu Gunsten von E.________ mit Beginn des 1. Lehr-
jahres um CHF 200.- reduzieren und ab dem 2. Lehrjahr um CHF 400.-.

Bei E.________ ist ausserdem zu berücksichtigen, dass der vom 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 
2019 geschuldete Betreuungsunterhalt CHF 582.- beträgt (vgl. E. 4.2.4. hiernach) und nicht 
CHF 672.- wie von der Vorinstanz berechnet (vgl. angefochtener Entscheid, E. 6.9). 

Unter Vorbehalt eines Anteils am allfälligen Lehrlingslohn ist der an den Unterhalt von E.________ 
geschuldete Betrag vom 1. Februar 2019 (vgl. E. 3.4. hiernach) bis zum 31. Dezember 2019 auf 
CHF 1‘770.- festzusetzen (unbestritten gebliebener Barbedarf von CHF 1‘188.50 [gemäss Zürcher 
Tabellen und konkreten Kosten: CHF 1‘595.- - Kinder- und Ausbildungszulagen von CHF 250.- - 
Mietbetrag gemäss Tabelle von CHF 440.- + 30% Anteil am tatsächlichen Mietbetrag: CHF 273.- - 
Krankenkassenbetrag gemäss Tabelle von CHF 110.- + tatsächliche Krankenkassenprämie von 
CHF 120.50; vgl. angefochtener Entscheid, E. 6.3] plus Betreuungsunterhalt von CHF 582.-) und 
ab dem 1. Januar 2020 auf CHF 1‘200.-. Der Unterhaltsbeitrag vor dem 1. Februar 2019 kann nicht 
durch vorliegendes Scheidungsurteil geregelt werden, so dass sich eine Überprüfung des Betrages 
erübrigt (vgl. E. 3.4.). 

Schliesslich ist auch hier die Klausel zu bestätigen, wonach der Unterhalt gemäss Art. 277 Abs. 2 
ZGB über die Mündigkeit bis zum Abschluss einer angemessenen Ausbildung geschuldet ist. 

3.3. Nach Art. 289 Abs. 1 ZGB steht dem Kind der Anspruch auf Unterhaltsbeiträge zu und wird, 
solange das Kind minderjährig ist, durch Leistung an dessen gesetzlichen Vertreter oder den 
Inhaber der Obhut erfüllt, soweit das Gericht es nicht anders bestimmt (Art. 289 Abs. 1 ZGB). 

Wird das Kind während dem Verfahren volljährig und stimmt es den gestellten Forderungen zu, 
wird das Verfahren durch den Elternteil fortgeführt, das Dispositiv ist jedoch dahingehend abzuän-
dern, dass die Unterhaltsbeiträge direkt dem Kind bezahlt werden (Urteil BGer 5A_874/2014 vom 
8. Mai 2015 E. 1.2; vgl. auch BGE 142 III 78).

Daraus folgt, dass die Unterhaltsbeiträge zu Gunsten von E.________ der Berufungsklägerin zu 
überweisen sind, solange E.________ noch minderjährig ist. Danach sind sie direkt letzterer zu 
überweisen. Die Unterhaltsbeiträge zu Gunsten von D.________ sind dieser direkt zu überweisen. 
Das Dispositiv ist entsprechend anzupassen. 

3.4. Das Gericht bestimmt, ab welchem Zeitpunkt die Unterhaltsbeiträge geschuldet sind, wobei 
die gleichen Grundsätze wie beim nachehelichen Unterhalt gelten (vgl. E. 4.4. hiernach; BGE 142 
III 193 E. 5.3 in fine). Auf die Berufung konnte in Bezug auf die Unterhaltspflicht gegenüber den 

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Kindern nicht eingetreten werden. Wie beim nachehelichen Unterhalt auch, rechtfertigt es sich 
somit, den Beginn der Unterhaltspflicht auf den Zeitpunkt der Teilrechtskraft, bzw. der Einfachheit 
halber auf den 1. Februar 2019 festzulegen (vgl. E. 4.4.). 

4. Nachehelicher Unterhalt

Die Berufungsklägerin beanstandet weiter die Anrechnung eines hypothetischen Einkommens. Der 
Berufungsbeklagte hingegen ist der Ansicht, der Berufungsklägerin hätte bereits ab September 
2018 ein solches angerechnet werden müssen. Zudem sei der berücksichtigte Lohn zu tief und die 
Erhöhung der Auslagen aufgrund der Ausdehnung der Arbeitstätigkeit sei zu Unrecht erfolgt 
(E. 4.1. hiernach). Die Berufungsklägerin wirft sodann dem erstinstanzlichen Gericht vor, zu 
Unrecht die zweistufige Methode mit der Verteilung des Überschusses auf die Familienmitglieder 
nicht angewandt und eine angemessene Altersvorsorge in ihrem Unterhaltsbeitrag nicht 
berücksichtigt zu haben. Auch bestreitet sie die Beschränkung ihres Unterhalts auf die Dauer bis 
zur Pensionierung des Berufungsbeklagten (E. 4.2.). Schliesslich ist sie der Ansicht, das 
Einkommen des Berufungsbeklagten sei zu tief und die Auslagen zu hoch festgesetzt worden 
(E. 4.3.).

4.1.

4.1.1. Die Berufungsklägerin ist mit der Anrechnung eines hypothetischen Einkommens nicht 
einverstanden. Sie sei erst mit 16 Jahren in die Schweiz übergesiedelt, könne sich in keiner 
Landessprache schriftlich ausdrücken, verfüge weder über einen Schul- noch Lehrabschluss, habe 
eine klassische Hausgattenehe geführt und befinde sich bereits im 45igsten Lebensjahr. Die 
Möglichkeit überhaupt ein Mehreinkommen zu erzielen, werde deshalb bestritten. Es sei eine 
äusserst zurückhaltende Prognose zu den Erwerbsaussichten angezeigt.

Der Berufungsbeklagte ist der Ansicht, das hypothetische Einkommen hätte ihr bereits ab Septem-
ber 2018 und nicht erst ab Dezember 2018 angerechnet werden sollen. Die Berufungsklägerin 
wohne zudem in F.________, wo eine hohe Dichte an Gastbetrieben bestehe. Sie könne wie 
früher im Service in Speiserestaurants arbeiten. Gemäss Gesamtarbeitsvertrag betrage das 
Bruttomonatseinkommen bei 100% mindestens CHF 4‘500.-, d.h. ein Nettoeinkommen von rund 
CHF 4‘000.-. Bei Berücksichtigung der Trinkgelder könne mit einem Nettoeinkommen von mindes-
tens CHF 4‘500.- gerechnet werden. Bei einer 80% Tätigkeit sei folglich von einem Nettolohn von 
CHF 3‘600.- auszugehen. Ab Sommer 2019, d.h. mit der Beendigung der obligatorischen Schulzeit 
der jüngeren Tochter könne von einem vollen Pensum respektive von einem Nettolohn von 
CHF 4‘500.- ausgegangen werden. 

4.1.2. Für das Zivilgericht waren keine Gründe ersichtlich, warum von den vom Hof im Urteil 101 
2017 132 vom 12. Dezember 2017 E. 3.2.3. entwickelten Grundsätzen (Arbeitstätigkeit im Umfang 
von 30-50% bei Eintritt des jüngsten Kindes in die Primarschule, von 60-80% bei Eintritt in die 
Sekundarschule und nach Abschluss der obligatorischen Schulzeit eine solche von 100%) 
abgewichen werden sollte. Die [Berufungsklägerin] sei 44 Jahre alt und arbeite bereits mit einem 
Pensum von 20%. Es sei nicht behauptet worden, dass die beiden Töchter einer intensiveren 
Betreuung durch die [Berufungsklägerin] bedürften. Der [Berufungsbeklagte] andererseits verfüge 
zwar über ein ordentliches Einkommen, sei jedoch bereits 61 Jahre alt. Er werde nach Erreichen 
des ordentlichen AHV-Alters voraussichtlich nicht mehr über die nötigen Mittel verfügen, um 
überhaupt Unterhaltsbeiträge bezahlen zu können. Dabei sei insbesondere zu berücksichtigen, 
dass er im Rahmen [des angefochtenen] Entscheids einen grossen Teil seiner Pensionskasse an 
die [Berufungsklägerin] übertragen haben werde. Aufgrund dieser Umstände und gestützt auf die 

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Rechtsprechung des Kantonsgerichts müsse es der [Berufungsklägerin] zugemutet werden, ihr 
derzeitiges Arbeitspensum zu erhöhen und zwar auf 80% ab dem 31. Dezember 2018 und nach 
Abschluss der obligatorischen Schulzeit ihrer jüngsten Tochter, d.h. ab 1. Januar 2020, auf 100%. 
Dass diese allenfalls ein 10. Schuljahr absolviert, ändere nichts daran (vgl. angefochtener 
Entscheid, E. 6.6.).

4.1.3. Die von der Berufungsklägerin vorgebrachten Argumente sind nicht ausschlaggebend. Ob 
einem Ehegatten zuzumuten ist, zur Bestreitung seines Lebensunterhaltes nach der Scheidung 
seiner Ehe einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, beurteilt sich nach den Umständen des konkreten 
Einzelfalls namentlich mit Rücksicht auf sein Alter, seine Gesundheit, seine Ausbildung und seine 
persönlichen Fähigkeiten sowie mit Blick auf die Arbeitsmarktlage. Um die Höhe des zumutbaren 
Einkommens zu ermitteln, kann der Richter beispielsweise die Lohnstrukturerhebungen des 
Bundesamtes für Statistik oder allgemeinverbindliche Gesamtarbeitsverträge heranziehen (Urteil 
BGer 5A_579/2011 vom 27. September 2011 E. 2.1). Was das Kriterium des Lebensalters 
anbelangt, kann einem Ehegatten, der während einer langjährigen Ehe keiner Erwerbstätigkeit 
nachging und im Zeitpunkt der Trennung das 45. Altersjahr erreicht hat, die Wiederaufnahme einer 
Erwerbstätigkeit nicht mehr zugemutet werden. Diese Alterslimite ist jedoch nicht als starre Regel 
anzusehen. Es handelt sich vielmehr um eine Vermutung, die durch andere, für die Wieder-
aufnahme der Erwerbstätigkeit sprechende Anhaltspunkte umgestossen werden kann. Die 
Tendenz geht zudem dahin, die Alterslimite auf 50 Jahre anzuheben (BGE 137 III 102 E. 4.2.2.2 
m. H.). Abzustellen ist praxisgemäss auf den Zeitpunkt der definitiven Trennung, es sei denn, der 
Unterhalt fordernde Ehegatte dürfe nach Treu und Glauben davon ausgehen, dass er sich (noch) 
nicht um ein eigenes Erwerbseinkommen habe bemühen müssen (Urteil BGer 5A_206/2010 vom 
21. Juni 2010 E. 5.3 m. H.). Allein der Umstand, dass der auf Unterhalt belangte Ehegatte in 
günstigen Einkommens- und Vermögensverhältnissen lebt, vermag eine solche Vertrauenslage 
freilich noch nicht zu begründen. Denn soweit der nacheheliche Unterhalt in Frage steht, verdient 
im Zeitpunkt der Scheidung die Eigenversorgungskapazität gestützt auf den Wortlaut von Art. 125 
Abs. 1 ZGB vorrangige Berücksichtigung (BGE 134 III 145 E. 4). Von entscheidender Bedeutung 
ist ausserdem, ob ein beruflicher (Wieder-) Einstieg nach einem jahrelangen Erwerbsunterbruch 
oder bloss die Ausdehnung einer bereits ausgeübten Erwerbstätigkeit auf dem Spiel steht (Urteil 
BGer 5A_201/2016 vom 22. März 2017 E. 8.1 m. H.).

Gemäss eigenen Aussagen arbeitet die Berufungsklägerin zu 20% als Reinigungskraft und erzielt 
einen monatlichen Nettolohn von CHF 806.-. Zuvor war sie zeitweise im Service eines Hotels bzw. 
eines Cafés tätig (vgl. act. 64/6). Bereits aus diesem Grund ist die bundesgerichtliche Richtlinie zur 
Altersgrenze nur sehr beschränkt von Bedeutung. Zudem war die Berufungsklägerin im Februar 
2017, als sie der Gerichtspräsident gemäss unbestritten gebliebenen Aussagen des Berufungs-
beklagten auf die Pflicht zur Aufnahme bzw. Ausdehnung ihrer Erwerbstätigkeit hinwies (vgl. auch 
act. 48), 43 Jahre alt, so dass die angerufene Rechtsprechung ohnehin nicht einschlägig ist. 
Weshalb die vorgebrachten Schwierigkeiten, sich in einer Landessprache schriftlich auszudrücken 
oder die Tatsache, dass sie erst mit 16 Jahren und mithin vor über 25 Jahren in die Schweiz 
gekommen ist, in einem dieser beiden Bereiche (Service oder Reinigung) einen Hinderungsgrund 
zur Ausdehnung ihres Pensums darstellen sollen, wird weder erklärt, noch ist es ersichtlich. Auch 
dass sie keine Lehre absolviert hat, hat vorliegend in den genannten Bereichen wenig bis keine 
Bedeutung. Die Berufungsklägerin vermag damit die Begründung des erstinstanzlichen Entscheids 
jedenfalls nicht zu erschüttern, die vielmehr als zutreffend erscheint und im Grundsatz zu 
bestätigen ist. 

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4.1.4. In Bezug auf die zu gewährenden Übergangsfristen hat das Bundesgericht folgendes 
erwogen: 

Die im gemeinsamen Haushalt (der verheirateten oder unverheirateten Eltern) praktizierte 
Aufgabenteilung kann nicht in alle Ewigkeit fortgesetzt werden; es würde sonst über die Tatsache 
hinweggesehen, dass mit der Trennung neue Lebensverhältnisse einhergehen, welche zwangs-
läufig von denjenigen abweichen, unter denen sich die Eltern auf eine bestimmte Aufgabenteilung 
verständigt haben. […] Aus der soeben zitierten Aussage der Botschaft geht gleichzeitig hervor, 
dass dem die Obhut übernehmenden Elternteil, der sich bislang ganz oder überwiegend der 
Kinderbetreuung gewidmet hat, die Aufnahme oder Ausdehnung einer Erwerbstätigkeit in der 
Regel nicht sofort zugemutet werden soll. Dies würde sich nebst den genannten Gründen auch 
deshalb nicht rechtfertigen, weil die Trennung eine einschneidende Zäsur für das Kind bedeutet, 
welche zuerst verarbeitet sein will. Eine gleichzeitig mit der Trennung einhergehende Um-
gestaltung des Betreuungsmodells würde sich deshalb mit dem Kindeswohl schlecht vereinbaren 
lassen. Wie dies schon bislang der Fall war, sind mithin - in Abhängigkeit vom Grad der Wieder-
aufnahme oder Ausdehnung, vom finanziellen Spielraum der Eltern und von weiteren Umständen 
des Einzelfalls - Übergangsfristen zu gewähren, die nach Möglichkeit grosszügig bemessen sein 
sollen (BGE 144 III 481 E. 4.6 ff. m. H.). Bereits vor dem neuen Unterhaltsrecht hat das Bundes-
gericht zudem festgehalten, dass auch ein von den Grundsätzen abweichender Entscheid indes 
nicht zwangsläufig bundesrechtswidrig sein muss. Je nach den konkreten Gegebenheiten ist etwa 
von Bedeutung, ob die geforderte Umstellung für die betroffene Person voraussehbar war (Urteil 
BGer 5A_224/2016 vom 13. Juni 2016 E. 3.3 m.H.). 

Ob die Übergangsfrist bis zum 31. Dezember 2018 zu lange ausgefallen ist, kann vorliegend offen 
gelassen werden, da die nacheheliche Unterhaltspflicht frühestens mit dem Eintritt der 
Teilrechtskraft (im Scheidungspunkt), d.h. am 21. Januar 2019 beginnen kann. Da das Gleiche 
auch für die Unterhaltsbeiträge zu Gunsten der Kinder gilt, ist die Frage eines hypothetischen 
Einkommens der Berufungsklägerin vor Januar 2019 nicht ausschlaggebend (vgl. BGE 142 III 193 
E. 5.3, Urteil BGer 5A_807/2018 vom 28. Februar 2019 E. 2.2.2). 

Auch in Bezug auf den Zeitpunkt der Ausdehnung der Erwerbstätigkeit der Berufungsklägerin von 
80% auf 100%, der von der Vorinstanz auf den 1. Januar 2020 festgesetzt wurde, ist der 
Berufungsbeklagte nicht zu hören. Gemäss neuster bundesgerichtlicher Rechtsprechung (BGE 
144 III 481 E. 4.7.6), welche sofort für alle hängigen Verfahren zur Anwendung gelangt (vgl. Urteil 
BGer 5A_931/2017 vom 1. November 2018 E. 3.1.3 m. H.), ist dem hauptbetreuenden Elternteil im 
Normalfall ab der (je nach Kanton mit dem Kindergarten- oder mit dem eigentlichen Schuleintritt 
erfolgenden) obligatorischen Beschulung des jüngsten Kindes eine Erwerbsarbeit von 50%, ab 
dessen Eintritt in die Sekundarstufe I eine solche von 80% und ab dessen Vollendung des 
16. Lebensjahres einen Vollzeiterwerb zuzumuten. E.________ wird Ende November 2019 ihr 
16. Lebensjahr vollendet haben. Die Festsetzung des Zeitpunktes zur Ausdehnung der Erwerbstä-
tigkeit auf den 1. Januar 2020 entspricht dieser Richtlinie und ist mangels besonderer Umstände 
nicht zu beanstanden. 

4.1.5. Der Berufungsbeklagte bestreitet noch den Betrag des hypothetischen Einkommens, das 
von der Vorinstanz aufgrund des von der Berufungsklägerin heute erzielten Erwerbseinkommens 
von rund CHF 800.- bei einem Pensum von 20% auf CHF 3‘200.- für eine 80% Tätigkeit und bei 
einem Vollzeitpensum auf CHF 4‘000.- netto festgesetzt wurde. Der Berufungsbeklagte bringt vor, 
im Service von Restaurants betrage der Lohn zwar derselbe, es würden aber noch Trinkgelder 
hinzukommen, die berücksichtigt werden müssen. Der Lohn würde in diesem Bereich CHF 3‘600.- 

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für eine 80% Tätigkeit und CHF 4‘500.- bei einem Vollzeitpensum betragen. Dieser Lohn sei der 
Berufungsklägerin anzurechnen. 

Die Vorinstanz hat sich am aktuellen Einkommen der Berufungsklägerin orientiert. Dieses liegt 
über dem vom statistischen Lohnrechner des Bundesamtes für Statistik errechneten Zentralwert 
für eine 45 jährige Frau, die als Reinigungspersonal ohne abgeschlossene Berufsausbildung in 
einem Unternehmen mit weniger als 20 beschäftigten Personen zu 100% arbeitet (CHF 3‘680.- 
brutto). Hingegen entspricht er genau dem vom Berufungsbeklagten vorgebrachten Mindestlohn 
für eine Serviceangestellte (CHF 3‘200.- bei 80% bzw. CHF 4‘000.- bei 100%). Der Berufungs-
beklagte will jedoch Trinkgelder von rund CHF 500.- pro Monat hinzurechnen. Im Gastgewerbe 
erziele man CHF 500.- bis CHF 1‘000.- pro Monat. Er bezieht sich dabei weder auf eine Statistik, 
noch erklärt er, wie er auf diese Beträge kommt, so dass darauf nicht abgestellt werden darf. 
Überdies legt er auch nicht dar, inwiefern die Begründung der Vorinstanz, die Berufungsklägerin 
müsse ihre aktuelle Tätigkeit aufstocken, falsch sein soll, bzw. weshalb die Berufungsklägerin eine 
andere als die von der Vorinstanz festgehaltene Tätigkeit ausüben soll. Damit bringt er keine 
rechtsgenügliche Kritik am erstinstanzlichen Entscheid an, so dass er bereits aus diesem Grund 
nicht gehört werden kann. 

4.1.6. Schliesslich, so der Berufungsbeklagte, sei die Erhöhung des Bedarfs der Berufungs-
klägerin zu Unrecht infolge zusätzlichen Gewinnungskosten erhöht worden. Sie könne an ihrem 
Wohnort arbeiten, so dass keine Gewinnungskosten entstünden.

Die Vorinstanz hat das Existenzminimum der Berufungsklägerin auf CHF 3‘572.- festgesetzt. Ab 
dem 1. Januar 2019 bzw. ab dem 1. Januar 2020 erhöhe sich dieses mit dem Arbeitspensum um 
die Gewinnungskosten, die auf CHF 300.- bzw. CHF 400.- geschätzt werden können (vgl. 
angefochtener Entscheid, E. 6.7). 

Es scheint gerechtfertigt, wie dem Berufungsbeklagten auch der Berufungsklägerin bei einem 
Vollzeitpensum einen Betrag von CHF 183.- für auswärtiges Essen zu gewähren. Da nicht gesagt 
werden kann, wo die Berufungsklägerin genau arbeiten wird, es jedoch als Reinigungskraft, vor 
allem wenn die Berufungsklägerin wie heute bei privaten Personen im Stundenlohn arbeitet 
(vgl. act. 64/7), aus zeitlicher und finanzieller Sicht keinen Sinn macht, zu weite Arbeitswege in 
Kauf zu nehmen, scheint ein Abonnement für den öffentlichen Verkehr für 2 Zonen als 
gerechtfertigt. Ein solches kostet im Monat CHF 77.- (vgl. www.frimobil.ch). Insgesamt sind damit 
die Gewinnungskosten für ein 100% Pensum auf CHF 260.- festzusetzen und für ein 80% Pensum 
auf CHF 210.-.

Das Existenzminimum der Berufungsklägerin beträgt daher ab dem 1. Januar 2019 CHF 3‘782.- 
(CHF 3‘572.- + CHF 210.-) und ab dem 1. Januar 2020 CHF 3‘832.- (CHF 3‘572.- + CHF 260.-). 

4.2.

4.2.1. Die Berufungsklägerin macht weiter geltend, das Gericht habe bei der Festsetzung ihres 
Unterhaltsbetrages zu Unrecht die zweistufige Methode mit der Verteilung des Überschusses auf 
die Familienmitglieder nicht angewandt. Die einstufige Methode könne lediglich bei besonders 
guten Verhältnissen zur Anwendung gelangen. Folglich sei der nach Abzug des Grundbedarfs 
verbleibende Überschuss auf die Familienmitglieder aufzuteilen. Das gesamthafte Einkommen 
(exkl. Kinderzulagen) betrage CHF 12‘342.35. Werden davon die Existenzminima subtrahiert, 
wobei bei D.________ der Lehrlingslohn bereits berücksichtigt sei (CHF 1‘044.10 + CHF 1‘438.50 
+ CHF 3‘852.- + CHF 4‘362.- = CHF 10‘696.60), resultiere ein Überschuss von CHF 1‘845.75 

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(recte: CHF 1‘645.75), der auf die Familienmitglieder aufzuteilen sei. Auch der dem Berufungsbe-
klagten jährlich ausgerichtete Bonus sei hälftig zu teilen. Ausserdem habe es die Vorinstanz zu 
Unrecht unterlassen, eine angemessene Altersvorsorge in ihrem Unterhaltsbeitrag zu berücksichti-
gen. In den vergangenen Jahren habe der Berufungsbeklagte jeweils rund CHF 19‘000.- in die 
Pensionskasse einbezahlt. An diesem Betrag sei sie bis am 31. Dezember 2017 entsprechend der 
gesetzlichen Regelungen im Ergebnis hälftig (CHF 9‘500.-) beteiligt gewesen. Diese Vorsorge falle 
nun komplett weg und sei entsprechend zu kompensieren. Um einer angemessenen Altersvorsor-
ge Rechnung zu tragen, werde folglich ein monatlicher Vorsorgeunterhalt von CHF 790.- bean-
tragt. Schliesslich sei der Berufungsbeklagte entgegen den Feststellungen der Vorinstanz auch 
nach seiner Pensionierung noch in der Lage, einen Unterhaltsbeitrag zu leisten, wohingegen sie 
selber unter dem Existenzminimum werde leben müssen. 

Der Berufungsbeklagte wendet ein, die Berufungsbeklagte sei in der Lage den gebührenden 
Unterhalt, der entsprechend dem vorinstanzlichen Urteil abzüglich Gewinnungskosten mit 
CHF 3‘572.- zu beziffern sei, selber zu finanzieren, so dass sie keinen Anspruch auf die 
Zusprechung eines nachehelichen Unterhalts habe. Ausserdem, so der Berufungsbeklagte, mache 
die Berufungsklägerin erstmals in der Berufung einen Vorsorgeunterhalt geltend, was gemäss 
Art. 317 ZPO als unzulässig bezeichnet werden müsse. Ein Anspruch müsse ohnehin aus-
geschlossen werden. Er (der Berufungsbeklagte) sei wesentlich älter als die Berufungsklägerin 
und werde bereits in drei Jahren pensioniert. Einen sehr grossen Teil seiner aktuellen Pensions-
kassenguthaben müsse er im Rahmen des Scheidungsverfahrens teilen. Er habe nun nur noch 
wenige Möglichkeiten, seine Altersvorsorge zu verbessern. Die Berufungsklägerin hingegen habe 
noch einen grossen Teil ihres Erwerbslebens vor sich und werde sich eine bessere Altersvorsorge 
aufbauen können als er.

4.2.2. Die Vorinstanz hat den der Berufungsklägerin zugesprochenen Betrag aus Güterrecht 
(gemäss angefochtenem Entscheid CHF 75‘390.75) und den auf ihre Pensionskasse zu 
übertragenden Betrag (CHF 140‘307.25) berücksichtigt. Sie hat ausserdem festgehalten, dass der 
Berufungsbeklagte bereits 61-jährig ist, dass sich sein Einkommen bei Eintritt in das AHV-Alter am 
im 2022 drastisch verringern wird (geschätzt CHF 5‘000.-) und dass er nicht mehr in der Lage sein 
wird, nacheheliche Unterhaltsbeiträge zu zahlen. Dies umso mehr, als die Kinderrenten der AHV 
und Pensionskasse voraussichtlich CHF 940.- bzw. CHF 530.- betragen werden. Insgesamt hat es 
die Vorinstanz als gerechtfertigt erachtet, wenn die Berufungsklägerin einen monatlichen Betrag 
von CHF 500.- erhält und dies bis zum 31. Mai 2022. Dabei sei berücksichtigt, dass die 
Berufungsklägerin mit den Leistungen aus dem Betreuungsunterhalt und aus eigenem Erwerbs-
einkommen ihren eigenen Bedarf decken kann, aber kein Betrag für Unvorhergesehenes und auch 
keine Erhöhung des Grundbetrages angerechnet wurden. Inbegriffen sei jedoch ein Anteil 
Vorsorgeunterhalt, kann doch der Berufungsklägerin erst ab 1. Januar 2020 eine Vollzeit-
erwerbstätigkeit zugemutet werden (vgl. angefochtener Entscheid, E. 10.3). 

4.2.3. Ist es einem Ehegatten nach der Scheidung der Ehe nicht zuzumuten, für den ihm 
gebührenden Unterhalt unter Einschluss einer angemessenen Altersvorsorge selbst aufzu-
kommen, hat ihm der andere Ehegatte gemäss Art. 125 Abs. 1 ZGB einen angemessenen Beitrag 
zu leisten. Bei lebensprägender Ehe schützt der Unterhaltsanspruch das Vertrauen des 
ansprechenden Ehegatten auf Fortführung derjenigen Lebenshaltung, welche die Ehegatten 
während ihres Zusammenlebens erreicht haben. Art. 125 Abs. 1 ZGB basiert auf zwei Prinzipien: 
Einerseits demjenigen der Eigenversorgung, demzufolge jeder Ehegatte im Rahmen des 
Möglichen nach der Scheidung die wirtschaftliche Unabhängigkeit erlangen und für seinen 
Unterhalt selbst aufkommen soll. Andererseits auf dem Prinzip der nachehelichen Solidarität, 

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wonach die Ehegatten gemeinsam nicht nur die Konsequenzen der während der Ehe gelebten 
Aufgabenteilung (vgl. Art. 163 Abs. 2 ZGB) zu tragen haben, sondern auch die Nachteile, die bei 
einem der Ehegatten ehebedingt angefallen sind und ihn daran hindern, für den ihm gebührenden 
Unterhalt selbst aufzukommen. Entsprechend dem Prinzip der Eigenversorgung bedingt ein 
Unterhaltsanspruch die fehlende Eigenversorgungskapazität des Unterhalt ansprechenden Ehe-
gatten: Nur wenn es diesem vorübergehend oder dauerhaft nicht möglich oder zumutbar ist, 
seinen Unterhalt selbst zu finanzieren, hat er Anspruch auf Unterhalt (vgl. auch Art. 125 Abs. 2 Ziff. 
5 ZGB). Der Vorrang der Eigenversorgung ergibt sich direkt aus dem Wortlaut von Art. 125 Abs. 1 
ZGB (Urteil BGer 5A_711/2017 vom 26. März 2018 E. 2 m. H.).

Bei einer lebensprägenden Ehe ist für die Ermittlung des gebührenden Unterhalts auf den während 
der Ehe gelebten Standard abzustellen. Die bundesgerichtliche Rechtsprechung lässt von diesem 
Grundsatz insofern eine Ausnahme zu, als zwischen der Trennung und dem Entscheid über den 
Scheidungspunkt rund zehn Jahre verstrichen sind. Für diesen Ausnahmefall ist die Berück-
sichtigung des während der Trennungszeit gelebten Standards vorgesehen (Urteil BGer 
5A_43/2016 vom 30. Januar 2017 E. 3.4 m. H.). 

Nach dem bis zum 31. Dezember 2016 geltenden Recht wurde durch die Teilung der 
Austrittsleistungen der beruflichen Vorsorge und mit dem Splitting und den Betreuungsgutschriften 
im Rahmen der AHV die Altersvorsorge für die Zeit bis zur Scheidung geregelt. Bezüglich der 
Vergangenheit sollte - hier nicht zutreffende Sonderfälle vorbehalten (vgl. BGE 129 III 257 E. 3) - 
keine Lücke in der Altersvorsorge mehr bestehen. Der sog. Vorsorgeunterhalt im Sinne von 
Art. 125 Abs. 1 ZGB betrifft den Ausgleich allfälliger künftiger nachehelicher Einbussen, wenn ein 
Ehegatte wegen Kinderbetreuungspflichten in den Jahren nach der Scheidung keiner oder 
vorübergehend nur einer beschränkten Erwerbstätigkeit wird nachgehen und deshalb auch nicht 
die vollen Beiträge in die eigene Altersvorsorge wird einbezahlen können (vgl. BGE 135 III 158 
E. 4.1). Bemessen wird die Altersvorsorge auf Grund der für die Ehegatten massgebenden 
Lebenshaltung, welche in ein fiktives Bruttoeinkommen umzurechnen ist. Darauf sind die 
Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge zu berechnen, die zusammen, erweitert um eine allfällige 
Steuerbelastung, den Vorsorgeunterhalt ergeben (BGE 135 III 158 E. 4.4).

Mit der auf den 1. Januar 2017 in Kraft getretenen Gesetzesrevision wurde Art. 122 ZGB 
dahingehend geändert, dass die während der Ehe bis zum Zeitpunkt der Einleitung des 
Scheidungsverfahrens erworbenen Ansprüche der beruflichen Vorsorge auszugleichen sind (vgl. 
AS 2016 2313), wobei mit der Einleitung des Scheidungsverfahrens der Zeitpunkt gemeint ist, in 
dem ein gemeinsames Scheidungsbegehren oder eine Scheidungsklage eingereicht wird (Art. 274 
ZPO), also prozessual gesprochen der Zeitpunkt der Rechtshängigkeit im Sinne von Art. 62 ZPO. 
Zu teilen sind mithin die Vorsorgeleistungen, welche zwischen dem Eheschluss und der Einleitung 
des Scheidungsverfahrens akkumuliert worden sind; die während des Scheidungsverfahrens 
entstandenen zusätzlichen Leistungen verbleiben hingegen neu demjenigen Ehegatten, welcher 
im betreffenden Arbeitsverhältnis steht. Das Bundesgericht hat in einem zur Publikation 
vorgesehenen Urteil nun festgehalten, dass keine gesetzliche Grundlage für einen (vorsorglichen) 
Vorsorgeunterhalt während dem Scheidungsverfahren besteht (vgl. zur Publikation vorgesehenes 
Urteil BGer 5A_14/2019 vom 9. April 2019). 

4.2.4. Nicht zu hören ist die Berufungsklägerin, wenn sie zumindest sinngemäss vorbringt, ihr 
Lebensstandard entspreche dem Betrag, der aus der Anwendung der Methode der hälftigen 
Teilung des Überschusses auf die heutige finanzielle Situation der Parteien resultiere, da gemäss 
Rechtsprechung für die Ermittlung des gebührenden Unterhalts auf den während den gemein-

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samen Jahren und nicht während der Trennung gelebten Standard abzustellen ist. Für den 
nachehelichen Unterhalt gilt der Verhandlungsgrundsatz (vgl. Art. 277 Abs. 1 ZPO). Es hätte damit 
der Berufungsklägerin oblegen, den zuletzt während der Ehe gelebten Standard zu beziffern. Dies 
hat sie allerdings sowohl im erstinstanzlichen Verfahren als auch vor dem hiesigen Gerichtshof 
unterlassen. Der Berufungsbeklagte ist der Ansicht, dass die Berufungsklägerin auf die Deckung 
ihres (um die Steuerbelastung erweiterten) Existenzminimums abzüglich Gewinnungskosten 
Anspruch hat. Wie weiter oben festgestellt (vgl. E. 4.1.6.), gehören jedoch die Gewinnungskosten 
dazu, so dass das (erweiterte) Existenzminimum der Berufungsklägerin ab dem 1. Januar 2019 
CHF 3‘782.- und ab dem 1. Januar 2020 CHF 3‘832.- beträgt. Soweit die Berufungsklägerin diese 
Beträge nicht selber zu decken vermag, hat sie Anspruch auf einen Unterhaltsbeitrag von 
höchstens diesen Beträgen. 

Der Berufungsklägerin ist hingegen zuzustimmen, wenn sie vorbringt, das Argument der Nicht-
Berücksichtigung eines Betrages für eine angemessene Altersvorsorge sei eine allenfalls neue 
rechtliche Begründung, die nicht gegen die in Art. 317 ZPO vorgesehenen Vorschriften verstosse. 
Hingegen hätte es der Berufungsklägerin bereits im erstinstanzlichen Verfahren oblegen, die 
notwendigen Tatsachen für die Berechnung des Betrages darzulegen und zu belegen. Der 
erstmals im zweitinstanzlichen Verfahren vorgebrachte monatliche Betrag von CHF 790.- ist somit 
unzulässig und von vornherein nicht zu berücksichtigen. Allerdings berechnet sich der allfällig 
geschuldete Betrag gemäss zitierter Rechtsprechung am zuletzt gelebten Lebensstandard. Darauf 
ist abzustellen. 

Während dem Jahr 2019 kann die Berufungsklägerin zu 80% arbeiten. Ihre massgebende 
Lebenshaltung beträgt CHF 3‘782.-. Bei der Umrechnung in ein fiktives Bruttoeinkommen ergibt 
dies einen Betrag von CHF 4‘033.-. Die Arbeitgeber- bzw. Arbeitnehmerbeiträge betragen darauf 
im Kanton Freiburg CHF 251.10 bzw. CHF 251.05, d.h. total CHF 502.15 (vgl. Online-Rechner 
Nettolohn/Bruttolohn und Arbeitgebende/Arbeitnehmende verfügbar auf www.ahv-iv.ch).

Während dem Jahr 2019 ist der Berufungsklägerin ein hypothetisches Einkommen von monatlich 
CHF 3‘200.- netto anzurechnen. Der Fehlbetrag von CHF 582.- zur Sicherung des Existenzmini-
mums bzw. vorliegend auch des Lebensstandards ist durch den Betreuungsunterhalt zu decken 
(vgl. E. 3.2.4 hiervor). Als nachehelicher Unterhalt ist somit der Anteil für die angemessene Vorsor-
ge geschuldet, d.h. rund CHF 500.- pro Monat. 

Ab dem 1. Januar 2020 ist der Berufungsklägerin ein hypothetisches Einkommen von monatlich 
CHF 4‘000.- netto anzurechnen. Damit ist sie in der Lage, ihren Bedarf von CHF 3‘832.- zu 
decken. Ausserdem entspricht der Lohn einem 100% Pensum, so dass die Berufungsklägerin die 
vollen Vorsorgebeiträge bezahlen kann. Ein nachehelicher Unterhalt ist ab diesem Zeitpunkt nicht 
mehr geschuldet. Unter diesen Umständen lässt sich eine längere Dauer des Unterhalts, auch 
über das Datum der Pensionierung des Berufungsbeklagten nicht rechtfertigen. 

Aus den gleichen Gründen ist der Antrag auf Zusprechung des hälftigen dem Berufungsbeklagten 
ausgerichteten Bonus abzuweisen, soweit überhaupt darauf eingetreten werden kann. Die Beru-
fungsklägerin begründet ihren Antrag nämlich nicht rechtsgenüglich, sondern begnügt sich damit, 
vorzubringen, dass die Unterhaltspflicht entsprechend den gestellten Rechtsbegehren gefordert 
werde, da der Bonus des Berufungsbeklagten lediglich einmal jährlich ausbezahlt wird. 

Insgesamt ist die Berufung der Berufungsklägerin in diesem Punkt abzuweisen und die Anschluss-
berufung des Berufungsbeklagten in diesem Sinne teilweise gutzuheissen. 

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4.3. Gemäss vorinstanzlichem Entscheid beträgt das Nettoeinkommen des Berufungsbeklagten 
CHF 10‘612.- pro Monat, das monatlichen Auslagen von insgesamt CHF 4‘385.- gegenübersteht 
(vgl. angefochtener Entscheid, E. 6.4 f.). Die Berufungsklägerin bringt vor, das Einkommen sei zu 
tief (die Pauschalspesen von jährlich CHF 7‘200.- und der Privatanteil am Geschäftsauto von 
CHF 311.30 pro Monat hätten hinzugerechnet werden müssen) und die Auslagen zu hoch 
angesetzt (die Kosten für auswärtiges Essen seien nicht zu berücksichtigen, da diese durch den 
Arbeitgeber bezahlt würden und die Steuern seien mit CHF 1‘000.- zu hoch geschätzt worden). 
Diese Beanstandungen werden vom Berufungsbeklagten bestritten. 

Auf eine Prüfung dieser Rüge kann verzichtet werden, da der Berufungsbeklagte über einen 
monatlichen Überschuss von mindestens CHF 6‘227.- (CHF 10‘612.- - CHF 4‘385.-) verfügt und 
damit in der Lage ist, die Kinderunterhaltsbeiträge und den Unterhaltsbeitrag zu Gunsten der 
Berufungsklägerin von insgesamt höchstens CHF 3‘070.- (CHF 800.- für D.________ [E. 3.2.3. 
hiervor] + CHF 1‘770.- für E.________ [E. 3.2.4.] + CHF 500.- für die Berufungsklägerin [E. 4.2.4.]) 
zu bezahlen. 

4.4. Schliesslich gilt es den Zeitpunkt festzulegen, ab dem der nacheheliche Unterhalt 
geschuldet ist. Gemäss Art. 126 Abs. 1 ZGB bestimmt das Gericht den Beginn der Beitragspflicht. 
Das Gesetz äussert sich nicht zum Zeitpunkt der ersten Zahlung des Beitrages gestützt auf 
Art. 125 ZGB. Grundsätzlich beginnt die Beitragspflicht im Zeitpunkt des Eintritts der formellen 
Rechtskraft des Scheidungsurteils. Im Rahmen des pflichtgemässen Ermessens kann das 
Sachgericht dem Pflichtigen rückwirkend auf den Zeitpunkt des Eintritts der Teilrechtskraft (im 
Scheidungspunkt) eine nacheheliche Unterhaltspflicht auferlegen, und zwar unabhängig von der 
Frage, ob für die Zeit nach Eintritt der Teilrechtskraft schon gestützt auf einen Massnahme-
entscheid eine Unterhaltspflicht besteht (BGE 142 III 193 E. 5.3; Urteil BGer 5A_807/2018 vom 
28. Februar 2019 E. 2.2.2). 

Der Scheidungspunkt erwuchs am 21. Januar 2019 in Rechtskraft. Es rechtfertigt sich, den Beginn 
der nachehelichen Unterhaltspflicht auf diesen Zeitpunkt, respektive der Einfachheit halber auf den 
1. Februar 2019 festzusetzen. Dies nicht zuletzt deshalb, weil die Berufungsklägerin bereits vor 
über zwei Jahren vom Gerichtspräsidenten darauf hingewiesen wurde, dass sie sich um die 
Finanzierung ihres Lebensstandards bemühen müsse und weil sich ihre Berufung in Bezug auf 
den nachehelichen Unterhalt als unbegründet erweist. 

5. Güterrecht

5.1.

5.1.1. Die Berufungsklägerin verlangt zunächst den freihändigen Verkauf der Liegenschaft. Der 
Berufungsbeklagte werde aufgrund der weiterhin bestehenden Unterhaltspflichten (zu welchen ein 
Vorsorgeunterhalt hinzukomme) und der güterrechtlichen Forderung der Berufungsklägerin nicht in 
der Lage sein, die Hypothek zu übernehmen. Damit seien die Voraussetzungen von Art. 205 
Abs. 2 ZGB nicht gegeben. Der aus dem Verkauf resultierende Gewinn sei nach Rückzahlung der 
Hypothek, der Vorbezüge der 2. Säule und allfälligen Abgaben zwischen den Parteien zu teilen. 

Der Berufungsbeklagte wendet ein, die Berufungsklägerin verkenne, dass er gestützt auf Art. 205 
Abs. 2 ZGB Anspruch auf Zuweisung der ehelichen Liegenschaft habe. Ein grosser Teil der 
Liegenschaft sei mit seinem Eigengut finanziert worden, weshalb die Liegenschaft sogar dem 
Eigengut zuzuweisen sei, wie die Berufungsklägerin im erstinstanzlichen Verfahren selber 

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anerkannt habe. Darüber hinaus arbeite er teilweise in der Liegenschaft. Auch Affektionsinteressen 
seien zu berücksichtigen. Die Zuweisung könne deshalb nicht bestritten werden. 

5.1.2. Die Vorinstanz hat festgehalten, dass die Liegenschaft neben der Hypothek hauptsächlich 
mit Eigengut des Berufungsbeklagten finanziert worden sei. Zudem lebe und arbeite er seit der 
Erstellung in der Liegenschaft abgesehen von der Periode vom 1. November 2014 bis zum 31. Mai 
2015. Der Berufungsbeklagte habe auch dargelegt, dass die H.________ Kantonalbank die 
Übernahme der Liegenschaft finanzieren werde. Zwar sei richtig, dass die Bank voraussetze, dass 
„die Alimente nach der Scheidung tiefer ausfallen als die heute zu leistenden Unterhaltsbeiträge 
und dass die bestehende Hypothek von CHF 476‘000.- [wie vorgesehen] abgelöst werden konnte“ 
(vgl. act. 42.14). Es sei aber doch ziemlich wahrscheinlich, dass beide Voraussetzungen eintreten 
werden. Schliesslich ergebe sich aus der Ablösung der bestehenden Hypothek, dass die 
Berufungsklägerin nicht mehr weiter solidarisch hafte (vgl. angefochtener Entscheid, E. 7.4). 

5.1.3 Nach Art. 311 Abs. 1 ZPO muss die Berufung eine Begründung enthalten. Begründen im 
Sinne der genannten Vorschrift bedeutet aufzeigen, inwiefern der angefochtene Entscheid als 
fehlerhaft erachtet wird. Dieser Anforderung genügt der Berufungskläger nicht, wenn er lediglich 
auf die vor erster Instanz vorgetragenen Vorbringen verweist, sich mit Hinweisen auf frühere 
Prozesshandlungen zufriedengibt oder den angefochtenen Entscheid in allgemeiner Weise 
kritisiert. Die Begründung muss hinreichend genau und eindeutig sein, um von der Berufungs-
instanz mühelos verstanden werden zu können. Dies setzt voraus, dass der Berufungskläger im 
Einzelnen die vorinstanzlichen Erwägungen bezeichnet, die er anficht, und die Aktenstücke nennt, 
auf denen seine Kritik beruht. Die Begründung ist eine gesetzliche, von Amtes wegen zu prüfende 
Zulässigkeitsvoraussetzung für die Berufung. Fehlt sie, so tritt das obere kantonale Gericht nicht 
auf die Berufung ein. Gleiches muss gelten, wenn der Berufungskläger lediglich auf Vorakten 
verweist oder wenn die Berufung den umschriebenen Anforderungen in anderweitiger Hinsicht 
nicht genügt (BGE 141 III 569 E. 2.3.3; Urteil BGer 5A_438/2012 vom 27. August 2012 E. 2.2).

5.1.4. Die Berufungsklägerin setzt sich mit der Begründung des angefochtenen Entscheides nicht 
auseinander, sondern begnügt sich damit, das Vorliegen der Voraussetzungen von Art. 205 Abs. 2 
ZGB zu bestreiten. Ihre Beanstandung substanziiert sie jedoch nicht. Damit kommt sie ihrer 
Begründungspflicht nicht nach, so dass in diesem Punkt auf ihre Berufung nicht einzutreten ist. 

Es kann jedoch darauf hingewiesen werden, dass der Bestätigung der H.________ Kantonalbank 
(act. 42/14) insbesondere folgendes entnommen werden kann: „Hiermit bestätigen wir Ihnen [dem 
Berufungsbeklagten], dass wir aufgrund der von Ihnen gemachten Angaben bereit sind, Ihre 
bestehende Hypothek von CHF 476‘000.- bei der L.________ wie folgt abzulösen: CHF 216‘000.- 
innert 6 Monaten nach erfolgter Scheidung und CHF 260‘000.- per 01.09.2019. Wir sind auch 
bereit Ihre bestehende Hypothek von total CHF 476‘000.- um CHF 30‘000.- infolge Scheidung zu 
erhöhen, zwecks Auszahlung Ihrer Ehegattin, damit Sie die Liegenschaft im Alleineigentum 
übernehmen können. Unsere Bestätigung setzt voraus, dass die Alimente nach der Scheidung 
tiefer ausfallen als die heute zu leistenden Unterhaltsbeiträge und dass die obige Hypothek von 
CHF 476‘000.- wie vorgesehen abgelöst werden konnte“. 

Weshalb der Berufungsbeklagte nicht in der Lage sein soll, diese Voraussetzungen der Bank zu 
erfüllen und die Hypothek zu übernehmen, erklärt die Berufungsklägerin nicht und ist auch nicht 
ersichtlich, zumal auch mit vorliegendem Urteil die Unterhaltsbeiträge deutlich tiefer ausfallen als 
im Zeitpunkt der Finanzierungsbestätigung vom 3. November 2016. 

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5.2. Für den Fall, dass dem Antrag der Berufungsklägerin auf freihändigen Verkauf der 
Liegenschaft nicht entsprochen werde, sei festzustellen, dass sie (die Berufungsklägerin) von der 
H.________ Kantonalbank von der Solidarhaftung befreit worden sei, soweit der Berufungsbeklag-
te im Zuge des Scheidungsverfahrens Alleineigentümer der Liegenschaft werde. Ausserdem sei 
festzustellen, dass ihr der Berufungsbeklagte für die Übernahme der Liegenschaft einen Betrag 
von mindestens CHF 90‘337.85 schulde. Zur Bewertung der Liegenschaft sei ein neues gerichtli-
ches Gutachten anzuordnen. Aus der güterrechtlichen Auseinandersetzung schulde ihr der Beru-
fungsbeklagte einen Betrag von CHF 104‘988.65, inkl. Verzugszins von 5% auf dem Teilbetrag von 
CHF 4‘972.45 seit April 2018. 

5.2.1. Steht ein Vermögenswert im Miteigentum und weist ein Ehegatte ein überwiegendes 
Interesse nach, so kann er neben den übrigen gesetzlichen Massnahmen verlangen, dass ihm 
dieser Vermögenswert gegen Entschädigung des andern Ehegatten ungeteilt zugewiesen wird 
(Art. 205 Abs. 2 ZGB). 

Die ungeteilte Zuweisung gemäss Art. 205 Abs. 2 ZGB setzt nicht nur voraus, dass der 
übernahmewillige Ehegatte ein überwiegendes Interesse am Vermögenswert in gemein-
schaftlichem Eigentum nachweist, sondern auch, dass er den andern Ehegatten für seinen Anteil 
entschädigt. Auf die Entschädigung ist auch die Übernahme einer solidarisch eingegangenen 
Schuldverpflichtung durch den Ehegatten anzurechnen, der die Zuteilung verlangt, so dass der 
andere Ehegatte aus seiner Schuldpflicht entlassen wird. Eine solche Schuldübernahme setzt die 
Zustimmung des Gläubigers voraus (vgl. Art. 176 OR). Unterbleibt eine entsprechende 
Zustimmung kann die Übernahme der Hypothekarschuld durch den die Liegenschaft anstrebenden 
Ehegatten nur das Innenverhältnis der Ehegatten betreffen (vgl. Art. 175 OR). Der frühere 
Schuldner wird jedoch frei, wenn der durch das Grundbuchamt (Art. 834 Abs. 1 ZGB) informierte 
Gläubiger diesem gegenüber nicht binnen Jahresfrist schriftlich erklärt, ihn beibehalten zu wollen 
(Art. 832 Abs. 2 und 834 Abs. 2 ZGB; vgl. Urteil BGer 5A_24/2017 vom 15. Mai 2017 E. 5.2).

Damit ist auch klar, dass der Hypothekgeber in einem ihn nicht betreffenden Scheidungsverfahren 
nicht verpflichtet werden kann. Der Feststellungsantrag der Berufungsklägerin erweist sich als 
unzulässig, so dass darauf nicht eingetreten werden kann. Schliesslich sei darauf hingewiesen, 
dass die H.________ Kantonalbank die Ablösung der Hypothek von der L.________ dem Beru-
fungsbeklagten bestätigte. Inwiefern die Berufungsklägerin an dieser Ablösung beteiligt sein soll, 
zeigt sie nicht auf und ist auch nicht ersichtlich. 

5.2.2. Nebst der Übernahme der Hypothek verlangt die Berufungsklägerin einen Betrag von 
mindestens CHF 90‘337.85. Sie bringt zunächst vor, das Gericht habe bei der Berechnung des 
Finanzierungsbetrages zu Unrecht den Fehlbetrag von CHF 21‘041.- dem Verkaufserlös für den 
Mercedes MB380 SL zugeordnet. Im Zweifelsfall sei die Finanzierung aus Errungenschaft zu 
vermuten. Der Berufungsbeklagte habe nicht einmal die Höhe des Verkaufspreises des Mercedes 
bewiesen. Darüber hinaus habe der Verkauf bereits 2005 stattgefunden, wobei der Kaufpreis 
angeblich bar bezahlt worden sei. Dass genau diese Barschaften vier Jahre später zum Kauf der 
Immobilie verwendet worden seien, sei weder wahrscheinlich noch bewiesen. Es sei im Gegenteil 
wohl vielmehr so, dass die Finanzierung durch während der Ehe geäufnete Ersparnisse der 
Ehegatten finanziert worden sei. Dies würden auch die Steuererklärungen der entsprechenden 
Zeitspanne nahelegen, welche in dieser Periode eine Reduktion des Privatvermögens zeigen 
würden. 

Kantonsgericht KG
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Der Berufungsbeklagte entgegnet, er habe bewiesen, dass er zum Zeitpunkt der Heirat 
Eigentümer dieses Fahrzeuges war und dass er es vor dem Hausbau für CHF 25‘000.- verkauft 
habe. Er habe auch den Nachweis der Einzahlung auf die damals bestehenden Konten und damit 
den Nachweis für den Bestand des Eigengutes in diesem Umfang erbracht. Entgegen den 
Ausführungen der Berufungsklägerin bestehe eine gesetzliche Vermutung, wonach der Lebens-
unterhalt der Familie mit den erzielten Einkommen und nicht mit dem in die Ehe eingebrachten 
Eigengut finanziert werde. Sofern also der Verkaufspreis des Mercedes mit dem ehelichen 
Vermögen vermischt worden sei und später das eheliche Vermögen, zu welchem auch dieses 
Eigengut zähle, ins eheliche Haus investiert worden sei, sei der Nachweis des entsprechenden 
Eigengutanteils erbracht worden.

Das Gericht hielt fest, der Berufungsbeklagte habe darlegen können, dass er einen MB 380 SL zu 
einem Preis von CHF 25‘000.- verkauft habe. Zwar sei dieses Fahrzeug bereits im Jahre 2005 
verkauft worden, der Berufungsbeklagte habe aber schlüssig vorgebracht, dass die Parteien 
bereits vor dem Erwerb der Liegenschaft in G.________ eine Liegenschaft in S.________ ins 
Auge gefasst hatten, und dass der Verkaufserlös vom Mercedes 308 SL schliesslich – zumindest 
teilweise – zur Finanzierung beigetragen hat. Teilweise deshalb, weil nicht erstellt ist, dass der 
ganze Betrag in die Immobilie selber geflossen ist; es ist durchaus nicht auszuschliessen, dass die 
Parteien mit dem Restbetrag Mobilien angeschafft haben, oder dass der Betrag anderswie 
verbraucht wurde. Für die Finanzierung werde somit ein Betrag von CHF 21‘041.- aus dem 
Verkauf des Fahrzeugs MB 380 SL angerechnet (angefochtener Entscheid, E. 8.10). 

Vorab ist festzustellen, dass die von der Berufungsklägerin erst in vorliegendem Verfahren 
eingereichten Steuerveranlagungen der Jahre 2008 – 2010 gemäss Art. 317 ZPO verspätet ins 
Recht gelegt wurden und nicht mehr berücksichtigt werden können. 

Nicht bestritten wird von der Berufungsklägerin, dass der Berufungsbeklagte das besagte 
Fahrzeug in die Ehe eingebracht hat, dass es Eigengut des Berufungsbeklagten darstellt und dass 
es im Jahr 2005 verkauft worden ist. Ebenfalls nicht substanziiert bestritten hat die 
Berufungsklägerin die Begründung des Berufungsbeklagten in seiner Stellungnahme vom 8. Mai 
2018 (act. 53/7), wonach das Fahrzeug im Jahr 2005 verkauft wurde, um die notwendigen 
finanziellen Mittel für den Kauf eines bestimmten Einfamilienhauses aufzubringen, es aber 
schliesslich zu keinem Vertragsabschluss gekommen sei und wonach der Oldtimer ohne dieses 
Projekt erst im Jahre 2009 verkauft worden wäre (vgl. act 63/5, in der sie vorbringt, der 
Berufungsbeklagte vermöge nicht zu beweisen, wie hoch der erzielte Betrag gewesen sei und es 
werde nicht dargelegt, dass die erwähnten Zahlungen für den Mercedes erfolgt seien und der 
Verkaufserlös in die Liegenschaft geflossen sei). Eine pauschale Bestreitung genügt nicht (BGE 
141 III 433 E. 2.6). Diese Tatsachen waren damit nicht strittig und mussten nicht weiter bewiesen 
werden (vgl. Art. 150 Abs. 1 ZPO). Auch wenn die Berufungsklägerin vehement bestreitet, dass 
das Fahrzeug tatsächlich für CHF 25‘000.- verkauft worden sei, hat sie an der Verhandlung selbst 
erklärt, mit dem Erlös sei im Jahr 2007 ein blauer Mercedes Kombi für CHF 25‘000.- gekauft 
worden (act. 64/12). Bewiesen wurde damit auch, dass der Verkaufserlös (mindestens) 
CHF 25‘000.- betragen hat. 

Zu klären war und ist damit, ob der Verkaufserlös wie vom Berufungsbeklagten vorgebracht (vgl. 
act. 1/7 und 41/9), tatsächlich (teilweise) in die Liegenschaft geflossen ist oder ob der Restbetrag 
von CHF 21‘041.- durch Errungenschaft des Berufungsbeklagten beglichen worden ist. 

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Beim Streit um die Frage, ob Mittel der einen Vermögensmasse zur Tilgung von Schulden bzw. 
zum Erwerb von Vermögensgegenständen der andern beigetragen haben, so dass derjenigen 
Gütermasse, die für die andere aufgekommen ist, nach Massgabe von Art. 209 Abs. 1 oder 3 ZGB 
eine entsprechende Ersatzforderung zusteht gilt Art. 8 ZGB, wonach derjenige das Vorhandensein 
einer behaupteten Tatsache zu beweisen hat, der aus ihr Rechte ableitet. Auf den Streit um eine 
güterrechtliche Ersatzforderung ist die tatsächliche (oder natürliche) Vermutung zugeschnitten, 
wonach die Ehegatten zur Deckung der laufenden Bedürfnisse der ehelichen Gemeinschaft nicht 
die Substanz ihres Eigenguts angreifen, das ihnen im Zeitpunkt der Eheschliessung gehörte oder 
später durch Erbschaft oder sonst wie unentgeltlich zugefallen ist. Solche Eigengutsmittel bleiben 
nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung grundsätzlich 
unangetastet bzw. werden in erster Linie für ausserordentliche Investitionen eingesetzt. Diese 
Vermutung fusst auf der Erkenntnis, dass der Aufwand für den Unterhalt der Familie 
(einschliesslich Altersvorsorge) sowie die Auslagen zur Erzielung des Erwerbseinkommens und 
die darauf lastenden Steuern von der Errungenschaft zu tragen sind. Freilich dient eine solche 
natürliche Vermutung lediglich der Beweiserleichterung. Sie hat keine Umkehr der Beweislast zur 
Folge. Der Prozessgegner muss daher nur – aber immerhin – den Gegenbeweis erbringen, indem 
er beim Gericht Zweifel an der natürlichen Vermutung erzeugt (Urteile BGer 5A_182/2017 vom 
2. Februar 2017 E. 3.3.2; 5A_37/2011 vom 1. September 2011 E. 3.2.1). 

Damit wird vermutet, dass der Erlös aus dem Verkauf des Oldtimers für ausserordentliche 
Investitionen eingesetzt wurde, insbesondere für die Finanzierung der Liegenschaft, wie es vom 
Berufungsbeklagten vorgebracht wurde. Indem sich die Berufungsklägerin im erstinstanzlichen 
Verfahren darauf beschränkte, vorzubringen, es sei nicht bewiesen, dass der Verkaufserlös in die 
Liegenschaft floss (vgl. act 14/12, 49/18 und 63/5), vermochte sie weder bei der Vorinstanz noch 
beim hiesigen Gerichtshof Zweifel an der natürlichen Vermutung erzeugen, dass der Restbetrag 
zur Finanzierung der Liegenschaft mit dem Eigengut des Berufungsbeklagten beglichen wurde. 
Die Berufungsklägerin ist in diesem Punkt nicht zu hören.

5.2.3. Weiter wirft die Berufungsklägerin der Vorinstanz vor, den BVG Vorbezug des 
Berufungsbeklagten nicht mindestens proportional auf die beteiligten Gütermassen verteilt zu 
haben. Auch eine hälftige Aufteilung des auf den BVG Vorbezug entfallenden Mehrwerts sei 
angezeigt. Die CHF 70‘000.- entsprechen 9.54% des Anschaffungswertes, was zu einer darauf 
entfallenden Mehrwertbeteiligung von je 4.77% führe. Bei ihrem eigenen BVG Vorbezug seien es 
0.42%, also je 0.21%. 

Der Berufungsklägerin kann nicht gefolgt werden. Hiervor (E. 5.2.2.) wurde geklärt, dass der 
Restbetrag zur Finanzierung der Liegenschaft von CHF 21‘041.- durch Eigengut des Berufungs-
beklagten beglichen wurde. Dass die anderen vom Berufungsbeklagten aufgebrachten Eigenmittel 
ebenfalls aus dessen Eigengut stammten, wird nicht bestritten. Sind jedoch sämtliche Eigenmittel 
des Berufungsbeklagten zur Finanzierung der Liegenschaft dessen Eigengut zuzuorden, ist auch 
der auf den BVG Vorbezug entfallende Mehrwert dieser Gütermasse zuzuteilen. Das Bundes-
gericht hat nämlich geklärt, dass bis zum Eintritt eines Vorsorgefalls ein Vorbezug wie ein von der 
Vorsorgeeinrichtung gewährtes Darlehen zu behandeln ist, so dass bei der Auflösung des Güter-
standes der Betrag des Vorbezuges nicht zu berücksichtigen ist, der darauf entfallende Mehrwert 
jedoch gleich zu behandeln ist wie der Mehrwert, der auf ein ausstehendes Hypothekardarlehen 
entfällt, d.h. er wird entsprechend den anderen zum Erwerb eingesetzten finanziellen Mitteln auf 
diese verteilt (BGE 141 III 145 E. 4.2.2, 4.3.1 und 4.3.2). 

Die Berufung erweist sich auch in diesem Punkt als unbegründet. 

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5.2.4. Die Berufungsklägerin beanstandet weiter, dass die Vorinstanz den Beitrag der Mutter des 
Berufungsbeklagten von CHF 100‘000.- vollumfänglich diesem zugeordnet hat. Es gehe aus den 
Akten hervor, dass der Berufungsbeklagte mittels Erbvertrag CHF 70‘000.- erhalten sollte. Am 
27. November 2008 überwies die Mutter des Berufungsbeklagten indessen ausdrücklich „zu 
Gunsten“ beider Ehegatten einen Betrag von CHF 100‘000.-. Dass die CHF 30‘000.- Differenz 
dabei als Schenkung zugunsten der Ehegatten (zwecks Vereinfachung des gemeinsamen 
Hauskaufs) und nicht als Erbvorbezug zu verstehen waren, zeigt sich auch darin, dass die 
Schwester des Berufungsbeklagten innert Jahresfrist ebenfalls einen Beitrag von CHF 30‘000.- 
überwiesen erhielt. 

Auch in diesem Punkt kann der Berufungsklägerin nicht gefolgt werden. Dass die Mutter des 
Berufungsbeklagten den Betrag zu Gunsten beider Ehegatten dem Notar überwiesen hat, ist nicht 
ausschlaggebend für die Zuteilung des Betrages, sind doch beide Ehegatten beim Notar als 
Käufer aufgetreten. Vielmehr ist mit dem Gericht festzustellen, dass der gesamte Betrag dem 
Berufungsbeklagten zukommen sollte. Der Erbvertrag zeigt nämlich auf, dass die Mutter des 
Berufungsbeklagten diesen beim gemeinsamen Hauskauf mit seiner Ehefrau hat unterstützen 
wollen. „[Der Berufungsbeklagte] beabsichtigt, mit seiner Ehefrau, [der Berufungsklägerin] eine 
Parzelle Bauland […] zu kaufen, und darauf ein Einfamilienhaus zu bauen. Der Kauf wird unter 
anderem mittels eines Erbvorbezugs getätigt, den [der Berufungsbeklagte] von [seiner Mutter] 
erhält. Wir bezwecken mit dem vorliegenden Erbvertrag, [den Berufungsbeklagten] und [dessen 
Schwester] im künftigen mütterlichen Nachlass gleichzustellen“ (act. 42/16). Tatsächlich wurden 
schliesslich nicht wie im Erbvertag vereinbart CHF 70‘000.- sondern CHF 100‘000.- überwiesen, 
wobei die Schwester des Berufungsbeklagten ebenfalls einen Betrag von CHF 30‘000.- erhielt. 
Offensichtlich wollte damit die Mutter des Berufungsbeklagten ihre beiden Kinder, d.h. den 
Berufungsbeklagten und dessen Schwester, gleichstellen, wie sie dies bereits durch den 
Erbvertrag gemacht hatte. Dass sie dem Berufungsbeklagten CHF 15‘000.- hat schenken wollen 
und dessen Schwester im Gegenzug CHF 30‘000.- überzeugt hingegen nicht. Damit sind die 
gesamten CHF 100‘000.- dem Eigengut des Berufungsbeklagten zuzuerkennen. 

5.2.5. Schliesslich beanstandet die Berufungsklägerin den im gerichtlichen Gutachten fest-
gestellten und von der Vorinstanz übernommenen Verkehrswert von CHF 852‘000.-. Sie bestreite 
die Berechnungsweise des Grundstückswertes, indem das Gutachten festhält, dass grosse 
Parzellen nicht zum vollen Baulandpreis bewertet werden können. Zudem berücksichtige das 
Gutachten CHF 7‘000.- bei der Entwertung für eine fällige Reparatur. Dieser Punkt sei für sie nicht 
nachvollziehbar und werde ebenfalls bestritten. Schliesslich basiere die Schätzung lediglich auf 
einer provisorischen statt der finalen Bauabrechnung. Deshalb beantrage sie ein neues 
gerichtliches Gutachten. 

Die Berufungsklägerin machte vor erster Instanz von der ihr gegebenen Gelegenheit, zum 
Gutachten Zusatzfragen zu stellen, Gebrauch (act. 26). Ihre Fragen wurden vom Gutachter im 
Zusatzrapport vom 20. Juni 2017 beantwortet (act. 32). Daraufhin hat die Berufungsklägerin soweit 
ersichtlich das Gutachten nicht in Frage gestellt, insbesondere hat sie nicht geltend gemacht, das 
Gutachten sei auch nach den beantworteten Zusatzfragen nicht schlüssig. Sie macht denn auch 
nicht geltend, sie hätte das Gutachten bereits vor erster Instanz bestritten. Vielmehr ist sie in ihrer 
Klageantwort selbst von dem vom Gutachter geschätzten Verkehrswert von CHF 852‘000.- 
ausgegangen (act. 49/21) und verlangte in ihren Rechtsbegehren, dass die Liegenschaft zu einem 
Preis von mindestens dieser Summe veräussert wird. Die Berufungsklägerin hat den geschätzten 
Verkehrswert anerkannt und stützt sich auf keine neuen Tatsachen und/oder Beweismittel, um 

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diesen wieder in Frage zu stellen, so dass so oder anders kein weiterer Beweis darüber zu führen 
ist. Auf die Berufung ist in diesem Punkt nicht einzutreten. 

5.3.

5.3.1. In seiner Anschlussberufung macht der Berufungsbeklagte geltend, die Vorinstanz habe zu 
Unrecht den konjunkturellen Mehrwert, der auf die Hypothek entfalle, gestützt auf Art. 209 Abs. 3 
ZGB hälftig aufgeteilt. Dieser Artikel regle die allfälligen Ersatzforderungen innerhalb des Mannes- 
oder Frauengutes. Vorliegend sei jedoch lediglich Eigengut zur Finanzierung der Liegenschaft 
verwendet worden, so dass dieser Artikel keine Anwendung findet. Anwendbar sei hingegen 
Art. 206 ZGB, der allfällige Ersatzforderungen zwischen den Ehegatten regelt. Nach diesem Artikel 
sei der Mehrwert, der auf die Hypothek falle, ausschliesslich der Gütermasse zuzuweisen, in 
welche die Hypothekarschuld falle. Diese sei sein Eigengut, so dass auch der Mehrwertanteil 
vollumfänglich seinem Eigengut zukomme. Die Berufungsklägerin habe deshalb in Bezug auf die 
eheliche Liegenschaft folgende Rückerstattungsansprüche: 

Eigengut BVG-Vorbezug CHF 3‘083.-
Arbeitsleistungen Vater CHF 19‘200.-
Total Eigengut CHF 22‘283.-
Mehrwertanteil auf Eigengut (3.05%) CHF 2‘715.30
Amortisation 50% CHF 13‘750.-
Total Ausgleichszahlung Liegenschaft CHF 38‘748.30

5.3.2. Die Berufungsklägerin verweist auf den angefochtenen Entscheid, soweit dieser festhält, 
dass die Zuordnung der Hypothek zum Eigengut des Berufungsbeklagten noch nichts über die 
Aufteilung des Mehrwertes aussagt, welcher auf diese Drittfinanzierung entfällt. Der von der Vor-
instanz vorgenommenen hälftigen Teilung sei aus den in deren Entscheid beschriebenen Gründen 
zu folgen. 

5.3.3. Die Vorinstanz hielt folgendes fest (E. 8.13): Die Liegenschaft […] wurde mit Eigengut des 
[Berufungsbeklagten] von CHF 208‘018.90 (28.35%), mit Eigengut der Berufungsklägerin von 
CHF 22‘283.- (3.05%) und mit einer Hypothek von CHF 503‘500.- (68.6%) finanziert. Die 
Zuordnung der Hypothek zum Eigengut des [Berufungsbeklagten] sagt noch nichts über die Auftei-
lung des Mehrwerts aus, der auf diese Drittfinanzierung entfällt. Der auf eine Hypothek entfallende 
Mehrwert ist proportional auf die Gütermassen zu verteilen, da eine einseitige Massenzuordnung 
der auf eine Hypothek entfallenden Gewinne unter Umständen zu stossenden Ergebnissen führen 
könnte (vgl. BGE 123 III 152 E. 6b/bb). Vorliegend ist allerdings zu erwähnen, dass die Liegen-
schaft im Miteigentum beider Parteien steht, dass der [Berufungsbeklagte] und die [Berufungsklä-
gerin] solidarisch für die Hypothekarschulden haften, und dass die Hypothek während der 
Ehedauer mit CHF 27‘500.- aus der Errungenschaft des Klägers amortisiert wurde. Der mittels 
Hypothek erwirtschaftete Mehrwert ist hälftig beiden Miteigentümern gutzuschreiben […]. 
Insgesamt erscheint es gerechtfertigt, den auf die Hypothek entfallenden Mehrwert (68.60%) je 
hälftig auf die [Berufungsklägerin] und auf den [Berufungsbeklagten] aufzuteilen (also je 34.30%).

5.3.4. Die Artikel 206 und 209 Abs. 3 ZGB regeln die Teilung der konjunkturellen Mehrwerte 
einerseits zwischen Ehegatten und andererseits zwischen den Gütermassen desselben 
Ehegattens. Nur wenn der Mehrwert in die Errungenschaft des einen Ehegattens fällt, wird er mit 
dem anderen geteilt (vgl. BGE 141 III 145 E. 4.1). 

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Um die Frage zu beantworten, ob der Mehrwert in die Errungenschaft des einen Ehegattens fällt, 
sind zunächst die Miteigentumsanteile im Zeitpunkt des Erwerbs den jeweiligen Gütermassen der 
Ehepartner zuzuteilen. Wurde der Erwerb durch beide Gütermassen des einen Ehegattens 
finanziert, wird der gesamte Miteigentumsanteil derjenigen Masse zugeteilt, die wertmässig mehr 
dazu beigetragen hat. Die andere Masse hat eine Ersatzforderung entsprechend dem Anteil des 
Beitrages gemäss Art. 209 Abs. 3 ZGB. Die gemeinsam aufgenommene Hypothekarschuld ist 
gemäss dem Grundsatz des sachlichen Zusammenhangs nach Art. 209 Abs. 2 ZGB derjenigen 
Masse zuzuordnen, in die der Miteigentumsanteil integriert wird (BGE 141 III 53 E. 5.4.4). 

Vorliegend hat der Berufungsbeklagte sein Miteigentumsanteil mit seinem Eigengut und dem 
halben Hypothekarkredit finanziert. 

Die Berufungsklägerin hat ihren Miteigentumsanteil von Total CHF 366‘900.95 (= CHF 733‘801.90 
Anschaffungswert [vgl. angefochtener Entscheid E. 8.9] / 2) mit Eigengut in der Höhe von 
CHF 22‘283.- (CHF 3‘083.- Vorbezug PK + CHF 19‘200.- Arbeitsleistung Vater) finanziert. Der 
Rest wurde mit der halben Hypothek (CHF 503‘500.- [vgl. angefochtener Entscheid, E. 8.10) / 2 = 
CHF 251‘750.-) und der finanziellen Hilfe des Berufungsbeklagten (CHF 92‘867.95), d.h. mit 
Errungenschaft, erworben (vgl. auch BGE 144 III 53 E. 5.4.4.). 

Ausgehend von diesem Sachverhalt ergibt sich in rechtlicher Hinsicht, dass der Miteigentumsanteil 
des Berufungsbeklagten in sein Eigengut fällt, das durch die Hälfte der Hypothekarschuld und 
nicht wie von der Vorin