# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f7215f0d-2ae8-579d-b2fb-045bb0614bcf
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-10
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 10.04.2025 720 2024 256 (720 24 256)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-2024-256_2025-04-10.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 10. April 2025 (720 24 256) 
 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Das Verwaltungsgutachten erweist sich als beweiskräftig, weshalb darauf abgestellt 

werden kann. 

 

 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantons-

richter Jürg Pulver, Gerichtsschreiberin i.V. Silvia Marzano 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Dr. Claude Schnüriger, 
Advokat, Gartenstrasse 101, Postfach, 4002 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 
 
 
 
A. Der 1973 geborene A.____ arbeitete zuletzt als selbständiger Gipser. Am 19. Oktober 
2020 (Posteingang) meldete er sich erstmals bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung 
(IV) unter Hinweis auf einen seit Ende Juli 2020 bestehenden Bauchspeicheldrüsenkrebs zum 
Leistungsbezug an. Nach dem Scheitern der Eingliederungsmassnahmen 
(vgl. Abschlussbericht der Eingliederungsmassnahmen vom 23. Januar 2023) klärte die IV-

 
 
Seite 2   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) die erwerblichen und gesundheitlichen Verhältnisse ab, wo-
bei sie die Swiss Medical Assessment- and Business-Center AG Bern (SMAB) mit einem bidis-
ziplinären Gutachten beauftragte (Expertise vom 14. Dezember 2023) und den Regionalen Ärzt-
lichen Dienst (RAD) konsultierte (RAD-Stellungnahmen vom 19. Dezember 2023, vom 30. April 
2024 und vom 19. Juni 2024). Gestützt auf ihre Abklärungsergebnisse sprach die IV-Stelle dem 
Versicherten mit Verfügung vom 14. August 2024 rückwirkend vom 1. Juli 2021 bis zum 
30. April 2022 sowie vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 eine Dreiviertelsrente 
und ab 1. Januar 2024 eine volle Invalidenrente zu. Gleichzeitig wurde die Gewährung einer 
Kinderrente für den Zeitraum vom 1. Juli 2021 bis zum 30. April 2022 und vom 1. Januar 2023 
bis zum 31. Juli 2023 festgehalten. Für den Zeitraum vom 1. Mai 2022 bis zum 31. Dezember 
2022 lehnte die IV-Stelle den Rentenanspruch ab. 
 
B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten durch Advokat Claude Schnüriger, mit 
Eingabe vom 12. September 2024 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abtei-
lung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Er begehrte, die Verfügung der IV-Stelle vom 
1. August 2024 sei aufzuheben und ihm sei ab dem 1. Juli 2021 eine volle Invalidenrente und 
ab dem 1. Januar 2024 eine volle Invalidenrente und die entsprechende Kinderrente zuzuspre-
chen. Zudem seien sämtliche Gerichts- und Anwaltskosten der Beschwerdegegnerin aufzuerle-
gen. Gemäss Beschwerdebegründung (Ziff. 6) wurde jedoch für die Zeit vom 1. Mai 2022 bis 
zum 31. Dezember 2022 explizit kein Anspruch geltend gemacht. Zur Begründung führte er 
zusammenfassend auf, die IV-Stelle habe sich zu Unrecht auf die Fachbeurteilung der SMAB 
gestützt. Der Beschwerdeführer sei nicht fähig, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Vielmehr 
müsse sich das Kantonsgericht auf die Berichte der behandelnden Ärzte des Spitals B.____, 
Abteilung Onkologie, und der Hausärztin, Dr. med. C.____, Fachärztin für Allgemeine Innere 
Medizin, stützen, die eine vom Gutachten vom 14. Dezember 2023 abweichende Beurteilung 
bieten würden. Diese seien daher als Zeugen ins Verfahren einzubeziehen und die Krankenge-
schichte des Beschwerdeführers sei von Amtes wegen beim Spital B.____ einzuholen. 
 
C. Mit Vernehmlassung vom 22. Oktober 2024 schloss die IV-Stelle unter Hinweis auf ei-
nen eingeholten RAD-Bericht auf Abweisung der Beschwerde. Hierzu führte sie im Wesentli-
chen an, die Vorbringen des Beschwerdeführers seien nicht geeignet, die Glaubwürdigkeit der 
gutachterlichen Einschätzung zu erschüttern. 
 
D. Mit Verfügung des Kantonsgerichts vom 31. Oktober 2024 wurden die Beweisanträge 
des Beschwerdeführers vorbehältlich eines anders lautenden Entscheids des Dreiergerichts im 
Rahmen des Instruktionsverfahrens abgewiesen. Gleichzeitig wurde der Fall dem Dreiergericht 
zur Beurteilung überwiesen. Mit Schreiben vom 4. November 2024 reichte Advokat Claude 
Schnüriger dem Kantonsgericht seine Honorarnote ein. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versiche-

 
 
Seite 3   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden 
Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig-
keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes 
über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (Verwaltungsprozessordnung, VPO) 
vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige ge-
richtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es 
ist somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die beim 
örtlich und sachlich zuständigen Gericht und im Weiteren form- und fristgerecht eingereichte 
Beschwerde ist daher einzutreten. 
 
1.2 Am 1. Januar 2022 trat die vom Gesetzgeber am 19. Juni 2020 beschlossene Änderung 
des IVG ("Weiterentwicklung der IV", WEIV) in Kraft. Die vorliegend angefochtene Verfügung 
erging nach dem 1. Januar 2022. Auf alle Rentenansprüche, die ab dem 1. Januar 2022 entste-
hen, finden grundsätzlich die Bestimmungen des IVG und diejenigen der Verordnung über die 
Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 in der ab dem 1. Januar 2022 geltenden Fas-
sung Anwendung. Wird der Anspruch auf eine IV-Rente bzw. deren Ablehnung nach dem 
1. Januar 2022 verfügt, gilt unter anderem folgendes: Liegen der Eintritt der Invalidität und der 
Beginn des Rentenanspruchs vor dem 1. Januar 2022, so bleiben die vor dem 1. Januar 2022 
gültigen Bestimmungen anwendbar (Kreisschreiben über Invalidität und Rente in der Invaliden-
versicherung [KSIR], gültig ab 1. Januar 2022, Rz. 9101). Vorliegend steht ein Rentenanspruch 
ab dem 1. Juli 2021 in Frage, weshalb die Bestimmungen des IVG und diejenigen der IVV in 
der bis zum 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung anwendbar sind. Sie werden im 
Folgenden jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet. 
 
2. Strittig und zu beurteilen ist im vorliegenden Beschwerdeverfahren der Rentenanspruch 
des Versicherten im Zeitraum vom 1. Juli 2021 bis zum 31. Dezember 2023. Massgebend ist 
dabei der Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 14. Au-
gust 2024 entwickelt hat, da dieser Zeitpunkt rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der 
richterlichen Überprüfungsbefugnis bildet (BGE 129 V 4 E. 1.2). 
 
2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig 
gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). 
 
2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geis-
tigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen 
Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch 
die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). 
Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 
ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, 
Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein-

 
 
Seite 4   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zu-
mutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen 
(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach 
Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu be-
rücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver 
Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2). 
 
2.3 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abge-
stuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 
70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie 
zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 
 
3. Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet die Frage, in welchem Aus-
mass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsunfähig 
ist. 
 
3.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit der versicherten Person stützt sich die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) 
auf Unterlagen, die von ärztlichen und gegebenenfalls auch anderen Fachleuten zur Verfügung 
zu stellen sind. Ärztliche Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stel-
lung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person 
arbeitsunfähig ist (Urteil des Bundesgerichts vom 26. Februar 2024, 8C_122/2023, E. 2.3). Im 
Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können 
(BGE 140 V 193 E. 3.2; 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
3.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an-
deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt 
(BGE 143 V 124 E. 2.2.2). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach ent-
scheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 
abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beur-
teilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin 
oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 
 

 
 
Seite 5   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

3.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens einge-
holten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobach-
tungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Er-
örterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle 
Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Ex-
pertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). In Bezug auf Berichte von 
behandelnden Ärzten darf und soll das Gericht der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass 
diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher 
zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Die unter-
schiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits 
und von Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits 
(vgl. BGE 124 I 170 E. 4; Urteil des EVG vom 13. Juni 2001, I 506/00, E. 2b) lässt nicht zu, ein 
Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklä-
rungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelan-
gen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die 
behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende 
– Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben 
sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). 
 
3.4 Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom 
Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach 
haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und 
vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungs-
pflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen 
Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 19. September 2011, 
8C_392/2011, E. 2.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt 
auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leis-
tungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ent-
schieden werden kann (Urteil des Bundesgerichts vom 7. März 2019, 9C_57/2019, E. 3.2). 
 
4.1 Für die Beurteilung des medizinischen Sachverhalts stehen zahlreiche medizinische 
Akten zur Verfügung, welche allesamt vom Gericht gewürdigt wurden. Im Zentrum der medizini-
schen Beurteilung stehen indessen insbesondere die nachfolgenden medizinischen Unterlagen: 
 
4.1.1 Aus den IV-Akten lässt sich entnehmen, dass beim Beschwerdeführer am 19. August 
2020 ein Adenokarzinom des Pankreaskopfes diagnostiziert wurde. Darauffolgend unterzog er 
sich am 20. August 2020 einer partiellen Pankreaticoduodenektomie mit Schnellschnitt, syste-
matischer onkologischer Lymphadenektomie, Cholezystektomie und Rekonstruktion mit Seit-zu-
End Pankreaticojejunostomie und Seit-zu-Seit Jejunojejunostomie (vgl. Bericht des Spitals 
B.____, Abteilung Onkologie, Hämatologie, Immuntherapie vom 7. Oktober 2020, IV-act. 10, 

 
 
Seite 6   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

S. 2 ff.; definitiver Austrittsbericht des Spitals B.____, Klinik für Chirurgie, vom 21. September 
2020, IV-act. 146, S. 2 ff.) und einer Chemotherapie über 12 Zyklen, die von Oktober 2020 bis 
Ende März 2021 andauerte (vgl. Bericht des Spitals B.____, Abteilung Onkologie, Hämatologie, 
Immuntherapie, vom 20. Januar 2022, IV-act. 106, S. 4). 
 
4.1.2 Während die Hausärztin am 27. Oktober 2020 die Prognose zur Arbeitsfähigkeit offen 
liess und am 16. Juni 2021 bei stationärem Gesundheitszustand eine langfristig schlechte 
Prognose stellte, stufte das Spital B.____, Abteilung Onkologie, am 28. Juni 2021 den Gesund-
heitszustand des Beschwerdeführers als besserungsfähig ein und stellte fest, dass eine Wie-
dereingliederung im August 2021 im Pensum von 30 bis 50% voraussichtlich möglich sei 
(vgl. IV-act. 14, S. 3; 22, S. 2; 23, S. 3). 
 
4.1.3 Laut Bericht des Spitals B.____, Abteilung Onkologie, Hämatologie, Immuntherapie, 
vom 29. September 2021 verbesserte sich nach der Chemotherapie der Allgemeinzustand des 
Beschwerdeführers stetig. Es bestehe jedoch eine Fatigue und eine anhaltende Polyneuropa-
thie Grad I der Füsse mit teils neuropathischen Schmerzen. Zudem sei die Belastbarkeit redu-
ziert und verbessere sich nur sehr langsam. Hinweise auf ein Rezidiv oder Fernmetastasen 
seien hingegen nicht ersichtlich (vgl. IV-act. 39, S. 8 ff.). Ein Wiedererlangen der Arbeitsfähig-
keit im Rahmen der selbständigen Tätigkeit in seinem handwerklichen Betrieb sei nicht abseh-
bar (vgl. IV-act. 39, S. 9; Bericht des Spitals B.____, Abteilung Onkologie, Hämatologie, Immun-
therapie, vom 20. Januar 2022, IV-act. 106, S. 4).  
 
4.1.4 Mit Verlaufsbericht vom 18. Oktober 2021 verzichtete das Spital B.____, Abteilung On-
kologie, auf eine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit und verwies auf die Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit durch die Hausärztin, die am gleichen Tag den Gesundheitszustand des Beschwerde-
führers als stationär bezeichnete und sich ebenfalls nicht zur Arbeitsfähigkeit äusserte (vgl. IV-
act. 32, S. 4; 33, S. 2 und 3). 
 
4.1.5 Am 25. Oktober 2021 nahm Dr. med. D.____, Facharzt für Arbeitsmedizin, RAD, zum 
Fall Stellung und stellte fest, dass die bisherige Tätigkeit nicht mehr zumutbar sei, in einer an-
gepassten körperlich mittelschweren Tätigkeit könne hingegen eine Arbeitsfähigkeit von 80-
100 % erwartet werden (vgl. IV-act. 42). 
 
4.1.6 Am 17. Januar 2022 wurden beim Beschwerdeführer durch das Spital B.____, Abteilung 
Endokrinologie und Diabetologie, ein Diabetes mellitus, DD: Typ 2, pankreatopriv (Erstdiagnose 
Oktober 2020) und ein Adenokarzinom des Pankreaskopfes (Erstdiagnose August 2020) diag-
nostiziert. Der Beschwerdeführer komme an manchen Tagen auf über zehntausend Schritte, 
jedoch bestehe eine gewisse Leistungsintoleranz, indem eine regelmässige körperliche Aktivität 
schwierig sei (vgl. IV-act. 178, S. 20 f.). 
 
4.1.7 Nach Durchlaufen einer Rehabilitation diagnostizierte das Spital B.____, Abteilung On-
kologie, am 23. Februar 2022 ein Adenokarzinom des Pankreaskopfes (ED 14. August 2020 
pT2 N2(4/19) L+ V1 Pn1 G3 R0) Stadium III, einen pancreopriver Diabetes mellitus und eine 
Polyneuropathie Grad II und berichtete, der Beschwerdeführer leide an Kraftlosigkeit, Schwä-

 
 
Seite 7   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

che, vermehrtem Schwitzen und Fatigue. Durch die erfolgte Rehabilitation könne er in einem 
guten körperlichen Zustand nach Hause entlassen werden, da sich die Fatigue deutlich gebes-
sert habe und deren Auswirkungen im Alltag nicht mehr relevant seien. Die Symptome der Po-
lyneuropathie bestünden zwar noch, aber ihre Auswirkungen auf den Alltag seien im Rahmen 
der Rehabilitation nicht wahrnehmbar gewesen. Die psychische Belastung durch die Krebser-
krankung könne nicht befriedigend angegangen werden. Aus körperlicher Sicht stehe der Rein-
tegration in die Arbeitswelt aber nichts im Wege (vgl. IV-act 147, S. 2 ff.). 
 
4.1.8 Mit Bericht vom 8. November 2022 wurde durch das Spital B.____, Klinik für Urologie, 
neben den bereits erwähnten Diagnosen eine erektile Dysfunktion und ein Libidoverlust diag-
nostiziert (vgl. IV-act 178, S. 13 ff.; Bericht des Spitals B.____, Klinik für Urologie, vom 
6. Februar 2023, IV-act. 136, S. 2 f.). 
 
4.1.9 Mit Abschlussbericht der Eingliederungsmassnahmen vom 23. Januar 2023 stellte die 
IV-Stelle fest, dass die berufliche Eingliederung gescheitert sei. Insbesondere habe das Pen-
sum nicht wie geplant gesteigert werden können, so dass der Versicherte aktuell nur noch im 
Pensum von 20 % tätig sein könne (vgl. IV-act. 124).  
 
4.1.10 Mit Bericht vom 13. Februar 2023 stellte das Spital B.____, Abteilung Onkologie und 
Hämatologie, fest, beim Beschwerdeführer seien keine Hinweise auf ein Rezidiv vorhanden. 
Der Beschwerdeführer sei leicht eingeschränkt, er berichte über eine Fatigue mit schneller Er-
schöpfbarkeit sowie über eine persistierende Polyneuropathie der Füsse. Zudem habe er inter-
mittierende, ziehende Oberbauchschmerzen im Bereich der Narbe sowie Hitzeschübe. Die Re-
habilitation habe keine grosse Linderung gebracht (vgl. IV-act. 178, S. 16). Am 23. März 2023 
erfolgte eine Port-a-Cat Explantation rechts (vgl. Bericht des Spitals B.____, Zentrum Herz, Ge-
fäss, Thorax, vom 28. März 2023, IV-act. 178, S. 28 f.). 
 
4.1.11 Mit Stellungnahme vom 2. Mai 2023 stellte Dr. D.____ fest, es bestehe eine Diskrepanz 
zwischen der medizinisch-theoretischen Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten 
Tätigkeit und den Erfahrungen im Rahmen des gescheiterten Aufbautrainings, weshalb das 
Einholen eines Gutachtens empfohlen werde (vgl. IV-act. 140).  
 
4.1.12 Mit Verlaufsbericht vom 10. April 2024 (Unterschrift 31. Mai 2024) diagnostizierte die 
Hausärztin ein Pankreaskarzinom, Chemotherapie, Whipple Operation, eine Polyneuropathie 
durch die Chemotherapie, eine schwere Fatigue nach der Operation und der Chemotherapie. 
Zudem bestehe ein Diabetes mellitus paureopris. Sie stufte den Gesundheitszustand des Be-
schwerdeführers als stationär ein, äusserte sich aber nicht zur Arbeitsfähigkeit (vgl. IV-act. 178, 
S. 2 f.). 
 
4.1.13 Am 19. April 2024 stellte das Spital B.____, Abteilung Onkologie, fest, dass der Be-
schwerdeführer neu aufgetretene Beschwerden sowie B-Symptome verneine. Er berichte von 
vorbestehenden Schmerzen an multiplen Körperstellen, welche gut auf die Schmerzmedikation 
Dafalgan ansprechen würden. Es seien keine Hinweise auf ein Lokalrezidiv oder Metastasen 
vorhanden und die Tumormarker seien ohne Dynamik nicht erhöht gewesen. Auf eine Beurtei-

 
 
Seite 8   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

lung der Arbeitsfähigkeit wurde sowohl im Rahmen dieses ambulanten Berichts wie auch im 
Rahmen des Verlaufsberichts vom 19. April 2024 verzichtet (vgl. IV-act. 179). 
 
4.1.14 Am 25. Juni 2024 berichtete das Spital B.____, Abteilung Onkologie, über die erfolgte 
klinische Kontrolle und Laborentnahme und stellte fest, dass der Beschwerdeführer neu aufge-
tretene Beschwerden, insbesondere B-Symptome, verneine. Er berichte über eine weiterhin 
bestehende Fatigue, welche sich möglicherweise chronifiziert habe. Ferner bestehe eine post-
traumatische Belastungsstörung. 
 
4.1.15 Mit ärztlichem Zeugnis vom 29. August 2024 stellte die Hausärztin fest, der Beschwer-
deführer sei zwischen dem 1. Juni 2021 und dem 4. Dezember 2023 regelmässig bei ihr in der 
Sprechstunde gewesen (insgesamt 23-mal). Bis heute bestehe ein erheblicher Zustand von 
Erschöpfung, Müdigkeit und Kraftlosigkeit. Auch im Haushalt könne er nur eingeschränkt arbei-
ten, kleine Spaziergänge müsse er oft nach 30 Minuten abbrechen. Zudem sei er durch seinen 
schlechten Allgemeinzustand psychisch belastet. Die körperliche Erschöpfung habe sogar zu 
Depression und Verzweiflung geführt. Für die Fatigue nach der Chemotherapie würden keine 
medizinischen Behandlungsmöglichkeiten bestehen, die den Zustand nachhaltig verbessern 
könnten. Der Beschwerdeführer könne definitiv nicht arbeiten, auch nicht in einem geringen 
Pensum. 
 
4.2 Aufgrund der fehlenden bzw. diskrepanten Angaben des Spitals B.____ und der Haus-
ärztin zur Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit veranlasste die IV-Stelle zur Abklärung des 
medizinischen Sachverhalts ein bidisziplinäres Gutachten bei der SMAB, welches am 14. De-
zember 2023 erstattet wurde. 
 
Nach Durchführung von Explorationen in den Fachrichtungen Neurologie und Onkologie wur-
den im Rahmen der Konsensbeurteilung folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitstätig-
keit gestellt: 
 
(1) Chemotherapie-induzierte Polyneuropathie (CIP), Erstmanifestation Ende 2020 (ICD-10 
G62.0) mit zusätzlichem neuropathischem Schmerzsyndrom; (2) Adenokarzinom des Pankre-
askopfes (ICD-10 CD25.0) bei partieller Pankreaticoduodenektomie, onkologischer Lympha-
denektomie und Cholezystektomie, Rekonstruktion mit Seit-zu-End Hepaticojejunostomie und 
Billroth II mit Seit-zu-Seit Gastrojejunostomie und Seit-zu-Seit Jejunojejunostomie am 20. Au-
gust 2020, bisher ohne Hinweise auf ein Rezidiv oder Metastasen; (3) Chronic-Cancer-related 
Fatigue-Syndrom mässigen Grades (ICD-10 R 53.0); (4) Pankreopriver Diabetes mellitus (ICD-
10 E10.0).  
 
Im neurologischen Fachgutachten wurde im Wesentlichen festgehalten, dass der Beschwerde-
führer nach der Chemotherapie an einer Sensibilitätsstörung in beiden Händen gelitten habe, 
die heute jedoch nicht mehr bestehe. An den Füssen bestünden hingegen immer noch Miss-
empfindungen und Schmerzen. Ob eine elektrophysiologische Untersuchung durchgeführt wor-
den sei, könne der Beschwerdeführer nicht mehr sagen. Anamnestisch werde eine Reizstrom-
therapie beschrieben. Der Beschwerdeführer gebe bekannt, niemals unter einem Schwindel 

 
 
Seite 9   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

gelitten zu haben, jedoch berichte er über eine erhöhte Müdigkeit und ein Schwächegefühl. Zu-
dem seien nach der Diagnose des Bauchspeicheldrüsenkrebses eine deutliche Reizbarkeit, 
explosives Verhalten und eine Schlafstörung aufgetreten. Im Rahmen der Untersuchung hätten 
die Missempfindungen an den Füssen bestätigt werden können. Es sei von einer Polyneuropa-
thie am ehesten chemotherapie-assoziierter Genese im Sinne einer typischen Komplikation 
nach Chemotherapie bei Krebserkrankung auszugehen, die mit Medikamenten behandelt wer-
den könne. Klinisch bestehe kein Zweifel an der Diagnose bei zusätzlich vermindertem Vibrati-
onsempfinden beider unterer Extremitäten. Eine sensible ataktische Störung könne nicht be-
schrieben werden. Eine neurologische Vorstellung des Versicherten habe bisher nicht stattge-
funden, im Rahmen der gutachterlichen Beurteilung sei dies jedoch bei klassischer Symptom-
schilderung und typischem neurologischem Untersuchungsbefund nicht erforderlich. Die Prog-
nose könne aktuell nicht sicher beurteilt werden, am ehesten sei jedoch von einer reserviert 
ungünstigen Prognose auszugehen. Eine Heilung sei nicht zu erwarten. Der Beschwerdeführer 
könne keinen Tätigkeiten an exponierten Stellen wie Leitern, Gerüsten oder anderen Orten mit 
Sturzgefahr nachgehen, eine wechselbelastende Tätigkeit sei angeraten. Während in der ange-
stammten Tätigkeit seit Erstmanifestation einer chemotherapie-assoziierten Polyneuropathie 
per Ende 2020 keine Arbeitsfähigkeit mehr bestehe, sei in einer Verweistätigkeit aus neurologi-
scher Sicht eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit vorhanden. 
 
Im onkologischen Fachgutachten wurde zusammenfassend ausgeführt, dass der Beschwerde-
führer an einem Karzinom des Pankreaskopfes erkrankt sei. Die Diagnose sei am 14. August 
2020 gestellt worden. Am 20. August 2020 sei eine partielle Resektion des Pankreas und der 
Lymphknoten erfolgt. Dabei habe der Tumor radikal entfernt werden können. Aus der histologi-
schen Untersuchung habe sich ein Stadium III ergeben. Als Folge der Resektion habe sich ein 
pankreopriver Diabetes mellitus entwickelt, der mit oralen Antidiabetika behandelt werde. Von 
Oktober 2020 bis März 2021 seien nach Implantation eines Port-a-Cath-Systems 12 Zyklen 
Chemotherapie gemäss modifiziertem Folfirinox-Schema verabreicht worden, welche vom Be-
schwerdeführer mit den üblichen Nebenwirkungen komplikationslos toleriert worden seien. Im 
Februar 2023 habe das dislozierte Port-a-Cath-System entfernt werden müssen. Die Chemo-
therapie habe zu einem Gehörverlust und zu einem Resilienzverlust geführt. Der Beschwerde-
führer leide an einer chronischen Müdigkeit und einer Leistungsintoleranz, welche als Chronic-
Cancer-related Fatigue-Syndrom mässigen Grades eingeschätzt werden könne. Er fühle sich 
schwach, dünnhäutig und sei rasch erschöpft. Zudem bestünden seit der Chemotherapie per-
sistierende Hypo- und Parästhesien an den Füssen. Der Verlauf sei bisher ausserordentlich 
günstig, die bisherigen Nachkontrollen hätten keine Hinweise auf ein Rezidiv oder Metastasen 
ergeben. Aufgrund des Tumorstadiums mit Befall der Lymphknoten und der Histologie sei die 
Prognose ungünstig (5 Jahre Überlebenswahrscheinlichkeit unter 20 %). Aufgrund der chroni-
schen Fatigue sei der Beschwerdeführer nur eingeschränkt belastbar, indem er eine leichte bis 
mittelschwere körperliche Tätigkeit ausüben könne. Während in der bisherigen Tätigkeit seit 
Ausbruch der Erkrankung im August 2020 und in einer Verweistätigkeit bis zum Abschluss der 
Chemotherapie im März 2021 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestehe, lasse sich in einer 
Verweistätigkeit bis zu einer Belastung von 15kg ab April 2021 eine 50%-ige Arbeitsfähigkeit 
feststellen. 
 

 
 
Seite 10   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

In ihrer Konsensbeurteilung gelangten die Gutachter zur Auffassung, dass aus interdisziplinärer 
Sicht ab dem 14. August 2020 (Diagnosestellung des Pankreaskopfkarzinoms) von einer Ar-
beitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit von 100 % auszugehen sei. In einer angepass-
ten Tätigkeit lasse sich eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit bis zum Abschluss der Chemotherapie 
im März 2021 und seit April 2021 eine Arbeitsfähigkeit von 50 % annehmen, wobei eine leichte 
bis mittelschwere, wechselbelastende körperliche Tätigkeit ohne Tätigkeiten an exponierten 
Stellen wie z.B. auf Leitern, Gerüsten oder anderen Orten mit Sturzgefahr in Betracht komme. 
 
4.3 Am 19. Dezember 2023 nahm Dr. D.____ zum Gutachten Stellung (vgl. IV-act. 158). 
Darin kam er zum Schluss, dass dem Gutachten voller Beweiswert zuerkannt werden könne. 
Daran hielt er auch im Rahmen seiner Beurteilungen vom 30. April 2024 und vom 19. Juni 2024 
fest (vgl. IV-act. 181 und 192). 
 
5.1 Die Beschwerdegegnerin stütze sich in der angefochtenen Verfügung vom 14. August 
2024 bei der Beurteilung des medizinischen Sachverhalts und der zumutbaren Arbeitsfähigkeit 
in erster Linie auf das hiervor zitierte Gutachten der SMAB. Auf der Grundlage der eingeholten 
RAD-Beurteilungen vom 18. Dezember 2024, 30. April 2024 und vom 19. Juni 2024 (vgl. IV-
act. 158, 181 und 192) erachtete sie dem Versicherten die gutachterlich attestierte Arbeitsfähig-
keit von 50 % in einer leidensadaptierten Tätigkeit ab April 2021 als zumutbar. 
 
5.2 Wie oben ausgeführt (vgl. E. 3.3 hiervor), ist den im Rahmen des Verwaltungsverfah-
rens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender 
Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei 
der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung 
volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der 
Expertise sprechen. Wie in der Folge zu zeigen sein wird, liegen solche Indizien nicht vor. Das 
vorstehend zitierte Gutachten ist insgesamt umfassend und die dargelegten medizinischen Zu-
sammenhänge sowie die vorgenommenen Schlussfolgerungen sind nachvollziehbar und über-
zeugend. Die Fachgutachter haben den Versicherten persönlich untersucht, eine umfassende 
Anamnese erhoben und gehen einlässlich auf seine Angaben und Beschwerden ein. Entgegen 
der Auffassung des Beschwerdeführers setzen sich die Gutachter fundiert mit den bei den Ak-
ten liegenden medizinischen Berichten auseinander und begründen abweichende Einschätzun-
gen in überzeugender Weise.  
 
5.3 Daran vermögen die Vorbringen des Beschwerdeführers nichts zu ändern: 
 
5.3.1 Der Beschwerdeführer beanstandet, dass die Hausärztin, bei der er praktisch im Mo-
natsrhythmus gewesen sei, festgestellt habe, dass bei ihm ein erheblicher Zustand von Er-
schöpfung, Müdigkeit und Kraftlosigkeit vorliege und er daher nicht arbeiten könne. Dies stehe 
klar im Widerspruch zu der von den Gutachtern attestierten 50%-igen Arbeitsfähigkeit. Die be-
handelnden Ärzte im Spital B.____, Abteilung Onkologie, hätten zudem die Beurteilung der Ar-
beitsfähigkeit bewusst der Hausärztin überlassen. Aus diesen Gründen seien die Hausärztin 
und die Onkologen als Zeugen ins Verfahren einzubeziehen und die Krankheitsgeschichte des 
Beschwerdeführers beim Spital B.____ von Amtes wegen beizuziehen. Der RAD habe zudem 

 
 
Seite 11   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

im Rahmen seiner Beurteilung bloss die Feststellungen des Gutachtens wiederholt, ohne sie zu 
hinterfragen. Der Beschwerdeführer habe sich von seinen Beschwerden, die auf die Krebser-
krankung zurückzuführen seien, bis heute nicht erholt und sei daher nicht in der Lage, einer 
Erwerbstätigkeit nachzugehen. Nach wie vor leide er unter einer ausgeprägten chronischen 
Müdigkeit und unter depressiven Symptomen, die sich unter psychotherapeutischer Behand-
lung noch verstärkt hätten, so dass er die Behandlung abgebrochen habe. Ferner hätten sich 
die polyneuropathischen Beschwerden an den Händen zwar zurückgebildet, die Beschwerden 
an den Füssen seien aber nach wie vor vorhanden. Ausserdem leide er unter starkem Schwit-
zen. Insgesamt könne auf das Gutachten nicht abgestellt werden, eventualiter sei ein medizini-
sches Obergutachten einzuholen. 
 
5.3.2 Dieser Auffassung kann nicht gefolgt werden. Zwar wäre wünschbar gewesen, wenn 
die Gutachter die attestierte Arbeitsfähigkeit von 50 % etwas eingehender begründet hätten. 
Entscheidend ist indessen, dass die Gutachter ihre Einschätzung in Kenntnis der gesamten 
Aktenlage und nach gut dokumentierter eingehender Erhebung eigener Befunde abgaben. Aus 
den Akten ist ersichtlich, dass der Beschwerdeführer unter anderem an einer chronischen 
Müdigkeit und Polyneuropathie leidet. Diesbezüglich besteht Einigkeit zwischen den involvierten 
Fachpersonen. Die vom Beschwerdeführer geltend gemachten Beschwerden (insbesondere die 
chronische Müdigkeit, die depressiven Symptome, die polyneuropathischen Beschwerden) 
werden im Gutachten berücksichtigt und eingehend diskutiert. Weitere Beschwerden werden 
weder geltend gemacht, noch sind solche aus den Akten ersichtlich. Des Weiteren enthält das 
Gutachten eine umfassende Konsensbesprechung und die dargestellten medizinischen Zu-
sammenhänge sind schlüssig und überzeugend. Aus einer Gesamtsicht heraus ist die attestier-
te Arbeitsunfähigkeit von 50 % nachvollziehbar und überzeugend. Demgegenüber äussern sich 
die Berichte der behandelnden Ärzte des Spitals B.____ und der Hausärztin entweder gar nicht 
zur restlichen Arbeitsfähigkeit oder sie unterscheiden nicht zwischen der Arbeitsfähigkeit in der 
angestammten Tätigkeit und in einer angepassten Tätigkeit. Eine klare und begründete Stel-
lungnahme zur Arbeitsfähigkeit fehlt auch seitens der Hausärztin, die sich auf die Aussage be-
schränkt, der Beschwerdeführer könne definitiv nicht arbeiten, auch nicht in einem geringen 
Pensum. Hinzu kommt, dass die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht allein gestützt auf das 
subjektive Empfinden des Beschwerdeführers erfolgen kann. Insgesamt vermögen die Berichte 
der Behandler keine Zweifel an den gutachterlichen Feststellungen zu wecken. Unter diesen 
Umständen ist auch der Einwand des Beschwerdeführers, wonach die RAD-Stellungnahmen 
bloss die Feststellungen des Gutachtens wiederholen, unbeachtlich.  
 
6. Nach dem Gesagten kann hinsichtlich der Beurteilung der gesundheitlichen Verhältnis-
se sowie der zumutbaren Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers vollumfänglich auf die Ergeb-
nisse des überzeugenden bidisziplinären Gutachtens vom 14. Dezember 2023 abgestellt wer-
den. Auch die beantragten weiteren medizinischen Abklärungen und Beweismassnahmen (me-
dizinisches Obergutachten, Befragung von Dr. C.____, Befragung der betreuenden Ärztinnen 
und Ärzte des Spitals B.____, insbesondere von Dr. med. E.____, Assistenzärztin Medizin) 
würden zu keinen neuen Erkenntnissen führen, weshalb davon in antizipierter Beweiswürdigung 
abzusehen ist (vgl. zur Zulässigkeit einer antizipierten Beweiswürdigung: BGE 131 1 153 E. 3, 
126 V 130 E. 2a, 124 V 90 E. 4b, 122 V 157 E. 1 d, mit Hinweisen). 

 
 
Seite 12   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 
7.1 Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlichen Beeinträchti-
gung. Gemäss Art. 16 ATSG hat die Invaliditätsbemessung bei erwerbstätigen Versicherten 
aufgrund eines Einkommensvergleichs zu erfolgen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die 
versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Be-
handlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei 
ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt 
zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Vali-
deneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die 
beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einan-
der gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad be-
stimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 29 E. 1). Dabei ist in 
zeitlicher Hinsicht grundsätzlich auf die Gegebenheiten im Zeitpunkt des frühestmöglichen Ren-
tenbeginns abzustellen (BGE 129 V 222, 128 V 174). Dieser kommt vorliegend auf den 1. Ju-
li 2021 zu liegen, was zwischen den Parteien unbestritten ist.  
 
7.2 Die Beschwerdegegnerin nahm in ihrer Verfügung vom 14. August 2024 den erforderli-
chen Einkommensvergleich vor. Dabei errechnete sie anhand der Gegenüberstellung der Ver-
gleichseinkommen für den Zeitraum vom 1. Juli 2021 bis zum 31. Dezember 2024 ei-
nen Invaliditätsgrad von 68 % und ab dem 1. Januar 2024 einen Invaliditätsgrad von 72 %. Das 
von der Beschwerdegegnerin gestützt auf die vorhandenen IK-Auszüge ermittelte durchschnitt-
liche Jahreseinkommen und das gestützt auf die Schweizerische Lohnstrukturerhebung 2020 
ermittelte Invalideneinkommen sowie die Höhe des leidensbedingten Abzugs von 10 % bzw. 
20 % wurden vom Versicherten zu Recht nicht beanstandet. Nachdem sich aus den Akten kei-
ne Hinweise ergeben, die im Rahmen der Rechtsanwendung von Amtes wegen durch das Ge-
richt eine andere Einschätzung zu rechtfertigen vermöchten, erübrigt sich eine detaillierte Aus-
einandersetzung mit den durch die IV-Stelle ermittelten Vergleichseinkommen. Diesbezüglich 
kann vollumfänglich auf die Ausführungen in der angefochtenen Verfügung vom 
14. August 2024 verwiesen werden. 
 
8. Personen, denen eine Invalidenrente zusteht, haben für jedes Kind, das im Falle ihres 
Todes eine Waisenrente der Alters- und Hinterlassenenversicherung beanspruchen könnte, 
einen Anspruch auf eine Kinderrente (Art. 35 Abs. 1 IVG). Für Kinder, die noch in Ausbildung 
sind, dauert der Rentenanspruch bis zu deren Abschluss, längstens aber bis zum vollendeten 
25. Altersjahr (vgl. Art. 25 Abs. 5 des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenver-
sicherung [AHVG] vom 20. Dezember 1946). Gemäss den Akten hat der Versicherte zwei voll-
jährige Kinder (X.____, geboren am 26. Januar 2001 und Y.____, geboren am 25. Juni 2004; 
vgl. IV-Anmeldung vom 15. Oktober 2020). Für die jüngere Tochter gewährte die Vorinstanz 
eine Kinderrente bis zum 31. Juli 2023, das heisst bis zum Monat nach Vollendung des 18. Al-
tersjahres (Art. 25 Abs. 4 AHVG). Dass die Tochter sich danach noch in Ausbildung i.S. von 
Art. 25 Abs. 5 AHVG befand, ist weder aus den Akten ersichtlich noch geltend gemacht worden. 
Entsprechend sind die gewährten Kinderrenten nicht zu beanstanden. 
 

 
 
Seite 13   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

9. Aus dem Gesagten folgt, dass die angefochtene Verfügung vom 14. August 2024, mit 
welcher die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer ab Juli 2021 eine Dreiviertels-
Invalidenrente und ab Januar 2024 eine volle Invalidenrente zusprach (mit Ausnahme des Zeit-
raums vom 1. Mai 2022 bis zum 31. Dezember 2023 aufgrund des nicht bestrittenen Bezugs 
von Taggeldern), nicht zu beanstanden ist. Die hiergegen erhobene Beschwerde erweist sich 
als unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist. 
 
10.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten über IV-
Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 
Fr. 1‘000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfah-
rensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten in Berücksichtigung des 
bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden 
die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass aufer-
legt. Vorliegend ist der Beschwerdeführer unterliegende Partei, weshalb die Verfahrenskosten 
ihm aufzuerlegen sind. 
 
10.2 Dem Prozessausgang entsprechend ist dem Beschwerdeführer keine Parteientschädi-
gung zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. 
 
  

 
 
Seite 14   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden dem Be-
schwerdeführer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in 
der Höhe von Fr. 800.-- verrechnet. 

 3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.