# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 36b209de-7018-5a8e-8307-4fe9032a95fc
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2006-01-26
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 26.01.2006 SK.2005.8
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_SK-2005-8_2006-01-26.pdf

## Full Text

Entscheid vom 26. Januar 2006 
Strafkammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Peter Popp, Präsident, 
Bernard Bertossa, Walter Wüthrich, 
Daniel Kipfer Fasciati und Miriam Forni 
Gerichtsschreiberin Patrizia Levante  

Parteien  SCHWEIZERISCHE BUNDESANWALTSCHAFT,  
vertreten durch Werner Pfister, Staatsanwalt des  
Bundes,  

 gegen 

 
 

1. A., amtlich verteidigt durch Till Gontersweiler, 
Rechtsanwalt,  

2. B., amtlich verteidigt durch Barbara Wyler, 
Rechtsanwältin,   

Gegenstand 
 

qualifizierte Widerhandlungen gegen das Betäubungs-
mittelgesetz und mehrfache Geldwäscherei 

 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

Geschäftsnummer:  SK.2005.8 
 

 

 

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Anträge der Bundesanwaltschaft: 

A. sei schuldig zu erklären  

A.   der Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz, mehrfach mengen-
mässig, gewerbs- und bandenmässig begangen in Freiburg, Weinfelden, Zü-
rich, Winterthur, Pratteln, Mühlheim/Obertshausen (D) und anderswo 

1. durch Einfuhr und Verkauf von 2,5 kg Heroingemisch im November 1999; 
2. durch Einführenlassen, Beförderung und teils Weitergabe zum Verkauf von 

insgesamt 5 kg Heroingemisch, gemeinsam mit C. Ende Dezember 
1999/Anfang Januar 2000; 

3. durch Kauf, Beförderung und Verkauf von 1 kg Heroingemisch an D. im 
Oktober 2000; 

4. durch Kauf, Beförderung und Verkauf von 2 kg Heroingemisch an D. im 
Januar 2001; 

5. durch mehrfachen Verkauf von insgesamt 10 kg Heroingemisch an E. von 
Dezember 2000 bis Ende Januar 2001; 

6. durch Kauf und Verkauf von 2 kg Heroingemisch an D. Ende Januar/An-
fang Februar 2001; 

7. durch Verkauf von 10 kg Heroingemisch an C. und E., gemeinsam mit B. 
von Ende Januar bis April 2001; 

8. durch Kauf und Verkauf von 2 kg Heroingemisch an F. für D., gemeinsam 
mit B. Ende Februar 2001; 

9. durch Beschaffung, Einführenlassen, Verarbeitung und Verkauf von 2 kg 
gestreckten Heroingemischs an Unbekannt für C., gemeinsam mit B. und 
G. im März 2001; 

10. durch Einführenlassen, Verarbeitung, Lagerung und Verkauf von insgesamt 
2 kg gestreckten Heroingemischs an Unbekannt für C., gemeinsam mit B. 
und G. im März/Anfang April 2001; 

11. durch Kauf und Lagerung von 50 kg Heroingemisch, gemeinsam mit Unbe-
kannt und H. im März/April 2001; 

12. durch mehrfache Einfuhr und Lagerung von insgesamt 6,5 bis 7 kg Heroin-
gemisch, gemeinsam mit B. von April bis Oktober 2001; 

13. durch Rücknahme, Beförderung und Verkauf von 2 kg Heroingemisch so-
wie Anstaltentreffen zum Drogenhandel durch Verkauf von Streckmittel an 
D., gemeinsam mit B. und Unbekannt im April/Mai 2001; 

14. durch Einfuhr, Lagerung und Verkauf von insgesamt 25 kg Heroingemisch 
an C. und Unbekannt, gemeinsam mit B. im April/Mai 2001; 

15. durch Rücknahme, Beförderung und Verkauf von 1 kg Heroingemisch an F. 
für D., gemeinsam mit B. Ende April/Anfang Mai 2001; 

16. durch Rücknahme, Beförderung und Verkauf von 2 kg Heroingemisch an 
F., gemeinsam mit B. im Mai 2001; 

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17. durch Rücknahme, Befördernlassen und Verkauf von 5 kg Heroingemisch 
an F., gemeinsam mit B. am 25./26.05.2001; 

18. durch Einfuhr, Lagerung und Verkauf von insgesamt 25 kg Heroingemisch 
an I., C. und Unbekannt, gemeinsam mit B. von Ende Juni bis Anfang Ok-
tober 2001; 

19. durch Einfuhr und Verkauf von 5 kg Heroingemisch an J., gemeinsam mit 
B. im Juli 2001; 

20. durch Lagerung, Beförderung und Verkauf von insgesamt 9 kg Heroinge-
misch an K. von Dezember 2000 bis September 2001; 

21. durch Erwerb, Besitz und Verkauf von 400 g Kokaingemisch an C. zwi-
schen Anfang August und Dezember 2001. 

B.   der Geldwäscherei, 

      mehrfach begangen als Mitglied einer Verbrechensorganisation 
1. durch Ausfuhr von widerrechtlich erlangtem Bargeld aus der Schweiz nach 

Deutschland in der Zeit von Oktober 2000 bis Februar 2001; 
2. durch Wechselnlassen von widerrechtlich erlangtem Bargeld, gemeinsam 

mit B. in der Zeit von Mai bis Oktober 2001. 

B. sei schuldig zu erklären  

A. der Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz, 
mehrfach mengenmässig, gewerbs- und bandenmässig begangen in Freiburg, 
Weinfelden, Zürich, Winterthur, Mühlheim/Obertshausen (D) und anderswo 

1. durch Beförderung und Verkauf von 2 kg Heroingemisch an F. für D., ge-
meinsam mit A. im Februar 2001; 

2. durch Einfuhr, Verarbeitung und Beförderung von insgesamt 2,5 kg Heroin-
gemisch, gemeinsam mit A., G. zwischen dem 22. März und Anfang April 
2001; 

3. durch Einfuhr, Beförderung und Verkauf von 10 kg Heroingemisch an C., 
gemeinsam mit A. im April/Mai 2001; 

4. durch Einfuhr, Beförderung und Verkauf von 10 kg Heroingemisch an C., 
gemeinsam mit A. im April/Mai 2001; 

5. durch Einfuhr und Beförderung von insgesamt 6,5 kg Heroingemisch, ge-
meinsam mit A. von April bis Oktober 2001; 

6. durch Beförderung von 2 kg Heroingemisch und Anstaltentreffen zum Dro-
genhandel mittels Übernahme von Streckmittel, gemeinsam mit A. im Mai 
2001; 

7. durch Beförderung und Verkauf von 1 kg Heroingemisch an F. für D., ge-
meinsam mit A. Ende April/Anfang Mai 2001; 

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8. durch Beförderung und Verkauf von 2 kg Heroingemisch an F., gemeinsam 
mit A. im Mai 2001; 

9. durch Beförderung und Verkauf von 2 kg Heroingemisch an F., gemeinsam 
mit A. am 25.05.2001; 

10. durch Einfuhr, Beförderung und teils Verkauf von insgesamt 25 kg Heroin-
gemisch an I., J., C. und Unbekannt, gemeinsam mit A. in der Zeit von En-
de Juni bis Oktober 2001. 

B.  der Geldwäscherei,  
      mehrfach begangen als Mitglied einer Verbrechensorganisation 

1. durch Wechsel von widerrechtlich erlangten Bargeldbeträgen für A. von 
Mai bis Oktober 2001; 

2. durch Ausfuhr von widerrechtlich erlangtem Bargeld für A. nach Deutsch-
land im August 2001. 

Die Angeklagten seien in Anwendung von Art. 19 Ziff. 2 lit. a–c i.V.m. Art. 19 Ziff. 1 
und teils Ziff. 4 BetmG, Art. 58, 59, 63 ff., 68, 69, 305bis Ziff. 2 lit. a StGB, §§ 29 
Ziff. 1 G über den Verkehr mit Betäubungsmitteln (D) v. 28.07.1981 zu verurteilen: 
 

1. A. 
1.1  zu einer Zuchthausstrafe von 15,5 Jahren, unter Anrechung der erstande-

nen Untersuchungshaft und des vorzeitigen Strafantritts ab 12.12.2001. 
1.2  zu einer unbedingten Landesverweisung von 15 Jahren. 
1.3  zur Bezahlung einer Ersatzforderung an den Staat von CHF 80'000.–.   
 

2. B. 
2.1  zu einer Zuchthausstrafe von 10 Jahren, unter Anrechung der erstandenen 

Ausschaffungs- und Untersuchungshaft sowie des vorzeitigen Strafantritts 
ab 14.11.2002. 

2.2  zu einer unbedingten Landesverweisung von 12 Jahren. 
2.3  zu einer Ersatzforderung an den Staat von CHF 30'000.–.  

 

3. Einziehung folgender Beschlagnahmungen: 
– Bargeldbetrag von CHF 810.80 von A. 
– 1 Mobiltelefongerät von A. 
– 3 Mobiltelefongeräte von B. 
– 9 Bankbelege von A. 

 

4. Rückgabe von 12 Belegen und Quittungen an B. 
5. Anteilsmässige Kostenauflage an die Angeklagten. 

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6. Entschädigung der amtlichen Verteidiger aus der Staatskasse, unter Einräu-
mung des Rückgriffsrechts auf die Angeklagten.  

 

Anträge der Verteidigung von A.: 

1. A. sei schuldig zu sprechen bezüglich des Vorwurfs der mehrfachen Wider-
handlung gegen das BetmG als mengenmässig schwerer Fall gemäss Art. 19 
Ziff. 2 lit. a i.V.m. Ziff. 1 und 4 BetmG sowie bezüglich des Vorwurfs der mehr-
fachen Geldwäscherei gemäss Art. 305bis Ziff. 1 StGB und bezüglich des Vor-
wurfs der Anstiftung zur Geldwäscherei. 

2. A. sei mit einer Freiheitsstrafe von 7 ½ Jahren Zuchthaus zu bestrafen, unter 
Anrechnung der Polizei- und Untersuchungshaft sowie des vorzeitigen Straf-
vollzugs seit 12. Dezember 2001. 

3. Der bei A. beschlagnahmte Geldbetrag von Fr. 810.10 sei einzuziehen, um zur 
Deckung der Verfahrenskosten beizutragen. Das bei A. sichergestellte Mobilte-
lefon sei zu verwerten und der Verwertungserlös sei zur Deckung der Verfah-
renskosten zu verwenden. 

4. Auf die Geltendmachung einer Ersatzforderung sei zu verzichten; eventualiter 
sei die Ersatzforderung auf einen symbolischen Betrag von Fr. 1'000.– festzu-
setzen. 

5. Die Kosten des gerichtspolizeilichen Ermittlungsverfahrens, des Gerichtsver-
fahrens, der eidg. Voruntersuchung, des Anklageverfahrens etc. seien A. an-
teilsmässig und die Kosten seiner Vertretung bzw. amtlichen Verteidigung sei-
en ihm vollumfänglich aufzuerlegen; diese Kosten seien aber sofort und defini-
tiv abzuschreiben wegen offensichtlicher Unerhältlichkeit. 

6. Dem Unterzeichneten sei ab Erhalt des begründeten Entscheids eine Frist von 
30 Tagen anzusetzen, um dem Gericht die Honorarnote einzureichen.  

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Anträge der Verteidigung von B.: 

1. Der Angeklagte B. sei der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäu-
bungsmittelgesetz gemäss Art. 19 Ziff. 2 lit. a und b BetmG, nicht aber gemäss 
Art. 19 Ziff. 2 lit. c BetmG sowie der Beihilfe zur Geldwäscherei gemäss 
Art. 305bis StGB i.V.m. Art. 25 StGB schuldig zu sprechen. 

2. B. sei mit 45 Monaten Zuchthaus zu bestrafen, unter Anrechnung der Aus-
schaffungshaft in Deutschland vom 14. November 2002 bis zum 13. Februar 
2003, der Untersuchungshaft vom 14. Februar 2003 bis zum 31. Mai 2003 so-
wie des am 1. Juni 2003 vorzeitig angetretenen Strafvollzugs. 

3. Die drei bei B. sichergestellten Mobiltelefongeräte seien zur gutscheinenden 
Verwendung einzuziehen. 

4. Die Ersatzforderung von Fr. 30'000.– sei abzuweisen bzw. es sei von einer 
solchen abzusehen. 

5. Die reduzierten Verfahrenskosten seien B. aufzuerlegen, sie seien aber sofort 
wieder abzuschreiben mangels Einbringlichkeit. 

6. Die Sprechende sei als amtliche Verteidigerin von B. vom Staat angemessen 
zu entschädigen und es sei ihr eine Frist von 30 Tagen nach Eingang des be-
gründeten Urteils zur Einreichung der Honorarrechnung einzuräumen. 

 

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Sachverhalt: 

 
A. Prozessgeschichte 

1. Nach Hinweisen anderer Kantone ermittelten die Behörden des Kantons 
Thurgau ab Januar 2001 gegen verschiedene Personen kosovo-
albanischer Abstammung wegen Drogenhandels. Dabei wurde bekannt, 
dass eine zunächst unbekannte Person aus Deutschland im März und Mai 
2001 für D. und F. Heroin geliefert hatte. Bei seiner Verhaftung am 29. Mai 
2001 in Frauenfeld/TG führte F. 2,5 kg Heroin mit sich. D. wurde am 
10. Juli 2001 in Weinfelden/TG ebenfalls in Haft genommen. Dabei konnten 
in seinem Wagen 150 kg Streckmittel (Paracetamol) sichergestellt werden 
(pag. 1 5 61 ff.). Der Drogenlieferant aus Deutschland wurde in der Person 
von A. identifiziert. Er wurde nach einer Messerstecherei mit C. ins Inselspi-
tal Bern eingeliefert und dort aufgrund einer Ausschreibung am 12. De-
zember 2001 verhaftet (pag. 2 6 1 ff.). 

2. Aufgrund der Aussagen von A. und weiterer Personen (pag. 5 59; 5 84 ff.; 5 
152 ff.; 5 190; 5 226 ff.; 1 5 161 ff.) konnte B. als für den Erstgenannten im 
Jahr 2001 tätiger Transporteur bzw. Importeur von Heroin ermittelt werden. 
Er wurde am 14. November 2002 in Deutschland verhaftet und später an 
die Schweiz ausgeliefert (pag. 2 6 227 ff.). 

3. A. befand sich vom 12. Dezember 2001 bis 9. Juli 2003 in Untersuchungs-
haft (pag. 2 6 5, 122). Vom 10. Juli 2003 bis 6. August 2003 war er im vor-
zeitigen Strafvollzug. Am 7. August 2003 wurde er erneut in Untersu-
chungshaft gesetzt (pag. 23 5 10). Diese dauerte bis 22. August 2005. Seit 
23. August 2005 befindet sich A. wieder im vorzeitigen Strafvollzug (pag. 
14 6 81). 

B. befand sich vom 14. November 2002 bis 13. Februar 2003 in Ausliefe-
rungshaft in Deutschland (pag. 2 6 247). Am 14. Februar 2003 wurde er 
vom Kantonalen Untersuchungsrichteramt Thurgau in Untersuchungshaft 
gesetzt (pag. 2 6 257). Seit 1. Juni 2003 befindet sich B. im vorzeitigen 
Strafvollzug (pag. 2 6 313). 

4. Auf entsprechende Ersuchen des Kantonalen Untersuchungsrichteramts 
Thurgau bestätigte die Bundesanwaltschaft mit Schreiben vom 15. Dezem-
ber 2003 sowie 13. Januar 2004 die Übernahme der Strafverfahren gegen 
A. und B. per 13. Januar 2004 (pag. 1 2 3 ff.). Mit Verfügung vom 13. Ja-
nuar 2004 eröffnete die Bundesanwaltschaft als Fortsetzung des bislang 

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getrennt geführten und durch sie von den zuständigen Behörden des Kan-
tons Thurgau übernommenen Verfahrens ein gerichtspolizeiliches Ermitt-
lungsverfahren gegen A. und B. wegen Beteiligung an bzw. Unterstützung 
von einer kriminellen Organisation, Geldwäscherei und Widerhandlungen 
gegen das Betäubungsmittelgesetz (pag. 1 1 1 f.). 

5. Das Eidg. Untersuchungsrichteramt eröffnete am 24. Februar 2004 auf 
Antrag der Bundesanwaltschaft eine Voruntersuchung gegen A. und B. 
wegen Verdachts auf Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz, 
Beteiligung an einer kriminellen Organisation und Geldwäscherei (pag. 16 
1 5 f.). 

6. Am 6. Juni 2005 legte der Eidg. Untersuchungsrichter den Schlussbericht 
vor und stellte der Bundesanwaltschaft Antrag auf Erhebung der Anklage 
gegen A. und B. (pag. 14 9 263 ff.). 

7. Die Bundesanwaltschaft erhob am 12. September 2005 beim Bundesstraf-
gericht Anklage gegen A. und B. wegen qualifizierten Widerhandlungen 
gegen das Betäubungsmittelgesetz, ausgehend von einer kriminellen Or-
ganisation, sowie wegen mehrfacher Geldwäscherei, bei A. eventuell der 
Anstiftung dazu. 

8. Die Hauptverhandlung vor der Strafkammer des Bundesstrafgerichts fand 
am 23./24./26. Januar 2006 am Sitz des Gerichts statt. 

 

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B. Sachverhalt gemäss Anklageschrift 

Der Anklageschrift vom 12. September 2005 liegen die nachstehenden An-
klagepunkte zu Grunde. Dabei betreffen die Anklagepunkte I die A. vorge-
worfenen Handlungen und die Anklagepunkte II das B. zur Last gelegte 
Verhalten. 

1. Anklagepunkt I A 1 
 
Ungefähr im November 1999 kaufte A. in Sofia/Bulgarien von einem Unbe-
kannten für DM 37'000.– 2,5 kg Heroingemisch. C., der ihn begleitete, ü-
berliess ihm sein Auto, in welches A. die Drogen in Z./Kosovo von Dritten 
einbauen liess. C. überführte das Auto samt Heroin von Bulgarien nach 
Fribourg und später nach Lenzburg/AG, wo die Drogen von einem weiteren 
Unbekannten ausgebaut wurden. In Fribourg verkaufte A. sie dann gegen 
Barzahlung von Fr. 50'000.– und Zusicherung weiterer Fr. 12'500.– an ei-
nen Unbekannten. Der effektiv realisierte Gewinn betrug ca. Fr. 10'000.–.  

2. Anklagepunkt I A 2 
 

Ende Dezember 1999/Anfang Januar 2000 liess A. den C. in Z./Kosovo bei 
seinem Bruder L. 5 kg Heroingemisch holen. Am 31. Dezember 2000 kehr-
te C. mit den Drogen in die Schweiz zurück und beförderte sie nach Lenz-
burg/AG, wo sie A. übernahm, 3 kg davon an unbekannte Dritte weitergab 
oder lagerte und 2 kg davon selber nach Fribourg transportierte. Als Rei-
sespesen und Entschädigung händigte er C. DM 3'000.– aus. Gestehungs-
preis des Heroins und Erlös sind unbekannt. 

3. Anklagepunkt I A 3 
 

Im Oktober 2000 übernahm A. in Zürich von einem unbekannten Albaner 
aus Mazedonien für D. 1 kg Heroingemisch gegen spätere Bezahlung zum 
Preis von Fr. 22'000.–. Kurz darauf verkaufte er diese Droge in Weinfel-
den/TG an D. zum Preis von Fr. 24'000.– „in Kommission“. Innert Monats-
frist vereinnahmte er den Preis. Der realisierte Gewinn betrug Fr. 2'000.–. 

4. Anklagepunkte I A 4 und II A 1 
 

Im Januar 2001 übernahm A. auf Bestellung von D. in Zürich von einem 
Unbekannten 2 kg Heroingemisch zum Preis von Fr. 44'000.– gegen späte-

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re Bezahlung. Tags darauf verkaufte er die Drogen in Sulgen/TG an D. zum 
Preis von Fr. 48'000.– „in Kommission“. A. erhielt den vereinbarten Betrag 
innert ca. 14 Tagen. Der realisierte Gewinn betrug Fr. 4'000.– (Anklage-
punkt I A 4). Eventuell beförderte A. im Januar 2001 das Heroingemisch 
zusammen mit B. nach Sulgen/TG, wo dieses sodann zu Handen von D. an 
F. übergeben wurde (Anklagepunkt II A 1). 

5. Anklagepunkt I A 5 
 

Im Zeitraum von Dezember 2000 bis Ende Januar 2001 verkaufte A. an E. 
in Fribourg in mehreren Malen insgesamt 10 kg Heroingemisch (darunter 
eine Lieferung zu 2,5 kg, bestehend aus Portionen zu 250 und 500 g) zum 
Preis von Fr. 24'000.–/kg „in Kommission“. E. verkaufte die Drogen zu-
sammen mit C. in der Folge an unbekannte Abnehmer weiter. 

6. Anklagepunkt I A 6 
 

Ende Januar/Anfang Februar 2001 übernahm A. wiederum auf Bestellung 
von D. in Zürich vom unbekannten Albaner aus Mazedonien 2 kg Heroin-
gemisch, diesmal zum Preis von Fr. 40'000.– gegen spätere Bezahlung. 
Tags darauf verkaufte er diese Drogen in Sulgen/TG an D. zum Preis von 
Fr. 48'000.– „in Kommission“. Der vereinbarte Betrag wurde innert ca. 14 
Tagen in Raten bezahlt. Der realisierte Gewinn belief sich auf Fr. 8'000.–.  

7. Anklagepunkt I A 7 
 

Aufgrund einer Abmachung sollte A. an E. Heroin liefern und C. die Bezah-
lung an A. ausführen. A. beschaffte dementsprechend im Zeitraum von En-
de Januar bis April 2001 in Fribourg zwei Lieferungen à 5 kg Heroinge-
misch und verkaufte die Drogen für Fr. 24'000.–/kg „in Kommission“ an C. 
B. überbrachte die Drogen an E. In der Folge verkaufte C. die Drogen zu-
sammen mit E. Aus dem Erlös des Weiterverkaufs zahlte C. an A. in meh-
reren Malen Fr. 240'000.–. Der Gestehungspreis des Heroins und der er-
zielte Gewinn von A. sind unbekannt. 

8. Anklagepunkte I A 8 und II A 1 
 

Ende Februar 2001 übernahm A. auf Bestellung von D. in Zürich vom un-
bekannten Albaner aus Mazedonien wiederum 2 kg Heroingemisch zum 
Preis von Fr. 40'000.– gegen spätere Bezahlung. Tags darauf brachte er 

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zusammen mit B. diese Droge nach Bonau/TG, wo er sie zum Preis von 
Fr. 48'000.– „in Kommission“ an F., der anstelle von D. erschienen war, 
verkaufte. D. zahlte den vereinbarten Betrag innert ca. drei Wochen in 
mehreren Raten an A. Der realisierte Gewinn betrug Fr. 8'000.–. 

9. Anklagepunkte I A 9, II A 2 Ingress und II A 2 a 

Im März 2001 beförderten A. und B. auf Bestellung eines unbekannten Kol-
legen von C. im Auto von B. 2 kg Heroingemisch von Obertshau-
sen/Mühlheim (D) in die Schweiz und dann nach Engelburg/SG zum Domi-
zil von G. Eventuell übernahm A. das Heroin in Zürich vom unbekannten 
Albaner aus Mazedonien zum Preis von Fr. 48'000.– gegen spätere Bezah-
lung. A. und G. mischten in der Wohnung von G. einem Kilo des Heroin-
gemischs ein Kilo Streckmittel bei, das D. geliefert hatte. Die so gewonne-
nen 2 kg gestreckten Heroingemischs brachten A. und B. am Tag darauf 
nach Estavayer-le-Lac/FR. Dort verkaufte A. die Drogen zum Preis von 
Fr. 48'000.– „in Kommission“ an den unbekannten Kollegen von C. Inner-
halb der nächsten ca. 8 Tage erhielt A. vom Unbekannten in zwei Tranchen 
den Preis. Der realisierte Gewinn betrug ca. Fr. 23'500.–. B. wurde für den 
Transport mit DM 1'000.– entschädigt.  

10. Anklagepunkte I A 10 und II A 2 b 

Anfang April 2001 mischten A., B. und G. in der Wohnung des Letzteren in 
Engelburg/SG dem anderen Kilo Heroingemisch (vgl. vorne Ziff. 9) 1 kg 
Streckmittel, welches D. geliefert hatte, bei. Damit stellten sie 2 kg ge-
strecktes Heroingemisch her. Während A. und B. dann 1,5 kg dieser für C. 
bestimmten Droge in der Wohnung des G. zur Aufbewahrung zurücklies-
sen, brachten sie am folgenden Tag 0,5 kg davon nach Fribourg, wo A. sie 
zum Preis von Fr. 12'500.– an den unbekannten Kollegen von C. „in Kom-
mission“ verkaufte. Im Laufe der nächsten ca. 4 Tage erhielt A. vom Ab-
nehmer die Fr. 12'500.–. Er erzielte einen Gewinn von ca. Fr. 6'000.–. B. 
erhielt als Entschädigung Fr. 1'000.–. 

11. Anklagepunkt I A 11 

Im März/April 2001 übernahm A. in Mühlheim/Obertshausen (D) 50 kg He-
roingemisch, welches zwei Unbekannte in zwei Luftdruckbehältern eines 
Lastwagens (mit ungarischen Kontrollschildern) versteckt zu ihm gebracht 
hatten. H. baute das Gemisch (100 Pakete zu 0,5 kg) für A. aus den Behäl-

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tern aus. Letzterer versteckte die Pakete in der Folge in fünf verschiedenen 
Fahrzeugen in der Nähe seiner Wohnung und lagerte sie bis zum Weiter-
verkauf.  

12. Anklagepunkte I A 12 und II A 5 
 
In der Zeitspanne von April bis Oktober 2001 führte A. zusammen mit B. in 
drei Malen insgesamt 6,5 bis 7 kg Heroingemisch, welches in Portionen zu 
500 g zum Weiterverkauf verpackt war, mit dem Auto von Deutschland in 
die Schweiz ein. Sie transportierten es nach Düdingen/FR, wo es A. bis 
zum Weiterverkauf an Dritte in einem Zimmer des Hotel N. aufbewahrte. 

13. Anklagepunkte I A 13 und II A 6 
 

Im April oder Mai 2001 bezog A. zur Abdeckung eines Bedarfs von D. bei 
C. in Fribourg 2 kg Heroingemisch. Nach einer Zwischenlagerung in einem 
Versteck bei einem Strandhäuschen in Estavayer-le-Lac/FR transportierte 
er das Gemisch dann zusammen mit B. in dessen Auto nach Weinfel-
den/TG und verkaufte es da zum Preis von Fr. 48'000.– „in Kommission“ an 
D. Den Preis erhielt er von jenem in der Folge bezahlt. Gleichzeitig mit der 
Übergabe der Droge erhielt A. von D. 10 kg Streckmittel zum Preis von 
Fr. 10'000.– „in Kommission“, das er zusammen mit B. im Auto weitertrans-
portierte und von dem A. 7,5 kg an einen Unbekannten für Fr. 1'500.–/kg 
weiterverkaufte und damit Anstalten für dessen Drogenhandel traf.  

14. Anklagepunkte I A 14 a – c, II A 3 und 4 
 

Im April/Mai 2001 erwarb A. in Sofia/Bulgarien 15 kg Heroingemisch. Er 
transportierte dieses in seinem Personenwagen (via Griechenland, Italien 
und Österreich) nach Deutschland. Dort streckte er die Droge mit 10 kg 
Streckmittel. Die dadurch gewonnenen 25 kg Heroingemisch führte er zu-
sammen mit B. von Deutschland in die Schweiz ein (Anklagepunkte I A 14 
Ingress, II A 3 und 4). 
 
Davon übergab A. in Fribourg 10 kg gemäss diesbezüglicher Einigung mit 
C. zum Preis von Fr. 240'000.– „in Kommission“ an einen Unbekannten, 
vermutlich an E. Er erhielt dafür von C. einige Tage später Fr. 50'000.– bis 
60'000.– (Anklagepunkt I A 14 a). 

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Wenige Tage später überführten A. und B. aus der genannten Lieferung 
weitere in Estavayer-le-Lac/FR zwischengelagerte 5 kg Heroingemisch und 
kurze Zeit später nochmals 10 kg davon nach Fribourg, wo A. die Drogen 
für Fr. 24'000.–/kg „in Kommission“ an C. verkaufte. Dieser blieb ihm die 
Bezahlung schuldig. B. erhielt insgesamt DM 20'000.– Fahrerentschädi-
gung (Anklagepunkte I A 14 b, c und II A 3, 4).  

15. Anklagepunkte I A 15 und II A 7 
 

Ende April/Anfang Mai 2001 bezog A. zur Abdeckung eines Bedarfs von D. 
bei C. in Fribourg 1 kg Heroingemisch, das er jenem zuvor verkauft hatte. 
Er transportierte es zusammen mit B. nach Bonau/TG und übergab es da 
zum Preis von Fr. 24'000.– „in Kommission“ an F., welcher anstelle von D. 
erschienen war. Den Preis verrechnete er mit einer Darlehensforderung 
von Fr. 30'000.–, die D. gegenüber A. hatte. Der realisierte Gewinn betrug 
Fr. 6'000.–.  

16. Anklagepunkte I A 16 und II A 8 
 

Im Mai 2001 bezog A. zur Abdeckung eines Bedarfs des F. bei C. in Fri-
bourg nochmals 2 kg Heroingemisch, das er jenem zuvor verkauft hatte. Er 
transportierte es dann zusammen mit B. nach Winterthur/ZH und übergab 
es da gegen spätere Bezahlung an F. zum Verkauf. B. erhielt einen Lohn 
von DM 2'000.–. 

17. Anklagepunkte I A 17 und II A 9 
 

Am 25./26. Mai 2001 holten A. und B. bei C. in Fribourg weitere 5 kg des 
früher an diesen gelieferten Heroingemischs ab. B. transportierte es im Au-
to versteckt nach Bürglen/TG. Dort übergab A. die Drogen an F., wobei 
2 kg „in Kommission“ für F. und 3 kg zur Übergabe an D. bestimmt waren. 
B. erhielt einen Lohn von DM 2'000.–. Eine Menge von 2,472 kg des He-
roingemischs wurde bei F. sichergestellt. Deren Reinheitsgehalt beträgt 
39 %. 

18. Anklagepunkte I A 18 a – d und II A 10 a, c, d, e 

In der Zeit zwischen Ende Juni und Anfang Oktober 2001 erwarb A. in So-
fia/Bulgarien beim unbekannten Lieferanten der früheren Quantitäten 
nochmals 15 kg Heroingemisch zum Kaufpreis von DM 20'000.–/kg, welche 

- 14 - 

er zu einem späteren Zeitpunkt in Mazedonien teilweise bezahlte. Bei Ü-
bernahme der neuen Lieferung zahlte er ca. DM 80'000.– für die frühere 
Lieferung. Er liess die 15 kg durch den Lieferanten nach Obertshausen (D) 
transportieren, wo er die Drogen übernahm. Dort streckte er sie mit 10 kg 
Streckmittel, das er in Belgien bezogen hatte. Die dadurch gewonnen 25 kg 
Heroingemisch führte er zusammen mit B. in mehreren Fahrten in die 
Schweiz ein (Anklagepunkte I A 18 Ingress, II A 10). 

Davon übergab A. im Juli 2001 in Fribourg 5 kg Heroingemisch an einen 
unbekannten Albaner, der im Auftrag von C. handelte, zum Preis von 
Fr. 24'000.–/kg „in Kommission“. Er erhielt dafür 3 – 4 Tage später von ei-
nem weiteren unbekannten Albaner im Auftrag von C. Fr. 99'000.– und 
später nochmals Fr. 30'000.– und realisierte somit einen Gewinn von ca. 
Fr. 70'000.– (Anklagepunkte I A 18 a).  

Etwa im August 2001 brachten A. und B. weitere 5 kg von diesem Heroin-
gemisch nach Fribourg zu einem unbekannten Albaner (ev. I. alias M.), 
dem A. die Droge als Beauftragtem des ferienabwesenden C. gegen späte-
re Bezahlung von Fr. 120'000.– übergab. C. leistete an A. dafür später eine 
Anzahlung von Fr. 40'000.–. B. wurde mit DM 7'000.– entschädigt (Ankla-
gepunkte I A 18 b, II A 10 a).  

Im September 2001 brachten A. und B. nochmals 5 kg von diesem Heroin-
gemisch nach Fribourg, wo A. im Beisein von B. die Droge an C. oder ei-
nen unbekannten Beauftragten desselben zum Preis von Fr. 22'000.–/kg 
verkaufte. A. erhielt dafür eine Anzahlung von ca. Fr. 60'000.–. B. wurde 
mit DM 5'000.– entschädigt (Anklagepunkte I A 18 c, II A 10 c). 

Zu nicht näher bekanntem Zeitpunkt vor Ende Oktober 2001 transportierten 
A. und B. auch die restlichen 10 kg des genannten Heroingemischs nach 
Fribourg, wo es an C. abgeliefert wurde, wobei nähere Umstände ungeklärt 
sind. B. erhielt eine Entschädigung von insgesamt DM 10'000.– (Anklage-
punkte I A 18 d, II A 10 d und e). 

19. Anklagepunkte I A 19 und II A 10 b 
 

Im Juli 2001 brachten A. und B. gemeinsam in der Türverkleidung eines 
Personenwagens versteckt weitere 5 kg des erwähnten Heroins (Ziff. 18) 
nach Fribourg, wo A. diese zu einem nicht bekannten Preis an J. verkaufte. 
B. wurde mit DM 5'000.– entschädigt. 

- 15 - 

20. Anklagepunkt I A 20 
 

In der Zeit zwischen Dezember 2000 und September 2001 verkaufte A. in 
Pratteln/BL an der Autobahnraststätte in drei Malen insgesamt zwischen 6 
und 9 kg Heroingemisch, welches er aus einem Versteck holte, an K. und 
Unbekannte zum Preis von höchstens Fr. 23’000.–/kg „in Kommission“.  

21. Anklagepunkt I A 21 
 

Zwischen Anfang August und Dezember 2001 erwarb A. in Zürich von ei-
nem unbekannten Marokkaner ca. 0,4 kg, ev. 0,5 kg Kokain. Er übergab 
dieses in Fribourg an C. zum Weiterverkauf für ca. Fr. 25'000.– „in Kom-
mission“. 

22. Anklagepunkt I B 1 
 

Im Zeitraum zwischen Oktober 2000 und Februar 2001 brachte A. den Bar-
geld-Gewinn von insgesamt Fr. 22'000.– aus vier an D. getätigten Heroin-
verkäufen zwecks Finanzierung seines Lebensunterhalts nach Deutschland 
und verbrauchte das Geld dort. 

23. Anklagepunkte I B 2 und II B 1 

Im Zeitraum zwischen Mai und Oktober 2001 übergab A. in der Autobahn-
raststätte „O.“ in Pratteln/BL an B. in drei Malen Notengeld im Gesamtbe-
trag von Fr. 11'000.– bis 13'000.–, welches der Erstere aus dem Drogen-
verkauf eingenommen hatte. B. kannte die Herkunft des Geldes aus dem 
Drogenhandel. Er wurde von A. angewiesen, die Beträge in DM zu wech-
seln, was er auch tat. Daraufhin gab er A. das Geld zurück. Dieser konnte 
das Geld anschliessend auf unverdächtige Weise für den Lebensunterhalt 
oder zu anderen Zwecken in Deutschland weiterverwenden. 

24. Anklagepunkte I B 3 und II B 2 

 Anfang August 2001 übergab A. an B. Notengeld im Betrag von ca. 
Fr. 15'000.–, welches der Erstere aus Drogenverkäufen vereinnahmt hatte. 
Vorerst bewahrte B. das Geld bei sich in Deutschland auf. Am 10. August 
2001 wechselte B. im Auftrag von A. insgesamt Fr. 13'500.– in DM um, was 
B. in drei Malen bei Banken in Y. (D) erledigte. Den Wechselbetrag von 
DM 17'265.28 brachte B. nach Obertshausen/Mühlheim (D) zu A. Dieser 

- 16 - 

konnte das Geld auf unverdächtige Weise für den Lebensunterhalt oder zu 
anderen Zwecken in Deutschland weiterverwenden. Die restlichen rund 
Fr. 1'500.– verbrauchte B. für seinen Lebensunterhalt. 

25. Anklagepunkt I B 3 
 

Am 10. August 2001 wechselte A. in Frankfurt a.M./Flughafen (D) sechsmal 
Fr. 3'500.– (total Fr. 21'000.–) Bargeld, welches aus den Drogenverkäufen 
stammte, in DM um, um es nachher auf unverdächtige Weise vor allem für 
seinen Lebensunterhalt weiterverwenden zu können. 

- 17 - 

Die Strafkammer erwägt: 

1.  Prozessuales 

1.1 
1.1.1 Die sachliche Zuständigkeit bestimmt, ob strafbare Handlungen der kanto-

nalen Gerichtsbarkeit oder der Bundesgerichtsbarkeit unterstehen. Bei der 
sachlichen Zuständigkeit handelt es sich um eine Prozessvoraussetzung 
(HAUSER/SCHWERI/HARTMANN, Schweizerisches Strafprozessrecht, 6. Aufl., 
Basel 2005, § 41 N. 7; SCHMID, Strafprozessrecht, 4. Aufl., Zürich/Ba-
sel/Genf 2004, N. 537). Deren Erfüllung ist zwingendes Erfordernis für die 
Anhandnahme und Durchführung des Verfahrens. Sie ist von Amtes wegen 
zu prüfen und in jedem Stadium des Verfahrens zu berücksichtigen (HAU-
SER/SCHWERI/HARTMANN, a.a.O., § 41 N. 13; SCHMID, a.a.O., N. 532 mit 
Hinweisen). Die sachliche Zuständigkeit des Bundesstrafgerichts ist somit 
Voraussetzung der Anklagebeurteilung (vgl. auch Art. 154 und 165 BStP). 

 
Die sachliche Zuständigkeit ergibt sich aus dem in der Anklageschrift um-
schriebenen konkreten Sachverhalt und den gemäss Anklagebehörde da-
mit verwirklichten Tatbeständen (vgl. HAUSER/SCHWERI/HARTMANN, a.a.O., 
§ 35 N. 12; SCHMID, a.a.O., N. 422, N. 819 Fn. 125 mit Hinweisen). Sie 
muss nachgewiesen sein, allerdings nicht mit der für den Schuldspruch er-
forderlichen Stringenz (dazu SCHMID, a.a.O., N. 294). Ein blosser An-
scheinsbeweis der sachlichen Zuständigkeit genügt jedenfalls nicht.  

1.1.2 Die kantonalen Behörden verfolgen und beurteilen grundsätzlich die unter 
das Strafgesetzbuch fallenden strafbaren Handlungen (Art. 343 StGB). 
Dieser Grundsatz gilt auch für die in anderen Bundesgesetzen vorgesehe-
nen Straftaten, deren Verfolgung den Kantonen zugewiesen wird. Die kan-
tonale Gerichtsbarkeit bildet somit die Regel, die Bundesgerichtsbarkeit die 
Ausnahme. Letztere besteht nur dann, wenn eine Bestimmung des Bun-
desrechts sie ausdrücklich vorsieht (vgl. BGE 125 IV 165, 171 E. 5a; 122 IV 
91, 93 E. 3a; NAY, Basler Kommentar, N. 2 zu Art. 340 StGB mit Hinwei-
sen).  

Art. 340bis Abs. 1 StGB regelt die Bundesgerichtsbarkeit bei organisiertem 
Verbrechen. Unter diese Bestimmung fallen namentlich die Beteiligung an 
oder Unterstützung einer kriminellen Organisation (Art. 260ter StGB), die 
Geldwäscherei (Art. 305bis StGB) sowie die Verbrechen, die von einer kri-
minellen Organisation im Sinne von Art. 260ter StGB ausgehen, sofern die 
strafbaren Handlungen zu einem wesentlichen Teil im Ausland oder in 

- 18 - 

mehreren Kantonen begangen wurden und dabei kein eindeutiger Schwer-
punkt in einem Kanton besteht. Die in Abs. 1 von Art. 340bis StGB der Bun-
desgerichtsbarkeit unterstellten Delikte sind abschliessend aufgezählt (vgl. 
Botschaft, BBl 1998 II 1529, 1541). Art. 340bis StGB wurde mit dem Bun-
desgesetz vom 22. Dezember 1999 ins Strafgesetzbuch eingefügt und auf 
den 1. Januar 2002 in Kraft gesetzt (vgl. AS 2001 3071, 3076). Für die 
neuen Bundeskompetenzen fehlen übergangsrechtliche Bestimmungen. 
Zuständigkeitsvorschriften sind jedoch grundsätzlich auch auf Taten vor 
dem Inkrafttreten des neuen Rechts anzuwenden; sie werden nicht von 
Art. 2 StGB erfasst (BGE 109 IV 156, 158 E. 2; TRECHSEL, Kurzkommentar, 
2. Aufl., Zürich 1997, N. 3 zu Art. 2 StGB). Art. 340bis StGB ist damit auch 
für Taten massgebend, welche vor dem 1. Januar 2002 begangen wurden. 
Dem steht BGE 128 IV 225 ff. nicht entgegen, welcher die Frage der Zu-
ständigkeit der Strafverfolgungsorgane und nicht der Gerichte betrifft. 

Eine kriminelle Organisation im Sinne von Art. 260ter StGB zeichnet sich 
insbesondere durch die folgenden Elemente aus: den inneren Aufbau und 
die Struktur der Personenmehrheit, die Geheimhaltung des Aufbaus und 
der inneren Zusammensetzung sowie den Zweck der Begehung von Ge-
waltverbrechen oder Bereicherung mit kriminellen Mitteln. Der Bundesrat 
hat den Tatbestand von Art. 260ter StGB nicht mit einer abschliessenden 
Definition der Organisation ausgestattet. Laut bundesrätlicher Botschaft 
über die Änderung des Schweizerischen Strafgesetzbuches und des Mili-
tärstrafgesetzes vom 30. Juni 1993 weist nämlich jede Organisation ihre 
eigenen Aufbaumuster und Eigenschaften auf, ohne dass der Organisati-
onscharakter des kriminellen Zusammenschlusses bezweifelt werden 
könnte (BBl 1993 III 277, 297 f.). Gemäss bundesgerichtlicher Rechtspre-
chung setzt der Tatbestand von Art. 260ter StGB das Bestehen einer krimi-
nellen Organisation voraus, die sich namentlich durch eine etablierte, län-
gerfristig angelegte Gruppenstruktur, hochgradige Arbeitsteilung und einen 
stark hierarchischen Aufbau auszeichnet. Das Bundesgericht verweist in 
diesem Zusammenhang auf die bundesrätliche Botschaft sowie darauf, 
dass insbesondere gefährliche terroristische Gruppierungen und mafiaähn-
liche terroristische Gruppierungen in Frage kommen (vgl. Entscheide des 
Bundesgerichts 8G.88/2002 vom 20. September 2002 E. 3 sowie 
1A.50/2005 vom 5. April 2005 E. 2.6). Aus diesen Umschreibungen folgt, 
dass auch andere Kriterien als die syndikatsartige Organisation für eine 
kriminelle Organisation begriffsbestimmend sein können. Das Tatbe-
standserfordernis der Organisation ist somit nicht als rechtliche Bindung zu 
sehen, sondern als Struktur, die eine begründete Erwartung schafft, dass 
das Mitglied dem Willen der Organisation entsprechend handelt. Vereinfa-
chend kann man von einer Gehorsamserwartung sprechen (ARZT, Kom-

- 19 - 

mentar Einziehung, Organisiertes Verbrechen, Geldwäscherei, Bd. I, Zü-
rich 1998, N. 119 zu Art. 260ter StGB).  

Bezüglich der Geheimhaltung von Aufbau und personeller Zusammenset-
zung verweist das Bundesgericht auf die in der Botschaft verlangte „qualifi-
zierte, systematische Abschottung“, ohne diese näher zu definieren (Ent-
scheid des Bundesgerichts 8G.88/2002, a.a.O., E. 3 mit Hinweis auf BBl 
1993 III 298). Gemäss ARZT ist die Organisation geheim, wenn interne Ge-
heimhaltung besteht, d.h. wenn die Mitglieder nur einige andere Mitglieder 
kennen und andere weder der Person noch der Funktion nach kennen und 
kennen sollen. Falls sich die Mitglieder untereinander nicht kennen sollen, 
ist auch der Aufbau der Organisation undurchsichtig. Bei einer bloss exter-
nen Abschottung ist die Organisation geheim im Sinne von Art. 260ter 
StGB, wenn sie bei Bruch der Geheimhaltung systematisch schwerwie-
gende Sanktionen gegen Verräter aus ihren Reihen ergreift (ARZT, a.a.O., 
N. 137, 141 zu Art. 260ter StGB).  

Die Verfolgung eines spezifischen Zwecks, nämlich entweder Gewalt-
verbrechen zu begehen oder sich mit verbrecherischen Mitteln zu berei-
chern, bietet keine besonderen Interpretationsschwierigkeiten. 

1.1.3 Die Bundeszuständigkeit kann auch durch Anordnung des Bundesanwalts 
begründet werden. Gestützt auf Art. 18 Abs. 2 BStP kann der Bundesan-
walt die Vereinigung von Verfahren, die der kantonalen Gerichtsbarkeit un-
terliegen, in der Hand der Bundesbehörden anordnen, sofern diese Taten 
in Konkurrenz mit einer Straftat stehen, die gemäss Art. 340 Ziff. 1 und 3 
StGB der Bundesgerichtsbarkeit untersteht (vgl. BÄNZIGER/LEIMGRUBER, 
Das neue Engagement des Bundes in der Strafverfolgung, Bern 2001, 
N. 61, 81; NAY, a.a.O., N. 19 zu Art. 340 StGB). Dies gilt gestützt auf 
Art. 18bis Abs. 1 und 2 BStP analog auch für einfache Fälle gemäss Art. 340 
Ziff. 2 und Art. 340bis StGB.  

1.1.4 Die Anklageschrift vom 12. September 2005 enthält eingangs Ausführun-
gen zur Zuständigkeit (Anklageschrift, S. 3 ff.). Danach ergibt sich hier die 
Zuständigkeit des Bundesstrafgerichts aufgrund der Anklage wegen Geld-
wäscherei (Art. 305bis i.V.m. Art. 340bis Abs. 1 StGB) und zusätzlich wegen 
Verbrechen, die von einer kriminellen Organisation ausgehen, wobei die in 
diesem Zusammenhang massgeblichen Tatsachen aufgelistet werden (vgl. 
Punkte 1 – 17). Laut Anklageschrift handelt es sich vorliegend zusammen-
gefasst um eine Organisation, in der mehrere Personen, unterteilt in Zellen 
in der Schweiz und im Ausland, dauerhaft zusammenarbeiten. Die Aufga-
ben seien verteilt, und es werde planmässig vorgegangen. Die Straftaten 

- 20 - 

der Organisation seien Verbrechen im rechtlichen Sinn. Die Struktur der 
unternehmensähnlichen Organisation werde gegenüber den Mitgliedern 
und nach aussen geheim gehalten. Dissidente würden mit Gewalt und so-
gar mit dem Tod bedroht. Die Drohungen würden bei Bedarf umgesetzt. 
Um ihren Aktivitäten einen legalen Anschein zu vermitteln, engagiere sich 
die Organisation in der Schweiz über eine „Strohfirma“ des Angeklagten A. 
im Gebrauchtwagenhandel (Anklageschrift, S. 5). Eine Anklage wegen 
Art. 260ter StGB liegt nicht vor.  

1.1.5 Der Verteidiger des Angeklagten A. macht an der Hauptverhandlung Ein-
wendungen gegen die Zuständigkeit des Bundesstrafgerichts geltend. Er 
stellt den Antrag, auf die Anklage sei nicht einzutreten. Als Begründung 
führt er zusammengefasst an, dass keine Anklage wegen Beteiligung an 
einer kriminellen Organisation oder deren Unterstützung vorliege. Die dem 
Angeklagten A. vorgeworfenen strafbaren Handlungen seien nicht zu ei-
nem wesentlichen Teil im Ausland begangen worden. Es bestehe vielmehr 
ein offensichtliches und bedeutsames Übergewicht an deliktischer Tätigkeit 
im Kanton Thurgau, weshalb dessen Gerichte für die Beurteilung der in 
Frage stehenden Delikte zuständig seien. In der Anklageschrift sei nicht 
hinreichend substanziiert worden, weshalb das Bundesstrafgericht zur Be-
urteilung der eingeklagten Delikte zuständig sein soll (vgl. Plädoyer, S. 3 
ff.). 

Die Bundesanwaltschaft beantragt die Abweisung der vorgebrachten Ein-
wendung. Sie macht geltend, dass bei der Übernahme des vorliegenden 
Verfahrens von den Behörden des Kantons Thurgau eine Ausdehnung der 
Strafverfolgung auf Art. 260ter StGB erfolgt sei. Eine Anklage wegen 
Art. 260ter StGB sei unterblieben, weil diese Bestimmung gemäss der neus-
ten Rechtsprechung des Bundesgerichts einen subsidiären Charakter habe 
und nicht anwendbar sei, wenn die Tathandlungen durch andere Strafbe-
stimmungen abgedeckt seien. In der Anklageschrift seien eingangs Aus-
führungen tatsächlicher Art gemacht worden, aus welchen hervorgehe, 
dass die beiden Angeklagten als Teile einer kriminellen Organisation ge-
handelt hätten. Es seien von einer krimineller Organisation ausgehende 
Verbrechen gegeben. Es handle sich um ein Netzwerk des internationalen 
Drogenhandels, das zellenartig organisiert sei. Die Zuständigkeit des Bun-
desstrafgerichts sei daher gegeben (Protokoll über die Hauptverhandlung 
[nachfolgend: HV-Protokoll], S. 3). 

Seitens des Angeklagten B. wird die Zuständigkeit des Bundesstrafgerichts 
nicht bestritten. Im Hinblick auf das Beschleunigungsgebot sieht seine Ver-

- 21 - 

teidigung von einem Antrag auf Überweisung des Verfahrens an ein ande-
res Gericht ab (HV-Protokoll, S. 3). 

1.1.6 An der Hauptverhandlung wird hinsichtlich der Zuständigkeit des Bundes-
strafgerichts ein abgekürztes Beweisverfahren durchgeführt. Die Angeklag-
ten werden zu diesem Punkt befragt (vgl. HV-Protokoll, S. 4 ff.). 

1.1.7 Gestützt auf die Anklageschrift und die von der Anklagebehörde einge-
reichten Akten sowie die entsprechenden Aussagen der Angeklagten an 
der Hauptverhandlung ist vorliegend in Bezug auf die zuständigkeitsbe-
gründenden Elemente gemäss Art. 340bis Abs. 1 StGB Folgendes festzuhal-
ten: 

Bei den eingeklagten Betäubungsmitteldelikten gemäss Art. 19 Ziff. 2 lit. a 
– c BetmG handelt es sich um Verbrechen im Sinne von Art. 9 Abs. 1 
StGB. Dass diese Verbrechen von einer Struktur ausgingen, in welche die 
Angeklagten A. und B. eingebunden waren, erscheint aus den folgenden 
Gründen als plausibel: Der Angeklagte A. hatte verschiedene Bezugsquel-
len für grosse Mengen Heroin. Es standen ihm arbeitsteilig spezialisierte 
Hilfspersonen zum Verstecken des Heroins in Transportfahrzeugen und 
zum Laden bzw. Entladen derselben zur Verfügung. Das Strecken des von 
ihm herbeigeschafften Heroins mit Streckmitteln, welche eine Personen-
gruppe aus dem Umkreis von D. in grossen Mengen beschafft und einge-
führt hatte, geschah teilweise durch den Angeklagten A. selbst und teilwei-
se durch Leute in dessen Umfeld. Mehrere Abnehmer für grosse Heroin-
mengen standen dem Angeklagten A. in verschiedenen Landesgegenden 
der Schweiz zeitgerecht zur Verfügung. Bei Bedarf wurden Drogenmengen 
zwischen den Absatzgebieten Fribourg und Thurgau verschoben. Für Ein-
käufe und Verkäufe wurde der Angeklagte A. teilweise mit unbekannten 
und somit auswechselbaren Personen zusammengeführt. Der Angeklagte 
B. war hauptsächlich als Chauffeur des Angeklagten A. tätig (vgl. Anklage-
schrift, S. 3). Diese genannten Umstände lassen auf eine Struktur schlies-
sen, welche aus mehreren Personen bestand, eine Gehorsamserwartung 
schuf und auf Dauer angelegt war (vgl. auch pag. 17 8 11 f., 18 Nr. 11.17). 
Für das Vorliegen einer etablierten, längerfristig angelegten Gruppenstruk-
tur, worin die Mitglieder dem Willen der Organisation entsprechend zu han-
deln hatten, spricht insbesondere auch der Umstand, dass die jeweils um-
fangreichen Drogenbezüge und –weitergaben mehrheitlich auf Kommission 
erfolgten, die Bezahlung in aller Regel erwartungsgemäss stattfand, sei es 
durch den Bezüger oder durch Dritte (vgl. HV-Protokoll, S. 4 ff.), und die 
gehandelte gestreckte Heroinmenge im Zeitraum Herbst 1999 bis Oktober 
2001 etliche Dutzend Kilos betrug (vgl. Anklageschrift, S. 6 ff.). Es beste-

- 22 - 

hen sodann Anzeichen für eine interne und externe Geheimhaltung der Or-
ganisation (vgl. pag. 1 5 95 ff., 121 f.): Die einzelnen Mitglieder kannten nur 
wenige andere Mitglieder und mussten folglich für die jeweiligen Geschäfte 
zusammengeführt werden (vgl. HV-Protokoll, S. 4 ff.). Gegen Dissidenten 
und deren Familienangehörige wurde Gewalt angedroht oder angewandt: 
Der Schwager von D. wurde im Kosovo ermordet (pag. 17 1 16 ff.) und den 
Angehörigen von F. (pag. 17 1 33, 39 ff.; 22 6 1 ff.), des Angeklagten B. 
(pag. 6 170 ff.; 21 2 6 ff.) sowie von C. (pag. 22 2 4 f.) kamen ernst zu 
nehmende Drohungen zu. Die Geheimhaltung der Struktur lässt sich auch 
aus dem Umstand schliessen, dass sich die Organisation zur Tarnung ihrer 
illegalen Aktivitäten in der Schweiz über eine „Strohfirma“ des Angeklagten 
A. im Gebrauchtwagenhandel engagierte (vgl. Anklageschrift, S. 5; pag. 17 
8 11 f.). In Anbetracht des eingeklagten Betäubungsmittelhandels wurden – 
abgesehen von den erwähnten Gewaltverbrechen – Bereicherungsverbre-
chen verfolgt (vgl. ARZT, a.a.O., N. 151 zu Art. 260ter StGB). Die Tätigkeiten 
erstreckten sich auf die Kantone Fribourg und Thurgau, aber auch auf di-
verse andere Kantone sowie auf verschiedene Länder, namentlich Bulga-
rien oder Ungarn, die Bundesrepublik Jugoslawien, Mazedonien, Deutsch-
land, die Niederlande, Belgien und Frankreich (vgl. Anklageschrift, S. 3 ff.; 
pag. 1 5 93 ff; 16 8 2 ff.; 17 8 18; 14 f.). In Bezug auf die eingeklagten Be-
täubungsmitteldelikte ist kein eindeutiger Schwerpunkt in einem Kanton 
auszumachen. 

 Nach dem Gesagten finden sich in der Anklageschrift und den darin be-
zeichneten Beweismitteln somit genügend Anhaltspunkte, um die einge-
klagten Betäubungsmitteldelikte als solche einer kriminellen Organisation 
im Sinne von Art. 260ter StGB zu betrachten. Es kann offen bleiben, ob das 
Vorliegen einer kriminellen Organisation auch mit einer jeden Zweifel aus-
schliessenden Gewissheit als bewiesen gelten kann. Die entsprechenden 
Tatsachen sind in der Anklageschrift jedenfalls hinreichend substanziiert. 
Die Ermittlungen und die Voruntersuchung erfolgten denn auch wegen Ver-
dachts strafbarer Handlungen gemäss Art. 260ter StGB (pag. 1 2 12). Dass 
die beiden Angeklagten letztlich nicht wegen Art. 260ter StGB angeklagt 
wurden, ändert an den vorstehenden Feststellungen nichts. Dieser Um-
stand ist auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung zurückzuführen, wo-
nach Art. 260ter StGB im Verhältnis zu Art. 19 Ziff. 2 BetmG subsidiären 
Charakter hat (Entscheid des Bundesgerichts 6S.229/2005 vom 20. Juli 
2005 E. 1.5). Die weiteren in Art. 340bis Abs. 1 StGB genannten Vorausset-
zungen sind ebenfalls erfüllt. Die sachliche Zuständigkeit des Bundesstraf-
gerichts gemäss Art. 340bis Abs. 1 StGB für die Beurteilung der eingeklag-
ten Betäubungsmitteldelikte ist damit zu bejahen. Was die Zuständigkeit für 

- 23 - 

die Beurteilung der eingeklagten Geldwäschereidelikte betrifft, sind folglich 
die beiden Attraktionsanordnungen ausreichend (pag. 1 2 5, 12). 

 Die sachliche Zuständigkeit des Bundesstrafgerichts zur Beurteilung der 
vorliegenden Anklage ist demzufolge gegeben. 

1.2 Das Gericht zieht sämtliche von der Bundesanwaltschaft bezeichneten Be-
weismittel bei (vgl. Anklageschrift, S. 27 f.). Auch die weiteren im gerichtli-
chen Vorverfahren und anlässlich der Hauptverhandlung eingereichten o-
der vom Gericht angeforderten Schriftstücke bzw. Akten werden zu den Ur-
teilsgrundlagen genommen (vgl. HV-Protokoll, S. 7 f.).  

1.3 Will das Gericht von der rechtlichen Würdigung der Tat in der Anklage-
schrift abweichen, so ist der Angeklagte darauf aufmerksam zu machen 
und es ist ihm Gelegenheit zu geben, sich dagegen zu verteidigen (Art. 170 
BStP). Dementsprechend wird an der Hauptverhandlung vorbehalten, den 
eingeklagten Sachverhalt teilweise unter Art. 305bis Ziff. 2 StGB zu würdi-
gen, die beim Angeklagten B. beschlagnahmten Telefonapparate und die 
beim Angeklagten A. beschlagnahmte Barschaft einzuziehen sowie auf ei-
ne Ersatzforderung zu erkennen (HV-Protokoll, S. 9). 

2. Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz 

2.1 
2.1.1 Die vorsätzliche Beteiligung am illegalen Verkehr mit Betäubungsmitteln 

wird im Grundtatbestand des Art. 19 Ziff. 1 BetmG mit Gefängnis oder mit 
Busse bestraft. Strafbar sind alle Formen einer Beteiligung am unbefugten 
Drogenverkehr, d.h. sowohl die Verbreitung wie auch schon der Erwerb 
von Betäubungsmitteln. Gesetzgeberisches Ziel ist die Verhinderung oder 
Eindämmung einer unkontrollierten Verbreitung der Betäubungsmittel (ALB-
RECHT, Kommentar zum schweizerischen Strafrecht, Sonderband Betäu-
bungsmittelstrafrecht, Bern 1995, N. 1 ff. zu Art. 19 BetmG). In Abs. 2 bis 6 
von Art. 19 Ziff. 1 BetmG werden namentlich etwa das Verarbeiten, Lagern, 
Befördern, Einführen, der Verkauf, die Abgabe, das Aufbewahren, der Be-
sitz, Kauf sowie das Anstaltentreffen erwähnt. Die detaillierte Tatbestands-
beschreibung in Art. 19 Ziff. 1 BetmG erfüllt eine wichtige Beweisfunktion, 
indem sie die Rechtsanwendung erleichtert und Beweislücken möglichst 
vermeidet (ALBRECHT, a.a.O., N. 4 zu Art. 19 BetmG). Bei den einzelnen 
Tathandlungen handelt es sich um verschiedene Entwicklungsstufen der-
selben deliktischen Tätigkeit (vgl. ALBRECHT, a.a.O., N. 142 zu Art. 19 

- 24 - 

BetmG; STRATENWERTH, Schweizerisches Strafrecht, Allgemeiner Teil I: 
Die Straftat, Bern 2005, 3. Aufl., § 18 N. 8).  

In schweren Fällen ist die Strafe Zuchthaus oder Gefängnis nicht unter ei-
nem Jahr, womit eine Busse bis zu 1 Million Franken verbunden werden 
kann. Nach Art. 19 Ziff. 2 lit. a BetmG liegt ein schwerer Fall vor, wenn der 
Täter weiss oder annehmen muss, dass sich die Widerhandlung auf eine 
Menge von Betäubungsmitteln bezieht, welche die Gesundheit vieler Men-
schen in Gefahr bringen kann. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtspre-
chung beträgt die relevante Grenzmenge für Heroin 12 g und diejenige für 
Kokain 18 g (BGE 109 IV 143, 144 f. E. 3b). Sind diese Grenzen nicht er-
reicht, ist die objektive Voraussetzung der Anwendung von Art. 19 Ziff. 2 
lit. a BetmG nicht erfüllt. Massgeblich ist allerdings stets die Menge des rei-
nen Stoffes (BGE 119 IV 180, 185 f. E. d; 111 IV 100, 101 f. E. 2). Art. 19 
Ziff. 2 BetmG erwähnt neben dem mengenmässig schweren Fall auch die 
bandenmässige Tatbegehung (lit. b) und den gewerbsmässigen Handel 
(lit. c) als schwere Fälle. Ist ein Qualifikationsgrund gegeben, muss nicht 
geprüft werden, ob allenfalls noch ein weiterer Qualifikationsgrund vorliegt 
(BGE 124 IV 286, 295 E. 3; 122 IV 265, 267 f. E. 2c mit Hinweis).  

2.1.2 Die Beteiligung am unbefugten Betäubungsmittelverkehr gemäss Art. 19 
Ziff. 1 BetmG ist sowohl bei Vorsatz als auch bei blosser Fahrlässigkeit 
strafbar (Art. 19 Ziff. 3 BetmG). Die Widerhandlungen nach Art. 19 Ziff. 2 
BetmG sind indessen nur bei Vorsatz strafbar, wobei Eventualvorsatz ge-
nügt (ALBRECHT, a.a.O., N. 175 f. zu Art. 19 BetmG mit Hinweisen). Der auf 
Art. 19 Ziff. 2 lit. a BetmG bezogene Vorsatz erfordert in erster Linie die 
Kenntnis des Täters über Art und Menge der erworbenen oder weitergege-
benen Betäubungsmittel. Das Bewusstsein des Täters, dass die von ihm 
verkaufte Drogenmenge quantitativ erheblich ist, reicht aus. Es genügt 
auch die Kenntnis, dass der Gebrauch des betreffenden Betäubungsmittels 
beträchtliche Schädigungen der menschlichen Gesundheit zu bewirken 
vermag (BGE 104 IV 211, 214 E. 2; ALBRECHT, a.a.O., N. 177 zu Art. 19 
BetmG mit weiteren Hinweisen). 

2.2  
2.2.1 Die Bundesanwaltschaft wirft den Angeklagten A. und B. die in der Ankla-

geschrift aufgelisteten Drogengeschäfte vor. Sie geht von den dort ange-
gebenen Bruttomengen Heroingemischs aus. Diese Zahlen orientieren sich 
laut Bundesanwaltschaft an den glaubwürdigen Aussagen des Angeklagten 
B. Einzig in Bezug auf den Anklagepunkt II A 9 wird an der Hauptverhand-
lung mit Rücksicht auf das Wissen des Angeklagten B. die eingeklagte Dro-
genmenge von 5 kg auf 2 kg reduziert. Insgesamt wirft die Bundesanwalt-

- 25 - 

schaft dem Angeklagten A. die Beteiligung am Drogenhandel mit mindes-
tens folgenden Bruttomengen vor: 166 kg Heroin und 0,4 kg (ev. 0,5 kg) 
Kokain. Beim Angeklagten B. kommt sie auf eine vorwerfbare Menge von 
63 kg Heroin brutto (Plädoyer, S. 34 f.). Indem die Bundesanwaltschaft für 
sämtliches Heroin einen Reinheitsgrad von mindestens 39 % annimmt, be-
rechnet sie für den Angeklagten A. eine Menge von 64,74 kg reinem Heroin 
und für den Angeklagten B. eine solche von 25,74 kg (Plädoyer, S. 37). Die 
Bundesanwaltschaft erachtet daher bei beiden Angeklagten den Tatbe-
stand von Art. 19 Ziff. 2 lit. a BetmG sowie auch die Qualifikationsgründe 
gemäss lit. b und c dieser Bestimmung als gegeben. Sie nimmt Tatmehr-
heit an. 

 Die Verteidigung des Angeklagten A. macht geltend, in der Anklageschrift 
würden die einzelnen Tathandlungen, insbesondere die Drogenankäufe 
und -verkäufe vermischt bzw. addiert, was zu unzulässigen Mehrfachzäh-
lungen führe. Die von der Bundesanwaltschaft berechneten Drogenmengen 
werden daher bestritten. Nach Ansicht der Verteidigung ist einzig auf die 
vom Angeklagten A. angekaufte Drogenmenge abzustellen. Der Verteidiger 
teilt den Ankauf von Drogen durch den Angeklagten A. in die Phase vor 
dem 28. April 2001 und die Phase nach diesem Zeitpunkt. Er führt aus, 
dass in der ersten Phase insgesamt 12 kg Heroin angekauft worden seien 
und verweist diesbezüglich auf die Anklagepunkte I A 1 (2,5 kg), I A 3 
(1 kg), I A 4 (2 kg), I A 5 (2,5 kg), I A 6 (2 kg) und I A 8 (2 kg). Am 28. April 
2001 seien sodann 30 kg Heroin (vgl. A I 11) angeliefert worden. Sämtliche 
nach diesem Zeitpunkt und damit in der zweiten Phase verkauften Drogen 
stammen laut Verteidiger von diesen 30 kg Heroin. Insgesamt geht der Ver-
teidiger von einer durch den Angeklagten A. angekauften Heroinmenge von 
42 kg aus. Er stützt diese Zahl insbesondere auf die Angaben des Ange-
klagten B. betreffend die von ihm ausgeführten Drogentransporte sowie die 
dafür vom Angeklagten A. erhaltene Entlöhnung von DM 1'000.–/kg bzw. 
total DM 42'000.– für den Zeitraum der Zusammenarbeit von Ende Ap-
ril/Mai 2001 bis Oktober 2001. Gemäss Verteidiger sind zu den angekauf-
ten 42 kg Heroin sodann 20 kg und 15 kg Streckmittel hinzuzurechnen, was 
eine Bruttomenge von 69 kg Heroingemisch ergebe, welche dem Ange-
klagten A. zum Verkauf zur Verfügung gestanden sei. Der Verteidiger geht 
hinsichtlich der in der ersten Phase angekauften 12 kg Heroin von einem 
Reinheitsgrad von 18 % aus. Er stützt sich dabei insbesondere auf die kan-
tonalen Urteile betreffend G. und D. Für die 30 kg Heroin nimmt er auf-
grund der bei F. sichergestellten und analysierten Drogen einen Reinheits-
grad von 39 % an. Der Verteidiger berechnet damit eine vom Angeklagten 
A. angekaufte reine Heroinmenge von insgesamt 13,86 kg, wovon die bei-
den Angeklagten 100 g selber konsumiert hätten. Hinsichtlich der verkauf-

- 26 - 

ten Drogenmenge kommt der Verteidiger sodann auf 67 kg Heroin. Beim 
Kokain geht er von schlechter Qualität und damit von einem Reinheitsgrad 
von 20 % aus, was eine gehandelte reine Kokainmenge von 80 g ergebe, 
wovon beide Angeklagte wiederum auch selber konsumiert hätten. Die Ver-
teidigung des Angeklagten A. erachtet den eingeklagten Tatbestand von 
Art. 19 Ziff. 2 lit. a, b und c BetmG als klar erfüllt. 

Die Verteidigung des Angeklagten B. geht hinsichtlich Drogenmenge sowie 
Reinheitsgrad von denselben Zahlen wie die Verteidigung des Angeklagten 
A. aus. Sie teilt die eingeklagten Drogenhandel ebenfalls in zwei Phasen. 
Die Verteidigerin macht geltend, der Angeklagte B. habe in der ersten Pha-
se vor der Lieferung Ende April 2001 einzig am Transport von Ende März 
2001 über 2 kg Heroin (vgl. II A 2) mitgewirkt. In Bezug auf diese Drogen 
nimmt sie auch einen Reinheitsgrad von 18 % an. In der zweiten Phase ist 
dem Angeklagten B. laut seiner Verteidigerin sodann lediglich die Beförde-
rung von 22 kg Heroin vorzuwerfen. Bei einem Reinheitsgrad von 39 % er-
gebe dies eine reine Heroinmenge von 3,96 kg. Die Verteidigung des An-
geklagten B. erachtet daher den Tatbestand von Art. 19 Ziff. 2 lit. a und b 
BetmG als erfüllt. Da dem Angeklagten B. jedoch lediglich die Funktion des 
Fahrers zugekommen sei und er keinen Umsatz oder Gewinn erzielt habe, 
sieht die Verteidigerin den Qualifikationsgrund von lit. c nicht als gegeben. 

2.2.2 Die einzelnen Anklagepunkte beinhalten jeweils ganze Handlungskom-
plexe, welche in eine Vielzahl von Einzelakten zergliedert sind, die gemäss 
Bundesanwaltschaft allesamt als eingeklagt zu gelten haben (pag. 24 2 
150). Diese Einzelhandlungen betreffen verschiedene Stufen des illegalen 
Drogenhandels. Es handelt sich um diverse Formen der Beteiligung am 
unbefugten Verkehr mit einer jeweils bestimmten Menge von Betäubungs-
mitteln. Während die dem Angeklagten A. vorgeworfenen Handlungen 
mehrere Stufen des Drogenhandels betreffen (Art. 19 Ziff. 1 Abs. 2 – 6 
BetmG), bezieht sich das dem Angeklagten B. angelastete Verhalten 
hauptsächlich auf eine Stufe, nämlich den Transport von Drogen (Art. 19 
Ziff. 1 Abs. 3 BetmG). Es sind aber auch beim Angeklagten B. noch weitere 
Beteiligungsformen eingeklagt (Art. 19 Ziff. 1 Abs. 2, 4, 6 BetmG).  

Wie bereits erwähnt (E. 2.1.1), stellt das Gesetz zwar jede Form der Betei-
ligung am illegalen Drogenhandel unter Strafe, jedoch nur als Entwick-
lungsstufe ein und derselben deliktischen Tätigkeit. Für einen Schuldspruch 
genügt es daher, wenn von mehreren eingeklagten Handlungen, die sich 
jeweils auf die gleiche Drogenart und –menge beziehen, eine Handlung 
tatsächlich erwiesen ist und rechtlich unter eine Tatbestandsvariante von 
Art. 19 Ziff. 1 BetmG fällt. Damit wird verhindert, dass dieselbe Drogen-

- 27 - 

menge mehrfach gezählt bzw. addiert wird. Es ist vielmehr auf die Menge 
abzustellen, welche sich durch die verschiedenen Handlungsstufen hin-
durchgezogen hat. Im Weiteren müssen auch die eingeklagten Auslandta-
ten nicht nachgewiesen sein, falls sie sich in ein einheitliches, in der 
Schweiz strafbares Geschehen einordnen lassen. Die Voraussetzungen 
von Art. 19 Ziff. 4 BetmG sind dann nicht zu prüfen. 

 Die vorliegende Anklage stützt sich auf Geständnisse der Angeklagten so-
wie auf Belastungen durch Dritte. Sachbeweise sind kaum vorhanden. An 
der Hauptverhandlung werden die beiden Angeklagten einvernommen (vgl. 
Einvernahmen der Angeklagten A. und B. vom 23. Januar 2006 [nachfol-
gend: HV-EV A., B.]) sowie die Auskunftsperson C. verhört (vgl. Einver-
nahme der Auskunftsperson C. vom 24. Januar 2006 [nachfolgend: HV-EV 
C.]). Der Angeklagte A. macht vor Gericht geltend, dass er – abgesehen 
vom ersten Drogengeschäft über 2,5 kg Heroingemisch mit C. (I A 1) – erst 
ab Mai 2001 mit C., B. und E. zusammengearbeitet habe (HV-EV A., S. 5 
Z. 24 ff.). Ende April 2001 seien ihm in einem Lastwagen aus Bulgarien 
nach Deutschland ca. 30 kg (und nicht 50 kg) Heroin geliefert worden (vgl. I 
A 11), welches er mit Streckmittel jedoch auf 50 kg gestreckt habe (HV-EV 
A., S. 5 Z. 2 f., S. 6 Z. 27 ff., S. 8 Z. 20 ff.). Es seien ihm nicht zusätzlich 
zweimal 15 kg nach Deutschland geliefert worden (vgl. I A 14 und I A 18; 
HV-EV A., S. 9 Z. 26 ff.). Die 50 kg Heroingemisch habe er zusammen mit 
dem Angeklagten B. bis September 2001 in die Schweiz geliefert und hier 
verkauft (HV-EV A., S. 9 Z. 33 ff.; vgl. auch HV-Protokoll, S. 4 ff.). Der An-
geklagte A. machte bereits in der Voruntersuchung entsprechende Aussa-
gen (pag. 20 9 3 ff.; 20 11 3 ff.). Die eingeklagten Drogeneinkäufe, welche 
vor der Lieferung von 30 kg Heroin stattfanden, erfolgten demgemäss – mit 
Ausnahme von I A 1 – bei einem unbekannten Mazedonier in Zürich (pag. 
20 9 7 f.). Die Verteidigung des Angeklagten A. will den eingeklagten Dro-
genhandel daher – entsprechend der Herkunft der Drogen – in zwei Pha-
sen aufteilen. Seitens der Verteidigerin des Angeklagten B. wird eine sol-
che Aufteilung der Drogengeschäfte ebenfalls befürwortet. Die Aussagen 
des Angeklagten B. sowie der Auskunftsperson C. an der Hauptverhand-
lung schliessen eine solche Gliederung der Drogengeschäfte nicht aus. 
Zwar sagt der Angeklagte B. vor Gericht nach wie vor aus, der Angeklagte 
A. habe eine Lieferung von 50 kg Heroin aus Ungarn erwähnt (HV-EV B., 
S. 5 Z. 31 ff.). Diese Aussagen werden von seiner Verteidigerin an Schran-
ken jedoch relativiert. Der Angeklagte B. erklärte im Vorverfahren zudem, 
dass die Betäubungsmittel seines Wissens immer aus derselben Quelle 
gestammt hätten (vgl. pag. 20 4 20; HV-EV B., S. 4 Z. 10 ff.). Er sei an der 
Verteilung der Lieferung über 50 kg Heroin beteiligt gewesen. Er habe die 

- 28 - 

Drogen im Zeitraum von sechs bis sieben Monaten in die Schweiz trans-
portiert (pag. 21 9 10 f.). 

 Gestützt auf die erwähnten und noch aufzuzeigenden Umstände erscheint 
es gerechtfertigt, den eingeklagten Drogenhandel in zwei Phasen zu glie-
dern. Die in den einzelnen Anklagepunkten umschriebenen Sachverhalte 
bzw. Handlungskomplexe sind folglich jeweils einer Phase zuzuordnen und 
anschliessend zu würdigen. Dabei wird zu prüfen sein, inwieweit zwischen 
den einzelnen Handlungen und Handlungskomplexen ein tatsächlicher Zu-
sammenhang besteht. Die erste Phase umfasst die Zeit von November 
1999/Januar 2001 bis zur eingeklagten Lieferung von 50 kg Heroin nach 
Deutschland Ende April 2001. Die zweite Phase beginnt mit dieser Liefe-
rung und endet im Oktober/Dezember 2001.  

2.3 
2.3.1 Es ist zunächst im Einzelnen zu klären, welche Tathandlungen dem Ange-

klagten A. vorzuwerfen sind und damit Grundlage der rechtlichen Subsum-
tion bilden.  

a) Erste Phase (November 1999 bis Ende April 2001) 

aa) Der Angeklagte A. anerkennt an der Hauptverhandlung die ihm in den 
Anklagepunkten I A 1, I A 3, I A 4, I A 6 sowie I A 8 zur Last gelegten Tat-
handlungen bzw. Drogenmengen (insgesamt 9,5 kg Heroingemisch) voll-
umfänglich (HV-EV A., S. 3 Z. 29 ff., S. 4 Z. 10 ff., S. 5 Z. 11 f., 32 f.). Die 
Geständnisse des Angeklagten A. erscheinen glaubwürdig. Weder die 
Aussagen des Angeklagten B. und der Auskunftsperson C. vor Gericht 
(HV-EV B., S. 3 Z. 34 ff.; HV-EV C., S. 2 Z. 4 ff., S. 5 Z. 11 ff.) noch die 
beigezogenen Akten erwecken Zweifel an der Richtigkeit der Ge-
ständnisse. Diese Sachverhalte sind folglich erwiesen.  

bb) Der Angeklagte A. bestreitet vor Gericht die ihm im Anklagepunkt I A 2 
vorgeworfene Tat (HV-EV A., S. 3 f. Z. 33 ff.; vgl. auch pag. 4 13 180 f.; 5 
178, 301 f.; 20 2 17). Er macht geltend, dass der in diesem Anklagepunkt 
erwähnte Transport von 5 kg Heroin aus dem Kosovo in die Schweiz zwar 
stattgefunden habe, er aber nichts damit zu tun gehabt habe. Er bestreitet 
auch den Transport von 2 kg Heroin nach Fribourg. Der Angeklagte A. 
räumt zwar ein, er sei mit C. in den Kosovo gereist und habe dort Drogen 
kaufen wollen. Er führt dann aber einerseits aus, er habe kein Geld gehabt 
und daher keine Drogen kaufen können (HV-EV A., S. 4 Z. 1). Andererseits 
gibt er an, er habe im Kosovo keine Drogen finden können (HV-EV A., S. 4 
Z. 8). Diese Aussagen sind widersprüchlich. Entgegen der Ansicht seines 

- 29 - 

Verteidigers hat der Angeklagte A. sodann sehr wohl einen Grund, diesen 
Anklagepunkt zu bestreiten: Bei einem Geständnis würde er nämlich sei-
nen Bruder L. erheblich belasten. Dass der Angeklagte A. einen Sachver-
halt ganz oder teilweise bestreitet, wenn er damit eine andere Person 
schützen will, weil diese ihn nicht belastet oder andere Gründe dafür be-
stehen, zeigt sich auch in anderem Zusammenhang (siehe die folgenden 
Erwägungen). C. bestätigt demgegenüber vor Gericht seine belastenden 
Aussagen im Grundsatz (HV-EV C., S. 2 Z. 15 ff.; vgl. pag. 22 2 10 f.; 3 12 
138 ff., 168 ff., 313). An die in die Schweiz eingeführte Drogenmenge ver-
mag er sich allerdings nicht mehr zu erinnern. Die diesbezüglichen Men-
genangaben von C. beruhten ohnehin stets auf einer Schätzung, während 
sich seine Aussagen hinsichtlich der nach Fribourg transportierten Heroin-
menge von 2 kg auf Angaben des Angeklagten A. stützten (vgl. pag. 3 12 
139 f.). Die Aussagen von C. erscheinen glaubwürdig, zumal er sich mit 
seinen relativ detaillierten und konstanten Angaben selber belastet. C. 
wurde mit (noch nicht rechtskräftigem) Urteil des Tribunal pénal de 
l’arrondissement de la Sarine vom 21. Juni 2005 im Zusammenhang mit 
diesem Sachverhalt eine transportierte Menge von mindestens 2 kg Heroin 
zur Last gelegt und dafür verurteilt (pag. 24 4 14 f., 17, 26 ff., 43 ; 24 7 43). 
In Anbetracht dieser Umstände ist auf den eingeklagten Sachverhalt I A 2 
abzustellen, wobei jedoch entsprechend dem Grundsatz in dubio pro reo 
von einer in die Schweiz eingeführten Menge von 2 kg (anstelle der einge-
klagten 5 kg) Heroingemisch auszugehen ist. 

cc) Die im Anklagepunkt I A 5 umschriebene Tat wird vom Angeklagten A. 
an der Hauptverhandlung bestritten. Er macht geltend, dass er E. lediglich 
2,5 kg (und nicht 10 kg) Heroingemisch und zwar zu einem späteren Zeit-
punkt verkauft habe. Er habe das Heroin zuvor bei G. gestreckt (HV-EV A., 
S. 4 Z. 27 ff., S. 5 Z. 1 ff.). Der Vorwurf gemäss Anklagepunkt I A 5 betreffe 
insofern den Sachverhalt I A 9. Er habe 2 kg Heroin in Zürich gekauft, die 
Droge anschliessend nach Deutschland gebracht, sodann wieder in die 
Schweiz eingeführt und schliesslich zu G. transportiert. Dort habe er die 
2 kg Heroin mit Streckmittel auf 4 kg Heroingemisch gestreckt und davon 
2,5 kg an E. verkauft (HV-EV A., S. 5 Z. 35 ff., S. 6 Z. 8 ff.). Entsprechende 
Aussagen machte der Angeklagte A. bereits vor der Polizei und dem Un-
tersuchungsrichteramt des Kantons Thurgau (pag. 4 13 285; 5 324 f.). 

Der Sachverhalt I A 7 wird vom Angeklagten A. an der Hauptverhandlung 
ebenfalls bestritten. Er sagt aus, der eingeklagte Verkauf von 10 kg He-
roingemisch an E. habe im Mai 2001 stattgefunden und stehe mit der Liefe-
rung von 30 kg aus Bulgarien in Zusammenhang (HV-EV A., S. 5 Z. 3 ff., 
14 ff.). Auch vor der Polizei und dem Untersuchungsrichteramt des Kan-

- 30 - 

tons Thurgau bestritt er diesen Sachverhalt mit derselben Begründung 
(pag. 4 13 285 ff.; 5 148 f.). 

Die Bundesanwaltschaft kann zur Herkunft der von ihr in den Anklagepunk-
ten I A 5 und I A 7 eingeklagten Lieferungen von insgesamt 20 kg Heroin-
gemisch an E. keine Angaben machen (vgl. Anklageschrift, S. 8). Sie räumt 
denn auch ein, dass die Beweislage nicht so tadellos sei und stützt die bei-
den Anklagepunkte vorwiegend auf die Aussagen von C. (Plädoyer, S. 15 
ff.). Das erwähnte Urteil des Tribunal pénal de l’arrondissement de la Sa-
rine vom 21. Juni 2005 verweist in diesem Zusammenhang ebenfalls nur 
auf die Aussagen von C. (pag. 24 2 15 ff.). Dieser bestätigt an der Haupt-
verhandlung zwar die beiden Sachverhalte (HV-EV C., S. 2 Z. 30 ff., S. 3 
Z. 2 ff.). Er war bei den eingeklagten Drogenübergaben an E. aber zuge-
standenermassen nicht anwesend (pag. 3 12 143 f., 171 ff.). Es ist zudem 
denkbar, dass sich C. in Bezug auf den Zeitpunkt der Drogenlieferungen 
des Angeklagten A. an E. irrt. An der Glaubwürdigkeit seiner Aussagen 
braucht deswegen nicht grundsätzlich gezweifelt zu werden.  

Aufgrund der oben stehenden Ausführungen ist somit nicht auszuschlies-
sen, dass sich die in den Anklagepunkten I A 5 und I A 7 umschriebenen 
Sachverhalte zu einem späteren Zeitpunkt ereignet haben und sich mit an-
deren Anklagepunkten bzw. Vorwürfen (vgl. I A 14) decken. Die Lieferung 
von 10 kg Heroingemisch an E. gemäss Anklagepunkt I A 5 sowie die Be-
schaffung von zweimal 5 kg Heroingemisch und deren Lieferung an Sehu 
bzw. C. gemäss Anklagepunkt I A 7 können folglich nicht als erwiesen er-
achtet werden. Sie lassen sich auch nicht in ein zusammenhängendes Ge-
schehen einordnen, innerhalb dessen eine andere Tathandlung oder Stufe 
nachgewiesen wäre. Diese beiden Sachverhalte sind daher nicht erstellt. 

dd) Hinsichtlich der Sachverhalte I A 9 und I A 10 anerkennt der Angeklag-
te A. vor Gericht, 2 kg Heroin in der Schweiz gekauft, nach Deutschland 
ausgeführt, sodann wieder in die Schweiz eingeführt und hier auf 4 kg He-
roingemisch gestreckt sowie davon 2,5 kg verkauft zu haben. Die restli-
chen 1,5 kg Heroingemisch habe er bei G. gelassen und nicht mehr zu-
rückerhalten (HV-EV A., S. 5 Z. 35 ff., S. 6 Z. 1 ff.; vgl. E. cc vorne). Das 
Geständnis des Angeklagten A. erscheint glaubhaft. Es entspricht im Kern 
den Aussagen des Angeklagten B. (HV-EV B., S. 4 Z. 1 ff.; HV-EV A., S. 6 
Z. 16 ff.). Der Angeklagte A. macht allerdings geltend, er sei nur einmal bei 
G. gewesen. Insofern bestreitet er die ihm im Anklagepunkt I A 10 zur Last 
gelegte Handlung (HV-EV A., S. 6 Z. 23 ff.). Dass sich der zugegebene 
Sachverhalt in zwei Etappen verwirklich haben soll, ist nicht nachgewiesen. 
Dies erscheint letztlich auch nicht massgebend, nachdem der Angeklagte 

- 31 - 

A. die in den Punkten I A 9 und I A 10 eingeklagten Drogenmengen und 
Tathandlungen im Ganzen zugibt. Der vom Angeklagten A. anerkannte 
Sachverhalt gemäss I A 9 und I A 10 ist demnach erstellt. 

ee) Zusammenfassend ist dem Angeklagten A. in der ersten Phase dem-
nach eine Beteiligung mit total 15,5 kg Heroingemisch am unbefugten Dro-
genhandel zur Last zu legen. Zur Bestimmung des Reinheitsgrades dieser 
Drogen bestehen allerdings keine genügenden Hinweise. Es ist daher in 
dubio auf den von der Verteidigung eingeräumten Reinheitsgrad von 18 % 
abzustellen, der nur leicht unter den kriminalistisch gesicherten Werten 
liegt (SJZ 1999 511). Daraus folgt, dass der Angeklagte A. in der ersten 
Phase mit mindestens 2,79 kg reinem Heroin am illegalen Betäubungsmit-
telhandel beteiligt war. 

b) Zweite Phase (Ende April 2001 bis Dezember 2001) 

aa) Wie bereits erwähnt (E. 2.2.2), bestreitet der Angeklagte A. an der 
Hauptverhandlung den Anklagepunkt I A 11 teilweise. Zwar gibt er zu, dass 
ihm ungefähr am 29. April 2001 in einem Lastwagen mit bulgarischen 
Schildern Heroin nach Deutschland geliefert worden sei. Er will jedoch 
nicht 50 kg, sondern nur 30 kg Heroin erhalten haben, welches er sodann 
mit 20 kg Streckmittel aus Holland auf 50 kg gestreckt habe (HV-EV A. S. 5 
Z. 2 f., S. 6 Z. 27 ff., S. 8 Z. 20 ff.). Der Angeklagte A. macht geltend, es 
seien ihm nicht zusätzlich zweimal 15 kg nach Deutschland geliefert wor-
den (vgl. I A 14 und I A 18; HV-EV A. S. 9 Z. 22 ff.). Die 50 kg Heroinge-
misch habe er zusammen mit dem Angeklagten B. bis September 2001 in 
die Schweiz geliefert und hier verkauft (HV-EV A. S. 9 Z. 33 ff.; vgl. auch 
HV-Protokoll, S. 4 ff.). Entsprechende Aussagen machte der Angeklagte A. 
bereits in der eidg. Voruntersuchung (pag. 20 9 3 ff.; 20 11 3 ff.). Zuvor gab 
er stets an, zwei Lieferungen aus Bulgarien à je 15 kg Heroin erhalten zu 
haben (vgl. pag. 16 8 171). 

Die Bundesanwaltschaft stützt den Anklagepunkt I A 11 einzig auf die Aus-
sagen des Angeklagten B. (Plädoyer, S. 18 ff.). Dieser erhob erstmals am 
2. März 2005 die Behauptung, der Angeklagte A. habe in einem Lastwagen 
mit ungarischen Nummernschildern eine Lieferung von 100 Paketen à 
500 g bzw. total 50 kg Heroin erhalten (pag. 21 7 22 ff.). Vor Gericht bestä-
tigt der Angeklagte B. seine bisher gemachten Aussagen. Auf Nachfrage 
hin räumt er ein, dass er die Pakete zwar gesehen, jedoch nicht gezählt, 
sondern vom Angeklagten A. erfahren habe, dass es 100 Pakete bzw. ins-
gesamt 50 kg Heroingemisch seien (HV-EV B., S. 5 Z. 31 ff., S. 6 Z. 1 ff.; 
vgl. auch pag. 20 7 25; 20 11 4 ff.). In der Voruntersuchung führte er aus, 

- 32 - 

der Angeklagte A. habe ihm erzählt, dass das Heroin aus Ungarn sei (pag. 
21 7 25). Die ungarischen Schildern am Lastwagen habe er beim Vorbei-
fahren sogar selber gesehen (pag. 21 7 22). Die Funktion des Angeklagten 
B. bei dieser Drogenlieferung bleibt jedoch unklar. Er bestreitet, etwas da-
mit zu tun gehabt zu haben oder Näheres darüber zu wissen (pag. 21 7 22, 
26 f.; 21 9 6 f.). Seine Angaben zur Menge und Herkunft der Drogenliefe-
rung werden zudem – wie schon erwähnt – von seiner Verteidigerin relati-
viert. Sie räumt an der Hauptverhandlung ein, dass der Angeklagte B. nicht 
wisse, ob es sich bei den vom Angeklagten A. erwähnten 50 kg um ge-
strecktes Heroin gehandelt habe oder nicht. Auch habe er allenfalls die un-
garischen und bulgarischen Lastwagenschilder verwechselt.  

Zusammengefasst sind sowohl die nach Deutschland angelieferte Heroin-
menge als auch deren Herkunft unklar und umstritten. Es ist insbesondere 
streitig, ob das gelieferte Heroin vor dessen Einfuhr in die Schweiz vom 
Angeklagten A. gestreckt wurde. Unbestritten ist indessen, dass die beiden 
Angeklagten eine Heroinmenge von rund 50 kg aus Deutschland in die 
Schweiz eingeführt und hier verkauft haben. Die beiden Angeklagten sa-
gen nämlich übereinstimmend aus, dass sie das aus der besagten Liefe-
rung stammende Heroin zusammen verteilt hätten. Der Angeklagte B. gibt 
zu, dreimal je 10 kg sowie drei- oder viermal je 5 kg von Deutschland nach 
Fribourg transportiert zu haben. Diese Lieferungen seien ungefähr in einem 
Zeitraum von sechs bis sieben Monaten erfolgt. Er habe DM 1'000.– pro 
transportiertes Kilo erhalten (pag. 21 9 10 f.). Vor Gericht sagt der Ange-
klagte B. aus, er habe vom Angeklagten A. für die Transporte von Drogen 
und Streckmittel insgesamt ca. DM 50'000.–, höchstens DM 60'000.– er-
halten (HV-EV B., S. 6 Z. 21 ff.). In Anbetracht dieser Umstände sowie der 
noch aufzuzeigenden Drogenverkäufe ist deshalb davon auszugehen, dass 
das ab Mai 2001 von den beiden Angeklagten in die Schweiz eingeführte 
und hier verkaufte Heroin aus der besagten Lieferung stammte. Der Sach-
verhalt I A 11 lässt sich somit in ein einheitliches Geschehen in der 
Schweiz einordnen. Damit kann an dieser Stelle offen bleiben, welche Dro-
genmenge effektiv nach Deutschland geliefert wurde. Sie wird erst bei den 
anschliessenden Drogenverkäufen in der Schweiz berücksichtigt (vgl. I A 
14, 18, 19, 20). 

bb) Der Angeklagte A. anerkennt vor Gericht den Sachverhalt gemäss An-
klagepunkt I A 12 zu einem Teil. Er gibt zu, 5 kg (nicht aber 6,5 – 7 kg) von 
Deutschland in die Schweiz eingeführt sowie nach Düdingen/FR transpor-
tiert und dort in einem Hotelzimmer aufbewahrt zu haben. Er sagt, er sei 
mit dem Angeklagten B. in Düdingen/FR gewesen. Er habe jedoch nur 
einmal und nicht dreimal dort übernachtet (HV-EV A., S. 7 Z. 1 ff.). Der An-

- 33 - 

klagepunkt I A 12 wurde vom Angeklagten A. bereits vorher nur teilweise 
anerkannt (vgl. pag. 5 346 ff.; 20 4 16). Die Bundesanwaltschaft stützt sich 
auf die vom Angeklagten B. im Vorverfahren gemachten Aussagen (Plä-
doyer, S. 20 f.). Aufgrund dieser teilweise bestrittenen Aussagen kann der 
eingeklagte Sachverhalt I A 12 jedoch nicht als erwiesen erachtet werden, 
zumal der Angeklagte B. an der Hauptverhandlung zunächst nur noch von 
einer Fahrt spricht und sich an die Menge sowie weitere Einzelheiten nicht 
mehr erinnern kann (HV-EV B., S. 4 Z. 17 ff.), nachträglich aber ergänzt, 
dass es sich bei der besagten Drogenmenge (ca. 6 kg) um einen Teil der 
Drogenlieferung aus Sofia gehandelt habe und insgesamt vier Lieferungen 
à 5 kg getätigt worden seien (HV-IV B., S. 7 Z. 19 f.). Angesichts dieser wi-
dersprüchlichen Aussagen des Angeklagten B. ist vom Sachverhalt auszu-
gehen, wie ihn der Angeklagte A. vor Gericht zugibt. Die eingeführte, 
transportierte und aufbewahrte Drogenmenge von 5 kg ist allerdings erst 
beim Verkauf (vgl. I A 18) zu beachten. 

cc) Der Angeklagte A. bestätigt an der Hauptverhandlung die in den Ankla-
gepunkten I A 14 a, b und c eingeklagten Sachverhalte. Er macht jedoch 
geltend, dass das verkaufte Heroingemisch von insgesamt 25 kg aus der 
Heroinlieferung über 30 kg aus Bulgarien gestammt habe. Damit bestreitet 
er den in der Anklageschrift enthaltenen Ingress zu den erwähnten Ankla-
gepunkten. Im Übrigen habe er diese Drogen zusammen mit dem Ange-
klagten B. von Deutschland direkt zu C. gebracht (HV-EV A., S. 8 Z. 17 ff.). 
Vom Angeklagten B. werden die eingeklagten Sachverhalte vor Gericht 
ebenfalls bestätigt (HV-EV B., S. 4 Z. 10 ff.). C. will an der Hauptverhand-
lung vom Sachverhalt gemäss Anklagepunkt I A 14 a zwar nichts wissen 
und macht hinsichtlich der Punkte I A 14 b und c geltend, er habe vom An-
geklagten A. jeweils nur 5 kg Heroingemisch erhalten (HV-EV C., S. 3 
Z. 29 ff.). Weitere 5 kg Heroingemisch seien an M. verkauft worden (HV-EV 
C., S. 4 Z. 5 ff.). Ingesamt können diese Aussagen von C. das Geständnis 
des Angeklagten A. aber nicht erschüttern. Es erscheint zuverlässig. Die in 
den Anklagepunkten I A 14 a, b und c umschriebenen und zugegebenen 
Taten sind folglich erstellt. 

dd) Hinsichtlich des Anklagepunkts I A 13 gibt der Angeklagte A. vor Ge-
richt zu, 2 kg Heroingemisch bei C. in Fribourg bezogen, sodann zusam-
men mit dem Angeklagten B. nach Weinfelden/TG transportiert und dort an 
D. verkauft zu haben (HV-EV A., S. 7 Z. 6 ff.). Der Angeklagte B. anerkennt 
an der Hauptverhandlung, bei diesem Geschäft dabei gewesen zu sein 
(HV-EV B., S. 4 Z. 29 ff.). Das Geständnis des Angeklagten A. erscheint 
daher glaubhaft. Dass C. grundsätzlich abstreitet, dem Angeklagten A. 
Drogen zurückgegeben zu haben (HV-EV C., S. 3 Z. 16 ff.), vermag daran 

- 34 - 

nichts zu ändern. Es ist weder eingeklagt noch erwiesen, dass der Bezug 
der Drogen bei einer anderen Person erfolgt sein soll. Dem Angeklagten A. 
ist folglich der von ihm zugegebene Sachverhalt zur Last zu legen. Der 
Rückkauf und Weiterverkauf dieser Drogen stellen allerdings nachfolgende 
weitere Stufen zur Drogenlieferung an C. gemäss Anklagepunkt I A 14 dar 
(vgl. E. cc vorne). Diese Handlungen fallen daher mengenmässig nicht ins 
Gewicht. 

Der Angeklagte A. gibt an der Hauptverhandlung weiter zu, er habe von 
den 10 kg Streckmittel, welche er von D. erhalten habe, 5 kg an C. und 
5 kg an eine andere Person aus Fribourg übergeben. Während ihm C. ge-
sagt habe, dass er die Streckmittel zum Strecken brauche, wisse er nicht, 
wofür die unbekannte Person aus Fribourg die Streckmittel gebraucht ha-
be. Er habe den Mann, den er über C. oder E. kennen gelernt habe, nicht 
danach gefragt und ihn auch nie mehr wieder gesehen (HV-EV A., S. 7 
Z. 23 ff.). Aus den Aussagen des Angeklagten B. sowie der Auskunftsper-
son C. vor Gericht ergibt sich nichts anderes (HV-EV B., S. 4 Z. 29 ff.; HV-
EV C., S. 3 Z. 16 ff.). Der vom Angeklagten A. anerkannte Sachverhalt ist 
daher nachgewiesen.  

ee) Der Angeklagte A. gibt sodann vor Gericht die ihm in den Anklagepunk-
ten I A 15, I A 16 und I A 17 vorgeworfenen Tathandlungen bzw. Drogen-
mengen (insgesamt 8 kg Heroingemisch) vollumfänglich zu (HV-EV A., 
S. 8 Z. 29 ff., S. 9 Z. 1 ff.). Die Geständnisse erscheinen glaubhaft. Sie 
werden durch die Aussagen des Angeklagten B. nicht in Frage gestellt. 
Dieser bestreitet vor Gericht einzig den Anklagepunkt II A 7 und damit sei-
ne Verantwortung für den Sachverhalt I A 15, und zwar mangels genügen-
den Wissens (HV-EV B., S. 5 Z. 4 ff.; vgl. E. 2.4.1 b/dd). Auch von F. wer-
den die eingeklagten Sachverhalte bestätigt (Zusatzakten F., pag. 43 ff., 
150 ff., 210). Dass C. an der Hauptverhandlung – wie bereits erwähnt – die 
Rückgabe von Drogen an den Angeklagten A. grundsätzlich bestreitet (HV-
EV C., S. 3 Z. 16 ff.), vermag an der Glaubwürdigkeit der Geständnisse 
des Angeklagten A. unter diesen Umständen keine ernsthaften Zweifel zu 
erwecken. Die eingeklagten Sachverhalte sind folglich erwiesen, fallen a-
ber wiederum mengenmässig als Rückkäufe und Weiterverkäufe von an C. 
gelieferte Drogen nicht weiter in Betracht (vgl. I A 14, E. cc vorne). 

ff) Der Angeklagte A. macht in Bezug auf die im Anklagepunkt I A 18 um-
schriebenen Sachverhalte an der Hauptverhandlung geltend, er habe ein-
mal 5 kg und einmal 10 kg Heroingemisch an C. geliefert. Diese Drogen 
seien aus der Lieferung von 30 kg aus Bulgarien (HV-EV A., S. 9 Z. 22 ff.). 
Der Verteidiger des Angeklagten A. präzisiert, dass die Anklagepunkte I A 

- 35 - 

18 a – c zugegeben seien, der Anklagepunkt I A 18 d indessen bestritten 
sei. Sein Mandant habe C. nicht weitere 10 kg Heroingemisch übergeben. 
Insgesamt ist somit die Lieferung und Weitergabe von 15 kg (und nicht 
20 kg) Heroingemisch an C. zugestanden, sei es unter zwei oder drei Ma-
len. Der in der Anklageschrift enthaltene Ingress zu den Anklagepunkten I 
A 18 muss ebenfalls als bestritten gelten. Der Angeklagte B. bestätigt an 
Schranken den Sachverhalt II A 10, welcher den in den Anklagepunkten I A 
18 b – d und 19 umschriebenen Taten entspricht. Er führt aus, dass die 
transportierten 25 kg Heroingemisch von der Lieferung über 50 kg aus Un-
garn stammen würden (HV-EV B., S. 5 Z. 14 ff.). Von C. werden vor Ge-
richt die Sachverhalte gemäss den Anklagepunkten I A 18 b – d und damit 
eine Übergabe von total 20 kg im Grundsatz bestätigt (HV-EV C., S. 4 Z. 5 
ff.).  

Hinsichtlich des Anklagepunkts I A 19 sagt der Angeklagte A. an Schran-
ken aus, er habe die eingeklagten 5 kg Heroingemisch nicht J., sondern ei-
nem albanischen Jungen, der C. nahe stehe, übergeben. Die Drogen seien 
aus der Lieferung von 30 kg. Er habe zudem in Frankfurt noch 6 – 7 kg 
Streckmittel gekauft (HV-EV A., S. 10 Z. 1 ff.). Vom Angeklagten A. wurde 
dieser Vorwurf gemäss Anklagepunkt I A 19 bereits im Vorverfahren ve-
hement abgestritten (vgl. pag. 20 4 32 f.; 20 7 12). Auch von J. werden 
Drogengeschäfte mit dem Angeklagten A. verneint (pag. 20 7 10 f.). Die 
Bundesanwaltschaft stützt den Anklagepunkt I A 19 auf die wiederholten 
Belastungen durch den Angeklagten B. (pag. 24 2 192 ff.; 21 4 27 ff.; 21 7 
5 ff.). Dieser bestätigt seine Angaben denn auch vor Gericht und belastet 
sich damit selber (HV-EV B., S. 5 Z. 25 ff.; vgl. E. 2.4.1 b/gg). Die Verteidi-
gerin des Angeklagten B. bezeichnet den Sachverhalt II A 10 b, welcher 
der im Anklagepunkt I A 19 eingeklagten Tat entspricht, an der Hauptver-
handlung indessen als strittig. Sie führt aus, dass in dieser Zeitspanne nur 
vier Transporte stattgefunden hätten.  

Zusammenfassend ist hinsichtlich der Anklagepunkte I A 18 und I A 19 
festzuhalten, dass von Seiten des Angeklagten A. vier Lieferungen und 
Weitergaben von total 20 kg Heroingemisch zugegeben werden. Einge-
klagt sind in diesen beiden Anklagepunkten aber insgesamt fünf Transpor-
te über insgesamt 30 kg Heroingemisch. Seitens des Angeklagten B. sind 
ebenfalls vier Transporte von mindestens 20 kg Heroingemisch zugestan-
den. Schliesslich bestätigt auch C. drei Drogenübernahmen von total 
20 kg. Die eingeklagten fünf Transporte von zusammen 30 kg Heroinge-
misch können dem Angeklagten A. nicht nachgewiesen werden. Diese 
Drogenmenge erscheint im Übrigen angesichts der während der zweiten 
Phase insgesamt eingeführten Drogenmenge (ca. 50 kg gestrecktes He-

- 36 - 

roin) und der als erwiesen erachteten Weitergaben (rund 30 kg; vgl. I A 14, 
I A 20, dazu im Folgenden E. gg) auch nicht plausibel. In Würdigung dieser 
Umstände ist bezüglich der in den Anklagepunkten I A 18 und I A 19 dem 
Angeklagten A. vorgeworfenen Taten von vier Lieferungen und Weiterga-
ben über insgesamt 20 kg Heroingemisch auszugehen. Dabei kann offen 
bleiben, welche der eingeklagten Lieferungen tatsächlich erfolgt sind. 

gg) Der im Anklagepunkt I A 20 umschriebene Sachverhalt wird vom An-
geklagten A. vor Gericht bestritten. Er sagt aus, er kenne K. nicht und habe 
nichts mit ihm zu tun. Er habe in Pratteln/BL auch keiner anderen Person 
Drogen übergeben (HV-EV A., S. 10 Z. 1 ff.). Bereits im Vorverfahren 
bestritt er diese Handlungen bzw. Drogenlieferungen an K. heftig (pag. 5 
246, 261, 290; 20 2 9, 11; 20 4 17 ff.). 

Die Bundesanwaltschaft stützt den Anklagepunkt I A 20 auf die wiederhol-
ten Aussagen des Angeklagten B. (pag. 6 51 ff.; 6 123 f.; 6 172 ff.; 21 2 6; 
21 4 16 ff.). Den einmaligen und vorübergehenden Rückzug seiner Aussa-
gen anlässlich der Konfrontationseinvernahme mit K. begründete der An-
geklagte B. mit Unwohlsein (pag. 6 175 ff.; 21 2 6). Er erklärte an dieser 
Einvernahme, er habe die Zugaben nur gemacht, weil ihm entsprechende 
Geständnisse seitens des Angeklagten A. mitgeteilt worden seien. Er wolle 
nun aber keine Probleme mit anderen Personen (pag. 6 174). Laut Einver-
nahmeprotokoll soll der Angeklagte B. damals gezittert und unsicher rea-
giert haben (pag. 6 175 ff.). Unter diesen Umständen erscheint seine tem-
poräre und pauschale Bestreitung in Anwesenheit von K. als nicht über-
zeugend. In den späteren Einvernahmen sowie vor Gericht erneuert der 
Angeklagte B. denn auch seine ursprünglichen, belastenden Aussagen 
(pag. 21 2 6; 21 4 16; HV-EV B., S. 6 Z. 8 ff.). Diese Aussagen des Ange-
klagten B. erscheinen im Unterschied zu den kargen Angaben des Ange-
klagten A. insgesamt somit als glaubwürdig. Zwar will auch K. den Ange-
klagten A. nicht kennen (pag. 3 12 394; 6 172). Dass sich die beiden aber 
kennen müssen, ergibt sich aus dem Umstand, dass der Angeklagte A. 
nach der Messerstecherei mit C. erwiesenermassen von K. ins Spital ge-
fahren worden ist (pag. 2 2). Weiter geht aus dem bereits erwähnten Urteil 
des Tribunal pénal de l’arrondissement de la Sarine vom 21. Juni 2005 
hervor, dass der Angeklagte A. mit K. Drogengeschäfte machte (pag. 24 2 
27). Aufgrund des Gesagten ist somit auf den eingeklagten Sachverhalt 
abzustellen, wobei – entsprechend dem Grundsatz in dubio pro reo – von 
einem verkauften Heroingemisch von total 6 kg (unterer Wert des einge-
klagten Mengenbereichs) auszugehen ist. 

- 37 - 

hh) Der Angeklagte A. anerkennt an Schranken die ihm im Anklagepunkt I 
A 21 vorgeworfene Tat (HV-EV A., S. 10 Z. 16 f.). Danach hat der Ange-
klagte A. 0,4 kg, eventuell 0,5 kg Kokain erworben und an C. weiterver-
kauft. Von C. wird der Sachverhalt ebenfalls im Grundsatz bestätigt (HV-
EV C., S. 5 Z. 1 ff.). Das Geständnis des Angeklagten A. erscheint damit 
zuverlässig. Die eingeklagten und zugestandenen Tathandlungen finden 
daher Eingang in die rechtliche Würdigung. Aufgrund des zugegebenen 
Eigenkonsums von 0,1 kg Kokain durch die beiden Angeklagten stehen der 
Erwerb von 0,5 kg Kokain und der Weiterverkauf von 0,4 kg Kokain fest 
(pag. 21 4 23 f.). 

ii) Insgesamt ist dem Angeklagten A. in der zweiten Phase demnach eine 
Beteiligung mit 51 kg Heroingemisch am unbefugten Verkehr mit Betäu-
bungsmitteln vorzuwerfen. Hinsichtlich des Reinheitsgrades dieser Drogen 
ist Folgendes festzuhalten: Der Reinheitsgrad des bei F. sichergestellten 
Heroins betrug 39 % (pag. 3 10 115). Der Angeklagte A. macht geltend, 
dass dieses beschlagnahmte Heroin von ihm geliefert und zuvor nicht ge-
streckt worden sei. Er habe nur 20 kg des aus Bulgarien gelieferten He-
roins von 30 kg gestreckt. 10 kg habe er nicht gestreckt. Davon habe er 
5 kg an F. und 5 kg an C. übergeben (HV-EV A., S. 8 Z. 24 ff.; pag 20 9 8). 
Mit seinen Behauptungen vermag der Angeklagte A. aber nicht glaubhaft 
darzutun, weshalb er ausgerechnet das bei F. beschlagnahmte Heroin 
nicht – wie das übrige aus Bulgarien gelieferte Heroin – vor dem Absatz 
gestreckt habe (vgl. dazu auch E. b/aa). Es ist vielmehr als erwiesen zu er-
achten, dass der Angeklagte A. sämtliches aus Bulgarien geliefertes He-
roin auf 50 kg Heroingemisch gestreckt hat und dass dieses Gemisch folg-
lich einen Reinheitsgrad von 39 % aufwies. Dieser Wert entspricht denn 
auch dem durchschnittlichen Reinheitsgrad bei Grossmengen über 1 kg 
Heroin (SJZ 1999 511). Daraus folgt, dass der Angeklagte A. in der zwei-
ten Phase mit insgesamt 19,89 kg reinem Heroin am illegalen Handel be-
teiligt war. Es fällt ihm zudem die Beteiligung an Drogenhandel mit 0,5 kg 
Kokain zur Last. Dem Angeklagten A. ist zudem auch vorzuwerfen, 
Streckmittel beschafft sowie an C. abgegeben zu haben. Die Abgabe der 
5 kg Streckmittel an C. erfolgte gleichzeitig mit der Übergabe von 5 kg He-
roingemisch. Damit leistete der Angeklagte A. einen wesentlichen Beitrag 
zu den von C. ausgeführten Betäubungsmitteldelikten. 

2.3.2 a) Aus dem Gesagten ergibt sich, dass der Angeklagte A. unbefugt Drogen 
gekauft, verarbeitet, eingeführt, befördert, gelagert, verkauft, verschafft und 
in Verkehr gebracht hat (Art. 19 Ziff. 1 Abs. 2 – 5 BetmG). Er war dadurch 
in der Zeit von November 1999 bis Dezember 2001 mit insgesamt mindes-
tens 22.68 kg reinem Heroin am illegalen Betäubungsmittelhandel beteiligt. 

- 38 - 

Hinzu kommt das Anstaltentreffen zu einer entsprechenden Widerhandlung 
gegen das BetmG mit 5 kg Streckmittel (Art. 19 Ziff. 1 Abs. 6 BetmG; BGE 
130 IV 131, 135 f. E. 2.1). Die Konzentration des in der zweiten Phase ge-
kauften Kokains von 0,5 kg kann offen bleiben. Die für Art. 19 Ziff. 2 lit. a 
BetmG massgebenden Mindestgrenzwerte sind jedenfalls bei weitem über-
schritten. Der Angeklagte A. handelte vorsätzlich. Er wusste, dass die von 
ihm umgesetzten Drogenmengen im Einzelnen sowie gesamthaft quantita-
tiv erheblich waren. In Anbetracht seiner Kontakte im Drogenmilieu nahm 
er auch in Kauf, dass der Gebrauch der betreffenden Betäubungsmittel be-
trächtliche Schädigungen der menschlichen Gesundheit zu bewirken ver-
mögen. Der Angeklagte A. erfüllt somit den objektiven und subjektiven Tat-
bestand von Art. 19 Ziff. 2 lit. a BetmG. Da folglich ein Qualifikationsgrund 
gegeben ist, muss nicht geprüft werden, ob allenfalls noch ein weiterer 
Qualifikationsgrund erfüllt ist. Es ist nicht auf Tatmehrheit zu erkennen. Für 
die Annahme einer wiederholten Widerhandlung im Sinne von Art. 19 Ziff. 2 
lit. a BetmG müsste – entsprechend den Voraussetzungen für Tatmehrheit 
bei den weiteren schweren Fällen gemäss lit. b und c (vgl. BGE 116 IV 121, 
123 E. 2 b/aa), welche zwar Kollektivdelikte darstellen, aber derselben er-
höhten Strafdrohung unterliegen wie lit. a – zwischen den einzelnen Taten 
und Phasen in Bezug auf Handlungsmuster, Handlungsobjekt und Zeitab-
lauf eine deutliche Zäsur vorhanden sein sowie kein den ganzen Hand-
lungszeitraum umfassender Entschluss vorliegen. Diese Voraussetzungen 
sind hier aber nicht gegeben. Zu keinem anderen Ergebnis führt im Übrigen 
BGE 118 IV 91 ff., wo Handlungsmehrheit angenommen wurde, weil ein 
Einzelakt (unentgeltliche Abgabe von Heroin an eine bereits Süchtige) mit 
den übrigen zum Drogenhandel gehörenden Aktivitäten letztlich keinen an-
deren Zusammenhang hatte, als dass er durch denselben Täter verübt 
wurde (BGE 118 IV 91, 94 f. E. 5). 

b) Der Angeklagte A. ist demnach vom Vorwurf der Widerhandlung gegen 
das Betäubungsmittelgesetz in den folgenden Fällen freizusprechen: Liefe-
rung von 10 kg Heroingemisch gemäss Anklagepunkt I A 5, Beschaffung 
und Lieferung von zweimal 5 kg Heroingemisch gemäss Anklagepunkt I A 7 
sowie Lieferung einer 20 kg übersteigenden Menge Heroingemisch gemäss 
Anklagepunkten I A 18 respektive I A 19. Die in den Anklagepunkten I A 14 
und 18 enthaltenen Ingresse, welche die Herkunft bzw. das Umfeld der 
weitergegebenen Drogen umschreiben, gelten nicht als eingeklagt. Diesbe-
züglich erfolgt kein Freispruch. Der Angeklagte A. ist im Übrigen der qualifi-
zierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von 
Art. 19 Ziff. 2 i.V.m. Ziff. 1 Abs. 2 – 6 BetmG schuldig zu sprechen. 

 

- 39 - 

2.4 
2.4.1 Es ist weiter im Einzelnen zu klären, welche Tathandlungen dem Angeklag-

ten B. vorzuwerfen sind und damit Grundlage der rechtlichen Subsumtion 
bilden.  

a) Erste Phase (Januar 1999 bis Ende April 2001) 

aa) Der Angeklagte B. bestreitet vor Gericht den ihm im Anklagepunkt II A 
1 zur Last gelegten Transport von 2 kg Heroingemisch. Gemäss seinen 
Aussagen hat diese Tat nicht stattgefunden (HV-EV B., S. 3 Z. 34 ff.) Be-
reits im kantonalen Untersuchungsverfahren bestritt der Angeklagte B. den 
Tatvorwurf (vgl. pag. 6 139 f.). Der Angeklagte A. sagt an Schranken ent-
sprechend aus, er habe die Drogen allein transportiert und sie sodann di-
rekt an D. übergeben (HV-EV A., S. 4 Z. 13 ff.). 

Die Bundesanwaltschaft stützt den Anklagepunkt II A 1 auf die Zusatzan-
klageschrift der Staatsanwaltschaft des Kantons Thurgau vom 13. Dezem-
ber 2002 in der Strafsache F. bzw. die darin enthaltenen Verweise auf Ak-
ten, welche Aussagen von F. vor der Polizei und dem Untersuchungsrich-
teramt des Kantons Thurgau wiedergeben (pag. 24 2 147). Laut F. befand 
sich der Angeklagte A. beim eingeklagten Drogentransport zwar in Beglei-
tung des Angeklagten B. Welche Rolle der Angeklagte B. dabei gespielt 
haben soll, lässt sich den Aussagen von F. allerdings nicht entnehmen (vgl. 
Zusatzakten F., pag. 157 f., 208 f.). Vor dem Eidg. Untersuchungsrichter 
wurde der Angeklagte B. nicht entsprechend Art. 6 Ziff. 3 lit. d EMRK mit 
dem Belastungszeugen F. konfrontiert (vgl. pag. 22 6 1 ff.). Die Bundesan-
waltschaft begründet den Verzicht auf die Zeugenbefragung von F. an der 
Hauptverhandlung damit, dass dem Anklagepunkt II A 1 eher untergeord-
nete Bedeutung zukomme (vgl. Plädoyer, S. 26 f.). Auch enthält die Ankla-
geschrift hinsichtlich dieses Anklagepunkts in Bezug auf Tatzeitpunkt und 
Tatort eine Alternativanklage. Dies zeigt, dass es der Anklagebehörde nicht 
gelungen ist, sämtliche Sachverhaltselemente mit hinreichender Gewiss-
heit zu klären.  

In Würdigung der gesamten Umstände kann der dem Angeklagten B. im 
Anklagepunkt II A 1 zur Last gelegte Sachverhalt nicht als erwiesen erach-
tet werden. Dass F. am 25. März 2003 vom Bezirksgericht Bischofszell un-
ter anderem im Zusammenhang mit diesem Vorfall schuldig gesprochen 
wurde (vgl. pag. 24 2 126), vermag daran nichts zu ändern. In diesem Ur-
teil wurde nämlich das Verhalten von F. und nicht dasjenige des Angeklag-
ten B. geprüft und sanktioniert. 

- 40 - 

bb) Der Angeklagte B. gibt an der Hauptverhandlung die ihm im Anklage-
punkt II A 2 zur Last gelegten Tathandlungen grundsätzlich zu. Er bestrei-
tet einzig die im Ingress zu diesem Punkt umschriebene Drogeneinfuhr von 
2 kg Heroingemisch. Er macht geltend, dass er in seinem Auto vorausge-
fahren sei und die Drogen im Fahrzeug des Angeklagten A. befördert wor-
den seien. Er habe im Zeitpunkt des Transports nicht gewusst, dass der 
Angeklagte A. Drogen transportiere. Er habe erst nach der Grenze davon 
erfahren (HV-EV B., S. 3 Z. 40 ff., S. 4 Z. 1 ff.). In der Voruntersuchung war 
der im Anklagepunkt II A 2 b eingeklagte zweite Transport noch bestritten 
(pag. 6 131; 21 2 4). Die Verteidigerin macht an Schranken geltend, der 
Angeklagte B. habe bei der Streckung der Drogen in der Wohnung von G. 
nicht mitgewirkt, sondern während dieser Zeit geschlafen. Die in den An-
klagepunkten II A 2 a und b umschriebenen Drogentransporte seien eben-
falls mit dem Auto des Angeklagten A. ausgeführt worden. Der Angeklagte 
B. habe jeweils sein eigenes Fahrzeug benützt. Entsprechende Aussagen 
machte der Angeklagte B. in früheren Einvernahmen (vgl. z.B. pag. 6 197 
f.). 

Die Behauptung des Angeklagten B., er sei hinsichtlich der Drogeneinfuhr 
gutgläubig gewesen, kann nicht widerlegt werden. Die Bundesanwaltschaft 
lässt an Schranken denn auch offen, ob der Angeklagte B. für die Einfuhr 
über das nötige Wissen verfügte. Eine Mitwirkung an der Streckung der 
Drogen wird dem Angeklagten B. nicht vorgeworfen. Wie schon erwähnt 
(vgl. E. 2.3.1 a/dd), ist es zwar nicht nachgewiesen, dass sich die Sachver-
halte I A 9 und I A 10 (= II A 2 a und b) in zwei Etappen verwirklicht haben 
sollen. Dem Angeklagten B. fällt aber der von ihm vor Gericht anerkannte 
Transport von insgesamt 2,5 kg Heroingemisch zum Verkaufsort zur Last. 
Der Einwand der Verteidigerin, die Drogen seien im Auto des Angeklagten 
A. transportiert worden und der Angeklagte B. habe sein eigenes Fahrzeug 
benützt, erscheint nicht überzeugend. Der Angeklagte B. selber macht in 
seiner Einvernahme an der Hauptverhandlung keine entsprechenden An-
gaben mehr. Gemäss den Aussagen der Mitbeteiligten waren die beiden 
Angeklagten ebenfalls gemeinsam im Auto des Angeklagten A. unterwegs 
(vgl. pag. 5 84, 199 ff., 308 ff.; 6 131, 197 f.). Andernfalls wäre die Anwe-
senheit des Angeklagten B. ja auch nicht erforderlich gewesen. Es ist somit 
davon auszugehen, dass die beiden Angeklagten die 2,5 kg Heroinge-
misch gemeinsam im Fahrzeug des Angeklagten A. transportiert haben. 

cc) In der ersten Phase ist dem Angeklagten B. demnach die Beteiligung 
mit 2,5 kg Heroingemisch am unbefugten Drogenverkehr zum Vorwurf zu 
machen. Zur Bestimmung des Reinheitsgrades dieser Drogen bestehen 
keine genügenden Hinweise. Es ist daher – wie beim Angeklagten A. – in 

- 41 - 

dubio auf den von der Verteidigung eingeräumten Reinheitsgrad von 18 % 
abzustellen (vgl. E. 2.3.1 a/ee). Der Angeklagte B. war demzufolge in der 
ersten Phase mit mindestens 0,45 kg reinem Heroin am illegalen Betäu-
bungsmittelhandel beteiligt. 

b) Zweite Phase (Ende April 2001 bis Oktober 2001) 

 aa) Der Angeklagte B. anerkennt vor Gericht den ihm im Anklagepunkt II A 
5 vorgeworfenen Sachverhalt im Grundsatz (HV-EV B., S. 4 Z. 17 ff., S. 7 
Z. 19 ff.). Wie schon dargelegt (E. 2.3.1 b/bb), ist im Hinblick auf den Sach-
verhalt I A 12, welcher den vorliegenden Anklagepunkt betrifft, gestützt auf 
die Aussagen des Angeklagten A. auf eine Drogenmenge von 5 kg abzu-
stellen. Demnach ist auch dem Angeklagten B. lediglich die Einfuhr und der 
Transport von 5 kg Heroingemisch zur Last zu legen. Die Drogenmenge ist 
allerdings – entsprechend der Ansicht der Verteidigerin des Angeklagten B. 
und analog zum Anklagepunkt I A 12 – erst beim Weitertransport (II A 10) 
zu berücksichtigen. 

 bb) Der Angeklagte B. gibt an der Hauptverhandlung die ihm in den Ankla-
gepunkten II A 3 und II A 4 zur Last gelegten Tathandlungen und Drogen-
mengen (insgesamt 20 kg Heroingemisch) vollumfänglich zu (HV-EV B., 
S. 4 Z. 10 ff.). Die Geständnisse des Angeklagten B. erscheinen glaubwür-
dig. Sie stimmen mit den Aussagen des Angeklagten A. hinsichtlich des 
Sachverhalts I A 14 überein (HV-EV A., S. 8 Z. 17 ff.). Die mengenmässi-
gen Angaben von C. vor Gericht (HV-EV B., S. 3 Z. 36 ff., S. 4 Z. 1 ff.) und 
die beigezogenen Akten vermögen die Glaubhaftigkeit der Geständnisse 
nicht zu erschüttern (vgl. E. 2.3.1 b/cc). Diese Sachverhalte sind folglich 
erwiesen. 

 cc) Der Sachverhalt II A 6 wird vom Angeklagten B. an Schranken teilweise 
bestritten. Er macht geltend, er habe nicht gewusst, dass Drogen transpor-
tiert würden. Auf der Fahrt nach Weinfelden habe er lediglich erfahren, 
dass der Angeklagte A. von D. Streckmittel kaufen wolle (HV-EV B., S. 4 
Z. 29 ff., S. 5 Z. 1 ff.). Entsprechende Aussagen machte der Angeklagte B. 
auch schon im Vorverfahren (vgl. pag. 6 133 f.). Der Angeklagte A. sagt an 
der Hauptverhandlung nichts Gegenteiliges (HV-EV A., S. 7 Z. 20 f.). Die 
Behauptung des Angeklagten B., er sei hinsichtlich des Drogentransports 
gutgläubig gewesen, lässt sich daher nicht widerlegen. Der eingeklagte 
Transport von 2 kg Heroingemisch durch den Angeklagten B. bildet somit 
nicht Grundlage eines Schuldspruchs. Der zugegebene Transport von 
10 kg Streckmittel, wovon in der Folge 5 kg an C. und 5 kg an eine andere 

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Person aus Fribourg übergeben wurden, ist dem Angeklagten B. aber zum 
Vorwurf zu machen (vgl. I A 13; E. 2.1.4 b/dd). 

 dd) Der Angeklagte B. bestreitet vor Gericht den Anklagepunkt II A 7. Er 
sagt aus, es habe zwar ein Treffen zwischen dem Angeklagten A., D. und 
ihm stattgefunden. Er habe aber nicht mitbekommen, um was es bei dieser 
Besprechung gegangen sei (HV-EV B., S. 5 Z. 4 ff.). Der Angeklagte B. 
machte bereits in der Voruntersuchung solche Aussagen (vgl. pag. 6 140 
f.). Die Bundesanwaltschaft stützt den Vorwurf auf die Aussagen des An-
geklagten A., welcher den Sachverhalt auch an Schranken anerkennt und 
insoweit den Angeklagten B. belastet (HV-EV A., S. 8 Z. 29 ff.). Weiter ver-
weist die Bundesanwaltschaft auf die bereits erwähnte Zusatzanklage-
schrift der Staatsanwaltschaft des Kantons Thurgau vom 13. Dezember 
2002 in Sachen F. bzw. das entsprechende Urteil des Bezirksgerichts Bi-
schofszell vom 25. März 2003, wonach F. unter anderem im Zusammen-
hang mit diesem Vorfall schuldig gesprochen wurde (vgl. Plädoyer, S. 28 
f.). Wie bereits erwähnt (E. a/aa vorne), wurde in diesem Urteil das Verhal-
ten von F. und nicht dasjenige des Angeklagten B. geprüft und sanktioniert. 
Die Bestreitung des Angeklagten B. ist damit nicht schlüssig widerlegt. Das 
ihm im Anklagepunkt II A 7 zur Last gelegte Tatverhalten kann folglich nicht 
als erwiesen erachtet werden. 

 ee) Der Angeklagte B. anerkennt an Schranken die ihm im Anklagepunkt II 
A 8 angelasteten Tathandlungen und Drogenmengen (2 kg Heroingemisch) 
vollumfänglich (HV-EV B., S. 5 Z. 8 f.). Dieses Geständnis erscheint glaub-
würdig. Es wird durch die Aussagen des Angeklagten A. und diejenigen 
von F. bestätigt (HV-EV A., S. 9 Z. 4 f.; Zusatzakten F., pag. 43, 152, 154). 
Auch wird es durch die Angaben von C. nicht grundsätzlich in Frage ge-
stellt (HV-EV C., S. 3 Z. 16 ff.). Der eingeklagte Sachverhalt ist somit nach-
gewiesen, bildet allerdings mit den Anklagepunkten II A 3 und II A 4 eine 
Einheit (vgl. E. bb). 

 ff) Hinsichtlich des Anklagepunkts II A 9 ist der Angeklagte B. an der 
Hauptverhandlung im Grundsatz geständig. Er macht jedoch geltend, er 
habe lediglich von einer transportierten Drogenmenge über 2 kg (und nicht 
5 kg) gewusst (HV-EV B., S. 5 Z. 11 f.). Nachdem die Bundesanwaltschaft 
die ursprünglich eingeklagte Drogenmenge an der Hauptverhandlung von 
5 kg auf 2 kg reduziert hat und der Sachverhalt auch vom Angeklagten A. 
bestätigt wird (HV-EV A., S. 9 Z. 7 ff.), ist auf den vom Angeklagten B. zu-
gegebenen Sachverhalt abzustellen. Die Angaben von C. vermögen an der 
Glaubhaftigkeit des Geständnisses des Angeklagten B. keine ernsthaften 
Zweifel zu erwecken (HV-EV C., S. 3 Z. 16 ff.). Die beförderten Drogen-

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mengen fallen im Übrigen wiederum nicht ins Gewicht, da sie bereits bei 
den Anklagepunkten II A 3 und II A 4 berücksichtigt werden (vgl. E. bb). 

gg) Der Angeklagte B. anerkennt vor Gericht die im Anklagepunkt I A 10 
umschriebenen Sachverhalte. Auf Nachfrage hin führt er aus, dass