# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f0e9d9d6-7805-5336-aebf-7260536a0639
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-10-21
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 21.10.2021 725 21 102/281
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-21-102-281_2021-10-21.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 21. Oktober 2021 (725 21 102 / 281) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Unfallversicherung 
 
 
Rückweisung der Angelegenheit an den Unfallversicherer zur erneuten Abklärung der 
Unfallkausalität 
 
 
 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichterin Susanne Afheldt, 

Kantonsrichterin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiberin Barbara 
Vögtli 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Dr. Marco Chevalier, 
Rechtsanwalt, Elisabethenstrasse 28, Postfach 425, 4010 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 GENERALI Allgemeine Versicherungen AG, Generaldirektion, De-
partement Leistungen / Rechtsdienst, Avenue Perdtemps 23, 
1260 Nyon 1, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen 

 
 
 
A.1 A.____, geboren 1985, arbeitet bei B.____ AG als Softwareentwickler und ist in dieser 
Eigenschaft bei der GENERALI Allgemeine Versicherungen AG (GENERALI) obligatorisch gegen 
die Folgen von Unfällen versichert. Während des Krafttrainings vom 2. Februar 2017 verletzte er 
sich an der linken Schulter. Auf dem Fragebogen "unfallähnliche Körperschädigung" vom 20. 

 
 
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September 2017 führte er dazu aus, dass er ein starkes Ziehen in der linken Schulter verspürt 
und sich eine kraniale Subscapularisläsion mit Lafosse II-III mit Bicepstendinopathie links zuge-
zogen habe (act. 5 und 8/17-79698). Die GENERALI richtete in der Folge die gesetzlichen Versi-
cherungsleistungen aus. Nach Ausschöpfen aller konservativer Massnahmen erfolgte am 18. Juli 
2017 im Spital C.____ eine Schulterarthroskopie mit suprapektoraler Bicepstenodese und Subs-
capularisnaht links.  
 
A.2 Am 30. Januar 2018 erlitt der Versicherte mit seinem Roller einen Verkehrsunfall und 
stürzte auf die linke Schulter (vgl. Unfallmeldung vom 5. April 2018, act. 6/18-14435). Dabei zog 
er sich gemäss Arztzeugnis UVG vom 6. April 2018 eine Luxationsfraktur Tuberculum majus 
Schulter links und einen Dehnungsschaden Nervus axillaris und Unterarm Plexus brachialis links 
zu (act. 5/18-14435, vgl. auch Austrittsbericht der Interdisziplinären Notfallstation des Spitals 
C.____ vom 4. Februar 2021, act. 37/18-14435). Die Fraktur verheilte vollständig. Da der Versi-
cherte aber weiterhin unter Schmerzen in der linken Schulter litt, plante die Klinik D.____ für den 
13. Juni 2019 die operative Versorgung dieser Beschwerden. 
 
A.3 Nach Abklärungen der gesundheitlichen Verhältnisse informierte die GENERALI den 
Versicherten mit Schreiben vom 14. Juni 2019 (act. 54/18-14435), dass der Zusammenhang der 
geplanten Operation mit dem Ereignis vom 2. Februar 2017 geprüft worden sei. Die eingehende 
Prüfung habe gezeigt, dass sie für das Ereignis vom 2. Februar 2017 fälschlicherweise Leistun-
gen erbracht habe, da es sich weder um einen Unfall noch um eine Körperschädigung gehandelt 
habe. An dieser Auffassung hielt die GENERALI mit Verfügung vom 31. Mai 2019 fest und ver-
zichtete auf die Rückforderung der bereits erbrachten Leistungen (act. 17/17-79698). Die dage-
gen vom Versicherten am 29. Juni 2019 erhobenen Einsprache wies die GENERALI mit Ein-
spracheentscheid vom 11. Februar 2021 (act. 28/17-79698) ab. Dieser Entscheid erwuchs unan-
gefochten in Rechtskraft. 
 
A.4 Mit Schreiben vom 31. Mai 2019 teilte die GENERALI dem Versicherten mit, dass die für 
den 13. Juni 2019 geplante Operation auch nicht im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 30. 
Januar 2018 stehe, weshalb sie für den Spitalaufenthalt keine Kostengutsprache leiste (act. 
19/17-79698). An dieser Auffassung hielt sie mit Verfügung vom 19. Juli 2019 fest, da gemäss 
Beurteilung des beratenden Arztes kein Kausalzusammenhang zwischen der Operation und dem 
Unfallereignis vorliege. Die dagegen vom Versicherten erhobene Einsprache wies sie mit Ein-
spracheentscheid vom 11. Februar 2021 ab.  
 
B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. 
Marco Chevalier, mit Eingabe vom 17. März 2021 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Land-
schaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Er beantragte, der Einspracheent-
scheid vom 11. Februar 2021 und die Verfügung vom 19. Juli 2019 seien aufzuheben und die 
Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, die gesetzlichen Leistungen für die Operation vom 13. 
Juni 2019 zu erbringen. Eventualiter sei die Sache zur ergänzenden Sachverhaltsabklärung an 
die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen; unter o/e-Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdegeg-
nerin. 
 

 
 
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C. In ihrer Vernehmlassung vom 29. April 2021 beantragte die Beschwerdegegnerin die 
Abweisung der Beschwerde. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Auf die frist- und formgerecht beim sachlich wie örtlich zuständigen Kantonsgericht er-
hobene Beschwerde vom 17. März 2021 ist einzutreten. 
 
2.1 Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) vom 20. 
März 1981 hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversicherung, soweit das Gesetz 
nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen 
und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Person An-
spruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehandlung). 
 
2.2 Die Leistungspflicht setzt unter anderem voraus, dass zwischen dem versicherten Ereig-
nis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Arbeitsunfähigkeit, Invalidität, Integritätsschädi-
gung) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausal-
zusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht 
als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten ge-
dacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kau-
salzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache 
gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit ande-
ren Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt 
hat, das Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die einge-
tretene gesundheitliche Störung entfiele. Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer 
gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, wo-
rüber die rechtsanwendende Behörde – die Verwaltung oder im Streitfall das Gericht – im Rah-
men der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Be-
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines 
Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 142 V 435 E. 
1 mit Hinweisen). 
 
2.3 Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst 
manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheits-
schaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, 
wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status 
quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines 
krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), 
erreicht ist. Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Ge-
sundheitsschadens muss mit dem üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkun-
gen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage han-

 
 
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delt, liegt aber die entsprechende Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegrün-
dender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, son-
dern beim Unfallversicherer (Urteil des Bundesgerichts vom 25. März 2020, 8C_669/2019, E. 2.2 
mit weiteren Hinweisen). Mit dem Erreichen des Status quo sine vel ante entfällt eine Teilursäch-
lichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der Status quo sine vel ante 
noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG in aller 
Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kostenvergütungen zu übernehmen, 
worunter auch die Heilbehandlungskosten nach Art. 10 UVG fallen (Urteil des Bundesgerichts 
vom 11. März 2014, 8C_637/2013, E. 2.3.2). 
 
2.4 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungsverfahren und der Sozialversicherungs-
prozess sind vom Untersuchungsgrundsatz (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG) 
beherrscht. Danach haben Verwaltung und Gericht von Amtes wegen für die richtige und voll-
ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Sie dürfen eine Tatsache 
nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. 
 
2.5 Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche ist die rechtsanwen-
dende Behörde auf verlässliche medizinische Entscheidungsgrundlagen angewiesen (BGE 134 
V 231 E. 5.1). Das Gericht hat diese nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen 
Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) frei, d.h. ohne Bindung an förm-
liche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass alle 
Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen sind und danach zu 
entscheiden ist, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf bei einander widersprechenden medizinischen 
Berichten den Prozess nicht erledigt werden, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und 
die Gründe anzugeben, warum auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt 
(BGE 125 V 351 E. 3a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob 
dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 
geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben wor-
den ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizi-
nischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind (BGE 134 V 231 E. 
5.1 mit Hinweisen). 
 
2.6 Die bundesgerichtliche Rechtsprechung erachtet es mit dem Grundsatz der freien Be-
weiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gut-
achten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (BGE 125 V 351 E. 3b mit Hinweisen; 
vgl. dazu auch BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). Berichten und Gutachten versicherungsinterner 
Fachpersonen kommt nicht derselbe Beweiswert wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG 
eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten zu. An die 
Beweiswürdigung sind strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Versicherungsfall ohne Ein-
holung eines externen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen auch nur geringe Zweifel 
an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so 
sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1). 
 

 
 
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3.1 Der strittigen Angelegenheit liegen die folgenden ärztlichen Unterlagen zu Grunde: 
 
3.2 PD Dr. med. E.____, Leitender Arzt der Abteilung Orthopädie und Traumatologie des 
Spitals C.____, diagnostiziert im Bericht vom 10. Mai 2017 (act. 9/17-79698) klinisch den Ver-
dacht einer Partialläsion der Supraspinatussehne mit begleitender Bizepstendinopathie und Bur-
sitis subacromialis bei beginnender AC-Gelenksarthrose Schulter links bei Status nach konser-
vativer Therapie einer Claviculafraktur links vor 12 Jahren. Klinisch bestehe ein ausgeprägter 
Painfull-Arc mit zusätzlich symptomatischer Bizepstendinopathie und AC-Gelenksarthrose. MR-
tomographisch könne eine Partialruptur der Supraspinatussehne nicht sicher ausgeschlossen 
werden. Klinisch zeige sich ein positiver Jobe-Test. Die am 24. April 2017 durchgeführte Infiltra-
tion des AC-Gelenks habe keine Besserung gebracht.  
 
3.3 Im Austrittsbericht vom 20. Juli 2017 des Spitals C.____ (Beschwerdebeilage 3) diag-
nostizieren PD Dr. E.____ und Dr. med. F.____ unter anderem eine kraniale Subscapularisläsion 
mit Lafosse II-III mit Bicepstendinopathie links. Am 18. Juli 2017 sei eine Schulter-Arthroskopie 
mit suprapektoraler Bicepstenodese und Subscapularisnaht links vorgenommen worden. 
 
3.4 Dr. med. G.____, Facharzt für Chirurgie FMH, beratender Arzt der Beschwerdegegnerin, 
hält in seiner Aktenbeurteilung vom 6. Oktober 2017 (act. 15/17-79698) fest, dass es sich bei 
einer Subscapularisläsion vom Typ Lafosse II-III um eine unfallähnliche Körperschädigung im 
Sinne des UVG handle. 
 
3.5 PD Dr. E.____ diagnostiziert mit Bericht vom 24. Januar 2018 (Beschwerdebeilage 4) 
eine abgeklungene Frozen Shoulder und eine Bursitis subacromialis sechs Monate nach Schul-
terarthroskopie mit suprapektoraler Bizepstenodese und Subscapularisnaht links. Der Patient be-
richte, dass die Beschwerden nach glenohumeraler Steroid- und ACP-Infiltration vor Weihnach-
ten nun deutlich besser geworden seien. Er habe die Schulter fast uneingeschränkt bewegen 
können, ohne dass Schmerzen aufgetreten wären. Er bemerke aber immer noch ein persistie-
rendes Kraftdefizit. Seit zwei Wochen verspüre er wieder etwas vermehrt Schmerzen in der linken 
Schulter lateral bei Abduktion des Armes. Die Beschwerden würden aktuell eher als subakromiale 
Bursitis imponieren, weshalb eine erneute sonographisch gesteuerte Steroidinfiltration bespro-
chen worden sei. 
 
3.6 Dem Austrittsbericht des Spitals C.____, Abteilung Interdisziplinäre Notfallstation und 
ambulante Chirurgie, vom 4. Februar 2018 (act. 4/18-14435) sind als Hauptdiagnosen eine Lu-
xationsfraktur Schulter links nach anterior inferior Rollersturz am 30. Januar 2018, eine persistie-
rende Frozen Shoulder links nach Schulter-ASK suprapektoraler Bizepstenodese sowie ein Schä-
delhirntrauma 1° nach Rollersturz zu entnehmen. 
 
3.7 PD Dr. E.____ diagnostiziert im Bericht vom 7. Februar 2018 (act. 2/18-14435) eine Lu-
xationsfraktur Tuberculum majus Schulter links vom 30. Januar 2018 mit/bei Verdacht auf Deh-
nungsschaden Plexus brachialis, abklingender Frozen Shoulder nach Refixation einer kranialen 
Subscapularissehnenruptur sowie Bizepssehnentenodese Schulter links vom 18. Juli 2017. Der 
Patient beklage starke Schmerzen. Vor dem Unfall sei er von Seiten der Frozen Shoulder auf 

 
 
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dem Weg der deutlichen Besserung gewesen. Aktuell klage er vor allem über Schmerzen im 
Bereich der Schulter und des Oberarmes. Im Bericht vom 9. März 2018 (Beschwerdebeilage 6) 
hält PD Dr. E.____ bei bekannten Diagnosen fest, dass trotz der aktuell vor allem schmerzbedingt 
eingeschränkten Bewegungsmobilität der linken Schulter eine ausgeheilte Frozen Shoulder at-
testiert werden könne.  
 
3.8 Im Rahmen der Einholung einer Zweitmeinung diagnostiziert Pract. med. H.____, Klinik 
D.____, mit Bericht vom 29. März 2018 (act. 29/18-14435) den Status nach Luxationsfraktur des 
Tuberculum majus, gering disloziert, links am 30. Januar 2018 nach Töffunfall mit leichtgradiger 
Schädigung des unteren Th1 versorgten Plexus sowie partieller axonaler Schädigung des Nervus 
axillaris links bei Status nach Refixation einer kraniellen Subscapularissehnenruptur sowie Bi-
zepssehnentenodese arthroskopisch vom 18. Juli 2017 und abgeklungener Frozen Shoulder 
postoperativ. Der Patient sei im Spital C.____ und bei PD Dr. med. I.____, Klinik Neurologie des 
Spitals J.____, in Kontrolle. Er beschreibe kontinuierlich zunehmende Schmerzen in der linken 
Schulter.  
 
3.9 Mit Bericht vom 6. August 2018 (act. 57/18-14435) stellt PD Dr. E.____ die folgenden 
Diagnosen: 1. Verdacht auf Ansatztendinopathie des Musculus deltoideus am Oberarm links, DD: 
Muskelfaserriss, DD: Axillarisschädigung, 2. Regelrechter Verlauf nach Tuberculum majus-Luxa-
tionsfraktur links vom 30. Januar 2018, 3. Dehnungsschaden Nervus axillaris und Unterarm Ple-
xus brachialis links vom 30. Januar 2018 sowie 4. Status nach Schulterarthroskopie mit subpek-
toraler Bizepstenodese und Subscapularisnaht links vom 18. Juli 2017. Der Patient stelle sich zur 
Verlaufskontrolle sechs Monate nach der Tuberculum majus Luxationsfraktur vor. Er beklage wei-
terhin eine unveränderte Schmerzsymptomatik, die im Schulter- und Oberarmbereich links seit-
lich vorhanden sei. 
 
3.10 Dem Bericht der Verlaufskontrolle vom 24. April 2019 (act. 35/18-14435) der Klinik 
D.____ ist zu entnehmen, dass der Patient nach der Infiltration höchstens eine kurzfristige Ver-
besserung verspürt habe. Die Schmerzen seien nach wie vor gleich und würden eher zunehmen. 
Mittlerweile würden sie den Patienten so stören, dass er zu einer operativen Versorgung tendiere.  
 
3.11 Dr. med. K.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, Oberarzt der Klinik 
D.____, und Pract. med. L.____, Stv. Oberarzt der Klinik D.____, diagnostizieren mit Bericht vom 
23. Mai 2019 (act. 50/18-14435) ein subacromiales Impingement Schulter links bei leichter Inse-
rtionstendinopathie der Supraspinatussehne, AC-Arthralgie bei AC-Gelenksarthrose Schulter 
links bei: Status nach Luxationsfraktur des Tuberculum majus, gering disloziert, links am 30. Ja-
nuar 2018 im Rahmen eines Töffunfalles mit leichtgradiger Schädigung des unteren Th1 versorg-
ten Plexus sowie partieller axonaler Schädigung des Nervus axillaris links bei Status nach Refi-
xation einer kraniellen Subscapularissehnenruptur sowie Bizepssehnentenodese arthroskopisch 
am 18. Juli 2017 und abgeklungener Frozen Shoulder postoperativ. 
 
3.12 Dr. med. M.____, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewe-
gungsapparates und beratender Arzt der Beschwerdegegnerin, hält in seiner Aktenbeurteilung 
vom 23. Mai 2019 (act. 49/18-14435) fest, dass sich der Versicherte im Alter von ca. 20 Jahren 

 
 
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einen Schlüsselbeinbruch links zugezogen habe, der vollständig ausgeheilt sei. Er habe angege-
ben, dass er seit etwa 2010 langjährig wechselhafte Schulterbeschwerden links gehabt habe. 
Beim Krafttraining sei am 2. Februar 2017, ohne dass ein Unfallereignis vorausgegangen wäre, 
ein starkes Ziehen im linken Schultergelenk aufgetreten. Am 18. Juli 2017 sei eine arthroskopi-
sche Operation mit Tenodese der langen Bizepssehne unter dem grossen Brustmuskel und eine 
Naht der Sehne des Unterschulterblattmuskels am linken Schultergelenk durchgeführt worden. 
In der Folge sei eine schmerzhafte Schulterkapselentzündung mit Teilversteifung links aufgetre-
ten, die sich während eines längeren Zeitraumes nur allmählich gebessert habe. Am 30. Januar 
2018 sei ein Sturz mit unfallbedingter Verletzung des noch nicht ganz wieder hergestellten linken 
adominanten Schultergelenkes erfolgt. Der medizinische Sachverhalt sei erstellt, weitere Abklä-
rungen seien nicht notwendig. Betreffend die noch weiter zu behandelnde Schädigung des Ner-
vus axillaris bzw. des Plexus brachialis liege ein sicherer kausaler Zusammenhang zum Ereignis 
vom 30. Januar 2018 vor. Diesbezüglich sei aber keine Operation vorgesehen. Der traumatische 
Abriss des grossen Oberarmkopfhöckerchens sei an im Wesentlichen optimaler Stelle knöchern 
vollständig ausgeheilt und müsse nicht mehr behandelt werden. Der Restzustand der nach der 
Operation vom 18. Juli 2017 aufgetretenen Frozen Shoulder sei nicht dem Ereignis vom 30. Ja-
nuar 2018 zuzurechnen. Im Rahmen der Schulterarthroskopie seien zwei Massnahmen geplant: 
eine subacromiale Dekompression unter der Diagnose eines Impingements und eine Resektion 
des Schultereckgelenks wegen dessen Arthrose. Ein Impingement sei nicht nachgewiesenermas-
sen durch das Unfallereignis vom 30. Januar 2018 entstanden, da ein Schulter-Impingement nicht 
unfallbedingt entstehe, sondern immer auf einer natürlich angeborenen Formvariante oder gege-
benenfalls auf degenerativen Prozessen beruhe und zum Teil erhebliche Beschwerden verursa-
chen könne. Die Schultergelenksarthrose sei schon seit dem Arthro-MRI vom 21. März 2017 be-
kannt, also schon vor dem Unfall vom 30. Januar 2018. Beide Operationsindikationen seien nicht 
dem Ereignis vom 30. Januar 2018 zuzuordnen. Anlässlich der Operation vom 18. Juli 2017 habe 
an der Subscapularissehne eine Teilschädigung, nicht aber eine komplette Kontinuitätsunterbre-
chung bestanden. Laut Empfehlungen zur Anwendung von UVG und UVV in der Version vom 20. 
März 2012 sei zur Ziffer f. angegeben worden, dass nicht alle Sehnenläsionen (Risse, Zerrungen 
und Dehnungen) als unfallähnliche Körperschädigungen qualifiziert werden könnten, sondern nur 
Sehnenrisse und unter erschwerten Nachweisanforderungen partielle Sehnenrisse. Die Teilschä-
den an der Subscapularissehne und der langen Bizepssehne seien als degenerative Prozesse 
im langjährigen Beschwerdezeitraum seit etwa 2010 entstanden. 
 
3.13 Im Operationsbericht vom 13. Juni 2019 (act. 58/18-14435) führt Dr. med. N.____, FMH 
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, Chefarzt der Klinik D.____, zur Operationsindikation 
aus, dass sich beim Patienten eine anhaltende Problematik im Bereich der linken Schulter mit 
Schmerzen insbesondere über dem AC-Gelenk und dem Schulterdach zeige. Zudem bestehe 
eine anhaltende Schmerzsituation nach bereits erfolgter Voroperation am 18. Juli 2017 mit Refi-
xation der kranialen Supraspinatussehne sowie Durchführung der LB-Tenodese. Im späteren 
Verlauf habe sich eine Frozen Shoulder gezeigt, die mit der Zeit abgeklungen sei. Am 30. Januar 
2018 sei es zu einem Unfall gekommen mit einer Luxationsfraktur im Bereich des Tuberculum 
majus. Es sei die Reposition erfolgt und nach dem Ereignis habe sich anhaltend eine partielle 
Schädigung im Bereich des Nervus axillaris gezeigt. Aufgrund der anhaltenden Problematik ins-
besondere im AC-Gelenk und der bestehenden Beschwerden intraartikulär sei die Indikation zur 

 
 
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erneuten subacromialen Dekompression sowie Bakteriologie-Entnahme und des Weiteren der 
Durchführung einer AC-Gelenksresektion gestellt worden. Dem Austrittsbericht vom 1. Juli 2019 
ist als Diagnose eine postoperative Frozen Shoulder, begleitet von posttraumatischem subacro-
mialem Impingement und AC-Arthralgie bei Rockwood I-II-Luxation Schulter links adominant zu 
entnehmen. Durchgeführt worden seien eine Revisionsoperation mit 6mal Bakteriologie, Biopsie 
und 1mal Histologie, partieller Synovia- wie Labrumresektion, zirkulärer Kapsulotomie und sub-
acromialer Bursektomie, Acromioplastik sowie ACG-Resektion links (act. 61/18-14435). Im Be-
richt vom 26. Juli 2019 (act. 64/18-14435) halten Dr. N.____ und Pract. med. L.____ bei den 
bekannten Diagnosen fest, der Patient berichte, dass insgesamt die Beweglichkeit besser gewor-
den sei, die Nervenschmerzen aber eher etwas zugenommen hätten. Arbeiten gehe wieder voll. 
Es zeige sich ein regelhafter postoperativer Verlauf.  
 
3.14 Mit Schreiben vom 14. August 2019 (act. 65/18-14435) äussert sich Pract. med. L.____ 
dahingehend, dass sich in der operativen Versorgung vom 13. Juni 2019 intraoperativ eine mas-
siv vernarbte Bursa subacromialis gezeigt habe. Aufgrund der Vernarbung gehe man davon aus, 
dass die subacromiale Bursitis mit Impingement mit überwiegender Wahrscheinlichkeit posttrau-
matisch entstanden sei. Des Weiteren bestünden die Beschwerden des Patienten im AC-Gelenk 
linksseitig erst seit dem Unfallereignis. Zuvor habe er hier keinerlei Beschwerden gehabt. Deshalb 
gehe man von einer Rockwood I bis II Verletzung oder zumindest von einer traumatisch aktivier-
ten Arthrose aus. Auch hier liege somit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ein unfallbedingter 
Kausalzusammenhang vor.  
 
3.15 Mit Aktenstellungnahme vom 19. November 2019 (act. 68/18-14435) äussert sich 
Dr. M.____ erneut in der Angelegenheit. Er habe bereits in der Stellungnahme vom 23. Mai 2019 
begründet, weshalb für die am 13. Juni 2019 vorgesehene Operation keine Indikation mit kausa-
lem Bezug zum Unfallereignis vorgelegen habe. Die Veränderungen hätten bereits vor dem Un-
fallereignis bestanden. Im Schreiben der Klinik D.____ vom 23. Mai 2019 seien ein subacromiales 
Impingement sowie eine leichte Insertionstendopathie der Supraspinatussehne und Schmerzen 
im Schultereckgelenk bei Schultereckgelenksarthrose an der linken Schulter angegeben worden. 
Aufgrund des Unfalls vom 30. Januar 2018 hätten zusätzlich der Zustand nach Luxationsfraktur 
des Tuberculums majus verheilt sowie eine vermutlich bleibende Nervenschädigung im Schulter-
Armbereich vorgelegen. Weiterhin zu berücksichtigen sei der Zustand nach einem operativen 
Eingriff am 18. Juli 2017, der eine in der Zwischenzeit abgeklungene Frozen Shoulder postope-
rativ ausgelöst habe. Von einer Kapselsprengung des Schultereckgelenks links im Sinne einer 
Rockwood-Verletzung Grad I oder II sei keine Rede gewesen. Hinweise auf eine derartige Ver-
letzung hätten sich auch nicht im Austrittsbericht vom 4. Februar 2018, im Verlaufsbericht vom 
27. Juli 2018 oder in der MRI vom 8. März 2019 gefunden. Von orthopädischer Seite seien aber 
im letztgenannten Schreiben als Teildiagnose aufgeführt: ACG-Arthrose. Zum Operationsbericht 
von Dr. N.____ vom 13. Juni 2019 sei anzumerken, dass sich die Bezeichnung "postoperative 
Frozen Shoulder" offenbar auf den Zustand nach der Operation vom 18. Juli 2017 bezogen habe. 
Diese dem Unfallereignis vom 30. Januar 2018 vorangegangene damalige Operation sei wegen 
degenerativer Veränderungen erfolgt, nicht wegen eines Unfallgeschehens. Zur Behauptung des 
posttraumatischen subakromialen Impingements habe er bereits am 23. Mai 2019 Stellung bezo-

 
 
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gen. An der ablehnenden Begründung sei nicht zu rütteln. Die Behauptung/Vermutung einer statt-
gehabten Rockwood I-II-Luxation Schulter links müsse als frei erfunden angesehen werden, da 
zu keinem früheren Zeitpunkt in irgendeiner Hinsicht eine entsprechende Unfallfolgenbeschrei-
bung, Beschwerdeangabe oder eine Diagnosestellung erfolgt sei. Die Tatsache, dass intraope-
rativ eine massiv vernarbte Bursa subacromialis gesehen worden sei, erlaube nicht den Rück-
schluss, dass diese Vernarbungen auf ein Unfallgeschehen zurückzuführen seien. Auch bei chro-
nisch-entzündlichen Prozessen komme es zu derartigen Vernarbungen, die dann häufig zu einem 
Débridement führen würden. Die Behauptung, dass der Versicherte erst seit dem Unfallereignis 
vom 30. Januar 2018 Beschwerden im Bereich des linken Schultereckgelenkes gehabt habe, 
treffe nicht zu. Bereits im Vorfeld der Operation vom 18. Juli 2017 sei erwähnt worden, dass 
Schulterschmerzen allgemein und lokale Druckschmerzen speziell im AC-Gelenk links bestanden 
hätten. Die Schlussfolgerungen gemäss der Stellungnahme vom 13. Mai 2019 seien daher nicht 
zu ändern. Eine weitere Behandlung könne gegebenenfalls eine namhafte Verbesserung des 
aktuellen Gesundheitszustands erwarten lassen. Dies beziehe sich allerdings nicht kausal auf 
das Unfallereignis vom 30. Januar 2018, sondern auf die folgende Operation vom 13. Juni 2019. 
Die Luxationsfraktur des grossen Oberarmkopfhöckerchens sei vollständig ausgeheilt. Die Schul-
tereckgelenksarthrose, derentwegen die ACG-Resektion vorgenommen worden sei sowie die 
Schleimhautentfernung und die Labrum-Resektion, die teilweise Ausscheidung der Schulterge-
lenkkapsel und des Schleimbeutels unter dem Schulterdach/der Deltoideusmuskulatur sowie die 
Formanpassung des Schulterdaches zur Erweiterung des Abstandes zwischen der Acromion-
Unterseite und dem Oberarmkopf seien dem langjährigen degenerativen Prozess des linken 
Schultergelenks geschuldet. Es handle sich aber nicht um Folgen des Unfallereignisses vom 30. 
Januar 2018. 
 
3.16 Dr. med. O.____ und Pract. med. P.____, Klinik Rheumatologie und Schmerzmedizin 
des Spitals J.____, halten im Bericht vom 29. Mai 2020 (act. 71/18-14435) fest, sämtliche Be-
schwerden, unter welchen der Patient gelitten habe, seien eindeutig posttraumatisch entstanden. 
Es bestünden nicht die geringsten Zweifel, dass die Beschwerden Folge des Unfallereignisses 
mit der komplexen Nervenschädigung seien. 
 
3.17 Mit Bericht vom 9. März 2021 äussern sich Dr. N.____ und Dr. K.____ zur Unfallkausa-
lität der in der Operation behobenen Beschwerden (Beschwerdebeilage 5) und zur Gesamtsitua-
tion betreffend die Operation des Spitals C.____ vom 18. Juli 2017, zum Unfall vom 30. November 
2018 und zur von ihnen vorgenommenen Operation vom 13. Juni 2019. Man erachte den Bericht 
vom 24. Januar 2018 betreffend die Sprechstunde vom 17. Januar 2018 als wegweisend relevant. 
Damals habe sich die Diagnose einer abgeklungenen Frozen Shoulder und einer Bursitis sub-
acromialis gezeigt. Es sei dokumentiert worden, dass sich die Beschwerden nach stattgehabter 
glenohumeraler Steroid und ACP-Infiltration deutlich gebessert hätten und der Patient die Schul-
ter fast uneingeschränkt habe bewegen können, ohne dass Schmerzen aufgetreten seien. Ins-
besondere habe sich ein sehr guter klinischer Befund gezeigt. Daher beurteile man die Beschwer-
desituation zum damaligen Zeitpunkt als eine klar abgeklungene Frozen Shoulder bei insbeson-
dere sehr gut erreichter Beweglichkeit. Es habe damals nur das Residuum im Sinne eines Painful 
Arc Signs bestanden, was auch auf eine Bursitis subacromialis zurückzuführen sein könne. Am 
30. Januar 2018 habe sich die Schulterluxation mit Tuberculum majus Fraktur ereignet, die in 

 
 
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Kurznarkose habe reponiert werden müssen. Im Verlauf habe sich ein neurologischer Traktions-
schaden gezeigt. Der Patient habe sich erstmals am 29. März 2018 in der Klinik D.____ zur 
Zweitmeinung vorgestellt. Damals hätten sich eine massive Schmerzsituation im Bereich der lin-
ken Schulter und eine reduzierte Beweglichkeit gezeigt. Entsprechend lasse sich für diese Unter-
suchung eine massive Verschlechterung der Situation aufzeigen im Vergleich zur Untersuchung 
im Spital C.____ am 17. Januar 2018. Anlässlich der Sprechstunde vom 29. März 2018 sei fest-
gestellt worden, dass keine initiale Verschraubung des Tuberculum majus Fragments notwendig 
sei bei tolerierbarer Position. Die Durchführung einer Knochenstoffwechseltherapie zur Förde-
rung der Heilung sei erfolgt. Nach weiteren Kontrollen am 25. April 2018, am 18. September 2018 
und vom 22. Februar 2019 und vom 1. März 2019 sei im Rahmen der Sprechstunde vom 14. 
März 2019 und gestützt auf ein MRI Schultergelenk vom 8. März 2019 aufgrund der anhaltenden 
Beschwerden im Bereich der Schulter und der sich zeigenden AC-Gelenksarthralgie die Indika-
tion zur Evaluation der Supraspinatussehne, die einen minimen Riss gezeigt habe, sowie zur 
subacromialen Dekompression und der AC-Gelenksteilresektion gestellt worden. Am 13. Juni 
2019 sei die operative Versorgung mit Revisionsarthroskopie, Bakteriologieprobenentnahme, Bi-
opsie, Histologie, partielle Synovia, Labrumresektion, zirkuläre Kapsulotomie und Bursektomie, 
Acromioplastik sowie AC-Gelenksresektion erfolgt. Es sei insbesondere die Entscheidung einer 
Bakteriologieprobenentnahme getroffen worden, da differentialdiagnostisch bei Voroperation al-
lenfalls eine Infektion hätte vorliegen können. Die Bakteriologie habe sich aber klar als negativ 
gezeigt. Die letztmalige Verlaufskontrolle postoperativ am 1. November 2019 habe noch Rest-
schmerzen im Bereich der Schulter gezeigt, die man am ehesten im Rahmen der Nervenschädi-
gung beurteile. Durch die Operation habe das Schmerzbild subjektiv jedoch klar verbessert wer-
den können. Festzuhalten sei, dass sich insbesondere keine Schmerzproblematik mehr über dem 
AC-Gelenk gezeigt habe. Man erachte das führende Beschwerdebild, aufgrund dessen die Indi-
kation zur erneuten Operation gestellt worden sei, aufgrund der nachfolgenden Erwägungen als 
klar auf das Unfallereignis vom 30. Januar 2018 zurückzuführen. Aufgrund der deutlichen Ver-
besserung, bis auf das subacromiale Impingement, habe sich in der Untersuchung durch PD Dr. 
E.____ am 17. Januar 2018 eine regelrechte Situation gezeigt. Nach der Luxation am 30. Januar 
2018 habe sich eine Tuberculum majus Fraktur gezeigt, was jeweils mit einer massiven Kraftein-
wirkung und möglichem Schaden auf die Schulter vereinbar sei. Weiter habe sich kein Low Grade 
Infekt gezeigt. Beim Unfallereignis sei es zu einer massiven Gewalteinwirkung gekommen, da 
sonst keine Luxation und keine Tuberculum majus Fraktur eingetreten wären. Im Verlauf habe 
sich entsprechend eine AC-Gelenksarthralgie bei Traumatisierung des AC-Gelenks mit Ruptur 
des Diskus entwickelt. Dies habe durch die Operation vom 13. Juni 2019 relevant gelindert wer-
den können. Zudem habe in der letzten Kontrolle nach wie vor ein diffuser muskulärer resp. neu-
rogener Schmerz bestanden, der sich nur durch das Unfallereignis mit Luxation erklären lasse 
und nicht mit einer vorangehenden Operation. Man erachte es mit überwiegender Wahrschein-
lichkeit als gegeben, dass die operative Versorgung vom 13. Juni 2019 kausal auf das Unfaller-
eignis vom 13. Januar 2018 zurückzuführen sei. 
 
4.1 Die Beschwerdegegnerin anerkennt den Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall-
ereignis vom 30. Januar 2018 und der Luxationsfraktur des Tuberculum majus der linken Schulter 
sowie der Schädigung des Nervus axillaris bzw. Plexus brachialis links und der dadurch verur-

 
 
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sachten Beschwerden und Heilbehandlungskosten. Sie bestreitet jedoch gestützt auf die Ein-
schätzung von Dr. M.____, dass die Operation vom 13. Juni 2019 zur Verbesserung unfallbe-
dingter Beschwerden erfolgt sei. 
 
4.2 Der Beschwerdeführer vertritt die Auffassung, wonach die Beschwerdegegnerin gestützt 
auf die Beurteilung von Dr. M.____ fälschlicherweise davon ausgehe, er habe zum Zeitpunkt des 
Unfalles noch an einer abklingenden Frozen Shoulder gelitten. Tatsächlich sei nach der Opera-
tion vom 18. Juli 2017 eine Frozen Shoulder aufgetreten, die aber vor dem Unfall vom 30. Januar 
2018 vollständig ausgeheilt gewesen sei. Dies sei von PD Dr. E.____ im Rahmen der Sprech-
stunde vom 17. Januar 2018 zweifelsfrei festgestellt worden. Die Beschwerdegegnerin habe dies-
bezüglich den Sachverhalt falsch abgeklärt. Weiter wendet er ein, Dr. M.____ gehe in seiner 
Stellungnahme vom 23. Mai 2019 zu Unrecht davon aus, dass die Operation vom 13. Juni 2019 
nicht im Zusammenhang mit dem Unfall vom 30. Januar 2018 stehe, sondern im Zusammenhang 
mit einem langjährigen degenerativen Prozess als Folge eines Unfalles, den der Beschwerdefüh-
rer als Jugendlicher erlitten habe. Diese Behauptung lasse sich auf keinen der medizinischen 
Berichte abstützen und sei ohne persönliche Untersuchung erfolgt. Demgegenüber habe Dr. 
G.____ bereits früher bestätigt, dass Läsionen der Subscapularissehne nur selten degenerativ 
bedingt seien. Ausserdem sei der Beschwerdeführer im Zeitpunkt des Unfallereignisses relativ 
jung gewesen, was ebenfalls gegen degenerative Schäden spreche. Auch diesbezüglich habe 
die Beschwerdegegnerin den Sachverhalt nicht korrekt abgeklärt. Der Beschwerdeführer macht 
weiter geltend, dass, selbst wenn er bereits zuvor unter einer beginnenden AC-Gelenksarthrose 
gelitten hätte, wobei gemäss Arztberichten nur eine Verdachtsdiagnose bestanden habe, die sich 
nicht erhärtet habe, so habe diese vor dem Unfall vom 30. Januar 2018 keinerlei Beschwerden 
verursacht und habe keiner operativen Versorgung bedurft, weshalb von einer traumatisch akti-
vierten Arthrose auszugehen sei. Dr. N.____ habe in seiner Einschätzung ebenfalls festgehalten, 
dass sich infolge der beim Unfallereignis massiven Gewalteinwirkung eine AC-Gelenksarthralgie 
bei Traumatisierung des AC-Gelenks entwickelt habe, die durch die operative Versorgung am 13. 
Juni 2019 relevant habe gelindert werden können. Die natürliche Kausalität sei zu bejahen, da ja 
nicht erforderlich sei, dass der Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache der gesundheitlichen 
Beschwerden sei und es genüge, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedin-
gungen die Beschwerden hervorgerufen habe. 
 
5.1 Dr. M.____ ist beratender Arzt der Beschwerdegegnerin. Damit werden seine Berichte 
gemäss bundesgerichtlicher Praxis gleich behandelt wie diejenigen eines versicherungsinternen 
Arztes (vgl. Erwägung 2.6 hiervor), weshalb bereits geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und 
Schlüssigkeit seiner Beurteilungen genügen, um weitere medizinische Abklärungen in die Wege 
zu leiten. Dr. M.____ und Dres. N.____ und K.____ vertreten unterschiedliche Auffassungen be-
treffend die Unfallkausalität der mittels Operation vom 13. Juni 2019 behobenen Beschwerden. 
Sowohl die Beurteilung der behandelnden Ärzte vom 9. März 2021 (vgl. Erwägung 3.17 hiervor) 
als auch die Stellungnahme des beratenden Arztes vom 19. November 2019 (vgl. Erwägung 3.15 
hiervor) sind grundsätzlich nachvollziehbar und mit verschiedenen Argumenten belegt. Dr. 
N.____, Dr. K.____ (und auch Pract. med. H.____) sind ausgewiesene Schulterspezialisten, de-
ren Curriculum jederzeit im Internet abrufbar ist. Ob Dr. M.____ ein Schulterexperte ist, ist nicht 
bekannt. 

 
 
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5.2 Was den Zustand der Frozen Shoulder betrifft, so ist gestützt auf den Bericht von PD Dr. 
E.____ vom 24. Januar 2018 (vgl. Erwägung 3.5 hiervor) davon auszugehen, dass das Schulter-
gelenk wenige Tage vor dem Unfallereignis noch nicht wieder ganz wiederhergestellt war. PD Dr. 
E.____ berichtet zwar von einer abgeklungenen Frozen Shoulder. Er hält aber auch persistie-
rende Einschränkungen und Schmerzen fest. Damit ist grundsätzlich nicht zu beanstanden, wenn 
Dr. M.____ feststellt, dass zum Unfallzeitpunkt am 30. Januar 2018 noch Restbeschwerden be-
standen hätten. Dres. N.____ und K.____ ihrerseits beurteilen die Beschwerdesituation kurz vor 
dem Unfall als eine klar abgeklungene Frozen Shoulder bei insbesondere sehr gut erreichter 
Beweglichkeit. Es habe nur das Residuum im Sinne eines Painful Arc Signs bestanden, was auch 
auf eine Bursitis subacromialis zurückgeführt werden könne. Anlässlich der erstmaligen Vorstel-
lung des Patienten in der Klinik D.____ am 29. März 2018 hätten sich eine massive Schmerzsi-
tuation im Bereich der linken Schulter und eine reduzierte Beweglichkeit gezeigt. Entsprechend 
lasse sich im Vergleich zur Untersuchung bei PD Dr. E.____ eine massive Verschlechterung der 
Situation aufzeigen. Damit liegen unterschiedliche medizinische Beurteilungen in Bezug auf die 
Bedeutung des Zustands der abgeklungenen Frozen Shoulder mit Restbeschwerden bei der 
Frage der Unfallkausalität der Operation vom 13. Juni 2019 vor. 
 
5.3 Die Operation vom 13. Juni 2019 erfolgte aufgrund eines Impingements und einer Arth-
rose. Diese beiden Diagnosen sind nach Auffassung von Dr. M.____ nicht unfallbedingt, sondern 
auf degenerative Zustände zurückzuführen. Er vertritt die Auffassung, dass das Impingement 
nicht aufgrund des Unfalles eingetreten sein könne und die Arthrose bereits mit MRI vom 21. 
März 2017 festgestellt worden sei. Unter anderem weist er darauf hin, dass eine vernarbte Bursa 
auch bei Entzündungen entstehen könne und nicht auf eine Unfallursache hinweise. Dres. 
N.____ und K.____ ihrerseits gehen davon aus, dass es beim Unfallereignis zu einer massiven 
Gewalteinwirkung gekommen sei, weshalb sich im Verlauf entsprechend eine AC-
Gelenksarthralgie bei Traumatisierung des AC-Gelenks mit Ruptur des Diskus entwickelt habe. 
Auch hier stehen sich die ärztlichen Einschätzungen diametral entgegen, weshalb zum jetzigen 
Zeitpunkt nicht zuverlässig beurteilt werden kann, ob die Operation vom 13. Juni 2019 der Kor-
rektur von unfallbedingten oder degenerativen Beschwerden diente. 
 
5.4 Es besteht somit weiterer Abklärungsbedarf in Bezug auf den medizinischen Sachver-
halt, namentlich die Frage der Unfallkausalität der im Rahmen der Operation vom behobenen 
Schulterbeschwerden. Dafür sind offensichtlich spezifische fachärztliche Kenntnisse notwendig. 
Folglich ist die Angelegenheit wegen Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes im Sinne von 
Art. 43 ATSG an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese ein versicherungsunab-
hängiges externes Gutachten veranlasse. Mit der Abklärung ist sodann ein Spezialist bzw. eine 
Spezialistin für Schulterchirurgie zu betrauen. Dabei sind die Mitwirkungsrechte des Beschwer-
deführers gemäss Art. 44 ATSG einzuhalten. Vor Anordnung des Gutachtens kommt dem Be-
schwerdeführer der Anspruch zu, sich zur Gutachterperson und zu den Gutachterfragen zu äus-
sern (vgl. BGE 137 V 210 E. 3.4.2.9). Im Rahmen des Begutachtungsverfahrens wird der Be-
schwerdeführer folglich die Möglichkeit haben, dem Experten bzw. der Expertin allfällige Fragen 
zu unterbreiten.  
 

 
 
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5.5 Selbst wenn die weiteren gutachterlichen Abklärungen einen erheblichen Vorzustand an 
der linken Schulter ergeben würden, wäre zu beachten, dass nach der Rechtsprechung zu den 
im Sinne von Art. 6 Abs. 1 UVG massgebenden Ursachen auch Umstände gehören, ohne deren 
Vorhandensein die gesundheitliche Beeinträchtigung nicht zur gleichen Zeit eingetreten wäre. 
Eine schadensauslösende traumatische Einwirkung wirkt also selbst dann leistungsbegründend, 
wenn der betreffende Schaden auch ohne das versicherte Ereignis früher oder später wohl ein-
getreten wäre, der Unfall somit nur hinsichtlich des Zeitpunkts des Schadenseintritts eine uner-
lässliche Bedingung ("conditio sine qua non") darstellte (Urteil des Bundesgerichts vom 5. April 
2017, 8C_847/2016, E. 5.3.2). Anders verhält es sich, wenn der Unfall nur Gelegenheits- oder 
Zufallsursache ist, welche ein gegenwärtiges Risiko, mit dessen Realisierung jederzeit zu rech-
nen gewesen wäre, manifest werden lässt, ohne im Rahmen des Verhältnisses von Ursache und 
Wirkung eigenständige Bedeutung anzunehmen. Einem Ereignis kommt demzufolge der Charak-
ter einer anspruchsbegründenden Teilursache zu, wenn das aus der potentiellen pathogenen 
Gesamtursache resultierende Risiko zuvor nicht dermassen gegenwärtig war, dass der auslö-
sende Faktor gleichsam beliebig und austauschbar erschiene. Darauf weist der Beschwerdefüh-
rer zu Recht hin. Mit Blick auf diese Vorgaben reicht es folglich nicht aus, wenn Dr. M.____ ledig-
lich auf das Vorliegen von unfallfremden Faktoren (vorbestehende Frozen Shoulder und Arthrose) 
verweist und sich nicht mit einer allfälligen (Teil-)Ursächlichkeit auseinandersetzt. Zur Frage, ob 
das Unfallereignis vom 30. Januar 2018 die vorbestehende Arthrose allenfalls aktivierte, äusserst 
er sich ebenfalls nicht. Daher wird die Beschwerdegegnerin im Rahmen der weiteren medizini-
schen Abklärungen auch diese Fragen abzuklären haben. 
 
6. Zusammenfassend ist nach dem Gesagten festzuhalten, dass die Beschwerde in dem 
Sinne gutgeheissen wird, als der angefochtene Einspracheentscheid vom 11. Februar 2021 auf-
gehoben und die Angelegenheit zu weiteren Abklärungen im Sinne der Erwägungen und zum 
Erlass einer neuen Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird. 
 
7.1 Abschliessend bleibt über die Kosten des Verfahrens zu befinden. Beim Entscheid über 
die Verlegung der Verfahrens- und der Parteikosten ist grundsätzlich auf den Prozessausgang 
abzustellen. Hebt das Kantonsgericht einen bei ihm angefochtenen Einspracheentscheid auf und 
weist es die Angelegenheit zum weiteren Vorgehen im Sinne der Erwägungen und zum Erlass 
einer neuen Verfügung an den Versicherungsträger zurück, so gilt in prozessualer Hinsicht die 
Beschwerde führende Partei als (vollständig) obsiegende und der Versicherungsträger als unter-
liegende Partei (BGE 137 V 57 E. 2.1 f., BGE 132 V 235 E. 6.2, je mit Hinweisen; SUSANNE 
BOLLIGER, Basler Kommentar zum ATSG, Art. 61 N 79). 
 

7.2 Gemäss Art. 61 lit. f
bis

 ATSG (in der seit 1. Januar 2021 anwendbaren Fassung) ist das 
Verfahren bei Streitigkeiten über Leistungen kostenpflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz 
vorgesehen ist. Da das UVG keine Kostenpflicht vorsieht, sind für das vorliegende Verfahren 
keine Kosten zu erheben. 
 
7.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch 
auf Ersatz der Parteikosten. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend ist dem Beschwerde-
führer deshalb eine angemessene Parteientschädigung zuzusprechen. Dessen Rechtsvertreter 

 
 
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hat in seiner Honorarnote vom 21. Mai 2021 einen Zeitaufwand von 16 Stunden sowie Auslagen 
in der Höhe von Fr. 120.-- geltend gemacht. Dieser Aufwand ist nicht zu beanstanden. Der Be-
schwerdeführer macht weiter Parteikosten einen ärztlichen Bericht vom 30. März 2021 im Betrag 
von Fr. 80.-- geltend. Zu den Parteikosten zählen auch besondere Auslagen, die für Abklärungs-
massnahmen entstanden sind, welche durch den Versicherungsträger oder das Versicherungs-
gericht hätten durchgeführt werden sollen, jedoch an deren Stelle durch die Partei veranlasst 
wurden (UELI KIESER, Kommentar zum Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialver-
sicherungsrechts ATSG, 4., vollständig revidierte Auflage, Zürich 2020, Art. 61 N 113). Recht-
sprechungsgemäss sind solche Kosten zu ersetzen, wenn die eingeholten Berichte oder Gutach-
ten massgebend für die Beurteilung der Streitfrage waren (BGE 115 V 63 E. 5c f.). Der Bericht 
ist zwar in die Entscheidfindung eingeflossen, er war jedoch nicht ausschlaggebend für die Beur-
teilung des vorliegenden Falles, weshalb dessen Kosten nicht der Beschwerdegegnerin auferlegt 
werden können. Dem Beschwerdeführer ist demnach für das vorliegenden Beschwerdeverfahren 
eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 4'437.25 (16 Stunden à Fr. 250.-- und Auslagen 
von Fr. 120.-- zuzüglich 7,7% Mehrwertsteuer) zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzuspre-
chen. 
 
8. Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 
ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig ge-
gen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenentscheide sind 
– mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbegehren 
(vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten anfechtbar, 
wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) 
oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit 
einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen 
würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handelt es sich 
bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und an-
schliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenent-
scheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückweisungsentscheid, mit 
dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen Anspruchsvorausset-
zungen) beantwortet wird (BGE 133 V 477 E. 4.2). Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid 
handelt es sich somit um einen Zwischenentscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn 
eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den 
in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet 
das Bundesgericht. Die nachstehende Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrückli-
chen Vorbehalt. 
  

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als der angefochtene 
Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 11. Februar 2021 
aufgehoben und die Angelegenheit zu weiteren Abklärungen im Sinne 
der Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die Vo-
rinstanz zurückgewiesen wird. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteient-
schädigung in der Höhe von Fr. 4'437.25 (inkl. Auslagen und 7,7 % 
Mehrwertsteuer) zu bezahlen.