# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5573487b-e813-58e9-865f-dcc602451ba7
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-09-23
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Steuergericht 23.09.2016 510 2016 48 (510 16 48)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_SG_001_510-2016-48_2016-09-23.pdf

## Full Text

Seite 1 

Entscheid vom 23. September 2016 (510 16 48) 
 

 _____________________________________________________________________  

 

Keine Haftung für voreheliche Steuerschulden des anderen Ehegatten / absehbarer Zeit-

raum für die Begleichung von Steuerschulden  

 

Besetzung Steuergerichtspräsident C. Baader, Steuerrichter P. Salathe, J. Felix, 
Dr. Ph. Spitz, S. Schmid, Gerichtsschreiber D. Brügger 
 
 

Parteien A.____,  
 
 Rekurrentin 

  
 
gegen 
 
 

 Taxations- und Erlasskommission, Rheinstrasse 33, 4410 Liestal,  
 
 Rekursgegnerin 
 
 
 

betreffend Erlass Staats- und direkte Bundessteuer 2012 und 2013 
 
 

 
 
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Sachverhalt: 

 

1. Mit Veranlagungsverfügungen vom 19. Februar 2015 wurde die Pflichtige zur Zahlung 

einer Staatssteuer 2012 in Höhe von Fr. 7‘440.90, einer Staatssteuer 2013 in Höhe von                

Fr. 10‘274.--, einer direkten Bundessteuer 2012 in Höhe von Fr. 1‘161.30 und einer direkten 

Bundessteuer 2013 in Höhe von Fr. 2‘247.-- veranlagt. 

 

 

2. Mit Eingabe vom 2. Mai 2015 beantragte die Pflichtige einen Steuererlass für die Jahre 

2012 und 2013. Zur Begründung führte sie aus, für diese Steuerschulden hafte ihr Ehemann, 

welchen sie im Jahr 2014 geheiratet habe, nicht. 

 

 

3.  Mit Entscheid vom 3. Mai 2016 wies die Taxations- und Erlasskommission das Erlass-

gesuch ab. Zur Begründung führte sie aus, der Einkommensüberschuss belaufe sich auf mo-

natlich rund Fr. 1‘540.--. 

 

 

4. Mit Eingabe vom 30. Mai 2016 erhob die Pflichtige mit dem Begehren, es seien die 

Staats- und direkten Bundessteuern der Steuerjahre 2012 und 2013 zu erlassen, Rekurs. Zur 

Begründung führte sie aus, sie lebe in einfachen Verhältnissen. 

 

 

5. Mit Vernehmlassung vom 24. Juni 2016 beantragte die Taxations- und Erlasskommissi-

on die Abweisung des Rekurses. Zur Begründung führte sie aus, ein Missverhältnis zur finanzi-

ellen Leistungsfähigkeit sei insbesondere dann gegeben, wenn die Steuerschuld trotz zumutba-

rer Einschränkung der Lebenshaltungskosten nicht in absehbarer Zeit vollumfänglich beglichen 

werden könne. Als absehbare Zeit gelte in der Praxis eine Zeitspanne von zwei bis drei Jahren. 

Im angefochtenen Entscheid sei ein betreibungsrechtliches Existenzminimum von rund           

Fr. 1‘540.-- berechnet worden, so dass die Steuerschuld innerhalb dieses Zeitraumes abgetra-

gen werden könne. 

 

 

6. Anlässlich der heutigen Verhandlung hielten die Parteien an ihren Begehren fest. 

 

 
 
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Das Steuergericht zieht in Erwägung: 

 

1. Das Steuergericht ist gemäss § 139b Abs. 2 des Gesetzes über die Staats- und Ge-

meindesteuern (Steuergesetz) vom 7. Februar 1974 (StG) sowie § 11 Abs. 2 der Vollzugsver-

ordnung zum Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer vom 13. Dezember 1994 (Voll-

zugsverordnung) zur Beurteilung des vorliegenden Rekurses zuständig. Im Übrigen gelten die 

Bestimmungen gemäss den §§ 124 - 132 StG. Gemäss § 129 Abs. 3 StG werden Rekurse, de-

ren umstrittener Steuerbetrag wie im vorliegenden Fall Fr. 8'000.-- pro Steuerjahr übersteigt, 

vom Präsidenten und vier Richterinnen und Richtern des Steuergerichts beurteilt. Da die in for-

meller Hinsicht an einen Rekurs zu stellenden Anforderungen erfüllt sind, ist ohne weitere Aus-

führungen darauf einzutreten. 

 

 

2. Zu beurteilen ist, ob die Taxations- und Erlasskommission das Gesuch um Erlass der 

Staats- und direkten Bundessteuern 2012 und 2013 zu Recht abgewiesen hat. 

 

 a) Gemäss Art. 167 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer 

(DBG) vom 14. Dezember 1990 können steuerpflichtigen Personen, für die infolge einer Notla-

ge die Bezahlung der Steuer, eines Zinses oder einer Busse wegen Übertretung eine grosse 

Härte bedeuten würde, die geschuldeten Beträge ganz oder teilweise erlassen werden. Ein ent-

sprechendes Gesuch ist nach Art. 167b Abs. 1 und Art. 167c DBG i.V.m. Art. 5 ff. der Verord-

nung des EFD über die Behandlung von Gesuchen um Erlass der direkten Bundessteuer vom 

12. Juni 2015 (Steuererlassverordnung) bei der zuständigen kantonalen Verwaltung für die di-

rekte Bundessteuer einzureichen. Entsprechend bestimmt § 139b Abs. 1 StG, dass steuer-

pflichtigen Personen, für die infolge einer Notlage die Bezahlung der Steuern, Zinsen, Bussen 

und Gebühren eine grosse Härte bedeuten würde, die geschuldeten Beträge ganz oder teilwei-

se erlassen werden können. Über ein entsprechendes Gesuch entscheidet die Taxations- und 

Erlasskommission nach Anhörung des zuständigen Gemeinderates (§ 139b Abs. 2 StG). Ein 

Erlass oder Teilerlass der Staatssteuer hat auch die entsprechende Herabsetzung der Gemein-

desteuer zur Folge (§ 139b Abs. 3 StG). 

 

 b) Seinem Wesen nach bedeutet Steuererlass den nachträglichen, endgültigen 

Verzicht des Gemeinwesens auf einen ihm zustehenden steuerrechtlichen Anspruch, mit wel-

chem das öffentliche Vermögen verringert wird. Ein solcher erfolgt letztlich jeweils mit Rücksicht 

auf die "Person" der Steuerschuldnerin oder des Steuerschuldners, welche bzw. welcher aus 

 
 
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humanitären, sozialpolitischen oder volkswirtschaftlichen Gründen nicht in ihrer bzw. seiner 

wirtschaftlichen Existenz gefährdet werden soll. Daneben kann ein Erlass der Steuern auch im 

Rahmen einer Unternehmenssanierung in Betracht fallen (Blumenstein/Locher, System des 

schweizerischen Steuerrechts, 7. A., Zürich 2016, S. 421 f.). Der Steuererlass hat indessen 

infolge der verfassungsrechtlichen Grundsätze der Allgemeinheit und Gleichmässigkeit der Be-

steuerung sowie der Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit (Art. 127 Abs. 2 

der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV]) die 

seltene Ausnahme zu bleiben. Eine grosszügigere Erlasspraxis würde nämlich diejenigen Steu-

erpflichtigen benachteiligen, die ihre Leistungen trotz spürbarer finanzieller Belastung jeweils 

anstandslos erbringen (vgl. Beusch, in: Zweifel/Athanas [Hrsg.], Kommentar zum Schweizeri-

schen Steuerrecht I/2b, Art. 167 DBG N 6). Anstelle eines Erlasses der Steuern ist jeweils auch 

die Möglichkeit einer Stundung oder anderer Zahlungserleichterungen vorgesehen (Art. 166 

DBG i.V.m. Art. 13 Abs. 3 Steuererlassverordnung sowie § 139a StG) (vgl. zum Ganzen: Ent-

scheid des Steuergerichts [StGE] vom 22. April 2016, 510 15 92, E. 2b, m.w.H.). 

 

 c) Der Entscheid über einen Steuererlass stellt nach allgemeiner Auffassung in Leh-

re und Rechtsprechung weitgehend einen Ermessensentscheid dar (Richner/Frei/Kaufmann/ 

Meuter, Kommentar zum Zürcher Steuergesetz, 3. A., Zürich 2013, § 183 N 5). Entsprechend 

gewähren sowohl Art. 167 Abs. 1 DBG als auch § 139b Abs. 1 StG den zuständigen Erlassbe-

hörden - neben der Verwendung der unbestimmten Rechtsbegriffe der "Notlage" bzw. der 

"grossen Härte" - durch die Verwendung von "Kann"-Formulierungen einen gewissen Entschei-

dungsspielraum. Die Erlassbehörden sind in ihrer Entscheidung indessen nicht völlig frei. Viel-

mehr haben sie von dem ihnen eingeräumten Ermessen pflichtgemäss und nach einheitlichen 

Kriterien Gebrauch zu machen (vgl. Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht,     

7. A., Zürich 2016, N 409) (vgl. zum Ganzen: StGE vom 22. April 2016, 510 15 92, E. 2c, 

m.w.H.). 

 

 d) In dem bis zum 31. Dezember 2015 geltenden Recht war in Art. 2 Abs. 1 der 

Verordnung des EFD über die Behandlung von Erlassgesuchen für die direkte Bundessteuer 

vom 19. Dezember 1994 (aSteuererlassverordnung) ein eigentlicher öffentlich-rechtlicher An-

spruch auf Gewährung des Steuererlasses, sofern die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt 

waren, normiert. Das Bundesgericht sprach sich jedoch in zwei neueren, noch vor der Geset-

zesrevision ergangenen Entscheiden grundsätzlich gegen einen solchen Anspruch aus (vgl. 

Entscheide des Bundesgerichts [BGE] 2D_42/2014 und 2D_43/2014 vom 11. Mai 2014). In der 

neuen Steuererlassverordnung ist - dies nachvollziehend - kein Anspruch auf Steuererlass 

 
 
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mehr normiert (vgl. dazu auch die Erläuterungen zur Revision der Verordnung des EFD über 

die Behandlung von Gesuchen um Erlass der direkten Bundessteuer [Steuererlassverordnung] 

vom 29. Mai 2015, Art. 10). Das Bundesgericht hat in älteren Entscheiden für die Staatssteuer 

einen Rechtsanspruch auf Erlass bejaht, wenn die kantonalen Steuergesetze genau umschrei-

ben, unter welchen Voraussetzungen der gesuchstellenden Person der Erlass der Steuern zu 

gewähren ist. Umschreiben die kantonalen Steuergesetze - wie vorliegend § 139b Abs. 1 StG - 

die Erlassvoraussetzungen lediglich offen und unbestimmt, verneint die bundesgerichtliche 

Rechtsprechung einen Anspruch auf Steuererlass (vgl. BGE 122 I 374 ff., E. 1; 112 Ia 94 f.,      

E. 2c). Der basellandschaftliche Gesetzgeber gewährt der Erlassbehörde mithin ein Rechtsfol-

geermessen; diese ist bei Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen nicht verpflichtet, son-

dern lediglich ermächtigt, die Steuern zu erlassen (vgl. Klöti-Weber/Siegrist/Weber, Kommentar 

zum Aargauer Steuergesetz, 4. A., Muri-Bern 2015, § 230 N 6) (vgl. zum Ganzen: StGE vom 

22. April 2016, 510 15 92, E. 2d, m.w.H.). 

 

 

3. a) Materielle Voraussetzung des Steuererlasses ist in objektiver Hinsicht zunächst, 

dass die Steuerveranlagung abgeschlossen ist und eine rechtskräftig veranlagte Steuer vorliegt 

(Art. 7 Abs. 1 Steuererlassverordnung). Erst wenn die genaue Höhe der geschuldeten Beträge 

im Veranlagungsverfahren festgesetzt worden ist, kann im Rahmen des Erlassverfahrens auch 

über einen allfälligen Erlass derselben entschieden werden. Das Erlassverfahren ersetzt mithin 

weder das Rechtsmittelverfahren noch soll damit die Revision rechtskräftiger Steuerveranla-

gungen bezweckt werden (vgl. ausdrücklich Art. 7 Abs. 1 Steuererlassverordnung; Beusch, 

a.a.O., Art. 167 DBG N 7). Weiter ist vorausgesetzt, dass die Steuer noch überhaupt nicht oder 

nur unter Vorbehalt bezahlt worden ist. Wurde eine Steuer (vorbehaltlos) bezahlt, so ist die 

Steuerforderung durch Erfüllung untergegangen und ein Erlass derselben naturgemäss nicht 

mehr möglich. Der betreffende Steuerbetrag ist mithin nicht mehr "geschuldet" im Sinne von   

Art. 167 Abs. 1 DBG bzw. § 139b Abs. 1 StG (vgl. im Zusammenhang mit der direkten Bundes-

steuer ausdrücklich Art. 5 Abs. 2 bzw. Abs. 3 lit. b Steuererlassverordnung). 

 

 b) In subjektiver Hinsicht wird die Gewährung des Steuererlasses sodann vom Vor-

liegen einer Notlage bzw. einer grossen Härte für die gesuchstellende Person abhängig ge-

macht (Art. 167 Abs. 1 DBG und § 139b Abs. 1 StG). Eine Notlage im Sinne von Art. 167 Abs. 1 

DBG liegt für das Recht der direkten Bundessteuern bei natürlichen Personen vor, wenn der 

ganze geschuldete Betrag in einem Missverhältnis zur finanziellen Leistungsfähigkeit der steu-

erpflichtigen Person steht (Art. 2 Abs. 1 Steuererlassverordnung) und bei juristischen Personen, 

 
 
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wenn diese sanierungsbedürftig sind (Art. 4 Abs. 1 Steuererlassverordnung). Bei natürlichen 

Personen ist ein solches Missverhältnis insbesondere dann gegeben, wenn die Steuerschuld 

trotz Einschränkung der Lebenshaltungskosten auf das Existenzminimum in absehbarer Zeit 

nicht vollumfänglich beglichen werden kann (Art. 2 Abs. 2 Steuererlassverordnung). Dabei ist 

ein Zeitraum von zwei bis drei Jahren als absehbar zu betrachten (zum Zeitraum mit weiteren 

Hinweisen vgl. Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts [BVGE] vom 11. Juni 2009, Abteilung 

I, A-3663/2007, E. 4.2). Aus welchem Grund die steuerpflichtige Person in eine solche Notlage 

geraten ist, ist für den Erlassentscheid grundsätzlich unerheblich. Nicht berücksichtigt wird in-

dessen eine selbstverschuldete Notlage, wie dies etwa bei einer freiwilligen Entäusserung von 

Einkommensquellen oder Vermögenswerten der Fall ist (Art. 167a DBG). Anerkannte Ursachen 

für eine Notlage im Sinne der vorstehenden Erwägungen sind demnach vorwiegend ausseror-

dentliche Umstände wie eine aussergewöhnliche Belastung durch den Unterhalt der Familie, 

andauernde Arbeitslosigkeit oder Krankheit sowie Unglücksfälle etc. (vgl. Art. 3 Abs. 1 lit. a und 

b Steuererlassverordnung). Für die Voraussetzungen im Hinblick auf einen Erlass der Staats- 

und Gemeindesteuern nach § 139b Abs. 1 StG kann nichts anderes gelten. Dabei ist insbeson-

dere darauf zu verweisen, dass nach der langjährigen konstanten Praxis hinsichtlich § 139b 

Abs. 1 StG eine Notlage vorlag, wenn die steuerpflichtige Person nicht in der Lage war, mit dem 

zur Verfügung stehenden Einkommen ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Eine unbillige Härte 

war sodann zu bejahen, wenn die Bezahlung des geschuldeten Betrags für den Schuldner ein 

Opfer bedeutet hätte, das in einem Missverhältnis zu seiner finanziellen Leistungsfähigkeit 

stand und ihm nicht zugemutet werden konnte (vgl. zum Ganzen: StGE vom 22. April 2016, 510 

15 92, E. 3b, m.w.H.). 

 

 c) Die Erlassbehörde berücksichtigt bei ihrer Einschätzung der subjektiven Erlass-

voraussetzungen die gesamten wirtschaftlichen Verhältnisse der steuerpflichtigen Person. Mas-

sgebend ist dabei in erster Linie die Situation im Zeitpunkt des Entscheides, daneben auch die 

Entwicklung seit der Veranlagung, auf die sich das Erlassbegehren bezieht, sowie die Aussich-

ten für die Zukunft (vgl. für die direkte Bundessteuer Art. 10 Steuererlassverordnung). Insbe-

sondere prüft die Behörde, ob für die steuerpflichtige Person Einschränkungen in der Lebens-

haltung geboten und zumutbar sind oder gewesen wären. Einschränkungen gelten grundsätz-

lich als zumutbar, wenn die Auslagen die nach den Ansätzen für die Berechnung des betrei-

bungsrechtlichen Existenzminimums (Art. 93 des Bundesgesetzes über Schuldbetreibung und 

Konkurs [SchKG] vom 11. April 1889) sich ergebenden Lebenshaltungskosten übersteigen (vgl. 

in Konkretisierung des DBG Art. 2 Abs. 3 Steuererlassverordnung). Berücksichtigt werden darf 

auch, ob der gesuchstellenden Person die fristgerechte Bezahlung der Steuern im Zeitpunkt der 

 
 
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Fälligkeit möglich gewesen wäre (Art. 167a lit. c DBG) (vgl. zum Ganzen: StGE vom 22. April 

2016, 510 15 92, E. 3c, m.w.H.). 

 

 d) Vorhandenes Vermögen schliesst einen Steuererlass nur aus, wenn und soweit 

eine Belastung oder Verwertung desselben als zumutbar erscheint (Art. 12 Abs. 1 Steuerer-

lassverordnung). Ein Steuerlass kann somit gewährt werden, bevor die letzten Ersparnisse der 

gesuchstellenden Person aufgezehrt sind. Einer steuerpflichtigen Person soll ein Notgroschen 

belassen bleiben (vgl. Schorno, in: Klöti-Weber/Siegrist/Weber [Hrsg.], Kommentar zum Aar-

gauer Steuergesetz, 4. A., Muri-Bern 2015, § 230 N 12, mit weiteren Hinweisen, insb. auf BVGE 

vom 11. Juni 2009, a.a.O.). Auf jeden Fall zumutbar ist gemäss Art. 12 Abs. 2 Steuererlassver-

ordnung jedoch die Zahlung aus dem Vermögen bei Steuern auf einmalige Einkünfte. Als Ver-

mögen gilt das zu Verkehrswerten bewertete Reinvermögen (Art. 12 Abs. 3 Steuererlassver-

ordnung), also der Überschuss der Aktiven über den Passiven eines Steuerpflichtigen (vgl. Zi-

gerlig/Jud in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht I/1, Art 13 StHG N 1).  

 

 e) Der Steuererlass soll zu einer langfristigen und dauernden Sanierung der wirt-

schaftlichen Lage der steuerpflichtigen Person beitragen. Er hat dabei bestimmungsgemäss der 

steuerpflichtigen Person selbst und nicht ihren Gläubigern zugute zu kommen. Entsprechend 

wird ein Steuererlass durch die Erlassbehörden regelmässig abgelehnt, wenn ein Konkurs oder 

ein Nachlassvertrag des Steuerschuldners bevorsteht (vgl. Art. 14 Abs. 1 Steuererlassverord-

nung). Es kann nicht Aufgabe des Instituts des Steuererlasses sein, im Ergebnis gleichsam eine 

Sicherheit für private Kredite zu leisten. Im Falle einer allseitigen Überschuldung der um Steu-

ererlass ersuchenden Person kann vom Staat mithin nicht ein Sonderopfer verlangt werden, 

indem er einseitig auf seine Steuerforderung verzichtet. Von einem solchen Verzicht der öffent-

lichen Hand würde nämlich nicht die steuerpflichtige Person selbst profitieren, sondern allein die 

übrigen Gläubiger, welche beim Zugriff auf das pfändbare Einkommen und Vermögen einen 

Konkurrenten verlören. Unter solchen Umständen erscheint es daher mit Blick auf den Zweck 

des Rechtsinstituts als sachlich vertretbar, von einem Steuererlass abzusehen oder die ganze 

oder teilweise Gewährung eines solchen von einem Sanierungskonzept abhängig zu machen, 

in dessen Rahmen sämtliche Gläubiger in gleichem Umfang wie die Steuerbehörden auf ihre 

Forderungen verzichten (vgl. zum Ganzen: BGE vom 9. Dezember 2004, 2P.307/2004, E. 3.2). 

Neu ist der Grundsatz, dass ein Steuererlass der steuerpflichtigen Person und nicht ihren Gläu-

bigern zugutekommen muss, direkt im Gesetz, nämlich für die direkte Bundessteuer in Art. 167 

Abs. 2 DBG, und nicht mehr bloss wie bis anhin auf Verordnungsstufe geregelt. Für den Erlass 

der direkten Bundessteuer bestimmt Art. 3 Abs. 2 Steuererlassverordnung denn auch ausdrück-

 
 
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lich, dass der Bund auf seine gesetzlichen Ansprüche zugunsten anderer Gläubiger nicht ver-

zichten kann, soweit die Überschuldung der gesuchstellenden Person z.B. auf geschäftlichen 

Misserfolgen, Bürgschaftsverpflichtungen, hohen Grundpfandschulden oder Kleinkreditschulden 

als Folge eines überhöhten Lebensstandards beruht. Jedoch ist in den Fällen von Art. 3 Abs. 1 

Steuererlassverordnung, also bei aussergewöhnlicher Belastung durch den Unterhalt der Fami-

lie oder Unterhaltspflichtigen, hoher Kosten in Folge Krankheit, Unfall oder Pflege, welche nicht 

von Dritten getragen werden, längerer Arbeitslosigkeit oder für ausserordentliche Aufwendun-

gen aufgrund anderer persönlicher Verhältnisse, für welche die Steuerpflichtige Person nicht 

einzustehen hat, ein Erlass trotz Drittschulden möglich. Ein Erlass kann jedoch stets im selben 

prozentualen Umfang gewährt werden, wie andere Gläubiger ganz oder teilweise auf ihre For-

derungen verzichten (Art. 3 Abs. 2 Steuererlassverordnung). Aus Sinn und Zweck des Instituts 

des Steuererlasses folgt auch, dass durch die Forderungsverzichte die Verschuldung der ge-

suchstellenden Person insgesamt auf ein tragbares Mass reduziert werden muss. Der Steuerer-

lass stellt grundsätzlich ein einmaliges Entgegenkommen dar, weshalb eine Wiederholung von 

Erlassverfahren in späteren Steuerperioden vermieden werden soll (vgl. StGE vom 20. Novem-

ber 2015, 510 15 60, E. 3d). Ohne eine solche "Gesamtsanierung" mit Gleichbehandlung aller 

Gläubiger würde nämlich die zum Steuererlass führende Situation nicht bereinigt, sodass nicht 

nur der Forderungsverzicht der öffentlichen Hand ein einseitiger wäre; mangels Beseitigung der 

Überschuldung müssten vielmehr noch weitere Steuererlassgesuche entgegengenommen wer-

den, was klarerweise dem Ausnahmecharakter des Rechtsinstituts zuwiderliefe (vgl. zum Gan-

zen: StGE vom 22. April 2016, 510 15 92, E. 3e, m.w.H.). 

 

 

4. In Bezug auf die objektiven Erlassvoraussetzungen ist festzuhalten, dass diese vorlie-

gend erfüllt sind. Die Staats- und direkten Bundessteuern 2012 und 2013 sind rechtskräftig ver-

anlagt. Zudem wurden die auf diese Steuerjahre entfallenden Steuerschulden nicht bezahlt, so 

dass die betreffenden Ansprüche gegenüber der Rekurrentin noch bestehen. 

 

 

5. Zu prüfen bleiben die Erlassvoraussetzungen in subjektiver Hinsicht.  

 

 a) Die Taxations- und Erlasskommission geht bei der Berechnung des betreibungs-

rechtlichen Existenzminimums der Rekurrentin vom Einkommen und den Auslagen der Pflichti-

gen und ihres Ehemannes, d.h. von beiden Ehegatten aus. Die Rekurrentin hält dafür, ihr Ehe-

 
 
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mann, welchen sie im Jahr 2014 geheiratet habe, hafte nicht für ihre Schulden betreffend die 

Steuerjahre 2012 und 2013. 

 

 b) Gemäss Art. 163 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches vom 10. De-

zember 1907 (ZGB) sorgen die Ehegatten gemeinsam, ein jeder nach seinen Kräften, für den 

gebührenden Unterhalt der Familie. Gemäss Art. 202 ZGB haftet jeder Ehe für seine Schulden 

mit seinem gesamten Vermögen.  

 

 c) Gemäss Art. 13 Abs. 1 und 2 DBG haften Ehegatten, die in rechtlich und tatsäch-

lich ungetrennter Ehe leben, solidarisch für die Gesamtsteuer. Jeder Gatte haftet jedoch nur für 

seinen Anteil an der Gesamtsteuer, wenn einer von beiden zahlungsunfähig ist. Ferner haften 

sie solidarisch für denjenigen Teil an der Gesamtsteuer, der auf das Kindereinkommen entfällt. 

Bei rechtlich oder tatsächlich getrennter Ehe entfällt die Solidarhaftung auch für alle noch offe-

nen Steuerschulden. Gemäss § 14 Abs. 1 StG haften Ehegatten, die in rechtlich und tatsächlich 

ungetrennter Ehe leben, solidarisch für die Gesamtsteuer. Jeder Ehegatte haftet jedoch nur für 

seinen Anteil an der Gesamtsteuer, wenn einer von beiden zahlungsunfähig ist. Ferner haften 

sie solidarisch für denjenigen Teil an der Gesamtsteuer, der auf das Kindereinkommen und       

-vermögen entfällt. Bei rechtlich oder tatsächlich getrennter Ehe entfällt die Solidarhaftung auch 

für alle noch offenen Steuerschulden.  

 

 d) Grundsätzlich ergibt es sich von selbst, dass das Steuersubjekt für die ihm aufer-

legte Steuer haftet. Zudem ist es folgerichtige Konsequenz der Tatsache der gemeinsamen 

Veranlagung, dass auch im Steuerbezugsverfahren die Haftung nicht anteilsmässig getrennt 

wird. Sobald die Ehegatten rechtlich oder tatsächlich getrennt leben, entfällt die Solidarhaftung. 

Nach der Trennung besteht aufgrund der separaten Besteuerung kein Anlass mehr für eine 

gegenseitige Haftung der Ehegatten. Ebenso entsteht die Solidarhaft nicht unmittelbar mit der 

Eheschliessung, sondern erst mit der gemeinsamen Besteuerung; für Steuerschulden der noch 

getrennt veranlagten Ehegatten haftet das Ehepaar nicht gemeinsam (vgl. Richner/Frei/Kauf-

mann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 2. A. Zürich 2009, Art. 13 N 3 ff.). 

 

 e) Gemäss Urteil des Spezialverwaltungsgericht des Kantons Aargau 3-BE.2014.6 

vom 12. September 2014, E. 2 ist im Steuererlassverfahren bei Verheirateten, die in ungetrenn-

ter Ehe leben, auf die wirtschaftlichen Verhältnisse beider Ehegatten abzustellen, wobei dies 

auch dann gelte, wenn der eine Ehegatte für voreheliche Steuerschulden des anderen Ehegat-

ten nicht hafte. Dies ist insofern richtig, als die langjährige höchstrichterliche Praxis zur Berech-

 
 
Seite 10   

nung des Existenzminimums, wenn beide Ehegatten ein Einkommen erzielen, berücksichtigt 

wird. Danach ist bei der Berechnung der pfändbaren Lohnquote zunächst das Einkommen bei-

der Ehegatten und ihr gemeinsames Existenzminimum zu bestimmen und das ermittelte Exis-

tenzminimum im Verhältnis der Nettoeinkommen auf die Ehegatten aufzuteilen. Die pfändbare 

Quote des Einkommens des betriebenen Ehegatten ergibt sich alsdann durch Abzug seines 

Anteils am Existenzminimum von seinem massgeblichen Nettoeinkommen (vgl. BGE 114 III 

112, E. 3). Nicht nur der Schuldner, sondern auch sein Ehegatte kann geltend machen, mit der 

Einkommenspfändung werde in den Notbedarf der Familie eingegriffen. Der Notbedarf ist zwi-

schen dem Schuldner und seinem Ehegatten auch dann im Verhältnis zu ihren Einkommen 

aufzuteilen, wenn ein Ehegatte neben einer vollen Erwerbstätigkeit einen Teil der Haushaltar-

beiten verrichtet, während der andere nur teilweise einer Erwerbstätigkeit nachgeht (vgl. BGE 

116 III 75, E. 1 f.). Auch bei der Verrechnung einer Rückforderung von Ergänzungsleistungen 

mit einer laufenden Rente der Invalidenversicherung bestimmt sich der Notbedarf von doppel-

verdienenden Ehepaaren nach den allgemeinen betreibungsrechtlichen Regeln mit der nach 

der Höhe der Einkommen vorgenommenen Aufteilung des Existenzminimums der Familie auf 

die Ehegatten (vgl. BGE 131 V 249, E. 3). Wieso in einem Steuererlassverfahren etwas ande-

res gelten soll, ist nicht ersichtlich. 

 

 f) Vorliegend wurde die Pflichtige in den Jahren 2012 und 2013, da sie erst im Jahr 

2014 geheiratet hat, allein veranlagt. Daher liegt für die Jahre 2012 und 2013 keine Gesamt-

steuer vor, für die ihr Ehemann mithaften würde. Dasselbe ergibt sich gestützt auf die hiervor 

zitierte Praxis daraus, dass im Rahmen einer allfälligen Betreibung das Betreibungsamt bei der 

Berechnung der pfändbaren Lohnquote zunächst das Einkommen beider Ehegatten und ihr 

gemeinsames Existenzminimum bestimmen und das ermittelte Existenzminimum im Verhältnis 

der Nettoeinkommen auf die Ehegatten aufteilen würde. Die pfändbare Quote des Einkommens 

der Rekurrentin ergebe sich alsdann durch Abzug ihres Anteils am Existenzminimum von ihrem 

massgeblichen Nettoeinkommen. 

 

 

6. a) Das Einkommen der Rekurrentin und ihres Ehemannes beträgt Fr. 7‘887.-- (AHV 

Rekurrentin: Fr. 1‘875.-- + AHV Ehemann: Fr. 1‘650.-- + Pensionskasse Ehemann: Fr. 4‘362.--). 

 

 b) Demgegenüber errechnet sich der monatliche Grundbedarf gestützt auf die 

Richtlinien vom 1. Juli 2009 der Konferenz der Betreibungs- und Konkursbeamten der Schweiz 

für die Berechnung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums (Notbedarf) nach Art. 93 

 
 
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SchKG (Richtlinien) und den ins Recht gelegten Unterlagen der Rekurrentin und ihres Eheman-

nes wie folgt:  

 

Grundbetrag für Ehepaare Fr.   1‘700.-- 

Mietkosten ohne Autoeinstellplatz  Fr.   1‘943.-- 

Krankenkasse gemäss KVG Rekurrentin Fr.      476.-- 

Krankenkasse gemäss KVG Ehemann Fr.      426.-- 

Unfallversicherung Ehemann Fr. 305.--/12 Monate 

U-Abo Ehegatten (2 x Fr. 62.--) 

Fr. 

Fr. 

       25.-- 

     124.-- 

Unvorhergesehene Ausgaben für beide Ehegatten (2 x Fr. 200.--) 

Laufende Steuern 

Fr. 

Fr. 

     400.-- 

     900.-- 

Total Fr.   5‘994.-- 

 

 c) Gestützt auf die hiervor zitierte Praxis berechnet sich das Existenzminimum der 

Rekurrentin wie folgt: Gemeinsames Existenzminium: Fr. 5‘994.-- / Gesamteinkommen:           

Fr. 7‘887.-- x Nettoeinkommen der Rekurrentin: Fr. 1‘875.-- = Fr. 1‘425.--.  

 

 d) Aus der Gegenüberstellung des hiervor berechneten Existenzminimums der Re-

kurrentin mit ihrem Einkommen resultiert ein monatlicher Überschuss: 

 

Einkommen der Rekurrentin                                         Fr.   1‘875.-- 

Monatlicher Grundbedarf der Rekurrentin                                         Fr.   1‘425.-- 

Überschuss der Rekurrentin                                         Fr.      450.-- 

 

 

7. Nachstehend bleibt zu prüfen, ob die Rekurrentin in der Lage ist, die aufgelaufenen 

Steuerschulden betreffend die Jahre 2012 und 2013 zu begleichen. Wie bereits hiervor gese-

hen, liegt eine Notlage dann vor, wenn der ganze geschuldete Betrag in einem Missverhältnis 

zur finanziellen Leistungsfähigkeit der steuerpflichtigen Person steht. Ein solches Missverhältnis 

ist insbesondere dann gegeben, wenn die Steuerschuld trotz Einschränkung der Lebenshal-

tungskosten auf das Existenzminimum in absehbarer Zeit nicht vollumfänglich beglichen wer-

den kann. Dabei ist ein Zeitraum von zwei bis drei Jahren als absehbar zu betrachten. Wie hier-

vor gesehen, beträgt der monatliche Überschuss Fr. 450.--. Die offenen Steuerschulden betra-

gen insgesamt Fr. 31‘923.25 und setzen sich aus der Staatssteuer 2012 in Höhe von              

Fr. 8‘500.40, der Staatsteuer 2013 in Höhe von Fr. 11‘579.05, der Gemeindesteuer 2012 in Hö-

 
 
Seite 12   

he von Fr. 3‘422.80, der Gemeindesteuer 2013 in Höhe von Fr. 4‘726.05, der direkten Bundes-

steuer 2012 in Höhe von Fr. 1‘281.95 und der direkten Bundessteuer 2013 in Höhe von          

Fr. 2‘413.-- zusammen. Das Verhältnis zwischen den offenen Steuerschulden und dem monatli-

chen Überschuss beträgt damit 70.95 (= Fr. 31‘923.25 / Fr. 450.--), so dass die Rekurrentin    

71 Monate benötigen würde, um die Steuerschulden abzutragen. Damit wird der von der Praxis 

entwickelte Zeitraum von zwei bis drei Jahren bzw. 24 bis 36 Monate überschritten, so dass ein 

Missverhältnis gegeben ist. Entsprechend sind die Steuerschulden teilweise zu erlassen, wobei 

es sich rechtfertigt, unabhängig vom Alter eines Steuerpflichtigen, dem Grundsatz nach von 

einem Zeitraum von 30 Monaten auszugehen, so dass es der Pflichtigen zuzumuten ist,   Fr. 

13‘500.-- (= 30 Monate à Fr. 450.--) zu begleichen. Entsprechend sind die Steuerschulden um 

insgesamt Fr. 18‘423.25 (= Fr. 31‘923.25 ./. Fr. 13‘500.--) bzw. 57.711% (= Fr. 18‘423.25 / Fr. 

31‘923.25) zu erlassen. 

 

Damit ist der Rekurs teilweise gutzuheissen. 

 

 

8. Die Rekurrentin ist mit ihrem Begehren zu 58% durchgedrungen, womit ihr reduzierte 

Verfahrenskosten in Höhe von Fr. 420.-- aufzuerlegen sind (§ 130 StG i.V.m. § 20 Abs. 1 und 3 

des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung [VPO] vom 16. Dezem-

ber 1993). 

  

 
 
Seite 13   

Demgemäss wird erkannt:  

 

://: 1. Der Rekurs wird im Sinne der Erwägungen teilweise gutgeheissen und die Staats- 

Gemeinde und direkten Bundessteuern 2012 und 2013 um insgesamt Fr. 18‘423.25 er-

lassen. 

 2. Demzufolge wird die Taxations- und Erlasskommission angewiesen, folgende Redukti-

onen vorzunehmen: 

  2.1 Die Staatssteuer 2012 von Fr. 8‘500.40 um Fr. 4‘905.65 auf Fr. 3‘594.75. 

  2.2 Die Staatssteuer 2013 von Fr. 11‘579.05 um Fr. 6‘682.40 auf Fr. 4‘896.65. 

  2.3 Die Gemeindesteuer 2012 von Fr. 3‘422.80 um 1‘975.35 auf Fr. 1‘447.45. 

  2.4 Die Gemeindesteuer 2013 von Fr. 4‘726.05 um Fr. 2‘727.45 auf Fr. 1‘998.60. 

  2.5 Die direkte Bundessteuer 2012 von Fr. 1‘281.95 um Fr. 739.85 auf Fr. 542.10. 

  2.6. Die direkte Bundessteuer 2013 von Fr. 2‘413.-- um Fr. 1‘392.55 auf Fr. 1‘020.45. 

 3. Die Rekurrentin hat reduzierte Verfahrenskosten in Höhe von Fr. 420.-- (inkl. Auslagen 

von pauschal Fr. 50.--) zu bezahlen, welche mit dem bereits geleisteten Kostenvor-

schuss verrechnet werden. Der zu viel bezahlte Kostenvorschuss von Fr. 580.-- wird 

ihr zurückerstattet. 

 4. Mitteilung an die Rekurrentin (1), die Gemeinde B.____ (1), die Eidgenössische Steu-

erverwaltung, Bern (1) und die Taxations- und Erlasskommission des Kantons Basel-

Landschaft (1).