# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 67befeff-aa6a-543d-a5bd-3ed8775c00a7
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-11-02
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 02.11.2010 D-4839/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4839-2010_2010-11-02.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-4839/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 .  N o v e m b e r  2 0 1 0

Einzelrichter Fulvio Haefeli, 
mit Zustimmung von Richterin Gabriela Freihofer;
Gerichtsschreiberin Karin Schnidrig.

A._______, geboren (...),
Staatsangehörigkeit unbekannt,
alias A._______, geboren (...),
Syrien,
vertreten durch Nicole Hohl, Advokatin,
(...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 
1. Juni 2010 / N .

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-4839/2010

Sachverhalt:

A.
A.a Eigenen Angaben zufolge verliess der Beschwerdeführer seinen 
Heimatstaat  am  20.  September  2008  und  gelangte  am  17.  Januar 
2009 nach Aufenthalten im Irak und in der Türkei illegal in die Schweiz,  
wo  er  am  22.  Januar  2009  im  Empfangs-  und  Verfahrenszentrum 
M._______ ein Asylgesuch einreichte. Am 28. Januar 2009 fand die 
Befragung zur Person (BzP) statt, und am 6. Februar 2009 wurde der 
Beschwerdeführer  zu  seinen  Asylgründen  angehört.  Er  machte  im 
Wesentlichen geltend, er sei Kurde, habe den Status eines Maktumin 
und stamme aus dem Dorf N._______ bei O._______.

Sein Bruder sei im Jahr 1995 als Widerstandskämpfer gestorben. Er 
(der Beschwerdeführer) habe die Schule nach drei Jahren verlassen, 
um seinem Vater in der Landwirtschaft zu helfen. Als er wegen einer 
Erkrankung  keine  schweren  körperlichen  Arbeiten  mehr  habe  ver-
richten können, habe er begonnen, sich als Zwischenhändler zu be-
tätigen.  Es  sei  mit  Propagandamaterial  (Kassetten,  CD's  und 
Kalender)  der  kurdischen  Arbeiterpartei  PKK  gehandelt  worden. 
Nachdem  ein  Bekannter  seinen  Vater  nach  Mitte  September  2008 
informiert  habe,  der  Abnehmer  der  Ware sei  festgenommen worden 
und die  Behörden seien ihm (dem Beschwerdeführer)  auf  der  Spur, 
habe er  sich in  den Nordirak begeben. Dort  habe er  erfahren,  dass 
Sicherheitskräfte  ihn  zu  Hause  gesucht  hätten  und  auch  eine  Vor-
ladung abgegeben worden sei. In der Folge sei er mit einem Schlepper 
in die Türkei weitergereist, habe einige Wochen später die Reise fort -
gesetzt  und  sei  nach  einer  Fahrt  durch  ihm  unbekannte  Länder 
schliesslich in die Schweiz gelangt.

A.b Der Beschwerdeführer gab bei der Einreichung des Asylgesuchs 
keine Identitätspapiere ab. Erst nach mehrmaliger Aufforderung legte 
er die Kopie einer angeblichen Identitätsbestätigung zu den Akten.

A.c Wegen Zweifel an der geltend gemachten Identität und Herkunft 
des Beschwerdeführers beauftragte das BFM die Fachstelle LINGUA, 
auf der Grundlage eines Telefongesprächs mit dem Beschwerdeführer 
eine Herkunftsanalyse zu erstellen. Mit Schreiben vom 12. März 2010 
wurde ihm das rechtliche Gehör zu zwei  Herkunftsanalysen gewährt  
(vgl. Akte BFM A25). Mit Eingabe vom 22. März 2010 liess er um eine  
Erstreckung der Frist zur Einreichung einer Stellungnahme ersuchen. 

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Gleichzeitig  beantragte  er  die  Bekanntgabe  eines  Termins  zwecks 
Anhörung der Aufnahme. Mit Vorladung vom 28. April 2010 wurde ihm 
ein entsprechendes Datum bekannt gegeben und eine neue Frist für 
die Abgabe einer  Stellungnahme eingeräumt (vgl. A28). Mit  Eingabe 
vom 27.  Mai  2010  liess  der  Beschwerdeführer  um eine  nochmalige 
Fristerstreckung von mindestens zwei Wochen ersuchen, damit er die 
seine  Herkunft  belegenden  Dokumente  vervollständigen  und  nach-
reichen könne.

B.
Mit Verfügung vom 1. Juni 2010 – eröffnet am 3. Juni 2010 – stellte das 
BFM  fest,  der  Beschwerdeführer  erfülle  die  Flüchtlingseigenschaft 
nicht, wies dessen Asylgesuch vom 22. Januar 2009 ab und ordnete 
die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug an.

C.
Mit  Eingabe  vom  5.  Juli  2010  liess  der  Beschwerdeführer  beim 
Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  erheben  und  beantragen,  es 
sei die angefochtene Verfügung vollumfänglich aufzuheben und ihm in 
der Schweiz Asyl zu gewähren. Eventualiter sei die angefochtene Ver-
fügung  aufzuheben  und  die  Sache  zur  Neubeurteilung  an  die  Vor-
instanz  zurückzuweisen.  Subeventualiter  sei  die  angefochtene  Ver-
fügung zumindest hinsichtlich der Wegweisung aufzuheben und er in 
der Schweiz vorläufig aufzunehmen. Für den Fall des Unterliegens sei 
die unentgeltliche Prozessführung und Verbeiständung mit der Unter-
zeichnenden zu bewilligen und insbesondere auf die Erhebung eines 
Kostenvorschusses zu verzichten. Im Weiteren sei der Wegweisungs-
vollzug  vorsorglich  auszusetzen  und  dem  Beschwerdeführer  zu  ge-
statten, sich für die Dauer des Beschwerdeverfahrens in der Schweiz 
aufzuhalten. Demzufolge sei die kantonale Behörde anzuweisen, vor-
läufig  von  jeglichen  Vollzugs-  beziehungsweise  Wegweisungsmass-
nahmen ihm gegenüber abzusehen. Zu allfälligen Stellungnahmen des 
BFM sei ihm das Replikrecht einzuräumen.

Als Beweismittel liess der Beschwerdeführer seine angebliche Identi-
tätsbestätigung  vom  6.  Mai  2006  sowie  die  angeblichen  Identitäts-
bestätigungen seiner Mutter  vom 4. Februar 2002 und seines Vaters 
vom 7. Mai 2000, jeweils im Original inkl. Übersetzung, nachreichen. 
Darüber  hinaus  wurde  sein  angeblicher  Vorladungsausweis  vom 
27. August 2008 in Kopie inkl. Übersetzung ins Recht gelegt.

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Auf die Beschwerdebegründung wird – soweit  entscheidrelevant – in 
den Erwägungen eingegangen.

D.
Mit  Zwischenverfügung  vom  6.  August  2010  wies  der  zuständige 
Instruktionsrichter  des  Bundesverwaltungsgerichts  die  Gesuche  um 
Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  im  Sinne  von  Art.  65 
Abs. 1 und 2  des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das 
Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) sowie um Verzicht auf die 
Erhebung eines Kostenvorschusses ab und forderte den Beschwerde-
führer  unter  Hinweis  auf  die  Säumnisfolge  auf,  innert  Frist  einen 
Kostenvorschuss von Fr. 600.-- zu leisten.

E.
Der  Kostenvorschuss  wurde  am  11.  August  2010  fristgerecht  ein-
bezahlt.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005  (VGG,  SR 173.32)  beurteilt  das  Bundesverwaltungs-
gericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das BFM 
gehört  zu  den  Behörden  nach  Art. 33  VGG und  ist  daher  eine  Vor-
instanz  des  Bundesverwaltungsgerichts.  Eine  das  Sachgebiet  be-
treffende  Ausnahme im  Sinne  von  Art.  32  VGG liegt  nicht  vor. Das 
Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der 
vorliegenden Beschwerde; es entscheidet  auf  dem Gebiet  des Asyls 
endgültig  (Art. 105  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni 1998  [AsylG, 
SR 142.31];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem 
BGG,  soweit  das  AsylG  nichts  anderes  bestimmt  (Art. 37  VGG und 
Art. 6 AsylG).

1.3 Die  Beschwerde  ist  frist-  und  formgerecht  eingereicht  (Art.  108 
Abs. 1 AsylG, Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG i.V.m. Art. 52 Abs. 1 
VwVG). Der Beschwerdeführer ist  durch die angefochtene Verfügung 
besonders  berührt  und  hat  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren 
Aufhebung beziehungsweise Änderung; er  ist  daher  zur  Einreichung 

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der Beschwerde legitimiert  (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG i.V.m. 
Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2.
Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

3.
Über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden  wird  in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  be-
ziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  (Art.  111  Bst. e 
AsylG). Wie  nachstehend aufgezeigt,  handelt  es  sich  vorliegend  um 
eine  solche,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG).

Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde vorliegend auf die Durch-
führung des Schriftenwechsels verzichtet.

4.  
4.1 Gemäss  Art. 2  Abs. 1  AsylG  gewährt  die  Schweiz  Flüchtlingen 
grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person an-
erkannt, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zu-
letzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit 
zu  einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder  wegen  ihrer  politischen 
Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete 
Furcht hat,  solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte 
Nachteile  gelten  namentlich  die  Gefährdung  von  Leib,  Leben  oder 
Freiheit  sowie  Massnahmen,  die  einen  unerträglichen  psychischen 
Druck bewirken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist  Rechnung 
zu tragen (Art. 3 AsylG).

4.2 Wer um Asyl  nachsucht,  muss  die  Flüchtlingseigenschaft  nach-
weisen  oder  zumindest  glaubhaft  machen.  Diese  ist  glaubhaft  ge-
macht,  wenn  die  Behörde  ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender 
Wahrscheinlichkeit  für  gegeben  hält.  Unglaubhaft  sind  insbesondere 
Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in 
sich  widersprüchlich  sind,  den  Tatsachen  nicht  entsprechen  oder 
massgeblich  auf  gefälschte  oder  verfälschte  Beweismittel  abgestützt 
werden (Art. 7 AsylG).

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5.  
5.1 In der angefochtenen Verfügung wurde insbesondere ausgeführt, 
die landeskundlich-kulturelle  und linguistische Analyse des Experten 
KU08 habe ergeben, dass der Beschwerdeführer mit Sicherheit nicht 
in  Syrien  sozialisiert  worden  sei.  Vermutungsweise  stamme  er  aus 
dem Raum Dohuk. Auch aus der linguistischen Analyse des Experten 
(...) ergebe sich, dass er eindeutig nicht in Syrien sozialisiert worden 
sei.

Im Weiteren wies das BFM darauf  hin,  dem Beschwerdeführer habe 
seit  Langem bekannt  sein  müssen,  dass  Zweifel  an  seiner  Identität 
und Herkunft bestünden. So habe er bei der Meldung des Asylgesuchs 
keine Identitätsdokumente abgegeben und sei bereits im März und im 
Juli  2009  aufgefordert  worden,  Identitätsbelege  nachzureichen.  In 
seinem Fristerstreckungsgesuch vom 22. März 2010 habe er nicht er-
wähnt, dass er noch weitere Dokumente zu beschaffen versuche. Da 
beide Gutachten zum Schluss  geführt  hätten,  der  Beschwerdeführer 
stamme  mit  Sicherheit  nicht  aus  Syrien,  dürfte  es  ihm  schwerlich 
möglich sein, dieses Ergebnis mit Dokumenten zu widerlegen. Ange-
sichts der Aktenlage sei  dem erneuten Fristerstreckungsgesuch vom 
27. Mai 2010 mangels Begründetheit nicht zu entsprechen.

Aufgrund  der  Aktenlage  stehe  zudem  mit  Sicherheit  fest,  dass  der 
Beschwerdeführer nicht an dem von ihm angegebenen Ort in Syrien, 
sondern ausserhalb Syriens gelebt haben müsse. Ebenfalls unglaub-
haft  sei  deshalb  –  auch  wegen  seiner  fehlenden  Kenntnisse  über 
diesen  Status  –,  dass  er  Maktumin sei. Die  von ihm bloss  in  Kopie 
nachgereichte  Identitätsbestätigung  habe  keine  genügende  Beweis-
kraft.  Kopien  liessen  nämlich  Manipulationen  an  der  Originalvorlage 
zu. Folglich stehe fest, dass der Beschwerdeführer den Asylbehörden 
seine richtige Identität und seine wirkliche Herkunft zu verheimlichen 
beabsichtige. Ein  solches Verhalten wecke generell  schwerwiegende 
Zweifel  am  Wahrheitsgehalt  seiner  Asylbegründung.  Dazu  komme, 
dass  er  die  angeblichen  Aktivitäten  (Zwischenhandel),  welche  zu 
seiner Verfolgungssituation geführt  haben sollten, in der angeblichen 
Wohnregion betrieben haben wolle. Da er jedoch nicht aus der von ihm 
angegebenen Region stamme, ergebe sich der Schluss, dass die ent -
sprechenden  Angaben  über  seine  Aktivitäten  in  dieser  Region  als 
konstruiert  zu taxieren seien. Demzufolge ergäben sich  unüberwind-
bare  Zweifel  am  Wahrheitsgehalt  seiner  Schilderungen,  wegen 
Handels mit Propagandamaterial der PKK von den Behörden gesucht 

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worden zu sein. Es erübrige sich deshalb, auf weitere Ungereimtheiten 
näher einzugehen.

Die Vorbringen des Beschwerdeführers hielten den Anforderungen an 
die  Glaubhaftigkeit  gemäss  Art.  7  AsylG  nicht  stand,  so  dass  ihre 
Asylrelevanz nicht geprüft werden müsse. Infolgedessen erfülle er die 
Flüchtlingseigenschaft nicht, weshalb sein Asylgesuch abzulehnen sei.

Den  Vollzug  der  Wegweisung  erachtete  das  BFM  als  zulässig, 
zumutbar und möglich.

5.2 In  der  Rechtsmitteleingabe  wurde  im  Wesentlichen  geltend 
gemacht,  das  BFM habe  den  Anspruch  des  Beschwerdeführers  auf 
rechtliches  Gehör  verletzt,  indem  es  dessen  durchaus  begründetes 
Fristerstreckungsgesuch vom 27. Mai 2010 abgelehnt habe. Dass sich 
die Beschaffung allfälliger Gegenbeweise wegen der politischen Lage 
der  Maktumin  und  aufgrund  des  Umstands,  wonach  sich  sämtliche 
Dokumente  im  Ausland  befunden  hätten,  erschwerend  darstellen 
würde,  hätte  auch  der  Vorinstanz  bewusst  sein  und  sie  im Rahmen 
ihrer Untersuchungspflicht zu mehr Vorsicht mit Bezug auf vorschnelle 
Subsumtionen veranlassen müssen.

Es sei festzuhalten, dass die Expertengutachten mitnichten eindeutig 
belegten,  dass  der  Beschwerdeführer  das  BFM über  seine  Identität 
getäuscht  habe.  Die  Unstimmigkeiten  zwischen  den  Gutachten  und 
den Aussagen des Beschwerdeführers seien vielmehr einfach erklär-
bar.  Sodann  belegten  die  eingereichten  Unterlagen,  dass  der  Be-
schwerdeführer  und  seine  Eltern  entgegen  den  Behauptungen  der 
Sprach- und Landesexperten aus dem Dorf N._______ bei O._______ 
in  Syrien  stammten.  Demnach  habe  er  auch  in  keiner  Weise 
beabsichtigt oder versucht,  den Asylbehörden seine richtige Identität 
und  seine  wirkliche  Herkunft  zu  verheimlichen.  Konsequenterweise 
wecke  sein  Verhalten  keine  schwerwiegenden  Zweifel  am 
Wahrheitsgehalt seiner Asylbegründung. Dadurch, dass das BFM das 
Gegenteil  annehme  und  in  pauschaler  Weise  die  weiteren 
Ausführungen  des  Beschwerdeführers  als  ungereimt  und  konstruiert 
taxiere und sich mit  ihnen nicht näher auseinandersetze, verletze es 
seine Untersuchungspflicht gemäss Art. 12 VwVG i.V.m. Art. 6 AsylG 
und somit Bundesrecht.

Was  die  ins  Recht  gelegten  Beweismittel  anbelangt,  wurde  geltend 

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gemacht, dem Original des Identitätspapiers sei anders als der früher 
eingereichten  Kopie  zweifelsohne  die  rechtsgenügliche  Beweiskraft 
zuzusprechen.  Zudem  sei  mit  der  Vorladung  der  Inlandsicherheits-
kräfte an die Abteilung des Geheimdienstes glaubhaft dargelegt, dass 
der Beschwerdeführer zunächst daran habe gehindert werden sollen, 
Syrien zu verlassen. 

5.3
5.3.1 Zunächst gilt es zu prüfen, ob das BFM durch die Ablehnung des 
Fristerstreckungsgesuchs  vom 27.  Mai  2010  den  Anspruch  des  Be-
schwerdeführers auf rechtliches Gehör verletzt hat.

Den Akten zufolge wurde der Beschwerdeführer  vom BFM mehrfach 
aufgefordert,  Identitätspapiere  beizubringen  (vgl.  Merkblatt  zur 
Dokumentenbeschaffung  vom  22.  Januar  2009,  A2;  Schreiben  vom 
20. März 2009 und 26. Juni 2009, A13 und A16). Nachdem sein erstes 
Fristerstreckungsgesuch vom 17. April 2009 gutgeheissen wurde (vgl. 
A16),  reichte  er  mit  Eingabe  vom 17. Juli  2009  lediglich  eine  Kopie 
seiner  angeblichen  Identitätsbestätigung  ein.  Erst  auf  Beschwerde-
ebene reichte er das angebliche Originaldokument nach. 

Vorliegend  steht  fest,  dass  dem Beschwerdeführer  zur  Beschaffung 
rechtsgenüglicher Dokumente genügend Zeit zur Verfügung stand, da 
er sich seiner in Art. 8 Abs. 1 Bst. b AsylG festgelegten Mitwirkungs-
pflicht  bereits  seit  Einreichung  des  Asylgesuchs,  mithin  seit  dem 
22. Januar 2009, bewusst sein musste. Infolgedessen erweist sich sein 
Argument, wonach sich die Beschaffung allfälliger Gegenbeweise er-
schwerend dargestellt  habe,  weil  sich sämtliche Dokumente im Aus-
land  befunden  hätten,  als  unbegründet. Da er  im Übrigen  entgegen 
anderslautender Behauptung nicht der Personengruppe der Maktumin 
angehört  (vgl.  nachstehend  E.  5.3.2.3),  vermag  er  aus  dem  Vor-
bringen,  wonach  deren  politische  Lage  die  Papierbeschaffung  er-
schwert habe, ebenso wenig zu seinen Gunsten abzuleiten.

Zusammenfassend ergibt sich, dass das BFM den Anspruch des Be-
schwerdeführers  auf  rechtliches  Gehör  nicht  verletzt  hat.  Durch  die 
Ablehnung  des  Fristerstreckungsgesuchs  ist  ihm  ausserdem  kein 
Nachteil  entstanden,  da  er  auf  Beschwerdeebene  entsprechende 
Unterlagen nachreichte.

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5.3.2
5.3.2.1 Anlässlich der am 28. Januar 2009 durchgeführten Befragung 
machte  der  Beschwerdeführer  geltend,  er  sei  syrischer  Staats-
angehöriger  und  habe  seit  seiner  Geburt  bis  zur  Ausreise  im 
September 2008 in N._______ gelebt. Ausserdem behauptete er, den 
Status eines Maktumin zu haben (vgl. A5; S. 1, 3).

Wegen Zweifel  an  der  angeblichen Herkunft  des Beschwerdeführers 
beauftragte  das  BFM  zwei  Experten  zur  Erstellung  einer  LINGUA-
Analyse. Dabei gelangte der eine Experte in seiner Sprach- und Her-
kunftsanalyse  vom  7.  Januar  2010  zum  Schluss,  der  Beschwerde-
führer  sei  eindeutig  nicht  in  Syrien  sozialisiert  worden  (vgl.  A21). 
Ebenso ergab die am 1. Februar  2010 von einem zweiten Experten 
durchgeführte  Sprachanalyse,  dass  die  Sozialisierung  des  Be-
schwerdeführers klarerweise nicht  in Syrien stattgefunden habe (vgl. 
A20).

5.3.2.2 Obwohl  LINGUA-Analysen  gemäss  der  von  der  vormals  zu-
ständigen Schweizerischen Asylrekurskommission (ARK) begründeten 
und  vom  Bundesverwaltungsgericht  weitergeführten  Praxis  lediglich 
als schriftliche Auskünfte einer Drittperson im Sinne von Art. 12 Bst. c 
VwVG  beziehungsweise  Art. 49  des  Bundesgesetzes  vom 
4. Dezember 1947 über den Bundeszivilprozess (BZP, SR 273) i.V.m. 
Art. 19 VwVG gelten, ist derartigen Analysen ein erhöhter Beweiswert 
zuzumessen, sofern bestimmte Anforderungen an die fachliche Quali -
fikation, Objektivität und Neutralität des Experten wie auch an die in-
haltliche  Schlüssigkeit  und  Nachvollziehbarkeit  der  Analyse  erfüllt 
werden (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der ARK [EMARK] 2003 
Nr. 14 E. 7 S. 89, EMARK 1998 Nr. 34 S. 284 ff.).

Vorweg  ist  festzustellen,  dass  die  LINGUA-Analysen  vom 7.  Januar 
2010  und  1.  Februar  2010  einen  nachvollziehbaren  und  über-
zeugenden Eindruck hinterlassen und zu keinen Beanstandungen An-
lass geben, weshalb ihnen nach den vorstehend erwähnten Kriterien 
erhöhter Beweiswert zuzumessen ist. Das BFM hat dem Beschwerde-
führer ausserdem den Werdegang und die Qualifikation der sachver-
ständigen  Personen  offengelegt  und  ihm in  Anwendung von Art.  28 
VwVG den wesentlichen Inhalt  der  Analysen zur  Kenntnis  gebracht, 
wobei  ihm  Gelegenheit  gegeben  wurde,  sich  dazu  schriftlich  zu 
äussern und Gegenbeweismittel zu bezeichnen (vgl. A25).

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5.3.2.3 Mit Blick auf die Ausführungen beider LINGUA-Gutachten fällt 
auf,  dass  der  Beschwerdeführer  hinsichtlich  seiner  angeblichen 
Heimat diverse Wissenslücken aufweist.

So  vermochte  er  gemäss  der  Analyse  vom  1.  Februar  2010  keine 
näheren Angaben zur Stadt P._______ zu machen, obwohl er während 
rund 22 Jahren in  der Nähe dieser Stadt  gelebt  haben will.  Der  am 
7. Januar  2010 durchgeführten Analyse zufolge  ist  der  Beschwerde-
führer  mit  dem  Gebiet  um  P._______  überhaupt  nicht  vertraut.  Er 
erwähnte  zwar  einige der  Dörfer  dieses Gebiets,  sprach jedoch fast 
alle Namen falsch aus. Zudem ist es vor dem Hintergrund, wonach der 
Beschwerdeführer seinem Vater seit  der Kindheit  bis zur Ausreise in 
der  Landwirtschaft  geholfen  haben  will  (vgl.  A5,  S.  2),  nicht 
nachvollziehbar, weshalb er beim LINGUA-Interview weder in der Lage 
war,  Auskunft  über  das  bewirtschaftete  Land  zu  geben  noch  den 
genauen Erntezeitpunkt zu benennen (vgl. A21, S. 3). Im Weiteren ist  
darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer, als das in Q._______ 
verbreitete Gericht  shamborak  erwähnt wurde, nicht wusste, was das 
sein  könnte  (vgl.  a.a.O.).  Angesichts  des  Umstands,  wonach  er 
während  längerer  Zeit  in  Syrien  wohnhaft  gewesen  sein  will,  wäre 
indessen zu erwarten gewesen, dass er dort  übliche Gerichte kennt. 
Auch  was  den  von  ihm  geltend  gemachten  Status  eines  Maktumin 
betrifft (vgl. A5, S. 3), ist auffallend, dass er sich damit überhaupt nicht  
auskennt. So kannte er im Rahmen des LINGUA-Interviews weder die 
Bedeutung des Wortes Maktumin noch war er in der Lage, die Papiere 
dieser Personengruppe zu benennen und zu beschreiben. Zudem gab 
er  an,  Maktumin seien Landbesitzer,  ohne zu wissen,  dass  sie  kein 
Recht  auf  Besitz  haben  (vgl.  A21,  S.  3).  Es  ist  somit  davon 
auszugehen,  dass der  Beschwerdeführer  in tatsachenwidriger  Weise 
angab,  ein  Maktumin  zu  sein.  Das  Argument  in  der 
Rechtsmitteleingabe,  wonach der  LINGUA-Experte  diesbezüglich  die 
Selbstwahrnehmung des Beschwerdeführers fälschlicherweise anhand 
einer  objektiven  Fremdwahrnehmung  gemessen  habe,  vermag  an 
dieser Auffassung nichts zu ändern.

In Berücksichtigung vorstehender Ausführungen und gestützt  auf  die 
Einschätzung  der  LINGUA-Experten  kommt  das  Bundesverwaltungs-
gericht  übereinstimmend  mit  dem BFM zum Schluss,  dass  der  Be-
schwerdeführer nicht aus Syrien stammt. Seine Behauptung, wonach 
er  von  Geburt  an  bis  zur  Ausreise  im  September  2008  mit  seinen 
Eltern und einer Schwester in N._______, Syrien, gelebt habe (vgl. A5, 

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S. 1), ist somit als tatsachenwidrig zu erachten; eine syrische Herkunft 
ist  mit  Sicherheit  auszuschliessen.  Dies  umso  mehr,  als  der  Be-
schwerdeführer den LINGUA-Gutachten zufolge kaum Arabischkennt-
nisse  hat.  Angesichts  der  gesamten  Umstände  muss  davon  aus-
gegangen werden,  der  Beschwerdeführer  habe  mit  seinen  Angaben 
beabsichtigt,  die  Asylbehörden  über  seine  tatsächliche  Herkunft  zu 
täuschen. Die auf Beschwerdeebene im Original eingereichte angeb-
liche  Identitätsbestätigung  vermag  an  diesem  Ergebnis  nichts  zu 
ändern.  Da  der  Beschwerdeführer  entgegen  deren  Inhalt  nicht  aus 
Syrien  stammt,  muss  die  Echtheit  des  Dokuments  –  wider 
anderslautender Einschätzung in der Beschwerde – bezweifelt werden. 
In Übereinstimmung mit  der Vorinstanz ist  zusammenfassend festzu-
stellen,  dass  der  Beschwerdeführer  die  Flüchtlingseigenschaft  nicht 
erfüllt.  Da die  weiteren Ausführungen in  der  Rechtsmitteleingabe an 
dieser Einschätzung nichts zu ändern vermögen, ist darauf nicht mehr 
näher  einzugehen.  Die  Vorinstanz  hat  das  Asylgesuch  des  Be-
schwerdeführers zu Recht abgelehnt.

6.  
6.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht 
ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und 
ordnet  den  Vollzug  an;  es  berücksichtigt  dabei  den  Grundsatz  der 
Einheit der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).

6.2 Der  Beschwerdeführer  verfügt  weder  über  eine  ausländerrecht-
liche Aufenthaltsbewilligung noch über  einen Anspruch auf  Erteilung 
einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet 
(Art. 44 Abs. 1 AsylG; EMARK 2001 Nr. 21).

6.3 Ist  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar 
oder  nicht  möglich,  so  regelt  das  Bundesamt  das Anwesenheitsver-
hältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Auf-
nahme  von  Ausländern  (Art. 44  Abs. 2  AsylG;  Art. 83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]).

6.4 Grundsätzlich ist von Amtes wegen zu prüfen, ob der Vollzug der 
Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar  oder  nicht  möglich  ist 
(Art. 44  Abs. 2  AsylG),  wobei  diese  Untersuchungspflicht  nach  Treu 
und Glauben ihre Grenze an der Mitwirkungspflicht der Asylsuchenden 
findet  (Art.  8  AsylG),  welche  auch  die  Substanziierungslast  tragen 

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(Art. 7 AsylG). Deshalb kann es nicht  Sache der Asylbehörden sein, 
nach  allfälligen  Wegweisungshindernissen  zu  forschen,  wenn  –  wie 
vorliegend – die asylsuchende Person durch Täuschung über die tat -
sächliche  Herkunft  eine  vernünftige  Prüfung  der  Zumutbarkeit  des 
Wegweisungsvollzugs verhindert.

6.4.1 Der Beschwerdeführer hat demnach die Folgen seiner mangel-
haften Mitwirkung respektive der Verheimlichung seiner wahren Identi-
tät  zu  tragen,  indem  vermutungsweise  davon  auszugehen  ist,  es 
würden  einer  Wegweisung  in  den  Heimatstaat  keine  landes-  oder 
völkerrechtlichen  Vollzugshindernisse  im  Sinne  von  Art.  44  Abs.  2 
AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 2 - 4 AuG entgegenstehen (vgl. EMARK 2005 
Nr. 1 E. 3.2.2 S. 4 f.).

6.4.2 Im Übrigen sind keine weiteren persönlichen Gründe ersichtlich, 
aufgrund  derer  unter  Umständen  geschlossen  werden  könnte,  der 
Beschwerdeführer  gerate  im  Falle  der  Rückkehr  in  eine  existenz-
bedrohende  Situation,  weshalb  der  Vollzug  der  Wegweisung  -  in 
Übereinstimmung  mit  der  Vorinstanz  -  auch  als  zumutbar  zu  be-
zeichnen ist.

6.4.3 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der zu-
ständigen  Vertretung  des  Heimatstaates  die  für  eine  Rückkehr  not-
wendigen Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG), wes-
halb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist 
(Art. 83 Abs. 2 AuG).

7.
Insgesamt ist  der  durch die Vorinstanz verfügte Wegweisungsvollzug 
zu  bestätigen. Die  Vorinstanz hat  diesen zu  Recht  als  zulässig,  zu-
mutbar  und  möglich  erachtet.  Nach  dem  Gesagten  fällt  eine  An-
ordnung der  vorläufigen Aufnahme ausser  Betracht  (Art. 83 Abs. 1-4 
AuG).

8.
Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 
Bundesrecht  nicht  verletzt,  den rechtserheblichen Sachverhalt  richtig 
und  vollständig  feststellt  und  angemessen  ist  (Art. 106  AsylG).  Die 
Beschwerde ist demnach abzuweisen.

9.
Bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  sind  die  Kosten  dem  Be-

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schwerdeführer  aufzuerlegen  (Art. 63  Abs. 1  und  5  VwVG),  auf  ins-
gesamt  Fr.  600.--  festzusetzen  (Art.  16  Abs.  1  Bst.  a  VGG  i.V.m. 
Art. 1 - 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2]) und mit dem am 11. August 2010 in gleicher Höhe ge-
leisteten Kostenvorschuss zu verrechnen.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Dieser  Betrag  wird  mit  dem  in  gleicher  Höhe  geleisteten 
Kostenvorschuss verrechnet.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (Einschreiben)
- das  BFM,  Abteilung  Aufenthalt,  mit  den  Akten  Ref.-Nr.  N   (per 

Kurier; in Kopie)
- (die zuständige kantonale Behörde) (in Kopie)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Fulvio Haefeli Karin Schnidrig

Versand:

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