# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0d7db4be-543f-57e0-82f6-c08adb9b3aba
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-06-24
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Verwaltungsgerichtshöfe 24.06.2019 603 2019 59
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_007_603-2019-59_2019-06-24.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00
tribunalcantonal@fr.ch
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

603 2019 59

Urteil vom 24. Juni 2019

III. Verwaltungsgerichtshof

Besetzung Präsidentin: Anne-Sophie Peyraud 
Richter: Johannes Frölicher

Dominique Gross 
Gerichtsschreiberin-Praktikantin: Emilie Dafflon

Parteien A.________, Beschwerdeführer,

gegen

KOMMISSION FÜR ADMINISTRATIVMASSNAHMEN IM STRASSEN-
VERKEHR, Vorinstanz    

Gegenstand Strassenverkehr und Transportwesen

Sicherungsentzug des Führerausweises

Beschwerde vom 25. April 2019 gegen die Verfügung vom 27. März 2019

Kantonsgericht KG
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Sachverhalt

A. A.________ (Beschwerdeführer) ist im Jahr 1966 geboren; er besitzt seit 1984 den 
Führerausweis insbesondere der Kategorie B. Im automatisierten Datensystem für Administrativ-
massnahmen (ADMAS; vgl. Art. 104b des Bundesgesetzes über den Strassenverkehr vom 
19. Dezember 1958 [SVG; SR 741.01] und die ADMAS-Register-Verordnung vom 18. Oktober 
2000 [SR 741.55]) ist er namentlich mit einem Sicherungsentzug des Führerausweises aufgrund 
mangelnder Fahreignung wegen einer langandauernden Alkoholabhängigkeit gemäss Verfügung 
vom 27. November 2014 verzeichnet, wobei der Entzug nach Fahrens in qualifiziertem Zustand 
und Nichtbeherrschen des Fahrzeuges mit Unfallfolge erfolgte (schwere Widerhandlung gegen die 
Strassenverkehrsvorschriften). 

B. Am 26. Juli 2018 gegen 11.30 Uhr fuhr der Beschwerdeführer mit seinem Personenwagen 
auf der Hauptstrasse von B.________ Richtung C.________. Kurz vor dem Weiler D.________, 
auf einem geraden Teilstück, kam er von der Strasse ab. Sein Wagen kollidierte mit einem 
Luftschacht und kam anschliessend gegen einen Baum zum Stillstand. Beim Beschwerdeführer 
wurde ein Blutalkoholwert von Minimum 1.77 ‰ festgestellt.

Am 11. Oktober 2018 verfügte die Kommission für Administrativmassnahmen im Strassenverkehr 
(Vorinstanz), dass der bereits anlässlich des Unfalls konfiszierte Führerausweis vorsorglich auf 
unbestimmte Zeit – bis zur Klärung der Ausschlussgründe – entzogen bleibt und ein Fahreignungs-
gutachten beizubringen ist, das sich namentlich über die Alkoholkonsum-Gewohnheiten des 
Beschwerdeführers und das mögliche Vorliegen einer chronischen oder periodischen Alkoholab-
hängigkeit und/oder anderer die Fahreignung beeinträchtigender Faktoren ausspricht. 

C. In der Folge nahmen Dr. med. E.________, Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie, und 
der Psychologe lic. phil. F.________ (G.________ SA) eine verkehrsmedizinische Begutachtung 
des Beschwerdeführers vor. Sie schlossen in ihrem Gutachten vom 11. März 2019, dass beim 
Beschwerdeführer von einem chronisch übermässigen Alkoholkonsum auszugehen sei und er 
überdies auch aufgrund der Einnahme von Medikamenten derzeit nicht fahrgeeignet sei.  

Der Beschwerdeführer nahm am 25. März 2019 zu diesem Gutachten Stellung. 

D. Mit Verfügung vom 27. März 2019 hat die Vorinstanz dem Beschwerdeführer den Führeraus-
weis auf unbestimmte Zeit, mindestens jedoch für zwölf Monate (Mindestdauer der Sperrfrist), 
gerechnet ab dem 26. Juli 2018, entzogen (Sicherungsentzug), da er gemäss dem Gutachten 
aufgrund seiner Alkoholprobleme und der Medikamenteneinnahme nicht fahrgeeignet sei. Die 
Vorinstanz legte in der Verfügung weiter dar, dass die Wiedererteilung des Führerausweises nach 
Ablauf der Sperrfrist in Wiedererwägung gezogen werden könne, sofern der Beschwerdeführer 
eine Alkoholabstinenz von mindestens zwölf Monaten nachweise (mittels zweier Haaranalysen in 
Abständen von sechs Monaten) und die regelmässigen therapeutischen Gespräche bei seinem 
behandelnden Psychiater im Umfang von mindestens 24 Sitzungen während der Abstinenzdauer 
weiterführe. Nach Einhaltung dieser Auflagen müsse zudem eine Kurzbegutachtung bei der 
G.________ SA oder einer anderen anerkannten Untersuchungsstelle durchgeführt werden.  

E. Am 25. April 2019 hat der Beschwerdeführer gegen diese Verfügung Beschwerde an das 
Kantonsgericht erhoben. Er beantragt sinngemäss deren Aufhebung. Die Dauer der ihm auferleg-
ten Alkoholabstinenz sei von zwölf auf sechs Monate zu reduzieren (zwei Haaranalysen im 
Abstand von drei Monaten). Selbstverständlich werde er jedoch die therapeutischen Gespräche 

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weiterführen. Implizit verlangt er zudem, dass die verfügte Sperrfrist von zwölf Monaten zu reduzie-
ren sei.  

F. Die Vorinstanz beantragt am 20. Mai 2019 die Abweisung der Beschwerde. 

G. Auf die weiteren Parteivorbringen und die eingereichten Unterlagen wird – soweit für die 
Entscheidfindung erforderlich – im Rahmen der Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1.

Das Kantonsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde zuständig (Art. 12 des kantonalen Geset-
zes vom 12. November 1981 zur Ausführung der Bundesgesetzgebung über den Strassenverkehr 
[AGSVG; SGF 781.1] in Verbindung mit Art. 114 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
23. Mai 1991 über die Verwaltungsrechtspflege [VRG; SGF 150.1]). Der Beschwerdeführer ist zur 
Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 76 VRG). Die Beschwerdefrist wurde eingehalten (Art. 
79 Abs. 1 VRG). Auch wurde der Kostenvorschuss rechtzeitig bezahlt (Art. 128 VRG). Auf die 
Beschwerde ist daher einzutreten.

2.

Mit der Beschwerde an das Kantonsgericht können die Verletzung des Rechts einschliesslich 
Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens, sowie die unrichtige oder unvollständige Fest-
stellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden. Die Rüge der Unangemessenheit ist 
vorliegend ausgeschlossen (Art. 77 f. VRG).

3.

3.1. Vorliegend hat die Vorinstanz dem Beschwerdeführer den Führerausweis mit Verfügung 
vom 27. März 2019 auf unbestimmte Dauer, mindestens jedoch für zwölf Monate (gerechnet ab 
dem 26. Juli 2018; Datum des Unfallereignisses und der Abnahme des Führerausweises durch die 
Polizei), entzogen. Die Wiedererteilung des Führerausweises könne in Erwägung gezogen 
werden, sofern der Beschwerdeführer namentlich eine Alkoholabstinenz von mindestens zwölf 
Monaten nachweise, mittels zweier Haaranalysen in Abständen von sechs Monaten. Zur Begrün-
dung führte sie insbesondere aus, dass gemäss dem Gutachten der G.________ SA beim 
Beschwerdeführer ein chronischer und exzessiver Alkoholmissbrauch in der Zeit von November 
2018 bis Januar 2019 mittels Haaranalyse bestätigt wurde (Ethylglucuronid [EtG] in der Haarprobe: 
46 pg/mg). Auch sei der Konsum seiner Medikamente, nämlich Antidepressivum, Benzodiazepin 
und Schlafmittel, nicht mit dem Führen eines Motorfahrzeuges vereinbar und entsprechend könne 
die Fahreignung derzeit nicht bestätigt werden.

3.2. Der Beschwerdeführer bringt hiergegen in seiner Beschwerde vor, dass er in der erwähnten 
Periode von November 2018 bis Januar 2019 nur alkoholfreies Bier getrunken habe. Er sei zuvor 
7.5 Wochen hospitalisiert gewesen, da Komplikationen für eine Bestrahlung befürchtet wurden. Er 
hätte wissen müssen, dass sein Körper nach zwei Jahren Krebsbehandlung nicht normal reagiere. 
Die Dauer der ihm auferlegten Alkoholabstinenz sei von zwölf auf sechs Monate zu reduzieren. 

3.3. Es ist mithin nachfolgend zu prüfen, ob die Vorinstanz gestützt auf das Gutachten der 
G.________ SA vom 11. März 2019 zu Recht den Sicherungsentzug des Führerausweises auf 

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unbestimmte Dauer, mindestens aber für die Dauer von zwölf Monaten (Mindestdauer der 
Sperrfrist), verfügte und für die Wiedererwägung dieses Entzugs den Nachweis einer Alkoholabsti-
nenz von mindestens zwölf Monaten forderte.      

4.

4.1. Motorfahrzeugfahrer müssen nach Art. 14 SVG über Fahreignung und Fahrkompetenz verfü-
gen (Abs. 1). Für die Fahreignung ist insbesondere erforderlich, dass der Motorfahrzeugführer die 
erforderliche körperliche und psychische Leistungsfähigkeit zum sicheren Führen von Motorfahr-
zeugen hat (Abs. 2 lit. b), und dass er frei von einer Sucht ist, die das sichere Führen von Motor-
fahrzeugen beeinträchtigt (Abs. 2 lit. c). Führerausweise sind zu entziehen, wenn festgestellt wird, 
dass die gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht oder nicht mehr bestehen (Art. 16 Abs. 
1 SVG). Bestehen Zweifel an der Fahreignung einer Person, so wird diese nach Art. 15d Abs. 1 lit. 
a SVG einer Fahreignungsuntersuchung unterzogen, namentlich bei Fahren in angetrunkenem 
Zustand mit einer Blutalkoholkonzentration von 1.6 Gewichtspromille oder mehr oder mit einer 
Atemalkoholkonzentration von 0.8 mg Alkohol oder mehr pro Liter Atemluft. Leidet eine Person an 
einer Sucht, welche die Fahreignung ausschliesst, wie beispielsweise Alkohol-, Betäubungs- und 
Arzneimittelabhängigkeit, wird ihr der Führerausweis auf unbestimmte Zeit entzogen (Sicherungs-
entzug; Art. 16d Abs. 1 lit. b SVG). Eine allfällige Wiedererteilung des Ausweises nach Sicherungs-
entzügen erfolgt unter den Voraussetzungen von Art. 17 Abs. 3 SVG. Dieser sieht vor, dass der 
auf unbestimmte Zeit entzogene Führerausweis bedingt und unter Auflagen wiedererteilt werden 
kann, wenn eine allfällige gesetzliche oder verfügte Sperrfrist abgelaufen ist und die betroffene 
Person die Behebung des Mangels nachweist, der die Fahreignung ausgeschlossen hat.  

4.2. Angesichts des drohenden schweren Eingriffs in die persönlichen Verhältnisse der betroffe-
nen Person kommt bei Sicherungsentzugsfällen sorgfältigen verkehrsmedizinischen Abklärungen 
aller wesentlichen Gesichtspunkte grosse Bedeutung zu (BGE 133 II 384 E. 3.1). Trunksucht liegt 
nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung vor, wenn jemand regelmässig so viel Alkohol 
konsumiert, dass seine Fahreignung vermindert wird und er diese Neigung zum übermässigen 
Alkoholgenuss durch seinen eigenen Willen nicht zu überwinden oder zu kontrollieren vermag. Auf 
eine fehlende Fahreignung darf geschlossen werden, wenn die Person nicht mehr in der Lage ist, 
Alkoholkonsum und Strassenverkehr ausreichend zu trennen, oder wenn die naheliegende Gefahr 
besteht, dass sie im akuten Rauschzustand am motorisierten Strassenverkehr teilnimmt. Der 
Begriff der Sucht im Verkehrsrecht deckt sich somit nicht mit dem medizinischen Begriff der 
Alkohol- oder Drogenabhängigkeit. Ein Sicherungsentzug ist grundsätzlich auch bei suchtgefähr-
deten Personen möglich, bei denen ein die Verkehrssicherheit beeinträchtigender regelmässiger 
Alkohol- oder Drogenmissbrauch vorliegt (BGE 129 II 82 E. 4.1 mit Hinweisen; WEISSENBERGER, 
Kommentar SVG und OBG, 2. Aufl. 2015, Art. 16d N. 30 mit Hinweisen; siehe auch Anhang 1 Ziff. 
3 der Verkehrszulassungsverordnung vom 27. Oktober 1976 [VZV; SR 741.51], wonach als medi-
zinische Mindestanforderungen für die Fahreignung betreffend Alkohol, Betäubungsmittel und 
psychotrop wirksame Medikamente spezifiziert wird, dass keine Abhängigkeit und kein verkehrsre-
levanter Missbrauch bestehen darf). Zweck des Sicherungsentzugs ist es, die zu befürchtende 
Gefährdung der Verkehrssicherheit durch einen ungeeigneten Fahrzeugführer in der Zukunft zu 
verhindern. Daraus ergibt sich, dass der Sicherungsentzug immer auf unbestimmte Zeit anzuord-
nen ist (BGE 133 II 331 E. 9.1; 130 II 25 E. 3). Eine Trunksucht bzw. ein verkehrsrelevanter Alko-
holmissbrauch mit Suchtgefährdung im Sinne der bundesgerichtlichen Praxis, welche einen 
Ausweisentzug auf unbestimmte Zeit rechtfertigen, dürfen nicht leichthin angenommen werden 
(Urteil BGer 1C_615/2014 vom 11. Mai 2015 E. 2.2).  

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4.3. Die bundesgerichtliche Rechtsprechung anerkennt die Haaranalyse als geeignetes Mittel 
sowohl zum Nachweis eines übermässigen Alkoholkonsums als auch der Einhaltung einer Absti-
nenzverpflichtung (BGE 140 II 334 E. 3 mit Hinweisen). Biochemische Analyseresultate von Haar-
proben betreffend das Trinkalkohol-Stoffwechselprodukt EtG erlauben objektive Rückschlüsse zum 
Alkoholkonsum eines Probanden während einer bestimmten Zeit (vgl. SCHWEIZERISCHE GESELL-
SCHAFT FÜR RECHTSMEDIZIN [SGRM], Arbeitsgruppe Haaranalytik, Bestimmung von EtG in Haar-
proben, Version 2017, Ziff. 3.1). Die Haaranalyse gibt direkten Aufschluss über den Alkoholkon-
sum. Nach dem Alkoholgenuss wird das Abbauprodukt EtG im Haar eingelagert und erlaubt – über 
ein grösseres Zeitfenster als bei einer Blutuntersuchung – Aussagen über den erfolgten Konsum. 
Die festgestellte EtG-Konzentration korreliert mit der aufgenommenen Menge an Trinkalkohol. 
Aufgrund des Kopfhaar-Längenwachstums von rund einem Zentimeter pro Monat lassen sich 
Aussagen über den Alkoholkonsum während der entsprechenden Zeit vor der Haarentnahme 
machen (BGE 140 II 334 E. 3 mit Hinweisen). EtG-Werte von über 30 pg/mg gelten als Nachweis 
für einen übermässigen Alkoholkonsum (BGE 140 II 334 E. 7; siehe auch SGRM, Arbeitsgruppe 
Haaranalytik, Bestimmung von EtG in Haarproben, Version 2017, Ziff. 6.2, wonach ein EtG-Wert ≥ 
30 pg/mg für einen übermässigen Alkoholkonsum spricht).  

Nach der Rechtsprechung können deutlich überhöhte EtG-Werte zwar ein wichtiges Indiz für 
mangelnde Fahrtüchtigkeit darstellen; sie vermögen jedoch eine ausreichende verkehrsmedizini-
sche Abklärung als Voraussetzung für den Sicherungsentzug nicht vollständig zu ersetzen. Es 
muss hinreichend dargetan sein, dass der Betroffene seine Neigung zum übermässigen Alkohol-
genuss durch den eigenen Willen nicht zu überwinden oder zu kontrollieren vermag (vgl. Urteile 
BGer 1C_150/2010 vom 25. November 2010 E. 5.1 mit Hinweisen und 5.3; 1C_615/2014 vom 
11. Mai 2015 E. 2.5.1).

Die Haaranalyse wird von dafür qualifizierten Labors vorgenommen. Die von ihnen gefundenen 
Ergebnisse – ebenso wie die verkehrsmedizinischen Gutachten an sich – sind Gutachten, von 
denen die zuständigen Behörden nicht ohne triftige Gründe abweichen dürfen. Dies ist nur zuläs-
sig, wenn die Glaubwürdigkeit des Gutachtens durch die Umstände ernsthaft erschüttert ist (BGE 
140 II 334 E. 3 mit Hinweis). Das Abstellen auf eine nicht schlüssige Expertise bzw. der Verzicht 
auf die gebotenen zusätzlichen Beweiserhebungen kann gegen das Verbot willkürlicher Beweis-
würdigung (Art. 9 BV) verstossen (statt vieler BGE 133 II 384 E. 4.2.3 mit Hinweisen; zur 
Bindungswirkung des Gerichtes an die Gutachten siehe insbesondere auch Urteil BGer 
1C_242/2017 vom 14. Juli 2017 E. 3.2). 

5.

5.1. Vorliegend hat die G.________ SA die am 16. Januar 2019 asservierte Haarprobe 
analysiert. Überprüft wurde dabei gemäss dem Gutachten ein Zeitraum von zwei bis drei Monaten 
vor Probeentnahme. Die Haaruntersuchung ergab einen Wert von 46 pg/mg EtG. Laut dem 
Gutachten – im Einklang mit den erwähnten Ausführungen der SGRM – spricht dieses Ergebnis für 
einen übermässigen Alkoholkonsum im überprüften Zeitraum. Dieser hohe EtG-Wert stellt nach 
dem Vorgesagten ein wichtiges Indiz für die mangelnde Fahrtüchtigkeit des Beschwerdeführers 
dar. Weiter haben die Gutachter insbesondere festgestellt, dass der Alkohol in der Vergangenheit 
des Beschwerdeführers eine wichtige Rolle spielte. Namentlich wurde er im Jahr 2013 wegen 
eines Delirium tremens hospitalisiert, er war danach in einer spezialisierten Klinik zur Nachkur und 
liess weitere Behandlungen durchführen. Auch wurde ihm der Führerausweis mit Verfügung vom 
27. November 2014 entzogen (Sicherungsentzug), da er in angetrunkenem Zustand (2.95 ‰) 
einen Unfall verursacht hatte und die Fahreignung nicht mehr gegeben war. Der Patient habe 
angegeben, dass er sodann ab 2014 keinen Alkohol mehr konsumiert habe und damit erst Ende 

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2016 oder Anfang 2017 infolge einer Krebsdiagnose wieder angefangen habe; er habe fortan 
nurmehr mässig konsumiert (zwei bis drei Bier ein- bis zweimal pro Monat). Zudem teilte er den 
Gutachtern mit, dass er seit dem Unfall vom 26. Juli 2018 nur noch alkoholfreies Bier zu sich 
nehme und heute kein Alkoholproblem mehr habe. Die Experten halten indes in ihrem Gutachten 
fest, dass das in der Haarprobe festgestellte Ergebnis mit dieser Angabe nicht übereinstimme. 
Auch seien die angegebenen Alkoholgewohnheiten für die Zeit vor dem Unfall vom 26. Juli 2018 
und der dabei festgestellte minimale Blutalkoholgehalt von 1.77 ‰ nicht vereinbar. Zudem 
verharmlose der Beschwerdeführer seine Alkoholgewohnheiten. Ferner habe auch der behandeln-
de Psychiater in seinem Bericht an die Gutachter dargelegt, dass der Beschwerdeführer seit vielen 
Jahren alkoholabhängig sei, auch wenn er angebe, seit seinem erneuten Unfall keinen Alkohol 
mehr zu konsumieren. Die Gutachter schlossen daher, dass der Beschwerdeführer nicht fahrge-
eignet sei. 

Dieses Gutachten erweist sich als vollständig, schlüssig und widerspruchsfrei, und das Kantonsge-
richt sieht keine triftigen Gründe, um von diesem Gutachten abzuweichen. Wie erwähnt, erachte-
ten die Gutachter den erhöhten EtG-Wert zu Recht als ein wichtiges Indiz für die mangelnde Fahr-
tüchtigkeit. Der gutachterliche Schluss basiert jedoch nicht nur auf diesem Wert; vielmehr wurde 
das Gutachten nach der einlässlichen Erhebung der allgemeinen und alkoholspezifischen 
Anamnese und gestützt auf die Untersuchung des Beschwerdeführers durch qualifizierte Gutach-
ter erstellt (vgl. auch Urteil BGer 1C_615/2014 vom 11. Mai 2015 E. 2.5.2). Die Gutachter legten 
einlässlich dar, dass insbesondere die Vorgeschichte des Beschwerdeführers, die klinische Begut-
achtung, die Ergebnisse der Haaranalyse, die Angaben des Patienten zu seinen Trinkgewohnhei-
ten und die Angaben des behandelnden Psychiaters für eine aktuelle Alkoholproblematik 
sprechen. Die Argumente des Beschwerdeführers in seiner Beschwerde sind nicht geeignet, an 
den Schlüssen des Gutachtens ernsthafte Zweifel zu erwecken. Zwar setzen sich die Gutachter in 
der Tat nicht mit der Frage auseinander, ob der anlässlich des Unfalls gemessene hohe Blutalko-
holwert (teilweise) auf die Medikamente bzw. die Krebsbehandlung zurückzuführen sein könnte, 
wie dies der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde vorbringt. Selbst wenn dies der Fall sein 
sollte, ist jedoch aufgrund des Gutachtens erstellt, dass der Beschwerdeführer derzeit nicht fahrge-
eignet ist; dies insbesondere, da die Gutachter auch darauf hingewiesen haben, dass die von ihm 
eingenommenen Medikamente, nämlich Antidepressivum, Benzodiazepin und Schlafmittel, nicht 
mit dem Führen eines Motorfahrzeuges vereinbar seien.   

Die Vorinstanz hat daher gestützt auf das Gutachten der G.________ SA vom 11. März 2019 zu 
Recht geschlossen, dass der Beschwerdeführer an einer Sucht leidet, welche die Fahreignung 
ausschliesst bzw. dass seine körperliche und geistige Leistungsfähigkeit nicht ausreicht, um ein 
Motorfahrzeug zu führen, und ihm somit den Führerausweis auf unbestimmte Zeit entzogen (vgl. 
Art. 16d Abs. 1 lit. a bzw. b SVG). 

5.2. Der Beschwerdeführer beantragt sinngemäss, dass die Sperrfrist für den Sicherungsentzug 
von zwölf Monaten auf sechs Monate zu reduzieren sei bzw. dass die ihm auferlegte zwölf Monate 
lange Alkoholabstinenz zu reduzieren sei.

Wenn ein Sicherungsentzug an die Stelle eines Warnungsentzugs tritt – wie dies vorliegend beim 
Beschwerdeführer der Fall ist – muss nach Art. 16d Abs. 2 SVG mit dem Sicherungsentzug eine 
Sperrfrist ausgesprochen werden, die bis zum Ablauf der für die begangene Widerhandlung vorge-
sehene Mindestentzugsdauer läuft. 

Vorliegend ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer am 26. Juli 2018 mit einer Blutalkoholkon-
zentration von mindestens 1.77 ‰ ein Motorfahrzeug geführt hat. Diese Blutalkoholkonzentration 

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ist höher als 0.8 ‰ und gilt daher als qualifizierte Blutalkoholkonzentration (Art. 55 Abs. 6 SVG in 
Verbindung mit Art. 2 lit. a der Verordnung der Bundesversammlung vom 15. Juni 2012 über Alko-
holgrenzwerte im Strassenverkehr [SR 741.13]). Damit hat er laut Art. 16c Abs. 1 lit. b SVG eine 
schwere Widerhandlung gegen die Verkehrsvorschriften begangen. Ebenso hatte die Vorinstanz 
am 27. November 2014 bereits einmal einen Sicherungsentzug auf unbestimmte Dauer verfügt, 
nachdem er in angetrunkenem Zustand (2.95 ‰) einen Unfall verursacht hatte. Auch diese Trun-
kenheitsfahrt stellte eine schwere Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsvorschriften dar. 
Nach Art. 16c Abs. 2 lit. c SVG ist der Führerausweis für mindestens zwölf Monate zu entziehen, 
wenn in den vorangegangenen fünf Jahren der Ausweis bereits einmal wegen einer schweren 
Widerhandlung entzogen war. Diese Mindestentzugsdauer darf nach Art. 16 Abs. 3 SVG nicht 
unterschritten werden. 

Die Vorinstanz hat daher mit der angefochtenen Verfügung zu Recht den Führerausweis auf unbe-
stimmte Dauer, mindestens aber für zwölf Monate (Mindestdauer der Sperrfrist), entzogen.

Hinsichtlich der ihm auferlegten Abstinenzdauer von zwölf Monaten ist zuerst daran zu erinnern, 
dass eine allfällige Wiedererteilung des Ausweises nach Sicherungsentzügen unter den Voraus-
setzungen von Art. 17 Abs. 3 SVG erfolgt. Dieser sieht vor, dass der auf unbestimmte Zeit entzo-
gene Führerausweis bedingt und unter Auflagen wiedererteilt werden kann, wenn eine allfällige 
gesetzliche oder verfügte Sperrfrist abgelaufen ist und die betroffene Person die Behebung des 
Mangels nachweist, der die Fahreignung ausgeschlossen hat. Nach der Rechtsprechung des 
Bundesgerichts kann die Wiedererteilung des Führerausweises nach einem Sicherungsentzug 
wegen Alkoholmissbrauchs je nach den konkreten Umständen für mehrere Jahre an Auflagen 
geknüpft werden (Urteil BGer 1C_342/2009 vom 23. März 2010 E. 2.4). Das Bundesgericht geht 
davon aus, dass die dauerhafte Überwindung der Sucht einer Behandlung und Kontrolle während 
4-5 Jahren bedarf und beanstandet es rechtsprechungsgemäss nicht, die Wiedererteilung grund-
sätzlich von einer mindestens dreijährigen Totalabstinenz abhängig zu machen (Urteile BGer 
1C_122/2019 vom 18. März 2019 E. 3; 1C_342/2009 vom 23. März 2010 E. 2.4; 6A.77/2004 vom 
1. März 2005 E. 2.1, mit Hinweisen). Zudem haben die Experten in ihrem Gutachten dargelegt, 
dass vom Beschwerdeführer für die Wiedererlangung seines Führerausweises eine Abstinenz von 
mindestens zwölf Monaten zu fordern sei, nachzuweisen mittels zweier Haaranalysen in Abstän-
den von sechs Monaten. Diese Bedingung erweist sich gerade aufgrund der langjährigen Alkohol-
problematik des Beschwerdeführers als nachvollziehbar und schlüssig. 

Da nach dem Vorgesagten die Mindestentzugsdauer aufgrund des Ereignisses vom 26. Juli 2018 
ein Jahr beträgt, kann die Sperrfrist von zwölf Monaten, welche mit der angefochtenen Verfügung 
angeordnet wurde, nicht unterschritten werden und auch die dem Beschwerdeführer auferlegte 
Alkoholabstinenz von einem Jahr ist nicht zu beanstanden. 

6.

Im Ergebnis hat damit die Vorinstanz gestützt auf das Gutachten der G.________ SA zu Recht 
geschlossen, dass die Fahreignung des Beschwerdeführers verneint werden muss, und ihm 
folglich den Führerausweis für unbestimmte Dauer, mindestens jedoch für zwölf Monate, gerech-
net ab dem 26. Juli 2018, entzogen und für die Wiedererteilung des Führerausweises (namentlich) 
den Nachweis einer Abstinenz von mindestens zwölf Monaten gefordert. 

Die angefochtene Verfügung ist folglich nicht zu beanstanden. Die Beschwerde ist somit abzuwei-
sen und die Verfügung der Vorinstanz vom 27. März 2019 ist zu bestätigen. 

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7.

Die Gerichtskosten, die auf CHF 600.- festgelegt werden, sind dem Verfahrensausgang entspre-
chend dem Beschwerdeführer aufzuerlegen und mit dem Kostenvorschuss zu verrechnen (Art. 131 
Abs. 1 VRG; Art. 1 und 2 des kantonalen Tarifs vom 17. Dezember 1991 der Verfahrenskosten 
und Entschädigungen in der Verwaltungsjustiz [TarifVJ; SGF 150.12]). 

Eine Parteientschädigung ist nicht geschuldet (Art. 137 Abs. 1 VRG).

 

Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde wird abgewiesen.

II. Die Gerichtskosten von CHF 600.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt und mit dem 
geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.

III. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen ab Zustellung Beschwerde beim Bundesgericht 
eingereicht werden. Gegen die Festsetzung der Höhe der Verfahrenskosten ist innert 30 Tagen die 
Einsprache an die Behörde, die entschieden hat, zulässig, sofern nur dieser Teil des Entscheides 
angefochten wird (Art. 148 VRG).

Freiburg, 24. Juni 2019/dgr

Die Präsidentin: Die Gerichtsschreiberin-Praktikantin: