# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1737924e-d3b1-530a-b07c-a0d9364a66c5
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-11-16
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 16.11.2009 D-7050/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-7050-2009_2009-11-16.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-7050/2009/dcl
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 6 .  N o v e m b e r  2 0 0 9

Einzelrichter Martin Zoller,
mit Zustimmung von Richter Fulvio Haefeli;
Gerichtsschreiber Daniel Widmer.

A._______, geboren (...), 
alias B._______, geboren (...), Mongolei,
(...),
Beschwerdeführerin,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 5. November 2009 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-7050/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass die  Beschwerdeführerin eigenen Angaben zufolge die Mongolei 
am 25. September 2009 (...) verlassen hat, von wo aus sie (...) über ihr 
unbekannte  Länder  am  5.  Oktober  2009  unter  Umgehung  der 
Grenzkontrolle in die Schweiz gelangt ist,

dass sie gleichentags in C._______ um Asyl nachsuchte und, da sie 
bei der Meldung des Asylgesuchs keine Ausweispapiere abgab, noch 
gleichentags  aufgefordert  wurde,  innert  48  Stunden  Ausweispapiere 
nachzureichen,  verbunden  mit  der  Androhung,  im  Unterlassungsfall 
werde auf das Asylgesuch nicht eingetreten (vgl. Vorakten (...)),

dass die Beschwerdeführerin am 16. Oktober 2009 im Empfangs- und 
Verfahrenszentrum  C._______ (EVZ)  zur  Person  befragt  sowie  am 
28. Oktober 2009 – (...) C._______ – in Anwendung von Art. 29 Abs. 1 
des  Asylgesetzes vom 26. Juni  1998 (AsylG,  SR 142.31)  durch das 
Bundesamt  zu den Asylgründen angehört wurde,

dass sie anlässlich der Anhörungen im Wesentlichen geltend machte, 
sie sei mongolische Staatsangehörige aus (...) und habe seit dem (...) 
als (...) bei einem Unternehmen (...) geabeitet,

dass (...) A. des Unternehmens versucht habe, einen grossen Betrag 
zu  veruntreuen  und  deshalb  der  Beschwerdeführerin  die  von  ihr 
benötigten und angeforderten Belege nicht gegeben beziehungsweise 
diese nicht unterzeichnet habe, woraufhin er sie  bedroht und von ihr 
die Kündigung verlangt habe,

dass ihr Ehemann ihr gesagt habe, er wundere sich, dass das Unter-
nehmen A. beschäftige, zumal es sich bei diesem um einen Delinquen-
ten handle, (...),

dass sie dies ihren (...)  Direktoren mitgeteilt  habe,  woraufhin A. Am 
(...) die Stelle gekündigt worden sei,

dass A. die Beschwerdeführerin für die Kündigung verantwortlich ge-
macht und Druck auf sie ausgeübt habe, wobei er auch mehrmals im 
Unternehmen  erschienen  sei,  weshalb  ihre  (...)  Vorgesetzten  die 
Polizei  beigezogen  hätten  und  diese  A.  jeweils  für  einige  Stunden 
festgenommen habe,

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dass es auf der Strasse auch zu mehreren Auseinandersetzungen zwi-
schen dem Ehemann der Beschwerdeführerin und A. gekommen sei,

dass sie und ihr Ehemann am (...) von A. und zwei weiteren Männern 
gewaltsam im Auto mitgenommen worden seien, wobei die Täter den 
Ehemann  geschlagen  und  die  Beschwerdeführerin  in  einen  Fluss 
geworfen hätten,

dass sie von Passanten gerettet worden sei und diese ihr ein Taxi be-
sorgt hätten,

dass ihr Sohn ihr bei der Ankunft zu Hause mitgeteilt habe, Nachbarn 
hätten den Vater tot im Treppenhaus gefunden und die Polizei gerufen,

dass die Beschwerdeführerin daraufhin gegen A. Anzeige wegen Mor-
des erstattet habe und A. Während (...) in einem Gefängnis inhaftiert 
worden sei,

dass A. nach der Haftentlassung die Beschwerdeführerin ständig tele-
fonisch bedroht  habe oder an ihrem Arbeitsplatz  erschienen sei und 
sie dort unter Druck gesetzt habe,

dass er sie am (...) in sein Auto gezerrt und (...) vergewaltigt habe und 
sie die Vergewaltigung aus Angst, ihr Sohn und ihre Schwiegereltern 
könnten davon erfahren, nicht angezeigt habe,

dass A. die Beschwerdeführerin am (...)  in eine psychiatrische Klinik 
gebracht, sie dort (...) eingesperrt und dabei von ihr den Rückzug der 
Anzeige gefordert habe,

dass sie noch im (...) ihre Stelle gekündigt und die Anzeige gegen A. 
zurückgezogen habe,

dass sie eine neue Arbeitsstelle gefunden habe, jedoch weiterhin von 
A. bedroht  worden sei,  erneut  ihre neue Stelle gekündigt  und in der 
Folge völlig zurückgezogen gelebt habe,

dass sie sich im (...)  in ärztliche Behandlung begeben habe, (...)  ihr 
Sohn verschwunden sei und sie erfahren habe, dass er sich aufgrund 
einer von A. (...) erstatteten Anzeige in Untersuchungshaft befinde,

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dass ihr  Sohn bei  seiner Haftentlassung am (...)  von A. nach seiner 
Mutter gefragt worden sei,

dass die Beschwerdeführerin in der Folge ihre Wohnung verkauft und 
ihren Heimatstaat verlassen habe,

dass die Beschwerdeführerin den schweizerischen Asylbehörden kei-
nerlei Identitätspapiere einreichte,

dass  das BFM  mit  am  selben  Tag  eröffneter  Verfügung  vom 
5. November  gestützt  auf  Art. 32  Abs. 2  Bst. a  AsylG  auf  das  Asyl-
gesuch der  Beschwerdeführerin  nicht  eintrat  und deren Wegweisung 
aus der Schweiz anordnete, wobei sie diese am Tag nach Eintritt der 
Rechtskraft zu verlassen habe,

dass die Vorinstanz zur Begründung ihres Entscheids im Wesentlichen 
ausführte,  die Beschwerdeführerin  habe  den  Asylbehörden innerhalb 
der ihr dazu eingeräumten Frist von 48 Stunden ohne entschuldbare 
Gründe keine Identitätspapiere eingereicht,

dass sie erklärt  habe, ihren Reisepass dem Schlepper ausgehändigt 
und nicht zurückerhalten zu haben, während sich ihre Identitätskarte 
bei ihrer Mutter in der Mongolei befinde, jedoch nicht beigebracht wer-
den könne, da weder die Mutter noch der Sohn ein Telefon hätten und 
die Beschwerdeführerin von niemandem dort die Telefonnummer ken-
ne,

dass  der  Beschwerdeführerin  bewusst  gewesen  sei,  sich  in  jedem 
Gast- beziehungsweise Asylland rechtsgenügend ausweisen zu müs-
sen, weshalb wenig plausibel erscheine, dass sie den Reisepass dem 
Schlepper  ausgehändigt  und  die  Identitätskarte  nicht  mitgenommen 
habe, und ihre Aussagen zu der ihr nicht möglichen telefonischen Kon-
taktaufnahme würden gänzlich  der  allgemeinen Lebenserfahrung wi-
dersprechen,

dass zudem die von ihr geltend gemachte Unkenntnis bezüglich des 
Vorhandenseins eines Visums in ihrem Pass und der durchreisten Län-
der in keiner Weise plausibel sei, zumal strenge Visa- und Passkontrol-
len bei der Einreise in den Schengener Raum durchgeführt würden,

dass  daher  davon auszugehen sei,  die  Beschwerdeführerin  enthalte 
ihre Identitätspapiere den Asylbehörden bewusst vor, um den Vollzug 

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einer möglichen  Wegweisung zu erschweren oder gar zu verunmögli-
chen beziehungsweise um einen anderen Reiseweg zu verschleiern,

dass demnach keine entschuldbaren  Gründe  für die Nichteinreichung 
der erforderlichen Dokumente vorliegen würden,

dass es sich bei den Asylvorbringen der Beschwerdeführerin – unge-
achtet der Frage von deren Glaubhaftigkeit – um Übergriffe durch Drit-
te handle, und sie die Möglichkeit gehabt hätte, die geltend gemachte 
Vergewaltigung  zur  Anzeige  zu  bringen,  was sie  jedoch  unterlassen 
und  dadurch  dem  mongolischen  Staat  die  Möglichkeit  genommen 
habe, entsprechende Massnahmen zu ergreifen,

dass die Mongolei über einen effizienten Rechtsschutz verfüge und es 
der Beschwerdeführerin offenstünde, sich bei einem Anwalt oder einer 
Anwältin rechtlichen Beistand zu holen,

dass mithin keine Hinweise auf eine Verweigerung staatlichen Schut-
zes bestünden und auch keine Hinweise darauf,  dass die Übergriffe 
von Behördenvertretern verübt worden seien,

dass die Aussagen der Beschwerdeführerin abgesehen davon, gene-
rell in zentralen Bereichen variieren würden und die geltend gemach-
ten Nachstellungen und Übergriffe seitens A. als übertrieben und reali-
tätsfremd zu werten seien,

dass beispielsweise die geltend gemachte Mitnahme in die psychiatri-
sche Klinik in keiner Weise anschaulich vorgetragen worden und die 
diesbezügliche Schilderung realitätsfremd sei,

dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei,

dass für die weitere Begründung auf die vorinstanzliche Verfügung zu 
verweisen ist,

dass  die  Beschwerdeführerin  mit  Eingabe  vom  12.  November  2009 
(Datum des Poststempels) gegen diesen Entscheid  beim Bundesver-
waltungsgericht Beschwerde erhob und dabei  beantragte, es sei  der 
angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zur Prüfung des 
Asylgesuchs (Eintreten) an die Vorinstanz zurückzuweisen,

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dass sie in  verfahrensrechtlicher Hinsicht  um Gewährung der  unent-
geltlichen Prozessführung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesge-
setzes  vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren 
(VwVG, SR 172.021) und um Verzicht auf die Erhebung eines Kosten-
vorschusses ersuchte,

dass  gleichzeitig  eine  Telefax-Kopie  eines  fremdsprachigen  Doku-
ments zu den Akten gereicht wurde,

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  13.  November  2009  vollständig 
beim Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5  VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m.  Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  die  Beschwerdeführerin  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist, weshalb auf die frist- und formgerecht einge-
reichte  Beschwerde  einzutreten  ist  (Art. 108  AsylG  sowie  Art. 105 
AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 und 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

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dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass  das  BFM  den  angefochtenen  Nichteintretensentscheid  auf  der 
Grundlage von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG getroffen hat,

dass  bei  Beschwerden  gegen  solche  Nichteintretensentscheide  die 
Beurteilungskompetenz der Beschwerdeinstanz grundsätzlich auf  die 
Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch 
nicht  eingetreten ist,  wogegen die Vorinstanz die Frage der Wegwei-
sung  und  des  Vollzugs  materiell  prüft,  weshalb  dem  Bundesverwal-
tungsgericht diesbezüglich volle Kognition zukommt,

dass bei  Begründetheit  der Beschwerde die angefochtene Verfügung 
aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz 
zurückzuweisen ist (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schwei-
zerischen  Asylrekurskommission  [EMARK]  2004  Nr.  34  E.  2.1. 
S. 240 f.),

dass gemäss der revidierten,  am 1. Januar 2007 in  Kraft  getretenen 
Bestimmung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf ein Asylgesuch nicht 
eingetreten  wird,  wenn  Asylsuchende  den  Behörden  nicht  innerhalb 
von 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitäts-
papiere abgeben,

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder wenn auf 
Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht-
lingseigenschaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs. 3  Bst.  b  AsylG)  oder 
wenn sich auf Grund der Anhörung die Notwendigkeit zusätzlicher Ab-
klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Weg-
weisungsvollzugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass  mithin  nach erfolgter  Gesetzesrevision  neu  seit  dem 1. Januar 
2007  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozessgegenstand  des  Be-
schwerdeverfahrens bildet, wobei im Rahmen der summarischen Prü-
fung das offenkundige Fehlen der Flüchtlingseigenschaft - sei es, weil 
die Vorbringen offensichtlich unglaubhaft sind, oder sei es, weil sie of-
fensichtlich keine flüchtlingsrechtliche Relevanz nach Art. 3 AsylG auf-
weisen - und das offenkundige Fehlen von Wegweisungsvollzugshin-
dernissen zu beurteilen sind (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1),

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dass in der Beschwerde ausgeführt  wird,  die eingereichte Fax-Kopie 
stamme aus der Mongolei  und belege, dass die Beschwerdeführerin 
von dort stamme,

dass  unter  den  Begriff  der  Reise-  oder  Identitätspapiere  gemäss 
Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG nur solche Dokumente und Ausweise fallen, 
welche  von  den  heimatlichen  Behörden  zum  Zweck  des  Identitäts-
nachweises ausgestellt werden und grundsätzlich nur Reisepapiere (-
pässe)  und Identitätskarten,  nicht  aber  zu  anderen Zwecken ausge-
stellte  Dokumente  wie  Führerausweise,  Berufs-  und  Schulausweise 
sowie  Geburtsurkunden  diese  Anforderungen  erfüllen  (vgl.   B  VGE 
2007/7 E. 4-6),

dass die Beschwerdeführerin aus der fremdsprachigen Faxkopie nichts 
zu ihren Gunsten abzuleiten vermag, zumal sie sich nicht darüber äu-
ssert, um welche Art von Dokument es sich handelt und dieses als Ko-
pie ohnehin von geringer Beweiskraft ist,  und den vorgenannten An-
forderungen an ein Identitätspapier nicht entspricht,

dass die im Zusammenhang mit  den Reise- beziehungsweise Identi-
tätspapieren  abgefassten  vorinstanzlichen  Erwägungen  nach  einer 
Überprüfung der Akten und unter  Berücksichtigung der Beschwerde-
eingabe als zutreffend zu erachten sind und zwecks Vermeidung von 
Wiederholungen darauf verwiesen werden kann,

dass  die  Beschwerdeführerin  somit  nicht  glaubhaft  darzulegen  ver-
mag, sie sei  durch nicht selbst  zu verantwortende Umstände an der 
unverzüglichen Einreichung von Reise- oder Identitätspapieren im Sin-
ne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG gehindert worden (Art. 32 Abs. 3 
Bst. a AsylG),

dass – wie bereits erwähnt – seit dem 1. Januar 2007 bei Anwendung 
von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG die Flüchtlingseigenschaft Prozessge-
genstand  des  Beschwerdeverfahrens  bildet,  wobei  im  Rahmen  der 
summarischen Prüfung das offenkundige Fehlen der Flüchtlingseigen-
schaft und das offenkundige Fehlen von Wegweisungsvollzugshinder-
nissen zu beurteilen sind, und sich die Offensichtlichkeit auch auf die 
Asylrelevanz beziehen kann (vgl. BVGE 2007/8 E. 5.6.6),

dass in der Beschwerde sinngemäss an den bisherigen Verfolgungs-
vorbringen festgehalten und eingewendet wird, die Beschwerdeführe-
rin habe in den Interviews sehr ausführlich erklärt, weshalb sie in der 

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Mongolei verfolgt werde, und könne nicht verstehen, weshalb man ihr 
dies nicht glaube,

dass  die  Überprüfung  der  Akten  in  diesem Kontext  ergibt,  dass  die 
Vorinstanz die Vorbringen der Beschwerdeführerin zu Recht als flücht-
lingsrechtlich offensichtlich nicht relevant und unglaubhaft qualifizierte, 
wobei wiederum auf die entsprechenden Erwägungen des BFM in der 
angefochtenen Verfügung verwiesen werden kann, und sich aus den 
Ausführungen in  der  Beschwerdeschrift  keine Erkenntnisse ergeben, 
die  zu  einer  von  der  Vorinstanz  abweichenden  Beurteilung  führen 
könnten,

dass unter diesen Umständen von zusätzlichen Abklärungen im Sinne 
von Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG abgesehen werden konnte,

dass das BFM demnach zu Recht gestützt auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG auf  das Asylgesuch der  Beschwerdeführerin nicht  eingetreten 
ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend die Beschwerdeführe-
rin weder eine Aufenthaltsbewilligung besitzt noch einen Anspruch auf 
Erteilung einer solchen hat, weshalb die verfügte Wegweisung im Ein-
klang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist 
(Art.  44  Abs.  1  AsylG,  Art.  32  Bst.  a  der  Asylverordnung 1  vom 
11. August  1999  über  Verfahrensfragen  [AsylV 1,  SR  142.311];  vgl. 
EMARK 2001 Nr. 21),

dass zu prüfen bleibt, ob es Gründe gibt, die dem Vollzug der Wegwei-
sung entgegenstehen,  da im Fall  eines  unzulässigen,  unzumutbaren 
oder unmöglichen Vollzugs das Anwesenheitsverhältnis nach den Be-
stimmungen über die vorläufige Aufnahme zu regeln ist (Art. 44 Abs. 2 
AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 1  des  Bundesgesetzes vom 16. Dezember 
2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  in  Beachtung  der  massgeblichen 
völker-  und  landesrechtlichen  Bestimmungen  zulässig  ist,  weil  keine 
Hinweise  auf  Verfolgung  vorliegen  und  keine  Anhaltspunkte  für  eine 
menschenrechtswidrige  Behandlung  ersichtlich  sind,  die  der  Be-
schwerdeführerin in ihrem Heimat- oder Herkunftsstaat drohen könnte 
(Art. 83 Abs. 3 AuG),

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dass weder die im Heimatstaat herrschende politische Situation noch 
andere  Gründe  gegen  die  Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs 
dorthin sprechen,

dass auch den Akten keine Anhaltspunkte zu entnehmen sind, wonach 
der  Vollzug der  Wegweisung für  die  Beschwerdeführerin  in  den Hei-
matstaat unzumutbar wäre,

dass (...) nach wie vor in der Mongolei wohnhaft sind, weshalb sie dort 
ein Beziehungsnetz besitzt,

dass  die  Beschwerdeführerin  über  eine  (...)  Ausbildung  verfügt  und 
(...) erwerbstätig war,

dass die geltend gemachten (...) zum einen nicht belegt sind und zum 
andern  die  Beschwerdeführerin  deswegen  ihren  Aussagen  zufolge 
bereits  in  ihrem  Heimatstaat  in  Behandlung  gewesen  sei,  weshalb 
auch aus medizinischer Sicht einer Rückkehr dorthin nicht unzumutbar 
erscheint,

dass  unter  den  gegebenen Umständen  nicht  davon auszugehen ist, 
die Beschwerdeführerin würde bei einer Rückkehr in eine existenzbe-
drohende Situation geraten, die als konkrete Gefährdung im Sinne der 
zu beachtenden Bestimmungen zu werten wäre (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass schliesslich der Vollzug der  Wegweisung auch als  grundsätzlich 
möglich (Art. 83 Abs. 2 AuG) erscheint, da es Pflicht der Beschwerde-
führerin ist, sich um die Beschaffung der für die Rückkehr notwendigen 
Reisepapiere zu bemühen (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es der Beschwerdeführerin demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

dass der Antrag auf Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-
ses durch das vorliegende Urteil gegenstandslos wird, weshalb darü-
ber nicht mehr zu befinden ist,

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dass schliesslich das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Pro-
zessführung  gemäss  Art.  65  Abs. 1  VwVG,  ungeachtet  der  von  Be-
schwerdeführerin zwar behaupteten, jedoch nicht belegten Bedürftig-
keit, abzuweisen ist, da die Beschwerdebegehren nach dem Gesagten 
als aussichtslos zu bezeichnen sind,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  der  Beschwerdeführerin  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von Fr. 600.--  werden der  Beschwerdeführerin 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin durch Vermittlung des Empfangs- und Ver-
fahrenszentrums C._______ (...)

- das BFM, (...)
- (...)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Martin Zoller Daniel Widmer

Versand:

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