# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0999f15f-76fc-55da-bf42-65667fb25dec
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-08-31
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe 31.08.2015 605 2014 74
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_011_605-2014-74_2015-08-31.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

605 2014 74

Urteil vom 31. August 2015

I. Sozialversicherungsgerichtshof

Besetzung Präsidentin: Anne-Sophie Peyraud
Richter: Josef Hayoz, Gabrielle Multone
Gerichtsschreiber-Berichterstatter: Bernhard Schaaf

Parteien A.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwältin 
Sandra Wohlhauser

gegen

AMT FÜR DEN ARBEITSMARKT, Vorinstanz     

Gegenstand Arbeitslosenversicherung – Vermittlungsfähigkeit und anrechenbarer 
Arbeitsausfall, berufsbegleitende Weiterbildung

Beschwerde vom 9. April 2014 gegen den Einspracheentscheid vom 
5. März 2014

Kantonsgericht KG

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Sachverhalt

A. A.________, geboren 1969, ledig, wohnhaft in B.________, arbeitete seit dem 1. Oktober 
2002 bei der C.________ AG, als Project Manager. Am 2. März 2011 wurde ihm auf den 30. Juni 
2011 die Stelle gekündigt. Am 30. Juni 2011 meldete er sich bei seiner Wohngemeinde zum Bezug 
von Arbeitslosengeldern an. Am 1. November 2011 meldete er sich ab und trat bei der 
D.________, eine neue Arbeitsstelle an.

Am 17. Dezember 2012 erhielt er durch die D.________ auf Ende März 2013 die Kündigung, 
weshalb er sich am 27. März 2013 per 1. April 2013 erneut als arbeitslos einschrieb. Seit dem 
1. Juli 2013 verfügt er über seine zweite Rahmenfrist für den Leistungsbezug.

Anlässlich des Beratungsgesprächs vom 31. Juli 2013 gab A.________ dem Regionalen Arbeits-
vermittlungszentrum des Sensebezirks (nachfolgend: RAV), B.________, an, er werde im Herbst 
2013 eine Weiterbildung antreten, nannte aber keine Details. Er werde weiterhin im Rahmen einer 
Vollzeitbeschäftigung zur Verfügung stehen, da er nur an den Abenden und am Samstag 
Unterricht habe. Im weiteren Verlauf ergab sich, dass er sich für den Studiengang "E.________" 
bei der F.________ eingeschrieben hatte und dass der Unterricht neben einem Samstag pro 
Monat jeweils dienstagnachmittags stattfand. Deshalb leitete das RAV das Dossier weiter an das 
Amt für den Arbeitsmarkt (nachfolgend: AMA), Freiburg, zur Prüfung der Vermittlungsfähigkeit.

Vom AMA wurde er am 4. Dezember 2013 aufgefordert, genauere Angaben zur Weiterbildung zu 
machen. Gemäss seiner Antwort begann er die Ausbildung am 18. Oktober 2013 und werde diese 
voraussichtlich im Jahr 2015 abschliessen. Er bestätigte den Unterricht jeweils dienstagnachmit-
tags sowie an einem Samstag pro Monat.

Daraufhin wurde vom AMA mit Verfügung vom 18. Dezember 2013, bestätigt durch Einspracheent-
scheid vom 5. März 2014, die Vermittlungsfähigkeit von A.________ ab dem Antritt der Ausbildung 
am 18. Oktober 2013 von einem Beschäftigungsgrad von 100% auf 90% herabgesetzt. Der 
Beschwerdeführer habe nicht aufgezeigt, dass die Weiterbildung bei der F.________ mit einer 
Vollzeitstelle vereinbar sei.

B. Dagegen erhebt A.________, vertreten durch Rechtsanwältin Sandra Wohlhauser, am 
9. April 2014 Beschwerde beim Kantonsgericht Freiburg und beantragt unter Kosten- und 
Entschädigungsfolgen, es sei festzustellen, dass er zu 100% vermittlungsfähig sei und somit in 
entsprechendem Umfang Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung habe. Er bringt namentlich vor, 
er sei nie vorgewarnt worden, dass seine Vermittlungsfähigkeit infrage stehe. Zudem sei die 
Weiterbildung mit einer Vollzeitstelle vereinbar und er sei auch jederzeit bereit, jene allenfalls zu 
Gunsten einer neuen Arbeit abzubrechen.

In seinen Bemerkungen vom 6. Mai 2014 hält das AMA an seinem Einspracheentscheid fest und 
beantragt die Abweisung der Beschwerde. Der Beschwerdeführer habe die Pflicht gehabt, das 
RAV jeweils unmittelbar über die genauen Umstände der Weiterbildung zu informieren, was er 
nicht gemacht habe, weshalb die Vereinbarkeit der Weiterbildung mit einer Vollzeitstelle erst relativ 
spät geprüft werden konnte.

Mit Eingabe vom 11. Juli 2014 erklärte der Beschwerdeführer, er werde per 11. August 2014 eine 
neue Arbeitsstelle antreten und für den neuen Arbeitgeber sei die Weiterbildung mit der Vollzeit-

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stelle vereinbar, weshalb er jene weiterführen werde. Die Eingabe des Beschwerdeführers wurde 
dem AMA zur eventuellen Stellungnahme zugestellt. Dieses hält am 11. August 2014 an seinem 
Entscheid fest. Der Beschwerdeführer habe immer noch nicht aufgezeigt, dass er tatsächlich in der 
Lage sei, die Weiterbildung mit einer Vollzeitstelle zu vereinbaren.

Es fand kein weiterer Schriftenwechsel zwischen den Parteien statt.

Erwägungen

1. Die Beschwerde ist form- und fristgerecht bei der zuständigen Beschwerdeinstanz einge-
reicht worden. Der Beschwerdeführer ist zur Einreichung der Beschwerde befugt, da er vom an-
gefochtenen Einspracheentscheid unmittelbar berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse hat, 
dass das Kantonsgericht, I. Sozialversicherungsgerichtshof, prüft, in welchem Ausmass er An-
spruch auf Arbeitslosenentschädigung hat.

Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2. a) Art. 8 Abs. 1 lit. f des Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 über die obligatorische Arbeits-
losenversicherung und Insolvenzentschädigung (AVIG, SR 837.0) sieht vor, dass der Versicherte 
Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung hat, wenn er neben anderen Voraussetzungen auch ver-
mittlungsfähig ist (Art. 15).

Der Arbeitslose ist vermittlungsfähig, wenn er bereit, in der Lage und berechtigt ist, eine zumutbare 
Arbeit anzunehmen und an Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen (Art. 15 Abs. 1 AVIG). Zur 
Vermittlungsfähigkeit gehört nicht nur die Arbeitsfähigkeit im objektiven Sinn, sondern subjektiv 
auch die Bereitschaft, die Arbeitskraft entsprechend den persönlichen Verhältnissen während der 
üblichen Arbeitszeit einzusetzen (BGE 126 V 52 E. 6a mit Hinweis).

Für die Frage der Vermittlungsfähigkeit entscheidend sind die konkreten Aussichten auf eine An-
stellung auf dem für die versicherte Person in Betracht fallenden allgemeinen Arbeitsmarkt unter 
Berücksichtigung der zeitlichen Verfügbarkeit, aber auch der herrschenden konjunkturellen Ver-
hältnisse sowie aller anderen Umstände (Urteil EVG C 236/02 vom 26. Januar 2003 E. 1.1). Der 
Begriff der Vermittlungs(un)fähigkeit als Anspruchsvoraussetzung schliesst – entgegen dem Wort-
laut von Art. 24 Abs. 2 der Verordnung vom 31. August 1983 über die obligatorische Arbeitslosen-
versicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIV; SR 837.02) – graduelle Abstufungen aus. 
Entweder ist die versicherte Person vermittlungsfähig, insbesondere bereit, eine zumutbare Arbeit 
(im Umfang von mindestens 20% eines Normalarbeitspensums) anzunehmen, oder nicht (Urteil 
EVG C 74/00 vom 13. September 2000 E. 3b; BGE 125 V 51 E. 6a jeweils mit Hinweisen).

Zur Vermittlungsfähigkeit von Studenten, welche studiumbegleitend oder zwischen einzelnen Stu-
dienabschnitten einer Erwerbstätigkeit nachgehen, hat das Eidg. Versicherungsgericht festgestellt, 
dass ein Student, der – allenfalls unter Inkaufnahme eines zeitlich erheblich verlängerten Studien-
ganges – vor Eintritt der Arbeitslosigkeit im Prinzip voll erwerbstätig gewesen sei, sein Studium 
nebenbei absolviere und weiterhin zu voller Erwerbstätigkeit bereit und imstande wäre, als ver-
mittlungsfähig zu gelten habe. Dagegen müsse einem Studenten, der nur bereit sei, für kürzere 

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Zeitspannen oder sporadisch einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, die Vermittlungsbereitschaft 
und damit die Vermittlungsfähigkeit abgesprochen werden (BGE 120 V 385 Erw. 4a).

Besuchen arbeitslose Personen einen ganztägigen Kurs, ohne dass die Bedingungen der Art. 59 
ff. AVIG (Anerkennung des Kurses als arbeitsmarktliche Massnahme durch die Verwaltung) erfüllt 
sind, kann ihre Vermittlungsfähigkeit rechtsprechungsgemäss (BGE 122 V 265 E. 4) nur bejaht 
werden, wenn eindeutig feststeht, dass sie bereit und in der Lage sind, den Kurs jederzeit abzu-
brechen, um eine Stelle anzutreten. Dies ist aufgrund objektiver Kriterien zu prüfen. Die Willens-
äusserung der Versicherten allein genügt dazu nicht. An deren Disponibilität und Flexibilität 
werden erhöhte Anforderungen gestellt. Sie müssen ihre Arbeitsbemühungen qualitativ und quanti-
tativ fortsetzen und bereit sein, den Kurs unverzüglich abzubrechen, um eine angebotene Stelle 
anzutreten. Bei fehlender Aktivität und Dispositionen, die der Annahme der Vermittlungsbereit-
schaft entgegen stehen, können Versicherte sich nicht darauf berufen, sie hätten die Vermittlung 
und Suche einer Arbeit gewünscht (Urteil BGer 8C_922/2014 vom 20. Mai 2015 E. 2.2 mit Hin-
weisen).

Die Vermittlungsfähigkeit beurteilt sich somit aufgrund der konkreten Aussichten auf eine An-
stellung auf dem für die versicherte Person in Betracht fallenden Arbeitsmarkt. Zwingende ab-
strakte Kriterien gibt es nicht. Da die heutigen technischen Möglichkeiten die Kommunikation er-
leichtern, ist insbesondere die Entfernung kein allzu schwer wiegendes Hindernis mehr. Zudem 
müssen Vorstellungsgespräche normalerweise nicht innert weniger Stunden durchgeführt werden. 
Die bundesgerichtliche Rechtsprechung verlangt zwar von arbeitslosen Personen, die freiwillig und 
auf eigene Kosten einen nicht von der Amtsstelle bewilligten Kurs besuchen, jeweils die Bereit-
schaft, den Kurs zugunsten einer angebotenen Stelle abzubrechen. Dies gilt indessen nur inso-
weit, als sowohl die organisatorische Möglichkeit wie auch die Absicht und Flexibilität fehlen, die 
Ausbildung den Bedürfnissen des neuen Arbeitgebers anzupassen und die Lernziele neben der 
(vollen) Erwerbstätigkeit zu verwirklichen (vorerwähntes Urteil 8C_922/2014 E. 4.2 mit Hinweis).

b) Von der Vermittlungsfähigkeit zu unterscheiden ist der anrechenbare Arbeitsausfall 
(Art. 11 AVIG). Dabei handelt es sich ebenfalls um eine Anspruchsvoraussetzung (Art. 8 Abs. 1 
lit. b AVIG), welche erfüllt ist, wenn der Arbeitsausfall einen Verdienstausfall zur Folge hat und 
mindestens zwei aufeinander folgende volle Arbeitstage dauert (Art. 11 Abs. 1 AVIG). Die gesetz-
liche Normierung des anrechenbaren Arbeitsausfalls stellt anderseits eine Regelung über die Ent-
schädigungsbemessung dar, indem sich Dauer und Ausmass des Arbeitsausfalls auf den Umfang 
des Taggeldanspruchs auswirken. Der anrechenbare Arbeitsausfall bestimmt sich grundsätzlich im 
Vergleich zum letzten Arbeitsverhältnis vor Eintritt der (Teil-) Arbeitslosigkeit. Es kommt aber auch 
darauf an, in welchem zeitlichen Umfang die versicherte Person bereit, berechtigt und in der Lage 
ist, eine zumutbare Arbeit aufzunehmen. Arbeitnehmer, die nach dem Verlust ihrer Vollzeitbe-
schäftigung, aus welchen Gründen auch immer, lediglich noch teilzeitlich erwerbstätig sein wollen 
oder können, die also zwar bereit sind, eine zumutbare Arbeit anzunehmen, im Unterschied zu vor-
her jedoch nur noch in reduziertem Umfang, erleiden einen bloss teilweisen Arbeitsausfall. Die 
Kürzung des Taggeldanspruches bei einem lediglich teilweise anrechenbaren Arbeitsausfall ge-
schieht durch eine entsprechende Reduktion des der Entschädigungsbemessung zugrunde zu 
legenden versicherten Verdienstes (Urteil BGer 8C_126/2014 vom 8. Juli 2014 E. 5.1 mit Hin-
weisen).

3. Vorliegend ist – entgegen den Vorbringen der Parteien – nicht die Vermittlungsfähigkeit des 
Beschwerdeführers streitig, sondern in welchem Ausmass er Anrecht auf Entschädigung für einen 

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anrechenbaren Arbeitsausfall hat. Das AMA ging aufgrund der Weiterbildung bei der F.________ 
implizit davon aus, ein solcher Arbeitsausfall bestehe ab Beginn der Weiterbildung am 18. Oktober 
2013 nur zu 90%.

a) Der Beschwerdeführer ist der Ansicht, die Arbeitslosenversicherung sei seit seinen Ein-
sprachen vom 26. Juli 2013 betreffend diverser Einstellungen in der Anspruchsberechtigung auf 
Arbeitslosengelder (vgl. Dossiers 605 2013 57–59) darüber informiert gewesen, dass er ab Herbst 
2013 eine Weiterbildung bei der F.________ plante. Ferner habe das F.________ mehrmals die 
Möglichkeit einer Vollzeitbeschäftigung neben der Weiterbildung bestätigt. Auch sei er jederzeit 
bereit, die Weiterbildung zu Gunsten einer neuen Arbeitsstelle abzubrechen, da der Verlust der 
Ausbildungskosten für ihn tragbar sei. Vor der Verfügung vom 18. Dezember 2013 habe das AMA 
nie zu verstehen gegeben, dass an seiner Vermittlungsfähigkeit gezweifelt werden. Das AMA habe 
damit seine Informationspflichten verletzt. Schliesslich habe er bereits früher Ausbildungen ohne 
Probleme mit einer Vollzeitstelle kombiniert.

b) Das AMA seinerseits ist der Meinung, der Beschwerdeführer habe immer noch nicht kon-
kret nachgewiesen, dass die Weiterbildung mit einer Vollzeitbeschäftigung vereinbar sei. Zudem 
habe er mit den Informationen betreffend die Weiterbildung bei der F.________ zurückgehalten, 
weshalb erst im Dezember 2013 für das AMA klar war, dass sich Zweifel an seiner 
Vermittlungsfähigkeit ergaben.

c) Aus den vorhandenen Unterlagen ergibt sich, dass der Beschwerdeführer in den Ein-
sprachen vom 26. Juli 2013 erwähnte, dass er für den Herbst 2013 einen Studienplatz für eine 
Weiterbildung reserviert habe und er auch einen E-Mail-Wechsel mit der F.________ beilegte. 
Anlässlich des Beratungsgesprächs vom 31. Juli 2013 erklärte er – offenbar ohne Nennung des 
Studienganges und der Schule – die von ihm geplante Weiterbildung sei berufsbegleitend möglich 
und die Unterrichtsstunden würden nur am Samstag bzw. an den Abenden stattfinden. Vom 
6. September 2013 datiert die Anmeldungs-Bestätigung der F.________, gemäss welcher er sich 
für die Unterrichtsvariante Dienstag/Samstag entschieden habe. Anlässlich des 
Beratungsgesprächs vom 11. Oktober 2013 ergänzte der Beschwerdeführer seine bisherigen 
Angaben und erklärte, die Unterrichtsstunden würden am Samstag sowie Dienstagnachmittag (ca. 
17–21 Uhr stattfinden).

Am 4. Dezember 2013 stellte ihm das AMA einen Fragebogen zur Vermittlungsfähigkeit zu. Seiner 
Antwort ist zu entnehmen, dass der Unterricht jeweils dienstags von 13.30 Uhr bis 21 Uhr sowie an 
einem Samstag pro Monat stattfinde. Zudem benötige er pro Woche ungefähr 6 Stunden für die 
Vor- bzw. Nachbearbeitung des Unterrichtsstoffes. Die Prüfungen fänden im März an einem Tag 
statt. Er suche weiterhin eine Vollzeitstelle und sei in der Lage, bei einer flexibel gestalteten 
Arbeitszeit jeden Tag zu arbeiten. Er habe bis anhin CHF 8'000.- in die Weiterbildung investiert. 
Auf die Frage, ob er bereit sei, die Weiterbildung zu Gunsten einer Arbeitsstelle abzubrechen, gab 
er an, dies werde nicht nötig sein, weil die Ausbildung zu 100% berufsbegleitend sei.

Seiner Einsprache vom 28. Januar 2014 gegen die Verfügung des AMA vom 18. Dezember 2013 
war eine E-Mail der F.________ beigelegt, mit folgendem Wortlaut: "Eine Bestätigung, dass es 
sich beim Executive MBA um eine voll berufsbegleitende akademische Weiterbildung handelt, 
können wir Ihnen ausstellen. 70 Prozent der Veranstaltungen müssen besucht werden – insofern 
hat der Kandidat grosse Handlungsfreiheiten bei der Gestaltung der Dienstagnachmittage." In 
Bezug auf einen Abbruch oder Unterbruch der Weiterbildung sei eine Kündigung innert 2 Monaten 

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auf Quartalsende möglich, maximal müsse damit 1 Quartal weiter bezahlt werden. Das 
Studiengeld werde gutgeschrieben für einen späteren Wiedereinstieg (max. 24 Monate).

Weiter ist der Homepage der F.________ zu entnehmen, dass der Studiengang "E.________" be-
rufsbegleitend sei. Für die Absolvierung des Studiengangs sind zwei Varianten vorgesehen: 
Variante A (Freitag und Samstag) sowie Variante B (Dienstagnachmittag und Samstag). Ebenfalls 
dem auf dieser Seite herunterladbaren Factsheet MAS/EMBA ist erwähnt, dass neben der Weiter-
bildung bei der F.________ eine Berufstätigkeit im Vollpensum möglich sei.

d) Das AMA hält zu Recht fest, dass es nicht am Beschwerdeführer ist, darüber zu ent-
scheiden, ob eine Information seine Weiterbildung betreffend relevant ist oder nicht, und er die 
Pflicht gehabt hätte, von Beginn an alle vorhandenen Informationen zu seinem Studiengang unauf-
gefordert dem RAV vorzulegen. Die Weiterbildung wurde zwar in seinen Einsprachen vom 26. Juli 
2013 erwähnt. Es erstaunt aber und ist nicht nachvollziehbar, dass der Beschwerdeführer offenbar 
anlässlich des Beratungsgesprächs vom 31. Juli 2013 den Studiengang sowie auch die Ausbil-
dungsstätte seiner RAV-Beraterin nicht nennen wollte, sondern sich vielmehr erstaunt zeigte, dass 
das RAV nicht gut über seinen Fall informiert gewesen sei. Die Einsprachen vom 26. Juli 2013 
waren ans AMA gerichtet und anlässlich des Beratungsgesprächs vom 31. Juli 2013 angeblich 
noch nicht ins elektronische Dossier aufgenommen, weshalb die RAV-Beraterin von der Weiter-
bildung keine Kenntnis habe konnte. Kenntnis erhielt das RAV selber nur durch die aktualisierten 
Lebensläufe des Beschwerdeführers, welche er erst auf zweite Aufforderung seiner RAV-Beraterin 
Ende November 2013 ablieferte. Demgegenüber erstaunt es aber ebenfalls, dass vom RAV be-
züglich der Weiterbildung nicht weitere Informationen vom Beschwerdeführer eingefordert wurden.

Nicht gehört werden kann der Vorwurf des Beschwerdeführers, das RAV habe hinsichtlich den 
Zweifeln an seiner Vermittlungsfähigkeit seine Informationspflichten verletzt. Mit Erhalt des Frage-
bogens vom 4. Dezember 2013 mit Fragen zu seiner Vermittlungsfähigkeit, musste er sich be-
wusst gewesen sein, dass diese von der Arbeitslosenversicherung vertieft abgeklärt wurde.

Was die nun hier zu prüfenden Frage, in welchem Rahmen beim Beschwerdeführer von einem an-
rechenbaren Arbeitsausfall besteht, betrifft, ist entgegen der Ansicht des AMA von einem vollen 
Arbeitsausfall auszugehen. So ergibt sich aufgrund der Angaben auf der Internetseite der 
F.________, dass die vom Beschwerdeführer vorgenommene Weiterbildung grundsätzlich 
dermassen konzipiert ist, um vollständig berufsbegleitend absolviert zu werden. Der 
Beschwerdeführer hat sich soweit ersichtlich für diejenige Variante des Studienganges 
entschieden, welche weniger die üblichen Arbeitszeiten tangiert, da er einzig jeweils 
dienstagnachmittags sowie an einem Samstag im Monat Kurs hat. Zudem besteht offenbar auch 
eine gewisse Handlungsfreiheit in Bezug auf den Unterrichtsbesuch in dem Sinne, dass gemäss 
den Angaben der F.________ nur 70% der Veranstaltungen besucht werden müssen. Der 
Beschwerdeführer sucht grundsätzlich eine Stelle als Kader bei einer Versicherung. Bei einer 
Kaderstelle kann davon ausgegangen werden, dass er im Gegensatz beispielsweise zu einem 
normalen Sachbearbeiter keine konkrete Präsenzpflicht hat und sich seine Arbeitszeit relativ frei 
einteilen kann. Die Zeit für den Unterrichtsbesuch am Dienstagnachmittag sollte er damit ohne 
weiteres in einer Randstunde oder sogar am Wochenende nachholen können. Zudem fällt die 
wöchentliche Zeit für Vor- bzw. Nachbearbeitung des Unterrichtsstoffes mit 6 Stunden auch nicht 
übermässig aus.

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Ferner erklärt der Beschwerdeführer seit Beginn, er sei gegebenenfalls bereit, zu Gunsten einer 
Vollzeitstelle die Weiterbildung abzubrechen. Dies erscheint glaubhaft, namentlich deshalb, weil er 
gemäss den Angaben des F.________ die Ausbildung unterbrechen und innerhalb einer Frist von 
24 Monaten wieder aufnehmen kann. Zudem wird nach der dargelegten Rechtsprechung – zwar 
hinsichtlich der Vermittlungsfähigkeit – die Bereitschaft eine Weiterbildung zugunsten einer 
Arbeitsstelle abzubrechen nur insoweit verlangt, als sowohl die organisatorische Möglichkeit wie 
auch die Absicht und Flexibilität fehlen, die Ausbildung den Bedürfnissen des neuen Arbeitgebers 
anzupassen und die Lernziele neben der Erwerbstätigkeit zu verwirklichen, was vorliegend nicht 
der Fall ist. So hat der Beschwerdeführer, wie erwähnt, für seine Weiterbildung jene Variante 
gewählt, welche sich besser mit einer Vollzeitstelle vereinbaren lässt. Ebenfalls ist darauf 
hinzuweisen, dass er auch nach Beginn der Weiterbildung bei der F.________ sich nur auf 
Vollzeitstellen beworben hat. Schliesslich hat er bereits früher Weiterbildungen mit Vollzeitstellen 
vereinbaren können. Dies scheint zumindest der Fall gewesen zu sein für seine Weiterbildung zum 
Marketingplaner "ifks", welche während dem Jahr 1999 stattfand. Zu dieser Zeit war er als 
Betriebs-Abteilungsleiter bei G.________ AG tätig. 

4. Zusammenfassend ist beim Beschwerdeführer von einem vollen anrechenbaren Arbeitsaus-
fall auszugehen, weshalb er Anrecht auf eine volle Arbeitslosenentschädigung hat. Die Be-
schwerde ist gutzuheissen und der Einspracheentscheid vom 5. März 2014 aufzuheben.

Gemäss dem hier zur Anwendung kommenden Prinzip der Kostenlosigkeit des Verfahrens werden 
keine Gerichtskosten erhoben.

Da der Beschwerdeführer mit seinen Anträgen obsiegt, hat er Anspruch auf eine Entschädigung 
seiner Parteikosten. Am 24. Juli 2015 wurde die Kostenliste einverlangt, die bis zum heutigen Tag 
nicht zugestellt wurde. Es rechtfertigt sich deshalb die Parteientschädigung angesichts des 
einfachen Schriftenwechsels und der Schwierigkeit des vorliegenden Falles, der sich nicht durch 
aussergewöhnliche Komplexität auszeichnet, pauschal auf CHF 2'500.- festzusetzen. Dieser Be-
trag enthält Honorar und Auslagen der Rechtsvertreterin. Unter Berücksichtigung der Mehrwert-
steuer von CHF 200.- (8% von CHF 2'500.-) ergibt sich ein Totalbetrag von CHF 2'700.- zu Lasten 
des AMA.

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Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde von A.________ wird gutgeheissen.

Der Einspracheentscheid vom 5. März 2014 wird aufgehoben und A.________ hat auch 
während der Weiterbildung bei der F.________ einen vollen anrechenbaren Arbeitsausfall.

II. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

III. A.________ wird zu Lasten des Amtes für den Arbeitsmarkt, Freiburg, für das vorliegende 
Verfahren eine Parteientschädigung von CHF 2'500 (Honorar und Auslagen), zuzüglich der 
Mehrwertsteuer von CHF 200.- (8% von CHF 2'500.-) und damit insgesamt von CHF 2'700.- 
zugesprochen.

IV. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innerhalb einer Frist von 30 Tagen ab Erhalt beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
eingereicht werden. Diese Frist kann weder verlängert noch unterbrochen werden. Die 
Beschwerdeschrift muss in drei Exemplaren abgefasst und unterschrieben werden. Dabei müssen 
die Gründe angegeben werden, weshalb die Änderung dieses Urteils verlangt wird. Damit das 
Bundesgericht die Beschwerde behandeln kann, sind die verfügbaren Beweismittel und der 
angefochtene Entscheid mit dem dazugehörigen Briefumschlag beizulegen. Das Verfahren vor 
dem Bundesgericht ist grundsätzlich kostenpflichtig.

Freiburg, 31. August 2015/bsc

Präsidentin Gerichtsschreiber-Berichterstatter