# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c296d4c0-f3c2-54d1-941e-443ebff65c93
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2005-06-20
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 20.06.2005 B 2005/59
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2005-59_2005-06-20.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2005/59

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 20.06.2005

Entscheiddatum: 20.06.2005

Entscheid Verwaltungsgericht, 20.06.2005
Ausländerrecht, Art. 7 Abs. 1 i.V.m. Art. 9 Abs. 2 lit. b ANAG (SR 142.20), Art. 
8 EMRK (SR 0.101). Rechtmässigkeit der Nichtverlängerung der 
Aufenthaltsbewilligung eines Ausländers nach dem Tod seiner 
schweizerischen Ehegattin nach einer Ehedauer von nur rund vier Jahren 
und Fehlens besonders intensiver, über eine normale Integration 
hinausgehender privater Bindungen gesellschaftlicher oder beruflicher Natur 
bzw. entsprechender vertiefter sozialer Beziehungen zum ausserfamiliären 
bzw. ausserhäuslichen Bereich (Verwaltungsgericht, B 2005/59).

B 2005/59

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ST.GALLEN

Ausländerrecht, Art. 7 Abs. 1 i.V.m. Art. 9 Abs. 2 lit. b ANAG (SR 142.20), Art. 8 

EMRK (SR 0.101). Rechtmässigkeit der Nichtverlängerung der 

Aufenthaltsbewilligung eines Ausländers nach dem Tod seiner schweizerischen 

Ehegattin nach einer Ehedauer von nur rund vier Jahren und Fehlens besonders 

intensiver, über eine normale Integration hinausgehender privater Bindungen 

gesellschaftlicher oder beruflicher Natur bzw. entsprechender vertiefter sozialer 

Beziehungen zum ausserfamiliären bzw. ausserhäuslichen Bereich 

(Verwaltungsgericht, B 2005/59).

 

Urteil vom 20. Juni 2005

 

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Anwesend: Präsident Prof. Dr. U. Cavelti; Verwaltungsrichter Dr. E. Oesch-Frischkopf, 

lic. iur. A. Linder, Dr. B. Heer, lic. iur. A. Rufener; Gerichtsschreiberin Dr. R. Hirt

_______________

In Sachen

R.B.,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. J.,

gegen

Justiz- und Polizeidepartement des Kantons St. Gallen,

Oberer Graben 32, 9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

betreffend

Widerruf der Jahresaufenthaltsbewilligung

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:

A./ R.B., geboren 1966, pakistanischer Staatsangehöriger, reiste am 21. Mai 1997 in 

die Schweiz ein und stellte ein Asylgesuch. Mangels Glaubwürdigkeit und mangels 

Asylrelevanz wurde dieses mit Verfügung vom 9. April 1998 erstinstanzlich durch das 

Bundesamt für Flüchtlinge (abgekürzt BFF, heute: Bundesamt für Migration, abgekürzt 

BFM) abgewiesen. Die dagegen erhobene Beschwerde wurde mit Urteil der 

Schweizerischen Asylrekurskommission vom 2. Juli 1998 rechtskräftig abgewiesen. In 

der Folge verliess R.B. am 3. September 1998 die Schweiz.

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Nach erneuter Einreise in die Schweiz stellte R.B. am 19. Oktober 1998 ein zweites 

Asylgesuch. Das BFF trat mit Verfügung vom 12. Februar 1999 auf das Gesuch nicht 

ein und verwies R.B. des Landes. Diese Verfügung erwuchs in Rechtskraft. Am 22. 

Februar 1999 verfügte das Bundesamt für Ausländerfragen (abgekürzt BFA; heute: 

BFM) gegen R.B. eine Einreisesperre bis 2. März 2002. R.B. wurde am 2. März 1999 

nach Pakistan ausgeschafft.

Am 19. März 1999 gaben sich in Islamabad/Pakistan R.B. und E.A., geborene K., 

geboren 1951, auf der Schweizer Botschaft das Eheversprechen. Das BFA sistierte 

daraufhin die am 27. April 1999 verhängte Einreisesperre gegenüber R.B. zwecks 

Vorbereitung der Heirat. Am 22. Januar 2000 reiste R.B. erneut in die Schweiz ein und 

heiratete E.A. am 26. April 2000 in St. Gallen. Gestützt auf diese Heirat verfügte das 

BFA am 29. Mai 2000 wiedererwägungsweise die Aufhebung der Einreisesperre mit 

sofortiger Wirkung. Des weiteren erhielt R.B. vom Ausländeramt eine 

Jahresaufenthaltsbewilligung im Rahmen des Familiennachzugs zum Verbleib bei 

seiner Ehegattin aufgrund der Heirat mit einer Schweizer Staatsangehörigen. Diese 

Aufenthaltsbewilligung wurde jährlich verlängert.

Am 25. Februar 2004 verstarb E.B.

Mit Verfügung vom 6. September 2004 widerrief das Ausländeramt die 

Aufenthaltsbewilligung von R.B. Zur Begründung hielt es im wesentlichen fest, dass 

R.B. lediglich gestützt auf die Ehe mit E.B. eine Aufenthaltsbewilligung erhalten habe. 

Nachdem die Ehe durch deren Tod aufgelöst worden sei und zu diesem Zeitpunkt noch 

nicht fünf Jahre andauerte, fehle gemäss konstanter kantonaler Praxis das Erfordernis, 

dass R.B. auch nach der Auflösung der Ehe in der Schweiz verbleiben könnte. Der 

zweijährige Aufenthalt von R.B. als Asylbewerber könne nicht angerechnet werden, da 

er damals nicht über eine ordentliche Aufenthaltsbewilligung verfügt habe und die 

Schweiz wieder habe verlassen müssen. Auch seien im vorliegenden Fall keine 

Umstände gemäss Weisungen des BFA gegeben, welche eine Verlängerung der 

Aufenthaltsbewilligung trotz Auflösung der ehelichen Gemeinschaft rechtfertigen 

würden.

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B./ Gegen die Verfügung des Ausländeramtes erhob R.B. am 21. September 2004 

Rekurs beim Justiz- und Polizeidepartement und beantragte deren Aufhebung. Dabei 

wurde geltend gemacht, dass das Ausländeramt im Rahmen seines pflichtgemässen 

Ermessens eine Verlängerung und Wiedererteilung der Aufenthaltsbewilligung hätte 

gewähren können und dass es, mangels Berücksichtigung der konkreten Umstände, 

sein Ermessen in pflichtwidriger Weise verletzt habe. Unter Berücksichtigung des 

Verhältnismässigkeitsgrundsatzes und der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu Art. 

8 Ziff. 1 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (SR 

0.101, abgekürzt EMRK) hätte im vorliegenden Fall das Ausländeramt bei 

pflichtgemässem Ermessen die Aufenthaltsbewilligung erneut erteilen müssen. So habe 

die vorliegende Ehe knapp vier Jahre gedauert und liege damit relativ nahe an der 

einen Rechtsanspruch auslösenden Fünfjahresfrist. Zudem habe sich R.B. während 

seines Aufenthaltes in der Schweiz gut integriert, habe zu keinen Klagen Anlass 

gegeben, die deutsche Sprache erlernt, sei erwerbstätig und habe nicht nur die 

eheliche Beziehung, sondern auch den Kontakt mit weiteren Familienangehörigen der 

Ehefrau gepflegt. Insbesondere kümmere er sich auch nach dem Tod seiner Ehefrau 

weiterhin um deren Sohn, der trotz seiner mittlerweile 20 Jahre noch sehr stark auf 

Unterstützung angewiesen sei.

Mit Entscheid vom 23. März 2005 wies das Justiz- und Polizeidepartement den Rekurs 

ab. Es erwog im wesentlichen, dass die Beziehung von R.B. zu den beiden volljährigen 

Kindern seiner verstorbenen Ehefrau nicht derart intensiv sei, dass sie einen 

Anwesenheitsanspruch im Sinne von Art. 8 Ziff. 1 EMRK auszulösen vermöchte. So sei 

aus den Akten ersichtlich, dass R.B. nach dem Tod seiner Ehefrau aus der 

gemeinsamen Wohnung ausgezogen sei, der Sohn seiner verstorbenen Ehefrau 

hingegen nicht, was im Hinblick auf die geltend gemachte besonders enge Beziehung 

und benötigte Unterstützung des Sohnes nicht schlüssig sei. Des weiteren werde auch 

nicht dargelegt, worin die besonders intensive Beziehung zu den beiden volljährigen 

Kindern bestehe. Auch unter dem Gesichtspunkt von Ziff. 654 der Weisungen des 

BFM, wonach, um Härtefälle zu vermeiden, die Aufenthaltsbewilligung eines Ehegatten 

eines Schweizers nach Auflösung der Ehe verlängert werden kann, könne vorliegend 

nichts zugunsten von R.B. abgeleitet werden, weshalb sich der Widerruf der 

Aufenthaltsbewilligung als recht- und verhältnismässig erweise.

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C./ Mit Eingabe vom 14. April 2005 erhob R.B. gegen den Entscheid des Justiz- und 

Polizeidepartements vom 23. März 2005 Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Er 

beantragt die Aufhebung des angefochtenen Entscheids sowie die Verlängerung der 

Aufenthaltsbewilligung, unter Kosten- und Entschädigungsfolge. In der 

Beschwerdeergänzung vom 11. Mai 2005 macht er im wesentlichen geltend, dass der 

angefochtene Entscheid des Justiz- und Polizeidepartements zu Unrecht einen auf Art. 

8 EMRK gestützten Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung verneine 

und zudem den bei Ermessensentscheiden nach Art. 4 des Bundesgesetzes über 

Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer (SR 142.20, abgekürzt ANAG) 

anwendbaren Grundsatz der Verhältnismässigkeit verletze, wodurch ein Härtefall 

geschaffen werde. So sei insbesondere aus den Schreiben der Kinder der verstorbenen 

Ehefrau die besonders intensive Beziehung ersichtlich. Auch würden die beispielhaft 

geschilderten Kontakte und Beziehungen von R.B. zu den beiden Kindern seiner 

verstorbenen Ehefrau eine Intensität aufweisen, die über das gewöhnliche Mass beim 

gegebenen Verwandtschaftsgrad hinausgehe. Des weiteren wird gerügt, dass sich der 

angefochtene Entscheid mit den in der Rekursbegründung gemachten Vorbringen 

zuwenig auseinandersetze, weshalb der Begründungspflicht nicht ausreichend Genüge 

getan werde. Die mangelnde Berücksichtigung der guten Integration von R.B., seiner 

Arbeitstätigkeit und seiner Kontakte zu anderen Schweizerinnen und Schweizern 

zusammen mit einer falschen Berechnung der gesamten Aufenthaltsdauer in der 

Schweiz führe bei abschlägigem Entscheid zu einem Härtefall.

Das Justiz- und Polizeidepartement beantragt in der Vernehmlassung vom 24. Mai 

2005 die Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolgen.

Darüber wird in Erwägung gezogen:

1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1 

des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Der 

Beschwerdeführer ist zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in 

Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Eingaben vom 14. April und 11. Mai 2005 

entsprechen zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 Abs. 

1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Auf die Beschwerde 

ist einzutreten.

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2./ Strittig ist zunächst die Frage, ob die Vorinstanz und das Ausländeramt zu Unrecht 

einen auf Art. 8 Ziff. 1 EMRK gestützten Anspruch auf Verlängerung der 

Aufenthaltsbewilligung verneint haben.

a) Nach Art. 7 Abs. 1 ANAG hat der ausländische Ehegatte einer Schweizer Bürgerin 

Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung. Nach einem 

ordnungsgemässen und ununterbrochenen Aufenthalt von fünf Jahren hat er Anspruch 

auf die Niederlassungsbewilligung.

Nach Art. 9 Abs. 1 lit. a ANAG erlischt die Aufenthaltsbewilligung mit dem Ablauf der 

Bewilligungsfrist, sofern diese nicht verlängert worden ist. Nach Art. 9 Abs. 2 lit. b 

ANAG kann die Aufenthaltsbewilligung widerrufen werden, wenn eine mit ihr 

verbundene Bedingung nicht erfüllt wird oder wenn das Verhalten des Ausländers 

Anlass zu schweren Klagen gibt.

Wird eine Ehe aufgelöst, um derentwillen eine Aufenthaltsbewilligung erteilt wurde, so 

ist der Widerruf bzw. die Nichtverlängerung der Bewilligung infolge Wegfalls der mit der 

Erteilung verbundenen Bedingung grundsätzlich zulässig. Dabei spielt es keine Rolle, 

ob die Ehe durch Scheidung oder Tod aufgelöst wird (VerwGE vom 31. Mai 2005 i.S. 

Z.B.; GVP 1998 Nr. 22; BGE 120 Ib 20 ff.).

b) Die am 26. April 2000 geschlossene Ehe wurde infolge des Todes der Ehefrau des 

Beschwerdeführers am 25. Februar 2004 aufgelöst, womit ein Anspruch auf 

Verlängerung bzw. Wiedererteilung der Aufenthaltsbewilligung nach Art. 7 Abs. 1 ANAG 

entfallen ist.

c) Der Beschwerdeführer macht nun geltend, ihm käme, gestützt auf das in Art. 8 Ziff. 1 

EMRK verankerte Recht auf Privatleben, ein selbständiger Anspruch auf Verlängerung 

bzw. Wiedererteilung der Aufenthaltsbewilligung zu.

Dem von Art. 8 Ziff. 1 EMRK umfassten Recht auf Privatleben kann in 

ausländerrechtlichen Fällen grundsätzlich eine (selbständige) Auffangfunktion 

gegenüber dem engeren Schutzbereich des Rechts auf Achtung des Familienlebens 

zukommen, wenn qualifizierte Familienbande nicht oder nicht mehr bestehen. Das 

Bundesgericht hat diesbezüglich aber festgehalten, aus dem Recht auf Achtung des 

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Privatlebens geradezu ein Anwesenheitsrecht abzuleiten, fiele höchstens dann in 

Betracht, wenn besonders intensive private Beziehungen in Frage stünden, wobei es 

bis anhin nur ganz ausnahmsweise einen derartigen Anspruch anerkannt hat 

(unveröffentlichter BGE 2A.105/2001 vom 26. Juni 2001, E. 4d). Nach der 

Rechtsprechung bedarf es besonders intensiver, über eine normale Integration 

hinausgehender privater Bindungen gesellschaftlicher oder beruflicher Natur bzw. 

entsprechender vertiefter sozialer Beziehungen zum ausserfamiliären bzw. 

ausserhäuslichen Bereich (BGE 130 II 286).

Im vorliegenden Fall weilt der Beschwerdeführer gemäss den Akten seit knapp 5 ½ 

Jahren in der Schweiz (ohne Asylverfahren), was nach der Rechtsprechung des 

Bundesgerichts jedoch nicht genügt, um aus dem Recht auf Achtung des Privatlebens 

Ansprüche abzuleiten (vgl. BGE 126 II 385 betreffend eine Aufenthaltsdauer von neun 

Jahren). Während dieser Zeit intensivierten sich seine Beziehungen zu den beiden 

volljährigen Kindern seiner verstorbenen Ehefrau. Gemäss Akten trifft er den Sohn 

regelmässig und die Tochter sowie deren Kinder v.a. anlässlich von Festen, Ausflügen, 

gemeinsamen Friedhofsbesuchen etc. Auch ist ersichtlich, dass er losen Kontakt zu 

einer Bekannten seiner verstorbenen Ehefrau unterhält und einer geregelten Arbeit 

nachgeht. Diese Umstände vermögen aber nicht darzutun, dass der Beschwerdeführer 

in besonders intensiven, aussergewöhnlichen Beziehungen zur Schweiz bzw. zum 

familiären und ausserfamiliären Umfeld stehen würde. Seine Beziehungen zu den 

Kindern seiner verstorbenen Ehefrau wuchsen im Rahmen seiner ehelichen Beziehung 

zu E.B., was durchaus üblich ist. Auch dass sich diese Beziehungen in der Zeit nach 

dem Tod der Mutter noch intensivierten, vermag angesichts der unglücklichen 

Umstände nicht aussergewöhnlich erscheinen. Vielmehr muss festgestellt werden, 

dass diese Beziehungen die gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung geforderte 

überdurchschnittliche Intensität nicht aufweisen und dass der Beschwerdeführer 

darüber hinaus zudem keine weiteren Beziehungen, welche dem Erfordernis gerecht 

würden, darlegen konnte. Wie vom Beschwerdeführer ausgeführt, besucht er 

regelmässig das Grab seiner verstorbenen Ehefrau. Die Einreise in ein Land zum 

Besuch von Familiengräbern fällt zwar unter den Schutzbereich von Art. 8 Ziff. 1 EMRK, 

doch wird dem Beschwerdeführer durch den Widerruf der Aufenthaltsbewilligung der 

Besuch des Grabes nicht verunmöglicht. Ein Anwesenheitsrecht lediglich zum Zweck 

eines häufigeren Besuchs der Gräber verleiht Art. 8 Ziff. 1 EMRK gemäss 

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bundesgerichtlicher Rechtsprechung nicht (Urteil 2A.105/2001 vom 26. Juni 2001). 

Somit besteht, gestützt auf Art. 8 Ziff. 1 EMRK, kein selbständiger Anspruch auf eine 

Verlängerung bzw. Wiedererteilung der Aufenthaltsbewilligung, weshalb der Widerruf 

grundsätzlich zulässig ist.

3./ Des weiteren wird vom Beschwerdeführer vorgebracht, dass der Widerruf der 

Aufenthaltsbewilligung den bei Ermessensentscheiden nach Art. 4 ANAG anwendbaren 

Grundsatz der Verhältnismässigkeit verletze, wodurch ein Härtefall geschaffen werde.

a) Das Verwaltungsgericht übt lediglich eine Rechtskontrolle aus (Art. 61 Abs. 1 und 2 

VRP). Im Streitfall kann somit nur geprüft werden, ob die Verwaltung ihr Ermessen 

überschritten oder missbraucht hat und damit rechtswidrig handelte, als sie die 

Aufenthaltsbewilligung widerrief. Das Verwaltungsgericht hat den Ermessenspielraum 

der Verwaltung zu respektieren, wenn diese bei ihrem Entscheid von sachlichen und 

vernünftigen Überlegungen ausging, die im Einklang mit Sinn und Zweck des Gesetzes 

stehen (VerwGE vom 19. Februar 2004 i.S. E.K.).

Gemäss Art. 4 ANAG entscheidet die Behörde, im Rahmen der gesetzlichen 

Vorschriften und der Verträge mit dem Ausland, nach freiem Ermessen über die 

Bewilligung von Aufenthalt und Niederlassung. In diesem Zusammenhang kann die 

Aufenthaltsbewilligung, namentlich zur Vermeidung von Härtefällen, auch nach der 

Auflösung der Ehe verlängert werden. Massgeblich sind dabei gemäss den Weisungen 

des BFM die Dauer der Anwesenheit in der Schweiz, persönliche Beziehungen zur 

Schweiz, die berufliche Situation, die Wirtschafts- und Arbeitsmarktlage, persönliches 

Verhalten und Integrationsgrad, ferner die Umstände, die zur Auflösung der Ehe geführt 

haben.

Nach der ständigen und durch das Verwaltungsgericht bestätigten Praxis des 

Ausländeramts wird bei einer Dauer der ehelichen Gemeinschaft von fünf Jahren und 

mehr eine Jahresaufenthaltsbewilligung in der Regel nicht mehr widerrufen (vgl. 

VerwGE vom 31. Mai 2005 i.S. Z.R.).

b) Die eheliche Gemeinschaft zwischen dem Beschwerdeführer und E.B. dauerte 

knapp vier Jahre. Der Beschwerdeführer hält sich, wie bereits ausgeführt, seit knapp 5 

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½ Jahren in der Schweiz auf. Nicht zu helfen vermag der Einwand des 

Beschwerdeführers, dass er sich bereits in den Jahren 1997 bis 1999 zeitweise in der 

Schweiz aufgehalten und seinen Lebensmittelpunkt in der Schweiz begründet habe. 

Nachdem sein erstes Asylgesuch abgelehnt wurde, verliess er die Schweiz wieder. 

Nach der Ablehnung des zweiten Asylgesuchs wurde er ausgeschafft. Es kann deshalb 

nicht davon die Rede sein, dass er bereits in den Jahren 1997-1999 seinen 

Lebensmittelpunkt in der Schweiz begründet hat. Wie die Vorinstanz zutreffend 

ausführt, verbrachte der Beschwerdeführer den grössten Teil seines Lebens, 

insbesondere seine Kindheit und seine Jugend, im Heimatland. Zurzeit ist er als 

Betriebsmitarbeiter erwerbstätig. Aufgrund der Wirtschafts- und Arbeitsmarktlage 

ergeben sich daraus keine Gründe, die eine Wiedererteilung der Bewilligung nahe 

legen. Andere als die zu den Kindern seiner verstorbenen Ehefrau bestehenden 

persönlichen Beziehungen werden vom Beschwerdeführer nicht aufgeführt. Der 

Beschwerdeführer hat sich in der Schweiz klaglos verhalten, dies darf aber 

grundsätzlich von jedem Ausländer, der sich in der Schweiz aufhält, erwartet werden.

Schliesslich sind beim Entscheid über die Nichtverlängerung der 

Aufenthaltsbewilligung die Umstände, die zur Auflösung der ehelichen Gemeinschaft 

geführt haben, zu berücksichtigen. Dies bedeutet aber nicht, dass beim Tod eines 

Ehegatten eine Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung generell zu gewähren ist. Der 

genannte Grundsatz kommt im wesentlichen dann zur Anwendung, wenn ein Ehegatte 

gegen den andern Gewalt ausübt und die eheliche Gemeinschaft aus diesem Grund 

beendet wird (VerwGE vom 16. März 2004 i.S. M.G., zurzeit auf: www.gerichte.sg.ch). 

Fraglos führte der Tod der Ehefrau zu einem schmerzlichen Verlust, doch vermag der 

Beschwerdeführer darüber hinaus nicht darzulegen, dass dadurch ein Härtefall 

begründet worden sei, der sich von andern gleichartigen Fällen unterscheidet. Die 

diesbezüglichen vorinstanzlichen Erwägungen erweisen sich als zutreffend. Eine 

Verletzung der Begründungspflicht liegt nicht vor.

c) Zusammenfassend ergibt sich aus den vorstehenden Erwägungen, dass in der 

Nichtverlängerung resp. Nichtwie-dererteilung der Aufenthaltsbewilligung des 

Beschwerdeführers keine Rechtsverletzung bzw. kein Ermessensmissbrauch erblickt 

werden kann. Folglich ist die Beschwerde abzuweisen.

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4./ Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des 

Beschwerdeverfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine 

Entscheidgebühr von Fr. 2'000.-- ist angemessen (Ziff. 382 Gerichtskostentarif, sGS 

941.12). Sie ist mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu verrechnen.

Ausseramtliche Kosten sind nicht zu entschädigen (Art. 98bis VRP).

Demnach hat das Verwaltungsgericht zu Recht erkannt:

1./ Die Beschwerde wird abgewiesen.

2./ Die amtlichen Kosten von Fr. 2'000.-- bezahlt der Beschwerdeführer unter 

Verrechnung mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe.

3./ Ausseramtliche Kosten werden nicht entschädigt.

V. R. W.

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:

 

Zustellung dieses Entscheides an:

 

lic. iur. J., 9000 St. Gallen)

 

am:

 

den Beschwerdeführer (durch Rechtsanwalt–

die Vorinstanz–

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Rechtsmittelbelehrung:

Soweit eine Verletzung von Bundesrecht bzw. eines Rechtsanspruchs auf Erteilung 

einer Bewilligung geltend gemacht wird (Art. 100 lit. b Ziff. 3 und Art. 104 lit. a und b 

OG) kann gegen diesen Entscheid innert 30 Tagen seit der Eröffnung 

Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 

14, eingereicht werden.

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		2025-07-19T17:07:39+0200
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