# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0d174de3-058e-5a2b-9ab5-f3ae5eeef7f1
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-11-21
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Vergabekammer 21.11.2022 V 2022 30
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_004_V-2022-30_2022-11-21.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

VERWALTUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: Dr. iur. Aldo Elsener, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub, Dr. iur. Matthias Suter
lic. iur. Ivo Klingler und lic. iur. Adrian Willimann
Gerichtsschreiber: lic. iur. Peter Kottmann

U R T E I L  vom 21. November 2022 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

Dr. med. A.________
Beschwerdeführerin
vertreten durch RA B.________ und/oder RA C.________

gegen

Gesundheitsdirektion des Kantons Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Gesundheitswesen 
(Entbindung vom ärztlichen Berufsgeheimnis)

V 2022 30

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Urteil V 2022 30

A. Mit Eingabe vom 16. Februar 2022 stellte Dr. med. A.________ bei der 
Gesundheitsdirektion des Kantons Zug ein Gesuch um Entbindung vom ärztlichen 
Berufsgeheimnis gegenüber ihren Rechtsvertretern, gegenüber den für die 
Rechtsdurchsetzung zuständigen Behörden und gegenüber der Betreiberin der Online-
Bewertungsplattform Google My Business (Google LLC, USA) betreffend die Patientin 
D.________ (fortan: Patientin). Zur Begründung führte die Gesuchstellerin aus, dass die 
Patientin unter dem Pseudonym "E.________" eine widerrechtliche Bewertung zu ihrer 
Praxis und ihrer Tätigkeit auf der Online-Bewertungsplattform Google My Business 
veröffentlicht habe. 

Die Bewertung lautet wie folgt: "Sehr unprofessional, definitiv keine richtige Ärztin oder 
einfach nicht viel Erfahrung. Sie hat gesagt, ich könnte für die Nachbehandlung nochmals 
gehen, war aber nicht bereit einen Termin zu geben. Sie hat ihr Wort nicht gehalten. 
Bombardiert Patienten mit Nachrichten auf What's app. Keine eigene Praxis, daher keine 
Empfangsdame etc. Nie wieder!"

Mit Verfügung vom 7. März 2022 gab die Gesundheitsdirektion des Kantons Zug dem 
Gesuch von Dr. A.________ nicht statt. Die Gesundheitsdirektion begründete ihren 
Entscheid damit, die privaten Interessen der Gesuchstellerin würden eine Preisgabe des 
Behandlungsverhältnisses und weiterer Informationen der Behandlung nicht rechtfertigen. 
Es seien keine überwiegenden Interessen ersichtlich, die das Interesse der Patientin an 
der Geheimhaltung ihrer Krankengeschichte übersteigen würden. Dr. A.________ werde 
nicht vom ärztlichen Berufsgeheimnis entbunden. 

B. Gegen die Verfügung der Gesundheitsdirektion liess Dr. A.________ (nachfolgend 
Beschwerdeführerin) am 7. April 2022 Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim 
Verwaltungsgericht des Kantons Zug erheben und folgende Anträge stellen:

"1. Es sei die Verfügung Nr. GD GDS 5.6/277 der Vorinstanz vom 7. März 2022 aufzuheben und dem 
Gesuch der Beschwerdeführerin um Entbindung vom ärztlichen Berufsgeheimnis vom 16. Februar 
2022 bezüglich der unter dem Pseudonym "E.________" auftretenden Beschwerdegegnerin 
stattzugeben. 

2. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.
– Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (inkl. MwST) –"

Zur Begründung führte die Beschwerdeführerin im Wesentlichen aus, es sei gemäss 
bundesgerichtlicher Rechtsprechung auf Grund einer Abwägung sämtlicher auf dem Spiel 

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Urteil V 2022 30

stehenden Interessen zu prüfen, ob die Entbindung zu bewilligen sei. Diese 
Interessenabwägung sei nicht abstrakt, sondern aufgrund der konkret im Einzelfall 
betroffenen Interessen vorzunehmen. Indem die Vorinstanz es unterlasse, die 
(angeblichen) Geheimhaltungsinteressen der Beschwerdegegnerin (Patientin) zu ermitteln 
bzw. diese in der Verfügung wiederzugeben und zu würdigen, verletze sie kantonales bzw. 
Bundesrecht und überschreite ihr Ermessen. Bei der Ermittlung des Interesses der 
Beschwerdeführerin lege die Vorinstanz dagegen einen (unzulässig) hohen Standard an 
und entscheide über Rechtsfragen, für die sie sachlich nicht zuständig sei. 

C. Den von ihr verlangten Kostenvorschuss von Fr. 1'000.– bezahlte die 
Beschwerdeführerin fristgerecht. 

D.  Mit Vernehmlassung vom 24. Mai 2022 hielt die Gesundheitsdirektion an der 
Verfügung vom 7. März 2022 fest und beantragte, die Beschwerde sei, unter Kosten- und 
Entschädigungsfolgen, abzuweisen.

E. Am 3. Juni 2022 liess die Beschwerdeführerin eine Replik einreichen, in welcher 
sie unter anderem an den Ausführungen in der Beschwerde festhielt und zudem die 
prozessualen Anträge stellte, dass (1) die Beschwerdegegnerin (Patientin) als Partei in 
das Rubrum aufzunehmen sei, (2) die Beschwerdegegnerin (Patientin) zur Stellungnahme 
einzuladen sei und (3) die Frist für die Stellungnahme der Beschwerdegegnerin (Patientin) 
auf höchstens 10 Tage anzusetzen sei. 

F. Am 1. Juli 2022 duplizierte die Gesundheitsdirektion und beantragte, das 
Verfahren in Bezug auf das Gesuch der Beschwerdeführerin, gegenüber von Dritten das 
Behandlungsverhältnis zwischen ihr und der Patientin offenlegen zu dürfen, sei als 
gegenstandslos abzuschreiben. Hinsichtlich der Absicht der Beschwerdeführerin, Dritten 
über das Behandlungsverhältnis und den Inhalt der Google-Rezension hinaus weitere 
Einzelheiten aus der Krankengeschichte der Patientin zugänglich zu machen, sei die 
Beschwerde abzuweisen. 

G. Mit Schreiben vom 4. Juli 2022 gab das Verwaltungsgericht der Patientin 
Gelegenheit, zur Beschwerde Stellung zu nehmen. Das an die dem Gericht zum 
damaligen Zeitpunkt bekannte Adresse der Patientin in F.________ gerichtete Schreiben 
konnte jedoch nicht zugestellt werden. 

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H. Am 22. Juli 2022 reichte die Beschwerdeführerin eine Stellungnahme zur Duplik 
der Gesundheitsdirektion vom 1. Juli 2022 sowie zur Tatsache, dass das Gericht sein 
Schreiben vom 4. Juli 2022 der Patientin nicht zustellen konnte, ein. 

I. Weitere Eingaben erfolgten nicht. Auf die Ausführungen in den Rechtsschriften ist 
– soweit erforderlich – in den Erwägungen einzugehen. 

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Gemäss § 61 Abs. 1 Ziff. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes (VRG; 
BGS 162.1) ist die Beschwerde an das Verwaltungsgericht zulässig gegen 
Verwaltungsentscheide unterer kantonaler Verwaltungsbehörden, soweit sich ihre 
Entscheide auf Bundesrecht stützen und die Gesetzgebung keinen Weiterzug an den 
Regierungsrat oder das Bundesverwaltungsgericht vorsieht. Als Beschwerdeobjekt liegt 
eine Verfügung der Gesundheitsdirektion des Kantons Zug vom 7. März 2022 vor. Darin 
verweigerte die Gesundheitsdirektion der Beschwerdeführerin die Entbindung vom 
ärztlichen Berufsgeheimnis. Die Gesundheitsdirektion ist laut § 37 Abs. 2 lit. b des 
Gesetzes über das Gesundheitswesen im Kanton Zug (Gesundheitsgesetz, GesG; BGS 
821.1) die Aufsichtsbehörde im Sinne des Schweizerischen Strafgesetzbuchs (StGB; SR 
311.0) und erteilt die schriftliche Bewilligung über die Entbindung vom Berufsgeheimnis. 
Da kein gesetzlicher Weiterzug des Entscheides an den Regierungsrat oder an das 
Bundesverwaltungsgericht vorgesehen ist, kann die Verfügung der Gesundheitsdirektion 
vom 7. März 2022 direkt beim Verwaltungsgericht angefochten werden. Die 
Beschwerdeführerin als Adressatin der für sie mit Nachteilen verbundenen Verfügung ist 
zur Beschwerdeerhebung zweifellos legitimiert (§ 62 Abs. 1 VRG). Die Beschwerde 
erfolgte fristgerecht, und die Beschwerdeschrift erfüllt die an sie gestellten Anforderungen, 
weshalb sie zu prüfen ist.

Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des 
Verwaltungsgerichts (GO VG; BGS 162.11).

2.

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2.1 Nach Art. 40 Ingress und lit. f des Bundesgesetzes über die universitären 
Medizinalberufe (Medizinalberufegesetz, MedBG; SR 811.11) wahren Personen, die einen 
universitären Medizinalberuf in eigener fachlicher Verantwortung ausüben, das 
Berufsgeheimnis nach Massgabe der einschlägigen Vorschriften. Dieser dynamische 
Verweis bezieht sich in erster Linie auf das strafrechtlich geschützte Berufsgeheimnis 
gemäss Art. 321 StGB (vgl. Botschaft zum MedBG, BBl 2005 228 f.; Boris Etter, in: 
Medizinalberufegesetz, Stämpflis Handkommentar, 2006, Art. 40 N 36 ff.). Gemäss 
Art. 321 Ziff. 1 StGB werden Ärztinnen und Ärzte, die ein Geheimnis offenbaren, das ihnen 
infolge ihres Berufes anvertraut worden ist oder das sie in dessen Ausübung 
wahrgenommen haben, auf Antrag, mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe 
bestraft. Der Täter ist nicht strafbar, wenn er das Geheimnis auf Grund einer Einwilligung 
des Berechtigten oder einer auf Gesuch des Täters erteilten schriftlichen Bewilligung der 
vorgesetzten Behörde oder Aufsichtsbehörde offenbart hat (Art. 321 Ziff. 2 StGB). 
Vorbehalten bleiben die eidgenössischen und kantonalen Bestimmungen über die 
Zeugnispflicht und über die Auskunftspflicht gegenüber einer Behörde (Art. 321 Ziff. 3 
StGB; BGer 2C_1035/2016 vom 20. Juni 2017 E. 4.2; 2C_215/2015 vom 16. Juni 2016 E. 
3).

2.2 Im Zusammenhang mit Art. 40 Ingress und lit. f MedBG müssen auch das 
Datenschutzrecht sowie der privatrechtliche Schutz der Persönlichkeit des Patienten 
gemäss Art. 28 ZGB und die Verschwiegenheits- und Geheimhaltungspflicht des 
Beauftragten gemäss Art. 398 Abs. 1 OR i.V.m. Art. 321a Abs. 4 OR beachtet werden. 
Gemäss Art. 13 BV und Art. 8 EMRK fliesst das Arztgeheimnis aus dem 
verfassungsmässigen Anspruch auf Privatsphäre und dient dem Schutz der 
Geheimsphäre des Patienten (BGer 2C_37/2018 vom 15. August 2018 E. 6.2.3 mit 
weiteren Hinweisen). 

2.3 Nach § 16 GesG hat die Inhaberin oder der Inhaber der Bewilligung bei der 
Ausübung des Berufes alle Sorgfalt anzuwenden und nach den anerkannten Grundsätzen 
des Berufes, der Ethik und der Wirtschaftlichkeit zu arbeiten. Weiter sind gemäss 
§ 37 Abs. 1 GesG Personen, die einen Beruf des Gesundheitswesens ausüben, ihre 
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Betriebe 
des Gesundheitswesens verpflichtet, über Tatsachen zu schweigen, die ihnen in ihrer 
beruflichen Stellung anvertraut wurden oder von denen sie bei der Ausübung ihres 
Berufes Kenntnis erhielten. Von der Schweigepflicht befreit sind Personen bei Einwilligung 

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der oder des Berechtigten (§ 37 Abs. 2 lit. a GesG) oder bei schriftlicher Bewilligung der 
Gesundheitsdirektion als Aufsichtsbehörde im Sinne des StGB (§ 37 Abs. 2 lit. b GesG). 

3.
3.1 Die Verfügung der Gesundheitsdirektion vom 7. März 2022 wurde der 
Beschwerdeführerin persönlich anstatt ihrer anwaltlichen Vertretung eröffnet, obwohl die 
Gesundheitsdirektion Kenntnis von der anwaltlichen Vertretung der Beschwerdeführerin 
hatte und auch bereits in Kontakt mit den Rechtsvertretern stand. Vorab ist daher zu 
prüfen, ob die Verfügung deswegen an einem Mangel leidet. 

3.2 Das VRG enthält keine Bestimmungen hinsichtlich Mitteilungen bei Vorliegen 
eines Vertretungsverhältnisses, weswegen hier entsprechend der nicht abschliessenden 
Liste (vgl. dazu BGE 117 V 185 E. 1c; 112 Ia 180 E. 3d) von Art. 1 Abs. 3 des 
Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren (Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG; 
SR 172.021) die Normen des VwVG zur Anwendung kommen. Gemäss Art. 11 Abs. 3 
VwVG hat die Behörde bei Vorliegen eines Vertretungsverhältnisses Mitteilungen an den 
Vertreter und nicht an den Vertretenen zu machen. Die Behörde hat sich in allen Belangen 
an den Vertreter zu wenden (Res Nyffenegger, in: Kommentar VwVG, 2. Aufl. 2019, 
Art. 11 N 27). Vorliegend teilte die Beschwerdeführerin der Gesundheitsdirektion bereits 
mit ihrem Gesuch um Entbindung vom ärztlichen Berufsgeheimnis mit, dass sie anwaltlich 
vertreten ist. Zudem hatten die Rechtsvertreter bereits Kontakt per E-Mail mit einer 
Mitarbeiterin der Gesundheitsdirektion. Wird eine Verfügung oder ein Entscheid entgegen 
Art. 11 Abs. 3 VwVG direkt der Partei und nicht ihrem Vertreter mitgeteilt, stellt dies einen 
Eröffnungsmangel dar, woraus der Partei kein Nachteil erwachsen darf (Nyffenegger, 
a.a.O., Art. 11 N 28). Die Mitteilung einer Verfügung oder eines Entscheids an die Partei 
anstatt an den Vertreter ist mangelhaft, aber nicht ungültig oder nichtig. Folge davon ist, 
dass die Rechtsmittelfrist entgegen der Vorschrift von Art. 20 VwVG nicht zu laufen 
beginnt, bis die Verfügung oder der Entscheid (auch) dem Vertreter mitgeteilt worden ist 
(Nyffenegger, a.a.O., Art. 11 N 30; vgl. auch BGE 113 Ib 296 E. 2b). Vorliegend wurde die 
Verfügung unbestrittenermassen nicht den Rechtsvertretern, sondern der 
Beschwerdeführerin selbst übermittelt, womit die Verfügung mangelhaft eröffnet wurde. 
Die Frist hätte erst mit der Zustellung an die Rechtsvertreter am 14. März 2022 respektive 
am darauffolgenden Tag zu laufen begonnen. Das Vorbringen der Rechtsvertreter der 
Beschwerdeführerin, ihnen sei durch die mangelhafte Eröffnung weniger Zeit für die 

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Beschwerde geblieben, läuft ins Leere, da es ihnen erlaubt gewesen wäre, die 
Beschwerde erst innerhalb von 30 Tagen nach Erhalt von ihrer Klientin (14. März 2022) 
einzureichen. Dass die Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin die Beschwerde bereits 
am 7. April 2022 einreichten, war von ihnen freiwillig gewählt. Sie konnten sich zudem 
auch noch während des Schriftenwechsels vor Gericht genügend äussern. Der 
Beschwerdeführerin ist somit trotz der mangelhaften Zustellung kein Nachteil erwachsen. 

4. Strittig und zu prüfen ist, ob die Verfügung der Gesundheitsdirektion vom 7. März 
2022, in welchem die Entbindung der Beschwerdeführerin vom Berufsgeheimnis, 
abgelehnt wurde, rechtmässig war. Zunächst zu fragen ist zudem, ob nicht ein Teil der 
Beschwerde gar gegenstandslos geworden ist.

5.
5.1 Von Gegenstandlosigkeit spricht man, wenn das Verfahren während der 
Rechtshängigkeit seinen Gegenstand verliert, so dass das aktuelle und praktische 
Rechtsschutzinteresse an der autoritativen Entscheidung der Streitsache entfällt und das 
Verfahren hinfällig wird. Dies kann aus ganz unterschiedlichen Gründen geschehen; 
typische Fallgruppen sind insbesondere folgende (Alain Griffel, in: Kommentar zum 
Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich [VRG], 3. Aufl. 2014, § 28a N 11):
- der geltend gemachte Nachteil könnte selbst bei Gutheissung des Rekurses nicht 

mehr behoben werden;
- die angefochtene Anordnung hat infolge Wiedererwägung, Widerrufs oder Zeitablaufs 

zu existieren aufgehört;
- der private Rekursgegner hat das streitige Bewilligungsgesuch zurückgezogen;
- der Rekurrent hat auf die Bewilligung, deren Entzug streitig ist, nachträglich verzichtet;
- das Streitobjekt ist untergegangen oder seitens des Rekurrenten veräussert worden;
- die betroffene Person ist gestorben, und es liegen personenbezogene, unvererbliche 

Ansprüche im Streit.

5.1.1 Die Beschwerdeführerin führt in ihrer Replik vom 3. Juni 2022 aus, dass sich das 
(angebliche) Pseudonym "E.________" aufgrund öffentlich zugänglicher Informationen der 
Beschwerdegegnerin (Patientin) zuordnen lasse. Unter dieser Bezeichnung finde man auf 
Instagram ein (öffentliches) Benutzerkonto sowie die E.________ GmbH, die gemäss 
Handelsregisterauszug am Wohnort der Patientin domiziliert sei. Entsprechend habe die 
Beschwerdegegnerin (Patientin) gerade nicht "bewusst ein Pseudonym verwendet und 
damit ihre Identität und das Patientenverhältnis nicht öffentlich gemacht". Hätte sie ihre 

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Identität tatsächlich verbergen wollen, hätte sie ein anderes (ihr nicht zuordenbares) 
Pseudonym gewählt. 

5.1.2 Die Gesundheitsdirektion bringt hierzu in ihrer Duplik vom 1. Juli 2022 vor, wie aus 
den neuen (von der Beschwerdeführerin am 3. Juni 2022 eingereichten Unterlagen) 
hervorgehe, lasse sich das Pseudonym der Patientin mittels öffentlich zugänglicher 
Quellen (Internet, Handelsregister) direkt dem Namen und der Adresse der Patientin 
zuordnen. Damit habe die Patientin den Umstand, dass sie bei der Beschwerdeführerin in 
Behandlung war, selbst im Internet offengelegt. So wie die Rechtsvertretung der 
Beschwerdeführerin aufgrund einer simplen Internetsuche offenbar problemlos habe 
feststellen können, um wen es sich bei der Patientin handle, könne auch jede andere 
Person vom Google-Eintrag auf das Behandlungsverhältnis schliessen. Es handle sich bei 
diesem folglich nicht um ein Geheimnis im Sinne von Art. 321 StGB. Die Beschwerde sei 
in dieser Hinsicht gegenstandslos. 

5.1.3 Die Beschwerdeführerin widerspricht in ihrer Eingabe vom 22. Juli 2022 diesen 
Ausführungen und bringt vor, die Beschwerde sei hinsichtlich der Identität der 
Beschwerdegegnerin (Patientin) und des Behandlungsverhältnisses nicht gegenstandlos, 
denn entgegen der (neuen) Auffassung der Vorinstanz lasse sich das Benutzerkonto mit 
dem Pseudonym "E.________" der Beschwerdeführerin (Patientin) nicht direkt zuordnen. 
Es habe zwar aufgrund der öffentlich zugänglichen Informationen eine Vermutung 
bestanden, dass es sich um diese Person handle, aber keine Sicherheit. Sie als 
Rechtsvertreter hätten erst mit Erhalt der Vernehmlassungsbeilagen diesbezüglich 
Gewissheit erlangt. Ebenso falsch sei die Aussage, es handle sich bei der Identität der 
Beschwerdegegnerin (Patientin) nicht um ein Geheimnis im Sinne von Art. 321 StGB. Die 
Beschwerdegegnerin (Patientin) verwende zwar ein Pseudonym, welches grosse 
Ähnlichkeiten zu ihrem bürgerlichen Namen aufweise, aber es bestehe (ohne zusätzliche 
Informationen) keine Gewissheit, dass es sich tatsächlich um sie handle. 

5.1.4 Vorliegend ist festzustellen, dass die Patientin zwar ein Pseudonym für ihre 
Online-Bewertung verwendete, dieses Pseudonym aber in der Öffentlichkeit (auf sozialen 
Medien wie Facebook, Twitter, Instagram oder auch Youtube) benutzt, um ihre 
G.________ zu präsentieren, welche wiederum von der E.________ GmbH hergestellt 
werden (www.D.________.com). Unter dieser Internetseite ist als CEO und Gründerin 
auch das Pseudonym "E.________" angegeben, was darauf schliessen lässt, dass die 
Patientin sich unter diesem Pseudonym der breiten Öffentlichkeit präsentiert. In der 

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Rezension der Beschwerdeführerin verwendete die Patientin auch ein Bild mit dem 
Schriftzug der E.________ GmbH, welches eine weitere direkte Verbindung zwischen der 
Rezension, dem Pseudonym und der E.________ GmbH darstellt. Im öffentlich 
zugänglichen Handelsregister sind unter der E.________ GmbH wiederum der echte 
Name der Patientin und deren Adresse für Dritte frei zugänglich. Aus diesem Grund ist der 
Gesundheitsdirektion zuzustimmen, dass die Patientin mit ihrer Rezension, bei welcher sie 
ihr bekanntes Pseudonym verwendet hatte, selbst veröffentlichte, dass sie Patientin der 
Beschwerdeführerin gewesen war. Folglich kann es sich hierbei auch nicht mehr um ein 
Geheimnis im Sinne von Art. 321 StGB handeln, welches eine Entbindung vom 
Arztgeheimnis notwendig machen würde. Eine Entbindung der Beschwerdeführerin 
hinsichtlich der Offenlegung des Patientenverhältnisses zwischen ihr und der Patientin 
gegenüber Dritten ist nicht mehr notwendig, und dieser Teil der Beschwerde ist somit – 
entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin – gegenstandslos und entsprechend 
abzuschreiben.

5.2 Zu prüfen bleibt, ob die Ablehnung der Entbindung der Beschwerdeführerin von 
ihrem Berufsgeheimnis hinsichtlich weiterer Einzelheiten aus der Krankengeschichte 
zulässig ist. 

5.2.1 Nach der ausdrücklichen Bestimmung von Art. 321 Ziff. 2 StGB entfällt die 
Strafbarkeit des Geheimnisträgers, wenn eine Einwilligung der berechtigten Person (auch 
konkludent möglich [vgl. BGer 2C_37/2018 vom 15. August 2018 E. 6.3.1 mit weiteren 
Hinweisen]) oder eine auf Gesuch des Geheimnisträgers erteilte schriftliche Bewilligung 
der vorgesetzten Behörde oder Aufsichtsbehörde vorliegt. Die Gesundheitsdirektion des 
Kantons Zug entscheidet gemäss § 37 Abs. 2 lit. b GesG i.V.m. Art. 321 Ziff. 2 StGB 
(zweiter Teilsatz) über die Entbindung der Ärztinnen und Ärzte von ihrem 
Berufsgeheimnis. Dem Gesetz ist nicht zu entnehmen, unter welchen Voraussetzungen 
eine Entbindung bewilligt wird; dies steht im pflichtgemässen Ermessen der Behörde (vgl. 
BGer 2C_37/2018 vom 15. August 2018 E. 6.4.2; Trechsel/Vest, in: Schweizerisches 
Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 4. Aufl. 2021, Art. 321 N 34). Dabei soll eine 
Befreiung grundsätzlich nur soweit gehen, als es im konkreten Fall, unter Berücksichtigung 
der Geheimsphäre des Geheimnisherrn, notwendig ist (BGer 2C_37/2018 vom 15. August 
2018 E. 6.4.2 mit weiteren Hinweisen). Materiell wegleitend ist die Rechtsgüter- und 
Interessenabwägung, wobei nur ein deutlich überwiegendes öffentliches oder privates 
Interesse eine Befreiung rechtfertigt (vgl. BGE 142 II 307 E. 4.3.3; BGer 2C_270/2018 
vom 15. März 2019 E. 2.1.2 mit weiteren Hinweisen; 2C_215/2015 vom 16. Juni 2016 

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E. 5.1; Trechsel/Vest, a.a.O., Art. 321 N 34). Im Rahmen der Interessenabwägung ist 
insbesondere zu berücksichtigen, dass das Berufsgeheimnis an sich ein gewichtiges 
Rechtsgut ist (BGer 2C_215/2015 vom 16. Juni 2016 E. 5.1). Das Bundesgericht stufte 
unter anderem die Absicherung vor möglichen Regressforderungen seitens eines 
operierenden Chefarztes im Staatshaftungsprozess gegen einen Spitalverband als ein 
überwiegendes Interesse ein (vgl. BGer 2C_361/2012 vom 19. September 2012 E. 2.4). 
Das Bundesgericht hat weiter – unter Beizug der Rechtsprechung zum Anwaltsgeheimnis 
– festgehalten, dass eine Entbindung des Arztes bewilligt werden könnte, wenn es darum 
geht, seine eigenen Forderungen gegenüber Patienten durchzusetzen oder umgekehrt 
Schadenersatzforderungen von Patienten abzuwehren. Das Interesse an der Ermittlung 
der materiellen Wahrheit ist jedoch per se kein überwiegendes Interesse (BGer 
2C_37/2018 vom 15. August 2018 E. 6.4.2; 2C_215/2015 vom 16. Juni 2016 E. 5.2). 
Abgelehnt hat das Bundesgericht die Entbindung vom Arztgeheimnis im Falle von zwei 
Erben, die Einsicht in die Krankengeschichte ihrer verstorbenen Eltern nehmen wollten, 
ohne dass ein unmittelbarer Zusammenhang zu einem hängigen zivilrechtlichen Verfahren 
bestanden hätte (vgl. BGer 2C_1035/2016 vom 20. Juli 2017). 

5.2.2 Die Beschwerdeführerin führt hinsichtlich der Interessenabwägung aus, die von 
der Patientin vorgenommene Bewertung sei geeignet, bei den gegenwärtigen und 
möglichen zukünftigen Kunden der Beschwerdeführerin ein falsches Bild zu erzeugen. 
Angesichts der Veröffentlichung auf Google Business erreiche die Bewertung ein breites 
Publikum (mindestens 90 % aller Suchen würden über Google erfolgen). Entsprechend 
schädige die Bewertung die Praxis der Beschwerdeführerin fortlaufend, und es sei dieser 
ein Anliegen, die Bewertung möglichst rasch entfernen zu lassen. Gemäss 
bundesgerichtlicher Rechtsprechung sei auf Grund einer Abwägung sämtlicher auf dem 
Spiel stehenden Interessen zu prüfen, ob die Entbindung zu bewilligen sei. Die 
Interessenabwägung sei nicht abstrakt, sondern aufgrund der konkreten im Einzelfall 
betroffenen Interessen vorzunehmen. Die von der Vorinstanz vorgenommene 
Interessenabwägung sei aus verschiedenen Gründen nicht korrekt. Sie unterlasse es 
insbesondere, die (angeblichen) Geheimhaltungsinteressen der Beschwerdegegnerin 
(Patientin) zu ermitteln bzw. diese in der Verfügung wiederzugeben und zu würdigen. Bei 
der Ermittlung des Interesses der Beschwerdeführerin lege die Vorinstanz dagegen einen 
(unzulässigen) hohen Standard an und entscheide über Rechtsfragen, für die sie sachlich 
nicht zuständig sei. Die Vorinstanz erwähne mit keinem Wort die Tatsache, dass die 
Beschwerdegegnerin (Patientin) ihr Behandlungsverhältnis sowie (bestrittene) 
Einzelheiten daraus öffentlich bekannt gemacht habe. Das Geheimhaltungsinteresse sei 

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(sofern und soweit es nicht ohnehin entfalle) offensichtlich gering. Zudem habe die 
Vorinstanz der Patientin das rechtliche Gehör gewährt. Da sich die Patientin innert der ihr 
angesetzten Frist nicht habe vernehmen lassen (und namentlich der Vorinstanz nicht 
mitgeteilt habe, ob und gegebenenfalls weshalb sie einer Entbindung nicht zustimmen 
möchte), sei darin (wenn überhaupt) ein geringes Geheimhaltungsinteresse zu erblicken. 
Die kurze Dauer und wenig intensive Natur der Behandlung führten dazu, dass der 
Beschwerdeführerin nur wenige Angaben zur Patientin vorlägen (und noch weniger 
besonders schützenswerte Personendaten, wie z.B. Gesundheitsdaten). Auch dies 
spreche für ein höchstens geringes Geheimhaltungsinteresse der Patientin. Entgegen dem 
angeblichen Interesse der Patientin an der Geheimhaltung ihres 
Behandlungsverhältnisses stehe das Interesse der Beschwerdeführerin entgegen, 
rechtlich gegen sie betreffende widerrechtliche Inhalte im Internet vorzugehen. 
Wesentliche Sachverhaltselemente seien nicht berücksichtigt worden. Zum Beispiel: Der 
Vorwurf, die Beschwerdeführerin sei "keine richtige Ärztin", wiege im Bereich der 
H.________ Behandlungen besonders schwer. Es gebe dort immer wieder Fälle von 
H.________ Behandlungen, welche durch nicht qualifizierte Personen vorgenommen 
würden. Die Vorinstanz übergehe auch die bestehende Rechtsprechung zur Entbindung 
vom ärztlichen Berufsgeheimnis. Gemäss Bundesgericht sei die Schweigepflicht dem 
Berufsgeheimnisträger dann nicht zumutbar, wenn sie ihn daran hindere, Angriffe auf 
seine Ehre zurückzuweisen oder einen ungerechtfertigten erheblichen Vermögensnachteil 
abzuwenden. 

5.2.3 Demgegenüber hält die Gesundheitsdirektion fest, dem Schutz von 
Gesundheitsdaten in der Schweiz werde ein sehr hoher Stellenwert zugemessen. Eine 
Ärztin oder ein Arzt, die oder der ohne Zustimmung seiner Patientin oder seines Patienten 
das Behandlungsverhältnis oder Geheimnisse daraus offenbare, mache sich eines 
Vergehens strafbar (Art. 321 StGB). Es bestehe mithin eine gesetzliche Vermutung, dass 
Ärztinnen und Ärzte das Berufsgeheimnis achten müssen; dieses müsse von den 
Patienten nicht erst eingefordert, glaubhaft gemacht oder bewiesen werden. Es gehe 
daher nicht an, der Patientin vorzuwerfen, sie habe sich im Verfahren nicht vernehmen 
lassen, und aus diesem Umstand zu schliessen, ihr Geheimhaltungsinteresse sei gering 
oder inexistent. Bei der Entbindung vom Berufsgeheimnis sei nicht, wie die 
Beschwerdeführerin ausführe, bloss eine Plausibilitätsprüfung vorzunehmen. Gerade beim 
Wunsch einer Ärztin oder eines Arztes, sich aus eigenen Interessen nicht mehr an das 
Berufsgeheimnis zu halten, seien die vorgebrachten Argumente kritisch zu prüfen. Denn 
ein Entscheid der Aufsichtsbehörde sei stets nur subsidiär zum Entscheid der betroffenen 

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Patientinnen und Patienten. Es brauche deshalb klar überwiegende Gründe, damit die 
Aufsichtsbehörde sich über den Willen der Patientin hinwegsetzen und das 
Berufsgeheimnis ausser Kraft setzen könne. Würde der Argumentation der 
Beschwerdeführerin gefolgt, müsste die Aufsichtsbehörde in jedem Fall, in dem eine Ärztin 
oder ein Arzt mit einem Eintrag auf einer Bewertungsseite nicht einverstanden sei, 
automatisch das Berufsgeheimnis aufheben; denn eine inhaltliche Überprüfung wäre 
unzulässig. Dies entspreche nicht dem Willen des Gesetzgebers, der eine Aufhebung des 
Berufsgeheimnisses auf Betreiben der Ärztin oder des Arztes nur bei klarem Überwiegen 
von deren Eigeninteressen vorsehe. Zudem hätte die Beschwerdeführerin auch ohne 
Entbindung vom Berufsgeheimnis die Möglichkeit, den entsprechenden Eintrag bei Google 
My Business zu melden und einen Verstoss gegen die Nutzungsrichtlinien geltend zu 
machen. Für eine solche Meldung sei die Herausgabe zusätzlicher Angaben über die 
Patientin an Google nicht notwendig. 

5.2.4 Hiergegen bringt die Beschwerdeführerin in ihrer Replik vor, betreffend 
(angebliche) Geheimhaltungsinteressen sei auch das Verhalten der Patientin zu 
berücksichtigen. Denn diese habe die Angaben im Internet veröffentlicht. Diese Tatsache 
müsse von der Vorinstanz berücksichtigt und gewürdigt werden. Der Patientin sei – wieder 
entgegen der Vorinstanz – auch eine Mitwirkungspflicht zumutbar. Das (angebliche) 
Pseudonym ("E.________") lasse sich aufgrund öffentlich zugänglicher Informationen der 
Patientin zuordnen. Entsprechend habe die Patientin gerade nicht "bewusst ein 
Pseudonym verwendet und damit ihre Identität und das Patientenverhältnis nicht öffentlich 
gemacht" (wie von der Gesundheitsdirektion vorgebracht). Hätte sie ihre Identität 
verbergen wollen, hätte sie ein anderes (ihr nicht zuordenbares) Pseudonym gewählt. Die 
Vorinstanz mache auch falsche Sachverhaltsaussagen: Die Beschwerdeführerin habe 
nicht bei Google My Business ein Unternehmensprofil erstellt. Ein solches werde 
automatisch erstellt, wenn Personen Bewertungen verfassten, und lasse sich nicht 
verhindern. Gerade deshalb sei die Beschwerdeführerin darauf angewiesen, 
widerrechtliche Bewertungen bekämpfen zu können. 

5.2.5 Die Gesundheitsdirektion äussert sich hierzu abschliessend und führt aus, es sei 
weiterhin nicht nachvollziehbar, inwiefern die Beschwerdeführerin ein klar überwiegendes 
Interesse daran haben sollte, zusätzlich zum Behandlungsverhältnis (hinsichtlich 
Behandlungsverhältnis ist die Beschwerde gegenstandlos geworden, siehe hierzu 
Erwägungen 5.1–5.1.4) und dem Inhalt des Google-Eintrags weitere Details aus der 
Krankengeschichte offenzulegen. Was nicht im Google-Eintrag enthalten sei, brauche 

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Urteil V 2022 30

auch nicht Thema allfälliger rechtlicher Schritte gegen die Patientin wegen dieses Eintrags 
zu werden. Es sei insbesondere mit Blick auf den Wortlaut der Rezension nicht erkennbar, 
welches Interesse die Beschwerdeführerin haben sollte, neben dem 
Behandlungsverhältnis zusätzliche Informationen (Erkrankung der Patientin, Dauer und Art 
der Behandlung, Einträge in der Krankengeschichte, Unterlagen aus dem 
Patientendossier etc.) Dritten zugänglich zu machen. In Bezug auf diese 
Zusatzinformation bestehe kein überwiegendes Offenlegungsinteresse, weshalb die 
Entbindung diesbezüglich zurecht verweigert worden sei. 

5.3 Es ist eine Interessenabwägung zwischen den Interessen der Beschwerdeführerin 
und denen der Patientin vorzunehmen, wobei nur ein überwiegendes öffentliches oder 
privates Interesse eine Befreiung der Beschwerdeführerin vom Berufsgeheimnis 
rechtfertigt.

5.3.1 Vorliegend handelt es sich beim Interesse der Patientin um den Schutz ihrer 
Geheimsphäre. Aufgrund des Berufsgeheimnisses konnte sie sich gegenüber der 
Beschwerdeführerin und deren Mitarbeitenden frei äussern und darauf vertrauen, dass 
das Gesagte sowie die Krankenakten geheim gehalten würden. Die Beschwerdeführerin 
hat hingegen das Interesse, rechtlich gegen sie betreffende Inhalte im Internet 
vorzugehen.

5.3.2 Die Gesundheitsdirektion bringt zur behaupteten widerrechtlichen 
Persönlichkeitsverletzung der Online-Bewertung der Patientin vor, es handle sich beim 
fraglichen Eintrag – entgegen der Ausführungen der Beschwerdeführerin – nicht um eine 
widerrechtliche Bewertung. Die Kritik in der Google-Rezension beziehe sich 
ausschliesslich auf die berufliche Tätigkeit der Beschwerdeführerin und auf das Angebot 
der Praxis, ohne sich negativ über die Beschwerdeführerin als Privatperson zu äussern. 
Der Eintrag sei zwar durchaus kritisch, entspreche jedoch in seinem Gesamteindruck einer 
nicht unüblichen negativen Bewertung auf einem Bewertungsportal. Die 
Gesundheitsdirektion verweist auf die Empfehlung der Verbindung der Schweizer 
Ärztinnen und Ärzte (FMH) zum Umgang mit Online-Bewertungen. Die FMH empfehle, 
negative Bewertungen zu dulden und nur dann gegen die Bewertung vorzugehen, wenn 
sie herabwürdigend oder beleidigend formuliert werden würden. Die FMH mache in ihren 
Empfehlungen konkrete Beispiele zur Einschätzung von Online-Bewertungen. So sei ein 
zu tolerierender Eintrag folgendermassen: "Die Wartezeiten sind unglaublich lang, das 
Empfangspersonal unfreundlich und der Arzt arrogant. Er hat mir nach einer Stunde 

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Wartezeit kaum zugehört und mir nach fünf Minuten eine Unmenge an Medikamenten 
gegeben. Nach Einholen einer Zweitmeinung kam heraus, dass der Grossteil der 
Medikamente unnötig war. Ich kann diesen Arzt niemandem empfehlen!" Ein 
ehrverletzender Eintrag sei hingegen: "So ein A… von Arzt. Zuerst behandelt mich die Kuh 
von Empfangsdame wie einen Idioten und dann muss ich über eine Stunde warten, bevor 
mich dieser arrogante Kerl kurz anguckt und mit einer Unmenge an teils schädlichen 
Medikamenten wieder nach Hause schickt. Dieser Arzt ist eine Gefahr für die 
Allgemeinheit!". Im Vergleich sei die Bewertung auf dem Onlineprofil der 
Beschwerdeführerin innerhalb eines "zu tolerierenden" Rahmens anzusiedeln. 

5.3.3 Hierzu entgegnet die Beschwerdeführerin, dass sich die Gesundheitsdirektion 
nicht an die Stelle des zuständigen Zivilgerichts setzen dürfe. Insbesondere übersehe die 
Gesundheitsdirektion, dass auch das Bundeszivilrecht der Meinungsäusserungsfreiheit 
Grenzen setze (nicht nur das Strafrecht mit den Ehrverletzungsdelikten). Der verfehlte 
Prüfungsansatz, den die Vorinstanz wähle, widerspiegle sich auch im Verweis auf die 
Empfehlung des Schweizer Berufsverbands der Ärzte. Diese Empfehlung enthalte bereits 
bei einer oberflächlichen Durchsicht Rechtsfehler (so würden dort z.B. zahlreiche 
Ausführungen zum Bundesgesetz über den Datenschutz ["DSG"] vorgetragen, obwohl die 
Ärzteschaft mehrheitlich den kantonalen Datenschutzbestimmungen unterstehen würden) 
und sei ersichtlich nicht als Leitfaden für rechtliche Entscheide ausgestaltet. Zudem solle 
am gewählten Beispiel eines gemäss einer Ärzteschaft, "zu tolerierenden Eintrags" 
aufgezeigt werden, dass sich die Widerrechtlichkeit nicht pauschal ausschliessen lasse: 
"Die Wartezeiten sind unglaublich lang, das Empfangspersonal unfreundlich und der Arzt 
arrogant. Er hat mir nach einer Stunde Wartezeit kaum zugehört und mir nach fünf 
Minuten eine Unmenge an Medikamenten gegeben. Nach Einholen einer Zweitmeinung 
kam heraus, dass der Grossteil der Medikamente unnötig war. Ich kann diesen Arzt 
niemandem empfehlen!". Wenn die gemachten Aussagen (eines angeblichen Patienten) in 
Wirklichkeit nicht zutreffen würden, sei diese Bewertung rechtlich nicht zulässig (Verstoss 
gegen Art. 3 lit. a des Bundesgesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb [UWG]). Die 
Herabsetzung dieser hypothetischen Praxis sei (trotz fehlender sprachlicher 
Entgleisungen) offensichtlich. Ohnehin seien Aussagen wie "Unmengen an 
Medikamenten" sowie "der Grossteil der Medikamente war unnötig" nicht unproblematisch, 
da diese beim Durchschnittsleser namentlich den Eindruck der mangelnden Kompetenz, 
der Gefährdung der Patientengesundheit und der unnötigen Kosten erwecken würden. 
Ferner sei auch der Verweis auf eine angebliche Zweitmeinung, welche die Behandlung 
durch den ersten Arzt als fraglich erscheinen lasse, im Einzelfall zu prüfen. Kurz: Allein 

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fehlende Kraftausdrücke oder fehlende strafrechtlich relevante Äusserungen würden eine 
Bewertung nicht zulässig machen. 

5.3.4 Vorliegend ist der Beschwerdeführerin insoweit zuzustimmen, wenn sie – 
zumindest sinngemäss – geltend macht, dass die Bestimmung von Art. 28 ZGB 
gegenüber dem Staat oder anderen Körperschaften des öffentlichen Rechts, die im 
Rahmen ihrer Befugnisse handeln, nicht angerufen werden kann (BGer 2C_37/2018 E. 8 
mit Verweis auf BGE 134 I 229 E. 3.1). Nichtsdestotrotz muss die Gesundheitsdirektion, 
um überhaupt über die Entbindung im vorliegenden Fall entscheiden bzw. die 
Interessenabwägung vornehmen zu können, den Online-Beitrag hinsichtlich seiner 
möglichen Widerrechtlichkeit soweit möglich vorfrageweise überprüfen. Dabei ist dem 
Vorbringen der Gesundheitsdirektion zuzustimmen, dass der Eintrag respektive die 
Online-Bewertung der Patientin zwar durchaus kritisch ist, jedoch in seinem 
Gesamteindruck einer nicht unüblichen negativen Bewertung auf einem Bewertungsportal 
entspricht und die Schwelle der Widerrechtlichkeit noch nicht erreicht hat, womit das 
Interesse der Beschwerdeführerin an der Beseitigung der Bewertung als gering zu 
beurteilen ist. Bei der hierbei durch die Vorinstanz vorgenommenen Interessenabwägung 
wurden nach Ansicht des Gerichts die Interessen der Beschwerdeführerin in gebührender 
und rechtsgenüglicher Weise berücksichtigt und gewürdigt.

5.3.5 Weiter ist festzuhalten, dass, da die Entbindung vom Berufsgeheimnis hinsichtlich 
der Offenbarung des Patientenverhältnisses zwischen der Beschwerdeführerin und der 
Patientin gegenüber Dritten wegen Gegenstandslosigkeit hinfällig geworden ist (E. 5.1.4), 
es der Beschwerdeführerin bereits jetzt möglich gewesen wäre, beim zuständigen Gericht 
gegen die Rezension vorzugehen. Dafür ist die Preisgabe von weiteren Einzelheiten aus 
der Krankengeschichte der Patientin nicht notwendig, da in einem solchen Fall einzig die 
Rezension und der darin verwendete Wortlaut analysiert werden müssten. Demnach ist – 
wie richtigerweise von der Gesundheitsdirektion vorgebracht – nicht ersichtlich, dass die 
Offenlegung der zusätzlichen Informationen aus der Krankengeschichte zum bereits 
öffentlichen Patientenverhältnis ein überwiegendes öffentliches oder privates Interesse 
darstellen würde, welches eine Entbindung der Beschwerdeführerin vom Berufsgeheimnis 
rechtfertigt. Das Interesse der Patientin am Schutz der weiteren Einzelheiten aus ihrer 
Krankengeschichte ist hoch zu bewerten, und das Interesse der Beschwerdeführerin 
rechtlich gegen die Bewertung vorzugehen, überwiegt nicht. 

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6. Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Gesundheitsdirektion zu Recht das 
Gesuch der Beschwerdeführerin um Entbindung vom ärztlichen Berufsgeheimnis 
abgewiesen hat. Die Beschwerde erweist sich als unbegründet und ist abzuweisen, soweit 
sie nicht gegenstandslos geworden ist.

7. In ihrer Replik vom 3. Juni 2022 stellte die Beschwerdeführerin die folgenden 
prozessualen Anträge:

"1. Die Beschwerdegegnerin (Patientin) sei als Partei in das Rubrum aufzunehmen.

2. Die Beschwerdegegnerin (Patientin) sei zur Stellungnahme einzuladen.

3. Die Frist für die Stellungnahme der Beschwerdegegnerin (Patientin) sei auf höchstens 10 Tage 
anzusetzen." 

Dem prozessualen Antrag Nr. 2 entsprach das Gericht, indem es mit Schreiben vom 4. Juli 
2022 der Patientin Gelegenheit gab, zur Beschwerde Stellung zu nehmen. Es setzte ihr 
dafür jedoch entgegen dem Antrag der Beschwerdeführerin eine Frist von 20 Tagen. Das 
entsprechend der Rubrik "Mitteilung an" der Verfügung der Gesundheitsdirektion vom 
7. März 2022 an die dem Gericht einzig bekannte Adresse der Patientin gerichtete 
Einschreiben retournierte die Schweizer Post mit dem Vermerk "Empfänger konnte unter 
angegebener Adresse nicht ermittelt werden". Darauf erfolgte Abklärungen bei der 
Einwohnerkontrolle F.________ ergaben, dass die Patientin am 2. November 2021 ohne 
Angabe einer Adresse in die USA weggezogen war. Das bedeutet, dass es – wenn 
überhaupt – nur unter erschwerten Bedingungen möglich wäre, von der Patientin eine 
Stellungnahme erhältlich zu machen. Weil aber – wie aufgezeigt – die Beschwerde 
abzuweisen ist und die Patientin somit durch das Urteil nicht belastet ist, erübrigt sich die 
Gewährung des rechtlichen Gehörs sowieso. Da es nicht gelungen ist, die Patientin in das 
Verfahren einzubeziehen, ist sie zudem weder als Beschwerdeführerin noch als weitere 
Verfahrensbeteiligte in das Rubrum aufzunehmen. Die prozessualen Anträge Nrn. 1 und 3 
sind daher abzuweisen.

8. Da die Beschwerdeführerin unterliegt, hat sie gestützt auf § 23 Abs. 1 Ziff. 3 VRG 
die Kosten des Verfahrens von Fr. 2'000.– zu übernehmen. Davon sind Fr. 1'000.– mit 
dem in dieser Höhe geleisteten Kostenvorschuss zu verrechnen. Die restlichen Fr. 1'000.– 
werden der Beschwerdeführerin in Rechnung gestellt. Anspruch auf eine 
Parteientschädigung besteht nicht.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird in Bezug auf die Entbindung vom ärztlichen 
Berufsgeheimnis hinsichtlich der Offenbarung des Patientenverhältnisses 
zwischen der Beschwerdeführerin und der Patientin gegenüber Dritten als 
gegenstandslos geworden abgeschrieben und im Übrigen abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 2'000.– werden der Beschwerdeführerin auferlegt. 
Davon werden Fr. 1'000.– mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. Die 
restlichen Fr. 1'000.– werden der Beschwerdeführerin in Rechnung gestellt.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Lausanne Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an die Rechtsvertretung der Beschwerdeführerin (im Doppel; Rechnung 
folgt nach Rechtskraft des Urteils), an die Gesundheitsdirektion des Kantons Zug 
und zum Vollzug von Ziffer 2 des Dispositivs an die Finanzverwaltung des Kantons 
Zug (nur Rubrum und Dispositiv). 

Zug, 21. November 2022
Im Namen der
VERWALTUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Der Gerichtsschreiber

versandt am