# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bbedb7cf-5bde-568d-9359-3d8c5d99bbd0
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-12-09
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 09.12.2025 D-4269/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4269-2025_2025-12-09.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-4269/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  9 .  D e z e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Daniela Brüschweiler, 

mit Zustimmung von Richter Lorenz Noli;   

Gerichtsschreiberin Sandra Bisig. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (...), Türkei und Italien,  

B._______, geboren am (...), Türkei, 

und die Kinder 

C._______, geboren am (...), Italien,   

D._______, geboren am (...), Italien,   

E._______, geboren am (...), Italien,   

F._______, geboren am (...), Italien,   

G._______, geboren am (...), Italien,   

H._______, geboren am (...), (europäisches Land),   

alle vertreten durch Urs Jehle, Rechtsschutz für  

Asylsuchende, (...),  

Beschwerdeführende,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch (sicherer Drittstaat)  

und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 4. Juni 2025 / N (...). 

 

D-4269/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die Beschwerdeführenden suchten am 17. März 2025 in der Schweiz um 

Asyl nach. 

B.  

Am 21. März 2025 mandatierten sie ihre (zugewiesene) Rechtsvertretung. 

C.  

C.a Am 11. April 2025 wurden B._______ (nachfolgend: Beschwerdefüh-

rerin) sowie C._______ und am 5. Mai 2025 A._______ (nachfolgend: Be-

schwerdeführer) namentlich zu ihren Aufenthaltsorten und ihren Gesuchs-

gründen befragt respektive angehört. Dabei erklärten sie im Wesentlichen, 

sie hätten etwa die letzten (...) Jahre in (europäisches Land) (I._______) 

gelebt, wo der Beschwerdeführer ein gutlaufendes (...) gehabt habe. Er sei 

dann aber kokain- sowie spielsüchtig geworden und habe hohe Schulden 

bei Hehlern respektive der italienischen Mafia gemacht, die er finanziell 

nicht mehr habe tragen können. Die betreffenden Leute hätten ihm daher 

gedroht, ihm oder seinen Kindern etwas anzutun. Ausserdem sei er von 

ihnen mehrmals verletzt worden. Aufgrund seiner Probleme habe er ein bis 

zwei Selbstmordversuche unternommen. Deshalb hätten sie (die Be-

schwerdeführenden) beschlossen, (europäisches Land) zu verlassen. 

Nach Italien hätten sie nicht gehen können, weil der Beschwerdeführer von 

der italienischen Mafia verfolgt werde. In die Türkei hätten sie ebenfalls 

nicht fliehen können, weil es dort Türken und Kurden gebe, welche mit den 

Italienern zusammenarbeiten würden. Weitergehend wird auf die Proto-

kolle in den Akten und die nachfolgenden Erwägungen verwiesen. 

C.b Die Beschwerdeführenden reichten dem SEM – neben heimatlichen 

Identitätsdokumenten und namentlich einer (...) Aufenthaltsbewilligung der 

Beschwerdeführerin – insbesondere einen USB-Stick mit drei Videos zur 

Bedrohung des Beschwerdeführers in (europäisches Land) sowie ein von 

ihm verfasstes Schreiben vom April 2025 («Antrag auf humanitären 

Schutz, Familienunterstützung und Sozialhilfe») zu den Akten. Ausserdem 

liegen mehrere medizinische Unterlagen aus der Schweiz in den vorin-

stanzlichen Akten. 

D.  

D.a Mit Eingabe vom 13. Mai 2025 ihrer Rechtsvertretung nahmen die Be-

schwerdeführenden zum (ersten) Entscheidentwurf des SEM vom 12. Mai 

2025 (Übermittlungsdatum) Stellung. 

D-4269/2025 

Seite 3 

D.b Mit E-Mail vom gleichen Tag teilte das SEM der Rechtsvertretung mit, 

es ziehe den Entscheid beziehungsweise den Entscheidentwurf zurück. 

E.  

Mit E-Mail vom 16. Mai 2025 ersuchte das SEM die (...) Behörden um 

Rückübernahme des Beschwerdeführers und der sechs Kinder. Diese 

stimmten der Rückübernahme gleichentags zu. 

F.  

F.a Am 18. Mai 2025 ersuchte das SEM die zuständigen (...) Behörden so-

dann – entsprechend einer in der Stellungnahme zum (ersten) Entscheid-

entwurf aufgeworfenen Frage – um Wiederaufnahme der Beschwerdefüh-

rerin gestützt auf Art. 12 Abs. 1 der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Eu-

ropäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung 

der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die 

Prüfung eines von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in ei-

nem Mitgliedstaat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig 

ist (Dublin-III-VO). 

F.b Dieses Wiederaufnahmeersuchen wurde von den (...) Behörden am 

21. Mai 2025 unter Hinweis auf Art. 12 Abs. 3 Bst. a Dublin-III-VO abge-

lehnt. Zur Begründung wurde angeführt, die Beschwerdeführerin verfüge 

über einen unbegrenzt gültigen Aufenthaltstitel in Italien, während ihr (...) 

Daueraufenthaltstitel am (...) 2030 ablaufe. (Europäisches Land) sei daher 

für ihre Aufnahme nicht zuständig. 

G.  

Mit Eingabe vom 30. Mai 2025 nahmen die Beschwerdeführenden zum 

(zweiten) Entscheidentwurf dem SEM vom 28. Mai 2025 Stellung. 

H.  

Mit Verfügung vom 4. Juni 2025 – gleichentags eröffnet – trat das SEM in 

Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG (SR 142.31) auf die Asylge-

suche der Beschwerdeführenden nicht ein und ordnete die Wegweisung 

aus der Schweiz sowie den Vollzug an. Es stellte sich dabei (implizit) auf 

den Standpunkt, dass bezüglich der Beschwerdeführerin keine Rücküber-

nahmezusicherung der (...) Behörden vorliegen müsse, da sie angesichts 

ihres Daueraufenthaltstitels ohne Weiteres nach (europäisches Land) zu-

rückkehren könne und (europäisches Land) an das Recht auf Einheit der 

Familie gebunden sei. Weitergehend wird auf die vorinstanzliche Verfü-

gung und die nachfolgenden Erwägungen verwiesen. 

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Seite 4 

I.  

Mit Eingabe vom 12. Juni 2025 ihres Rechtsvertreters erhoben die Be-

schwerdeführenden beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde gegen 

diese Verfügung. Sie beantragten dabei in materieller Hinsicht, die ange-

fochtene Verfügung sei aufzuheben und die Sache sei zur vollständigen 

Erstellung des Sachverhalts an die Vorinstanz zurückzuweisen, eventuali-

ter sei die Vorinstanz anzuweisen, auf ihr Asylverfahren einzutreten bezie-

hungsweise seien sie in der Schweiz vorläufig aufzunehmen. In verfah-

rensrechtlicher Hinsicht ersuchten sie um Gewährung der unentgeltlichen 

Prozessführung und insbesondere um Verzicht auf die Erhebung eines 

Kostenvorschusses. Zur Begründung ihrer materiellen Rechtsbegehren 

führten sie insbesondere die fehlende Rückübernahmezusicherung seitens 

der (...) Behörden betreffend die Beschwerdeführerin an. Weitergehend 

wird auf die Beschwerde verwiesen. 

J.  

Mit Verfügung vom 19. Juni 2025 hielt die Instruktionsrichterin fest, die Be-

schwerdeführenden dürften den Ausgang des Verfahrens in der Schweiz 

abwarten. Sie hiess das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Pro-

zessführung gut und verzichtete auf die Erhebung eines Kostenvorschus-

ses. Gleichzeitig lud sie die Vorinstanz zur Einreichung einer Vernehmlas-

sung ein. 

K.  

Das SEM nahm mit Vernehmlassung vom 27. Juni 2025 zu den Beschwer-

devorbringen Stellung, wobei es (implizit) an seiner Einschätzung festhielt, 

dass bezüglich der Beschwerdeführerin keine Rückübernahmezusiche-

rung der (...) Behörden vorliegen müsse. Weitergehend wird auf die Ver-

nehmlassung verwiesen. 

L.  

Mit Eingabe vom 1. Juli 2025 liessen die Beschwerdeführenden ein Bestä-

tigungsschreiben der (...) einreichen, gemäss welchem der Beschwerde-

führer eine Arbeitsstelle in J._______ in Aussicht hat. Basierend darauf be-

antragten sie für den Fall der Abweisung der Beschwerde, dass die ange-

ordnete Wegweisung beziehungsweise deren Vollstreckbarkeit aufzuhe-

ben sei und sie zur Geltendmachung ihrer Ansprüche aus dem Abkommen 

zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Eu-

ropäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die 

Freizügigkeit (Freizügigkeitsabkommen, SR 0.142.112.681) an die kanto-

nale Migrationsbehörde zu verweisen seien. 

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Seite 5 

M.  

Mit Eingabe vom 24. Oktober 2025 machten die Beschwerdeführenden 

von dem ihnen mit Verfügung vom 21. Oktober 2025 eingeräumten Replik-

recht Gebrauch. 

N.  

Mit Verfügung vom 4. November 2025 wies die Instruktionsrichterin das 

SEM auf die geltende Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts 

hin. Gleichzeitig wurde dem SEM die Gelegenheit eingeräumt, im Rahmen 

einer ergänzenden Vernehmlassung (Duplik) hierzu Stellung zu nehmen 

respektive eine Zusicherung (des europäischen Landes) zur Rückübernah-

me auch der Beschwerdeführerin einzuholen. 

O.  

In seiner ergänzenden Vernehmlassung vom 7. November 2025 wies das 

SEM – unter Einreichung einer entsprechenden E-Mail der (...) Behörden 

– darauf hin, dass eine Zusicherung (des europäischen Landes) zur Rück-

übernahme hinsichtlich des gesamten Familienverbands einschliesslich 

der Beschwerdeführerin eingeholt worden sei. 

P.  

Mit Eingabe vom 24. November 2025 machten die Beschwerdeführenden 

von dem ihnen mit Verfügung vom 17. November 2025 eingeräumten Trip-

likrecht Gebrauch. Dabei ersuchten sie um Einsicht in die Rückübernah-

mezusage (des europäischen Landes). 

Q.  

Mit Verfügung vom 27. November 2025 gewährte das Bundesverwaltungs-

gericht den Beschwerdeführenden Einsicht in das entsprechende Doku-

ment.  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

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Seite 6 

det auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – so auch vorliegend – endgültig 

(Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

1.3 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Die Be-

schwerdeführenden haben am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men, sind durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und haben 

ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung. Sie sind daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 

und Art. 108 Abs. 3 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 VwVG). Auf die Be-

schwerde ist einzutreten. 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

3.1 Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterli-

cher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungswei-

se einer zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Vorliegend 

handelt es sich um ein solches Rechtsmittel, weshalb der Beschwerdeent-

scheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). 

3.2 Die Tatsache, dass den Beschwerdeführenden die unentgeltliche Pro-

zessführung gewährt wurde (vgl. Bst. J. vorstehend), die Beschwerde also 

im Beschwerdezeitpunkt als nicht aussichtslos zu qualifizieren war, steht 

einer Behandlung der Beschwerde im Verfahren nach Art. 111 Bst. e AsylG 

in bestimmten Konstellationen nicht entgegen. Dies ist namentlich dann 

der Fall, wenn sich die Beschwerde aufgrund neuer Erkenntnisse oder ei-

ner geänderten Rechtsauffassung während des Beschwerdeverfahrens als 

offensichtlich unbegründet erweist. Zwar decken sich die Begriffe der Aus-

sichtslosigkeit (Art. 65 Abs. 1 VwVG) und der offensichtlichen Unbegrün-

detheit (Art. 111 Bst. e AsylG) materiell weitgehend. Für die Prüfung der 

offensichtlichen Unbegründetheit (Art. 111 Bst. e AsylG) ist jedoch der Ur-

teilszeitpunkt massgebend, während für die Beurteilung der Aussichtslo-

sigkeit der Beschwerdebegehren (Art. 65 Abs. 1 VwVG) auf den Zeitpunkt 

der Beschwerdeerhebung abzustellen ist (BGE 133 III 614 E. 5). Insofern 

ist nicht ausgeschlossen, dass eine als nicht aussichtslos zu beurteilende 

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Beschwerde – wie hier – als offensichtlich unbegründet abgewiesen wird 

(vgl. zum Ganzen etwa das Urteil des BVGer E-1032/2017 vom 16. Juli 

2018 E. 2.2 m.w.H.). 

4.  

4.1 Die Beschwerdeführenden rügten in der Beschwerde und in der Replik 

– unter Hinweis namentlich auf die Rechtsprechung des Bundesverwal-

tungsgerichts (vgl. etwa BVGE 2010/56 E. 5.2.2 und Urteil des BVGer  

E-4427/2021 vom 28. November 2023 E. 4.2) – hauptsächlich, dass be-

züglich der Beschwerdeführerin keine Rückübernahmezusicherung sei-

tens der (...) Behörden vorliege. Damit sei der relevante Sachverhalt nicht 

rechtsgenüglich abgeklärt. 

4.2 Wie bereits erwähnt, liegt mittlerweile eine Zusicherung (des europäi-

schen Landes) für die Rückübernahme sämtlicher Familienangehörigen 

vor. Es besteht daher kein Anlass die angefochtene Verfügung aufzuheben 

und zur Einholung einer solchen Zusicherung beziehungswiese zur erneu-

ten Entscheidfällung an das SEM zurückzuweisen. Dass – wie in der Triplik 

geltend gemacht – ein unheilbarer Mangel vorliegen soll, ist nicht ersicht-

lich. Bei dieser Ausgangslage erübrigt sich ausserdem eine abschlies-

sende Beantwortung der Frage, ob die auf Beschwerdeebene zitierte 

Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts auf die vorliegende 

Konstellation (Rückübernahmezusicherung bezüglich aller Familienmit-

glieder ausser der Beschwerdeführerin, die ihrerseits über eine langjährige 

Aufenthaltsbewilligung in [europäisches Land] verfügt) Anwendung findet 

respektive – auch unter dem Aspekt von Art. 8 EMRK – zwingend eine 

Rückübernahmezusicherung bezüglich aller Familienangehörigen vorlie-

gen musste. 

4.3 Der Antrag auf Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zur vollstän-

digen Erstellung des Sachverhalts ist demnach abzuweisen. 

5.  

5.1 Gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG wird auf ein Asylgesuch in der 

Regel nicht eingetreten, wenn die asylsuchende Person in einen nach 

Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG als sicher bezeichneten Drittstaat zurückkehren 

kann, in welchem sie sich vorher aufgehalten hat. 

5.2 (Europäisches Land) ist ein EU-Mitgliedstaat und gilt als sicherer Dritt-

staat im Sinne von Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG (vgl. den – bisher nicht revi-

dierten – Beschluss des Bundesrates vom 14. Dezember 2007). Die 

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Seite 8 

Beschwerdeführenden haben ihren Aussagen zufolge etwa die letzten (...) 

Jahre dort gelebt und verfügen – soweit erforderlich – über eine langjährige 

Aufenthaltsbewilligung (vgl. Akten SEM [...]-52/12 F13). Inzwischen liegt 

auch bezüglich aller Familienangehörigen eine Rückübernahmezusage 

der (...) Behörden vor.  

5.3 Damit ist der gestützt auf Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG erfolgte Nichtein-

tretensentscheid des SEM zu bestätigen. 

6.  

6.1 Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so 

verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den 

Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie 

(Art. 44 AsylG). 

6.2 Die Beschwerdeführenden sind – abgesehen von der Beschwerdefüh-

rerin – Bürger der Europäischen Union, weshalb sie nach den Bestimmun-

gen des Freizügigkeitsabkommens grundsätzlich über das Recht auf Ein-

reise und Aufenthalt in der Schweiz wie auch über eine Anspruchsgrundla-

ge für die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung verfügen. Allerdings steht 

diese Tatsache der Anordnung der Wegweisung vorliegend nicht entgegen, 

da die Beschwerdeführenden – trotz Vorliegen einer Anstellungsbestäti-

gung betreffend den Beschwerdeführer (vgl. Bst. L. vorstehend) – bisher 

offenbar kein Gesuch um Erteilung einer (ausländerrechtlichen) Aufent-

haltsbewilligung eingereicht haben, was ihnen aber zuzumuten gewesen 

wäre. 

6.3 Die Anordnung der Wegweisung aus der Schweiz ist demnach zu be-

stätigen. Die Anträge in der Eingabe vom 1. Juli 2025, wonach die ange-

fochtene Verfügung betreffend Wegweisung aufzuheben und die Be-

schwerdeführenden zur Geltendmachung ihrer ausländerrechtlichen An-

sprüche an die kantonale Migrationsbehörde zu verweisen sei(en), sind 

abzuweisen. 

7.  

7.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). 

Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss 

Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei 

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der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen, 

wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft 

zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

7.2  

7.2.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz (vgl. insbesondere Art. 5 Abs. 1 AsylG, Art. 33 Abs. 1 des Ab-

kommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, 

SR 0.142.30], Art. 25 Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. De-

zember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder er-

niedrigende Behandlung oder Strafe [FoK, SR 0.105] und Art. 3 EMRK) ei-

ner Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat-, Her-

kunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AIG). 

7.2.2 Das SEM führte in der angefochtenen Verfügung – namentlich unter 

dem Aspekt des Nichteintretens – im Wesentlichen an, angesichts dessen, 

dass es sich bei (europäisches Land) um einen sicheren Drittstaat handle 

und mithin sichergestellt sei, dass das Non-Refoulement-Gebot eingehal-

ten werde respektive mangels gegenteiliger Indizien, könne angenommen 

werden, dass die (...) Behörden die Beschwerdeführenden auch in Zukunft 

nicht ohne angemessene Prüfung nach Italien oder in die Türkei wegwei-

sen würden. Ausserdem handle es sich bei (europäisches Land) um ein 

«safe country» gemäss Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG, weshalb die gesetzli-

che Regelvermutung gelte, dass keine Verfolgung vorliege und der staatli-

che Schutz gewährleistet sei. (Europäisches Land) verfüge über ein Poli-

zei- und Justizwesen, von welchem gemäss der genannten Regelvermu-

tung vermutet werden müsse, dass es die Beschwerdeführenden vor un-

zulässigen Angriffen der angeblichen Hehler beziehungsweise der Mafia 

schützen könne. Davon unbesehen seien möglicherweise legitime Ansprü-

che von Gläubigern auf Rückzahlung geliehener Geldsummen. Den Be-

schwerdeführenden sei es nicht gelungen, die vorgenannte Regelvermu-

tung umzustossen, da sie gar nicht erst zur Polizei gegangen seien, an-

geblich aus Angst, dass sie dann erst recht Opfer von Gewalt würden, ohne 

diese subjektive Furcht massgeblich objektiv begründen zu können. Ferner 

würden sich aus den Akten (auch sonst) keine Anhaltspunkte ergeben, 

dass den Beschwerdeführenden im Falle einer Rückkehr nach (europäi-

sches Land) mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit eine durch Art. 3 EMRK 

verbotene Strafe oder Behandlung drohe. 

7.2.3 Diese vorinstanzlichen Erwägungen, denen auf Beschwerdeebene 

nichts entgegengehalten wird, sind vollumfänglich zu bestätigen. Des 

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Seite 10 

Weiteren ist mit der Rückübernahmezusage (des europäischen Landes) 

bezüglich der gesamten Familie dem Beschwerdevorbringen, wonach eine 

(zwangsweise) Rückführung nur des Beschwerdeführers und der Kinder 

nach (europäisches Land) zu einer Verletzung von Art. 8 EMRK führen 

würde, die Grundlage entzogen. Damit erweist sich der Vollzug der Weg-

weisung nach (europäisches Land) als zulässig. 

7.3  

7.3.1 Der Vollzug der Wegweisung in EU-Mitgliedstaaten ist in der Regel 

zumutbar (Art. 83 Abs. 5 AIG) und weder die in (europäisches Land) herr-

schenden allgemeinen Verhältnisse noch individuelle Gründe wirtschaftli-

cher, sozialer oder gesundheitlicher Natur sprechen gegen eine Rückkehr 

der Beschwerdeführenden dorthin. 

7.3.2 Das SEM hielt diesbezüglich im Wesentlichen fest, dass es in (euro-

päisches Land) Suchtberatungsstellen gebe, welche bei Suchtproblemen 

mit Suchtstoffen wie Alkohol, Nikotin oder illegalen Drogen oder bei süch-

tigen Verhaltensweisen (z.B. Glücksspiel) beraten und bei Bedarf ambu-

lante oder stationäre Therapien vermitteln würden. Auch mit Blick auf das 

Vorbringen des Beschwerdeführers, wonach er «ein bis zwei» Selbstmord-

versuche unternommen habe und seine Ankündigung, ein negativer Asyl-

entscheid könne ihn und seine Familie in den Selbstmord treiben, könne 

auf die in (europäisches Land) bestehenden Behandlungsangebote ver-

wiesen werden. Dasselbe gelte für das psychische Leiden von C._______ 

(etwa Anpassungsstörungen). Zudem könne einer allfälligen Suizidalität im 

Rahmen einer entsprechenden Rückkehrvorbereitung Rechnung getragen 

werden. Hinsichtlich der finanziellen Probleme werde auf die (...) Sozial-

staatlichkeit, welche ein zumutbares Auffangnetz gewährleiste, sowie auf 

das Vorhandensein gesetzlicher Auswege aus einer Überschuldung und 

von Beratungsangebote hingewiesen. Sollte das psychische Leiden des 

Beschwerdeführers sodann zu interfamiliären Konflikten und Problemen 

führen, stehe es der Beschwerdeführerin offen, entsprechende Beratungs-

angebote in (europäisches Land) zu nutzen. Je nach Problemsituation 

könne sie mit ihren Kindern auch auf ein Netz von Frauenhäusern zurück-

greifen. 

7.3.3 Diesen vorinstanzlichen Erwägungen wurde auf Beschwerdeebene 

nichts entgegengehalten, weshalb sie ohne Weiteres zu bestätigen sind. 

Der Klarheit halber bleibt darauf hinzuweisen, dass sämtliche bei den Be-

schwerdeführenden diagnostizierten Beschwerden (vgl. insb. Akten SEM 

[...]-38/2 und -67/6) und das aktenkundige (...) Verhalten von C._______ 

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Seite 11 

(vgl. Akten SEM [...]-77/4 und -82/3) einem Wegweisungsvollzug nach (eu-

ropäisches Land) nicht entgegenstehen. Im Übrigen sind auch unter dem 

Aspekt des Kindswohls (vgl. Art. 3 Abs. 1 des Übereinkommens vom 

20. November 1989 über die Rechte des Kindes [KRK,  

SR 0.107]) keine konkreten Gründe ersichtlich, die gegen die Zumutbarkeit 

des Wegweisungsvollzugs sprechen würden. 

7.3.4 Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung auch 

als zumutbar. 

7.4 Der Vollzug der Wegweisung ist schliesslich nach Art. 83 Abs. 2 AIG 

möglich, da die (...) Behörden der Rückübernahme der Beschwerdeführen-

den ausdrücklich zugestimmt haben und es – soweit überhaupt erforderlich 

– den Beschwerdeführenden obliegt, bei der Beschaffung gültiger Reise-

papiere mitzuwirken (vgl. Art. 47 Abs. 1 AsylG und dazu auch BVGE 

2008/34 E. 12). 

7.5 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug nach 

(europäisches Land) zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeich-

net. Eine Anordnung der vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht 

(Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

8.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt und – soweit diesbezüglich überprüfbar – ange-

messen ist. Die übrigen Beschwerdevorbringen sind nicht geeignet, eine 

Änderung dieser Einschätzung zu bewirken, weshalb nicht weiter darauf 

einzugehen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

9.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten an sich den Be-

schwerdeführenden aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Da ihnen jedoch 

mit Verfügung vom 19. Juni 2025 die unentgeltliche Prozessführung im 

Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG gewährt wurde und weiterhin von der pro-

zessualen Bedürftigkeit auszugehen ist, ist von der Kostenerhebung abzu-

sehen. 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Seite 12 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das SEM und die kanto-

nale Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Daniela Brüschweiler Sandra Bisig 

 

 

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