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**Case Identifier:** 637e4928-5fec-584c-ab91-20fe69a4682d
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2011-09-20
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 20.09.2011 UV 2011/14
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2011-14_2011-09-20.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2011/14

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 31.03.2020

Entscheiddatum: 20.09.2011

Entscheid Versicherungsgericht, 20.09.2011
47 Abs. 1 ATSG; Art. 10 Abs. 1 UVG; Art. 16 Abs. 1 UVG; Art. 13 UVG i.V.m. 
Art. 20 Abs. 1 UVV; Art. 28, Art. 43 Abs. 3 und Art. 45 Abs. 2 ATSG. 
Rechtliches Gehör. Akteneinsicht. Eine Akteneinsicht, die nur bezüglich 
eines erfolgten Gutachtens gewährt wurde, stellt eine Verletzung des 
rechtlichen Gehörs dar. Diese kann in casu jedoch geheilt werden, da eine 
Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf führen würde und von 
einem Interesse des Beschwerdeführers an einer beförderlichen Beurteilung 
auszugehen ist. Adäquater Kausalzusammenhang bei HWS-
Schleudertrauma. Die im vorliegenden Fall noch fünf Jahre nach dem Unfall 
beklagten Leiden des Beschwerdeführers sind nicht mehr als unfallkausal zu 
erachten, da keines der durch die Rechtsprechung in BGE 134 V 109 
entwickelten adäquanzrelevanten Kriterien erfüllt ist. Ein Anspruch auf 
Vergütung der medizinisch notwendigen Reisekosten besteht grundsätzlich 
bis zur Leistungseinstellung. Der Versicherungsträger entschädigt sodann 
grundsätzlich den Erwerbsausfall, der durch seine Abklärungen entstanden 
ist (Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 20. 
September 2011, UV/2011/14).

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter 

Joachim Huber, Versicherungsrichterin Marie-Theres Rüegg 

Haltinner; Gerichtsschreiber Walter Schmid

Entscheid vom 20. September 2011

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

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gegen

Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft, Bundesgasse 35, Postfach, 

3001 Bern,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Fürsprecherin Barbara Künzi-Egli, Thunstrasse 84, Postfach 18, 

3074 Muri b. Bern,

betreffend

Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.     

A.a   A.___ war bei der Schweizerischen Mobiliar Versicherungsgesellschaft 

(nachstehend: Mobiliar) unfallversichert, als er am 4. November 2004 einen 

Auffahrunfall erlitt (UV-act. M1, M2). Wegen zunehmender Kopfschmerzen, Schmerzen 

in der HWS sowie Konzentrationsstörungen begab sich der Versicherte am 19. 

November 2004 bei seinem Hausarzt Dr. med. B.___, Innere Medizin FMH, in ärztliche 

Behandlung. Dieser diagnostizierte im Arztzeugnis vom 5. Januar 2005 ein 

Schleudertrauma der Halswirbelsäule (HWS) und bescheinigte ab 4. November 2004 

eine volle Arbeitsunfähigkeit (UV-act. M3). Die Mobiliar anerkannte ihre 

Leistungspflicht.

A.b   Am 31. Januar 2005 wurde der Versicherte durch Dr. med. C.___, Neurologie 

FMH, Klinik Valens, abgeklärt. Er diagnostizierte ein leichtgradiges HWS-

Distorsionstrauma (UV-act. M4). Ab 24. März 2005 bestand beim Versicherten wieder 

eine volle Arbeitsfähigkeit (UV-act. 7, M5). Nach Verlaufsberichten von Dr. B.___ vom 9. 

September 2006 und 6. August 2008 (act. M6.1, M7) folgte sodann am 6. Juli 2009 im 

Auftrag der Mobiliar eine Begutachtung durch Dr. med. D.___, Spezialarzt FMH 

Neurologie (UV-act. 25, M10).

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A.c   Gestützt auf deren Ergebnisse im Gutachten vom 9. Juli 2009 (UV-act. M10) teilte 

die Mobiliar dem Versicherten mit Schreiben vom 17. Juli 2009 mit, es seien keine 

objektivierbaren Unfallfolgen mehr vorhanden. Die heutigen Beschwerden stünden 

nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit, sondern höchstens noch möglicherweise 

mit dem Unfallereignis vom 4. November 2004 im Zusammenhang, weshalb keine 

Versicherungsleistungen mehr erbracht werden könnten (UV-act. 27). Hiergegen wehrte 

sich der Versicherte mit Schreiben vom 14. August 2009 und stellte ausserdem die 

Anträge, die Mobiliar habe sich an den Fahrkosten zur Therapie zu beteiligen, ab Juni 

2005 den Lohnausfall zu entschädigen und Akteneinsicht zu gewähren (UV-act. 29). 

Am 31. August 2009 stellte die Mobiliar Dr. B.___ das Gutachten von Dr. D.___ zur 

Stellungnahme zu (UV-act. 30). Dieser liess sich am 8. Januar 2010 unter Beilage eines 

Berichts von Physiotherapeutin E.___ vom 7. Januar 2010 vernehmen (UV-act. M11, 

M12). Die von der Mobiliar daraufhin Dr. D.___ gestellte Frage, ob sich aufgrund der 

aktuellen Unterlagen an seinem Gutachten bezüglich der nicht mehr gegebenen 

Unfallkausalität der Beschwerden eine Änderung ergeben habe, verneinte dieser mit 

Schreiben vom 9. Februar 2010 (UV-act. M13).

A.d   Am 17. März 2010 verfügte die Mobiliar die Einstellung der 

Versicherungsleistungen (UV-act. 34-36).

B.       

B.a   Gegen diese Verfügung erhoben sowohl die SWICA Gesundheitsorganisation als 

Krankenversicherer des Versicherten als auch dieser selbst am 25. März bzw. 16. April 

2010 Einsprache (UV-act. 38, 42-43). Die SWICA Gesundheitsorganisation zog ihre 

vorsorgliche Einsprache mit Schreiben vom 14. April 2010 zurück (UV-act. 40).

B.b   Mit E-Mail vom 2. Juni 2010 ersuchte die Mobiliar den Versicherten, zur 

Abklärung einer allfälligen Entschädigung für Reisekosten eine entsprechende 

Aufstellung einzureichen (UV-act. 45). Der Versicherte leistete dem Ersuchen keine 

Folge.

B.c   Mit Entscheid vom 11. Januar 2011 bestätigte die Mobiliar ihre Verfügung vom 

17. März 2010 und wies die Einsprache des Versicherten ab (act. UV-act. 51).

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C.     

C.a   Dagegen richtet sich die Beschwerde des Versicherten vom 12. Februar 2011. Er 

beantragt, der Einspracheentscheid vom 11. Januar 2011 sei aufzuheben. Die 

Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin habe bestanden und bestehe auch weiterhin. 

Die Fahr- und Lohnkosten seien zu entrichten. Die Akteneinsicht sei in vollem Umfang 

zu gewähren (act. G1).

C.b   Mit Beschwerdeantwort vom 14. März 2011 beantragt Fürsprecherin B. Künzi-

Egli, Muri bei Bern, für die Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde, unter 

Kosten- und Entschädigungsfolge (act. G3).

C.c   Mit Replik vom 4. April 2011 hält der Beschwerdeführer unverändert an seinen 

Anträgen fest (act. G5). Die Beschwerdegegnerin hat mit Schreiben vom 3. Mai 2011 

auf die Einreichung einer Duplik verzichtet (act. G7).

C.d   Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der 

übrigen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.

Erwägungen:

1.      

Vorliegend anerkannte die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht bezüglich des 

Unfalls vom 4. November 2004. Streitig ist, ob sie auch für die nach Erlass der 

Verfügung vom 17. März 2010 (Leistungseinstellung) geltend gemachten 

gesundheitlichen Probleme des Beschwerdeführers aufzukommen hat.

2.      

2.1    Der Beschwerdeführer rügt vorab in formeller Hinsicht eine Verletzung des 

rechtlichen Gehörs, indem ihm lediglich Teileinsicht in die Akten gewährt worden sei. 

Die Beschwerdegegnerin hält dieser Rüge entgegen, sie habe dem Beschwerdeführer 

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und seinem Hausarzt nach Ersuchen um Akteneinsicht eine Kopie des Gutachtens von 

Dr. D.___ vom 9. Juli 2009 zugestellt.

2.2    Das Recht angehört zu werden, ist in Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung (BV; 

SR 101) und Art. 42 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) statuiert. Es umfasst unter anderem das 

Akteneinsichtsrecht, in dessen Erfüllung den Beteiligten sämtliche beweiserheblichen 

Akten gezeigt werden müssen, sowie das Recht, sich zum Beweisergebnis zu äussern. 

Das Akteneinsichtsrecht ist eng mit dem Äusserungsrecht verbunden, gleichsam 

dessen Vorbedingung. Die versicherte Person kann sich nur dann wirksam zur Sache 

äussern und geeignete Beweise führen oder bezeichnen, wenn ihr die Möglichkeit 

eingeräumt wird, die Unterlagen einzusehen, auf welche sich die Behörde bei ihrer 

Verfügung gestützt hat (BGE 132 V 370 E. 3.1). Das Akteneinsichtsrecht bezieht sich 

auf sämtliche verfahrensbezogenen Akten, die geeignet sind, Grundlage des 

Entscheids zu bilden. Es ist auch zu gewähren, wenn dessen Ausübung den Entscheid 

in der Sache nicht zu beeinflussen vermag. Die Akteneinsicht kann demnach nicht mit 

der Begründung verweigert werden, die betreffenden Akten seien für den 

Verfahrensausgang belanglos. Es muss vielmehr der betroffenen Person selber 

überlassen sein, die Relevanz der Akten zu beurteilen (U. Kieser, ATSG-Kommentar, 2. 

Aufl., 2009, N 3 zu Art. 47; BGE 132 V 370 E. 3.2). Der Anspruch auf rechtliches Gehör 

ist formeller Natur, weshalb dessen Verletzung ungeachtet der Erfolgsaussichten der 

Beschwerde in der Sache selbst zur Aufhebung der angefochtenen Verfügung bzw. 

des angefochtenen Einspracheentscheids führt (BGE 132 V 390 E. 5.1, 120 V 362 E. 

2a; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: 

Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom 26. September 2006, K 61/06, 

E. 2.3). Vorbehalten bleiben praxisgemäss Fälle, in denen die Verletzung des 

Akteneinsichtsrechts nicht besonders schwer wiegt und dadurch geheilt wird, dass die 

Partei, deren rechtliches Gehör verletzt wurde, sich vor einer Instanz äussern kann, 

welche sowohl die Tat- als auch die Rechtsfragen uneingeschränkt überprüft (BGE 115 

V 305 E. 2h; RKUV 1992 Nr. U 152 S. 199 E. 2e). Die Heilung eines Mangels soll aber 

auch hier die Ausnahme bleiben (BGE 126 V 132 E. 2b, 124 V 392 E. 5a, je mit 

Hinweisen). Der Partei steht es grundsätzlich frei, auf der vollumfänglichen 

Wahrnehmung des Gehörsanspruchs zu beharren, wenn ihr daran mehr liegt als an der 

beförderlichen Erledigung des Verfahrens (U. Kieser, a.a.O., N 9 zu Art. 42 mit Verweis 

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auf BGE 124 V 392). Insofern hat nicht der Versicherungsträger die Entscheidbefugnis 

darüber, ob das Gebot des raschen Verfahrens oder dasjenige der zutreffenden 

Gehörsgewährung vorgeht (U. Kieser, a.a.O., N 9 zu Art. 42). Gemäss 

höchstrichterlicher Rechtsprechung kann von einer Rückweisung der Sache zur 

Gewährung des rechtlichen Gehörs an die Verwaltung jedoch abgesehen werden, 

wenn und soweit die Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu 

unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem (der Anhörung gleichgestellten) 

Interesse der betroffenen Partei an einer beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu 

vereinbaren wäre (BGE 132 V 390 E. 5.1 mit Hinweis).

2.3    Aufgrund der Akten ist davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer keine 

umfassende Akteneinsicht gewährt wurde. Hinzu kommt, dass ihm zwar das 

entscheidwesentliche Gutachten von Dr. D.___ vom 9. Juli 2009 vor Erlass des 

Einspracheentscheids vom 11. Januar 2011 zur Kenntnisnahme zugestellt, aber 

lediglich seinem Hausarzt Dr. B.___ die Gelegenheit eingeräumt worden ist, sich dazu 

zu äussern (vgl. UV-act. 30). Diesem kommt jedoch grundsätzlich kein Anspruch auf 

rechtliches Gehör zu. Seine Anhörung kann nicht dem Beschwerdeführer angerechnet 

werden, zumal Dr. B.___ nicht dessen Rechtsvertreter ist. Insgesamt liegt damit eine 

Verletzung des rechtlichen Gehörs vor. Der Beschwerdeführer macht zudem sowohl in 

der Beschwerdebegründung als auch in der Replik deutlich, dass er auf der 

vollumfänglichen Wahrnehmung des Gehörsanspruchs beharrt. Dennoch rechtfertigt es 

sich insgesamt betrachtet, von einer Rückweisung der Sache zur Gewährung des 

rechtlichen Gehörs an die Vorinstanz abzusehen. Die entscheidwesentlichen Akten 

wurden im angefochtenen Einspracheentscheid in ihren zentralen Aussagen 

wiedergegeben, womit sich der Beschwerdeführer im vorliegenden 

Beschwerdeverfahren eingehend dazu äussern konnte. Im Übrigen hat der 

Beschwerdeführer mit Schreiben vom 14. August 2009 Akteneinsicht für sich und Dr. 

B.___ verlangt. Die bis zu jenem Zeitpunkt angefallenen medizinischen Akten waren 

dem Hausarzt bekannt, da sie entweder von ihm selbst stammten oder aber an ihn 

geschickt worden waren (vgl. UV-act. M2 - M7). Insbesondere vom Gutachten von Dr. 

D.___ hatte der Beschwerdeführer sodann Kenntnis und hätte damit - auch ohne 

Einräumung eines entsprechenden Rechts - zumindest die Möglichkeit gehabt, dazu 

Stellung zu nehmen. Offensichtlich erachtete er es jedoch als hinreichend, Dr. B.___ 

dazu Stellung nehmen zu lassen, was auch nachvollziehbar erscheint. Der 

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Beschwerdeführer wurde von seinem Hausarzt mit einer Kopie der Stellungnahme 

bedient (UV-act. M12). Wesentlich ist im Weiteren, dass der Beschwerdeführer im 

Rahmen des Beschwerdeverfahrens die Gelegenheit erhielt, in sämtliche von der 

Beschwerdegegnerin mit der Beschwerdeantwort eingereichten Akten Einsicht zu 

nehmen (act. G4), worauf er jedoch verzichtete. Dem Versicherungsgericht steht die 

uneingeschränkte Kognition in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht zu. Es ist 

anzunehmen, dass eine Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf führen würde. 

Zu berücksichtigen ist schliesslich, dass die weiteren Anträge ein Interesse des 

Beschwerdeführers an einer beförderlichen Beurteilung des Falls erkennen lassen. 

Nach dem Gesagten kann damit die Gehörsverletzung als im Rechtsmittelverfahren 

geheilt betrachtet werden.

3.      

3.1    Die Beschwerdegegnerin hat im angefochtenen Einspracheentscheid die 

Bestimmung über die Leistungspflicht des Unfallversicherers (Art. 6 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]) bzw. die 

diesbezügliche Voraussetzung des natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs 

zwischen dem Unfallereignis und dem Gesundheitsschaden zutreffend dargelegt. 

Gleiches gilt in Bezug auf den massgebenden Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit und den Beweiswert von medizinischen Berichten. Darauf 

(Erwägung 1) kann verwiesen werden. Die Beschwerdegegnerin legte im Weiteren die 

Voraussetzungen des Anspruchs auf Heilbehandlung und Taggeld dar. Eine Prüfung 

derselben hat jedoch nur solange zu erfolgen, als zwischen dem Unfall und den 

geklagten Beschwerden sowohl die natürliche als auch die adäquate Kausalität zu 

bejahen ist. Andernfalls entfällt zum Vornherein ein Anspruch auf Heilbehandlung und 

Taggeld.

3.2    In Bezug auf den adäquaten Kausalzusammenhang ist zu ergänzen, dass ein 

solcher gegeben ist, wenn ein Ereignis nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der 

allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des 

eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolgs also durch das Ereignis 

allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 125 V 456 E. 5a mit 

Hinweisen). Im Bereich klar ausgewiesener organischer Unfallfolgen im Sinn von 

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nachweisbaren strukturellen Veränderungen (ein organisches Substrat konnte mit Bild 

gebenden Untersuchungsmethoden [Röntgen, Computertomogramm, EEG] 

nachgewiesen werden) spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus 

dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers 

praktisch keine Rolle. Sie ist bei ausgewiesener natürlicher Kausalität ohne weiteres zu 

bejahen (BGE 127 V 103 E. 5b/bb, 123 V 102 E. 3b, 118 V 291 E. 3a, 117 V 365 E. 5d/

bb mit Hinweisen). Sind dagegen die Unfallfolgen organisch nicht (hinreichend) fassbar, 

ist eine eigenständige Adäquanzbeurteilung durchzuführen, bei welcher wie folgt zu 

differenzieren ist: hat die versicherte Person beim Unfall kein Schleudertrauma erlitten, 

gelangt die Rechtsprechung gemäss BGE 115 V 140 E. 6c/aa zur Anwendung. Ergeben 

die Abklärungen indessen das Vorliegen einer Schleudertraumaverletzung, muss 

geprüft werden, ob die zum typischen Beschwerdebild einer solchen Verletzung 

gehörenden Beeinträchtigungen zwar teilweise vorliegen, im Vergleich zur psychischen 

Problematik aber ganz in den Hintergrund treten. Trifft dies zu, sind für die 

Adäquanzbeurteilung ebenfalls die in BGE 115 V 140 E. 6c/aa für Unfälle mit 

psychischen Unfallfolgen aufgestellten Grundsätze massgebend (BGE 123 V 99 E. 2a). 

Andernfalls erfolgt die Beurteilung der Adäquanz gemäss den in BGE 117 V 359 

festgelegten und in BGE 134 V 109 präzisierten Kriterien. Die Anwendung der 

Rechtsprechung zum adäquaten Kausalzusammenhang bei Schleudertraumen der 

HWS setzt voraus, dass die psychischen Beschwerden aus dem Unfall hervorgehen 

und zusammen mit den organischen Beschwerden, die ebenfalls auf das Unfallereignis 

zurückzuführen sind, ein komplexes Gesamtbild ergeben (RKUV 2000 Nr. U 397 S. 328 

E. 3b). Die zu den Verletzungen nach klassischem Schleudertrauma entwickelte 

Rechtsprechung zum natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang (BGE 119 V 

335, 117 V 359) ist auch auf analoge Verletzungen wie Distorsionen der HWS sowie 

Schädel-Hirntraumata anwendbar, wenn und soweit sich deren Folgen mit jenen eines 

Schleudertraumas vergleichen lassen (vgl. Urteil des EVG vom 17. August 2004, U 

243/03; RKUV 2000 Nr. U 395 S. 317, E. 3; BGE 117 V 369 E. 3c).

4.        

4.1    Den medizinischen Akten sind keine Anhaltspunkte zu entnehmen, wonach die 

vom Beschwerdeführer über den Zeitpunkt der Leistungseinstellung (17. März 2010) 

hinaus geklagten Beschwerden mit klar ausgewiesenen organischen Befunden im Sinn 

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nachweisbarer unfallkausaler struktureller Veränderungen erklärbar wären. Von 

organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen kann nach der höchstrichterlichen 

Rechtsprechung erst dann gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit 

apparativen/bildgebenden Abklärungen bestätigt werden können (vgl. BGE 134 V 109 

E. 9, 117 V 359 E. 5d/aa; SVR 2007 UV Nr. 25 S. 81 E. 5.4 mit Hinweisen), wobei die 

Untersuchungsmethoden überdies wissenschaftlich anerkannt sein müssen (BGE 134 

V 231 E. 5.1 mit Hinweisen). Eine manuelle ärztliche Untersuchung fördert klinische, 

nicht aber somatisch-strukturelle Ergebnisse zu Tage. Als solche gelten Ergebnisse, die 

reproduzierbar und von der Person des Untersuchenden und den Angaben des 

Patienten unabhängig sind. Würde lediglich auf die Ergebnisse klinischer 

Untersuchungen abgestellt, so würde fast in allen Fällen ein organisches Substrat 

namhaft gemacht. Entsprechend können ein Thoracic outlet Syndrom (TOS), 

myofasziale und tendinotische bzw. myotendinotische Befunde, Verhärtungen und 

Verspannungen der Muskulatur, Druckdolenzen im Nacken sowie Einschränkungen der 

HWS-Beweglichkeit für sich allein nicht als organisch hinreichend nachweisbare 

Unfallfolgen betrachtet werden. Gleiches gilt für Nackenverspannungen bei 

Streckhaltung der HWS mit Retrohaltung (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 17. 

Oktober 2008, 8C_124/2008, mit zahlreichen Hinweisen, und vom 7. Februar 2008, U 

13/07, E. 3.2 und 3.3).

4.2    Anlässlich der Erstkonsultation des Hausarztes Dr. B.___ vom 19. November 

2004 zeigte sich beim Beschwerdeführer klinisch-neurologisch ein kursorisch normaler 

Befund (UV-act. M3). Die klinisch-neurologische Untersuchung durch Dr. C.___ vom 

31. Januar 2005 ergab eine weitgehend normale HWS-Beweglichkeit bei diskreten 

Druckdolenzen und leichtem muskulärem Hartspann. Im Rahmen der zusätzlich 

durchgeführten röntgenologischen Untersuchung der HWS fand sich (im Gegensatz zur 

klinischen Untersuchung) eine deutliche Einschränkung des Bewegungsumfangs, 

jedoch ohne Zeichen traumatischer Läsionen. Dr. C.___ erachtete die vom 

Beschwerdeführer beklagten Beschwerden insgesamt als mit einem leichtgradigen 

HWS-Distorsionstrauma vereinbar, welches in den nächsten vier Wochen weiter 

abklingen würde und in nächster Zeit eine Wiederaufnahme der Arbeit ermöglichen 

sollte (UV-act. M4). Der von Dr. D.___ am 6. Juli 2009 erhobene neurologische Status 

zeigte sich sodann gänzlich normal. So waren die HWS, BWS sowie LWS insbesondere 

frei beweglich, deren Haltung unauffällig und es konnten hier keine Druckdolenzen 

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erhoben werden. Objektiv waren keine Schädigungen cervicaler Nervenwurzeln 

erkennbar: symmetrische Reflexe, keine segmentale Schwäche der einzelnen 

Armmuskeln. Die Muskulatur im Nacken- und Schulterbereich war dieses Mal 

palpatorisch weich bzw. es war kein Hartspann tastbar. Auch die von Dr. D.___ 

durchgeführten spezifischen neurologischen Untersuchungen ergaben uneingeschränkt 

normale bzw. keine fassbaren pathologischen Befunde. Entsprechend diagnostizierte 

Dr. D.___ in seinem Gutachten vom 9. Juli 2009 intermittierende somatoforme Kopf- 

und Nackenschmerzen bei Status nach Auffahrunfall am 4. November 2004, ohne 

durchgemachte MTBI sowie ohne neurologische Ausfälle (weder früher noch heute). Er 

beurteilte schlüssig, dass sich keine objektivierbaren unfallbedingten Befunde 

feststellen liessen. Die nach HWS-Verletzungen sowie Schädel-Hirntraumata oft 

durchgeführten CT- oder MRI-Untersuchungen wurden nicht getätigt. Dr. D.___ hielt 

dazu angesichts fehlender Anhaltspunkte für eine strukturelle HWS-Verletzung oder 

Hirnschädigung ausdrücklich und nachvollziehbar fest, dass dafür bis heute nie eine 

medizinische Notwendigkeit bestanden habe. Die von der Beschwerdegegnerin in der 

Beschwerdeantwort vom 14. März 2001 angeführten Umstände, dass die 

Beschwerden beim Beschwerdeführer regredient gewesen seien und er sich 

offensichtlich wieder rasch in den Arbeitsprozess eingliedert habe, stützen diese 

Beurteilung.

5.        

5.1    Nach den Ergebnissen der medizinischen Forschung ist bekannt, dass bei 

Schleuderverletzungen sowie äquivalenten Verletzungen auch ohne nachweisbare 

pathologische bzw. organische Befunde noch Jahre nach dem Unfall funktionelle 

Ausfälle verschiedenster Art auftreten können. Der Umstand, dass die für ein 

Schleudertrauma, eine Distorsion der HWS oder ein Schädel-Hirntrauma typischen 

Beschwerden nicht mit entsprechenden Untersuchungsmethoden (Röntgen, 

Computertomogramm, EEG) objektivierbar sind, rechtfertigt für sich allein nicht, die 

diesbezüglichen Beschwerden in Abrede zu stellen (BGE 117 V 359 E. 5d/aa).

5.2    Ist ein Schleudertrauma oder eine dem Schleudertrauma äquivalente Verletzung 

diagnostiziert und liegt ein für diese Verletzung typisches Beschwerdebild mit einer 

Häufung von Beschwerden wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- 

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und Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit und Visusstörungen, 

Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung usw. vor, so ist der 

natürliche Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und der danach eingetretenen 

Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit in der Regel anzunehmen (BGE 117 V 359 E. 4b; vgl. 

auch BGE 117 V 369 E. 3e). Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts (Urteil vom 

30. Januar 2007, U 215/05, und 15. März 2007, U 258/06) muss bei einem 

Schleudertrauma bzw. einer äquivalenten Verletzung das typische Beschwerdebild mit 

einer Häufung von Beschwerden nicht in seiner umfassenden Ausprägung innerhalb 

von 24 bis höchstens 72 Stunden nach dem Unfall auftreten. Vielmehr genügt es, wenn 

sich in diesem Zeitraum Beschwerden in der Halsregion oder an der HWS 

manifestieren. Die andern im Rahmen eines Schleudertraumas oder einer äquivalenten 

Verletzung typischerweise auftretenden Beschwerden müssen sich jedoch immerhin in 

einem Zeitraum manifestieren, der es erlaubt, vom Vorhandensein eines natürlichen 

Kausalzusammenhangs auszugehen. Im Weiteren muss nach der Rechtsprechung (vgl. 

z.B. Urteil des EVG vom 4. November 2005, U 312/05) nicht der gesamte 

Beschwerdekatalog vorliegen, um von einer Unfallkausalität ausgehen zu können.

5.3    Im konkreten Fall wurde in den ereignisnahen Arztberichten sowohl ein 

Schleudertrauma als auch ein HWS-Distorsionstrauma diagnostiziert (UV-act. M2, M3, 

M4). Bezogen auf das streitige Ereignis bzw. den fraglichen Unfallmechanismus - in 

den Unfallmeldungen wird der Unfall als Auffahrunfall beschrieben (UV-act. M1, M2, 

vgl. auch UV-act. M10), obgleich der Beschwerdeführer mit seinem Personenwagen 

offensichtlich auf einen anderen Personenwagen auffuhr, ohne mit dem Kopf 

anzuprallen, womit keine Heckauffahrkollision erfolgte (vgl. UV-act. M4, M10) - fällt ein 

eigentliches Schleudertrauma ausser Betracht. Hingegen darf angenommen werden, 

dass der Beschwerdeführer am 4. November 2004 eine HWS-Distorsion und damit eine 

schleudertraumaähnliche Verletzung erlitten hat (vgl. diesbezüglich Thomas Locher, 

HWS-Distorsionen [Schleudertrauma] - Einführung in die Rechtslage nach 

schweizerischem Recht, in: Murer/Niederer/Radanov/Rumo-Jungo/Sturzenegger/Walz 

[Hrsg.], Das so genannte "Schleudertrauma" - medizinische, biomechanische und 

rechtliche Aspekte der Distorsionen der Halswirbelsäule, Bern 2001, S. 31 f.).

5.4    Laut Arztzeugnis von Dr. B.___ vom 5. Januar 2005 betreffend die 

Erstbehandlung vom 19. November 2004 litt der Beschwerdeführer nach dem Unfall 

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zunehmend an Kopfschmerzen, Schmerzen in der HWS und Konzentrationsstörungen 

(UV-act. M3). Laut Bericht von Dr. C.___ vom 6. Mai 2005 bestanden während der 

sechs Wochen seit dem Unfall cervicocephale Schmerzen, welche primär von einer 

unsystematisierten Schwindelsymptomatik und Nausea begleitet gewesen seien. Die 

Beschwerden seien mit einer Latenz von ca. einem Tag aufgetreten. Daneben hätten 

Probleme in der Konzentrationsfähigkeit sowie Einschränkungen der HWS-

Beweglichkeit mit schmerzbedingten Blockierungen bestanden (UV-act. 4). Gegenüber 

Dr. D.___ bestätigte der Beschwerdeführer das vorgenannte Beschwerdebild (UV-act. 

M10). Die Physiotherapeutin E.___ hielt schliesslich in ihrem Bericht fest, dass der 

Beschwerdeführer seit 20. Januar 2005 bei ihr in Behandlung sei und seine Symptome 

seit dem Unfall von Kopfschmerzen mit Ausstrahlungen ins rechte Auge, Schwindel, 

Konzentrationsstörungen bis zu belastungsabhängigen Beschwerden der LWS 

reichten. Der Beschwerdeführer schilderte mithin ein im Wesentlichen einheitliches 

Beschwerdebild, welches Aspekte des typischen Beschwerdebilds nach einer HWS-

Distorsion umfasst und folglich mit überwiegender Wahrscheinlichkeit als natürlich-

kausale Unfallfolge einer solchen betrachtet werden kann. Entsprechend hat die 

Beschwerdegegnerin zunächst auch einen Leistungsanspruch anerkannt.

6.        

6.1    Wenn sie nun geltend macht, ab 18. März 2010 sei der Kausalzusammenhang 

zwischen dem Unfallereignis vom 4. November 2004 und den geklagten Beschwerden 

nicht mehr gegeben, so ist darauf hinzuweisen, dass die Leistungspflicht des 

Unfallversicherers erst entfällt, wenn das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von 

unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens ebenfalls mit dem Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen ist. Da es sich um eine 

anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – anders als bei der Frage, 

ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht 

bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 

46 E. 2 mit Hinweisen). Dabei muss nicht etwa der Beweis für unfallfremde Ursachen 

erbracht werden. Welche Ursachen ein nach wie vor geklagtes Leiden hat, ob es 

Krankheitsursachen, ein Geburtsgebrechen oder degenerative Veränderungen sind, ist 

unerheblich. Denn es ist nicht so, dass der Unfallversicherer bei einmal bejahter 

Unfallkausalität so lange haftet, als er unfallfremde Ursachen nicht mit überwiegender 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/21

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Wahrscheinlichkeit nachzuweisen vermag. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte 

Ursachen eines Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also 

dahin gefallen sind (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 329 E. 3b). Ebenso wenig geht es darum, 

vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass kein 

Gesundheitsschaden mehr vorliegt oder dass die versicherte Person nun bei voller 

Gesundheit sei (Urteile des EVG vom 18. Dezember 2003, U 258/02, 25. Oktober 2002, 

U 143/02, und 31. August 2001, U 285/00).

6.2    Dr. C.___ stufte die HWS-Distorsion in seinem Bericht vom 6. Mai 2005 als leicht 

ein und ging bei Weiterführung der Physiotherapie und des Heimprogramms von einem 

weiteren Abklingen der Beschwerden in den nächsten vier Wochen und der Möglichkeit 

der Wiederaufnahme der Arbeit aus. Dies nachdem sich anlässlich seiner 

Untersuchung vom 31. Januar 2005 gezeigt hatte, dass nach den zwischenzeitlich 

durchgeführten Therapien hinsichtlich der anfänglichen Beschwerden eine deutliche 

Verbesserung eingetreten war und im damaligen Zeitpunkt lediglich noch leichte bzw. 

diskrete Befunde erhoben werden konnten (UV-act. M4). Dr. B.___ hielt sodann im 

Verlaufsbericht vom 9. September 2006 fest, dass aktuell unfallfremde Beschwerden 

und Schmerzen im Vordergrund stünden. Gelegentlich würden noch Nackenschmerzen 

auftreten. Der Heilverlauf bezüglich des HWS-Traumas sei gut, auch wenn noch 

Restbeschwerden vorliegen würden. Anderes stehe jedoch im Vordergrund. Die HWS-

Symptomatik sei - bei jederzeit möglichen Rezidiven - auf Zusehen hin abzuschliessen. 

Entsprechend diagnostierte Dr. B.___ eine unfallfremde Urolithiasis sowie unfallfremde 

Diabetesprobleme (UV-act. M6.1). Dr. D.___ erhob schliesslich in seinem Gutachten 

vom 9. Juli 2009 uneingeschränkt normale Befunde und verneinte das Vorliegen 

objektivierbarer Unfallfolgen (vgl. Erwägung 4.2). Die vom Beschwerdeführer selber 

angegebenen Beschwerden mit Nacken- und Kopfweh könnten nicht als objektiv 

gewertet werden. Die Alltagserfahrung zeige, dass normalerweise mit zunehmender 

zeitlicher Distanz von einem Unfallereignis der vorliegenden Art solche Beschwerden 

somatoformer Art an Bedeutung verlieren oder verschwinden würden. Dies habe 

bereits Dr. C.___ festgehalten. Sei dem nicht so, dann seien andere Sachverhalte als 

Beschwerdeursache ebenso in Betracht zu ziehen wie das Unfallereignis. Die heutigen 

Beschwerden seien demnach höchstens möglicherweise auf das Unfallereignis 

zurückzuführen (UV-act. M10). Den dargelegten medizinischen Akten lässt sich 

einstimmig bzw. ohne widersprüchliche Aussagen der einzelnen Ärzte entnehmen, 

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dass das versicherte Unfallereignis keine natürlich-kausale (Teil-)Ursache der auch 

nach dem 17. März 2010 noch fortbestehenden Beschwerden bildet. Diese Beurteilung 

findet ihre Bestätigung auch in den Erkenntnissen der medizinischen Forschung 

(Gerhard Jenzer, Klinische Aspekte bei HWS-Belastungen durch Kopfanprall oder 

Beschleunigungsmechanismus: Grenzbereich zum "leichten" Schädel-Hirn-Trauma, in: 

SZS 1996 S. 462 ff.), wonach der typische posttraumatische Verlauf nach einem 

leichten Schädel-Hirntrauma bzw. einer Beschleunigungsverletzung einer Erholung 

innert sechs bis zwölf Wochen entspricht. Ungewöhnlich lang dauernde und schwere 

Verläufe nach Beschleunigungsverletzung würden bei Fehlen der klinischen Kriterien 

einer traumatischen Hirn- bzw. HWS-Schädigung nach einer Interpretation ausserhalb 

einer hirnorganischen Schädigung bzw. Schädigung im HWS-Bereich rufen (S. 469 mit 

Hinweis und S. 463; vgl. auch Bogdan P. Radanov, Über den Stellenwert der 

neuropsychologischen Diagnostik bei Patienten nach HWS-Distorsion, in: SZS 1996 S. 

471 ff. und S. 475). Selbst bei Bejahung der natürlichen Kausalität müsste - wie sich 

aus den nachstehenden Erwägungen ergibt - letztlich die Adäquanz des 

Kausalzusammenhangs verneint werden.

7.      

7.1    Im angefochtenen Einspracheentscheid hat die Beschwerdegegnerin die 

Adäquanz nach der sogenannten Schleudertrauma-Praxis von BGE 134 V 109 geprüft 

und auf eine Differenzierung zwischen physischen und psychischen Komponenten 

verzichtet. Diese Vorgehensweise erscheint angemessen, können doch den Akten - 

abgesehen von den von Dr. D.___ diagnostizierten intermittierenden somatoformen 

Kopf- und Nackenschmerzen (vgl. dazu AHI 2000 S. 159 E. 4b mit Hiinweisen) - 

keinerlei Hinweise auf eine bestehende psychische Problematik oder gar eine 

eindeutige Dominanz allfälliger psychischer Probleme entnommen werden (vgl. 

Erwägung 3.2).

7.2    Zu prüfen ist sodann, ob per 17. März 2010 von einem Fallabschluss im Sinn von 

Art. 19 Abs. 1 UVG - als Voraussetzung für die Adäquanzprüfung (BGE 134 V 109 E. 4) 

- ausgegangen werden durfte oder nicht. Dieser ist erreicht, wenn von der Fortsetzung 

der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands der 

versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/21

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Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. "Namhaft" 

bedeutet, dass die Besserung ins Gewicht fallen muss und unbedeutende 

Verbesserungen ebenso wenig genügen wie die blosse Möglichkeit einer Besserung 

(BGE 134 V 109 E. 4.3; Urteil des Bundesgerichts vom 12. Juni 2009, 8C_25/09, 

E. 4.1.1 mit Hinweisen). - Wie vorstehend dargelegt (Erwägung 6.2), ist beim 

Beschwerdeführer vom Erreichen eines gesundheitlichen Endzustands auszugehen, bei 

dem von weiteren medizinischen Massnahmen keine namhafte Besserung mehr zu 

erwarten ist. In diesem Sinn bezeichnet Dr. D.___ die Physiotherapie als unterhaltende 

medizinische Massnahme. Es sei nicht von einem nachhaltigen Einfluss der 

Physiotherapie auf das Beschwerdebild auszugehen. Laut Gutachter vermag ein 

Unterbleiben der Physiotherapie den Zustand des Beschwerdeführers nicht mit 

Wahrscheinlichkeit in signifikanter Weise zu verschlechtern (UV-act. M10). Auch im 

Hinblick auf das Unfalldatum (4. November 2004) und die Dauer der 

physiotherapeutischen Behandlung (seit 20. Januar 2005) ist auszuschliessen, dass 

noch eine namhafte Besserung eintreten könnte (UV-act. M11). Zudem ist zu 

berücksichtigen, dass sich diese namentlich in einer Steigerung oder Wiederherstellung 

der Arbeitsfähigkeit zeigt, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist (BGE 134 V 109 

E. 4.3). Eine Arbeitsunfähigkeit hat aber gemäss Akten nur bis 23. März 2005 

bestanden. Danach ist von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen. Insofern 

vermag die Empfehlung durch E.___ die Physiotherapie plus Heimprogramm sei 

weiterzuführen (UV-act. M11), nichts zu ändern. Auch überzeugt die gegenteilige 

Auffassung von Dr. B.___, dass es sich nicht nur um eine unterhaltende therapeutische 

Massnahme handle (UV-act. M12), mangels weiterer Begründung nicht. Der 

Fallabschluss per 17. März 2010 ist somit rechtens.

7.3    Für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs bei Vorliegen von 

Schleudertraumata oder schleudertraumaähnlichen Verletzungen ist im Einzelfall zu 

verlangen, dass dem Unfall für die Entstehung der Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit 

eine massgebende Bedeutung zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er objektiv eine 

gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt. 

Ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf wird zwischen banalen bzw. leichten 

Unfällen einerseits, schweren Unfällen andererseits und schliesslich dem dazwischen 

liegenden mittleren Bereich unterschieden. Während der adäquate 

Kausalzusammenhang in der Regel bei schweren Unfällen ohne Weiteres bejaht und 

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bei leichten Unfällen verneint werden kann, lässt sich die Frage der Adäquanz bei 

Unfällen aus dem mittleren Bereich nicht aufgrund des Unfallgeschehens allein 

schlüssig beantworten. Es sind weitere, objektiv erfassbare Umstände, welche 

unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehen oder als direkte bzw. indirekte 

Folgen davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen. Als Kriterien zu 

berücksichtigen sind: Besonders dramatische Begleitumstände oder besondere 

Eindrücklichkeit des Unfalls; Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen; 

fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung; erhebliche Beschwerden; 

ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; schwieriger 

Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz 

ausgewiesener Anstrengungen (BGE 134 V 109 E. 10.1 und E. 10.3).

7.4    Einfache Auffahrunfälle werden rechtsprechungsgemäss in der Regel als 

mittelschwer im Grenzbereich zu den leichten Unfällen qualifiziert (Urteil des 

Bundesgerichts vom 15. März 2005, U 380/0, E. 5.1.2 mit Hinweisen). Wie vorstehend 

dargelegt (Erwägung 5.3), fuhr der Beschwerdeführer mit seinem Personenwagen 

offensichtlich auf einen anderen Personenwagen auf. Die kollisionsbedingten Kräfte 

wirken sich hierbei nicht in gleicher Weise auf den Körper aus wie bei einer 

Auffahrkollision, wo der Kopf zunächst nach hinten flektiert wird (vgl. Debrunner/

Ramseier, Die Begutachtung von Rückenschäden in der schweizerischen 

obligatorischen Unfallversicherung, Bern 1990, S. 53). Im Übrigen steht fest, dass der 

Beschwerdeführer beim Unfall keinen Kopfanprall erlitten hat. Auch hatte der Unfall 

weder sichtbare Verletzungen noch eine Bewusstlosigkeit oder Amnesie zur Folge. Der 

Beschwerdeführer suchte erstmals 14 Tage nach dem Unfall einen Arzt auf. Dem 

Gutachten von Dr. D.___ ist ausserdem zu entnehmen, dass sich die Kollision innerorts 

an einer Kreuzung ereignet, der Airbag sich nicht geöffnet hat und das Auto fahrtüchtig 

geblieben ist. Auch konnte der Beschwerdeführer nach dem Ereignis weiterfahren (UV-

act. M10). Angesichts dieser Angaben bzw. Umstände liegt ein mittelschwerer Unfall im 

Grenzbereich zu den leichten Unfällen, wenn nicht sogar ein leichter Unfall, vor. Von 

den weiteren massgebenden Kriterien müssten hier für eine Bejahung des adäquaten 

Kausalzusammenhangs entweder ein einzelnes der in die Beurteilung 

einzubeziehenden Kriterien in besonders ausgeprägter Weise oder aber mehrere in 

gehäufter oder auffallender Weise (mindestens vier Kriterien) erfüllt sein (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts vom 7. Dezember 2009, 8C_487/2009).

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7.5    In den Akten lässt nichts auf ein Vorliegen besonders dramatischer Umstände 

oder eine besondere Eindrücklichkeit des Unfalls schliessen. Sodann ist davon 

auszugehen, dass der Beschwerdeführer keine schweren Verletzungen oder 

Verletzungen besonderer Art erlitten hat, suchte er doch erst 14 Tage nach dem Unfall 

einen Arzt auf und es wurde einzig ein (in der Folge von Dr. C.___ als leichtgradig 

bezeichnetes) Schleudertrauma der HWS diagnostiziert, was gemäss der 

Rechtsprechung für sich allein nicht zur Bejahung des Kriteriums der Schwere und 

besonderen Art der erlittenen Verletzung führt (vgl. BGE 134 V 109 E. 10.2.2). Auch 

eine fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung hat nicht stattgefunden. 

Aus den Akten geht einzig hervor, dass der Beschwerdeführer (gemäss eigenen 

Angaben) verschiedene Therapien ausprobiert hat und sich schliesslich während 

mehreren Jahren mit teilweisem Erfolg in physiotherapeutische Behandlung begab (UV-

act. M10, M11). Letzterer, aber auch Abklärungsmassnahmen sowie blossen ärztlichen 

Kontrollen verbunden mit einer medikamentösen Behandlung, kommt jedoch nicht die 

Qualität einer regelmässigen zielgerichteten, belastenden Behandlung zu, womit sie 

dementsprechend bei der Prüfung dieses Adäquanzkriteriums nicht zu beachten sind 

(Urteil des Bundesgerichts vom 22. Februar 2007, U 37/06, E. 7.3; Urteile des EVG vom 

21. Juni 2006, U 265/05, E. 3.2.2, und vom 11. Mai 2004, U 101/03, E. 4.3.5). Die in 

den Akten liegenden Verlaufsberichte von Dr. B.___ beschreiben sodann keinerlei 

erhebliche Komplikationen oder einen schwierigen Heilverlauf (vgl. UV-act. M6, M6.1, 

M7). Der Beschwerdeführer selbst klagte zwar noch Jahre nach dem Unfall über 

schleudertraumatypische Beschwerden. Dr. C.___ stellte jedoch bereits anlässlich 

seiner Untersuchung vom 31. Januar 2005 eine deutliche Verbesserung der 

Beschwerden fest (UV-act. M4) und Dr. B.___ sprach im Verlaufsbericht vom 9. 

September 2006 von unfallfremden Schmerzen und Beschwerden, die im Vordergrund 

stehen würden, und nur noch von "gelegentlichen" Nackenschmerzen. Den Heilverlauf 

beurteilte der Arzt als gut und einen Abschluss der HWS-Symptomatik auf Zusehen hin 

möglich. Es bestünden zwar noch Restbeschwerden,jedoch stehe anderes im 

Vordergrund (UV-act. M6.1). Im Weiteren deutet nichts darauf hin, dass durch die 

Schmerzen eine erhebliche Beeinträchtigung im Lebensalltag eingetreten wäre (vgl. 

BGE 134 V 109 E. 10.2.4 sowie nachfolgende Erwägungen betreffend Betreiben einer 

Einzelfirma). Eine ärztliche Fehlbehandlung ist aus den Akten ebenfalls nicht ersichtlich. 

Was das Kriterium der erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener 

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Anstrengungen anbelangt, ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer laut eigenen 

Angaben ab Ende März 2005 wieder voll arbeitete (UV-act. 7). Entsprechend bestätigte 

Dr. B.___ am 1. Juni 2005 telefonisch eine 100%ige Arbeitsfähigkeit seit dem 24. März 

2005 (vgl. UV-act. M5). Eine spätere Arbeitsunfähigkeit ist in den medizinischen Akten 

nicht vermerkt. Laut Bericht von Dr. B.___ vom 6. August 2008 behinderten 

Konzentrationsprobleme und Verspannungen der Nackenmuskulatur den 

Beschwerdeführer bei der Bildschirmarbeit. Die Physiotherapie verschaffe ihm jedoch 

Erleichterung (UV-act. M7). Dr. D.___ gegenüber gab der Beschwerdeführer sodann im 

Juli 2009 an, eine Einzelfirma zu betreiben. Das Betreiben einer Einzelfirma geht 

erfahungsgemäss - insbesondere in der Aufbauphase - mit einer hohen 

Arbeitsbelastung des Unternehmers einher, was ebenfalls gegen das Vorliegen einer 

erheblichen Arbeitsunfähigkeit spricht. Selbstverständlich ist die konkret ausgewiesene 

Anstrengung, eine Arbeitstätigkeit aufzunehmen, als positiv zu werten. Ebenso 

anerkennenswert ist, dass der Beschwerdeführer im Rahmen der medizinischen 

Therapiemassnahmen persönlichen Einsatz gezeigt hat, diverse Therapiemöglichkeiten 

ausprobiert und bei der Physiotherapie eine gute Compliance gezeigt hat (UV-act. M10, 

M11). Dennoch muss aufgrund der Akten als erstellt gelten, dass der 

Beschwerdeführer seit dem 24. März 2005 zu 100% arbeitsfähig war, womit 

schliesslich auch das adäquanzrelevante Kriterium der erheblichen Arbeitsunfähigkeit 

trotz ausgewiesener Anstrengungen nicht erfüllt ist.

7.6    Zusammenfassend ist mithin festzustellen, dass keines der erforderlichen 

Adäquanzkriterien als erfüllt betrachtet werden kann, womit dem streitigen Unfall bei 

dessen Einstufung als mittelschweres Unfallereignis im Grenzbereich zu den leichten 

Unfällen keine adäquanzrechtlich massgebende Bedeutung für die über den 17. März 

2010 hinaus andauernden Beschwerden zukommt. Die Einstellung der Leistungen auf 

den 17. März 2010 ist folglich nicht zu beanstanden.

8.        

8.1    In der Beschwerde vom 12. Februar 2011 macht der Beschwerdeführer 

sinngemäss geltend, er sei ab Juni 2005 wieder arbeitsunfähig gewesen. Es seien ihm 

dementsprechend Lohnkosten (gemeint sind wohl Taggelder) auszurichten (vgl. act. G1 

i.V.m. UV-act. 29). In Erwägung 7.5 wurde ausführlich dargelegt, dass der 

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Beschwerdeführer mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit seit 

dem 24. März 2005 zu 100% arbeitsfähig war, weswegen ihm die Beschwerdegegnerin 

keine weiteren Taggelder auszurichten hat (vgl. dazu auch Erwägung 3.1).

8.2    Soweit der Beschwerdeführer eine Entschädigung für Erwerbsausfall durch die 

Begutachtung bei Dr. D.___ geltend machen will, ist auf Art. 45 Abs. 2 ATSG 

hinzuweisen, wonach der Versicherungsträger die versicherte Person für 

Erwerbsausfall und Spesen durch die erforderlichen Abklärungen, insbesondere 

notwendige ärztliche Untersuchungen, entschädigt. Die Beschwerdegegnerin hat 

diesbezüglich keinerlei Abklärungen getätigt und über eine allfällige Entschädigung 

weder in der Verfügung vom 17. März 2010 noch im angefochtenen 

Einspracheentscheid entschieden. Die Sache ist zur Prüfung eines allfälligen Anspruchs 

und zu anschliessender Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

9.      

9.1    Auf den Antrag des Beschwerdeführers, es seien ihm Fahrkosten zu vergüten, ist 

die Beschwerdegegnerin im angefochtenen Einspracheentscheid nicht eingetreten. Der 

Beschwerdeführer habe trotz ausdrücklicher Mahnung (E-Mail vom 2. Juni 2010 [UV-

act. 45]) keine entsprechenden Belege eingesandt. In der Beschwerdeantwort vom 

14. März 2011 hält sie an dieser Meinung fest. Der Beschwerdeführer hält am 4. April 

2011 replicando dagegen, er habe die E-Mail vom 2. Juni 2010 betreffend Einreichung 

einer Aufstellung der Reisekosten nie erhalten.

9.2    Zur Untersuchungspflicht des Sozialversicherungsträgers nach Art. 43 Abs. 1 

ATSG tritt ergänzend die Mitwirkungspflicht der versicherten Person hinzu. Art. 28 Abs. 

1 ATSG hält den allgemeinen Grundsatz der Mitwirkungspflicht fest. Art. 28 Abs. 2 und 

3 ATSG beziehen sich sodann auf die Pflicht der leistungsbeanspruchenden Person, 

Auskünfte zu erteilen. Als weitere Mitwirkungspflichten fallen die Herausgabe von 

Unterlagen (im konkreten Fall Belege wie Fahrkarten, Parkscheine), das Ausfüllen von 

Anmeldeformularen, die Teilnahme an Untersuchungen und Begutachtungen etc. in 

Betracht (vgl. U. Kieser, a.a.O., N 14 f., N 19 f. und N 26 zu Art. 28). Als Folge der 

Verweigerung der Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten sieht Art. 43 Abs. 3 ATSG vor, 

dass der Versicherungsträger auf Grund der Akten verfügen oder die Erhebungen 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/21

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einstellen und Nichteintreten beschliessen kann. Er muss die versicherte Person vorher 

schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihr ist eine angemessene 

Bedenkzeit einzuräumen.

9.3    Der Beschwerdeführer hat bis zum Erlass der Verfügung vom 17. März 2010 

(Zeitpunkt der Leistungseinstellung wegen Dahinfallens der Kausalität zwischen den 

beklagten Beschwerden und dem Unfall vom 4. November 2004) Anspruch auf 

Vergütung der Heilbehandlungskosten. Die Vergütung der im streitigen Zeitraum 

angefallenen medizinisch notwendigen Reisekosten ist grundsätzlich untrennbar mit 

der Heilbehandlung verbunden, womit ein diesbezüglicher Anspruch von der 

Beschwerdegegnerin zu prüfen war. Der Beschwerdeführer hätte im Rahmen des 

Beschwerdeverfahrens die Gelegenheit gehabt, die E - Mail vom 2. Juni 2010 

einzusehen (vgl. Erwägung 2.3), und somit Unterlagen betreffend seiner Reisekosten 

nachzureichen. Er wurde jedoch lediglich ersucht, eine Aufstellung der Reisekosten 

einzureichen. Auf die Folgen der Verweigerung der Mitwirkung bzw. Auskunftserteilung 

wurde er nicht hingewiesen, weshalb die in Art. 43 Abs. 3 ATSG vorgesehene 

Rechtsfolge wegen unvollständiger Durchführung des Verfahrens nicht eintreten 

konnte. Die Sache ist an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie das 

Verfahren betreffend Reisekosten formell richtig nachholt und anschliessend über das 

konkrete Begehren verfügt.

10.     

10.1    Nach dem Gesagten ist die Beschwerde bezüglich Taggeldleistungen und 

Übernahme von Heilbehandlungen abzuweisen. Was das gerügte Nichteintreten 

anbelangt, ist sie dahingehend gutzuheissen, dass die Sache zur formell richtigen 

Durchführung des Verfahrens an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird. 

Ebenfalls zurückzuweisen ist die Sache zur Prüfung des Antrags auf Entschädigung 

des Erwerbsausfalls im Zusammenhang mit der Begutachtung vom Juli 2009.

10.2    Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

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entschieden:

1.       Die Beschwerde wird, soweit Taggeldleistungen und Heilbehandlungen 

betreffend, abgewiesen. Soweit das Nichteintreten betreffend, wird sie – unter 

entsprechender Aufhebung des Einspracheentscheids vom 11. Januar 2011 – 

dahingehend gutgeheissen, dass die Sache zu weiteren Abklärungen und neuer 

Verfügung im Sinne der Erwägungen 8.2 und 9 an die Beschwerdegegnerin 

zurückgewiesen wird.

2.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 20.09.2011
	47 Abs. 1 ATSG; Art. 10 Abs. 1 UVG; Art. 16 Abs. 1 UVG; Art. 13 UVG i.V.m. Art. 20 Abs. 1 UVV; Art. 28, Art. 43 Abs. 3 und Art. 45 Abs. 2 ATSG. Rechtliches Gehör. Akteneinsicht. Eine Akteneinsicht, die nur bezüglich eines erfolgten Gutachtens gewährt wurde, stellt eine Verletzung des rechtlichen Gehörs dar. Diese kann in casu jedoch geheilt werden, da eine Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf führen würde und von einem Interesse des Beschwerdeführers an einer beförderlichen Beurteilung auszugehen ist. Adäquater Kausalzusammenhang bei HWS-Schleudertrauma. Die im vorliegenden Fall noch fünf Jahre nach dem Unfall beklagten Leiden des Beschwerdeführers sind nicht mehr als unfallkausal zu erachten, da keines der durch die Rechtsprechung in BGE 134 V 109 entwickelten adäquanzrelevanten Kriterien erfüllt ist. Ein Anspruch auf Vergütung der medizinisch notwendigen Reisekosten besteht grundsätzlich bis zur Leistungseinstellung. Der Versicherungsträger entschädigt sodann grundsätzlich den Erwerbsausfall, der durch seine Abklärungen entstanden ist (Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 20. September 2011, UV/2011/14).

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