# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c614a47b-4191-512e-9930-c4f921c4f306
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-05-24
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Verwaltungskommission 24.05.2024 VR240003
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_004_VR240003_2024-05-24.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
Verwaltungskommission  

Geschäfts-Nr. VR240003-O/U

Mitwirkend: Der Obergerichtspräsident lic. iur. M. Langmeier, Oberrichter lic. iur. 

Ch. Prinz und Oberrichter lic. iur. et phil. D. Glur sowie die Gerichts-

schreiberin lic. iur. A. Leu

Beschluss vom 24. Mai 2024

in Sachen

A._____, Dipl. rer. com,
Rekurrent

gegen

Fachgruppe Sprachdienstleistungen, 
Rekursgegnerin

betreffend Rekurs gegen den Beschluss der Fachgruppe/Zentrale Sprach-
dienstleistungen vom 6. März 2024 (Gesch. Nr. KM220073-O)

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Erwägungen:

I.

1. Mit Schreiben vom 22. März 2022 orientierte die Fachgruppe/Zentralstelle 

Sprachdienstleistungen (fortan: Rekursgegnerin) A._____ (fortan: Rekurrent) 

unter Hinweis auf den damals geltenden § 28 Abs. 1 lit. c der Sprachdienst-

leistungsverordnung (SDV, LS 211.17) darüber, dass ab dem 1. Juli 2023 alle 

Sprachdienstleistenden aus dem Zürcher Verzeichnis, welche weiterhin bzw. 

zukünftig im Bereich Sprachmittlung bei Kommunikationsüberwachung tätig 

sein wollten, über eine entsprechende Akkreditierung durch die Rekursgeg-

nerin verfügen müssten. Hierfür sei das Akkreditierungsverfahren für den er-

wähnten Bereich zu durchlaufen (act. 3/1). Am 8. April 2022 reichte der Re-

kurrent seinen Akkreditierungsantrag ein (act. 3/2). Mit Beschluss vom 

6. März 2024, Geschäfts-Nr. KM220073-O, wies die Rekursgegnerin den An-

trag ab und begründete dies mit dem zweimaligen Nichtbestehen der Prüfung 

des Zürcher Zulassungskurses Sprachmittlung bei Kommunikationsüberwa-

chung und damit mit der Nichterfüllung der Akkreditierungsvoraussetzungen 

(act. 4 S. 2 = act. 3/24 S. 2). 

2. Mit Eingabe vom 22. März 2024 erhob der Rekurrent bei der Verwaltungs-

kommission des Obergerichts des Kantons Zürich gegen den Beschluss vom 

6. März 2024 innert Frist Rekurs und stellte den Antrag, den Beschluss auf 

seine Richtigkeit hin zu überprüfen und seinem Antrag auf Akkreditierung für 

den Bereich Sprachmittlung bei Kommunikationsüberwachung stattzugeben 

(act. 1 S. 2).

3. Die Verwaltungskommission zog in der Folge die Akten Geschäfts-

Nr. KM220073-O (act. 3/1-26) bei (§ 26a des Verwaltungsrechtspflegegeset-

zes [VRG, LS 175.2]), ebenso das Zürcher Handbuch für Sprachmittlung bei 

Kommunikationsüberwachung im Kanton Zürich, die Richtlinien zur Prüfung 

des Zürcher Zulassungskurses Sprachmittlung bei Kommunikationsüberwa-

chung sowie die Prüfungsvorlage (Aufnahme; act. 7/1-2, act. 8). Auf die Ein-

holung einer Stellungnahme der Rekursgegnerin im Sinne von § 26b VRG 

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verzichtete sie hingegen (VRG Kommentar-Griffel, Griffel [Hrsg.], 3. Auflage, 

Zürich/Basel/Genf 2014, § 26b N 6).

II.

1. Gemäss § 19 SDV ist gegen Entscheide der Fachgruppe Sprachdienstleis-

tungen, deren Ausschüsse oder ihrer Mitglieder der Rekurs an die Verwal-

tungskommission des Obergerichts des Kantons Zürich zulässig. Dieser rich-

tet sich nach den §§ 19 ff. VRG. Demzufolge ist die Verwaltungskommission 

zur Behandlung des Rekurses des Rekurrenten gegen den Beschluss der Re-

kursgegnerin vom 6. März 2024, Geschäfts-Nr. KM220073-O, zuständig.

2. Der Rekurrent ist zur Rekurserhebung berechtigt, da er durch den angefoch-

tenen Beschluss berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an dessen Auf-

hebung oder Änderung hat (§ 21 Abs. 1 VRG). 

III.

1.1. Gemäss § 28 Abs. 1 lit. c und Abs. 2 lit. b SDV gelten Personen, welche im 

Zeitpunkt des Inkrafttretens der Verordnung per 1. Juli 2019 gestützt auf die 

Dolmetscherverordnung vom 26./27. November 2003 im Dolmetscherver-

zeichnis des Kantons Zürich eingetragen waren, für den Bereich Sprachmitt-

lung ab Inkrafttreten der Sprachdienstleistungsverordnung während längstens 

fünf Jahren, d.h. längstens bis zum 1. Juli 2024, als akkreditiert (ursprünglich 

war eine Frist von vier Jahren vorgesehen, § 28 Abs. 1 lit. c und 2 lit. b aSDV, 

was indes per 1. Mai 2023 angepasst wurde). Dienstleistende für den Bereich 

Sprachmittlung bei Kommunikationsüberwachung, welche nach dem 1. Juli 

2024 weiterhin als solche tätig und im Sprachdienstleistungsverzeichnis des 

Kantons Zürich eingetragen sein wollen, müssen sich demnach bis dahin in 

einem separaten Verfahren akkreditieren lassen. 

1.2. Die Einzelheiten der Prüfung sind in den Richtlinien zur Prüfung des Zürcher 

Zulassungskurses Sprachmittlung bei Kommunikationsüberwachung (fortan: 

Prüfungsrichtlinien; act. 7/2) geregelt (Art. 9.3 der Richtlinien Kommunikati-

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onsüberwachung). Gemäss Art. 3 der Prüfungsrichtlinien ist die Prüfung 

schriftlich abzulegen und setzt sie sich aus einem Praxisteil und einem Theo-

rieteil zusammen. Während der Praxisteil 90 Minuten dauert und aus der Er-

stellung einer Zusammenfassung aus einer Audiosequenz von 7 Minuten 

(Richtwert: ca. 30 Minuten) sowie aus der Erstellung eines schriftlichen Wort-

protokolls einer Audiosequenz von ca. 2 Minuten (Richtwert: ca. 60 Minuten) 

besteht, dauert der Theorieteil 30 Minuten und beinhaltet einen Multiple-

Choice-Test mit 70 Fragen (Art. 5 Prüfungsrichtlinien). Art. 8.1 der Prüfungs-

richtlinien zufolge werden beim Praxisteil die inhaltliche Richtigkeit, die Voll-

ständigkeit und Genauigkeit, die richtige Anwendung der im Handbuch ent-

haltenen Vorgaben sowie Grammatik und Rechtschreibung beurteilt. Die Re-

geln der Grammatik sowie die korrekte Rechtschreibung inkl. Gross- und 

Kleinschreibung sind mindestens insofern einzuhalten, als dass der Text ver-

ständlich ist und es nicht zu Sinnverfälschungen kommt. Beim Theorieteil wird 

ferner die Richtigkeit der Antworten beurteilt, wobei pro Frage ein Punkt erzielt 

werden kann (Art. 8.2 Prüfungsrichtlinien). Die Prüfung gilt als bestanden, 

wenn sowohl im Praxis- als auch im Theorieteil eine genügende Leistung er-

bracht wird (Art. 10.1 Prüfungsrichtlinien).

1.3. Rechtsmittelbehörden dürfen sich im Rahmen der Überprüfung der Bewer-

tung einer Prüfungsleistung eine gewisse Zurückhaltung auferlegen und ha-

ben erst dann einzuschreiten, wenn die Bewertung nicht nachvollziehbar ist, 

offensichtliche Mängel aufweist oder auf sachfremden Kriterien beruht, mithin 

eine qualifizierte Unangemessenheit vorliegt. Anders ist es hingegen, wenn 

bspw. Verfahrensmängel gerügt werden. In solchen Fällen hat die Rechtsmit-

telinstanz uneingeschränkte Prüfungsbefugnis und muss diese auch aus-

schöpfen. Sämtliche Einwendungen, die sich auf den äusseren Ablauf des 

Examens oder die Bewertung beziehen, gelten als Verfahrensfragen. Als Er-

messensfrage gilt demgegenüber namentlich die Benotung oder Bewertung 

einer Aufgabe durch den Examinator. Gerichtsbehörden dürfen sich insoweit 

Zurückhaltung auferlegen, als es keine Hinweise auf krasse Fehleinschätzun-

gen gibt. Eine erfolgreiche Rüge, ein Kandidat hätte bei einer Aufgabe mehr 

Punkte erhalten sollen, setzt daher eine qualifizierte Unangemessenheit vor-

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aus (BGE 136 I 229 E. 5.4.1; BGE 131 I 467 E. 3.1; Entscheid des Verwal-

tungsgerichts ZH vom 13. Juli 2011, Geschäfts-Nr. VB.2010.00651, E. 2.2; 

Kommentar VRG-Donatsch, § 20 N 87 ff.).

2. In der Rekursschrift beanstandet der Rekurrent lediglich die Bewertung bzw. 

Korrekturen der Wiederholungsprüfung "Zusammenfassung" vom 3. Februar 

2024, hingegen weder die Bewertung der bestandenen Wiederholungsprü-

fung Praxisteil "Wortprotokoll" vom 3. Februar 2024 (act. 3/23), noch diejenige 

der bestandenen theoretischen Prüfung vom 4. November 2023 (act. 3/18/2). 

Der Rekurs beschränkt sich demnach auf die Überprüfung der Prüfung Praxis-

teil "Zusammenfassung" vom 3. Februar 2024.

3. Der Rekurrent stellt sich auf den Standpunkt, die Prüfung müsse als bestan-

den gelten, wenn zwei Drittel davon erfolgreich absolviert worden seien. Er 

habe vorliegend den Theorieteil und die Prüfung "Wortprotokoll" bestanden 

(act. 1 S. 1). 

Art. 10.1 der Prüfungsrichtlinien zufolge erfordert ein erfolgreiches Bestehen 

der Prüfung, dass sowohl im Theorieteil als auch im Praxisteil eine genügende 

Leistung erbracht werden. Die Rekursgegnerin geht offenbar davon aus, dass 

ein genügender Praxisteil das Bestehen beider Prüfungen "Zusammenfas-

sung" und "Wortprotokoll" voraussetzt. Dies erscheint überzeugend, müssen 

die Leistungserbringer doch fähig sein, beide Arten von Translattypen, hin-

sichtlich welcher verschiedene Anforderungen bestehen (Artt. 19 und 20 des 

Handbuchs), korrekt zu erstellen. Der Ansicht des Rekurrenten kann nicht ge-

folgt werden. 

4.1.1. Der Rekurrent rügt lediglich die Bewertungen der Prüfungsbehörde hinsicht-

lich des Umfangs seiner Arbeit, nicht jedoch jene, welche inhaltliche oder 

grammatikalische Fehler zum Gegenstand haben. Letztere Korrekturen sind 

demnach nicht zu überprüfen (§ 23 VRG). Im Konkreten bringt der Rekurrent 

vor, die Prüfungsbehörde habe beanstandet, dass seine "Zusammenfassung" 

zu ausführlich ausgefallen sei. In Art. 19.1 des Handbuches werde dargelegt, 

wie eine Zusammenfassung auszusehen habe. Sie müsse einen Überblick 

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liefern und das Gespräch in der Zielsprache so resümieren, dass sich die er-

mittelnden Personen ein Bild von dessen Inhalt und Relevanz machen könn-

ten. Seine Arbeit erfülle all diese Anforderungen (act. 1 S. 2). 

4.1.2. Der Prüfungsteil "Zusammenfassung" wurde von der Prüfungsbehörde mit 

den folgenden Kommentaren versehen (act. 3/23 S. 4):

"- Die administrativen Angaben sind vorhanden.
- Die Zusammenfassung gibt alle relevanten Elemente wieder. Insge-

samt hätte aber deutlich stärker resümiert werden sollen. Es wird bei 
der Wiedergabe nicht unterschieden zwischen relevanten und nicht re-
levanten Elementen. So ist die Zusammenfassung sehr ausführlich und 
gibt die Redebeiträge stellenweise ähnlich einem Wortprotokoll wieder.

- Es finden sich mehrere missverständliche Angaben, die den Sinn teil-
weise massiv verfälschen (siehe dazu Ergänzungen und Anmerkungen 
in der Zusammenfassung).

- Auch sprachlich finden sich gewisse Mängel, die an mehreren Stellen 
das Verständnis des Gesprächsinhaltes behindern.

- Die Anforderungen an die Zusammenfassung sind nicht erfüllt."

Die zu lange bzw. ausführliche Zusammenfassung wurde in den Korrekturen 

A3, A12, A14, A15 und A17 beanstandet. Der Rekurrent unterlässt es, sich 

über die oberwähnten allgemein gehaltenen Ausführungen zur Zusammen-

fassung hinaus konkret mit den einzelnen Korrekturen bzw. Anmerkungen zu 

befassen. Damit erscheint zweifelhaft, ob er seinen Pflichten gemäss § 23 

Abs. 1 VRG, sich in minimaler Weise mit den Erwägungen der Vorinstanz 

bzw. dem Gerügten auseinander zu setzen und in der Begründung näher da-

zulegen, inwiefern der angefochtene Akt an einem Mangel leidet und dem ge-

stellten Antrag entsprechend aufzuheben oder abzuändern ist (VRG Kom-

mentar-Griffel, § 23 N 17), hinreichend nachgekommen ist. Die Frage ist indes 

nicht abschliessend zu klären, denn selbst bei der Annahme einer hinreichen-

den Begründung ist dem Rekurs kein Erfolg beschieden, wie den nachfolgen-

den Erwägungen zu entnehmen ist. 

4.1.3. Gemäss dem erwähnten Handbuch liefert eine Zusammenfassung einen 

Überblick und resümiert das Gespräch in der Zielsprache so, dass sich die 

ermittelnden Personen ein Bild von dessen Inhalt und Relevanz machen kön-

nen (act. 7/1 Art. 19.1.1). Am Anfang der Zusammenfassung stehen verschie-

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dene administrative und fallbezogene Angaben, gefolgt von einer Zusammen-

fassung im Fliesstext, wobei Redebeiträge resümierend wiederzugeben sind, 

ohne den genauen Gesprächsverlauf bzw. die einzelnen Redebeiträge abzu-

bilden. Lediglich besonders relevante Redebeiträge sind (vorzugsweise) in in-

direkter Rede wiederzugeben (act. 7/1 Art. 19.1.2 f.). Die Zusammenfassung 

stellt eine Aktennotiz dar, welche polizei-strategischen Zwecken dient, na-

mentlich zur Entscheidungsgrundlage, ob ein Wortprotokoll zu erstellen sei 

(act. 7/1 Art. 19.3).

4.2. In der Prüfungskorrektur wurde unter der Anmerkung A3 beanstandet, dass 

der Passus stärker zu resümieren gewesen wäre (act. 3/23 S. 1). Der Rekur-

rent schrieb das Folgende: "Weiter darüber, wie zufrieden UM1 mit dem Auto 

sei. UM1 antwortet, er sei sehr zufrieden damit. Schliesslich baue Audi immer 

gute Qualität." (act. 3/23 S. 1). Mit der Prüfungsbehörde ist davon auszuge-

hen, dass es sich bei dieser Konversation zwischen UM1 und UM2 über das 

zu überführende Fahrzeug (act. 8 00:57 ff.) nicht um den Kerninhalt des zu-

sammenzufassenden Gesprächs gehandelt hat. Dieser bestand aus der 

Überführung und Übergabe eines gestohlenen Fahrzeuges an eine Person 

namens B._____ am Bahnhof in C._____ sowie dem Empfang einer Summe 

von Fr. 50'000.-. Die Konversation über das gefahrene Auto war eine Neben-

sächlichkeit, welche stärker hätte zusammengefasst werden müssen. Die 

Korrektur ist daher nicht zu beanstanden.

4.3. Als Kommentar A12 hielt die Prüfungsbehörde sodann fest: "Hier hätte stärker 

resümiert werden müssen. Die Wiedergabe aller Redebeiträge entspricht in 

der Form eher einem Wortprotokoll als einer Zusammenfassung." (act. 3/23 

S. 2). Der Rekurrent gab in der massgeblichen Passage über zahlreiche Zei-

len hinweg die Konversation zwischen UM1 und UM2 betreffend die Überg-

abesumme wieder ("UM1 fragt weiter, ob sie das Geld für das gestohlene Auto 

vom B._____ bekommen würden. UM2 verneint und fügt hinzu, das Geld 

werde UM2 bekommen und es anschliessend teilen. UM1 will unbedingt wis-

sen, wie hoch sein Anteil ausfallen werde. UM2 antwortet bestimmend, das 

Auftrag von UM1 sei, lediglich das Auto zu fahren. Den Rest werde UM2 er-

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ledigen. Er werde den Erlös korrekt teilen. UM1 solle einfach Richtung 

D._____ fahren. Weiter über den Weg nach E._____. UM2 erzählt weiter, pri-

vat fahre er einen F._____") sowie über einen Telefonanruf der Schwester 

von UM2 ("Anschliessend bekommt UM2 einen Anruf evtl. von seiner Schwes-

ter. Es geht um eine Geburtstagsfeier. UM1 fragt UM2 ob er das Telefonat 

abbrechen könne, um ihm den Weg bei der Verzweigung zu zeigen. UM2 

sagt, UM1 müsse rechts, in Richtung D._____/E._____, weiterfahren. UM2 

telefoniert wieder und teilt dem Gesprächspartner, er sei zwischen 4 und 5 da. 

Anschliessend erzählt er UM1, seine Mutter habe am Samstag Geburtstag 

und er habe es beinahe vergessen. Bei dem Telefonat sei es um das Geburts-

tagsgeschenk seiner Mutter gegangen." [act. 3/23 S. 2]). Wie die Prüfungsbe-

hörde zutreffend festgehalten hat, hat der Rekurrent das zwischen UM1 und 

UM2 geführte Gespräch betreffend die Aufteilung des Geldes sehr detailliert 

und wortgetreu wiedergegeben. Die Prüfungsaufnahme weicht in ihrem Inhalt 

in Teilen nicht wesentlich von dem vom Rekurrenten verfassten Text ab (act. 8 

02:20.-ca. 03:30 betr. die Aufteilung). Der Gesprächsverlauf wird sehr genau 

wiedergegeben. Damit geht der Text jedoch über eine Zusammenfassung hin-

aus. Die Korrektur betreffend die Geldaufteilung ist damit nicht zu beanstan-

den. Hingegen kann der Korrektur zum Telefongespräch betreffend den Ge-

burtstag der Mutter nur bedingt gefolgt werden. Der Rekurrent hat in wenigen 

Sätzen zusammengefasst, was UM1 und UM2 über knapp eine Minute be-

sprochen haben (act. 8 04:27-05:09). Dabei redeten sie zusätzlich über das 

Geschenk, darüber, dass UM2 keine Zeit habe, sich um ein Geschenk zu 

kümmern, sowie darüber, ob ein 60. Geburtstag ein bedeutender Geburtstag 

sei. Dies alles erwähnte der Rekurrent nicht. Insoweit hat er das Gespräch 

über den Telefonanruf durchaus zusammengefasst. Die Korrektur erscheint 

daher streng, aber sie ist noch vertretbar und nicht qualifiziert unangemessen.

4.4. In der Anmerkung A14 monierte die Prüfungsbehörde wiederum, die Passage 

hätte stärker zusammengefasst werden müssen (act. 3/23 S. 2). Die betref-

fende Zusammenfassung lautet wie folgt: "UM1 äussert Bedenken über den 

Abgabeort C._____. Dort habe es viele Leute. UM[2] sagt dazu, es sei doch 

viel auffälliger, wenn es weniger Leute seien. Denn da würde man eher auf-

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fal[l]en." (act. 3/23 S. 2). Auch dieser Passus kommt eher einem Wortprotokoll 

in indirekter Rede nahe als einer Zusammenfassung gemäss der Definition im 

Handbuch (siehe act. 8 05:17 - 05:47). Der Rekurrent gibt das Ausgangsge-

spräch über ein Resümee hinaus im Detail wieder. Die Korrektur, dass der 

Passus mehr als eine Zusammenfassung darstelle und mehr auf den wesent-

lichen Punkt hätte heruntergebrochen werden sollen, erscheint daher schlüs-

sig. 

4.5. Gleiches gilt für die Anmerkung A15, in welcher ebenfalls eine gröbere Zu-

sammenfassung gewünscht wurde (act. 3/23 S. 2). Der Rekurrent schrieb: 

"Die Fahrt dauere nicht so lange, denn es sei ein Schnellzug von C._____ 

nach H._____. Eventuell werde sie aber vielleicht ein Kollege abholen. Auf 

Nachfrage antwortet UM2, es sei derjenige Kollege, mit welchen UM2 gespro-

chen habe." (act. 3/23 S. 2). Auch diese Schilderung ist sehr detailgetreu und 

geht über eine zusammenfassende Darstellung des Gesprochenen (act. 8 

06:08 - 06:29) hinaus.

4.6. Als Anmerkung A17 hielt die Prüfungsbehörde fest, dass die massgebliche 

Angabe nicht relevant sei (act. 3/23 S. 2). Die Korrektur betrifft den folgenden 

Passus: "Anschliessend fragt UM1, ob UM2 auf sein Handy scheuen könne, 

wann der Zug fahre. UM2 ist einverstanden." (act. 3/23 S. 2). Auch hier fasste 

der Rekurrent eine nebensächliche Konversation zwischen UM1 und UM2 be-

treffend den Zugfahrplan (act. 8 06:51 - 06:57) zusammen. Kernpunkt der zu-

sammenzufassenden Aufnahme war - wie dargelegt - die Überführung und 

Abgabe eines Fahrzeuges in C._____ und die Entgegennahme einer Summe 

von Fr. 50'000.-. Der Fahrplan für die Rückreise von C._____ in die Deutsch-

schweiz war hingegen ein nicht relevantes Detail. Die Anmerkung der Prü-

fungsbehörde, dieser Passus sei unbedeutend, ist damit zu schützen. 

5. Soweit der Rekurrent schliesslich ausführt, die Anforderungen gemäss 

Ziff. 19.1.2 des Handbuches seien erfüllt, indem er die administrativen Anga-

ben wie der Name, die Nummer und das Kürzel bzw. die Signatur der sprach-

mittelnden Person angefügt und ebenso die fallbezogenen Angaben zu den 

Gesprächsteilnehmenden, zur verwendeten Sprache sowie zum Ort des Ge-

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sprächs angebracht habe (act. 1 S. 2), so ist festzuhalten, dass dies seitens 

der Prüfungsbehörde nicht gerügt wurde. Diese hielt in der Bewertung explizit 

fest, dass die administrativen Angaben vorhanden seien (act. 3/23 S. 4). 

6. Zusammenfassend ist damit festzuhalten, dass die Vorbringen des Rekurren-

ten am Ausgang der Qualifikation der absolvierten Prüfung Praxisteil "Zusam-

menfassung" vom 3. Februar 2024 als "nicht bestanden" nichts zu ändern ver-

mögen. Die Korrekturen der Rekursgegnerin überzeugen im Wesentlichen 

und erscheinen - insbesondere unter Berücksichtigung des ihr zustehenden 

Ermessens im Rahmen der Bewertung - insgesamt vertretbar. Folglich hat die 

Rekursgegnerin in ihrem Beschluss vom 6. März 2024 die Nichterfüllung der 

Anforderungen an die Akkreditierung als Sprachmittler bei Kommunikations-

überwachung im Sprachdienstleistungsverzeichnis des Kantons Zürich durch 

den Rekurrenten zu Recht festgestellt und seinen Akkreditierungsantrag 

ebenfalls zu Recht abgewiesen. Nicht von Bedeutung ist, dass der Rekurrent 

eine langjährige Tätigkeit als Dolmetscher und Übersetzer sowohl in Deutsch-

land als auch in der Schweiz vorzuweisen vermag und auch im Bereich 

Sprachmittlung bei Kommunikationsüberwachung seit zahlreichen Jahren tä-

tig ist (act. 1 S. 2). Ebenso wenig vermögen die geltend gemachten guten Re-

ferenzen (act. 1 S. 2) an der fehlenden Voraussetzung zur Akkreditierung in-

folge nicht bestandener Prüfung etwas zu ändern. Die Akkreditierung als 

Sprachmittler bei Kommunikationsüberwachung setzt zwingend das Beste-

hen der Zulassungsprüfung voraus (§ 9 lit. e SDV, Art. 2 der Prüfungsrichtli-

nien). Der Rekurs ist demnach abzuweisen. 

IV.

1. Die Gerichtgebühr für das vorliegende Verfahren ist auf Fr. 700.- festzusetzen 

(§ 20 GebV OG). Ausgangsgemäss sind die Kosten des Verfahrens dem Re-

kurrenten aufzuerlegen (§ 13 VRG). Parteientschädigungen sind keine zuzu-

sprechen (§ 17 VRG).

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2. Hinzuweisen bleibt auf das Rechtsmittel der Beschwerde an das Bundesge-

richt.

Es wird beschlossen:

1. Der Rekurs gegen den Beschluss der Fachgruppe Sprachdienstleistungen 

vom 6. März 2024 2022, Geschäfts-Nr. KM220073-O, wird abgewiesen. 

2. Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 700.– festgesetzt.

3. Die Kosten des Verfahrens werden dem Rekurrenten auferlegt. 

4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

5. Schriftliche Mitteilung, je gegen Empfangsschein, an:

- den Rekurrenten, 

- die Rekursgegnerin.

Die beigezogenen Akten Geschäfts-Nr. KM220073-O (act. 3/1-26) werden 

der Rekursgegnerin nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. 

nach rechtskräftiger Erledigung allfälliger Rechtsmittel retourniert. 

6. Rechtsmittel: 

Eine allfällige Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innert 30 Tagen von 

der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, 

einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich 

nach Art. 72 ff. (ordentliche Beschwerde) oder Art. 113 ff. (subsidiäre 

Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes 

über das Bundesgericht (BGG).

Zürich, 24. Mai 2024

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OBERGERICHT DES KANTONS ZÜRICH

Verwaltungskommission

Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. A. Leu

versandt am: