# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 30368e8d-134f-5e43-b69d-e1500d564e49
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-08-25
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 25.08.2025 VR2 2024 34
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_VR2-2024-34_2025-08-25.pdf

## Full Text

«I_NAM»
«I_ALI»
«I_BEM»

Urteil vom 25. August 2025
mitgeteilt am 3. September 2025

Referenz VR2 24 34

Instanz Zweite verwaltungsrechtliche Kammer

Besetzung Righetti, Vorsitz
Aebli und Audétat
Hemmi, Aktuarin

Parteien A._____ und A.B._____
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Jürg Steiner

gegen

Steuerverwaltung des Kantons Graubünden
Steinbruchstrasse 18, 7001 Chur
Beschwerdegegnerin

Gegenstand Kantons- und Gemeindesteuern 2016

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Sachverhalt

A. Am 17. Juni 2019 reichten A._____ und A.B._____ ihre Steuererklärung für 
ausserhalb des Kantons, in der Schweiz wohnhafte Personen mit Grundbesitz oder 
Betriebsstätten im Kanton betreffend die Steuerperiode 2016 ein. Dieser legten sie 
eine Kopie der Steuererklärung 2016 ihres Wohnsitzkantons Zürich vom 14. Juni 
2019 bei.

B. Am 17. April 2020 erliess die Steuerverwaltung des Kantons Graubünden 
(nachfolgend: Steuerverwaltung) die definitive Veranlagungsverfügung für die 
Kantons- und Gemeindesteuer 2016. Darin wurde das steuerbare Einkommen auf 
CHF 56'800.00 (Kantonssteuer) bzw. CHF 46'700.00 (Gemeindesteuer) 
(satzbestimmend: CHF 283'300.00) festgesetzt.

C. Dagegen liessen A._____ und A.B._____ mit Schreiben vom 14. Mai 2020 
bei der Steuerverwaltung Einsprache erheben, wobei unter Hinweis auf eine selbst 
erstellte Steuerausscheidung insbesondere beantragt wurde, das steuerbare 
Einkommen auf null Franken und das satzbestimmende Einkommen auf 
CHF 133'890.00 festzusetzen. 

D. Am 15. Juni 2022 erliess das kantonale Steueramt Zürich die 
Veranlagungsverfügung für die Staats- und Gemeindesteuern 2016 sowie die 
interkantonale bzw. internationale Steuerausscheidung. Am 11. Juli 2022 erfolgte 
eine Berichtigung.

E. Gegen den Einschätzungsentscheid des kantonalen Steueramts Zürich vom 
11. Juli 2022 liessen A._____ und A.B._____ am 22. Juli 2022 Einsprache erheben. 

F. Aufgrund dieser Einsprache korrigierte die Steuerverwaltung ihre 
Steuerausscheidung vom 17. April 2020 teilweise und erliess einen entsprechenden 
Veranlagungsvorschlag für die Kantons- und Gemeindesteuer 2016.

G. Nachdem in der Folge an der Einsprache vom 14. Mai 2020 festgehalten 
worden war, stellte das kantonale Steueramt Zürich der Steuerverwaltung den 
Einspracheentscheid vom 9. November 2022 betreffend Staats- und 
Gemeindesteuern 2016 zu.

H. Mit Einspracheentscheid vom 22. Oktober 2024 betreffend Kantons- und 
Gemeindesteuern 2016 wies die Steuerverwaltung die Einsprache vom 14. Mai 
2020 ab. 

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I. Dagegen liessen A._____ und A.B._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) 
mit Eingabe vom 25. November 2024 Beschwerde beim damaligen 
Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden erheben und beantragen, das in der 
Gemeinde B._____ bzw. Gemeinde C._____ steuerbare Einkommen sei auf 
CHF 4'600.00 bzw. CHF 7'200.00 und das im Kanton Graubünden steuerbare 
Einkommen sei entsprechend auf CHF 11'800.00, alles zum Satz von 
CHF 243'900.00, festzusetzen. Begründend wurde im Wesentlichen vorgebracht, 
die in der Steuerausscheidung im angefochtenen Entscheid unter der Bezeichnung 
"Zins Geschäftspassiven" vorgenommene Aufrechnung von total CHF 200'392.00 
bzw. CHF 38'915.00 bei B._____ sei nicht nachvollziehbar und entbehre einer 
Grundlage. Es liege eine im interkantonalen Verhältnis unzulässige 
Doppelbesteuerung vor.

J. Die Steuerverwaltung (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) schloss in ihrer 
Vernehmlassung vom 6. Januar 2025 auf Abweisung der Beschwerde.

K. Die Beschwerdeführer liessen sich trotz der ihnen eingeräumten Frist nicht 
mehr vernehmen.

Auf den angefochtenen Einspracheentscheid und die weiteren Ausführungen in den 
Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen 
eingegangen.

Erwägungen

1. Gemäss Art. 139 Abs. 1 StG (BR 720.000; in der bis zum 31. Dezember 2024 
gültig gewesenen und ab dem 1. Januar 2025 geltenden Fassung) kann gegen 
Einspracheentscheide beim Verwaltungsgericht (bzw. Obergericht) des Kantons 
Graubünden innert 30 Tagen schriftlich Beschwerde erhoben werden. Der 
Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 22. Oktober 2024 stellt somit 
ein taugliches Anfechtungsobjekt für ein Verfahren vor dem heutigen Obergericht 
des Kantons Graubünden dar, auf das bei Inkrafttreten des GOG (BR 173.000) per 
1. Januar 2025 hängige Verfahren des Verwaltungsgerichts übertragen worden sind 
(Art. 122 Abs. 5 GOG). Die sachliche Zuständigkeit des Obergerichts ergibt sich aus 
Art. 49 Abs. 1 lit. b VRG (BR 370.100). Folglich fällt die Beurteilung der 
vorliegenden Streitsache in die Zuständigkeit des Obergerichts des Kantons 
Graubünden. Als materielle und formelle Adressaten des angefochtenen 
Entscheids sind die Beschwerdeführer berührt und weisen ein schutzwürdiges 
Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung auf (Art. 50 VRG). Auf die im 
Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist somit einzutreten.

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2. Streitgegenstand bildet die Frage, ob die von der Beschwerdegegnerin in 
Bezug auf das Einkommen 2016 vorgenommene interkantonale 
Steuerausscheidung rechtmässig ist. Dabei ist insbesondere zu prüfen, ob die im 
Rahmen der Steuerausscheidung unter der Bezeichnung "Zins Geschäftspassiven" 
vorgenommene Aufrechnung von CHF 200'392.00 (satzbestimmend) bzw. 
CHF 38'915.00 (steuerbar) zu Recht erfolgte oder diese Vorgehensweise gegen 
das Verbot der interkantonalen Doppelbesteuerung verstösst. Die interkantonale 
Steuerausscheidung betreffend die Vermögenssteuer 2016 wurde von den 
Beschwerdeführern anerkannt.

3.1. Ein interkantonaler Sachverhalt liegt vor, wenn eine natürliche oder 
juristische Person bestimmte persönliche oder wirtschaftliche Beziehungen zum 
Hoheitsgebiet verschiedener Kantone unterhält und diese Kantone für die 
Besteuerung an diese Beziehungen anknüpfen. Um entscheiden zu können, 
welcher Kanton oder welche Kantone zur Besteuerung der Person befugt sind, 
muss das Kollisionsrecht bestimmen, welche Eigenschaften die territorialen 
Beziehungen aufzuweisen haben, damit der betreffende Kanton zur Besteuerung 
berechtigt ist. Dabei wird zwischen zwei Grundarten von Steuerdomizilen 
unterschieden, einerseits dem Hauptsteuerdomizil und andererseits den 
Nebensteuerdomizilen. Hauptsteuerdomizil ist jener Ort, zu dem eine natürliche 
oder juristische Person in besonders enger Beziehung steht. An diesem Ort wird sie 
aufgrund ihrer persönlichen Zugehörigkeit besteuert. Eine derartige persönliche 
Zugehörigkeit begründet bei natürlichen Personen der (steuerrechtliche) Wohnsitz 
bzw. der (qualifizierte) Aufenthalt. Am Hauptsteuerdomizil ist die steuerpflichtige 
Person grundsätzlich für ihr sämtliches Einkommen und Vermögen steuerpflichtig, 
das nicht aufgrund einer besonderen Zuweisungsnorm an einem weiteren, in einem 
anderen Kanton gelegenen Steuerdomizil zu versteuern ist. Nebensteuerdomizile 
wiederum sind Orte, zu denen eine Person in einer steuerrechtlich erheblichen 
Beziehung steht, die weniger eng ist als die Beziehung zum Hauptsteuerdomizil. 
Solche Beziehungen sind in erster Linie wirtschaftlicher Natur. Sie bestehen im 
Besitz von Vermögen am betreffenden Ort oder im Bezug von Einkünften aus 
diesem Ort. Es sind Beziehungen, wie sie durch Liegenschaften oder 
Betriebsstätten begründet werden (vgl. ZWEIFEL/HUNZIKER, in: Zweifel/Beusch/de 
Vries Reilingh [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, 
Interkantonales Steuerrecht, 2. Aufl. 2021, § 5 N. 1 und N. 4 ff.).

3.2. Vorliegend ist unter den Verfahrensbeteiligten unbestritten, dass ein 
interkantonaler Sachverhalt vorliegt, das Hauptsteuerdomizil der Beschwerdeführer 
im Wohnsitzkanton Zürich zu verorten ist und sie infolge Liegenschaftsbesitz im 

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Kanton Graubünden Nebensteuerdomizile haben. Dabei ist der Beschwerdeführer 
Alleineigentümer von vier in der Gemeinde B._____ gelegenen Wohnungen mit je 
einem Autoeinstellplatz. Diese gehören zum Geschäftsvermögen des 
Beschwerdeführers, der unstreitig ein selbständigerwerbender 
Liegenschaftenhändler ohne Betriebsstätte im Kanton Graubünden ist. Ebenso ist 
unbestritten, dass es sich bei den veräusserten zürcherischen Liegenschaften um 
Geschäftsvermögen handelte. Ausserdem ist die Beschwerdeführerin 
Alleineigentümerin einer in der Gemeinde C._____ liegenden Wohnung mit drei 
Autoeinstellplätzen, welche zu ihrem Privat-vermögen gehört.

4.1. Als Schranke der kantonalen Steuerhoheit wirkt insbesondere das – als 
verfassungsmässiges Recht ausgestaltete – Doppelbesteuerungsverbot (vgl. 
Art. 127 Abs. 3 BV). Ein Verstoss gegen das Verbot der interkantonalen 
Doppelbesteuerung im Sinne von Art. 127 Abs. 3 BV liegt vor, wenn ein 
Steuersubjekt von zwei oder mehreren Kantonen (Steuerhoheiten) für das gleiche 
Steuerobjekt und dieselbe Steuerperiode zur Besteuerung herangezogen wird 
(aktuelle Doppelbesteuerung) oder wenn ein Kanton in Verletzung der geltenden 
Kollisionsnormen seine Steuerhoheit überschreitet und eine Steuer erhebt, die 
einem anderen Kanton zusteht (virtuelle Doppelbesteuerung). Zudem darf ein 
Kanton ein Steuersubjekt grundsätzlich nicht deshalb stärker belasten, weil es nicht 
im vollen Umfang seiner Steuerhoheit untersteht, sondern zufolge seiner 
territorialen Beziehungen auch in einem anderen Kanton steuerpflichtig ist 
(Schlechterstellungsverbot; vgl. BGE 138 I 297 E. 3.1, 137 I 145 E. 2.2 und 134 I 
303 E. 2.1). 

4.2. Kapitalgewinne aus dem Verkauf von Handelsliegenschaften von 
Liegenschaftenhändlern sind ausschliesslich und vollumfänglich im 
Liegenschaftskanton steuerbar. Dies gilt sowohl für den Wertzuwachs als auch für 
die wiedereingebrachten Abschreibungen. Die Kapitalgewinne unterliegen im 
monistischen System im Umfang des Wertzuwachsgewinns der 
Grundstückgewinnsteuer und im Umfang der wiedereingebrachten Abschreibungen 
der Einkommens- bzw. Gewinnsteuer und im dualistischen System stets 
vollumfänglich der Einkommens- bzw. Gewinnsteuer. Gewisse Kantone, welche 
das dualistische System kennen, erhoben von ausserkantonalen 
Liegenschaftenhändlern die Grundstückgewinnsteuer, während sie 
Liegenschaftenhändler mit Domizil im Kanton der Einkommenssteuer unterstellten 
(so z.B. der Kanton St. Gallen). Eine solche Besteuerung stand im Widerspruch zum 
Schlechterstellungsverbot sowie zum Gleichbehandlungsgebot, wurde aber vom 
Bundesgericht in verschiedenen Entscheiden geschützt (vgl. z.B. Urteil des 

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Bundesgerichts 2P.173/2001 vom 26. Februar 2002; vgl. OERTLI, in: Zweifel/ 
Beusch/de Vries Reilingh [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, 
Interkantonales Steuerrecht, 2. Aufl. 2021, § 33 N. 108 f.). 

In seiner neueren Rechtsprechung hat das Bundesgericht in Bezug auf die 
Besteuerung von Liegenschaften im interkantonalen Verhältnis das 
Schlechterstellungsverbot wie auch den Grundsatz der Besteuerung nach der 
wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit nun deutlich stärker gewichtet. Wohl hält das 
Bundesgericht grundsätzlich weiter daran fest, dass dem Liegenschaftskanton die 
Gesamtheit der Liegenschaftserträge und -gewinne zur ausschliesslichen 
Besteuerung zusteht. Dem Liegenschaftskanton sind jedoch insofern Grenzen 
gesetzt, als er auf die Situation des Steuerpflichtigen und dessen wirtschaftliche 
Leistungsfähigkeit Rücksicht nehmen muss. So kann zwar der Belegenheitskanton 
den Wertzuwachs aus der Veräusserung einer Betriebsliegenschaft ausschliesslich 
besteuern; er ist aber verpflichtet, den Geschäftsverlust, den die Unternehmung im 
Sitzkanton aufweist, mit dem Grundstückgewinn zu verrechnen. Eine weitere 
Praxisänderung betraf die Schuldzinsen bei Liegenschaftenhändlern, welche neu 
nach dem quotenmässigen System proportional nach Lage der geschäftlichen und 
privaten Aktiven zwischen den betroffenen Kantonen aufgeteilt werden (vgl. dazu 
Erwägung 5 hernach). Im Lichte dieser Neuausrichtung der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung und insbesondere zur Durchsetzung des 
Schlechterstellungsverbots konnte an der Zulässigkeit der unterschiedlichen 
Besteuerung von ausserkantonalen Liegenschaftenhändlern im Vergleich zu den im 
Kanton ansässigen Liegenschaftenhändlern nicht länger festgehalten werden (vgl. 
BGE 137 I 145 E. 4.2 f. mit weiteren Hinweisen).

Vor diesem Hintergrund erhellt, dass die Wertzuwachsgewinne aus der 
Veräusserung von zürcherischen Geschäftsliegenschaften ausschliesslich und 
vollumfänglich im Kanton Zürich als Belegenheitskanton steuerbar sind. Mit 
anderen Worten stehen dem Liegenschaftskanton Zürich die besagten 
Wertzuwachsgewinne zur ausschliesslichen Besteuerung zu. Dabei unterliegen 
diese angesichts des im Kanton Zürich geltenden monistischen Systems der 
Grundstückgewinnbesteuerung (vgl. BGE 139 II 373 E. 4.2 f.). 

4.3. Trifft in der interkantonalen Steuerausscheidung über Einkommen und 
Vermögen – wie vorliegend – ein Kanton mit monistischem System (ZH) auf einen 
Kanton mit dualistischem System (GR), müssen zum Zweck vergleichbarer 
Verhältnisse alle Grundstückgewinne (Wertzuwachsgewinne) in vollem Umfang in 
die Steuerausscheidung einbezogen werden. Das gilt auch für 
Wertzuwachsgewinne auf Liegenschaften in einem Kanton mit monistischem 

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System. Die Kantone sind zwar frei, ob sie Kapitalgewinne auf Liegenschaften des 
Geschäftsvermögens nach dem dualistischen System mit der allgemeinen 
Einkommens- und Gewinnsteuer oder nach dem monistischen System mit der 
besonderen Grundstückgewinnsteuer erfassen wollen. Das Bundesgesetz über die 
Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden vom 
14. Dezember 1990 (Steuerharmonisierungsgesetz, StHG; SR 642.14) lässt den 
Kantonen diesbezüglich die Wahl (vgl. Art. 12 Abs. 1 und Abs. 4 StHG). Doch darf 
sich die Wahl des Besteuerungssystems nicht zu Ungunsten der übrigen Kantone 
und des Steuerpflichtigen, der in mehreren Kantonen steuerpflichtig ist, auswirken 
(vgl. BGE 140 I 114 E. 2.1, 139 II 373 E. 4.2 und 131 I 249 E. 6.3). 

In BGE 139 II 373 E. 4.4 erwog das Bundesgericht insbesondere, der Kanton 
Aargau (Anmerkung des Obergerichts: dualistisches System) berücksichtige im 
Rahmen seiner vom Verwaltungsgericht bestätigten interkantonalen 
Steuerausscheidung die Zürcher (Anmerkung des Obergerichts: monistisches 
System) Grundstückgewinne in der Höhe der Wertzuwachsgewinne. Darin liege 
keine Doppelbesteuerung, wie die Beschwerdeführer rügten, weil die 
ausserkantonalen Gewinne lediglich für die Kapitalausscheidung und zur 
Satzbestimmung herangezogen würden. Auch das Schlechterstellungsverbot sei 
nicht verletzt, da der Kanton Aargau damit die Beschwerdeführer nicht stärker 
besteuere als einen kantonalen Liegenschaftenhändler. Das Vorgehen entspreche 
auch dem Kreisschreiben Nr. 27 der Schweizerischen Steuerkonferenz zur 
Vermeidung von Ausscheidungsverlusten (Ziff. 3.1.4). Zudem führte das 
Bundesgericht im Urteil 2C_230/2017 vom 26. Januar 2018 in Bezug auf die 
interkantonale Doppelbesteuerung bzw. das Aufeinandertreffen von monistischem 
und dualistischem System im Rahmen der interkantonalen Steuerausscheidung 
namentlich aus, indem in einer ersten Phase alle Wertzuwachsgewinne in vollem 
Umfang in die Steuerausscheidung einbezogen würden, würden vergleichbare 
Verhältnisse herbeigeführt, obwohl beide Kantone unterschiedlichen Systemen 
folgten; zudem werde so berücksichtigt, dass (auch) der Grundstückkanton einen 
etwaigen Betriebsverlust mitzutragen habe. In einer zweiten Phase könne der 
Grundstückkanton einzig noch den verbleibenden Grundstückgewinn 
beanspruchen. Als Ergebnis sei somit für die Ermittlung des massgeblichen 
satzbestimmenden Gesamtergebnisses und die auf diesem fussende 
Steuerausscheidung auf das für die Gewinnsteuer massgebliche handelsrechtliche 
Ergebnis abzustellen (vgl. dortige E. 3.1.2 f. mit weiteren Hinweisen).

Nach dem Gesagten ist nicht zu beanstanden, dass der Kanton Graubünden die 
Wertzuwachsgewinne aus der Veräusserung von zürcherischen 

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Geschäftsliegenschaften im Rahmen seiner interkantonalen Steuerausscheidung 
über das Einkommen 2016 zur Satzbestimmung herangezogen hat (vgl. act. B.1, 
Steuerausscheidung, Position "Zins Geschäftspassiven", "Total Satz"). Davon 
scheinen auch die Beschwerdeführer auszugehen (vgl. act. A.1 Ziff. 3). Insofern 
liegt kein Verstoss gegen das Verbot der interkantonalen Doppelbesteuerung im 
Sinne von Art. 127 Abs. 3 BV vor (vgl. dazu Erwägung 4.1 hiervor). Soweit die 
Beschwerdeführer vorbringen, dass die in der Steuerausscheidung im 
angefochtenen Entscheid unter der Bezeichnung "Zins Geschäftspassiven" 
vorgenommene Aufrechnung von insgesamt CHF 200'392.00 nicht nachvollziehbar 
sei, erweist sich ihr Einwand als nicht hinreichend substantiiert, so dass darauf nicht 
näher einzugehen ist (vgl. act. A.1 Ziff. 10). Allerdings ist den Beschwerdeführern 
nach dem Gesagten darin beizupflichten, dass die Beschwerdegegnerin die 
Wertzuwachsgewinne aus der Veräusserung von zürcherischen 
Geschäftsliegenschaften für die Ermittlung des im Kanton Graubünden und damit 
am Nebensteuerdomizil steuerbaren Einkommens nicht hätte anteilsmässig 
berücksichtigen bzw. aufrechnen dürfen (vgl. act. B.1, Steuerausscheidung, 
Position "Zins Geschäftspassiven", "B._____ GR"). Insofern kann den 
Beschwerdeführern gefolgt werden, wenn sie vorbringen, da 
Veräusserungsgewinne ausschliesslich dem Belegenheitskanton zur Besteuerung 
zugewiesen würden und im Kanton Graubünden keine Veräusserungen erfolgt 
seien, verändere dies den Ertrag aus den bündnerischen Liegenschaften nicht (vgl. 
act. A.1 Ziff. 3). In diesem Punkt erweist sich die Beschwerde demnach als 
begründet. 

5. Soweit die Beschwerdeführer sodann auf die proportionale Verlegung der 
Schuldzinsen nach dem Verhältnis der Aktiven hinweisen (vgl. act. A.1 Ziff. 5), ist 
ihnen darin beizupflichten, dass der auf B._____ entfallende Anteil CHF 33'336.00 
(CHF 239'488.00 : 100 x 13.92 %) beträgt und nicht – wie in der interkantonalen 
Steuerausscheidung der Beschwerdegegnerin vom 22. Oktober 2024 ausgewiesen 
– CHF 33'347.00 (vgl. act. B.1, Steuerausscheidung). Auch in diesem Punkt ist die 
Beschwerde begründet.

6.1. Beiträge an Sozialversicherungen (Alters-, Hinterlassenen-, Invaliden-, 
Arbeitslosen- und obligatorische Unfallversicherung, Erwerbsersatzordnung) 
gehören zwar nach der Systematik der Steuergesetze zu den allgemeinen Abzügen 
(vgl. Art. 33 Abs. 1 lit. d und f DBG sowie Art. 36 Abs. 1 lit. d StG). Bei 
Unselbständigerwerbenden sind sie aber an die Erwerbstätigkeit geknüpft und 
deshalb gleich wie die Berufskosten zu verlegen. Dasselbe gilt für persönliche 
Beiträge des Selbständigerwerbenden. Diese sind zwar ebenfalls keine 

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Gewinnungskosten, sondern allgemeine Abzüge. Da sie in einem ursächlichen und 
engen Zusammenhang zum Erwerbseinkommen stehen und auf der Grundlage 
dieses Einkommens erhoben werden, sind sie gleich wie Geschäftsaufwendungen 
auszuscheiden. Mithin sind Beiträge an Sozialversicherungen gleich wie 
Gewinnungskosten organisch mit bestimmten Einkünften verknüpft und 
kollisionsrechtlich folgerichtig diesen objektmässig zuzuweisen (vgl. BETSCHART, in: 
Zweifel/Beusch/de Vries Reilingh [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen 
Steuerrecht, Interkantonales Steuerrecht, 2. Aufl. 2021, § 24 N. 12 mit weiteren 
Hinweisen; HÖHN/MÄUSLI, Interkantonales Steuerrecht, 4. Aufl. 2000, § 19 N. 6a; 
Entscheid des Steuerrekursgerichts des Kantons Zürich 1 DB.2013.13, 
1 ST.2013.13 vom 27. Mai 2013 E. 3c/aa). 

6.2. Bei Beiträgen an die berufliche Vorsorge (2. Säule) ist ähnlich wie bei den 
Sozialversicherungsbeiträgen vorzugehen. Auch hier handelt es sich um allgemeine 
Abzüge (vgl. Art. 33 Abs. 1 lit. d DBG und Art. 36 Abs. 1 lit. e StG), welche aber 
aufgrund ihres Bezugs zum Erwerbseinkommen bei Erwerbstätigen wie 
Gewinnungskosten objektmässig ausgeschieden werden. Bei 
Unselbständigerwerbenden werden die Beiträge (ordentliche Beiträge und Beiträge 
für den Einkauf von Beitragsjahren) gleich wie das Erwerbseinkommen zugeteilt. 
Bei Selbständigerwerbenden ist zu unterscheiden: Ordentliche Beiträge gelten im 
Umfang von 50 % (oder sofern Personal vorhanden ist, im gleichen prozentualen 
Umfang wie der Arbeitgeber für sein Personal die Beiträge übernimmt) als 
Geschäftsaufwand und sind deshalb wie Geschäftsaufwand auszuscheiden 
("Arbeitgeberanteil"). Der Rest der ordentlichen Beiträge ("Arbeitnehmeranteil") und 
Leistungen für den Einkauf stellen demgegenüber keinen Geschäftsaufwand, 
sondern allgemeine Abzüge dar. Da aber auch diese Beiträge einen engen und 
ursächlichen Bezug zum Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit haben, 
sind sie gleich wie Geschäftsaufwand auszuscheiden (vgl. BETSCHART, a.a.O., § 24 
N. 13 mit weiteren Hinweisen). 

6.3. Beiträge an die gebundene Selbstvorsorge (Säule 3a) fallen ebenfalls unter 
die allgemeinen Abzüge (vgl. Art. 33 Abs. 1 lit. e DBG und Art. 36 Abs. 1 lit. f StG). 
Auch hier besteht ein enger Bezug zur Erwerbstätigkeit, da nur Arbeitnehmende 
und Selbständigerwerbende Beiträge an die Säule 3a leisten können (vgl. Art. 7 der 
Verordnung über die steuerliche Abzugsberechtigung für Beiträge an anerkannte 
Vorsorgeformen [BVV 3; SR 831.461.3]). Diese Beiträge sind deshalb gleich wie 
Beiträge an die 2. Säule auszuscheiden (bei Selbständigerwerbenden wie 
Arbeitnehmerbeiträge an die berufliche Vorsorge) (vgl. BETSCHART, a.a.O., § 24 
N. 14 mit weiteren Hinweisen).

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6.4. Hinsichtlich der Verlegung der AHV-Beiträge ergibt sich nach dem Gesagten, 
dass jede Einkommensquelle die darauf beruhenden Sozialversicherungsbeiträge 
zu tragen hat. Mithin sind die AHV-Beiträge den betreffenden Einkünften aus der 
Tätigkeit als Selbständigerwerbender objektmässig zuzuweisen. Dasselbe gilt nach 
dem Ausgeführten für die Beiträge an die Säule 3a. Insofern ist es zutreffend, wenn 
die Beschwerdeführer vorbringen, die AHV-Beiträge und die Beiträge an die Säule 
3a seien entsprechend dem Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit zu 
verteilen und beträfen daher nur den Kanton Zürich und B._____ (vgl. act. A.1 
Ziff. 7). Vor diesem Hintergrund kann der Beschwerdegegnerin nicht gefolgt 
werden, wenn sie in ihrer Steuerausscheidung die Vorsorgebeiträge proportional zu 
den in den Steuerdomizilen steuerbaren Reineinkommen verteilt hat (vgl. 
Veranlagungsvorschlag der Beschwerdegegnerin vom 12. September 2022 [act. 
C.10] sowie Steuerausscheidung vom 22. Oktober 2024 [act. B.1]). In diesem Punkt 
erweist sich die Beschwerde ebenfalls als begründet. 

7. Während bei der Vermögenssteuer nebst den Schulden lediglich 
Steuerfreibeträge bzw. Sozialabzüge zu verlegen sind, weist das 
Einkommenssteuerrecht eine grosse Vielfalt weiterer Abzüge auf (z.B. 
familienrechtliche Unterhaltsbeiträge Versicherungsprämien, krankheits- und/oder 
behinderungsbedingte Kosten, gemeinnützige Zuwendungen), die sich – anders als 
die Gewinnungskosten – nicht eindeutig bestimmten Einkommensquellen zuordnen 
lassen und sich für eine objektmässige Verlegung somit nicht eignen. Solche 
Abzüge sind folglich proportional zu den Einkünften nach Abzug von 
Gewinnungskosten und Schuldzinsen zu verlegen. Jeder beteiligte Kanton ermittelt 
die nach seinem kantonalen Steuerrecht bestimmten Abzüge (als Gesamtbetrag) 
und übernimmt davon den auf seine Steuerhoheit entfallenden Anteil gemessen an 
den Gesamteinkünften nach Abzug von Gewinnungskosten und Schuldzinsen, 
ebenfalls bemessen nach seinem eigenen kantonalen Steuerrecht (d.h. als ob die 
steuerpflichtige Person einzig seiner Steuerhoheit unterläge; vgl. SIEBER, in: 
Zweifel/Beusch/de Vries Reilingh [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen 
Steuerrecht, Interkantonales Steuerrecht, 2. Aufl. 2021, § 25 N. 37 f. mit weiterem 
Hinweis; siehe auch BETSCHART, a.a.O., § 24 N. 39 und N. 41, wonach 
Unterhaltsbeiträge [Ehegatten- und Kinderalimente] im Sinne von Art. 9 Abs. 2 lit. c 
StHG als allgemeine Abzüge in keinem sachlichen bzw. direkten Zusammenhang 
mit der Einkommenserzielung stehen und daher nicht objektmässig zugeteilt 
werden können; vielmehr sind sie nach Massgabe der Nettoeinkommensanteile 
[Bruttoeinkommen abzüglich Gewinnungskosten, weitere objektmässig 
zuzuteilende Abzüge und Schuldzinsen] auf die einzelnen Kantone zu verlegen). 
Mit Blick auf die Bemerkungen der Beschwerdegegnerin zum 

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Veranlagungsvorschlag vom 12. September 2022 ist davon auszugehen, dass die 
ausgewiesenen Unterhaltsbeiträge von CHF 39'857.00 im Rahmen der 
interkantonalen Steuerausscheidung im eben genannten Sinne und damit korrekt 
verlegt worden sind (vgl. act. C.10 S. 2). Gegenteiliges vermögen die 
Beschwerdeführer nicht darzutun.

8. Schliesslich ergibt sich in Bezug auf die Sozialabzüge aus der 
Steuerausscheidung der Beschwerdegegnerin prima facie, dass die diesbezügliche 
Verlegung ebenfalls korrekt erfolgt ist (vgl. act. B.1, Steuerausscheidung; siehe 
auch BETSCHART, a.a.O., § 24 N. 48). Gleichermassen gehen die Beschwerdeführer 
in ihrer der Beschwerde beigelegten Steuerausscheidung von einer Verlegung nach 
Massgabe der Nettoeinkommensanteile aus (vgl. act. B.2 f.). 

9. Insgesamt ist die Beschwerde gutzuheissen und der angefochtene 
Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 22. Oktober 2024 betreffend 
Kantons- und Gemeindesteuern 2016 aufzuheben. Die Angelegenheit ist zur neuen 
Steuerausscheidung und Veranlagung im Sinne der Erwägungen an die 
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 

10.1. Bei diesem Verfahrensausgang rechtfertigt es sich, die Gerichtskosten 
gestützt auf Art. 73 Abs. 1 VRG der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Die 
Staatsgebühr wird im Rahmen von Art. 75 Abs. 2 VRG auf CHF 2'500.00 
festgesetzt. 

10.2. Angesichts des Umstands, dass die Beschwerdeführer mit der Beschwerde 
keine Entschädigung beantragt und im Rahmen dieses Verfahrens keine 
Kostennote eingereicht haben, wird ihnen für das vorliegende Verfahren keine 
Entschädigung zugesprochen.

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Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und der angefochtene 
Einspracheentscheid vom 22. Oktober 2024 betreffend Kantons- und 
Gemeindesteuern 2016 aufgehoben. Die Angelegenheit wird zur neuen 
Steuerausscheidung und Veranlagung im Sinne der Erwägungen an die 
Steuerverwaltung des Kantons Graubünden zurückgewiesen. 

2. Die Gerichtskosten, bestehend aus

– einer Staatsgebühr von CHF 2'500.00

– und den Kanzleiausgaben von CHF 296.00

Total CHF 2'796.00

gehen zulasten der Steuerverwaltung des Kantons Graubünden. 

3. Es wird keine Entschädigung zugesprochen.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]