# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 66fe9c06-b18d-5800-a7ce-0b39b1b164ba
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2007-04-26
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 26.04.2007 E-1769/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-1769-2007_2007-04-26.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-1769/2007
{T 0/2}

Urteil vom 26. April 2007

Mitwirkung: Richter Stöckli, Richterin De Coulon, Richterin Kojic
Gerichtsschreiberin Karpathakis

A._______, Afghanistan,
vertreten durch Annelise Gerber, _______,

Beschwerdeführer

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),  vormals Bundesamt für Flüchtlinge (BFF), Quellen-
weg 6, 3003 Bern,

Vorinstanz

betreffend

Verfügung vom 28. Februar 2007 i.S. Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegwei-
sung

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

2

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer angeblich ein Angehöriger der Ethnie der Hazara ist,  aus 
dem Distrikt Jaghori (Provinz Ghazni) stammt und Afghanistan im Juli 2003 über Kanda-
har und Herat verlassen hat,

dass er mit verschiedenen Verkehrsmitteln über Teheran, Istanbul, Athen, Italien, Frank-
reich und Luxemburg nach Deutschland gereist sei, wo er im Zug polizeilich angehalten 
und festgenommen worden sei,

dass er sich während zweier Monate in Deutschland aufgehalten habe, bevor er nach 
Griechenland ausgeschafft worden sei,

dass er wiederum über Patras nach Italien gelangt und schliesslich am 25. Juni 2004 mit 
dem Taxi in die Schweiz ein- und mit dem Zug bis nach Kreuzlingen weitergereist sei, 
wo er am 26. Juni 2004 an der Empfangsstelle (heute Empfangs- und Verfahrenszent-
rum [EVZ]) um Asyl nachsuchte,

dass der Beschwerdeführer dort am 28. Juni 2004 summarisch zum Reiseweg und den 
Ausreisegründen befragt wurde und das damals zuständig gewesene BFF ihn gleichen-
orts am 2. Juli 2004 zu den Fluchtgründen anhörte,

dass der Beschwerdeführer  im Wesentlichen geltend machte,  er  habe zusammen mit 
seiner Mutter (der Vater sei seit fünf bis sechs Jahren verschollen), seinem Bruder und 
seiner  Schwester  an seinem Herkunftsort  B._______  zusammengelebt,  in  C._______ 
während  sechs  Jahren  die  Schule  besucht  und  später  einen  _______laden  in 
D._______ geführt,

dass die Lage in seinem Herkunftsgebiet sehr unsicher sei und diebische Überfälle all-
täglich seien, weshalb die Dorfältesten beschlossen hätten, Betroffene dürften sich im 
Bedarfsfalle weigern, die Türe zu öffnen,

dass eines Nachts bei seiner Familie  an die Haustür geklopft  worden sei und die An-
kömmlinge  Einlass  begehrt  hätten  mit  der  Begründung,  sie  seien  Behördenmitglieder 
der Kommandatur und wollten eine Hausdurchsuchung durchführen,

dass die Familie aufgrund des Beschlusses der Dorfältesten nicht geöffnet und die Ein-
lass erheischenden Personen daraufhin aufs Haus geschossen hätten,

dass seine Mutter zum Gewehr gegriffen und zurückgeschossen habe, wobei einer der 
Männer verletzt worden sei und die Angreifer sich entfernt hätten,

dass am frühen Morgen Leute  der  Kommandatur  vorbeigekommen seien und sie be-
schuldigt hätten, jemanden von ihnen angeschossen und getötet zu haben,

dass  er  den Behördevertretern  gesagt  habe,  dass  sie  sich  lediglich  verteidigt  hätten, 
nicht aber, dass seine Mutter geschossen habe, 

dass sein Erklärungsversuch nicht gefruchtet habe und er mitgenommen und während 
zweier Monate in einem Keller festgehalten worden sei,

dass zwar die Dorfältesten versucht hätten, ihn freizubekommen, ihnen dies aber nicht 
gelungen sei,

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dass seine Familie auch bereit gewesen sei, der Familie des Getöteten ein Blutgeld zu 
bezahlen, diese jedoch abgelehnt und seine Hinrichtung verlangt habe,

dass er - nachdem er durch seine Mutter von dieser Entscheidung gehört habe - sich zur 
Flucht entschlossen habe,

dass er und zwei Mithäftlinge eines nachts Magenschmerzen vorgetäuscht hätten und 
sich die Toilette ausserhalb der Zelle befunden habe,

dass sie den Wächter bei seinem Eintritt in die Zelle überwältigt und entwaffnet, gekne-
belt und in die Zelle eingeschlossen hätten und ihnen so die Flucht gelungen sei, 

dass das BFF dem Beschwerdeführer am 7. Juli 2004 vorhielt, Abklärungen hätten erge-
ben, dass er in Deutschland ein Asylgesuch gestellt habe, obwohl er dies anlässlich der 
Anhörung vom 2. Juli 2004 explizit verneint habe, und dass er in Deutschland unter der 
Identität E._______ erfasst worden sei, und dass es ihm dazu gleichzeitig das rechtliche 
Gehör gewährte,

dass der Beschwerdeführer diesbezüglich zu Protokoll gab, er habe in Deutschland wi-
der Willen ein Asylgesuch eingereicht,

dass er in Deutschland nicht zu den Asylgründen befragt worden sei und man ihn nach 
Griechenland ausgeschafft habe, wo er während einer Woche bei der Polizei festgehal-
ten  worden sei,  wobei  er  kein  Asylgesuch  gestellt  und  einen Landesverweis  erhalten 
habe,

dass er daraufhin, wie erwähnt, über Patras und Italien in die Schweiz gereist sei,

dass das BFF mit Verfügung vom 12. Juli 2004 wegen vorangegangener Gesuchstellung 
in einem EU-Staat nicht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers eintrat und seine 
Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass das BFF seine Verfügung damit begründete, dass der Beschwerdeführer zugege-
ben habe, in Deutschland ein Asylgesuch gestellt  zu haben und sich seinen Angaben 
gemäss nach dem negativen Entscheid keine Ereignisse zugetragen hätten, die für die 
Flüchtlingseigenschaft relevant seien, da er nach der Abschiebung nach Griechenland 
nicht mehr in den Heimatstaat zurückgekehrt sei,

dass der Beschwerdeführer gegen diese Verfügung am 13. Juli 2004 bei der damals zu-
ständig  gewesenen  Schweizerischen  Asylrekurskommission  (ARK)  Beschwerde  erhob 
und das BFF seine Verfügung vom 12. Juli 2004 im Rahmen des Vernehmlassungsver-
fahrens wiedererwägungsweise aufhob, worauf  die ARK die Beschwerde vom 13. Juli 
2004 mit Beschluss vom 16. September 2004 als gegenstandslos geworden von der Ge-
schäftskontrolle abschrieb,

dass das BFF das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfügung vom 17. Novem-
ber 2004 abwies, seine Wegweisung aus der Schweiz verfügte und den Wegweisungs-
vollzug anordnete,

dass es zur Begründung ausführte, die Vorbringen des Beschwerdeführers seien in we-
sentlichen Punkten tatsachenwidrig oder widersprächen der allgemeinen Erfahrung oder 
Logik des Handelns und deshalb seien sie unglaubhaft,

dass sich schliesslich der Vollzug der Wegweisung als zulässig, zumutbar und möglich 
erweise,

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dass der Beschwerdeführer diese Verfügung, soweit die Wegweisung und deren Vollzug 
betreffend, mit Beschwerde vom 7. Dezember 2004 wiederum bei der ARK anfocht,

dass die ARK die Beschwerde mit Urteil vom 31. August 2006 abwies und zur Begrün-
dung im Wesentlichen ausführte, nachdem der Beschwerdeführer im deutschen und im 
schweizerischen Asylverfahren unterschiedliche Herkunftsangaben gemacht habe, seine 
Herkunft  mangels  geeigneter  Beweismittels  nicht  geklärt  sei  und  die  Untersuchungs-
pflicht  der  Behörden  ihre  Grenze  an  der  Verletzung  seiner  Mitwirkungspflicht  finde, 
könnten allfällige Hindernisse im Zusammenhang mit der Prüfung der Zumutbarkeit der 
Wegweisung ohne genauere Kenntnis des Herkunftsortes nicht geklärt werden,

dass der Beschwerdeführer am 9. Februar 2007 beim neu zuständig gewordenen BFM 
beantragte,  die Verfügung vom 17. November 2004 sei in Wiedererwägung zu ziehen 
und in Folge sei dem Beschwerdeführer Asyl zu gewähren, jedenfalls sei vom Vollzug 
der Wegweisung abzusehen,

dass er zur Begründung geltend machte, er sei im Heimatland aus Gründen einer priva-
ten Rache verfolgt, zudem habe sich die Lage in Afghanistan seit dem Sommer bezie-
hungsweise  Herbst  des  Jahres  2006  drastisch  verschlechtert  und  es  herrsche  eine 
Situation von grosser und allgemeiner Gewalt,

dass das BFM mit Verfügung vom 28. Februar 2007 - eröffnet am 1. März 2007 - wegen 
erfolglosen  Durchlaufens  eines  ersten  Asylverfahrens  und  mangels  neuer  relevanter 
Gründe auf das Gesuch des Beschwerdeführers vom 9. Februar 2007 nicht eintrat, ihn 
aus der Schweiz wegwies und den Vollzug der Wegweisung anordnete,

dass es zur Begründung ausführte, entsprechend der Praxis der ARK sei das Wiederer-
wägungsgesuch  des  Beschwerdeführers  als  zweites  Asylgesuch  entgegengenommen 
worden,

dass die im zweiten Asylverfahren pauschal und ohne neue Elemente vorgebrachte Ver-
folgung durch private Dritte bereits im ersten Asylverfahren rechtskräftig als unglaubhaft 
qualifiziert  worden  sei  und  der  geltend  gemachten  Verschlechterung  der  allgemeinen 
Lage im Heimatland praxisgemäss keine Hinweise auf Verfolgung zu entnehmen seien, 

dass in Bezug auf die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs dem Urteil der ARK vom 
31.  August  2006 zu entnehmen sei,  dass der  wirkliche Herkunftsort  beziehungsweise 
die Herkunftsprovinz nicht feststehe und der Gesuchsteller auch im Rahmen des zwei-
ten Asylverfahrens in keiner Weise zur Klärung seines Herkunftsorts beigetragen habe,

dass unter diesen Voraussetzungen keine Anhaltspunkte für die Bejahung der Unzumut-
barkeit des Wegweisungsvollzugs vorhanden seien, zumal entsprechend der Einschät-
zung der  Asylbehörden für  Afghanistan nicht  generell  von einer Situation  allgemeiner 
Gewalt gesprochen werden könne,

dass der Beschwerdeführer mit Rechtmitteleingabe vom 8. März 2007 an das Bundes-
verwaltungsgericht gelangte und beantragen liess, die Verfügung des BFM vom 28. Feb-
ruar  2007 sei  aufzuheben,  auf  das  Asylgesuch vom 9.  Februar  2007 sei  einzutreten, 
vom Vollzug der Wegweisung sei abzusehen und stattdessen sei die vorläufige Aufnah-
me anzuordnen,

dass er in prozessualer Hinsicht die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege bean-
tragen liess,

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dass er zur Begründung im Wesentlichen geltend machte, entgegen der Auffassung des 
BFM sei angesichts der Verschlechterung der allgemeinen Lage in Afghanistan dort von 
einer Situation allgemeiner Gewalt auszugehen, 

dass er zusammen mit der Rechtsmitteleingabe fünf Zeitungsartikel einreichen liess,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  mit  Zwischenverfügung  vom 20.  März  2007  den 
Eingang  der  Beschwerde  bestätigte  und  gleichzeitig  festhielt,  der  Beschwerdeführer 
könne sich bis zum Abschluss des Verfahrens in der Schweiz aufhalten,

und zieht in Erwägung,

dass das  Bundesverwaltungsgericht  endgültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen 
(Art.  5  des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren vom 20.  Dezember  1968 
[VwVG, SR 172.021])  des BFM entscheidet  (Art.  105 des Asylgesetzes vom 26.  Juni 
1998 [AsylG, SR 142.31] i.V.m. Art. 31 - 34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. 
Juni 2005 [VGG, SR 173.32] und Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen hat, durch 
die angefochtene Verfügung berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhe-
bung beziehungsweise Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf seine frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten ist (Art. 
108a AsylG, Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständi-
ge Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt 
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass die Vorinstanz das Wiedererwägungsgesuch des Beschwerdeführers zu Recht als 
zweites Asylgesuch entgegengenommen hat,  gibt er doch darin zu erkennen, dass er 
immer noch um Schutz vor Verfolgung nachsucht und macht zur Begründung nicht etwa 
Revisionsgründe, sondern eine nachträglich veränderte Sachlage geltend (so die dies-
bezüglich auch heute noch zutreffende Praxis der ARK in Entscheidungen und Mitteilun-
gen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2006 Nr. 20, 1998 Nr. 1, E. 6 
a und b),

dass im Beschwerdeverfahren weder die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers 
noch die Asylgewährung Gegenstand des Verfahrens sind,

dass diesbezüglich auf die weiterhin zutreffende Rechtssprechung der ARK (in EMARK 
2004 Nr. 32 E. 2.1.) verwiesen werden kann, wonach sich bei der Beurteilung von Be-
schwerden  gegen  Nichteintretensentscheide  im Asylpunkt  die  Beschwerdeinstanz  auf 
die Überprüfung beschränkt, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht ein-
getreten ist,

dass sich die Beurteilungszuständigkeit des Gerichtes somit darauf beschränkt, im Falle 
der Begründetheit  des Rechtsmittels die angefochtene Verfügung aufzuheben und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen,

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dass demgegenüber das Gericht die angefochtene Verfügung hinsichtlich der angeord-
neten Wegweisung und deren Vollzugs - sofern angefochten - in voller Kognition prüft, 
sind diese Punkte doch von der Vorinstanz materiell geprüft worden,

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständi-
ge Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt 
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einem vereinfachten Verfahren 
entschieden wird und die vorliegende Beschwerde, wie nachfolgend aufgezeigt,  offen-
sichtlich  unbegründet  ist,  weshalb  auf  einen  Schriftenwechsel  verzichtet  und  der  Be-
schwerdeentscheid summarisch begründet wird (Art. 111 Abs. 1 und 3 AsylG), 

dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende in der Schweiz be-
reits  ein  Asylverfahren  erfolglos  durchlaufen  oder  ihr  Gesuch  zurückgezogen  haben 
oder während des hängigen Asylverfahrens in den Heimat- oder Herkunftsstaat zurück-
gekehrt  sind,  wobei  diese  Bestimmung  keine  Anwendung  findet,  wenn  die  Anhörung 
Hinweise ergibt, dass in der Zwischenzeit Ereignisse eingetreten sind, die geeignet sind, 
die Flüchtlingseigenschaft zu begründen oder die für die Gewährung des vorübergehen-
den Schutzes relevant sind (Art. 32 Bst. 2 Bst. e AsylG),

dass der Beschwerdeführer  unbestrittenermassen in der Schweiz bereits  erfolglos ein 
Asylverfahren durchlaufen hat,

dass die Anwendung der Bestimmung von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG eine summarische 
materielle  Prüfung der Glaubwürdigkeit  der gesuchstellenden Person voraussetzt,  aus 
der sich das offensichtliche Fehlen von Hinweisen auf die Erfüllung der Flüchtlingsei-
genschaft  beziehungsweise  auf  die  Voraussetzungen  der  Gewährung  des  vorüberge-
henden Schutzes ergibt (so in der weiterhin zutreffenden Rechtsprechung der ARK in 
EMARK 2000 Nr. 14),

dass nach Auffassung des Gerichts die Vorbringen des Beschwerdeführers nach sum-
marischer  materieller  Prüfung der  Glaubwürdigkeit  offensichtlich keine Hinweise erge-
ben, die geeignet sind, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen oder die für die Gewäh-
rung vorübergehenden Schutzes relevant sind, 

dass nämlich,  wie die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung richtig festhält,  der 
Beschwerdeführer in seinem zweiten Gesuch exakt die selben Vorbringen wie anlässlich 
seines ersten Gesuches geltend macht - mithin diejenigen, die das Bundesamt mit Ver-
fügung vom 17. November 2004 in rechtskräftiger Weise als unglaubhaft qualifiziert hat-
te,

dass den Akten zu entnehmen ist, dass der Beschwerdeführer entgegen seinen Aussa-
gen in Deutschland zu den Asylgründen befragt und sein Gesuch abgelehnt worden ist, 
wobei  er  dort  gänzlich  andere  Asylgründe  vorgebracht  hatte  als  im  schweizerischen 
Asylverfahren,

dass er schliesslich - ebenfalls  entgegen seinen Angaben - auch in Griechenland ein 
Asylgesuch eingereicht hatte,

dass dieses Verhalten die Glaubwürdigkeit des Beschwerdeführers gänzlich erschüttert,

dass ergänzend auf die zutreffenden Erwägungen in der BFM Verfügung vom 28. Febru-
ar 2007 verwiesen werden kann,

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dass sich der Beschwerdeführer schliesslich seit Abschluss des ersten Asylverfahrens 
unbestrittenermassen in der Schweiz aufgehalten hatte und keinerlei Hinweise auf sub-
jektive oder objektive Nachfluchtgründe erkennbar wären,

dass die Vorinstanz insgesamt zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers in 
Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG nicht eingetreten ist,

dass der Beschwerdeführer auf Rechtsmittelstufe einzig auf die sich verschlechternde 
Lage in Afghanistan verweist, woraus sich allerdings keine andere Gewichtung ergibt,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in 
der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorlie-
gend der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat (Art. 32 Bst. a der Asylverord-
nung 1 über Verfahrensfragen vom 11. August 1999 [AsylV 1, SR 142.311]) und der Be-
schwerdeführer zudem keinen Anspruch auf Erteilung einer solchen hat (vgl. die weiter-
hin zutreffende Rechtsprechung der ARK in EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte 
Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und demnach vom 
Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt, ist der Vollzug nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, 
das Anwesenheitsverhältnis  nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige 
Aufnahme von Ausländern regelt (Art. 44 Abs. 2 AsylG),

dass der Vollzug der Wegweisung in Beachtung der massgeblichen völker- und landes-
rechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da sich aus den Ausführungen des Beschwerde-
führers und den Akten keine Hinweise auf für die Flüchtlingseigenschaft relevante Ereig-
nisse ergeben, und auch keine Indizien für eine andere menschenrechtswidrige Behand-
lung ersichtlich sind, die ihm in seinem Heimatstaat droht,

dass auch bezüglich einer allfälligen konkreten Gefährdung bei einer Rückkehr in den 
Heimatstaat im Sinne von Art. 14a Abs. 4 des Bundesgesetzes vom 26. März 1931 über 
Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer (ANAG, SR 142.20) auf die entsprechen-
den Erwägungen in der vorinstanzlichen Verfügung verwiesen werden kann,

dass  der  Beschwerdeführer  es  auch  auf  Beschwerdestufe  im  zweiten  Asylverfahren 
noch unterlässt - abgesehen von der blossen Behauptung, er stamme aus der Region 
Jaghori - in irgendeiner Weise die ihm bezüglich seiner Herkunft vorgehaltenen Unstim-
migkeiten zu klären,

dass jedenfalls diese Behauptung - auch unter Berücksichtigung der Tatsache, dass der 
Beschwerdeführer im ersten Asylverfahren bestimmte örtliche Gegebenheiten der Regi-
on Jaghori aufzeigen konnte - noch nicht genügt, um zu seinen Gunsten davon auszu-
gehen, er stamme tatsächlich aus dem Hazarajat, 

dass die ARK in EMARK 2006 Nr. 9 die jüngste Einschätzung in Bezug auf die Sicher-
heitslage  in  Afghanistan  vorgenommen hat  und dort  zum Schluss  gekommen ist,  ein 
Vollzug der Wegweisung nach Afghanistan erweise sich nicht als generell unzumutbar, 
sondern sei in bestimmte Regionen und unter bestimmten restriktiven Voraussetzungen 
zumutbar,

dass diese Rechtsprechung sich auch heute noch grundsätzlich als zutreffend erweist, 
wenn auch denkbar ist, dass die in der Tat in verschiedenen Regionen des Landes ver-
schlechterte Sicherheitslage in Einzelfällen zu einem davon abweichenden Resultat füh-
ren könnte,

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dass dies vorliegend nicht der Fall ist, scheitert doch eine genauere Abklärung an der 
fehlenden Mitwirkung des Beschwerdeführers,

dass sich zusammenfassend der Vollzug der Wegweisung des offenbar gesunden und 
noch jungen Beschwerdeführers als im Sinne von Art. 14a Abs. 4 ANAG zumutbar er-
weist,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  in  seinen  Heimatstaat 
schliesslich  möglich  ist,  da  keine  praktischen  Hindernisse  erkennbar  sind,  die  einer 
Rückkehr entgegenstehen könnten, umso mehr als er verpflichtet ist, sich bei der hei-
matlichen  Vertretung  allenfalls  benötigte  Reisepapiere  zu  beschaffen  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass  nach  dem  Gesagten  keine  Wegweisungsvollzugshindernisse  vorliegen  und  der 
vom Bundesamt verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die an-
gefochtene Verfügung Bundesrecht verletze, den rechtserheblichen Sachverhalt unrich-
tig oder unvollständig feststelle oder unangemessen sei (Art. 106 AsylG), weshalb die 
Beschwerde abzuweisen ist,

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten grundsätzlich dem Beschwerde-
führer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG),

dass sein Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege abzuweisen ist, da 
es  der  Beschwerde  offensichtlich  am  Erfordernis  der  hinreichenden  Erfolgschancen 
mangelt,

dass demzufolge die Verfahrenskosten - welche auf einen Betrag von Fr. 600.-- zu be-
stimmen sind (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 2 und 3 des Reglements über die 
Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem Bundesverwaltungsgericht  vom 11.  Dezember 
2006 [VGKE, SR 173.320.2]) - dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind. 

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abgewiesen.

3. Die Verfahrenskosten, bestimmt auf Fr. 600.--, werden dem Beschwerdeführer auf-
erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen zu Gunsten der Gerichtskasse zu über-
weisen.

4. Dieses Urteil geht an:

- die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers,  2 Expl.  (eingeschrieben;  Beila-
ge: Einzahlungsschein)

- die  Vorinstanz,  Abteilung  Aufenthalt  und  Rückkehrförderung,  mit  den  Akten 
(Ref.-Nr._______)

- Migrationsdienst des Kantons _______

Der Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Walter Stöckli Esther Karpathakis

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