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**Case Identifier:** 6f0807a8-8875-5776-96d1-1d1350503daa
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-05-31
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 31.05.2017 200 2015 943
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2015-943_2017-05-31.pdf

## Full Text

200 15 943 IV
SCJ/REL/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 31. Mai 2017

Verwaltungsrichter Scheidegger, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Kölliker, Verwaltungsrichter Grütter
Gerichtsschreiberin Renz

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 30. September 2015

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Mai 2017, IV/15/943, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1990 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
erlitt bei einem Fahrradunfall vom 3. Dezember 2009 ein schweres Schä-
del-Hirn-Trauma Grad III mit Kontusionsblutung, Subarachnoidalblutung 
und generalisiertem Hirnödem. Als Residuum verblieben Aufmerksamkeits-
störungen, kognitive Verlangsamung, ein sensomotorisches Hemisyndrom 
rechts und eine Anosmie (Akten der IVB [act. II] 74.2 S. 6). Am 3. Februar 
2010 meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf die Folgen des Ver-
kehrsunfalls vom 3. Dezember 2009 bei der Eidgenössischen Invalidenver-
sicherung (IV) zum Leistungsbezug an (Akten der IV-Stelle Bern [IVB bzw. 
Beschwerdegegnerin; act. IIA] 2). Die IVB nahm Abklärungen in medizini-
scher und erwerblicher Hinsicht vor und holte insbesondere die Akten der 
zuständigen Unfallversicherung D.________ AG ein (act. IIA 47.1 bis 
act. IIA 47.7). Auf Empfehlung ihres Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD 
[act. IIA 42]) liess sie den Versicherten polydisziplinär (neurologisch/psychi-
atrisch) begutachten. Gestützt auf das entsprechende Gutachten vom 
7. Mai 2012 (act. II 74.1) liess die IVB im November 2012 eine vierwöchige 
Arbeitsmarktlich-Medizinische Abklärung (act. II 78) und von April bis Juli 
2014 eine berufliche Abklärung durchführen (act. II 125). Nach erneuter 
Rücksprache mit dem RAD (act. II 146) stellte die IVB dem Versicherten 
mit Vorbescheid vom 10. April 2015 (act. II 147) die Zusprache einer Drei-
viertelsrente bei einem Invaliditätsgrad (IV-Grad) von 62 % ab dem 1. De-
zember 2010 in Aussicht. Damit zeigte sich der Versicherte – vertreten 
durch Rechtsanwalt B.________ – nicht einverstanden und beantragte die 
Sistierung des Verfahrens bis zum Vorliegen der Beurteilung aus dem sta-
tionären Aufenthalt in der Rehaklinik C.________ (act. II 153). Nach Einho-
len einer erneuten Stellungnahme ihres RAD (act. II 155) hielt die IVB mit 
Verfügung vom 30. September 2015 (act. II 158) an ihrem Vorbescheid fest 
und sprach dem Versicherten bei einem IV-Grad von 62 % die Ausrichtung 
einer Dreiviertelsrente ab dem 1. Dezember 2010 zu.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Mai 2017, IV/15/943, Seite 3

B.

Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte – weiterhin vertreten durch 
Rechtsanwalt B.________ – am 29. Oktober 2015 Beschwerde beim Ver-
waltungsgericht des Kantons Bern. Er beantragte, in Aufhebung der ange-
fochtenen Verfügung sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihm eine 
ganze Invalidenrente (IV-Rente) zuzusprechen. Eventualiter sei die Verfü-
gung aufzuheben und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, eine poly-
disziplinäre medizinische Begutachtung durchzuführen. Zudem sei das 
Verfahren vorderhand bis zum Vorliegen des Abklärungsberichts der Re-
haklinik C.________ zu sistieren. 

Mit prozessleitender Verfügung vom 30. Oktober 2015 sistierte der Instruk-
tionsrichter das Verfahren bis zum Vorliegen des Abklärungsberichts der 
Rehaklinik C.________. 

Am 15. Dezember 2015 liess der Beschwerdeführer einen weiteren Arztbe-
richt und am 18. Dezember 2015 den in Aussicht gestellten Austrittsbericht 
der Rehaklinik C.________ zu den Akten reichen.

Mit prozessleitender Verfügung vom 21. Dezember 2015 nahm der Instruk-
tionsrichter das Verfahren wieder auf und setzte Frist zur Einreichung einer 
Beschwerdeantwort an.

Die Beschwerdegegnerin beantragte in der Beschwerdeantwort vom 
21. Januar 2016 – gestützt auf eine Stellungnahme des RAD vom 20. Ja-
nuar 2016 (in den Gerichtsakten) – die Abweisung der Beschwerde. 

In der Replik vom 10. Februar 2016 und in der Duplik vom 16. Februar 
2016 hielten beide Parteien an ihren Rechtsbegehren fest.

Mit prozessleitender Verfügung vom 24. Februar 2016 sistierte der Instruk-
tionsrichter das Verfahren bis zum Vorliegen des von der zuständigen obli-
gatorischen Unfallversicherung D.________ AG in Auftrag gegebenen me-
dizinischen Gutachtens. Das entsprechende polydisziplinäre Gutachten der 
Rehaklinik E.________ vom 30. November 2016 und vom 12. bzw. 13. De-
zember 2016 liess der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 14. Februar 

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2017 zu den Akten reichen (Akten des Beschwerdeführers; act. IA 2 bis 
act. IA 4)

Mit prozessleitender Verfügung vom 16. Februar 2017 nahm der Instrukti-
onsrichter das Verfahren wieder auf und setzte den Parteien Frist zur Ein-
reichung einer Stellungnahme und gegebenenfalls zur Änderung ihrer 
Rechtsbegehren.

Mit Eingabe vom 21. Februar 2017 änderte der Beschwerdeführer sein 
Rechtsbegehren und beantragt nunmehr, in Aufhebung der Verfügung vom 
30. September 2015 sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihm eine 
ganze IV-Rente zuzusprechen.

In der Stellungnahme vom 7. März 2017 hält die Beschwerdegegnerin an 
ihrem Antrag auf Abweisung der Beschwerde fest.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 

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i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 30. September 2015 
(act. II 158). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers 
auf eine IV-Rente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können auch 
solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG so-
wie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Be-
fundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur dann 
anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeeinträchti-
gung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 141 V 
281 E. 2.1 S. 285). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsscha-
dens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten 
Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei 
Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu ver-

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werten, abwenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitge-
hend objektiv bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 
S. 353; SVR 2014 IV Nr. 2 S. 5 E. 3.1).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf 
eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgaben-
bereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem IV-Grad 
von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei ei-
nem IV-Grad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.3 Für die Bestimmung des IV-Grades wird das Erwerbseinkommen, 
das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durch-
führung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmass-
nahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeits-
marktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, 
das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 
ATSG). 

2.4 Um den IV-Grad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-
urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 
ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können 
(BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 

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3.

Die D.________ AG, welche als zuständiger Unfallversicherer seit dem 
Unfall und bis in die Gegenwart Leistungen im Zusammenhang mit dem 
Unfall vom 3. Dezember 2009 erbracht hat und weiterhin erbringt, ordnete 
im Jahr 2016 eine polydisziplinäre Begutachtung des Beschwerdeführers 
unter Einbezug der Fachrichtungen Psychiatrie, Neurologie und Neuropsy-
chologie an. Dabei wurde durch die Rehaklinik E.________ neben jeweils 
einem neuropsychologischen (act. IA 2) und einem neurologischen Akten-
gutachten (act. IA 4) insbesondere ein ausführliches psychiatrisches Gut-
achten von Dr. med. F.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychothe-
rapie, erstellt (act. IA 3).

3.1 Im psychiatrischen Gutachten vom 13. Dezember 2016 (act. IA 3) 
diagnostizierte Dr. med. F.________ eine organische Persönlichkeitss-
törung bzw. Persönlichkeitsveränderung (ICD-10: F07.0) und eine organi-
sche depressive Störung (ICD-10: F06.32 [S. 58]). Der Beschwerdeführer 
zeige seit dem Unfall eine leicht labilisierbare und ins Depressive tendie-
rende Stimmungslage, die jedoch nicht durchwegs depressiv ausgelenkt 
erscheine (S. 57). Öfters spreche er auch von suizidalen Ideen und habe 
möglicherweise (als Teilaspekt) auch ein Stück weit gelernt, sich durch 
Äusserung von solchen suizidalen Ideen gegen Anforderungen, die an hin 
herangetragen würden, wirksam zu wehren. Es liege damit wahrscheinlich 
nicht eine klassisch ausgeprägte Depression vor, sondern eine affektive 
(depressive) Störung im Rahmen der Hirnverletzung. Auf der Verhaltens-
ebene bestehe eine Inaktivität, ferner sozialer Rückzug und massive Ver-
meidungstendenzen sowie eine Intoleranz gegenüber Anregungen und 
Anforderungen hinsichtlich des eigenen Leistungsverhaltens, gegen welche 
er sich mittels verschiedenster dysfunktionaler Strategien zu wehren schei-
ne (S. 58). Auch sei die Stresstoleranz durch die Hirnverletzung relevant 
vermindert und der Beschwerdeführer zeige affektive Einbrüche unter ver-
mehrter Belastung. Es sei wahrscheinlich, dass ein Zusammenhang zwi-
schen Aspekten der traumatischen Hirnverletzung mit ungenügender Steu-
erungsfähigkeit bzw. kritischer Selbstkontrolle einerseits und den dysfunkti-
onalen Abwehrstrategien bestehe. Es sei somit insgesamt von einer rele-
vant schweren Persönlichkeitsveränderung infolge der Hirnverletzung aus-

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zugehen (organische Persönlichkeitsstörung bzw. Persönlichkeitsände-
rung, ICD-10: F07.0), welche den diversen festgestellten, auch dysfunktio-
nalen Strategien des Beschwerdeführers in seiner Alltagsgestaltung zu 
Grunde liege bzw. als bedingender Faktor nicht weggedacht werden könne. 
Der Beschwerdeführer sei im Wesentlichen infolge einer Persönlichkeits-
veränderung durch Hirnverletzung den Anforderungen des freien Arbeits-
marktes nicht mehr gewachsen. Klar sei zwar, dass er kognitiv und bezüg-
lich Arbeitstempo deutlich besser funktionieren könnte, doch fehle es ihm 
an Ressourcen hinsichtlich Einsichtsfähigkeit und insbesondere konstanter 
Umsetzung einer solchen Einsicht in die Tat, was eine gewisse Bereitschaft 
zur Überwindung von Schwierigkeiten und von Beschwerdeerleben inklusi-
ve Aspekten von Ermüden voraussetzen würde (S. 61). Die Ressourcen für 
eine solche Überwindung seien durch die hirnorganisch bedingte Persön-
lichkeitsveränderung relevant eingeschränkt. In der bisherigen Tätigkeit sei 
der Beschwerdeführer schon rein aufgrund des verlorenen Geruchssinnes 
nicht mehr arbeitsfähig (S. 67 Ziff. 8.1). Jedoch wäre er auch in psychischer 
Hinsicht dem lebhaften, oft druckvollen Betrieb in … nicht gewachsen. 
Weitgehend infolge der Hirnverletzung sei es nicht gelungen, den Be-
schwerdeführer in einen Rahmen mit einer minimalen zeitlichen Verläss-
lichkeit und mit einer verwertbaren Leistung zu integrieren, auch nicht in 
einem geschützten Rahmen (Ziff. 8.2). Auch das breite Spektrum an Ver-
weistätigkeiten auf dem freien Arbeitsmarkt sei dem Beschwerdeführer 
infolge der hirnorganischen Persönlichkeitsveränderung nicht zumutbar, da 
überall naturgemäss eine gewisse Produktivität, Ausdauer und Stressresis-
tenz erwartet werde.

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

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Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-
rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b bb S. 353; SVR 2016 IV Nr. 2 S. 5 E. 4.1).

3.3 Das psychiatrische Gutachten von Dr. med. F.________ vom 
13. Dezember 2016 (act. IA 3) erfüllt – wie nachfolgend darzulegen sein 
wird – die vorerwähnten höchstrichterlichen Beweisanforderungen und er-
bringt vollen Beweis.

3.3.1 Das Gutachten basiert sowohl auf einer umfassenden Würdigung 
der vorhandenen Akten und fremdanamnestischer Angaben als auch einer 
persönlichen Untersuchung des Beschwerdeführers. So hat sich Dr. med. 
F.________ in angemessener Weise mit den Vorakten auseinandergesetzt, 
diese zusammengefasst (act. IA 3 S. 2 - 28) und ausführlich gewürdigt. 
Überzeugend hat der psychiatrische Gutachter weiter ausgeführt, weshalb 
er teilweise zu von den bereits vorliegenden Berichten abweichenden Fol-
gerungen gelangt ist (S. 50 - 57). Nach dem ausführlichen persönlichen 
Untersuchungsgespräch mit dem Beschwerdeführer hat der psychiatrische 
Gutachter auch Fremdauskünfte der Mutter des Beschwerdeführers und 
von dessen Bruder sowie beim behandelnden Psychiater eingeholt und in 
seine Beurteilung einbezogen (S. 44 - 50). Die vom Gutachter gezogenen 

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Folgerungen sind sowohl hinsichtlich der Diagnosen als auch hinsichtlich 
der zumutbaren Leistungsfähigkeit im ersten Arbeitsmarkt wie auch im ge-
schützten Rahmen nachvollziehbar begründet und überzeugen. Insbeson-
dere wurden die Auswirkungen der psychischen Störungen respektive die 
daraus folgenden Defizite hinsichtlich des Leistungsvermögens anhand des 
Fremdbeurteilungsinstruments Mini-ICF-Rating für Aktivitäts- und Partizipa-
tionsstörungen bei psychischen Erkrankungen (Mini-ICF-APP [S. 61 - 64]; 
vgl. dazu SVR 2015 IV Nr. 10 S. 27, Entscheid des Bundesgerichts [BGer] 
vom 28. Oktober 2014, 8C_398/2014, E. 4.3.2) beurteilt. Gestützt darauf 
legt Dr. med. F.________ einlässlich dar, dass der Beschwerdeführer zwar 
bei guter Motivation mindestens zeitweise eine bessere Leistung zu erbrin-
gen vermag, wie zum Beispiel bei der Testung seiner Fahreignung (S. 61), 
dass er aber infolge der Persönlichkeitsveränderung durch die Hirnverlet-
zung den Anforderungen an den freien Arbeitsmarkt nicht mehr gewachsen 
ist. So ist zwar klar, dass der Beschwerdeführer kognitiv und bezüglich Ar-
beitstempo grundsätzlich deutlich besser funktionieren könnte, dass es ihm 
gleichzeitig aber an Ressourcen hinsichtlich Einsichtsfähigkeit und insbe-
sondere hinsichtlich der konstanten Umsetzung einer solchen Einsicht fehlt, 
was eine gewisse Bereitschaft zur Überwindung von Schwierigkeiten und 
von Beschwerdeerleben inklusive Aspekten der Ermüdung voraussetzen 
würde. Dem Beschwerdeführer ist es aufgrund seiner Persönlichkeitsver-
änderung, die vor allem auf der Ebene von Interessen und Antrieb gravie-
rende Auswirkungen hat und sich auch auf die kognitive Flexibilität aus-
wirkt, nicht mehr in ausreichendem Ausmass möglich, langfristige Ziele vor 
Augen haltend Ressourcen und Energien zu mobilisieren, um Anlauf-
schwierigkeiten zu überwinden und ins Handeln zu kommen (S. 58). Nach 
den Ausführungen des Gutachters hat es diesbezüglich als erstellt zu gel-
ten, dass ein Zusammenhang zwischen Aspekten der traumatischen Hirn-
verletzung mit ungenügender Steuerungsfähigkeit bzw. kritischer Selbst-
kontrolle einerseits und den festgestellten dysfunktionalen Abwehrstrategi-
en besteht. Damit grundsätzlich übereinstimmend gelangten bereits die 
Fachärzte der Rehaklinik C.________ in ihrem Bericht vom 24. November 
2015 (Akten des Beschwerdeführers [act. I] 8) bezüglich der stationären 
Rehabilitation vom 20. Oktober bis 11. November 2015 zum Schluss, dass 
der Beschwerdeführer aktuell zu 100 % arbeitsunfähig sei, da das Arbeits-
tempo und die Leistungsfähigkeit deutlich eingeschränkt seien und es ihm 

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nicht möglich sei, pro Tag regelmässig während mehr als maximal zwei bis 
zweieinhalb Stunden verteilt auf Einheiten à 30-60 Minuten eine Arbeit 
auszuführen (S. 3). Aufgrund kognitiver Einschränkungen und zeitlich 
schwer verminderter Belastbarkeit habe der Beschwerdeführer trotz körper-
lich guter Erholung von den somatischen Defiziten beruflich nicht wieder 
integriert werden können (S. 1).

Die Beurteilung des psychiatrischen Gutachters Dr. med. F.________ vom 
13. Dezember 2016 (act. IA 3) erscheint damit schlüssig und erfüllt die von 
der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert eines medizini-
schen Berichts gestellten Anforderungen (vgl. E. 3.2 hiervor), weshalb ihr 
volle Beweiskraft zukommt (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/bb S. 353). Zusam-
menfassend ist deshalb davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer – 
trotz vielfältiger Therapie – aufgrund der gegebenen Persönlichkeitsverän-
derung infolge der Hirnverletzung nicht das funktionelle Potenzial realisie-
ren kann, welches er aufgrund seiner noch gegebenen kognitiven Ressour-
cen und auf körperlicher Ebene hätte (S. 60). 

3.3.2 Daran vermag die Einschätzung der RAD-Ärztin Dr. med. 
G.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin FMH, in ihren Be-
richten vom 20. März 2015 (act. II 146), vom 27. Mai 2015 (act. II 155) bzw. 
vom 20. Januar 2016 (in den Gerichtsakten) nichts zu ändern. Zwar kommt 
auch den Berichten und Gutachten von versicherungsinternen Ärzten Be-
weiswert zu, dies jedoch nur sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvoll-
ziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien 
gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass die befragte 
Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt 
nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. 
Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die 
Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen 
(BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354). Im Sinne dieser Rechtsprechung können 
auch RAD-Untersuchungsberichte einen vergleichbaren Beweiswert wie 
ein anderes Gutachten haben, dies jedoch nur, sofern sie den Anforderun-
gen an ein ärztliches Gutachten (vgl. E. 3.2 vorstehend), auch hinsichtlich 
der erforderlichen ärztlichen Qualifikationen, zu genügen vermögen (SVR 
2009 IV Nr. 53 S. 165 E. 3.3.2). Diesen Anforderungen genügen die vorer-

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wähnten Berichte der RAD-Ärztin Dr. med. G.________ jedoch nicht. Denn 
vorliegend ist eine komplexe Problematik aus den Bereichen Psychiatrie 
und Neurologie zu beurteilen. Die Ausführungen von Dr. med. G.________ 
sind folglich nicht geeignet, die Beurteilung des psychiatrischen Gutachters 
in Zweifel zu ziehen, denn die RAD-Ärztin verfügt als Fachärztin für Allge-
meine Innere Medizin nicht über einen zur Beurteilung und insbesondere 
auch Differenzierung von psychiatrischen Erkrankungen notwendigen 
Facharzttitel (vgl. statt vieler: Entscheid des BGer vom 22.März 2010, 
8C_83/2010, E.3.2.3, wonach die fachliche Qualifikation der Ärzte hinsicht-
lich des Beweiswertes ihrer Aussage von erheblicher Bedeutung ist). Zum 
anderen gilt auch zu beachten, dass nach der geltenden Praxis Aktengut-
achten nur dann nicht zu beanstanden sind, wenn die Akten ein vollständi-
ges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben und 
diese Daten unbestritten sind. Der Untersuchungsbefund muss lückenlos 
vorliegen und der Experte muss sich aufgrund vorhandener Unterlagen ein 
gesamthaft lückenloses Bild machen können (RKUV 2006 U 578 S. 175 
E. 3.4, 1988 U 56 S. 371 E. 5b). Die fachfremde Aktenbeurteilung der RAD-
Ärztin vermag damit zur Beurteilung der hier vorliegenden komplexen Pro-
blematik nicht zu genügen, wie der Beschwerdeführer in seiner Stellung-
nahme von 21. Februar 2017 zu Recht geltend macht. Dass sich der 
psychiatrische Gutachter Dr. med. F.________ sodann nicht speziell mit 
diesen Aktenbeurteilungen von Dr. med. G.________ befasst hat, ist nach 
dem Dargelegten – entgegen den Ausführungen der Beschwerdegegnerin 
in ihrer Stellungnahme vom 7. März 2017 – nicht zu beanstanden.

3.3.3 Dass die Gutachter der H.________ AG (MEDAS) in ihrem interdis-
ziplinären Gutachten vom 7. Mai 2012 (act. II 74.1) zu einem anderen 
Schluss gelangt sind, leicht andere Diagnosen gestellt und eine Arbeits-
fähigkeit von knapp 35 % (zeitliches Pensum von 50 % bei gleichzeitiger 
Minderung der Leistungsfähigkeit um 30 %) in einer angepassten Tätigkeit 
attestiert haben (S. 25), schmälert den Beweiswert des Gutachtens von 
Dr. med. F.________ ebenfalls nicht. Diesbezüglich gilt es zu beachten, 
dass dem psychiatrischen Gutachter im Zeitpunkt seiner Begutachtung im 
Juni 2016 umfassendere medizinische Akten zur Verfügung standen, die 
zusätzlich Erfahrungswerte und neue Erkenntnisse seit der MEDAS-
Begutachtung vier Jahre zuvor enthielten. Darüber hinaus konnte sich 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Mai 2017, IV/15/943, Seite 13

Dr. med. F.________ – anders als die Gutachter der MEDAS – dank aus-
führlichen fremdanamnestischen Angaben der Angehörigen des Be-
schwerdeführers (vgl. E. 3.3.1 vorstehend) ein gesamthaftes Bild der medi-
zinischen Situation und deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ma-
chen.

3.4 Ob neben dem psychiatrischen Gutachten von Dr. med. 
F.________ auch das neurologische Gutachten von Dr. med. I.________, 
Facharzt für Neurologie und Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 
vom 13. Dezember 2016 (act. IA 4) und der neuropsychologische Aktenbe-
richt von lic. phil. J.________, Fachpsychologe für Neuropsychologie, vom 
30. November 2016 (act. IA 2), hinreichend schlüssig sind, obwohl beide 
lediglich nach der Aktenlage erstellt wurden, da der Beschwerdeführer zur 
stationären Begutachtung und Untersuchung nicht erschienen ist, kann bei 
diesem Ergebnis offen bleiben. Denn bereits aus psychiatrischer Sicht ist 
eine Arbeitsfähigkeit vollständig zu verneinen (vgl. E. 3.3 vorstehend).

3.5 Nach dem hiervor Dargelegten ist gestützt auf das schlüssige 
psychiatrische Gutachten von Dr. med. F.________ vom 13. Dezember 
2016 (act. IA 3) von einer seit dem Unfall am 3. Dezember 2009 bestehen-
den, aus psychiatrischer Sicht anhaltenden vollständigen Arbeitsunfähigkeit 
des Beschwerdeführers in sämtlichen Tätigkeiten sowohl im freien Ar-
beitsmarkt als auch im geschützten Rahmen auszugehen. Nach Ablauf der 
mit dem Unfall vom 3. Dezember 2009 eröffneten einjährigen Wartefrist 
nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG und unter der Berücksichtigung der Anmel-
dung zum Leistungsbezug am 3. Februar 2010 (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG 
[act. IIA 2]) hat der Beschwerdeführer deshalb ab dem 1. Dezember 2010 
Anspruch auf eine ganze IV-Rente (vgl. E. 2.2 vorstehend).

4.

Zusammenfassend ist Beschwerde gutzuheissen und die angefochtene 
Verfügung vom 30. September 2015 (act. II 158) aufzuheben. Dem Be-
schwerdeführer ist ab dem 1. Dezember 2010 (vgl. E. 3.5 hiervor) eine 
ganze IV-Rente zuzusprechen.

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5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.– bis Fr. 1’000.– festzulegen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.–, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4). Der vom Beschwerdeführer 
geleistete Kostenvorschuss ist diesem nach Rechtskraft des Urteils zurück-
zuerstatten.

5.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Versicherungsgericht festge-
setzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streit-
sache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g 
ATSG). 

In der Kostennote vom 14. März 2017 hat Rechtsanwalt B.________ ein 
Honorar von Fr. 2‘000.– sowie Auslagen von Fr. 49.20 und die Mehrwert-
steuer von Fr. 163.95 geltend gemacht. Diese Beträge sind nicht zu bean-
standen. Der gesamte Parteikostenersatz wird somit auf Fr. 2‘213.15 (inkl. 
Auslagen und Mehrwertsteuer) festgesetzt.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Bern vom 30. September 2015 aufgehoben und dem Be-
schwerdeführer ab 1. Dezember 2010 eine ganze IV-Rente zugespro-
chen.

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2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.– werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. Der vom Beschwerdeführer geleistete Kos-
tenvorschuss von Fr. 800.– wird zurückerstattet.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteien-
tschädigung, festgesetzt auf total Fr. 2'213.15 (inkl. Auslagen und 
Mehrwertsteuer), zu bezahlen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.