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**Case Identifier:** c627abed-dc38-5a6e-938d-7be7e3f009c7
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-07-16
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 16.07.2020 720 20 92/176
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-20-92-176_2020-07-16.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom  16. Juli 2020 (720 20 92 / 176) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Würdigung der Arztberichte 

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kan-

tonsrichter Jürg Pulver, Gerichtsschreiber Daniel Gfeller 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin 
  

 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  

 
 
 
A. Die 1983 geborene A.____ meldete sich am 7. März 2012 bei der Eidgenössischen In-
validenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an, woraufhin die IV-Stelle des Kantons Basel-
Landschaft (IV-Stelle) die erwerblichen und gesundheitlichen Verhältnisse abklärte. In der Folge 
wurde A.____ im Rahmen von beruflichen Massnahmen zur Assistentin Personalwesen VSK um-
geschult, wobei sie im Anschluss ein Arbeitstraining im B.____-Spital absolvierte und danach im 
Rahmen einer Einarbeitungszeit bei der C.____ AG durch die IV-Stelle unterstützt wurde. Es 
wurden zudem die Kosten für das Handelsdiplom VSH gutgesprochen und ab Oktober 2017 er-
hielt A.____ eine Teilzeitanstellung bei der C.____ AG. Zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit gab 

 

 
 
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die IV-Stelle im Rahmen der Rentenprüfung ein bidisziplinäres Gutachten (Orthopädie und Psy-
chiatrie) bei der academy of swiss insurance medicine (asim) in Auftrag. Im Gutachten wurde 
keine psychiatrische Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt und aus orthopä-
discher Sicht wurde eine 80%ige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit als zumutbar 
erachtet. Gestützt darauf sprach die IV-Stelle der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 
11. Februar 2020 ab 1. September 2012 eine ganze Rente und ab 1. November 2013 eine bis 
31. März 2015 befristete halbe Rente zu.  
 
B. Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte am 20. Februar 2020 bei der IV-Stelle 
Beschwerde. Diese überwies die Beschwerde zuständigkeitshalber an das Kantonsgericht Basel-
Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht. In ihrer Eingabe vom 20. Februar 2020 machte 
die Beschwerdeführerin im Wesentlichen geltend, dass sie weiterhin starke Schmerzen habe und 
seit Dezember 2019 zudem wegen ihrem Knie in Behandlung stehe. Sie sei auch nach dem 
31. März 2015 weiterhin zu 50 % arbeitsunfähig. Sinngemäss beantragt die Beschwerdeführerin 
somit die Ausrichtung einer halben Invalidenrente über den 31. März 2015 hinaus. 
 
C. Mit Vernehmlassung vom 20. April 2020 beantragte die IV-Stelle, es sei die Beschwerde 
abzuweisen.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kan-
tonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden 
gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vor-
liegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde ist demnach einzutreten.  
 
2. Streitig und im Folgenden zu prüfen ist, ob die IV-Stelle der Beschwerdeführerin zu 
Recht lediglich eine vom 1.  September 2012 bis 31. Oktober 2013 befristete ganze und ab 1. No-
vember 2013 bis 31. März 2015 eine befristete halbe IV-Rente zugesprochen hat.  
 
2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während ei-
nes Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig ge-
wesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c).  
 

 

 
 
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2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähig-
keit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer 
Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berück-
sichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere 
Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Ge-
burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verste-
hen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach 
Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück-
sichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht 
nicht überwindbar ist (Satz 2). 
 
3.1 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abgestuft: 
Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf 
eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindes-
tens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist.  
 
3.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumut-
bare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Be-
ziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid gewor-
den wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfol-
gen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt 
und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditäts-
grad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 30 E. 1). 
 
3.3 Vorliegend hat die IV-Stelle den Invaliditätsgrad der Versicherten nach der allgemeinen 
Methode des Einkommensvergleichs bemessen, was von der Beschwerdeführerin – zu Recht – 
nicht bestritten wird.  
 
4. Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades im Erwerbsbereich bildet die 
Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträch-
tigungen arbeitsunfähig ist. 
 
4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde – die Ver-
waltung und im Streitfall das Gericht – auf Unterlagen angewiesen, die vorab von Ärztinnen und 

 

 
 
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Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurtei-
len und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 
versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c, 105 V 158 E. 1 in 
fine). Darüber hinaus bilden die ärztlichen Stellungnahmen eine wichtige Grundlage für die Beur-
teilung der Zumutbarkeit, also der Frage, welche anderen Erwerbstätigkeiten als die zuletzt aus-
geübte Berufsarbeit von der versicherten Person auf dem allgemeinen, ausgeglichenen und nach 
ihren persönlichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumutbarer-weise noch ver-
richtet werden können (ULRICH MEYER-BLASER, Zur Prozentgenauigkeit in der Invaliditätsschät-
zung, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozialversicherung, 
St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen).  
 
4.2 Geht es um psychische Erkrankungen wie eine anhaltende somatoforme Schmerzstö-
rung, ein damit vergleichbares psychosomatisches Leiden (vgl. BGE 140 V 8 E. 2.2.1.3) oder 
depressive Störungen leicht- bis mittelgradiger Natur (BGE 143 V 409 und 143 V 418), sind für 
die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit systematisierte Indikatoren beachtlich, die – unter Berück-
sichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspo-
tentialen (Ressourcen) anderseits – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen 
einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2., E. 3.4-3.6 und 4.1). Gemäss altem Verfahrensstandard 
(z.B. BGE 130 V 352) eingeholte Gutachten verlieren nicht per se ihren Beweiswert. Vielmehr ist 
im Rahmen einer gesamthaften Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezifischen Gegebenheiten 
und den erhobenen Rügen entscheidend, ob ein abschliessendes Abstellen auf die vorhandenen 
Beweisgrundlagen vor Bundesrecht standhält (BGE 141 V 281 E. 8). 
 
5.1 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle ande-
ren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestat-
ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess 
nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa-
rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Be-
weiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me-
dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 
ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 
5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c).  
 
5.2 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweis-würdi-
gung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richt-
linien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen dieser 
Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit weiteren 

 

 
 
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Hinweisen). In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll das Gericht der Erfah-
rungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Ver-
trauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen. Bei 
der Abschätzung des Beweiswerts im Rahmen einer freien und umfassenden Beweiswürdigung 
dürfen allerdings auch die potentiellen Stärken der Berichte behandelnder Ärzte nicht vergessen 
werden. Der Umstand allein, dass eine Einschätzung vom behandelnden Mediziner stammt, darf 
nicht dazu führen, sie als von vornherein unbeachtlich einzustufen; die einen längeren Zeitraum 
abdeckende und umfassende Betreuung durch behandelnde Ärzte bringt oft wertvolle Erkennt-
nisse hervor.  
 
Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen 
und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Ein-
sicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnis-
sen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht kon-
krete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit 
weiteren Hinweisen). Zur Frage der beweisrechtlichen Verwertbarkeit der Berichte und Gutachten 
versicherungsinterner Fachpersonen wird der Grundsatz betont, wonach ein Anstellungsverhält-
nis dieser Person zum Versicherungsträger alleine nicht schon auf mangelnde Objektivität und 
Befangenheit schliessen lässt (BGE 125 V 353 E. 3b/ee). Diesen Berichten kommt allerdings 
nicht derselbe Beweiswert wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten 
externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten zu, sie sind aber soweit zu berück-
sichtigen, als auch nicht geringe Zweifel an der Richtigkeit ihrer Schlussfolgerungen bestehen 
(BGE 135 V 471 E. 4.7). 
 
6. Zur Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit der Beschwerde-
führerin liegen im Wesentlichen folgende medizinischen Berichte vor: 
 
6.1 Die Beschwerdegegnerin hat bei der Academy of Swiss Insurance Medicine (asim) des 
Universitätsspitals Basel ein bisdisziplinäres Gutachten (Psychiatrie und Orthopädie) eingeholt, 
welches am 28. Juni 2018 erstattet wurde.  
 
6.1.1 Prof. Dr. med. D.____, MBA Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewe-
gungsapparates, stellt in seinem orthopädischen Teilgutachten vom 14. Mai 2018 mit Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit folgende Diagnosen: 
 
1. Lumbalgie / Ischalgie links (ICD 10; M 54.3) 
2. Symptomatische Tractuslücke Hüfte links (DD Bursitis trochanterica) mit/bei (ICD 10; M 79.65 

- Status nach Distorsionstrauma 28.06.2010 
- Status nach chirurgischer Hüftluxation mit Labrum-Rekonstruktion mit Ligamentum capitis 
 fermoris links bei Labrumläsion vom 28.08.2012 
- Status nach OSME Trochanter-Schrauben, Trochanter-Revision links sowie Vorverlagerung 
 Musculus gluteus maximus mit Faszien-Doppelung links bei Coxa saltans links am 
 06.06.2014, Kantonsspital H.____ 

 

 
 
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- Status nach Tractus-Revision links am 04.09.2014 mit postoperativ tiefem Weichteilinfekt 
 Hüfte links mit Staphylococcus aureus bei Infekt-bedingter Wiedereröffnung des Tractus  
 iliotibialis links, Dr. G.____. 

 
Prof. D.____ hält fest, dass es der Beschwerdeführerin aus orthopädischer Sicht nicht möglich 
sei, dauerhaft lange Wegstrecken zurückzulegen und auf unebenem Gelände zu gehen, Treppen 
zu steigen oder Leitern zu erklimmen. Es bestehe eine Gewichtslimite von 10 kg für das Tragen 
und Heben von Gewichten. In der aktuell ausgeübten Bürotätigkeit bestünde eine Arbeitsfähigkeit 
von 80 %, wobei die 20%ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auf einem vermehrten Pausen-
bedarf bei persistierender Schmerzsymptomatik im Bereich der LWS und der linken Hüfte zurück-
zuführen sei. Für sämtliche körperlich schweren und mittelschweren Tätigkeiten sowie für Tätig-
keiten, welche ein Gehen auf unebenem Gelände bedingen oder die Bewältigung von Treppen 
oder Leitern beinhalten würden, bestehe keine Arbeitsfähigkeit. Für alle anderen angepassten 
Tätigkeiten körperlich leichter bis intermittierend mittelschwerer Natur, mehrheitlich im Sitzen mit 
Notwendigkeit zum Einlegen von kleineren Pausen bestehe eine 80%ige Arbeitsfähigkeit. Prof. 
D.____ führt aus, dass die fachorthopädische Arbeitsfähigkeit von 80 % unter Berücksichtigung 
einer knapp viermonatigen Rekonvaleszenz, also ab dem 1. Januar 2015, bestehe. Eine weiter 
rückblickende Arbeitsfähigkeitsbeurteilung sei nicht möglich.  
 
6.1.2 Dr. med. E.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, stellt im psychiatrischen Teilgut-
achten vom 18. Juni 2018 keine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. In ihrer Beur-
teilung führt Dr. E.____ im Wesentlichen aus, nach dem Unfall 2010 habe sich die Versicherte in 
ambulante psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung begeben, wo eine mittelgradige de-
pressive Episode festgestellt und behandelt worden sei. Die Versicherte habe die psychothera-
peutische Behandlung inzwischen seit mehreren Jahren sistiert, nehme noch eine geringe Dosis 
des Antidepressivums ein (womit kein antidepressiv wirksamer Serumspiegel erreicht werde) und 
sei diesbezüglich beschwerdefrei. Auch befundlich habe keine aktive psychiatrische Störung fest-
gestellt werden können. Die orthopädische Problematik und die Schmerzen würden sicher eine 
Belastung darstellen. Als Ressourcen führt sie die als stabil dargestellte Lebenspartnerschaft, die 
guten familiären Beziehungen bzw. überhaupt das gute soziale Netz der Beschwerdeführerin an. 
Die Versicherte sei derzeit in jeglicher ihrem Ausbildungsniveau entsprechenden Tätigkeit auf 
dem freien Arbeitsmarkt, also auch in ihrer bisherigen Tätigkeit als Bürokauffrau, uneingeschränkt 
arbeitsfähig. Es gebe keine Hinweise darauf, dass die Versicherte seit Antritt der aktuellen Stelle 
im Jahre 2015 aus rein psychiatrischer Sicht in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt gewesen sei. 
Weiter retrospektiv sei ihr keine Aussage mit ausreichender Sicherheit möglich. Aus psychiatri-
scher Sicht bestehe derzeit keine behandlungsbedürftige Störung, insofern würden sich diesbe-
zügliche Massnahmen erübrigen.  
 
6.1.3 In der Konsensbeurteilung vom 28. Juni 2018 gelangen die Gutachter zum Ergebnis, 
dass die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin rein orthopädisch bedingt 
sei. Es könnten keine medizinischen Massnahmen oder Therapien mit Auswirkung auf die Ar-
beitsfähigkeit vorgeschlagen werden.  
 

 

 
 
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6.2 Dr. med. F.____, FMH Allgemeinmedizin, Regionaler Ärztlicher Dienst beider Basel 
(RAD), nimmt am 12. Juli 2018 Stellung und hält fest, dass die Schlussfolgerungen nachvollzieh-
bar begründet und widerspruchsfrei seien. Zu den Standardindikatoren hält er fest, dass diese im 
Gutachten zwar nicht Punkt für Punkt abgearbeitet worden seien, dass aber alle wesentlichen 
Standardindikatoren ausreichend erfasst und diskutiert worden seien. Hinweise für eine Aggra-
vation oder Simulation würden sich nicht ergeben. Er empfehle deshalb, auf die Beurteilung der 
Gutachter abzustellen.  
 
6.3 Gemäss Bericht des behandelnden Orthopäden Dr. med. G.____, FMH Orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 20. Dezember 2018 sei die Situa-
tion laut der Versicherten gleichbleibend. Insgesamt stellt er eine stagnierende Situation fest. Ak-
tuell und weiterhin bestehe keine OP-Indikation. Ein operativer Eingriff könne die Situation nicht 
wesentlich verbessern. Die Arbeitsfähigkeit betrage 50 % im Büro mit wechselbelastender Tätig-
keit. Eine Steigerungsmöglichkeit der aktuellen Arbeitsfähigkeit sehe er nicht. 
 
6.4 Dr. F.____ hält mit Bericht vom 12. August 2019 fest, eine wesentliche Verschlechterung 
werde durch den behandelnden Orthopäden nicht geltend gemacht und sei anhand der vorlie-
genden Unterlagen auch nicht nachvollziehbar. Der behandelnde Arzt habe den medizinischen 
Sachverhalt gleich beurteilt wie der orthopädische Gutachter, ein Unterschied bestehe lediglich 
hinsichtlich der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit.  
 
6.5 Mit Sprechstundenbericht vom 18. Dezember 2019 hält Dr. G.____ fest, dass die Be-
schwerdeführerin von plötzlich einschiessenden und akuten Schmerzen am linken Kniegelenk 
seit 12. Dezember 2019 berichtet. 
 
6.6 Ein MRT des linken Kniegelenks vom 20. Dezember 2019 durch das Imamed ergibt als 
Befund einen mittelgrossen Gelenkerguss und rupturierte Baker-Zyste, kein Meniskusriss. Der 
Meniskus habe eine normale Form und Signalgebung. Als Ursache der Beschwerden wird eine 
möglicherweise gerissene infrapatelläre Plica angeführt. 
 
6.7 Gemäss Sprechstundeneintrag vom 19. Februar 2020 hält Dr. G.____ fest, das Knie sei 
nicht mehr permanent schmerzhaft, aber weiterhin würden Schmerzen am Kniegelenk im Bereich 
der Kapsel vor allem ventral bestehen.  
 
6.8 Mit Beurteilung vom 12. März 2020 hält Dr. F.____ fest, die von der Beschwerdeführerin 
geltend gemachten Beschwerden bis zum Trauma vom 12. Dezember 2019 seien allesamt be-
kannt gewesen und durch die Gutachter hinreichend abgeklärt und beurteilt worden. Was das 
Ereignis vom 12. Dezember 2019 betreffe, so sei daraus keine längerfristige IV-relevante Ein-
schränkung der Arbeitsfähigkeit resultierend.  
 
7.1 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 11. Februar 2020 zur 
Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit der Versicherten vollumfänglich 
auf das bidisziplinäre Gutachten der asim vom 28. Juni 2018. Sie ging demzufolge davon aus, 
dass die Versicherte seit Januar 2015 in einer angepassten Tätigkeit zu 80 % arbeitsfähig sei. 

 

 
 
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Die Beschwerdeführerin stellt das Gutachten nicht grundsätzlich in Frage. Sie ist jedoch mit der 
festgestellten Arbeitsfähigkeit von 80 % nicht einverstanden, da sie davon ausgeht, lediglich zu 
50 % arbeitsfähig zu sein.  
 
7.2 Das Gutachten der asim ist vergleichsweise knapp ausgefallen. Nicht explizit Stellung 
genommen wird zur anderslautenden Einschätzung der Arbeitsfähigkeit von Dr. G.____. Diesbe-
züglich ist aber festzuhalten, dass Prof. D.____ und Dr. G.____ vom gleichen medizinischen 
Sachverhalt ausgehen und lediglich die daraus resultierende Arbeitsunfähigkeit unterschiedlich 
gewichten. Dabei fällt auf, dass Dr. G.____ noch im November 2017 eine Arbeitsfähigkeit von 
50 % sowie zusätzlich 10 % für Weiterbildung angegeben hat. Damit resultiert zur 80%igen Ar-
beitsfähigkeit, welche Prof. D.____ angibt, eine nicht allzu grosse Differenz. Dabei darf ausser-
dem berücksichtigt werden, dass behandelnde Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrecht-
liche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aus-
sagen (vgl. oben Ziff. 5.2). Der RAD hält ausserdem fest, die Prüfung der Standardindikatoren 
sei knapp ausgefallen. Allerdings ist diesbezüglich festzuhalten, dass aus psychiatrischer Sicht 
keine Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vorliegen, weshalb eine Prüfung der 
Standardindikatoren auch nicht notwendig ist. Im Übrigen erscheint das Gutachten der asim bzw. 
die beiden Teilgutachten und die konsensualen Schlussfolgerungen schlüssig und nachvollzieh-
bar. Das Gutachten weist weder formale noch inhaltliche Mängel auf, ist für die streitigen Belange 
umfassend, beruht auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtigt die geklagten Beschwerden, 
es ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden und es leuchtet in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge bzw. der Beurteilung der aktuellen medizinischen Situation ein. Auf 
das Gutachten kann folglich abgestellt werden.  
 
Was den Vorfall vom 12. Dezember 2019 mit den Schmerzen im Knie anbelangt, welcher sich 
kurz vor Erlass der angefochtenen Verfügung vom 11. Februar 2020 ereignet hat, so ist mit der 
IV-Stelle bzw. dem RAD davon auszugehen, dass es sich dabei nicht um einen längerfristigen 
Gesundheitsschaden mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit handelt. Aus dem Sprechstun-
denbericht von Dr. G.____ vom 19. Februar 2020 ergibt sich denn auch bereits eine Verbesse-
rung der Schmerzsituation am Knie. Wohl erscheint eine kurzfristige, zeitlich begrenzte höhere 
Arbeitsunfähigkeit bzw. eine Anpassung des Tätigkeitsprofils möglich. Dies hätte aber keine IV-
relevante Auswirkung zur Folge.  
 
Nach dem Ausgeführten ist nicht zu beanstanden, dass die IV-Stelle auf das bidisziplinäre Gut-
achten der asim vom 28. Juni 2018 abgestellt hat und folglich von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit 
ausgegangen ist.  
 
8. Zu Recht nicht beanstandet hat die Beschwerdeführerin den von der IV-Stelle vorge-
nommenen Einkommensvergleich. Dabei ist die IV-Stelle von einem Valideneinkommen als Pfle-
gehelferin von Fr. 61'568.-- und einem Invalideneinkommen von Fr. 41'153.-- ab 1. Januar 2015 
ausgegangen, woraus ein IV-Grad von 33 % resultiert. Damit hat die IV-Stelle einen Rentenan-
spruch der Beschwerdeführerin ab 1. April 2015 zu Recht verneint und die bisherige halbe Rente 
auf Ende März 2015 befristet.  
 

 

 
 
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9. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG sind Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweige-
rung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten 
werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von  
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnitt-
licher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten in Berücksich-
tigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach § 20 Abs. 3 
VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem 
Ausmass auferlegt. Vorliegend ist die Beschwerdeführerin unterliegende Partei, weshalb die Ver-
fahrenskosten ihr zu auferlegen sind.  
 

  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der Beschwer-
deführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in Höhe 
von Fr. 800.-- verrechnet. 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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