# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 39743d08-6322-568f-8dab-841e08b6d877
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2011-12-07
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 07.12.2011 B 2011/128
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2011-128_2011-12-07.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2011/128

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 07.12.2011

Entscheiddatum: 07.12.2011

Urteil Verwaltungsgericht, 07.12.2011
Tierschutzrecht, Art. 23 Abs. 1 lit. a TschG (SR 455).Verhältnismässigkeit 
eines unbefristeten Tierhalteverbots ohne vorgängige formelle Androhung 
(Verwaltungsgericht, B 2011/128).

 

Anwesend: Vizepräsident lic.iur. A. Linder; Verwaltungsrichter Dr. B. Heer, lic.iur. A. 

Rufener,

Dr. S. Bietenharder-Künzle; Ersatzrichterin lic.iur. D. Gmünder Perrig; Gerichtsschreiber

Dr. M. Looser

_______________

 

In Sachen

J.G.,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. T. R.

gegen

 

Gesundheitsdepartement des Kantons St. Gallen, Davidstrasse 27, 9001 St. Gallen,

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betreffend

Tierhalteverbot

 

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:

A./ J. G. hielt in der Gemeinde S. verschiedene Tierarten, darunter Hunde, Schweine, 

Ponys, Ziegen und Federvieh. Anlässlich von Kontrollen durch das Veterinäramt (ab 1. 

April 2008 Amt für Gesundheits- und Verbraucherschutz, abgekürzt AfGVS; ab 1. März 

2011 Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen) vom 10. Januar 2000, 

12. Mai 2000, 25. Juli 2000, 24. August 2000, 20. Oktober 2000, 18. Januar 2001, 

6. Juni 2001 und vom 22. Oktober 2001 wurde die Art und Weise seiner Tierhaltung 

verschiedentlich bemängelt. Unter dem Eindruck der Kontrolle vom 22. Oktober 2001 

wurde J. G. mit Verfügung des Veterinäramtes vom 6. November 2001 unter anderem 

mit einem Tierhalteverbot belegt. Der dagegen erhobene Rekurs wurde vom 

Volkswirtschaftsdepartement des Kantons St. Gallen am 11. September 2002 mit der 

Begründung, die rechtlichen Voraussetzungen für ein Tierhalteverbot seien nicht erfüllt, 

teilweise gutgeheissen.

Mit Rapporten vom 23. November 2001 und 7. April 2003 brachte das Veterinäramt 

zudem verschiedene Widerhandlungen gegen die damalige Tierschutzgesetzgebung 

(Tierschutzgesetz vom 9. März 1978, AS 1981, S. 562 ff., abgekürzt aTSchG) zur 

Anzeige. J. G. wurde insbesondere vorgeworfen, dass er einen erkennbar kranken, ihm 

zur Tötung übergebenen Berner Sennenhund monatelang gehalten und stark 

vernachlässigt hatte, dass er es bei einem Minipig-Schwein an der nötigen 

Klauenpflege hatte fehlen lassen und dass er einem Pony die nötige Wundbehandlung 

versagt hatte. Mit Urteil des Kreisgerichts Gaster-See vom 22. Dezember 2003 wurde 

J. G. wegen Tierquälerei und mehrfacher übriger Widerhandlungen gegen das 

Tierschutzgesetz zu einer Busse von Fr. 5'000.-- und zu sieben Tagen Gefängnis, 

bedingt bei einer Probezeit von zwei Jahren, verurteilt. Am 15. September 2004 wurde 

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dieser Entscheid vom Kantonsgericht St. Gallen bestätigt und die Busse auf 

Fr. 10'000.-- erhöht.

Nachdem die Tierhaltung von J. G. am 27. Mai 2004 erneut durch das Veterinäramt 

kontrolliert und teilweise beanstandet worden war, kam es im Jahr 2007 zu weiteren 

Vorkommnissen. Damals hatte er nämlich einen Welpen verkauft, der, wie sich 

herausstellte, einerseits unter starkem Wurmbefall litt und andererseits nicht mit einem 

Mikrochip gekennzeichnet war. J. G. wurde deswegen mit Rapport vom 13. Februar 

2007 zur Anzeige gebracht. In der Folge fand eine Hausdurchsuchung statt, bei der 

drei weitere nicht durch Chip gekennzeichnete Hunde gefunden wurden. Im Urteil vom 

20. November 2007 kam das Kreisgericht Gaster-See zum Ergebnis, dass der 

Angeklagte vom Vorwurf des Vergehens gegen das aTSchG freizusprechen sei, jedoch 

der mehrfachen fahrlässigen Übertretung des Tierseuchengesetzes (SR 916.40, 

abgekürzt TSG) schuldig sei.

Am 22. April 2009 wurde die Tierhaltung von J. G. von zwei Vertretern des AfGVS in 

Begleitung eines Kantonspolizisten überprüft. Gestützt auf die Ergebnisse dieser 

Kontrolle wurde mit Rapport vom 13. Juli 2009 erneut Anzeige wegen Verdacht auf 

Widerhandlungen gegen das Tierschutzgesetz (vom 16. Dezember 2005, SR 455, 

abgekürzt TSchG) und das TSG erstattet. Im anschliessenden Strafverfahren wurde im 

Wesentlichen festgestellt, dass Federvieh verbotenerweise einzeln und zum Teil in total 

verkoteten Schlägen gehalten worden war, dass drei Hunde alleine in Gehegen 

respektive an einer zu kurzen Kette gehalten worden waren, dass verschiedene Hunde 

nicht auf seinen Namen gemeldet gewesen waren und dass J. G. ferner am 

5. August 2009 in G. zwei Minipig-Schweine ausgesetzt hatte. Aufgrund dieser 

Sachverhalte wurde er per Strafbescheid der Staatsanwaltschaft St. Gallen vom 

17. März 2010 der mehrfachen vorsätzlichen Tierquälerei durch Aussetzen und 

Vernachlässigung sowie der mehrfachen Übertretung des Tierseuchengesetzes 

schuldig gesprochen und zu einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen à Fr. 290.--, davon 

10 Tagessätze unbedingt, und zu einer Busse von Fr. 2000.-- verurteilt.

Am 8. Oktober 2010 stellte das AfGVS J. G. den folgenden Verfügungsentwurf zu und 

forderte ihn auf, innert 10 Tagen schriftlich Stellung zu nehmen:

 

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1. J. G. wird verboten, Tiere zu halten oder selbständig für Dritte zu betreuen.

2. Das Tierhalteverbot gilt nach Eintritt der Rechtskraft dieser Verfügung.

3. J. G. bezahlt eine Gebühr von Fr. 900.--.

4. Widerhandlungen gegen diese Verfügung werden nach Art. 28 Abs. 3 TSchG bestraft 

(…).

In seiner Stellungnahme vom 29. Oktober 2010 stellte J. G. die Angemessenheit eines 

unbefristeten Tierhalteverbotes in Abrede und verlangte, dieses sei auf maximal zwei 

Jahre zu beschränken. In der Verfügung vom 8. November 2010 führte das AfGVS dazu 

unter anderem aus, es handle sich bei J. G. um einen völlig uneinsichtigen Tierhalter, 

der weder willens noch fähig sei, seine Tiere entsprechend der 

Tierschutzgesetzgebung zu halten und zu betreuen. Ein unbefristetes Verbot sei daher 

in jedem Fall gerechtfertigt. Die Verfügung wurde im Übrigen wie im Entwurf 

vorgesehen erlassen.

B. Gegen diese Verfügung legte J. G. mit Eingabe vom 22. November 2010 Rekurs 

beim Gesundheitsdepartement ein, mit den Anträgen, es sei die angefochtene 

Verfügung kosten- und entschädigungspflichtig aufzuheben, eventualiter sei das 

ausgesprochene Verbot auf zwei Jahre zu beschränken. Zur Begründung machte er 

insbesondere geltend, das AfGVS sei materiell zu wenig auf seine Stellungnahme zum 

Verfügungsentwurf eingegangen und habe somit sein rechtliches Gehör verletzt. Weiter 

stehe einem unbefristeten Tierhalteverbot in diesem konkreten Fall das Gebot der 

Verhältnismässigkeit entgegen. Mit Entscheid des Gesundheitsdepartementes vom 27. 

Mai 2011 wurde der Rekurs abgewiesen.

C. Mit Eingabe vom 10. Juni 2011 erhob J. G. Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Er 

beantragt, der Entscheid des Gesundheitsdepartementes vom 27. Mai 2011 sei 

aufzuheben und das Tierhalteverbot in Abänderung von Ziff. 1 der Verfügung des 

AfGVS vom 8. November 2010 zeitlich auf maximal zwei Jahre zu beschränken; unter 

Kosten- und Entschädigungsfolgen nach Ausgang des Verfahrens. Als Begründung 

bringt er im Wesentlichen vor, ein unbefristetes Tierhalteverbot sei ihm formell nie 

angedroht worden und sei unverhältnismässig. Ein solches stelle die Höchststrafe der 

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Tierschutzgesetzgebung dar und lasse sich erst bei einem Verstoss gegen ein 

befristetes Tierhalteverbot rechtfertigen.

Mit Vernehmlassung vom 8. Juli 2011 beantragte das Gesundheitsdepartement die 

kostenpflichtige Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung verweist es auf die 

zahlreichen Beanstandungen durch das Veterinäramt und den erwähnten 

Strafbescheid vom 17. März 2010. Der Beschwerdeführer habe sich in der 

Vergangenheit als unfähig erwiesen, seine Tiere vorschriftsgemäss zu halten. Er habe 

es in Kauf genommen, dass die Tiere nicht artgerecht gehalten würden und wegen der 

Folgen ihrer Vernachlässigung Schmerzen litten. Auch sei der Einwand, das Verbot sei 

formell nie angedroht worden, unbegründet. Mit Eingabe vom 9. August 2011 

verzichtete J. G. auf eine Stellungnahme.

Auf die weiteren Vorbringen des Beschwerdeführers wird, soweit erforderlich, in den 

nachstehenden Erwägungen eingegangen.

 

Darüber wird in Erwägung gezogen:

1. (…).

2. Streitgegenstand vor dem Verwaltungsgericht ist ausschliesslich das vom AfGVS 

gegenüber J. G. verfügte generelle Tierhalteverbot.

2.1. Zweck des Tierschutzgesetzes ist der Schutz der Würde und des Wohlergehens 

des Tieres (Art. 1 TSchG). Gemäss Art. 4 Abs. 1 TSchG hat, wer mit Tieren umgeht, 

ihren Bedürfnissen in bestmöglicher Weise Rechnung zu tragen (lit. a) und, soweit es 

der Verwendungszweck zulässt, für ihr Wohlergehen zu sorgen (lit. b). Niemand darf 

einem Tier ungerechtfertigt Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen, es in Angst 

versetzen oder in anderer Weise seine Würde missachten. Das Misshandeln, 

Vernachlässigen oder unnötige Überanstrengen von Tieren ist verboten (Art. 4 Abs. 2 

TSchG). Wer Tiere hält oder betreut, muss sie angemessen nähren, pflegen, ihnen die 

für ihr Wohlergehen notwendige Beschäftigung und Bewegungsfreiheit sowie soweit 

nötig Unterkunft gewähren (Art. 6 Abs. 1 TSchG).

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2.2. Staatliche Massnahmen müssen sich auf eine gesetzliche Grundlage stützen 

(Legalitätsprinzip, Art. 5 Abs. 1 der Bundesverfassung, SR 101, abgekürzt BV). Zu 

prüfen ist also, ob die Verfügung eines Tierhalteverbotes mit dem Gesetz in Einklang 

steht. Nebst den materiellrechtlichen Vorschriften für den Umgang mit Tieren enthält 

das TSchG ein Kapitel über Verwaltungsmassnahmen und Behördenbeschwerde 

(Art. 23-25 TSchG) sowie Strafbestimmungen (Art. 26-31 TSchG). Gemäss Art. 23 

Abs. 1 TSchG kann die zuständige Behörde denjenigen Personen das Halten oder die 

Zucht von Tieren, den Handel oder die berufsmässige Beschäftigung mit Tieren auf 

bestimmte oder unbestimmte Zeit verbieten, die wegen wiederholter oder schwerer 

Zuwiderhandlung gegen Vorschriften des TSchG und seiner Ausführungserlasse oder 

gegen Verfügungen bestraft worden sind (lit. a) oder die aus anderen Gründen unfähig 

sind, Tiere zu halten oder zu züchten (lit. b). Ein solches von einem Kanton erlassenes 

Verbot ist in der ganzen Schweiz gültig (Art. 23 Abs. 2 TSchG).

Voraussetzung für ein Verbot gemäss Art. 23 Abs. 1 lit. a TSchG ist also, dass sich der 

Tierhalter wegen schwerer oder wiederholter Zuwiderhandlung gegen die 

Tierschutzgesetzgebung strafbar gemacht hat. Der Beschwerdeführer wurde mit Urteil 

des Kantonsgerichts St. Gallen vom 15. September 2004 und mit Strafbescheid der 

Staatsanwaltschaft St. Gallen vom 17. März 2010 verschiedener Vergehen gegen das 

Verbot der Tierquälerei gemäss Art. 26 TSchG respektive Art. 27 aTSchG schuldig 

gesprochen. Bei diesem Tatbestand handelt es sich ohne weiteres um eine schwere 

Zuwiderhandlung im Sinne von Art. 23 Abs. 1 lit. a TSchG (A.F. Goetschel, Kommentar 

zum eidgenössischen Tierschutzgesetz, Bern/Stuttgart 1986, N 7 zu Art. 24 aTSchG). 

Angesichts der bereits zweimaligen Verurteilung ist zudem erwiesen, dass der 

Beschwerdeführer wiederholt wegen Zuwiderhandlungen gegen die 

Tierschutzgesetzgebung bestraft worden ist (vgl. VerwGE ZH vom 19. August 2004, E. 

3.2). Damit ist sowohl der Tatbestand der schweren als auch der wiederholten 

Zuwiderhandlung gegen das Tierschutzgesetz gemäss Art. 23 Abs. 1 lit. a TSchG 

erfüllt. Die Gesetzmässigkeit des Verbots wird denn auch vom Beschwerdeführer nicht 

bestritten.

2.3. Gemäss Art. 5 Abs. 2 BV muss staatliches Handeln unter anderem das Gebot der 

Verhältnismässigkeit beachten. Dieses Prinzip verlangt, dass eine staatliche 

Massnahme in Rechtsetzung oder Rechtsanwendung geeignet, erforderlich und 

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zumutbar sein muss (statt vieler BGE 136 I 26 E. 4.4; vgl. zum Ganzen auch Häfelin/

Müller/Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. Aufl., Zürich/St. Gallen 2010, 

Rz. 581 ff. mit Hinweisen).

2.3.1. Die Verwaltungsmassnahme muss zunächst dazu geeignet sein, das im 

öffentlichen Interesse liegende Ziel zu erreichen. Ungeeignet ist sie, wenn sie keinerlei 

Wirkungen im Hinblick auf den angestrebten Zweck entfaltet oder die Erreichung 

dieses Zwecks sogar erschwert oder verhindert (Häflin/Müller/Uhlmann, a.a.O., 

Rz. 587). Dem im öffentlichen Interesse liegenden Schutz der Würde und des 

Wohlergehens der Tiere wird unter anderem durch die Tierschutzgesetzgebung 

Rechnung getragen. Gegen diese hat der Beschwerdeführer wiederholt und in 

schwerer Weise verstossen. Ein generelles Tierhalteverbot ist zweifelsohne geeignet, in 

Zukunft weitere Verstösse zu verhindern.

2.3.2. Ferner muss die Massnahme im Hinblick auf das im öffentlichen Interesse 

liegende Ziel erforderlich sein und hat zu unterbleiben, wenn eine gleich geeignete, 

aber mildere Massnahme für den angestrebten Erfolg ausreichen würde (Häfelin/Müller/

Uhlmann, a.a.O., Rz. 591). Das TSchG sieht einerseits repressiv Strafbestimmungen 

vor, um in der Vergangenheit erfolgte Vorschriftsverletzungen zu sanktionieren, und 

andererseits präventiv Tierhalteverbote und andere Massnahmen, um künftige 

Verletzungen zu vermeiden (BGE 2C.737/2010 vom 18. Juni 2011, E. 4.4.1). Sowohl die 

beiden Strafurteile als auch die verschiedenen Verfügungen und Forderungen des 

Veterinäramtes konnten den Beschwerdeführer während der vergangenen zehn Jahre 

nicht dazu bewegen, den Anforderungen der Tierschutzgesetzgebung nachzukommen. 

Trotz repressiver Massnahmen kam es immer wieder zu neuen Verstössen. Es muss 

als erwiesen gelten, dass repressive Massnahmen im Fall von J. G. alleine nicht 

geeignet waren, Würde und Wohlergehen seiner Tiere sicherzustellen oder auch nur 

wesentlich zu verbessern. Erforderlich ist somit auf jeden Fall eine präventive 

Massnahme.

Der Beschwerdeführer macht geltend, ein unbefristetes Verbot sei ihm formell nie 

angedroht worden. Das TSchG sieht nicht ausdrücklich eine Verwarnung, Mahnung 

oder Androhung einer künftigen Massnahme als Verwaltungssanktion vor. Nach der 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung können aber diese Massnahmen als milderes 

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Mittel zunächst auch nur in Form einer anfechtbaren Verfügung angedroht werden 

(BGE 136 II 466 E. 6.3; zum Tierschutzrecht insbesondere BGE 2C.737/2010 vom 18. 

Juni 2011, E. 4.2; BGE 2C.829/2009 vom 27. August 2010, E. 2.2). Ein solches 

Vorgehen kann aus Gründen der Verhältnismässigkeit selbst dort geboten sein, wo es 

gesetzlich nicht vorgesehen ist (Imboden/Rhinow, Schweizerische 

Verwaltungsrechtsprechung, 6. Aufl., Basel 1986, S. 323). Tatsächlich handelt es sich 

beim Tierhalteverbot um eine sehr schwerwiegende Massnahme, und es ist nur unter 

qualifizierten Voraussetzungen von einer vorgängigen Androhung abzusehen (vgl. 

Goetschel, a.a.O., N 6 zu Art. 24 TschG). Die Verhältnismässigkeit bleibt jedoch 

gewahrt, wenn aufgrund der konkreten Umstände davon auszugehen ist, der 

Betroffene werde trotz Androhung die Tierschutzvorschriften auch künftig nicht 

einhalten (VerwGE vom 17. August 2004 i.S. J.S., E. 2b.bb, sowie BGE 2A.552/2004 

vom 14. Februar 2005, E. 4.3.2).

Aktenkundig ist, dass das Veterinäramt in der Verfügung vom 30. Mai 2000 dem 

Beschwerdeführer als Schlussbemerkung in Aussicht gestellt hatte, er müsse 

längerfristig mit einem Tierhalteverbot rechnen, wenn der herrschende Zustand 

andauern sollte. Weiter wurde er bereits mit Verfügung vom 6. November 2001 mit 

einem unbefristeten Tierhalteverbot ab 1. Januar 2002 belegt, welches allerdings mit 

Entscheid des Volkswirtschaftsdepartements vom 11. September 2002 wieder 

aufgehoben wurde. Ob damit dem Erfordernis der formellen Androhung Genüge getan 

wurde, kann indessen offen bleiben. Dies, weil er nach seiner Verurteilung wegen 

Tierquälerei im Jahr 2003 erst recht davon ausgehen musste, dass gleiches wieder 

geschehen werde, sollte er sein Verhalten nicht nachhaltig ändern. Bereits im 

Entscheid des Volkswirtschaftsdepartementes vom 11. September 2002 wird nämlich 

diesbezüglich mehrfach auf das laufende Strafverfahren verwiesen (E. 2b und 3c.bb). 

Dass die Verurteilungen und Beanstandungen nicht immer auf denselben 

Sachverhalten beruhten, ist ferner unbeachtlich (VerwGE vom 17. August 2004 i.S. J.S., 

E. 2b.bb). Wesentlich ist, dass auf Dauer keine Verbesserung erreicht werden konnte. 

Nachdem auch die beiden Strafurteile keine Wirkung auf die Tierhaltung des 

Beschwerdeführers zeigten, ist ferner nicht einzusehen, warum dies bei einer formellen 

Androhung eines Tierhalteverbotes anders sein sollte.

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Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, es gebe keine Gründe, mit dem 

unbefristeten Halteverbot bereits die "Höchststrafe" auszusprechen. Vielmehr 

entspreche es der Praxis des Verwaltungsgerichts, dass sich ein unbefristetes erst bei 

einem Verstoss gegen ein befristetes Tierhalteverbot als rechtmässig und 

verhältnismässig erweise. Bezüglich der Gesetzmässigkeit kann auf das unter 

Erwägung 2.2. Gesagte verwiesen werden. Hinsichtlich der Verhältnismässigkeit ist das 

zitierte Urteil (VerwGE vom 22. September 2009 i. S. W. E., E. 2.3.) nicht so zu 

verstehen wie vom Beschwerdeführer dargestellt. Aus diesem Entscheid geht lediglich 

hervor, dass der Tierhalter bereits früher gegen befristete Tierhalteverbote verstossen 

hatte. Dass die Verfügung von unbefristeten Verboten nur verhältnismässig sei, wenn 

befristete Verbote missachtet, wenn also trotz Verbot Tiere gehalten worden sind, kann 

daraus nicht abgeleitet werden. Das unbefristete Tierhalteverbot richtet sich nämlich 

gegen Verletzungen der materiellen Tierschutzgesetzgebung und nicht gegen 

Ungehorsam gegenüber amtlichen Verfügungen.

Zur Wahrung der Verhältnismässigkeit beantragte der Beschwerdeführer eine 

Befristung des Tierhalteverbotes auf zwei Jahre. Tatsächlich ist es so, dass 

Massnahmen nur so lange dauern dürfen, als es notwendig ist, das damit angestrebte 

Ziel zu erreichen (Häfelin/Müller/Uhlmann, a.a.O., Rz. 605). Er unterlässt es aber 

insbesondere darzutun, inwiefern nach Ablauf des zeitweiligen Verbots Aussicht auf 

eine einwandfreie Tierhaltung bestehe. Die lange Zeitspanne, in der es in der 

Tierhaltung des Beschwerdeführers immer wieder zu Beanstandungen und 

Verurteilungen kam, ohne dass er sich davon beeindrucken liess, legt den Verdacht 

nahe, dass ein befristetes Verbot zur Durchsetzung des öffentlichen Interesses am 

Schutz der Würde und des Wohlergehens der Tiere untauglich wäre. Der Umstand, 

dass der Beschwerdeführer in den letzten Jahren die Art und Weise der Tierhaltung 

nicht substantiell verbessert hat, lässt darauf schliessen, dass sich nach Ablauf der 

Frist wieder ein ähnliches Bild zeigen würde. Das unbefristete Verbot ist daher 

erforderlich.

2.3.3. Die Verhältnismässigkeit einer Massnahme im engeren Sinn wird gewahrt, wenn 

zwischen dem angestrebten Ziel und dem Eingriff, den sie für den Privaten bewirkt, ein 

vernünftiges Verhältnis besteht. Es sind deshalb das öffentliche Interesse an einer 

Massnahme und die beeinträchtigten privaten Interessen im konkreten Fall wertend 

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miteinander zu vergleichen (vgl. statt vieler BGE 130 I 154 E. 5.3.6; Häfelin/Müller/

Uhlmann, a.a.O., Rz. 613 ff.).

Es ist erwiesen, dass sich der Beschwerdeführer in der Vergangenheit wiederholte und 

massive Verfehlungen gegen die Tierschutzgesetzgebung zuschulden kommen liess. 

Das Einschreiten selbst der Strafbehörden hat ihn wenig beeindruckt. Entsprechend 

hoch ist das öffentliche Interesse an der Durchsetzung des Tierhalteverbots (vgl. 

VerwGE vom 17. August 2004 i. S. J. S., E. 2b.ee).

In Bezug auf seine privaten Interessen trifft ein Tierhalteverbot den Beschwerdeführer 

zumindest wirtschaftlich nicht schwer. Sowohl hinsichtlich des Ausmasses als auch der 

Arten der gehaltenen Tiere ist davon auszugehen, dass er damit primär keine 

kommerziellen Ziele verfolgt. Unter dem Eindruck der misslichen Umstände der 

Haltung und dem offensichtlichen Unwillen, irgendwelche Verbesserungen 

herbeizuführen, muss zudem nicht davon ausgegangen werden, der Beschwerdeführer 

verspüre eine besonders hohe emotionale Bindung zu seinen Tieren. Vielmehr hat er es 

trotz behördlichen Einschreitens über Jahre hinweg in Kauf genommen, dass diese 

nicht artgerecht gehalten wurden und unter den Folgen der Vernachlässigung litten. Die 

Anordnung eines Tierhalteverbots ist aus diesen Gründen zumutbar.

2.4. Zusammenfassend steht somit fest, dass die Anordnung eines unbefristeten 

Tierhalteverbots gemäss Art. 23 Abs. 1 TSchG gesetzmässig und unter Wahrung der 

Verhältnismässigkeit erfolgt ist. Die Beschwerde ist als unbegründet abzuweisen.

3. (…).

 

Demnach hat das Verwaltungsgericht

 

zu Recht erkannt:

1./ Die Beschwerde wird abgewiesen.

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2./ Die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 2500.--bezahlt der 

Beschwerdeführer durch Verrechnung mit dem einbezahlten Kostenvorschuss.

3./ Ausseramtliche Kosten werden nicht entschädigt.

 

V.          R.           W.

 

Der Vizepräsident:                   Der Gerichtsschreiber:

 

Versand dieses Entscheides an:

-   den Beschwerdeführer (durch Rechtsanwalt Dr. T. R.)

-   die Vorinstanz

 

am:

 

Rechtsmittelbelehrung:

Sofern eine Rechtsverletzung nach Art. 95 ff. Bundesgerichtsgesetz (SR 173.110, 

abgekürzt BGG) geltend gemacht wird, kann gegen diesen Entscheid gestützt auf Art. 

82 lit. a BGG innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, Beschwerde erhoben werden.

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