# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** dc798269-8274-552f-ba73-4b3f73cb99ae
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-08-02
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 02.08.2019 PS190116
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PS190116_2019-08-02.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: PS190116-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. P. Diggelmann, Vorsitzender, Oberrichterin 

lic. iur. M. Stammbach und Oberrichter Dr. M. Sarbach sowie Ge-

richtsschreiberin lic. iur. I. Vourtsis-Müller 

Urteil vom 2. August 2019 

in Sachen 

 

A._____ AG,  
Schuldnerin und Beschwerdeführerin, 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____,  

 

gegen 

 

Sammelstiftung B._____,  
Gläubigerin und Beschwerdegegnerin, 

 
betreffend Konkurseröffnung 

 
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichtes im summarischen Verfahren 
des Bezirksgerichtes Dietikon vom 25. Juni 2019 (EK190204) 
 

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Erwägungen: 
 

1. a) Die A._____ AG (Schuldnerin und Beschwerdeführerin, nachfolgend 

Schuldnerin) ist seit dem tt.mm.2013 – anfänglich als GmbH – im Handels-

register des Kantons Zürich eingetragen. Die Gesellschaft bezweckt die 

Durchführung von Abbrucharbeiten aller Art sowie die Einbringung sämtli-

cher damit zusammenhängenden Dienstleistungen (act. 6). Gestützt auf das 

Konkursbegehren der Sammelstiftung B._____ (Gläubigerin und Beschwer-

degegnerin, nachfolgend Gläubigerin) vom 22. Mai 2019 (Poststempel) ge-

gen die Schuldnerin (act. 8/1) eröffnete das Einzelgericht des Bezirksgerich-

tes Dietikon mit Urteil vom 25. Juni 2019 für eine Forderung von 

Fr. 98'034.65 nebst Zins zu 5% seit 1.1.2019, Zins bis 31.12. 2018 Fr. 

5'577.45, Betreibungsspesen Fr. 300.– und Betreibungskosten Fr. 441.60 

über die Schuldnerin den Konkurs (act. 6). Das Urteil wurde der Schuldnerin 

am 2. Juli 2019 zugestellt (8/7).  

 b) Mit Eingabe vom 11. Juli 2019 (Poststempel) erhob die Schuldnerin recht-

zeitig gegen diesen Entscheid Beschwerde mit den Anträgen, der Konkurs 

sei aufzuheben und der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu ertei-

len. Ferner wurde beantragt, das Konkursamt Dietikon sei anzuweisen, den 

von der Beschwerdeführerin hinterlegten Schuldbetrag (Teilbetrag) von 

CHF 30'000 betreffend die Forderung aus der Betreibung Nr. 1 des Betrei-

bungsamts Dietikon abzurechnen und an die Beschwerdegegnerin auszube-

zahlen (act. 2 S. 2).  Mit Verfügung vom 12. Juli 2019 wurde der Beschwer-

de einstweilen die aufschiebende Wirkung zuerkannt (act. 9).  

2. a) Gemäss Art. 174 Abs. 2 SchKG kann die Konkurseröffnung im Be-

schwerdeverfahren aufgehoben werden, wenn der Schuldner mit der Einle-

gung des Rechtsmittels seine Zahlungsfähigkeit glaubhaft macht und durch 

Urkunden einen der drei gesetzlich vorgesehenen Konkurshinderungsgrün-

de (Tilgung, Hinterlegung oder Gläubigerverzicht) nachweist. Neue Behaup-

tungen und Urkundenbeweise über konkurshindernde Tatsachen sind im 

Beschwerdeverfahren unbeschränkt zugelassen, unabhängig davon, ob sie 

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vor oder nach dem erstinstanzlichen Entscheid ergangen sind. Die Be-

schwerde ist innert einer Frist von 10 Tagen (Art. 321 Abs. 2 ZPO) einzu-

reichen und abschliessend zu begründen. Das bedeutet, dass der Schuldner 

sowohl seine Zahlungsfähigkeit als auch einen der drei Konkurshinderungs-

gründe innert der Rechtsmittelfrist glaubhaft zu machen bzw. mit Urkunden 

nachzuweisen hat.  

 b) Die Schuldnerin weist unter Beilage eines Schreibens der Gläubigerin 

vom 2. Juli 2019 nach, dass diese auf die Durchführung des Konkurses ver-

zichtet (act. 5/3). Sodann brachte die Schuldnerin eine Bestätigung des 

Konkursamts Dietikon bei, wonach sie am 26. Juni 2019 einen Kostenvor-

schuss von Fr. 1'000.00 einbezahlt hat, der ausreicht, um die Kosten des 

Konkursverfahrens inkl. des Konkursgerichts zu decken (act. 5/4). Damit hat 

die Schuldnerin den Konkurshinderungsgrund des Gläubigerverzichts nach-

gewiesen (Art. 174 Abs. 2 Ziff. 3 SchKG). Auch für die zweitinstanzliche Ge-

richtsgebühr in der Höhe von Fr. 750.00 leistete die Schuldnerin einen Bar-

vorschuss (act. 11 und act. 14 i.V.m. act. 9 und act. 12).  

3. a) Nebst dem Nachweis des Eintrittes eines Konkurshinderungsgrundes hat 

der Schuldner im Beschwerdeverfahren seine Zahlungsfähigkeit glaubhaft 

zu machen. Zahlungsfähigkeit bedeutet, dass ausreichend liquide Mittel vor-

handen sind, mit welchen die Gläubiger bei Fälligkeit ihrer Forderungen be-

friedigt werden können. Der Schuldner hat deshalb aufzuzeigen, dass er in 

der Lage ist, seinen laufenden Verpflichtungen nachzukommen und in ab-

sehbarer Zeit auch die bestehenden Schulden zu tilgen. Bloss vorüberge-

hende Zahlungsschwierigkeiten lassen den Schuldner noch nicht als zah-

lungsunfähig erscheinen. Anders verhält es sich jedoch, wenn keine wesent-

lichen Anhaltspunkte für eine Verbesserung seiner finanziellen Situation zu 

erkennen sind und der Schuldner auf unabsehbare Zeit als illiquid erscheint.  

 Auch wenn der Schuldner die Zahlungsfähigkeit nicht strikt beweisen, son-

dern nur glaubhaft machen muss, so genügen Behauptungen allein nicht. Er 

muss die Angaben durch objektive Anhaltspunkte untermauern, so dass das 

Gericht den Eindruck hat, die Behauptungen seien zutreffend, ohne das Ge-

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genteil ausschliessen zu müssen (BGE 132 III 715 Erw. 3.1.; BGE 132 III 

140 Erw. 4.1.2; BGer 5A_297/2012 von 10. Juli 2012 Erw. 2.3). 

b) Die Schuldnerin führte in der Beschwerde aus, sie habe eine schwierige 

Zeit hinter sich. Ab Anfang 2017 habe die Auftragslage zunächst stagniert. 

Weiter hätten sich mehrere personelle Wechsel ereignet, was in einer tem-

porären Personalknappheit resultiert habe. "Abgefedert" worden sei diese 

durch den unermüdlichen Einsatz des einzigen Verwaltungsrats der Be-

schwerdeführerin, Herrn C._____, sowie dessen Ehefrau, Frau D._____, 

und dessen Sohn, Herrn E._____. Das Geschäft habe so weitergeführt wer-

den können. Während dieser Zeit sei jedoch die Administration der Be-

schwerdeführerin vernachlässigt worden. Nicht zuletzt habe auch die ver-

nachlässigte Administration zu Zahlungsrückständen und zu diversen Be-

treibungen geführt. Der Betreibungsregisterauszug sei deshalb von nicht 

unerheblichem Umfang. Die Beschwerdeführerin bemühe sich jedoch inten-

siv um die Bereinigung dieser Versäumnisse. So sei ersichtlich, dass der 

Grossteil der verzeichneten Betreibungen zwischenzeitlich durch Bezahlung 

habe erledigt werden können. Sie werde sich mit allen Mitteln darum bemü-

hen, ihre finanzielle Situation zu bereinigen. Wie nachfolgend gezeigt werde, 

entwickle sich der Geschäftsgang äusserst positiv, sodass ihr dies gelingen 

sollte (act. 2 S. 3-4 Ziff. 4-7). Mit diversen anderen Gläubigern – beispiels-

weise der Beschwerdegegnerin, der F._____ AG und der G._____ Versiche-

rung – hätten vor Kurzem Einigungen in die Wege geleitet werden können. 

Dies zeige, dass sie ihre Versäumnisse aufarbeite, sogar aus privaten Mit-

teln der Organe Schulden bereinige und es ihr nicht darum gehe, sich ihren 

Verpflichtungen zu entziehen. Vielmehr setze sie alles daran, berechtigte 

Forderungen sobald als möglich begleichen zu können (act. 2 S. 4-5 Ziff. 

11.3). 

Zum Geschäftsgang wurde u.a. ausgeführt, im Jahre 2018 sei die Auftrags-

lage der Beschwerdeführerin eingebrochen. Während 2017 noch Erträge 

aus Arbeiten im Umfang von rund CHF 5,5 Millionen hätten verzeichnet 

werden können, seien es 2018 nur noch rund CHF 3,3 Millionen gewesen. 

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Entsprechend habe im Geschäftsjahr 2018 kaum Gewinn resultiert. Im Jahre 

2017 habe die Beschwerdeführerin sogar einen Verlust von rund CHF 

82'000 verbuchen müssen (act. 2 S. 5 Ziff. 12-13). Nach zwei schwachen 

Geschäftsjahren laufe das Jahr 2019 aber sehr gut. Auch die weiteren Aus-

sichten seien positiv (act. 2 S. 6 Ziff. 14). Im Zusammenhang mit den aus-

gewiesenen Geschäftszahlen für das Jahr 2019 sei darauf hinzuweisen, 

dass die Auftragslage in der Baubranche üblicherweise erst jeweils im Früh-

jahr zu steigen beginne. Dahingegen werde während den Wintermonaten 

kaum gebaut. Die dargelegten Zahlen (bis Juni 2019) würden somit mindes-

tens zur Hälfte umsatzschwache Monate beinhalten. Die umsatzstarken Mo-

nate (bis Ende Herbst) fänden jedoch keinen Niederschlag. Es sei aber da-

von auszugehen, dass die finanzielle Lage der Beschwerdeführerin Ende 

Jahr noch um einiges besser sein werde. Durch das bevorstehende 

Grossprojekt in … [Ort 1] sei sichergestellt, dass die Beschwerdeführerin 

über eine längere Zeit gesicherte Einnahmen haben und damit zahlungsfä-

hig bleiben werde (act. 2 S. 7 Ziff. 18). 

4. a) Zur Glaubhaftmachung ihrer Zahlungsfähigkeit reichte die Schuldnerin ei-

nen Auszug über offene Betreibungen des Betreibungsamtes Dietikon 

ein (act. 5/2). Danach sind für den Zeitraum vom 30. Juni 2016 (Sitzverle-

gung) bis 2. Juli 2019 noch 84 Betreibungen im Gesamtbetrag von 

Fr. 1'479'542.55 (inkl. der vorliegenden Konkursforderung) registriert. 4 Be-

treibungsforderungen (Fr. 15'094.70) wurden direkt an den Gläubiger und 31 
Betreibungsforderungen (Fr. 324'073.11) an das Betreibungsamt bezahlt. 

Nach Abzug dieser Zahlungen sind noch Forderungen im Betrag von 

Fr. 1'140'374.74 offen. Für 14 Forderungen wurde der Zahlungsbefehl aus-
gestellt (insgesamt Fr. 238'901.75), eine Forderung befindet sich im Pfän-

dungsstadium (Fr. 7'108.75) und in 26 Betreibungsverfahren wurde Rechts-

vorschlag erhoben (insgesamt Fr. 619'803.24). Nebst der vorliegenden Kon-

kursforderung befinden sich sieben weitere Betreibungsforderungen (Betrei-

bung Nr. 2 zugunsten H._____ AG Fr. 18'364.55, Betreibung Nr. 3 zuguns-

ten Eigentümergemeinschaft I._____ Fr. 17'500.-, Betreibung Nr. 4 zuguns-

ten J._____ Fr. 110'079.30, Betreibung Nr. 5 zugunsten K._____ Fr. 

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17'427.15, Betreibung Nr. 6 zugunsten L._____ Bau Fr. 3'050.–, Betreibung 

Nr. 7 zugunsten F._____ AG Fr. 1'048.25 und Betreibung Nr. 8 zugunsten 

G._____ Versicherungs-Gesellschaft AG Fr. 3'179.55) im Stadium der Kon-

kursandrohung. Allein diese 8 Betreibungen erreichen einen Betrag von ins-

gesamt Fr. 274'560.90. Auf dem Betreibungsregisterauszug vermerkte die 

Schuldnerin, gegenüber der H._____ AG sei nur noch ein Betrag von 

Fr. 4'700.– offen (act. 5/2 S. 2), die Forderung gegenüber der Eigentümer-

gemeinschaft I._____ sei bezahlt (act. 5/2 S. 2) und gegenüber der J._____ 

sei noch ein Betrag von Fr. 62'000.– offen (act. 5/2 S. 3). In der Spalte der 

Betreibungsforderung gegenüber dem Gläubiger K._____ wird handschrift-

lich die Zahl "10'000" aufgeführt (act. 5/2 S. 4). Ob die Schuldnerin damit 

sagen will, es seien aktuell Fr. 10'000.– geschuldet oder, sie habe Fr. 

10'000.– bereits bezahlt, kann offen bleiben. Die Schuldnerin unterliess es 

nämlich bezüglich diesen, sich im Stadium der Konkursandrohung befinden-

den Betreibungsforderungen irgendwelche Zahlungsbelege für die behaup-

teten Zahlungen einzureichen, weshalb davon auszugehen ist, dass diese 

Schulden heute noch bestehen. 

 In der Regel werden bei nicht grundlosem Bestreiten der Betreibungsforde-

rungen diejenigen mit erhobenem Rechtsvorschlag nicht berücksichtigt. 

Diesbezüglich wurde in der Beschwerde ausgeführt, es sei festzuhalten, 

dass die Beschwerdeführerin diverse hohe Forderungsbeträge, welche in 

Betreibung gesetzt worden seien, bestreite (z.B. diejenigen von J._____, 

M._____ Gerüstbau AG, N._____ AG, O._____ AG, P._____ AG und 

Q._____ GmbH). Es handle sich dabei um "Baustreitigkeiten", wobei die 

Gegenparteien versuchten, ihren angeblichen Forderungen durch Betrei-

bungen Nachdruck zu verleihen (act. 2 S. 5 Ziff. 11.5). Diese Ausführungen 

sind sehr dürftig. Es rechtfertigt sich aber die Forderungen gegenüber der 

M._____ Gerüstbau AG (Betreibung Nr. 9 Rechtsvorschlag erhoben, Fr. 

46'176.40), N._____ AG (Betreibung Nr. 10 Rechtsvorschlag erhoben, 

Fr. 307'030.09), O._____ AG (Betreibung Nr. 11 Einleitung der Betreibung, 

Fr. 31'142.35), P._____ AG (Betreibung Nr. 12 Rechtsvorschlag erhoben, 

Fr. 57'230.25) und Q._____ GmbH (Betreibung Nr. 13 Rechtsvorschlag er-

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hoben, Fr. 38'000.–) nicht als Schulden zu berücksichtigen. Hingegen ist die 

Forderung der J._____ im Betrag von Fr. 110'079.30, selbst wenn sie (allen-

falls in einem reduzierten Umfang) bestritten wird, zu beachten, da sich die-

se Betreibung bereits im Stadium der Konkursandrohung befindet. Damit re-

duzieren sich die ausstehenden Betreibungsforderungen um Fr. 479'579.09 

(Fr. 46'176.40 + Fr. 307'030.09 + Fr. 31'142.35 + Fr. 57'230.25 + Fr. 

38'000.–)  auf Fr. 660'795.65 (Fr. 1'140'374.74 – Fr. Fr. 479'579.09).  Bezüg-
lich der mit Rechtsvorschlag behafteten Forderung gegenüber der Gläubige-

rin R._____ AG im Betrag von Fr. 7'107.40 (Betreibung Nr. 14) wird auf dem 

Betreibungsregisterauszug vermerkt "Bezahlt" (act. 5/2 S. 5). Belege für den 

Zahlungsnachweis wurden aber keine eingereicht, und in der Beschwerde 

wird diesbezüglich auch nichts vorgebracht, weshalb diese Betreibungsfor-

derung als Schuld zu berücksichtigen ist. Bezüglich der übrigen Betreibun-

gen, in denen Rechtsvorschlag erhoben wurde, brachte die Schuldnerin für 

den Grund der Bestreitung gar nichts vor, weshalb sie als Schulden zu be-

rücksichtigen sind. 

 Einen Zahlungsnachweis brachte die Schuldnerin bezüglich der Forderung 

der G._____ Versicherungs-Gesellschaft AG im Betrag von Fr. 3'179.55 (Be-

treibung Nr. 8, Stadium Konkursandrohung). Diese Forderung hat die 

Schuldnerin am 8. Juli 2019 beim Betreibungsamt bezahlt (act. 5/8). Bezüg-

lich der Forderung der Beschwerdegegnerin reichte sie einen Zahlungsplan 

vom 2. Juli 2019 ein und einen Beleg für die erste Ratenzahlung. Vorgese-

hen sind sechs Ratenzahlungen mit dem Zahlungsziel, Ende Dezember 

2019 die Forderung vollständig getilgt zu haben (act. 5/5). Am 1. Juli 2019 

leistete die Schuldnerin die erste Ratenzahlung von Fr. 30'000.– an das Be-

treibungsamt Dietikon (act. 5/6). Ferner belegte sie mit einer Abrechnung 

des Betreibungsamtes vom 8. Juli 2019, dass sie die Forderung F._____ AG 

(Betreibung Nr. 7, Stadium Konkursandrohung, Fr. 1'048.25) vollständig ge-

tilgt hat (act. 5/7). Unter Berücksichtigung dieser weiteren Zahlungen sind 

somit noch Schulden in der Höhe von Fr. 626'567.85 [Fr. 660'795.65 – (Fr. 
3'179.55 + Fr. 30'000.– + Fr. 1'048.25)] zu berücksichtigen.  

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b) Für das Geschäftsjahr 2018 (1. Januar bis 31. Dezember 2018) weist die 

Schuldnerin einen Gewinn von Fr. 5'160.48 (und einen Gewinnvortrag aus 

dem Jahr 2017 von Fr. 11'425.12) und für das Jahr 2017 einen Verlust von 

Fr. 82'204.88 aus. Dieser Verlust konnte durch den Gewinnvortrag im Um-

fang von Fr. 93'630.– abgefedert werden (act. 5/9). Per 30. Juni 2019 weist 

die Schuldnerin Debitoren in der Höhe von Fr. 1'207'684.42 (act. 5/19) und 

Kreditoren von Fr. 656'608.17 aus (act. 5/20). Für den Zeitraum Januar bis 

Juni 2019 wurden Einnahmen in der Höhe von Fr. 924'569.02 verbucht (act. 

5/10). Die in der Debitorenliste aufgeführten sechs ältesten Rechnungsaus-

stände wären im November bzw. Dezember 2017 zur Zahlung fällig gewe-

sen (act. 5/19), weshalb es sich rechtfertigt, die gesamten Ausstände zu be-

rücksichtigen. Es kann offen bleiben, in welchem Umfang auch Betreibungs-

forderungen in der Kreditorenliste berücksichtigt werden. Die Zwischenbilanz 

per 30. Juni 2019 (6 Monate) zeigt, entgegen den Ausführungen in der Be-

schwerdeschrift,  die noch andauernd prekäre Lage der Schuldnerin auf. In 

der Kreditorenliste wurden nämlich nur die Verbindlichkeiten aus Lieferun-

gen und Leistungen aufgeführt. Daneben gibt es weitere Kreditoren wie 

Quellensteuer, Pensionskasse, Mehrwertsteuer, Löhne. Die Kreditoren be-

laufen sich auf insgesamt 1'024'024.45. In der Erfolgsrechnung 1. Januar bis 

30. Juni 2019 wird – entgegen der separaten Einnahmeliste (vgl. act. 5/10) – 

ein Ertrag aus Arbeiten von Fr. 950'182.34 aufgeführt. Der Aufwand für Ma-

terial und Dienstleistungen beläuft sich auf Fr. 181'462.74 und der Personal-

aufwand auf Fr. 728'374.20. Dies ergibt vorerst einen Ertragsüberschuss 

von Fr. 40'345.40. Der übrige betriebliche Aufwand beträgt Fr. 135'516.23 

und die Steuern betragen Fr. 11'573.20, so dass ein Verlust von 

Fr. 106'744.03 resultiert. Dieser wird gemäss Erfolgsrechnung mit einem 

ausserordentlichen Ertrag von Fr. 188'798.21 aufgefangen, so dass ein Ge-

winn von Fr. 82'054.18 ausgewiesen werden kann (act. 5/17). Bezüglich der 

zukünftigen Auftragslage wurden drei Auftragsbestätigungen der S._____ 

AG für Bauprojekte über eine Bausumme von insgesamt Fr. 3'068'000.– 

eingereicht, nämlich von Fr. 840'000.– mit Bauphase anfangs Juni 2019 bis 

Ende Oktober 2019, eine Bausumme von Fr. 1'298'000.–  mit Bauphase an-

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fangs August 2019 bis Ende Januar 2020 und eine Bausumme von 

Fr. 930'000.– mit Bauphase anfangs Juli 2019 bis Ende September 2019 

(act. 5/12). Gemäss Werkvertrag vom 3. Juli 2019 hat die Schuldnerin im 

Zusammenhang mit dem Neubau eines Mehrfamilienhauses in … [Ort 2] ab 

Juli 2019 für den Bauherrn T._____ AG Bauleistungen für einen Werklohn 

von Fr. 78'000.– zu erbringen (act. 5/13). Demnach sind Aufträge für die na-

he Zukunft im Umfang von Fr. 3'146'000.– (3'068'000.– + Fr. 78'000.–) zu-

gesichert. Der unterzeichnete Werkvertrag mit U._____ AG über eine Bau-

summe Fr. 70'000.– war für den Zeitraum 15. April bis 7. Mai 2019 terminiert 

und ist deshalb für die zukünftige Auftragslage nicht relevant (vgl. act. 5/14). 

Zu beachten ist aber das Grossprojekt in … [Ort 1] (5 Neubauten mit 116 

Wohnungen) mit Bauphase September 2019 bis 31. Dezember 2021 und ei-

nem Werkpreis von Fr. 25'500'000.–, obwohl der Vertrag noch nicht unter-

zeichnet wurde (act. 5/15). Die Schuldnerin führte dazu aus, es liege noch 

keine unterzeichnete Vertragsversion vor, weil noch Formalitäten rund um 

die Baubewilligung zu bereinigen seien (act. 2 S. 6 Ziff. 14.6). Im Rahmen 

der Glaubhaftmachung genügen diese Ausführungen. In welchem Umfang 

die Schuldnerin 2019/2020 Aufträge von der V._____ AG erhält, ist unge-

wiss. Die eingereichte Bestätigung, wonach V._____ AG die Schuldnerin bei 

den Vergaben von Bauaufträgen berücksichtigen werde (act. 5/16), vermag 

der Schuldnerin zum Nachweis der Zahlungsfähigkeit nicht weiter zu helfen.  

Aus den Erfolgsrechnungen 2017 und 2018 ergibt sich, wie wenig aussage-

kräftig die Umsatzzahlen für den effektiven Geschäftsgewinn sind. So führte 

2018 ein Jahresertrag von 3'323'139.71 lediglich zu einem Gewinn von 

Fr. 5'160.48 und der Jahresertrag 2017 von 5'491'898.52 zu einem Verlust 

von Fr. 82'204.88 (act. 5/9). Aus den Umsatzzahlen lässt sich demnach nicht 

zwangsläufig auf ein gutes Geschäftsjahr schliessen, vielmehr hängt ein 

Gewinn bei relativ konstantem Personal- und übrigem Betreibsaufwand da-

von ab, wieviel Wareneinkäufe (2017 drei Mal mehr als 2018) getätigt und in 

welchem Umfang Fremdarbeiten (2018 2 ¼ Mal mehr als 2017) in Auftrag 

gegeben werden müssen. Die zugesicherten Aufträge für die nächsten Mo-

nate im Umfang von Fr. 3'146'000.– und das Bauprojekt in … [Ort 1] lassen 

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hoffen, dass die Schuldnerin ihre finanzielle Krise in absehbarer Zeit über-

winden wird. Mit auch nur einem grösseren Teil der erwarteten Aufträge und 

den Debitorenausständen sollte es ihr möglich sein ihren laufenden Verbind-

lichkeiten nachzukommen und die offenen Betreibungsschulden innert der 

nächsten 1 ½ Jahre abzutragen. Ein Indiz für die wirtschaftliche Überlebens-

fähigkeit ist auch die Bestätigung des Konkursamtes Dietikon, dass der 

Schuldnerin die Weiterführung des Betriebes gewährleistet wurde, bevor das 

Obergericht der Beschwerde einstweilen aufschiebende Wirkung zuerkannte 

(act. 5/18, act. 9).  

 Die Schuldnerin bemüht sich, ihre Schulden in den Griff zu bekommen. Die 

Firma ist seit 26. März 2013 im Handelsregister eingetragen (act. 6) und bis-

lang wurde noch nie ein Konkurs über sie eröffnet.  

5. Gestützt auf obige Erwägungen hat die Schuldnerin ihre Zahlungsfähigkeit 

im Sinne von Art. 174 Abs. 2 SchKG somit zum heutigen Zeitpunkt gerade 

noch hinreichend glaubhaft gemacht. Die Schuldnerin wird ihre Schulden 

gegenüber jenen Gläubigern, deren Betreibungsforderung sich im Stadium 

der Konkurseröffnung befindet (vgl. act. 5/2), sofort zu begleichen haben, 

ansonsten sie eine weitere Konkurseröffnung riskiert. Zudem ist die Schuld-

nerin darauf hinzuweisen, dass das Gericht bei erneuter Konkurseröffnung 

einen strengeren Massstab anlegen würde.  

6. Damit erweist sich der Beschwerde als begründet und ist gutzuheissen.  

7. Die Schuldnerin beantragte, das Konkursamt Dietikon sei anzuweisen, den 

hinterlegten Schuldbetrag (Teilbetrag) von CHF 30'000 betreffend die vorlie-

gende Konkursforderung abzurechnen und an die Beschwerdegegnerin 

auszubezahlen (act. 2 S. 2). Diesbezüglich ist zu bemerken, dass die Teil-

zahlung an das Betreibungsamt Dietikon erfolgte und beim Konkursamt kei-

ne Fr. 30'000.– für die Konkursforderung hinterlegt wurden. Das Betrei-

bungsamt erstellte eine Abrechnung über die Teilzahlung und lieferte den 

Betrag, so steht es in der Abrechnung, der Gläubigerin ab (act. 5/6). Bezüg-

lich der Teilzahlung sind somit keine weiteren Anweisungen zu treffen. 

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8. Die Kosten beider Instanzen hat die Schuldnerin zu tragen. 

Es wird erkannt: 

1. In Gutheissung der Beschwerde wird das Urteil des Einzelgerichtes im 

summarischen Verfahren des Bezirksgerichtes Dietikon vom 25. Juni 2019, 

mit dem über die Schuldnerin der Konkurs eröffnet wurde, aufgehoben. Das 

Konkursbegehren wird abgewiesen. 

2. Die zweitinstanzliche Spruchgebühr wird auf Fr. 750.00 festgesetzt, der 

Schuldnerin auferlegt und mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss ver-

rechnet. Die von der Gläubigerin bezogene erstinstanzliche Spruchgebühr 

von Fr. 400.00 wird bestätigt und der Schuldnerin auferlegt. 

3. Das Konkursamt Dietikon wird angewiesen, von dem bei ihm einbezahlten 

Totalbetrag von Fr. 2'400.00 (Fr. 1'000.00 Zahlung der Schuldnerin sowie 

Fr. 1'400.00 Rest des von der Gläubigerin dem Konkursgericht geleisteten 

Barvorschusses) der Gläubigerin Fr. 1'800.00 und der Schuldnerin einen 

nach Abzug seiner Kosten allfällig verbleibenden Restbetrag auszuzahlen. 

4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beschwerdegegnerin unter 

Beilage von act. 2, sowie an das Einzelgericht im summarischen Verfahren 

des Bezirksgerichtes Dietikon (unter Rücksendung der erstinstanzlichen Ak-

ten) und das Konkursamt Dietikon, ferner mit besonderer Anzeige an das 

Handelsregisteramt des Kantons Zürich und an das Betreibungsamt Dieti-

kon, je gegen Empfangsschein. 

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5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).  

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um einen Entscheid des Konkurs- oder Nachlassrichters oder der 
Konkurs- oder Nachlassrichterin im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. d BGG. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. I. Vourtsis-Müller 
 
versandt am: 
2. August 2019 
 
 

	Urteil vom 2. August 2019
	Es wird erkannt:
	1. In Gutheissung der Beschwerde wird das Urteil des Einzelgerichtes im summarischen Verfahren des Bezirksgerichtes Dietikon vom 25. Juni 2019, mit dem über die Schuldnerin der Konkurs eröffnet wurde, aufgehoben. Das Konkursbegehren wird abgewiesen.
	2. Die zweitinstanzliche Spruchgebühr wird auf Fr. 750.00 festgesetzt, der Schuldnerin auferlegt und mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. Die von der Gläubigerin bezogene erstinstanzliche Spruchgebühr von Fr. 400.00 wird bestätigt u...
	3. Das Konkursamt Dietikon wird angewiesen, von dem bei ihm einbezahlten Totalbetrag von Fr. 2'400.00 (Fr. 1'000.00 Zahlung der Schuldnerin sowie Fr. 1'400.00 Rest des von der Gläubigerin dem Konkursgericht geleisteten Barvorschusses) der Gläubigerin ...
	4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beschwerdegegnerin unter Beilage von act. 2, sowie an das Einzelgericht im summarischen Verfahren des Bezirksgerichtes Dietikon (unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten) und das Konkursamt Dieti...
	5.  Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. ...