# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c6b947cd-c991-5b4e-9226-2b04ce41fe12
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-03-07
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 07.03.2025 D-773/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-773-2025_2025-03-07.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-773/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  7 .  M ä r z  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Thomas Segessenmann, 

mit Zustimmung von Richter David R. Wenger;   

Gerichtsschreiber Nikola Nastovski. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

und ihre Kinder, 

B._______, geboren am (…), 

C._______, geboren am (…), 

D._______, geboren am (…), 

alle Äquatorialguinea,  

(…), 

Beschwerdeführende, 

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 30. Dezember 2024. 

 

 

D-773/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Die Beschwerdeführenden ersuchten am 20. September 2022 in der 

Schweiz um Asyl nach. 

A.b Am 24. Oktober 2022 fand ein Dublin-Gespräch mit der Beschwerde-

führerin statt und am 17. April 2024 wurde sie zu ihren Asylgründen 

angehört. 

Dabei gab die Beschwerdeführerin im Wesentlichen an, sie sei in Bata, 

Äquatorialguinea geboren worden und habe fast ihr gesamtes Leben dort 

verbracht. Nachdem sie ihre Heimat im Dezember 2021 verlassen habe, 

sei sie zunächst nach E._______ gereist, habe anschliessend ein Flug-

zeug nach F._______ genommen und sei von dort mit dem Schiff nach 

G._______ gelangt. Nach einem mehrmonatigen Aufenthalt in H._______ 

sei sie in die Schweiz gekommen, während der Vater ihrer zwei jüngeren 

Kinder in G._______ bei seiner anderen Familie geblieben sei. 

Sie sei in ihrem Heimatland mit, dem Gläubiger ihrer Eltern, hätte verhei-

ratet werden sollen. Sie habe jedoch kein Interesse an ihm gehabt und 

stattdessen Beziehungen zu anderen Männern unterhalten: Zum einen mit 

ihrer Jugendliebe, dem Vater ihres ältesten Kindes, zum anderen mit dem 

Vater ihrer beiden jüngeren Kinder. I._______ sei allerdings ein sehr ein-

flussreicher Mann und habe immer wieder Druck auf sie und ihre Familie 

ausgeübt. So habe er beispielsweise ihrem Vater mit Gefängnis gedroht 

und dafür gesorgt, dass ihre Mutter ihre Arbeit verloren habe. Als ihr Part-

ner eines Tages – vermutlich von Männern I._______ – spitalreif geschla-

gen worden sei, habe sie gemeinsam mit ihrem Partner das Land verlas-

sen. Darüber hinaus vermute sie, dass ihre Mutter an einer im Spital ver-

abreichten Spritze gestorben sei und dass I._______ daran beteiligt gewe-

sen sei (vgl. SEM-Akte 34/17 F 79 ff.). 

A.c Am 24. April 2024 erfolgte die Zuteilung in das erweiterte Verfahren.  

B.  

Mit Verfügung vom 30. Dezember 2024 2024 – eröffnet am 6. Januar 

2024 – stellte die Vorinstanz fest, die Beschwerdeführenden erfüllten die 

Flüchtlingseigenschaft nicht, lehnte ihre Asylgesuche ab, verfügte die Weg-

weisung und ordnete den Vollzug an. Ferner wurden ihnen die editions-

pflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis ausgehändigt. 

D-773/2025 

Seite 3 

C.  

C.a Dagegen erhoben die Beschwerdeführenden mit Eingabe vom 5. Feb-

ruar 2025 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht und beantragten, 

die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei ihnen in der 

Schweiz Asyl zu gewähren. Eventualiter sei die Unzumutbarkeit der Weg-

weisung (recte: des Wegweisungsvollzugs) festzustellen und ihnen die vor-

läufige Aufnahme zu gewähren. Subeventualiter sei die Sache zur Neube-

urteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.  

In prozessualer Hinsicht ersuchten sie um die Gewährung der unentgeltli-

chen Rechtspflege, inklusive Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvor-

schusses, und um die Beiordnung eines amtlichen Rechtsbeistands. 

Der Beschwerdeschrift war eine Fürsorgeabhängigkeitsbestätigung vom 

21. Januar 2025 beigefügt. 

C.b Mit Zwischenverfügung vom 11. Februar 2025 wies der Instruktions-

richter die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung 

und um Beiordnung eines amtlichen Rechtsbeistands ab und forderte die 

Beschwerdeführenden auf, innert angesetzter Frist einen Kostenvorschuss 

in Höhe von Fr. 750.– zu entrichten. 

C.c Die Beschwerdeführenden leisteten fristgerecht am 21. Februar 2025 

einen Kostenvorschuss in Höhe von Fr. 752.35. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls – in der Regel und auch vorliegend – end-

gültig (Art. 105 AsylG [SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

1.2 Die Beschwerde ist frist- sowie formgerecht eingereicht worden und die 

Beschwerdeführenden sind zur Beschwerde legitimiert (vgl. Art. 108 Abs. 2 

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Seite 4 

AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Beschwerde ist 

daher einzutreten. 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-

hend aufgezeigt wird, handelt es sich um ein solches Rechtsmittel, weshalb 

das Urteil nur summarisch zu begründen ist und auf die Durchführung ei-

nes Schriftenwechsels verzichtet wurde (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG). 

4.  

Mit Subeventualantrag beantragten die Beschwerdeführenden eine Rück-

weisung der Angelegenheit an die Vorinstanz zur Neubeurteilung (vgl. Be-

schwerdeschrift, Dispoziffer 3). 

Inwiefern Anlass zur Rückweisung und Neubeurteilung besteht, wurde in 

der Beschwerdeschrift nicht begründet. Auch aus den Akten sind keine 

Gründe für eine Rückweisung an die Vorinstanz ersichtlich. Eine Kassation 

fällt deshalb ausser Betracht und der Subeventualantrag ist folglich abzu-

weisen. 

5.  

5.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken; den frauenspezifischen 

Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

5.2 Nach Lehre und Rechtsprechung erfüllt eine asylsuchende Person die 

Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG, wenn sie Nachteile von 

bestimmter Intensität erlitten hat beziehungsweise solche mit beachtlicher 

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Seite 5 

Wahrscheinlichkeit und in absehbarer Zukunft befürchten muss, sofern ihr 

die Nachteile gezielt und aufgrund bestimmter, in Art. 3 Abs. 1 AsylG auf-

gezählter Verfolgungsmotive zugefügt worden sind oder zugefügt zu wer-

den drohen. Die Furcht vor künftiger Verfolgung umfasst allgemein ein auf 

tatsächlichen Gegebenheiten beruhendes objektives Element einerseits 

sowie die persönliche Furchtempfindung der betroffenen Person als sub-

jektives Element andererseits (vgl. BVGE 2013/11 E. 5.1; 2011/50 E. 3.1.1; 

2011/51 E. 6; 2008/4 E. 5.2, je m.w.H.). Es müssen hinreichende Anhalts-

punkte für eine konkrete Bedrohung vorhanden sein, die bei jedem Men-

schen in vergleichbarer Lage Furcht vor Verfolgung und damit den Ent-

schluss zur Flucht hervorrufen würden. 

6.  

6.1 Die Vorinstanz kam in der angefochtenen Verfügung zum Schluss, die 

Vorbringen der Beschwerdeführenden genügten den Anforderungen an die 

Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG nicht und begründete dies im 

Wesentlichen mit der fehlenden asylrechtlichen Relevanz der Vorbringen. 

Insbesondere lägen keine begründeten Hinweise dafür vor, dass der Be-

schwerdeführerin in der Heimat eine Zwangsverheiratung drohe. Spätes-

tens seit der Geburt des ersten Kindes der Beschwerdeführerin sei seitens 

I._______ kein Heiratswille mehr erkennbar; stattdessen wolle er nur noch 

sein Geld zurück. Ohnehin sei I._______ inzwischen verheiratet und habe 

eigene Kinder. Ausserdem sei der Beschwerdeführerin in der gesamten 

Zeit nie etwas zugestossen und sie habe über zwölf Jahre lang ein selbst-

bestimmtes Leben führen, sich weiterbilden und eine Familie gründen kön-

nen. Zudem beruhe die behauptete Beteiligung I._______ am Angriff auf 

den Partner der Beschwerdeführerin lediglich auf einer unbegründeten 

Vermutung.  

Zusammenfassend liege vorliegend offensichtlich keine objektiv begrün-

dete Furcht vor einer flüchtlingsrelevanten Verfolgung vor, weshalb darauf 

verzichtet werden könne, auf die vorhandenen Unglaubhaftigkeitselemente 

in den Vorbringen der Beschwerdeführerin einzugehen (vgl. Verfügung des 

SEM, S. 5 f.). 

6.2 In ihrem Rechtsmittel wiederholen die Beschwerdeführenden im We-

sentlichen die geltend gemachten Verfolgungsgründe und bringen vor, die 

Beschwerdeführerin habe sich ständig dem Druck I._______ entziehen 

und dafür kämpfen müssen, nicht schon mit 17 Jahren verheiratet zu wer-

den. Sie habe es geschafft, die Heirat durch Vertröstungen hinauszuschie-

ben. Dennoch habe der Druck nicht nachgelassen und I._______ habe 

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unter anderem die (…) ihres Vaters zerstört, ihre Mutter schikaniert und 

ihren Partner angegriffen. Er habe sogar seine Drohung wahrgemacht und 

den Vater der Beschwerdeführerin ins Gefängnis gebracht. Sie habe sich 

zwar an die Polizei gewandt, jedoch ohne Erfolg. 

Die Beschwerdeführerin führte aus, I._______ habe auch nach all diesen 

Jahren ein enormes Interesse an ihr. Im Falle einer Rückkehr nach Äqua-

torialguinea würde sie umgehend von ihm gefunden, bedrängt und bedroht 

werden (vgl. Beschwerdeschrift, S. 3 ff.).  

7.  

Nach Durchsicht der Akten kommt das Bundesverwaltungsgericht zum 

Schluss, dass die Vorinstanz die Asylgesuche des Beschwerdeführers zu 

Recht abgelehnt hat. Die Entgegnungen in der Beschwerdeschrift vom 

5. Februar 2025 vermögen zu keiner anderen Betrachtungsweise zu füh-

ren. Vorab kann auf die zutreffenden Erwägungen des SEM verwiesen wer-

den. Ergänzend ist Folgendes festzuhalten: 

Die geltend gemachte Gefahr einer Zwangsverheiratung hat die Beschwer-

deführerin selbst ausgeräumt, indem sie im Rahmen ihrer Anhörung vom 

17. April 2024 erklärte, I._______ habe sie seit der ersten Schwanger-

schaft nicht mehr heiraten wollen. Er habe ihre Familie zwar weiterhin be-

droht, aber nur noch wegen der Schulden, die ihr Vater bei ihm habe (vgl. 

SEM-Akte 34/17 F 95 ff., F 100 und F 115 ff.). Ihre Behauptung in der Be-

schwerdeschrift, wonach I._______ auch nach all diesen Jahren ein enor-

mes Interesse an ihr habe, ist unsubstanziiert und unbewiesen geblieben 

(vgl. Beschwerdeschrift, S. 4). Von einer drohenden Zwangsverheiratung 

der Beschwerdeführerin mit I._______ kann daher nicht ausgegangen wer-

den. 

Zudem dürften die von ihr beschriebenen Schikanen durch I._______ – 

trotz ihres unbestrittenermassen lästigen Charakters – nicht die für die An-

nahme einer relevanten Drucksituation erforderliche Intensität aufweisen, 

zumal sich die Behelligungen offenbar auf Beschimpfungen bei zufälligen 

Begegnungen auf der Strasse beschränkten (vgl. SEM-Akte 34/17 F 105). 

Zudem war es der Beschwerdeführerin trotz der geltend gemachten Dro-

hungen möglich, über mehrere Jahre hinweg zu studieren, Beziehungen 

zu führen und Kinder aufzuziehen, was ebenfalls gegen ihre Darstellung 

eines unerträglichen Unterdrucksetzens durch I._______ spricht. Schliess-

lich beruht die angebliche Druckausübung ohnehin auf wirtschaftlichen In-

teressen und nicht auf einem Motiv nach Art. 3 AsylG.  

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Seite 7 

Die Kinder der Beschwerdeführerin haben keine eigenen Asylgründe gel-

tend gemacht. 

Nach dem Gesagten hat das SEM die Flüchtlingseigenschaft der Be-

schwerdeführenden zu Recht verneint und ihre Asylgesuche abgelehnt. 

8.  

8.1 Lehnt das SEM das Asylgesuch ab, so verfügt es in der Regel die Weg-

weisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt da-

bei den Grundsatz der Einheit der Familie (Art. 44 AsylG). 

8.2 Die Beschwerdeführenden verfügen insbesondere weder über eine 

ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf 

Erteilung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach ebenfalls zu 

Recht angeordnet (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.). 

9.  

9.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). 

Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss 

Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei 

der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen, 

wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft 

zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

9.2  

9.2.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den 

Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 

AIG). 

9.2.2 Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend da-

rauf hin, dass das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulement nur 

Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es den 

Beschwerdeführenden nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Ge-

fährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der in Art. 5 

AsylG verankerte Grundsatz der Nichtrückschiebung im vorliegenden Ver-

fahren keine Anwendung finden. Eine Rückkehr der Beschwerdeführenden 

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Seite 8 

in den Heimatstaat ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG recht-

mässig. 

9.2.3 Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen der Beschwerde-

führenden noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass sie für den Fall 

einer Ausschaffung in den Heimatstaat dort mit beachtlicher Wahrschein-

lichkeit einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Be-

handlung ausgesetzt wären. Auch die allgemeine Menschenrechtssituation 

im Heimatstaat lässt den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt 

nicht als unzulässig erscheinen (vgl. Urteil des BVGer E-3293/2021 vom 

12. August 2021 E. 8.2.3).  

9.2.4 Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im 

Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig. 

9.3  

9.3.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-

grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-

dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung 

festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläufige 

Aufnahme zu gewähren. 

9.3.2 Im Staatsgebiet Äquatorialguineas herrscht derzeit keine Situation 

von Krieg, Bürgerkrieg oder allgemeiner Gewalt. Es sind auch in individu-

eller Hinsicht keine Gründe ersichtlich, die gegen die Zumutbarkeit des 

Wegweisungsvollzugs der Beschwerdeführenden sprechen würden. Bei 

der Beschwerdeführerin handelt es sich um eine junge, gesunde und voll 

arbeitsfähige Frau mit Berufserfahrung als (…) und überdurchschnittlicher 

Schulbildung, die in der Lage sein dürfte, in ihrer Heimat für sich und ihre 

Kinder zu sorgen (vgl. SEM-Akte 34/17 F23 ff. und F 96). Sie verfügt auch 

nach dem Tod ihrer Mutter über Freunde und Verwandte in der Heimat 

– eine Tante, bei der sie mehrere Jahre gelebt hat, eine Schwester und 

einen Bruder – an die sie sich wenden könnte, falls sie und ihre Kinder 

Unterstützung bei der Reintegration benötigen würden (vgl. ebenda, 

F 16 ff., F 59, F 71 und F 80). Darüber hinaus besteht zum in G._______ 

lebenden Vater der beiden jüngeren Kinder ein regelmässiger Kontakt und 

es darf von dessen Unterstützung ausgegangen werden (vgl. ebenda, 

F 39 ff.). Entsprechend ist nicht davon auszugehen, dass die Beschwerde-

führenden bei einer Rückkehr in eine existenzielle Notlage geraten würden.  

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Aus der Sicht des Kindeswohls fällt auf, dass das älteste Kind bereits seit 

über zwei Jahren im schweizerischen Schulsystem eingegliedert ist und 

diese Zeit durchaus prägend sein kann. Dennoch kann noch nicht von einer 

Situation gesprochen werden, die eine Wiedereingliederung im Herkunfts-

land übermässig erschweren würde. Ohnehin gilt es im Rahmen einer Ge-

samtwürdigung zu berücksichtigen, dass die Beschwerdeführerin nach wie 

vor die Hauptbezugsperson der Kinder ist. Zudem werden auch sie im Hei-

matland auf ein Beziehungsnetz in Form der bereits erwähnten Familien-

angehörigen sowie weiterer Verwandter treffen und insbesondere das äl-

teste Kind wird eher in der Lage sein, den Kontakt zu seinem dort lebenden 

Vater weiterhin aufrechtzuerhalten und zu pflegen (vgl. ebenda, F 77). Bei 

den beiden jüngeren Kindern ist angesichts ihres noch sehr jungen Alters 

nicht von einer vollzugsrelevante Verwurzelung in der Schweiz auszuge-

hen, die eine Wegweisung unzumutbar erscheinen liesse.  

9.3.3 Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung auch 

als zumutbar. 

9.4 Schliesslich obliegt es den Beschwerdeführenden, sich bei der zustän-

digen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen 

Reisedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch 

BVGE 2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als mög-

lich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AIG). 

9.5 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

10.  

10.1 Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfü-

gung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig 

sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und – soweit diesbezüg-

lich überprüfbar – angemessen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

10.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt 

Fr. 750.– festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]). Der in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss 

wird für das Begleichen der Kosten verwendet. 

  

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Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden den Beschwerdeführenden 

auferlegt. Dieser Betrag wird dem Kostenvorschuss entnommen. Der Rest-

betrag von Fr. 2.35 wird zurückerstattet. 

3.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das SEM und die kanto-

nale Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Thomas Segessenmann Nikola Nastovski 

 

 

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