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**Case Identifier:** 0677ad7d-b647-55f9-9b92-a019d87ec41e
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-11-24
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 24.11.2016 B 2015/5
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2015-5_2016-11-24.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2015/5

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 24.11.2016

Entscheiddatum: 24.11.2016

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St.Galler Gerichte

Entscheid Verwaltungsgericht, 24.11.2016
Baurecht. Neubau EFH mit Pferdeboxen. Art. 22 Abs. 1 lit. a RPG (SR 700.1). 
Art. 11 Abs. 1 BauG (sGS 731.1). Art. 11 Abs. 2 13 Abs. 2 USG (SR 814.01). Art. 
3 Abs. 2 lit. a und Anhang 2 Ziff. 512 LRV (SR 814.318.142.1). Art. 684 
ZGB. Das Verwaltungsgericht hielt unter anderem fest, aus Ziff. 512 Anhang 
2 Satz 1 LRV („Bei der Errichtung von Anlagen müssen die nach den 
anerkannten Regeln der Tierhaltung erforderlichen Mindestabstände zu 
bewohnten Zonen eingehalten werden“) lasse sich nicht ableiten, dass die 
Abstände zur Parzellengrenze einzuhalten seien, zumal sich auch die 
geplante Pferdehaltung selbst in der bewohnten Zone befinde. Die 
Feststellung im angefochtenen Entscheid, dass der Abstand von den 
Pferdeboxen bis zur nächstgelegenen Fassade bewohnter Gebäude 
gemessen werde, sei nicht zu beanstanden. Das Verwaltungsgericht kam 
jedoch zum Schluss, dass die im konkreten Fall durch die 
Beschwerdebeteiligte vorgenommene Abstandsbeurteilung in lediglich 
pauschaler Weise begründet worden sei. Die zuständige Gemeindebehörde 
habe, allenfalls durch Beizug einer Fachperson, unter Würdigung der 
konkret gegebenen Verhältnisse zu prüfen, welcher Abstand in Nachachtung 
des Vorsorgeprinzips einzuhalten sei. Die im konkreten voraussichtlich 
anfallende Geruchsbelastung und die Frage, welcher Abstand zur 
Vermeidung einer übermässigen Geruchsbelastung notwendig sei, sei nicht 
unter Berücksichtigung aller in Betracht kommender Aspekte geprüft 
worden. Vorinstanz und Beschwerdebeteiligte hätten somit ihre 
Schlussfolgerung, wonach dem Bauvorhaben keine öffentlich-rechtlichen 
Vorschriften entgegenstehen würden und die Haltung von Haustieren (unter 
Einschluss von Pferden) unter Einhaltung des Mindestabstands von 10 m 
nicht zu beanstanden sei, nicht zureichend zu begründen vermocht. Das 
Verwaltungsgericht erachtete diesbezüglich weitere Abklärungen als nötig 
und hob den angefochtenen Entscheid auf (Verwaltungsgericht, B 
2015/5). Entscheid vom 24. November 2016

Besetzung

 

Präsident Eugster; Verwaltungsrichter Linder, Heer, Bietenharder, Zindel; 

Gerichtsschreiber Schmid

 

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Verfahrensbeteiligte

A.A.,

B.B. und C.B.,

D.D. und E.D.,

F.F.,

G.G. und H.G.,

I.I. und K.I.,

L.L.,

 

Beschwerdeführer,

alle vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Christoph Bürgi, Blumenbergplatz 1, 9000 St. 

Gallen,

gegen

Baudepartement des Kantons St. Gallen, Lämmlisbrunnenstrasse 54, 9001 St. 

Gallen,

Vorinstanz,

M.M.,

 

Beschwerdegegner,

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vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Liliane Kobler, Museumstrasse 35, 9004 St. 

Gallen

Politische Gemeinde X., Gemeinderat,

Beschwerdebeteiligte,  

Gegenstand

Neubau Einfamilienhaus mit Carport und Pferdeboxen

 

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A.

a. M.M. und N.M. waren Miteigentümer des in der Wohnzone W2 liegenden 

Grundstücks Nr. 0000, Grundbuch X., an der S.-Strasse 01 in Y. Nördlich des 

Grundstücks, welches mit einem Wohnhaus überbaut ist, grenzt eine Wohn-

Gewerbezone WG2 an. Mit Baugesuch vom Dezember 2012 beantragte M.M. die 

Baubewilligung für den Neubau eines Einfamilienhauses (EFH) mit Carport und 

Pferdeboxen. Das EFH mit Erd- und Obergeschoss soll an die südöstliche Fassade des 

bestehenden Wohnhauses angebaut werden. Im Erdgeschoss auf der südwestlichen 

Seite des Wohnhauses sollen drei Pferdeboxen (je 14 m  Grundfläche) mit Auslauf (je 

26 m  Grundfläche) erstellt werden. Der anfallende Mist soll gemäss Projekt in einem 

geschlossenen Anhänger auf dem Vorplatz gesammelt werden (act. G 11 I/2 Beilage). 

Dagegen erhoben die Anwohner A.A., B.B. und C.B., D.D. und E.D., F.F., G.G. und 

H.G., I.I. und K.I. sowie L.L. Einsprache (act. G 11 I/3).

b. Der Gemeinderat X. erteilte mit Beschluss vom 26. August 2013 die Baubewilligung 

unter Auflagen und wies die öffentlich-rechtlichen Einsprachen ab. Er beurteilte die 

Pferdehaltung in der Wohnzone als zulässig und bejahte die Zonenkonformität des 

Pferdestalls. Als Auflage verfügte er die Erstellung einer geschlossenen Mistmulde. 

Sodann wurde der Mindestabstand für Zäune eines allfälligen Auslaufs von der 

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Grundstücksgrenze auf 4.79 m festgelegt und die Futter- und Materiallieferungen auf 

einmal pro Woche beschränkt. Im Weiteren wurde die Pflicht verfügt, den Pferdemist 

regelmässig einzusammeln und die Pferde sowie Stallungen sauber zu halten. Für den 

Stall seien Materialien und Farben zu wählen, die helfen würden, Fliegen und Insekten 

zu vermeiden. In den Boxen und auf dem Paddock seien für den Boden 

lärmdämpfende Materialien zu verwenden. Die privatrechtliche Einsprache betreffend 

Wertverminderung des Grundstücks verwies der Gemeinderat auf den Zivilrechtsweg. 

Privatrechtliche Einsprachen nach Art. 684 des Zivilgesetzbuches (ZGB; SR 210) wies 

er ab (act. G 11 I/3 Beilagen). Den hiergegen von den Anwohnern (Einsprechern) 

erhobenen Rekurs in öffentlich-rechtlicher Hinsicht (act. G 11 II/1) wies das 

Baudepartement, nachdem es am 16. April 2014 in Anwesenheit der Beteiligten einen 

Augenschein durchgeführt hatte, ab, soweit es darauf eintrat. Den Rekurs in 

privatrechtlicher Hinsicht wies es ebenfalls ab, soweit es darauf eintrat (act. G 11 II/19).

 

B.

a. Gegen diesen Rekursentscheid erhoben die nunmehr durch Rechtsanwalt Dr. 

Christoph Bürgi, St. Gallen, vertretenen Anwohner am 14. Januar 2015 Beschwerde mit 

den Anträgen, der Entscheid sei aufzuheben und das Baugesuch sei abzuweisen (Ziff. 

1 und 2), unter Kosten- und Entschädigungsfolge (act. G 1). In der 

Beschwerdebegründung vom 19. Februar 2015 stellte der Rechtsvertreter zusätzlich 

die Anträge, dem Beschwerdegegner sei gestützt auf Art. 684 ZGB richterlich zu 

untersagen, den geplanten Neubau mit drei Pferdeboxen und Carport zu erstellen (Ziff. 

3) und es sei ihm die Ungehorsamsstrafe nach Art. 292 StGB für jedwelche 

Zuwiderhandlung gegen das Verbot gemäss Ziff. 3 anzudrohen (Ziff. 4). Eventuell sei 

das Verfahren betreffend die Beurteilung von Ansprüchen aus Art. 684 ZGB zur 

korrekten Durchführung an die Bewilligungsbehörde zurückzuweisen (Ziff. 5; act. G 7).

b. In ihrer Vernehmlassung vom 13. März 2015 beantragte die Vorinstanz Abweisung 

der Beschwerde. Zur Begründung verwies sie auf die Ausführungen im angefochtenen 

Entscheid. Zusätzlich äusserte sie sich zu Vorbringen in der Beschwerde (act. G 10). 

Die Beschwerdebeteiligte verzichtete auf eine Stellungnahme und verwies auf die 

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Baubewiligung und die Einspracheentscheide vom 26. August 2013 sowie ihre 

Rekursvernehmlassung (act. G 13). Der Beschwerdegegner verzichtete auf eine 

Vernehmlassung (act. G 14).

c. Mit Replik vom 19. Juni 2015 bestätigte der Rechtsvertreter der Beschwerdeführer 

seinen Standpunkt (act. G 19).

d. Mit Schreiben vom 20. Juli 2016 wiesen die Beschwerdeführer darauf hin, dass das 

Baugrundstück Nr. 0000 aufgeteilt und das auf dieser Parzelle stehende EFH 

veräussert worden sei (act. G 23/4, 23/5). Mangels einer Erklärung der neuen 

Eigentümerin bezüglich des Baugesuchs sei davon auszugehen, dass daran nicht 

festgehalten werde. Dementsprechend sei das Beschwerdeverfahren unter Kosten- 

und Entschädigungsfolge zulasten des Beschwerdegegners abzuschreiben. Sodann 

habe die Beschwerdebeteiligte ein neues Baureglement erlassen. Der geplante Anbau 

an das bestehende EFH überschreite die neu zulässige Gebäudelänge. Im Weiteren 

gehöre der geplante Pferdestall in die gemäss Baureglement neu ausgeschiedenen 

Intensiverholungszonen (act. G 22). Hierzu nahmen die Beschwerdebeteiligte (Eingabe 

vom 11. August 2016; act. G 27) und der nunmehr durch Rechtsanwältin lic. iur. Liliane 

Kobler, St. Gallen, vertretene Beschwerdegegner (Eingabe vom 15. September 2016; 

act. G 28) Stellung.

e. Auf die Darlegungen der Verfahrensbeteiligten in den Eingaben dieses Verfahrens 

wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den nachstehenden Erwägungen 

eingegangen.

 

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1.  

1.1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1 

des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP). Die 

Beschwerdeführer sind Eigentümer einer Liegenschaft in der Nachbarschaft des 

geplanten Projekts; sie nahmen auch am vorinstanzlichen Verfahren teil. Sie sind zur 

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Ergreifung des Rechtsmittels befugt (Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die 

Eingabe ihres Rechtsvertreters vom 14. Januar 2015 (act. G 1) erfolgte rechtzeitig und 

erfüllt zusammen mit der Beschwerdeergänzung vom 19. Februar 2015 (act. G 7) die 

formellen Voraussetzungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 

und 2 VRP). Auf die Beschwerde ist grundsätzlich einzutreten. Nicht einzutreten ist auf 

die Rechtsbegehren Ziff. 3 und 4 (act. G 7) betreffend Anordnung eines richterlichen 

Bauverbots und Androhung einer Ungehorsamsstrafe, da es diesbezüglich an einer 

Begründung fehlt.

1.2. Im Verlauf dieses Verfahrens erfolgte eine Abparzellierung des Grundstücks Nr. 

0000 mit Veräusserung des abparzellierten Teils einschliesslich EFH durch den 

Beschwerdegegner an seine Tochter (vgl. act. G 23/4, G 28). Die Erwerberin ist mit 

dem Baugesuch, wie es mit Beschluss der Beschwerdebeteiligten vom 26. August 

2013 bewilligt worden war, einverstanden (act. G 29). Die Teilveräusserung des 

Grundstücks, welche keine Singularsukzession zur Folge hat (vgl. VerwGE B 2013/42 

vom 16. September 2014, E. 2; www.gerichte.sg.ch), bewirkt somit als solche - 

entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer (act. G 22 S. 1 unten) - keine 

Hinfälligkeit des Baugesuchs in der vom Beschwerdegegner eingereichten Form. 

Nachdem es an einer Erklärung der Erwerberin des Grundstücksteils fehlt, in das 

Beschwerdeverfahren eintreten zu wollen, bleibt die Zusammensetzung der 

Verfahrensbeteiligten unverändert.

1.3. Die von der Beschwerdebeteiligten erlassene, seit 18. August 2014 (Genehmigung 

Baudepartement) in Kraft stehende Fassung des Baureglements (act. G 23/7) kommt 

auf das im Jahr 2012 eingereichte Baugesuch nicht zur Anwendung (vgl. Art. 27 Abs. 2 

des geänderten Baureglements). Anwendbar ist vielmehr das am 26. Mai 1994 

genehmigte Baureglement in der am 12. Dezember 2012 (Datum des Baugesuchs) in 

Kraft stehenden Fassung. Dementsprechend ist nachstehend nicht weiter zu erörtern, 

ob der geplante Pferdestall in die im geänderten Reglement ausgeschiedene 

Intensiverholungszone gehört oder ob mit dem Baugesuch die auf 30 m reduzierte 

maximale Gebäudelänge eingehalten ist (vgl. act. G 22 S. 2). Offen bleiben kann auch, 

ob der am 20. Juli 2016 erfolgte Hinweis auf das neue Baureglement verspätet erfolgte 

bzw. ob er ein unzulässiges Novum darstellt (vgl. act. G 28 S. 4 f.). 

2.

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2.1. Nach Art. 22 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Raumplanung (SR 700, 

RPG) setzt die Erteilung einer Baubewilligung voraus, dass die Bauten und Anlagen 

dem Zweck der Nutzungszone entsprechen. Gemäss Art. 11 Abs. 1 des Gesetzes über 

die Raumplanung und das öffentliche Baurecht (sGS 731.1, BauG) umfassen 

Wohnzonen Gebiete, die sich für Wohnzwecke und nicht störende Gewerbebetriebe 

eignen. Dabei kommt es für die Beurteilung der Zulässigkeit einer Nutzung nicht darauf 

an, ob im konkreten Fall tatsächlich Immissionen verursacht werden, sondern, ob mit 

der betreffenden Nutzung typischerweise Belästigungen verbunden sind, die über das 

hinausgehen, was normalerweise mit dem Wohnen verbunden ist. Abzustellen ist 

mithin auf eine abstrakte Immissionsbeurteilung, auf durchschnittliche objektivierte 

Bedingungen. Tierhaltung gilt in der Wohnzone so lange als zonengerecht, als von den 

Tieren keine störenden Immissionen verursacht werden (VerwGE B 1999/39 vom 17. 

August 1999, E. 3c m.H.). Die zulässige Anzahl Pferde in der Wohnzone liegt 

realistischerweise bei etwa drei bis vier Pferden. Eine Immissionsbegrenzung sowie 

tierschutzrechtliche Anforderungen können mit geeigneten Bedingungen und Auflagen 

erreicht werden (ARE, Wegleitung „Pferd und Raumplanung“, Bern 2011, S. 19) Nach 

der Verwaltungspraxis wurden Pferdeboxen für die Haltung von maximal vier Pferden in 

der Wohnzone als zonenkonform erachtet (Baudepartement SG - Juristische 

Mitteilungen [JUMI] 2003 IV Nr. 36). Der Zweck der Wohnzone - die Gewährleistung 

ruhiger und gesunder Wohnverhältnisse - wird durch die Aussenhaltung von vier 

Pferden grundsätzlich nicht in Frage gestellt (GVP 2007 Nr. 118 E. 3.3).

2.2. Die Beschwerdeführer führen zur Frage der Zonenkonformität aus, entscheidend 

sei, dass es vorliegend nicht einfach um die Haltung von blossen Reitpferden gehe, 

sondern mit den Pferden Turniere bestritten würden. Damit seien zusätzliche 

Immissionen verbunden, die es nicht gestatten würden, von einem nichtstörenden 

Betrieb auszugehen. Die Parzelle Nr. 0000 liege mitten im Wohngebiet. Der nördliche 

Dorfrand von Y. liege rund 120 m vom Wohnhaus auf Grundstück Nr. 0000 entfernt, 

der südöstliche Dorfrand über 200 m. Die Pferdeboxen würden (anders als im 

Sachverhalt gemäss JUMI 2003 Nr. 36) nicht unterirdisch erstellt. Zudem herrsche im 

Rheintal oft Föhnlage mit starken Winden. Die Pferdehaltung inmitten einer Wohnzone 

stelle eine (unzulässige) Ausnahmesituation dar. Zu Unrecht habe die Vorinstanz den 

Umstand nicht berücksichtigt, dass Pferde nicht nur Exkremente und Urin produzieren 

würden, sondern von ihnen auch eine Allergiegefahr ausgehe, von welcher die Kinder 

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zweier Familien konkret betroffen seien. Dies stehe im Gegensatz zur Forderung, 

wonach Wohnzonen gesunde Wohnverhältnisse zu gewährleisten hätten (act. G 7 S. 

4-5).

2.3. Anlässlich des Rekursaugenscheins erklärte der Beschwerdegegner, die 

Pferdehaltung sei ein Hobby seines Sohnes, der gelegentlich (jährlich maximal 10-15) 

Turniere reite. Hierfür stünden ihm zwei Pferde zur Verfügung. Seine Frau erklärte, das 

wöchentliche Training finde aktuell an einem Wochentag von 18-19 Uhr statt. Sie selbst 

verfüge über ein Reitpferd (act. G 11 II/19 S. 2). Inwiefern eine Tierhaltung in dieser 

Form mit dem Zweck der Wohnzone nicht vereinbar sein sollte, führen die 

Beschwerdeführer nicht weiter aus. Der von den Beschwerdeführern angestellte 

Vergleich mit der Haltung von Bienen in der Wohnzone (act. G 7 S. 5 mit Hinweis auf 

JUMI 2002/II Nr. 14) erscheint insofern unpassend, als Pferde kein den Bienen 

vergleichbares, von Menschen zu einem erheblichen Teil nicht lenkbares Eigenleben 

führen. Was die ärztlich bescheinigte Tierhaarallergie (mittelgradige Reaktion auf 

Hunde-, Katzen- und Pferdehaare) von Kindern der Beschwerdeführer betrifft (act. G 11 

II/5 Beilage 6), ist festzuhalten, dass vorliegend durchschnittliche objektivierte 

Bedingungen zum Vergleich stehen. Massstab für die in einer Wohnzone erlaubten 

Nutzungen und die damit verbundenen Einwirkungen auf die Umgebung ist der 

durchschnittlich empfindliche Mensch (GVP 2007 Nr. 118 E. 3.3). Das individuelle 

Allergierisiko hat von daher in diesem Verfahren ausser Betracht zu bleiben. Die 

Vorinstanz bejahte im angefochtenen Entscheid gestützt auf die vorerwähnten 

Grundlagen die Zonenkonformität der vorgesehenen Pferdehaltung zu Recht, indem sie 

unter anderem festhielt, dass diese zwar mit gewissen Geruchs- und Lärmimmissionen 

verbunden sei, eine artgerechte Haltung mit einem sauberen und trockenen Stall sowie 

regelmässiger Bewegung der Pferde den Zweck der Wohnzone jedoch nicht in Frage 

stelle (act. G 2 S. 16 f.). Ein begründeter weiterer Anlass, aufgrund dessen die 

vorinstanzlichen Feststellungen zu beanstanden wären, lässt sich weder den Akten 

noch den Eingaben der Beschwerdeführer entnehmen. Hiervon ist nachstehend für die 

Klärung der Frage der umweltschutzrechtlichen Zulässigkeit der Immissionen 

auszugehen. Unter den geschilderten Umständen fehlt es auch an einem Grund, eine 

medizinische Expertise (act. G 7 S. 13) einzuholen.

3. 

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3.1. Gemäss Art. 11 Abs. 2 USG sind Emissionen unabhängig von der bestehenden 

Luftbelastung im Rahmen der Vorsorge so weit zu begrenzen, als dies technisch und 

betrieblich möglich und wirtschaftlich tragbar ist. Die geplanten Pferdeboxen stellen 

eine stationäre Anlage im Sinn von Art. 2 Abs. 1 Luftreinhalte-Verordnung vom 16. 

Dezember 1985 (LRV, SR 814.318.142.1) dar, deren Betrieb u.a. Geruchs-Emissionen 

erzeugt. Für letztere lassen sich keine (technisch messbaren) Grenzwerte angeben. 

Jedoch gelten für Tierhaltungsanlagen grundsätzlich die Anforderungen nach Art. 3 

Abs. 2 lit. a LRV und Anhang 2 Ziff. 512 LRV. Nach der letztgenannten Bestimmung 

gelten insbesondere die gemäss den Empfehlungen der Eidgenössischen 

Forschungsanstalt für Agrarwirtschaft und Landtechnik (FAT) berechneten 

Mindestabstände zu bewohnten Zonen. Für hobbymässige Pferdehaltung (in der 

Bauzone) lassen sich dem FAT-Bericht Nr. 476 von 1995 über Mindestabstände von 

Tierhaltungsanlagen (in Landwirtschaftszonen) keine konkreten Mindestabstände 

entnehmen. Der FAT-Bericht ist jedoch auch im Fall einer Hobbytierhaltung in der 

Bauzone in einer den konkreten Gegebenheiten angepassten Form zu beachten. Der 

FAT-Bericht befasst sich mit der vorsorglichen Emissionsbegrenzung, dient aber auch 

als Hilfsmittel zur Beurteilung, ob die Tierhaltungsanlage übermässige Immissionen 

verursacht (BGE 126 II 43 E. 4a; BGer 1A.85/2006 vom 26. Januar 2007, E. 3.1). Der 

Mindestabstand gemäss FAT-Bericht wird aufgrund verschiedener Kriterien ermittelt. 

Berücksichtigt werden unter anderem die Tierart, die Anzahl Tiere bzw. 

Grossvieheinheiten (GVE), die Aufenthaltsdauer der Tiere im Freien (Tag- und 

Nachtweide, FAT-Bericht, Tabelle 1, S. 3) und Einflüsse wie die Hofdüngerproduktion 

(Fest- oder Flüssigmist, FAT-Bericht, Tabelle 2, S. 4).

3.2. Im Amtsbericht vom 17. Februar 2014 des Amtes für Umwelt und Energie (AFU) 

wurde festgehalten, dass die politische Gemeinde die Vorschriften über die 

Luftreinhaltung bei Tierhaltungsbetrieben, ausgenommen bei Hofdüngeranlagen, 

vollziehe (Art. 25 Abs. 1 lit. c des Einführungsgesetzes zur Umweltschutzgesetzgebung, 

sGS 672.1; EG-USG). Bei der geplanten Pferdehaltung handle es sich um die Haltung 

einzelner Zug-, Reit- oder Liebhabertiere und nicht um eine Nutztierhaltung. 

Entsprechend liege keine Hofdüngeranlage vor. Der Gemeinderat sei deshalb 

zuständig, über die Lagerung des anfallenden Mists zu verfügen. Die 

Berechnungsgrundlage für Mindestabstände von Tierhaltungsbetrieben nach dem FAT-

Bericht Nr. 476 sei auf Tierhaltungen mit weniger als vier Geruchseinheiten 

http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=2&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=Tierhaltung+Zonenkonformit%E4t+Bauzone&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F126-II-43%3Ade&number_of_ranks=0#page43

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(Geruchsbelastung [GB]) nicht anwendbar. 4 GB würden erst mit einem Bestand von 

35-40 Pferden erreicht. Entsprechend liege es im Ermessen der Gemeinde, die 

Mindestabstände zu bestimmen (FAT-Bericht S. 6). Mit den verfügten Auflagen werde 

gewährleistet, dass das Bauvorhaben den Anforderungen der Umweltschutz- und 

Gewässerschutzgesetzgebung entspreche (act. G 11 II/16). Im Schreiben vom 21. Juni 

2014 nahm das AFU zu einer von den Beschwerdeführern eingereichten 

Fachbeurteilung von P.P., Q.-Beratung, vom 20. Mai 2014 (Beurteilung Q.; act. G 11 II/

24 /12) Stellung. Es führte aus, dass nach wie vor der FAT-Bericht (der Eidg. 

Forschungsanstalt für Agrarwirtschaft und Landtechnik, FAT) aus dem Jahr 1995 

massgebend sei, der einen Abstand von 10 m innerhalb derselben Zone gegenüber 

betroffenen Wohnbauten verlange. Der FAT-Vernehmlassungsentwurf vom März 2005 

werde aktuell nochmals überarbeitet. Die überarbeitete Fassung solle anschliessend 

als Vollzugshilfe Umweltschutz in der Landwirtschaft publiziert werden. Ob im 

vorliegenden Verfahren auf einen Entwurf aus dem Jahr 2005 abgestellt werden solle, 

sei fraglich (act. G 11 II/27).

3.3. Die Vorinstanz ging im angefochtenen Entscheid von einem Normabstand gemäss 

FAT-Bericht bei 4 GB (35-40 Tiere) von 20 m aus und erachtete mit Hinweis auf die 

auch in anderen Kantonen gängige Praxis im konkreten Fall die Einhaltung des halben 

Normabstands (10 m) vom Ort der Tierhaltung (Pferdebox) bis zum nächsten 

Wohnhaus als angemessen. Sie wies darauf hin, dass der Entwurf des FAT-Berichts 

Nr. 476 aufgrund der Opposition gegen eine geplante Verschärfung zurückgezogen 

worden sei und erneut überarbeitet werde. Es rechtfertige sich nicht, auf eine nicht 

verabschiedete Fassung abzustellen. Sie bestätigte die Feststellung der 

Beschwerdebeteiligten, dass von der Nordfassade des geplanten EFH mit drei 

Pferdeboxen bis zur nächsten Wohnhausfassade auf Grundstück Nr. 0002 (B.B. und 

C.B.) ein Abstand von 11.5 m eingehalten werde und die Pferdeboxen mit Auslauf nach 

Südwesten orientiert seien. Der Abstand von der südöstlichen Fassade bis zum 

nächsten Wohnhaus auf Grundstück Nr. 0003 (G.G. und H.G.) betrage 16.8 m. Der 

Abstand des Stalles bzw. des Auslaufs zum Wohnhaus auf Grundstück Nr. 0004 (I.I. 

und K.I.) betrage 13.4 bzw. 12.6 m. Die übrigen Wohnhäuser seien über 20 m entfernt. 

Die Mindestabstände seien daher mehr als eingehalten, weshalb nicht mit 

übermässigen Immissionen zu rechnen sei (act. G 2 S. 18-20). Im Weiteren sei das 

Interesse der Nachbarn betreffend Erhöhung des Mindestabstands gegen das 

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Interesse des Bauherrn, für eine zonenkonforme Nutzung eine Baubewilligung zu 

erhalten, abzuwägen (Art. 87 Abs. 1 BauG). Um eine massgebliche Reduktion der 

Immissionen zu erzielen, müssten die Abstände um etwa 4-5 m erhöht werden. Bei der 

gewählten Anordnung der Stallbaute würde dies bedeuten, dass an diesem Ort keine 

Stallbaute für die zonenkonforme Pferdehaltung mehr gebaut werden könnte. Eine 

Erhöhung der Mindestabstandsvorschriften würde damit auf durchschnittlich grossen 

Grundstücken faktisch zu einem Verbot einer zonenkonformen Nutzung führen. Dies 

lasse sich auch mit dem Vorsorgeprinzip nach USG nicht rechtfertigen, welches zwar 

Emissionen begrenzen, nicht aber bestimmte Nutzungen ausschliessen wolle (act. G 2 

S. 20 f. mit Hinweis auf BGE 126 II 300). Hinzu komme, dass gemäss FAT-Bericht erst 

ab 35 Pferden ein Abstand von 20 m einzuhalten sei. Zudem sei fraglich, ob vorliegend 

eine geringfügige Vergrösserung des Abstands tatsächlich eine wirksame 

Verminderung der Geruchsimmissionen mit sich brächte. Das Verwaltungsgericht des 

Kantons Aargau habe eine Vergrösserung eines Abstands für eine Pferdehaltung 

aufgrund ihrer fehlenden Wirkung als unverhältnismässig bezeichnet (AGVE 2003 55, S. 

227). Ein geringer Mehrnutzen für die Nachbarn durch einen geringfügig erhöhten 

Mindestabstand bedeute für den Bauherrn eine massive, nicht zu rechtfertigende 

Einschränkung. Mit dem Abstellen auf den Mindestabstand von 10 m bis zum nächsten 

Wohnhaus habe die Beschwerdebeteiligte ihren Beurteilungsspielraum nicht 

überschritten (act. G 2 S. 19 f.).

Hinsichtlich der in der Baubewilligung von der Beschwerdebeteiligten verfügten 

Auflagen im Rahmen des Vorsorgeprinzips (vgl. dazu vorstehend unter A.b) kam die 

Vorinstanz unter anderem zum Schluss, die Quelle von Geruchsimmissionen könne mit 

der Sauberhaltung der Tiere und Ställe gering gehalten werden. Die im Weiteren 

angeordnete geschlossene Mistmulde werde wohl in einem Abstand von ca. 3 m zur 

Grenze platziert werden. Die Mulde sei lediglich während kurzer Zeit geöffnet, wenn 

Mist eingefüllt werde. Indem sie regelmässig mit einer leeren Mulde ersetzt werde, sei 

eine optimale Immissionsbegrenzung gewährleistet. Unter diesen Umständen sei auch 

bei einer Platzierung nahe der Grenze nicht von übermässigen Immissionen 

auszugehen. Nötigenfalls sei die Anordnung einer Umplatzierung der Mulde durch den 

Gemeinderat auch nach Inbetriebnahme möglich (Art. 11 Abs. 3 USG). Der Einwand, 

das Waschen der Tiere auf dem Vorplatz führe zu übermässigen Immissionen, sei nicht 

nachvollziehbar. Das Waschen führe vielmehr zur Reduktion der Geruchsimmissionen. 

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Auch die weiteren von der Beschwerdebeteiligten verfügten Auflagen seien geeignet, 

die mit der Pferdehaltung verbundenen Immissionen wirksam zu begrenzen (act. G 2 S. 

20 f.).

Zum Vorbringen der Beschwerdeführer, dass in der unmittelbaren Nachbarschaft 

mehrere Kinder an Allergien (unter anderem auf Pferdehaare) bzw. an Asthma leiden 

würden, weshalb die Bewilligung der Pferdehaltung zu übermässigen Einschränkungen 

bzw. zu einer Verschlimmerung der gesundheitlichen Probleme führe, hielt die 

Vorinstanz fest, im Rahmen der Vorsorge könnten Immissionen begrenzt, jedoch nicht 

vollständig untersagt werden. Den Kindern sei es zumutbar, auf der stallabgewandten 

Hausseite draussen zu spielen. Jedoch könne aufgrund der Erkrankungen nicht 

gefordert werden, dass in einer Wohnzone keine Tiere, namentlich auch keine 

Haustiere wie Hunde und Katzen, gehalten werden dürften. Gewisse Immissionen, 

insbesondere auch betreffend Geruch, seien hinzunehmen. Mit den im Rahmen des 

Vorsorgeprinzips (Art. 11 Abs. 2 USG) angeordneten Massnahmen seien die Nachbarn 

ausreichend geschützt (act. G 2 S. 21 f.).

3.4. Die Beschwerdeführer machen geltend, die Abstände seien vom 

Tierhaltungsbetrieb bis zur Zonen- bzw. Parzellengrenze zu messen. Es sei sachlich 

nicht gerechtfertigt, im Fall eines Stalls in der Wohnzone nicht auf die Parzellengrenze, 

sondern auf die betroffenen Gebäude abzustellen. Aufgrund der von ihnen eingeholten 

Beurteilung der Q.-Beratung (act. G 11 II/24 /12) sei es offensichtlich falsch, die 

Einhaltung des Mindestabstands lediglich in Bezug auf Gebäude zu verlangen. Dies 

führe zum Resultat, dass die Mindestabstände durch das Stallgebäude nicht 

eingehalten seien. Auf den Grundstücken der Beschwerdeführer sei deshalb mit 

übermässigen Immissionen zu rechnen. Nicht sachgerecht sei auch, dass die 

Vorinstanz für die Beurteilung der auftretenden Immissionen einzig auf das 

Stallgebäude abstelle. Es seien auch die Mistmulde und der Waschplatz zu 

berücksichtigen. Aufgrund der Grundstücksgrösse sei es dem Beschwerdegegner 

möglich, Mistmulde und Waschplatz zu verlegen, insbesondere auf die durch das 

Stallgebäude geschützte Seite. Die Beschwerdeführer hätten auf dem Grundbuchplan 

eingezeichnet, inwiefern die Nachbarliegenschaften von den Immissionen des 

Pferdestalles betroffen seien (act. G 8/1). Die Anpassung der FAT-Richtlinien aus dem 

Jahr 1995 sei bis anhin durch Landwirtschaftskreise verhindert worden. Da es 

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vorliegend um eine Hobby-Tierhaltung gehe, würden diese Einwände nicht ins Gewicht 

fallen. Nur in Zonen, die nicht für die Wohnnutzung bestimmt seien 

(Landwirtschaftszone), sei der Mindestabstand (gemäss dem revidierten FAT-Bericht) 

lediglich bis zum nächstgelegenen bewohnten Gebäude einzuhalten. Die gegenteilige 

Rechtsauffassung der Vorinstanz führe dazu, dass der Mindestabstand vom Zufall 

abhänge, nämlich davon, wie nahe auf dem Nachbargrundstück Gebäude stehen 

würden. Für eine Abwägung der Interessen des Bauherrn und der Nachbarn betreffend 

Erhöhung der Mindestabstände fehle es an einer gesetzlichen Grundlage. Pferdeställe 

in reinen Wohnzonen seien nicht zonenkonform, weil sie in durchschnittlichen 

Verhältnissen in Folge zu geringer Abstände zu übermässigen Immissionen führen 

würden. Es bestehe kein Anspruch, inmitten von Wohnzonen auf einer kleinräumigen 

Parzelle einen Pferdestall erbauen zu dürfen. Verfehlt sei auch die Forderung der 

Vorinstanz, dass die von einer Pferdehaarallergie betroffenen Kinder auf der dem Stall 

abgewandten Seite zu spielen hätten; dies stelle eine unzumutbare Beeinträchtigung 

der Nutzung der Grundstücke der betroffenen Beschwerdeführer dar. Hinzu komme, 

dass im Sommer der Sitzplatz nicht mehr zum Essen, Hausaufgaben machen usw. 

genutzt werden könnte. Wohnzonen hätten gesunde Wohnverhältnisse zu 

gewährleisten. Das Problem der allergischen Reaktion könne nur gelöst werden, wenn 

der Abstand zwischen Stall und Grundstücksgrenze deutlich vergrössert werde (act. G 

7 S. 5-14).

3.5. 

3.5.1. Innerhalb der Bauzone ist es Sache der Kantone, die zulässigen Nutzungen 

festzulegen. Die Gemeinden haben dabei bezüglich der näheren Ausgestaltung der 

Bauzonen einen relativ erheblichen Gestaltungsspielraum (Wegleitung „Pferd und 

Raumplanung“, a.a.O., S. 7 und 16). Was vorab die Messweise des Mindestabstands 

von 10 m betrifft, so lässt sich aus Ziff. 512 Anhang 2 Satz 1 LRV („Bei der Errichtung 

von Anlagen müssen die nach den anerkannten Regeln der Tierhaltung erforderlichen 

Mindestabstände zu bewohnten Zonen eingehalten werden“) entgegen der Auffassung 

der Beschwerdeführer (act. G 7 S. 7 f.) nicht ableiten, dass die Abstände zur 

Parzellengrenze einzuhalten seien, zumal sich auch die geplante Pferdehaltung selbst 

in der bewohnten Zone befindet. In dieser Feststellung zeigt sich auch der bereits 

erwähnte Umstand, dass die FAT-Richtlinien auf Pferdehaltungen in der Bauzone nicht 

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direkt, sondern lediglich als Anhaltspunkt für die Ausübung des sachgemässen 

Ermessens zur Anwendung kommen können. Sodann sieht die Wegleitung „Pferd und 

Raumplanung“, a.a.O., Anhang 5 S. 29, ebenfalls vor, dass neue Stallanlagen 

gegenüber reinen Wohnzonen einen vorsorglichen Mindestabstand einhalten müssten. 

Auch diese Feststellung führt vorliegend insofern nicht zu einer verwertbaren Lösung, 

weil die konkret geplante Pferdehaltung selbst in der Wohnzone liegt. Wenn in der 

Beurteilung der Q.-Beratung festgehalten wird, dass gemäss der aktuellen 

Rechtsauslegung des BAFU (im Vernehmlassungsentwurf Revision FAT-Bericht 

Nr. 476) der Mindestabstand bis zur Grundstücksgrenze und nicht bis zur nächsten 

Wohnhausfassade eingehalten werden müsse (act. G 11 II/24 /12 S. 3 oben), so lässt 

sich hieraus keine verbindliche Aussage ableiten, zumal eine verabschiedete Fassung 

des revidierten FAT-Berichts unbestritten nicht vorliegt. Was sodann die von den 

Beschwerdeführern angeführte (act. G 7 S. 8) messtechnische Überwachung von 

Immissionen im betroffenen Gebiet (Art. 29 LRV) betrifft, ist festzuhalten, dass sich für 

Geruchsstoffe aus der Tierhaltung keine (messbaren) Immissionsgrenzwerte angeben 

lassen. Dieser Umstand war auch der Grund für die Entwicklung einer 

Abstandsregelung (vgl. FAT-Bericht S. 2 am Schluss). Aus Art. 29 LRV lässt sich daher 

zur Beantwortung der streitigen Frage nichts ableiten. Die Feststellung im 

angefochtenen Entscheid, dass der Abstand von den Pferdeboxen bis zur 

nächstgelegenen Fassade bewohnter Gebäude gemessen wird, kann vor dem 

geschilderten Hintergrund nicht beanstandet werden (vgl. auch FAT-Bericht S. 16 

[„Mindestabstand“]).

3.5.2. Unbestritten blieb im Weiteren, dass von der Nordfassade des geplanten EFH 

mit drei Pferdeboxen bis zur nächsten Wohnhausfassade auf Grundstück Nr. 0002 ein 

Abstand von 11.5 m eingehalten wird, der Abstand von der südöstlichen Fassade bis 

zum nächsten Wohnhaus auf Grundstück Nr. 0003 16.8 m sowie derjenige bis zum 

Wohnhaus auf Grundstück Nr. 0004 (I.I. und K.I.) 13.4 bzw. 12.6 m beträgt und die 

übrigen Wohnhäuser über 20 m entfernt sind (vorstehende E. 3.3). Unbestritten blieb 

auch, dass die Grenzabstände von 4 (klein) bzw. 8 m (gross) in jedem Fall eingehalten 

sind (vgl. Art. 4 Baureglement). Wie im angefochtenen Entscheid zutreffend ausgeführt 

wurde, hat das Vorsorgeprinzip emissionsbegrenzenden und nicht -eliminierenden 

Charakter. Aus Art. 11 Abs. 2 USG lässt sich nicht ableiten, von einer Anlage 

Betroffene hätten überhaupt keine Belastungen hinzunehmen (BGE 126 II 399 E. 4c mit 

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Hinweis). Wenn sich eine Reduktion von verhältnismässig geringfügigen Emissionen 

nur mit unverhältnismässig grossem Aufwand (bzw. unverhältnismässiger Erhöhung 

des Mindestabstands) realisieren lässt, so sind solche Emissionen von den Betroffenen 

hinzunehmen. Diese Interessenabwägung ist im Wortlaut von Art. 11 Abs. 2 USG - d.h. 

in der Klärung des technisch und betrieblich Möglichen und wirtschaftlich Tragbaren - 

angelegt und bedarf keiner weiteren gesetzlichen Grundlage. Die Feststellung in der 

Beurteilung der Q.-Beratung, wonach für die hobbymässige Pferdehaltung mit drei 

Tieren grundsätzlich ein Normabstand von 20 m zu beachten sei (act. G 11 II/24 /12 S. 

3), wurde nicht näher begründet. Insbesondere findet sich in der Beurteilung keine 

zureichende Erklärung, wieso der Mindestabstand bei der Haltung von drei Tieren 

demjenigen im Fall eines über zehnmal so grossen Bestandes (35-40 Tiere) 

entsprechen soll

3.5.3. Auch die im konkreten Fall durch die Beschwerdebeteiligte vorgenommene 

Abstandsbeurteilung wurde in lediglich pauschaler Weise begründet. Wesentlich 

erscheint in diesem Zusammenhang, dass die zuständige Gemeindebehörde, allenfalls 

durch Beizug einer Fachperson, unter Würdigung der konkret gegebenen Verhältnisse 

zu prüfen hat, welcher Abstand in Nachachtung des Vorsorgeprinzips einzuhalten ist. 

Hierbei sind insbesondere die im FAT-Bericht (auf S. 4) erwähnten Korrekturfaktoren für 

Standort und Betrieb (Geländeform, Höhenlage, Entmistungssystem, Sauberkeit, Art 

der Fütterung) zu beachten und zu würdigen. Die im konkreten Fall voraussichtlich 

anfallende Geruchsbelastung und die Frage, welcher Abstand zur Vermeidung einer 

übermässigen Geruchsbelastung notwendig ist, wurde vorliegend von der 

Beschwerdebeteiligten nicht unter Berücksichtigung aller in Betracht kommenden 

Aspekte (vgl. dazu etwa VerwGE B 2005/137 vom 24. Januar 2006, S. 29-31, 

www.gerichte.sg.ch; BGer 1A.44/2006 vom 20. September 2006, E. 3) geprüft. Sodann 

ist zu beachten, dass gemäss Verfügung des AFU über Gewässerschutzmassnahmen 

vom 6. Mai 2013 sämtlicher anfallender Pferdemist in einer dichten Mistmulde zu 

lagern und sporadisch dem Mistabnehmer mitzugeben ist. Es darf kein 

Mistsickerwasser aus der Mulde auf den Abstellplatz gelangen (act. G 11 I/2 Beilage 

Ziff. 7). Am Rekursaugenschein hatte der Beschwerdegegner die Absicht geäussert, die 

Mistmulde neu (abweichend vom Baugesuch) auf der nordöstlichen Seite des 

geplanten Wohnhauses zu platzieren, um damit den Abtransport mit einem LKW zu 

ermöglichen (act. G 11 II/19 S. 3). Die Vorinstanz wies im angefochtenen Entscheid 

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darauf hin, dass hierfür ein Korrekturgesuch nötig sei und im Rekursverfahren eine 

entsprechende Änderung des Baugesuchs nicht berücksichtigt werden könne (act. G 2 

S. 21). Von Seiten des AFU war am Augenschein festgehalten worden, eine Mistmulde 

bestehe aus einem geschlossenen Container. Für die hier vorgesehene Tierhaltung sei  

eine Grösse von 3-4 m  ausreichend. Der Mist könne laufend weggeführt werden und 

werde nicht lange liegenbleiben. Die Insektenbelastung bei einer geschlossenen Mulde 

sei so, dass die Insekten in der Mulde bzw. im Mist (Brutplatz) und bei den Tieren 

bleiben würden. Auch bei einem landwirtschaftlichen Betrieb blieben Insekten nicht auf 

dem Hof, sondern gingen mit den Tieren mit auf die Weide (act. G 11 II/19 S. 4 f.).

Die für die Mistlagerung vorgesehene geschlossene Mulde wird jeweils beim Einfüllen 

und Leeren geöffnet und danach wieder geschlossen. Die Frage, ob sich hieraus keine 

übermässigen Immissionen ergeben, lässt sich aufgrund der Akten nicht zuverlässig 

beantworten. Daher ist auch die geeignete Platzierung und der Abstand der Mulde 

sowie ihre Entleerung - das AFU verfügte wie dargelegt den Austausch bzw. 

Abtransport der gefüllten Mulde - erneut abzuklären und festzulegen. Hieran vermag 

der Umstand, dass die Mulde die meiste Zeit geschlossen sein dürfte, nichts zu 

ändern. Wie erwähnt besteht auch Bereitschaft beim Beschwerdegegner, die 

Mistmulde so zu platzieren, dass ein Abtransport mit einem LKW möglich wird und ein 

Ausräumen vermieden werden kann.

3.5.4. Nach Art. 13 Abs. 2 USG sind bei der Beurteilung von Immissionen auch deren 

Wirkungen auf Personengruppen mit erhöhter Empfindlichkeit, wie Kinder, Kranke, 

Betagte und Schwangere zu berücksichtigen. Diese Anweisung gilt für alle 

Vollzugsbehörden, die Immissionen zu beurteilen haben (Schrade/Loretan, in: 

Kommentar zum Umweltschutzgesetz, 2. Aufl. 1998, Rz. 15 zu Art. 13 USG). Nach Art. 

2 Abs. 5 lit. b LRV gelten Immissionen als übermässig, wenn aufgrund einer Erhebung 

feststeht, dass sie einen wesentlichen Teil der Bevölkerung in ihrem Wohlbefinden 

erheblich stören. Die Beschwerdeführer berufen sich auf diese Bestimmungen, indem 

sie geltend machen, dass die allergischen Reaktionen auf Pferdehaare bei Kindern der 

Beschwerdeführer eine erhebliche Störung des Wohlbefindens darstellen würden (act. 

G 7 S. 13). Im Einspracheverfahren hatten I.I. und K.I. geltend gemacht, ihre beiden 

Kinder würden an starkem Heuschnupfen leiden, und das ältere Kind reagiere 

allergisch auf Tierhaare. Deshalb sei ein Aufenthalt im Freien für sie nur noch sehr 

3

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/25

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eingeschränkt möglich (act. G 11 I/3 Beilage). G.G. und H.G. hatten im 

Einspracheverfahren vorgebracht, ihr Sohn leide unter Asthma und an einer 

Tierhaarallergie. Mit der Haltung von Pferden werde für ihn ein unbeschwerter 

Aufenthalt im Freien unmöglich sein. Auch werde diesfalls das normale Lüften ein 

Problem sein, da Pferdehaare ins Haus kämen. Das Wäschetrocknen im Freien werde 

auch nicht mehr möglich sein (act. G 11 I/3 Beilage).

Massstab für die Immissionsbeurteilung im Sinn der vorerwähnten Bestimmungen ist 

nicht das Individuum mit der subjektiv höchsten Empfindlichkeit; vielmehr ist die 

gesamte Bevölkerung einzubeziehen. Bei Immissionen, die sich nur lokal ausbreiten, 

sind höhere Anforderungen an die Repräsentativität der Untersuchung zu stellen, um 

zu verhindern, dass Extrempositionen den Massstab verfälschen (Schrade/Loretan, 

a.a.O., Rz. 16-18 zu Art. 13 USG). Gemäss dem bei den Akten liegenden Arztzeugnis 

bestehen bei zwei Kindern eine saisonale allergische Rhinopathie (Gräser) und eine 

mittelgradige Reaktion auf Pferde-, Katzen- und Hundehaare (act. G 11 II/5 Beilage 6). 

Aufgrund der von den Beschwerdeführern ins Recht gelegten Unterlagen (Auszug 

Website SIAF, Unterlagen betreffend Pferdehaarallergie und Asthma; act. G 8/2 und 

8/3) und den darin festgehaltenen allgemeinen Hinweisen und Epidemie-Hypothesen 

kann nicht als belegt gelten, dass die zur Diskussion stehende Pferdehaltung 

Immissionen hervorruft, die einen wesentlichen Teil der Bevölkerung in ihrem 

Wohlbefinden erheblich stören (vgl. Art. 2 Abs. 5 lit. b LRV). Der Hinweis der Vorinstanz, 

wonach es den betroffenen Kindern zumutbar sei, auf der stallabgewandten Seite zu 

spielen (act. G 2 S. 22 oben), erscheint insofern angemessen, als dadurch der Kontakt 

mit Allergieauslösern in der Luft an Orten, wo sich die Pferde aufhalten und gepflegt 

(gestriegelt) werden (vgl. act. G 8/3 „Thema: Pferdehaarallergie“), vermieden werden 

kann. Gestützt auf die noch vorzunehmenden Abklärungen wird sich zeigen, ob der 

Abstand des Sitzplatzes zum Stall von (über) 10 m von der Immissions-Situation her als 

zureichend anzusehen ist. Demgegenüber führen die Beschwerdeführer für ihr 

Vorbringen, dass es zur Vermeidung allergischer Reaktionen einer deutlichen 

Vergrösserung dieses Abstands bedarf, keinerlei Belege an.

3.5.5. Insgesamt ist festzuhalten, dass Vorinstanz und Beschwerdebeteiligte ihre 

Schlussfolgerung, wonach dem Bauvorhaben keine öffentlich-rechtlichen Vorschriften 

entgegenstehen würden und die Haltung von Haustieren (unter Einschluss von Pferden) 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/25

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unter Einhaltung des Mindestabstands von 10 m nicht zu beanstanden sei, nicht 

zureichend zu begründen vermochten. Da diesbezüglich weitere Abklärungen nötig 

sind, lässt sich der angefochtene Entscheid nicht aufrecht erhalten. Hingegen hat die 

im Verlauf dieses Verfahrens vorgenommene Abparzellierung des Baugrundstücks mit 

Veräusserung des abparzellierten Teils (vorstehende E. 1.2) entgegen der Auffassung 

der Beschwerdeführer (act. G 22 S. 1 f.) auf die Immissionssituation und die Einhaltung 

des Mindestabstands nach LRV keinen Einfluss.

4.

4.1. Zu prüfen bleibt die Vereinbarkeit des geplanten Bauvorhabens mit dem 

privatrechtlichen Immissionsschutz. Nach Art. 684 Abs. 1 ZGB ist jedermann 

verpflichtet, bei der Ausübung seines Eigentums, wie namentlich bei dem Betrieb eines 

Gewerbes auf seinem Grundstück, sich aller übermässigen Einwirkungen auf das 

Eigentum der Nachbarn zu enthalten. Verboten sind insbesondere alle schädlichen und 

nach Lage und Beschaffenheit der Grundstücke oder nach Ortsgebrauch nicht 

gerechtfertigten Einwirkungen (Art. 684 Abs. 2 ZGB). Nach Art. 86 Abs. 1 BauG sind 

privatrechtliche Einsprachen gegen die Erstellung von Bauten und Anlagen, soweit der 

Tatbestand einer übermässigen Einwirkung auf fremdes Eigentum gemäss Art. 684 

ZGB streitig ist, im öffentlich-rechtlichen Verfahren zu entscheiden. Gleichzeitig mit 

dem Entscheid über die Baubewilligung ist gemäss Art. 86 Abs. 2 BauG in einer 

gesonderten Verfügung über die privatrechtliche Einsprache nach Art. 684 ZGB zu 

entscheiden.

Wenn das nach Lage, Beschaffenheit und Ortsgebrauch gerechtfertigte und zu 

duldende Mass von Einschränkungen zu ermitteln ist (Art. 684 Abs. 2 ZGB), können 

beim privatrechtlichen Immissionsschutz öffentlich-rechtliche Vorschriften eine Rolle 

spielen (Bau- und Zonenvorschriften, Normen betreffend Lärmschutz, Luftreinhaltung, 

Strahlung und Erschütterung). Die allgemeinen Gebote der widerspruchsfreien und 

koordinierten Anwendung der Rechtsordnung verlangen den sachgerechten Einbezug 

von und die möglichst weitgehende Rücksichtnahme auf Normen anderer 

Rechtsgebiete zum gleichen Gegenstand. In diesem Sinn haben die 

rechtsanwendenden Behörden auf eine Harmonisierung des Immissionsschutzes 

hinzuwirken (VerwGE B 2011/137 vom 20. März 2012 E. 5. mit Hinweis; 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/25

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www.gerichte.sg.ch). Wird das Vorliegen einer übermässigen Einwirkung im Sinne von 

Art. 684 ZGB mit dem Argument verneint, das Bauvorhaben entspreche den 

massgebenden öffentlich-rechtlichen Normen, und handelt es sich dabei um 

Vorschriften, die im Rahmen einer detaillierten, den Zielen und Planungsgrundsätzen 

des Raumplanungsrechts entsprechenden Bau- und Zonenordnung erlassen worden 

sind, bedeutet dies in aller Regel keine Vereitelung von (zivilem) Bundesrecht (BGE 138 

III 49 E. 4.4.2. mit Hinweis auf BGE 132 III 49 E. 2.2 und 129 III 161 [Die Praxis 7/2012 

S. 515 f. E. 4.4.2.]).

4.2.

4.2.1. Die Prüfung einer privatrechtlichen Einsprache nach Art. 86 Abs. 1 BauG 

(zusammen mit der öffentlich-rechtlichen Einsprache) setzt deren form- und 

fristgerechte Einreichung im erstinanzlichen Verfahren voraus. Die Erhebung einer 

privatrechtlichen Immissionseinsprache erst im Rekursverfahren ist nicht zulässig 

(B. Heer, St. Gallisches Bau- und Planungsrecht, Bern 2003, Rz. 964 mit Hinweis auf 

GVP 1996 Nr. 13 und GVP 1978 Nr. 4). I.I. und K.I. hatten in der Einsprache vom 2. 

Februar 2013 geltend gemacht, ihre beiden Kinder würden an starkem Heuschnupfen 

leiden, und das ältere Kind reagiere allergisch auf Tierhaare. Deshalb sei ein Aufenthalt 

im Freien für sie nur noch sehr eingeschränkt möglich (act. G 11 I/3 Beilage). G.G. und 

H.G. hatten in der Einsprache vom 30. Januar 2013 ausgeführt, ihr Sohn leide unter 

Asthma und an einer Tierhaarallergie. Mit der Haltung von Pferden werde für ihn ein 

unbeschwerter Aufenthalt im Freien unmöglich sein. Auch werde diesfalls das normale 

Lüften ein Problem sein, da Pferdehaare ins Haus kämen. Das Wäschetrocknen im 

Freien werde auch nicht mehr möglich sein (act. G 11 I/3 Beilage). Die Vorinstanz kam 

im angefochtenen Entscheid zum Schluss, die vorerwähnten Einsprecher hätten ihre 

Einsprache weder als „öffentlich- und privatrechtliche Einsprache“ bezeichnet noch auf 

Art. 684 ZGB hingewiesen. Aus ihren Einsprachen gehe auch nicht sinngemäss hervor, 

dass sie eine privatrechtliche Beurteilung der behaupteten Störung verlangt hätten. Die 

Vorinstanz sei somit zu Unrecht auf die privatrechtlichen Immissionseinsprachen 

eingetreten, da es an einer Prozessvoraussetzung gefehlt habe. Auf den Rekurs sei 

daher nicht einzutreten. Dasselbe gelte für die übrigen Einsprecher, die ebenfalls weder 

ausdrücklich noch sinngemäss privatrechtliche Einsprache erhoben hätten. Auf ihren 

Rekurs in privatrechtlicher Hinsicht könne ebenfalls nicht eingetreten werden. Einzig 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 21/25

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L.L. habe mit Eingabe vom 31. Januar 2013 (act. G 11 II/3 Beilage) privatrechtliche 

Einsprache wegen Immissionen durch Gestank, Insekten, Lärm sowie Entwertung ihrer 

Liegenschaft erhoben. Weil sie ausdrücklich nur eine privatrechtliche Einsprache 

erhoben habe, könne auf ihren Rekurs nicht eingetreten werden, soweit eine Verletzung 

öffentlichen Rechts geltend gemacht werde (act. G 2 S. 9 mit Hinweis auf GVP 1998 

Nr. 87).

4.2.2. Die Beschwerdeführer machen geltend, die Vorinstanz sei zu Unrecht auf ihre 

privatrechtlichen Immissionseinsprachen nicht eingetreten. Nach Art. 122 Abs.1 der 

Bundesverfassung (BV; SR 101) sei die Gesetzgebung auf dem Gebiet des Zivilrechts 

und des Zivilprozessrechts Sache des Bundes. Beim Entscheid im Rahmen des 

Baubewilligungsverfahrens, ob übermässige Immissionen nach Art. 684 ZGB vorliegen 

würden, handle es sich um eine Zivilstreitigkeit. Bei der Beurteilung von Ansprüchen 

gestützt auf Art. 684 ZGB würden die Bestimmungen der Zivilprozessordnung (SR 272; 

ZPO) zur Anwendung kommen. Die nach dem kantonalen Verfahrensrecht entwickelten 

Grundsätze, unter welchen Voraussetzungen eine Einsprache gestützt auf Art. 684 

ZGB im öffentlich-rechtlichen Verfahren zu behandeln sei, seien nicht mehr 

massgebend und würden gegen die Vorschriften der ZPO verstossen. Die Vorinstanz 

habe deshalb zu Unrecht verlangt, dass die Beschwerdeführer bereits im Rahmen der 

Einsprache die privatrechtliche Beurteilung der Einsprache hätten beantragen müssen. 

Sollte das angerufene Gericht zur Auffassung gelangen, dass die ZPO grundsätzlich 

nicht eingehalten (richtig wohl: anwendbar) sei, sei das Verfahren betreffend 

Beurteilung von Ansprüchen aus Art. 684 ZGB an die Bewilligungsbehörde zur 

korrekten Durchführung zurückzuweisen (Eventualstandpunkt). Die Vorinstanz sei, 

wenn nicht das ganze Verfahren wiederholt werde, zu Unrecht nur auf die 

privatrechtliche Einsprache von L.L. eingetreten (act. G 7 S. 3 und S. 14-17).

4.2.3. Art. 86 Abs. 1 und 2 BauG regeln die verfahrensmässige Besonderheit, dass die 

privatrechtliche Immissionseinsprache gemäss Art. 684 ZGB im öffentlich-rechtlichen 

Verfahren entschieden wird, somit nicht durch den Zivilrichter. Nicht nur die zuständige 

Gemeindebehörde hat gleichzeitig mit dem Entscheid über die Baubewilligung in einer 

gesonderten Verfügung über die privatrechtliche Immissionseinsprache zu 

entscheiden, sondern auch die kantonalen Rechtsmittelinstanzen; privatrechtliche 

Rügen nach Art. 684 ZGB unterliegen der Zivilrechtspflege, öffentlich-rechtliche der 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 22/25

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Verwaltungsrechtspflege des Bundesgerichts (Art. 86 Abs. 4 BauG; Heer, a.a.O., 

Rz. 961). Nicht die ZPO stellt den Grundsatz der „doppelten Instanz“ auf, sondern das 

Bundesgerichtsgesetz (BGG; SR 173.110). Art. 75 Abs. 2 BGG verlangt zwar den 

Entscheid eines oberen kantonalen Gerichts, das als Rechtsmittelinstanz entschieden 

haben muss, wie das hier beim Verwaltungsgericht der Fall ist, sagt aber nichts zur 

ersten Entscheid-instanz, die auch eine Verwaltungsbehörde sein kann. Dem Verhältnis 

zwischen privatrechtlichem und öffentlich-rechtlichem Immissionsschutz entspricht die 

verfahrensmässige Besonderheit in Art. 86 BauG mit der Marginalie „Einsprachen 

gemäss Art. 684 ZGB“. Die Regelung bezweckt, den privat- und öffentlich-rechtlichen 

Immissionsschutz zu koordinieren und Doppelspurigkeiten zu vermeiden. Dass als 

Vorinstanz des kantonal letztinstanzlichen Gerichts eine Verwaltungsbehörde 

entscheidet, wird als zulässig erachtet (BGer 5A_814/2014 vom 12. Dezember 2014, E. 

4.2, 5.2 und 5.5 mit Hinweisen). Dabei besteht die Wahl, zivilrechtliche Ansprüche 

gemäss Art. 684 ZGB mittels Einsprache auf dem Verwaltungsweg zu verfolgen (Art. 86 

BauG) oder direkt vor dem Zivilgericht einzuklagen (vgl. BGer 5A_814/2014, a.a.O., E. 

5.4). Vor diesem Hintergrund erweisen sich die erwähnten Einwände der 

Beschwerdeführer als unbegründet. Wenn die Behandlung privatrechtlicher 

Einsprachen im öffentlich-rechtlichen Baubewilligungsverfahren als solche zulässig ist, 

so sind auch die entsprechenden Voraussetzungen zur formgültigen Erhebung der 

privatrechtlichen Einsprache zu beachten. Ihren Entscheid, auf die Prüfung der 

privatrechtlichen Einsprachen der Beschwerdeführer sei nicht einzutreten, soweit zuvor 

nicht ausdrücklich privatrechtliche Einsprache erhoben worden sei, begründete die 

Vorinstanz zutreffend; ein konkreter Anlass, der diesen Schluss in Zweifel zu ziehen 

vermöchte, ist weder aus den Akten ersichtlich noch wird ein solcher geltend gemacht. 

Sodann besteht ein Grund, die Angelegenheit zur Prüfung der zivilrechtlichen 

Ansprüche nach Art. 684 ZGB an die Beschwerdebeteiligte zurückzuweisen, insofern 

nicht, als die Beschwerdeführer nach wie vor die Möglichkeit haben, ihre Ansprüche 

vor dem Zivilgericht einzuklagen.

4.3. 

4.3.1. Im angefochtenen Entscheid erachtete die Vorinstanz die von L.L. in ihrer 

Einsprache geäusserte Befürchtung betreffend übermässige Immissionen in Form von 

Gestank, Insekten sowie vermehrtem Durchgangsverkehr und Lärm als unbegründet, 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 23/25

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zumal die Stallungen sauber und die Mistmulde geschlossen zu halten seien. Aufgrund 

dessen, dass bei der Erstellung des Stalls Materialien und Farben zu wählen seien, die 

helfen würden, Insekten abzuhalten, sei auch diesbezüglich keine übermässige 

Belästigung zu erwarten. Insgesamt seien ausreichend lärmdämpfende Massnahmen 

vorgesehen, um die Immissionen auf ein zumutbares Mass zu beschränken. Ideelle 

Immissionen würden nicht geltend gemacht. Auch die Berufung auf den 

privatrechtlichen Immissionsschutz erweise sich als unbegründet (act. G 2 S. 22 f.).

4.3.2. Beschwerdeweise wird geltend gemacht, mit der Pferdehaltung sei ein 

wesentlicher Anstieg der Anzahl Mücken und Fliegen zu erwarten. Ein Grundstück 

mitten im Wohngebiet sei anders zu beurteilen als am Rand einer Wohnzone. Hinzu 

komme, dass die Mistmulde nach dem aktuellen Baugesuch von einem Fahrzeug nicht 

erreicht werden könne und somit ein Abtransport bzw. eine Leerung nicht möglich sei. 

Die Mistmulde müsse jeweils ausgeschaufelt werden. Dabei sei mit beträchtlichen 

Geruchsimmissionen und einer Fliegenplage zu rechnen (act. G 7 S. 17 f.).

4.3.3. Unbestritten ist, dass L.L. ausschliesslich privatrechtliche Einsprache erhoben 

hatte und die Vorinstanz somit auf ihren Rekurs in öffentlich-rechtlicher Hinsicht zu 

Recht nicht eintrat (vgl. act. G 7 S. 3 Ziff. 4). Hiervon ist nachstehend auszugehen. Bei 

der Abgrenzung zwischen zulässiger und unzulässiger (d.h. übermässiger) Immission 

im Sinn von Art. 684 ZGB ist die Intensität der Einwirkungen massgebend. Diese 

beurteilt sich nach objektiven Kriterien. Die beurteilende Instanz hat eine sachlich 

begründete Abwägung der Interessen vorzunehmen, wobei sie den Massstab des 

Empfindens eines Durchschnittsmenschen in der gleichen Situation zugrunde zu legen 

hat. Bei dem nach Recht und Billigkeit zu treffenden Entscheid sind nicht bloss Lage 

und Beschaffenheit der Grundstücke sowie der Ortsgebrauch zu berücksichtigen; es ist 

die individuell konkrete Interessenlage umfassend zu würdigen: Alle in der einzelnen 

Streitsache ins Gewicht fallenden Umstände sind auf ihre Erheblichkeit hin zu prüfen, 

wobei stets zu beachten bleibt, dass Art. 684 ZGB als nachbarrechtliche Norm in erster 

Linie der Herstellung eines nachbarlichen Interessenausgleichs dienen soll. Verboten 

sind nicht nur schadenverursachende, sondern auch bloss lästige (übermässige) 

Einwirkungen (BGE 127 III 223 E. 4a).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 24/25

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Die Frage, ob angesichts der geschilderten Verhältnisse von einer nicht übermässigen 

Belastung durch Fliegen und Gerüche im Sinn von Art. 684 ZGB ausgegangen werden 

kann bzw. ob die Anlage die bau- und umweltrechtlichen Vorschriften erfüllt und das 

allgemein hinzunehmende Mass an Unbehagen nicht überschreitet, lässt sich erst nach 

Vorliegen der Ergebnisse der noch vorzunehmenden Abklärungen abschliessend 

beantworten. Der vorinstanzliche Entscheid lässt sich somit auch mit Bezug auf die 

Feststellung, dass keine übermässigen Immissionen im Sinn von Art. 684 ZGB 

vorlägen, nicht aufrecht erhalten.

5.

5.1. Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung des 

Rekursentscheids vom 19. Dezember 2014 (mit Ausnahme von Ziff. 3b des Dispositvs; 

vgl. nachstehende E. 5.2) teilweise gutzuheissen. Dies beinhaltet gleichzeitig auch die 

Aufhebung der Baubewilligung und des Einspracheentscheids der 

Beschwerdebeteiligten. Die Angelegenheit ist zur weiteren Abklärung und zu neuem 

Entscheid an die Beschwerdebeteiligte zurückzuweisen. Dem Verfahrensausgang 

entsprechend gehen die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens je hälftig 

zulasten des Beschwerdegegners und der Beschwerdeführer (Art. 95 Abs. 1 VRP). 

Angemessen erscheint eine Entscheidgebühr von Fr. 3'500.-- (Art. 7 Ziff. 222 der 

Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Der Beschwerdegegner hat somit Fr. 1‘750.-- 

zu bezahlen. Den Beschwerdeführern wird der von ihren geleistete Kostenvorschuss 

(Fr. 3‘500.--) auf ihren Kostenanteil (Fr. 1‘750.--) angerechnet, so dass ein Betrag von 

Fr. 1‘750.-- verbleibt.

Die amtlichen Kosten des Rekursverfahrens von Fr. 3‘100.-- (nach Abzug des von der 

Beschwerdebeteiligten wegen Verletzung des rechtlichen Gehörs zu übernehmenden 

Anteils von Fr. 700.-- [vgl. Ziff. 3b des Dispositivs des Rekursentscheids vom 19. 

Dezember 2014]) sind ebenfalls dem Beschwerdegegner und den Beschwerdeführern 

je hälftig (Fr. 1‘550.--) aufzuerlegen. Den Beschwerdeführern wird der im 

Rekursverfahren geleistete Kostenvorschuss von Fr. 1‘000.-- angerechnet und der 

darüber hinausgehende Betrag von Fr. 550.-- vom verbleibenden Kostenvorschuss von 

Fr. 1‘750.-- des Beschwerdeverfahrens abgezogen. Dementsprechend ist den 

Beschwerdeführern ein Betrag von Fr. 1‘200.-- zurückzuerstatten.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 25/25

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5.2. Bei diesem Verfahrensausgang (kein mehrheitliches Obsiegen einer 

Verfahrenspartei) besteht kein Anspruch der Beschwerdeführer und des 

Beschwerdegegners auf die Entschädigung ausseramtlicher Kosten des Rekurs- und 

des Beschwerdeverfahrens (Art. 98 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 98bis VRP). Die 

Beschwerdebeteiligte hat keinen Anspruch auf ausseramtliche Entschädigung (Cavelti/

Vögeli, a.a.O., Rz. 829), zumal sie auch keinen Antrag gestellt hat.

 

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht zu Recht:

1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und der Rekursentscheid vom 19. 

Dezember 2014 mit Ausnahme von Ziff. 3b des Entscheiddispositivs aufgehoben. Die 

Angelegenheit wird zur weiteren Abklärung im Sinn der Erwägungen und zu neuem 

Entscheid an die Beschwerdebeteiligte zurückgewiesen.

 

2. Die Beschwerdeführer und der Beschwerdegegner bezahlen amtliche Kosten des 

Beschwerdeverfahrens von je 1‘750.-- sowie amtliche Kosten des Rekursverfahrens 

von je Fr. 1‘550.--. Den Beschwerdeführern werden die Kostenvorschüsse des 

Beschwerdeverfahrens von Fr. 3‘500.-- und des Rekursverfahrens von Fr. 1‘000.-- 

angerechnet; der Restbetrag von Fr. 1‘200.-- wird ihnen zurückerstattet.

 

3. Ausseramtliche Kosten werden nicht entschädigt.

 

Der Präsident              Der Gerichtsschreiber

Eugster                        Schmid

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	Entscheid Verwaltungsgericht, 24.11.2016
	Baurecht. Neubau EFH mit Pferdeboxen. Art. 22 Abs. 1 lit. a RPG (SR 700.1). Art. 11 Abs. 1 BauG (sGS 731.1). Art. 11 Abs. 2 13 Abs. 2 USG (SR 814.01). Art. 3 Abs. 2 lit. a und Anhang 2 Ziff. 512 LRV (SR 814.318.142.1). Art. 684 ZGB. Das Verwaltungsgericht hielt unter anderem fest, aus Ziff. 512 Anhang 2 Satz 1 LRV („Bei der Errichtung von Anlagen müssen die nach den anerkannten Regeln der Tierhaltung erforderlichen Mindestabstände zu bewohnten Zonen eingehalten werden“) lasse sich nicht ableiten, dass die Abstände zur Parzellengrenze einzuhalten seien, zumal sich auch die geplante Pferdehaltung selbst in der bewohnten Zone befinde. Die Feststellung im angefochtenen Entscheid, dass der Abstand von den Pferdeboxen bis zur nächstgelegenen Fassade bewohnter Gebäude gemessen werde, sei nicht zu beanstanden. Das Verwaltungsgericht kam jedoch zum Schluss, dass die im konkreten Fall durch die Beschwerdebeteiligte vorgenommene Abstandsbeurteilung in lediglich pauschaler Weise begründet worden sei. Die zuständige Gemeindebehörde habe, allenfalls durch Beizug einer Fachperson, unter Würdigung der konkret gegebenen Verhältnisse zu prüfen, welcher Abstand in Nachachtung des Vorsorgeprinzips einzuhalten sei. Die im konkreten voraussichtlich anfallende Geruchsbelastung und die Frage, welcher Abstand zur Vermeidung einer übermässigen Geruchsbelastung notwendig sei, sei nicht unter Berücksichtigung aller in Betracht kommender Aspekte geprüft worden. Vorinstanz und Beschwerdebeteiligte hätten somit ihre Schlussfolgerung, wonach dem Bauvorhaben keine öffentlich-rechtlichen Vorschriften entgegenstehen würden und die Haltung von Haustieren (unter Einschluss von Pferden) unter Einhaltung des Mindestabstands von 10 m nicht zu beanstanden sei, nicht zureichend zu begründen vermocht. Das Verwaltungsgericht erachtete diesbezüglich weitere Abklärungen als nötig und hob den angefochtenen Entscheid auf (Verwaltungsgericht, B 2015/5). Entscheid vom 24. November 2016

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		2025-07-19T07:47:49+0200
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