# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b2cc28f5-7f66-56e5-8438-f0c9101a0cf6
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-05-31
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsrekurskommission 31.05.2018 IV-2017/160
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VWEK_001_IV-2017-160_2018-05-31.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV-2017/160

Stelle: Verwaltungsrekurskommission

Rubrik: Verkehr

Publikationsdatum: 31.05.2018

Entscheiddatum: 31.05.2018

Entscheid Verwaltungsrekurskommission, 31.05.2018
Art. 14 Abs. 1, Art. 15d Abs. 5 SVG (SR 741.01), Art. 3 VZV (SR 741.51). Der 
Rekurrent erwarb 1991 den Führerausweis der Kategorien A und C, 1992 
denjenigen der Kategorie B, weshalb er auch für die Unterkategorie D1 
fahrberechtigt war. Da im verkehrsmedizinischen Gutachten die 
Fahreignung für die erste und die zweite medizinische Gruppe befürwortet 
wurde, hätte dem Rekurrenten der Führerausweis auch für die Kategorie A 
wiedererteilt werden müssen. Dasselbe gilt für die Unterkategorie D1, denn 
diese setzt die Fahrberechtigung für die Kategorie B voraus. Hinsichtlich der 
Kategorie C wurde der Führerausweis zu Recht nicht wiedererteilt, denn der 
Rekurrent lenkte während mehr als acht Jahren keine entsprechenden 
Fahrzeuge mehr. Eine solch lange fehlende Fahrpraxis rechtfertigt die 
Anordnung einer neuen kompletten Führerprüfung für die entsprechende 
Kategorie (E. 2). Aufhebung der Auflage eines sogenannten "sozialen 
Alkoholtrinkverhaltens", da diese Auflage in der zu beurteilenden Art zu 
unbestimmt und damit nicht erfüll- und von der Vorinstanz nicht 
kontrollierbar ist (Verwaltungsrekurskommission, Abteilung IV, 31. Mai 2018, 
IV-2017/160).

Präsident Urs Gmünder, Richter Urs Früh und Beat Fritsche, Gerichtsschreiberin 

Susanne Schmid Etter

 

 

X, Rekurrent,

gegen

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Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt, Abteilung Administrativmassnahmen, 

Frongartenstrasse 5, 9001 St. Gallen, Vorinstanz,

betreffend

Wiedererteilung des Führerausweises mit Auflagen

 

Sachverhalt:

A.- X erwarb den Führerausweis der Kategorie B am 18. Januar 1986. Er erlernte den 

Beruf des Automechanikers und arbeitete seit 2002 als selbständiger Fahrlehrer. Im 

Administrativmassnahmen-Register (ADMAS) sind diverse Warnungsentzüge 

verzeichnet. Zu Beginn des Jahres 2005 waren ihm der Führerausweis und die 

Fahrlehrerbewilligung wegen charakterlicher Nichteignung auf unbestimmte Zeit 

entzogen worden. Die Wiedererteilungen erfolgten im Juni 2005 (Führerausweis) und 

August 2005 (Fahrlehrerbewilligung). Mit Verfügung vom 23. September 2011 entzog 

das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt des Kantons St. Gallen (nachfolgend: 

Strassenverkehrsamt) X den Führerausweis auf unbestimmte Zeit bei einer Sperrfrist 

von drei Monaten, da dieser zur zuvor angeordneten verkehrsmedizinischen und 

verkehrspsychologischen Untersuchung nicht erschienen war.

B.- Am 25. November 2015 beantragte X die Wiedererteilung des Führerausweises. 

Nachdem die Fahreignung sowohl aus verkehrsmedizinischer als auch 

verkehrspsychologischer Sicht nicht befürwortet worden war, unterzog sich X einer 

verkehrspsychiatrischen Untersuchung, die positiv ausfiel. Das Strassenverkehrsamt 

verfügte daraufhin am 1. April 2016 die teilweise Aufhebung des Führerausweisentzugs 

und erteilte X den Lernfahrausweis der Kategorie B unter der Auflage einer 

vollständigen kontrollierten Alkoholabstinenz. Nach bestandener Führerprüfung wurde 

X der Führerausweis mit den Kategorien B, BE sowie den Unterkategorien D1 und D1E 

unter weiterhin geltender Auflage der Alkoholabstinenz am 16. August 2016 ausgestellt.

Daraufhin beanstandete X mit Schreiben vom 14. September 2016, dass beim neuen 

Führerausweis die Kategorien A, C und CE sowie die Codes 121 (berufsmässiger 

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Personentransport), 201 (Fahrlehrer leichte Motorwagen), 203 (Fahrlehrer Theorie) und 

204 (Fahrlehrer Motorräder) fehlten. Mit Verfügung vom 2. November 2016 wies das 

Strassenverkehrsamt das Gesuch um Wiedererteilung der Fahrlehrerbewilligung ab und 

verweigerte X gleichzeitig die Fahrlehrerbewilligung für die Dauer von fünf Jahren (1. 

April 2016 bis 31. März 2021). Der dagegen erhobene Rekurs wurde mit Entscheid der 

Verwaltungsrekurskommission IV-2016/168 vom 29. Juni 2017 gutgeheissen, die 

Verfügung des Strassenverkehrsamtes aufgehoben und die Angelegenheit zu neuer 

Verfügung im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückgewiesen. Noch während 

des Rekursverfahrens wurde X der Führerausweis wegen Missachtung der 

Alkoholabstinenzauflage mit Verfügung vom 1. März 2017 auf unbestimmte Zeit 

entzogen.

C.- Nach Gewährung des rechtlichen Gehörs entzog das Strassenverkehrsamt X mit 

Verfügung vom 7. September 2017 die Fahrlehrerbewilligung auf unbestimmte Zeit 

(Ziffer 1). Als Bedingungen für die Aufhebung des Entzugs wurden klagloses Verhalten 

während mindestens fünf Jahren ab Wiedererteilungsdatum, Besitz des 

eidgenössischen Fachausweises für Fahrlehrer und ein positiv lautendes 

verkehrspsychologisches Gutachten genannt (Ziffer 2). Gegen diese Verfügung erhob X 

Rekurs bei der Verwaltungsrekurskommission (vgl. Verfahren Nr. IV-2017/158), worüber 

ebenfalls mit heutigem Datum entschieden wird.

Gestützt auf das positiv lautende verkehrsmedizinische Gutachten des Instituts für 

Rechtsmedizin am Kantonsspital St. Gallen (nachfolgend: IRM) vom 10. August 2017 

wurde X der Führerausweis der ersten medizinischen Gruppe mit Verfügung des 

Strassenverkehrsamts vom 13. September 2017 mit den Auflagen der 

Alkoholfahrabstinenz und der Einhaltung eines "sozialen" Trinkverhaltens wiedererteilt 

(Ziffer 3). Die Wiedererteilung der Kategorien A und C sowie der Unterkategorie D1 

wurde abgewiesen (Ziffer 1).

D.- Mit Eingabe vom 1. Oktober 2017 erhob X gegen die Verweigerung der Kategorien 

A und C sowie der Unterkategorie D1 Rekurs bei der Verwaltungsrekurskommission mit 

dem sinngemässen Antrag, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die 

Angelegenheit zu neuer Verfügung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Mit Schreiben 

vom 29. Januar 2018 verzichtete die Vorinstanz auf eine Vernehmlassung. Auf die 

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Ausführungen des Rekurrenten wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen 

eingegangen.

 

Erwägungen:

1.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die 

Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur 

Rekurserhebung ist gegeben. Der Rekurs vom 1. Oktober 2017 ist rechtzeitig 

eingereicht worden. Er erfüllt in formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen 

Anforderungen (Art. 41 lit. g , 45, 47 und 48 des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, abgekürzt: VRP). Auf den Rekurs ist einzutreten.

2.- a) Der Führerausweis wird unter anderem für die Kategorien A (Motorräder), C 

(Motorwagen – ausgenommen jene der Kategorie D – mit einem Gesamtgewicht von 

mehr als 3'500 kg) und für die Unterkategorie D1 (Motorwagen zum Personentransport 

mit mehr als acht, aber nicht mehr als 16 Sitzplätzen ausser dem Führersitz) erteilt (vgl. 

Art. 3 Abs. 1 und 2 der Verordnung über die Zulassung von Personen und Fahrzeugen 

zum Strassenverkehr [SR 741.51, abgekürzt: VZV]). Für die Kategorie A müssen die 

medizinischen Mindestanforderungen der ersten Gruppe und für die Kategorie C und 

die Unterkategorie D1 jene der zweiten Gruppe erfüllt sein (vgl. Anhang 1 zur VZV).

Nach Art. 14 Abs. 1 des Strassenverkehrsgesetzes (SR 741.01, abgekürzt: SVG) 

müssen Motorfahrzeugführer über Fahreignung und Fahrkompetenz verfügen. Über 

Fahrkompetenz verfügt, wer die Verkehrsregeln kennt und Fahrzeuge der Kategorie, für 

die der Ausweis gilt, sicher führen kann (Art. 14 Abs. 3 SVG). Bestehen Zweifel an der 

Fahrkompetenz einer Person, so kann diese einer Kontrollfahrt, einer Theorieprüfung, 

einer praktischen Führerprüfung oder einer anderen Massnahme wie einer Aus- oder 

Weiterbildung oder einer Nachschulung unterzogen werden (Art. 15d Abs. 5 SVG). 

Nach der Rechtsprechung können Bedenken über die Fahrkompetenz des 

Motorfahrzeugführers gerechtfertigt sein, wenn dieser seit längerer Zeit kein Fahrzeug 

mehr gelenkt hat (Urteil des Bundesgerichts [BGer] 1C_646/2007 vom 22. Mai 2008 

E. 3.3 mit Hinweisen; Ph. Weissenberger, Kommentar SVG und OBG, 2. Aufl. 2015, 

bis

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Art. 15d N 110). Dabei darf jedoch nicht schematisiert werden. Zu würdigen sind die 

konkreten Umstände des Einzelfalls. Die Behörde entscheidet nach pflichtgemässem 

Ermessen (BGer 1C_464/2007 vom 22. Mai 2008 E. 3.3 mit Hinweis auf BGE 108 Ib 62 

E. 3b).

b) Der Rekurrent macht im Wesentlichen geltend, der Gutachter habe die 

Wiedererteilung für die Kategorien A und C sowie der Unterkategorie D1 befürwortet. 

Er erfülle die medizinischen Mindestanforderungen der ersten und zweiten 

medizinischen Gruppe. Entgegen den Ausführungen der Vorinstanz habe er mehrmals 

klar darum ersucht, dass ihm der Führerausweis mit sämtlichen von ihm legal 

erworbenen Kategorien auszustellen sei, welche ohne rechtsgültige Aberkennung auf 

dem neuen Ausweis nicht mehr eingetragen worden seien. Die Fahrkompetenz habe er 

bereits mit vollständigem Neuerwerb des Führerausweises der Kategorie B 

nachgewiesen. Die Kategorie A gehöre wie die Kategorie B zur ersten medizinischen 

Gruppe. Es gebe keine gesetzliche Bestimmung, wonach einzelne Kategorien wegen 

Inaktivität präventiv aberkannt werden dürften. Ansonsten müsste aufgrund des 

Rechtsgleichheitsgebots jeder Person, welche im Besitz der Kategorie C sei, innerhalb 

der letzten fünf Jahre aber kein entsprechendes Fahrzeug gelenkt habe, der 

Führerausweis entzogen werden. Die Wiedererteilung der Unterkategorie D1 sei von 

der Vorinstanz abgewiesen worden. Trotzdem sei jene Kategorie aber im 

Führerausweis enthalten, wenn auch mit der Beschränkung auf ein Gewicht von 3,5 t.

c) Mit Verfügung vom 13. September 2017 wies die Vorinstanz die Wiedererteilung der 

Kategorien A und C sowie der Unterkategorie D1 ab, hob den Führerausweisentzug auf 

und erteilte dem Rekurrenten den Führerausweis der ersten medizinischen Gruppe 

unter Auflagen. Zur Begründung wurde ausgeführt, dass der Rekurrent für die 

Kategorien der zweiten medizinischen Gruppe (Kategorie C) aufgrund des langen 

Fahrunterbruchs eine komplett neue Führerprüfung abzulegen habe.

d) Der Rekurrent erwarb im Jahr 1991 unbestrittenermassen den Führerausweis der 

Kategorien A und C. Als Inhaber der Kategorie B (erworben vor 1992) war er zudem für 

die Unterkategorie D1 fahrberechtigt. Mit Schreiben vom 14. Oktober 2016 beantragte 

er, dass ihm diese Kategorien mit dem alten Führerausweis unverändert 

zurückzugeben seien. Zwar drückte er sich nicht ganz klar aus. Aus dem Schreiben 

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vom 14. Oktober 2016 geht jedoch ohne Weiteres hervor, dass er den früheren 

Führerausweis unverändert zurückhaben wollte, das heisst also auch mit den 

Kategorien A und C sowie der Unterkategorie D1 (act. 6/514). Zudem beantragte er im 

Schreiben vom 22. August 2017, im Gesuch um Wiedererteilung vom 11. September 

2017 und in der Stellungnahme vom 12. September 2017 ausdrücklich die 

Wiedererteilung des Führerausweises mit sämtlichen ihm zuvor zugestandenen 

Kategorien, Berechtigungen und Bewilligungen.

Weshalb die Vorinstanz dem Rekurrenten den Führerausweis der Kategorie A nicht 

wiedererteilt hat, geht aus der Verfügung nicht nachvollziehbar hervor. Der Verweis auf 

das Schreiben vom 3. Oktober 2016 macht zumindest für die Kategorie A und die 

Unterkategorie D1 keinen Sinn, nachdem darin deren Wiedererteilung – bei 

Verlängerung der Dauer der Auflagen um ein Jahr – und unter Verweis auf die 

gutachterliche Empfehlung ausdrücklich in Aussicht gestellt wurde und die 

Unterkategorie D1 im Ausweis vom 16. August 2016 bereits enthalten war. Lediglich für 

die Kategorie C wurde bereits damals eine neue Führerprüfung verlangt (vgl. act. 6/512 

f.). Nachdem die Vorinstanz die Wiedererteilung der Kategorie A früher also 

befürwortete, die Kategorie A wie die Kategorie B gemäss Anhang 1 zur VZV zur ersten 

medizinischen Gruppe gehört und die Vorinstanz in Ziffer 3 der angefochtenen 

Verfügung den Führerausweis der ersten medizinischen Gruppe, wozu auch die 

Kategorie A gehört, im Widerspruch zu Ziffer 1 wiedererteilt hat, rechtfertigt es sich, 

dem Rekurrenten den Führerausweis der Kategorie A unter Auflagen wiederzuerteilen. 

Da der vor 1992 erworbene Führerausweis der Kategorie B zum Führen von 

Motorfahrzeugen der Unterkategorie D1 berechtigt, erweist sich auch die 

Wiedererteilung des Führerausweises der Unterkategorie D1 unter Auflagen als 

rechtmässig. Im Führerausweis vom 13. September 2017 ist sie denn auch folgerichtig 

aufgeführt (act. 5). Die vom Rekurrenten beanstandete Beschränkung auf 3,5 t ist 

indessen korrekt, da ihm, wie nachfolgend ausgeführt wird, die Kategorie C nicht 

wiederzuerteilen ist.

Im Schreiben des Gutachters vom 29. September 2016 wurde die Fahreignung des 

Rekurrenten sowohl für die erste als auch für die zweite medizinische Gruppe, wozu die 

Kategorie C zählt, unter verlängerter Auflage der Alkoholabstinenz befürwortet (act. 

6/511). Auch im Gutachten des IRM vom 10. August 2017 wurde die Fahreignung aus 

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verkehrsmedizinischer Sicht mit der Auflage der Einhaltung einer Alkoholfahrabstinenz 

und eines "sozialen" Trinkverhaltens bejaht (act. 6/567). Nicht zuzustimmen ist dem 

Rekurrenten jedoch dahingehend, dass er mit Ablegung der Führerprüfung für die 

Kategorie B seine Fahrkompetenz auch für die Kategorie C nachgewiesen habe. Das 

Lenken eines Personenwagens kann nicht mit dem Lenken eines schweren 

Lastwagens gleichgesetzt werden. Für jene Kategorie ist denn auch eine separate 

theoretische und praktische Führerprüfung zu absolvieren. In diesem Sinn können 

gestützt auf Art. 15d Abs. 5 SVG für jede Kategorie separat Zweifel an der 

Fahrkompetenz bestehen und die darin erwähnten Massnahmen angeordnet werden. 

Der Rekurrent lenkte während mehr als acht Jahren (14. Februar 2010 bis heute) keine 

Fahrzeuge der Kategorie C mehr.

Das Bundesgericht erachtete in BGE 108 Ib 62 die Anordnung einer neuen 

Führerprüfung als gerechtfertigt, weil der Inhaber eines Führerausweises während rund 

fünf Jahren wegen eines Sicherungsentzuges kein Motorfahrzeug geführt hatte und 

vorher nur drei Jahre im Besitz des Führerausweises gewesen war. Gleich entschied es 

bei einem Lenker mit einem Alkoholproblem, der den Führerausweis im Jahre 1965 

erworben und während rund fünf Jahren vor dem Entscheid kein Motorfahrzeug mehr 

geführt hatte (BGer 2A.146/1993 vom 31. August 1994) sowie bei fehlender Fahrpraxis 

während über elf Jahren (BGer 1C_464/2007 vom 22. Mai 2008). Der Rekurrent lenkte 

während mehr als acht Jahren (14. Februar 2010 bis heute) keine Fahrzeuge der 

Kategorie C mehr. Dies stellt nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung eine Dauer 

dar, welche die Anordnung einer neuen kompletten Führerprüfung der betreffenden 

Kategorie rechtfertigt. Dass eine Person, welche zwar über die entsprechende 

Führerausweiskategorie verfügt, jedoch während Jahren keinen Gebrauch davon 

macht und während dieser Zeit deshalb nicht negativ im Strassenverkehr auffallen 

kann, keine neue Führerprüfung zu absolvieren hat, stellt einen bewussten Entscheid 

des Gesetzgebers dar, der weder einen Nachweis der tatsächlichen Nutzung noch eine 

periodische Prüfung vorsieht.

Die Anordnung einer neuen kompletten Führerprüfung für die Kategorie C 

(Zusatztheorie- und praktische Führerprüfung) und die sich daraus ableitende 

Verweigerung der Wiedererteilung des Führerausweises der Kategorie C in Ziffer 1 der 

angefochtenen Verfügung erweisen sich damit als rechtmässig.

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3.- In Ziff. 3 lit. b der angefochtenen Verfügung hat die Vorinstanz den Führerausweis 

des Rekurrenten mit der Auflage eines sogenannten "sozialen" Alkohol-Trinkverhaltens 

versehen. Dies bedeute einen nur gelegentlichen und nicht übermässigen 

Alkoholkonsum (act. 2/1).

a) Die an die Wiedererteilung des Führerausweises regelmässig geknüpften Auflagen 

sind Nebenbestimmungen, die dazu dienen, Unsicherheiten beim Nachweis Rechnung 

zu tragen, dass der jeweilige Fahreignungsmangel tatsächlich behoben und die 

Fahrfähigkeit der betroffenen Person stabil ist (vgl. BGer 6A.61/2005 vom 12. Januar 

2006 E. 2.1; BGE 125 II 289 E. 2b mit Hinweis auf R. Schaffhauser, Grundriss des 

schweizerischen Strassenverkehrsrechts, Band III: Die Administrativmassnahmen, Bern 

1995, Rz. 2224; Weissenberger, a.a.O., Art. 17 SVG N 14). Die Auflagen müssen dem 

Grundsatz der Verhältnismässigkeit genügen, das heisst geeignet und zwecks 

Überwachung der Fahreignung notwendig sowie für den Betroffenen zumutbar sein; 

zudem müssen sie erfüllt und kontrolliert werden können (BSK SVG-Rütsche/Weber, 

Basel 2014, Art. 17 N 29). Wird der Führerausweis nach einem Sicherungsentzug unter 

Auflagen wiedererteilt, führt die Verletzung der Auflagen ohne weitere Zwischenschritte 

zwingend zum erneuten Führerausweisentzug. Der Anlass dafür kann entweder darin 

bestehen, dass der Betreffende sich den ärztlichen Kontrollen in verschuldeter Weise 

nicht stellt oder die ärztliche Untersuchung ergibt, dass die Auflage nicht eingehalten 

wurde (Weissenberger, a.a.O., Art. 17 SVG N 27).

b) Die Gutachterin bejahte aufgrund der festgestellten Laborbefunde und der 

eingeholten Fremdberichte die Fahreignung des Rekurrenten. Gestützt darauf wurde 

die bisherige Auflage der kontrollierten Alkoholabstinenz gelockert, indem der 

Rekurrent noch eine Fahrabstinenz und ein "soziales" Alkohol-Trinkverhalten 

einzuhalten habe, worunter ein gelegentlicher und nicht übermässiger Alkoholkonsum 

zu verstehen sei (act. 6/567 und act. 2/1). Konkrete Verhaltenspflichten, beispielsweise 

wie viel Alkohol der Rekurrent täglich bei einem "sozialen" Alkohol-Trinkverhalten 

konsumieren darf, wurden nicht festgelegt. Dies würde jedoch in die 

Auflagenverfügung gehören, und zwar unabhängig davon, ob diese Frage bei der 

Gutachterin oder der Suchtberatung allenfalls besprochen wurde. Was unter 

"sozialem" Alkohol-Trinkverhalten zu verstehen ist, ist demnach nicht klar. Dem 

Rekurrenten wurde in der Auflagenverfügung insbesondere auch nicht erklärt, wann 

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von einem gelegentlichen und nicht übermässigen Alkoholkonsum auszugehen ist. 

Abgesehen davon würde dies in jedem Fall eine genaue Überprüfung der 

Alkoholrezeption eines jeden Einzelnen voraussetzen, denn Alkohol wird im 

menschlichen Körper nicht immer gleich abgebaut. Die Auflage ist folglich zu 

unbestimmt und damit nicht erfüll- und von der Vorinstanz nicht kontrollierbar (vgl. BSK 

SVG-Rütsche, Basel 2014, Art. 16 N 25). Die Auflage der Einhaltung eines "sozialen" 

Alkohol-Trinkverhaltens (Ziff. 3 lit. b der Verfügung) wie auch die damit im 

Zusammenhang stehende Verlaufskontrolle mittels Haaranalyse (Ziff. 3 lit. c der 

Verfügung) sind daher aufzuheben.

4.- Zusammenfassend ist der Rekurs teilweise gutzuheissen. Ziffer 1 der Verfügung des 

Strassenverkehrsamts vom 13. September 2017 ist insoweit aufzuheben, als damit die 

Wiedererteilung der Kategorie A und der Unterkategorie D1 abgewiesen wird. Dem 

Rekurrenten ist der Führerausweis der Kategorie A und der Unterkategorie D1 (ergänzt 

mit dem Code 106 [Brille / Kontaktlinsen] und beschränkt auf 3,5 t) wiederzuerteilen; 

die Ziffern 3 lit. b (Einhalten eines sozialen Alkohol-Trinkverhaltens) und lit. c 

(ergänzende einmalige Haaranalyse) der Verfügung sind gänzlich aufzuheben.

5.- Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten dem Rekurrenten 

und dem Staat je zur Hälfte aufzuerlegen. Eine Entscheidgebühr von Fr. 1'200.– 

erscheint angemessen (vgl. Art. 7 Ziff. 122 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). 

Der Kostenvorschuss von Fr. 1'200.– ist bis zum Betrag von Fr. 600.– zu verrechnen 

und dem Rekurrenten im Restbetrag von Fr. 600.– zurückzuerstatten.

 

Entscheid:

1.  Ziffer 1 der Verfügung des Strassenverkehrsamts vom 13. September 2017 wird 

insoweit

     aufgehoben, als damit die Wiedererteilung der Kategorie A und der Unterkategorie 

D1

     abgewiesen wird. Dem Rekurrenten wird der Führerausweis der Kategorie A und 

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     der Unterkategorie D1 (ergänzt mit dem Code 106 und beschränkt auf 3,5 t) 

wiedererteilt.

     Die Ziffern 3 lit. b (Einhalten eines sozialen Alkohol-Trinkverhaltens) und lit. c 

(ergänzende

     einmalige Haaranalyse) der Verfügung werden aufgehoben.     

 

     Im Übrigen wird der Rekurs abgewiesen.

 

2.  Die amtlichen Kosten von Fr. 1'200.– haben der Rekurrent und die Vorinstanz je zur 

Hälfte

     zu bezahlen. Der Kostenvorschuss von Fr. 1'200.– wird mit dem Kostenanteil des

     Rekurrenten von Fr. 600.– verrechnet und im Restbetrag von Fr. 600.– 

zurückerstattet.

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