# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 78651ef8-d887-52d4-886f-bf5f4423c804
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-06-17
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 17.06.2009 E-3236/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-3236-2009_2009-06-17.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-3236/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 7 .  J u n i  2 0 0 9

Einzelrichter Markus König, 
mit Zustimmung von Richterin Nina Spälti Giannakitsas;
Gerichtsschreiberin Eveline Chastonay.

A._______, geboren (...),
Georgien,
(...)
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 8. Mai 2009 / N_______

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-3236/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer seinen Heimatstaat eigenen Angaben zu-
folge  am  5.  Februar  2009  verliess  und  am  9.  Februar  2009  in  die 
Schweiz einreiste, wo er gleichentags ein Asylgesuch stellte,

dass am 17. Februar 2009 im Empfangs- und Verfahrenszentrum Chi-
asso die summarische Befragung und am 30. März 2009 in Bern die 
Anhörung zu den Asylgründen durch das BFM stattfand,

dass  der  Beschwerdeführer  zur  Begründung  seines  Asylgesuchs  im 
Wesentlichen  angab,  er  sei  ossetischer  Ethnie  und  stamme  aus 
B._______,  habe  sich  politisch  nicht  aktiv  betätigt  und  mit  den 
heimatlichen Behörden keine Probleme gehabt,

dass er im August 2008 wegen der kriegerischen Auseinandersetzun-
gen mit der Familie nach C._______ geflohen und die Familie in einer 
Schule untergebracht worden sei,

dass der älteste Sohn des Beschwerdeführers in der Opposition aktiv 
gewesen,  einmal  zusammengeschlagen  worden  und  daraufhin  vom 
Beschwerdeführer im  September 2008  ins Ausland geschickt worden 
sei,

dass später Unbekannte den Beschwerdeführer bedroht hätten und er 
vor diesem Hintergrund die Heimat verlassen habe,

dass  ein  von  einem  Sprachexperten  der  Fachstelle  LINGUA  am 
21. April 2009 erstelltes Gutachten, welches im Anschluss an ein am 
25. Februar 2009 geführtes Telefongespräch erstellt worden war, zum 
Schluss kam, der Beschwerdeführer sei eindeutig im georgischen Mili-
eu  und  nicht,  wie  von  ihm  behauptet,  im  (süd-)ossetischen  Milieu 
sozialisiert worden,

dass dem Beschwerdeführer  zu diesem Ergebnis  am 23. April  2009 
schriftlich das rechtliche Gehör gewährt wurde,

dass der Beschwerdeführer zur Beschaffung von Identitätsdokumenten 
(georgischer Flüchtlingsausweis) am 27. April  2009 beim Bundesamt 
um Erstreckung der ihm gesetzten Frist zur Stellungnahme ersuchte, 
und die Vorinstanz dieses Gesuch am 29. April 2009 abwies, 

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dass der Beschwerdeführer am 4. Mai 2009 seine Stellungnahme zu 
den Akten reichte und dabei im Wesentlichen die Feststellungen des 
BFM bestätigte, wonach seine Angaben zur Herkunftsregion nicht voll-
ständig seien,

dass  der  Beschwerdeführer  dies  insbesondere  damit  begründete,  er 
sei  im  (...)  bei  einem  Bombenanschlag  verletzt  worden  und  habe 
damals fast vollständig sein Gedächtnis verloren, 

dass  er  ausführte,  er  werde  ein  entsprechendes  ärztliches  Zeugnis 
beibringen, zumal er in ärztlicher Behandlung stehe und regelmässig 
ein Medikament zur Beruhigung einnehmen müsse, und sein Führer-
schein  werde  in  die  Schweiz  geschickt  und  er  werde  diesen  sofort 
nach Erhalt nachreichen,

dass das BFM mit Verfügung vom 8. Mai 2009 – eröffnet am 12. Mai 
2009 – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 
26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat und 
und die Wegweisung des Beschwerdeführers aus der Schweiz sowie 
den Vollzug anordnete,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  der  Be-
schwerdeführer  habe  ohne  entschuldbare  Gründe  keinerlei  Reise- 
oder Identitätspapiere abgegeben,

dass  die  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  namentlich  hinsichtlich 
der Ereignisse, die ihn zur Ausreise veranlasst hätten, unsubstanziiert 
und  vage  geblieben  seien,  seine  Schilderungen  ausserdem  wider-
sprüchlich und dabei stereotyp ausgefallen seien,

dass die vorgebrachten Fluchtgründe ohnehin den Anforderungen von 
Art. 3 AsylG nicht zu genügen vermocht hätten, da es sich dabei um 
Nachteile gehandelt  hätte, die in der kriegerischen Situation im Her-
kunftsland und nicht in einer gezielten individuellen Verfolgung begrün-
det gewesen wären,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 19. Mai 2009 gegen die-
sen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und 
dabei beantragte, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und be-
züglich der Fragen der Flüchtlingseigenschaft und der Asylgewährung 
an die Vorinstanz zurückzuweisen, eventuell sei die Unzulässigkeit, al-

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lenfalls die Unzumutbarkeit der Wegweisung festzustellen und als Fol-
ge davon von Amtes wegen die vorläufige Aufnahme anzuordnen, 

dass  in  prozessualer  Hinsicht  die  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege beantragt wurde, und der Beschwerdeführer sich ausser-
dem vorbehielt,  innert  der – gemäss seiner Ansicht 30-tägigen – Be-
schwerdefrist weitere Ergänzungen zu den Akten zu reichen,

dass mit Zwischenverfügung des Instruktionsrichters vom 25. Mai 2009 
Frist  zur  Verbesserung der  Beschwerde (Unterzeichnung)  angesetzt, 
gleichzeitig  das  Gesuch  um Gewährung  der  unentgeltlichen Rechts-
pflege abgewiesen und der Beschwerdeführer zur Leistung eines Kos-
tenvorschusses aufgefordert wurde,

dass sowohl der verlangte Kostenvorschuss als auch die Beschwerde-
verbesserung fristgerecht geleistet respektive eingereicht wurde,

dass der Beschwerdeführer am 25. Mai 2009 eine "Beschwerdenach-
besserung" zu den Akten reichte,

und das Bundesverwaltungsgericht erwägt,

dass es endgültig  über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5  des 
Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfah-
ren [VwVG, SR 172.021])  des BFM über  Asyl  und Wegweisung ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

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dass die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentschei-
de grundsätzlich auf die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass bei der am 1. Januar 2007 in Kraft getretenen Modifikation des 
Nichteintretenstatbestandes  von  Art.  32  Abs.  2  Bst.  a  (und  Abs.  3) 
AsylG, auf welchen sich die hier angefochtene Verfügung stützt,  nun 
die Besonderheit besteht, dass das BFM im Rahmen einer summari-
schen  Prüfung  das  offenkundige  Nichterfüllen  der  Flüchtlingseigen-
schaft  im  Sinne  von Art.  3  AsylG und  das  offenkundige Fehlen  von 
Wegweisungsvollzugshindernissen  zu  beurteilen  hat  (vgl.  Art.  32 
Abs. 3 Bstn. b und c AsylG), weshalb insoweit bei dagegen erhobenen 
Beschwerden auch die Flüchtlingseigenschaft Prozessgegenstand bil-
det (vgl. Urteil BVGE 2007/8 E. 5),

dass  in  der  Frage der  Wegweisung und deren  Vollzugs die  Beurtei-
lungszuständigkeit  des  Bundesverwaltungsgerichts  nicht  beschränkt 
ist, weil das BFM sich diesbezüglich gemäss Art. 44 AsylG in Verbin-
dung mit Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 
über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) auch mate-
riell zur Sache zu äussern hatte,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien aus entschuldbaren Grün-
den nicht  in  der  Lage (Art. 32  Abs. 3 Bst. a  AsylG),  oder  wenn auf 

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Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht-
lingseigenschaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs. 3  Bst.  b  AsylG)  oder 
wenn sich auf Grund der Anhörung die Notwendigkeit zusätzlicher Ab-
klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Voll-
zugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass  vorliegend  die  Nichtabgabe  von  Reisepapieren  im  Sinne  von 
Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 Bst. a AsylG innerhalb von 48 Stunden 
nach Einreichung des Asylgesuches unbestritten ist,

dass  der  Beschwerdeführer  in  seiner  "Beschwerdenachbesserung" 
vom 25. Mai 2009 eine Kopie seines Führerausweises zu den Akten 
reichte  und ausführte,  damit  stehe seine Identität  eindeutig  fest,  die 
gesetzliche Frist von 48 Stunden betreffe die bei der Reise benutzten 
Dokumente,  welche  er  nicht  gehabt  habe,  andere  Identitätspapiere 
habe er  nicht  in seinem Besitz,  er halte  an seinem Reiseweg sowie 
daran fest, dass er ohne Identitätspapiere in die Schweiz gelangt sei,

dass der Beschwerdeführer mit diesen Ausführungen die zutreffenden 
Erwägungen des BFM hinsichtlich der Identitätspapiere nicht zu ent-
kräften vermag,

dass er sich zu seinen Ausweisdokumenten in widersprüchliche Anga-
ben verwickelt  hat,  indem er  namentlich  einerseits  angab,  nie  einen 
Auslandpass  besessen zu haben,  dazu  sei  ein  fester  Wohnsitz  not-
wendig  (Protokoll  Empfangszentrum  S. 4),  andererseits  darlegte,  er 
habe in  Georgien einen Auslandpass beantragt  und erhalten,  dieser 
sei abgelaufen und er habe ihn vielleicht weggeworfen (vgl. Protokoll 
Bundesamt S. 3),

dass schon aufgrund dieser Angaben davon auszugehen ist, dass der 
Beschwerdeführer  länger  als  behauptet  in  Georgien gelebt  und dort 
über einen festen Wohnsitz verfügt hat, 

dass diese Schlussfolgerung durch das LINGUA-Gutachten bestätigt 
wird, wonach der Beschwerdeführer eindeutig in Georgien sozialisiert 
worden ist,

dass er  weiter  bei  der  Anhörung vor  dem Bundesamt (vgl. Protokoll 
S. 3) erklärte, er habe sowohl einen Inlandpass als auch einen Identi-
tätsausweis  gehabt,  alle  Papiere  seien  zu  Hause  zurückgeblieben, 
demgegenüber  auf  Beschwerdeebene  nun  ausführt,  er  habe  ausser 

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dem Führerschein  keine weiteren  Identitätspapiere  in  seinem Besitz 
("Beschwerdenachbesserung" vom 25. Mai 2009),

dass das BFM zu Recht auch den Erklärungsversuch des Beschwer-
deführers als  nachgeschoben und unbehelflich beurteilt  hat,  wonach 
er im (...)  bei einem Bombenanschlag verletzt worden sei,  dabei fast 
vollständig  sein  Gedächtnis  verloren  und  dieses  nur  mühsam  wie-
dererlangt  habe,  was  der  Grund  für  seine  teilweise  unvollständigen 
Aussagen namentlich betreffend seine Herkunftsregion sei,

dass in der Praxis Reisepässe und Identitätskarten, nicht aber andere 
behördliche Dokumente wie vorliegend der Fahrausweis – welcher im 
Übrigen in Georgien ausgestellt worden ist und nur in Form einer Foto-
kopie vorliegt – als rechtsgenügliche Reise- oder Identitätspapiere im 
Sinne der  revidierten  Gesetzesbestimmung gelten  (vgl. zum Ganzen 
BVGE 2007/8 E. 4 – 6), und selbst das nachträgliche Einreichen von 
rechtsgenüglichen Identitätspapieren auf  Beschwerdeebene nicht  zur 
Aufhebung des diesbezüglichen Nichteintretensentscheides zu führen 
vermöchte (vgl. BVGE 2007/8 E. 7.1 mit weiteren Hinweisen),

dass in Würdigung aller Umstände das BFM somit in seiner Verfügung 
zu Recht zum Schluss gekommen ist,  es sei  dem Beschwerdeführer 
nicht gelungen, den Umstand, wonach die Nichteinreichung rechtsge-
nüglicher  Reise-  oder  Identitätspapiere  auf  entschuldbaren  Gründen 
basiere, glaubhaft zu machen (vgl. Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG),

dass die äusserst vage gehaltenen und teilweise stereotypen Ausfüh-
rungen des Beschwerdeführers zu den Fluchtgründen auch nach Auf-
fassung des Bundesverwaltungsgerichts  einen auffälligen Mangel  an 
Realitätskennzeichen aufweisen und insgesamt ebenfalls als unglaub-
haft zu qualifizieren sind, 

dass der Beschwerdeführer in seinen Eingaben auf Beschwerdeebene 
diesen  vorinstanzlichen  Erwägungen  nichts  Konkretes  entgegenhält, 
zur Sache lediglich daran festhält, in Georgien seien sein Leib und Le-
ben in Gefahr, zumal sein Sohn Probleme bekommen habe, 

dass  die  Flüchtlingseigenschaft  offensichtlich  nicht  gegeben  ist,  bei 
der vorliegenden klaren Aktenlage auch keine weiteren Abklärungen 
im  Sinne  von  Art.  32  Abs.  3  Bst.  c  AsylG  vorzunehmen  sind 
beziehungsweise waren (vgl. Art. 32 Abs. 3 Bstn. b und c AsylG),

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dass das BFM somit zu Recht in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG auf  das  Asylgesuch des Beschwerdeführers  nicht  eingetreten 
ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Beschwerdeführer 
weder eine Aufenthaltsbewilligung besitzt noch einen Anspruch auf Er-
teilung einer solchen besteht, weshalb auch die verfügte Wegweisung 
im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestäti-
gen ist (Art. 44 Abs. 1 AsylG, Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 vom 
11. August  1999  über  Verfahrensfragen  [AsylV 1,  SR  142.311];  vgl. 
auch EMARK 2001 Nr. 21),

dass zu prüfen bleibt, ob es Gründe gibt, die dem Vollzug der Wegwei-
sung entgegenstehen,  da im Fall  eines  unzulässigen,  unzumutbaren 
oder unmöglichen Vollzugs das Anwesenheitsverhältnis nach den Be-
stimmungen des AuG zu regeln ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG, Art. 83 Abs. 1 
AuG),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  in  Beachtung  der  massgeblichen 
völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es dem 
Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Ge-
fährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen,  weshalb  das  in 
Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refou-
lements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet und keine 
Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung ersichtlich 
sind,  die  dem Beschwerdeführer  in  seinem Heimat-  oder  Herkunfts-
staat drohen würde (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass die georgischen Truppen in der Nacht auf den 8. August 2008 ei-
nen Überraschungsangriff auf die südossetische Hauptstadt Zinchwali 
gestartet und die Stadt dabei zu einem grossen Teil zerstört haben,

dass  der  georgische Präsident  Saakaschwili  am 8. August  2008 die 
Generalmobilmachung befahl, das Kriegsrecht ausrief und am 9. Au-
gust 2008 militärisch in den Konflikt eingreifen liess,

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dass sich die georgischen Truppen daraufhin umgehend aus Südosse-
tien zurückziehen mussten und am 12. August 2008 ein von der Euro-
päischen Union vermittelter Waffenstillstand von beiden Seiten akzep-
tiert wurde und sich seither die Situation weitgehend beruhigt hat,

dass somit  im aktuellen  Zeitpunkt  in  Georgien keine Situation  allge-
meiner Gewalt herrscht und nicht von einer konkreten Gefährdung der 
Bevölkerung auszugehen ist, 

dass auch keine individuellen Wegweisungsvollzugshindernisse zu er-
kennen sind, die vom Beschwerdeführer erwähnte medikamentöse Be-
handlung mit Beruhigungsmitteln nötigenfalls auch im Heimat- respek-
tive Herkunftsstaat fortgesetzt werden könnte,

dass  er  eine  Ausbildung  als  D._______  hat  und  er  zu  seiner  in 
C._______ verbliebenen Familie zurückkehren kann,

dass der Vollzug der Wegweisung damit zumutbar ist,

dass sich aufgrund der Akten schliesslich keine Hinweise auf das Vor-
liegen technischer Vollzugshindernisse ergeben,  weshalb der  Vollzug 
auch als möglich erscheint (Art. 83 Abs. 2 AuG),

dass der Wegweisungsvollzug somit als zulässig, zumutbar und mög-
lich im Sinne von Art. 83 Abs. 1-4 zu qualifizieren ist,

dass für die Anordnung einer vorläufigen Aufnahme deshalb keine Ver-
anlassung besteht, der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Wegwei-
sung vielmehr zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder unangemessen sei (vgl. Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde 
abzuweisen ist,

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten in der Höhe von 
Fr. 600.--  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art.  16  Abs.  1 
Bst. a VGG, Art. 2 und 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über 
die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 
[VGKE, SR 173.320.2], Art. 63 Abs. 1 VwVG), wobei diese mit dem ge-

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leisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe verrechnet werden und da-
mit bereits beglichen sind.

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  durch  den  in  gleicher  Höhe  geleisteten 
Kostenvorschuss beglichen.

3.
Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das Bundesamt und die 
zuständige kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Markus König Eveline Chastonay

Versand: 

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