# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 975eb766-73d1-54ab-b8af-f3054e21e3c3
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-12-11
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 11.12.2008 S 2007 188
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2007-188_2008-12-11.pdf

## Full Text

S 07 188

2. Kammer als Versicherungsgericht

URTEIL
vom 11. Dezember 2007

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

betreffend IV-Rente

1. Die am … 1950 geborene … (nachfolgend Versicherte oder 

Beschwerdeführerin genannt) meldete sich am 14. Mai 2002 zum Bezug von 

Leistungen der Eidgenössischen Invalidenversicherung an. Gemäss dem 

Bericht der Spezialisten der Zürcher Höhenklinik Davos vom 5. Mai 2002 

leidet die Versicherte an einem chronfizierten lumbospondylogenen 

Schmerzsyndrom links, einem Hypermobilitätssyndrom, arterieller Hypertonie 

und Verdacht auf seborrische Dermatitis. Aufgrund der bisherigen 

Untersuchungen und Befunde sei das Ausmass der Symptome rein 

strukturpathologisch nicht zu erklären, es müsse jedoch von einer relevanten 

Symptomausweitung und Chronifizierung ausgegangen werden. Die 

Versicherte sei wegen diesen Befunden für körperlich leichte, 

wechselbelastende Tätigkeiten aber durchaus zu 60-70% arbeitsfähig. Im 

Bericht vom 19. Februar 2003 gab Dr. med … an, der Gesundheitszustand 

habe sich seit dem Jahr 2001 verschlechtert und wegen einer Chronifizierung 

der geklagten Leiden sei nun eine Arbeitsunfähigkeit von 60-70% eingetreten. 

In der Folge wurde das Leistungsbegehren der Versicherten mit Verfügung 

vom 22. Juli 2003 durch die IV-Stelle des Kantons Graubünden (nachfolgend 

IVG) abgewiesen, da der IV-Grad bei 28% liege und somit nicht 

rentenbegründend sei. Dagegen erhob die Versicherte am 19. August 2003 

Einsprache, welche mit Einspracheentscheid vom 1. April 2004 abgewiesen 

wurde. Gegen diesen Entscheid erhob die Versicherte mit Eingabe vom 

17. Mai 2004 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden. Dieses hiess die Beschwerde mit Urteil vom 19. August 2004 

wegen Verletzung des rechtlichen Gehörs gut und wies die Sache zur 

Neubeurteilung an die Vorinstanz zurück. 

2. Mit Vorbescheid vom 11. August 2006 teilte die IVG der Versicherten mit, sie 

habe ab dem 1. Juni 2004 – bei einem Invaliditätsgrad von 43% - Anspruch 

auf eine Viertelsrente, vor diesem Zeitpunkt würden jedoch keine Ansprüche 

auf Leistungen der Invalidenversicherung bestehen. Diesen Entscheid erliess 

die IVG insbesondere aufgrund der Berichte des Hausarztes der Versicherten, 

Dr. med. …, vom 2. Mai 2006 und des behandelnden Orthopäden Dr. med. … 

vom 3. Juli 2006 sowie der Abschlussbeurteilung des Regionalen Ärztlichen 

Dienstes (RAD) Ostschweiz vom 17. Juli 2006. Dr. med. … vom RAD 

Ostschweiz hatte festgestellt, dass die Versicherte in ihrer ursprünglichen 

Tätigkeit als Hilfsköchin seit 2001 zu 100% arbeitsunfähig sei, ihr jedoch in 

einer angepassten Tätigkeit ab dem Jahr 2002 eine Arbeitsfähigkeit von 60 – 

70% attestiert worden sei. Im Juni 2004 habe sich der Gesundheitszustand 

der Versicherten verschlechtert, so dass ab diesem Zeitpunkt von einer 

verbleibenden Arbeitsfähigkeit von 50% ausgegangen werden könne. 

Gegen diesen Vorbescheid erhob die Versicherte, vertreten durch 

Rechtsanwalt …, mit Eingabe vom 1. September 2006 Einwand. Der Einwand 

wurde insofern gutgeheissen, als die IVG durch Dr. med. … ein 

rheumatologisches Gutachten erstellen liess. Dieses Fachgutachten vom 23. 

März 2007 bestätigte die bisherige Einschätzung der verbleibenden 

Arbeitsfähigkeit der Versicherten, indem ihr eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit 

in ihrer bisherigen Tätigkeit attestiert wurde, in einer angepassten Tätigkeit 

jedoch von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen wird. Am 29. Mai 

2007 stellte die IVG der Versicherten einen erneuten Vorbescheid mit 

gleichlautendem Invaliditätsgrad zu, worauf die Versicherte erneut Einwand 

erhob und dabei auf die Begründung der Eingabe vom 1. September 2006 

verwies. Mit Verfügung vom 25. September 2007 sprach die IVG der 

Versicherten ab dem 1. Juni 2004 eine Viertelsrente zu. 

3. Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte mit Eingabe vom 10. Oktober 

2007 Beschwerde. Sie beantragte, die Verfügung der IVG vom 25. September 

2007 sei aufzuheben und ihr sei rückwirkend ab dem 26. Mai 2002 eine IV-

Rente von mindestens einem Viertel zuzusprechen. Spätestens ab dem 1. 

Juni 2004 sei ihr eine ganze Rente, eventualiter eine Rente von drei Vierteln, 

zu gewähren. 

Mit Beschwerdeantwort vom 24. Oktober 2007 hält die Beschwerdegegnerin 

vollumfänglich an ihrer Verfügung fest. 

Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften wird, soweit 

erforderlich, in den Erwägungen eingegangen. 

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Gegenstand der rechtlichen Auseinandersetzung bildet die Frage, ob der 

Beschwerdeführerin zu Recht eine Rente verweigert wurde bzw. ob ihr eine 

höhere Rente zusteht. Massgebend ist dabei der Sachverhalt, der sich bis 

zum Zeitpunkt des Verfügungserlasses am 25. September 2007 verwirklicht 

hat.

2. Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze 

oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Diese Formulierung 

lehnt sich direkt an die bisherige Gesetzgebung an (Art. 4 Abs. 1 IVG und Art. 

18 Abs. 2 Satz 1 UVG, jeweils in der bis 31. Dezember 2002 gültig gewesenen 

Fassung). Die bislang zum Invaliditätsbegriff entwickelte Rechtsprechung 

bezüglich erwerbstätiger Personen behält somit auch weiterhin Gültigkeit 

(BGE 130 V 347 Erw. 3.3.1 und 3.3.2; RKUV 2004 U 529 S. 574 f. Erw. 1.3.3. 

und 1.4).

Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das 

die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch 

eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen 

könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 

könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG). Die Normierung 

von Art. 16 ATSG führt nicht zu einer Modifizierung der bisherigen 

Rechtsprechung zur Invaliditätsbemessung bei Erwerbstätigen, welche 

weiterhin nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs 

vorzunehmen ist (BGE 130 V 349 Erw. 3.4.2).

Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die 

beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau 

ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der 

Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Insoweit die 

fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden 

können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu 

schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu 

vergleichen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 30 

Erw. 1, 104 V 136 Erw. 2a und b; ZAK 1990 S. 518 Erw. 2; RKUV 1989 U 69 

S. 176 Erw. 1). Für eine korrekte Invaliditätsbemessung nach der 

Einkommensvergleichsmethode ist unabdingbar, dass die dafür notwendigen 

Einkommens- oder Prozentzahlen konkret und sorgfältig ermittelt und die 

massgebenden Zahlen in den Akten festgehalten werden, damit die 

versicherte Person in Erfahrung bringen kann, aufgrund welcher erwerblicher 

Annahmen die Verwaltung auf einen bestimmten Invaliditätsgrad erkannt hat 

(BGE 114 V 313 Erw. 3a; AHI 1998 S. 253 Erw. 3a).

Nach der Rechtsprechung des Eidg. Versicherungsgerichts ist für die 

Vornahme des Einkommensvergleichs grundsätzlich auf die Gegebenheiten 

im Zeitpunkt des (hypothetischen) Rentenbeginns abzustellen, und zwar 

sowohl was das Validen-, wie auch das Invalideneinkommen betrifft. Allfällige 

rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen sind bis zum 

Verfügungserlass zu berücksichtigen (BGE 129 V 222, 128 V 174; SVR 2003 

IV Nr. 11 Erw. 3.1.1).

3. Für die Ermittlung des Einkommens, welches die versicherte Person ohne 

Invalidität erzielen könnte (Valideneinkommen), ist entscheidend, was sie im 

Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. 

Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und 

der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft (BGE 

129 V 224 Erw. 4.3.1; RKUV 2006 U 568 S. 66 Erw. 2).

Lässt sich aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse das ohne gesundheitliche 

Beeinträchtigung realisierbare Einkommen nicht hinreichend genau beziffern, 

ist auf Erfahrungs- und Durchschnittswerte gemäss Tabellenlohn abzustellen. 

Auf sie darf jedoch im Rahmen der Invaliditätsbemessung nur unter 

Mitberücksichtigung der für die Entlöhnung im Einzelfall gegebenenfalls 

relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren abgestellt werden (AHI 

1999 S. 240 Erw. 3b; Entscheid des EVG vom 30. Oktober 2002 i.S. D., I 

517/02, Erw. 1.2, abrufbar unter www.bger.ch).

Die Beschwerdegegnerin stellte bei Erlass ihrer Verfügung auf das 

Einkommen ab, welches die Beschwerdeführerin bei ihrem letzten 

Arbeitsgeber als Office-Mitarbeiterin erzielt hatte. Somit habe sie ein 

hypothetisches Valideneinkommen, aufindexiert für das Jahr 2005, von CHF 

37'318.-- erzielt. Dieses Vorgehen ist grundsätzlich nicht zu beanstanden und 

entspricht der geltenden höchstrichterlichen Rechtsprechung. 

Die Beschwerdeführerin macht, was die Ermittlung des Valideneinkommens 

betrifft, geltend, sie habe grundsätzlich Anspruch auf einen 13. Monatslohn 

gehabt, was bei der Berechnung zu berücksichtigen sei. Dem ist 

beizupflichten, hat doch auch die Beschwerdegegnerin in ihrer 

Vernehmlassung vom 24. Oktober 2007 festgehalten, dass das 

Valideneinkommen um den 13. Monatslohn erhöht werden könne, womit sich 

ein effektives Valideneinkommen von CHF 40'428.25 ergibt.

Weiter wird durch die Beschwerdeführerin die Tatsache gerügt, dass ihr 

damals erzieltes Einkommen um ca. 15% unter den Werten der 

Lohnstrukturerhebung aus dem Jahre 2004 (Tabelle TA 1, 

Anforderungsniveau 4) liege. Die Beschwerdegegnerin habe somit von den 

für die Beschwerdeführerin günstigeren Tabellenlöhnen – anstelle des 

tatsächlich erzielten Einkommens – auszugehen. Dieser Argumentation kann 

vorliegend nicht gefolgt werden. Das von der Beschwerdeführerin erzielte 

Einkommen liegt im Bereich dessen, was eine Arbeitnehmerin mit den 

Voraussetzungen der Beschwerdeführerin bei einer solchen Arbeitsstelle 

verdienen kann. Die LSE-Werte entsprechen Durchschnittswerten, von 

welchen es naturgemäss Abweichungen nach oben und nach unten geben 

muss. Im Weiteren kann auf die ausführliche Begründung der 

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Beschwerdegegnerin in der Vernehmlassung vom 24. Oktober 2007 

verwiesen werden. 

4. a) Für die Bestimmung des trotz Gesundheitsschädigung zumutbarerweise noch 

realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist primär von der 

beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 

Person konkret steht (BGE 129 V 475 Erw. 4.2.1, 126 V 76 Erw. 3b aa). Im 

Rahmen der Invaliditätsbemessung darf bei der Bestimmung des trotz der 

gesundheitlichen Beeinträchtigung zumutbarerweise erzielbaren 

Einkommens nicht von realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten ausgegangen 

werden. Von der versicherten Person können nur Vorkehren verlangt werden, 

die unter Berücksichtigung der gesamten objektiven und subjektiven 

Gegebenheiten des Einzelfalles zumutbar sind (BGE 113 V 28 Erw. 4a; ZAK 

1989 S. 321 Erw. 4a).

Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder 

jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, 

so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom 

Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) 

herangezogen werden (BGE 129 V 475 Erw. 4.2.1, 126 V 76 Erw. 3b bb; 

RKUV 1999 U 343 S. 412 Erw. 4b aa). Für die Bestimmung des 

Invalideneinkommens anhand von Tabellenlöhnen bei Versicherten, die nach 

Eintritt des Gesundheitsschadens lediglich noch leichte und intellektuell nicht 

anspruchsvolle Arbeiten verrichten können, ist in der Regel vom 

durchschnittlichen monatlichen Bruttolohn für Männer oder Frauen bei 

einfachen und repetitiven Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4 des 

Arbeitsplatzes) auszugehen. Dabei sind in erster Linie die Lohnverhältnisse 

im privaten Sektor massgebend (SVR 2002 UV Nr. 15 Erw. 3c cc). Da den 

Tabellenlöhnen generell eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zu Grunde 

liegt, ist eine Umrechnung auf eine betriebsübliche durchschnittliche 

Wochenarbeitszeit erforderlich (BGE 126 V 77 Erw. 3b bb).

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die 

selbst bei leichten Hilfsarbeitstätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll 

leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern lohnmässig 

benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurchschnittlichen 

Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit einem Abzug vom 

Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 124 V 323 Erw. 3b bb; AHI 2000 S. 

82 Erw. 2b; RKUV 2003 U 494 S. 390 Erw. 4.2.3). Die Frage, ob und in 

welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen 

persönlichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab 

(leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, 

Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad). Der Einfluss 

sämtlicher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem 

Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf insgesamt 

höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 129 V 481 Erw. 4.2.3, 126 V 80 Erw. 

5b bb und cc; AHI 2002 S. 69 ff. Erw. 4b).

b) Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 

Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 

Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 

beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 

welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 

ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 

welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können 

(BGE 132 V 99 f. Erw. 4, 125 V 261 Erw. 4). Demgegenüber fällt es nicht in 

den Aufgabenbereich des Arztes oder der Ärztin, sich zur Höhe einer 

allfälligen Rente zu äussern, da der Begriff der 

rentenanspruchsbegründenden Invalidität nicht nur von medizinischen, 

sondern auch von erwerblichen Faktoren bestimmt wird (vgl. Art. 16 ATSG).

Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass das 

Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 

unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 

ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 

Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 

widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 

ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, 

warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt 

(AHI 2001 S. 113 Erw. 3a). Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt 

davon ab, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf 

allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 

berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, 

in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung 

der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit 

weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der 

eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder 

Gutachten, sondern dessen Inhalt (BGE 125 V 352 Erw. 3a; AHI 2001 S. 113 

f. Erw. 3a; RKUV 2003 U 487 S. 345 Erw. 5.1).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweiswert 

zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in 

sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit 

bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem 

Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 

mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Gleiches gilt, wenn 

ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wiederholt für die 

Erstellung von Gutachten beigezogen wird (RKUV 1999 U 332 S. 193 Erw. 2a 

bb). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die 

Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im 

Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im 

Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters 

allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 354 Erw. 3b ee; SVR 

2003 UV Nr. 15 S. 45 Erw. 3.2.2, 1999 KV Nr. 22 Erw. 3b; AHI 2001 S. 115 

Erw. 3b ee). Die Berichte und Gutachten ständiger Vertrauensärzte haben in 

beweisrechtlicher Hinsicht grundsätzlich den gleichen Stellenwert wie die 

verwaltungsinternen Arztberichte und Gutachten der UVG-Versicherer (BGE 

122 V 161; RKUV 2001 KV 189 S. 492 Erw. 5b).

Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens durch die SUVA und durch UVG-

Privatversicherer eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten, welche 

auf Grund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach 

Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu 

schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle 

Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die 

Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 Erw. 3b bb). 

Hinsichtlich der im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten externer 

Spezialärzte durch die IV-Stellen gelten sinngemäss die im Bereich der 

Unfallversicherung massgebenden Grundsätze (Entscheid des EVG vom 9. 

August 2000 i.S. A., I 437/99, abrufbar unter www.bger.ch).

c) Für die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin bis zum 31. Mai 2004 hat die 

Beschwerdegegnerin auf den Bericht der Höhenklinik Davos vom 5. Mai 2002 

abgestellt. Demnach war der Beschwerdeführerin bis zu diesem Zeitpunkt 

eine angepasste Tätigkeit im Umfang von 60 – 70% zumutbar. Die 

Beschwerdegegnerin ging, in Übereinstimmung mit der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung, vom Mittelwert und somit von einer verbleibenden 

Arbeitsfähigkeit von 65% aus. Dieses Vorgehen erweist sich somit 

grundsätzlich als korrekt. Die Beschwerdeführerin bringt dagegen vor, bereits 

vor dem genannten Zeitpunkt habe eine wesentlich tiefere Arbeitsfähigkeit 

vorgelegen. Dem kann nicht zugestimmt werden, hat doch das 

Verwaltungsgericht bereits im Urteil vom 19. August 2004 festgestellt, dass 

auf den oben erwähnten Bericht vollumfänglich abgestellt werden kann, da er 

sämtliche Kriterien, welche den Beweiswert eines ärztlichen Berichtes 

ausmachen, erfüllt (vgl. Erw. 4 a sowie das Urteil des Verwaltungsgerichts 

vom 19. August 2004). 

Ab dem 1. Juni 2004 stellte die Beschwerdegegnerin auf das Gutachten von 

Dr. med. …, Facharzt für Rheumatologie und Innere Medizin, vom 23. März 

2007, ab. Der Spezialist erachtete die Beschwerdeführerin für die Arbeit als 

Officeangestellte in einem Restaurant als zu 100% arbeitsunfähig. 

Gleichzeitig gibt er jedoch auch an, in einer leichten körperlichen Tätigkeit mit 

Wechselbelastung ohne anhaltendes Sitzen oder Stehen sei eine 50%ige 

Arbeitsfähigkeit gegeben, am besten verteilt auf 2x2 Stunden pro Tag. Diese 

Einschätzung erging gestützt auf eine umfassende Anamnese sowie einer 

eingehenden persönlichen Untersuchung der Beschwerdeführerin. Er ist für 

die streitigen Belange umfassend und berücksichtigt die von der 

Beschwerdeführerin vorgebrachten Beschwerden. Zudem bestehen keine 

Anzeichen, welche seine Glaubwürdigkeit zu erschüttern vermögen. Somit 

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stellte die Beschwerdegegnerin für die Ermittlung des Invalideneinkommens 

zu Recht auf dieses Gutachten ab.

Die Beschwerdeführerin macht geltend, es sei äusserst fragwürdig, wenn die 

Beschwerdegegnerin von zwei Ärzten unabhängige Berichte einfordere, 

dieselben jedoch ignoriere, im Vorbescheid vom 11. August 2006 ankündige, 

die Arbeitsunfähigkeit betrage gleichwohl 50% und in der Folge diesen 

Vorbescheid durch ein neuerliches ärztliches Gutachten abstützen wolle. 

Dazu ist festzuhalten, dass nach Art. 43 Abs. 1 ATSG der Versicherungsträger 

die Begehren prüft, die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vornimmt 

und die erforderlichen Auskünfte einholt. Der Untersuchungsgrundsatz 

besagt, dass die verfügende Instanz den rechtserheblichen Sachverhalt von 

Amtes wegen, aus eigener Initiative und ohne Bindung an die Vorbringen oder 

Beweisanträge der Parteien, abklären und feststellen muss (BGE 122 V 158 

Erw. 1a, 119 V 349 Erw. 1a, 117 V 263 Erw. 3b mit Hinweisen). Somit hat die 

Beschwerdegegnerin die nötigen Veranlassungen getroffen, um den 

Sachverhalt genügend abzuklären. Dieses Vorgehen ist daher nicht zu 

beanstanden.

Von der Beschwerdeführerin wird vorgebracht, das Fachgutachten von Dr. 

med. … sei dadurch beeinflusst worden, dass er um den von der 

Beschwerdegegnerin „gewollten“ Invaliditätsgrad gewusst habe und seine 

Einschätzung der Arbeitsfähigkeit deshalb entsprechend ausgefallen sei. Wie 

bereits festgestellt, erfüllt dieses Gutachten die von der Rechtsprechung 

geforderten Kriterien. Demgegenüber handelt es sich bei den Berichten von 

Dr. med. … und Dr. med. … um Berichte von behandelnden Ärzten. Solange 

keine konkreten Anhaltspunkte ersichtlich sind, welche die Glaubwürdigkeit 

der Atteste eines Hausarztes zu erschüttern vermögen, ist es unzulässig, 

deren Angaben bei der Beweiswürdigung unter Hinweis auf ihre Stellung und 

unter Berufung auf die fachliche Kompetenz der Ärzte einer Universitätsklinik 

ausser acht zu lassen (Entscheid des EVG vom 19. April 1990; I 498/89). In 

Bezug auf Atteste von Hausärzten darf und soll das Gericht jedoch der 

Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick 

auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher 

zugunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 353 Erw. 3b cc, 122 V 160 

Erw. 1c). Dies gilt nicht nur für den allgemein praktizierenden Hausarzt, 

sondern ebenso für den behandelnden Spezialarzt und erst recht für den 

schmerztherapeutisch tätigen Arzt mit seinem besonderen 

Vertrauensverhältnis und dem Erfordernis, den geklagten Schmerz zunächst 

bedingungslos zu akzeptieren (Entscheid des EVG vom 20. März 2006 i.S. 

S.; I 655/05 Erw. 5.4 mit Hinweisen). Somit ist das Abstellen der 

Beschwerdegegnerin auf das fragliche Gutachten nicht zu beanstanden.

Gesamthaft ergibt sich, dass die Beschwerdegegnerin ihren Entscheid zu 

Recht auf dieses Fachgutachten abgestützt hat.

d) Die Beschwerdeführerin bringt zudem vor, der gewährte Abzug auf den 

Tabellenlöhnen von 10% sei viel zu niedrig, es sei mindestens von einem 

Abzug von 20% auszugehen. Dieser Argumentation kann so nicht gefolgt 

werden. Die Beschwerdegegnerin hat den Abzug nach den in Erw. 4a 

erwähnten Kriterien (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, 

Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad) festzusetzen. 

Dabei steht der Beschwerdegegnerin ein gewisses Ermessen zu, welches 

vorliegend in keiner Weise missbraucht wurde. Der Abzug von 10% auf den 

Tabellenlöhnen gibt daher keinen Anlass zur Beschwerde.

5. Vorliegend ist - betreffend Berechnung des Invaliditätsgrades – aufgrund der 

obgenannten Feststellungen die Beschwerdeführerin für die Zeit bis zum 31. 

Mai 2004 als zu 65% arbeitsfähig zu betrachten, ab dem 1. Juni 2004 

hingegen liegt aus medizinischer Sicht eine Arbeitsfähigkeit von 50% vor. 

Die Beschwerdegegnerin zieht für das Invalideneinkommen die 

Tabellenlöhne gemäss LSE heran, was sich, wie sich aus obgenannter 

Rechtsprechung ergibt, als korrekt erweist (vgl. Erw. 4a). Zudem hat sie in 

ihrer Vernehmlassung festgehalten, dass bei der Berechnung, welche in der 

Verfügung aufgeführt wurde, von den Werten der Tabelle TA 1 Werte 

Ostschweiz anstatt von der Tabelle TA 1 Schweiz ausgegangen wurde. 

Weiter seien die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit den neusten 

Wirtschaftsdaten angepasst worden. Aufgrund dieser Korrekturen erweisen 

sich die Berechnungen der Beschwerdegegnerin nunmehr als zutreffend, 

womit bis Ende Mai 2004 ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 

29% vorliegt, ab dem 1. Juni 2004 hingegen ein rentenbegründender 

Invaliditätsgrad von 45%, welcher der Beschwerdeführerin Anspruch auf eine 

Viertelsrente gibt (für die detaillierten Berechnungen sei auf die umfassenden 

und durchwegs zutreffende Ausführungen in der Vernehmlassung vom 24. 

Oktober 2007 verwiesen). Wegen den geringfügigen und nichts an der 

Anspruchsberechtigung ändernden Berechnungsunterschieden hat die 

Beschwerdegegnerin nicht erneut über den Anspruch zu befinden.

Die Beschwerdeführerin führt aus, die Ablehnung des Rentenanspruchs für 

den Zeitraum vor dem 1. Juni 2004 sei in Anbetracht der Erkenntnisse des 

Urteils des Verwaltungsgerichts vom 19. August 2004 nicht haltbar. Die 

Beschwerdegegnerin habe nach genanntem Urteil keineswegs erneut auf die 

LSE-Werte abstellen dürfen, sei dies doch durch das Gericht untersagt 

worden. 

Dieser Argumentation kann aus folgenden Gründen nicht gefolgt werden: Das 

Bundesgericht hat in seiner Rechtsprechung wiederholt festgehalten, dass die 

Werte der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung in gewissen Fällen 

durchaus ein taugliches und praktikables Mittel sei, um die fraglichen 

Einkommen zu berechnen (vgl. BGE 129 V 472 statt vieler). Zudem verlangte 

das Urteil des Verwaltungsgerichts vom 19. August 2004 gemäss 

Urteilsdispositiv lediglich, dass die Sache zur Neubeurteilung, unter Wahrung 

des rechtlichen Gehörs, an die Vorinstanz zurückgewiesen werde. Das 

Heranziehen der Tabellenlöhne gemäss LSE ist nach Gesagtem vorliegend 

korrekt und widerspricht nicht dem Urteil des Verwaltungsgerichts vom 19. 

August 2004.

Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde unbegründet und 

deshalb abzuweisen ist.

6. Das Beschwerdeverfahren ist gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG (in Kraft seit dem 

1. Juli 2006) vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die 

Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Daher hat 

die Beschwerdeführerin die Kosten in Höhe von CHF 700.00 zu tragen. 

Der Beschwerdeführerin kann aufgrund ihrer finanziellen Verhältnisse die 

unentgeltliche Prozessführung gewährt werden. Sollten sich jedoch ihre 

Einkommens- und Vermögensverhältnisse verändern, so sind die Kosten dem 

Gericht zurück zu erstatten.

Jede Person, die nicht über die erforderlichen Mittel verfügt, hat Anspruch auf 

unentgeltliche Rechtspflege, wenn ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos 

erscheint. Soweit es zur Wahrung ihrer Rechte notwendig ist, hat sie 

ausserdem Anspruch auf unentgeltlichen Rechtsbeistand (Art. 29 Abs. 3 BV). 

Das Recht, sich verbeiständen zu lassen, muss gewährleistet sein. Wo die 

Verhältnisse es rechtfertigen, wird der Beschwerde führenden Person ein 

unentgeltlicher Rechtsbeistand bewilligt (Art. 61 lit. f ATSG). Die 

Voraussetzungen für die Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung und 

Verbeiständung sind in der Regel erfüllt, wenn der Prozess nicht aussichtslos 

erscheint, die Partei bedürftig und die Verbeiständung durch einen Anwalt 

oder eine Anwältin notwendig oder doch geboten ist (BGE 125 V 202 Erw. 4a 

mit Hinweisen). In Anbetracht des vorliegenden Falles ist der 

Beschwerdeführerin die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren. Die von 

Rechtsanwalt … eingereichte Kostennote vom 26. Oktober 2007 ist nach 

konstanter Rechtsprechung des Gerichtes jedoch dahingehend zu 

korrigieren, dass ein Stundensatz von CHF 180.00 (entspricht 75% des vom 

Rechtsvertreter geforderten Stundensatzes von CHF 240.00) in Rechnung 

gestellt werden kann. Somit ergibt sich für den Rechtsanwalt der 

Beschwerdeführerin eine Entschädigung von Fr. 3'494.75 (Honorar Fr. 3’060.-

-, Spesen Fr 187.90 und MWST Fr. 246.85), welche durch das Gericht 

übernommen wird. Sollten sich die finanziellen Verhältnisse der 

Beschwerdeführerin ändern, so hat diese rückwirkend die angefallenen 

Kosten zu erstatten. 

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdeführerin 

auferlegt.

3. In Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird die 

Beschwerdeführerin von der Zahlungspflicht der Verfahrenskosten befreit.

4. Der Beschwerdeführerin wird die unentgeltliche Rechtspflege gewährt. Es 

wird ihr in der Person von Rechtsanwalt … ein Anwalt auf Kosten des Staates 

bestellt. Dieser wird durch das Verwaltungsgericht mit Fr. 3’494.75 

entschädigt. Verbessern sich die Einkommens- und Vermögensverhältnisse 

der Beschwerdeführerin, so sind dem Kanton Graubünden die 

übernommenen Kosten zu erstatten. 

Die dagegen an das Bundesgericht erhobene Beschwerde wurde am 5. September 

2008 abgewiesen (9C_488/2008).