# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 54cf750c-d03a-5b39-9657-14c200662880
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-07-16
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 16.07.2010 D-6808/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6808-2007_2010-07-16.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-6808/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 6 .  J u l i  2 0 1 0

Richter Thomas Wespi (Vorsitz), 
Richter Maurice Brodard, Richter Martin Zoller, 
Gerichtsschreiber Stefan Weber.

A._______, geboren B._______,
Sri Lanka,
C._______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 
6. September 2007 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-6808/2007

Sachverhalt:

A.
Eigenen  Angaben  zufolge  verliess  der  Beschwerdeführer,  ein  aus 
D._______, Nordprovinz, stammender srilankischer Staatsangehöriger 
tamilischer  Ethnie  mit  letztem Wohnsitz  in  Colombo,  seinen  Heimat-
staat  am 9. Juli  2006  auf  dem Luftweg. Über  E._______  sei  er  am 
11. Juli  2006  unter  Umgehung  der  Grenzkontrolle  in  die  Schweiz 
gelangt. Am gleichen Tag stellte er im F._______ ein Asylgesuch. Nach 
der Kurzbefragung vom 14. Juli 2006 wurde der Beschwerdeführer mit 
Verfügung  vom  4. August  2006  für  den  Aufenthalt  während  des 
Asylverfahrens  dem Kanton  G._______  zugewiesen. Am 4.  Oktober 
2006  wurde  er  von der  kantonalen  Behörde  zu  seinen  Asylgründen 
angehört.

Zur Begründung seines Gesuchs führte der Beschwerdeführer im We-
sentlichen aus, er habe sich nach seiner Schulzeit bei der tamilischen 
Gruppierung  H._______  ausbilden  lassen,  sich  anschliessend  aber 
nach  den  Friedensverhandlungen  zwischen  der  srilankischen  und 
indischen  Armee  wieder  nach  Hause  in  sein  Dorf  zurückbegeben. 
Einige  Zeit  später  hätten  die  tamilischen  Organisationen  Eelam 
People's  Revolutionary  Liberation  Front  (EPRLF),  Tamil  Eelam 
Liberation  Organisation  (TELO),  People's  Liberation  Organisation  of 
Tamil Eelam (PLOTE) und Eelam People's Democratic Party (EPDP) 
mit Zwangsrekrutierungen begonnen. Er selber sei von der I._______ 
zwangsrekrutiert  und in  ein  Camp verbracht  worden. Man habe ihm 
gesagt, dass er einer Einheit namens J._______ beitreten müsse, was 
er aber nicht gewollt habe. Dem Rat seiner Mutter folgend und um den 
Behelligungen der  tamilischen Organisationen zu entgehen,  habe er 
sich im Jahre 1989 nach Colombo zu einem Verwandten der Familie 
begeben und in der  Hauptstadt  bis  zu  seiner  Ausreise im Juli  2006 
gelebt. In Colombo habe er seine jetzige Frau kennengelernt und ein 
Onkel von ihm habe ihm dann geholfen zu heiraten. Im Jahre 2005 sei  
er  unter  zwei  Malen von Angehörigen der  Liberation  Tigers  of  Tamil 
Eelam  (LTTE)  aufgesucht  worden,  welche  von  ihm  verlangt  hätten, 
dass  er  in  Colombo  ein  Haus  miete,  welches  die  LTTE  dann  als 
Telekommunikationsstützpunkt  verwenden  könnten.  Da  diese  Treffen 
von  seinen  K._______  Nachbarn  beobachtet  worden  seien,  hätten 
diese nach dem zweiten Treffen die  Polizei  alarmiert,  worauf  er  von 
Angehörigen  der  Sicherheitskräfte  zu  Hause  respektive  auf  dem 
Polizeiposten  befragt  und  schliesslich  wieder  entlassen  worden  sei. 

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Ende des Jahres 2005 sei eine Person namens K. erschossen worden, 
wofür  die  srilankischen  Behörden  tamilische  Organisationen  verant-
wortlich gemacht hätten. In der Folge seien viele Tamilen, so auch er, 
vom L._______ festgenommen und auf den Posten gebracht worden. 
Dort  habe  man  ihn  geschlagen  und  auf  die  Strasse  geworfen, 
weswegen er eine Kopfverletzung erlitten habe. Als er wieder zu sich 
gekommen  sei,  habe  er  sich  im  Spital  wiedergefunden.  Er  sei  von 
einem  Bekannten,  der  ihn  auf  der  Strasse  habe  liegen  sehen,  ins 
M._______  in  die  Unfallabteilung  gebracht  worden.  Dort  habe  man 
seine  Kopfwunde  behandelt  und  ihn  während  zehn  Tagen  gepflegt. 
Nach seiner Entlassung sei er noch zwei bis drei  Mal von Polizisten 
auf  der  Strasse  angehalten  und  über  Angehörige  der  LTTE befragt 
worden. Im Juni 2006 sei ein Brigadier der Armee erschossen worden, 
weshalb  er  sich  aus  Angst  vor  einer  erneuten  Festnahme  und  auf 
Anraten seiner Nachbarn, die ihm von der Suche nach seiner Person 
erzählt hätten, nicht mehr nach Hause begeben habe. Daraufhin habe 
er sich während sechs Monaten versteckt gehalten und sich zur Flucht 
aus  seiner  Heimat  entschlossen.  Ferner  habe  ihm  seine  Frau  bei 
einem Telefongespräch am 18. Juli 2006 erzählt, dass Angehörige des 
L._______ vorbeigekommen seien, Ärger gemacht, nach ihm gesucht 
und alle  Dokumente beschlagnahmt hätten. Auch hätten Angehörige 
der  LTTE  einen  Brief  unter  der  Türe  durchgeschoben,  gemäss 
welchem er sich zwecks Befragung ins N._______ begeben solle. Auf 
die  weiteren  Ausführungen  wird,  soweit  wesentlich,  in  den  nach-
folgenden Erwägungen eingegangen.

B.
Mit  Verfügung  vom 6.  September  2007  -  eröffnet  am 7.  September 
2007  -  lehnte  das  BFM das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  ab 
und  ordnete  dessen  Wegweisung  aus  der  Schweiz  an. Zur  Begrün-
dung führte es aus, dass seine Vorbringen den Anforderungen an die 
Glaubhaftigkeit  gemäss  Art.  7  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni 1998 
(AsylG,  SR 142.31)  nicht  genügten.  Ausserdem  sei  der  Vollzug  der 
Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich.

C.
Mit  Eingabe vom 8. Oktober  2007 beantragte  der  Beschwerdeführer 
die  Aufhebung der  vorinstanzlichen Verfügung,  die  Zuerkennung der 
Flüchtlingseigenschaft sowie die Gewährung von Asyl. Eventualiter sei 
die  Unzulässigkeit  sowie  die  Unzumutbarkeit  des  Wegweisungsvoll-
zugs festzustellen. In formeller Hinsicht beantragte er die Gewährung 

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der unentgeltlichen Prozessführung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfah-
ren (VwVG, SR 172.021) sowie den Verzicht auf die Erhebung eines 
Kostenvorschusses. Auf  die  Begründung  wird  -  soweit  entscheidwe-
sentlich - in den Erwägungen eingegangen.

D.
Mit  Zwischenverfügung  des  Instruktionsrichters  vom  12. Dezember 
2007 wurde dem Beschwerdeführer mitgeteilt,  dass er  den Ausgang 
des Verfahrens in der Schweiz abwarten könne. Die Gesuche um Ge-
währung  der  unentgeltlichen  Prozessführung  im  Sinne  von  Art.  65 
Abs. 1  VwVG  und  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvor-
schusses  wurden  wegen  Aussichtslosigkeit  der  gestellten  Begehren 
abgewiesen  und  der  Beschwerdeführer  gleichzeitig  aufgefordert,  bis 
zum  27. Dezember  2007  einen  Kostenvorschuss  in  der  Höhe  von 
Fr. 600.-- einzuzahlen, unter Androhung des Nichteintretens im Unter-
lassungsfall.

E.
Der Kostenvorschuss wurde vom Beschwerdeführer am 27. Dezember 
2007 einbezahlt.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Ju-
ni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das BFM gehört zu 
den Behörden  nach  Art. 33  VGG und ist  daher  eine  Vorinstanz  des 
Bundesverwaltungsgerichts. Eine Ausnahme, was das Sachgebiet an-
geht, ist nicht gegeben (Art. 32 VGG). Das Bundesverwaltungsgericht 
ist  daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde 
und entscheidet auf dem Gebiet des Asyls endgültig (Art.  105 AsylG; 
Art. 83 Bst. d  Ziff. 1  des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[BGG, SR 173.110]).

1.2 Die  Beschwerde  ist  frist-  und  formgerecht  eingereicht.  Der  Be-
schwerdeführer ist  durch die angefochtene Verfügung besonders be-
rührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung bezie-
hungsweise Änderung. Er ist  daher zur Einreichung der Beschwerde 

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legitimiert  (Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art.  37  VGG  und  Art. 48  Abs. 1, 
Art. 50 und 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.

1.3 Mit  Beschwerde  kann  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  un-
richtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sach-
verhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG).

2.  
2.1 Gemäss  Art.  2  Abs.  1  AsylG  gewährt  die  Schweiz  Flüchtlingen 
grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person an-
erkannt, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zu-
letzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit 
zu  einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder  wegen  ihrer  politischen 
Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete 
Furcht hat,  solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte 
Nachteile  gelten  namentlich  die  Gefährdung  von  Leib,  Leben  oder 
Freiheit  sowie  Massnahmen,  die  einen  unerträglichen  psychischen 
Druck bewirken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist  Rechnung 
zu tragen (Art. 3 AsylG).

2.2 Wer um Asyl  nachsucht,  muss  die  Flüchtlingseigenschaft  nach-
weisen  oder  zumindest  glaubhaft  machen.  Diese  ist  glaubhaft  ge-
macht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit  für  gegeben  hält.  Unglaubhaft  sind  insbesondere  Vor-
bringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich 
widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeb-
lich  auf  gefälschte  oder  verfälschte  Beweismittel  abgestützt  werden 
(Art. 7 AsylG).

3.  
3.1 Die Vorinstanz führte zur Begründung des ablehnenden Asylent-
scheides im Wesentlichen aus, der Beschwerdeführer habe zu wesent-
lichen  Punkten  seines  Asylgesuches  unterschiedliche  Angaben  ge-
macht, weshalb seine Vorbringen als widersprüchlich zu erachten sei -
en. So habe sich der Beschwerdeführer bezüglich der Anzahl Festnah-
men durch die srilankischen Sicherheitskräfte, des Polizeipostens, auf 
welchen er nach der Ermordung von K. gebracht worden sei, des Da-
tums der Festnahme nach der Ermordung von K., der Umstände sei-
ner ersten Festnahme, des Verbleibs der Identitätskarte, des Zeitpunk-
tes der Tötung des Armeebrigadiers und der darauffolgenden Suche 
nach ihm in Widersprüche verstrickt. Weiterhin habe der Beschwerde-

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führer auch widersprüchliche Aussagen über die vermeintlichen Über-
griffe der LTTE gemacht, so insbesondere hinsichtlich der Örtlichkeiten 
der Geschehnisse. Aufgrund dieser Widersprüche in den Kernvorbrin-
gen  würden  erste  Zweifel  an  der  Glaubhaftigkeit  derselben  aufkom-
men. Weiter widerspreche der vom Beschwerdeführer angegebene Tö-
tungszeitpunkt von K. den Erkenntnissen des BFM, zumal dieser ge-
mäss übereinstimmenden Pressequellen und Informationen aus dem 
Internet bereits Monate vor dem angegebenen Zeitpunkt umgebracht 
worden  sei.  Das  diesbezügliche  Vorbringen  des  Beschwerdeführers 
und die davon abgeleitete Verfolgung seien daher als tatsachenwidrig 
zu bezeichnen. Ferner habe der Beschwerdeführer die exakten Daten, 
an welchen er von LTTE-Mitgliedern in Colombo zur Zusammenarbeit 
aufgefordert  worden  sei,  nicht  zu  nennen  vermocht.  Auch  sei  seine 
Schilderung  dieser  Zusammentreffen  bloss  allgemein  ausgefallen. 
Überdies habe er die Reaktionsweise der LTTE auf seinen abschlägi-
gen Bescheid in dieser Angelegenheit wenig überzeugend und lebens-
nah wiedergegeben. Darüber hinaus seien auch die zwei Festnahmen 
durch  die  srilankischen  Sicherheitskräfte  (Polizei  und  L._______) 
wenig  detailliert  geschildert  worden  und  vermöchten  nicht  den 
Eindruck zu erwecken, dass er tatsächlich den besagten Übergriffen 
ausgesetzt gewesen sei. Schliesslich habe der Beschwerdeführer an-
gegeben, am 9. Juli 2006 legal über den internationalen Flughafen von 
Colombo  ausgereist  zu  sein.  Diese  legale  Ausreise  lasse  sich  in-
dessen nicht mit seiner Behauptung, wonach er wegen des Verdachts 
der Mitbeteiligung an der Ermordung eines Armeebrigadiers kurz vor 
seiner Ausreise aktiv von den srilankischen Behörden gesucht worden 
sein soll, vereinbaren. Bei einem konkreten Interesse der srilankischen 
Behörden  wäre  der  Beschwerdeführer  mit  erheblicher  Wahrschein-
lichkeit  festgenommen  worden  und  hätte  zudem  kaum  diesen  Aus-
reiseweg gewählt. Zudem sei den srilankischen Behörden die Wohn-
adresse  des  Beschwerdeführers  bekannt  gewesen,  weshalb  sie  ihn 
jederzeit dort  hätten festnehmen können. In diesem Lichte betrachtet 
sei  die  „Faxnachricht“  der  Ehefrau  des  Beschwerdeführers,  wonach 
auch nach seiner Ausreise nach ihm gefahndet worden sein soll,  als 
ein von der Schweiz aus in Auftrag gegebenes Gefälligkeitsschreiben 
ohne Beweiswert zu qualifizieren.

3.2 Demgegenüber  wendet  der  Beschwerdeführer  in  seiner  Rechts-
mitteleingabe im Wesentlichen ein,  er habe anlässlich der Erstbefra-
gung  im  Empfangszentrum nicht  gesagt,  er  sei  nur  zweimal  festge-
nommen worden, sondern habe einfach von den zwei Festnahmen, die 

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ihm wichtig erschienen seien, Genaueres erzählt. Erst bei der zweiten 
Anhörung sei er dann gefragt worden, ob er noch weitere Male festge-
nommen worden sei. Seine diesbezüglichen Aussagen seien klar und 
nicht widersprüchlich ausgefallen. Auch die Ausführungen zu den Da-
ten der Festnahme im Zusammenhang mit der Ermordung von K. wür-
den  keine  Widersprüche  enthalten.  Zudem  sei  darauf  hinzuweisen, 
dass  er  seit  der  schweren Kopfverletzung Mühe mit  seinem Erinne-
rungsvermögen bekunde.

Bei einer Rückkehr würde er mit grosser Wahrscheinlichkeit staatliche 
Verfolgung erleiden und wie das Fax seiner Ehefrau belege, werde er 
aktuell  von den  heimatlichen Behörden  gesucht,  wobei  ein  legitimer 
Grund für diese Suche nicht bestehe. Seine Furcht sei begründet, da 
er bereits vor seiner Flucht verfolgt worden sei und man ihn weiterhin 
verdächtigen würde, den LTTE anzugehören. Zudem drohe von Seiten 
der LTTE ebenso konstante Gefahr.

3.3 Vorliegend ist nach Prüfung und Würdigung der bestehenden Ak-
tenlage  festzuhalten,  dass  es  dem  Beschwerdeführer  mit  seiner 
Rechtsmitteleingabe nicht  gelingt,  die  zu  Recht  getroffene Einschät-
zung  der  Vorinstanz  im  angefochtenen  Entscheid  zu  seiner  Gefähr-
dungslage in seiner Heimat in einem anderen Licht erscheinen zu las-
sen.

Diesbezüglich kann zunächst vorweg auf die zutreffenden Ausführun-
gen  in  der  Zwischenverfügung  vom  12.  Dezember  2007  verwiesen 
werden,  zumal  im Resultat  die  darin  gezogenen Schlussfolgerungen 
angesichts der  unveränderten Sachlage nach wie vor ihre Gültigkeit 
besitzen. So hält der Beschwerdeführer in der Rechtsmitteleingabe im 
Wesentlichen an der Wahrheit seiner Aussagen fest und führt an, ent-
gegen den Erwägungen der Vorinstanz seien seine Aussagen bezüg-
lich der Anzahl Festnahmen klar und nicht widersprüchlich. So habe er 
anlässlich der Kurzbefragung nicht gesagt, er sei nur zwei Mal festge-
nommen  worden,  sondern  er  habe  lediglich  von  zwei  Festnahmen, 
welche ihm wichtig erschienen seien, Genaueres erzählt. Dieser Ein-
wand vermag jedoch nicht zu überzeugen und findet denn auch in den 
Akten keine Stütze, zumal der Beschwerdeführer anlässlich der Kurz-
befragung explizit  bestätigte, er sei zwei Mal festgenommen worden, 
und ergänzend anführte, sie hätten ihn jedoch nicht ins Gefängnis ge-
steckt, sondern beide Male einige Stunden festgehalten (A1/11, S. 8). 
Bei diesen Aussagen muss sich der Beschwerdeführer behaften las-

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sen, hat er doch die Wahrheit und Korrektheit seiner Aussagen bei der 
Befragung im EVZ nach der Rückübersetzung in seiner Muttersprache 
unterschriftlich bestätigt  und festgehalten,  alle  seine Asylgründe vor-
gebracht zu haben (vgl. A1/11, S. 8 oben und S. 9). Weiter vermag die 
pauschale  und  durch  keinerlei  konkrete  Indizien  gestützte  Behaup-
tung, wonach seine Ausführungen zu den Daten der Festnahme im Zu-
sammenhang mit  der Ermordung von K. nicht  widersprüchlich seien, 
die  entsprechenden  Ausführungen  auch  nicht  ansatzweise  in  einem 
anderen, glaubhafteren Licht erscheinen zu lassen. Da der Beschwer-
deführer  diesbezüglich  den vorinstanzlichen  Erwägungen keine  kon-
kreten  Argumente  entgegenzusetzen  vermag,  kann  zur  Vermeidung 
von  Wiederholungen  auf  die  dementsprechenden  Ausführungen  und 
Schlussfolgerungen des BFM im angefochtenen Entscheid, denen sich 
das  Bundesverwaltungsgericht  vorliegend vollumfänglich  anschliesst, 
verwiesen werden (vgl. A12/7, S. 3 f.).

Weiter ist anzuführen, dass die Vorinstanz zu Recht und mit zutreffen-
der Begründung die legale Ausreise des Beschwerdeführers aus Co-
lombo als  nicht  vereinbar mit  der  gleichzeitig  bestehenden  angebli-
chen behördlichen Suche nach seiner Person im Zusammenhang mit 
der Tötung eines hohen Armeeoffiziers erachtete. Angesichts der zahl -
reichen Unstimmigkeiten und teilweise tatsachenwidrigen Aussagen im 
Sachverhaltsvortrag  des  Beschwerdeführers  sowie  des  Umstandes, 
dass seine Adresse den srilankischen Behörden bekannt war, kann die 
per Telefon und Telefax übermittelte Nachricht der Ehefrau, wonach er 
vom L._______ zu Hause gesucht werde, nicht geglaubt werden und 
muss als blosser Versuch gewertet werden, seinem Asylgesuch mehr 
Glaubhaftigkeit  zu verleihen. In diesem Zusammenhang ist  ferner zu 
bemerken, dass zwar in der Telefonnotiz des BFM (vgl. A7/1) von einer 
Suche des L._______ nach dem Beschwerdeführer gesprochen wird. 
Dabei  ist  jedoch  zu  beachten,  dass  der  Inhalt  dieser  Notiz  einzig 
aufgrund der dem Dolmetscher gegenüber gemachten Aussagen des 
Beschwerdeführers  über  den Inhalt  des  Telefongesprächs mit  seiner 
Ehefrau  erstellt  wurde.  Überdies  ist  aus  dem  Fax  (vgl.  A9/3)  nicht 
ersichtlich, dass der Beschwerdeführer von behördlicher Seite gesucht 
würde, zumal darin lediglich davon gesprochen wird, dass die Ehefrau 
und das Kind - aus nicht näher genannten Gründen - nicht nach Hause 
gehen könnten.

Soweit der Beschwerdeführer schliesslich Nachteile seitens der LTTE 
befürchtet, ist Folgendes festzuhalten: Schutz vor nichtstaatlicher Ver-

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folgung im Heimatstaat ist als ausreichend zu qualifizieren, wenn die 
betroffene Person effektiv Zugang zu einer funktionierenden und effizi-
enten Schutzinfrastruktur hat und ihr die Inanspruchnahme eines sol -
chen innerstaatlichen Schutzsystems individuell zumutbar ist. Eine Ga-
rantie für langfristigen individuellen Schutz kann jedoch nicht verlangt  
werden. Keinem Staat gelingt es, die absolute Sicherheit  aller seiner 
Bürger jederzeit und überall zu garantieren (vgl. statt vieler: Urteil des 
Bundesverwaltungsgerichts D-2838/2007 vom 15. Mai 2009 mit weite-
ren Hinweisen). Nach den Erkenntnissen des Bundesverwaltungsge-
richtes funktioniert  der srilankische Polizei-  und Justizapparat grund-
sätzlich  und  ist  darauf  bedacht,  seine  Unabhängigkeit  zu  wahren. 
Zudem ergeben sich aus den Akten keine Hinweise,  dass die staat-
liche Schutzinfrastruktur dem Beschwerdeführer nicht zugänglich wäre 
und die srilankischen Behörden offensichtlich nicht willens wären, ihm 
im Bedarfsfall  Schutz vor allfälligen Übergriffen seitens der LTTE zu 
gewähren und zu diesem Zweck konkrete und geeignete Massnahmen 
zu treffen. Es besteht somit für den Beschwerdeführer im Bedarfsfall 
ausreichender Schutz vor nichtstaatlicher Verfolgung in Sri Lanka.

3.4 Zusammenfassend  ist  festzustellen,  dass  aufgrund  der  Schilde-
rungen des Beschwerdeführers nicht mit  überwiegender Wahrschein-
lichkeit gemäss Art. 7 Abs. 2 AsylG davon ausgegangen werden kann, 
dass sich die Ereignisse tatsächlich so zugetragen haben, wie sie vom 
Beschwerdeführer  geschildert  wurden,  und er  einer  diesbezüglichen 
Verfolgungssituation im Sinne von Art. 3 AsylG ausgesetzt war respek-
tive begründete Furcht vor künftigen ernsthaften Nachteilen hat. Unter 
diesen Umständen kann eine weitergehende Auseinandersetzung mit 
den in der Rechtsmitteleingabe geäusserten Einwendungen unterblei-
ben, da sie an obiger Einschätzung nichts zu ändern vermögen. Die 
angefochtene Verfügung ist bezüglich der Verneinung der Flüchtlings-
eigenschaft und der Abweisung des Asylgesuchs zu bestätigen.

4.  
4.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht 
ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und 
ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Ein-
heit der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).

4.2 Der  Beschwerdeführer  verfügt  weder  über  eine  ausländerrecht-
liche Aufenthaltsbewilligung noch über  einen Anspruch auf  Erteilung 
einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet 

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(Art. 44 Abs. 1 AsylG; Entscheidungen und Mitteilungen der Schwei-
zerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21).

5.
5.1 Ist  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar 
oder  nicht  möglich,  so  regelt  das  Bundesamt  das Anwesenheitsver-
hältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Auf-
nahme von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]).

5.2
5.2.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtun-
gen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Auslän-
ders in den Heimat-, Herkunfts- oder in einen Drittstaat entgegenste-
hen (Art. 83 Abs. 3 AuG). 

So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus ei -
nem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Ge-
fahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu  werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]).

Gemäss  Art.  25  Abs.  3  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen 
Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des Über-
einkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grau-
same,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe 
(FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4.  No-
vember 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten 
(EMRK, SR 0.101) darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder 
erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden.

5.2.2 Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend 
darauf hin, dass der Grundsatz der Nichtrückschiebung nur Personen 
schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es dem Beschwer-
deführer  -  wie  rechtskräftig  feststeht  -  nicht  gelungen ist,  eine asyl-
rechtlich  erhebliche  Gefährdung  glaubhaft  zu  machen,  kann  das  in 
Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-refoule-
ments im vorliegenden Verfahren keine Anwendung finden. Eine Rück-

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führung  des  Beschwerdeführers  in  seinen  Heimatstaat  ist  demnach 
unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig.

Sodann  ergeben  sich  weder  aus  den  Aussagen  des  Beschwerde-
führers noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall 
einer  Ausschaffung  in  den  Heimatstaat  dort  mit  beachtlicher  Wahr-
scheinlichkeit  einer  nach  Art. 3  EMRK  oder  Art. 1  FoK  verbotenen 
Strafe oder Behandlung ausgesetzt wäre. Gemäss Praxis des Europäi-
schen  Gerichtshofes  für  Menschenrechte  (EGMR)  sowie  jener  des 
UN-Anti-Folterausschusses  müsste  der  Beschwerdeführer  eine  kon-
krete Gefahr ("real risk") nachweisen oder glaubhaft machen, dass ihm 
im Fall  einer  Rückschiebung Folter  oder  unmenschliche Behandlung 
drohen  würde  (vgl.  EGMR  [Grosse  Kammer],  Saadi  gegen  Italien, 
Urteil  vom 28. Februar  2008,  Beschwerde Nr. 37201/06,  §§ 124 bis 
127,  mit  weiteren Hinweisen). Auch die allgemeine Menschenrechts-
situation  in  Sri  Lanka  lässt  den  Wegweisungsvollzug  zum  heutigen 
Zeitpunkt nicht als unzulässig erscheinen. Nach dem Gesagten ist der 
Vollzug  der  Wegweisung  sowohl  im  Sinne  der  asyl-  als  auch  der 
völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig.

5.3
5.3.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen 
und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunfts-
staat  auf  Grund von Situationen wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner 
Gewalt  und medizinischer Notlage konkret  gefährdet  sind. Wird eine 
konkrete  Gefährdung  festgestellt,  ist  -  unter  Vorbehalt  von  Art.  83 
Abs. 7  AuG -  die  vorläufige  Aufnahme  zu  gewähren  (vgl.  Botschaft 
zum  Bundesgesetz  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  vom 
8. März 2002, BBl 2002 3818).

5.3.2 Das Bundesverwaltungsgericht nahm im Urteil BVGE 2008/2 zur 
Frage der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs abgewiesener Asyl-
suchender tamilischer Ethnie eine Lageanalyse vor. Gemäss der dies-
bezüglich festgelegten Praxis setzt die Anerkennung einer innerstaatli-
chen Aufenthaltsalternative im Süden des Landes und damit die Zu-
mutbarkeit des Wegweisungsvollzugs in den Grossraum Colombo für 
srilankische  Asylsuchende  tamilischer  Ethnie,  welche  aus  der  Nord- 
oder  Ostprovinz  stammen,  das  Vorliegen  besonders  begünstigender 
Faktoren wie die Existenz eines tragfähigen familiären oder sozialen 
Beziehungsnetzes  sowie  die  Aussicht  auf  eine  gesicherte  Einkom-
mens-  und  Wohnsituation  voraus  (a.a.O.,  E. 7.6.2).  Für  srilankische 

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Asylsuchende  tamilischer  Ethnie,  welche  aus  dem  Grossraum 
Colombo  oder  dessen  Umgebung  stammen  und  dort  über  ein  trag-
fähiges Familien- oder Beziehungsnetz verfügen und mit einer konkre-
ten Unterkunftsmöglichkeit rechnen können, ist grundsätzlich von der 
Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs in diese Gebiete auszugehen, 
wobei  die Dauer der Landesabwesenheit  mitzuberücksichtigen ist; je 
kürzer der Aufenthalt in Colombo dauerte und je weiter er zeitlich zu-
rückliegt, desto höhere Anforderungen sind an das Vorliegen eines tat-
sächlichen  familiären  oder  sozialen  Beziehungsnetzes  zu  stellen 
(a.a.O., E.7.6.1).

Seit Erlass des vorstehend zitierten Grundsatzurteils hat sich die Si-
cherheitssituation in Sri Lanka eher verschlechtert. Die Behörden ha-
ben namentlich im Grossraum Colombo die  Sicherheitsmassnahmen 
erneut  verschärft.  Das  Risiko,  als  Tamile  willkürlichen  Verhaftungen 
und Ausweisungen ausgesetzt  zu  sein,  ist  weiter  gestiegen. Ausser-
dem haben die Behörden in Bezug auf Personen tamilischer Ethnie of-
fenbar neue Formen der Registrierung eingeführt, da namentlich aus 
dem Norden und Osten zugezogene Tamilen in Colombo als ernsthaf-
tes Sicherheitsrisiko angesehen werden. Obwohl die srilankische Re-
gierung  Ende  Mai  2009  den  militärischen  Sieg  über  die  tamilischen 
Rebellen verkündet hat,  ist  im heutigen Zeitpunkt nach wie vor nicht 
klar,  ob  der  seit  rund  26  Jahren  schwelende  Bürgerkrieg  damit  tat -
sächlich zu Ende ist. Ebenfalls offen ist die Frage, was der militärische 
Sieg der Regierung für die Tamilen konkret bedeutet und wie sich die 
allgemeine  Sicherheits-  und  Menschenrechtslage  in  Sri  Lanka  in 
Zukunft  entwickeln  wird  (vgl.  dazu  Urteil  des  Bundesver-
waltungsgerichts  D-4125/2006  vom  16. Februar  2010  E.  10.2.3  mit 
weiteren Hinweisen).

5.3.3 Der  Beschwerdeführer  stammt  aus  der  Nordprovinz  von  Sri 
Lanka  (D._______),  weshalb  eine  Rückkehr  dorthin  angesichts  der 
oben skizzierten Rechtsprechung als nicht zumutbar zu erachten ist.

5.3.4 Zu prüfen bleibt demnach, ob für den Beschwerdeführer im Sü-
den des Landes respektive im Grossraum Colombo eine innerstaat li-
che Aufenthaltsalternative besteht,  was das Vorliegen besonders be-
günstigender  Faktoren  wie  die  Existenz  eines  tragfähigen  familiären 
oder sozialen Beziehungsnetzes sowie die Aussicht auf eine gesicher-
te Einkommens- und Wohnsituation voraussetzt.

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Das Bestehen einer solchen innerstaatlichen Aufenthaltsalternative ist 
vorliegend zu bejahen. So verlegte der Beschwerdeführer den Akten 
zufolge im Dezember 1989 seinen Wohnsitz von D._______ nach Co-
lombo,  wo  er  während  siebzehn  Jahren  bis  zu  seiner  Ausreise  am 
9. Juli 2006 lebte. Dort blieb der Beschwerdeführer eigenen Angaben 
zufolge zunächst bei einem Freund seines Vaters und heiratete später 
seine jetzige Ehefrau, mit welcher er zwei gemeinsame Kinder hat. In 
der Folge arbeitete er als Tagelöhner in der Region von Colombo bei 
O._______ und verkaufte P._______ (vgl. A1/11, S. 2 ff.; A10/29, S. 6). 
Ferner wohnt ein Bruder des Beschwerdeführers in Colombo, wo die-
ser  als  Q._______ arbeite. Der  Beschwerdeführer und seine Familie 
haben ferner im Grossraum Colombo diverse Freunde und Bekannte 
(vgl. A1/11, S. 3; A10/29, S. 5). Er verfügt somit in der Landeshaupt-
stadt  über  ein  tragfähiges  familiäres  und  soziales  Beziehungsnetz. 
Weiter war es ihm möglich, von seinem Erwerbseinkommen seine Fa-
milie und sich selber zu ernähren (vgl. A10/29, S. 6). Es kann daher 
davon  ausgegangen  werden,  dass  es  ihm  angesichts  der  oben  er-
wähnten Umstände, die auf ein tragfähiges familiäres und soziales Be-
ziehungsnetz  schliessen  lassen,  und  in  Anbetracht  seiner  diversen 
Berufserfahrungen gelingt, sich (erneut) in seiner Heimat respektive im 
Grossraum  Colombo  niederzulassen  und  sich  sowohl  beruflich  als 
auch wirtschaftlich zu reintegrieren. Dabei wird der Beschwerdeführer 
im Bedarfsfall auf die Unterstützung seiner nächsten Familienangehö-
rigen zählen können (vgl. A1/11, S. 3). Die in der Rechtsmitteleingabe 
geltend gemachte R._______ spricht nicht gegen die Zumutbarkeit des 
Wegweisungsvollzuges,  da  in  diesem  Zusammenhang  nicht 
vorgebracht wurde und auch nicht ersichtlich ist, er sei bei einer Rück -
kehr in sein Heimatland deswegen existenziell gefährdet. Es ist davon 
auszugehen,  dass  die  benötigten  medizinischen  und  technischen 
Vorkehrungen zur {.......} auch in Sri Lanka vorhanden sind.

Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung - auch 
in Anbetracht der jüngsten Ereignisse in Sri Lanka - als zumutbar.

5.4 Schliesslich  obliegt  es  dem Beschwerdeführer,  sich  bei  der  zu-
ständigen  Vertretung  des  Heimatstaates  die  für  eine  Rückkehr  not-
wendigen Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG), wes-
halb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist 
(Art. 83 Abs. 2 AuG).

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5.5 Insgesamt ist der durch die Vorinstanz verfügte Vollzug der Weg-
weisung  zu  bestätigen.  Die  Vorinstanz  hat  diesen  zu  Recht  als  zu-
lässig, zumutbar und möglich erachtet. Nach dem Gesagten fällt eine 
Anordnung der vorläufigen Aufnahme ausser Betracht (Art.  83 Abs. 1-
4 AuG).

6.
Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 
Bundesrecht  nicht  verletzt,  den rechtserheblichen Sachverhalt  richtig 
und vollständig feststellt und angemessen ist (Art.  106 AsylG). Die Be-
schwerde ist nach dem Gesagten abzuweisen.

7.
Bei  diesem Ausgang des Verfahrens sind die  Kosten von insgesamt 
Fr. 600.-- dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 5 
VwVG; Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten 
und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 
173.320.2]) und mit dem am 27. Dezember 2007 in gleicher Höhe ge-
leisteten Kostenvorschuss zu verrechnen.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt  und mit  dem in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss 
verrechnet.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Vorinstanzliche Ver-
fügung vom 6. September 2007 im Original)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N _______ 
(per Kurier; in Kopie)

- den S._______ (in Kopie)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Thomas Wespi Stefan Weber

Versand:

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