# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d65c0e05-6311-5c8c-a975-06f2c8dc1164
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-09-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.09.2010 D-2481/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-2481-2008_2010-09-24.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-2481/2008/wif
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 4 .  S e p t e m b e r  2 0 1 0

Richter Martin Zoller (Vorsitz),
Richter Walter Lang,
Richter Gérard Scherrer;
Gerichtsschreiber Daniel Merkli.

A._______ B._______, geboren [...],Iran,
vertreten durch lic.iur. Randi von Stechow,
Thurgauer Rechtsberatungsstelle für Asylsuchende,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 10. April 2008 / N [...].

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-2481/2008

Das Bundesverwaltungsgericht,

in Anwendung 

des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31),

des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungs-
verfahren (VwVG, SR 172.021),

des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungs-
gericht (VGG, SR 173.32),

des  Bundesgesetzes  vom  17.  Juni  2005  über  das  Bundesgericht 
(BGG, SR 173.110),

des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerin-
nen und Ausländer (AuG, SR 142.20),

der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschen-
rechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101),

der  Asylverordnung 1  vom  11. August  1999  über  Verfahrensfragen 
(AsylV 1, SR 142.311) 

des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-
gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2),

stellt fest,

dass der Beschwerdeführer am 12. März 2008 in der Schweiz um Asyl 
nachsuchte,

dass  im  Empfangs-  und  Verfahrenszentrum  Kreuzlingen  am  17.  re-
spektive 25. März 2008 die Erstbefragung des Beschwerdeführers und 
am 3. April 2008  seine Anhörung nach Art. 29 Abs. 1 AsylG stattfand,

dass er dabei unter anderem angab, er sei ethnischer Perser und habe 
der Einberufung ins iranische Militär keine Folge geleistet,

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dass er im Jahre 2001 der Organisation C._______ beigetreten sei,

dass ihn im Jahre 2003 Agenten des iranischen Nachrichtendienstes 
unter anderem wegen des Besitzes von Büchern von Marx und Lenin 
verhaftet hätten und er während der nachfolgenden Haft misshandelt 
worden sei, wobei er auch Knochenbrüche im Gesicht erlitten habe,

dass man ihn nach zehn Tagen unter der Auflage, keine kommunisti-
schen Bücher mehr zu lesen, freigelassen habe,

dass er sich zur Behandlung seiner Verletzungen ins Spital habe bege-
ben müssen und sein Vater ihn mit den Verletzungen, welche unter an-
derem von Peitschenhieben stammten, fotografiert habe,

dass er in der Folge Führungsmitglied der Organisation geworden und 
im Mai respektive Juni 2007 zusammen mit anderen Mitgliedern wäh-
rend einer Versammlung vom iranischen Geheimdienst erneut verhaf-
tet worden sei,

dass er sechs Monate in Einzelhaft verbracht habe, bevor es seinem 
Vater  gelungen  sei,  ihn  mittels  Schmiergeldzahlungen  und  illegaler 
Verpfändung seines Elternhauses für zwei Tage von der Haft beurlau-
ben zu lassen, 

dass er einer gerichtlichen Vorladung vom 28. November 2007 keine 
Folge geleistet habe und aus Furcht,  wegen seiner Mitgliedschaft  zu 
einer verbotenen Partei beziehungsweise Organisation hingerichtet zu 
werden, am 6. Februar 2008 mit gefälschten Ausweispapieren und ei-
nem Schengenvisum in Deutschland eingereist sei,

dass er noch gleichentags erfolglos versucht habe, auf illegalem Weg 
in die Schweiz zu gelangen und sich nach seiner Rückführung nach 
Deutschland zirka 28 Tagen in Frankfurt aufgehalten habe, bevor er er-
neut illegal in die Schweiz gelangt sei, um hier ein Asylgesuch zu stel-
len, 

dass der Beschwerdeführer zur Stützung seiner Vorbringen, in seinem 
Heimatstaat unter Misshandlung zweimal  inhaftiert  gewesen zu sein, 
eine gerichtliche Vorladung des Justizministeriums vom 28. November 
2007 und drei  Fotonegative – betreffend die Haftentlassung im Jahr 
2003 – im Original einreichte, 

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dass der Beschwerdeführer anlässlich des im Rahmen der Anhörung 
vom 3. April  2008 gewährten  rechtlichen  Gehörs  zu einer  allfälligen 
Wegweisung nach Deutschland angab, dass der Iran und Deutschland 
gute wirtschaftliche Beziehungen unterhalten würden und er von den 
deutschen Behörden in den Iran zurückgeführt werden könnte, 

dass sich die deutschen Behörden am 27. März 2008 auf Anfrage des 
BFM zur Rückübernahme des Beschwerdeführers bereit erklärten,

dass das BFM mit – gleichentags eröffneter – Verfügung vom 10. April 
2008 in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Asylge-
such  des  Beschwerdeführers  nicht  eintrat  und  dessen  Wegweisung 
aus der Schweiz nach Deutschland anordnete mit  dem Hinweis, der 
Beschwerdeführer habe die Schweiz nach Eintritt  der Rechtskraft  zu 
verlassen, 

dass der Beschwerdeführer mit  auf  den 16. April  2008 datierter, zu-
handen  der  Schweizerischen  Post  am  17.  April  2008  aufgegebener 
Eingabe seiner Rechtsvertreterin beim Bundesverwaltungsgericht ge-
gen diesen Entscheid Beschwerde erhob und dabei in verfahrensrecht-
licher  Hinsicht  unter  anderem  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG ersuchte,

dass  der  zuständige  Instruktionsrichter  mit  Zwischenverfügung  vom 
23. April 2008 auf das Erheben eines Kostenvorschusses verzichtete 
mit dem Hinweis, über das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen 
Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG werde zu einem spä-
teren Zeitpunkt entschieden, 

dass er in diesem Zusammenhang darauf hinwies, dass der Nachweis 
der  Bedürftigkeit  der  Beschwerdeführers  bis  zum  jetzigen  Zeitpunkt 
nicht  erbracht  worden sei  und entsprechende Belege nachzureichen 
seien, 

dass die Rechtsvertreterin in ihrer Eingabe vom 29. April 2008 in Aus-
sicht stellte, einen Bedürftigkeitsnachweis nachzureichen, sobald sich 
der Beschwerdeführer im zugeteilten Kanton befinde, 

dass mit Eingabe vom 30. April 2008 der iranische Reisepass des Be -
schwerdeführers im Original eingereicht wurde,

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dass die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung vom 16. Mai 2008 die Ab-
weisung der Beschwerde beantragte,

dass in der Replik vom 12. Juni 2008 auf die vorinstanzlichen Erwä-
gungen in der Vernehmlassung Stellung bezogen wurde,

dass in  der Folge die Rechtsvertretung wechselte,  nunmehr  indes – 
unter  Einreichung  einer  neuen  Vollmacht  und  entsprechender  Man-
datsniederlegung des zwischenzeitlich neu bestellten Rechtsvertreters 
– wieder die ursprüngliche Rechtsvertreterin das Mandat übernommen 
hat,

und zieht in Erwägung,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  auf  dem Gebiet  des  Asylrechts 
endgültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art.  5  VwVG)  des 
BFM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 - 34 VGG und Art. 83 
Bst. d Ziff. 1 BGG),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschwerden legiti -
miert ist, weshalb auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereich-
te  Beschwerde  einzutreten  ist  (Art. 108  Abs.  2  und  Art.  105  AsylG 
i.V.m. Art. 37 VGG sowie Art. 48 Abs. 1 und Art. 52 VwVG),

dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asyl -
suchende  in  einen  sicheren  Drittstaat  gemäss  Art. 6a  Abs. 2  Bst. b 
AsylG zurückkehren können, in welchem sie sich vorher aufgehalten 
haben (Art. 34 Abs. 2 Bst. a AsylG),

dass diese Bestimmung keine Anwendung findet, wenn Personen, zu 
denen die asylsuchende Person enge Beziehungen hat, oder nahe An-

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gehörige in der Schweiz leben, oder die asylsuchende Person offen-
sichtlich die Flüchtlingseigenschaft nach Art. 3 AsylG erfüllt, oder Hin-
weise darauf  bestehen,  dass  im Drittstaat  kein  effektiver  Schutz  vor 
Rückschiebung  nach  Art. 5  Abs. 1  AsylG  besteht  (Art. 34  Abs. 3 
Bst. a-c AsylG),

dass  der  vorgängige  Aufenthalt  des  Beschwerdeführers  in  Deutsch-
land unbestritten ist,

dass Deutschland (und ebenso alle anderen EU- und EFTA Staaten) 
am 14. Dezember 2007 vom Bundesrat als sicherer Drittstaat im Sinne 
von Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG bezeichnet worden ist,

dass bei der Anordnung einer Wegweisung in einen vom Bundesrat als 
sicher bezeichneten Drittstaat die Schweizer Behörden von der Vermu-
tung ausgehen, dass die asylsuchende Person dort  vor einer Verlet-
zung  des  Non-Refoulement-Gebotes  sowie  vor  Wegweisungshinder-
nissen im Sinne von Art. 44 AsylG sicher ist und es daher der asylsu-
chenden  Person  obliegt,  diese  Vermutung  zu  widerlegen  (vgl.  dazu: 
Botschaft des Bundesrates zur Änderung des Asylgesetzes [BBl] 2002 
6884), 

dass dies dem Beschwerdeführer mit dem blossen Hinweis, aufgrund 
der wirtschaftlichen Beziehungen Deutschlands mit den iranischen Be-
hörden bestehe die Möglichkeit, dass er von den deutschen Behörden 
in seinen Heimatstaat zurückgeführt werden könnte, nicht gelingt, 

dass  im  Weiteren  bei  Anwendung  des  neuen  Nichteintretens-Tatbe-
standes von Art. 34 Abs. 2 AsylG (sicherer Drittstaat)  und im Unter-
schied zu Abs. 1 der gleichen Bestimmung (safe country, verfolgungs-
sicheres Herkunftsland) entgegen der Auffassung in der Beschwerde 
nicht zu prüfen ist, ob Hinweise auf Verfolgung vorliegen, sondern le-
diglich die Ausnahmeklausel von Art. 34 Abs. 3 Bst. b AsylG zu beach-
ten ist, wonach von einer Wegweisung in den Drittstaat dann abgese-
hen wird, wenn die asylsuchende Person offensichtlich die Flüchtlings-
eigenschaft erfüllt,

dass somit das BFM nicht darlegen muss, dass der Beschwerdeführer 
die  Flüchtlingseigenschaft  offensichtlich  nicht erfüllt,  sondern  bereits 
die  Feststellung  genügt,  dass  die  Flüchtlingseigenschaft  jedenfalls 
nicht offensichtlich zutage tritt,

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dass die  Vorinstanz in  der  angefochtenen Verfügung zutreffend aus-
führte, dass sie aufgrund teils realitätsfremder, teils unsubstanziierter 
Angaben  des  Beschwerdeführers  dessen  Vorbringen  bezweifelt  und 
den Beweiswert der eingereichten Beweismittel  – teils aufgrund ihrer 
Beschaffenheit und vor dem Hintergrund der Unglaubhaftigkeit der Vor-
bringen – als gering einstuft,

dass aufgrund der zu bestätigenden Erwägungen des BFM feststeht, 
dass  die  Flüchtlingseigenschaft  des  Beschwerdeführers  nicht  offen-
sichtlich zutage tritt, zumal die Beschwerde keine Äusserungen zu den 
diesbezüglichen Erwägungen der Vorinstanz enthält, 

dass indessen auf Beschwerdeebene geltend gemacht wird, bei der in 
der  Schweiz  lebenden Tante  S.K. des  Beschwerdeführers handle  es 
sich entgegen der Auffassung des BFM um eine "nahe Angehörige" im 
Sinne der Bestimmung von Art. 34 Abs. 3 AsylG, zu welcher der Be-
schwerdeführer zudem eine enge Beziehung habe,

dass es nämlich immer das Ziel des Beschwerdeführers gewesen sei, 
zu seiner Tante S.K., mit der er regelmässigen telefonischen Kontakt 
gehabt habe, zu flüchten,

dass das BFM in seiner Vernehmlassung vom 16. Mai 2008 unter an-
derem festhielt, es sei realitätsfremd, dass der Beschwerdeführer mit 
der seit  Oktober 1986 in der Schweiz lebenden Tante S.K. vom Iran 
aus eine enge Beziehung habe aufrechterhalten können, weshalb die-
ses Vorbringen als nachgeschoben und damit unglaubhaft zu erachten 
sei,

dass im Weiteren der Begriff der  "nahen Angehörigen" im Sinne von 
Art. 34 Abs. 3 AsylG eng auszulegen sei,

dass in der Replik vom 12. Juni 2008 unter anderem geltend gemacht 
wurde,  die  vor  der  Flucht  der  Tante  S.K.  enge  Beziehung  zum Be-
schwerdeführer  sei  durch  regelmässigen  telefonischen  Kontakt,  wel-
cher  auch  die  übrigen  Familienangehörigen  von S.K. umfasst  habe, 
aufrechterhalten worden,

dass,  wie  das  Bundesverwaltungsgericht  zwischenzeitlich  im  Urteil 
D-395/2009 vom 12. Mai 2009 (mittlerweile publiziert in BVGE 2009/8) 
grundsätzlich klärend festgestellt hat, der Begriff der „nahen Angehöri-
gen“ in Art. 34 Abs. 3 Bst. a AsylG neben den Mitgliedern der Kernfa-

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milie – Ehegatten, eingetragene Partnerinnen und Partner, minderjäh-
rige  Kinder  –  auch  andere  Personen  wie  Geschwister,  Grosseltern 
oder Pflegekinder umfasst (E.5.3.2),

dass  im genannten Grundsatzurteil  im Weiteren  festgehalten wurde, 
für die Anwendung dieser Ausnahmebestimmung sei in jedem Fall Vor-
aussetzung, dass die asylsuchende Person in einer engen Beziehung 
zu einer in der Schweiz lebenden Bezugsperson stehe, sei  dies nun 
ein naher Angehöriger oder eine andere Person (E. 7.5.5),

dass  innerhalb  der  Kernfamilie  (Ehegatten  und  ihre  minderjährigen 
Kinder) die Vermutung bestehe, dass eine enge Beziehung im Sinne 
von Art. 34 Abs. 3 Bst. a AsylG vorliege,

dass ausserhalb der Kernfamilie, so auch zwischen den übrigen nahen 
Angehörigen,  eine solche Vermutung jedoch nicht  bestehe und des-
halb in solchen Fällen besondere Umstände – unter anderem nachge-
wiesene regelmässige und intensive Kontakte  – gegeben sein müss-
ten, die dazu führten, dass von einer engen Beziehung zwischen der 
asylsuchenden Person und der in der Schweiz lebenden Bezugsper-
son auszugehen sei (E. 8.5),

dass die in  der  Schweiz lebende Tante S.K. des Beschwerdeführers 
nicht zu dessen Kernfamilie gehört, weshalb eine enge Beziehung zwi-
schen ihnen nicht zu vermuten ist,

dass aus den Akten keine besonderen Umstände ersichtlich sind, die 
dazu führen würden, dass vorliegend ausnahmsweise von einer engen 
Beziehung  zwischen  dem  Beschwerdeführer  und  seiner  Tante  S.K. 
auszugehen wäre, besteht doch zum Einen keine besondere Abhän-
gigkeit zwischen ihnen und ist es zum Anderen dem Beschwerdeführer 
nicht gelungen, glaubhaft darzutun, er habe mit der seit Oktober 1986 
in der Schweiz lebenden Tante S.K. eine enge Beziehung aufrechter-
halten,

dass somit  mit  der  Vorinstanz festzustellen  ist,  dass in  der  Schweiz 
keine nahen Angehörigen des Beschwerdeführers oder andere Perso-
nen im Sinne der weiteren Ausnahmebestimmung von Art. 34 Abs. 3 
Bst. a AsylG leben, zu denen er eine enge Beziehung hat, 

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dass das BFM demnach zu Recht gestützt auf Art. 34 Abs. 2 Bst. c 
AsylG auf  das  Asylgesuch des  Beschwerdeführers nicht  eingetreten 
ist,

dass zusammenfassend die vorinstanzliche Feststellung zu bestätigen 
ist,  wonach  in  Deutschland  effektiver  Schutz  vor  Rückschiebung  im 
Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG besteht und im vorliegenden Fall keine 
gegenteiligen Hinweise vorliegen,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Beschwerdeführer 
weder eine Aufenthaltsbewilligung besitzt noch einen Anspruch auf Er-
teilung einer  solchen hat,  weshalb die verfügte Wegweisung im Ein-
klang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist 
(Art. 44 Abs. 1 AsylG, Art. 32 Bst. a AsylV 1; vgl. Entscheidungen und 
Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK] 
2001 Nr. 21),

dass zu prüfen bleibt, ob es Gründe gibt, die dem Vollzug der Wegwei-
sung entgegenstehen,  da im Fall  eines  unzulässigen,  unzumutbaren 
oder unmöglichen Vollzugs das Anwesenheitsverhältnis nach den Be-
stimmungen über die vorläufige Aufnahme zu regeln ist (Art. 44 Abs. 2 
AsylG),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  in  Beachtung  der  massgeblichen 
völker- und landesrechtlichen Bestimmungen  zulässig  ist, da der Be-
schwerdeführer in einen Drittstaat reisen kann, in dem er Schutz vor 
Rückschiebung im Sinne von Art. 3 EMRK und Art. 5 Abs. 1 AsylG fin-
det, 

dass  weder  die  in  Deutschland  herrschende  Situation  noch  andere 
Gründe gegen die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs sprechen,

dass schliesslich der Vollzug der  Wegweisung auch als  grundsätzlich 
möglich (Art. 83 Abs. 2 AuG) erscheint, 

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder unangemessen sei (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

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dass mit Zwischenverfügung vom 23. April 2008 dem Beschwerdefüh-
rer unter anderem mitgeteilt  wurde, über das in der Beschwerde ge-
stellte Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung im 
Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG werde zu einem späteren Zeitpunkt be-
funden,

dass gleichzeitig der Beschwerdeführer aufgefordert wurde, durch Ein-
reichung entsprechender Belege den Nachweis der Bedürftigkeit zu er-
bringen, 

dass dieser Nachweis indessen bis heute nicht erbracht wurde, wes-
halb das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ab-
zuweisen ist,

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Verfahrenskosten in der 
Höhe von Fr. 600.– dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 
Abs. 1 VwVG; Art. 1-3 VGKE).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das  Gesuch  um Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  nach 
Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  600.– werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen zu Gunsten der Gerichts-
kasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an:

- die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (Einschreiben; Beila-
ge: Einzahlungsschein)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt, mit den Akten Ref.-Nr. N [...]
- [die zuständige kantonale Behörde] (in Kopie)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Martin Zoller Daniel Merkli

Versand:

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