# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1f89e31e-c2e2-5274-bfad-135acffe306e
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-10-13
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 13.10.2025 D-1917/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-1917-2025_2025-10-13.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-1917/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 3 .  O k t o b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Jeannine Scherrer-Bänziger, 

mit Zustimmung von Richterin Camilla Mariéthoz Wyssen;   

Gerichtsschreiberin Michelle Rebsamen. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Türkei,  

Beschwerdeführer, 

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung; 

Verfügung des SEM vom 13. Februar 2025. 

 

 

 

D-1917/2025 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer am (…) in der Schweiz um Asyl nachsuchte, 

dass er zur Begründung seines Asylgesuchs im Wesentlichen ausführte, 

er sei alevitischer Kurde und habe seit jeher mit seiner Familie in der Stadt 

B._______ gelebt, 

dass er als alevitischer Kurde bereits seit seiner Schulzeit schikaniert und 

diskriminiert worden sei, 

dass er sodann ab (…) mehrfach von zwei Dorfschützern auf dem Weg zu 

seiner Arbeit abgepasst und aufgefordert worden sei, für sie Informationen 

über Personen seiner Religionsgemeinschaft und über seine Mitarbeiter in 

der (…) zu besorgen, 

dass sie ihm ausserdem angeboten hätten, gegen Bezahlung ebenfalls 

Dorfschützer zu werden, 

dass er beides jeweils entschieden abgelehnt habe, weshalb er wiederholt 

bedroht worden sei – teilweise mit dem Tod, wobei dies so schlimm gewe-

sen sei, dass er sich überlegt habe, sich das Leben zu nehmen, 

dass er am (…) zudem zusätzlich ein Militäraufgebot erhalten habe, wobei 

er – als alevitischer Kurde – im Militär diskriminiert oder – aufgrund der 

Weigerung, mit den Dorfschützern zusammenzuarbeiten – sogar getötet 

würde, 

dass er schliesslich auf Anraten seines Vaters am (…) die Türkei legal ver-

lassen habe, 

dass es ihm sowohl in körperlicher als auch in psychischer Hinsicht gut 

gehe, 

dass der Beschwerdeführer im Verlaufe des vorinstanzlichen Verfahrens 

seine Identitätskarte (im Original), einen Auszug aus dem Zivilstandsregis-

ter (in Kopie), einen Sozialversicherungsauszug (in Kopie), eine Wohnsitz-

bestätigung (in Kopie) sowie ein Militärdienstaufgebot (in Kopie) zu den 

Akten reichte, 

dass das SEM mit Verfügung vom 13. Februar 2025, eröffnet am 18. Feb-

ruar 2025, die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers verneinte, 

D-1917/2025 

Seite 3 

sein Asylgesuch ablehnte, ihn aus der Schweiz wegwies und den Vollzug 

der Wegweisung anordnete, 

dass das SEM zur Begründung ausführte, die Vorbringen des Beschwer-

deführers würden den Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft nicht 

standhalten, 

dass die geltend gemachten Vorfälle in der Schule sowie die Schikanen 

der Dorfschützer in ihrer Intensität nicht über die Nachteile hinausgehen 

würden, die weite Teile der kurdischen Bevölkerung in der Türkei in ähnli-

cher Weise treffen könnten und solche gemäss gefestigter Praxis für sich 

alleine nicht zur Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft führen würden, 

die angeblich erlittenen Nachteile mithin flüchtlingsrechtlich nicht relevant 

seien, 

dass sodann seine Befürchtungen, dass sich die Nachteile seitens der 

Dorfschützer oder im anstehenden Militärdienst intensivieren würden, ob-

jektiv nicht begründet seien, 

dass die Einberufung zum Militärdienst rechtsstaatlich legitim sei und keine 

konkreten Hinweise vorliegen würden, wonach er dort anders als andere 

kurdisch-stämmige Rekruten behandelt werde respektive ernsthafte Nach-

teile zu befürchten habe, 

dass auch sein Vorbringen im Zusammenhang mit den zwei Dorfschützern 

nicht geeignet sei, den Flüchtlingsstatus zu begründen, da es einerseits 

unwahrscheinlich sei, dass die beiden ein Tötungsdelikt wegen zurückge-

haltener Informationen oder abgelehnter Rekrutierungsmassnahmen be-

gehen würden, zumal auch sie bei derart gravierenden Massnahmen mit 

strafrechtlichen Konsequenzen rechnen müssten, was sich auch darin 

zeige, dass die mehrmaligen Verweigerungen des Beschwerdeführers vor 

seiner Ausreise ohne ernsthafte Konsequenzen geblieben seien, 

dass es sich bei den Dorfschützern – wie die Bezeichnung verdeutliche –

andererseits um lokale Akteure handle, die mit Sicherheit nicht über eine 

landesweite Reichweite verfügen würden, so dass sich der Beschwerde-

führer diesen Verfolgungsmassnahmen durch Wegzug in einen anderen 

Teil seines Heimatlandes entziehen könne, mithin eine innerstaatliche 

Schutzalternative bestehe, weshalb er gemäss dem Subsidiaritätsprinzip 

nicht auf den Schutz der Schweiz angewiesen sei, 

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Seite 4 

dass der Beschwerdeführer gegen diese Verfügung mit Eingabe vom 

20. März 2025 (Poststempel) beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde 

erhob und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und zur 

erneuten Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen, eventualiter sei 

ihm Asyl zu gewähren, subeventualiter sei er unter Feststellung der Unzu-

lässigkeit beziehungsweise der Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs 

vorläufig aufzunehmen, 

dass er in prozessualer Hinsicht um Gewährung der unentgeltlichen Pro-

zessführung (samt Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses) 

und um Bestellung eines amtlichen Rechtsbeistands ersuchte, 

dass der Beschwerde die angefochtene Verfügung, das entsprechende Zu-

stellkuvert und ein Schreiben des Beschwerdeführers an das Departement 

Gesundheit und Soziales des Kantons C._______ betreffend Fürsorgebe-

stätigung vom (…) (alles in Kopie) beilagen, 

dass das Bundesverwaltungsgericht am 21. März 2025 den Eingang der 

Beschwerde bestätigte, 

dass die Instruktionsrichterin mit Zwischenverfügung vom 26. März 2025 

die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung ein-

schliesslich Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses sowie der 

amtlichen Rechtsverbeiständung mit Hinweis auf die Aussichtslosigkeit der 

Beschwerde abwies und den Beschwerdeführer aufforderte, bis zum 

10. April 2025 einen Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 750.– zu leisten, 

ansonsten auf die Beschwerde nicht eingetreten werde,  

dass der Beschwerdeführer den Kostenvorschuss am 2. April 2025 leistete,  

dass der Sozialdienst des Kantons C._______ am (…) eine Unterstüt-

zungsbedürftigkeitserklärung betreffend den Beschwerdeführer zu den Ak-

ten reichte, 

 

und erwägt, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch hier – endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen 

(Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. 

Art. 31‒33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

D-1917/2025 

Seite 5 

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG),  

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),  

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG),  

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5),  

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich 

um ein solches Rechtsmittel handelt, weshalb das Urteil nur summarisch 

zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),  

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde, 

dass der Beschwerdeführer in der Beschwerde rügt, das SEM habe den 

Sachverhalt nicht korrekt festgestellt und die Begründungspflicht verletzt, 

indem es nicht berücksichtig habe, dass er nicht nur Kurde, sondern gleich-

zeitig auch alevitischen Glaubens sei, obwohl er dies mehrfach betont 

habe, 

dass diese formellen Rügen vorab zu beurteilen sind, da sie allenfalls ge-

eignet sind, eine Kassation der angefochtenen Verfügung zu bewirken (vgl. 

BVGE 2013/34 E. 4.2), 

dass der Untersuchungsgrundsatz zu den allgemeinen Grundsätzen des 

Verwaltungs- respektive Asylverfahrens (Art. 12 VwVG i.V.m. Art. 6 AsylG) 

gehört und die Behörde von Amtes wegen für die richtige und vollständige 

Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen hat,  

dass die Sachverhaltsfeststellung unvollständig ist, wenn nicht alle für den 

Entscheid relevanten Sachumstände berücksichtigt wurden, und unrichtig, 

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Seite 6 

wenn der Verfügung ein falscher und aktenwidriger Sachverhalt zugrunde 

gelegt wird (vgl. BVGE 2012/21 E. 5.2 m.w.H.),  

dass zudem der in Art. 32 VwVG konkretisierte Teilgehalt des rechtlichen 

Gehörs die Behörde verpflichtet, den Entscheid rechtsgenüglich zu be-

gründen (Art. 35 Abs. 1 VwVG), 

dass das SEM seinen diesbezüglichen Verpflichtungen jedoch hinreichend 

nachgekommen ist, in seinem Entscheid namentlich mehrfach erwähnt hat, 

dass es sich beim Beschwerdeführer um einen alevitischen Kurden handle 

(vgl. angefochtene Verfügung Ziff. I/2 und Ziff. II/1), 

dass zudem nicht zu beanstanden ist, dass das SEM bei der Beurteilung 

der allgemeinen Situation für Kurden in der Türkei die alevitischen Kurden 

nicht unterschieden hat, zumal die allgemeine Situation für Kurden in der 

Türkei respektive die solchermassen erlittenen Diskriminierungen gemäss 

konstanter Praxis des Bundesverwaltungsgerichts keine ernsthaften Nach-

teile im Sinne von Art. 3 AsylG darstellen, mithin nicht asylrelevant sind, 

unabhängig davon, ob es sich bei den Kurden um Aleviten handelt oder 

nicht (vgl. statt vieler: Urteil des BVGer D-6396/2023 vom 28. Februar 2024 

E. 6.2), 

dass folglich keine Verfahrensmängel erkennbar sind, mithin das Kassati-

onsbegehren abzuweisen ist, 

dass – in der Sache selbst – die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl 

gewährt (Art. 2 Abs. 1 AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ih-

rem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer 

Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen 

Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachtei-

len ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen 

ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 Abs. 1 AsylG), 

dass der Beschwerdeführer in der Beschwerde im Asylpunkt im Wesentli-

chen ausführte, Kurden würden in der Türkei im Militär immer wieder dis-

kriminiert, was das SEM selbst anerkenne, doch es bleibe häufig nicht bei 

blossen rassistischen Beleidigungen und Diskriminierungen, vielmehr wür-

den Kurden und Aleviten häufig seltsam verschwinden oder umkommen 

(mit Verweis auf diverse Zeitungsartikel), 

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Seite 7 

dass der Umstand, dass sogar in westeuropäischen Medien darüber be-

richtet werde, zeige, wie umfangreich das Problem sei, 

dass er Angst habe, dass auch ihm Ähnliches widerfahre, zumal er bereits 

früher von Dorfschützern bedroht worden sei und diese das sicherlich an 

die Militärbehörden weitergeleitet hätten, 

dass es im Übrigen nicht stimme, dass sich die Dorfschützern wegen einer 

möglichen Strafbarkeit davon abhalten liessen, ihre Drohungen umzuset-

zen, zumal die «offiziellen» türkischen Sicherheitsbehörden in solchen Fäl-

len nicht willig seien, Schutz zu gewähren, 

dass er folglich ernsthaft gefährdet sei und keine Möglichkeit habe, in der 

Türkei sicher zu leben, 

dass sich das Bundesverwaltungsgericht jedoch der Argumentation in der 

angefochtenen Verfügung anschliesst,   

dass – wie bereits erwähnt – die allgemeine Situation für (alevitische) Kur-

den in der Türkei gemäss konstanter Praxis die Anerkennung der Flücht-

lingseigenschaft nicht rechtfertigt und auch seine angeblich vor seiner Aus-

reise erlebten Behelligungen (insbesondere die Aufforderung zur Spitzeltä-

tigkeit inklusive der Drohungen, den Zwang in der Schule, den Koran zu 

lesen und die einhergehenden Schläge) sowie die angeblich von seinen 

Angehörigen erlittenen Benachteiligungen bei den staatlichen Hilfen an-

lässlich der Erdbeben im Jahr 2023 hinsichtlich ihrer Intensität nicht als 

asylrelevante Nachteile zu qualifizieren sind (vgl. Urteil des BVGer 

D-706/2024 vom 26. März 2024 E. 7.2), 

dass zudem die Furcht des Beschwerdeführers, die beiden Dorfschützer 

könnten ihre Todesdrohungen wahr machen, objektiv nicht begründet ist, 

zumal der Beschwerdeführer zwischen der ersten Aufforderung zur Spit-

zeltätigkeit im (…) und der Ausreise am (…) mehrmals eine Zusammenar-

beit mit ihnen ablehnte, ohne dass dies weitere Konsequenzen nach sich 

gezogen hätte (vgl. act SEM 1204974-18/11 F21 ff.), 

dass es sich bei Dorfschützern aber ohnehin um lokale Akteure handelt 

und den Akten keine Hinweise zu entnehmen sind, dass dies im Falle des 

Beschwerdeführers nichts so wäre, und er sich diesen daher mit einem 

Wegzug in einen anderen Landesteil entziehen kann, mithin eine inner-

staatliche Schutzalternative besteht, weshalb er gemäss dem Subsidiari-

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Seite 8 

tätsprinzip nicht auf den Schutz der Schweiz angewiesen ist (vgl. BVGE 

2008/12 E. 5.1), 

dass der Beschwerdeführer schliesslich auch aus dem angeblich zu leis-

tenden Militärdienst beziehungsweise aus der Weigerung dazu nichts zu 

seinen Gunsten abzuleiten vermag, da der Militärdienst als solcher gemäss 

Praxis des Bundesverwaltungsgerichts – auch für alevitische Kurden – 

flüchtlingsrechtlich nicht relevant ist (vgl. statt vieler: Urteil des BVGer 

E-2903/2024 vom 21. August 2024 E. 6.6) und der Beschwerdeführer auch 

aus einer Refraktion nichts zu seinen Gunsten ableiten kann, zumal weder 

er noch seine Familie relevante politische Profile aufweisen (vgl. act SEM 

1204974-18/11 F27f.; Urteil des BVGer D-7303/2018 vom 16. Oktober 

2019 E. 5.2 ff.),  

dass folglich keine konkreten Hinweise dafür vorliegen, dass der Be-

schwerdeführer im Zeitpunkt seiner Ausreise aus der Türkei einer asylbe-

achtlichen Verfolgung oder einer entsprechenden Verfolgungsgefahr aus-

gesetzt war oder im Falle seiner Rückkehr ernsthafte Nachteile im Sinne 

von Art. 3 AsylG zu gewärtigen hätte, 

dass das SEM demnach zu Recht seine Flüchtlingseigenschaft verneint 

und sein Asylgesuch abgelehnt hat,  

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 

Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 

(Art. 44 AsylG), vorliegend insbesondere der Kanton keine Aufenthaltsbe-

willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen 

besteht (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.), weshalb die 

verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen 

steht und demnach vom SEM ebenfalls zu Recht angeordnet wurde,  

dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-

mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg-

weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]), 

dass in der Beschwerde im Wegweisungsvollzugspunkt im Wesentlichen 

ausgeführt wurde, der Wegweisungsvollzug erweise sich vor dem Hinter-

grund der dem Beschwerdeführer in der Türkei drohenden Nachteile als 

unzulässig, 

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Seite 9 

dass der Wegweisungsvollzug auch unzumutbar sei, zumal er bei einer 

Rückkehr nach B._______, einer Provinz, die schwer vom Erdbeben im 

Februar 2023 getroffen worden sei, nicht ohne weiteres wieder arbeiten 

könne, da er dort gerade schwere Probleme habe und zunächst in das Mi-

litär gehen müsse, 

dass der vom SEM verfügte Vollzug der Wegweisung jedoch ebenfalls zu 

bestätigen ist, diesbezüglich auf die zutreffenden Ausführungen in der an-

gefochtenen Verfügung verwiesen werden kann (vgl. dort Ziff. III),  

dass dem Beschwerdeführer namentlich analog dem oben Gesagten keine 

Nachteile drohen, gemäss welchem der Wegweisungsvollzug unzulässig 

oder unzumutbar wäre, 

dass zudem – auch wenn der Beschwerdeführer aus einer von den Erdbe-

ben im Jahr 2023 betroffenen Provinz ([B._______]) stammt – nicht anzu-

nehmen ist, er werde bei einer Rückkehr in die Türkei eine existenzielle 

Notlage geraten, zumal er jung, gesund und gebildet ist sowie über Berufs-

erfahrung und ein intaktes familiäres Beziehungsnetz in mehreren Orten 

der Türkei verfügt (vgl. act. SEM 1204974-18/11 F12 f., F33, F49 und F55), 

dass nach dem Gesagten die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht 

verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig fest-

stellt und – soweit überprüfbar – angemessen ist, weshalb die Beschwerde 

abzuweisen ist,  

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten dem Beschwerde-

führer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 750.– 

festzusetzen sind (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über 

die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]),  

dass der in gleicher Höhe einbezahlte Kostenvorschuss zur Begleichung 

der Verfahrenskosten zu verwenden ist. 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

D-1917/2025 

Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Der einbezahlte Kostenvorschuss wird zur Bezahlung der Verfahrens-

kosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiberin: 

  

Jeannine Scherrer-Bänziger Michelle Rebsamen 

 

 

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