# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 46db71d6-0f4c-5b97-8e6f-db392d653c8d
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-24
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Zivilkammern 24.09.2025 ZOR.2024.33
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_001_ZOR-2024-33_2025-09-24.pdf

## Full Text

Obergericht 

Zivilgericht, 2. Kammer 

 

ZOR.2024.33 
(OF.2022.17)  

 

 

Urteil vom 24. September 2025 
 

 

Besetzung  Oberrichter Six, Präsident 

Oberrichterin Vasvary 

Oberrichter Giese 

Gerichtsschreiberin Albert 

 

 
   

Kläger   A._____,  

geboren am tt.mm.1971, von Nunningen und Meltingen, 

[…] 

vertreten durch Rechtsanwältin Fabienne Brunner,  

[…] 

 

 
    

Beklagte   B._____,  

geboren am tt.mm.1968, von Nunningen und Meltingen, 

[…] 

vertreten durch Rechtsanwältin Claudia Rohrer,  

[…] 

 

 
 

Gegenstand  Ehescheidung 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Das Obergericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

Die Parteien haben am 9. Juni 1994 vor dem Zivilstandsamt in S._____ 

geheiratet. Aus der Ehe sind die gemeinsamen Kinder D._____, geboren 

am tt.mm. 1995, C._____, geboren am tt.mm. 1997 sowie E._____, 

geboren am tt.mm. 1999 hervorgegangen.  

 

2. 

Am 11. Januar 2022 reichte der Kläger dem Präsidium des Familien-

gerichts des Bezirks Baden eine unbegründete Scheidungsklage ein. Nach 

Stellungnahme der Beklagten fand am 8. September 2022 eine Einigungs-

verhandlung statt, anlässlich welcher eine Teileinigung erzielt werden 

konnte.  

 

Die vorinstanzliche Hauptverhandlung fand am 9. November 2023 statt. 

Am 24. Januar 2024 fällte die Präsidentin des Bezirksgerichts Baden einen 

Entscheid, in welchem sie die Ehe der Parteien schied und die am 

8. September 2022 geschlossene Teilvereinbarung der Parteien 

genehmigte. Hinsichtlich der strittig gebliebenen Scheidungsfolgen stellte 

sie fest, dass sich die Parteien gegenseitig keinen persönlichen Unterhalt 

schuldeten und wies die Vorsorgeeinrichtung des Klägers an, vom 

Freizügigkeitsguthaben des Klägers Fr. 101'570.15 zuzüglich Zins auf das 

Vorsorgekonto der Beklagten zu überweisen. Im Übrigen wies es das 

Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege der Beklagten ab, auferlegte den 

Parteien die Gerichtskosten je zur Hälfte und sprach keine Partei-

entschädigungen zu.  

 

3. 

Mit Berufung vom 27. Mai 2024 beantragte die Beklagte, der Kläger sei zu 

verpflichten, ihr ab Rechtskraft des Scheidungspunkts bis zum Zeitpunkt 

seiner ordentlichen Pensionierung an den Unterhalt monatlich mindestens 

Fr. 2'500.00 zu bezahlen, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen 

zulasten des Klägers. Ausserdem sei ihr die unentgeltliche Rechtspflege 

unter Einsetzung ihrer Rechtsanwältin als unentgeltliche Rechtsbeiständin 

zu gewähren.  

 

3.1. 

Mit Verfügung des Obergerichts vom 31. Mai 2024 wurde das Gesuch der 

Beklagten um unentgeltliche Rechtspflege abgewiesen. 

 

Mit Entscheid vom 5. September 2024 hiess das Präsidium des 

Bezirksgerichts Baden das am 28. Mai gestellte Gesuch der Beklagten um 

Leistung eines Prozesskostenvorschusses für das Berufungsverfahren gut 

und verpflichtete den Kläger, der Beklagten eine Prozesskostenvorschuss 

in Höhe von Fr. 8'200.00 zu leisten. 

 - 3 - 

 

 

 

3.2. 

Mit Berufungsantwort vom 18. November 2024 beantragte der Kläger die 

kostenfällige Abweisung der Berufung.  

 

3.3. 

Am 2. Dezember 2024 reichte die Beklagte eine freigestellte Stellung-

nahme ein. 

 

 
   

Das Obergericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

1.1. 

Die Berufung der Beklagten und Berufungsklägerin (nachfolgend Beklagte) 

richtet sich einzig gegen den vorinstanzlichen Verzicht auf die Anordnung 

nachehelicher Unterhaltszahlungen. Im Scheidungspunkt sowie hin-

sichtlich der übrigen Scheidungsfolgen ist das erstinstanzliche Urteil unan-

gefochten geblieben und damit in Rechtskraft erwachsen (Art. 315 Abs. 1 

ZPO).  

 

1.2. 

Für den umstrittenen nachehelichen Unterhaltsanspruch der Beklagten gilt 

die Verhandlungsmaxime (Art. 277 Abs. 1 ZPO). Damit wird den Parteien 

übertragen, dem Gericht den massgeblichen Sachverhalt darzulegen und 

die zum Beweis erforderlichen Beweismittel beizubringen oder deren 

Abnahme zu beantragen (Art. 55 Abs. 1 ZPO; Urteil des Bundesgerichts 

5A_807/2018 vom 28. Februar 2019 E. 2.3.2). Ferner gilt der 

Dispositionsgrundsatz (Art. 58 Abs. 1 ZPO).  

 

Neue Tatsachen und Beweismittel werden im Berufungsverfahren nur noch 

berücksichtigt, wenn sie ohne Verzug vorgebracht werden und trotz 

zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorgebracht werden 

konnten (Art. 317 Abs. 1 ZPO), wofür die Partei, die solche Neuerungen 

geltend macht, die Substanzierungs- und Beweislast trifft (Urteil des 

Bundesgerichts 5A_266/2015 vom 24. Juni 2015 E. 3.2.2).  

 

2. 

2.1. 

Die Vorinstanz erwog zur Frage des nachehelichen Unterhalts zusammen-

gefasst, dass die Ehe der Parteien angesichts der fast 30-jährigen Dauer 

sowie der Tatsache, dass daraus drei Kinder hervorgegangen sind, 

unbestritten lebensprägend gewesen sei. Die Beklagte sei jedoch 

spätestens ab dem Jahr 2015, in welchem das jüngste Kind das 

16. Lebensjahr vollendet habe, verpflichtet gewesen, ihre bisherige 

Erwerbstätigkeit auf 100 % zu erhöhen. Da die Beklagte nicht nachge-

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wiesen habe, dass es ihr trotz genügender Stellenbemühungen nicht 

gelungen sei, ihr Erwerbspensum aufzustocken, sei ihr ein hypothetisches 

Einkommen von rund Fr. 4'000.00 pro Monat anzurechnen, mit welchem 

sie in der Lage sei, ihren gebührenden Unterhalt zu decken. Unabhängig 

davon sei es dem Kläger ohnehin nicht mehr zuzumuten, für den Unterhalt 

der Beklagten aufzukommen, nachdem er bereits über zehn Jahre seit der 

definitiven Trennung Unterhaltsleistungen erbracht habe (vgl. vorinstanz-

liches Urteil E. 4.3).  

 

Die Beklagte beantragt im Berufungsverfahren, der Kläger sei zu 

monatlichen Unterhaltszahlungen in Höhe von mindestens Fr. 2'500.00 bis 

zu seiner ordentlichen Pensionierung zu verpflichten. Sie wehrt sich in 

diesem Zusammenhang gegen das ihr von der Vorinstanz angerechnete 

hypothetische Einkommen (vgl. Berufung Ziff. 4).  

 

2.2. 

2.2.1. 

Für die Feststellung des gebührenden Unterhalts im Sinne von Art. 125 

Abs. 1 ZGB nimmt das Bundesgericht in seiner Rechtsprechung zum 

Ausgangspunkt, ob die Ehe lebensprägend war oder nicht (vgl. statt vieler 

BGE 147 III 249 E. 3.4.1). Wie die Vorinstanz zutreffend ausgeführt hat und 

im Berufungsverfahren unbestritten geblieben ist, ist die Ehe der Parteien 

aufgrund ihrer rund 30-jährigen Dauer, der drei daraus hervorgegangenen 

Kinder sowie der gewählten Rollenverteilung auch in der Einzelfall-

betrachtung als lebensprägend einzustufen (vgl. vorinstanzliches Urteil 

E. 4.3.1).  

 

Indessen ist zu beachten, dass selbst die Bejahung einer lebensprägenden 

Ehe nicht automatisch zu einem Anspruch auf nachehelichen Unterhalt 

führt. Wenn keine vernünftige Aussicht auf Wideraufnahme des Ehelebens 

mehr besteht, gilt nach dem klaren Wortlaut von Art. 125 Abs. 1 ZGB das 

Primat der Eigenversorgung und damit grundsätzlich eine Obliegenheit zur 

(Wieder-)Eingliederung in den Arbeitsprozess bzw. zur Ausdehnung einer 

bestehenden Tätigkeit. Der Zuspruch eines Unterhaltsbeitrages ist hierzu 

subsidiär und nur geschuldet, soweit der gebührende Unterhalt bei 

zumutbarer Anstrengung nicht oder nicht vollständig durch Eigenleistung 

gedeckt werden kann (BGE 141 III 465 E. 3.1). Auf dieser Grundlage ist 

daher nachfolgend der gebührende Unterhalt zu bestimmen und zu prüfen, 

ob die Beklagte diesen selbst finanzieren kann. 

  

 - 5 - 

 

 

2.2.2. 

Während die Vorinstanz den gebührenden Unterhalt der Beklagten gestützt 

auf die Erwerbseinkünfte der Beklagten sowie die zuletzt bezahlten 

Unterhaltsbeiträge des Klägers auf Fr. 3'755.00 bzw. Fr. 3'887.00 

festsetzte, rügt die Beklagte diesen Betrag im Berufungsverfahren als zu 

tief (vgl. vorinstanzliches Urteil E. 4.3.2; Berufung S. 8 f.). 

 

In Bezug auf die Festsetzung des gebührenden Unterhalts ist gestützt auf 

die übereinstimmenden Ausführungen der Parteien erstellt sowie 

unbestritten, dass der gemeinsame Haushalt bereits im Jahre 2013 definitiv 

aufgehoben wurde (act. 33, 46 sowie 50). Da die Ehegatten im Zeitpunkt 

der Einreichung des Scheidungsbegehrens bereits rund 10 Jahre getrennt 

lebten, ist nicht die während des Zusammenlebens gemeinsam gelebte 

Lebenshaltung für die Bestimmung des gebührenden Unterhalts 

massgeblich, sondern diejenige während der Trennungszeit (vgl. BGE 130 

III 537 E. 2). 

 

Die Beklagte beziffert ihren gebührenden Unterhalt auf rund Fr. 4'870.00, 

wobei sich dieser aus dem anhand der betreibungsrechtlichen Richtlinien 

ermittelten Bedarf von rund Fr. 3'570.00, einem Vorsorgeunterhalt in Höhe 

von Fr. 900.00 sowie Steuern in Höhe von Fr. 400.00 zusammensetze 

(act. 52; Berufung S. 9). Dazu ist vorwegzunehmen, dass der Vorsorge-

unterhalt im Sinne von Art. 125 Abs. 1 ZGB den Ausgleich allfälliger 

künftiger nachehelicher Einbussen betrifft, wenn ein Ehegatte wegen 

Kinderbetreuungspflichten in den Jahren nach der Scheidung keiner oder 

vorübergehend nur einer beschränkten Erwerbstätigkeit wird nachgehen 

und deshalb auch nicht die vollen Beiträge in die eigene Altersvorsorge wird 

einbezahlen können (vgl. BGE 135 III 158 E. 4.1). Wie nachfolgend 

aufzuzeigen sein wird (vgl. unten), erachtet das Obergericht mit der 

Vorinstanz eine Vollzeitbeschäftigung für die Beklagte als möglich sowie 

zumutbar. Mit einer Vollzeitbeschäftigung wird die Beklagte auch die vollen 

Beiträge in die Altersvorsorge einbezahlen können, weshalb – auch unter 

Berücksichtigung, dass ihr aufgrund des vorinstanzlich vorgenommenen 

Vorsorgeausgleichs ein Betrag von Fr. 101'570.15 aus der Pensionskasse 

des Klägers zusteht – im gebührenden Unterhalt der Beklagten kein 

Vorsorgeunterhalt zu berücksichtigen ist.  

 

Abzüglich des für den Vorsorgeunterhalt eingerechneten Betrags verbleibt 

nach den Berechnungen der Beklagten ein gebührender Unterhalt in Höhe 

von Fr. 3'968.00. Diesen Betrag vermag die Beklagte bei zumutbarer sowie 

tatsächlich möglicher Ausschöpfung ihrer Eigenversorgungskapazität 

selbst zu erwirtschaften, weshalb kein Anspruch auf nachehelichen 

Unterhalt besteht.  

 

 - 6 - 

 

 

2.2.3. 

Die Beklagte bestreitet zu Recht nicht, dass ihr die Erhöhung ihres 

bisherigen Arbeitspensums von 50 % auf 100 % grundsätzlich zuzumuten 

wäre (act. 47; Berufung S. 6). Sie macht jedoch geltend, dass sie aufgrund 

ihrer gesundheitlichen Einschränkungen sowie ihrer beruflichen Laufbahn 

trotz hinreichender Anstrengungen keine Vollzeitbeschäftigung finde und 

eine solche deshalb in tatsächlicher Hinsicht nicht möglich sei (vgl. 

Berufung Rz. 5 ff.).  

 

Die inzwischen 57-jährige Beklagte arbeitet aktuell in einem Pensum von 

50 % als Aufseherin im Museum für Musikautomaten, wobei sie ebenfalls 

im Shop aushelfe und an der Kasse sitze (vgl. Berufung S. 4). Damit sowie 

aufgrund ihrer abgeschlossenen Lehre im Detailhandel ist die Beklagte 

bereits mit Kassensystemen vertraut. Es ist damit nicht nachvollziehbar, 

weshalb es der Beklagten nicht möglich sein sollte, etwa eine Anstellung 

als Kassierin im Detailhandel zu finden, zumal eine solche grundsätzlich 

keinerlei Vorkenntnisse erfordert und auch ihre gesundheitliche 

Prädisposition, wonach sie lediglich vorwiegend sitzende Tätigkeit ausüben 

könne, einer solchen nicht entgegenspricht (vgl. act. 47). Dass sie eine 

solche Tätigkeit nicht finden würde, erachtet das Obergericht auch mit Blick 

auf die im vorinstanzlichen Verfahren eingereichten Bewerbungs-

bemühungen als nicht erstellt (vgl. Beilage 21 zur Klageantwort), zumal die 

Beklagte selbst anlässlich der vorinstanzlichen Hauptverhandlung 

ausführte, entsprechende Stellen zwar in geringeren Pensen bereits 

gefunden zu haben, diese sich jedoch mit ihrer aktuellen Arbeitsstelle nicht 

vereinbaren liessen (act. 112). Gestützt darauf besteht für das Obergericht 

kein Zweifel daran, dass die Ausübung einer solchen Tätigkeit für die 

Beklagte in Zukunft nicht nur zumutbar, sondern auch tatsächlich möglich 

ist. 

 

Mit einer Vollzeitstelle im Detailhandel wäre es der Beklagten aktuell 

möglich, ein Einkommen von mindestens Fr. 4'600.00 brutto zu erziehen 

(vgl. beispielsweise die Website der Lidl Schweiz AG, gemäss welcher das 

Mindestgehalt für ungelernte Mitarbeiter ab 1. Januar 2025 Fr. 4'600.00 

beträgt). Mit diesem Gehalt wäre es der Beklagten ohne Weiteres möglich, 

den von ihr geltend gemachten gebührenden Unterhalt inkl. Steueranteil 

alleine zu bestreiten, weshalb ein Unterhaltsanspruch entfällt. Die Berufung 

der Beklagten erweist sich unter diesen Umständen als unbegründet und 

ist deshalb abzuweisen. 

  

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3. 

Die Beklagte unterliegt im Berufungsverfahren vollumfänglich, weshalb ihr 

die obergerichtlichen Verfahrenskosten, die praxisgemäss auf Fr. 3'500.00 

festzusetzen sind (§ 7 Abs. 4 und 6 VKD i.V.m. § 11 Abs. 1 VKD i.V.m. § 29 

GebührD), vollumfänglich aufzuerlegen sind. Sie werden mit dem von ihr 

geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe verrechnet (Art. 111 Abs. 1 

ZPO).  

 

Zudem ist die Beklagte zu verpflichten, dem Kläger für das obergerichtliche 

Verfahren eine Parteientschädigung in richterlich festgesetzter Höhe von 

gerundet Fr. 3'000.00 (Grundentschädigung Fr. 4'500.00 [§ 3 Abs. 1 lit. b 

und d AnwT], Abzug von 20 % für die entfallene Verhandlung [§6 Abs. 2 

AnwT], Abzug von 25 % für das Rechtsmittelverfahren [§ 8 AnwT] und 

Auslagenpauschale von 3 % [§ 13 Abs. 1 AnwT]) sowie die gesetzliche 

Mehrwertsteuer von 8.1 % zu bezahlen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). 

 

 
   

Das Obergericht erkennt: 

 

1. 

Die Berufung der Beklagten wird abgewiesen.  

 

2. 

Die obergerichtliche Entscheidgebühr in Höhe von Fr. 3'500.00 ist der 

Beklagten aufzuerlegen und mit dem von ihr bezahlten Kostenvorschuss in 

gleicher Höhe zu verrechnen.  

 

3. 

Die Beklagte ist zu verpflichten, dem Kläger für das obergerichtliche 

Verfahren eine Parteientschädigung in Höhe von Fr. 3'000.00 zu bezahlen. 

 

 
   

Zustellung an: 

[…] 

  

 - 8 - 

 

 

 

 
   

Rechtsmittelbelehrung für die Beschwerde in Zivilsachen (Art. 72 ff., Art. 90 ff. BGG) 

 

Gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen, kann innert 30 Tagen, von der 

schriftlichen Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des Entscheides an gerechnet, die 

Beschwerde an das Schweizerische Bundesgericht erhoben werden. In 

vermögensrechtlichen Angelegenheiten ist die Beschwerde nur zulässig, wenn der 

Streitwert in arbeits- und mietrechtlichen Fällen mindestens Fr. 15'000.00 bzw. in allen 

übrigen Fällen mindestens Fr. 30'000.00 beträgt, es sei denn, es stelle sich eine Rechts-

frage von grundsätzlicher Bedeutung oder es handle sich um einen Entscheid des Konkurs- 

und Nachlassrichters (Art. 44 Abs. 1, Art. 72, Art. 74, Art. 90, Art. 100 Abs. 1 und Art. 112 

Abs. 1 BGG). 

 

Die Beschwerde ist schriftlich oder in elektronischer Form beim Schweizerischen 

Bundesgericht einzureichen (Art. 42 BGG). 

 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschriften bzw. eine anerkannte 

elektronische Signatur zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, 

inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 ff. BGG) verletzt. Ist eine Beschwerde 

nur unter der Voraussetzung zulässig, dass sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher 

Bedeutung stellt, ist auszuführen, warum diese Voraussetzung erfüllt ist. Die Urkunden, auf 

die sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in den 

Händen hat; ebenso ist der angefochtene Entscheid beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

 
   

Aarau, 24. September 2025 

 

Obergericht des Kantons Aargau 

Zivilgericht, 2. Kammer 

Der Präsident:    Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

 

Six     Albert