# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8ef13229-123b-5313-9b36-12cb2c603c16
**Source:** Basel-Landschaft (entscheidsuche) (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-03
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 03.11.2025 715 2025 247 (715 25 247)
**Docket/Reference:** 715 2025 247
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_715-2025-247_2025-11-03.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 

vom 3. November 2025 (715 25 247) 

 

____________________________________________________________________ 

 

 

Arbeitslosenversicherung 

 

 

Einstellung in der Anspruchsberechtigung wegen fehlender Arbeitsbemühungen 

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Gerichtsschreiberin Felicia Käslin 

 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin 
  

 
gegen 
 
 

 KIGA Baselland, Arbeitsvermittlung, Bahnhofstrasse 32, 4133 Prat-
teln, Beschwerdegegnerin 
 

  
  

Betreff Einstellung in der Anspruchsberechtigung 
 
 
 

A. Die 1980 geborene A.____ war zuletzt vom 18. November 2019 bis zum 31. Okto-

ber 2024 als Senior Administrative Assistant bei der B.____ Ltd. angestellt. Am 13. Novem-

ber 2024 meldete sie sich beim zuständigen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) zur Arbeitsver-

mittlung sowie zum Bezug von Arbeitslosenentschädigung an. Mit Verfügung vom 3. Juni 2025 

stellte das RAV A.____ wegen fehlender Arbeitsbemühungen für den Monat Dezember 2024 für 

sieben Tage ab 1. Januar 2025 in der Anspruchsberechtigung ein. Die gegen diese Verfügung 

erhobene Einsprache wies das Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit (KIGA) Baselland mit Ein-

spracheentscheid vom 17. Juni 2025 ab. 

 

 
 
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B. Dagegen erhob A.____ am 1. Juli 2025 und mit nachgebesserter Eingabe vom 

15. Juli 2025 Beschwerde an das Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht (Kantonsgericht). Sie beantragte die Aufhebung des angefochtenen Einspracheent-

scheids. Zur Begründung brachte sie im Wesentlichen vor, es sei zwar korrekt, dass sie für den 

Monat Dezember 2024 keine Arbeitsbemühungen eingereicht habe. Dies sei jedoch auf aus-

drückliche Anweisung des RAV-Beraters erfolgt. 

 

C. Mit Vernehmlassung vom 28. August 2025 beantragte die Beschwerdegegnerin die Ab-

weisung der Beschwerde. 

 

 

Die Präsidentin zieht  i n  E r w ä g u n g :  

 

1.1 Gemäss Art. 100 Abs. 3 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversi-

cherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) vom 25. Juni 1982 kann der Bundesrat die ört-

liche Zuständigkeit des kantonalen Versicherungsgerichts in Abweichung von Art. 58 des Bun-

desgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 

2000 regeln. Gemäss Art. 128 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung 

und die Insolvenzentschädigung (AVIV) vom 31. August 1983 richtet sich die Beurteilung der 

Zuständigkeit des kantonalen Versicherungsgerichts nach Art. 119 AVIV. Laut Art. 128 Abs. 2 

AVIV ist für die Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen (Einspracheentscheide) einer 

kantonalen Amtsstelle das Versicherungsgericht desselben Kantons zuständig. Anfechtungsob-

jekt des vorliegenden Verfahrens bildet ein Einspracheentscheid, den das KIGA als kantonale 

Amtsstelle im Sinne von Art. 85 AVIG erlassen hat, sodass die örtliche Zuständigkeit des Kan-

tonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Ver-

fassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kan-

tonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden 

gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch 

sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen form- und 

fristgerecht eingereichte Beschwerde ist demnach einzutreten. 

 

1.2 Gemäss § 55 Abs. 1 VPO entscheidet die präsidierende Person der Abteilung Sozialver-

sicherungsrecht des Kantonsgerichts Streitigkeiten bis zu einem Streitwert von Fr. 20'000.-- durch 

Präsidialentscheid. Vorliegend wurde die Beschwerdeführerin während sieben Tagen in der An-

spruchsberechtigung eingestellt. Bei einem Taggeld von Fr. 349.20 beläuft sich der Streitwert auf 

Fr. 2'444.40 (7 x Fr. 349.20). Die Angelegenheit ist daher präsidial zu entscheiden. 

 

2. Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin zu Recht 

infolge ungenügender Arbeitsbemühungen während sieben Tagen in der Anspruchsberechtigung 

eingestellt hat.  

 

3.1 Nach Art. 17 Abs. 1 Satz 1 AVIG muss die versicherte Person mit Unterstützung des 

Arbeitsamtes alles Zumutbare unternehmen, um eine Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu 

 

 
 
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verkürzen (BGE 124 V 225 E. 2a). Im Rahmen dieser Schadenminderungspflicht ist die versi-

cherte Person insbesondere verpflichtet, Arbeit (wenn nötig auch ausserhalb ihres bisherigen 

Berufes) zu suchen und ihre diesbezüglichen Bemühungen nachzuweisen (Art. 17 Abs. 1 Satz 2 

AVIG und Art. 26 AVIV; THOMAS NUSSBAUMER in: Schindler/Tanquerel/Tschannen/Uhlmann 

[Hrsg.], Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Band XIV, Soziale Sicherheit, Basel 2016, Rz. 

312). Gemäss Art. 26 Abs. 1 AVIV muss sich die versicherte Person gezielt um Arbeit bemühen, 

in der Regel in Form einer ordentlichen Bewerbung. Sie muss den Nachweis der Arbeitsbemü-

hungen für jede Kontrollperiode spätestens am fünften Tag des folgenden Monats oder am ersten 

auf diesen Tag folgenden Werktag einreichen. Die Arbeitsbemühungen werden nicht mehr be-

rücksichtigt, wenn sie die Frist verstreichen lässt und keinen entschuldbaren Grund geltend macht 

(Art. 26 Abs. 2 AVIV). 

 

3.2 Kommt die versicherte Person der Verpflichtung, sich persönlich genügend um zumut-

bare Arbeit zu bemühen, nicht nach, kann die kantonale Amtsstelle gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. c 

AVlG eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung verfügen. Auf den Erfolg der Bemühungen 

kommt es dabei nicht an, sondern nur auf deren Intensität. Die Sanktion soll arbeitslose Versi-

cherte zur Stellensuche anspornen und vor allem eine missbräuchliche Beanspruchung der Ar-

beitslosenversicherung verhindern. Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung bezweckt auch 

eine angemessene Mitbeteiligung der versicherten Person an jenem Schaden, den sie durch ihr 

pflichtwidriges Verhalten der Arbeitslosenversicherung natürlich und adäquat kausal zufügte 

(BGE 124 V 225 E. 2b). Die Einstellung hat folglich die Funktion einer Haftungsbegrenzung der 

Versicherung für Schäden, welche die versicherte Person hätte vermeiden oder vermindern kön-

nen. Als Verwaltungssanktion ist sie vom Gesetzmässigkeits-, Verhältnismässigkeits- und Ver-

schuldensprinzip beherrscht (vgl. NUSSBAUMER, a.a.O., Rz. 828). 

 

3.3 Das Kantonsgericht besitzt in Sozialversicherungssachen die vollständige Überprü-

fungsbefugnis und ist in der Beweiswürdigung frei (§ 57 VPO in Verbindung mit Art. 61 Satz 1 

ATSG; Art. 61 lit. c ATSG). Die Verwaltung als verfügende Instanz und im Beschwerdefall das 

Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen 

überzeugt sind (vgl. RENÉ RHINOW/HEINRICH KOLLER/CHRISTINA KISS/DANIELA THURNHERR/ 

DENISE BRÜHL-MOSER, Öffentliches Prozessrecht, 4. Aufl., Basel 2021, N 999). Im Sozialversi-

cherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit zu fällen (vgl. AURELIA JENNY/CRISTINA SCHIAVI, in: Basler Kommentar ATSG, 

Frésard-Fellay/Klett/Leuzinger [Hrsg.], Basel 2025, N 11 zu Art. 43; BGE 144 V 427 E. 3.2). Die 

blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt diesen Beweisanforderungen nicht. Es 

ist vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die das Gericht von allen möglichen Ge-

schehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 144 V 427 E. 3.2, 138 V 218 E. 6 mit 

diversen Hinweisen). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne der Beweis-

führungslast begriffsnotwendig aus, da es Sache des Sozialversicherungsgerichts (oder der ver-

fügenden Verwaltungsstelle) ist, für die Zusammentragung des Beweismaterials besorgt zu sein. 

Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur inso-

fern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus 

dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift aller-

dings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes 

 

 
 
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auf Grund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrschein-

lichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 144 V 427 E. 3.2 S. 429; Urteil 

8C_643/2018 vom 4. Juli 2019 E. 6.1). 

 

4.1 Vorliegend ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin im zu beurteilenden Zeitraum 

keine Stellenbewerbungen verfasst hat (Nachweis der persönlichen Arbeitsbemühungen für den 

Monat Dezember 2024). Die Beschwerdeführerin macht geltend, anlässlich des Erstgesprächs 

mit dem RAV-Berater vom 11. Dezember 2024 sei vereinbart worden, dass sie für den Monat 

Dezember 2024 keine Arbeitsbemühungen einreichen müsse. Der RAV-Berater habe ihr erklärt, 

für November 2024 und Dezember 2024 seien keine Arbeitsbemühungen erforderlich mit der 

Begründung, im November 2024 sei die Beschwerdeführerin von einer 100%igen Arbeitsunfähig-

keit ausgegangen, für Dezember 2024 sei der Erstkontakt mit dem RAV erst spät erfolgt und es 

sei kurz vor den Feiertagen. 

 

4.2 Aus dem Protokoll zum Erstgespräch vom 11. Dezember 2024 geht hervor, dass die zu 

erbringenden Arbeitsbemühungen anlässlich des Gesprächs auf mindestens zwei pro Monat für 

ein 20%-Pensum festgelegt wurden (act. 13 und 116). Es wurde ferner festgehalten, die Versi-

cherte sei zwar seit dem 13. November 2024 zu 20 % arbeitsfähig, das bei der Anmeldung beim 

RAV eingereichte Arbeitsunfähigkeitszeugnis weise jedoch eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit aus. 

Die Versicherte würde eine korrigierte Version des Arbeitsunfähigkeitszeugnis nachreichen. Auf-

grund dessen, dass die Versicherte im November 2024 von einer vollen Arbeitsunfähigkeit aus-

gegangen sei, habe sie für den Monat November 2024 keine Arbeitsbemühungen erbracht. Auf 

eine diesbezügliche Sanktionierung werde verzichtet (act. 13 und 116). 

 

4.3 Aktenkundig ist, dass für den Monat Dezember 2024 zwei Arbeitsbemühungen gefordert 

wurden. Dies geht einerseits aus dem Protokoll zum Erstgespräch, andererseits aus dem Proto-

koll zu den Beratungsgesprächen hervor (act. 13 und 116). Der zuständige RAV-Berater bestä-

tigte zudem mit E-Mail vom 12. August 2025, die in den beiden Protokollen vermerkten zwei Ar-

beitsbemühungen seien korrekt. Es ergeben sich keine Anhaltspunkte für eine anderslautende 

Vereinbarung mit dem RAV-Berater und die Beschwerdeführerin kann eine solche auch nicht 

belegen. Es ist demnach nicht überwiegend wahrscheinlich erstellt, dass die Beschwerdeführerin 

vom Nachweis der persönlichen Arbeitsbemühungen für den Monat Dezember 2024 befreit wor-

den ist. Da die Beschwerdeführerin aus dem behaupteten, jedoch unbewiesenen Sachverhalt 

Rechte ableiten möchte, hat sie die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (vgl. E. 3.3 hiervor). 

 

4.4 Ein entschuldbarer Grund für die fehlenden Arbeitsbemühungen ist ferner nicht ersicht-

lich. Zwar bestand bereits im Zeitpunkt der Anmeldung beim RAV eine Arbeitsunfähigkeit der 

Beschwerdeführerin. Letztere bringt jedoch nicht vor, dass sie aufgrund einer Krankheit nicht in 

der Lage gewesen wäre, Arbeitsbemühungen zu erbringen. Hinzu kommt, dass dem Verlaufspro-

tokoll ein Gespräch vom 19. November 2024 zu entnehmen ist, wonach die Beschwerdeführerin 

auf die erforderlichen Arbeitsbemühungen, damals acht pro Monat, hingewiesen wurde (act. 13 

f.). Bereits damit hätte der Beschwerdeführerin bewusst sein müssen, dass sie trotz Arbeitsunfä-

higkeit Arbeitsbemühungen erbringen musste. Hierbei ist anzumerken, dass gemäss AVIG-Praxis 

ALE (vgl. Weisung AVIG ALE [AVIG-Praxis ALE], Stand: 1. Juli 2025) Rz. B320 während einer 

 

 
 
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krankheits- oder unfallbedingten Arbeitsunfähigkeit zwar auf den Nachweis von Arbeitsbemühun-

gen zu verzichten ist. Ob es sich dabei um eine volle Arbeitsunfähigkeit handeln muss, wird in 

dieser Ziffer nicht ausgeführt. Aus der Rechtsprechung, wonach das Bundesgericht selbst eine 

100 % arbeitsunfähige Person als nicht zwangsläufig von der Pflicht zur Stellensuche befreit er-

achtet (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 28. September 2006, C 164/05, E. 7), ist der Schluss 

zu ziehen, dass eine teilweise Arbeitsunfähigkeit nicht vom Nachweis von Arbeitsbemühungen 

befreit. Der teilweisen Arbeitsunfähigkeit ist jedoch bei der Quantität der Stellenbewerbungen 

Rechnung zu tragen, was die Vorinstanz insofern berücksichtigt hat, als sie entsprechend den 

bescheinigten Arbeitsunfähigkeiten die Anzahl der nachzuweisenden Arbeitsbemühungen für den 

Monat Dezember 2024 von acht auf zwei reduziert hat. In Ausübung des eigenen Ermessens hat 

das RAV sodann von einer Sanktionierung wegen fehlender Arbeitsbemühungen für den Monat 

November 2024 verzichtet. Aufgrund dieses Sanktionierungsverzichts zu schliessen, dies gelte 

auch für den Monat Dezember 2024, stellt kein stichhaltiger entschuldbarer Grund der Beschwer-

deführerin dar. Wie die Beschwerdegegnerin im angefochtenen Entscheid vom 17. Juni 2025 

nachvollziehbar und zu Recht ausführt, ist die Beschwerdeführerin folglich ihrer Schadensminde-

rungspflicht in unentschuldigter Weise nicht nachgekommen. 

 

5.1 Zu prüfen bleibt, ob die Beschwerdegegnerin die Einstelldauer zu Recht auf sieben Tage 

festgesetzt hat.  

 

5.2 Die Dauer der Einstellung bemisst sich nach dem Grad des Verschuldens (Art. 30 Abs. 3 

AVIG) und beträgt 1 bis 15 Tage bei leichtem Verschulden, 16 bis 30 Tage bei mittelschwerem 

und 31 bis 60 Tage bei schwerem Verschulden (Art. 45 Abs. 3 AVIV). Bei der Festlegung der 

Dauer der Einstellung in der Anspruchsberechtigung besteht für die anwendenden Behörden ein 

relativ grosser Ermessensspielraum. Bei der Beurteilung dieses Ermessens im Einzelfall ist der 

vom Staatssekretariat für Wirtschaft (seco) als Aufsichtsbehörde der Durchführungsorgane der 

Arbeitslosenversicherung herausgegebene Einstellraster zu berücksichtigen, welcher die Ge-

währung einer möglichst einheitlichen Rechtsanwendung in den Kantonen zum Ziel hat. Der Ras-

ter entbindet aber die Durchführungsstellen der Arbeitslosenversicherung nicht von einer konkre-

ten Einzelfallprüfung, sondern verpflichtet diese vielmehr dazu, von den Angaben des Rasters 

abzuweichen, wenn Umstände vorliegen, welche dies verlangen. Eine Einstellung ist jeweils für 

jeden Monat mit ungenügenden Arbeitsbemühungen vorzunehmen (vgl. NUSSBAUMER, a.a.O., 

Rz. 862 und 844). 

 

5.3 Der Einstellraster sieht für erstmalig fehlende Arbeitsbemühungen während der Kontroll-

periode eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung von 5 bis 9 Tagen vor (vgl. Weisung AVIG 

ALE Rz. D79 "Einstellraster" unter 1.D). Die Verwaltungsweisungen sind für das Gericht grund-

sätzlich nicht verbindlich. Diese soll sie bei seiner Entscheidung aber berücksichtigen, sofern sie 

eine dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende Auslegung der anwendbaren gesetzlichen 

Bestimmunen zulassen. Das Gericht weicht also nicht ohne triftigen Grund von Verwaltungswei-

sungen ab, wenn diese eine überzeugende Konkretisierung der rechtlichen Vorgaben darstellen. 

Insofern wird dem Bestreben der Verwaltung, durch interne Weisungen eine rechtsgleiche Ge-

setzesanwendung zu gewährleisten, Rechnung getragen (BGE 141 V 365 E. 2.4). 

 

 

 
 
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5.4 Die Vorinstanz setzte die Einstelldauer innerhalb des für ein leichtes Verschulden vor-

geschriebenen Rahmens von 1 bis 15 Tagen auf sieben Tage fest, was unter Berücksichtigung 

des Ermessens der Vorinstanz nicht zu beanstanden ist. Verschuldensmindernde oder  

-verschärfende Gründe wurden von der Vorinstanz nicht erkannt. Solche werden von der Be-

schwerdeführerin nicht vorgebracht und sind auch aus den Akten nicht ersichtlich. 

 

6. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin für den Monat Dezem-

ber 2024 keine Arbeitsbemühungen im Sinne von Art. 17 Abs. 1 AVIG in Verbindung mit Art. 26 

AVIV tätigte, dafür kein entschuldbarer Grund vorlag und sie somit ihre Schadenminderungs-

pflicht verletzte. Die verfügte Einstellung in der Anspruchsberechtigung von sieben Tagen ist nicht 

zu beanstanden, weshalb die dagegen gerichtete Beschwerde abzuweisen ist. 

 

7. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Par-

teien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erhe-

ben.  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.