# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d826d5f8-997f-5b94-9b6b-6ea023d1bb26
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-05-19
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Schuldbetreibungs- und Konkurskammer 19.05.2010 KSK 2010 36
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_003_KSK-2010-36_2010-05-19.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 19. Mai 2010 Schriftlich mitgeteilt am:
KSK 10 36

Verfügung
Schuldbetreibungs- und Konkurskammer

Präsident Brunner

In der Schuldbetreibungs- und Konkursbeschwerde

der X .  A G , Schuldnerin und Beschwerdeführerin, 

gegen

den Konkursentscheid des Bezirksgerichtspräsidenten Hinterrhein vom 28. April 
2010, mitgeteilt am gleichen Tag, in Sachen der Y . , Gläubigerin und 
Beschwerdegegnerin, gegen die Beschwerdeführerin,

betreffend Konkurseröffnung,

Seite  2 — 4

wird nach Einsichtnahme in die Beschwerde vom 03. Mai 2010, in die 
Vernehmlassung des Konkursamtes des Bezirks Hinterrhein vom 05. Mai 2010, in 
die vom Bezirksgerichtspräsidium Hinterrhein zugestellten Verfahrensakten sowie 
nach Feststellung und in Erwägung,

 dass die Vizepräsidentin des Bezirksgerichts Hinterrhein am 28. April 2010 auf 
Gesuch der Y. gegen die X. AG per 28. April 2010, 18.00 Uhr, den Konkurs 
eröffnete,

 dass die X. AG dagegen am 03. Mai 2010 beim Kantonsgericht von 
Graubünden Beschwerde einreichte und die Aufhebung des 
Konkurserkenntnisses verlangte,

 dass das Gesuch um Gewährung der aufschiebenden Wirkung mit Verfügung 
vom 04. Mai 2010 bewilligt wurde,

 dass das Konkursamt des Bezirks Hinterrhein am 05. Mai 2010 bestätigte, 
dass die Forderung der Y. samt Zinsen und Kosten vollumfänglich bezahlt 
worden sei,

 dass gemäss Art. 174 Abs. 2 SchKG das obere Gericht die Konkurseröffnung 
aufheben kann, wenn der Schuldner mit der Einlegung des Rechtsmittels seine 
Zahlungsfähigkeit glaubhaft macht und durch Urkunden beweist, dass 
inzwischen (1.) die Schuld, einschliesslich der Zinsen und Kosten getilgt ist, 
(2.) der geschuldete Betrag beim oberen Gericht zuhanden des Gläubigers 
hinterlegt ist oder (3.) der Gläubiger auf die Durchführung des Konkurses 
verzichtet,

 dass einerseits eine Erklärung der Y. vom 04. Mai 2010 bei den Akten liegt, 
wonach sie auf die Durchführung des Konkurses verzichte und andererseits 
das Konkursamt des Bezirks Hinterrhein am 05. Mai 2010 die vollumfängliche 
Tilgung der Schuld bestätigte,

 dass im Weiteren gemäss der genannten Gesetzesbestimmung die 
Zahlungsfähigkeit der Schuldnerin glaubhaft zu machen ist,

 dass gemäss dem eingereichten Betreibungsregisterauszug vom 29. April 
2010 wohl noch weitere, recht hohe Forderungen offen sind,

Seite  3 — 4

 dass aus den Akten aber zu entnehmen ist, dass die Gesellschaft an der auf 
den 26. Mai 2010 einberufenen ausserordentlichen Generalversammlung eine 
Umstrukturierung und Aktienkapitalerhöhung plant,

 dass dadurch hinreichende finanzielle Mittel zur Verfügung stehen sollten,

 dass demnach nicht von einer Zahlungsunfähigkeit der Gesellschaft 
ausgegangen werden kann,

 dass die Beschwerde deshalb gutzuheissen und der 
Konkurseröffnungsentscheid vom 28. April 2010 aufzuheben ist,

 dass die Kosten des Bezirksgerichtspräsidiums Hinterrhein und des 
Kantonsgericht von Graubünden zu Lasten der X. AG gehen, da die Zahlung 
der Schuld erst nach Konkurseröffnung erfolgte,

 dass diese Verfügung in Anwendung von Art. 12 Abs. 3 GOG in 
einzelrichterlicher Kompetenz ergeht,

Seite  4 — 4

verfügt:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und der Konkurseröffnungsentscheid 
des Bezirksgerichtspräsidiums Hinterrhein vom 28. April 2010 aufgehoben.

2. Die Kosten des Bezirksgerichtspräsidiums Hinterrhein von Fr. 500.00 und 
jene des Kantonsgerichts von Graubünden von Fr. 500.00 gehen zu Lasten 
der X. AG.

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 74 Abs. 2 lit. c/d des 
Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Zivilsachen an das 
Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt werden. Die 
Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit 
Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss 
Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, 
die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen und das 
Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 ff. BGG.

4. Mitteilung an: