# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e376d617-a3dc-5d55-90c4-aa1db0427a25
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-09-24
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 24.09.2018 PS180183
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PS180183_2018-09-24.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: PS180183-O/U  

 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. P. Diggelmann, Vorsitzender, Oberrichterin 

lic. iur. E. Lichti Aschwanden und Oberrichter Dr. P. Higi sowie Ge-

richtsschreiberin MLaw N. Seebacher 

Urteil vom 24. September 2018 

in Sachen 

 

A._____ GmbH,  
Schuldnerin und Beschwerdeführerin, 

 

gegen 

 

B._____ Versicherungs-Gesellschaft AG,  
Gläubigerin und Beschwerdegegnerin, 

 
betreffend Konkurseröffnung 

 
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Konkursgerichtes des Bezirksgerichtes Hinwil 
vom 17. September 2018 (EK180226) 
 

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Erwägungen: 

1. Die Schuldnerin und Beschwerdeführerin (nachfolgend Schuldnerin) ist eine 

GmbH mit Sitz in C._____, welche in erster Linie die Produktion und den Handel 

mit Lebensmitteln aller Art bezweckt (act. 8). 

2.1 Mit Urteil vom 17. September 2018 eröffnete das Konkursgericht des Be-

zirksgerichts Hinwil für eine Forderung der Gläubigerin und Beschwerdegegnerin 

(nachfolgend Gläubigerin) von Fr. 2'105.50 nebst Zins zu 5 % seit 1. Januar 2018, 

Fr. 150.– Nebenforderungen und Fr. 73.30 Betreibungskosten den Konkurs über 

die Schuldnerin (act. 6 = [act. 3 = act. 7/9]). 

2.2 Mit Eingabe vom 18. September 2018 erhob die Schuldnerin rechtzeitig (vgl. 

act. 7/10) Beschwerde gegen das Konkurserkenntnis und beantragte die Aufhe-

bung des Konkurses und die Gewährung der aufschiebenden Wirkung (act. 2). 

Letztere wurde mit Verfügung vom 18. September 2018 einstweilen gewährt (vgl. 

act. 9). Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (act. 7/1-11). Die Sache 

erweist sich als spruchreif.  

3.1. Im Beschwerdeverfahren können neue Tatsachen geltend gemacht werden, 

wenn sie vor dem angefochtenen erstinstanzlichen Entscheid entstanden sind 

(Art. 174 Abs. 1 SchKG). Dazu gehört insbesondere, dass die Forderung der 

Gläubigerin schon vor der Konkurseröffnung nebst Zinsen und Kosten bezahlt 

wurde, was nach Art. 172 Ziff. 3 SchKG zur Abweisung des Konkursbegehrens 

geführt hätte, wenn es dem Konkursgericht bekannt gewesen wäre. Für die Gut-

heissung der Beschwerde ist zudem erforderlich, dass innert der Beschwerdefrist 

auch die Kosten des Konkursamts und des erstinstanzlichen Konkursgerichts si-

chergestellt werden. Nach ständiger Praxis der Kammer wird von der Prüfung der 

Zahlungsfähigkeit im Sinne von Art. 174 Abs. 2 SchKG abgesehen, wenn sich der 

Konkursaufhebungsgrund (insbesondere die Tilgung der Konkursforderung) vor 

der Konkurseröffnung verwirklichte. Dass ein Schuldner in dieser Konstellation die 

Kosten des Konkursrichters (zusammen mit jenen des Konkursamtes) erst nach 

- 3 - 

der Konkurseröffnung sichergestellt hat, bleibt dabei unberücksichtigt (vgl. zum 

Ganzen ZR 110/2011 Nr. 79). 

3.2. Die Schuldnerin belegt, dass sie die der Konkurseröffnung zugrunde liegen-

de Forderung (Betreibung Nr. … des Betreibungsamtes Rüti/ZH) am 

10. September 2018 – und damit vor Konkurseröffnung – beim Betreibungsamt 

Rüti inklusive Kosten und Zinsen bezahlt hat (act. 5/2). Damit ist eine konkurshin-

dernde Tatsache im Sinne von Art. 172 Ziff. 3 SchKG dargetan, welche vor dem 

erstinstanzlichen Entscheid vom 17. September 2018 eingetreten ist. Gemäss ei-

ner entsprechenden Bestätigung des Konkursamtes Wald vom 18. September 

2018 hat die Schuldnerin zudem während laufender Beschwerdefrist beim Kon-

kursamt die Kosten des Konkursverfahrens bis zu einer allfälligen Konkursaufhe-

bung in der Höhe von gesamthaft Fr. 1'000.– sowie die Kosten des vorliegenden 

Beschwerdeverfahrens von Fr. 750.– sichergestellt (act. 4). Das Konkursamt ist 

somit bei Gutheissung der Beschwerde in der Lage, der Gläubigerin den ganzen 

von dieser geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 1'800.– zurückzuerstatten. Damit 

sind die Voraussetzungen für die Aufhebung des Konkurses erfüllt. 

 Die Beschwerde ist demnach gutzuheissen und die Konkurseröffnung auf-

zuheben. 

4. Die Schuldnerin hat es versäumt, die erfolgte Tilgung der Konkursforderung 

rechtzeitig vor dem Erlass des angefochtenen Urteils dem Konkursgericht mitzu-

teilen. Auch wenn die Bezahlung bereits vor dem Termin für die Verhandlung über 

das Konkursbegehren erfolgte, durfte sich die Schuldnerin nicht darauf verlassen, 

dass eine Teilnahme an der Verhandlung über das Konkursbegehren oder eine 

Mitteilung an das Konkursgericht nicht mehr erforderlich wäre. Vielmehr war es an 

ihr, beim Konkursgericht auf die erfolgte Tilgung hinzuweisen. Dies insbesondere 

mit Blick auf Art. 172 Ziff. 3 SchKG, wonach das Konkursbegehren abzuweisen 

ist, wenn der Schuldner durch Urkunden beweist, dass die Schuld, Zinsen und 

Kosten inbegriffen, getilgt ist. Die Schuldnerin durfte vor diesem Hintergrund nicht 

ohne weiteres davon ausgehen, die entsprechende Mitteilung durch die Gläubige-

rin würde rechtzeitig erfolgen. Und wenn dies nicht geschah, hat sie die Folgen zu 

tragen. Deshalb hat die Schuldnerin sowohl die erstinstanzliche Konkurseröffnung 

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als auch das Beschwerdeverfahren verursacht. Entsprechend hat sie die Kosten 

des Beschwerdeverfahrens, die Kosten des erstinstanzlichen Konkursgerichts 

und die Kosten des Konkursamtes zu tragen (Art. 108 ZPO). Die Gerichtsgebühr 

für das Beschwerdeverfahren ist mit dem von ihr hierfür beim Konkursamt sicher-

gestellten Vorschuss zu verrechnen.  

Es wird erkannt: 

1. In Gutheissung der Beschwerde wird das Urteil des Konkursgerichtes des 

Bezirksgerichtes Hinwil vom 17. September 2018 (Geschäfts-Nr. EK180226-

E), mit dem über die Schuldnerin der Konkurs eröffnet wurde, aufgehoben. 

2. Die zweitinstanzliche Spruchgebühr wird auf Fr. 750.– festgesetzt, der 

Schuldnerin auferlegt und mit dem vom Konkursamt gemäss Ziff. 3 zu über-

weisenden Vorschuss verrechnet. Die von der Gläubigerin bezogene erstin-

stanzliche Spruchgebühr von Fr. 300.– wird bestätigt und der Schuldnerin 

auferlegt. 

3. Das Konkursamt Wald wird angewiesen, von dem bei ihm einbezahlten To-

talbetrag von Fr. 3'250.– (Fr. 1'750.– Zahlung der Schuldnerin sowie 

Fr. 1'500.– Rest des von der Gläubigerin dem Konkursgericht geleisteten 

Barvorschusses) der Obergerichtskasse Fr. 750.–, der Gläubigerin 

Fr. 1'800.– und der Schuldnerin einen nach Abzug seiner Kosten allfällig 

verbleibenden Restbetrag auszuzahlen. 

4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gläubigerin unter Beilage eines 

Doppels von act. 2, sowie an das Konkursgericht des Bezirksgerichtes Hin-

wil (unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten) und das Konkursamt 

Wald, ferner mit besonderer Anzeige an das Handelsregisteramt des Kan-

tons Zürich und an das Betreibungsamt Rüti, je gegen Empfangsschein. 

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5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).  

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um einen Ent-
scheid des Konkurs- oder Nachlassrichters oder der Konkurs- oder Nachlassrichterin im 
Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. d BGG. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

MLaw N. Seebacher 
 
versandt am: 
25. September 2018 
 
 

	Urteil vom 24. September 2018
	Erwägungen:
	Die Beschwerde ist demnach gutzuheissen und die Konkurseröffnung aufzuheben.

	Es wird erkannt:
	1. In Gutheissung der Beschwerde wird das Urteil des Konkursgerichtes des Bezirksgerichtes Hinwil vom 17. September 2018 (Geschäfts-Nr. EK180226-E), mit dem über die Schuldnerin der Konkurs eröffnet wurde, aufgehoben.
	2. Die zweitinstanzliche Spruchgebühr wird auf Fr. 750.– festgesetzt, der Schuldnerin auferlegt und mit dem vom Konkursamt gemäss Ziff. 3 zu überweisenden Vorschuss verrechnet. Die von der Gläubigerin bezogene erstinstanzliche Spruchgebühr von Fr. 300...
	3. Das Konkursamt Wald wird angewiesen, von dem bei ihm einbezahlten Totalbetrag von Fr. 3'250.– (Fr. 1'750.– Zahlung der Schuldnerin sowie Fr. 1'500.– Rest des von der Gläubigerin dem Konkursgericht geleisteten Barvorschusses) der Obergerichtskasse F...
	4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gläubigerin unter Beilage eines Doppels von act. 2, sowie an das Konkursgericht des Bezirksgerichtes Hinwil (unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten) und das Konkursamt Wald, ferner mit besonder...
	5.  Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. ...