# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4769bd9c-f50e-5ca6-8153-53767db21025
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-07-21
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 21.07.2017 200 2017 207
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-207_2017-07-21.pdf

## Full Text

200 17 207 UV
SCJ/BOC/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 21. Juli 2017

Verwaltungsrichter Scheidegger, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Loosli, Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiberin Bossert

A.________
vertreten durch Fürsprecher B.________
Beschwerdeführer

gegen

Suva
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 25. Januar 2017

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Juli 2017, UV/17/207, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1955 geborene A.________ (nachfolgend: Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) war über seine Arbeitgeberin bei der Schweizerischen 
Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend: Suva bzw. Beschwerdegegnerin) 
obligatorisch gegen Berufs- und Nichtberufsunfälle sowie Berufskrankhei-
ten versichert, als er am 11. August 2016 mit dem Fahrrad auf dem Weg 
zur Arbeit war und von einem abbiegenden Auto angefahren wurde. Der 
Versicherte zog sich verschiedene Verletzungen zu, unter anderem an der 
rechten Schulter (Akten der Suva, Antwortbeilage [AB] 1). Die Suva er-
brachte in der Folge die gesetzlichen Versicherungsleistungen. Nachdem 
sie eine kreisärztliche Beurteilung eingeholt hatte (AB 29), stellte die Suva 
mit Verfügung vom 11. November 2016 (AB 33) die Versicherungsleistun-
gen per Verfügungsdatum ein, da die nach wie vor bestehenden Be-
schwerden nicht mehr unfallbedingt seien. Der Zustand, wie er sich auch 
ohne Unfall vom 11. August 2016 eingestellt hätte, sei gemäss medizini-
scher Beurteilung spätestens nach zwölf Wochen erreicht. Die dagegen 
erhobene Einsprache (AB 52; vgl. auch AB 46) wies die Suva – nachdem 
sie eine weitere kreisärztliche Stellungnahme eingeholt hatte (AB 67) – mit 
Einspracheentscheid vom 25. Januar 2017 (AB 68) ab.

B.

Dagegen erhob der Versicherte, vertreten durch Fürsprecher B.________, 
am 24. Februar 2017 Beschwerde. Er beantragt, unter Aufhebung des an-
gefochtenen Entscheides sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, die 
gesetzlichen Leistungen für den Unfall vom 11. August 2016 über den 
11. November 2016 hinaus zu erbringen. Eventuell sei die Sache zur Neu-
beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen, unter Kosten- und Entschä-
digungsfolgen.

Mit Beschwerdeantwort vom 22. Mai 2017 beantragt die Beschwerdegeg-
nerin die Abweisung der Beschwerde.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

1.2 Angefochten ist der Einspracheentscheid vom 25. Januar 2017 (AB 
68), mit welchem die Beschwerdegegnerin die Einstellung ihrer Versiche-
rungsleistungen für die Folgen des Unfalles vom 11. August 2016 per 
11. November 2016 bestätigt hat. Streitig und zu prüfen ist, ob die Be-
schwerdegegnerin ihre Leistungen zu Recht mit der Begründung eingestellt 
hat, der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers sei spätestens im 
Zeitpunkt der Einstellung der Leistungen überwiegend wahrscheinlich nicht 
mehr auf den Unfall vom 11. August 2016 zurückzuführen. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). In Streitigkei-
ten, die weder von grundsätzlicher Bedeutung noch von grosser Tragweite 
sind, können sie auf dem Zirkulationsweg auch Mehrheitsbeschlüsse fas-
sen (Art. 56 Abs. 5 GSOG).

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 
80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Vorweg ist auf den Einwand des Beschwerdeführers einzugehen 
(Beschwerde S. 7), wonach die Beschwerdegegnerin den Anspruch auf 
rechtliches Gehör bzw. den Anspruch auf Akteneinsicht verletzt habe, in-
dem sie den Bericht des Kreisarztes Dr. med. C.________ vom 19. Januar 
2017 (AB 67), auf welchen im angefochtenen Entscheid schwergewichtig 
abgestellt worden sei, im Rahmen des Einspracheverfahrens nicht eröffnet 
oder sonstwie vorgelegt habe, so dass der Beschwerdeführer zu diesem 
Bericht nicht habe Stellung nehmen können.

2.2 Die Parteien haben Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 
der Bundesverfassung [BV; SR 101]). Das rechtliche Gehör dient einerseits 
der Sachaufklärung, anderseits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mit-
wirkungsrecht der Verfahrensbeteiligten beim Erlass von Verfügungen dar, 
die ihre Rechtsstellung betreffen. Dazu gehört insbesondere das Recht der 
Betroffenen, sich vor Erlass eines in ihre Rechtsstellung eingreifenden Ent-
scheids zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht 
in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden 
und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder 
sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, 
den Entscheid zu beeinflussen (BGE 132 V 368 E. 3.1 S. 371; SVR 2014 
UV Nr. 32 S. 108 E. 5.1).

2.3 Nach der Rechtsprechung kann eine nicht besonders schwerwie-
gende Verletzung des rechtlichen Gehörs als geheilt gelten, wenn die be-
troffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu 
äussern, die sowohl den Sachverhalt wie die Rechtslage frei überprüfen 
kann. Die Heilung eines allfälligen Mangels soll aber die Ausnahme bleiben 
(BGE 137 I 195 E. 2.3.2 S. 197, 126 V 130 E. 2b S. 132; SVR 2013 IV Nr. 
26 S. 76 E. 4.2). Von einer Rückweisung der Sache zur Gewährung des 
rechtlichen Gehörs an die Verwaltung ist im Sinne einer Heilung des Man-

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gels selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des rechtlichen Gehörs 
abzusehen, wenn und soweit die Rückweisung zu einem formalistischen 
Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem 
(der Anhörung gleichgestellten) Interesse der betroffenen Partei an einer 
beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären (BGE 137 
I 195 E. 2.3.2 S. 197; SVR 2013 IV Nr. 26 S. 76 E. 4.2).

2.4 Es trifft zu, dass der Kreisarztbericht des Dr. med. C.________ vom 
19. Januar 2017 (AB 67) dem Beschwerdeführer vor Erlass des angefoch-
tenen Entscheides nicht zur Kenntnis gebracht und dem Beschwerdeführer 
somit die Möglichkeit zur Stellungnahme verwehrt wurde; die Zustellung 
dieses Berichtes erfolgte erst mit der Eröffnung des angefochtenen Ein-
spracheentscheides, was eine Verletzung des rechtlichen Gehörs darstellt. 
Eine Rückweisung an die Vorinstanz würde indessen zu einem Leerlauf 
führen, zumal sich der Beschwerdeführer vor einer Instanz mit voller Kogni-
tion – dem angerufenen Gericht – äussern konnte. Die Verletzung des 
rechtlichen Gehörs ist deshalb zu heilen.

3.

3.1 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 
129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

3.2 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 

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("conditio sine qua non"; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 S. 
337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1). 

3.3 Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitli-
chen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tat-
frage, worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im 
Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversi-
cherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für 
die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 
181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

3.4 Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert 
oder überhaupt erst manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversi-
cherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache 
des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und aus-
schliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn 
entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem 
Unfall bestanden hat (status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er 
sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustan-
des auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine) 
erreicht ist (SVR 2016 UV Nr. 18 S. 56 E. 2.1.1, 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2; 
RKUV 1994 U 206 S. 328 E. 3b). Ebenso wie der leistungsbegründende 
natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen 
Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit 
dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Mög-
lichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfal-
les genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende 
Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein 
leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – 
nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (SVR 
2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2).

3.5 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-

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nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.6 Nach der Praxis sind Aktengutachten nicht zu beanstanden, wenn 
die Akten ein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärti-
gen Status ergeben und diese Daten unbestritten sind. Der Untersu-
chungsbefund muss lückenlos vorliegen. Der Experte muss sich aufgrund 
vorhandener Unterlagen ein gesamthaft lückenloses Bild machen können 
(RKUV 2006 U 578 S. 175 E. 3.4, 1988 U 56 S. 371 E. 5b).

3.7 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

4.

Den Akten ist in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen das Folgende zu 
entnehmen:

4.1 Ein MR / Arthrographie der Schulter rechts vom 12. Oktober 2016 
ergab den folgenden Befund (AB 19): Die Subscapularissehne sei intakt. 
Die lange Bizepssehne sei zentriert im Sulcus bicipitalis, allerdings etwas 
signalinhomogen im Rahmen von degenerativen Veränderungen. Auch das 
Labrum sei volumenvermindert und ausgefranst im kranialen Abschnitt. Die 

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Supra- und Infraspinatussehne seien vollständig rupturiert und gut 3 cm 
retrahiert. Die Teres-minor-Sehne sei noch intakt. Es bestehe eine deutli-
che Atrophie und Verfettung der Supraspinatussehne (Grad III). Der Infra-
spinatusmuskelbauch sei ebenfalls atroph und verfettet (Grad II). Weiter 
bestehe eine leichtgradige AC-Gelenksarthrose und geringe Hypertrophie 
der Ligamenta flava. Um das AC-Gelenk liege ein minimales Ödem vor. 
Das Acromion weise eine minimale konkave Unterfläche auf.

4.2 Ein am 24. Oktober 2016 durchgeführtes Röntgen der rechten 
Schulter ergab den folgenden Befund (AB 49): Geringe Omarthrose mit 
kleiner osteophytärer Ausziehung am Humeruskopf und geringer subchon-
draler Sklerose des Glenoids. Der acromiohumerale Raum sei verschmä-
lert, es bestehe keine subacromiale Verkalkung und kein freier 
Gelenkkörper. Es liege eine ACG-Arthrose vor. 

4.3 Dr. med. D.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, diagnostizierte im Bericht vom 
24. Oktober 2016 (AB 37) einen Status nach Schulterkontusion rechts mit 
Supraspinatus- und Infraspinatusruptur vom 11. August 2016. Zur Ana-
mnese hielt er fest, der Beschwerdeführer habe sich die genannte Verlet-
zung bei einem Fahrradunfall zugezogen. Dabei sei er von einem Auto 
angefahren worden und auf der Motorhaube gelandet. Dabei habe er sich 
die Rippenkontusion links zugezogen. Danach sei er weggeschleudert 
worden auf die rechte Körperhälfte und habe sich mit der rechten Schulter 
über den Arm abgefangen. Er habe sich eine Schulterkontusion mit axialer 
Gewalteinwirkung zugezogen. Der Beschwerdeführer arbeite im ..., vor 
diesem Unfall sei er beschwerdefrei gewesen. In der Beurteilung und zum 
Procedere gab Dr. med. D.________ an, es liege hier eine deutliche Läsion 
der Rotatorenmanschette vor. Nach Abwägung der verschiedenen Thera-
pieoptionen sei die Indikationsstellung zur operativen Sanierung erfolgt. 

4.4 In der Beurteilung vom 26. Oktober 2016 (AB 29) gab der Kreisarzt 
Dr. med. E.________, Facharzt für Chirurgie, die folgende Diagnose an: 
Schulterprellung rechts bei vorbestehender degenerativer Veränderung der 
Rotatorenmanschette mit Muskelatrophie und langstreckiger Dehiszenz der 
Supra- und Infraspinatussehne. Der Kreisarzt führte aus, der Beschwerde-
führer habe einen Sturz erlitten, dabei sei er im Rahmen eines Verkehrsun-

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falls gegen ein Fahrzeug geprallt und habe sich ein direktes Trauma der 
Schulter zugezogen. Mit einer Verzögerung von zirka zwei Monaten sei die 
Durchführung einer Kernspintomographie erfolgt, hierbei zeigten sich 
hochgradige degenerative Veränderungen im Bereich der Rotatorenman-
schette mit fettiger Degeneration der Muskelbäuche von Supraspinatus- 
und Infraspinatus sowie einer starken Dehiszenz der Sehnen bis zu 3 cm. 
Posttraumatische strukturelle Läsionen seien nicht erkennbar. Das Unfal-
lereignis am 11. August 2016 habe nicht zu posttraumatischen strukturellen 
Läsionen geführt, es handle sich um eine Schulterprellung im Sinne einer 
vorübergehenden Verschlimmerung mit zu erwartender Ausheilung inner-
halb von sechs bis acht Wochen, höchstens zwölf Wochen. Die in der 
Kernspintomographie beschriebenen Veränderungen seien degenerativer 
Natur und aufgrund der fortgeschrittenen fettigen Atrophie der Muskulatur 
als vorbestehend zu betrachten.

4.5 Dr. med. F.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, gab 
im Arztzeugnis UVG vom 31. Oktober 2016 (AB 30) zum objektiven Befund 
Folgendes an: Prellmarken und Schürfungen an der medialen Seite des 
linken Kniegelenkes und am Thorax links dorsal sowie ausgedehnte Schür-
fung am Ellenbogen links. Schmerzangabe im Bereich der rechten Schul-
ter, wenig dislozierte Fraktur Rippen IV – VII links. Zum Röntgenbefund 
wurde festgehalten: Vollständige Ruptur der Supra- und Infraspinatussehne 
(MR Schulter rechts, 12. Oktober 2016). Als Diagnose gab Dr. med. 
F.________ einen Verkehrsunfall an mit Kontusion der rechten Schulter 
sowie ausgedehnten Prellungen des Kniegelenkes, des Thorax und Ellen-
bogen links und eine wenig dislozierte Fraktur der Rippen IV – VII links.

4.6 Dr. med. D.________ führte zur Operation vom 3. November 2016 
im Bericht vom 4. November 2016 (AB 51) als Diagnose einen Status nach 
Schulterkontusion rechts mit Supraspinatus- und Infraspinatusruptur vom 
11. August 2016 auf. Er gab insbesondere an, es zeige sich eine Chondro-
pathie Grad II – III glenoidal, humeral Grad III sowie eine Supraspinatus- 
und Infraspinatussehnen-Läsion. Der Bizeps sei nur noch marginal vorhan-
den, es liege eine Teilruptur vor. Es bestehe eine deutliche Synovitis mit 
hypertrophen Veränderungen insbesondere ventral im Intervall. Die Infra-
spinatussehne sei intakt und gut. Die ausgedehnte Supraspinatussehnen-

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Läsion mit retrahierter Sehne könne im vorderen Anteil nicht vollständig 
mobilisiert werden. 

4.7 Im Austrittsbericht des Spitals G.________ vom 10. November 2016 
(AB 40) zum Aufenthalt vom 3. bis 7 November 2016 führte Dr. med. 
F.________ (vgl. auch dessen ärztlichen Zwischenbericht ebenfalls vom 
10. November 2016 [AB 38]) im Zusammenhang mit dem Unfall vom 
11. August 2016 die folgenden Diagnosen auf:

Verkehrsunfall am 11. August 2016
 Kontusion der rechten Schulter

 bildgebend: Supraspinatus- und Infraspinatusruptur
 Nicht dislozierte Rippenfrakturen IV – VII links
 Ausgedehnte Kontusionen des linken Kniegelenks und des linken Ellbogens

Dr. med. F.________ hielt fest, der Beschwerdeführer habe am 11. August 
2016 unverschuldet einen Verkehrsunfall mit dem Velo erlitten und sich die 
in der Diagnoseliste aufgeführten Verletzungen zugezogen. Die anfängli-
chen Schmerzen im Bereich der rechten Schulter seien bis zum vollständi-
gen Verschwinden abgeklungen; es habe jedoch zuletzt die Unmöglichkeit 
der aktiven Abduktion persistiert, weswegen am 12. Oktober 2016 eine 
Bildgebung veranlasst worden sei, die eine Ruptur der Supra- und Infraspi-
natussehne gezeigt habe. Von den übrigen Verletzungen sei der Be-
schwerdeführer weitgehend ausgeheilt; bei tiefem Einatmen und Rotations-
bewegungen der BWS verspüre er noch leichte Schmerzen im Bereich der 
frakturierten Rippen links. 

4.8 Am 18. November 2016 führte Dr. med. F.________ aus (AB 46/1 
f.), er sei über den Entscheid der Suva überrascht, da seines Erachtens 
(und auch gemäss Beurteilung des Orthopäden Dr. med. D.________) die 
Rotatorenmanschettenläsion sicherlich traumatisch sei. Der Beschwerde-
führer sei bis zum Tag des Unfalls voll arbeitsfähig im ... gewesen, er habe 
nie Beschwerden im Bereich der rechten Schulter gehabt und habe sich 
sicherlich ein adäquates Trauma beim Unfall zugezogen. Dass das Trauma 
beträchtlich gewesen sei, zeigten auch die nicht dislozierten Rippenfraktu-
ren IV – VII links. Beim Sturz habe sich der Beschwerdeführer den rechten 
Arm akut abgedreht und versucht den Sturz von der Motorhaube auf die 
Strasse abzufedern. Die MRI-Untersuchung sei erst am 12. Oktober 2016 

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durchgeführt worden, nachdem die Schmerzen in der rechten Schulter 
weitgehend abgeklungen gewesen seien, ebenso diejenigen im Bereich 
des Thorax, und weil der Beschwerdeführer nun bemerkt habe, dass die 
Abduktion des rechten Oberarmes nicht möglich gewesen sei. Demzufolge 
müsse die Rotatorenmanschettenläsion posttraumatisch sein, auch wenn 
im MRI vorbestehende degenerative Veränderungen im Bereich des La-
brums festzustellen seien, zusammen mit einer leichtgradigen AC-
Gelenksarthrose. 

4.9 Der Kreisarzt Dr. med. C.________, Facharzt für Orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, führte im Bericht 
vom 19. Januar 2017 (AB 67) zur ärztlichen Beurteilung vom 18. Januar 
2017 die folgenden Diagnosen auf:

Diagnose unfallkausal
 Schulterkontusion rechts, wenig dislozierte Rippenfraktur 4 – 7 links, Kon-

tusion Knie und Ellbogen links

Diagnosen unfallfremd
 Zeitlich zurückliegende Ruptur der Supra- und Infraspinatussehne mit deut-

licher Retraktion, Atrophie und Verfettung der dazu gehörigen Muskelbäu-
che

 Degeneration der Bicepssehne rechte Schulter
 ACG-Arthrose rechte Schulter
 Omarthrose rechte Schulter

Dr. med. C.________ gab an (AB 67/6 f.), im vorliegenden Fall sei von ei-
ner vorbestehenden Ruptur der Supra- und Infraspinatussehne Grad II 
nach Patte auszugehen (Retraktion bis zum Scheitel des Humeruskopfes). 
Weiterhin sei eindeutig eine deutliche Atrophie mit Verfettung der zu den 
Sehnen gehörenden Muskelbäuche dargestellt. Wie oben ausgeführt seien 
diese Schäden älter als zwei bzw. drei Monate einzustufen. Für diese Tat-
sache spreche auch, dass die vollständige Mobilisation des Supraspinatus 
nicht gelungen sei, sodass eine komplette Rekonstruktion der Rotatoren-
manschette nicht möglich gewesen sei. Weder der Operationsbericht noch 
MRI- und Röntgenbefunde gäben Hinweise auf frische strukturelle Läsio-
nen wieder. Für frische Unfallfolgen würde zum einen ein Bone bruise im 
Bereich des Tuberkulum majus am Oberarmkopf oder im Bereich des 
Acromions sprechen. Ein solches sei nicht beschrieben. Frische Einblutun-

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gen seien nach drei Monaten nicht mehr zu erwarten gewesen, allerdings 
seien durchaus noch Restödeme in den frisch verletzten Strukturen anzu-
nehmen. Dies sei abgesehen vom Acromioclaviculargelenk, welches er-
heblich arthrotisch verändert sei, nicht beschrieben. Somit ergäben sich 
auch keine Hinweise auf eine frische richtunggebende unfallbedingte struk-
turelle Läsion am Schultergelenk. Lediglich das ACG sei offensichtlich 
traumatisiert gewesen, allerdings ohne strukturelle Folgen. Daher sei die 
Annahme einer richtungsgebenden Verschlimmerung eines degenerativen 
Vorzustandes, wie sie von der ... Rechtsschutzversicherung geäussert 
worden sei, nicht gegeben. Wie ebenfalls den obigen Ausführungen zu 
entnehmen sei, blieben auch deutliche Risse der Rotatorenmanschette 
lange Zeit kompensiert, ohne dass der Patient eine nennenswerte Funkti-
onseinschränkung verspüre. Das Vorliegen einer Beschwerdefreiheit und 
einer schmerzfreien Beweglichkeit sei also kein Kriterium für eine Schädi-
gung der Rotatorenmanschette durch das Ereignis. Somit könne das Er-
eignis als auslösend, aber nicht als ursächlich für die 
Funktionseinschränkung gelten. Die tatsächlich durch das Unfallereignis 
entstandene Folge, nämlich die Kontusion des Schultergelenkes, sei als 
vorübergehende Verschlimmerung zu betrachten. Bei geeigneter gezielter 
konservativer Therapie sei hier ein Erreichen des Vorzustandes wie in der 
vorangegangenen kreisärztlichen Beurteilung durch Dr. med. E.________ 
festgehalten, innerhalb von 6 – 8 Wochen, längstens 12 Wochen, zu erwar-
ten gewesen. 

5.

5.1

5.1.1 Die Beschwerdegegnerin hat im Zusammenhang mit dem Unfall 
vom 11. August 2016 die Leistungseinstellung per 11. November 2016 ge-
stützt auf die kreisärztlichen Aktenbeurteilungen von Dr. med. E.________ 
vom 26. Oktober 2016 (AB 29) und Dr. med. C.________ vom 19. Januar 
2017 (AB 67) vorgenommen und geht damit davon aus, dass es lediglich 
zu einer vorübergehenden, nicht aber zu einer richtunggebenden Ver-
schlimmerung eines degenerativen Vorzustandes an der rechten Schulter 

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gekommen ist, dies mit Ausheilung spätestens zwölf Wochen nach dem 
Unfall. Der Beschwerdeführer geht hingegen unter Berufung auf die be-
handelnden Ärzte Dres. med. D.________ und F.________ davon aus, 
dass insbesondere die Ruptur der Supraspinatus- und Infraspinatussehne 
durch den Unfall vom 11. August 2016 verursacht worden sei. 

5.1.2 Dies trifft aufgrund der diesbezüglich voll beweiskräftigen Aktenbe-
urteilungen (vgl. E. 3.5 und 3.6 hiervor) der beiden Suva-Kreisärzte Dres. 
med. E.________ und C.________ klarerweise nicht zu. Insbesondere Dr. 
med. C.________ hat in der Beurteilung vom 19. Januar 2017 (AB 67) 
nachvollziehbar und überzeugend begründet, dass es sich bei der im Okto-
ber 2016 bildgebend festgestellten Verletzung um eine vorbestehende 
Ruptur der Supra- und Infraspinatussehne bei vorbestehender Degenerati-
on erheblichen Ausmasses an der rechten Schulter handle, welche nicht 
auf den Unfall zurückgeführt werden könne. Diesbezüglich verweist er (AB 
67/6) auf eine deutliche Atrophie mit Verfettung der zu den Sehnen 
gehörenden Muskelbäuche (vgl. AB 47), diese Schäden seien älter als zwei 
bzw. drei Monate einzustufen. Für diese Tatsache spreche auch, dass die 
vollständige Mobilisation der Supraspinatus nicht gelungen sei, sodass eine 
komplette Rekonstruktion der Rotatorenmanschette nicht möglich gewesen 
sei (vgl. AB 51). Auch Dr. med. E.________ hat nachvollziehbar und über-
zeugend unter Berücksichtigung der Ergebnisse des MRI der rechten 
Schulter vom 12. Oktober 2016 ausgeführt (AB 29), das Unfallereignis am 
11. August 2016 habe nicht zu posttraumatischen strukturellen Läsionen 
geführt, es handle sich um eine Schulterprellung im Sinne einer vorüberge-
henden Verschlimmerung mit zu erwartender Ausheilung innerhalb von 6 – 
8 Wochen, höchstens 12 Wochen. Die in der Kernspintomographie be-
schriebenen Veränderungen seien degenerativer Natur und aufgrund der 
fortgeschrittenen fettigen Atrophie der Muskulatur als vorbestehend zu be-
trachten. Folglich ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszu-
gehen, dass sich die am 12. Oktober 2016 bildgebend nachgewiesene 
deutliche Sehnenretraktion und die deutliche Atrophie sowie Verfettung der 
zu den betreffenden Sehnen gehörenden Muskelbäuchen (AB 47) nicht 
erst seit dem rund zwei Monate vorher vom Beschwerdeführer erlittenen 
Unfall entwickelt haben. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Juli 2017, UV/17/207, Seite 14

Als weiteres Argument für das Vorbestehen der betreffenden Verletzungen 
verweist der Kreisarzt Dr. med. C.________ auf den Umstand (AB 67/6 f.), 
dass weder der Operationsbericht noch MRI- und Röntgenbefunde Hinwei-
se auf frische strukturelle Läsionen wiedergäben. Für frische Unfallfolgen 
würde zum einen ein Bone bruise im Bereich des Tuberkulum majus am 
Oberarmkopf oder im Bereich des Acromions sprechen. Ein solches sei 
nicht beschrieben. Frische Einblutungen seien nach drei Monaten nicht 
mehr zu erwarten gewesen, allerdings seien durchaus noch Restödeme in 
den frisch verletzten Strukturen anzunehmen. Dies sei abgesehen vom 
Acromioclaviculargelenk, welches erheblich arthrotisch verändert sei, nicht 
beschrieben.

5.1.3 Folglich ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit (vgl. E. 3.3 hier-
vor) erstellt, dass die Sehnenläsionen an der rechten Schulter vorbeste-
hend und somit nicht unfallkausal sind. 

5.2 Indessen hielt Dr. med. C.________ fest (AB 67/7), auch deutliche 
Risse der Rotatorenmanschette blieben lange Zeit kompensiert, ohne dass 
der Patient eine nennenswerte Funktionseinschränkung verspüre. Damit 
übereinstimmend machte der Beschwerdeführer geltend (Beschwerde S. 4 
- 6), bis zum Unfall völlig beschwerdefrei harte körperliche Arbeit verrichtet 
zu haben. Erst seit dem Unfall vom 11. August 2016 beklagte der Be-
schwerdeführer eine Funktionseinschränkung der rechten Schulter (Un-
möglichkeit der aktiven Abduktion [vgl. AB 40, 46/1 f.]), welche in der Folge 
am 3. November 2016 operativ angegangen wurde (AB 39).

Unter diesen Umständen ist davon auszugehen, dass mit dem Unfall vom 
11. August 2016 ein bisher stummer Vorzustand manifest wurde (vgl. E. 
3.4 hiervor), was zu einem operationswürdigen Zustand geführt hat. Dies 
bestätigt im Grunde genommen auch der Suva-Kreisarzt Dr. med. 
C.________, wenn er ausführt (AB 67/7), das Ereignis könne als auslö-
send, aber nicht als ursächlich für die Funktionseinschränkung gelten. 

Bei diesen Gegebenheiten hat der Unfall vom 11. August 2016 als zumin-
dest teilursächlich für den Gesundheitsschaden an der rechten Schulter zu 
gelten, welcher mit der Operation vom 3. November 2016 (AB 39) behan-
delt wurde. Nach diesem Eingriff war offenbar mit einer Arbeitsunfähigkeit 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Juli 2017, UV/17/207, Seite 15

von vier bis fünf Monaten zu rechnen (AB 24). Damit erweist sich die von 
der Beschwerdegegnerin per 11. November 2016 angeordnete Leistungs-
einstellung als verfrüht, da in diesem Zeitpunkt weder der status quo sine 
noch der status quo ante erreicht war (vgl. E. 3.4 hiervor).

5.3 Die Beschwerde ist demnach unter Aufhebung des angefochtenen 
Einspracheentscheides vom 25. Januar 2017 gutzuheissen und die Be-
schwerdegegnerin ist zu verpflichten, für die Operation vom 3. November 
2016 und ihre Folgen aufzukommen und zwar bis zum allfälligen Erreichen 
des status quo sine oder ante (vgl. E. 3.4 hiervor).

6.

6.1 In Anwendung von Art. 61 lit. a ATSG sind keine Verfahrenskosten 
zu erheben.

6.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Versicherungsgericht festge-
setzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streit-
sache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g 
ATSG).

Mit Kostennote vom 21. Juni 2017 macht Fürsprecher B.________ ein Ho-
norar von Fr. 3‘500.-- (14 h à Fr. 250.--) zuzüglich Auslagen im Betrag von 
Fr. 59.-- und  Mehrwertsteuer von Fr. 284.75 (8 % von Fr. 3‘559.--), total 
Fr. 3‘843.75, geltend, was nicht zu beanstanden ist. Die Parteientschädi-
gung ist demnach auf Fr. 3‘843.75 (inkl. Auslagen und MWSt.) festzuset-
zen; diesen Betrag hat die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer zu 
ersetzen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Juli 2017, UV/17/207, Seite 16

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Einspra-
cheentscheid vom 25. Januar 2017 aufgehoben. Die Suva wird ver-
pflichtet, für die Operation vom 3. November 2016 und ihre Folgen im 
Sinne der Erwägungen die gesetzlichen Versicherungsleistungen zu 
erbringen.

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 3‘843.75 (inkl. Auslagen und MWSt.), zu 
ersetzen.

4. Zu eröffnen (R):
- Fürsprecher B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- Suva 
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.