# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 575860fc-14f5-5e1d-91cc-8163e7b55739
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-11-25
**Language:** de
**Title:** Einstellung der Taggeldleistungen; keine wesentliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit; Schadenminderungspflicht. Wirtschaftlicher Schaden.
**Docket/Reference:** UV.2013.00204
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/UV.2013.00204.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
UV.2013.00204
III. Kammer
Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer
Sozialversicherungsrichterin Fehr
Gerichtsschreiberin Buchter
Urteil
vom
25. November 2014
in Sachen
X.___
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt Radek Janis
Krause & Janis Rechtsanwälte
Usteristrasse
17, 8001 Zürich
gegen
Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG
Rechtsdienst, Generaldirektion Schweiz
Postfach, 8085 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
Der 1961 im
Y.___
geborene
X.___
,
Betreiber eines
Auto
handels (Urk. 3/4-5) und
am 21. November 2009
in
einen
bei der Schweizerischen
Un
fallversicherungsanstalt
(SUVA) versicherten Auffahrunfall
(Urk. 8/S1-S24) verwickelt gewesen, zeigte der
Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG
mit
Scha
denmeldung
vom 30. Juni 2010 (Urk. 8/Z2)
an
,
dass er
sich
am 5. Mai 2010
während eines Ferienaufenthaltes in seinem Heimatland
bei einem Sturz
mit dem Roller insbesondere
am
linken
Arm
verletzt habe.
Die Diagnose der
ihn
ab dem 25. Mai 2010 ambulant
behandelnden Ärzte des
Z.___
lautete auf eine
Radiusköpfchenfraktur
und
eine
S
c
aphoid
fraktur
,
jeweils
wenig disloziert, sowie
nicht dislozierte Fraktur
en
der
Os
sa
pis
i
f
orme
und
ha
matum
(Urk. 8/ZM1
).
Mit Verfügung vom 23. August 2012 (Urk. 8/Z65)
entschied
die
Zürich
Versi
cherungs
-Gesellschaft AG
, dass sie
an der am 1. April 2011 (Urk. 8/Z48) formlos
mitgeteilten
Einstellung der Taggeldleistungen per
3
1.
März 2011 festhalte,
je
doch
weiterhin
für die Kosten der notwendigen
B
ehandlung aufkommen werde
. Die dagegen am 21. September 2012 erhobene Einsprache des Versicherten (Urk. 8/Z67) wies sie mit Entscheid vom 9. August 2013 (Urk. 2) ab.
2.
Hier
gegen erhob
X.___
am 11. September 2013 (Urk. 1) Beschwer
de und beantragte,
der
angefochtene
Entscheid
sei aufzuheben und ihm seien
über
den 31.
März 2011 hinaus
die versicherten Leistungen zu erbringen. Even
tualiter
sei die Sache
zur erneuten Abklärung des beruflichen Arbeitsbereiches durch eine unabhängige Stelle an die
Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG
zu
rückzuweisen
.
Die
Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG
schloss
in
ihrer
Be
schwerdeantwort
vom 17. Oktober 2013 (Urk. 7
)
auf
Abweisung der Be
schwer
de
.
Am 24. September 2014 (Urk. 13) nahm der Beschwerdeführer zu den im Verwaltungsverfahren beigezogenen und ihm mit Verfügung vom 1. September 2014 (Urk. 10) zur Kenntnis gebrachten Akten der SUVA (Urk. 8/S1-S24) Stel
lung
. Die Beschwerdegegnerin liess sich
dazu
am 24. Oktober 2014 (Urk. 16) vernehmen.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Ist die versicherte Person infolge eines Unfalles voll oder teilweise arbeits
un
fä
hig (Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversi
che
rungsrechts
, ATSG), so hat
sie
gemäss Art. 16 Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (
UVG
)
Anspruch auf ein Taggeld. Der Anspruch auf Tag
geld entsteht am dritten Tag nach dem Unfalltag. Er erlischt mit der Wieder
er
langung der vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person (Art. 16 Abs. 2 UVG).
1.2
Arbeitsunfähigkeit
ist
gemäss Art. 6 ATSG die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teil
weise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem ande
ren Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt.
1.3
Ein weiteres Leistungserfordernis für den Taggel
danspruch ist,
wenn in
Art
. 16 UVG
auch nicht ausdrücklich erwähnt, das Vorliegen eines wirtschaftli
chen Schadens. Mit dem Taggeld wird die aus der Arbeitsunfähigkeit resultie
rende Erwerbseinbusse kompensiert, weshalb eine versicherte Person, die auf
grund der Unfallfolgen zwar (medizinisch-theoretisch) in der Arbeitsfähigkeit beeinträch
tigt ist, jedoch keine Verdiensteinbusse erleidet, grundsätzlich nicht anspruchs
berechtigt i
st (BGE 134 V 392 E. 5.3
mit Hinweisen).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die Einstellung der Taggeldleistungen per 31. März 2011 damit, dass
dem Beschwerdeführer
ihren
medizinischen A
bklä
rungen
zufolge Tätigkeiten
ohne
grössere
Belastung der linken Hand spätestens ab dem 1. April 2011 uneingeschränkt zumutbar seien.
Da er
im
angestammten
Beruf
als Autohändler
wenn überhaupt, dann nur
äusserst selten und unregel
mässig
manuelle Arbeiten verrichten müsse und diese für seine effektive alltäg
liche Arbeit nicht ins Gewicht fielen
, sei
von einer vollen Arbeitsfähigkeit aus
zugehen, was einem weiteren Taggeldanspruch entgegenstehe
(Urk. 2 S. 6 ff., Urk. 7 S. 2 ff.
, Urk. 1
6
).
2.2
D
er Beschwerdeführer
hielt dafür
,
in Bezug auf
de
n
medizinischen Sachverhalt könne auf die Ausführungen der Beschwerdegegnerin abgestellt werden (Urk. 1 S. 3 unten).
Dagegen
verkenne sie, dass – wie er wiederholt zum Ausdruck ge
bracht habe – seine angestammte Tätigkeit
im
Autohandel
einen erheblichen
Anteil a
n manuellen Arbeiten beinhalte und er diese
unfallbedingt nicht mehr
verrichten
könne (Urk. 1 S. 4 ff.,
Urk. 13
).
3.
Prozessthema bildet
die Einstellung der Taggeldleistungen per 31. März 201
1.
Dabei steht mit Blick
auf die medizinische Aktenlage
zu Recht ausser Frage, dass der Beschwerdeführer in einer
beruflichen
Tätigkeit ohne grössere Bel
as
tungen der linken Hand
zumindest
seit
dem Zeitpunkt der
Leistungsein
stellung
voll arbeitsfähig ist (Urk. 1 S. 5 Ziff. 6 und S. 7 Ziff. 11, Urk. 2 S. 6 f.).
Diesbe
züglich
ist
auf
die
fachkundige
Einschätzung des von der
Beschwerde
gegnerin
konsiliarisch beigezogenen Dr. med.
A.___
,
Facharzt für Chirurgie, spez
iell
Handchirur
gie (
Untersuchungsbericht
vom 21. Dezember 2010
und er
gänzende
Stellungnahme vom
28. März 2011,
Urk
. 8/ZM13-
ZM14)
zu
verwe
i
sen
, welche
gestützt wird
durch
den Bericht
von Dr. med
.
B.___
,
Oberarzt Kli
nik für Hand- und Plastische Chirurg
ie
,
Z.___
,
vom 15. April 2011 (Urk. 8/ZM18
)
.
Die
anderslautende
Bewertung
von med.
pract
.
C.___
,
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, wonach für leichte
Verweisungst
ätigkeiten
und
die bisherige Tä
tigkeit als Autohändler
nurmehr
eine hälftige Arbeitsfähigkeit bestehen soll
(Bericht vom 31. Oktober 2011, Urk. 8/ZM19)
,
vermag
hieran keine Zweifel zu wecken.
Der Hausarzt begründete seine Einschätzung des beruflichen Leistungs
vermögens nicht hinreichend nachvollziehbar und berücksichtigte dabei auch die Rückenbeschwerden, welche indes
unbestrittenermassen keine Folge des Un
fall
e
s vom 5. Mai 2010 dar
ste
llen. Immerhin aber wird aus seiner
Arbeitsfähig
keitseinschätzung
ersichtlich, dass er den angestammten Beruf des Beschwerde
führers als körperlich leichter Natur einstuft.
4.
4
.1
Strittig
und zu prüfen ist,
ob und allenfalls
inwie
weit
de
r
Beschwerdeführer
auf
grund der
Unfallfolgen an der linken Hand
in seiner
angestammte
n
Tätigkeit
einge
schränkt
ist.
In diesem Zusammenhang
ist
insbesondere
umstritten
,
in wel
chem Ausmass er
als Autohändler
ihm unfallbedingt nicht mehr zumutbare
manuell belastende
A
r
beiten
aus
zu
führen
hat
.
4.2
4.2.1
Hierzu
ergibt sich aus den vorhandenen Unterlagen, dass der Beschwerdeführer anlässlich der Aussendienstabklärung der SUVA vom
19. Januar 2010
(Rapport vom selben
Datum
,
Urk. 8/S11 S. 3)
–
mithin
noch vor dem
hier
in Frage ste
henden Unfall
ereignis
–
zu Protokoll gab
,
zusammen mit
zwei
Mitarbeite
nden
ausschliesslich Autohandel
(Kauf und Verkauf von Autos
über Inserate, Intern
et oder ab Platz)
zu betreiben,
wobei
er
selber
an den Fahrzeugen keine manuellen Arbeiten
verrichte. Dies
überlasse
er
Fachpersonen anderer Firmen, mit denen er zusammenarbeite. Er
arbeite
vor
wiegend in seinem Verkaufsbüro und sei
h
aupt
sächlich
sitzend tätig, z
wischendurch
gehe
er
auf Autokauf.
Ausser
dem zeige er a
uf dem Firmengelände die Fahrzeuge
a
n Interessenten
und
begleite diese
auch
auf
Probefahr
ten
. Bei der Ausübung seine
s
Berufes
sei er keinen körperlichen Tätigkeiten ausgesetzt.
4.2.2
A
m 24. September 2010
erklärte der Beschwerdeführer an seinem Wohnort g
e
genüber der Schadeninspektorin der Beschwerdegegnerin
(Bericht vom 27. Sep
tember 2010, Urk. 8/Z16 S. 4 Ziff. 8), dass er
ausschliesslich im Autoexport tätig sei.
Er
sehe sich nach Fahrzeugen für den Export um, lasse diese zu sich bringen
oder
hole diese ab und stelle sie auf
einem seiner
beiden Plätze in
D.___
und
E.___
aus. Da aktuell nicht mehr viele Exportfahrzeuge über das Inter
net zu finden seien, arbeite er vermehrt mit Garagen zusammen. Neben den Verkaufsgesprächen vor Ort müsse er die Autos je nach Situation auch etwas zurechtmachen, beispielsweise eine Batterie auswechseln oder
Pneus
herumtra
gen.
Es
komme auch vor, dass er helfe, Autos anzustossen.
Während er f
ür den Platz in
E.___
einen fest angestellten Mitarbeiter
habe
,
beschäftige er
in
D.___
jemand
en auf Abruf
.
4.2.3
A
nlässlich der Arbeitsplatzabklärung
vom 25. Februar 2011 (
Bericht vom selben Datum,
Urk. 8/Z42 S. 2 f.)
berichtete der Beschwerdeführer gegenüber der
Scha
deninspektorin
der Beschwerdegegnerin
,
am
Hauptstandort in
E.___
seien
zirka 570 Fahrzeuge parkiert, welche jedoch nicht alle ihm gehörten, da er den Platz mit drei
anderen
Autohändlern teile. Er verfüge über einen kleinen, mit zwei Arbeitsplätzen ausgestatteten Verkaufsraum,
in welchem
die adminis
trati
ven Arbeiten erledigt und längere Verkaufsgespräche geführt würden. Bis vor zirka fünf bis sechs Monaten habe er vis-à-vis des Verkaufsraum
e
s eine kleine Werkstatt betrieben,
wo er die
Batteri
e- und
Radwechsel
vorgenommen
habe.
Seit der Aufgabe der Werkstatt
infolge der gesundheitlichen Beschwerden
führe er diese Arbeiten nun in der Waschanlage aus, welche sich neben dem
Ver
kaufsbüro
befinde. Er beschäftige einen Verkäufer und erhalte für grössere und schwerere Arbeiten wie
etwa
das Stossen eines Fahrzeuges auch Hilfe von sei
nen Kollegen auf dem Platz.
An seinem Zweitstandort in
D.___
sei nie
mand
zugegen
. Er habe seine Telefonnummer hinterlegt
,
damit
sein Verkäufer
zu
r
Kund
schaft
hinfahren
oder
mit
ihr
einen Termin vereinbaren könne.
Die
zum Export bestimmten
Fahrzeuge
– es handle sich vorwiegend um schrott
reife alte Autos mit meist über 200'000 Ki
lometern und einem Wert von einigen
hundert Franken –
würden von den Kunden meist direkt vorbeigebracht, ande
renfalls hole er
sie
ab. Ein Ankaufsgespräch dauere rund
zwei Minuten.
Die Verträge fülle er
handschriftlich auf einem vorbereiteten Formular aus
, nach
dem er zweimal
mit dem
C
omputer
Schwierigkeiten gehabt und alle Daten ver
loren habe.
Pro Tag kämen zwei bis drei
Autotransporter vorbei, welche die
Fahrzeuge
ins Ausland überführ
t
e
n
. Das Aufladen auf den Transporter überne
h
me der Chauffeur, gelegentlich helfe er mit
, insbesondere dann, wenn ein
Auto
nicht mehr fahrbar sei
. Dabei
kämen
er und die anderen Autohändler
sich
ge
genseitig
zu Hilfe
.
Eigentliche Reparaturen führe er nicht aus. Teilweise montie
re er an den
Autos
Aluminiumfelgen oder wechsle
Reifen
und Batterie aus
, da die
Garage
f
ür solche Handgriffe
Fr. 20.--
verlange und er sich diese
Kosten spa
ren
könne
.
Er
müsse nicht wiederholt schwere Lasten heben oder herumtra
gen und auch nicht die ganze Zeit Autos herumstossen.
Dies
komme zwischen
durch aber immer mal wieder vor. Die Häufigkeit solcher Arbeiten sei schwan
kend und vom Arbeitstag abhängig. Administrative Arbeiten gebe es eigentlich kaum. Die Geschäftsabschlüsse überge
b
e er einem Buchhalter
. Er habe keine re
gelmässigen Arbeitszeiten und arbeite je nach Lust und Laune
(S. 3).
Nach dem Unfall vom 5. Mai 2010 habe er keine Massnahmen zur Weiterführung und Er
haltung des Betriebes
getroffen
, a
lles laufe noch gleich ab. Er habe
wegen
sei
ne
s
Aus
fall
es
niemanden einstel
len müssen und
das Geschäft laufe gut
(S.
4
oben
).
Konfrontiert mit seinen Aussagen gegenüber dem Aussendienst der SUVA vom 19. Januar 2010 (E. 4.2.1) erklärte der Beschwerdeführer, dass er damals keine weiteren Mitarbeitenden beschäftigt habe und seither keine Ver
änderungen ein
getreten seien. Er habe keine schwere Arbeit und müsse nicht wiederholt schwer heben oder dergleichen (S.
5 oben).
4
.3
4.3.1
Nach
der Aktenlage
hat sich der Beschwerdeführer im
zeitlichen
Verlauf
bezüg
lich
der
i
m
Rahmen seiner angestammten Tätigkeit
als Autohändler
anfallenden Arbeiten unterschiedlich geäussert.
Während er
anlässlich
der
Aussendienstab
klärung
der SUVA vom
19. Januar
2010
(E. 4.2.1)
das Ausführen von manuellen Tätigkeiten noch
gänzlich
verneint hatte
,
erklärte
er
am 24. September 2010
(E. 4.2.2)
und 25. Februar 2011
(E. 4.2.3)
gegenüber der Schadenins
pektorin der Beschwerdegegnerin
, dass er gewisse
manuelle Verrichtungen vornehme
.
In der
konsiliarischen U
ntersuchung durch Dr.
A.___
von Ende 2010
konstatierte
der Beschwerdeführer
, dass die manuellen Arbeiten
rund die Hälfte
seiner
Gesamt
tätigkeit
ausmachten
(Urk. 8/ZM13 S. 4)
.
D
iesen Standpunkt
bekräftigte er
nach
der
Einstellung der Taggeldleistungen per 31. März 2011
(
Schreiben vom 1. April 2011,
Urk. 8/Z48)
wiederholt gegenüber der Beschwerdegegnerin
und
machte
einen
erheblichen
Anteil an manuellen Arbeiten geltend
(Urk. 8/Z50, Urk.
8/Z52, Urk. 8/Z54, Urk. 8/Z61 S. 2, Urk. 8/Z67).
4.3.2
Bei sich widersprechenden Angaben stellen die Gerichte im Bereich des Sozial
versicherungsrechts praxisgemäss in der Regel auf die „Aussagen der ersten Stunde“ ab, denen in beweismässiger Hinsicht grösseres Gewicht zukommt als späteren Darstellungen,
welche
bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein kön
nen (BGE 121 V 45 E. 1a, 115 V 133 E.
8c mit Hinweis).
Unter Berücksichtigung der gesamten Aktenlage kommt
deswegen
der
initialen
Schilderung
des Beschwerdeführers mit Blick auf
das
umstrittene
P
rofil seine
r
angestammten
Tätigkeit
besondere Beweiskraft zu.
Gestützt auf seine
an
fängli
che
Darstellung ist mit der Beschwerdegegnerin davon auszugehen, dass
die manuellen Arbeiten, welche die Einsatzfähigkeit
der
linken oberen Extremität übersteigen, nur einen
unbedeutenden
Teil der Gesamttätigkeit
des Beschwerde
führers
als Autohändler ausmachen
. Die Umstände
– es handelt sich vorwiegend um für den Export bestimmte schrottreife Gebrauchtwagen von nur geringem Wert (E. 4.2.3), sodass nicht einzusehen ist, weshalb
der Beschwerdeführer da
ran
nennenswerte Instandsetzungsarbeiten
vornehmen sollte
–
sprechen
denn auch
dafür, dass diese Aussage der Wirklichkeit entspricht
.
Hinzu kommt, dass
d
er
Beschwerdeführer
eigenen Angaben zufolge
auf die Unterstützung der ande
ren Autohändler zurückgreifen kann.
Demzufolge
fehlt es
(spätestens) ab
Ende
März 2011
an einer durch
den
Unfall
vom 5.
Mai 2010 bedingte
n relevanten Arbeitsunfähigkeit
(E. 1.2).
Soweit der Beschwerdeführer die
Richtigkeit der Sachver
haltsdarstellungen des Aussendienstmitarbeiters der SUVA (Rapport vom 19. Januar 2010) und der Schadeninspektorin der Beschwerdegegnerin (Berichte vom 24. September 2010 und 25. Februar 2011) bestreitet (Urk. 1 S. 4 ff., Urk. 13), erscheint dies als we
nig glaub
haft
respektive
als reine Schutzbehauptung. Zum einen ist nicht er
sichtlich, aus welchem Grund die
beiden
Mitarbeitenden der SUVA und der
Be
schwerdegegnerin
die Aussagen des Beschwerde
führers
unabhängig vonei
nan
der
unzutreffend,
aber im Wesentlichen gleichlautend protokolliert haben soll
ten. Zum anderen
hat
der
Beschwerdeführer
de
n
Rapport der SUVA vom 19. Ja
nuar 2010 gegengelesen und unterzeichnet (Urk. 8/S11 S. 4 unten).
Wenn er in seiner Eingabe vom 24. September 2014 (Urk. 13)
behauptet
, er habe
gegenüber der SUVA nie konkrete Angaben über seine eigentlichen Tätigkeiten machen müssen und sei dazu auch nie eingehend befragt worden, so ist dies
offensicht
lich
aktenwidrig und an der Grenze
zur mutwilligen Prozessführung liegend zu
betrachten,
deren Überschreitung nach Art.
61
lit
.
a ATSG die Kos
ten
pflicht nach sich ziehen würde.
4.3.3
Überdies
fällt ins Gewicht
, dass
der Beschwerdeführer unter dem Blickwinkel der
sich aus Art.
6 Satz 1 ATSG ergebende
n
Schadenminderungspflicht gehalten
ist
,
alles ihm Zumutbare
zu
unternehmen, um die erwerblichen Folgen seines Gesundheitsschadens bestmöglich zu mindern, denn die Sozialversicherung
en
soll
en
nicht Schäden ausgleichen müssen, welche
die v
ersicherte
Person
durch zumutbare geeignete Vorkehren selbst beheben oder ve
rmindern kann (BGE 114 V 281 E. 3a mit Hinweis).
Mithin
hat er
bei der Ausübung seiner beruflichen
Tätigkeit die zumutbaren schadenmindernden Massnahmen zu treffen,
wobei aufgrund seiner Funktion
als Geschäftsführer (Urk. 3/5)
etwa von ihm erwartet wird, dass er Anpassungen in der Organisation und im Betriebsablauf vornimmt und so sein
persönliches
Tätigkeitsfeld
derart
verlagert, dass nicht er
die ihm
unfallbedingt
nicht
mehr zumutbaren belastenden manuellen
Arbeiten
besorgen
muss
.
Eigenen Angaben zufolge
(E. 4.2.3) hat der Beschwerdeführer nach dem Unfall vom
5. Mai 2010
keine
solchen Anpassungen getroffen, wobei der
anhaltend
gute Geschäftsgang
offenbar
auch keinen Anlass dazu gab. Insofern erscheint
es als fraglich, ob überhaupt ein wirtschaftlicher Schaden bestand und es dem Be
schwerdeführer trotz seiner zeitweiligen Arbeitsunfähigkeit nicht möglich und zumutbar gewesen wäre, einen
den Anspruch auf Taggeld der Unfallversiche
rung ausschli
essenden Verdienst zu erzielen (E. 1.3)
.
Diese Frage kann indes
mit Blick darauf
, dass die Einstellung der Taggeldleistungen per Ende März 2011
erfolgte
, offen bleiben.
4.3.
4
Von weiteren Erhebungen
, insbesondere
der
beantragte
n
Abklärung betreffend die Arbeitstätigkeit des Beschwerdeführers durch eine neutrale Stelle
(Urk. 1 S. 2 und S. 8), sind keine neuen
entscheidwesentlichen
Erkenntnisse zu erwar
ten,
weshalb darauf zu verzichten ist (antizipierte Beweiswürdigung
;
B
GE 124
V 94 E. 4b, 122 V 162 E.
1d).
5.
Folglich
erweist sich der angefochtene
E
ntscheid
vom 9. August 2013 (Urk. 2)
, mit welchem ein
über
Ende
März 2011
hinausgehende
r
Taggelda
nspruch ver
neint wurde, als rechtens. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Das Verfahren ist kostenlos.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt Radek Janis
-
Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG
-
Bundesamt für Gesundheit
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal
ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
GräubBuchter