# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 318aaced-7562-5d04-8d7b-159d8e00874c
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-01-09
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 09.01.2024 D-5786/2023
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5786-2023_2024-01-09.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-5786/2023 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  9 .  J a n u a r  2 0 2 4  

Besetzung 
 Einzelrichterin Contessina Theis, 

mit Zustimmung von Richterin Roswitha Petry;   

Gerichtsschreiberin Aglaja Schinzel. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Burundi,   

vertreten durch Levin Sommer, Berner Rechtsberatungs-

stelle für Menschen in Not,  

(…),  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 20. September 2023 / N (…). 

 

 

 

D-5786/2023 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass der Beschwerdeführer sein Heimatland eigenen Angaben zufolge im 

Jahr 2015 verliess und am 12. November 2022 in die Schweiz einreiste, 

wo er gleichentags um Asyl nachsuchte, 

dass er anlässlich der Personalienaufnahme (PA) vom 1. Dezember 2022 

sowie der Anhörungen zu den Asylgründen vom 7. Juni und 5. September 

2023 zur Begründung des Asylgesuchs im Wesentlichen geltend machte, 

seine Freundin sei schwanger geworden, als sie beide noch nicht volljährig 

gewesen seien und ihre Familie sei mit der Beziehung nicht einverstanden 

gewesen, da der Beschwerdeführer kein Muslim sei, 

dass er sein Kind deshalb zu Beginn nicht habe sehen dürfen und seine 

Freundin von ihrer Familie geschlagen worden sei, wobei diese ihr auch 

verboten hätte, die Schule zu besuchen, 

dass der Ältestenrat schliesslich beschlossen habe, dass sie in die Schule 

dürfe, somit aber ihr Kind bei ihrer Familie zurückgeblieben sei, wo es 

schlecht behandelt worden sei, 

dass es während dieser Zeit zu einem Unfall gekommen sei, wobei sich 

das Kind Verbrennungen zugezogen habe, und dies bei einer weiteren Ab-

wesenheit seiner Freundin noch ein zweites Mal passiert sei, 

dass er ihr deshalb geraten habe, zu Hause auszuziehen, was diese getan 

habe, wobei ihre Familie ihr in der Folge mit Gewalt gedroht habe, 

dass ihr Vater im Jahr 2014 oder 2015 aus der Haft entlassen worden sei 

– er habe mit Falschgeld gehandelt – und der Beschwerdeführer seit Ja-

nuar 2015 persönlich bedroht worden sei wegen seiner Beziehung, 

dass er mehrmals von Männern aufgesucht worden sei, wobei er sich aber 

habe verleugnen lassen, und er in der Folge zu einem Bekannten nach 

B._______ gegangen sei, 

dass er am 29. April 2015 an einer Demonstration im Rahmen der Unruhen 

wegen der dritten Amtszeit des damaligen Präsidenten vorbeigekommen 

und dort gesehen worden sei, woraufhin er am nächsten Tag von der Poli-

zei am Arbeitsplatz aufgesucht und mitgenommen worden sei, 

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dass er geschlagen worden sei und man ihm vorgeworfen habe, Mädchen 

zu schwängern und in die Politik gegangen zu sein, 

dass ihm aufgrund seiner Sprache – er sei teilweise in Tansania aufge-

wachsen – gesagt worden sei, man werde eine Untersuchung zu seiner 

Identität durchführen, und man ihm vorgeworfen habe, einer Gruppe anzu-

gehören, welche Demonstrationen im Land durchgeführt habe, 

dass er am 7. Mai 2015 entlassen worden sei, wobei Bekannte von ihm für 

seine Freilassung gesorgt hätten,  

dass er jedoch später vom Geheimdienst gesucht worden sei und eine ent-

sprechende Vorladung erhalten habe, wobei er vermute, dass sein Schwie-

gervater den Geheimdienst informiert habe, 

dass ihm deshalb geraten worden sei, das Land zu verlassen, weshalb er 

am 12. Mai 2015 mit seiner Freundin und dem Kind nach Uganda gereist 

sei, wo sie den Flüchtlingsstatus erhalten hätten, 

dass es im November 2017 zu einer Auseinandersetzung mit dem Onkel 

seiner Freundin gekommen sei, welcher in Uganda aufgetaucht sei und 

habe wissen wollen, wo diese wohne, 

dass dieser von der Polizei festgenommen worden sei und er mit seiner 

Familie aus Sicherheitsgründen in ein Flüchtlingscamp verlegt worden sei, 

dass er dort als Videokameramann und Fotograf gearbeitet und seine 

Freundin im Jahr 2018 geheiratet habe, 

dass er jedoch am 15. April 2022 auf dem Heimweg von der Arbeit von ihm 

unbekannten Männern entführt und in die Demokratische Republik Kongo 

gebracht worden sei,  

dass er dort eine militärische Ausbildung der Gruppierung M23 erhalten 

habe, wobei er in der Folge an einen neuen Ort in der Nähe eines Waldes 

gebracht worden sei, von wo er habe fliehen können, 

dass er so nach Uganda habe zurückkehren können, wo die Polizei ihn an 

die Organisation Alight verwiesen habe, welche ihn schützen werde, 

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dass diese Organisation für die Schutzgewährung Geld verlangt habe und 

er sich deshalb zur Ausreise entschlossen und Uganda am 17. September 

2022 verlassen habe, 

dass seine Frau und Kinder im Flüchtlingscamp zurückgeblieben seien, 

dass das SEM das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfügung vom 

20. September 2023 – eröffnet am 21. September 2023 – ablehnte sowie 

die Wegweisung aus der Schweiz und den Vollzug anordnete, 

dass das SEM zur Begründung im Wesentlichen anführte, dem Beschwer-

deführer sei es nicht gelungen, eine asylrelevante Verfolgung glaubhaft zu 

machen, da seine Vorbringen widersprüchlich, oberflächlich und unlogisch 

ausgefallen seien,  

dass insbesondere seine Schilderungen in Bezug auf die Demonstration 

vom 29. April 2015, die Festnahme vom 30. April 2015 sowie die darauffol-

gende einwöchige Haft zu wenig substantiiert ausgefallen seien, 

dass seine diesbezüglichen Aussagen einen undifferenzierten Eindruck 

hinterlassen und jegliche inhaltliche Besonderheiten vermissen lassen 

würden, wobei individualisierte Aussagen, welche die persönliche Betrof-

fenheit oder ein persönlich gefärbtes Reaktionsmuster zum Ausdruck brin-

gen, gänzlich fehlen würden, 

dass er ferner den Zusammenhang zwischen der Verfolgung durch die 

Schwiegerfamilie und der politischen Verfolgung auch auf Nachfragen hin 

nicht plausibel habe darlegen können,  

dass auch seine Aussagen zu seinem Schwiegervater oberflächlich und 

konstruiert erscheinen würden, wobei er lediglich gesagt habe, dieser sei 

gefährlich und habe hohe Verbindungen, dies aber nicht habe genauer 

ausführen können, 

dass die Aussagen insgesamt nicht die Qualität aufweisen würden, welche 

zu erwarten wäre, wenn eine Person mit seinen individuellen Fähigkeiten 

solche Ereignisse unter den geltend gemachten Umständen tatsächlich er-

lebt hätte, 

dass schliesslich die geltend gemachte Entführung in Uganda und die 

Zwangsrekrutierung durch die Gruppierung M23 ebenfalls als nicht glaub-

haft erachtet werden müsse, da die diesbezüglichen Angaben als wenig 

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konkret zu qualifizieren seien, wobei wiederum auf Nachfragen hin keine 

detaillierteren Angaben gemacht worden seien, 

dass ihm aufgrund seiner detailarmen und stereotypen Angaben nicht ge-

glaubt werden könne, dass er selbst Erlebtes wiedergegeben habe, son-

dern davon ausgegangen werde, dass es sich um einen konstruierten 

Sachverhalt handle, 

dass abgesehen davon festzuhalten sei, dass allfällige Asylvorbringen, die 

sich in einem Drittstaat ereignet haben, einzig dann geeignet seien, die 

Flüchtlingseigenschaft zu begründen, wenn diese auch im Heimatstaat zu 

einer Verfolgungssituation führen würden, dies vorliegend jedoch nicht der 

Fall sei, 

dass auch die eingereichten Beweismittel an dieser Einschätzung nichts 

zu ändern vermögen würden, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 23. Oktober 2023 gegen die-

sen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und da-

bei beantragte, die vorinstanzliche Verfügung sei aufzuheben, die Vor-

instanz sei anzuweisen, den Beschwerdeführer als Flüchtling anzuerken-

nen und ihm Asyl zu gewähren, eventualiter sei die Vorinstanz anzuweisen, 

ihn wegen Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs vorläufig aufzuneh-

men, subeventualiter sei die Sache zur vollständigen Abklärung des Sach-

verhalts und zur Neubegründung an die Vorinstanz zurückzuweisen, 

dass in verfahrensrechtlicher Hinsicht die Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtspflege inklusive Beiordnung des unterzeichnenden Rechtsanwaltes 

als amtlicher Rechtsbeistand sowie Verzicht auf Erhebung eines Kosten-

vorschusses beantragt wurde, 

dass die Beschwerde im Wesentlichen damit begründet wurde, beim Be-

schwerdeführer würden sich Anzeichen von Semilingualismus zeigen, wo-

bei er auf seine sprachlichen Schwächen hingewiesen habe und teilweise 

auch die Sprache habe wechseln müssen, 

dass sich entgegen der Einschätzung der Vorinstanz verschiedene Real-

kennzeichen in der ersten Anhörung finden würden, wie beispielsweise der 

persönliche emotionale Schmerz aufgrund der Verbrennungen seines Kin-

des wie auch die Nennung diverser Daten und Uhrzeiten, 

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dass es ferner klar sei, dass er über die Demonstration vom 29. April 2015 

nicht viel erzähle, habe er sich doch nur kurz am Rand dieser Demonstra-

tion aufgehalten,  

dass er betreffend Haft verschiedene präzise Aussagen gemacht habe und 

sich in seinen Aussagen diverse Details und Realkennzeichen finden wür-

den, wie beispielsweise die Wiedergabe von Dialog-Fragmenten oder die 

Beschreibung des Raumes und der hygienischen Bedingungen, 

dass in Bezug auf den angeblich mangelnden Zusammenhang zwischen 

der Verfolgung durch die Schwiegerfamilie und der politischen Verfolgung 

dargelegt wurde, der Beschwerdeführer habe bei beiden Anhörungen an-

gegeben, die burundischen Behörden hätten ihm vorgeworfen, nicht nur 

Mädchen zu schwängern, sondern sich auch für die politische Opposition 

zu engagieren, was einen klaren Hinweis auf den Zusammenhang der pri-

vaten und staatlichen Verfolgung darstelle, 

dass die Verfolgung des Beschwerdeführers sodann auch asylrelevant sei, 

sei er doch von seiner Schwiegerfamilie aufgrund seines Glaubens verfolgt 

worden, wobei in diesem Zusammenhang seine Frau geschlagen und sein 

Kind misshandelt worden seien, 

dass er selbst sowohl von Privaten als auch von den Behörden beschattet, 

zu Hause besucht und eingeschüchtert, schliesslich sogar verhaftet wor-

den sei, 

dass die Verfolgung ferner gezielt und aktuell und keine innerstaatliche 

Schutzalternative ersichtlich sei, da ihn die Familie seiner Ehefrau sogar in 

Uganda ausfindig gemacht und behelligt habe, 

dass die vorinstanzlichen Akten dem Bundesverwaltungsgericht am 

24. Oktober 2023 in elektronischer Form vorlagen (vgl. Art. 109 Abs. 2 

AsylG), 

dass die Instruktionsrichterin mit Zwischenverfügung vom 7. Novem-

ber 2023 den legalen Aufenthalt des Beschwerdeführers während des Ver-

fahrens feststellte und gleichzeitig die Gesuche um Gewährung der unent-

geltlichen Prozessführung und um Beiordnung eines amtlichen Rechtsbei-

stands aufgrund Aussichtslosigkeit der Beschwerde abwies sowie Frist zur 

Bezahlung eines Kostenvorschusses ansetzte, 

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dass der einverlangte Kostenvorschuss am 17. November 2023 fristge-

recht geleistet wurde, 

dass am 24. November 2023 Schreiben vom 16. und 17. November 2023 

beim Gericht eingingen, in welchen im Wesentlichen erneut ausgeführt 

wird, das Asylgesuch des Beschwerdeführers sei glaubhaft und begründet, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 

über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des SEM entschei-

det, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor 

welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG 

[SR 142.31] i.V.m. Art. 31–33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht 

vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, 

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um ein solches Rechtsmittel handelt, 

weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde, 

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dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde 

ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält, 

dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in wesent-

lichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den 

Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ver-

fälschte Beweismittel abgestützt werden, 

dass das SEM in seiner Verfügung mit überzeugender Begründung zur Er-

kenntnis gelangt ist, die Vorbringen des Beschwerdeführers würden den 

Anforderungen von Art. 7 AsylG an das Glaubhaftmachen eines Asyl be-

gründenden Sachverhalts nicht genügen, 

dass zur Vermeidung von Wiederholungen auf die vorinstanzlichen Erwä-

gungen verwiesen werden kann, 

dass der Vorinstanz insbesondere darin zuzustimmen ist, dass der Be-

schwerdeführer seine Vorbringen zu wenig substantiiert dargelegt hat, wo-

bei die Schilderungen auch bei Nachfragen oberflächlich blieben, dies ins-

besondere in Bezug auf die Demonstration vom 29. April 2015, die Fest-

nahme vom 30. April 2015 sowie die darauffolgende einwöchige Haft, 

dass der Argumentation in der Beschwerde, der Mangel an Substanz und 

die Detailarmut sei auf die sprachlichen Defizite des Beschwerdeführers 

zurückzuführen, nicht gefolgt werden kann, zumal der Dolmetscher bei der 

zweiten Anhörung beide dem Beschwerdeführer geläufigen Sprachen be-

herrschte, dieser die Sprache somit nach Bedarf wechseln konnte, und der 

Beschwerdeführer selber erklärte, sein Kirundi habe sich während der letz-

ten Jahre verbessert, da seine Frau ihm die Sprache besser beigebracht 

habe, woraus geschlossen werden kann, dass er diese Sprache während 

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mindestens sechs Jahren als Alltags- und Familiensprache verwendet hat 

(vgl. vorinstanzliche Akten act. 1212395-26, F 51),  

dass seine Aussage auch unter Berücksichtigung des Zeitablaufs sowie 

der Möglichkeit des Verdrängens aufgrund traumatischer Erlebnisse sehr 

unsubstantiiert und teilweise unlogisch wirken, 

dass der Vorinstanz ebenfalls darin zuzustimmen ist, dass der Zusammen-

hang zwischen der Verfolgung durch die Schwiegerfamilie und der politi-

schen Verfolgung nicht ersichtlich ist, wobei auch hier die Begründung in 

der Beschwerde nicht zu überzeugen vermag, zumal sich die diesbezügli-

chen Ausführungen darauf beschränken, die Gefährlichkeit des Schwieger-

vaters darzustellen zu versuchen,  

dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelingt, die Flüchtlingseigen-

schaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb das 

Staatssekretariat das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat, 

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 

Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 

(Art. 44 AsylG), vorliegend insbesondere der Kanton keine Aufenthaltsbe-

willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen 

besteht (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.), weshalb die 

verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen 

steht und demnach vom Staatssekretariat ebenfalls zu Recht angeordnet 

wurde, 

dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-

mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg-

weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]), 

dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen ge-

mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard 

wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu 

beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens 

glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche 

Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des 

Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenste-

hen (Art. 83 Abs. 3 AIG), 

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dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), 

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass-

geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es 

dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche 

Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in 

Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoule-

ment im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet,  

dass sodann keine Anhaltspunkte für eine im Heimat- oder Herkunftsstaat 

drohende menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 

BV, von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter 

und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung 

oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK ersichtlich sind,  

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 

erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen 

wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage kon-

kret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AIG), 

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- beziehungsweise Herkunfts-

staat des Beschwerdeführers noch individuelle Gründe auf eine konkrete 

Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Voll-

zug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist, 

dass es sich beim Beschwerdeführer um einen jungen und gesunden Mann 

mit Berufserfahrung handelt, weshalb auch keine individuellen Gründe ge-

gen die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs sprechen, 

dass die diesbezüglichen Ausführungen in der Beschwerde an dieser Ein-

schätzung nichts zu ändern vermögen und lediglich eine andere Einschät-

zung der Situation darstellen, 

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Heimat-

staat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen 

(Art. 83 Abs. 2 AIG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der 

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Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG 

und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12), 

dass nach dem Gesagten der vom Staatssekretariat verfügte Vollzug der 

Wegweisung zu bestätigen ist, 

dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechts-

erheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 

AsylG) und – soweit überprüfbar – angemessen ist, weshalb die Be-

schwerde abzuweisen ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.– (Art. 1–

3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) sind, 

dass diese durch den bezahlten Kostenvorschuss gedeckt sind und dieser 

zur Begleichung der Verfahrenskosten zu verwenden ist.  

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.–  werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Sie sind mit dem geleisteten Kostenvorschusses gedeckt; dieser wird 

zur Begleichung der Verfahrenskosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Contessina Theis Aglaja Schinzel 

 

 

Versand: