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**Case Identifier:** 98fa819d-a874-50b8-87a6-69154b396776
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-07-07
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 07.07.2014 100 2012 240
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2012-240_2014-07-07.pdf

## Full Text

Auf eine gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten ist das Bundesgericht am 1. September 2015 nicht eingetreten 
(2C/827/2014).

100.2012.240U
HAT/SBE/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 7. Juli 2014

Verwaltungsrichter Burkhard, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichter Häberli und Müller
Gerichtsschreiberin Streun

Steuerverwaltung des Kantons Bern
Brünnenstrasse 66, Postfach 8334, 3001 Bern
Beschwerdeführerin

gegen

A.___ AG
handelnd durch die statutarischen Organe
vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdegegnerin 

und

Steuerrekurskommission des Kantons Bern
Sägemattstrasse 2, Postfach 54, 3097 Liebefeld

betreffend amtliche Bewertung ab 2009 (Entscheid der Steuerrekurskommission des 
Kantons Bern vom 19. Juni 2012; 100 10 886)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.07.2014, Nr. 100.2012.240U, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die A.___ AG ist Eigentümerin der Grundstücke B.________ Gbbl. Nr. 1________ 
(Betriebsgebäude) und Nr. 2________ (Lagerhallen). Aufgrund verschiedener 
baulicher Veränderungen im Nachgang zum Hochwasser vom Sommer 2005 nahm die 
Steuerverwaltung des Kantons Bern mit Wirkung ab Steuerjahr 2009 eine 
ausserordentliche Neubewertung dieser Liegenschaften vor. Im Einspracheverfahren 
setzte sie die amtlichen Werte auf Fr. 3'344'200.-- (Gbbl. Nr. 1________) und 
Fr. 2'223'700.-- (Gbbl. Nr. 2________) fest. Dabei berücksichtigte sie eine im Rahmen 
der Umbauten auf den Gebäuden errichtete Photovoltaikanlage mit Fr. 1'559'000.-- 
(Gbbl. Nr. 1________) und Fr.  779'500.-- (Gbbl. Nr. 2________) mit (Einspracheent-
scheide vom 3.11.2010).

B.

Dagegen gelangte die A.___ AG am 1. Dezember 2010 an die 
Steuerrekurskommission des Kantons Bern (StRK), welche die Rekurse – nach 
Durchführung eines Augenscheins – guthiess und die amtlichen Werte der 
Grundstücke um den Wert der Photovoltaikanlage auf Fr. 1'785'200.-- (Gbbl. 
Nr. 1________) und Fr. 1'444'200.-- (Gbbl. Nr. 2________) reduzierte (Entscheid vom 
19.6.2012).

C.

Mit Eingabe vom 23. Juli 2012 führt die Steuerverwaltung Beschwerde beim 

Verwaltungsgericht und beantragt, der Entscheid der StRK sei aufzuheben und ihre 

Einspracheentscheide seien zu bestätigen. Die A.___ AG und die StRK schliessen je 

auf Abweisung der Beschwerde.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.07.2014, Nr. 100.2012.240U, Seite 3

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte kantonale 
Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 
über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zuständig (vgl. auch Art. 201 
Abs. 1 des Steuergesetzes vom 21. Mai 2000 [StG; BSG 661.11]). Die 
Steuerverwaltung ist zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde befugt (Art. 79 Abs. 2 VRPG 
i.V.m. Art. 201 Abs. 2 StG). Auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist 
einzutreten.

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG). 

2.
2.1 Streitig ist allein, ob die Photovoltaikanlage, welche die Beschwerdegegnerin 
anlässlich der Umbauten erstellen liess, im Rahmen der Neubewertungen der 
Grundstücke zu berücksichtigen ist. Die Errichtung der Anlage, die 1'958 Solarpanels 
mit einem Gewicht von je 23 kg umfasst und sich – verteilt auf sechs Gebäudedächer – 
über eine Fläche von 3'187 m2 erstreckt, hat rund 3 Mio. Franken gekostet (vgl. 
Datenblatt Photovoltaikanlage [act. 3B pag. 52]; Zusatzprotokoll Z9 vom 1.6.2010 
[act. 3B pag. 31]). Die erzeugte Elektrizität im Umfang von jährlich ca. 420'000 kWh 
speist die Beschwerdegegnerin gänzlich in das öffentliche Elektrizitätsnetz ein (vgl. 
Vertrag Energieübernahme vom 8.9.2009 [act. 3B pag. 38 ff.]). Dafür bezieht sie 
Fördermittel gemäss den Bestimmungen über die kostendeckende Einspeisevergütung 
(KEV; vgl. Art. 7a des Energiegesetzes vom 26. Juni 1998 [EnG; SR 730.0] und 
Art. 3 ff. der Energieverordnung [EnV; SR 730.01]). Sie produziert mit ihrer 
Photovoltaikanlage keine Elektrizität für den eigenen Betrieb.

2.2 Amtlich bewertet wird im Kanton Bern das unbewegliche Vermögen (Art. 52 
Abs. 2 StG), das vorab die Grundstücke im Sinn von Art. 655 des Schweizerischen 
Zivilgesetzbuches (ZGB; SR 210) umfasst, einschliesslich ihrer Bestandteile und der 
mit ihnen verbundenen Nutzungsrechte (vgl. Art. 52 Abs. 1 Bst. a StG). Der 
Grundstücksbegriff der amtlichen Bewertung entspricht mithin jenem des Zivilrechts, so 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.07.2014, Nr. 100.2012.240U, Seite 4

dass aufgrund der einschlägigen zivilrechtlichen Regelung zu prüfen ist, ob ein amtlich 
zu bewertendes Grundstück vorliegt (vgl. BVR 2006 S. 551 E. 2.2; VGE 20904 vom 
1.2.2001, in NStP 2001 S. 5 E. 3). Für die Beantwortung der vorliegenden Streitfrage 
ist demnach entscheidend, ob die Photovoltaikanlage gemäss Art. 642 Abs. 2 ZGB als 
Bestandteil der betroffenen Liegenschaften erscheint. Nach der in dieser Bestimmung 
enthaltenen Legaldefinition ist Bestandteil einer Sache, was nach der am Ort üblichen 
Auffassung zu ihrem Bestand gehört und ohne ihre Zerstörung, Beschädigung oder 
Veränderung nicht abgetrennt werden kann. Mithin setzt die Bestandteilseigenschaft 
voraus, dass ein körperlicher Sachteil vorliegt, der einerseits zur Hauptsache eine 
äusserliche, körperliche Verbindung aufweist und ihr andererseits aufgrund einer 
dauernden inneren Verbindung zugehört; in Zweifelsfällen ist auf den Ortsgebrauch 
zurückzugreifen, um zu entscheiden, ob ein Bestandteil vorliegt (Arthur Meier-Hayoz, 
Berner Kommentar, 5. Aufl. 1981, Art. 642 ZGB N. 15 ff.; Wolfgang Wiegand, in Basler 
Kommentar, 4. Aufl. 2011, Art. 642 ZGB N. 9 ff.). 

2.3 Die StRK hat das Bestehen einer äusserlichen Verbindung zwischen den 
Gebäuden der Beschwerdegegnerin und der Photovoltaikanlage zwar grundsätzlich 
bejaht, deren Bestandteilseigenschaft insgesamt aber verneint. Dabei hat sie vorab 
festgestellt, eine Entfernung der als Maschine zu betrachtenden Anlage hätte keine 
Beschädigung oder Zerstörung der Lagerhallen bzw. von deren Dächern zur Folge. 
Weiter würde die Entfernung der gesamten Anlage Kosten von rund Fr. 60'000.-- 
verursachen, was lediglich 3 % des Gesamtwerts der Photovoltaikanlage von 
Fr. 2'338'500.-- entspreche und deshalb vernachlässigbar sei. – Die Steuerverwaltung 
bringt im Wesentlichen vor, die Photovoltaikanlage sei als Baute fest und dauerhaft mit 
dem Grundstück der Beschwerdegegnerin verbunden und daher bei der amtlichen 
Bewertung zu berücksichtigen, wie dies auch für Pergolas, Gartenhäuser, Wintergärten 
und Garagenboxen zutreffe. Eine Beurteilung nach wirtschaftlich-praktischen 
Gesichtspunkten spreche ebenfalls für den Einbezug der Anlage, führe diese doch 
mittels KEV zu bedeutenden jährlichen Erträgen (Fr. 236'963.-- im Jahr 2010) und 
mithin zu einer Steigerung des Verkehrswerts. Eine Entfernung der Anlage würde sich 
negativ auf die Wirtschaftlichkeit der Lagerhallen auswirken, was eine Veränderung der 
Gebäude im Sinn von Art. 642 Abs. 2 ZGB darstelle. Überdies dränge sich der 
Einbezug der Photovoltaikanlage mit Blick auf die Auswirkungen auf andere 
Steuerbereiche auf.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.07.2014, Nr. 100.2012.240U, Seite 5

3.

Es ist im Folgenden zu prüfen, ob die Photovoltaikanlage einen Bestandteil der 
Gebäude auf den streitbetroffenen Grundstücken im Sinn von Art. 52 Abs. 1 Bst. a StG 
i.V.m. Art. 642 Abs. 2 ZGB darstellt.

3.1 Die äussere Verbindung, die Voraussetzung für die Bestandteilseigenschaft 
bildet, besteht in der physischen Verbundenheit von Hauptsache und Bestandteil, also 
in deren körperlichem Zusammenhang. Insoweit kann bereits eine Verbindung durch 
blosse Schwerkraft genügen (BGE 106 II 333 E. 3; Arthur Meier-Hayoz, a.a.O., 
Art. 642 ZGB N. 19). – Die Photovoltaikanlage der Beschwerdegegnerin besteht aus 
einzelnen Solarpanels, die mittels einer «schienenähnlichen Konstruktion» auf den 
Dächern der betroffenen Gebäude angebracht worden sind (vgl. E. 5.2 des 
angefochtenen Entscheids; Protokoll des Augenscheins vom 14.9.2011 [act. 3A 
pag. 36]). Obschon die Anlage nicht eingemauert oder ins Dach eingelassen, sondern 
bloss mit diesem verschraubt worden ist (vgl. hierzu Arthur Meier-Hayoz, a.a.O., 
Art. 642 ZGB N. 24), sorgt diese Befestigung angesichts des beträchtlichen Gewichts 
der Anlage gemeinsam mit der Schwerkraft für eine körperliche Verbindung im Sinn 
von Art. 642 Abs. 2 ZGB (vgl. BGE 106 II 333 E. 3). Fraglich ist indes, ob die 
Verbindung zwischen der Photovoltaikanlage und den Gebäuden, auf denen sie 
aufgebaut wurde, dauerhafter Natur ist. Die Beschwerdegegnerin hat offenbar von 
Beginn weg beabsichtigt, die Photovoltaikanlage nach einer Zeitspanne von 25 Jahren 
abzubauen und zu veräussern, weil in diesem Zeitpunkt die Vereinbarung über den 
Bezug der KEV ausläuft (vgl. Stellungnahme der Beschwerdegegnerin vom 23.3.2011 
[act. 3A pag. 31] und Ziff. 6.1 des Vertrags vom 8.9.2009 [act. 3B pag. 41]). Damit 
erscheint die Verbindung schon von Anfang an zur Wiederaufhebung bestimmt. 
Angesichts der eher geringen Intensität der äusseren Verbindung könnte diesem 
subjektiven Willen der Eigentümerin, keine bleibende Verbindung herzustellen, mass-
gebliche Bedeutung zukommen (vgl. BVR 2006 S. 551 E. 3.1 mit zahlreichen 
Hinweisen auf die Praxis des Bundesgerichts; Wolfgang Wiegand, a.a.O., Art. 642 
ZGB N. 18 ff.; Arthur Meier-Hayoz, a.a.O., Art. 642 ZGB N. 31 ff.; Heinz Rey, 
Grundlagen des Sachenrechts und das Eigentum. Grundriss des schweizerischen 
Sachenrechts, 3. Aufl. 2007, N. 442 ff.). Ob die Verbindung zwischen den betroffenen 
Gebäuden und der Photovoltaikanlage dauerhafter Natur ist oder nicht, kann indes mit 
Blick auf die folgenden Erwägungen offen bleiben.

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3.2 Das innere Verhältnis, das neben der mechanischen Verbindung zwischen 
Hauptsache und Bestandteil bestehen muss, wird dadurch charakterisiert, dass eine 
Sache, um Bestandteil einer anderen zu sein, zu deren Herstellung und Vollendung 
dient, so dass unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten und in körperlich-stofflicher 
Hinsicht ein Ganzes entsteht. Die Hauptsache würde ohne den betreffenden Teil 
unfertig und unvollständig erscheinen. Entscheidend ist die ökonomische 
Zweckbestimmung der Hauptsache, insbesondere dann, wenn diese für einen ganz 
bestimmten Zweck hergestellt worden ist (Arthur Meier-Hayoz, a.a.O., Art. 642 ZGB 
N. 26 und 29; BGE 106 II 333 E. 4). – Es ist unbestritten, dass sich Betriebsgebäude 
und Lagerhallen bereits im Bau befanden, als die Beschwerdegegnerin sich zur 
Errichtung der Photovoltaikanlage entschloss (vgl. E. 5.3 des angefochtenen 
Entscheids), so dass die Anlage nachträglich auf die Lagerhallen und das 
Betriebsgebäude bzw. auf deren Dächer aufgebaut wurde. Sie hat mithin weder eine 
Dachfunktion noch bildet sie eine konstruktive Einheit mit dem Dach; vielmehr handelt 
es sich um eine zusätzliche Vorrichtung, die funktionell nicht mit den Gebäudedächern 
zusammenhängt (vgl. hierzu auch BGE 138 III 650 E. 6.6). Nach dem Gesagten war 
die Photovoltaikanlage zur Vervollständigung der Gebäude nicht erforderlich. Sie ist 
zudem von deren Bestimmung als Lagerraum bzw. Betriebsräumlichkeiten unabhängig 
und dient auch nicht direkt dem Unternehmen der Beschwerdegegnerin, die vorab ein 
Sägewerk betreibt und im Holzhandel tätig ist. Vielmehr handelt es sich bei der 
Solaranlage, wie die Vorinstanz richtig erkannt hat, um einen vom eigentlichen 
Betriebszweck der Liegenschaften losgelösten zusätzlichen Erwerbszweig des 
Unternehmens der Beschwerdegegnerin (vgl. angefochtener Entscheid E. 5.4). Mit 
dem Umsatz, den sie durch die KEV generiert, verbessert die Anlage zwar die 
Wirtschaftlichkeit des Betriebs der Beschwerdegegnerin. Diese (mittelbare) 
wirtschaftliche Auswirkung der Photovoltaikanlage genügt aber nicht, um eine innere 
Verbindung mit den Liegenschaften im Sinn eines Verhältnisses von Hauptsache und 
Bestandteil zu begründen. 

3.3 Im Übrigen würde eine Entfernung der Anlage weder eine Zerstörung oder eine 
Beschädigung noch eine Veränderung im Sinn von Art. 642 Abs. 2 ZGB bewirken.

3.3.1 Aus den Feststellungen, welche die Vorinstanz anlässlich des Augenscheins 
getroffen hat (vgl. E. 5.2 des angefochtenen Entscheids; Protokoll des Augenscheins 
vom 14.9.2011 [act. 3A pag. 36]), ergibt sich, dass die Photovoltaikanlage ziemlich 
einfach von den Dächern der betroffenen Gebäude entfernt werden kann. Werden die 

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zur Verankerung der Anlage dienenden Schrauben gelöst, kann diese ohne 
nennenswerte Beeinträchtigung der Dächer abgebaut, abtransportiert und 
gegebenenfalls an einem neuen Standort wieder aufgebaut werden. Für die Montage 
der Anlage wurden zudem jene Schraubenlöcher verwendet, die bereits der Be-
festigung des Dachs dienen, so dass nach der Entfernung der Anlage keine 
Reparaturarbeiten anfallen, was die mit der Installation der Photovoltaikanlage betraute 
Unternehmung ausdrücklich bestätigt (vgl. Schreiben vom 11.3.2011 [act. 3A pag. 29]). 
Die Anlage kann also von den Dächern der betroffenen Gebäude entfernt werden, 
ohne dass diese oder sie selber beschädigt werden.

3.3.2 Die Entfernung der Anlage führt auch zu keiner Veränderung im Sinn von 
Art. 642 Abs. 2 ZGB. Zwar braucht eine solche nicht von wesentlicher Bedeutung zu 
sein, reicht doch nach höchstrichterlicher Rechtsprechung bereits der Verlust oder die 
Verringerung der bisherigen wirtschaftlichen Bedeutung bzw. die Minderung des 
aktuellen Gebrauchs- und Tauschwerts aus (BGE 106 II 333 E. 5; Arthur Meyer-Hayoz, 
a.a.O., Art. 642 ZGB N. 28). Entgegen der Auffassung der Steuerverwaltung liegt aber 
in einer Beeinträchtigung der Wirtschaftlichkeit der Gebäude, wie sie wohl mit der 
Entfernung der Anlage verbunden wäre, keine entsprechende Wertverminderung. 
Entscheidend ist insoweit, dass vorliegend die Hauptsache – also die Grundstücke 
bzw. die auf diesen errichteten Gebäude – in ihrer Funktionalität als Lagerhallen und 
Geschäftsräumlichkeiten eines Sägewerks bzw. eines Holzhandelsunternehmens nicht 
beeinträchtigt werden, falls die Photovoltaikanlage entfernt wird. Von einer solchen 
Veränderung würden nicht die Gebäude, sondern allein der sie nutzende Betrieb der 
Beschwerdegegnerin betroffen, indem die Zusatzeinnahmen aus der KEV wegfallen. 
Wie die Vorinstanz zu Recht festgestellt hat, verhält es sich mithin anders als im 
Sachverhalt, der dem bereits mehrfach zitierten BGE 106 II 333 zugrunde lag: Dort 
hätte die Entfernung einer Tankanlage zur Lagerung von Rohfetten und Rohölen für 
die Betreiberin einer Mühle zur Fabrikation von pflanzlichen und tierischen Ölen und 
Fetten eine unmittelbare Erschwerung und Verteuerung der bisherigen Nutzung des 
Grundstücks zur Folge gehabt. Hier würde demgegenüber bloss die Stromproduktion 
direkt betroffen, die als neuer Erwerbszweig der Beschwerdegegnerin unabhängig von 
den Gebäuden und ihrer Nutzung für ein Sägewerk und für den Holzhandel erfolgt und 
vom übrigen Betrieb gänzlich unabhängig ist. Die Vorinstanz hat deshalb bezüglich der 
Photovoltaikanlage zu Recht auf die Behandlung von Maschinen verwiesen, die selbst 
dann nicht zu den Bestandteilen eines Grundstücks zählen, wenn sie mit dem 
Gebäude oder dem Grundstück fest und dauerhaft verbunden sind, weil ihre 

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Entfernung die Identität der Hauptsache nicht beeinträchtigt (vgl. Wolfgang Wiegand, 
a.a.O., Art. 642 ZGB N. 16 mit weiteren Hinweisen).

3.3.3 Schliesslich wäre die Entfernung der Photovoltaikanlage und ein allfälliger 
Wiederaufbau andernorts auch nicht mit einem unverhältnismässigen Aufwand 
verbunden (vgl. hierzu Arthur Meyer-Hayoz, a.a.O., Art. 642 ZGB N. 22). Für die 
schätzungsweise entstehenden Kosten kann mit der Vorinstanz auf die unbestrittenen 
Ausführungen der Unternehmung abgestellt werden, die die Installation der 
Photovoltaikanlage vorgenommen hat. Demnach würde der Abbau der Anlage 
insgesamt etwa Fr. 60'000.-- kosten, während für einen Wiederaufbau rund 
Fr. 110'000.-- aufzuwenden wären; allerdings könnten sich letztere Kosten noch «um 
bis zu 40 Prozent reduzieren, falls die Panels auf einer zusammenhängenden Fläche, 
dachaufbau oder freistehend, montiert» würden (Kostenberechnung vom 7.9.2011 
[act. 3A pag. 34]). Zwar sind diese Beträge nicht unbeachtlich; werden sie aber mit den 
Erstellungskosten der Anlage in der Höhe von rund 3 Mio. Franken oder auch dem von 
der Steuerverwaltung ermittelten amtlichen Wert von Fr. 2'338'500.-- verglichen, fallen 
sie kaum ins Gewicht. Jedenfalls kann ausgeschlossen werden, dass Kosten in der 
Grössenordnung von Fr. 60'000.-- bis Fr. 170'000.-- (ggf. Fr. 126'000.--) für den 
Entscheid, die Anlage zu entfernen (bzw. umzuplatzieren oder zu veräussern) 
ausschlaggebend sein könnten. Es ist deshalb mit der Vorinstanz anzunehmen, dass 
die Trennung der Photovoltaikanlage von den Gebäuden der Beschwerdegegnerin 
nicht mit einem unverhältnismässig grossen Aufwand verbunden wäre.

3.4 Nach dem Gesagten steht fest, dass es sich bei der streitbetroffenen 
Photovoltaikanlage nicht um einen Bestandteil der Grundstücke der 
Beschwerdegegnerin handelt, weshalb offen bleiben kann, wie ein allfälliger 
Ortsgebrauch aussehen würde (vgl. vorne E. 2.2). – Im Übrigen ist dieses Ergebnis 
auch mit den Grundsätzen vereinbar, welche die Rechtsprechung im Zusammenhang 
mit dem Bauhandwerkerpfandrecht gemäss Art. 837 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB entwickelt hat 
(vgl. zuletzt BGE 136 III 6 E. 5.4; 106 II 333 E. 6a): Zunächst spricht gegen einen 
Bestandteilscharakter der Photovoltaikanlage, dass diese nicht eigens für die 
Liegenschaften der Beschwerdegegnerin angefertigt, sondern aus vorfabrizierten 
Elementen zusammengestellt worden ist (vgl. hierzu BGE 136 III 6 E. 5.4, 103 II 33 
E. 2). Weiter ist eine Demontage der Anlage und deren Wiederaufbau andernorts 
möglich (vgl. BGE 105 II 264 E. 1); zwar ist ein solches Unterfangen mit einigem 

https://www.swisslex.ch/LawDetail.mvc/Show?normalizedReferences=CH%2F210%2F837&SP=8|sigfwx

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.07.2014, Nr. 100.2012.240U, Seite 9

Aufwand verbunden, es ist jedoch nicht besonders anspruchsvoll und die verursachten 
Kosten sind, wie gesehen (vgl. vorne E. 3.3.3), nicht unverhältnismässig hoch. 

4.

Die übrigen Einwände der Steuerverwaltung vermögen die Einschätzung nicht in Frage 
zu stellen, dass die streitbetroffene Photovoltaikanlage im Rahmen der Neubewertung 
der Grundstücke nicht zu berücksichtigen ist:

4.1 Zunächst beruft sich die Steuerverwaltung auf die Ausführungen zu den 
«Photovoltaikanlagen mit Einspeisevergütung» in ihren schätzungstechnischen 
Weisungen, was indes unbehelflich ist: Die schätzungstechnischen Weisungen richten 
sich als Verwaltungsverordnungen an die mit der Schätzung betrauten Personen und 
sind für die Gerichtsbehörden nicht verbindlich; vielmehr unterliegen darin 
vorgenommenen Konkretisierungen der richterlichen Nachprüfung (BVR 2012 S. 545 
E. 4.2, 2004 S. 250 E. 4.2.3, 1994 S. 219 E. 1b). Zwar nimmt das Verwaltungsgericht 
eine Gesetzwidrigkeit nicht leichthin an, weil die Weisungen gerade aufgrund ihrer 
schematischen Ausgestaltung einer praktikablen und durch Einbezug vergleichbarer 
Sachverhalte rechtsgleichen Lösung dienen. Vorliegend sehen die einschlägigen 
Ziffern 4.02.09.2 und 4.03.15 (vgl. act. 3A pag. 22 und 23) aber eine amtliche 
Bewertung aller Photovoltaikanlagen mit Einspeisevergütung als «Objekte oder 
Objektteile» vor unabhängig davon, ob die betroffene Anlage einen Bestandteil des zu 
bewertenden Grundstücks darstellt (vgl. vorne E. 2.2). Sie tragen damit der 
gesetzlichen Regelung gemäss Art. 52 Abs. 1 Bst. a StG i.V.m. Art. 642 Abs. 2 ZGB 
bzw. den massgebenden sachenrechtlichen Kriterien in keiner Art und Weise 
Rechnung und sind daher unbeachtlich. Ähnlich verhält es sich im Übrigen mit der von 
der Steuerverwaltung ebenfalls angerufenen Analyse der Schweizerischen 
Steuerkonferenz (SSK) zur steuerrechtlichen Qualifikation von Investitionen in 
umweltschonende Technologien wie Photovoltaikanlagen (vom Vorstand der SSK am 
15.2.2011 genehmigt [Beschwerdebeilage 6; act. 1C]; einsehbar unter <http://www.csi-
ssk.ch>, Rubriken «Dokumente/Analysen»). Wie bereits die Vorinstanz festgehalten 
hat, sollen die betreffenden Ausführungen der SSK vorab die steuerliche Behandlung 
von Aufwendungen für Photovoltaikanlagen im Bereich der Einkommens- und 
Gewinnsteuern erläutern, und sind deshalb nicht einschlägig. Soweit die SSK darin am 
Rande auch zur Vermögensbewertung und zur interkantonalen Steuerausscheidung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.07.2014, Nr. 100.2012.240U, Seite 10

Stellung nimmt (vgl. Ziff. 7), lässt sie – wie die Steuerverwaltung in ihren kantonalen 
Weisungen – die für die amtliche Bewertung von Grundstücken massgebenden 
sachenrechtlichen Fragestellungen gänzlich ausser Acht. 

4.2 Die Steuerverwaltung verweist sodann auf die Regelung von Art. 36 Abs. 4 
Satz 2 StG und Art. 1 Abs. 1 Bst. f der Verordnung vom 12. November 1980 über die 
Unterhalts-, Betriebs- und Verwaltungskosten von Grundstücken (VUBV; 
BSG 661.312.51) betreffend «Investitionen, die dem Energiesparen und dem 
Umweltschutz dienen». Diese Bestimmungen beziehen sich jedoch – gleich wie Art. 9 
Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die Harmonisierung der 
direkten Steuern der Kantone und Gemeinden (StHG; SR 642.14) und die Verordnung 
des Eidgenössischen Finanzdepartements vom 24. August 1992 über die Mass-
nahmen zur rationellen Energieverwendung und zur Nutzung erneuerbarer Energien 
(SR 642.116.1) – allein auf Liegenschaften des Privatvermögens. Sie erfassen keine 
Grundstücke, die wie die vorliegend betroffenen im Geschäftsvermögen gehalten 
werden. Deshalb ist hier der Befürchtung der Steuerverwaltung nicht weiter 
nachzugehen, die vom Gesetzgeber angestrebte steuerliche Privilegierung von 
ökologisch erwünschten Investitionen könnte vereitelt werden, wenn die 
Photovoltaikanlage der Beschwerdegegnerin nicht als Bestandteil der betroffenen 
Gebäude betrachtet werde. Immerhin sei aber schon an dieser Stelle bemerkt, dass es 
– eine klare dahingehende Intention des Gesetzgebers vorausgesetzt – keineswegs 
ausgeschlossen erscheint, Investitionen in private Photovoltaikanlagen bei den 
Einkommensteuern als Gebäudeunterhalt selbst dann zum Abzug zuzulassen, wenn 
die betroffene Anlage die Bestandteilseigenschaften von Art. 52 Abs. 1 Bst. a StG 
i.V.m. Art. 642 Abs. 2 ZGB nicht erfüllt. Immerhin geht die Steuerverwaltung selber – 
wohl mit Blick auf den Willen des Gesetzgebers – ohne weiteres davon aus, dass die 
Regelung von Art. 36 Abs. 4 StG und Art. 1 Abs. 1 Bst. f VUBV derartige Investitionen 
als abzugsfähigen Gebäudeunterhalt zulässt, selbst wenn nicht werterhaltende, 
sondern wertvermehrende Investitionen vorliegen (vgl. hierzu Ziff. 3.1.1 der 
Praxisfestlegung der Steuerverwaltung bezüglich Photovoltaikanlagen [Be-
schwerdebeilage 7, act. 1C], einsehbar unter <http://www.be.ch/taxinfo>, Rubriken 
«Themen/Einkommens- und Vermögenssteuern/Art. 25 StG/Photovoltaikanlagen mit 
Einspeisevergütung»; zur Problematik der Verwirklichung von ausserfiskalischen 
[energetischen] Zielsetzungen mittels Einkommenssteuerrecht vgl. etwa 
BGer 2C_63/2010 vom 6.7.2010, in StR 2010 S. 864 E. 2.3, 2C_727/2012 und 
2C_729/2012 vom 18.12.2012, E. 2.2.4). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.07.2014, Nr. 100.2012.240U, Seite 11

4.3 Ferner ist auch nicht deshalb von einer gesetzeskonformen Beurteilung der 
Photovoltaikanlage der Beschwerdegegnerin abzusehen, weil dadurch (mittelbar) die 
interkantonale Steuerausscheidung erschwert werden könnte (vgl. S. 12 der 
Beschwerde). Sodann ist unerheblich, wie die Vorinstanz in einem andern Verfahren 
betreffend eine «Schneebar» entschieden hat, wobei nicht ersichtlich ist, inwiefern der 
diesem Entscheid zugrundeliegende Sachverhalt mit dem vorliegenden vergleichbar 
sein könnte (vgl. S. 7 der Beschwerde). Auch der Umstand, dass offenbar die Banken 
den Wert von Photovoltaikanlagen im Hinblick auf die Gewährung von 
Hypothekarkrediten berücksichtigen, kann vorliegend nicht ausschlaggebend sein (vgl. 
S. 5 der Beschwerde). Schliesslich ist nicht ersichtlich, inwiefern hier ein Fall von 
Art. 52 Abs. 1 Bst. f StG vorliegen könnte; da die Steuerverwaltung ausdrücklich darauf 
verzichtet, sich bezüglich der Photovoltaikanlage der Beschwerdegegnerin auf diese 
Bestimmung zu berufen (S. 8 der Beschwerde), braucht dieser Frage ebenfalls nicht 
weiter nachgegangen zu werden. 

5.

Demnach ist die Beschwerde abzuweisen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind 
keine Verfahrenskosten zu erheben (Art. 151 StG i.V.m. Art. 108 Abs. 1 und 2 i.V.m. 
Art. 2 Abs. 1 Bst. a VRPG). Der Kanton Bern (Steuerverwaltung) hat der 
Beschwerdegegnerin jedoch deren Parteikosten zu ersetzen (Art. 151 StG i.V.m 
Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 VRPG). Diese sind nach den Kriterien von Art. 41 
des Kantonalen Anwaltsgesetzes vom 28. März 2006 (KAG; BSG 168.11) i.V.m. 
Art. 11 der Verordnung vom 17. Mai 2006 über die Bemessung des 
Parteikostenersatzes (Parteikostenverordnung, PKV; BSG 168.811) festzulegen. 
Gemäss Art. 11 Abs. 1 PKV beträgt das Honorar in Beschwerdeverfahren Fr. 400.-- bis 
11'800.-- pro Instanz. Innerhalb des Rahmentarifs bemisst sich der Parteikostenersatz 
nach dem in der Sache gebotenen Zeitaufwand, der Bedeutung der Streitsache und 
der Schwierigkeit des Prozesses (Art. 41 Abs. 3 KAG). In seiner Kostennote vom 
27. Mai 2014 macht der Vertreter der Beschwerdegegnerin ein Honorar von Fr. 5'000.-- 
geltend, was übersetzt ist: Das vorliegende Verfahren stellt keine besonderen 
Schwierigkeiten, der Rechtsvertreter war durch sein Auftreten vor der Vorinstanz 
bereits eingehend mit dem Verfahrensgegenstand vertraut und er hatte bloss eine 
kurze Beschwerdeantwort zu verfassen. Weiter ist die Streitigkeit von beschränkter 
Bedeutung, weil der amtliche Wert bei der Beschwerdegegnerin nur für die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 07.07.2014, Nr. 100.2012.240U, Seite 12

Festsetzung der kommunalen Liegenschaftssteuer massgebend ist. Das 
Anwaltshonorar ist deshalb innerhalb des Rahmentarifs von Art. 11 Abs. 1 PKV auf 
Fr. 2'500.-- festzusetzen. Zusätzlich sind die Auslagen im Umfang von Fr. 112.-- zu 
ersetzen, nicht aber die ebenfalls in Rechnung gestellte Mehrwertsteuer: Die 
Beschwerdegegnerin ist selber mehrwertsteuerpflichtig, so dass sie die ihr von ihrer 
Rechtsvertretung überwälzten Steuern in der eigenen Mehrwertsteuerabrechnung als 
Vorsteuer zum Abzug bringen kann; ihr fällt deshalb insoweit kein ersatzfähiger 
Aufwand an (vgl. VGE 2013/137 vom 26.5.2014, E. 6 [zur Publikation bestimmt]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3. Der Kanton Bern (Steuerverwaltung) hat der Beschwerdegegnerin die Parteikosten 
des Verfahrens, gerichtlich bestimmt auf Fr. 2'612.-- (inkl. Auslagen), zu ersetzen.

4. Zu eröffnen:
- der Steuerverwaltung des Kantons Bern
- der Beschwerdegegnerin
- der Steuerrekurskommission des Kantons Bern

Der Abteilungspräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.