# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7ba969e1-ccf9-53e8-82cb-619e1c7e0f62
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-01-21
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 21.01.2021 200 2020 729
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2020-729_2021-01-21.pdf

## Full Text

200 20 729 UV
FUE/TOZ/IVE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 21. Januar 2021

Verwaltungsrichter Furrer
Gerichtsschreiberin Tomic

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG 
Richtiplatz 1, 8304 Wallisellen
Zustelladresse: Postfach, 8010 Zürich
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 18. August 2020

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Jan. 2021, UV/20/729, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1965 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
als … bei der C.________ angestellt und dadurch bei der Allianz Suisse 
Versicherungs-Gesellschaft AG (Allianz resp. Beschwerdegegnerin) 
obligatorisch gegen Unfallfolgen versichert (Antwortbeilagen der Allianz 
[AB] 1), als er sich laut Unfallmeldung vom 15. Juni 2019 (AB 1) am 10. Mai 
2019 beim Mittagessen in der Kantine des Spitals G.________ beim Biss 
auf eine Brotrinde einen Zahnschaden zuzog (AB 1 Ziff. 4 bis 9). Mit 
Schreiben vom 25. Juni 2019 verneinte die Allianz ihre Leistungspflicht mit 
der Begründung, es handle sich beim Ereignis vom 10. Mai 2019 mangels 
eines ungewöhnlichen äusseren Faktors nicht um einen Unfall im 
Rechtssinne (AB 3). Hiergegen opponierte der Versicherte und machte - 
unter Einreichung einer weiteren Unfallmeldung vom 10. Juli 2019 (AB 7 S. 
3) - geltend, der betreffende Zahn 21 sei bei einem Fussballspiel vom 3. 
September 2018 durch einen Ellenbogenschlag auf den Mund vorgeschä-
digt worden bzw. der Biss auf eine Brotrinde vom 10. Mai 2019 sei bloss 
der finale Auslöser des bereits vorgängig zugezogenen Zahnschadens ge-
wesen (AB 7 S. 1 f.). Gestützt auf eine Stellungnahme des beratenden 
Zahnarztes Dr. med. dent. D.________ vom 29. Juli 2019 (AB 11 S. 3 bis 
6) verneinte die Allianz mit Verfügung vom 19. September 2019 (AB 15) 
ihre Leistungspflicht. Daran hielt sie auf Einsprache hin (AB 16, 20) mit 
Entscheid vom 18. August 2020 (AB 24) fest. Sie erwog im Wesentlichen, 
das Ereignis vom 10. Mai 2019 stelle keinen Unfall im Rechtssinne dar. 
Bezüglich des Vorfalls vom 3. September 2018 - falls sich dieser überhaupt 
zugetragen habe - sei nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, 
dass dieses zur geltend gemachten Vorschädigung des Zahnes 21 geführt 
habe. 

B.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, am 18. September 2020 Beschwerde. Er beantragt, in Aufhe-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Jan. 2021, UV/20/729, Seite 3

bung des Einspracheentscheides vom 18. August 2020 sowie der Verfü-
gung vom 19. September 2019 seien ihm sämtliche Leistungen nach dem 
Bundesgesetz vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung (UVG; 
SR 832.20) auszurichten. 

Mit Beschwerdeantwort vom 16. November 2020 schliesst die Beschwer-
degegnerin auf Abweisung der Beschwerde. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde grundsätz-
lich einzutreten (vgl. E. 1.2 hiernach). 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 18. August 
2020 (AB 24). Streitig und zu prüfen ist, ob eine Leistungspflicht der 
Beschwerdegegnerin für die Folgen des geltend gemachten Zahnschadens 
besteht. Soweit der Beschwerdeführer die Aufhebung der (dem angefoch-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Jan. 2021, UV/20/729, Seite 4

tenen Einspracheentscheid zu Grunde liegenden) Verfügung vom 19. Sep-
tember 2019 (AB 15) beantragt (vgl. Beschwerde, S. 2 Ziff. 1 der Rechts-
begehren), ist darauf nicht einzutreten. Anfechtungsgegenstand im kanto-
nalen Beschwerdeverfahren bildet allein der Einspracheentscheid. Dieser 
tritt an die Stelle der vorgängig erlassenen Verfügung, und zwar auch dann, 
wenn er sie bloss bestätigt (BGE 119 V 347 E. 1b S. 350; RKUV 1998 
U 308 S. 454 E. 2a). 

1.3 Der Streitwert liegt unter Fr. 20'000.-- (vgl. AB 2 S. 1 f., AB 21), 
weshalb die Beurteilung der Beschwerde in die einzelrichterliche Zustän-
digkeit fällt (Art. 57 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallver-
sicherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 UVG). 
Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines 
ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine 
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 
oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.2 Der äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er - nach einem objekti-
ven Massstab - nicht mehr im Rahmen dessen liegt, was für den jeweiligen 
Lebensbereich alltäglich und üblich ist (BGE 142 V 219 E. 4.3.1 S. 221, 
134 V 72 E. 4.1 S. 76). Nach der Rechtsprechung bezieht sich das Be-
griffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit nicht auf die Wirkung des äusseren 
Faktors, sondern nur auf diesen selbst. Ohne Belang für die Prüfung der 
Ungewöhnlichkeit ist somit, dass der äussere Faktor allenfalls schwerwie-
gende, unerwartete Folgen nach sich zog (Entscheid des Bundesgerichts 
[BGer] vom 17. September 2020, 8C_368/2020, E. 4.2). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Jan. 2021, UV/20/729, Seite 5

2.3

2.3.1 Die Verwaltung als verfügende Instanz und - im Beschwerdefall - 
das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn 
sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat 
das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nichts Abweichendes 
vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu 
fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhaltes genügt die-
sen Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachver-
haltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen 
als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 144 V 427 E. 3.2 S. 429).

2.3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

2.3.3 Der den Sozialversicherungsprozess beherrschende Unter-
suchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne einer Beweis-
führungslast begriffsnotwendig aus, da es Sache des Gerichts - und der 
verfügenden Behörde - ist, für die Zusammentragung des Beweismaterials 
besorgt zu sein. Die Parteien tragen mithin in diesem Verfahrensbereich in 
der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der 
Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen 
gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift 
allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, durch die Be-
weiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahr-
scheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 144 V 427 
E. 3.2 S. 429, 138 V 218 E. 6 S. 222).

3.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Jan. 2021, UV/20/729, Seite 6

3.1 Bezüglich der Schädigung des Zahnes 21 präsentiert sich die 
Aktenlage wie folgt: 

3.1.1 Dr. med. dent. E.________ hielt im Formular Zahnschäden gemäss 
KVG, Befunde/Kostenvoranschlag, vom 14. Juni 2019 (AB 2 S. 3 f.) fest, 
dass sich der Beschwerdeführer am 10. Mai 2019 eine Fraktur der Krone 
21 und des Glasfaserstiftes zugezogen habe (AB 2 S. 3 Ziff. 2 und 3.9). Die 
Erstversorgung und die Herstellung eines Provisoriums seien durch den 
diensthabenden Notfallzahnarzt erfolgt (AB 2 S. 4 Ziff. 5). Als definitive 
Versorgung sei ein Implantat 21 mit Krone vorgesehen (AB 2 S. 4 Ziff. 7). 

3.1.2 In der Unfallmeldung UVG vom 15. Juni 2019 (AB 1) gab der Be-
schwerdeführer betreffend das Ereignis vom 10. Mai 2019 Folgendes an: 
"Mittagessen mit zwei anderen Personen. Brotkante abbeissen. Der Zirko-
niumstift in der linken Schaufel bricht und damit lockert sich die Zahnkrone 
so sehr, dass ich abends zum Notfallarzt Dr. F.________ in … gehe. Er 
entfernt die Krone vollends."

3.1.3 Hinsichtlich des Geschehens vom 3. September 2018 führte der 
Beschwerdeführer in der Unfallmeldung vom 10. Juli 2019 (AB 7 S. 3) Fol-
gendes aus: "Im Fussballtraining habe ich einen Ellbogenschlag auf den 
Mund erhalten. Die Lippe blutete, der linke Schneidezahn war für einige 
Zeit leicht wackelig. Für mich war es ein Bagatellunfall und ich verzichtete 
auf Arztbesuche."

In einem weiteren (undatierten) Schreiben machte der Beschwerdeführer 
geltend, der Zahn 21 sei beim erwähnten Fussballspiel vom 3. September 
2018 durch den Ellenbogenschlag auf den Mund vorgeschädigt worden 
bzw. der Biss auf die Brotrinde vom 10. Mai 2019 sei bloss der finale Aus-
löser des bereits vorgängig zugezogenen Zahnschadens gewesen (AB 7 
S. 1). 

3.1.4 Der beratende Zahnarzt Dr. med. dent. D.________ hielt im 
Aktenbericht vom 29. Juli 2019 (AB 11 S. 3 bis 6) fest, dass das 
Röntgenbild vom 13. Mai 2019 eine horizontale Fraktur des Zahnes 21 
sowie einen im Wurzelkanal liegenden frakturierten Zirkonstift zeige; als 
Nebenbefund ergebe sich eine periapikale Osteolyse bei unvollständiger 
Wurzelbehandlung (AB 11 S. 3 lit. A). Bezüglich des Ereignisses vom 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Jan. 2021, UV/20/729, Seite 7

10. Mai 2019 führte er aus, dass der Biss auf eine harte Brotrinde zu einer 
traumatischen Krafteinwirkung geführt habe, infolge derer der Zahn 21 bzw. 
die Rekonstruktion auf dem Zahn 21 und der Zirkonstift frakturiert seien. 
Damit sei ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen dem Ereignis 
vom 10. Mai 2019 und der Schädigung des Zahnes 21 mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit ausgewiesen. Auch vermöge das besagte Ereignis den 
Schaden am Zahn 21 vollumfänglich zu begründen (AB 11 S. 4 lit. B Ziff. 
1). Hinsichtlich des gemeldeten Vorfalls vom 3. September 2018 hielt Dr. 
med. dent. D.________ fest, dass diesbezüglich keine unfallbedingten Be-
funde vorlägen, weil auf eine Befunderhebung zeitnah zum Ereignis ver-
zichtet worden sei (AB 11 S. 5 lit. B Ziff. 2). Selbst wenn eine Vorschädi-
gung des Zahnes 21 durch das geltend gemachte Ereignis vom 3. Septem-
ber 2018 angenommen würde, müsste konkurrenzierend als weitere, min-
destens gleich wahrscheinliche Möglichkeit eine Vorschädigung durch die 
natürliche Funktion bzw. Parafunktion des Zahnes 21 (Nahrungsaufnahme, 
Zahn "als Werkzeug", Knirschen, Pressen) in Betracht gezogen werden 
(AB 11 S. 5 lit. B Ziff. 3). Mithin könne zwischen dem geltend gemachten 
Vorfall vom 3. September 2018 und der Schädigung des Zahnes 21 kein 
überwiegend wahrscheinlicher natürlicher Kausalzusammenhang 
hergestellt werden (AB 11 S. 6 lit. C). 

3.1.5 In der Einsprache vom 10. Oktober 2019 (AB 16 S. 1 f.) machte der 
Beschwerdeführer geltend, der Unfallschaden sei nicht am 10. Mai 2019 
beim Essen des Brotes, sondern anlässlich eines Zweikampfes im Fuss-
ballspiel vom 3. September 2018 eingetreten, als er einen Ellenbogen-
schlag ins Gesicht erhalten habe. Dieses Ereignis sei der Auslöser des 
Zahnschadens gewesen (AB 16 S. 1). 

3.1.6 Dr. med. dent. E.________ führte am 19. November 2019 zu Han-
den des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers aus, der Zahn 11 (recte: 
21) sei im Jahr 2011 mit einer Krone und einem Zirkonstift versorgt worden 
(AB 20 S. 12 Ziff. 1). Es sei „überwiegend wahrscheinlich möglich“, dass 
das Ereignis vom 3. September 2018 mindestens teilursächlich für den 
Bruch des Zirkonstiftes gewesen sei; der erwähnte Vorfall habe einen 
Einfluss auf die Bildung eines Risses im Zirkonstift bzw. auf die 
anschliessende Fraktur des Zirkonstiftes gehabt (AB 20 S. 12 Ziff. 4). Ob 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Jan. 2021, UV/20/729, Seite 8

ein Zirkonstift allein aufgrund eines Bisses auf eine Brotrinde oder gar ohne 
traumatische Einwirkung (Ermüdungsbruch) brechen könne, müsste vom 
Hersteller abgeklärt werden (AB 20 S. 12 f. Ziff. 5 f.). Aus seiner Sicht 
könne der Bruch des Zirkonstiftes weder dem Unfall noch dem Biss auf die 
Brotrinde mit Sicherheit zugeordnet werden, sicher hätten verschiedene 
Einflüsse dazu beigetragen (AB 20 S. 13 Ziff. 7). 

3.1.7 Am 16. Dezember 2019 bekräftigte der Beschwerdeführer unter 
Verweis auf die Stellungnahme des Dr. med. dent. E.________ vom 
19. November 2019 (AB 20 S. 12 f.), dass das Ereignis vom 3. September 
2018 überwiegend wahrscheinlich der Auslöser des Zahnschadens 
gewesen sei (AB 20 S. 8 Ziff. 5). 

3.2 Die Aktenbeurteilung des beratenden Zahnarztes Dr. med. dent. 
D.________ vom 29. Juli 2019 (AB 11 S. 3 bis 6) erfüllt die Anforderungen 
an eine beweiskräftige medizinische Entscheidgrundlage (vgl. BGE 143 V 
124 E. 2.2.2 S. 126 f., 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 E. 3a S. 352). 
Dass Dr. med. dent. D.________ auf eine Untersuchung des Beschwerde-
führers verzichtete, ist - entgegen der Auffassung in der Beschwerde (vgl. 
S. 5 f. Ziff. 4) - nicht zu beanstanden: Dem beratenden Zahnarzt lagen 
nebst dem Zahnschadenformular des Dr. med. dent. E.________ vom 
14. Juni 2019 (AB 2 S. 3 f.) auch die Röntgenaufnahmen vom 5. März 
2011, 8. Juli 2015 und 13. Mai 2019 sowie Fotos des frakturierten Zirkon-
stiftes vor (AB 2 S. 5 bis 8, AB 7 S. 5 f.). Er konnte sich aufgrund der vor-
handenen Unterlagen mithin ein lückenloses Bild verschaffen (vgl. SVR 
2020 IV Nr. 38 S. 134 E. 4.3). Zudem kann insbesondere (auch) die Kausa-
lität im Rahmen eines Aktenberichts erörtert werden (vgl. Entscheid des 
BGer vom 9. November 2011, 8C_383/2011, E. 4.2). Demnach kann auf 
die Aktenbeurteilung des Dr. med. dent. D.________ vom 29. Juli 2019 (AB 
11 S. 3 bis 6) abgestellt werden, soweit diese angesichts des vorliegenden 
Sachverhalts (vgl. E. 3.3 f. hiernach) entscheidwesentlich ist. 

3.3 Bezüglich des Ereignisses vom 10. Mai 2019 (AB 1) steht fest und 
ist unbestritten, dass sich der Beschwerdeführer beim Mittagessen in der 
Kantine des Spitals G.________ beim Biss auf eine Brotrinde eine Fraktur 
des Zahnes 21 (bzw. der Keramikkrone auf dem Zahn 21) und des Zirkon-
stiftes zugezogen hat (AB 1 Ziff. 4 bis 9, AB 7 S. 1, AB 11 S. 3 f. lit. A und 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Jan. 2021, UV/20/729, Seite 9

lit. B Ziff. 1). Zu prüfen ist nachfolgend, ob das Ereignis vom 10. Mai 2019 
den gesetzlichen Unfallbegriff (vgl. E. 2.1 f. hiervor) erfüllt.

3.3.1 Nicht massgeblich ist, dass der am 10. Mai 2019 geschädigte 
Zahn 21 saniert war (AB 20 S. 12 Ziff. 1). Die Annahme eines Unfalles darf 
nach der Rechtsprechung nicht mit der Begründung ausgeschlossen 
werden, ein völlig intakter Zahn hätte die Belastung überstanden. Es 
genügt, dass ein sanierter Zahn für den normalen Kauakt - wie im 
vorliegenden Fall - funktionstüchtig war (Entscheid des BGer vom 18. 
Januar 2016, 8C_750/2015, E. 5). 

3.3.2 Im Zusammenhang mit Zahnschäden, welche beim Essen auftreten, 
ist für die Anerkennung als Unfall erforderlich, dass der Zahnschaden auf 
die Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors zurückzuführen ist. 
Das ist nur der Fall, wenn die Zähne mit Gegenständen, insbesondere 
Nahrungsbestandteilen, konfrontiert werden, welche den Rahmen der 
alltäglichen und üblichen festen Lebensmittelsubstanzen überschreiten 
(ANDRÉ LARGIER, Schädigende medizinische Behandlung als Unfall, 2002, 
S. 53; vgl. auch ALEXANDRA RUMO-JUNGO/ANDRÉ PIERRE HOLZER, Bundes-
gesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. 2012, S. 37). 

Die Rinde, die allenfalls hart gebacken ist, ist gewöhnlicher Bestandteil 
eines Brotes und lässt sich daher offenkundig nicht als ungewöhnlicher 
äusserer Faktor qualifizieren (vgl. Entscheid des Eidgenössischen 
Versicherungsgerichts [heute: BGer] vom 27. Juni 2002, U 148/01, E. 2b). 
Da es somit an der Ungewöhnlichkeit des äusseren Faktors als Teilelement 
des gesetzlichen Unfallbegriffs fehlt (vgl. E. 2.1 hiervor), liegt kein 
versichertes Ereignis vor, welches - unter Vorbehalt der übrigen 
Anspruchsvoraussetzungen - eine Leistungspflicht der 
Beschwerdegegnerin hinsichtlich des Geschehens vom 10. Mai 2019 zu 
begründen vermag. Dies wird vom Beschwerdeführer zu Recht nicht 
bestritten (vgl. Beschwerde, S. 7 f. Ziff. 5). 

3.4 Der Beschwerdeführer macht indes geltend, der Zahn 21 sei bei 
einem Fussballspiel vom 3. September 2018 (Ellenbogenschlag an den 
Mund, Lippenverletzung, Zahnlockerung; vgl. E. 3.1.3 und 3.1.5 hiervor) 
vorgeschädigt worden bzw. es sei eine Teilursache für die Fraktur des 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Jan. 2021, UV/20/729, Seite 10

Zahnes 21 bzw. des Zirkonstiftes vom 10. Mai 2019 gesetzt worden (vgl. 
Beschwerde, S. 7 f. Ziff. 5).

3.4.1 In den Akten finden sich keinerlei echtzeitlichen (zahn-)me-
dizinischen Unterlagen oder anderweitige Beweismittel, mit denen der vom 
Beschwerdeführer beschriebene Geschehensablauf (vgl. E. 3.4 hiervor) 
und eine dabei erlittene (Vor-)Schädigung des Zahnes 21 mit dem 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (vgl. E. 2.3.1 hiervor) 
nachgewiesen werden könnte. Ein solcher Beweis lässt sich auch nicht 
durch weitere Beweismassnahmen erbringen: Es erscheint zwar nicht 
gänzlich ausgeschlossen, dass durch eine Zeugenbefragung der Spieler 
der Fussballmannschaft der Ellenbogenschlag bzw. die äusserlich 
sichtbare Lippenverletzung des Beschwerdeführers vom 3. September 
2018 (vgl. E. 3.1.3 und 3.1.5 hiervor) bewiesen werden könnte. Damit wäre 
jedoch noch nicht mit der erforderlichen überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
erstellt, dass die hier fragliche (Vor-)Schädigung des Zahnes 21 bzw. des 
Zirkonstiftes durch den Ellenbogenschlag verursacht wurde. Für einen 
entsprechenden Beweis wären echtzeitliche bildgebende Nachweise bzw. 
eine (zahn-)ärztliche Befunderhebung notwendig. Solche existieren vorlie-
gend aber gerade nicht, liess sich der Beschwerdeführer doch gemäss ei-
genen Angaben im Nachgang zum geltend gemachten Ereignis nicht ärzt-
lich untersuchen (vgl. Beschwerde, S. 3 Ziff. 2). 

3.4.2 Damit ist die vom Beschwerdeführer - erst nach dem (formlosen) 
abschlägigen Bescheid der Beschwerdegegnerin vom 25. Juni 2019 (AB 3) 
- geltend gemachte (Vor-)Schädigung des Zahnes 21 bzw. des Zirkonstiftes 
am 3. September 2018 zwar möglich, aber aufgrund der dargelegten 
Umstände nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit erstellt. Als ebenso gut möglich erscheint mit Blick auf 
den im Jahr 2011 mit einer Krone und einem Zirkonstift versorgten Zahn 21 
(AB 20 S. 12 Ziff. 1), dass dieser durch ein anderes, nicht bei der Be-
schwerdegegnerin versichertes Trauma oder - wie vom beratenden Zahna-
rzt Dr. med. dent. D.________ als weitere mögliche Ursache postuliert (AB 
11 S. 5 lit. B Ziff. 3) - durch die natürliche, jahrelange Funktion bzw. Para-
funktion (Abbeissen und Zerteilen von Lebensmitteln, Knirschen, Pressen) 
geschädigt worden ist. Daran vermag die Beurteilung des behandelnden 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Jan. 2021, UV/20/729, Seite 11

Zahnarztes Dr. med. E.________ vom 19. November 2019 (AB 20 S. 12 
Ziff. 4) nichts zu ändern, beruht doch die von ihm bejahte Teilursächlichkeit 
des Ereignisses vom 3. September 2018 auf keinerlei echtzeitlichen (zahn-
)medizinischen Grundlage. Entgegen der Auffassung des Beschwerdefüh-
rers (vgl. Beschwerde, S. 9 Ziff. 6; vgl. auch AB 20 S. 12 f. Ziff. 5 f.) sind 
von weiteren Abklärungen beim Hersteller des Zirkonstiftes bzw. von einer 
Anordnung eines externen Gutachtens diesbezüglich keine 
entscheidrelevanten Erkenntnisse zu erwarten, weshalb die 
Beschwerdegegnerin in antizipierter Beweiswürdigung (vgl. BGE 122 V 157 
E. 1d S.  162) zu Recht davon absah und sich Weiterungen auch im 
hiesigen Beschwerdeverfahren erübrigen. Eine Verletzung des 
Untersuchungsgrundsatzes liegt somit ebenso wenig vor wie eine in 
sachverhaltlicher Hinsicht unvollständige Feststellung (vgl. Beschwerde, 
S. 9 Ziff. 6).

3.4.3 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass eine (Vor-)Schädigung 
des Zahnes 21 bzw. des Zirkonstiftes aufgrund des geltend gemachten 
Ereignisses vom 3. September 2018 nach dem Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit weder bewiesen noch beweisbar ist. 
Die entsprechende Beweislosigkeit wirkt sich zu Lasten des Beschwerde-
führers aus (vgl. E. 2.3.3 hiervor). 

4.

Nach dem Gesagten ist der angefochtene Einspracheentscheid vom 
18. August 2020 (AB 24) nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene 
Beschwerde abzuweisen. 

5.

5.1 Verfahrenskosten sind keine zu erheben (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
aArt. 61 lit. a ATSG in der bis 31. Dezember 2020 gültig gewesenen und 
hier anwendbaren Fassung).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Jan. 2021, UV/20/729, Seite 12

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer kei-
nen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 
Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG  
- Bundesamt für Gesundheit

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Jan. 2021, UV/20/729, Seite 13

Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.