# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 52440811-aa2d-537f-8922-e7473b9d9f12
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-12-14
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 14.12.2017 200 2017 754
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-754_2017-12-14.pdf

## Full Text

200 17 754 UV
SCI/COC/GEC/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 14. Dezember 2017

Verwaltungsrichter Schwegler, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Grütter, Verwaltungsrichter Kölliker 
Gerichtsschreiberin Collatz

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Suva
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 3. Juli 2017 (03.15905.12.5)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Dez. 2017, UV/17/754, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1979 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) ist 
über seine Arbeitgeberin bei der Schweizerischen Unfallversicherungsan-
stalt (Suva bzw. Beschwerdegegnerin) obligatorisch unfallversichert. 
Gemäss Schadenmeldung vom 6. Juni 2012 stürzte der Versicherte am 
28. Mai 2012 beim "auswassern" mit dem Knie auf die Bootskante. Als be-
troffener Körperteil wurde das linke Knie, als Art der Schädigung eine 
Quetschung genannt (Akten der Suva, Antwortbeilage [act. II] 1). Am 8. Ju-
ni 2012 anerkannte die Suva ihre Leistungspflicht und richtete entspre-
chende Leistungen aus (act. II 2 - 5). Am 9. Juli 2012 nahm der Versicherte 
die Arbeit wieder voll auf (act. II 8).

Mit Schreiben vom 23. Dezember 2016 ersuchte das Spital B.________ die 
Suva um Kostengutsprache für die Behandlung eines Knieleidens des Ver-
sicherten (act. II 12). Am 9. Januar 2017 ging die entsprechende Rückfall-
meldung bei der Suva ein (act. II 17). Diese holte medizinische Unterlagen 
ein und liess den Sachverhalt durch den Kreisarzt Dr. med. C.________, 
Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs-
apparates, beurteilen (act. II 30). Gestützt auf dessen Beurteilung verneinte 
sie eine Versicherungsdeckung, weil das Ereignis vom 28. Mai 2012 nicht 
mit mindestens überwiegender Wahrscheinlichkeit kausal für die gemelde-
ten Kniebeschwerden links sei (act. II 31). Der Versicherte verlangte diesen 
Entscheid in der Form einer einsprachefähigen Verfügung (act. II 34), wor-
aufhin die Suva den Sachverhalt erneut dem Kreisarzt vorlegte (act. II 37) 
und mit Verfügung vom 10. März 2017 an ihrer Beurteilung festhielt (act. II 
38). Die dagegen erhobene Einsprache (act. II 43) wurde mit Entscheid 
vom 3. Juli 2017 abgewiesen (act. II 47).

B.

Hiergegen erhob der Versicherte am 1. September 2017 Beschwerde. Er 
beantragt sinngemäss die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und 

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die Übernahme der Behandlungskosten des am 17. Januar 2017 operierten 
Knieschadens durch die Beschwerdegegnerin.

Mit Beschwerdeantwort vom 3. Oktober 2017 schliesst die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

Da der Beschwerdeführer in seiner Einsprache (act. II 43) auch auf ein Er-
eignis im Jahr 2013 Bezug genommen hatte, wurden die entsprechenden 
Akten (act. IIA) mit prozessleitender Verfügung vom 20. Oktober 2017 bei 
der Suva ediert.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist 
(Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 
des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechts-
pflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde ein-
zutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid 3. Juli 2017 
(act. II 47). Streitig und zu prüfen ist, ob ein Anspruch auf Leistungen der 

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Unfallversicherung besteht und dabei insbesondere, ob zwischen dem Er-
eignis vom 28. Mai 2012 und dem am 17. Januar 2017 operierten Knie-
schaden ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 UVG). 
Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines 
ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine 
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 
oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus 
(BGE 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.2.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 

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("conditio sine qua non"; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 
S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.2.2 Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert 
oder überhaupt erst manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversi-
cherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache 
des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und aus-
schliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn 
entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem 
Unfall bestanden hat (status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er 
sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustan-
des auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine), 
erreicht ist (SVR 2016 UV Nr. 18 S. 56 E. 2.1.1, 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2; 
RKUV 1994 U 206 S. 328 E. 3b).

2.3 Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer 
vermeintlich geheilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, 
möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt. Von Spätfol-
gen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe längerer 
Zeit organische oder psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem völ-
lig anders gearteten Krankheitsbild führen können (BGE 118 V 293 E. 2c 
S. 296; SVR 2016 UV Nr. 15 S. 47 E. 3.2 und Nr. 18 S. 56 E. 2.1.2).

Liegt ein Rückfall oder eine Spätfolge vor, so besteht eine Leistungspflicht 
des Unfallversicherers nur dann, wenn zwischen den erneut geltend ge-
machten Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlitte-
nen Gesundheitsschädigung ein natürlicher und adäquater Kausalzusam-
menhang besteht. Dabei kann der Unfallversicherer nicht auf der Anerken-

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nung des Kausalzusammenhangs beim Grundfall oder einem früheren 
Rückfall behaftet werden (BGE 118 V 293 E. 2c S. 296; RKUV 1994 U 206 
S. 327 E. 2 und S. 328 E. 3b; SVR 2016 UV Nr. 15 S. 47 E. 3.2 und Nr. 18 
S. 56 E. 2.1.2). Bei Rückfällen und Spätfolgen obliegt es der versicherten 
Person, das Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen 
dem neuen Beschwerdebild und dem Unfall mit dem im Sozialversiche-
rungsrecht geltenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
nachzuweisen. Je grösser der zeitliche Abstand zwischen dem Unfall und 
dem Auftreten der gesundheitlichen Beeinträchtigung ist, desto strengere 
Anforderungen sind an den Wahrscheinlichkeitsbeweis des natürlichen 
Kausalzusammenhangs zu stellen. Bei Beweislosigkeit fällt der Entscheid 
zu Lasten der versicherten Person aus (SVR 2016 UV Nr. 18 S. 57 
E. 2.2.2).

2.4 Zur Klärung der Leistungspflicht des Unfallversicherers, insbeson-
dere der Frage der natürlichen Kausalität, ist die Verwaltung (und im Be-
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und gege-
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe 
des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen (vgl. BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 
E. 4 S. 99).

3.

3.1 Es ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer am 28. Mai 2012 
einen Unfall im Rechtssinne erlitten hat (vgl. E. 2.1 hiervor) und infolge des 
Unfalls Beschwerden am linken Knie aufgetreten sind. Die Beschwerde-
gegnerin hat ihre Leistungspflicht damals denn auch anerkannt, entspre-
chende Leistungen erbracht (act. II 2 bis 5) und den Fall schliesslich noch 
im Jahr 2012 formlos abgeschlossen.

Umstritten ist, ob der Beschwerdeführer auch für die Behandlung des mit 
der Operation vom 17. Januar 2017 behandelten Knieschadens Anspruch 
auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung hat. Demnach ist zu 
prüfen, ob der besagte Knieschaden in einem anspruchsbegründenden 
natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zum Unfall vom 28. Mai 

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2012 steht. Die massgeblichen medizinischen Unterlagen zeigen diesbe-
züglich folgendes Bild:

3.1.1 Dr. med. D.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, dia-
gnostizierte mit Bezug auf seine Behandlung ab dem 31. Mai 2012 (festge-
halten im Arztzeugnis UVG vom 15. Januar 2017) eine posttraumatische 
Bursitis infrapatellaris (Schleimbeutelentzündung) links. In der Anamnese 
wurde festgehalten, der Beschwerdeführer sei beim Einwassern des Schif-
fes zweimal auf das linke Knie gefallen (act. II 26).

3.1.2 Dr. med. E.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, 
durch den der Beschwerdeführer damals weiterbehandelt wurde, diagnosti-
zierte mit Bezug auf seine Behandlung ab dem 4. Juni 2012 (festgehalten 
im Arztzeugnis UVG vom 20. Januar 2017) eine posttraumatische Chon-
dropathia patellae (Knorpelschaden) sowie eine Bursitis präpatellaris 
(Schleimbeutelentzündung). In der Anamnese wurde festgehalten, der Be-
schwerdeführer sei beim Einwassern eines Bootes auf dem Landungssteg 
ausgerutscht und auf das linke Knie gefallen (act. II 27).

3.1.3 Dr. med. F.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, diagnostizierte im Bericht vom 
9. November 2016 (act. II 22) eine mediale Meniskusläsion links. In der 
Anamnese wurde ein erstes Torsionstrauma Knie links ca. 2013 genannt. 
Seitdem bestünden Schmerzen nach Mehrbelastung sowie ein chronischer 
Erguss im linken Knie, zudem gelegentliches Blockieren und Schnappen 
bei belastenden Rotationsbewegungen. Eine MRI-Untersuchung Knie links 
vom 29. September 2016 (act. II 29) zeige eine komplexe mediale Menis-
kus-Hinterhornläsion links.

3.1.4 Am 17. Januar 2017 erfolgte durch Dr. med. F.________ eine Teil-
meniskektomie medial links. Im Operationsbericht vom 18. Januar 2017 
(act. II 25) diagnostizierte er im linken Knie eine mediale Meniskusläsion, 
einen Knorpelschaden dritten Grades retro-patellär und ein laterales Tibia-
plateau. Arthroskopisch habe sich ein komplex rupturierter medialer Menis-
kus mit grossem mobilem Lappen und ein Cleavageriss kombiniert mit ei-
nem Radiärriss im Korpus Hinterhornbereich gezeigt. Am Tibiaplateau ha-
be sich eine Längsfissur im Knorpel entsprechend einem Knorpelschaden 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Dez. 2017, UV/17/754, Seite 8

dritten Grades befunden. Auch retro-patellär habe ein Knorpelschaden drit-
ten Grades bestanden.

3.1.5 Am 7. Februar 2017 hielt der Kreisarzt Dr. med. C.________ fest, 
im Jahr 2012 seien keine richtunggebenden Unfallfolgen dokumentiert. Die 
MRI-Untersuchung vom 22. Juni 2012 (act. II 14) zeige lediglich einen de-
generativen und vorbestehenden Knorpelschaden (Chondropathie retropa-
tellar) und ein vorübergehendes Oedem des hoffaschen Fettkörpers. Er 
stellte fest, es bestehe keine Kausalität zwischen dem Unfall im Jahr 2012 
und dem am 17. Januar 2017 operierten Knieschaden (act. II 30). 

3.1.6 Nachdem der Beschwerdeführer eine anfechtbare Verfügung ver-
langt hatte, nahm der Kreisarzt Dr. med. C.________ am 3. März 2017 
(act. II 37) insbesondere zur Frage der Kausalität erneut Stellung. Nach 
Ausführungen zur Anamnese und zu den im Jahr 2012 erfolgten Behand-
lungen (S. 1 und 2) diagnostizierte er als unfallkausal eine Kniekontusion 
am 28. Mai 2012. Als unfallfremd diagnostizierte er einen drittgradigen 
Knorpelschaden retropatellar sowie einen komplexen degenerativen Innen-
meniskushinterhornschaden Knie links. In den Akten sei ein Sturz auf das 
Kniegelenk (auf die Bootskante) dokumentiert. Andere anamnestische An-
gaben, insbesondere ein Hinweis darauf, dass das Kniegelenk bei fixiertem 
Fuss verdreht worden sei, fänden sich nicht (S. 2). Bei der MRI-Unter-
suchung des linken Knies vom 22. Juni 2012 (act. II 14) sei kein Meniskus-
schaden festgestellt worden. Zudem hätte eine ausgedehnte Läsion des 
Innenmeniskushinterhorns auch zeitnah zu erheblichen Beschwerden ge-
führt, was höchstwahrscheinlich mit einer entsprechenden Invalidisierung 
(Arbeitsunfähigkeit) verbunden gewesen wäre. Bei der Erstuntersuchung 
habe ein Kniegelenkerguss vorgelegen, gleichzeitig sei aber auch eine 
Poplitealzyste festgestellt worden. Eine solche sei Ausdruck einer chroni-
schen Ergussbildung des Kniegelenkes, so dass nicht mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden könne, dass die Ergussbil-
dung Folge des Innenmeniskusschadens gewesen sei. Weiter hielt er fest, 
dass auch der in den Akten beschriebene Unfallhergang nicht für eine Me-
niskusschädigung durch das fragliche Ereignis spreche. Ein direktes Knie-
trauma, von welchem wegen der festgestellten prätibialen Hämatombildung 
beziehungsweise Schwellung präpatellar ausgegangen werden müsse, sei 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Dez. 2017, UV/17/754, Seite 9

nicht geeignet, einen Meniskusschaden auszulösen. Zusammengefasst 
sprächen Unfallhergang, MRI-Befund vom 22. Juni 2012, das Vorliegen 
einer Poplitealzyste und das vierjährige behandlungsfreie Intervall gegen 
eine Schädigung des Meniskus bei dem geltend gemachten Ereignis. Zum 
geltend gemachten Knorpelschaden dritten Grades an der Kniescheiben-
rückfläche führte der Kreisarzt aus, dieser sei bereits am 22. Juni 2012 
beschrieben. Allerdings sei nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
anzunehmen, dass dieser durch das geltend gemachte Ereignis hervorge-
rufen worden sei. Ein chondraler Schaden an der Kniescheibenrückfläche 
bedürfe eines erheblichen Traumas mit Abschermechanismus, was aber 
nicht beschrieben sei. Ausserdem hätte eine derart schwere Kontusion ein 
Bone bruise hervorrufen müssen. Ein solcher habe gemäss der MRI-
Untersuchung vom 22. Juni 2012 nicht vorgelegen. Wahrscheinlicher sei 
es, dass der Knorpelschaden bereits vor dem Ereignis vorgelegen habe. 
Dafür spreche wiederum die Poplitealzyste, welche auf eine chronische 
Ergussbildung des Gelenkes, hervorgerufen durch Degenerationen, hin-
weise. Es müsse somit davon ausgegangen werden, dass es im Jahr 2012 
zu einer Prellung des Gelenkes präpatellar und auch am Schienbeinkopf 
sowie zu einer Ödembildung des hoffaschen Fettkörpers gekommen sei 
(S. 6). Schliesslich sei aufgrund der nach dem Unfall eingetretenen Be-
schwerdefreiheit auch eine richtunggebende Verschlimmerung bereits vor-
liegender Schäden auszuschliessen, da es offensichtlich nach dem 4. Juni 
2012 hinsichtlich der Unfallfolgen zu einer Beschwerdefreiheit gekommen 
sei. Vielmehr sei davon auszugehen, dass es sich 2012 um eine vorüber-
gehende Verschlimmerung eines Vorzustandes gehandelt habe. Der Vor-
zustand sei damals innerhalb von vier bis sechs Wochen wieder erreicht 
worden (S. 7). 

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Dez. 2017, UV/17/754, Seite 10

ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

Nach der Praxis sind Aktengutachten nicht zu beanstanden, wenn die Ak-
ten ein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Sta-
tus ergeben und diese Daten unbestritten sind. Der Untersuchungsbefund 
muss lückenlos vorliegen. Der Experte muss sich aufgrund vorhandener 
Unterlagen ein gesamthaft lückenloses Bild machen können (RKUV 2006 
U 578 S. 175 E. 3.4, 1988 U 56 S. 371 E. 5b). 

3.3 Der Kreisarzt Dr. med. C.________ dokumentiert in seinem Akten-
bericht vom 3. März 2017 (act. II 37) die Anamnese, den Verlauf und den 
aktuellen Status gestützt auf die Vorakten, die ein vollständiges, wider-
spruchsloses Bild ergeben, ausführlich (vgl. E. 3.1.1 bis 3.1.6 hiervor). Da-
bei nimmt er insbesondere Bezug auf den Operationsbericht vom 18. Ja-
nuar 2017 von Dr. med. F.________ (act. II 25) sowie auf die Ergebnisse 
der MRI-Untersuchungen vom 22. Juni 2012 (act. II 14) und vom 29. Sep-
tember 2016 (act. II 29). Damit sind die Voraussetzungen für einen rechts-
genüglichen Aktenbericht erfüllt (vgl. E. 3.2 dritter Absatz hiervor). Dr. med. 
C.________ hat sich in seiner ärztlichen Beurteilung in Kenntnis der medi-
zinischen Vorakten sorgfältig mit den gesundheitlichen Einschränkungen 
des Beschwerdeführers auseinandergesetzt. Seine Ausführungen in der 
Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sind einleuchtend und die 
gezogenen Schlussfolgerungen zum Gesundheitszustand nachvollziehbar 
begründet. Somit erfüllt der Aktenbericht vom 3. März 2017 (act. II 37) die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Dez. 2017, UV/17/754, Seite 11

von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert eines me-
dizinischen Berichts gestellten Anforderungen (vgl. E. 3.2 zweiter Absatz 
hiervor). Auf diese Einschätzung ist abzustellen.

3.3.1 Vorab hat Dr. med. C.________ mit Einbezug der Schilderungen 
des Beschwerdeführers festgestellt, dass letzterer am 28. Mai 2012 beim 
Auswassern mit dem Knie auf die Bootskante gefallen ist. Ferner hat er 
gestützt auf die erlittene prätibiale Hämatombildung bzw. die Schwellung 
präpatellar schlüssig begründet, wieso dabei von einem direkten Trauma 
(ohne Fixierung des Fusses oder Verdrehen des Kniegelenks) auszugehen 
ist. Dass sich der Unfall anders als geschildert zugetragen habe, wird im 
Übrigen vom Beschwerdeführer weder gegenüber den behandelnden Ärz-
ten noch gegenüber der Beschwerdegegnerin oder dem Gericht geltend 
gemacht. Unter Hinweis auf die einschlägige medizinische Literatur hat 
Dr. med. C.________ in der Folge dargelegt, dass ein solches direktes 
Trauma nicht geeignet ist, den am 17. Januar 2017 operierten Meniskus-
schaden zu begründen (vgl. E. 3.1.6 hiervor). Dies bestätigt auch das Er-
gebnis der rund drei Wochen nach dem besagten Unfall durchgeführten 
MRI-Untersuchung vom 22. Juni 2012 (act. II 14), anlässlich welcher kein 
Meniskusschaden festgestellt wurde. Zwar zeigt diese MRI-Untersuchung 
einen Kniegelenkerguss. Der Kreisarzt begründet aber medizinisch nach-
vollziehbar, wieso daraus nicht auf einen beim Unfall gesetzten Innenme-
niskusschaden geschlossen werden kann. Dabei wies er insbesondere auf 
die bestehende Poplitealzyste hin, welche Ausdruck eines chronischen 
Ergusses sei (vgl. E. 3.1.6 hiervor). Dieser Beurteilung folgend, kann daher 
aus dem Erguss nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf einen un-
fallkausalen Meniskusschaden geschlossen werden. 

Soweit der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde geltend macht, 
Dr. med. F.________ habe auf dem MRI vom 28. Mai 2012 (rich-
tig: 22. Juni 2012) erkannt, dass der Meniskus bereits damals angerissen 
gewesen sei, findet dies keinen Rückhalt in den vorliegenden medizini-
schen Akten. Dabei fehlt insbesondere ein Bericht von Dr. med. 
F.________ mit entsprechendem Inhalt. Weder im Bericht vom 9. Novem-
ber 2016 (act. II 22) noch im Operationsbericht vom 17. Januar 2017 
(act. II 25) äussert er sich näher zur Kausalität, geschweige denn begrün-

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det er medizinisch einen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereig-
nis und einem Meniskusschaden. Er geht zudem von einem Torsionstrau-
ma im Jahr 2013 aus und hatte offensichtlich keine Kenntnis von den effek-
tiven Begebenheiten im Jahr 2012. Dementsprechend ist dem ausführlich 
dokumentierten Bericht von Dr. med. C.________ zu folgen, wonach sich 
im MRI vom 22. Juni 2012 kein Meniskusschaden zeigte. Im Übrigen wäre 
auch ein unmittelbar nach dem Unfallereignis festgestellter Meniskusscha-
den nicht ohne weiteres mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Un-
fallereignis zurückzuführen, zumal das linke Knie bereits damals degenera-
tive Veränderungen aufgewiesen hatte.

3.3.2 Weiter hielt der Kreisarzt fest, dass bereits im MRI vom 22. Ju-
ni 2012 (act. II 14) ein Knorpelschaden dritten Grades an der Knieschei-
benrückseite festgestellt worden sei. Allerdings sprächen die übrigen MRI-
Befunde (insbesondere das Fehlen eines Bone-bruises) dagegen, dass 
dieser die Folge des Ereignisses vom 28. Mai 2012 sei. Der Kreisarzt hat 
damit medizinisch begründet dargelegt, wieso auch der Knorpelschaden 
nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis vom 28. Mai 
2012 zurückzuführen ist. In den Akten finden sich keine Unterlagen, die 
dieser Beurteilung widersprechen würden.

3.3.3 Zusammengefasst legt Dr. med. C.________, gestützt auf die 
vollständigen medizinischen Akten, nachvollziehbar und überzeugend dar, 
dass es beim genannten Ereignis im Jahr 2012 zu einer Prellung am Ge-
lenk und am Schienbeinkopf sowie zu einer Ödembildung kam. Hingegen 
ist der am 17. Januar 2017 operierte Knieschaden (insbesondere Menis-
kus- und Knorpelschaden) nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf 
das Ereignis (Unfall vom 28. Mai 2012) zurückzuführen. Auch eine rich-
tunggebende Verschlimmerung bereits vorliegender Schäden konnte der 
Kreisarzt ausschliessen. Die vom Beschwerdeführer vorgebrachten Argu-
mente vermögen dessen Beurteilung nicht in Zweifel zu ziehen.

4.

Der Beschwerdeführer bezog sich in seiner Einsprache (act. II 43) auf ein 
Ereignis im Jahr 2013, anlässlich welchem er das linke Knie nochmals ver-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Dez. 2017, UV/17/754, Seite 13

letzt habe. Damit macht er zumindest implizit geltend, der Knieschaden 
hätte auch durch dieses Ereignis entstanden sein können. Dies findet in 
den vorliegenden Akten keinen Rückhalt, wurde damals doch lediglich ein 
Zahnschaden geltend gemacht (act. IIA 1). Die entsprechenden medizini-
schen Akten bieten somit keine Anhaltspunkte dafür, dass der am 17. Ja-
nuar 2017 operierte Knieschaden auf dieses Ereignis zurückzuführen wäre.

5.

Nach dem Gesagten ist ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen 
dem Unfallereignis vom 28. Mai 2012 oder dem Ereignis im Jahr 2013 und 
dem am 17. Januar 2017 operierten Knieschaden ausgeschlossen. Der 
angefochtene Einspracheentscheid vom 3. Juli 2017 erweist sich somit als 
rechtens, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.

6.

6.1 Verfahrenskosten sind in Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. a UVG keine zu erheben.

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Be-
schwerdeführer keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 1 
Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Dez. 2017, UV/17/754, Seite 14

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- Suva 
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.