# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 563cdc95-1a79-54df-9ce1-c41279d255d0
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-08-13
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 13.08.2013 UV 2012/95
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2012-95_2013-08-13.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2012/95

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 30.08.2019

Entscheiddatum: 13.08.2013

Entscheid Versicherungsgericht, 13.08.2013
Art. 10, 16, 18, 19 UVG: Der "Fallabschluss" durfte im Zeitpunkt der 
Einstellung der Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen vorgenommen und 
der Anspruch auf eine Invalidenrente geprüft werden. Verneinung des 
Anspruchs auf eine Invalidenrente (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 13. August 2013, UV 2012/95).

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter 

Joachim Huber, Versicherungsrichterin Miriam Lendfers; Gerichtsschreiber Walter 

Schmid

Entscheid vom 13. August 2013

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

gegen

ÖKK Kranken- und Unfallversicherung, Bahnhofstrasse 9, 7302 Landquart,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Martin Schmid, Hartbertstrasse 11, Postfach 180, 

7002 Chur,

betreffend

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Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.

A.a  A.___ war bei der E.___ als Lehrer angestellt und dadurch bei der ÖKK Kranken- 

und Unfallversicherung (nachfolgend: ÖKK) obligatorisch gegen die Folgen von 

Unfällen versichert, als er am 12. März 2008 beim Tennisspielen auf die rechte Schulter 

stürzte und sich dabei eine dislozierte Claviculafraktur des mittleren Schaftdrittels 

rechts zuzog (act. G 5.1/1, act. G 5.1/11). Die Fraktur wurde am 13. März 2008 im 

Spital B.___ mittels einer Reko-Platte osteosynthetisch versorgt (act. G 5.1/10 f.). 

Nachfolgend kam es zu einer Wundheilungsstörung, die am 24. April 2008 ein 

Wunddébridement, eine Spülung sowie ein Jetlavage erforderlich machte. Der 

Versicherte hielt sich hierfür bis 26. April 2008 wiederum im Spital B.___ auf (act. G 

5.1/7 f.). Am 9. Mai 2008 musste sich der Versicherte wegen einer Nahtdehiszenz mit 

freiliegender Platte im medialen Wundwinkel und leicht geröteten Wundrändern erneut 

ins Spital B.___ begeben, wo die Indikation zur Plattenentfernung mit 

Wunddébridement gestellt wurde. Unmittelbar präoperativ kam es zu einem 

Exzidationsstadium mit Sinustachycardie und Hypertonie, worauf die Operation 

verschoben werden musste, schliesslich jedoch am 14. Mai 2008 vorgenommen 

werden konnte (act. G 5.1/12 f.). Die ÖKK erbrachte für den Unfall vom 12. März 2008 

Heilkosten- und Taggeldleistungen. Leistungen aus der obligatorischen 

Unfallversicherung für einen Kuraufenthalt in Cademario, homöopathische 

Behandlungen sowie Untersuchungen im Zusammenhang mit den 

Herzrhythmusstörungen lehnte die ÖKK grundsätzlich ab, beteiligte sich jedoch 

letztlich ohne Anerkennung einer Rechtspflicht teilweise an den Kosten (act. G 5.1/14, 

16, 19, 21).

A.b  Ab 11. Juni 2008 befand sich der Versicherte bei Dr. med. C.___, Spezialarzt FMH 

für physikalische Medizin und Rheumaerkrankungen, in Behandlung (act. G 5.1/28), auf 

dessen Zuweisung am 23. Juni 2008 eine Arthro-MRI-Untersuchung des 

Schultergelenks und der Clavikula rechts durch Dr. med. D.___, FMH Radiologie, MR 

Institut der Schulthess Klinik, erfolgte (act. G 5.1/22). Anlässlich eines Assessments 

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vom 23. Juli 2008 teilte der Versicherte der ÖKK mit, dass er ab dem neuen Schuljahr 

voraussichtlich wieder 100% arbeiten werde. Er sei lediglich im Sportunterricht durch 

seine Verletzung eingeschränkt. Gefährlich seien dabei vor allem die 

Spontanreaktionen. Zum Glück sei er Linkshänder (act. G 5.1/17). Am 18. August 2008 

erstattete Dr. C.___ einen ärztlichen Zwischenbericht UVG (act. G 5.1/28). Am 2. 

September 2008 musste beim Versicherten eine Hämorrhoidalvenenthrombose 

exzidiert werden. Der behandelnde Arzt, Dr. med. F.___, Facharzt Gastroenterologie 

FMH, begründete einen natürlichen Kausalzusammenhang zwischen der 

Hämorrhoidalvenenthrombose und dem Unfall vom 12. März 2008 bzw. der 

nachfolgenden Antibiotikatherapie (act. G 5.1/39). Nach Rücksprache mit ihrem 

vertrauensärztlichen Dienst lehnte jedoch die ÖKK die Übernahme der 

Behandlungskosten der Hämorrhoidalvenenthrombose ab (act. G 5.1/41). Am 3. 

Oktober 2008 wurde der Versicherte wegen eines verbliebenen subjektiven 

Spannungsgefühls im Bereich der rechten Clavicula Dr. med. G.___, Orthopädie, 

Schulthess Klinik, zur Untersuchung zugewiesen (act. G 5.1/44). Am 18. Mai 2009 

folgte eine weitere Konsultation bei Dr. G.___ wegen eines mittlerweile als 

"Schraubstockgefühl" der rechten Schulter beschriebenen Befindens (act. G 5.1/54). 

Nachdem der Versicherte der ÖKK am 4. Dezember 2009 gemeldet hatte, dass sich 

sein Zustand in den letzten Wochen immer mehr verschlimmert habe (act. G 5.1/52), 

fand im Januar 2010 eine Untersuchung durch Dr. med. H.___, Medizinisches Zentrum 

I.___, statt. Am 21. Januar 2010 reichte Dr. H.___ einen medizinischen Bericht, 

zusammen mit einem im Kantonsspital Graubünden erhobenen Szintigraphiebefund 

vom 18. Januar 2010, ein (act. G 5.1/55 f.) Am 27. Mai 2010 erfolgte eine weitere 

Konsultation bei Dr. G.___ sowie eine MRI-Untersuchung des Schultergürtels rechts 

durch Dr. D.___ (act. G 5.1/58). Am 21. Juni 2010 fand ausserdem eine Beurteilung 

durch Dr. med. J.___, Manuelle Medizin und interventionelle Rheumatologie an der 

Schulthess Klinik, statt, der eine Neural- und Triggerpunkttherapie empfahl (act. G 

5.1/59). Gestützt auf eine ausführliche Befragung und Untersuchung des Versicherten 

schloss sich der Vertrauensarzt der ÖKK, Dr. med. K.___, FMH Rheumatologie, FMH 

Physikalische Medizin und Rehabilitation, FA Sportmedizin, FA Interventionelle 

Schmerztherapie, in seinem Bericht vom 5. August 2010 diesem Therapievorschlag an 

(act. G 5.1/60). Die durch L.___, Therapeut der Klinik Valens, durchgeführte Therapie 

wurde jedoch nach 4 Sitzungen wegen Wirkungslosigkeit abgeschlossen (act. G 

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5.1/63). Nach einer weiteren Konsultation bei Dr. G.___ vom 25. Oktober 2010 (act. G 

5.1/64) folgte am 24. November 2010 nochmals eine Untersuchung durch Dr. K.___. Im 

Untersuchungsbericht vom 29. November 2010 sah dieser den Zeitpunkt für eine 

Bestimmung des Integritätsschadens als gekommen. Es sei weder mit einer 

wesentlichen Verbesserung noch mit einer Verschlechterung des Gesundheitszustands 

zu rechnen. Nachdem die Triggerpunktbehandlung erfolglos geblieben sei, wäre als 

Therapiemöglichkeit höchstens noch eine Akupunkturbehandlung sinnvoll (act. G 

5.1/65).

A.c  Mit Verfügung vom 5. Januar 2011 sprach die ÖKK dem Versicherten eine 

Integritätsentschädigung aufgrund einer Integritätseinbusse von 10% zu (act. G 

5.1/66). Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft.

A.d  Mit Schreiben vom 19. Dezember 2011 teilte die ÖKK dem Versicherten mit, dass 

der Status quo sine nach der von Dr. K.___ vorgeschlagenen Akupunktur-

Behandlungsserie erreicht sein sollte. Es werde angenommen, dass die 

Behandlungsserie stattgefunden habe, womit der Fall abgeschlossen werde (act. G 

5.1/77). Mit E-Mail vom 20. Februar 2012 äusserte sich der Versicherte zum 

angekündigten Fallabschluss (act. G 5.1/80).

A.e  Mit Verfügung vom 14. Mai 2012 eröffnete die ÖKK dem damaligen 

Rechtsvertreter des Versicherten, Rechtsanwalt lic. iur. R. Hochreutener, St. Gallen, 

dass sämtliche Versicherungsleistungen per Ende Januar 2011 eingestellt würden (act. 

G 5.1/79).

A.f Nachdem sich der Versicherte am 11. Juni sowie 2. Juli 2012 zur verfügten 

Leistungseinstellung geäussert (act. G 5.1/80, 82) und Rechtsanwalt Hochreutener der 

ÖKK am 19. Juli 2012 mitgeteilt hatte, dass sein Mandat seit Mitte Juni 2012 erloschen 

sei (act. G 5.1/85), verfügte die ÖKK die Leistungseinstellung per 1. Februar 2011 am 

13. August 2012 nochmals gegenüber dem Versicherten (act. G 5.1/90).

B.

Die gegen diese Verfügung vom Versicherten am 12. September 2012 erhobene 

Einsprache (act. G 5.1/97) wies die ÖKK mit Einspracheentscheid vom 23. Oktober 

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2012 ab (act. G 5.1/101). Der Krankenversicherer hatte eine vorsorglich erhobene 

Einsprache (act. G 5.1/96) wieder zurückgezogen (act. G 5.1/100).

C.  

C.a  Gegen den Einspracheentscheid vom 23. Oktober 2012 erhob der Versicherte mit 

Eingabe vom 19. November 2012 Beschwerde mit dem sinngemässen Antrag, der 

Entscheid sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, die gesetz­

lichen Leistungen über den 30. Januar 2011 hinaus auszurichten 

(Heilungskostenleistungen und Taggelder, eventualiter Invalidenrente). Eventualiter sei 

der Entscheid aufzuheben und eine weitere Untersuchung anzuordnen (act. G 1).

C.b  In der Beschwerdeantwort vom 7. Januar 2013 beantragte Rechtsanwalt lic. iur. 

M. Schmid, Chur, für die Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde (act. G 5).

C.c  Mit Replik vom 18. Mai 2013 bestätigte der Beschwerdeführer seinen Standpunkt 

(act. G 13). Mit Schreiben vom 29. Mai 2013 verzichtete der Rechtsvertreter der 

Beschwerdegegnerin auf die Einreichung einer Duplik (act. G 15).

C.d  Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der 

übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen näher 

eingegangen. 

Erwägungen:

1.

Ist die versicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 6 

des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; 

SR 830.1]), so hat sie Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]). Sie hat zudem Anspruch auf die zweckmässige 

Behandlung der Unfallfolgen (Art. 10 UVG). Ist die versicherte Person infolge des 

Unfalls mindestens zu 10 Prozent invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente 

(Art. 18 Abs. 1 UVG). Der Unfallversicherer ist demnach nur für Gesundheitsschäden 

leistungspflichtig, die natürlich- und adäquatkausal mit dem versicherten Unfallereignis 

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zusammenhängen. Ursachen im Sinn des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle 

Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten 

gedacht werden kann. Als adäquate Ursache eines Erfolgs hat ein Ereignis nach der 

Rechtsprechung zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach 

der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des 

eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolgs also durch das Ereignis 

allgemein begünstigt erscheint (vgl. BGE 129 V 181 E. 3.1 ff.; A. Rumo-Jungo/A. 

Holzer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 

Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 53 ff.). 

Während es Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist, den natürlichen 

Kausalzusammenhang zu beurteilen, obliegt es dem Richter, die Frage nach dem 

adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (PVG 1984 Nr. 82, 174; BGE 123 III 

112 E. 3a). Im Bereich klar ausgewiesener organischer Unfallfolgen spielt jedoch die 

Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen 

Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine 

Rolle (BGE 127 V 103 E. 5b/bb).

2.   

2.1 Die Arthro-MRI-Untersuchung des Schultergelenks und der Clavicula rechts vom 

23. Juni 2008 zeigte laut Bericht von Dr. D.___ vom 24. Juni 2008 eine intakte 

Rotatorenmanschette, eine Tendinopathie der Supraspinatussehne mit begleitender 

Bursitis subacromialis-subdeltoidea, eine Kapselschrumpfung caudal, eine leichte AC-

Aktivierung und eine deutliche Deformierung der Clavicula rechts bei Zustand nach 

osteosynthetisch versorgter Claviculafraktur, jedoch keinen Nachweis einer 

Osteomyelitis (act. G 5.1/22). Dr. C.___ vermerkte im ärztlichen Zwischenbericht UVG 

vom 18. August 2008 einen Status nach stark dislozierter Claviculafraktur im mittleren 

Schaftdrittel rechts nach Sturz beim Tennis auf die rechte Schulter am 12. März 2008 

mit operativer Reposition und Plattenosteosynthese, eine Wundheilungsstörung mit 

Infekt, ein Débridement und eine Jetlavage am 24. April 2008 sowie - nach einem 

erneuten Durchbruch der Haut mit Infekt und praktisch freiliegender Platte - eine 

Entfernung der Platte am 14. Mai 2008. Der Beschwerdeführer sei heute praktisch 

schmerzfrei. Es würde jedoch eine persistierende Deformation im Bereich der Fraktur 

sowie eine persistierende leichte Einschränkung der Innenrotation sowie der Abduktion 

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in 90° und Aussenrotation bestehen. Im rechten Schultergelenk würden ausserdem ein 

knackendes Geräusch bei Abduktion sowie verminderte muskuläre Verhältnisse 

persistieren. Der Beschwerdeführer sei allerdings Linkshänder (act. G 5.1/28). Die 

röntgenologische Untersuchung durch Dr. G.___ vom 3. Oktober 2008 zeigte eine 

durchgebaute Fraktur ohne wesentliche Verkürzung. Im gleichentags erstellten 

Untersuchungsbericht hielt er fest, dass die Dellenbildung im Bereich des proximalen 

Musculus pectoralis durch narbige Veränderungen bei ventraler Plattenlage und Status 

nach Infektsituation verursacht sei. Die Beschwerden in Form des geklagten 

Spannungsgefühls dürften vorwiegend weichteilbedingt sein (act. G 5.1/44). In seinem 

Bericht vom 18. Mai 2009 vermerkte Dr. G.___ ein weiterhin störendes 

"Schraubstockgefühl" der rechten Schulter, lokalisiert unter der Clavicula, und 

erachtete diese immer noch störenden Restbeschwerden aufgrund der klinischen 

Untersuchung erneut als klar weichteil-/narbenbedingt (act. G 5.1/54). Gegenüber Dr. 

H.___ klagte der Beschwerdeführer laut Untersuchungsbericht vom 21. Januar 2010 

wiederum über ein chronisches Druckgefühl "wie ein Schraubstock" im Bereich der 

Clavicula. Die Beschwerden seien eher zunehmend, vor allem bei Rotation der 

Schulter. Auch sei das nächtliche Liegen auf der rechten Schulter stark schmerzhaft. 

Die neurologischen Befunde an den oberen Extremitäten waren symmetrisch normal. 

Ebenso zeigte sich eine freie Schulterbeweglichkeit und ein scapulothorakaler 

Rhythmus. Die Clavicula selbst war jedoch deutlich druckempfindlich. Gestützt auf den 

Szintigraphiebefund vom 18. Januar 2010 sah Dr. H.___ die Ursache des 

persistierenden Schmerzzustandes in einer möglichen chronischen, niedrig aktiven 

Osteomyelitis (act. G 5.1/55). Im Rahmen der MRI-Untersuchung des rechten 

Schultergürtels vom 27. Mai 2010 konnten sowohl ein entzündlicher Weichteilprozess 

als auch eine Osteomyelitis der Clavicula ausgeschlossen werden, womit die 

aufgeworfene Frage bezüglich der Letzteren beantwortet war. Hingegen förderte die 

MRI-Untersuchung postoperative Veränderungen mit narbigem, partiellem Abriss des 

kaum atrophen und nicht retrahierten Pectoralis major Muskels an der lateralen 

Clavicula zutage. Dr. G.___ vermerkte im Untersuchungsbericht vom 27. Mai 2010 eine 

normale Trophik des Pectoralismuskels und wiederholte seine Beurteilung, wonach die 

Beschwerden des Beschwerdeführers einer Narbenproblematik im Bereich der 

ehemaligen Operationsnarben entsprechen würden (act. G 5.1/58). Die Untersuchung 

durch Dr. J.___ vom 21. Juni 2010 zeigte einen diffusen Weichteildruckschmerz sowie 

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diverse Myogelosen und Triggerpunkte der periclaviculären Muskulatur, insbesondere 

des Musculus subclavius sowie des noch zu palpierenden pectoralen Muskels (act. G 

5.1/59). Dr. K.___ stellte entsprechend in seinem Abklärungsbericht vom 5. August 

2010 die Diagnose sekundärer Myogelosen und Tendomyosen sowie Triggerpunkte 

periclaviculär rechts und im Bereich der Scapulalevatoren. Betreffend 

Kausalzusammenhang zwischen Unfallereignis und jetzigen Beschwerden hielt der 

Vertrauensarzt fest, dass der Kausalzusammenhang sicher im Zusammenhang mit der 

primären Defektheilung und jetzigen Deformation der entsprechenden 

Weichteilstrukturen zu sehen sei (act. G 5.1/60).

2.2 Angesichts der vorgenannten, einhelligen medizinischen Akten hat die 

Beschwerdegegnerin zu Recht anerkannt, dass beim Beschwerdeführer infolge seiner 

Verletzung der rechten Clavicula vom 12. März 2008 über das Datum der 

Leistungseinstellung (31. Januar 2011) hinaus gewisse organische Restfolgen - eine 

Deformation von Weichteilstrukturen; narbiger, partieller Abriss des Musculus 

pectoralis major an der lateralen Clavicula - bestehen, und die Kausalität der vom 

Beschwerdeführer geklagten Beschwerden im Bereich der rechten Clavicula - 

insbesondere das von ihm beschriebene "Spannungs- bzw. Schraubstockgefühl", aber 

auch eine gewisse Einschränkung der Beweglichkeit im rechten Schultergelenk - zu 

den Unfallrestfolgen nicht in Frage gestellt. Entsprechend hat die Beschwerdegegnerin 

dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 5. Januar 2011 eine 

Integritätsentschädigung aufgrund einer Integritätseinbusse von 10% zugesprochen 

(act. G 5.1/66).

3.   

3.1 Strittig ist hingegen zunächst, ob per 31. Januar 2011 der sogenannte 

"Fallabschluss" vorgenommen werden durfte, d.h. die Heilbehandlungs- und 

Taggeldleistungen ab diesem Zeitpunkt eingestellt werden durften und der Anspruch 

des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente zu prüfen war (vgl. A. Rumo-Jungo/A. 

Holzer, a.a.O., S. 143).

3.2 Die Heilbehandlung (Art. 10 UVG) zählt wie das Taggeld (Art. 16 f. UVG) zu den 

vorübergehenden Leistungen (BGE 133 V 63 f. E. 6.6 mit Hinweisen). Es kann dem 

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ersten Kapitel des UVG nicht entnommen werden, bis zu welchem Zeitpunkt diese 

beiden Leistungen durch den Unfallversicherer zu erbringen sind. Der massgebende 

Zeitpunkt ergibt sich indessen aus Art. 19 UVG, der in Abs. 1 erstem Satz zunächst 

festhält, dass der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen 

Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands der versicherten 

Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der 

Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind. Gemäss Satz 2 von Abs. 1 fallen mit 

dem Rentenbeginn die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (vgl. auch Art. 

16 Abs. 2 zweiter Satz UVG, wo dies für den Taggeldanspruch nochmals statuiert 

wird). Rechtsprechungsgemäss hat der Versicherer die Heilbehandlung und das 

Taggeld nur solange zu gewähren, als von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung 

noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszustands erwartet werden kann. Trifft 

dies nicht mehr zu, ist der Fall unter Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit 

gleichzeitiger Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und auf eine 

Integritätsentschädigung abzuschliessen (vgl. BGE 134 V 113 f. E. 4.1 mit Hinweisen).

3.3 Ob im Zeitpunkt der Leistungseinstellung per 31. Januar 2011 von der Fortsetzung 

der ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung der somatischen 

Unfallfolgen im Bereich der rechten Schulter des Beschwerdeführers zu erwarten war, 

bestimmt sich nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung 

der Arbeitsfähigkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtig ist (BGE 134 V 115 E. 4.3 

mit Hinweisen). Die Verwendung des Begriffs "namhaft" verdeutlicht, dass es für eine 

weiterdauernde Übernahme der Behandlungskosten nicht genügt, dass eine Therapie 

lediglich eine unbedeutende Besserung erhoffen lässt oder dass für eine namhafte 

Besserung nur eine weit entfernte Möglichkeit besteht (A. Maurer, 

Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. Bern 1989, S. 274). Von einer namhaften Besserung 

des Gesundheitszustands, wie sie der Anspruch auf Heilbehandlung voraussetzt, kann 

auch dann nicht gesprochen werden, wenn eine therapeutische Massnahme mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit nur die sich aus dem stationären 

Gesundheitsschaden ergebenden Beschwerden für eine begrenzte Zeit zu lindern 

vermag (RKUV 2005 Nr. U 557 S. 388). Der Abschluss des Falls durch die 

Unfallversicherung im Sinn von Art. 19 Abs. 1 UVG bedingt keine vollständige 

Schmerzfreiheit bzw. nicht, dass eine ärztliche Behandlung nicht länger erforderlich ist 

(vgl. A. Rumo-Jungo, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

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Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 3. Aufl. Zürich/

Basel/Genf 2003, S. 145; Urteil des Bundesgerichts vom 4. November 2008, 

8C_467/2008,

E. 5.2.2.2).

3.4 Zur Frage "Therapie" hielt Dr. C.___ in seinem ärztlichen Zwischenbericht UVG vom 

18. August 2008 fest, dass gegenwärtig keine Behandlungen durchgeführt würden. Es 

werde jedoch insbesondere mit einer langsam aufbauenden MTT (medizinischen 

Trainingstherapie) zur weiteren Festigung des ganzen Schultergürtels begonnen (act. G 

5.1/28). Dr. G.___ hielt es in seinem Bericht vom 18. Mai 2009 in Anbetracht der immer 

noch störenden, weichteil-/narbenbedingten Restbeschwerden für angebracht, den 

weiteren Verlauf nochmals ein Jahr zu beobachten. In dieser Zeit sei zu prüfen, ob sich 

die Narbe weiter Richtung Elastizität verändere. Die operativen Möglichkeiten seien 

sicherlich limitiert. Zwischenzeitlich sei allenfalls eine Behandlung von muskulären 

Verspannungen angezeigt (act. G 5.1/54). Dr. H.___ bejahte in seinem Bericht vom 21. 

Januar 2010 das Vorliegen noch behandlungsbedürftiger Unfallfolgen. Ob von der 

Fortsetzung der ärztlichen Behandlung eine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustands erwartet werden könne, müsse aufgrund einer Verlaufskontrolle 

in ca. 5 Monaten beurteilt werden. Aktuell sei keine gezielte Therapie vorgesehen (act. 

G 5.1/55). Nachdem die MRI-Untersuchung des rechten Schultergürtels vom 27. Mai 

2010 durch Dr. D.___ postoperative Veränderungen mit narbigem, partiellem Abriss des 

kaum atrophen und nicht retrahierten Musculus pectoralis major an der lateralen 

Clavicula gezeigt hatte, hielt Dr. G.___ in seinem Bericht vom 27. Mai 2010 fest, dass 

bei einer völligen konservativen Therapie-Resistenz allenfalls eine Reinsertion des 

Pectoralis-Muskels in Betracht komme, wobei das zu erwartende Resultat etwas 

unsicher zu beurteilen sei. Aus seiner Sicht kämen auch alternative Massnahmen, 

inklusive Osteopathie, in Betracht. Bei einer Therapie-Resistenz wäre dann eine 

nochmalige Kontrolle in seiner Sprechstunde vorgesehen. Als nächstes sei nun die 

Kontrolle und Beurteilung durch Dr. J.___ beabsichtigt (act. G 5.1/58). Dr. J.___ plante 

sodann aufgrund seines Untersuchungsergebnisses vom 21. Juni 2010 einen Versuch, 

die Beschwerden mittels Kombination von Neural- und Triggerpunkttherapie positiv zu 

beeinflussen (act. G 5.1/59). Dr. K.___ stellte sich am 5. August 2010 hinter diesen 

Therapievorschlag (act. G 5.1/7). Die durch L.___ durchgeführte 

Triggerpunktbehandlung wurde jedoch nach 4 Sitzungen wegen Wirkungslosigkeit 

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abgeschlossen. Der Therapeut klärte den Beschwerdeführer über die Chronifizierung 

von Schmerzen auf und bat auch Dr. K.___ nochmals um eine solche Information. Er 

habe dem Beschwerdeführer geraten, das Beschwerdebild zu akzeptieren und nicht 

immer nach der Ursache zu suchen. Eventuell könne man überlegen, ob eine 

Osteopathie-Behandlung einen Durchbruch bringen könnte (act. G 5.1/63). In seinem 

Bericht vom 25. Oktober 2010 wiederholte Dr. G.___, dass bei einem abgelösten Pars 

clavicularis des Pectoralis major lediglich ein Refixationsversuch angeboten werden 

könne, wobei über das Outcome keinerlei Angaben gemacht werden könnten. Der 

Beschwerdeführer habe bereits mehrere Meinungen gehört und viele Ärzte hätten ihm 

geraten, sich von einer erneuten Operation eher zu distanzieren. Momentan könne er 

sich nicht für ein weiteres Vorgehen entschliessen. Er, der Beschwerdeführer, werde 

sich im Bedarfsfall erneut mit ihm - Dr. G.___ - in Verbindung setzen (act. G 5.1/64). Dr. 

K.___ hielt sodann am 29. November 2010 fest, dass als Therapiemöglichkeit - 

nachdem die Triggerpunktbehandlung nicht von Erfolg gekrönt gewesen sei - 

höchstens eine Akupunkturbehandlung im Bereich der schmerzhaften Stelle des 

Musculus pectoralis major pars clavicularis und auch pars intermedias sinnvoll sei (act. 

G 5.1/65). Am 25. Januar 2011 teilte der Beschwerdeführer Dr. K.___ mit, dass er sich 

nicht mehr mit Akupunktur behandeln lassen wolle (act. G 5.1/70). Die 

Beschwerdegegnerin hielt in einem Schreiben vom 19. Dezember 2011 an den 

damaligen Rechtsvertreter des Beschwerdeführers fest, dass nach der - wie 

anzunehmen sei - durchgeführten Akupunktur-Behandlungsserie der Status quo 

erreicht sein sollte und der Fall somit abgeschlossen werde (act. G 5.1/77). Laut der 

dem damaligen Rechtsvertreter des Beschwerdeführers eröffneten Verfügung vom 14. 

Mai 2012 hatten jedoch keine Akupunkturbehandlungen stattgefunden (act. G 5.1/79).

3.5 Der in Erwägung 3.4 geschilderte Sachverhalt spricht klar dafür, dass von den 

Unfallfolgen her zu Recht per 30. Januar 2011 von einem Behandlungsabschluss in 

dem in Erwägung 3.3 erwähnten Sinn ausgegangen werden durfte. So wurden ab 

diesem Zeitpunkt keine weiteren Therapien zur Aufrechterhaltung des Erreichten oder 

zur Schmerzlinderung mehr durchgeführt oder geplant, und waren schon gar keine 

therapeutischen Massnahmen mehr vorgesehen, welche zu einer Heilung der 

Beschwerdeursachen hätten führen können. Die Therapiemöglichkeiten waren 

offensichtlich ausgeschöpft. Dr. G.___ zog nur "allenfalls" eine Reinsertion des 

Pectoralis-Muskels in Betracht und beurteilte das dadurch zu erwartende Resultat als 

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etwas unsicher (act. 58). Die fragliche Operation wurde jedenfalls letztlich nicht als 

wirksame und erfolgversprechende Therapiemassnahme angesehen und auch nicht 

von anderen Ärzten diskutiert. Auch Therapeut L.___ sprach in seinem Bericht vom 4. 

Oktober 2010 entsprechend der dargelegten medizinischen Sachlage von einer 

Chronifizierung von Schmerzen (act. G 5.1/63), womit gerade ein beständiger, einer 

Heilbehandlung schwer zugänglicher Gesundheitszustand beschrieben wird. Die 

Beschwerdegegnerin hat demnach zu Recht per 31. Januar 2011 den Fallabschluss 

vorgenommen bzw. die Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen eingestellt.

4.   

4.1 Zu prüfen bleibt damit, ob die Beschwerdegegnerin im angefochtenen 

Einspracheentscheid vom 23. Oktober 2012 zu Recht davon ausging, der 

Beschwerdeführer sei vollständig arbeitsfähig, und gestützt darauf einen Anspruch auf 

eine Invalidenrente verneint hat.

4.2 Invalidität (vgl. Art. 18 Abs. 1 UVG) ist die voraussichtlich bleibende oder längere 

Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). 

Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen 

Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung 

verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in 

Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Der Grad der 

für den Rentenanspruch massgebenden Invalidität ist gemäss Art. 16 ATSG durch 

einen Einkommensvergleich zu ermitteln, bei dem das Einkommen, das der 

Beschwerdeführer nach dem Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte 

(Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt wird zum Erwerbseinkommen, das er 

erzielen könnte, wenn er nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Grundlage 

der Bemessung des Invalideneinkommens bilden die Arbeitsfähigkeitsschätzung und 

die Umschreibung der noch möglichen und zumutbaren Tätigkeiten. Arbeitsunfähigkeit 

ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit 

bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich 

zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in 

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einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). Um das 

Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen zu können, ist die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4).

4.3 Der Beschwerdeführer arbeitet unbestrittenermassen seit Juni 2008 wieder zu 

100% in seiner angestammten Tätigkeit als Lehrer (act. G 5.1/17, 43), wendet indessen 

beschwerdeweise ein, in Wirklichkeit nicht 100% arbeitsfähig gewesen zu sein. Er habe 

die Arbeit in der Schule einfach gemacht, habe sich durchgebissen und gelitten. Er 

habe mit Beeinträchtigungen gelebt und gewisse Arbeiten - im Sportunterricht, aber 

auch im Fachunterricht - nicht ausgeübt, wodurch die Qualität des Unterrichts 

beeinträchtigt gewesen sei (act. G 1). Laut eigenen Angaben unterrichtet der 

Beschwerdeführer zu 50% in der M.___ - davon 3 Lektionen als Sportlehrer -, und ist in 

den übrigen 50% in der Schuladministration/Praxisbegleitung/Teamarbeit tätig (act. G 

5.1/80, 97). In einer E-Mail vom 28. Januar 2011 an Dr. K.___ beschreibt der 

Beschwerdeführer, dass bei längerem Schreiben an die Tafel Schmerzen im Arm und in 

der Schulter auftreten würden, was ihm das Weiterschreiben unmöglich mache. 

Teilweise würden auch beim Putzen der Tafel heftige Schmerzen auftreten (act. G 

5.1/70). In einer E-Mail vom 8. August 2012 an die Beschwerdegegnerin wiederholte 

der Beschwerdeführer diese - angesichts der Unfallrestfolgen - an sich plausiblen 

Einschränkungen (act. G 5.1/87). Zumindest das Putzen der Tafeln muss sich jedoch 

im Schulunterricht organisatorisch durch Einbezug der Schüler und Schülerinnen 

kompensieren lassen. Was das Schreiben betrifft, ist sodann festzuhalten, dass der 

Beschwerdeführer primär Linkshänder ist (vgl. act. G 5.1/17, 60) und die von ihm 

angesprochenen Tätigkeiten in der Regel mit der Gebrauchshand bzw. dominanten 

linken Hand ausgeübt werden - oder zumindest ausgeübt werden könnten, auch wenn 

der Beschwerdeführer auf die rechte Hand umgeschult wurde. Insgesamt ist mithin 

nicht ersichtlich, inwiefern er durch die unfallkausalen Restfolgen in der rechten 

Schulter eingeschränkt ist. Entsprechend erklärte er selbst gegenüber der 

Beschwerdegegnerin anlässlich des Assessments vom 23. Juli 2008, ab dem neuen 

Schuljahr voraussichtlich wieder 100% zu arbeiten und lediglich im Sportunterricht 

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durch die Verletzung eingeschränkt zu sein (act. G 5.1/17), und machte in der E-Mail 

vom 8. August 2012 einzig geltend, er wolle vom Turn- und Schwimmunterricht befreit 

werden (act. G 5.1/87). Eine Arbeitsunfähigkeit in Bezug auf die Unterrichtstätigkeit 

ausserhalb der Sportstunden sowie die Schuladministration/Praxisbegleitung/

Teamarbeit kann mithin nicht angenommen werden. Aus praktischer Sicht bzw. 

angesichts der unbestrittenen Schmerzen im Bereich der rechten Schulter, der 

eingeschränkten Schulterbeweglichkeit sowie der Unmöglichkeit brüske Bewegungen 

auszuführen (vgl. act. G 5.1/58) erscheinen sodann auch die Erklärungen des 

Beschwerdeführers betreffend Einschränkungen im Sportunterricht nachvollziehbar. 

Wie gesagt, erklärte er bereits anlässlich des Assessments vom 23. Juli 2008, dass er 

ab dem neuen Jahr voraussichtlich 100% arbeiten werde, im Sportunterricht aber 

durch die Verletzung eingeschränkt sei. In der E-Mail an Dr. K.___ vom 25. Januar 2011 

schilderte der Beschwerdeführer, dass er im Turnunterricht viele Übungen nicht mehr 

vorzeigen und auch nicht mehr mitturnen könne, was jedoch pädagogisch notwendig 

wäre (act. G 5.1/70). In einer E-Mail vom 11. Juni 2012 fügte er an, dass er bei der 

Ausübung von Turnübungen durch die Schüler und Schülerinnen weder planmässig 

noch unerwartet Hilfestellung leisten könne, was den Sportunterricht gefährlich mache 

(act. G 5.1/80). Wenn Dr. C.___ somit in seinem ärztlichen Zwischenbericht UVG vom 

18. August 2008 feststellte, dass seit Behandlungsbeginn (11. Juni 2008) keine 

Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers in seinem Beruf als Lehrer bestehe (act. G 

5.1/28), dürfte sich diese Aussage auf die tatsächliche Situation der 100%-igen 

Arbeitsaufnahme bezogen haben. Dr. G.___ hielt demgegenüber in seinem Bericht vom 

27. Mai 2010 fest, dass der Beschwerdeführer aufgrund des Befundes als Sportlehrer/

gymnastischer Turnlehrer wegen des Sicherheitsrisikos, insbesondere auch für 

Hilfeleistungen, arbeitsunfähig sei; vorderhand während 3 Monaten, voraussichtlich 

jedoch auch länger (act. G 5.1/58). Nachdem Unfallrestfolgen in der rechten Schulter 

unbestrittenermassen vorliegen, sich die Schultersituation laut medizinischen Akten 

seit dem vorgenannten Bericht von Dr. G.___ trotz durchgeführter Therapien nicht 

gebessert hat und die nachfolgenden ärztlichen Beurteilungen keine 

Arbeitsfähigkeitsschätzung enthalten, lässt sich eine Arbeitsunfähigkeit als Sportlehrer 

nicht ohne weiteres in Abrede stellen. In welchem Umfang der Beschwerdeführer 

hinsichtlich seiner angestammten Tätigkeit als Sportlehrer eingeschränkt bzw. eine 

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Herabsetzung des Arbeitsfähigkeitsgrads dadurch begründet ist, kann jedoch - wie die 

nachfolgenden Erwägungen zeigen - offen bleiben.

4.4 Der Beschwerdeführer ist an der M.___ lediglich zu einem kleinen Pensum von 10% 

(3 Unterrichtslektionen wöchentlich im Verhältnis zu einem vollen Wochenpensum von 

30 Lektionen [vgl. act. G 5.1/80]) als Sportlehrer tätig, d.h. er unterrichtet vorwiegend 

andere Fächer. Hinsichtlich seiner Lehrertätigkeit in diesen anderen Fächern sowie 

seinem 50%-Pensum in der Schuladministration/Praxisbegleitung/Teamarbeit kann, 

wie in Erwägung 4.3 erwogen, davon ausgegangen werden, dass schulterbedingt keine 

Arbeitsunfähigkeit besteht. Insofern lässt sich diese angestammte, nach wie vor 

zumutbare Tätigkeit, leidensangepasst auf 100% ausdehnen bzw. die 

Unterrichtstätigkeit durch eine Unterrichtstätigkeit in anderen Fächern ersetzen. Bei 

langer Dauer ist denn auch die Arbeitsfähigkeit in dem noch zumutbaren Arbeitsbereich 

zu berücksichtigen (vgl. Art. 6 Satz 2 ATSG). Unerheblich ist, ob der Beschwerdeführer 

das Pensum an seiner Schule ohne Sportunterricht auf 100% aufstocken kann, da auf 

den hypothetisch ausgeglichenen Arbeitsmarkt abzustellen ist und dieser jedenfalls 

eine adaptierte 100%-Stelle beinhaltet (vgl. dazu U. Kieser, ATSG-Kommentar, 2. Aufl. 

Zürich/Basel/Genf 2009, Art. 16 N 24).

4.5 Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-

erwerblichen Situation auszugehen, in der die versicherte Person konkret steht. Übt sie 

nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der - kumulativ - besonders 

stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr 

verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint 

zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als 

Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn (BGE 

129 V 475 E. 4.2.1). Der Beschwerdeführer verwertet seine Leistungs- bzw. 

Arbeitsfähigkeit in der Schulgemeinde Niederbüren, wie bereits erwähnt, grösstenteils 

als Lehrer in Nicht-Sport-Fächern sowie in anderen Funktionen. Der tatsächlich erzielte 

Verdienst in diesen zumutbaren Tätigkeiten stellt eine verlässliche Grundlage für die 

Bestimmung des Invalideneinkommens dar und es ist davon auszugehen, dass die 

Verlagerung vom Fach Sport auf andere Fächer keine Auswirkungen auf die Lohnhöhe 

hat. Nachdem der Lohn als Lehrer (50%-Pensum) und in der Tätigkeit in der 

Schuladministration/Praxisbegleitung/Teamarbeit (50%-Pensum) auch die Grundlage 

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der Ermittlung des Valideneinkommens bildet, erübrigt sich deren genaue Ermittlung. 

Aus der Gegenüberstellung von Validen- und Invalideneinkommen resultiert kein 

rentenbegründender Invaliditätsgrad bzw. der Invaliditätsgrad entspricht dem Grad der 

Arbeitsunfähigkeit von 0%, weshalb die Beschwerdegegnerin einen Rentenanspruch 

des Beschwerdeführers zu Recht abgelehnt hat.

5. 

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung des 

Einspracheentscheids vom 23. Oktober 2012 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine 

zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 

VRP entschieden:

1.  Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.  Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 13.08.2013
	Art. 10, 16, 18, 19 UVG: Der "Fallabschluss" durfte im Zeitpunkt der Einstellung der Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen vorgenommen und der Anspruch auf eine Invalidenrente geprüft werden. Verneinung des Anspruchs auf eine Invalidenrente (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 13. August 2013, UV 2012/95).

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