# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6430b6a8-9fed-537c-a088-678a60c2e53d
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-11-18
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 18.11.2011 D-5328/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5328-2011_2011-11-18.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung IV
D­5328/2011

U r t e i l   v om   1 8 .   No v embe r   2 0 1 1

Besetzung Einzelrichter Fulvio Haefeli,
mit Zustimmung von Richter Bruno Huber;  
Gerichtsschreiberin Karin Schnidrig.

Parteien A._______, geboren (…),
alias B._______, geboren (…),
Republik Kosovo,  
vertreten durch Urs Bertschinger, Rechtsanwalt,
(…),
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz.

Gegenstand Asyl und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 24. August 2011 / N _______.

D­5328/2011

Seite 2

Sachverhalt:

A. 
Der  Beschwerdeführer  –  ein  Staatsangehöriger  der  Republik  Kosovo – 
verliess seinen Heimatstaat eigenen Angaben zufolge am 26. März 2011 
mit  seinen Eltern  und Geschwistern  (Verfahren D­5329/2011).  Über  ein 
ihnen  unbekanntes  Land  gelangten  sie  am  28. März  2011  illegal  in  die 
Schweiz,  wo  sie  gleichentags  im  Empfangs­  und  Verfahrenszentrum 
C._______ um Asyl nachsuchten.

Anlässlich  der  Befragung  zur  Person  vom  31.  März  2011  und  der 
Anhörung  zu  den  Asylgründen  vom  26.  Juli  2011  machte  der 
Beschwerdeführer  im Wesentlichen  geltend,  er  gehöre  der Volksgruppe 
der Roma an und sei in D._______ in der Gemeinde E._______ wohnhaft 
gewesen.  Während  der  Schulzeit  sei  er  aufgrund  seiner 
Volkszugehörigkeit  seitens  der  Albaner  beleidigt  und  als  Magjup 
(abwertend für "Zigeuner", Anm. BVGer) bezeichnet worden. Seine Eltern 
hätten ihm erklärt, sie würden den Kosovo verlassen. Da er noch zu jung 
sei,  um  ohne  Eltern  zu  leben,  sei  er  mit  ihnen  gereist.  Den  Grund, 
weshalb  sie  sich  entschlossen  hätten,  Kosovo  zu  verlassen,  kenne  er 
nicht.

B. 
Mit  Verfügung  vom  24.  August  2011  –  eröffnet  am  26.  August  2011  ­ 
stellte  das  BFM  fest,  der  Beschwerdeführer  erfülle  die 
Flüchtlingseigenschaft nicht, wies dessen Asylgesuch vom 28. März 2011 
ab  und  ordnete  die  Wegweisung  aus  der  Schweiz  sowie  den 
Wegweisungsvollzug an.

C. 
Mit Eingabe vom 26. September 2011 liess der Beschwerdeführer gegen 
diese  Verfügung  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  erheben 
und  in materieller Hinsicht  beantragen,  die  angefochtene Verfügung  sei 
aufzuheben  und  die  Sache  zur  Feststellung  des  vollständigen  und 
richtigen Sachverhalts an die Vorinstanz zurückzuweisen, eventualiter sei 
die  angefochtene  Verfügung  aufzuheben,  seine  Flüchtlingseigenschaft 
festzustellen  und  ihm  dementsprechend  Asyl  zu  gewähren, 
subeventualiter  sei  die  angefochtene  Verfügung  aufzuheben  und  er  sei 
vorläufig  aufzunehmen.  In  prozessualer  Hinsicht  sei  ihm  die 
unentgeltliche Rechtspflege für die Verfahrenskosten zu gewähren.

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Auf die Beschwerdebegründung wird – soweit entscheidrelevant – in den 
Erwägungen eingegangen.

D. 
Mit Zwischenverfügung vom 10. Oktober 2011 wies der Instruktionsrichter 
das Gesuch  um Gewährung  der  unentgeltlichen Rechtspflege  im Sinne 
von  Art.  65  Abs.  1  des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezember  1968  über 
das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021)  ab  und  forderte  den 
Beschwerdeführer  unter  Hinweis  auf  die  Säumnisfolge  auf,  innert  Frist 
einen Kostenvorschuss von Fr. 600.­ zu leisten.

E. 
Der Kostenvorschuss wurde am 25. Oktober 2011 fristgerecht einbezahlt.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 
1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 
gegen  Verfügungen  nach  Art. 5  VwVG.  Das  BFM  gehört  zu  den 
Behörden  nach  Art. 33  VGG  und  ist  daher  eine  Vorinstanz  des 
Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme 
im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht 
ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und 
entscheidet  auf  dem  Gebiet  des  Asyls  endgültig,  ausser  bei  Vorliegen 
eines  Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die 
beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht  (Art. 105  des  Asylgesetzes 
vom  26. Juni  1998  [AsylG,  SR 142.31];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

1.2. Das  Verfahren  richtet  sich  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem 
BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 
AsylG).

1.3.  Die  Beschwerde  ist  frist­  und  formgerecht  eingereicht.  Der 
Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist 
durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  und  hat  ein 
schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise 
Änderung.  Er  ist  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert 

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(Art. 108  Abs.  1  und  Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art.  37  VGG  i.V.m.  Art. 48 
Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2. 
Mit  Beschwerde  kann  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

3. 
Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  entschieden 
(Art. 111  Bst. e  AsylG).  Wie  nachstehend  aufgezeigt,  handelt  es  sich 
vorliegend  um  eine  solche,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur 
summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG).

Gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  wurde  vorliegend  auf  die 
Durchführung eines Schriftenwechsels verzichtet.

4. 
4.1.  Gemäss  Art. 2  Abs. 1  AsylG  gewährt  die  Schweiz  Flüchtlingen 
grundsätzlich  Asyl.  Flüchtlinge  sind  Personen,  die  in  ihrem Heimatstaat 
oder  im Land,  in dem sie zuletzt wohnten, wegen  ihrer Rasse, Religion, 
Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder 
wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt 
sind  oder  begründete  Furcht  haben,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu 
werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich 
die  Gefährdung  des  Leibes,  des  Lebens  oder  der  Freiheit  sowie 
Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken. Den 
frauenspezifischen Fluchtgründen  ist Rechnung zu  tragen  (Art. 3 Abs. 2 
AsylG).

4.2.  Wer  um  Asyl  nachsucht,  muss  die  Flüchtlingseigenschaft 
nachweisen  oder  zumindest  glaubhaft  machen.  Diese  ist  glaubhaft 
gemacht,  wenn  die  Behörde  ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender 
Wahrscheinlichkeit  für  gegeben  hält.  Unglaubhaft  sind  insbesondere 
Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich 
widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich 
auf  gefälschte  oder  verfälschte  Beweismittel  abgestützt  werden  (Art. 7 
AsylG).

5. 

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5.1. Zur Begründung  ihres negativen Asylentscheids hielt die Vorinstanz 
fest,  bei  den  Übergriffen  auf  den  Beschwerdeführer  wegen  seiner 
Volkszugehörigkeit handle es sich um keine schwerwiegenden, die eine 
Asylrelevanz  zu  entfalten  vermöchten.  Abgesehen  davon  habe  Kosovo 
am
17.  Februar  2008  die  Unabhängigkeit  erklärt.  Gemäss  der  neuen 
kosovarischen Verfassung, die am 15. Juni 2008 in Kraft getreten sei, sei 
auch nach dem Statuswechsel eine  internationale zivile und militärische 
Präsenz  vorgesehen.  Im  Kosovo  bestünden  mit  der  UNMIK  (United 
Nations  Interim  Mission  in  Kosovo)  und  der  EU  zwei  internationale 
Missionen. Die am 9. Dezember 2008 offiziell gestartete EULEX­Mission 
sei  formal  den  Vereinten  Nationen  unterstellt  und  werde  unter  deren 
Oberhoheit  und  innerhalb  eines  statusneutralen  Rahmens  geführt.  Die 
EULEX­Mission  umfasse  Polizisten,  Richter,  Staatsanwälte  und 
Strafvollzugsbeamte.  Die  internationalen  Sicherheitskräfte  sowie  die 
Kosovo Police  (KP) garantierten die Sicherheit und seien weitgehend  in 
der  Lage,  die  ethnischen  Minderheiten  in  Kosovo  zu  schützen.  Bei 
Übergriffen  intervenierten  die  Sicherheitskräfte  regelmässig,  und  bei 
Straftaten  gegen  Angehörige  von  Minderheiten  würden  Ermittlungen 
aufgenommen.  Zentrale  Polizeifunktionen  würden  weiterhin  von 
internationalen  Polizeikräften  wahrgenommen.  Die  neue  kosovarische 
Verfassung gestehe den Minderheiten umfassende Rechte zu.

Da demnach  vom Vorhandensein  eines adäquaten Schutzes durch den 
Heimatstaat auszugehen sei, fehle es den geltend gemachten Übergriffen 
auch  aus  diesem  Grund  an  Asylrelevanz.  Die  Vorbringen  des 
Beschwerdeführers  hielten  den  Anforderungen  an  die 
Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG nicht stand.

Zu  den  weiteren  Vorbringen  führte  das  BFM  aus,  angesichts  dessen, 
dass  das  Asylgesuch  der  Eltern  mit  Verfügung  vom  24.  August  2011 
ebenfalls  abgelehnt  und  deren  Wegweisung  angeordnet  worden  sei, 
bestehe in Ermangelung einer Verfolgungssituation der Eltern kein Anlass 
zur Annahme, dass der Beschwerdeführer aus demselben Grund wie sie 
einer Verfolgung ausgesetzt gewesen wäre.

Demzufolge  erfülle  er  die  Flüchtlingseigenschaft  nicht,  weshalb  sein 
Asylgesuch abzulehnen sei.

Der Vollzug der Wegweisung sei zulässig, zumutbar und möglich.

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5.2.  In  der  Rechtsmitteleingabe  wird  im  Wesentlichen  gerügt,  die  vom 
Beschwerdeführer  geltend  gemachten  Asylgründe  seien  unvollständig 
und  falsch  wiedergegeben  worden.  Es  sei  schlichtweg  unzutreffend, 
wenn  behauptet  werde,  er  habe  einzig  in  die  Schweiz  kommen wollen, 
weil es hier schöner sei. Er sei gemäss eigenen Angaben aufgrund seiner 
Volkszugehörigkeit  von  den  Albanern  mehrfach  spitalreif  verprügelt 
worden. Die Behauptung, man habe ihn lediglich beleidigt, treffe nicht zu. 
Da seine Eltern einer Verfolgungssituation ausgesetzt seien, müsse auch 
er sich vor Vergeltungsaktionen der Albaner  fürchten. Weshalb sich von 
diesen  Ausführungen  im  Anhörungsprotokoll  keine  Silbe  finde,  bleibe 
schleierhaft.  Augenfällig  sei  jedenfalls,  dass  die  bei  der  Anhörung 
beigezogene  Dolmetscherin  nicht  unter  Strafandrohung  zur  richtigen 
Übersetzung  ermahnt  worden  sei.  Sie  gehöre  im Übrigen  nicht  wie  der 
Beschwerdeführer zu den Roma.  Im Zusammenhang mit der Korrektheit 
der  Übersetzung  verstosse  es  vorliegend  auch  gegen  das  Gebot  der 
Fairness  im  Sinne  von  Art.  29  Abs.  1  der  Bundesverfassung  der 
Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom  18. April  1999  (BV,  SR  101), 
wenn  der  Beschwerdeführer  nicht  darauf  hingewiesen  worden  sei,  sich 
zur Anhörung von einem Dolmetscher eigener Wahl begleiten zu  lassen 
(vgl. Art. 29 Abs. 2 AsylG). Sein  in der Schweiz seit mehr als 20 Jahren 
wohnhafter  Onkel  F._______  hätte  die  Korrektheit  der  Übersetzung 
einwandfrei feststellen können. Unter den gegebenen Umständen sei die 
Anhörung nach Art. 29 Abs. 1 AsylG nochmals durchzuführen, damit der 
Beschwerdeführer  auch  tatsächlich  in  den  Genuss  eines  fairen 
Verfahrens komme.

Schliesslich  könnten  Roma­Angehörige  –  wie  vorliegend  –  sehr  wohl 
einer asylrelevanten Verfolgung ausgesetzt sein, zumal weder in Kosovo 
noch  in  Serbien  eine  sichere  und  zumutbare  innerstaatliche 
Fluchtalternative bestehe.

5.3. 
5.3.1. In casu gilt es zunächst in formeller Hinsicht zu prüfen, ob die vom 
Beschwerdeführer erhobene Rüge, seine Asylgründe seien unvollständig 
und unrichtig wiedergegeben worden, gerechtfertigt ist.

5.3.1.1 Angesichts dessen, dass der Beschwerdeführer bei der Anhörung 
einerseits angab, er verstehe die Dolmetscherin gut, und andererseits mit 
seiner  Unterschrift  bestätigte,  das  Protokoll  sei  ihm  in  eine  ihm 
verständliche Sprache übersetzt worden,  sei  vollständig und entspreche 
seinen  freien  Äusserungen  (vgl.  Anhörungsprotokoll  vom  26.  Juli  2011, 

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A10 S. 1 F1, S. 6), muss sein Vorwurf der  fehlerhaften Übersetzung als 
unbehelfliche Schutzbehauptung qualifiziert werden. Dies umso mehr, als 
die  der  Anhörung  ebenfalls  beiwohnende  Hilfswerksvertreterin  zum 
Protokoll keinerlei Einwände anbrachte (vgl. a.a.O., S. 7).  Im Übrigen ist 
davon  auszugehen,  dass  es  sich  bei  der  in  Frage  stehenden 
Dolmetscherin  um  eine  berufserfahrene  Person  handelt.  Vor  diesem 
Hintergrund ist das auf Beschwerdeebene geltend gemachte Vorbringen, 
wonach  der  Beschwerdeführer  von  Albanern  mehrmals  spitalreif 
geschlagen  worden  sei,  als  nachgeschoben,  mithin  als  unglaubhaft  zu 
bewerten.  Schliesslich  ist  festzuhalten,  dass  das  BFM  den 
Beschwerdeführer  mit  Vorladung  vom
13.  Juli  2011  unter  anderem  über  die  Möglichkeit  informierte,  sich  auf 
eigene  Kosten  von  einem  Beistand  und  allenfalls  einem  Dolmetscher 
seiner  Wahl  begleiten  zu  lassen  (vgl.  Akte  A9),  so  dass  vorliegend – 
entgegen dem Vorhalt  in der Beschwerde – keine Verletzung der  in Art. 
29  Abs.  1  BV  statuierten  Verfahrensgarantie  ersichtlich  ist.  Nach  dem 
Gesagten kann davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer 
bereits in den Genuss eines fairen Verfahrens gekommen ist, weshalb es 
sich erübrigt, nochmals eine Anhörung im Sinne von Art. 29 Abs. 1 AsylG 
durchzuführen.  Somit  kann  auch  darauf  verzichtet  werden,  das 
angebliche  Verwandtschaftsverhältnis  des  Beschwerdeführers  zu 
F._______ amtlich festzustellen.

5.3.1.2 Den  vorstehenden  Ausführungen  zufolge  ist  die  Ermittlung  des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  seitens  des  BFM  nicht  zu  bemängeln, 
weshalb der Antrag, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die 
Sache  zur Feststellung des  vollständigen und  richtigen Sachverhalts  an 
die Vorinstanz zurückzuweisen, abgewiesen wird.

5.3.2.  Im  Weiteren  ist  abzuklären,  ob  der  Beschwerdeführer  die 
Flüchtlingseigenschaft  erfüllt  beziehungsweise  in  Kosovo  eine 
asylrelevante Verfolgung zu befürchten hat.

5.3.2.1  Zu  Beginn  der  Befragung  erklärte  der  Beschwerdeführer,  seine 
Eltern  wüssten,  weshalb  die  Familie  den  Kosovo  verlassen  habe;  er 
selbst  wisse  es  nicht.  Er  habe  keine  eigenen  Asylgründe  (vgl. 
Befragungsprotokoll  vom  31. März  2011,  A3  S.  4).  Im weiteren  Verlauf 
der  Befragung  und  auch  während  der  Anhörung  machte  er  sodann 
Übergriffe  seitens  Drittpersonen  als  persönliche  Probleme  geltend.  In 
diesem  Zusammenhang  gab  er  an,  als  er  zur  Schule  gegangen  sei, 
hätten albanische Schüler ihn oftmals wegen seiner Roma­Zugehörigkeit 

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gehänselt  (vgl. a.a.O.), physisch sei er nie angegriffen worden (vgl. A10 
S.  2  F11).  Neben  den  Beleidigungen  in  der  Schule  habe  er  in  Kosovo 
keine Schwierigkeiten gehabt (vgl. a.a.O., S. 3 F24).

5.3.2.2  In  einem  ersten  Schritt  gilt  es  festzuhalten,  dass  die  vom 
Beschwerdeführer  geltend  gemachten  Beleidigungen  keine  ernsthaften 
Nachteile  im Sinne  von Art.  3  AsylG  darstellen, weshalb  er  bereits  aus 
diesem Grund nicht als Flüchtling anerkannt werden kann.
Da  in  casu  die  vorgebrachten  Probleme  nicht  dem  Staat  zuzurechnen 
sind, ist im Weiteren die Verfügbarkeit des staatlichen Schutzes zu prüfen 
(vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Peter Uebersax/Beat Rudin/Thomas Hugi 
Yar/Thomas  Geiser  [Hrsg.]  Ausländerrecht,  Handbücher  für  die 
Anwaltspraxis,  Band  VIII,  2.  Auflage,  Basel  2009,  S.  527  Rz.  11.9). 
Gemäss  den  Erkenntnissen  des  Bundesverwaltungsgerichts  sorgen  in 
Kosovo  internationale  Sicherheitskräfte  und  der  Kosovo  Police  Service 
(KPS)  für  Sicherheit  und  sind  weitgehend  in  der  Lage,  die  ethnischen 
Minderheiten  zu  schützen.  Sodann  gesteht  die  nach  der 
Unabhängigkeitserklärung  vom  17.  Februar  2008  am  15.  Juni  2008  in 
Kraft  getretene  neue  kosovarische  Verfassung  den  Minderheiten 
umfassende  Rechte  zu,  weshalb  insgesamt  vom  Vorhandensein  eines 
adäquaten  Schutzes  durch  den  Heimatstaat  auszugehen  ist. 
Diesbezüglich kann zur Vermeidung von Wiederholungen vollumfänglich 
auf  die  weiteren  als  zutreffend  erachteten  Erwägungen  in  der 
angefochtenen Verfügung verwiesen werden.

5.3.2.3  In  Anbetracht  dieser  Umstände  ergibt  sich  zusammenfassend, 
dass  die  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  als  nicht  asylrelevant  zu 
beurteilen sind. Da die Vorbringen seiner Eltern als unglaubhaft gewürdigt 
wurden  (vgl.  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  D­5329/2011  vom
18. November 2011),  vermag er auch daraus nichts zu seinen Gunsten 
abzuleiten.  Schliesslich  führen  die  weiteren  Ausführungen  in  der 
Beschwerde  zu  keiner  anderen Einschätzung, weshalb es  sich erübrigt, 
da­rauf einzugehen.

Nach  dem  Gesagten  hat  das  BFM  das  Asylgesuch  des 
Beschwerdeführers zu Recht abgelehnt.

6. 
6.1. Lehnt  das Bundesamt  das Asylgesuch  ab  oder  tritt  es  darauf  nicht 
ein,  so  verfügt  es  in  der  Regel  die Wegweisung  aus  der  Schweiz  und 

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ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit 
der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).

6.2. Der Beschwerdeführer  verfügt weder  über  eine  ausländerrechtliche 
Aufenthaltsbewilligung  noch  über  einen  Anspruch  auf  Erteilung  einer 
solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 
Abs. 1 AsylG; BVGE 2009/50 E. 9 S. 733).

7. 
7.1.  Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 
nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach 
den  gesetzlichen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von 
Ausländern  (Art. 44  Abs. 2  AsylG;  Art. 83  Abs. 1  des  Bundesgesetzes 
vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer  [AuG, 
SR 142.20]).

Bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungsvollzugshindernissen 
gilt  gemäss ständiger Praxis des Bundesverwaltungsgerichts und seiner 
Vorgängerorganisation  ARK  der  gleiche  Beweisstandard  wie  bei  der 
Flüchtlingseigenschaft, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte 
Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. 
WALTER STÖCKLI, a.a.O., S. 568 Rz. 11.148).

7.2. Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 
der  Schweiz  einer Weiterreise  der  Ausländerin  oder  des  Ausländers  in 
den  Heimat­,  Herkunfts­  oder  einen  Drittstaat  entgegenstehen  (Art. 83 
Abs. 3 AuG).

7.2.1. So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land 
gezwungen  werden,  in  dem  ihr  Leib,  ihr  Leben  oder  ihre  Freiheit  aus 
einem  Grund  nach  Art. 3  Abs. 1  AsylG  gefährdet  ist  oder  in  dem  sie 
Gefahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu  werden 
(Art. 5  Abs. 1  AsylG;  vgl.  ebenso  Art. 33  Abs. 1  des  Abkommens  vom 
28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]).

Gemäss  Art. 25  Abs. 3  BV,  Art. 3  des  Übereinkommens  vom 
10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche 
oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe  (FoK,  SR 0.105)  und  der 
Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutz der 
Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  (EMRK,  SR 0.101)  darf  niemand 

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der  Folter  oder  unmenschlicher  oder  erniedrigender  Strafe  oder 
Behandlung unterworfen werden.

7.2.2. Die  Vorinstanz  wies  in  ihrer  angefochtenen  Verfügung  zutreffend 
darauf hin, dass das Prinzip des  flüchtlingsrechtlichen Non­Refoulement 
nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es dem 
Beschwerdeführer  nicht  gelungen  ist,  eine  asylrechtlich  erhebliche 
Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der  in Art. 5 
AsylG  verankerte  Grundsatz  der  Nichtrückschiebung  im  vorliegenden 
Verfahren  keine  Anwendung  finden.  Eine  Rückkehr  des  Beschwerde­
führers  in  den  Heimatstaat  ist  demnach  unter  dem  Aspekt  von  Art. 5 
AsylG rechtmässig.

7.2.3.  Sodann  ergeben  sich  weder  aus  den  Aussagen  des 
Beschwerdeführers noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für 
den  Fall  einer  Ausschaffung  in  den  Heimatstaat  dort  mit  beachtlicher 
Wahrscheinlichkeit  einer  nach Art. 3  EMRK  oder  Art. 1  FoK  verbotenen 
Strafe  oder  Behandlung  ausgesetzt  wäre.  Gemäss  Praxis  des 
Europäischen  Gerichtshofes  für  Menschenrechte  (EGMR)  sowie  jener 
des  UN­Anti­Folterausschusses  müsste  der  Beschwerdeführer  eine 
konkrete  Gefahr  ("real  risk")  nachweisen  oder  glaubhaft  machen,  dass 
ihm im Fall einer Rückschiebung Folter oder unmenschliche Behandlung 
drohen würde  (vgl. EGMR  [Grosse Kammer], Saadi gegen  Italien, Urteil 
vom  28. Februar  2008,  Beschwerde  Nr. 37201/06,  §§ 124 – 127,  mit 
weiteren  Hinweisen).  Auch  die  allgemeine  Menschenrechtssituation  in 
Kosovo  lässt den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht als 
unzulässig  erscheinen.  Nach  dem  Gesagten  ist  der  Vollzug  der 
Wegweisung  sowohl  im  Sinne  der  asyl­  als  auch  der  völkerrechtlichen 
Bestimmungen zulässig.

7.3. Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 
Ausländer  unzumutbar  sein,  wenn  sie  im  Heimat­  oder  Herkunftsstaat 
aufgrund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und 
medizinischer  Notlage  konkret  gefährdet  sind.  Wird  eine  konkrete 
Gefährdung  festgestellt,  ist  –  unter  Vorbehalt  von  Art. 83  Abs. 7  AuG – 
die vorläufige Aufnahme zu gewähren.

7.3.1.  Angesichts  des  Umstands,  dass  in  Kosovo  derzeit  weder  Krieg, 
Bürgerkrieg noch eine Situation allgemeiner Gewalt herrscht,  sind keine 
Anhaltspunkte  dafür  ersichtlich,  dass  der  Beschwerdeführer  bei  einer 
Rückkehr dorthin konkret gefährdet wäre.

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7.3.2. Das  Bundesverwaltungsgericht  geht  in  seiner  Praxis  davon  aus, 
dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  von  albanischsprachigen  Roma, 
Ashkali  und  Ägyptern  nach  Kosovo  in  der  Regel  zumutbar  ist,  sofern 
aufgrund einer Einzelfallabklärung  (insbesondere durch Untersuchungen 
vor  Ort;  heute  über  die  Schweizerische  Botschaft,  früher  via  das 
sogenannte  Verbindungsbüro)  feststeht,  dass  bestimmte 
Reintegrationskriterien – wie berufliche Ausbildung, Gesundheitszustand, 
Alter, ausreichende wirtschaftliche Lebensgrundlage und Beziehungsnetz 
in  Kosovo  –  erfüllt  sind  (vgl.  BVGE  2007/10).  Damit  wird  die 
Rechtsprechung  der  ehemaligen  Asylrekurskommission  fortgeführt  (vgl. 
Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen 
Asylrekurskommission [EMARK] 2006 Nr. 10 und 11).

7.3.3.  In  der  angefochtenen  Verfügung  wurde  die  Zumutbarkeit  des 
Wegweisungsvollzugs bejaht, ohne dass eine Einzelfallabklärung vor Ort 
vorgenommen  worden  wäre.  Das  Urteil  BVGE  2007/10  verlangt  zwar 
nicht  in  jedem  Fall  zwingend  –  etwa  als  formelle  und  materielle 
Bedingung  einer  hinreichenden  Erstellung  des  rechtserheblichen 
Sachverhaltes  –  eine  Einzelfallabklärung  vor  Ort.  Es  kann  auch  ohne 
Einzelfallabklärung  vor  Ort  der  wesentliche  Sachverhalt,  der  für  die 
Beurteilung der Zumutbarkeit eines Wegweisungsvollzugs relevant ist, als 
hinreichend erstellt erachtet werden, wenn alle von der Rechtsprechung 
verlangten Integrationskriterien hinreichend substanziiert eruiert sind.

7.3.4.  Vorliegend  ist  der  für  die  Beurteilung  der  Zumutbarkeit  eines 
Wegweisungsvollzugs  relevante  Sachverhalt  als  hinreichend  erstellt  zu 
erachten,  weshalb  das  BFM  auf  eine  Einzelfallabklärung  vor  Ort 
verzichten  konnte.  Beim  Beschwerdeführer  handelt  es  sich  um  einen 
jungen,  gemäss  den Akten  gesunden Mann,  der  über  eine mehrjährige 
Schulbildung und eine Ausbildung als Automechaniker verfügt (vgl. A3 S. 
2). Angesichts dessen kann davon ausgegangen werden, dass es ihm bei 
einer  Rückkehr  in  den  Kosovo  trotz  allfälliger  Zugangsschwierigkeiten 
gelingen  wird,  eine  Arbeitsstelle  zu  finden.  Im  Weiteren  hat  der 
Beschwerdeführer  in Kosovo eine Wohnmöglichkeit,  da seine Eltern ein 
Haus besitzen (vgl. A10 S. 4 F26, Anhörungsprotolle der Eltern vom 26. 
Juli 2011, B12 S. 2 F6, B13 S. 2 F12). Darüber hinaus ist in Kosovo auch 
ein tragfähiges soziales Beziehungsnetz vorhanden, weil seine Eltern und 
Geschwister  ebenfalls  in  ihre  Heimat  zurückkehren  müssen  (vgl.  Urteil 
des  Bundesverwaltungsgerichts  D­5329/2011  vom  18.  November  2011) 
und sich dort mehrere Verwandte aufhalten (vgl. A3 S. 3, B12 S. 3 F16­
17,  B13  S.  2

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F7  ff.).  Sodann  sind  keine  weiteren  persönlichen  Gründe  ersichtlich, 
aufgrund  derer  geschlossen  werden  könnte,  der  Beschwerdeführer 
geriete  im  Falle  der  Rückkehr  in  eine  existenzbedrohende  Situation, 
weshalb  der  Vollzug  der  Wegweisung  –  in  Übereinstimmung  mit  der 
Vorinstanz – als zumutbar zu bewerten ist.

7.4.  Schliesslich  obliegt  es  dem  Beschwerdeführer,  sich  bei  der 
zuständigen  Vertretung  des  Heimatstaates  die  für  eine  Rückkehr 
notwendigen Reisedokumente  zu  beschaffen  (Art. 8 Abs. 4 AsylG,  dazu 
auch  BVGE 2008/34  E. 12  S. 513 – 515),  weshalb  der  Vollzug  der 
Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AuG).

7.5. Zusammenfassend  hat  die  Vorinstanz  den Wegweisungsvollzug  zu 
Recht als zulässig, zumutbar und möglich erachtet. Nach dem Gesagten 
fällt  eine  Anordnung  der  vorläufigen  Aufnahme  ausser  Betracht  (Art. 83 
Abs. 1 – 4 AuG).

8. 
Aus  diesen  Erwägungen  ergibt  sich,  dass  die  angefochtene  Verfügung 
Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und 
vollständig  feststellt  und  angemessen  ist  (Art. 106  AsylG).  Die 
Beschwerde ist demnach abzuweisen.

9. 
Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwerde­
führer  aufzuerlegen  (Art. 63  Abs. 1  VwVG),  auf  insgesamt  Fr. 600.­ 
festzusetzen (Art. 1 – 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 
Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE,
SR  173.320.2])  und  mit  dem  am  25.  Oktober  2011  in  gleicher  Höhe 
einbezahlten Kostenvorschuss zu verrechnen.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.­  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag wird mit  dem am 25. Oktober  2011 geleisteten 
Kostenvorschuss verrechnet.

3. 
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Fulvio Haefeli Karin Schnidrig

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