# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 43e6307a-f63a-5b96-bfde-5b7aafed4978
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-10
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 10.09.2025 SV1 2025 36
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SV1-2025-36_2025-09-10.pdf

## Full Text

«I_NAM»
«I_ALI»
«I_BEM»

Urteil vom 10. September 2025 
mitgeteilt am 10. September 2025

Referenz SV1 25 36

Instanz Erste sozialversicherungsrechtliche Kammer

Besetzung Pedretti, Vorsitz
Hemmi, Aktuarin

Parteien A._____
Beschwerdeführerin

gegen

Gemeinde B._____
Beschwerdegegnerin
vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Rita Marugg

Gegenstand Sozialhilfe

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Sachverhalt

A. A._____, geb. 1979, ist gelernte medizinische Praxisassistentin (MPA) und 
wohnt seit Mitte Februar 2025 zusammen mit ihrem jüngsten Sohn, geb. 2009, in 
B._____. Am 31. März 2025 stellte der Regionale Sozialdienst C._____ 
(nachfolgend: C._____) für A._____ bei der Gemeinde B._____ ein Gesuch um 
öffentliche Unterstützung ab dem 1. April 2025. Gleichzeitig wurde um 
Berücksichtigung der Motorfahrzeugkosten im Rahmen der Berechnung ersucht.

B. Mit E-Mail vom 1. Mai 2025 präzisierte der C._____ auf Aufforderung hin das 
Gesuch um öffentliche Unterstützung in Bezug auf den laufenden Leasingvertrag, 
wobei um Übernahme der Fahrzeugkosten bis Ende Juni 2025 ersucht wurde. Zur 
Begründung wurde ausgeführt, dass A._____ ihren Sohn noch bis zum Ende des 
Schuljahres (20. Juni 2025) täglich für die Beschulung nach D._____ fahre und 
wieder abhole.

C. Mit Verfügung vom 9. Mai 2025 gewährte die Gemeinde B._____ A._____ 
öffentliche Unterstützung ab dem 1. April 2025 (Dispositiv-Ziff. 1) und anerkannte 
die Übernahme der Motorfahrzeugkosten aus gesundheitlichen Gründen bis zum 
20. Juni 2025 (Dispositiv-Ziff. 2). Zudem hielt sie fest, für eine 
darüberhinausgehende Kostenübernahme sei der Nachweis zu erbringen, dass 
A._____ aus beruflichen oder gesundheitlichen Gründen auf ein Motorfahrzeug 
angewiesen sei (Dispositiv-Ziff. 3). Diese Verfügung erwuchs unangefochten in 
Rechtskraft.

D. Der C._____ informierte die Gemeinde B._____ am 6. Juni 2025 darüber, 
dass A._____ auch über den 20. Juni 2025 hinaus aus gesundheitlichen Gründen 
auf das Motorfahrzeug angewiesen sei. Zudem wäre die Aufnahme der geplanten 
Massnahme der Invalidenversicherung bei Nichtvorhandensein eines Fahrzeugs 
nicht möglich. 

E. Am 20. Juni 2025 verfügte die Gemeinde B._____ insbesondere, dass das 
Gesuch vom 6. Juni 2025 um Verlängerung der Übernahme der Betriebskosten für 
das Privatfahrzeug von A._____ über den 20. Juni 2025 hinaus abgelehnt werde 
(Dispositiv-Ziff. 1). Zur Begründung führte sie insbesondere aus, dem Gesuch stehe 
ein von der Mobiliar in Auftrag gegebenes Gutachten mit einer ausgewiesenen 
100%igen Arbeitsfähigkeit entgegen. Ausserdem liege die nächstgelegene 
Bushaltestelle rund 14 Höhenmeter über dem Wohnsitz von A._____ und Letztere 
übernehme gemäss Mietvertrag körperlich belastende Arbeiten (Schneeräumung), 
weshalb gewisse Zweifel an der geltend gemachten gesundheitlichen 
Einschränkung bestünden. Auch sei zu berücksichtigen, dass sich in der näheren 

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Umgebung ärztliche Grundversorger befänden, weshalb eine regelmässige Fahrt 
nach E._____ zur medizinischen Versorgung nicht zwingend erforderlich sei. Selbst 
wenn eine gesundheitlich begründete Notwendigkeit bestünde, wäre die 
Übernahme der Kosten für das vorliegende Fahrzeug abzulehnen, da es sich um 
ein hochpreisiges Fahrzeug handle und dessen Betrieb damit mit den Grundsätzen 
der Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit nicht vereinbar sei. 

F. Dagegen erhob A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 4. Juli 2025 
(Datum Poststempel) Beschwerde an das Obergericht des Kantons Graubünden 
und beantragte sinngemäss die Übernahme der Motorfahrzeugkosten für die 
Monate Juni und Juli 2025. Zur Begründung brachte sie im Wesentlichen vor, in der 
Nähe ihres Wohnorts fahre zwar ein Bus in Richtung B._____ Bahnhof. Allerdings 
nütze ihr dieser nichts, da der erste Bus morgens erst um 7.42 Uhr fahre. Seit dem 
18. Juni 2025 nehme sie mit Hilfe der Invalidenversicherung an einem 
Aufbautraining in einer Praxis in F._____ teil, wo sie morgens um 8.00 Uhr beginne. 
Im Moment belaufe sich ihr Pensum noch auf 20 %, welches zwei Vormittage 
umfasse. Ab Juli 2025 seien drei Vormittage bzw. ein Pensum von 30 % geplant. 
Um rechtzeitig zu erscheinen, müsste sie von ihrer Wohnung zur Haltestelle 
G._____ bzw. ca. 30 Minuten zum Bahnhof laufen, was aufgrund ihrer Krankheit 
nicht möglich sei. Müsste sie den Fussweg auf sich nehmen, wäre die Teilnahme 
an der Massnahme der Invalidenversicherung nicht mehr möglich. Zudem sei das 
Gutachten der Mobiliar falsch. Letztere sei der Auffassung, dass sie an einer 
Fibromyalgie leide. Es sei ärztlicherseits allerdings schon mehrmals widerlegt 
worden, dass sie nicht an einer solchen leide. Dennoch bleibe die Mobiliar bei ihrer 
Einschätzung und verweigere die Zahlungen. Da sie sehr gut auf das Medikament 
Mestinon anspreche, habe ihr Hausarzt die Diagnose einer seronegativen 
Myasthenia gravis gestellt. Sodann sei richtig, dass sie gemäss Mietvertrag für die 
Schneeräumung zuständig sei. Abgesehen davon, dass wohl ein Nachbar bei 
starkem Schneefall das Gröbste mit dem Quad beseitige, könne ihr 15-jähriger 
Sohn die Schneeräumung übernehmen. Auch sei ihr klar, dass ihr Volvo ein 
hochwertiges Auto sei. Leider fehlten ihr die finanziellen Mittel, um ein kleineres und 
günstigeres Auto zu kaufen. Zudem sei das Auto geleast, weshalb sie bei Auflösung 
des Vertrags CHF 1’800.00 sowie zusätzlich die gefahrenen Mehrkilometer 
bezahlen müsste. Abgesehen davon sei ein Elektroauto in Bezug auf den Unterhalt 
sehr günstig. Schliesslich sei ebenfalls richtig, dass sich in der näheren Umgebung 
ärztliche Grundversorger befänden. Bei Dr. med. H._____, Facharzt für Allgemeine 
Innere Medizin, in I._____ fühle sie sich allerdings nach einer langen 
Leidensgeschichte das erste Mal sehr gut aufgehoben und behandelt, was sie nicht 
aufgeben werde. 

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G. Die Gemeinde B._____ (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) schloss in ihrer 
Vernehmlassung vom 28. Juli 2025 auf Abweisung der Beschwerde. Zur 
Begründung führte sie im Wesentlichen aus, dass keine gesundheitlichen Gründe 
erkennbar seien, die eine Übernahme der hohen Autoleasingkosten rechtfertigen 
würden. Ein Nachweis, dass die medizinische Grundversorgung der 
Beschwerdeführerin ohne Auto nicht gewährleistet wäre, oder dass aus anderen 
Gründen die Benützung des öffentlichen Verkehrs nicht möglich wäre, habe sie 
nicht erbracht. Vielmehr deute das Arztzeugnis des Hausarztes vom 3. Juli 2025 an, 
dass die Beschwerdeführerin Autofahren tunlichst vermeiden sollte. Dieses 
Arztzeugnis sei somit nicht geeignet, die von der Beschwerdeführerin behauptete 
Notwendigkeit des Privatfahrzeugs zu beweisen. Folglich sei es ihr zumutbar, ihre 
privaten Bedürfnisse mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu befriedigen. Auch 
könnte die Beschwerdeführerin ihre zukünftigen Arztbesuche bei Dr. med. H._____ 
in I._____ mit den öffentlichen Verkehrsmitteln wahrnehmen. Sodann sei der 
Wohnort der Beschwerdeführerin mit dem öffentlichen Verkehr der Güteklasse F 
(Basiserschliessung) erschlossen und das Postauto fahre mit dem Kurs 223 
regelmässig. Ab B._____ liege eine Erschliessung der Güteklasse B (gute 
Erschliessung in urbaner Qualität) vor. Vom Wohnsitz der Beschwerdeführerin bis 
zum Aufbautraining nach F._____ dauere die Fahrt mit den öffentlichen 
Verkehrsmitteln weit weniger als die generell zumutbaren zwei Stunden. Es sei 
daher erstellt, dass sie auch aus beruflichen Gründen nicht auf ein Privatfahrzeug 
angewiesen sei. Ferner sei darauf hinzuweisen, dass nicht die Beschwerdeführerin 
Schuldnerin der Leasingraten sei, sondern ihr Ex-Ehemann. Auch deshalb seien 
diese Raten nicht zu ihrem Bedarf zu zählen bzw. von der Sozialhilfe zu 
übernehmen. Schliesslich habe sich die Beschwerdeführerin in Bezug auf ihre 
gesundheitlichen Beschwerden und der damit einhergehenden Frage nach der 
Notwendigkeit eines Autos widersprüchlich verhalten. 

H. Am 2. August 2025 replizierte die Beschwerdeführerin. 

I. Die Beschwerdegegnerin verzichtete mit Eingabe vom 14. August 2025 auf 
die Einreichung einer Duplik.

J. Am 18. August 2025 reichte die Beschwerdegegnerin mehrere Unterlagen 
nach, welche der Beschwerdeführerin zugestellt wurden. Letztere liess sich dazu 
am 25. August 2025 vernehmen.

Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften, den angefochtenen 
Entscheid sowie die übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden 
Erwägungen eingegangen.

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Erwägungen

1.1. Gemäss Art. 49 Abs. 1 lit. a VRG (BR 370.100) beurteilt das Obergericht des 
Kantons Graubünden Beschwerden gegen Entscheide von Gemeinden, soweit 
diese nicht bei einer anderen Instanz angefochten werden können oder nach 
kantonalem oder eidgenössischem Recht endgültig sind. Der vorliegend 
angefochtene Entscheid der Beschwerdegegnerin vom 20. Juni 2025 ist weder 
endgültig noch kann er bei einer anderen Instanz angefochten werden. Folglich stellt 
er ein taugliches Anfechtungsobjekt für ein Verfahren vor dem Obergericht des 
Kantons Graubünden dar. Als formelle und materielle Adressatin des 
angefochtenen Entscheids ist die Beschwerdeführerin davon überdies berührt und 
sie weist ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung bzw. Änderung auf 
(Art. 50 VRG). Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde 
ist somit einzutreten.

1.2. Gemäss Art. 43 Abs. 3 lit. a VRG entscheidet das Obergericht in 
einzelrichterlicher Kompetenz, wenn der Streitwert CHF 10’000.00 nicht 
überschreitet und keine Fünferbesetzung vorgeschrieben ist. Die 
Beschwerdeführerin machte in ihrer Beschwerde vom 4. Juli 2025 geltend, es gehe 
ihr insbesondere um die Unterstützung im Sinne einer Übernahme der 
Motorfahrzeugkosten für den kompletten Monat Juni und Juli 2025; ab August sei 
sie aufgrund der Taggeldleistungen der Invalidenversicherung zuversichtlich, ihre 
Existenz selbstständig sichern zu können (vgl. act. A.1). Da der Streitwert somit 
unbestrittenermassen unter CHF 10’000.00 liegt und für diese Angelegenheit keine 
Fünferbesetzung vorgeschrieben ist (vgl. Art. 43 Abs. 2 VRG), ist die vorliegende 
Streitigkeit einzelrichterlich zu entscheiden.

2. Streitgegenstand bildet vorliegend die Frage, ob die Beschwerdegegnerin die 
Übernahme der Betriebskosten für das von der Beschwerdeführerin benutzte 
Motorfahrzeug über den 20. Juni 2025 hinaus zu Recht abgelehnt hat. 

3.1. Wer in Not gerät und nicht in der Lage ist, für sich zu sorgen, hat Anspruch 
auf Hilfe und Betreuung und auf die Mittel, die für ein menschenwürdiges Dasein 
unerlässlich sind (Art. 12 BV). Diese verfassungsmässigen Ansprüche werden 
durch die kantonale Gesetzgebung konkretisiert; jede bedürftige Person hat 
Anspruch auf persönliche und wirtschaftliche Hilfe. Gemäss Art. 1 Abs. 1 des 
Kantonalen Unterstützungsgesetzes (UG; BR 546.250) ist bedürftig, wer für seinen 
Lebensunterhalt und den seiner Familienangehörigen mit gleichem Wohnsitz nicht 
hinreichend oder nicht rechtzeitig aus eigenen Mitteln aufkommen kann. Diese 
Bestimmung bekennt sich zum Grundsatz der Subsidiarität, welcher das 

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Sozialhilferecht durchdringt (vgl. BGE 139 I 218 E. 3.3 und E. 3.5 sowie 130 I 71 
E. 5.3; PVG 2009 Nr. 18 E. 3c). Gemäss Art. 2 Abs. 1 Satz 1 UG bestimmt die 
zuständige Sozialbehörde Art und Mass der Unterstützung nach dem 
ausgewiesenen Bedarf unter Würdigung der örtlichen und persönlichen 
Verhältnisse. Für die Bemessung der Unterstützung durch die zuständige 
Gemeinde sind gemäss Art. 1 Abs. 1 der Ausführungsbestimmungen zum 
kantonalen Unterstützungsgesetz (ABzUG; BR 546.270) die Richtlinien der 
Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS) für die Ausgestaltung und 
Bemessung der Sozialhilfe (nachfolgend: SKOS-Richtlinien; Version vom 1. Januar 
2025; <https://skos.ch/>) einschliesslich des Kapitels «Praxishilfen» mit gewissen 
Konkretisierungen und Einschränkungen massgebend (vgl. statt vieler: Urteil des 
Obergerichts des Kantons Graubünden SV1 25 26 vom 11. Juli 2025 E. 3 mit 
Hinweis). 

3.2. Die materielle Grundsicherung ermöglicht eine bescheidene und 
menschenwürdige Lebensführung mit sozialer Teilhabe und umfasst folgende 
Ausgabenpositionen: Grundbedarf für den Lebensunterhalt, Wohnkosten, 
medizinische Grundversorgung sowie grundversorgende situationsbedingte 
Leistungen (SIL). Sie wird individuell unter anderem durch fördernde SIL ergänzt 
(vgl. Ziff. C.1 der SKOS-Richtlinien). Die SIL decken spezifische Lebensbereiche 
sowie -umstände ab und haben ihre Ursache oft in einer besonderen 
gesundheitlichen, wirtschaftlichen oder familiären Lage einer unterstützten Person. 
In Frage kommen aber auch etwa soziale, psychologische oder pädagogische 
Gründe (vgl. WIZENT, Sozialhilferecht, 2. Aufl. 2023, Rz. 518 und DERS., Die 
sozialhilferechtliche Bedürftigkeit, 2014, S. 322 f.; siehe auch Ziff. C.6.1 der SKOS-
Richtlinien; siehe auch HÄNZI, Die Richtlinien der Schweizerischen Konferenz für 
Sozialhilfe, Basel 2011, S. 183). Erwerbstätigkeit, die Teilnahme an 
Integrationsprogrammen und das Leisten von Freiwilligenarbeit können mit 
Mehrkosten verbunden sein, die nicht im Grundbedarf für den Lebensunterhalt 
enthalten sind. Diese sind als SIL zu übernehmen, wenn die Tätigkeit den Zielen 
der Sozialhilfe dient. Übernommen werden insbesondere Mehrkosten für private 
Motorfahrzeuge, wenn das Fahrziel nicht auf zumutbare Weise mit den öffentlichen 
Verkehrsmitteln erreicht werden kann (vgl. Ziff. C.6.3 der SKOS-Richtlinien; siehe 
auch LOOSLI BRENDEBACH, Autobesitz in der Sozialhilfe, ZESO 3/22 S. 8, WIZENT, 
Die sozialhilferechtliche Bedürftigkeit, S. 347 und HÄNZI, a.a.O., S. 184). Dies ist 
namentlich dann der Fall, wenn eine Behinderung dies ausschliesst oder stark 
erschwert, wenn Arbeitsbeginn oder -ende nicht in den Verkehrszeiten liegen, wenn 
die Haltestelle sehr weit entfernt liegt oder wenn die Verkehrsverbindungen sehr 
ungünstig sind. Massgebend sind die gesamten Umstände des Einzelfalles (vgl. 

https://skos.ch/

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WIZENT, Die sozialhilferechtliche Bedürftigkeit, S. 347 f.; siehe auch Merkblatt 
«Motorfahrzeug und Sozialhilfe» des Kantonalen Sozialamts Graubünden, 
Handbuch Kapitel C, 8. März 2024, Version 2.1, S. 5 f.; vgl. ferner Urteil des 
Bundesgerichts 8C_19/2013 vom 18. März 2014 E. 5.1). 

4.1. Soweit die Beschwerdegegnerin auf den am 11./16. März 2022 
abgeschlossenen Leasingvertrag hinweist, ist ihr zwar darin beizupflichten, dass der 
Ex-Ehemann der Beschwerdeführerin darin als Leasingnehmer aufgeführt ist (vgl. 
Leasingvertrag vom 11./16. März 2022 [act. C.6.1]). Zudem ergibt sich aus der im 
Recht liegenden, nicht unterzeichneten Ehescheidungskonvention insbesondere, 
dass jeder diejenigen Schulden, die auf seinen Namen lauten, alleine trägt (vgl. 
undatierte Ehescheidungskonvention [act. C.6.1]). Allerdings bestätigte die 
Beschwerdeführerin am 3. Juni 2025 schriftlich, dass sie die alleinige Nutzerin des 
Leasingfahrzeugs Volvo XC 40 P8 AWD Elec R-Design, Chassis-
Nr. YV1XZEDVEM2504004, und als Fahrzeughalterin im entsprechenden Register 
eingetragen sei. Ausserdem verpflichtete sie sich, den Verpflichtungen aus dem 
Leasingvertrag nachzukommen und sämtliche im Zusammenhang mit diesem 
Fahrzeug anfallende Kosten, insbesondere Leasingraten und -gebühren, 
Entschädigungen für Mehrkilometer, Unterhalts- und Reparaturkosten, 
Versicherungsprämien, Restwertdifferenzen, Steuern und sonstige Abgaben, 
vollständig und fristgerecht zu übernehmen. Sie erklärte auch, ihren Ex-Ehemann 
in jeglicher Hinsicht schad- und klaglos zu halten und ihn von sämtlichen 
Verpflichtungen aus dem Leasingvertrag sowie der Fahrzeugnutzung freizustellen 
(vgl. Bestätigung Leasing vom 3. Juni 2025 [act. B.6]). Vor diesem Hintergrund kann 
der Beschwerdegegnerin nicht gefolgt werden, wenn sie vorbringt, nicht die 
Beschwerdeführerin, sondern ihr Ex-Ehemann sei Schuldner der Leasingraten, 
weshalb diese nicht von der Sozialhilfe zu übernehmen seien.

4.2. Soweit die Beschwerdegegnerin im Weiteren eine Übernahme der 
Motorfahrzeugkosten mit dem Argument ablehnt, es handle sich um ein 
hochpreisiges Fahrzeug, dessen Betrieb nicht mit dem Prinzip der Zweckmässigkeit 
und Wirtschaftlichkeit in der Sozialhilfe vereinbar sei (vgl. angefochtene Verfügung 
vom 20. Juni 2025 [act. B.1]), ist ihr Einwand zu relativieren. Zum einen verhält sie 
sich damit widersprüchlich, übernahm sie doch die Kosten ebendieses Fahrzeugs 
mit rechtskräftiger Verfügung vom 9. Mai 2025, damit der Sohn der 
Beschwerdeführerin noch bis zum Ende des Schuljahres am 20. Juni 2025 täglich 
für die Beschulung nach D._____ gefahren werden konnte (vgl. act. B.2). Zum 
anderen legt die Beschwerdegegnerin nicht dar, dass der Betrieb eines 
Elektrofahrzeugs tatsächlich mit höheren Kosten verbunden ist als derjenige eines 

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Fahrzeugs mit Verbrennungsmotor. Vielmehr scheinen die von der 
Beschwerdegegnerin eingereichten Akten eher darauf hinzudeuten, dass die 
Fahrkosten eines Elektroautos vergleichsweise günstiger ausfallen (vgl. Information 
zu den Kosten von Elektroautos [act. C.6.1]). 

5. Zu prüfen ist sodann, ob die Beschwerdeführerin aus beruflichen Gründen 
auf ein privates Motorfahrzeug angewiesen ist. 

5.1. Aktenkundig ist, dass die Beschwerdeführerin zusammen mit ihrem jüngsten 
Sohn an der J._____ in B._____ wohnt (vgl. Verfügung betreffend öffentliche 
Unterstützung vom 9. Mai 2025 [act. B.2]; Gesuch um öffentliche Unterstützung vom 
31. März 2025 [act. C.6.1]). Gemäss der angefochtenen Verfügung vom 20. Juni 
2025 liegt die nächste Bushaltestelle rund 14 Höhenmeter über der Wohnung (vgl. 
act. B.1), was von der Beschwerdeführerin bestätigt wird (vgl. act. A.1). Im Weiteren 
nimmt Letztere ausweislich der edierten Akten seit dem 18. Juni 2025 an einer 
Integrationsmassnahme (Aufbautraining) der Invalidenversicherung bei Dr. med. 
K._____, FMH für Allgemeinmedizin, in F._____ teil (vgl. Mitteilung der IV-Stelle des 
Kantons Graubünden vom 20. Juni 2025 [act. I.3]). Aus der entsprechenden 
Zielvereinbarung geht hervor, dass die Beschwerdeführerin in einem Pensum von 
20-30 % gestartet sei. Das Ziel der Massnahme sei, dass sie am Ende der 
Massnahme am 17. Dezember 2025 bei einem ca. 70-80%-Pensum in der 
angestammten Tätigkeit eingearbeitet sei. Die Steigerung des Pensums und der 
Leistungen erfolge dabei anhand der medizinischen Möglichkeiten und der internen 
Tätigkeiten, welche im Rahmen der Eingliederungsmassnahmen evaluiert würden 
(vgl. act. I.4). Damit übereinstimmende Angaben macht die Beschwerdeführerin 
auch in ihrer Beschwerde vom 4. Juli 2025 und bringt überdies vor, sie absolviere 
ihr Pensum an zwei bzw. ab Juli 2025 an drei Vormittagen, wobei sie in der Praxis 
in F._____ um 8.00 Uhr am Morgen anfange und meist erst nach 12.00 Uhr fertig 
sei (vgl. act. A.1). Dies wird von der Beschwerdegegnerin nicht in Abrede gestellt 
und erscheint angesichts der erwähnten Zielvereinbarung auch plausibel (vgl. ferner 
Gesuch vom 6. Juni 2025 [act. C.5]). Im Weiteren führt die Beschwerdeführerin mit 
Blick auf den öffentlichen Verkehr aus, ihr sei es nicht möglich, rechtzeitig am 
Morgen in der Praxis in F._____ zu sein, da der erste Bus von der rund 14 
Höhenmeter über ihrer Wohnung gelegenen Haltestelle erst um 7.42 Uhr abfahre 
(vgl. act. A.1). Diese Ausführungen stimmen mit dem online abrufbaren Postauto-
Fahrplan der Haltestelle B._____ P._____ überein (siehe die vom 15. Dezember 
2024 bis zum 13. Dezember 2025 gültigen Abfahrtszeiten für die Linie 223, abrufbar 
unter https://www.postauto.ch/L._____; vgl. ferner act. B.11). Mit der 
Beschwerdeführerin ist daher festzuhalten, dass sie am Morgen entweder zu Fuss 

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zur nächstgelegenen Haltestelle B._____ G._____ oder aber direkt zum Bahnhof 
B._____ gehen müsste, um von dort den Zug nach F._____ zu nehmen und 
rechtzeitig an der Integrationsmassnahme teilnehmen zu können (vgl. act. A.1). Die 
Haltestelle B._____ G._____ liegt dabei rund 900 m von ihrer Wohnung entfernt 
(vgl. Entfernungsmessung von der J._____ zur Postauto-Haltestelle B._____ 
G._____ gestützt auf die Geodaten des geografischen Informationssystems des 
Kantons Graubünden, abrufbar unter www.geogr.ch) und der Bahnhof B._____ 
rund 1’800 m (vgl. Fahrplan der SBB AG mit den Detailangaben zum Fussweg von 
der J._____ zum Bahnhof B._____, abrufbar unter www.sbb.ch). Diesbezüglich 
macht die Beschwerdeführerin geltend, ihr sei es aufgrund ihrer gesundheitlichen 
Situation nicht möglich, diese Wege zu Fuss zurückzulegen. Nicht weiter 
massgeblich ist das Vorbringen der Beschwerdegegnerin, wonach die Fahrt mit den 
öffentlichen Verkehrsmitteln vom Wohnsitz der Beschwerdeführerin bis zum 
Aufbautraining nach F._____ weit weniger als die generell zumutbaren zwei 
Stunden dauere. Denn dabei scheint sie zu übersehen, dass eine unterstützte 
Person nicht nur dann aus beruflichen Gründen auf ein Motorfahrzeug angewiesen 
ist, wenn sie den Arbeitsort nicht innert nützlicher Frist aufsuchen kann, sondern 
auch dann, wenn dieser nicht in zumutbarer Weise mit den öffentlichen 
Verkehrsmitteln erreicht werden kann (vgl. Ziff. C.6.3 der SKOS-Richtlinien und 
Merkblatt «Motorfahrzeug und Sozialhilfe» des Kantonalen Sozialamts 
Graubünden, Handbuch Kapitel C, 8. März 2024, Version 2.1, S. 5 f.; siehe auch 
WIZENT, Die sozialhilferechtliche Bedürftigkeit, S. 347 und HÄNZI, a.a.O., S. 184). 
Dies ist nachfolgend zu prüfen.

5.2. Während die Beschwerdegegnerin gestützt auf die gemäss dem von der 
Krankentaggeldversicherung eingeholten Gutachten der SMAB AG vom 
15. November 2024 (nachfolgend: SMAB-Gutachten) bestehende Arbeitsfähigkeit 
von 100 % (ohne Schichtarbeit) die Zumutbarkeit der Zurücklegung dieser 
Fusswege bejaht, verneint dies die Beschwerdeführerin und legt hierfür Berichte 
ihrer behandelnden (Fach-)Ärzte Dr. med. O._____, Leitender Arzt für Medizin und 
Rheumatologie des Kantonsspitals Graubünden, und Dr. med. H._____, Facharzt 
für Allgemeine Innere Medizin, ins Recht.

5.3. Für die Bewertung der Beweise gilt im Allgemeinen der Grundsatz der freien 
Beweiswürdigung. Danach hat das Gericht die Beweise ohne Bindung an förmliche 
Regeln umfassend, pflichtgemäss und objektiv zu würdigen. Dies bedeutet, dass 
das Gericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv 
zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine 
zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten (vgl. BGE 143 

http://www.geogr.ch
http://www.sbb.ch

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V 124 E. 2.2.2 und 125 V 351 E. 3a; Urteil des Bundesgerichts 8C_82/2019 vom 
19. September 2019 E. 5.2.2; siehe ferner Art. 11 f. VRG). Die Rechtsprechung – in 
erster Linie jene zur Invaliden- bzw. Unfallversicherung – hat für die Würdigung 
medizinischer Berichte und Gutachten gewisse Grundsätze entwickelt, die auch hier 
zu beachten sind. Danach hängt der Beweiswert eines ärztlichen Berichts davon 
ab, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 
Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlaggebend für 
den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels 
noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme 
als Bericht oder Gutachten, sondern dessen Inhalt (vgl. BGE 134 V 231 E. 5.1 und 
125 V 351 E. 3a; vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_458/2024 vom 2. Mai 2025 
E. 2.3.2, 8C_380/2021 vom 21. Dezember 2021 E. 3.2 und 8C_173/2021 vom 
25. Oktober 2021 E. 4.1). In Bezug auf Atteste von Hausärztinnen und Hausärzten 
darf und soll das Gericht aber der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese 
mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen 
eher zugunsten der Patientin oder des Patienten aussagen (vgl. BGE 135 V 465 
E. 4.5; Urteil des Bundesgerichts 8C_109/2023 vom 5. Juni 2023 E. 6.3). Liegt – 
wie hier – ein vom Krankentaggeldversicherer eingeholtes Gutachten vor, kommt 
diesem der Beweiswert versicherungsinterner ärztlicher Feststellungen zu (vgl. 
Urteil des Bundesgerichts 8C_131/2022 vom 27. Juni 2022 E. 3.2.2 mit Hinweis). 
Folglich sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen (vgl. BGE 
145 V 97 E. 8.5 in fine). Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit 
und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen 
vorzunehmen (vgl. BGE 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2 und 135 V 465 E. 4.4).

5.4. Insoweit ist zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht auf das 
bidisziplinäre SMAB-Gutachten vom 15. November 2024 abgestellt hat oder ob 
dieses von der übrigen medizinischen Aktenlage in Zweifel gezogen wird.

5.4.1. Mit Blick auf die allgemeinen Beweisanforderungen ist festzustellen, dass 
das SMAB-Gutachten vom 15. November 2024 in Kenntnis der Anamnese und der 
von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden ergangen ist (vgl. act. I.2 S. 5 
und S. 10 f.). Es basiert auf eigenen klinischen und laborchemischen 
Untersuchungen (vgl. act. I.2 S. 6 f. und S. 12 ff.). Auch nahmen die Gutachterin 
und der Gutachter zu den streitigen Belangen Stellung (vgl. act. I.2 S. 3 f.). Dabei 
wiesen sie ein mögliches Fibromyalgiesyndrom bei erfüllten ACR-Kriterien (ICD-10 

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M79.7) als Diagnose aus (vgl. act. I.2 S. 3). Dazu hielt die rheumatologische 
Gutachterin Dr. med. M._____ namentlich fest, bei einem chronischen primären 
Schmerz, wie er in diesem konkreten Fall vorliege, komme ein mögliches 
Widespread-Pain-Syndrom bzw. Fibromyalgiesyndrom als mögliche, nicht 
organpathologische bzw. nicht somatisch fassbare Ursache der Beschwerden in 
Frage. Die Kriterien des ACR für das Fibromyalgiesyndrom seien in diesem 
konkreten Fall erfüllt, denn es bestehe ein Ganzkörperschmerz unspezifischen 
Charakters, dem die organpathologische Grundlage fehle und es bestehe eine 
Tageserschöpfbarkeit bzw. -müdigkeit nach Angabe der Beschwerdeführerin, 
derentwegen sie nicht mehr in der Lage sei, ihrer beruflichen Tätigkeit als MPA bzw. 
Pferdewirtin nachzukommen. Ein Fibromyalgiesyndrom gemäss den Kriterien des 
ACR könne gesehen werden. In den Akten werde zwar vermerkt, dass die 
Beschwerdeführerin diese Diagnose nicht für sich akzeptieren könne bzw. möchte, 
da sie dem biopsychosozialen Modell gegenüber sehr kritisch eingestellt sei und 
von einem rein somatisch-organischen Grund für ihre Beschwerden ausgehe. 
Dieser habe bis dato aber nicht gefunden werden können. Bei einem 
Fibromyalgiesyndrom als syndromaler Zustand würden die Betroffenen leichter 
Schmerz empfinden als andere. Schwerste, schwere und rein mittelschwere 
Tätigkeiten seien nicht mehr möglich, denn diese generierten vermehrte 
Schmerzen. Auch private Hobbies seien anzupassen. Leichte bis mittelschwere, 
wechselbelastende Tätigkeiten ohne Wirbelsäulenzwangshaltungen seien 
zumutbar. Überkopfarbeiten, Hinknien, Kauern, Hocken sowie Treppen- und Leitern 
besteigen seien nicht repetitiv möglich. Eine ausgeprägte Nässe- und 
Kälteexposition sei ungünstig (vgl. act. I.2 S. 16).

Der psychiatrische Gutachter N._____ konnte keine Diagnose stellen. In seiner 
Beurteilung hielt er fest, das klinische Bild sei beherrscht von unterschiedlich 
starken Schmerzen an mehreren Lokalisationen sowie einer raschen 
Erschöpfbarkeit, welche in der Bewertung der Beschwerdeführerin Leiden und 
Beeinträchtigungen in sozialen, beruflichen oder anderen wichtigen Funktionen 
verursachten. Auch wenn durch die bisherige somatische Diagnostik keine 
somatische Genese habe identifiziert werden können und daher an eine chronische 
Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren gemäss ICD-10 zu 
denken wäre, sei in der aktuellen rheumatologischen Untersuchung ein 
Fibromyalgiesyndrom als möglich erachtet worden. Ausserdem sei die somatische 
Diagnostik noch nicht abgeschlossen, da unter anderem noch erneute 
Muskelbiopsien sowie eine genetische Untersuchung ausstehen würden. Auch 
wenn die gemäss ICD-10 notwendigen psychischen Faktoren, eine Stress- und 
Belastungssituation, maladaptive Kognitionen (gedankliche Einengung auf das 

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Schmerzerleben, Katastrophisieren von Krankheitsfolgen), eine emotionale 
Belastung und soziale sowie existenzielle Konsequenzen erfüllt würden, könne aus 
den genannten Gründen die Diagnose einer chronischen Schmerzstörung mit 
somatischen und psychischen Faktoren nicht vergeben werden (vgl. act. I.2 S. 8).

In ihrer Gesamtbeurteilung erachteten die Gutachterin und der Gutachter die als 
leicht eingestufte Tätigkeit als MPA bei einem Fibromyalgiesyndrom für möglich. 
Eine 100%ige Arbeitsfähigkeit sei z.B. in einer gynäkologischen Praxis gegeben, 
wo die Beschwerdeführerin gearbeitet habe. In einem Schichtdienstbetrieb bestehe 
eine 20%ige Leistungsreduktion aufgrund von vermehrten Pausen und 
notwendigen Erholungen. Eine Verweistätigkeit sei zu 100 % zumutbar (vgl. act. I.2 
S. 3).

In prognostischer Hinsicht hielten die Expertin und der Experte fest, aktuell würden 
noch Abklärungen laufen. So sollten z.B. Muskelbiopsien wiederholt werden und die 
Ergebnisse einer genetischen Untersuchung stünden noch aus. Gegebenenfalls 
werde auch noch eine Hautbiopsie durchgeführt. Sollte die noch ausstehende 
somatische Diagnostik weiterhin zu keinem klaren somatischen Erklärungsmodell 
führen, sollte mittels psychosomatischer Abklärung das Ausmass einer potentiellen 
Psychogenese festgestellt werden (vgl. act. I.2 S. 3 f.).

5.4.2. Bereits aus diesen gutachterlichen Ausführungen erhellt, dass sich der 
medizinische Sachverhalt anlässlich der Begutachtung (noch) als unvollständig 
abgeklärt präsentierte. So führte Dr. med. M._____ namentlich aus, bis dato habe 
keine den Beschwerden zugrundeliegende somatische Erkrankung nachgewiesen 
werden können. Interdisziplinär betrachtet sei man nach wie vor unschlüssig, was 
der effektive Grund für die von der Beschwerdeführerin angegebenen Beschwerden 
sei (vgl. act. I.2 S. 15). Zum Behandlungsplan hielt sie fest, dass die Abklärungen 
noch nicht abgeschlossen und verschiedene Untersuchungen noch durchzuführen 
bzw. deren Ergebnisse noch ausstehend seien (vgl. act. I.2 S. 17). Gleichermassen 
sah der psychiatrische Gutachter N._____ eine psychosomatische Abklärung zum 
Ausmass einer potentiellen Psychogenese für angezeigt, wenn die noch 
ausstehende somatische Diagnostik keine klare organische Ursache als Erklärung 
für die Beschwerden ergeben sollte (vgl. act. I.2 S. 4). Insofern ist die im SMAB-
Gutachten vom 15. November 2024 ausgewiesene 100%ige Arbeitsfähigkeit für 
leichte bis mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeiten ohne Schichtdienst, auf 
welche vorliegend die Beschwerdegegnerin abstellte, bereits von vornherein zu 
relativieren.

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5.4.3. In der Folge wurde ab Dezember 2024 eine probatorische Therapie mit dem 
Cholinesterase-Hemmer Pyridostigmin (Mestinon) begonnen, auf welche die 
Beschwerdeführerin ansprach. Ihr Hausarzt Dr. med. H._____ sieht daher in 
seinem Bericht vom 3. Juli 2025 eine seronegative Myasthenia gravis als die 
wahrscheinlichste Diagnose für die Beschwerden, welche er als einen seit dem 
Sommer 2023 bestehenden Symptomkomplex mit namentlich allgemeiner 
Muskelschwäche, die sich bei Anstrengung verschlimmere und in Ruhe bessere, 
sowie einer Belastungsintoleranz mit Müdigkeit und Erschöpfung umschreibt (vgl. 
act. B.4). Gleichermassen diagnostizierte Dr. med. O._____ in seinem Bericht vom 
5. Februar 2025 einen Verdacht auf eine neuromuskuläre Erkrankung bei einer 
seronegativen Myasthenia gravis als Differenzialdiagnose. Da die durchgeführte 
Behandlung mit Mestinon zu einer Besserung der muskulären Schwäche und der 
Schmerzen – bei anamnestisch weiterhin bestehender rascher Ermüdbarkeit der 
Muskulatur – geführt habe, lehnte er eine primäre Schmerzstörung im Sinne eines 
Fibromyalgiesyndroms ab (vgl. act. B.3). Mit der Verdachtsdiagnose einer 
seronegativen Myasthenia gravis setzten sich die Gutachterin und der Gutachter 
der SMAB AG in ihrer Expertise vom 15. November 2024 nicht auseinander, 
obschon die Beschwerdeführerin anlässlich der Begutachtung bereits angab, dass 
eine Myasthenie im Raum stehe (vgl. act. I.2 S. 5). Insofern fehlen dazu schlüssige 
gutachterliche Angaben. Solche erweisen sich allerdings als relevant, da zwischen 
den gutachterlichen und den vorgenannten (fach-)ärztlichen Beurteilungen, welche 
der seronegativen Myasthenia gravis weitreichende funktionelle Auswirkungen 
zuschreiben (vgl. Bericht von Dr. med. O._____ vom 5. Februar 2025 [act. B.3] und 
Bericht von Dr. med. H._____ vom 3. Juli 2025 [act. B.4]), Divergenzen bestehen, 
welche unmittelbar für die hier zu klärenden Belange betreffend die Zumutbarkeit 
der Zurücklegung des Arbeitswegs zu Fuss und mit öffentlichen Verkehrsmitteln 
bedeutsam sind (vgl. BGE 137 V 210 E. 6.2.4). Eine entsprechende fachärztlich-
neurologische Beurteilung ist daher nachzuholen (siehe auch Bericht von Dr. med. 
H._____ vom 3. Juli 2025 [act. B.4]). Soweit die Beschwerdegegnerin vorbringt, aus 
dem neueren Bericht von Dr. med. H._____ vom 3. Juli 2025 gehe hervor, dass die 
Beschwerdeführerin Autofahren tunlichst vermeiden sollte, vermag ihr Einwand 
nicht zu verfangen. Abgesehen davon, dass die Fahrtauglichkeit im besagten 
Bericht nicht thematisiert wird (vgl. act. B.4), hielt Dr. med. H._____ bereits in 
seinem Arztzeugnis vom 3. Juni 2025 gegenteilig fest, dass die Beschwerdeführerin 
für ihre Mobilität auf einen Personenwagen angewiesen sei (vgl. act. C.6.6). Zudem 
geht aus dem Bericht von Dr. med. O._____ vom 5. Februar 2025 in 
anamnestischer Hinsicht hervor, dass die Sehstörungen mit Doppelbildern 
inzwischen praktisch verschwunden seien (vgl. act. B.3). 

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5.4.4. Des Weiteren kritisierte Dr. med. O._____ in seinem Bericht vom 5. Februar 
2025 das SMAB-Gutachten auch dahingehend, als darin nur wenig auf die bereits 
damals bestehende muskuläre Schwäche und die dadurch deutlich eingeschränkte 
Leistungsfähigkeit mit rascher Erschöpfbarkeit eingegangen worden sei (vgl. act. 
B.3). Dies erweist sich insoweit als plausibel, als die rheumatologische Gutachterin 
bei der Beschwerdeführerin von einem chronisch primären Schmerz ausging und 
mit dem als möglich erachteten Fibromyalgiesyndrom die Schmerzsymptomatik 
funktionell einordnete (vgl. SMAB-Gutachten vom 15. November 2024 [act. I.2 
S. 16]). Dass bzw. inwiefern sie den von ihr ebenfalls seit dem Sommer 2023 
festgestellten Beschwerdekomplex mit namentlich Myalgien, Arthralgien, Leistungs- 
und Muskelschwäche und einer generalisierten Leistungsminderung (vgl. act. I.2 
S. 14) in ihre Folgenabschätzung einbezog, ergibt sich nicht aus dem SMAB-
Gutachten. Überhaupt lässt sich diesem keine nachvollziehbare (und damit 
überprüfbare) Begründung für die Einschätzung der funktionellen Auswirkungen 
und deren Schweregrad entnehmen. 

5.4.5. Insgesamt ergibt sich somit, dass die Vorbringen der Beschwerdeführerin 
und die von ihr beigebrachten Berichte ihrer behandelnden (Fach-)Ärzte geeignet 
sind, Zweifel am SMAB-Gutachten vom 15. November 2024 zu erwecken. Dieses 
stellt keine hinreichend beweiswertige Grundlage dar, um abschliessend beurteilen 
zu können, ob es der Beschwerdeführerin zumutbar ist, den Arbeitsweg zu Fuss 
und mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückzulegen, um rechtzeitig an der 
Integrationsmassnahme teilnehmen zu können. Auf das Gutachten kann deshalb 
nicht abgestellt werden. Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist die 
Beschwerdegegnerin demnach gehalten, ergänzende medizinische Abklärungen zu 
veranlassen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_190/2025 vom 28. Mai 2025 E. 4.3 
und E. 3). Dabei steht mitunter die Frage im Vordergrund, ob die 
Beschwerdeführerin gesundheitsbedingt längere Gehstrecken zurückzulegen in der 
Lage ist, wobei in diesem Rahmen auch die anlässlich der Begutachtung von ihr 
gemachten Angaben zu den Spaziergängen mit ihren Hunden zu würdigen sein 
werden (vgl. SMAB-Gutachten vom 15. November 2024 [act. I.2 S. 12]). Gestützt 
auf die dannzumal vollständigen medizinischen Unterlagen wird die 
Beschwerdegegnerin erneut zu prüfen und zu verfügen haben, ob die 
Betriebskosten für das Motorfahrzeug über den 20. Juni 2025 hinaus übernommen 
werden oder nicht. 

5.5. Nicht gefolgt werden kann der Beschwerdegegnerin im Übrigen, soweit sie 
geltend macht, die Beschwerdeführerin erhalte die Reisekosten, welche sie von ihr 
entschädigt haben möchte, bereits von der IV-Stelle im Rahmen der 

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Integrationsmassnahme erstattet (vgl. act. A.5). Denn wie aus dem Merkblatt 4.05 
«Vergütung der Reisekosten in der IV» hervorgeht (abrufbar unter: https://www.ahv-
iv.ch/p/ 4.05.d, Stand vom 1. Mai 2025), vergütet die Invalidenversicherung die 
günstigste Variante und übernimmt in der Regel nur die Kosten für öffentliche 
Verkehrsmittel der zweiten Klasse. Soweit ein Motorfahrzeug verwendet wird, 
werden die Fahrauslagen der zweiten Klasse vergütet. Ist die betreffende Person 
auf die Benützung eines anderen Verkehrsmittels, mitunter ein Privatauto, 
angewiesen, werden die entsprechenden Kosten ersetzt, wobei die 
Invalidenversicherung für die Fahrt mit dem Privatauto 45 Rappen pro Kilometer 
entschädigt (vgl. dortige S. 2 f.). Daraus erhellt, dass die von der IV-Stelle zu 
vergütenden Reisekosten in der Regel nur die Kosten für öffentliche Verkehrsmittel 
der zweiten Klasse umfassen bzw. selbst im Falle, dass sie das gesundheitlich 
bedingte Angewiesensein auf ein Motorfahrzeug anerkennen würde – worüber 
keine Informationen aktenkundig sind –, lediglich die Fahrspesen im Umfang einer 
Kilometerentschädigung erstatten würde. Diese liegen weit unter den hier zu 
beurteilenden, von der Sozialhilfe zur Übernahme ersuchten Betriebskosten für ein 
Motorfahrzeug, welche sämtliche tatsächlichen Kosten im Zusammenhang mit dem 
Betrieb und Unterhalt umfassen (vgl. Merkblatt «Motorfahrzeug und Sozialhilfe» des 
Kantonalen Sozialamts Graubünden, Handbuch Kapitel C, 8. März 2024, Version 
2.1, S. 6 f.).

6. Die Beschwerde ist demnach gutzuheissen, die angefochtene Verfügung 
vom 20. Juni 2025 aufzuheben und die Angelegenheit zu weiteren Abklärungen im 
Sinne der Erwägungen und zu neuem Entscheid an die Beschwerdegegnerin 
zurückzuweisen. Aufgrund dieses Verfahrensausgangs erübrigen sich Weiterungen 
zu den weiteren Vorbringen der Verfahrensparteien. Anzumerken sei lediglich, dass 
der Nachweis, aus gesundheitlichen Gründen auf ein Motorfahrzeug angewiesen 
zu sein, erst erbracht ist, wenn die medizinisch erforderliche Versorgung nur mit 
Benützung eines Motorfahrzeugs gewährleistet werden kann (vgl. Merkblatt 
«Motorfahrzeug und Sozialhilfe» des Kantonalen Sozialamts Graubünden, 
Handbuch Kapitel C, 8. März 2024, Version 2.1, S. 6). Der Beschwerdegegnerin ist 
daher darin beizupflichten, wenn sie eine – mit dem Motorfahrzeug aufzusuchende 
– ärztliche Behandlung an einem entfernten Ort erst dann als gerechtfertigt ansieht, 
wenn sie namentlich aufgrund deren Spezialisierung oder der Komplexität des 
Gesundheitszustands nicht lokal erbracht werden kann (vgl. angefochtene 
Verfügung vom 20. Juni 2025 [act. B.1]). Nicht zu verfangen vermag indes der 
Hinweis der Beschwerdegegnerin, wonach die Beschwerdeführerin gemäss 
Mietvertrag die Schneeräumung vorzunehmen habe (vgl. hierzu Mietvertrag vom 
6./8. Februar 2025 [act. C.6.1]), weshalb Zweifel an den geltend gemachten 

https://www.ahv-iv.ch/p/%204.05.d
https://www.ahv-iv.ch/p/%204.05.d

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gesundheitlichen Einschränkungen bestünden (vgl. angefochtene Verfügung vom 
20. Juni 2025 [act. B.1]; Protokollauszug vom 16. Juni 2025 [act. C.6.7]), zumal 
Letztere plausibel geltend macht, dass ihr 15-jähriger Sohn diese Aufgabe 
übernimmt (vgl. act. A.1).

7. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten gestützt auf 
Art. 73 Abs. 1 VRG der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen, wobei sich eine 
Staatsgebühr von CHF 1'000.00 (zzgl. Kanzleiauslagen) als angemessen erweist 
(vgl. Art. 75 Abs. 2 VRG). Der nicht anwaltlich vertretenen Beschwerdeführerin ist 
praxisgemäss keine Parteientschädigung zuzusprechen (vgl. Urteile des 
Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden U 24 50 vom 19. Dezember 2024 
E. 8, U 24 68 vom 10. Dezember 2024 E. 13.1, U 23 74 vom 5. März 2024 E. 8, U 
23 65 vom 5. Dezember 2023 E. 8.1 und U 20 107 vom 13. April 2021 E. 14).

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Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, die angefochtene Verfügung vom 
20. Juni 2025 aufgehoben und die Angelegenheit zu weiteren Abklärungen 
im Sinne der Erwägungen und zu neuem Entscheid an die Gemeinde 
B._____ zurückgewiesen.

2. Die Gerichtskosten, bestehend aus

– einer Staatsgebühr von CHF 1'000.00

– und den Kanzleiausgaben von CHF 376.00

Total CHF 1'376.00

gehen zulasten der Gemeinde B._____.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]