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**Case Identifier:** d87ae548-138c-567e-bdfd-478b583ee6f6
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-04-29
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Kantonsgericht Zivilkammern (inkl. Einzelrichter) 29.04.2024 BE.2023.38-EZO3
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_KG_002_BE-2023-38-EZO3_2024-04-29.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: BE.2023.38-EZO3

Stelle: Kantonsgericht

Rubrik: Zivilkammern (inkl. Einzelrichter)

Publikationsdatum: 03.07.2024

Entscheiddatum: 29.04.2024

Entscheid Kantonsgericht, 29.04.2024
Art. 247 Abs. 1 ZPO. Bei anwaltlich vertretenen Parteien hat die verstärkte 
richterliche Fragepflicht nach Art 247 Abs. 1 ZPO nur eine sehr 
eingeschränkte Tragweite. Sie dient insbesondere nicht dazu, prozessuale 
Nachlässigkeiten auszugleichen. Gegenüber Rechtsanwälten kann das 
Gericht annehmen, dass sie über die notwendigen Fachkenntnisse verfügen, 
um einen Prozess zu führen und vollständige Behauptungen, Bestreitungen 
und Beweismittel vorzubringen (E. III. 3). (Kantonsgericht, Einzelrichterin im 
Obligationenrecht, 29. April 2024, BE.2023.38-EZO3).

Entscheid siehe PDF

Kanton St.Gallen 

Gerichte 

 
 

 

 
 
Kantonsgericht St. Gallen 

Einzelrichterin im Obligationenrecht 

 

 

 
 
 
 
 

 Entscheid vom 29. April 2024  
 

Geschäfts- 
nummer  

 BE.2023.38-EZO3 (VV.2022.25-[…] 
 

   

Verfahrens-
beteiligte 

 A.__AG,  
 

Klägerin und  
Beschwerdeführerin,  

 
vertreten von Rechtsanwalt C.__,  
 

  gegen 
 

  B.__AG,  
 

Beklagte und  
Beschwerdegegnerin,  

 
vertreten von Rechtsanwalt D.__, 
 
 
 

Gegenstand  Forderung 
 
 

 

  

 

BE.2023.38-EZO3 

 

2/13 

Anträge vor Kreisgericht  

 

a)  Rechtsbegehren der Klägerin vom 11. März 2022 (Klage; vi-act. 2) 

1. Es sei die Beklagte zu verpflichten, der Klägerin den Betrag von Fr. 5'281.50 nebst 

Zins von 5% seit dem 31.01.2020 zuzüglich Kosten und Betreibungs- sowie Schlich-

tungskosten in Höhe von Fr. 723.30 zu bezahlen.  

2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MWST) zu Lasten der Beklag-

ten.  

 

b) Rechtsbegehren der Beklagten vom 7. Juni 2022 (Klageantwort; vi-act. 8) 

1. Die Klage sei vollumfänglich abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. 

2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zu Lasten der Klägerin. 

3. Das Verfahren sei auf dem schriftlichen Wege fortzusetzen und der Klägerin sei für 

die Erstattung der Replik eine Frist von 20 Tagen anzusetzen. 

 

c) Rechtsbegehren der Klägerin vom 21. März 2023 (Replik; vi-act. 22) 

1. Es sei die Beklagte zu verpflichten, der Klägerin den Betrag von Fr. 5'281.50 nebst 

Zins von 5% seit dem 31.01.2020, zuzüglich Kosten und Betreibungs- sowie 

Schlichtungskosten in Höhe von Fr. 723.30, zuzüglich der Kosten der Verfügung der 

Anwaltskommission des Kantons […] vom 17. Oktober 2022 in Umfang von 

Fr. 300.00 zu bezahlen. 

1. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MWST) zu Lasten der Beklag-

ten. 

 

g) Rechtsbegehren der Beklagten vom 17. Mai 2023 (Duplik; vi-act. 25) 

An den Rechtsbegehren gemäss Klageantwort vom 7. Juni 2022 wird vollumfäng-

lich festgehalten. 

 

 

 

 

 

 

 

 

BE.2023.38-EZO3 

 

3/13 

Entscheid der Einzelrichterin des Kreisgerichts […] vom 31. August 2023 

1. Die Klage wird abgewiesen. 

2. Die Gerichtskosten von Fr. 2'050.00, bestehend aus der Entscheidgebühr von 
Fr. 1'800.00 und den Kosten für das Schichtungsverfahren von Fr. 250.00, hat die 
Klägerin zu bezahlen. Sie werden bei der Klägerin erhoben und mit deren Kosten-
vorschuss von Fr. 1'000.00 sowie den bereits bezahlten Kosten des Schlichtungs-
verfahrens von Fr. 250.00 verrechnet. 

3. Die Klägerin hat die Beklagte mit Fr. 3'800.00 zu entschädigen. 

 

 

Anträge vor Kantonsgericht 

a)  Der Klägerin und Beschwerdeführerin  

1. Der Entscheid des Kreisgerichts […] vom 31. August 2023 sei aufzuheben und es 
[sei] die Beklagte zu verpflichten, der Klägerin den Betrag von Fr. 5'281.50 nebst 
Zins von 5% seit dem 31.01.2020 zuzüglich Kosten und Betreibungs- sowie Schlich-
tungskosten in Höhe von Fr. 723.30, zu bezahlen. 

2. Eventualiter: Die Sache sei zwecks Wahrung des Instanzenzugs zur Ausübung der 
richterlichen Fragepflicht an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

3. Der Beschwerde sei aufschiebende Wirkung zuzugestehen. 

4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MWST) zu Lasten der Beklag-
ten. 

 

b) Der Beklagten und Beschwerdegegnerin 

 Die Beschwerde sei vollumfänglich abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. 

 Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdeführerin.  

  

 

BE.2023.38-EZO3 

 

4/13 

Erwägungen 

 

 
I. 

 

1. Zwischen der E.__AG – vertreten von Rechtsanwalt C. – und der B.__AG (Beklag-

te) bestand ein Auftragsverhältnis betreffend Rechts- und Steuerberatung (kläg.act. 3). 

Gestützt auf die Klagebewilligung des Vermittlungsamtes […] vom 22. November 2021 

(vi-act. 1), in welcher die E.__AG als Klägerin angeführt wird, erhob die A.__AG (Kläge-

rin), ebenfalls vertreten von Rechtsanwalt C., mit Eingabe vom 11. März 2022 (Datum des 

Poststempels) eine Forderungsklage beim Kreisgericht […] mit den hiervor wiedergege-

benen Rechtsbegehren (vi-act. 2 [Klage]). Am 7. Juni 2022 reichte die Beklagte, vertreten 

durch Rechtsanwalt D., eine Klageantwort ein und beantragte die kostenfällige Abweisung 

der Klage (vi-act. 8 [Klageantwort]). Mit Schreiben vom 8. Juni 2022 ordnete die Einzel-

richterin des Kreisgerichts einen zweiten Schriftenwechsel an (vi-act. 9). Am 28. Juni 2022 

ersuchte die Klägerin um Sistierung des Verfahrens, bis sie die Entbindung vom Anwalts-

geheimnis eingeholt habe (vi-act. 10). Zum Antrag auf Sistierung des Verfahrens nahm 

die Beklagte mit Schreiben vom 7. Juli 2022 Stellung und beantragte dessen Abweisung 

(vi-act. 12). Mit Entscheid vom 16. August 2022 sistierte die Einzelrichtern das Verfahren 

bis zum 31. Dezember 2022 (vi-act. 14). Am 9. Januar 2023 reichte die Klägerin die Ver-

fügung der Anwaltskommission […] betreffend Entbindung des Anwaltsgeheimnisses ein 

(vi-act. 15 und 15/1). Die Replik erfolgte am 21. März 2023 (vi-act. 22 [Replik]) und die 

Duplik am 17. Mai 2023 (vi-act. 25 [Duplik]). Am 13. Juli 2023 fand die Hauptverhandlung 

statt (vi-act. 26). Mit Entscheid vom 31. August 2023 wies die Einzelrichterin die Klage 

kostenfällig ab (vi-act. 29 [vi-Entscheid]). 

 

2. Gegen diesen Entscheid erhob die Klägerin am 2. Oktober 2023 Beschwerde beim 

Kantonsgericht mit den vorstehend wiedergegebenen Rechtsbegehren (BE/1 [Beschwer-

de]). Gleichzeitig beantragte sie, der Beschwerde sei aufschiebenden Wirkung zu erteilen. 

Mit Beschwerdeantwort vom 22. Dezember 2023 trug die Beklagte auf kostenfällige Ab-

weisung der Beschwerde an, soweit darauf einzutreten sei (BE/9 [Beschwerdeantwort]). 

Mit Schreiben vom 27. Dezember 2023 übermittelte die Einzelrichterin des Kantonsge-

richts die Beschwerdeantwort der Klägerin mit dem Hinweis, dass eine allfällige Stellung-

nahme zur Wahrung des rechtlichen Gehörs innert einer Frist von zehn Tagen einzu-

reichen wäre; zugleich teilte sie den Parteien mit, dass kein zweiter Schriftenwechsel und 

keine mündliche Verhandlung vorgesehen seien und sie den Entscheid zu gegebener Zeit 

erhielten (BE/12). Mit verfahrensleitender Verfügung vom 10. Januar 2024 wies die Ein-

 

BE.2023.38-EZO3 

 

5/13 

zelrichterin sodann das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung ab (BE/13). 

Innert zweimal erstreckter Frist reichte die Klägerin am 6. Februar 2024 eine Stellung-

nahme samt Beilagen ein (BE/20). Die Beklagte liess sich darauf am 9. Februar 2024 

nochmals vernehmen (BE/23). 

 

 

II. 

 

1. Zuständig zur Beurteilung der Beschwerde ist die Einzelrichterin im Obligationen-

recht (Art. 15 Abs. 1 lit. b EG-ZPO; Art. 14 Abs. 2 Ziff. 4 GO). Die Prozessvoraussetzun-

gen des Beschwerdeverfahrens, deren Vorliegen von Amtes wegen zu prüfen ist, sind 

erfüllt (Art. 59 f., Art. 319 lit. a, Art. 321 Abs. 1 ZPO; zum Begründungserfordernis s. E. 3 

hiernach). Auf die Beschwerde ist daher einzutreten.  

 

2. Mit der Beschwerde nach Art. 319 ff. ZPO können die unrichtige Rechtsanwen-

dung (Art. 320 lit. a ZPO) und/oder die offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachver-

halts (Art. 320 lit. b ZPO) geltend gemacht werden. Die Beschwerdeinstanz überprüft da-

bei die Rüge der unrichtigen Rechtsanwendung mit freier Kognition, diejenige der unrich-

tigen Sachverhaltsfeststellung hingegen nur unter dem Aspekt der offensichtlichen Unrich-

tigkeit, die dann gegeben ist, wenn die Feststellung des Sachverhaltes schlechthin un-

haltbar, also willkürlich ist. Der blosse Umstand, dass eine andere Lösung ebenfalls in 

Betracht zu ziehen oder gar vorzuziehen wäre, genügt hingegen nicht. Zudem muss die 

Feststellung entscheidwesentliche Tatsachen betreffen. Beruht die unrichtige Sachver-

haltsfeststellung allerdings auf einer falschen Rechtsanwendung, greift der umfassende 

Beschwerdegrund von Art. 320 lit. a ZPO (STAEHELIN A./BACHOFNER, in: Staehelin/Stae-

helin/Grolimund, Zivilprozessrecht, 3. Aufl., § 26 N 33 ff.; LEUENBERGER/UFFER-TOBLER, 

Schweizerisches Zivilprozessrecht, 2. Aufl., N 12.70 f.; FREIBURGHAUS/AFHELDT, in: Sutter-

Somm/Hasenböhler/Leuenberger, ZPO Komm., 3. Aufl., Art. 320 N 5 f.; BK-STERCHI, 

2012, Art. 320 ZPO N 3 ff.; BGE 141 III 564 E. 4.1; BGer 4A_409/2017 E. 2.2). 

 

3.a) Dem Beschwerdeführer obliegt eine Begründungspflicht (Art. 321 Abs. 1 ZPO). In 

der Beschwerdeschrift hat er sich daher sachbezogen mit dem Entscheid der Vorinstanz 

auseinanderzusetzen und darzutun, warum dieser in den angefochtenen Punkten Mängel 

aufweisen und darin ein Beschwerdegrund liegen soll (vgl. FREIBURGHAUS/AFHELDT, ZPO 

Komm., Art. 321 N 15; STAEHELIN A./BACHOFNER, Zivilprozessrecht, § 26 N 42; ZPO-

Rechtsmittel-KUNZ, 2013, Art. 321 N 38 f. i.V.m. Art. 311 N 92; HUNGERBÜHLER/BUCHER, 

DIKE-Komm-ZPO, 2. Aufl., Art. 321 N 17 ff. i.V.m. Art. 311 N 30 ff., insb. N 32; 

 

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6/13 

BGer 5D_65/2014 E. 5.4.1; vgl. auch BGE 138 III 374 E. 4.3.1 und SEILER, Die Berufung 

nach ZPO, 2013, N 893). Fehlt eine hinreichende Begründung, hat dies zur Folge, dass 

auf die Beschwerde nicht einzutreten ist (ZPO-Rechtsmittel-KUNZ, Art. 321 N 30 i.V.m. 

Art. 311 N 84; STAEHELIN A./BACHOFNER, Zivilprozessrecht, § 26 N 42; BGer 5D_65/2014 

E. 5.4.1; vgl. auch SEILER, a.a.O., N 601). Eine nicht gerade ungenügende, aber in der 

Substanz mangelhafte Begründung erfasst zwar nicht die Eintretensfrage, kann sich je-

doch bei der materiellen Beurteilung zum Nachteil der beschwerdeführenden Partei aus-

wirken (REETZ/THEILER, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, ZPO Komm., 3. Aufl., 

Art. 311 N 36). Ungeachtet der Begründungspflicht ist das Gericht allerdings (auch) im 

Beschwerdeverfahren in rechtlicher Hinsicht nicht auf die Prüfung geltend gemachter Rü-

gen beschränkt, da das Recht von Amtes wegen anzuwenden ist (Art. 57 ZPO). 

 

b) Die Klägerin beschränkt sich in ihrer Beschwerdeschrift weitgehend darauf, die 

Erwägungen der Vorinstanz wiederzugeben, bereits vorinstanzlich Vorgebrachtes zu wie-

derholen oder allgemeine rechtliche Grundlagen anzuführen, wie beispielsweise die for-

mellen Anforderungen an eine Beschwerdebegründung oder die Kognition der Beschwer-

deinstanz. Damit kann die Klägerin von vornherein nicht aufzeigen, inwiefern und warum 

der angefochtene Entscheid unrichtig sein soll. Die pauschalen Behauptungen, dass et-

was in der Klage oder der Replik hinreichend klar und substantiiert dargelegt worden sei, 

können den Begründungsanforderungen ebenfalls nicht genügen, womit darauf auch im 

Folgenden nicht weiter einzugehen ist. An einer sachbezogenen Auseinandersetzung mit 

den relevanten Erwägungen der Vorinstanz fehlt es der Beschwerdeschrift fast vollstän-

dig. Dennoch sind ihr einzelne Kritikpunkte am angefochtenen Entscheid zu entnehmen, 

weshalb im Hinblick auf die Eintretensfrage gerade noch eine genügende Beschwerdebe-

gründung vorliegt.    

 

4.a) Im Beschwerdeverfahren sind neue Anträge, neue Tatsachenbehauptungen und 

neue Beweismittel – abgesehen von (hier nicht anwendbaren) besonderen gesetzlichen 

Bestimmungen (Art. 326 Abs. 2 ZPO) sowie vom (hier ebenfalls nicht relevanten) Fall, 

dass erst der angefochtene Entscheid dazu Anlass gab (BGE 139 III 466 E. 3.4) – ausge-

schlossen (Art. 326 Abs. 1 ZPO).  

 

b) Auf die Zulässigkeit allfälliger neuer Tatsachenbehauptungen und Beweismittel im 

Beschwerdeverfahren wird – soweit für den Entscheid relevant – nachfolgend im entspre-

chenden Sachzusammenhang eingegangen.  

 

 

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5.a) Gemäss dem aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör fliessenden sogenannten 

Replikrecht hat eine Partei Anspruch darauf, von jeder dem Gericht eingereichten Stel-

lungnahme der Gegenseite Kenntnis zu nehmen und sich dazu zu äussern, und zwar 

unabhängig davon, ob die Stellungnahme neue Tatsachen oder Argumente enthält und 

ob sie das Gericht tatsächlich zu beeinflussen vermag. Dieses Replikrecht führt dazu, 

dass ein Beschwerdeführer nach Erstattung der Beschwerdeantwort zu den darin ge-

machten Ausführungen selbst dann Stellung beziehen darf, wenn das Gericht keinen 

zweiten Schriftenwechsel oder eine Verhandlung angeordnet hat. Allerdings wird eine 

solche Stellungnahme inhaltlich nur soweit berücksichtigt, als sie Ausführungen enthält, 

die nicht schon früher hätten vorgebracht werden können und müssen. Dabei hat sich der 

Beschwerdeführer unverzüglich zu äussern und, weil es nicht Aufgabe des Gerichts ist, 

danach zu forschen, darzutun, inwiefern der Gehörsanspruch die weitere Eingabe recht-

fertigt. Die Replik darf im Übrigen nicht dazu verwendet werden, die Beschwerde zu er-

gänzen oder zu verbessern (BGE 142 III 413 E. 2.2.4; BGE 142 III 48 E. 4.1.1; BGE 139 

I 189 E. 3.2; BGE 137 I 195 E. 2.3.1; BGer 4A_213/2015 E. 2.1.2; BGer 4A_278/2014 

E. 2.2; BGer 4A_510/2011 E. 1; vgl. auch REETZ/HILBER, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/

Leuenberger, ZPO Komm., 3. Aufl., Art. 316 N 8 und 45 sowie Art. 317 N 12 und 25).  

 

b) Soweit die Ausführungen in der nachträglichen Eingabe der Klägerin vom 6. Feb-

ruar 2024 (BE/20) und die dazu eingereichten Akten (insb. kläg.act. 2a) nicht ohnehin 

irrelevant oder neu und damit nach dem in E. 4 hiervor Gesagten unzulässig sind, ist we-

der dargetan noch ersichtlich, dass sie zur Wahrung des rechtlichen Gehörs notwendig 

gewesen wären, weshalb sie grundsätzlich unbeachtlich sind. Die Klägerin macht aller-

dings in der Stellungnahme vom 6. Februar 2024 (auch) geltend, die Beschwerdeantwort 

sei verspätet eingetroffen, genüge den Anforderungen der ZPO nicht und sei deshalb aus 

dem Recht zu weisen (BE/20). Diese Einwände können (grundsätzlich) gehört werden: 

Allerdings wurde die 30-tägige Frist für die Beschwerdeantwort offensichtlich eingehalten 

(zumal auch noch die Gerichtsferien zu berücksichtigen sind, Art. 145 Abs. 1 lit. c ZPO) 

und sind die Ausführungen betreffend "aus dem Recht weisen" der Beschwerdeantwort 

nicht zutreffend: Die Beschwerdeantwort ist jedenfalls nicht mangelhaft im Sinne von 

Art. 132 Abs. 2 ZPO und ein "aus dem Recht weisen" einer Beschwerdeantwort sieht die 

ZPO nicht vor. In der Stellungnahme vom 9. Februar 2024 (BE/23) weist die Beklagte 

ihrerseits darauf hin, dass das mit der Stellungnahme neu eingereichte Aktenstück 

(kläg.act. 2a) ein unzulässiges Novum darstelle. Auch diese Ausführungen können be-

rücksichtigt werden, weil sie eine Reaktion auf das Einreichen eines neuen Dokuments 

darstellen. Allerdings erfolgt (auch) die Anwendung des (Prozess-)Rechts und folglich die 

Prüfung der Zulässigkeit von allfälligen Noven ohnehin von Amtes wegen. 

 

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III. 

 

1.  Die Vorinstanz begründete ihren Entscheid (stark) zusammengefasst wie folgt: 

Nicht umstritten sei, dass zwischen der E.__AG und der Beklagten ein Mandatsverhältnis 

bestanden habe. Streitig sei hingegen die Aktivlegitimation der Klägerin. Die Beklagte 

bringe diesbezüglich vor, dass die geltend gemachte Forderung nicht auf die Klägerin 

übergegangen sei. Der Klägerin obliege der Nachweis, dass sie tatsächlich Gläubigerin 

der von ihr geltend gemachten Forderung geworden sei. Als Nachweis für den Forde-

rungsübergang habe die Klägerin die Abtretungserklärung der E.__AG an die A.__AG 

vom 10. März 2022 eingereicht (kläg.act. 2). Als "Schuldner" vermerke die als "Forde-

rungsabtretung – Globalzession" bezeichnete Vereinbarung den Debitorenbestand der 

E.__AG gemäss Debitorenliste per 10. März 2022, welche ihr dem Vereinbarungstext 

zufolge als "integrierender Bestandteil" beiliege. Dass in der Debitorenliste die (bestritte-

ne) Forderung gegen die Beklagte tatsächlich aufgeführt sei, habe die Klägerin nachzu-

weisen. Aus der erwähnten Abtretungserklärung allein sei der behauptete Forderungs-

übergang nicht ersichtlich. Die Klägerin habe die Debitorenliste erst nach Abschluss des 

zweifachen Schriftenwechsels im Rahmen der Hauptverhandlung und damit verspätet 

eingereicht. Die Urkunde sei daher nicht zu berücksichtigen, zumal die Klägerin nicht dar-

gelegt habe, inwiefern für die Debitorenliste die Novenschranke nicht geltend sollte. Damit 

sei festzuhalten, dass die Klägerin ihre Aktivlegitimation nicht rechtsgenüglich nachzuwei-

sen vermöge und die Klage deshalb abzuweisen sei (vi-Entscheid, S. 9 f. E. 3.2.-3.6). 

 

2. Die Klägerin bringt mit ihrer Beschwerde sinngemäss vor, die Ausführungen der 

Vorinstanz zur Novenschranke nach dem zweiten Schriftenwechsel und damit die Nicht-

berücksichtigung der an der Hauptverhandlung eingereichten Debitorenliste (kläg.act. 10) 

sei auf den vorliegenden Fall nicht anwendbar (Beschwerde, S. 6 f. N 11). Sie führt dafür 

mehrere Gründe an: 

 

a) Die Beklagte habe – wie auch die Vorinstanz festgestellt habe – nie bestritten, 

"dass sie Schuldnerin einer Forderung gegenüber der E.__AG" gewesen sei. Damit sei 

bewiesen, dass die Beklagte Schuldnerin sei (Beschwerde, S. 6 N 11a und S. 11 N 21).  

 

Dies trifft nicht zu. Die Vorinstanz hat festgestellt, dass ein Mandatsverhältnis zwischen 

der E.__AG und der Beklagten unbestritten sei (vi-Entscheid, S. 9 E. 3.1). Das bedeutet 

aber nicht (automatisch), dass die Beklagte (insb. im Zeitpunkt der Abtretungserklärung) 

auch Schuldnerin der E.__ AG war. Sodann hat die Beklagte – entgegen den Ausführun-

gen der Klägerin – die geltend gemachte Forderung im erstinstanzlichen Verfahren 

 

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9/13 

durchaus auch in materiell-rechtlicher Hinsicht (substantiiert) bestritten (vgl. etwa Kla-

geantwort, S. 9 N 34 f.; Duplik, S. 8 N 30 ff.).  

 

b) Die Klägerin macht weiter geltend, die Tatsache, dass sich die Beklagte vorbehalt-

los auf die Friedensrichterverhandlung eingelassen habe, beweise, dass sie Schuldnerin 

sei (Beschwerde, S. 6 N 11b).  

 

Dazu ist festzuhalten, dass im damaligen Zeitpunkt noch die E.__AG als Klägerin auftrat, 

mithin logischerweise die Frage der fehlenden Aktivlegitimation (noch) keine Rolle spielte 

(vgl. auch Beschwerdeantwort, S. 7 N 25). Im Übrigen könnte selbst dann, wenn damals 

schon die heutige Klägerin aufgetreten wäre (und die Beklagte nicht den Einwand der 

fehlenden Aktivlegitimation erhoben hätte) nicht geschlossen werden, die Beklagte habe 

die Aktivlegitimation der heutigen Klägerin "anerkannt".  

 

c) Die Klägerin bringt sodann vor, die Beklagte habe sich auf das Verfahren vor der 

Aufsichtskommission für Rechtsanwälte des Kantons […] eingelassen und diese habe 

vorbehaltlos festgestellt, dass die A.__AG Inhaberin der Forderung sei (Beschwerde, S. 6 

N 11c und S. 11 f. N 22).  

 

Dieser Einwand ist ebenfalls unbehelflich: Im Verfahren vor der Aufsichtskommission ging 

es nur um die Frage, ob der Vertreter der Klägerin als Anwalt für die Durchsetzung seiner 

Forderungen aus dem Mandat vom Anwaltsgeheimnis entbunden wird. Ob die Aktivlegiti-

mation der A.__AG vorliegt oder die Forderung besteht, war nicht Gegenstand jenes Ver-

fahrens (vgl. auch Beschwerdeantwort, S. 7 N 25).  

 

d) Die Klägerin argumentiert weiter, die Forderungsabtretung sei "abstrakt" gewesen, 

weshalb auf der Zessionsurkunde kein Preis habe genannt werden müssen (Beschwerde, 

S. 6 N 11d).  

 

Was die Klägerin damit für sich ableiten möchte erschliesst sich ebenso wenig wie der 

Zusammenhang mit den Erwägungen der Vorinstanz. Diese hat bekanntlich festgestellt, 

dass die Abtretungserklärung nicht ausreiche, um die Aktivlegitimation der Klägerin zu 

beweisen und die Debitorenliste nicht rechtzeitig eingereicht worden sei.  

 

e) Ferner wendet die Klägerin ein, mit der Zession vom 10. Mai 2022 seien alle Debi-

torenforderungen von der E.__AG auf sie, die Klägerin, übergegangen. Einen Einzel-

 

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10/13 

nachweis brauche es dazu nicht, da keinerlei Zweifel daran bestünden, dass auch die 

Forderung gegen die Beklagte übergegangen sei (Beschwerde, S. 6 N 11e). 

 

Wie bereits die Vorinstanz zur Recht festhielt (vi-Entscheid, S. 10 E. 3.5 f.), legte die Klä-

gerin als Nachweis für den Forderungsübergang lediglich eine Abtretungserklärung ins 

Recht (kläg.act. 2). Als "Schuldner" vermerkt diese den Debitorenbestand der E.__AG 

gemäss Debitorenliste per 10. März 2022 (und eben gerade nicht alle Debitorenforderun-

gen der E.__AG). Dafür, dass die Debitorenliste auch die eingeklagte Forderung umfasst, 

brachte die Klägerin keinerlei Beweise (rechtzeitig) vor. Aus der erwähnten Abtretungser-

klärung selbst ist der behauptete (und bestrittene) Forderungsübergang nicht ersichtlich. 

Dieser bleibt damit unbewiesen. 

 

f) Sodann macht die Klägerin geltend, sie habe im erstinstanzlichen Verfahren ange-

boten, den Einzelnachweis zu edieren, falls dies notwendig sei. Sie habe es als rein de-

klaratorisch erachtet, diesen Einzelnachweis zu erbringen, weil es überspitzter Formalis-

mus sei, einen Nachweis für den Übergang der Forderung, die die Beklagte schulde, von 

der E.__AG an sie, die Klägerin, zu verlangen, wenn bei allen Parteien "Klarheit" herr-

sche, welche Forderung übergegangen sei: Die Forderung sei betrieben und dem Frie-

densrichter und der Anwaltskommission vorgelegt worden (Beschwerde, S. 6 N 11f).  

 

Auch dieser Einwand ist unzutreffend: In den genannten Verfahren wurde nicht geprüft, 

ob die Klägerin aktivlegitimiert ist (und auch nicht, ob die Forderung besteht), und es ist 

eben nicht nachgewiesen, dass die (behauptete) Forderung von der E.__AG an die Klä-

gerin abgetreten wurde. Auch der Einwand der Klägerin, sie habe nicht einfach die Debi-

torenliste einreichen können, weil fast alle dort stehenden Schuldnernamen dem Anwalts-

geheimnis unterstünden, ist nicht zielführend: Es ist nicht einzusehen, weshalb die Kläge-

rin die entsprechenden Zeilen nicht hätte abdecken können, so wie sie dies letztlich auch 

bei der an der Hauptverhandlung eingereichten Liste gemacht hat (kläg.act.10). 

 

3.a) Die Klägerin bringt schliesslich vor, die Vorinstanz habe ihren, der Klägerin, ver-

fassungsmässigen Gehörsanspruch (Art. 29 Abs. 2 BV) sowie die richterliche Fragepflicht 

(Art. 56 ZPO) verletzt. Die Vorinstanz hätte auf die angebliche Unvollständigkeit der Dar-

legung des Forderungsübergangs und der dazu eingereichten Unterlagen hinweisen und 

Gelegenheit zur Ergänzung oder Klarstellung geben müssen. Dies gelte umso mehr, als 

dem Gericht ausdrücklich offeriert worden sei, für den zusätzlichen Nachweis der Einzel-

zession eine Frist anzusetzen (Beschwerde, S. 7 N 11g und S. 8 f. N 13 ff.).  

 

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b) Unter Vorbehalt von (hier nicht anwendbaren) Ausnahmen (vgl. Art. 247 

Abs. 2 ZPO) unterliegt auch das vereinfachte Verfahren dem Verhandlungsgrundsatz 

(Art. 247 Abs. 1 ZPO; BGE 147 III 440 E. 5.3; LEUENBERGER/UFFER-TOBLER, a.a.O., 

N 11.163; HAUCK, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, ZPO Komm., 3. Aufl., 

Art. 247 N 2; BRUNNER/STEININGER, DIKE-Komm-ZPO, 2. Aufl., Art. 247 N 5 und 8; KUKO 

ZPO-FRAEFEL, 2021, Art. 247 N 1). Es obliegt daher den Parteien, die entscheidrelevan-

ten Tatsachen zu behaupten bzw. zu bestreiten und entsprechende Beweise beizubrin-

gen. Dabei müssen die Tatsachenbehauptungen substantiiert in den Rechtsschriften bzw. 

den Parteivorträgen selber erfolgen; die blosse Verweisung auf Aktenstücke genügt nicht 

(BGer 4A_443/2017 E. 2.2.1; BGer 4A_317/2014 E. 2.2). Im vereinfachten Verfahren hat 

das Gericht jedoch eine verstärkte Fragepflicht. Dabei gibt das Gericht einer Partei nicht 

nur, wie dies Art. 56 ZPO vorsieht, bei unklaren, widersprüchlichen, unbestimmten oder 

offensichtlich unvollständigen Vorbringen durch entsprechende Fragen Gelegenheit zur 

Klarstellung und zur Ergänzung, sondern wirkt durch solche Fragen darauf hin, dass die 

Parteien ungenügende Angaben zum Sachverhalt ergänzen und die Beweismittel be-

zeichnen (Art. 247 Abs. 1 ZPO). Wie weit das Gericht eingreifen soll und in welcher Wei-

se, hängt vom Verfahren und von den Umständen des Einzelfalls ab, namentlich vom 

Grad der Unbeholfenheit der betroffenen Partei. Bei anwaltlich vertretenen Parteien hat 

auch die verstärkte richterliche Fragepflicht nur eine sehr eingeschränkte Tragweite. Sie 

dient insbesondere nicht dazu, prozessuale Nachlässigkeiten auszugleichen. Gegenüber 

Rechtsanwälten kann das Gericht annehmen, dass sie über die notwendigen Fachkennt-

nisse verfügen, um einen Prozess zu führen und vollständige Behauptungen, Bestreitun-

gen und Beweismittel vorzubringen (BGer 5D_17/2020 E. 4.2; BGer 5A_211/2017 

E. 3.1.3.2; BGer 4D_57/2013 E. 3.2; BRUNNER/STEININGER, DIKE-Komm-ZPO, Art. 247 

N 12; HAUCK, ZPO Komm., Art. 247 N 15 und 17). Im Zusammenhang mit der gerichtli-

chen Durchsetzung einer Honorarforderung hat das Bundesgericht die Verletzung der 

Fragepflicht in folgender Situation verneint: Der Anwalt hatte sich in der Tatsachendarstel-

lung darauf beschränkt, die Bevollmächtigung, die Beendigung des Mandats und die 

Nichtzahlung des offenen Honorars darzulegen, ohne auch nur ansatzweise aufzuzeigen, 

wie und aufgrund welcher Leistungen sich die offene Honorarforderung zusammensetzt. 

Die Erwähnung der honorarbegründenden Tatsachen in den Beilagen betrachtete das 

Bundesgericht als unzureichend (BGer 4D_57/2013 E. 3.3; HAUCK, ZPO Komm., Art. 247 

N 17).  

 

c) Beim Vertreter der Klägerin handelt es sich um einen vor schweizerischen Gerich-

ten zugelassenen Anwalt. Die Vorinstanz konnte damit davon ausgehen, dass er über die 

notwendigen Fachkenntnisse verfügt, um den Prozess zu führen und insbesondere auch 

 

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die notwendigen Beweismittel rechtzeitig einzureichen. Dies gilt umso mehr, als die Be-

klagte bereits in der Klageantwort unmissverständlich darlegte, dass die "Globalzession" 

alleine nicht ausreiche, um die Aktivlegitimation der Klägerin nachzuweisen, weil diese 

"Globalzession" nur den "Debitorenbestand der E.__AG gemäss 'Debitorenliste' (Excel) 

per 10. März 2022" umfasse und diese Excel-Liste gerade nicht eingereicht worden sei 

(Klageantwort, S. 4 N 7 ff.). Ebenso musste der Vertreter der Klägerin als Rechtsanwalt 

wissen, dass er sich mit der Replik zum zweiten Mal umfassend und grundsätzlich ab-

schliessend zu den Tatsachenbehauptungen und Beweismitteln äusserte, womit der Ak-

tenschluss eintrat. Die Vorinstanz traf damit keine Pflicht, ihm eine Frist zur Einreichung 

der Debitorenliste oder sonst wie Gelegenheit für Ergänzungen oder Klarstellungen zu 

geben.  

 

4. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Klägerin mit keinem ihrer Einwände 

durchdringt und die Vorinstanz die Klage zu Recht wegen nicht nachgewiesener Aktivlegi-

timation abgewiesen hat. Somit ist die Beschwerde ebenfalls abzuweisen.  

 

Lediglich ergänzend ist anzufügen, dass die Klägerin in ihren vorinstanzlichen Rechts-

schriften (auch) den Bestand der (bestrittenen) Forderung und insbesondere die dieser 

zugrundeliegenden Leistungen nicht genügend substantiiert darlegte (vgl. BGer 4D_57/

2013 E. 3.2). Auch aus diesem Grund wäre die Klage abzuweisen gewesen. 

 

 

IV.  

 

1. Bei diesem Verfahrensausgang sind die Prozesskosten der Klägerin aufzuerlegen 

(Art. 106 Abs. 1 ZPO).  

 

2. Die Gerichtskosten sind auf Fr. 2'000.00 festzusetzen (Art. 10 Ziff. 211 GKV) und 

mit dem von der Klägerin geleisteten Gerichtskostenvorschuss in gleicher Höhe zu ver-

rechnen.  

 

3. Sodann hat die Klägerin die Beklagte für deren Parteikosten im Beschwerdever-

fahren zu entschädigen (Art. 95 i.V.m. Art. 106 Abs. 1 ZPO). Angemessen erscheint eine 

Entschädigung von Fr. 1'080.00 (Streitwert: Fr. 5'281.50; mittleres Honorar: Fr. 2'173.20 

[Art. 14 lit. a HonO], davon 50% [Art. 26 lit. a HonO], zuzüglich 4% pauschal für Barausla-

gen [Art. 28bis Abs. 1 HonO], jedoch ohne Mehrwertsteuerzuschlag [Art. 29 HonO]; vgl. 

auch BGer 4A_465/2016 E. 3.2]; gerundet).  

 

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Entscheid 

 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.  
 
2. Die A.__AG hat die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 2'000.00 zu 

bezahlen, unter Verrechnung des geleisteten Kostenvorschusses in gleicher Höhe. 

 
3. Die A.__AG hat die B.__AG für deren Parteikosten im Beschwerdeverfahren mit 

Fr. 1'080.00 zu entschädigen. 
 
 
 

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Kantonsgericht, 29.04.2024
	Art. 247 Abs. 1 ZPO. Bei anwaltlich vertretenen Parteien hat die verstärkte richterliche Fragepflicht nach Art 247 Abs. 1 ZPO nur eine sehr eingeschränkte Tragweite. Sie dient insbesondere nicht dazu, prozessuale Nachlässigkeiten auszugleichen. Gegenüber Rechtsanwälten kann das Gericht annehmen, dass sie über die notwendigen Fachkenntnisse verfügen, um einen Prozess zu führen und vollständige Behauptungen, Bestreitungen und Beweismittel vorzubringen (E. III. 3). (Kantonsgericht, Einzelrichterin im Obligationenrecht, 29. April 2024, BE.2023.38-EZO3).