# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fb5bcbc1-d4cc-5b89-bfea-00c87642e6d8
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-10-11
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 11.10.2023 SB230480
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB230480_2023-10-11.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: SB230480-O/U/jv 
 

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. B. Gut, Präsident, lic. iur. C. Maira und 

Ersatzoberrichter lic. iur. R. Amsler sowie der Gerichtsschreiber 

MLaw L. Zanetti 

Beschluss vom 11. Oktober 2023 

 

in Sachen 

 

A._____, 
Beschuldigter und Berufungskläger 

 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt MLaw, LL.M. X._____ 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis,  
Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

betreffend Drohung und Widerruf  
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichts Horgen, Einzelgericht,  
vom 1. Juni 2023 (GG230008) 
 
  

- 2 - 

Erwägungen: 

1. Der Beschuldigte liess mit Eingabe vom 9. Juni 2023 innert gesetzlicher Frist 

die Berufung gegen das Urteil des Bezirksgerichts Horgen vom 1. Juni 2023 an-

melden (Urk. 124). Das begründete Urteil der Vorinstanz wurde seinem 

Verteidiger in der Folge am 11. September 2023 zugestellt (Urk. 127/2). Die 20-

tägige Frist zur Einreichung einer Berufungserklärung lief entsprechend bis zum 

2. Oktober 2023 (Art. 399 Abs. 3 StPO). Innert dieser Frist ging keine Eingabe 

des Beschuldigten ein, weshalb in Anwendung von Art. 403 Abs. 1 und Abs. 3 

StPO auf seine Berufung nicht einzutreten ist. 

2. Im Rechtsmittelverfahren tragen die Parteien die Kosten nach Massgabe 

ihres Obsiegens oder Unterliegens. Das Nichteintreten auf das Rechtsmittel des 

Beschuldigten kommt einem Unterliegen gleich (Art. 428 Abs. 1 StPO). Dem 

Beschuldigten sind somit die Kosten für das Berufungsverfahren aufzuerlegen. 

Die Gerichtsgebühr ist praxisgemäss auf Fr. 500.-- festzusetzen. 

Es wird beschlossen: 

1. Auf die Berufung des Beschuldigten vom 9. Juni 2023 wird nicht eingetreten.  

2. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 500.--. 

3. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt.  

4. Schriftliche Mitteilung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten  

− die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis 

 sowie nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist resp. Erledigung 

allfälliger Rechtsmittel an  

− die Vorinstanz. 

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5. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der gemäss Art. 35 und 35a 

BGerR zuständigen strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts (1000 

Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes 

vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
 

Zürich, 11. Oktober 2023 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

lic. iur. B. Gut 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

MLaw L. Zanetti 
 

 
 
 

	Beschluss vom 11. Oktober 2023
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Auf die Berufung des Beschuldigten vom 9. Juni 2023 wird nicht eingetreten.
	2. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 500.--.
	3. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt.
	4. Schriftliche Mitteilung an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis
	 die Vorinstanz.

	5. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.