# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f0e6400a-a154-5015-aed9-6ef435bb82d3
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-05-25
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 25.05.2021 ZK1 2021 40
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2021-40_2021-05-25.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Verfügung vom 25. Mai 2021

Referenz ZK1 21 40/41

Instanz I. Zivilkammer 

Besetzung Cavegn, Vorsitzender

Parteien A._____
Beschwerdeführerin
vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Tobias Brändli
Aquasanastrasse 8, 7000 Chur 

Gegenstand Gewährung unentgeltliche Rechtspflege/superprovisorische Ver-
fügung betr. Besuchsrecht

Anfechtungsobj. Verfügung Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Nordbünden 
vom 18.03.2021, mitgeteilt am 18.03.2021 

Mitteilung 25. Mai 2021

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In Erwägung,

– dass im Rahmen einer Scheidungskonvention A._____ und B.________ sich 
über das Besuchsrecht über ihre Tochter C.________, geb. _____ 2014, ge-
einigt haben;

– dass die Scheidungskonvention vom Regionalgericht Plessur am 3. Dezember 
2020 genehmigt wurde;

– dass die Beiständin der Tochter mit Schreiben vom 28. Dezember 2020 der 
Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Nordbünden (nachfolgend KESB 
Nordbünden) eine Anpassung des väterlichen Besuchsrechts beantragte, 
worauf ein Abklärungsverfahren eröffnet wurde;

– dass Rechtsanwalt MLaw Tobias Brändli mit Eingabe an die KESB Nordbün-
den vom 11. Januar 2021 den Erlass einer superprovisorischen Verfügung 
und im eröffneten Verfahren die unentgeltliche Rechtspflege und Verbeistän-
dung sowie seine Einsetzung als unentgeltlicher Rechtsbeistand von A._____ 
verlangte; 

– dass die Kindseltern mit Abschluss einer Vereinbarung vom 16. Februar 2021 
das Besuchsrecht zwischen dem 1. Februar und dem 15. Juni 2021 regelten;

– dass die KESB Nordbünden mit Schreiben vom 18. März 2021 sowohl den 
Erlass einer superprovisorischen Verfügung wie auch die Gewährung der un-
entgeltlichen Rechtspflege ablehnte;

– dass A._____ dagegen am 30. März 2021 Beschwerde an das Kantonsgericht 
von Graubünden erhob und den Antrag stellte, dass ihr im Verfahren vor der 
KESB Nordbünden die unentgeltliche Rechtspflege samt Verbeiständung ge-
währt werde;

– dass A._____ ebenfalls mit Eingabe vom 30. März 2021 ein Gesuch um Ertei-
lung der unentgeltlichen Rechtspflege samt Rechtsverbeiständung für das Be-
schwerdeverfahren vor dem Kantonsgericht von Graubünden stellte; 

– dass die KESB Nordbünden mit verfahrensleitender Verfügung vom 22. April 
2021 ihren Entscheid vom 18. März 2021 in Wiedererwägung zog und 
Rechtsanwalt Tobias Brändli im Verfahren vor der KESB Nordbünden betref-
fend Regelung des persönlichen Verkehrs als unentgeltlicher Rechtsbeistand 
ernannte; 

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– dass die Beschwerde an das Kantonsgericht von Graubünden hinsichtlich der 
Verweigerung der Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Verfahren 
vor der KESB Nordbünden folglich gegenstandslos geworden ist und in An-
wendung von Art. 9 GOG i.V.m. Art. 241 ZPO einzelrichterlich vom Geschäfts-
verzeichnis abgeschrieben werden kann;

– dass auch bei Abschreibung eines Verfahrens über die Kosten zu befinden ist; 

– dass im Beschwerdeverfahren gegen die Verweigerung der unentgeltlichen 
Rechtspflege und der Verbeiständung im Gegensatz zum erstinstanzlichen 
Verfahren nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung von einem Zweiparteien-
verfahren auszugehen ist und die erste Instanz als Gegenpartei verstanden 
werden kann (BGE 140 III 509); 

– dass die KESB Nordbünden somit kostenpflichtig wird und ihr in Anwendung 
von Art. 106 Abs. 1 ZPO die Prozesskosten auferlegt werden, welche auf CHF 
500.00 festgesetzt werden; 

– dass A._____ im Weiteren für die Aufwendungen im Beschwerdeverfahren 
von der KESB Nordbünden zu entschädigen ist; 

– dass die mit Eingabe vom 24. April 2021 von Rechtsanwalt Tobias Brändli gel-
tend gemachten ausseramtlichen Aufwendungen von CHF 1'331.15 inkl. Bar-
auslagen und Mehrwertsteuer für die Beschwerde und das Gesuch um unent-
geltliche Rechtspflege für das Beschwerdeverfahren vor dem Kantonsgericht 
als angemessen erachtet werden und zu Lasten der KESB Nordbünden ge-
hen;

– dass diese Entschädigung einbringlich ist und somit eine Entschädigung nach 
Art. 122 Abs. 2 ZPO nicht festgesetzt werden muss; 

– dass somit auch das Verfahren ZK1 21 41 betreffend das Gesuch um Ertei-
lung der unentgeltlichen Rechtspflege in Anwendung von Art. 9 GOG als ge-
genstandslos geworden einzelrichterlich vom Geschäftsverzeichnis abge-
schrieben werden kann;

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wird erkannt:

1. Die Beschwerde ZK1 21 40 sowie das Gesuch um Erteilung der unentgeltli-
chen Rechtspflege samt Verbeiständung ZK1 21 41 werden zufolge Ge-
genstandslosigkeit vom Geschäftsverzeichnis abgeschrieben.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 500.00 gehen zu Lasten 
der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Nordbünden.

3. Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Nordbünden hat die Be-
schwerdeführerin für das Beschwerdeverfahren vor dem Kantonsgericht 
von Graubünden ausseramtlich mit CHF 1'311.00 zu entschädigen.

4. Mitteilung an: