# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4cec2a07-057c-539f-892b-acbeb46170be
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-04
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Steuergericht 04.06.2021 530 2021 1 (530 21 1)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_SG_001_530-2021-1_2021-06-04.pdf

## Full Text

Seite 1 

Entscheid vom 4. Juni 2021 (530 21 1) 

 

 _____________________________________________________________________  

 

Qualifikation als Liegenschaftsunterhalt    

 

Besetzung Steuergerichtspräsident A. Zähndler, Steuerrichter J. Felix (Ref.), 
Dr. L. Schneider, S. Schmid, M. Angehrn, Gerichtsschreiber i.V.  
J.-P. Stoll 
 
 

Parteien A.____, vertreten durch Treuhandbüro Wyss AG, Herr A. Wyss,  
Hauptstrasse 55, 4147 Aesch, 
 
 Beschwerdeführer 

  
 
gegen 
 
 

 Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft, Rheinstrasse 33, 
4410 Liestal,  
 
 Beschwerdegegnerin 
 
 
 

betreffend direkte Bundessteuer 2017 
 
 

http://www.baselland.ch/main_strk-htm.277547.0.html
http://www.baselland.ch/main_strk-htm.277547.0.html
http://www.baselland.ch/main_strk-htm.277547.0.html

 
 
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Sachverhalt: 

 

A. 

Mit Steuererklärung der direkten Bundessteuer 2017 vom 4. April 2019 deklarierte der Pflichtige 

Liegenschaftsunterhaltskosten für Liegenschaften innerhalb des Kantons Basel-Landschaft in 

Höhe von Fr. 113'828.-- und ein steuerbares Einkommen von Fr. 136’927.--. 

 

Mit Veranlagungsverfügung vom 27. Juni 2019 kürzte die Steuerverwaltung die steuerlich ab-

zugsfähigen Liegenschaftsunterhaltskosten auf Fr. 4'704.-- und setzte das steuerbare Einkom-

men auf Fr. 264’500.-- fest. Mit Verweis auf die Details zur Veranlagungsverfügung Staatssteu-

ern wurde bemerkt, dass sich in den Steuerakten lediglich eine Aufstellung über die effektiven 

Liegenschaftsunterhaltskosten mit ungenauen Angaben über die Ausführungsart befände. Kos-

ten für Umgebungsarbeiten und eine komplette Neugestaltung mit Stützmauern und Teich seien 

nicht abzugsfähig. Mittels Einsprache könne der effektive Liegenschaftsunterhalt nochmals be-

antragt werden, wobei sämtliche Rechnungen beigefügt werden müssten. Ferner müsse die 

Gleichwertigkeit des Ersatzes mit Vorher-Nachher-Fotos nachgewiesen werden. Ausserdem sei 

die Bezeichnung «Baumaterial» zu wenig aussagekräftig, um zu beurteilen, ob die Materialien 

für wertvermehrende oder werterhaltende Bauten benötigt worden seien. Deshalb sei ein klä-

render Hinweis zu jedem Posten nötig. Aus diesem Grund würden vorerst nur die pauschalen 

Liegenschaftsunterhaltskosten anerkannt. 

 

 

B. 

Am 26. Juli 2019 erhob die Vertreterin des Pflichtigen Einsprache und beantragte u.a., dass der 

Liegenschaftsunterhalt gemäss Deklaration mit Fr. 113'828.-- und aufgrund noch weiterer auf-

getauchter Rechnungen im Umfang von Fr. 18'761.90 mit 80% zum Abzug zugelassen werde. 

Normalerweise erhalte man von der Steuerverwaltung ein Schreiben, wonach die Rechnungen 

des Liegenschaftsunterhalts nachgereicht werden müssten. Hier sei jedoch direkt veranlagt 

worden und sämtliche Liegenschaftsunterhaltskosten seien aufgerechnet worden. Es sei ver-

wunderlich, dass die Abweichungsbegründung einerseits von einer kompletten Neugestaltung 

mit Stützmauern und Teich ausgegangen sei, aber andererseits Vorher-Nachher-Fotos verlangt 

werden würden. Weiter sei es befremdlich, dass der zuständige Sachbearbeiter jegliche Korrek-

tur oder Verhandlung aufgrund der per E-Mail nachgereichten Unterlagen abgelehnt hätte. Mit 

den nun beigelegten Fotos, Rechnungskopien sowie der Gebäudeversicherungspolice werde 

dargelegt, dass der Weidestall in der Gebäudeversicherung mitberücksichtigt sei, weshalb Un-

terhaltsarbeiten im Zusammenhang mit dem Weidestall abzugsfähig seien, sowie dass der Er-

satz der Stützmauern zur Hangsicherung erforderlich gewesen und auch von der Gemeinde 

B.____ zur Senkung des Hochwasserrisikos auferlegt worden sei. Den Fotos sei auch zu ent-

nehmen, dass die Erneuerung des Vorplatzes gemäss Merkblatt zu Liegenschaftsunterhalt, 

Energiesparmassnahmen, Umwelt- und Lärmschutzmassnahmen sowie Denkmalpflege vollum-

fänglich abzugsfähig sei. Mit einem Anteil von 20% werde den wertvermehrenden Arbeiten 

(teilweise etwas höhere Stützmauern, Erneuerung Teich, etc.) und den nicht abzugsfähigen 

Kosten (Humus, etc.) entsprechend Rechnung getragen. Somit sei der Liegenschaftsunterhalt 

gemäss Deklaration zu veranlagen. Die zusätzlichen Rechnungen seien ebenfalls mit 80% zu 

berücksichtigen. 

 
 
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Mit Schreiben vom 14. Oktober 2020 ersuchte die Steuerverwaltung um weitere Unterlagen 

betreffend die Stützmauern, die das Hochwasserrisiko aufgrund des Baches senken würden. 

Am 2. November 2020 reichte die Vertreterin des Pflichtigen ein Schreiben des Bauinspektorats 

Basel-Landschaft nach. Per E-Mail vom 23. November 2020 wurde noch eine fehlende Rech-

nung nachgereicht, welche die Steuerverwaltung einverlangt habe. 

 

Mit Entscheid vom 1. Dezember 2020 hiess die Steuerverwaltung die Einsprache hinsichtlich 

des Liegenschaftsunterhalts teilweise gut. Ausser bei den eingefallenen Mauern, Stützmauern 

und dem Ersatz des Teerbelags des Vorplatzes handle es sich aber hauptsächlich um Verbes-

serungen und nicht um einen Ersatz oder eine Wiederherstellung des bisherigen Zustands. Ei-

nige zusätzliche Zufahrtswege, Vorplätze, Sitzplätze, Mauern sowie der Teich seien erstellt 

worden. Nach der Beurteilung der Steuerverwaltung diene die Böschungsmauer gemäss Beila-

ge 6.1 nicht dazu, Schäden vom bestehenden Wohnhaus abzuwehren. Wenn keine genaue 

Zuordnung der Kosten möglich oder keine sachgerechte Aufteilung durch den Pflichtigen erfolgt 

sei, rechtfertige es sich, eine pauschale Quote als Unterhalt zu qualifizieren. Aufgrund der um-

fangreichen Umgebungsarbeiten, den diversen Belegen für Materialkosten und den pauschalen 

Kosten der Bauleitung sei keine konkrete Zuordnung für den Ersatz der Zufahrt und den einge-

brochenen oder in Zusammenhang mit dem Hochwasserschutz stehenden Mauern möglich. 

Ausserdem könne nicht beurteilt werden, ob in den Vorjahren oder Folgejahren ebenfalls Un-

terhaltskosten aufgeführt worden seien. Ermessensweise werde ein Anteil von Fr. 40'261.50 

(1/4 von Fr. 161'046.85) als steuerlich abzugsfähiger Liegenschaftsunterhalt (Anteil Umgebung, 

Zufahrt, Mauern, Objektschutzmassnahmen) anerkannt. Der gekürzte Liegenschaftsunterhalts-

abzug werde entsprechend von Fr. 4'704.-- auf Fr. 40’262.-- erhöht. 

 

 

C. 

Mit Eingabe vom 4. Januar 2021 erhebt die Vertreterin des Pflichtigen Beschwerde und be-

gehrt, dass der Liegenschaftsunterhalt gemäss der detaillierten Aufstellung in Höhe von 

Fr. 128'086.95 zum Abzug zugelassen werde. Als Begründung wird angeführt, mittels der ein-

gereichten Rechnungen könne festgestellt werden, dass es sich bei den Materiallieferungen um 

Mörtel, Bruchsteine, Zement, Bodenplatten etc. handle, die die Einfahrt, die Untermauerung 

sowie die Stützmauer des Weidestalls betreffen würden. Teile des Materials für den neuen Bo-

denbelag im Weidestall und der Humus seien als wertvermehrend deklariert worden. Die von 

der Firma C.____ in Rechnung gestellten werterhaltenden Arbeiten am Weidestall seien sepa-

rat von den wertvermehrenden Umgebungs- und Teicharbeiten verrechnet worden. Die Firma 

D.____ habe die Kellertreppe ersetzt und die Firma E.____ habe die bestehende Aussentreppe 

neu gefliest. Diese Kosten seien ebenfalls als werterhaltend aufgeführt. Auch die Enthärtungs-

anlage inklusive Inbetriebnahme seien als wertvermehrend deklariert worden. Das Bauleitungs-

honorar sei anhand der wertvermehrenden und werterhaltenden Kosten anteilsmässig aufgeteilt 

worden. Das Architektenhonorar sei je hälftig zugeordnet worden. 

 

Mit Vernehmlassung vom 27. April 2021 beantragt die Steuerverwaltung die Abweisung der 

Beschwerde und verweist zur materiellen Begründung auf den Einspracheentscheid vom 

1. Dezember 2020. Ergänzend wird festgehalten, dass die Vorbingen des Beschwerdeführers 

 
 
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allgemein gehalten und damit pauschaler Natur seien. Die tabellarische Auflistung der geltend 

gemachten Rechnungen, bei denen keine Bezeichnung des Gegenstands, sondern teilweise 

lediglich eine Artikelbezeichnung ohne weitere Abzugsbegründung aufgeführt sei, genüge dem 

Beweiserfordernis nicht. Es sollte auch nicht die Aufgabe des Gerichts sein, anhand einer Ta-

belle ohne klare Bezeichnung der Gegenstände über deren Abzugsfähigkeit zu befinden. Das 

sei die Aufgabe des Beschwerdeführers. Überhaupt stehe die Eintretensfrage im Raum, da 

fraglich sei, ob der Substantiierungspflicht in diesem Punkt in gehöriger Weise nachgekommen 

worden sei. Die Fotos liessen den Schluss zu, dass offensichtlich mehr gemacht worden sei als 

bloss eine Instandstellung. Es gäbe zudem diverse Unstimmigkeiten bei den eingereichten 

Rechnungen: Die Rechnungen der C.____ (F.____) würden keine Firmenadresse oder MWST-

Nummer aufweisen und die beteiligten Mitarbeiter würden nicht namentlich genannt, der Kauf-

preis eines Dumper Kipper, welcher F.____ erworben hätte, werde unter den Unterhaltskosten 

angegeben und diverse Rechnungen seien an die G.____ AG oder an F.____ adressiert. Auf-

grund dieses Durcheinanders von Rechnungsadressaten und ausgeführten Arbeiten dürfe es 

nicht Aufgabe der Steuer- und Steuerjustizbehörden sein, dieses zu entflechten und eine sau-

bere Aufstellung vorzunehmen. Die Beschwerde sei deshalb abzuweisen. 

 

An der heutigen Verhandlung halten die Parteien an ihren Begehren fest. 

 

 

 

 

Erwägungen: 

 

1. 

1.1. Das Steuergericht ist gemäss Art. 140 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über 

die direkte Bundessteuer (DBG; SR 642.11) zur Anhandnahme der vorliegenden Streitsache 

zuständig, wobei gemäss § 4 der Vollzugsverordnung vom 13. Dezember 1994 zum Bundesge-

setz über die direkte Bundessteuer (VV DBG; SGS 336.21) i.V.m. § 129 Abs. 3 des Gesetzes 

vom 7. Februar 1974 über die Staats- und Gemeindesteuern (Steuergesetz, StG; SGS 331) 

Beschwerden, deren umstrittener Steuerbetrag wie im vorliegenden Fall Fr. 10’000.-- übersteigt, 

vom Präsidenten und vier Richterinnen und Richtern des Steuergerichts beurteilt werden.  

 

1.2. Die Steuerverwaltung bringt vor, dass zunächst fraglich sei, ob der Beschwerdeführer sei-

ner Substantiierungspflicht in gehöriger Weise nachgekommen sei und das Steuergericht auf 

die Beschwerde überhaupt eintreten könne. Das Vorliegen von Sachurteilsvoraussetzungen wie 

der Substantiierungspflicht wird vom Amtes wegen geprüft. Sind diese erfüllt, spricht sich das 

Gericht über die Begründetheit oder Unbegründetheit des in Frage stehenden Begehrens aus. 

Sind sie jedoch nicht erfüllt, fehlt es also an einer Sachurteilsvoraussetzung, so tritt die Behörde 

auf ein Begehren nicht ein und fällt einen Nichteintretensentscheid (vgl. RHINOW/KOLLER/KISS/ 

THURNHERR/BRÜHL-MOSER, Öffentliches Prozessrecht, Grundlagen und Bundesrechtspflege, 

3. Aufl., Basel 2014, Rn. 1036). In formellrechtlicher Hinsicht wird verlangt, dass sich die Be-

schwerdeschrift dazu äussert, weshalb der angefochtene Entscheid abzuändern sei, und sie 

muss erkennen lassen, mit welchen Überlegungen der Antrag gestellt wird (vgl. Urteil des Bun-

desgerichts [BGer] 2C_32/2010 vom 20. Mai 2010, E. 1.3). Weiter setzt die Substantiierungs-

 
 
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pflicht voraus, dass die zugrundeliegenden Tatsachen in Bezug auf ihren Bestand und Umfang 

nachgewiesen werden müssen. Als substantiiert gilt eine Sachverhaltsdarstellung, welche hin-

sichtlich Art, Motiv und Rechtsgrund alle Tatsachenbehauptungen enthält, die - ohne weitere 

Untersuchungen, aber vorbehaltlich der Beweiserhebung - die rechtliche Würdigung der geltend 

gemachten Steuerminderungen erlaubt (RICHNER/FREI/KAUFMANN/MEUTER, Handkommentar 

zum DBG, 3. Aufl., Zürich 2016, Art. 140 N 57). 

 

Hierzu ist anzuführen, dass in der Beschwerdeschrift eine im Vergleich zur Einsprache etwas 

detailliertere Sachverhaltsdarstellung erkennbar ist. Auch in der überarbeiteten tabellarischen 

Rechnungsübersicht ist nun erkennbar, welches Material für welches Objekt verwendet wurde. 

Insoweit ist das Steuergericht imstande, eine Würdigung der vorliegenden Beweise vorzuneh-

men und sich der materiell zu stellenden Frage, ob es sich um werterhaltenden Liegenschafts-

unterhalt handelt bzw. ob die eingereichten Unterlagen den werterhaltenden Charakter zu be-

weisen vermögen, anzunehmen. Damit ist die dem Beschwerdeführer obliegende Substantiie-

rungspflicht erfüllt und den in formeller Hinsicht an eine Beschwerde zu stellenden Anforderun-

gen wurde Genüge getan. Es ist auf die Beschwerde einzutreten. 

 

 

2. 

Materiell gilt es nun zu beurteilen, ob die vom Beschwerdeführer geltend gemachten Aufwen-

dungen in Höhe von Fr. 128'086.95 als Liegenschaftsunterhalt zu qualifizieren sind und somit 

bei der Einkommenssteuer zum Abzug gebracht werden können. 

 

2.1. Gemäss Art. 32 Abs. 2 DBG können die notwendigen Kosten für die Verwaltung des Ver-

mögens, dazu bei Liegenschaften die Aufwendungen für den Unterhalt, von den steuerbaren 

Einkünften abgezogen werden. Die Kosten des Unterhalts und der Verwaltung von Grund und 

Boden können in ihrem tatsächlichen Umfang, jene von Gebäuden, sofern sie nicht zum Ge-

schäftsvermögen gehören, nach der Wahl des Steuerpflichtigen für jede Veranlagungsperiode 

entweder in ihrem tatsächlichen Umfang oder in Form einer Pauschale abgezogen werden 

(Art. 32 Abs. 4 DBG). Werden sie in ihrem tatsächlichen Umfang geltend gemacht, sind sie als 

steuermindernde Tatsachen im Rahmen der Beweislastverteilung von der steuerpflichtigen Per-

son nicht nur zu behaupten, sondern durch substantiierte Sachdarstellung zu beweisen. Die 

Beweislosigkeit wirkt sich dabei zu Ungunsten der steuerpflichtigen Person aus, da sie die Be-

weislast trägt (Urteile des Bundesgerichts [BGE] 140 II 248, E. 3.5; 121 II 273, E. 3c/aa; Urteil 

des Steuergerichts [StGE] vom 3. Juli 2015, 530 15 11, E. 3a, m.w.H.).  

 

Als Aufwendungen für den Unterhalt von Liegenschaften gelten gemäss Art. 1 Abs. 1 der Ver-

ordnung vom 24. August 1992 über die abziehbaren Kosten von Liegenschaften des Privatver-

mögens bei der direkten Bundessteuer (ESTV-Liegenschaftskostenverordnung; SR 642.116.2) 

insbesondere Auslagen für Reparaturen und Renovationen, Einlagen in den Reparatur- oder 

Erneuerungsfonds von Stockwerkeigentumsgemeinschaften und die Betriebskosten (lit. a 

Ziff. 1 - 3), die Sachversicherungsprämien für die Liegenschaft (Brand-, Wasserschäden-, Glas- 

und Haftpflichtversicherungen; lit. b) sowie die Verwaltungskosten (lit. c). Bei den Unterhalts-

kosten handelt es sich demgemäss um Aufwendungen, welche die Erhaltung bisheriger Werte 

bezwecken und die nach längeren oder kürzeren Zeitabschnitten erneut zu tätigen sind. Mit 

 
 
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anderen Worten sind Unterhaltsarbeiten Aufwendungen, welche ein Gebäude in seiner Gestal-

tung, Form und Zweckbestimmung unverändert weiterbestehen lassen; es werden einzig die 

mangelhaften Teile ersetzt oder instand gestellt (StGE vom 3. Juli 2015, 530 15 11, E. 3c, 

m.w.H.).  

 

Nicht abzugsfähig sind die Aufwendungen für die Anschaffung und die Verbesserung von Ver-

mögensgegenständen, also diejenigen Aufwendungen, welche zur Wertvermehrung eines 

Grundstückes führen (Art. 1 Abs. 1 lit. a Ziff. 1 ESTV-Liegenschaftskostenverordnung e contra-

rio). Die Abgrenzung zwischen Werterhaltung und Wertvermehrung erfolgt nach objektiv-

technischen Kriterien. Alle Aufwendungen, welche ein Grundstück in einen besseren Zustand 

versetzen, z.B. ein Haus in den Rang eines besser ausgestatteten, wertvolleren Gebäudes auf-

rücken lassen, haben wertvermehrenden Charakter. Die Aufwendungen für die Instandstellung 

oder Modernisierung eines Grundstückes, welche einer eigentlichen Neueinrichtung gleich-

kommen, sind daher nicht als Unterhaltskosten abzugsfähig. Zur Abgrenzung der abzugsfähi-

gen Unterhaltskosten von den wertvermehrenden Aufwendungen hat die Beschwerdegegnerin 

im Merkblatt "Liegenschaftsunterhalt, Energiesparmassnahmen, Umwelt- und Lärmschutz-

massnahmen, Denkmalpflege“, Stand 1. Januar 2020 (Merkblatt), einen nicht abschliessenden 

Katalog aufgestellt (StGE vom 22. Mai 2015, 510 14 89, E. 2d, m.w.H.). 

 

2.2. Konkret gilt es zu erörtern, ob die vom Beschwerdeführer ins Recht gelegten Dokumente 

rechtsgenüglich nachweisen können, ob werterhaltende Liegenschaftsunterhaltsarbeiten in Hö-

he von Fr. 128'086.95 geleistet wurden: Als steuermindernde Tatsache obliegt es dem Be-

schwerdeführer, den Nachweis entsprechender Arbeiten zu erbringen. Gelingt ihm dies nicht, 

so geht die Beweislosigkeit zu seinen Lasten. 

 

Die vom Beschwerdeführer ins Recht gelegte Tabelle ist eine Übersicht über die ebenfalls in 

den Akten befindlichen Rechnungen. Auf ihr sind jeweils die Rechnungsdaten, die Lieferanten, 

die Arbeitsgattung, der Betreff, die Rechnungsbeträge sowie eine Zuteilung, ob die Arbeiten 

werterhaltend oder wertvermehrend gewesen seien, ersichtlich. Bei den insgesamt 68 Rech-

nungen handelt es sich einerseits um Belege über Materialeinkäufe, die mehrheitlich vom Be-

schwerdeführer selbst getätigt wurden, und andererseits um Rechnungen von Dritten über ge-

leistete Arbeiten. Letztere führen meist pauschale Dienstleistungen wie «Wiederinstandsetzung 

der Umgebung (Parkplatz, Einfahrt und Garten)», «Muldenservice», «Spitz- und Plattenarbei-

ten» oder «Holzbauarbeiten» auf.  

 

2.3. Es erschliesst sich aus den Rechnungen jedoch wiederholt nicht, welche Arbeiten konkret 

ausgeführt wurden. So fehlt es beispielsweise an detaillierten Baubeschrieben oder Arbeitsrap-

porten, die erkennen lassen, in welcher Art und Weise der Weidestall instandgesetzt wurde. In 

Anbetracht der Aussage des Beschwerdeführers, es sei eine umfassende Renovation des Wei-

destalls vorgenommen worden, würde sich auch die Frage des wirtschaftlichen Neubaus (vgl. 

BGer 2C_558, 559/2016 vom 24. Oktober 2016, E. 2.4.1.) oder zumindest die der nicht abzieh-

baren funktionalen Verbesserung des Weidestalls (vgl. Art. 34 lit. d DBG) stellen. Auch die 

Rechnungsbeilagen der C.____, betitelt mit «Beschreibung der verschiedenen Arbeiten», liefern 

keinen Aufschluss darüber, welche spezifischen Arbeiten geleistet wurden, sondern nur wie 

viele Stunden an den jeweiligen Tagen gearbeitet worden sei. Mittels der eingereichten Rech-

 
 
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nungen und der zur Übersicht dienenden Tabelle kann somit einzig nachvollzogen werden, wel-

chem Objekt die betreffende Arbeit oder das betreffende Material zugeführt wurde. Es ist dage-

gen nicht ersichtlich, ob und inwieweit die Position einen werterhaltenden Beitrag zugunsten der 

Liegenschaft geleistet haben soll, zumal bei so umfangreichen Arbeiten wie im vorliegenden 

Fall immer auch eine gewisse wertvermehrende Komponente in Bezug auf Wert und Qualität 

miteinbezogen ist (vgl. BGer 2C_674, 675/2014 vom 11. Februar 2014, E. 4.2). Der Nachweis, 

dass der gesamte geltend gemachte Betrag von Fr. 128'086.95 effektiver Liegenschaftsunter-

halt gewesen sein soll, wurde bei dieser Sachlage demnach nicht erbracht.  

 

2.4. Nichtsdestotrotz ist den gesamthaft erbrachten Arbeiten ein gewisser werterhaltender Anteil 

erfahrungsgemäss nicht abzusprechen. Gerade bei umfangreichen Vorhaben mit Mischcharak-

ter wie im vorliegenden Fall können bauliche Massnahmen oder Anschaffungen nicht als Gan-

zes entweder dem Liegenschaftsunterhalt oder den wertvermehrenden Aufwendungen zuge-

ordnet werden, da sie Elemente beider Kategorien umfassen. Es ist sodann eine proportionale 

Aufteilung vorzunehmen, wobei die Anteile zu schätzen sind (StGE vom 4. Mai 2018, 510 18 9, 

E. 3.5.; BGer 2C_558, 559/2016 vom 24. Oktober 2016, E. 2.6.; 2C_674, 675/2014 vom 

11. Februar 2014, E. 4.2). In diesem Zusammenhang hat die Steuerverwaltung auch selbst wei-

tere Sachverhaltsabklärungen vorgenommen und den werterhaltenden Anteil schliesslich im 

Rahmen ihres Ermessens auf einen Viertel der gesamten Kosten von Fr. 161'046.85, ausma-

chend Fr. 40'261.50, geschätzt. Die Gewährung einer pauschalen Quote dient letztlich dem 

Steuerpflichtigen, denn mangels rechtsgenüglichem Beweis wäre bei einer strengen Anwen-

dung der Beweislastverteilung im Steuerrecht kein Teilbetrag als werterhaltender Liegen-

schaftsunterhalt zum Abzug zuzulassen. Das Steuergericht kommt zum Schluss, dass aufgrund 

der Rechnungen, der Fotos und den weiteren Unterlagen, die bereits im Einspracheverfahren 

vorlagen, die ermessensweise Schätzung des Liegenschaftsunterhalts durch die Steuerverwal-

tung nicht zu beanstanden ist; dies insbesondere vor dem Hintergrund, dass gemäss den obi-

gen Ausführungen aus den Akten nicht eindeutig hervorgeht, welche konkreten Arbeiten er-

bracht wurden. Die Beschwerde erweist sich demnach als unbegründet. 

 

 

3. 

Nach dem Ausgeführten ist die Beschwerde abzuweisen. 

 

Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten der unterliegenden Partei in an-

gemessenem Ausmass aufzuerlegen (Art. 144 Abs. 1 DBG i.V.m. § 130 StG und § 20 Abs. 1 

und 3 des Gesetzes vom 16. Dezember 1993 über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess-

ordnung [Verwaltungsprozessordnung, VPO; SGS 271]). Vorliegend wurde die Beschwerde 

abgewiesen, weshalb die Gerichtskosten in Höhe von Fr. 2’000.-- den Beschwerdeführern auf-

zuerlegen sind. Eine Parteientschädigung wird im Unterliegensfall nicht ausgerichtet (Art. 144 

Abs. 4 DBG i.V.m. Art. 64 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Ver-

waltungsverfahren [Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG; SR 172.021] e contrario). 

 

 

  

 
 
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Demgemäss erkennt das Steuergericht: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. 

Der Beschwerdeführer hat die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 2'000.-- zu bezahlen, wel-

che mit dem bereits geleisteten Kostenvorschuss verrechnet werden. 

 

3. 

Der Antrag auf Ausrichtung einer Parteientschädigung wird abgewiesen. 

 

4. 

Mitteilung an die Vertreterin, für sich und zhd. des Beschwerdeführers (2), die Eidgenössische 

Steuerverwaltung, Bern (1) und die Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft (3). 

 

 

 

 

 

Gegen dieses Urteil wurde am 27. August 2021 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung 

Verfassungs- und Verwaltungsrecht erhoben.