# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a5e6f80f-77ee-5aec-8d5e-db01650983d8
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-05-05
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 05.05.2015 IV 2013/160
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2013-160_2015-05-05.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2013/160

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 26.05.2020

Entscheiddatum: 05.05.2015

Entscheid Versicherungsgericht, 05.05.2015
Art. 17 ATSG, Art. 87 IVV Rentenrevision, Eintretenshürden, Verständnis 
eines italienischen Gutachtens (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 5. Mai 2015, IV 2013/160).

Entscheid vom 5. Mai 2015

Präsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider, 

Versicherungsrichter Ralph Jöhl; Gerichtsschreiberin Andrea Wepfer

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Kurt Gemperli, advokatur am brühl, 

Scheffelstrasse 2, 9000 St. Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Rentenrevision (Einstellung)

Sachverhalt:

A.    

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A.a  A.___ meldete sich am 24. April 2003 zum Bezug einer Invalidenrente an. In seiner 

Anmeldung gab er an, aufgrund eines Herzinfarktes in seiner Erwerbsfähigkeit 

eingeschränkt zu sein (IV-act. 1).

A.b  Der Hausarzt des Versicherten, Dr. med. B.___, Allgemeinmediziner FMH, stellte in 

seinem Arztbericht vom 2. Mai 2003 die Diagnose einer koronaren Herzkrankheit und 

einer subjektiven Anstrengungsintoleranz. Er attestierte dem Versicherten eine 30 %-

ige Arbeitsunfähigkeit aus somatischer oder eine 50 %-ige Arbeitsunfähigkeit aus 

allgemeinmedizinischer Sicht. Er konkretisierte, die zumutbare Arbeitsfähigkeit in

einer adaptierten Tätigkeit wäre wahrscheinlich deutlich mehr als 50 % und im 

unwahrscheinlichen Idealfall einer körperlich wenig belastenden Tätigkeit 

möglicherweise 100 %, was anzustreben sei (IV-act. 6/1 ff.).

A.c  Die IV-Stelle liess den Versicherten bei Dr. med. C.___, Arzt für Psychiatrie und 

Psychotherapie, Akupunktur, abklären. Dieser diagnostizierte im Gutachten vom 

10. März 2004 mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine koronare Herzkrankheit mit 

Status nach inferior-lateralem Myokardinfarkt am 17. Mai 2002, angiographisch 

generalisierter Koronararteriosklerose, Status nach Rekanalisation und 

Stentimplantation eines akuten Verschlusses des RCX am 17. Mai 2002, atypischen 

Thoraxschmerzen sowie eine längere angst-depressive Reaktion auf schwere 

Belastungs- und Anpassungsstörung (ICD-10 F43.22). Ohne Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit diagnostizierte er ausserdem Hyperlipidämie, Adipositas, Status nach 

Nikotinabusus, Entwicklung von abhängigen Charakterzügen (ICD-10 F60.7) und 

Eheprobleme (ICD-10 Z63.0). Die Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht beurteilte 

er als 50 % bei leichten bis mittelschweren, dem Leiden angepassten Tätigkeiten (IV-

act. 13).

A.d  Da der Versicherte – wie er in seinem Schreiben vom 5. Juli 2004 zum Ausdruck 

brachte – nicht an Arbeitsvermittlung interessiert war, bemühte sich die IV-Stelle nicht 

weiter, ihm in diesem Bereich Hilfestellungen anzubieten (IV-act. 24, 20, 25).

A.e  Mit Verfügungen vom 30. September und 25. Oktober 2004 wurde dem 

Versicherten eröffnet, dass ihm rückwirkend ab dem 1. Mai 2003 bei einem 

Invaliditätsgrad von 55 % eine halbe Rente ausgerichtet werde (IV-act. 37, 40).

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B.    

B.a  Auf den 1. August 2006 wurde die Durchführung einer ersten Rentenrevision 

angesetzt (IV-act. 34). Der Versicherte gelangte jedoch, nachdem er am 13. Mai 2006 

einen zweiten Herzinfarkt erlitten hatte, – offenbar auf Aufforderung seitens seines 

Hausarztes Dr. med. D.___, Allgemeinmediziner FMH, – bereits am 13. Juni 2006 an die 

IV-Stelle mit einem Gesuch um Erhöhung der Rentenleistungen (IV-act. 45, 49).

B.b  Dr. med. E.___ hielt im Bericht vom 27. Juli 2006 allerdings fest, der Versicherte 

sei aus kardialer Sicht wieder vollumfänglich arbeitsfähig. Dies da der Myokardschaden 

klein gewesen sei, die linksventrikuläre Pumpfunktion normal funktioniere und deshalb 

die Prognose relativ gut sei (IV-act. 53, 50).

B.c  Die IV-Stelle veranlasste eine erneute Begutachtung des Versicherten, dieses Mal 

durch den Servizio Accertamento Medico (SAM) im Ospedale Regionale Bellinzona e 

Valli. Im Gutachten vom 18. Juni 2007 wurde festgehalten, dass die Arbeitsfähigkeit für 

die letzte Stelle, welche der Versicherte innegehabt habe, aus kardiologischer Sicht 50 

% betrage, bei leichten oder mittleren körperlichen Anstrengungen Tätigkeiten aber 

auch zu 100 % ausgeübt werden könnten (IV-act. 62). Aus psychiatrischer Sicht sei 

eine Arbeitsunfähigkeit von 30 – 40 % ausgewiesen (IV-act. 63).

B.d  Mit Vorbescheid vom 10. Oktober 2007 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, 

dass weiterhin Anspruch auf die bisherige Invalidenrente bestehe und das 

Erhöhungsgesuch deshalb abgewiesen werde (IV-act. 70).

B.e  Da kein begründeter Einwand einging, erliess die IV-Stelle am 24. Januar 2008 die 

dem Vorbescheid entsprechende Verfügung unter Bestätigung der halben Rente bei 

einem Invaliditätsgrad von 52 % (IV-act. 82).

C.    

C.a  Im September 2011 leitete die IV-Stelle eine weitere Rentenrevision ein. Im 

Revisionsfragebogen kreuzte der Versicherte an, sein Gesundheitszustand habe sich 

verschlechtert (IV-act. 90). Die IV-Stelle holte darauf hin einen Verlaufsbericht beim 

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Hausarzt des Versicherten ein. Dr. D.___ gab an, der Gesundheitszustand des 

Versicherten sei stationär und eine leichte Arbeit wäre ihm möglich (IV-act. 88).

C.b  Der Versicherte wurde daraufhin am 6. und 26. Juni 2012 nochmals abgeklärt. Die 

Aerztliche Begutachtungsinstitut GmbH (ABI) begutachtete ihn und hielt die Resultate 

im Gutachten vom 15. Oktober 2012 fest. Aus psychiatrischer Sicht konnte keine 

psychische Störung gemäss ICD-Kriterien festgestellt werden und demzufolge auch 

keine Arbeitsunfähigkeit bescheinigt werden. Kardiologisch wurde die koronare 

Herzkrankheit (3-Gefäss-Erkrankung [ICD-10 125.1]) bestätigt. Es wurde auch 

bestätigt, dass der Versicherte aufgrund seiner koronaren Herzkrankheit für eine 

körperlich schwere oder mittelschwer belastende Tätigkeit nicht mehr einsetzbar sei. 

Eine körperlich leichte Tätigkeit sei ihm jedoch ohne Leistungseinschränkungen 

ganztags zumutbar (IV-act. 101).

C.c  Mit Vorbescheid vom 16. Januar 2013 eröffnete die IV-Stelle dem Versicherten, 

dass kein Rentenanspruch mehr bestehe, da der Invaliditätsgrad unter 40 % liege (IV-

act. 106).

C.d  Der Versicherte erhob dagegen am 21. Februar 2013 einen Einwand und 

beantragte die Weiterausrichtung der Rente wie bis anhin (IV-act. 111).

C.e  Die IV-Stelle verfügte am 6. März 2013 die Einstellung der Invalidenrente des Ver­

sicherten auf Ende des der Verfügungszustellung folgenden Monats (Februar 2013). Er 

sei in einer körperlich leichten Beschäftigung voll arbeitsfähig auf dem allgemeinen 

Arbeitsmarkt und könne zumutbarerweise ein Erwerbseinkommen erzielen, bei 

welchem keine invaliditätsbedingte Erwerbseinbusse resultiere (IV-act. 113).

D.   

D.a  Mit Beschwerde vom 11. April 2013 beantragte der Versicherte (nachfolgend 

Beschwerdeführer) die Aufhebung der Verfügung vom 6. März 2013 und die 

Verpflichtung der Beschwerdegegnerin, die Rente weiter auszurichten. Er führte an, die 

Verwaltung habe ein Rentenrevisionsverfahren angestrebt, ohne dass die 

Voraussetzungen dafür erfüllt gewesen seien. Ausserdem sei von einem Gutachter zu 

erwarten, dass er sich mit früheren Unterlagen auseinandersetze, was vorliegend nicht 

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möglich gewesen sei, da der entsprechende Gutachter nicht Italienisch spreche und 

das Gutachen des SAM, welches die wichtigste medizinische Vorakte darstelle, 

deshalb gar nicht habe würdigen können (act. G 1).

D.b  In ihrer Beschwerdeantwort vom 31. Mai 2013 beantragte die Beschwerdeführerin, 

die Beschwerde sei abzuweisen. Die Durchführung einer Revision sei angezeigt ge­

wesen, da der Beschwerdeführer eine Verschlechterung seines Gesundheitszustandes 

geltend gemacht habe. Das Gutachten der ABI GmbH erfülle sämtliche 

rechtsprechungsgemässen Kriterien der Beweistauglichkeit. Es sei davon auszugehen, 

dass das SAM-Gutachten inhaltlich verstanden worden sei, insbesondere in Bezug auf 

Diagnosen und Befunde (act. G 4).

D.c  Mit Replik vom 31. Oktober 2013 liess der Beschwerdeführer vorbringen, mit dem 

Ankreuzen von Verschlechterung des Gesundheitszustandes auf dem Formular habe er 

keine Rentenrevision beantragt. Das ABI Gutachten selber belege nicht, dass eine 

genügende Auseinandersetzung mit den Vorberichten stattgefunden habe. Dr. med.

F.___, Spezialarzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, welcher Italienisch spreche, 

habe die Vorakten studiert und sei zur Diagnose einer abhängigen (asthenischen) 

Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.7) gekommen (act. G 12).

D.d  Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung einer Duplik (act. G 14).

Erwägungen:

1.

1.1  Anfechtungsgegenstand bildet die Verfügung vom 6. März 2013. Strittig ist dabei 

die von der Beschwerdegegnerin verfügte Einstellung der Invalidenrente des 

Beschwerdeführers.

1.2  Wenn sich der Invaliditätsgrad der rentenbeziehenden Person erheblich ändert, 

wird die Invalidenrente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft 

entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur 

Rentenrevision gibt jede Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, 

den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen (BGE 130 V 349 

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E. 3.5, vgl. BGE 133 V 545). Der Invaliditätsgrad kann sich unter anderem in erheblicher 

Weise ändern, wenn sich der Gesundheitszustand verbessert oder verschlechtert hat 

oder anders auf die Arbeitsfähigkeit auswirkt. Eine anspruchsbeeinflussende 

Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu 

betätigen, ist von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden 

kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu 

berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert 

hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird (Art. 88a Abs. 1 der Verordnung über 

die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]). Eine Herabsetzung oder Aufhebung der 

Invalidenrente wird frühestens auf den ersten Tag des zweiten Monats wirksam, 

welcher der Zustellung der Verfügung folgt (Art. 88  Abs. 2 lit. a IVV).

1.3  Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung 

bildet die letzte rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des 

Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und 

Durchführung eines Einkommensvergleichs beruht (BGE 133 V 114 E. 5.4; BGE 130 V 

77 E. 3.2.3). Im vorliegenden Fall ist demnach der Sachverhalt, welcher der 

rentenzusprechenden Verfügung vom 24. Januar 2008 (IV-act. 82) zu Grunde lag, mit 

dem Sachverhalt zur Zeit der angefochtenen Verfügung vom 6. März 2013 (IV-act. 113) 

zu vergleichen.

1.4  Gemäss Art. 87 Abs. 1 IVV wird eine Revision von Amtes wegen durchgeführt, 

wenn sie im Hinblick auf eine mögliche erhebliche Änderung des Invaliditäts- oder 

Hilflosigkeitsgrades oder des invaliditätsbedingten Betreuungsaufwandes oder 

Hilfsbedarfs bei der Festsetzung der Rente, der Hilflosenentschädigung oder des 

Assistenzbeitrages auf einen bestimmten Termin in Aussicht genommen worden ist (lit. 

a); oder wenn Tatsachen bekannt oder Massnahmen angeordnet werden, die eine 

erhebliche Änderung des Grades der Invalidität, der Hilflosigkeit, des 

invaliditätsbedingten Betreuungsaufwandes oder Hilfebedarfs als möglich erscheinen 

lassen (lit. b).

2.

bis

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2.1  Der Beschwerdeführer rügt betreffend die Anhandnahme des Revisionsverfahrens, 

dass diesbezüglich gewisse Eintretenshürden bestünden und dass diese 

Voraussetzungen nicht vorgelegen hätten. Die Eröffnung eines Revisionsverfahrens 

setze zwar nicht den Nachweis einer erheblichen Änderung voraus - Indizien, welche 

eine erhebliche Änderung des Grades der Invalidität als möglich erscheinen lassen, 

müssten aber gegeben sein (Urteil des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich 

vom 31. August 2012, IV.2011.00075).

2.2  Das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich kommt in seinem eben 

genannten Urteil zum Schluss, die Eröffnung eines Revisionsverfahrens setze nicht den 

Nachweis einer erheblichen Änderung, sondern nur Indizien für den Eintritt einer 

derartigen Änderung voraus. Die Lehre hält diesbezüglich ebenfalls fest, dass auch in 

einem von Amtes wegen eingeleiteten Rentenrevisionsverfahren vorab die Frage nach 

der Möglichkeit einer relevanten Veränderung zu klären sei (Lendfers Miriam, Die IV-

Revisionsnormen (Art. 86t  – 88 ) und die anderen Sozialversicherungen, in: 

Schaffhauser René/Schlauri Franz [Hrsg.], Sozialversicherungsrechtstagung 2009, S. 

51 oben). Der Verwaltung komme aber grosses Ermessen bei der Beantwortung dieser 

Frage zu und sie sei befugt, die Hürde tief anzusetzen, sofern das 

Gleichbehandlungsgebot dabei nicht verletzt werde (Lendfers Miriam, a. a. O., S. 54). 

Ausschlaggebend für die vorliegende Rentenrevision war das Ankreuzen einer 

Verschlechterung des Gesundheitszustandes durch den Beschwerdeführer anlässlich 

der Einleitung einer Revision auf dem Fragebogen: Revision der Invalidenrente/

Hilflosenentschädigung (IV-act. 90). Da daraufhin der behandelnde Arzt, Dr. D.___, 

seinerseits angab, er habe den Beschwerdeführer nur zwei Mal pro Jahr gesehen, und 

ankreuzte, der Zustand des Beschwerdeführers sei stationär (IV-act. 88), fühlte sich die 

Beschwerdegegnerin veranlasst, nähere Abklärungen zu treffen. Diese Anhaltspunkte 

sind eher knapp, aber unter Berücksichtigung der dargelegten Argumente der Lehre 

und des Urteils des zürcherischen Sozialversicherungsgerichts, denen beizupflichten 

ist, und da der Beschwerdeführer selber mit dem Ankreuzen einer Verschlechterung 

seines Gesundheitszustandes zumindest implizit eine Revision forderte, erscheint die 

Eröffnung eines Rentenrevisionsverfahrens als gerechtfertigt.

3.

er bis

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3.1  Ausgangspunkt für die Beurteilung des gesundheitlichen Verlaufs bildet im 

vorliegenden Revisionsverfahren die Rentenbestätigung vom 24. Januar 2008 (IV-act. 

82). Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der Verfügung vom 24. Januar 2008 auf 

das SAM-Gutachten vom 19. April 2007, welches die Arbeitsfähigkeit aus 

psychiatrischer Sicht auf 30 – 40 % bezifferte bei ängstlich-depressivem Syndrom 

(leichte gemischte ängstlich-depressive Störung ICD10 - F41.2). Aus kardiologischer 

Sicht konnte für leichte oder mittlere körperliche Anstrengungen von einer 

Arbeitsfähigkeit von 100 % ausgegangen werden, auch wenn die Arbeitsfähigkeit für 

die letzte Stelle, welche der Versicherte innehatte, nur 50 % betrug. Im Gutachten vom 

15. Oktober 2012 kommt die ABI zum Schluss, dass der Beschwerdeführer für 

körperlich leichte Tätigkeiten zu 100 % arbeits- und leistungsfähig sei. Da keine 

psychische Störung gemäss ICD-10 Kriterien vorliege, könne keine Arbeitsunfähigkeit 

attestiert werden und wäre dem Beschwerdeführer aus psychiatrischer Sicht ein volles 

Arbeitspensum zumutbar. Aus kardiologischer Sicht liege zwar die koronare 

Herzkrankheit (3-Gefäss-Erkrankung [ICD-10 125.1]) mit Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit vor, aber diese wirke sich lediglich auf die Arbeitsfähigkeit im 

angestammten Beruf aus, wo der Beschwerdeführer nicht mehr einsetzbar sei; für 

körperlich leichte Tätigkeiten sei er zu 100 % arbeits- und leistungsfähig. Im Abschnitt 

6.3 des Gutachtens der ABI wird explizit festgehalten, das psychische Leiden habe 

sich im Anschluss an die Phase mit 30 – 40 %-iger Einschränkung weiter 

zurückgebildet, ein genauer Zeitpunkt für die Verbesserung könne nicht angegeben 

werden (IV-act. 101). Damit steht fest, dass es zu einer Verbesserung des 

Gesundheitszustandes gekommen ist und nicht einfach die Gutachter einen 

unveränderten Gesundheitszustand in Bezug auf die Arbeitsunfähigkeit anders 

bewertet haben.

3.2  Der Beschwerdeführer bringt vor, auf dieses Gutachten könne per se nicht 

abgestellt werden, da der psychiatrische Gutachter, Dr. med. G.___ kein Italienisch 

spreche und deshalb das vorliegende Gutachten des SAM nicht richtig habe würdigen 

können.

3.3  Der Beschwerdeführer nimmt an, Dr. G.___ spreche kein Italienisch oder zumindest 

nicht so viel, um das Gutachten des SAM zu verstehen, weil im FMH-Ärzteindex unter 

Sprachkenntnissen Italienisch nicht aufgeführt wird. Diese Annahme ist nicht zwingend. 

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Das Nichtaufführen einer Sprache bei Sprachkenntnissen bedeutet nicht, dass man 

diese überhaupt nicht versteht. Wären die Italienischkenntnisse von Dr. G.___ 

tatsächlich nicht vorhanden oder derart minim gewesen, dass es ihm nicht möglich 

gewesen wäre, das betreffende Gutachten zu studieren und inhaltlich 

nachzuvollziehen, hätte er die Erstattung des Gutachtens ablehnen müssen. Das hat er 

indessen nicht getan. Im Gutachten der ABI GmbH wird das Gutachten des SAM 

aufgeführt und die wichtigsten Erkenntnisse bzw. Diagnosen werden erwähnt. Im 

Übrigen hat das Bundesgericht in einem zwar nicht einschlägigen, weil keinen 

begutachtenden Arzt, sondern eine schweizerische Rechtsanwältin betreffenden, 

Entscheid festgehalten, dass die Übersetzung eines in italienischer Sprache 

abgefassten medizinischen Dokumentes nicht angezeigt sei, selbst wenn ihr die 

italienische Sprache wenig geläufig sei. Es sei ihr bei üblicher sprachlicher Bildung in 

einer anderen romanischen Sprache (ohne Latein) auf einfache Weise möglich und 

zumutbar, sich mithilfe der heute allgemein verfügbaren Hilfsmittel den Sinn der 

polydisziplinären Begutachtung rechtsgenüglich zu erschliessen (Urteil 9C_141/2009 

vom 5. Oktober 2009). Dies muss umso mehr für einen in der Schweiz zugelassenen 

Facharzt mit abgeschlossenem Medizinstudium und den hierfür erforderlichen 

Lateinkenntnissen gelten. Nach dem Gesagten ist nicht davon auszugehen, dass Dr. 

G.___ das Gutachten des SAM nicht mindestens so gut verstanden hätte, um es in 

Erfüllung seiner Expertentätigkeit ausreichend würdigen zu können.

3.4  Mit den Sachverständigen des ABI ist deshalb davon auszugehen, dass sich der 

Gesundheitszustand des Beschwerdeführers mit dem massgeblichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit verbessert hat. Dafür spricht auch die 

Auseinandersetzung im Gutachten des ABI mit früheren Einschätzungen. Im ersten 

Gutachten von Dr. C.___ sei eine psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung 

empfohlen worden. Eine solche habe der Beschwerdeführer aber nie in Anspruch 

genommen, was auf einen geringen Leidensdruck seitens der psychischen Störung 

hinweise. Der zeitliche Rahmen für eine Anpassungsstörung sei mittlerweilen auch 

überschritten (IV-act. 101 S. 11). Darin ist ein Beleg für eine vorübergehende 

psychische Erkrankung im Zusammenhang mit der Belastungssituation aufgrund des 

Infarktes zu sehen. Nach ärztlicher Empfehlung wären in dieser Zeit unterstützende 

psychiatrische Behandlungen hilfreich gewesen, aber entscheidend ist, dass sich die 

Beschwerden nach fachärztlicher Erkenntnis auch ohne diese über Zeit – allenfalls über 

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längere Zeit als mit fachärztlicher Behandlung – wieder zurück gebildet haben. Auch 

die durch die SAM festgehaltene Diagnose eines ängstlich-depressiven Syndroms 

(leichte gemischte ängstlich-depressive Störung F41.2) konnte im Zeitpunkt des ABI-

Gutachtens nicht mehr erhoben werden (IV-act. 101 S. 11). Wie bereits erwähnt wurde 

kardiologisch durch Dr. B.___ nach dem ersten Infarkt eine Arbeitsunfähigkeit von 30 % 

angegeben, welche auch Dr. med. H.___ bestätigte, indem er die Arbeitsfähigkeit für 

leichte bis mittelschwere Arbeiten von kardialer Seite auf 60 – 70 % bezifferte (IV-act. 

6/8). Gemäss dem Gutachten des SAM (18. Juni 2007) konnte dann bereits damals für 

leichte oder mittlere körperliche Anstrengungen von einer Arbeitsfähigkeit von 100 % 

ausgegangen werden, auch wenn die Arbeitsfähigkeit für die letzte Stelle, welche der 

Versicherte innehatte, 50 % betrug. Zuvor hatte auch Dr. E.___, welcher den 

Beschwerdeführer nach dem zweiten Infarkt im Spital betreute, berichtet, der 

Beschwerdeführer sei aus kardialer Sicht wieder vollumfänglich arbeitsfähig (IV-act. 

53/4). Auch somatisch lagen demnach vorübergehende pathologische 

Beeinträchtigungen in zeitlich engem Zusammenhang mit der Belastungssituation vor, 

wofür auch spricht, dass der behandelnde Arzt nach dem zweiten Infarkt sehr schnell 

wieder von einer Arbeitsfähigkeit ausging. Da die Arbeitsunfähigkeit somit in 

nachzuvollziehender Weise an ein Ereignis und dessen Bewältigung angeknüpft 

werden konnte, ist es folgerichtig, die Rente an die eingetretenen Veränderungen 

tatsächlicher Natur anzupassen.

3.5  Zusammengefasst entspricht das Gutachten der ABI den Anforderungen der 

Rechtsprechung und hält klar fest, dass beim Beschwerdeführer keine 

Einschränkungen mehr vorliegen, welche zu einer Arbeitsunfähigkeit führen. Demnach 

erfolgte die Aufhebung der Rente des Beschwerdeführers durch die 

Beschwerdegegnerin zu Recht.

4.

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. Das Beschwerdeverfahren ist 

kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom 

Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). 

Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint als angemessen. Sie ist dem 

bis

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unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen. Der von ihm geleistete 

Kostenvorschuss in gleicher Höhe ist anzurechnen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 

VRP

entschieden:

1.      Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.      Der Beschwerdeführer bezahlt eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--. Der von ihm 

geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird daran angerechnet.

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