# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e09c8534-eee8-579b-851f-045943881b63
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-09-17
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 17.09.2015 SB150258
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB150258_2015-09-17.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 

 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB150258-O/U/eh 
 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. L. Chitvanni, Präsidentin, Ersatzoberrichterin 

lic. iur. M. Bertschi und Ersatzoberrichter lic. iur. A. Huizinga sowie 

Gerichtsschreiberin lic. iur. C. Baumgartner 

 

Urteil vom 17. September 2015 

 

in Sachen 
 

A._____, 

Beschuldigter und Berufungskläger 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 
 

gegen 
 

Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland, 

vertreten durch Leitenden Staatsanwalt Dr. iur. R. Jäger,  

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

betreffend 
Diebstahl etc. und Widerruf 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Bülach, I. Abteilung, vom 

18. März 2015 (DG140094) 

- 2 - 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Winterthur / Unterland vom 13. Novem-

ber 2014 ist diesem Urteil beigeheftet (Urk. 45). 

 

Urteil der Vorinstanz: 

(Urk. 66) 

1. Der Beschuldigte ist schuldig 

− des Diebstahls und des mehrfachen Versuches hierzu im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 
StGB, teilweise in Verbindung mit Art. 22 StGB, 

− der mehrfachen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB, 

− des mehrfachen Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB, 

− des vorsätzlichen Fahrens in fahrunfähigem Zustand (andere Gründe) im Sinne von 
Art. 91 Abs. 2 SVG in Verbindung mit Art. 2 Abs. 2 VRV, 

− des mehrfachen vorsätzlichen Vergehens gegen das Ausländergesetz im Sinne von 
Art. 5 Abs. 1 lit. d AuG und Art. 115 Abs. 1 Bst. a und b AuG. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 18  Monaten Freiheitsstrafe, wovon 243 Tage durch  

Polizei- und Untersuchungshaft sowie vorzeitigen Strafantritt erstanden sind. 

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird nicht aufgeschoben. 

4. Der mit Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 14. Juni 2012 gewährte bedingte Teil der 

Freiheitsstrafe von 6 Monaten wird widerrufen. Der Vollzug des bedingt gewährten Teils der 

Freiheitsstrafe wird angeordnet, unter Anrechnung der damals erstandenen, noch nicht  

angerechneten Haft.  

5. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 13. Oktober 2014 be-

schlagnahmten Gegenstände 

− 1 Scherenwagenheber 

− 1 schwarze Jacke 

werden definitiv eingezogen und sind nach Rechtskraft dieses Urteils zu vernichten. 

 

- 3 - 

6. Der mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 13. Oktober 2014 

beschlagnahmte und beim Forensischen Institut Zürich unter der Ref-Nr. …, A… aufbe-

wahrte Schraubenzieher wird eingezogen und ist nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils 

durch das Forensische Institut Zürich zu vernichten. 

7. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 13. Oktober 2014 

beschlagnahmten und bei bei der Kantonspolizei Aargau unter der Fall-Nr. … aufbewahrten 

zwei Schraubenzieher sowie der Bolzenschneider werden eingezogen und sind nach Eintritt 

der Rechtskraft dieses Urteils durch die Kantonspolizei Aargau zu vernichten. 

8. Es wird vorgemerkt, dass der Beschuldigte das Schadenersatzbegehren der Privatklägerin 

im Betrag von Fr. 4'000.– anerkannt hat. 

9. Das Genugtuungsbegehren der Privatklägerin wird abgewiesen. 

10.  Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 2'500.– ; die weiteren Auslagen betragen: 

Fr. 2'000.–   Auslagen Vorverfahren  

Fr. 573.–   Auslagen Gutachten 

Fr. 3'265.–   Ausserkantonale Verfahrenskosten 

Fr. 7'597.80   amtl. Verteidigungskosten  
 

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

Verlangt keiner der Parteien eine schriftliche Begründung des Urteils, ermässigt sich die 

Entscheidgebühr auf zwei Drittel. 

11.  Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem Beschuldigten 

auferlegt; davon ausgenommen sind die Kosten der amtlichen Verteidigung, welche 

einstweilen und unter dem Vorbehalt von Art. 135 Abs. 4 StPO von der Gerichtskasse 

übernommen werden. 

12.  (Mitteilungen) 

13.  (Rechtsmittel) 

 

- 4 - 

Berufungsanträge: 
 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten (Urk. 89): 

1. Das Urteil des Bezirksgerichts Bülach sei betreffend die Ziffer 1, Abs. 1, 2 

und 3 sowie die Ziffer 2 aufzuheben. 

2. Der Beschuldigte sei betreffend den Einbruchsversuch vom 26. April 2013 in 

die Räumlichkeiten der B._____ in C._____ freizusprechen (versuchter 

Diebstahl, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch). 

3. Der Beschuldigte sei mit einer Freiheitsstrafe von 12 Monaten zu bestrafen. 

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Staates. 

b) Der Staatsanwaltschaft (Urk. 75): 

(schriftlich) 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils. 

c) Der Privatklägerschaft: 

Keine Anträge. 

Erwägungen: 

1. Prozessuales 

1.1. Mit dem eingangs im Dispositiv wiedergegebenen Urteil der Vorinstanz 

vom 18. März 2015 wurde der Beschuldigte des Diebstahls und des mehrfachen 

Versuchs hierzu, der mehrfachen Sachbeschädigung, des mehrfachen Haus-

friedensbruchs, des vorsätzlichen Fahrens in fahrunfähigem Zustand und des 

mehrfachen vorsätzlichen Vergehens gegen das Ausländergesetz schuldig ge-

sprochen und mit einer zu vollziehenden Freiheitsstrafe von 18 Monaten belegt. 

Zudem wurde der bedingte Vollzug eines Teils einer Vorstrafe – sechs Monate 

- 5 - 

Freiheitsstrafe – widerrufen. Schliesslich wurde über die beschlagnahmten  

Gegenstände und die Zivilansprüche befunden. Gegen dieses Urteil meldete der 

Beschuldigte noch vor Schranken Berufung an (Art. 399 Abs. 1 StPO; Prot. I  

S. 19). Die Berufungserklärung ging, nachdem dem Beschuldigten das begründe-

te Urteil am 5. Juni 2015 zugestellt worden war (Urk. 63), innert gesetzlicher Frist 

bei der Berufungsinstanz ein (Art. 399 Abs. 3 StPO; Urk. 69 f.). Weder die Staats-

anwaltschaft noch die Privatklägerschaft haben Anschlussberufung erhoben (vgl. 

Urk. 75 f.; Art. 400 Abs. 2 f. und Art. 401 StPO). Beweisergänzungsanträge  

wurden im Berufungsverfahren keine gestellt (Art. 389 Abs. 3 StPO; Urk. 69;  

Urk. 75; Prot. II S. 5). Die Staatsanwaltschaft ersuchte um Dispensation von der 

Beteiligung am weiteren Verfahren (Urk. 75); mit der Vorladung zur Verhandlung 

wurde ihr das Erscheinen freigestellt (Urk. 85). 

1.2. Der Beschuldigte hat seine Berufung beschränkt (Urk. 69 S. 2; Urk. 89 

S. 1, Art. 399 Abs. 4 StPO). Er ficht den Schuldspruch betreffend versuchten Ein-

bruchdiebstahl gemäss Anklageziffer I.2. an. Die Staatsanwaltschaft beantragt die 

Bestätigung des angefochtenen Entscheides. Im Berufungsverfahren sind demzu-

folge die Schuldsprüche betreffend den Diebstahl und einen Versuch hierzu, teil-

weise betreffend die mehrfache Sachbeschädigung und den mehrfachen Haus-

friedensbruch, das vorsätzliche Fahren in fahrunfähigem Zustand und das mehr-

fache vorsätzliche Vergehen gegen das Ausländergesetz (Dispositiv-Ziffer 1)  

sowie der Widerruf (Dispositiv-Ziffer 4), die Einziehungen (Dispositiv-Ziffer 5 - 7), 

die Regelung der Zivilansprüche (Dispositiv-Ziffer 8 f.) sowie die Kostenfest-

setzung und deren Verlegung (Dispositiv-Ziffern 10 f.) nicht angefochten. Vom 

Eintritt der Rechtskraft dieser Anordnungen ist vorab Vormerk zu nehmen  

(Art. 402 StPO i.V.m. Art. 437 Abs. 1 StPO). 

2. Sachverhalt 

Diebstahlversuch, Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch in ND1  
[Anklage Ziffer I.2.] 

2.1. In der Anklageschrift wird dem Beschuldigten unter der genannten Ziffer im 

Wesentlichen vorgeworfen, er sei am 26. April 2013, um 02.20 Uhr, mit zwei Mit-

- 6 - 

tätern in einem Fahrzeug zur B._____ in C._____ gefahren, habe sich Zutritt zum  

Liegenschaftenareal durch Aufstemmen der Tore sowie Verbiegen und Durch-

trennen von Gitterstäben verschafft, habe unbefugt das Areal betreten, habe sich 

Zugang zum Verkaufsgeschäft im Bereich der Kasse und des Zigarettenregals 

durch Aufstemmen des Fenstergitters mit einem Wagenheber und Aufbrechen 

des Fensters mit einem Flachwerkzeug verschafft und habe schliesslich den Tat-

ort, infolge Erkennen des Geschehens durch eine Drittperson, verlassen (Urk. 45 

S. 3 f.). 

2.2. Die Vorinstanz hatte keine vernünftigen Zweifel daran, dass sich der Sach-

verhalt abspielte wie in der Anklageschrift dargestellt, da die DNA des Beschuldig-

ten ab einem Handabdruck – nicht Handschuhspuren – auf einem Fensterbrett 

beim Tatort sowie dessen Jacke vor Ort sichergestellt werden konnte. Die  

Darstellung des Beschuldigten und dessen Kollegen, Letzterer habe die Jacke ge-

tragen und mit der Jacke eine Sekundär-DNA-Spur des Beschuldigten auf dem 

Fensterbrett verursacht, sei aufgrund des eingeholten Gutachtens des Instituts für 

Rechtsmedizin unwahrscheinlich (Urk. 66 S. 7 ff.). 

2.3. Der Beschuldigte hat stets bestritten, beim versuchten Einbruchdiebstahl in 

C._____ dabei gewesen zu sein. Er habe seine Jacke D._____ ausgeliehen, wel-

cher sie am Tatort zurückgelassen habe. Die sichergestellte DNA-Spur müsse 

von der Jacke stammen. Im Übrigen stamme die sichergestellte DNA-Spur von 

einem Handschuhabdruck. Damit beruhe das Gutachten auf unzutreffenden An-

nahmen. Gleichermassen sei nicht erwiesen, dass allfälliges DNA-Sekret der Ja-

cke bereits eingetrocknet gewesen sei; schliesslich seien die dem Gutachten zu-

grunde gelegten biostatischen Berechnungen veraltet. Unter weiterer Berücksich-

tigung der Aussagen der Beteiligten bestünden unüberwindliche Zweifel an seiner 

Täterschaft (Urk. 58/1 S. 3 ff.). 

2.4. In der heutigen Berufungsverhandlung brachte der Beschuldigte einzig vor, 

es sei nicht möglich, dass auf der Fensterbank am Tatort bei der B._____ in 

C._____ DNA-Spuren sichergestellt worden seien, die ihm hätten zugeordnet 

werden können (Urk. 88 S. 7). Der Verteidiger des Beschuldigten ergänzte in sei-

nem Plädoyer, das Auffinden von DNA an einem Tatort beweise nicht, dass sich 

- 7 - 

der entsprechende Spurengeber auch tatsächlich am Tatort aufgehalten habe. 

Eine DNA-Spur beweise insbesondere nicht, dass diejenige Person, welcher das 

DNA-Profil zugeordnet werden könne, direkten Kontakt mit dem Gegenstand ge-

habt habe. Jede DNA-Spur stelle logischerweise höchstens ein Indiz für einen di-

rekten Kontakt dar. In diesem Zusammenhang brachte der Verteidiger weiter vor, 

die  

Vorinstanz sei auf das Gutachten des Instituts für Rechtsmedizin (IRM) der Uni-

versität Bern eingegangen, jedoch ohne die seitens der Verteidigung diesbezüg-

lich vorgebrachten Argumente zu berücksichtigen. Unter Verweis auf seine Aus-

führungen vor Bezirksgericht führte der Verteidiger aus, die Gutachterin habe 

biostatische Berechnungen angestellt, welche auf Tests aus den Jahren vor 2002 

Bezug nähmen. Das Vorgehen sei völlig veraltet. Im Jahre 2000 (und früher) sei 

eine DNA-Spur nur auswertbar gewesen, wenn Blut oder Sperma oder auch 

Hautparzellen in der Grösse eines 20-Cent-Stücks von einem DNA-Träger auf ei-

nen anderen DNA-Träger übertragen worden seien. Heute genügten wenige  

Körperzellen zur Erstellung eines kompletten DNA-Profils eines Menschen. Hinzu 

komme, dass in der Untersuchung stets von Handabdrücken die Rede sei. Wenn 

dem so wäre, so hätten aber auch Daktyspuren vorhanden sein müssen. Es sei 

auch unerklärlich, weshalb Polizist E._____ sich zu den Spuren geäussert  

habe, obwohl er die Spurensicherung gar nicht selber vorgenommen habe.  

Zudem habe E._____ festgehalten, es seien keine Papillarlinien und Daktyspuren 

vorhanden gewesen. Wenn dem so wäre, liesse sich nicht erklären, wie man 

überhaupt Handabdruck- von Handschuhspuren hätte unterscheiden können. 

(Urk. 89, vgl. auch Urk. 58/1). 

2.5. Vorliegend ist somit von entscheidender Bedeutung, ob die am Tatort  

erhobene und dem Beschuldigten zugewiesene DNA-Spur zweifelsfrei zur Fest-

stellung führt, dass der Beschuldigte sich am Tatort aufgehalten hatte. 

2.5.1. Dem Rapport von Kpl F._____ (Patrouille Kpl F._____ / Pol.  

G._____) vom 3. Juni 2013 ist zu entnehmen, dass beim aufgebrochenen Fenster 

ab der Fensterbank aussen "bei Handabdrücken (Handschuhspuren) DNA ge-

sichert" worden sei. Weiter wird erwähnt, dass ab dem Fensterglas des aufge-

- 8 - 

brochenen Fensters aussen Dakty gesichert worden sei. Dazu wird im nächsten 

Punkt festgehalten, ab dem Fensterglas des aufgebrochenen Fensters sei nach 

der Daktysicherung ab den Fingerabdrücken DNA gesichert worden (Urk. ND1/1 

S. 2). Diese aufgeführten Spuren korrespondieren mit dem am 26. April 2013 von 

Polizist G._____ erstellten Spurensicherungsprotokoll. Als Nr. 2 wurde eine DNA-

Spur ab Fensterbrett bei aufgebrochenem Fenster aussen aufgenommen. 

(Urk. ND1/5 S. 2). Damit übereinstimmend ist im Spurensicherungsbericht der 

Kantonspolizei Aargau vom 3. Mai 2013 (verfasst von Wm E._____) als Spur-Nr. 

2 die entsprechende DNA-Spur mit dem Vermerk "ab Handabdrücken auf Fens-

terbrett bei aufgebrochenen Fenster (vorläufig ohne Auswertung) aufgeführt (Urk. 

ND 1/11 S. 2). Beim entsprechenden Bericht wird als Spurenmaterial angegeben, 

dass Kpl F._____ ab Handabdrücken auf dem Fensterbrett beim aufgebrochenen 

Fenster eine DNA-Spurensicherung vorgenommen habe und das Spurenmaterial 

zwecks Erstellung eines DNA-Profils dem Institut für Rechtsmedizin in Bern zuge-

stellt worden sei (Urk. ND 1/13). Bezüglich dieser Spur Nr. 2 erfolgte durch das 

IRM Bern eine Auswertung, welche als Spurengeber den Beschuldigten identifi-

zierte (vgl. Urk. ND 1/13). Aus dieser Darstellung geht hervor, dass die im Spu-

rensicherungsprotokoll als Nr. 2 aufgenommene DNA-Spur bis zur Auswertung 

konstant als DNA-Spur ab Fensterbrett und ab Handabdrücken und stets als Spur 

Nr. 2 geführt wurde. Dass offenbar überdies an gleicher Stelle auch Handschuh-

spuren festgestellt wurden, vermag daran nichts zu ändern. Weshalb keine Aus-

wertung von Dakty-Spuren vorgenommen wurde bzw. ob die entsprechenden 

Spuren für eine Auswertung genügt hätten, lässt sich den Akten nicht entnehmen, 

was indessen ohne Einfluss auf die Tatsache bleibt, dass eine auswertbare DNA-

Spur gesichert wurde. Gleiches gilt für die vom Verteidiger angesprochene Email-

Antwort von Wm E._____ vom 6. November 2014. Diesbezüglich ist zu erwähnen, 

dass E._____, entgegen dem Einwand der Verteidigung, betreffend die Erteilung 

von Auskünften über die Spuren nicht zum Vornherein als unzuständig bezeichnet 

werden kann, erhielt er doch als Kriminaltechniker das Spurenmaterial zur Aus-

wertung zugestellt (vgl. Urk. ND 1/9, Urk. ND 1/11). Indessen trifft es sicher zu, 

dass er infolge des Zeitablaufs wohl keine verlässlichen Erinnerungen an die Sa-

che mehr hatte und insbesondere auch über die damaligen Wahrnehmungen von 

- 9 - 

Pol F._____ nicht berichten konnte. Indessen gab er dies in seiner Email insofern 

korrekt bekannt als er schrieb: "Papillarlinien oder Daktyspuren seien, soweit sich 

F._____ heute noch erinnern könne, nicht vorhanden gewesen" (Urk. ND 1/29). 

2.5.2. Nachfolgend ist entscheidend, welche Erkenntnisse aus der Analyse der 

ausgewerteten DNA-Spur gewonnen werden können. 

2.5.3. Die Staatsanwaltschaft beauftragte das Institut für Rechtsmedizin der  

Universität Bern am 10. Oktober 2014 mittels Gutachten die DNA-Spur dahinge-

hend zu prüfen, als dass zu beurteilen sei, mit welcher Wahrscheinlichkeit eine 

Spurenübertragung von der Jacke auf die Fensterbank - wie dies vom Beschul-

digten geltend gemacht wird - stattgefunden haben könnte (Urk. ND 1/30/2). Die 

Vorinstanz hat die wesentlichen Aussagen des Gutachtens in ihrem Urteil korrekt 

zusammengefasst, worauf verwiesen werden kann (Urk. 66 S. 10 f., Art. 82 Abs. 4 

StPO). Hervorzuheben ist, dass das Gutachten feststellte, dass der Kriminaltech-

nische Dienst die abgeriebene Stelle auf der Fensterbank als "Handabdrücke" 

beschrieben habe. Das Bild des erstellten DNA-Profils und der vorgängig gemes-

senen DNA-Konzentration sei nach der Erfahrung des IRM vereinbar mit dem 

Szenario, dass sich jemand mit (eventuell schwitzenden) Händen auf die Fenster-

bank abgestützt oder hochgezogen habe. Theoretisch sei auch eine Übertragung 

von DNA von der Jacke auf die Fensterbank möglich (Sekundärtransfer). Dieses 

Szenario würde jedoch verlangen, dass an der Jacke eine relativ grosse Menge 

DNA vorhanden gewesen wäre, da bei einem Kontakt mit der Fensterbank, z.B. 

bei einem Abstreifen des Ärmels beim Einstieg durch das Fenster, nur ein Teil 

davon übertragen worden wäre. Dass ein Sekundärtransfer einer derartigen  

Kontaktspur zu diesem DNA-Profil hätte führen können, sei sehr unwahrscheinlich 

(Urk. ND 1/30/5 S. 2). Aus den Ausführungen des Gutachtens geht klar hervor, 

dass sowohl die Variante des Primär- als auch des Sekundärtransfers sorgfältig 

durchdacht wurden. Die Argumentation der Verteidigung, dass beim heutigen 

Stand der Technik auch aus Kontaktspuren ein DNA-Profil erstellt werden könne, 

mag richtig sein und wird auch im Gutachten so dargestellt. Das Gutachten führt 

indessen nachvollziehbar und überzeugend aus, weshalb im vorliegenden Fall 

davon auszugehen ist, dass von einem direkten Kontakt des Spurengebers aus-

- 10 - 

zugehen ist, nämlich infolge des Profilbildes (Hohe Ausprägung) und der gemes-

senen DNA-Konzentration. Dabei erscheint es einerseits als unwahrscheinlich, 

dass im Rahmen eines Sekundärtransfers ausreichend DNA auf die Fensterbank 

hätte übertragen werden können, andererseits hätte die Jacke genau an der  

Stelle des Handabdrucks mit der Fensterbank in Kontakt gekommen sein müs-

sen. Die Darstellung des Beschuldigten erweist sich damit als sehr unwahrschein-

lich (vgl. Urk. ND 1/30/5). Die Kritik der Verteidigung, die Gutachterin habe bio-

statische Berechnungen angestellt, welche auf Tests aus den Jahren vor 2002 

beruhten, erweist sich in zweierlei Hinsicht als nicht massgeblich. Zum einen  

betreffen die biostatischen Berechnungen  den Beweiswert der (unumstrittenen) 

Hauptspurengeberschaft des Beschuldigten und nicht die Frage der Wahrschein-

lichkeit eines Sekundärtransfers. Zum anderen hat der von der Gutachterin dem 

Gutachten beigelegte Bericht aus dem Journal of Forensic Sciences aus dem 

Jahr 2002 nichts mit den konkreten Berechnungen der Gutachterin zu tun. Der 

Bericht handelt nicht von Berechnungsmethoden (vgl. Urk. ND 1/30/6; Review 

Wickenheiser).  

2.5.4. Die Aussagen von D._____ stützen die Darstellung des Beschuldigten in-

soweit, als auch er angibt, die Jacke des Beschuldigten getragen zu  

haben. Indessen ist dabei fragwürdig, weshalb er die Farbe der Jacke nicht  

korrekt beschreiben konnte. So gab er in seiner Einvernahme vom 8. Januar 2014 

an, es sei eine braune dicke Jacke gewesen. Es könnte auch sein, dass die Jacke 

dunkelblau gewesen sei. Weiter gab D._____ an, der Beschuldigte sei nach Ser-

bien gereist und habe ihm die Jacke hier gelassen (Urk. ND 1/24 S. 1-2). Wenn 

es so gewesen wäre, dass D._____ die Jacke über eine längere Zeit ausgeliehen 

hatte, wäre mindestens zu erwarten gewesen, dass er über die Farbe der Jacke, 

welche schwarz war, korrekt hätte Auskunft geben können. Der Gehalt der Aus-

sagen von D._____ ist aber auch insofern zu relativieren, als er anlässlich seiner 

Einvernahmen vom 8. Januar 2014 und 3. Februar 2014 ausführte, aus Sicher-

heitsgründen könne er seine Mittäter nicht nennen, was seine Angabe, der Be-

schuldigte sei nicht dabei gewesen in einem anderen Licht  

erscheinen lässt (vgl. Urk. ND 1/24 und ND 1/25). Insgesamt erscheinen die  

- 11 - 

Angaben von D._____ als unzuverlässig und vermögen daher den  

Beschuldigten nicht entscheidend zu entlasten. 

2.5.5. Beachtlich ist im Weiteren die widersprüchliche Darstellung des Beschuldig-

ten zum Übergabeort der Jacke. So führte er anlässlich der erstinstanzlichen 

Hauptverhandlung zunächst aus, D._____ die Jacke in H._____  

(Serbien) übergeben zu haben, erklärte später in der Einvernahme, er habe  

D._____ die Jacke hier in der Schweiz übergeben (Prot. I S. 12, S. 17). Anlässlich 

der Berufungsverhandlung gab der Beschuldigte dann erneut an,  

D._____ die Jacke in H._____ übergeben zu haben. Auf den Hinweis, dass er vor 

Vorinstanz gesagt habe, die Übergabe der Jacke hätte in der Schweiz stattgefun-

den, gab der Beschuldigte an, auch das könne sein, es sei seither viel Zeit ver-

gangen (Prot. II S. 7). Der Umstand, dass der Beschuldigte betreffend den Über-

gabeort der Jacke unterschiedliche Aussagen machte und dazu auf weitere Nach-

frage keine näheren Angaben zur Ausleihe der Jacke machen konnte, sondern 

verallgemeinernd ausführte, wenn ihn jemand frage, ob er die Jacke leihen könne, 

dann mache er das, lässt grösste Zweifel an der Richtigkeit seiner Angaben auf-

kommen. 

2.6. Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass gestützt auf das Gutachten 

des Instituts für Rechtsmedizin der Universität Bern sowie unter weiterer Beach-

tung der Aussagen von D._____ und des Beschuldigten, keine Zweifel darüber 

bestehen, dass der Beschuldigte als Mittäter am versuchten Einbruchdiebstahl bei 

der B._____ in C._____ beteiligt war. Der Sachverhalt in Anklageziffer I.2. kann 

somit als erstellt gelten. 

2.7. Die von der Vorinstanz vorgenommene weitere Sachverhaltserstellung und 

die rechtliche Würdigung zu Anklageziffer I.2. sind zutreffend und zu übernehmen 

(Urk. 66 S. 7 ff., Art. 82 Abs. 4 StPO). Der Beschuldigte ist demnach auch  

schuldig des versuchten Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB, in Ver-

bindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB, der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 

Abs. 1 StGB und des Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB (Anklage-

ziffer I.2.). 

- 12 - 

3. Sanktion 

3.1. Hat der Täter durch eine oder mehrere Handlungen die Voraussetzungen 

für mehrere gleichartige Strafen erfüllt, so verurteilt ihn das Gericht zu der Strafe 

der schwersten Straftat und erhöht sie angemessen. Es darf jedoch das Höchst-

mass der angedrohten Strafe nicht um mehr als die Hälfte anheben. Dabei ist es 

an das gesetzliche Höchstmass der Strafart gebunden (Art. 49 Abs. 1 StGB). Bei 

der Bildung der Gesamtstrafe nach Art. 49 Abs. 1 StGB ist vorab der Strafrahmen 

für die schwerste Straftat zu bestimmen und alsdann die Einsatzstrafe für die 

schwerste Tat innerhalb dieses Strafrahmens festzusetzen. Schliesslich ist  

die Einsatzstrafe unter Einbezug der anderen Straftaten in Anwendung des Aspe-

rationsprinzips angemessen zu erhöhen. Das Gericht hat mithin in einem ersten 

Schritt gedanklich die Einsatzstrafe für das schwerste Delikt festzulegen, indem 

es alle diesbezüglichen straferhöhenden und strafmindernden Umstände einbe-

zieht. In einem zweiten Schritt hat es die Strafe zu erhöhen, um die weiteren  

Delikte zu sanktionieren. Auch insoweit muss es den jeweiligen Umständen 

Rechnung tragen (BGE 127 IV 101 E. 2b S. 104 mit Hinweis; Urteil 6B_460/2010 

vom 4. Februar 2011 E. 3.4.4 mit Hinweis, nicht publ. in: BGE 137 IV 57). 

3.2. Die Vorinstanz hat das schwerste Delikt bestimmt und den gesetzlichen 

Strafrahmen ausgehend von Art. 139 Ziff. 1 StGB korrekt abgesteckt (Geldstrafe 

oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren) worauf verwiesen werden kann (vgl. HD 

Urk. 66 S. 19, Art. 82 abs. 4 StPO). Im Übrigen hat sie zutreffend auf die bundes-

gerichtliche Praxis hinsichtlich Unter- bzw. Überschreitung des ordentlichen Straf-

rahmens hingewiesen (vgl. BGE 136 IV 55 E. 5.8). 

3.3. Die Vorinstanz setzte die Einsatzstrafe für die drei Diebstähle nach der ob-

jektiven und subjektiven Tatschwere sowie unter Berücksichtigung der beiden 

Versuche auf 7 Monate fest und qualifizierte das Verschulden als nicht leicht (vgl. 

HD Urk. 66 S. 21 ff.).  

3.4. Ausgehend von den zutreffenden Erwägungen des Bezirksgerichts zur  

objektiven und subjektiven Tatschwere betreffend den vollendeten Diebstahl in 

Anklageziffer I.1. (vgl. HD Urk. 66 S. 21 ff.), jedoch unter zusätzlichem Hinweis 

- 13 - 

darauf, dass der direktvorsätzliche Diebstahl aus finanzieller Motivation die Regel 

ist, weshalb die verschuldenserhöhende Komponente des subjektiven Tatver-

schuldens gegenüber der bezirksgerichtlichen Einschätzung relativiert wird,  

erscheint eine hypothetische Einsatzstrafe von 3 Monaten angemessen; das Ver-

schulden des Beschuldigten wiegt noch leicht. 

3.5. Die hypothetische Einsatzstrafe ist für die beiden versuchten Diebstähle 

unter Berücksichtigung des Strafmilderungsgrunds des Versuchs und unter  

Beachtung des Asperationsprinzips zu erhöhen. Mit der Vorinstanz ist darauf hin-

zuweisen, dass es in Bezug auf Anklageziffer I.3. schlicht Zufall war, dass nichts 

Geldwertes aufgefunden werden konnte und es auch in Bezug auf Anklageziffer 

I.2. nicht dem Plan der Täter entsprach, ohne Deliktsgut vom Einbruchobjekt  

abzulassen, sondern es lediglich infolge der Beobachtung des Diebstahlversuchs 

durch Dritte dazu kam. Auch im Übrigen kann auf die zutreffenden Ausführungen 

der Vorinstanz zur Tatschwere verwiesen werden, wobei anzumerken ist, dass 

diese für beide Delikte als gleich hoch einzustufen ist (Urk. 66 S. 22, Art. 82  

Abs. 4 StPO.). Im Ergebnis ist die hypothetische Einsatzstrafe von 3 Monaten für 

den vollendeten Diebstahl infolge der versuchten Diebstähle merklich zu erhöhen. 

3.6. Des Weiteren erhöhte die Vorinstanz unter Berücksichtigung des in Art. 49 

Abs. 1 StGB verankerten Asperationsprinzips die für die Diebstähle festgesetzte 

hypothetische Einsatzstrafe aufgrund der vom Beschuldigten ebenfalls ver-

wirklichten Tatbestände der mehrfachen Sachbeschädigung sowie des mehr-

fachen Hausfriedensbruchs um drei Monate, was zu übernehmen ist. Bezüglich 

der mehrfachen Sachbeschädigung ist mit der Vorinstanz hervorzuheben, dass 

der Beschuldigte einen massiven Sachschaden in Kauf nahm (Urk. 66 S. 24). Es 

ist dabei von einem nicht mehr leichten Verschulden auszugehen. 

3.7. Auch das Ergebnis der Vorinstanz zur Straferhöhung infolge des mehr-

fachen Vergehens gegen das Ausländergesetz (3 Monate) sowie des Fahrens in 

fahrunfähigem Zustand (1 Monat) ist unter Verweis auf die entsprechenden Erwä-

gungen zu übernehmen (HD Urk. 66 S. 24 f., Art. 82 Abs. 4 StPO). Einzig zur  

Bezeichnung des Verschuldens in Worten gilt es festzuhalten, dass das von der 

Vorinstanz veranschlagte schwere Verschulden beim Vergehen gegen das Aus-

- 14 - 

ländergesetz eine Strafe im obersten Drittel des Strafrahmens bis zu einem Jahr 

Freiheitsstrafe bedingte und zu einer Asperation von ca. 6 Monaten führte. Das 

Verschulden wiegt demnach in diesem Deliktskomplex mittelschwer.  

3.8. Zu den persönlichen Verhältnissen des Beschuldigten kann auf die Erwä-

gungen der Vorinstanz verwiesen werden (Art. 82 Abs. 4 StPO; HD Urk. 66 

S. 26). Aus dessen Biographie und den persönlichen Verhältnissen ergeben sich 

auch nach den anlässlich der Berufungsverhandlung gemachten Angaben (Prot. II 

S. 2 ff.) keine Anhaltspunkte, die für die Strafzumessung von Bedeutung wären. 

3.9. Die drei schweizerischen Vorstrafen des Beschuldigten und die Delinquenz 

während laufender Probezeit wirken sich merklich straferhöhend aus. Das teil-

weise Geständnis des Beschuldigten ist – wie von der Vorinstanz erwogen – 

strafmindernd zu berücksichtigen. Die straferhöhenden Aspekte sind um rund  

5 Monate stärker zu gewichten, als das strafmindernde Geständnis. 

3.10. In Anbetracht aller relevanter Umstände erweist sich demzufolge die  

vorinstanzlich ausgesprochene Freiheitsstrafe von 18 Monaten als angemessen. 

Der bereits erstandene Freiheitsentzug von 427 Tagen (bis und mit 17. Septem-

ber 2015) ist anzurechnen. 

4. Vollzug 

Mit der Vorinstanz ist davon auszugehen, dass keine besonders günstigen Um-

stände im Sinne von Art. 42 Abs. 2 StGB zur Gewährung des Aufschubs der Frei-

heitsstrafe vorliegen. Auf die entsprechenden Erwägungen kann verwiesen  

werden (HD Urk 66 S. 28 ff., Art. 82 Abs. 4 StPO). Sie ist daher zu vollziehen. 

5. Kosten- und Entschädigung 

5.1. Im Berufungsverfahren tragen die Parteien die Kosten nach Massgabe  

ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). 

5.2. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme derjenigen der amtli-

chen Verteidigung, sind ausgangsgemäss dem Beschuldigten aufzuerlegen 

(Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Kosten der amtlichen Verteidigung sind einstweilen 

- 15 - 

auf die Gerichtskasse zu nehmen, wobei die Rückzahlungspflicht gemäss Art. 135 

Abs. 4 StPO vorbehalten bleibt. 

5.3. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist auf Fr. 2'500.-- festzu-

setzen. 

5.4. Der amtliche Verteidiger reichte mit Eingabe vom 4. September 2015 die 

Honorarnote für seine Aufwendungen im Berufungsverfahren ein und stellte, vor-

erst ohne Berücksichtigung des Zeitaufwands für die Berufungsverhandlung und 

die Urteilsbesprechung, einen Betrag von Fr. 5'117.15 (inkl. Auslagen exkl. 

MwSt.) in Rechnung (Urk. 87). Die geltend gemachten Aufwendungen sind aus-

gewiesen. Unter Hinzurechnung des Aufwands für die Berufungsverhandlung und 

die Besprechung des Urteils ist der amtliche Verteidiger für das Berufungsver-

fahren mit Fr. 6'240.-- (inkl. Auslagen und MwSt.) zu entschädigen. 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Bülach, I. Abteilung, 

vom 18. März 2015 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig 

− des Diebstahls und des …Versuchs hierzu im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 
StGB, teilweise in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB, 
[Anklageziffer I.1., I.3.] 

− der mehrfachen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB, 
[Anklageziffer I.1., I.3.] 

− des mehrfachen Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB, 
[Anklageziffer I.1., I.3.] 

− des vorsätzlichen Fahrens in fahrunfähigem Zustand (andere Gründe) 
im Sinne von Art. 91 Abs. 2 SVG in Verbindung mit Art. 2 Abs. 2 VRV, 

− des mehrfachen vorsätzlichen Vergehens gegen das Ausländergesetz 
im Sinne von Art. 5 Abs. 1 lit. d AuG und Art. 115 Abs. 1 lit. a und b 
AuG. 

2. … 

3. … 

- 16 - 

4. Der mit Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 14. Juni 2012 gewährte beding-

te Teil der Freiheitsstrafe von 6 Monaten wird widerrufen. Der Vollzug des 

bedingt gewährten Teils der Freiheitsstrafe wird angeordnet, unter Anrech-

nung der damals erstandenen, noch nicht angerechneten Haft. 

5. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 

13. Oktober 2014 beschlagnahmten Gegenstände 

− 1 Scherenwagenheber 

− 1 schwarze Jacke 

 werden definitiv eingezogen und sind nach Rechtskraft dieses Urteils zu ver-

nichten. 

6. Der mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 

13. Oktober 2014 beschlagnahmte und beim Forensischen Institut Zürich 

unter der Ref-Nr. …, A… aufbewahrte Schraubenzieher wird eingezogen und 

ist nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils durch das Forensische Institut 

Zürich zu vernichten. 

7. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 

13. Oktober 2014 beschlagnahmten und bei bei Kantonspolizei Aargau unter 

der Fall-Nr. … aufbewahrten zwei Schraubenzieher sowie der  

Bolzenschneider werden eingezogen und sind nach Eintritt der Rechtskraft 

dieses Urteils durch die Kantonspolizei Aargau zu vernichten. 

8. Es wird vorgemerkt, dass der Beschuldigte das Schadenersatzbegehren der 

Privatklägerin im Betrag von Fr. 4'000.– anerkannt hat. 

9. Das Genugtuungsbegehren der Privatklägerin wird abgewiesen. 

10. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf: 

 

2'500.– ; die weiteren Auslagen betragen: 

 

2'000.–   Auslagen Vorverfahren  

 

573.–   Auslagen Gutachten 

 

3'265.–   Ausserkantonale Verfahrenskosten 

 

7'597.80   amtl. Verteidigungskosten  

 

- 17 - 

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

Verlangt keine der Parteien eine schriftliche Begründung des Urteils, ermäs-

sigt sich die Entscheidgebühr auf zwei Drittel. 

11. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem 

Beschuldigten auferlegt; davon ausgenommen sind die Kosten der amtlichen 

Verteidigung, welche einstweilen und unter dem Vorbehalt von Art. 135 

Abs. 4 StPO von der Gerichtskasse übernommen werden. 

12. (Mitteilungen) 

13. (Rechtsmittel) 

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.  

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte ist zudem schuldig  

− des versuchten Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB, in Ver-
bindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB, 
[Anklageziffer I.2.] 

− der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB, 
[Anklageziffer I.2.] 

− des Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB. 
[Anklageziffer I.2.] 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten,  

wovon bis und mit heute 427 Tage durch Haft und vorzeitigen Strafvollzug 

erstanden sind. 

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird nicht aufgeschoben. 

4. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 2'500.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 6'240.--   amtliche Verteidigung 

 

- 18 - 

5. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der 

amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten 

der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse ge-
nommen. Die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten bleibt gemäss 

Art. 135 Abs. 4 StPO vorbehalten. 

6. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  
des Beschuldigten (übergeben) 

− die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland  
− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 

Vollzugsdienste  
− die Privatklägerin I._____ (Schweiz) AG 

(Eine begründete Urteilsausfertigung - und nur hinsichtlich ihrer 
eigenen Anträge (Art. 84 Abs. 4 StPO) - wird den Privatklägern nur 
zugestellt, sofern sie dies innert 10 Tagen nach Erhalt des Dispositivs 
verlangen.) 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  
des Beschuldigten 

− die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland 

− das Staatssekretariat für Migration 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung all-

fälliger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 

− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 
Vollzugsdienste 

− das Migrationsamt des Kantons Zürich  

− das Strassenverkehrsamt des Kantons Zürich, Abteilung 
Administrativmassnahmen, Richterliche Fahrverbote, 8090 Zürich 

− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A und Formular B 
− die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und 

Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- 
und Löschungsdaten 

- 19 - 

− die Kasse des Bezirksgerichts Bülach (gemäss Dispositivziffer 5  
des Beschlusses) 

− das Forensische Institut Zürich (gemäss Dispositivziffer 6  
des Beschlusses) 

− die Kantonspolizei Aargau, Polizeikommando, Tellistr. 85, 5004 Aarau 
(gemäss Dispositivziffer 7 des Beschlusses) 

7. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 

begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
 

Zürich, 17. September 2015 
 
 

Die Präsidentin: 
 
 
 

lic .iur. Chitvanni 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. Baumgartner 
 

 

	Urteil vom 17. September 2015
	Anklage:
	Urteil der Vorinstanz:
	1. Der Beschuldigte ist schuldig
	 des Diebstahls und des mehrfachen Versuches hierzu im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB, teilweise in Verbindung mit Art. 22 StGB,
	 der mehrfachen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB,
	 des mehrfachen Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB,
	 des vorsätzlichen Fahrens in fahrunfähigem Zustand (andere Gründe) im Sinne von Art. 91 Abs. 2 SVG in Verbindung mit Art. 2 Abs. 2 VRV,
	 des mehrfachen vorsätzlichen Vergehens gegen das Ausländergesetz im Sinne von Art. 5 Abs. 1 lit. d AuG und Art. 115 Abs. 1 Bst. a und b AuG.

	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 18  Monaten Freiheitsstrafe, wovon 243 Tage durch  Polizei- und Untersuchungshaft sowie vorzeitigen Strafantritt erstanden sind.
	3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird nicht aufgeschoben.
	4. Der mit Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 14. Juni 2012 gewährte bedingte Teil der Freiheitsstrafe von 6 Monaten wird widerrufen. Der Vollzug des bedingt gewährten Teils der Freiheitsstrafe wird angeordnet, unter Anrechnung der damals erstanden...
	5. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 13. Oktober 2014 beschlagnahmten Gegenstände
	 1 Scherenwagenheber
	 1 schwarze Jacke

	werden definitiv eingezogen und sind nach Rechtskraft dieses Urteils zu vernichten.
	6. Der mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 13. Oktober 2014 beschlagnahmte und beim Forensischen Institut Zürich unter der Ref-Nr. …, A… aufbewahrte Schraubenzieher wird eingezogen und ist nach Eintritt der Rechtskraft dieses...
	7. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 13. Oktober 2014 beschlagnahmten und bei bei der Kantonspolizei Aargau unter der Fall-Nr. … aufbewahrten zwei Schraubenzieher sowie der Bolzenschneider werden eingezogen und sind nac...
	8. Es wird vorgemerkt, dass der Beschuldigte das Schadenersatzbegehren der Privatklägerin im Betrag von Fr. 4'000.– anerkannt hat.
	9. Das Genugtuungsbegehren der Privatklägerin wird abgewiesen.
	10. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:
	Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.
	Verlangt keiner der Parteien eine schriftliche Begründung des Urteils, ermässigt sich die Entscheidgebühr auf zwei Drittel.
	11. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt; davon ausgenommen sind die Kosten der amtlichen Verteidigung, welche einstweilen und unter dem Vorbehalt von Art. 135 Abs. 4 StPO von der Gerichtskass...
	12. (Mitteilungen)
	13. (Rechtsmittel)
	Berufungsanträge:
	1. Das Urteil des Bezirksgerichts Bülach sei betreffend die Ziffer 1, Abs. 1, 2 und 3 sowie die Ziffer 2 aufzuheben.
	2. Der Beschuldigte sei betreffend den Einbruchsversuch vom 26. April 2013 in die Räumlichkeiten der B._____ in C._____ freizusprechen (versuchter Diebstahl, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch).
	3. Der Beschuldigte sei mit einer Freiheitsstrafe von 12 Monaten zu bestrafen.
	4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Staates.
	Keine Anträge.
	Erwägungen:
	1. Prozessuales
	1.1. Mit dem eingangs im Dispositiv wiedergegebenen Urteil der Vorinstanz vom 18. März 2015 wurde der Beschuldigte des Diebstahls und des mehrfachen Versuchs hierzu, der mehrfachen Sachbeschädigung, des mehrfachen Hausfriedensbruchs, des vorsätzliche...
	1.2. Der Beschuldigte hat seine Berufung beschränkt (Urk. 69 S. 2; Urk. 89 S. 1, Art. 399 Abs. 4 StPO). Er ficht den Schuldspruch betreffend versuchten Einbruchdiebstahl gemäss Anklageziffer I.2. an. Die Staatsanwaltschaft beantragt die Bestätigung de...

	2. Sachverhalt
	Diebstahlversuch, Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch in ND1  [Anklage Ziffer I.2.]
	2.1. In der Anklageschrift wird dem Beschuldigten unter der genannten Ziffer im Wesentlichen vorgeworfen, er sei am 26. April 2013, um 02.20 Uhr, mit zwei Mittätern in einem Fahrzeug zur B._____ in C._____ gefahren, habe sich Zutritt zum  Liegenschaft...
	2.2. Die Vorinstanz hatte keine vernünftigen Zweifel daran, dass sich der Sachverhalt abspielte wie in der Anklageschrift dargestellt, da die DNA des Beschuldigten ab einem Handabdruck – nicht Handschuhspuren – auf einem Fensterbrett beim Tatort sowie...
	2.3. Der Beschuldigte hat stets bestritten, beim versuchten Einbruchdiebstahl in C._____ dabei gewesen zu sein. Er habe seine Jacke D._____ ausgeliehen, welcher sie am Tatort zurückgelassen habe. Die sichergestellte DNA-Spur müsse von der Jacke stamm...
	2.4. In der heutigen Berufungsverhandlung brachte der Beschuldigte einzig vor, es sei nicht möglich, dass auf der Fensterbank am Tatort bei der B._____ in C._____ DNA-Spuren sichergestellt worden seien, die ihm hätten zugeordnet werden können (Urk. 88...
	2.5. Vorliegend ist somit von entscheidender Bedeutung, ob die am Tatort  erhobene und dem Beschuldigten zugewiesene DNA-Spur zweifelsfrei zur Feststellung führt, dass der Beschuldigte sich am Tatort aufgehalten hatte.
	2.5.1. Dem Rapport von Kpl F._____ (Patrouille Kpl F._____ / Pol.  G._____) vom 3. Juni 2013 ist zu entnehmen, dass beim aufgebrochenen Fenster ab der Fensterbank aussen "bei Handabdrücken (Handschuhspuren) DNA gesichert" worden sei. Weiter wird erwä...
	2.5.2. Nachfolgend ist entscheidend, welche Erkenntnisse aus der Analyse der ausgewerteten DNA-Spur gewonnen werden können.
	2.5.3. Die Staatsanwaltschaft beauftragte das Institut für Rechtsmedizin der  Universität Bern am 10. Oktober 2014 mittels Gutachten die DNA-Spur dahingehend zu prüfen, als dass zu beurteilen sei, mit welcher Wahrscheinlichkeit eine Spurenübertragung ...
	2.5.4. Die Aussagen von D._____ stützen die Darstellung des Beschuldigten insoweit, als auch er angibt, die Jacke des Beschuldigten getragen zu  haben. Indessen ist dabei fragwürdig, weshalb er die Farbe der Jacke nicht  korrekt beschreiben konnte. So...
	2.5.5. Beachtlich ist im Weiteren die widersprüchliche Darstellung des Beschuldigten zum Übergabeort der Jacke. So führte er anlässlich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung zunächst aus, D._____ die Jacke in H._____  (Serbien) übergeben zu haben, er...
	2.6. Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass gestützt auf das Gutachten des Instituts für Rechtsmedizin der Universität Bern sowie unter weiterer Beachtung der Aussagen von D._____ und des Beschuldigten, keine Zweifel darüber bestehen, dass der B...
	2.7. Die von der Vorinstanz vorgenommene weitere Sachverhaltserstellung und die rechtliche Würdigung zu Anklageziffer I.2. sind zutreffend und zu übernehmen (Urk. 66 S. 7 ff., Art. 82 Abs. 4 StPO). Der Beschuldigte ist demnach auch  schuldig des versu...

	3. Sanktion
	3.1. Hat der Täter durch eine oder mehrere Handlungen die Voraussetzungen für mehrere gleichartige Strafen erfüllt, so verurteilt ihn das Gericht zu der Strafe der schwersten Straftat und erhöht sie angemessen. Es darf jedoch das Höchstmass der angedr...
	3.2. Die Vorinstanz hat das schwerste Delikt bestimmt und den gesetzlichen Strafrahmen ausgehend von Art. 139 Ziff. 1 StGB korrekt abgesteckt (Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren) worauf verwiesen werden kann (vgl. HD Urk. 66 S. 19, Art...
	3.3. Die Vorinstanz setzte die Einsatzstrafe für die drei Diebstähle nach der objektiven und subjektiven Tatschwere sowie unter Berücksichtigung der beiden Versuche auf 7 Monate fest und qualifizierte das Verschulden als nicht leicht (vgl. HD Urk. 66 ...
	3.4. Ausgehend von den zutreffenden Erwägungen des Bezirksgerichts zur  objektiven und subjektiven Tatschwere betreffend den vollendeten Diebstahl in Anklageziffer I.1. (vgl. HD Urk. 66 S. 21 ff.), jedoch unter zusätzlichem Hinweis darauf, dass der di...
	3.5. Die hypothetische Einsatzstrafe ist für die beiden versuchten Diebstähle unter Berücksichtigung des Strafmilderungsgrunds des Versuchs und unter  Beachtung des Asperationsprinzips zu erhöhen. Mit der Vorinstanz ist darauf hinzuweisen, dass es in ...
	3.6. Des Weiteren erhöhte die Vorinstanz unter Berücksichtigung des in Art. 49 Abs. 1 StGB verankerten Asperationsprinzips die für die Diebstähle festgesetzte hypothetische Einsatzstrafe aufgrund der vom Beschuldigten ebenfalls verwirklichten Tatbest...
	3.7. Auch das Ergebnis der Vorinstanz zur Straferhöhung infolge des mehrfachen Vergehens gegen das Ausländergesetz (3 Monate) sowie des Fahrens in fahrunfähigem Zustand (1 Monat) ist unter Verweis auf die entsprechenden Erwägungen zu übernehmen (HD U...
	3.8. Zu den persönlichen Verhältnissen des Beschuldigten kann auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (Art. 82 Abs. 4 StPO; HD Urk. 66 S. 26). Aus dessen Biographie und den persönlichen Verhältnissen ergeben sich auch nach den anlässlich de...
	3.9. Die drei schweizerischen Vorstrafen des Beschuldigten und die Delinquenz während laufender Probezeit wirken sich merklich straferhöhend aus. Das teilweise Geständnis des Beschuldigten ist – wie von der Vorinstanz erwogen – strafmindernd zu berüc...
	3.10. In Anbetracht aller relevanter Umstände erweist sich demzufolge die  vorinstanzlich ausgesprochene Freiheitsstrafe von 18 Monaten als angemessen. Der bereits erstandene Freiheitsentzug von 427 Tagen (bis und mit 17. September 2015) ist anzurechnen.

	4. Vollzug
	Mit der Vorinstanz ist davon auszugehen, dass keine besonders günstigen Umstände im Sinne von Art. 42 Abs. 2 StGB zur Gewährung des Aufschubs der Freiheitsstrafe vorliegen. Auf die entsprechenden Erwägungen kann verwiesen  werden (HD Urk 66 S. 28 ff.,...

	5. Kosten- und Entschädigung
	5.1. Im Berufungsverfahren tragen die Parteien die Kosten nach Massgabe  ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO).
	5.2. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme derjenigen der amtlichen Verteidigung, sind ausgangsgemäss dem Beschuldigten aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Kosten der amtlichen Verteidigung sind einstweilen auf die Gerichtskasse zu neh...
	5.3. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist auf Fr. 2'500.-- festzusetzen.
	5.4. Der amtliche Verteidiger reichte mit Eingabe vom 4. September 2015 die Honorarnote für seine Aufwendungen im Berufungsverfahren ein und stellte, vorerst ohne Berücksichtigung des Zeitaufwands für die Berufungsverhandlung und die Urteilsbesprechun...

	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Bülach, I. Abteilung, vom 18. März 2015 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	1. Der Beschuldigte ist schuldig
	 des Diebstahls und des …Versuchs hierzu im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB, teilweise in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB, [Anklageziffer I.1., I.3.]
	 der mehrfachen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB, [Anklageziffer I.1., I.3.]
	 des mehrfachen Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB, [Anklageziffer I.1., I.3.]
	 des vorsätzlichen Fahrens in fahrunfähigem Zustand (andere Gründe) im Sinne von Art. 91 Abs. 2 SVG in Verbindung mit Art. 2 Abs. 2 VRV,
	 des mehrfachen vorsätzlichen Vergehens gegen das Ausländergesetz im Sinne von Art. 5 Abs. 1 lit. d AuG und Art. 115 Abs. 1 lit. a und b AuG.

	2. …
	3. …
	4. Der mit Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 14. Juni 2012 gewährte bedingte Teil der Freiheitsstrafe von 6 Monaten wird widerrufen. Der Vollzug des bedingt gewährten Teils der Freiheitsstrafe wird angeordnet, unter Anrechnung der damals erstanden...
	5. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 13. Oktober 2014 beschlagnahmten Gegenstände
	 1 Scherenwagenheber
	 1 schwarze Jacke

	werden definitiv eingezogen und sind nach Rechtskraft dieses Urteils zu vernichten.
	6. Der mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 13. Oktober 2014 beschlagnahmte und beim Forensischen Institut Zürich unter der Ref-Nr. …, A… aufbewahrte Schraubenzieher wird eingezogen und ist nach Eintritt der Rechtskraft dieses...
	7. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 13. Oktober 2014 beschlagnahmten und bei bei Kantonspolizei Aargau unter der Fall-Nr. … aufbewahrten zwei Schraubenzieher sowie der  Bolzenschneider werden eingezogen und sind nach E...
	8. Es wird vorgemerkt, dass der Beschuldigte das Schadenersatzbegehren der Privatklägerin im Betrag von Fr. 4'000.– anerkannt hat.
	9. Das Genugtuungsbegehren der Privatklägerin wird abgewiesen.
	10. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:
	Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.
	Verlangt keine der Parteien eine schriftliche Begründung des Urteils, ermässigt sich die Entscheidgebühr auf zwei Drittel.
	11. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt; davon ausgenommen sind die Kosten der amtlichen Verteidigung, welche einstweilen und unter dem Vorbehalt von Art. 135 Abs. 4 StPO von der Gerichtskass...
	12. (Mitteilungen)
	13. (Rechtsmittel)
	2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte ist zudem schuldig
	 des versuchten Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB, in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB, [Anklageziffer I.2.]
	 der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB, [Anklageziffer I.2.]
	 des Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB. [Anklageziffer I.2.]

	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten,  wovon bis und mit heute 427 Tage durch Haft und vorzeitigen Strafvollzug erstanden sind.
	3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird nicht aufgeschoben.
	4. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	5. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Die Rückzahlungspflicht des Beschul...
	6. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  des Beschuldigten (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 die Privatklägerin I._____ (Schweiz) AG
	(Eine begründete Urteilsausfertigung - und nur hinsichtlich ihrer eigenen Anträge (Art. 84 Abs. 4 StPO) - wird den Privatklägern nur zugestellt, sofern sie dies innert 10 Tagen nach Erhalt des Dispositivs verlangen.)
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland
	 das Staatssekretariat für Migration
	 die Vorinstanz
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich
	 das Strassenverkehrsamt des Kantons Zürich, Abteilung Administrativmassnahmen, Richterliche Fahrverbote, 8090 Zürich
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A und Formular B
	 die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- und Löschungsdaten
	 die Kasse des Bezirksgerichts Bülach (gemäss Dispositivziffer 5  des Beschlusses)
	 das Forensische Institut Zürich (gemäss Dispositivziffer 6  des Beschlusses)
	 die Kantonspolizei Aargau, Polizeikommando, Tellistr. 85, 5004 Aarau (gemäss Dispositivziffer 7 des Beschlusses)

	7. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.