# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 793030e7-96aa-569a-a1e4-f2a2e6b010bd
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2013-12-18
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 18.12.2013 BG.2013.28
**Docket/Reference:** BG.2013.28
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_BG-2013-28_2013-12-18

## Full Text

Anfechtung des Gerichtsstands (Art. 41 Abs. 2 StPO). Unentgeltliche Rechtspflege (Art. 29 Abs. 3 BV).;;Anfechtung des Gerichtsstands (Art. 41 Abs. 2 StPO). Unentgeltliche Rechtspflege (Art. 29 Abs. 3 BV).;;Anfechtung des Gerichtsstands (Art. 41 Abs. 2 StPO). Unentgeltliche Rechtspflege (Art. 29 Abs. 3 BV).;;Anfechtung des Gerichtsstands (Art. 41 Abs. 2 StPO). Unentgeltliche Rechtspflege (Art. 29 Abs. 3 BV).

Beschluss vom 18. Dezember 2013  
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz, 

Emanuel Hochstrasser und Cornelia Cova,  

Gerichtsschreiber Miro Dangubic  

   
 

Parteien 

  

A.,  

 

Beschwerdeführer 

 

 gegen 

   

1. KANTON FREIBURG, Generalstaatsanwalt-

schaft 

 

 

2. KANTON BERN, Generalstaatsanwaltschaft, 

 

Beschwerdegegner 

  

Gegenstand  Anfechtung des Gerichtsstands (Art. 41 Abs. 2 

StPO); unentgeltliche Rechtspflege (Art. 29 Abs. 3 

BV)  

 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BG.2013.28, BP.2013.74 

 

 

 

- 2 - 

 

 

 

Die Beschwerdekammer hält fest, dass: 

 

- die Staatsanwaltschaft des Kantons Freiburg (nachfolgend "StA FR") eine 

Strafuntersuchung gegen A. u.a. wegen Diebstahls führt (Verfahrensakten, 

S. 2166); 

 

- die B. Genossenschaft am 9. Februar 2013 Strafantrag gegen A. wegen 

Hausfriedensbruch (Art. 186 StGB) und geringfügigen Vermögensdelikts 

(Art. Art. 139 Abs. 1 i.V.m. Art 172
ter

 StGB) bei der Staatsanwaltschaft des 

Kantons Bern (nachfolgend "StA BE") stellte (Verfahrensakten, S. 2160);  

 

- die StA BE die StA FR mit Schreiben vom 25. Oktober 2013 um Übernah-

me der aus dem obgenannten Strafantrag resultierenden Strafuntersu-

chung ersuchte (Verfahrensakten, S. 2156);  

 

- die StA FR mit Schreiben vom 5. November 2013 den Gerichtsstand betref-

fend Hausfriedensbruch (Art. 186 StGB) und geringfügigen Vermögensde-

likts (Art. Art. 139 Abs. 1 i.V.m. Art 172ter StGB) anerkannte (act. 1.1);  

 

- A. dagegen mit Eingabe vom 9. November 2013 Beschwerde erhebt und 

die Aufhebung der Verfügung beantragt; der Beschwerdeführer zudem ein 

Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege stellt (act. 1);  

 

- die StA FR mit Beschwerdeantwort vom 26. November 2013 beantragt, die 

Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei (act. 3);  

 

- die StA BE von ihrer Möglichkeit zur Beschwerdeantwort keinen Gebrauch 

machte (act. 2);  

 

- der Beschwerdeführer auf eine Replik verzichtete (act. 5).  

 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass:  

 

- sich die Parteien gegen die von den beteiligten Staatsanwaltschaften ge-

troffene Entscheidung über den Gerichtsstand (Art. 39 Abs. 2) innert 10 

Tagen bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts beschweren 

können (Art. 41 Abs. 2 Satz 1 StPO i.V.m. Art. 37 Abs. 1 StBOG);  

 

- Art. 34 Abs. 1 StPO folgendes sagt: "Hat eine beschuldigte Person mehrere 

Straftaten an verschiedenen Orten verübt, so sind für die Verfolgung und 

- 3 - 

 

 

Beurteilung sämtlicher Taten die Behörden des Ortes zuständig, an dem 

die mit der schwersten Strafe bedrohte Tat begangen worden ist. Bei glei-

cher Strafdrohung sind die Behörden des Ortes zuständig, an dem zuerst 

Verfolgungshandlungen vorgenommen worden sind";  

 

- dem Beschwerdeführer im Kanton Freiburg Diebstahl (Art. 139 Abs. 1 

StGB) und im Kanton Bern Hausfriedensbruch (Art. 186 StGB) sowie ein 

geringfügiges Vermögensdelikt (Art. Art. 139 Abs. 1 i.V.m. Art 172
ter

 StGB) 

vorgeworfen werden;  

 

- Diebstahl im Sinne von Art. 34 Abs. 1 StPO das schwerste der vorliegend 

zur Diskussion stehende Delikte ist; die Anerkennung durch die StA FR 

folglich im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen erfolgte; 

 

- der Beschwerdeführer gegen die Verfügung vom 5. November 2013 vor-

bringt, die Gerichtsstandsanfrage vom 25. Oktober 2013 sei ihm nicht zu-

gestellt worden; nur das Ergebnis kantonaler Verhandlungen betreffend 

Gerichtsstand - vorliegend die Anerkennung - dem Beschuldigten mitzutei-

len ist (vgl. SCHWERI/BÄNZIGER, Interkantonale Gerichtsstandsbestimmung 

in Strafsachen, 2. Aufl., Bern 2004, N. 571); der Beschwerdeführer somit 

keinen Anspruch auf Zustellung des Schreibens vom 25. Oktober 2013 hat-

te;  

 

- die übrigen Rügen des Beschwerdeführers im vorliegenden Verfahren nicht 

zu hören sind;  

 

- nach dem Gesagten die Beschwerde abzuweisen ist;  

 

- gemäss obiger Ausführungen die Beschwerde sich zum Vornherein als 

aussichtslos erweist, infolgedessen das Gesuch des Beschwerdeführers 

um unentgeltliche Rechtspflege abzuweisen ist; 

 

- bei diesem Ausgang des Verfahrens die Gerichtskosten dem Beschwerde-

führer aufzuerlegen sind (Art. 428 Abs. 1 StPO);  

 

- die Gerichtsgebühr auf Fr. 800.-- festzusetzen ist (Art. 73 StBOG sowie 

Art. 5 und Art. 8 Abs. 1 des Reglements des Bundesstrafgerichts vom 

31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bun-

desstrafverfahren, BStKR; SR 173.713.162).  

 

- 4 - 

 

 

Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 

 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.  

 

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.  

 

3. Die Gerichtsgebühr von Fr. 800.-- wird dem Beschwerdeführer zur Bezah-

lung auferlegt.  

 

 

Bellinzona, 19. Dezember 2013 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident:  Der Gerichtsschreiber:  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- A. 

- Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Freiburg 

- Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.