# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 86177b04-a49d-56f4-875a-0f7d41f5b6c9
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-06-19
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 19.06.2008 E-3963/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-3963-2008_2008-06-19.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-3963/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 9 .  J u n i  2 0 0 8

Einzelrichterin Regula Schenker Senn, 
mit Zustimmung von Richterin Therese Kojic, 
Gerichtsschreiber Rudolf Raemy.

A._______, geboren (...), Kosovo,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 10. Juni 2008 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-3963/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge sein Heimatland 
am 18. April  2008  verliess,  am 21. April 2008  illegal  in  die  Schweiz 
einreiste und gleichentags um Asyl nachsuchte,

dass er  am 7. Mai  2008 vom BFM zu seinem Reiseweg und seinen 
Gesuchsgründen angehört wurde und dabei im Wesentlichen geltend 
machte, ein Mitglied einer albanische Bande, welche mit den jugosla-
wischen  Armeekräften  zusammen  gearbeitet  habe,  sei  bei  einem 
Überfall auf das Haus seiner Familie im Februar 1998 verletzt worden 
und sei später an der Verletzung gestorben,

dass zwei Wochen später vermutlich dieselbe Bande Jugendliche aus 
seinem Dorf in einem Wald festgehalten und einen davon frei gelassen 
habe,  mit  der  Aufforderung,  bei  der  "Familie  B._______"  einen 
Geldbetrag von DM 6000 zu holen,  um die  weiteren Geiseln  frei  zu 
kaufen,

dass es einer  der  Geiseln  gelungen sei,  ein  Mitglied der  Bande mit 
dessen Waffe zu erschiessen,

dass der Beschwerdeführer wegen diesen beiden Vorfällen seit seiner 
Volljährigkeit von dieser albanischen Bande verfolgt werde und ihm mit 
Blutrache gedroht worden sei,

dass er im Jahre 2003 von einem älteren Mann bedroht worden sei,

dass er am 17. März 2006 in C._______ eine Party organisiert habe, 
bei welcher Leute aus Albanien in die Luft geschossen und ihm mit-
geteilt hätten, dass dies eine Warnung aus Albanien sei,

dass es seither keine konkreten Vorfälle mehr gegeben habe, er weiter 
keine Probleme gehabt habe, kein Verfahren gegen ihn hängig und er 
weder politisch noch religiös aktiv gewesen sei,

dass  indessen  viele  Studenten  aus  Albanien  zum  Studium  nach 
C._______ gekommen seien und er sich vor diesen beziehungsweise 
ihren allfälligen Kontakten mit der albanischen Bande gefürchtet habe,

dass  er  nie  einen  serbischen,  dagegen  einen  UNMIK  Pass  gehabt, 
diesen aber zu Hause gelassen habe,

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dass er zudem eine UNMIK Identitätskarte gehabt habe, die er aber 
bei  einer Universität  habe deponieren müssen,  um dort  die Literatur 
benützen zu dürfen,

dass er ferner weder für die Schweiz noch für irgendein Land ein Vi-
sum beantragt oder erhalten habe,

dass  er  zum Beweis  seiner  Vorbringen  zwei  Zeitungsartikel  und  am 
25. Mai 2008 seinen UNMIK Führerausweis im Original zu den Akten 
reichte,

dass Abklärungen des BFM bei der schweizerischen Vertretung in Bel-
grad  ergeben  haben,  dass  der  Beschwerdeführer  am  (...)  die 
Ausstellung eines Visums für die Schweiz beantragt hat,

dass sich aus den dem BFM vorliegenden Visumsunterlagen unter an-
derem ergibt, dass der Beschwerdeführer einen UNMIK Reisepass be-
sessen hat, welcher am (...) ausgestellt wurde und bis zum (...) gültig 
ist,

dass das BFM am 5. Juni 2008 eine Anhörung nach Art. 29 Abs. 1 des 
Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) durchführte und 
dem Beschwerdeführer dabei unter anderem das rechtliche Gehör in 
Bezug auf die Visumsunterlagen und den UNMIK Reisepass gewährte,

dass der Beschwerdeführer dazu ausführte, er habe den Visumsantrag 
und  seine  weiteren  Verwandten  in  der  Schweiz  aus  Angst  nicht  er-
wähnt,

dass  er  ferner  darauf  hinwies,  auch ein  Visum für  (...)  beantragt  zu 
haben,

dass  der  Beschwerdeführer  ergänzend  ausführte,  dass  ihm  an  der 
Party  vom  17. März  2006  nichts  geschehen  sei,  weil  er  an  diesem 
Abend mit einer Frau zusammen gewesen sei und es nach dem "Ka-
nun Gesetz" verboten sei, einen Mann umzubringen, wenn dieser mit 
einer Frau zusammen sei,

dass das BFM mit Verfügung vom 10. Juni 2008 – eröffnet gleichen-
tags – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Asylge-
such  nicht  eintrat  und  die  Wegweisung  aus  der  Schweiz  sowie  den 
Vollzug anordnete,

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dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 16. Juni 2008 gegen die-
sen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und 
dabei  beantragte,  es  sei  auf  sein  Asylgesuch einzutreten,  von einer 
Wegweisung abzusehen und die vorläufige Aufnahme anzuordnen,

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am 17. Juni  2008  per  Telefax  beim 
Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 - 34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.119]),

dass der Beschwerdeführer legitimiert  ist,  weshalb auf  die  frist-  und 
formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 
AsylG sowie Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 und 52 VwVG),

dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentschei-
de praxisgemäss auf die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass die Beurteilungszuständigkeit der Beschwerdeinstanz somit dar-
auf beschränkt ist, bei Begründetheit des Rechtsmittels die angefoch-
tene Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an 
die  Vorinstanz  zurückgehen zu lassen  (vgl.  die  weiterhin  massgebli-
chen  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylre-
kurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

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dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung sowie deren Vollzugs 
materiell geprüft hat, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbe-
züglich volle Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung eines zweiten Richters entschie-
den wird  (Art. 111  Abs. 1  Bst. e  AsylG)  und  es  sich  vorliegend,  wie 
nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Be-
schwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 
AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel zu verzichten ist,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung keine Anwendung findet, wenn Asylsuchende 
glaubhaft  machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren Grün-
den nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der An-
hörung  sowie  gestützt  auf  Art. 3  und  7  AsylG  die  Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass  die  Vorinstanz  zur  Begründung  der  angefochtenen  Verfügung 
festhielt,  der  Beschwerdeführer  habe  nach  der  Einreichung  seines 
Asylgesuches innerhalb der gesetzlichen Frist  von 48 Stunden keine 
rechtsgenüglichen Reise- oder Identitätspapiere abgegeben,

dass der eingereichte UNMIK-Führerschein kein Reisepapier im Sinne 
von  Art. 1  Bst. b  und  c  der  Asylverordnung 1  vom  11. August  1999 
über Verfahrensfragen (AsylV 1, SR 142.311) darstelle und zudem kei-

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ne  entschuldbaren  Gründe  vorlägen,  die  es  dem  Beschwerdeführer 
verunmöglichten, Reise- oder Identitätspapiere einzureichen,

dass aufgrund der gesamten Umstände vielmehr davon ausgegangen 
werden müsse, dass er seinen UNMIK-Pass vorsätzlich nicht zu den 
Akten  gereicht  habe,  um  seine  Visumsanträge  für  (...)  und  (...)  zu 
vertuschen,

dass  er  sodann  die  Flüchtlingseigenschaft  gemäss  Art. 3  und  Art. 7 
AsylG nicht  erfülle und zusätzliche Abklärungen zur Feststellung der 
Flüchtlingseigenschaft  oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses 
aufgrund der Aktenlage nicht erforderlich seien,

dass  die  geltend  gemachten  Vorbringen  in  zeitlicher  und  sachlicher 
Hinsicht keinen genügend engen Kausalzusammenhang zwischen Ver-
folgung und Flucht erkennen liessen,

dass der geltend gemachte Überfall  im Februar 1998 in den Kontext 
der damaligen Kriegs- und Unruhesituation zu stellen sei, seither der 
Kosovo aber von der UNMIK und den KFOR-Truppen befriedet worden 
sei,

dass der Beschwerdeführer die Entführung und Geiselnahme aus dem 
Jahre 1998 zwar in einen kausalen Zusammenhang mit seiner Familie 
stelle, was indessen sehr konstruiert wirke,

dass nicht nachvollziehbar sei, weshalb seine Familie für den Tod des 
zweiten Bandenmitglieds zur Verantwortung gezogen werden solle,

dass die geltend gemachten Drohungen zudem vage, undifferenziert, 
von zu geringer Intensität  seien, schon Jahre zurück lägen und vom 
Beschwerdeführer  trotz  gegebener  Gelegenheit  nie  zur  Anzeige  ge-
bracht worden seien,

dass nicht nachvollziehbar sei, dass der Beschwerdeführers trotz der 
geltend  gemachten  Todesangst  vor  Blutrache  bis  Ende  2007  regel-
mässig und danach noch gelegentlich die Universität besucht habe,

dass sich der Beschwerdeführer wegen der Drohungen zudem an die 
vor Ort präsenten Organisationen hätte wenden können, um um Hilfe 
und Schutz nachzusuchen,

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dass  die  vom Beschwerdeführer  als  Beweismittel  eingereichten  Zei-
tungsartikel an diesen Erwägungen nichts zu ändern vermöchten,

dass  der  Beschwerdeführer  in  seiner  Beschwerde  festhielt,  dass  er 
nicht vom Staat aufgrund seiner "religiösen-, politischen- und Rassen-
zugehörigkeit verfolgt" werde,

dass in seiner Heimat indessen nach wie vor die Blutrache existiere 
und es schon zahlreiche Opfer gegeben habe,

dass  sein  Fall  "rechtlich  schwer  nachvollziehbar,  aber  traditionsge-
mäss" kein Einzelfall sei,

dass sein Fall schwer zu beweisen sei, da er keine Anzeige gemacht 
habe, eine Anzeige die Situation indessen nur noch angespannter ge-
macht hätte, zumal "der Feind" dadurch in seiner Ehre verletzt worden 
wäre und die "Gefahr zur Handlung" dadurch grösser geworden wäre,

dass sein Fall in der Region bekannt sei und die Zeugen in der Zeitung 
(genannt) seien, die er als Beweismittel abgegeben habe,

dass der Zeitpunkt  des Geschehens zwar einige Jahre zurück liege, 
aber laut des "Traditionsgesetzes von Leke Dukagjini die Blutrache nie 
veralte",

dass er seine Familie beauftragt habe, seine "Identitätskarte und das 
Reisedokument"  in  die  Schweiz  zu  schicken,  bis  jetzt  indessen nie-
mand gefunden worden sei,  der diese Papiere hätte bringen können 
und die Briefpost weiterhin als sehr unsicher gelte,

dass er indessen im Hinblick auf die Ferien seiner in der Schweiz le-
benden  Landsleute  hoffe,  dass  diese  Sache  erledigt  werden  könne 
und ihm deshalb für die Einreichung von Identitätspapieren eine Frist 
von höchstens vier Wochen zu gewähren sei,

dass der Beschwerdeführer zum Beweis seiner  Vorbringen in  Bezug 
auf  die  Blutrache  im  Allgemeinen  und  in  seiner  Heimatregion  Inter-
netauszüge aus www.pajtimi.com   und in Bezug auf das Gewohnheits-
recht (Kanun) aus www.shkoder.net   zu den Akten reichte,

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http://www.pajtimi.com/
http://www.shkoder.net/

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dass für  den  Begriff  rechtsgenüglicher  Reise-  oder  Identitätspapiere 
auf  die publizierte Rechtsprechung des Schweizerischen Bundesver-
waltungsgerichts verwiesen werden kann (in BVGE 2007/7 E. 4-6),

dass unbestritten ist,  dass der Beschwerdeführer keine entsprechen-
den Dokumente eingereicht hat,

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung ausführlich und - nach 
Prüfung der gesamten Akten auch aus Sicht des Bundesverwaltungs-
gerichts - überzeugend dargelegt hat, weshalb für das Nichteinreichen 
von Reise- oder Identitätspapieren keine entschuldbaren Gründe vor-
liegen,

dass diesbezüglich auf die zutreffendenden und zu bestätigenden vor-
instanzlichen  Erwägungen  verwiesen  werden  kann  (vgl.  Art. 6  und 
Art. 111a Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 109 Abs. 3 BGG),

dass mit dem BFM aufgrund der gesamten Umstände vielmehr davon 
ausgegangen  werden  muss,  der  Beschwerdeführer  reiche  seinen 
UNMIK-Reisepass – aus welchen Gründen auch immer -  absichtlich 
nicht zu den Akten,

dass diese Annahme dadurch gestützt wird, dass er zwar offensichtlich 
in der Lage war, seinen UNMIK-Führerschein zu beschaffen und nach-
zureichen, nicht dagegen seinen UNMIK-Reisepass,

dass  das  Beschwerdevorbringen,  wonach  seine  Familie  bisher  nie-
manden  habe  finden  können,  der  diese  Dokumente  in  die  Schweiz 
transportiere und die Post nicht sicher sei, als blosse und unbehelfli-
che Behauptung betrachtet werden muss,

dass sich an der erwähnten Beurteilung aber selbst  dann nichts än-
dern würde, wenn der Beschwerdeführer nachträglich entsprechende 
Identitäts-  oder  Reisepapiere  beschafft  und  eingereicht  hätte,  da  er 
keine  genügende  Entschuldigung  für  deren  Nichtabgabe  innert  48 
Stunden anführen konnte und ein aus diesem Grund gefällter Nichtein-
tretensentscheid auch dann nicht aufgehoben würde, wenn die Papie-
re nachträglich auf Beschwerdeebene vorgelegt würden (vgl. EMARK 
1999 Nr. 16 E. 5),

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dass das Bundesverwaltungsgericht somit keinen Anlass hat, dem Er-
suchen  um Gewährung  einer  Frist  zur  Beschaffung  der  Reise-  oder 
Identitätspapiere stattzugeben,

dass das BFM in seinen weiteren Erwägungen im Ergebnis zu Recht 
erkannte, dass die Flüchtlingseigenschaft offensichtlich nicht gegeben 
ist  und  dass  aufgrund der  Akten  keine Notwendigkeit  zur  Vornahme 
von weiteren Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft 
oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses  besteht  (vgl.  Art. 32 
Abs. 3 Bstn. b und c AsylG),

dass seine Vorbringen betreffend seine angebliche Furcht vor den Mit-
gliedern einer albanischen Bande beziehungsweise der ihm angedroh-
ten  Blutrache  zutreffend  als  asylrechtlich  nicht  relevant  bezeichnet 
wurden,

dass  der  Beschwerdeführer  den  Erwägungen  der  Vorinstanz  in  der 
Rechtsmitteleingabe nichts Stichhaltiges entgegen zu setzen vermag, 
sondern sich weitgehend mit blossen Behauptungen begnügt,

dass an dieser Erkenntnis auch die vom Beschwerdeführer eingereich-
ten Beweismittel nichts zu ändern vermögen,

dass  die  Existenz  von Fällen  der  Blutrache  im  Heimatland  des  Be-
schwerdeführers nicht  bestritten wird,  die eingereichten Beweismittel 
indessen offensichtlich keinen konkreten und direkten Zusammenhang 
mit dem Beschwerdeführer und seinen geltend gemachten Befürchtun-
gen aufweisen,

dass  der  Beschwerdeführer  ferner  nicht  überzeugend  und  nachvoll-
ziehbar darlegen konnte, weshalb er sich zur Gewährung allenfalls be-
nötigten Schutzes nicht an die im Heimatland zuständigen Behörden 
hätte wenden können,

dass keine Anzeichen dafür vorhanden sind, dass die Behörden im Ko-
sovo nicht gewillt seien, entsprechende Taten zu ahnden beziehungs-
weise dem Beschwerdeführer diesbezüglich hinreichend Schutz zu ge-
währen (zu den Anforderungen an die Schutzgewährung vgl. EMARK 
2006 Nr. 18 E. 10.3.2. S. 203),

dass zur Vermeidung weiterer Wiederholungen auf die zu bestätigen-
den Erwägungen der Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung ver-

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wiesen werden kann, welchen sich das Bundesverwaltungsgericht an-
schliesst,

dass  seine  Vorbringen  bezüglich  der  Verfolgungs-  und  Fluchtgründe 
offensichtlich  die  Voraussetzungen  zur  Anerkennung  als  Flüchtling 
nicht erfüllen und auch keine weiteren Abklärungen notwendig sind,

dass  das  BFM demnach im Ergebenis  zu  Recht  in  Anwendung von 
Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers 
nicht eingetreten ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 

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erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder Herkunfts-
staat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- bzw. Herkunftsstaat des 
Beschwerdeführers  noch  individuelle  Gründe  auf  eine  konkrete  Ge-
fährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Voll-
zug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass im Kosovo keine Gefährdung im Sinne einer Situation allgemei-
ner Gewalt  besteht und es dem Beschwerdeführer, einem jungen und 
gemäss Akten gesunden Mann ohne weiteres zuzumuten ist, sich um 
die Wiederaufnahme seines Studiums im Heimatland zu bemühen,

dass er sich schliesslich im Bedarfsfall auch an seine im Heimatland 
lebenden Verwandten wenden kann, welche gemäss seinen Angaben 
in guten wirtschaftlichen Verhältnissen leben (vgl. A 1, S. 4 und 8),

dass  der  Vollzug der  Wegweisung  des Beschwerdeführers in  seinen 
Heimatstaat  schliesslich  möglich  ist  (Art. 83  Abs. 2  AuG),  da  keine 
Vollzugshindernisse bestehen, und es ihm obliegt, bei der Beschaffung 
seiner Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist (Art. 83 Abs. 1-4 AuG) und auch diesbe-
züglich keine zusätzlichen Abklärungen notwendig sind,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder unangemessen sei (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

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dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Beschwerdeführer durch  Vermittlung  des  D._______ 
(Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)

- das BFM, D._______ (per Telefax zu den Akten Ref.-Nr. N_______, 
mit  der  Bitte  um Eröffnung des  Urteils  an  den  Beschwerdeführer 
und um Zustellung der beiliegenden Empfangsbestätigung an das 
Bundesverwaltungsgericht)

- das E._______ (per Telefax)

Die Instruktionsrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Regula Schenker Senn Rudolf Raemy

Versand: 

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