# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 244f6cce-cdc0-5c9a-bedf-f6d680e9f915
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-11-14
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 5. Kammer 14.11.2017 R 2017 63
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_005_R-2017-63_2017-11-14.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

R 17 63

5. Kammer 

Vorsitz Meisser
RichterIn Audétat, Moser, Racioppi und Pritzi 

Aktuar Ott

URTEIL

vom 14. November 2017

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____ und B._____,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Nuot P. Saratz, 

Beschwerdeführer
gegen 

Kanton Graubünden, vertreten durch die Regierung,
wiedervertreten durch das Departement für Volkswirtschaft und Soziales, 

Beschwerdegegner
Gemeinde X._____,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Rainer Metzger,

Beschwerdegegnerin

betreffend Ortsplanungsrevision

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1. Die Parzelle 253 (Fläche: 1'808 m2) auf dem Gemeindegebiet von 

X._____ ist gemäss rechtskräftigem Zonenplan vom 14. Dezember 2009, 

genehmigt von der Regierung des Kantons Graubünden mit Beschluss 

vom 14. Februar 2011, mit 479 m2 der Kernzone und mit 1'329 m2 dem 

übrigen Gemeindegebiet (üG) zugewiesen. Eigentümerin der Parzelle 253 

ist die Gemeinde X._____. Nordwestlich daran angrenzend liegt die 

(Strassen-)parzelle 376. Auf dem der Kernzone zugewiesenen Teil der 

Parzelle 253 befindet sich der kommunale Werkhof. Im Obergeschoss 

dieses Gebäudes beabsichtigt die Gemeinde X._____ die Erstellung ei-

nes öffentlichen Restaurants, was die Erweiterung des bestehenden Ge-

bäudes um eine Terrasse sowie neue Zugänge bedingt. Diese vorgese-

henen Erweiterungen kämen gemäss rechtskräftiger Grundordnung aus-

serhalb der Bauzone im üG zu liegen. Dementsprechend erarbeitete die 

Gemeinde X._____ bis im Juli 2016 eine Ortsplanungsrevision, basierend 

auf dem Projekt "Restaurant Werkhof" vom 13. April 2016. Am 4. Juli 

2016 stimmte die Gemeindeversammlung der Gemeinde X._____ einem 

Kredit für das Umbauprojekt zu.

2. Die Teilrevision der Ortsplanung sieht eine Erweiterung der Kernzone auf 

den Parzellen 253 und 376 mit einer Gesamtfläche 104 m2 vor. Dabei er-

folgt auf der Parzelle 253 eine Erweiterung der Kernzone um 60 m2 nach 

Westen und auf der nördlich angrenzenden Parzelle 376 um 44 m2 nach 

Norden. Das auf der Parzelle 253 gelegene Werkhofgebäude weist auf 

der Nordseite, zur (Strassen-)Parzelle 376 hin, noch einen Anbau (Hei-

zungsraum) auf, welcher nur teilweise auf der Parzelle 253 liegt. Der übri-

ge Teil der bestehenden Anbaute liegt auf der Parzelle 376 (ca. 20 m2), 

welche gemäss rechtskräftigem Zonenplan dem üG zugewiesen ist. 

Gleichzeitig mit der Erweiterung der Kernzone war der Bereich mit Gestal-

tungsberatung gemäss Generellen Gestaltungsplanes (GGP) anzupas-

sen, damit auch die erweiterte Kernzonenfläche von der Verpflichtung zur 

Gestaltungsberatung gemäss Art. 27 des kommunalen Baugesetzes vom 

14. Dezember 2009 (BauG) erfasst ist.

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3. Nach erfolgter Mitwirkungsauflage vom 4. August bis 2. September 2016, 

der Vorprüfung durch das kantonale Amt für Raumentwicklung sowie ei-

ner Stellungnahme des kommunalen Gestaltungsberaters, beschloss die 

Gemeindeversammlung am 24. Oktober 2016 die vorliegend strittige Teil-

revision der Ortsplanung. Vom 22. November bis 21. Dezember 2016 er-

folgte durch die Gemeinde X._____ die Beschwerdeauflage.

4. Am 21. Dezember 2016 erhoben A._____ und B._____, Miteigentümer 

einer Stockwerkeigentums-Einheit in der Liegenschaft C._____, welche 

sich unweit der strittigen Einzonung befindet, Planungsbeschwerde bei 

der Regierung des Kantons Graubünden und beantragten, dem Be-

schluss der Gemeindeversammlung vom 24. Oktober 2016 betreffend die 

Teilrevision der Ortsplanung (Zonenplan und Genereller Gestaltungsplan 

Werkhof 1:1000) die Genehmigung zu verweigern. In der Begründung 

stellten sie insbesondere die Notwendigkeit der Erweiterung der Kernzone 

nach Westen für die Realisierung eines zweiten Restaurants in X._____ 

in Frage. Mit einem zweiten Restaurant werde eine unnötige Konkurrenz-

situation zum bestehenden Restaurant geschaffen und es wurden über-

mässige Lärmimmissionen befürchtet sowie die Beeinträchtigung der 

Aussicht geltend gemacht. Schliesslich wurden auch der Grundsatz der 

Planbeständigkeit sowie das Gleichbehandlungsgebot als verletzt und ei-

ne Missachtung des bundesrechtlichen Einzonungsmoratoriums gerügt.

Am 8. Februar 2017 beantragte die Gemeinde X._____ die Abweisung 

der Planungsbeschwerde, soweit darauf eingetreten werden könne. Sie 

führte dazu aus, dass ein zweites Restaurant in X._____ mit anderer 

Kundenausrichtung erforderlich sei und das Restaurantprojekt das beste-

hende Restaurant, aufgrund des unterschiedlichen Zielpublikums, nicht 

konkurrenziere. Des Weiteren werde die Aussicht der Liegenschaft 

C._____ durch das vorgesehene Restaurant bzw. die geringfügige Erwei-

terung der Kernzone in Richtung Westen nur minim tangiert und es sei 

auch nicht mit unzulässigen Lärmimmissionen zu rechnen. In Anbetracht 

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der seit der letztmaligen Festlegung der Bauzonen vergangenen Zeit, falle 

der Grundsatz der Planbeständigkeit nicht mehr gross ins Gewicht und es 

handle sich sowieso um eine unbedeutende Zonenanpassung im Umfang 

von 104 m2, wobei ein wesentlicher Teil dieser Fläche bereits mit einem 

Anbau überbaut sei, welcher eine Heizungsanlage beinhalte. Die beiden 

Beschlüsse der Gemeindeversammlung dokumentierten ein erhebliches 

öffentliches Interesse an der strittigen Raumplanungsmassnahme. 

Schliesslich seien auch die weiteren Rügen unzutreffend.

Am 27. Februar 2017 äusserte, im Rahmen der hängigen Planungsbe-

schwerde bzw. des Genehmigungsverfahrens im Sinne von Art. 101 bzw. 

49 KRG, die kantonale Denkmalpflege keine Einwände gegen die vorlie-

gende Teilrevision der Ortsplanung. Das Richtprojekt "Restaurant Werk-

hof" vom 13. April 2016 schätzte sie allerdings bezüglich der volumetri-

schen Konzeption der Baute ihrer Ansicht nach bzw. auf Basis der Aus-

sagen des Bundesinventars der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz 

(ISOS) noch nicht als optimal hinsichtlich des Ortsbildes ein, was im Bau-

genehmigungsverfahren noch zu überprüfen sei.

5. Am 27., mitgeteilt am 28. Juni 2017, wies die Regierung die Planungsbe-

schwerde ab, soweit sie darauf eintrat. Aufgrund einer ausführlichen Aus-

einandersetzung mit den in der Planungsbeschwerde vom 21. Dezember 

2016 vorgebrachten Rügen kam die Regierung zum Ergebnis, dass sich 

die Ausscheidung der Kernzonenflächen im Umfang von 60 m2 auf der 

Parzelle 253 bzw. 44 m2 auf der (Strassen-)Parzelle 376 sich als recht- 

und zweckmässig erweise. Dabei setzte sich die Regierung mit den vor-

gebrachten Rügen hinsichtlich der fehlenden Notwendigkeit eines zweiten 

Restaurants in X._____ sowie der geltend gemachten Konkurrenzierung 

des bereits bestehenden Restaurationsbetriebes auseinander. Zudem 

äusserte sie sich auch hinsichtlich der Beeinträchtigung der Aussicht, zu 

den von den Beschwerdeführern befürchteten Lärmimmissionen, zur feh-

lenden Kompensation der strittigen Einzonung, zur Verletzung des 

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Gleichbehandlungsgebotes sowie zur Verletzung des Grundsatzes der 

Planbeständigkeit.

Gleichentags genehmigte die Regierung auch die strittige Ortsplanungs-

revision im Sinne der Erwägungen. Dabei wurde insbesondere darauf 

hingewiesen, dass die Ausweitung des Bereiches mit Gestaltungsbera-

tung im Zonenplan und Generellen Gestaltungsplan Werkhof 1:1000 si-

cherstelle, dass im Rahmen des Baubewilligungsverfahrens diesen An-

liegen Rechnung getragen werde. Der Bericht der Gestaltungsberatung 

vom 11. Juli 2016 gehe vor allem auf die konkrete Gestaltung des Um- 

und Anbaues samt Betriebsabläufen ein und weniger auf die Einfügung 

des Anbaus in das Ortsbild. In diesem Sinne sei das Richtprojekt vom 

13. April 2016 im Hinblick auf das durchzuführende Baubewilligungsver-

fahren zusammen mit der Gestaltungsberatung zu überprüfen und allen-

falls zu optimieren. Die vorgesehene Entfernung des an die Südfassade 

vom Werkhofgebäude angehängten Vordaches, welches momentan als 

beunruhigendes Störelement wahrgenommen werde, sei zu begrüssen. 

Zusätzlich wurde festgestellt, dass zur Kompensation der fraglichen Ein-

zonung gemäss Art. 38a Abs. 2 RPG und Art. 52a Abs. 2 lit. a RPV die 

erforderlichen Kompensationsflächen im Umfang von 104 m2 aus der 

kantonalen Kompensationsreserve zur Verfügung gestellt würden.

6. Am 30. August 2017 erhoben A._____ und B._____ (Beschwerdeführer) 

gegen den Entscheid der Regierung vom 27., mitgeteilt am 28. Juni 2017, 

Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden und be-

antragten die Aufhebung dieses Entscheides. Ferner sei dem Beschluss 

der Gemeindeversammlung der Gemeinde X._____ vom 24. Oktober 

2016 betreffend die Teilrevision der Ortsplanung (Zonenplan und Gene-

reller Gestaltungsplan Werkhof 1:1000) die Genehmigung zu verweigern. 

Sie rügten eine Verletzung des rechtlichen Gehörs, weil die Regierung 

von einem Augenschein abgesehen habe. Des Weiteren konkurrenziere 

dieses zweite Restaurant das bereits bestehende Restaurant im Gast-

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wirtschaftsbetrieb D._____ direkt und gefährde dessen Existenz. Die von 

der Gemeinde X._____ zur Begründung der Notwendigkeit eines zweiten 

Restaurants angeführte Argumentation sei willkürlich. Zudem sei das frag-

liche Restaurationsangebot auch in der bestehenden Bausubstanz in der 

Zone für öffentliche Bauten (recte: Kernzone) realisierbar. Die Abwei-

chung von Grundsatz der Planbeständigkeit sei vorliegend nicht nachvoll-

ziehbar und auch die Interessenabwägung sei nicht bzw. völlig unzurei-

chend erfolgt.

7. Am 11. September 2017 beantragte die Gemeinde X._____ (Beschwer-

degegnerin) die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten 

werden könne. Zusammenfassend brachte sie vor, dass die Situation in 

X._____ mit nur noch einem Restaurant im höheren Preissegment unbe-

friedigend sei und es ein legitimes Anliegen der Beschwerdegegnerin sei, 

ein einfaches kostengünstiges Restaurant für die ortsansässige Bevölke-

rung und weniger zahlungskräftige Gäste zur Verfügung zu halten. Die 

beschwerdeführerischen Vorbringen hinsichtlich der Konkurrenzierung 

des bestehenden Restaurationsbetriebes seien unbegründet. Bezüglich 

der vorgenommenen Interessenabwägung habe die Regierung detailliert 

dargelegt, dass sich die Zonenplanänderung aus wirtschaftlichen Grün-

den sowie zur Gewährleistung des Ortsbildschutzes rechtfertige, was von 

den Beschwerdeführern nicht widerlegt werde. Hinsichtlich der geltend 

gemachten Tangierung der Aussicht sei festzuhalten, dass die geplante 

Terrasse über 30 m von der C._____ entfernt liege. Die Beeinträchtigung 

der Aussicht durch die neue Terrasse sei marginal.

8. Am 20. September 2017 beantragte der Kanton Graubünden (Beschwer-

degegner), vertreten durch die Regierung, ebenfalls die Abweisung der 

Beschwerde. Zur Begründung wurde im Wesentlichen auf den angefoch-

tenen Entscheid verwiesen, wo sich die Regierung detailliert mit der um-

strittenen Planung sowie den Rügen und Rechtsstandpunkte der Be-

schwerdeführer auseinandergesetzt habe. Dabei sei sie zum Schluss ge-

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kommen, dass die Planung korrekt und rechtens sei. Die vorliegen zu be-

urteilende Revision der Ortsplanung sei aus raumplanerischer Sicht von 

untergeordneter Bedeutung, weil davon bloss eine marginale Fläche von 

104 m2 betroffen sei, welche auf ein stimmiges und bedarfsgerechtes Pro-

jekt abgestimmt sei. Durch die Kompensation der betroffenen Fläche aus 

der kantonalen Kompensationsreserve sei die Vereinbarkeit der Planung 

mit Art. 38a Abs. 2 RPG gegeben und auch die übergeordneten Interes-

sen am Ortsbildschutz seien berücksichtigt worden. 

9. Am 21. September 2017 informierte der Instruktionsrichter die Beschwer-

deführer hinsichtlich des Verzichts auf die Anordnung eines zweiten 

Schriftenwechsels. Innert der Frist für eine freigestellte Stellungnahme zur 

Vernehmlassung des Beschwerdegegners vom 20. September 2017 so-

wie derjenigen der Beschwerdegegnerin vom 11. September 2017 ging 

keine weitere Rechtsschrift der Beschwerdeführer ein. Ebenso ging, trotz 

Aufforderung an die Beschwerdeführer, keine Kostennote ein.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften, den 

angefochtenen Entscheid und die weiteren Akten wird, soweit erforderlich, 

in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die vorliegend zu beurteilende Beschwerde richtet sich gegen den Regie-

rungsbeschluss vom 27., mitgeteilt am 28. Juni 2017, betreffend die Be-

schwerdeangelegenheit PB9/16, welcher die Teilrevision der Ortsplanung 

in der Gemeinde X._____ gemäss Gemeindeversammlungsbeschluss 

vom 24. Oktober 2016 zum Gegenstand hat. Im angefochtenen Be-

schwerdeentscheid wies die Regierung des Kantons Graubünden den in 

der Planungsbeschwerde vom 21. Dezember 2016 gestellten Antrag der 

Beschwerdeführer auf Nichtgenehmigung der fraglichen Teilrevision der 

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Ortsplanung in der Gemeinde X._____ ab, soweit darauf eingetreten wur-

de. Mit separatem Genehmigungsbeschluss vom 27, mitgeteilt am 

28. Juni 2017, genehmigte die Regierung des Kantons Graubünden den 

am 24. Oktober 2016 von der Gemeindeversammlung X._____ beschlos-

senen "Zonenplan und Genereller Gestaltungsplan Werkhof 1:1000" im 

Sinne der Erwägungen und mit der Feststellung, dass die gemäss 

Art. 38a des Bundesgesetzes über die Raumplanung (RPG; SR 700) er-

forderliche Kompensation der ca. 104 m2 messenden Einzonungsfläche 

über die kantonale Kompensationsreserve abgewickelt werde. Gemäss 

Art. 102 Abs. 1 des Raumplanungsgesetzes für den Kanton Graubünden 

(KRG; BR 801.100) i.V.m. Art. 49 Abs. 1 lit. d des Gesetzes über die Ver-

waltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) können Entscheide der Regie-

rung über die Genehmigung von kommunalen Grundordnungen sowie 

über Planungsbeschwerden mit Beschwerde ans Verwaltungsgericht wei-

tergezogen werden. Somit ist das angerufene Verwaltungsgericht des 

Kantons Graubünden zur Beurteilung der vorliegenden Angelegenheit ört-

lich und sachlich zuständig. Das Verwaltungsgericht entscheidet gemäss 

Art. 43 Abs. 2 lit. a VRG in Fünferbesetzung über Beschwerden gegen 

Entscheide der Regierung, womit das vorliegende, in Fünferbesetzung 

ergangene Urteil auch hinsichtlich der funktionellen Zuständigkeit die ge-

setzlichen Vorgaben erfüllt. Als Eigentümer einer Stockwerkeigentums-

einheit, welche sich in der Liegenschaft C._____ und in einer Distanz von 

deutlich weniger als 100 m schräg gegenüber dem kommunalen Werkhof 

befindet, liegt unbestritten eine enge nachbarliche Beziehung zur fragli-

chen Einzonung auf den Parzellen 253 bzw. 376 vor. Dementsprechend 

behandelte die Regierung die Planungsbeschwerde der Beschwerdefüh-

rer vom 21. Dezember 2016 auch materiell, wies aber den Antrag auf 

Nichtgenehmigung ab und eröffnete den Beschwerdeführern diesen Ent-

scheid am 28. Juni 2017. Die Beschwerdeführer sind also vom angefoch-

tenen Entscheid berührt und weisen ein schutzwürdiges Interesse an der 

Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheides auf. Die Be-

schwerde wurde zudem frist- und formgerecht eingereicht (Art. 52 Abs. 1 

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und Art. 38 VRG). Somit ist auf die Beschwerde, unter Berücksichtigung 

der nachfolgenden Erwägung 2, einzutreten.

2. a) Soweit sich die Argumentation der Beschwerdeführer auf das im An-

hang A des Planungs- und Mitwirkungsbericht vom 9. November 2016 

dargestellte Richtprojekt "Restaurant Werkhof" vom 13. April 2016 (siehe 

Akten des Beschwerdegegners [Bg-act.] 2, Beleg 2) bezieht, ist daran zu 

erinnern, dass vorliegend in der Hauptsache eine Erweiterung der Kern-

zone auf der Parzelle 253 nach Westen im Sinne einer untergeordneten 

Anpassung der Bauzonengrenze zur Beurteilung steht und die konkrete 

Umsetzung des beabsichtigten Terrassenanbaues und des neuen Zu-

gangsbereiches für das Restaurant im Obergeschoss noch nicht definitiv 

feststehen. Daran ändert nichts, dass dem Planungs- und Mitwirkungsbe-

richt (PMB) schon recht detaillierte Pläne des Bauprojektes zu entnehmen 

sind und das architektonische Projekt vom 13. April 2016 gemäss Anhang 

A des PMB als Basis für das definitive Baueingabeprojekt gilt. Denn die 

Regierung genehmigte den Zonenplan und Generellen Gestaltungplan 

Werkhof 1:1000 am 27. Juni 2017 im Sinne der Erwägungen. Dabei wur-

de in der Erwägung C.2. hinsichtlich der Ortsbildverträglichkeit festgehal-

ten, dass die Ausweitung des Bereichs mit Gestaltungsberatung sicher-

stelle, dass dem Aspekt der Ortsbildverträglichkeit an diesem für die 

Ortsansicht von X._____ wichtigen Ort Rechnung getragen werde. Der 

Bericht des Gestaltungsberaters vom 11. Juli 2016 gehe vor allem auf die 

konkrete Gestaltung des geplanten Um- und Anbaus samt Betriebsabläu-

fen ein und weniger auf die auf übergeordneter Ebene zu berücksichti-

gende Einfügung des Anbaus in das Ortsbild unter Berücksichtigung der 

Aussagen des Inventars der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz 

(ISOS). Das aktuelle Projekt sei im Hinblick auf das durchzuführende 

Baubewilligungsverfahren, in Zusammenarbeit mit der Gestaltungbera-

tung, erneut zu prüfen und allenfalls zu optimieren. In der Vernehmlas-

sung vom 20. September 2017 wies die Regierung auch noch auf die 

Stellungnahme der kantonalen Denkmalpflege vom 27. Februar 2017 hin, 

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wonach die volumetrische Konzeption der Baute im Hinblick auf die Aus-

sagen des ISOS noch nicht als optimal für das Ortsbild erachtet werde 

und im Baubewilligungsverfahren noch zu überprüfen sei. Gegen die ge-

ringfügige Zonenerweiterung brachte die kantonale Denkmalpflege hinge-

gen keine Einwände vor, wobei sie bereits mit Stellungnahme vom 

18. Mai 2016 anlässlich der kantonalen Vorprüfung gemäss Art. 47 Abs. 3 

KRG i.V.m. Art. 12 der Raumplanungsverordnung für den Kanton 

Graubünden (KRVO; BR 801.110) festhielt, dass die für das Ortsbild rele-

vanten Freibereiche nicht beeinträchtigt würden. Die Genehmigung des 

Zonenplan und Genereller Gestaltungsplan Werkhof 1:1000 erfolgte also 

unter der Prämisse, dass im Hinblick auf das durchzuführende Baubewil-

ligungsverfahren und in Zusammenarbeit mit der Gestaltungberatung das 

als Basis dienende Richtprojekt vom 13. April 2016 zu überprüfen und al-

lenfalls zu optimieren sei. 

b) Die konkrete architektonische Umsetzung erfolgt vorliegend in Überein-

stimmung mit dem raumplanerischen Stufenbaus erst im nachgelagerten 

Baubewilligungsverfahren, welches die einzelfallweise Planverwirklichung 

bezweckt (vgl. dazu WALDMANN/HÄNNI, Handkommentar RPG, Bern 2006, 

Art. 22 Rz. 2; BGE 116 Ib 50 E.3a; Urteil des Bundesgerichts 1C_7/2012 

vom 11. Juni 2012 E.2.3). Vorliegend handelt es sich auch nicht um eine 

Sondernutzungsplanung bzw. Folgeplanung, welche die bestehende 

Grundnutzung weiter spezifiziert bzw. in einem bestimmten Rahmen 

abändert (vgl. dazu Areal- und Quartierplan gemäss Art. 46 ff. und 51 ff. 

KRG) und einen so hohen Detaillierungsgrad aufweist, dass sie als bau-

rechtlicher Vorentscheid zu qualifizieren wäre und daraus, gestützt auf 

den Grundsatz des Vertrauensschutzes (Art. 9 BV), unter Umständen ein 

Anspruch auf Erteilung der Baubewilligung abzuleiten wäre (vgl. dazu 

BGE 116 Ib 185 E.4b und Urteil des Bundesgerichts 1C_40/2015 vom 

18. September 2015 E.5). Schliesslich liegt zwar eine Nutzungsplanung 

im Hinblick auf ein beabsichtigtes Projekt, nicht aber eine "klassische" 

projektbezogene Nutzungsplanung im Streit, welche beispielsweise abge-

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setzt von der Bauzone für ein spezifisches Projekt die planungsrechtli-

chen Grundlagen schaffen soll und aufgrund seiner Auswirkungen auf 

Raum und Umwelt der Planungspflicht gemäss Art. 2 RPG unterliegt. In 

einem solchen Fall wäre es unabdingbar, dass eine gewisse Koordination 

im Sinne von Art. 25a RPG zwischen der (Sonder-)Nutzungsplanung und 

dem nachfolgenden Baubewilligungsverfahren, insbesondere bezüglich 

umweltrechtlicher Aspekte, vorgenommen wird und das Projekt müsste 

zumindest in den Grundzügen bekannt sein (siehe WALDMANN/HÄNNI, 

a.a.O., Art. 2 Rz. 27 ff. und Art. 25a Rz. 70 ff.; BGE 131 II 103 E.3.3, 123 

II 88 E.2d; Urteile des Bundesgerichts 1C_346/2014 vom 26. Oktober 

2016 E.4.4 und 1A.230/2005 vom 4. April 2006 E.4). Mit vergleichbar ge-

wichtigen Auswirkungen ist beim geplanten Restaurantprojekt und der 

damit zusammenhängenden Teilrevision der Ortsplanung aber nicht zu 

rechnen. Vielmehr steht im vorliegenden Fall eine kleinflächige Einzonung 

am Bauzonenrand zur Diskussion, welche eine attraktivere Umsetzung 

des Restaurantprojektes ermöglichen soll. Somit ist kein vergleichbarer 

Koordinationsbedarf gegeben.

c) Aufgrund der vorstehenden Ausführung, ist also die konkrete Realisierung 

des Projektes "Restaurant Werkhof" in der vorliegend strittigen Ortspla-

nungsrevision noch nicht endgültig festgelegt, sondern diese erfolgt 

zulässigerweise erst im nachgelagerten Baubewilligungsverfahren. Die 

konkrete architektonische Ausgestaltung des geplanten Restaurantprojek-

tes ist somit nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens.

3. In beweisrechtlicher Hinsicht ist noch auf den beantragten Augenschein 

einzugehen. Die Beschwerdeführer beantragen diese Beweiserhebung 

insbesondere hinsichtlich der drohenden Beeinträchtigung ihrer Aussicht 

durch die geplante Erweiterung des Werkhofgebäudes im Zusammen-

hang mit der teilweisen Umnutzung zu einem Restaurant bzw. der Aus-

wirkungen der projektierten Erweiterung auf das Ortsbild. Entgegen der 

Ansicht der Beschwerdeführer erweist sich ein Augenschein hingegen als 

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entbehrlich. Denn, soweit relevant, ergeben sich die massgebenden Ver-

hältnisse aus den Akten. Dazu ist insbesondere auf die Belege 9 und 10 

der Beschwerdegegnerin zu ihrer Vernehmlassung im vorinstanzlichen 

Verfahren vom 8. Februar 2017 (siehe Bg-act. 2), eine von der Regierung 

eingereichte Flugaufnahme von X._____ (Bg-act. 5) und die Stellung-

nahmen der kantonalen Denkmalpflege vom 18. Mai 2016 und 27. Febru-

ar 2017 (Bg-act. 4, "Anhang 1") zu verweisen. Aus der Flugaufnahme 

(Bg-act. 5) sowie der Fotoaufnahme des westlichen Dorfeinganges von 

X._____ (Bg-act. 2, Beleg 9) ergibt sich ein guter Überblick über den vor-

liegend interessierenden Bereich von X._____. Der Beleg 10 in Bg-act. 2 

zeigt auf einen Planausschnitt 1:500 im Hinblick auf eine potenzielle Be-

einträchtigung der Aussicht die verschiedenen Sichtlinien bei Berücksich-

tigung der rechtskräftigen Bauzonengrenze, unter Mitberücksichtigung 

des nordwestlichen Anbaus des Werkhofgebäudes sowie des Richtpro-

jektes vom 13. April 2016, wobei auch die (neue) Bauzonengrenze 

gemäss Teilrevision vom 24. Oktober 2016 dargestellt wird. Zudem liegt, 

soweit vorliegend überhaupt schon relevant, hinsichtlich der Ortsbildver-

träglichkeit der strittigen Einzonung eine Einschätzung durch die kantona-

le Denkmalpflege vor. Der in Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der 

Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV; SR 101) festgehaltene An-

spruch auf rechtliches Gehör räumt Verfahrensbeteiligten zwar ein Recht 

darauf ein, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden (siehe BGE 

138 V 125 E.2.1). Das Gericht darf aber einen beantragten Beweis als 

unerheblich ablehnen, wenn es aufgrund der bereits erhobenen Beweise 

willkürfrei davon ausgehen darf, dass sich seine Überzeugung durch wei-

tere Beweiserhebungen nicht mehr ändern werde (siehe BGE 141 I 60 

E.3.3, 136 I 229 E.5.3, 134 I 140 E.5.3). Aufgrund der vorliegenden Akten, 

welche eine ausreichende Beurteilung der Situation ermöglichen, kann in 

antizipierter Beweiswürdigung von einem Augenschein abgesehen wer-

den (Urteil des Bundesgerichts 1C_570/2016 vom 22. August 2017 E.3). 

Dementsprechend erweist sich auch die von den Beschwerdeführern gel-

tend gemachte Verletzung des rechtlichen Gehörs durch den Beschwer-

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degegner infolge des Verzichts auf einen Augenschein im Rahmen der 

Planungsbeschwerde als unbegründet.

4. a) Gemäss Art. 49 Abs. 2 KRG wird die Genehmigung eines Baugesetzes 

oder Plänen der Grundordnung bzw. bei Änderungen von solchen Erlas-

sen von der Regierung erteilt, wenn keine Vorschriften verletzt sind. 

Gemäss Art. 26 Abs. 2 RPG ist dabei auch die Richtplankonformität sowie 

die Übereinstimmung mit dem Bundesrecht zu beachten (WALD-

MANN/HÄNNI, a.a.O., Art. 26 Rz. 12 ff.; RUCH, in: AEMISEGGER/MOOR/ 

RUCH/TSCHANNEN (Hrsg.), Kommentar zum Bundesgesetz über die 

Raumplanung, Zürich/Basel/Genf 2010, Art. 26 Rz. 23 ff.). Demnach hat 

die Regierung die strittige Ortsplanungsrevision auf ihre Rechtmässigkeit 

hin zu überprüfen. Gemäss Art. 33 Abs. 2 und Abs. 3 lit. b RPG, sieht das 

kantonale Recht in raumplanungsrechtlichen Angelegenheiten zudem 

mindestens eine kantonale Rechtsmittelbehörde mit voller Kognition vor. 

Dementsprechend hat im Rahmen der Planungsbeschwerde die Regie-

rung grundsätzlich volle Kognition, womit die Kontrolle der Ermessens-

ausübung nicht nur auf Missbrauch oder Überschreitung des Ermessens 

beschränkt ist (Art. 101 Abs. 3 KRG). Allerdings erfolgt die Angemessen-

heitsprüfung unter der Prämisse, dass die Regierung vorliegend Recht-

mittelinstanz und nicht Planungsbehörde bzw. Planungsträger ist, was 

grundsätzlich eine gewisse Zurückhaltung bei der Überprüfung von Er-

messenentscheiden der Planungsbehörde rechtfertigt, sofern damit die 

von den Kantonen zu sichernden Interessen immer noch einen angemes-

senen Platz erhalten. Die Überprüfung hat insbesondere zurückhaltend zu 

erfolgen, wo es um lokale Anliegen geht, bei deren Wahrnehmung Sach-

nähe, Ortskenntnis, örtliche Demokratie und Gemeindeautonomie von 

Bedeutung sind (vgl. zum Ganzen WALDMANN/HÄNNI, a.a.O., Art. 33 

Rz. 64 ff.; THURNHERR, in: GRIFFEL/LINIGER/RAUSCH/THURNHERR, Fach-

handbuch Öffentliches Baurecht, Zürich 2016, S. 716 Rz. 8.49.; AEMISEG-

GER/HAAG, in: AEMISEGGER/MOOR/RUCH/TSCHANNEN (Hrsg.), a.a.O., Art. 33 

Rz. 77).

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b) Amtet die Regierung nicht bloss als Genehmigungs-, sondern – wie vor-

liegend – auch als erste Beschwerdeinstanz, wirkt das Verwaltungsgericht 

dementsprechend als zweite kantonale Rechtsmittelinstanz. Somit gilt in 

solchen raumplanungsrechtlichen Angelegenheiten bloss die (ordentliche) 

Kognition nach Art. 51 Abs. 1 VRG. Demnach überprüft das streitberufene 

Verwaltungsgericht den Sachverhalt und Rechtsfragen frei. Der Prü-

fungsumfang beschränkt sich bezüglich der Ermessensausübung aber 

auf eine Rechtskontrolle, das heisst auf die Prüfung, ob die Ermessens-

ausübung mit Rechtsfehlern im Sinne der Ermessensüberschreitung bzw. 

eines Ermessensmissbrauchs behaftet ist (vgl. zum Ganzen Urteile des 

Verwaltungsgerichtes des Kantons Graubünden [VGU] R 16 51 vom 

10. Januar 2017 E.1b und R 14 3 vom 21. Oktober 2014 E.2d m.w.H.).

c) Strittig ist vorliegend im Wesentlichen die Zulässigkeit der Erweiterung 

der Kernzone um 60 m2 auf der Parzelle 253 in Richtung Westen. 

5. a) Die Beschwerdeführer rügen in der Beschwerde vom 30. August 2017, 

dass durch das vorgesehene Restaurantprojekt im kommunalen Werkhof 

das bestehende Restaurant direkt konkurrenziert und in seiner Existenz 

gefährdet werde. Zudem erachten die Beschwerdeführer die Haltung der 

Beschwerdegegnerin als willkürlich, wenn sie sich auf den Planungs-

grundsatz gemäss Art. 3 Abs. 3 lit. d RPG berufe, der sie zur Bereitstel-

lung eines angemessenen Angebotes an Güter und Dienstleistungen ver-

pflichte und auf ihrer Homepage unter der Rubrik "Freizeit und Kultur" 

gleichzeitig auf ein vielfältiges gastronomisches Angebot in der Region 

verweise (siehe dazu beschwerdeführerische Akten [Bf-act.] 3).

b) Dem ist entgegenzuhalten, dass die Regierung im angefochtenen Ent-

scheid nachvollziehbar darlegt, dass der von den Beschwerdeführern an-

gesprochene, in X._____ verbliebene Gastwirtschaftsbetrieb auf ein 

tendenziell gehobeneres Gästesegment ausgerichtet ist. Diese 

- 15 -

Ausführungen werden bei Konsultation des gastronomischen Angebotes 

des Gastwirtschaftsbetriebes D._____ bestätigt, welches ein gehobenes 

Speiseangebot präsentiert. Zudem hielt die Regierung fest, dass demge-

genüber das Restaurantprojekt im kommunalen Werkhof auf ein breites 

Gästesegment sehr einladend wirke. Eine Gefährdung des bereits beste-

henden Restaurants durch das geplante Restaurantprojekt im kommuna-

len Werkhof sei nicht zu erwarten. Soweit die Beschwerdeführer geltend 

machten, dass das beabsichtigte Bauprojekt keine öffentliche Aufgabe 

der Gemeinde darstelle respektive keine ernsthafte Gefährdung der Ver-

sorgung von X._____ drohe, wurde auf den raumplanungsrechtlichen 

Planungsgrundsatz hingewiesen, wonach die Gemeinden gemäss Art. 3 

Abs. 3 lit. d RPG angehalten seien, günstige Voraussetzungen für die 

Versorgung der Bevölkerung mit Gütern und Dienstleistungen sicherzu-

stellen. Die Ermöglichung eines Restaurants für die breite Öffentlichkeit in 

einem Werkhof entspreche durchaus diesen Zielen und sei in Zeiten, wo 

kleinen Dörfern aufgrund tatsächlicher Umstände ein erheblicher Verlust 

der Eigenständigkeit und Lebensqualität drohe, anerkennenswert. Ohne 

die strittige Einzonung wäre die Realisierung einer Terrasse beim beste-

henden Werkhofgebäude aus Gründen des Ortsbildschutzes zudem nicht 

einfach zu realisieren. Dabei sei es vertretbar, zur Führung eines in be-

trieblicher und wirtschaftlicher Hinsicht zweckmässigen Betriebes eines 

für die Allgemeinheit zugänglichen Restaurants an dieser Lage eine 

Kleinsteinzonung von 60 m2 vorzunehmen, um eine ausreichend grosse 

und somit attraktive Terrasse zu ermöglichen. Dies liege auch im öffentli-

chen Interesse, sei geeignet den Tourismus zu stärken und infolge der 

Schaffung von Arbeitsplätzen auch aus volkswirtschaftlicher Sicht zu be-

grüssen. Bezüglich der Lage des geplanten Restaurants kann auch noch 

auf seinen Standort direkt neben einer öffentlichen Parkierungsanlage 

nach Art. 40 BauG gemäss Generellem Erschliessungsplan 1:2000 vom 

14. Dezember 2009 hingewiesen werden, was insbesondere für das 

ebenfalls anvisierte touristische Kundensegment sicherlich von Vorteil ist. 

Die Beschwerdegegnerin wies bezüglich des früher in X._____ noch vor-

- 16 -

handenen Restaurants im Trattoria-Stil, welches sich ebenfalls im Gast-

wirtschaftsbetrieb D._____ befand, darauf hin, dass dieses bereits seit 

längerer Zeit geschlossen sei und die Schliessung infolge einer Neuaus-

richtung des gastgewerblichen Betriebes in der D._____ erfolgt sei. Nicht 

ausschlaggebend sei hingegen eine mangelnde Nachfrage gewesen.

Hinsichtlich der von den Beschwerdeführern geltend gemachten Willkür 

der Beschwerdegegnerin im Bezug auf ihre Begründung, für die Förde-

rung des geplanten Restaurants den Planungsgrundsatz nach Art. 3 

Abs. 3 lit. d RPG heranzuziehen, ist daran zu erinnern, dass ein Ent-

scheid erst dann willkürlich ist, wenn er sich als offensichtlich unhaltbar 

erweist. Dies wäre insbesondere der Fall, wenn ein Entscheid zur tatsäch-

lichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen un-

umstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise 

dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (siehe HÄFELIN/MÜLLER/UHL-

MANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 7. Aufl., Zürich/St. Gallen 2016, 

Rz. 605 ff.; BGE 141 I 70 E.2.2, 140 III 16 E.2.1). Die von den Beschwer-

deführern vorgebrachte Diskrepanz hinsichtlich der (touristischen) Kom-

munikation auf der Homepage gegenüber Bewohnern und Gästen von 

X._____ sowie des geltend gemachten Bedarfes nach einem weiteren 

Restaurationsbetrieb mit einem breiteren Zielpublikum in Nachachtung 

des Planungsgrundsatzes von Art. 3 Abs. 3 lit. d RPG, begründet keine 

Willkür hinsichtlich des strittigen raumplanungsrechtlichen Entscheides. 

Denn mangels weiterer Restaurationsbetriebe in X._____ selbst, ist nach-

vollziehbar, dass im Hinblick auf die touristische Positionierung das kuli-

narische Angebot in der Region hervorgehoben wird. Zudem wird in dem 

von den Beschwerdeführern eingereichten Ausdruck der Homepage der 

Beschwerdegegnerin (siehe Bf-act. 3) prägnant die Spitzengastronomie 

hervorgehoben. Dies ändert zudem nichts daran, dass in X._____ mit 

dem Gastwirtschaftsbetrieb D._____ nur ein Restaurationsbetrieb im ge-

hobenen Segment vorhanden ist und Alternativen dazu vor Ort fehlen. 

Wie die Regierung schlüssig erläutert hat, ist es entgegen der Ansicht der 

- 17 -

Beschwerdeführer auch nicht abwegig, dass ein öffentlich zugängliches 

und auf ein breites Zielpublikum ausgerichtetes Restaurant in einem klei-

nen Dorf zur Förderung bzw. Erhaltung der Eigenständigkeit und Lebens-

qualität beizutragen vermag. Ein entsprechendes Bedürfnis wiederspie-

gelt sich auch in den beiden Beschlüssen der Gemeindeversammlung, 

welche am 4. Juli 2016 dem Projektkredit und am 24. Oktober 2016 der 

Teilrevision der Ortsplanung zustimmte.

Der angefochtene Entscheid ist also nicht zu beanstanden, soweit der 

Beschwerdegegner in der gerügten Schaffung einer Konkurrenzsituation 

zum bestehenden Restaurationsbetrieb bzw. im geltend gemachten feh-

lenden Bedarfes für ein zweites Restaurant in X._____ keinen Grund für 

die Nichtgenehmigung der stritten Ortsplanungsrevision erblickte, sondern 

die strittige, kleinflächige Einzonung im Hinblick auf den beabsichtigten 

Restaurationsbetrieb für ein breites Publikum als zweckmässig erachtet 

hat.

6. a) Des Weiteren führen die Beschwerdeführer noch aus, dass für die Reali-

sierung eines zusätzlichen Restaurants für ein breites Publikum die stritti-

ge Einzonung gar nicht notwendig sei und diese somit umso weniger mit 

dem Planungsgrundsatz nach Art. 3 Abs. 3 lit. d RPG zu rechtfertigen sei. 

Denn dieses könne im kommunalen Werkhof auch ohne die Erweiterung 

der Kernzone nach Westen verwirklicht werden, womit kein vertretbarer 

Grund für die strittige Einzonung gegeben sei. In diesem Zusammenhang 

berufen sich die Beschwerdeführer insbesondere auf den raumplanungs-

rechtlichen Grundsatz der Planbeständigkeit (vgl. Art. 21 Abs. 2 RPG). 

Die Voraussetzungen für eine Planänderung seien nicht gegeben. So hät-

ten sich die Verhältnisse seit der Genehmigung der Ortsplanung in 

X._____ nicht erheblich verändert. Es fehle an einem Anpassungsbedarf 

und die Interessenabwägung sei unzureichend erfolgt. Den legitimen An-

sprüchen der Beschwerdeführer hinsichtlich der Beeinträchtigung ihrer 

Aussicht und dem befürchteten Lärm sowie auch den Anliegen des Orts-

- 18 -

bildschutzes werde durch die strittige Planung und das geplante Bauvor-

haben resp. Restaurantprojekt nicht bzw. völlig unzureichend Rechnung 

getragen.

b) Die Regierung setzte sich im angefochtenen Entscheid ausführlich mit 

den entsprechenden Rügen auseinander und legte dar, dass in Anbe-

tracht der zwischenzeitlich vergangenen Zeit seit der Totalrevision der 

Ortsplanung von X._____ im Jahre 2009 (genehmigt durch die Regierung 

des Kantons Graubünden im Jahre 2011) dem Grundsatz der Plan-

beständigkeit nicht mehr die volle Wirkung zukomme. Dieser Grundsatz 

wirke im Übrigen bei Kleinstein- und -umzonungen nur sehr beschränkt, 

womit an die Erheblichkeit der veränderten Verhältnisse nicht zu hohe An-

forderungen zu stellen seien. Beim Erlass der rechtskräftigen Ortsplanung 

habe die Beschwerdegegnerin insbesondere die sich verändernden Ver-

hältnisse bezüglich des Restaurationsangebotes in X._____ sowie die 

geplante (teilweise) Umnutzung des kommunalen Werkhofes in ein Re-

staurant noch nicht voraussehen können. Dementsprechend sei von ver-

änderten Verhältnissen auszugehen und der Anpassungsbedarf (Erweite-

rung der Kernzone auf der Parzelle 253 um 60 m2 resp. maximal im Um-

fang von 104 m2) sei ausgewiesen. Auch die erforderliche Interessenab-

wägung falle zugunsten der strittigen Ortsplanungsrevision aus. Die Be-

schwerdegegnerin habe nämlich darlegen können, dass an einem öffent-

lichen Restaurant für ein breites Publikum ein grosses öffentliches Inter-

esse bestehe, was durch zwei Beschlüsse der Gemeindeversammlung 

dokumentiert sei (Projektkredit vom 4. Juli 2016 sowie die Teilrevision der 

Ortsplanung vom 24. Oktober 2016). Für kleinere Gemeinden seien An-

gebote wie eine Schule, ein Dorfladen, eine Poststelle sowie ein Restau-

rant als Treffpunkt für Einheimische für ein prosperierendes Dorfleben 

zentral. Dagegen möchten die geltend gemachten privaten Interessen 

nicht anzukommen. 

- 19 -

Hinsichtlich der von den Beschwerdeführern gerügten Beeinträchtigung 

der Aussicht sowie den Bedenken wegen allfälliger Lärmbelästigungen, 

wurde festgehalten, dass die endgültige Beurteilung des Restaurantpro-

jektes im Rahmen des Baubewilligungsverfahrens zu klären sei. Zudem 

sei die geplante Terrasse (gemäss Richtprojekt vom 13. April 2016) we-

sentlich weniger hoch als der bestehende Werkhof mit dem Giebeldach, 

wobei auch bereits im Rahmen der rechtskräftigen Bauzonengrenze ein 

kürzerer Terrassenanbau möglich wäre. Insgesamt erscheine die Beein-

trächtigung der Aussicht als marginal. Aufgrund der recht grossen Distanz 

(rund 30 m) zwischen der Liegenschaft der Beschwerdeführer und des 

vorgesehenen Terrassenanbaues seien auch keine übermässigen Lärm-

immissionen zu erwarten, wobei in der Kernzone ohnehin mässig stören-

de Betriebe wie Restaurants zulässig seien. Die kommunale Baubehörde 

habe aber natürlich übermässigen Lärm im entsprechenden Verfahren 

mittels geeigneter Auflagen zu verhindern.

Es treffe auch nicht zu, dass das Richtprojekt vom 13. April 2016 nur un-

zureichend Rücksicht auf die Anforderungen des Ortsbildschutzes neh-

me. Das fragliche Richtprojekt sei sowohl vom Gestaltungsberater als 

auch von der kantonalen Denkmalpflege begrüsst worden, wobei letztere 

die Überprüfung der volumetrischen Konzeption im Rahmen des Baube-

willigungsverfahrens verlangt habe. Dem sei im Genehmigungsbeschluss 

der Regierung vom 27. Juni 2017 Rechnung getragen worden.

Zudem hätten die Beschwerdeführer ihrer Liegenschaft bereits 1995 er-

worben. Insofern hätten sie ihre Liegenschaft nicht im Vertrauen in den 

Bestand der rechtskräftigen Totalrevision im Jahre 2009 erworben. In 

Würdigung sämtlicher Umstände und nach umfassender Prüfung der In-

teressenlage könne festgehalten werden, dass keine Gründe der Plan-

beständigkeit der strittigen Ortsplanungsrevision entgegenstünden. 

- 20 -

c) Die von den Beschwerdeführern im vorliegenden Verfahren vorgebrach-

ten Rügen lassen diese Beurteilung durch die Regierung nicht als rechts-

widrig erscheinen. Gemäss Art. 21 Abs. 2 RPG sind Nutzungspläne zu 

überprüfen und nötigenfalls anzupassen, wenn sich die Verhältnisse er-

heblich geändert haben. Dabei ist in einem ersten Schritt zu prüfen ob 

sich Verhältnisse so erheblich geändert haben, dass die Nutzungspla-

nung zu überprüfen ist. Ob sich eine Plananpassung aufgrund veränder-

ter Verhältnisse rechtfertigt, beurteilt sich dann nach einer Interessenab-

wägung. Neben der Notwendigkeit einer gewissen Stabilität von nut-

zungsplanerischen Festlegungen, ist auch der Anpassungsbedarf an ver-

änderte Verhältnisse zu berücksichtigen. Dabei sind insbesondere die 

bisherige Geltungsdauer der Nutzungsplanung sowie das Gewicht eines 

Änderungsgrundes sowie der Umfang der beabsichtigten Planänderung 

sowie das öffentliche Interesse daran wesentliche Aspekte (vgl. dazu 

BGE 140 II 25 E.3 ff.; Urteil des Bundesgerichts 1C_40/2016 vom 5. Ok-

tober 2016 E.3.1 ff.). Der Grundsatz der Planbeständigkeit steht ferner 

der nachträglichen geringfügigen Erweiterungen des Baugebietes nicht 

entgegen, sofern dadurch die bestehende Zonenplanung lediglich in un-

tergeordneten Punkten ergänzt wird und keine gesamthafte Überprüfung 

der Planung erforderlich erscheint (BGE 124 II 391 E.4b). Zudem hat die 

Regierung schlüssig dargelegt, warum sie von veränderten Verhältnissen 

ausgegangen ist, dass der entsprechende (geringfügige) Anpassungsbe-

darf zur Schaffung eines im öffentlichen Interesse liegenden Restaurati-

onsbetriebes für ein breites Publikum mit einer ausreichend dimensionier-

ten Terrasse im Hinblick auf einen betrieblich und wirtschaftlich zweck-

mässigen Betrieb ausgewiesen sei und auch die Interessenabwägung, 

gesamtheitlich betrachtet, zugunsten der Planänderung ausfalle. Vorlie-

gend ist also davon auszugehen, dass der Grundsatz der Planbeständig-

keit der strittigen Einzonung nicht entgegensteht, wobei die rechtskräftige 

Planung auch schon etwa die Hälfte des massgeblichen Planungshori-

zontes erreicht hat (vgl. dazu Art. 15 Abs. 1 RPG) und es sich nur um ei-

ne untergeordnete Änderung der Ortsplanung handelt. 

- 21 -

d) Entgegen der beschwerdeführerischen Ansicht hat die Regierung den 

geltend gemachten legitimen Interessen der Beschwerdeführer sowie 

dem Ortsbildschutzes ebenfalls Rechnung getragen, soweit es überhaupt 

im Rahmen der vorliegend strittigen Teilrevision der Ortsplanung bereits 

möglich und erforderlich war. 

Bezüglich der tangierten Aussicht wies die Regierung zu Recht darauf 

hin, dass erst im Baubewilligungsverfahren geklärt werde, ob das Richt-

projekt vom 13. April 2016 wie vorgesehen realisiert werden könne, wobei 

sie das Richtprojekt grundsätzlich als bewilligungsfähig erachtete, weil 

sich die zulässige (Gebäude-)Länge aus dem Einordnungsprinzip ergebe. 

Trotzdem ist gemäss Genehmigungsbeschluss vom 27. Juni 2017 das 

Restaurantprojekt vom 13. April 2016 im Hinblick auf das Baubewilli-

gungsverfahren noch zusammen mit der Gestaltungsberatung zu über-

prüfen und allenfalls anzupassen. Jedenfalls könne die Beeinträchtigung 

der Aussicht als marginal eingestuft werden und es bestehe für die Lie-

genschaft der Beschwerdeführer – die sich in der Kernzone befindet – 

auch kein Recht auf eine bestimmte Aussicht beziehungsweise Freihal-

tung des umliegenden Gebietes. Dies wird im Übrigen von den Be-

schwerdeführern auch gar nicht fundiert in Abrede gestellt. Aus der von 

der Beschwerdegegnerin im vorinstanzlichen Verfahren eingereichten 

Skizze (Bg-act. 2, Beleg 10) bezüglich der ursprünglichen bzw. voraus-

sichtlich verbleibenden Sichtlinie geht darüber hinaus schlüssig hervor, 

dass die Abweichung der Sichtlinie bezüglich der bestehenden Bauzo-

nengrenze sich nicht gravierend verändert. Zudem liegt die Liegenschaft 

der Beschwerdeführer im Vergleich zum kommunalen Werkhof und der 

strittigen Erweiterung der Kernzone auf der Parzelle 253 leicht erhöht.

Des Weiteren hat die Regierung bezüglich der befürchteten Lärmimmis-

sionen darauf hingewiesen, dass die Baubewilligungsbehörde im Rahmen 

des Baubewilligungsverfahrens dafür zu sorgen habe, dass keine rechts-

- 22 -

widrigen Lärmimmissionen entstünden. Diesbezüglich ist auch darauf hin-

zuweisen, dass das geplante Restaurantprojekt in der Kernzone zu liegen 

kommt, welche der Lärmempfindlichkeitsstufe (ES) III gemäss Art. 43 

Abs. 1 lit. c der eidgenössischen Lärmschutzverordnung (LSV; 

SR 814.41) zugeordnet ist (siehe "Legende Zonenplan" im Zonenplan und 

Genereller Gestaltungsplan 1:2000 vom 14. Dezember 2009, genehmigt 

durch die Regierung des Kantons Graubünden am 14. Februar 2011) und 

worin neben Wohnbauten auch (mässig störende) Dienstleistungs- und 

Gewerbebetriebe zulässig sind (Art. 16 Abs. 2 BauG; vgl. auch Urteil des 

Bundesgerichts 1C_499/2014, 1C_503/2014 vom 25. März 2015 E.4.3). 

Im Rahmen des Baubewilligungsverfahrens wird die zuständige Bau-

behörde dementsprechend dafür zu sorgen haben, dass unter Berück-

sichtigung der in der Kernzone zulässigen Nutzungen und den lärm-

schutzrechtlichen Vorgaben bei Bedarf Massnahmen getroffen werden 

um rechtswidrige Lärmimmissionen zu verhindern.

Hinsichtlich der geltend gemachten unzureichenden Rücksichtnahme auf 

das Anliegen des Ortsbildschutzes durch das geplante Restaurantprojekt, 

ist in der vorliegenden Angelegenheit noch einmal darauf hinzuweisen, 

dass die konkrete Ausgestaltung der Terrasse und des Zugangsbereiches 

unter Beizug der Gestaltungberatung zu überprüfen sein wird. Damit wird 

den entsprechenden Schutzanliegen Rechnung getragen. Für die vorlie-

gend strittige Einzonung hingegen ist bezüglich des Ortsbildschutzes ins-

besondere auf die Beurteilung der kantonalen Denkmalpflege vom 

27. Februar 2017 hinzuweisen. Darin gelangte sie zum Schluss, dass kei-

ne Einwände gegen die strittige Einzonung bestünden. Bereits im Rah-

men der Vorprüfung äusserte sie sich am 18. Mai 2016 dahingehend, 

dass die für das Ortsbild von X._____ wichtigen Freibereiche nicht beein-

trächtigt würden. Diese fachkundige Einschätzung vermögen die be-

schwerdeführerischen Einwendungen nicht zu entkräften. Diese beziehen 

sich zudem überwiegend auf die architektonische Ausführung des Terras-

senanbaues inkl. Zugangsbereich gemäss Richtprojekt vom 13. April 

- 23 -

2016, welche aber noch nicht definitiv festgelegt ist. Insofern kann die 

Genehmigung der Teilrevision der Ortsplanung vom 24. Oktober 2016 

auch nicht aus Gründen des Ortsbildschutzes verweigert werden.

7. Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass auch Art. 38a Abs. 2 

RPG und Art. 52a Abs. 2 der eidgenössischen Raumplanungsverordnung 

(RPV; SR 700.1) der Genehmigung der strittigen Ortsplanungsrevision 

nicht entgegen stehen, weil gemäss Genehmigungsbeschluss vom 

27. Juni 2017 die erforderliche Kompensation der Einzonung aus der kan-

tonalen Kompensationsreserve bereitgestellt wird (vgl. Ziffer 1, 1. Spie-

gelstrich des Genehmigungsbeschlusses der Regierung vom 27. Juni 

2017.

8. Der Beschwerdegegner durfte im Ergebnis also insbesondere einen Ver-

stoss gegen den Grundsatz der Planbeständigkeit verneinen und hat im 

Rahmen der Interessenabwägung bezüglich der stritten Ortsplanungsre-

vision neben dem nachvollziehbaren öffentlichen Interesse an einem sol-

chen Restaurant mit breitem Gästesegment auch die weiteren relevanten 

öffentlichen und privaten Interessen mitberücksichtigt. Dabei ist nicht er-

sichtlich, dass Rechtsvorschriften verletzt worden wären oder das Ermes-

sen rechtsfehlerhaft gehandhabt wurde. Wenn der Beschwerdegegner 

dementsprechend die Teilrevision der Ortsplanung vom 24. Oktober 2016 

genehmigt und die Planungsbeschwerde vom 21. Dezember 2016 abge-

wiesen hat, ist dies nicht zu beanstanden. Damit ist der angefochtene 

Entscheid vom 27. Juni 2017 zu bestätigen und die dagegen erhobene 

Beschwerde abzuweisen.

9. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten gestützt auf 

Art. 73 VRG unter solidarischer Haftung den Beschwerdeführern aufzuer-

legen. Die Staatsgebühr wird im Rahmen von Art. 75 Abs. 2 VRG auf 

Fr. 3'000.-- festgelegt. Bund, Kanton und Gemeinden sowie mit öffentlich-

rechtlichen Aufgaben betrauten Organisationen wird gemäss Art. 78 

- 24 -

Abs. 2 VRG in der Regel keine Parteientschädigung zugesprochen, wenn 

sie in ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegen. Davon abzuweichen be-

steht vorliegend kein Anlass, weshalb den obsiegenden Beschwerdegeg-

nern keine Parteientschädigung zusteht. 

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 3'000.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 564.--

zusammen Fr. 3‘564.--

gehen unter solidarischer Haftung zulasten von A._____ und B._____ und 

sind innert 30 Tagen seit Zustellung dieses Entscheides an die Finanzver-

waltung des Kantons Graubünden, Chur, zu bezahlen.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]