# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** dea7404d-3335-5c1d-be86-1a8abe49f640
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-05-31
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 31.05.2021 UV 2020/16
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_UV-2020-16_2021-05-31.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2020/16

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 24.11.2021

Entscheiddatum: 31.05.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 31.05.2021
Art. 17 Abs. 1 ATSG. Revision einer Invalidenrente. Bejahung einer 
gesundheitlichen Verbesserung mit Auswirkung auf die Erwerbsfähigkeit. 
Die Einstellung der Rente erfolgte zu Recht. Abweisung der Beschwerde 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 31. Mai 
2021, UV 2020/16).

 

Entscheid vom 31. Mai 2021

Besetzung

Versicherungsrichter Joachim Huber (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Christiane 

Gallati Schneider und Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiber Markus Lorenzi

Geschäftsnr.

UV 2020/16

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Adrian Rufener, Amparo Anwälte und Notare, 

Neugasse 26, Postfach 148, 9001 St. Gallen,

gegen

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Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Invalidenrente (Revision)

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherte) war seit Mai 1994 bei B.___ angestellt und 

dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen 

von Unfällen versichert. Am 2. April 2001 trat sie zu Hause mit dem rechten Fuss auf 

eine Glasscherbe und zog sich eine ca. drei Zentimeter grosse Rissquetschwunde 

plantar zu (Suva-act. I-1 f.). Die Suva kam für die Heilbehandlung auf und entrichtete 

Taggelder.

A.a. 

Bei diagnostiziertem Narbenneurom rechts wurde die Versicherte am 3. Dezember 

2002 im Kantonsspital St. Gallen (KSSG), Klinik für Orthopädische Chirurgie, operiert 

(Neuromexzision und Nerventransplantation mit Nervus suralis Fuss links; Suva-act. 

I-27, 29). Bei weiterhin geklagten Beschwerden wurde am 16. April 2004 ein weiterer 

Eingriff durchgeführt (Neuromverlagerung; Suva-act. I-38, 41).

A.b. 

Am 3. Februar 2005 wurde die Versicherte letztmals durch Kreisarzt Dr. med. 

C.___, Facharzt FMH Allgemeine Medizin, untersucht. Dieser kam zum Schluss, dass 

von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung mehr 

erwartet werden könne und der Fall abzuschliessen sei. Der Versicherten seien 

weitgehend sitzende Tätigkeiten bei Vermeidung von kühlen Temperaturen zumutbar 

(Suva-act. I-76). Den Integritätsschaden schätzte Dr. C.___ auf 15 % (Suva-act. I-77).

A.c. 

Mit Verfügung vom 11. Januar 2006 sprach die Suva der Versicherten mit Wirkung 

ab 1. März 2005 eine Rente, basierend auf einem Invaliditätsgrad von 13 %, sowie eine 

Integritätsentschädigung von Fr. 16'020.--, basierend auf einem Integritätsschaden von 

A.d. 

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B.  

15 %, zu (Suva-act. II-23). Dagegen erhob die Versicherte, vertreten durch 

Rechtsanwalt Adrian Rufener, St. Gallen, am 13. Februar 2006 Einsprache (Suva-act. 

II-26). Mit einer weiteren Verfügung vom 9. Februar 2007 verneinte die Suva eine 

Leistungspflicht für die aktuell noch geklagten, organisch nicht hinreichend 

nachweisbaren Beschwerden (Suva-act. II-33). Dagegen erhoben die Krankenkasse der 

Versicherten am 14. Februar 2007 (Suva-act. II-35), ergänzt am 14. Mai 2007 (Suva-act. 

II-39), sowie der Rechtsvertreter der Versicherten am 14. März 2007 (Suva-act. II-37), 

ergänzt am 15. Mai 2007 (Suva-act. II-40), Einsprache. Mit Entscheid vom 21. Juni 

2007 wies die Suva die Einsprachen ab (Suva-act. II-40). Dieser Entscheid blieb 

unangefochten.

Im Auftrag der Invalidenversicherung des Kantons St. Gallen erstattete das 

Neurologicum Zürichsee am 18. März 2016 ein bidisziplinäres – neurologisches und 

psychiatrisches – Gutachten (Suva-act. II-118; vgl. zum psychiatrischen Teilgutachten 

von PD Dr. med. D.___ vom 30. Juni 2015, welches keine Diagnosen betreffend 

psychiatrische Pathologien mit oder ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nennt, 

die IV-Akten in G 13-235). Der neurologische Experte, Dr. med. E.___, Facharzt für 

Neurologie FMH, zertifizierter medizinischer Gutachter SIM, kam zum Schluss, dass auf 

seinem Fachgebiet bei der Versicherten eine funktionell nicht relevante 

Sensibilitätsstörung am linken Fuss als Residuum der im Jahr 2002 vorgenommenen 

Nervus suralis-Explantation bestehe. Rechtsseitig zeige sich eine normale 

Neurographie des Nervus suralis. Insgesamt lasse sich keine arbeitsfähigkeitsrelevante 

Diagnose stellen. Insofern bestehe eine volle Arbeitsfähigkeit in der angestammten 

Tätigkeit. Es bestehe keine Einschränkung im Sinne einer erhöhten Ermüdbarkeit oder 

eines erhöhten Pausenbedarfs (Suva-act. 118 S. 28 ff.).

B.a. 

Kreisarzt Dr. med. F.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie 

des Bewegungsapparats, führte mit Beurteilung vom 26. Juli 2017 aus, es sei gestützt 

auf das neurologische Gutachten von Dr. E.___ offensichtlich, dass keine relevante 

Einschränkung der Geh- oder Stehfähigkeit und damit auch der Arbeitsfähigkeit mehr 

vorliege. Die früher festgehaltenen Folgen des Ereignisses vom 2. April 2001 seien bis 

auf eine residuelle Sensibilitätsstörung des Unterschenkels links nicht mehr zu 

B.b. 

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C.

Gegen die Verfügung vom 6. Dezember 2018 erhob die Versicherte, weiterhin vertreten 

durch Rechtsanwalt Rufener, am 18. Januar 2019 Einsprache und beantragte deren 

Aufhebung. Es liege lediglich eine andere Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei im 

Wesentlichen gleich gebliebenem Gesundheitszustand vor, was keine Revision 

rechtfertige (Suva-act. II-146). Mit Entscheid vom 20. Januar 2020 wies die Suva die 

Einsprache ab (Suva-act. II-160).

D.  

objektivieren. Es sei von einer deutlichen Befundverbesserung auszugehen. Der 

Versicherten seien aktuell unter Berücksichtigung der Unfallfolgen alle 

Arbeitstätigkeiten uneingeschränkt und vollschichtig zumutbar (Suva-act. II-121).

Am 6. Dezember 2018 verfügte die Suva die revisionsweise Renteneinstellung ab 

1. Januar 2019 (Suva-act. II-144).

B.c. 

Gegen den Einspracheentscheid vom 20. Februar 2020 liess die Versicherte 

(nachfolgend: Beschwerdeführerin) durch Rechtanwalt Rufener am 20. Februar 2020 

Beschwerde erheben (act. G 1). Der Einspracheentscheid sei aufzuheben und der 

Beschwerdeführerin weiterhin eine unfallversicherungsrechtliche Rente auszurichten. 

Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich Mehrwertsteuer zulasten der Suva 

(nachfolgend: Beschwerdegegnerin).

D.a. 

In der Beschwerdeantwort vom 23. März 2020 beantragte die 

Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde sowie Bestätigung des 

Einspracheentscheids (act. G 3).

D.b. 

Mit Replik vom 24. Juni 2020 hielt der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin 

unverändert an den Anträgen gemäss Beschwerde fest (act. G 9). Die 

Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung einer Duplik (act. G 12).

D.c. 

In der Folge zog das Versicherungsgericht die Akten der Invalidenversicherung 

des Kantons St. Gallen bei und gab den Parteien Gelegenheit zu einer weiteren 

Stellungnahme (act. G 12 f.). Davon machte die Beschwerdegegnerin mit Eingabe vom 

29. Oktober 2020 Gebrauch (act. G 16).

D.d. 

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Erwägungen

1.

Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist die Rechtmässigkeit 

der von der Beschwerdegegnerin angeordneten Einstellung der Rente.

2.

Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 

(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss den Übergangsbestimmungen werden 

Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor Inkrafttreten der Änderung ereignet 

haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach 

bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden daher, nachdem der Streitigkeit ein 

Ereignis aus dem Jahr 2001 zugrunde liegt, die bis 31. Dezember 2016 gültigen 

Bestimmungen Anwendung.

3.  

Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der 

übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.

D.e. 

Ist die versicherte Person infolge des Unfalls zu mindestens 10 % invalid (Art. 8 

des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; 

SR 830.1]), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Eine 

Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht demnach nur für Gesundheitsschäden, 

die natürlich und adäquat-kausal mit einem versicherten Unfallereignis 

zusammenhängen (vgl. dazu BGE 129 V 181 f. E. 3.1 f.). Invalidität ist gemäss Art. 8 

Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder 

teilweise Erwerbsunfähigkeit (zum Begriff der Erwerbsunfähigkeit siehe Art. 7 Abs. 1 

und 2 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkommen, 

das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung 

gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 

geworden wäre (Art. 16 ATSG).

3.1. 

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Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers 

erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft 

entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur 

Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die 

geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. 

Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des 

Gesundheitszustands, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen 

Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustands erheblich 

verändert haben (BGE 130 V 349 f. E. 3.5). Eine Veränderung der gesundheitlichen 

Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in 

seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat 

(Urteil des Bundesgerichts vom 11. Mai 2009, 9C_261/2009, E. 1.2). Dagegen stellt die 

bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen 

unverändert gebliebenen Gesundheitszustands auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein 

genommen keinen Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar (Urteil des 

Bundesgerichts vom 3. Oktober 2013, 8C_211/2013, E. 2.2). Im Bereich der 

obligatorischen Unfallversicherung ist die erforderliche Erheblichkeit der 

Sachverhaltsänderung gegeben, wenn sich der Invaliditätsgrad um 5 % verändert (BGE 

140 V 87 E. 4.3).

3.2. 

Für das gesamte Verwaltungs- und Beschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der 

freien Beweiswürdigung. Danach haben die Versicherungsträger und das Gericht die 

Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 

pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das 

Gericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen 

Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen 

und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere 

medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist 

entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 

Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 

Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen 

Zusammenhänge und der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 

Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den 

Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die 

Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht 

oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3.a).

3.3. 

https://www.swisslex.ch/DOC/ShowLawViewByGuid/042b0d3b-5456-43fd-b41a-c0571c3f6493/45e08215-537c-4e51-8f58-d8b382198d48?source=document-link&SP=5|inysh0
https://www.swisslex.ch/Doc/ShowDocComingFromCitation/c4deb209-705e-435e-b41d-9ca2aa29635e?citationId=12329e78-8853-4edb-ab86-9ac540659092&source=document-link&SP=5|inysh0
https://www.swisslex.ch/DOC/ShowLawViewByGuid/042b0d3b-5456-43fd-b41a-c0571c3f6493/45e08215-537c-4e51-8f58-d8b382198d48?source=document-link&SP=5|inysh0
https://www.swisslex.ch/Doc/ShowDocComingFromCitation/13f2b03d-ddd1-491f-8bb5-78f8119abd91?citationId=68f51938-ce36-493a-85d0-81922f79de46&source=document-link&SP=5|2zkqfs
https://www.swisslex.ch/Doc/ShowDocComingFromCitation/13f2b03d-ddd1-491f-8bb5-78f8119abd91?citationId=68f51938-ce36-493a-85d0-81922f79de46&source=document-link&SP=5|2zkqfs

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4.  

Zunächst ist zu prüfen, ob ein Revisionsgrund im Sinne einer wesentlichen 

Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen vorliegt. Zu vergleichen ist dabei der 

Sachverhalt im Zeitpunkt, in welchem die Rente rechtskräftig gewährt bzw. materiell 

bestätigt worden ist, mit dem Sachverhalt im Zeitpunkt der Neubeurteilung (Urteil des 

Bundesgerichts vom 22. November 2010, 8C_493/2010, E. 2). Die letzte rechtskräftige 

Entscheidung mit

Zusprache einer Rente datiert vom 21. Juni 2007 (Suva-act. II-41), der streitige 

Einspracheentscheid wurde am 20. Januar 2020 erlassen (Suva-act. II-160). Zu prüfen 

ist damit, ob eine in E. 3.2 beschriebene wesentliche Änderung in den tatsächlichen 

Verhältnissen zwischen Juni 2007 und Januar 2020 vorliegt, womit ein Revisionsgrund 

nach Art. 17 ATSG gegeben wäre.

4.1. 

Die Beschwerdeführerin lässt eine wesentliche Änderung bestreiten und trägt vor, 

dass in etwa der gleiche Gesundheitszustand vorgelegen habe wie im Zeitpunkt der 

Rentenzusprache im Juni 2007, womit kein Revisionsgrund nach Art. 17 Abs. 1 ATSG 

vorliege. Die Beschwerdegegnerin erachtet eine Verbesserung des unfallkausalen 

Gesundheitsschadens gestützt auf das von der Invalidenversicherung des Kantons St. 

Gallen in Auftrag gegebene Gutachten vom 18. März 2016 (Suva-act. II-118) bzw. die 

anschliessende kreisärztliche Beurteilung vom 26. Juli 2017 durch Dr. F.___ (Suva-act. 

II-121) für rechtsgenüglich ausgewiesen.

4.2. 

Ausgangspunkt für die Beurteilung des gesundheitlichen Verlaufs bildete im 

vorliegenden Revisionsverfahren – wie erwähnt – die rechtskräftige Entscheidung mit 

Zusprache einer Rente vom 21. Juni 2007 (Suva-act. II-41). Jene Entscheidung basierte 

in medizinischer Hinsicht insbesondere auf der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung 

bzw. Beurteilung vom 3. Februar 2005 durch Dr. C.___. Bezüglich des medizinischen 

Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin im Zeitpunkt der Rentenzusprache liegt 

weiter ein Gutachten in den Disziplinen Neurologie, Orthopädie und Psychiatrie des 

Inselspitals Bern vom 27. Juli 2006 im Recht (Suva-act. II-34).

4.3. 

Dr. C.___ führte in seiner Beurteilung vom 3. Februar 2005 aus, dass eine 

Dysästhesie und Allodynie im Bereich des gesamten rechten Fusses, medial-plantar 

betont, und eine Überempfindlichkeit an der Narbe angegeben werde. Der rechte Fuss 

werde in mässiger Supination und mit Rückfussvarus aufgesetzt, um die mediale 

Fusspartie zu entlasten. Auch links würden Schmerzen angegeben. Diesbezüglich 

bestünden günstige objektive Befunde. Aufgrund der gesundheitlichen 

Einschränkungen attestierte Dr. C.___ der Beschwerdeführerin in angepasster Tätigkeit 

4.4. 

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(weitgehend sitzend, Vermeidung von kühlen Temperaturen) sinngemäss eine volle 

Arbeitsfähigkeit (Suva-act. I-76). Im Gutachten des Inselspitals Bern vom 27. Juli 2006 

wird eine Hyperpathie und Hyposensibilität am linken Unterschenkel sowie am rechten 

Fuss und eine verminderte Belastbarkeit des rechten Fusses diagnostiziert. Es bestehe 

ein Zustand nach mehrmaligen Operationen an beiden Füssen bzw. Beinen, die das 

Gehen und Stehen einschränkten. Die zuletzt ausgeübte Tätigkeit bei B.___ als 

Packerin/Kommissioniererin (gehend und stehend) könne auf Dauer nicht mehr 

verrichtet werden. Für sitzende Tätigkeiten jeglicher Art bestehe ein vollschichtiges 

Leistungsvermögen (Suva-act. II-34 S. 11 ff., 31).

Als Basis für die Aufhebung der Rente diente der Beschwerdegegnerin das 

Gutachten des Neurologicums Zürichsee vom 18. März 2016 (Suva-act. 118). 

Anlässlich der neurologischen Untersuchung berichtete die Beschwerdeführerin von 

Fussschmerzen, rechts ausgeprägter als links. Ein Narbenschmerz wurde nicht mehr 

beklagt (Suva-act II-118 S. 19). Es zeigte sich in der Spontanmotorik ein völlig 

normales Gangbild ohne Schonhinken oder Minderbelastung am rechten oder linken 

Fuss (Suva-act. II-118 S. 30). Dies ergab auch die Auswertung der 

Videoüberwachungen, veranlasst durch die Invalidenversicherung des Kantons St. 

Gallen, von März und Mai 2014 (Suva-act. II-118 S. 18). Objektivierbar sei einzig ein 

Nervus suralis-Schaden links aufgrund der Nerventransplantation (Suva-act. 118 S. 29). 

Dies führe zu einer leichten Sensibilitätsstörung am linken Fuss, welche funktionell aber 

keine Relevanz habe und keine Arbeitsunfähigkeit begründe (Suva-act. 118 S. 31). Es 

bestehe eine volle Arbeitsfähigkeit auch in der angestammten Tätigkeit (Suva-act. 118 

S. 33).

4.5. 

Vergleicht man die Befunde, welche der Rentenzusprache im Juni 2007 zugrunde 

lagen (vgl. vorstehende E. 4.4), mit denjenigen, welche im Gutachten des 

Neurologicums Zürichsee aufgeführt sind (vgl. vorstehende E. 4.5), fällt auf, dass 

rechtsseitig von keiner verminderten Belastbarkeit der unteren Extremität mehr 

ausgegangen wird. Auch wird eine Überempfindlichkeit an der Fusssohle rechts nicht 

mehr beschrieben. Zwar führt Dr. E.___ aus, dass die Beschwerdeführerin bei bereits 

früher festgestellten deutlichen Diskrepanzen zwischen den geklagten Beschwerden 

und den objektiven Befunden seiner Meinung nach seit 2006 in sämtlichen Tätigkeiten 

wieder voll arbeitsfähig gewesen sei, wobei die aktuellen Befunde in etwa dieselben 

seien wie 2006 (Suva-act. 118 S. 36). Diese Aussage deutet darauf hin, dass Dr. E.___ 

bereits im Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenzusprache von keiner Einschränkung 

der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin ausgegangen wäre, womit es sich bei 

seiner Beurteilung, wie es der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin ausführt, 

4.6. 

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5.

Wie bereits im die Beschwerdeführerin betreffenden, den Anspruch auf 

Rentenleistungen gegenüber der Invalidenversicherung verneinenden Urteil des 

Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen (IV 2018/74) vom 15. Juni 2020, E. 3, 

festgehalten wurde, kann in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit vollumfänglich auf das 

überzeugende Gutachten des Neurologicums Zürichsee abgestellt werden. Die beiden 

Sachverständigen Dr. E.___ (Neurologie) und PD Dr. D.___ (Psychiatrie) haben die 

Beschwerdeführerin eingehend persönlich befragt und untersucht. Sie haben sich 

zudem intensiv mit den medizinischen Vorakten auseinandergesetzt. Der für ihre 

Beurteilung massgebende medizinische Sachverhalt ist den beiden Gutachtern deshalb 

vollumfänglich bekannt gewesen. Aus den Akten ergeben sich keine Hinweise darauf, 

lediglich um eine unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen des 

Gesundheitsschadens auf die Arbeitsfähigkeit bei im Wesentlichen unverändert 

gebliebenen Gesundheitszustands handelte, was eine Revision nicht rechtfertigen 

würde (vgl. vorstehende E. 3.2). Ein Revisionsgrund nach Art. 17 Abs. 1 ATSG liegt 

jedoch vor. Wie eingangs erwähnt, fallen die Befunde aktuell nämlich anders aus. 

Zudem weist Dr. E.___ zu Recht darauf hin, dass der retrospektive Verlauf der 

Arbeitsfähigkeit nur schwierig zu bestimmen sei (Suva-act. 118 S. 33). Ob schon bei 

der ursprünglichen Rentenzusprache aus medizinisch-theoretischer Sicht von einer 

uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit in sämtlichen Tätigkeiten hätte ausgegangen 

werden müssen, bleibt, da rückwirkend nicht mehr bestimmbar, letztlich beweislos. 

Entsprechend ist für das Jahr 2007 von demjenigen Zustandsbild auszugehen, wie es 

zum damaligen Zeitpunkt beschrieben wurde (Einschränkungen der qualitativen 

Arbeitsfähigkeit bei Hyperpathie und Hyposensibilität am rechten Fuss und linken 

Unterschenkel sowie bei verminderter Belastbarkeit des rechten Fusses), womit aktuell 

von einem relevant verbesserten Gesundheitszustand auszugehen ist, nachdem diese 

Beeinträchtigungen nicht mehr festgestellt werden konnten. Letztlich leuchtet auch ein, 

dass über die Jahre seit 2007 eine Gewöhnung und Anpassung, namentlich im 

Narbenbereich an der Fusssohle rechts, aber auch bezüglich der übrigen Beschwerden 

am Fuss rechts und Unterschenkel links eingetreten ist, selbst wenn es sich bei der 

Nervus suralis-Läsion links um ein grundsätzlich statisches Krankheitsbild handelt 

(Suva-act. II-118 S. 35), welches bereits bei der ursprünglichen Rentenzusprache im 

Jahr 2007 vorlag. Damit ist ein Revisionsgrund nach Art. 17 Abs. 1 ATSG gegeben 

(Thomas Flückiger, N 26 zu Art. 17, in: Ghislaine Frésard-Fellay/Barbara Klett/Susanne 

Leuzinger [Hrsg.], Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, Basler Kommentar, 

2019) und der Rentenanspruch ist in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht allseitig und 

ohne Bindung an frühere Beurteilungen zu prüfen (BGE 141 V 11 E. 2.3).

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dass sie ein wesentliches Sachverhaltselement übersehen hätten. In ihren beiden 

Teilgutachten haben sie eine klare Aufteilung zwischen den von der 

Beschwerdeführerin subjektiv geklagten Beschwerden und den objektiv erhobenen 

klinischen Befunden vorgenommen. Sie haben sich eingehend mit den Diskrepanzen 

auseinandergesetzt, die sich im Rahmen ihrer Untersuchung und bei der Würdigung 

der Vorakten (einschliesslich des Observationsmaterials) ergeben haben. Aus dem 

vorliegend relevanten neurologischen Teilgutachten (psychische Beschwerden wurden 

als nicht unfallkausal qualifiziert; vgl. vorstehend im Sachverhalt lit. A.d) geht hervor, 

dass Dr. E.___ trotz einer umfassenden klinischen Untersuchung praktisch keine 

objektiven Auffälligkeiten mehr im klinischen Befund hat feststellen können. Die von 

ihm gestützt darauf attestierte uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit der 

Beschwerdeführerin aus neurologischer Sicht überzeugt vollumfänglich. Die sich 

stellenden Fragen (Veränderung des unfallkausalen Gesundheitszustands, 

Arbeitsfähigkeit aufgrund der unfallkausalen Beeinträchtigungen [herrührend aus dem 

Unfall vom 2. April 2001]) lassen sich rechtsgenüglich beantworten. Damit ist gestützt 

auf das Gutachten des Neurologicums Zürichsee mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit erstellt, dass der Beschwerdeführerin im Zeitpunkt der 

Begutachtung und auch im Zeitpunkt der Renteneinstellung in sämtlichen – ihren 

uneingeschränkten individuellen körperlichen und geistigen Fähigkeiten 

entsprechenden – Tätigkeiten ein Vollpensum zumutbar war. Ausgehend von einer 

100%-igen Arbeitsfähigkeit in sämtlichen Tätigkeiten resultiert offensichtlich kein 

rentenbegründender Invaliditätsgrad mehr, womit die Beschwerdegegnerin die Rente 

per 1. Januar 2019 zu Recht eingestellt hat.

6.

Nach dem Gesagten ist der angefochtene Einspracheentscheid nicht zu beanstanden 

und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu 

erheben (aArt. 61 lit. a ATSG in der bis 31. Dezember 2020 gültigen, für das 

vorliegende Verfahren gemäss Art. 83 ATSG noch anwendbaren Fassung). 

Ausgangsgemäss hat die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG).

7.  

Da der Gerichtsschreiber verhindert ist, wird der Entscheid für diesen stellvertretend 

von einer mitwirkenden Richterin unterzeichnet (Art. 39ter Abs. 2 des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]).

Entscheid

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im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 31.05.2021
	Art. 17 Abs. 1 ATSG. Revision einer Invalidenrente. Bejahung einer gesundheitlichen Verbesserung mit Auswirkung auf die Erwerbsfähigkeit. Die Einstellung der Rente erfolgte zu Recht. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 31. Mai 2021, UV 2020/16).

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