# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1715f1b6-06a2-5f40-a221-6acc242d5b50
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-05-08
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 08.05.2025 E-3239/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-3239-2025_2025-05-08.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
 
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-3239/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  8 .  M a i  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Kaspar Gerber, 

mit Zustimmung von Richterin Regina Derrer; 

Gerichtsschreiberin Patricia Petermann Loewe. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Eritrea,   

vertreten durch Lea Hungerbühler, Rechtsanwältin, 

substituiert durch MLaw Michael Meyer,  

(…), 

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung 

(sicherer Drittstaat - Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG); 

Verfügung des SEM vom 28. April 2025 / N (…). 

 

 

 

E-3239/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer suchte am 10. Dezember 2024 in der Schweiz um 

Asyl nach. Das SEM nahm am 17. Dezember 2024 seine Personalien auf. 

B.  

Ein Abgleich seiner Fingerabdrücke mit der «Eurodac»-Datenbank ergab, 

dass er am (…) 2024 in Griechenland eingereist war und am (…) 2024 dort 

um Asyl nachsuchte.  

C.  

C.a Am 19. Dezember 2024 ersuchte das SEM die griechischen Behörden 

gestützt auf die Richtlinie 2008/115/EG des Europäischen Parlaments und 

des Rates vom 16. Dezember 2008 über gemeinsame Normen und Ver-

fahren in den Mitgliedstaaten zur Rückführung illegal anwesender Dritt-

staatsangehöriger (Rückführungs-Richtlinie) und auf das Abkommen zwi-

schen dem Schweizerischen Bundesrat und der Regierung der Helleni-

schen Republik über die Rückübernahme von Personen mit irregulärem 

Aufenthalt (SR 0.142.113.729) um Rückübernahme des Beschwerdefüh-

rers. 

C.b Die griechischen Behörden stimmten diesem Ersuchen am 23. De-

zember 2024 zu und teilten mit, dass der Beschwerdeführer am (…) 2024 

in Griechenland als Flüchtling anerkannt worden sei und über eine Aufent-

haltsbewilligung (gültig bis zum […] 2027) verfüge. 

D.  

Anlässlich des persönlichen Gesprächs vom 25. Februar 2025 gewährte 

das SEM dem Beschwerdeführer, dessen Ehefrau und (…) Kinder in 

B._______ leben würden, das rechtliche Gehör zu einem allfälligen Nicht-

eintretensentscheid und zur Rückführung in einen sicheren Drittstaat. 

Dabei brachte der Beschwerdeführer vor, dass er nach seiner Ankunft auf 

C._______ von der Polizei festgenommen und in ein Lager gebracht wor-

den sei. Dieses habe er nach (…) Tagen verlassen, weil er dort weder me-

dizinische Hilfe noch Nahrung, einen Reisepass oder Kleidung erhalten 

habe. Zwar habe er dort ein Dokument unterschrieben und sie hätten ihm 

Fragen gestellt; doch ihm sei nicht bekannt, dass er ein Asylgesuch bei den 

griechischen Behörden eingereicht habe. Anschliessend sei er mit dem 

Schiff nach Athen gereist, wo er die ersten Tage auf der Strasse gelebt 

habe. Dann sei er von anderen Eritreern aufgenommen worden. Als er sich 

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Seite 3 

erholt habe, habe er eine Schlepperin getroffen, die ihm – finanziert durch 

seinen (…) Onkel – die Weiterreise ermöglicht habe. Er habe Griechenland 

vor allem deshalb verlassen, weil er dort nicht habe arbeiten dürfen, weder 

finanziell noch medizinisch unterstützt worden sei und kein Obdach erhal-

ten habe. Von anderen habe er zudem gehört, wie schwierig es sei, von 

den griechischen Behörden Hilfe zu bekommen. Nach etwa zwölf Tagen 

Aufenthalt in Athen sei er mit einem Flugzeug nach D._______ gereist, von 

wo aus er in die Schweiz weitergereist sei. 

Hinsichtlich des medizinischen Sachverhalts führte er aus, er habe eine 

schmerzvolle Verletzung am (…) Oberschenkel, welche er sich anlässlich 

seiner Reise nach Europa zugezogen habe. Auch fühle er sich psychisch 

sehr angeschlagen und sei stets gestresst. 

E.  

Am 25. Februar 2025 reichte der Beschwerdeführer eine Kopie seiner 

Identitätskarte ein. 

F.  

Aufgrund seiner Schmerzen im (…) Hüftbereich wurde er ärztlich unter-

sucht. Im Bericht vom 13. März 2025 von Medic-Help wurde ein Verdacht 

auf eine Ruptur (…)-Muskels ([…]) im (…) Bein festgestellt, weshalb eine 

radiologische Untersuchung angeordnet wurde. Der Bericht des Radiologi-

schen Instituts E._______ vom 18. März 2025 ergab, dass der Beckenbe-

reich keine Frakturen aufweist. Jedoch fand sich ein kleiner Abriss im pro-

maximalen Ansatz (Partialläsion) des (…)muskels der Hüftmuskulatur. Ge-

mäss dem Bericht des Spitals F._______ (Klink für […]) vom 26. März 2025 

könnte eine operative Refixation erst nach einer konsequent durchgeführ-

ten Physiotherapie (drei bis sechs Monate) erfolgen, wobei dennoch mit 

verbleibenden Beschwerden gerechnet werden müsse. Daher werde eine 

symptomorientierte Behandlung mit der bedarfsweisen Einnahme von 

Schmerzmedikamenten ([…] und […]) vorgeschlagen. 

G.  

Die zugewiesene Rechtsvertretung nahm am 25. April 2025 Stellung zum 

Entscheidentwurf des SEM von tags zuvor. 

H.  

Mit am gleichen Tag eröffneter Verfügung vom 28. April 2025 trat das SEM 

in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG (SR 142.31) auf das Asyl-

gesuch des Beschwerdeführers nicht ein, wies ihn aus der Schweiz weg 

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Seite 4 

und forderte ihn auf, die Schweiz am Tag nach Eintritt der Rechtskraft zu 

verlassen, ansonsten er in Haft genommen und unter Zwang nach Grie-

chenland zurückgeführt werden könnte. Ferner beauftragte das SEM den 

zuständigen Kanton mit dem Vollzug der Wegweisung und ordnete die Aus-

händigung der editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis an den 

Beschwerdeführer an. 

I.  

Der Beschwerdeführer erhob durch die rubrizierte Rechtsvertretung mit 

Eingabe vom 5. Mai 2025 beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde 

und beantragte die vollumfängliche Aufhebung der angefochtenen Verfü-

gung. Das SEM sei anzuweisen, auf sein Asylgesuch einzutreten, eventu-

aliter sei ihm die vorläufige Aufnahme zu gewähren, subeventualiter sei die 

Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen, sub-sube-

ventualiter seien von den griechischen Behörden spezifische Garantien be-

züglich Unterkunft und medizinische Versorgung einzuholen. In verfah-

rensrechtlicher Hinsicht wurde um Erteilung der aufschiebenden Wirkung 

der Beschwerde, um superprovisorische Aussetzung des Wegweisungs-

vollzuges sowie um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung samt 

Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses ersucht. Ferner sei 

eine Nachfrist von fünf Arbeitstagen zwecks Einreichung einer Beschwer-

deergänzung anzusetzen.  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurtei-

lung von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG zuständig 

und entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – und auch vorlie-

gend – endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG; Art. 105 AsylG). 

1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

1.3 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Der Be-

schwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist 

durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutz-

würdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Er ist 

daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und Art. 108 

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Seite 5 

Abs. 3 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Be-

schwerde ist einzutreten. 

2.  

2.1 Der Beschwerde kommt von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung 

zu (Art. 55 Abs. 1 VwVG; Art. 42 AsylG) und die Vorinstanz hat diese nicht 

entzogen, weshalb auf die entsprechenden Anträge (Erteilung der auf-

schiebenden Wirkung und Anordnung superprovisorischer Massnahmen) 

mangels Rechtsschutzinteresse nicht einzutreten ist. 

2.2 Das SEM hat dem Beschwerdeführer die editionspflichtigen Akten ge-

mäss Aktenverzeichnis ausgehändigt (vgl. Bst. H vorne). Es war dem Be-

schwerdeführer offensichtlich möglich, mit der Beschwerdeschrift vom 

5. Mai 2025 form- sowie fristgerecht und damit wirksam Beschwerde ge-

gen die vorinstanzliche Verfügung vom 28. April 2025 zu führen. Der im 

Übrigen nicht weiter substantiierte Antrag um Ansetzung einer Frist von 

fünf Arbeitstagen zur Einreichung einer Beschwerdeergänzung (vgl. Be-

schwerde Ziff. 50) ist folglich abzuweisen.  

3.  

Die Beschwerde erweist sich – wie nachfolgend aufgezeigt – als offensicht-

lich unbegründet, weshalb sie im Verfahren einzelrichterlicher Zuständig-

keit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise einer zwei-

ten Richterin (Art. 111 Bst. e AsylG), ohne Durchführung eines Schriften-

wechsels und mit summarischer Begründung, zu behandeln ist (Art. 111a 

Abs. 1 und Abs. 2 AsylG). 

4.  

Aus den Akten sind keine Hinweise erkennbar, dass die Vorinstanz ihre 

Untersuchungspflicht insbesondere in Bezug auf die gesundheitliche Situ-

ation des Beschwerdeführers verletzt und den rechtserheblichen Sachver-

halt nicht ausreichend erstellt hätte (vgl. Beschwerde Ziff. 41 ff.). Der An-

trag auf Rückweisung der Sache zur Neubeurteilung ist daher abzuweisen. 

5.  

5.1 Bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es die 

Vorinstanz ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu über-

prüfen (Art. 31a Abs.1–3 AsylG), ist die Beurteilungskompetenz der Be-

schwerdeinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt, ob die Vorinstanz 

zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2017 VI/5 

E. 3.1 und 2012/4 E. 2.2, je m.w.H.). 

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Seite 6 

5.2 Bezüglich der Frage der Wegweisung und des Wegweisungsvollzugs 

hat die Vorinstanz eine materielle Prüfung vorgenommen, weshalb dem 

Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle Kognition zukommt. 

6.  

6.1 Gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG wird auf ein Asylgesuch in der Re-

gel nicht eingetreten, wenn die asylsuchende Person in einen nach Art. 6a 

Abs. 2 Bst. b AsylG als sicher bezeichneten Drittstaat zurückkehren kann, 

in welchem sie sich vorher aufgehalten hat. 

6.2 Das SEM hat im Falle des Beschwerdeführers auf dieser Grundlage 

einen Nichteintretensentscheid erlassen und die Wegweisung nach Grie-

chenland verfügt. Dies ist nicht zu beanstanden, da es sich bei Griechen-

land um einen sicheren Drittstaat im Sinne von Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG 

handelt (gemäss Beschluss des Bundesrates vom 14. Dezember 2007; in 

Kraft seit dem 1. Januar 2008), sich der Beschwerdeführer vor seiner Ge-

suchseinreichung dort aufgehalten hat, er dort am (…) 2024 als Flüchtling 

anerkannt wurde (und über eine Aufenthaltsbewilligung verfügt) und auch 

wieder in diesen Staat zurückkehren kann, nachdem sich Griechenland 

ausdrücklich zu seiner Wiederaufnahme bereit erklärt hat. Damit sind die 

Grundvoraussetzungen für einen Entscheid nach Art. 31a Abs. 1 Bst. a 

AsylG erfüllt. Festzuhalten bleibt in diesem Zusammenhang, dass vom Be-

schwerdeführer nichts vorgebracht wurde, was geeignet wäre, die gesetz-

liche Vermutung seiner Sicherheit in Griechenland vor einer Rückschie-

bung in seine Heimat (im Sinne von Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG) zu erschüt-

tern, was einem Nichteintretensentscheid in Anwendung der Bestimmung 

von Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG entgegenstünde. 

6.3 In seinen anders lautenden Vorbringen (vgl. Beschwerde Ziff. 28 ff.) 

verkennt der Beschwerdeführer, dass die von ihm gegen die Wegweisung 

nach Griechenland eingebrachten Gründe dem Erlass eines Nichteintre-

tensentscheides in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG nicht ent-

gegenstehen, da entsprechende Vorbringen erst auf Stufe der Prüfung des 

Wegweisungsvollzuges zu würdigen sind. 

6.4 Die Vorinstanz ist somit in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG 

zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten. 

7.  

7.1 Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so 

verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den 

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Seite 7 

Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie 

(Art. 44 AsylG). 

7.2 Der Beschwerdeführer verfügt insbesondere weder über eine auslän-

derrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Ertei-

lung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach ebenfalls zu Recht 

angeordnet (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4 und 2009/50 E. 9, je m.w.H.). 

8.  

8.1 Weiter ist zu prüfen, ob es Gründe gibt, die dem Vollzug der Wegwei-

sung des Beschwerdeführers nach Griechenland entgegenstehen. Ist der 

Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, 

so regelt die Vorinstanz das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen 

Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (im Sinne von Art. 44 [zweiter 

Satz] AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 2-4 AIG [SR 142.20]). 

8.2 Das SEM erachtet den Wegweisungsvollzug als zulässig, zumutbar 

und möglich. Insgesamt sei unklar, inwieweit der Beschwerdeführer die ihm 

zur Verfügung stehenden Mittel in Griechenland tatsächlich ausgeschöpft 

habe. So hätte er sich über bestehende Unterstützungsprogramme (wie 

das HELIOS-Programm) informieren können. Der Beschwerdeführer sei 

jedoch nach einem vergleichsweise kurzen Aufenthalt in Griechenland in 

die Schweiz weitergereist. Ferner hätte er das von seinem Onkel bereitge-

stellte Geld für die Weiterreise dazu einsetzen können, in Griechenland 

eine Wohnung zu mieten und sich eine Lebensgrundlage aufzubauen. 

Auch in Bezug auf eine Arbeitstätigkeit habe er sich nicht um eine mögliche 

Erwerbstätigkeit respektive diesbezügliche Unterstützungsprogramme 

(wie von der Hilfsorganisation «Generation 2.0 RED») bemüht. In diesem 

Kontext wäre es ihm auch zumutbar gewesen, eine griechische Steuer- 

oder Sozialversicherungsnummer zu beantragen. Wenn eine schutzbe-

rechtigte Person aufgrund anfänglicher Integrationsschwierigkeiten nicht in 

der Lage sei, ihren Lebensunterhalt selbständig zu bestreiten, könne sie 

beim griechischen Staat sodann das garantierte Mindesteinkommen bean-

tragen, welches finanzielle Einkommensunterstützung, soziale Dienstleis-

tungen (wie beispielsweise medizinische Versorgung) sowie berufliche In-

tegration beinhalte. Damit könne verhindert werden, dass eine solche Per-

son in eine Notlage gerate. Ferner sei der Zugang zur Gesundheitsversor-

gung über eine Sozialversicherungsnummer respektive eine vorläufige 

Ausländerversicherungs- und Krankenversicherungsnummer möglich. Im 

Falle einer lebensbedrohlichen Situation hätten alle Personen, unabhängig 

von ihrem rechtlichen Status in Griechenland, Zugang zu Notfallstationen. 

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Seite 8 

Hinsichtlich der Gesundheit des Beschwerdeführers seien die ihn behan-

delnden Ärzte zum Schluss gekommen, dass die Verletzung des (…)mus-

kels der Hüftmuskulatur keine unmittelbare Gefahr für seine Gesundheit 

darstelle. Die empfohlene Behandlung, eine symptomorientierte 

Schmerztherapie sowie eine Physiotherapie zur Kräftigung und Dehnung 

der umliegenden Muskulatur, sei in Griechenland verfügbar. Trotz dieser 

gesundheitlichen Beeinträchtigung sei er arbeitsfähig; diesbezüglich könne 

er auf seine Schulbildung und seine Arbeitserfahrung als Schreiner zurück-

greifen. Schliesslich sei es ihm zuzumuten, sich bei den entsprechenden 

Stellen zu melden und sich um eine Integration zu bemühen respektive 

seine ihm zustehenden Rechte einzufordern. 

8.3 Der Beschwerdeführer machte in seiner Beschwerde im Wesentlichen 

geltend, in seinem Fall gebe es in Bezug auf den Drittstaat Griechenland 

sehr wohl Vollzugshindernisse. Dabei verweist er auf die in verschiedenen 

Berichten und vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) 

festgestellten schwierigen Bedingungen in Griechenland insbesondere 

auch für Leute mit Schutzstatus beziehungsweise Flüchtlingseigenschaft. 

So sei der Zugang zu Wohnraum, zum Arbeitsmarkt, zu Sozialleistungen 

und zur Gesundheitsversorgung für Schutzberechtigte noch schwieriger 

als für die einheimische Bevölkerung (vgl. Beschwerde Ziff. 11 ff.). Er sel-

ber verfüge über kein Unterstützungsnetzwerk in Griechenland und habe 

weder Obdach noch Arbeit oder finanzielle Unterstützung und medizini-

sche Behandlung erhalten (vgl. Beschwerde Ziff. 6 ff. und 35). 

8.4  

8.4.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz (insbesondere Art. 5 Abs. 1 AsylG, Art. 33 Abs. 1 des Abkom-

mens über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30], Art. 25 

Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft 

vom 18. April 1999 [BV, SR 101], Art. 3 des Übereinkommens vom 10. De-

zember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder er-

niedrigende Behandlung oder Strafe [FoK, SR 0.105] und Art. 3 der Kon-

vention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und 

Grundfreiheiten [EMRK, SR 0.101]) einer Weiterreise der Ausländerin oder 

des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegen-

stehen (Art. 83 Abs. 3 AIG). 

8.4.2 Gemäss Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG besteht zugunsten sicherer Dritt-

staaten die Vermutung, dass diese ihre völkerrechtlichen Verpflichtungen, 

darunter im Wesentlichen das Refoulement-Verbot und grundlegende 

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menschenrechtliche Garantien, einhalten (vgl. statt vieler Urteil BVGer  

E-4040/2021 vom 7. Oktober 2021 E. 9.3 m.w.H.). 

8.4.3 Das Bundesverwaltungsgericht hat sich in seinem Referenzurteil 

E-3427/2021, E-3431/2021 vom 28. März 2022 (vgl. E. 11.2 m.w.H.) ein-

lässlich mit der Situation in Griechenland auseinandergesetzt und an sei-

ner bisherigen Rechtsprechung festgehalten, wonach der Vollzug der Weg-

weisung nach Griechenland für Personen, die dort einen Schutzstatus er-

halten haben, grundsätzlich zulässig ist. Das Gericht geht nicht von einer 

Situation aus, in der jeder Person mit Schutzstatus in Griechenland eine 

unangemessene und erniedrigende Behandlung im Sinne einer Verletzung 

von Art. 3 EMRK drohen würde. Trotz existierender Schwachstellen kann 

dieser Praxis entsprechend und entgegen den Beschwerdevorbringen 

nicht von einem dysfunktionalen Aufnahmesystem gesprochen werden. 

Gewisse Angebote existieren in Griechenland, die auch für Schutzberech-

tigte offenstehen, wenn auch die Kapazitäten kaum ausreichend sein dürf-

ten und diese bisher vor allem von internationalen Akteuren in Zusammen-

arbeit mit der lokalen Zivilgesellschaft erbracht und finanziert werden. Es 

ist unbestritten, dass die Lebensbedingungen in Griechenland schwierig 

sind; dennoch ist im heutigen Zeitpunkt nicht von einem «real risk» (Art. 3 

EMRK) auszugehen, dass Rückkehrenden mit Schutzstatus dort eine völ-

kerrechtswidrige Behandlung droht. 

Diese Regelvermutung kann im Einzelfall umgestossen werden, wobei es 

der betroffenen Person obliegt, ernsthafte Anhaltpunkte dafür vorzubrin-

gen, dass die griechischen Behörden im konkreten Fall das Völkerrecht 

verletzen, ihr nicht den notwendigen Schutz gewähren oder sie menschen-

unwürdigen Lebensumständen aussetzen würden (vgl. Referenzurteil 

a.a.O. E. 11.4). 

8.4.4 Dem Beschwerdeführer ist es vorliegend nicht gelungen, die Regel-

vermutung der Zulässigkeit umzustossen. Dabei kann auf die zutreffenden 

Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden, wonach anzunehmen ist, 

dass der Beschwerdeführer bei zumutbaren Anstrengungen in der Lage 

sein sollte, die ihm zustehenden Rechte einzufordern. Die diagnostizierten 

medizinischen Leiden (im Wesentlichen muskuläre Beschwerden im Hüft-

bereich; vgl. Bst. F vorne) sind überdies offensichtlich auch nicht als derart 

gravierend zu bezeichnen, als dass sie die Schwelle für eine Verletzung 

von Art. 3 EMRK erreichen könnten. Sie sind daher unter dem Aspekt der 

Zumutbarkeit zu prüfen. 

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Seite 10 

8.4.5 Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im 

Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig 

(vgl. diesbezüglich auch die Pressemitteilung Nr. 30/2025 vom 16. April 

2025 des deutschen Bundesverwaltungsgerichts bezüglich seiner Urteile 

BVerwG 1 C 18.24 und 1 C 19.24). 

8.5  

8.5.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-

grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-

dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. 

8.5.2 Gestützt auf Art. 83 Abs. 5 AIG besteht die Vermutung, dass eine 

Wegweisung in einen EU- oder EFTA-Staat in der Regel zumutbar ist (vgl. 

Referenzurteil a.a.O. E. 11.3). Die Legalvermutung der Zumutbarkeit des 

Vollzugs der Wegweisung gilt betreffend Griechenland selbst für vulnerable 

Personen, wie zum Beispiel Personen, die an gesundheitlichen Problemen 

leiden, die nicht als schwerwiegende Erkrankung einzustufen sind (vgl. Re-

ferenzurteil a.a.O. E. 11.5.1). 

Auch diese Vermutung kann im Einzelfall umgestossen werden, wobei es 

wiederum der betroffenen Person obliegt, ernsthafte Anhaltpunkte dafür 

vorzubringen, dass sie in Griechenland aufgrund von individuellen Umstän-

den sozialer, wirtschaftlicher oder gesundheitlicher Art in eine existenzielle 

Notlage geraten würde (vgl. Referenzurteil a.a.O. E. 11.4). 

Nicht aufrechterhalten wurde im genannten Urteil die Legalvermutung der 

Zumutbarkeit des Vollzugs der Wegweisung bei Personen, welche auf-

grund ihrer besonders hohen Verletzlichkeit im Fall einer Rückkehr nach 

Griechenland Gefahr laufen, dauerhaft in eine schwere Notlage zu geraten, 

weil sie nicht in der Lage sind, aus eigener Kraft die ihnen zustehenden 

Rechte vor Ort einzufordern. In solchen Fällen setzt die Annahme der Zu-

mutbarkeit das Vorliegen besonders begünstigender Umstände voraus und 

die Vorinstanz ist gehalten, vertiefte Abklärungen vorzunehmen (vgl. Refe-

renzurteil E. 11.5.3). 

8.5.3 Das SEM qualifizierte den Beschwerdeführer implizit zu Recht nicht 

als eine besonders vulnerable Person. So lässt sich aus den in den Akten 

liegenden medizinischen Dokumenten keine besondere Vulnerabilität ab-

leiten. In diesem Punkt kann auf die Ausführungen der Vorinstanz 

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Seite 11 

verwiesen werden, welchen in der Beschwerde keine Entgegnungen ge-

macht wurden. 

Da der Beschwerdeführer nicht als eine äusserst vulnerable Person im 

Sinne des Referenzurteils einzustufen ist, müsste er die gesetzliche Ver-

mutung der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs umstossen. Dies ist 

ihm nicht gelungen. Das Gericht erachtet es zwar als glaubhaft, dass der 

Beschwerdeführer in Griechenland unter schwierigen Bedingungen gelebt 

hat. Praxisgemäss ist es ihm aber zuzumuten, sich um eine Arbeit zu be-

mühen und sich für eine Unterkunft, eine etwaige medizinische Versorgung 

sowie Sozialleistungen an die entsprechenden Stellen zu wenden und im 

Bedarfsfall seine Rechte einzufordern sowie nötigenfalls die unentgeltliche 

Hilfe der zahlreich vorhandenen Nichtregierungsorganisationen in An-

spruch zu nehmen. Die beim Beschwerdeführer bestehenden medizini-

schen Leiden sind in Griechenland, wie das SEM in seiner Verfügung fest-

gestellt hat, adäquat behandelbar, v.a. mit Physiotherapie sowie gängigen 

Schmerzmedikamenten (vgl. Bst. F vorne). 

Bei dieser Sachlage besteht kein Anlass zur Einholung individueller Garan-

tien die adäquate Unterbringung sowie den Zugang zu medizinischer Be-

handlung betreffend (vgl. statt vieler Urteil BVGer E-319/2021 vom 27. Ja-

nuar 2021 E. 5.5 m.w.H.), weshalb der sub-subeventualiter gestellte An-

trag, der auf die Einholung solcher Garantien gerichtet ist, abzuweisen ist. 

8.5.4 Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung auch 

als zumutbar. 

8.6 Der Vollzug der Wegweisung erweist sich auch als möglich (Art. 83 

Abs. 2 AIG), nachdem die griechischen Behörden einer Rückübernahme 

des Beschwerdeführers ausdrücklich zugestimmt haben. 

8.7 Zusammenfassend kommt das Bundesverwaltungsgericht zum 

Schluss, dass die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug nach Griechenland 

zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnete, weshalb die An-

ordnung der vorläufigen Aufnahme ausser Betracht fällt (Art. 83 Abs. 1-4 

AIG). 

9.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG und Art. 49 VwVG) und – 

E-3239/2025 

Seite 12 

soweit diesbezüglich überprüfbar – angemessen ist. Die Beschwerde ist 

abzuweisen. 

10.  

10.1 Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung 

(Art. 65 Abs. 1 VwVG) ist ungeachtet der geltend gemachten prozessualen 

Bedürftigkeit abzuweisen, da sich die Beschwerdebegehren entsprechend 

den vorstehenden Erwägungen von vornherein als aussichtslos erwiesen 

haben. 

10.2 Demzufolge sind die Verfahrenskosten dem Beschwerdeführer aufzu-

erlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 750.– festzusetzen 

(Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-

schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]), 

womit der Antrag auf Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses 

gegenstandslos geworden ist. 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 13 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Der Antrag um Ansetzung einer Frist zur Einreichung einer Beschwerdeer-

gänzung von fünf Arbeitstagen wird abgewiesen. 

2.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

3.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

4.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

5.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Kaspar Gerber Patricia Petermann Loewe 

 

 

Versand: