# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5fb932e2-b902-59da-bfb4-7f8f8ef754a9
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-05-10
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 10.05.2024 S 2022 14
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2022-14_2024-05-10.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richterinnen: Dr. iur. Diana Oswald, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und lic. iur. Sarah Schneider
Gerichtsschreiber: MLaw Luca Bernasconi

U R T E I L vom 10. Mai 2024 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Marco Unternährer, 
Sempacherstrasse 6, Postfach 2070, 6002 Luzern 2

gegen

Suva, Schweizerische Unfallversicherungsanstalt, Rechtsabteilung, 
Fluhmattstrasse 1, Postfach, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Unfallversicherung 
(Leistungen)

S 2022 14

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Urteil S 2022 14

A.
A.a Der 1974 geborene A.________ ist gelernter Elektromonteur EFZ. Er erlitt am 
8. August 2006 als Radfahrer bei einer Kollision mit einem Personenwagen ein Polytrau-
ma mit verschiedenen Brüchen (zwei Brustwirbelkörper, Rippen, Schlüsselbein und Schul-
ter), einer Läsion des Plexus brachialis (Nervengeflecht des peripheren Nervensystems), 
einer Hirnerschütterung, Schnittwunden an Hals, Kinn und Brust sowie Prellungen am 
ganzen Körper (Suva-act. 2 ff.). Zu diesem Zeitpunkt war er bei der B.________ AG als 
Gruppenleiter angestellt und bei der Suva obligatorisch gegen Unfälle versichert. Letztere 
erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Heilungskosten und Taggelder, Suva-act. 6 ff.) und 
begleitete den Versicherten bei der Wiedereingliederung im angestammten Betrieb (in an-
gepasster Tätigkeit, vgl. bspw. Suva-act. 27 S. 4, 51, 68, 148, 167, 290, 306). A.________ 
erhielt zudem Unterstützung der Invalidenversicherung für eine bereits zuvor geplante 
(vgl. Suva-act. 622 S. 3) Umschulung zum technischen Kaufmann, inkl. IV-Taggeld (Suva-
act. 306, 314, 352, 376). Hier bestand er die schulinternen Prüfungen, nicht aber die Be-
rufsprüfung für den eidgenössischen Fachausweis (Suva-act. 425, 427 S. 4). Per 31. Ja-
nuar 2013 wurde ihm seine Stelle im bisherigen Betrieb aus wirtschaftlichen Gründen 
gekündigt (Suva-act. 427). Ab 1. April 2013 konnte A.________ eine neue Vollzeitstelle 
bei der C.________ AG als Prozesstechniker antreten (Suva-act. 461 S. 3, 539). Die Suva 
stellte nach Durchführung einer kreisärztlichen Abschlussuntersuchung am 19. März 2013 
fest, eine weitere Behandlung sei – abgesehen von weiterhin gewährten Abonnementen 
für das medizinische Trainingscenter und Physiotherapiebehandlungen zur Erhaltung des 
Erreichten – nicht mehr notwendig. Ihre Leistungen stellte sie per 31. März 2013 ein (Su-
va-act. 460). Mit Verfügung vom 6. August 2013 verneinte sie auch einen Anspruch auf ei-
ne Invalidenrente (bei einem Einkommen vor Unfall von Fr. 88'030.– sowie einem solchen 
von Fr. 84'000.– ab 1. April 2013, Minderverdienst von 4.57 %) und sprach dem Versicher-
ten eine Integritätsentschädigung von 15 % zu aufgrund einer bleibenden Funktionsein-
schränkung des rechten Arms (Suva-act. 469, 359 S. 4). Daran hielt sie mit Einspra-
cheentscheid vom 11. September 2014 fest (Suva-act. 485). Die dagegen gerichtete Be-
schwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Zug mit Urteil vom 29. Oktober 2015 
ab (VGer ZG S 2014 137, Suva-act. 509). 

A.b Für eine im Herbst 2016 durchgeführte Folgeoperation der Schulter (Rückfall) 
übernahm die Suva Heilungskosten und Taggelder (Suva-act. 534 ff.). Ab 1. April 2017 
konnte der Versicherte die Arbeit wieder in vollem Umfang aufnehmen (Suva-act. 580). 

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Urteil S 2022 14

A.c Ab Ende 2017 traf die Suva auf Wunsch des Versicherten weitere Abklärungen zu 
den neurologischen und neuropsychologischen Residualbeschwerden (Suva-act. 599 ff.). 
Die getätigten Abklärungen führten zur Erhöhung der Integritätsentschädigung um 10 % 
auf neu 25 % (ohne Begründung, vgl. auch Suva-act. 702 S. 3), bei gleichbleibender Ar-
beitsfähigkeit von 100 % (Suva-act. 636, 629 f.).        

A.d Mit Schreiben vom 24. November 2020 machte der Versicherte eine Verschlechte-
rung seines Gesundheitszustands, insbesondere der "Armsituation", seit Anfang 2019 gel-
tend (Suva-act. 649). Am 14. Dezember 2020 warf er der Suva ergänzend vor, es seien 
bisher seine Hirnschädigungen in neurologischer und neuropsychologischer Hinsicht nicht 
umfassend gewürdigt worden. Er verlangte eine weitere neurologische Verlaufskontrolle 
(Suva-act. 656). Gestützt auf die Einschätzung ihres Neurologen, Dr. med. D.________, 
verneinte die Suva einen Bedarf an weiteren fachspezifischen Abklärungen (Suva-act. 677 
f.). Nach Kenntnisnahme der vom Anwalt des Versicherten eingeholten Würdigung der Ak-
ten durch den Neurologen Dr. med. E.________ (Suva-act. 682) sowie erneuter Stellung-
nahme des Dr. D.________ vom 21. Mai 2021 (Suva-act. 685) verneinte die Suva mit Ver-
fügung vom 26. Mai 2021 das Vorliegen eines Rückfalls und lehnte das Gesuch um Kos-
tengutsprache für weitere neurologische und neurophysiologische Untersuchungen ab 
(Suva-act. 686). Im Rahmen des Einspracheverfahrens erfolgte am 3. August 2021 eine 
erneute Untersuchung durch Suva-Kreisarzt Dr. med. F.________, Facharzt für Chirurgie 
(Suva-act. 698). Die Kritik hieran durch Dr. E.________ vom 28. Oktober 2021 (Suva-act. 
701) unterbreitete die Suva ihrem Neurologen zur neuerlichen Stellungnahme, die am 
30. November 2021 einging und worin Dr. D.________ weiterhin keinen Bedarf sah, er-
neute Abklärungen zu treffen (Suva-act. 702). Mit Einspracheentscheid vom 3. Januar 
2022 hielt die Suva an ihrer Verfügung vom 26. Mai 2021 fest (Suva-act. 705). 

B. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 2. Februar 2022 verlangte A.________, 
es sei der Einsprache-Entscheid der Suva vom 3. Januar 2022 aufzuheben und es seien 
die ihm zustehenden UV-Leistungen rückwirkend und für die Zukunft auszurichten. Weiter 
habe ihm die Suva die zusätzlichen Abklärungskosten durch Dr. E.________ zurückzuer-
statten und es sei ihm betreffend Nachreichung der Rechnungen das rechtliche Gehör zu 
gewähren (act. 1 S. 2). 

C. Die Suva beantragte mit Beschwerdeantwort vom 22. Juni 2022 die Abweisung 
der Beschwerde (act. 8 S. 2). Mit Replik vom 17. August 2022 (act. 12) begehrte der Ver-
sicherte, es sei durch das Gericht ein interdisziplinäres medizinisches Gutachten in-

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Urteil S 2022 14

kl. Bildgebungen einzuholen (act. 12 S. 6). Die Suva verzichtete mit Zuschrift vom 7. Sep-
tember 2022 auf eine Duplik (act. 14). Selbentags reichte der Versicherte eine zusätzliche 
Stellungnahme ein (act. 15). Die Suva verzichtete am 26. September 2022 auf erneute 
Äusserung (act. 17). Der Beschwerdeführer reichte am 28. November 2022 eine weitere 
Stellungnahme ein, worin er u.a. die Edition erneuter Arbeitgeberberichte Anfang 2023 
beantragte (act. 19). Die Suva äusserte sich auch hierzu nicht mehr (act. 21). 

D. Das Verwaltungsgericht holte bei der Suva das Bildmaterial aus dem Jahre 2018 
ein, woraus sich die von der Suva behauptete Tatsache einer bereits durchgeführten Bild-
gebung mit drei Tesla und SWI-Sequenzen feststellen liess (act. 23, Suva-act. vom 
19. März 2024, act. 26, Bilddaten auf CD, Aufnahmen mit 3T-MRT-Scanner "Skyra"). Wei-
ter stellte es durch Rückfrage bei Dr. E.________ fest, dass dessen Stellungnahmen auf 
eigenen neurologischen Statuserhebungen am 28. Januar 2021, 15. September 2022 so-
wie 27. Oktober 2022 beruhten sowie auf Anamnesenerhebungen von nämlichen Daten 
(act. 24 f.). 

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozia-
lversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann gegen Einspracheentscheide Beschwerde 
erhoben werden. Die Beschwerdefrist beträgt 30 Tage (Art. 60 ATSG). Örtlich zuständig 
ist das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit 
der Beschwerdeerhebung Wohnsitz hat (Art. 58 Abs. 1 ATSG; hier: Kanton Zug, bei 
Wohnsitz des Beschwerdeführers in G.________). Im Kanton Zug beurteilt gemäss Art. 57 
ATSG i.V.m. § 77 Abs. 1 des Gesetzes über den Rechtsschutz in Verwaltungssachen 
(Verwaltungsrechtspflegegesetz, VRG; BGS 162.1) sowie § 4 Abs. 1 lit. b der kantonalen 
Vollziehungsverordnung zum Bundesgesetz über die Unfallversicherung (BGS 842.5) das 
Verwaltungsgericht als einzige kantonale Instanz Beschwerden auf dem Gebiet der eid-
genössischen Sozialversicherung, für die das Bundesrecht eine kantonale Rechtsmittel-
instanz vorsieht. Der angefochtene Entscheid datiert vom 3. Januar 2022 und ging dem 
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers frühestens am Folgetag zu. Die am 2. Februar 
2022 der schweizerischen Post übergebene Beschwerde wurde demnach rechtzeitig ein-
gereicht. Sie entspricht den formellen Anforderungen. Der Beschwerdeführer ist direkt be-

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troffen und damit zur Beschwerde legitimiert, die demnach zu prüfen ist. Die Beurteilung 
erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des Verwaltungsge-
richtes (GO VG; BGS 162.11).

2. Der vorliegende Rechtsstreit dreht sich um die Frage, ob die Beschwerdegegnerin 
zu Recht das Vorliegen eines (erneuten) Rückfalls verneint und eine Kostengutsprache für 
weitere neurologische und neuropsychologische Untersuchungen des Versicherten man-
gels Indikation abgelehnt hat. Nicht Gegenstand des angefochtenen Einspracheentscheids 
sind allfällige weitergehende Leistungsansprüche. Soweit der Versicherte pauschal ver-
langt, es "seien die ihm zustehenden UV-Leistungen rückwirkend und für die Zukunft aus-
zurichten" kann darauf nicht eingetreten werden. Nicht umstritten ist, dass der Versicherte 
initial im Jahr 2006 einen Unfall erlitten hat, weshalb sich Weiterungen dazu erübrigen. 

Das Gericht stellt bei der Beurteilung einer Streitsache regelhaft auf den bis zum Zeitpunkt 
des Erlasses des strittigen Entscheids (hier: Einspracheentscheid der Suva vom 3. Januar 
2022) eingetretenen Sachverhalt ab. Seither eingetretene tatsächliche Änderungen sollen 
im Normalfall Gegenstand eines neuen Verwaltungsverfahrens sein, und nicht direkt erst-
mals der Beschwerdeinstanz vorgetragen werden (BGE 144 V 210 E. 4.3.1 mit Hinwei-
sen). Nachdem eine allfällige Verschlechterung des Gesundheitszustands des Beschwer-
deführers nach dem 3. Januar 2022 demnach nicht Gegenstand des vorliegenden Verfah-
rens bildet, sondern zunächst bei der Suva geltend zu machen wäre, besteht mangels 
Entscheidwesentlichkeit kein Anlass zur Einholung erneuter Arbeitgeberberichte betref-
fend den Zeitraum ab dem Jahr 2023 (act. 19).  

2.1 Erste Voraussetzung für die Leistungspflicht eines Unfallversicherers ist das Vor-
liegen eines Unfalls resp. einer unfallähnlichen Körperschädigung (vgl. zum Unfallbegriff 
Art. 4 ATSG). Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers setzt weiter voraus, dass zwi-
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein natürlicher und adäquater 
Kausalzusammenhang besteht (etwa: BGE 142 V 435 E. 1; 148 V 356 E. 3). Eine Leis-
tungspflicht kann auch bestehen für Rückfälle oder Spätfolgen. Beim Rückfall handelt es 
sich um das Wiederaufflackern eines vermeintlich geheilten Gesundheitsschadens, so 
dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu weiterer Arbeitsunfähigkeit 
kommt. Von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe län-
gerer Zeit organische oder psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem anders gear-
teten Krankheitsbild führen können (BGer 8C_436/2009 vom 22. Oktober 2009 E. 3, mit 
Verweis auf BGE 118 V 293 E. 2c). Auch bei Rückfällen oder Spätfolgen ist zu prüfen, ob 

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diese zum ursprünglichen Unfall den notwendigen Kausalzusammenhang aufweisen. Für 
den entsprechenden Nachweis ist der Leistungsansprecher (d.h. die versicherte Person) 
materiell beweisbelastet. Nur wenn die Unfallkausalität mit überwiegender Wahrschein-
lichkeit erstellt ist, entsteht eine erneute Leistungspflicht des Unfallversicherers. An den 
Wahrscheinlichkeitsbeweis sind umso strengere Anforderungen zu stellen, je grösser der 
zeitliche Abstand zwischen dem Unfall und dem Auftreten der gesundheitlichen Beein-
trächtigung ist (vgl. statt vieler BGer 8C_617/2023 vom 11. März 2024 E. 2.3). 

2.2 Die Unfallversicherung trifft grundsätzlich eine Untersuchungspflicht, d.h. sie hat 
die notwendigen Abklärungen zum Gesundheitszustand ihres Versicherten von Amtes 
wegen vorzunehmen und die erforderlichen Auskünfte einzuholen (Art. 43 Abs. 1 ATSG). 
Erforderlich sind weitere Abklärungen so lange, bis der massgebliche Sachverhalt mit dem 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (dazu etwa: BGE 146 V 51 E. 5.1) er-
stellt ist (etwa: BGer 8C_815/2012 vom 21. Oktober 2013 E. 3.2.1; Ueli Kieser, ATSG-
Kommentar, 4. Aufl. 2020, Art. 43 N 20). 

2.3 Die Geltung des Untersuchungsgrundsatzes bedeutet indes nicht, dass die Sozia-
lversicherung auf Wunsch der versicherten Person wiederholt und ohne konkreten Anlass 
alle nur erdenklichen Abklärungen bei immer neuen Experten zu veranlassen hätte. Viel-
mehr liegt es zunächst an der versicherten Person, das Vorliegen neuer gesundheitlicher 
Tatsachen sowie deren kausalen Zusammenhang zum Unfallereignis glaubhaft zu ma-
chen. Erst dann sind weitere Abklärungen notwendig und greift damit die Untersuchungs-
pflicht der Versicherung (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Geht es um Veränderungen des Gesund-
heitszustandes, setzt Glaubhaftmachen regelmässig voraus, dass Rückfall oder Spätfol-
gen zu erneuten ärztlichen Behandlungen Anlass gegeben haben (vgl. oben E. 2.1) und 
wird folglich die Vorlage von Berichten der behandelnden Arztpersonen verlangt, aus de-
nen sich die gesundheitliche Veränderung sowie die veränderte Leistungsfähigkeit ergibt 
(vgl. analog Gabriel Hüni, Das Revisionsverfahren nach Art. 17 ATSG – klippenreich?, in: 
November-Tagung zum Sozialversicherungsrecht 2021, 2022, S. 43 ff. mit Hinweisen).  

2.4 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für 
die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die ge-
klagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben 
worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertinnen und Experten be-
gründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a). Nach der Rechtsprechung kommt 

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auch den (Akten-)Beurteilungen der beratenden Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, so-
fern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchs-
frei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Praxisgemäss kommt ih-
nen aber nicht dieselbe Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen oder im Verfahren nach 
Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger veranlassten Gutachten unabhängiger Sachver-
ständiger. Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschie-
den werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen 
auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der Feststellungen von 
beratenden Ärzten oder Ärztinnen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen. Auf 
Aktenberichte kann abgestellt werden, wenn ein lückenloser Befund vorliegt und es im 
Wesentlichen nur um die ärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen 
Sachverhalts geht (BGer 8C_281/2018 vom 25. Juni 2018 E. 3.2.2 mit Hinweisen; vgl. 
BGE 137 V 210 E. 1.4; 135 V 465 E. 4.4). 

3.
3.1 Die Suva thematisierte in ihrem Einspracheentscheid vom 3. Januar 2022 einer-
seits die Frage nach einer wesentlichen Verschlechterung des Gesundheitszustands seit 
der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung vom 19. März 2013, anderseits diejenige, ob 
ihre Neurologin mit Beurteilung vom 22. Februar 2010 zu Unrecht vom Fehlen eines struk-
turell-organischen Gehirnschadens als Folge des Unfalls vom 8. August 2006 ausgegan-
gen war. Dabei referierte sie eingehend die medizinische Aktenlage, worauf verwiesen 
werden kann (E. 3a des angefochtenen Entscheids, Suva-act. 705). Im Wesentlichen er-
gibt sich daraus, was folgt:

3.1.1 Die Suva-Neurologin hielt im Jahr 2010 eine unfallbedingte Läsion des Gehirns 
nach Konsultation u.a. mit externen Spezialisten des Spitals J.________ für bloss möglich, 
aber nicht wahrscheinlich (Suva-act. 705 S. 10, E. 3a/bb des angefochtenen Entscheids). 
Der Suva-Kreisarzt, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewe-
gungsapparates, formulierte sodann mit Blick v.a. auf die "Armproblematik" (nach der 
Terminologie des Beschwerdeführers; umfassend offensichtlich auch die Schulter) als 
Zumutbarkeitsprofil: "Arbeiten über der Horizontalen sind mit der rechten Schulter nicht 
durchführbar. Unterhalb der Horizontalen sind Arbeiten zumutbar, müssen aber regelmäs-
sig unterbrochen werden zwecks Dehnungen und Bewegungen des rechten Armes und 
der rechten Schulter. Daher ist eine Tätigkeit mit wechselnden Positionen anzustreben. 
Unterhalb der Lende sind Tragen und Heben von Gewichten bis 25 kg oft möglich. 

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Gemäss Empfehlungen der Psychiatrie sind regelmässige Pausen und Siestas angezeigt" 
(E. 3a/cc. des angefochtenen Entscheids). 

3.1.2 Sodann fanden im Jahr 2018 eine MRT-Untersuchung, eine neurologische Unter-
suchung sowie eine neuropsychologische Untersuchung statt. Die beiden ersteren förder-
ten – abgesehen von einer gutartigen Entwicklungsanomalie der zerebralen venösen 
Drainage (DVA), einer Migräneproblematik sowie den bekannten Beweglich-
keitseinschränkungen im Arm- und Schulterbereich – nichts zutage (E. 3a/dd und ee des 
angefochtenen Entscheids). Die verhaltensneurologisch-neuropsychologische Untersu-
chung wies hingegen leichte Beeinträchtigungen frontal-exekutiver und attentionaler Funk-
tionen sowie der sprechmotorischen und sprachverarbeitenden Funktionen aus, bei an-
sonsten intakter kognitiver Leistungsfähigkeit. Die geklagten Befunde liessen sich erklären 
im Rahmen einer diskreten vorbestehenden frühkindlich erworbenen Sprachentwicklungs-
störung, aggraviert durch die Folgen des Polytraumas im Jahr 2006. Die Erholung der ko-
gnitiven Leistungsfähigkeit im posttraumatischen Verlauf sei erfreulich gewesen (E. 3a/ff 
des angefochtenen Entscheids). 

3.1.3 Mit Stellungnahmen des vom Versicherten konsultierten Neurologen wurden ab 
dem Jahr 2021 (nicht näher bezeichnete) zusätzliche neurologische Abklärungen bean-
tragt, um verschlimmerte Beschwerden am Armplexus sowie bezüglich der neuropsycho-
logischen Symptomatik aufzuspüren, wozu indes die Suva-Ärzte in Würdigung der beste-
henden Aktenlage keinen Anlass sahen (E. 3a/gg bis 3a/mm des angefochtenen Ent-
scheids). 

3.1.4 In Würdigung der vorhandenen ärztlichen Einschätzungen stellte die Suva fest, es 
hätten weder im Jahr 2010 noch im Jahr 2018 unfallbedingte organisch-strukturelle Hirnlä-
sionen nachgewiesen werden können. Befundet worden seien eine Teleangiektasie (d.h. 
makroskopisch sichtbare Erweiterungen oberflächlich gelegener kleinster Blutgefässe von 
Haut und Schleimhaut) sowie eine DVA ("Developmental Venous Anomaly", d.h. gutartige 
venöse Fehlbildung im Gehirn). Beides stehe in keinem Zusammenhang mit dem Unfaller-
eignis vom 8. August 2006 (Zufallsbefunde). Die MRT-Untersuchung vom 19. Januar 2018 
sei mit einem 3-Tesla-Gerät inklusive SWI-Sequenzen durchgeführt worden (E. 3b des 
angefochtenen Entscheids). Mithin habe sich der Gesundheitszustand des Versicherten 
seit der ursprünglichen kreisärztlichen Untersuchung vom 19. März 2013 nicht erheblich 
verschlechtert. Auch das Zumutbarkeitsprofil sei unverändert. Für weitere neurologische 
Abklärungen bestehe deshalb keinerlei Indikation (E. 3c des angefochtenen Entscheids). 

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3.2 Im gerichtlichen Verfahren macht der Versicherte zunächst geltend, die bereits 
2010 vorgeschlagene HR-CT-Untersuchung sei nie in der nötigen Qualität erfolgt; eine 
genügende Abklärung sei weder 2010 noch 2018 vorgenommen worden. Ausserdem sei 
bei der ursprünglichen neurologischen Beurteilung übersehen worden, dass er nach dem 
Unfallereignis zunächst mindestens 30 Minuten bewusstlos gewesen sei (act. 1 S. 3 f.). 
Ursprünglich sowie im Rahmen der Anmeldung der Verschlechterung im Jahr 2020 habe 
die Suva den Untersuchungsgrundsatz gemäss Art. 43 ATSG verletzt. Die Suva habe 
zwar neurologische Abklärungen der Dres. K.________ und H.________ sowie therapeu-
tische Versuche finanziert. Es fehle hingegen eine interdisziplinäre Beurteilung. Hierin sei-
en – nebst der weiterhin bestehenden Hirnverletzungen, die zum Rückfall geführt hätten – 
auch "die Gesamtzusammenhänge der Arm-/Schulterverletzung im Sinne der stattgefun-
denen nachgewiesenen Läsionen miteinzubeziehen" (act. 1 S. 10 ff.). Bildgebend sei 
zwingend eine aktualisierte Bildgebung mit Feldstärke 3 Tesla nachzuholen; die bisherigen 
Bildgebungen seien lediglich mit einem 1.5-Tesla-Gerät beauftragt worden (act. 1 S. 15). 
Dabei geht der Beschwerdeführer – unter Verweis auf medizinische Begutachtungsleitlini-
en – davon aus, in einer solchen Bildgebung könnten noch Monate bis Jahre nach einem 
Unfallereignis Ablagerungen nachgewiesen werden, die eine Unfallkausalität neuropsy-
chologischer Defizite von Aufmerksamkeit, frontal-exekutiven und behavioralen sowie Ge-
dächtnisfunktionen zu belegen vermöchten (act. 1 S. 17). 

3.3 Die Suva ergänzt mit Beschwerdeantwort vom 22. Juni 2022 im Wesentlichen, es 
sei eine Unfallkausalität der ab 2022 (recte: Dezember 2021, vgl. BF-act. 4 ff.) zugenom-
menen Kopfschmerzen nicht überwiegend wahrscheinlich, zumal der Versicherte noch im 
September 2020 angegeben habe, lediglich ab und an eine Kopfschmerztablette einzu-
nehmen (act. 8 S. 3). Nicht ausgewiesen sei eine Verschlechterung der Armproblematik. 
Diesbezüglich bestehe seit geraumer Zeit einen Residualsymptomatik mit wechselndem 
Verlauf, die aber mit der Physiotherapie im Rahmen gehalten werden könne (act. 8 
S. 3 f.). Schliesslich weist die Suva darauf hin, dass die Diagnose einer leichten traumati-
schen Hirnverletzung allein keinen organischen Befund bedeute (unter Verweis auf BGer 
8C_14/2021 vom 3. Mai 2021, vgl. dort E. 4.2.1, wo das Bundesgericht erläutert, bei leich-
ten traumatischen Hirnverletzungen handle es sich gerade um Zustände vorübergehender, 
schnell reversibler neurologischer Dysfunktion mit kurzzeitiger Bewusstlosigkeit kurz nach 
der Verletzung und oft auch Amnesie für die Zeit der Verletzung). 

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3.4 Mit Replik vom 17. August 2022 kritisiert der Beschwerdeführer gestützt auf Aus-
führungen des Dr. E.________ erneut, dass nach 2018 keine neuen neurologischen Be-
funde erhoben worden seien (act. 12 S. 3). Er argumentiert, es sei wohl aufgrund pande-
miebedingter Unterbrüche der Physiotherapie zu Verschlechterungen des Gesundheitszu-
stands gekommen; die Akzentuierung der Schmerzproblematik habe dann wohl auch zu 
einer Zunahme der neurokognitiven Defizite geführt (act. 12 S. 4). Schliesslich macht er 
geltend, es lägen erheblich divergierende medizinische Schlüsse vor, so dass eine 
Klärung mittels neutraler medizinischer Expertise zwingend sei (act. 12 S. 6). Mit Zusatz-
stellungnahme vom 7. September 2022 verweist er auf eine – ihm zufolge – unfallbedingte 
Reduktion des Arbeitspensums sowie eine Arbeitsplatzumstellung (kognitiv einfachere Ar-
beiten). Er reicht eine Bescheinigung der Arbeitgeberin ein, wonach das Arbeitspensum ab 
1. Mai 2019 auf 90 % reduziert worden sei (act. 15, BF-act. 9). Mit zweiter Zusatzstellung-
nahme vom 28. November 2022 macht er geltend, das Pensum müsse "mit grösster 
Wahrscheinlichkeit" ab dem Jahr 2023 erneut reduziert werden, auf 80 % (act. 19). 

4. Wie der Beschwerdeführer – und, entgegen seiner Wahrnehmung –, auch die Su-
va (vgl. E. 3.1 Ingress), richtig erkannten, sind vorliegend zwei unterschiedliche Fragestel-
lungen zu beantworten. 

4.1 Es handelt sich einerseits – bezüglich der erlittenen Kopfverletzung – um die Fra-
ge danach, ob die Suva zu Recht das Vorliegen einer strukturellen Läsion sowohl 2010 als 
auch 2018 verneinte. Bejahendenfalls – erwiese sich etwa aufgrund neuer, besserer Bild-
gebung, dass von Anfang an eine Hirnverletzung vorgelegen hat – läge diesbezüglich ein 
Revisionsgrund im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG vor. Voraussetzung dafür wäre, dass 
die neuen Erkenntnisse für Fachpersonen eindeutige Nachweise lieferten, die sie zwangs-
läufig dazu bewegt hätten, ihr Ermessen anders auszuüben. Nicht ausreichend sind ledig-
lich neue Beurteilungen oder alternative diagnostische Überlegungen (vgl. etwa Thomas 
Flückiger, in: Basler Kommentar zum ATSG, 2020, Art. 53 ATSG N. 30).

4.2 Anderseits ist die Frage zu beantworten, ob bezüglich der "Armproblematik" 
und/oder der neurologischen Problematik (Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkei-
ten, etc.) seit der letztmaligen umfassenden Beurteilung im Jahr 2018 eine Verschlechte-
rung eingetreten ist und, bejahendenfalls, ob diesbezüglich (noch) ein Kausalzusammen-
hang zum Unfallgeschehen von 2006 besteht (Rückfall, Spätfolgen, vgl. oben E. 2.1). 

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5. Bezüglich der erlittenen Kopfverletzung ist unbestritten, dass der Versicherte beim 
Fahrradunfall im Jahr 2006 eine Gehirnerschütterung bzw. leichte traumatische Hirnverlet-
zung erlitt und im Zusammenhang damit zumindest vorübergehend an unfallkausalen neu-
rologischen Dysfunktionen litt. Strittig ist, ob darüber hinaus eine bleibende Hirnverletzung 
nachgewiesen ist bzw. näher abzuklären ist. 

5.1 Mit der Suva liegt diesbezüglich eine umfassende medizinische Dokumentation 
vor, beinhaltend insbesondere MRT-Bildgebungen der Jahre 2010 und 2018 sowie zahl-
reiche fachärztliche Beurteilungen. Dabei trifft zwar zu, dass bis anhin keine der beteiligten 
Fachärztinnen und Fachärzte eine unfallkausale organische Hirnläsion mit letzter Sicher-
heit ausschliessen konnte. Die übereinstimmenden Berichte sowohl der Suva-Fachärzte 
als auch der versicherungsexternen Ärzte halten indes mit aller nötigen Klarheit fest, dass 
eine solche Verletzung jedenfalls nicht bildgebend nachgewiesen werden konnte, sondern 
im Gegenteil lediglich Zufallsbefunde ohne Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit des 
Versicherten erhoben wurden (vgl. eingehend oben E. 3.1 sowie insbesondere neurologi-
scher Bericht der Suva-Ärztin vom 22. Februar 2010, Suva-act. 358, in Absprache mit der 
Neuroradiologie des Spitals J.________ ["überwiegend wahrscheinlich keine strukturelle 
beziehungsweise organische Gehirnläsion als Folge des Unfalls"] und Bericht der Klinik 
L.________ vom 19. Januar 2018, Suva-act. 614 ["keine späten Traumafolgen"]). Hinzu-
weisen ist darauf, dass – wie bereits die Vorinstanz feststellte (E. 3 b des angefochtenen 
Entscheids) die MRT-Aufnahmen vom Januar 2018 entgegen der Behauptung des Be-
schwerdeführers und mit dem Suva-Kreisarzt bereits entsprechend dem technischen 
Standard angefertigt wurden, den sich der Beschwerdeführer wünscht (3-Tesla-Gerät in-
klusive SWI-Sequenzen). Nichtsdestotrotz konnte eine unfallbedingte organische Hirnver-
letzung nicht nachgewiesen werden (Suva-act. 702, 614 ff.; Sachverhalt lit. D hiervor). 
Weitere Berichte, etwa einer behandelnden Neurologin oder eines behandelnden Neuro-
logen, worin organische Hirnverletzungen zumindest glaubhaft gemacht werden, liegen 
nicht bei den Akten; deren Existenz wird vom Beschwerdeführer auch nicht geltend ge-
macht. Mithin bestand für die Vorinstanz kein Grund, weitere Abklärungen bezüglich der 
behaupteten Hirnverletzung zu veranlassen und kann ihr diesbezüglich keine Verletzung 
des Untersuchungsgrundsatzes vorgeworfen werden.

5.2 Die vom Beschwerdeführer ins Recht gelegten Schreiben des Dr. E.________ 
vermögen an den schlüssigen versicherungsmedizinischen Beurteilungen keine Zweifel zu 
wecken und geben nicht zu weiteren Abklärungen Anlass. Wie der Beschwerdeführer rich-
tig erkennt, muss eine schlüssige und nachvollziehbare medizinische Einschätzung in ei-

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nem Fall wie dem seinen jedenfalls auf der Sichtung der aktuellen Bilder und Aktenlage 
beruhen (act. 1 S. 15). Sie muss weiter die erhobenen Befunde und Anamnese darlegen 
und die gezogenen Schlüsse begründen (vgl. E. 2.4 oben). All dies trifft auf die verschie-
denen Schreiben des Dr. E.________ nicht zu: Aus dessen Schreiben vom 29. Januar 
2021 ergibt sich sinngemäss, dass ihm Aktenlage und Bildgebung weitgehend unbekannt 
waren (Suva-act. 668). Materiell beschränken sich seine Ausführungen auf eine Kritik an 
den ihm bekannten Berichten und Einschätzungen, ohne dass der Neurologe (abweichen-
de) Befunde festgehalten oder Abklärungen veranlasst bzw. wenigstens vorgeschlagen 
hätte, wie dies eigentlich – Notwendigkeit vorausgesetzt – zu erwarten gewesen wäre (vgl. 
Schreiben vom 29. Januar, 29. April und 28. Oktober 2021, Suva-act. 668, 682, 700; 
ebenso Schreiben vom 24. Januar 2022, BF-act. 3). Auch mit – erst im gerichtlichen Ver-
fahren eingereichter – zusätzlicher Stellungnahme vom 12. August 2022 (BF-act. 8) be-
schränkt sich der Facharzt in Verkennung der rechtlichen Ausgangslage und Beweislast-
verteilung (oben E. 2.3) darauf, der Suva vorzuwerfen, sie habe nicht den lückenlosen 
Beweis geführt, dass keine hirnorganische Verletzung vorliege. Selber erhob der Neurolo-
ge weder auf eine solche Verletzung hindeutende Befunde noch begründete er im Sinne 
eines diagnostischen Plans die Notwendigkeit konkreter weiterer Abklärungen, wie dies 
von einer medizinischen Fachperson – anstelle eines pauschalen Rufes nach Kostengut-
sprache für sämtliche erdenklichen weiteren Abklärungen, n.b. ohne umfassende Kenntnis 
der bereits durchgeführten Abklärungen – lege artis zu erwarten wäre. 

5.3 Nach dem Ausgeführten liegt bezüglich der im Jahr 2006 erlittenen, leichten trau-
matischen Kopfverletzung kein Revisionsgrund vor. 

6. Zu prüfen bleibt die Frage nach einem Rückfall oder Spätfolgen der im Jahr 2006 
erlittenen Verletzungen im Bereich von Arm und Schulter rechts. 

6.1 Das Zumutbarkeitsprofil für angepasste Arbeiten wurde in der kreisärztlichen Ab-
schlussuntersuchung vom 19. März 2013 beschrieben wie folgt: "Arbeiten über der Hori-
zontalen sind mit der rechten Schulter nicht durchführbar. Unterhalb der Horizontalen sind 
Arbeiten zumutbar, müssen aber regelmässig unterbrochen werden zwecks Dehnungen 
und Bewegungen des rechten Armes und der rechten Schulter. Daher ist eine Tätigkeit mit 
wechselnden Positionen anzustreben. Unterhalb der Lende sind Tragen und Heben von 
Gewichten bis 25 kg oft möglich. Gemäss Empfehlungen der Psychiatrie sind regelmässi-
ge Pausen und Siestas angezeigt." (Suva-act. 455 S. 9). Seither absolvierte der Versicher-
te – soweit unbestritten – regelmässig ein medizinisches Trainingsprogramm sowie Phy-

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siotherapie, womit sich die Beschwerden über längere Zeit stabilisieren liessen. Inwiefern 
sich der gesundheitliche Zustand – abgesehen von einer passageren Verschlechterung 
während der Pandemie aufgrund ausgefallener Physiotherapie-Einheiten sowie der allge-
mein belastenden Umstände – seither massgeblich verändert hätte im Sinne eines Rück-
falls oder von Spätfolgen des 2006 erlittenen Unfalls, ist nicht ersichtlich. 

6.2 Zu erinnern ist in diesem Zusammenhang an das bereits oben E. 2.1 Gesagte: 
Rückfälle oder Spätfolgen sind dann glaubhaft gemacht und abzuklären, wenn es im Zu-
sammenhang mit einem scheinbar oder vermeintlich bereits geheilten Leiden in der Folge 
erneut zu ärztlicher Behandlung und möglicherweise sogar zu weiterer Arbeitsunfähigkeit 
kommt. Vorliegend ist ausgewiesen, dass der Beschwerdeführer sein Pensum im Mai 
2019 von zuvor 100 % auf neu 90 % reduziert hat (BF-act. 9), ohne dass indes aufgrund 
eines ärztlichen Attests ausgewiesen wäre, dass diese Reduktion gesundheitsbedingt er-
folgte. Ausgewiesen ist eine Krankschreibung durch den Hausarzt des Versicherten ab 
15. Dezember 2021 mit einer verbleibenden Arbeitsfähigkeit von zunächst vier Stunden 
täglich und hernach (ab 25. März 2022) 6.4 Stunden täglich, ohne jegliche Angabe von 
Gründen (BF-act. 10). Aufgrund eigener Schilderung des Versicherten (vgl. Darstellung 
"Aktuelle Situation" vom 10. Januar 2022, BF-act. 4) erschliesst sich ebenfalls kein Kausa-
lzusammenhang zum Unfall im Jahr 2006. Dies gilt umso mehr, als allgemeinnotorisch die 
Pandemiezeit gerade für Eltern von Kindern im Schulalter – wie dies im damaligen Zeit-
punkt auf den Beschwerdeführer zutraf (vgl. etwa Suva-act. 622) – aufgrund von Mehr-
fachbelastungen eine anspruchsvolle Zeit darstellte. Damit übereinstimmend wurden denn 
auch weder durch den Hausarzt noch durch den Versicherten selbst konkrete, zielgerich-
tete Massnahmen ergriffen, wie dies bei unfallkausalen Beschwerden – nicht aber im Falle 
einer allgemeinen, ausser mit einer Reduktion des Arbeitspensums kaum zu beeinflus-
senden Überlastungssituation – zu erwarten gewesen wäre. Kam es mithin nicht zu geziel-
ten ärztlichen Behandlungen der geklagten Beschwerden, verbietet dies den Schluss auf 
einen Rückfall oder von Spätfolgen des Unfallgeschehens grundsätzlich; die Suva ist nicht 
verpflichtet, ohne konkrete Anhaltspunkte hierauf weitere Abklärungen zu tätigen.   

6.3 Gesondert einzugehen ist auf die Thematik der geltend gemachten kognitiven De-
fizite. Dass solche selbstredend auch ohne strukturelle Läsionen bestehen können, ist all-
gemein bekannt und wird auch durch die Suva nicht bestritten. Der Beschwerdeführer 
blendet indes aus, dass in der Unfallversicherung – anders als in der Invalidenversiche-
rung – zusätzlich zur gesundheitlichen Schädigung auch deren Unfallkausalität gegeben 
sein muss (oben E. 2.1). Die von der Suva finanzierte externe neurologische Begutach-

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tung durch Dr. med. H.________ ergab denn auch schlüssig und nachvollziehbar den Be-
fund gewisser kognitiver Einschränkungen, vorübergehend verschlimmert durch den Un-
fall, grundsätzlich aber seit dem frühen Kindesalter bestehend (konsistent mit den akten-
kundigen schulischen Schwierigkeiten, vgl. etwa den psychiatrischen Bericht des Dr. med. 
I.________ vom 30. Dezember 2011, Suva-act. 413 S. 3, 8). Die Neurologin stellte fest, 
seit der Voruntersuchung in der Rehaklinik M.________ im Jahr 2008 habe sich ein sehr 
erfreulicher posttraumatischer Verlauf gezeigt, wie dies nach minimaler traumatischer 
Hirnverletzung ohne strukturelle posttraumatische Läsionen zu erwarten sei. Indiziert sei 
eine medikamentöse Behandlung (Methylphenidat [zur Behandlung der Konzentrations-
schwierigkeiten] sowie Kopfschmerzbehandlung). Veränderungen bezüglich der Arbeits-
fähigkeit oder des Zumutbarkeitsprofils sind keine erwähnt (Suva-act. 622). 

7. Zusammenfassend vermag der Beschwerdeführer nicht glaubhaft zu machen, 
dass es hinsichtlich der Arm- und Schulterbeschwerden rechts oder des im Jahr 2006 erlit-
tenen, leichten Schädelhirntraumas seit dem Fallabschluss im Jahr 2013 bzw. (bezüglich 
der Schulterbeschwerden) seit der Anpassung der Integritätsentschädigung im Jahr 2018 
zu weiteren Rückfällen oder Spätfolgen des Unfalls vom August 2006 gekommen wäre. 
Ebenso wenig liegen neue medizinische Erkenntnisse vor, welche die früheren Feststel-
lungen des Fehlens einer strukturellen Hirnläsion als unrichtig erscheinen lassen würden. 
Auch zeigt der Versicherte an keiner Stelle konkret auf, was er sich von weiteren Untersu-
chungen erhofft, insbesondere nicht, dass allenfalls durch weitere Heilbehandlung eine 
namhafte Besserung des Gesundheitszustandes zu erzielen wäre, seine körperliche Inte-
grität dauerhaft stärker beeinträchtigt wäre als zuvor oder neu eine dauerhafte Arbeitsun-
fähigkeit vorliegen würde. Dem bereits bekannten, leider dauerhaften Integritätsverlust 
wurde mit der ausgerichteten Integritätsentschädigung von 25 % Rechnung getragen. Die 
Beschwerde ist demnach insgesamt als unbegründet abzuweisen, soweit darauf eingetre-
ten werden kann (oben E. 2 Ingress). 

8.
8.1 Bei sozialversicherungsrechtlichen Streitigkeiten über Leistungen ist das Verfah-
ren kostenpflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen ist (Art. 61 lit. fbis 
ATSG). Eine solche Kostenpflicht ist im Bereich der Unfallversicherung nicht vorgesehen, 
so dass das Verfahren für die Parteien kostenlos ist. Gemäss Art. 61 lit. g ATSG ist weder 
dem unterliegenden Beschwerdeführer noch der obsiegenden Sozialversicherungsträgerin 
eine Parteientschädigung zuzusprechen.

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8.2 Nicht durch die Beschwerdegegnerin zu tragen sind die Kosten für die Stellung-
nahmen durch Dr. E.________. Hierbei handelt es sich – bereits angesichts der fraglichen 
Aktenlage, auf der seine Einwände beruhen – zum vornherein um keine tauglichen Partei-
gutachten, sondern um blosse Würdigungen einzelner vorbestehender medizinischer 
Feststellungen. Diese vorzunehmen, ist aber Aufgabe des Gerichts, nicht des Mediziners. 
Letzterem kommt vielmehr die Aufgabe zu, die medizinischen Grundlagen zu liefern, die in 
die rechtliche Würdigung einfliessen, insbesondere (im Idealfall möglichst auch für den 
medizinischen Laien verständlich) die von ihm selbst erhobenen Befunde zu schildern und 
nachvollziehbar zu erläutern, welche Diagnosen und Einschränkungen daraus abgeleitet 
werden sowie – gegebenenfalls – welcher weitere Abklärungsbedarf bestehen mag. Diese 
eigentliche medizinische Aufgabe vermögen die Stellungnahmen von Dr. E.________ 
nicht zu erfüllen. Obwohl der Neurologe erklärte, einen neurologischen Status erhoben zu 
haben, lassen sich seinen Stellungnahmen insbesondere keine eigenen Befunde oder 
Einschätzungen bezüglich deren Auswirkungen oder zusätzlich gebotener – konkreter – 
Abklärungen entnehmen. Insgesamt enthalten sie damit keine zusätzlichen Informationen 
zur Feststellung des medizinischen Sachverhalts, welche Anlass gäben zu weiteren Ab-
klärungen. 

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (im Doppel), an die Be-
schwerdegegnerin sowie an das Bundesamt für Gesundheit, Bern. 

Zug, 10. Mai 2024

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Die Vorsitzende

Der Gerichtsschreiber

versandt am