# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 42acba31-2e97-5eb8-8ab8-b58776ffd219
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-12-21
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 21.12.2021 S 2021 104
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2021-104_2021-12-21.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 21 104

3. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Pedretti

RichterIn von Salis und Audétat

Aktuarin Hemmi

URTEIL

vom 21. Dezember 2021

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. HSG David Brassel,

Beschwerdeführerin

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden,

IV-Stelle, 

Beschwerdegegnerin

betreffend IV-Rente

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I. Sachverhalt:

1. Die am 7. November 1960 geborene A._____ war zuletzt als Mitarbeiterin 

im Paketzustelldienst bei der B._____ AG und an den Wochenenden im 

Service tätig. Am 14. März 2019 erlitt sie einen Zusammenbruch und 

wurde anschliessend zu 100 % krankgeschrieben. Im Juli 2019 meldete 

sie sich bei der IV-Stelle des Kantons Graubünden (nachfolgend IV-Stelle) 

zum Leistungsbezug an. Diese tätigte erwerbliche und medizinische Ab-

klärungen. Mit Verlaufsbericht zu der am 6. August 2019 stattgefundenen 

Konsultation diagnostizierte die damalige Hausärztin von A._____, Dr. 

med. C._____, eine depressive Episode und eine COPD (Chronic Ob-

structive Pulmonary Disease).

2. Ab dem 30. September 2019 startete A._____ einen therapeutischen 

Arbeitsversuch in der Sendungsaufbereitung bei ihrer Arbeitgeberin, 

welcher jedoch bereits nach rund zehn Tagen beendet werden musste. 

Danach war A._____ wiederum zu 100 % krankgeschrieben. Vom 30. 

Dezember 2019 bis zum 25. Januar 2020 befand sie sich zur stationären 

psychosomatischen Rehabilitation in der Clinica D._____ in E._____, wo 

bei unter anderem diagnostizierter Angst- und depressiver Störung 

gemischt anhand eines multimodalen Trainingsprogramms rasch eine 

Stimmungsstabilisierung, eine Verbesserung der Grundstimmung und des 

Antriebs sowie ein Verlust der Angstsymptomatik erzielt werden konnten. 

Mit Bericht vom 25. August 2020 diagnostizierte die behandelnde 

Psychiaterin Dr. med. F._____ eine schwere depressive Episode ohne 

psychotische Symptome, wobei sie dazu anmerkte, die Depression habe 

sich inzwischen diskret gebessert.

3. Nachdem A._____ am 30. September 2020 angegeben hatte, sich 

gesundheitlich nicht in der Lage zu fühlen, im wesentlichen Umfang einer 

Erwerbstätigkeit nachzugehen, wurden die Eingliederungsmassnahmen 

mit Mitteilung vom 6. Oktober 2020 abgeschlossen.

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4. In der Folge veranlasste die IV-Stelle eine polydisziplinäre Begutachtung 

von A._____ in den Fachdisziplinen Allgemeine Innere Medizin, 

Gastroenterologie, Pneumologie sowie Psychiatrie und Psychotherapie, 

wobei der Auftrag der Swiss Medical Assessment- and Business-Center 

(SMAB) AG in St. Gallen zugeteilt wurde. In dem am 1. Juni 2021 

erstatteten Gutachten (nachfolgend SMAB-Gutachten) diagnostizierten 

die Experten eine rezidivierende depressive Störung, nicht näher 

bezeichnet (ICD-10 F33.9) mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. 

Während sie die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als 

aufgehoben erachteten, wiesen sie in einer leidensadaptierten Tätigkeit 

eine seit Anfang 2021 bestehende 100%ige Arbeitsfähigkeit aus.

5. Mit Vorbescheid vom 10. Juni 2021 stellte die IV-Stelle A._____ die 

Ausrichtung einer Dreiviertelsrente ab dem 1. März 2020 und einer ganzen 

Invalidenrente ab dem 1. Oktober 2020 bis zum 31. März 2021 in Aussicht. 

Zum Abklärungsergebnis hielt sie fest, die angestammte Tätigkeit als 

Mitarbeiterin in der Zustellung sei A._____ nicht mehr zumutbar. Indes sei 

eine überwiegend sachbetonte, gut strukturierte Tätigkeit bei Ablauf der 

einjährigen Wartefrist im März 2020 zu 50 % möglich. Ab Juli 2020 habe 

sich der Gesundheitszustand von A._____ verschlechtert, so dass ihr 

keine Erwerbstätigkeit habe zugemutet werden können. Seit Januar 2021 

sei ihr aus ärztlicher Sicht wieder eine leidensangepasste Tätigkeit im 

Vollpensum möglich. Unter Berücksichtigung der dreimonatigen Wartefrist 

seit der Verbesserung ab Januar 2021 bestehe ab dem 1. April 2021 bei 

einem rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 20 % kein 

Rentenanspruch mehr. Dagegen liess A._____ am 12. Juli 2021 Einwand 

erheben. Mit Verfügung vom 13. September 2021 entschied die IV-Stelle 

wie vorbeschieden und sprach A._____ ab dem 1. März 2020 eine 

Dreiviertelsrente und ab dem 1. Oktober 2020 bis zum 31. März 2021 eine 

ganze Invalidenrente zu.

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6. Dagegen liess A._____ (nachfolgend Beschwerdeführerin) am 8. Oktober 

2021 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden 

erheben. Neben der Aufhebung der angefochtenen Verfügung vom 13. 

September 2021 beantragte sie, ihr sei ab dem 1. April 2021 eine ganze 

Invalidenrente, eventualiter eine Dreiviertelsrente zuzusprechen. 

Subeventualiter seien ihr Massnahmen zur beruflichen 

Wiedereingliederung zu gewähren. In formeller Hinsicht ersuchte sie um 

Verlängerung der Beschwerdefrist, was von der Instruktionsrichterin mit 

Schreiben vom 12. Oktober 2021 abgewiesen wurde. Zur Begründung 

ihrer Beschwerde führte die Beschwerdeführerin zusammenfassend aus, 

ihr sei mit Verweis auf die fehlende Verwertbarkeit einer allfälligen 

Erwerbsfähigkeit während den verbleibenden drei Jahren bis zur 

Pensionierung weiterhin eine ganze Invalidenrente auszurichten. 

Eventualiter sei ihr eine Dreiviertelsrente zuzusprechen, wobei der 

standardisierte LSE-Tabellenlohn aufgrund ihres Alters und der fehlenden 

beruflichen Ausbildung mittels Leidensabzug nach unten zu korrigieren 

sei. Für den Fall, dass ihr eine Invalidenrente ab dem 1. April 2021 

verweigert werden sollte, seien ihr berufliche 

Wiedereingliederungsmassnahmen zu gewähren. Die Eingliederungshilfe 

sei unumgänglich, da sie im kommenden Monat 61 Jahre alt werde und 

über keine abgeschlossene Berufsausbildung verfüge. Dabei dürfe keine 

Rolle spielen, dass berufliche Eingliederungsmassnahmen vor zwei 

Jahren ein erstes Mal gescheitert seien, zumal sich ihr 

Gesundheitszustand zwischenzeitlich nachweislich verschlechtert habe 

und ihr während 13 Monaten eine Invalidenrente zugesprochen worden 

sei.

7. Mit Vernehmlassung vom 28. Oktober 2021 schloss die IV-Stelle 

(nachfolgend Beschwerdegegnerin) auf Abweisung der Beschwerde und 

ergänzte die in der Verfügung vom 13. September 2021 angeführte 

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Begründung punktuell anhand der in der Beschwerde gemachten 

Vorbringen.

8. Die Beschwerdeführerin replizierte am 22. November 2021 bei 

unveränderten Rechtsbegehren und reichte einen Pflegebericht von 

G._____ vom 15. November 2021 ein.

9. Am 2. Dezember 2021 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf die 

Einreichung einer Duplik.

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien in den Rechtsschriften, die an-

gefochtene Verfügung sowie die weiteren Akten wird, sofern erforderlich, 

in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Nach Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversiche-

rung (IVG; SR 831.20) sind Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt 

vor dem Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle anfechtbar. Die Verfü-

gung der IV-Stelle des Kantons Graubünden vom 13. September 2021 

stellt eine solche anfechtbare Verfügung der Invalidenversicherung und 

folglich ein taugliches Anfechtungsobjekt für ein Verfahren vor dem Ver-

waltungsgericht des Kantons Graubünden dar. Die sachliche Zuständig-

keit des Verwaltungsgerichts ergibt sich aus Art. 57 des Bundesgesetzes 

über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; 

SR 830.1) i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungs-

rechtspflege (VRG; BR 370.100). Als Adressatin der strittigen Verfügung 

ist die Beschwerdeführerin berührt und sie weist ein schutzwürdiges Inter-

esse an deren Aufhebung oder Änderung auf (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. 

Art. 59 ATSG). Die Beschwerde wurde zudem frist- und formgerecht ein-

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gereicht (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 60 Abs. 1 und 2 ATSG, Art. 38 f. so-

wie Art. 61 lit. b ATSG). Darauf ist somit einzutreten.

2. Streitgegenstand bildet der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin ab 

dem 1. April 2021. Unbestritten ist neben dem Valideneinkommen von 

CHF 70'307.35 für das Jahr 2021 (vgl. angefochtene Verfügung vom 

13. September 2021 [beschwerdegegnerische Akten {Bg-act.} 78] und 

Bemessung des Invaliditätsgrads [Bg-act. 77]) die ihr ab dem 1. März 2020 

sowie vom 1. Oktober 2020 bis zum 31. März 2021 zugesprochenen, 

befristeten Invalidenrenten. Uneinig sind sich die Parteien zunächst 

hinsichtlich der (Rest-)Arbeitsfähigkeit in leidensangepasster Tätigkeit: 

Kritisiert wird dabei die von der Beschwerdegegnerin ab Januar 2021 

angenommene Arbeitsfähigkeit von 100 % in adaptierter Tätigkeit. Die 

Beschwerdeführerin spricht dem SMAB-Gutachten vom 1. Juni 2021 den 

Beweiswert ab und bemängelt, dass es die jüngsten Entwicklungen ihres 

Gesundheitszustands nicht berücksichtige. Zudem ist die weitere 

Bemessung des Invalideneinkommens (wirtschaftliche Verwertbarkeit der 

Restarbeitsfähigkeit wegen fortgeschrittenen Alters und Vornahme eines 

Leidensabzugs vom massgeblichen Tabellenlohn der Schweizerischen 

Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik [LSE]) sowie die (Un-

)Zumutbarkeit der Selbsteingliederung der Beschwerdeführerin umstritten. 

3.1. Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismittel zu 

würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichts-

beschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Hin-

sichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob dieser 

für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 

beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 

Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medi-

zinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Si-

tuation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des 

Experten begründet sind (vgl. BGE 134 V 231 E.5.1, 125 V 351 E.3a; Ur-

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teile des Bundesgerichts 8C_225/2021 vom 10. Juni 2021 E.3.2, 

8C_144/2021 vom 27. Mai 2021 E.2.4). Ausschlaggebend für den Beweis-

wert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch 

die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellung-

nahme als Bericht oder Gutachten (vgl. BGE 125 V 351 E.3a, 122 V 157 

E.1c mit Hinweisen). Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf be-

stimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die 

Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. BGE 125 V 351 E.3b, 118 V 286 E.1b, 

112 V 30 E.1a mit Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungs-

verfahrens eingeholten Gutachten von externen Spezialärztinnen oder 

Spezialärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Unter-

suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 

Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Be-

weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete In-

dizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (vgl. BGE 137 V 

210 E.1.3.4, 125 V 351 E.3b/bb).

3.2. Zunächst ist zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht auf das 

SMAB-Gutachten vom 1. Juni 2021 abgestellt hat oder ob konkrete Indi-

zien gegen dessen Zuverlässigkeit sprechen bzw. dieses von den übrigen 

medizinischen Akten derart in Zweifel gezogen wird, dass von der      

100%igen Arbeitsfähigkeitseinschätzung in adaptierter Tätigkeit ab Januar 

2021 abzuweichen wäre.

3.3. Zwar bestreitet die Beschwerdeführerin in der Beschwerde, dass das 

SMAB-Gutachten die gesetzlichen und bundesgerichtlich festgelegten 

Anforderungen an ein neutrales, schlüssiges und vollständiges Gutachten 

zu erfüllen und die anderslautenden Einschätzungen ihres 

Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit durch die behandelnden 

Fachärzte zu überstimmen vermöge. Konkrete Anhaltspunkte, welche 

gegen die Zuverlässigkeit dieser Expertise sprechen würden, bringt sie 

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indessen nicht vor. Solche sind denn auch nicht ersichtlich. Vielmehr 

setzten sich die SMAB-Gutachter in ihrer Beurteilung in Kenntnis der 

medizinischen Vorakten sorgfältig mit den gesundheitlichen 

Einschränkungen der Beschwerdeführerin auseinander und trafen ihre 

Schlussfolgerungen gestützt auf die eigenen klinischen und 

laborchemischen Untersuchungen (vgl. Bg-act. 64 S. 5 f., S. 21 ff., S. 31 

ff., S. 41 ff. und S. 52 f.). Auch flossen die von der Beschwerdeführerin 

gemachten Angaben zur Krankheitsentwicklung und zum jetzigen Leiden 

in die Gesamtbeurteilung zum Gesundheitszustand und zur 

Arbeitsfähigkeitseinschätzung mit ein (vgl. Bg-act. 64 S. 5, S. 16 ff., S. 29 

f., S. 39 ff. und S. 49 ff.). Dabei wurden insbesondere auch die von der 

Beschwerdeführerin beschwerdeweise vorgebrachte depressive 

Symptomatik und die Lungenkrankheit bzw. die damit 

zusammenhängenden Beschwerden berücksichtigt (vgl. Bg-act. 64 S. 5 f., 

S. 22 ff., S. 49 und S. 53 ff.). Die gutachterlichen Ausführungen in der 

Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sind einleuchtend (vgl. 

Bg-act. 64 S. 5 f., S. 22 f., S. 33 f., S. 43 f. und S. 53 f.) und die gezogenen 

Schlussfolgerungen zum Gesundheitszustand sowie zur 

versicherungsrechtlich relevanten Einschätzung der Arbeitsfähigkeit 

nachvollziehbar begründet (vgl. Bg-act. 64 S. 7 ff., S. 24 ff., S. 33 ff., S. 43 

ff. und S. 53 ff.). Ferner ist das Gutachten für die streitigen Belange 

umfassend. In der Konsensbeurteilung wiesen die Gutachter eine 

rezidivierende depressive Störung, nicht näher bezeichnet (ICD-10 F33.9) 

als Diagnose mit Arbeitsfähigkeitsauswirkung aus (Bg-act. 64 S. 7). Dazu 

führten sie nachvollziehbar aus, unter Berücksichtigung der Unterlagen 

und der anamnestischen Angaben der Beschwerdeführerin ergebe sich 

bei ihr die Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung. Aktuell 

werde keine durchgehende Depressivität mehr beschrieben, was 

Voraussetzung für eine mindestens leichte depressive Episode wäre. Es 

werde daher eingeschätzt, dass bei der Beschwerdeführerin nur noch eine 

depressive Restsymptomatik bestehe mit nur noch an einzelnen Tagen 

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bestehender depressiver Verstimmung und reduzierter emotionaler 

Belastbarkeit. Dies entspreche der Diagnose einer rezidivierenden 

depressiven Störung, nicht näher bezeichnet (Bg-act. 64 S. 5 und S. 22). 

Mit Blick auf deren funktionellen Auswirkungen hielten die Gutachter fest, 

die emotionale Belastbarkeit und die Stressbelastbarkeit seien reduziert. 

Die Depression habe sich zwar deutlich zurückgebildet. Es bestehe aber 

noch keine durchgehende und uneingeschränkte Fähigkeit, aufmerksam 

und konzentriert im Strassenverkehr teilzunehmen, wie es für das 

professionelle Fahren der Beschwerdeführerin in der Vergangenheit 

(Kleintransporter, zum Teil Anhänger) erforderlich wäre (Bg-act. 64 S. 7). 

Insofern leuchtet es ein, wenn die Gutachter die Arbeitsfähigkeit in der 

bisherigen Tätigkeit als aufgehoben betrachteten. Gleiches gilt für die von 

den Gutachtern infolge einer (auf den Angaben der Beschwerdeführerin 

basierenden, vgl. Bg-act. 64 S. 17) schrittweisen Besserung der 

Depression ab Anfang 2021 ausgewiesenen Arbeitsfähigkeit von 100 % in 

einer leidensangepassten Tätigkeit (Bg-act. 64 S. 8 f.).

3.4. Angesichts dieser plausiblen, von keiner ärztlichen Fachperson in Frage 

gestellten Beurteilung und des Umstands, dass weder von der 

Beschwerdeführerin substanziiert dargelegt wird noch ersichtlich ist, 

inwiefern im SMAB-Gutachten wichtige, nicht rein der subjektiven 

Interpretation ent-springende Aspekte unerkannt oder ungewürdigt 

geblieben wären (Urteil des Bundesgerichts 8C_370/2020 vom 15. 

Oktober 2020 E.7.2), ist entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin 

zu folgern, dass das SMAB-Gutachten vom 1. Juni 2021 die von der 

höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert eines 

medizinischen Berichts gestellten Anforderungen erfüllt. Daran vermag 

auch der erst mit der Replik von der Beschwerdeführerin eingereichte 

Bericht von G._____, dipl. Pflegefachfrau HF Psychiatrie, vom 15. 

November 2021 – wie hernach aufgezeigt wird (vgl. Erwägung 3.7) – 

nichts zu ändern.

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3.5. Des Weiteren bringt die Beschwerdeführerin vor, sie habe die 

Beschwerdegegnerin bereits im Einwandverfahren darauf hingewiesen, 

dass die jüngsten Entwicklungen ihres Gesundheitszustands nicht 

berücksichtigt worden seien. Es sei unterlassen worden, nebst dem 

polydisziplinären Gutachten die jüngsten Befunde bzw. Stellungnahmen 

ihrer behandelnden Ärzte einzuholen. Die den Gutachtern unterbreiteten 

medizinischen Akten seien im Zeitpunkt der Erstellung des Gutachtens 

bereits zwischen acht und 21 Monate alt gewesen. Insbesondere in Bezug 

auf die depressive Erkrankung seien diese Unterlagen bei der 

Begutachtung aber längst nicht mehr aktuell gewesen. Die 

Beschwerdegegnerin wäre aufgrund ihrer Abklärungspflicht gehalten 

gewesen, diesen Hinweisen nachzugehen. Nach Ansicht der 

Beschwerdeführerin wäre ihr die Möglichkeit einzuräumen gewesen, 

sachdienliche Unterlagen einreichen zu können, sofern und soweit diese 

nicht von der Beschwerdegegnerin selber zu beschaffen gewesen wären. 

Hinzu komme, dass es ihr nicht möglich gewesen sei, zwischen dem Erhalt 

des Vorbescheids und dem Ablauf der kurzen Frist zur Einreichung des 

Einwands die notwendigen Beweise zusammenzutragen. Die 

Beschwerdegegnerin habe daher ihren Anspruch auf rechtliches Gehör 

verletzt.

3.6. Diese Einwände verfangen nicht. Die Beschwerdegegnerin hat den 

medizinischen Sachverhalt im Rahmen des Verwaltungsverfahrens 

sorgfältig abgeklärt, indem sie insbesondere verschiedene 

Verlaufsberichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte eingeholt (vgl. Bg-

act. 13, 15, 37 und 42) und eine polydisziplinäre Begutachtung in den 

Fachdisziplinen Allgemeine Innere Medizin, Gastroenterologie, 

Pneumologie sowie Psychiatrie und Psychotherapie veranlasst hat (Bg-

act. 64). Nach Würdigung des SMAB-Gutachtens vom 1. Juni 2021 durch 

RAD-Arzt Jansen in seiner Abschlussbeurteilung vom 9. Juni 2021 (Bg-

act. 75 S. 12 ff.) stellte die Beschwerdegegnerin mit Vorbescheid vom 10. 

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Juni 2021 neben der Ausrichtung einer Dreiviertelsrente ab dem 1. März 

2020 die Zusprache einer befristeten ganzen Invalidenrente vom 1. 

Oktober 2020 bis zum 31. März 2021 in Aussicht (Bg-act. 65). Dagegen 

erhob die Beschwerdeführerin am 12. Juli 2021 Einwand und liess darin 

im Wesentlichen vorbringen, der vorgesehene Entscheid berücksichtige 

die jüngsten Entwicklungen ihres Gesundheitszustands nicht; sie leide 

unverändert an einer schweren Depression und sei aufgrund ihrer 

Lungenkrankheit in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt (Bg-act. 71 S. 

3). (Fach-)Ärztliche Berichte, welche eine Veränderung ihres 

Gesundheitszustands seit der Begutachtung durch die SMAB-Gutachter 

belegen würden, legte sie indes nicht ins Recht. Vielmehr beliess sie es 

bei ihren pauschalen und nicht weiter substanziierten Vorbringen. Damit 

vermag sie aber weder eine Verletzung der Abklärungspflicht noch ihres 

Anspruchs auf rechtliches Gehör zu begründen. Angesichts des 

umfassenden, erst kürzlich am 1. Juni 2021 erstatteten und in Kenntnis 

der Vorakten, einschliesslich der Berichte der behandelnden Ärztinnen 

und Ärzte (vgl. Bg-act. 64 S. 11 ff.), verfassten SMAB-Gutachtens bestand 

entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin kein Anlass, ihren 

behaupteten und nicht weiter belegten Vorbringen nachzugehen bzw. ihr 

die Möglichkeit zur Einreichung entsprechender medizinischer Unterlagen 

einzuräumen. Vielmehr wären solche (fach-)ärztlichen Berichte von der 

Beschwerdeführerin selber spätestens mit dem Einwand, allenfalls auch 

im Rahmen einer zu diesem Zweck anbegehrten Fristverlängerung, 

beizubringen gewesen. Stattdessen liess sie es bei ihrer behaupteten 

Veränderung des Gesundheitszustands bewenden und reichte auch mit 

der Beschwerde vom 8. Oktober 2021 an das streitberufene Gericht keine 

entsprechenden Unterlagen nach.

3.7. Erst mit der Replik vom 22. November 2021 legte die Beschwerdeführerin 

einen Pflegebericht vom 15. November 2021 von G._____ ins Recht 

(beschwerdeführerische Akten [Bf-act.] 7). Dieser vermag das SMAB-

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Gutachten indes nicht zu erschüttern. Abgesehen davon, dass er ohnehin 

nicht von einer Fachärztin für Psychotherapie und Psychiatrie verfasst 

wurde, erschöpft er sich im Wesentlichen darin, die subjektiven Angaben 

der Beschwerdeführerin zu ihrer Vor- und Krankengeschichte 

wiederzugeben. Soweit darin Kritik am psychiatrischen SMAB-

Teilgutachten von Dr. med. H._____ geübt wird, indem moniert wird, dass 

das Schwergewicht fälschlicherweise auf den früheren, inzwischen jedoch 

sistierten Alkoholkonsum gelegt worden sei, kann der sich darauf 

abstützenden Beschwerdeführerin nicht gefolgt werden. Dabei wird 

übersehen, dass Dr. med. H._____ als Diagnose mit Auswirkungen auf 

die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Störung, nicht näher 

bezeichnet (ICD-10 F33.9) ausgewiesen und diese nachvollziehbar 

hergeleitet hat (vgl. dazu Erwägung 3.3 hiervor). Die Diagnose eines 

gefährlichen Gebrauchs von Alkohol wies er hingegen denjenigen ohne 

Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zu. Dies begründete er damit, dass nach 

Angaben der Beschwerdeführerin inzwischen nur noch ein Alkoholkonsum 

in grösseren Abständen erfolge, was sich auch in dem im nicht-

pathologischen Bereich liegenden CDT widerspiegle. Bei einem in der 

Vergangenheit eindeutig bestehenden Alkoholabhängigkeitssyndrom 

sowie auch depressiver Störung bestehe aber mindestens ein gefährlicher 

Gebrauch von Alkohol in dem Sinne, dass sich erneut eine schwerer 

ausgeprägte Alkoholproblematik (mit dann auch gegebenenfalls 

Induzierung und Verstärkung von depressiven Symptomen) entwickeln 

könnte. Dies entspreche der ICD-10-Diagnose eines gefährlichen 

Gebrauchs von Alkohol (Bg-act. 64 S. 22 f.). Diese plausiblen 

Ausführungen zeigen entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin 

auf, dass der im Vergleich zu früher klar reduzierte Alkoholkonsum der 

Beschwerdeführerin vom Gutachter nicht überhört worden ist. Auch 

berücksichtigten die SMAB-Gutachter – wie bereits dargelegt – in der 

Konsensbeurteilung mit Blick auf die funktionellen Auswirkungen der 

psychiatrischen Diagnose, dass die emotionale Belastbarkeit und die 

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Stressbelastbarkeit der Beschwerdeführerin reduziert seien (Bg-act. 64 S. 

7), was mit den Ausführungen im Pflegebericht vom 15. November 2021 

übereinstimmt. Soweit darin ausgeführt wird, dass die Beschwerdeführerin 

nach dem Untersuchungsgespräch mit Dr. med. H._____ völlig verändert, 

traurig, resigniert, enttäuscht und sichtlich psychisch wie physisch leidend 

in der Sitzung mit G._____ erschienen sei, mutet dies insoweit 

widersprüchlich an, als die psychiatrische Exploration bereits am 23. April 

2021 stattgefunden hat (Bg-act. 64 S. 15), die Betreuung der 

Beschwerdeführerin durch G._____ gemäss deren eigenen Angaben aber 

erst Anfang Juli 2021 aufgenommen wurde (Bf-act. 7). In diesem 

Zusammenhang ist zudem darauf hinzuweisen, dass 

rechtsprechungsgemäss in reaktiven Störungen auf das laufende IV-

Verfahren ein invaliditätsfremdes Geschehen erblickt werden kann (vgl. 

Urteil des Bundesgerichts 8C_143/2019 vom 21. August 2019 E.4.4.2.2 

f.).

3.8. Insgesamt ergibt sich daher, dass die Vorbringen der Beschwerdeführerin 

und der von ihr beigebrachte Pflegebericht vom 15. November 2021 nicht 

geeignet sind, den Beweiswert des SMAB-Gutachtens vom 1. Juni 2021 

zu schmälern. Es ist daher nicht zu beanstanden, wenn die 

Beschwerdegegnerin auf die darin ausgewiesene 100%ige 

Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit ab Januar 2021 abstellte.

4.1. Streitig ist sodann die weitere Bemessung des Invalideneinkommens.

4.2. Soweit die Beschwerdeführerin mit Blick auf das Invalideneinkommen 

geltend macht, dass das von der Beschwerdegegnerin gestützt auf den       

Totalwert der Tabelle TA 1 der LSE 2018 für Tätigkeiten auf dem 

Kompetenzniveau 1 im privaten Sektor für Frauen bei einer 

Arbeitsfähigkeit von 100 % korrekt errechnete Einkommen von CHF 

56'288.85 (CHF 4'371.-- x 12 : 40 x 41.7 x 1.009117 x 1.01 x 1.01; 

umgerechnet auf die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 

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Stunden und aufindexiert auf das Jahr 2021) zu hoch sei, kann ihr nicht 

gefolgt werden. Denn gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist bei 

versicherten Personen, die nach Eintritt eines Gesundheitsschadens – wie 

vorliegend – lediglich noch leichte und intellektuell nicht anspruchsvolle 

Arbeiten verrichten können, in der Regel vom Totalwert im niedrigsten 

(und am schlechtesten bezahlten) Kompetenzniveau 1 auszugehen. Dass 

hiervon abzuweichen wäre, macht die Beschwerdeführerin nicht 

substanziiert geltend und ist auch nicht ersichtlich (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts 8C_411/2019 vom 16. Oktober 2019 E.7.2 mit Hinweis auf 

Urteile des Bundesgerichts 9C_325/2018 vom 29. Juni 2018 E.3.2.2 und 

9C_633/2013 vom 23. Oktober 2013 E.4.2). 

4.3. Nicht durchzudringen vermag die Beschwerdeführerin des Weiteren mit 

ihrem Vorbringen, ihr sei aufgrund der fehlenden Verwertbarkeit einer 

allfälligen Erwerbsfähigkeit während den verbleibenden drei Jahren bis zur 

Pensionierung eine ganze Invalidenrente auszurichten. Zwar anerkennt 

die Rechtsprechung, dass das (vorgerückte) Alter zusammen mit weiteren 

persönlichen und beruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die 

einer versicherten Person verbliebene Resterwerbsfähigkeit auf dem 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt realistischerweise nicht mehr nachgefragt 

wird (BGE 146 V 16 E.7, 145 V 2 E.5.3.1, 138 V 457 E.3, je mit Hinweisen). 

Das Bundesgericht hat indes relativ hohe Hürden für Annahme einer 

Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit älterer Menschen errichtet 

(Urteil des Bundesgerichts 8C_55/2021 vom 9. Juni 2021 E.5.2.1). 

Vorliegend ist das gutachterlich definierte Belastungsprofil, wonach der im 

massgebenden Zeitpunkt (vgl. hierzu BGE 146 V 16 E.7.1) 60-jährigen 

Beschwerdeführerin leichte bis mittelschwere Arbeiten unter 

lufthygienisch akzeptablen Bedingungen in überwiegend sachbetonten 

(kein oder allenfalls geringfügiger Kundenkontakt), gut strukturierten 

Tätigkeiten ohne besonderen Zeitdruck, ohne erhöhte Anforderungen an 

die emotionale Belastbarkeit und ohne (Nacht-)Schichtarbeit zumutbar 

- 15 -

sind (vgl. Konsensbeurteilung des SMAB-Gutachtens vom 1. Juni 2021 

[Bg-act. 64 S. 8]), nicht derart eingeschränkt, dass der ausgeglichene 

Arbeitsmarkt eine entsprechende Stelle praktisch nicht kennt (vgl. Urteile 

des Bundesgerichts 9C_426/2020 vom 29. April 2021 E.5.2, 9C_15/2020 

vom 10. Dezember 2020 E.6.1, 8C_143/2019 vom 21. August 2019 E.5.2 

und 9C_253/2017 vom 6. Juli 2017 E.2.2.1, je mit Hinweisen). Vielmehr 

umfasst das hier anwendbare Kompetenzniveau 1 (einfache Tätigkeiten 

körperlicher oder handwerklicher Art) auch der Beschwerdeführerin 

zumutbare Tätigkeiten (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_240/2021 vom 

15. September 2021 E.4.4.3, 8C_815/2019 vom 30. Januar 2020 E.4 und 

E.6.2 sowie 8C_528/2019 vom 12. November 2019 E.4.2.2). Zudem kann 

auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit einem sozialen 

Entgegenkommen von Seiten des Arbeitgebers (Nischenarbeitsplätze) 

gerechnet werden (vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_693/2019 vom 18. 

Dezember 2019 E.4.1.3, 9C_294/2017 vom 4. Mai 2018 E.5.4.2 und 

9C_253/2017 vom 6. Juli 2017 E.2.2.1, je mit Hinweisen). Dass der für die 

Beschwerdeführerin nötige Betreuungsaufwand derart gross wäre, dass 

das entsprechende Entgegenkommen realistischerweise von einem 

durchschnittlichen Arbeitgeber auf dem ersten Arbeitsmarkt nicht erwartet 

werden kann (vgl. ähnlich Urteil des Bundesgerichts 9C_321/2018 vom 

16. Oktober 2018 E.5 mit Hinweisen), ist nicht ersichtlich. Da 

praxisgemäss für Hilfsarbeiten weder eine Berufsausbildung noch 

Erfahrungen oder sonstige Vorkenntnisse vorausgesetzt werden (Urteil 

des Bundesgerichts 8C_55/2021 vom 9. Juni 2021 E.5.2.1), fällt die 

fehlende abgeschlossene Berufsausbildung sowie die seit Mitte März 

2019 bestehende Absenz vom Arbeitsmarkt nicht weiter ins Gewicht. 

Neben der schulischen Grundausbildung (vgl. Bg-act. 2 S. 5) verfügt die 

Beschwerdeführerin aufgrund ihrer bisherigen beruflichen Laufbahn mit 

verschiedenen Anstellungen im Gastgewerbe und in der Brief- bzw. 

Paketzustellung (vgl. dazu IK-Auszüge [Bg-act. 38 und 62], Fragebogen 

für Arbeitgebende vom 23. Juli 2019 [Bg-act. 8], Evaluationsgespräch 

- 16 -

Eingliederung vom 15. August 2019 [Bg-act. 16 S. 2 f.]) über Fertigkeiten, 

die sie durchaus in einer geeigneten Verweistätigkeit nutzbar machen 

könnte. Aufgrund der bisher ausgeübten praktischen Tätigkeiten dürfte 

sich auch der Umstellungs- und Einarbeitungsaufwand in eine 

Verweistätigkeit für die Beschwerdeführerin in Grenzen halten. Dies ist mit 

Blick auf die kurze Aktivitätsdauer positiv zu werten, genauso wie ihre 

Persönlichkeitsstruktur als pflichtbewusste und offene Person (vgl. SMAB-

Gutachten vom 1. Juni 2021 [Bg-act. 64 S. 7 und S. 21], Bericht von Dr. 

med. F._____ vom 25. August 2020 [Bg-act. 37 S. 3], 

Evaluationsgespräch Eingliederung vom 15. August 2019 [Bg-act. 16 S. 

5]). Es fehlen somit jegliche Anhaltspunkte dafür, dass die 

Beschwerdeführerin aufgrund ihres Alters sowie den weiteren 

personenbezogenen und beruflichen Merkmalen ihre verbliebene 

Arbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht verwerten 

könnte.

4.4. Sodann macht die Beschwerdeführerin aufgrund ihres 

Gesundheitszustands, ihres fortgeschrittenen Alters, ihrer Absenz vom 

Arbeitsmarkt, der fehlenden Berufsausbildung und aufgrund der 

Unzumutbarkeit einer Arbeitstätigkeit in ihrem angestammten Beruf 

geltend, ihr sei ein Leidensabzug von 25 % zu gewähren.

4.5. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung können persönliche und 

berufliche Merkmale der versicherten Person wie Art und Ausmass der 

Behinderung, Lebensalter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität 

oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad je nach Ausprägung 

Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben, weshalb ein auf höchstens 25 % 

begrenzter Leidensabzug von dem nach den LSE-Tabellenlöhnen zu 

ermittelnden Invalideneinkommen vorgenommen werden kann, soweit 

anzunehmen ist, dass die trotz des Gesundheitsschadens verbleibende 

Leistungsfähigkeit infolge eines oder mehrerer dieser Merkmale auf dem 

allgemeinen Arbeitsmarkt (vgl. dazu BGE 134 V 64 E.4.2.1) nur mit 

- 17 -

unterdurchschnittlichem Einkommen verwertet werden kann (BGE 146 V 

16 E.4.1, 135 V 297 E.5.2; Urteile des Bundesgerichts 8C_115/2021 vom 

10. August 2021 E.3.2.1, 8C_330/2021 vom 8. Juni 2021 E.5.1 und 

9C_283/2020 vom 17. August 2020 E.7.1.1). Bei der Bestimmung der 

Höhe des Abzugs ist der Einfluss aller in Betracht fallender Merkmale auf 

das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall 

nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und insgesamt, 

wie erwähnt, auf höchstens 25 % des Tabellenlohnes zu begrenzen 

(BGE 135 V 297 E.5.2, 134 V 322 E.5.2, 126 V 75 E.5b/bb-cc; Urteile des 

Bundesgerichts 9C_283/2020 vom 17. August 2020 E.7.1.1, 9C_787/2018 

und 9C_795/2018 vom 19. Juli 2019 E.6.2). Die Rechtsprechung gewährt 

insbesondere dann einen Abzug auf dem Invalideneinkommen, wenn eine 

versicherte Person selbst im Rahmen einer körperlich leichten 

Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist (BGE 126 

V 75 E.5a/bb; Urteile des Bundesgerichts 8C_115/2021 vom 10. August 

2021 E.3.2.1 und 9C_283/2020 vom 17. August 2020 E.7.1.1). Zu 

beachten ist jedoch, dass allfällige bereits in der Beurteilung der 

medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche 

Einschränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten 

Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben 

Gesichtspunkts führen dürfen (BGE 146 V 16 E.4.1; Urteile des 

Bundesgerichts 8C_115/2021 vom 10. August 2021 E.3.2.1 und 

9C_283/2020 vom 17. August 2020 E.7.1.1).

4.6. Soweit die Beschwerdeführerin einen Abzug mit dem Verweis auf ihren 

Gesundheitszustand geltend macht, ist ihr entgegenzuhalten, dass die 

sich aus medizinischer Sicht auf die Arbeitsfähigkeit auswirkenden Limi-

tierungen, welche bereits in qualitativer Hinsicht bei der gutachterlichen 

Festlegung des Belastungsprofils berücksichtigt worden sind, nicht noch-

mals – als abzugsrelevant – herangezogen werden dürfen. Dies käme ei-

ner unzulässigen doppelten Anrechnung derselben Gesichtspunkte gleich 

- 18 -

(vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_48/2021 vom 20. Mai 2021 E.4.3.4, 

8C_705/2018 vom 16. Mai 2019 E.4.3 mit Hinweisen und 9C_771/2017 

vom 29. Mai 2018 E.3.5.1 mit Hinweis). Es bestehen denn auch keine An-

haltspunkte dafür, dass die gesundheitlichen Einschränkungen nicht be-

reits vollumfänglich in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit 

in leidensadaptierter Tätigkeit enthalten sind. Welche Limitierungen der 

Arbeitsfähigkeit – abgesehen von den bereits in der Arbeitsfähigkeits-

schätzung berücksichtigten – hier zusätzlich vorliegen sollten, zeigt die 

Beschwerdeführerin denn auch nicht auf.

4.7. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin stellt ihr Alter keinen 

Grund dar, der einen leidensbedingten Abzug zu rechtfertigen vermöchte. 

Denn insbesondere im Bereich der Hilfsarbeiten muss sich ein 

fortgeschrittenes Alter auf dem hypothetischen ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG) praxisgemäss nicht zwingend lohnsenkend 

auswirken. Gerade Hilfsarbeiten werden auf dem massgebenden 

ausgeglichenen Stellenmarkt altersunabhängig nachgefragt (BGE 146 V 

16 E.7.2.1 mit Hinweisen; vgl. auch Urteile des Bundesgerichts 

8C_176/2021 vom 18. Mai 2021 E.6.2.2 und 8C_393/2020 vom 21. 

September 2020 E.4.2). Des Weiteren kann hinsichtlich der konkreten 

Umstände des vorliegenden Falls auf das zur Verwertbarkeit der 

Restarbeitsfähigkeit bei fortgeschrittenem Alter bereits Ausgeführte 

verwiesen werden. Dabei wird die deutschsprachige Beschwerdeführerin 

namentlich von ihren bisher gewonnenen Arbeitserfahrungen und 

praktischen Kenntnissen in verschiedenen Bereichen auf dem 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt profitieren können, indem sie ihr mit Blick auf 

die kurze Aktivitätsdauer nicht nur die Umstellung und Einarbeitung in eine 

Verweistätigkeit erleichtern, sondern sich insbesondere bei der Ausübung 

einer solchen als nützlich erweisen. Es sind somit keine Hinweise dafür 

ersichtlich, dass die Beschwerdeführerin auf dem allgemeinen 

Arbeitsmarkt aufgrund ihres Alters verglichen mit anderen Beschäftigten 

- 19 -

ihrer Alterskategorie mit einem geringeren Einkommen rechnen müsste. 

Indem insofern das Merkmal Alter unter Würdigung aller konkreten 

Umstände des Einzelfalls geprüft wurde, ist der Beschwerdeführerin, 

welche dazu im Rahmen ihrer Rechtsschriften Stellung nehmen konnte, 

durch die Unterlassung einer entsprechenden Prüfung durch die 

Beschwerdegegnerin kein Nachteil erwachsen.

4.8. Soweit die Beschwerdeführerin überdies darauf hinweist, dass sie über 

keine abgeschlossene Berufslehre verfüge, übersieht sie, dass für Hilfsar-

beiten praxisgemäss weder eine Berufsausbildung noch Erfahrungen oder 

sonstige Vorkenntnisse vorausgesetzt werden (Urteil des Bundesgerichts 

8C_55/2021 vom 9. Juni 2021 E.5.2.1). Ebenso wenig kommt mit Blick auf 

das Kompetenzniveau 1 dem Umstand, dass die Beschwerdeführerin na-

mentlich nicht mehr in ihrer angestammten Tätigkeit arbeiten kann, nach 

der Rechtsprechung eine relevante Bedeutung zu (Urteil des Bundesge-

richts 8C_699/2017 vom 26. April 2018 E.3.2). Auch lässt sich gemäss der 

jüngsten bundesgerichtlichen Rechtsprechung jedenfalls mit den verfüg-

baren statistischen Angaben nicht untermauern, dass sich in fortgeschrit-

tenem Alter beruflich neu zu orientierende Versicherte unter Berücksichti-

gung ihrer kurzen Aktivitätsdauer bis zur Pensionierung nicht mit einem 

durchschnittlichen Einkommen rechnen könnten bzw. bedeutsame Ein-

bussen in Kauf zu nehmen hätten (BGE 146 V 16 E.7.2.1; Urteil des Bun-

desgerichts 8C_151/2020 vom 15. Juli 2020 E.6.3.3).

4.9. Mit Blick auf die Art der zumutbaren Tätigkeiten wirkt sich die lange 

Abwesenheit vom Arbeitsmarkt praxisgemäss nicht (zwingend) 

lohnsenkend aus (Urteile des Bundesgerichts 8C_267/2020 vom 9. 

September 2020 E.6.3, 9C_225/2019 vom 11. September 2019 E.4.4.2, 

9C_418/2017 vom 30. Oktober 2017 E.4.5.2, 8C_805/2016 vom 22. März 

2017 E.3.3 und E.3.4.3). Das Bundesgericht hat denn auch in 

Konstellationen, wie der vorliegenden, in welchen Hilfstätigkeiten im 

untersten Kompetenzniveau als Verweistätigkeiten in Frage kommen, die 

- 20 -

Vornahme eines Abzugs vom Tabellenlohn verneint (Urteil des 

Bundesgerichts 9C_223/2020 vom 25. Mai 2020 E.4.3.5 mit Hinweisen). 

Im hier zu beurteilenden Fall kommt hinzu, dass die Beschwerdeführerin 

erst seit dem 14. März 2019 keiner Erwerbstätigkeit mehr nachgeht (vgl. 

Bg-act. 8 S. 2, 13 S. 2 und 16 S. 2), weshalb nicht von einer langjährigen 

Abwesenheit vom Arbeitsmarkt gesprochen werden kann. Insofern 

rechtfertigt es sich vorliegend nicht, einen Leidensabzug vorzunehmen.

4.10. Selbst wenn aber ein Abzug vom Tabellenlohn gewährt würde angesichts 

des Umstands, dass die Beschwerdeführerin über die Verrichtung 

körperlich leichter Tätigkeiten hinaus in ihrer Leistungsfähigkeit 

eingeschränkt wäre, würde ein solcher 10 % jedenfalls nicht übersteigen, 

so dass immer noch ein Invaliditätsgrad resultierte, der keinen Anspruch 

auf eine Invalidenrente zu begründen vermöchte ([Valideneinkommen von 

CHF 70'307.35 - Invalideneinkommen von CHF 50'660.--] x 100 : 

CHF 70'307.35 = Invaliditätsgrad von 28 %).

5.1. Zu prüfen bleibt die Frage der (Un-)Zumutbarkeit der Selbsteingliederung 

der Beschwerdeführerin. Während die Beschwerdegegnerin insbesondere 

mangels subjektivem Eingliederungswillen die Grundlage für weitere IV-

Leistungen verneinte (vgl. angefochtene Verfügung vom 13. September 

2021 [Bg-act. 78 S. 4]), brachte die Beschwerdeführerin in der 

Beschwerde vor, sie sei namentlich aufgrund der bestehenden 

gesundheitlichen Einschränkungen, ihres Alters und der fehlenden 

Berufsausbildung nicht in der Lage, sich ab dem 1. April 2021 selber in 

den Arbeitsprozess einzugliedern. Sie werde bald 61 Jahre alt und im 

November 2024 ordentlich pensioniert. Ihre Tätigkeit als Mitarbeiterin in 

der Paketzustellung, welcher sie in den letzten 14 Jahren nachgegangen 

sei, dürfe sie nicht mehr ausüben. Sie müsse sich folglich für die 

verbleibenden drei Jahre bis zur ordentlichen Pensionierung beruflich neu 

orientieren. Sie könne aufgrund einer fehlenden Nachfrage die 

verbliebene Erwerbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht 

- 21 -

verwerten, weshalb ihr eine Selbsteingliederung nicht mehr zumutbar sei. 

Sie habe Anspruch auf berufliche Eingliederungsmassnahmen, wenn ihr 

während 13 Monaten eine Invalidenrente zugesprochen worden sei und 

diese nun eingestellt werde – unabhängig von einem ersten, vor zwei 

Jahren gescheiterten Eingliederungsversuch. Sie bestreite ein Fehlen des 

subjektiven Eingliederungswillens. Der fehlende Erfolg des seinerzeitigen 

Arbeitsversuchs sei durch den schlechten Gesundheitszustand im 

damaligen Zeitpunkt zu erklären.

5.2. Rechtsprechungsgemäss ist eine verbesserte oder neu festgestellte 

Arbeitsfähigkeit grundsätzlich auf dem Weg der Selbsteingliederung zu 

verwerten (siehe Urteile des Bundesgerichts 8C_648/2019 vom 4. Juni 

2020 E.4.1 und 9C_473/2019 vom 25. Februar 2020 E.5.2.1 mit Hinweis). 

Bei Personen, deren Rente revisionsweise herabgesetzt oder aufgehoben 

werden soll, sind nach mindestens 15 Jahren Bezugsdauer oder wenn sie 

das 55. Altersjahr zurückgelegt haben, praxisgemäss in der Regel 

vorgängig Massnahmen zur Eingliederung durchzuführen, bis sie in der 

Lage sind, das medizinisch-theoretisch (wieder) ausgewiesene 

Leistungspotenzial mittels Eigenanstrengung auszuschöpfen und 

erwerblich zu verwerten (siehe BGE 145 V 209 E.5.1 mit Hinweisen). 

Diese Rechtsprechung findet auch dann Anwendung, wenn – wie hier – 

zeitgleich mit der Rentenzusprache rückwirkend über deren Befristung 

und/oder Abstufung befunden wird (siehe BGE 145 V 209 E.5.2-5.4; 

Urteile des Bundesgerichts 9C_50/2020 vom 9. Juli 2020 E.3.2, 

8C_80/2020 vom 19. Mai 2020 E.2.3 und 9C_685/2019 vom 8. April 2020 

E.3.1). Ausnahmen von der diesfalls grundsätzlich ("vermutungsweise") 

anzunehmenden Unzumutbarkeit einer Selbsteingliederung liegen 

namentlich dann vor, wenn die langjährige Absenz vom Arbeitsmarkt auf 

invaliditätsfremde Gründe zurückzuführen ist, wenn die versicherte Person 

besonders agil, gewandt und im gesellschaftlichen Leben integriert ist oder 

wenn sie über besonders breite Ausbildungen und Berufserfahrungen 

- 22 -

verfügt (dazu und zum Folgenden: BGE 145 V 209 E.5.1 mit Hinweisen; 

Urteile des Bundesgerichts 8C_648/2019 vom 4. Juni 2020 E.4.1 und 

9C_685/2019 vom 8. April 2020 E.3.1). Verlangt sind immer konkrete 

Anhaltspunkte, die den Schluss zulassen, die versicherte Person könne 

sich trotz ihres fortgeschrittenen Alters und/oder der langen 

Rentenbezugsdauer mit entsprechender Absenz vom Arbeitsmarkt ohne 

Hilfestellungen wieder in das Erwerbsleben integrieren. Die IV-Stelle trägt 

die Beweislast dafür, dass entgegen der Regel die versicherte Person in 

der Lage ist, das medizinisch-theoretisch (wieder) ausgewiesene 

Leistungspotenzial auf dem Weg der Selbsteingliederung erwerblich zu 

verwerten (siehe BGE 145 V 209 E.5.1; Urteile des Bundesgerichts 

9C_768/2019 vom 16. September 2020 E.3.4.1 und 9C_50/2020 vom 

9. Juli 2020 E.3.1).

5.3. Zwar ist der Beschwerdeführerin darin beizupflichten, dass sie ausweislich 

der Akten über keine abgeschlossene Berufsausbildung verfügt (vgl. 

Anmeldung vom 11. Juli 2019 [Bg-act. 2 S. 5] und Evaluationsgespräch 

Eingliederung vom 15. August 2019 [Bg-act. 16 S. 2]). Auch ist mit der 

Beschwerdegegnerin anzuerkennen, dass die Absenz vom Arbeitsmarkt 

nicht überwiegend auf invaliditätsfremde Gründe zurückzuführen ist (vgl. 

hierzu die in der angefochtenen Verfügung vom 13. September 2021 

ausgewiesenen Arbeitsunfähigkeiten und die gestützt darauf 

zugesprochenen Rentenleistungen [Bg-act. 78 f.]). Indes kann die 

Beschwerdeführerin neben diversen Anstellungen im Gastgewerbe 

insbesondere eine knapp    14-jährige Arbeitstätigkeit als Mitarbeiterin in 

der Brief- und Paketzustellung vorweisen (Evaluationsgespräch 

Eingliederung vom 15. August 2019 [Bg-act. 16 S. 2], Fragebogen für 

Arbeitgebende vom 23. Juli 2019 [Bg-act. 8 S. 1 f.]), in welcher sie 

Fertigkeiten und Berufserfahrung erworben hat, die sich in einer 

Verweistätigkeit durchaus als nützlich erweisen. So wird die langjährige 

berufliche Erfahrung denn auch im SMAB-Gutachten vom 1. Juni 2021 als 

- 23 -

Ressource ausgewiesen (Bg-act. 64 S. 8 und S. 24). Da die ihr 

zumutbaren Tätigkeiten auf dem massgeblichen Arbeitsmarkt – wie 

bereits dargelegt – zudem keine besonderen Qualifikationen erfordern, 

relativiert sich ein entsprechender Eingliederungsbedarf (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts 8C_492/2018 vom 24. August 2018 E.5.2). Hinzu kommt, 

dass die Beschwerdeführerin erst seit Mitte März 2019 und damit nicht 

eine lange Absenz vom Arbeitsmarkt aufweist, welche auf eine 

arbeitsmarktliche Desintegration schliessen liesse. Vielmehr kann sie auf 

unter den heute herrschenden Verhältnissen aktualisierbare berufliche 

Erfahrungen zurückgreifen, welche für die Selbsteingliederung auf dem 

freien Arbeitsmarkt nutzbar sind resp. wären.

5.4. Mit Blick auf die Ressourcen der Beschwerdeführerin geht aus dem 

SMAB-Gutachten vom 1. Juni 2021 des Weiteren hervor, dass sie von der 

Persönlichkeit her verträglich, kontaktfreudig und offen sei (Bg-act. 64 S. 7 

und S. 21). Als weitere positive Faktoren wurden ihre familiäre Situation 

und die stabile Ehebeziehung genannt (Bg-act. 64 S. 8, S. 24 und S. 44). 

Der psychiatrische SMAB-Gutachter konnte keinen ausgewiesenen 

Rückzug feststellen (Bg-act. 64 S. 21). So führte die Beschwerdeführerin 

denn auch bereits anlässlich des Evaluationsgesprächs betreffend 

Eingliederung aus, neben ihrer Familie zu zwei guten Freundinnen einen 

aktiven Kontakt zu pflegen (Bg-act. 16 S. 4). Im Rahmen der 

psychiatrischen Begutachtung gab die Beschwerdeführerin zudem an, den 

Haushalt alleine zu erledigen sowie als Hobby zu nähen (Bg-act. 64 S. 19). 

Angesichts dieser Potenziale, welche auf eine Agilität, Gewandtheit und 

gesellschaftliche Integration schliessen lassen, erscheint die 

Beschwerdeführerin durchaus in der Lage zu sein, das medizinisch-

theoretisch ausgewiesene Leistungspotenzial mittels Eigenanstrengung 

auszuschöpfen und erwerblich zu verwerten.

5.5. Soweit die Beschwerdeführerin beschwerdeweise ausführt, ein Hinweis 

auf den gescheiterten Arbeitsversuch vor zwei Jahren mit der 

- 24 -

Schlussfolgerung, weitergehende oder erneute 

Eingliederungsmassnahmen seien nicht nötig, weil es am subjektiven 

Eingliederungswillen fehle, sei unzulässig, kann ihr nicht gefolgt werden. 

Sie übersieht dabei, dass die Beschwerdegegnerin den fehlenden 

subjektiven Eingliederungswillen nicht aus dem im Oktober 2019 bereits 

nach rund zehn Tagen wieder beendeten therapeutischen Arbeitsversuch 

ableitete. Jener wurde ausweislich der Akten abgebrochen, da sich die 

Beschwerdeführerin schikaniert gefühlt habe und das Arbeitsklima beim 

damaligen Arbeitgeber schlecht gewesen sei, so dass sich ihr 

Gesundheitszustand verschlechtert habe (Verlaufsprotokoll 

Eingliederung, Einträge vom 14. und 15. Oktober 2019 [Bg-act. 44 S. 3]). 

Vielmehr bezieht sich die Annahme eines fehlenden subjektiven 

Eingliederungswillens auf die der Beschwerdeführerin im September 2020 

gestützt auf die prognostische Beurteilung ihrer behandelnden 

Psychiaterin Dr. med. F._____ (vgl. Bericht vom 25. August 2020 [Bg-

act. 37 S. 3] und RAD-Beurteilung vom 8. September 2020 [Bg-act. 75 

S. 10 ff.]) eröffnete Möglichkeit der Aufnahme von 

Eingliederungsmassnahmen, welche die Beschwerdeführerin 

aktenkundigerweise ablehnte, weil sie sich nicht in der Lage sah, 

Eingliederungsmassnahmen Folge zu leisten bzw. einer Erwerbstätigkeit 

nachzugehen (Verlaufsprotokoll Eingliederung, Einträge vom 30. 

September 2020, 1. Oktober 2020 und 5. Oktober 2020 [Bg-act. 44 S. 7]). 

Dies wurde denn auch in der Mitteilung vom 6. Oktober 2020 so 

festgehalten und die Eingliederungsmassnahmen infolgedessen 

abgeschlossen (Bg-act. 46). Wenn nun die Beschwerdeführerin in der 

Beschwerde den fehlenden subjektiven Eingliederungswillen bestreitet 

und ausführt, sie sei auch nie zur Frage angehört worden, ob sie willens 

und in der Lage sei, an beruflichen Eingliederungsmassnahmen 

mitzuwirken, vermag dies angesichts des soeben Ausgeführten nicht zu 

überzeugen. Zudem erachtete die Beschwerdeführerin anlässlich der 

psychiatrischen und gastroenterologischen Begutachtung, als sie zu ihren 

- 25 -

Zukunftsvorstellungen befragt worden war, nur eine körperlich leichte 

Arbeit ohne Zeitdruck bzw. Putzarbeiten im Umfang von ca. 20 % bis 30 

% als möglich (Bg-act. 64 S. 19 und S. 41), während sie anlässlich der 

internistischen und pneumologischen Exploration sogar angab, sie sei zu 

erschöpft, um eine andere berufliche Tätigkeit auszuüben (Bg-act. 64 S. 

31) bzw. sie möge sich keine berufliche Zukunft mehr vorstellen; es gehe 

nichts mehr bei ihr (Bg-act. 64 S. 52). Eine vorhandene bzw. zumindest 

aktivierbare Motivation für Reintegrationsmassnahmen lässt sich daraus 

kaum ableiten. So bemerkte denn auch der pneumologische SMAB-

Gutachter, die Beschwerdeführerin scheine nicht mehr motiviert, 

nochmals in den Arbeitsprozess einzusteigen (Bg-act. 64 S. 54). Eine 

Eingliederungsbereitschaft fehlte ihr denn auch schon in der 

Vergangenheit, als sie gegenüber ihrem damaligen behandelnden 

Psychiater ausführte, namentlich einen therapeutischen Arbeitsversuch 

abzulehnen (vgl. Bericht von Dr. med. I._____ vom 14. August 2019 [Bg-

act. 15 S. 3]). Hinzu kommt, dass die Beschwerdeführerin weder in ihrem 

gegen den Vorbescheid erhobenen Einwand (Bg-act. 71 S. 3 f.) noch in 

der Beschwerde an das streitberufene Gericht zum Ausdruck gebracht 

hat, dass sie bereit und motiviert ist, berufliche Massnahmen 

aufzunehmen. Vielmehr beliess sie es bei der Bestreitung des fehlenden 

subjektiven Eingliederungswillens. Insgesamt lässt das Verhalten der 

Beschwerdeführerin deren Eingliederungsbereitschaft als mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht gegeben erscheinen.

5.6. In Gesamtwürdigung der Umstände ist somit die Zumutbarkeit der 

Selbsteingliederung zu bejahen. Mithin besteht kein Anspruch der 

Beschwerdeführerin auf Durchführung weiterer beruflicher 

Eingliederungsmassnahmen bzw. auf Weiterausrichtung der bisherigen 

Rente.

6. Die Beschwerde erweist sich somit als unbegründet und ist abzuweisen. 

- 26 -

7. Laut Art. 69 Abs. 1bis IVG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG ist das 

Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um Leistungen aus der 

Invalidenversicherung vor dem kantonalen Versicherungsgericht 

kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und 

unabhängig vom Streitwert im Rahmen von CHF 200.-- bis CHF 1'000.-- 

festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein 

durchschnittlicher Aufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Kosten in 

Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens auf CHF 700.-- 

fest. Diese sind von der unterliegenden Beschwerdeführerin zu tragen 

(vgl. Art. 73 Abs. 1 VRG). Der obsiegenden Beschwerdegegnerin steht 

kein Anspruch auf Ersatz der Parteikosten zu (vgl. Art. 61 lit. g ATSG e 

contrario).

III. Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Kosten von CHF 700.-- gehen zulasten von A._____. 

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]