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**Case Identifier:** e45580bd-67c0-5b1e-98a8-54df331f784a
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-06-16
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 16.06.2017 200 2017 66
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-66_2017-06-16.pdf

## Full Text

200 17 66 IV
SCI/ABE/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 16. Juni 2017

Verwaltungsrichter Schwegler, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Ackermann, Verwaltungsrichter Matti
Gerichtsschreiberin Abenhaim

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin MLaw B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 5. Dezember 2016

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Juni 2017, IV/17/66, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1964 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich im März 2009 erstmals zum Bezug von Leistungen der
Invalidenversicherung an, wobei er auf ein Aufmerksamkeitsdefizit und eine 
Depression hinwies (Antwortbeilage [AB] 2). Nachdem die IV-Stelle Bern 
(IVB bzw. Beschwerdegegnerin) erwerbliche und medizinische Abklärun-
gen vorgenommen hatte (AB 4 ff.), wies sie das Leistungsbegehren man-
gels eines invalidisierenden Leidens mit unangefochten gebliebener 
Verfügung vom 2. September 2009 (AB 19) ab.

Nach einer weiteren Anmeldung im April 2010 (AB 21) liess die IVB den 
Versicherten psychiatrisch und neuropsychologisch untersuchen. Insbe-
sondere gestützt auf die entsprechenden Gutachten vom 23. Dezember 
2010 (AB 30) und vom 2. August 2011 (AB 34.1) verneinte die IVB mit Ver-
fügung vom 3. Mai 2012 (AB 41) einen Rentenanspruch erneut (Invali-
ditätsgrad: 13%). Auch dieser Verwaltungsakt blieb unangefochten.

In der Folge gewährte die IVB zunächst Beratung und Unterstützung bei 
der Stellensuche (AB 49) und erteilte alsdann Kostengutsprache für ein 
externes Coaching von April bis September 2013 (AB 50, 53). Nachdem 
sich der Versicherte für einen Verbleib am bisherigen Arbeitsplatz ent-
schieden hatte (vgl. AB 57), wurden die beruflichen Massnahmen per 
31. Juli 2013 abgeschlossen (AB 58).

Am 30. April 2015 (AB 65) resp. am 19. Juni 2015 (AB 76) meldete sich der 
Versicherte abermals zum Leistungsbezug an. Daraufhin machte die IVB 
ihn darauf aufmerksam, dass eine Neuanmeldung nur geprüft werde, wenn 
eine massgebliche Änderung seit 2012 (vgl. AB 41) glaubhaft gemacht 
werde (AB 79). Nach Eingang von ärztlichen Berichten (AB 81/2, 88/2) er-
teilte die IVB Kostengutsprache für ein Coaching zur Erhaltung des Ar-
beitsplatzes (AB 82, 94, 103) und veranlasste auf Empfehlung ihres 
Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD; AB 98/3) eine weitere psychiatrisch-
neuropsychologische Begutachtung (AB 99). Gestützt auf die entsprechen-
de Expertise der MEDAS C.________ (MEDAS) vom 6. September 2016 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Juni 2017, IV/17/66, Seite 3

(AB 109.1) und nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (AB 111 ff.) 
verneinte die IVB einen Leistungsanspruch erneut, da sich die tatsächli-
chen Verhältnisse seit der letzten Verfügung nicht wesentlich verändert 
hätten. In einer angepassten Tätigkeit bestehe nach wie vor eine 
grundsätzlich uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit (Verfügung vom 5. De-
zember 2016 [AB 123]). Zudem wurde am 13. Oktober 2016 das Arbeits-
vermittlungsdossier geschlossen (AB 114).

B.

Gegen die Verfügung vom 5. Dezember 2016 erhob der Versicherte, ver-
treten durch Rechtsanwältin B.________, am 23. Januar 2017 Beschwerde 
mit folgenden Anträgen:

1. Es sei die Verfügung vom 5.12.2016 aufzuheben.

2. Es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerdeführer 
Leistungen nach IVG auszurichten.

3. Eventualtiter sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, das berufliche 
Leistungspotential des Beschwerdeführers abzuklären und danach er-
neut über seinen Leistungsanspruch zu entscheiden.

4. Subeventualiter sei ein medizinisches Gerichtsgutachten zum Gesund-
heitszustand und zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers einzuho-
len.

Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegeg-
nerin.

Zur Begründung wird im Wesentlichen geltend gemacht, auf das MEDAS-
Gutachten vom 6. September 2016 könne nicht abgestellt werden. Zum 
einen erfülle es spezifische Qualitätsleitlinien nicht und zum anderen stehe 
die gutachterliche Einschätzung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit in 
krassem Widerspruch zu Beurteilungen anderer Fachpersonen.

Mit Beschwerdeantwort vom 22. Februar 2017 beantragt die Beschwerde-
gegnerin die Abweisung der Beschwerde.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 5. Dezember 2016 (AB 
123), mit welcher der Anspruch auf eine Invalidenrente verneint wurde. 
Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Juni 2017, IV/17/66, Seite 5

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur 
Arbeitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem 
ausgeglichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder 
bloss teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbs-
unfähigkeit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und 
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Vier-
telsrente.

2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

2.4 Wurde eine Rente wegen eines fehlenden oder zu geringen Invali-
ditätsgrades bereits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur 
geprüft, wenn die versicherte Person glaubhaft macht, dass sich der Grad 
der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat 

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(Art. 87 Abs. 2 und 3 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invali-
denversicherung [IVV; SR 831.201]).

Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache mate-
riell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Per-
son glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch 
tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei ei-
nem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (SVR 2011 IV Nr. 
2 S. 8 E. 3.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der frühe-
ren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie 
das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die 
festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine rentenbegründende 
Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall 
obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 
198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invaliditätsgrad 
erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuanmeldungsver-
fahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – durch Ver-
gleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten materiellen 
Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit demjenigen 
zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 S. 112). 
Erfolgte nach einer ersten Leistungsverweigerung eine erneute materielle 
Prüfung des geltend gemachten Rentenanspruchs und wurde dieser nach 
rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durch-
führung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Ände-
rung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) 
abermals rechtskräftig verneint, muss sich die leistungsansprechende Per-
son dieses Ergebnis – vorbehältlich der Rechtsprechung zur Wiedererwä-
gung oder prozessualen Revision – bei einer weiteren Neuanmeldung 
entgegen halten lassen (BGE 130 V 71 E. 3.2.3 S. 77).

3.

Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung eingetreten, womit die 
Eintretensfrage gerichtlich nicht zu beurteilen ist (BGE 109 V 108 E. 2b 

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S. 114). Indes ist zu prüfen, ob eine für den Leistungsanspruch potentiell 
relevante Veränderung in den tatsächlichen Verhältnissen eingetreten ist, 
wobei der Sachverhalt im Zeitpunkt der rentenablehnenden Verfügung vom 
3. Mai 2012 (AB 41) mit demjenigen im Zeitpunkt der angefochtenen Ver-
fügung vom 5. Dezember 2016 (AB 123) zu vergleichen ist (E. 2.4 hiervor).

3.1 In der Verfügung vom 3. Mai 2012 (AB 41) wurde in einer leidens-
angepassten Tätigkeit unter Berücksichtigung eines leidensbedingten Ab-
zugs von 10% beim Invalideneinkommen ein Invaliditätsgrad von 13% 
errechnet. In medizinischer Hinsicht lagen im Wesentlichen folgende Ein-
schätzungen vor:

3.1.1 In der psychiatrischen Expertise vom 23. Dezember 2010 (AB 30) 
nannte Dr. med. D.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 
folgende Diagnosen:

- Verdacht auf hyperkinetische Störung (ICD-10 F90)

- Status nach depressiven Reaktionen (ICD-10 F43.20)

- Status nach Burn-out (ICD-10 Z73.0)

Es könne auf mehrere Krisen wegen Berufsproblemen hingewiesen wer-
den. Die Schilderungen des Exploranden würden auf depressive Reaktio-
nen schliessen lassen, die sich bald zurückgebildet hätten. Oft hätten sich 
auch Anteile eines Burn-out gezeigt, da er langsamer gewesen sei als die 
anderen Mitarbeiter und deshalb mehr Energie benötigt habe, unter ande-
rem in Form von Überstunden. Derzeit sei der Explorand nicht depressiv 
und zeige keine Konzentrationsstörungen; affektive Probleme seien eben-
falls nicht vorhanden. Anlässlich der klinischen Untersuchung sei es nicht 
möglich gewesen, ein ADHS zu verifizieren oder auszuschliessen. Die aus 
psychiatrischer Sicht derzeit gestellten Diagnosen würden keine Ein-
schränkung der Arbeitsfähigkeit begründen. Es beständen jedoch limitie-
rende Bedingungen, die teilweise krankheitsfremder Natur seien. Er 
empfahl eine neuropsychologische Abklärung.

3.1.2 Im Bericht der Psychiatrischen Dienste (E.________) vom 18. März 
2011 (AB 33/2) wurde als Diagnose ein seit Geburt bestehendes Asperger-
Syndrom (ICD-10 F84.5) genannt. Der Patient habe sich im Januar 2011 
erstmalig zur Abklärung in der Autismussprechstunde vorgestellt. Bei der 

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Erhebung der Entwicklungsanamnese hätten Auffälligkeiten bereits im 
Kleinkindalter erfragt werden können. Der Versicherte leide unter deutli-
chen Defiziten, insbesondere im Bereich der sozialen Interaktion und 
Kommunikation. Eingeschränkt seien u.a. das Konzentrations- und Auffas-
sungsvermögen, die Anpassungsfähigkeit und die Belastbarkeit. Unter der 
Voraussetzung, dass ein geeigneter Ausbildungs- oder Arbeitsplatz gefun-
den werde, an dem angemessen auf die Stärken zurückgegriffen und auf 
die Defizite Rücksicht genommen werde, bestehe keine grundsätzlich ver-
minderte Leistungsfähigkeit. Da jedoch in Bereichen mit sozialer Interaktion 
(z.B. Teamarbeit) die Ansprüche deutlich reduziert werden müssten, sei 
eine erfolgreiche Integration nur möglich, wenn der Arbeitgeber bereit sei, 
sich auf das Störungsbild einzulassen.

3.1.3 Im neuropsychologischen Gutachten vom 2. August 2011 (AB 34.1) 
nannte lic. phil. F.________, Fachpsychologe für Neuropsychologie FSP, 
folgende Diagnose: Vereinzelte spezifische kognitive Funktionseinschrän-
kungen, insbesondere das Gedächtnis betreffend (S. 14). Im Vordergrund 
ständen jedoch psychiatrische Störungsbilder (Asperger-Syndrom und Nei-
gung zu Depressionen). Die in Vorberichten erwähnte Diagnose eines 
ADHS stehe in schlechter Übereinstimmung zu den Ergebnissen der aktu-
ellen Untersuchung, wo die Leistungen in den ADHS-relevanten Bereichen 
gut erhalten gewesen seien (selektive Aufmerksamkeit, Impulskontrolle, 
Handlungsplanung, kognitive Umstellfähigkeit). Auch im klinischen Ein-
druck seien keine Hinweise für eine ADHS-Symptomatik erkennbar gewe-
sen; der Explorand habe weder in der Verhaltenssteuerung auffällig noch 
anderswie unruhig, hyperaktiv oder besonders ablenkbar gewirkt. Auch die 
Informationen zur Vorgeschichte deuteten nicht klar auf eine ADHS-
Symptomatik hin. Insgesamt deute das Befundbild nicht auf eine ADHS hin 
(S. 12 f.). Aus rein neuropsychologischer Sicht sei aus dem Befund nicht 
zwingend eine Einschränkung der zeitlichen Zumutbarkeit einer Arbeits-
tätigkeit abzuleiten. Hingegen sei von einer Einschränkung der qualitativen 
Leistungsfähigkeit auszugehen, welche sowohl in der früheren Tätigkeit als 
… und auch in der jetzigen Tätigkeit als ... auf höchstens 20% zu schätzen 
sei (S. 15).

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3.2 Für den massgebenden Vergleichszeitpunkt vom 5. Dezember 2016 
(AB 123) lässt sich den Akten im Wesentlichen Folgendes entnehmen:

3.2.1 Im Austrittsbericht der Klinik G.________ vom 7. Juli 2015 (AB 81/2) 
betreffend die stationäre Behandlung vom 5. März bis zum 16. April 2015 
wurden folgende Diagnosen genannt:

1. Asperger-Syndrom (ICD-10 F84.5)

2. Rezidivierende depressive Störung, derzeit mittelgradige depressive 
Episode (ICD-10 F33.1)

3. Vitamin-D-Mangel, substituiert (ICD-10 E55.9)

4. Eisenmangel, substituiert (ICD-19 E61.1)

Kennzeichnend für den Patienten sei, dass er in allen bisherigen berufli-
chen Tätigkeiten jeweils positive Feedbacks erhalten und jene auch gern 
ausgeführt habe, sie für ihn jedoch enorm kräfteraubend und zeitintensiv 
(gewesen) seien. In den Einzelsitzungen während der Hospitalisation sei 
vor allem die Situation am aktuellen Arbeitsplatz im Vordergrund gestan-
den. Der Patient sei schon seit längerer Zeit mit der Arbeit überfordert, na-
mentlich weil immer wieder unvorhergesehene Aufgaben anfallen würden. 
Routinearbeiten würden ihm keine Mühe bereiten, wobei er – bedingt durch 
seinen Perfektionismus und die Zwanghaftigkeit – auch dort viel Zeit 
benötige. Die depressive Symptomatik habe sich im Verlauf deutlich ver-
bessert; der zeitlich begrenzte Ausstieg aus dem Arbeitsalltag und aus dem 
familiären Umfeld scheine zu einer grossen Entlastung geführt zu haben.

3.2.2 Im Bericht der Spitäler H.________ AG vom 21. Juli 2015 (AB 78/2) 
wurden die Diagnosen Asperger-Syndrom (ICD-10 F84.5) und rezidivieren-
de depressive Störung, aktuell Teilremission (ICD-10 F33.11), genannt. 
Nach der Stabilisation in der Klinik G.________ habe der Patient Unterstüt-
zung gewünscht betreffend seine Arbeitssituation; daneben seien auch die 
Erarbeitung von Copingmechanismen bezüglich des Asperger-Syndroms 
und eine weitere Linderung der depressiven Symptomatik angestrebt wor-
den. Grundsätzlich handle es sich beim Asperger-Syndrom nicht um eine 
heilbare Krankheit im engeren Sinn, weshalb erneute Stimmungseinbrüche 
im Rahmen der rezidivierenden depressiven Störung nicht auszuschliessen 
seien. Der Patient habe Mühe mit Veränderungen bei der Arbeit, brauche 
viel Struktur, habe Konzentrationsprobleme und Kommunikationsschwierig-

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keiten und tue sich schwer, sich abzugrenzen. In Frage kämen einfache, 
strukturierte Arbeiten ohne viel Verantwortung und ohne Organisationsan-
spruch. Nicht empfehlenswert sei Multi-Tasking. Zu empfehlen seien mög-
lichst regelmässige und gleichbleibende Aufgabeninhalte ohne 
Veränderungen in den Abläufen oder der Aufgabenstruktur sowie regel-
mässiges Einbauen von Pausen und Rückzugsmöglichkeiten. Er benötige 
eine direkte Ansprechperson. Die aktuelle Tätigkeit erscheine aus psychia-
trischer Sicht weiterhin zumutbar und theoretisch den Beeinträchtigungen 
angepasst. Momentan wäre auch in einer anderweitigen Tätigkeit nicht mit 
einer höheren Arbeitsfähigkeit zu rechnen.

3.2.3 Dr. med. I.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychothera-
pie, gab im Verlaufsbericht vom 18. November 2015 (AB 88/2) an, der Ge-
sundheitszustand habe sich verschlechtert. Sie diagnostizierte eine
rezidivierende depressive Störung derzeit leichten Grades (ICD-10 F33.0), 
im Frühjahr 2015 mittleren Grades, und eine Autismusspektrumstörung 
(Aspergerautismus; ICD-10 F84.5). Der Patient arbeite zurzeit zu 30% und 
benötige selbst mit diesem Pensum eine verlängerte Erholungszeit. Er rea-
lisiere mit grosser Trauer, dass er trotz hoher Intelligenz und vielen Bega-
bungen nicht in der Lage sei, im Berufsleben zu bestehen. Sie sehe ihn 
primär in einem geschützten Rahmen. Bei entsprechend angepasster 
Tätigkeit wäre eine Halbtagesbeschäftigung bewältigbar.

3.2.4 Im psychiatrisch-neuropsychologischen MEDAS-Gutachten vom 6. 
September 2016 (AB 109.1/2) wurden folgende Diagnosen gestellt (S. 19):

Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit

• Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode (ICD-
10 F33.0)
- Leichte kognitive Minderleistungen

Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit

• Asperger-Syndrom (ICD-10 F84.5)

Aus psychiatrischer Sicht könne beim Exploranden auf affektiver Ebene 
eine rezidivierende depressive Störung zur Kenntnis genommen werden, 
gegenwärtig einer leichten Episode entsprechend. Die affektive Störung 
bewirke eine Leistungseinbusse von 20%. Das aktenmässig dokumentierte 
Asperger-Syndrom bestehe „grundsätzlich seit jeher“ und habe den Explo-

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randen nie wesentlich in der Arbeitsfähigkeit beeinflusst. Die neuropsycho-
logische Untersuchung habe leichte Einbussen ergeben, welche im Rah-
men der psychiatrischen Einschätzung einzuordnen seien. Darüber hinaus 
lasse sich kein wesentlicher Befund erheben. Insbesondere stelle sich im 
Vergleich zur letzten neuropsychologischen Untersuchung (2011) eine 
Verbesserung dar; wahrscheinlich weil damals ein intermittierend stärkeres 
Beschwerdebild der Depression vorhanden gewesen sei. Zusammenfas-
send resultiere aus bidisziplinärer Sicht eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
von 80% in jeglichen somatisch möglichen Tätigkeiten. Das Pensum könn-
te vollschichtig umgesetzt werden mit leicht erhöhtem Pausenbedarf und 
leicht reduziertem Rendement. Auch in der Vergangenheit könne keine 
länger dauernde höhergradige Einschränkung abgeleitet werden. Das ak-
tuelle 30%-ige Arbeitspensum sei aus psychiatrisch-neuropsychologischer 
Sicht nicht erklärbar.

3.3 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass das 
Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, unab-
hängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Juni 2017, IV/17/66, Seite 12

3.4 Die Beschwerdegegnerin hat bei Erlass der angefochtenen Verfü-
gung (AB 123) hauptsächlich auf das MEDAS-Gutachten vom 6. Septem-
ber 2016 (AB 109.1) abgestellt. Dieses ist umfassend, beruht auf einlässli-
chen anamnestischen Erhebungen und eigenen Untersuchungen, 
berücksichtigt die geklagten Beschwerden und wurde in Kenntnis der Vor-
akten erstellt. Die Expertise ist in der Darlegung der Befunde, der Diagno-
sen und der Einschätzung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
widerspruchsfrei und nachvollziehbar begründet; sie erfüllt die höchstrich-
terlichen Anforderungen an Gutachten und erbringt vollen Beweis (vgl. 
BGE 125 V 351 E. 3b bb S. 353). Die in der Beschwerde geäusserte forma-
le wie inhaltliche Kritik am Gutachten verfängt – wie nachfolgend aufgezeigt 
wird – nicht.

Der Beschwerdeführer bestreitet den Beweiswert des MEDAS-Gutachtens. 
Es entspreche nicht den Qualitätsleitlinien der Schweizerischen Gesell-
schaft für Psychiatrie und Psychotherapie (SGPP; vgl. Beschwerde, S. 11).
Die Leitlinien verstehen sich als Empfehlung. Die IV-Stellen (resp. deren 
Regionale Ärztliche Dienste) sind aufsichtsbehördlich angewiesen, die Leit-
linien bei eigenen klinischen Untersuchungen und bei der Dossieranalyse 
und für Aktengutachten sowie bei externen psychiatrischen Administrativ-
gutachten als Raster für die Qualitätssicherung einzusetzen (IV-
Rundschreiben des Bundesamts für Sozialversicherungen [BSV] Nr. 313 
vom 6. Juni 2012; BGE 140 V 260 E. 3.2.2 S. 262). Gutachter sollen sich 
damit im Grundsatz an diesen Richtlinien orientieren, ohne dass ein Abwei-
chen jedoch zur Unverwertbarkeit des Gutachtens führen würde (vgl. Ent-
scheid des Bundesgerichts [BGer] vom 9. Mai 2017, 9C_44/2017, E. 4.4 
mit Hinweis auf das Urteil vom 30. März 2017, 9C_88/2017, E. 3.3.1.1). 
Entscheidend ist allemal allein, dass das Gutachten eine auf vollständiger 
Befunderhebung und einlässlicher Diskussion basierende nachvollziehbare 
überzeugende Einschätzung der Situation darstellt. Dies ist hier der Fall. 
Ob die MEDAS-Expertise vom 6. September 2016 (AB 109.1) unter sämtli-
chen Gesichtspunkten den Leitlinien entspricht, bedarf daher keiner vertief-
ten Prüfung. Was sodann die in der Beschwerde (S. 9 f.) erwähnten 
Indikatoren gemäss BGE 141 V 281 anbelangt, sind diese im zu beurtei-
lenden Fall nicht einschlägig: Der Beschwerdeführer leidet unbestrittener-
massen nicht an einer somatoformen Schmerzstörung oder an einer 

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anderen Erkrankung aus dem Formenkreis der sog. unklaren syndromalen 
Beschwerdebilder bzw. psychosomatischen Störungen, womit die entspre-
chenden diagnosespezifischen Beurteilungskriterien hier entfallen.

3.5 Die MEDAS-Gutachter haben sich detailliert mit den Vorakten aus-
einandergesetzt. Beide Teilgutachten enthalten je eine Stellungnahme zu 
früheren Einschätzungen. Insbesondere der psychiatrische Gutachter hat 
sich ausführlich und kritisch mit den Einschätzungen sowohl der Vorgutach-
ter als auch der ambulant und stationär behandelnden Ärzte auseinander-
gesetzt. Was Befundlage und deren medizinische Einschätzung betrifft, 
besteht unter den Ärzten schliesslich weitgehende Einigkeit. Der Experte 
legte damit in Übereinstimmung stehend schlüssig und nachvollziehbar dar, 
dass und weshalb kein ADHS, sondern ein – nicht besonders stark ausge-
prägtes – Asperger-Syndrom vorliegt, und dass allein temporär, jedoch 
nicht gemittelt über den gesamten Verlauf, von einer mittelgradigen
depressiven Episode mit einer vorübergehend höhergradigen Arbeitsun-
fähigkeit ausgegangen werden kann, d.h. die von der behandelnden Psych-
iaterin seit 2015 attestierte Arbeitsunfähigkeit von 70% bzw. Empfehlung 
einer Tätigkeit allein im geschützten Rahmen angesichts der Diagnosen 
und der erhobenen Befunde aus versicherungsmedizinischer Sicht nicht 
nachvollzogen werden kann (AB 109.1/15 f.).

3.5.1 Was die Depressivität anbelangt, ist nicht allein ausschlaggebend, 
wie die Symptomatik in diagnostischer Hinsicht benannt wird. Während im 
Vergleichszeitpunkt ein Status nach depressiven Reaktionen angenommen 
wurde (AB 30/5), stellten die MEDAS-Gutachter die Diagnose einer rezidi-
vierenden depressiven Störung, gegenwärtig leichte Episode (AB 
109.1/20). Ungeachtet dessen sind die gesundheitlichen Verhältnisse mit 
Blick auf den Vergleichszeitpunkt als unverändert zu qualifizieren. Bereits 
der psychiatrische Vorgutachter hat darauf hingewiesen, dass die Krisen im 
Zusammenhang mit Berufsproblemen auftreten (AB 30/6). Die konkrete 
Situation am Arbeitsplatz stand denn auch in der Folge im Vordergrund, 
sowohl im Rahmen der Hospitalisation in der Klinik G.________ (vgl. AB 
81/3) als auch in der anschliessenden ambulanten psychiatrischen Be-
handlung (vgl. AB 78/2). Sodann hat der MEDAS-Psychiater auf invali-
ditätsfremde Umstände, wie die unbefriedigenden Verhältnisse bei der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Juni 2017, IV/17/66, Seite 14

Arbeitsstelle sowie die schwierige finanzielle Situation, hingewiesen (AB 
109.1/12) und den psychosozialen Belastungsfaktoren damit nach wie vor 
eine massgebende Rolle zugemessen. Bei leichten bis mittelschweren de-
pressiven Störungen, seien sie im Auftreten rezidivierend oder episo-
disch, resultiert aufgrund der regelmässig guten Therapierbarkeit 
grundsätzlich keine invalidenversicherungsrechtlich relevante Einschrän-
kung der Arbeitsfähigkeit. Einzig in der (seltenen) Konstellation mit Thera-
pieresistenz kommt eine solche in Frage (vgl. Entscheid des BGer vom 15. 
Mai 2017, 8C_753/2016, E. 4.3 f. mit Hinweisen). Dies ist hier nicht der 
Fall. Vielmehr konnte anlässlich der stationären Behandlung in ... eine 
deutliche Verbesserung insbesondere der depressiven Symptomatik er-
reicht werden. Der Beschwerdeführer konnte zudem von der Psychoeduka-
tion bezüglich Schlafhygiene profitieren und Bewältigungsstrategien 
erlernen (AB 81/4). Von einer therapieresistenten Symptomatik kann folg-
lich nicht gesprochen werden. Dass eine rezidivierende depressive Störung 
vorübergehende Verschlechterungen und Verbesserungen mit sich bringt, 
ist diagnoseinhärent und stellt hier keine Änderung der Sachlage dar. Auch 
hierauf haben die MEDAS-Gutachter korrekt hingewiesen (AB 109.1/21).
Darüber hinaus konnten anlässlich der Exploration – wie schon im mass-
gebenden Vergleichszeitpunkt – keine weiteren relevanten psychopatholo-
gischen Befunde erhoben werden. Insbesondere haben die MEDAS-
Gutachter trotz der etwas akzentuierten, zwanghaften und 
selbstbezogenen Persönlichkeitszüge des Beschwerdeführers eine Persön-
lichkeitsstörung nachvollziehbar ausgeschlossen (AB 109.1/12).

3.5.2 In Bezug auf das breit anerkannte Asperger-Syndrom (ICD-10 
F84.5) haben die MEDAS-Gutachter korrekt dargelegt, dass dieses bereits 
vor 2012 diagnostizierte (vgl. E. 3.1.2 hiervor) Syndrom „grundsätzlich seit 
jeher“ (AB 109.1/21), d.h. per definitionem bereits seit der Kindheit, beste-
hen resp. manifest sein muss (vgl. DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT [Hrsg.], In-
ternationale Klassifikation psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel V [F], 
Klinisch-diagnostische Leitlinien, 10. Aufl. 2015, S. 343; vgl. auch AB 33/2). 
Insoweit überzeugt die gutachterliche Schlussfolgerung ohne weiteres, 
dass dieser Entwicklungsstörung im vorliegenden Fall allein sehr be-
schränkt im Zusammenhang mit der depressiven Störung Auswirkungen 
auf die Arbeitsfähigkeit zukommen. Der Beschwerdeführer war – trotz be-

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reits damals vorliegendem Asperger-Syndrom – während 14 Jahren (1993-
2007) in der Lage, eine verantwortungs- und anspruchsvolle 100%-Stelle 
als … in einer … auszuüben (vgl. AB 4/6). Damit hat er den Tatbeweis er-
bracht, dass die Asperger-Symptome keine wesentliche Auswirkung auf die 
Arbeits- und Leistungsfähigkeit zeitigen. Dies deckt sich zudem mit den 
auch anlässlich der Explorationen erhobenen Befunden, wonach keine 
nennenswerten Ermüdungserscheinungen oder relevanten Konzentrations-
störungen festgestellt werden konnten (vgl. AB 109.1/13; vgl. bereits AB 
30, 34.1/11). Soweit sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt stellt, 
er sei bei der angestammten Tätigkeit in der … aufgrund der sozialen Ein-
stellung des Arbeitgebers resp. „aus Nächstenliebe lange toleriert“ (AB 
109.1/9) bzw. getragen worden, überzeugt dies nicht. Bei einer derart lang-
jährigen Anstellung mit einem nicht unbeachtlichen Einkommen (mit zudem 
jährlicher erheblicher Lohnerhöhung [vgl. AB 11/3]) kann nur der Schluss 
gezogen werden, dass der Beschwerdeführer die geforderte Leistung er-
bracht haben muss, d.h. die nunmehr geltend gemachten massiven Ein-
schränkungen zweifellos nicht durch das (seit Kindheit bestehende) 
Asperger-Syndrom erklärt werden können. Insofern vermag die Einschät-
zung der behandelnden Psychiaterin Dr. med. I.________ nicht zu über-
zeugen, begründet sie die attestierte Arbeitsunfähigkeit von 70% doch 
allein mit dem „Aspergerautismus“ (AB 88/2, 121/3). Nach dem Ausgeführ-
ten ist darin jedenfalls keine Verschlechterung zu erblicken, sondern es ist 
vielmehr von einer anderen Beurteilung eines gleichen Sachverhalts aus-
zugehen, der unter revisionsrechtlichem und folglich auch unter neuanmel-
dungsrechtlichem Gesichtswinkel unbeachtlich ist (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 
11). Damit kann die Frage offen gelassen werden, welche Aussagekraft der 
Einschätzung des Leistungsvermögens mittels „Mini-ICF-P“ (AB 88/2), ei-
nem Kurzinstrument zur Beurteilung von Fähigkeitsstörungen bei psychi-
schen Erkrankungen, zukommt (vgl. Entscheid des BGer vom 28. Oktober 
2014, 8C_398/2014, E. 4.2 f.).

3.5.3 Soweit in der Beschwerde (S. 12) schliesslich geltend gemacht wird, 
die Schlussfolgerungen der MEDAS-Gutachter ständen „in krassem Wider-
spruch“ zu den übrigen Beurteilungen des Gesundheitszustands und na-
mentlich zu Arbeitsfähigkeitseinschätzungen anderer Ärzte, vermag dies 
die Beweiskraft der Expertise ebenfalls nicht zu entkräften. Abgesehen 

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davon, dass das Gericht der Erfahrungstatsache Rechnung tragen darf und 
soll, dass behandelnde Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtli-
che Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patienten 
aussagen (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b cc S. 353), ist auf die unterschiedliche 
Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes 
einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten Experten an-
derseits hinzuweisen. Diese lässt es nicht zu, ein medizinisches Adminis-
trativgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer 
Abklärungen zu nehmen, wenn behandelnde Ärzte zu anderslautenden 
Einschätzungen gelangen. Da Letztere hier keine wichtigen Aspekte be-
nannt haben, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewür-
digt geblieben sind, führt die Divergenz in den Beurteilungen nicht zur 
Notwendigkeit weiterer medizinischer Abklärungen (SVR 2008 IV Nr. 15 
S. 44 E. 2.2.1).

3.5.4 Nach dem Dargelegten hat die Beschwerdegegnerin somit zu Recht 
auf das voll beweiskräftige interdisziplinäre MEDAS-Gutachten vom 6. Sep-
tember 2016 (AB 109.1) abgestellt. Zusammenfassend präsentiert sich der 
Gesundheitszustand im Vergleich zum Referenzzeitpunkt (AB 41) als im 
Wesentlichen unverändert (vgl. auch AB 122/3). 

Daran ändert nichts, dass der Beschwerdeführer seine Restarbeitsfähigkeit 
nach wie vor nicht hinreichend verwertet bzw. seit 2009 allein zu 60% an-
gestellt (vgl. AB 20, 83/9) bzw. seit 2015 zu 30% arbeitstätig ist (vgl. AB 
84/2, 88/3, 90/1). Auch die Empfehlung der als Coach beigezogenen Heil- 
und Sozialpädagogin, die bisherige Tätigkeit zu einem Pensum von 30% 
beizubehalten und mit einer Invalidenrente zu ergänzen (vgl. Schlussbe-
richt vom 18. November 2016 [AB 120/2]), vermag zu keiner anderen Beur-
teilung zu führen. Sodann ist darauf hinzuweisen, dass ein ausgeglichener 
Arbeitsmarkt (dazu vgl. E. 2.1 hiervor) gekennzeichnet ist durch ein gewis-
ses Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage nach Arbeitskräften 
und einen Fächer verschiedenster Tätigkeiten aufweist. Wenn der aktuelle 
Arbeitgeber dem Beschwerdeführer die Stelle voraussichtlich noch allein zu 
einem Pensum von 30% anbieten wird (vgl. AB 118/11), kann daraus nicht 
der Schluss gezogen werden, die Restarbeitsfähigkeit sei auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt nicht verwertbar.

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Unabhängig vom effektiven Pensum bei der aktuellen Stelle fehlt es auch in 
erwerblicher Hinsicht an einem Revisionsgrund. Denn bereits im Ver-
gleichszeitpunkt hat der Beschwerdeführer seine Restarbeitsfähigkeit nicht 
hinreichend verwertet und die Beschwerdegegnerin zog zur Ermittlung des 
Invalideneinkommens bereits bei Erlass der Verfügung von 2012 soge-
nannte Tabellenlöhne bei (AB 41/2). Bei dieser Ausgangslage ist keine 
umfassende Prüfung des Rentenanspruchs vorzunehmen (vgl. E. 2.4 hier-
vor); obsolet ist insbesondere die Durchführung eines neuen Einkommens-
vergleichs.

3.6 Nach dem Dargelegten hat die Beschwerdegegnerin einen Renten-
anspruch des Beschwerdeführers im Ergebnis zu Recht verneint. Die Be-
schwerde gegen die Verfügung vom 5. Dezember 2016 (AB 123) ist 
abzuweisen.

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Die Verfahrenskosten, festgesetzt auf Fr. 800.--, hat bei diesem Ausgang 
des Verfahrens der unterliegende Beschwerdeführer zu tragen (Art. 108 
Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss gleicher 
Höhe entnommen.

4.2 Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf eine Par-
teientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Juni 2017, IV/17/66, Seite 18

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.