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**Case Identifier:** 2fb16d5e-b432-5616-a08f-8d87fe40bedb
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-01-14
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 14.01.2021 200 2020 192
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2020-192_2021-01-14.pdf

## Full Text

200 20 192 IV
WIS/PRN/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 14. Januar 2021

Verwaltungsrichterin Wiedmer, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichterin Fuhrer
Gerichtsschreiberin Prunner

A.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 31. Januar 2020

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Jan. 2021, IV/20/192, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1979 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich im Juli 2017 bei der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerde-
gegnerin) zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an (Akten 
der IVB, Antwortbeilage [AB] 1). In der Folge holte die IVB die Akten der 
B.________ (AB 7.1 - 7.80) sowie diverse erwerbliche und medizinische 
Unterlagen ein und veranlasste insbesondere eine Begutachtung durch Dr. 
med. C.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie (Gutachten 
vom 15. Januar 2018, AB 45.1). Nach Einholung einer Stellungnahme des 
Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 8. März 2018 (AB 46) verfügte 
die IVB am 12. Oktober 2018 bei einem Invaliditätsgrad von 62% die Zu-
sprache einer Dreiviertelsrente ab 1. Januar 2018 (AB 52). 

B.

Im Rahmen einer Revision von Amtes wegen machte der Versicherte im 
Juni 2019 eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes geltend 
(AB 60). In der Folge holte die IVB medizinische Unterlagen ein und legte 
diese dem RAD zur Beurteilung vor (Bericht vom 5. September 2019; 
AB 66, S. 3 f.). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (AB 67, 74, 76) 
verfügte die IVB am 31. Januar 2020 die Abweisung des Erhöhungsgesu-
ches und bestätigte die bisherige Dreiviertelsrente (AB 77).

C.

Hiergegen erhob der Versicherte am 22. Februar 2020 (Posteingang 
6. März 2020) beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern Beschwerde und 
beantragte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung sowie die Er-
höhung der IV-Rente. Zur Begründung brachte er im Wesentlichen vor, 
sein Gesundheitszustand habe sich verändert. Zudem rügte er den Ein-
kommensvergleich in der Verfügung vom 12. Oktober 2019 (richtig: 2018).

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Mit Beschwerdeantwort vom 6. April 2020 beantragte die Beschwerdegeg-
nerin die Abweisung der Beschwerde.

Innerhalb der angesetzten Nachfrist zur Bezahlung des Kostenvorschusses 
ging beim Verwaltungsgericht am 27. April 2020 ein Gesuch um unentgelt-
liche Rechtspflege des Beschwerdeführers ein.

Da der Beschwerdeführer im Formular um unentgeltliche Rechtspflege eine 
Rechtschutzversicherung angegeben hatte, forderte die Instruktionsrichte-
rin ihn mit prozessleitender Verfügung vom 28. April 2020 auf, bei seiner 
Rechtsschutzversicherung ein Gesuch um Kostengutsprache für das vor-
liegende Beschwerdeverfahren einzureichen und dem Gericht den schriftli-
chen Entscheid bis am 28. Mai 2020 zuzustellen. Im Falle einer Kostengut-
sprache der Rechtsschutzversicherung sei dem Gericht mitzuteilen, ob das 
Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege zurückgezogen oder ob daran 
festgehalten werde.

Mit Eingabe vom 13. Mai 2020 zog der Beschwerdeführer sein Gesuch um 
unentgeltliche Rechtspflege zurück und am 15. Mai 2020 wurde der Ge-
richtskostenvorschuss bezahlt.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 

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und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Angefochten ist die Verfügung der IVB vom 31. Januar 2020 
(AB 77). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf 
eine Invalidenrente und dabei insbesondere, ob die Beschwerdegegnerin 
den Anspruch auf eine höhere als die mit Verfügung vom 12. Oktober 2018 
zugesprochene Dreiviertelsrente zu Recht abgewiesen hat.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). Sie beurteilen 
offensichtlich begründete oder offensichtlich unbegründete Fälle in Zweier-
besetzung (Art. 56 Abs. 3 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine 

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Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und 
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Vier-
telsrente.

2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV 
Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1).

2.4 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG).

2.4.1 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen 
(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben. Dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer 
Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung. Ein Revisionsgrund ist 
ferner unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der 
Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des 
Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 
E. 2.3 S. 10; SVR 2018 UV Nr. 22 S. 79 E. 2.2.1).

2.4.2 Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeit-
punkt der ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Jan. 2021, IV/20/192, Seite 6

Zeit der streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 
E. 3.5.2 S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369; SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1).

2.4.3 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b 
S. 200; SVR 2019 IV Nr. 39 S. 124 E. 5).

3. Zu prüfen ist, ob im Zeitraum zwischen der rechtskräftigen Verfü-
gung vom 12. Oktober 2018 (AB 52), mit welcher ab Januar 2018 eine 
Dreiviertelsrente zugesprochen wurde, und der angefochtenen Verfügung 
vom 31. Januar 2020 (AB 77) eine wesentliche Veränderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen eingetreten ist, welche geeignet ist, den Invali-
ditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen (vgl. E. 2.4.2 
hiervor).

3.1 Die rechtskräftige Verfügung vom 12. Oktober 2018 stützte sich in 
medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf das psychiatrische Gutachten 
von Dr. med. C.________ vom 15. Januar 2018 (AB 45.1). Dieser diagnos-
tizierte mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine hebephrene Schizo-
phrenie (ICD-10: F20.1). Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit stellte er 
keine Diagnose (AB 45.1, S. 11). In einfachen Tätigkeiten im … erscheine 
eine Arbeitsfähigkeit von 40% möglich. Es sei jedoch offen, ob der Be-
schwerdeführer in der Lage sei, eine solche Arbeitsfähigkeit über längere 
Zeit durchzuhalten (AB 45.1, S. 13). Die Tätigkeit im … sei bereits eine 
psychisch eher einfache bzw. angepasste Tätigkeit. Die Arbeitsunfähigkeit 
habe spätestens im Mai 2012 begonnen; möglich erscheine auch eine Ein-
schränkung seit etwa 1999, was jedoch nicht belegbar sei. Eine psychiatri-
sche und psychopharmakologische Behandlung (mit Neuroleptika) sei un-
abdingbar und grundsätzlich dem Beschwerdeführer auch zuzumuten, wo-
bei die Compliance bei der gestellten Diagnose in der Regel lange Zeit 
schlecht sei bis es zu einer zumindest gewissen Krankheits- und Behand-
lungseinsicht komme (AB 45.1, S. 14).

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In der Stellungnahme vom 8. März 2018 führte der RAD-Arzt Dr. med. 
D.________ (nach eigenen Angaben Facharzt für Psychosomatik und Psy-
chotherapie [D]; im Medizinalberuferegister ohne anerkannten Facharzttitel 
verzeichnet [vgl. <https://www.medregom.admin.ch/>]) aus, im psychiatri-
schen Gutachten vom 15. Januar 2018 sei nachvollziehbar eine hebephre-
ne Schizophrenie (ICD-10: F20.1) festgestellt worden. Es sei zudem betont 
worden, dass im bisherigen Krankheitsverlauf keine adäquate Therapie 
hinsichtlich der psychischen Gesundheitsstörung durchgeführt worden sei. 
Dabei habe der Beschwerdeführer von sich aus eine störungsspezifische 
Therapie abgelehnt, was im Rahmen der vorliegenden hebephrenen Schi-
zophrenie nachvollziehbar sei. Aufgrund der hebephrenen Schizophrenie 
liege beim Beschwerdeführer eine deutlich beeinträchtigte Urteils- und Ent-
scheidungsfähigkeit vor. Gestützt auf die Einschätzung von Dr. med. 
C.________ sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht davon auszu-
gehen, dass durch eine Schadenminderungspflicht das ablehnende Verhal-
ten des Beschwerdeführers hinsichtlich einer Therapie der vorliegenden 
hebephrenen Schizophrenie verändert werden könnte. Offen bleibe auch, 
ob eine neuroleptische Medikation den psychischen Zustand des Be-
schwerdeführers tatsächlich verändern werde (AB 46, S. 1).

3.2 Hinsichtlich des Verlaufs bis zum Erlass der hier angefochtenen 
Verfügung vom 31. Januar 2020 (AB 77) lässt sich den Akten im Wesentli-
chen Folgendes entnehmen:

3.2.1 Nachdem der Beschwerdeführer um vier Uhr morgens zu Fuss ge-
hend auf der Autobahn von der Polizei aufgegriffen worden war, wurde er 
aufgrund seines selbst- und fremdgefährdenden Verhaltens per ärztlicher 
Fürsorgerischer Unterbringung in die psychiatrische Klinik E.________ ein-
gewiesen, wo er vom 7. bis 11. Juli 2018 hospitalisiert war (AB 64, S. 5 f.). 
Im Austrittsbericht vom 19. Juli 2018 wurden ein Status nach akuter poly-
morpher psychotischer Störung ohne Symptome einer Schizophrenie (ICD-
10: F23.0), eine Leberwerterhöhung unklarer Ätiologie (ICD-10: R74.0), 
eine Hypovitaminose D und aktenanamnestisch eine traumatische Hirnver-
letzung Grad 3 nach Verkehrsunfall am 24. Mai 2012 diagnostiziert (AB 64, 
S. 5). Direkt nach dem Eintreffen in der psychiatrischen Klinik E.________ 
sei es aufgrund eines angespannten Patienten, welcher verbal nicht er-

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reichbar gewesen sei, und einer Selbst- und Fremdgefährdung zu einer 
Isolation, Fixation und Zwangsmedikation intramuskulär gekommen, nach-
dem er die orale Einnahme der Medikamente abgelehnt habe. Schon am 
nächsten Tag habe der Beschwerdeführer auf die Station gehen können, 
wo er sich während des gesamten Aufenthaltes angepasst, freundlich und 
hilfsbereit gezeigt habe. Nach Rücksprache mit der betreuenden Hausärz-
tin sei bei fehlender akuter Selbst- und/oder Fremdgefährdung die Fürsor-
gerische Unterbringung aufgehoben worden, und er wurde nach Hause 
entlassen. Der Beschwerdeführer wünschte keine ambulante Anschlusslö-
sung (AB 64, S. 6). 

3.2.2 Im Verlaufsbericht vom 18. Juli 2019 gab die Hausärztin Dr. med. 
F.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, Zentrum 
G.________, an, der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers habe 
sich verschlechtert. Seit der letzten Diagnosestellung habe sich keine Än-
derung ergeben. Betreffend die Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeits-
fähigkeit verwies sie auf die psychiatrische Beurteilung des Arztes der 
B.________ vom 10. Februar 2015 (AB 7.28) und auf die Beurteilung von 
Dr. med. C.________ vom 15. Januar 2018 (AB 45.1), in welchen jeweils 
eine (hebephrene) Schizophrenie diagnostiziert wurde. Ein Gespräch mit 
dem Beschwerdeführer sei fast nicht zu führen. Er fühle sich von Behörden 
verfolgt, betrogen und verraten. Die Nachbarin fühle sich durch ihn gestört. 
Er lebe in seiner eigenen Welt (AB 64, S. 2). Sie attestierte eine 100%-ige 
Arbeitsunfähigkeit. Der Beschwerdeführer könne keine logischen Gedan-
kengänge fortführen und sei in einer Arbeitswelt nicht arbeitsfähig. Er kön-
ne keine Handlungen selbstständig zu einem Ende bringen (AB 64, S. 3).

3.2.3 Der RAD-Arzt Dr. med. D.________ führte im Bericht vom 5. Sep-
tember 2019 aus, bei der Aufnahme in die psychiatrische Klinik 
E.________ im Juli 2018 sei kein psychopathologischer Befund mitgeteilt 
worden. Insbesondere finde sich anhand der Angaben der Behandler keine 
Begründung für das im Vorfeld der stationären Aufnahme in die psychiatri-
sche Klinik E.________ gezeigte inadäquate Verhalten mit eingeschränkter 
Einsichtsfähigkeit (einschliesslich eines nicht vorliegenden Krankheitsver-
ständnisses und einer damit einhergehenden Ablehnung einer adäquaten 
medizinischen Therapie) des Beschwerdeführers, welches aus Sicht des 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Jan. 2021, IV/20/192, Seite 9

RAD im Rahmen der vorliegenden hebephrenen Schizophrenie zu bewer-
ten sei. Die Einschätzung der Hausärztin im Verlaufsbericht vom 18. Juli 
2019 entspreche auch grundsätzlich der Symptomatik der vorbekannten 
hebephrenen Schizophrenie (AB 66, S. 3). Aufgrund des Verlaufes nach 
der psychiatrischen Begutachtung im Jahr 2018 lasse sich anhand der vor-
liegenden Befundberichte eine nachhaltige psychische Zustandsver-
schlechterung nicht objektivieren (AB 66, S. 3 f.). Die Beurteilung der Ar-
beitsfähigkeit des psychiatrischen Gutachtens aus dem Jahr 2018 und die 
Feststellungen in der Stellungnahme des RAD aus dem Jahr 2018 hinsicht-
lich der therapeutischen Massnahmen würden weiterhin bestehen bleiben. 
Zum aktuellen Zeitpunkt seien keine weiteren medizinischen Abklärungen 
indiziert (AB 66, S. 4).

3.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

Sofern RAD-Untersuchungsberichte den Anforderungen an ein ärztliches 
Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352) genügen, auch hinsichtlich der 

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erforderlichen ärztlichen Qualifikationen, haben sie einen vergleichbaren 
Beweiswert wie ein anderes Gutachten (SVR 2018 IV Nr. 4 S. 12 E. 3.2, 
2009 IV Nr. 53 S. 165 E. 3.3.2). Soll allerdings ein Versicherungsfall ohne 
Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die 
Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Insbesondere sind die 
von der versicherten Person aufgelegten Berichte der behandelnden Ärz-
tinnen und Ärzte mitzuberücksichtigen. Wird die Schlüssigkeit der Feststel-
lungen der versicherungsinternen Fachpersonen durch einen nachvollzieh-
baren Bericht eines behandelnden Arztes in Zweifel gezogen, so genügt 
der pauschale Hinweis auf dessen auftragsrechtliche Stellung (BGE 125 V 
351 E. 3a cc S. 353) nicht, um solche Zweifel auszuräumen. Vielmehr wird 
das Gericht entweder ein Gerichtsgutachten anzuordnen oder die Sache an 
den Versicherungsträger zurückzuweisen haben, damit dieser im Verfahren 
nach Art. 44 ATSG eine Begutachtung veranlasst (BGE 142 V 58 E. 5.1 
S. 65, 135 V 465 E. 4.4 - 4.6 S. 469).

3.4 Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei Erlass der vorliegend an-
gefochtenen Verfügung auf den Aktenbericht des RAD-Arztes Dr. med. 
D.________ vom 5. September 2019 (AB 66, S. 3 f.). Der RAD-Arzt hat 
sich in seiner Beurteilung sorgfältig mit den in den medizinischen Akten 
hinreichend dokumentierten gesundheitlichen Einschränkungen des Be-
schwerdeführers auseinandergesetzt. Die Ausführungen in der Beurteilung 
der medizinischen Zusammenhänge sind einleuchtend und die gezogenen 
Schlussfolgerungen zum Gesundheitszustand sowie der Arbeits- und Leis-
tungsfähigkeit nachvollziehbar. Der Umstand, dass Dr. med. D.________ 
keine eigenen Untersuchungen durchgeführt hat, schadet nicht, da die 
Voraussetzungen für einen Aktenbericht erfüllt sind, zumal sich der RAD-
Arzt aufgrund der vorhandenen Unterlagen ein gesamthaft lückenloses Bild 
der Gesundheitssituation machen konnte (RKUV 2006 U 578 S. 175 E. 3.4, 
1988 U 56 S. 371 E. 5b). Sodann ist im vorliegenden Kontext beweisrecht-
lich irrelevant, dass Dr. med. D.________ (Facharzt für Psychosomatik und 
Psychotherapie [D]) ohne in der Schweiz anerkannten Facharzttitel im Me-
dizinalberuferegister figuriert (vgl. <www.medregom.admin.ch>) und wird 
zu Recht auch nicht gerügt. Denn selbst für Sachverständige, welche für 
ein Administrativgutachten eingesetzt werden, genügt eine Fachausbil-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Jan. 2021, IV/20/192, Seite 11

dung, die auch im Ausland erworben sein kann (vgl. BGE 137 V 210 
E. 3.3.2 S. 246 mit Hinweisen).

Dr. med. D.________ führte im Bericht vom 5. September 2019 schlüssig 
und überzeugend aus, dass – gestützt auf die im Rahmen des Revisions-
verfahrens eingegangenen ärztlichen Berichte – im Vergleich zum Refe-
renzzeitpunkt im Oktober 2018 keine relevante gesundheitliche Verände-
rung eingetreten ist (AB 66, S. 3 f.). Dem Austrittsbericht der psychiatri-
schen Klinik E.________ vom 19. Juli 2018 sind keine Hinweise auf eine 
objektiv ausgewiesene leistungsrelevante Verschlechterung des Gesund-
heitszustandes zu entnehmen. Soweit darin ein Status nach akuter poly-
morpher psychotischer Störung ohne Symptome einer Schizophrenie (ICD-
10: F23.0) diagnostiziert wurde (AB 64, S. 5), ist festzuhalten, dass diese 
Diagnose ohne Vornahme einer Auseinandersetzung bzw. Abgrenzung mit 
der Differentialdiagnose einer Schizophrenie – welche durch Dr. med. 
C.________ im Jahr 2018 diagnostiziert wurde – gestellt worden ist (vgl. 
DILLING /MOMBOUR/SCHMIDT [Hrsg.], Internationale Klassifikation psychi-
scher Störungen, ICD-10 Kapitel V [F], Klinisch-diagnostische Leitlinien, 
10. Aufl., 2015, S. 146, Ziff. 4 der diagnostischen Leitlinien). Insbesondere 
wurde das Verhalten des Beschwerdeführers im Vorfeld der stationären 
Behandlung in der psychiatrischen Klinik E.________ nicht näher diskutiert. 
Gemäss Austrittsbericht wurde der Beschwerdeführer von der Polizei auf 
der Autobahn aufgegriffen, wo er ein aggressives Verhalten gezeigt hat und 
von der Polizei auf den Boden gedrückt werden musste. Es erfolgte eine 
ärztliche Fürsorgerische Unterbringung. Ein geordnetes Aufnahmege-
spräch war nicht möglich; medizinische Massnahmen hat der Beschwerde-
führer abgelehnt. Bei der Aufnahme hat eine Eigen- und Fremdgefährdung 
bestanden, weshalb eine Fixierung mit Zwangsmedikation notwendig war. 
Im Eintrittsgespräch vom 9. Juli 2018 hat der Beschwerdeführer angege-
ben, er sei zu Fuss auf der Autobahn gewesen, weil er den kürzesten Weg 
nach Hause habe nehmen wollen. Es sei nicht mehr viel Verkehr gewesen 
zu dieser Uhrzeit. Er habe nicht damit spekuliert, überfahren zu werden, 
aber er habe ein Adrenalinkick gehabt wie ein Bergsteiger. Eine ambulante 
Anschlusstherapie wollte er nicht (AB 64, S. 6). Insgesamt lässt dies auf ein 
inadäquates Verhalten und eine eingeschränkte Einsichtsfähigkeit (einsch-
liesslich eines nicht vorliegenden Krankheitsverständnisses und einer damit 

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einhergehenden Ablehnung einer adäquaten medizinischen Therapie) 
schliessen, was bereits im Gutachten vom 15. Januar 2018 festgestellt 
worden ist (AB 45.1, S. 13 f.). Gemäss dem RAD-Arzt ist das erwähnte 
Verhalten des Beschwerdeführers im Rahmen der hebephrenen Schizo-
phrenie zu bewerten (vgl. auch AB 46). Sodann finden sich im Bericht der 
psychiatrischen Klinik E.________ keine neuen psychopathologischen Be-
funde (AB 66, S. 3). Auch die Beurteilung von Dr. med. F.________ ver-
mag keine Verschlechterung zu begründen. Die Hausärztin attestierte zwar 
eine Arbeitsunfähigkeit von 100% infolge der Schizophrenie (AB 64, S. 3). 
Für eine Veränderung bzw. Verschlechterung des Gesundheitszustandes 
reicht eine höhere Arbeitsunfähigkeit (oder eine abweichende Diagnose) 
allein jedoch nicht aus; notwendig ist vielmehr eine veränderte Befundlage 
(vgl. Entscheid des Bundesgerichts vom 27. Juni 2019, 9C_27/2019, 
E. 4.2). Eine solche ist hier nicht ersichtlich; namentlich liegen keine neuen 
psychopathologischen bzw. psychiatrischen Befunde vor. Offensichtlich 
befindet sich der Beschwerdeführer auch nicht in einer ambulanten psych-
iatrischen Therapie, was abermals auf die bereits durch Dr. med. 
C.________ erwähnte eingeschränkte Krankheitseinsicht und das daraus 
resultierende ablehnende Verhalten hinsichtlich einer entsprechenden The-
rapie hindeutet. Schliesslich kommt hinzu, dass Dr. med. F.________ be-
reits im Jahr 2017 eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit infolge der Schizo-
phrenie attestierte (AB 2, 16).

3.5 Nach dem Gesagten ist keine wesentliche Änderung des medizini-
schen Sachverhalts seit dem Referenzzeitpunkt im Oktober 2018 erstellt. 
Auch ein erwerblicher Revisionsgrund liegt nicht vor; der Beschwerdeführer 
geht nach wie vor keiner regulären Erwerbstätigkeit nach (vgl. AB 57, S. 2). 
Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, in der Verfügung vom 12. Oktober 
2018 sei der Einkommensvergleich nicht korrekt vorgenommen bzw. be-
rechnet worden, ist festzuhalten, dass die Verfügung vom 12. Oktober 2018 
in Rechtskraft erwachsen ist und daher auf den dieser zugrundeliegende 
Einkommensvergleich grundsätzlich nicht mehr zurückgekommen werden 
kann. Es ist denn auch nicht ersichtlich, dass die Berechnung des Validen- 
oder Invalideneinkommens bzw. die Invaliditätsbemessung zweifellos un-
richtig vorgenommen worden wäre, womit auch eine allfällige Wiedererwä-
gung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) nicht in Frage kommt. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Jan. 2021, IV/20/192, Seite 13

Somit hat der Beschwerdeführer weiterhin Anspruch auf eine Dreiviertels-
rente. Die angefochtene Verfügung vom 31. Januar 2020 (AB 77) ist nicht 
zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde als offensichtlich 
unbegründet abzuweisen.

4.

4.1 Der Beschwerdeführer hat mit Eingabe vom 13. Mai 2020 (in den 
Gerichtsakten) sein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege zurückgezo-
gen und am 15. Mai 2020 den einverlangten Kostenvorschuss geleistet. 
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist somit infolge Rückzugs 
vom Geschäftsverzeichnis abzuschreiben.

4.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG in der bis 31. Dezember 2020 gültig 
gewesenen und hier anwendbaren Fassung (vgl. Art. 83 ATSG) ist das 
Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitig-
keiten um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen kosten-
pflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig 
vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

4.3 Bei vorliegendem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf 
eine Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 61 lit. g 
ATSG [Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Jan. 2021, IV/20/192, Seite 14

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird vom Geschäftsver-
zeichnis abgeschrieben.

3. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

5. Zu eröffnen (R):
- A.________
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Die Kammerpräsidentin: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dies
es Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim 
Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgeset-
zes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt wer-
den.