# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 40635669-645e-5308-9714-0f0a53282002
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2016-03-15
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 15.03.2016 D-1009/2016
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-1009-2016_2016-03-15.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
 
 

 

 

  

 
 Abteilung IV 

D-1009/2016 

law/auj 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 5 .  M ä r z  2 0 1 6  

Besetzung 
 Einzelrichter Walter Lang, 

mit Zustimmung von Richterin Sylvie Cossy;   

Gerichtsschreiberin Jacqueline Augsburger. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Nigeria,  

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 20. Januar 2016 / N (…). 

 

 

 

D-1009/2016 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass der gemäss eigenen Angaben aus B._______ (C._______) im 

Südosten Nigerias stammende Beschwerdeführer am 4. Mai 2015 von Ita-

lien her kommend in die Schweiz einreiste, wo er gleichentags um Asyl 

nachsuchte, 

dass er anlässlich der Befragung zur Person (BzP) im Empfangs- und Ver-

fahrenszentrum Chiasso (EVZ) vom 13. Mai 2015 sowie der Anhörung zu 

den Asylgründen vom 1. September 2015 zur Begründung des Asylge-

suchs geltend machte, er habe seinen Heimatstaat erstmals im Jahr 1990 

verlassen und habe fortan in Italien gelebt, wo er eine Aufenthaltsbewilli-

gung erhalten habe, die letztmals im Jahr 2002 um fünf Jahre verlängert 

worden sei,  

dass er sich 2001 nach Nigeria begeben habe, um zu heiraten, und 2002 

wiederum nach Italien zurückgekehrt sei,  

dass er im Jahr 2005 erneut nach Nigeria zurückgekehrt sei, und am (…) 

2006 sein Sohn geboren worden sei,  

dass er damals ohne Geld aus Europa zurückgekehrt sei und keine eige-

nen Wohnung habe mieten können, und deshalb nicht mit seiner Familie 

habe zusammenleben können,  

dass er deshalb versucht habe, sich in D._______ im Norden des Landes 

niederzulassen, dort jedoch bei Krawallen Angehörige seiner Ethnie, der 

Ibo, getötet worden seien und er daher in den Osten weitergezogen sei, 

wo er aber auch nicht habe bleiben können,  

dass er 2006 oder 2007 wiederum nach Italien gereist sei, wo er zwischen 

2007 und 2011 beziehungsweise zwischen 2010 und 2014 Gefängnisstra-

fen (wegen Drogenhandels oder im Zusammenhang mit organisiertem Ver-

brechen) abgesessen habe,  

dass er bereits zuvor in Italien zwei Jahre im Gefängnis verbracht habe, 

und ihm deshalb die Aufenthaltsbewilligung entzogen worden sei,  

dass er dort insgesamt sieben Jahre in Haft gewesen und letztmals im Mai 

2014 entlassen worden sei,  

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Seite 3 

dass er in die Schweiz gekommen sei, weil er nach den Gefängnisaufent-

halten in Italien keine Zukunft gesehen habe,  

dass seine erste Reise nach Europa (im Jahr 1990) 10'000 USD gekostet 

habe und von seinem Schwager finanziert worden sei, mit dessen Pass er 

damals in Italien eingereist sei und unter dessen Namen er eine Aufent-

haltsbewilligung erhalten habe,  

dass er seinem Schwager bis heute erst 4000 USD zurückbezahlt habe 

und ihm noch 6000 USD schulde, und dieser ihm deshalb gedroht habe, er 

werde ihn umbringen, wenn er ihn sehe,  

dass der Schwager überdies einem Geheimkult namens Ogboni angehöre 

und immer versucht habe, ihn zu überzeugen, sich diesem Kult ebenfalls 

anzuschliessen, er daran jedoch kein Interesse habe,  

dass er sich vorstellen könne, nach Nigeria zurückzukehren und dort in der 

Landwirtschaft zu arbeiten, sobald er seine Schulden zurückzahlen könne,  

dass das SEM am 13. August 2015 das am 28. Mai 2015 eingeleitete Dub-

lin-Verfahren mit Italien beendete und ein nationales Asyl- und Wegwei-

sungsverfahren durchführte,  

dass das Staatssekretariat mit Verfügung vom 20. Januar 2016 – eröffnet 

am 22. Januar 2016 – feststellte, der Beschwerdeführer erfülle die Flücht-

lingseigenschaft nicht, sein Asylgesuch ablehnte, die Wegweisung aus der 

Schweiz anordnete, ihn aufforderte, die Schweiz bis 16. März 2016 zu ver-

lassen, verbunden mit der Androhung, er könne ansonsten in Haft genom-

men und unter Zwang in seinen Heimatstaat zurückgeführt werden, und 

den Kanton E._______ mit dem Vollzug der Wegweisung beauftragte,  

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 18. Februar 2016 gegen die-

sen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und da-

bei beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei ihm 

die Flüchtlingseigenschaft zuzuerkennen sowie Asyl zu gewähren,  

dass eventualiter festzustellen sei, dass der Vollzug der Wegweisung un-

zumutbar oder unzulässig im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AuG beziehungs-

weise Art. 83 Abs. 3 AuG i.V.m. Art. 3 EMRK sei und entsprechend der wei-

tere Aufenthalt nach Art. 83 Abs. 1 AuG zu regeln sei,  

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dass er in prozessualer Hinsicht beantragte, die Pflicht zur Bezahlung der 

Verfahrenskosten und insbesondere eines Kostenvorschusses sei ihm zu 

erlassen, und es sei ihm eine angemessene Parteientschädigung auszu-

richten,  

dass er als Beschwerdebeilage ein vom 26. Januar 2016 datierendes 

Schreiben von Dr. med. F._______ einreichte,  

dass das Bundesverwaltungsgericht am 24. Februar 2016 den Eingang der 

Beschwerde bestätigte,  

 

und zieht in Erwägung,  

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls und die vor-

läufige Aufnahme betreffend endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet, ausser bei Vorliegen eines Aus-

lieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende 

Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG [SR 142.31]) i.V.m. Art. 31-33 VGG; 

Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG hier 

nicht vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entschei-

det, 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG; Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und 

Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass sich die im Beschwerdeverfahren möglichen Rügegründe und die 

Kognition des Bundesverwaltungsgerichts aus Art. 106 Abs. 1 AsylG erge-

ben, soweit das AsylG zur Anwendung gelangt, beziehungsweise aus 

Art. 112 des Ausländergesetzes (AuG, SR 142.20) i.V.m. Art. 49 VwVG, so-

weit das AuG angewandt wird (vgl. BVGE 2014/26 E. 5.4 f.),  

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Seite 5 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich 

vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb 

der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a 

Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften-

wechsel verzichtet wurde,  

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG),  

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 AsylG), und sie glaubhaft gemacht ist, wenn 

die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für 

gegeben hält, 

dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in wesent-

lichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den 

Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ver-

fälschte Beweismittel abgestützt werden, 

dass das SEM zur Begründung seines Entscheides anführte, die Vorbrin-

gen des Beschwerdeführers hielten den Anforderungen an die Flüchtlings-

eigenschaft gemäss Art. 3 AsylG nicht stand, und bei offensichtlich fehlen-

der Asylrelevanz könne darauf verzichtet werden, auf die zahlreichen Un-

glaubhaftigkeitselemente in den Vorbringen einzugehen,  

dass das Staatssekretariat im Einzelnen festhielt, die behaupteten Todes-

drohungen des Schwagers wegen nicht beglichener Schulden und dessen 

Wunsch, der Beschwerdeführer solle dem Geheimkult Ogboni beitreten, 

seien nicht asylrelevant, da sie nicht aufgrund der Rasse, Religion, Natio-

nalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder der politi-

schen Anschauung des Beschwerdeführers entstanden seien,  

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dass – ginge man von der Glaubhaftigkeit dieser beiden Vorbringen aus – 

der Beschwerdeführer sich falls notwendig an die nigerianischen Behörden 

wenden könne, welche grundsätzlich schutzfähig und schutzwillig seien,  

dass die angebliche Schuld über 20 Jahre alt sei und der Beschwerdefüh-

rer in der Zwischenzeit nach eigenen Angaben in Nigeria gelebt habe und 

daher nicht ersichtlich sei, weshalb sein Schwager ihm bei einer erneuten 

Rückkehr nach dem Leben trachten sollte,  

dass – sofern man von der Glaubhaftigkeit des Vorbringens ausgehe, der 

Beschwerdeführer sei bei seinem letzten Aufenthalt in Nigeria aufgrund 

von Krawallen aus dem Norden in einen anderen Landesteil weggezogen, 

– er damit selber aufgezeigt habe, dass eine innerstaatliche Fluchtalterna-

tive existiere und er nicht auf den Schutz eines Drittstaates angewiesen 

sei,  

dass der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitteleingabe zunächst vor-

bringt, er nehme die Drohung seines Schwagers, ihn im Falle einer Rück-

kehr nach Nigeria wegen der Schulden von 6000 USD zu töten, sehr ernst, 

weil der Schwager Mitglied des Geheimkultes Ogboni, einer mafiaähnli-

chen Organisation, sei,  

dass diese in ganz Nigeria aktiv sei, weshalb es für den Beschwerdeführer 

unmöglich sei, in einem anderen Landesteil zu leben, und sein Schwager 

ausserdem zwangsläufig von seiner Rückkehr erfahren würde,  

dass der nigerianische Staat ihn nicht schützen könne, da Mitglieder des 

Geheimkultes Ogboni enge Beziehungen zu den Sicherheitsbehörden hät-

ten, und er in einem Strafverfahren aufgrund der Korruption unterliegen 

würde beziehungsweise ihm kein Schutz gewährt würde, und seine Sicher-

heit folglich nicht gewährleistet sei,  

dass der Beschwerdeführer mit diesen Ausführungen nicht zu erklären ver-

mag, weshalb er während seiner mehrjährigen Aufenthalte in Nigeria un-

behelligt blieb und sein Schwager ihm ausgerechnet nach der bevorste-

henden Rückkehr töten oder ihn zu einem Beitritt zum Ogboni-Kult zwingen 

sollte,  

dass er an der BzP denn auch zu Protokoll gegeben hatte, er habe nie 

Probleme mit den nigerianischen Behörden gehabt und sich nie politisch 

oder religiös betätigt, sondern er habe sein Heimatland aus wirtschaftlichen 

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Gründen verlassen (vgl. act. A5/11 Ziff. 7.01), und er die angeblichen To-

desdrohungen des Schwagers wegen Geldschulden sowie Probleme we-

gen seiner Weigerung, dem Ogboni-Kult beizutreten, erst an der Anhörung 

geltend gemacht hatte,  

dass überdies keine Anhaltspunkte ersichtlich sind, die darauf hindeuten 

würden, dass der Beschwerdeführer nach seiner Rückkehr Probleme mit 

Mitgliedern des Ogboni-Geheimkultes und/oder mit den staatlichen Behör-

den haben oder in ein Strafverfahren verwickelt werden sollte, in dem er 

wegen Korruption unterliegen würde oder in dem seine Sicherheit nicht ge-

währleistet wäre, 

dass im Übrigen zwecks Vermeidung von Wiederholungen auf die zutref-

fenden Erwägungen des SEM in der angefochtenen Verfügung zu verwei-

sen ist, 

dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelingt, die Flüchtlingseigen-

schaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb das 

Staatssekretariat das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat, 

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 

Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 

(Art. 44 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt 

hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. 

BVGE 2013/37 E 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.), weshalb die verfügte Weg-

weisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-

nach vom SEM zu Recht angeordnet wurde,  

dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-

mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg-

weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche 

Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des 

Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenste-

hen (Art. 83 Abs. 3 AuG), 

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

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AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), 

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass-

geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es 

dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche 

Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in 

Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoule-

ment im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet,  

dass sodann keine Anhaltspunkte für eine im Heimat- oder Herkunftsstaat 

drohende menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 

BV, von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter 

und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung 

oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK ersichtlich sind,  

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 

erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen 

wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage kon-

kret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),  

dass hinsichtlich der allgemeinen Lage in Nigeria festzustellen ist, dass die 

islamistische Organisation Boko Haram seit 2009 den Nordosten des Lan-

des mit Gewaltakten überzieht,  

dass indessen in Nigeria landesweit weder Krieg, Bürgerkrieg noch eine 

Situation allgemeiner Gewalt herrscht,  

dass der Beschwerdeführer gemäss eigenen Angaben von seiner Geburt 

bis zur Ausreise 1990 in B._______ im südöstlichen Bundesstaat 

C._______ gelebt hat und offenbar immer wieder während längerer Zeit in 

Nigeria, insbesondere wohl in Lagos (vgl. act. A5/11 Ziff. 2.01 S. 4 f.), 

gewohnt hat,  

dass der Beschwerdeführer anlässlich der BzP zu Protokoll gab, er leide 

unter arteriellem Bluthochdruck, und weitere gesundheitliche Probleme 

habe er nicht,  

dass er an der Anhörung keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen er-

wähnte,  

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dass das SEM in der angefochtenen Verfügung den Beschwerdeführer als 

gesund bezeichnete und sich nicht zu dessen Bluthochdruck äusserte,  

dass der Beschwerdeführer nunmehr auf Beschwerdeebene vorbringt, bei 

seiner arteriellen Hypertonie handle es sich um eine unheilbare Krankheit, 

welche medikamentös behandelt werden müsse,  

dass er in der Beschwerde erstmals geltend macht, er leide überdies unter 

erheblichen Kreuzschmerzen, die ebenfalls medikamentös behandelt wer-

den müssten,  

dass er zum Beleg dieser Vorbringen ein aus lediglich zwei Sätzen beste-

hendes und als "ärztliches Zeugnis" bezeichnetes Schreiben von Dr. med. 

F._______, Facharzt FHM für Allgemeinmedizin in E._______, zu den Ak-

ten reichte,  

dass gemäss diesem Schreiben der Arzt anlässlich seiner "hausärztlichen 

Betreuung" beim Beschwerdeführer "eine arterielle Hypertonie festgestellt" 

habe, welche medikamentös behandelt werden müsse, und zusätzlich "er-

hebliche Kreuzschmerzen bekannt" seien, "bei degenerativen Veränderun-

gen und Fehlform, die ebenfalls medikamentös behandelt werden müs-

sen",  

dass aus diesem Schreiben weder ersichtlich ist, wie gravierend der Blut-

hochdruck des Beschwerdeführers ist, noch seit wann er bei diesem Arzt 

in Behandlung ist und welche Medikamente dieser ihm allenfalls verschrie-

ben hat,  

dass aus dem Schreiben ebenfalls nicht hervorgeht, ob die – erst auf Be-

schwerdeebene geltend gemachten – Kreuzschmerzen aufgrund einer ein-

gehenden Untersuchung oder in erster Linie aufgrund der Angaben des 

Beschwerdeführers diagnostiziert wurden,  

dass aufgrund dieser Sachlage keine Anhaltspunkte dafür bestehen, dass 

der Beschwerdeführer an schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen 

leiden würde, derentwegen er sich in der Schweiz in regelmässiger Be-

handlung befinden würde und die nur hier behandelbar wären und dem-

nach ein Vollzugshindernis darstellen könnten,  

dass die pauschale Behauptung in der Beschwerde, in Nigeria sei es für 

ihn unmöglich, die notwendigen Medikamente zu erhalten, da er sie nicht 

bezahlen könne, unbehelflich ist, 

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dass – wie nachfolgend dargelegt – der Beschwerdeführer über vielfältige 

Arbeitserfahrungen verfügt, und ihm deshalb zuzumuten ist, seinen Le-

bensunterhalt (einschliesslich des Kaufs von Medikamenten) nach der 

Rückkehr in Nigeria selbst zu verdienen,  

dass zur Deckung allfälliger Medikamentenkosten in den ersten Monaten 

nach der Rückkehr im Weiteren die Möglichkeit besteht, medizinische 

Rückkehrhilfe zu beantragen (vgl. Art. 93 Abs. 1 Bst. d AsylG),  

dass der Beschwerdeführer gemäss eigenen Angaben während acht Jah-

ren die Schule besucht und während fünf Jahren in Nigeria in einem eige-

nen Geschäft (…) verkauft hat,  

dass er in Italien als Tagelöhner in der Landwirtschaft, als Maurer sowie als 

Inhaber eines (…)geschäftes und schliesslich als Strassenhändler tätig 

war, und neben seiner Muttersprache Ibo auch Haussa sowie Englisch und 

Italienisch spricht (vgl. act. A5/11 S.4),  

dass er mit seiner Mutter, einem Bruder und zwei Schwestern sowie seiner 

Ehefrau und seinem Kind in Nigeria über ein familiäres Beziehungsnetz 

verfügt (vgl. act. A5/11 Ziff. 3.01), und den Kontakt zu seiner Familie auf-

rechterhalten hat (vgl. act. A19/8 S. 2),  

dass unter diesen Umständen von einem tragfähigen familiären Bezie-

hungsnetz des Beschwerdeführers in Nigeria auszugehen ist,  

dass aufgrund dieser Erwägungen nicht mit überwiegender Wahrschein-

lichkeit davon auszugehen ist, der Beschwerdeführer geriete bei der Rück-

kehr nach Nigeria aufgrund der allgemeinen Situation oder aus individuel-

len Gründen wirtschaftlicher, sozialer oder gesundheitlicher Natur in eine 

existenzielle Notlage (vgl. zum Beweismass BVGE 2014/26 E. 7.7.4), und 

der Vollzug der Wegweisung sich demnach nicht als unzumutbar im Sinne 

von Art. 83 Abs. 4 AuG erweist,  

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Heimat-

staat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen 

(Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der Be-

schaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und 

dazu auch BVGE 2008/34 E. 12), 

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, in-

wiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzen, den rechts-

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Seite 11 

erheblichen Sachverhalt unrichtig und unvollständig feststellen oder unan-

gemessen sein sollte (Art. 106 Abs. 1 AsylG, Art. 49 VwVG), weshalb die 

Beschwerde abzuweisen ist,  

dass sich die Beschwerde als aussichtslos erweist, weshalb das mit der 

Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Pro-

zessführung abzuweisen ist und die Kosten des Verfahrens von Fr. 600.– 

dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 37 VGG i.V.m. Art. 63 

Abs. 1 VwVG; Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 

Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

 

 

 

  

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Seite 12 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abge-

wiesen. Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden dem Beschwerde-

führer auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils 

zugunsten der Gerichtskasse zu überweisen.  

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Walter Lang Jacqueline Augsburger 

 

 

Versand: