# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9a898a85-1b8e-5ae5-88b4-c39a54614ba0
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-08-19
**Language:** de
**Title:** Kurzurteil, Invalidenrente
**Docket/Reference:** UV.2013.00107
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/UV.2013.00107.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
UV.2013.00107
III. Kammer
Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Annaheim
Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer
Gerichtsschreiber Sonderegger
Urteil
vom
19. August 2014
in Sachen
X.___
Beschwerdeführer
vertreten durch Comité de Protection des Travailleurs Frontaliers Euopéens
(C.P.T.E.), Président
O
.___
37, rue de la Gare, FR-68190 Ensisheim
gegen
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt
Rechtsabteilung
Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
1.1
X.___
, geboren 1977, arbeitete als
Isoleur bei der
Y.___
AG
und war dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) unfallversi
chert (
Urk.
9/1). Am
1.
Januar 2009
wurde er von einem
explodierenden
Feuer
werkskörper
im Gesicht
getroffen. Dadurch
verlor er sein linkes Auge
sowie den Geschmacks- und Geruchssinn
(
Urk.
9/106). Die SUVA erbrachte die gesetzli
chen Leistungen (Heilbehandlung, Taggelder).
Am 2
4.
November 2012 erlitt er einen Bagatellunfall, als er sich die Hand im Kofferraumdeckel seines Autos einklemmte (
Urk.
9/142+144). Die SUVA über
nahm die Kosten der Heilbehandlung.
1.2
Mit Verfügung vom
5.
Februar 2013 sprach die SUVA dem Versicherten
eine Invalidenrente auf der Basis
einer Erwerbsunfähigkeit von 10 % mit Wirkung ab
1.
Dezember 2012
sowi
e eine Integritätsentschädigung von
Fr.
75‘600.--,
ba
sierend au
f einem Integritätsschaden von 6
0
%
, zu
(
Urk.
9/141). Daran hielt sie mit Einspracheentscheid vom 2
2.
März 2013 fest (
Urk.
2).
2.
Dagegen liess
X.___
am
9.
April 2013 Beschwerde erheben mit dem sinngemässen Antrag um Ausrichtung einer
ganzen Invalidenrente sowie um Gewährung beruflicher Massnahmen (
Urk.
1). Die SUVA schloss in der Be
schwerdeantwort vom 2
4.
Juli 2013 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
8).
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
Strittig und zu prüfen ist die Höhe der Invalidenrente. Die zugesprochene Integri
tätsentschädigung blieb unbeanstandet.
Das Gesetz sieht im Bereich der Unfallversicherung keine beruflichen Massnah
men vor.
Die SUVA hat im Einspracheentscheid denn auch nicht darüber be
funden.
Soweit der Beschwerdeführer deren Gewährung beantragt, ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. Indessen
ist
darauf hinzuweisen, dass die SUVA im konkreten Fall Eingliederungsbemühungen unter
nommen hatte, diese schei
terten aber
an der fehlenden Kooperationsbereitschaft des Beschwerdeführer
s
(
Urk.
9/116+128).
2.
Die SUVA hat im Einspracheentscheid
die für die Ansprüche auf ein
e Invaliden
rente
massgeblichen Bestimmungen und Grundsätze zutreffend dargelegt. Es wird darauf verwiesen.
3.
3.1
Die SUVA ging im Eins
p
racheentscheid
gestützt auf den Bericht ihres Kreisarzt
es
Dr.
med.
Z.___
, Facharzt für Chirurgie, vom 1
4.
Juni 2014
davon aus, dass
dem Beschwerdeführer körperlich leichte Tätigkeiten, ebenerdig, ohne Anforderun
gen an räumliches Sehen, zumutbar seien. Nicht möglich
seien Tätigkeiten,
die einen intakten Geruchssinn erforderten,
solche auf absturzgefährdeten Positio
nen
und
das Bedienen gefährlicher Maschinen.
Mit diesen Einschränkungen sei ein ganztägiger Einsatz zumutbar (
Urk.
2
,
Urk.
9/106; vgl. auch
Urk.
9/89
).
3.2
Dieser Einschätzung ist beizupflichten.
Der kreisärztlichen Beurteilung
du
rch
Dr.
Z.___
waren umfangreiche
fachärztliche
Abklärungen vorangegangen.
Da
bei liess
sich insbesondere ein initial geäusserter
Verdacht auf eine
Hirnverlet
zung
nicht bestätigen.
Auch
psychischerseits bestanden
keine
dauerhaften
Ein
schränkung
en
(
Urk.
9/58+61, 9/70, 9/74, 9/78-79, 9/84-86, 9/
93
,
9/99
,
9/131
,
9/133
)
.
In den Akten bestehen keinerlei Beurteilungen, die eine anderweitige Einschätzung der Arbeitsfähigkeit nahelegen würde. Der Beschwerdeführer hält sich
zwar
für arbeitsunfähig. Dabei stützt er sich
jedoch
einzig auf sein subjek
tives Gefühl. Er verkennt, dass Einäugigkeit nur selten die Erwerbsfähigkeit be
einträchtigt
, da auch der Einäugige nach einer gewissen Anpassungszeit räum
lich zu sehen vermag und in vielen beruflichen Tätigkeiten Binokularsehen nicht zwingend erforderlich ist (
Bundesgerichtsurteil 8C_474/2011 vom 2
6.
Oktober 2011 E. 7.2;
SVR 2004 IV Nr. 13 S. 37
).
Den Einschränkungen, wel
che er zu gewärtigen hat, wurde im Zumutbarkeitsprofil hinreichend Rechnung getragen.
3.3
Der Beschwerdeführer verlangt die weitere Übernahme von Behandlungskosten, ohne indessen diese näher zu spezifizieren (
Urk.
1).
Der medizinische Endzu
stand ist spätestens seit Mai 2012 erreicht
(
Urk.
9/101
, vgl. auch
Urk.
9/32
)
.
Damit ist die Behandlung aus unfallkausaler Sicht
grundsätzlich
abgeschlossen
.
Notwendig sind
einzig noch ophtalmologische Kontrollen
und
regelmässige
An
passungen der Augenprothese
. Dafür kommt die SUVA auf
(
Urk.
2 S. 3,
Urk.
9/127;
vgl. auch
Urk.
8 S. 4
)
.
3.4
Der von der SUVA
du
rchgeführte Einkommensvergleich, welcher eine Erwerbsein
busse von 10 % zeitigt,
ist nicht z
u beanstanden und blieb be
schwerdeweise denn auch unbestritten, weshalb darauf verwiesen werden kann.
3.5
Dies führt zur Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten ist.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen
, soweit darauf eingetreten wird
.
2.
Das Verfahren ist kostenlos.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Comité de Protection des Travailleurs Frontaliers Euopéens
-
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt
-
Bundesamt für Gesundheit
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur
kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber
GräubSonderegger