# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cfca8e4c-c4fb-56fb-9bcc-1835810afbaa
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-12-06
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 5. Kammer 06.12.2022 R 2021 98
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_005_R-2021-98_2022-12-06.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

R 21 98

5. Kammer 

Vorsitz Meisser

Richter Audétat und Racioppi

Aktuarin Maurer

URTEIL

vom 6. Dezember 2022

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____,

Beschwerdeführer

gegen

Gemeinde B._____,

Beschwerdegegnerin 1

und

C._____ AG,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Andrin Perl,

Beschwerdegegnerin 2

betreffend Baugesuch

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I. Sachverhalt:

1. A._____ ist Eigentümer der Parzelle D._____ (alt E._____) in F._____ 

(Gemeinde B._____). Am 4. Mai 2021 reichte A._____ bei der 

Baukommission der Gemeinde B._____ ein Baugesuch im Anzeige-

(Melde oder vereinfachtes)verfahren (datiert 3. Mai 2021) betreffend eine 

Geländeanpassung auf der Parzelle D._____ in F._____ ein.

2. An ihrer Sitzung vom 4. Mai 2021 bewilligte die Baukommission der 

Gemeinde B._____ das Baugesuch gestützt auf Art. 40 Abs. 1 Ziff. 17 

KRVO sowie Art. 1 und 2 der Verordnung zum kommunalen Baugesetz 

ohne Auflagen. Das Baugesuch wurde im Amtsblatt G._____ vom 14. Mai 

2021 publiziert.

3. In seiner Einsprache vom 5. Mai 2021 gegen das Baugesuch Nr. 20/2021 

von H._____ betreffend die Erstellung eines Gartenhäuschens und einer 

Wärmepumpe auf Parzelle I._____, wies A._____ darauf hin, dass die von 

ihm beantragte Terrainveränderung auf Parzelle D._____ den Zweck 

habe, die Parzelle später als Sitzplatz und für kleinere Anlässe wie 

Agrotourismus zu nutzen.

4. Mit Schreiben vom 17. Mai 2021 verlangte die C._____ AG, Eigentümerin 

der Nachbarparzelle J._____, einen sofortigen Baustopp und die 

Einleitung des ordentlichen Baubewilligungsverfahrens. So habe A._____ 

im Verfahren Nr. 20/2021 die Absicht erwähnt, Stellplätze auf 

landwirtschaftlichen Betrieben zu erstellen.

5. Am 17. Mai 2021 sprach die Baukommission der Gemeinde B._____ 

zunächst mündlich einen sofortigen Baustopp aus, den sie am 20. Mai 

2021 auch noch schriftlich verfügte.

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6. Am 25. Mai 2021 hob die Baukommission der Gemeinde B._____ den 

Baustopp wieder auf, unter Bestätigung ihres Baubescheids vom 4. Mai 

2021.

7. Dagegen erhob die C._____ AG mit Eingabe vom 31. Mai 2021 

Einsprache beim Gemeindevorstand B._____, worauf der Gemeinde-

vorstand B._____ am 2. Juni 2021 einen sofortigen Baustopp verfügte.

8. Mit Entscheid vom 13., mitgeteilt am 20. September 2021, hiess der 

Gemeindevorstand B._____ die Einsprache der C._____ AG vom 31. Mai 

2021 gut und leitete betreffend die beantragte Terrainveränderung auf 

Parzelle D._____ das ordentliche Baubewilligungsverfahren ein. Der 

Gemeindevorstand B._____ begründete seinen Entscheid im Wesent-

lichen damit, dass der Baugesuchsteller im Bauverfahren Nr. 20/2021 eine 

zukünftige agrotouristische Nutzung der Parzelle erwähnt habe und damit 

Anzeichen dafür bestünden, dass durch ein bewilligungsfähiges 

Bauvorhaben Vorschriften des materiellen Rechts verletzt werden 

könnten, weshalb die kommunale Baubehörde das Baubewilligungs-

verfahren einzuleiten habe.

9. Mit Schreiben vom 13. September 2021 nahm A._____ durch seinen 

Rechtsvertreter insbesondere Stellung zur Einsprache der C._____ AG 

und zu den Baustoppverfügungen. Weiter hielt er fest, dass die 

beabsichtigte Terrainveränderung allein dem Zweck diene, die Parzelle zu 

nivellieren, der Hinweis auf eine "agrotouristische Nutzung" sei rein 

spekulativ.

10. Das Wiedererwägungsgesuch vom 12. Oktober 2021 wies der Gemeinde-

vorstand B._____ mit Entscheid vom 8., mitgeteilt am 16. November 2021, 

ab.

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11. Mit Eingabe vom 20. Oktober 2021 erhob A._____ (nachfolgend 

Beschwerdeführer) gegen die Verfügung des Gemeindevorstands 

B._____ vom 13., mitgeteilt am 20. September 2021, Beschwerde beim 

Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden und beantragte dessen 

Aufhebung, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der 

Vorinstanz. Zur Begründung führte er im Wesentlichen aus, bei der 

ersuchten Terrainebnung handle es sich unbestrittenermassen um ein 

bewilligungsfreies Bauvorhaben, weshalb das Bauvorhaben auch 

ursprünglich genehmigt worden sei. Dennoch habe die Vorinstanz die 

Einleitung eines ordentlichen Baubewilligungsverfahren verfügt, was sie 

mit seiner Mitteilung vom 5. Mai 2021 im anderen Baubewilligungs-

verfahren Nr. 20/2021, wonach das Terrain der Parzelle D._____ 

begradigt werde "per silsuenter nazzegiar quella sco plaz da seser per 

pintgas occurenzas (p. ex. Agrotourismus)" begründet habe. Wenn die 

Vorinstanz nun nachträglich den ihr seit langem bekannten Hinweis ohne 

Angabe von sachlichen Gründen rechtlich anders würdige, stelle dies eine 

Verletzung des Grundsatzes des Vertrauensschutzes und des Verbots 

widersprüchlichen Verhaltens dar. Die Vorinstanz habe auch ihre Pflicht 

zur Ermittlung des rechtserheblichen Sachverhalts gemäss Art. 11 Abs. 1 

und Art. 51 Abs. 1 lit. b VRG verletzt, indem sie seine ausdrückliche 

Erklärung vom 13. September 2021, keinen Betrieb eines Agrotourismus 

zu beabsichtigen, in der angefochtenen Verfügung habe unbeachtet 

gelassen. Zudem habe die Vorinstanz die Begründungspflicht verletzt, 

indem sie ihm die Begründung dafür schuldig geblieben sei, weshalb die 

Aussage vom 5. Mai 2021 dazu führen sollte, dass das Bauvorhaben 

Vorschriften des materiellen Rechts verletze. Schliesslich rügte der 

Beschwerdeführer eine falsche Anwendung von Art. 40 Abs. 3 KRVO, 

denn selbst wenn ein bewilligungspflichtiges Projekt vorläge, hätte es der 

Gemeindeverwaltung B._____ oblegen, von Amtes wegen das 

Baubewilligungsverfahren einzuleiten. Für eine Anordnung wie jene in 

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Ziffer 1 des Dispositivs der angefochtenen Verfügung lasse Art. 40 Abs. 3 

KRVO keinen Raum.

12. Am 21. Oktober 2021 räumte der Instruktionsrichter den Parteien Frist zur 

Vernehmlassung ein, mit dem Hinweis, dass das Verfahren einstweilen 

auf Deutsch geführt werde, es den Parteien aber freigestellt sei, die 

Weiterführung auf Romanisch zu beantragen.

13. Mit Vernehmlassung vom 9. November 2021 beantragte die C._____ AG 

(nachfolgend Beschwerdegegnerin 2), auf die Beschwerde sei nicht 

einzutreten, eventualiter seien die beschwerdeführerischen Anträge 

Ziffer 1 und 2 vollumfänglich abzuweisen; unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge zzgl. Mehrwertsteuer zulasten des Beschwerde-

führers. Die Beschwerdegegnerin 2 erklärte sich mit der vom Verwaltungs-

gericht gewählten Verfahrenssprache einverstanden. Begründend führte 

sie im Wesentlichen an, dem Beschwerdeführer fehle es an einem 

schutzwürdigen Interesse, weshalb auf seine Beschwerde nicht 

einzutreten sei, habe er doch mit Schreiben vom 13. September 2021 

explizit die Erforderlichkeit eines ordentlichen Baubewilligungsverfahrens 

für sein Bauvorhaben anerkannt. Die vom Beschwerdeführer geplante und 

bereits realisierte Terrainveränderung betreffe den südöstlichen Teil der 

Parzelle D._____, der in der Ortsbildschutzzone liege und von einer 

blauen Gefahrenzone überlagert werde. Der Beschwerdeführer habe im 

Bauverfahren Nr. 20/2021 mitgeteilt, dass er auf diesem Parzellenteil eine 

Terrainbegradigung vornehmen wolle, um dieses als Sitzplatz für kleine 

Veranstaltungen (bzw. Agrotourismus) nutzen zu können. Diese Aussage 

wolle er erst vier Monate danach als zurückgezogen betrachtet haben, 

andere Gründe für die Terrainveränderung habe er dann aber keine 

vorgebracht. Entgegen der beschwerdeführerischen Behauptung, wonach 

maximal 70 cm des vorhandenen Terrains abgetragen bzw. ausgeebnet 

werden sollten, seien im Rahmen der bereits vorgenommenen 

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Bauarbeiten vielmehr massive Felsbrocken aus dem Erdreich entfernt und 

an der von der Terrainveränderung betroffenen Stelle zusätzliches 

Erdmaterial hinzugefügt worden. Im Zusammenhang mit der Terrain-

veränderung habe der Beschwerdeführer zudem eine Deponie in der 

Landwirtschaftszone eingerichtet. Die Beschwerdegegnerin 2 verneinte 

eine Verletzung des Grundsatzes von Treu und Glauben, auch erachtete 

sie die übrigen vom Beschwerdeführer gerügten Verletzungen als nicht 

gegeben.

14. In seiner Vernehmlassung vom 11. November 2021 beantragte das Amt 

für Raumentwicklung Graubünden (ARE) die kostenfällige Abweisung der 

Beschwerde. Es hielt fest, dass die umstrittene Terrainveränderung nicht 

Gegenstand eines BAB-Verfahrens gewesen sei. Zur Frage der 

Baubewilligungspflicht führte das ARE im Wesentlichen aus, dass aus den 

vorliegenden Baugesuchunterlagen und dem angefochtenen Entscheid 

nicht hervorgehe, welchem Zweck die fragliche Terrainveränderung diene. 

Für eine zonenkonforme, landwirtschaftlich begründete Terrain-

veränderung gebe es vorliegend keine Anhaltspunkte. Aufgrund der im 

Raum stehenden Vorwürfe, wonach das Vorhaben agrotouristisch 

motiviert sei, bestünden vielmehr Zweifel an der materiellrechtlichen 

Zulässigkeit des Vorhabens im Sinne von Art. 40 Abs. 3 KRVO, so dass 

der Entscheid der Gemeinde nicht zu beanstanden sei.

15. Mit Vernehmlassung vom 26. November 2021 beantragte die Gemeinde 

B._____ (nachfolgend Beschwerdegegnerin 1), die Beschwerde sei 

abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei; unter gesetzlicher Kosten- und 

Entschädigungsfolgen. Zur Begründung führte die Beschwerdegegnerin 1 

im Wesentlichen aus, die Rüge bezüglich Verletzung der 

Begründungspflicht sei unbegründet und deshalb abzuweisen. Sie habe 

ihren Entscheid damit begründet, wonach offensichtlich Anzeichen dafür 

bestünden, dass Vorschriften des materiellen Rechts verletzt sein 

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könnten, wenn der Beschwerdeführer die betroffene Parzelle künftig 

eventuell für Agrotourismus nutzen würde. Die Erklärung des 

Beschwerdeführers vom 13. September 2021, wonach die Terrain-

veränderung ausschliesslich den Zweck der Nivellierung habe, ändere 

nichts am Sachverhalt. Sei doch die Gemeindebehörde gemäss Art. 40 

Abs. 3 KRVO auf Hinweis von Dritten gehalten, ein ordentliches Verfahren 

einzuleiten. Zur Rüge der unvollständigen Feststellung des Sachverhalts 

hielt die Beschwerdegegnerin 1 fest, bei der Beurteilung des vorliegenden 

Geschäfts am 13. September 2021 keine Kenntnis vom beschwerde-

führerischen Schreiben vom selben Tag gehabt zu haben, so dass sie 

dieses dementsprechend bei der Beurteilung nicht habe mitberück-

sichtigen können. Weiter hielt sie fest, dass eine Verletzung des 

Vertrauensprinzips nicht feststellbar sei, wenn der Gemeindevorstand die 

erteilte Baubewilligung anders würdige als die Baubehörde der Gemeinde 

B._____. Schliesslich sei auch der Entscheid betreffend die formelle 

Einleitung des Baubewilligungsverfahrens rechtlich haltbar und damit die 

Rüge betreffend die Verletzung der Anordnung "vom Amtes wegen" 

abzuweisen.

16. In seiner Replik vom 17. Januar 2022 beantragte der Beschwerdeführer 

ergänzend zu seiner Beschwerde vom 20. Oktober 2021 folgendes:

"2. Die Terrainveränderung gemäss meiner Anzeige eines Bauvorhabens ("ANZEIGE 

BAUVORHABEN") vom 14. April 2021 sei zu genehmigen.

 3. Eventualiter sei die Terrainnivellierung gemäss der ANZEIGE BAUVORHABEN unter 

der Bedingung zu genehmigen, dass diese Terrainveränderung nicht dem Zweck 

des Aufenthalts von Menschen und Tieren dient, sei es im Rahmen 

agrotouristischer oder anderer Aktivitäten.

 4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Vorinstanz."

Ergänzend führt der Beschwerdeführer im Wesentlichen an, in der 

Anzeige des Bauvorhabens vom 4. Mai 2021 und dem beigelegten Plan 

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sei ersichtlich, dass sich die beantragte Terrainnivellierung auf die 

Bauparzelle D._____ beschränke und das Bauvorhaben kein Gebiet in der 

Landwirtschaftszone umfasse. Ergänzend rügte der Beschwerdeführer die 

Verletzung des rechtlichen Gehörs, indem er weder zum ersten Baustopp 

vom 17. Mai 2021 noch zum zweiten Baustopp vom 2. Juni 2021 und auch 

zum Vorwurf, er plane agrotouristische Aktivitäten, jemals von der 

Beschwerdegegnerin 1 angehört worden sei, noch sei ihm die erste 

Einsprache vom 17. Mai 2021 zugestellt worden. Damit habe die 

Beschwerdegegnerin 1 auch den Untersuchungsgrundsatz sowie das 

Verhältnismässigkeitsprinzip verletzt. Er hielt weiter fest, dass er nach der 

Aufhebung des ersten Baustopps am 17. bzw. 20. Mai 2021 ca. 8 m³ 

Erdmaterial auf die Parzelle D._____ geführt und dort zwecks späterer 

Terrainnivellierung als Erdhügel abgeladen habe.

17. Am 27. Januar 2022 verzichtete die Beschwerdegegnerin 1 auf die 

Erstattung einer Duplik. Mit Duplik vom 28. Januar 2022 hielt die 

Beschwerdegegnerin 2 unverändert an ihren Rechtsbegehren fest. Am 

31. Januar 2022 verzichtete das ARE auf die Einreichung einer Duplik.

18. Mit unaufgeforderter Stellungnahme vom 9. Februar 2022 hielt der 

Beschwerdeführer an seinen Rechtsbegehren vollumfänglich fest.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften, den 

angefochtenen Entscheid und die weiteren Akten wird, soweit erforderlich, 

in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Das Gericht zieht in Erwägung:

1.1. Gemäss Art. 49 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechts-

pflege (VRG; BR 370.100) beurteilt das Verwaltungsgericht Beschwerden 

gegen Entscheide von Gemeinden, soweit diese nicht bei einer anderen 

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Instanz angefochten werden können oder nach kantonalem oder 

eidgenössischem Recht endgültig sind. Die angefochtene Verfügung der 

Beschwerdegegnerin 1 vom 13., mitgeteilt am 20. September 2021 (Akten 

des Beschwerdeführers [Bf-act.] 1 = Akten der Beschwerdegegnerin 1 

[Bg1-act.] 11), ist weder endgültig noch kann sie bei einer anderen Instanz 

angefochten werden. Die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde fällt 

demzufolge in die Zuständigkeit des angerufenen Gerichts. Die 

Eintretensvoraussetzungen geben – unter dem Vorbehalt gemäss 

Erwägung 1.2 – vorliegend zu keinen Bemerkungen Anlass, weshalb auf 

die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten ist.

1.2. Auf die in der Replik neu gestellten Anträge Ziffer 2 und 3 kann, da sie im 

vorliegenden Verfahren verspätet vorgebracht worden sind, nicht 

eingetreten werden. So kann im Verlaufe eines Schriftenwechsels zwar 

der Streitgegenstand verengt bzw. um nicht mehr streitige Punkte 

reduziert werden, nicht aber eine Erweiterung oder qualitative 

Veränderung des Streitgegenstandes vorgenommen werden (siehe dazu 

die Urteile des Verwaltungsgerichts [VGU] R 21 56 vom 21. September 

2021 E.1.4 mit Hinweis auf R 16 72 und R 16 73 vom 11. Mai 2017 E.4a). 

Streitgegenstand ist vorliegend nicht die Zulässigkeit der strittigen 

Terrainveränderung an sich, sondern vielmehr einzig die Frage, ob der 

Gemeindevorstand B._____ den Baubescheid der Baubehörde B._____ 

vom 4. Mai 2021 mit Einspracheentscheid vom 13., mitgeteilt am 

20. September 2021, zu Recht aufgehoben und den Beschwerdeführer 

ebenso zu Recht aufgefordert hat, ein ordentliches Baubewilligungs-

gesuch einzureichen. So geht die Argumentation der Beschwerde-

gegnerin 2 ins Leere, wonach die bereits vorgenommenen Bauarbeiten 

das gesetzlich erlaubte Mass übersteigen würden, gilt es doch vorliegend 

durch das Gericht nicht darum festzustellen, ob die bereits 

vorgenommenen Bauarbeiten materielles Recht verletzen. Ob durch das 

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Bauvorhaben materielles Recht verletzt wird oder nicht, hat die 

Beschwerdegegnerin 1 im späteren Baukontrollverfahren festzustellen 

und nötigenfalls die Wiederherstellung des gesetzmässigen Zustandes zu 

verfügen. Ebensowenig Streitgegenstand ist zudem das Wiederer-

wägungsgesuch des Beschwerdeführers vom 12. Oktober 2021, welches 

entgegen dessen Vorbringen durch den Gemeindevorstand beurteilt und 

am 8., mitgeteilt am 16. November 2021, abgewiesen worden ist (Bg1-act. 

20).

2. Der Beschwerdeführer beruft sich auf Art. 40 Abs. 1 Ziff. 17 der 

Raumplanungsverordnung für den Kanton Graubünden (KRVO; BR 

801.110), wonach betreffend die beabsichtigte Terraineinebnung auf der 

Parzelle D._____ kein ordentliches Baubewilligungsverfahren erforderlich 

sei.

2.1. Nach Art. 22 des eidgenössischen Raumplanungsrechts (RPG; SR 700) 

i.V.m. Art. 86 Abs. 1 des Raumplanungsgesetzes für den Kanton 

Graubünden (KRG; BR 801.100) dürfen Bauten und Anlagen nur mit 

Bewilligung der kommunalen Baubehörde errichtet, geändert, 

abgebrochen oder in ihrem Zweck geändert werden. Grundvoraussetzung 

einer Bewilligung ist, dass jene Bauten und Anlagen zonenkonform sind 

und das Land erschlossen ist. Nach Art. 86 Abs. 2 KRG unterliegen 

dagegen zeitlich nicht begrenzte Bauvorhaben sowie solche, die weder 

öffentliche noch private Interessen berühren, nicht der 

Baubewilligungspflicht. Die Regierung bestimmt durch Verordnung, 

welche Bauvorhaben keiner Baubewilligung bedürfen. In Art. 86 Abs. 3 

KRG wird dazu ergänzend festgehalten, dass die Gemeinden nicht 

baubewilligungspflichtige Vorhaben dem vereinfachten Baubewilligungs-

verfahren unterstellen können. Art. 40 Abs. 1 der Raumplanungs-

verordnung für den Kanton Graubünden (KRVO; BR 801.110) bestimmt, 

welche Bauvorhaben – sofern die Vorschriften des materiellen Rechts 

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eingehalten sind – keiner Baubewilligung bedürfen. Darunter fallen 

namentlich Terrainveränderungen bis zu 1 m Höhe oder Tiefe und einer 

veränderten Kubatur von 100 m³ (Art. 40 Abs. 1 Ziff. 17 KRVO). Die von 

der Baubewilligungspflicht ausgenommenen Bauvorhaben sind der 

kommunalen Baubehörde vor der Ausführung schriftlich anzuzeigen 

(Art. 40a Abs. 1 KRVO), worauf die Baubehörde der Bauherrschaft eine 

allfällige Baubewilligungspflicht mitteilt und darüber orientiert, ob das 

angezeigte Vorhaben dem ordentlichen oder vereinfachten 

Baubewilligungsverfahren untersteht (Art. 40a Abs. 2 KRVO). Bestehen 

indessen Anzeichen dafür, dass durch ein bewilligungsfreies Bauvorhaben 

Vorschriften des materiellen Rechts verletzt sein könnten, hat die 

kommunale Baubehörde von Amtes wegen, auf Ersuchen der Fachstelle 

(ARE) oder auf Hinweis von Dritten hin das Baubewilligungsverfahren 

einzuleiten (Art. 40 Abs. 3 KRVO).

2.2. Die Baubewilligungspflicht soll der Behörde die Möglichkeit verschaffen, 

das Bauprojekt vor seiner Ausführung auf die Übereinstimmung mit der 

raumplanerischen Nutzungsordnung und der übrigen einschlägigen 

Gesetzgebung zu überprüfen. Massgebend dafür, ob eine Massnahme 

erheblich genug ist, um sie dem Baubewilligungsverfahren zu unterwerfen, 

ist daher, ob damit im allgemeinen, nach dem gewöhnlichen Lauf der 

Dinge, so wichtige räumliche Folgen verbunden sind, dass ein Interesse 

der Öffentlichkeit oder der Nachbarn an einer vorgängigen Kontrolle 

besteht (BGE 139 II 134 E.5.2 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 

1C_431/2018 vom 16. Oktober 2019 E.2.1; WALDMANN/HÄNNI, 

Handkommentar zum Raumplanungsgesetz, Bern 2006, Art. 22 Rz. 10 mit 

weiteren Hinweisen). Bei der Frage, ob bauliche Vorkehrungen der 

baurechtlichen Bewilligungspflicht unterliegen, steht der Baubehörde ein 

erheblicher Ermessensspielraum zu. Bestehen für die Baubehörde 

Anhaltspunkte, dass ein bewilligungspflichtiger Sachverhalt vorliegen 

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könnte, hat sie im Zweifelsfall ein Bewilligungsverfahren einzuleiten (Urteil 

des Bundesgerichts 1A.204/2004 vom 14. Dezember 2004 E.3.1; vgl. 

FRITZSCHE et al., Zürcher Planungs- und Baurecht, 6. Aufl., Wädenswil 

2019, S. 617).

3.1. Aus der vom Beschwerdeführer am 4. Mai 2021 eingereichten Anzeige 

eines Bauvorhabens (Verfahren Nr. 68/2021) geht hervor, dass sich die 

Parzelle D._____ in F._____ in der Dorfzone V (Art. 19 BG) als auch in 

der Landwirtschaftszone (Art. 28 BG) befindet und der Beschwerdeführer 

eine Ausgleichung des Geländes vor der Kapelle ("Ulivaziun da terren 

avon caplutta") sowie die Deponierung von Material ("Deponia da material 

serenera") beabsichtigte (Bg1-act. 1). Aus den Akten ergibt sich weiter, 

dass mit den Arbeiten bereits am 7. Mai 2021 begonnen wurde (siehe Bg1-

act. 4) und am 17. Mai 2021 der Geländeabtrag bereits auf 70 cm erfolgt 

war (vgl. E-Mail des Archäologischen Dienst Graubünden vom 18. Mai 

2021 [Bg1-act. 5]).

3.2. Die streitbetroffene Parzelle D._____ befindet sich direkt neben der 

Kapelle, einem Kulturobjekt ("Object cultural: Edifezis e stabiliments da 

valur"), das im Generellen Gestaltungsplan (GGP) festgesetzt ist (siehe 

das kantonale Geoportal). Nach Art. 43 Abs. 2 BG dürfen die im GGP 

bezeichneten Kulturobjekte wie Sakralbauten, Burgen, Talsperren, 

Schalensteine, historische Wege, Bauten mit historischer Bedeutung usw. 

weder zerstört noch beeinträchtigt werden. Im Raum stehen vorliegend die 

Verwertung von Aushubmaterial eines anderen Grundstückes auf der 

betroffenen Parzelle bzw. die Erstellung einer Deponie auf der Parzelle 

D._____ (siehe dazu die Anzeige des Bauvorhabens vom 3. Mai 2021 

[Bg1-act. 1]), womit eine Beeinträchtigung des Kulturobjektes Kapelle 

nicht von vornherein ausgeschlossen werden kann.

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3.3. Die vom Beschwerdeführer geplante und zwischenzeitlich zumindest 

teilweise ausgeführte Terrainveränderung betrifft ausserdem die 

Ortsbildschutzzone (siehe das kantonale Geoportal). Gemäss 

kommunalem Baugesetz sind Veränderungen des bestehenden 

Geländeverlaufs nur zulässig, soweit sie das Orts- und Landschaftsbild 

nicht beeinträchtigen und in Form und Beschaffenheit natürlich erscheinen 

(Art. 54 Abs. 1 BG). Bei der Erstellung von Stellplätzen für agrotouristische 

Zwecke wäre ernsthaft von einer Beeinträchtigung der Ortsbildschutzzone 

auszugehen, was die Durchführung des ordentlichen Baubewilligungs-

verfahrens erforderlich machte.

3.4. Weiter liegt die Terrainveränderung auch teilweise in der 

Landwirtschaftszone (siehe das kantonale Geoportal), was es ebenfalls zu 

berücksichtigen gilt. Aus den Ausführungen der Beschwerdegegnerin 2 

ergibt sich, dass an der von der Terrainveränderung betroffenen Stelle 

zusätzliches Erdmaterial hinzugefügt worden sei bzw. der 

Beschwerdeführer im nordöstlichen Bereich der Parzelle D._____ eine 

Deponie geplant und errichtet habe (Gerichtsakten A2 S. 5; vgl. auch die 

Anzeige des Bauverfahrens vom 3. Mai 2021 [Bg1-act. 1]). Eine 

Terrainveränderung kann grundsätzlich nur bewilligt werden, wenn sie der 

Landwirtschaft dient bzw. das landwirtschaftliche Bedürfnis nachgewiesen 

ist. Zudem ist eine Deponie grundsätzlich nicht bewilligungsfähig, das 

Material muss auf eine ordentliche Deponie Typ A oder B abgeführt 

werden (siehe das Merkblatt des ARE für das BAB-Verfahren, Stand 

September 2020, abrufbar unter: https://www.gr.ch/DE/institutionen/

verwaltung/dvs/are/dienstleistungen/bab/Seiten/bab_wegleitungen.aspx; 

letztmals besucht am 6. Dezember 2022).

3.5. Überdies ergeben sich aus den im Raum stehenden Hinweisen, dass es 

allenfalls mit der Geländeanpassung allein nicht sein Bewenden hat, 

sondern zu einem späteren Zeitpunkt weitere Nutzungen wie z.B. 

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Veranstaltungen, Agrotourismus oder Stellplätze für Agrotourismus 

realisiert würden (siehe dazu u.a. die Einsprache des Beschwerdeführers 

gegen das Baugesuch Nr. 20/2021 [Bf-act. B5]). Die Errichtung von 

Camping- und Rastplätzen oder das ständige Stehenlassen von 

Wohnwagen oder Wohnmobilen im Freien ist auf dem ganzen 

Gemeindegebiet verboten und nur auf eigens dafür festgesetzten Zonen 

zulässig. Für das zeitlich beschränkte Aufstellen von Zelten und 

Wohnwagen kann der Gemeindevorstand Bewilligungen erteilen (Art. 57 

Abs. 1 und 2 BG). Im Weiteren hat der Beschwerdeführer nicht dargelegt, 

welchem weiteren Zweck die Terrainveränderung dienen soll, gibt es doch 

auch keine Anhaltspunkte für eine zonenkonforme, landwirtschaftlich 

begründete Terrainveränderung, so z.B. dass jene der landwirtschaft-

lichen Ertrags- und Bewirtschaftungsverbesserung dienen soll.

3.6. Das Bauvorhaben liegt zudem in einer überlagernden Gefahrenzone 2 

(Art. 39 Abs. 2 BG; siehe kantonales Geoportal). Nach Art. 38 Abs. 4 und 

5 KRG bedürfen alle Bauten und Anlagen, ob sie nun dem Aufenthalt von 

Mensch und Tier dienen oder nicht, in Gefahrenzonen eines 

angemessenen Objektschutzes. Baubewilligungen und Bewilligungen für 

das Bauen ausserhalb der Bauzone (BAB-Bewilligungen) für 

Bauvorhaben in Gefahrenzonen werden zudem nur erteilt, wenn eine 

Genehmigung der Gebäudeversicherung des Kantons Graubünden 

vorliegt (Art. 38 Abs. 5 KRG). Bei solchen Bauvorhaben, bei denen es 

(auch) um die Sicherheit von Mensch, Tier und Objekten geht, ist klar, 

dass ein Interesse der Öffentlichkeit oder der Nachbarn an einer 

vorgängigen Kontrolle besteht und dieses Interesse erheblich genug ist, 

um ein solches Bauvorhaben dem Baubewilligungsverfahren mit Auflage 

und Publikation zu unterwerfen. Schliesslich ist nach der bundesgericht-

lichen Rechtsprechung im Zweifelsfall dann ein ordentliches Bewilligungs-

verfahren einzuleiten, wenn begründete Anhaltspunkte vorliegen, dass ein 

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baubewilligungspflichtiger Sachverhalt vorliegen könnte (Urteil des 

Bundesgerichts 1A.204/2004 vom 14. Dezember 2004 E.3.1). Nach dem 

Gesagten bestehen Zweifel an der materiellrechtlichen Zulässigkeit des 

streitbetroffenen Bauvorhabens. Die Beschwerdegegnerin 1 hat demnach 

folgerichtig gestützt auf das ihr zustehende Ermessen aufgrund des 

Hinweises von Dritten gemäss Art. 40 Abs. 3 KRVO die Einleitung des 

ordentlichen Baubewilligungsverfahren verfügt.

3.7. Schliesslich gehen die beschwerdeführerischen Rügen der Verletzung des 

Vertrauensschutzes und des Verbots widersprüchlichen Verhaltens der 

Behörden ins Leere, hat die Beschwerdegegnerin 1 als innerkommunale 

Rechtsmittelinstanz doch pflichtgemäss den Entscheid der kommunalen 

Baubehörde überprüft und die Sach- und Rechtslage dabei anders 

beurteilt, was einem Rechtsmittelverfahren immanent ist. Auch die Rüge 

der Verletzung der Begründungspflicht verfängt nicht, so war für den 

Beschwerdeführer erkennbar, von welchen Überlegungen sich die 

Beschwerdegegnerin 1 in ihrem Einspracheentscheid vom 13., mitgeteilt 

am 20. September 2021, hat leiten lassen, so dass eine sachgerechte 

Anfechtung ohne Weiteres möglich war. Selbst wenn mit Blick auf die 

gerügte Begründungspflicht eine allfällige Verletzung des rechtlichen 

Gehörs bejaht würde, dürfte der Mangel im vorliegenden Beschwerde-

verfahren als geheilt gelten (siehe dazu VGU R 20 99, 100 vom 30. Juni 

2022 E.3.2 f.; R 18 23 vom 15. Januar 2019 E.2.3). Weiter liegt auch keine 

unvollständige Feststellung des Sachverhaltes vor, war die Beschwerde-

gegnerin 1 doch im Zeitpunkt der Beurteilung der Angelegenheit am 

13. September 2021 nicht im Besitze des beschwerdeführerischen 

Schreibens vom selben Tag und konnte damit von dessen Inhalt auch 

keine Kenntnis haben bzw. die darin enthaltenen Ausführungen nicht in 

die Beurteilung einfliessen lassen (Bg1-act. 11). Schliesslich verfängt auch 

die Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs betreffend die 

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ausgesprochenen Baustopps nicht. So ist es üblich, dass eine derartige 

vorsorgliche Massnahme als superprovisorische Verfügung ohne 

vorgängige Anhörung der beteiligten Parteien erlassen wird (vgl. dazu 

Urteil des Bundesgerichts 1C_264/2014 vom 19. Februar 2015 E.3.2). 

Zudem erhielt der Beschwerdeführer im Nachhinein Kenntnis von den 

verfügten Baustopps und den Einsprachen, womit er dazu hätte Stellung 

nehmen können, was er mit Schreiben vom 13. September 2021 denn 

auch getan hat. Auch diesbezüglich ist festzuhalten, dass eine allfällige 

Verletzung des rechtlichen Gehörs im verwaltungsgerichtlichen Verfahren 

als geheilt zu betrachten wäre.

3.8. Im Ergebnis erweist sich der angefochtene Entscheid der Beschwerde-

gegnerin 1 vom 13., mitgeteilt am 20. September 2021, somit als 

rechtmässig. Die Beschwerde ist folglich abzuweisen, soweit darauf 

einzutreten ist.

4.1. Im Rechtsmittelverfahren hat in der Regel die unterliegende Partei die 

Kosten zu tragen (Art. 73 Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungs-

rechtspflege [VRG; BR 370.100]). Bei diesem Ausgang des Verfahrens 

sind die Gerichtskosten gestützt auf Art. 73 Abs. 1 VRG vollumfänglich 

dem Beschwerdeführer aufzuerlegen. Das Gericht erachtet dabei hier 

ermessensweise eine Staatsgebühr von CHF 1'500.-- (zzgl. Kanzlei-

auslagen) als angemessen und gerechtfertigt.

4.2. Im Rechtsmittelverfahren wird die unterliegende Partei in der Regel 

verpflichtet, der obsiegenden Partei die durch den Rechtsstreit 

verursachten notwendigen Kosten zu ersetzen (vgl. Art. 78 Abs. 1 VRG). 

Dabei wird die Parteientschädigung gemäss Art. 2 Abs. 1 der Verordnung 

über die Bemessung des Honorars der Rechtsanwältinnen und 

Rechtsanwälte (Honorarverordnung, HV; BR 310.250) i.V.m. Art. 19 des 

kantonalen Anwaltsgesetzes (BR 310.100) durch die urteilende Instanz 

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nach Ermessen festgesetzt. Reichen die Parteien zu Beginn des 

Verfahrens nicht eine vollständige, unterzeichnete Honorarvereinbarung 

ein, kann die urteilende Instanz davon absehen, für die Festsetzung der 

Parteientschädigung die Anwaltsrechnung heranzuziehen (Art. 4 Abs. 1 

HV). Honorarnoten liegen vorliegend keine im Recht. Für den Aufwand im 

vorliegenden Verfahren hat der Beschwerdeführer somit die 

Beschwerdegegnerin 2 aussergerichtlich mit CHF 2'000.-- pauschal zu 

entschädigen (inkl. MWST und Spesen). Bund, Kanton und Gemeinden 

sowie mit öffentlich-rechtlichen Aufgaben betrauten Organisationen wird 

in der Regel keine Parteientschädigung zugesprochen, wenn sie in ihrem 

amtlichen Wirkungskreis obsiegen (Art. 78 Abs. 2 VRG). Von dieser Regel 

abzuweichen, besteht hier kein Anlass.

III. Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. Die Gerichtskosten, bestehend aus

- einer Staatsgebühr von CHF 1'500.--

- und den Kanzleiauslagen von CHF 390.--

zusammen CHF 1'890.--

gehen zulasten von A._____.

3. A._____ hat die C._____ AG aussergerichtlich mit pauschal CHF 2'000.-- 

(inkl. MWST und Spesen) zu entschädigen.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilung]