# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 39b32b5e-a246-5e79-a7fb-8c382fdcbafb
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2020-06-10
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 10.06.2020 A-4867/2019
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-4867-2019_2020-06-10.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 

Entscheid aufgehoben durch BGer mit  

Urteil vom 27.07.2021 (2C_650/2020) 

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung I 

A-4867/2019 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 0 .  J u n i  2 0 2 0  

Besetzung 
 Richter Maurizio Greppi (Vorsitz), 

Richterin Christine Ackermann,  

Richterin Claudia Pasqualetto Péquignot,    

Gerichtsschreiber Marc Lichtensteiger. 
 

 
 

Parteien 
 Init7 (Schweiz) AG,  

Technoparkstrasse 5, 8406 Winterthur,   

vertreten durch  

Prof. Dr. Simon Schlauri,  

Ronzani Schlauri Anwälte,  

 

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 
 

Dienst Überwachung Post- und Fernmeldeverkehr (ÜPF), 

Fellerstrasse 15, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Entschädigung für Beantwortung von Auskunftsanträgen. 

 

 

 

A-4867/2019 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Der Dienst Überwachung Post- und Fernmeldeverkehr (nachfolgend: 

Dienst ÜPF) erteilte der Init7 (Schweiz) AG (nachfolgend: Init7 AG) am 

19. April 2018 per E-Mail einen Auskunftsauftrag des Typs IR_7_IP ge-

mäss Art. 37 der Verordnung vom 15. November 2017 über die Überwa-

chung des Post- und Fernmeldeverkehrs (VÜPF, SR 780.11). 

A.b Die Init7 AG teilte gleichentags dem Dienst ÜPF mit, dass gemäss 

neuer "Preisliste" die Entschädigung für einen Auskunftsauftrag des Typs 

IR_7_IP gemäss Art. 37 VÜPF nur noch Fr. 6.– (recte: Fr. 3.–) betrage. Ihre 

Kosten für die Bearbeitung seien jedoch viel höher, weshalb sie sich nicht 

mehr in der Lage sehe, die Fälle zeitnah zu erledigen. Sie werde deshalb 

die Fälle künftig sammeln und einmal pro Monat als Batch bearbeiten. Falls 

der Dienst ÜPF mit dem Vorgehen nicht einverstanden sei, möge er ihr 

eine anfechtbare Verfügung zustellen, damit sie gegen die neue "Preisliste" 

Beschwerde einreichen könne.  

A.c Mit Verfügung vom 7.  Mai 2018 des Dienstes ÜPF wurde die Init7 AG 

angewiesen, den am 19. April 2018 erteilten Auftrag des Typs IR_7_IP in-

nerhalb von einem Tag nach Erhalt der Verfügung auszuführen sowie alle 

weiteren Aufträge in Zukunft gemäss den gesetzlich vorgegebenen Fristen 

zu bearbeiten.  

A.d Gegen die Verfügung vom 7. Mai 2018 erhob die Init7 AG Beschwerde 

beim Bundesverwaltungsgericht und beantragte, die Verfügung sei aufzu-

heben, eventualiter sei der Dienst ÜPF anzuweisen, pro Auskunftsauftrag 

zu dynamischen IP-Adressen (Typ IR_7_IP) eine Entschädigung in der 

Höhe von Fr. 250.–, subeventualiter eine solche nach Zeitaufwand zuzu-

sprechen.  

A.e Mit Urteil A-3325/2018 vom 1. Juli 2019 trat das Bundesverwaltungs-

gericht auf die Beschwerde nicht ein, weil es der Beschwerdeführerin ei-

nerseits an einem aktuellen Rechtsschutzinteresse mangelte und anderer-

seits ihre Beschwerdeanträge ausserhalb des Streitgegenstandes lagen.  

B.  

Am 25. April 2018 reichte die Init7 AG beim Dienst ÜPF ein Gesuch um 

Einstufung als Anbieterin von Fernmeldediensten (FDA) mit reduzierten 

Überwachungspflichten gemäss Art. 51 VÜPF ein. Mit Verfügung des 

A-4867/2019 

Seite 3 

Dienstes ÜPF vom 4. Mai 2018 wurde die Init7 AG als FDA mit reduzierten 

Überwachungspflichten eingestuft. 

C.  

In der Zeit zwischen April 2018 und Mai 2019 erteilte der Dienst ÜPF der 

Init7 AG per E-Mail eine Reihe von Auskunftsaufträgen des Typs IR_7_IP 

gemäss Art. 37 VÜPF. 

D.  

Mit Schreiben vom 26. Juli 2019 stellte die Init7 AG dem Dienst ÜPF für 

69 Auskunftsaufträge eine Rechnung in der Höhe von Fr. 17'250.– (69 x 

Fr. 250.–). Zur Begründung des Rechnungsbetrags von Fr. 250.– pro Auf-

trag brachte sie vor, dass sie im Wesentlichen bestreite, dass die vom 

Dienst ÜPF zur Berechnung der Entschädigung angewendeten Rechts-

grundlagen der Verordnung vom 15. November 2017 über die Gebühren 

und Entschädigungen für die Überwachung des Post- und Fernmeldever-

kehrs (GebV-ÜPF, SR 780.115.1) auf den vorliegenden Fall anwendbar 

seien. Für den Fall, dass der Dienst ÜPF die Bezahlung der Rechnung in 

der geltend gemachten Höhe ablehne, beantrage sie die Zustellung einer 

anfechtbaren Verfügung, welche die Höhe der für die fraglichen Aufträge 

zu bezahlende Entschädigung im Dispositiv festlegen soll.  

E.  

Am 22. August 2019 erliess der Dienst ÜPF folgende Verfügung: 

"1. Die Init7 Schweiz AG hat einen Anspruch auf eine Entschädigung von 

CHF 3.– für die Beantwortung einer Auskunftsanfrage des Typs IR_7_IP, 

sofern sie ihre Auskunftspflichten gemäss BÜPF und VÜPF erfüllt. 

2. Die von der Init7 Schweiz AG am 26. Juli 2019 gestellte Rechnung (69 

beantwortete Auskünfte à CHF 250.–, Total CHF 17'250.–) verstösst ge-

gen die GebV-ÜPF und wird daher nicht akzeptiert. 

3. Die Init7 Schweiz AG wird angewiesen, eine korrigierte und der 

GebV-ÜPF entsprechende Rechnung (69 beantwortete Auskünfte à 

CHF 3.–, Total CHF 207.–) dem Dienst ÜPF zuzustellen. 

4. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben." 

Zur Begründung führte der Dienst ÜPF aus, dass den Mitwirkungspflichti-

gen für einen Auskunftsauftrag des Typs IR_7_IP (Art. 37 VÜPF) gemäss 

Anhang der GebV-ÜPF eine Entschädigung von Fr. 3.– (inkl. allfällige 

Mehrwertsteuer) zustehe. Die von der Init7 AG geltend gemachte Forde-

rung von Fr. 250.– pro Beantwortung einer Auskunftsanfrage des Typs 

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IR_7_IP würde nicht der in der Bundesratsverordnung festgelegten Ent-

schädigung entsprechen und könne somit nicht akzeptiert werden.  

F.  

Gegen diese Verfügung des Dienstes ÜPF (nachfolgend: Vorinstanz) er-

hebt die Init7 AG (nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 20. September 

2019 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Sie beantragt, die Ver-

fügung sei aufzuheben und die Vorinstanz anzuweisen, ihr pro Aus-

kunftsauftrag zu dynamischen IP-Adressen (Typ IR_7_IP) eine Entschädi-

gung in der Höhe von Fr. 250.– zuzusprechen. Eventualiter sei die Verfü-

gung aufzuheben und die Vorinstanz anzuweisen, ihr pro Auskunftsauftrag 

zu dynamischen IP-Adressen (Typ IR_7_IP) eine Entschädigung nach Zeit-

aufwand zuzusprechen.  

G.  

In ihrer Vernehmlassung vom 27. November 2019 beantragt die Vorinstanz 

die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde. Im Weiteren geht sie auf 

die von der Beschwerdeführerin vorgebrachten Punkte ein und weist diese 

zurück. 

H.  

Die Beschwerdeführerin hält in ihren Schlussbemerkungen vom 30. Januar 

2020 an ihren Anträgen fest und macht einige ergänzende Bemerkungen.  

I.  

Auf die weitergehenden Ausführungen der Parteien und die sich bei den 

Akten befindlichen Schriftstücke wird – soweit entscheidrelevant – in den 

nachfolgenden Erwägungen eingegangen.  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 

gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 

20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021), sofern eine Vorinstanz im Sinne 

von Art. 33 VGG entschieden hat und keine Ausnahme nach Art. 32 VGG 

gegeben ist.  

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Seite 5 

Die angefochtene Verfügung ist ein zulässiges Anfechtungsobjekt und 

stammt von einer Behörde im Sinne von Art. 33 Bst. d VGG (vgl. Urteil des 

Bundesverwaltungsgerichts [BVGer] A-3325/2018 vom 1. Juli 2019 E. 1); 

eine Ausnahme im erwähnten Sinn liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungs-

gericht ist somit für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zustän-

dig (vgl. auch Art. 42 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 18. März 2016 be-

treffend die Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs [BÜPF, SR 

780.1], der für den Rechtsschutz auf die allgemeinen Bestimmungen über 

die Bundesverwaltungsrechtspflege verweist). 

Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach dem 

VwVG, sofern das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG). 

1.2 Zur Beschwerde ans Bundesverwaltungsgericht ist berechtigt, wer vor 

der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen oder keine Möglichkeit zur Teil-

nahme erhalten hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 

ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung 

hat (Art. 48 Abs. 1 VwVG).  

Die Beschwerdeführerin ist Adressatin der angefochtenen Verfügung und 

mit ihrem Begehren im vorinstanzlichen Verfahren nicht durchgedrungen. 

Sie ist daher ohne Weiteres zur Beschwerde legitimiert. 

1.3 Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde (vgl. 

Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 VwVG) ist daher einzutreten. 

2.  

Das Bundesverwaltungsgericht überprüft die angefochtene Verfügung auf 

Rechtsverletzungen, einschliesslich unrichtiger oder unvollständiger Fest-

stellung des rechterheblichen Sachverhalts und Rechtsfehler bei der Aus-

übung des Ermessens (Art. 49 Bst. a und b VwVG). Zudem prüft es die 

Verfügung auf Angemessenheit hin (Art. 49 Bst. c VwVG). Es wendet das 

Recht von Amtes wegen an und ist an die Begründung der Parteien nicht 

gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). 

3.  

Im Folgenden werden zunächst die einschlägigen Rechtsgrundlagen dar-

gelegt. 

3.1 Gemäss Art. 32 Abs. 1 BÜPF i.V.m. Art. 18 Abs. 1 VÜPF müssen die 

FDA jederzeit in der Lage sein, unter anderem Auskünfte des vorliegend 

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interessierenden Typs IR_7_IP nach Art. 37 VÜPF zu erteilen. Die Aus-

künfte haben grundsätzlich automatisiert über die Abfrageschnittstelle des 

Verarbeitungssystems der Vorinstanz zu erfolgen (Art. 18 Abs. 2 VÜPF). 

Die FDA mit reduzierten Überwachungspflichten gemäss Art. 51 VÜPF – 

wozu die Beschwerdeführerin gehört (vgl. Bst. B) – können die Auskünfte 

aller Typen auch ausserhalb des Verarbeitungssystems schriftlich erteilen 

(Art. 18 Abs. 3 VÜPF).  

3.2 Art. 38 BÜPF sieht vor, dass die Kosten der Einrichtungen, die für die 

Erfüllung der Pflichten gemäss BÜPF – und somit auch für die Auskunftser-

teilung des Typs IR_7_IP nach Art. 37 VÜPF – benötigt werden, zulasten 

der Mitwirkungspflichtigen gehen (Abs. 1). Hingegen erhalten sie für die 

Kosten der einzelnen Überwachung von der Vorinstanz eine angemessene 

Entschädigung (Abs. 2). Die anordnende Behörde wiederum bezahlt der 

Vorinstanz eine Gesamtgebühr bestehend aus einer Gebühr für die Leis-

tungen der Vorinstanz sowie der Entschädigung für die Leistungen der Mit-

wirkungspflichtigen (Abs. 3). Der Bundesrat setzt die Entschädigungen und 

die Gebühren fest (Abs. 4).  

3.3 Gestützt auf Art. 38 Abs. 4 BÜPF erliess der Bundesrat die GebV-ÜPF 

(vgl. Ingress der GebV-ÜPF). Diese unterscheidet zwischen den Gebühren 

für die Dienstleistungen der Vorinstanz und den Entschädigungen an die 

Mitwirkungspflichtigen. Die Gebühren und Entschädigungen sind im An-

hang der GebV-ÜPF aufgeführt. In allen Beträgen ist die allfällige Mehr-

wertsteuer enthalten (Art. 3 Abs. 1 GebV-ÜPF). Die Mitwirkungspflichtigen 

haben Anspruch auf eine Entschädigung, sofern sie ihre Auskunfts- und 

Überwachungspflichten gemäss BÜPF und VÜPF erfüllen (Art. 15 GebV-

ÜPF). Für Dienstleistungen, für die keine Pauschale gilt, legt die Vorinstanz 

die Höhe der Entschädigungen im Einzelfall nach Zeitaufwand fest (Art. 17 

Abs. 1 GebV-ÜPF). Bezüglich Auskunftsanfragen des Typs IR_7_IP ge-

mäss Art. 37 VÜPF sieht der Anhang der GebV-ÜPF eine pauschale Ent-

schädigung an die Mitwirkungspflichtigen von Fr. 3.– pro Auskunft vor.  

4.  

4.1 Die Beschwerdeführerin macht in ihrer Beschwerde geltend, dass es 

sich in den vorliegend relevanten Auskunftsfällen um "dynamische" IP-Ad-

ressen handle, welche einem Kunden temporär zugeteilt würden. Dies 

habe für sie die Aufgabe wesentlich komplexer gemacht, als wenn es sich 

um "statische" IP-Adressen gehandelt hätte, welche einem Kunden fest zu-

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Seite 7 

geordnet seien und sich mit dem Zeitablauf nicht ändern würden. Der Auf-

wand zur Erfüllung eines Auskunftsauftrags des vorliegend interessieren-

den Typs IR_7_IP belaufe sich auf mindestens eine Stunde Arbeit (vorlie-

gend konservativ geschätzt: 61 Minuten), was ihr Kosten von Fr. 250.– ver-

ursache. Eine Entschädigung von Fr. 3.– sei unter Berücksichtigung des 

notwendigen Zeitaufwands deshalb nicht angemessen.  

Weiter führt sie aus, dass nach Art. 2 Abschnitt B der bis zum 28. Februar 

2018 geltenden GebV-ÜPF (aGebV-ÜPF, AS 2004 2021) Auskunftsauf-

träge des Typs A 0.2 (alte Bezeichnung) für dynamische IP-Adressen denn 

auch mit der Summe von Fr. 250.–, Auskünfte über statisch zugeteilte 

IP-Adressen des Typs A 0.1 (alte Bezeichnung) mit 10 Franken entschädigt 

worden seien. Die am 1. März 2018 in Kraft getretene GebV-ÜPF habe 

diese Differenzierung unverständlicherweise aufgehoben. Der neue Preis 

von Fr. 3.– betrage dabei noch 1,2 Prozent der nach altem Recht für Aus-

künfte zu dynamischen IP-Adressen bezahlten Entschädigung von 

Fr. 250.–, obwohl ihr Aufwand für die Erbringung des Auskunftsauftrages 

mindestens gleichgeblieben sei. Die tieferen Entschädigungen in der 

GebV-ÜPF seien aus ihrer Sicht offensichtlich nicht "angemessen" im 

Sinne des von Art. 38 Abs. 2 BÜPF gesetzten Verordnungsrahmens. Weil 

sie durch das öffentliche Recht verpflichtet sei, die Überwachung durchzu-

führen, müsse aus ihrer Sicht selbstverständlich der ganze durch diese ge-

setzliche Verpflichtung bei ihr verursachte Aufwand entschädigt werden. 

Eine Entschädigung von nur Fr. 3.– pro Abfrage des Typs IR_7_IP decke 

die variablen Kosten der Provider für eine dynamische IP-Adresse offen-

sichtlich nicht. Auch wenn eine pauschale Festsetzung der Entschädigung 

im Grundsatz zulässig sei und hierbei ein gewisser Ermessensspielraum 

im Sinne eines ausgleichenden Über- und Unterschiessens bestehe, lasse 

sich eine derart drastische Abweichung von den effektiven Kosten keines-

falls rechtfertigen. Es liege somit eine Ermessensüberschreitung des Bun-

desrats sowie eine Überschreitung des gesetzlichen Delegationsrahmens 

vor. Die entsprechende Verordnungsbestimmung dürfe nicht angewendet 

werden. 

4.2 Die Vorinstanz vertritt demgegenüber den Standpunkt, dass Technolo-

gie und Arbeitsprozesse mittlerweile soweit fortgeschritten seien, dass es 

heute nicht mehr sinnvoll sei, zwischen Anfragen von statischen und dyna-

mischen IP-Adressen zu unterscheiden. Zudem verursache eine Daten-

bankabfrage mit der heute zur Verfügung stehenden modernen Technolo-

gie nicht mehr den gleichen Aufwand wie noch vor einigen Jahren. Im Ge-

gensatz zur Beschwerdeführerin komme sie nach eigener Einschätzung 

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Seite 8 

auf einen maximalen Zeitaufwand von 37 Minuten. Dieser Aufwand verrin-

gere sich weiter durch den Anschluss an die Information Request Compe-

tent (IRC), für welchen die Beschwerdeführerin am 22. März 2019 die Lo-

gin Daten erhalten habe. Dies bedeute für die Beschwerdeführerin eine 

weitere Reduktion des Aufwands, da sie sich für die Bearbeitung der An-

frage bloss einloggen müsse und eine separate Verschlüsselung dadurch 

entfalle. Der von ihr geltend gemachte Aufwand sei deshalb eindeutig zu 

hoch angesetzt.  

Im Weiteren sei auch ein Stundenansatz von Fr. 250.– für die Bearbeitung 

einer einfachen Auskunftsanfrage, die in der Praxis zahlreich vorkomme, 

nicht plausibel und werde von der Beschwerdeführerin auch nicht weiter 

substantiiert. Die Beschwerdeführerin nehme fälschlicherweise an, dass 

die Entschädigung eine vollständige Abdeckung der Kosten bieten soll. Der 

Begriff "angemessen" in Art. 38 Abs. 2 BÜPF erlaube es jedoch, eine Ent-

schädigung festzulegen, welche nicht die vollen Kosten der Mitwirkungs-

pflichtigen decke und gleichzeitig auf die massgebenden Umstände im Ein-

zelfall Rücksicht nehme, wobei eine Pauschalisierung hier nicht bean-

standet werden könne, solange sie dem Verhältnismässigkeitsprinzip ent-

spreche. Es liege nicht in der Verantwortung des Gesetzgebers (recte: Ver-

ordnungsgebers), bei der Festlegung der Entschädigung darauf zu achten, 

dass die Mitwirkungspflichtigen ihre Prozesse optimieren würden. Die Be-

antwortung der Auskunftsanfragen sei eine Pflicht und die Prozessoptimie-

rung liege einzig in der Verantwortung der Mitwirkungspflichtigen. Der Bun-

desrat habe sich bei der Festlegung der Entschädigungen und Gebühren, 

insbesondere auch bei der in Frage stehenden Entschädigung von  

Fr. 3.–, an den vom Gesetz aufgestellten Ermessensspielraum gehalten. 

Er hätte aufgrund von Art. 23 Abs. 3 BÜPF sogar auf die Festsetzung einer 

Entschädigung verzichten können.  

Schliesslich weist die Vorinstanz darauf hin, dass die Rechnung der Be-

schwerdeführerin vom 26. Juli 2019 auch Anfragetypen enthalte, welche 

nicht einer IR_7_IP Anfrage nach Art. 37 VÜPF entsprechen würden. 

4.3 In ihren Schlussbemerkungen anerkennt die Beschwerdeführerin, dass 

sich unter den verrechneten Aufträgen nicht ausschliesslich Aufträge des 

Typs IR_7_IP (Auskunft über die Kundennummer bei eindeutig zugeteilten 

IP-Adressen mit Zeitstempel), sondern versehentlich auch Aufträge des 

Typs IR_4_NA (Auskünfte über Teilnehmende von Netzzugangsdiensten, 

basierend auf der Kundennummer) befinden würden. Zudem bestätigt sie, 

dass durch das im Verlauf des Jahres 2019 eingeführte neue System "IRC" 

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Seite 9 

die Administration (Datenübermittlung an die Vorinstanz) etwas vereinfacht 

worden sei, was einer Zeitersparnis von 16 Minuten entspreche, woraus 

insgesamt immer noch ein Zeitaufwand von 45 Minuten pro Abfrage resul-

tiere. Jedoch könne auch diese Einsparung von rund einem Viertel der Zeit 

die vom Bundesrat in der neuen GebV-ÜPF vorgenommene Senkung der 

Entschädigung um nahezu 99% niemals rechtfertigen, weshalb sie an ih-

ren Anträgen festhalte.  

5.  

Im Folgenden ist zu prüfen, ob sich der Bundesrat mit der im Anhang der 

GebV-ÜPF festgesetzten Entschädigung für eine Auskunft des Typs 

IR_7_IP in der Höhe von Fr. 3.– an den Rahmen der ihm in Art. 38 Abs. 2 

BÜPF delegierten Kompetenz gehalten hat. 

5.1  

5.1.1 Das Bundesverwaltungsgericht kann eine Verordnungsbestimmung 

des Bundesrates auf Beschwerde hin vorfrageweise auf ihre Gesetz- und 

Verfassungsmässigkeit prüfen (konkrete Normenkontrolle). Der Umfang 

der Kognition hängt dabei davon ab, ob es sich um eine unselbständige 

oder aber um eine selbständige Verordnung handelt (ANDRÉ MOSER/MI-

CHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesver-

waltungsgericht, Basel 2013, Rz. 2.177).  

5.1.2 Bei unselbständigen Verordnungen, die sich – wie vorliegend die 

GebV-ÜPF (vgl. E. 3.3) – auf eine gesetzliche Delegation stützen (Art. 164 

Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft 

vom 18. April 1999 [BV, SR 101]), prüft das Bundesverwaltungsgericht in 

erster Linie, ob sich der Bundesrat an die Grenzen der ihm im Gesetz ein-

geräumten Befugnisse gehalten hat. Wird dem Bundesrat durch die ge-

setzliche Delegation ein sehr weiter Ermessensspielraum für die inhaltliche 

Ausgestaltung der unselbständigen Verordnung eingeräumt, so ist dieser 

Spielraum für die rechtsanwendenden Behörden verbindlich (Art. 190 BV). 

Das Bundesverwaltungsgericht darf in diesem Fall bei der Überprüfung der 

Verordnung nicht sein eigenes Ermessen an die Stelle desjenigen des Bun-

desrates setzen, sondern hat seine Prüfung darauf zu beschränken, ob die 

Verordnung den Rahmen der dem Bundesrat im Gesetz delegierten Kom-

petenz offensichtlich sprengt oder aus anderen Gründen gesetz- oder ver-

fassungswidrig ist (BGE 143 II 87 E. 4.4, BGE 141 II 169 E. 3.4; BVGE 

2015/22 E. 4.2; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 2.177 ff.; je mit 

A-4867/2019 

Seite 10 

weiteren Hinweisen). Dabei kann es namentlich prüfen, ob sich eine Ver-

ordnungsbestimmung auf ernsthafte Gründe stützt oder Art. 9 BV wider-

spricht, weil sie sinn- oder zwecklos ist, rechtliche Unterscheidungen trifft, 

für die ein vernünftiger Grund in den tatsächlichen Verhältnissen fehlt, oder 

Unterscheidungen unterlässt, die richtigerweise hätten getroffen werden 

sollen. Die Zweckmässigkeit hat es hingegen nicht zu beurteilen (BGE 143 

II 87 E. 4.4, BGE 140 II 194 E. 5.8; Urteile des BVGer A-688/2018 vom 

1. Oktober 2018 E. 5.3, A-5647/2016 vom 6. September 2018 E. 4.1.3, 

A-1653/2017 vom 20. Februar 2018 E. 5.3). 

5.1.3 Die vorfrageweise Feststellung einer Gesetz- oder Verfassungswid-

rigkeit führt indes nicht zur Aufhebung einer bundesrätlichen Verordnung, 

sondern zur Nichtanwendung der entsprechenden Bestimmung und zur 

Aufhebung der darauf gestützten Verfügung (BGE 107 Ib 243 E. 4b in fine, 

Urteil des Bundesgerichts 2C_735/729/2007 vom 25. Juni 2008 E. 4.2; Ur-

teile des BVGer A-1225/2013 vom 27. März 2014 E. 1.2.4, A-3479/2012 

vom 8. Januar 2013 E. 2.4). 

5.2 Art. 38 BÜPF sieht in Abs. 2 wie erwähnt vor, dass die Mitwirkungs-

pflichtigen von der Vorinstanz eine "angemessene Entschädigung für die 

Kosten der einzelnen Überwachung" erhalten. Er bringt damit bereits selbst 

zum Ausdruck, dass die Entschädigung in einem angemessenen Verhält-

nis zum verursachten Aufwand stehen muss. Dem Verhältnismässigkeits-

prinzip ist somit bereits nach dem Wortlaut des Gesetzes Rechnung zu 

tragen (vgl. Urteil des BVGer A-5625/2016 vom 20. Dezember 2017 

E. 9.3.2). Abs. 4 der Bestimmung ermächtigt den Bundesrat, die Entschä-

digungen festzusetzen. Somit besteht eine gesetzliche Delegation an den 

Bundesrat, die Höhe der Entschädigung im Rahmen von Art. 38 Abs. 2 

BÜPF festzulegen.  

5.3 Zunächst gilt es festzuhalten, dass Art. 23 Abs. 3 BÜPF, wonach der 

Bundesrat eine kostenlose Mitteilung der Daten vorsehen kann, lediglich 

auf sog. Abrufverfahren, bei welchen die Daten von den Behörden automa-

tisch abgerufen werden können, Anwendung findet (vgl. Botschaft zum 

BÜPF, BBl 2013 2737). Entsprechend besteht für den Bundesrat – entge-

gen der Ansicht der Vorinstanz (vgl. E. 4.2) – keine Möglichkeit, auf die 

Festsetzung einer Entschädigung für die vorliegend interessierenden Aus-

künfte in der GebV-ÜPF zu verzichten. Vielmehr hat er wie ausgeführt eine 

"angemessene Entschädigung" festzulegen. 

A-4867/2019 

Seite 11 

5.4 Zur Frage, was unter dem unbestimmten Rechtsbegriff der "angemes-

senen Entschädigung" zu verstehen ist, gibt es unterschiedliche Meinun-

gen. So wird der Standpunkt vertreten, eine solche habe sich grundsätzlich 

am Ziel der vollen Kostendeckung zu orientieren. Durch eine Pauschalisie-

rung der Entschädigung müsse jedoch nicht in jedem Einzelfall eine exakt 

den entstandenen Kosten entsprechende Rückerstattung garantiert wer-

den. Der Bundesrat habe bei der Festlegung der Entschädigung im Rah-

men der Pauschalisierung einen Spielraum (Gutachten des Bundesamtes 

für Justiz vom 16. Mai 2003 und 24. November 2003, VPB 68.100 Ziff. 1.6; 

THOMAS HANSJAKOB, Kommentar zum Bundesgesetz und zur Verordnung 

über die Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs, 2. Aufl., St. Gal-

len 2006, Art. 16 BÜPF N 10). Nach anderer Ansicht hat der Gesetzgeber 

durch die Wahl des Begriffs "angemessene Entschädigung" bewusst auf 

eine volle Entschädigung verzichtet. Für die Bestimmung der angemesse-

nen Entschädigung seien alle massgebenden Umstände zu berücksichti-

gen (Antwort des Bundesrates vom 28. April 2004 auf die Interpellation 

03.3552 von J. Alexander Baumann vom 3. Oktober 2003 "Wer trägt die 

Kosten der Überwachung des Fernmeldeverkehrs?"). Gemäss Botschaft 

des Bundesrates vom 27. Februar 2013 zur Totalrevision des BÜPF soll 

eine Entschädigung von beispielsweise 80% der variablen Kosten ange-

messen sein (vgl. Botschaft zum BÜPF, BBl 2013 2759). Art. 17 Abs. 4 

GebV-ÜPF bestimmt sodann in Bezug auf Entschädigungen für Dienstleis-

tungen, für die keine Pauschale gelten, dass diese 80% des berücksichtig-

ten Zeit- und Sachaufwands decken müssen (vgl. zum Ganzen Urteil des 

BVGer A-5625/2016 vom 20. Dezember 2017 E. 9.3.3). 

5.5  

5.5.1 Wie die Beschwerdeführerin richtig vorbringt, blieb der Delegations-

rahmen hinsichtlich der Festsetzung der Entschädigungshöhe mit der To-

talrevision des BÜPF unverändert (vgl. Botschaft zum BÜPF, BBl 2013 

2759). Art. 16 Abs. 1 des bis zum 28. Februar 2018 geltenden BÜPF 

(aBÜPF, AS 2001 3105) sieht wie Art. 38 Abs. 2 BÜPF vor, dass die Anbie-

terinnen von Post- und Fernmeldediensten für Aufwendungen eine "ange-

messene Entschädigung für die Kosten der einzelnen Überwachung" er-

halten. Gestützt auf Art. 16 Abs. 2 aBÜPF setzte der Bundesrat in Art. 2 

Abschnitt B der bis zum 28. Februar 2018 geltenden GebV-ÜPF (aGebV-

ÜPF, AS 2004 2021) die Entschädigung für Auskünfte des Typs A 0.2 (alte 

Bezeichnung) über dynamische IP-Adressen auf Fr. 250.–, für Auskünfte 

des Typs A 0.1 (alte Bezeichnung) über statische IP-Adressen auf Fr. 10.– 

fest.  

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Die vorliegend zur Anwendung gelangende GebV-ÜPF unterscheidet hin-

sichtlich der Entschädigungshöhe nicht mehr zwischen Auskünften über 

dynamische und statische IP-Adressen. Wie erwähnt sieht sie in ihrem An-

hang für Auskunftsanfragen des Typs IR_7_IP, welcher den bisherigen 

Auskünften A0.1 (statische IP-Adresse) und A0.2 (dynamische IP-Adresse) 

entspricht (vgl. Erläuternder Bericht zur Totalrevision der VÜPF, S. 41), 

eine pauschale Entschädigung an die Mitwirkungspflichtigen von Fr. 3.– 

pro Auskunft vor. 

5.5.2 Den Materialien zur Totalrevision der GebV-ÜPF lässt sich nicht ent-

nehmen, aus welchen Gründen die Entschädigungshöhe für Auskünfte 

über dynamische IP-Adressen trotz des unveränderten Delegationsrah-

mens von Fr. 250.– auf Fr. 3.– reduziert wurde. Es wird lediglich grundsätz-

lich festgehalten, dass die Entschädigungen beispielsweise 80 Prozent der 

effektiven Kosten der Mitwirkungspflichtigen und somit nicht sämtliche ef-

fektiven variablen Kosten decken würden (vgl. Erläuternder Bericht zur To-

talrevision der GebV-ÜPF, S. 3; vgl. dazu auch Botschaft zum BÜPF, BBl 

2013 2759). Im Weiteren wird darauf hingewiesen, dass die Mitwirkungs-

pflichtigen für die Berechnung von Entschädigungen für Dienstleistungen, 

für die keine Pauschale gelten würden (vgl. Art. 17 GebV-ÜPF), einen Stun-

denansatz von 160 Franken zu nutzen hätten. Dieser trage dem Umstand, 

dass die Höhe der Entschädigung nicht zwangsläufig sämtliche effektiven 

variablen Kosten der Mitwirkungspflichtigen decke, bereits Rechnung (vgl. 

Erläuternder Bericht zur Totalrevision der GebV-ÜPF, S. 15).  

5.6 Vorliegend ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin als FDA mit 

reduzierten Überwachungspflichten gemäss Art. 51 VÜPF die Auskünfte 

schriftlich beantworten kann (vgl. Art. 18 Abs. 3 VÜPF), d.h. ohne die elekt-

ronische Schnittstelle des Verarbeitungssystems nutzen zu müssen (vgl. 

Erläuternder Bericht zur Totalrevision der VÜPF, S. 18). Hingegen bestrei-

tet die Vorinstanz, dass sich der Aufwand der Beschwerdeführerin für eine 

Auskunft zu dynamischen IP-Adressen (Typ IR_7_IP) auf 61 Minuten be-

läuft. Nach ihrer Einschätzung beträgt der Zeitaufwand maximal 37 Minu-

ten und verringert sich – was auch die Beschwerdeführerin in ihren 

Schlussbemerkungen anerkennt (vgl. E. 4.3) – weiter mit der Einführung 

des Anschlusses an die IRC.  

5.7 Selbst unter Berücksichtigung des Umstandes, dass der Aufwand für 

die Beantwortung einer Auskunftsanfrage nicht voll entschädigt werden 

muss und eine Pauschalisierung zulässig ist (vgl. E. 5.4), steht eine Ent-

schädigung in der Höhe von Fr. 3.– offensichtlich in keinem angemessenen 

A-4867/2019 

Seite 13 

Verhältnis zu einem – von der Vorinstanz geschätzten und der Beschwer-

deführerin bestrittenen – Zeitaufwand von 37 Minuten. Daran ändert auch 

die Tatsache nichts, dass sich der Aufwand zwischenzeitlich mit dem An-

schluss an die IRC verringert hat. So ist die Entschädigung immer noch 

weit von einer 80-prozentigen Deckung der variablen Kosten, die der Bun-

desrat in seiner Botschaft zur Totalrevision des BÜPF als Beispiel einer 

angemessenen Entschädigung herangezogen hat (vgl. E. 5.4), entfernt.  

Folglich erweist sich die im Anhang der GebV-ÜPF festgelegte Entschädi-

gung für eine Auskunft zu dynamischen IP-Adressen (Typ IR_7_IP) in der 

Höhe von Fr. 3.– an FDA mit reduzierten Überwachungspflichten als unan-

gemessen. Dies gilt umso mehr, als bei den Entschädigungen für Dienst-

leistungen, für die keine Pauschale gilt und die nach Zeitaufwand festge-

legt werden, von einem Stundenansatz von Fr. 160.– ausgegangen wird 

und dieser dem Umstand, dass die Entschädigungshöhe nicht sämtliche 

Kosten der Mitwirkungspflichtigen decken, bereits Rechnung trägt (vgl. 

E. 5.5.2). Der Bundesrat hat somit seinen Ermessensspielraum gemäss 

Art. 38 Abs. 2 BÜPF überschritten. Entsprechend ist der Verordnungsbe-

stimmung im vorliegenden Fall die Anwendung zu versagen und die ange-

fochtene Verfügung aufzuheben.  

5.8 Gemäss Art. 61 Abs. 1 VwVG entscheidet das Bundesverwaltungsge-

richt in der Sache selbst oder weist diese ausnahmsweise mit verbindlichen 

Weisungen an die Vorinstanz zurück. Bei der Wahl zwischen diesen beiden 

Entscheidarten steht dem Gericht ein weiter Ermessensspielraum zu. Eine 

Rückweisung ist als Ausnahme insbesondere dann angezeigt, wenn die 

Vorinstanz infolge ihrer Kenntnisse als Fachbehörde zur Beurteilung bes-

ser geeignet erscheint (Urteile des BVGer A-2518/2012 vom 7. Januar 

2014 E. 3.3, A-8233/2010 vom 27. Dezember 2011 E. 7.3; PHILIPPE WEIS-

SENBERGER, in: Praxiskommentar VwVG, Waldmann/Weissenberger 

[Hrsg.], 2. Aufl. 2016, Art. 61 Rz. 15 ff.). Die vorliegend vorzunehmende 

Neufestsetzung der Entschädigung erfordert insbesondere auch Fach-

kenntnisse, weshalb die Angelegenheit an die Vorinstanz zurückzuweisen 

ist.  

6.  

Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde daher gut-

zuheissen, die angefochtene Verfügung vom 22. August 2019 aufzuheben 

und die Angelegenheit zur Neufestsetzung einer angemessenen Entschä-

digung für die Beantwortung einer Auskunftsanfrage zu dynamischen 

A-4867/2019 

Seite 14 

IP Adressen (Typ IR_7_IP) durch die Beschwerdeführerin im Sinne der Er-

wägungen an die Vorinstanz zurückzuweisen.  

7.  

Bei diesem Ergebnis muss nicht weiter geprüft werden, ob der Bundesrat 

– wie von der Beschwerdeführerin vorgebracht – bei der Festsetzung der 

Entschädigung für die Beantwortung einer Auskunftsanfrage des Typs 

IR_7_IP von der grundsätzlichen Automatisierbarkeit der Abläufe ausge-

gangen ist und daher im Anhang der GebV-ÜPF in Bezug auf die Entschä-

digungen für manuelle Auskünfte eine Lücke besteht oder ob es sich – wie 

von der Vorinstanz geltend gemacht – um ein sog. qualifiziertes Schweigen 

des Verordnungsgebers handelt. 

8.  

Es bleibt über die Kosten- und Entschädigungsfolgen des Beschwerdever-

fahrens zu befinden.  

8.1 Bei diesem Verfahrensausgang gilt die Vorinstanz als unterliegend. Sie 

hat als Bundesbehörde jedoch keine Verfahrenskosten zu tragen (Art. 63 

Abs. 1 und 2 VwVG). Die obsiegende Beschwerdeführerin hat ebenfalls 

keine Kosten zu übernehmen. Sie erhält den von ihr geleisteten Kosten-

vorschuss von Fr. 2'700.– zurückerstattet. 

8.2 Der obsiegenden Partei ist von Amtes wegen oder auf Begehren eine 

Entschädigung für die ihr erwachsenen notwendigen Kosten zuzusprechen 

(vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 1 des Reglements vom 21. Feb-

ruar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwal-

tungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Die Entschädigung umfasst die Kos-

ten der Vertretung sowie allfällige weitere Auslagen der Partei (Art. 8 ff. 

VGKE). Sie wird vom Gericht aufgrund der Akten festgesetzt, wenn keine 

Kostennote eingereicht wird (Art. 14 Abs. 2 VGKE). 

Die obsiegende und anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin hat keine 

Kostennote eingereicht, weshalb die Höhe der Entschädigung aufgrund 

der Akten festzusetzen ist. Unter Berücksichtigung der Schwierigkeit des 

Falles, des notwendigen Zeitaufwandes und eines durchschnittlichen Stun-

denansatzes erachtet das Bundesverwaltungsgericht eine Parteientschä-

digung von Fr. 5'000.– als angemessen. Dieser Betrag ist der Vorinstanz 

zur Bezahlung nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils aufzu-

erlegen (Art. 64 Abs. 2 VwVG). 

 

A-4867/2019 

Seite 15 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird gutgeheissen und die angefochtene Verfügung vom 

22. August 2019 aufgehoben. 

2.  

Die Angelegenheit wird zur Neufestsetzung einer angemessenen Entschä-

digung für die Beantwortung einer Auskunftsanfrage zu dynamischen 

IP-Adressen (Typ IR_7_IP) durch die Beschwerdeführerin im Sinne der Er-

wägungen an die Vorinstanz zurückgewiesen. 

3.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der von der Beschwerdefüh-

rerin geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 2'700.– wird nach 

Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. Hierzu hat sie dem 

Bundesverwaltungsgericht ihre Kontoangaben mitzuteilen. 

4.  

Die Vorinstanz hat der Beschwerdeführerin nach Eintritt der Rechtskraft 

des vorliegenden Urteils eine Parteientschädigung in der Höhe von 

Fr. 5'000.– zu bezahlen. 

5.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. bef; Einschreiben) 

– das Generalsekretariat EJPD (Gerichtsurkunde) 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Maurizio Greppi Marc Lichtensteiger 

 

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Seite 16 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist ist 

gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim 

Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen 

Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Ver-

tretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in 

einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung 

mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange-

fochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerde-

führende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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