# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 861bc4f2-62f4-5d89-92b8-df904d1bb63f
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-01-31
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 5. Kammer 31.01.2023 R 2022 116
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_005_R-2022-116_2023-01-31.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

R 22 116

5. Kammer 

Vorsitz Meisser

RichterIn Audétat und Pedretti

Aktuar Ott

URTEIL

vom 31. Januar 2023

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____ AG,

B._____,

C._____,

D._____,

E._____,

F._____,

G._____,

alle vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Frank Schuler,

Beschwerdeführer

gegen

Gemeinde H._____,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Peder Cathomen,

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Beschwerdegegnerin

und

K._____, 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Benno Burtscher,

Beschwerdegegner

betreffend Baueinsprache (Kostenentscheid)

- 3 -

I. Sachverhalt:

Mit Urteil 1C_66/2022 vom 1. Dezember 2022 hiess das Bundegericht 

eine am 28. Januar 2022 erhobene Beschwerde der A._____ AG, 

B._____, C._____, D._____, F._____ sowie G._____ gut und hob das 

Urteil R 20 22 des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden vom 

2. November 2021 und die damit bestätigte Baubewilligung der Gemeinde 

H._____ vom 23. Januar 2020 auf (Dispositivziffer 1). Die Gerichtskosten 

des bundesgerichtlichen Verfahrens von CHF 4'000.-- gingen zu Lasten 

von K._____ (Dispositivziffer 2), welcher zudem die dortigen 

Beschwerdeführer für das Verfahren vor Bundesgericht mit CHF 4'000.-- 

zu entschädigen hat (Dispositivziffer 3). Weiter wurde die Sache zur 

Neuregelung der Kosten- und Entschädigungsfolge des kantonalen 

Verfahrens an das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden 

zurückgewiesen (Dispositivziffer 4).

II. Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Heisst das Bundesgericht eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 

Angelegenheiten ganz oder teilweise gut, kann es reformatorisch 

entscheiden, also in der Sache selbst Anordnungen treffen, oder aber 

kassatorisch, mithin den angefochtenen Entscheid bloss aufheben oder 

die Angelegenheit an die Vorinstanz oder an die erstinstanzlich 

verfügende Behörde zur Neubeurteilung zurückweisen (Art. 107 Abs. 2 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110]; vgl. 

KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, Verwaltungsverfahren und 

Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2013, 

Rz. 1640; DORMANN, in: NIGGLI/UEBERSAX/ WIPRÄCHTIGER/KNEUBÜHLER 

[Hrsg.], Basler Kommentar zum Bundesgerichtsgesetz, 3. Aufl., Basel 

2018, Art. 107 Rz. 12 ff.). Dabei kann das Bundesgericht nach Art. 67 und 

Art. 68 Abs. 5 BGG auch die Kosten und/oder die Entschädigungen des 

vorangegangenen Verfahrens anders verteilen. Es weist die 

Angelegenheit dabei entweder an die Vorinstanz zurück, damit diese über 

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die (Kosten-)Verteilung entscheidet oder entscheidet selbst 

(KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, a.a.O., Rz. 1658; GEISER, in: 

NIGGLI/UEBERSAX/WIPRÄCHTIGER/KNEUBÜHLER [Hrsg.], Basler Kommentar 

zum Bundesgerichtsgesetz, 3. Aufl., Basel 2018, Art. 67 Rz. 5 und Art. 68 

Rz. 24 f.). Bei einer Rückweisung sind die Vorgaben – insbesondere die 

entscheidwesentlichen Erwägungen – des Bundesgerichts für die Vor-

instanz verbindlich bzw. die mit der Neubeurteilung befasste (kantonale) 

Instanz hat die rechtliche Beurteilung, mit der die Zurückweisung 

begründet wird, ihrer Entscheidung zugrunde zu legen (siehe 

KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, a.a.O., Rz. 1643; DORMANN, in: 

NIGGLI/UEBERSAX/WIPRÄCHTIGER/KNEUBÜHLER [Hrsg.], a.a.O., Art. 107 

Rz. 18; vgl. auch BGE 143 IV 214 E.5.3.3 m.H.a. 135 III 334 E.2.1; Urteile 

des Bundesgerichts 6B_649/2022 vom 24. Oktober 2022 E.2.3.1, 

6B_601/2021 vom 16. August 2022 E.2.3, 8C_620/2021 vom 14. Januar 

2022 E.4.1, 4A_197/2020 vom 10. Dezember 2020 E.3.2.1 f., 

8C_824/2017 vom 27. März 2018 E.2.2, 2C_389/2013 vom 26. Oktober 

2013 E.2.2.1, 2C_304/2013, 2C_305/2013 vom 22. Oktober 2013 E.2.1 

und 2C_1071/2012 vom 7. Mai 2013 E.2).

2.1. Gemäss Dispositivziffer 4 und Erwägung 4 des Urteils 1C_66/2022 vom 

1. Dezember 2022 hat das Verwaltungsgericht die Kosten- und 

Entschädigungsfolgen des kantonalen Verfahrens (Hervorhebung durch 

das Gericht) neu zu regeln. Das Bundesgericht hob – trotz Devolutiveffekt 

der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde gemäss Art. 49 ff. des Gesetzes 

über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100; vgl. dazu Urteil des 

Bundesgerichts 1C_398/2021 vom 8. November 2022 E.5 und Urteil des 

Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden [VGU] R 19 48 vom 

22. Januar 2020 E.2.2.) – in der Dispositivziffer 1 neben dem Urteil des 

Verwaltungsgerichts vom 2. November 2021 auch explizit noch die 

Baubewilligung (gemeint wohl Entscheid des Gemeindevorstandes 

H._____ betreffend Baugesuch Neubau Einfamilienhaus mit 

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Einliegerwohnung) vom 23. Januar 2020, mitgeteilt am 20. Februar 2020 

(Akten der Beschwerdeführer im Verfahren R 20 22 [R 20 22-Bf-act.] 1) 

auf, worin der Gemeindevorstand in Ziffer 3.1 die Einsprache der 

Beschwerdeführer abgewiesen und zugleich die Baubewilligung für das 

Baugesuch mit der Nr. I._____ unter Auflagen erteilt hatte. Damit wurden 

aber formell auch die dem Baugesuchsteller K._____ auferlegten 

Baupolizeigebühren für das Baugesuch in der Höhe von CHF 3'250.-- 

sowie die Verfahrenskosten für die Einsprachebehandlung im Betrag von 

CHF 1'452.-- (Ziffern 3.2 und 3.3 im Entscheid des Gemeindevorstandes 

H._____ betreffend Baugesuch Neubau Einfamilienhaus mit 

Einliegerwohnung vom 23. Januar 2020) durch das Bundesgericht 

mitaufgehoben. Die Rückweisung zur Neuregelung der Kosten- und 

Entschädigungsfolge an das Verwaltungsgericht gemäss Dispositivziffer 4 

sowie der Erwägung 4 umfasst gemäss dem Wortlaut nur das kantonale 

Verfahren, worunter eigentlich nur das verwaltungsgerichtliche Verfahren 

R 20 22 fiele (vgl. dazu Art. 54 f. der Verfassung für den Kanton 

Graubünden [KV; BR 110.100], Art. 1 Abs. 1 VRG und der frühere Titel 

des Gesetzes über die Gehälter und die berufliche Vorsorge der Mitglieder 

des Kantons- und Verwaltungsgerichts [BR 173.050]; siehe zu Letzterem 

auch die Botschaft der Regierung an den Grossen Rat zur Teilrevision des 

Gerichtsorganisationsgesetzes [GOG]/Gebietsreform vom 23. Juni 2015, 

Heft Nr. 7/2015-2016, S. 369 und zum Begriff der oberen kantonalen 

Gerichte die Botschaft der Regierung an den Grossen Rat zur Teilrevision 

des GOG [Zuwahl ausserordentlicher Richterinnen und Richter] vom 

19. Oktober 2020, Heft Nr. 11/2020-2021, S. 667 ff. ). Das 

Baubewilligungs- und Einspracheverfahren im Sinne von Art. 92 des 

Raumplanungsgesetzes für den Kanton Graubünden (KRG; BR 801.100) 

und Art. 41 ff. der Raumplanungsverordnung für den Kanton Graubünden 

(KRVO; BR 801.100) wurde vorliegend hingegen gestützt auf Art. 85 KRG 

und Art. 4 des kommunalen Baugesetzes (in der im Zeitpunkt der Erteilung 

der Baubewilligung gültigen Fassung) ausschliesslich durch eine 

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kommunale Behörde, nämlich den Gemeindevorstand der Gemeinde 

H._____ als damalige alleinige Bau- und Planungsbehörde, durchgeführt 

und entschieden. Insofern fällt das erwähnte Baubewilligungs- und 

Einspracheverfahren nicht ohne weiteres unter den Begriff des kantonalen 

Verfahrens (Hervorhebung durch das Gericht). Zumal in einem früheren 

Urteil in den Erwägungen auch die Formulierung "der kantonalen und 

kommunalen Verfahren" zu finden ist (siehe Urteil des Bundesgerichts 

1C_478/2019, 1C_479/2019 vom 8. Mai 2020 E.6.2).

2.2. In den auch eine Gemeinde im Kanton Graubünden betreffenden Urteilen 

1C_650/2020 und 1C_249/2021, jeweils vom 12. Juli 2022, die ebenfalls 

die beiden verwaltungsgerichtlichen Urteile R 19 29, 30 und 31 und R 19 

32 sowie die von der dortigen Gemeinde (mit gemäss kantonalem 

Richtplan [KRIP] ebenfalls überdimensionierter Bauzone bzw. Wohn-, 

Misch- und Zentrumszone) erteilten Baubewilligungen aufhoben, wurde 

das Verwaltungsgericht jeweils noch angewiesen, die Kosten- und 

Entschädigungsfolgen der vorangegangenen Verfahren (Hervorhebung 

durch das Gericht) neu zu Verlegen (siehe Urteile des Bundesgerichts 

1C_650/2020 vom 12. Juli 2022 E.4.2 und Dispositivziffer 4 sowie 

1C_249/2021 vom 12. Juli 2022 E.3.2 und Dispositivziffer 4, vgl. auch mit 

wiederum leicht abweichender Begrifflichkeit das Urteil des 

Bundesgerichts 1C_71/2019, 1C_93/2019 vom 16. April 2020 E.10 und 

Dispositivziffer 5). Die Baubewilligungen wurden vom Bundesgericht mit 

der Begründung aufgehoben, dass eine vorfrageweise Überprüfung der 

Nutzungsplanung unterblieben sei und ein Verstoss gegen (den per 1. Mai 

2014 in Kraft getretenen) revidierten Art. 15 des Bundesgesetzes über die 

Raumplanung (RPG; SR 700) sowie (vor dem Entscheid im Rahmen der 

hängigen Ortsplanungsrevision über die gebotene Reduktion der 

Bauzone) auch gegen die zwischenzeitlich vollständig in Kraft gesetzte 

(kommunale) Planungszone gemäss Art. 27 RPG bzw. Art. 21 KRG im 

Hinblick auf die Anpassung der Grundordnung an die Vorgaben des per 

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1. Mai 2014 revidierten Art. 15 Abs. 2 RPG sowie der entsprechenden 

Anpassung des KRIP in den Bereichen Raumordnungspolitik (Kapitel 2) 

und Siedlung (Kapitel 5), welche von der Regierung des Kantons 

Graubünden am 20. März 2018 beschlossen und vom Bundesrat am 

10. April 2019 (mit Vorbehalten und entsprechenden Aufträgen) 

genehmigt worden war, vorliegen würde (siehe dazu Urteile des 

Bundesgerichts 1C_650/2020 vom 12. Juli 2022 E.3.4 f., 3.6, 3.6.3 und 4.1 

sowie 1C_249/2021 vom 12. Juli 2022 E.2.3 f., 2.5, 2.5.3 f. und 3.1). Im 

bundesgerichtlichen Beschwerdeverfahren 1C_66/2022 hob das 

Bundesgericht das angefochtene Urteil R 20 22 und den Entscheid des 

Gemeindevorstandes H._____ (betreffend Baugesuch Neubau 

Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung) vom 23. Januar 2020 (sowie die 

Baubewilligung [betreffend Baugesuchs-Nr.: I._____] vom 20. Februar 

2020 [R 20 22-Bf-act. 2]) im Ergebnis mit der Begründung auf, wonach die 

Vorinstanz die Rückzonung der Bauparzelle J._____ im Rahmen der 

hängigen Ortsplanungsrevision nicht hätte ausschliessen dürfen und die 

Erteilung der Baubewilligung dem Zweck der geltenden Planungszone 

gemäss Art. 27 Abs. 1 RPG und Art. 27 (recte Art. 21) Abs. 1 KRG 

widerspreche, welche die Entscheidungsfreiheit hinsichtlich möglicher 

Rückzonungen sichern soll (siehe Urteil des Bundesgerichts 1C_66/2022 

vom 1. Dezember 2022 E.3.5).

2.3. Der Neuregelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen aufgrund der 

Dispositivziffern 4 der Urteile des Bundesgerichts 1C_650/2020 und 

1C_249/2021, jeweils vom 12. Juli 2022, nahm das Verwaltungsgericht in 

den beiden Urteilen R 22 60 sowie R 22 61, 62 und 63, jeweils vom 

13. September 2022, vor. Dabei wurden jeweils die Kosten und 

Entschädigungen des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens betreffend die 

beiden aufgehobenen Urteile R 19 32 sowie R 19 29, 30 und 31 aufgrund 

des Ausgangs der bundesgerichtlichen Verfahren neu verlegt. Dagegen 

erhob am 27. September 2022 die dortige Gemeinde Beschwerde ans 

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Bundesgericht (Verfahren 1C_523/2022 und 1C_524/2022) und rügte 

namentlich eine unterbliebene (Neu-)Festsetzung der Kostenfolge im 

kommunalen Baubewilligungs- und Einspracheverfahren bzw. eine nicht 

vollständige Umsetzung der Anweisungen des Bundesgerichts betreffend 

die Rückweisung zur Neufestsetzung der Kosten- und 

Entschädigungsfolgen in den vorangegangenen Verfahren. Zugleich 

ersuchte sie das Verwaltungsgericht um Revision der beiden Urteile R 22 

60 sowie R 22 61, 62 und 63. Nachdem das Bundesgericht mit 

Verfügungen vom 21. November 2022 die bei ihm hängigen Verfahren 

1C_523/2022 und 1C_524/2022 bis zum Entscheid des 

Verwaltungsgerichts über die eingereichten Revisionsgesuche ausgesetzt 

hatte, hiess das Verwaltungsgericht mit den beiden Urteilen vom R 22 78 

sowie R 22 79, 80 und 81, jeweils vom 13. Dezember 2022, die 

Revisionsgesuche gut und ergänzte die Dispositive der beiden 

verwaltungsgerichtlichen Urteile R 22 60 sowie R 22 61, 62 und 63, jeweils 

vom 13. September 2022, antragsgemäss. Je ein Exemplar dieser Urteile 

wurde – wie in den vorstehend erwähnten Verfügungen vom 

21. November 2022 vom diesem erbeten – am 15. Dezember 2022 jeweils 

auch dem Bundesgericht mitgeteilt. Mit Verfügungen vom 19. Dezember 

2022, mitgeteilt am 25. Januar 2023, wurden die bundesgerichtlichen 

Verfahren 1C_523/2022 und 1C_524/2022 infolge Gegenstandslosigkeit 

abgeschrieben.

2.4. Auch wenn das Bundesgericht im Zeitpunkt der Fällung des Urteils 

1C_66/2022 vom 1. Dezember 2022, mitgeteilt am 16. Dezember 2022 

noch keine Kenntnis der beiden verwaltungsgerichtlichen Urteile R 22 78 

sowie R 22 79, 80 und 81 vom 13. Dezember 2022 hatte, konnte es 

angesichts des Spruchkörpers in den Urteilen 1C_650/2020 vom 12. Juli 

2022, 1C_249/2021 vom 12. Juli 2022 und 1C_66/2022 vom 1. Dezember 

2022 sowie der Zuständigkeit für die Verfahrensleitung in den Verfahren 

1C_523/2022 und 1C_524/2022 doch Kenntnis davon haben, dass eine 

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Gemeinde nach der (vollständigen) Aufhebung ihrer Baubewilligungs- und 

Einspracheentscheide durch das Bundesgericht nicht damit einverstanden 

sein könnte, die durch das Baubewilligungs- und Einspracheverfahren 

angefallenen Verfahrenskosten abzuschreiben bzw. diese nicht nach den 

gesetzlichen Regelungen und der dazu ergangenen Rechtsprechung 

sowie unter Berücksichtigung des Ausganges der bundesgerichtlichen 

Verfahren (wiederum) einem Verfahrensbeteiligten überbinden zu können. 

Insofern und auch aufgrund der bisherigen Formulierungen des 

Bundesgerichts bei Rückweisungen im Kosten- und Entschädigungspunkt 

bei (vollständig) aufgehobener kommunaler Baubewilligung darf davon 

ausgegangen werden, dass der Wortlaut des Umfanges der Rückweisung 

im Urteil 1C_66/2022 zu eng gefasst ist und das Verwaltungsgericht 

dadurch nicht daran gehindert wird, ausser über die im 

verwaltungsgerichtlichen Verfahren R 20 22 angefallenen Kosten sowie 

eine allfällige Parteientschädigung an die obsiegende Partei(en), auch 

noch über die Kosten- und Entschädigungsfolgen des vorangegangenen 

kommunalen baurechtlichen Verfahren zu befinden. Gegenteiliges ergibt 

sich jedenfalls nicht mit hinreichender Klarheit aus den Erwägungen des 

Urteils 1C_66/2022 vom 1. Dezember 2022 bzw. wird überhaupt nicht 

begründet, weshalb die Gemeinde die Kosten des kommunalen 

Baubewilligungs- und Einspracheverfahrens infolge eines gemäss dem 

Bundesgericht zu Unrecht bewilligten Baugesuch in jedem Fall zu tragen 

hätte.

2.5. Im Entscheid des Gemeindevorstandes H._____ betreffend Baugesuch 

Neubau Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung vom 23. Januar 2020 

wurde wie bereits erwähnt K._____ als Bauherrschaft des Bauprojektes 

bzw. Baugesuchsteller zur Tragung von Baupolizeigebühren für das 

Baugesuch im Betrag von CHF 3'250.-- (Ziffer 3.2) verpflichtet. Ferner 

wurden K._____ die Verfahrenskosten für die Einsprachebehandlung von 

CHF 1'452.-- auferlegt (Ziffer 3.3). Gemäss Art. 73 Abs. 3 VRG kann die 

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Rechtsmittelbehörde bei Aufhebung eines Entscheides über die Zuteilung 

der Kosten des Verfahrens vor der Vorinstanz entscheiden. Nach Art. 96 

Abs. 1 KRG erheben die Gemeinden für ihren Aufwand im 

Baubewilligungsverfahren und in weiteren baupolizeilichen Verfahren 

Gebühren. Auslagen für Leistungen Dritter wie Fachgutachten, 

Beratungen sowie Grundbuchkosten sind der Gemeinde zusätzlich zu 

vergüten. Gemäss Art. 96 Abs. 2 KRG in der ab dem 1. April 2019 gültigen 

Fassung ist kostenpflichtig, wer den Aufwand durch Gesuche aller Art oder 

durch sein Verhalten verursacht hat. Die sich aus der Behandlung von 

Einsprachen ergebenden Kosten sind den Einsprechenden zu 

überbinden, wenn die Einsprache offensichtlich unzulässig oder 

offensichtlich unbegründet ist. Sind diese Voraussetzungen für die 

Überbindung von Einsprachekosten an Einsprecher nicht erfüllt, gilt 

grundsätzlich die Baugesuchstellerin oder der Baugesuchsteller als 

Verursacher solcher mit der Baugesuchsbearbeitung 

zusammenhängenden Kosten (siehe VGU R 21 114 vom 3. Mai 2022 

E.5.3 f., R 19 58 vom 20. August 2019 E.2.1 f. und R 19 10 vom 

12. Februar 2019 E.5.3, jeweils m.H.a. BGE 143 II 467 E.2.5). Das 

kommunale Baugesetz enthält keine spezielle Regelung hinsichtlich der 

Erhebung baupolizeilicher Gebühren. Angesichts der Regelung von Art. 9 

lit. e der (zwischenzeitlich mehrfach teilrevidierten) Baupolizei-

Gebührenordnung der Gemeinde H._____ vom 31. März 1989, die sich 

heute auf Art. 96 Abs. 3 KRG abstützen kann, beträgt die 

Baupolizeigebühr für abgewiesene Baugesuche 10 bis 30 % der nach 

Art. 9 lit. a der Baupolizei-Gebührenordnung – anhand der Bausumme – 

ermittelten Baupolizeigebühr, mindestens aber CHF 100.--. Insofern ist es 

nicht auszuschliessen, dass die in Anwendung der einschlägigen 

kommunalen Gebührenordnung sowie der Berücksichtigung des 

Ausganges des bundesgerichtlichen Verfahrens ermittelte 

Baupolizeigebühr geringer ausfällt, als die ursprünglich erhobenen 

CHF 3'250.--. Angesichts des in Art. 9 lit. e der kommunalen Baupolizei-

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Gebührenordnung eingeräumten Beurteilungsspielraumes (vgl. auch 

Art. 4 f. der der Baupolizei-Gebührenordnung) bei der Festsetzung der 

Baupolizeigebühr für abzuweisende Bauvorhaben, rechtfertigt es sich die 

Angelegenheit zur erneuten Festsetzung einer Baupolizeigebühr für die 

(abweisende) Behandlung des Baugesuches Nr. I._____ an die Gemeinde 

zurückzuweisen. Angesichts der ohnehin angezeigten Rückweisung, hat 

die Gemeinde zugleich auch erneut Gelegenheit über die Verlegung der 

Kosten für die Einsprachebehandlung in Nachachtung der anwendbaren 

Rechtsnormen sowie der dazu ergangenen Rechtsprechung zu befinden.

2.6. Die Beschwerdeführer beantragten in ihrer Einsprache vom 12. Dezember 

2019 (siehe act. 34 der Gemeinde H._____ im Verfahren R 20 22) die 

Abweisung des Baugesuches lediglich unter gesetzlicher Kostenfolge, 

beantragten aber keine Parteientschädigung. Insofern und angesichts der 

Rechtsprechung zum Anspruch von im Einspracheverfahren (gemäss 

Art. 92 Abs. 2 KRG bzw. Art. 45 KRVO) obsiegenden Einsprecher, kommt 

die Zusprache einer Parteientschädigung für das Einspracheverfahren vor 

dem Gemeindevorstand H._____ zugunsten der Beschwerdeführer 

mangels gesetzlicher Grundlage nicht in Frage (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts 1C_590/2020 vom 21. Oktober 2021 E.5.2; VGU R 22 78 

vom 13. Dezember 2022 E.6, R 22 79, 80 und 81 vom 13. Dezember 2022 

E.6, R 20 43 vom 1. September 2020 E.2.2, R 18 15 vom 7. Januar 2020 

E.8.2, R 19 10 vom 12. Februar 2019 E.4.1, R 15 97 vom 12. Juli 2016 E.2 

und R 06 38/40 vom 5. Juli 2006 E.2 ff.).

3. Die Beschwerdeführer im Verfahren R 20 22 sind betreffend die Kosten- 

und Entschädigungsfolgen für das Verfahren R 20 22 so zu stellen, wie 

wenn sie mit ihrer Beschwerde vom 23. März 2020 vor Verwaltungsgericht 

durchgedrungen wären (vgl. etwa VGU R 22 111 vom 21. Dezember 2022 

E.2, S 22 119 vom 28. November 2022 E.3, R 22 60 vom 13. September 

2022 E.2 und R 22 25 vom 17. Mai 2022 E.2).

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4. Die Gerichtskosten des Verfahrens R 20 22 im Betrag von CHF 5'224.--, 

bestehend aus einer Staatsgebühr von CHF 4'000.-- und Kanzleiauslagen 

von CHF 1'224.--, gehen damit angesichts des Ausganges des 

bundesgerichtlichen Verfahrens sowie der verwaltungsgerichtlichen 

Praxis gestützt auf Art. 73 Abs. 1 und 2 VRG je zur Hälfte zu Lasten der 

Gemeinde H._____ und K._____ (vgl. anstatt vieler: VGU R 22 60 vom 

13. September 2022 E.2.1 und R 21 28 vom 29. April 2021 E.1).

5.1. Die Beschwerdeführer im Verfahren 1C_66/2022 beantragten dem 

Bundesgericht in ihrer Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 

Angelegenheiten vom 28. Januar 2022 neben der Aufhebung des 

verwaltungsgerichtlichen Urteils R 20 22 vom 2. November 2021 und der 

Verweigerung der Baubewilligung für das Bauprojekt auf der 

Parzelle J._____ zusätzlich auch die (direkte) Zusprache einer 

Parteientschädigung für das vorinstanzliche Verfahren gemäss 

aktualisierter Honorarnote vom 20. Oktober 2021 im Betrag von 

CHF 6'482.10. In der Erwägung 4 des Urteils des Bundesgerichts 

1C_66/2022 vom 1. Dezember 2022 äusserte sich das Bundesgericht 

nicht spezifisch zu diesem Antrag auf eine direkte Festsetzung der 

Parteientschädigung (siehe dazu Art. 68 Abs. 5 erster Teil von Satz 2 

BGG) für das verwaltungsgerichtliche Verfahren R 20 22, sondern wies 

unter Hinweis auf Art. 67 und Art. 68 Abs. 5 BGG die Sache ohne spezielle 

Anordnungen zur Neuregelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen 

des kantonalen Verfahrens an das Verwaltungsgericht zurück.

5.2. Gemäss Art. 78 Abs. 1 VRG wird in einem Rechtsmittelverfahren die 

unterliegende Partei in der Regel verpflichtet der obsiegenden Partei die 

durch den Rechtsstreit verursachten notwendigen Kosten zu ersetzen. 

Gemäss Art. 2 Abs. 1 und 2 der Verordnung über die Bemessung des 

Honorars der Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte 

(Honorarverordnung, HV; BR 310.250) setzt die urteilende Instanz die 

Parteientschädigung der obsiegenden Partei nach Ermessen fest, wobei 

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sie grundsätzlich von dem der entschädigungsberechtigen Partei für die 

anwaltliche Vertretung in Rechnung gestellten Betrag ausgeht. Der 

vereinbarte Stundenansatz zuzüglich allfälligem Interessenwertzuschlag 

muss aber üblich sein, darf keine Erfolgszuschläge enthalten und die 

geforderte Entschädigung darf nicht zu einer von der Sache bzw. von 

legitimen Rechtschutzbedürfnissen her nicht gerechtfertigten Belastung 

der unterliegenden Partei führen (Art. 2 Abs. 2 Ziffer 1 und 3 HV). Üblich 

ist ein Stundenansatz zwischen CHF 210.-- und CHF 270.-- (siehe Art. 3 

Abs. 1 HV). Gemäss Art. 2 Abs. 2 Ziffer 2 HV und Art. 16a Abs. 2 des 

Anwaltsgesetzes (BR 310.100) muss der geltend gemachte Aufwand 

zudem angemessen und für die Prozessführung erforderlich sein. Gemäss 

Art. 4 Abs. 1 HV haben die Parteien grundsätzlich zu Beginn des 

Verfahrens eine vollständige, unterschriebene Honorarvereinbarung 

einzureichen. Wenn dies unterlassen wird, kann die urteilende Instanz 

davon absehen, für die Festsetzung der Parteientschädigung die 

Anwaltsrechnung bzw. Honorarnote beizuziehen. Der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführer im Verfahren R 20 22 hatte am 21. Oktober 2021 im 

Nachgang zum Augenschein vom 13. September 2021 und dem 

darauffolgenden Schriftenwechsel die aktualisierte Honorarnote vom 

20. Oktober 2021 eingereicht. Darin wir ein Vertretungsaufwand von 

CHF 6'482.10 (21.55 h à CHF 270.-- zzgl. 3 % Pauschalspesen, 

Reisespesen und Barauslagen von CHF 25.60 sowie 7.7 % MWST) für 

den Zeitraum vom 24. Februar 2020 bis am 20. Oktober 2021 geltend 

gemacht. In den Akten liegen Honorarvereinbarungen betreffend die 

Beschwerdeführer im Verfahren R 20 22 vom Mai bzw. August 2020 und 

weisen einen vereinbarten Stundenansatz von CHF 270.-- aus (siehe R 20 

22-Bf-act. 7a-7g). Auch wenn diese Honorarvereinbarungen angesichts 

ihrer Datierungen nicht bereits im Zeitpunkt der Beschwerde vom 23. März 

2020 unterzeichnet sein konnten und auch nicht bereits ganz zu Beginn 

des Verfahrens eingereicht worden sind (vgl. Art. 4 Abs. 1 HV), sondern 

erst mit der ersten Honorarnote vom 3. Juli 2020 bzw. mit Eingabe vom 

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31. August 2020 (zusammen mit den Vollmachten vom Mai bzw. August 

2020) kann dieser Stundenansatz doch als vereinbart im Sinne von Art. 2 

Abs. 2 Ziffer 1 HV anerkannt werden. Hinweise darauf, dass eine 

nachträgliche Änderung der Honorarvereinbarung stattgefunden hat bzw. 

eine Prozesssituation im Sinne von Art. 4 Abs. 2 HV ausgenutzt werden 

soll, bestehen nicht, wurde doch die überwiegende Anzahl der 

Honorarvereinbarungen zusammen mit der ersten Honorarnote vom 

3. Juli 2020 eingereicht, wozu der zuständige Instruktionsrichter die 

Beschwerdeführer zusammen mit der Zustellung der Dupliken der 

Beschwerdegegner am 10. Juni 2020 aufforderte hatte. Angesichts des 

mehrfachen Schriftenwechsels sowie der Teilnahme an einem 

Augenschein im Verfahren R 20 22 erscheint der geltend gemachte 

Aufwand von CHF 6'482.10 als angemessen und für die Prozessführung 

erforderlich. Damit haben die Gemeinde H._____ und K._____ gestützt 

auf Art. 78 Abs. 1 VRG die Beschwerdeführer je zu Hälfte mit insgesamt 

CHF 6'482.10 aussergerichtlich zu entschädigen.

III. Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Angelegenheit wird im Sinne der Erwägungen zur Neufestsetzung der 

Gebühr für das Baubewilligungsverfahren und zu neuem Entscheid über 

die Kosten des Einspracheverfahrens betreffend das Baugesuch 

Nr. I._____ auf der Parzelle J._____ an die Gemeinde H._____ 

zurückgewiesen.

2. Die Gerichtskosten des Verfahrens R 20 22 von CHF 5'224.-- gehen je zur 

Hälfte zu Lasten der Gemeinde H._____ und K._____.

3. Die Gemeinde H._____ und K._____ entschädigen die A._____ AG, 

B._____, C._____, D._____, E._____, F._____ sowie G._____ für das 

Verfahren R 20 22 aussergerichtlich je zur Hälfte mit insgesamt 

CHF 6'482.10 (inkl. MWST und Spesen).

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4. Für das vorliegende Verfahren werden keine Gerichtskosten erhoben und 

keine Parteientschädigungen zugesprochen.

5. [Rechtsmittelbelehrung]

6. [Mitteilung]