# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** dae9efb7-0f2a-567e-9352-176ca3e5f0ee
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-03-13
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 13.03.2024 ZK1 2023 73
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2023-73_2024-03-13.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Verfügung vom 13. März 2024

Referenz ZK1 23 73

Instanz I. Zivilkammer 

Besetzung Richter, Vorsitzende
Nyfeler, Aktuarin

Parteien A._____
Gesuchsteller
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Diego Quinter
Vasarauls 11, 7084 Brienz/Brinzauls GR 

gegen

B._____
Gesuchsgegnerin
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Pius Fryberg
Quaderstrasse 8, Postfach 250, 7001 Chur 

Gegenstand Erlass vorsorglicher Massnahmen

Mitteilung 19. März 2024

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In Erwägung,

– dass B._____, geboren am _____ 1966 (nachfolgend: Ehefrau), und A._____, 
geboren am _____ 1964 (nachfolgend: Ehemann), am _____ 1988 in C._____ 
geheiratet haben und aus dieser Ehe die gemeinsamen, inzwischen volljähri-
gen Kinder D._____, geboren am _____ 1997, und E._____, geboren am 
_____ 1999, hervorgegangen sind,

– dass die Parteien seit dem 1. Oktober 2017 getrennt leben,

– dass die Parteien am 30. März 2018 eine aussergerichtliche Trennungsver-
einbarung unterzeichneten, in welcher sie unter anderem vereinbarten, dass 
der Ehemann der Ehefrau rückwirkend ab dem 1. Januar 2018 monatliche 
eheliche Unterhaltsbeiträge in der Höhe von CHF 4'060.00 leisten würde,

– dass der Ehemann am 21. August 2020 beim Regionalgericht Plessur die 
Scheidungsklage einreichte und in der Folge ein kontradiktorisches Verfahren 
durchgeführt wurde (Proz. Nr. 115-2020-43),

– dass der Ehemann mit Gesuch vom 21. August 2020 (Proz. Nr. 135-2020-
608) beim Regionalgericht Plessur ferner den Erlass vorsorglicher Massnah-
men, namentlich eine Reduktion seiner in der Trennungsvereinbarung vom 
30. März 2018 vereinbarten monatlichen Unterhaltspflicht gegenüber der Ehe-
frau auf maximal CHF 1'500.00 mit Wirkung ab Gesuchseinreichung, bean-
tragte und die Ehefrau mit Stellungnahme vom 28. September 2020 den An-
trag stellte, das Gesuch sei abzuweisen und der Ehemann dazu zu verpflich-
ten, ihr während der Dauer des Scheidungsverfahrens weiterhin einen monat-
lichen Unterhaltsbeitrag von CHF 4'060.00 zu bezahlen,

– dass die Einzelrichterin des Regionalgerichts Plessur das Gesuch des Ehe-
mannes betreffend Erlass vorsorglicher Massnahmen mit Entscheid vom 
24. März 2021, mitgeteilt am 17. Mai 2021 (Proz. Nr. 135-2020-608), abwies 
und diesen (in Dispositivziffer 2 des genannten Entscheids) zur Leistung mo-
natlicher Unterhaltsbeiträge in Höhe von CHF 4'060.00 an die Ehefrau ver-
pflichtete,

– dass im soeben genannten Entscheid von einem Einkommen des Ehemannes 
von total CHF 14'491.00 und einem solchen der Ehefrau von CHF 4'425.00 
(für ein 70%-Pensum) sowie einem Bedarf von CHF 6'209.00 seitens des 
Ehemannes respektive einem solchen von CHF 5'620.00 seitens der Ehefrau 
ausgegangen wurde,

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– dass mit Entscheid des Regionalgerichts Plessur vom 15. Dezember 2022, 
mitgeteilt am 28. April 2023 (Proz. Nr. 115-2020-43), die Ehe der Parteien ge-
schieden wurde und unter anderem der Ehemann verpflichtet wurde, der Ehe-
frau mit Wirkung ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis zu seinem Eintritt in 
das ordentliche AHV-Alter einen monatlich im Voraus zahlbaren Unterhaltsbei-
trag von CHF 2'464.00 zu entrichten,

– dass die Parteien den Entscheid des Regionalgerichts Plessur vom 15. De-
zember 2022 (Proz. Nr. 115-2020-43) mittels Berufungen und Anschlussberu-
fung beim Kantonsgericht von Graubünden anfochten (ZK1 23 72 und 
ZK1 23 74), wobei der Ehemann mit seiner Berufung vom 31. Mai 2023 
(ZK1 23 74) insbesondere die Aufhebung seiner erstinstanzlich festgestellten 
nachehelichen Unterhaltspflicht verlangte, während die Ehefrau mit ihrer An-
schlussberufung vom 3. Juli 2023 (ZK1 23 74) in Abänderung des erstinstanz-
lichen Entscheids unter anderem eine Erhöhung des monatlichen nacheheli-
chen Unterhaltsbeitrags auf CHF 4'060.00 beantragte,

– dass der Ehemann mit Eingabe vom 31. Mai 2023 vorliegendes Gesuch um 
Erlass vorsorglicher Massnahmen einreichte, in welchem er die Aufhebung 
von Dispositivziffer 2 des vorsorglichen Massnahmeentscheids der Einzelrich-
terin des Regionalgerichts Plessur vom 24. März 2021 betreffend Regelung 
der Unterhaltspflicht beantragt und verlangt, es sei festzustellen, dass er der 
Ehefrau mit Wirkung ab 1. Juni 2023 und für die Dauer des Berufungsverfah-
rens vor dem Kantonsgericht von Graubünden keinen nachehelichen Unter-
halt, eventualiter einen solchen von höchstens CHF 2'464.00 monatlich, zu 
bezahlen habe,

– dass der Ehemann sein Gesuch sinngemäss und zusammengefasst damit 
begründet, dass im Zeitpunkt des genannten Massnahmeentscheids ganz an-
dere Verhältnisse vorgeherrscht hätten als heute, ihm ein monatliches Netto-
einkommen von maximal CHF 7'000.00 angerechnet werden dürfe und die 
Ehefrau – welche einen allfälligen (bestrittenen) karrieretechnischen Nachteil 
selbst zu verantworten habe – in einem 100%-Arbeitspensum monatlich min-
destens CHF 5'800.00 netto verdienen könne, weshalb ihr bei korrekter Be-
rechnung kein Ehegattenunterhalt zustehe; zumindest aber müsse der Unter-
haltsbeitrag für die Dauer des Verfahrens auf den vorinstanzlich errechneten 
Betrag von CHF 2'464.00 reduziert werden,

– dass der Ehemann in seinem Gesuch die Edition sämtlicher Akten in Sachen 
der Parteien betreffend Ehescheidung und Nebenfolgen beantragt,

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– dass die Ehefrau mit Stellungnahme vom 13. Juni 2023 die kostenfällige Ab-
weisung des Massnahmegesuchs beantragte,

– dass sie zur Begründung insbesondere ausführt, das Gesuch sei bereits des-
halb abzuweisen, weil dessen Gutheissung in der gegebenen Situation das 
Urteil in der Hauptsache unzulässigerweise präjudizieren würde; im Übrigen 
habe sich die finanzielle Situation gegenüber dem vorsorglichen Massnahme-
entscheid nicht geändert und sei somit die Voraussetzung für dessen Abände-
rung nicht gegeben respektive sei im Verfahren betreffend vorsorgliche Mass-
nahmen nach wie vor von einem Nettoeinkommen des Ehemannes in Höhe 
von CHF 14'491.00 auszugehen und ihr ein solches von CHF 3'825.00 (für ein 
70%-Pensum) anzurechnen, weshalb der Ehemann, dessen Bedarf sich auf 
etwa CHF 2'500.00 belaufe – ihr eigener Bedarf betrage CHF 4'755.00 –, ihr 
einen Unterhaltsbeitrag von CHF 4'060.00 zu bezahlen habe,

– dass der Ehemann mit Eingabe vom 21. Juli 2023 die gegnerischen Aus-
führungen bestreiten liess und insbesondere betonte, der vorsorgliche Mass-
nahmeentscheid präjudiziere den Hauptentscheid keineswegs, sein eigener 
Bedarf liege (wenn man der Vorinstanz folge) bei monatlich ungefähr 
CHF 7'300.00 und jener der Ehefrau betrage maximal CHF 4'500.00, weshalb 
sie diesen mit ihrem eigenen Einkommen bestreiten könne,

– dass die Ehefrau mit Eingabe vom 7. August 2023 ihrerseits sämtliche Aus-
führungen des Ehemannes bestritt und insbesondere ausführte, entgegen sei-
ner Ausführungen gehe die Vorinstanz bei ihm von einem Bedarf von 
CHF 5'428.00 aus, tatsächlich betrage dieser aber höchstens CHF 3'500.00,

– dass die Parteien mit Eingabe vom 20. November 2023 respektive vom 
22. November 2023 verschiedene Bemerkungen zu den Verfahren anbrach-
ten,

– dass die Akten des vorinstanzlichen Massnahmeverfahrens (Proz. Nr. 135-
2020-608) sowie jene des (vereinigten) Hauptverfahrens ZK1 23 72/74 (inklu-
sive jene des vorinstanzlichen Hauptverfahrens [Proz. Nr. 115-2020-43), bei-
gezogen wurden,

– dass die jeweiligen Ausführungen der Parteien im vorliegenden Verfahren in-
haltlich im Wesentlichen denjenigen im Hauptverfahren (ZK1 23 72/74) im Un-
terhaltspunkt entsprechen,

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– dass gemäss Art. 276 ZPO das mit einem Scheidungsverfahren befasste Ge-
richt die nötigen vorsorglichen Massnahmen trifft (Abs. 1) und es solche Mass-
nahmen auch dann anordnen kann, wenn die Ehe aufgelöst ist, das Verfahren 
über die Scheidungsfolgen aber noch andauert (Abs. 3),

– dass gemäss Art. 9 Abs. 1 GOG (BR 173.000) in Verbindung mit Art. 11 
Abs. 1 und Art. 15 Abs. 1 lit. b KGV (BR 173.100) die Zuständigkeit zum Er-
lass vorsorglicher Massnahmen im Sinne von Art. 276 ZPO während der Dau-
er eines Berufungsverfahrens vor Kantonsgericht bei der Kammervorsitzenden 
liegt,

– dass Art. 276 Abs. 1 Satz 2 ZPO für die Anordnung von vorsorglichen Mass-
nahmen im Scheidungsverfahren die Bestimmungen über die Massnahmen 
zum Schutz der ehelichen Gemeinschaft für sinngemäss anwendbar erklärt,

– dass dieser Verweis in formeller Hinsicht zur Folge hat, dass nebst den Be-
stimmungen über das summarische Verfahren, welche beim Erlass vorsorgli-
cher Massnahmen generell gelten (Art. 248 lit. d ZPO i.V.m. Art. 252 ff. ZPO), 
die besonderen Bestimmungen des eherechtlichen Summarverfahrens 
(Art. 272 u. Art. 273 ZPO) zur Anwendung gelangen und dementsprechend 
die Sachverhaltsfeststellung der sogenannt sozialen Untersuchungsmaxime 
unterliegt, soweit nicht Kinderbelange zur Diskussion stehen, für welche oh-
nehin in sämtlichen Verfahren der unbeschränkte Offizial- und Untersu-
chungsgrundsatz gilt (Art. 296 ZPO),

– dass in materieller Hinsicht durch den genannten Verweis sodann klargestellt 
wird, dass sich die Voraussetzungen für den Erlass vorsorglicher Massnah-
men und deren Inhalt nicht nach Art. 261 ff. ZPO richten, sondern dafür in ers-
ter Linie die Bestimmungen über die Eheschutzmassnahmen 
(Art. 176 ff. ZGB) anwendbar sind,

– dass Letzteres auch gilt, wenn  wie dies vorliegend der Fall ist  über vor-
sorgliche Massnahmen für die Dauer des Berufungsverfahrens zu entscheiden 
ist und die Ehe (als Folge der Teilrechtskraft des erstinstanzlichen Entscheids, 
der im Scheidungspunkt unangefochten blieb) bereits aufgelöst ist,

– dass sich die Voraussetzungen für die Abänderung einer vor oder während 
des erstinstanzlichen Verfahrens angeordneten Massnahme daher auch in 
diesem Verfahrensstadium grundsätzlich nach Art. 179 ZGB richten und eine 
einmal getroffene Anordnung ihre Wirkung bis zum rechtskräftigen Entscheid 

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über die betreffenden Punkte behält, sofern nicht eine wesentliche Verände-
rung der tatsächlichen Verhältnisse eine Anpassung erforderlich macht,

– dass in der Praxis des Kantonsgerichts von Graubünden allerdings anerkannt 
ist, dass der unterhaltsverpflichtete Ehegatte nach Eintritt der Rechtskraft des 
Scheidungspunktes berechtigt ist, unter dem Gesichtspunkt der veränderten 
Anspruchsgrundlage (Art. 125 ZGB) eine Überprüfung der vorsorglichen Un-
terhaltsverpflichtung zu verlangen (KGer GR ZK1 15 126 v. 29.9.2016 S. 6 f. 
m.w.H.),

– dass einem derartigen Begehren um Herabsetzung oder Aufhebung der Ver-
pflichtung zur Leistung eines vorsorglichen Unterhaltsbeitrages insbesondere 
dann Erfolg beschieden sein kann, wenn – wie vorliegend – im erstinstanzli-
chen Entscheid in der Hauptsache ein tieferer (oder gar kein) Unterhaltsbei-
trag zugesprochen wurde als im erstinstanzlichen Massnahmeentscheid und 
wenn gleichzeitig angenommen werden kann, dass das angefochtene Urteil in 
dieser Hinsicht mit grosser Wahrscheinlichkeit der Überprüfung durch die Be-
rufungsinstanz standhalten wird (sogenannte Hauptsachenprognose),

– dass sich die Notwendigkeit einer Abänderung der vorsorglichen Massnahme 
in einem derartigen Fall sodann daraus ergibt, dass ein zu viel bezahlter vor-
sorglicher Unterhalt nach geltendem Recht vom Unterhaltsgläubiger nicht 
mehr zurückbezahlt werden muss (BGE 128 III 121 E. 3c/bb) und vorsorgliche 
Unterhaltsbeiträge als definitiv zugesprochen gelten, weshalb sie durch das 
Urteil im Hauptverfahren nicht mehr rückwirkend aufgehoben oder herabge-
setzt werden können (BGE 142 III 193 E. 5.3 m.V.a. BGE 141 III 376 E. 3.3.4),

– dass dem Unterhaltspflichtigen ohne die Möglichkeit einer Abänderung der 
vorsorglichen Massnahme daher ein nicht wiedergutzumachender Nachteil 
entstünde, indem er selbst bei Bestätigung des erstinstanzlichen Entscheids 
die zu viel bezahlten Beiträge nicht mehr zurückverlangen könnte,

– dass vorliegend, wie bereits erwähnt, das Regionalgericht Plessur mit Ent-
scheid vom 15. Dezember 2022 die Höhe des Unterhaltsbeitrags auf 
CHF 2'464.00 festlegte und damit erstinstanzlich ein tieferer Unterhaltsbeitrag 
zugesprochen wurde als noch im erstinstanzlichen Massnahmeentscheid,

– dass das Kantonsgericht von Graubünden mit heutigem Urteil über die ge-
nannten Berufungen und die Anschlussberufung gegen den Entscheid des 
Regionalgerichts Plessur vom 15. Dezember 2022 (ZK1 23 72/74) entschei-
det,

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– dass der Ehemann im genannten Urteil dazu verpflichtet wird, der Ehefrau 
nachehelichen Unterhalt von monatlich CHF 2'855.00 zu leisten,

– dass demnach das Ergebnis des Hauptverfahrens vor der Berufungsinstanz 
bereits feststeht und sich folglich eine Prognose über dessen Ausgang erüb-
rigt,

– dass der Ehemann trotz Erledigung der Hauptsache mit heutigem Urteil nach 
wie vor über ein Rechtsschutzinteresse an der Beurteilung des vorliegenden 
Massnahmegesuchs verfügt, zumal nach dem Gesagten vorsorglich zuge-
sprochene Unterhaltsbeiträge durch das Urteil im Hauptverfahren nicht rück-
wirkend aufgehoben oder herabgesetzt werden können, weshalb einzig im 
Rahmen der vorsorglichen Massnahmeregelung eine Rückwirkung des zu 
Gunsten des Ehemannes ausfallenden Entscheids über den Unterhaltspunkt 
gewährleistet werden kann,

– dass entgegen der Ausführungen der Ehefrau ein Entscheid über vorsorgliche 
Massnahmen im Scheidungsverfahren das Scheidungsurteil nicht präjudiziert 
und für das Scheidungsgericht nicht bindend ist (BGE 141 III 376 E. 3.4; 
BGer 5A 928/2016 v. 22.6.2017 E. 4.1), weshalb keine Abweisung des Mass-
nahmegesuchs aus diesem formellen Grund zu erfolgen hat,

– dass demnach eine Abänderung des Massnahmeentscheids vom 
24. März 2021 bzw. eine Anpassung der darin vorsorglich zugesprochenen 
Unterhaltsbeiträge zu prüfen ist,

– dass es sich aufdrängt, auch im vorliegenden Verfahren auf die Erkenntnisse 
aus dem Hauptverfahren abzustellen und den vorsorglichen Unterhalt in An-
lehnung an das Urteil der I. Zivilkammer in Sachen ZK1 23 72/74 festzuset-
zen,

– dass unter diesen Umständen darauf verzichtet werden kann, auf die im vor-
liegenden Verfahren gemachten Ausführungen der Parteien und die hier ein-
gereichten Unterlagen (nochmals) im Einzelnen einzugehen bzw. dafür auf die 
Erwägungen im Urteil in der Hauptsache verwiesen werden kann,

– dass das Kantonsgericht von Graubünden in seinem Urteil heutigen Datums 
von einem massgebenden Einkommen des Ehemannes von CHF 11'800.00 
und einem solchen der Ehefrau von CHF 5'400.00 (für ein 100%-Pensum) so-
wie einem Bedarf von CHF 5'220.00 seitens des Ehemannes und einem sol-
chen von CHF 5'005.00 seitens der Ehefrau ausgeht,

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– dass es sich bei den vorliegend gegebenen Verhältnissen rechtfertigt, die Än-
derung (antragsgemäss) auf den Zeitpunkt der Gesuchseinreichung respekti-
ve auf den dem Gesuch folgenden Monat wirksam werden zu lassen,

– dass dementsprechend die Dispositivziffer 2 des Entscheids betreffend vor-
sorgliche Massnahmen der Einzelrichterin am Regionalgericht Plessur vom 
24. März 2021 (Proz. Nr. 135-2020-608) dahingehend abzuändern ist, dass 
der Ehemann zu verpflichten ist, der Ehefrau mit Wirkung ab 1. Juni 2023 und 
bis zum Vorliegen eines rechtskräftigen Entscheids über den nachehelichen 
Unterhalt einen monatlich zum Voraus zahlbaren Unterhaltsbeitrag von 
CHF 2'855.00 zu bezahlen,

– dass der Ehemann berechtigt ist, die seit dem 1. Juni 2023 an die Ehefrau 
nachweislich geleisteten Zahlungen an die vorstehende Unterhaltsverpflich-
tung anzurechnen und einen allenfalls zu viel bezahlten Betrag zurückzufor-
dern,

– dass das Gesuch des Ehemannes somit teilweise gutzuheissen, im Übrigen 
aber abzuweisen ist,

– dass es sachgerecht ist, über die Prozesskosten der vorliegenden Verfügung 
sogleich definitiv zu entscheiden, anstatt von Art. 104 Abs. 3 ZPO Gebrauch 
zu machen,

– dass die Entscheidgebühr vorliegend gestützt auf Art. 13a Abs. 1 VGZ 
(BR 320.210) auf CHF 900.00 festzulegen ist,

– dass die Prozesskosten grundsätzlich der unterliegenden Partei bzw. nach 
Massgabe des Verfahrensausgangs aufzuerlegen sind (Art. 106 Abs. 1 
u. Abs. 2 ZPO), das Gericht aber namentlich in familienrechtlichen Prozessen 
von diesem Grundsatz abweichen und die Prozesskosten unter Berücksichti-
gung weiterer Faktoren nach Ermessen verlegen kann (Art. 107 Abs. 1 
lit. c ZPO),

– dass der Ehemann der Ehefrau gemäss vorliegendem Entscheid monatliche 
Unterhaltsbeiträge von CHF 2'855.00 zu leisten hat und damit mit seinem 
Hauptbegehren, mit welchem er das Absehen von der Festsetzung eines Un-
terhaltsbeitrags verlangt, vollständig unterliegt sowie mit seinem auf Bezah-
lung von Unterhaltsbeiträgen in Höhe von CHF 2'464.00 lautenden Eventual-
begehren teilweise obsiegt, während die Ehefrau CHF 1'205.00 weniger erhält 

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als gemäss dem Massnahmeentscheid vom 24. März 2021 und damit eben-
falls teilweise unterliegt,

– dass es sich unter diesen Umständen rechtfertigt, die Verfahrenskosten dem 
Ehemann zu zwei Dritteln bzw. im Umfang von CHF 600.00 und der Ehefrau 
zu einem Drittel bzw. im Umfang von CHF 300.00 aufzuerlegen (vgl. KGer GR 
ZK2 19 36/37 v. 8.11.2019 E. 7.3),

– dass der Ehemann der Ehefrau dem Verfahrensausgang entsprechend und in 
Anwendung der Quotenmethode (vgl. KGer GR ZK1 19 1/3 v. 16.11.2020 
E. 19.6.2) einen Drittel der ihr entstandenen Aufwendungen zu ersetzen hat,

– dass mangels Kostennote des Rechtsvertreters der Ehefrau die Parteien-
tschädigung nach Ermessen (Art. 2 Abs. 1 HV [BR 310.250]) und unter 
Berücksichtigung eines mittleren Stundenansatzes von CHF 240.00 (Art. 3 
Abs. 1 HV) sowie des mutmasslichen anwaltlichen Aufwandes festzulegen ist,

– dass unter Berücksichtigung eines Aufwands von 5 Stunden – welcher na-
mentlich in Anbetracht der Tatsache, dass sich im vorliegenden Massnahme-
verfahren im Wesentlichen dieselben Fragen stellten wie in Bezug auf den Un-
terhaltspunkt im Hauptverfahren und deshalb gewisse Überschneidungen zwi-
schen den in den beiden Verfahren getätigten Aufwendungen bestehen, als 
angemessen erscheint – sowie unter Einschluss einer Spesenpauschale von 
3% und einem Mehrwertsteuersatz von 7.7% insgesamt ein Honorar von ge-
rundet CHF 1'330.00 resultiert,

– dass der Ehemann daher zu verpflichten ist, der Ehefrau eine reduzierte Par-
teientschädigung von CHF 445.00 (inkl. Spesen und MwSt.) zu bezahlen (ein 
Drittel von CHF 1'330.00),

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wird erkannt:

1. a) Das Gesuch wird teilweise gutgeheissen und A._____ wird in Abänderung 
von Dispositivziffer 2 des Entscheids der Einzelrichterin am Regionalge-
richt Plessur vom 24. März 2021 (Proz. Nr. 135-2020-608) verpflichtet, 
B._____ mit Wirkung ab 1. Juni 2023 und bis zum Vorliegen eines rechts-
kräftigen Entscheids über den nachehelichen Unterhalt einen monatlich 
zum Voraus zahlbaren Unterhaltsbeitrag von CHF 2'855.00 zu bezahlen.

b) A._____ ist berechtigt, die seit dem 1. Juni 2023 an B._____ nachweislich 
geleisteten Zahlungen an vorstehende Unterhaltsverpflichtung anzurech-
nen und einen allenfalls zu viel bezahlten Betrag zurückzufordern.

2. Im Übrigen wird das Gesuch abgewiesen.

3. Die Gerichtskosten von CHF 900.00 werden A._____ zu zwei Dritteln bzw. 
im Umfang von CHF 600.00 und B._____ zu einem Drittel bzw. im Umfang 
von CHF 300.00 auferlegt.

4. A._____ wird verpflichtet, B._____ für das vorliegende Verfahren eine Par-
teientschädigung von CHF 445.00 (inkl. 3% Spesen und 7.7% MwSt.) zu 
bezahlen.

5. Gegen diese, einen Streitwert von mindestens CHF 30'000.00 betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG Beschwerde 
in Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, 
geführt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 
30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung 
in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für 
die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzun-
gen und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und 
Art. 90 ff. BGG.

6. Mitteilung an: