# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** db6ad7fc-5f34-5031-a8e9-5617fc9785bf
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-11-26
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 26.11.2010 C-5658/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-5658-2009_2010-11-26.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-5658/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 6 .  N o v e m b e r  2 0 1 0

Richter Michael Peterli (Vorsitz), 
Richter Johannes Frölicher, 
Richterin Madeleine Hirsig, 
Gerichtsschreiberin Sandra Tibis.

X._______, Thailand,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Bruno Häfliger, 
Schwanenplatz 7, 6000 Luzern 5,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

IV (Rente).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-5658/2009

Sachverhalt:

A.
Der am (...) 1968 geborene, verheiratete, Schweizerbürger X._______ 
lebt  seit  2004  in  Thailand  (act. 199 und 205). Er  hat  in  den  Jahren 
1986  bis  1994  (mit  Unterbrüchen)  in  der  Schweiz  als  Chauffeur, 
Maschinenführer und zuletzt als Hilfsarbeiter auf dem Bau gearbeitet 
und dabei Beiträge an die schweizerische Alters-, Hinter lassenen- und 
Invalidenversicherung entrichtet (act. 2). 

B.
Mit  Verfügungen vom 14.,  15. und 18. März 2002 (act. 169,  170 und 
173) hat die IV-Stelle Luzern (nachfolgend: IV-Stelle LU) X._______ für 
die Zeit vom 1. November 1995 bis 31. August 1996 und vom 1. März 
1997 bis 30. November 1997 je eine halbe Rente (IV-Grad 63%) sowie 
mit  Wirkung  ab  1. August  2001  eine  ganze  Rente  (IV-Grad  75%) 
zugesprochen. Diese Verfügungen sind unangefochten in Rechtskraft 
erwachsen.

Die  IV-Stelle  LU  stützte  sich  dabei  im  Wesentlichen  auf  ein  poly-
disziplinäres MEDAS-Gutachten vom 29. Oktober 2001 (act. 160).

C.
Am 16. Juni 2004 hat  die IV-Stelle  LU die Akten an die IV-Stelle für 
Versicherte  im  Ausland  (nachfolgend:  IVSTA)  überwiesen,  da 
X._______ ins Ausland gezogen sei.

D.  

D.a Im  Dezember  2007  (vgl.  act. 212)  hat  die  IVSTA eine  Renten-
revision eingeleitet  und in  diesem Rahmen eine pluridisziplinäre Ab-
klärung  in  der  Schweiz,  bestehend  aus  Untersuchungen  von 
Dr. med. A._______,  Arzt  für  Gastroenterologie  und  Innere  Medizin, 
und  Dr. med. B._______,  Spezialarzt  für  Psychiatrie  und 
Psychotherapie, veranlasst.

Die  Gutachter  attestierten  X._______  im  Wesentlichen  psychische 
Einschränkungen, weshalb die Arbeitsfähigkeit zu 50% eingeschränkt 
sei.

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D.b Ferner hat  die IVSTA Stellungnahmen des regionalen ärztlichen 
Dienstes Rhone (RAD) von Dr. med. C._______,  Arzt  für  Psychiatrie 
und Psychotherapie, und von Dr. med. D._______, Arzt für Allgemein-
medizin, eingeholt.

Die Ärzte des RAD attestierten X._______ eine volle Arbeitsfähigkeit, 
da keine relevante Einschränkung bestehe.

D.c Mit Verfügung vom 12. August 2009 (act. 266) hat die IVSTA die 
Rente von X._______ mit Wirkung ab 1. Oktober 2009 aufgehoben.

E.
Gegen  die  Verfügung  vom  12. August  2009  hat  X._______ 
(nachfolgend:  Beschwerdeführer),  vertreten  durch  Rechtsanwalt 
Dr. iur. Bruno Häfliger, am 7. September 2009 Beschwerde beim Bun-
desverwaltungsgericht erhoben. Er beantragte in der Hauptsache die 
Aufhebung der  angefochtenen Verfügung  sowie  die  Zusprache  einer 
ganzen IV-Rente. In  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  beantragte  er  die 
Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung, die Wiederherstellung 
der  aufschiebenden  Wirkung der  Beschwerde und die  Durchführung 
einer öffentlichen Verhandlung.

F.
Mit Stellungnahme vom 2. Oktober 2009 beantragte die IVSTA die Ab-
weisung des Gesuchs zur Wiederherstellung der aufschiebenden Wir -
kung.

G.
Mit Verfügung vom 12. Oktober 2009 wies der Instruktionsrichter das 
Gesuch um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung ab.

H.
Mit Vernehmlassung vom 15. Februar 2010 beantragte die IVSTA die 
Abweisung der Beschwerde.

I.
Mit Replik vom 24. Februar 2010 hielt der Beschwerdeführer an seinen 
bisherigen Anträgen fest.

J.
Mit  Verfügung  vom 26. Februar  2010  hat  der  Instruktionsrichter  das 

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Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Rechtspflege und 
Verbeiständung gutgeheissen.

K.
Mit Duplik vom 3. März 2010 hielt auch die IVSTA an ihrem bisherigen 
Begehren fest.

L.
Mit Verfügung vom 1. Oktober 2010 hat der Instruktionsrichter den Be-
schwerdeführer aufgefordert  mitzuteilen, ob er an seinem Antrag auf 
Durchführung einer öffentlichen Verhandlung festhalte.

Mit Eingabe vom 4. Oktober 2010 erklärte der Beschwerdeführer den 
Verzicht auf die Durchführung einer öffentlichen Verhandlung.

M.
Auf die weiteren Vorbringen der Parteien sowie auf die eingereichten 
Akten ist – soweit für die Entscheidfindung erforderlich – in den nach-
folgenden Erwägungen einzugehen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.  

1.1 Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 
2005  (VGG,  SR 173.32)  in  Verbindung  mit  Art. 33  lit. d  VGG  und 
Art. 69 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung  (IVG,  SR 831.20)  beurteilt  das  Bundesver-
waltungsgericht  Beschwerden  von  Personen  im  Ausland  gegen  Ver-
fügungen der IV-Stelle für Versicherte im Ausland. Eine Ausnahme im 
Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor.

1.2 Das  Verfahren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  richtet  sich 
nach dem  Bundesgesetz  vom 20. Dezember  1968  über  das Verwal-
tungsverfahren (VwVG, SR 172.021), soweit das VGG nichts anderes 
bestimmt (vgl. Art. 37 VGG). Gemäss Art. 3 lit. dbis VwVG bleiben in so-
zialversicherungsrechtlichen Verfahren die besonderen Bestimmungen 
des  Bundesgesetzes  über  den  Allgemeinen  Teil  des  Sozialversiche-
rungsrechts vom 6. Oktober 2000 (ATSG, SR 830.1) vorbehalten. Ge-
mäss  Art. 2  ATSG sind  die  Bestimmungen dieses  Gesetzes auf  die 

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bundesgesetzlich  geregelten  Sozialversicherungen anwendbar,  wenn 
und  soweit  die  einzelnen  Sozialversicherungsgesetze  es  vorsehen. 
Nach Art. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die Invaliden-
versicherung  anwendbar  (Art. 1a bis  70  IVG),  soweit  das  IVG nicht 
ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht. Dabei finden nach 
den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln in formellrechtlicher 
Hinsicht  mangels  anderslautender  Übergangsbestimmungen  grund-
sätzlich diejenigen Rechtssätze Anwendung, welche im Zeitpunkt der 
Beschwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2).

1.3 Der Beschwerdeführer ist  durch die angefochtene Verfügung be-
rührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder 
Änderung,  so  dass er  im Sinne  von Art. 59  ATSG beschwerdelegiti-
miert ist.

1.4 Da  die  Beschwerde  im  Übrigen  frist-  und  formgerecht  (Art.  60 
Abs. 1 ATSG und Art. 52 Abs. 1 VwVG) eingereicht wurde, ist auf die 
Beschwerde einzutreten.

2.  

2.1 In  materiellrechtlicher  Hinsicht  sind  grundsätzlich  diejenigen 
Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen 
führenden  Sachverhalts  Geltung  haben  (BGE 130 V 329  E. 2.3).  Ein 
allfälliger Leistungsanspruch ist für die Zeit vor einem Rechtswechsel  
aufgrund  der  bisherigen  und  ab  diesem Zeitpunkt  nach  den  neuen 
Normen zu prüfen (pro rata temporis; BGE 130 V 445).

Da  die  Rentenrevision  im Jahr  2007  eingeleitet  wurde,  sind  im vor-
liegenden Fall bis zum 31. Dezember 2007 das IVG und das ATSG in 
der  Fassung  vom 21. März  2003  und  die  IVV  in  der  Fassung  vom 
21. Mai  2003  (4. IV-Revision,  AS 2003 3837  beziehungsweise 
AS 2003 3859, in  Kraft  vom 1. Januar 2004 bis  31. Dezember 2007) 
anwendbar. Am 1. Januar 2008 sind die Änderungen des IVG und des 
ATSG vom 6. Oktober 2006 sowie der IVV vom 28. September 2007 
(5. IV-Revision,  AS 2007 5129  beziehungsweise  AS 2007 5155)  in 
Kraft getreten. Soweit sich der Rentenanspruch auf die Zeit nach dem 
1. Januar 2008 bezieht, sind die Bestimmungen der erwähnten Erlasse 
in der seit diesem Datum geltenden Fassung anwendbar.

Sofern sich die einschlägigen Bestimmungen materiell nicht verändert 
haben, werden im Folgenden – falls nichts Gegenteiliges vermerkt  – 

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die Bestimmungen lediglich in der ab 1. Januar 2008 gültig gewesenen 
Fassung zitiert.

2.2 Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerde-
verfahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Miss-
brauchs oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder 
unvollständige  Feststellung  des  Sachverhalts  sowie  Unangemessen-
heit des Entscheids rügen (Art. 49 VwVG).

3.  

3.1 Gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG wird eine Rente von Amtes wegen 
oder  auf  Gesuch hin  für  die  Zukunft  entsprechend erhöht,  herabge-
setzt oder aufgehoben, wenn sich der Invaliditätsgrad des Rentenbe-
zügers erheblich verändert hat.

3.1.1 Zu  einer  Änderung  des  Invaliditätsgrades  Anlass  geben  kann 
einerseits eine wesentliche Verbesserung oder Verschlechterung des 
Gesundheitszustandes  mit  entsprechender  Beeinflussung  der  Er-
werbsfähigkeit  und  anderseits  eine  erhebliche  Veränderung  der  er-
werblichen Auswirkungen eines an sich  gleich  gebliebenen Gesund-
heitsschadens (BGE 125 V 369 E. 2, 113 V 275 E. 1a, 107 V 221 E. 2 
mit  Hinweisen; SVR 2004 IV Nr. 5 S. 13 E. 2). Ist  die Invalidität nach 
der  Einkommensvergleichsmethode  gemäss  Art. 28  Abs. 2  IVG  zu 
bemessen,  so  kann  jede  Änderung  eines  der  beiden  Vergleichsein-
kommen zu einer  für  den Anspruch erheblichen Erhöhung oder Ver-
ringerung des Invaliditätsgrades führen.

3.1.2 Ob eine rentenrelevante Änderung eingetreten ist, beurteilt sich 
(unter Vorbehalt früher durchgeführter Revisionen) durch Vergleich des 
Sachverhaltes,  wie  er  im  Zeitpunkt  der  ursprünglichen  Rentenver-
fügung  bestanden  hat,  mit  demjenigen  zur  Zeit  der  streitigen  Revi-
sionsverfügung  (BGE 125 V 369  E. 2,  113 V 275  E. 1a).  Eine  in  der 
Zwischenzeit ergangene Revisionsverfügung gilt  dann als Vergleichs-
basis,  wenn  sie  die  ursprüngliche  Rentenverfügung  nicht  bestätigt, 
sondern die laufende Rente aufgrund eines neu festgesetzten IV-Gra-
des  geändert  hat  (BGE 109 V 262  E. 4a  mit  Hinweisen;  ZAK 1987 
S. 37 E. 1a). Der Revisionsverfügung kommt im Weiteren – auch wenn 
der bisherige IV-Grad bestätigt wird und die Höhe der Rente unverän-
dert bleibt – dann als Vergleichsbasis Bedeutung zu, wenn sie in Form 
einer in Rechtskraft getretenen Verfügung ergangen ist und eine mate-
rielle Überprüfung des Leistungsanspruches tatsächlich stattgefunden 

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hat.  Diese  im  Bereich  der  Neuanmeldung  geänderte  Praxis  des 
Bundesgerichts  gilt  neu auch im Bereich  von Rentenrevisionen (vgl. 
BGE 133 V 108 E. 5.4). Dagegen ist  die unterschiedliche Beurteilung 
eines  im  Wesentlichen  unverändert  gebliebenen  Sachverhalts  kein 
Revisionsgrund; unterschiedliche Beurteilungen sind revisionsrechtlich 
nur  dann  beachtlich,  wenn  sie  Ausdruck  von  Änderungen  der  tat-
sächlichen  Verhältnisse sind (siehe  nur  BGE 115 V 313  E. 4a/bb mit 
Hinweisen; SVR 1996 IV Nr. 70 S. 204 E. 3a).

Vorliegend ist somit der Sachverhalt im Zeitpunkt der Rentenverfügung 
vom 18. März 2002 mit dem Sachverhalt im Zeitpunkt der Revisions-
verfügung vom 12. August 2009 zu vergleichen. 

3.2 Gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG ist 
Invalidität  die  voraussichtlich  bleibende  oder  längere  Zeit  dauernde 
ganze  oder  teilweise  Erwerbsunfähigkeit  als  Folge  von  Geburtsge-
brechen,  Krankheit  oder Unfall. Erwerbsunfähigkeit  ist  gemäss Art.  7 
ATSG der durch Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Ge-
sundheit  verursachte  und nach zumutbarer  Behandlung und Einglie-
derung  verbleibende  ganze  oder  teilweise  Verlust  der  Erwerbsmög-
lichkeiten  auf  dem in  Betracht  kommenden  ausgeglichenen  Arbeits-
markt. Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der kör-
perlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder 
teilweise Unfähigkeit,  im bisherigen Beruf  oder  Aufgabenbereich  zu-
mutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare 
Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 
(Art. 6 ATSG).

3.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die 
ärztliche und gegebenenfalls andere Fachleute zur Verfügung zu stel-
len  haben.  Aufgabe  des  Arztes  im  schweizerischen  Invalidenver-
sicherungsverfahren ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und 
dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und gegebenenfalls be-
züglich  welcher  Tätigkeiten  der  Versicherte  arbeitsunfähig  ist.  Die 
ärztlichen Auskünfte sind sodann eine wichtige Grundlage für die Be-
urteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen dem Versicherten kon-
kret noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4, 115 V 134 
E. 2; AHI-Praxis 2002, S. 62, E. 4b/cc).

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3.4 Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismit-
tel zu würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und Beschwerde-
verfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach ha-
ben Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die Beweise 
frei,  das  heisst  ohne  förmliche  Beweisregeln,  sowie  umfassend  und 
pflichtgemäss zu würdigen. 

Bezüglich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob 
der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Un-
tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, 
in  Kenntnis  der  Vorakten (Anamnese)  abgegeben worden ist,  in  der 
Beurteilung  der  medizinischen  Zusammenhänge und  in  der  Beurtei-
lung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolge-
rungen  der  Experten  begründet  sind.  Ausschlaggebend  für  den  Be-
weiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft des Beweismittels 
noch die  Bezeichnung der  eingereichten oder  in  Auftrag gegebenen 
Stellungnahme als  Bericht  oder  als  Gutachten  (vgl.  dazu  das  Urteil 
des Bundesgerichts [BGer] I 268/2005 vom 26. Januar 2006 E. 1.2, mit 
Hinweis auf BGE 125 V 352 E. 3.a). 

Gleichwohl  erachtet  es  die  Rechtsprechung  mit  dem Grundsatz  der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, Richtlinien für die Beweiswürdi -
gung in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gut-
achten  aufzustellen  (vgl.  hierzu  BGE 125 V 352  E. 3b;  AHI 2001 
S. 114 E. 3b; Urteil des BGer I 128/98 vom 24. Januar 2000 E. 3b). So 
ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten 
externer  Spezialärzte,  welche  aufgrund  eingehender  Beobachtungen 
und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstat -
ten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen 
gelangen, bei  der  Beweiswürdigung volle  Beweiskraft  zuzuerkennen, 
solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Experti-
se  sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb,  mit  weiteren Hinweisen). Be-
richte  der  behandelnden Ärzte  schliesslich sind aufgrund deren auf-
tragsrechtlicher  Vertrauensstellung  zum  Patienten  mit  Vorbehalt  zu 
würdigen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Dies gilt für den allgemein prakti-
zierenden Hausarzt wie auch für den behandelnden Spezialarzt (Urteil 
des BGer I 655/05 vom 20. März 2006 E. 5.4 mit Hinweisen; vgl. aber 
Urteil des BGer 9C_24/2008 vom 27. Mai 2008 E. 2.3.2).

3.5 Bei  erwerbstätigen  Versicherten  ist  der  Invaliditätsgrad  gemäss 
Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28 Abs. 2 IVG aufgrund eines Ein-

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kommensvergleichs  zu  bestimmen.  Dazu  wird  das  Erwerbseinkom-
men, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen  durch  eine  ihr  zumutbare  Tätigkeit  bei  ausgegli -
chener  Arbeitsmarktlage  erzielen  könnte  (sogenanntes  Invalidenein-
kommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie er-
zielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sogenanntes Va-
lideneinkommen). Der  Einkommensvergleich  hat  in  der  Regel  in  der 
Weise  zu  erfolgen,  dass  die  beiden  hypothetischen  Erwerbseinkom-
men ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenüber 
gestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invalidi -
tätsgrad bestimmen lässt  (allgemeine Methode des Einkommensver-
gleichs;  BGE 130 V 343  E. 3.4.2,  128 V 29  E. 1).  Für  den  Einkom-
mensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hypothetischen) 
Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und Inva-
lideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfälli -
ge  rentenwirksame  Änderungen  der  Vergleichseinkommen  bis  zum 
Verfügungserlass respektive bis zum Einspracheentscheid zu berück-
sichtigen sind (BGE 129 V 222 E. 4).

3.5.1 Für  die  Ermittlung  des  Einkommens,  welches  der  Versicherte 
ohne Invalidität erzielen könnte (Valideneinkommen), ist entscheidend, 
was er im fraglichen Zeitpunkt nach dem im Sozialversicherungsrecht 
allgemein gültigen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
(vgl. BGE 126 V 360 E. 5b, BGE 125 V 195 E. 2, je mit Hinweisen) als 
Gesunder tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zu-
letzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommens-
entwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Er-
fahrung  entspricht,  dass  die  bisherige  Tätigkeit  ohne  Gesundheits-
schaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen von diesem Grundsatz 
müssen  ebenfalls  mit  überwiegender  Wahrscheinlichkeit  erwiesen 
sein,  damit  sie berücksichtigt  werden können. Zusatzeinkommen wie 
zum  Beispiel  Überstundenentschädigungen  können  berücksichtigt 
werden, wenn es sich um Entgelt mit Lohncharakter und nicht um Spe-
senentschädigungen  handelt.  Da  aber  die  Invaliditätsschätzung  der 
dauernd  oder  für  längere  Zeit  bestehenden  Erwerbsunfähigkeit  ent-
sprechen muss,  bildet  Voraussetzung für  die  Berücksichtigung eines 
derartigen Zusatzeinkommens, dass der Versicherte aller Voraussicht 
nach damit hätte rechnen können (vgl. Urteil des BGer U 178/03 vom 
18. März 2004 E. 2.2 mit Hinweisen). 

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Bezog eine versicherte Person aus invaliditätsfremden Gründen (z.B. 
geringe  Schulbildung,  fehlende  berufliche  Ausbildung,  mangelnde 
Deutschkenntnisse, beschränkte Anstellungsmöglichkeiten wegen Sai-
sonnierstatus) ein deutlich unterdurchschnittliches Einkommen, ist die-
sem Umstand bei der Invaliditätsbemessung nach Art. 16 ATSG Rech-
nung zu tragen, sofern keine Anhaltspunkte dafür bestehen, dass sie 
sich aus freien Stücken mit einem bescheideneren Einkommensniveau 
begnügen wollte. Nur dadurch ist der Grundsatz gewahrt, dass die auf 
invaliditätsfremde  Gesichtspunkte  zurückzuführenden  Lohneinbussen 
entweder überhaupt nicht oder aber die beiden Vergleichseinkommen 
gleichmässig zu berücksichtigen sind. Diese Parallelisierung der Ein-
kommen kann praxisgemäss entweder auf Seiten des Valideneinkom-
mens durch eine entsprechende Heraufsetzung des effektiv erzielten 
Einkommens  oder  aber  auf  Seiten  des  Invalideneinkommens  durch 
eine  entsprechende  Herabsetzung des  statistischen Wertes  erfolgen 
(vgl. BGE 135 V 58 E. 3.1 sowie BGE 135 V 297 E. 5.1, je mit Hinweis 
auf  BGE 134 V 322   E. 4.1  mit  wiederum  weiteren  Hinweisen).  Die 
Grundüberlegung dieser Rechtsprechung ist die folgende: Wenn eine 
versicherte Person in derjenigen Tätigkeit, die sie als Gesunde ausge-
führt hat, einen deutlich unterdurchschnittlichen Lohn erzielt, weil ihre 
persönlichen  Eigenschaften  (namentlich  fehlende  Ausbildung  oder 
Sprachkenntnisse,  ausländerrechtlicher  Status)  die  Erzielung  eines 
Durchschnittslohnes  verunmöglichen,  dann  ist  nicht  anzunehmen, 
dass  sie  mit  einer  gesundheitlichen Beeinträchtigung  behaftet  einen 
(anteilsmässig)  durchschnittlichen  Lohn  erzielen  könnte  (vgl. 
BGE 135 V 297  E. 5.1  und  BGE 135 V 58  E. 3.4.3).  Ein  Abweichen 
vom Regelfall,  wonach das Valideneinkommen grundsätzlich  anhand 
des zuletzt verdienten Lohnes zu bestimmen ist, kommt erst dann in 
Frage, wenn – unter anderem – der tatsächlich erzielte Verdienst deut-
lich  unter  dem  branchenüblichen  LSE-Tabellenlohn  liegt  (vgl. 
BGE 135 V 297  E. 6.1.1).  Der  Erheblichkeitsgrenzwert  dieser  Ab-
weichung,  ab  welchem  sich  eine  Parallelisierung  der  Vergleichsein-
kommen  (im  Sinne  von  BGE 134 V 322  a.a.O.)  rechtfertigen  kann, 
wurde vom Bundesgericht  auf  5% festgesetzt.  Dabei  ist  nur  in  dem 
Umfang  zu  parallelisieren,  in  welchem  die  prozentuale  Abweichung 
diesen  Erheblichkeitsgrenzwert  übersteigt  (vgl.  BGE 135 V 297 
E. 6.1.2 und 6.1.3).

3.5.2 Für  die  Bestimmung  des  Invalideneinkommens  ist  primär  von 
der  beruflich-erwerblichen Situation  auszugehen,  in  welcher  die  ver-
sicherte Person konkret steht. Ist – wie hier – kein tatsächlich erzieltes 

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Erwerbseinkommen  nach  Eintritt  der  Invalidität  mehr  gegeben,  na-
mentlich  weil  die  versicherte  Person  nach  Eintritt  des  Gesundheits-
schadens keine oder zumindest keine zumutbare Erwerbstätigkeit auf-
genommen  hat,  so  sind  nach  der  Rechtsprechung  die  gesamt-
schweizerischen  Tabellenlöhne  gemäss  den  vom  BFS  periodisch 
herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) heranzuziehen (vgl. 
BGE 129 V 472  E. 4.2.1).  Massgebend  sind  dabei  die  monatlichen 
Bruttolöhne (Zentralwerte) im jeweiligen Wirtschaftssektor.

3.6 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht bei einem Invaliditätsgrad von 
70% ein Anspruch auf eine ganze Rente, auf eine Dreiviertelsrente bei 
einem Grad der Invalidität von 60%, auf eine halbe Rente bei einem 
solchen von 50% und auf eine Viertelsrente bei einem Invaliditätsgrad 
von 40%.

Gemäss Art. 29 Abs. 4 IVG werden Renten, die einem Invaliditätsgrad 
von weniger als 50% entsprechen, jedoch nur an Versicherte ausge-
richtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) 
in  der  Schweiz  haben,  soweit  nicht  völkerrechtliche  Vereinbarungen 
eine abweichende Regelung vorsehen, was für Thailand nicht der Fall 
ist.

4.
Nachfolgend ist zu prüfen, ob die IVSTA zu Recht das Vorliegen eines 
Revisionsgrundes beim Beschwerdeführer bejaht und gestützt darauf 
seine Rente aufgehoben hat.

4.1 Im  Rahmen  der  ursprünglichen  Rentenverfügung  vom  18. März 
2002  lag  der  IV-Stelle  LU  ein  MEDAS-Gutachten  vom  29. Oktober 
2001 bestehend aus zwei Teilgutachten von Dr. med. E._______, Spe-
zialarzt  für  Psychiatrie,  vom  13. August  2001  sowie  von 
Dr. med. F._______,  Spezialarzt  für  Innere  Medizin  und 
Gastroenterologie,  vom  22. August  2001  vor.  Gemäss  MEDAS-
Gutachten wurden beim Beschwerdeführer im Wesentlichen folgende 
Befunde  erhoben:  leichte  bis  höchstens  mittelgradige  depressive 
Episode  mit  somatischem  Syndrom  (ICD-10  F32.01  und  F32.11), 
methadon-  und  heroinbedingtes  Abhängigkeitssyndrom  (ICD-10 
F11.22 und F11.24), chronifizierte Anpassungsstörung mit gemischter 
Störung  von  Gefühlen  und  Sozialverhalten  (ICD-10  F42.25), 
Polytoxikomanie,  Status  nach  zweimaligem  stumpfem  Bauchtrauma, 
chronische  C-Virushepatitis,  Status  nach  akuter  A-Virushepatitis, 

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chronische  depressive  Verstimmung  (narzisstische  Persönlichkeit, 
Verdacht  auf  somatoformes  autonomes  Konversionssyndrom,  Status 
nach  appellativem  Suizidversuch  im  Rahmen  eines  Paarkonfliktes, 
neuropsychologisch  kein  Hinweis  auf  Hirnfunktionsstörung)  und 
aetiologisch unklare Dermatosen. 

Die Arbeitsfähigkeit bezifferten die Ärzte auf 30% für leichte bis mittel -
schwere Tätigkeiten, ohne Heben von schweren Lasten. Für schwere 
Arbeiten  sei  der  Beschwerdeführer  aufgrund  der  Narben  am Unter-
bauch nicht mehr geeignet. Ansonsten sei die Einschränkung der Ar -
beitsfähigkeit auf die psychischen Beeinträchtigungen zurückzuführen.

4.2 Anlässlich  des  Rentenrevisionsverfahrens  holte  die  IVSTA neue 
Berichte ein, deren Inhalt nachfolgend zusammenzufassen ist.

4.2.1 Dr. med. A._______,  Arzt  für  Innere  Medizin  und  Gastro-
enterologie, stellte in seinem Gutachten vom 19. Januar 2009 fest, der 
Beschwerdeführer leide im Wesentlichen an einer chronischen Hepati-
tis C, Polytoxikomanie, Abdominalnarben (bei stumpfen Bauchtrauma-
ta, zentrale Leberruptur und schockierendem retroperitonealem Häma-
tom), chronischer depressiver Verstimmung und an chronischen rezidi-
vierenden Dermatiden ungeklärter Genese.

In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit  hielt der beurteilende Arzt fest, der 
Beschwerdeführer sei aufgrund der Hepatitis C in Berufen, in welchen 
eine langdauernde Konzentration erforderlich  sei,  eingeschränkt. An-
sonsten  seien  ihm  grundsätzlich  alle  Arbeiten  zumutbar,  sofern  er 
keine schweren Lasten über 10 bis 15 kg heben müsse, denn diesfalls 
bestehe das Risiko von Hernien. Die Arbeitsfähigkeit liesse sich gene-
rell noch verbessern, wenn der Beschwerdeführer zur Behandlung der 
Hepatitis C eine antivirale Therapie durchführen würde.

4.2.2 Dem  Gutachten  von  Dr. med. B._______,  Spezialarzt  für 
Psychiatrie  und Psychotherapie,  vom 2. Februar 2009 ist  zu entneh-
men, dass Hinweise für das Bestehen einer kombinierten Persönlich-
keitsstörung mit abhängigen und narzisstischen Zügen (ICD-10 F61.0) 
vorhanden  seien.  Die  Persönlichkeitsveränderung,  welche  Dr. med. 
E._______ im Jahr 2001 festgestellt habe, sei auf den Drogenkonsum 
zurückzuführen gewesen und  daher  zu  relativieren. Die  damals  dia-
gnostizierte Depression habe sich durch die Abstinenz von harten Dro-
gen seit dem Jahr 2002 zurückgebildet. Ferner wies der untersuchen-

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de Arzt  darauf  hin,  dass die vom Beschwerdeführer geäusserte Mü-
digkeit anlässlich der Abklärung kaum festzustellen sei und – im Ge-
gensatz zu früher – daher nicht eine Arbeitsunfähigkeit von über 70% 
rechtfertige. Heute sei von einer Arbeitsfähigkeit von 50% auszugehen.

4.2.3 Dr. med. C._______,  Arzt  für  Psychiatrie  und  Psychotherapie, 
vom RAD hat  in  seiner  medizinischen Stellungnahme vom 25. März 
2009  festgehalten,  es  sei  nicht  nachvollziehbar,  wie  Dr. med. 
B._______ die Diagnose "kombinierte Persönlichkeitsstörung" stellen 
könne,  da  er  nicht  schildere,  welche  Beobachtungen  ihn  zu  dieser 
Annahme führten. Zudem relativiere er seine Diagnose selbst, indem 
er festhalte, es seien "Hinweise für das Bestehen einer kombinierten 
Persönlichkeitsstörung"  vorhanden.  Daher  sei  es  wohl  zutreffender, 
von  akzentuierten  Persönlichkeitszügen,  als  von  einer  krankhaften 
Persönlichkeitsstörung im eigentlichen Sinn mit einer entsprechenden 
Verminderung  der  medizinisch-theoretischen  Zumutbarkeit  zu 
sprechen. Zudem habe  sich  die  Depression  aufgrund  der  Abstinenz 
von  harten  Drogen  zurückgebildet.  Insgesamt  sei  aufgrund  der  von 
Dr. med. B._______  gemachten  Feststellungen  nicht  davon  aus-
zugehen, dass aus psychiatrischer Sicht noch eine Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit  bestehe,  zumal  keine  Anzeichen  für  eine  entspre-
chende Schwere einer Erkrankung – wie beispielsweise sozialer Rück-
zug, fehlender Behandlungserfolg oder ein "état crystalisé" – vorlägen.

4.2.4 Dr. med. D._______, Arzt  für  Allgemeinmedizin,  vom RAD hielt 
in  seiner  Stellungnahme vom 3. April  2009  fest,  dass  sich  die  psy-
chischen  Beeinträchtigungen  des  Beschwerdeführers  seit  dem  Jahr 
2001 wesentlich verbessert hätten und in psychiatrischer Hinsicht ak-
tuell kein Zustand mit Krankheitswert mehr festzustellen sei. Aufgrund 
der übrigen Beschwerden sei die Arbeitsfähigkeit auf angepasste Tä-
tigkeiten beschränkt. Da rückwirkend nicht klar eruiert werden könne, 
wann  die  Verbesserung  stattgefunden  habe,  sei  spätestens  ab  dem 
Zeitpunkt  der  Begutachtungen am 20./21. November  2008 von einer 
Verbesserung auszugehen.

4.3 Zusammenfassend  ist  festzuhalten,  dass  sich  aus  den  im  Revi-
sionsverfahren eingeholten medizinischen Berichte aus internistischer 
Sicht  keine  grosse  Veränderung  abzeichnet.  Es  werden  im  Wesent-
lichen immer noch die Diagnosen chronische Hepatitis C, Status nach 
zweimaligem  stumpfem  Bauchtrauma  und  Polytoxikomanie  gestellt, 
wobei  in  Bezug auf  Letztere festzuhalten ist,  dass der  Beschwerde-

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führer – gemäss Angaben in den aktuellen Berichten – seit 2002 absti-
nent von harten Drogen lebt. In psychischer Hinsicht wurden – Dank 
der Drogenabstinenz – erhebliche Verbesserungen festgestellt; sowohl 
die  Depression  als  auch  die  Persönlichkeitsveränderung  haben  sich 
zurückgebildet.  Der  Psychiater  Dr. med. B._______  stellte  im 
Gutachten vom 2. Februar 2009 fest, es bestünden lediglich noch Hin-
weise  für  das  Bestehen  einer  kombinierten  Persönlichkeitsstörung. 
Weitere Diagnosen nannte er nicht. In Übereinstimmung mit den Aus-
führungen  von  Dr. med. C._______  ist  jedoch  nicht  davon  auszu-
gehen, dass beim Beschwerdeführer tatsächlich eine psychische Ein-
schränkung  besteht,  da  das  Gutachten  des  Psychiaters  keine  kon-
kreten  psychiatrischen  Befunde,  sondern  lediglich  Anzeichen  einer 
Störung,  enthält. Hinzu kommt,  dass der Beschwerdeführer  erwähnt, 
er sei schon seit mehreren Jahren nicht mehr ärztlich behandelt wor-
den,  was  ebenfalls  ein  Indiz  für  das  Fehlen  einer  entsprechenden 
Schwere  einer  allfälligen  Krankheit  darstellt.  Erwähnt  werden  von 
Dr. med. B._______  zudem  ein  etwas  verschrobener  Realitätsbezug 
und Ausblendung von Pflichten bei kaum vorhandener Leistungsbereit-
schaft,  ein  etwas  reduziertes  Selbstwertgefühl,  eine  überhöhte  Re-
gressionsbereitschaft sowie ein reduzierter Antrieb, was sich unter an-
derem darin äussert,  dass der Beschwerdeführer aussagt,  er arbeite 
nichts,  da schliesslich  niemand etwas  tue,  was nicht  Spass  mache. 
Insgesamt ist  der Einschätzung des RAD zuzustimmen, dass diesen 
Feststellungen keine Diagnosen mit einem Krankheitswert zu entneh-
men  sind  und  es  dem  Beschwerdeführer  aus  psychiatrischer  Sicht 
ohne Weiteres zumutbar ist  zu 100% einer Arbeit  nachzugehen. Aus 
internistischer  Sicht  besteht  gemäss  dem  Gutachten  von  Dr. med. 
A._______  insofern  noch  eine  Einschränkung,  als  dass  dem  Be-
schwerdeführer  aufgrund  der  erlittenen  Bauchtraumata  kein  Heben 
von Lasten von über 10 bis 15 kg zugemutet werden kann. Die abwei-
chende Beurteilung des RAD wird nicht begründet und ist nicht nach-
vollziehbar,  weshalb  nicht  darauf  abzustellen,  sondern  der  Ein-
schätzung von Dr. med. A._______ zu folgen ist.

Als Ergebnis ist festzuhalten, dass sich der Gesundheitszustand des 
Beschwerdeführers  (spätestens)  seit  November  2008  (Zeitpunkt  der 
Begutachtungen) aus psychiatrischer Sicht wesentlich verbessert hat.

5.
Es bleibt zu prüfen, ob der Beschwerdeführer trotz der Verbesserung 
des Gesundheitszustands weiterhin Anspruch auf eine Rente hat.

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5.1 Als  Valideneinkommen  ist  der  Lohn  des  Beschwerdeführers  im 
Jahr  1995  von  Fr. 37'700.--  heranzuziehen,  wobei  zu  beachten  ist, 
dass 13 Monatslöhne ausbezahlt  worden sind und im Vergleich  zum 
Tabellenlohn eine  Abweichung von -22% besteht (act. 119). Es ergibt 
sich  somit  ein monatliches Einkommen von Fr. 2'900.--,  das auf  das 
Jahr 2009 zu indexieren ist. Der derart korrigierte monatliche Lohn be-
trägt  Fr. 3'425.50  (vgl.  Bundesamt  für  Statistik,  Statistik  der  Lohn-
entwicklung,  Schweizerischer  Lohnindex,  Nominallöhne  Männer 
[T1.1.93_I,  Baugewerbe,  Index  im  Jahr  1995:  103,2,  Index  im  Jahr 
2009: 121,9]).

5.2 Die Berechnung des Invalideneinkommens hat sich auf den Durch-
schnitt  der Löhne gemäss der LSE 2008, T1, Männer, Anforderungs-
niveau 4, für alle Tätigkeiten (Fr. 4'935.--)  zu stützen. Hochgerechnet 
auf  die  branchenübliche Arbeitswoche  von  41,7 Stunden  ergibt  sich 
ein monatliches Einkommen von Fr. 5'144.70. Unter Berücksichtigung 
des vom Beschwerdeführer erzielten,  um 22% vom Durchschnitt  ab-
weichenden  Valideneinkommens,  ist  hingegen  –  nach  Durchführung 
der entsprechenden Parallelisierung (vgl. E. 3.5.1 hiervor)  – lediglich 
von  einem  Invalideneinkommen  von  Fr. 4'270.10  (= Fr. 5'144.70  - 
[22%-5%]) auszugehen. 

5.3 Der Vergleich der massgebenden Einkommen ergibt bei einem Va-
lideneinkommen von Fr. 3'425.50 und einem Invalideneinkommen von 
Fr. 4'270.10  keine  Erwerbseinbusse  und  somit  einen  Invaliditätsgrad 
von 0%. Der Beschwerdeführer hat somit keinen Anspruch mehr auf 
eine Invalidenrente. 

6.  

6.1 Nach  Art. 88a Abs. 1  IVV  ist  die  anspruchsbeeinflussende  Än-
derung  vom Zeitpunkt  an  zu  berücksichtigen,  in  dem  angenommen 
werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist 
in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentlichen Un-
terbruch drei  Monate gedauert  hat  und voraussichtlich  weiterhin an-
dauern wird (Art. 88a Abs. 1 Satz 2 IVV). Gemäss Art. 88bis Abs. 2 lit. a 
IVV erfolgt die Herabsetzung einer Rente in jedem Fall frühestens vom 
ersten Tag des zweiten Monats an, welcher der Zustellung der Herab-
setzungsverfügung folgt.

6.2 Aufgrund  der  Akten  ist  davon  auszugehen,  dass  sich  der  Ge-
sundheitszustand des Beschwerdeführers (spätestens)  im November 

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2008 verbessert hat. Die anspruchsbeeinflussenden Änderung dauerte 
im  Zeitpunkt  der  Verfügung  (12. August  2009)  bereits  seit  mehr  als 
acht Monaten. Die Verfügung wurde dem Beschwerdeführer noch im 
August 2009 zugestellt (vgl. act. 267). Die Rente ist in Anwendung von 
Art. 88bis Abs. 2 IVV vom ersten Tag des zweiten der Zustellung der 
Verfügung folgenden Monats  an,  in  casu somit  per  1. Oktober  2009 
aufzuheben. 

Zusammenfassend  ist  festzuhalten,  dass  die  IVSTA zur  Recht  von 
einer wesentlichen Verbesserung des Gesundheitszustandes des Be-
schwerdeführers ausgegangen ist  und infolge dessen die Rente des 
Beschwerdeführers  per  1. Oktober  2009  augehoben  hat.  Die  Be-
schwerde ist somit abzuweisen.

7.  
Zu befinden bleibt nocht über die Verfahrenskosten und eine allfällige 
Parteientschädigung.

7.1 Als unterliegende Partei  hat der Beschwerdeführer grundsätzlich 
die  Verfahrenskosten  zu  tragen  (Art. 63  Abs. 1  VwVG).  Zufolge  Be-
willigung  der  unentgeltlichen  Prozessführung  mit  Verfügung  vom 
26. Februar 2010 sind dem Beschwerdeführer keine Verfahrenskosten 
aufzuerlegen.

7.2 Der  obsiegenden  Partei  kann  von  Amtes  wegen  oder  auf  Be-
gehren eine Entschädigung für  ihr  erwachsene notwendige und ver-
hältnismässig  hohe  Kosten  zugesprochen  werden  (Art. 64  Abs. 1 
VwVG). Als Bundesbehörde hat die IVSTA jedoch keinen Anspruch auf 
Parteientschädigung (Art. 7  Abs. 3  des Reglements vom 21. Februar 
2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwal-
tungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).

Dem Vertreter des Beschwerdeführers ist zufolge Bewilligung der un-
entgeltlichen  Verbeiständung  unter  Berücksichtigung  des  normaler-
weise in ähnlich gelagerten Fällen gebotenen und aktenkundigen An-
waltsaufwands  eine  Entschädigung  von  pauschal  Fr. 2'000.--  (inkl. 
Auslagen)  zuzusprechen  (Art. 65  Abs. 5  VwVG  in  Verbindung  mit 
Art. 14 Abs. 2 VGKE). Diese Entschädigung ist aus der Gerichtskasse 
zu leisten.

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.
Dem Rechtsvertreter  des  Beschwerdeführers  wird  aus der  Gerichts-
kasse eine Entschädigung von pauschal Fr. 2'000.-- zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. ...)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Michael Peterli Sandra Tibis

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und  100  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG, 
SR 173.110]). Die Rechtsschrift  ist  in einer Amtssprache abzufassen 
und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel 
und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die 
Beweismittel  sind,  soweit  sie  die  beschwerdeführende  Partei  in 
Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

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