# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 998f06f6-4785-5b8f-a238-d55a5c4f7539
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-12-06
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 5. Kammer 06.12.2022 R 2022 24
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_005_R-2022-24_2022-12-06.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

R 22 24

5. Kammer 

Vorsitz Meisser

Richter Audétat und Racioppi

Aktuarin Maurer

URTEIL

vom 6. Dezember 2022

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

Stiftung A._____,

vertreten durch Rechtsanwalt Rudolf Schaller,

Beschwerdeführerin

gegen

B._____ GmbH, c/o C._____ Consulting, D._____,

Beschwerdegegnerin 1

und

Gemeinde E._____,

vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Flavio Decurtins,

Beschwerdegegnerin 2

- 2 -

betreffend Baueinsprache (Neubeurteilung)

- 3 -

I. Sachverhalt:

1. Am 30. Juli 2019 reichte die B._____ GmbH bei der Gemeinde E._____ 

ein Baugesuch für ein Ferienresort mit insgesamt 80 Wohnungen in sechs 

Hochbauten und einem Turm mit Verbindung vom Resort zum See ein. 

Das Baugesuch wurde am 9. August 2019 im kommunalen Amtsblatt 

publiziert und öffentlich aufgelegt. Dagegen erhobene Einsprachen wies 

der Gemeindevorstand am 31. Oktober 2019 ab und erteilte dem 

Bauvorhaben gleichentags die Bewilligung.

2. Am 6. Dezember 2019 ersuchte die Stiftung A._____ per E-Mail um 

Mitteilung, wann das Baugesuch im kantonalen Amtsblatt publiziert 

worden sei. Nachdem die Gemeinde E._____ darauf hingewiesen hatte, 

das Bauvorhaben sei zu Recht lediglich im kommunalen 

Publikationsorgan publiziert worden, erhob A._____ dagegen am 

16. Dezember 2019 Einsprache und beantragte die Abweisung des 

Baugesuches, Einsicht in die Baugesuchsakten und die Feststellung, dass 

das bisherige Baubewilligungsverfahren nichtig sei.

3. Am 18. Februar 2020 trat der Gemeindevorstand auf die Einsprache nicht 

ein. Zur Begründung führte er im Wesentlichen an, dass sich die 

Publikation von Bauentscheiden (recte: die Ausschreibung von 

Baugesuchen und Mitteilung von Bauentscheiden) gestützt auf Art. 20 

Abs. 1 ZWG abschliessend nach den jeweiligen kantonalen Vorgaben 

richte. Art. 20 Abs. 1 ZWG sei eine lex specialis zu Art. 12b NHG und gehe 

dieser Norm vor.

4. Dagegen erhob A._____ am 5. März 2020 beim Verwaltungsgericht des 

Kantons Graubünden Beschwerde und beantragte, der 

Baueinspracheentscheid der Gemeinde E._____ vom 18. Februar 2020 

sei aufzuheben und die Baubewilligung vom 31. Oktober 2019 nichtig zu 

erklären. Im Weiteren sei die Sache an die Gemeinde E._____ 

- 4 -

zurückzuweisen, mit der Weisung, auf die Einsprache von A._____ 

einzutreten, diese zu instruieren und einen neuen Entscheid zu fällen; 

unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Gemeinde.

5. Nach der Durchführung eines doppelten Schriftenwechsels wies das 

Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden die am 5. März 2020 

erhobene Beschwerde mit Urteil vom 16. März 2021 ab (VGU R 20 16). 

Die Gerichtskosten von CHF 2'257.-- auferlegte es der damaligen 

Beschwerdeführerin, die ausserdem die Gemeinde E._____ mit insgesamt 

CHF 1'064.95 aussergerichtlich zu entschädigen hatte.

6. Mit Urteil 1C_241/2021 vom 17. März 2022 hob das Bundesgericht das 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden vom 16. März 

2021 in Gutheissung der dagegen von A._____ (nachfolgend 

Beschwerdeführerin) erhobenen Beschwerde vom 30. April 2021 auf, 

soweit darauf eingetreten werden konnte, und wies die Sache zu neuer 

Beurteilung im Sinne der Erwägungen an das Verwaltungsgericht zurück. 

Gerichtskosten wurden keine erhoben, die Gemeinde E._____ hatte die 

Beschwerdeführerin für das bundesgerichtliche Verfahren mit 

CHF 2'500.— zu entschädigen.

7. Mit Schreiben vom 21. April 2022 edierte das Verwaltungsgericht bei der 

Gemeinde E._____ (nachfolgend Beschwerdegegnerin 2) sämtliche 

Akten des Baubewilligungsverfahrens Nr. J._____ betreffend das Projekt 

Ferienresort F._____, G._____, auf den Parzellen H._____ und I._____. 

Mit Stellungnahme vom 4. August 2022 reichte die Beschwerdegegnerin 2 

die eingeforderten Unterlagen betreffend das Baubewilligungsverfahren 

Nr. J._____ (Ferienresort F._____), überdies die Unterlagen des damit 

zusammenhängenden Baubewilligungsverfahrens Nr. K._____ 

(Parkierungsanlage) sowie diejenigen des in diesem Zusammenhang 

(rechtskräftig) abgeschlossenen verwaltungsgerichtlichen Verfahrens 

R 19 100 ein, und hielt unter anderem fest, dass entsprechend dem 

- 5 -

Rückweisungsentscheid des Verwaltungsgerichts (R 19 100) hinsichtlich 

des Mehrverkehrs und der Lärmbelastung ergänzende Abklärungen 

getroffen worden seien, die Baubewilligungsverfahren diesbezüglich 

weitergeführt würden und in absehbarer Zeit ein erneuter 

Bewilligungsentscheid erlassen werde.

8. Am 12. August 2022 wurde der Beschwerdeführerin und der B._____ 

GmbH (nachfolgend Beschwerdegegnerin 1) Frist zur Stellungnahme zur 

Eingabe der Beschwerdegegnerin 2 vom 4. August 2022 gewährt sowie 

die Möglichkeit zur Einsicht in die edierten Akten 1–40 u.a. betreffend die 

beiden Baubewilligungsverfahren Nr. J._____ und Nr. K._____ beim 

Gericht eingeräumt.

9. Mit Eingabe vom 16. August 2022 beantragte die Beschwerdeführerin, die 

Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 5. März 2020 sei gutzuheissen, der 

Baueinspracheentscheid der Beschwerdegegnerin 2 vom 18. Februar 

2020 sei aufzuheben, die Baubewilligung vom 31. Oktober 2019 nichtig zu 

erklären und die Sache an die Beschwerdegegnerin 2 zurückzuweisen mit 

der Weisung, auf die Einsprache der Beschwerdeführerin einzutreten, 

diese zu instruieren und einen neuen Entscheid zu fällen; unter Kosten- 

und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin 2.

10. Mit Stellungnahme vom 22. September 2022 wies die Beschwerde-

gegnerin 2 im Wesentlichen darauf hin, dass vorliegend einzig die Frage, 

ob sie das Baugesuch Nr. J._____ Ferienresort F._____ seinerzeit auch 

im Kantonsamtsblatt hätte publizieren müssen, zu beantworten sei.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in deren Eingaben im 

vorliegenden Verfahren wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.

- 6 -

II. Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Heisst das Bundesgericht eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 

Angelegenheiten ganz oder teilweise gut, kann es reformatorisch 

entscheiden, also in der Sache selbst Anordnungen treffen, oder aber 

kassatorisch, also den angefochtenen Entscheid bloss aufheben oder die 

Angelegenheit an die Vorinstanz oder an die erstinstanzlich verfügende 

Behörde zur Neubeurteilung zurückweisen (Art. 107 Abs. 2 des 

Bundesgesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110]; vgl. 

KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechts-

pflege des Bundes, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2013, Rz. 1640; DORMANN, 

in: NIGGLI/UEBERSAX/ WIPRÄCHTIGER/KNEUBÜHLER [Hrsg.], Basler 

Kommentar zum Bundesgerichtsgesetz, 3. Aufl., Basel 2018, Art. 107 

Rz. 12 ff.). Bei einer Rückweisung sind die Vorgaben, insbesondere die 

entscheidwesentlichen Erwägungen, des Bundesgerichts für die Vor-

instanz verbindlich bzw. die mit der Neubeurteilung befasste (kantonale) 

Instanz hat die rechtliche Beurteilung, mit der die Zurückweisung 

begründet wird, ihrer Entscheidung zugrunde zu legen (siehe 

KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, a.a.O., Rz. 1643; DORMANN, a.a.O., Art. 107 

Rz. 18; vgl. auch BGE 143 IV 214 E.5.3.3 m.H.a. 135 III 334 E.2.1; Urteile 

des Bundesgerichts 4A_70/2021 vom 15. Juli 2021 E.7, 4A_197/2020 vom 

10. Dezember 2020 E.3.2.1 f., 2C_389/2013 vom 26. Oktober 2013 

E.2.2.1 und 2C_304/2013, 2C_305/2013 vom 22. Oktober 2013 E.2.1).

2. Das Bundesgericht hielt in seinem Urteil 1C_241/2021 vom 17. März 2022 

zum einen fest, die Vorinstanz habe das rechtliche Gehör der 

Beschwerdeführerin verletzt, indem sie sich zur Rüge der Verletzung des 

Akteneinsichtsrechts nicht geäussert habe, was zur Aufhebung des 

angefochtenen Entscheids und Rückweisung an die Vorinstanz zum 

Entscheid über die (ganze oder teilweise) Gewährung des 

Akteneinsichtsrechts, verbunden mit der Möglichkeit zur Stellungnahme, 

führe. Mit der vorliegend gewährten Einsicht in die Akten der beiden 

- 7 -

Baubewilligungsverfahren Nr. J._____ (Ferienresort F._____) und 

Nr. K._____ (Parkierungsanlage) sowie in die Unterlagen zum 

verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren R 19 100 und diejenigen 

zur kommunalen Planungszone, verbunden mit der Möglichkeit zur 

Stellungnahme, wurde dem Anspruch der Beschwerdeführerin auf 

Einsicht in die relevanten Akten genügend Rechnung getragen, womit sich 

die durch das Bundesgericht in seinem Rückweisungsentscheid in 

Erwägung 2.2 festgestellte Verletzung des rechtlichen Gehörs als geheilt 

erweist (siehe Schreiben des Verwaltungsgerichts vom 12. August 2022 

betreffend Einsicht in die Akten 1–40 [Gerichtsakten B11] und Stellung-

nahme der Beschwerdeführerin vom 16. August 2022 [Gerichtsakten A3]).

3. Das Bundesgericht gelangte in seinem Urteil 1C_241/2021 vom 17. März 

2022 in den Erwägungen 5 in Übereinstimmung mit der Rechtsauffassung 

des Verwaltungsgerichts zum Schluss, dass Art. 20 Abs. 1 des Bundes-

gesetzes über Zweitwohnungen (Zweitwohnungsgesetz, ZWG; SR 702) 

eine lex specialis gegenüber Art. 12b Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 des 

Bundesgesetzes über den Natur- und Heimatschutz (NHG; SR 451) 

darstelle und die Gemeinde zumindest unter der Optik des ZWG davon 

habe absehen dürfen, das Baugesuch im Kantonsamtsblatt zu publizieren. 

Allerdings unterlägen Bauvorhaben, die in Erfüllung einer Bundesaufgabe 

ergingen, da sie z.B. auf eine bundesrechtliche Spezial- oder Ausnahme-

bewilligung angewiesen seien, bereits vor Einführung von Art. 75b der 

Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV; SR 101) 

der Verbandsbeschwerde und hätten Gemeinden und Organisationen 

gemäss Art. 12b NHG angezeigt werden müssen. Im Übrigen verlange 

bereits Art. 45 Abs. 2 der Raumplanungsverordnung für den Kanton 

Graubünden (KRVO; BR 801.110) bei Baugesuchen ausserhalb der 

Bauzone, Gesuchen mit UVP oder mit Zusatzbewilligungen, die im 

Kantonsamtsblatt zu publizieren seien, dass die öffentliche Auflage 

gleichzeitig auch im Kantonsamtsblatt bekannt zu geben sei. Das 

- 8 -

Bundesgericht hielt fest, dass sich ohne Kenntnis der Baugesuchsakten 

nicht zuverlässig beurteilen lasse, ob betreffend das vorliegende 

Bauvorhaben eine bundesrechtliche Spezialbewilligung in diesem Sinne 

erforderlich sei, weshalb das Verwaltungsgericht zu prüfen habe, ob das 

Bauvorhaben mit einer anderen Bundesaufgabe verbunden gewesen sei, 

die nach Art. 12b NHG bzw. Art. 45 Abs. 2 KRVO die Pflicht zur 

Publikation im kantonalem Amtsblatt ausgelöst habe. Es hielt weiter fest, 

dass sich die Frage, ob der Erlass einer Planungszone zwecks 

Redimensionierung der Bauzone, d.h. zur Umsetzung von Art. 15 des 

Bundesgesetzes über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG; SR 

700), eine Bundesaufgabe begründe, bisher noch nicht gestellt habe, 

weshalb das Verwaltungsgericht auch auf die zum Zeitpunkt der Erteilung 

der Baubewilligung geltende Planungszone einzugehen habe.

3.1. Die Beschwerdegegnerin 2 bringt dazu vor, dass das vorliegende 

Bauvorhaben unter der Optik des Bundesgesetzes über den Schutz der 

Gewässer (Gewässerschutzgesetz, GSchG; SR 814.20), dem 

Bundesgesetz über den Umweltschutz (Umweltschutzgesetz, USG; SR 

814.01), dem NHG, dem Bundesgesetz über den Wald (Waldgesetz, 

WaG; SR 921.0) oder dem Bundesgesetz über die Fischerei (BGF; SR 

923.0) keine Spezialbewilligungen erfordere, die im Sinne von Art. 45 

Abs. 2 Satz 2 KRVO im Kantonsamtsblatt zu publizieren wären. Auch 

unter der Optik des RPG erfordere das Bauvorhaben keine Spezial- oder 

Ausnahmebewilligung, die eine Publikation im Kantonsamtsblatt erfordern 

würde. Die Planungszone sei am 21. Dezember 2020 um zwei weitere 

Jahre verlängert worden. Vor dem Hintergrund der ersten Zielsetzung, 

"Überprüfung und Anpassung der Bauzonen (Wohn-, Misch- und 

Zentrumszonen) unter dem Aspekt der Bauzonengrösse (Art. 15 Abs. 1 

und 2 RPG)", lasse sich keine Bundesaufgabe konstruieren. Das 

streitgegenständliche Bauvorhaben liege in der Hotelzone B, welche nicht 

zur WMZ-Fläche zähle. Die Baubewilligung könne deshalb auch kein 

- 9 -

Präjudiz in Bezug auf die Überprüfung der WMZ im Rahmen der 

anstehenden Gesamtrevision der Ortsplanung der Gemeinde bilden und 

unterstehe in Bezug auf den vorgenannten Planungszweck folglich nicht 

der Planungszone. Auch unter dem Aspekt der zweiten Zielsetzung 

"Umsetzung weiterer Vorgaben von Art. 15 RPG (Verdichtung, etc.)" 

ergebe sich aus der Planungszone keine Bundesaufgabe. Als dritten 

Zweck halte der Publikationstext der Planungszone folgendes fest: 

"Anpassung der kommunalen Vorschriften über den Erst- und 

Zweitwohnungsbau an das ZWG sowie Überprüfung von ergänzenden 

Bestimmungen, insbesondere auch betreffend Wohnungen im 

Zusammenhang mit strukturierten Beherbergungsbetrieben (Art. 8 ZWG) 

und neuen Wohnungen in geschützten und ortsbildprägenden Bauten 

(Art. 9 ZWG)". Unter dem ersten Teilaspekt der dritten Zielsetzung könne 

die Planungszone offensichtlich keine Bundesaufgabe darstellen. Auch 

unter dem zweiten Teilaspekt, bei dem es allenfalls darum gehe, gemäss 

Art. 3 Abs. 2 und Art. 12 ZWG betreffend die Erstellung, Änderung oder 

Nutzung von Wohnungen stärker einschränkendere Vorschriften zu 

erlassen, könne nicht gesagt werden, dass das Baugesuch im 

Kantonsamtsblatt hätte publiziert werden müssen. Da das vorliegende 

Projekt schliesslich keine Quersubventionierungszweitwohnungen 

vorsehe, könne es vorliegend auch nicht um ein Unterlaufen einer 

eventuell geplanten (und mit der Planungszone zu sichernden) 

Einschränkung der bundesrechtlichen Möglichkeit zur Erstellung von 

Zweitwohnungen zur Querfinanzierung eines Beherbergungsbetriebes 

gehen. Die Beschwerdegegnerin 2 führte weiter an, dass auch aus dem 

Recht zur vorfrageweisen Überprüfung der Nutzungsplanung nicht auf 

eine Pflicht zur Publikation des Baugesuchs im Kantonsamtsblatt zu 

schliessen sei, da mit dieser Begründung grundsätzlich jedes Baugesuch 

im Kantonsamtsblatt zu publizieren wäre. Ebenso fehl gingen die 

Behauptungen, eine Publikationspflicht sei aus Lärmschutzgründen 

erforderlich gewesen und für das Resort hätte angesichts dessen 

- 10 -

Auswirkungen auf die Landschaft etc. eine 'Sondernutzungsplanung' 

durchgeführt werden müssen. Vielmehr habe die kommunale Baubehörde 

die Einhaltung des Lärmschutzrechts im Rahmen der Baubewilligung zu 

prüfen und hätte die im Kantonsamtsblatt publizierte Nutzungsplanung 

seinerzeit angefochten werden müssen.

3.2. Die Beschwerdeführerin bestreitet die Auffassung der Beschwerde-

gegnerin 2, wonach keine Bundesaufgabe vorliege, weshalb Art. 12b NHG 

nicht zur Anwendung gelange. Sie führt im Wesentlichen aus, die 

vorliegenden Unterlagen zum Baubewilligungsverfahren widerlegten 

vielmehr die Ansicht der Beschwerdegegnerin 2, im hängigen Verfahren 

stünden keine Bundesaufgaben gemäss GSchG, USG, NHG, WaG oder 

BGF zur Diskussion. Das streitbetroffene Baugesuch vom 30. Juli 2019 

sei nach dem am 21. Februar 2019 publizierten Erlass einer 

Planungszone über das ganze Gemeindegebiet für die Dauer von zwei 

Jahren erfolgt. Der Publikationstext der Planungszone zeige klar auf, dass 

die Planungszone die Sicherung der Überprüfung und Anpassung der 

Bauzonen an Art. 15 RPG bezwecke. Als Planungsziel gehe zudem 

hervor, dass auch die kommunalen Bestimmungen betreffend Wohnungen 

im Zusammenhang mit strukturierten Beherbergungsbetrieben (Art. 8 

ZWG) überprüft werden sollten. Das streitgegenständliche Baugesuch 

tangiere also sehr wohl die als Bundesaufgabe qualifizierte 

Zonenanpassung nach Art. 15 RPG. Auch dass der Rahmennutzungsplan 

revisionsbedürftig sei, gehe aus dem Erlass der Planungszone hervor. Die 

vorfrageweise Überprüfung des Nutzungsplans sei nach 

bundesgerichtlicher Rechtsprechung im Rahmen der ideellen 

Verbandsbeschwerde zulässig (BGE 146 II 80 LAAX E.3.2). Zu Beginn 

des Baubewilligungsverfahrens betreffend ein grosses Projekt stünde 

noch nicht fest, z.B. welche Lärmeinwirkungen zu beachten seien. Bei der 

Beurteilung, ob eine Bundesaufgabe vorliege, genüge aber die 

Wahrscheinlichkeit solcher Immissionen. Im zu beurteilenden Fall seien 

- 11 -

die beanspruchte Fläche, die räumliche Ausdehnung, die Empfindlichkeit 

der Landschaft und die Immissionen von grosser Bedeutung. Die 

Auswirkungen des derart grossen geplanten Bauvorhabens auf 

Landschaft, Ortsbild und Natur in einer kleinen Berggemeinde seien daher 

zu bedeutend, als dass dieses im Baubewilligungsverfahren ohne 

vorheriges Planungsverfahren bewilligt werden könne. Diese Planungs-

pflicht gemäss Art. 1 ff. RPG, die unter Umständen auch für zonen-

konforme Bauten gelte, habe das Bundesgericht im Urteil 1C_141/2021 

vom 2. Mai 2022 STANS E.3.4 bestätigt. Auch die Frage der Planungs-

pflicht gemäss Art. 2 RPG sei eine Bundesaufgabe, die das Verbands-

beschwerderecht auslösen könne.

3.3. Zu prüfen gilt es vorliegend einerseits, ob das angefochtene Bauvorhaben 

der Beschwerdegegnerin 1 einen Konnex zu anderen Bundesaufgaben 

aufweist, der nach Art. 12b NHG bzw. Art. 45 Abs. 2 KRVO die Pflicht zur 

Publikation des Baugesuchs im kantonalem Amtsblatt auslöst.

3.3.1. Das sogenannte Verbandsbeschwerderecht dient der Durchsetzung des 

öffentlichen Interesses der gesamtschweizerischen Organisationen. 

Beschwerdeberechtigt sind Organisationen, die sich dem Naturschutz, 

dem Heimatschutz, der Denkmalpflege oder verwandten (rein ideellen) 

Zielen widmen, nur für Rügen in Rechtsbereichen, die seit mindestens 

zehn Jahren Gegenstand ihres statuarischen Zwecks bilden (Art. 12 

Abs. 1 und 2 NHG; vgl. BIAGGINI, Kommentar zur Bundesverfassung, 

2. Aufl., Zürich 2017, Art. 78 Rz. 8). Die A._____ ist in der bundesrätlichen 

Verordnung vom 27. Juni 1990 über die Bezeichnung der im Bereich des 

Umweltschutzes sowie des Natur- und Heimatschutzes beschwerde-

berechtigten Organisationen (VBO; SR 814.076) aufgeführt (Nr. 9 des 

Anhangs zur VBO; Art. 12 Abs. 3 NHG). Nach ständiger Rechtsprechung 

des Bundesgerichts steht die Verbandsbeschwerde jedoch nur offen, 

soweit der angefochtene Entscheid die Erfüllung einer Bundesaufgabe im 

- 12 -

Sinne von Art. 78 Abs. 2 BV und Art. 2 NHG betrifft (BGE 139 II 271 E.3 

mit Hinweisen).

3.3.2. Gemäss Art. 78 Abs. 1 BV sind für den Natur- und Heimatschutz 

grundsätzlich die Kantone zuständig; Bundeskompetenzen bestehen im 

Bereich des Biotop- und Artenschutzes (Abs. 4) und zum Schutz von 

Mooren und Moorlandschaften von nationaler Bedeutung (Abs. 5; 

BGE 139 II 271 E.9). Nach Art. 78 Abs. 2 BV nimmt der Bund bei der 

Erfüllung seiner Aufgaben Rücksicht auf die Anliegen des Natur- und 

Heimatschutzes und schont Landschaften, Ortsbilder, geschichtliche 

Stätten sowie Natur- und Kunstdenkmäler; er erhält sie ungeschmälert, 

wenn das öffentliche Interesse es gebietet. Was unter der Erfüllung einer 

Bundesaufgabe im Sinne von Art. 78 Abs. 2 BV zu verstehen ist bzw. 

wann die Rücksichtsnahme- und Erhaltungspflicht als Bundesaufgabe gilt, 

führt Art. 2 Abs. 1 NHG in nicht abschliessender Weise aus: Dazu gehören 

insbesondere die Planung, Errichtung und Veränderung von Werken und 

Anlagen durch den Bund, seine Anstalten und Betriebe, wie Bauten und 

Anlagen der Bundesverwaltung, Nationalstrassen oder Bauten und 

Anlagen der Schweizerischen Bundesbahnen (lit. a); die Erteilung von 

Konzessionen und Bewilligungen, wie zum Bau und Betrieb von 

Verkehrsanlagen und Transportanstalten, von Werken und Anlagen zur 

Beförderung von Energie, Flüssigkeiten oder Gasen oder zur Übermittlung 

von Nachrichten sowie Bewilligungen zur Vornahme von Rodungen (lit. b) 

sowie die Gewährung von Beiträgen an Planungen, Werke und Anlagen, 

wie Meliorationen, Sanierungen landwirtschaftlicher Bauten, Gewässer-

korrektionen, Anlagen des Gewässerschutzes und Verkehrsanlagen 

(lit. c). Entscheide kantonaler Behörden über Vorhaben, die voraussicht-

lich nur mit Beiträgen nach Absatz 1 Buchstabe c verwirklicht werden, sind 

der Erfüllung von Bundesaufgaben gleichgestellt (Art. 2 Abs. 2 NHG).

3.3.3. Im Bereich des Bau- und Raumplanungsrechts sind grundsätzlich die 

Kantone zuständig, dem Bund steht nur eine Grundsatz-Gesetzgebungs-

- 13 -

kompetenz zu (Art. 75 Abs. 1 BV; Urteile des Bundesgerichts 

1C_595/2018 vom 24. März 2020 E.1.3, 1C_315/2015 vom 24. August 

2016 E.2.3). Bei der Nutzungsplanung und der Erteilung von 

Baubewilligungen handelt es sich um typische Sachbereiche, die in der 

Kompetenz der Kantone liegen und bei denen grundsätzlich nicht von 

einer Bundesaufgabe auszugehen ist (vgl. DAJCAR/GRIFFEL, in: 

WALDMANN/BELSER/EPINEY [Hrsg.], Basler Kommentar zur 

Bundesverfassung, Basel 2015, Art. 78 Rz. 18). Eine Bundesaufgabe ist 

indessen auch in diesem Bereich gegeben, soweit es um Bewilligungen, 

Teilbewilligungen, Ausnahmen oder entscheidrelevante Gesichtspunkte – 

auch in Nutzungsplänen (siehe u.a. BGE 135 II 328 E.2.1 mit Hinweisen) 

– geht, deren Voraussetzungen das Bundesrecht konkret regelt und die 

den notwendigen Bezug zum Natur-, Landschafts- und Heimatschutz 

haben. Dazu gehören zum Beispiel Ausnahmebewilligungen für Bauten 

und Anlagen ausserhalb der Bauzonen nach Art. 24 ff. RPG (BGE 139 II 

271 E.9 f., 138 II 281 E.4.4, 112 Ib 70 E.4), Neueinzonungen und 

Ausscheidungen von Kleinbauzonen, welche die Bestimmungen zum 

Bauen ausserhalb der Bauzonen umgehen (BGE 142 II 509 E.2.3,139 II 

271 E.10.2; vgl. Urteile des Bundesgerichts 1C_315/2015 vom 24. August 

2016 E.2.3, 1C_700/2013 vom 11. März 2014 E.2.2, 1C_153/2007 vom 

6. Dezember 2007 E.1.3 und 3.1 mit Hinweisen), Bewilligungen für 

Zivilschutzbauten und Mobilfunkantennen (BGE 139 II 271 E.10.3, 131 II 

545 E.2.2 mit Hinweisen; Urteile des Bundesgerichts 1C_482/2012 vom 

14. Mai 2014 E.3.4, 1A.231/1998 vom 12. Juli 1999 E.1b/bb) sowie 

Baubewilligungen für Zweitwohnungen in Gemeinden mit einem 

Zweitwohnungsanteil von mehr als 20 % (Art. 75b Abs. 1 BV; BGE 139 II 

271 E.11.2; Urteil des Bundesgerichts 1C_285/2019 vom 28. Januar 2020 

E.1.2, 1C_700/2013 vom 11. März 2014 E.2; vgl. JEANNERET/MOOR, in: 

AEMISEGGER/MOOR/RUCH/TSCHANNEN [Hrsg.], Praxiskommentar RPG: 

Nutzungsplanung [nachfolgend Praxiskommentar NUP], 

Zürich/Basel/Genf 2016, Art. 17 Rz. 20). Ebenfalls zu den Bundes-

- 14 -

aufgaben zählt die Bewilligung von technischen Eingriffen in ein Gewässer 

nach Art. 8 ff. des BGF bzw. für die Erteilung von fischereirechtlichen 

Bewilligungen sowie für den spezifischen Gewässerschutz, insbesondere 

die Sicherung angemessener Restwassermengen (Urteil des 

Bundesgerichts 1C_482/2012 vom 14. Mai 2014 E.3.4 mit Hinweisen).

3.4. In seinem Urteil R 19 100 vom 24. November 2021 betreffend die 

vorliegend angefochtene Baubewilligung der Beschwerdegegnerin 2 vom 

31. Oktober 2019 kam das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden 

zum Schluss, dass nicht unerhebliche Zweifel an den Berechnungen bzw. 

an den diesen zugrundeliegenden Annahmen gemäss Verkehrs- und 

Erschliessungskonzept vom 14. Februar 2020 betreffend Mehrverkehr 

und damit verbunden von Parkierungslärm und Strassenlärm im Bereich 

der L._____ bestünden und damit die Frage, ob die Bauparzelle H._____ 

mit einer hinreichenden Zufahrt im Sinne des Raumplanungsrechts 

erschlossen sei, bei einer Lärmzunahme wegen Nichteinhaltung der 

Vorgaben des Umweltschutzgesetzes und der Lärmschutzverordnung zu 

verneinen sei (vgl. E.15.3 ff.; Akten der Beschwerdegegnerin 2 [Bg-act. 2] 

38). In Erwägung 4.3 wurde das Erfordernis von Verfügungen 

(Bewilligungen) mehrerer Behörden gemäss Art. 25a RPG i.V.m. Art. 88 

des Raumplanungsgesetzes für den Kanton Graubünden (KRG; BR 

801.100) verneint. Im Raum stünde damit allenfalls die Frage betreffend 

die Erforderlichkeit einer Zustimmung bzw. Ausnahmebewilligung im 

Bereich des Bundesumweltrechts bzw. des bundesrechtlichen 

Lärmschutzrechts (vgl. dazu Art. 22 USG, Art. 31 Abs. 1 Lärmschutz-

verordnung [LSV; 814.41] sowie Art. 20 und 25 kantonales Einführungs-

gesetz zum Bundesgesetz über den Umweltschutz [KUSG; BR 820.100]).

3.4.1. Für die Anerkennung einer Bundesaufgabe formulierte das Bundesgericht 

in Analyse seiner Rechtsprechung die folgenden Voraussetzungen: Der 

angefochtene Entscheid betrifft eine Rechtsmaterie, die in die Zuständig-

keit des Bundes fällt, bundesrechtlich geregelt ist und einen Bezug zum 

- 15 -

Natur-, Landschafts- und Heimatschutz aufweist. Dies ist einerseits der 

Fall, wenn die bundesrechtliche Regelung (zumindest auch) den Schutz 

von Natur, Landschaft oder Heimat bezweckt; andererseits ist eine 

Bundesaufgabe zu bejahen, wenn der bundesrechtliche Auftrag die 

Gefahr der Beeinträchtigung schützenswerter Natur, Orts- und 

Landschaftsbilder in sich birgt (siehe dazu BGE 144 II 218 E.3.2 f. m.H.a. 

BGE 142 II 509 E.2 und 139 II 271 E.9.4; Urteile des Bundesgerichts 

1C_179/2015, 1C_180/2015 vom 11. Mai 2016 E.2.2; 1C_482/2012 vom 

14. Mai 2014 E.3.4).

3.4.2. In seinem Urteil R 18 15 vom 7. Januar 2020 hielt das Verwaltungsgericht 

in der Erwägung 2.6.2 betreffend das Umweltschutzgesetz fest, "insofern 

wäre die erste Voraussetzung, nämlich eine Abstützung auf hinreichend 

detailliertes, direkt anwendbares Bundesrecht, zur Anerkennung einer 

Bundesaufgabe bei Erteilung einer Ausnahmebewilligung gemäss Art. 22 

USG und Art. 25 Abs. 2 KUSG i.V.m. Art. 31 Abs. 2 LSV für die Erteilung 

einer Baubewilligung für ein Gebäude mit lärmempfindlichen Räumen in 

einem lärmbelasteten Gebiet wohl erfüllt. Mit den (vom Bund erlassenen) 

Vorschriften über die Vermeidung und Begrenzung von schädlichen oder 

lästigen Lärmeinwirkungen (als Bestandteil des öffentlich-rechtlichen 

Emissions-/Immissionsschutzes im Sinne von Art. 11 ff. USG) wird im 

Wesentlichen aber der Schutz der Bevölkerung vor erheblichen Störungen 

des Wohlbefindens im Sinne von Art. 15 USG bezweckt und Tiere, 

Pflanzen sowie ihre Lebensräume bilden hier nicht das massgebende 

Schutzziel (WAGNER PFEIFER, a.a.O., S. 181 Rz. 450; JÄGER, in: 

GRIFFEL/LINIGER/ RAUSCH/THURNHERR [Hrsg.], Fachhandbuch Öffentliches 

Baurecht, Zürich/Basel/Genf 2016, S. 379 f. Rz. 4.193 ff. und S. 392 ff. 

Rz. 4.240 ff.; vgl. auch VALLENDER/MORELL, Umweltrecht, Bern 1997, 

S. 234 ff.). (…). Auch wenn gemäss neuester bundesgerichtlicher 

Rechtsprechung (zumindest) für die Verbandsbeschwerdebefugnis von 

Natur- und Umweltschutzorganisationen gemäss Art. 12 NHG neben einer 

- 16 -

Bundesaufgabe nicht auch noch ein Raumbezug vorliegen muss, ergibt 

sich aus der bundesgerichtlichen Rechtsprechung doch eindeutig, dass 

sich jeweils der strittige Verwaltungsakt (potenziell) negativ auf Natur und 

Landschaft auszuwirken hat (siehe BGE 144 II 218 E.6.3, 142 II 509 E.2.5; 

BGE 139 II 271 E.9.3 f.; MARTI, Redaktionsanmerkung zum 

bundesgerichtlichen Urteil vom 22. Mai 2013 [1C_649/2012, 

1C_650/2012; BGE 139 II 271], in: URP 2013 S. 558 ff.). Die vorliegend 

für die kantonale Zustimmung zu einer Baubewilligung für eine Baute mit 

lärmempfindlichen Räumen in einem lärmbelasteten Gebiet 

anzuwendenden bundesrechtlichen Bestimmungen, namentlich Art. 22 

USG und Art. 31 Abs. 2 LSV, dienen aber dem Schutz der Bevölkerung 

vor erheblichen Störungen des Wohlbefindens bzw. den negativen 

Einflüssen der (über dem Immissionsgrenzwert liegenden) 

Lärmimmissionen auf die Menschen in den davon betroffenen 

lärmempfindlichen Räumen und nicht dem Natur- und Landschaftsschutz, 

welcher in der bundesgerichtlichen Rechtsprechung regelmässig als 

Voraussetzung für die Anerkennung einer Bundesaufgabe bei kantonalen 

Hoheitsakten verlangt wurde". Demnach führte auch das Erfordernis einer 

allfälligen Zustimmung der kantonalen Behörde zu einer Baubewilligung 

für eine Baute mit lärmempfindlichen Räumen in einem lärmbelasteten 

Gebiet nicht zur Wahrnehmung einer Bundesaufgabe.

3.5. Eine Bundesaufgabe liegt zudem vor bei der Erstellung von Zivilschutz-

bauten im ordentlichen Baubewilligungsverfahren innerhalb der Bauzone 

(BGE 139 II 271 E.10.3, 131 II 545 E.2.2 mit Hinweisen). Anhand der 

vorliegenden Akten ist indes nicht ersichtlich, dass im Zusammenhang mit 

dem angefochtenen Bauvorhaben die Erstellung von Schutzräumen oder 

die Entrichtung von Ersatzbeiträgen gemäss Art. 61 des Bundesgesetzes 

über den Bevölkerungsschutz und den Zivilschutz (Bevölkerungs- und 

Zivilschutzgesetz, BZG; SR 520.1) vorgesehen sind (vgl. dazu auch das 

Baugesuch vom 30. Juli 2019 S. 4, worin keine Beilagen bzw. Unterlagen 

- 17 -

für den baulichen Zivilschutz vorgesehen waren [Bg-act. 1]). Wie bereits 

im Urteil des Verwaltungsgerichts R 18 15 vom 7. Januar 2020 in 

Erwägung 2.6.2 festgehalten wurde, führt selbst die Verfügung betreffend 

den Ersatzbeitrag für nicht zu erstellende Pflichtschutzplätze nicht zur 

Anerkennung einer Bundesaufgabe, weil der bundesrechtliche Auftrag zur 

Erstellung von ausreichend Zivilschutzbauten die Gefahr der 

Beeinträchtigung schützenswerter Natur, Orts- und Landschaftsbilder in 

sich birgt (siehe BGE 139 II 271 E.10.3, 131 II 545 E.2.2; Urteile des 

Bundesgerichts 1A.231/1998 vom 12. Juli 1999 E.1b/bb, publiziert in 

RDAF 2000 I S. 141 und URP 2000 S. 659, 1A.142/2004 vom 

10. Dezember 2004 E.4.3 und 1C_482/2012 vom 14. Mai 2014 E.3.4).

3.6. Im Weiteren ist auch nicht ersichtlich, dass der angefochtene Entscheid 

über die Baubewilligung in Bezug auf die geplante Erstellung der auf dem 

Dach des Haupthauses integrierten Photovoltaikanlage mit einer Grösse 

von ca. 100 m2 (siehe den Projektbeschrieb vom 30. Juli 2019 [Bg-act. 3] 

und das Brandschutzkonzept zum Baugesuch vom 27. August 2019 S. 34 

[Bg-act. 12]) in Erfüllung einer Bundesaufgabe erging. Die Erteilung einer 

Bewilligung nach Art. 18a Abs. 3 RPG ("Solaranlagen auf Kultur- und 

Naturdenkmälern von kantonaler oder nationaler Bedeutung bedürfen 

stets einer Baubewilligung. Sie dürfen solche Denkmäler nicht wesentlich 

beeinträchtigen") gilt als Bundesaufgabe nach Art. 2 NHG, womit eine 

Beschwerdeberechtigung gemäss Art. 12 Abs. 2 NHG resultiert. So hat 

das Bundesgericht eine Bundesaufgabe bejaht beim Entscheid über die 

Erstellung einer Solaranlage auf einem Kulturdenkmal (ISOS-Perimeter) 

ausserhalb der Bauzone, wenn der Entscheid einen Bezug zum Natur-, 

Landschafts- und Heimatschutz sowie zur Denkmalpflege aufweist (vgl. 

Urteile des Bundesgerichts 1C_26/2016 vom 16. November 2016 E.4.5 f., 

1C_179/2015, 1C/180/2015 vom 11. Mai 2016 E.2.4).

3.7. Im Baugesuch Nr. J._____ vorgesehen ist zudem ein Turm mit einer 

Liftverbindung zum Badesee auf der Parzelle I._____ und den 

- 18 -

Bergbahnen. Gemäss Geoportal des Kantons Graubünden befindet sich 

dieser Turm im Gewässerschutzbereich Aᵤ, so dass weiter eine allfällige 

Bundesaufgabe unter dem Gesichtspunkt der Gewässerschutz-

gesetzgebung zu prüfen ist. Nach der bundesgerichtlichen Recht-

sprechung stellt die Erteilung von durch das Bundesrecht geregelten 

Spezialbewilligungen, insbesondere von gewässerschutzrechtlichen 

Ausnahmebewilligungen, eine Bundesaufgabe dar; der Gewässerschutz 

bezweckt zumindest auch den Schutz von Natur und Landschaft. Nicht 

entscheidend ist, ob die Bewilligung ein Bauvorhaben im Baugebiet betrifft 

(vgl. BGE 145 II 176 E.3.4, 143 II 77 E.3.1; Urteile des Bundesgerichts 

1C_86/2020 vom 22. April 2021 E.5.3, 1C_482/2012 vom 14. Mai 2014 

E.3.5).

3.7.1. Nach Art. 19 Abs. 1 GSchG müssen die Kantone ihr gesamtes Gebiet 

gemäss Art. 29 Abs. 1 lit. a bis d Gewässerschutzverordnung (GschV; SR 

814.201) nach der Gefährdung der ober- und unterirdischen Gewässer in 

besonders gefährdete Bereiche, namentlich Gewässerschutzbereiche Aᵤ 

und Aₒ sowie die Zuströmbereiche Zᵤ und Zₒ und in übrige Bereiche 

einteilen (siehe dazu BRUNNER, in: HETTICH/JANSEN/NORER [Hrsg.], 

Kommentar zum Gewässerschutzgesetz und zum Wasserbaugesetz, 

Zürich/Basel/Genf 2016, Art. 19 GSchG Rz. 8). Der Gewässerschutz-

bereich Aᵤ dient sowohl dem qualitativen als auch dem quantitativen 

Schutz nutzbarer unterirdischer Grundwasservorkommen sowie der zu 

ihrem Schutz notwendigen Randgebiete (Art. 29 Abs. 1 lit. a i.V.m. 

Anhang 4 Ziff. 111 GSchV). Sofern sie die Gewässer gefährden kann, 

bedarf die Erstellung von Bauten in den besonders gefährdeten Bereichen 

einer kantonalen Bewilligung (Art. 19 Abs. 2 GSchG). Dies betrifft 

insbesondere baubewilligungspflichtige Bauten und Anlagen, die künstlich 

geschaffen und auf Dauer angelegt sind, den Raum äusserlich erheblich 

verändern, die Erschliessung belasten oder die Umwelt beeinträchtigen 

können, wie beispielsweise ein Betrieb, der Reinigungsprodukte und 

- 19 -

Desinfektionsmittel herstellt und wassergefährdende Chemikalien 

verarbeitet und bei dem das Gefährdungspotential als hoch einzustufen ist 

(siehe dazu BRUNNER, a.a.O., Art. 19 GSchG Rz. 17 f. mit Hinweisen). 

Art. 32 Abs. 2 GSchV zählt auf, wann in den besonders gefährdeten 

Bereichen gemäss Art. 29 GSchV eine kantonale Bewilligung nach 

Art. 19 Abs. 2 GSchG insbesondere erforderlich ist (u.a. für Grundwasser-

nutzungen, einschliesslich Bohrung sowie Nutzung zu Heiz- und 

Kühlzwecken wie auch für Tankanlagen mit Flüssigkeiten, die in geringen 

Mengen Wasser verunreinigen können). Generell untersagt sind Bauten 

und Anlagen, die unter dem mittleren Grundwasserspiegel liegen (Anhang 

4 Ziff. 211 Abs. 2 GSchV). Die Ausbeutung von Kies, Sand und anderen 

Materialien ist mit einschränkenden Auflagen zulässig (Art. 44 Abs. 3 

GSchG i.V.m. Anhang 4 Ziff. 211 Abs. 3 GSchV).

3.7.2. Anhand der dem Gericht vorliegenden Akten ist nicht ersichtlich, dass mit 

dem Bau des Turms eine mit der in Art. 32 Abs. 2 GSchV aufgezählten 

Anlagen und Tätigkeiten (z.B. Untertagebauten, Lageranlagen für wasser-

gefährdende Flüssigkeiten) vergleichbare Anlage geplant ist. Weiter ist 

daraus auch nicht ersichtlich, dass die geplante Baute unter dem mittleren 

Grundwasserspiegel zu liegen kommt. Mangels Vorliegen einer 

Gefährdung ist demnach die Erforderlichkeit einer Bewilligung gemäss 

Art. 19 Abs. 2 GSchG und damit auch eine Bundesaufgabe zu verneinen.

3.7.3. Weiter verfängt auch das von der Beschwerdeführerin vorgebrachte Urteil 

des Bundesgerichts 1C_141/2021 vom 2. Mai 2022 betreffend ein nicht 

zonenkonformes Bauvorhaben mit der Pflicht zur Umweltverträglich-

keitsprüfung ausserhalb der Bauzone und einer starken Zunahme von 

Lastwagenverkehr nicht, worin das Bundesgericht auch bei einer 

zonenkonformen Baute oder Anlage eine Planungspflicht als denkbar 

erachtete, mit dem Hinweis, dass eine solche aber nur zurückhaltend 

anzunehmen sei. Das Bundesgericht erachtete dabei die Pflicht zur 

Umweltverträglichkeitsprüfung – welche nach dem Gesagten hier nicht 

- 20 -

vorliegt – als Indiz für eine Planungspflicht. So ist vorliegend zudem nicht 

ersichtlich, dass das Bauvorhaben durch seine Ausmasse oder seine 

Natur derart gewichtige Auswirkungen auf die bestehende 

Nutzungsordnung nach sich zieht, dass es erst nach einer entsprechen-

den Änderung oder Schaffung eines Nutzungsplans bewilligt werden darf, 

wie es zum Beispiel bei der Errichtung einer Abfalldeponie mit Reaktor- 

und Reststoffdeponie im Wald, der Erweiterung einer Abfalldeponie um 

ein Gesamtvolumen von 390'000 bzw. 500'000 m³, die einen durchschnitt-

lichen Lastwagenverkehr von 95 bis 105 bzw. einen Mehrverkehr von 50 

Fahrten pro Tag bewirken würde, oder der Errichtung grösserer Freizeit- 

oder Sportzentren oder grösserer Schiesszentren der Fall ist (Urteil des 

Bundesgerichts 1C_141/2021 vom 2. Mai 2022 E.3.4 mit Hinweisen).

3.8. Zusammenfassend ist weder ersichtlich, dass das angefochtene 

Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone errichtet wird noch steht eine Baute 

oder Anlage im Raum, die eine Umweltverträglichkeitsprüfung erfordern 

würde (vgl. Art. 10a USG; Art. 1 der Verordnung über die Umweltverträg-

lichkeitsprüfung [UVPV; SR 814.011]) und schliesslich bedarf es nach dem 

Gesagten auch keiner Zusatzbewilligung im Sinne der Bundesgesetze 

USG, GSchG, NHG, WaG oder des BGF. Somit kann der Auffassung der 

Beschwerdegegnerin 2, wonach das geplante Bauvorhaben keine 

Spezialbewilligungen erfordere, die im Sinne von Art. 12b NHG bzw. 

Art. 45 Abs. 2 Satz 2 KRVO im Kantonsamtsblatt zu publizieren wären, 

gefolgt werden.

4. Gemäss Bundesgericht stellt sich vorliegend zudem die Frage, ob der 

Erlass einer Planungszone zwecks Redimensionierung der Bauzone, d.h. 

zur Umsetzung von Art. 15 RPG, eine Bundesaufgabe begründet, weshalb 

das Verwaltungsgericht auch auf die zum Zeitpunkt der Erteilung der 

Bewilligung geltende Planungszone einzugehen hat (Urteil des 

Bundesgerichts 1C_241/2021 vom 17. März 2022 E.5.4 und 6).

- 21 -

4.1. Das Bundesgericht erachtet die Begrenzung des Siedlungsgebiets 

gemäss Art. 15 RPG als Bundesaufgabe, so dass gemäss dessen 

Rechtsprechung bei der Neueinzonung von Bauland sowie der 

Ausscheidung von Kleinbauzonen, welche die Bestimmungen zum Bauen 

ausserhalb der Bauzonen umgehen, die ideelle Verbandsbeschwerde 

greift (BGE 142 II 509 E.2; vgl. BIAGGINI, a.a.O., Art. 78 Rz. 6; 

JEANNERET/MOOR, in: AEMISEGGER/MOOR/RUCH/TSCHANNEN, Praxis-

kommentar NUP, Art. 17 Rz. 20).

4.2.1. Gestützt auf Art. 21 KRG verlängerte der Gemeindevorstand der 

Beschwerdegegnerin 2 an seiner Sitzung vom 21. Dezember 2020 die 

über das gesamte Gemeindegebiet erlassene Planungszone betreffend 

die Revision der Ortsplanung für weitere zwei Jahre. Zweck derselben ist 

die Überprüfung und Anpassung der Bauzonen (Wohn-, Misch- und 

Zentrumszonen) entsprechend den Vorgaben von Art. 15 Abs. 1 und 2 

RPG sowie des am 20. März 2018 beschlossenen kantonalen Richtplans-

Siedlung (KRIP-S) (lit. a); die Umsetzung der weiteren Vorgaben von 

Art. 15 RPG sowie des KRIP-S, insbesondere betreffend Förderung einer 

hochwertigen baulichen Siedlungsentwicklung nach innen (lit. b); und die 

Anpassung der kommunalen Vorschriften über den Erst- und 

Zweitwohnungsbau an das Bundesgesetz über Zweitwohnungen (ZWG) 

sowie Überprüfung von ergänzenden Bestimmungen, insbesondere auch 

betreffend Wohnungen im Zusammenhang mit strukturierten 

Beherbergungsbetrieben (Art. 8 ZWG) und neuen Wohnungen in 

geschützten und ortsbildprägenden Bauten (Art. 9 ZWG) (lit. c). In der 

Planungszone darf nichts unternommen werden, was die neue Planung 

erschweren oder dieser entgegenstehen könnte. Insbesondere dürfen 

Bauvorhaben nur bewilligt werden, wenn sie weder den rechtskräftigen 

noch den vorgesehenen neuen Planungen und Vorschriften 

widersprechen (Art. 21 Abs. 2 KRG). Der Erlass dieser Planungszone 

wurde mit Hinweis auf die 30-tägige Frist zu deren Anfechtung mittels 

- 22 -

Planungsbeschwerde bei der Regierung im Kantonsamtsblatt 

Graubünden publiziert.

4.2.2. Im Urteil 1C_161/2019 vom 23. Januar 2020 E.3.2 liess das Bundes-

gericht offen, ob Verbände nach Art. 12 NHG legitimiert sind, die 

Einleitung eines Nutzungsplanungsverfahrens zur Überprüfung und 

allfälligen Redimensionierung der Bauzone zu beantragen. Es hielt ohne 

weitere Begründung fest, dass der Verband allerdings im Grundsatz das 

Recht habe, in einem Baubewilligungsverfahren die vorfrageweise 

Überprüfung des Nutzungsplans zu verlangen (BGE 145 II 83 E.5.1), 

sofern eine Bundesaufgabe in Frage stehe. Letzteres bejahte das 

Bundesgericht in Bezug auf Art. 15 RPG (BGE 142 II 509 E.2). In seinem 

aktuelleren Urteil 1C_241/2021 vom 17. März 2022 E.5.4 verwies das 

Bundesgericht allerdings auf sein Urteil 1C_598/2019 vom 19. Juni 2020 

E.1.3, wo es offen liess, ob eine Natur- und Heimatschutzorganisation 

gestützt auf Art. 15 und 21 RPG vorfrageweise die Überprüfung der 

Nutzungsplanung im Baubewilligungsverfahren verlangen könne; nur 

Neueinzonen, die in Anwendung dieser Bestimmung vorgenommen 

werden, als Bundesaufgabe betrachtete und qualifizierte (BGE 142 II 509 

E.2.7). Das Bundesgericht hat damit noch nie explizit beantwortet, ob der 

Erlass einer Planungszone zur Umsetzung von Art. 15 RPG eine 

Bundesaufgabe begründet (vgl. Urteil des Bundesgericht 1C_241/2021 

vom 17. März 2022 E.5.4).

4.2.3. In Nachachtung von Art. 8a i.V.m. Art. 15 RPG bestimmt der kantonale 

Richtplan (KRIP) für Gemeinden mit überdimensionierter Wohn-, Misch- 

und Zentrumszone (WMZ) – worunter auch die Beschwerdegegnerin 2 

fällt – als Handlungsanweisung, "Gemeinden mit mutmasslich überdimen-

sionierter WMZ beschliessen nach Erlass des kantonalen Richtplans 

Siedlung eine Planungszone bezüglich potenzieller Auszonungsflächen 

gemäss der gesamtkantonalen Grundlage und weiterer selbst eruierter 

Auszonungsflächen. […]" (siehe KRIP, Kapitel 5, Rz. 5.2–14). Grundlage 

- 23 -

für die Bauzonendimensionierung in den WMZ (Code Hauptnutzungen 

[Code_HN] 11, 13 und 14 gemäss dem minimalen Geodatenmodell 

'Nutzungsplanung' des Bundesamtes für Raumentwicklung [ARE], 

abrufbar unter: http://www.are.admin.ch/BZDim, Dokument «Minimale 

Geodatenmodelle: Nutzungsplanung – Modelldokumentation Version 

1.2», Ziff. 7.3.2, Stand 22. September 2021) im Kanton bildet die 

Bauzonenflächenbeanspruchung gemäss Art. 30a Abs. 1 der Raum-

planungsverordnung (RPV; SR 700.1). Die Tourismus- und Freizeitzonen, 

die Verkehrszonen innerhalb der Bauzonen und die weiteren Bauzonen 

gehören zwar ebenfalls zu den Bauzonen, die grundsätzlich für die 

Überbauung vorgesehen sind und damit potenziell eine Zersiedelung 

bewirken können. Sie machen gesamtschweizerisch jedoch bloss ca. 

drei Prozent der Bauzonen aus, weshalb darauf verzichtet wird, 

quantitative oder spezielle qualitative Vorgaben dazu zu machen (siehe 

dazu Ziff. 3 und 4.3 der Technischen Richtlinien Bauzonen des 

Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr und Kommunikation 

[UVEK] vom 17. März 2014 zur Umsetzung der Teilrevision vom 15. Juni 

2012 des RPG, abrufbar unter: www.are.admin.ch › Raumentwicklung & 

Raumplanung › Kantonale Richtpläne › Technische Richtlinien Bauzonen, 

zuletzt besucht am 6. Dezember 2022). Eine Planungszone entfaltet dem 

Grundsatz nach ihre Wirkung auf Bauvorhaben bzw. Baugesuche, welche 

nach dem Erlass der Planungszone eingereicht werden (siehe dazu RUCH, 

in: AEMISEGGER/MOOR/RUCH/TSCHANNEN, Praxiskommentar NUP 2016, 

Art. 27 Rz. 57; vgl. auch Urteile des Bundesgerichts 1C_358/2020 vom 

9. Juli 2021 E.4.2, 1C_440/2019 vom 7. Januar 2020 E.4.3.1; Urteil des 

Verwaltungsgerichts [VGU] R 20 73 vom 1. Dezember 2020 E.5.4).

4.2.4. Die vom angefochtenen Bauvorhaben betroffene Parzelle H._____ 

F._____ liegt unbestrittenermassen in der Hotelzone B der Gemeinde 

E._____. Beim Standort F._____ handelt es sich um einen 

Entwicklungsschwerpunkt für Beherbergungsbetriebe. Im kommunalen 

- 24 -

räumlichen Leitbild der Gemeinde E._____ vom 21. April 2020 ist der 

Standort F._____ in G._____ als Entwicklungsgebiet für Tourismus und 

Beherbergung festgelegt. Gemäss Baugesetz der Gemeinde G._____ 

[BG] ist die Hotelzone B für Gastgewerbebetriebe und Betriebe mit 

hotelähnlicher Nutzung bestimmt. Das geplante Bauvorhaben 

'Ferienresort F._____' in der Hotelzone B entspricht zudem den Vorgaben 

gemäss der Hauptnutzung 'Tourismus- und Freizeitzone' (Code_HN 17), 

welches durch das ARE inhaltlich wie folgt beschrieben wird: "Tourismus- 

und Freizeitzonen umfassen Flächen für Bauten und Anlagen, die der 

Hotellerie sowie weiteren Beherbergungs- und Restaurationsbetrieben 

dienen. (…)." (siehe dazu minimales Geodatenmodell 'Nutzungsplanung' 

des ARE, Ziff. 7.3.2 und 7.3.4). Hingegen werden die Hauptnutzungen 

Wohn-, Misch- und Zentrumszonen (WMZ) unter den Codes_HN 11, 13 

und 14 aufgeführt, deren Hauptnutzungen inhaltlich klar abweichend zur 

vorliegend betroffenen Hotelzone B beschrieben werden. Nach dem 

Gesagten fällt die betroffene Parzelle H._____ und damit das 

angefochtene Bauvorhaben Ferienresort F._____ nicht unter den 

sachlichen Anwendungsbereich der Planungszone und kann die 

angefochtene Baubewilligung damit auch kein Präjudiz in Bezug auf die 

Überprüfung der WMZ im Rahmen der anstehenden Gesamtrevision der 

kommunalen Ortsplanung bilden.

4.2.5. Die Beantwortung der vom Bundesgericht aufgeworfenen Frage, ob der 

Erlass einer Planungszone zwecks Redimensionierung der Bauzone eine 

Bundesaufgabe begründet, kann somit betreffend das vorliegende 

Bauvorhaben nicht erfolgen. Auf die weiteren Rügen und Vorbringen der 

Beschwerdeführerin (vorfrageweise Überprüfung der Nutzungsplanung, 

Durchführung einer Sondernutzungsplanung), die ausserhalb des 

Streitgegenstands der Publikationspflicht liegen (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts 1C_241/2021 vom 17. März 2022 E.1), ist demnach nicht 

weiter einzugehen.

- 25 -

4.3. Da nach dem Gesagten mit dem streitbetroffenen Bauvorhaben 

Ferienresort F._____ keine andere Bundesaufgabe verbunden ist – 

Gegenteiliges wird durch die Beschwerdeführerin denn auch nicht 

substantiiert vorgebracht – ergab sich für das Baugesuch der 

Beschwerdegegnerin 1 vom 30. Juli 2019 auch keine Publikationspflicht 

im Kantonsamtsblatt, so dass sich die (blosse) Publikation des 

Baugesuchs Nr. J._____ im kommunalen Amtsblatt als rechtens erweist, 

weshalb die Beschwerde vom 5. März 2020 abzuweisen ist.

5. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Gerichtskosten, 

bestehend aus einer Staatsgebühr und den Kanzleiauslagen (Art. 75 

Abs. 1 lit. a und b VRG), gestützt auf Art. 73 Abs. 1 VRG vollumfänglich 

zu Lasten der Beschwerdeführerin. Die Staatsgebühr wird in Anwendung 

von Art. 75 Abs. 2 VRG und in Anbetracht des Verfahrensaufwandes 

sowie der Interessenlage der Beschwerdeführerin auf CHF 2'500.-- 

festgesetzt. Bund, Kanton und Gemeinden sowie mit öffentlich-rechtlichen 

Aufgaben betrauten Organisationen wird gemäss Art. 78 Abs. 2 VRG in 

der Regel keine Parteientschädigung zugesprochen, wenn sie in ihrem 

amtlichen Wirkungskreis obsiegen. Davon abzuweichen besteht 

vorliegend kein Anlass, weshalb der obsiegenden Beschwerdegegnerin 2 

keine Parteientschädigung zusteht.

- 26 -

III. Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten, bestehend aus

- einer Staatsgebühr von CHF 2'500.--

- und den Kanzleiauslagen von CHF 580.--

zusammen CHF 3'080.--

gehen zulasten von A._____.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]

[Mit Urteil 1C_43/2023 vom 17. Januar 2024 hat das Bundesgericht die gegen 
diesen Entscheid erhobene Beschwerde abgewiesen, soweit diese nicht 
gegenstandslos geworden ist. Kosten verteilt gemäss Urteil 1C_43/2023.]