# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 80101f12-d4aa-51f8-b815-7ba37e6d6be2
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2006-07-11
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 11.07.2006 ZF 2006 33
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZF-2006-33_2006-07-11.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Tribunale cantonale dei Grigioni
Dretgira chantunala dal Grischun

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 11. Juli 2006 Schriftlich mitgeteilt am: 
ZF 06 33

Urteil
Zivilkammer

Vorsitz Präsident Brunner
RichterInnen Heinz-Bommer, Sutter-Ambühl, Hubert und Zinsli 
Aktuar Engler

——————

In der zivilrechtlichen Berufung

des A., Kläger 2, des B., Kläger 3, des C., Kläger 4, des D., Kläger 6, des E., 
Kläger 7, des F., Kläger 8, des G., Kläger 9, des H., Kläger 10, des I., Kläger 11, 
des J., Kläger 12, des K., Kläger 13, des L., Kläger 14, des M., Kläger 16, des AA., 
Kläger 17, des AB., Kläger 18, des AC., Kläger 19, des AD., Kläger 20, des AE., 
Kläger 21, des AF., Kläger 22, des AG., Kläger 23, des AH., Kläger 24, des AI., 
Kläger 25, des AJ., Kläger 26, des AK., Kläger 27, des AL., Kläger 28, des AM., 
Kläger 29, des AN., Kläger 30, des AO., Kläger 31, des AP., Kläger 32, des AQ., 
Kläger 33, des AR., Kläger 34, des AS., Kläger 35, des AT., Kläger 36, des AU., 
Kläger 38, des AV., Kläger 39, des AW., Kläger 40, des AX., Kläger 41, des AY., 
Kläger 42, des AZ., Kläger 43, des BA., Kläger 44, des BB., Kläger 45, des BC., 
Kläger 46, des BD., Kläger 47, des BE., Kläger 48, des BF., Kläger 49, sowie des 
BG., Kläger 50,

Berufungskläger, alle vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. et oec. Christian 
Thöny, Bahnhofstrasse 8, 7000 Chur,

gegen

das Urteil des Bezirksgerichtes P r ä t t i g a u / D a v o s  vom 1. September 2005, 
mitgeteilt am 24. März 2006, in Sachen der Kläger und Berufungskläger gegen die 
Z .  A G , Beklagte und Berufungsbeklagte, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. 
Reto Mengiardi, Bahnhofstrasse 7, Postfach 413, 7001 Chur,

2

betreffend Forderung aus Arbeitsvertrag,

hat sich ergeben:

A. Am 10. April 2002 unterrichtete der Finanzchef der Y. Gruppe, zu der 
nebst anderen Gesellschaften auch die X. AG gehörte, Vertreter der Gewerkschaf-
ten W. und V., des kantonalen Amtes für Industrie, Gewerbe und Arbeit sowie der 
Stellenvermittlungsfirma U. AG darüber, dass auf den 31. Juli 2002 das Werk in 
T. geschlossen werden müsse, was zur Entlassung der rund 120 Beschäftigten 
führe. Im Anschluss daran wurde auch die Belegschaft hierüber mündlich orien-
tiert, verbunden offenbar mit mehr oder weniger deutlichen Hinweisen, dass für 
die Betroffenen Gelegenheit bestehe, Vorschläge zur Vermeidung der geplanten 
Massnahmen zu unterbreiten. Am gleichen Nachmittag erfolgte noch eine entspre-
chende Mitteilung an die Medien.

Am 24. April 2002 erklärte die X. AG gegenüber den einzelnen Arbeitneh-
mern schriftlich die Auflösung des mit ihnen bestehenden Vertragsverhältnisses, 
und zwar überwiegend auf den 31. Juli 2002. Einem Beschäftigten wurde aller-
dings bereits auf den 30. Juni 2002 gekündigt, einem anderen auf den 31. Dezem-
ber 2002 und zwei weiteren auf den 31. Oktober 2002. In einem Fall wurde die 
Kündigung überdies erst am 11. Oktober 2002 ausgesprochen, und zwar auf den 
31. Januar 2003. Zwei Beschäftigte schliesslich hatten selber gekündigt, einer am 
24. März 2002 auf den 30. Mai 2002 und einer am 08. April 2002 auf den 31. Juli 
2002.

Mit Schreiben vom 18. April 2002 beschwerten sich die Gewerkschaften W. 
und V. bei der Y. Gruppe, dass die Verlautbarung vom 10. April 2002 zur bevor-
stehenden Betriebsschliessung die Mitwirkungsrechte der Arbeitnehmer bei Mas-
senentlassungen verletze. Der Belegschaft hätte vorher ausreichend Zeit gegeben 
werden müssen, um andere Lösungen vorzuschlagen. Dem widersprach die X. 
AG mit Schreiben vom 24. April 2002. Obwohl unter Beizug der besten Experten 
alle erdenklichen Massnahmen geprüft worden seien, habe sich nichts ergeben, 
was ein Festhalten am Produktionsstandort T. rechtfertigen könnte.

Die anschliessenden Verhandlungen führten in diesem Streitpunkt zu kei-
ner gütlichen Einigung. Hingegen konnte über die Schaffung eines Sozialplanes 
am 18. Juni 2002 eine Übereinkunft erzielt werden.

3

Am 08. Juli 2002 erhob die W. Sektion Graubünden bei der X. AG für eine 
Vielzahl von Arbeitnehmern Einsprache gegen die als missbräuchlich bezeichnete 
Kündigung vom April 2002. Andere Beschäftigte hatten dies bereits früher selber 
getan.

B. Am 23. Dezember 2002 machten ehemalige Angestellte der X. AG 
beim Kreispräsidenten S. als Vermittler in einer gemeinsamen Eingabe gegen ihre 
bisherige Arbeitgeberin Forderungsklagen anhängig. Laut dem Leitschein vom 04. 
September 2003 hatten die Parteien an der Sühneverhandlung vom 12. Juni 2003 
die folgenden Anträge gestellt:

„Klägerische Rechtsbegehren:

Kläger 1 (BH.)
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 6208.40 zu bezahlen, zuzüg-

lich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 2
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 9800.00 zu bezahlen, zuzüg-

lich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 3
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 8400.00 zu bezahlen, zuzüg-

lich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 4
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 7410.00 zu bezahlen, zuzüg-

lich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 5 (BI.)
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 6208.40 zu bezahlen, zuzüg-

lich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 6
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 6800.00 zu bezahlen, zuzüg-

lich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 7
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 7164.30 zu bezahlen, zuzüg-

lich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 8
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 8800.00 zu bezahlen, zuzüg-

lich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

4

Kläger 9
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 6840.00 zu bezahlen, zuzüg-

lich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 10
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 8860.00 zu bezahlen, zuzüg-

lich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 11
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 9000.00 zu bezahlen, zuzüg-

lich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 12
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 6860.00 zu bezahlen, zuzüg-

lich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 13
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 7290.00 zu bezahlen, zuzüg-

lich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 14
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 9100.00 zu bezahlen, zuzüg-

lich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 15 (BJ.)
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 6208.40 zu bezahlen, zuzüg-

lich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 16
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 6108.00 zu bezahlen, zuzüg-

lich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 17
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 6208.40 zu bezahlen, zuzüg-

lich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 18
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 6800.00 zu bezahlen, zuzüg-

lich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 19
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 6490.00 zu bezahlen, zuzüg-

lich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 20

5

1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 7240.00 zu bezahlen, zuzüg-
lich 5% Zins seit 23.12.2002.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 21
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 7040.00 zu bezahlen, zuzüg-

lich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 22
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 9200.00 zu bezahlen, zuzüg-

lich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 23
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 6208.40 zu bezahlen, zuzüg-

lich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 24
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 7000.00 zu bezahlen, zuzüg-

lich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 25
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 7010.00 zu bezahlen, zuzüg-

lich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 26
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 7764.25 zu bezahlen, zuzüg-

lich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 27
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 6640.00 zu bezahlen, zuzüg-

lich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 28
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 6400.00 zu bezahlen, zuzüg-

lich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 29
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 7260.00 zu bezahlen, zuzüg-

lich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 30
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 6840.00 zu bezahlen, zuzüg-

lich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 31
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 6690.00 zu bezahlen, zuzüg-

lich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

6

Kläger 32
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 6640.00 zu bezahlen, zuzüg-

lich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 33
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 6640.00 zu bezahlen, zuzüg-

lich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 34
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 7640.00 zu bezahlen, zuzüg-

lich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 35
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 7240.00 zu bezahlen, zuzüg-

lich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 36
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 7900.00 zu bezahlen, zuzüg-

lich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 37 (BK.)
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 6208.40 zu bezahlen, zuzüg-

lich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 38
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 6208.40 zu bezahlen, zuzüg-

lich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 39
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 6208.40 zu bezahlen, zuzüg-

lich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 40
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 7290.00 zu bezahlen, zuzüg-

lich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 41
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 6208.40 zu bezahlen, zuzüg-

lich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 42
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 8890.00 zu bezahlen, zuzüg-

lich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 43

7

1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 6208.40 zu bezahlen, zuzüg-
lich 5% Zins seit 23.12.2002.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 44
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 6208.40 zu bezahlen, zuzüg-

lich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 45
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 7300.00 zu bezahlen, zuzüg-

lich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 46
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 6600.00 zu bezahlen, zuzüg-

lich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 47
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 6860.00 zu bezahlen, zuzüg-

lich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 48
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 6208.40 zu bezahlen, zuzüg-

lich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 49
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 6208.40 zu bezahlen, zuzüg-

lich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 50
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 6208.40 zu bezahlen, zuzüg-

lich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Beklagtisches Rechtsbegehren:

1. Alle Klagen seien vollumfänglich abzuweisen.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge unter solidarischer Haftbar-
keit zulasten der Kläger.“

C. In einer gemeinsamen Prozesseingabe vom 08. September 2003 
unterbreiteten die fünfzig Kläger die Streitsache dem Bezirksgericht Prättigau/Da-
vos, wobei sie an ihren Rechtsbegehren gemäss Leitschein festhielten.

In ihrer Prozessantwort vom 01. Dezember 2003 bestätigte auch die Be-
klagte ihre an der Sühneverhandlung gestellten Anträge. Ergänzend hielt sie fest, 

8

dass die zum jeweiligen Satz geschuldete Mehrwertsteuer ebenfalls zu entschä-
digen sei.

Im Rahmen der Replik vom 06. Januar 2004 wurden die Klagen des BJ. 
(Kläger 15) und des BK. (Kläger 37) zurückgezogen. Im Übrigen blieb es bei den 
ursprünglichen Anträgen.

In ihrer Duplik stellte die Beklagte vorab das Begehren, es sei von den bei-
den Klagerückzügen Vormerk zu nehmen und es sei auf die Klagen des BH. (Klä-
ger 1) sowie des BI. (Kläger 5) gar nicht erst einzutreten. Hinsichtlich der restlichen 
Klagen beliess sie es hingegen weiterhin beim Antrag, dass sie unter Kosten- und 
Entschädigungsfolgen abzuweisen seien. Schliesslich wurde das Bezirksgerichts-
präsidium noch ersucht, es seien die Kläger vor der Fortsetzung des Verfahrens 
aufzufordern, aktuelle Vollmachten oder Genehmigungserklärungen zu den bis-
herigen Prozesshandlungen einzureichen.

Im Verlaufe des Prozesses wurde die Beklagte (die X. AG) durch die Z. AG 
übernommen.

D. Mit Urteil vom 01. September 2005, mitgeteilt am 24. März 2006, er-
kannte das Bezirksgericht Prättigau/Davos:

„1. Die Klagen des Klägers 15, BJ., sowie des Klägers 37, BK., werden 
infolge Klagerückzugs abgeschrieben.

 2. Auf die Klagen des Klägers 1, BH., und des Klägers 5, BI., wird nicht 
eingetreten.

 3. Die Klagen der Kläger 2 bis 4, 6 bis 14, 16 bis 36 und 38 bis 50 werden 
vollumfänglich abgewiesen.

 4. Die Kosten des Kreisamtes S. in Höhe von Fr. 400.00, die Kosten für 
das Beschwerdeverfahren vor Bezirksgerichtsausschuss Prätti-
gau/Davos (Proz. Nr. 120-2004-22) in Höhe von Fr. 800.00 (Gerichts-
gebühr Fr. 600.00, Schreibgebühren Fr. 200.00) sowie die Kosten für 
das Verfahren vor Bezirksgericht Prättigau/Davos, bestehend aus ei-
ner Gerichtsgebühr von Fr. 7500.00, Schreibgebühren von Fr. 
1175.00, einem Streitwertzuschlag von Fr. 6000.00 sowie Barausla-
gen von Fr. 240.00, total somit Fr. 14'915.00, gehen unter solidari-
scher Haftbarkeit zulasten der Kläger und werden mit dem geleisteten 
Kostenvorschuss verrechnet.

 5. Die Kläger werden unter solidarischer Haftbarkeit verpflichtet, die X. 
AG bzw. deren Rechtsnachfolgerin die Z. AG ausseramtlich mit Fr. 
28'692.00 (inkl. Spesen, Streitwertzuschlag und Mehrwertsteuer) zu 
entschädigen.

9

 6. (Rechtsmittelbelehrung).

 7. Mitteilung an: …“

E. Während sich BH., BI., BJ. und BK. mit dem erstinstanzlichen Er-
kenntnis abfanden, liessen die verbleibenden Kläger am 30. März 2006 Berufung 
an die Zivilkammer des Kantonsgerichtes erklären mit dem Begehren:

„1. Die Ziffern 3-5 des angefochtenen Urteils seien aufzuheben und die 
Berufungsbeklagte sei zu verpflichten, den einzelnen Klägern die Be-
träge gemäss nachfolgenden Rechtsbegehren zu bezahlen:

Kläger 2
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 9800.00 zu bezahlen, zu-

züglich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 3
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 8400.00 zu bezahlen, zu-

züglich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 4
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 7410.00 zu bezahlen, zu-

züglich 5% Zins seit 23.12.2002
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 6
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 6800.00 zu bezahlen, zu-

züglich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 7
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 7164.30 zu bezahlen, zu-

züglich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 8
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 8800.00 zu bezahlen, zu-

züglich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 9
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 6840.00 zu bezahlen, zu-

züglich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 10
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 8860.00 zu bezahlen, zu-

züglich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 11
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 9000.00 zu bezahlen, zu-

züglich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

10

Kläger 12
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 6860.00 zu bezahlen, zu-

züglich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 13
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 7290.00 zu bezahlen, zu-

züglich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 14
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 9100.00 zu bezahlen, zu-

züglich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 16
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 6108.00 zu bezahlen, zu-

züglich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 17
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 6208.40 zu bezahlen, zu-

züglich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 18
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 6800.00 zu bezahlen, zu-

züglich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 19
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 6490.00 zu bezahlen, zu-

züglich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 20
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 7240.00 zu bezahlen, zu-

züglich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 21
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 7040.00 zu bezahlen, zu-

züglich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 22
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 9200.00 zu bezahlen, zu-

züglich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 23
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 6208.40 zu bezahlen, zu-

züglich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 24
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 7000.00 zu bezahlen, zu-

züglich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

11

Kläger 25
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 7010.00 zu bezahlen, zu-

züglich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 26
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 7764.25 zu bezahlen, zu-

züglich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 27
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 6640.00 zu bezahlen, zu-

züglich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 28
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 6400.00 zu bezahlen, zu-

züglich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 29
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 7260.00 zu bezahlen, zu-

züglich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 30
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 6840.00 zu bezahlen, zu-

züglich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 31
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 6690.00 zu bezahlen, zu-

züglich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 32
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 6640.00 zu bezahlen, zu-

züglich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 33
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 6640.00 zu bezahlen, zu-

züglich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 34
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 7640.00 zu bezahlen, zu-

züglich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 35
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 7240.00 zu bezahlen, zu-

züglich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 36
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 7900.00 zu bezahlen, zu-

züglich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

12

Kläger 38
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 6208.40 zu bezahlen, zu-

züglich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 39
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 6208.40 zu bezahlen, zu-

züglich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 40
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 7290.00 zu bezahlen, zu-

züglich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 41
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 6208.40 zu bezahlen, zu-

züglich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 42
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 8890.00 zu bezahlen, zu-

züglich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 43
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 6208.40 zu bezahlen, zu-

züglich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 44
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 6208.40 zu bezahlen, zu-

züglich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 45
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 7300.00 zu bezahlen, zu-

züglich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 46
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 6600.00 zu bezahlen, zu-

züglich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 47
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 6860.00 zu bezahlen, zu-

züglich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 48
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 6208.40 zu bezahlen, zu-

züglich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

Kläger 49
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 6208.40 zu bezahlen, zu-

züglich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

13

Kläger 50
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 6208.40 zu bezahlen, zu-

züglich 5% Zins seit 23.12.2002.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.

 2. Unter Entschädigungsfolge, eventuell unter Kostenfolge für beide In-
stanzen zulasten der Beklagten.“

F. An der mündlichen Berufungsverhandlung vom 11. Juli 2006 
bestätigte der Rechtsvertreter der Kläger die schriftlichen Berufungsbegehren. Die 
Z. AG liess demgegenüber beantragen, es sei die Berufung abzuweisen und es 
sei das angefochtene Urteil zu bestätigen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge 
zulasten der Kläger.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteivertreter zur Begründung ihrer 
Rechtsbegehren wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen. Im 
Sinne von Art. 51 Abs. 1 lit. b OG gaben Rechtsanwalt Thöny und Rechtsanwalt 
Mengiardi überdies schriftliche Ausfertigungen ihrer Vorträge zu den Akten.

Die Zivilkammer zieht in Erwägung:

1. Gemäss Art. 24 Abs. 1 GestG können arbeitsrechtliche Streitigkeiten 
am Wohnsitz bzw. Sitz der beklagten Partei oder aber am gewöhnlichen Arbeitsort 
der Arbeitnehmerin bzw. des Arbeitnehmers anhängig gemacht werden. Zu beur-
teilen sind im vorliegenden Fall Ansprüche, welche durch zahlreiche Arbeitnehmer 
(ursprünglich die Kläger 1-50, nunmehr die Kläger 2-4, 6-14, 16-36 und 38-50) 
wegen angeblich missbräuchlicher Auflösung des Arbeitsverhältnisses gegenüber 
ihrer früheren Arbeitgeberin (der X. AG) bzw. deren Rechtsnachfolgerin (der Z. 
AG) geltend gemacht wurden bzw. werden. Beschäftigt wurden die Kläger im X. 
in T.. Der Mittelpunkt ihrer Berufstätigkeit lag also in einer zum Bezirk Prätti-
gau/Davos gehörenden Gemeinde. Damit durfte die von den Klägern angerufene 
Vorinstanz ihre örtliche Zuständigkeit bejahen.

Bei einer einfachen (formellen) Streitgenossenschaft (subjektive Klagen-
häufung), wie hier eine auf Seiten der Kläger gegeben ist – mehrere Arbeitnehmer 
schliessen sich zusammen und belangen ihre Arbeitgeberin wegen einer gleich-
artigen Vertragsverletzung (vgl. FRANK/STRÄULI/MESSMER, Kommentar zur zürche-

14

rischen Zivilprozessordnung, 3. Aufl., Zürich 1997, § 40 N. 1 und 12) –, werden in 
vermögensrechtlichen Streitigkeiten zur Ermittlung der sachlichen Zuständigkeit 
die eingeklagten Forderungen zusammengezählt (Art. 22 Abs. 1 ZPO, vgl. auch 
PKG 1989-3-18). Im vorliegenden Fall ergab dies einen Streitbetrag von über Fr. 
350'000.00. Gemeinsam eingereichte Klagen dieses Umfangs fallen gemäss Art. 
19 Ziff. 1 ZPO in die sachliche Zuständigkeit des jeweiligen Bezirksgerichts, hier 
also jenes von Prättigau/Davos, so dass auch insoweit einem Eintreten auf die 
Streitangelegenheit durch die Vorinstanz nichts entgegenstand.

Bei dieser Ausgangslage ist die Berufungsfähigkeit der Streitsache eben-
falls gegeben (Art. 218 Abs. 1 ZPO in Verbindung mit Art. 19 Ziff. 1 ZPO), war 
doch im Zeitpunkt der Ausfällung des erstinstanzlichen Urteils der ursprünglich 
erforderliche Streitwert (höher als Fr. 8000.00) noch vorhanden (vgl. PKG 1994-
15-54). Da das Rechtsmittel überdies innert Frist ergriffen wurde (Art. 219 Abs. 1 
Satz 1 ZPO) und da die Weiterzugserklärung ausserdem den gesetzlichen Form-
erfordernissen entspricht (Art. 219 Abs. 1 Satz 2 ZPO), ist darauf grundsätzlich 
einzutreten.

2. Für arbeitsrechtliche Auseinandersetzungen bis zu einem Streitwert 
von Fr. 30'000.00 haben die Kantone ein einfaches, rasches und kostenloses Ver-
fahren vorzusehen (Art. 343 Abs. 2 und 3 OR). – Überdies ist das jeweilige Gericht 
in solchen Fällen nach der in Art. 343 Abs. 4 OR verankerten Untersuchungsma-
xime verpflichtet, den Sachverhalt von Amtes wegen abzuklären. Dies bedeutet, 
dass es Tatsachen in den Prozess einbeziehen darf, die von niemandem behaup-
tet wurden, soweit sie sich aus den Akten ergeben. Ebenso kann es Beweise er-
heben und berücksichtigen, die von keiner Seite angerufen wurden. Darüber hin-
aus obliegt ihm eine ausgedehntere Fragepflicht, vor allem dann, wenn es objektiv 
Grund hat, an der Vollständigkeit der Sachverhaltsvorbringen und Beweisanträge 
zu zweifeln. Dies entbindet die Parteien freilich nicht von der aktiven Mitwirkung 
im Verfahren. Sie sind auch im Bereich der Untersuchungsmaxime gehalten, dem 
Gericht das in Betracht fallende Tatsachenmaterial prozesskonform zu unterbrei-
ten und die einschlägigen Beweismittel zu bezeichnen (vgl. die Urteile des Bun-
desgerichts vom 31.03.2003, 4C.143/2002, E. 3, und vom 22. Juli 2004, 
4C.201/2004, E. 2; ULLIN STREIFF / ADRIAN VON KAENEL, Arbeitsvertrag, Praxiskom-
mentar zu Art. 319-362 OR, 6. Aufl., Zürich 2006, Art. 343 OR N. 14; MANFRED 
REHBINDER / WOLFGANG PORTMANN, Basler Kommentar, Obligationenrecht I, 3. 

15

Aufl., Basel 2003, Art. 343 OR N. 16 f.; ADRIAN STAEHELIN / FRANK VISCHER, Zürcher 
Kommentar, Band V.2.c, 3. Aufl., Zürich 1996, Art. 343 OR N. 31).

Ob die für die Anwendung der verfahrensrechtlichen Bestimmungen des 
Art. 343 OR massgebliche Grenze von Fr. 30'000.00 überschritten ist, beurteilt 
sich nach dem Rechtsbegehren gemäss Leitschein; spätere Änderungen wie die 
Reduktion der Forderung oder ihre teilweise Anerkennung sind nicht mehr zu 
berücksichtigen (vgl. PKG 1993-5-23). Dies bedeutet freilich nicht, dass bei einer 
einfachen Streitgenossenschaft die für die Beurteilung der sachlichen Zuständig-
keit geltende kantonalrechtliche Regelung, wonach die Leitscheinforderungen zu-
sammenzuzählen sind, unbesehen auf die in Art. 343 OR enthaltenen bundes-
rechtlichen Verfahrensbestimmungen übertragen werden darf. Diese Vorschriften 
gehen vielmehr abweichenden kantonalen Lösungen vor und haben zum Ziel, den 
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern die prozessuale Durchsetzung ihrer An-
sprüche zu erleichtern (vgl. STAEHELIN/VISCHER, a. a. O., Art. 343 OR N. 2 und 22). 
Wenn sich wie im vorliegenden Fall Kläger, die an sich jeder für sich gegen ihre 
(identische) Arbeitgeberin vorgehen könnten, aus prozessökonomischen Gründen 
in einer einfachen Streitgenossenschaft zusammenfinden, um ihre gleichartigen 
Forderungen – verlangt wird eine finanzielle Abgeltung für eine als missbräuchlich 
eingestufte Massenentlassung – in einer einzigen Rechtsschrift geltend zu ma-
chen, ist nicht einzusehen, weshalb sie allein deswegen prozessual schlechter ge-
stellt sein sollten als bei eigenständiger Klageeinreichung. Dies lässt es im Hin-
blick auf die Bestimmung der Verfahrensart angezeigt erscheinen, dass die ein-
zelnen eingeklagten Forderungen gerade nicht zusammengerechnet werden (vgl. 
STREIFF/VON KAENEL, a. a. O., Art. 343 OR N. 6; BRUNNER/BÜHLER/WAEBER/BRU-
CHEZ, Kommentar zum Arbeitsvertragsrecht, 3. Aufl., Basel 205, S. 319 N. 11; 
beide unter Hinweis auf einen Bundesgerichtsentscheid, auszugsweise publiziert 
in SJ 1998 S. 91). – Trotz ihres gemeinsamen Vorgehens in Form einer einfachen 
Streitgenossenschaft gelangen die Kläger der hier zu beurteilenden prozessualen 
Auseinandersetzung also in den Genuss der sich aus Art. 343 OR ergebenden 
Verfahrenserleichterungen, liegen doch sämtliche eingeklagten Forderungen klar 
unter der dort genannten Höchstgrenze von Fr. 30'000.00.

Vor Bezirksgericht Prättigau/Davos kam die Beklagte der Aufforderung, das 
Protokoll der Sitzung ihres Verwaltungsrates vom 09. April 2002 zu den Akten zu 
geben, lediglich insoweit nach, als sie es in einem verschlossenen Umschlag ein-
reichte; dies deshalb, weil der Editionsantrag verspätet gestellt worden sei. Die 

16

Vorinstanz teilte diese Auffassung und traf keine Anstalten, die Urkunde offen zu 
legen. Da der vorliegende Prozess indessen, wie eben aufgezeigt wurde, von der 
Untersuchungsmaxime beherrscht wird und da dem betreffenden Sitzungsproto-
koll nicht von vornherein jede Relevanz für den Ausgang des Verfahrens abge-
sprochen werden durfte, wäre das Bezirksgericht Prättigau/Davos verpflichtet ge-
wesen, das Schriftstück einzusehen und dessen Inhalt auch dem Rechtsvertreter 
der Kläger zur Kenntnis zu bringen. Dies musste im Berufungsverfahren nachge-
holt werden, weshalb an der heutigen mündlichen Verhandlung der Umschlag 
geöffnet und die Urkunde in Anwesenheit der beiden Anwälte verlesen wurde.

3. Am 24. April 2002 kündigte die X. AG aus wirtschaftlichen Gründen 
praktisch der ganzen Belegschaft ihres Betriebes in T. die mit den einzelnen Ar-
beitnehmern bestehenden Vertragsverhältnisse. Hiervon betroffen waren rund 
120 Personen. Dass in diesem Vorgehen eine Massenentlassung im Sinne von 
Art. 335d OR zu sehen ist, wurde bereits durch das Bezirksgericht Prättigau/Davos 
zutreffend festgehalten, und dies blieb denn auch vor der Zivilkammer des Kan-
tonsgerichts wie zuvor im ganzen Verfahren zu Recht völlig unbestritten.

Die Arbeitgeberin, die eine Massenentlassung beabsichtigt, ist im Rahmen 
ihrer Konsultationspflicht nach Art. 335f Abs. 1 OR gehalten, den Arbeitnehmern 
zumindest die Möglichkeit einzuräumen, Vorschläge zu unterbreiten, wie die Kün-
digungen ganz oder teilweise vermieden bzw. deren Folgen gemildert werden kön-
nen (Art. 335f Abs. 2 OR). Gemäss Art. 335f Abs. 3 OR haben die Arbeitnehmer 
überdies einen Anspruch darauf, dass ihnen hierzu zweckdienliche Auskünfte er-
teilt werden. Die Arbeitgeberin ist nach dieser Norm in jedem Fall verpflichtet, ih-
nen – und zwar in Schriftform – Angaben zukommen zu lassen zu den Gründen, 
die zur Massenentlassung führen (lit. a), zur Zahl der Arbeitnehmer, denen gekün-
digt werden soll (lit. b), zur Zahl der in der Regel beschäftigten Arbeitnehmer (lit. 
c) sowie zum Zeitraum, in welchem die Kündigungen ausgesprochen werden sol-
len (lit. d).

Mit der Einleitung des Konsultationsverfahrens durch die Bekanntgabe der 
Mindestinformationen nach Art. 335f Abs. 3 lit. a-d OR (vgl. hierzu STREIFF/VON 
KÄNEL, a. a. O., Art. 335f OR N. 4) darf die Arbeitgeberin freilich nicht zuwarten, 
bis die Massenentlassung beschlossene Sache ist. Der Sinn der Konsultation be-
steht ja nach dem Gesagten gerade darin, den Arbeitnehmern zu ermöglichen, auf 
die Entscheidfindung der Arbeitgeberin einzuwirken. Dann aber muss mit dem ent-

17

sprechenden Verfahren so rechtzeitig begonnen werden, dass die Arbeitgeberin 
Alternativmassnahmen, die ihr durch die Arbeitnehmer allenfalls vorgeschlagen 
werden, noch prüfen kann, bevor sie sich endgültig zu einer Massenentlassung 
entschliesst. Auf der anderen Seite darf ein Vorgehen nach Art. 335f OR auch 
nicht beliebig Zeit beanspruchen. Die Arbeitgeberin ist deshalb berechtigt, den Ar-
beitnehmern eine Frist zur Stellungnahme anzusetzen, die sie nach Treu und 
Glauben so zu bemessen hat, dass ihnen genügend Zeit bleibt, um die erhaltenen 
Informationen zu verarbeiten und um zu ihren Handen zu den geplanten Mass-
nahmen soweit tunlich konkrete Gegenvorschläge zu verfassen. Die genaue 
Dauer dieser Frist lässt sich nicht im Voraus verbindlich festlegen, sie hängt viel-
mehr von den konkreten Umständen des Einzelfalls ab, insbesondere von der 
Komplexität der sich stellenden Fragen und der Dringlichkeit der beabsichtigten 
Massenentlassung, daneben aber auch von der Grösse des Betriebs und der Zahl 
der betroffenen Personen. Ist die Massenentlassung allerdings nur deshalb be-
sonders dringlich geworden, weil das Konsultationsverfahren zu spät eingeleitet 
wurde, vermag dies keine Fristverkürzung zu rechtfertigen (vgl. zum Ganzen BGE 
130 III 102 E. 4.1-4.3 S. 109 ff. = Pra 2004 Nr. 143 S. 813 f.; BGE 123 III 176 E. 4 
S. 179 ff.).

4. Die Beklagte geht davon aus, ihre Rechtsvorgängerin habe das Kon-
sultationsverfahren im Sinne von Art. 335f Abs. 1-3 OR am 10. April 2002 einge-
leitet, als nebst den Gewerkschaften, den Medien und weiteren Interessierten 
auch die Arbeitnehmer über die bevorstehende Schliessung des X. in T. unterrich-
tet worden seien. Sie behauptet selber nicht, dass eine derartige Orientierung der 
Belegschaft bereits früher stattgefunden habe. Das Bezirksgericht Prättigau/Da-
vos gelangte im angefochtenen Urteil zum Schluss, dass die X. AG mit ihrem 
Tätigwerden vom 10. April 2002 rechtzeitig auf die drohende Massenentlassung 
hingewiesen habe. Ausserdem vertrat die Vorinstanz gestützt auf die Aussagen 
des Zeugen R., dem Vorsteher des Amtes für Industrie, Gewerbe und Arbeit des 
Kantons Graubünden, die Meinung, dass die (mündliche) Unterrichtung der Arbei-
ter inhaltlich genügend gewesen sei, wobei sie es als vernachlässigbar ansah, 
dass ihnen nichts Schriftliches abgegeben wurde. Schliesslich hielt das Bezirks-
gericht Prättigau/Davos auch noch fest, dass die Frist von 14 Tagen zum Einbrin-
gen von Alternativvorschlägen zur Massenentlassung – umfassend den Zeitraum 
zwischen der Orientierung vom 10. April 2002 und dem Versand der Kündigungen 
vom 24. April 2002 – ausreichend lang bemessen worden sei. Bei Letzterem dürfte 

18

es sich mit Blick auf die in Lehre und Rechtsprechung vertretenen Meinungen (vgl. 
hierzu BGE 130 III 102 E. 4.3 S. 110 f. = Pra 2004 Nr. 143 S. 814) um eine zutref-
fende Einschätzung handeln. Abschliessend braucht dies freilich nicht untersucht 
zu werden, ist doch die X. AG jedenfalls in den beiden anderen Punkten ihrer Kon-
sultationspflicht nicht in genügendem Mass nachgekommen.

Wie die Beklagte selber einräumt (vgl. etwa S. 7 der schriftlichen Ausferti-
gung ihres vor der Zivilkammer des Kantonsgerichts gehaltenen Plädoyers) und 
wie auch von der Vorinstanz nicht in Frage gestellt wird (vgl. Seite 19 des ange-
fochtenen Urteils), wurde die Belegschaft des X. anlässlich der Unterrichtung vom 
10. April 2002 über die drohende Massenentlassung statt in schriftlicher Form le-
diglich mündlich mit den in Art. 335f Abs. 3 lit. a-d OR aufgelisteten Mindestinfor-
mationen bedient. In der Missachtung dieser klaren, nicht bloss eine Ordnungs-
vorschrift darstellenden gesetzlichen Weisung liegt eine erste Verletzung der Kon-
sultationspflicht. Ausdrücklich zu verlangen, dass die wichtigsten Angaben zu der 
in Erwägung gezogenen Massenentlassung den mutmasslich Betroffenen schrift-
lich ausgehändigt wird, macht sehr wohl Sinn. Da nur eine verhältnismässig kurze 
Frist zur Verfügung steht, um allenfalls auf die Willensbildung der Arbeitgeberin 
noch Einfluss nehmen zu können, müssen die Arbeitnehmer von allem Anfang im 
Besitz der massgeblichen Unterlagen sein. Nur so sind sie in der Lage, umgehend 
sachverständigen Rat einzuholen. Es ist ihnen nicht zuzumuten, sich für die Be-
schaffung der erforderlichen Informationen auf in den Massenmedien erschei-
nende Berichte oder auf Notizen abstützen zu müssen, die anlässlich der mündli-
chen Orientierung gemacht wurden, vor allem dann nicht, wenn sich die Beleg-
schaft wie hier überwiegend aus fremdsprachigen Personen zusammensetzt. In-
dem die Arbeitgeberin dem im vorliegenden Fall nicht Rechnung trug, wurde das 
Konsultationsverfahren nicht ordnungsgemäss durchgeführt (vgl. STREIFF/VON 
KAENEL, a. a. O., Art. 335 OR N. 4). – Darüber hinaus muss sich die Beklagte aber 
auch, wie gleich zu zeigen sein wird, vorhalten lassen, dass am 10. April 2002, als 
die Arbeitnehmer, weitere Interessierte und die Öffentlichkeit über die wirtschaftli-
chen Schwierigkeiten beim X. unterrichtet wurden, der Schliessungsentscheid be-
reits feststand, was nach dem Gesagten ebenfalls eine Verletzung der Konsultati-
onspflicht darstellt (vgl. hierzu wiederum die oben zitierten Präjudizien BGE 130 
III 102 E. 4.2 S. 109 f. = Pra 2004 Nr. 143 S. 813; BGE 123 III 176 E. 4.a S. 180 
f.). In diesem Zusammenhang ist vorab einmal auf die bei den Akten liegenden 
Presseberichte zu verweisen, von denen auch die Beklagte nicht behauptet, dass 
sie das Geschehen vom 10. April 2002 verzerrt wiedergäben. Danach liefen die 

19

Verlautbarungen der Y. Gruppe unmissverständlich darauf hinaus, dass die Pro-
duktion in T. noch bis zum 31. Juli 2002 laufen und dann eingestellt werden solle. 
120 Personen verlören dadurch ihre Beschäftigung. Soweit sie nicht frühpensio-
niert werden könnten, werde in Zusammenarbeit mit dem Kanton und einer priva-
ten Firma alles unternommen, um ihnen möglichst bald wieder einen Arbeitsplatz 
zu verschaffen. Mit dem stimmen auch die Angaben des Zeugen R. überein, der 
wie gesehen als Vorsteher des kantonalen Amtes für Industrie, Gewerbe und Ar-
beit an der Orientierung vom 10. April 2002 teilgenommen hatte und für den da-
nach klar war, dass der Betrieb in T. geschlossen werde. Den gleichen Eindruck 
gewonnen hatte überdies der ebenfalls als Zeuge einvernommene Q., der Zen-
tralsekretär der Gewerkschaft V.. Gegenteiliges ergibt sich auch nicht aus den 
Zeugenaussagen von P., dem CEO der Y. Gruppe und Verwaltungsratspräsiden-
ten der X. AG. Er wies darauf hin, dass ohne nachhaltigen Erfolg Millionen in den 
Betrieb investiert worden seien und dass man rein wirtschaftlich gesehen bereits 
viel zu lange nach Rettungsmöglichkeiten gesucht habe. Im Vorfeld des 10. April 
2002 sei es deshalb darum gegangen, die Schliessung des Werks so vorzuberei-
ten, dass die daraus erwachsenden Kosten möglichst tief gehalten werden könn-
ten und dass sich für die Beschäftigten möglichst nahtlos bei andern Arbeitgebern 
neue Stellen finden liessen. Daraus erhellt mit aller Deutlichkeit, dass niemand 
mehr an einen Weiterbestand der Produktionsstätte T. glaubte. Nichts anderes gilt 
schliesslich für die Äusserungen des geschäftsführenden Direktors der X. AG, des 
Zeugen O.. Für ihn war der Schliessungsentscheid ebenfalls definitiv, weil keiner-
lei Aussicht bestand, dass sich der Betrieb je rentabel werde führen lassen. Wenn 
trotz des bisher Gesagten noch irgendwelche Zweifel bestehen sollten, ob am 10. 
April 2002 der Beschluss, die Produktion endgültig aufzugeben, tatsächlich bereits 
feststand, würden sie durch das Protokoll betreffend die Sitzung des Verwaltungs-
rates der X. AG vom 09. April 2002 beseitigt. Darin findet sich nichts, was auf eine 
auch nur geringe Hoffnung hingewiesen hätte, dass sich die Werkschliessung – 
gestützt auf Vorschläge der Belegschaft etwa – in letzter Stunde möglicherweise 
noch verhindern lasse.

Insoweit können also die Schlussfolgerungen des Bezirksgerichts Prätti-
gau/Davos gemäss angefochtenem Urteil, wonach das Konsultationsverfahren 
korrekt abgelaufen sei, nicht übernommen werden.

20

5. Pflichtverletzungen der geschilderten Art lassen gemäss Art. 336 
Abs. 2 lit. c OR die in der Folge im Rahmen einer Massenentlassung ergangenen 
Kündigungen als missbräuchlich erscheinen (vgl. BGE 123 III 176 E. 4 S. 180 und 
182; STAEHELIN/VISCHER, a. a. O., Art. 335f OR N. 5; STREIFF/VON KAENEL, a. a. O., 
Art. 335f OR N. 4), was dann seinerseits (lediglich) bewirkt, dass die betroffenen 
Arbeitnehmer von ihrer Arbeitgeberin gestützt auf Art. 336a Abs. 3 OR eine im 
Gesetz als Entschädigung bezeichnete Geldzahlung von höchstens zwei Monats-
löhnen verlangen können; die Missbräuchlichkeit der Kündigung zieht also nicht 
etwa deren Nichtigkeit nach sich (vgl. STREIFF/VON KAENEL, a. a. O., Art. 336a OR 
N. 2; REHBINDER/PORTMANN, a. a. O., Art. 336a OR N. 1). – Gleich wie die bei 
ungerechtfertigter fristloser Entlassung eines Arbeitnehmers oder einer Arbeitneh-
merin nach Art. 337c Abs. 3 OR geschuldete Geldleistung hat auch jene wegen 
missbräuchlicher Kündigung eines Arbeitsverhältnisses Straf- und Wiedergutma-
chungscharakter. Dies bedeutet, dass bei deren Bemessung innerhalb des ge-
setzlichen Rahmens sowohl den Umständen auf Seiten der Arbeitgeberin (der 
Schwere des von ihr verursachten Eingriffs in die Persönlichkeit der Betroffenen 
etwa) wie jenen auf Seiten der Arbeitnehmer (die sie treffenden wirtschaftlichen 
Auswirkungen der Kündigung beispielsweise) Rechnung zu tragen ist (vgl. BGE 
123 III 391 E. 3.c S. 394; REHBINDER/PORTMANN, a. a. O., Art. 336a OR N. 1 ff.; 
STREIFF/VON KAENEL, a. a. O., Art. 336a OR N. 2 f.; BRUNNER/BÜHLER/WAEBER/BRU-
CHEZ, a. a. O., N. 2 f.).

Den Organen der Rechtsvorgängerin der Beklagten musste bewusst sein, 
dass die Produktionsstätte T. angesichts ihrer Grösse und der Zahl der Beschäf-
tigten für die Region N. von erheblicher wirtschaftlicher Bedeutung war und dass 
eine Massenentlassung nicht nur für die Arbeitnehmer und ihre Angehörigen, son-
dern auch für weitere Kreise einen empfindlichen Schlag bedeuten würde. Den 
Aussagen der Zeugen P. und O. kann überdies entnommen werden, dass die Y. 
Gruppe seit Jahren massive Verluste abdecken musste, die durch den Betrieb des 
X. laufend entstanden, und dass trotz interner und externer Abklärungen keine 
Lösungen gefunden wurden, welche eine nachhaltige Besserung versprochen 
hätten. Dann aber ist es stossend, dass mit der Einleitung des Konsultationsver-
fahrens so lange zugewartet wurde, bis der Schliessungsentscheid endgültig fest-
stand und von Seiten der Arbeitnehmer nicht mehr ernstlich Anregungen zu er-
warten waren, mit denen man sich noch hätte auseinandersetzen müssen. Hinzu 
kommt eine gewisse Geringschätzung der Belegschaft gegenüber, die sich da-
durch zeigte, dass anlässlich der Orientierungsversammlung vom 10. April 2002 

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nicht einmal die vom Gesetz vorgesehenen Mindestinformationen in der vorge-
schriebenen Form zur Verfügung standen. Bringt man all dies in Verbindung mit 
dem Umstand, dass die Arbeitnehmer den Schock der Massenentlassung und die 
damit verbundene belastende Ungewissheit in Bezug auf ihre berufliche Zukunft 
erst einmal verarbeiten mussten, wäre es in hohem Masse unbillig, wenn die Be-
klagte gestützt auf Art. 336a Abs. 3 OR überhaupt keine finanziellen Leistungen 
oder nur symbolische Beträge und dies erst noch nur gegenüber einzelnen Betrof-
fenen zu erbringen hätte. Die in der genannten Bestimmung enthaltene Regelung 
darf nicht gänzlich ihres Strafcharakters beraubt werden. Da die unmittelbaren 
Auswirkungen der Kündigungen für alle Betroffenen ähnlich hart waren und da bei 
der späteren Bewältigung durch die Kombination verschiedener Massnahmen 
eine gewisse Angleichung zwischen besser und weniger gut vermittelbaren Ar-
beitnehmern erzielt wurde, drängt es sich ausserdem nicht auf, nebst der durch 
die unterschiedlich hohen Löhne entstehenden Differenzierung weitere Abstufun-
gen vorzunehmen. Zu Gunsten der Arbeitgeberin ist auf der anderen Seite zu 
berücksichtigen, dass sie durch den Abschluss und die Umsetzung eines Sozial-
planes, ihr enges Zusammenwirken mit dem Amt für Industrie, Gewerbe und Ar-
beit sowie durch den Beizug einer Stellenvermittlungsfirma auf eigene Kosten we-
sentlich dazu beigetragen hat, dass die langfristigen Folgen der Massenentlas-
sung weniger schlimm waren, als ursprünglich befürchtet werden musste. Insge-
samt betrachtet erscheint es bei dieser Sachlage angezeigt, jedem der verbliebe-
nen Kläger gestützt auf Art. 336a Abs. 3 OR eine Geldzahlung in der Höhe eines 
Monatslohnes zuzugestehen, entsprechend je der Hälfte der von ihnen für zwei 
Monatslöhne eingeklagten und rechnerisch unbestritten gebliebenen Beträge. 
Hinzu kommt der gesetzliche Verzugszins von 5 %, zu entrichten ab dem 23. De-
zember 2002, dem Tag der Anhängigmachung der verschiedenen Klagen. Dass 
die der Y. Gruppe angehörende Beklagte durch solche Zahlungen wirtschaftlich 
ausserordentlich hart getroffen werde, versuchte sie im Verfahren gar nicht erst 
darzutun.

Von der Gleichbehandlung mit den übrigen Streitgenossen auszunehmen 
wäre der Kläger 50 (BG.), wenn ihm, wie von der Z. AG geltend gemacht wird, 
vorzuwerfen wäre, er habe es entgegen der Vorschrift des Art. 336b Abs. 1 OR 
unterlassen, bei der Arbeitgeberin vor Ablauf der Kündigungsfrist schriftlich gegen 
die Entlassung Einsprache zu erheben, weshalb er einen allfälligen Anspruch auf 
eine Geldzahlung nach Art. 336a Abs. 3 OR verwirkt habe. Damit vermag die Be-

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klagte freilich nicht durchzudringen, findet sich doch unter KB 15 ein den genann-
ten Anforderungen genügendes Protestschreiben.

6. Wie bereits festgehalten wurde, dürfen von hier nicht weiter interes-
sierenden Ausnahmen abgesehen in zivilprozessualen Auseinandersetzungen 
um behauptete Ansprüche aus Einzelarbeitsvertrag bis zu einem Streitwert von 
Fr. 30'000.00 auf die Parteien keine Gerichtskosten abgewälzt werden (Art. 343 
Abs. 3 OR). Das Bezirksgericht Prättigau/Davos verkannte, dass es im vorliegen-
den Prozess mit Forderungen, die alle unter der genannten Höchstgrenze liegen, 
diesen Grundsatz ebenfalls hätte beachten müssen, es also unzulässig war, sämt-
liche Verfahrenskosten den Klägern zu überbinden. Dem Umstand, dass die Ar-
beitnehmer als einfache Streitgenossen gegen ihre Arbeitgeberin vorgingen, 
kommt dabei nach dem Gesagten kein entscheidendes Gewicht zu. Auch in die-
sem Punkt muss das angefochtene Urteil (Ziff. 4 des Dispositivs) somit aufgeho-
ben werden, und es sind die gerichtlichen Kosten unbesehen des Verfahrensaus-
ganges auf die jeweilige Gerichtskasse zu nehmen; dies betrifft jene des Kreisprä-
sidenten S. als Vermittler von Fr. 400.00, jene des Bezirksgerichtsausschusses 
Prättigau/Davos von Fr. 800.00 (Proz. Nr. 120-2004-22) sowie jene des Bezirks-
gerichtes Prättigau/Davos von Fr. 14'915.00 (Proz. Nr. 110-2003-34).

Nach den eben dargelegten Grundsätzen, die auch in Zusammenhang mit 
der Anrufung einer Rechtsmittelbehörde verbindlich bleiben, sind die bei der Zivil-
kammer des Kantonsgerichtes aufgelaufenen Verfahrenskosten vom Kanton 
Graubünden zu übernehmen.

7. Kostenbefreiung im Sinne von Art. 343 Abs. 3 OR ändert nichts 
daran, dass die obsiegende Partei grundsätzlich einen Anspruch besitzt, zulasten 
der unterliegenden Gegnerin die ihr erwachsenen Umtriebe angemessen abge-
golten zu erhalten (vgl. BGE 115 II 30 E. 5c S. 42).

Während die Kläger mit ihrem Begehren, sie seien wegen der missbräuch-
lichen Kündigung des Arbeitsverhältnisses mit je zwei Monatslöhnen abzufinden, 
vor Bezirksgericht Prättigau/Davos keinerlei Erfolg zu erzielen vermochten, er-
reichten sie im Weiterzugsverfahren, dass ihre Forderungen wenigstens je zur 
Hälfte geschützt werden. Dies darf freilich nicht einfach zum Wettschlagen der 
aussergerichtlichen Kosten führen, gilt es doch zusätzlich zu berücksichtigen, 

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dass die Beklagte während des ganzen Verfahrens geltend machte, der Gegen-
partei aus Art. 336a Abs. 3 OR nichts zu schulden. Insoweit wurden die Kläger 
also gezwungen, ihre Ansprüche auf dem Prozessweg (mittels Klage und Beru-
fung) geltend zu machen. Dem sowie der Bedeutung der Streitsache und dem 
notwendigen Aufwand Rechnung tragend wird die Beklagte verpflichtet, den Klä-
gern für das kreisamtliche sowie das erst- und zweitinstanzliche Gerichtsverfahren 
gesamthaft eine reduzierte Umtriebsentschädigung von Fr. 10'000.00 zu bezah-
len, die Mehrwertsteuer eingeschlossen.

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Demnach erkennt die Zivilkammer:

1. Die Berufung wird teilweise gutgeheissen und es werden die Ziffern 3, 4 
und 5 des Dispositivs des angefochtenen Urteils aufgehoben.

2. In teilweiser Gutheissung der verbleibenden Klagen wird die Z. AG ver-
pflichtet, die folgenden Beträge zu bezahlen:

▪ dem Kläger 2 Fr. 4900.00 zuzüglich 5 % Zins seit 23.12.2002
▪ dem Kläger 3 Fr. 4200.00 zuzüglich 5 % Zins seit 23.12.2002
▪ dem Kläger 4 Fr. 3705.00 zuzüglich 5 % Zins seit 23.12.2002
▪ dem Kläger 6 Fr. 3400.00 zuzüglich 5 % Zins seit 23.12.2002
▪ dem Kläger 7 Fr. 3582.15 zuzüglich 5 % Zins seit 23.12.2002
▪ dem Kläger 8 Fr. 4400.00 zuzüglich 5 % Zins seit 23.12.2002
▪ dem Kläger 9 Fr. 3420.00 zuzüglich 5 % Zins seit 23.12.2002
▪ dem Kläger 10 Fr. 4430.00 zuzüglich 5 % Zins seit 23.12.2002
▪ dem Kläger 11 Fr. 4500.00 zuzüglich 5 % Zins seit 23.12.2002
▪ dem Kläger 12 Fr. 3430.00 zuzüglich 5 % Zins seit 23.12.2002
▪ dem Kläger 13 Fr. 3645.00 zuzüglich 5 % Zins seit 23.12.2002
▪ dem Kläger 14 Fr. 4550.00 zuzüglich 5 % Zins seit 23.12.2002
▪ dem Kläger 16 Fr. 3054.00 zuzüglich 5 % Zins seit 23.12.2002
▪ dem Kläger 17 Fr. 3104.20 zuzüglich 5 % Zins seit 23.12.2002
▪ dem Kläger 18 Fr. 3400.00 zuzüglich 5 % Zins seit 23.12.2002
▪ dem Kläger 19 Fr. 3245.00 zuzüglich 5 % Zins seit 23.12.2002
▪ dem Kläger 20 Fr. 3620.00 zuzüglich 5 % Zins seit 23.12.2002
▪ dem Kläger 21 Fr. 3520.00 zuzüglich 5 % Zins seit 23.12.2002
▪ dem Kläger 22 Fr. 4600.00 zuzüglich 5 % Zins seit 23.12.2002
▪ dem Kläger 23 Fr. 3104.20 zuzüglich 5 % Zins seit 23.12.2002
▪ dem Kläger 24 Fr. 3500.00 zuzüglich 5 % Zins seit 23.12.2002
▪ dem Kläger 25 Fr. 3505.00 zuzüglich 5 % Zins seit 23.12.2002
▪ dem Kläger 26 Fr. 3882.15 zuzüglich 5 % Zins seit 23.12.2002
▪ dem Kläger 27 Fr. 3320.00 zuzüglich 5 % Zins seit 23.12.2002
▪ dem Kläger 28 Fr. 3200.00 zuzüglich 5 % Zins seit 23.12.2002
▪ dem Kläger 29 Fr. 3630.00 zuzüglich 5 % Zins seit 23.12.2002
▪ dem Kläger 30 Fr. 3420.00 zuzüglich 5 % Zins seit 23.12.2002
▪ dem Kläger 31 Fr. 3345.00 zuzüglich 5 % Zins seit 23.12.2002
▪ dem Kläger 32 Fr. 3320.00 zuzüglich 5 % Zins seit 23.12.2002
▪ dem Kläger 34 Fr. 3820.00 zuzüglich 5 % Zins seit 23.12.2002
▪ dem Kläger 35 Fr. 3620.00 zuzüglich 5 % Zins seit 23.12.2002
▪ dem Kläger 36 Fr. 3950.00 zuzüglich 5 % Zins seit 23.12.2002
▪ dem Kläger 38 Fr. 3104.20 zuzüglich 5 % Zins seit 23.12.2002

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▪ dem Kläger 39 Fr. 3104.20 zuzüglich 5 % Zins seit 23.12.2002
▪ dem Kläger 40 Fr. 3645.00 zuzüglich 5 % Zins seit 23.12.2002
▪ dem Kläger 41 Fr. 3104.20 zuzüglich 5 % Zins seit 23.12.2002
▪ dem Kläger 42 Fr. 4445.00 zuzüglich 5 % Zins seit 23.12.2002
▪ dem Kläger 43 Fr. 3104.20 zuzüglich 5 % Zins seit 23.12.2002
▪ dem Kläger 44 Fr. 3104.20 zuzüglich 5 % Zins seit 23.12.2002
▪ dem Kläger 45 Fr. 3650.00 zuzüglich 5 % Zins seit 23.12.2002
▪ dem Kläger 46 Fr. 3300.00 zuzüglich 5 % Zins seit 23.12.2002
▪ dem Kläger 47 Fr. 3430.00 zuzüglich 5 % Zins seit 23.12.2002
▪ dem Kläger 48 Fr. 3104.20 zuzüglich 5 % Zins seit 23.12.2002
▪ dem Kläger 49 Fr. 3104.20 zuzüglich 5 % Zins seit 23.12.2002
▪ dem Kläger 50 Fr. 3104.20 zuzüglich 5 % Zins seit 23.12.2002

3. Die Kosten des Kreisamtes S. von Fr. 400.00 gehen zu Lasten des Kreises 
S., während jene des Verfahrens vor Bezirksgerichtsausschuss Prätti-
gau/Davos (Fr. 800.00) sowie jene des Verfahrens vor Bezirksgericht Prät-
tigau/Davos (Fr. 14'915.00) vom Bezirk Prättigau/Davos zu übernehmen 
sind. Die Kosten des Berufungsverfahrens gehen zu Lasten des Kantons 
Graubünden.

4. Die Z. AG wird verpflichtet, den teilweise obsiegenden Klägern für ihre 
Bemühungen in den Verfahren vor allen Instanzen eine reduzierte Um-
triebsentschädigung von insgesamt Fr. 10'000.00 zu bezahlen, die Mehr-
wertsteuer eingeschlossen.

5. Mitteilung an:

__________

Für die Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden
Der Präsident Der Aktuar