# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bcb559b1-5e12-546f-a25f-b5bc26dc2e3f
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-08-27
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 27.08.2025 D-5131/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5131-2025_2025-08-27.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-5131/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 7 .  A u g u s t  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richter Thomas Segessenmann (Vorsitz), 

Richter Mathias Lanz,   

Richter Yanick Felley, 

Gerichtsschreiberin Lea Fritsche. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Afghanistan,   

vertreten durch Lea Hungerbühler, Rechtsanwältin,  

substituiert durch Alissa Buscemi,  

(…),  

Beschwerdeführerin,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Mehrfachgesuch);  

Verfügung des SEM vom 2. Juli 2025 / N (…). 

 

 

 

D-5131/2025 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass die Beschwerdeführerin am 26. Februar 2024 zusammen mit ihrem 

Bruder (N […]) erstmals in der Schweiz um Asyl nachsuchte, 

dass der Abgleich mit der europäischen Fingerabdruck-Datenbank (Euro-

dac) ergab, dass sie am 28. September 2023 bereits in Griechenland einen 

Asylantrag gestellt hatte, 

dass die griechischen Behörden dem SEM am 20. März 2024 auf Anfrage 

mitteilte, dass der Beschwerdeführerin am 16. November 2023 in Grie-

chenland der Flüchtlingsstatus zuerkannt und ihr eine Aufenthaltsgenehmi-

gung (gültig vom 16. November 2023 bis zum 15. November 2026) sowie 

ein Reisedokument (gültig vom 15. Dezember 2023 bis zum 14. Dezember 

2028) ausgestellt worden waren, 

dass die Beschwerdeführerin im Rahmen des rechtlichen Gehörs vom 

27. März 2024 im Wesentlichen ausführte, die Lebensbedingungen im 

Zentrum auf der Insel seien schlecht gewesen, 

dass sie und ihr Bruder nach der Anerkennung als Flüchtling und dem Er-

halt der entsprechenden Dokumente die Insel verlassen hätten, weil sie 

nicht länger im Zentrum hätten bleiben können, und nach Athen gegangen 

seien, wo sie sich während zwei Wochen in einer Herberge aufgehalten 

hätten, 

dass sie und ihr Bruder in Athen keine Unterstützung erhalten hätten,  

dass ihr Bruder in Athen angegriffen worden sei, sie um das Leben ihres 

Bruders fürchte und nicht nach Griechenland zurückkehren wolle,  

dass die Beschwerdeführerin betreffend ihre gesundheitliche Situation er-

klärte, verschiedene psychische und physische Beschwerden zu haben,  

dass die griechischen Behörden dem Gesuch des SEM vom 2. April 2024 

um Rückübernahme der Beschwerdeführerin am 3. April 2024 zustimmten, 

dass das SEM mit Verfügung vom 24. April 2024 auf das Asylgesuch der 

Beschwerdeführerin nicht eintrat, verbunden mit der Anordnung der Weg-

weisung aus der Schweiz nach Griechenland,   

D-5131/2025 

Seite 3 

dass die Beschwerdeführerin diese Verfügung mit Beschwerde vom 

26. April 2024 beim Bundesverwaltungsgericht anfocht und darin bean-

tragte, auf ihr Asylgesuch sei einzutreten und – implizit – die angefochtene 

Verfügung sei aufzuheben, 

das Bundesverwaltungsgericht auf die dagegen erhobene Beschwerde mit 

Urteil D-2597/2024 vom 22. Mai 2024 nicht eintrat, woraufhin die Be-

schwerdeführerin am 19. Dezember 2024 auf dem Luftweg von der 

Schweiz nach Griechenland überstellt wurde,  

dass die Beschwerdeführerin zusammen mit ihrem Bruder am 4. März 

2025 wieder in die Schweiz einreiste und am folgenden Tag in B._______ 

von der Polizei angehalten wurde,  

dass das SEM die griechischen Behörden am 6. März 2025 erneut um 

Rückübernahme der Beschwerdeführerin ersuchte, 

dass die Beschwerdeführerin anlässlich einer Befragung durch das Amt für 

Migration des Kantons C._______ vom selben Tag im Wesentlichen aus-

führte, sie und ihr Bruder würden in Athen umgebracht, zudem lebe ihre 

Familie hier in der Schweiz, 

dass die Befragung der Beschwerdeführerin wegen ihrer schlechten psy-

chischen Verfassung abgebrochen und sie in die Psychiatrie überführt wer-

den musste,  

dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe ihrer Rechtsvertreterin vom 

11. März 2025 beim SEM ein Mehrfachgesuch einreichen liess, 

dass sie in dieser Eingabe zur Hauptsache vorbrachte, sie habe in Grie-

chenland nach ihrer Rückführung unter unmenschlichen Bedingungen auf 

der Strasse gelebt, die Lebensumstände in Griechenland seien so prekär, 

dass sie sich veranlasst gesehen habe, trotz Einreiseverbots in die 

Schweiz zurückzukehren, 

dass sie in Griechenland alles Mögliche versucht habe, um von der Strasse 

wegzukommen, es für sie jedoch eine Unmöglichkeit gewesen sei, sich in 

Griechenland als afghanische Frau, ohne Adresse, Vermögen und legale 

Arbeit ein Leben einzurichten,  

D-5131/2025 

Seite 4 

dass sie darüber hinaus gewaltsame Erfahrungen in Griechenland ge-

macht habe, namentlich vergewaltigt worden sei, weshalb sie sich momen-

tan in stationärer psychiatrischer Behandlung in B._______ befinde, 

dass die griechischen Behörden dem Gesuch des SEM um Rücküber-

nahme der Beschwerdeführerin am 17. März 2025 zustimmten,  

dass das SEM der Beschwerdeführerin am 20. März 2025 Gelegenheit ein-

räumte, sich zur geplanten Wegweisung nach Griechenland zu äussern,  

dass die Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 31. März 2025 durch ihre 

Rechtsvertreterin vorbringen liess, eine Wegweisung wäre insbesondere 

aufgrund ihrer psychischen Verfassung und der konstanten Bedrohung 

weiterer sexueller Übergriffe in Griechenland aufgrund Obdachlosigkeit 

nicht zu verantworten,  

dass sie in den letzten Jahren bereits zwei Suizidversuche hinter sich und 

einen anhaltenden Sterbewunsch habe, 

dass ihre Hauptdiagnose auf Anpassungsstörung (F43.2) mit akuter Suizi-

dalität, sowie posttraumatische Belastungsstörung (F43.1) laute und eine 

engmaschige psychiatrische Betreuung unumgänglich und die Rückfüh-

rung unzumutbar sei, 

dass das SEM die erlebte sexuelle Gewalt und die dadurch ausgelösten 

Traumata, unvoreingenommen und vertieft zu prüfen habe, weshalb eine 

mündliche Anhörung der Beschwerdeführerin angezeigt sei, 

dass das SEM auf Nachfrage des Migrationsamtes des Kantons 

C._______ am 4. April 2025 Auskunft über die aktuellen medizinischen Be-

handlungen sowie den Tagesablauf und das Verhalten der Beschwerde-

führerin in der Unterkunft verlangte, und am 7. April 2025 die medizinische 

Akte der Beschwerdeführerin vom Migrationsamt Kanton C._______ er-

hielt,  

dass das SEM sich beim Migrationsamt C._______ am 10. Juni 2025 er-

neut um neue medizinische Berichte sowie anstehende Arzttermine der 

Beschwerdeführerin erkundigte, 

dass das SEM mit Verfügung vom 2. Juli 2025 (eröffnet am 4. Juli 2025) 

auf das erneute Asylgesuch der Beschwerdeführerin nicht eintrat, sie aus 

der Schweiz nach Griechenland wegwies, den Kanton C._______ mit dem 

D-5131/2025 

Seite 5 

Vollzug der Wegweisung beauftragte, die editionspflichtigen Akten gemäss 

Aktenverzeichnis aushändigte und eine Gebühr von Fr. 600.– erhob,  

dass für die vorinstanzliche Entscheidbegründung – soweit nicht nachfol-

gend darauf eingegangen wird – auf die Akten verwiesen werden kann, 

dass die Beschwerdeführerin gegen diesen Entscheid mit Eingabe ihrer 

Rechtsvertreterin vom 11. Juli 2025 beim Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerde erhoben hat, 

dass in der Beschwerde beantragt wird, es sei die angefochtene Verfügung 

vom 2. Juli 2025 vollumfänglich aufzuheben, es sei die Vorinstanz anzu-

weisen, auf das Asylgesuch der Beschwerdeführerin einzutreten, eventua-

liter sei der Beschwerdeführerin die vorläufige Aufnahme zu gewähren, 

subeventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurück-

zuweisen, sub-subeventualiter seien spezifische Garantien von den grie-

chischen Behörden einzuholen, um eine angebrachte Unterbringung und 

medizinische Versorgung der Beschwerdeführerin bei Rückkehr sicherzu-

stellen,  

dass in verfahrensrechtlicher Hinsicht darum ersucht wird, der Beschwerde 

sei die aufschiebende Wirkung zu gewähren, die Aussetzung des Wegwei-

sungsvollzugs sei superprovisorisch zu erlassen, der zuständige Kanton 

sei über die Aussetzung der Wegweisung bis zum Entscheid über die vor-

liegende Beschwerde in Kenntnis zu setzen und es sei der Beschwerde-

führerin zufolge Mittellosigkeit Kostenbefreiung zu gewähren und auf einen 

Kostenvorschuss zu verzichten,  

dass auf die Beschwerdebegründung – soweit wesentlich – nachfolgend 

eingegangen wird,  

dass dem Gericht die vorinstanzlichen Akten seit dem 14. Juli 2025 in elek-

tronischer Form vorliegen (Art. 109 Abs. 3 AsylG [SR 142.31]), 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls in der Regel 

– und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen 

(Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31‒33 VGG; 

Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

D-5131/2025 

Seite 6 

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), 

dass die Beschwerdeführerin am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 3 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass sich die Kognition des Gerichts und die zulässigen Rügen im Asylbe-

reich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG und im Bereich des Ausländerrechts nach 

Art. 49 VwVG richten (vgl. BVGE 2014/26 E. 5), 

dass auf das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung mangels 

Rechtsschutzinteresse nicht einzutreten ist, da der Beschwerde von Ge-

setzes wegen aufschiebende Wirkung zukommt (Art. 42 AsylG; Art. 55 

Abs. 1 VwVG), 

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das 

SEM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu überprüfen, 

die Beurteilungskompetenz des Gerichts grundsätzlich auf die Frage be-

schränkt ist, ob das SEM zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist 

(vgl. BVGE 2017 VI/5 E. 3.1; 2012/4 E. 2.2, je m.w.H.), 

dass dem Gericht demgegenüber bezüglich der Frage der Wegweisung 

und des Wegweisungsvollzuges volle Kognition zukommt, da das SEM in 

dieser Hinsicht eine materielle Prüfung vorgenommen hat (vgl. 

BVGE 2014/39 E. 3 [zweiter Absatz] und 2007/8 E. 2.1 [dritter Absatz]), 

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-

chende in einen sicheren Drittstaat im Sinne von Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG 

zurückkehren können, in welchem sie sich vorher aufgehalten haben 

(Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG),  

dass das SEM auf dieser Grundlage den Nichteintretensentscheid mit An-

ordnung der Wegweisung nach Griechenland gefällt hat, 

dass dieser Entscheid als zutreffend zu erkennen ist, da es sich (1.) bei 

Griechenland um einen sicheren Drittstaat im Sinne von Art. 6a Abs. 2 

D-5131/2025 

Seite 7 

Bst. b AsylG handelt (gemäss Beschluss des Bundesrates vom 14. De-

zember 2007; in Kraft seit dem 1. Januar 2008), sich die Beschwerdefüh-

rerin (2.) vor ihrer Gesucheinreichung dort aufgehalten hat und sie (3.) 

auch wieder in diesen Staat zurückkehren kann, nachdem sich Griechen-

land zu ihrer Rückübernahme bereit erklärt hat,  

dass damit die Voraussetzungen für einen Entscheid nach Art. 31a Abs. 1 

Bst. a AsylG erfüllt sind, zumal auch nichts vorgebracht wird, was geeignet 

wäre, die gesetzliche Vermutung des effektiven Schutzes in Griechenland 

(im Sinne von Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG) zu erschüttern, 

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 

Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 

(Art. 44 AsylG), vorliegend insbesondere der Kanton keine Aufenthalts-

bewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen 

besteht (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.), weshalb die 

verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen 

steht und demnach vom SEM ebenfalls zu Recht angeordnet wurde, 

dass nach dem Gesagten zu prüfen ist, ob es Gründe gibt, die dem Vollzug 

der Wegweisung nach Griechenland entgegenstehen, da das SEM das An-

wesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vor-

läufige Aufnahme zu regeln hat, wenn sich der Vollzug der Wegweisung als 

nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich erweist (Art. 44 [zweiter 

Satz] AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 1–4 AIG [SR 142.20]), 

dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen ge-

mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard 

wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu 

beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens 

glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), 

dass das SEM in der angefochtenen Verfügung im Wesentlichen zum 

Schluss gelangt, im Falle der Beschwerdeführerin sei der Vollzug der Weg-

weisung nach Griechenland zulässig, zumutbar und möglich, 

dass die Beschwerdeführerin den diesbezüglichen Erwägungen der Vor-

instanz – auf welche anstelle einer Wiederholung verwiesen werden 

kann – nur wenig Substanzielles entgegensetzt, 

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Seite 8 

dass sie sich zwar darauf beruft, sie würde aufgrund ihrer medizinischen 

Probleme, namentlich ihrer Suizidalität, bei einer Rückkehr nach Griechen-

land in eine Notlage geraten, 

dass sie in Griechenland alles Mögliche versucht habe, um von der Strasse 

wegzukommen, es für sie jedoch eine Unmöglichkeit gewesen sei, sich in 

Griechenland als afghanische Frau, ohne Adresse, Vermögen und legale 

Arbeit ein Leben einzurichten,  

dass sie möglicherweise erneut auf der Strasse leben müsste und dadurch 

weiterer sexueller Übergriffe schutzlos ausgesetzt wäre,  

dass sie die griechische Sprache nicht verstehe, darum und aufgrund ihrer 

psychischen Probleme nicht arbeiten könne und in Griechenland auch die 

Sozialleistungen spätestens 30 Tage nach Asylanerkennung eingestellt 

würden, 

dass diese Einwände allerdings nicht zu überzeugen vermögen, da die Be-

schwerdeführerin im vorliegenden Verfahren keine konkreten Angaben zu 

ihren tatsächlichen Lebensbedingungen in Griechenland gemacht hat be-

ziehungsweise nichts vorbringt, was auf eine seit Abschluss des ersten 

Asylverfahrens wesentlich veränderte Situation hinweisen würde, 

dass der Umstand, dass sich die Beschwerdeführerin nach ihrer Rückfüh-

rung nur für sehr kurze Zeit in Griechenland aufgehalten hat, ebenfalls ge-

gen eine wesentlich veränderte Situation sowie gegen ein ernsthaftes Be-

mühen spricht, sich in die griechischen Verhältnisse zu integrieren und um 

allenfalls erforderliche medizinische oder sonstige Unterstützung zu ersu-

chen, 

dass sich die von ihr in Bezug auf die Lebensumstände in Griechenland 

erhobenen Einwände somit in unsubstantiierten Behauptungen erschöp-

fen, 

dass sich das Bundesverwaltungsgericht im Referenzurteil E-3427/2021, 

E-3431/2021 vom 28. März 2022 ausführlich mit der Situation in Griechen-

land auseinandergesetzt und dabei auch anerkannt hat, dass die in Grie-

chenland herrschenden Aufnahmebedingungen nicht nur im Falle von asyl-

suchenden Personen, sondern auch im Falle von Personen mit Schutzsta-

tus zu Klagen Anlass geben, und zwar insbesondere, soweit es die Situa-

tion von besonders verletzlichen Personen wie Familien mit Kindern, allein-

stehenden Frauen und schwer kranken Personen betrifft,  

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Seite 9 

dass das Gericht aber auch in Kenntnis dieser Umstände grundsätzlich von 

der Zulässigkeit und Zumutbarkeit der Überstellung nach Griechenland 

ausgeht, und zwar jedenfalls immer dann, wenn nicht von einer ganz spe-

zifischen respektive äussersten Verletzlichkeit der vom Wegweisungsvoll-

zug betroffenen Personen auszugehen ist (vgl. zum Ganzen das Referenz-

urteil, insbes. E. 11),  

dass als besonders verletzliche Personen zum Beispiel alleinstehende 

Frauen oder Personen gelten, deren psychische oder physische Gesund-

heit in besonders schwerwiegender Weise beeinträchtigt ist (vgl. zum Gan-

zen das Referenzurteil, insbes. E. 11), 

dass die Beschwerdeführerin ihr gesamtes Verfahren nicht als alleinste-

hende Frau, sondern zusammen mit ihrem Bruder (N […]) durchlief, sich in 

Griechenland zusammen mit ihrem Bruder aufhielt und auch das SEM ihre 

beiden Verfahren jeweils koordiniert behandelte,   

dass auch das Bundesverwaltungsgericht die Beschwerde der Beschwer-

deführerin mit der Beschwerde ihres Bruders (D-5132/2025) koordiniert be-

handelt und mit heutigem Urteil ebenfalls abgewiesen hat, 

dass die Beschwerdeführerin somit gemeinsam mit ihrem Bruder nach 

Griechenland zurückkehren wird und sie (weiterhin) auf dessen Unterstüt-

zung wird zählen können,  

dass die Beschwerdeführerin medizinische, insbesondere psychische, 

Probleme aufgrund (sexueller) Gewalterfahrungen und von Übergriffen auf 

der Flucht und in Griechenland geltend macht,  

dass sie gemäss Arztbericht vom 25. März 2025 (SEM act. 8/4) nach ihrer 

Wiedereinreise in die Schweiz vom 6.–12. März 2025 stationäre psychiat-

rische Betreuung aufgrund akuter Suizidalität erhalten hat, dabei auch me-

dikamentös behandelt wurde, 

dass im genannten Arztbericht ein intensiver Sterbewunsch der Beschwer-

deführerin festhalten wird, mit Einengung auf das Thema der Rückführung 

nach Griechenland, 

dass die behandelnden Ärzte von einer Anpassungsstörung mit akuter Su-

izidalität (F43.2) und dem Verdacht auf eine posttraumatische Belastungs-

störung (F43.1) ausgehen, und ihr als Medikation (…), (…), (…) und (…) 

verschrieben,  

D-5131/2025 

Seite 10 

dass der von der Beschwerdeführerin geäusserte Sterbewunsch gemäss 

dem vorliegenden Arztbericht und ihren eigenen Angaben in einem engen 

Zusammenhang mit der drohenden erneuten Überstellung nach Griechen-

land steht, 

dass aus den Akten auch keine weiteren Anhaltspunkte zu entnehmen 

sind, gemäss welchen ihr Gesundheitszustand als so schwerwiegend oder 

spezifisch einzustufen wäre, was sie als äusserst verletzliche Person im 

Sinne der genannten Rechtsprechung ausweisen würde,  

dass Suizidalität gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung kein Voll-

zugshindernis darstellt (vgl. BGE 139 II 393 E. 5.5.5) und dies auch der 

Praxis des Bundesverwaltungsgerichts entspricht (vgl. statt vieler Urteil 

des BVGer E-8131/2024 vom 8. Januar 2025 E. 9.3 m.w.H.),  

dass eine Überstellung gemäss Praxis des EGMR nicht gegen Art. 3 EMRK 

verstösst, wenn der wegweisende Staat Massnahmen ergreift, um die Um-

setzung einer Suiziddrohung zu verhindern (vgl. Urteil des EGMR i.S. 

Dragan und andere gegen Deutschland vom 7. Oktober 2004, 

Nr. 33743/03),  

dass allfälligen akuten suizidalen Tendenzen im Falle einer (zwangswei-

sen) Rückführung bei der Ausgestaltung der Modalitäten durch angemes-

sene und sorgfältige Vorbereitung mit geeigneten medizinischen und an-

deren Massnahmen Rechnung getragen werden kann, beispielsweise in 

Form einer Begleitung durch medizinisches Fachpersonal (vgl. etwa Urteil 

des BVGer D-3507/2021 vom 1. Oktober 2021 E. 6.3.1), 

dass – ohne die belastende Situation der Beschwerdeführerin zu verken-

nen – eine Verletzung ihres Rechtes auf Achtung ihres Familienlebens 

nach Art. 8 EMRK bereits deshalb zu verneinen ist, weil ein besonderes 

Abhängigkeitsverhältnis der Beschwerdeführerin aufgrund ihrer psychi-

schen Verfassung zu ihren in der Schweiz lebenden Eltern und Geschwis-

tern im Sinne der geltenden Bestimmung weder geltend gemacht wird noch 

aus den Akten ersichtlich ist,  

dass hinsichtlich der Befürchtung, erneut Opfer sexueller Übergriffe zu wer-

den, zu erwähnen bleibt, dass Griechenland über eine funktionierende Po-

lizeibehörde verfügt, die sowohl als schutzwillig wie auch als schutzfähig 

gilt und sich die Beschwerdeführerin somit an die griechische Polizei wen-

den kann (vgl. Urteile des BVGer E-5296/2025 vom 24. Juli 2025 E. 8.3.3; 

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Seite 11 

E-5099/2025 vom 17. Juli 2025 E. 8.2.2; D-2287/2024 vom 26. April 2024 

E. 9.4),  

dass die Beschwerdeführerin aus der aktuellen Praxis des SEM betreffend 

Afghanistan nichts für sich abzuleiten vermag, zumal vorliegend nicht die 

Wegweisung in den Heimatstaat zur Diskussion steht und in Griechenland 

– als Signatarstaat der Flüchtlingskonvention (SR 0.142.30) – auch keine 

Verletzung des Non-Refoulement-Gebotes zu erwarten ist,  

dass somit der Vollzug der Wegweisung auch unter den völkerrechtlichen 

Bestimmungen zulässig ist,  

dass der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführerin nach Griechen-

land schliesslich möglich ist, zumal die griechischen Behörden der Rück-

übernahme explizit zugestimmt haben, 

dass nach dem Gesagten der Wegweisungsvollzug als zulässig, zumutbar 

und möglich zu erkennen ist (Art. 83 Abs. 1–4 AIG), weshalb auch die even-

tualiter beantragte Anordnung einer vorläufigen Aufnahme ausser Betracht 

fällt und keine Veranlassung besteht, von den griechischen Behörden spe-

zifische Garantien betreffend Unterbringung und medizinische Versorgung 

der Beschwerdeführerin einzuholen,   

dass sich nach diesen Erwägungen der Nichteintretensentscheid in An-

wendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG mit Anordnung der Wegweisung 

nach Griechenland als rechtmässig sowie – soweit vom Gericht überprüf-

bar – als angemessen erweist und die dagegen erhobene Beschwerde als 

unbegründet abzuweisen ist,  

dass mit Blick auf die vorstehenden Ausführungen sowie der grundsätzli-

chen Schriftlichkeit des Verfahrens im Falle von Mehrfachgesuchen (vgl. 

Art. 111c Abs. 1 i.V.m. Art. 36 Abs. 1 und 2 AsylG) im Übrigen nicht zu be-

mängeln ist, dass von der Vorinstanz keine persönliche Befragung durch-

geführt wurde, kam das SEM seinen Abklärungspflichten in Bezug auf den 

Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin mit zweimaliger Nachfrage 

beim Migrationsamt C._______ nach ihrer aktuellen Verfassung und ihren 

medizinischen Akten nach (vgl. dazu SEM act. 11/2, 12/1 und 17/4),  

dass somit auch der Subeventualantrag der Beschwerdeführerin, die Sa-

che sei aufgrund unvollständiger und in wesentlichen Teilen unrichtiger 

Sachverhaltsfeststellung an die Vorinstanz zurückzuweisen, abzuweisen 

ist,  

D-5131/2025 

Seite 12 

dass auch der Sub-Subeventualantrag, es seien spezifische Garantien von 

den griechischen Behörden einzuholen, um eine angebrachte Unterbrin-

gung und medizinische Versorgung der Beschwerdeführerin bei einer 

Rückkehr sicherzustellen, abzuweisen ist, die mit dem Vollzug der Weg-

weisung betrauten Behörden indessen anzuweisen sind, die mit Blick auf 

die gesundheitliche Situation der Beschwerdeführerin für die Vorbereitung 

und Durchführung der Überstellung nach Griechenland erforderlichen 

Massnahmen zu treffen und die griechischen Behörden vorgängig in ge-

eigneter Weise über die spezifischen medizinischen Umstände zu infor-

mieren, 

dass mit vorliegendem Urteil in der Hauptsache das Gesuch um Befreiung 

von der Kostenvorschusspflicht (gemäss Art. 63 Abs. 4 VwVG) gegen-

standslos geworden ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens dessen Kosten grundsätzlich der 

Beschwerdeführerin aufzuerlegen wären (Art. 63 Abs. 1 VwVG; Art. 1–3 

des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigun-

gen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]), 

dass jedoch das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessfüh-

rung gutzuheissen ist, weil aufgrund der Akten von der prozessualen Be-

dürftigkeit der Beschwerdeführerin auszugehen ist und sich die Begehren 

nicht als zum Vornherein aussichtslos erwiesen haben (vgl. Art. 65 Abs. 1 

VwVG),  

dass aus diesem Grund auf die Erhebung von Verfahrenskosten zu ver-

zichten ist.  

 

(Dispositiv nächste Seite)  

D-5131/2025 

Seite 13 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird gut-

geheissen. 

3.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

4.  

Die mit dem Vollzug der angefochtenen Verfügung betrauten Behörden 

werden angewiesen, die mit Blick auf die gesundheitliche Situation der Be-

schwerdeführerin für die Vorbereitung und Durchführung der Überstellung 

nach Griechenland erforderlichen Massnahmen zu treffen und die griechi-

schen Behörden vorgängig in geeigneter Weise über die spezifischen me-

dizinischen Umstände zu informieren. 

5.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Thomas Segessenmann Lea Fritsche 

 

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