# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a1b7f343-279c-595b-818d-aa9fe01a2e58
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-12-10
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 10.12.2018 UV 2017/94
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2017-94_2018-12-10.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2017/94

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 10.12.2018

Entscheiddatum: 10.12.2018

Entscheid Versicherungsgericht, 10.12.2018
Art. 6 UVG: Verneinung des natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen 
einem Unfallereignis mit linksseitiger Schulterblattkontusion und einer 2 
Jahre später diagnostizierten linksseitigen Rotatorenmanschettenruptur 
aufgrund des zeitlichen Ablaufes (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 10. Dezember 2018, UV 2017/94).

Entscheid vom 10. Dezember 2018

 

Besetzung                                                                      

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz),

Versicherungsrichter Joachim Huber und Versicherungsrichterin

Miriam Lendfers; a.o. Gerichtsschreiberin Nina Ermanni            

Geschäftsnr.                                                                                                                  

UV 2017/94           

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

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St.Galler Gerichte

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Roland Zahner, Studer Anwälte AG, Hauptstrasse 

11a, Postfach 2125, 8280 Kreuzlingen,

gegen

ÖKK Kranken- und Unfallversicherungen AG, Bahnhofstrasse 13, Postfach 15, 7302 

Landquart,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Peter Philipp, Hartbertstrasse 11, Postfach 611, 

7001 Chur,

Gegenstand                                                                   

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ (nachfolgend: Versicherte) war als Ergotherapeutin im 

Rehabilitationszentrum B.___ bei der ÖKK Kranken- und Unfallversicherungen AG 

(nachfolgend: ÖKK) gegen die Folgen von Unfällen versichert. Gemäss Meldung der 

Arbeitgeberin war die Versicherte am 5. März 2015 auf dem Weg zur Arbeit auf dem Eis 

ausgerutscht und hatte sich eine Bruchverletzung im Brustbereich zugezogen. Eine 

Erstbehandlung hatte am Unfalltag im Rehabilitationszentrum Valens stattgefunden, 

von wo die Versicherte gleichentags ins Spital C.___ eingewiesen wurde (UV-act. 6). 

Die dortigen behandelnden Ärzte hatten einen traumatischen Pneumothorax links bei 

Frakturen der Rippen 5-7 links sowie eine Schulterblattkontusion links diagnostiziert 

und eine Thoraxdrainage links gelegt (vgl. UV-act. 4, 5). Die Versicherte war aufgrund 

dieses Eingriffs vom 5. bis 8. März 2015 hospitalisiert (UV-act. 4, 5).

A.b  Am 10. März 2015 reichte die Versicherte der ÖKK den die Schadenmeldung 

ergänzenden Fragebogen zum Ereignis vom 5. März 2015 ein (UV-act. 3).

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A.c  Gemäss Arztzeugnis UVG von Dr. med. D.___, Stv. Oberarzt Neurologie, FMH 

Physikalische Medizin und -Rehabilitation, Rehabilitationszentrum Valens, vom 24. 

März 2015 hatte die Versicherte bei der Erstuntersuchung vom 5. März 2015 

Einschränkungen beim tiefen Ein- und Ausatmen sowie Kompressionsschmerzen im 

mittleren Thoraxbereich gezeigt. Prellmarken waren weder im Bereich des Brustkorbes 

noch der Scapula zu verifizieren gewesen. Bei einer Röntgenuntersuchung des Thorax 

und der Scapula hatten dislozierte Frakturen der Rippen 6 und 7 links dorsolateral 

sowie ein Pneumothorax der linken Lunge, jedoch keine Fraktur des Schulterblattes 

und kein Weichteilemphysem festgestellt werden können. Dr. D.___ bejahte das 

ausschliessliche Vorliegen von Unfallfolgen. Weiter attestierte er der Versicherten seit 

dem 20. März 2015 eine Arbeitsfähigkeit von 25%, seit dem 23. März 2015 eine solche 

von 50% halbtags bis zum 29. März 2015 und ab dem 30. März 2015 eine 

versuchsweise Arbeitsfähigkeit von 100% (bei einem 95%igem Anstellungsverhältnis), 

eventuell noch mit dazwischen eingestreuten notwendigen Pausen (vgl. UV-act. 6).

A.d  Am 22. Mai 2015 führte Dr. med. E.___, FMH Innere Medizin und Rheumatologie, 

FMH Physikalische Medizin und Rehabilitation, Rehabilitationszentrum Valens, bei der 

Versicherten einen Weichteilultraschall durch, wobei sich ein Serom im Bereich des 

dorsalen Thorax links auf Höhe der Rippen 5-7 links sowie eine dislozierte 

Rippenfraktur der Rippen 5 und 6 links dorsal nachweisen liessen (UV-act. 7, 13/1). Am 

selben Tag wurde in der Rehabilitationsklinik Valens durch Dr. med. F.___, Konsiliararzt 

FMH Radiologie, eine Röntgenuntersuchung des Thorax durchgeführt (UV-act. 13/2).

A.e  Am 19. Juli 2016 wurde die Versicherte durch Dr. med. G.___, FMH Allgemeine 

Innere Medizin, untersucht. Sie klagte über seit dem Unfall anhaltende Schmerzen 

thorakodorsal bei repetitiven Armbewegungen links. Dr. G.___ stellte bei Kompression 

des Schulterblattes diskrete Schmerzen linksseitig sowie einen angedeutet erhöhten 

Tonus der Schulterblattmuskulatur fest, worauf er einen Pneumothorax links mit Fraktur 

der Rippen 5-7 links, eine Schulterblattkontusion links am 5. März 2015 sowie 

persistierende posttraumatische Verklebungen und Blockierungen diagnostizierte. Er 

verordnete der Versicherten Physiotherapie (UV-act. 8, vgl. auch UV-act. 9 f.).

A.f  Am 2. November 2016 liess die ÖKK den Schadenfall durch ihren Vertrauensarzt 

Dr. med. H.___ überprüfen. Dieser kam gestützt auf die Akten zum Schluss, dass die 

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aktuellen Beschwerden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in einem natürlichen 

Kausalzusammenhang zum Unfallereignis vom 5. März 2015 stünden. Aufgrund der 

aktuellen Behandlung könne jedoch noch mit einer Besserung der Beschwerden 

gerechnet werden. Der Status quo sine/ante sei nicht erreicht (UV-act. 11).

A.g  Am 18. Februar 2017 überwies Dr. G.___ die Versicherte aufgrund von 

Beschwerden im linken Brustkorb sowie im Bereich des Schulterblattes bei 

Überkopfarbeiten mit dem linken Arm mit ausstrahlenden Beschwerden in diesen Arm 

an Dr. I.___, Chiropraktiker SCG/ECU (UV-act. 14).

A.h  Am 2. Juni 2017 führte Dr. F.___ auf Anordnung von Dr. G.___ bei der Versicherten 

eine MR-Arthrographie der linken Schulter durch. Der Radiologe erhob einen 

subtotalen Riss der Supraspinatussehne, eine chronische Bursitis sowie eine 

geringgradige degenerative Veränderung des AC-Gelenks. Die übrige 

Rotatorenmanschette sei intakt, eine wesentliche Atrophie des Musculus supraspinatus 

bestehe nicht (UV-act. 15).

A.i   Am 8. Juni 2017 ordnete die ÖKK erneut eine Überprüfung des Schadenfalls an 

(UV-act. 16). Der beratende Arzt, pract. med. J.___, kam in einer wiederum 

ausschliesslich auf die Akten gestützten medizinischen Beurteilung vom 11. Juli 2017 

zum Schluss, dass der natürliche Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis 

vom 5. März 2015 (Rippenserienfraktur und Pneumothorax) und den jetzigen 

Beschwerden (Rotatorenmanschettenruptur) mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

entfallen sei. Die Ruptur der Supraspinatussehne sei auf einen degenerativen 

Krankheitsprozess zurückzuführen und nicht als Folge des Unfallereignisses vom 5. 

März 2015 zu werten. Des Weiteren zeige der MRI-Befund eine chronische Bursitis, 

was einer degenerativen Erkrankung entspreche, eine degenerative Veränderung des 

AC-Gelenks sowie eine angeborene Hypoplasie des Labrum glenoidale anterius. Diese 

Pathologien seien krankhafter Natur und nicht ereignisbedingt. Da es sich bei der 

Rotatorenmanschettenruptur beziehungsweise der Supraspinatussehnenruptur um 

eine degenerative, fortschreitende Erkrankung handle, sei der Status quo sine 

spätestens seit dem objektiven Nachweis dieser degenerativen Veränderung im MRI, 

d.h. am 2. Juni 2017, erreicht (UV-act. 17).

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A.j   Mit Schreiben vom 23. Juni 2017 informierte die ÖKK die Versicherte darüber, 

dass es ihr in Berücksichtigung der Beurteilung ihres beratenden Arztes ab dem 3. Juni 

2017 nicht mehr möglich sei, für das Unfallereignis vom 5. März 2015 Leistungen aus 

der obligatorischen Unfallversicherung zu erbringen (UV-act. 18).

A.k  Mit Telefonat vom 30. Juni 2017 verlangte die Versicherte eine formelle Verfügung 

(UV-act. 19).

A.l   Mit Verfügung vom 18. Juli 2017 verneinte die ÖKK einen Leistungsanspruch der 

Versicherten ab dem 3. Juni 2017 (UV-act. 20).

B.   

B.a  Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte am 15. August 2017 Einsprache, 

worin sie ausführte, dass sie sofort nach dem Unfall starke Schmerzen in der Schulter 

verspürt habe und den linken Arm kaum habe bewegen können. Im Weichteilbereich 

des Schultergelenks sei zu jenem Zeitpunkt jedoch nicht nach einer Ursache für die 

Schmerzen gesucht worden, weil man davon ausgegangen sei, dass die Schmerzen 

möglicherweise im Zusammenhang mit den Rippenbrüchen gestanden hätten (UV-act. 

21).

B.b  Mit Entscheid vom 2. Oktober 2017 wies die ÖKK die Einsprache ab (UV-act. 22).

C.  

C.a Gegen den Einspracheentscheid vom 2. Oktober 2017 liess die Versicherte 

(nachfolgend: Beschwerdeführerin) vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Roland 

Zahner, Kreuzlingen, mit Eingabe vom 2. November 2017 Beschwerde erheben mit 

folgenden Anträgen: 1. Es seien der Einspracheentscheid der ÖKK (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) vom 2. Oktober 2017 aufzuheben und der Beschwerdeführerin 

die ihr zustehenden Leistungen aus UVG über den 2. Juni 2017 hinaus auszurichten. 2. 

Eventualiter seien ein unabhängiges gerichtliches Gutachten zur Frage der 

Unfallkausalität einzuholen und, bis ein neuer Leistungsentscheid vorliege, die 

gesetzlichen Leistungen nach UVG weiterhin zu erbringen. 3. Alles unter Kosten- und 

Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin (act. G 1).

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C.b Mit Schreiben vom 13. Dezember 2017 reichte der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin eine Beschwerdeergänzung mit einer von Dr. G.___ erstellten 

Zusammenfassung ihrer Krankengeschichte ein (act. G 6, 6.1).

C.c Am 9. Januar 2018 reichte die Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt 

Dr. iur. Peter Philipp, Chur, die Beschwerdeantwort mit folgenden Anträgen ein: 1. Die 

Beschwerde sei abzuweisen. 2. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge. 

3. Der Eventualantrag auf Ausrichtung von Leistungen aus der Unfallversicherung bis 

zum Vorliegen eines gerichtlichen Entscheids sei abzulehnen (act. G 8).

C.d Mit Replik vom 8. Februar 2018 änderte die Beschwerdeführerin ihr 

Rechtsbegehren 2 der Beschwerde vom 2. November 2017 wie folgt ab: 2. Eventualiter 

sei ein unabhängiges gerichtliches Gutachten zur Frage der Unfallkausalität einzuholen. 

Im Übrigen wurde an den Anträgen der Beschwerde festgehalten (act. G 10).

C.e Am 26. Februar 2018 reichte die Beschwerdegegnerin die Duplik ein (act. G 12).

Erwägungen

1.   

Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 

(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur 

Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die 

sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem 

Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden, 

nachdem ein Ereignis vom 5. März 2015 zu beurteilen ist, die bis 31. Dezember 2016 

gültigen Bestimmungen Anwendung.

2.   

2.1  Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG werden Leistungen der Unfallversicherung bei 

Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz 

nichts anderes bestimmt. Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der 

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Unfallversicherung bildet die Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht des 

Unfallversicherers besteht demnach nur für Gesundheitsschäden, die natürlich und 

adäquat kausal mit einem versicherten Unfallereignis zusammenhängen (ALEXANDRA 

RUMO-JUNGO/ANDRÉ PIERRE HOLZER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl., Zürich/

Basel/Genf 2012, S. 53 ff.). Für die Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen 

natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist das Gericht in der Regel 

auf Angaben ärztlicher Experten oder Expertinnen angewiesen. Die Frage nach dem 

adäquaten Kausalzusammenhang ist demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht 

nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist (BGE 129 V 181 

E. 3.1, 123 III 110, 112 V 30). Bei physischen Unfallfolgen hat indessen die Adäquanz 

als rechtliche Eingrenzung der aus dem natürlichen Kausalzusammenhang sich 

ergebenden Haftung des Unfallversicherers gegenüber dem natürlichen 

Kausalzusammenhang praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 118 V 291 f. E. 

3a). Ob ein natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist, beurteilt sich nach dem im 

Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit; 

die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines 

Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen; THOMAS LOCHER/

THOMAS GÄCHTER, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. Bern 2014, § 

70 N. 58 f.). Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausal¬zusammenhang 

muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines 

Gesundheitsschadens mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

nachgewiesen sein. Da es sich bei der Einstellung von Versicherungs¬leistungen um 

eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast für den Wegfall der 

vom Unfallversicherer zunächst anerkannten natürlichen Kausalität - anders als bei der 

Frage, ob ein leistungsbegründender Kausalzusammenhang überhaupt je gegeben war 

- nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. U 

363 S. 46 E. 2 mit Hinweisen; BGE 117 V 263 f. E. 3b; RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., 

S. 54 f.). Dieser Grundsatz gilt aber nur für Verletzungen, welche damals thematisiert 

worden waren und somit Gegenstand der Anerkennung bildeten (Urteil des 

Bundesgerichts vom 20. August 2009, 8C_363/2009, E. 1; Urteil des EVG vom 27. April 

2005, U 6/05, auszugsweise publiziert in: AJP 2006 S. 1290 ff.). Allerdings tragen die 

Parteien im Sozialversicherungsrecht in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im 

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Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem 

unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift 

indessen erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des 

Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu 

ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu 

entsprechen (BGE 138 V 222 E. 6 mit Hinweisen; RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 4, 

55).

2.2  Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss, zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten (UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2015, N 120 zu 

Art. 61 ATSG). Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob 

der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 

beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. 

der Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a mit 

Hinweis). Auch den Berichten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kann 

rechtsprechungsgemäss Beweiswert beigemessen werden, solange nicht konkrete 

Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. Auf das Ergebnis 

versicherungsinterner ärztlicher Abklärungen - zu denen die medizinische Beurteilung 

des beratenden Arztes der Beschwerdegegnerin, pract. med. J.___, vom 11. Juli 2017 

(UV-act. 17) gehört - kann nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an 

ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (BGE 135 V 470 E. 4.4 und 125 V 353 

f. E. 3b/ee, je mit Hinweisen). In diesem Fall sind ergänzende Abklärungen 

vorzunehmen (BGE 135 V 471 E. 4.6).

3.  

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3.1  Im Zeitpunkt der Leistungseinstellung (2. Juni 2017) litt die Beschwerdeführerin 

unbestrittenermassen unter Schulterbeschwerden links (vgl. UV-act. 15). Ein natürlicher 

Kausalzusammenhang zwischen Unfall und gesundheitlichen Beschwerden hat in der 

Regel als gegeben zu gelten, wenn sich mittels apparativer Untersuchungsmethoden 

(wie Röntgen, Sonographie, Computertomogramm, Kernspintomogramm, 

Arthroskopie) ein unfallkausaler organischer Befund im Sinn eines strukturellen 

Gesundheitsschadens erheben lässt (vgl. BGE 134 V 121 E. 9, 134 V 232 E. 5.1 mit 

Hinweisen, 117 V 363 E. 5d/aa; SVR 2007 UV Nr. 25 S. 81 E. 5.4 mit Hinweisen; Urteil 

des Bundesgerichts vom 7. August 2008, 8C_806/2007, E. 8.2 mit zahlreichen 

Hinweisen).

3.2  Bei der Beschwerdeführerin wurde am Unfalltag (5. März 2015) im 

Rehabilitationszentrum Valens eine röntgenologische Untersuchung des Brustkorbes 

(insbesondere der Rippen) sowie des Schulterblattes durchgeführt. Während am 

Schulterblatt keine Fraktur zur Darstellung gebracht werden konnte, zeigten sich im 

Bereich des Brustkorbes dislozierte Frakturen der Rippen 6 und 7 links dorsolateral 

sowie ein Pneumothorax der linken Lunge. Gestützt auf dieses Untersuchungsergebnis 

diagnostizierte der behandelnde Arzt Dr. D.___ eine Rippenfraktur der Rippen 6 und 7 

links dorso-lateral disloziert sowie einen konsekutiven Pneumothorax der linken Lunge 

(UV-act. 6). Der Pneumothorax wurde noch am Unfalltag im Spital C.___ mit einer 

Thoraxdrainage behandelt (UV-act. 4). Im Austrittsbericht des Spitals C.___ vom 8. 

März 2015 wurde ebenfalls die Diagnose Pneumothorax links mit/bei Fraktur 5-7 Rippe 

links gestellt. Ergänzend wurde eine Schulterblattkontusion diagnostiziert. Dies, 

nachdem die Beschwerdeführerin über Schmerzen im Bereich des linken Schulterblatts 

geklagt hatte. Auf eine weitere Untersuchung der linken Schulter oder eine spezifische 

Schulterbehandlung wurde jedoch im Austrittsbericht nicht hingewiesen (UV-act. 5). 

Die Beschwerdegegnerin anerkannte darauf ihre Leistungspflicht und erbrachte 

Versicherungsleistungen (Heilbehandlung und Taggeld; vgl. UV-act 18, 20). Ab April 

2015 war die Beschwerdeführerin in ihrem 95%-Pensum als Ergotherapeutin wieder 

voll arbeitsfähig (vgl. dazu UV-act. 6, act. G 6.1). Eine spätere Arbeitsunfähigkeit ist 

nicht aktenkundig.

3.3  Am 22. Mai 2015 führte Dr. E.___ bei der Beschwerdeführerin bei persistierenden 

Beschwerden im Bereich des Schulterblattes links mit fluktuierender Schwellung (vgl. 

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act. G 6.1) einen Weichteilultraschall durch und stellte ein Serom dorsolateral links im 

Bereich der Rippen 5-7 links, etwas lateral des lateralen Scapularandes, fest (UV-act. 

13). Ätiologisch ging Dr. E.___ davon aus, dass es mittels vermehrter Bewegungen des 

Rumpfes zu einer "Reibung" im Bereich der Weichteile und damit zu einer Ausbildung 

eines Hämatoms bzw. Seroms gekommen sei (UV-act. 7). Das Serom war also keine 

Folge einer beim Unfall vom 5. März 2015 erlittenen Schulterverletzung, hatte jedoch im 

Bereich des Schulterblattes links zu Beschwerden geführt. Am selben Tag wurde bei 

der Beschwerdeführerin durch Dr. F.___ eine weitere röntgenologische Untersuchung 

des Thorax durchgeführt (UV-act. 13-2).

3.4  Am 19. Juli 2016 suchte die Beschwerdeführerin aufgrund noch immer 

vorhandener Schmerzen, andauernd seit dem Unfall thorakodorsal bei repetitiven 

Armbewegungen, Dr. G.___ auf. Dieser diagnostizierte eine Schulterblattkontusion links 

am 5. März 2015 sowie persistierende posttraumatische Verklebungen und 

Blockierungen, nachdem sich objektiv eine freie linke Schulter, ein normal bewegliches 

Schulterblatt bei Kompression diskret schmerzhaft linksseitig, sowie ein angedeuteter 

erhöhter Tonus der Schulterblattmuskulatur gezeigt hatten, und verordnete der 

Beschwerdeführerin Physiotherapie (UV-act. 8). Am 28. September 2016 teilte die 

Beschwerdeführerin der Beschwerdegegnerin telefonisch mit, dass sie seit Abschluss 

der Physiotherapie Heimübungen mache, wegen eines Kraftdefizits aber immer wieder 

Beschwerden habe, welche sie hoffentlich in den Griff bekomme (UV-act. 9). Anlässlich 

eines weiteren Telefongesprächs vom 27. Oktober 2016 erzählte die 

Beschwerdeführerin, dass sie seit dem Unfall nie beschwerdefrei gewesen sei, jedoch 

keinen Arzt aufgesucht habe. Sie sei Ergotherapeutin und habe sich selbst geholfen. 

Nachdem die Beschwerden im Juli 2016, vor allem beim Heben des Arms über Kopf, 

etwas zugenommen hätten, habe sie Dr. G.___ aufgesucht, welcher Physiotherapie 

verordnet habe (UV-act. 10).

3.5  Dr. H.___ hielt am 2. November 2016 in einer Beurteilung fest, dass die aktuellen 

Beschwerden noch mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in einem natürlichen 

Kausalzusammenhang zum Ereignis vom 5. März 2015 stünden, und verneinte die 

Frage, ob gemäss den medizinischen Unterlagen unfallfremde Veränderungen im 

Bereich des linken Brustkorbs vorhanden seien (UV-act. 11).

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3.6  Am 18. Februar 2017 überwies Dr. G.___ die Beschwerdeführerin aufgrund von 

Schmerzen im linken Schulterblattbereich bei Überkopfarbeit an Dr. I.___ (UV-act. 14). 

Am 2. Juni 2017 liess er bei ihr in der Radiologie K.___ eine MR-Arthrographie der 

linken Schulter durchführen, bei welcher ein subtotaler Riss der Supraspinatussehne in 

den zentralen Abschnitten oberhalb des Tuberculum majus festgestellt wurde (UV-act. 

15).

4.   

4.1  Unstreitig war mit der Rotatorenmanschettenläsion eine strukturelle 

Gesundheitsschädigung im Bereich des Schultergelenks objektiviert. Angesichts der 

Ausführungen in den Erwägungen 3.2 ff. ist aber offensichtlich, dass sich die 

Anerkennung der Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin nur auf den durch den 

Unfall vom 5. März 2015 verursachten Pneumothorax sowie eine traumatische 

Schulterblattkontusion bezogen hat, nicht jedoch auch die 

Rotatorenmanschettenläsion umfasste (vgl. UV-act 18, 20). Die Beweislast hinsichtlich 

der Frage, ob es sich bei dieser um eine beim Unfall vom 5. März 2015 erlittene 

Verletzung gehandelt hat, liegt somit bei der Beschwerdeführerin (Urteil des EVG vom 

27. April 2005, U 6/05, E. 1; vgl. Erwägung 2.1).

4.2  In Bezug auf die Rotatorenmanschette, insbesondere deren Supraspinatussehne, 

gilt es zu beachten, dass sie zur Degeneration neigt. Allerdings kann die 

Rotatorenmanschette auch als Folge eines Traumas ein- oder abreissen (vgl. dazu 

ALFRED M. DEBRUNNER, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl., Bern 2005, S. 

628, 724 f., 728 ff.; ROCHE LEXIKON, Medizin, 5. Aufl., München 2003, S. 1681; 

PSCHYREMBEL, Klinisches Wörterbuch, 267. Aufl., Berlin 2017, S. 1576, 1646). 

Grundsätzlich sind mithin beide Kausalitäten (Krankheits- und Unfallkausalität) 

denkbar. Im Folgenden ist zu prüfen, ob es sich vorliegend bei der 

Rotatorenmanschetten- bzw. Supraspinatussehnenläsion mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit um eine direkte Unfallverletzung oder eine 

degenerative Gesundheitsschädigung handelt.

4.3 

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4.3.1      Die Beschwerdeführerin beschrieb den Unfallhergang vom 5. März 2015 im 

Fragebogen am 10. März 2015 folgendermassen: "Auf dem Weg zur Arbeit […] bin ich 

auf dem Eis ausgerutscht und auf den Rücken umgefallen." (UV-act. 3-1). Weiter gab 

sie an, nach dem Sturz sofort Schmerzen im Bereich des linken Schulterblattes bzw. 

der Schulter links gehabt zu haben (UV-act. 3-2, 5). Die Ärzte des Spitals C.___ 

diagnostizierten am Unfalltag eine Schulterblattkontusion links (UV-act. 5), was 

angesichts der vorgenannten Unfallschilderung der Beschwerdeführerin sowie des 

Röntgenbefunds der Rehabilitationsklinik Valens vom 5. März 2015 (UV-act. 6, 13-2) 

grundsätzlich als folgerichtig erscheint. Gemäss medizinischer Literatur entsteht eine 

Kontusion durch direkte stumpfe Gewalteinwirkung, wie sie bei einem Schlag oder Fall 

entsteht (PSCHYREMBEL, a.a.O., S. 981). Es entspricht einer medizinischen 

Erfahrungstatsache, dass eine solche Verletzung innert kurzer Zeit folgenlos ausheilt 

und sich die damit verbundenen Beschwerden gänzlich zurückbilden (DEBRUNNER, 

a.a.O., S. 412). Angesichts des aktenkundigen zeitlichen Ablaufs (vgl. Erwägungen 3.2 

ff. und nachfolgende Erwägung 4.3.2) ist davon auszugehen, dass der Heilungsprozess 

der am Unfalltag erlittenen Schulterblattkontusion optimal verlaufen ist bzw. spätestens 

im Zeitpunkt der Leistungseinstellung per 2. Juni 2017 abgeschlossen war und die erst 

rund zwei Jahre nach dem Unfall radiologisch objektivierte 

Rotatorenmanschettenläsion mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit eine davon unabhängige, degenerativ bedingte 

Gesundheitsschädigung darstellt.

4.3.2      Die Aussagen der Beschwerdeführerin anlässlich der telefonischen Gespräche 

mit der Beschwerdegegnerin vom 28. September und 27. Oktober 2016 (vgl. Erwägung 

3.4) würden zwar auf Brückensymptome über die Zeit bis zur rund zwei Jahre nach 

dem Unfall radiologisch objektivierten Rotatorenmanschettenläsion schliessen lassen, 

letztere sind jedoch anhand der vorliegenden Akten nicht nachzuweisen. Gemäss 

Akten war die Beschwerdeführerin seit Anfang April 2015 als Ergotherapeutin - einem 

Beruf, der insbesondere auch die Funktionsfähigkeit der oberen Extremitäten 

voraussetzt - in einem Arbeitspensum von 95% wieder zu 100% arbeitsfähig (UV-act. 

6, act. G 6.1). Zudem sind ärztliche Untersuchungen bzw. ein ärztliches 

Untersuchungsergebnis, welche auf eine Brückensymptomatik zwischen der 

unfallnahen Schulterproblematik und der erst spät objektivierten 

Rotatorenmanschettenläsion hindeuten würden, aktenmässig nicht belegt. Die 

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Schmerzen nach der Wiederaufnahme der Arbeit sowie das sonographische 

Untersuchungsergebnis vom 22. Mai 2015 wurden auf die Thoraxverletzung 

zurückgeführt (UV-act. 7; act. G 6.1; Erwägung 3.3) und auch die am selben Tag 

durchgeführte Röntgenuntersuchung galt dem Thorax (UV-act. 13-2). Für den Zeitraum 

zwischen 22. Mai 2015 (UV-act. 7, 13) und 19. Juli 2016 (UV-act 8) besteht sodann gar 

keine Dokumentation. Im Untersuchungsbericht vom 21. September 2016 führte Dr. 

G.___ neben der Diagnose Pneumothorax nur diejenige einer Schulterblattkontusion 

auf, vermochte damals aber gar keine auffälligen Befunde im Bereich der linken 

Schulter mehr zu objektivieren (UV-act. 8). Die Bejahung überwiegend wahrscheinlich 

unfallkausaler Beschwerden durch Dr. H.___ in seiner vertrauensärztlichen Beurteilung 

vom 2. November 2016 bezog sich schliesslich vor allem auch auf Beschwerden im 

Bereich des Brustkorbs (UV-act. 11). Am 18. Februar 2017 überwies Dr. G.___ die 

Beschwerdeführerin an den Chiropraktor Dr. I.___, beschrieb jedoch im 

Überweisungsschreiben wieder nur Beschwerden lokalisiert im Bereich der Scapula 

(UV-act. 14). Bis zur MRI-Untersuchung der linken Schulter vom 2. Juni 2017 vergingen 

abermals rund dreieinhalb Monate. Laut Untersuchungsbericht vom 6. Juni 2017 

erfolgte diese Untersuchung erstmals bei der Indikation von persistierenden 

Schmerzen im Schultergelenk, also nicht mehr im Schulterblatt (UV-act. 15).

4.4  Wie von der Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort vom 9. Januar 2018 

(vgl. act. G 8, Ziff. 14 ff.) zutreffend festgestellt, bildet insbesondere auch der 

Unfallhergang ein massgebendes Beurteilungskriterium für die Ursächlichkeit einer 

Gesundheitsschädigung. Als potenziell geeignete Verletzungsmechanismen für eine 

Rotatorenmanschettenläsion werden in den medizinischen Fachartikeln genannt: das 

Abscheren des Sehnenansatzes von innen, sobald der maximal zulässige 

Rotationswinkel überschritten ist und der Sehnenansatz mit dem Pfannenrand in 

Konflikt gerät (sogenanntes inneres Impingement), z.B. bei einer Schulter(sub)luxation; 

die passive Traktion, z.B. nach unten (beim Versuch einen schweren fallenden 

Gegenstand aufzufangen), ventral oder medial; die exzentrische Belastung 

angespannter Anteile der Rotatorenmanschette, z.B. bei passiv forcierter Aussen- oder 

Innenrotation bei anliegendem oder abgespreiztem Arm, z.B. bei einem Sturz vom 

Gerüst nach vorn mit dem Versuch, den Fall durch Festhalten abzufangen. Die 

traumatische Ruptur der Rotatorenmanschette erfolgt also dann, wenn durch indirekte 

Gewalteinwirkung, selten durch ein direktes Anpralltrauma bzw. durch eine plötzliche 

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körpereigene Kraftanstrengung, die mechanische Belastbarkeit des Sehnengewebes 

überschritten wird (<https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/033-041l_ 

S2e_Rotatorenmanschette_2017-04_02.pdf>; <http://www.gaertner-servatius.de/

krankhei¬ten/rotatorenmanschettenruptur_leitlinien.pdf>; <https://de.wikipedia. org/

wiki/Rotatoren¬manschettenruptur>, alle abgerufen am 24. November 2018). Auch der 

Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin führt in der Beschwerde vom 2. November 

2017 (act. G 1) die vorgenannten Verletzungsmechanismen auf. Nicht beizupflichten ist 

seiner Aussage, dass auch ein blosser Sturz auf die Schulter und damit ein axiales 

Stauchungstrauma bereits ein geeigneter Verletzungsmechanismus sei. Die 

Beschwerdegegnerin zeigt überzeugend auf, dass im konkreten Fall gerade von einem 

solchen auszugehen ist, d.h. dass von der Beschwerdeführerin kein 

Verletzungsmechanismus mit dem Potenzial für eine Schädigung der 

Rotatorenmanschette beschrieben wurde (vgl. UV-act. 1, 3).

4.5 

4.5.1      Angesichts der in den Erwägungen 4.3 f. dargelegten Sachlage kam pract. 

med. J.___ zum überzeugenden und nachvollziehbaren Schluss, dass es sich bei der 

am 2. Juni 2017 bei der Beschwerdeführerin erhobenen Rotatorenmanschettenläsion 

links um eine degenerative Gesundheitsschädigung handle und über den 2. Juni 2017 

hinaus mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit keine 

Unfallrestfolgen - konkret solche im Zusammenhang mit der am 5. März 2015 

unbestrittenermassen erlittenen Schulterblattkontusion - mehr vorliegen würden. Je 

grösser der zeitliche Abstand zwischen dem Unfall und dem Auftreten der 

gesundheitlichen Beschwerden ist, desto strengere Anforderungen sind an den 

Wahrscheinlichkeitsbeweis des natürlichen Kausalzusammenhangs zu stellen (RKUV 

1997 NR. 275 S. 191 E. 1c). Angesichts des zeitlichen Ablaufs im vorliegenden Fall 

kann jedoch höchstens die Möglichkeit eines Zusammenhangs zwischen dem 

Unfallereignis vom 5. März 2015 und der erst am 2. Juni 2017 objektivierten 

Rotatorenmanschettenläsion angenommen werden. Die vorliegenden medizinischen 

Akten lassen in Übereinstimmung mit medizinischen Erfahrungswerten auf eine 

kurzzeitige Heilung der Schulterblattkontusion schliessen, worauf nur noch die 

Beschwerden im Zusammenhang mit der Thoraxverletzung länger andauerten.

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4.5.2      Kein Beweiswert kommt der von Dr. G.___ in seinem Schreiben vom 4. 

Dezember 2017 als neu festgestellt und mit grosser Sicherheit als posttraumatisch 

bezeichneten Rotatorenmanschettenverletzung zu (act. G 6.1). Seine Begründung, es 

sei ihm kein weiterer Unfall mit einer Schulterverletzung bekannt, lässt gerade auch den 

Schluss auf eine degenerative Gesundheitsstörung zu. Der Umstand, dass die 

Beschwerdeführerin vor dem Unfall in Bezug auf die Schulter beschwerdefrei gewesen 

ist, reicht für eine Unfallkausalität ebenfalls nicht aus (vgl. dazu die beweisrechtlich 

untaugliche Formel "post hoc ergo propter hoc"; SVR 2008 UV Nr. 11 S. 34 [U 290/06] 

E. 4.2 mit Hinweisen; ALFRED MAURER, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. 

Aufl., Bern 1989, S. 460 Fn 1205)

4.5.3      Von weiteren Abklärungen im heutigen Zeitpunkt sind in antizipierter 

Beweiswürdigung keine entscheidwesentlichen neuen Erkenntnisse zu erwarten. Damit 

liegt Beweislosigkeit vor, deren Folgen die Beschwerdeführerin zu tragen hat (vgl. 

Erwägung 2.1; Urteil des EVG vom 21. August 2006, I 196/06, E. 3). Die 

Beschwerdegegnerin hat damit zu Recht ihre Leistungen per 2. Juni 2017 eingestellt.

5.   

Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gegen den 

Einspracheentscheid vom 2. Oktober 2017 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu 

erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Ausgangsgemäss hat die Beschwerdeführerin keinen 

Anspruch auf eine Parteientschädigung.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.   

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 10.12.2018
	Art. 6 UVG: Verneinung des natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfallereignis mit linksseitiger Schulterblattkontusion und einer 2 Jahre später diagnostizierten linksseitigen Rotatorenmanschettenruptur aufgrund des zeitlichen Ablaufes (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 10. Dezember 2018, UV 2017/94).

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