# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bccdbe7a-6482-5d55-9c2c-0108c8aded9d
**Source:** Zürich Steuerrekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-04-07
**Language:** de
**Title:** Staats- und Gemeindesteuern 2009
**Docket/Reference:** ST.2014.9
**URL:** https://www.strgzh.ch/assets/entscheide/StRG_ST_2014_9_fm.pdf

## Full Text

Steuerrekursgericht  
des Kantons Zürich 

1. Abteilung 

1 ST.2014.9 

Entscheid 

 7. April 2014 

Mitwirkend: 

Einzelrichter Anton Tobler und Gerichtsschreiber Fabian Steiner 

1.  A ,    
2.  B ,    

Nr. 2 vertreten durch Nr. 1,  

In Sachen 

gegen 

S t a a t   Z ü r i c h ,   

vertreten durch das kant. Steueramt,  
Division Konsum,  
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

Rekurrenten,  

Rekursgegner,  

betreffend 

Staats- und Gemeindesteuern 2009 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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hat sich ergeben: 

A.  A  (nachfolgend  der  Pflichtige)  war  Eigentümer  von  insgesamt  5'100  Na-

menaktien der ursprünglichen C AG, D. Im Wertschriftenverzeichnis 2009 gab er den 

Wert  dieser Titel  per  31.  Dezember  2009 mit  Fr.  200.-  pro  Stück  bzw.  Fr.  1'020'000.- 

insgesamt an. Das deklarierte steuerbare Einkommen lautete auf Fr. 261'600.- und das 

steuerbare Vermögen auf Fr. 1'848'000.-. Am ... Juli 2010 veräusserte er die Aktien im 

Rahmen eines Verkaufs des Gesamtunternehmens an einen einzigen Erwerber. 

Die  Steuerkommissärin  schätzte  den  Pflichtigen  und  seine  Ehefrau  B  (nach-

folgend  zusammen  die  Pflichtigen)  demgegenüber  am  11.  September  2012  für  

die  Steuerperiode  2009  mit  einem  (unbestrittenen)  steuerbaren  Einkommen  von  

Fr. 260'100.- und einem steuerbaren Vermögen von Fr. 2'779'000.- ein, wobei er den 

Wert der C-Aktien auf Fr. 382.50 pro Stück bzw. Fr. 1'950'750.- insgesamt festsetzte. 

Er stützte sich dabei auf den beim Verkauf der Aktien am ... Juli 2010 erzielten Erlös.  

B. Mit Einsprache vom 12. Oktober 2012 beantragten die Pflichtigen, den Wert 

der  Aktien  gemäss  Deklaration  festzusetzen  und  die  Einsprachen  von  andern  Famili-

enmitgliedern gegen die bei ihnen analog vorgenommenen Aktienbewertungen zu ko-

ordinieren. Das kantonale Steueramt wies die Einsprache am 5. Dezember 2013 ab. 

C.  Mit  Rekurs  vom  6.  Januar  2014  wiederholten  die  Pflichtigen  den  Einspra-

cheantrag  bezüglich  der  Aktienbewertung.  Zusätzlich  verlangten  sie,  das  kantonale 

Steueramt sei anzuweisen, künftig keine Verfahrensschritte mehr so anzusetzen, dass 

Fristen über die Oster- und Weihnachstage liefen. Auch sei ihnen eine Parteientschä-

digung zuzusprechen. Das  kantonale  Steueramt  schloss  am  3.  Februar  2014  auf  Ab-

weisung des Rekurses. 

Der  Einzelrichter  verlangte  von  den  Parteien  mit  Verfügung  vom  14.  Febru-

ar 2014  hinsichtlich  des  Aktienverkaufs  vom  ...  Juli  2010  Unterlagen  und  Auskünfte. 

Während  das  kantonale  Steueramt  am  3.  März  2014  mitteilte,  es  verfüge  über  diese 

Unterlagen nicht und könne daher auch keine entsprechende Auskünfte erteilen, reich-

te der Pflichtige am 10. März 2014 einen Teil der Unterlagen ein. 

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Der Einzelrichter zieht in Erwägung: 

1. Das Steuerrekursgericht ist nicht Aufsichtsbehörde des kantonalen Steuer-

amts, da diese Funktion der Finanzdirektion und auf Beschwerde hin dem Regierungs-

rat zusteht (§§ 110 und 111 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997, StG). Mithin ist auf 

den Antrag des Pflichtigen bezüglich Anweisung des kantonalen Steueramts zur Frist-

ansetzung über bestimmte Feiertage nicht einzutreten. 

2.  a)  Das  steuerbare  Vermögen  bemisst  sich  nach  dem  Stand  am  Ende  der 

Steuerperiode (§ 51 Abs. 1 StG). Das Vermögen – und damit insbesondere auch das 

Wertschriftenvermögen – wird zum Verkehrswert bewertet (§ 39 Abs. 1 StG sowie § 39 

Abs. 2 StG e contrario). Massgeblich für die Bestimmung des Verkehrswerts ist dabei 

eine  "technisch-"  bzw.  "rechtlich-objektive"  und  nicht  eine  "subjektiv-wirtschaftliche" 

Betrachtungsweise (RB 1998 Nr. 140, 1989 Nr. 26).  

b)  Der  Verkehrswert  nichtkotierter  Wertpapiere  –  um  solche  handelt  es  sich 

bei den C-Aktien – ist gemäss Ziff. B.I.2. der Weisung der Finanzdirektion 12. Novem-

ber  2010  (ZStB  I  Nr. 22/201)  nach  der Wegleitung  der  Schweizerischen  Steuerkonfe-

renz zur Bewertung von Wertpapieren ohne Kurswert für die Vermögenssteuer (Kreis-

schreiben  Nr.  28  vom  28.  August  2008;  www.steuerkonferenz.ch,  nachfolgend 

Wegleitung) zu ermitteln. Davon ist nach der Rechtsprechung nur dann abzuweichen, 

wenn  eine  bessere  Erkenntnis  des  Verkehrswerts  dies  gebietet  (StE  1999  B 52.41 

Nr. 2; im Ergebnis ebenso das Bundesgericht in StE 1997 B 22.2 Nr. 13). 

Gemäss Randziffer (Rz) 2 Abs. 4 Wegleitung entspricht der Verkehrswert von 

nichtkotierten Wertpapieren, für die keine Kursnotierungen bekannt sind, dem inneren 

Wert.  Er  wird  nach  den  Bewertungsregeln  der  Wegleitung  in  der  Regel  als  Fortfüh-

rungswert  berechnet.  Privatrechtliche  Verträge  wie  beispielsweise  Aktionärbindungs-

verträge, welche die Übertragbarkeit der Wertpapiere beeinträchtigen, sind für die Be-

wertung  unbeachtlich.  Bei  der  Bewertung  stehen  Ertrags-  und  Substanzwert  des 

Unternehmens im Vordergrund. 

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Hat  für  nichtkotierte  Titel  ohne  Kursnotierung  eine  massgebliche  Handände-

rung unter unabhängigen Dritten stattgefunden, dann gilt als Verkehrswert der entspre-

chende Kaufpreis. Dieser Wert wird solange berücksichtigt, als sich die wirtschaftliche 

Lage  der Gesellschaft  nicht  wesentlich  verändert  hat.  Gleiches  gilt für  Preise,  welche 

von  Investoren  anlässlich  von  Finanzierungsrunden  bzw.  Kapitalerhöhungen  bezahlt 

wurden (Rz 2 Abs. 5 Wegleitung). Die Wegleitung will damit in den Fällen, in welchen 

ein  Verkehrswert  der  nicht  kotierten  und  nicht  gehandelten Wertpapiere  zu  bilden  ist, 

auf diesen am freien Markt erzielten Preis abstellen. Voraussetzung für die Berücksich-

tigung  dieser  Preisbildung  ist  allerdings,  dass  tatsächlich  ein  Marktpreis  gebildet  wird 

und  nicht  andere,  im  Verhältnis  zwischen  den  Parteien  des  Kaufgeschäfts  liegende 

Umstände  die  freie  Preisbildung  beeinflussen  oder  verzerren.  Nur  unter  diesen  Vor-

aussetzungen  liegt  eine im  Sinn  der Wegleitung beachtliche  Handänderung  unter  un-

abhängigen Dritten vor (VGr, 14. Mai 2008, SB.2007.00097, www.vgr.zh.ch). 

3.  a)  Die  Steuerkommissärin  stützt  sich  für  die  Bewertung  der  5'100  

C-Namenaktien des Pflichtigen per Ende 2009 auf die am ... Juli 2010 erfolgte Veräus-

serung  sämtlicher  C-Aktien  an  einen  einzigen  Käufer.  Dabei  ist  sowohl  der  Zeitpunkt 

des Verkaufs als auch der Umstand unbestritten, dass es sich beim Käufer um einen 

unabhängigen  Dritten  handelt.  Selbstredend  ist  bei  einem  Verkauf  sämtlicher  Aktien 

sodann  auch  von  einer  "massgeblichen"  Handänderung  in  dem  Sinn  der  Wegleitung 

auszugehen, dass das gehandelte Volumen eine beachtliche Quote der vorhandenen 

Aktien umfasst (vgl. hierzu Entscheid der Steuerrekurskommission I vom 23. Mai 2002 

[1 ST.2002.3] in Sachen des Pflichtigen betreffend Steuerperiode 1999).  

Der  Pflichtige  erachtet  das  Abstellen  auf  den  bei  Veräusserung  der  C-Aktien 

erzielten Verkaufspreis jedoch deshalb als unzulässig, weil die Verkehrswertschätzung 

aufgrund  der  vielen  Unbekannten  und  Unwägbarkeiten  per  Ende  2009  bzw.  der  Viel-

zahl  von  möglichen  Verkaufsoptionen  in  diesem  Zeitpunkt  nicht  rückwirkend  erfolgen 

dürfe bzw. ausserhalb der gesetzlichen Ordnung stehe. So sei per Ende 2009 absolut 

unklar und unsicher gewesen, ob eine Teilung, Spaltung, Fusion oder ein Verkauf aller 

oder nur eines Teils der Aktien zustande kommen werde. Es hätten Aktionärsgruppen 

mit  erheblichen  Anteilen  und  gegensätzlichen  Interessen  bestanden,  das  Aktionariat 

sei  zerstritten  gewesen.  Zudem  seien  die  C-Aktien  damals  noch  vinkuliert  gewesen 

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und  jeder  Aktionär  habe  nur  Minderheitenanteile  besessen,  ohne  Aussicht,  je  eine 

Mehrheit zu erlangen. 

b)  Das  Bundesgericht  hat  erkannt,  dass  ein  rund  sieben  Monate  nach  dem 

Stichtag unterbreitetes Übernahmeangebot als für die Bestimmung des Verkehrswerts 

herangezogen werden darf. Voraussetzung bilde lediglich, dass sich der Wert der Un-

ternehmung  im  Zeitraum  zwischen  dem  Bewertungsstichtag  und  der  Unterbreitung  

des  Übernahmeangebots  nicht  massgeblich  verändert  habe  (BGr,  22.  Mai  2003, 

2A.590/2002, E. 3.1, www.bger.ch). In einem jüngeren Entscheid erachtete es sodann 

einen fünf Monate nach dem Stichtag erzielten Verkaufspreis als massgebend, um den 

Vermögenssteuerwert  verlässlich  wiederzugeben  (BGr,  15.  April  2010,  2C_504/2009, 

www.bger.ch). Dabei hat es ein vom Pflichtigen moniertes "ungesetzliches" Vorgehen 

nicht  festgestellt,  insbesondere  auch  nicht  eine  Verletzung  des  von  diesem  ins  Feld 

geführten  "Kalenderjahrprinzips",  d.h.  des  Grundsatzes  der  Bewertung  aufgrund  der 

Verhältnisse per Ende der Steuerperiode. 

Die  Wegleitung  scheint  bei  Heranziehung  von  Verkaufspreisen  für  die  Ver-

kehrswertermittlung in Rz 2 Abs. 5 nur von in der Vergangenheit, d.h. vor dem Stichtag 

erfolgten Transaktionen auszugehen ("Hat für solche Titel eine massgebliche Handän-

derung  unter  unabhängigen  Dritten  stattgefunden,…"),  jedoch  gibt  es  keinen  Grund, 

daneben  nicht  auch  auf  nach  diesem  Zeitpunkt  abgewickelte  Geschäfte  abzustellen, 

sofern sie als massgebliche Handänderungen im Sinn der Wegleitung qualifizieren. So 

stimmt der Zeitpunkt der vor dem Stichtag getätigten Verkäufe gleich wie derjenige der 

danach  erfolgten  Veräusserungen  nicht  mit  dem  Bewertungsdatum  überein,  d.h.  wei-

chen  auch  diese  Bewertungen  vom  genauen  Bewertungsdatum  ab.  Trotzdem  wird 

nicht  die  Forderung  verfochten,  es  dürften  beim  Abstellen  auf  Verkaufspreise  nur 

Transaktionen  berücksichtigt  werden,  die  am  Stichtag  selber  getätigt  wurden.  Käme 

man dieser Forderung nach, fielen Marktpreise für die Verkehrswertermittlung praktisch 

ausser Betracht, da Verkäufe nur selten am jeweiligen Stichtag stattfinden. Ein solches 

Vorgehen entspräche weder dem Sinn der Wegleitung noch den Bedürfnissen bei der 

Verkehrsermittlung nichtkotierter Wertpapiere ohne Kursnotierung und liesse sich auch 

sachlich nicht rechtfertigen. 

Demnach  ist  es  durchaus  zulässig,  für  die  Verkehrswertbestimmung  von 

nichtkotierten Titel ohne Kursnotierung auch auf massgebliche Handänderungen abzu-

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stellen, die nach dem Stichtag erfolgt sind. Mit dem Bundesgericht ist beim Heranzie-

hen von nach dem Stichtag erfolgten Verkäufen allerdings nach dem Gesagten darauf 

zu  achten,  dass  sich  der Wert  der  Unternehmung  im  Zeitraum  zwischen  dem  Bewer-

tungsstichtag  und  der  Veräusserung  bzw.  der  Unterbreitung  eines  Übernahmeange-

bots nicht massgeblich verändert hat. Je länger dieser Zeitraum ist, desto eher ist die-

se Voraussetzung nicht mehr erfüllt. 

c) aa) Der streitige Verkauf aller C-Aktien erfolgte am ... Juli 2010 und damit 

6½  Monate  nach  dem  Stichtag  31.  Dezember  2009.  Die  Angabe  des  Pflichtigen,  es 

seien  7½  Monate  verstrichen,  trifft  nicht  zu.  Die Transaktion  befindet  sich  damit  noch 

innerhalb des Zeitrahmens zwischen dem Stichtag und der Handänderung, wie er den 

vom Bundesgericht beurteilten Fällen zugrunde liegt. Zieht man in Betracht, dass von 

der  Käuferschaft  vor  dem  Erwerb  eine  Kaufofferte  unterbreitet  wurde  und  diese  der 

Generalversammlung  der  C  AG  vom  ...  Juli  2010  schon  vorgelegen  hat,  ist  das 

Kaufangebot  noch  näher  am  Stichtag.  Von  welchem  Datum  die  Offerte  tatsächlich 

stammt,  ist  nicht  bekannt.  Der  Pflichtige  reichte  weder  das  Kaufangebot  selber  ein 

noch  nannte  er  den  Zeitpunkt  der  Angebotsunterbreitung,  obwohl  er  mit  Verfügung 

vom 14. Februar 2014 hierzu aufgefordert wurde. Seine Begründung, die Vertragspar-

teien  hätten  Stillschweigen  vereinbart,  verfängt gegenüber  den  Steuerbehörden  nicht, 

da diese an das Amts-/Steuergeheimnis gebunden sind. Mithin rechtfertigt es sich, die 

Angebotsunterbreitung der Käuferschaft noch geraume Zeit vor der Veräusserung an-

zusiedeln,  mit  der  Wirkung,  dass  die  vom  Bundesgericht  im  Entscheid  vom  22.  Mai 

2003, 2A.590/2002, E. 3.1 erwähnten und als unkritisch beurteilten 7½ Monate bis zur 

Offertstellung vorliegend noch erheblich unterboten werden. 

bb)  Zu  prüfen  bleibt,  ob  zwischen  dem  Stichtag  und  der  Unterbreitung  der 

Kaufofferte bzw. des Verkaufs die C eine massgebliche Veränderung im Wert der Un-

ternehmung eingetreten ist. 

Vorab kann eine solche Wertveränderung nicht erfolgt sein, nur weil die Aktio-

näre per Ende 2009 nicht wussten, wie es mit dem Unternehmen im Zug der beabsich-

tigten Umstrukturierung künftig weiter gehen werde. Diese vom Pflichtigen verfochtene 

Sicht  der  Dinge  entspricht  der  subjektiven  Wertbetrachtung  (der  Aktionäre)  und  nicht 

der für die Bestimmung des Verkehrswerts massgeblichen "technisch-" bzw. "rechtlich-

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objektiven" Beurteilung. Abgesehen davon führt der Pflichtige in der Einsprache selber 

aus, dass per Ende 2009 der "Verkaufsprozess" schon "angetreten" gewesen sei. 

Aber  auch  der  unbestrittene  Umstand  der  per  Ende  2009  noch  vorhandenen 

Vinkulierung  der  C-Aktien  (vgl.  Art.  5  der  Statuten)  haben  auf  den  Vermögenssteuer-

wert  keinen  Einfluss,  da  sie  den  inneren  Wert  der  Gesellschaft  als  Ganzes  nicht  zu 

prägen  vermögen.  Denn  gleich  wie  Aktionärbindungsverträge  können  Vinkulierungen 

jederzeit abgeändert oder aufgehoben werden, weshalb in der Wegleitung für Titel, die 

aufgrund  von  Aktionärbindungsverträgen  oder  Vinkulierungen  nicht  oder  nur  einge-

schränkt handelbar sind, mit gutem Grund kein Einschlag vorgesehen ist (vgl. zu den 

Aktionärbindungsverträgen: StRK AG [RV.92.50024/K2330] vom 19. Oktober 1994). 

Andere  oder  weitere  Umstände,  die  für  den  Wert  der  C  per  Ende  2009  be-

stimmend  waren  und  bis  zur  Unterbreitung  der  Kaufofferte  in  der  ersten  Jahreshälfte 

2010  objektiv  betrachtet  eine  Veränderung  des  Unternehmenswerts  bewirkten,  liegen 

nicht  vor.  Zwar  hält  der  Pflichtige  im  Rekurs  (S. 7)  dafür,  es  seien  (2009)  vergleichs-

weise weniger Mittel in den E investiert worden, jedoch behauptet er nicht, dies habe 

sich bis zum Verkauf Mitte 2010 noch geändert. Seine weitere Aussage im Rekurs, per 

Ende 2009 sei ein Unternehmen ohne jede Perspektive zu bewerten, widerspricht so-

dann  seinem  erwähnten  Vorbringen  in  der  Einsprache,  der  Verkaufsprozess  habe  in 

diesem Zeitpunkt schon zu laufen begonnen. 

d)  Damit  ist  für  die  Verkehrswertermittlung  der  C-Aktien  des  Pflichtigen  per 

Ende 2009 der am ... Juli 2010 erzielte Verkaufspreis aus der Veräusserung des Ge-

samtunternehmens massgeblich. Die diesbezügliche Berechnung des Stückpreises mit 

Fr. 382.50 und Fr. 1'950'750.- für die Aktien des Pflichtigen insgesamt ist nicht streitig 

und erweist sich als zutreffend. 

e)  Keine  Rolle  spielt  entgegen  dem  Dafürhalten  des  Pflichtigen,  dass  er  per 

Ende  2009  noch  nicht  über  den  Erlös  aus  dem Aktienverkauf  verfügen konnte,  da  es 

vorliegend  nicht  um  den  Zufluss  dieses  Erlöses  bzw.  um  dessen  Besteuerung  in  der 

Periode 2009 geht, sondern nur darum, ob der erzielte Verkaufspreis Basis für die Ver-

kehrswertermittlung der Aktien per Ende 2009 bildet. 

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Ein  Einschlag  auf  dem  so  gefundenen  Wert  für  eine  Minderheitsbeteiligung 

gemäss  Rz  61  Wegleitung  von  30%  ist  nicht  gerechtfertigt  (vgl.  Einsprache  S. 2),  da 

dieser  Einschlag  nur  bei  Verkehrswertbestimmung  aufgrund  von  Ertrags-  und  Sub-

stanzwertermittlung  nach Wegleitung gewährt  wird.  Beim  Abstellen  auf den  Verkaufs-

preis  einer  Handänderung  entspricht  der  Verkaufspreis  auch  bei  einer Minderheitsbe-

teiligung stets dem Verkehrswert. 

4. Diese Erwägungen führen zur Abweisung des Rekurses. Ausgangsgemäss 

sind die Verfahrenskosten den Pflichtigen aufzuerlegen (§ 151 Abs. 1 StG) und entfällt 

die Zusprechung einer Parteientschädigung (§ 152 StG i.V.m. § 17 Abs. 2 des Verwal-

tungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997). 

Demgemäss erkennt der Einzelrichter: 

1.  Der Rekurs wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.  

[…] 

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