# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1855d9b2-bd1f-5655-879f-f033649569b6
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-10-13
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 13.10.2020 200 2020 629
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2020-629_2020-10-13.pdf

## Full Text

200 20 629 UV
FUR/IMD/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 13. Oktober 2020

Verwaltungsrichterin Fuhrer, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Schwegler, Verwaltungsrichter Kölliker
Gerichtsschreiber Imhasly

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

Suva
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 13. Juli 2020

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Okt. 2020, UV/20/629, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1961 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
seit dem 1. März 2006 als ... bei der C.________ GmbH angestellt und 
dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva bzw. 
Beschwerdegegnerin) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen und 
Berufskrankheiten versichert (Akten der Suva, Antwortbeilage [AB] 2). 
Gemäss Bagatellunfall-Meldung UVG vom 13. Februar 2019 (AB 1) habe 
er sich am 25. Januar 2019 beim Abladen von Material an einer unebenen 
Stelle eine Quetschung am rechten Mittelfuss zugezogen. Die Suva er-
brachte die gesetzlichen Leistungen (Taggeld und Heilkosten; vgl. AB 28 
S. 2) und klärte den Sachverhalt in medizinischer Hinsicht ab. Gestützt auf 
die kreisärztliche Beurteilung von Dr. med. D.________, Facharzt für Or-
thopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 
7. Oktober 2019 (AB 26) stellte sie die vorübergehenden Leistungen mit 
Verfügung vom 15. Oktober 2019 (AB 28) rückwirkend per 9. Juli 2019 ein. 
Eine dagegen erhobene Einsprache (AB 35, 37) wies die Suva nach Einho-
lung einer vom 9. Juli 2020 datierenden Stellungnahme von Dr. med. 
D.________ (AB 41) mit Einspracheentscheid vom 13. Juli 2020 ab 
(AB 42).

B.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, mit Eingabe vom 27. August 2020 Beschwerde mit den fol-
genden Rechtsbegehren:

1. Der Einspracheentscheid der Suva vom 13. Juli 2020 sei aufzuhe-
ben.

2. Es seien A.________ die gesetzlichen Leistungen nach UVG, ins-
besondere über den 9. Juli 2019 hinausgehend, auszurichten.

3. Eventualiter: Es sei die Sache an die Suva mit der Anweisung 
zurückzuweisen, ein verwaltungsexternes medizinisches Gutach-
ten unter Einbezug der Fachrichtung Orthopädie zu erstellen und 

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gestützt darauf über die Ansprüche von A.________ neu zu ent-
scheiden.

- unter Kosten- und Entschädigungsfolgen -

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 13. Juli 
2020 (AB 42). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdefüh-
rers auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung über den 9. Juli 
2019 hinaus und dabei insbesondere, ob die Beschwerden am rechten 
Fuss ab jenem Zeitpunkt noch kausal auf das Ereignis vom 25. Januar 
2019 (AB 1) zurückzuführen waren.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversiche-
rung setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusam-
menhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus 
(BGE 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.2.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 
S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 

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der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über-
haupt erst manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, 
wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache des Gesund-
heitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und ausschliesslich 
auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft zu, wenn entweder der 
(krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall be-
standen hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich 
nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes 
auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine) er-
reicht ist (SVR 2016 UV Nr. 18 S. 56 E. 2.1.1; Entscheid des Bundesge-
richts [BGer] vom 21. September 2018, 8C_781/2017, E. 5.1).

Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang 
muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursa-
chen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht 
allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender 
ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei 
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – an-
ders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzu-
sammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern 
beim Unfallversicherer (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2).

2.2.2 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ur-
sache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV 
Nr. 30 S. 122 E. 5.2). Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen 
deckt sich die adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausa-

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lität; die Adäquanz hat hier praktisch keine selbstständige Bedeutung 
(BGE 140 V 356 E. 3.2 S. 358).

2.3 Um über den Leistungsanspruch entscheiden zu können, ist die 
Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewie-
sen, die Ärzte und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung 
zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Um-
fang und bezüglich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig 
sind. Im Weiteren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die 
Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch 
zugemutet werden können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 
S. 99; SVR 2018 IV Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1).

2.4 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

3.

3.1 Aufgrund der Aktenlage ist fraglich, ob das Ereignis vom 25. Janu-
ar 2019 die kumulativen Anspruchsvoraussetzungen des Unfallbegriffs 
gemäss Legaldefinition (vgl. E. 2.1 hiervor) erfüllt. Der Beschwerdeführer 
gab gegenüber der Beschwerdegegnerin einzig an, es habe sich etwas 
Besonderes ereignet, wobei er ausführte, er sei mit einem Gewicht in den 
Händen auf einen Stein getreten (AB 12). Die erstbehandelnde Hausärztin 
Dr. med. E.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, hielt im 
Arztzeugnis UVG vom 17. Juli 2019 (AB 14) fest, der Versicherte sei beim 
Schleppen von Material mit dem rechten Fuss auf einen Stein getreten. 
Trotz Schuhen seien sofort starke Schmerzen und Mühe beim Gehen auf-

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getreten. Weder der Beschwerdeführer noch die Hausärztin erwähnten ein 
Abknicken des Fusses, was zu erwarten gewesen wäre, hätte dies tatsäch-
lich stattgefunden. Schlussendlich kann die Frage, ob ein Unfallgeschehen 
vorliegt oder nicht, offen gelassen werden, da sich so oder anders am Er-
gebnis nichts ändert.

3.2 In medizinischer Hinsicht ist den Akten – soweit entscheidwesent-
lich – das Folgende zu entnehmen:

3.2.1 Im Operationsbericht vom 3. Juli 2019 (AB 13 S. 4 f.) diagnostizier-
te Dr. med. F.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Trau-
matologie des Bewegungsapparates, einen retromalleolären Split der Pe-
roneus-brevis-Sehne und einen distalen Split der Peroneus-longus-Sehne 
mit störendem Os vesalianum am rechten Rückfuss. Der Eingriff bestehe in 
einer Synovektomie, der Entfernung der Trochlea peronealis, dem Débri-
dement und der Tubularisierung der Peroneus-brevis-Sehne sowie der Te-
nodese longus auf brevis (distal) nach Exzision des Os vesalianum.

3.2.2 Dr. med. E.________ führte im Arztzeugnis UVG vom 17. Juli 
2019 (AB 14) aus, im Röntgenbild vom 7. Februar 2019 sei keine Fraktur 
ersichtlich gewesen, fraglich habe ein leichtes subkutanes Ödem bestan-
den. Im MRI vom 21. März 2019 (AB 20 S. 1 f.) hätten sich eine ausgepräg-
te Tendinose der distalen, ansatznahen Peroneus-longus-Sehne mit dem 
Bild einer interstitiellen Partialruptur und florider begleitender Tendovagini-
tis sowie diffuse peritendinitische Veränderungen gezeigt.

3.2.3 Der Kreisarzt Dr. med. D.________ hielt im Bericht vom 7. Oktober 
2019 (AB 26) fest, beim Ereignis vom 25. Januar 2019 sei es überwiegend 
wahrscheinlich zu einer Distorsion des rechten Sprunggelenkes gekom-
men. Die Verletzung sei als leicht einzustufen (ohne Kapselbandeinriss, 
keine Einblutung, geringe Schwellung, stabil). Gemäss Reintegrationsleit-
faden des Schweizerischen Versicherungsverbandes resultiere hieraus 
eine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit für insgesamt acht Wochen bei 
körperlich arbeitenden Personen. Es könne daher davon ausgegangen 
werden, dass die Unfallfolgen nach acht bis zehn Wochen verheilt gewesen 
seien. Die Operationsdiagnosen seien ein "retromalleolärer Split der Pero-
neus-brevis-Sehne und distaler Split der Peroneus-longus-Sehne mit 

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störendem Os vesalianum" gewesen. Rupturen der Sehne des Musculus 
peroneus brevis seien in der Regel Längsrisse von 2.5 - 5 cm. Als Ursache 
würden verschiedene Mechanismen angenommen. Die flache Sehne wer-
de durch die Sehne des Musculus peroneus longus komprimiert. Durch 
eine Subluxation der Sehne über die Fibulahinterkante könne es zu einem 
Knopflochdefekt kommen. Dies könne aus einem inkompetenten Retinacu-
lum musculorum peroneorum superius resultieren, was wiederum oft seine 
Ursache in repetitiven Distorsionen, chronischen Instabilitäten und generel-
len Bindegewebsschwächen haben könne. Am Retinaculum musculorum 
peroneorum superius seien keine Schäden dokumentiert. Somit könne da-
von ausgegangen werden, dass es nicht zu einer Subluxation der Pero-
neus-brevis-Sehne mit Verletzung des Retinaculum musculorum gekom-
men sei. Der Längssplit der Peroneus-brevis-Sehne sei somit nicht als un-
fallkausal anzusehen. Der distale Längssplit der Peroneus-longus-Sehne 
könne ebenfalls nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit als unfallkau-
sal angesehen werden. Es habe ein Os vesalianum am Ansatz der Pero-
neus-brevis-Sehne vorgelegen. Dieses Os vesalianum habe den Verlauf 
der Peroneus-longus-Sehne eingeengt und habe mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit zu dem vorgefundenen Längssplit geführt. Dabei habe es 
sich um das Resultat einer Mikrotraumatisierung und nicht eines akuten 
Ereignisses gehandelt. Daher müssten sowohl der Längssplit der Pero-
neus-brevis- als auch der Peroneus-longus-Sehne als degenerativ be-
zeichnet werden. Zusammengefasst sei es zu einer Distorsion des rechten 
Fusses gekommen. Hieraus habe eine vorübergehende Verschlimmerung 
mit Schwellung und Schmerzen resultiert. Die operierten Läsionen an Pe-
roneus-longus- und Peroneus-brevis-Sehne seien nicht mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis zurückzuführen. Ebenso sei das ent-
fernte Os vesalianum nicht unfallkausal, sondern angeboren. Das Os vesa-
lianum habe den Längssplit der beiden Sehnen begünstigt.

3.2.4 In der Stellungnahme vom 4. November 2019 (AB 37 S. 4 f.) führte 
Dr. med. F.________ aus, die Verletzung (Split der Peroneus-longus-
Sehne mit störendem Os vesalianum) sei in der Tat häufig das Resultat 
einer Mikrotraumatisierung und nicht eines akuten Ereignisses. Nichtsdes-
totrotz müsse mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen 
werden, dass das Ereignis vom 25. Januar 2019 zu einem grösseren und 

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somit symptomatischen Split geführt habe. Die ins Feld geführte Argumen-
tation/Literatur habe ihren Ursprung im überwiegenden Teil in Sportverlet-
zungen. Hier würden praktisch ausschliesslich Sportschuhe getragen, die 
unterhalb des Knöchels endeten. Somit gehe bei einer Distorsion stets eine 
Begleitverletzung wie zum Beispiel Bandzerrungen und -risse mit folgli-
chem Hämatom einher. Der Versicherte habe aber zum Zeitpunkt des Er-
eignisses überknöchelhohe Sicherheitsschuhe getragen. Selbige stabilisier-
ten das Sprunggelenk und verhinderten somit eine ausladende Distorsion, 
was wiederum Begleitverletzungen einschränke. Das Argument des feh-
lenden Hämatoms sei somit nichtig. Der Kreisarzt gehe davon aus, dass 
eine traumatische Läsion der Peroneus-brevis-Sehne im Rahmen einer 
Subluxation unbedingt eine Schädigung des Retinaculums mit sich ziehe. 
Intraoperative Studien hätten jedoch gezeigt, dass Läsionen auch ohne 
Rupturen des peronealen Retinaculums auftreten könnten. Dies durch par-
tielles Ablösen des Retinaculums von der Fibula. In diesem Fall könne von 
einer spontanen Reposition der Sehnen mit anschliessender Vernarbung 
des Retinaculums ausgegangen werden. Dass im MRI keine Veränderun-
gen vorlägen, respektive hätten nachgewiesen werden können, hänge 
überwiegend wahrscheinlich mit der Latenz zwischen Traumaereignis und 
MRI-Durchführung zusammen. Die Ausführung, dass am Retinaculum 
musculorum peroneorum superius keine Schäden intraoperativ dokumen-
tiert worden seien, sei ebenfalls hinfällig. Dies sei vor allem durch die La-
tenz zwischen Ereignis und Operation von knapp fünf Monaten zu erklären, 
womit der Körper genügend Zeit gehabt habe, selbständig für eine Vernar-
bung zu sorgen, die intraoperativ nicht als solche auffallen müsse. Es kön-
ne davon ausgegangen werden, dass sowohl der Split der Peroneus-
longus- wie auch jener der Peroneus-brevis-Sehne durchaus überwiegend 
wahrscheinlich infolge des Traumaereignisses vom 25. Januar 2019 aufge-
treten seien.

3.2.5 Der Kreisarzt Dr. med. D.________ führte in der Beurteilung vom 
6. Juli 2020 (AB 41) aus, die Autoren der von Dr. med. F.________ er-
wähnten Studie, wonach Läsionen auch ohne Rupturen des peronealen 
Retinaculums auftreten könnten, würden darauf verweisen, dass die Pero-
nealsehnenluxation ausgesprochen selten sei und der Mechanismus der 
Luxation diskutiert werde und noch nicht vollständig geklärt sei. In der Stu-

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die werde eine anatomische Prädisposition für die Peronealsehnen-
Luxation vorausgesetzt. Zudem werde im Rahmen des ursächlichen Ereig-
nisses eine massive Dorsalflexion gefordert. Es sei nicht überwiegend 
wahrscheinlich, dass es in einem überknöchelhohen Sicherheitsschuh, wie 
ihn der Versicherte gemäss Dr. med. F.________ getragen haben soll, zu 
einer massiven Dorsalflexion des Fusses kommen könne, so dass die 
Sehnen hinter dem Aussenknöchel luxierten.

3.3 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352). Auch reine Aktengutachten können beweiskräftig 
sein, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um 
die fachärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen 
Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicher-
ten Person in den Hintergrund rückt (Entscheid des BGer vom 24. März 
2017, 8C_780/2016, E. 6.1).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/ee S. 354). Soll ein Versicherungs-
fall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, sind 
an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch 
nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versiche-
rungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen 
vorzunehmen (BGE 139 V 225 E. 5.2 S. 229; 135 V 465 E. 4 S. 467 ff.).

3.4 Die zur Frage nach der Kausalität der Fussbeschwerden rechts 
verfassten Aktenbeurteilungen des Kreisarztes Dr. med. D.________ vom 

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7. Oktober 2019 (AB 26) und 6. Juli 2020 (AB 41) erfüllen die vorerwähnten 
höchstrichterlichen Beweisanforderungen und erbringen vollen Beweis. 
Folglich kann darauf abgestellt werden. Der Facharzt hat sich einlässlich 
mit den klinisch und bildgebend festgestellten Befunden auseinanderge-
setzt und unter Hinweis auf die medizinwissenschaftliche Literatur schlüs-
sig und einleuchtend dargelegt, dass die mit Operation vom 3. Juli 2019 
behandelten Läsionen der Peroneus-longus- und Peroneus-brevis-Sehnen 
nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis vom 25. Ja-
nuar 2019 zurückzuführen waren. Er zog überzeugend begründet den 
Schluss, dass es im Rahmen dieses Ereignisses (lediglich) zu einer bloss 
vorübergehenden (und nicht einer richtunggebenden) Verschlimmerung 
eines vorbestehenden degenerativen Zustands gekommen ist, welche 
spätestens innerhalb von acht bis zehn Wochen ausgeheilt war. 

Die davon abweichenden Berichte des behandelnden Arztes Dr. med. 
F.________ führen zu keinem anderen Ergebnis. Mit dem Bericht vom 
4. November 2019 (AB 37 S. 4 f.) hat sich der Kreisarzt im Bericht vom 
6. Juli 2020 (AB 41) ausführlich auseinandergesetzt und überzeugend dar-
gelegt, weshalb der auf Studien aus den Jahren 1963 und 1977 basieren-
den Argumentation des behandelnden Arztes nicht zu folgen ist. In der be-
schwerdeweise beigebrachten Stellungnahme vom 16. Juli 2020 (Akten 
des Beschwerdeführers, Beschwerdebeilage [BB] 3) hat Dr. med. 
F.________ dagegen nicht mehr opponiert. Soweit er bezugnehmend auf 
zwei Studien jüngeren Datums nun festhält, sogenannte Intrasheat-
Subluxationen mit entsprechenden Veränderungen der Peronealsehnen 
ohne Ruptur des Retinaculums seien häufig atraumatisch, könnten aber 
auch durch ein Trauma ausgelöst werden, bejaht er (einzig) die grundsätz-
liche Eignung des Unfallgeschehens für die hier infrage stehenden Be-
schwerden. Er benennt – was den hier zu beurteilenden, konkreten Fall 
betrifft – jedoch nicht einmal ansatzweise Befunde, die für unfallbedingte 
Schädigungen der Peroneus-longus- bzw. der Peroneus-brevis-Sehne 
sprächen. Vielmehr verweist er darauf, dass bei solchen Verletzungen die 
Unterscheidung zwischen akut unfallkausal, chronisch unfallkausal und 
chronisch degenerativ immer schwierig sei. Er führt aus, aufgrund seiner 
täglichen klinischen Erfahrung als Fusschirurg gehe er von einem überwie-
gend wahrscheinlichen Traumaereignis aus, ohne dies vertieft zu begrün-

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den. Damit führt er nichts aus, was mehr als eine rein theoretisch, bloss 
mögliche Unfallkausalität nahelegen liesse. Dr. med. F.________ vermag 
damit nicht zu belegen, dass und weshalb im vorliegenden Fall der wissen-
schaftlich offenbar bis heute nicht bewiesene, hypothetische Ausnahmefall 
einer traumatischen Veränderung der Peronealsehnen ohne Ruptur des 
peronealen Retinaculums eingetreten wäre. Soweit seine Argumentation 
schliesslich darauf abzielt, dass der Versicherte bis zum Unfallzeitpunkt 
stets beschwerdefrei gewesen sei und erst durch dieses Ereignis Be-
schwerden aufgetreten seien, die sich im Verlauf der Zeit intensiviert hät-
ten, beruft er sich auf die unzulässige Beweismaxime "post hoc ergo 
propter hoc" (vgl. BGE 119 V 335 E. 2b bb S. 341; SVR 2016 UV Nr. 24 S. 
78 E. 7.2). Dementsprechend vermag Dr. med. F.________ an der Ein-
schätzung des Vertrauensarztes Dr. med. D.________ keine, auch nicht 
nur geringe Zweifel zu wecken, zumal es sich bei ihm um den operierenden 
Arzt handelt, was den Beweiswert seiner Berichte zusätzlich schmälert. So 
darf und soll das Gericht in Bezug auf Atteste von Hausärzten der Erfah-
rungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf 
ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zugunsten 
ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b cc S. 353; SVR 2015 IV 
Nr. 26 S. 80 E. 5.3.3.3). Dies gilt nicht nur für den allgemein praktizieren-
den Hausarzt, sondern ebenso für den behandelnden Spezialarzt (Ent-
scheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute Bundes-
gericht] vom 20. März 2006, I 655/05, E. 5.4).

Somit ist gestützt auf die Aktenbeurteilungen des Kreisarztes Dr. med. 
D.________ vom 7. Oktober 2019 (AB 26) und 6. Juli 2020 (AB 41) ein 
natürlicher Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 25. Januar 
2019 und den über den 9. Juli 2019 hinaus geklagten Fussbeschwerden 
rechts zu verneinen. Weiterer Abklärungen – insbesondere des beantrag-
ten verwaltungsexternen Gutachtens – bedarf es nicht (antizipierte Be-
weiswürdigung [BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236, 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 
157 E. 1d S. 162; SVR 2017 ALV Nr. 6 S. 18 E. 4.2]).

3.5 Nach dem Dargelegten hat die Beschwerdegegnerin ihre Leistun-
gen zu Recht per 9. Juli 2019 eingestellt und den Anspruch auf weitere 
Leistungen verneint. Damit ist der angefochtene Einspracheentscheid vom 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Okt. 2020, UV/20/629, Seite 13

13. Juli 2020 (AB 42) nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene 
Beschwerde abzuweisen.

4.

4.1 Verfahrenskosten sind keine zu erheben (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. a ATSG).

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Be-
schwerdeführer keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehr-
schluss aus Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG). 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- Suva  
- Bundesamt für Gesundheit

Die Kammerpräsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.