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**Case Identifier:** 23b01dc3-337b-5fe3-b29a-cd5936ef9488
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-11-23
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 23.11.2016 810 15 356
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-15-356_2016-11-23.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 23. November 2016 (810 15 356) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Ausländerrecht 

 

 

Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung 

 

 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsrichter Christian  

Haidlauf, Markus Clausen, Claude Jeanneret, Niklaus Ruckstuhl,  
Gerichtsschreiberin i.V. Claudia Caderas 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Alain Joset, Advokat 
  

 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft,  
Beschwerdegegner 
 

  
  
Betreff Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung  

(RRB Nr. 1784 vom 17. November 2015) 
 
  

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A. Der 1987 geborene marokkanische Staatsangehörige A.____ reiste im Februar 2011 
nach B.____ (DE), wo er ein Studentenvisum und einen Studienplatz erhalten hatte, um 
Sozialwissenschaften zu studieren. Bereits zwei Jahre zuvor hatte er über eine Internetplattform 
die im Kanton Basel-Landschaft niedergelassene deutsche Staatsangehörige C.____, geboren 
1968, kennengelernt, welche er zwei Wochen nach seiner Einreise nach Deutschland zum 
ersten Mal persönlich traf. Am 17. Juni 2011 heirateten die beiden in Dänemark. Im Rahmen 
des Familiennachzugs reiste A.____ am 16. September 2011 von Deutschland in die Schweiz 
ein und erhielt in der Folge eine bis zum 4. Mai 2013 gültige Aufenthaltsbewilligung zum 
Verbleib bei seiner Ehefrau in D.____.  
 
B. Am 3. November 2012 wurde A.____ wegen eines Vorfalls häuslicher Gewalt von der 
Polizei des Kantons Basel-Landschaft gestützt auf § 26a des Polizeigesetzes (PolG) vom 
28. November 1996 aus der gemeinsamen Wohnung weggewiesen. Das darauf folgende 
Strafverfahren gegen A.____ wurde am 27. Juni 2013 eingestellt.  
 
C. Im Rahmen der Überprüfung der Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung von A.____ 
seitens des Amts für Migration des Kantons Basel-Landschaft (AfM), welche mit Schreiben vom 
7. August 2013 angekündigt wurde, bestätigten A.____ und seine damalige Ehefrau mit 
Schreiben vom 5. Januar 2014, dass sie ein normales Eheleben führten. Daraufhin verlängerte 
das AfM die Aufenthaltsbewilligung von A.____ bis zum 4. Mai 2015.  
 
D. Am 21. Oktober 2014 teilte die schwer erkrankte C.____ der Einwohnergemeinde 
D.____ mit, dass sie am 7. Juni 2014 aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen sei und die 
Scheidung einreichen werde. Mit Schreiben vom 29. Januar 2015 liess sie gegenüber dem AfM 
verlauten, dass sie aus ihrer Sicht eine Scheinehe mit A.____ eingegangen sei. Mit Urteil vom 
12. Februar 2015 des Zivilkreisgerichts Basel-Landschaft West wurden die Ehegatten schliess-
lich geschieden.  
 
E. Daraufhin gewährte das AfM A.____ am 7. März 2015 das rechtliche Gehör zur beab-
sichtigten Nichtverlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung aus der Schweiz, 
welches er mit Schreiben vom 8. April 2015 wahrnahm.  
 
F. Mit Verfügung vom 21. Juli 2015 teilte das AfM A.____ die Nichtverlängerung seiner 
Aufenthaltsbewilligung mit und gab ihm bis zum 21. August 2015 Zeit für die Ausreise. Die Ehe 
von A.____ und C.____ sei definitiv gescheitert, die Ehegemeinschaft habe lediglich rund 
35 Monate gedauert und überdies lägen keine wichtigen persönlichen Gründe vor, die einen 
weiteren Aufenthalt von A.____ in der Schweiz erforderlich machten.  
 
G. Gegen diese Verfügung des AfM erhob A.____, vertreten durch Dr. Helena Hess, 
Advokatin in Muttenz, am 31. Juli 2015 Beschwerde beim Regierungsrat und beantragte, die 
Verfügung des AfM vom 21. Juli 2015 sei vollumfänglich aufzuheben und ihm die Aufent-
haltsbewilligung zu erteilen; sämtliches unter o/e-Kostenfolge. 
 
H. Mit Regierungsratsbeschluss Nr. 1784 vom 17. November 2015 (RRB) wurde die 
Beschwerde von A.____ abgewiesen.  

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I. Mit Eingabe vom 30. November 2015 erhob A.____, nunmehr vertreten durch Alain 
Joset, Advokat in Liestal, beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), Beschwerde gegen den RRB vom 17. November 2015 mit 
dem Begehren, der Entscheid des Regierungsrats vom 17. November 2015 sowie die Ver-
fügung des AfM vom 21. Juli 2015 seien aufzuheben und das AfM gerichtlich anzuweisen, dem 
Beschwerdeführer die Aufenthaltsbewilligung zu verlängern respektive diesem eine Aufenthalts-
bewilligung zu erteilen. Der vorliegenden Beschwerde sei überdies die aufschiebende Wirkung 
zu belassen; sämtliches unter o/e-Kostenfolge zulasten der Vorinstanz(en). Mit Eingabe vom 
3. Februar 2016 wurde in verfahrensrechtlicher Hinsicht zudem die Durchführung einer Partei-
verhandlung beantragt. 
 
J. Am 2. März 2016 liess sich der Regierungsrat vernehmen. Dieser beantragt unter Ver-
weis auf die Ausführungen im angefochtenen Beschluss die Abweisung der Beschwerde.  
 
K. Mit Verfügung vom 1. Juni 2016 wurde der Fall der Kammer zur Beurteilung überwie-
sen. 
 
L.  Am 8. November 2016 hat der Beschwerdeführer eine Replik eingereicht.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g: 
 
1. Gemäss § 47 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungspro-
zessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist zur Beschwerde befugt, wer durch die ange-
fochtene Verfügung oder den angefochtenen Entscheid berührt ist und ein schutzwürdiges 
Interesse an dessen Änderung oder Aufhebung hat. Da der Beschwerdeführer Adressat des 
angefochtenen Entscheides ist, ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung hat und die 
übrigen formellen Voraussetzungen erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 
 
2.  Bei der Beurteilung der vorliegenden verwaltungsgerichtlichen Beschwerde ist die Kog-
nition des Kantonsgerichts gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b VPO darauf beschränkt, den ange-
fochtenen Entscheid hinsichtlich allfälliger Rechtsverletzungen zu überprüfen bzw. zu prüfen, ob 
der Beschwerdegegner ein allfälliges Ermessen rechtsfehlerhaft ausgeübt hat. Im Weiteren 
kann beurteilt werden, ob dieser den Sachverhalt unrichtig oder unvollständig festgestellt hat. 
Die Überprüfung der Angemessenheit dagegen ist dem Kantonsgericht verwehrt (vgl. § 45 
Abs. 1 lit. c VPO e contrario). 
 
3.  Streitgegenstand bildet die Frage, ob die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung 
des Beschwerdeführers und dessen Wegweisung aus der Schweiz zu Recht erfolgten.  
 
4. Unbestrittenermassen kann sich der Beschwerdeführer für die Erteilung einer Aufent-
haltsbewilligung weder auf eine staatsvertragliche Anspruchsgrundlage noch auf eine solche 
aus dem Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Eu-
ropäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit (FZA) 

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vom 21. Juni 1999 berufen. Überdies hat der Beschwerdeführer keine engen familiären Bezie-
hungen in der Schweiz und der Kontakt zu seiner ehemaligen Ehefrau ist nicht mehr intakt. 
Folglich ist ein Eingriff in das nach Art. 8 Ziff. 1 der Konvention zum Schutze der Menschen-
rechte und Grundfreiheiten (Europäische Menschenrechtskonvention, EMRK) vom 4. Novem-
ber 1950 sowie nach Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossen-
schaft (BV) vom 18. April 1999 geschützte Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens 
des Beschwerdeführers mangels eröffneten Schutzbereichs zu verneinen. 
 
5.1 Nach Auflösung der Ehegemeinschaft besteht der Anspruch des unter dem FZA nach-
gezogenen Ehegatten auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung nach Art. 50 
Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG) vom 16. Dezember 
2005 weiter, wenn die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre bestanden hat und eine 
erfolgreiche Integration vorliegt (lit. a; BGE 138 II 229) oder wenn wichtige persönliche Gründe 
einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen (lit. b). Sind diese Voraus-
setzungen erfüllt, besteht ein grundsätzlicher Rechtsanspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung 
und der Entscheid darüber steht nicht im Ermessen der Behörden (Urteil des Bundesgerichts 
2C_711/2009 vom 30. April 2010 E. 2.2). Es gilt somit nachfolgend zu prüfen, ob der Beschwer-
deführer einen Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung aus Art. 50 Abs. 1 lit. a 
oder b AuG ableiten kann. 
 
5.2 Der Beschwerdeführer macht denn auch einen Anspruch nach Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG 
geltend. In seiner Beschwerdeschrift vom 3. Februar 2016 weist er darauf hin, dass im Urteil 
DIATTA des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) vom 13. Februar 1985 (Rechtssache 267/83) 
entschieden worden sei, dass das Anwesenheitsrecht des nachgezogenen Ehegatten nicht 
tangiert werde, solange die Ehepartner bloss voneinander getrennt lebten, nicht aber geschie-
den seien. Selbst ein Getrenntleben mit der Absicht, sich später scheiden zu lassen, sei seitens 
des EuGH nicht als rechtsmissbräuchlich qualifiziert worden. Grundsätzlich sei das Urteil 
DIATTA für das Bundesgericht hinsichtlich der Berechnung der Dauer der Ehegemeinschaft 
verbindlich. Gestützt darauf sei die gesamte Ehedauer vom 17. Juni 2011 bis zum 12. Februar 
2015 als i.S.v. Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG relevante Ehegemeinschaft anzurechnen, womit die 
Dreijahresfrist erfüllt sei. 
 
5.3 Das Bundesgericht geht in seiner ständigen Rechtsprechung davon aus, dass für die 
Berechnung der Ehedauer lediglich auf die gemeinsam verbrachte Zeit in der Schweiz abzu-
stellen und jene im Ausland nicht zu berücksichtigen sei (BGE 136 II 113 E. 3.3). Nach konstan-
ter bundesgerichtlicher Rechtsprechung sind Phasen des Getrenntlebens der Ehegatten, für 
welche keine wichtigen Gründe i.S.v. Art. 49 AuG geltend gemacht werden können, nicht an die 
relevante Ehegemeinschaft anzurechnen. Eine – i.S.v. Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG relevante – Ehe-
gemeinschaft liegt vielmehr nur vor, solange die eheliche Beziehung tatsächlich gelebt wird und 
ein gegenseitiger Ehewille besteht (Urteil des Bundesgerichts 2C_287/2011 vom 5. April 2011 
E. 2.1.1; Urteil des Bundesgerichts 2C_288/2011 vom 7. April 2011 E. 2.2.1). Dabei ist im 
Wesentlichen auf die Dauer der nach aussen wahrnehmbaren ehelichen Wohngemeinschaft 
abzustellen (BGE 137 II 345 E. 3.1.2). Es stellt sich vorliegend die Frage, welche Zeitperioden 
zur gemäss Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG relevanten Ehegemeinschaft des Beschwerdeführers und 

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seiner damaligen Ehefrau zu zählen sind. Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung sind die 
einzelnen Phasen des Zusammenwohnens – unabhängig vom Vorhandensein wichtiger Gründe 
für zwischenzeitlich getrennte Wohnorte – nur dann zusammenzurechnen, wenn die Ehe-
gemeinschaft über die gesamte Dauer Bestand hatte (BGE 140 II 345 E. 4.5; Urteil des Bun-
desgerichts 2C_231/2011 vom 21. Juli 2011 E. 4.6; Urteil des Bundesgerichts 2C_602/2013 
vom 10. Juni 2014 E. 2.2). Massgeblicher Zeitpunkt für die retrospektive Berechnung der Dauer 
der ehelichen Gemeinschaft ist in der Regel die Aufgabe der Haushaltsgemeinschaft; dem-
gegenüber ist nicht relevant, wie lange die Ehe nach Beendigung des Zusammenlebens formell 
noch bestanden hat. Wurde der gemeinsame Haushalt vor Ablauf von drei Jahren (vorüber-
gehend) aufgehoben, gilt es zu prüfen, ob die eheliche Gemeinschaft trotzdem weiterhin 
Bestand hatte (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-1340/2010 vom 15. Mai 2013 
E. 7.1 ff.). Mit Blick auf Art. 49 AuG, der den Ehegatten bei weiterdauernder Ehegemeinschaft 
gestattet, aus "wichtigen Gründen" getrennt zu leben, was auch bei vorübergehenden Schwie-
rigkeiten in der Ehe kurzfristig der Fall sein kann (vgl. Art. 76 der Verordnung über Zulassung, 
Aufenthalt und Erwerbstätigkeit [VZAE] vom 24. Oktober 2007), ist jeweils aufgrund sämtlicher 
Umstände im Einzelfall zu bestimmen, ob solche wichtigen Gründe für ein vorübergehendes 
Getrenntleben vorliegen und ab welchem Zeitpunkt die eheliche Gemeinschaft als definitiv 
aufgelöst zu gelten hat. Eine Erkrankung des Ehepartners kann – bspw. aufgrund damit einher-
gehender Belastungen des Zusammenlebens oder aufgrund besonderer Therapiebedürfnisse – 
eine vorübergehende Trennung unter Umständen rechtfertigen. Erforderlich ist jedoch, dass der 
Ehewille auch während der Phase des Getrenntlebens i.S.v. Art. 49 AuG fortbesteht, was sich 
daran ablesen lässt, ob und welchen Kontakt die Ehegatten weiterhin gepflegt und welche 
Anstrengungen sie zur Überwindung der gemeinsamen Schwierigkeiten unternommen haben 
(vgl. Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich vom 27. Januar 2016, [VB.2015.00769] 
E. 2.1). Die wichtigen Gründe sind dabei vom Beschwerdeführer im Rahmen seiner Mitwir-
kungspflicht (vgl. Art. 90 AuG) zu belegen (Urteil des Bundesgerichts 2C_930/2014 vom 
17. Oktober 2014 E. 3.2). 
 
5.4 Die Ehegatten heirateten am 17. Juni 2011 in Dänemark. Erst am 16. September 2011 
reiste der Beschwerdeführer in die Schweiz ein, und die Ehegatten nahmen in der Folge die 
eheliche Wohngemeinschaft auf. Für die Berechnung der Dreijahresfrist ist vor allem auf die 
Dauer der nach aussen wahrnehmbaren ehelichen Wohngemeinschaft abzustellen. Diese 
manifestiert sich in der gemeinsamen Wohnung ab 16. September 2011. Entgegen der Auf-
fassung des Beschwerdeführers sind keine wichtigen Gründe im Sinne von Art. 49 AuG ersicht-
lich, um für die Zeit zwischen der Heirat und dem Bezug der gemeinsamen Wohnung vom 
Erfordernis des Zusammenwohnens abzusehen. Der Beschwerdeführer stellt sich in seiner 
Beschwerdeschrift vom 3. Februar 2016 zwar auf den Standpunkt, dass bei ihm und seiner 
damaligen Ehefrau eine objektiv bedingte Verzögerung des Zusammenwohnens zu verzeich-
nen sei, indem das Familiennachzugsverfahren vom Eingang des Gesuchs vom 21. Juli 2011 
bis zur Einreiseerlaubnis in Gestalt der Verfügung des AfM zur Ermächtigung der Visumsertei-
lung vom 9. September 2011 gedauert habe. Bereits im März 2011 sei ein Mietvertrag für die 
gemeinsame Wohnung per 1. Mai 2011 abgeschlossen worden. Dem ist zu entgegnen, dass 
die Ehegatten sich aus freien Stücken dazu entschieden haben, in Dänemark, einem Drittland, 
zu heiraten, was zwangsläufig zusätzliche administrative Arbeiten nach sich zog. Derartige 

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vermeidbare Umstände können nicht dazu führen, dass die Zeit zwischen der Heirat und dem 
Bezug der gemeinsamen Wohnung für die Berechnung der Dreijahresfrist angerechnet wird. 
Die nach Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG massgebende Ehedauer begann daher am 16. September 
2011 zu laufen.  
 
5.5 Weiter stellt sich die Frage, ob die Phase der vorübergehenden Trennung des Be-
schwerdeführers und seiner ehemaligen Ehefrau von Mitte Juni 2013 bis Anfang August 2013 
bei der relevanten Dauer der Ehegemeinschaft zu berücksichtigen ist. In seiner Beschwerde 
stellt sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt, dass im vorliegenden Fall in Bezug auf 
die kurze Krise der ehemaligen Ehegatten (von Mitte Juni 2013 bis Anfang August 2013) nicht 
von einer Unterbrechung der Ehegemeinschaft gesprochen werden könne, welche migrations-
rechtlich relevant wäre, da bei solch kurzen Phasen nicht von einem Unterbruch der Ehe-
gemeinschaft ausgegangen werden könne. Gemäss Führungsbericht der Gemeindeverwaltung 
D.____ vom 13. März 2015 wurde die ehemalige Ehefrau am 27. Mai 2013 in der Gemein-
deverwaltung vorstellig und teilte mit, dass ihr Ehemann seit Monaten nicht mehr mit ihr am 
X.____weg 11 wohne und zu einem Kollegen gezogen sei (vgl. überdies Aktenbericht des AfM 
vom 5. August 2013). Daraufhin wurde dem Beschwerdeführer vom AfM am 7. August 2013 
das rechtliche Gehör in Bezug auf die Prüfung der Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilli-
gung gewährt. Daraufhin bestätigte der Beschwerdeführer schriftlich die Angaben der Ehefrau, 
dass er im Februar 2013 aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen, später für kurze Zeit 
wieder zu Ihr zurückgezogen und danach während mehreren Monaten wieder nicht mehr bei ihr 
wohnte. Die besagte Trennung der ehemaligen Ehegatten erfolgte damit sehr wahrscheinlich 
bereits vor Mitte Juni 2013. Dass der Ehewille der damaligen Ehefrau des Beschwerdeführers 
während dieser Zeitperiode fehlte, brachte diese zudem zweimal telefonisch gegenüber dem 
AfM klar zum Ausdruck (vgl. Aktennotizen des AfM vom 23. Juli 2013 und 5. August 2013). 
Unter diesen Umständen haben die Vorinstanzen zu Recht entschieden, dass die Krankheit der 
Ehefrau und die einzelnen Kontaktaufnahmen während der Trennungsphase nicht ausreichen, 
um die Trennungsphase von Mitte Juni 2013 bis Anfang August 2013 bei der relevanten Dauer 
der Ehegemeinschaft mitzuberücksichtigen. 
 
5.6 Unbestrittenermassen hat der Beschwerdeführer sowohl im Rahmen der Gewährung 
des rechtlichen Gehörs als auch im vorinstanzlichen Beschwerdeverfahren angegeben, dass 
die Ehegemeinschaft im Zeitpunkt der Trennung im Oktober 2014 ihr endgültiges Ende 
gefunden habe (Schreiben des Beschwerdeführers an das AfM vom April 2015, eingegangen 
am 8. April 2015; Schreiben des Beschwerdeführers vom 8. Juli 2015; Beschwerde vom 
31. Juli 2015). Demgemäss kann festgehalten werden, dass nicht erst im Zeitpunkt der Ehe-
scheidung am 12. Februar 2015 vom Erlöschen der Ehegemeinschaft ausgegangen werden 
kann. Vielmehr ist das Ende der Ehegemeinschaft spätestens am 11. Oktober 2014 anzu-
siedeln. 
 
5.7 Demgemäss ist von folgenden Zeitperioden des Zusammenwohnens der damaligen 
Ehegatten in der Schweiz auszugehen: Vom 16. September 2011 bis Mitte Juni 2013 – die 
polizeiliche Wegweisung des Beschwerdeführers vom 3. November 2012 bis zum 15. No-
vember 2012 stellt keinen Unterbruch der Ehegemeinschaft dar – lebten der Beschwerdeführer 

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und seine ehemalige Ehefrau 21 Monate zusammen. Anfang August 2013 nahmen die dama-
ligen Ehegatten das Eheleben durch ein erneutes Zusammenwohnen wieder auf, bis sie sich 
schliesslich am 11. Oktober 2014 – nach einer Dauer von knapp 14.5 Monaten des Zusammen-
lebens – definitiv trennten. Gesamthaft ist somit von einer Ehedauer von maximal 35.5 Monaten 
auszugehen, womit die gesetzlich in Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG festgehaltene Dreijahresfrist, 
welche nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung als absolutes Mindestmass zu betrachten ist, 
um einen halben Monat unterschritten wird. Ein Anspruch auf Bewilligungsverlängerung unter 
dem Titel von Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG besteht demnach infolge zu geringer Dauer der Ehe-
gemeinschaft nicht. 
 
6. Die Aufenthaltsbewilligung kann ferner verlängert werden, wenn wichtige persönliche 
Gründe einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen (vgl. Art. 50 Abs. 1 
lit. b AuG). Wichtige persönliche Gründe können namentlich vorliegen, wenn die soziale Wie-
dereingliederung der betroffenen ausländischen Person im Herkunftsland stark gefährdet 
erscheint (vgl. Art. 50 Abs. 2 AuG sowie Art. 77 Abs. 2 VZAE). Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG 
bezweckt, schwerwiegende Härtefälle zu vermeiden und lässt Behörden einen gewissen 
Ermessensspielraum in humanitärer Hinsicht (vgl. BGE 136 II 4 E. 5.3 = Die Praxis [Pra] [2010], 
S. 360; Urteil des Bundesgerichts 2C_216/2009 vom 20. August 2009 E. 2.1). Zu berücksich-
tigen sind stets auch die Umstände, die zur Auflösung der ehelichen Gemeinschaft geführt 
haben. In diesem Zusammenhang sind auch die in Art. 31 VZAE betreffend schwerwiegender 
persönlicher Härtefälle aufgezählten Kriterien zu berücksichtigen: Die Integration, die Respek-
tierung der Rechtsordnung, die Familienverhältnisse, die finanziellen Verhältnisse sowie der 
Wille zur Teilhabe am Wirtschaftsleben und zum Erwerb von Bildung, die Dauer der Anwesen-
heit in der Schweiz, der Gesundheitszustand sowie die Möglichkeiten für eine Wiedereinglie-
derung im Herkunftsstaat. Für die Anwendung der Härtefallregelung ist erforderlich, dass sich 
die betreffende ausländische Person in einer persönlichen Notlage befindet. Das bedeutet, dass 
ihre Lebens- und Daseinsbedingungen gemessen am durchschnittlichen Schicksal von auslän-
dischen Personen in gesteigertem Masse in Frage gestellt sein müssen, bzw. die Verweigerung 
von der Ausnahme der zahlenmässigen Begrenzung für die betroffene Person schwere 
Nachteile zur Folge hätte (vgl. BGE 119 Ib 42 ff. E. 4; BGE 123 II 126 ff. E. 2 und 3; BGE 
128 II 202 ff. E. 2). Bei der Beurteilung des Härtefalls sind alle Gesichtspunkte und Besonder-
heiten des Einzelfalles zu berücksichtigen (BGE 124 II 112 E. 2 mit Hinweisen). Der Beschwer-
deführer wuchs in Marokko auf, lebte dort bis zu seinem 23. Altersjahr und kam am 16. Septem-
ber 2011 zwecks Heirat und Verbleib bei seiner Ehefrau in die Schweiz. Somit verbrachte er 
den grössten Teil seines Lebens in Marokko, wo er nicht nur in seinen Kindheits- und Jugend-
jahren, sondern auch während einigen Jahren seines Erwachsenenlebens gelebt hat. Auch 
während seiner Ehe in der Schweiz hat er sein Heimatland mindestens zweimal (im Septem-
ber/Oktober 2012 und im September 2014) besucht, womit seine soziale Wiedereingliederung 
im Herkunftsland ohne grössere Schwierigkeiten gelingen sollte. Zudem dauerte die Ehege-
meinschaft des Beschwerdeführers mit seiner damaligen Ehefrau lediglich knapp drei Jahre. 
Die soziale und berufliche Integration des Beschwerdeführers in der Schweiz ist nicht dermas-
sen fortgeschritten, dass seine Reintegration in Marokko unsicher wäre. Dass ein Anspruch des 
Beschwerdeführers gestützt auf Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG gegeben sein sollte, ist somit nicht 
ersichtlich und wird vom Beschwerdeführer auch nicht geltend gemacht. Sind die Vorausset-

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zungen von Art. 50 AuG im Einzelfall nicht erfüllt, führt dies folglich zum Anspruchsverlust 
(ANDREAS ZÜND/LADINA ARQUINT HILL, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], Eine umfas-
sende Darstellung der Rechtsstellung von Ausländerinnen und Ausländern in der Schweiz, 
Basel 2009, N 8.52). 
 
7.1 In denjenigen Fällen, in denen es kein Recht auf Verlängerung der Aufenthaltsbewil-
ligung gibt, räumt der Gesetzgeber den zuständigen Behörden einen Ermessensspielraum ein, 
was aber nicht bedeutet, dass die Behörden in ihrer Entscheidung völlig frei sind. Insbesondere 
dürfen sie nicht willkürlich entscheiden und müssen im Rahmen einer grundrechts- bzw. verfas-
sungskonformen Auslegung und Ermessenskonkretisierung die Grundrechte, das Rechtsgleich-
heitsgebot, das Verhältnismässigkeitsprinzip und die Pflicht zur Wahrung der öffentlichen Inte-
ressen in Abwägung der privaten Interessen beachten. Ausserdem sind Sinn und Zweck der 
gesetzlichen Ordnung auch bei Ermessensentscheiden zu beachten (MARC SPESCHA, in: 
Spescha/Thür/Zünd/Bolzli/Hruschka [Hrsg.], Kommentar Migrationsrecht, 4. Aufl., Zürich 2015, 
N 1 zu Art. 96 AuG). Art. 96 Abs. 1 AuG hält die Grundlagen der Ermessensausübung fest, 
wonach die zuständigen Behörden die öffentlichen Interessen, die persönlichen Verhältnisse 
sowie den Grad der Integration der Ausländerinnen und Ausländer zu berücksichtigen haben 
(BENJAMIN SCHINDLER, in: Caroni/Gächter/Thurnherr [Hrsg.], Bundesgesetz über die Auslän-
derinnen und Ausländer [AuG], Bern 2010, N 10 ff. zu Art. 96 AuG; vgl. Weisungen und Erläute-
rungen Ausländerbereich [AuG-Weisungen], Oktober 2013, aktualisiert am 25. November 2016, 
Ziff. 6.15.2). 
 
7.2 Nach eingehender Prüfung der Verhältnismässigkeit hielt die Vorinstanz fest, dass sie 
im Rahmen ihrer Ermessensausübung nach Art. 96 Abs. 1 AuG keine Gründe für einen gegen-
teiligen Entscheid, d.h. für eine Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung des Beschwerde-
führers, erblicke. Wie bereits erläutert, wuchs der Beschwerdeführer in Marokko auf, lebte dort 
bis zu seinem 23. Altersjahr und kam am 16. September 2011 zwecks Heirat und Verbleib bei 
seiner Ehefrau in die Schweiz. Die Ehegemeinschaft dauerte knapp drei Jahre. Unter diesen 
Umständen kann nicht von einem besonders langen oder lebensprägenden Aufenthalt des 
Beschwerdeführers in der Schweiz die Rede sein. In Bezug auf die persönlichen Beziehungen 
des Beschwerdeführers zur Schweiz ist festzuhalten, dass er hier keine näheren Verwandten 
hat. Auch sind aus der Ehe mit seiner Ehefrau keine Kinder hervorgegangen. Es ist deshalb 
nicht ersichtlich, warum der Beschwerdeführer innert der letzten fünf Jahre eine stärkere 
persönliche Beziehung zur Schweiz als zu seinem Heimatland entwickelt haben soll, zumal er 
sein ganzes übriges Leben dort verbracht hat und der Grossteil seiner Familie dort lebt. Die 
Vorinstanz wies insbesondere darauf hin, dass die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilli-
gung des Beschwerdeführers unter Berücksichtigung der in Art. 96 Abs. 1 AuG genannten 
Kriterien angemessen sei, da es sich bei diesem nicht um eine qualifizierte Arbeitskraft handle 
und die Verfolgung einer restriktiven Einwanderungspolitik als gewichtiges öffentliches Inte-
resse anzusehen sei. Seine persönlichen Verhältnisse, namentlich seine soweit gelungene 
(wirtschaftliche) Integration, würden diese nicht zu überwiegen vermögen. Dies umso weniger, 
als der Beschwerdeführer erst seit September 2011 in der Schweiz sei. Diese Argumentation 
der Vorinstanz ist nicht zu beanstanden. Das ihr zustehende Ermessen bei der Überprüfung der 
Frage der Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers hat die Vorinstanz 

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somit insgesamt nicht rechtsfehlerhaft ausgeübt. Gegenteiliges wird denn auch vom Beschwer-
deführer nicht geltend gemacht.  
 
8. Die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers und seine 
Wegweisung aus der Schweiz erfolgten nach dem Gesagten zu Recht, was zur Abweisung der 
Beschwerde führt. An diesem Ergebnis hätte auch die Durchführung einer Parteiverhandlung 
nichts zu ändern vermocht, weshalb darauf verzichtet werden kann. 
 
9. Im Folgenden ist noch über die Kosten zu entscheiden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist 
das Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die 
Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden Partei in 
angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Vorliegend sind die Verfahrenskosten 
in der Höhe von Fr. 1'400.-- dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen und mit dem 
geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 2'100.-- zu verrechnen. Nach § 21 Abs. 1 
VPO kann der ganz oder teilweise obsiegenden Partei für den Beizug eines Anwalts bzw. einer 
Anwältin eine angemessene Parteientschädigung zulasten der Gegenpartei zugesprochen 
werden. Dem Kanton wird keine Parteientschädigung zugesprochen (§ 21 Abs. 2 VPO). Die 
ausserordentlichen Kosten sind demnach wettzuschlagen. 
  

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Der Beschwerdeführer hat die Schweiz spätestens 30 Tage nach 

Rechtskraft des Urteils zu verlassen. 
   
 3. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1‘400.-- werden dem 

Beschwerdeführer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss 
in der Höhe von Fr. 2'100.-- verrechnet. Der verbleibende 
Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 700.-- wird dem 
Beschwerdeführer zurückerstattet. 

   
 4. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
 
Präsidentin 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin i.V. 
 
 
 
 
 
 

Gegen diesen Entscheid wurde am 8. März 2017 Beschwerde beim Bundesgericht (Verfah-
rensnummer 2C_281/2017) erhoben.