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**Case Identifier:** 4a39e468-7811-5655-bf65-d199edd62a42
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-12-06
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 06.12.2016 IV 2014/94
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2014-94_2016-12-06.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2014/94

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 13.12.2019

Entscheiddatum: 06.12.2016

Entscheid Versicherungsgericht, 06.12.2016
Art. 28 IVG. Auf die gutachterlichen Arbeitsfähigkeitsschätzungen kann 
abgestellt werden. Der Beschwerdeführer hat demzufolge keinen Anspruch 
auf eine IV-Rente. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 6. Dezember 2016, IV 
2014/94).

Besetzung

Vizepräsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterin Karin Huber-Studerus, 

Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiberin Lea Hilzinger

Geschäftsnr.  

IV 2014/94

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Amanda Guyot,

GN Rechtsanwälte, St. Leonhard-Strasse 20, Postfach, 9001 St. Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

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Beschwerdegegnerin,

Gegenstand 

Rente

Sachverhalt

A. 

A.a  A.___ meldete sich im Juni 2003 bei der IV-Stelle des Kantons St. Gallen zum 

Bezug von IV-Leistungen an (IV-act. 1). Er gab an, dass er keinen Beruf erlernt habe. In 

den letzten drei Jahren sei er als Hilfsarbeiter tätig gewesen. Wegen eines 

Rückenleidens sei er seit dem 2. September 2002 arbeitsunfähig.

A.b  Der Hausarzt Dr. med. B.___ erklärte am 4. Juli 2003 (IV-act. 12), dass der 

Versicherte an einem chronischen Lumbovertebralsyndrom leide. In der bisherigen 

Tätigkeit als Mitarbeiter in der Metallverarbeitung sei er ab dem 23. September 2002 

durchgehend zwischen 50 und 100 % arbeitsunfähig gewesen. Seit dem 5. Februar 

2003 sei ihm die bisherige Tätigkeit gar nicht mehr zumutbar. In einer adaptierten 

Tätigkeit bestehe eine 60-70 %ige Arbeitsfähigkeit. Die C.___ AG berichtete am 17. Juli 

2003 (IV-act. 14), dass sie den Versicherten vom 1. November 2000 bis 30. Juni 2003 

als Mitarbeiter Blechbearbeitung beschäftigt habe. Der letzte effektive Arbeitstag sei 

der 1. September 2002 gewesen. Der Monatslohn habe ab dem 1. Januar 2002 Fr. 

4'270.-- betragen (plus 13. Monatslohn). Gemäss dem IK-Auszug hatte der Versicherte 

im Jahr 2001 ein Erwerbseinkommen von Fr. 57'446.-- erzielt (IV-act. 13). Mit 

Verfügung vom 8. Januar 2004 (IV-act. 29) wies die IV-Stelle das Rentengesuch bei 

einem IV-Grad von 37 % ab. Zur Begründung führte sie an, dass in einer adaptierten 

Tätigkeit eine 65 %ige Arbeitsfähigkeit bestehe. Nachdem der Versicherte gegen diese 

Verfügung Einsprache erheben liess (IV-act. 50), ordnete die IV-Stelle eine medizinische 

Begutachtung an (IV-act. 75).

A.c  Im März 2005 wurde der Versicherte durch die ABI Aerztliche 

Begutachtungsinstitut GmbH (nachfolgend: ABI) polydisziplinär (allgemein-internistisch, 

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orthopädisch und psychiatrisch) begutachtet (Gutachten vom 14. April 2005, IV-act. 

99). Die Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit lauteten:

•  Chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom ohne radikuläre Symptomatik 

(ICD-10: M54.5)

-  beginnende degenerative Veränderungen der unteren LWS (M47.87)

•  chronisches zervikozephales Schmerzsyndrom ohne radikuläre Symptomatik (M53.0)

-  Status nach Verkehrsunfall am 14. Januar 2002 mit möglichem HWS-

Distorsionstrauma

-  Asthma bronchiale, anamnestisch Allergie auf Acetylsalicylsäure.

Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit wurden eine Angst und depressive 

Störung, gemischt (F41.2), und eine Entwicklung körperlicher Symptome aus 

psychischen Gründen (F68.0) angegeben. Die Gutachter erklärten, dass der Versicherte 

wegen einer verminderten körperlichen Belastbarkeit und wegen des Asthmas in seiner 

angestammten Tätigkeit in der metallverarbeitenden Industrie sowie auch in anderen, 

körperlich schweren Tätigkeiten seit September 2002 voll arbeitsunfähig sei. In 

körperlich leichten bis mittelschweren Tätigkeiten mit nur intermittierend schweren 

Anteilen bestehe eine volle Arbeitsfähigkeit. Aus psychiatrischer Sicht sei der 

Versicherte trotz anamnestisch angegebener leichter Ängste und Depressionen voll 

arbeitsfähig. Mit Verfügung vom 6. Juni 2005 wies die IV-Stelle das Rentengesuch bei 

einem IV-Grad von 3 % ab. Auch gegen diese Verfügung liess der Versicherte 

Einsprache erheben (IV-act. 111).

A.d  Die Klinik Valens informierte die IV-Stelle am 11. Oktober 2005 (IV-act. 160) über 

eine vom 20. September bis 11. Oktober 2005 dauernde stationäre Behandlung. In 

einer adaptierten Tätigkeit bestehe seit dem 12. Oktober 2005 eine 50 %ige 

Arbeitsfähigkeit. Dr. med. D.___, Spezialärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, 

berichtete am 25. Oktober 2005 (IV-act. 159), dass sie den Versicherten vom 17. 

November 2004 bis 19. September 2005 behandelt habe. Er leide an einer 

Anpassungsstörung und an einer Entwicklung körperlicher Symptome aus psychischen 

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Gründen, wobei beide Diagnosen keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hätten. Sie 

schliesse sich den Schlussfolgerungen des ABI vollumfänglich an. Dem angeforderten 

Austrittsbericht der Klinik Valens vom 18. Oktober 2005 (IV-act. 186) waren unter 

anderem die folgenden Diagnosen zu entnehmen: Somatoforme Schmerzstörung bei 

chronischem zervikozephalem und lumbo¬spondylogenem Schmerzsyndrom links, 

Abwesenheitszustände im Rahmen einer Konversionsstörung (Neurologie KSSG 6/05), 

angstbetonte, mittelgradig ausgeprägte Depression, Klaustrophobie und COPD.

A.e  Im April 2006 wurde der Versicherte vom ABI erneut polydisziplinär (allgemein-

internistisch, rheumatologisch, psychiatrisch) begutachtet (Gutachten vom 9. Mai 2006, 

IV-act. 194). Die Gutachter erklärten, dass im Vergleich zur ersten Begutachtung keine 

neue Befundsituation bestehe. Aus polydisziplinärer Sicht seien dem Versicherten 

körperlich leichte bis mittelschwere, adaptierte Tätigkeiten weiterhin uneingeschränkt 

zumutbar. Die Gutachter wiesen ausserdem darauf hin, dass die von der Klinik Valens 

geäusserten Diagnosen einer Konversionsstörung, einer mittelgradig ausgeprägten 

Depression sowie einer somatoformen Schmerzstörung nicht nachvollzogen werden 

könnten. Die Klinikärzte hätten zudem nicht erklärt, weshalb sie lediglich eine 

Arbeitsfähigkeit von 50 % als zumutbar erachteten.

A.f  Die HNO-Klinik des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG) berichtete am 28. Juni 2006 

(IV-act. 206), dass der Verdacht eines Morbus Menière, am ehesten auf der linken 

Seite, bestehe. Der Versicherte habe angegeben, seit dem Auffahrunfall ca. 2-3 Mal pro 

Tag unter Schwindelbeschwerden zu leiden. Der Schwindel trete plötzlich auf. Es 

handle sich am ehesten um einen Drehschwindel. Gelegentlich werde dem 

Versicherten auch Schwarz vor den Augen. Die pancochleäre, im Tieftonbereich 

akzentuierte Hörminderung links und der am 16. Juni 2006 objektivierte 

Spontannystagmus nach rechts würden zu einem Morbus Menière passen. In der 

Computernystagmographie habe sich bei einem beidseitig herabgesetzten 

Erregbarkeitsniveau eine bessere Erregbarkeit linksseitig gezeigt.

A.g  Mit Vorbescheid vom 12. Juli 2006 kündigte die IV-Stelle dem Versicherten die 

Abweisung seines Rentengesuchs an (IV-act. 204). Dagegen liess der Versicherte einen 

Einwand erheben (IV-act. 207). Im Austrittsbericht vom 14. August 2006 über einen sta-

tionären Aufenthalt vom 7. bis 9. August 2006 (IV-act. 211-4 f.) gab die HNO-Klinik des 

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KSSG an, dass es am 7. August 2006 erneut zu einem starken Drehschwindel, einer 

Hörminderung und einem Tinnitus links gekommen sei. Unter der Therapie nach 

Stennert-Schema und Betaserc habe der Versicherte eine rasche Regredienz des 

Schwindels und eine gute Besserung des Allgemeinbefindens gezeigt. Am 23. 

November 2006 berichtete die HNO-Klinik des KSSG über eine erneute Hospitalisation 

vom 6. bis 10. November 2006 (IV-act. 220). Als Diagnose gaben die Ärzte einen 

Morbus Menière links an. Sie erklärten ausserdem, dass es nach Beginn mit der 

Infusionstherapie und Antivertiginosa zu einer raschen Besserung gekommen sei. Eine 

erneute Kalorik habe wiederum keinen Spontannystagmus und keinen 

Provokationsnystagmus gezeigt und die vestibulospinalen Reflexe seien bland 

gewesen. Dieselbe Klinik berichtete am 12. Januar 2007 (IV-act. 225), dass der Morbus 

Menière beim Versicherten mit einem immer wieder auftretenden Drehschwindel und 

einem zunehmenden Hörverlust des linken Ohres einhergehe. Der Hörverlust werde 

erfahrungsgemäss nach einer gewissen Zeit in einer Taubheit enden. Seit Juni (2006) 

bis dato hätten sich drei Schwindelanfälle gezeigt, die jeweils 2-3 Wochen angedauert 

hätten. Eine Gentamycintherapie würde die Arbeitsfähigkeit voraussichtlich verbessern.

A.h  Im Juni 2007 wurde der Versicherte durch das ABI ergänzend 

otorhinolaryngologisch untersucht (Gutachten vom 5. Juli 2007, IV-act. 236). Dr. med. 

E.___ gab als Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine vestibulo-cochleäre 

Funktionsstörung links im Sinne eines Morbus Menière links an. Er erklärte, dass der 

Versicherte anamnestisch seit Juni 2006 ca. drei bis fünf Drehschwindelattacken 

erlitten habe. Die Schwindelbeschwerden hätten jeweils drei bis vier Stunden gedauert. 

Die Drehschwindelepisoden seien teilweise von einer Hörverschlechterung und einem 

Tinnitus begleitet worden. Dr. E.___ gab weiter an, dass er keine pathologischen 

Nystagmen habe objektivieren können. Es habe sich eine symmetrische kalorische 

Reaktion mit diskretem Überwiegen der linksseitigen labyrinthären Reaktion gezeigt, 

wobei der CP-Wert in der Norm gelegen habe. Die Anamnese spreche trotzdem für das 

Vorliegen eines Morbus Menière. In otoneurologischer Hinsicht bestehe sowohl eine 

qualitativ als auch quantitativ verminderte Arbeitsfähigkeit. In einer angepassten 

Tätigkeit bestehe zum jetzigen Zeitpunkt eine 70 %ige Arbeitsfähigkeit.

A.i Dr. med. F.___ berichtete am 28. September 2007 (IV-act. 244), dass er im Zentrum 

G.___ ein funktionelles MRI der LWS im Sitzen habe anfertigen lassen. Die linksseitigen 

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Beinschmerzen könnten wohl durch den ausgeprägt engen Spinalkanal auf der Höhe 

L4/L5 beidseits erklärt werden. Dr. med. H.___, Facharzt für Psychiatrie und 

Psychotherapie, berichtete am 8./9. Februar 2008 (IV-act. 252), dass der Versicherte an 

einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung mit Impulsdurchbrüchen vor dem 

Hintergrund einer Verarbeitungsstörung bei somatischen Problemen sowie familiären 

und persönlichen Konflikten leide. Als Differentialdiagnose gab er eine 

posttraumatische Belastungsstörung an. Der Versicherte sei wegen des 

Schmerzgeschehens, des Kraftmangels sowie motivational nicht mehr in der Lage, eine 

Erwerbstätigkeit auszuüben.

A.j Mit Verfügung vom 14. November 2008 (IV-act. 277) sprach die IV-Stelle dem 

Versicherten bei einem IV-Grad von 40 % ab dem 1. Juni 2007 eine Viertelsrente zu. 

Die gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde hiess das Versicherungsgericht mit 

Entscheid vom 9. Juni 2009 (IV 2009/4) teilweise gut und wies die Sache zur Vornahme 

weiterer Abklärungen an die IV-Stelle zurück (IV-act. 294). Das Gericht erwog, dass 

sich anhand der Aktenlage nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad beurteilen lasse, 

ob sich die Rückensituation einschränkend auf dessen Arbeitsfähigkeit auswirke. 

Während die HNO-Klinik des KSSG erklärt habe, dass die bisherigen Schwindelanfälle 

zwei bis drei Wochen gedauert hätten, sei Dr. E.___ von drei bis vier Stunden 

dauernden Drehschwindelattacken ausgegangen. Zudem habe der Versicherte bereits 

bei der ersten ABI-Begutachtung über Schwindel, Übelkeit, Brechreiz und 

Schwarzsehen berichtet. Anhand der aktuellen Aktenlage könne auch nicht 

entschieden werden, ob die psychiatrische Beurteilung der ABI-Gutachter zutreffender 

sei als jene von Dr. H.___. Dr. H.___ berichtete am 18. Juli 2009 über einen stationären 

Gesundheitszustand (IV-act. 305). Dr. F.___ bezeichnete den Gesundheitszustand am 

6. August 2009 ebenfalls als unverändert (IV-act. 307).

A.k  Im September 2009 wurde der Versicherte durch die Medas Zentralschweiz 

polydisziplinär begutachtet (Gutachten vom 22. Dezember 2009, IV-act. 317). Der 

Versicherte machte anlässlich der Untersuchung geltend, unter tendenziell 

progredienten Dauerschmerzen im unteren Rücken und linken Bein mit distaler 

Begrenzung oberhalb des Aussenknöchels zu leiden. Des Weiteren habe er 

Dauerschmerzen in der oberen Brustwirbelsäule. An fünf bis sechs Tagen pro Woche 

träten streng rechtsseitige Kopfschmerzen auf. Einmal täglich bis alle drei Tage erleide 

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er eine Drehschwindelattacke, die Sekunden bis Stunden andauere. Er habe Angst vor 

Stürzen und in engen Räumen habe er Platzangst. Dr. med. I.___, Rheumatologie FMH, 

stellte fest, dass fast alle neuro¬radiologischen Untersuchungen einen normal weiten 

Spinalkanal, keine sicheren Anzeichen für eine Neurokompression, aber leichte 

Dehydratationen der Bandscheiben L4/5 und L5/S1 mit dorsalen Protrusionen gezeigt 

hätten. Lediglich das funktionelle MRI von Dr. med. J.___ falle aus dem Rahmen. Dieser 

habe angeblich eine hochgradige birezessale Enge L4/5, dies im Stand ausgeprägter 

als im Sitzen oder gar im Liegen, festgestellt und eine Bedrängung der Wurzel L4 

rechts durch eine intraforaminale Diskushernie postuliert. Das funktionelle MRT habe 

sich im klinischen Kontext noch nicht als Routinediagnostikum durchgesetzt, sodass 

dessen Aussagekraft unklar sei. Bei der aktuellen rheumatologischen Untersuchung 

hätten sich erneut verschiedene Inkonsistenzen gefunden. Die aktuellen 

rheumatologischen Diagnosen seien denjenigen von Ende 2002 und des Jahres 2004 

sehr ähnlich. Namentlich leide der Versicherte an einem chronischen 

lumbospondylogenen und an einem chronischen zervikospondylogenen 

Schmerzsyndrom links bei den bekannten degenerativen Wirbelsäulenveränderungen, 

lumbal zusätzlich begleitet von der lumbosakralen Übergangsanomalie mit 

Hemisakralisation von LWK5 links. Analog zur Beurteilung des Orthopäden Dr. K.___ 

vom April 2006 sei dem Versicherten eine körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeit 

mit nur intermittierend schweren Anteilen uneingeschränkt zumutbar. In seiner 

angestammten Tätigkeit sei er mangels Wechselbelastung voll arbeitsunfähig. Dr. med. 

L.___, Fachärztin FMH für HNO, erklärte, dass sie bei der aktuellen Untersuchung 

keinen Hinweis auf eine zentrale oder peripher-vestibuläre Funktionsstörung gefunden 

habe. Gegen die Diagnose eines Morbus Menière spreche, dass bereits anlässlich der 

ersten Schwindelattacke im Jahr 2006 eine ausgeprägte Hörminderung links 

aufgefallen sei und dass ein Tinnitus links fehle. Hinzu komme, dass bisher nie eine 

peripher-vestibuläre Funktionsstörung links gemessen worden sei. Bei einem Morbus 

Menière wäre zudem zu erwarten gewesen, dass heute, nach einer längeren Anamnese 

mit häufigen Schwindelepisoden und Innenohrstörungen, auch im anfallsfreien Intervall 

eine vestibuläre Unterfunktion links hätte objektiviert werden können. Mit grösster 

Wahrscheinlichkeit leide der Versicherte daher an einer rezidivierenden, passageren, 

peripher-vestibulären Funktionsstörung unklarer Genese. Bei früheren Untersuchungen 

sei nie eine kalorische Prüfung des Vestibularapparates durchgeführt worden. Zudem 

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sei offenbar gar nicht jeder akute Schwindelanfall mit einer vestibulären Störung 

einhergegangen, da mehrmals gar kein Nystagmus habe objektiviert werden können. 

Die Arbeitsfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit betrage aufgrund der 

Verletzungsgefahr und der Gefahr von Schaden an Material und Maschine bei 

plötzlichem Schwindel 0 %. In einer adaptierten Tätigkeit sei der Versicherte voll 

arbeitsfähig. Dr. med. M.___, FMH Innere Medizin, speziell Lungenkrankheiten, stellte 

eine schwere, akut nicht reversible Obstruktion fest. In einer körperlich leichten bis 

mittelschweren Tätigkeiten schätzte er die Arbeitsfähigkeit auf 100 %. Dr. med. N.___, 

FMH Psychiatrie und Psychotherapie, gab als Diagnosen eine Entwicklung körperlicher 

Symptome aus psychischen Gründen und eine ängstlich-depressive 

Anpassungsstörung, deren Intensität und Ausprägungsgrad einer leichten depressiven 

Episode entspreche, an. Eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung habe er nicht 

diagnostizieren können, da der Versicherte sich bei der Untersuchung nicht mit einem 

vorherrschenden, andauernden, schweren und quälenden Schmerz präsentiert habe. 

Auch dissoziative Phänomene hätten nicht beobachtet werden können. Die 

Anpassungsstörung schränke den Versicherten in seinen kognitiven Fähigkeiten nicht 

ein, dieser habe aber psychisch vermindert belastbar und vermehrt aggressiv gewirkt. 

Die Anpassungsstörung könne durch das ausgeprägte Krankheitsgefühl sowie die 

dysfunktionale Krankheitsüberzeugung nicht erklärt werden. Das Antidepressivum sei 

lediglich im subtherapeutischen Bereich nachweisbar gewesen. Aus psychiatrischer 

Sicht sei der Versicherte in seiner Arbeitsfähigkeit nicht eingeschränkt. In 

polydisziplinärer Hinsicht schätzten die Gutachter die Arbeitsfähigkeit in der zuletzt 

ausgeübten Tätigkeit als "Mitarbeiter Blechbearbeitung" auf 0 %. In einer adaptierten 

Tätigkeit bestehe seit Mai 2003 (Bericht über die EFL) eine 100 %ige Arbeitsfähigkeit. 

Die in qualitativer Hinsicht bestehenden Einschränkungen wegen der Störung des 

Gleichgewichtsorgans bestünden seit dem 23. Juni 2006. RAD-Arzt Dr. med. O.___ 

notierte am 4. Januar 2010, die Medas-Gutachter hätten nachvollziehbar ausgeführt, 

dass der Versicherte in einer adaptierten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig sei (IV-act. 

318).

A.l Auf eine Rückfrage hin erklärte Dr. I.___ von der Medas Zentralschweiz am 12. April 

2010 (IV-act. 345), dass er als Spezialarzt FMH für physikalische Medizin und 

Rehabilitation und Rheumatologie FMH qualifiziert sei, bildgebende Verfahren des 

Bewegungsapparates zu interpretieren. Des Weiteren seien radiologische Befunde 

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selten derart typisch, dass nur eine einzige Interpretation in Frage komme. Die 

Methode des Upright MRI (früher fMRI genannt) habe sich im klinischen Alltag noch 

nicht etabliert. Der Nachweis der Sensitivität, Spezifität und Reliabilität dieser 

diagnostischen Methode sei noch nicht erbracht. Dies zeige sich auch darin, dass die 

Schweizer Universitätskliniken die Upright-MRI-Methode bisher nicht übernommen 

hätten. Hinzu komme, dass der Versicherte seine Schmerzen als immer gleich 

beschreibe und sich keine klare Abhängigkeit von der Körperposition habe finden 

lassen. Die Neurochirurgie des KSSG habe in ihrem Bericht vom 22. April 2009 

ebenfalls nicht auf die Upright MRI-Befunde vom 30. August 2007 abgestellt. Zum 

HNO-Gutachten hielt Dr. I.___ fest, dass Dr. L.___ den Schwindel bei der Beurteilung 

der Arbeitsfähigkeit berücksichtigt habe, obwohl dessen Ursache unklar sei.

A.m RAD-Arzt Dr. O.___ hielt am 28. Mai 2010 fest (IV-act. 357), dass die subjektive 

Angabe von Schwindel so gut wie nicht objektiviert werden könne, was die 

arbeitsmedizinische Leistungsbeurteilung erschwere. Korrekterweise sei der Schwindel 

von der Medas als leistungseinschränkend berücksichtigt worden, indem sie 

gefahrgeneigte Tätigkeiten ausgeschlossen habe. Zur Patellafraktur, die sich der 

Versicherte am 16. Februar 2010 zugezogen hatte (IV-act. 349-1), führte der RAD-Arzt 

aus, dass eine solche normalerweise drei Monate nach dem Ereignis verheilt sein 

sollte.

A.n  Mit Verfügung vom 28. Mai 2010 (IV-act. 358) eröffnete die IV-Stelle dem 

Versicherten, dass die Rente nach Zustellung der Verfügung auf Ende des folgenden 

Monats hin aufgehoben werde, da der Einkommensvergleich ein Invaliditätsgrad von 5 

% ergeben habe. Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte Beschwerde (IV-act. 

362). Dr. med. P.___ von der orthopädischen Chirurgie des KSSG berichtete am 23. 

August 2010 (IV-act. 365), dass er den Versicherten zuletzt am 28. April 2010 beurteilt 

habe. Es habe sich eine vollständig konsolidierte Patellafraktur ohne grössere 

Stufenbildung gezeigt. Bei vollständiger Kniegelenksstreckung sei die Flexion noch 

eingeschränkt gewesen. Der Versicherte habe diffuse peripatelläre Schmerzen 

angegeben. Es seien keine speziellen therapeutischen Massnahmen mehr angezeigt.

A.o  Das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen hiess die Beschwerde gegen die 

Rentenaufhebungsverfügung mit Entscheid vom 15. Februar 2012 (IV 2010/265) 

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dahingehend gut, dass es die angefochtene Verfügung aufhob und die Sache zum 

Erlass einer neuen Verfügung zurückwies (IV-act. 372). Das Gericht erwog, dass das 

Verfügungsdispositiv nicht korrekt sei, da keine rechtskräftige Rentenverfügung 

existiere. Richtigerweise hätte die IV-Stelle eine Abweisungsverfügung erlassen 

müssen. Mit Vorbescheid vom 19. April 2012 (IV-act. 377) stellte die IV-Stelle bei einem 

IV-Grad von 5 % die Abweisung des Rentengesuchs in Aussicht. Dagegen liess der 

Versicherte einen Einwand erheben und weitere medizinische Berichte einreichen (IV-

act. 381). Das psychiatrische Zentrum Q.___ hatte am 19. April 2012 berichtet, dass 

der Versicherte vom 8. März bis 21. Juli 2011 eine teilstationäre und danach eine 

ambulante Behandlung absolviert habe (IV-act. 381). Die Oberärztin Dr. med. R.___ 

hatte angegeben, dass der Versicherte aus psychiatrischer Sicht an einer 

generalisierten Angststörung (F41.1), an einer Agoraphobie (F40.4), an einer 

mittelgradigen depressiven Episode (F32.1) und an einem Verdacht auf eine 

posttraumatische Belastungsstörung leide. Der Versicherte sei aufgrund des 

komplexen Gebildes von somatischen und psychiatrischen Diagnosen aktuell zu 100 % 

arbeitsunfähig. RAD-Arzt Dr. med. S.___ notierte am 12. Juni 2012 (IV-act. 382), dass 

eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes nicht ausgeschlossen werden 

könne. Dr. R.___ berichtete am 6. September 2012 (IV-act. 394), dass der Versicherte 

weiterhin zu 100 % arbeitsunfähig sei.

A.p  Im Januar 2013 wurde der Versicherte durch das ABI polydisziplinär (allgemein-

internistisch, psychiatrisch, orthopädisch, otorhinolaryngologisch) begutachtet 

(Gutachten vom 11. Juni 2013, IV-act. 402). Die Gutachter erklärten, dass bei den 

Untersuchungen wiederum die Schmerzen auf der linken Körperseite, welche sich vom 

Kopf bis zu den Zehen ausgedehnt hätten, im Vordergrund gestanden hätten. Dr. med. 

T.___ führte aus, dass die allgemeininternistische Untersuchung ausser einer 

Adipositas weitgehend unauffällig gewesen sei. Aus allgemeininternistischer Sicht sei 

die Arbeitsfähigkeit des Versicherten nicht eingeschränkt. Der psychiatrische Gutachter 

Dr. med. U.___ gab an, dass der Versicherte zum einen an einer 

Schmerzfehlverarbeitung leide, welche zu einer algogenen Verstimmung mit 

dysphorisch-aggressiven Reaktionen geführt habe. Zum anderen liege eine spezifische 

Phobie vor, welche in ihrem Ausmass jedoch nicht gravierend sei. Der Versicherte leide 

nicht an einer gravierenden chronischen Schmerzerkrankung. Zwar liege eine 

psychische Komorbidität vor, diese sei aber nicht von starker Ausprägung und Dauer. 

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Beim Asthma und beim Morbus Menière handle es sich um chronische körperliche 

Begleiterkrankungen. Der Versicherte habe von Treffen mit Landsleuten, von 

Ferienreisen in die Heimat und von Gruppenaktivitäten in der Tagesklinik berichtet. 

Angesichts des versicherungstechnischen Anliegens des Versicherten könnten die 

Fragen einer Therapieresistenz und eines mehrjährigen chronifizierten Verlaufs mit 

unveränderter oder progredienter Symptomatik nicht neutral beurteilt werden. Da die 

Foerster-Kriterien nicht erfüllt seien, könne von einer kaum eingeschränkten Fähigkeit 

zur Willensanstrengung ausgegangen werden. Aus psychiatrischer Sicht sei der 

Versicherte in seiner Arbeitsfähigkeit nicht eingeschränkt. Auch retrospektiv könne 

keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit attestiert werden, da sich der Zustand seit 

den Begutachtungen in den Jahren 2006 und 2009 nicht relevant verändert habe. Die 

von der Tagesklinik Q.___ gestellte Diagnose einer mittelgradigen depressiven Episode 

könne nicht bestätigt werden. Der Versicherte habe lediglich eine ernste, besorgte 

Stimmungslage gezeigt, jedoch keine vitale Traurigkeit, keine Antriebsstörung und 

keine Suizidalität aufgewiesen. Er habe in der Untersuchung frei kommunizieren 

können und sei emotional schwingungsfähig gewesen. Auch die Diagnose einer 

generalisierten Angststörung und jene einer Agoraphobie liessen sich nicht bestätigen, 

da der Versicherte das Haus verlasse. Der Versicherte habe angegeben, dass er sich in 

engen Räumen unwohl fühle, was die Diagnose einer spezifischen Phobie nahe lege. 

Die Diagnose einer Angststörung könne also bestätigt werden. Trotz dieser Phobie 

habe der Versicherte heute alleine mit dem Zug nach W.___ reisen können. Es sei 

daher davon auszugehen, dass die Angststörung eher leichtgradig und nicht 

arbeitsfähigkeitsrelevant sei. Der orthopädische Gutachter Dr. med. D. K.___ erklärte, 

dass das gesamte Beschwerdebild nach wie vor nur höchst unzureichend erklärbar sei. 

Aufgrund der objektivierbaren, gesamthaft allerdings eher leichtgradigen degenerativen 

Veränderungen an Hals- und Lendenwirbelsäule könne daselbst eine etwas 

verminderte Belastbarkeit begründet werden. Gleiches gelte für das rechte Knie. 

Unübersehbar seien erhebliche nichtorganische Faktoren vorhanden, die sich im Sinne 

eines nicht immer adäquat wirkenden Schmerzverhaltens und einer deutlichen 

Symptomausweitung und Selbstlimitation ausdrückten. Dem Versicherten seien 

spätestens seit der ersten Begutachtung im März 2005 körperlich schwere Tätigkeiten 

nicht mehr zumutbar. Für körperlich adaptierte Arbeiten hätten in der Vergangenheit 

von Seiten des Bewegungsapparates keine erkennbaren Einschränkungen bestanden, 

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bevor sich der Versicherte am 16. Februar 2010 eine Patellafraktur zugezogen habe. 

Diese habe wohl vorübergehend zu einer vollen Arbeitsunfähigkeit für sämtliche 

Tätigkeiten geführt, die aufgrund allgemeiner Erfahrung höchstens drei Monate 

gedauert haben dürfte. Anschliessend habe die Arbeitsfähigkeit in adaptierten 

Tätigkeiten wieder 100 % betragen. Der HNO-Gutachter Dr. med. E.___ erklärte, dass 

aufgrund der audiologischen Untersuchungsbefunde mit moderater 

Hochtonschallempfindungsschwerhörigkeit rechts sowie pancochleärer 

Schallempfindungsschwerhörigkeit links zum jetzigen Zeitpunkt qualitative 

Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit bestünden. Die initiale Verdachtsdiagnose eines 

Morbus Menière habe sich nicht bestätigt. Obwohl sich anamnestisch die Ausprägung 

der Stärke der Drehschwindelattacken über die Jahre eher reduziert habe, träten die 

Beschwerden etwa gleich häufig auf und dauerten bis zu zwei Stunden an. Aufgrund 

der Häufigkeit sowie der Ausprägung der Schwindelattacken sei der Versicherte in 

einer adaptierten Tätigkeit zu 15 % arbeitsunfähig. Die otorhinolaryngologische 

Begutachtung im Jahr 2007 habe eine 30 %ige Arbeitsunfähigkeit ergeben. Die 

Symptomatik habe sich in der Zwischenzeit verbessert, sodass seit dem Jahr 2010 von 

der 15 %igen Einschränkung ausgegangen werden könne. Dr. med. X.___ gab an, dass 

die lungenfunktionelle Messung eine leichte bis mittelschwere Obstruktion gezeigt 

habe. Der Versicherte leide an einem Asthma bronchiale, das unter Inhalationstherapie 

bei nicht maximal ausgebauter antiobstruktiver Therapie nur mässig gut kontrolliert sei. 

Unter Belastung habe keine Arbeitshypoxämie festgestellt werden können. Aufgrund 

der vorliegenden Befunde betrage die Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit 

bzw. für alle körperlich schweren Arbeiten 100 %. Für körperlich vorwiegend leichte 

und nur gelegentlich mittelschwere Arbeiten ohne Kälte-, Nässe und Staubexposition 

bestehe eine 100 %ige Arbeitsfähigkeit. In polydisziplinärer Hinsicht schätzten die 

Gutachter die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit seit April 2005 auf 0 %. In 

einer adaptierten Tätigkeit bestehe wegen der Schwindelbeschwerden seit dem Jahr 

2010 eine 15 %ige Arbeitsunfähigkeit.

A.q  Am 2. Oktober 2013 stellte die IV-Stelle dem ABI diverse Rückfragen (IV-act. 403). 

Die Gutachter antworteten am 29. Oktober 2013 (IV-act. 406), dass die Ängste in 

Bussen, Liften und Menschenansammlungen aufträten. Daraus könne geschlossen 

werden, dass die spezifische Phobie wahrscheinlich in allen geschlossenen Räumen 

ohne klare Fluchtmöglichkeit auftrete. Interessant sei jedoch, dass der Versicherte 

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offenbar in der Lage gewesen sei, mit dem Zug nach W.___ zu reisen. Die spezifische 

Phobie habe insoweit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit, als dem Versicherten 

Tätigkeiten in unterkellerten, fensterlosen, engen Räumen nicht zumutbar seien. Bei der 

Begutachtung habe keine verwertbare plethysmographische Messung vorgenommen 

werden können, da der Versicherte das Sitzen in einer geschlossenen Kabine nicht 

lange genug toleriert habe. Allein aufgrund von Schnarchen und Apnoen im 

Nachtschlaf lasse sich keine Diagnose stellen. Im Übrigen habe ein obstruktives 

Schlaf-Apnoe-Syndrom bei Behandlung mittels CPAP-Therapie in der Regel keinen 

Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Die Pneumologen Dr. Y.___ und Dr. M.___ seien im 

Jahr 2009 bzw. 2013 bezüglich der Arbeitsfähigkeit zum gleichen Schluss gelangt.

A.r  Mit Vorbescheid vom 18. November 2013 (IV-act. 410) kündigte die IV-Stelle dem 

Versicherten bei einem IV-Grad von 20 % die Abweisung des Rentengesuchs an. Zur 

Begründung führte sie an, dass der Versicherte ohne Behinderung in seiner 

angestammten Tätigkeit unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung ein 

Jahreseinkommen von Fr. 65'501.-- hätte erzielen können. Mit Behinderung sei ihm 

eine adaptierte Tätigkeit mit einer 15 %igen Leistungseinschränkung zumutbar. 

Gemäss der Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (LSE) könne der 

Versicherte in einem Pensum von 85 % ein Jahreseinkommen von Fr. 52'510.-- 

erzielen. Dagegen liess der Versicherte am 10. Dezember 2013 einwenden (IV-act. 

413), dass er zu 100 % arbeitsunfähig sei. Mit Verfügung vom 17. Januar 2014 (IV-act. 

416) wies die IV-Stelle das Rentengesuch aus den im Vorbescheid angegebenen 

Gründen ab. Zum Einwand hielt sie fest, dass der Versicherte keine neuen 

medizinischen Tatsachen bekannt gegeben habe.

B. 

B.a  Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer) 

am 13. Februar 2014 Beschwerde und beantragte die Zusprache einer Rente (act. G 1). 

Er machte geltend, dass ihm auch leichte Tätigkeiten nur noch in Teilzeit möglich seien. 

Seine Beschwerden verstärkten sich von Jahr zu Jahr und seien sehr vielseitig. Er leide 

an Asthma, einem Lungenleiden, an Panikattacken, schweren Depressionen, 

Angstzuständen und Hüft-, Rücken- und Nackenbeschwerden. Für ihn sei nicht 

nachvollziehbar, wie er mit diesen Beschwerden einer Arbeit nachgehen sollte. Am 6. 

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März 2014 stellte der Beschwerdeführer ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege 

(act. G 4).

B.b  Die IV-Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) beantragte am 8. April 2014 die 

Abweisung der Beschwerde (act. G 5). Sie brachte vor, dass das ABI-Gutachten 

ausführlich sei und dass dessen Schlussfolgerungen zusammen mit der 

Arbeitsfähigkeitsschätzung als begründet erschienen. Demnach sei davon auszugehen, 

dass der Beschwerdeführer in einer adaptierten Tätigkeit zu 85 % arbeitsfähig sei.

B.c  Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (Befreiung von den Gerichtskosten) 

wurde am 15. April 2014 bewilligt (act. G 6). Am 26. Mai 2014 beantragte die 

Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers die unentgeltliche Rechtsverbeiständung 

(act. G 8). Diesem Gesuch wurde am 27. Mai 2014 entsprochen und Rechtsanwältin K. 

Herzog zur unentgeltlichen Rechtsbeiständin des Beschwerdeführers ernannt (act. G 

9).

B.d  Mit Replik vom 11. Juli 2014 (act. G 13) beantragte die Rechtsvertreterin des 

Beschwerdeführers die Vornahme weiterer Abklärungen durch das Gericht resp. 

eventualiter durch die Beschwerdegegnerin. Sie machte geltend, dass das Gericht mit 

dem Urteil vom 9. Juni 2009 empfohlen habe, ein neues polydisziplinäres Gutachten 

bei einem nicht vorbefassten Begutachtungsinstitut in Auftrag zu geben. Trotzdem 

habe die Beschwerdegegnerin erneut das ABI mit der polydisziplinären Begutachtung 

beauftragt. Beim neuen Gutachten vom 11. Juni 2013 handle es sich zudem nur um 

eine Verlaufsbegutachtung. Dies widerspreche den gerichtlichen Vorgaben diametral. 

Hinzu komme, dass zwei der ursprünglichen Gutachter, Dr. K.___ und Dr. E.___, erneut 

eingesetzt worden seien. Es sei offensichtlich, dass dieselbe Gutachterstelle bzw. 

dieselben Gutachter ihre ursprüngliche Beurteilung nicht in Zweifel ziehen und diese 

kaum kritisch betrachten würden. Das ABI sei vorbefasst und könne den Sachverhalt 

daher nicht unabhängig beurteilen. Des Weiteren hätten Dr. K.___ auch bei der 

aktuellen Begutachtung keine Bilddokumente zur Verfügung gestanden, weshalb schon 

aus diesem Grund nicht auf die orthopädische Beurteilung abgestellt werden könne. 

Dr. E.___ habe dem Beschwerdeführer im Jahr 2007 eine 70 %ige Arbeitsfähigkeit 

attestiert. Er habe den Verlauf des Morbus Menière damals als normalerweise 

progredient mit Zunahme der Anfallshäufigkeit und Zunahme des Hörverlustes 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/30

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bezeichnet. Ohne nachvollziehbare Begründung sei Dr. E.___ von dieser Begründung 

abgewichen und habe lediglich noch eine 15 %ige Arbeitsunfähigkeit angegeben. 

Schliesslich könne der Einfluss einer Schmerzverarbeitungsstörung auf die 

Arbeitsfähigkeit erst beurteilt werden, wenn eine beweistaugliche somatische 

Abklärung vorliege. Dies sei nicht der Fall, weswegen die psychiatrische Beurteilung 

nicht als Beweisgrundlage herangezogen werden könne.

B.e  Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Duplik (vgl. act. G 14 f.)

B.f  Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers reichte am 13. November 2014 eine 

Honorarnote über den Betrag von Fr. 3'212.35 (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) 

ein (act. G 16). Sie wies darauf hin, dass der Sachverhalt überaus kompliziert und 

langwierig sei und die Fallakten über 800 Seiten beinhalteten.

B.g  Am 19. Dezember 2014 reichte die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers einen 

Bericht von Dr. med. Z.___ vom 21. November 2014 ein (act. G 18). Dieser hatte als 

Diagnose u.a. einen Status nach cervicocephalem Akzelerations-/Dezelerationstrauma 

vom "head contact"-Typ im Rahmen der Frontalkollision im Jahr 2002 mit 

rechtsseitigen Cervicocephalgien, posttraumatischer Labyrinthopathie links mit 

hochgradiger pantonaler sensori-neuraler Schwerhörigkeit links und peripher-zentraler 

vestibulärer Funktionsstörung links mit Funktionsstörung des posturalen 

Kontrollsystems und reduzierter neuro-muskulärer Leistung der unteren Extremitäten 

angegeben. Dr. Z.___ hatte erklärt, dass die Frontalkollision im Jahr 2002 für die audio-

neuro-otologische Symptomatik mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit 

ursächlich gewesen sei. Gemäss den Aussagen des Beschwerdeführers sei er bisher 

nicht komplett neuro-otologisch untersucht worden. Ausserdem seien bisher keine 

gezielte Abklärung im Bereich des cervico-cranialen Übergangs mit der diagnostisch-

therapeutischen Methode nach N. Bogduk und keine funktionaloptometrische 

Untersuchung erfolgt.

B.h  Am 8. April 2015 teilte Rechtsanwältin A. Guyot mit, dass sie die anwaltliche 

Vertretung des Beschwerdeführers im vorliegenden Verfahren übernommen habe (act. 

G 20).

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B.i Am 8. August 2016 bat das Gericht die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers 

(act. G 22), die Untersuchungsberichte betreffend die von Dr. Z.___ geplanten 

Abklärungen sowie allfällige weitere, nach Beschwerdeerhebung aufgelaufene 

medizinische Berichte, die für das vorliegende Verfahren relevant seien, einzureichen.

B.j Die Rechtsvertreterin teilte am 1. September 2016 mit (act. G 23), dass keine 

funktionaloptometrische Untersuchung stattgefunden habe. Zudem reichte sie eine 

ergänzende Honorarnote über Fr. 732.90 sowie diverse neue medizinische Berichte ein. 

Dr. rer. nat. med. pract. AA.___ vom Institut AB.___ AG hatte am 29. Januar und 12. 

Februar 2012 eine Intervention (diagnostische Blockaden C5/6) durchgeführt (act. G 

23.1 und 23.2). Die Psychiatrische Klinik AC.___ hatte am 12. November 2014 über eine 

Hospitalisation vom 24. Juli bis 18. Oktober 2014 berichtet (act. G 23.4). Als Diagnosen 

waren eine mittelgradige depressive Episode, eine generalisierte Angststörung und eine 

chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren genannt 

worden. Dieselbe Klinik hatte am 24. März 2015 über eine Behandlung vom 17. Februar 

bis 10. März 2015 berichtet (act. G 23.5). Als Diagnosen waren eine schwere 

depressive Episode ohne psychotische Symptome, eine chronische Schmerzstörung 

mit somatischen und psychischen Faktoren und eine Agoraphobie mit Panikstörung 

angegeben worden. Der Klinikaustritt war wegen eines Todesfalls in der Familie erfolgt. 

Vom 30. März bis 28. April 2015 wurde der stationäre Aufenthalt fortgesetzt. Im 

Austrittsbericht vom 3. Juni 2015 (act. G 23.6) hatte die Klinik eine depressive Episode 

ohne psychotische Symptome, eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und 

psychischen Faktoren und eine Agoraphobie mit Panikstörung genannt. Am 3. März 

2016 hatte dieselbe Klinik über einen stationären Aufenthalt vom 18. November 2015 

bis 12. Januar 2016 berichtet (act. G 23.7). Des Weiteren war am 15. August 2016 eine 

Hospitalisation im KSSG wegen eines symptomatischen tachykarden Vorhofflimmerns 

erfolgt (act. G 23.8).

B.k  Am 30. September 2016 reichte die Rechtsvertreterin noch einen Bericht des 

behandelnden Psychiaters ein (act. G 25). Dr. med. AD.___ hatte am 29. September 

2016 berichtet (act. G 25.1), dass der Beschwerdeführer an einer rezidivierenden 

depressiven Störung ohne psychotische Symptome (F33.2), an einer chronischen 

Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren und an einer Agoraphobie 

mit Panikstörung leide. Der Beschwerdeführer sei seit Beginn der Behandlung am 20. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/30

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März 2014 aus psychiatrischer Sicht voll arbeitsunfähig. Anamnestisch sei davon 

auszugehen, dass diese Arbeitsunfähigkeit bereits seit Jahren bestehe.

B.l Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Stellungnahme (vgl. act. G 26).

B.m Am 9. November 2016 bewilligte das Gericht die unentgeltliche 

Rechtsverbeiständung durch Rechtsanwältin A. Guyot (act. G 27) für das 

Beschwerdeverfahren für die Zeit ab 8. April 2015 (act. G 28).

Erwägungen

1. 

1.1  Die Beschwerdegegnerin hat mit der angefochtenen Verfügung vom 17. Januar 

2014 einen Rentenanspruch des Beschwerdeführers verneint. Der Beschwerdeführer 

hat sich im Juni 2003 zum Leistungsbezug angemeldet. Seither ist nie ein 

rechtskräftiger Entscheid über den Rentenanspruch ergangen. Gemäss dem geltenden 

Art. 29 Abs. 1 IVG entsteht der Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs 

Monaten nach der Geltendmachung des Leistungsanspruchs. Nun ist aber nach dem 

(lückenfüllend geschaffenen) Übergangsrecht der 5. IV-Revision die altrechtliche 

Regelung des Rentenbeginns weiter anzuwenden, sofern das Wartejahr vor dem 

Zeitpunkt des Inkrafttretens (1. Januar 2008) zu laufen begonnen hat und die 

Anmeldung bis spätestens Ende Juni 2008 erfolgt ist (vgl. das vom Bundesamt für 

Sozialversicherungen herausgegebene IV-Rundschreiben Nr. 253 vom 12. Dezember 

2007 sowie die Modifikation in BGE 138 V 475). Dies ist vorliegend der Fall, weshalb 

die altrechtliche Regelung des Rentenbeginns anwendbar ist. Nach aArt. 29 Abs. 1 lit. 

b IVG entsteht der Rentenanspruch ‒ unabhängig vom Datum der Anmeldung ‒

unmittelbar mit der Erfüllung des Wartejahres. Ein Anspruch auf Nachzahlung besteht 

grundsätzlich nur für die zwölf der Anmeldung vorangehenden Monate (aArt. 48 Abs. 2 

IVG). Der Beschwerdeführer macht geltend, seit September 2002 arbeitsunfähig zu sein 

(vgl. Bericht des Hausarztes Dr. B.___ vom 4. Juli 2003). Ein Rentenanspruch könnte 

folglich frühestens ab September 2003 bestehen. Strittig ist im vorliegenden Verfahren 

demnach, ob der Beschwerdeführer ab September 2003 einen Anspruch auf eine IV-

Rente hat oder nicht.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/30

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1.2  Einen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung haben Versicherte, die 

ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht 

durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder 

verbessern können, während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch 

durchschnittlich mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig gewesen sind und nach Ablauf 

dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid sind (Art. 28 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG, SR 831.20). Invalidität ist gemäss 

Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) die voraussichtlich bleibende oder längere 

Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der 

durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 

verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze 

oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 

ausgeglichen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

1.3  Gemäss Art. 28a Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG ist der Invaliditätsgrad 

grundsätzlich durch einen Einkommensvergleich zu ermitteln. Dabei wird das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in Beziehung 

gesetzt zum Einkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Valideneinkommen).

2. 

2.1  Um das Invalideneinkommen und damit den IV-Grad ermitteln zu können, muss die 

Arbeitsfähigkeit mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

feststehen. In medizinischer Hinsicht liegen insbesondere vier Gutachten im Recht, 

nämlich die ABI-Gutachten vom 14. April 2005 und vom 9. Mai 2006 (inklusive 

otorhinolaryngologisches Teilgutachten vom 5. Juli 2007), das Medas-Gutachten vom 

22. Dezember 2009 und das ABI-Gutachten vom 11. Juni 2013.

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2.2  Vorab ist auf das Argument der Rechtsvertreterin, wonach die 

Beschwerdegegnerin nach dem Rückweisungsurteil vom 9. Juni 2009 entgegen der 

Empfehlung des Versicherungsgerichts wieder ein Gutachten beim ABI in Auftrag 

gegeben habe und es sich bei diesem Gutachten vom 11. Juni 2013 zudem nur um ein 

Verlaufsgutachten gehandelt habe, einzugehen. Die Rechtsvertreterin hat übersehen, 

dass aufgrund des Rückweisungsurteils vom 9. Juni 2009 eine umfassende 

Begutachtung (und nicht nur eine Verlaufsbegutachtung) durch die Medas 

Zentralschweiz erfolgt ist (Gutachten vom 22. Dezember 2009, IV-act. 317). Die 

anschliessende Verlaufsbegutachtung vom Januar 2013 (Gutachten vom 11. Juni 2013) 

ist nur deshalb wieder dem ABI in Auftrag gegeben worden, weil die Medas den 

Auftrag wegen einer angeblichen Morddrohung seitens des Beschwerdeführers 

abgelehnt hatte (IV-act. 393). Der Beschwerdeführer ist also durch zwei 

unterschiedliche Institutionen umfassend begutachtet worden. Die Argumentation der 

Rechtsvertreterin ist daher nicht stichhaltig.

2.3  In somatischer Hinsicht sind im jüngsten ABI-Gutachten als Diagnosen ein 

chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom, anamnestisch mit Ausstrahlung ins 

linke Bein, aktuell ohne erkennbare neurologische Komponente, ein chronisches 

zervikobrachiales Schmerzsyndrom links, chronische belastungsabhängige 

Knieschmerzen rechts, eine periphere vestibulo-cochleäre Funktionsstörung links, ein 

Tinnitus links, eine Hochtonschallempfindungsschwerhörigkeit rechts und ein Asthma 

bronchiale angegeben worden. Im Vordergrund der Untersuchungen hätten, wie auch 

bei früheren Abklärungen, die Schmerzen auf der linken Körperseite, welche sich vom 

Kopf bis zu den Zehen ausgedehnt hätten, gestanden. Der orthopädische Gutachter 

Dr. K.___ hat angegeben, dass das gesamte Beschwerdebild nach wie vor nur höchst 

unzureichend erklärbar sei. Aufgrund der objektivierbaren, gesamthaft allerdings eher 

leichtgradigen degenerativen Veränderungen an der HWS und LWS sowie im rechten 

Knie könne eine etwas verminderte Belastbarkeit begründet werden. Körperlich 

schwere Tätigkeiten wie die angestammte Tätigkeit seien dem Beschwerdeführer 

spätestens seit der ersten ABI-Begutachtung im März 2005 nicht mehr zumutbar. In 

einer adaptierten, leichten bis mittelschweren Tätigkeit bestehe hingegen eine volle 

Arbeitsfähigkeit. Die Patellafraktur, die sich der Beschwerdeführer am 16. Februar 2010 

zugezogen habe, dürfte lediglich zu einer vorübergehenden, höchstens drei Monate 

dauernden vollen Arbeitsunfähigkeit geführt haben. Dr. K.___ hat den 

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Beschwerdeführer bereits bei der ersten ABI-Begutachtung untersucht und ist damals 

zum gleichen Ergebnis gekommen. Bei der zweiten ABI-Begutachtung im April 2006 ist 

der Beschwerdeführer u.a. rheumatologisch begutachtet worden. Dr. AE.___ ist 

ebenfalls zum Schluss gekommen, dass sich die vom Beschwerdeführer 

beschriebenen Beschwerden und die ausgeprägte subjektive 

Behinderungsüberzeugung durch rein organisch-pathologisch-morphologische 

Befunde nicht erklären liessen. Aus diesem Grunde bestehe für geeignete 

mittelschwere Tätigkeiten auch keine relevante Funktionseinschränkung bezüglich der 

funktionellen Belastung der Wirbelsäule. Dr. AE.___ hat die Beurteilung der 

Arbeitsfähigkeit von Dr. K.___ bestätigt (IV-act. 194-16). Im September 2009 ist der 

Beschwerdeführer durch den Medas-Gutachter und Rheumatologen Dr. I.___ 

untersucht worden. Dieser hat erklärt, dass die aktuellen rheumatologischen Diagnosen 

denjenigen von Ende 2002 und des Jahres 2004 sehr ähnlich seien. Analog zur 

Beurteilung von Dr. K.___ hat er dem Beschwerdeführer für eine körperlich leichte bis 

mittelschwere Tätigkeiten eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit bescheinigt. Die 

gutachterlichen Arbeitsfähigkeitsschätzungen aus rheumatologischer und 

orthopädischer Sicht stimmen somit überein. Die Rechtsvertreterin hat moniert, dass 

Dr. K.___ bei der aktuellsten Begutachtung keine Bilddokumente zur Verfügung 

gestanden hätten und bereits aus diesem Grund nicht auf seine Beurteilung abgestellt 

werden könne. Tatsächlich hat Dr. K.___ im Gutachten vom 11. Juni 2013 erklärt, dass 

ihm keine Bilddokumente vorlägen. Auf die Anfertigung neuer Röntgenbilder hat er zum 

Schutz des Beschwerdeführers vor unnötiger Strahlenbelastung mit der Begründung 

verzichtet, dass dieser bei im Wesentlichen gleichbleibenden Beschwerden bereits 

wiederholt ausführlich bildgebend abgeklärt worden sei, ohne dass eine klare 

Begründung für die diffusen Beschwerden hätte gefunden werden können, dass eine 

konkrete Fragestellung gefehlt habe und dass von neuen Röntgenbildern kaum ein für 

die versicherungsmedizinische Beurteilung auf orthopädischer Ebene relevanter 

Informationsgewinn zu erwarten gewesen wäre (IV-act. 402-30). Die medizinischen 

Sachverständigen haben bei der Wahl der geeigneten Untersuchungsmethoden im 

Rahmen ihrer medizinischen Fachkompetenz einen gewissen Ermessensspielraum. 

Dem Gericht fehlt denn auch das Fachwissen, um beurteilen zu können, welche 

medizinischen Untersuchungen im konkreten Fall notwendig sind. Dr. K.___ hat 

eingehend und plausibel begründet, weshalb er auf die Anfertigung aktueller 

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Bildaufnahmen verzichtet hat. Es ist daher davon auszugehen, dass neue 

Röntgenaufnahmen keine weiteren Erkenntnisse bezüglich der geltend gemachten 

Beschwerden am Bewegungsapparat gebracht hätten, die einen Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeitsschätzung gehabt hätten. Bezüglich der Ergebnisse des fMRI resp. 

Upright MRI ist anzumerken, dass Dr. I.___ überzeugend dargelegt hat, weshalb die 

Resultate des im August 2007 durchgeführten fMRI bzw. Upright MRI an seiner 

Arbeitsfähigkeitsschätzung nichts zu ändern vermögen. So bestehe ein 

Interpretationsspielraum bei der Beurteilung radiologischer Befunde, die Methode des 

Upright MRI sei im klinischen Alltag noch nicht etabliert, der Nachweis der Sensitivität, 

Spezifität und Reliabilität dieser diagnostischen Methode sei nicht erbracht und beim 

Beschwerdeführer habe sich keine klare Abhängigkeit der Schmerzen von der 

Körperposition finden lassen (siehe Schreiben vom 12. April 2010, IV-act. 345). Mit 

Bezug auf die Patellafraktur ist anzumerken, dass eine gesundheitliche 

Verschlechterung für den Rentenanspruch erst relevant ist, wenn sie mehr als drei 

Monate gedauert hat (siehe Art. 88a Abs. 2 IVV). Die Angabe von Dr. K.___, dass die 

Patellafraktur höchstens eine dreimonatige Arbeitsunfähigkeit zur Folge gehabt hat, 

wird von RAD-Arzt Dr. O.___ gestützt (Stellungnahme vom 28. Mai 2010, IV-act. 357). 

Zudem hat Dr. P.___ am 28. April 2010, d.h. bereits etwas mehr als zwei Monate nach 

dem Kniescheibenbruch am 16. Februar 2010, eine vollständig konsolidierte 

Patellafraktur ohne grössere Stufenbildung festgestellt. Die Beurteilung von Dr. K.___, 

wonach die Patellafraktur nicht zu einer länger als drei Monate dauernden 

Arbeitsunfähigkeit geführt hat, überzeugt daher. Demnach ist auf die 

übereinstimmende Arbeitsfähigkeitsschätzung der Gutachter abzustellen. Aus 

rheumatologischer und orthopädischer Sicht hat also mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit nie eine längerdauernde Arbeitsunfähigkeit in einer körperlich 

adaptierten, leichten bis mittelschweren Tätigkeit bestanden. In der angestammten 

Tätigkeit in der Metallverarbeitung ist der Beschwerdeführer demgegenüber spätestens 

seit März 2005 zu 100 % arbeitsunfähig.

2.4  Im Teilgutachten vom 5. Juli 2007 hat der HNO-Gutachter Dr. E.___ erklärt, dass 

der Beschwerdeführer anamnestisch seit Juni 2006 ca. drei bis fünf 

Drehschwindelattacken von jeweils drei bis vier Stunden Dauer gehabt habe. Dr. E.___ 

war damals noch von der Diagnose eines Morbus Menière ausgegangen und hat die 

Arbeitsunfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit auf 30 % geschätzt. Demgegenüber 

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hat Dr. L.___ von der Medas Zentralschweiz bei der Begutachtung im September 2009 

keinen Hinweis für eine zentrale oder peripher-vestibuläre Funktionsstörung gefunden 

und die Diagnose eines Morbus Menière nicht bestätigt. Sie hat darauf hingewiesen, 

dass bisher nie eine peripher-vestibuläre Funktionsstörung links gemessen worden sei. 

Mit grösster Wahrscheinlichkeit leide der Beschwerdeführer an einer rezidivierenden, 

passageren, peripher-vestibulären Funktionsstörung unklarer Genese. Dr. L.___ hat die 

Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit wegen der Gefahr von Schaden an 

Material und Maschine bei plötzlichem Schwindel auf 0 % geschätzt. In einer 

adaptierten Tätigkeit bestehe aber eine 100 %ige Arbeitsfähigkeit. Dr. I.___ hat am 12. 

April 2010 ergänzend festgehalten, dass Dr. L.___ den Schwindel in der Beurteilung der 

Arbeitsfähigkeit berücksichtigt habe, obwohl dessen Ursache unklar sei. Im Gutachten 

vom 11. Juni 2013 hat Dr. E.___ dem Beschwerdeführer wegen einer peripheren 

vestibulo-cochleären Funktionsstörung links eine 15 %ige Arbeitsunfähigkeit in einer 

adaptierten Tätigkeit attestiert. Er hat erklärt, dass sich die initiale Verdachtsdiagnose 

eines Morbus Menière nicht bestätigt habe. Die 15 %ige Arbeitsunfähigkeit begründete 

er mit Arbeitsabsenzen wegen der fünf Minuten bis zwei Stunden dauernden 

Drehschwindelattacken. Anamnestisch habe sich die Ausprägung und die Stärke der 

Drehschwindelattacken über die Jahre eher reduziert, sodass es nur noch im Jahre 

2009 zu einer notfallmässigen Spitaleinweisung gekommen sei. Die zeitliche Häufigkeit 

sei in etwa unverändert geblieben. Bezüglich der Frequenz und Dauer der 

Schwindelattacken sind dem Gutachten unterschiedliche Angaben zu entnehmen: Die 

HNO-Klinik des KSSG hat am 28. Juni 2006 über zwei bis dreimal pro Tag plötzlich 

auftretenden Schwindel berichtet. Am 23. November 2006 hat dieselbe Klinik erklärt, 

dass der Beschwerdeführer zwischen Juni und November 2006 drei Schwindelanfälle 

erlitten habe, die jeweils zwei bis drei Wochen angedauert hätten. Dr. E.___ hat in 

seinem Teilgutachten vom 5. Juli 2007 von drei bis fünf Drehschwindelattacken im 

Zeitraum Juni 2006 bis Juni 2007 gesprochen und die Dauer auf drei bis vier Stunden 

festgesetzt. Während der Beschwerdeführer gemäss dem Gutachten vom 14. April 

2005 bereits anlässlich der ersten ABI-Begutachtung über Schwindel geklagt hat, hat 

er dies gegenüber Dr. L.___ negiert und erklärt, erst seit Juni 2006 an 

Schwindelbeschwerden zu leiden. Dr. L.___ hat angegeben, dass seit Juni 2006 zwei 

bis drei Mal pro Woche akute Drehschwindelattacken aufgetreten seien, die zwischen 

30 Minuten und sieben Stunden angedauert hätten. Zusätzlich "überfielen" den 

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Beschwerdeführer zwei bis fünf Mal pro Woche noch andere Schwindelbeschwerden, 

wobei es sich hierbei nicht um einen Drehschwindel handle. Meistens dauerten diese 

Anfälle nur fünf bis zehn Minuten. Gegenüber Dr. Z.___ hat der Beschwerdeführer 

schliesslich angegeben, dass die Schwindelbeschwerden seit dem Autounfall im Jahr 

2002 bestünden und manchmal bis zu zwei Stunden andauerten. Die Angaben des 

Beschwerdeführers zu den Schwindelbeschwerden variieren somit stark. Zudem 

handelt es sich um subjektive Angaben, die sich so gut wie nicht objektivieren lassen 

(siehe RAD-Stellungnahme vom 28. Mai 2010, IV-act. 357). Letztlich kann jedoch offen 

gelassen werden, ob die geltend gemachten Schwindelbeschwerden bei der 

Arbeitsfähigkeitsschätzung zu berücksichtigen sind. Denn auch wenn mit Dr. E.___ von 

einer 15 %igen oder sogar von einer 30 %igen Arbeitsunfähigkeit aus 

otorhinolaryngologischer Sicht ausgegangen würde, hätte der Beschwerdeführer, wie 

nachfolgend aufzuzeigen sein wird, keinen Anspruch auf eine IV-Rente. Die 

Rechtsvertreterin hat im Beschwerdeverfahren einen Bericht von Dr. Z.___ vom 21. 

November 2014 eingereicht. Dieser hat als Diagnose u.a. eine peripher-zentrale 

vestibuläre Funktionsstörung links mit Funktionsstörung des posturalen 

Kontrollsystems und reduzierter neuro-muskulärer Leistung der unteren Extremitäten 

angegeben. Er hat weitere Untersuchungen angeordnet, die jedoch entweder nicht 

stattgefunden haben (funktionaloptometrische Untersuchung) oder nicht zu 

weiterführenden Erkenntnissen bezüglich der Schwindelbeschwerden geführt haben. 

Hinzu kommt, dass bekannt bzw. gerichtsnotorisch ist, dass Dr. Z.___ jeweils sehr viele 

Untersuchungen durchführt, die letztlich nur wenig zur im Berufsalltag relevanten 

Situation beitragen. Denn nicht von jedem leicht abweichenden Normbefund kann auf 

eine anspruchsrelevante Arbeitsunfähigkeit geschlossen werden (vgl. Urteil des 

Versicherungsgerichts vom 11. November 2014, IV 2012/194 E. 4.5). Der Bericht von 

Dr. Z.___ vermag somit keine Zweifel an den Beurteilungen von Dr. E.___ und Dr. L.___ 

zu wecken. Somit ist mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer wegen der Schwindelbeschwerden in 

einer adaptierten Tätigkeit ca. ab Juni 2006 maximal zu 30 % und spätestens ab dem 

Jahr 2010 maximal zu 15 % arbeitsunfähig gewesen ist.

2.5  Des Weiteren leidet der Beschwerdeführer gemäss Dr. X.___ an einem Asthma 

bronchiale (leichte bis mittelschwere Obstruktion, Gutachten vom 11. Juni 2013). Eine 

Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit bzw. in allen körperlich schweren 

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Tätigkeiten hat sie verneint. In einer adaptierten, körperlich vorwiegend leichten und 

nur gelegentlich mittelschweren Tätigkeit bestehe aus pneumologischer Sicht hingegen 

eine volle Arbeitsfähigkeit. Diese Einschätzung stimmt mit jenen der ABI-Gutachter 

vom 14. April 2005 und 9. Mai 2006 sowie mit jener des Medas-Gutachters überein. 

Demzufolge ist der Beschwerdeführer aus pneumologischer Sicht in einer adaptierten 

Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig.

2.6  Somit bleibt noch die Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht zu ermitteln. 

Weder die psychiatrischen Gutachter des ABI (Dr. AF.___, Dr. AG.___ und Dr. U.___) 

noch jener der Medas (Dr. N.___) haben eine psychiatrische Diagnose mit Einfluss auf 

die Arbeitsfähigkeit angegeben. Dr. AF.___ hat im Gutachten vom 14. April 2005 als 

Diagnosen eine Angst und depressive Störung, gemischt (F41.2), und eine Entwicklung 

körperlicher Symptome aus psychischen Gründen (F68.0) genannt. Dr. AG.___ hat 

diese Diagnosen bestätigt. Dr. N.___ hat in seinem Gutachten ebenfalls die Diagnose 

einer Entwicklung körperlicher Symptome aus psychischen Gründen genannt. Zudem 

hat er eine ängstlich-depressive Anpassungsstörung, deren Intensität und 

Ausprägungsgrad einer leichten depressiven Episode entspreche, diagnostiziert. Dr. 

U.___ hat schliesslich als Diagnose eine spezifische Phobie und eine 

Schmerzfehlverarbeitung mit algogener Verstimmung angegeben. Zwar unterscheiden 

sich die Diagnosen der psychiatrischen Gutachter teilweise leicht, was insbesondere 

auf den Zeitfaktor zurückzuführen ist, zumal zwischen der ersten und der letzten 

psychiatrischen Begutachtung mehr als acht Jahre liegen. Viel relevanter ist jedoch, 

dass die Gutachter die Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht alle gleich 

eingeschätzt haben. Demgegenüber hat die Klinik Valens die Arbeitsfähigkeit für die 

Zeit nach dem Klinikaustritt am 11. Oktober 2005 in einer adaptierten Tätigkeit auf 

lediglich 50 % geschätzt (Aufenthalt vom 20. September bis 11. Oktober 2005). Als 

Diagnosen hat sie u.a. eine somatoforme Schmerzstörung, eine angstbetonte, 

mittelgradig ausgeprägte Depression und Abwesenheitszustände im Rahmen einer 

Konversionsstörung angegeben. Dr. N.___ hat dieser Einschätzung entgegnet, dass er 

keine anhaltende somatoforme Schmerzstörung habe diagnostizieren können, weil sich 

der Beschwerdeführer bei der Untersuchung nicht mit einem vorherrschenden, 

andauernden, schweren und quälenden Schmerz präsentiert habe. Gemäss der 

ICD-10-Klassifikation ist die vorherrschende Beschwerde bei einer anhaltenden 

somatoformen Schmerzstörung ein andauernder, schwerer und quälender Schmerz, 

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der durch einen physiologischen Prozess oder eine körperliche Störung nicht 

hinreichend erklärt werden kann (siehe ICD-10: F45.4). Die Argumentation von Dr. 

N.___ überzeugt. Aus seinem Teilgutachten geht nämlich hervor, dass er bei der 

psychiatrischen Untersuchung auch das Schmerzverhalten beobachtet hat und der 

Beschwerdeführer auf ihn keinen schmerzerfüllten Eindruck gemacht hat (siehe z.B. IV-

act. 317-87 ff.). Dr. N.___ hat weiter erklärt, dass er keine dissoziativen Phänomene 

habe beobachten können. Auch dem Austrittsbericht der Klinik Valens vom 18. Oktober 

2005 sind keine Hinweise zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer während des 

Klinikaufenthalts unter Abwesenheitszuständen gelitten hätte. Aus dem Bericht ist 

ersichtlich, dass diese Diagnose offenbar im Rahmen eines neurologischen Konsiliums 

wegen einer unklaren Bewusstseinstrübung am 29. Juni 2005 gestellt worden war. 

Allerdings ist unklar, worum es sich dabei tatsächlich gehandelt hat. Zudem sind den 

übrigen Akten keinerlei Hinweise für aufgetretene Bewusstseinstrübungen zu 

entnehmen. Schliesslich hat sogar die behandelnde Psychiaterin Dr. D.___ am 25. 

Oktober 2005 und damit kurz nach dem Klinikaustritt erklärt, dass sie sich 

vollumfänglich den Schlussfolgerungen des ABI anschliesse. Der Bericht der Klinik 

Valens vermag somit keine Zweifel an den gutachterlichen 

Arbeitsfähigkeitsschätzungen zu wecken. Der behandelnde Psychiater Dr. H.___ hat 

dem Beschwerdeführer im Februar 2008 wegen des Schmerzgeschehens, des 

Kraftmangels sowie motivational eine volle Arbeitsunfähigkeit attestiert. Diese 

Einschätzung überzeugt nicht, weil einerseits eine fehlende Motivation keine 

Arbeitsunfähigkeit zu begründen vermag und Dr. H.___ andererseits eine anhaltende 

somatoforme Schmerzstörung diagnostiziert und die Schmerzen in seiner 

Arbeitsfähigkeitsschätzung berücksichtigt hat, obwohl gemäss Dr. N.___ diese 

Diagnose nicht gestellt werden kann. Schliesslich hat die behandelnde Psychiaterin Dr. 

R.___ dem Beschwerdeführer wegen einer generalisierten Angststörung, einer 

Agoraphobie und einer mittelgradigen depressiven Episode am 19. April und 6. 

September 2012 eine volle Arbeitsunfähigkeit attestiert. Der im Bericht vom 19. April 

2012 angegebene Verdacht auf eine posttraumatische Belastungsstörung hat sich 

offenbar nicht bestätigt, da Dr. R.___ diese Diagnose im aktuelleren Bericht vom 6. 

September 2012 nicht mehr genannt hat. Dr. U.___ hat der Einschätzung von Dr. R.___ 

entgegengehalten, dass die vom Beschwerdeführer geschilderten Ängste (Angst vor 

Menschen, Bussen und Liften) mehrheitlich klaustrophobischen Charakter hätten. 

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Auffällig sei, dass der Beschwerdeführer zur aktuellen Untersuchung ohne Begleitung 

mit dem Zug von AH.___ nach W.___ habe fahren können. Zudem verlasse der 

Beschwerdeführer das Haus. Die klaustrophobischen Ängste seien somit nicht 

sonderlich stark ausgeprägt, weshalb ihnen keine quantitative, sondern nur eine 

qualitative Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zukomme (keine Tätigkeiten in 

unterkellerten, fensterlosen, engen Räumen). Auch in den neuesten psychiatrischen 

Berichten ist keine Diagnose einer generalisierten Angststörung angegeben worden 

(siehe Berichte der Psychiatrische Klinik AC.___ vom 24. März 2015, 3. Juni 2015 und 

3. März 2016 sowie den Bericht von Dr. AD.___ vom 29. September 2016). Demnach ist 

nicht davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer an einer generalisierten 

Angststörung mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit leidet. Die Argumentation von Dr. 

U.___, dass die klaustrophobischen Ängste nicht sehr stark ausgeprägt seien, 

überzeugt. Denn dass der Beschwerdeführer die gut zweistündige Zugfahrt nach W.___ 

alleine hat bewältigen können, beweist, dass er in der Lage ist, im Alltag mit den 

klaustrophobischen Ängsten umzugehen. Auch ist es ihm offenbar möglich, als 

Beifahrer stundenlange Fahrten mit dem Auto in seine Heimat zu unternehmen und 

Restaurants zu besuchen (IV-act. 402-22). Die klaustrophobischen Ängste haben somit 

mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keinen quantitativen Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit. Mit Bezug auf die von Dr. R.___ diagnostizierte mittelgradige 

Depression hat Dr. U.___ ausgeführt, dass sich diese Diagnose nicht bestätigen lasse. 

Der Beschwerdeführer habe in der Untersuchung lediglich eine ernste, besorgte 

Stimmungslage gezeigt, jedoch keine vitale Traurigkeit, keine Antriebsstörung und 

keine Suizidalität aufgewiesen. Er habe in der Untersuchung frei kommunizieren 

können und sei emotional schwingungsfähig gewesen. Dass der Beschwerdeführer 

zumindest im Begutachtungszeitpunkt (Januar 2013) nicht an einer Depression mit 

Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit gelitten hat, überzeugt auch vor dem Hintergrund, dass 

er, von Dr. U.___ auf seine Leiden angesprochen, lediglich die somatischen 

Beschwerden und die Ängste erwähnt hat (IV-act. 402-20). Auch hat er gegenüber Dr. 

U.___ nicht angegeben, dass es ihm in Bezug auf die depressive Symptomatik 

zwischenzeitlich, d.h. seit der Begutachtung durch die Medas Zentralschweiz im 

September 2009, schlechter gegangen wäre. Hinzu kommt, dass Dr. R.___ offenbar 

hauptsächlich die Schwindelbeschwerden und die Angstattacken als die 

Arbeitsfähigkeit einschränkend angesehen hat (IV-act. 394-3). Insgesamt vermögen 

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somit auch die Berichte und die Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. R.___ die 

gutachterlichen Beurteilungen nicht in Zweifel zu ziehen. Mit Dr. U.___ ist somit in 

Übereinstimmung mit den gutachterlichen Einschätzungen von Dr. AF.___, Dr. AG.___ 

und Dr. N.___ davon auszugehen, dass aus psychiatrischer Sicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit bis zum Verfügungszeitpunkt (17. Januar 2014) nie eine 

längerdauernde Arbeitsunfähigkeit bestanden hat. Ob nach Verfügungserlass eine 

Verschlechterung mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eingetreten ist, wie dies die im 

Beschwerdeverfahren eingereichten Berichte der Psychiatrischen Klinik AC.___ vom 

12. November 2014, 24. März 2015, 3. Juni 2015 und 3. März 2016 und der Bericht von 

Dr. AD.___ geltend machen, muss offen gelassen werden, weil der Streitgegenstand 

des vorliegenden Verfahrens nur den Sachverhalt bis zum Erlass der Verfügung (17. 

Januar 2014) umfasst.

2.7  Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer in seiner 

angestammten Tätigkeit als Hilfsarbeiter in der Metallverarbeitung zwar voll 

arbeitsunfähig ist. In einer körperlich adaptierten, vorwiegend leichten und nur 

gelegentlich mittelschweren Tätigkeit ist der Beschwerdeführer wegen der 

Schwindelbeschwerden von ca. Juni 2006 bis Ende 2009 aber zu maximal 30 % 

arbeitsunfähig gewesen. Seit dem Jahr 2010 besteht maximal eine Arbeitsunfähigkeit 

von 15 %.

3. 

3.1  Somit bleibt noch der Einkommensvergleich zu überprüfen. Der Beschwerdeführer 

hat zuletzt als Hilfsarbeiter in der Metallverarbeitung gearbeitet. Bei dieser Tätigkeit 

handelt es sich daher um die Validenkarriere. Der Beschwerdeführer ist bis September 

2002 erwerbstätig gewesen. Im Jahr 2001 hat er ein Einkommen von Fr. 57'446.-- 

erzielt. Der frühestmögliche Rentenbeginn wäre der September 2003 (siehe Erw. 1.1), 

weshalb der Einkommensvergleich anhand der Löhne des Jahres 2003 vorzunehmen 

ist. Angepasst an die Nominallohnentwicklung bis 2003 hat das Valideneinkommen 

somit Fr. 59'137.-- betragen (Fr. 57'446.-- ÷ 1902 x 1958, siehe T 39 der 

Lohnentwicklung 2014 des Bundesamtes für Statistik). Das Invalideneinkommen ist 

anhand von Tabellenlöhnen zu berechnen, da dem Beschwerdeführer die 

angestammte, körperlich schwere Tätigkeit nicht mehr zumutbar ist. Das 

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durchschnittliche Einkommen eines Hilfsarbeiters hat im Jahr 2003, aufgerechnet auf 

die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden, Fr. 57'745.-- betragen 

(s. Anhang 2 der IVG-Ausgabe der Informationsstelle AHV/IV, Ausgabe 2006). Bei rein 

körperlichen Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit ist ein Tabellenlohnzug von 10 % 

angemessen. Bei einem (maximalen) Arbeitsunfähigkeitsgrad von 30 % und einem 

Tabellenlohnabzug von 10 % resultiert ein IV-Grad von aufgerundet 39 %. Bei einem 

Arbeitsunfähigkeitsgrad von 15 % und einem 10 %igen Abzug vom Tabellenlohn 

beträgt der IV-Grad abgerundet 25 %. Der Beschwerdeführer hat somit weder einen 

unbefristeten noch einen befristeten Anspruch auf eine IV-Rente.

3.2  Demnach ist die Beschwerde abzuweisen.

4. 

4.1  Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Die Gerichtsgebühr 

in der Höhe von Fr. 600.-- ist dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen. 

Zufolge unentgeltlicher Rechtspflege ist er von der Bezahlung zu befreien.

4.2  Der Staat bezahlt zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung die Kosten der 

Rechtsvertretung des Beschwerdeführers. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 

61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor 

Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 

12'000.--. In einem durchschnittlichen IV-Rentenfall spricht das Versicherungsgericht 

praxisgemäss eine pauschale Entschädigung von Fr. 3'500.-- zu. Im vorliegenden Fall 

hat Rechtsvertreterin K. Herzog für die Zeit bis und mit 13. November 2014 eine 

Honorarnote über den Betrag von Fr. 3'212.35 eingereicht (Stundenansatz von Fr. 

250.--). Die Honorarnote von A. Guyot, die die Rechtsvertretung des 

Beschwerdeführers ab dem 8. April 2015 übernommen hat, hat Fr. 732.90 betragen 

(Stundenansatz von Fr. 250.--) Die Rechtsvertreterinnen haben den Beschwerdeführer 

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erst im Beschwerdeverfahren vertreten, d.h. sie haben die Akten zuvor noch nicht 

gekannt. Das Aktendossier des Verwaltungsverfahrens umfasst 421 Seiten (beidseitig 

bedruckt) und enthält vier medizinische Gutachten. Streitgegenstand ist der 

Rentenanspruch ab dem Jahr 2003, also für den Zeitraum von über 10 Jahre gewesen. 

Die Rechtsvertreterin A. Guyot hat die Rechtsvertretung des Beschwerdeführers zwar 

erst nach Ablauf des Schriftenwechsels übernommen. Sie hat jedoch auf Aufforderung 

des Gerichts noch diverse medizinische Berichte eingeholt. Der vorliegende Fall ist 

somit klar überdurchschnittlich aufwändig gewesen, weshalb die geforderte 

Parteientschädigung von insgesamt Fr. 3'945.25 angemessen erscheint (Fr. 3'212.35 + 

Fr. 732.90). Diese ist um einen Fünftel zu kürzen (Art. 31 Abs. 3 AnwG). Somit 

entschädigt der Staat die Rechtsvertreterin K. Herzog mit Fr. 2'569.90 und die 

Rechtsvertreterin A. Guyot mit Fr. 586.30 (einschliesslich Barauslagen und 

Mehrwertsteuer).

4.3  Eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, ist zur 

Nachzahlung der Gerichtskosten und zur Rückerstattung der Parteientschädigung 

verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist (Art. 123 der Schweizerischen 

Zivilprozessordnung [ZPO, SR 272] i.V.m. Art. 99 Abs. 2 des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege [VRP, sGS 951.1]).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 

Der Beschwerdeführer wird von der Bezahlung der Gerichtskosten von Fr. 600.-- 

zufolge unentgeltlicher Rechtspflege befreit.

3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 30/30

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Der Staat entschädigt die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers, K. Herzog, zufolge 

unentgeltlicher Rechtsverbeiständung mit Fr. 2'569.90 (einschliesslich Barauslagen und 

Mehrwertsteuer).

4. 

Der Staat entschädigt die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers, A. Guyot, zufolge 

unentgeltlicher Rechtsverbeiständung mit Fr. 586.30 (einschliesslich Barauslagen und 

Mehrwertsteuer).

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	Entscheid Versicherungsgericht, 06.12.2016
	Art. 28 IVG. Auf die gutachterlichen Arbeitsfähigkeitsschätzungen kann abgestellt werden. Der Beschwerdeführer hat demzufolge keinen Anspruch auf eine IV-Rente. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 6. Dezember 2016, IV 2014/94).

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		2025-07-19T07:44:59+0200
	"9001 St.Gallen"
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