# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0b8b28eb-4bda-52a5-8ee0-8b372c9c9d2d
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-08-13
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 13.08.2025 D-5944/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5944-2025_2025-08-13.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
 
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-5944/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 3 .  A u g u s t  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Lukas Müller, 

mit Zustimmung von Richter David R. Wenger; 

Gerichtsschreiber Ronny Fischer. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Senegal,  

(…), 

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung (beschleunigtes Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 30. Juli 2025. 

 

 

 

D-5944/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer suchte am 7. September 2024 in der Schweiz um 

Asyl nach. Am 17. September 2024 fand die Personalienaufnahme und am 

21. Juli 2025 die Anhörung zu den Asylgründen statt. 

Der Beschwerdeführer machte geltend, er sei senegalesischer Staatsan-

gehöriger muslimischen Glaubens und im Dorf B._______ (Region 

C._______) aufgewachsen. (…) habe ihn seine Mutter mit seinem Zwil-

lingsbruder nach Gambia zu einem Koranlehrer gebracht, wo er bis (…) 

religiösen Unterricht erhalten und Feldarbeit verrichtet habe. Nach der 

Rückkehr ins Heimatdorf habe er erfahren, dass sein älterer Bruder in der 

D._______ mit Rebellen des Mouvement des forces démocratiques de la 

Casamance (MFDC) zusammenarbeite, die offiziell für die Unabhängigkeit 

kämpfen, tatsächlich aber Marihuana handeln würden, die Region kontrol-

lierten und der Bevölkerung Erträge wegnähmen. Sein älterer Bruder habe 

ihn und seinen Zwillingsbruder Ende Februar (…) zur Mitarbeit im Drogen-

handel auffordern wollen und ihnen bei Weigerung gedroht. Am (…) sei 

sein Zwillingsbruder bei einer Reise nach D._______ ermordet und seine 

Mutter verhaftet worden, worauf er von seinem Grossvater nach 

E._______ gebracht und drei Tage später ausgereist sei. Über Mali und 

Algerien, wo er zeitweise inhaftiert gewesen sei, sei er nach Libyen und 

Italien und schliesslich in die Schweiz gelangt. Bei einer Rückkehr in den 

Senegal fürchte er wegen der Rebellen um sein Leben. 

B.  

Mit Schreiben vom 28. Juli 2025 nahm die vormalige Rechtsvertretung 

Stellung zum vorinstanzlichen Entscheidentwurf. 

C.  

Mit Verfügung vom 30. Juli 2025 (gleichentags zugesellt) stellte das SEM 

fest, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, lehnte 

das Asylgesuch ab, verfügte die Wegweisung aus der Schweiz, ordnete 

deren Vollzug an, beauftragte den zuständigen Kanton mit dem Vollzug der 

Wegweisung und händigte die editionspflichtigen Akten aus. 

D.  

Mit Schreiben vom 30. Juli 2025 erklärte vormalige Rechtsvertretung, sie 

habe ihr Mandat niedergelegt. 

D-5944/2025 

Seite 3 

E.  

Mit Eingabe vom 7. August 2025 erhob der Beschwerdeführer beim Bun-

desverwaltungsgericht Beschwerde und beantragte, die vorinstanzliche 

Verfügung sei aufzuheben, die Flüchtlingseigenschaft anzuerkennen und 

Asyl zu gewähren. Eventualiter beantragte er die Feststellung der Unzu-

mutbarkeit des Wegweisungsvollzugs sowie die Gewährung der vorläufi-

gen Aufnahme, subeventualiter die Rückweisung der Sache an die Vo-

rinstanz zur weiteren Sachverhaltsabklärung. In prozessualer Hinsicht er-

suchte er um unentgeltliche Prozessführung inklusive Kostenvorschuss-

verzicht. 

F.  

Am 8. August 2025 bestätigte das Bundesverwaltungsgericht den Eingang 

der Beschwerde. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Gemäss Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung 

von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG zuständig und 

entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – wie auch vorliegend 

– endgültig (vgl. Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG; Art. 105 AsylG [SR 142.31]). Der 

Beschwerdeführer ist als Verfügungsadressat zur Beschwerdeführung le-

gitimiert (Art. 48 VwVG). Auf die frist- und formgerecht eingereichte Be-

schwerde ist einzutreten (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG). 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

3.1 Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterli-

cher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters oder einer zwei-

ten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachstehend aufge-

zeigt, handelt es sich um eine solche, weshalb das Urteil nur summarisch 

zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG).  

3.2 Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines 

Schriftenwechsels verzichtet. 

D-5944/2025 

Seite 4 

4.  

4.1 Der Beschwerdeführer rügt in formeller Hinsicht, die Vorinstanz habe 

den Sachverhalt unvollständig festgestellt. Diese formelle Rüge ist vorab 

zu prüfen, da ihre Begründetheit die Kassation der vorinstanzlichen Verfü-

gung bewirken könnte.  

4.2 Die Rüge erweist sich als unbegründet. Die Vorinstanz hat den rechts-

erheblichen Sachverhalt rechtsgenüglich festgestellt, ihren Entscheid in 

tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht nachvollziehbar begründet und im 

Einzelnen hinreichend differenziert dargelegt, von welchen Überlegungen 

sie sich leiten liess (vgl. angefochtene Verfügung S. 3 ff.). Der Beschwer-

deführer legt keine konkreten Anhaltspunkte dar, welche Zweifel an der vo-

rinstanzlichen Sachverhaltsfeststellung zu begründen vermöchten. Seine 

Ausführungen erschöpfen sich vielmehr in pauschalen sowie unbelegten 

Behauptungen und es nicht ersichtlich, inwiefern diesen im vorliegenden 

Verfahren entscheidrelevante Bedeutung zukommen soll (vgl. Beschwerde 

S. 2 ff.). Seine Einwände sind nicht geeignet, eine flüchtlingsrechtlich rele-

vante Gefährdung zu belegen. Der Umstand, dass der Beschwerdeführer 

die Schlussfolgerungen der Vorinstanz nicht teilt, beschlägt im Übrigen 

nicht formell-rechtliche Ansprüche, sondern die materiell-rechtliche Würdi-

gung des Sachverhalts. Es liegt somit weder eine unvollständige oder un-

richtige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts vor noch ist eine 

Verletzung anderer Verfahrensrechte erkennbar. 

4.3 Folglich rechtfertigt sich eine Rückweisung der Sache an die Vorinstanz 

zur Neubeurteilung nicht. Das Subeventualbegehren ist abzuweisen. 

5.  

5.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

5.2  

5.2.1 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die 

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Seite 5 

Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-

geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen 

Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa-

chen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte 

Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 

5.2.2 Nach eingehender Prüfung der Akten ist festzustellen, dass die Vor-

bringen des Beschwerdeführers die Voraussetzungen der Flüchtlingsei-

genschaft gemäss Art. 3 AsylG nicht erfüllen. In tatsächlicher und rechtli-

cher Hinsicht ist den Erwägungen der Vorinstanz zu folgen; auf diese kann 

verwiesen werden (vgl. angefochtene Verfügung S. 3–7). Die vorinstanzli-

che Schlussfolgerung ist nicht zu beanstanden. Die Beschwerdevorbringen 

sind nicht ansatzweise geeignet, zu einer von der Vorinstanz abweichen-

den Betrachtungsweise zu gelangen, vermögen sie dieser doch nichts 

Stichhaltiges entgegenzuhalten (vgl. Beschwerde S. 2–5). Dabei ist anzu-

merken, dass die Vorinstanz nachvollziehbar auf verschiedene Unstimmig-

keiten und wenig überzeugende Erklärungen im Sachvortrag hingewiesen 

hat (vgl. SEM-act. 44/15 F35, F38, F46, F52 ff., F67 ff., F84 f.), insbeson-

dere zur behaupteten Verbindung zwischen der einmaligen Begegnung mit 

dem älteren Bruder und der Ermordung des Zwillingsbruders. Diese Fest-

stellungen zur eingeschränkten Glaubhaftigkeit bedürfen keiner abschlies-

senden Würdigung, da die Vorbringen selbst bei Wahrunterstellung nicht 

geeignet wären, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen. 

5.2.3 Der Senegal ist seit dem Beschluss des Bundesrates vom 5. Oktober 

1993 als verfolgungssicherer Staat im Sinne von Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG 

eingestuft (vgl. Anhang 2 AsylV 1, SR 142.311), wobei diese Einstufung 

ausdrücklich auch die D._______ und angrenzende Regionen umfasst 

(vgl. Urteil BVGer D-4393/2024 vom 22. Juli 2024 E. 6.1 m.w.H.). Von die-

ser Einschätzung ist er auch im Rahmen der periodischen Prüfung bisher 

nicht abgewichen (Art. 6a Abs. 3 AsylG). Die Bezeichnung eines Staates 

als «Safe Country» beinhaltet die Regelvermutung, dass eine flüchtlings-

rechtlich bedeutsame staatliche Verfolgung nicht stattfindet und der be-

hördliche Schutz vor nichtstaatlicher Verfolgung gewährleistet ist. Es han-

delt sich dabei um eine relative Verfolgungssicherheit, welche im Einzelfall 

die Regelvermutung aufgrund konkreter und substanziierter Hinweise um-

gestossen werden kann. Die Beweislast obliegt dabei der asylsuchenden 

Person (vgl. BVGE 2013/10 E. 7.4.3; Urteil BVGer E-4982/2020 vom 

15. Januar 2021 E. 5.1 m.w.H).  

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Der Beschwerdeführer hat sich zu keinem Zeitpunkt an die senegalesi-

schen Behörden gewandt, um Schutz vor der behaupteten Bedrohung 

durch seinen älteren Bruder bzw. die MFDC zu erlangen (vgl. 

SEM-act. 44/15 F70, F87). Die pauschale Behauptung, die Polizei reagiere 

verspätet und führe keine Ermittlungen durch (SEM-act. 44/15 F36, F40, 

F88 f.), genügt nicht, um die genannte Regelvermutung zu entkräften. Es 

bestehen keinerlei Anhaltspunkte, dass die senegalesischen Sicherheits-

organe im konkreten Fall nicht willens oder nicht in der Lage wären, Schutz 

zu gewähren. Die vom Beschwerdeführer geschilderten Erlebnisse in Al-

gerien und Libyen (vgl. SEM-act. 44/15 F97 ff.) – namentlich Zwangsarbeit, 

Misshandlungen und willkürliche Inhaftierungen – sind zwar gravierend, 

stehen jedoch in keinem Zusammenhang mit einer drohenden oder erlitte-

nen Verfolgung im Heimatstaat und sind daher für die Beurteilung der 

Flüchtlingseigenschaft nicht von Relevanz (vgl. Urteil BVGer E-4982/2020 

vom 15. Januar 2021 E. 5.1). Dass der Beschwerdeführer bei einer Rück-

kehr in den Senegal begründete Furcht vor einer Verfolgung im Sinne von 

Art. 3 AsylG haben müsste, ist nicht ersichtlich. Die geltend gemachte Be-

drohung durch nichtstaatliche Akteure ist flüchtlingsrechtlich unerheblich, 

zumal funktionierende und zumutbar zugängliche Schutzmechanismen im 

Heimatstaat bestehen. 

5.3 Zusammenfassend liegen keine konkreten Hinweise darauf vor, dass 

der Beschwerdeführer einer asylbeachtlichen Verfolgung oder einer ent-

sprechenden Verfolgungsgefahr ausgesetzt war oder im Falle seiner Rück-

kehr in den Senegal ernsthafte Nachteile im Sinne von Art. 3 Abs. 2 AsylG 

zu gewärtigen hätte. Folglich hat die Vorinstanz zu Recht die Flüchtlingsei-

genschaft verneint und das Asylgesuch abgelehnt. 

6.  

6.1 Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so 

verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den 

Vollzug an (Art. 44 AsylG). 

6.2 Gemäss Art. 44 AsylG verfügt das SEM in der Regel die Wegweisung 

aus der Schweiz, wenn es das Asylgesuch ablehnt oder darauf nicht ein-

tritt. Der Beschwerdeführer verfügt insbesondere weder über eine auslän-

derrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Ertei-

lung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach ebenfalls zu Recht 

angeordnet (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.).  

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Seite 7 

7.  

7.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]).  

7.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den 

Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 

AIG). 

Da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erheb-

liche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, findet der in 

Art. 5 AsylG verankerte Grundsatz der Nichtrückschiebung im vorliegen-

den Verfahren keine Anwendung. Eine Rückkehr des Beschwerdeführers 

in den Heimatstaat ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG recht-

mässig. Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des Beschwerde-

führers noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer 

Ausschaffung in den Heimatstaat dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit 

einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 des Übereinkommens vom 10. Dezem-

ber 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder ernied-

rigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) verbotenen Strafe oder 

Behandlung ausgesetzt wäre. Auch die allgemeine Menschenrechtssitua-

tion im Heimatstaat lässt den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt 

nicht als unzulässig erscheinen. Nach dem Gesagten ist der Vollzug der 

Wegweisung sowohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen 

Bestimmungen zulässig. 

7.3 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-

grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-

dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung 

festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläufige 

Aufnahme zu gewähren.  

Weder die allgemeine Lage im Senegal noch individuelle Gründe wirt-

schaftlicher, sozialer oder gesundheitlicher Natur lassen auf eine konkrete 

Gefährdung des Beschwerdeführers im Falle einer Rückkehr schliessen. 

In diesem Zusammenhang kann vollumfänglich auf die zutreffenden und 

überzeugenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (vgl. ange-

fochtene Verfügung S. 7 f.). Zwischen der senegalesischen Regierung und 

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Seite 8 

der MFDC besteht seit 2012 ein De-facto-Waffenstillstand, welcher im Au-

gust 2022 durch ein Friedensabkommen bekräftigt wurde (vgl. <https:// 

hdcentre.org/news/he-state-of-senegal-and-the-provisional-committee-of-

the-unified-political-and-combat-wings-of-the-mfdc-take-a-major-step-in-

the-casamance-peace-process/?>, abgerufen am 11. August 2025). Der 

Beschwerdeführer hat in Gambia und im Senegal in der (…) gearbeitet und 

kann bei einer Rückkehr auf die Unterstützung seiner Mutter und seines 

Grossvaters zählen (vgl. SEM-act. 44/15 F66). Gesundheitliche Gründe, 

welche einer Rückkehr entgegenstünden, sind nicht ersichtlich. Zwar gab 

der Beschwerdeführer an, psychisch belastet zu sein (vgl. SEM-act. 44/15 

F95), doch ergeben sich aus der Aktenlage keine Hinweise, dass diese 

Beeinträchtigungen derart schwerwiegend wären, dass ohne Behandlung 

eine konkrete Gefährdung im Sinne von Art. 82 Abs. 4 AIG bestünde. Die 

in der Schweiz empfohlene (…) wurde bislang nicht wahrgenommen (vgl. 

SEM-act. 44/15 F7 f.), was in den Mitwirkungsbereich des Beschwerdefüh-

rers fällt (BVGE 2009/50 E. 10.2.2). Es ist zudem davon auszugehen, dass 

im Senegal eine medizinische Grundversorgung besteht und auch (…) be-

handelt werden können. Unter diesen Umständen ist nicht anzunehmen, 

dass der Beschwerdeführer bei einer Rückkehr in den Senegal in eine exis-

tenzbedrohende Notlage geraten oder sein Gesundheitszustand erheblich 

beeinträchtigt würde. Der Vollzug der Wegweisung erweist sich daher als 

zumutbar. 

7.4 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der zuständi-

gen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen Rei-

sedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch 

BVGE 2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als mög-

lich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AIG). 

7.5 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

8.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und – soweit diesbezüglich 

überprüfbar – angemessen ist. Die Beschwerde ist als offensichtlich unbe-

gründet abzuweisen. 

D-5944/2025 

Seite 9 

9.  

9.1 Der Beschwerdeführer ersucht um Gewährung der unentgeltlichen Pro-

zessführung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG. Da seine Begehren ge-

mäss den vorstehenden Erwägungen als aussichtslos zu gelten haben, ist 

eine der kumulativ erforderlichen Voraussetzungen nicht erfüllt. Das Ge-

such ist abzuweisen. 

9.2 Bei diesem Verfahrensausgang sind die Kosten dem Beschwerdefüh-

rer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf Fr. 750.– festzusetzen 

(Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-

schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

Mit dem vorliegenden Urteil wird der Antrag auf Kostenvorschussverzicht 

gegenstandslos. 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung wird abgewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer 

auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils 

zugunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Lukas Müller Ronny Fischer 

 

 

Versand: