# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e26c54ec-b62d-5080-8999-5b97e7653dcd
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-08-04
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 04.08.2008 C-2467/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2467-2006_2008-08-04.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-2467/2006
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  4 .  A u g u s t  2 0 0 8

Richter Beat Weber (Vorsitz), 
Richter Francesco Parrino, 
Richter Stefan Mesmer, 
Gerichtsschreiber Daniel Stufetti.

I._______AG, 
Beschwerdeführerin,

gegen

Stiftung Auffangeinrichtung BVG,
Zweigstelle Deutschschweiz, Binzstrasse 15, 
Postfach 2855, 8022 Zürich,
Vorinstanz.

Zwangsanschluss an die Stiftung Auffangeinrichtung 
BVG.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-2467/2006

Sachverhalt:

A.
Mit Verfügung vom 27. September 2006 (act. 11/1) hat die Stiftung Auf-
fangeinrichtung BVG (Vorinstanz) die I._______ AG als Arbeitgeberin 
rückwirkend per 1. August 1991 zwangsweise angeschlossen. 

Mit Verfügung vom 27. Oktober 2006 (act. B1/1) hat die Vorinstanz in 
Änderung ihrer Verfügung vom 27. September 2006 (Dispositivziffer 1) 
den zwangsweisen Anschluss der I._______ AG rückwirkend per 1. Ja-
nuar 1986 festgelegt. Eine Begründung dafür ist in der Verfügung nicht 
enthalten.

B.
Gegen diese Verfügung erhob die I._______ AG (Beschwerdeführerin) 
am 23. November 2006 (Poststempel) Beschwerde bei der Eidgenössi-
schen Beschwerdekommission der beruflichen Alters-, Hinterlassenen- 
und Invalidenvorsorge (nachfolgend Eidgenössische Beschwerdekom-
mission BVG). Sie machte im Wesentlichen geltend, für einen Zwangs-
anschluss zum verfügten Zeitpunkt  bestehe keine Grundlage,  da sie 
bereits der Revor-Sammelstiftung rückwirkend per 1. Januar 1992 an-
geschlossen gewesen sei und zuvor keine BVG-pflichtigen Arbeitneh-
mer beschäftigt habe (act. B1). 

C.
Mit Vernehmlassung vom 16. Januar 2007 (act. 2) beantragte die Vor-
instanz  die  Abweisung  der  Beschwerde.  Zur  Begründung  führte  sie 
aus, die Beschwerdeführerin habe sich am 11. Januar 2006 zum frei-
willigen  Anschluss  per  1. Januar  2005 gemeldet.  Nach Abklärungen 
habe sich ergeben, dass per 31. August 2005 ein Leistungsfall in Form 
einer  Freizügigkeitsleistung  eingetreten  sei,  weshalb  ein  freiwilliger 
Anschluss  nicht  mehr  möglich  sei. Sie  habe den zwangsweisen An-
schluss per 1. Januar 1986 verfügen müssen, weil  aus den Lohnbe-
scheinigungen der Ausgleichskasse des Kantons Graubünden hervor-
gehe,  dass  die Beschwerdeführerin  BVG-pflichtige Arbeitnehmer be-
schäftigt habe. Vom Anschluss an die Revor-Sammelstiftung ab Januar 
1992  habe  die  Vorinstanz  hingegen  im  Verfügungszeitpunkt  keine 
Kenntnis  gehabt.  Nachträglich  habe sich  herausgestellt,  dass  dieser 
Anschluss per 31. Dezember 2000 wieder aufgelöst worden sei.

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D.
Mit Replik vom 21. Februar 2007 (act. 5) hielt die Beschwerdeführerin 
an  den  Anträgen  und  deren  Begründung  gemäss  ihrer  Beschwerde 
vom 23. November 2006 fest. Dabei hob sie nochmals hervor, dass sie 
ihre  BVG-pflichtigen  Arbeitnehmer  zuerst  bei  der  Revor-Sammelstif-
tung und später im Rahmen ihres beantragten Anschlusses an die Vor-
instanz versichert habe, weshalb sie ihre Anschlusspflicht erfüllt habe. 
Darüber hinaus habe sie keine BVG-pflichtigen Arbeitnehmer beschäf-
tigt. 

E.
In  ihrer  Duplik  vom 10. Juli  2007 (act. 8)  wiederholte  die Vorinstanz 
ihre Anträge und deren Begründung. Ergänzend machte sie nament-
lich geltend, die Beschwerdeführerin habe gemäss Lohnbescheinigung 
der AHV-Ausgleichskasse des Kantons Graubünden dem Angestellten 
H._______  im  Jahre  1986  einen  BVG-pflichtigen  Jahreslohn  von 
Fr. 53'295.- ausgerichtet. Weiter habe die Beschwerdeführerin in zwei 
weiteren  Fällen  (S._______,  N._______)  in  den  Jahren  1991,  2004 
und 2005 BVG-pflichtige Löhne ausgerichtet.

F.
Am 1. Januar 2007 hat das Bundesverwaltungsgericht das bei der Eid-
genössischen Beschwerdekommission BVG anhängig gemachte  Ver-
fahren übernommen.

G.
Mit  Verfügung vom 14. Februar 2007 (act. 4)  hat  das Bundesverwal-
tungsgericht  die Zusammensetzung des Spruchkörpers den Parteien 
bekanntgegeben.  Innerhalb  der  angesetzten  Frist  sind  keine  Aus-
standsbegehren eingegangen. 

Mit  Verfügung vom 10. Juni  2008 hat  das  Bundesverwaltungsgericht 
den Parteien eine Änderung in der Zusammensetzung des Spruchkör-
pers bekanntgegeben. Auch dagegen sind innerhalb der angesetzten 
Frist keine Ausstandsbegehren eingegangen.

H.
Die  Beschwerdeführerin  hat  den  gemäss  Verfügung des Bundesver-
waltungsgerichts vom 14. Februar 2007 (act. 4) erhobenen Kostenvor-
schuss von Fr. 800.- fristgerecht eingezahlt. 

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I.
Auf die Ausführungen der Parteien wird - sofern erforderlich - in den 
nachfolgenden Erwägungen näher eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Anfechtungsgegenstand im vorliegenden Verfahren ist der Verwal-
tungsakt der Vorinstanz vom 27. Oktober 2006, welcher gemäss Art. 
60 Abs. 2bis BVG eine Verfügung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 Bst. a des 
Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfah-
ren (VwVG; SR 172.021)  darstellt. Beschwerden gegen Verfügungen 
der Auffangeinrichtung beurteilte die Eidgenössische Beschwerdekom-
mission BVG unter Anwendung der Verfahrensvorschriften des VwVG 
(Art. 74 Abs. 2 Bst. c und Abs. 3 BVG in der zu diesem Zeitpunkt gel-
tenden Fassung). Per 31. Dezember 2006 wurde die Eidgenössische 
Beschwerdekommission BVG durch das Bundesverwaltungsgericht er-
setzt,  das seine Tätigkeit  am 1. Januar  2007 aufgenommen und die 
Beurteilung der in  diesem Zeitpunkt  hängigen Beschwerden gestützt 
auf Art. 53 Abs. 2 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
(VGG, SR 173.32) übernommen hat. Die Zuständigkeit  des Bundes-
verwaltungsgerichts ergibt sich aus Art. 31 und 33 Bst. h VGG, sofern, 
wie vorliegend, keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Das Bun-
desverwaltungsgericht  beurteilt  Verfügungen  der  Auffangeinrichtung 
unter Anwendung der Verfahrensvorschriften des VwVG (Art. 1 Abs. 1 
und 2 Bst. e VwVG i. V. m. Art. 33 Bst. h VGG).

1.2  Die Beschwerdeführerin hat gegen die Verfügung vom 27. Okto-
ber 2006 form- und fristgerecht Beschwerde erhoben (Art. 50 und 52 
VwVG). Sie hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, ist durch 
die angefochtene Verfügung in ihren rechtlichen und tatsächlichen Ver-
hältnissen besonders berührt und hat demnach ein schutzwürdiges In-
teresse an deren Änderung oder  Aufhebung (Art. 48  Abs. 1 VwVG). 
Daher  ist  sie zur Beschwerde legitimiert. Nachdem die Beschwerde-
führerin auch den geforderten Kostenvorschuss einbezahlt hat, ist auf 
ihre Beschwerde einzutreten.

2.
Obligatorisch zu versichern ist jeder Arbeitnehmer, der das 17. Alters-
jahr  vollendet  hat  und bei  einem Arbeitgeber  mehr als  den gesetzli-

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chen Jahres-Mindestlohn gemäss Art. 2  Abs. 1  des  Bundesgesetzes 
vom 25. Juni 1982 über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und In-
validenvorsorge (BVG, SR 831.40) in Verbindung mit Art. 5 der Verord-
nung vom 18. April  1984 über die berufliche Alters-,  Hinterlassenen- 
und Invalidenvorsorge (BVV 2, SR 831.441.1) erzielt und bei der AHV 
versichert  ist  (Art. 5  Abs. 1  BVG).  Dieser  Mindestlohn  wurde  bisher 
verschiedene  Male  der  Entwicklung  in  der  AHV  angepasst  (Art.  9 
BVG).  Für  die  Beurteilung  der  Arbeitnehmereigenschaft  nach  BVG 
sind die AHV-rechtlichen Kriterien massgebend, ohne dass aber das 
AHV-Beitragsstatut formell verbindlich wäre (BGE 115 Ib 37 E. 4). 

Beschäftigt  ein  Arbeitgeber  Arbeitnehmer, die  obligatorisch zu  versi-
chern sind, muss er sich gemäss Art. 11 BVG einer in das Register für 
die  berufliche  Vorsorge  eingetragenen  Vorsorgeeinrichtung  anschlie-
ssen. Die Ausgleichskasse der AHV überprüft, ob die von ihr erfassten 
Arbeitgeber  einer  Vorsorgeeinrichtung  angeschlossen  sind. Arbeitge-
ber,  die  ihrer  Anschlusspflicht  nicht  nachgekommen sind,  fordert  sie 
auf, sich innerhalb von zwei Monaten anzuschliessen. Kommt der Ar-
beitgeber dieser Aufforderung nicht nach, meldet die Ausgleichskasse 
ihn an die Auffangeinrichtung (Art. 11 Abs. 4 - 6 BVG). Diese ist ver-
pflichtet, den Arbeitgeber im Rahmen der gesetzlichen Pflichten bei ihr 
anzuschliessen (Art. 60 Abs. 2 Bst. a BVG), und zwar rückwirkend auf 
den Zeitpunkt,  in dem er obligatorisch zu versichernde Arbeitnehmer 
beschäftigt hat (Art. 11 Abs. 3 und 6 BVG).

3.
Nachfolgend ist zu prüfen, ob die Auffangeinrichtung die Beschwerde-
führerin zu Recht wegen Beschäftigung von BVG-versicherungspflich-
tigen Arbeitnehmern sowie Eintretens eines Leistungsfalls zwangsan-
geschlossen hat und, wenn ja, ab welchem Zeitpunkt der Zwangsan-
schluss zu erfolgen hatte.

3.1 Die Beschwerdeführerin bestreitet,  im Zeitpunkt  des rückwirkend 
verfügten  Anschlusses  (d.h.  per  1.  Januar  1986)  Arbeitnehmer  be-
schäftigt  zu haben,  welche gemäss BVG obligatorisch zu  versichern 
gewesen  wären.  Sie  macht  geltend,  der  einzige  Arbeitnehmer 
H._______, den sie beschäftigt habe, sei im Zeitraum vom 1. Januar 
1986 bis zum 31. Dezember 1986 nur im Nebenerwerb tätig gewesen 
und habe einen Jahreslohn von Fr. 5'017.70 bezogen. Hauptberuflich 
sei er bei der Firma E._______ AG angestellt gewesen. Hierzu legt sie 
eine Bestätigung von H._______ vom 14. Februar 2007 (act. 5/1) so-

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wie einen Journal-Auszug der Buchhaltung vom 31. Dezember 1986 
(act. B1/8) ins Recht, welche diese Angaben belegen sollen. Der Lohn-
meldung der Beschwerdeführerin an die Ausgleichskasse des Kantons 
Graubünden vom 15. Januar 1987 lässt  sich demgegenüber entneh-
men, dass diese für den Arbeitnehmer H._______ im Jahr 1986 einen 
Jahreslohn von Fr. 53'295.- ausgerichtet hatte (act. 2/3.1). Auf diesen 
Jahreslohn  hat  sich  denn  auch  die  Vorinstanz  gestützt,  als  sie  den 
zwangsweisen Anschluss verfügte. Bei genauerem Hinsehen ist indes 
erkennbar, dass der handschriftliche Eintrag überschrieben wurde und 
ursprünglich Fr. 5'329.50 lautete (vgl. auch die Kolonnen 6, 8 und 9). 
Letzterer Betrag figuriert auch in der "Lohnkarte/Rekapitulation für das 
Jahr 1986" der Ausgleichskasse des Kantons Graubünden (act. 2/3.2) 
und  stimmt  auch  weitgehend  mit  den  genannten  Angaben  der  Be-
schwerdeführerin  überein. Deshalb  ist  vorliegend von einem Jahres-
lohn von Fr. 5'329.50 auszugehen. Dieser liegt deutlich tiefer als der 
Mindestlohn gemäss Art. 2 Abs. 1 BVG, welcher im Jahr 1986 auf Fr. 
16'560.- festgesetzt war (Art. 5 BVV 2 in der zu diesem Zeitpunkt gel-
tenden  Fassung  [AS  1984  543]).  Eine  BVG-Versicherungspflicht  be-
stand daher, wie die Beschwerdeführerin richtig vermerkt, nicht. Da sie 
keine  obligatorisch  zu  versichernden  Arbeitnehmer  beschäftigte,  be-
stand auch keine Rechtsgrundlage für einen Zwangsanschluss an die 
Auffangeinrichtung per 1. Januar 1986.

3.2 Die Vorinstanz macht  geltend,  per 1. August  1991 habe die Be-
schwerdeführerin  den  BVG-pflichtigen  Arbeitnehmer  S._______  be-
schäftigt, ohne sich an eine Vorsorgeeinrichtung angeschlossen zu ha-
ben,  weshalb  ein  Zwangsanschluss  auch  auf  diesen  Zeitpunkt  hin 
habe erfolgen müssen. Aus der Lohnabrechnung der Ausgleichskasse 
des Kantons Graubünden für das Jahr 1991 geht hervor, dass die Be-
schwerdeführerin diesem Arbeitnehmer vom 1. August bis 31. Dezem-
ber 1991 einen Jahreslohn von 38'832.- ausbezahlt hatte (act. 2/3.3). 
Dieser Lohn entsprach einem gemäss Art. 2 BVV 2 (in der damals gel-
tenden  Fassung)  auf  ein  Jahr  umgerechneten  Jahreslohn  von  Fr. 
93'196.80 und lag damit  über dem gesetzlichen Mindestlohn von Fr. 
19'200.- (Art. 5 BVV 2 in der Fassung gemäss Ziffer I der Verordnung 
vom 25. September 1989, in Kraft seit 1. Januar 1990 [AS 1989 1901]). 
Zwar wendet die Beschwerdeführerin ein, S._______ sei als freier Mit-
arbeiter  tätig  gewesen und erst  1992 fest  angestellt  worden,  woraus 
sie  keine  Versicherungspflicht  ableitet.  Für  die  Frage  der  Arbeitneh-
mereigenschaft nach BVG sind indes wie erwähnt nicht die Bezeich-
nung der Parteien, sondern die AHV-rechtlichen Kriterien massgebend 

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(E. 2). Danach hat S._______ ein Einkommen aus unselbständiger Er-
werbstätigkeit (massgebender Lohn) gemäss Art. 5 Abs. 2 AHVG be-
zogen, weshalb er als Arbeitnehmer im Sinne von Art. 2 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 7 Abs. 1 BVG zu qualifizieren war (BGE 115 Ib 37 E. 4). War somit 
S._______ gemäss BVG obligatorisch zu versichern, hätte sich die Be-
schwerdeführerin  per  1.  August  1991  einer  Vorsorgeeinrichtung  an-
schliessen müssen. Ihr Anschluss an die Revor-Sammelstiftung erfolg-
te  demgegenüber  erst  per  1. Januar  1992 (act. B1/3). Somit  ist  der 
Zwangsanschluss  an  die  Auffangeinrichtung  per  1.  August  1991  bis 
31. Dezember 1991 nicht zu beanstanden. 

3.3 Wie die Sammelstiftung Revor in ihrem E-Mail vom 28. Dezember 
2006 (act. 2/2.2) bestätigt, wurde dieser Anschluss per 31. Dezember 
2000  beendet.  Somit  oblag  der  Beschwerdeführerin  die  Pflicht,  sich 
wieder  einer  Vorsorgeeinrichtung  anzuschliessen,  sofern  sie  Arbeit-
nehmer beschäftigte, welche obligatorisch zu versichern waren. 

Die Vorinstanz erachtet einen solchen Zwangsanschluss per 1. August 
2004 als gegeben, nachdem, wie aus der Lohnmeldung der AHV-Aus-
gleichskasse des Kantons Graubünden hervorgehe, die Beschwerde-
führerin dem Arbeitnehmer N._______ in der Zeit vom 27. Juli bis 7. 
September 2004 einen Lohn von Fr. 14'540.- bezahlt habe, dieser so-
mit  obligatorisch zu versichern gewesen sei,  die Beschwerdeführerin 
sich indes keiner neuen Vorsorgeeinrichtung angeschlossen habe. 

Wie sich den Akten entnehmen lässt, handelte es sich bei dieser Be-
schäftigung  um  ein  befristetes  Arbeitsverhältnis.  Laut  vorliegendem 
Teilzeitarbeitsvertrag  vom 24.  Juli  2004  (act.  5/4)  firmierte  zwar  die 
Vries Consolidation B.V. Holland als Arbeitgeberin, doch wurde diese, 
wie vertraglich vereinbart, bezüglich Entlöhnung durch die Beschwer-
deführerin vertreten. Diese richtete denn auch den Lohn aus und zog 
die Beiträge gemäss AHV ab (vgl. Art. 51 AHVG; Replik [act. 5 S. 1]), 
womit  aus  AHV-rechtlicher  Sicht  ein  Schweizer  Arbeitgeber  vorlag. 
Nach dem AHV-Beitragsstatut bezog N._______ von der Beschwerde-
führerin einen massgebenden Lohn (Art. 5 Abs. 2 AHVG), weshalb er 
als Arbeitnehmer im Sinne von Art. 2 Abs. 1 BVG zu qualifizieren war. 
Wie  aus  dem Teilzeitarbeitsvertrag weiter  hervorgeht,  wurde der  Ar-
beitsbeginn auf den 27. Juli 2004 festgelegt und die Beschäftigungs-
dauer "abhängig von der Wassermenge im Rhein und der Strompro-
duktion von KSL" gemacht. Wenn auch der Vertrag keine ausdrückli-
che Befristung enthält, lässt sich eine solche zumindest nach dem Wil-

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len der Parteien klar erkennen. So war die Tätigkeit - nach dem Zweck 
der  Anstellung  von  N._______  -  auf  die  Erfüllung  des  Auftrags  der 
K._______ AG (KSL) hin befristet. Diese Arbeiten waren gemäss Ver-
trag zwischen den KSL und der Beschwerdeführerin (act. 5/3.1) sowie 
dem Bauzeitenplan  (act.  5/3.2),  der  als  integrierender  Vertragsinhalt 
deklariert  wurde, bis spätestens zum 30. September 2004 zu vollen-
den. Gemäss Art. 1 Abs. 1 Bst. b BVV 2 in seiner bis zum 31. Dezem-
ber 2005 geltenden Fassung (vgl. AS 2005 4279, heute Art. 1j Abs. 1 
Bst. b BVV 2) sind Arbeitnehmer mit einem befristeten Arbeitsvertrag 
von  höchstens  drei  Monaten  der  obligatorischen  Versicherung  nicht 
unterstellt. Ob dies der Fall ist, bestimmt sich mangels einer gesetzli-
chen  Befristung  nach  dem  übereinstimmenden  Willen  der  Parteien 
beim Vertragsabschluss (BGE 126 V 303 E. 2d), wobei sich die Befris-
tung auch aus dem Zweck der Anstellung ergeben kann, wie beispiels-
weise  bei  der  Anstellung  für  die  Dauer  der  Ernte  (ISABELLE VETTER-
SCHREIBER, Berufliche Vorsorge, Zürich 2005, Kommentar zu Art. 1 Abs. 
1 Bst. b BVV 2, S. 322). Entscheidend ist allerdings, dass die Dauer 
des Arbeitseinsatzes bei Vertragsschluss voraussehbar ist (vgl. Urteil 
des  Bundesverwaltungsgerichts  C-2376/2006  vom  4.  Juni  2007  E. 
4.3.1  mit  Hinweisen).  Diese  Voraussetzungen  waren  hinsichtlich  der 
Beschäftigung von N._______ - wie oben aufgezeigt - klarerweise er-
füllt,  weshalb  er  nicht  obligatorisch  zu  versichern  war.  Für  die  Be-
schwerdeführerin bestand deshalb keine Grundlage für einen Zwangs-
anschluss per 1. April 2004. 

Derselbe Arbeitnehmer wurde, wie die Beschwerdeführerin selbst dar-
legt (act. 5 S. 2), für einen weiteren Auftrag erneut befristet angestellt. 
So  ergibt  sich  aus  der  Lohnmeldung  der  Sozialversicherungsanstalt 
des Kantons Graubünden vom 1. Dezember 2005 (act. 2/3.10), dass 
die Beschwerdeführerin diesem in der Zeit vom 1. Mai bis 30. August 
2005 einen Lohn von Fr. 25'260.- bezahlt hatte. Da das Arbeitsverhält-
nis diesmal länger als 3 Monate befristet war, der auf ein Jahr umge-
rechnete Lohn (Art. 2 BVV 2 in der zu dieser Zeit geltenden Fassung) 
Fr. 75'780.- betrug und somit über dem gesetzlichen Mindestlohn von 
Fr. 19'350.- (Art. 5 BVV 2 in der Fassung gemäss Ziff. I der Verordnung 
vom 27. Oktober 2004, in Kraft  seit  1. Januar 2005 [AS 2004 4643]) 
lag, war der Arbeitnehmer obligatorisch zu versichern. Die Beschwer-
deführerin hätte in diesem Fall für einen Anschluss an eine Vorsorge-
einrichtung per 1. Mai 2005 besorgt sein müssen. 

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Mit der Beendigung des Arbeitsverhältnisses per 30. August 2005 war 
der  Freizügigkeitsfall  eingetreten,  welcher  dem  Arbeitnehmer 
N._______ Anspruch auf eine Austrittsleistung gab (Art. 2 Abs. 1  des 
Freizügigkeitsgesetzes vom 17. Dezember 1993 [FZG, SR 831.42]). Zu 
diesem Zeitpunkt war die Beschwerdeführerin indes keiner registrier-
ten  Vorsorgeeinrichtung  angeschlossen.  Daher  war  gemäss  Art.  12 
Abs. 1 Satz 2 BVG die Austrittsleistung durch die Auffangeinrichtung 
zu erbringen. Gemäss Art. 2 Abs. 1 der Verordnung vom 28. August 
1985 über die Ansprüche der Auffangeinrichtung der beruflichen Vor-
sorge (SR 831.434) ist der Arbeitgeber von Gesetzes wegen für alle 
dem Obligatorium unterstellten  Arbeitnehmer  bei  der  Auffangeinrich-
tung angeschlossen, wenn ein gesetzlicher Anspruch eines Arbeitneh-
mers auf Versicherungs- oder Freizügigkeitsleistung entsteht und der 
Arbeitgeber zu diesem Zeitpunkt noch keiner Vorsorgeeinrichtung an-
geschlossen war. Unter diesen Umständen war der von der Beschwer-
deführerin erst am 11. Januar 2006 beantragte freiwillige Anschluss an 
die Auffangeinrichtung nicht mehr möglich. Die Vorinstanz hat deshalb 
die Beschwerdeführerin zu Recht mit  Schreiben vom 7. Januar 2006 
(act. 2/1) darauf hingewiesen und diese zwangsweise rückwirkend an-
geschlossen. 

3.4 Nach  dem Gesagten  steht  fest,  dass  der  Zwangsanschluss  der 
Beschwerdeführerin an die Auffangeinrichtung BVG nicht zu beanstan-
den ist, insoweit er rückwirkend per 1. August 1991 bis zum 31. De-
zember 1991 zu erfolgen hatte. Ein erneuter Zwangsanschluss ergab 
sich sodann per 1. Mai 2005. Hingegen waren, entgegen der Vorins-
tanz,  die  Voraussetzungen  für  den  Zwangsanschluss  per  1.  Januar 
1986 sowie per 1. August 2004 nicht gegeben. Dementsprechend ist 
Dispositivziffer  1  der  angefochtenen  Verfügung hinsichtlich  des  Zeit-
punkts des rückwirkenden Anschlusses zu berichtigen. Im Übrigen ist 
die Verfügung zu bestätigen. 

4.
Auf Grund dieser Erwägungen ist die Beschwerde in dem Sinne und 
insoweit  teilweise gutzuheissen, als per 1. Januar 1986 sowie per 1. 
August 2004 kein Zwangsanschluss an die Auffangeinrichtung zu erfol-
gen hatte (vgl. E 3.4). Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen. 

5.

5.1 Dieser Verfahrensausgang entspricht einem mehrheitlichen Unter-
liegen der Beschwerdeführerin. Gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG werden 

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die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei auferlegt. 
Abs. 2 Satz 1 dieser Bestimmung sieht zudem vor, dass Vorinstanzen 
und beschwerdeführenden und unterliegenden Bundesbehörden keine 
Verfahrenskosten auferlegt werden. 

5.2 Entsprechend  dem Ausgang  des  Verfahrens  sind  die  Verfahren-
skosten,  welche  gestützt  auf  das  Reglement  vom 21.  Februar  2008 
über  die  Kosten  und  Entschädigungen vor  dem Bundesverwaltungs-
gericht (SR 173.320.2) zu bestimmen sind und vorliegend auf Fr. 800.- 
festgelegt  werden,  um  25%  zu  ermässigen  und  der  Be-
schwerdeführerin daher im Umfang von Fr. 600.- aufzuerlegen. Diese 
werden mit  dem seitens der Beschwerdeführerin geleisteten Kosten-
vorschuss von 800.- verrechnet. Die Restanz von Fr. 200.- ist der Be-
schwerdeführerin zurück zu erstatten.

5.3 Die Beschwerdeinstanz kann der ganz oder teilweise obsiegenden 
Partei von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr 
erwachsene  notwendige  und  verhältnismässig  hohe  Kosten  zuspre-
chen (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Da die Beschwerdeführerin vorliegend nur 
in geringem Masse obsiegt und nicht anwaltlich vertreten ist, wird ihr 
keine Parteientschädigung zugesprochen. 

5.4 Der Vorinstanz, welche die obligatorische Versicherung durchführt, 
ist gemäss der Rechtsprechung, wonach Träger oder Versicherer der 
beruflichen Vorsorge gemäss BVG grundsätzlich keinen Anspruch auf 
Parteientschädigung haben (BGE 126 V 49 E. 4), keine Parteientschä-
digung zuzusprechen.

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. 

2.
Dispositivziffer 1 der Verfügung der Vorinstanz vom 27. Oktober 2006 
wird  dahingehend geändert,  als  die Beschwerdeführerin  der Stiftung 
Auffangeinrichtung  BVG  rückwirkend  per  1.  August  1991  bis  zum 
31. Dezember 1991 sowie per 1. Mai 2005 angeschlossen wird. Im Üb-
rigen wird die angefochtene Verfügung bestätigt. 

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3.
Der Beschwerdeführerin werden ermässigte Verfahrenskosten von Fr. 
600.- auferlegt. Sie werden mit dem geleisteten Kostenvorschuss von 
Fr. 800.- verrechnet. Der Saldobetrag von Fr. 200.- wird ihr zurücker-
stattet.

4.
Es werden keine Parteientschädigungen gesprochen. 

5.
Dieses Urteil geht an: 

- die  Beschwerdeführerin  (Gerichtsurkunde;  Beilage:  Rückerstat-
tungsformular)

- die Vorinstanz (Gerichtsurkunde)
- das Bundesamt für Sozialversicherung

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Beat Weber Daniel Stufetti

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache zu verfassen und 
hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und 
die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Entscheid  und  die 
Beweismittel  sind,  soweit  sie  die  beschwerdeführende  Partei  in 
Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

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