# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b408c441-27e3-5b8d-9e30-9769ed905125
**Source:** Zürich Steuerrekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-06-27
**Language:** de
**Title:** Direkte Bundessteuer 2007 sowie Staats- und Gemeindesteuern 2007
**Docket/Reference:** DB.2013.68
**URL:** https://www.strgzh.ch/assets/entscheide/StRG_DB_2013_68_tc.pdf

## Full Text

Steuerrekursgericht  
des Kantons Zürich 

1. Abteilung 

1 DB.2013.68 
1 ST.2013.71 

Entscheid 

27. Juni 2013 

Mitwirkend: 

Einzelrichter Walter Balsiger und Gerichtsschreiber Hans Heinrich Knüsli 

1.  A ,    

Steuergemeinde C,   

2.  B ,    

Steuergemeinde C,   

vertreten durch D,  

In Sachen 

gegen 

Beschwerdeführer/
Rekurrenten,  

1.  S c h w e i z e r i s c h e   E i d g e n o s s e n s c h a f t ,    

2.  S t a a t   Z ü r i c h ,    

vertreten durch das kant. Steueramt,  
Division Dienstleistungen, 
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

Beschwerdegegnerin,  

Rekursgegner,  

Direkte Bundessteuer 2007 sowie Staats- und Gemeindesteuern 2007 

betreffend 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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hat sich ergeben: 

A.  A  (nachfolgend  der  Pflichtige  bzw.  zusammen  mit  seiner  Ehefrau  B  die 

Pflichtigen)  ist  hauptberuflich  als  selbstständigerwerbender  E  tätig.  Im  Veranlagungs- 

und  Einschätzungsverfahren  2006  hatten  die  damals  in  C  wohnhaften  Pflichtigen  ne-

ben  Einkünften  aus  dieser  Tätigkeit  und  weiteren  Einkünften  aus  unselbstständiger 

Erwerbstätigkeit erstmals auch einen Verlust aus einer selbstständigen Nebenerwerbs-

tätigkeit deklariert. Der Steuerkommissär liess diesen unter dem Titel "F" aufgeführten 

Verlust in der Höhe von rund Fr. 8'000.- unter Hinweis auf das Vorliegen einer blossen 

Liebhaberei nicht zum Abzug zu, was die Pflichtigen im Rahmen ihrer Zustimmung zu 

entsprechenden Veranlagungs- bzw. Einschätzungsvorschlägen akzeptierten.  

In  der  Steuererklärung  2007  deklarierten  die  Pflichtigen  abermals  einen  Ver-

lust betreffend "F". Unter Hinweis auf die Vorperiode verweigerte der Steuerkommissär 

mit  Veranlagungs-  bzw.  Einschätzungsvorschlag  vom  14.  Juni  2011  die  Abzugsfähig-

keit  erneut  und  rechnete  den  entsprechenden  Betrag  von  nunmehr  Fr. 10'444.-  wie-

derum  auf.    Zunächst  telefonisch  und  alsdann  per  Email  liessen  die  Pflichtigen  am 

27. bzw.  29.  Juni  2011  antworten,  mit  dieser  Verlustaufrechnung  nicht  einverstanden 

zu  sein.  Dabei  liessen  sie  insbesondere  ein  vom  …  2010  datierendes  Konzept  "G" 

betreffend  die  Realisierung  eines  Pferdezucht-,  Pferdeausbildungs-  und  Pensionsbe-

triebs  in  H  einreichen  und  Folgendes  geltend  machen:  Dem  Konzept  lasse  sich  ent-

nehmen, dass die Pflichtigen beabsichtigten, im Kanton I ein Pferdezucht- und Ausbil-

dungszentrum  zu  errichten.  Weiter  sei  darin  vermerkt,  dass  sie  nach  jahrelanger 

Pferdehaltung  in  C  per  2007  systematisch  damit  begonnen  hätten,  den  Bestand  an 

Zuchtstuten auszudehnen. Vor diesem Hintergrund habe die pflichtige Ehefrau in J das 

Zuchtgebiet der K Pferde bereist und am … 2005 die aus züchterischen Gesichtspunk-

ten wegen des Stammbaums wertvolle Zuchtstute "L" erworben. Folgerichtig hätten die 

Pflichtigen die diesbezüglichen Kosten ab dem 1. Januar 2006 in die Steuererklärung 

aufgenommen. Dem Konzept könne aber auch entnommen werden, dass später noch 

weitere K Zuchtstuten erworben worden seien.  

Mit  Veranlagungsverfügung  bzw.  Einschätzungsentscheid  vom  1.  März  2012 

setzte  der  Steuerkommissär  die  Steuerfaktoren  unter  Verweigerung  der  umstrittenen 

Verlustverrechnung wie folgt fest:  

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Staats- und Gemeindesteuer 

   Direkte Bundessteuer 

    (Fr.) 

  (Fr.) 

steuerbares Einkommen 

satzbestimmendes Einkommen 

steuerbares Vermögen 

satzbestimmendes Vermögen 

1'103'800.- 

1'112'200.- 

1'327'000.- 

1'517'000.- 

1'115'600.- 

Zur Begründung wies er darauf hin, dass "F" auch in den Folgejahren 2008 bis 

2010  mit  hohen  Verlusten  abgeschlossen  habe,  was  gegen  eine  Gewinnstrebigkeit 

spreche. Für den Nachweis der Ernsthaftigkeit einer gewinnorientierten Unternehmens-

führung dürfe erwartet werden, dass ein Businessplan erstellt werde, welcher sich be-

reits  in  der  Planungsphase  des  Unternehmens  mit  den  Risiken  des  Geschäfts  ausei-

nandersetze  und  für  den  Fall  des  Scheiterns  des  primären  Aktionsplans  einen 

Alternativplan  vorsehe.  Das  eingereichte  Konzept  "G"  habe  nicht  die  Qualität  eines 

solchen Businessplans und nehme zudem Bezug auf die Verhältnisse 2010, nicht aber 

auf den Beginn der Aufnahme der Tätigkeit "F". 

B.  Mit  Einsprachen  vom  23.  März  2012  beantragten  die  Pflichtigen  u.a.,  den 

Verlust  aus  der  Tätigkeit  "F"  als  Einkommen  aus  selbstständiger  Erwerbstätigkeit  zu 

qualifizieren. Zur Begründung wurde zusammengefasst vorgebracht, dass "F" erst per 

2006 tätig sei und sich damit noch in der Aufbauphase befinde; diese dauere nämlich 

bei Pferdezucht in der Regel sechs bis acht Jahre, weil eine Zuchtstute frühestens im 

vierten  Lebensjahr  erstmals  gedeckt  werden  könne.  Im  streitbetroffenen  zweiten  Be-

triebsjahr seien Gewinne folglich illusorisch und dass auch von 2008 bis 2010 Verluste 

resultiert  hätten,  sei  Folge  der  Aufbauphase  und entspreche  damit  dem  vorhandenen 

Plan. Damit könne der streitbetroffenen Pferdezucht die Gewinnstrebigkeit nicht abge-

sprochen  werden.  Per  2010  sei  im  Übrigen  erstmals  ein  selbst  gezüchtetes  Fohlen 

verkauft worden und seit November 2011 bzw. seit Fertigstellung des neuen Stalltrakts 

in H werde nun auch noch Ertrag aus der Vermietung von Pferdeboxen erzielt. Zudem 

seien mittlerweile … Zuchtstuten aufgebaut worden, welche per 2012 gedeckt werden 

könnten.  Per  2013  sei  sodann  der  Ausbau  auf  …  Zuchtstuten  geplant.  Mit  dem  an-

schliessenden Verkauf von durchschnittlich … Fohlen pro Jahr und dem Ertrag aus der 

Boxvermietung sei ab 2014 mit einem Gewinn zu rechnen.  

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Nachdem  der  Steuerkommissär  auflageweise  die  Einreichung  des  Business-

plans verlangt hatte, liessen die Pflichtigen am 21. Mai 2012 eine auf die Anlage in H 

ausgerichtete Planerfolgsrechnung sowie diverse weitere Unterlagen einreichen. 

Am  21.  September  2012  nahm  der  Pflichtige  die  Gelegenheit  wahr,  die  Ein-

sprache vor der Steuerbehörde mündlich zu vertreten. Nach dieser Anhörung reichte er 

am 29. Januar 2013 noch weitere Unterlagen ein.  

Das  kantonale  Steueramt  wies  in  der  Folge  die  Einsprachen  am  5.  Febru-

ar 2013  ab,  wobei  es  die  Pferdezucht  weiterhin  als  Liebhaberei  qualifizierte;  dies  u.a. 

auch  gestützt  auf  eine  eigene  (auf  die  Verhältnisse  in  H  ausgerichtete)  Planerfolgs-

rechnung, welche die Bereiche Pferdezucht und Pferdepension trennte und im ersteren 

Bereich auf fehlende Rentabilität schliessen liess.  

C. Mit Beschwerde und Rekurs vom 11. März 2013 beantragten die Pflichtigen 

wiederum, die Tätigkeit im Zusammenhang mit "F" als selbstständige Erwerbstätigkeit 

zu qualifizieren und das Nettoergebnis des Geschäftsjahrs 2007 bei ihrer Einschätzung 

bzw.  Veranlagung  entsprechend  zu  berücksichtigen.  Zudem  wurde  die  Zusprechung 

von Parteientschädigungen verlangt. 

Das  kantonale  Steueramt  schloss  mit  Beschwerde-  und  Rekursantwort  vom 

12. April 2013 auf Abweisung der Rechtsmittel. Die eidgenössische Steuerverwaltung 

(ESTV) liess sich nicht vernehmen.  

Auf  das  Ergebnis  der  Tatsachenerhebungen  im  Veranlagungsverfahren,  die 

Begründung der vorinstanzlichen Entscheide und die Vorbringen der Parteien ist - so-

weit erforderlich - in den nachfolgenden Erwägungen einzugehen.  

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Das Steuerrekursgericht zieht in Erwägung: 

1. Streitig ist, ob die im Jahr 2007 unter dem Titel "F" deklarierten pferdebezo-

genen  Aufwendungen  von  Fr.  10'444.-  einkommenssteuerlich  als  Verlust  aus  einer 

selbstständigen Erwerbstätigkeit qualifizieren. 

2.  a)  Nach  Art.  18  Abs. 1  des  Bundesgesetzes über  die  direkte Bundessteuer 

vom  14.  Dezember  1990  (DBG)  bzw.  §  18  Abs.  1  des  Steuergesetzes  vom  8.  Ju-

ni 1997 (StG) sind alle Einkünfte aus einem Handels-, Industrie-, Gewerbe-, Land- und 

Forstwirtschaftsbetrieb, aus  einem freien  Beruf sowie aus  jeder  anderen selbstständi-

gen Erwerbstätigkeit steuerbar. Von diesen Einkünften werden gemäss Art. 27 Abs. 1 

DBG bzw. § 27 Abs. 1 StG die geschäfts- oder berufsmässig begründeten Kosten ab-

gezogen. Verluste aus einer solchen Tätigkeit können mit übrigen Einkünften verrech-

net werden (vgl. zum sog. Nettoprinzip: Markus Reich, in: Kommentar zum Schweizeri-

schen Steuerrecht, Band I/2a, 2. A., 2008, Art. 25 N 5 DBG). 

b)  Der  steuerrechtliche  Begriff  der  selbstständigen  Erwerbstätigkeit  ist  auf-

grund der vielfältigen Sachverhalte, die damit abgedeckt werden, nicht scharf definiert. 

Allgemein wird darunter  jede Tätigkeit  verstanden,  bei  der  ein Unternehmer  auf  eige-

nes  Risiko,  unter  Einsatz  von  Arbeit  und Kapital,  in  einer  frei gewählten  Organisation 

und mit der Absicht der Gewinnerzielung am Wirtschaftsverkehr teilnimmt (BGE 125 II 

113, E. 5b, mit weiteren Hinweisen).  

Eine  selbstständige  Erwerbstätigkeit  kann  haupt-  oder  nebenberuflich,  dau-

ernd oder temporär ausgeübt werden. Ob eine solche Tätigkeit vorliegt, ist stets nach 

den  gesamten  Umständen  des  Einzelfalls  zu  beurteilen;  die  einzelnen  Merkmale  des 

Begriffs der selbstständigen Erwerbstätigkeit dürfen nicht isoliert betrachtet werden und 

können  auch  in  unterschiedlicher  Intensität  auftreten.  Auch  wenn  der  Begriff  im  Nor-

malfall die oben genannten Elemente umfasst, so bedeutet dies nicht, dass eine Tätig-

keit,  bei  der  einzelne  dieser  Elemente  fehlen,  automatisch  nicht  mehr  selbstständig 

wäre (BGE 125 II 113, E. 5b, mit weiteren Hinweisen). Umgekehrt kann eine Tätigkeit 

unter Umständen selbst bei Vorliegen mehrerer dieser Faktoren nicht als Erwerbstätig-

keit gelten. Dies ist etwa dann der Fall, wenn eine Tätigkeit im Sinn einer Liebhaberei 

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bzw.  eines  Hobbys  ausgeübt  wird  (BGr,  11.  Juli  2001,  2A.68/2001,  NStP  2001,  76 

E. 4 h/cc, auch zum Folgenden).  

Die steuerrechtliche Qualifikation einer Tätigkeit als selbstständiger Erwerb im 

erwähnten Sinn oder als Liebhaberei hängt grundsätzlich davon ab, ob sie ausschliess-

lich oder  vorwiegend im  Hinblick  auf  die Erzielung  eines  Erwerbseinkommens  ausge-

übt wird (BGr, 2. Oktober 1992, NStP 1993, 7 E. 2b; Raoul Oberson, Les pertes com-

merciales  fiscalement  déductibles,  ASA  48,  113 f.).  Unterscheidungskriterium  ist  also 

der Beweggrund für die Ausübung der Tätigkeit. Es handelt sich dabei um eine subjek-

tive Voraussetzung, auf deren Vorhandensein nur durch Indizien (nämlich erkennbare 

Umstände)  geschlossen  werden  kann.  Eine  zusätzliche  Erschwernis  liegt  darin,  dass 

es  Grenzfälle  gibt,  bei  denen  sich  Liebhaberei  und  Erwerbstätigkeit  verbinden,  wobei 

das  Schwergewicht  auf  der  einen  oder  andern  Seite  liegen  kann  (BGr, 11. Juli  2001, 

2A.68/2001, NStP 2001, 76 E. 4 h/cc, auch zum Folgenden). 

Zur Erwerbs- oder Geschäftstätigkeit gehört, dass tatsächlich ein Einkommen 

erzielt wird: Wer eine Tätigkeit ausübt, welche auf die Dauer nichts einbringt oder dau-

ernd einen finanziellen Aufwandüberschuss erfordert, betreibt diese nicht als Erwerbs-

tätigkeit, sondern als Liebhaberei oder aus einem andern nicht kommerziellen Grund. 

Denn wer eine unrentable Aktivität wirklich als Erwerbstätigkeit ausübt, wird sich in der 

Regel durch das andauernde Fehlen eines finanziellen Erfolgs von der Zwecklosigkeit 

seines  Unterfangens  überzeugen  lassen  und  die  betreffende  Tätigkeit  aufgeben  (Ro-

man Blöchliger, Steuerliche Probleme des Abzuges geschäftlicher Verluste, StR 1981, 

236).  Allerdings  muss  nicht  jedes  einzelne  mit  einem  Verlust  abgeschlossene  Jahr 

oder selbst die Tatsache, dass während mehrerer Jahre Verluste erzielt werden, zum 

Schluss zwingen, es handle sich um eine Liebhaberei (Höhn/Waldburger, Steuerrecht, 

Band I,  9. A.,  2001,  S. 310 f.).  Ob  sich nämlich eine  Tätigkeit  lohnt,  lässt  sich  metho-

disch  richtig  nur  nach  Betrachtung  des  Gewinns  aus  der  gesamten  Betriebstätigkeit 

von deren Aufnahme bis zu ihrer Beendigung beurteilen (sog. Totalgewinn, vgl. Thei-

sen, Die Liebhaberei – ein Problem des Steuerrechts und der betriebswirtschaftlichen 

Steuerlehre,  Steuer  und  Wirtschaft  [StuW],  1999,  259;  StRK  II,  17.  Februar  2000, 

2 ST.1999.419, E. 6a). Der Entscheid über den steuerlichen Charakter einer Tätigkeit 

hängt deshalb von einer Prognose über den zu erwartenden Totalgewinn ab. Ergibt die 

Prognose  ein  positives  Gesamtergebnis,  ist  dies  ein  gewichtiges  Indiz  für  die  Ge-

winnstrebigkeit.  Anderseits  liegt  bei  negativer  Prognose  die  Schlussfolgerung  nahe, 

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dass ein Steuerpflichtiger, dem es tatsächlich um die Erzielung eines Erwerbseinkom-

mens gegangen wäre, sich wegen des in Aussicht stehenden finanziellen Misserfolgs 

von der Weiterführung des Betriebs abbringen lassen würde. Die steuerrechtliche Qua-

lifikation  der  Tätigkeit  ist  eine  Frage,  die  grundsätzlich  für  jede  Veranlagungsperiode 

neu überprüft werden kann, wobei unter Umständen die Verhältnisse in den Vorjahren 

bzw. in den auf das Steuerjahr folgenden Jahren gewisse Anhaltspunkte liefern können 

(BGr,  31.  August  2005,  2A.46/2005,  E. 2.2.2,  www.bger.ch,  mit  weiteren  Hinweisen; 

VGr, 25. Mai 2011, SB.2011.00011, www.vgrzh.ch). 

Qualifiziert die Aktivität des Steuerpflichtigen in der unter den erwähnten Krite-

rien  vorzunehmenden  Prüfung  als  Liebhaberei  oder  produziert  sie  reine  Lebens-

haltungskosten (vgl. Art. 34 lit. a DBG, § 33 lit. a StG), können die entstandenen Ver-

luste nicht mit übrigen Einkünften verrechnet werden. 

c) Wie lange die wirtschaftliche Betätigung verlustreich sein darf, bis eine na-

türliche Vermutung dafür spricht, dass der finanzielle Erfolg auf Dauer ausbleiben wird, 

kann nicht allgemein gesagt werden. Im Sinn einer Faustregel wird in der Literatur die 

Auffassung vertreten, der Umstand, dass innerhalb von fünf bis zehn Jahren kein nen-

nenswerter  Gewinn  erzielt  werde,  bilde  ein  gewichtiges  Indiz  für  das  Fehlen  der  Ge-

winnstrebigkeit. Dem Steuerpflichtigen steht aber der Gegenbeweis offen, dass auch in 

diesem  Fall  eine  Gewinnstrebigkeit  vorliegt  (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,  Hand-

kommentar zum DBG, 2. A., 2009, Art.  18 N 48 DBG, und Kommentar zum harmoni-

sierten Zürcher Steuergesetz, 3. A., 2013, § 18 N 38 StG). Im Einzelfall kommt es na-

mentlich auf die Art der Tätigkeit und die konkreten Verhältnisse an (RB 2000 Nr. 118; 

VGr BE, 5. November 2008, StE 2009 B 23.1 Nr. 63; VGr BS, 26. März 1999, StE 2001 

B 23.1 Nr. 47). Ein weiteres Indiz für das Fehlen der Gewinnstrebigkeit stellt der Um-

stand dar, dass ein Steuerpflichtiger wegen generell guten Einkommens- oder Vermö-

gensverhältnissen  nicht  auf  Einkünfte  aus  der  fraglichen  Tätigkeit  angewiesen  ist 

(VGr ZH, 31. Mai 2005, StE 2006 B 23.1 Nr. 61). 

d)  Nach  Art.  123  DBG  bzw.  132  StG  stellen  die  Steuerbehörden  zusammen 

mit  dem  Steuerpflichtigen  die für  eine  vollständige und richtige Besteuerung  massge-

benden tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse fest. Dabei gilt die allgemeine Regel 

der  Beweislastverteilung,  dass  die  Steuerbehörde  die  steuerbegründenden  oder 

-erhöhenden  Tatsachen  nachzuweisen  hat,  der  Steuerpflichtige  dagegen  jene  Um-

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stände, welche die Steuerschuld mindern oder aufheben (Blumenstein/Locher, S. 416 

[mit  Verweisungen]  und  454).  Dementsprechend  obliegt  der  Nachweis,  dass  eine 

selbstständige Erwerbstätigkeit vorliegt, grundsätzlich der Steuerbehörde. Ist dagegen 

streitig, ob eine bestimmte verlustbringende Betätigung (überhaupt) eine selbstständi-

ge Erwerbstätigkeit darstellt (oder ob nicht z.B. eine Liebhaberei vorliegt), ist hierfür der 

Steuerpflichtige beweispflichtig (vgl. StRK I, 18. März 1993 = StE 1995 B 23.1 Nr. 30). 

Denn  er  leitet  hieraus  die  steuermindernde  Verrechnung  dieses  Verlusts  mit  übrigen 

Einkünften  ab.  Zur  Beweisleistung  gehört  in  erster  Linie und  in jedem  Fall,  dass  eine 

substanziierte  Sachdarstellung  gegeben  wird,  die  ohne  weitere  Untersuchung,  aber 

unter dem Vorbehalt der Beweiserhebung, die Beurteilung der massgebenden Qualifi-

kationsfrage ermöglicht. Für die von ihm verfochtene, hinreichend substanziierte Sach-

darstellung  hat  der  Steuerpflichtige  beweiskräftige  Unterlagen  einzureichen  oder  zu-

mindest unter genauer Bezeichnung Beweise anzubieten.  

3. a) Wie beschwerde- und rekursweise geltend gemacht wird, blickt die pflich-

tige Ehefrau auf eine  …jährige Reiterfahrung zurück und hält sie mit gewissen Unter-

brüchen seit 19.. Pferde; letzteres seit 20.. in ihrer Wohngemeinde C auf einem Bau-

ernhof in M. Auszugehen ist mithin zunächst davon, dass die Pflichtige das Reiten und 

ihre Passion für Pferde über Jahrzehnte im Rahmen eines Hobbies bzw. einer Liebha-

berei ausgeübt hat. Die Pflichtigen führen denn auch aus, dass ursprünglich Reitpferde 

für "die eigenen Bedürfnisse (Freizeit- und Springsport)" gehalten worden seien.  

Mit  dem  Aufbau  einer  eigenen  Pferdezucht  haben  die  Pflichtigen  nach  ihren 

weiteren  Beschwerde-  bzw.  Rekursvorbringen  begonnen,  nachdem  sie  im  Jahr  2004 

auf  dem  besagten  Bauernhof  zusätzliche  Flächen  hätten  pachten  können  und  stall-

mässig gewisse Ausbauten ermöglicht worden seien. Ein gezielter Aufbau des "Zucht- 

und  Ausbildungsbetriebs"  sei  ab  2006  erfolgt;  dies  durch  Eigenzucht,  Kauf  von 

Zuchtstuten, Kauf von Stutenfohlen zwecks Aufzucht für spätere Zucht sowie Aufzucht 

von eigenen gezüchteten Stutenfohlen für spätere Zucht. Die Pflichtige züchte dabei in 

erster  Linie  K  Pferde  und  daneben  mit  …  Stuten  auch  AB  Sportpferde.  Dementspre-

chend sei sie seit mehreren Jahren bei verschiedenen Verbänden als Züchterin einge-

tragen. Die Zucht fokussiere auf Dressur- und Springpferde von höchster Qualität, wo-

bei  der  Leistungsausweis  der  pflichtigen  Ehefrau  beeindruckend  sei.  Aufgrund  der 

limitierten  Dimensionierung  der  bestehenden  Anlage  in  M  habe  ein  dortiger  Zuchtbe-

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trieb  aber  als  nicht  realisierbar  bzw.  unrentabel  erschienen.  In  der  Folge  hätten  die 

Pflichtigen nach einer geeigneten Liegenschaft Ausschau gehalten, welche die  Anfor-

derungen betreffend benötigte Einrichtungen für die Aufzucht und Haltung von Fohlen 

mit mindestens 20 Pferdeboxen, genügend Weideflächen sowie einer Führanlage und 

nach Möglichkeit einer Reithalle erfülle. Lange hätten sie unter Mitwirkung spezialisier-

ter Makler erfolglos gesucht und dabei zwischen 2007 und 2009 insgesamt 14 Objekte 

geprüft.  Ende  2009  seien  sie  dabei  auf  ein Objekt  in  H  gestossen.  Anfangs  2010  sei 

alsdann eine Kaufoption für dieses Objekt vereinbart worden, um in der Zwischenzeit 

die Umzonung und eine Baubewilligung für das projektierte Hofgut zu erwirken. Nach-

dem Letzteres gelungen sei, sei der Kauf am … 2010 abgeschlossen worden. Anfangs 

2011 seien die Pflichtigen von C nach H umgezogen. Baubeginn des (an ihr Wohnhaus 

angegliederten)  Hofguts  sei  im  November  2010  gewesen.  Die  auf  Sommer  2011  ge-

plante Fertigstellung habe sich aufgrund von Baumängeln dann aber noch um ein Jahr 

verzögert;  die letzten  Bauarbeiten  seien  im  Januar  2013  beendet  worden.  Die Pferde 

seien nach dem Wegzug der Pflichtigen aus C zunächst in eine Pension in N gebracht 

worden; die Geburt von … Fohlen sei dort reibungslos über die Bühne gegangen. Im 

September  2011  hätten  die  Pferde  dann  in  den  bereits  provisorisch  fertiggestellten 

Stallteil des Hofguts in H verlegt werden können. Mit dem gefundenen Objekt in H ha-

be das Konzept "Pferdezucht-, Pferdeausbildungs- und Pensionsbetrieb" idealerweise 

verwirklicht  werden  können.  Mit  dieser  Liegenschaft  seien  die  Voraussetzungen  ge-

schaffen worden, um mit professioneller Handhabung die finanzielle und kommerzielle 

Basis für eine unternehmerische Tätigkeit zu legen. Durch den Aufbau der Pferdezucht 

"F" in M und mit der Realisierung des Hofguts O in H seien erhebliche finanzielle Mittel 

und Arbeitszeit aufgewendet worden, um die Voraussetzungen für einen professionel-

len und rentablen Pferdebetrieb zu führen.  

b)  Gestützt  auf  diese  Sachverhaltsschilderungen  lassen  sich  zunächst  drei 

Phasen unterscheiden:  

aa)  Zunächst  hielten  die  Pflichtigen  bzw.  vorab  die  pflichtige  Ehefrau  über 

Jahrzehnte  Pferde  für  eigene  Reit-  und  Sportbedürfnisse;  untergebracht  waren  die 

Pferde  dabei  ab  2002  im  Rahmen  einer  Pacht  auf  einem  Bauernhof  in  M.  In  dieser 

Phase lag unbestrittenermassen ein klassischer Fall von Liebhaberei/Hobby vor. 

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bb) Seit Ende 2011 betreiben die Pflichtigen bzw. wiederum die pflichtige Ehe-

frau den Pferdehof O in H; dabei haben sie auch ihren Wohnsitz von C in das dort er-

worbene  stattliche  Anwesen  verlegt.  Im  Vordergrund  steht  nun  nicht  mehr  bloss  das 

Bedürfnis, mit  eigenen Pferden  Reitsport  zu betreiben;  aufgebaut  wurde ein  direkt  an 

das  Wohnhaus  angegliederter  Pferdehof  mit  20  Pferdeboxen,  grossflächigem  Weide-

land, eigener Reithalle etc. und die Nutzung umfasst insbesondere auch die Bereiche 

Pferdezucht,  Ausbildung  von  Pferden  sowie  Aufnahme  von  Pensionspferden.  Dass 

sich beim Hofgut O die Frage nach einem gewerbsmässigen Betrieb stellt, liegt  damit 

auf  der  Hand,  zumal  die  Aufnahme  von  Pensionspferden,  der  gelegentliche  Verkauf 

von gezüchteten Pferden oder etwa das Vermieten der Reithalle regelmässigen Ertrag 

abwirft.  Bei  der  Beantwortung  dieser  Frage  werden  dabei  in  Bezug  auf  das  Kriterium 

der Gewinnstrebigkeit kaum Spartenbetrachtungen anzustellen sein (z.B. Zuchtbetrieb 

unrentabel,  Pensionsbetrieb  rentabel);  denn  einerseits  wirkt  der  Hofbetrieb  O  als  zu-

sammengehörende Einheit und andrerseits ginge es wohl zu weit, wenn die Steuerbe-

hörden  bei  einem  insgesamt  wirtschaftlich  geführten  Betrieb  nach  unrentablen  Berei-

chen  Ausschau  halten  würden,  um  diese  Bereiche  alsdann  dem  Hobbybereich 

zuzuteilen  und steuerlich aus  der  Erfolgsrechnung  auszuscheiden.  Letztlich  wird aber 

die  Wirtschaftlichkeit  des  Hofguts  in  H  aufgrund  der  dortigen  Wohnsitznahme  der 

Pflichtigen primär von den Steuerbehörden des Kantons I zu beurteilen sein.  

cc)  Zwischen  diesen  beiden  Phasen  der  Haltung  von  eigenen  Pferden  im 

Rahmen eines jahrzehntelang ausgeübten Hobbies (zuletzt in M) und dem Betrieb ei-

nes  Pferdehofs  ab  2011  in  H  steht  nun  die  Phase,  in  welcher  sich  die  Pflichtige  ent-

schlossen hat, erstmals auch Pferde zu züchten bzw. einen Zuchtbetrieb aufzubauen. 

Es fragt sich, ob sie dies unter dem Titel "F" im Steuerjahr 2007 in einer Art getan hat, 

welche  als  gewerbsmässig  qualifiziert.  Dass  dem  so  ist,  haben  mit  Blick  auf  die  Ver-

lustkonstellation nach dem bereits Gesagten die Pflichtigen zu beweisen. 

c)  aa)  Aktenkundig gingen  die Pflichtigen  erstmals  mit  der  gegen  Ende 2007 

eingereichten Steuererklärung 2006 von gewerbsmässig betriebener Pferdezucht aus. 

Unter  der  Bezeichnung  "F"  deklarierten  sie  dabei  einen  Verlust  von  rund  Fr.  8'000.-, 

welcher sich aber allein aus dem Aufwand für das im Januar 2006 eingeführte  und in 

der  Folge  geschäftlich  aktivierte  "Stutenfohlen  L"  zusammensetzte  (=  insbesondere 

Pensionsgeld  Bauernhof  P,  Futter,  Hufschmied,  Tierarzt).  Gegen  die  damalige  Nicht-

anerkennung  einer  gewerbsmässigen  Tätigkeit  durch  die  Steuerbehörde  setzten  sie 

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sich  die  Pflichtigen  im  Rahmen  einer  Ende  Oktober  2009  einvernehmlich  zustande 

gekommenen Veranlagung bzw. Einschätzung nicht zur Wehr.  

In der anfangs 2009 eingereichten Steuererklärung 2007 hatten die Pflichtigen 

für  "F"  eine  ähnliche  Jahresrechnung  wie  im  Vorjahr  eingereicht;  aktiviert  mit 

Fr. 17'100.-  war  wiederum  allein  das  Stutenfohlen  L  und  die  Jahreskosten  (=  Jahres-

verlust) beliefen sich nunmehr auf Fr. 10'444.-.  

Mit Schreiben vom 28. Dezember 2010 liessen die Pflichtigen dem Steueramt 

dann aber mitteilen, in der Steuererklärung 2007 seien die Zuchtpferde "Q" und "R (Ei-

genzucht von Q)" irrtümlich nicht deklariert worden; beigefügt war eine korrigierte Jah-

resrechnung 2007 der "F", in welcher neben L diese beiden Pferde mit Fr. 17'000.- (Q) 

bzw. Fr. 1.- (R) aktiviert waren; der Aufwand blieb indes unverändert und also allein auf 

L  bezogen.  Dem  Schreiben  beigelegt  war  sodann  auch  eine  Jahresrechnung  der  "F" 

für das Jahr 2008; dieser war  zu entnehmen, dass per 2008 die  drei  weiteren Pferde 

"S",  "T"  und  "U"  zugekauft  worden  waren.  Der  Jahresaufwand  (=  Verlust)  stieg  nun-

mehr auf Fr. 141'540.- an, wobei die Kaufpreise der genannten Pferde von Fr. 14'840.- 

(S), Fr. 25'606.- (T) und Fr. 40'000.- (U) sowohl dem Aufwand zugeschlagen, als auch 

aktiviert worden sind. Im Aufwand waren nunmehr auch Kosten für "Stallausbauten für 

Zucht"  vermerkt.  Schliesslich  wurde  im  Schreiben  darauf  hingewiesen,  dass  die  gel-

tend  gemachten  Aufwendungen  nicht  die  Reitpferde  der  Pflichtigen,  sondern  aus-

schliesslich deren Zuchtpferde betreffen würden.  

bb)  Die  Ausführungen  der  Pflichtigen  im  bisherigen  Verfahren  decken  sich 

nicht  vollumfänglich mit  dem  Inhalt  der  vorerwähnten  Jahresrechnungen und weiterer 

Dokumente:  

Auszugehen ist zunächst davon, dass die Pflichtige die Fohlenstute L tatsäch-

lich Ende 2005 in J erworben hat, denn anfangs Januar 2006 wurde diese gemäss den 

Aufwendungen per 2006 (Zoll, MwST, Transport) in die Schweiz eingeführt. Bei L han-

delt es sich dabei um eine K Stute, wobei aus der Zucht mit diesem Pferd Jahre später 

die K Fohlenhengste V (… 2011) und W (… 2012) hervorgingen. 

Soweit die Pflichtigen beschwerde- und rekursweise geltend machen, dass ab 

2006 durch Eigenzucht, Kauf von Zuchtstuten sowie Kauf von Stutenfohlen ein geziel-

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ter  Aufbau  des  "Zucht-  und  Ausbildungsbetriebs"  erfolgt  sei,  widerspiegelt  sich  dies 

jedenfalls  bis  und  mit  Steuerperiode  2007  nicht  in  den  Steuerakten.  Wie  vorstehend 

dargelegt, war in den Jahresrechnungen 2006 und 2007 allein das Ende 2005 erwor-

bene  Fohlen  (L)  aktiviert.  Soweit  die  korrigierte  Jahresrechnung  2007  unter  den  Akti-

ven zusätzlich die Stuten Q und R (Eigenzucht von Q) aufführte, ist das erstgenannte 

Pferd kein Zukauf. Gemäss Konzept zum Projekt in H hat die Pflichtige die X Stute Q 

vielmehr bereits am … 2004 gekauft, worauf Letztere am … 2005 die K Stute R gebar; 

beide  Stuten  sind  im  Internetauftritt  des  Hofguts  O  aber  nicht  unter  den  Zuchtstuten, 

sondern  unter  den  gewöhnlichen  Reitpferden  eingereiht,  wobei  R  als  "unser  erstes 

Fohlen"  bezeichnet  wird.  Der  Aufwand  für  diese  beiden  schon  vor  2006  gehaltenen 

Reitpferde fand denn auch keinen Eingang in die zuchtbezogene Jahresrechnung 2007 

von "F". 

In Bezug auf die gesamte Pferdehaltung der Pflichtigen in M per 2007, in wel-

che die spätere Zuchtstute L zu dieser Zeit eingebettet war, präsentiert sich der Sach-

verhalt damit wie folgt:  

Als Reitpferde im Stall hatte die Pflichtige dort zunächst den 1991 geborenen 

X Wallach Y (Kaufdatum … 2004, Kaufpreis Fr. 17'000.-) sowie die per 2007 verstor-

bene  Z  Stute  AA  (Alter  und  Kaufdatum  unbekannt,  Kaufpreis  Fr.  3'000.-),  welche  für 

kurze  Zeit  durch  die  AB  Stute  AC  ersetzt  wurde.  Hinzu  kamen  die  per  2004  für 

Fr. 17'000.- erworbene X Stute Q und deren per 2005 geborenes Fohlen AD. Ergänzt 

wurden diese Pferde schliesslich durch die K Fohlenstute L, welche das gleiche Alter 

hatte wie das selbstgezogene Fohlen AD und anfangs 2006 hinzugekommen war.  

Von  einem  sich  im  Aufbau  befindlichen  Zucht-  und  Ausbildungsbetrieb  kann 

bei  dieser  Lage der  Dinge  per  2007  noch  nicht  die  Rede sein.  Als  einzige  potentielle 

Zuchtstute qualifizierte  aufgrund  des  Stammbaums  die  als  Fohlen  erworbene  K  Stute 

L.  Von  diesen  Verhältnissen  ist  bei  der  Prüfung  der  Frage,  ob  "F"  per  2007  als  ge-

werbsmässiger  Betrieb  qualifiziert,  mithin  auszugehen.  Beim  Betrieb  des  Hofguts  O, 

dessen Projektierung die Pflichtigen soweit aus den Akten ersichtlich frühestens 2009 

in Angriff genommen haben, ist von den Dimensionen und der Nutzung her von völlig 

anderen  Verhältnissen  auszugehen;  diese  können  folglich  nicht  direkt  auf  diejenigen 

per 2007 zurückwirken.  

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cc)  Die  Pflichtigen  gehen  freilich  aber  davon  aus,  dass  der  Kauf  der  Foh-

lenstute L gewissermassen der Start zum Hofgutprojekt in H bzw. zur dort betriebenen 

Zucht war. Irgendwelche Unterlagen, welche Hinweise darauf geben würden, dass die 

Pflichtige schon beim Einkauf der Fohlenstute L per Ende 2005 bzw. in den folgenden 

Jahren  2006  und 2007  Pläne  in  Richtung  Erstellung  eines  gewerbsmässigen  Gestüts 

mit  Zucht,  Pferdepension  und  -ausbildung  im  Sinn  des  Projekts  H  hatten,  existieren 

nicht.  Insbesondere  fehlt  es  an  einem  entsprechenden  Businessplan  aus  dieser  Zeit. 

Die im  Zusammenhang mit  dem  steuerbehördlich eingeforderten  Businessplan  einge-

reichten Unterlagen wurden allesamt zwischen 2010 und 2012 erstellt; sie sind sodann 

auf das Hofgut in H ausgerichtet und damit allein für die Beantwortung der Frage dien-

lich,  ob  sich  jenes  gewinnstrebig  betreiben  lässt  bzw.  als  gewerbsmässig  qualifiziert. 

Über das Unternehmenskonzept per 2007 sagen all diese später erstellten Unterlagen 

nichts aus. Wie schon die Veranlagungs- bzw. Einschätzungsbehörde feststellte, setzt 

gewinnorientierte Unternehmensführung jedoch voraus, dass sich der Unternehmer mit 

den Risiken, denen sein Unternehmen bzw. dessen Erfolg ausgesetzt ist, bereits in der 

Planungsphase  auseinandersetzt  und  auch  entsprechende  Anpassungen  des  Ge-

schäftsplanes  vorsieht;  dabei  erscheint  es  aus  betriebswirtschaftlicher  Sicht  auch 

selbstverständlich, dass für den Fall des Scheiterns eines ersten Aktionsplans ein Fol-

geplan  besteht,  wie  das  Unternehmen  dennoch  zum  Erfolg  geführt  werden  kann 

(vgl. StRK II, 28. April 2006, 2 DB.2005.200).  

Das einzige unternehmerische Konzept, welches für die hier interessierenden 

Verhältnisse  per  2007  erkennbar  ist,  baut  nach  dem  Gesagten  darauf  auf,  dass  die 

Pflichtige zu dieser Zeit neben verschiedenen Reitpferden mit L eine junge K Stute im 

Stall hatte, welches sich neben der Nutzung zu eigenen Sportbedürfnissen mitunter für 

ein späteres Züchten von verkäuflichen K Stuten oder Hengsten eignete. Ob die Pflich-

tige  damals  schon  Absichten  betreffend  spätere  Fohlenverkäufe  hatte,  ist  aber  nicht 

nachgewiesen.  Ebenso  gut  ist  denkbar,  dass  sie  mit  L  zunächst  ein  Spitzenpferd  für 

den  Eigenbedarf  aufziehen  wollte  oder  aber  beabsichtigte,  mit  dieser  ein  Fohlen  für 

den späteren Eigenbedarf zu züchten. Selbst wenn sie aber bereits die Absicht gehabt 

hätte,  mit  L  den  Grundstein  für  einen  eigentlichen  Zuchtbetrieb  zu  legen  und  deren 

Nachkommen dereinst zu verkaufen, so musste sie sich jedenfalls über Folgendes im 

Klaren sein:  

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aaa)  L  war  anfangs  2007 erst  eineinhalb Jahre  alt.  Damit  war  bekannt,  dass 

es  noch  Jahre  dauern  würde,  bis  diese  Jungstute  ihrerseits  Fohlen  gebären  würde, 

welche dereinst verkauft werden könnten. Unter diesen Umständen konnte die Pflichti-

ge per 2007 also noch nicht einmal an einem Markt teilnehmen. Lediglich die Mitglied-

schaft  beim  Verband  der  Züchter  des  K  Pferdes  könnte  allenfalls  als  Beginn  eines 

Aussenauftritts  angesehen  werden;  auf  den  eingereichten  Mitgliederbeitragsrechnun-

gen 2006 und 2007 ist jedoch unter dem Pferdebestand der Pflichtigen jeweils als ein-

ziges Pferd "AE" eingetragen. Handschriftlich ist zwar vermerkt, dass es sich dabei um 

"Q" handeln soll; gerade für L ist damit aber per 2006/2007 noch kein Einstieg in eine 

geplante Zuchtlaufbahn dokumentiert.  

bbb)  Wie  weitere  Unterlagen  der  Pflichtigen  aufzeigen,  wurde  L  per  20..  an 

den  Prämier-Wettbewerben  des  K  Pferdezuchtverbands  erfolgreich  vorgeführt  und 

erhielt dabei die AF. Erst dieses Ereignis (Aufstieg von L in die zuchtbezogene Klasse 

der sog. AF-Stuten; vgl. dazu www.de.wikipedia.org/wiki/ Stutbuch) kann demnach als 

dokumentierter  Start  für  die  mögliche  Nutzung  von  L  als  Zuchtstute  für  K  Pferde  be-

trachtet werden. In der Folge wurde L per 2010 dann auch erstmals gedeckt. Im Juni 

2011  gebar  sie  alsdann  ihr  erstes  Fohlen  V  (K  Hengst)  und  im  Juni  2012  folgte  W 

(K Stute).  Selbst  wenn  man  nun  davon  ausginge,  die  Pflichtige  sei  sich  bereits  per 

2007 sicher gewesen, mit der gekauften Fohlenstute L dereinst die AF zu erhalten und 

danach mit Erfolg die Zucht von K Pferden betreiben zu können, so konnte sie (immer 

vor dem Hintergrund der damaligen Anlagen in M) aber nicht damit rechnen, mit dem 

Verkauf von Fohlen einer einzigen Stute, welche sie ihrerseits als Fohlen erworben und 

damit zunächst aufzuziehen hatte, dereinst einen Totalgewinn zu erzielen.  

ccc) Letzteres zeigt sich schon anhand einer groben Rechnung: 

Mögliche Erträge aus Fohlenverkäufen waren altersbedingt ab 2011 zu erwar-

ten. Damit stand fest, dass L bis zur Geburt des ersten Fohlens bereits normalübliche 

Kosten von rund Fr. 63'000.- (Kosten 2007 x 6 Jahre) verursachen würde.  Nimmt man 

den Preis  der  Mutterstute als  Referenzpreis,  durfte die Pflichtige mit  einem  Verkaufs-

preis  pro  Fohlenstute  von  Fr.  17'000.-  rechnen.  In  ihrer  (auf  das  Hofgut  bezogenen) 

Planerfolgsrechnung  werden  für  den  Verkauf  von  Fohlen  jedoch  nur  geschätzte 

Fr. 15'000.-  eingesetzt,  was  wohl  damit  zusammenhängt,  dass  neben  Fohlenstuten 

auch Fohlenhengste verkauft werden. Kann L jährlich ein Fohlen zur Welt bringen, ste-

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hen dem von der Pflichtigen geschätzten Erlös von Fr. 15'000.- zunächst die jeweiligen 

Jahreskosten der Mutterstute von rund Fr. 10'500.- gegenüber. Hinzu kommt die Deck-

taxe,  welche  nach Angaben der  Pflichtigen mit Fr. 2'000.-  zu Buch  schlägt. Weiter  zu 

veranschlagen sind die Kosten für die Haltung der Fohlen, welche  nach Angaben der 

Pflichtigen (und wie das Beispiel von L zeigt) bis zum Verkauf noch 6 bis 7 Monate bei 

der  Mutterstute  bleiben  und  damit  Halbjahreskosten  von  geschätzt  rund  Fr.  5'000.- 

verursachen.  Bei  Annahme  einer  jährlichen  Fohlenproduktion  resultierte  unter  dem 

Strich  folglich  selbst  dann  ein  deutlicher  Jahresverlust  aus  Fohlenverkauf,  wenn  man 

die  eingangs  erwähnten  Kosten  von  über  Fr.  60'000.- für  die  Aufzucht  von  L  bis  zum 

Gebären des ersten Fohlens ausser Acht lässt.  

Positiv wird das Ergebnis auch nicht, wenn man einbezieht, dass die Pflichtige 

(gemäss ihrer Planerfolgsrechnung zum Hofgut O) offenbar gezüchtete Fohlenhengste 

erst im Alter von vier Jahren verkaufen will, weil diese insbesondere im Fall der Körung 

(=  Vorauswahl  von  Hengsten,  welche  sich  als  Zuchthengste  eignen)  bessere  Preise 

bringen als Fohlen. Werden in diesem Fall die Hengste laut besagter Planerfolgsrech-

nung vor dem Verkauf vier Jahre aufgezogen, verursacht dies in M  wiederum Kosten 

von  jährlich  gut  Fr.  10'500.-  bzw.  insgesamt  Fr. 42'000.-.  Noch  nicht  gerechnet  sind 

dabei  die  Kosten,  welche  das  Körungsprozedere  verursacht  (Anreise  nach  J  zu  ent-

sprechenden Prüfungen und Vorführungen von K Hengsten, Gebühren etc.). Wenn ein 

letztlich nicht gekörter vierjähriger Hengst gemäss Planerfolgsrechnung der Pflichtigen 

für  geschätzte  Fr.  40'000.-  verkauft  werden  könnte  (an  den  Auktionen  der  K  Hengst-

Tage  2011  wurden  für  nicht  gekörte  Hengste  per  2011  und  2012  allerdings  lediglich 

Durchschnittspreise von € 21'125.- bzw. € 14'667.- erzielt, was im Schnitt also lediglich 

rund  der  Hälfte  der  angegebenen  Fr.  40'000.-  entspricht),  resultierte  angesichts  des 

Aufwands  für  die  Aufzucht  des  jeweiligen  Hengsts  schon  ohne  Berücksichtigung  des 

laufenden  Aufwands für die  Mutterstute  wiederum  ein  deutlicher  Verlust.  Ein gekörter 

Hengst  (Zuchthengst) kann  demgegenüber  nach den  Planangaben  der  Pflichtigen für 

geschätzte  Fr. 100'000.-  verkauft  werden.  Dies  ist  nicht  unrealistisch,  zeigt  doch  das 

Ergebnis  der  vorerwähnten  Auktion  2012,  dass  für  die  rund  20  gekörten  Hengste  ein 

Durchschnittspreis  von  €  75'682.-  erzielt  wurde,  wobei  die  Bandbreite  von  € 20'000.- 

bis € 400'000.- (prämiertes Siegerpferd der Körung) reichte. Selbst wenn nun aber die 

Pflichtige  schon  beim  Kauf  der  Fohlenstute  L  darauf  vertraut  hätte,  dass  diese  auf-

grund  ihres  Stammbaums  dereinst  einen  gekörten  Hengst  hervorbringen  würde,  so 

genügte dies nicht für die Annahme eines möglichen Totalgewinns. Auch ein gekörter 

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Hengst  hätte  nach  dem  Gesagten  unter  den  Verhältnissen  in  M  bis  zum  Verkauf  be-

reits Totalkosten zwischen Fr. 50'000.- und Fr. 60'000.- (Aufwand Hengst für vier Jah-

re, Aufwand Mutterstute für ein Jahr, Aufwand Körung) verursacht; bei Annahme, dass 

der  geschätzte  Verkaufspreis  von  Fr. 100'000.-  tatsächlich  erzielt  wird,  könnten  mit 

dem verbleibenden Gewinnanteil die übrigen Kosten (Kosten Mutterstute bis zum ers-

ten  Fohlen;  Aufwandüberschuss  aus  dem  Verkauf  von  Fohlen  und  nicht  gekörten 

Hengsten) nicht aufgefangen werden. Ein solcher  Zuchterfolg ist im Übrigen mit einer 

einzigen  Stute  niemals planbar  und letztlich  abgesehen vom  Geschick  und  Knowhow 

des  Züchters  bzw.  der  Züchterin  sicher  auch  von  Glück  und  Zufall  abhängig.  Eine 

selbstständige Erwerbstätigkeit kann aber von vornherein nicht auf der Grundlage ste-

hen,  dass  in  einer  günstigen  Konstellation  dereinst  womöglich  eine  kleine  Gewinn-

chance  besteht 

(vgl. 

für  den  Pferderennsport:  StRG,  12.  Dezember  2012, 

1 DB.2012.142),  denn  von  einem  ungewissen  Eventualeinkommen  in  ferner  Zukunft 

lässt  es  sich nicht  leben.  Noch  nicht  einmal  berücksichtigt  wurden  bei  der  vorstehen-

den Kalkulation im Übrigen Krankheiten und Unfälle der Zuchtstute L und deren Nach-

kommen;  dass  damit  aber  gerechnet  werden  muss,  zeigt  das  Beispiel  der  von  der 

Pflichtigen per 2008 für Fr. 40'000.- erworbenen Zuchtstute U, welche bereits per 2010 

verstarb,  worauf  die  Versicherung  die  Summe  von  Fr.  12'000.-  ausbezahlte.  Abzu-

schreiben  ist  schliesslich  aber  auch  der  Kaufpreis  einer  gesunden  Stute,  wenn  auch 

über mehrere Jahre.  

dd)  Auch  wenn  die  Pferdezucht  gewisse  Begriffsmerkmale  der  selbstständi-

gen Erwerbstätigkeit im steuerrechtlichen Sinn erfüllt  – namentlich beruht sie auf dem 

Einsatz  von  Arbeit  und  Kapital  und  wird  in  einer  frei  gewählten  Organisation  und  auf 

eigenes Risiko der Pflichtigen betrieben  – so fehlt es nach dem vorstehend Gesagten 

hier am Kriterium der Gewinnstrebigkeit. Unter den geschilderten finanziellen Umstän-

den  konnte  per  2007  Beweggrund  der  Pflichtigen  für  das  Halten  einer  K  Zuchtstute 

nicht die langfristige Erzielung eines Erwerbseinkommens sein. Die Pferdehaltung in M 

allgemein bzw. insbesondere die hier im Vordergrund stehende Aufzucht der späteren 

Zuchtstute L konnte sie denn auch nur betreiben, weil sie angesichts der übrigen Fami-

lieneinkünfte von über Fr. 1 Mio. (entstammend insbesondere der E-tätigkeit des pflich-

tigen Ehemanns) in keiner Weise auf ein Einkommen aus Pferdezucht angewiesen war 

und  jährliche  Aufwandüberschüsse  problemlos  finanzierbar  waren.  Die  Aufzucht  der 

Fohlenstute  L  in  M  per  2007  qualifiziert  damit (wie  schon im  Vorjahr)  als  blosse  Aus-

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weitung der jahrzehntelangen Freizeitbeschäftigung der Pflichtigen mit Pferden um den 

Bereich einer später möglichen Zucht von K Pferden.  

ee) Am Gesagten ändert auch nichts, dass die Pflichtige den Bestand an po-

tentiellen Zuchtstuten in M gegen Ende 2008 auf … ausgebaut hat. Die Pflichtigen ma-

chen beschwerde- und rekursweise nämlich selber geltend, dass dem Zuchtbetrieb in 

M  aufgrund  der  limitierten  Dimensionierung  die  Rentabilität  abzusprechen  gewesen 

sei.  

Anlässlich  der  Einspracheverhandlung  vom  21.  September  2012  führte  der 

pflichtige Ehemann gemäss Protokoll des Steuerkommissärs zudem aus, dass mit der 

Pferdezucht  allein  kein  Gewinn  erzielt  werden  könne;  ein  positives  Ergebnis  sei  nur 

möglich, wenn (wie in H) noch Pensionspferde beherbergt werden könnten. Beschwer-

de- und rekursweise  wird geltend gemacht, diese Aussage sei  nicht genereller Natur, 

sondern im Zusammenhang mit der Anlage in H gemacht worden. Korrekt sei von da-

her, dass sich von der Dimensionierung her auch der Aufbau und der Betrieb der dorti-

gen Zuchtanlage mit nunmehr … Zuchtstuten nicht rechnen lasse; für die Rentabilisie-

rung der Anlage sei entweder eine noch grössere Zahl von Zuchtstuten oder eben die 

Aufnahme von Pensionspferden erforderlich. Die Pflichtigen hätten sich für die zweite 

Variante  entschieden,  weil  andernfalls  etwa  auf  die  Reithalle  hätte  verzichtet  werden 

müssen,  was  wiederum  die  Ausbildung  von  Jungpferden  im  Winter  praktisch  verun-

möglicht hätte.  

Diese  Vorbringen  sind  insoweit  nachvollziehbar,  als  in  Gerichtsentscheiden 

betreffend die Pferdezucht in AG (d.h. dem Herkunftsland der K Pferde) davon die Re-

de ist, dass für die Wirtschaftlichkeit ein ausreichender Pferdebestand erforderlich sei, 

wobei der Verwaltungsgerichtshof AH 20 Pferde in einer charakteristisch altermässigen 

Zusammensetzung verlangt, während das Bundesverwaltungsgericht in einzelfallorien-

tieren Entscheiden auch schon einen Bestand mit 8 bis 15 Pferden auf 13 ha hat ge-

nügen lassen. Die Pflichtigen gehen damit im Einklang mit der Rechtsprechung davon 

aus, dass sich mit dem bisherigen Zuchtstutenbestand (beginnend mit einer Stute per 

2006 in M über … Stuten per 2008 in M bis hin zu … Zuchtstuten per 2013 in H) lang-

fristig kein Gewinn  erzielen  lässt,  was sich  denn  auch  in  den  bisherigen  Ergebnissen 

von  "F"  bzw.  des  Hofguts  O  niedergeschlagen  hat. Wenn  sie  in Widerspruch  dazu in 

der  beschwerde-  und  rekursweise  eingereichten  neuen  Spartenrechnung  für  den  Be-

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reich Zucht in H ab 2014 einen kleinen Jahresgewinn von gut Fr. 20'000.- prognostizie-

ren,  so  beruht  dieser  bei  verschiedenen  Positionen  auf  zu  optimistischen  Annahmen; 

so  werden  etwa  in  Erwartung  eines  anhaltend  tiefen  Zinsniveaus  bescheidene  Hypo-

thekarzinsen von 0.8% eingesetzt (= Fr. 12'709.- p.a.), was sich nicht halten lässt. Al-

lein ein geringfügiger  Zinsanstieg  brächte  den  errechneten Gewinn  sogleich zum  ver-

schwinden.  Unrealistisch  erscheint  sodann  die  Annahme,  dass  jährlich  ein  gekörter 

Hengst für Fr. 100'000.- verkauft werden kann. Unter Berücksichtigung des derzeitigen 

Bestands an gezüchteten Hengsten (= V, geb. 2011; AI, geb. 2012 und AJ, geb. 2013) 

ist der Verkauf eines vierjährigen gekörten Hengsts sodann frühestens per 2015 mög-

lich, wobei V die Hürde der Körung erst noch nehmen muss. Als unrealistisch erscheint 

sodann  der  kalkulierte  Ertrag  aus  Decktaxen  von  jährlich  Fr.  40'000.-;  zum  einen  ist 

noch  nicht  absehbar,  wie  sich  die  vorgenannten  Hengste  dereinst  entwickeln  werden 

bzw. ob einer davon gekört und sich als Zuchthengst eignen wird. Zum anderen kön-

nen die Hengste, wenn sie als gekörte Hengste verkauft werden sollen, nicht gleichzei-

tig als Zuchthengst eingesetzt werden. Insoweit überschneiden sich diese Planerträge 

und sind sie jedenfalls unter Berücksichtigung des heutigen Bestands von … Hengsten 

der Jahrgänge 2011 bis 2013 in den nächsten Jahren nicht erzielbar.  

Auch wenn man davon ausginge, das Halten von L per 2007 in M unter dem 

Titel "F" sei als geplanter Beginn des völlig anders dimensionierten Zuchtbetriebs in H 

(Hofgut  O)  anzusehen,  ist  mangels  realistischer  Möglichkeit  der  langfristigen  Gewin-

nerzielung  auch  mit  dem  dortigen  Zuchtbetrieb  somit  nicht  von  einer  selbstständigen 

Erwerbstätigkeit  auszugehen.  Der  zusätzliche  Einbezug  von  im  Hofgut  O  möglichen 

Einnahmen  aus  der  Aufnahme  von  Pensionspferden  ginge  im  Rahmen  dieser  Hypo-

these für das Jahr 2007 aber zu weit; wie bereits erwähnt, existierte damals noch keine 

entsprechende  Planung  und  konnte  dieses  alternative  Unternehmenskonzept  (Ein-

nahmen aus  Pferdepension  zur  Deckung  des  Defizits  aus  der  Zucht)  im Rahmen  der 

Pachtverhältnisse in M gar kein Thema sein. Es bleibt somit dabei, dass sich das Hal-

ten von L per 2007 in M auch dann als Liebhaberei/Hobby qualifiziert, wenn man davon 

ausgeht,  dass  dieses  Halten  rückblickend  als  Beginn  des  Aufbaus  eines  grösseren 

Zuchtbetriebs an einem anderen Ort betrachtet werden kann.  

4. Nach alldem sind Beschwerde und Rekurs abzuweisen.  

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Ausgangsgemäss  sind  die  Beschwerde-  und  Rekurskosten  den  Pflichtigen 

aufzuerlegen (Art. 144 Abs. 1 DBG und § 151 Abs. 1 StG). 

Eine Parteientschädigung ist nicht zuzusprechen (Art. 144 Abs. 4 DBG i.V.m. 

Art.  64  Abs.  1  des  Bundesgesetzes  über  das  Verwaltungsverfahren  vom  20.  Dezem-

ber 1968 und § 152 StG i.V.m. § 17 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom  

24. Mai 1959/8. Juni 1997).  

Demgemäss erkennt der Einzelrichter: 

1.  Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  Der Rekurs wird abgewiesen.  

[…] 

1 DB.2013.68 
1 ST.2013.71