# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9728a506-46d2-5a87-a21c-7735a0161297
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-11-07
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 07.11.2008 E-6932/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6932-2008_2008-11-07.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-6932/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  7 .  N o v e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Bruno Huber, 
mit Zustimmung von Richter Daniel Schmid;
Gerichtsschreiberin Mareile Lettau.

A._______, geboren _______,
Nigeria,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 27. Oktober 2008
_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-6932/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge am 28. Juli 2008 
aus dem Heimatland ausreiste und am 8. August 2008 in die Schweiz 
gelangte, wo er gleichentags um Asyl nachsuchte,

dass er anlässlich der Kurzbefragung im Empfangs- und Verfahrens-
zentrum  B._______  vom  14.  August  2008  und  der  direkten 
Bundesanhörung  vom  3.  Oktober  2008  zur  Begründung  seines 
Asylgesuchs geltend machte, er stamme aus dem Dorf C._______ und 
sei im Januar 2007 nach D._______ gegangen,

dass  er  in  D._______  mit  seinem  Schwager  und  seiner  älteren 
Schwester zusammengelebt habe,

dass am (...) Juli 2007 in seinem Heimatdorf eine einwöchige religiöse 
Versammlung für die Christen im Dorf stattgefunden habe, an welcher 
er ebenfalls teilgenommen habe,

dass  bei  dieser  Versammlung  bestimmte  Personen  für  das  Unglück 
einzelner  Dorfbewohner  verantwortlich gemacht  und der  Hexerei  be-
zichtigt worden seien,

dass diese auf den Marktplatz getrieben worden seien, um öffentlich 
blossgestellt zu werden,

dass sich unter den öffentlich als Hexen bezeichneten und gedemütig-
ten  Personen auch die  Schwiegermutter  (E._______)  seines  Onkels 
befunden habe,

dass der Sohn F._______, als er von der Blossstellung seiner Mutter 
E._______  erfahren  habe,  am  (...)  2008  zum  Vater  des 
Beschwerdeführers gegangen sei,

dass F._______ dem Vater des Beschwerdeführers vorgeworfen habe, 
die erniedrigende Behandlung seiner Mutter zugelassen zu haben,

dass  F._______  Dorfbewohner  angestachelt  habe,  den  Vater  des 
Beschwerdeführers  zusammenzuschlagen,  woraufhin  dieser  ins 
Krankenhaus eingeliefert worden und dort gestorben sei,

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dass der Beschwerdeführer, als er vom Übergriff auf seinen Vater er-
fahren  habe,  zu  F._______  gegangen  sei  und  dessen  Mutter 
E._______ aus Wut mit einem Buschmesser verletzt habe,

dass er daraufhin die Flucht ergriffen und nach D._______ gegangen 
sei, wo er vom Tod von E._______ erfahren habe,

dass er nach Benin geflohen und von G._______ auf dem Luftweg in 
die Schweiz eingereist sei,

dass der Beschwerdeführer trotz Aufforderung bis heute keine Identi-
tätspapiere eingereicht hat,

dass das BFM auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfü-
gung vom 27. Oktober  2008 -  eröffnet  gleichentags -  in  Anwendung 
von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, 
SR 142.31) nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie 
den Vollzug anordnete, 

dass das Bundesamt zur Begründung im Wesentlichen anführte, der 
Beschwerdeführer  habe keine entschuldbaren Gründe für  das  Nicht-
einreichen von Reise- oder Identitätspapieren innerhalb der ihm einge-
räumten Frist von 48 Stunden vorgebracht,

dass dem Beschwerdeführer nicht geglaubt werden könne, er besitze 
keinerlei Reise- oder Identitätspapiere, vielmehr der Verdacht bestehe, 
er enthalte sie den Behörden absichtlich vor, 

dass er keinerlei Anstrengungen unternommen habe, um Identitätspa-
piere zu beschaffen, obwohl er  in  Kontakt  zu Verwandten gestanden 
habe,

dass es unrealistisch sei,  dass er den bei der Ausreise verwendeten 
Pass  nicht  persönlich  habe  vorweisen  müssen,  sondern  dies  vom 
Schlepper gemacht worden sei,

dass  das  BFM  weiter  festhielt,  der  Beschwerdeführer  erfülle  die 
Flüchtlingseigenschaft  nicht  und  zusätzliche  Abklärungen  zur  Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses seien aufgrund der Aktenlage nicht erforderlich,

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dass sich der Beschwerdeführer hinsichtlich der Zeitangaben, wann er 
die Mutter seines Onkels verletzt habe und wann diese gestorben sei, 
widerspreche,

dass voneinander  abweichende Angaben darüber  vorlägen,  wann er 
aus Nigeria ausgereist sei und in welchem Land er sich befunden ha-
be, als er von dem Tod seines Vaters erfahren haben wolle,

dass auch die Aussagen darüber, mit welcher Person er ausgereist sei 
und an welchem Ort in der Schweiz er eingereist sei, widersprüchlich 
ausgefallen seien,

dass er sich zudem hinsichtlich der Anzahl der Überlebenden des Vor-
falles in C._______ widerspreche,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  3. November 2008 
(Poststempel)  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsge-
richt Beschwerde erhob und beantragt, es sei auf das Asylgesuch ein-
zutreten und ihm Asyl zu gewähren,

dass er eventualiter beantragt, er sei aufgrund der Unzulässigkeit und 
Unzumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzuges vorläufig  in  der  Schweiz 
aufzunehmen  und  dass  er  ferner  um zusätzliche  Abklärungen  nach 
Art. 41 AsylG ersucht,

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Gewährung der unentgelt-
lichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1  des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG, 
SR 172.021) und um die Anordnung eines Vollzugsstopps ersucht,

dass er in der Beschwerde vorbringt, er werde von der nigerianischen 
Polizei gesucht und besitze, wie die meisten seiner Landsleute, keine 
Identitätspapiere, 

dass er sich bereits an seinen Schwager gewandt habe, um sich seine 
Geburtsurkunde zusenden zu lassen und um eine Fristgewährung für 
das Einreichen dieses Dokumentes Urkunde ersucht,

dass er bestreitet, sich hinsichtlich der Angaben zu den Zeitpunkten, 
wann er E._______ verletzt habe und wann diese gestorben sei, sowie 
zu  seinem  Aufenthaltsort  am  Tag  des  Todes  seines  Vaters 
widersprochen zu haben,

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dass er bei der Erstbefragung nicht ausgesagt habe, er sei mit einem 
einem Schlepper über die Grenze nach Benin gegangen und er sich 
erst im Nachhinein zusammengereimt habe, dass er auf dem Flugha-
fen H._______gelandet sein müsse,

dass seine Aussage über seinen Schwager als einzigen Überlebenden 
falsch verstanden worden sei,

dass er zum Beleg der schlechten Sicherheitslage im Heimatland die 
Kopie eines Zeitungsartikel beigelegt hat,

dass die vorinstanzlichen Akten am 5. November 2008 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und erwägt,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  endgültig  über  Beschwerden 
gegen  Verfügungen  (Art. 5  VwVG)  des  BFM  entscheidet  (Art. 105 
AsylG i.V.m.  Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Ju-
ni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichts-
gesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 VwVG),

dass  somit  auf  die  form-  und  fristgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 
VwVG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG) und der Antrag des Beschwer-
deführers, es seien zusätzliche Abklärungen vorzunehmen, abzuwei-
sen ist,

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dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass der Antrag auf Anordnung vollzugshemmender Massnahmen mit 
vorliegendem  Urteil  gegenstandslos  wird,  es  jedoch  ohnehin  keiner 
diesbezüglicher Anordnungen bedurft  hätte,  da der Beschwerde auf-
schiebende Wirkung zukommt (Art. 42 Abs. 1 AsylG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art.  32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, 

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz - sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet  -  einer  selbstständigen 
materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und 
die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. 
Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.), 

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
Entscheide  des  Schweizerischen  Bundesverwaltungsgerichts  BVGE 
2007/8 insbes. E. 5.6.5 S. 90 f.), 

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. a.a.O. E. 2.1 S. 73), 

dass  die  Vorinstanz  die  Frage  der  Wegweisung  und  des  Vollzugs 
materiell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich 
volle Kognition zukommt, 

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dass mithin auf den Antrag des Beschwerdeführers, es sei ihm Asyl zu 
gewähren, nicht einzutreten ist,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG), 

dass diese Bestimmung keine Anwendung findet, wenn Asylsuchende 
glaubhaft  machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren Grün-
den nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der An-
hörung  sowie  gestützt  auf  Art.  3  und  7  AsylG  die  Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs.  3  Bst.  b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG), 

dass es sich gemäss dem Urteil  BVGE 2007/7 beim Begriff  "Reise- 
und  Identitätspapiere"  um  Dokumente  handelt,  die  "sowohl  die  ein-
wandfreie Feststellung der Identität als auch die sichere Durchführung 
der Rückschaffung ermöglichen" sollen (vgl. E. 6), 

dass unter Vorbehalt des Vorliegens entschuldbarer Gründe ein Nicht-
eintretensentscheid selbst dann zu erfolgen hätte, wenn trotz fehlender 
Ausweispapiere keine Zweifel über die Identität des oder der Asylsu-
chenden bestehen (vgl. a.a.O. E. 5.3. in fine), 

dass vorliegend keine rechtsgenüglichen Reise- oder Identitätspapiere 
eingereicht  wurden  und  das  BFM  in  der  angefochtenen  Verfügung 
überzeugend dargelegt hat, weshalb für das Nichteinreichen von Rei-
se-  oder  Identitätspapieren  keine  entschuldbaren  Gründe  vorliegen 
(Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), 

dass aufgrund der unsubstanziierten Ausführungen des Beschwerde-
führers  davon auszugehen ist,  dass  er  für  seine Reise  authentische 
Reise- und Identitätspapiere verwendet hat, welche er jedoch in Verlet-
zung seiner gesetzlichen Mitwirkungspflicht (vgl. Art. 8 Abs. 1 Bst. b 
AsylG) den schweizerischen Asylbehörden vorenthält,

dass bereits die Umstände der Ausreise, wonach sein Begleiter für ihn 
die Papiere auf den Flughäfen vorgezeigt und er diese nie zu Gesicht 
bekommen habe, als realitätsfremd und haltlos zu bezeichnen sind,

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dass  an  dieser  Beurteilung  auch  die  nachträgliche  Einreichung  von 
gültigen Reise- oder Identitätspapieren nichts ändern würde,  weil  es 
bei der Frist von 48 Stunden gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG nicht 
um die Beschaffung neuer Papiere, sondern um die Abgabe der schon 
existierenden, für die Reise in die Schweiz verwendeten Papiere geht, 
weshalb bereits das Ersuchen des Beschwerdeführers, es sei ihm für 
das Beibringen von Identitätspapieren ein zeitlicher Aufschub zu ge-
währen, abzulehnen ist,

dass aufgrund der Ausführungen in der angefochtenen Verfügung und 
den Akten in Beachtung der im Urteil BVGE 2007/8 festgelegten Richt-
linien (E. 5.6) der Schluss zu ziehen ist, es bestehe weder Anlass zur 
Vornahme zusätzlicher Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingsei-
genschaft noch eines Wegweisungshindernisses (Art. 32 Abs. 3 Bst. b 
und c AsylG),

dass der  Beschwerdeführer  einerseits  aussagte,  er  habe E._______ 
am (...)  2008 angegriffen (vgl. A9 S. 5),  anderseits aber behauptete, 
diese sei am (...) 2008 an den Folgen der Verletzung im Krankenhaus 
gestorben und er sei danach nach G._______ geflohen (vgl. A9 S. 5),

dass  er  schliesslich  anlässlich  der  Bundesbefragung  angab, 
E._______ sei am (...) 2008 gestorben (vgl. A9 S. 9),

dass er ausführte, er sei zum Zeitpunkt des Todes seines Vaters am 
(...) 2008 in D._______ gewesen (vgl. A9 S. 7), dann aber  behauptete, 
am 28. Juli 2008 Nigeria verlassen zu haben und später berichtigte, er 
sei  am 2. August  2008 in G._______ gewesen und habe über seine 
sich in D._______ befindende Schwester vom Tod des Vaters erfahren 
(vgl. A9 S. 9),

dass sodann auch die Aussage nicht zu überzeugen vermag, er habe 
aus  Wut  über  den  Angriff  auf  seinen  Vater  auf  die  Mutter  von 
F._______ statt auf den Angreifer F._______ selbst eingeschlagen (vgl. 
A9 S. 6),

dass neben diesen Widersprüchen auch die unsubstanziierte Schilde-
rung der Umstände auffällt  (vgl. A9 S. 6),  wie der Beschwerdeführer 
von Nachbarn vom Übergriff auf seinen Vater erfahren haben will und 
darauf reagiert habe, 

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dass auch die Aussage, sein Schwager sei  der einzige Überlebende 
des Geschehnisses im Heimatdorf  (vgl. A9 S. 7),  angesichts  dessen 
unverständlich ist, dass ausser dem Vater des Beschwerdeführers und 
der  Mutter  von  F._______  keine  weiteren  Personen  gestorben  sein 
sollen (vgl. A9 S. 8),

dass er sich sodann bei der Schilderung der Ausreise widerspricht, in-
dem er bei der Erstbefragung aussagte, er habe zusammen mit dem 
Schlepper die Grenze nach Benin überquert (vgl. A1 S. 5), in der direk-
ten  Bundesanhörung  dagegen  angab,  er  sei  zusammen mit  seinem 
Schwager nach Benin gereist und dieser habe ihm dort einen Schlep-
per organisiert (vgl. A9 S. 7),

dass er in der Erstbefragung angab, er wisse nicht, in welchem Flug-
hafen der Schweiz er  angekommen sei  (vgl. A1 S. 5),  später  jedoch 
ausführte, dass es sich um H._______gehandelt habe (vgl. A 9 S. 8),

dass  in  der  Beschwerde  den  Feststellungen  des  BFM  betreffend 
Widersprüche und Ungereimtheiten nichts Konkretes entgegengesetzt 
wird, 

dass - wie nachstehend ausgeführt wird - auch keine weiteren Abklä-
rungen in Bezug auf den Wegweisungsvollzug nötig erscheinen,

dass das  BFM demnach zu Recht  gestützt  auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
i.V.m. Art. 32 Abs. 3 AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers 
nicht eingetreten ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist  (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

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dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche  Gefährdung  durch  Repräsentanten  des  nigerianischen 
Staates oder Zivilpersonen nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, 
weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtli-
chen Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung 
findet  und  keine  Anhaltspunkte  für  eine  menschenrechtswidrige  Be-
handlung  ersichtlich  sind,  die  ihm  im  Heimat-  oder  Herkunftsstaat 
droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass die allgemeine Situation in Nigeria seit dem Sommer 1998 we-
sentlich  besser  geworden ist  und in  den  Akten auch  keine  Anhalts-
punke dafür bestehen, der junge und gesunde Beschwerdeführer mit 
einer  grossen Verwandtschaft  (vgl. A9 S. 3,  4)  würde im Falle  einer 
Rückführung in  sein  Heimatland einer  konkreten Gefährdung ausge-
setzt, 

dass  aufgrund  der  Akten  auch  nicht  davon  ausgegangen  werden 
muss, der über eine Schulausbildung und Berufserfahrung verfügende 
Beschwerdeführer (vgl. A1 S.2, A5 S. 4) könne im Falle einer Wegwei-
sung aus anderen Gründen in eine existenzbedrohende Lage versetzt 
werden,

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dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt,  bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art. 8  Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass den obigen Erwägungen zu entnehmen ist, dass die Beschwerde 
aussichtslos erschien und somit auch bei allfälliger Mittellosigkeit des 
Beschwerdeführers die kumulativ zu erfüllenden Voraussetzungen der 
unentgeltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG nicht erfüllt 
sind,

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege da-
mit abzuweisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.– 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf diese eingetreten wird.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss 
Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.– werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das  BFM,  Abteilung  Aufenthalt  und  Rückkehrförderung,  mit  den 

Akten Ref.-Nr. _______ (per Kurier; in Kopie)
- _______ (in Kopie)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Bruno Huber Mareile Lettau

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