# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 165f89a6-18ea-564d-8ac2-72ffcfb25421
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-10-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.10.2010 D-7540/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-7540-2010_2010-10-28.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-7540/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 8 .  O k t o b e r  2 0 1 0

Einzelrichter Martin Zoller,
mit Zustimmung von Richter Fulvio Haefeli;
Gerichtsschreiber Daniel Widmer.

A._______, geboren (...),  
alias B._______, geboren (...),
Kamerun,
(...),
Beschwerdeführerin,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung (Flughafenverfahren);
Verfügung des BFM vom 15. Oktober 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-7540/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  die  Beschwerdeführerin  eigenen  Angaben  zufolge  am 
26. September  2010  (...)  unter  Verwendung  eines  Ausweises  einer 
Drittperson  auf  dem  Luftweg  in  Richtung  (...)  verliess,  wo  sie  am 
Weiterflug nach Paris gehindert worden sei und deshalb am        28.  
September 2010 im Flughafen um Asyl nachsuchte,

dass das BFM mit Verfügung vom 28. September 2010 die Einreise in 
die Schweiz vorläufig verweigerte und der Beschwerdeführerin für die 
Dauer von maximal 60 Tagen den Transitbereich des Flughafens (...) 
als Aufenthaltsort zuwies,

dass die summarische Befragung durch die Flughafenpolizei  (...)  am 
4. Oktober  2010 durchgeführt  wurde und die Direktanhörung zu den 
Asylgründen durch das BFM am 12. Oktober 2010 aufgrund der von 
der Beschwerdeführerin behaupteten Minderjährigkeit in Anwesenheit 
einer Vertrauensperson (Art. 7 Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 
über Verfahrensfragen [AsylV 1, SR 142.311]) erfolgte,

dass  bei  der  Beschwerdeführerin  nebst  ihr  nicht  zustehenden  Aus-
weisen  eine  auf  die  Personalien  (...),  geboren  (...),  Kamerun, 
ausgestellte  „récépisse  de  demande“  sichergestellt  wurde,  welche 
gemäss Analyse des Urkundenlabors der Kantonspolizei (...) vom 27. 
September  2010  keine  objektiven  Fälschungsmerkmale  aufwies 
beziehungsweise  deren  Echtheit  mangels  Vergleichsmaterials  nicht 
beurteilt werden konnte,

dass der Beschwerdeführerin anlässlich der Befragung vom 4. Oktober 
2010 das rechtliche Gehör zur Dokumentenanalyse gewährt wurde,

dass  die  Beschwerdeführerin  zur  Begründung  ihres  Asylgesuchs  im 
Wesentlichen geltend machte, sie sei kamerunische Staatsangehörige 
mit  letztem Wohnsitz  in  (...),  wo  sie  seit  ihrem  zwölften  Lebensjahr  
zusammen mit ihrer Mutter mit Kleidern gehandelt habe,

dass  der  Dorfvorsteher  die  Gewohnheit  habe,  im Dorf  zu  spazieren 
und insbesondere Frauen zu beobachten,  wobei  sie  ihm aufgefallen 
sei,

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dass er Gefallen an ihr gefunden und sie als seine siebte Frau gewollt  
habe, weshalb er ihrem Vater Geld und Grundstücke angeboten habe,

dass ihre stets gesunde Mutter gegen die Heirat gewesen sei und kurz 
nach deren Ablehnung durch Hexerei gestorben sei,

dass auch sie – die Beschwerdeführerin – die Heirat abgelehnt habe, 
deshalb von ihrem Domizil geflüchtet sei und nach zwei Tagen auf der 
Strasse eine junge Frau namens Solange kennengelernt habe,

dass Solange sie bei sich aufgenommen und sie in der Folge gefragt 
habe, ob sie in die Prostitution einsteigen wolle, was sie verneint habe, 
woraufhin Solange ihre beiden Arbeitgeber zu sich gerufen habe,

dass  diese  einen  dritten  Mann mitgebracht  hätten,  welcher  sie  ver-
gewaltigt habe,

dass man ihr daraufhin gesagt habe, sie wisse nun, wie ihre zukünftige 
Arbeit  ablaufe,  und man Vorbereitungen treffen würde,  damit  sie ins 
Ausland reisen könne,

dass sie bei Solange geblieben sei und deren  Haus nicht verlassen 
habe, weil sie im Dorf nicht habe gesehen werden wollen,

dass sie in der Folge immer wieder vergewaltigt worden sei,

dass sie vor der Ausreise aus Kamerun von Solange zur Gendarmerie 
begleitet worden sei,  wo sie eine Identitätskarte beantragt und dafür 
gleichentags eine „récépisse de demande“ erhalten hätten,

dass das Bundesamt mit Verfügung vom 15. Oktober 2010 – eröffnet 
am 16. Oktober 2010 – feststellte, die Beschwerdeführerin erfülle die 
Flüchtlingseigenschaft nicht, ihr Asylgesuch vom 28. September 2010 
ablehnte und die Wegweisung aus der Schweiz sowie deren Vollzug 
anordnete,

dass die  Vorinstanz zur  Begründung im Wesentlichen ausführte,  die 
Vorbringen der Beschwerdeführerin vermöchten den Anforderungen an 
die Glaubhaftigkeit nicht zu genügen,

dass es der Beschwerdeführerin gestützt auf eine Gesamtbeurteilung 
der  Elemente,  welche  für  oder  gegen  ihre  Altersangaben  sprechen, 

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nicht  gelungen  sei,  die  von  ihr  geltend  gemachte  Minderjährigkeit 
glaubhaft zu machen oder gar zu beweisen, wobei sich ihre Aussagen 
insgesamt  als  unglaubhaft  erweisen  und  sowohl  die  behauptete 
Identität  als  auch  das  sichergestellte  heimatliche  Dokument  und 
weitere Vorbringen betreffen würden,

dass  das  sichergestellte  „récépisse  de  demande“,  welches  als  Ge-
burtsdatum den (...) ausweise, eines der Indizien dafür darstelle, dass 
die Beschwerdeführerin den schweizerischen Asylbehörden ihr wahres 
Alter und ihre wahre Identität vorenthalte,

dass  durch  die  Dokumentenanalyse  keine  objektiven  Fälschungs-
merkmale  hätten  festgestellt  werden  können  und  sich  die  Be-
schwerdeführerin gemäss ihren Aussagen zu Hause persönlich bei der 
Gendarmerie präsentiert  habe, um das Dokument zu beantragen be-
ziehungsweise  zu  erhalten,  wobei  sie  diesbezüglich  weiter  erklärt 
habe, dort Unterschrift und Fingerabdrücke geleistet zu haben,

dass deshalb von der Authentizität des Dokuments auszugehen sei,

dass  die  Beschwerdeführerin  in  Bezug  auf  dieses  Dokument  immer 
wieder verschiedene beziehungsweise widersprüchliche Aussagen zu 
Protokoll  gegeben habe, indem sie anlässlich der Erstbefragung be-
stätigt habe, das Dokument enthalte ihr Foto, um dies anlässlich der 
Anhörung vom 12. Oktober 2010 anfänglich zu leugnen, um schliess-
lich  vor  der  Rückübersetzung  des  Protokolls  anzugeben,  das 
Dokument  gehöre  ihr  und  enthalte  ihr  Foto,  aber  darin  sei  das  Ge-
burtsdatum nicht korrekt vermerkt,

dass somit die Aussagen der Beschwerdeführerin bezüglich Alter und 
Identität widerlegt seien und diese durch das ihr zustehende amtliche 
Dokument belegt sei, woran ihr Festhalten an der von ihr behaupteten 
Minderjährigkeit  beziehungsweise  Identität  nichts  zu  ändern  ver-
möchte,

dass auch das Aussehen, die Erscheinung und das Verhalten der Be-
schwerdeführerin die von ihr behauptete Minderjährigkeit von Beginn 
weg  hätten  zweifelhaft  erscheinen  lassen,  weshalb  für  das  weitere 
Verfahren von ihrer Volljährigkeit auszugehen sei,

dass  die  erwähnte  Praxis  der  ehemaligen  Schweizerischen  Asyl-
rekurskommission  (ARK)  zur  Beweislast  und  Beweisführung  bei  be-

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haupteter  Minderjährigkeit  in  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der 
Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK]  2001  Nr.  22  und 
2001  Nr.  23  veröffentlicht  und  in  einem  Grundsatzurteil  vom 
29. Oktober 2004 (vgl. EMARK 2004 Nr. 30) bestätigt worden sei,

dass  die  Schilderung  der  Verfolgungsvorbringen  durch  die  Be-
schwerdeführerin  insgesamt  konstruiert  und  stereotyp  wirke  und  es 
ihren Äusserungen in vielerlei Hinsicht an Substanz und Logik mangle, 
wobei  namentlich  der  unter  den  geltend  gemachten  Umständen 
erfolgte zweitägige Aufenthalt auf der Strasse und der angebliche, trotz 
Vergewaltigung fünfmonatige Aufenthalt im Haus von Solange, welche 
sich  als  Prostituierte  herausgestellt  habe,  als  nicht  nachvollziehbar 
und realtitätsfremd zu erachten seien,

dass die Beschwerdeführerin auch nicht in der Lage gewesen sei, in 
zeitlicher Hinsicht genauere Angaben zu machen,

dass  es  sich  bei  ihren  Vorbringen  offensichtlich  um  ein  Konstrukt 
handle,

dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei,

dass die Beschwerdeführerin mit  Beschwerde vom 22. Oktober 2010 
(Empfang Telefax; Datum des Poststempels: 25. Oktober 2010) gegen 
diese  Verfügung  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde 
einreichte  und  beantragte,  die  angefochtene  Verfügung  sei 
aufzuheben,  die  Flüchtlingseigenschaft  anzuerkennen,  Asyl  zu 
gewähren, die Unzulässigkeit, Unzumutbarkeit und Unmöglichkeit des 
Wegweisungsvollzugs  festzustellen  und  die  vorläufige  Aufnahme 
anzuordnen,

dass sie  in  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  beantragte,  es  sei  die  un-
entgeltliche Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und Abs. 2 des 
Bundesgesetzes  vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungs-
verfahren (VwVG, SR 172.021)  zu gewähren, auf die Erhebung eines 
Kostenvorschusses  zu  verzichten  und  eventuell  die  aufschiebende 
Wirkung der Beschwerde wiederherzustellen,

dass  die  zuständige  Behörde  ferner  im  Sinne  einer  vorsorglichen 
Massnahme anzuweisen  sei,  die  Kontaktaufnahme mit  dem Heimat-
staat  sowie  jegliche  Weitergabe  von  Daten  an  denselben  zu  unter-
lassen  und  die  Beschwerdeführerin  bei  einer  eventuell  bereits 

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erfolgten  Datenweitergabe  in  einer  separaten  Verfügung  zu 
informieren,

dass  auf  die  Begründung  der  Rechtsbegehren,  soweit  für  den  Ent-
scheid  wesentlich,  in  den  nachfolgenden  Erwägungen  eingegangen 
wird,

dass  die  vollständigen  vorinstanzlichen  Akten  am 28.  Oktober  2010 
beim Bundesverwaltungsgericht  eintrafen  (Art.  109  Abs. 2  des  Asyl-
gesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht  auf  dem Gebiet  des  Asyls  end-
gültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5  VwVG) des BFM 
entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33 des Verwaltungsgerichts-
gesetzes  vom 17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1 
des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG 
richtet,  soweit  das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und 
Art. 6 AsylG),

dass die  Beschwerdeführerin  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde – 
unter  Vorbehalt  der  nachfolgenden  Erwägungen  –  einzutreten  ist 
(Art. 108  Abs. 1  AsylG  und  Art.  105  AsylG  i.V.m. Art.  37  VGG und 
Art. 52 VwVG),

dass  auf  den  Eventualantrag  auf  Wiederherstellung  der  auf-
schiebenden  Wirkung  mangels  Rechtsschutzinteresses  nicht  einzu-
treten  ist,  da  die  Beschwerde  von  Gesetzes  wegen  aufschiebende 
Wirkung hat (Art. 55 Abs. 1 VwVG) und die Vorinstanz einer allfälligen 

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Beschwerde die aufschiebende Wirkung nicht entzog (Art. 55 Abs. 2 
VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  be-
ziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  wird  (Art.  111 
Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um 
eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur 
summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass  die  Schweiz  Flüchtlingen  grundsätzlich  Asyl  gewährt  (Art.  2 
Abs. 1  AsylG),  wobei  als  Flüchtling  eine  ausländische  Person  an-
erkannt wird, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie 
zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität,  Zugehörig-
keit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen 
Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete 
Furcht  hat,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu  werden,  und  den 
frauenspezifischen  Fluchtgründen  jeweils  Rechnung  zu  tragen  ist 
(Art. 3 Abs. 1 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaub-
haft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

dass in  der Beschwerde nichts Neues geltend gemacht,  sondern im 
Sinne  einer  Wiederholung  lediglich  an  den  bisherigen  Sachverhalts-
vorbringen  festgehalten  wird  (die  Beschwerdeführerin  habe  in  ihrer 
Heimat  eine  Zwangsverheiratung  zu  gewärtigen,  sei  auf  der  Flucht 
davor  vergewaltigt  worden  und  würde  dort  zur  Prostitution 
gezwungen),

dass  die  Beschwerdeführerin  auch  an  ihrer  Minderjährigkeit  festhält 
und ausführt,  sie werde alles daran setzen, um diese nachzuweisen, 
wozu ihr eine angemessene Frist zu gewähren sei,

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dass sie einen Freund in  ihrem Dorf  gebeten habe,  bei  ihrem Vater 
eine  Urkunde  zu  holen  und  ihr  zu  senden,  was  bereits  erfolgt,  das 
Dokument indessen noch nicht eingetroffen sei,

dass die Überprüfung der Akten im Zusammenhang mit der von der 
Beschwerdeführerin  geltend gemachten Minderjährigkeit  ergibt,  dass 
diese  von  der  Vorinstanz  in  Anwendung  der  diesbezüglichen,  vom 
Bundesverwaltungsgericht  weitergeführten  Praxis  der  ehemaligen 
ARK zu Recht verneint  wurde beziehungsweise es der Beschwerde-
führerin nicht gelungen ist, die Minderjährigkeit entgegen der Beweis-
lage  nachzuweisen  oder  zumindest  glaubhaft  zu  machen,  wobei 
zwecks Vermeidung von Wiederholungen auf die entsprechenden Er-
wägungen  des  BFM  in  der  angefochtenen  Verfügung  verwiesen 
werden kann,

dass es sich angesichts der klaren Beweislage und fehlender näherer 
Angaben  zum Dokument,  mit  welchem die  Beschwerdeführerin  den 
Nachweis der Minderjährigkeit  erbringen will,  erübrigt,  dessen Nach-
reichung abzuwarten, weshalb der diesbezüglich sinngemäss gestellte 
Antrag um Fristgewährung abzuweisen ist,

dass  die  geltend  gemachten  Verfolgungsvorbringen  durch  die  Vor-
instanz  mit  zutreffender  Begründung  als  unglaubhaft  qualifiziert 
wurden,  wobei  wiederum  auf  die  entsprechenden  Erwägungen  des 
BFM in der angefochtenen Verfügung zu verweisen ist, und sich aus 
den  Ausführungen  in  der  Beschwerdeschrift  keine  Erkenntnisse  er-
geben,  die  zu  einer  von  der  Vorinstanz  abweichenden  Beurteilung 
führen könnten,

dass es der Beschwerdeführerin somit nicht gelingt, die Minderjährig-
keit  und  die  Flüchtlingseigenschaft  nachzuweisen  oder  zumindest 
glaubhaft  zu  machen,  weshalb  das  Bundesamt  das  Asylgesuch  zu 
Recht abgelehnt hat,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat  (Art. 44  Abs. 1 AsylG),  vorliegend der  Kanton keine Aufenthalts-
bewilligung  erteilt  hat  und  zudem kein  Anspruch auf  Erteilung einer 
solchen  besteht  (vgl.  EMARK  2001  Nr. 21),  weshalb  die  verfügte 
Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen  steht 
und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

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dass  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den  gesetz-
lichen Bestimmungen über  die  vorläufige  Aufnahme von Ausländern 
regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-
bar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG; Art. 83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass  bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen 
gemäss  ständiger  Praxis  des Bundesverwaltungsgerichts  und  seiner 
Vorgängerorganisation  ARK der  gleiche  Beweisstandard  wie  bei  der 
Flüchtlingseigenschaft  gilt,  dass  heisst,  sie  sind  zu  beweisen,  wenn 
der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu 
machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser, 
Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel 2009, Rz. 11.148), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht-
liche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es der Beschwerdeführerin nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen, 
weshalb  das  in  Art. 5  AsylG verankerte  Prinzip  des flüchtlingsrecht-
lichen Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung 
findet  und  keine  Anhaltspunkte  für  eine  menschenrechtswidrige  Be-
handlung im Sinne von Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 
zum  Schutze  der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  (EMRK,  SR 
0.101) ersichtlich sind, die ihr in Kamerun droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 

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Situationen  wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner  Gewalt  und 
medizinischer Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  weder  die  in  Kamerun  herrschende  politische  Situation  noch 
andere  Gründe  gegen  die  Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs 
dorthin sprechen,

dass auch keine individuellen Gründe ersichtlich sind, die dem Vollzug 
der Wegweisung allenfalls entgegenstehen könnten, zumal es sich bei 
der  Beschwerdeführerin  um  eine  –  soweit  aktenkundig  –  gesunde 
junge Frau handelt, die ihr ganzes bisheriges Leben in Kamerun ver -
bracht  und dort  eigenen Angaben zufolge während zehn Jahren die 
Primar- und Sekundarschule absolviert hat, weshalb es ihr zuzumuten 
ist, sich in ihrem Heimatstaat um eine Erwerbstätigkeit zu bemühen,

dass  angesichts  der  Aussagen  der  Beschwerdeführerin  betreffend 
Alter, Identität, Biografie und Wohn- beziehungsweise Aufenthaltsort in 
Kamerun,  welche  sich  als  unglaubhaft  erwiesen  haben,  nicht  davon 
auszugehen  ist,  sie  verfüge  in  ihrem  Heimatstaat  über  kein  Be-
ziehungsnetz,

dass unter  den  gegebenen Umständen  nicht  davon auszugehen ist, 
sie  würde  bei  einer  Rückkehr  in  eine  existenzbedrohende  Situation 
geraten,  die  als  konkrete  Gefährdung im Sinne der  zu  beachtenden 
Bestimmungen zu werten wäre (Art. 83 Abs. 4 AsylG),

dass schliesslich der Vollzug der Wegweisung auch als grundsätzlich 
möglich  (Art. 83  Abs. 2  August)  erscheint,  da  es  Pflicht  der  Be-
schwerdeführerin  ist,  sich  um die  Beschaffung der  für  die  Rückkehr 
notwendigen Reisepapiere zu bemühen (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass die Beschwerdeführerin  in  ihrer  Rechtsmitteleingabe beantragt, 
die Vollzugsbehörde sei vorsorglich anzuweisen, die Kontaktaufnahme 
mit dem Heimat- oder Herkunftsstaat sowie jeglichen Datentransfer zu 
unterlassen, um im Fall einer Rückkehr keine Probleme zu bekommen, 

dass  mit  vorliegendem Urteil  die  Beschwerde  abgewiesen  wird  und 
damit das Beschwerdeverfahren abgeschlossen ist,  weshalb sich der 
Antrag  auf  Anordnung  vorsorglicher  Massnahmen  –  solche  sind 

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ohnehin nur für die Dauer des Beschwerdeverfahrens wirksam – als 
gegenstandslos erweist, 

dass  im  Übrigen  aus  den  dem  Gericht  vorliegenden  Akten  nicht 
hervorgeht,  die  Vorinstanz  habe  die  Beschwerdeführerin  betreffende 
Daten an den Heimatstaat weitergegeben, weshalb auf das Eventual-
begehren,  es  sei  bei  bereits  erfolgter  Datenweitergabe  die  Be-
schwerdeführerin darüber in einer separaten Verfügung zu informieren, 
mangels Rechtsschutzinteresses im Rahmen dieses Verfahrens nicht 
einzutreten ist,

dass es der Beschwerdeführerin demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt  
oder  unangemessen  ist  (Art. 106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist, 

dass  das  Gesuch  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kosten-
vorschusses  mit  vorliegendem Entscheid  in  der  Hauptsache  gegen-
standslos wird, 

dass  das mit  der  Beschwerde  gestellte  Gesuch  um Gewährung  der 
unentgeltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG ab-
zuweisen ist,  da die Begehren –  wie  sich  aus den vorliegenden Er-
wägungen ergibt – als aussichtslos zu bezeichnen waren, weshalb die 
kumulativen Voraussetzungen für  die Gewährung der unentgeltlichen 
Rechtspflege  –  ungeachtet  der  von  der  Beschwerdeführerin  nicht 
nachgewiesenen prozessualen Bedürftigkeit – nicht erfüllt sind,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.– 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  der  Beschwerdeführerin  aufzuerlegen  sind  (Art.  63 
Abs. 1 und 5 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  im 
Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.–  werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils der 
Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin durch Vermittlung der (...) 
(Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)

- das BFM, (...) (per Telefax zu den Akten Ref-Nr. (...))
- die (...), mit der Bitte, dieses Urteil der Beschwerdeführerin gegen 

die beigelegte Empfangsbestätigung auszuhändigen und diese dem 
Bundesverwaltungsgericht umgehend zuzustellen (per Telefax)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Martin Zoller Daniel Widmer

Versand: 

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