# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8e129760-9bba-57b7-9264-ee7848d520fd
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-08-28
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 28.08.2018 III 2018 11
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2018-11_2018-08-28.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2018 11

Entscheid vom 28. August 2018 

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
Ruth Mikšovic-Waldis, Richterin
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
lic.iur. Josef Mathis, Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt R.________,

gegen

1. Gemeinderat Wollerau, Hauptstrasse 15, Postfach 335, 
8832 Wollerau,

2. Amt für Raumentwicklung ARE, Bahnhofstrasse 14, 
Postfach 1186, 6431 Schwyz,

3. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9, 
Postfach 1260, 6431 Schwyz,
Vorinstanzen,

Gegenstand Planungs- und Baurecht (Nachträgliche Baubewilligung; Wieder-
herstellung des rechtmässigen Zustandes)

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Sachverhalt:

A. A.________ ist Eigentümerin des Grundstückes 001.________, Wollerau. 
Dieses Grundstück liegt teils in der Bauzone W2, teils ausserhalb der Bauzone 
(südlicher Bereich). Die Bauzonengrenze verläuft in einem Abstand von rund 
6.50 m zur Südfassade des Wohnhauses von A.________. 

Im Zusammenhang mit einem Baugesuch auf einem Drittgrundstück wurde fest-
gestellt, dass auf diversen Grundstücken der Gemeinde Wollerau im Nichtbau-
gebiet Bauarbeiten vorgenommen worden waren (vgl. Gesamtentscheid des 
ARE vom 10.11.2016 S. 3). Unter anderem wurde auch festgestellt, dass auf 
KTN 001.________ ausserhalb der Bauzone eine Gartenanlage realisiert worden 
war, namentlich ein im Zick-Zack-Verlauf angelegter Fussweg. 

Auf Verlangen des Kantons forderte der Gemeinderat Wollerau A.________ auf, 
für die Veränderungen am Grundstück ein Baugesuch einzureichen. Dieser Auf-
forderung wurde am 16. Oktober 2015 Folge geleistet. Auf eine Publikation und 
öffentliche Auflage wurde verzichtet. 

Mit Gesamtentscheid vom 10. November 2016 verfügte das ARE was folgt:

1. Die nachträgliche kantonale Baubewilligung für das Baugesuch B2015-1413 
von A.________, Wollerau, für die Weganlage soweit diese ausserhalb der 
Bauzone liegt, wird im Sinne der Erwägungen und unter den Auflagen und 
Nebenbestimmungen der zuständigen Stelle gemäss Kap. II verweigert.

2. Es sind innerhalb von 3 Monaten ab Rechtskraft des Gesamtentscheides

- die widerrechtlich erstellten Bordsteine zur Einfassung des Wegrandes 
zurückzubauen,

- der Kiesbelag durch einen Schotterrasen zu ersetzen. 

Fällt die Rechtskraft dieser Verfügung auf die Winterperiode (1. Oktober bis 
30. April), so sind die Rückbauten und Terrainanpassungen sowie die 
Rekultivierung und Begrünung des Terrains im darauf folgenden Frühling (ab 
dem 1. Mai) zu beginnen und innert 3 Monaten abzuschliessen.

(3.-8.  Strafandrohung; Vollzug und Baukontrolle durch Gemeinde; Eröffnung des 
kantonalen Gesamtentscheides durch die Gemeinde; Behandlungsgebühr von 
Fr. 1'300.--; Rechtsmittelbelehrung; Zustellung). 

Mit Beschluss (GRB) Nr. 2017.12 vom 9. Januar 2017 entschied der Gemeinde-
rat wie folgt:

1. Die nachträgliche Baubewilligung für die bereits ausgeführten 
Umgebungsgestaltungen, beinhaltend eine Weganlage, welche mit 
Bordsteinen eingefasst wurde, auf KTN 001.________ wird nicht erteilt. Auf 
eine vollständige Rückführung der Weganlage wird im Sinne der Erwägungen 
unter Ziff. 2.5 vorstehend ausnahmsweise verzichtet.

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Hingegen sind die Bordsteine zur Einfassung des Wegrandes als Hartbauten 
und damit als zonenfremde Anlageteile zu betrachten. Es fehlt an der 
Standortgebundenheit. Diese Bestandteile der Umgebungsgestaltung sind 
deshalb im Sinne der Erwägungen unter Ziff. 2.6 vorstehend rückzubauen. 
Der detaillierte Umfang der Rückbaumassnahmen sowie die dafür angesetzte 
Frist ist dem Kantonalen Gesamtentscheid vom 10.11.2016 zu entnehmen.

Der Abschluss der Rückbaumassnahmen ist dem Hochbauamt der Gemeinde 
zur Abnahme zu melden.

2. Der kantonale Gesamtentscheid des Amtes für Raumentwicklung vom 
10.11.2016 liegt vor und bildet integrierender Bestandteil der Baubewilligung. 
Deren Bedingungen und Auflagen sind zu beachten.

3. Die Bauherrschaft wird für ihr eigenmächtiges Handeln, d.h. das Bauen ohne 
Baubewilligung gerügt. Auf eine Verzeigung beim zuständigen 
Bezirksstaatsanwalt kann im vorliegenden Fall verzichtet werden, weil die 
sieben Jahre dauernde Verjährungsfrist verwirkt ist (unter Hinweis auf § 92 
Abs. 3 PBG). 

(4.-6.  Gebühren von Fr. 1'909.30; Rechtsmittel; Mitteilung). 

B. Gegen den Gesamtentscheid des ARE vom 10. November 2016 sowie den 
GRB vom 9. Januar 2017 liessen A.________ mit Eingabe vom 2. Februar 2017 
Beschwerde beim Regierungsrat des Kantons Schwyz erheben mit den 
folgenden Anträgen:

1. Es seien der kantonale Gesamtentscheid des Amtes für Raumentwicklung 
vom 10. November 2016 und der Beschluss des Gemeinderates Wollerau 
Nr. 2017.12 vom 9. Januar 2017 aufzuheben und es seien die 
Beschwerdegegner anzuweisen, die nachgesuchten Bewilligungen für den 
ausserhalb der Bauzone liegenden Fussweg zu erteilen;

eventualiter seien die Dispositiv Ziffern 2, 3 und 4 des kantonalen 
Gesamtentscheids des Amtes für Raumentwicklung vom 10. November 2016 
und es seien die Dispositiv Ziffer 1 Abs. 1 [wohl zu ergänzen: des 
Gemeinderatsbeschlusses], soweit eine teilweise Rückführung der 
Weganlage festgesetzt wird, sowie Abs. 2 und 3  aufzuheben;

2. Die Vernehmlassung der Beschwerdegegner und allfällige weitere 
Vernehmlassungen seien den Beschwerdeführern zur Stellungnahme 
zuzustellen;

3. Es sei ein Augenschein durchzuführen;

4. Den Beschwerdeführern sei eine angemessene Parteientschädigung 
zuzusprechen;

alles unter Kostenfolge zulasten der Beschwerdegegner.

C. Mit Beschluss (RRB) Nr. 953/2017 vom 12. Dezember 2017 entschied der 
Regierungsrat wie folgt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

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2. Die Verfahrenskosten (inklusive Kanzleikosten) im Betrag von Fr. 1500.-- 
werden den Beschwerdeführern auferlegt (…). 

3. Parteientschädigungen werden keine zugesprochen. 

(4.-6. Rechtsmittelbelehrung; Zustellung). 

D. Gegen diesen RRB Nr. 953/2017 (Versand am 19.12.2017) lassen 
A.________ mit Eingabe vom 9. Januar 2018 (Postaufgabe am gleichen Tag) 
fristgerecht beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz Beschwerde erheben 
mit den folgenden Anträgen:

1. Der angefochtene Beschluss sei aufzuheben und die Akten seien an die Vor-
instanz zur vollständigen Durchführung des Beschwerdeverfahrens und zum 
Neuentscheid zurückzuweisen. 

2. Die Vernehmlassungen der Vorinstanzen seien den Beschwerdeführern 
umgehend zur Stellungnahme zuzustellen. 

3. Es sei ein Augenschein durchzuführen.

4. Den Beschwerdeführern sei für dieses und das vorinstanzliche Verfahren eine 
angemessene Parteientschädigung zuzusprechen;

Alles unter Kostenfolge zu Lasten der Vorinstanzen bzw. der Staatskasse. 

E. Mit Vernehmlassung vom 30. Januar 2018 beantragt das Sicherheitsdepar-
tement die Abweisung der Beschwerde; im Wesentlichen wird auf die Begrün-
dung des angefochtenen Beschlusses verwiesen. Das ARE beantragt vernehm-
lassend am 1. Februar 2018 die Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge; 
ebenso beantragt der Gemeinderat Wollerau mit Vernehmlassung vom 1. Feb-
ruar 2018, die Beschwerde sei unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Las-
ten der Beschwerdeführer abzuweisen.  

F. Mit Schreiben vom 14. Februar 2018 beantragen die Beschwerdeführer, es 
sei ihnen eine angemessene Frist für eine Stellungnahme zu den Vernehmlas-
sungen der Vorinstanzen anzusetzen. 

Diesem Antrag leistete das Verwaltungsgericht mit Fristansetzung vom 15. Fe-
bruar 2018 Folge. 

G. Mit Schreiben vom 15. März 2018 informierte das Verwaltungsgericht die 
Beschwerdeführer über den Antrag auf Sistierung in Verfahren, welche eine glei-
che Thematik in der Gemeinde Wollerau zum Gegenstand haben. Diese Sistie-
rungsanträge seien mit der in der Gemeinde Wollerau in Angriff genommenen 
Teilrevision der Nutzungsplanung (vgl. Amtsblatt Nr. ________) begründet wor-
den. Da vorliegend ein gleich gelagerter Sachverhalt zu beurteilen sei, dränge 
sich entsprechend eine parallele Behandlung und Vorgehensweise auf. Die Be-
schwerdeführer (sowie der Gemeinderat und das ARE) würden daher eingela-

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den, sich bis zum 11. April 2018 zur Frage der Sistierung auch des vorliegenden 
Verfahrens zu äussern. Der Gemeinderat und das ARE im Besonderen wurden 
aufgefordert, in einer allfälligen Stellungnahme mit Blick auf das vorliegende Ver-
fahren namentlich einerseits dem Umstand, dass einerseits die geplante Garten-
zone nicht als Bauzone, sondern als Schutzzone definiert werde, die keine bauli-
che Nutzung zulasse, und anderseits den Konsequenzen der "Richtlinien für die 
Gestaltung privater Gärten in der Gartenzone" gemäss Anhang 2 des Entwurfs 
vom 16. Januar 2018 zur Teilrevision des Baureglements Rechnung zu tragen; 
ebenso seien Angaben zum Zeithorizont der Teilrevision der Nutzungsplanung 
zu machen.

H. Die Beschwerdeführer erklärten sich mit Eingabe vom 28. März 2018 mit 
einer Verfahrenssistierung einverstanden. Das ARE erklärte mit Schreiben vom 
29. März 2018 unter anderem, zum Sistierungsantrag keine Stellung nehmen zu 
können, da der Inhalt der kommunalen Nutzungsplanung nicht bekannt sei. Das 
Sicherheitsdepartement erklärte am 5. April 2018 seinen Verzicht auf eine Stel-
lungnahme. Der Gemeinderat äusserte sich mit Schreiben vom 10. April 2018 zu 
den unterbreiteten Fragen und nahm differenziert zum Sistierungsantrag Stel-
lung. 

Die Beschwerdeführer äusserten sich zu den Stellungnahmen der Vorinstanzen 
am 4. Mai 2018. 

I. Am 29. März 2018 hatte das Verwaltungsgericht zwischenzeitlich die den 
Beschwerdeführern am 9. März 2018 gewährte (Erstreckung der) Frist vorläufig 
abgenommen.

J. Mit Zwischenbescheid VGE III 2018 85 vom 8. Mai 2018 entschied der Ein-
zelrichter, dass das Verfahren nicht sistiert wird. Den Beschwerdeführern wurde 
die Frist zur Einreichung einer Stellungnahme zu den Vernehmlassungen der 
Vorinstanzen neu angesetzt. 

K. Mit innert erstreckter Frist eingereichter Eingabe vom 9. Juli 2018 halten 
die Beschwerdeführer an ihren mit der Beschwerde gestellten Anträgen fest. 
Hierzu nahm der Gemeinderat mit Schreiben vom 20. Juli 2018 Stellung mit dem 
Antrag auf Abweisung der Beschwerde unter Kosten- und Entschädigungsfolgen 
zu Lasten der Beschwerdeführer. 

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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Das ARE hat im Gesamtentscheid vom 10. November 2016 dargelegt, der 
südliche Teil des Grundstückes liege gemäss rechtskräftigem Zonenplan der 
Gemeinde Wollerau [zu etwas mehr als der Hälfte] ausserhalb der Bauzone. Die 
Weganlage südlich des Wohnhauses liege nahezu vollständig ausserhalb der 
Bauzone. Der Sachverhalt sei aus den vorliegenden Akten vollumfänglich er-
sichtlich; ein Augenschein dränge sich nicht auf. Die Bauherrschaft habe sich 
schriftlich zum Prüfungsergebnis äussern können. 

Der Fussweg sei mit der Umgebungsgestaltung zum neu gebauten Wohnhaus 
angelegt worden. Die Weganlage sei als landschaftsarchitektonisches Element 
zu qualifizieren. Dadurch werde die Grundnutzung der Wohnzone in die Land-
wirtschaftszone ausgedehnt, was unzulässig sei. Die Zonengrenze sei bereits 
deutlich vor der Erstellung der Wohnbaute und der Weganlage rechtskräftig und 
eindeutig festgesetzt und seither auch nicht verändert worden (Zonenplan der 
Gemeinde, genehmigt am 6.6.1978 [bzw. vom 6.8.1996, vgl. angefochtener RRB 
Erw. 4.1]). Insofern sei sich die Bauherrschaft bereits vor der Erstellung von Haus 
und Weg bewusst gewesen, wie weit sich das Baugebiet erstrecke. Die Wegan-
lage widerspreche dem Grundsatz der konsequenten Trennung von Bau- und 
Nichtbaugebiet. 

Es sei nicht ersichtlich, dass die Weganlage für die Bewirtschaftung notwendig 
sei; zudem sei die Parzelle nicht als landwirtschaftliche Nutzfläche registriert. Der 
Ausbaustandard des Weges und die Zick-Zack-Linienführung mache eine land-
wirtschaftliche Nutzung nicht plausibel. Die Vorgaben von Art. 24 des Bundesge-
setzes über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700) vom 22. Ju-
ni 1979 (namentlich Standortgebundenheit) für die Bewilligung der Weganlage 
seien nicht erfüllt. Auch eine Bewilligung nach Art. 24c RPG falle ausser Be-
tracht. 

Die Verwirkungsfrist von 30 Jahren für die Wiederherstellung des rechtmässigen 
Zustandes bei unrechtmässig erstellten Bauten sei offensichtlich noch nicht ver-
strichen. 

Die Entfernung der Bordsteine zur Einfassung des Wegrandes erweise sich als 
verhältnismässig. Von einer weitergehenden Rückführung könne abgesehen 
werden, sofern der Kiesbelag durch einen Schotterrasen ergänzt werde. Zu die-
sem Zweck sei die Kieschaussierung aufzulockern, etwas Humus beizumengen 
und ein Schotterrasen anzusäen. Mit dieser Massnahme könnten die negativen 
Auswirkungen der widerrechtlichen Anlage in einem hinreichenden Ausmass be-

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seitigt werden. Diese Vorkehren seien innert drei Monaten seit Rechtskraft der 
Verfügung vorzunehmen.  

Der Gemeinderat übernahm die Argumentation des ARE in seinen Beschluss 
vom 9. Januar 2017.

1.2 Der Regierungsrat hat im angefochtenen Beschluss einen Augenschein als 
nicht erforderlich erachtet (Erw. 1). Der Vorwurf der Verletzung des rechtlichen 
Gehörs sei unbegründet; das ARE sei auf die wesentlichen Einwände der Be-
schwerdeführer eingegangen (Erw. 2). Es sei unbestritten, dass die Beschwerde-
führer nach dem Bau des Einfamilienhauses im Jahr 2002 ohne Baubewilligung 
im südlichen Teil ausserhalb der Bauzone im Jahr 2003 einen Fussweg mit Zick-
Zack-Verlauf eigenmächtig erstellt hätten. Der Fussweg sei rund 57 m lang und 
zwischen 1.50 m und 4.70 m breit sowie mit Kiesbelag und Bordsteinen (Stell-
stein Beton) versehen. Es sei grundsätzlich unbestritten, dass es sich hierbei um 
eine bewilligungspflichtige Anlage handle (Erw. 3.2). Entgegen der Auffassung 
der Beschwerdeführer sei es irrelevant, ob die Pflanzen- und Wiesenflächen be-
willigt worden seien, da Bepflanzungen in der Regel keine Baubewilligung 
benötigten. Die Beschwerdeführer betrieben keine dauerhafte, auf Wirtschaftlich-
keit ausgerichtete produzierende Landwirtschaft. Ein allfälliger hobbymässiger 
Gartenbau bzw. Freizeitlandwirtschaft wäre in der Landwirtschaftszone ohnehin 
nicht zonenkonform (Erw. 4.2). ARE und Gemeinderat würden die Standortge-
bundenheit der Weganlage zu Recht verneinen. Gemäss Bundesgericht gelte es, 
die schleichende Ausdehnung der Bauzonen ins Kulturland zu verhindern. Die-
ses öffentliche Interesse überwiege die privaten Interessen der Beschwerdefüh-
rer klar. Die Erteilung der nachträglichen Baubewilligung sei zu Recht verweigert 
worden (Erw. 5.2; Bundesgerichtsurteil 1C_533/2015 vom 6.1.2016 Erw. 4.3). 
Bei einer fünfzehnjährigen Bestehensdauer der widerrechtlichen Anlage sei die 
dreissigjährige Verwirkungsfrist noch nicht abgelaufen. Eine Vertrauensgrundla-
ge, welche einer Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes entgegenste-
he, sei nicht geschaffen worden. Die Beschwerdeführer beriefen sich nicht auf 
den guten Glauben (Erw. 6.3). Der angeordnete (teilweise) Rückbau der Wegan-
lage erweise sich als verhältnismässig. Aufgrund deren Ausmasse und einer 
5 cm-Schicht Bergschotter auf einer 20 cm-Schicht Wandkies könne nicht mehr 
von einer geringfügigen bzw. bedeutungslosen Abweichung von den Bauvor-
schriften gesprochen werden (Erw. 6.4 f.). Für die Beschwerdeführer entstehe 
keine unverhältnismässige Kostenfolge (Erw. 6.6). 

1.3 Die Beschwerdeführer halten an der Notwendigkeit eines Augenscheines 
fest. Die Parteiangaben zu wesentlichen Punkten des Sachverhaltes wider-
sprächen sich. Der Sachverhalt sei ungenügend abgeklärt worden. Aus den Fo-

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tos lasse sich insbesondere nicht entnehmen, "inwiefern der Fussweg der Be-
werbung und der Zugänglichkeit des betroffenen Grundstücksbereiches diene 
und wegen der Hanglage nötig" sei. Den Fotos lasse sich auch nicht entnehmen, 
inwiefern der Rückbaubefehl geeignet sein soll, die langfristige Sicherung der 
Ernährungsbasis des Landes, die Erhaltung der Landwirtschaft und des Erho-
lungsraumes oder den ökologischen Ausgleich zu sichern, was nicht nur für die 
Beurteilung der Zonenkonformität/Standortgebundenheit, sondern auch für die 
Beurteilung der Verhältnismässigkeit von ausschlaggebender Bedeutung sei 
(Beschwerde S. 3 f. Ziff. 3). Die Beschwerdeführer bleiben bei ihrem Standpunkt, 
der Fussweg sei zur Bewirtschaftung des Landes ausserhalb der Bauzone ange-
legt worden; der Zick-Zack-Verlauf sei auf die Hanglage zurückzuführen; der ein-
gezeichnete Sitzplatz sei nicht ausgeführt worden (S. 5 lit. b). Das ARE und der 
Gemeinderat hätten ihnen keine Bösgläubigkeit vorgeworfen; dieser Vorwurf des 
Regierungsrates sei unhaltbar (S. 5 f. Ziff. 2). Die Verwirkung sei eingetreten; 
beispielsweise sehe Art. 46 Abs. 3 des Baugesetzes des Kantons Bern (BauG-
BE) vom 9. Juni 1985 vor, dass nach Ablauf von fünf Jahren seit der Erkennbar-
keit der Rechtswidrigkeit die Wiederherstellung nur verlangt werden könne, wenn 
zwingende öffentliche Interessen es erforderten. Im Kanton Schwyz fehle eine 
entsprechende Regelung (S. 7 lit. b; vgl. S. 10 Ziff. 5.a f.). Die Umgebungsgestal-
tung ausserhalb der Bauzone sei mit der Baubewilligung (samt Nachtragsbewilli-
gung) für das Einfamilienhaus erteilt worden; die Gartenanlage habe daher 
zwangsläufig in das damalige Bewilligungsverfahren einbezogen werden müs-
sen; die Anpflanzungen hätten daher nur als zonenkonform oder als standortge-
bunden bewilligt werden können. Der Weg zur Bewirtschaftung müsse daher 
konsequenterweise ebenfalls als standortgebunden erachtet werden (S. 8 f. 
Ziff. 4.a f.). Der (teilweise) Rückbaubefehl sei auch nicht verhältnismässig 
(S. 11 f. Ziff. 6.a f.). 

1.4 Das ARE weist mit seiner Vernehmlassung unter Bezugnahme auf einen 
Mitbericht der Abteilung Ortsplanungen unter anderem darauf hin, dass für den 
Zugang zur Hangbewirtschaftung ein blosser Trampelpfad genügen würde. Von 
der zuständigen kantonalen Fachstelle sei nie eine Baubewilligung für die Anla-
gen ausserhalb der Bauzone erteilt worden. Art. 24c RPG könne nur auf altrecht-
liche Bauten und Anlagen Anwendung finden, was vorliegend nicht zutreffe. 

1.5.1  Im Verwaltungsverfahren haben die Beschwerdeführer den (Haupt-)Antrag 
auf Erteilung der nachgesuchten Bewilligungen für den ausserhalb der Bauzone 
liegenden Fussweg gestellt (vgl. vorstehend Ingress lit. B). Der Regierungsrat 
konnte im angefochtenen Beschluss entsprechend zu Recht festhalten, die feh-
lende Bewilligung für den Fussweg sei unbestritten. Soweit die Beschwerdefüh-

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rer vor dem Verwaltungsgericht aus ihrer Argumentation, die Gartenanlage habe 
zwangsläufig ins Baubewilligungsverfahren einbezogen werden müssen, ableiten 
wollen, der Fussweg sei bereits rechtskräftig bewilligt worden, setzen sie sich ei-
nerseits in Widerspruch zum erwähnten Antrag im regierungsrätlichen Be-
schwerdeverfahren, anderseits aber auch zum Antrag auf Rückweisung im vor-
liegenden Verfahren. Hiervon könnte zwangsläufig abgesehen werden, wenn die 
Anlage (rechtskräftig) bewilligt worden wäre. Im Übrigen erbringen die Be-
schwerdeführer den Nachweis für die erteilte Baubewilligung für die Gartenanla-
ge nicht. 

1.5.2  Vor dem Verwaltungsgericht beantragen die Beschwerdeführer (nur noch) 
die Aufhebung des angefochtenen RRB und die Rückweisung der Sache an die 
Vorinstanzen zur Durchführung des Beschwerdeverfahrens und zum Neuent-
scheid. Soweit sich der angefochtene Beschluss als rechtmässig erweist, kann 
indes ohne weiteres von einer Rückweisung abgesehen werden und erweist sich 
die Beschwerde als unbegründet. Indes ist der angefochtene Beschluss − wie 
nachstehend zu zeigen ist (Erw. 3.6.1 ff.) − aus anderen als den geltend gemach-
ten Gründen aufzuheben. 

2.1 Was die fehlende raumplanungsrechtliche Bewilligungsfähigkeit der We-
ganlage ausserhalb der Bauzone anbelangt, kann vollumfänglich auf die umfas-
senden, überzeugenden und zutreffenden Erwägungen der Vorinstanzen verwie-
sen werden. Wie das ARE vernehmlassend vorbringt, wäre, selbst wenn eine 
landwirtschaftliche Nutzung gegeben wäre, ein ausgebauter Zick-Zack-Weg hier-
für nicht nötig, womit es (auch) an der Voraussetzung der Notwendigkeit (vgl. 
Art. 16a Abs. 1 RPG) fehlen würde. Im Übrigen belegen die aktenkundigen Auf-
nahmen (RR-act. III/01/B 11), dass namentlich aufgrund des künstlich angeleg-
ten Zick-Zack-Weges bei der gestalteten Grundstücksfläche ausserhalb der Bau-
zone von einem landwirtschaftlichen oder landwirtschaftsähnlichen Grundstück, 
selbst bei grosszügiger Interpretation, nicht gesprochen werden kann. Zu prüfen 
bleibt somit die Verhältnismässigkeit der angeordneten Wiederherstellungs-
massnahmen. 

2.2.1  Die Anordnung der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands bedeu-
tet eine Eigentumsbeschränkung und ist folglich nur zulässig, wenn sie auf einer 
gesetzlichen Grundlage beruht, im öffentlichen Interesse liegt und verhältnismäs-
sig ist (Art. 36 BV). 

2.2.2  Der Anordnung der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands kommt 
gemäss der Rechtsprechung des Bundesgerichts massgebendes Gewicht für 
den ordnungsgemässen Vollzug des Raumplanungsrechts zu. Werden illegal er-

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richtete, dem Bundesgesetz über die Raumplanung (RPG; SR 700) vom 22. Juni 
1979 widersprechende Bauten nicht beseitigt, sondern auf unabsehbare Zeit ge-
duldet, so wird der Grundsatz der Trennung von Bau- und Nichtbaugebiet in Fra-
ge gestellt und rechtswidriges Verhalten belohnt. Formell rechtswidrige Bauten, 
die nachträglich nicht bewilligt werden können, müssen deshalb grundsätzlich 
beseitigt werden (BGE 136 II 359 Erw. 6 mit Hinweisen). Bei der Anordnung des 
Abbruchs bereits erstellter Bauten sind indessen die allgemeinen Prinzipien des 
Verfassungs- und Verwaltungsrechts zu beachten. Zu ihnen gehören namentlich 
das öffentliche Interesse und die Verhältnismässigkeit (Art. 5 Abs. 2 BV) sowie 
der Grundsatz von Treu und Glauben (Art. 5 Abs. 3 und Art. 9 BV). Die Anord-
nung der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands kann insbesondere un-
terbleiben, soweit diese unverhältnismässig wäre. Überdies können Gründe des 
Vertrauensschutzes der Wiederherstellung entgegenstehen, oder sie kann auf-
grund des Zeitablaufs verwirkt sein (BGE 136 II 359 Erw. 6-10). Bei der Prüfung, 
ob ein Abbruch im öffentlichen Interesse liegt und verhältnismässig ist, ist den 
kommunalen und kantonalen Behörden ein gewisser Ermessensspielraum zuzu-
gestehen, wenn es um die Beurteilung lokaler Gegebenheiten geht und sich aus-
gesprochene Ermessensfragen stellen (vgl. Bundesgerichtsurteil 1C_406/2012 
vom 5.2.2013 Erw. 3.2). 

2.2.3  Die bundesgerichtliche Rechtsprechung betreffend Wiederherstellungs-
massnahmen bei Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzone ist streng. Bei-
spielsweise hat es einen rund 1.5 m hohen Zaun mit Pfosten in der Höhe von 
1.7 m bis 1.8 m in der Landwirtschaftszone als eine gewichtige Abweichung von 
den Bauvorschriften beurteilt, zumal die privaten Interessen (Schutz der Liegen-
schaft und Tiere) durch einen Zaun innerhalb der Bauzone gewährleistet werden 
können (Bundesgerichtsurteil 1C_270/2014 vom 4.6.2014). Geschützt hat es 
auch den von den Vorinstanzen angeordneten Rückbau von sechs nicht bewillig-
ten Pfählen, die im Rahmen der bewilligten Erneuerung eines Bootshafens in den 
See gerammt worden waren, um daran Boote befestigen zu können (Bundesge-
richtsurteil 1C_43/2015 vom 6.11.2015). Im Rahmen bewilligter baulicher Mass-
nahmen zur hobbymässigen Pferdehaltung hat es neben dem Rückbau des ge-
genüber dem bewilligten mit der doppelten Fläche realisierten Allwetterplatzes 
(auf die von der Tierschutzgesetzgebung empfohlene Fläche) und den unbewil-
ligterweise errichteten permanent zugänglichen Ausläufen von den Pferdeboxen 
auch den Rückbau von Terrainveränderungen geschützt (insoweit sie die Identi-
tät der Umgebung beeinträchtigten) (Bundesgerichtsurteil 1C_179/2013 vom 
15.8.2013). In diesen Entscheiden − wie in zahlreichen weiteren − betonte das 
Bundesgericht auch stets die Bedeutung des Grundsatzes der Trennung des 
Baugebiets vom Nichtbaugebiet als ein grundlegendes bzw. eines der grundle-

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gendsten Prinzip(ien) des Raumplanungsrechts (vgl. auch BGE 141 II 245 
Erw. 2.1 ff. + Erw. 7.5f.; BGE 132 II 21 Erw. 6.4; BGE 129 II 396 Erw. 4.2.1 mit 
Verweis auf das alte Bundesgesetz vom 8.10.1971 über den Schutz der Gewäs-
ser gegen Verunreinigung [aGSchG], heute Bundesgesetz über den Schutz der 
Gewässer [Gewässerschutzgesetz, GSchG; SR 814.20] vom 24.1.1991, mit wel-
chem erstmals eine klare Trennung von Bau- und Nichtbaugebiet vorgenommen 
wurde; Bundesgerichtsurteil 1C_202/2012 vom 8.1.2014 Erw. 5.1.1). 

Im Sachverhalt, der dem Bundesgerichtsurteil 1C_533/2015 vom 6. Januar 2016 
zu Grunde lag, hatten die Eigentümer auf dem ihrem Wohnhaus benachbarten, 
in der Landwirtschaftszone gelegenen Grundstück, auf welchem zu Gunsten ih-
res Grundstückes an 281 m2 eine Dienstbarkeit lastete ("ausschliessliches und 
alleiniges Bepflanzungs- und Gestaltungsrecht"), einen Sitzplatz (mit Pergola, 
Stützmauern, Gartenzaun etc.) errichtet. Das Bundesgericht bestätigte auch in 
diesem Fall den von den aargauischen Behörden (unter dem Vorbehalt, dass ein 
innert angesetzter Frist einzureichendes Umzonungsgesuch erfolglos bleiben 
sollte) angeordneten Rückbau. Unter anderem führte das Bundesgericht aus 
(Erw. 3.3), selbst wenn es vormals Praxis zahlreicher aargauischer Gemeinden 
gewesen wäre, bis an den Zonenrand bauen zu lassen und das anschliessende 
Land der Gartennutzung zuzugestehen (wie es die Beschwerdeführer geltend 
machten), könne dies (wenn überhaupt) allenfalls das Vertrauen begründet ha-
ben, das Land ohne bauliche Massnahmen zu privaten Zwecken nutzen zu dür-
fen (z.B. als Spielwiese, Obstgarten oder ähnliches), nicht aber, darauf Bauten 
und Anlagen ohne Bewilligung erstellen zu dürfen. Im konkreten Fall hatte die 
Gemeinde in der Baubewilligung (vom 13.2.1995) zudem ausdrücklich festgehal-
ten, dass keine Bauten ausserhalb der Bauzone zulässig sind. Die Beschwerde-
führer (Bauherrschaft) hätten − so das Bundesgericht − auch und gerade als ju-
ristische Laien bei der Baubehörde nachfragen müssen, bevor sie auf eigene 
Faust bauliche Veränderungen vorgenommen hätten. Soweit sie auf Aussagen 
anderer (Privat-) Personen vertraut hätten, könne dies von vornherein keinen 
Vertrauensschutz im Sinne von Art. 9 BV begründen, da dieser an das Vertrauen 
des Bürgers in ein staatliches Verhalten anknüpfe (Erw. 3.5). Weiter hielt das 
Bundesgericht auch fest, es sei nicht ersichtlich, inwiefern allfällige Fehler des 
kommunalen Bauamts das öffentliche Interesse an der Beseitigung illegaler Bau-
ten und Anlagen in der Landwirtschaftszone minderten, deren Nutzung bundes-
rechtlich geregelt sei und in erster Linie in der Zuständigkeit des Kantons liege 
(Erw. 4.3). Was schliesslich die von den Beschwerdeführern geltend gemachten 
Wiederherstellungskosten und den durch den Rückbau des Sitzplatzes verur-
sachten Wertverlust des Grundstückes anbelangte, erachtete das Bundesgericht 
die Erwägungen der Vorinstanz keineswegs als zynisch, welche den Beschwer-

12

deführern vorhielt, sie hätten nicht in guten Treuen von der Zulässigkeit ihrer 
baulichen Investitionen ausgehen dürfen und daher auf eigenes Risiko 
gehandelt. Sie hätten seit rund 20 Jahren von der rechtswidrigen Situation 
profitiert, aber keinen Anspruch darauf, diese auch in Zukunft fortzusetzen. 
Vielmehr bestätigte das Bundesgericht, dass die geltend gemachte Wertminde-
rung des Grundstücks lediglich eine Wertschöpfung beseitige, die durch die un-
zulässige bauliche Inanspruchnahme der Landwirtschaftszone entstanden sei 
und − bei korrektem Vorgehen − gar nicht eingetreten wäre. Hinzu komme, dass 
die Wertminderung nur realisiert werde, wenn die Beschwerdeführer ihr Haus 
verkaufen wollten. Blieben sie dort wohnen, so träfen sie nur (aber immerhin) die 
eigentlichen Rückbaukosten (Erw. 4.2). 

2.3.1  Vor dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit hält ein Grundrechtseingriff 
stand, wenn er zur Erreichung des angestrebten Ziels geeignet und erforderlich 
ist und das verfolgte Ziel in einem vernünftigen Verhältnis zu den eingesetzten 
Mitteln (Verhältnismässigkeit im engeren Sinne; Zumutbarkeit), d.h. den zu seiner 
Verwirklichung notwendigen Freiheitsbeschränkungen, steht (BGE 128 I 1 Erw. 
3e/cc). Ein Wiederherstellungsbefehl erweist sich dann als unverhältnismässig, 
wenn die Abweichung vom Gesetz gering ist und die berührten allgemeinen In-
teressen den Schaden, der dem Eigentümer durch die Wiederherstellung ent-
stünde, nicht zu rechtfertigen vermögen (BGE 132 II 21 Erw. 6.4; BGE 123 II 248 
Erw. 4a; Bundesgerichtsurteil 1C_405/2012 vom 5.2.2013 Erw. 3.3). 

2.3.2  Die Eignung beschlägt die Frage, ob die behördlich angeordnete Wieder-
herstellungsmassnahme für das Erreichen des im öffentlichen (oder privaten) In-
teresse liegenden Zieles überhaupt zweckdienlich ist (vgl. Wiederkehr, in: Wie-
derkehr/Richli, Praxis des allgemeinen Verwaltungsrechts, Bern 2012, Rz. 1778). 
Unter dem Aspekt der Erforderlichkeit ist das mildestmögliche Mittel zu ergreifen, 
d.h. die Massnahme darf in sachlicher, räumlicher, zeitlicher und personeller Hin-
sicht nicht über das Notwendige hinausgehen (Wiederkehr, a.a.O., Rz. 1793). 
Schliesslich muss ein vernünftiges (ausgewogenes) Verhältnis zwischen Ein-
griffszweck und Eingriffswirkung bestehen (Wiederkehr, a.a.O., Rz. 1830). 

2.3.3  Die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands (einer nicht bewilligten 
und nicht bewilligungsfähigen Baute) kann unverhältnismässig sein, wenn die 
Abweichung vom Erlaubten nur unbedeutend ist oder die Wiederherstellung nicht 
im öffentlichen Interesse liegt, ebenso, wenn der Bauherr in gutem Glauben an-
genommen hat, die von ihm ausgeübte Nutzung stehe mit der Baubewilligung im 
Einklang, und ihre Fortsetzung nicht schwerwiegenden öffentlichen Interessen 
widerspricht (BGE 132 II 21 Erw. 6). Auf den Grundsatz der Verhältnismässigkeit 

13

kann sich auch ein Bauherr berufen, der nicht gutgläubig gehandelt hat. Er muss 
aber in Kauf nehmen, dass die Behörden aus grundsätzlichen Erwägungen, 
nämlich zum Schutz der Rechtsgleichheit und der baulichen Ordnung, dem Inter-
esse an der Wiederherstellung des gesetzmässigen Zustands erhöhtes Gewicht 
beimessen und die dem Bauherrn allenfalls erwachsenden Nachteile nicht oder 
nur in verringertem Masse berücksichtigen (BGE 132 II 21 Erw. 6.4; vgl. Bundes-
gerichtsurteile 1C_171/2017 vom 3.10.2017 Erw. 5.1 i.Sa. M. vs. Bau- und Um-
weltbehörde Einsiedeln; 1C_342/2014 vom 23.3.2015 Erw. 5.4 i.Sa. B. vs. Ge-
meinderat Lachen). 

3.1 Mit § 87 Abs. 2 PBG ist die gesetzliche Grundlage für den angeordneten 
Rückbau zweifelsfrei gegeben.

3.2 Im Lichte der gesetzlichen Bestimmungen und der dargelegten Rechtspre-
chung namentlich zur Bedeutung der Trennung des Nichtbaugebiets vom Bau-
gebiet ist vorliegend auch das öffentliche Interesse an der Wiederherstellung des 
rechtmässigen Zustandes zu bejahen. Das gleiche gilt für die Eignung und Erfor-
derlichkeit des angeordneten Rückbaus zur Wiederherstellung des rechtmässi-
gen Zustandes. 

3.3.1  Vorab ist festzuhalten, dass der Sachverhalt mit den aktenkundigen Unter-
lagen hinreichend dokumentiert und erstellt ist. Es ist unbestritten, dass der Plan 
"Umgebungsprojekt: Revision" (Plan-Nr. 21.41-08 im Massstab 1:100) vom 28. 
November 2003, der auch die Höhenlinien ausweist, die gestaltete Gartenland-
schaft und insbesondere den Zick-Zack-Weg und dessen Ausführung exakt ab-
bildet. Die Präzisierung der Beschwerdeführer, dass der Sitzplatz (am Ende des 
Fussweges) nicht realisiert worden sei, lässt sich anhand der weiteren Unterla-
gen (RR-act. III/01/B11) sowie anhand von Google Maps verifizieren. Für die Be-
urteilung ist diese Tatsache jedoch bedeutungslos. Ein Augenschein war im vor-
liegenden Fall daher grundsätzlich ohne weiteres entbehrlich, wenngleich er im 
Gesamtkontext angesichts der verschiedenen Beschwerden mit der gleichen 
Thematik wohl sinnvoll und wünschenswert gewesen wäre. Das rechtliche Gehör 
der Beschwerdeführer wie auch der Untersuchungsgrundsatz wurden nicht ver-
letzt, wenn kein Augenschein vorgenommen wurde. Soweit der Gemeinderat 
dieser Rüge der Beschwerdeführer Augenscheine aus den Jahren 2011/2012 
entgegenhält (Vernehmlassung S. 2 Ziff. 2.1), sind diese Augenscheine vorlie-
gend − soweit ersichtlich − nicht dokumentiert und sie werden weder im Gesam-
tentscheid des ARE noch im Gemeinderatsbeschluss erwähnt. Abgesehen davon 
erfolgten sie ausserhalb des vorliegenden Verfahrens. Dies bleibt vorliegend je-
doch ohne Konsequenzen für die Beurteilung. 

14

3.3.2  Das Interesse an der strikten Trennung zwischen Bau- und Nichtbaugebiet 
ist auch vorliegend unverändert hoch zu veranschlagen. Die vorerwähnten 
Unterlagen zeugen beim Zick-Zack-Weg von einer künstlich geschaffenen 
Anlage, wie sie der Landwirtschaftszone gemeinhin in dieser Ausprägung fremd 
ist. Ein neutraler Beobachter wird jedenfalls nichts anderes, insbesondere keinen 
Bezug zu einer Landwirtschaftszone ablesen können. Vielmehr wird namentlich 
aufgrund des Zick-Zack-Weges der die Vorstellung geweckt, die fragliche 
Parzellenfläche befinde sich ebenfalls noch in der Bauzone bzw. im Baugebiet. 

Mit dem Gebot der Freihaltung der Landwirtschaftszone von Bauten bzw. 
Anlagen, welche die Voraussetzungen von Art. 24 RPG (und, wie das ARE 
ebenfalls zu Recht festgehalten hat, mit denjenigen von Art. 24c RPG) nicht 
erfüllen, ist der geschotterte und mit Stellsteinen gesäumte Fussweg, der die 
Wiesen-/Rasen-landschaft prägt, nicht zu vereinbaren. An der Bedeutung dieses 
Gebotes kann sich nichts ändern, dass und wenn die Zonengrenze zwischen 
Bau- und Nichtbaugebiet durch die Liegenschaft der Beschwerdeführer führt und 
nicht entlang der Zonengrenze. Allfällige Planungsfehler sind mit den Mitteln der 
Nutzungsplanung zu korrigieren. Entgegen der Auffassung der 
Beschwerdeführer lässt sich mit dem ungünstigen Zonengrenzverlauf auch keine 
Standortgebundenheit des Fussweges begründen. Die Pflege des südlichen 
Parzellenteils ist trotz Hanglage nicht von einem derart ausgebauten Fussweg 
abhängig bzw. nicht hierauf angewiesen. Den Beschwerdeführern war die 
Tatsache dieses Zonengrenzverlaufes beim Bau der Liegenschaft und der 
späteren Errichtung der fraglichen Bauten und Anlagen bekannt. Ob sich hieraus 
auf Bösgläubigkeit schliessen lässt, ist nicht − auch nicht im Lichte des 
Vertrauensschutzes − ausschlaggebend. Die Be-schwerdeführer können auch 
nichts zu ihren Gunsten ableiten, wenn der im Landwirtschaftsgebiet ihrer 
Liegenschaft gelegene Teil weder für die Erhaltung der Landwirtschaft noch für 
die Sicherung der Ernährungsbasis noch zu Erholungszwecken oder als 
ökologische Ausgleichsfläche erforderlich ist. Die fehlende landwirtschaftliche 
Nutzung(smöglichkeit) einer Fläche im Nichtbaugebiet stellt keinen 
Rechtfertigungsgrund für die Nichtbeachtung des Grundsatzes der Trennung von 
Baugebiet und Nichtbaugebiet dar. Ebenso wenig wird das öffentliche Interesse 
an der Wahrung der strikten Trennung von Bau- und Nichtbaugebiet dadurch 
vermindert, dass dieser Grundsatz offensichtlich in einer Vielzahl von Fällen 
missachtet wurde, was indessen nunmehr korrigiert werden soll. Die Abweichung 
vom ausserhalb der Bauzone Erlaubten kann vorliegend insgesamt nicht als un-
bedeutend qualifiziert werden. 

15

3.3.3  Den Vorinstanzen (insbesondere dem Regierungsrat) ist beizupflichten, 
dass der angeordnete Rückbau des Fussweges nicht mit unzumutbaren Kosten 
verbunden ist. Zu deren mutmasslicher Höhe äussern sich die Beschwerdeführer 
auch nicht. Anderweitige Interessen als dieses finanzielle Interesse sowie das − 
vernachlässigbare − allfällige Interesse an einer bequemeren Pflege des südli-
chen Parzellenteils an einem Weiterbestand des ausserhalb der Bauzone erstell-
ten Fussweges sind nicht erkennbar. Das öffentliche Interesse an der Wahrung 
des fundamentalen raumplanungsrechtlichen Grundsatzes der Trennung von 
Baugebiet und Nichtbaugebiet überwiegt mithin vorliegend das private Interesse 
des Beschwerdeführers am Weiterbestand der widerrechtlichen Anlagen und 
Bauten bei Weitem. 

3.3.4  Der Regierungsrat hat insgesamt somit auch die Verhältnismässigkeit der 
angeordneten restitutorischen Massnahme im engeren Sinne zu Recht bejaht. 

3.4.1  Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung verwirkt der Anspruch der 
Behörden auf Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands im Interesse der 
Rechtssicherheit grundsätzlich nach 30 Jahren, sofern der Kanton keine kürze-
ren Verwirkungsfristen vorsieht. Kürzere Verwirkungsfristen können sich jedoch 
aus Gründen des Vertrauensschutzes ergeben. Dies ist namentlich dann der 
Fall, wenn die Baupolizeibehörden zwar vor Ablauf der 30-jährigen Frist ein-
schreiten, den baurechtswidrigen Zustand aber über Jahre hinaus duldeten, ob-
schon ihnen die Gesetzwidrigkeit bekannt war oder sie diese bei Anwendung der 
gebotenen Sorgfalt hätten kennen müssen. Darauf kann sich nach der bundes-
gerichtlichen Rechtsprechung aber nur berufen, wer selbst im guten Glauben ge-
handelt, d.h. angenommen hat und unter Anwendung zumutbarer Sorgfalt an-
nehmen durfte, die von ihm ausgeübte Nutzung sei rechtmässig bzw. stehe mit 
der Baubewilligung in Einklang (BGE 136 II 359 Erw. 7 f. mit Hinweisen; Bundes-
gerichtsurteil 1C_427/2014 vom 25.3.2015 Erw. 10.1.1 in Sa. B. vs. VerwGer SZ; 
vgl. VGE III 2015 22 vom 16.7.2015 Erw. 4.4.3). 

Diese Voraussetzungen sind vorliegend nicht gegeben. Der Kanton sieht auch 
keine kürzere Verwirkungsfrist vor. Nachdem der Beschwerdeführer den strittigen 
Fussweg im Jahr 2003 erstellt hat, bestand er im Zeitpunkt des behördlichen 
Einschreitens erst knapp zehn Jahre. Es kann dem ARE und der Gemeinde auch 
nicht vorgeworfen werden, sie hätten die gebotene Kontrolltätigkeit unterlassen 
und erst auf private Anzeige eines Dritten reagiert. Ein bewilligtes Bauvorhaben 
wird in der Regel mit der Bauabnahme (Baukontrolle) beendet (vgl. § 88 PBG). 
Mit einem auf einem positiven Menschenbild aufbauenden freiheitlichen Staate, 
in welchem vom sich verantwortungsvoll, korrekt und auch regelkonform verhal-
tenden Menschen ausgegangen werden darf, sind periodische bzw. von den Be-

16

schwerdeführern als "geboten" erachtete Kontrollen prinzipiell nicht zu vereinba-
ren. Es kann daher den Baubewilligungsbehörden nicht angelastet werden, wenn 
sie erst auf Anzeige hin aktiv geworden sind. 

Unbehelflich ist der Hinweis auf Art. 46 Abs. 3 BauG-BE. Zum einen stellt diese 
Bestimmung auf die Erkennbarkeit ab. Erkennbar ist ein rechtswidriger Zustand, 
wenn er von der Behörde bei Anwendung der gebotenen Sorgfalt hätte erkannt 
werden können und müssen, z.B. bei der Baukontrolle (vgl. Zaugg/Ludwig, 
Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 4. Aufl., Band 1, Bern 2013, 
Art. 46 N. 11a). Vorliegend hatte die Baubewilligungsbehörde nach Abnahme der 
Baute bis zur Anzeige keinen Anlass, eine Kontrolle vorzunehmen. Eine Verlet-
zung der gebotenen Sorgfalt ist nicht erkennbar. Zum andern aber gilt die Fünf-
jahresfrist insbesondere nicht, wenn die Wiederherstellung einen bundesrechtlich 
geregelten Sachverhalt betrifft (Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 46 N. 11b), wie es vor-
liegend zutrifft. 

3.4.2  Eine Verletzung des Gleichbehandlungsgebotes wird, soweit ersichtlich, in 
der Beschwerde nicht geltend gemacht. Diese Rüge wäre jedoch ebenfalls un-
begründet. Die kommunalen und kantonalen Behörden haben zahlreiche 
Zuwiderhandlungen einer einzelfallbezogenen Überprüfung anhand der 
massgebenden Sachverhaltselemente unterzogen. Zu verneinen wäre auch ein 
allfälliger Anspruch auf Gleichbehandlung im Unrecht (vgl. Bundesgerichtsurteil 
1C_142/2012 vom 18.12.2002 Erw. 5.2 in Sa. V.AG vs. Gemeinderat Arth mit 
Verweis auf BGE 136 I 65 Erw. 5.6; vgl. 126 V 390 Erw. 6; 123 II 248 Erw. 3c; 
Pierre Tschannen, Gleichheit im Unrecht: Gerichtsstrafe im Grundrechtskleid, ZBI 
112/2011 S. 57 ff.). Mit ihrem Vorgehen und Einschreiten gegen widerrechtlich 
ausserhalb der Bauzone erstellte Bauten und Anlagen haben die kommunalen 
und kantonalen Behörden zu erkennen gegeben, dass sie nicht gewillt sind, eine 
rechtswidrige Baupraxis unter unzulässiger Beanspruchung von Nichtbaugebiet 
weiterhin zu dulden. 

3.5 Der angefochtene Beschluss ist somit grundsätzlich nicht zu beanstanden, 
sowohl was die Beurteilung der Nichtbewilligungsfähigkeit des strittigen Fusswe-
ges wie auch die angeordneten Wiederherstellungsmassnahmen betrifft.

3.6.1  Im Lichte der vorstehend bejahten grundsätzlichen Verhältnismässigkeit 
restitutorischer Massnahmen ist indessen dem folgenden Umstand Rechnung zu 
tragen. 

17

3.6.2  Am 9. März 2018 leitete die Gemeinde formell ein Informations- und Mit-
wirkungsverfahren im Hinblick auf eine Nutzungsplanungsrevision ein (vgl. Amts-
blatt Nr. ________). 

Der Gemeinderat führt hierzu mit Stellungnahme vom 10. April 2018 unter ande-
rem aus, der Planungsvorschlag sei vorgängig dem ARE zur Beurteilung vorge-
legt worden. Mit Schreiben vom 10. November 2016 habe das ARE die Schaf-
fung einer Gartenzone als denkbare Lösung bestätigt. Es sei vorgesehen, in Be-
reichen mit bereits parzellierten und/oder als Gartenanlagen genutzten Flächen 
in der Landwirtschaftszone eine Gartenzone auszuscheiden. Diese erlaube eine 
unterschwellige Gestaltung mit naturnah gestalteten Gehweg- und Sitzplatz-
flächen sowie kleineren Geländebefestigungen. Die Konsequenzen der "Richtli-
nien für die Gestaltung privater Gärten der Gartenzone" seien aus Sicht des Ge-
meinderates abschätzbar. Es gehe dem Gemeinderat nicht darum, einige wenige 
bereits ausgeführte Umgebungsgestaltungen durch die Einführung der Garten-
zone zu legalisieren. Vielmehr werde damit eine einheitliche Gestaltung dieser 
siedlungsnahen Aussenräume angestrebt. Für die vor Verwaltungsgericht hängi-
gen Verfahren bedeute dies, dass wohl nicht in allen Fällen eine totale Überein-
stimmung mit den beabsichtigten Neuerungen erreicht werden könne. Derzeit 
werde die öffentliche Mitwirkung durchgeführt (bis 20. April 2018). Es folgten die 
Bereinigungen und die Einreichung der Unterlagen ans ARE zur Vorprüfung. Un-
ter der Annahme einer Behandlungsdauer von rund drei Monaten könnten die 
Unterlagen ab etwa Mitte November 2018 öffentlich aufgelegt werden. Sofern 
keine wesentlichen Einwände geltend gemacht würden, könne die Vorlage 
frühestens an der Gemeindeversammlung vom 3. April 2019 respektive an der 
Urnenabstimmung vom 19. Mai 2019 behandelt werden. Alternative Termine sei-
en der 3. Ok-tober 2019 bzw. 25. November 2019. 

3.6.3  Im Erläuterungsbericht (der B.________ AG vom 16.1.2018) nach Art. 47 
der Raumplanungsverordnung (RPV; SR 700.1) vom 28. Juni 2000 zur 
Teilrevision der Nutzungsplanung wird festgehalten (S. 10 Ziff. 3.2), aufgrund der 
unzweckmässigen Zonenabgrenzungen seien ausserhalb der Bauzone diverse 
Gartenanlagen (z.B. Stützmauern, Einfriedungen usw.) erstellt worden. Da ein 
Rückbau dieser Gärten nicht verhältnismässig sei, werde eine Gartenzone 
geschaffen, um die unzweckmässige Zonenabgrenzung zu korrigieren. Mit der 
Gartenzone werde der Übergang zwischen der Bauzone und der 
Landwirtschaftszone bei den betroffenen Grundstücken geregelt bzw. definiert. 
Die neue Gartenzone sei keine Bauzone und werde als Schutzzone gemäss § 16 
PBV definiert; sie lasse damit keine bauliche Nutzung zu. 

18

Gemäss dem "Zonenplan Siedlung - Änderungen" (im Massstab 1:2'000) der R + 
K vom 16. Januar 2018 soll der gesamte ausserhalb der Bauzone liegende Teil 
der Liegenschaft der Beschwerdeführer in die Gartenzone überführt werden. 

3.6.4  Der vom Gemeinderat in Aussicht gestellte Planungshorizont dürfte zwar 
sehr optimistisch sein. Zudem kann nicht ohne weiteres davon ausgegangen 
werden, dass selbst bei einer zügigen Verabschiedung der Teilrevision (inklusive 
regierungsrätlicher Genehmigung) die strittigen (Garten-)Anlagen per se als be-
willigt gelten können. Dennoch ist nicht zu verkennen, dass der Gemeinderat al-
les daran setzt, die geplante Revision möglichst zügig umzusetzen. 

Die Beschwerdeführer gehen zwar mit ihrer Stellungnahme (namentlich zum 
Schreiben des Gemeinderates vom 10. April 2018) vom 4. Mai 2018 davon aus, 
dass in der Gartenzone "wenn nicht alle, so doch zumindest ein Teil der hier in 
Frage stehenden Anlagen bewilligt werden könnten" (S. 2 lit. A). Diese Annahme 
erscheint nicht unberechtigt. Wie es sich hiermit verhält und welche Anlagen 
und/oder Bauten allenfalls in der Gartenzone bewilligungsfähig sein werden, 
kann prospektiv nicht gesagt werden. 

3.6.5  Bei dieser Sachlage gebietet es der Grundsatz der Verhältnismässigkeit 
unter Berücksichtigung der bisherigen Dauer des baurechtswidrigen Zustandes 
vorläufig bis zum rechtskräftigen Abschluss der Teilrevision der Nutzungsplanung 
(und der Revision/Anpassung des Gestaltungsplanes) von der Entfernung der 
Bordsteine zur Einfassung des Wegrandes und dem Ersatz des Kiesbelages 
durch einen Schotterrasen abzusehen (vgl. vorstehend Erw. 1.1). Mit der Teilre-
vision wird gerade der Zweck verfolgt, die bis anhin widerrechtlichen Anlagen 
bzw. Anlageteile (weitgehend) zu legalisieren. Dieser wesentliche Zweck der Teil-
revision wird indessen vereitelt, wenn die Anlagen bzw. Anlageteile unverzüglich 
zurückzubauen sind, was auch verfahrensökonomisch keinen Sinn macht. Vor 
diesem Hintergrund erhalten im Rahmen der Verhältnismässigkeitsprüfung auch 
die für den Rückbau erforderlichen privaten Mittel − auch wenn diese vorliegend 
unbeziffert bleiben − ein anderes Gewicht, wenn es im Bereich des Wahrschein-
lichen liegt, dass dem Beschwerdeführer für die Neuerrichtung (d.h. den zeitlich 
verschobenen Ersatz) von Anlagen bzw. Anlageteilen, die mit den bestehenden 
identisch sind, schon − gemessen ab der bisherigen Dauer der bestehenden (wi-
derrechtlichen) Anlagen − innert relativ kurzer Zeit eine Bewilligung erteilt werden 
kann. 

Wird die Teilrevision der Nutzungsplanung verworfen (oder wird ihr die regie-
rungsrätliche Genehmigung versagt), bleibt es beim Entscheid des Regierungs-
rates und der Rückbau wird unverzüglich zu erfolgen haben. Für diese Eventua-

19

lität behalten die zeitlichen Vorgaben des ARE (betreffend die Winterperiode und 
den Abschluss der Rückbauarbeiten) ihre Gültigkeit.

Wird die Teilrevision der Nutzungsplanung hingegen angenommen, werden die 
nach dem geltenden Recht nicht bewilligungsfähigen Anlagen und Bauten einer 
erneuten Überprüfung auf ihre Bewilligungsfähigkeit nach dem revidierten Recht 
zu unterziehen sein. 

4.1 Dieser Verfahrensausgang ist als hälftiges Obsiegen der Beschwerdeführer 
zu qualifizieren. 

4.2 Betreffend die Verlegung der Verfahrenskosten und Parteientschädigungen 
des regierungsrätlichen Verfahrens drängt sich keine Änderung auf, zumal sich 
die vorliegend entscheidrelevanten Sachverhaltselemente erst im Verlaufe des 
verwaltungsgerichtlichen Verfahrens verdeutlicht haben. 

4.3.1  Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Kosten dieses verwal-
tungsgerichtlichen Verfahrens (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen 
sowie Kosten des Zwischenbescheids VGE III 2018 84 vom 8.5.2018) auf insge-
samt Fr. 3'000.-- zur Hälfte (Fr. 1'500.--) den Beschwerdeführern unter solidari-
scher Haftbarkeit und zu je einem Viertel (je Fr. 750.--) dem Kanton und der Ge-
meinde aufzuerlegen (§ 72 Abs. 2 VRP). 

4.3.2  Ebenfalls dem Verfahrensausgang entsprechend haben die Beschwerde-
führer Anspruch auf eine reduzierte Parteientschädigung zu Lasten des Kantons 
und der Gemeinde. Diese wird in Beachtung des kantonalen Gebührentarifs für 
Rechtsanwälte (GebTRA; SRSZ 280.411) vom 27. Januar 1975, der ordentli-
cherweise für das Honorar in Verfahren vor dem Verwaltungsgericht in § 14 ei-
nen Rahmen von Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- vorsieht und in § 2 die Bemessungs-
kriterien erwähnt, unter Ausübung des pflichtgemässen Ermessens auf je 
Fr. 500.--, insgesamt Fr. 1'000.-- (inkl. Barauslagen und MwSt), festgesetzt. 

20

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Der angefochtene RRB Nr. 953/2017 vom 12. Dezember 2017 wird im Sin-
ne der Erwägungen (insbesondere Erw. 3.6.5) aufgehoben, soweit die Ent-
fernung der Bordsteine zur Einfassung des Wegrandes und der Ersatz des 
Kiesbelages durch einen Schotterrasen angeordnet wurden. 

2. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen 
sowie die Kosten des Zwischenbescheids VGE III 2018 85 vom 8.5.2018) 
von insgesamt Fr. 3'000.-- werden zur Hälfte (Fr. 1'500.--) den Beschwer-
deführern unter solidarischer Haftbarkeit sowie zu je einem Viertel 
(Fr. 750.--) dem Kanton und der Gemeinde auferlegt. 

Die Beschwerdeführer haben einen Kostenvorschuss von Fr. 2'500.-- be-
zahlt, womit ihnen Fr. 1'000.-- aus der Gerichtskasse zurückzuzahlen sind. 

Die Gemeinde hat ihr Betreffnis von Fr. 750.-- innert 30 Tagen seit Zustel-
lung des Entscheids auf das Postkonto 60-22238-6 des Verwaltungsge-
richts zu überweisen.

Auf die kantonsinterne Verrechnung wird verzichtet.

3. Der Kanton und die Gemeinde haben den beanwalteten Beschwerdefüh-
rern eine Parteientschädigung von je Fr. 500.-- (inkl. Barauslagen und 
MwSt) zu bezahlen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde*  
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht, BGG, SR 173.110).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 

5. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter der Beschwerdeführer (2/R)
- den Gemeinderat Wollerau (R)
- den Regierungsrat 
- das Sicherheitsdepartement, Rechts- und Beschwerdedienst (EB)
- das kantonale Amt für Raumentwicklung
- und das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE), 3003 Bern. 

21

Schwyz, 28. August 2018

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Präsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 18. September 2018