# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** dc22a103-90af-5b54-9e59-86cd1e27fdc5
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-08-16
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 16.08.2023 F-3748/2023
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-3748-2023_2023-08-16.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-3748/2023 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 6 .  A u g u s t  2 0 2 3  

Besetzung 
 Richter Basil Cupa (Vorsitz), 

Richterin Chiara Piras,  

Richterin Susanne Genner,    

Gerichtsschreiberin Corina Fuhrer. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Türkei, 

Beschwerdeführer,  

vertreten durch MLaw Yasmin Ernst,  

Rechtsschutz für Asylsuchende,  

Bundesasylzentrum Region (…),  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration SEM, 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 26. Juni 2023 / N (…). 

 

 

 

F-3748/2023 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der türkische Staatsangehörige A._______ (geb. […]; hiernach: Beschwer-

deführer) ersuchte am 12. Mai 2023 in der Schweiz um Asyl. Ein Abgleich 

seiner Fingerabdrücke mit der europäischen Fingerabdruck-Datenbank 

(Eurodac) ergab, dass er am 9. Mai 2023 in Kroatien ein Asylgesuch ge-

stellt hatte.  

B.  

Am 19. Mai 2023 ersuchte die Vorinstanz die kroatischen Behörden um 

Übernahme des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. b der 

Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des Ra-

tes vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Be-

stimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Dritt-

staatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten An-

trags auf internationalen Schutz zuständig ist (nachfolgend: Dublin-III-VO). 

Die kroatischen Behörden stimmten dem Gesuch am 2. Juni 2023 gestützt 

auf Art. 20 Abs. 5 Dublin-III-VO zu.  

C.  

Am 26. Mai 2023 gewährte die Vorinstanz dem Beschwerdeführer das 

rechtliche Gehör, unter anderem zur Zuständigkeit Kroatiens für die Durch-

führung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens, zum beabsichtigten Nicht-

eintretensentscheid sowie zur Wegweisung in diesen Dublin-Mitgliedstaat.  

D.  

Vom 26. Mai 2023 bis am 19. Juni 2023 befand sich der Beschwerdeführer 

in stationärer Behandlung in der (…) Psychiatrie (…). 

E.  

Mit Verfügung vom 26. Juni 2023 – eröffnet am 27. Juni 2023 – trat die 

Vorinstanz in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31) auf 

das Asylgesuch nicht ein, ordnete die Wegweisung aus der Schweiz nach 

Kroatien an und forderte den Beschwerdeführer auf, die Schweiz spätes-

tens am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen. Gleichzeitig 

wies die Vorinstanz auf die einer allfälligen Beschwerde von Gesetzes we-

gen fehlende aufschiebende Wirkung hin und beauftragte den Kanton 

X._______ mit dem Vollzug der Wegweisung.  

F.  

Gegen den vorinstanzlichen Entscheid liess der Beschwerdeführer am 

4. Juli 2023 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht erheben und 

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Seite 3 

beantragen, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die 

Vorinstanz anzuweisen, auf sein Asylgesuch einzutreten. Eventualiter sei 

das Verfahren zwecks vollständiger Abklärung des Sachverhalts und Neu-

beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Subeventualiter sei die 

Vorinstanz anzuweisen, von den kroatischen Behörden individuelle Garan-

tien einzuholen. In prozessualer Hinsicht beantragte er, der vorliegenden 

Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu gewähren und die Vorinstanz 

und die Vollzugsbehörden im Rahmen von vorsorglichen Massnahmen un-

verzüglich anzuweisen, bis zum Entscheid über das vorliegende Rechts-

mittel von jeglichen Vollzugshandlungen abzusehen. Ihm sei die unentgelt-

liche Rechtspflege zu gewähren, insbesondere von der Erhebung eines 

Kostenvorschusses abzusehen. 

G.  

Am 5. Juli 2023 setzte der Instruktionsrichter den Vollzug der Überstellung 

gestützt auf Art. 56 VwVG einstweilen aus. 

H.  

Mit Zwischenverfügung vom 7. Juli 2023 erkannte der Instruktionsrichter 

der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu und hiess das Gesuch um 

unentgeltliche Prozessführung vom 4. Juli 2023 gut. 

I.  

Auf wiederholte Anordnung des Gerichts hin reichte der Beschwerdeführer 

am 11., 20. und 26. Juli 2023 sowie am 7. und 11. August 2023 aktuelle 

Informationen und Unterlagen zu seinem Gesundheitszustand ein.  

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 6 AsylG). 

1.2 Gemäss Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungs-

gericht zur Beurteilung von Beschwerden auf dem Gebiet des Asyls zu-

ständig und entscheidet über diese in der Regel – wie auch vorliegend – 

endgültig (vgl. Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). Der Beschwerdeführer ist zur 

Beschwerdeerhebung legitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die frist- und 

formgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten (Art. 108 Abs. 3 

AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG).  

F-3748/2023 

Seite 4 

1.3 Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde vorliegend auf die Durchfüh-

rung eines Schriftenwechsels verzichtet. 

2.  

Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige oder 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 

3.  

3.1. Auf Asylgesuche wird in der Regel nicht eingetreten, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG). In diesem Fall verfügt die Vorinstanz in der Regel die 

Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an (Art. 44 AsylG).  

3.2. Gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO wird jeder Asylantrag von einem 

einzigen Mitgliedstaat geprüft, der nach den Kriterien des Kapitels III 

(Art. 8–15 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird (vgl. auch 

Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO). Das Verfahren zur Bestimmung des zuständi-

gen Mitgliedstaates wird eingeleitet, sobald in einem Mitgliedstaat erstmals 

ein Asylantrag gestellt wird (Art. 20 Abs. 1 Dublin-III-VO). Im Rahmen des 

– hier interessierenden – Wiederaufnahmeverfahrens (Art. 23–25 Dublin-

III-VO) findet grundsätzlich keine (neue) Zuständigkeitsprüfung nach Kapi-

tel III Dublin-III-VO mehr statt. Die Zuständigkeit beziehungsweise die Ver-

pflichtung des Mitgliedstaates zur Wiederaufnahme ergibt sich direkt aus 

Art. 18 Abs. 1 Bst. b–d beziehungsweise Art. 20 Abs. 5 Dublin-III-VO (vgl. 

Urteil des EuGH [Grosse Kammer] vom 2. April 2019, H. und R., C 582/17 

und C-583/17, EU:C:2019:280, Rn. 47–50; BVGE 2019 VI/7 E. 4-6, 2017 

VI/5 E. 6.2 und 8.2.1 m.H.). 

3.3. Nachdem die kroatischen Behörden dem Wiederaufnahmeersuchen 

der Vorinstanz gestützt auf Art. 20 Abs. 5 Dublin-III-VO am 2. Juni 2023 

zugestimmt haben, ist die grundsätzliche Zuständigkeit Kroatiens zur 

Durchführung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens des Beschwerdefüh-

rers vorliegend unstrittig gegeben.  

4.  

Das Bundesverwaltungsgericht geht derzeit auch unter Berücksichtigung 

kritischer Berichte nationaler und internationaler Organisationen nicht da-

von aus, Asylverfahren und Aufnahmebedingungen in Kroatien wiesen sys-

temische Schwachstellen im Sinne von Art. 3 Abs. 2 Sätze 2 und 3 Dublin-

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III-VO auf (Referenzurteil des BVGer E-1488/2020 vom 22. März 2023 

E. 9). Die vom Beschwerdeführer anlässlich seiner illegalen Einreise nach 

Kroatien geltend gemachten Vorkommnisse sind nicht geeignet, die gel-

tende Annahme zu widerlegen, wonach Kroatien seinen völkerrechtlichen 

Verpflichtungen im Rahmen eines Asylverfahrens nachkommt (siehe 

a.a.O. E. 8 und E. 9.5).  

5.  

Nachfolgend ist zu prüfen, ob – wie beantragt – das Selbsteintrittsrecht 

nach Art. 17 Abs. 1 erster Satz Dublin-III-VO beziehungsweise Art. 29a 

Abs. 3 AsylV 1 auszuüben ist.  

5.1. Der Beschwerdeführer macht im Rahmen seines Eventualantrags gel-

tend, die Vorinstanz habe den Sachverhalt in Bezug auf seine gesundheit-

liche Situation und insbesondere auf den Schweregrad seiner Erkrankung 

nur unzureichend abgeklärt.  

5.2. In seiner Rechtsmitteleingabe vom 4. Juli 2023 führt der Beschwerde-

führer dazu aus, in den Akten befänden sich bereits seit Verfahrensbeginn 

mehrere klare Hinweise auf eine tiefgreifende Traumatisierung. Am 26. Mai 

2023 sei er – während des vorinstanzlichen Verfahrens und noch ohne 

Kenntnis des Nichteintretensentscheids vom 26. Juni 2023 – aufgrund von 

Suizidäusserungen notfallmässig in eine psychiatrische Klinik eingewiesen 

worden. Aus dem zugehörigen Kurzaustrittsbericht vom 19. Juni 2023 

gehe eine bei ihm diagnostizierte posttraumatische Belastungsstörung mit 

latenter Suizidalität hervor. Ohne ausführlichen Austrittsbericht einer psy-

chiatrischen Fachperson könne nicht abschliessend beurteilt werden, wo-

ran er genau leide, welche Behandlung er benötige und ob diese in Kroa-

tien verfügbar und für ihn zugänglich wäre.  

5.3. Den Vorbringen des Beschwerdeführers anlässlich des Dublin-Ge-

sprächs und den bei den vorinstanzlichen Akten liegenden medizinischen 

Berichten kann entnommen werden, dass der Beschwerdeführer angeblich 

bereits in seinem Heimatland unter psychischen Beschwerden litt. So gab 

er im Rahmen eines psychiatrischen Konsiliums vom 26. Mai 2023 an, in 

der Türkei mehrere Male bei einem Psychiater gewesen zu sein, da er we-

gen seiner ethnischen Zugehörigkeit Ausgrenzung und körperliche Gewalt 

erfahren habe. Konsekutiv sei es zu Suizidgedanken und zweimaligem Su-

izidversuch im Alter von 16 und 17 Jahren gekommen (Bericht des 

B._______ vom 26. Mai 2023 [SEM-act. 20]). Ihm wurden die Diagnosen 

Verdacht auf posttraumatische Belastungsstörung, Otalgie mit Verdacht 

auf Tubenbelüftungsstörung, sonstige und nicht näher bezeichnete 

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Bauchschmerzen sowie Vitamin-D-Mangel gestellt (ärztliche Kurzberichte 

vom 22 und 26. Mai 2023 [SEM-act. 18 und 21]). Da beim Beschwerdefüh-

rer eine akute Suizidalität bestand, wurde er auf freiwilliger Basis gleichen-

tags zur stationär psychiatrischen Versorgung in eine Klinik überwiesen. 

Dem auf Beschwerdeebene eingereichten definitiven Austrittsbericht lässt 

sich entnehmen, dass der Beschwerdeführer nach medikamentöser Ein-

stellung am 19. Juni 2023 in stabilem Zustandsbild wieder austreten 

konnte. Der behandelnde Arzt hielt fest, dass der Beschwerdeführer typi-

sche Merkmale einer posttraumatischen Belastungsstörung zeige, wie das 

wiederholte Erleben des Traumas in sich aufdrängenden Erinnerungen 

(Flashbacks von seiner Inhaftierung in Kroatien, wo er Gewalt erlebt habe) 

und in Träumen (Albträumen, die zur Schlafstörung geführt hätten). Die 

Flucht aus der Türkei aus politischen Gründen und die schmerzbeladene 

Erinnerung an seine Unterbringung in Kroatien hätten die Suizidgedanken 

und -triebe verstärkt, seien aber auch vorher schon ein Thema in seinem 

Leben gewesen (Austrittsbericht vom 12. Juli 2023, Beilage 1 zu Akten des 

Bundesverwaltungsgerichts [BVGer-act.] 7).  

5.4. Aus der Beschwerde vom 4. Juli 2023 geht weiter hervor, dass der Be-

schwerdeführer am Tag der Eröffnung des vorinstanzlichen Entscheids 

(27. Juni 2023) aufgrund akuter Suizidalität erneut in eine psychiatrische 

Klinik eingewiesen worden war. Auf Anordnungen des Gerichts hin reichte 

er in Folge laufend aktuelle Unterlagen zu seinem Gesundheitszustand 

nach (s. Bst. I hiervor). Diesen zufolge war er vom 27. Juni 2023 bis am 

20. Juli 2023 in der Y._______ (…) hospitalisiert. Dem provisorischen Aus-

trittsbericht vom 19. Juli 2023 sind die Diagnosen schwere depressive Epi-

sode ohne psychotische Symptome und posttraumatische Belastungsstö-

rung zu entnehmen (Beilage 2 zu BVGer-act. 7). Ein definitiver Austrittsbe-

richt liegt bis dato nicht vor. 

5.5. Schliesslich teilte die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers dem 

Bundesverwaltungsgericht unter Beilage eines ärztlichen Kurzberichts des 

BAZ am 7. August 2023 mit, der Beschwerdeführer sei am 3. August 2023 

erneut in die Y._______ eingetreten. Der wiederholte Eintritt nur wenige 

Tage nachdem er aus der Klinik ausgetreten sei, weise deutlich auf den 

überaus schlechten psychischen Gesundheitszustand des Beschwerde-

führers hin.  

5.6. Vor dem Hintergrund wiederholter und teils mehrwöchiger psychiatri-

scher Hospitalisierung wegen akuter Suizidalität erweist sich der medizini-

sche Sachverhalt – welcher im vorliegenden Fall für die Anwendung von 

Art. 17 Abs. 1 erster Satz Dublin-III-VO beziehungsweise Art. 29a Abs. 3 

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AsylV 1 rechtswesentlich ist – als unvollständig abgeklärt. Die Tragweite 

der psychischen Erkrankung des Beschwerdeführers ist aktuell nicht 

rechtsgenüglich bekannt und darum von der Vorinstanz genauer zu unter-

suchen. Die Rüge der unvollständigen Sachverhaltsfeststellung respektive 

der Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes ist begründet (vgl. Art. 49 

Bst. b VwVG; Art. 12 VwVG).  

6.  

Eine Klärung der in Frage stehenden Elemente würde den Rahmen des 

Beschwerdeverfahrens sprengen. Die Beschwerde ist daher insofern gut-

zuheissen, als die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung und die 

Rückweisung der Sache beantragt wird. Die angefochtene Verfügung ist 

aufzuheben und die Sache im Sinne der Erwägungen zur vollständigen 

Sachverhaltsabklärung sowie zur neuen Beurteilung an die Vorinstanz zu-

rückzuweisen.  

7.  

7.1. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Kosten zu erheben 

(Art. 63 Abs. 1 VwVG).  

7.2. Dem Beschwerdeführer ist keine Parteientschädigung auszurichten, 

da es sich vorliegend um eine zugewiesene unentgeltliche Rechtsvertre-

tung im Sinne von Art. 102h AsylG handelt, deren Leistungen vom Bund 

nach Massgabe von Art. 102k AsylG entschädigt werden (vgl. auch 

Art. 111ater AsylG). 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird gutgeheissen. 

2.  

Die angefochtene Verfügung wird aufgehoben und die Sache zur vollstän-

digen Sachverhaltsfeststellung und Neubeurteilung an die Vorinstanz zu-

rückgewiesen. 

3.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

4.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.  

5.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Basil Cupa Corina Fuhrer 

 

 

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