# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a62c2ad9-5f4a-505f-86ab-a807e048a15e
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** PF250020-O2
**Docket/Reference:** PF250020-O2
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/PF250020-O2.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer 

Geschäfts-Nr.: PF250020-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, Oberrichter 

Dr. M. Sarbach und Oberrichterin lic. iur. A. Strähl sowie Gerichts-

schreiber MLaw B. Lakic

Beschluss vom 4. August 2025

in Sachen

A._____, 

Beschwerdeführerin

betreffend Erbenermittlung (Kosten)

im Nachlass von B._____, geboren tt. April 1958, von C._____, gestorben 

tt.mm.2024, zuletzt wohnhaft gewesen 

D._____, E._____-str. ..., ... Zürich 

mit gesetzlichem Wohnsitz in F._____

Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichtes im summarischen Verfah-

ren des Bezirksgerichtes Dietikon vom 14. Mai 2025 (EN240050)

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Erwägungen:

1.1.

Mit Urteil vom 14. Mai 2025 (Geschäfts-Nr. EN240050) entschied die Vor-

instanz unter anderem, im Nachlass des am tt.mm.2024 verstorbenen B._____ 

keine erbgangssichernden Massnahmen anzuordnen; die Gerichtskosten von ge-

samthaft CHF 1'759.20 auferlegte sie – auf Rechnung des Nachlasses – der Be-

schwerdeführerin, die als eine der Erben ermittelt worden war (vgl. act. 4 Disposi-

tiv Ziffern 1, 2 und 3 [recte: 4 und 5]). 

1.2.

Gegen den Entscheid, ihr die Kosten aufzuerlegen (korrigierte Dispositiv-

Ziffer 5), erhob die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 30. Mai 2025 (Datum 

Poststempel) Beschwerde, mit der Begründung, sie habe am gleichen Tag eine 

schriftliche Erbausschlagungserklärung abgegeben resp. verschickt (act. 2). Mit 

Verfügung vom 8. Juli 2025 wurde der Vorinstanz Frist angesetzt, um zur Be-

schwerde Stellung zu nehmen (act. 6). Am 14. Juli 2025 reichte die Vorinstanz 

ihre Stellungnahme samt Beilagen ein (act. 8 und act. 9/1-2). Diese sind der Be-

schwerdeführerin mit vorliegendem Entscheid zuzustellen.

1.3.

Mit Urteil vom 18. Juli 2025 (Geschäfts-Nr. EN250064) nahm die Vorin-

stanz im streitgegenständlichen Nachlass diverse Ausschlagungserklärungen – 

unter anderem auch jene der Beschwerdeführerin – zu Protokoll (act. 10 Disposi-

tiv-Ziffer 1 i.V.m. E. II.1.). Wiedererwägungsweise und in Aufhebung der Disposi-

tiv-Ziffer 3 [recte: 5] des Urteils vom 14. Mai 2025 entschied sie, die Kosten des 

Erbenermittlungsverfahrens von CHF 1'759.20 nicht von der Beschwerdeführerin 

zu beziehen, sondern vorsorglich im Erbschaftskonkurs zur Kollokation anzumel-

den (act. 10 Dispositiv-Ziffer 3). 

1.4.

Die Akten der Vorinstanz wurden von Amtes wegen beigezogen (act. 5/1-

8). Das Verfahren ist spruchreif.

2.1.

Damit auf ein Rechtsmittel eingetreten werden kann – d.h. damit dieses 

inhaltlich behandelt wird –, müssen die sog. Prozessvoraussetzungen erfüllt sein, 

wie sie Art. 59 der Zivilprozessordnung (ZPO) umschreibt. Dies hat das Gericht 

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von Amtes wegen zu prüfen, und es muss insbesondere ein "schutzwürdiges In-

teresse" vorliegen (Art. 60 ZPO i.V.m. Art. 59 Abs. 2 lit. a ZPO). Bei Rechtsmitteln 

hat derjenige ein Rechtsschutzinteresse, der durch den angefochtenen Entscheid 

beschwert, d.h. benachteiligt ist, und ein Interesse an dessen Änderung hat (vgl. 

CHK ZPO-SUTTER-SOMM/SEILER, Art. 59 N 7 m.w.H.). Fehlt das Rechtsschutzin-

teresse bereits bei Eintritt der Rechtshängigkeit (d.h. vorliegend bei Erhebung des 

Rechtsmittels), so ist ein Nichteintretensentscheid zu fällen. Bei Wegfall nach Ein-

tritt der Rechtshängigkeit (vorliegend: nach Erhebung des Rechtsmittels) ist das 

Verfahren stattdessen gemäss Art. 242 ZPO infolge Gegenstandslosigkeit abzu-

schreiben (BSK ZPO-GSCHWEND, 4. Auflage 2024, Art. 242 N 5 f.).

2.2. Wie dargelegt hat die Vorinstanz mit ihrem Urteil vom 18. Juli 2025 ihren 

Entscheid vom 14. Mai 2025, die Kosten von CHF 1'759.20 der Beschwerdeführe-

rin aufzuerlegen, aufgehoben. Mit anderen Worten gilt dieser Entscheid nicht 

(mehr) und die Beschwerdeführerin muss diesen Betrag nicht zahlen, was sie mit 

ihrer Beschwerde vom 30. Mai 2025 beantragt hat. Folglich fällt das Rechtsschut-

zinteresse an der Aufhebung des angefochtenen Entscheids bzw. die Beschwer 

weg. Das Beschwerdeverfahren ist demnach als gegenstandslos geworden abzu-

schreiben. 

3.

Umständehalber sind für das zweitinstanzliche Beschwerdeverfahren 

keine Kosten zu erheben. Parteientschädigungen sind keine zuzusprechen. 

1.

2.

3.

4.

Es wird beschlossen:

Das Beschwerdeverfahren wird abgeschrieben.

Für das Beschwerdeverfahren werden keine Kosten erhoben.

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

Schriftliche Mitteilung an die Beschwerdeführerin unter Beilage der Doppel 

von act. 8 und act. 9/1-2 sowie unter Rücksendung der erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.

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5.

Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 

innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-

richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG und ein Entscheid über 
vorsorgliche Massnahmen im Sinne von Art. 98 BGG.

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
CHF 46'000.–.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer

Der Gerichtsschreiber:

MLaw B. Lakic

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