# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f2e39f6d-bb24-5c7c-9af0-5c7fcc6dc872
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-06-25
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 25.06.2009 E-3790/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-3790-2009_2009-06-25.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-3790/2009

{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 5 .  J u n i  2 0 0 9

Einzelrichter Kurt Gysi, 
mit Zustimmung von Richter Fulvio Haefeli;
Gerichtsschreiber Christoph Berger.

A._______, geboren _______, Japan,
vertreten durch lic. iur. Michael Steiner, Rechtsanwalt,
Beschwerdeführerin,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 11. Mai 2009 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-3790/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass die Beschwerdeführerin am 2. April 2007 in der Schweiz um Asyl 
nachsuchte,

dass für den Inhalt der Vorbringen auf die Akten verwiesen wird,

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom 11. Mai  2009  feststellte,  die  Be-
schwerdeführerin  erfülle  die  Flüchtlingseigenschaft  nicht,  ihr  Asylge-
such ablehnte und die Wegweisung aus der Schweiz sowie deren Voll-
zug anordnete,

dass  es  zur  Begründung  im Wesentlichen  ausführte, die  Vorbringen 
der Beschwerdeführerin würden den Anforderungen an die Flüchtlings-
eigenschaft  gemäss  Art.  3  des  Asylgesetzes  vom  26.  Juni  1998 
(AsylG, SR 142.31) nicht standhalten,

dass aus der Ablehnung des Asylgesuches in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz folge und der Vollzug der Wegweisung zulässig, 
zumutbar und möglich sei,

dass die Beschwerdeführerin  mit  Eingabe vom 11. Juni 2009 an das 
Bundesverwaltungsgericht gelangte,

dass die Beschwerdeführerin vorab beantragt, es sei ihr vollumfängli-
che Einsicht in die Akten A2/1, A4/1, A9/3, A10/1, A14/2 und in das 
Beweismittel 2 der Akte A7 zu gewähren,

dass ihr eventualiter das rechtliche Gehör betreffend diejenigen Akten 
zu gewähren sei, in welche keine Einsicht gewährt werden könne,

dass nach vollumfänglicher Einsicht in die entsprechenden Akten be-
ziehungsweise  mit  der  entsprechenden  Gewährung  des  rechtlichen 
Gehörs eine angemessene Frist zur Einreichung einer Beschwerdever-
besserung anzusetzen sei,

dass die Verfügung des BFM vom 11. Mai 2009 wegen Verletzung des 
rechtlichen Gehörs und wegen mangelnder Abklärung des Sachverhal-
tes aufzuheben und die Sache dem BFM zur Neubeurteilung und zur 
vollständigen und richtigen Abklärung und Feststellung des rechtser-
heblichen Sachverhaltes zurückzuweisen sei,

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dass eventualiter die Verfügung des BFM vom 11. Mai 2009 aufzuhe-
ben und der Beschwerdeführerin Asyl zu gewähren sei,

dass eventualiter die Verfügung des BFM vom 11. Mai 2009 aufzuhe-
ben und die Unzulässigkeit des Wegweisungsvollzuges der Beschwer-
deführerin festzustellen sei,

dass eventualiter die Verfügung des BFM vom 11. Mai 2009 aufzuhe-
ben  und  die  Unzumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzuges  der  Be-
schwerdeführerin festzustellen sei,

dass  auf  die  Begründung  der  Rechtsbegehren,  soweit  für  den  Ent-
scheid  wesentlich,  in  den  nachfolgenden  Erwägungen  eingegangen 
wird,

dass das Bundesverwaltungsgericht  mit Verfügung vom 17. Juni 2009 
den Eingang der Beschwerde bestätigte,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  die  Beschwerdeführerin  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist (Art. 108 Abs. 1 und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

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dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass die Beschwerdeführerin vorab beantragt,  es sei  ihr vollständige 
Einsicht in die gesamten Asylakten zu gewähren,

dass es sich bei der Akte A2/1 um ein vom Genfer Office cantonal de 
la  population  ausgestelltes  "Laissez-passer  provisoire"  handelt,  das 
der Beschwerdeführerin  dazu diente,  sich im Empfangs- und Verfah-
renszentrum Vallorbe zur Einreichung ihres Asylgesuches zu melden 
und diese Akte  im vorliegenden Verfahren nicht  der  Edierungspflicht 
des BFM unterlag,

dass sich ebenso aus den Akten A4/1 (AFIS-Resultate) und A9/3 (An-
frage  Fingerabdruckvergleiche  im  Rahmen  des  Deutsch-Schweizeri-
schen Rückübernahmeabkommens) keine Aspekte ableiten lassen, die 
im vorliegenden Verfahren für die Feststellung des rechtserheblichen 
Sachverhaltes  von  Bedeutung  wären,  das  BFM  demnach  diese  zu 
Recht  nicht  zum Gegenstand der Erwägungen in  der angefochtenen 
Verfügung machte,  da  sie  für  den Ausgang der  vorliegenden Sache 
unwesentlich  erscheinen,  weshalb  diese  Akten  nicht  der  Edierungs-
pflicht unterlagen und keine Verletzung des rechtlichen Gehörs gege-
ben ist,

dass das BFM im Aktenverzeichnis unter der Akte A10/1 "Kurzbericht 
zu GSin" zu Recht angemerkt hat, es handle sich dabei um eine Akte 
anderer  Behörden  (Kurzbericht  des  Kantonalen  Sozialdienstes  des 
Departementes  Gesundheit  und  Soziales  des  Kantons  Aargau)  und 
daraus  für  das  vorliegende  Verfahren  keine  für  den  Asylentscheid 
wesentlichen Sachverhalte abzuleiten sind,

dass  im  Kurzbericht  der  für  den  Kantonalen  Sozialdienst  allenfalls 
interessierende Umstand im Wesentlichen festgehalten wurde, die Be-
schwerdeführerin sei im Besitze neuester IT-Technologie (Laptop) und 

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die kürzliche Anschaffung eines neuen Laptops lasse eine höhere fi-
nanzielle Unabhängigkeit vermuten,

dass  entgegen  der  Vermutung  in  der  Rechtsmitteleingabe  auch  die 
Akte A14/2 "Ersuchen Kanton prioritäre Behandlung" keine entscheid-
wesentlichen Informationen enthält, da sie nebst dem Begleitbrief des 
Kantonalen Migrationsdienstes wiederum lediglich den Kurzbericht des 
Kantonalen Sozialdienstes enthält und es im vorliegenden Zusammen-
hang unwesentlich erscheint, ob das BFM die Akte im Aktenverzeich-
nis richtigerweise unter die Rubrik C=Akten anderer Behörden stellte 
oder nicht,

dass  die  in  der  Rechtsmitteleingabe  erhobene  Rüge  der  Verletzung 
des rechtlichen Gehörs im Zusammenhang mit der von der Beschwer-
deführerin eingereichten CD-ROM (A7 Beweismittel Nr. 2) fehl geht, da 
der  Inhalt  dieses  Beweismittels  der  Beschwerdeführerin  bekannt  ist 
und anlässlich der Anhörung im vorinstanzlichen Verfahren ausführlich 
zur Sprache und zu Protokoll gebracht wurde (A6/12 S. 2), sodass es 
der Beschwerdeführerin beziehungsweise ihrem  Rechtsvertreter nicht 
verschlossen blieb, sich in der Rechtsmitteleingabe materiell  mit  die-
sem auseinanderzusetzen,

dass demnach der Antrag der Beschwerdeführerin, es sei ihr verbun-
den mit der Gewährung der Akteneinsicht eine angemessene Frist zur 
Einreichung einer Ergänzung der vorliegenden Beschwerde zu gewäh-
ren,  abzuweisen ist  und aufgrund der Aktenlage keine Veranlassung 
besteht, der Beschwerdeführerin zusätzlich eine Frist zur Stellungnah-
me einzuräumen,

dass in der Rechtsmitteleingabe im Weiteren beantragt wird, die Verfü-
gung des BFM vom 11. Mai 2009 sei wegen Verletzung des rechtlichen 
Gehörs und wegen mangelnder Abklärung des Sachverhaltes aufzuhe-
ben und die Sache sei dem BFM zur Neubeurteilung und zur vollstän-
digen und richtigen Abklärung und Feststellung des rechtserheblichen 
Sachverhaltes zurückzuweisen,

dass  der  Untersuchungsgrundsatz  zu  den  allgemeinen  Grundsätzen 
des Asylverfahrens (Art. 12  VwVG i.V.m. Art. 6  AsylG)  gehört,  dem-
nach die Behörde von Amtes wegen für die richtige und vollständige 
Abklärung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts  zu  sorgen  hat,  somit 
die für das Verfahren notwendigen Sachverhaltsunterlagen beschaffen 

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und  die  rechtlich  relevanten  Umstände  abklären  sowie  ordnungsge-
mäss darüber Beweis führen muss,

dass  dieser  Grundsatz  indessen nicht  uneingeschränkt  gilt,  sondern 
sein  Korrelat  in  der  Mitwirkungspflicht  des  Asylsuchenden  (Art.  13 
VwVG und Art. 8 AsylG) findet,

dass  im  Rahmen  des  Untersuchungsgrundsatzes  sich  die  entschei-
dende Behörde in der Regel darauf beschränken kann, die Vorbringen 
der Asylgesuchsteller zu würdigen und die von ihnen angebotenen Be-
weise abzunehmen, ohne weitere Abklärungen vornehmen zu müssen, 
wobei sich eine ergänzende Untersuchung dennoch aufdrängen kann, 
wenn aufgrund dieser Vorbringen und Beweismittel berechtigte Zweifel 
oder Unsicherheit weiter bestehen, die voraussichtlich nur mit Ermitt-
lung von Amtes wegen beseitigt werden können (vgl. Entscheide und 
Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK] 
1995 Nr. 22 E. 5a S. 222),

dass vorliegend das Gericht zum Schluss gelangt, dass die Vorinstanz 
den Sachverhalt zur Genüge erstellt hat,

dass aus den Akten hervorgeht, dass der Beschwerdeführerin hinrei-
chend Gelegenheit gegeben wurde, ihre Asylgründe vollständig darzu-
legen und anlässlich der Anhörung vom 23. April  2007 auch gezielte 
Nachfragen  zur  Erstellung  des  rechtserheblichen  Sachverhaltes  ge-
stellt wurden,

dass demnach der Antrag auf weitere Abklärungen und insbesondere 
der Antrag auf Abklärungen über Botschaftsanfragen abzuweisen ist,

dass im Weiteren entgegen der Vorbringen in der Rechtsmitteleingabe 
nicht  ersichtlich  ist,  inwiefern  das  BFM in  der  angefochtenen  Verfü-
gung eine willkürliche Annahme getroffen und die Begründungspflicht 
sowie das rechtliche Gehör verletzt haben soll, wenn es erwogen hat, 
die  von der  Gesuchstellerin  geschilderte  Verfolgung (Gerüchte,  Stal-
kingvorfälle)  durch Mitstudenten oder  Professoren (in  den USA),  die 
sich angeblich auch in Japan fortgesetzt hätten, seien letztlich nur be-
dingt  nachvollziehbar  und  könnten  in  den  "von  der  Gesuchstellerin 
selbst  erwähnten psychischen Problemen oder  allenfalls im übermä-
ssigen Internetkonsum begründet liegen",

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dass  die  Rüge  der  Beschwerdeführerin,  die  Annahme  psychischer 
Probleme sei willkürlich und hätte durch das BFM detailliert begründet 
und belegt werden müssen, nicht durchzudringen vermag und zudem 
von den durch das BFM in entscheidrelevanter Hinsicht wesentlichen 
Begründungen abzulenken versucht,

dass aufgrund der gesamten Aktenlage und Vorbringen der Beschwer-
deführerin das BFM nicht in willkürlicher, sondern vielmehr in berech-
tigter  Weise  annehmen  durfte,  die  geltend  gemachten  langjährigen 
permanenten Stalking-Übergriffe hätten bei der Beschwerdeführerin in 
psychischer Hinsicht und bezüglich ihrer entsprechenden Verhaltens-
weise Spuren hinterlassen,

dass gemäss der Praxis des Bundesgerichts eine Begründung grund-
sätzlich so abzufassen ist, dass der Betroffene diese gegebenenfalls 
sachgerecht anfechten kann (BGE 122 II 363) und die Betroffenen als 
auch die  Rechtsmittelinstanz  sich  von der  Tragweite  des  Entscheids 
ein Bild machen können, weshalb wenigstens kurz die Überlegungen 
genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf 
die sich ihr Entscheid stützt (BGE 122 IV 14 f.; vgl. EMARK 1995 Nr. 
12 E. 12c S. 114 ff.), dies jedoch nicht bedeutet, dass sich die Behörde 
mit  jeder  tatbeständlichen  Behauptung,  jedem  rechtlichen  Einwand 
und  jedem  Beweismittel  auseinandersetzen  muss,  sondern  sie  sich 
vielmehr  auf  die  für  den  Entscheid  wesentlichen  Gesichtspunkte 
beschränken kann (vgl. EMARK 1993 Nr. 3 E. 4b S. 16 ff; BGE 117 Ib 
492),

dass diese Voraussetzungen vorliegend gegeben sind,

dass in diesem Zusammenhang auch das rechtliche Gehör nicht ver-
letzt  ist,  zumal  die  geltend  gemachten  Stalking-Übergriffe  integraler 
Bestandteil der Anhörungen bildete und die daraus gefolgerte zurück-
haltende Einschätzung des BFM von "psychischen Problemen" vorlie-
gend nicht die Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes, son-
dern einen Aspekt der rechtlichen Würdigung betrifft,

dass  in  der  Rechtsmitteleingabe  in  unzutreffender  Steigerung  dem 
BFM  unterschoben  wird,  es  sei  von  einer  psychischen  Erkrankung 
(Beschwerde Art. 10) oder gar schweren psychischen Erkrankung (Be-
schwerde Art. 13) der Beschwerdeführerin ausgegangen,

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dass die Beschwerdeführerin in der Rechtsmitteleingabe beteuert, kei-
ne psychischen Probleme zu haben und somit implizit  zum Ausdruck 
bringt,  diesbezüglich keine Betreuung in  Anspruch nehmen zu müs-
sen, sodass sich entsprechende Abklärungen erübrigen,

dass zusammenfassend folgt, dass die Vorinstanz weder dem Untersu-
chungsgrundsatz  nicht  nachgekommen  ist,  noch  ihre  Begründungs-
pflicht  missachtet  noch  Rechte  der  Beschwerdeführerin  verletzt  hat 
und die entsprechenden Rechtsbegehren abzuweisen sind,

dass nachfolgend somit zu prüfen ist, ob die Vorinstanz zu Recht und 
mit zutreffender Begründung die Flüchtlingseigenschaft der Beschwer-
deführerin verneint hat,

dass  die  Schweiz  Flüchtlingen  grundsätzlich  Asyl  gewährt  (Art. 2 
Abs. 1 AsylG), wobei als Flüchtlinge Personen gelten, die in ihrem Hei-
matstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Ras-
se, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen 
Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nach-
teilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nach-
teilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaub-
haft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft  glaubhaft  gemacht ist,  wenn die Be-
hörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-
geben hält, 

dass die Erwägungen des BFM bezüglich der fehlenden Voraussetzun-
gen zur Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft der Beschwerdefüh-
rerin zu bestätigen sind,

dass das BFM in ausgewogenen und plausiblen Erwägungen eine an-
gemessene Würdigung der aktenkundlich erstellten Sachverhaltserhe-
bungen unter zutreffender Berücksichtigung der länderspezifischen Er-
kenntnisse vorgenommen hat,

dass mit dem BFM einig zu gehen ist, wonach den Akten keine Hin-
weise zu entnehmen sind, dass die CIA oder sonstige US-Behörden 
ein Interesse an der Beschwerdeführerin haben könnten und es sich 

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bei der USA zudem um einen Drittstaat handeln würde, weshalb schon 
deshalb keine Asylrelevanz vorliegen würde,

dass den Akten auch bezogen auf Japan keine asylrelevanten Gründe 
für  eine  Verfolgung  zu  entnehmen  sind  und  in  Bezug  auf  private 
Nachstellungen  und  Belästigungen  von  der  Schutzwilligkeit  und  der 
Schutzfähigkeit des japanischen Staates auszugehen ist,

dass  aufgrund  der  Aktenlage  keine  hinreichende  Anhaltspunkte  er-
kennbar sind, wonach die Beschwerdeführerin vor diesem Hintergrund 
im Heimatland mit erheblicher Wahrscheinlichkeit aus flüchtlingsrecht-
lich relevanten Motiven ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sein könnte,

dass die Entgegnungen in der Rechtsmitteleingabe mangels Stichhal-
tigkeit keine andere Beurteilung herbeizuführen vermögen,

dass  die  von der  Beschwerdeführerin  vorgetragene Befürchtung,  sie 
könnte  in  Japan  allenfalls  einer  Zwangshospitalisierung  ausgesetzt 
sein,  in  Berücksichtigung  der  gesamten  Aktenlage  unbegründet  er-
scheinen muss, 

dass in entscheidwesentlicher Hinsicht zudem ins Gewicht fällt,  dass 
sie am 5. Dezember 2006 auf dem Luftweg aus den USA in ihr Heimat-
land zurückkehrte, ihr am 9. Januar 2007 von den japanischen Behör-
den ein neuer Reisepass mit biometrischen Daten ausgestellt wurde, 
sie am 1. Februar 2007 auf dem Luftweg direkt in die USA zurückkehr-
te und aufgrund der Akten weder seites der amerikanischen noch der 
japanischen  Behörden  anlässlich  der  Ein-  und  Ausreisen  getroffene 
Massnahmen  ersichtlich  sind,  die  auch  nur  ansatzweise  flüchtlings-
rechtlich relevant sein könnten,

dass die Beschwerdeführerin die Flüchtlingseigenschaft nicht nachzu-
weisen  oder  zumindest  glaubhaft  zu  machen  vermag,  weshalb  das 
Bundesamt das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

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dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist  (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es der Beschwerdeführerin nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die im Heimat- oder Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  diese Voraussetzungen im Heimatland der  Beschwerdeführerin 
klarerweise  nicht  gegeben  sind  und  keine  Wegweisungsvollzugshin-
dernisse in individueller Hinsicht erkennbar sind,

dass abgesehen davon erwartet werden darf, dass sich die alleinste-
hende, 32jährige Beschwerdeführerin um eine Existenzsicherung in ih-
rem Heimatland bemühen kann,

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dass das BFM im Resultat zu Recht zum Schluss kommt, im Falle ei-
ner Rückkehr der Beschwerdeführerin in ihr Heimatland würde weder 
aufgrund der  allgemeinen dortigen  Lage  noch  aufgrund  individueller 
Gründe eine konkrete Gefährdung im Sinne der zu beachtenden Be-
stimmungen drohen, weshalb der Vollzug der Wegweisung nicht unzu-
mutbar im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AuG ist,

dass der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführerin in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), 

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass die Beschwerdeführerin demnach nicht darzutun vermag, inwie-
fern die angefochtene Verfügung Bundesrecht  verletzt,  den rechtser-
heblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder unan-
gemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen 
ist,

dass  sich  die  Beschwerde  aufgrund  vorstehender  Erwägungen  als 
aussichtslos erweist, weshalb das Gesuch um Erlass der Verfahrens-
kosten (Art. 65  Abs. 1 VwVG) abzuweisen und bei  diesem Ausgang 
des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.-- (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG 
i.V.m. Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten 
und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR  173.320.2])  der  Beschwerdeführerin  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt. Der Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des vorliegenden 
Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil  geht  an die Beschwerdeführerin,  das BFM und die zu-
ständige kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Kurt Gysi Christoph Berger

Versand: 

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