# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6885e29b-45dd-5204-95a0-546e7d335dd3
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-21
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 21.03.2025 SV1 2025 5
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SV1-2025-5_2025-03-21.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Urteil vom 21. März 2025

Referenz SV1 25 5

Instanz Erste sozialversicherungsrechtliche Kammer

Besetzung Pedretti, Vorsitz
von Salis und Bäder Federspiel
Hemmi, Aktuarin

Parteien A._____
Beschwerdeführerin
vertreten durch Berufsbeistandschaft Landquart, 

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden
IV-Stelle,
Beschwerdegegnerin

Gegenstand Versicherungsleistungen nach IVG

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Sachverhalt

A. A._____, Jahrgang 1970, ist gelernte Hotelfach- und Servicefachangestellte. 
Zuletzt war sie von März 2013 bis Ende November 2024 bei der B._____ AG als 
Mitarbeiterin in der Industrieabteilung und teilweise in der internen Reinigung im 
zweiten Arbeitsmarkt tätig. 

B. Im Januar 2010 meldete sich A._____ unter Hinweis auf eine eingeschränkte 
psychische und physische Leistungsfähigkeit bei der IV-Stelle des Kantons 
Graubünden (nachfolgend: IV-Stelle) zum Leistungsbezug an. Diese tätigte 
erwerbliche und medizinische Abklärungen. Dr. med. C._____, Facharzt für 
Allgemeinmedizin, diagnostizierte in seinem Bericht vom 1. Februar 2010 ein 
psychisches Überforderungssyndrom mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. Er 
befand eine Leistung im ersten Arbeitsmarkt für nicht denkbar und attestierte bis auf 
Weiteres eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Auf Anfrage der IV-Stelle hin führte 
Dr. med. C._____ am 12. März 2010 weiter aus, die verminderte psychische 
Belastbarkeit liege in der verminderten Intelligenz und in der persönlichen 
Lebensgeschichte von A._____ begründet. Es bestehe eine Anpassungsstörung, 
wobei eine psychiatrische Abklärung weitere Diagnosen liefern könnte. 

C. In der Folge liess die IV-Stelle A._____ Mitte Juni 2010 monodisziplinär durch 
Dr. med. D._____, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, begutachten. In 
dem am 23. Juli 2010 erstatteten Gutachten stellte er keine Diagnosen mit 
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit fest. Er wies für adaptierte, d.h. praktisch 
auszuübende Tätigkeiten im ablenkungsarmen Setting mit repetitiv gestalteten 
Arbeiten sowie klaren, einfachen und eindeutigen Handlungsanweisungen eine 
100%ige Arbeitsfähigkeit aus. 

D. Bereits zuvor wurde A._____ am 24. und 29. Juni 2010 neuropsychologisch 
abgeklärt. Im entsprechenden Bericht vom 1. Juli 2010 wies Dr. phil. E._____, 
Psychologe FSP, eine unterdurchschnittliche Leistung (IQ von 78) aus. Er erachtete 
A._____ in einer leidensangepassten Tätigkeit ebenfalls für voll arbeitsfähig. 

E. Am 28. Juli 2010 führte die IV-Stelle eine Haushaltsabklärung durch.

F. Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren wies die IV-Stelle mit Verfügung 
vom 22. August 2011 das Leistungsbegehren mangels Vorliegens eines 
invalidisierenden Gesundheitsschadens ab. 

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G. Die dagegen erhobene Beschwerde wies das ehemalige Verwaltungsgericht 
des Kantons Graubünden mit Urteil S 11 110 vom 7. Februar 2012 ab. Dieser 
Entscheid erwuchs unangefochten in Rechtskraft.

H. Im Oktober 2024 meldete sich A._____ erneut bei der IV-Stelle zum 
Leistungsbezug an.

I. In seinem Bericht vom 1. November 2024 wies Dr. med. F._____, Facharzt 
für Allgemeinmedizin, ein psychisches Überforderungssyndrom, depressive 
Episoden, eine verminderte Intelligenz, Anpassungsstörungen, ein Diabetes 
mellitus Typ II, eine arterielle Hypertonie und eine Adipositas aus. Während 
Dr. med. F._____ die Ausübung einer geregelten Tätigkeit im ersten Arbeitsmarkt 
für nicht möglich erachtete, wies er für eine solche im geschützten Rahmen eine 
ca. 60%ige Arbeitsfähigkeit aus. 

J. Nach Einholung einer Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes 
(RAD) dazu stellte die IV-Stelle A._____ mit Vorbescheid vom 7. November 2024 in 
Aussicht, nicht auf ihr Leistungsbegehren einzutreten. Es bestünden aus 
medizinischer Sicht keine objektiven und relevanten Hinweise für eine wesentliche 
Verschlechterung des Gesundheitszustands seit der Verfügung vom 22. August 
2011. Mit Verfügung vom 16. Dezember 2024 entschied die IV-Stelle wie 
vorbeschieden und trat nicht auf das Leistungsbegehren ein. 

K. Dagegen liess A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) durch ihren 
Beistand am 29. Januar 2025 (Poststempel) Beschwerde beim Obergericht des 
Kantons Graubünden erheben und sinngemäss die Aufhebung der angefochtenen 
Verfügung sowie das Eintreten auf ihr Leistungsbegehren beantragen. Zur 
Begründung brachte sie im Wesentlichen vor, dass eine Eingliederung in den ersten 
Arbeitsmarkt ohne jegliche Unterstützung bzw. Begleitung aufgrund ihrer 
mehrjährigen Tätigkeit im zweiten Arbeitsmarkt, ihrer nicht ausreichenden 
beruflichen Qualifikation sowie ihren gesundheitlichen Beschwerden nicht 
realistisch sei. Auch habe sich ihr Gesundheitszustand in den letzten zwölf Jahren 
verschlechtert. Eine Veränderung der Verhältnisse sei daher zu bejahen und auch 
ärztlicherseits bestätigt worden. 

L. Die IV-Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) schloss in ihrer 
Vernehmlassung vom 20. Februar 2025 auf Abweisung der Beschwerde und 
verwies zur Begründung primär auf die Verfügung vom 16. Dezember 2024. 
Ergänzend merkte sie insbesondere an, die von Dr. med. F._____ aktuell 
beschriebenen psychischen und neuropsychologischen Beschwerden hätten 

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bereits im Jahr 2011 bestanden bzw. seien bereits damals gutachterlich abgeklärt 
worden. Bezüglich der von ihm festgestellten körperlichen Beschwerden sei zudem 
darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdeführerin bereits früher an 
Stoffwechselproblemen sowie Übergewicht gelitten habe. Somit sei nicht glaubhaft 
gemacht, dass sich der Sachverhalt seit dem 22. August 2011 in einer für den 
Anspruch erheblichen Weise verändert habe. Die angefochtene Verfügung erweise 
sich daher als rechtmässig.

M. Am 24. Februar 2025 liess die Beschwerdeführerin durch ihren Beistand um 
unentgeltliche Rechtspflege ersuchen. 

N. Die Beschwerdeführerin reichte trotz der ihr eingeräumten Frist zur 
freigestellten Stellungnahme keine Replik ein.

Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften, die angefochtene Verfügung 
sowie die übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden 
Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1.1. Nach Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG sind Verfügungen der kantonalen IV-Stellen 
direkt vor dem Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle anfechtbar. Die Verfügung 
der Beschwerdegegnerin vom 16. Dezember 2024 stellt eine solche anfechtbare 
Verfügung der Invalidenversicherung und folglich ein taugliches Anfechtungsobjekt 
für ein Verfahren vor dem Obergericht des Kantons Graubünden dar. Die sachliche 
Zuständigkeit des Obergerichts ergibt sich aus Art. 57 ATSG (SR 830.1) i.V.m. 
Art. 49 Abs. 2 lit. a VRG (BR 370.100). Als Adressatin der strittigen Verfügung ist 
die Beschwerdeführerin davon berührt und sie weist ein schutzwürdiges Interesse 
an deren Aufhebung oder Änderung auf (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 59 ATSG).

1.2. Vorliegend hat die Beschwerdeführerin ihrem Beistand die Zustimmung zur 
Prozessführung im Sinne von Art. 416 Abs. 2 ZGB erteilt (vgl. 
Einverständniserklärung zur Prozessführung vom 3./4. Februar 2025 [act. G.1]). Da 
die Beschwerdeführerin unstreitig urteilsfähig und im massgeblichen Bereich in ihrer 
Handlungsfähigkeit nicht eingeschränkt ist (vgl. Einverständniserklärung zur 
Prozessführung vom 3./4. Februar 2025 [act. G.1] und Ernennungsurkunde vom 
2. Oktober 2024 [act. B.1]; siehe hierzu auch BIDERBOST, in: Geiser/Fountoulakis 
[Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl. 2022, Art. 394 Rz. 20a), ist 
der Beistand zur Prozessführung für sie berechtigt, wobei er in diesem Umfang 
gesetzlicher Vertreter ist und mit Wirkung für die Beschwerdeführerin handeln kann 
(vgl. BIDERBOST, a.a.O., Art. 394 Rz. 1 und Rz. 18). Auf die im Übrigen frist- und 

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formgerecht eingereichte Beschwerde (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 60 Abs. 1 und 2 
ATSG, Art. 38 f. sowie Art. 61 lit. b ATSG) ist demnach einzutreten.

2. Der Streitgegenstand erschöpft sich in der Frage, ob die 
Beschwerdegegnerin zu Recht mangels glaubhaft gemachter Verschlechterung des 
Gesundheitszustands durch die Beschwerdeführerin nicht auf deren 
Leistungsbegehren eingetreten ist. 

3. In Bezug auf das anwendbare Recht ist festzuhalten, dass seit dem 1. Januar 
2022 die revidierten Bestimmungen des IVG (sowie des ATSG) und der IVV 
(SR 831.201) in Kraft sind (Weiterentwicklung der IV). Die angefochtene Verfügung 
erging nach dem Inkrafttreten der Gesetzesänderungen vom 19. Juni 2020. Da die 
massgebenden Bestimmungen betreffend Voraussetzung des Glaubhaftmachens 
einer Änderung des Gesundheitszustands (vgl. Art. 87 Abs. 2 f. IVV) unverändert 
geblieben sind, stellen sich diesbezüglich keine intertemporalrechtlichen Fragen 
(vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_431/2024 vom 16. Dezember 2024 E. 3, 
8C_677/2023 vom 22. August 2024 E. 2.2, 8C_555/2023 vom 4. Januar 2024 
E. 3.5, 8C_531/2022 vom 23. August 2023 E. 3.1 und 8C_465/2022 vom 18. April 
2023 E. 3.1).

4.1. Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrads verweigert, so 
wird eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn damit glaubhaft gemacht wird, dass 
sich der Grad der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert 
hat (Art. 87 Abs. 3 i.V.m. Abs. 2 IVV; vgl. BGE 149 V 177 E. 3.6.2; vgl. Urteile des 
Bundesgerichts 9C_725/2023 vom 2. Mai 2024 E. 3.3, 8C_531/2022 vom 
23. August 2023 E. 3.2.1, 9C_556/2021 vom 3. Januar 2022 E. 2.1 und 
8C_481/2020 vom 15. Dezember 2020 E. 2.2). Eine solche Änderung der 
tatsächlichen Verhältnisse kann namentlich in einer Verschlechterung des 
Gesundheitszustands mit entsprechend verminderter Arbeitsfähigkeit oder in 
geänderten erwerblichen Auswirkungen einer im Wesentlichen gleich gebliebenen 
Beeinträchtigung der Gesundheit liegen. Dagegen stellt eine bloss abweichende 
Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts keine relevante 
Änderung dar (vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_46/2023 vom 23. April 2024 
E. 3.3, 8C_477/2020 vom 25. November 2020 E. 4.2, 8C_207/2020 vom 5. August 
2020 E. 4.1, 8C_514/2019 vom 23. Dezember 2019 E. 3.1 und 8C_606/2019 vom 
5. Dezember 2019 E. 3.2 m.w.H.). Es obliegt der versicherten Person, die 
Voraussetzung des veränderten Gesundheitszustandes glaubhaft zu machen (vgl. 
Urteile des Bundesgerichts 9C_238/2023 vom 24. Mai 2023 E. 3.1, 9C_552/2022 
vom 20. März 2023 E. 3.1 und 8C_455/2020 vom 20. Oktober 2020 E. 3.1 m.w.H.). 
Mit dem Beweismass des Glaubhaftmachens sind herabgesetzte Anforderungen an 

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den Beweis verbunden; die Tatsachenänderung muss also nicht nach dem im 
Sozialversicherungsrecht sonst üblichen Grad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit (vgl. BGE 144 V 427 E. 3.2) erstellt sein. Es genügt, dass für 
das Vorhandensein des geltend gemachten rechtserheblichen Sachumstands 
wenigstens gewisse Anhaltspunkte bestehen, auch wenn durchaus noch mit der 
Möglichkeit zu rechnen ist, bei eingehender Abklärung werde sich die behauptete 
Änderung nicht erstellen lassen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_34/2024 vom 
8. August 2024 E. 2.2.1, 8C_531/2022 vom 23. August 2023 E. 3.2.2, 8C_619/2022 
vom 22. Juni 2023 E. 5.1, 9C_438/2022 vom 24. November 2022 E. 2 und 
8C_6/2022 vom 24. Mai 2022 E. 3.2). Erheblich ist eine Sachverhaltsänderung, 
wenn angenommen werden kann, der Anspruch auf eine Invalidenrente (oder deren 
Erhöhung) bzw. auf Eingliederungsmassnahmen sei begründet, falls sich die 
geltend gemachten Umstände als richtig erweisen sollten (vgl. BGE 149 V 177 
E. 4.7; Urteile des Bundesgerichts 9C_725/2019 vom 27. Januar 2020 E. 2.2 und 
9C_733/2019 vom 2. Dezember 2019 E. 2.2).

Der Untersuchungsgrundsatz, wonach die Behörde von Amtes wegen für die 
richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen 
hat, spielt insoweit nicht (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_725/2019 vom 
27. Januar 2020 E. 2.2). Dieser greift rechtsprechungsgemäss erst, wenn die 
Verwaltung auf ein Gesuch eintritt, folglich ein Verfahren eröffnet und verpflichtet 
ist, den massgeb-lichen Sachverhalt abzuklären (vgl. BGE 130 V 64 E. 5.2.5; Urteil 
des Bundesgerichts 8C_256/2019 vom 23. August 2019 E. 6.5). 

4.2. Für die beschwerdeweise Überprüfung einer Nichteintretensverfügung ist 
nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts der Sachverhalt, wie er sich der 
Verwaltung bot, resp. die Aktenlage bei Erlass dieser Verfügung massgeblich (vgl. 
BGE 130 V 64 E. 5.2.5; vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_247/2023 vom 
8. September 2023 E. 3.2, 8C_557/2022 vom 4. August 2023 E. 6.2.1, 
8C_481/2020 vom 15. Dezember 2020 E. 4.1.3, 8C_256/2019 vom 23. August 
2019 E. 6.1 und 8C_183/2016 vom 9. Mai 2016 E. 2.1). Bei der Frage des 
Eintretens auf die Neuanmeldung kann somit nur auf jene (ärztlichen) Berichte 
abgestellt werden, die der Verwaltung im Zeitpunkt ihres Nichteintretensentscheids 
auch vorgelegen haben (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_256/2019 vom 
23. August 2019 E. 6.4). Das mit Beschwerde eingreichte E-Mail des Betriebsleiters 
von J._____ vom 8. Januar 2025 (vgl. act. B.4) erging nach Erlass der Verfügung 
vom 16. Dezember 2024 und lag der Beschwerdegegnerin im Zeitpunkt des 
Nichteintretensentscheids nicht vor. Selbst wenn es sich auf den Sachverhalt im 
Verfügungszeitpunkt bezieht, fällt insofern eine Ergänzung der Aktenlage im 

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Rahmen des auf eine Nichteintretensverfügung folgenden Beschwerdeverfahrens 
ausser Betracht (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_481/2020 vom 15. Dezember 
2020 E. 4.1.3). Daher ist dieses E-Mail unbeachtlich.

4.3. Die zeitliche Vergleichsbasis für die Frage, ob eine rentenrelevante 
Veränderung des Sachverhalts glaubhaft ist, bildet der Zeitpunkt der letzten 
umfassenden materiellen Prüfung (mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, 
Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs). Der 
Vergleichszeitraum erstreckt sich grundsätzlich bis zur Prüfung und Beurteilung des 
Gesuchs, d.h. bis zum Erlass der Verfügung betreffend die Neuanmeldung (vgl. 
Urteile des Bundesgerichts 8C_572/2022 vom 21. Juni 2023 E. 3.2.4.1, 
8C_735/2019 vom 25. Februar 2020 E. 3.2 und 8C_256/2019 vom 23. August 2019 
E. 6.1).

5.1. Im vorliegend zu beurteilenden Fall ist somit als Vergleichsbasis auf die mit 
Urteil des ehemaligen Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden S 11 110 vom 
7. Februar 2012 geschützte Verfügung vom 22. August 2011 abzustellen, mit 
welcher das Leistungsbegehren der Beschwerdeführerin nach einlässlichen 
medizinischen Abklärungen mangels Vorliegens eines invalidisierenden 
Gesundheitsschadens abgewiesen wurde (vgl. IV-act. 40; siehe ferner IV-act. 54). 
Diesem rechtskräftigen Entscheid lagen neben der Abschlussbeurteilung von RAD-
Arzt Dr. med. H._____ vom 2. August 2010, worin dieser die Schlussfolgerungen 
der neuropsychologischen und psychiatrischen Gutachten für 
versicherungsmedizinisch plausibel sowie nachvollziehbar befand (vgl. IV-act. 42 
S. 11 ff.), insbesondere ebendiese Gutachten von Dr. phil. E._____ vom 1. Juli 2010 
bzw. von Dr. med. D._____ vom 23. Juli 2010 zugrunde (vgl. IV-act. 26 und 27).

5.2. In seinem neuropsychologischen Gutachten vom 1. Juli 2010 wies Dr. phil. 
E._____ nach Durchführung eines kombinierten Testverfahrens eine 
unterdurchschnittliche Leistung mit einem IQ von 78 aus (vgl. IV-act. 26 S. 8). Im 
Weiteren führte er insbesondere aus, die Beschwerdeführerin zeige im Rahmen der 
neuropsychologischen Untersuchung eine im Altersdurchschnitt liegende 
Konzentrationsleistungsfähigkeit. Dazu verfüge sie über ein durchschnittliches 
Ausmass an kognitiven Ressourcen zur Vermeidung von Phasen unkonzentrierter 
Bearbeitung (kognitive Selbstkontrollfähigkeit). Ebenso sei ihr Langzeitgedächtnis 
durchschnittlich ausgeprägt. Auch könne sie ihren Aufmerksamkeitsfokus unter 
Zeitdruck rasch zwischen verschiedenen, für die Problemlösung wichtigen 
Informationsquellen (kognitive Anpassungsfähigkeit) wechseln. 
Unterdurchschnittlich ausgeprägt sei demgegenüber die Lern- und 
Gedächtnisleistung der Beschwerdeführerin. Diese Einschränkung beeinflusse in 

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mässigem Ausmass die Ergebnisse zum Arbeitsgedächtnis, womit die Fähigkeit 
gemeint sei, sich kurzfristige Informationen im Gedächtnis zu merken, zu bearbeiten 
und dann in eine Lösung umzuwandeln. Diese Einschränkung betreffe ausdrücklich 
Aufgabenstellungen, die auditiv dargeboten würden. Ausserdem lasse sich die 
Beschwerdeführerin durch Informationen, die für die Problemlösung unnötig seien, 
in leichtem Ausmass ablenken (Interferenzneigung) (vgl. IV-act. 26 S. 9). 

Im Rahmen seiner Beurteilung charakterisierte Dr. phil. E._____ eine dem 
neuropsychologischen Profil der Beschwerdeführerin angepasste Erwerbstätigkeit 
wie folgt: (1) praktisch ausübbare Erwerbstätigkeit auf dem freien Arbeitsmarkt; (2) 
repetitiv gestaltete Erwerbstätigkeit; (3) klare, einfache und eindeutige 
Handlungsanweisungen seitens der vorgesetzten Person; (4) Ausübung einer 
Erwerbstätigkeit in einem ablenkungsarmen Arbeitssetting. Er erachtete eine 
Präsenzzeit am Arbeitsplatz von 100 % bei einer 100%igen Belastbarkeit für 
zumutbar (vgl. IV-act. 26 S. 10). 

5.3. Im psychiatrischen Gutachten vom 23. Juli 2010 stellte Dr. med. D._____ 
keine Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit fest (vgl. IV-act. 27 
S. 22). Dazu führte er aus, mit Blick auf die internationale Klassifikation psychischer 
Störungen (ICD-10) lasse sich festhalten, dass sich im Rahmen der Untersuchung 
keinerlei Hinweise für das Vorliegen einer organischen, einschliesslich einer 
symptomatischen psychischen Störung, einer Störung durch psychotrope 
Substanzen, einer Schizophrenie und einer schizotypen oder wahnhaften Störung 
ergeben hätten. Zum Zeitpunkt der Untersuchung am 15. Juni 2010 sei die 
Beschwerdeführerin psychopathologisch weitgehend unauffällig gewesen. Sie sei 
gelegentlich deprimiert und habe eine Minderung des Antriebs beklagt. Das 
Langzeitgedächtnis habe sich klinisch als auffällig erwiesen. Es sei der 
Beschwerdeführerin schwer gefallen, ihren Lebenslauf ohne Hilfe nachvollziehbar 
zu schildern. Die Stimmung sei gut gewesen. Es hätten sich keine Hinweise für das 
Vorliegen einer affektiven Erkrankung bzw. einer neurotischen, Belastungs- oder 
somatoformen Störung gezeigt. Zudem fänden sich weder in den Akten noch im 
Rahmen der Anamnese oder in der Untersuchung Hinweise, die für das Vorliegen 
einer Persönlichkeitsstörung sprächen. In der neuropsychologischen Begutachtung 
habe die Beschwerdeführerin eine unterdurchschnittliche Leistung mit einem IQ von 
78 gezeigt. Die diagnostischen Kriterien für das Vorliegen einer leichten 
Intelligenzminderung nach ICD-10 seien nicht erfüllt. Trotzdem hätten sich 
anlässlich der neuropsychologischen Begutachtung verschiedene Auffälligkeiten 
gezeigt, die bei der beruflichen Eingliederung berücksichtigt werden müssten. Diese 

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Einschränkungen seien aber nicht durch ein psychisches Leiden mit Krankheitswert 
begründet (vgl. IV-act. 27 S. 24 f.).

Dr. med. D._____ erachtete die Beschwerdeführerin in einer ideal adaptierten, d.h. 
praktisch auszuübenden Tätigkeit im ablenkungsarmen Setting mit repetitiv 
gestalteten Arbeiten sowie klaren, einfachen und eindeutigen 
Handlungsanweisungen seitens der vorgesetzten Person zu 100 % arbeitsfähig 
(vgl. IV-act. 27 S. 27). 

6.1. In der angefochtenen Verfügung vom 16. Dezember 2024 trat die 
Beschwerdegegnerin mangels glaubhaft gemachter Veränderung der Verhältnisse 
nicht auf das Leistungsbegehren der Beschwerdeführerin ein (vgl. IV-act. 79). Dabei 
stützte sie sich auf die Beurteilung von RAD-Arzt G._____ vom 6. November 2024 
ab. Darin führte dieser insbesondere aus, aus versicherungsmedizinischer Sicht 
fänden sich nach ausführlicher Prüfung des Berichts von Dr. med. F._____ keine 
objektiven und relevanten Hinweise für eine wesentliche Verschlechterung des 
Gesundheitszustands seit der Verfügung vom 22. August 2011 (vgl. IV-act. 80 S. 7).

6.2. Demgegenüber ist die Beschwerdeführerin der Auffassung, dass sie mit dem 
im Recht liegenden Bericht ihres Hausarztes Dr. med. F._____ vom 1. November 
2024 eine Verschlechterung ihres Gesundheitszustands seit der letzten 
Begutachtung glaubhaft gemacht hat.

Darin wies Dr. med. F._____ ein psychisches Überforderungssyndrom, depressive 
Episoden, eine verminderte Intelligenz, Anpassungsstörungen, ein Diabetes 
mellitus Typ II, eine arterielle Hypertonie und eine Adipositas aus. Dazu hielt er 
insbesondere fest, dass die Beschwerdeführerin seit dem Jahr 2012 insgesamt eine 
Verschlechterung erfahren habe. Neu dazugekommen seien ein Diabetes mellitus 
Typ II, eine arterielle Hypertonie und eine rezidivierende Eisenmangelanämie. Die 
Beschwerdeführerin habe immer wieder schwere Kreislaufprobleme bzw. das 
Gefühl, als ob das ganze System kollabiere. Sie sei psychisch instabil. Depressive, 
verzweifelte Episoden wechselten sich mit manischen Phasen ab. Die 
Beschwerdeführerin habe Schlafschwierigkeiten und zunehmend Mühe, sich zu 
konzentrieren. Der Diabetes mellitus und die arterielle Hypertonie verstärkten die 
Beschwerden. Die letzte neuropsychologische Abklärung sei im Alter von ca. sieben 
bzw. acht Jahren erfolgt. Dr. med. F._____ erachtete die Ausübung einer geregelten 
Tätigkeit im ersten Arbeitsmarkt für nicht möglich. Im geschützten Rahmen sei eine 
Arbeit in einem ca. 60 %-Pensum zumutbar (vgl. act. B.3 = IV-act. 75). 

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7.1. Soweit RAD-Arzt G._____ in seiner Beurteilung vom 6. November 2024 
ausführt, eine Prüfung des Anspruchs auf Leistungen der Invalidenversicherung 
könne erfolgen, wenn eine Verschlechterung des Gesundheitszustands seit der 
letzten Verfügung nachgewiesen worden sei (vgl. IV-act. 80 S. 6), verkennt er bzw. 
die sich darauf abstützende Beschwerdegegnerin, dass vorliegend eine Änderung 
der Verhältnisse lediglich glaubhaft gemacht werden muss, damit auf das neue 
Leistungsbegehren eingetreten wird. Mit anderen Worten muss eine 
Verschlechterung des Gesundheitszustands im Zeitpunkt der Neuanmeldung noch 
nicht feststehen; diese bildet – nach erfolgtem Eintreten – vielmehr erst Gegenstand 
weiterer Abklärungen, deren Ausgang noch offen ist. Indem RAD-Arzt G._____ 
einen Nachweis für einen verschlechterten Gesundheitszustand verlangt, wendet er 
im Ergebnis das für die materielle Anspruchsprüfung massgebende Beweismass an 
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_57/2021 vom 8. Juli 2021 E. 4.4). Damit 
übersieht er, dass die Beweisanforderungen im Rahmen der Neuanmeldung 
herabgesetzt sind, indem nicht im Sinne des Beweisgrads der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit die Überzeugung der Verwaltung begründet zu werden braucht, 
dass seit der letzten rechtskräftigen Entscheidung tatsächlich eine relevante 
Änderung eingetreten ist. Vielmehr genügt es, dass für die geltend gemachten 
rechtserheblichen Sachumstände wenigstens gewisse Anhaltspunkte bestehen 
(vgl. E. 4.1. hiervor). 

Seit der Verfügung vom 22. August 2011 sind überdies bereits viele Jahre 
vergangen, weshalb an die Glaubhaftmachung eines veränderten 
Gesundheitszustands infolge Zeitablaufs weniger hohe Anforderungen zu stellen 
sind (vgl. BGE 149 V 177 E. 4.3.2; vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_431/2024 
vom 16. Dezember 2024 E. 4.2, 9C_351/2020 vom 21. September 2020 E. 3.1 und 
9C_523/2014 vom 19. November 2014 E. 2). 

7.2. In neuropsychologischer Hinsicht ist zunächst darauf hinzuweisen, dass eine 
entsprechende Untersuchung entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin im 
Rahmen der Abklärungen im Vergleichszeitraum am 24. und 29. Juni 2010, d.h. im 
Alter von knapp 40 Jahren, durch Dr. phil. E._____ erfolgt ist (vgl. IV-act. 26 S. 1). 
Die Beschwerdeführerin beklagte bereits damals massive Konzentrations- und 
Gedächtnisprobleme (vgl. neuropsychologisches Gutachten von Dr. phil. E._____ 
vom 1. Juli 2010 [IV-act. 26 S. 3]; siehe ferner Bericht von Dr. med. C._____ vom 
1. Februar 2010 [IV-act. 15 S. 6]). Die von Dr. phil. E._____ durchgeführten Tests 
zeigten bei einem Gesamt-IQ von 78 indes eine im Altersdurchschnitt liegende 
Konzentrationsleistungsfähigkeit (vgl. neuropsychologisches Gutachten von 
Dr. phil. E._____ vom 1. Juli 2010 [IV-act. 26 S. 4, S. 6 und S. 8 f.]; siehe auch 

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psychiatrisches Gutachten von Dr. med. D._____ vom 23. Juli 2010 [IV-act. 27 
S. 20] und Abklärungsbericht Haushalt vom 30. Juli 2010 bzw. 21. Oktober 2010 
[IV-act. 30 S. 1]; vgl. ferner zur verminderten Intelligenz: Bericht von Dr. med. 
C._____ vom 12. März 2010 [IV-act. 18]). Zudem stellte Dr. phil. E._____ fest, dass 
die Beschwerdeführerin über ein durchschnittliches Ausmass an kognitiven 
Ressourcen zur Vermeidung von Phasen unkonzentrierter Bearbeitung (kognitive 
Selbstkontrollfähigkeit) verfüge. Ebenso sei ihr Langzeitgedächtnis durchschnittlich 
ausgeprägt. Auch könne sie ihren Aufmerksamkeitsfokus unter Zeitdruck rasch 
zwischen verschiedenen, für die Problemlösung wichtigen Informationsquellen 
(kognitive Anpassungsfähigkeit) wechseln (vgl. neuropsychologisches Gutachten 
von Dr. phil. E._____ vom 1. Juli 2010 [IV-act. 26 S. 5 ff. und S. 9]). Im Weiteren 
waren dem psychiatrischen Gutachter Dr. med. D._____ die von der 
Beschwerdeführerin geschilderten Unfälle im Sinne einer Alkoholvergiftung mit zwei 
Jahren und einer dreifachen Stirnhöhlenfraktur im Alter von drei Jahren bekannt 
(vgl. psychiatrisches Gutachten von Dr. med. D._____ vom 23. Juli 2010 [IV-act. 27 
S. 10 f. und S. 23]). Diese wurden auch in der Verfügung der Beschwerdegegnerin 
vom 22. August 2011 aufgegriffen und gewürdigt (vgl. IV-act. 40 S. 3; siehe ferner 
Urteil des früheren Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden S 11 110 vom 
7. Februar 2012 E. 5a). Im aktuellen Bericht des Hausarztes Dr. med. F._____ vom 
1. November 2024 wird lediglich festgehalten, dass die Beschwerdeführerin 
zunehmend Mühe habe, sich zu konzentrieren, und dass für das intellektuelle Defizit 
die frühkindlichen Unfälle ursächlich seien (vgl. act. B.3 S. 1 = IV-act. 75 S. 1). 
Konkrete Befunde lassen sich dem Bericht indes nicht entnehmen. Daher kann auch 
nicht beurteilt werden, ob sich im Vergleich zur neuropsychologischen 
Untersuchung durch Dr. phil. E._____ in befundlicher Hinsicht eine 
Verschlechterung eingestellt hat. Eine solche ist folglich von der 
Beschwerdeführerin nicht glaubhaft gemacht worden. 

7.3. Hinsichtlich der im Bericht des Hausarztes Dr. med. F._____ vom 
1. November 2024 ausgewiesenen Diagnosen eines Diabetes mellitus Typ II und 
einer arteriellen Hypertonie (vgl. act. B.3 S. 1 = IV-act. 75 S. 1) ist festzuhalten, dass 
es sich hierbei um neue Beschwerdebilder handelt, welche im Vergleichszeitpunkt 
nicht vorlagen und damit weder medizinisch beurteilt worden noch mit Blick auf 
deren Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit in die der Vergleichsverfügung vom 
22. August 2011 zugrunde gelegenen Folgenabschätzung eingeflossen sind. 
Soweit RAD-Arzt G._____ diese neu hinzugetretenen Diagnosen in seiner 
Beurteilung vom 6. November 2024 damit abtut, es sei medizinisch nicht erklärbar, 
wieso sie sich ohne Angabe des Schweregrads negativ auf die Arbeitsfähigkeit 
auswirkten (vgl. IV-act. 80 S. 7), greift dies zu kurz. Dasselbe gilt, wenn die 

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Beschwerdegegnerin vernehmlassungsweise vorbringt, die Beschwerdeführerin 
habe bereits früher ein Stoffwechselproblem gehabt und namentlich der Diabetes 
mellitus Typ II sowie die arterielle Hypertonie seien gut behandelbar (vgl. act. A.2 
S. 4). Denn im Bericht des Hausarztes Dr. med. F._____ vom 1. November 2024 
wird beschrieben, dass die Beschwerdeführerin an schweren Kreislaufproblemen 
leide bzw. sie das Gefühl habe, als ob das ganze System kollabiere (vgl. act. B.3 
S. 1 = IV-act. 75 S. 1). Dies geht hinsichtlich des Schweregrads wesentlich über das 
anlässlich der Begutachtung durch Dr. med. D._____ geschilderte 
Stoffwechselproblem hinaus (vgl. psychiatrisches Gutachten von Dr. med. D._____ 
vom 23. Juli 2010 [IV-act. 27 S. 9 und S. 19]). Darüber hinaus werden der Diabetes 
mellitus und die arterielle Hypertonie von Hausarzt Dr. med. F._____ als 
verstärkende Faktoren der bestehenden Beschwerden der Beschwerdeführerin – 
mithin der neuropsychologischen Defizite und der psychischen Leiden – 
beschrieben (vgl. act. B.3 S. 1 = IV-act. 75 S. 1). Dieser Wechselwirkung genauso 
wie den Grunderkrankungen selbst wurde bisher weder in medizinischer Hinsicht 
noch im Rahmen der funktionellen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit Rechnung 
getragen. Da für deren Vorhandensein zumindest gewisse Anhaltspunkte sprechen, 
ist es der Beschwerdeführerin gestützt auf den Bericht ihres Hausarztes Dr. med. 
F._____ vom 1. November 2024 gelungen, eine Tatsachenänderung glaubhaft zu 
machen. Diese erweist sich auch insoweit als erheblich, als angesichts des vormals 
angenommenen fehlenden invalidisierenden Gesundheitsschadens nicht 
auszuschliessen ist, dass sie zumindest mit Blick auf einen Anspruch auf 
Eingliederungsmassnahmen oder allenfalls gar auf eine Invalidenrente relevant sein 
kann. 

7.4. Bezüglich der psychischen Beschwerden der Beschwerdeführerin ist RAD-
Arzt G._____ darin beizupflichten, dass bereits im psychiatrischen Gutachten von 
Dr. med. D._____ vom 23. Juli 2010 gestützt auf die damalige Aktenlage mitunter 
ein psychisches Überforderungssyndrom, eine Anpassungsstörung, eine 
persönliche Instabilität sowie eine Unsicherheit und Angst, den Anforderungen nicht 
zu genügen, genannt worden sind (vgl. RAD-Beurteilung vom 6. November 2024 
[IV-act. 80 S. 6]). Auch zitierte Dr. med. D._____ den Verlaufsbericht der L._____ 
von Oktober 2009, wonach die Arbeitsfähigkeit im ersten Arbeitsmarkt zur Zeit klar 
nicht gegeben sei (vgl. psychiatrisches Gutachten von Dr. med. D._____ vom 
23. Juli 2010 [IV-act. 27 S. 22 f.]). Wenn RAD-Arzt G._____ daraus jedoch folgert, 
die im Bericht des Hausarztes Dr. med. F._____ vom 1. November 2024 
beschriebenen Beschwerden würden keine Verschlechterung des 
Gesundheitszustands nachweisen (vgl. RAD-Beurteilung vom 6. November 2024 
[IV-act. 80 S. 6]), greift dies zu kurz. Denn er scheint zu übersehen, dass Dr. med. 

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D._____ und der neuropsychologische Gutachter Dr. phil. E._____ den 
Beurteilungen der behandelnden (Fach-)Ärzte nicht gefolgt sind. So wies Dr. med. 
C._____ mit Bericht vom 1. Februar 2010 ein psychisches Überforderungssyndrom 
aus und hielt fest, die Beschwerdeführerin versuche seit Jahren, einer geregelten 
Arbeit nachzugehen, wobei sie immer wieder aufgrund von Überforderung auch bei 
leichten Arbeiten scheitere (vgl. IV-act. 15 S. 1 f.). Er befand eine Leistung im freien 
bzw. ersten Arbeitsmarkt für nicht denkbar (vgl. IV-act. 15 S. 2). In seiner 
Stellungnahme vom 12. März 2010 führte Dr. med. C._____ eine verminderte 
psychische Belastbarkeit, begründet in einer verminderten Intelligenz und in der 
persönlichen Lebensgeschichte der Beschwerdeführerin, an. Er hielt dafür, es liege 
sicher eine Anpassungsstörung vor (vgl. IV-act. 18). Aus dem Bericht der K._____ 
vom 7. Oktober 2009 geht ferner hervor, die Beschwerdeführerin habe klar eine 
persönliche Instabilität sowie eine Unsicherheit und Angst, den Anforderungen am 
Arbeitsplatz und im Privatleben zu genügen, gezeigt. Daraus schloss die zuständige 
Eingliederungsfachperson, eine Arbeitsfähigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt sei 
zur Zeit klar nicht gegeben, da der Arbeitseinsatz im geschützten Rahmen habe 
abgebrochen werden müssen (vgl. IV-act. 7 S. 2 f.). Abweichend von diesen 
Beurteilungen ging Dr. med. D._____ – wie er selber ausdrücklich vermerkte – in 
seinem psychiatrischen Gutachten vom 23. Juli 2010 zusammen mit dem 
neuropsychologischen Gutachter Dr. phil. E._____ von einer 100%igen 
Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in einer adaptierten Tätigkeit aus (vgl. 
psychiatrisches Gutachten von Dr. med. D._____ vom 23. Juli 2010 [IV-act. 27 
S. 28 f.]; siehe ferner Beurteilung von RAD-Arzt Dr. med. H._____ vom 2. August 
2010 [IV-act. 42 S. 11 ff.]). Er verneinte sowohl das Vorliegen einer Diagnose mit 
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit als auch einer Anpassungsstörung und 
bestätigte auch das Vorliegen eines psychischen Überforderungssyndroms nicht 
(vgl. psychiatrisches Gutachten von Dr. med. D._____ vom 23. Juli 2010 [IV-act. 27 
S. 22 und S. 28]). Vielmehr hielt er in Anlehnung an die internationale Klassifikation 
psychischer Störungen ICD-10, Kapitel V (F), fest, dass sich im Rahmen der 
Untersuchung keinerlei Hinweise für das Vorliegen einer organischen, 
einschliesslich einer symptomatischen psychischen Störung gefunden hätten. Zum 
Zeitpunkt der Untersuchung am 15. Juni 2010 sei die Beschwerdeführerin 
psychopathologisch weitgehend unauffällig gewesen. Sie sei gelegentlich 
deprimiert und habe eine Minderung des Antriebs beklagt. Die Stimmung sei gut 
gewesen. Es hätten sich keine Hinweise für das Vorliegen einer affektiven 
Erkrankung gefunden (vgl. psychiatrisches Gutachten von Dr. med. D._____ vom 
23. Juli 2010 [IV-act. 27 S. 24 f.]). Mithin ging Dr. med. D._____ aufgrund des 
anlässlich der klinischen Untersuchung grossmehrheitlich unauffälligen 
Psychostatus (vgl. psychiatrisches Gutachten von Dr. med. D._____ vom 23. Juli 

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2010 [IV-act. 27 S. 20 f.]) weder von einer psychischen Instabilität der 
Beschwerdeführerin noch von einer depressiven Störung aus. Zu der im Rahmen 
der neuropsychologischen Begutachtung von der Beschwerdeführerin erbrachten 
unterdurchschnittlichen Leistung mit einem IQ von 78 hielt er fest, dass die 
diagnostischen Kriterien für das Vorliegen einer leichten Intelligenzminderung nach 
ICD-10 nicht erfüllt und die neurokognitiven Auffälligkeiten nicht durch ein 
psychisches Leiden von Krankheitswert begründet seien (vgl. psychiatrisches 
Gutachten von Dr. med. D._____ vom 23. Juli 2010 [IV-act. 27 S. 25]). 
Demgegenüber beschrieb der Hausarzt Dr. med. F._____ in seinem Bericht vom 
1. November 2024 die Beschwerdeführerin als psychisch instabil. Dabei würden 
sich depressive, verzweifelte Episoden mit manischen Phasen abwechseln. Zudem 
habe die Beschwerdeführerin Schlafschwierigkeiten (vgl. act. B.3 S. 1 = IV-act. 75 
S. 1). Im Gegensatz dazu schilderte die Beschwerdeführerin anlässlich der 
psychiatrischen Begutachtung durch Dr. med. D._____ noch keine Ein- oder 
Durchschlafstörungen (vgl. psychiatrisches Gutachten von Dr. med. D._____ vom 
23. Juli 2010 [IV-act. 27 S. 19]; siehe ferner Abklärungsbericht Haushalt vom 
30. Juli 2010 bzw. 21. Oktober 2010 [IV-act. 30 S. 1]) und befand sich selber nicht 
als psychisch krank (vgl. psychiatrisches Gutachten von Dr. med. D._____ vom 
23. Juli 2010 [IV-act. 27 S. 15 und S. 17]). Mithin kann in Gegenüberstellung des 
psychiatrischen Gutachtens von Dr. med. D._____ vom 23. Juli 2010 und des 
Berichts des Hausarztes Dr. med. F._____ vom 1. November 2024 festgehalten 
werden, dass die in letzterem beschriebenen psychischen Leiden zusammen mit 
den darin ausgewiesenen Befunden (die Beschwerdeführerin wirke aktuell sehr 
aufgeregt und stark gestresst [act. B.3 S. 2 = IV-act. 75 S. 2]), welche nach seiner 
Ansicht erhebliche funktionelle Auswirkungen zeitigten (vgl. act. B.3 = IV-act. 75), 
im Zeitpunkt der Begutachtung durch Dr. med. D._____ nicht vorgelegen haben. Da 
eine Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustands der 
Beschwerdeführerin somit glaubhaft gemacht wurde, ist die Beschwerdegegnerin 
zu Unrecht nicht auf deren Leistungsbegehren eingetreten. Der Leistungsanspruch 
der Beschwerdeführerin ist folglich rechtsprechungsgemäss in tatsächlicher und 
rechtlicher Hinsicht allseitig zu prüfen (vgl. BGE 141 V 9 E. 2.3, E. 6.1 und E. 6.4; 
vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_531/2022 vom 23. August 2023 E. 3.2.1, 
9C_238/2023 vom 24. Mai 2023 E. 3.1, 9C_556/2021 vom 3. Januar 2022 E. 2.1, 
8C_280/2020 vom 21. Dezember 2020 E. 3.1 und 8C_379/2019 vom 21. August 
2019 E. 2.2). Dabei werden im Rahmen der vorzunehmenden Abklärungen in 
Nachachtung des Untersuchungsgrundsatzes auch Berichte des vormals 
behandelnden Psychiaters Dr. med. I._____ einzuholen und zu würdigen sein (vgl. 
BGE 130 V 64 E. 5.2.5; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_256/2019 vom 
23. August 2019 E. 6.5). 

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7.5. Mit Blick auf die im Bericht des Hausarztes Dr. med. F._____ vom 
1. November 2024 diagnostizierte Adipositas bei einem in befundlicher Hinsicht 
ausgewiesenen Gewicht von 106.2 kg (vgl. act. B.3 S. 1 f. = IV-act. 75 S. 1 f.) ist 
festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin bereits anlässlich der psychiatrischen 
Begutachtung durch Dr. med. D._____ am 15. Juni 2010 ein Übergewicht von 30 kg 
bzw. ein Gewicht von 100 kg bei einer Körpergrösse von 168 cm angab (vgl. 
psychiatrisches Gutachten von Dr. med. D._____ vom 23. Juli 2010 [IV-act. 27 S. 9 
und S. 19]). Dennoch ist in diesem Zusammenhang auf die neue Rechtsprechung 
des Bundesgerichts zur Adipositas hinzuweisen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
8C_104/2024 vom 22. Oktober 2024; siehe dazu auch Urteil des früheren 
Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden S 24 73 vom 19. Dezember 2024 
E. 7.2), welche im Rahmen der vorzunehmenden weiteren Abklärungen zu 
berücksichtigen sein wird.

8. Die Beschwerde erweist sich somit als begründet und ist gutzuheissen. Die 
angefochtene Verfügung ist aufzuheben und die Angelegenheit im Sinne der 
Erwägungen sowie zu neuem Entscheid an die Beschwerdegegnerin 
zurückzuweisen.

9.1. Laut Art. 69 Abs. 1bis IVG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG ist das 
Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten über Leistungen aus der 
Invalidenversicherung vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. 
Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von CHF 200.00 bis CHF 1'000.00 festgelegt. Bei Fällen wie dem 
vorliegenden rechtfertigt es sich, die Gerichtskosten in Berücksichtigung des 
bundesrechtlichen Kostenrahmens auf CHF 700.00 festzusetzen. Gemäss 
ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung einer Sache zu weiteren 
Abklärungen und zu neuem Entscheid für die Frage der Auferlegung der 
Gerichtskosten wie auch der Parteientschädigung als vollständiges Obsiegen (vgl. 
BGE 141 V 281 E. 11.1, 137 V 210 E. 7.1 und 132 V 215 E. 6.1). Infolge des 
Ausgangs des Beschwerdeverfahrens sind die Gerichtskosten somit der 
Beschwerdegegnerin zu überbinden (vgl. Art. 73 Abs. 1 VRG).

9.2. Nach Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person 
Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Da die Beschwerdeführerin vorliegend nicht 
anwaltlich vertreten ist, steht ihr praxisgemäss keine Parteientschädigung zu (vgl. 
Urteil des früheren Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden U 24 50 vom 
19. Dezember 2024 E. 8 m.w.H.). 

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9.3. Das Gesuch der Beschwerdeführerin um unentgeltliche Rechtspflege für das 
vorliegende Beschwerdeverfahren wird bei diesem Verfahrensausgang 
gegenstandslos.

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Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, die angefochtene Verfügung vom 
16. Dezember 2024 aufgehoben und die Angelegenheit im Sinne der 
Erwägungen zur materiellen Prüfung und zu neuem Entscheid an die IV-
Stelle des Kantons Graubünden zurückgewiesen.

2. Die Kosten von CHF 700.00 gehen zulasten der IV-Stelle des Kantons 
Graubünden.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilung]