# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 491166b3-deb1-53a7-a06c-523e621bfff1
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-01-14
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 14.01.2021 I 2020 80
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2020-80_2021-01-14.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2020 80

Entscheid vom 14. Januar 2021 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Urs Gössi, Richter
MLaw Christina Zehnder, a.o. Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwältin MLaw B.________

gegen

IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Invalidenversicherung (Invalidenrente)

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Sachverhalt:

A. A.________ (geb. ________1965) hat von 1981 bis 1984 in C.________ 
eine Bäcker-/ Konditorlehre absolviert. Aufgrund einer Mehlstauballergie erliess 
die D.________ Ende 1990 eine Nichteignungsverfügung für diese Berufstätig-
keit (IV-act. 8). In der Folge begann er mit einer kaufmännischen Umschulung an 
einer Handelsschule, worauf er im September 1991 in eine handwerkliche Aus-
bildung (zum Heizungsmonteur) wechselte (vgl. IV-act. 10, 16; Lehrabschluss am 
8.7.94 mit Fähigkeitsausweis und der Gesamtnote 4.7 = IV-act. 20-2/3).

B. Am 13. Oktober 1997 ging bei der IV-Stelle eine Anmeldung zum Bezug 
von IV-Leistungen ein; die gesundheitlichen Beeinträchtigungen wurden mit 
"starken Rückenschmerzen bei leichter körperlicher Belastung" umschrieben (IV-
act. 21-3/4). Mit Bericht vom 26. Januar 1998 empfahl der IV-Berufsberater eine 
Umschulung zum Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechniker HTL (IV-act. 30). Mit 
Verfügung vom 25. Februar 1998 erteilte die IV-Stelle Kostengutsprache für ein 
Praktikum als Heizungszeichner (IV-act. 37-3/3). Gemäss Mitteilung vom 4. No-
vember 1998 übernahm die IV-Stelle die Kosten für eine 3-monatige Eignungs-
abklärung als Konstrukteur mit entsprechenden Taggeldleistungen (IV-act. 45ff.). 
Es folgte ein 5-monatiges Praktikum im Hinblick auf die 4-jährige Lehre (IV-act. 
52), welche am 1. August 1999 begann (IV-act. 55-2/6). Am 22. November 2000 
kündigte A.________ das Lehrverhältnis (IV-act. 65-3/7, offenbar weil er Proble-
me an der Berufsschule und namentlich mit einem Fachlehrer hatte, vgl. IV-act. 
66). In Absprache mit dem IV-Berufsberater konnte A.________ bei der gleichen 
Firma eine interne Ausbildung (zum technischen Assistenten) weiterführen (ohne 
Berufsschule, vgl. IV-act. 66, 67 und 73). Diese interne Ausbildung wurde im Juli 
2002 beendet, worauf A.________ bei der gleichen Firma einen Anstellungsver-
trag erhielt (IV-act. 80). Mit Verfügung vom 24. September 2002 hielt die IV-Stelle 
fest, dass A.________ mit dieser Anstellung und einem Jahreseinkommen von 
13x Fr. 5'300.-- rentenausschliessend eingegliedert sei (IV-act. 83). 

C. Am 22. Juli 2011 unterzeichnete A.________ eine IV-Anmeldung, wobei er 
die gesundheitlichen Beeinträchtigungen mit "linke Hand  Daumen" umschrieb 
(IV-act. 84-6/7 oben). Diese Verletzung (Totaldurchtrennung der Sehnen Ext. 
Pollicis longus und brevis Hand links durch eine Skikante) hatte er sich am 5. 
Februar 2011 bei einem Skiunfall in der E.________ (GR) zugezogen (IV-act. 90-
5/41). Am 16. November 2011 teilte die IV-Stelle A.________ mit, dass die 
Frühinterventionsmassnahmen abgeschlossen würden und dass kein Anspruch 
auf IV-Leistungen bestehe (IV-act. 93).

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D. Seit 2012 war A.________ (nebst der Tätigkeit als Servicetechniker für Öl-
brenner bzw. ab Nov. 2012 als Heizungsmonteur) zudem selbständigerwerbend 
im Sicherheitsdienst (IV-act. 102-4/4 i.V.m. 104-1/13 i.V.m. IV-act. 188-7/8; UV-
act. 10-3/9; Eingabe v. 11.1.21, S.3, i.V.m. der neuen Beilage 1).

Am 11. Juni 2014 ging bei der IV-Stelle die nächste IV-Anmeldung ein, welche 
mit einem Arbeitsunfall (Schulterverletzung am 13.12.2013) begründet wurde (IV-
act. 95, 97 i.V.m. UV-act. 3-2/21). 

Am 4. Mai 2015 stürzte A.________ von einem Glasdach auf die linke Körpersei-
te (mit Polytrauma), worauf er notfallmässig im Spital F.________ hospitalisiert 
wurde (bis 26.5.2015, vgl. UV-act. 8-10f./32). 

Mit Vorbescheid vom 8. Oktober 2015 teilte die IV-Stelle mit, es sei vorgesehen, 
für den Zeitraum vom 1. Dezember 2014 bis 28. Februar 2015 eine ganze IV-
Rente sowie für den März 2015 eine halbe IV-Rente zu gewähren (IV-act. 123). 
Diese Ankündigung wurde mit Verfügung vom 15. Januar 2016 umgesetzt, wobei 
darauf hingewiesen wurde, dass die Folgen des Unfalles vom 4. Mai 2015 noch 
abgeklärt würden (IV-act. 131ff.). 

E. Am 19. September 2017 wurde A.________ im Spital G.________ operiert 
(Implantation einer Knie-TP links, IV-act. 177-2/5). 

Mit Vorbescheid vom 30. Mai 2018 kündigte die IV-Stelle an, ab 1. Mai 2016 eine 
ganze IV-Rente sowie ab 1. April 2018 befristet bis 30. Juni 2018 eine halbe IV-
Rente zu gewähren (IV-act. 191). Dagegen opponierte A.________ mit Eingabe 
vom 16. August 2018 (IV-act. 196). Der RAD-Arzt Dr.med. H.________ regte am 
23. August 2018 an, ein interdisziplinäres Gutachten einzuholen (IV-act. 199-
11/11). 

Der Begutachtungsauftrag wurde der Gutachterstelle "I.________" zugelost (IV-
act. 214). Die Namen der Gutachter wurden mit Schreiben vom 19. November 
2018 bekanntgegeben (IV-act. 218). Im Spital G.________ wurde A.________ 
am 15. Januar 2019 erneut operiert (Implantation einer Knie-TP rechts, IV-at. 
230-5/6).

Das entsprechende MEDAS-Gutachten vom 28. Mai 2019 ging am 29. Mai 2019 
bei der IV-Stelle ein (IV-act. 226). 

Mit Vorbescheid vom 12. September 2019, welcher den früheren Vorbescheid 
vom 30. Mai 2018 ersetzte, führte die IV-Stelle aus, dass ab 1. September 2018 
bis zum 31. August 2019 ein befristeter Anspruch auf eine ganze IV-Rente vor-
gesehen sei (IV-act. 233). Dagegen liess A.________ am 26. September 2019 
Einwände erheben (IV-act. 236). Am 22. Oktober 2019 folgte eine weitere Opera-

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tion im Spital G.________ (Knie-TP-Revision li mit Patellaersatz, vgl. IV-act. 244-
6/7). 

Mit Vorbescheid vom 18. Mai 2020, welcher denjenigen vom 12. September 
2019 ersetzte, kündigte die IV-Stelle an, ab 1. September 2018 bis 30. April 2020 
eine ganze IV-Rente und ab 1. Mai 2020 befristet bis 30. Juni 2020 eine halbe 
IV-Rente zu gewähren (IV-act. 249). 

Mit Schreiben vom 2. Juni 2020 teilte die IV-Stelle mit, dass Beratung und Unter-
stützung bei der Stellensuche gewährt werde (IV-act. 255). 

Mit Eingabe vom 16. Juni 2020 nahm A.________ zum Vorbescheid vom 18. Mai 
2020 Stellung und ersuchte um zusätzliche Rentenleistungen (IV-act. 256). 

Mit Verfügungen vom 27. August 2020 sprach die IV-Stelle A.________ für den 
Zeitraum vom 1. September 2018 bis 30. April 2020 eine ganze IV-Rente sowie 
für den Zeitraum vom 1. Mai 2020 bis 30. Juni 2020 eine halbe IV-Rente zu (IV-
act. 263 bzw. Bf-act. 1 bis 3).

F. Dagegen liess A.________ rechtzeitig am 24. September 2020 beim Ver-
waltungsgericht Beschwerde erheben mit den folgenden Anträgen:

1. Dem Beschwerdeführer sei in Aufhebung der Verfügungen vom 27. August 
2020 die folgenden Rentenleistungen zuzusprechen:

1.1 Vom 4. Mai 2016 bis 28. März 2017 eine halbe IV-Rente

1.2 Vom 29. März 2017 bis 28. April 2017 eine ganze IV-Rente

1.3 Vom 29. April 2017 bis 18. September 2017 eine halbe IV-Rente

1.4 Vom 19. September 2017 bis 19. Dezember 2017 eine ganze IV-Rente

1.5 Vom 20. Dezember 2017 bis 31. August 2018 eine halbe IV-Rente

1.6 Vom 1. September 2018 bis 30. April 2020 eine ganze IV-Rente

1.7 Ab 1. Mai 2020 und folgende eine dreiviertel IV-Rente.

2. Die Kosten des gerichtlichen Verfahrens seien der Beschwerdegegnerin 
aufzuerlegen.

3. Die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, die Beschwerdeführerin (recte: 
den Beschwerdeführer) prozessual, zuzüglich Mehrwertsteuer, zu entschä-
digen.

Mit Vernehmlassung vom 23. November 2020 beantragte die IV-Stelle, die Be-
schwerde sei abzuweisen, unter Kostenfolge zu Lasten des Beschwerdeführers. 

In einer Eingabe vom 11. Januar 2021 äusserte sich der Beschwerdeführer zur 
Vernehmlassung der IV-Stelle.

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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Nach Art. 4 Abs. 1 des Invalidenversicherungsgesetzes (IVG; SR 831.20) 
in Verbindung mit Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil 
des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) gilt als Invalidität die durch ei-
nen körperlichen oder geistigen Gesundheitsschaden verursachte, voraussicht-
lich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähig-
keit. Gemäss Art. 7 Abs. 2 ATSG sind für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchti-
gung zu berücksichtigen; eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie 
aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist.

Die versicherte Person hat nach Art. 28 Abs. 2 IVG

- Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70 Prozent, 
- Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 Prozent, 
- Anspruch auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 Prozent, 
- und Anspruch auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40 Prozent 

invalid ist. 

1.2 Der Invaliditätsgrad bestimmt sich nach Art. 16 ATSG, wonach zur Ermitt-
lung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person 
nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behand-
lung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätig-
keit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (= sog. hypothetisches 
Invalideneinkommen), zum Erwerbseinkommen in Beziehung gesetzt wird, das 
sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (= sog. hypothetisches 
Valideneinkommen). Es ist für die Invaliditätsbemessung nicht entscheidend, ob 
die versicherte Person ihre (Rest-)Arbeitsfähigkeit erwerblich verwertet, d.h. von 
der verbliebenen Erwerbsfähigkeit Gebrauch macht. Vielmehr ist die Invalidität 
stets auf der Grundlage desjenigen Erwerbseinkommens zu bemessen, das die 
versicherte Person durch eine ihr zumutbare Tätigkeit erzielen könnte (Meyer/ 
Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 3. A., Art. 28a N 27).

1.3 Die Invalidität bemisst sich somit nicht nach medizinischen, sondern nach 
wirtschaftlichen, erwerblichen Kriterien, nach der Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsun-
fähigkeit ist das Unvermögen, auf dem gesamten für die versicherte Person in 
Frage kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt die verbliebene Arbeitsfähigkeit 
in zumutbarer Weise wirtschaftlich zu verwerten (BGE 109 V 25 Erw. 3d). Wer 
nicht mindestens teilweise arbeitsunfähig ist, kann auch nicht erwerbsunfähig 
und mithin nicht invalid sein (vgl. BGE 105 V 139 Erw. 1b).

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1.4 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungs- und Verwaltungsgerichts-
beschwerdeverfahren ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (vgl. Art. 43 
Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben Verwaltung und Sozialversicherungs-
gericht von sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des Sachverhalts 
zu sorgen (BGE 122 V 157 Erw. 1a). Mit dem Untersuchungsgrundsatz korrelie-
ren die Mitwirkungspflichten der versicherten Person, indem diese zur Abklärung 
des Sachverhaltes beitragen muss (vgl. Meyer/Reichmuth, a.a.O., Art. 53-57 IVG 
N 10 mit Verweis auf BGE 122 V 157 Erw. 1a).

1.5.1 Die Verwaltung und im Beschwerdefall der Richter sind bei der Bemessung 
des IV-Grades auf Unterlagen angewiesen, die der Arzt und gegebenenfalls auch 
andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes ist es, den 
Gesundheitszustand des Versicherten zu beurteilen. Der Arzt hat auch dazu Stel-
lung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeit der Versi-
cherte arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige 
Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen dem Versi-
cherten noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 Erw. 4).

1.5.2  In der Würdigung der Beweise ist der Sozialversicherungsrichter frei (vgl. 
Art. 61 lit. c ATSG). Er hat die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Er hat alle 
Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und 
danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Be-
urteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten (BGE 125 V 351 Erw. 3a; 
122 V 157 Erw. 1c). Im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutach-
ten von externen Spezialisten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen 
und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei 
der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist regelmäs-
sig volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die 
Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 227 Erw. 1.3.4 mit Hinweis).

1.5.3  Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist mithin entscheidend, 
ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizini-
schen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein-
leuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gege-
benen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 Erw. 3a).

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1.5.4  In der Rechtsprechung sind die Aufgaben von Rechtsanwender und 
Arztperson im Rahmen der Invaliditätsbemessung seit jeher wie folgt verteilt 
worden: Sache des (begutachtenden) Mediziners ist es erstens, den 
Gesundheitszustand zu beurteilen und wenn nötig seine Entwicklung im Laufe 
der Zeit zu beschreiben, d.h. mit den Mitteln fachgerechter ärztlicher 
Untersuchung unter Berücksichtigung der subjektiven Beschwerden die Befunde 
zu erheben und gestützt darauf die Diagnose zu stellen. Hiermit erfüllt der 
Sachverständige seine genuine Aufgabe, wofür die Verwaltung und im Streitfall 
Gerichte nicht kompetent sind (z.B. Bundesgerichtsurteil 9C_437/2012 vom 
6.11.2012 Erw. 3.2). Bei der Folgenabschätzung der erhobenen gesundheitlichen 
Beeinträchtigungen für die Arbeitsfähigkeit kommt der Arztperson hingegen keine 
abschliessende Beurteilungskompetenz zu. Vielmehr nimmt die Arztperson zur 
Arbeitsunfähigkeit Stellung, d.h. sie gibt eine Schätzung ab, welche sie aus ihrer 
Sicht so substanziell wie möglich begründet. Die ärztlichen Angaben sind eine 
wichtige Grundlage für die juristische Beurteilung der Frage, welche 
Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (so die mit BGE 
105 V 156 Erw. 1 S. 158 f. begründete und in zahllosen Urteilen bestätigte 
Rechtsprechung, z.B. BGE 132 V 93 Erw. 4).

1.6 Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwal-
tung oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, 
ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten 
und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis 
nichts mehr ändern, so ist auf die Abnahme weiterer Beweise zu verzichten 
(antizipierte Beweiswürdigung; Kölz/Häner, Verwaltungsverfahren und Verwal-
tungsrechtspflege des Bundes, 3. A. Rz. 153; Bundesgerichtsurteil 8C_424/2010 
vom 19.7.2010 Erw. 3.2.3 mit Verweis auf BGE 134 I 140 Erw. 5.3). 

2. Im vorliegenden Fall sind sich die Parteien insoweit einig, dass der Versi-
cherte für den Zeitraum ab 1. September 2018 bis zum 30. April 2020 Anspruch 
auf eine ganze IV-Rente hat. Streitig und nachfolgend zu prüfen sind namentlich 
die Fragestellungen, ob und inwiefern der Versicherte für die Zeit vor dem          
1. September 2018 und für die Zeit ab dem 1. Mai 2020 Anspruch auf Renten-
leistungen hat. Während die Vorinstanz einmal abgesehen von der unbestritte-
nen ganzen IV-Rente vom 1. September 2018 bis 30. April 2020 (sowie der 
früher mit Verfügung vom 15. Januar 2016 zugesprochenen Rentenleistungen 
[ganze IV-Rente vom 1.12.14 bis 28.2.15 und halbe IV-Rente vom 1.3.15 bis 
31.3.15]) lediglich einen Anspruch auf eine halbe IV-Rente für den Zeitraum vom 
1. Mai 2020 bis zum 30. Juni 2020 anerkennt, macht der Beschwerdeführer zu-
dem für den Zeitraum ab 4. Mai 2016 bis 31. August 2018 (unterschiedlich hohe) 

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Rentenleistungen sowie für den Zeitraum ab 1. Mai 2020 einen unbefristeten An-
spruch auf eine Dreiviertelsrente geltend (vgl. Rechtsbegehren im Ingress, lit. F.).

3.1.1  Was die gesundheitliche Situation des Versicherten anbelangt, liegt ein in-
terdisziplinäres MEDAS-Gutachten vom 28. Mai 2019 vor, an welchem folgende 
Gutachter mitwirkten (vgl. IV-act. 226-22f./146):

- Dr.med. J.________ (Allgem. Medizin FMH/ fallführender Oberarzt)
- Dr.med. K.________ (Fachärztin für Neurologie und für Psychiatrie/ Psycho-

therapie/ zertif. mediz. Gutachterin SIM)
- D.med. L.________ (Fachärztin für Neurologie/ MAS Versicherungsmedizin/ 

zertif. mediz. Gutachterin SIM)
- Dr.med. M.________ (Innere Medizin und Rheumatologie FMH/ MAS Versi-

cherungsmedizin/ zertif. mediz. Gutachterin SIM)
- Prof. Dr.med. N.________ (MBA/ Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie)
- Prof. Dr. rer.nat.med. habil Dipl.-Psych. O.________ (Neuropsychologie).

3.1.2  Diese Gutachter stellten (gestützt auf Untersuchungen vom 10., 12., 13. 
und 20. Dezember 2018) folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeits-
fähigkeit (IV-act. 226-7/146 i.V.m. IV-act. 226-2/146):

1. Kniebeschwerden links (ICD-10 M17.3)
- Status nach komplexer distaler Femurfraktur links bei Status nach Poly-

trauma vom 04.05.2015
- Status nach Anlage Fixateur externe am 04.05.2015, Spital Lachen
- Status nach Entfernung Fixateuer externe (…) am 07.05.2015 (…)
- Status nach offener Dekortikation und Débridement, autologe Spongio-

saplastik vom linken Beckenkamm mediale Plattenosteosynthese distaler 
Femur bei non union am 03.12.2015, Spital Lachen

- Status nach Arthroskopie und Metallentfernung Femur links am 
28.07.2017 (…)

- Status nach Knie-Totalprothesen-Implantationen am 19.09.2017 bei post-
traumatischer Gonarthrose, Orthopädische Klinik Obersee

- Status nach postoperativer Wundheilungsstörung präpatellar

2. Schulterbeschwerden links (ICD-10 S42.22)
- Status nach subkapitaler Humerusfraktur links bei Status nach Polytrau-

ma vom 04.05.2015
- Status nach PHILOS-Plattenosteosynthese am 11.05.2015, Spital La-

chen
- Status nach Pulley-Läsion Schulter links vom 19.12.2013 nach Verhebet-

rauma/ Distorsion
- Status nach Bizepssehnentenodese und AC-Gelenkresektion am 

20.03.2014, Dr. Leuzinger

3. Handgelenksbeschwerden rechts (ICD-10 S52.50)
- Status nach komplexer intraartikulärer Radiustrümmerfraktur rechts bei 

Status nach Polytrauma vom 04.05.2015
- Status nach Einlage Fixateur externe am 04.05.2015 (…)

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- Status nach Entfernung Fixateur externe und Doppelplatten-
Osteosynthese am 11.05.2015, Spital Lachen

- Status nach ORIF Radioulnargelenk rechts am 18.05.2015 (…)
- Status nach Entfernung dorsale Platte Radius am 03.12.2015 (…)
- Rhizarthrose (ICD-10 M18.0)

4. Pangonarthrose rechts (beidseits ED 1997) (ICD-10 M17.5)
- Status nach Kniearthroskopie und Teilmeniskektomie medial 2003
- Status nach Arthroskopie, Teilmeniskektomie medial, Mikrofrakturierung 

Chondro Picks medial links am 11.01.2007, Spital Lachen
- Kniegelenkdistorsion vom 28.07.2005
- Status nach Knie-Arthroskopie und Teilmeniskektomie lateral und Chon-

dro Picks lateraler Kondylus am 04.05.2010, Spital Lachen.

3.1.3  Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit führten die Gut-
achter was folgt an (IV-act. 226-8/146):

1. Thorako-lumbovertebrales Syndrom (ICD-10 M54.6, M54.5)
2. Spondylarthropathie (Morbus Bechterew) mit Befall der Sakroiliakalgelenke 

und der BWS Segment der Wirbelsäule (ICD-10 M 45.00)
- Aktuell ohne Zeichen einer entzündlichen Aktivität, weder klinisch noch 

radiomorphologisch (MRI Ganzkörper vom 04.12.2018)
3. Status nach Durchtrennung EPL und EPB Hand links vom 05.02.2011, Status 

nach Strecken Sehnennaht Daumen links am 05.02.2011, Spital Ilanz
4. Status nach Bursa-Eröffnung Ellbogen links nach Polytrauma vom 04.05.2015
5. Status nach Polytrauma am 04.05.2015 mit aktenanamnestisch Contusio capi-

tis (ICD-10: S00.05)
- Akten- und eigenanamnestisch ohne initiale qualitative/ quantitative 

Bewusstseinsstörung, ohne Anzeichen einer posttraumatischen 
Amnesie, GCS 15

- Bildgebend (MRI Neurokranium vom 09.01.2019) ohne Hinweise auf 
posttraumatische Parenchymdefekte (…)

6. Migräne ohne Aura nach ICHD-3 (ICD-10: G43.0)
- Prophylaxe mit Betablocker

7. Leichte neuropsychologische Störung
8. Arterielle Hypertonie

3.2.1  Zur Frage der Arbeitsfähigkeit äusserten sich die Gutachter unter anderem 
dahingehend, dass der Versicherte (aufgrund der Kniebeschwerden beidseits, 
Schulterbeschwerden links und Handgelenksproblemen rechts) für schwere und 
mittelschwere körperliche Arbeiten nicht mehr arbeitsfähig sei (100% arbeitsun-
fähig; IV-act. 226-10/146 oben und Ziff. 4.8 1. Abs.). 

3.2.2  Für eine leichte körperliche Arbeit, hauptsächlich sitzend, teilweise ste-
hend, teilweise gehend sowie ohne die Notwendigkeit auf unebenem Gelände 
laufen zu müssen, ohne Treppen und Leitern besteigen zu müssen sowie ohne 
Gehstrecken von über 500 m veranschlagten die Gutachter eine Arbeitsfähigkeit 
von 80%. Dabei berücksichtigten die Gutachter einen vermehrten Pausenbedarf 

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zur Vermeidung der Exazerbation der Beschwerden im Bereich der Kniegelenke 
beidseits (vgl. IV-act. 226-10/146 Ziff. 4.8).

3.2.3   Den Beginn einer solchen Arbeitsfähigkeit von 80% für angepasste Tätig-
keiten legten die Gutachter unter Berücksichtigung einer 9-monatigen Rekonva-
leszenz nach dem Unfall vom 4. Mai 2015 für die Zeit ab 3. Februar 2016 fest 
(unter Einbezug der Pseudoarthrosenrevision am 03.12.2015). Die zwischenzeit-
lich durchgeführte Arthroskopie und Metallentfernung am Femur links vom 
28. März 2017 führe erfahrungsgemäss zu einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit 
von 4 Wochen und die Knie-TP-Implantation am 19. September 2017 zu einer 
3-monatigen 100%-Arbeitsunfähigkeit (Vi-act. 226-10/146). 

3.3 Am 15. Januar 2019 erfolgte die Implantation einer Knie-TP rechts. Die 
Operateurin (Dr.med. P.________, Orthopädische Chirurgie, Q.________) führte 
in ihrem Verlaufsbericht vom 12. Juli 2019 u.a. sinngemäss aus, nach Sanierung 
des linken Kniegelenkes mittels Knietotalprothese (19.9.17) habe sich der Zu-
stand beim rechten, bereits vorbestehend arthrotischen Kniegelenk verschlech-
tert, weshalb am 15. Januar 2019 eine Knie-Totalprothese rechts implantiert 
worden sei; beide Kniegelenke seien in der Rehabilitationsphase, die Erholung 
noch nicht abgeschlossen; beide Kniegelenke seien abwechselnd immer wieder 
schmerzhaft und belastungsintolerant; die Gehfähigkeit sei noch kurz, die Be-
weglichkeit indes bereits recht gut; klinisch würden stabile gute Verhältnisse vor-
liegen, zeitgerecht entsprechend bei beidseitiger Versorgung; der Versicherte sei 
weiterhin 100% arbeitsunfähig (IV-act. 230-1/6).

3.4 Am 29. August 2019 beurteilte der RAD-Arzt Dr.med. H.________ (Fach-
arzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates) 
das MEDAS-Gutachten als schlüssig und nachvollziehbar. Hinsichtlich des ope-
rativen Eingriffs vom 15. Januar 2019 (Knie-TP rechts), dessen Ergebnisse im 
(auf klinischen Untersuchungen im Dezember 2018 basierenden) MEDAS-
Gutachten (vom 28.5.2019) noch nicht berücksichtigt wurden, nahm dieser RAD-
Arzt folgende Einschätzung vor (IV-act. 231-13/13):

Nach Eintreten einer Verschlechterung im Bereich des rechten Kniegelenkes ist in-
zwischen auch das rechte Kniegelenk endoprothetisch versorgt worden am 
15.01.2019. Im orthopädischen Bericht vom 12.07.2019 [siehe Erwägung 3.3] wird 
noch eine weitere Rehabilitation beider operierten Kniegelenke empfohlen. Eine 
angepasste Tätigkeit sollte somit spätestens ab dem 1.09.2019 zumutbar sein.
Die Zumutbarkeit entspricht dann weiterhin dem ergonomischen Profil und dem 
Pensum von 80% der MEDAS Begutachtung vom 28.05.2018.
Mittelschwere und schwere Tätigkeiten sowie die angestammte Tätigkeit sind auf 
Dauer seit dem 4.05.2016 nicht mehr zumutbar.

11

Eine 100% AUF, auch angepasst ist ausgewiesen von September 2018 (Beginn 
der Verschlechterung) bis September 2019 (Ende der Knienachbehandlung). Eine 
weitere ambulante physikalische Behandlung mit Muskelaufbau ist dem Versicher-
ten ab September 2019 zumutbar.

3.5 Am 22. Oktober 2019 wurde der Versicherte erneut von Dr.med. 
P.________ operiert (Knie-TP-Revision links, IV-act. 244-6/7). Im Verlaufsbericht 
vom 19. Dezember 2019 an Dr.med. R.________ führte die Operateurin u.a. aus, 
dass sich der Patellaersatz gelohnt habe; der Versicherte habe bereits wieder die 
gleich gute Flexion wie vorher. Der subcutane Erguss/ Hämatom habe sich rasch 
resorbiert nach Punktion, der Resterguss sei intraartikulär und störe aktuell nicht 
mehr, das Knie sei schmerzfrei und gut beweglich (IV-act. 244-5/7). 

Am 30. Januar 2020 berichtete Dr.med. P.________ der IV-Stelle, dass ab 
1. Januar 2020 eine Arbeitsfähigkeit von 20% bestehe; eine Steigerung im Ver-
lauf sei möglich, derweil mit einer 100%igen Arbeitsfähigkeit auf Grund aller an-
deren bleibenden Begleitdiagnosen nicht mehr zu rechnen sei (IV-act. 244-3/7).

3.6 Der RAD-Arzt Dr.med. H.________ würdigte die medizinische Aktenlage 
am 15. Mai 2020 dahingehend, dass hinsichtlich des Verlaufs bis zum Dezember 
2018 auf das MEDAS-Gutachten vom 28. Mai 2019 abgestellt werden könne 
(nachdem diese Gutachten auf klinischen Untersuchungen im Dezember 2018 
basiere). Bis zu diesem Zeitpunkt seien sämtliche Diagnosen mit Auswirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit berücksichtigt. Zudem führte er aus (IV-act. 247):

Am 15.01.2019 erfolgte die endoprothetische Versorgung des rechten Kniegelenkes, 
aufgrund zunehmender Kniebeschwerden links erfolgte am 22.10.2019 der sekundä-
re Patellaersatz am linken Kniegelenk, ab dem 1.01.2020 wird eine 20% AF zuge-
mutet mit weiterer Steigerung im Verlauf (Bericht von Dr.med. P.________, Or-
thopädie vom 30.01.2020).
Somit ergibt sich ein Verlauf der AF in einer angepassten Tätigkeit ab Januar 2019 
wie folgt:
100% AUF ab 15.01.2019 bis 31.12.2019, 80% AUF vom 1.01.2020 bis 31.01.2020, 
50% AUF vom 1.02.2020 bis 31.03.2020, 20% AUF ab dem 1.04.2020.
Es kann weiterhin auf das ergonomische Profil des MEDAS Gutachtens vom 
28.05.2019 abgestimmt werden.

3.7    Dr.med. P.________ attestierte im ärztlichen Zeugnis vom 8. April 2020, 
dass der Versicherte im März 2020 zu 80% arbeitsunfähig bzw. zu 20% arbeits-
fähig sei für "mittlere bis leichtere wechselbelastende Tätigkeiten bis ganztags 
sitzende Tätigkeiten". Ab 1. April 2020 gelte (für das gleiche Profil) eine Arbeits-
unfähigkeit bzw. Arbeitsfähigkeit von 50%, d.h. ein halber Tag sei medizinisch 
zumutbar; schwere körperliche Tätigkeiten, Zusatzgewichte, Treppen und Leitern 
steigen, längeres Stehen etc. seien ausgeschlossen (IV-act. 257-2/2).

12

4. Eine gerichtliche Würdigung der medizinischen Aktenlage zeitigt die nach-
folgend dargelegten Ergebnisse. 

4.1.1 Die Vorinstanz liess zur Abklärung des Gesundheitszustands des Versi-
cherten ein interdisziplinäres MEDAS-Gutachten einholen, welches (bezogen auf 
den Verlauf bis zu den interdisziplinären Untersuchungen im Dezember 2018) 
vollumfänglich den gesetzlichen und von der Rechtsprechung formulierten Anfor-
derungen entspricht (vgl. oben, Erwägung 1.5.3). Im Einklang damit steht auch, 
dass der beanwaltete Versicherte in der vorliegenden Beschwerde keinerlei Kritik 
am vorliegenden MEDAS-Gutachten geäussert hat, und zwar weder im Zusam-
menhang mit den klinischen Untersuchungen im Dezember 2018, noch hinsicht-
lich der im Gutachten enthaltenen Befunde, noch hinsichtlich der Diagnosen so-
wie der Unterscheidung zwischen Diagnosen mit und ohne Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit, noch bezogen auf die erwähnten Arbeitsfähigkeitsbeurteilungen. 
Im Gegenteil beruft sich der Versicherte in Ziffer 8.1 und 8.2 der Beschwerde 
(S. 10 oben) ausdrücklich auf die Einschätzung der Gutachter, wonach er hin-
sichtlich der am 28. März 2017 durchgeführten Arthroskopie (mit Metallentfer-
nung) während 4 Wochen als 100% arbeitsunfähig sowie nach der am 19. Sep-
tember 2017 durchgeführten Knie-TP-Implantation (links) während 3 Monaten als 
100% arbeitsunfähig zu beurteilen sei. Damit besteht für die Einschätzung der 
Arbeitsfähigkeit des Versicherten bis zu den interdisziplinären Untersuchungen 
im Dezember 2018 (für das am 28. Mai 2019 fertiggestellte Gutachten) 
grundsätzlich Einigkeit. Jedenfalls hat das Gericht keinen Anlass, die im genann-
ten Gutachten enthaltenen Befunde und Schlussfolgerungen hinsichtlich der 
massgebenden Arbeitsfähigkeit für den Zeitraum bis und mit Dezember 2018 (als 
die Gutachter zwischen dem 10. bis 20. Dezember 2018 den Versicherten inter-
disziplinär klinisch untersuchten) in Frage zu stellen. Mit anderen Worten ist da-
von auszugehen, dass für den hier streitigen Zeitraum vor dem von der Vorin-
stanz zugestandenen Beginn des Rentenanspruchs (1.9.2018) grundsätzlich ei-
ne Arbeitsfähigkeit von 80% für leidensangepasste Tätigkeiten zu veranschlagen 
ist, welche nach einer Rekonvaleszenz von rund 9 Monaten nach dem Unfaller-
eignis vom 4. Mai 2015 einsetzte und durch eine weitere Rekonvaleszenz von 
drei Monaten nach der Knie-TP-Implantation links vom 19. September 2017 un-
terbrochen wurde. Dass während 9 Monaten nach dem Unfall vom 4. Mai 2015 
der Versicherte vollständig arbeitsunfähig war, wird in den angefochtenen Verfü-
gungen ausdrücklich anerkannt (vgl. IV-act. 259-1/8, 3. unterster Absatz, Satz 2).

4.1.2  Welche Folgen die vorstehenden Ausführungen (Erwägung Ziffer 4.1.1) für 
den Rentenanspruch haben, wird nach den weiteren Erwägungen (Ziff. 4.2 bis 

13

4.3) zur Arbeitsfähigkeit für den Zeitraum nach Erstattung des erwähnten Gut-
achtens untersucht (siehe Erwägung Ziff. 4.4).

4.2 Zu prüfen ist in der Folge, welcher Arbeitsfähigkeitsgrad für den Zeitraum 
ab dem 1. Februar 2020 (= 3 Monate vor Beendigung des Anspruchs auf eine 
ganze IV-Rente) zur Anwendung kommt.

4.2.1  Diesbezüglich wird in der Beschwerde (Ziff. 9.1) grundsätzlich zutreffend 
darauf hingewiesen, dass im erwähnten Gutachten die Folgen der operativen 
Eingriffe vom 15. Januar 2019 (Knie-TP rechts) und vom 22. Oktober 2019 (Knie-
TP-Revision links mit Patellaersatz) noch nicht berücksichtigt wurden (siehe auch 
IV-act. 226-6/146 oben). 

4.2.2  Zu beachten ist an dieser Stelle, dass der beanwaltete Beschwerdeführer 
vor Gericht (einmal abgesehen von den beiden Operationen vom 15.1.2019 und 
vom 22.10.2019) nichts vorgebracht hat, was auf eine Verschlechterung hinsicht-
lich der im Gutachten berücksichtigen Schulter- und Handgelenksbeschwerden 
interpretiert werden könnte. Namentlich brachte er auch in seiner aktuellsten 
Eingabe vom 11. Januar 2021 nichts vor, was auf zusätzliche gesundheitliche 
Beeinträchtigungen schliessen liesse.

4.2.3  Auch bezüglich der Kniegelenke wird nicht geltend gemacht (weder an-
satzweise noch substantiiert, auch nicht in der Eingabe vom 11. Januar 2021), 
dass die Knie-Totalprothesen-Operationen (rechts und links) vom 15. Januar 
2019 bzw. vom 22. Oktober 2019 zu Komplikationen geführt hätten bzw. der (zu 
erwartende) Heilungsverlauf sich verzögert oder verschlechtert habe.

Im Einklang damit stehen auch die Angaben der behandelnden Fachärztin (bzw. 
Operateurin) vom 30. Januar 2020 und vom 8. April 2020, wonach für (den ope-
rierten Kniegelenken) angepasste Tätigkeiten ab 1. Januar 2020 die Arbeits-
fähigkeit 20% (mit prognostisch möglicher Steigerung im Verlauf, vgl. IV-act. 244-
3/7 oben) und ab 1. April 2020 die anhaltende Arbeitsfähigkeit 50% betrage (IV-
act. 257-2/2), was offenkundig als Verbesserung (und nicht als Verschlechte-
rung) zu beurteilen ist. 

4.2.4  Bei dieser Sachlage verhält es sich so, dass die behandelnde Fachärztin 
im Anschluss an die beiden erwähnten Knieoperationen von einem massgeben-
den Arbeitsfähigkeitsgrad für leidensanpasste Tätigkeiten ab 1. Januar 2020 von 
20% und ab 1. April 2020 von 50% ausgeht, derweil der von der Vorinstanz bei-
gezogene RAD-Arzt Dr.med. H.________ (mit der Fachausbildung orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates) die medizinische Akten-
lage dahingehend würdigte, dass ausgehend vom Bericht der Operateurin vom 

14

30. Januar 2020 die Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten gemäss 
dem ergonomischen Profil des erwähnten Gutachtens zunächst abgestuft mit 
20% (Januar 2020), 50% (ab Februar 2020) und 80% (ab April 2020) zu veran-
schlagen sei (IV-act. 247).

4.2.5  Was die (vorerwähnten) Divergenzen in der Beurteilung der Arbeitsfähig-
keit (ab Februar 2020) anbelangt, fällt zunächst massgeblich ins Gewicht, dass 
die behandelnde Fachärztin ihre Einschätzung von (maximal) 50% auf wechsel-
belastende Tätigkeiten in einer Bandbreite von leicht bis mittelschwer ("mittlere 
bis leichtere") bezieht (vgl. IV-act. 257-2/2). Demgegenüber beschränkt der kon-
sultierte RAD-Arzt den höheren Arbeitsfähigkeitsgrad für leidensangepasste 
Tätigkeiten ausschliesslich auf "leichte körperliche Arbeit, hauptsächlich sitzend, 
teilweise stehend, teilweise gehend bis maximal 500m" (vgl. IV-act.247 i.V.m. IV-
act. 226-10/146 Ziff. 4.8); mithin erachtet der RAD-Arzt mittlere bzw. mittelschwe-
re angepasste Tätigkeiten als nicht länger zumutbar. Es leuchtet ohne Weiteres 
ein, dass bei einem Einbezug von mittelschweren (angepassten) Tätigkeiten 
grundsätzlich ein geringerer Arbeitsfähigkeitsgrad resultiert bzw. umgekehrt bei 
einem Ausschluss von mittelschweren (angepassten) Tätigkeiten ein höherer Ar-
beitsfähigkeitsgrad anzunehmen ist. Dies gilt erst recht, als die behandelnde 
Fachärztin den limitierenden Faktor aus den Folgen der genannten Knieoperatio-
nen herleitet, welchen indes bei einer weitgehend sitzenden Tätigkeit wenig Be-
deutung beizumessen ist. Jedenfalls hat die behandelnde Fachärztin nicht darge-
legt, weshalb die Folgen der beiden Knieoperationen der Zumutbarkeit von weit-
gehend sitzenden (leichten) Tätigkeiten entgegenstehen sollten, zumal für solche 
(leichten) Tätigkeiten zusätzlich ein vermehrter Pausenbedarf (im Umfang von 
20%) angerechnet wird (vgl. IV-act. 226-10/146 Ziff. 4.8 in fine).

4.2.6  Im Übrigen ist nach der Aktenlage nicht zu erwarten, dass durch eine zu-
sätzliche medizinische Abklärung mit relevanten neuen Erkenntnissen zum Ar-
beitsfähigkeitsgrad (ab Februar 2020) zu rechnen wäre, weshalb davon im Rah-
men einer zulässigen antizipierten Beweiswürdigung abzusehen ist (vgl. oben, 
Erw. 1.6 mit Hinweisen). Dies gilt erst recht, als der Beschwerdeführer in seiner 
aktuellsten Eingabe vom 11. Januar 2021 keine gesundheitlichen Beeinträchti-
gungen thematisierte.

4.3 Im Lichte all dieser Ausführungen ist es im konkreten Fall nicht zu bean-
standen, dass die Vorinstanz für den Zeitraum ab Februar 2020 auf die Arbeits-
fähigkeitsbeurteilung des erwähnten RAD-Arztes abgestellt hat (20% für Januar 
2020; 50% für Februar und März 2020; 80% ab April 2020).

15

4.4.1  Zu prüfen sind die Folgen des in Erwägung 4.1.1 geprüften Arbeitsfähig-
keitsgrades für den Zeitraum vor Gewährung des Anspruchs auf eine ganze IV-
Rente. Dabei handelt es sich zusammengefasst um folgende Ergebnisse:

- vollständige Arbeitsunfähigkeit (100% AUF) ab 4.5.2015 (= Sturz von einem 
Glasdach mit Polytrauma) mit einer zugestandenen Rekonvaleszenz von 9 Mo-
naten;

- ab Februar 2016 (Ablauf der erwähnten Rekonvaleszenz) Arbeitsfähigkeit von 
80% für leidensangepasste Tätigkeiten;

- ab 28. März 2017 für 4 Wochen (bis 25.4.17) 100% arbeitsunfähig (infolge Ar-
throskopie vom 28.3.17 mit Metallentfernung);

- ab 19. September 2017 für drei Monate (bis 19.12.2017) 100% arbeitsunfähig (in-
folge Knie-TP-Implantation links vom 19.9.17).

4.4.2  Für diese vorgenannten Zeiträume hat die Vorinstanz nach der Aktenlage 
aus den folgenden Gründen keine Rentenleistungen in Betracht gezogen. Hin-
sichtlich der Arbeitsunfähigkeitsperioden nach den Operationen vom 28. März 
2017 und vom 19. September 2017 beruft sich die Vorinstanz (zu Recht) darauf, 
dass nach Art. 88a Abs. 2 IVV eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit erst 
dann zu berücksichtigen ist, wenn sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Mo-
nate gedauert hat. Den diesbezüglichen Ausführungen der Vorinstanz in ihrer 
Vernehmlassung (Ziff. 4) ist uneingeschränkt beizupflichten.

4.4.3  Anders verhält es sich indessen für die 9 Monate vollständiger Arbeitsun-
fähigkeit nach dem erwähnten Unfall vom 4. Mai 2015. Weshalb für diesen Zeit-
raum kein Rentenanspruch bestehe, wurde in den angefochtenen Verfügungen 
vom 27. August 2020 nicht thematisiert. Konkludent geht die Vorinstanz davon 
aus, dass diesbezüglich (für die 9 Monate nach dem Unfall vom 4.5.2015) die 
materiellen Anspruchsvoraussetzungen von Art. 28 Abs. 1 lit. b und lit. c IVG 
nicht erfüllt seien. Diese Bestimmungen normieren, dass Anspruch auf eine Ren-
te Versicherte haben, welche während eines Jahres ohne wesentlichen Unter-
bruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und 
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid sind (lit. c). Dieser (kon-
kludenten) Argumentation wäre dann beizupflichten, wenn sich der Versicherte 
erst im Zusammenhang mit dem Unfall vom 4. Mai 2015 bei der IV zum Leis-
tungsbezug angemeldet hätte (und mithin für den Zeitraum vor diesem Unfall 
kein Rentenanspruch bestanden hätte).

Indessen verhält es sich hier so, dass sich der Versicherte am 11. Juni 2014 zum 
dritten Mal für einen IV-Leistungsbezug angemeldet hatte (vgl. Ingress lit. A bis 
lit. D), und zwar im Zusammenhang mit einer am 13. Dezember 2013 erlittenen 
Schulterverletzung (vgl. IV-act. 95, 97 i.V.m. UV-act. 3-2/21). Die damaligen Ab-
klärungen der IV-Stelle ergaben gemäss Verfügung vom 15. Januar 2016 (und 

16

mithin nach dem erneuten Unfall vom 4. Mai 2015) einen Rentenanspruch ab 
dem 1. Dezember 2014 (nach Ablauf der einjährigen Wartefrist) befristet bis zum 
28. Februar 2015 (vgl. IV-act. 131, 132). In dieser Rentenverfügung wurde aus-
drücklich anerkannt, dass rund zwei Monate nach Beendigung des (befristeten) 
Rentenanspruchs der Versicherte (ab 4.5.2015) erneut vollständig (auf im Zeit-
punkt des Verfügungserlasses unbestimmte Zeit) arbeitsunfähig sei, was noch 
Abklärungen benötige (vgl. IV-act. 131-1/3 unten). Damit sind die Folgen des Un-
falles vom 4. Mai 2015 - nachdem damals unbestrittenermassen ein IV-Verfahren 
pendent war (welches nach dem Unfall vom 4.5.2015 zur Zusprechung eines 
Rentenanspruchs bis kurz vor diesem Unfall führte) - als Verschlechterung im 
Sinne von Art. 88a Abs. 2 IVV zu qualifizieren, welche anzurechnen war bzw. ist, 
sobald sie drei Monate gedauert hat(te). Daraus resultiert ein (befristeter) Ren-
tenanspruch ab August 2015 bis und mit Januar 2016 (vgl. dazu auch Art. 88a 
Abs. 1 Satz 2 IVV), mithin für weitere 6 Monate (wobei hier bei einer vollständi-
gen Arbeitsunfähigkeit ein konkreter Einkommensvergleich entbehrlich ist).

5.1 In der Folge ist auf die Kritik des Beschwerdeführers zum Einkommensver-
gleich einzugehen. Das von der Vorinstanz ermittelte Invalideneinkommen von 
Fr. 48'313.45 (per 2017, ausgehend von der LSE-Tabellenlöhne 2016) wird vom 
Beschwerdeführer ausdrücklich anerkannt (vgl. Beschwerde, S. 9 unten), wes-
halb sich dazu weitere Ausführungen erübrigen.

5.2 Streitig und zu prüfen ist das massgebende Valideneinkommen.

5.2.1  Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was der Ver-
sicherte im Zeitpunkt der Invaliditätsbemessung überwiegend wahrscheinlich als 
Gesunder tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten 
Verdienst angeknüpft, da es der Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätig-
keit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
8C_267/2020 vom 2.7.2020 Erw. 4.1.1 mit Hinweisen). Diesbezüglich handelt es 
sich um eine Beurteilung hypothetischer Geschehensabläufe, welche sich 
grundsätzlich nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit rich-
tet.

5.2.2  Die berufliche Karriere des Versicherten wurde im vorinstanzlichen Fest-
stellungsblatt zur Ermittlung des Rentenanspruchs (gemäss Verfügung vom 
15.1.2016) dahingehend zusammengefasst, dass der Versicherte eine Ausbil-
dung als Bäcker/ Konditor abgeschlossen hat, indes wegen einer Mehlstauball-
ergie nicht lange auf diesem Beruf arbeitete (zwischendurch arbeitete er auch in 

17

der Spedition und als Schindelmacher), worauf er zunächst eine Umschulung 
zum Kaufmann begann und vorzeitig abbrach (weil diese Tätigkeit offenbar nicht 
seinen Interessen entsprach, IV-act. 14 i.V.m. IV-act. 121-1f./5). Daraufhin liess 
er sich zum Heizungsmonteur umschulen, wobei er im Jahre 1994 den Fähig-
keitsausweis erlangte (vgl. IV-act. 20-2/3). Diese Tätigkeit als (gelernter) Hei-
zungsmonteur übte der Versicherte beim Lehrbetrieb aus, bis starke Rückenbe-
schwerden auftraten und der Versicherte sich bei der IV zum Leistungsbezug 
anmeldete (Eingang am 13.10.1997, vgl. IV-act. 21). Eine anschliessende Um-
schulung zum Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechniker scheiterte an Problemen 
in der Berufsschule, wobei er immerhin eine interne Ausbildung am Lehrbetrieb 
(zum technischen Assistenten, ohne Fähigkeitsausweis) 2002 beenden und eini-
ge Jahre (bis 2008) dort verbleiben konnte (vgl. IV-act. 66, 67, 79; mit einem Jah-
reslohn von zunächst 13x Fr. 5'300.--, vgl. IV-act. 80; vgl. auch IV-act. 102-3f./4). 
Ab Mai 2008 war er als Servicemonteur für Heiztechnik für die Firma T.________ 
AG (V.________) erwerbstätig (IV-act. 86, mit einem Jahreslohn von 13x Fr. 
5'700.-- seit 1.9.2010; vgl. auch Beilage 1 zur Eingabe vom 11.1.2021). Diese 
Tätigkeit beendete er im Jahre 2011 (vgl. IV-act. 88-2/4 Ziff. 1.7 i.V.m. IV-act. 
102-4/4).

Im Jahre 2012 bezog der Versicherte teilweise Leistungen der Arbeitslosenversi-
cherungen, zudem war er teilweise für eine U.________ AG tätig; gleichzeitig 
nahm er eine Teilerwerbstätigkeit im Bereich Sicherheitsdienst (in der Firma 
S.________ GmbH) auf (siehe IV-act. 102-4/4; gemäss dem IV-Erstgespräch 
vom 4.10.2011 arbeitete der Versicherte bereits 2011 stundenweise im Büro der 
S.________ GmbH und verdiente diesbezüglich maximal Fr. 1'000.-- pro Jahr, 
vgl. IV-act. 91-4/4 oben; siehe aber nachfolgend in Erw. 5.2.4 den Auszug aus 
dem Individuellen Konto; vgl. auch Beilage 1 vom 11.1.2021). Diese Sicherheits-
firma hatte er mit 2 weiteren Personen gegründet, welche er im August 2013 
ausbezahlt hat, worauf er alleine Inhaber dieser Sicherheitsfirma war, parallel 
dazu weiterhin in der Heizungsbranche (für Fr. 70.--/h) arbeitete, wobei er diese 
Aufträge in der Heizungsbranche nach eigenen Angaben über seine Firma ab-
rechnete (vgl. UV-act. 10-3f./9 = Angaben des Beschwerdeführers vom 4.2.15 
gegenüber der Unfallversicherung; diese Abrechnung von Aufträgen in der Hei-
zungsbranche über seine Firma S.________ GmbH deckt sich auch mit der Ba-
gatellunfall-Meldung vom 20.12.13 = UV-act. 3-2/21). 

5.2.3  In der vorliegenden Beschwerde (und in der Eingabe vom 11.1.2021) 
macht der Versicherte geltend, dass als massgebendes Valideneinkommen der 
mit der S.________ GmbH vereinbarte Bruttolohn von monatlich Fr. 7'500.-- zu 
berücksichtigen sei. Es ist aktenkundig, dass der Beschwerdeführer am 12. Sep-

18

tember 2013 einen Arbeitsvertrag mit der S.________ GmbH sowohl als Arbeit-
nehmer, als auch als Inhaber der GmbH (mithin als Arbeitgeber) unterzeichnete 
(IV-act. 239). Gemäss diesem Arbeitsvertrag umfasste der Tätigkeitsbereich die 
Arbeit "als Sicherheitsdienstmitarbeiter". In der Bagatellunfallmeldung dieser 
S.________ GmbH vom 20. Dezember 2013 wurde indessen die effektive Arbeit 
des Versicherten als "Heizungsmonteur" bezeichnet, was mit der Tätigkeit als 
"Sicherheitsdienstmitarbeiter" unvereinbar ist (vgl. UV-act. 3-2/21). Massgeblich 
ins Gewicht fällt, dass der Versicherte am 4. Februar 2015 gegenüber der Unfall-
versicherung erklärte, dass er nie "als Securitas (Wachmann/ Verkehrsdienst) ei-
nen Einsatz gehabt" habe; bei dieser GmbH "habe er nur das Büro gemacht"; er 
habe "ab September 2013 immer vollzeitlich als Heizungsmonteur gearbeitet" mit 
der Idee, "sich als Heizungsmonteur ausmieten" zu können (UV-act. 10-3/9 Mit-
te), wobei er diese "vor dem Unfall vom 13.12.2013" "zu 100% als Heizungsmon-
teur" ausgeübte Tätigkeit "über die Securitas Firma abgerechnet" habe (UV-act. 
10-4/9). Auf diese soeben erwähnten Angaben ist hier abzustellen, auch wenn 
der Beschwerdeführer nachträglich in seiner Eingabe vom 11. Januar 2021 (S.4) 
vorbrachte, dass er mehrmals als Einsatzleiter für die S.________ GmbH als 
Einsatzleiter (z.B. an einem Jodlerfest) gearbeitet habe. Bei widersprüchlichen 
Angaben einer versicherten Person ist praxisgemäss den ursprünglichen Anga-
ben (Erstaussagen) mehr Gewicht beizumessen als den nachträglichen Sach-
darstellungen, welche bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegun-
gen rechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können [vgl. statt vieler: VGE III 
2013 42 vom 22.3.2013 Erw. 4.1; VGE III 2012 70 vom 14.12.2012 Erw. 3; VGE I 
2012 35+36 v. 12.6.2012 Erw. 4.6 mit Hinweis). 

5.2.4  Im Lichte dieser vorstehenden Angaben sprechen die gewichtigeren Ar-
gumente für die Annahme, dass der Versicherte ohne gesundheitliche Probleme 
bei einer (handwerklichen/ manuellen) Tätigkeit als Heizungsmonteur/ Service-
techniker im Heizungsbereich verblieben wäre. In der Vernehmlassung (Ziff. 16 
und 17) wurde sodann überzeugend dargelegt, dass die vorliegende selbständi-
ge Tätigkeit bei der erwähnten GmbH wegen ihrer kurzen Dauer keine hinrei-
chende Grundlage für die Bestimmung des Valideneinkommens darstellt. Es 
kann darauf verwiesen werden. Anzufügen ist, dass gemäss dem aktenkundigen 
Auszug aus dem Individuellen Konto (IK) per 4. April 2018 die erwähnte GmbH 
für den Versicherten folgende Einkommen abrechnete:

Beitragsmonate/ Beitragsjahr Einkommen (UV-Akten)
01-12 / 2011 1'288 (20-94/297, unten)
01-12 / 2012 6'411 (20-93/297, 3. Zeile)
01-12 / 2013 36'149 (20-93/2017 unten)
01-12 / 2014 2'233 (20-92/297 oben)

19

01-12 / 2015 10'813 (20-92/297, 3. Zeile)
01-12 / 2016 --- (20-92/297)
01-12 / 2017 9'801 (20-92/297 unten)

Daraus kann entgegen der sinngemässen Argumentation in der Beschwerde kein 
Jahreseinkommen im Gesundheitsfall bei der erwähnten GmbH von (per 2015) 
Fr. 97'500.-- hergeleitet werden (vgl. Beschwerde, S. 9, Ziff. 6.10).

Im Übrigen kann der Beschwerdeführer aus seiner Argumentation in seiner Ein-
gabe vom 11. Januar 2021 (Ziff. 20), wonach er im Januar 2013 bis Juli 2013 bei 
der W.________ AG durchschnittlich Fr. 8'000.-- brutto verdient habe, aus den 
folgenden Gründen kein höheres Valideneinkommen ableiten. Gemäss dem zu-
letzt eingereichten Lebenslauf handelte es sich bei der Anstellung bei der 
W.________ AG um eine spezifische Arbeit in der Montage/ Demontage von Bo-
denheizungsverteilern, wobei der Versicherte vor Gericht nicht geltend machte 
(auch nicht in der Eingabe vom 11.1.2021), dass er diese kurze Anstellung bei 
der W.________ AG aus gesundheitlichen Gründen beendet habe. Soweit aber 
diese (kurze) Anstellung aus anderen Gründen beendet wurde (und nach der Ak-
tenlage eindeutig weniger als ein ¾ Jahr ausgeübt wurde), kann sie grundsätz-
lich nicht als repräsentativer Wert zur Herleitung des Valideneinkommens dienen.

5.2.5  Vielmehr hat die Vorinstanz in der vorliegenden Konstellation grundsätzlich 
zu Recht das Valideneinkommen nach Massgabe der statistischen Werte wie die 
Lohnstrukturerhebungen gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch 
herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) festgelegt. Allerdings ging die 
Vorinstanz im Gesundheitsfall vom Einkommen als Bäcker/Konditor aus, was in-
dessen den Wechsel in die Heizungsbranche (Heizungsmonteur mit Fähigkeits-
ausweis, vgl. IV-act. 20-2/3) und die damit verbundenen höheren Verdienstaus-
sichten unberücksichtigt lässt. In diesem Sinne drängt es sich auf, das Validen-
einkommen nach den Tabellenlöhnen für Heizungsmonteure/ Servicetechniker in 
der Heizungs- bzw. Baubranche zu bemessen, was hinsichtlich des Kompetenz-
niveaus 2 ein durchschnittliches Einkommen von Fr. 73'415 (per 2016) ergibt, wie 
die Vorinstanz in Ziffer 15 der Vernehmlassung zutreffend vorgerechnet hat. 
Dies ergibt - um im Vergleich zum Invalideneinkommen von 48'313.45 (per 2017) 
vom gleichen Jahr auszugehen - unter Berücksichtigung der Entwicklung des 
Nominallohnindexes (1993 = 100) für Männer von 128.5 (2016) auf 129.0 (2017) 
ein etwas höheres Jahreseinkommen von Fr. 73'701.-- (73'415 : 128.5 x 129).

5.2.6  Bei einem Valideneinkommen von Fr. 73'701 (2017) und einem Invaliden-
einkommen von Fr. 48'313.45 (2017) resultiert ein nicht rentenbegründender IV-
Grad von (abgerundet) 34% (73'701 minus 48'313.45 = 25'387.55; 25'387.55 : 

20

73'701 x 100 = 34.44). Analog würde auch dann kein rentenbegründender IV-
Grad resultieren, wenn das Validen- und Invalideneinkommen auf die Jahre 
2016, 2018 (bzw. vor dem unbestrittenen Rentenanspruch ab 1.9.2018) und 
2020 (ab 1.8.2020) umgerechnet würde. Anzufügen ist, dass für die Monate Fe-
bruar und März 2020 ein Arbeitsfähigkeitsgrad von 50% für angepasste leichte 
Tätigkeiten zur Anwendung kommt (vgl. oben, namentlich Erw. 4.3), womit ein 
tieferes Invalideneinkommen resultiert von 30'195.90 (67'102 x 0.50 = 33'551; 
33'551 x 0.9; per 2017, ohne Umrechnung per 2020), was im Vergleich zum dar-
gelegten Valideneinkommen von Fr. 73'701 (per 2017, ebenfalls ohne Umrech-
nung per 2020) einen IV-Grad von 59% und damit - im Einklang mit der Vorin-
stanz - einen befristeten Anspruch auf eine halbe IV-Rente ergibt (73'701 minus 
30'195.90 = 43'505.10; 43'505.10 : 73'701 x 100 = 59.02).

6. Aus all diesen Gründen ist die vorliegende Beschwerde insoweit teilweise 
gutzuheissen, als dem Versicherten (abgesehen von den am 27. August 2020 
zugesprochenen IV-Rentenleistungen) zusätzlich noch für den Zeitraum vom 
1. August 2015 bis zum 31. Januar 2016 für 6 Monate ein befristeter Anspruch 
auf eine ganze IV-Rente zugestanden wird. Soweit der Beschwerdeführer zu-
sätzliche Rentenleistungen (vgl. die Rechtsbegehren gemäss Ingress lit. F) bean-
tragt, wird die Beschwerde als unbegründet abgewiesen.

7.1 Dem vorliegenden Ergebnis entsprechend werden die Verfahrenskosten zu 
4/5 dem Beschwerdeführer und zu 1/5 der Vorinstanz auferlegt. Dies wird 
zahlungsverkehrsmässig so umgesetzt, dass das Gericht den vom 
Beschwerdeführer bezahlten Kostenvorschuss einbehält und die Vorinstanz ihren 
Verfahrenskostenanteil dem Beschwerdeführer (bzw. dessen Rechtsvertreter) zu 
bezahlen hat.

7.2 Zudem wird dem Beschwerdeführer für das dargelegte Teilobsiegen zu 
Lasten der IV-Stelle eine reduzierte Parteientschädigung zugesprochen. In 
Beachtung des kantonalen Gebührentarifs für Rechtsanwälte (GebTRA; SRSZ 
280.411), welcher für das Honorar in Verfahren vor dem Verwaltungsgericht in § 
15 GebTRA einen Rahmen von Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- vorsieht sowie unter 
Beachtung der in § 2 GebTRA enthaltenen Kriterien (Wichtigkeit der Streitsache, 
Schwierigkeit, Umfang und der Art der Arbeitsleistung, notwendiger Zeitaufwand) 
und in Ausübung des pflichtgemässen Ermessens ist das reduzierte Honorar 
(inkl. Auslagen und MwSt) auf Fr. 900.-- festzulegen. 

21

22

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen teilweise gutgeheissen. 
Zusätzlich zu den in den angefochtenen Verfügungen vom 27. August 2020 
zugesprochenen IV-Rentenleistungen (ganze IV-Rente vom 01.09.2018 bis 
30.04.2020/ halbe IV-Rente vom 1.05.2020 bis 30.06.2020) wird dem Be-
schwerdeführer ein befristeter Anspruch auf eine ganze IV-Rente für den 
Zeitraum vom 1. August 2015 bis zum 31. Januar 2016 gewährt. Soweit der 
Beschwerdeführer zusätzliche IV-Rentenleistungen beantragt, wird die Be-
schwerde als unbegründet abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer zu 4/5 
(Fr. 400.--) und der Vorinstanz zu 1/5 (Fr. 100.--) auferlegt. Diese Kosten 
werden zahlungsverkehrsmässig so abgewickelt, dass das Verwaltungsge-
richt den vom Beschwerdeführer bezahlten Kostenvorschuss von Fr. 500.-- 
einbehält und die Vorinstanz dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 
Fr. 100.-- zu bezahlen hat.

3. Dem Beschwerdeführer wird zu Lasten der Vorinstanz eine reduzierte Par-
teientschädigung von Fr. 900.-- (inkl. MwSt und Auslagen) zugesprochen 
(Auszahlung an den Rechtsvertreter).

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

5. Zustellung an:
- den Vertreter des Beschwerdeführers (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV, 3003 Bern (A).

Im Namen des Verwaltungsgerichts
Der Vizepräsident:

Die a.o. Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 
Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.
Versand: 22. Januar 2021

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I