# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** df6d21c0-6519-524f-bfe9-480b65d44953
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-08-25
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 25.08.2009 C-198/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-198-2008_2009-08-25.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-198/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 5 .  A u g u s t  2 0 0 9

Richter Michael Peterli (Vorsitz), 
Richterin Franziska Schneider, 
Richter Francesco Parrino, 
Gerichtsschreiberin Sandra Tibis.

A._______,
vertreten durch Advokat lic. iur. Alain Joset, 
Rebgasse 15, Postfach 215, 4410 Liestal,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

IV (Rente).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-198/2008

Sachverhalt:

A.
Der  am  (...)  1955  geborene,  verheiratete,  französische  Staatsan-
gehörige A._______ war in den Jahren 1988 bis 2005 in der Schweiz 
Grenzgänger und als Chefmonteur angestellt  und hat dabei Beiträge 
an  die  schweizerische  Alters-,  Hinterlassenen-  und  Invaliden-
versicherung entrichtet (act. 2.1 und 7). Am 3. August 2005 hat er sich 
bei  der  IV-Stelle  für  Versicherte  im Ausland IVSTA (nachfolgend: IV-
Stelle)  zum  Bezug  einer  Invalidenrente  angemeldet  (act. 2.1).  Mit 
Schreiben vom 5. Oktober 2006 hat die IV-Stelle seine Anmeldung der 
IV-Stelle  Aargau  zur  Abklärung  und  Beschlussfassung  überwiesen 
(act. 19).

B.
Mit Schreiben vom 30. November 2006 (act. 28) hat die IV-Stelle Aar-
gau  A._______  mitgeteilt,  er  habe  keinen  Anspruch  auf  berufliche 
Massnahmen.  Gegen  diese  Mitteilung  erhob  A._______  keine 
Einwände.

C.
Mit  Vorbescheid  vom 1. Dezember  2006  (act. 30)  teilte  die  IV-Stelle 
Aargau  A._______  mit,  die  Abklärungen  hätten  ergeben,  dass  er 
weiterhin in der Lage sei, seine zuletzt ausgeübte Tätigkeit oder eine 
andere angepasste, wechselbelastende Tätigkeit ohne monotone Hal-
tung der Lenden- und der Brustwirbelsäule und ohne längere statische 
Überkopfarbeiten  auszuüben. Die  Erwerbseinbusse betrage pro  Jahr 
Fr. 37'860.--,  was  einem  Invaliditätsgrad  von  46%  entspreche.  Ab 
1. November 2004 stehe ihm eine Viertelsrente zu.

Mit  Stellungnahme  vom  22. Januar  2007  (act. 33)  liess  sich 
A._______, vertreten durch Advokat Alain Joset, zum Vorbescheid ver-
nehmen. Er  machte im Wesentlichen geltend,  er  sei  mit  dem Vorbe-
scheid nicht einverstanden, da sich dieser hauptsächlich auf ein veral-
tetes  Gutachten  stütze  und  die  vorliegenden,  divergierenden  Ein-
schätzungen der untersuchenden Ärzte nicht hinreichend berücksichti-
ge.

D.
Nach Durchführung einer polydisziplinären Abklärung in einer Medizi-
nischen  Abklärungsstelle  der  Eidgenössischen  Invalidenversicherung 

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(nachfolgend: MEDAS) sprach die IV-Stelle A._______ mit  Verfügung 
vom 15. November 2007 eine halbe Invalidenrente zu.

Sie stützte sich dabei auf das Gutachten der MEDAS vom 4. Septem-
ber  2007  (act. 40),  das  A._______  folgende  gesundheitliche  Ein-
schränkungen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit attestierte: (1) Chro-
nisches cervikovertebrales Schmerzsyndrom bei Status nach Operati-
on  einer  Diskushernie  C6/C7  mit  interkorporeller  Spondylodese 
5/2004,  (2) Chronisches  lumbospondylogenes  Schmerzsyndrom  bei 
Status  nach  Operation  einer  Diskushernie  L4/L5  rechts  1985  sowie 
Diskusprotrusion  L4/L5  und  L5/S1  sowie  Recessusstenosen  L4/L5 
links sowie L5/S1 beidseits mit Kompromittierung der Nervenwurzel L5 
links sowie S1, beidseits mit klinisch pseudoradiculärem Schmerzsyn-
drom  und  Verdacht  auf  Facettensyndrom,  (3) Periarthritis  hume-
roscapularis  der  rechten  Schulter  und  (4) Morbus  Ledderhose  beid-
seits, links ausgeprägter als rechts. Ferner stellten die Ärzte folgende 
Nebendiagnosen, welche keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hät-
ten:  (1) Chondropathia  patellae  beidseits,  (2) Status  nach  Operation 
Morbus Dupuytren rechts, (3) Morbus Dupuytren links, (4) Adipositas 
(BMI 33),  (5) Anamnestisch  Asthma  bronchiale  in  der  Kindheit, 
(6) leichtgradige depressive Episode und (7) akzentuierte histrionische 
Persönlichkeitszüge.

Insgesamt  kamen die  untersuchenden  Ärzte  zum Schluss,  dass  bei 
A._______  aufgrund  der  diagnostizierten  Einschränkungen  im  ur-
spünglichen Beruf als Monteur und Maschinenschlosser eine volle Ar-
beitsunfähigkeit bestehe. In einer leichten, wechselbelastenden Tätig-
keit ohne längeres Sitzen, ohne Überkopfarbeiten, ohne Tätigkeiten in 
Zwangspositionen sowie ohne repetitives Heben von Lasten über 5 bis 
10 Kilogramm sei  er  arbeitsfähig. Dabei  sei  seine Leistung aufgrund 
der multiplen Pathologie, der chronischen rezidivierenden Schmerzepi-
soden  und  aufgrund  der  notwendigen  vermehrten  Pausen  einge-
schränkt, so dass in einer solchen Verweistätigkeit mit einer Arbeitsfä-
higkeit von 70% zu rechnen sei.

E.
Gegen  diese  Verfügung  erhob  A._______  (nachfolgend:  Be-
schwerdeführer) mit  Eingabe vom 10. Januar 2008 Beschwerde beim 
Bundesverwaltungsgericht.  Er  beantragte  die  Aufhebung  der  Verfü-
gung und die Ausrichtung der gesetzlichen Leistungen. Er begründete 
seine Anträge im Wesentlichen damit, dass der ermittelte Invaliditäts-

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grad zu tief ausgefallen sei, da sowohl das Validen- als auch das Inva-
lideneinkommen  falsch  berechnet  worden  und  kein  leidensbedingter 
Abzug berücksichtigt  worden sei. Ferner rügte er, dass ihm der Ent-
scheid der IV-Stelle nicht korrekt eröffnet worden sei,  da er ihm und 
nicht seinem Vertreter zugestellt worden sei.

F.
Mit Vernehmlassung vom 26. Februar 2008 liess sich die IV-Stelle zur 
Frage vernehmen, wann und wie die angefochtene Verfügung dem Be-
schwerdeführer zugestellt worden ist. Sie führte aus, die Verfügung sei 
dem Beschwerdeführer gemäss Auskunft  der Post am 23. November 
2007  zugestellt  worden.  Nach  telefonischer  respektive  schriftlicher 
Nachfrage  des  Rechtsvertreters  des  Beschwerdeführers  am 26. No-
vember  2007  und  am  19. Dezember  2007  sei  jenem  am  9. Januar 
2008 ebenfalls eine Kopie der Verfügung zugestellt worden.

G.
Der  Beschwerdeführer  machte  in  seiner  Eingabe  vom 7. April  2008 
geltend,  die IV-Stelle  könne die  Zustellung und Eröffnung der Verfü-
gung  an  den  Beschwerdeführer  nicht  beweisen,  obwohl  sie  beweis-
pflichtig  sei. Es  sei  jedoch unbestritten,  dass  sich  der  Vertreter  des 
Beschwerdeführers  am  26. November  2007  mit  der  IV-Stelle  telefo-
nisch  in  Verbindung  setzte,  nachdem  jener  vom  Beschwerdeführer 
gleichentags über den Erhalt und den Inhalt der Verfügung informiert 
worden sei. Unter Berücksichtigung des Fristenstillstandes über Weih-
nachten  sei  somit  die  Beschwerdefrist  (gerechnet  seit  Kenntnis  des 
Vertreters  am 26. November  2007)  mit  Beschwerde  vom 10. Januar 
2008 eingehalten.

H.
Mit ergänzender Beschwerdebegründung vom 3. Juni 2008 machte der 
Beschwerdeführer  erneut  geltend,  sowohl  das Validen-  als  auch das 
Invalideneinkommen  seien  falsch  bestimmt  worden.  Werde  der 
Einkommensvergleich  korrekt  durchgeführt,  so  resultiere  ein IV-Grad 
von 63%, weshalb er einen Anspruch auf eine Dreiviertelsrente habe.

I.
Mit Vernehmlassung vom 11. Juli 2008 beantragte die IV-Stelle die Ab-
weisung der Beschwerde. Sie machte geltend, dass es keinen Grund 
dafür gebe, die Angaben im Arbeitgeberfragebogen vom 16. Septem-
ber 2005 anzuzweifeln. Die IV-Stelle habe daher bei der Bestimmung 
des  Valideneinkommens  zu  Recht  auf  diese  Angaben  abgestellt.  Im 

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Übrigen  sei  festzuhalten,  dass  der  Beschwerdeführer  anlässlich  des 
Vorbescheidsverfahrens  keine  Einwände  gegen  das  Valideneinkom-
men gehabt habe, weshalb davon auszugehen sei, dass dieses korrekt 
sei. In Bezug auf das Invalideneinkommen sei festzustellen, dass die 
Situation des Beschwerdeführers angemessen gewürdigt und das In-
valideneinkommen dementsprechend korrekt festgesetzt worden sei.

J.
Mit Replik vom 15. September 2008 hielt der Beschwerdeführer an sei-
nen Rechtsbegehren fest.

K.
Die IV-Stelle hielt mit Duplik vom 16. Oktober 2008 – unter Verweis auf 
die Eingabe der IV-Stelle Aargau vom 13. Oktober 2008 – ebenfalls an 
ihren bisherigen Ausführungen fest.

L.
Der mit Verfügung vom 22. Januar 2008 einverlangte Kostenvorschuss 
in der Höhe von Fr. 400.-- ist am 30. Januar 2008 beim Bundesverwal-
tungsgericht eingegangen.

M.
Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten 
wird – soweit für die Entscheidfindung erforderlich – im Rahmen der 
nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 
2005  (VGG,  SR 173.32)  in  Verbindung  mit  Art. 33  lit. d  VGG  und 
Art. 69 Abs. 1 lit. b  des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung  (IVG,  SR 831.20)  beurteilt  das  Bundesverwal-
tungsgericht Beschwerden von Personen im Ausland gegen Verfügun-
gen der IV-Stelle für Versicherte im Ausland. Eine Ausnahme im Sinne 
von Art. 32 VGG liegt nicht vor.

1.2 Aufgrund von Art. 3 lit. dbis des Bundesgesetzes vom 20. Dezem-
ber 1968 über  das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) findet 
das  VwVG  keine  Anwendung  in  Sozialversicherungssachen,  soweit 
das  Bundesgesetz  vom  6. Oktober  2000  über  den  Allgemeinen  Teil 
des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist. Ge-
mäss Art. 1 Abs. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die Inva-
lidenversicherung (Art. 1a-26bis IVG und 28 bis 70 IVG) anwendbar, so-
weit das IVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht.

1.3 Der Beschwerdeführer  ist  durch den angefochtenen Einsprache-
entscheid  berührt  und  hat  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  dessen 
Aufhebung oder Änderung, so dass er im Sinne von Art. 59 ATSG be-
schwerdelegitimiert ist.

1.4

1.4.1 Die Beschwerde ist innerhalb von 30 Tagen nach Erhalt des Ein-
spracheentscheides oder der Verfügung, gegen welche eine Einspra-
che ausgeschlossen ist, einzureichen (Art. 60 Abs. 1 ATSG).  Da der 
Beschwerdeführer zum Zeitpunkt der Verfügung bereits ordentlich ver-
treten und dies der IV-Stelle bekannt war, ist zu prüfen, ob die Rechts-
mittelfrist  bereits  mit  direkter  Zustellung  an  den  Beschwerdeführer 
oder erst später zu laufen begonnen hat respektive ob demzufolge die 
Rechtsmittelfrist mit Einreichung der Beschwerde am 10. Januar 2008 
eingehalten worden ist. 

Mit Blick auf den Grundsatz von Treu und Glauben, welcher der Beru-
fung auf  Formmängel  im Allgemeinen Grenzen setzt,  kann auch die 
fehlerhaft eröffnete Verfügung rechtsbeständig werden, wenn sie nicht 
innert vernünftiger Frist seit jenem Zeitpunkt in Frage gestellt wird, da 

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der Adressat Kenntnis vom Verfügungsinhalt hat. Wird eine Verfügung 
trotz  eines  bestehenden,  der  Verwaltung  bekannten  Vertretungsver-
hältnisses  nicht  dem  Rechtsvertreter,  sondern  nur  der  versicherten 
Person selbst zugestellt, ist die Verfügung nicht ohne Weiteres nichtig. 
Auf Grund der die versicherte Person treffenden Sorgfaltspflicht ist die-
se jedoch in der Regel gehalten, spätestens am letzten Tag der in der 
Verfügung genannten Beschwerdefrist an ihren Vertreter zu gelangen. 
Damit der versicherten Person durch die fehlerhafte Zustellung keine 
Nachteile  entstehen,  gilt  eine anschliessende Beschwerde als recht-
zeitig  eingereicht,  wenn sie  innerhalb  einer  30-tägigen Rechtsmittel-
frist,  welche ab diesem Datum (letzter  Tag gemäss Verfügung) läuft, 
erhoben wird  (Urteil  des  Bundesgerichts  vom 6. Mai  2003  [I.565/02] 
mit Hinweisen).

Vorliegend  ist  unbestritten,  dass  die  angefochtene  Verfügung  dem 
Beschwerdeführer  am 23. November  2007 zugestellt  worden ist. Der 
Beschwerdeführer  hat  den  Vertreter  umgehend  über  den  Erhalt  der 
Verfügung informiert. Dieser hat sich darauf unbestrittenermassen am 
26. November  2007  telefonisch  bei  der  IV-Stelle  gemeldet  und  um 
Zustellung  der  Verfügung  gebeten.  Am  9. Januar  2008  hat  er  sich 
nochmals  –  diesmal  schriftlich  –  an  die  IV-Stelle  gewandt  und  um 
Zustellung  der  Verfügung  ersucht.  Er  erhielt  darauf  am  11. Januar 
2008 eine Kopie der Verfügung. Bereits am 10. Januar 2008 hatte er 
jedoch  Beschwerde  eingereicht.  Die  Beschwerdefrist  hat  nach 
Zustellung  der  Verfügung  an  den  Beschwerdeführer  zu  laufen 
begonnen und ist  am 8. Januar  2008 abgelaufen. Da  die  Verfügung 
aber  nicht  dem  Vertreter,  sondern  dem  Beschwerdeführer  direkt 
zugestellt worden ist, gilt die Beschwerdefrist gemäss der vorstehend 
zitierten  bundesgerichtlichen  Rechtsprechung  auch  dann  noch  als 
eingehalten,  wenn  die  Beschwerde  innert  einer  weiteren  30-tägigen 
Frist  nach  Ablauf  der  ordentlichen  Rechtsmittelfrist  eingereicht  wird. 
Diese  Frist  wurde  vorliegend  mit  Einreichung  der  Beschwerde  am 
10. Januar 2008 klar eingehalten.

1.4.2 Da  die  Beschwerde  im  Übrigen  formgerecht  (Art. 52  Abs. 1 
VwVG)  eingereicht  wurde  und  der  Kostenvorschuss  innert  Frist  ge-
leistet wurde, ist auf die Beschwerde einzutreten.

2.
Vorab ist  zu  prüfen,  welche Rechtsnormen im vorliegenden  Fall  zur 
Anwendung gelangen.

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2.1 Der  Beschwerdeführer  ist  französischer  Staatsangehöriger,  so 
dass  vorliegend  das  Abkommen  vom  21. Juni  1999  zwischen  der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen 
Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizü-
gigkeit (FZA; SR 0.142.112.681), insbesondere dessen Anhang II be-
treffend Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit, anzuwen-
den  ist  (Art. 80a  IVG).  Nach  Art. 3  Abs. 1  der  Verordnung  (EWG) 
Nr. 1408/71  des  Rates  vom 14. Juni  1971  (SR 0.831.109.268.1)  zur 
Anwendung  der  Systeme  der  sozialen  Sicherheit  auf  Arbeitnehmer 
und Selbständige sowie deren Familienangehörige, die innerhalb der 
Gemeinschaft zu- und abwandern, haben die in den persönlichen An-
wendungsbereich  der  Verordnung  fallenden,  in  einem  Mitgliedstaat 
wohnenden Personen aufgrund der Rechtsvorschriften eines Mitglied-
staats grundsätzlich die gleichen Rechte und Pflichten wie die Staats-
angehörigen dieses Staates.

2.2 Soweit  das  FZA beziehungsweise  die  auf  dieser  Grundlage  an-
wendbaren gemeinschaftsrechtlichen Rechtsakte keine abweichenden 
Bestimmungen  vorsehen,  richtet  sich  die  Ausgestaltung  des  Verfah-
rens – unter Vorbehalt der beiden Grundsätze der Gleichwertigkeit so-
wie der Effektivität  – sowie die Prüfung der Anspruchsvoraussetzun-
gen einer  schweizerischen Invalidenrente  grundsätzlich  nach der  in-
nerstaatlichen Rechtsordnung (BGE 130 V 257 E. 2.4). Entsprechend 
bestimmt  sich  vorliegend  der  Anspruch  des  Beschwerdeführers  auf 
eine Rente der Invalidenversicherung ausschliesslich nach dem inner-
staatlichen schweizerischen Recht, insbesondere nach dem IVG sowie 
der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung 
(IVV, SR 831.201).

3.
Zunächst sind die zur Beurteilung der Streitsache massgebenden ge-
setzlichen Grundlagen und die von der Rechtsprechung entwickelten 
Grundsätze darzulegen.

3.1 Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerde-
verfahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Miss-
brauchs oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder 
unvollständige  Feststellung  des  Sachverhalts  sowie  Unangemessen-
heit des Entscheids rügen (Art. 49 VwVG).

3.2 Gemäss bundesgerichtlicher  Rechtsprechung sind  im Beschwer-
deverfahren  für  die  Bestimmung des  rechtserheblichen Sachverhalts 

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grundsätzlich die tatsächlichen Verhältnisse zur Zeit des Erlasses des 
strittigen Entscheids massgebend (BGE 132 V 368 E. 6.1 mit Hinwei-
sen). Weiter sind in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechts-
sätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führen-
den Tatbestandes Geltung hatten (BGE 130 V 329). Für das vorliegen-
de  Verfahren  ist  deshalb  das  per  1. Januar  2003  in  Kraft  getretene 
Bundesgesetz  über  den  Allgemeinen  Teil  des  Sozialversicherungs-
rechts anwendbar. Die im ATSG enthaltenen Formulierungen der Ar-
beitsunfähigkeit,  der  Erwerbsunfähigkeit,  der  Invalidität  und  der  Ein-
kommensvergleichsmethode  entsprechen  den  bisherigen  von  der 
Rechtsprechung dazu entwickelten Begriffen in der Invalidenversiche-
rung. Demzufolge haben die von der Rechtsprechung dazu herausge-
bildeten Grundsätze unter der Herrschaft des ATSG weiterhin Geltung 
(BGE 130 V 343).

Bei  den materiellen Bestimmungen des IVG und der  IVV ist  auf  die 
Fassung gemäss den am 1. Januar 2004 in Kraft getretenen Änderun-
gen  (4. IV-Revision)  abzustellen.  Nicht  zu  berücksichtigen  sind  die 
durch die 5. IV-Revision eingeführten Änderungen, welche am 1. Janu-
ar 2008 in Kraft getreten sind (AS 2007 5129). Im Folgenden werden 
deshalb die ab 1. Januar 2004 (bis Ende 2007) gültig gewesenen Be-
stimmungen des IVG und der IVV zitiert.

3.3 Gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG ist 
Invalidität  die  voraussichtlich  bleibende  oder  längere  Zeit  dauernde 
ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit als Folge von Geburtsgebre-
chen,  Krankheit  oder  Unfall.  Erwerbsunfähigkeit  ist  gemäss  Art. 7 
ATSG der durch Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Ge-
sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliede-
rung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkei-
ten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt. Ar-
beitsunfähigkeit  ist  die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, 
geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise 
Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Ar-
beit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in 
einem  anderen  Beruf  oder  Aufgabenbereich  berücksichtigt  (Art. 6 
ATSG).

3.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die 
ärztliche und gegebenenfalls andere Fachleute zur Verfügung zu stel-

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len haben. Aufgabe des Arztes im schweizerischen Invalidenverfahren 
ist  es,  den  Gesundheitszustand  zu  beurteilen  und  dazu  Stellung zu 
nehmen,  in  welchem Umfang und gegebenenfalls  bezüglich  welcher 
Tätigkeiten der Versicherte arbeitsunfähig ist. Die ärztlichen Auskünfte 
sind  sodann  eine wichtige  Grundlage für  die  Beurteilung der  Frage, 
welche  Arbeitsleistungen  dem  Versicherten  konkret  noch  zugemutet 
werden  können  (BGE 125 V 256  E. 4,  115 V 134  E. 2;  AHI-Praxis 
2002, S. 62, E. 4b/cc).

3.5 Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismit-
tel zu würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und Beschwerde-
verfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach ha-
ben Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die Beweise 
frei,  das  heisst  ohne  förmliche  Beweisregeln,  sowie  umfassend  und 
pflichtgemäss zu würdigen. 

Bezüglich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob 
der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Un-
tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, 
in  Kenntnis  der  Vorakten (Anamnese)  abgegeben worden ist,  in  der 
Beurteilung  der  medizinischen Zusammenhänge und  in  der  Beurtei-
lung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolge-
rungen  der  Experten  begründet  sind.  Ausschlaggebend  für  den  Be-
weiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft des Beweismittels 
noch die  Bezeichnung der  eingereichten oder  in  Auftrag  gegebenen 
Stellungnahme als  Bericht  oder  als  Gutachten  (vgl.  dazu  das  Urteil 
des  EVG  vom  26. Januar  2006,  I 268/2005  E. 1.2,  mit  Hinweis  auf 
BGE 125 V 352 E. 3.a). 

Gleichwohl  erachtet  es  die  Rechtsprechung  mit  dem Grundsatz  der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, Richtlinien für die Beweiswürdi-
gung in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gut-
achten  aufzustellen  (vgl.  hierzu  BGE 125 V 352  E. 3b;  AHI 2001 
S. 114 E. 3b; Urteil des EVG vom 24. Januar 2000, I 128/98, E. 3b). So 
ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten 
externer  Spezialärzte,  welche  aufgrund  eingehender  Beobachtungen 
und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstat-
ten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen 
gelangen,  bei  der  Beweiswürdigung volle  Beweiskraft  zuzuerkennen, 
solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Experti-
se  sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb,  mit  weiteren Hinweisen). Be-

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richte  der  behandelnden Ärzte  schliesslich sind  aufgrund deren auf-
tragsrechtlicher  Vertrauensstellung  zum  Patienten  mit  Vorbehalt  zu 
würdigen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Dies gilt für den allgemein prakti-
zierenden Hausarzt wie auch für den behandelnden Spezialarzt (Urteil 
des EVG vom 20. März 2006, I 655/05 E. 5.4 mit Hinweisen; vgl. aber 
Urteil  des  Bundesgerichts  9C_24/2008  vom  27. Mai 2008  E. 2.3.2, 
publiziert in: Plädoyer 2009 S. 72 ff.).

3.6 Bei  erwerbstätigen  Versicherten  ist  der  Invaliditätsgrad  gemäss 
Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28 Abs. 2 IVG aufgrund eines Ein-
kommensvergleichs  zu  bestimmen.  Dazu  wird  das  Erwerbseinkom-
men, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen  durch  eine  ihr  zumutbare  Tätigkeit  bei  ausgegli-
chener  Arbeitsmarktlage  erzielen  könnte  (sogenanntes  Invalidenein-
kommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie er-
zielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sogenanntes Va-
lideneinkommen). Der  Einkommensvergleich  hat  in  der  Regel  in  der 
Weise  zu  erfolgen,  dass  die  beiden  hypothetischen  Erwerbseinkom-
men ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenüber 
gestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invalidi-
tätsgrad bestimmen lässt  (allgemeine Methode des Einkommensver-
gleichs;  BGE 130 V 343  E. 3.4.2,  128 V 29  E. 1).  Für  den  Einkom-
mensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hypothetischen) 
Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und Inva-
lideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfälli-
ge  rentenwirksame  Änderungen  der  Vergleichseinkommen  bis  zum 
Verfügungserlass respektive bis zum Einspracheentscheid zu berück-
sichtigen sind (BGE 129 V 222 E. 4).

Für die Ermittlung des Einkommens, welches der Versicherte ohne In-
validität erzielen könnte (Valideneinkommen), ist entscheidend, was er 
im fraglichen Zeitpunkt  nach dem im Sozialversicherungsrecht  allge-
mein gültigen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit  (vgl. 
BGE 126 V 360 E. 5b, BGE 125 V 195 E. 2, je mit Hinweisen) als Ge-
sunder tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt 
erzielten,  nötigenfalls  der  Teuerung und  der  realen  Einkommensent-
wicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfah-
rung entspricht,  dass die bisherige Tätigkeit  ohne Gesundheitsscha-
den fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen von diesem Grundsatz müs-
sen  ebenfalls  mit  überwiegender  Wahrscheinlichkeit  erwiesen  sein, 

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damit  sie  berücksichtigt  werden  können. Zusatzeinkommen wie  zum 
Beispiel Überstundenentschädigungen können berücksichtigt  werden, 
wenn  es  sich  um  Entgelt  mit  Lohncharakter  und  nicht  um 
Spesenentschädigungen  handelt.  Da  aber  die  Invaliditätsschätzung 
der  dauernd  oder  für  längere  Zeit  bestehenden  Erwerbsunfähigkeit 
entsprechen muss, bildet  Voraussetzung für  die Berücksichtigung ei-
nes derartigen Zusatzeinkommens, dass der Versicherte aller Voraus-
sicht nach damit hätte rechnen können (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
vom 18. März 2004 [U 178/03] E. 2.2 mit Hinweisen).

Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der be-
ruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person  konkret  steht.  Ist  –  wie  hier  –  kein  tatsächlich  erzieltes  Er-
werbseinkommen nach Eintritt  der Invalidität mehr gegeben, nament-
lich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens 
keine oder zumindest keine zumutbare Erwerbstätigkeit aufgenommen 
hat, so sind nach der Rechtsprechung die gesamtschweizerischen Ta-
bellenlöhne gemäss den vom BFS periodisch herausgegebenen Lohn-
strukturerhebungen  (LSE)  heranzuziehen  (vgl.  BGE 129 V 472 
E. 4.2.1). Massgebend sind dabei die monatlichen Bruttolöhne (Zent-
ralwerte) im jeweiligen Wirtschaftssektor.

Nach der Rechtsprechung ist  bei  der Verwendung solch statistischer 
Tabellenlöhne zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte 
Personen, die selbst bei  leichten Hilfsarbeitertätigkeiten (gesundheit-
lich) behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und entspre-
chend einsetzbaren Arbeitnehmern lohnmässig benachteiligt sind und 
deshalb in der Regel mit  unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rech-
nen müssen (vgl. BGE 124 V 323 E. 3b/bb mit Hinweisen). Die ständi-
ge bundesgerichtliche Praxis präzisiert weiter, dass die Frage, ob und 
in  welchem Ausmass Tabellenlöhne  herabzusetzen  sind,  von sämtli-
chen persönlichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzel-
falls  (leidensbedingte  Einschränkung,  Alter,  Dienstjahre,  Nationalität/ 
Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad) abhängig ist. Der Abzug 
soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Ein-
zelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versicherte Person we-
gen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte 
Restarbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unter-
durchschnittlichem  Einkommen  verwerten  kann.  Der  Einfluss  sämtli-
cher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem 
Ermessen  gesamthaft  zu  schätzen,  wobei  der  Abzug auf  höchstens 

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25 % zu  begrenzen  ist  (vgl.  BGE 126 V 79  E. 5b/aa-cc  mit  weiteren 
Hinweisen).

3.7 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine 
Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 Prozent invalid sind, bei ei-
nem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent besteht ein Anspruch 
auf eine halbe Rente, bei mindestens 60 Prozent auf eine Dreiviertels-
rente und bei mindestens 70 Prozent auf eine ganze Rente. Gemäss 
Art. 28  Abs. 1ter IVG werden  Renten,  die  einem  Invaliditätsgrad  von 
weniger als 50 Prozent entsprechen, jedoch nur an Versicherte ausge-
richtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) 
in  der  Schweiz  haben,  soweit  nicht  völkerrechtliche  Vereinbarungen 
eine abweichende Regelung vorsehen. 

3.8 Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühes-
tens in dem Zeitpunkt,  in dem die versicherte Person mindestens zu 
40 Prozent bleibend erwerbsunfähig (Art. 7 ATSG) geworden ist (lit. a) 
oder  während  eines  Jahres  ohne  wesentlichen  Unterbruch  durch-
schnittlich mindestens zu 40 Prozent arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) ge-
wesen war (lit. b).

3.9 Anspruch auf eine ordentliche Rente haben gemäss Art. 36 Abs. 1 
IVG die rentenberechtigten Versicherten, die bei Eintritt der Invalidität 
während mindestens eines vollen Jahres Beiträge an die schweizeri-
sche Sozialversicherung geleistet haben. Meldet sich ein Versicherter 
mehr als zwölf Monate nach Entstehen des Anspruchs an, so werden 
die Leistungen in Abweichung von Artikel 24 Absatz 1 ATSG lediglich 
für  die  zwölf  der  Anmeldung  vorangehenden  Monate  ausgerichtet 
(Art. 48 Abs. 2 IVG).

4.
Sowohl das MEDAS-Gutachten vom 4. September 2007 als auch der 
Bericht der Hausärztin, Frau Dr. med. M._______, vom 30. November 
2005  attestieren  dem  Beschwerdeführer  im  Wesentlichen  ein 
Chronisches  cervikovertebrales  Schmerzsyndrom  bei  Status  nach 
Operation einer Diskushernie C6/C7 mit interkorporeller Spondylodese 
5/2004,  ein  Chronisches  lumbospondylogenes  Schmerzsyndrom  bei 
Status  nach  Operation  einer  Diskushernie  L4/L5  rechts  1985  sowie 
Diskusprotrusion  L4/L5  und  L5/S1  sowie  Recessusstenosen  L4/L5 
links sowie L5/S1 beidseits mit Kompromittierung der Nervenwurzel L5 
links  sowie  S1  beidseits  mit  klinisch  pseudoradiculärem  Schmerz-
syndrom und Verdacht auf Facettensyndrom, eine Periarthritis hume-

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roscapularis  der  rechten Schulter  und ein  Morbus Ledderhose beid-
seits, links ausgeprägter  als rechts. Dieser medizinische Sachverhalt 
wurde von den begutachtenden Ärzten nach vielseitigen Untersuchun-
gen schlüssig und widerspruchsfrei dargelegt. Er ist von den Parteien 
zudem anerkannt. Es ist  somit mit  überwiegender Wahrscheinlichkeit 
davon auszugehen,  dass der  Beschwerdeführer  in  seiner  bisherigen 
Tätigkeit vollständig arbeitsunfähig und in einer leichten Verweistätig-
keit zu 70% arbeitsfähig ist. Nachfolgend ist daher insbesondere mit-
tels  Einkommensvergleichs  zu  prüfen,  inwiefern  sich  die  beim  Be-
schwerdeführer  festgestellte  Einschränkung  der  Arbeitsfähigkeit  auf 
sein Erwerbseinkommen auswirkt.

4.1 Der Beschwerdeführer  macht  einerseits  geltend,  das  Validenein-
kommen sei falsch berechnet worden. Die IV-Stelle habe für das Jahr 
2004  zu  Unrecht  ein  Einkommen  von  lediglich  Fr. 81'900.-- 
(13 x Fr. 6'300.--) angenommen, da es sich dabei um ein Grundsalär 
handle. Hätte er tatsächlich gearbeitet, wäre mit einem Mehrverdienst 
zufolge Auslandseinsätzen und Überzeitzuschlägen zu rechnen gewe-
sen. Dies hätte ein Einkommen von mindestens Fr. 88'400.-- ergeben. 
Zudem hätte  er  im  Jahr  2005  mit  einer  beachtlichen  Lohnerhöhung 
rechnen können. Als Nachweis für diese Angaben legt der Beschwer-
deführer  ein  Schreiben  seiner  früheren  Arbeitgeberin  vom  28. Mai 
2008 ins Recht. Andererseits führt der Beschwerdeführer aus, die IV-
Stelle  hätte  vom  (grundsätzlich  korrekt)  ermittelten,  hypothetischen 
Invalideneinkommen aufgrund der eingeschränkten Leistungsfähigkeit, 
seines  Alters,  seines  Status  als  Grenzgänger  und  seiner  geringen 
Sprachkenntnisse einen leidensbedingten Abzug von mindestens 15% 
vornehmen sollen, was sie unterlassen habe.

4.2 Die  IV-Stelle  macht  demgegenüber  geltend,  das  eingereichte 
Schreiben der früheren Arbeitgeberin sei nicht zu berücksichtigen, da 
die Angaben zum Valideneinkommen bereits mit dem Arbeitgeberfra-
gebogen erhoben worden seien und somit auf diese detaillierten und 
unmissverständlichen „Aussagen der ersten Stunde“  abzustellen sei. 
Diese  seien  erfahrungsgemäss  zuverlässiger  als  spätere  Aussagen, 
weil sie nicht von allfälligen Überlegungen sozialversicherungsrechtli-
cher Natur beeinflusst seien. Ferner sei davon auszugehen, dass der 
Beschwerdeführer – entgegen seiner Darstellung – über gute Sprach-
kenntnisse verfüge, habe er doch während vieler Jahre an verschiede-
nen Orten im Ausland als Chefmonteur gearbeitet. Unter Berücksichti-
gung der Lohnstrukturerhebungen (Niveau 4) habe man die Situation 

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des Beschwerdeführers äusserst  grosszügig beurteilt,  so dass keine 
weiteren Abzüge vorzunehmen seien.

5.
Nachfolgend  ist  somit  der  von  der  IV-Stelle  durchgeführte  Einkom-
mensvergleich zu überprüfen.

5.1 Gestützt  auf  den  Fragebogen  der  vormaligen  Arbeitgeberin  der 
Beschwerdeführerin  16. September  2005  ist  die  IV-Stelle  von einem 
Valideneinkommen  als  Maschinenbauer/Monteur  von  jährlich 
Fr. 81'900.--  ausgegangen. Der  Beschwerdeführer  macht  geltend,  es 
könne nicht auf dieses Einkommen abgestellt werden, da es sich da-
bei  nur  um  ein  Grundsalär  handle,  welches  durch  Zuschläge  und 
Mehrarbeit  zufolge Auslandseinsätzen jeweils um einiges höher aus-
gefallen sei. Vorliegend müsse gemäss der  Auskunft  seiner früheren 
Arbeitgeberin vom 28. Mai 2008 mit  einem jährlichen Einkommen im 
Jahr 2004 von mindestens Fr. 88'400.-- gerechnet werden. Die IV-Stel-
le führt demgegenüber aus, es sei auf die ursprünglichen Angaben im 
Arbeitgeberfragebogen  abzustellen;  der  Stellungnahme  vom  28. Mai 
2008 könne kein entsprechendes Gewicht zukommen, da die Aussage 
von versicherungsrechtlichen Überlegungen motiviert sein könnte.

Dem Auszug aus dem individuellen Konto des Beschwerdeführers vom 
19. Mai 2006 ist zu entnehmen, dass dieser in den letzten Jahren vor 
seiner  gesundheitsbedingten Abwesenheit  vom Arbeitsplatz  folgende 
Einkünfte  erzielt  hat:  Fr. 88'905  im  1999,  Fr. 81'912.--  im  2000, 
Fr. 86'044.-- im 2001, Fr. 86'508.-- im 2002 und Fr. 84'718.-- im 2003. 
Dabei  ist  allerdings  zu  berücksichtigen,  dass  der  Beschwerdeführer 
bereits  seit  dem  4. November  2003  aufgrund  der  eingetretenen  Ar-
beitsunfähigkeit Taggeldleistungen der Versicherung bezogen und so-
mit für die letzten zwei Monate des Jahres eine Entschädigung, wel-
che lediglich 80% des (Grund-)Lohnes entsprach, erhalten hat. Das ei-
gentliche Valideneinkommen (ohne Reduktion aufgrund des niedrige-
ren Taggeldansatzes und der nicht erzielten Zuschläge für Überstun-
den und Auslandseinsätze in den Monaten November und Dezember) 
für das Jahr 2003 müsste daher ein wenig höher liegen. Da das Ein-
kommen des Beschwerdeführers, beeinflusst durch Zuschläge für Aus-
landseinsätze und Überstunden,  Schwankungen unterlag,  rechtfertigt 
es sich vorliegend nicht,  zur Festlegung des Valideneinkommens auf 
das  Einkommen eines  einzelnen Jahres  abzustellen. Es  ist  vielmehr 
angezeigt, einen Durchschnittswert mehrerer Jahre zu berücksichtigen 

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(vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 28. April 2003 [I 297/02] E. 3.2.1). 
Das durchschnittliche Einkommen der Jahre 1999 bis 2003 setzt sich 
zusammen aus den obgenannten Zahlen für die Jahre 1999 bis 2002 
sowie aus einem annäherungsweise errechneten Einkommen für das 
Jahr 2003 in der Höhe von Fr. 89'238.-- (im individuellen Konto regist-
riertes  Jahreseinkommen  von  Fr. 84'718.--  zuzüglich  für  die  Monate 
November  und  Dezember  je  Fr. 1'260.--  [20% des  Grundsalärs  von 
Fr. 6'300.--  gemäss  Arbeitgeberbescheinigungen  vom 16. September 
2005  und  vom  28. Mai  2008]  und  je  Fr. 1'000.--  [durchschnittliche 
Höhe der "weiteren Gehaltsleistungen" gemäss Arbeitgeberbescheini-
gung  vom  28. Mai  2008,  welche  aufgrund  des  überwiegend 
wahrscheinlichen  Anfalls  derselben  ebenfalls  anzurechnen  sind]). 
Unter  Berücksichtigung  dieser  Jahreseinkommen  ergibt  sich  für  die 
Jahre 1999 bis 2003 ein Durchschnittswert von Fr. 86'521.--, welcher 
dem  Beschwerdeführer  als  Valideneinkommen  anzurechnen  ist.  Die 
von  der  Arbeitgeberin  in  Aussicht  gestellten  Lohnerhöhungen  sind 
nicht  zu  berücksichtigen,  da  in  casu  keine  Anhaltspunkte  dafür 
vorliegen,  dass  sich  diese  Erhöhungen  mit  dem  Beweisgrad  der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit (in dieser Höhe) verwirklicht hätten. 
Dies gilt umso mehr, als die früheren Gehaltserhöhungen jeweils in ei-
nem wesentlich geringeren Umfang ausfielen.

5.2 Unbestritten ist die grundsätzliche Berechnung des massgeblichen 
Invalideneinkommens. Dieses bemisst sich – da der Beschwerdeführer 
trotz entsprechender Zumutbarkeit die ihm verbleibende Restarbeitsfä-
higkeit in leidensangepasster Tätigkeit nicht verwertet – nach statisti-
schen  LSE-Tabellenlohnangaben.  Massgebend  ist  vorliegend  unbe-
strittenermassen der Tabellenlohn für einfache und repetitive Tätigkei-
ten für das Jahr 2004. Die Vorinstanz hat dem Beschwerdeführer einen 
Lohn in  der  Höhe von Fr. 3'211.60 monatlich respektive Fr. 38'539.-- 
angerechnet. Dabei wurde bereits berücksichtigt, dass der Beschwer-
deführer lediglich im Umfang von 70% arbeitsfähig ist.

5.3 Strittig ist hingegen die Höhe des leidensbedingten Abzugs. Wäh-
rend die Vorinstanz es als angemessen erachtet, keinen Abzug vorzu-
nehmen,  da allfällige  nachteilige  Faktoren bereits  bei  der  Ermittlung 
des Tabellenlohns berücksichtigt worden seien (es wurde auf die nied-
rigste Anforderungsstufe [Niveau 4] abgestellt),  hält der Beschwerde-
führer einen Abzug von mindestens 15% als angemessen, da er be-
reits 53 Jahre alt sei, nur französisch spreche und für die Schweiz le-
diglich über eine Grenzgängerbewilligung G verfüge.

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Bei  der  Überprüfung des Ausmasses des  Abzuges kann es  sodann 
nicht  darum gehen, dass die kontrollierende richterliche Behörde ihr 
Ermessen an die Stelle desjenigen der Vorinstanz setzt. Es geht bloss, 
aber immerhin, um die Frage, ob der überprüfende Entscheid, den die 
Behörde nach dem ihr zustehenden Ermessen im Einklang mit den all-
gemeinen Rechtsprinzipien in einem konkreten Fall getroffen hat, nicht 
zweckmässigerweise  anders  hätte  ausfallen  sollen.  Das  Sozialversi-
cherungsgericht darf  somit sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund 
an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen; es muss sich somit auf 
Gegebenheiten abstützen können, welche seine abweichende Ermes-
sensausübung  als  naheliegender  erscheinen  lassen  (vgl. 
BGE 126 V 75  E. 6  mit  Hinweisen).  Die  Festlegung  des  Ausmasses 
beschlägt demnach eine typische Ermessensfrage und kann gericht-
lich nur korrigiert werden, wenn die Vorinstanz ihr diesbezügliches Er-
messen rechtsfehlerhaft ausgeübt hat (vgl. BGE 132 V 393 E. 3.3). 

Den Ausführungen der IV-Stelle  Aargau in  der Vernehmlassung vom 
11. Juli 2008 (S. 3 f.) ist zu entnehmen, dass dieser die persönlichen 
Umstände des Beschwerdeführers bekannt waren und sie bei der Be-
messung des Invalideneinkommens, insbesondere bei  der Ermittlung 
des  Invalideneinkommens  mit  Hilfe  der  LSE-Tabellen,  berücksichtigt 
worden sind. Es liegen somit keine Hinweise dafür vor, dass die per-
sönlichen Umstände des Beschwerdeführers nicht hinreichend gewür-
digt worden seien. Demzufolge besteht kein Grund, die Ausübung des 
Ermessens der IV-Stelle als rechtsfehlerhaft anzusehen.

5.4 Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass beim Beschwerde-
führer von einem Valideneinkommen von Fr. 86'521.-- und von einem 
Invalideneinkommen von Fr. 38'539.-- auszugehen ist. Der Invaliditäts-
grad  beträgt  demzufolge  55,5%. Bei  diesem Invaliditätsgrad  hat  der 
Beschwerdeführer Anspruch auf eine halbe Rente,  weshalb der Ent-
scheid  der  IV-Stelle  im Ergebnis  nicht  zu  beanstanden  und  die  Be-
schwerde daher abzuweisen ist.

6.  

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis in Verbindung mit Art. 69 Abs. 2 IVG (in 
der seit dem 1. Juli 2006 gültigen Fassung) ist das Beschwerdeverfah-
ren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-
Leistungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  kostenpflichtig.  Ge-

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mäss Art. 63 Abs. 1 VwVG sind die Verfahrenskosten der unterliegen-
den Partei aufzuerlegen, wobei der geleistete Kostenvorschuss zu be-
rücksichtigen ist. Da der Beschwerdeführer unterlegen ist,  hat er die 
Verfahrenskosten zu tragen. Diese sind nach dem Verfahrensaufwand 
und  unabhängig  vom  Streitwert  im  Rahmen  von  200-1'000 Franken 
festzulegen (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Für das vorliegende Verfahren sind 
die Verfahrenskosten auf Fr. 400.-- festzusetzen. Sie sind mit dem ge-
leisteten Kostenvorschuss von Fr. 400.-- zu verrechnen.

6.2 Der obsiegenden Partei kann von Amtes wegen oder auf Begeh-
ren eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnis-
mässig hohe Kosten zugesprochen werden (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Als 
Bundesbehörde hat die IV-Stelle jedoch keinen Anspruch auf  Partei-
entschädigung (Art. 7 Abs. 3  des Reglements vom 21. Februar  2008 
über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsge-
richt [VGKE, SR 173.320.2]). 

6.3 Der  unterliegende  Beschwerdeführer  hat  keinen  Anspruch  auf 
Parteientschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario). 

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 400.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 400.- verrechnet. 

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz 
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Michael Peterli Sandra Tibis

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und  100  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG, 
SR 173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung 
mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die 
beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art. 42 
BGG).

Versand: 

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