# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 21f9d687-085f-5a92-9d5f-2a8f662e079f
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-04-25
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 25.04.2024 UV 2023/48
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2023-48_2024-04-25.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2023/48

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 03.06.2024

Entscheiddatum: 25.04.2024

Entscheid Versicherungsgericht, 25.04.2024
Art. 6 UVG. Art. 10 UVG. Würdigung ärztlicher Stellungnahmen. Durch das 
Ereignis vom 13. Juli 2022 kam es höchstens zu einer vorübergehenden 
Verschlimmerung des Vorzustandes am rechten Knie des 
Beschwerdeführers und der Status quo sine war spätestens per 31. Oktober 
2022 erreicht. Die Leistungseinstellung per dieses Datum ist damit nicht zu 
beanstanden. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 25. April 2024, UV 
2023/48).

Entscheid vom 25. April 2024

Besetzung

Versicherungsrichter Michael Rutz (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Christiane 

Gallati Schneider und Tanja Petrik-Haltiner; Gerichtsschreiberin Katja Blättler

Geschäftsnr.

UV 2023/48

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Marcel Strehler, S-E-K Advokaten, 

Zürcherstrasse 96, 8500 Frauenfeld,

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gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.  

A.___ war bei der B.___ AG als Elektriker tätig und dadurch bei der 

Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen von Unfällen 

versichert. Mit Schadenmeldung vom 19. September 2022 teilte die Arbeitgeberin der 

Suva mit, der Versicherte habe am 13. Juli 2022 an einer Anlage gearbeitet und sei von 

der Leiter auf das Knie gefallen. Er habe sich dabei am Knie rechts verletzt (Suva-act. 

1). Der am 12. September 2022 erstbehandelnde Dr. med. C.___, Facharzt für 

Allgemeine Innere Medizin, hatte als Befund unter anderem einen Endphasenschmerz 

bei Flexion und Extension des Knies rechts sowie positive Meniskuszeichen erhoben 

und den Versicherten an das Spital D.___ überwiesen. Er hatte dem Versicherten vom 

12. bis 25. September 2022 eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % attestiert (Suva-act. 8, 

vgl. Suva-act. 2). Die Suva kam für die Folgen des Unfalls auf (Suva-act. 25).

A.a. 

Nach Durchführung eines MRI am 15. September 2022 (vgl. Suva-act. 12) 

diagnostizierte Dr. med. E.___, Leitender Arzt, Spital D.___, am 22. September 2022 

eine Insuffizienzfraktur des medialen Femurkondylus mit ausgeprägtem 

Knochenmarksödem sowie eine Zerrung des medialen Seitenbandes und retropatellare 

Knorpeldefekte. Er attestierte dem Versicherten vom 24. September bis 10. Oktober 

2022 eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % (Suva-act. 9, vgl. Suva-act. 3). Aufgrund der 

bei der Untersuchung vom 10. Oktober 2022 noch bestehenden Belastungsschmerzen 

A.b. 

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attestierte Dr. E.___ dem Versicherten vom 11. bis zum 31. Oktober 2022 weiterhin eine 

Arbeitsunfähigkeit von 100 % (Suva-act. 10 f.).

Anlässlich eines Telefongesprächs mit der Suva vom 25. Oktober 2022 schilderte 

der Versicherte den Unfallhergang und seinen Symptomverlauf (Suva-act. 16). Suva-

Kreisarzt Dr. med. F.___, Facharzt für Orthopädie, beurteilte gleichentags, das 

Unfallereignis vom 13.  Juli 2022 habe zu einer vorübergehenden Verschlimmerung des 

Vorzustandes am Knie rechts geführt. Spätestens zwölf Wochen nach dem Ereignis 

spielten die Unfallfolgen im Beschwerdebild mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

keine Rolle mehr (Suva-act. 18).

A.c. 

Mit Schreiben vom 27. Oktober 2022 teilte die Suva dem Versicherten mit, sie 

schliesse den Fall per 9. Oktober 2022 ab und stelle ihre Versicherungsleistungen auf 

diesen Zeitpunkt ein (Suva-act. 23). Damit erklärte sich der Versicherte am 8. 

November 2022 als nicht einverstanden (Suva-act. 26).

A.d. 

Dr. med. G.___, Facharzt für Orthopädie und Traumatologie, den der Versicherte 

zwecks Einholung einer Zweitmeinung konsultiert hatte, hielt in seinem Bericht vom 9. 

November 2022 als Diagnose einen Status nach axialem Stauchungstrauma des 

rechten Kniegelenks vom 13. Juli 2022 fest (Suva-act. 28). Nach Durchführung eines 

MRI (Suva-act. 35) befand Dr. med. I.___, Facharzt für Orthopädie und Traumatologie, 

am 14. November 2022, die Situation des Kniegelenks habe sich hinsichtlich des 

Knochenmarksödems und auch der Insuffizienzfraktur / Osteochondrosis dissecans 

deutlich verschlechtert (Suva-act. 33). Er attestierte dem Versicherten vom 14. 

November 2022 bis 3. Januar 2023 eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % (Suva-act. 32).

A.e. 

Im Rahmen eines im Auftrag der Suva erstellten radiologischen Konsils beurteilte 

Prof. Dr. med. J.___, Leitender Arzt, Radiologie K.___, am 13. Dezember 2022, die im 

MRI vom 15. September 2022 dargestellte subchondrale Stressfraktur/

Insuffizienzfraktur des medialen Femurkondylus mit ausgeprägten perifokalen 

ödematösen Knochenmarksveränderungen des medialen Femurkondylus stehe 

wahrscheinlich nicht in kausalem Zusammenhang mit dem Trauma vom 13. Juli 2022 

(Suva-act. 41). Dr. F.___ befand am 2. Januar 2023, er halte an seiner Beurteilung vom 

25. Oktober 2022 (vgl. Suva-act. 18) fest. Spätestens zwölf Wochen nach dem 

A.f. 

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B.  

C.  

Unfallereignis spielten Unfallfolgen im Beschwerdebild mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit keine Rolle mehr (Suva-act. 43).

Mit Verfügung vom 4. Januar 2023 stellte die Suva ihre Versicherungsleistungen 

per 31. Oktober 2022 ein (Suva-act. 51).

A.g. 

Am 30. Januar 2023 erhob der Versicherte, vertreten durch die Dextra 

Rechtsschutz AG, Zürich, Einsprache gegen die Verfügung vom 4. Januar 2023 und 

reichte unter anderem eine Stellungnahme von Dr. I.___ vom 13. Januar 2023 ein 

(Suva-act. 59, 61; bzgl. vorsorglicher Einsprache der Krankenversicherung des 

Versicherten vgl. Suva-act. 55 f.).

B.a. 

Mit Entscheid vom 30. Juni 2023 wies die Suva die Einsprache ab (Suva-act. 78).B.b. 

Dagegen erhob der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer), vertreten durch 

Rechtsanwalt MLaw M. Strehler, Frauenfeld, am 29. August 2023 Beschwerde. Er 

beantragte, der Einspracheentscheid vom 30. Juni 2023 sei aufzuheben und es seien 

ihm die gesetzlichen Leistungen nach dem Bundesgesetz über die Unfallversicherung 

(UVG; SR 832.20), insbesondere Heilungskosten sowie Taggeldleistungen, auch über 

den 31. Oktober 2022 hinaus zu erbringen. Eventualiter sei die Streitsache zur 

ergänzenden Sachverhaltsermittlung bzw. zur Einholung eines externen 

orthopädischen Gutachtens an die Suva (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) 

zurückzuweisen oder es sei ein gerichtliches Gutachten anzuordnen bzw. einzuholen. 

Die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, den Beschwerdeführer angemessen 

ausserrechtlich zu entschädigen (act. G1). Er liess unter anderem eine Stellungnahme 

von PD Dr. med. L.___, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, vom 2. August 

2023 sowie eine E-Mail desselben vom 4. August 2023 einreichen (act. G1.3 f.).

C.a. 

Die Suva beantragte am 3. Oktober 2023 die Abweisung der Beschwerde und 

reichte eine Stellungnahme von Dr. F.___ vom 13. September 2023 ein (act. G3, G3.1).

C.b. 

Mit Replik vom 6. November 2023 liess der Beschwerdeführer an seinen Anträgen 

festhalten (act. G5).

C.c. 

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Erwägungen

1.

Zwischen den Parteien umstritten und vorliegend zu prüfen ist der Anspruch des 

Beschwerdeführers gegenüber der Beschwerdegegnerin auf vorübergehende 

Versicherungsleistungen über den 31. Oktober 2022 hinaus.

Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 5. Januar 2024 auf die Einreichung einer 

Duplik und hielt an ihrem Antrag auf Beschwerdeabweisung fest (act. G7).

C.d. 

Ist die versicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig 

(Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

[ATSG; SR 830.1]), so hat sie Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 UVG). Die 

versicherte Person hat zudem Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der 

Unfallfolgen (Art. 10 UVG).

1.1. 

Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der Unfallversicherung bildet die 

Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht besteht demnach nur für Gesundheitsschäden, 

die natürlich und adäquat-kausal mit einem versicherten Unfallereignis 

zusammenhängen (BGE 129 V 181 E. 3.1 f.; André Nabold, N 48 ff. zu Art. 6, in: Marc 

Hürzeler/Ueli Kieser [Hrsg.], Bundesgesetz über die Unfallversicherung, Kommentar 

zum schweizerischen Sozialversicherungsrecht, 2018 [nachfolgend zitiert: KOSS UVG]; 

Irene Hofer, N 66 zu Art. 6, in: Ghislaine Frésard-Fellay/Susanne Leuzinger/Kurt Pärli 

[Hrsg.], Unfallversicherungsgesetz, Basler Kommentar, 2019 [nachfolgend zitiert: BSK 

UVG]; Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, in: Erwin Murer/Hans-Ulrich Stauffer [Hrsg.], Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl. 2012, S. 53 ff.). Für die 

Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher Kausalzusammenhänge im 

Bereich der Medizin ist das Gericht in der Regel auf Angaben medizinischer 

Sachverständiger angewiesen. Die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang 

ist demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht nach den von Doktrin und Praxis 

entwickelten Regeln zu beurteilen ist (KOSS UVG-Nabold, N 53 zu Art. 6; BSK UVG-

Hofer, N 66 zu Art. 6; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 55, 58). Im Bereich klar 

ausgewiesener organischer Unfallfolgen spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung 

der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des 

Unfallversicherers praktisch keine Rolle (vgl. BGE 117 V 365 E. 5d/bb mit Hinweisen 

auf Lehre und Rechtsprechung; BGE 118 V 291 f. E. 3a).

1.2. 

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Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit 

nachgewiesen bzw. hat der Unfallversicherer seine Leistungspflicht für einen 

Gesundheitsschaden einmal anerkannt, so entfällt seine Leistungspflicht erst dann, 

wenn der Unfall nicht (mehr) die natürliche oder adäquate Ursache des 

Gesundheitsschadens darstellt, wenn also letzterer nur noch auf unfallfremden 

Ursachen beruht. Dies trifft zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, 

wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige 

Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften 

Vorzustands auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), 

erreicht ist. Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang 

muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines 

Gesundheitsschadens mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit gänzlich fehlender ursächlicher 

Auswirkungen des Unfalls genügt nicht (vgl. zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts 

vom 8. Juli 2022, 8C_734/2021, E. 2.2.2 mit Hinweisen; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 f. 

E. 3b mit Hinweisen; vgl. auch Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 54). Da es sich dabei um 

eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – anders als bei der 

Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – 

nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer. Dieser hat nicht den 

Beweis für unfallfremde Ursachen zu erbringen, sondern nur darzutun, dass die 

unfallbedingten Ursachen des Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren 

haben (Urteil des Bundesgerichts vom 7. Juli 2021, 8C_80/2021, E. 2.2 mit Hinweisen). 

Allerdings tragen die Parteien im Sozialversicherungsprozess in der Regel eine 

Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten 

jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten 

wollte (Urteil des Bundesgerichts vom 29. Januar 2020, 8C_614/2019, E. 6.2). Der 

Beweis des Dahinfallens jeder kausalen Bedeutung kann durchaus unter Bezugnahme 

auf statistische Grundlagen und medizinische Erfahrungswerte geführt werden, sofern 

sie der herrschenden Lehrmeinung entsprechen (Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts [EVG] vom 18. September 2002, U 60/02, E. 2.2 mit Hinweisen; 

vgl. auch BGE 126 V 189 E. 4c). Dies hat insbesondere für den Nachweis des Status 

quo sine zu gelten, bei dem es sich um einen hypothetischen Zustand handelt, der sich 

häufig nur mit Erfahrungswerten bestimmen lässt (Urteil des EVG vom 18. September 

2002, U 60/02, E. 2.2).

1.3. 

Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

1.4. 

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2.  

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Um den Gesundheitszustand beurteilen zu können, ist die Verwaltung (und 

im Beschwerdefall das Gericht), wie bereits erwähnt, auf Unterlagen angewiesen, die 

ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben 

(BGE 125 V 261 E. 4). Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist 

entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 

Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis 

der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der 

medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 

einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Fachperson begründet 

und nachvollziehbar sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen). Den Berichten und 

Gutachten, welche die Versicherungen während des Administrativverfahrens von ihren 

eigenen oder von beratenden Ärzten und Ärztinnen einholen, kann 

rechtsprechungsgemäss ebenfalls Beweiswert beigemessen werden (BGE 135 V 467 

ff. E. 4 und BGE 125 V 353 f. E. 3b/ee, je mit Hinweisen). In solchen Fällen sind an die 

Beweiswürdigung jedoch strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe 

Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen 

Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 471 E. 4.7; 

RKUV 1997 Nr. U 281 S. 281 f. E. 1a).

Die Beschwerdegegnerin anerkannte zu Recht, dass der Beschwerdeführer am 13. 

Juli 2022 einen Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG mit einer schädigenden Einwirkung auf 

den Körper erlitten hat und erbrachte entsprechend – zumindest vorläufig – die 

gesetzlichen Versicherungsleistungen. Mit Einspracheentscheid vom 30. Juni 2023 

(Suva-act. 78) hat die Beschwerdegegnerin ihre Versicherungsleistungen per 31. 

Oktober 2022 eingestellt, da – insbesondere gestützt auf die Beurteilungen von 

Kreisarzt Dr. F.___ – davon ausgegangen werden müsse, dass der Unfall vom 13. Juli 

2022 zu keinen zusätzlichen strukturellen Läsionen geführt habe und Unfallfolgen im 

Beschwerdebild spätestens 12 Wochen nach dem Unfall mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit keine Rolle mehr spielten. Der Beschwerdeführer macht jedoch 

einen Anspruch auf Versicherungsleistungen über den 31. Oktober 2022 hinaus geltend 

(act. G1).

2.1. 

Für die Annahme unfallkausaler somatischer Restfolgen werden grundsätzlich eine 

unfallkausale strukturelle Läsion bzw. eine schlecht verheilte strukturelle Läsion als 

2.2. 

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3.

Als unfallkausale strukturelle Gesundheitsschäden kommen vorliegend die aufgrund 

des MRI vom 15. September 2022 nachgewiesene Insuffizienzfraktur des medialen 

Femurkondylus mit ausgeprägtem Knochenmarksödem (Bone Bruise) sowie die 

Zerrung des medialen Kollateralbandes am rechten Knie des Beschwerdeführers 

(Suva-act. 12) in Frage. Nachfolgend gilt es zu prüfen, ob zwischen diesen 

Gesundheitsschäden und dem Unfallereignis vom 13. Juli 2022 ein natürlicher 

Kausalzusammenhang besteht.

objektivierbares Korrelat verlangt. Objektivierbar sind Ereignisse, die reproduzierbar 

und von der untersuchenden Person und den Angaben des Patienten bzw. der 

Patientin unabhängig sind. Folglich kann von objektiv ausgewiesenen organisch-

strukturellen Unfallfolgen dann gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit – 

wissenschaftlich anerkannten – apparativen/bildgebenden Abklärungen (wie Röntgen, 

MRT, CT, Arthroskopie) bestätigt werden (vgl. BGE 134 V 232 E. 5.1 mit Hinweisen; 

Urteil des Bundesgerichts vom 3. Juli 2015, 8C_139/2015, E. 4.1.1 mit Hinweisen). 

Vorerst ist somit zu prüfen, ob das Unfallereignis vom 13. Juli 2022 beim 

Beschwerdeführer überwiegend wahrscheinlich zu strukturellen Gesundheitsschäden 

geführt hat.

Die involvierten Ärzte stützen sich in ihren Untersuchungsberichten teils auf 

unterschiedliche Unfallhergänge. Auch unter den Verfahrensparteien ist der genaue 

Unfallhergang umstritten. Laut Schadenmeldung vom 19. September 2022 arbeitete 

der Beschwerdeführer am 13. Juli 2022 an einer Anlage, fiel dabei von der Leiter und 

auf das rechte Knie (Suva-act. 1). Der am 12. September 2022 erstbehandelnde Dr. 

C.___ hielt in seinem Bericht vom 28. September 2022 fest, der Beschwerdeführer sei 

ca. zwei Monate vor der Konsultation bei ihm von einer Leiter gefallen (Suva-act. 8). Dr. 

E.___ hatte in seinem Bericht über die Untersuchung vom 22. September 2022 

festgehalten, der Beschwerdeführer habe sich Anfang September (richtig: 13. Juli 2022) 

eine Distorsion des rechten Kniegelenks zugezogen (Suva-act. 9). Aufgrund dieser 

divergierenden Angaben zum Unfallhergang erachtete Kreisarzt Dr. F.___ am 18. 

Oktober 2022 eine weitere Abklärung mit Hergangsschilderung und Symptomverlauf 

für notwendig (Suva-act. 14). Anlässlich eines Telefonats vom 25. Oktober 2022 mit der 

Beschwerdegegnerin gab der Beschwerdeführer an, er habe an einer Anlage 

gearbeitet, als er von der Leiter gerutscht sei. Er habe sich beim Heruntergleiten 

irgendwie das Knie an einer Spritzgussmaschine, welche sich auf der rechten Seite der 

Leiter befunden habe, gestossen (Suva-act. 16). Auf die schriftliche Nachfrage der 

3.1. 

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Beschwerdegegnerin, ob er sich beim Heruntergleiten von der Leiter sein rechtes Knie 

an der Knie-Aussenseite gestossen habe, antwortete der Beschwerdeführer mit E-Mail 

vom 8. Dezember 2022 "ja, die Maschine war rechts" (Suva-act. 40, vgl. Suva-act. 39). 

Dr. G.___ hatte am 9. November 2022 hingegen anamnestisch festgehalten, der 

Beschwerdeführer sei am 13. Juli 2022 von einer Leiter hinunter direkt auf das rechte 

Bein gestürzt mit einem axialen Stauchungstrauma des rechten Knies (Suva-act. 28). In 

seiner Beschwerde vom 29. August 2023 liess der Beschwerdeführer schliesslich 

vorbringen, die Leiter sei weggerutscht, weshalb er zwischen Spritzgussmaschine und 

Schaltschrank zu Boden auf das rechte Knie gefallen sei. Während des Fallens sei er 

mit dem rechten Knie gegen die Spritzgussmaschine geknallt (act. G1). Der genaue 

Unfallhergang lässt sich aufgrund der abweichenden Angaben in den Akten somit nicht 

zweifelsfrei feststellen. Nachfolgend sind damit unabhängig vom genauen 

Unfallhergang die Indizien für und gegen eine traumatische Verursachung der 

strukturellen Verletzungen am rechten Knie zu prüfen.

Beim Beschwerdeführer lag aufgrund der medizinischen Akten unbestritten vor 

dem Unfall vom 13. Juli 2022 ein Vorzustand im Sinne der im MRI vom 15. September 

2022 (Suva-act. 12) ersichtlichen subchondralen Signalabsenkung sowie der tiefen 

Knorpeldefekte laterale Patellafacette und der Plica mediopatellaris vor (vgl. Suva-act. 

18, 61, act. G1.3, S. 5). Ein gewisser Vorzustand steht zudem auch im Einklang mit den 

Angaben des Beschwerdeführers, welcher am 25. Oktober 2022 gegenüber der 

Beschwerdegegnerin ausführte, er habe schon vor dem Unfall ab und zu Beschwerden 

mit dem rechten Knie gehabt, wie es so vorkommen könne in seinem Alter. Die 

Beschwerden seien jeweils wieder abgeklungen und er habe sich noch nie einem 

Eingriff am Knie rechts unterziehen müssen (Suva-act. 12).

3.2. 

Im Folgenden ist vorerst zu prüfen, ob die im MRI vom 15. September 2022 

ersichtliche Stress-/Insuffizienzfraktur des medialen Femurkondylus mit ausgeprägtem 

Knochenmarksödem (Suva-act. 12) unfallkausal oder degenerativ bedingt ist bzw. vor 

dem Unfall bereits bestand.

3.3. 

Kreisarzt Dr. F.___ äusserte sich insbesondere in der mit der Replik eingereichten 

Stellungnahme vom 13. September 2023 ausführlich zum Fall. Er führte aus, unter 

"Stressfrakturen" verstehe man nicht-traumatische Frakturen, welche in Ermüdungs- 

und Insuffizienzfrakturen unterteilt würden, je nachdem, ob eine gesunde 

Knochenstruktur vorliege (Ermüdungsfraktur) oder die Knochensubstanz bereits 

geschwächt sei (Insuffizienzfraktur). Medizinisch betrachtet führten repetitive 

submaximale Krafteinwirkungen auf den Knochen bei unzureichender 

3.3.1. 

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Regenerationszeit zu einer mechanischen Überlastung. Aus dieser Überlastung 

entstünden verschiedenste pathologische Veränderungen, die unter dem Begriff 

"Stressverletzungen" subsumiert werden könnten. Sie reichten von einfachen 

Stressreaktionen bis hin zu manifesten Frakturen, bei denen definitive Frakturlinien 

abgegrenzt werden könnten. Solche Frakturen würden im Allgemeinen als 

Stressfrakturen bezeichnet. Bei einer subchondralen Stress-/Impressionsfraktur 

(gemeint: Insuffizienzfraktur), wie sie beim Beschwerdeführer vorliege, sei der Knochen 

bei intakter Blutversorgung in seiner Architektur gestört, sodass er einer normalen 

Belastung nicht mehr standhalten könne. Hinweise auf einen verschleissbedingten 

Vorzustand ergäben sich vorliegend auch aus den im MRI vom 15. September 2022 

sichtbaren kleinen subchondralen zystischen Veränderungen an der medialen 

Femurkondyle. Solche Veränderungen verstehe man medizinisch als klassisches 

radiologisches Zeichen einer Osteoarthritis, einer Erkrankung, bei der sich der Knorpel 

zwischen den Gelenken abnutze (act. G3.1). Aufgrund dieser überzeugenden 

Ausführungen ist basierend auf der Klassifikation der Fraktur des Beschwerdeführers 

als Stress-/Insuffizienzfraktur von einer nicht-traumatischen Fraktur auszugehen. Dies 

steht auch im Einklang mit der früheren Einschätzung von Dr. F.___ vom 25. Oktober 

2022. Er hatte damals beurteilt, der Unfall vom 13.  Juli 2022 habe überwiegend 

wahrscheinlich zu keiner zusätzlichen strukturellen Läsion geführt; die im MRI vom 15. 

September 2022 beschriebenen Befunde seien vorbestehend gewesen (Suva-act. 18). 

Er hatte dies wesentlich mit Verweis auf den Unfallmechanismus begründet, welcher 

jedoch – entsprechend der berechtigten Kritik von Dr. I.___ (Suva-act. 61) – vorliegend 

umstritten ist und deshalb als Argument nicht überzeugt (vgl. E. 3.1). Dr. F.___ 

beauftragte am 7. Dezember 2022 Prof. J.___ mit einem fachradiologischen Konsil 

(Suva-act. 38). Gestützt auf die Berichte über die MRI vom 15. September und 9. 

November 2022 (Suva-act. 12, 35) ging Prof. J.___ in seiner Stellungnahme vom 13. 

Dezember 2022 von einer subchondralen Stress-/Insuffizienzfraktur aus und sah 

offenbar keinen Grund, die Art der Fraktur in Frage zu stellen. Prof. J.___ beurteilte 

übereinstimmend mit Dr. F.___, die im MRI vom 15. September 2022 ersichtliche 

subchondrale Stress-/Insuffizienzfraktur des medialen Femurkondylus mit 

ausgeprägten perifokalen ödematösen Knochenmarksveränderungen des medialen 

Femurkondylus sei wahrscheinlich nicht im kausalen Zusammenhang mit dem Trauma 

vom 13. Juli 2022 (Suva-act. 41). Mit Verweis auf die Beurteilung von Prof. J.___ hielt 

Dr. F.___ am 2. Januar 2023 an seiner Einschätzung vom 25. Oktober 2022 (vgl. Suva-

act. 18) fest. Er führte aus, es sei davon auszugehen, dass das rechte Knie des 

Beschwerdeführers mit überwiegender Wahrscheinlichkeit schon vor dem Unfall in 

stummer oder manifester Weise beeinträchtigt gewesen sei und der Unfall 

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überwiegend wahrscheinlich zu keinen zusätzlichen strukturellen Läsionen geführt habe 

(Suva-act. 43).

Mit der vorliegenden Beschwerde (act. G1) liess der Beschwerdeführer eine von 

ihm in Auftrag gegebene Stellungnahme von Dr. L.___ vom 2. August 2023 einreichen. 

Vorerst ist darauf hinzuweisen, dass die Fragestellung des Rechtsvertreters des 

Beschwerdeführers an Dr. L.___ das gewünschte Ergebnis seiner Beurteilung 

gewissermassen vorgab. Der Rechtsvertreter hatte festgehalten, er müsse erstellen, 

dass die am 31. Oktober 2022 noch bestehenden Beschwerden mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 13. Juli 2022 zurückzuführen seien. Deshalb sei 

er auf eine medizinische Stellungnahme als Beweis angewiesen. Ebenfalls gelte es 

darzulegen, weshalb die Beurteilung des Versicherungsarztes (Dr. F.___) nicht haltbar 

sei (act. G1.3). Vor diesem Hintergrund ist die Unvoreingenommenheit von Dr. L.___ 

und damit die Beweiskraft seiner Beurteilung zumindest als fraglich zu betrachten. 

Weiter ist mit Dr. F.___ (act. G3.1) festzuhalten, dass Dr. L.___ Facharzt für Orthopädie 

und Unfallchirurgie ist (act. G1.3), während Prof. J.___ einen Facharzttitel für Radiologie 

trägt. Als solcher ist letzterer prädestiniert für die Beurteilung von radiologischen 

Untersuchungen, wie die vorliegenden MRI-Befunde vom 15. September und 9. 

November 2022. Dies ist bei der Kritik Dr. L.___s an der fachradiologischen Beurteilung 

von Prof. J.___ vom 13. Dezember 2022 zu berücksichtigen (Suva-act. 41). Dr. L.___ 

beurteilte, die seitens des Beschwerdeführers geschilderten Beschwerden seien nicht 

den degenerativen Vorschäden (Knorpelschaden retropatellar), sondern eindeutig der 

Impressionsfraktur der medialen Femurkondyle zuzuordnen. Diese sei in ihrer 

Entstehung zumeist nicht degenerativ, sondern traumatisch bedingt (act. G1.3). Dies ist 

jedoch insofern nicht nachvollziehbar, als – wie erwähnt (E. 3.3.1) – in den Berichten 

über die MRI vom 15. September und 9. November 2022 eine Insuffizienzfraktur des 

medialen Femurkondylus und nicht eine Impressionsfraktur festgehalten wurde (Suva-

act. 12, 35). Aus den medizinischen Akten ergibt sich – auch entsprechend der Ansicht 

von Prof. J.___ und Dr. F.___ (Suva-act. 41, act. G3.1) – kein Grund von der 

Klassifikation als subchondrale Stress-/ Insuffizienzfraktur abzuweichen. 

Dementsprechend ist nicht nachvollziehbar, weshalb Dr. L.___, ohne seine 

anderslautende Beurteilung zu begründen, von einer Impressions- statt von einer 

Insuffizienzfraktur ausging. Es erscheint fraglich, ob er diese Abweichung überhaupt 

bemerkte bzw. bewusst vornahm. Stress-/Insuffizienzfrakturen sind – wie erwähnt (E. 

3.3.1) – in der Regel nicht-traumatische Frakturen. Wie Dr. F.___ am 13. September 

2023 ausführte, impliziert eine Impressionsfraktur, wie sie von Dr. L.___ 

(fälschlicherweise) erwähnt wird, im Gegensatz zu einer Insuffizienzfraktur ein durch 

3.3.2. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 12/20

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übermässige äussere bzw. direkte Kraft-/Gewalteinwirkung verursachtes 

"Eindrücken" (Impression) der Femurkondyle im Sinne eines "Eindruckbruchs", bei 

welchem es durch das "Eindrücken" zu einer Verlagerung von Knochenfragmenten 

nach innen oder "Eindrücken" von Knochen oder Gelenkflächen kommt. Zudem 

bemängelte Dr. F.___ zu Recht, dass Dr. L.___ auf die im MRI vom 15. September 2022 

sichtbaren Hinweise auf einen verschleissbedingten Vorzustand im Sinne von 

subchondralen zystischen Veränderungen an der medialen Femurkondyle nicht einging 

(act. G3.1). Die unter der fehlerhaften Annahme des Vorliegens einer Impressionsfraktur 

erfolgten Ausführungen von Dr. L.___ sind damit nicht geeignet, die Beurteilungen von 

Prof. J.___ und Dr. F.___ bezüglich der Unfallkausalität der Fraktur in Frage zu stellen.

Dr. I.___ hatte am 13. Januar 2023 befunden, er könne sich den 

Schlussfolgerungen von Dr. F.___ und Prof. J.___ nicht anschliessen. Er hatte 

insbesondere Ausführungen zum Unfallmechanismus gemacht und vorgebracht, bei 

einem (von ihm angenommenen) Stauchungstrauma müsse keine 

Distorsionskomponente vorhanden sein. Diese Art von Trauma erkläre das femorale 

Bone Bruise sehr gut und da anscheinend keine Distorsion erfolgt sei, müsse auch 

keine Schädigung der Bandstrukturen (eine solche liegt jedoch vor; vgl. Suva-act. 12 

und die nachfolgende E. 3.5) bzw. der Menisken vorliegen. Insofern sei auch Prof. J.___ 

von einer falschen Annahme einer Kniegelenksdistorsion ausgegangen (Suva-act. 61). 

Vorliegend lässt sich der Unfallmechanismus jedoch nicht restlos klären (vgl. E. 3.1) 

und die einzig auf der Annahme eines Stauchungstraumas basierende Argumentation 

von Dr. I.___ ist damit nicht geeignet, um Zweifel an der Beurteilung von Dr. F.___ zu 

begründen und die Unfallkausalität zu beurteilen.

3.3.3. 

Dr. G.___ hatte den Beschwerdeführer am 8. November 2022 untersucht und 

tags darauf beurteilt, der Beschwerdeführer habe sich beim axialen Stauchungstrauma 

vom 13. Juli 2022 einen schweren Bone Bruise praktisch des gesamten medialen 

Femurkondylus zugezogen mit wahrscheinlich teilweise leichtem Einbruch der 

femoralen Gelenkfläche. Da zwei Monate nach dem Trauma im MRI noch ein solch 

ausgeprägter Bone Bruise mit Irregularität der Gelenkfläche vorhanden sei und keine 

Stockentlastung erfolgt sei, wolle er als Standortbestimmung unbedingt ein neues MRI 

des rechten Kniegelenks durchführen lassen (Suva-act. 28). Dr. G.___ ging 

offensichtlich davon aus, dass die im MRI vom 15. September 2022 dargestellten 

Veränderungen bzw. Verletzungen durch den Unfall vom 13. Juli 2022 verursacht 

worden waren. Er begründete seine Ansicht jedoch nicht, weshalb seine Einschätzung 

nicht nachvollziehbar ist. Soweit Dr. G.___ aufgrund der Tatsache, dass die 

Beschwerden (teilweise) erst nach dem Unfall eintraten, schloss, dass die Verletzungen 

3.3.4. 

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durch den Unfall verursacht waren, ist darauf hinzuweisen, dass die sogenannte Formel 

"post hoc ergo propter hoc" juristisch gesehen für sich alleine nichts über eine allfällige 

Unfallkausalität aussagt (vgl. BGE 119 V 340 ff., E. 2b/bb; vgl. ferner nebst vielen das 

Urteil des Bundesgerichts vom 17. April 2020, 8C_158/2020, E. 3.2).

Hinsichtlich des Beschwerde- und Behandlungsverlaufs ist festzuhalten, dass 

der Beschwerdeführer am 13. Juli 2022 verunfallte, sich aber erst am 12. September 

2022, mithin nach zwei Monaten, zu Dr. C.___ in ärztliche Behandlung begab und bis 

dahin voll arbeitsfähig war (Suva-act. 8). Der Beschwerdeführer führte am 25. Oktober 

2022 anlässlich eines Telefongesprächs mit der Beschwerdegegnerin aus, er sei erst 

am 12. September 2022 arbeitsunfähig geworden. Zuvor habe er gehofft, dass es 

besser werde. Leider sei das Stechen im Knie aber immer schlimmer geworden (Suva-

act. 16). Wie Dr. F.___ am 13. September 2023 nachvollziehbar ausführte, sprechen die 

zeitliche Latenz von zwei Monaten bis zur ärztlichen Erstuntersuchung, die initial 

fehlende Notwendigkeit einer Unterbrechung der Arbeitstätigkeit als Elektriker und 

auch der von Dr. C.___ anlässlich der Erstuntersuchung vom 12. September 2022 

festgehaltene medizinisch unspezifische klinische Befund gegen eine übermässige 

äussere Gewalteinwirkung auf das rechte Knie (act. G3.1, vgl. auch die Beurteilung von 

Dr. F.___ in Suva-act. 18). Dr. C.___ hatte damals festgehalten, das rechte Knie sei 

inspektorisch ohne Befund. Es bestehe ein Endphasenschmerz bei Flexion und 

Extension, aber eine gute Beweglichkeit. Es liege eine Druckdolenz am medialen 

Gelenkspalt vor bei stabilem Bandapparat und positivem Meniskuszeichen (Suva-act. 

8). Wie Dr. F.___ am 13. September 2023 zu Recht festhielt, lässt sich dem Bericht von 

Dr. C.___ nicht entnehmen, wie das Meniskuszeichen positiv ausgelöst wurde. Zudem 

waren im Rahmen der Untersuchung durch Dr. E.___ vom 22. September 2022, mithin 

zehn Tage nach der Erstuntersuchung durch Dr. C.___, keine Meniskuszeichen mehr 

auslösbar (Suva-act. 9, act. G3.1). Ein MRI war ebenfalls erst am 15. September 2022, 

mithin rund zwei Monate nach dem Unfall, erfolgt und hatte – wie bereits erwähnt – 

eine Insuffizienzfraktur des medialen Femurkondylus mit ausgeprägtem 

Knochenmarksödem sowie eine Zerrung des medialen Kollateralbandes ergeben 

(Suva-act. 12). Dr. F.___ hielt nachvollziehbar fest, bei einer trauma-assoziierten Fraktur 

der medialen Femurkondyle wäre medizinisch eine anhaltende, schmerzbedingt 

eingeschränkte Kniebeweglichkeit zu erwarten gewesen. Dies sei aufgrund der 

ärztlichen Befunde vom 12. September (Suva-act. 8), 22. September (Suva-act. 9) und 

10. Oktober 2022 (Suva-act. 11) vorliegend jedoch nicht der Fall gewesen (act. G3.1).

3.3.5. 

Zusammenfassend ist damit gestützt auf die überzeugenden Beurteilungen von 

Dr. F.___ und Prof. J.___ auch ohne Kenntnis des genauen Unfallhergangs mit 

3.3.6. 

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überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass die im MRI vom 15. September 2022 

sichtbare Stress-/Insuffizienzfraktur des medialen Femurkondylus mit ausgeprägtem 

Knochenmarksödem nicht durch den Unfall vom 13. Juli 2022 verursacht wurde.

Das am 9. November 2022 erstellte MRI des Knies rechts ergab im Vergleich zum 

15. September 2022 (vgl. Suva-act. 12) ein neues Bone Bruise am lateralen 

Femurkondylus und dem angrenzenden Weichteil, eine tendenziell gering zunehmende 

Insuffizienzfraktur des medialen Femurkondylus mit etwas abnehmendem Bone Bruise 

sowie einen stationären Knorpeldefekt der lateralen Patellafacette (Suva-act. 35). Es 

stellt sich die Frage, ob das damals neu festgestellte Bone Bruise als unfallkausal zu 

betrachten ist. Dr. I.___ beurteilte am 14. November 2022, vier Monate nach dem 

Trauma und zwei Monate nach dem letzten MRI habe sich die Situation des 

Kniegelenks hinsichtlich des Knochenmarködems, aber auch der Insuffizienzfraktur / 

Osteochondrosis dissecans deutlich verschlechtert (Suva-act. 33). Prof. J.___ befand 

am 13. Dezember 2022, die im MRI vom 9. November 2022 neu nachweisbare ossäre 

Stressreaktion des lateralen Femurkondylus sei möglicherweise im Rahmen eines 

Schonhinkens und konsekutiver Mehrbelastung lateral entstanden (Suva-act. 41). Dr. 

F.___ schloss sich am 2. Januar 2023 sinngemäss dieser Beurteilung an (Suva-act. 43). 

Auch die Einschätzung von Dr. I.___ vom 13. Januar 2023, wonach die Ausweitung des 

Bone Bruises auch auf die laterale Femurkondyle selbstverständlich auf das 

Schonhinken und eine konsekutive Mehrbelastung zurückzuführen sei, entspricht der 

Einschätzung von Prof. J.___. Nicht zu überzeugen vermag hingegen seine 

Kausalitätsbeurteilung, wonach das Bone Bruise der lateralen Femurkondyle auf das 

Unfallereignis zurückzuführen sei, da es aus der Verletzungssituation sekundär 

entstanden sei (Suva-act. 61). Die Schlussfolgerung von Dr. I.___ wäre nur dann 

nachvollziehbar, wenn das bereits im MRI vom 15. September 2022 nachgewiesene 

Bone Bruise der medialen Femurkondyle unfallkausal gewesen wäre. Eine sekundäre 

unfallkausale Entstehung bzw. Ausweitung des Bone Bruise auf die laterale 

Femurkondyle ist ansonsten sachlogisch nicht möglich. Wie sich aus den vorstehenden 

Erwägungen (E. 3.3 ff.) ergibt, ist eine unfallkausale Entstehung des Bone Bruise bzw. 

der Insuffizienzfraktur der medialen Femurkondyle jedoch nicht überwiegend 

wahrscheinlich nachgewiesen. Soweit Dr. L.___ ausführte, er könne biomechanisch 

nicht nachvollziehen, wie es "möglicherweise im Rahmen eines Schonhinkens und 

konsekutiver Mehrbelastung lateral" zu einer Impressionsfraktur der medialen 

Femurkondyle habe kommen sollen (act. G1.3), ist erneut darauf hinzuweisen, dass es 

sich vorliegend nicht um eine Impressions-, sondern eine Insuffizienzfraktur handelt. 

Der im MRI vom 9. November 2022 neu nachweisbare Bone Bruise am lateralen 

Femurkondylus (Suva-act. 35) wurde von Prof. J.___ nachvollziehbar als ossäre 

3.4. 

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Stressreaktion beurteilt. Zeichen einer Impressionsfraktur an der lateralen 

Femurkondyle, wie sie Dr. L.___ erwähnte (act. G1.3), sind entsprechend den 

überzeugenden Ausführungen von Dr. F.___ (act. G3.1) in der MRI-Diagnostik vom 9. 

November 2022 nicht zu erkennen: Dies zumal in der MRI-Diagnostik vom 15. 

September 2022 an der lateralen Femurkondyle noch kein Bone Bruise 

(Knochenmarksödem) erkennbar gewesen sei, was gegen eine trauma-assoziierte 

(Mikro-)Schädigung der knöchernen Architektur an der lateralen Femurkondyle spreche 

(act. G3.1). Gestützt auf die überzeugenden Beurteilungen von Prof. J.___ und Dr. F.___ 

ist damit von keiner unfallkausalen strukturellen Schädigung am lateralen 

Femurkondylus auszugehen.

Das MRI vom 15. September 2022 hatte ausserdem eine Zerrung des medialen 

Seitenbandes am rechten Knie des Beschwerdeführers zur Darstellung gebracht (Suva-

act. 12).

3.5. 

Dr. F.___ führte am 13. September 2023 aus, die von Dr. C.___ anlässlich der 

Erstuntersuchung vom 12. September 2022 (Suva-act. 8) notierte Druckdolenz am 

medialen Gelenkspalt mit endphasigem Flexions- und Extensionsschmerz bei stabilem 

Bandapparat und guter Kniebeweglichkeit spreche für eine leichte Pathologie im 

Bereich des medialen Kollateralbandes (Innenband). Im MRI vom 15. September 2022 

hätten sich ödematöse Veränderungen entlang des medialen Kollateralbandes, 

entsprechend einer Zerrung, gezeigt (Suva-act. 12). Diese Veränderungen seien im MRI 

vom 12. September 2022 (richtig: 9. November 2022; Suva-act. 35) nicht mehr 

erkennbar gewesen, was für eine geringe Zerrung des Innenbandes am rechten Knie 

spreche. Hinweise auf strukturelle Veränderungen des Innenbandes im Sinne einer 

(Partial-)Ruptur liessen sich der vorliegenden MRI-Diagnostik nicht entnehmen. 

Möglicherweise habe sich der Beschwerdeführer diese leichte Innenbandzerrung 

zugezogen, als er nach dem Stossen des Kniegelenks an der Spritzgussmaschine beim 

Heruntergleiten von der Leiter mit dem rechten Bein auf den Boden gestanden und es 

schmerzreflektorisch nach dem Stoss zu einem Einknicken im rechten Kniegelenk im 

Sinne einer leichten Valgisation (Einknicken nach innen) gekommen sei. Eine leichte 

Innenbandzerrung sei aus orthopädisch-traumatologischer Sicht spätestens nach zwölf 

Wochen abgeheilt (act. G3.1). In Übereinstimmung mit der vorerwähnten Einschätzung 

entspricht es einer medizinischen Erfahrungstatsache, dass im Allgemeinen 

Bänderzerrungen (ohne eigentlichen Riss) selbstlimitierend sind und innert weniger 

Wochen bis Monate vollständig abheilen (Alfred M. Debrunner, Orthopädie, 

Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. 2005, S. 412, 1097).

3.5.1. 

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4.

Nachfolgend ist zu prüfen, ob bezüglich allfälliger Beschwerden aufgrund nicht-

struktureller unfallkausaler Verletzungen, insbesondere im Zusammenhang mit einer 

möglichen Kontusion des rechten Knies, im Zeitpunkt der Leistungseinstellung per 31. 

Oktober 2022 der Status quo sine eingetreten war.

Dr. G.___ und Dr. L.___ gingen ebenfalls von einer Unfallkausalität der Zerrung 

aus (Suva-act. 28, act. G1.3). Sie äusserten sich jedoch nicht konkret zur 

Heilungsdauer und stellten die von Dr. F.___ erwähnten zwölf Wochen nach dem 

Trauma diesbezüglich auch nicht in Frage.

3.5.2. 

Insgesamt ist damit einzig die Zerrung des medialen Kollateralbandes als 

unfallkausale strukturelle Verletzung anzuerkennen. Diese war jedoch überwiegend 

wahrscheinlich spätestens im Zeitpunkt der Leistungseinstellung per 31. Oktober 2022 

nicht mehr Ursache für die damals noch bestehenden Beschwerden.

3.6. 

Ist es durch den Unfall zu keinen neuen unfallbedingten strukturellen Schäden 

gekommen, trifft er aber auf einen vorgeschädigten Körper, kommt eine unfallkausale 

Gesundheitsschädigung höchstens als vorübergehende oder richtunggebende 

Verschlimmerung des Vorzustandes in Betracht. Eine richtunggebende 

Verschlimmerung liegt nach der Rechtsprechung vor, wenn medizinischerseits 

feststeht, dass weder der Status quo sine noch der Status quo ante je wieder erreicht 

werden können (vgl. Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 54). Die lediglich vorübergehende 

unfallbedingte Verschlimmerung eines Vorzustandes basiert auf dem Wissen, dass es 

im Unfallversicherungsrecht Fälle gibt, bei denen die Unfallfolgen bzw. deren Anteil an 

einer Gesundheitsschädigung im Rahmen des posttraumatischen Verlaufs nie konkret 

beschrieben werden können. Dennoch wird bei einem geeigneten bzw. adäquaten 

Ereignis in einer ersten Phase von einer schädigenden Wirkung des Ereignisses (Unfall) 

auf den Körper ausgegangen, die in der Folge aufgetretenen bzw. ausgelösten 

Beschwerden werden nach einem bestimmten Zeitraum – trotz ihres möglichen 

Fortdauerns – aufgrund einer medizinischen Erfahrungstatsache aber nicht mehr dem 

Unfall angelastet. Die Unfallversicherung übernimmt in diesen Fällen nur den durch das 

Unfallereignis ausgelösten Beschwerdeschub, d.h. sie hat bis zum Erreichen des 

Status quo sine oder ante Leistungen für die unmittelbar im Zusammenhang mit dem 

Unfall stehenden Beeinträchtigungen zu erbringen (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 

26. Februar 2013, 8C_423/2012, E. 5.3, 9. Januar 2012, 8C_601/2011, E. 3.2, und 24. 

Juni 2008, 8C_326/2008, E. 3.2 und 4; Urteil des EVG vom 14. März 2000, U 266/99, 

E. 1; vgl. auch Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 55 f.).

4.1. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 17/20

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Es ist – wie erwähnt (E. 3.5.1) – eine medizinische Erfahrungstatsache, dass 

Weichteilverletzungen, wie beispielsweise Prellungen, Verstauchungen oder Zerrungen, 

ohne strukturelle Schädigung der Gelenke, Muskeln, Sehnen, Bänder und Knochen in 

der Regel innert weniger Wochen bis Monate folgenlos ausheilen und sich die damit 

verbundenen Schmerzen gänzlich zurückbilden (vgl. Debrunner, a.a.O., S. 412). 

Medizinische Erfahrungssätze beziehen sich auf den Regelfall, d.h. auf medizinische 

Sachverhalte, die sich im konkreten Fall gleich dargestellt haben. Eine Ausnahme von 

der Regel ist grundsätzlich nicht ausgeschlossen, doch muss sie sich eben als solche 

präsentieren (BSK UVG-Hofer, N 71 zu Art. 6; KOSS UVG-Nabold, N 54 zu Art. 6; 

Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 54; vgl. Erwägung 2.2).

4.2. 

Dr. F.___ beurteilte am 25. Oktober 2022, spätestens zwölf Wochen nach dem 

Unfall vom 13. Juli 2022 hätten Unfallfolgen im Beschwerdebild mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit keine Rolle mehr gespielt (Suva-act. 18; vgl. auch seine weiteren 

Stellungnahmen vom 2. Januar und 13. September 2023 [Suva-act. 43, act. G3.1]). 

Diese Beurteilung überzeugt insbesondere, da sich aus den medizinischen Akten keine 

spezifischen Kontusionsfolgen als augenscheinliche Hinweise auf einen weiter 

andauernden Heilungsprozess ergeben. Gemäss dem von Dr. F.___ erwähnten (Suva-

act. 18) Reintegrationsleitfaden Unfall des Schweizerischen Versicherungsverbandes 

(Kapitel 08B a.); abrufbar unter https://www.koordination.ch/fileadmin

/files/uvg/reintegration/4_reintegrationsleitfaden_unfall_release_2010_version_1.0.pdf, 

zuletzt abgerufen am 12. April 2024) wird von einer leichten Kontusion ausgegangen, 

falls eine Prellmarke, örtliche Schwellung, Einblutung, Hautschürfung und/oder ein 

Bone Bruise vorliegt. Wie Dr. F.___ zu Recht ausführte, hielt Dr. C.___ in seinem Bericht 

vom 28. September 2022 über seine Erstbehandlung vom 12. September 2022 klinisch 

weder eine Prellmarke, noch eine örtliche Schwellung, eine Einblutung oder eine 

Hautschürfung fest (Suva-act. 8). Auch den weiteren medizinischen Akten lassen sich 

keine solche Befunde entnehmen. Es ist darauf hinzuweisen, dass die erste ärztliche 

Behandlung erst rund zwei Monate nach dem Unfall vom 13. Juli 2022 erfolgte und es 

nicht auszuschliessen ist, dass kurz nach dem Unfall entsprechende Befunde hätten 

erhoben werden können. Aufgrund der Tatsache, dass jedenfalls anlässlich der 

Erstbehandlung zwei Monate nach dem Unfall keine Hinweise auf typische 

Kontusionsfolgen mehr bestanden, ist maximal von einer leichten Kontusion und einem 

dadurch ausgelösten vorübergehenden Beschwerdeschub auszugehen. Hinweise auf 

besondere Umstände, welche gegen die Abstützung auf medizinische 

Erfahrungstatsachen sprächen, bestehen nicht. Die Beurteilung von Dr. F.___, wonach 

spätestens zwölf Wochen nach dem Unfall vom 13. Juli 2022 allfällige 

Kontusionsfolgen im Beschwerdebild mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine 

4.3. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 18/20

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Rolle mehr gespielt hätten, ist damit nachvollziehbar. Dies steht auch im Einklang mit 

dem obgenannten Reintegrationsleitfaden Unfall des Schweizerischen 

Versicherungsverbandes (Kapitel 08B a.); abrufbar unter https://www.koordination.ch/

fileadmin/files/uvg/reintegration/4_reintegrationsleit­

faden_unfall_release_2010_version_1.0.pdf, zuletzt abgerufen am 12. April 2024), 

wonach bei einer leichten Kontusion von einer Behandlungsbedürftigkeit von acht 

Wochen bei einer Arbeitsunfähigkeit von 100 % und weiteren vier Wochen bei einer 

Arbeitsunfähigkeit von 50 % auszugehen ist. Die im genannten Leitfaden erwähnte 

maximale Behandlungsdauer von 16 Wochen wäre im Zeitpunkt der vorliegenden 

Leistungseinstellung per 31. Oktober 2022 ebenfalls knapp erreicht. Dabei ist jedoch 

festzuhalten, dass sich die letztgenannte Zeitangabe auf Kontusionen jeglichen 

Schweregrades bezieht und vorliegend – wie gesagt – maximal von einer leichten 

Kontusion und einem damit ausgelösten Beschwerdeschub auszugehen ist.

Dr. I.___ stellte am 13. Januar 2023 – wie erwähnt – zwar die bis dahin erfolgten 

Einschätzungen von Dr. F.___ und Prof. J.___ in Frage und hielt fest, es sei nicht 

nachvollziehbar, dass ein Zustand "wie er sich auch ohne Unfall vom 13. Juli 2022 

eingestellt hätte", entsprechend der Beurteilung von Dr. F.___ nach spätestens zwölf 

Wochen erreicht wäre. Er führte aber im Ergebnis übereinstimmend aus, eine komplette 

Ausheilung der Situation innert zwölf Wochen wäre unter adäquater Behandlung 

wahrscheinlich oder zumindest möglich (Suva-act. 61). Dr. I.___ stellte in seinem 

Bericht die Angemessenheit der erfolgten medizinischen Behandlung und damit implizit 

auch das Ausheilen der Verletzung innerhalb von zwölf Wochen in Frage. Diesbezüglich 

ist jedoch festzuhalten, dass der Beschwerdeführer sich überhaupt erst zwei Monate 

nach dem Unfallereignis in medizinische Behandlung begab (Suva-act. 8) und die dann 

erfolgte Therapie von den behandelnden Ärzten offenbar als ausreichend angesehen 

wurde.

4.4. 

Weiter ist festzuhalten, dass auch Dr. L.___ – zwar unter Annahme einer 

strukturellen unfallkausalen Verletzung infolge einer (so nicht festgestellten) 

Impressionsfraktur – in seiner Beurteilung vom 2. August 2023 festhielt, es sei nicht 

ungewöhnlich, dass es bei den vorliegend dokumentierten Schädigungen des rechten 

Kniegelenks zu einem prolongierten Heilverlauf von drei bis vier Monaten komme (act. 

G1.3). Dies würde einem Behandlungsabschluss zwischen Mitte Oktober und Mitte 

November 2022 entsprechen und folglich im Einklang stehen mit der von der 

Beschwerdegegnerin vorgenommenen Leistungseinstellung per 31. Oktober 2022. Der 

Rechtsvertreter des Beschwerdeführers liess am 4. August 2023 per E-Mail 

nachfragen, ob er richtig verstehe, dass der Beschwerdeführer weiterhin eingeschränkt 

4.5. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 19/20

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5.

Zusammenfassend ist aufgrund der überzeugenden Beurteilungen von Dr. F.___ und 

Prof. J.___ mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass sich der 

Beschwerdeführer beim Unfall vom 13. Juli 2022 abgesehen von einer leichten 

Innenbandzerrung am rechten Knie keine strukturellen Verletzungen zugezogen hat. 

Bezüglich dieser sowie allfälliger unfallkausaler Beschwerden aufgrund einer nicht-

strukturellen Verletzung (Kontusion) kam es lediglich zu einer vorübergehenden 

Verschlimmerung des Vorzustandes und spätestens im Zeitpunkt der 

Leistungseinstellung per 31. Oktober 2022 war der Status quo sine erreicht. Weitere 

medizinische Abklärungen erübrigen sich, womit auf die eventualiter beantragte 

Einholung eines Gutachtens (vgl. act. G1) in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet 

werden kann.

6.  

Entscheid

sei und der Heilungsverlauf also im Zeitpunkt der Leistungseinstellung per 31. Oktober 

2022 noch nicht abgeschlossen gewesen sei. Gleichentags antwortete Dr. L.___, streng 

genommen müsste es ein Kontroll-MRT geben, wo die Fraktur nicht mehr nachweisbar 

sei. Die Behandlung sei aber am 31. Oktober 2022 noch nicht abgeschlossen gewesen, 

denn zu diesem Zeitpunkt hätten offenkundig noch nachvollziehbare Beschwerden 

bestanden. Erfahrungsgemäss hätte dies allerdings spätestens nach sechs Monaten 

der Fall sein müssen. Dies werde retrospektiv nicht vollends zu klären sein (act. G1.4). 

Diese Antwort steht in einem gewissen Widerspruch zur Beurteilung von Dr. L.___ vom 

2. August 2023 und ist allenfalls der etwas suggestiv anmutenden Rückfrage 

geschuldet. Infolge der fehlerhaften Annahme einer (als unfallkausal beurteilten) 

Impressionsfraktur ist die Beurteilung von Dr. L.___ jedoch ohnehin nicht überzeugend.

Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist der Einspracheentscheid vom 30. Juni 

2023 nicht zu beanstanden und die Beschwerde sowohl im Haupt- als auch im 

Eventualantrag abzuweisen.

6.1. 

Gerichtskosten sind mangels gesetzlicher Grundlage im UVG keine zu erheben 

(vgl. dazu Art. 61 lit. f  ATSG).

6.2. 
bis

Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung.

6.3. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 20/20

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im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 25.04.2024
	Art. 6 UVG. Art. 10 UVG. Würdigung ärztlicher Stellungnahmen. Durch das Ereignis vom 13. Juli 2022 kam es höchstens zu einer vorübergehenden Verschlimmerung des Vorzustandes am rechten Knie des Beschwerdeführers und der Status quo sine war spätestens per 31. Oktober 2022 erreicht. Die Leistungseinstellung per dieses Datum ist damit nicht zu beanstanden. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 25. April 2024, UV 2023/48).

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