# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 825bb7f2-c341-5466-b00f-5a779ddb639f
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-05-22
**Language:** de
**Title:** Zürich Baurekursgericht 22.05.2019 BRGE III Nr. 0064/2019
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Baurekurs/ZH_BRK_001_BRGE-III-Nr--0064-20_2019-05-22.pdf

## Full Text

Baurekursgericht 
des Kantons Zürich 

3. Abteilung 

 

 

 
G.-Nr. R3.2018.00106 
BRGE III Nr. 0064/2019  

 
 
 
 
  Entscheid vom 22. Mai 2019 
 
 

 

 

 

Mitwirkende Abteilungspräsident Felix Müller, Baurichter Martin Farner, Baurichter Ro-
land Fraefel, Gerichtsschreiber Roland Blaser     

 
 
 
 

in Sachen Rekurrent 

R. G., [….]  

 

gegen Rekursgegner 

1. Gemeinderat X, [….]  

Mitbeteiligte 

2. F. und E. B., [….]  

 

 
betreffend Gemeinderatsbeschluss vom 30. Mai 2018; Festsetzung der Grenzbereini-

gung Y, Kat.-Nrn. 1240 und 1243 
_______________________________________________________ 

 

 

R3.2018.00106 Seite 2 

hat sich ergeben: 

A.  

Mit Beschluss vom 30. Mai 2018 setzte der Gemeinderat X die Grenz-

bereinigung "Y" [….] fest.  

B. 

Mit fristgerechter Eingabe vom 6. Juli 2018 gelangte R. G. an das Baure-

kursgericht und verlangte sinngemäss die Aufhebung des Beschlusses. 

C. 

Mit Verfügung vom 10. Juli 2018 wurde der Eingang des Rekurses vorge-

merkt, diesem die aufschiebende Wirkung zuerkannt sowie das Vernehm-

lassungsverfahren eröffnet. Zudem wurden F. und E. B., welche das Ge-

such um die Grenzbereinigung gestellt hatten, von Amtes wegen als Mitbe-

teiligte ins Rekursverfahren aufgenommen. 

D. 

In seiner Rekursantwort vom 25. Juli 2018 beantragte der Gemeinderat X 

die Abweisung des Rekurses. Eine gemeinderätliche Präzisierung bezüg-

lich der Bemessungskriterien für die festgesetzte Entschädigung des stritti-

gen Fuss- und Fahrwegrechts datiert vom 22. August 2018. Die Mitbeteilig-

ten liessen sich in dieser Verfahrensphase nicht vernehmen. 

E.  

Die rekurrentische Replik datiert vom 6. September 2018. Dazu äusserten 

sich die Mitbeteiligten mit Eingabe vom 27. September 2018. 

F.  

Auf die teilweise sehr ausführlichen Ausführungen vor allem des Rekurren-

ten wird, soweit für die Rechtsfindung erforderlich, im Zusammenhang mit 

 

 

R3.2018.00106 Seite 3 

den nachfolgenden tatsächlichen und rechtlichen Erwägungen eingegan-

gen. 

Es kommt in Betracht: 

1. 

Der Rekurrent ist als Beteiligter des strittigen Grenzbereinigungsverfahrens 

mehr als irgendwelche Dritte oder die Allgemeinheit vom angefochtenen 

Beschluss in seinen eigenen Interessen betroffen und aufgrund seiner Rü-

gen gemäss § 338a des Planungs- und Baugesetzes (PBG) rechtsmittelle-

gitimiert. Da die übrigen Prozessvoraussetzungen ebenfalls erfüllt sind, ist 

auf seinen Rekurs einzutreten.  

2.1. 

Der Rekurrent erachtet das eingeleitete Grenzbereinigungsverfahren kurz 

zusammengefasst für völlig unnötig und als in jeder Hinsicht widerrechtlich. 

Die kommunale Baubehörde habe nicht die Befugnis, mittels des Planungs- 

und Baugesetzes in eine seit Jahren andauernde zivilrechtliche Streitigkeit 

einzugreifen und die Mitbeteiligten auf diese Weise einseitig zu bevorzugen 

und deren jahrelange Übergriffe auf sein Eigentum quasi zu legalisieren. 

Sein rechtliches Gehör sei mehrfach verletzt worden. Er sei weiterhin be-

reit, mit den Mitbeteiligten über eine einvernehmliche bilaterale Dienstbar-

keit zu reden.  

2.2. 

Nach Auffassung des Rekursgegners und der Mitbeteiligten ist die Einlei-

tung und Festsetzung der Grenzbereinigung hingegen in jeder Hinsicht zu 

Recht und unter Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften erfolgt. 

3.1. 

Der nachfolgende Katasterplanausschnitt aus dem strittigen Festsetzungs-

beschluss zeigt die tatsächliche Situation bezüglich der beiden in die 

 

 

R3.2018.00106 Seite 4 

Grenzbereinigung einbezogenen Grundstücke Kat.-Nrn. 1240 (Y-Weg 13; 

Eigentümer R. G.) und 1243 (Y-Weg 17: Eigentümer F. und E. B.). Die von 

 

der strittigen Grunddienstbarkeit betroffene Örtlichkeit ist im Katasterplan 

rot markiert. Die selbst bewohnte Liegenschaft Y-Weg 15 (Grundstück Kat.-

Nr. 1241) des Rekurrenten sowie die Strassenparzelle Kat.-Nr. 1242 (Ei-

gentümer ebenfalls R. G.) liegen nicht im Perimeter der strittigen Grenz-

bereinigung. 

3.2. 

Die jahrelange Vorgeschichte dieser Streitsache liest sich kurz zusammen-

gefasst wie folgt: Der Gemeinderat X bewilligte am 15. Juni 1951 die Erstel-

lung eines Einfamilienhauses auf dem Grundstück Kat.-Nr. 1243 (früher 

andere Bezeichnung), welches die damalige Eigentümerschaft [….] reali-

sierte. [….] Die Baubewilligung wurde trotz fehlender bzw. nicht rechtlich 

gesicherter Verkehrserschliessung erteilt, jedoch mit dieser Nebenbestim-

mung verknüpft:  

"Vor Baubeginn hat der Bauherr beim Grundbuchamt Z folgende öffentlich 
rechtliche Eigentumsbeschränkung anmerken zu lassen: Der jeweilige Ei-
gentümer des Grundstücks "[….]" [gemeint ist damit die heutige Parzelle 
Kat.-Nrn. 1243 von F. und E. B.] ist gegenüber der politischen Gemeinde 
verpflichtet, bei der späteren Durchführung eines Quartierplanverfahrens 
als Beteiligter mitzuwirken und hat die nach den Bestimmungen des Quar-
tierplanes zu leistenden Beiträge an Strassen, Dolen etc. zu bezahlen, so-
bald die betreffenden Bauten erstellt werden und ferner allfällig notwendig 

 

 

R3.2018.00106 Seite 5 

werdende Anpassungsarbeiten des Grundstückes (Gartenanlage, Einfriedi-
gungen, etc.) auf eigene Kosten zu übernehmen" (act. 9.35.6).  

Im Rahmen der Realisierung des Quartierplans C, der im Jahre 1982 vom 

Gemeinderat festgesetzt [….] wurde, wurden u.a. die beiden streitbetroffe-

nen Grundstücke trotz der zitierten Anmerkung aus dem Quartierplanver-

fahren entlassen, weshalb weiterhin keine rechtlich gesicherte Verkehrser-

schliessung bestand.  

Im Jahre 1997 kauften die Mitbeteiligten das Grundstück Kat.-Nr. 1243 mit 

der dortigen Wohnliegenschaft Y-Weg 17. In den Folgejahren entstanden 

aus verschiedenen Gründen Streitigkeiten zwischen den Mitbeteiligten und 

dem Rekurrenten, u.a. wegen einer zu reparierenden Wasserleitung bzw. 

der entsprechenden Kostenverteilung (act. 4.25 und 4.26.1) oder wegen 

Bauten (etwa einem Hühnerstall), welche ohne Baubewilligung erstellt wur-

den, was aktenkundig ist (u.a. act. 4.31.1). 

Am 30. September 2015 stellten die Mitbeteiligten bei der Vorinstanz ein 

Gesuch um Grenzbereinigung wegen der nicht rechtsgenügenden Zufahrt 

zu ihrem Grundstück (act. 9.1). In seinem Schreiben vom 17. Dezember 

2015 bestätigte der Gemeinderat X den Eingang des Gesuchs und wies die 

beiden Parteien auf eine nach wie vor mögliche bilaterale Einigung hin 

(act. 9.2). Aufgrund von verschiedenen Rückmeldungen, Lösungsentwürfen 

etc. der privaten Parteien sistierte der Gemeinderat das Verfahren über ei-

ne längere Zeit (dazu act. 9.4, 9.8, 9.9, 9.17 und 9.24).  

Nachdem keine einvernehmliche Lösung erzielt werden konnte, führte die 

Vorinstanz das Grenzbereinigungsverfahren mit Beschluss vom 8. Novem-

ber 2017 fort, legte einen Entwurf vor und setzte den privaten Parteien in 

Anwendung von § 183 Abs. 1 PBG eine zweimonatige formelle Einigungs-

frist (act. 9.25.1). Mit Eingabe vom 19. Januar 2018 stellten die Mitbeteilig-

ten bei der Vorinstanz ein Fristerstreckungsgesuch zur Verlängerung der 

Zweimonatsfrist (act. 9.26), welchem stattgegeben wurde (act. 9.27). Auch 

weitere Fristerstreckungen seitens der Vorinstanz führten indes nicht zur 

angestrebten einvernehmlichen Lösung (act. 9.31), weshalb am 30. Mai 

2018 der vorliegend strittige Gemeinderatsbeschluss erging. 

An dieser Stelle bleibt festzuhalten, dass der Gemeinderat X das rechtliche 

Gehör des Rekurrenten im Rahmen der hier ausschliesslich strittigen 

Grenzbereinigung jederzeit respektiert hat. Im Zusammenhang mit früheren 

 

 

R3.2018.00106 Seite 6 

Ereignissen, welche keinen direkten Konnex zum Grenzbereinigungsver-

fahren haben, kann sich der Rekurrent ohnehin nicht auf die monierten Ge-

hörsverletzungen berufen.   

3.3. 

Damit steht fest, dass die Parzelle Kat.-Nr. 1243 nach wie vor über keinen 

rechtlich gesicherten Zugang verfügt und nicht rechtsgenügend erschlos-

sen ist. Daran ändert nichts, dass – wie die Verfahrensakten zeigen – der 

Zugang zur erwähnten Parzelle bis anhin in der Praxis trotz vieler Streitig-

keiten mehr oder weniger immer gewährleistet war. Auch die stetigen Kon-

flikte zwischen dem Rekurrenten und den Mitbeteiligten sowie die Tatsa-

che, dass keine bilaterale privatrechtliche Lösung gefunden werden konnte, 

zeigen deutlich, dass von der Vorinstanz eine dauerhafte, rechtlich verbind-

liche Zufahrtslösung angestrebt werden musste. Unmassgeblich sind in 

diesem Zusammenhang die überaus ausführlichen sachverhaltlichen Dar-

legungen des Rekurrenten. Diese mögen zwar aus seiner Sichtweise zu-

treffen, ändern jedoch nichts am Umstand, dass das Grundstück Kat.-

Nr. 1243 über keinen rechtlich gesicherten Zugang verfügt bzw. noch nie 

verfügte. Ob dies durch Versäumnisse im Rahmen des seinerzeitigen 

Quartierplanverfahrens oder sonstwie früher durch ein behördliches Fehl-

verhalten verursacht wurde, kann im vorliegenden Rechtsmittelverfahren 

dahingestellt bleiben. Hier geht es einzig darum, ob der Gemeinderat X die 

strittige Grenzbereinigung aufgrund der aktuellen Situation zu Recht fest-

gesetzt hat. 

4.1. 

Die Grenzbereinigung ist eine vereinfachte Form des Quartierplanverfah-

rens und wird in den §§ 178-185 PBG geregelt. Es gelten deshalb sinnge-

mäss die Vorschriften des Quartierplanverfahrens, soweit die genannten 

Bestimmungen nicht explizite Vorschriften in verfahrens- und materiellrecht-

licher Hinsicht treffen (§ 185 PBG). Das Grenzbereinigungsverfahren ver-

folgt wie das Quartierplanverfahren das Ziel, Grundstücke zweckmässig 

überbauen zu können, wozu u.a. eine genügende Erschliessung in tatsäch-

licher und rechtlicher Hinsicht gehört (Fritzsche/Bösch/Wipf, Zürcher Pla-

nungs- und Baurecht, 5. Auflage, Zürich 2011, Bd. 1, S. 196).  

 

 

R3.2018.00106 Seite 7 

4.2. 

Falls der Grenzverlauf oder Baulinien eine zweckmässige Überbauung ein-

zelner Grundstücke verhindern, kann mit der Grenzbereinigung ein Ab-

tausch von selbständig nicht überbaubaren Grundstücksteilen verfügt wer-

den, sofern dies keine unzumutbaren Nachteile für die beteiligten Eigentü-

merschaften mit sich bringt (§ 178 Abs. 1 PBG). Eine solche Grenzbereini-

gung ist in erster Linie durch Abtausch (§ 178 Abs. 2 PBG), allenfalls in 

Kombination oder alleine durch die Begründung, Abänderung oder Aufhe-

bung beschränkter dinglicher Rechte wie Fahrweg- oder anderer Nutzungs-

rechte durchzuführen (§ 180 PBG; BRKE II Nr. 207/1991 vom 17. Septem-

ber 1991 in BEZ 1993 Nr. 26, E. 3; www.baurekursgericht-zh.ch). 

Es ist also zulässig, dass im Rahmen eines Grenzbereinigungsverfahrens 

gar keine Grundstücksgrenzen verschoben werden, sondern aus Zweck-

mässigkeitsgründen und im Interesse der beteiligten Grundeigentümer 

ausschliesslich zum Beispiel Fuss- und Fahrwegrechte als Grunddienstbar-

keiten errichtet werden. Bei einer solchen Lösung kann eine finanzielle Ab-

geltung im Sinne eines Geldausgleichs in Anwendung von § 145 Abs. 2 

lit. b PBG zugesprochen werden (Fritzsche/Bösch/Wipf, S. 196; BRKE II 

Nr. 0051/2008 in BEZ 2009 Nr. 11, E. 5.1).  

4.3. 

Das Grenzbereinigungsverfahren wird auf Gesuch eines Grundeigentümers 

oder allenfalls von Amtes wegen durch die Gemeinde eingeleitet (§ 181 

Abs. 1 PBG). Die zuständige kommunale Behörde legt den Beteiligten ei-

nen Entwurf vor und strebt eine gütliche Einigung an (§ 182 PBG). 

Finden die Beteiligten innert zwei Monaten nach Vorlegung des Entwurfs 

keine einvernehmliche Lösung, setzt die zuständige kommunale Behörde 

die Grenzbereinigung samt den Entschädigungsfolgen fest. Der Festset-

zungsbeschluss ist den Beteiligten schriftlich mitzuteilen und bedarf keiner 

Genehmigung durch die kantonale Baudirektion (§ 183 PBG). Die Verfah-

renskosten sind von den Beteiligten im Verhältnis ihres Interesses zu tra-

gen (§ 184 PBG).  

5.1. 

Gemäss Erläuterungsbericht hat die Vorinstanz die Grenzbereinigung und 

damit die verkehrsmässige Erschliessung ab dem Y-Weg sowie dem be-

 

 

R3.2018.00106 Seite 8 

reits früher dienstbarkeitsgesicherten Zufahrtsweg Kat.-Nr. 1242 zum 

Grundstück Kat.-Nr. 1243 der Mitbeteiligten wie folgt geregelt (vgl. zur Situ-

ation den Katasterplanausschnitt unter Ziffer 3.1 der voranstehenden Er-

wägungen): 

Beanspruchte Fläche für den strittigen Zugang: 

"Als Grundlage wird die für die Zufahrt zum Grundstück Kat.-Nr. 1243 not-

wendige Fläche eruiert. Es wird davon ausgegangen, dass vorwärts in den 

Parkplatz zum Grundstück Kat.-Nr. 1243 einparkiert wird und für die Weg-

fahrt ein Rückwärtsmanöver nötig ist. Die Schleppkurven für einen Perso-

nenwagen ergeben den Platzbedarf für die Zu- und Wegfahrt. Die dadurch 

beanspruchte Fläche (in der Abbildung orange [recte: ockerfarben] be-

zeichnet) beträgt 35 m2."  

 

Ergänzung der bestehenden Rechtsverhältnisse mittels einer neuen Dienst-

barkeit: Fuss- und Fahrwegrecht: 

"Die bestehenden und im Grundbuch eingetragenen Rechtsverhältnisse 
werden wie folgt ergänzt: 

Grunddienstbarkeit 

Fuss- und Fahrwegrecht mit Nebenleistungspflicht 
zugunsten Kataster 1243 (Blatt 2711) 
zulasten Kataster 1240 (Blatt 2708) 

Der belastete Eigentümer gestattet dem berechtigten Eigentümer das Fuss- 
und Fahrwegrecht auf dem im Plan bezeichneten Weggebiet (35 m2). 

Die Kosten für den Unterhalt, Reparatur und Erneuerung werden vom be-
lasteten und vom berechtigten Eigentümer zu gleichen Teilen getragen" 
(act. 9.33, S. 5). 

5.2. 

Mit dieser in der Sache entgegen rekurrentischer Auffassung zweckmässi-

gen Zufahrtregelung verfügt die Parzelle Kat.-Nr. 1243 und damit die 

Wohnliegenschaft Y-Weg 17 nun über einen rechtlich gesicherten Zugang. 

 

 

R3.2018.00106 Seite 9 

Vor allem ist darauf hinzuweisen, dass ein regelkonformes Wende- bzw. 

Rückwärtsmanöver auf dem Grundstück Kat.-Nr. 1243 aus Platzgründen 

nicht möglich ist, was ohne weiteres aus den Planunterlagen und den Ver-

fahrensakten hervorgeht. Die Erschliessung der dienstbarkeitsbelasteten 

Parzelle wird dadurch nicht unverhältnismässig beeinträchtigt, weil es sich 

ausschliesslich um eine Zufahrtsregelung für eine einzelne Wohnliegen-

schaft handelt.  

Insbesondere darf auf dem dienstbarkeitsbelasteten Grundstück Kat.-

Nr. 1240 trotz des neuen Fuss- und Fahrwegrechts weiterhin nicht parkiert 

werden. Ein solches Parkieren, wie bis anhin öfters praktiziert (vgl. u.a. Fo-

tos act. 4.65), ist ohne explizites Einverständnis des Rekurrenten bzw. sei-

ner Mieterschaft weiterhin unzulässig. Ihre allfälligen Parkierungsprobleme, 

beispielsweise die solchen von beauftragten Handwerkern, haben die Mit-

beteiligten auf andere Weise zu lösen.  

Insgesamt ist die Zufahrtsregelung nicht zu beanstanden und von der Vor-

instanz im Rahmen ihres Ermessensspielraumes unter Berücksichtigung 

der beteiligten privaten Interessen korrekt festgelegt worden.  

6.1. 

In Anwendung von § 183 PBG in Verbindung mit § 145 PBG hat die Vor-

instanz richtigerweise die Entschädigungsfolgen für die Gewährung des 

Fuss- und Fahrwegrechts festgelegt. Danach hat die Eigentümerschaft der 

Parzelle Kat.-Nr. 1243 dem Eigentümer des Grundstücks Kat.-Nr. 1240, al-

so dem Rekurrenten, eine (einmalige) finanzielle Abgeltung von Fr. 1'050.-- 

zu leisten. Dabei wird von einem massgebenden Landwert von Fr. 30.--/m2 

ausgegangen, was multipliziert mit der beanspruchten Fläche von 35 m2 

die genannte Entschädigung ergibt (act. 3, S. 3, Dispositiv-Ziffer 3, und 

act. 9.33, S. 6). Nach Auffassung des Baurekursgerichts ist diese Entschä-

digung für dieses zeitlich unlimitierte Fuss- und Fahrwegrecht zu gering 

bemessen. 

Die Vorinstanz hat die Bemessungskriterien im Detail wie folgt begründet: 

"Es wird von einem Landwert von Fr. 600.--/m2 (erschlossen) ausgegangen 

(vgl. Auszug Baulandstatistik Kanton Zürich). Die Fläche ist nicht überbau-

bar (Grenzabstände, Wegabstand, Verkehrsfläche zu Kat. Nr. 1240). Die 

Fläche ist baurechtlich vollständig ausnützbar und die Ausnützung kann 

 

 

R3.2018.00106 Seite 10 

auch auf dem Grundstück Kat. Nr. 1240 konsumiert werden. Die dienstbar-

keitsbelastete Fläche kann nur als Verkehrsfläche genutzt werden. Deshalb 

wird für den Wert der Fläche von lediglich 1/5 (in Abweichung der üblichen 

Vorgartenregel von 1/3) des Landwertes von Fr. 600.--/m2 ausgegangen, 

d.h. Fr. 120.--/m2. 

Weiter wird der Unterhalt und die Erneuerung der Fläche zur Hälfte vom 

Eigentümer Kat. Nr. 1243 getragen. Die jährlichen Kosten betragen rund 

Fr. 7.50/m2 (Erneuerung, Reinigung, Winterdienst). Diese Einsparung wird 

kapitalisiert zu 4 %, d.h. Fr. 187.50/m2. 50 % davon werden vom Landwert 

Fr. 120.--/m2 in Abzug gebracht. Es verbleibt ein Netto-Landwert von ge-

rundet Fr. 30.-/m2 (act. 13). 

6.2. 

Der von der Vorinstanz angenommene Landwert von Fr. 600.00/m2 basiert 

nicht (mehr) auf den aktuellen statistischen Zahlen bzw. marktüblichen 

Preisen vor Ort. Die kantonale Baulandstatistik per 2018 gibt deutlich höhe-

re Baulandpreise für die Gemeinde X an, welche im Bereich um Fr. 1'000.--

/m2 liegen (https://statistik.zh.ch/internet/justiz_inneres/statistik/de/daten/ 

daten_immobilien_raum/immomarkt/bodenpreise.html; besucht am 14. Mai 

2019).  

Auch die weiteren vorinstanzlichen Kriterien sind nicht in allen Teilen nach-

vollziehbar. Es müsste zudem mitberücksichtigt werden, dass die durch das 

strittige Fuss- und Fahrwegrecht verursachte Werteinbusse im Bereich der 

rekurrentischen Liegenschaft ein gewisses Gewicht hat, weil sie zeitlich un-

limitiert ist. Die Zufahrt zur begünstigten Wohnliegenschaft ist jederzeit ge-

stattet. Schliesslich ist die einmalige Entschädigung mit Fr. 1'050.-- auch 

deshalb zu gering bemessen, weil die Dienstbarkeit das rekurrentische 

Grundstück unkündbar belastet.  

Damit ist Dispositiv-Ziffer 3 des angefochtenen Beschlusses aufzuheben 

und die Vorinstanz ist einzuladen, die Entschädigung im Sinne der Erwä-

gungen neu festzusetzen. 

7. 

Die Kosten des Grenzbereinigungsverfahrens von voraussichtlich rund 

Fr. 9'500.-- hat die Vorinstanz aufgrund der Interessenlage gestützt auf 

§ 184 PBG zu Recht vollumfänglich den Mitbeteiligten auferlegt, was be-

https://statistik.zh.ch/internet/justiz_inneres/statistik/

 

 

R3.2018.00106 Seite 11 

merkungsweise festzuhalten ist (Dispositiv-Ziffer 4 des angefochtenen Be-

schlusses).  

8. 

Zusammenfassend ist der Rekurs insoweit teilweise gutzuheissen, als der 

Gemeinderat X einzuladen ist, die Höhe der Entschädigung im Sinne der 

Erwägungen neu festzusetzen. Im Übrigen ist der Rekurs abzuweisen. 

9. 

Ausgangsgemäss sind die Verfahrenskosten zu ¾ dem Rekurrenten sowie 

zu ¼ dem Gemeinderat X aufzuerlegen (§ 13 Abs. 2 des Verwaltungs-

rechtspflegegesetzes [VRG]). 

Nach § 338 Abs. 1 PBG bzw. § 2 der Gebührenverordnung des Verwal-

tungsgerichts (GebV VGr) legt das Baurekursgericht die Gerichtsgebühr 

nach seinem Zeitaufwand, nach der Schwierigkeit des Falls und nach dem 

bestimmbaren Streitwert oder dem tatsächlichen Streitinteresse fest.  

Liegt wie hier ein Verfahren ohne bestimmbaren Streitwert vor, beträgt die 

Gerichtsgebühr in der Regel Fr. 1'000.-- bis Fr. 50'000.-- (§ 338 Abs. 2 

PBG; § 3 Abs. 3 GebV VGr). Bei der Bemessung der Gebührenhöhe steht 

der Rekursinstanz ein grosser Ermessensspielraum zu (Kaspar Plüss, in: 

Kommentar VRG, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2014, § 13 Rz. 25 ff.).  

Gestützt auf diese Kriterien ist die Gerichtsgebühr auf Fr. 3'500.--

festzusetzen (BGr 1C_566/2015 vom 18. Februar 2016, E. 2; 

BGr 1C_244/2013 vom 4. Juli 2013, E. 4; BRGE II Nrn. 0162 und 

0163/2012 vom 23. Oktober 2012, E. 16, in BEZ 2014 Nr. 36; Entscheid 

bestätigt mit VB.2012.00774 vom 22. August 2013, dieser bestätigt mit 

BGr 1C_810/2013 vom 14. Juli 2014; www.baurekursgericht-zh.ch). 

10.  

Umtriebsentschädigungen im Sinne von § 17 VRG wurden keine beantragt. 

[….]