# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1b4c63d7-ac52-56c6-881c-ce20d1745b0a
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-05-22
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 22.05.2013 LB120074
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LB120074_2013-05-22.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    

 
 

Geschäfts-Nr.: LB120074-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. A. Katzenstein, Vorsitzende, Oberrichterin 

lic. iur. M. Stammbach und Oberrichter Dr. P. Higi sowie Gerichts-

schreiber lic. iur. T. Engler. 

Beschluss und Urteil vom 22. Mai 2013 

 

in Sachen 

 

1. Erben des A._____,  
a) B._____,  
b) C._____,  

2. D._____,  
Beklagte, Berufungsklägerinnen und Anschlussberufungsbeklagte 

 

1, 2 vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____ 

 

gegen 

 

1. Stiftung E._____,  
2. Verein F._____,  
3. Altersheim G._____,  
4. H._____,  
5. I._____ (Verein),  
6. Verein J._____,  
7. Verein K._____,  
Kläger, Berufungsbeklagte und Anschlussberufungskläger 

 

1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 vertreten durch Rechtsanwalt Dr. oec. Y._____ 

- 2 - 

betreffend Auszahlung zurückbehaltener Erbteile, Rückforderung übersetzter 
Willensvollstreckerhonorare und Auszahlung des Restnachlasses 
 
Berufung gegen ein Urteil der I. Abteilung des Bezirksgerichtes Horgen vom 
17. Juli 2012; Proz. CP060001 

 
Rechtsbegehren 

a) Ursprüngliches (act. 2 S. 2): 

1. Es seien die Beklagten unter solidarischer Haftung zu verpflich-
ten, dem Kläger 1 (E._____) Fr. 66'499.45 und dem Kläger 4 
(H._____) Fr. 33'249.75 aus dem Nachlass von Frau L._____ 
auszurichten und aus dem eigenen Vermögen je 5% Zins auf die 
genannten Beträge seit 28. Mai 1998 zu bezahlen; 

2.1 Es seien die Beklagten unter solidarischer Haftung zu verpflich-
ten, den Klägern betreffend Nachlass von Frau L._____ Fr. 
346'842.50 (=17/20 von Fr. 408'050.–) sowie 5% Zins seit 9. No-
vember 1998 an zuviel bezogenen Willensvollstreckerhonoraren 
zu bezahlen; 

2.2 Es seien die Beklagten unter solidarischer Haftung zu verpflich-
ten, den Klägern ca. Fr. 28'000.– (=17/20 von ca. Fr. 33'000.–) 
aus dem noch vorhandenen, unverteilten Nachlassvermögen zu 
bezahlen; 

 eventualiter: 
3. Es sei für den Nachlass von Frau L._____ zur Durchsetzung der 

Rechtsbegehren 2.1 und 2.2 ein gesetzlicher Erbenvertreter ge-
mäss Art. 602 Abs. 3 ZGB einzusetzen; 

Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beklag-
ten. 

 

b) Am 19. April 2007 präzisiertes Rechtsbegehren (act. 47 S. 5) 

1. Es sei der Beklagte 1 zu verpflichten, dem Kläger 1 (E._____) Fr. 
66'499.45 und dem Kläger 4 (H._____) Fr. 33'249.75 aus dem 
Nachlass von Frau L._____ auszurichten und es seien die Be-
klagten unter solidarischer Haftung ferner zu verpflichten, aus 
dem eigenen Vermögen je 5% Zins auf die genannten Beträge 
seit 28. Mai 1998 zu bezahlen; 

- 3 - 

2.1 Es seien die Beklagten unter solidarischer Haftung zu verpflich-
ten, den Klägern betreffend Nachlass von Frau L._____ Fr. 
408'050.– sowie 5% Zins seit 9. November 1998 an zuviel bezo-
genen Willensvollstreckerhonoraren zu bezahlen; 

2.2 Es sei der Beklagte 1 zu verpflichten, den Klägern ca. 
Fr. 33'000.– aus dem noch vorhandenen, unverteilten Nach-
lassvermögen zu bezahlen; 

alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beklag-
ten. 

 
 

Urteil des Bezirksgerichtes Horgen, I. Abteilung, vom 17. Juli 2012  
(act. 190 S. 40 f.): 

1. Die Rechtsbegehren Ziffer 1 Halbsatz 1 und Ziffer 2.2 werden als gegenstandslos 

geworden abgeschrieben.  

2. Die Beklagten werden unter solidarischer Haftung verpflichtet, den Klägern insge-

samt Fr. 307'264.55 nebst Zins zu 5 % seit 9. November 1998 zu bezahlen. Zudem 

haben sie unter solidarischer Haftung 5% Zins auf Fr. 134'185.80 ab 9. November 

1998 bis zur Rückzahlung dieses Betrages durch die Beklagte 2 zu bezahlen. 

3. Im Mehrbetrag wird die Klage abgewiesen. 

4. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 40'100.00 ; die Barauslagen betragen: 

Fr. 1205.00   Zeugenentschädigung 

 
5. Die Gerichtskosten werden im Umfang von 1/11 den Klägern und im Umfang von 

10/11 den Beklagten auferlegt, wobei die Kläger unter sich und die Beklagten unter 

sich solidarisch haften. 

6. Die Beklagten werden unter solidarischer Haftung verpflichtet, den Klägern eine 

Prozessentschädigung von Fr. 45'000.– zuzüglich 8 % Mehrwertsteuer und 

Fr. 705.– Kosten des Schlichtungsverfahrens zu bezahlen.  

- 4 - 

7. Die Beklagten 1 werden unter solidarischer Haftung verpflichtet, den Klägern eine 

Prozessentschädigung von Fr. 1'200.– (zuzüglich 8 % Mehrwertsteuer) für die 

Rechtsbegehren Ziffer 1 und 2.2 zu bezahlen. 

8./9. Mitteilung/Rechtsmittel 
 
 

Berufungsanträge: 

der Beklagten, Berufungskläger und Anschlussberufungsbeklagten (vgl. act. 194 
S. 2 f. und act. 214 S. 3): 
 
A)   Berufung 

  "1. Es sei Ziff. 2, 3, 4, 5, 6 und 7 des Dispositivs des Urteils vom 17. Juli 2012 auf-
zuheben; 

 2. Es sei davon Kenntnis zu nehmen, dass Frau D._____ den Betrag von 
CHF 232'862.60 am 31. August 2012 zu ihrer Entlastung auf das Konto … bei 
der …bank AG, …, mit dem Zahlungszweck "Guthaben Kläger D._____/L._____ 
gemäss Urteil Bezirksgericht Horgen" einbezahlt hat und damit der ihr gemäss 
Berechnung des Bezirksgerichtes auferlegten Zahlungspflicht gemäss Dispositiv 
Ziffer 2 nachgekommen ist; 

 3. Es sei davon Kenntnis zu nehmen, dass die Erben von Herrn Dr. A._____ bereit 
sind, den Klägern CHF 48'020.80 zzgl. Zins von 5% seit Beendigung der Wil-
lensvollstreckung am 2. Dezember 2008 bis zur Rückzahlung dieses Betrages 
zu bezahlen; 

4. Es sei eine weitergehende Zahlungspflicht der Beklagten abzuweisen; 

5. Es seien die erstinstanzlichen Gerichtskosten sowie die Zusprechung einer Pro-
zessentschädigung im erstinstanzlichen Verfahren mit Bezug Frau D._____ im 
Sinne der nachfolgenden Ausführungen festzulegen und das Verfahren mit Be-
zug auf ihre Person abzuschreiben; 

6. Es seien die erstinstanzlichen Gerichtskosten sowie die Zusprechung einer Pro-
zessentschädigung im erstinstanzlichen Verfahren entsprechend dem Ausgang 
des vorliegenden Verfahrens mit Bezug auf die Erben Dr. A._____ neu festzule-
gen; 

7. Es seien die Kläger unter solidarischer Haftung zu verpflichten, den Beklagten 1 
eine Prozessentschädigung von CHF 3'300.00 (zzgl. 8% MwSt.) für die Rechts-
begehren Ziff. 1 und 2 zu bezahlen; 

- 5 - 

8. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Berufungsbeklagten 
und zugunsten der Erben A._____." 

B)    Anschlussberufung 

 "1. An den mit der Berufung vom 13. September 2012 eingereichten Rechtsbegeh-
ren wird festgehalten. 

2. Es seien sowohl die Rechtbegehren der Kläger und Berufungsbeklagten betref-
fend Berufung als auch die Anschlussberufung vollumfänglich abzuweisen. 

 
 
der Kläger, Berufungsbeklagten und Anschlussberufungskläger (act. 206 S. 3): 
 
A) Berufung 

Es sei die Berufung der Berufungsklägerinnen vom 13.09.2012 gegen das Urteil 
des Bezirksgerichts Horgen vom 17.07.2012 vollumfänglich abzuweisen, 

unter solidarischer Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Berufungsklä-
gerinnen, mit Bezug auf die Parteientschädigung zuzüglich der gesetzlichen Mehr-
wertsteuer. 

B)  Anschlussberufung 

Es seien die Berufungsklägerinnen zu verpflichten, den Berufungsbeklagten 
CHF 375'442.85 zu bezahlen einschliesslich 5% Zins auf diesem Betrag seit 
09.11.1998 sowie 5% Zins auf CHF 134'185.80 seit 09.11.1998 bis 02.12.2008, al-
les unter Verrechnung der von Frau D._____ den Berufungsbeklagten bereits be-
zahlten CHF 232'862.60, 

unter solidarischer Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Berufungsklä-
gerinnen, mit Bezug auf die Parteientschädigung zuzüglich der gesetzlichen Mehr-
wertsteuer. 

Erwägungen: 

I. 
(Übersicht zum Sachverhalt/Prozessgeschichte) 

1. Am tt.mm.1995 starb L._____. Sie hinterliess einen Nachlass im Wert von rund 
17 Millionen Franken, der im Wesentlichen aus einer Liegenschaft in J._____, ei-

ner Eigentumswohnung in M._____ sowie diversen Bankkonten und Wertschriften 

bestand. In ihrem Testament vom 15. Februar 1994 setzte sie 15 gemeinnützige 

- 6 - 

Organisationen als Erben ein, darunter die Kläger. Weitere 18 gemeinnützige Or-

ganisationen und Privatpersonen bedachte sie als Vermächtnisnehmer. L._____ 

sah zudem in ihrem Testament als gemeinsame Vollstrecker ihres Willens 

A._____ sowie N._____ vor. 

1.1. A._____ und N._____ übernahmen das Mandat als Willensvollstrecker und 
bezogen dabei in der Folge mehrfach Akontozahlungen an ihr Honorar. Im Ju-

ni/Juli 1997 zahlten sie den Erben einen ersten Anteil am Erbteil aus und stellten 

ihnen im Mai 1998 eine Teilungsrechnung zu. Diese wies eine Rückstellung für 

das Honorar der Willensvollstreckung im Umfang von Fr. 720'000.- aus (vgl. act. 

4/5). Die Kläger 1 und 4 verweigerten die Zustimmung zur Teilungsrechnung, weil 

sie mit dem in der Rechnung enthaltenen Willensvollstreckerhonorar nicht einver-

standen waren. A._____ und N._____ zahlten daraufhin den zustimmenden Er-

ben ihren Anteil aus und behielten die Anteile der Kläger, Berufungsbeklagten 

sowie Anschlussberufungskläger 1 und 4 zurück. Weil sie mit der Höhe des Hono-

rars von A._____ und N._____ nachträglich nicht mehr einverstanden waren, wi-

derriefen einige Erben ihre Zustimmung, so auch die Kläger, Berufungsbeklagten 

und Anschlussberufungskläger 2, 3 sowie 5-7 (im Folgenden werden die Parteien 

des Berufungsverfahrens der Einfachheit halber lediglich als Kläger und Beklagte 

bezeichnet). 

1.2 Gegen A._____ und N._____ wurde von mehreren Personen, darunter die 
Kläger 4 und 7, eine Strafanzeige wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung einge-

reicht. Während der Strafuntersuchung verstarb N._____. Die Beklagte 2 ist seine 

Ehefrau und Alleinerbin; als Erbin von N._____ wird sie ins Recht gefasst. 

 A._____ wurde im Oktober 2007 erstinstanzlich vom Vorwurf der ungetreuen 

Geschäftsbesorgung usw. freigesprochen, trat im Jahr 2009 vom Willensvollstre-

ckermandat zurück und verstarb am tt.mm.2010. Die Beklagten 1 sind seine Er-

ben. 

2. - 2.1 Die Klage wurde im Februar 2006 beim Bezirksgericht anhängig gemacht. 
Die Klageschrift, mit der die Weisung des Friedensrichteramtes J._____ vom  

3. Dezember 2005 eingereicht wurde, datiert vom 14. Februar 2006 (vgl. act. 1 f.). 

- 7 - 

2.1.1 Das Rechtsbegehren wurde in der Folge von den Klägern zweimal präzisiert 
bzw. modifiziert, letztmals am 19. April 2007 (vgl. act. 47 S. 5). Dabei wurde ers-

tens am Eventualbegehren Ziffer 3 nicht mehr festgehalten und zweitens das 

Rechtsbegehren Ziffer 1, erster Halbsatz, sowie Ziffer 2.2, soweit es gegen die 

Beklagte 2 gerichtet war, der Sache nach zurückgezogen. Das Verfahren wurde 

deshalb vom Bezirksgerichtspräsidenten im zweiten Punkt mit Verfügung vom  

19. August 2008 infolge Rückzugs des Begehrens gegenüber der Beklagten 2 

abgeschrieben, unter Festsetzung einer entsprechenden Gerichtsgebühr sowie 

unter Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Kläger und 

zu Gunsten der Beklagten 2 (Zusprechung einer Prozessentschädigung). Zu-

gleich eröffnete der Bezirksgerichtspräsident den Parteien die Möglichkeit der 

Einsprache an das Kollegium (vgl. act. 95, dort S. 3 f.). Einsprache wurde jedoch 

keine erhoben (vgl. act. 96 ff.). 

2.1.2 Ende März 2009 liessen die Kläger das Bezirksgericht sodann wissen, nach 
dem Rücktritt des Beklagten 2 als Willensvollstrecker sei es zur Auszahlung des 

bisher noch unverteilten Nachlasses gemäss den Rechtsbegehren Ziffer 1 und 

Ziffer 2.2 an die Kläger 1 und 4 sowie ebenso an die am Prozess unbeteiligten 

Erben gekommen (vgl. act. 107). 

2.1.3 Das Bezirksgericht führte das gesamte Hauptverfahren schriftlich durch. 
Diesem folgte ab ca. Ende Mai 2009 ein Beweisverfahren. Ebenso unternahm das 

Bezirksgericht erfolglose Bemühungen zur gütlichen Beendigung des Streites.  

Am 17. Juli 2012 erging dann das angefochtene Urteil (act. 197 [= act. 190 =  

act. 196/1]), dessen Dispositiv in den wesentlichen Punkten diesen Erwägungen 

vorangestellt ist. 

2.1.4 Für Einzelheiten zum Gang des umfangreichen bezirksgerichtlichen Verfah-
rens kann auf die Erwägungen unter Ziffer 1 des angefochtenen Entscheids ver-

wiesen werden (vgl. act. 197 S. 3-10). Das erspart (insoweit unnötige) Wiederho-

lungen. 

2.2 Mit Schriftsatz vom 13. September 2012 (act. 194 ff.) liessen die Beklagten 
rechtzeitig die Berufung erheben. In der Folge wurden die bezirksgerichtlichen  

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Akten beigezogen. Nach deren Eingang wurde von den Beklagten u.a. ein Kos-

tenvorschuss i.S. des Art. 98 ZPO erhoben (vgl. act. 198) und – nachdem der 

Vorschuss innert erstreckter Frist geleistet worden war – Frist zur Berufungsant-

wort angesetzt. Ende Oktober wurde den Klägern Gelegenheit zur Berufungs-

antwort geboten (vgl. act. 204). Die Kläger nutzten diese Gelegenheit mit Schrift-

satz vom 27. November 2012 (vgl. act. 206). Zugleich erhoben sie Anschlussbe-

rufung, weshalb von ihnen ebenfalls ein Kostenvorschuss einverlangt wurde (vgl.  

act. 207). Frist zur Beantwortung der Anschlussberufung konnte den Beklagten 

am 21. Dezember 2012 angesetzt werden (vgl. act. 212). Die Antwort der Beklag-

ten (act. 214) ging im Februar 2013 rechtzeitig ein. Die gesetzlich vorgesehenen 

Schriftenwechsel waren damit durchgeführt. Da sich die Sache seit da als spruch-

reif erweist, wurde den Klägern lediglich noch ein Doppel von act. 214 zugestellt 

(vgl. act. 215). 

II. 
(Anwendbares Verfahrensrecht; weitere prozessuale Fragen) 

1. - 1.1 Die Klage wurde beim Bezirksgericht vor dem Inkrafttreten der Schweize-
rischen Zivilprozessordnung (ZPO) am 1. Januar 2011 anhängig gemacht. Das 

bezirksgerichtliche Verfahren folgte daher noch – wie in Art. 404 Abs. 1 ZPO fest-

gehalten – bis zu seinem Abschluss den Regeln des kantonalen Verfahrens-

rechts, namentlich also der ZPO/ZH, des GVG/ZH sowie der dazugehörigen Ne-

benerlasse etwa zu den Gerichts- und Anwaltsgebühren. Das wird im Folgenden 

zu beachten sein. 

1.2 Das vorliegende Berufungsverfahren untersteht demgegenüber gemäss  
Art. 405 Abs. 1 ZPO den Regeln der ZPO (und hat die Regeln des kantonalen 

Rechts zu Gebühren usw. zu beachten, welche die ZPO ergänzen). 

 Demnach stellt das Berufungsverfahren im Grundsatz die Fortsetzung des 

Prozesses anhand des vor der ersten Instanz vorgetragenen Sachverhaltes dar 

(zu den Ausnahmen vgl. Art. 317 ZPO). Mit der Berufung ist daher die unrichtige 

Feststellung des Sachverhaltes durch die Vorinstanz sowie eine unrichtige 

Rechtsanwendung der Vorinstanz zu rügen (Art. 310 ZPO). Gemäss Art. 311  

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Abs. 1 ZPO sind deshalb entsprechende Rügen von der Berufung führenden Par-

tei in der Berufungsschrift und einer allfälligen Anschlussberufungsschrift einzeln 

vorzutragen und zu begründen (Begründungslast; vgl. dazu BGE 138 III 375 oder 

OGer ZH, Urteil LB110049 vom 5. März 2012, E. 1.1 und E. 1.2, je mit Verwei-

sen). Wiederholungen des bereits vor der ersten Instanz Vorgetragenen genügen 

den gesetzlichen Anforderungen an eine Begründung daher ebenso wenig wie 

allgemeine Kritik am angefochtenen Entscheid bzw. den erstinstanzlichen Erwä-

gungen (vgl. auch BGE 138 III 375). 

 Gemäss Art. 317 Abs. 1 ZPO sind ferner neue Tatsachen und Beweismittel 

im Berufungsverfahren nur dann noch zu berücksichtigen, wenn sie ohne Verzug 

vorgebracht werden und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor der ersten In-

stanz hatten vorgebracht werden können (vgl. dazu BGE 138 III 625). Das heisst 

auch, dass eine Partei, die neue Tatsachen und/oder Beweismittel im Berufungs-

verfahren einführen will, der Rechtsmittelinstanz und der Gegenpartei jeweils dar-

zulegen hat, dass dies ohne Verzug erfolgt ist und weshalb es ihr trotz zumutba-

rer Sorgfalt nicht möglich gewesen war, die Tatsache und/oder das Beweismittel 

bereits vor erster Instanz vorzubringen (vgl. etwa OGer ZH, Urteil LB110049 vom 

5. März 2012, E. 1.1 und E. 1.2). Fehlt es an dergleichen Darlegungen, erweisen 

sich eine Berufung bzw. Anschlussberufung und/oder deren Beantwortung in Be-

zug auf die darin vorgetragenen Noven als unbegründet und bleiben diese Noven 

nur schon insofern konsequenterweise unbeachtlich (eine Prüfung der Frage, 

welche Tatsachenbehauptungen usw. allenfalls unbegründet vorgetragene Noven 

darstellen könnten, erweist sich insofern als entbehrlich). 

2. Die Beklagten beantragen mit der Berufung die Aufhebung des vorinstanzli-
chen Urteils in den Dispositivziffern 2 - 7 (vgl. act. 194 S. 1). Die Kläger beantra-

gen die Abweisung der Berufung sowie die Gutheissung der Anschlussberufung, 

welche sich ausschliesslich auf die Gutheissung des vor der Vorinstanz präzisier-

ten Rechtsbegehrens Ziffer 2.1 bezieht (vgl. act. 206 S. 3 und S. 23 f.). 

2.1 Unangefochten geblieben ist demnach die vom Bezirksgericht unter Disposi-
tivziffer 1 getroffene Regelung, mit der die Rechtsbegehren Ziffer 1 Halbsatz 1 

und Ziffer 2.2 als gegenstandslos abgeschrieben wurden. Das Urteil ist insoweit 

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mit dem Ablauf der Frist zur Berufungsantwort in Rechtskraft erwachsen. Das ist 

der guten Ordnung halber vorzumerken. Damit zu verbinden ist jedoch nachfol-

gende Präzisierung. 

 Das Bezirksgericht hat bereits mit der Verfügung seines Präsidenten vom 

19. August 2008 die Klage in Bezug auf das Rechtsbegehren Ziffer 1, erster 

Halbsatz, sowie Ziffer 2.2, soweit es gegen die Beklagte 2 gerichtet war, als durch 

Rückzug erledigt abgeschrieben. Dabei wurden eine Kostenausscheidung vorge-

nommen (Kostenfestsetzung in Bezug auf den zurückgezogenen Klageteil) und 

die Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Kläger geregelt (vgl. vorn 

Ziff. I/2.1.1). Die Verfügung erging prozessual korrekt gestützt auf §122 Abs. 3 

GVG/ZH und es wurde gegen sie keine Einsprache gemäss § 122 Abs. 4 

GVG/ZH erhoben (vgl. a.a.O.). Sie erwuchs daher in Rechtskraft und erledigte in-

soweit das bezirksgerichtliche Verfahren. Die Rechtsbegehren Ziffer 1, erster 

Halbsatz, sowie Ziffer 2.2 blieben daher nur noch so weit Gegenstand des be-

zirksgerichtlichen Verfahrens, wie sie sich gegen den Beklagten 1 richteten. In 

Dispositivziffer 1 seines Entscheides vom 17. Juli 2012 hat das Bezirksgericht die 

Klage daher nur insoweit als gegenstandslos geworden abschreiben können und 

auch nur insoweit abgeschrieben; das zeigt die zusätzliche Regelung in Disposi-

tivziffer 7 des Urteils. 

2.2 Das Bezirksgericht hat in seinem Urteil vom 17. Juli 2012 die Klage hinsicht-
lich des übrigen Rechtsbegehrens Ziffer 1, zweiter Halbsatz, mit dem die Kläger 1 

und 4 um Zusprechung von 5% Zins auf Fr. 66'499.45 bzw. auf Fr. 33'249.75 seit 

dem 28. Mai 1998 verlangten, der Sache nach abgewiesen (vgl. act. 197 S. 36 f.). 

Ausdrücklich festgehalten wurde das im Dispositiv des angefochtenen Urteils 

nicht. Indessen hat das Bezirksgericht unter Dispositivziffer 2 die Klage einzig in 

Bezug auf die Rückerstattung von Honorar gemäss Rechtsbegehren Ziffer 2.1 

teilweise gutgeheissen (vgl. dazu act. 197 S. 35 und S. 40). In Dispositivziffer 3 

hat es die Klage zudem im Mehrbetrag abgewiesen, mithin ebenso in Bezug auf 

das Rechtsbegehren Ziffer 1, zweiter Halbsatz. 

 Die Beklagten, welche auf Abweisung der Klage hielten und halten, soweit 

die geltend gemachten Forderungen nicht ohnehin durch Zahlung usw. unterge-

gangen sind, sind demnach durch die Anordnungen des Bezirksgerichtes in der 

- 11 - 

Dispositivziffer 3 offenkundig gar nicht beschwert. Es fehlt ihrem Antrag auf Auf-

hebung der Dispositivziffer 3 somit an der grundlegenden Rechtsmittelvorausset-

zung der Beschwer, weshalb darauf gar nicht einzutreten ist. Weiterungen erübri-

gen sich insoweit (namentlich spielt es keine Rolle mehr, dass die Beklagten mit 

dem Antrag, Dispositivziffer 3 sei aufzuheben, keinen Sachantrag verbinden und 

begründen, wie anstelle der aufgehobenen Dispositivziffer 3 zu entscheiden wäre; 

vgl. dazu auch nachstehende Ziff. II/2.3). 

 Die Kläger greifen das alles mit ihrer Anschlussberufung, wie einleitend zu 

dieser Ziff. II/2 vermerkt, folglich zu Recht nicht weiter auf.  

2.3 - 2.3.1 Die Berufung ist bei der Rechtsmittelinstanz schriftlich und begründet 
einzureichen (Art. 311 Abs. 1 ZPO). Sie hat Berufungsanträge zu enthalten. Bei 

diesen darf sich ein Berufungskläger nicht damit begnügen, einzig die Aufhebung 

des angefochtenen erstinstanzlichen Entscheides zu beantragen. Er hat ebenso 

einen Antrag in der Sache selbst zu stellen, also im Rechtsbegehren anzugeben, 

wie im Fall der Gutheissung der Berufung zu entscheiden wäre. Ausführungen 

hierzu lediglich in der Begründung genügen nicht. Fehlt es im Rechtsbegehren an 

einem Antrag auch zur Sache, so ist die Berufung nicht abzuweisen, sondern es 

ist auf sie gar nicht erst einzutreten (vgl. zum Ganzen etwa OGer ZH, LE110051 

vom 10. November 2011 [http://www.gerichte-zh.ch/entscheide/entscheide-neue-zpo.html], 

ferner etwa HUNGERBÜHLER, in: Dike-Komm-ZPO, Zürich/St. Gallen 2011, Art. 311 

N 14, 16 und 17, REETZ/THEILER, in: Kommentar zur Schweizerischen ZPO, Zürich 

2010, Art. 311 N 34 f. [unter Verweis auf BGE 133 III 489 E. 3.1], JEANDIN, in: 

CPC Commenté, Bâle 2011, Art. 311 N 4, endlich BGer Urteil 4D_61/2011 vom 

26. Oktober 2011). 

2.3.2 Mit ihrer Berufung verlangen die Beklagten ebenfalls die Aufhebung von 
Dispositivziffer 4 des angefochtenen Urteils. In dieser Ziffer hat das Bezirksgericht 

die Kosten für sein Verfahren festgesetzt, soweit es dieses noch bis zum Ende 

durchzuführen hatte, also in Bezug auf das Rechtsbegehren Ziffer 2.1 sowie in 

Bezug auf die Rechtsbegehren Ziffer 1 und 2.2 hinsichtlich des bzw. der heutigen 

Beklagten 1. Es setzte dabei die Gerichtsgebühr auf Fr. 40'100.- fest und die 

Zeugenentschädigungen (Barauslagen) auf Fr. 1'205.- (vgl. act. 197 S. 40). 

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 Die Beklagten verbinden mit ihrem Antrag auf Aufhebung des angefochte-

nen Urteils in diesem Punkt keinen Antrag zur Höhe der nach ihrer Auffassung zu-

treffend anzusetzenden Gerichtskosten. Es folgt dergleichen ebenso wenig aus 

den Berufungsanträgen 5 und 6 der Beklagten, mit denen sie eine Neuregelung 

der erstinstanzlichen Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen beantra-

gen, die Gegenstand nicht von Dispositivziffer 4 des angefochtenen Urteils sind, 

sondern der Dispositivziffern 5-7. Und es folgt endlich auch nicht aus der Beru-

fungsbegründung (vgl. act. 194, dort insbesondere S. 2-6 und S. 31 ff.), inwiefern 

die Kostenfestsetzung des Bezirksgerichtes in Dispositivziffer 4 des angefochte-

nen Urteil unrichtig sein soll bzw. sich auf unzutreffende Tatsachenfeststellungen 

usw. abstützen soll (z.B. in der Höhe der Zeugengelder). 

 Auf die Berufung ist daher, soweit mit ihr die Aufhebung von Dispositivziffer 

4 des Urteils vom 17. Juli 2012 verlangt wird, nicht einzutreten. Wiederum zu 

Recht greifen die Kläger ebenfalls diesen Punkt mit ihrer Anschlussberufung nicht 

weiter auf. 

2.4 Im Zusammenhang mit der Anfechtung der Kosten- und Entschädigungsrege-
lungen durch das Bezirksgericht lässt sich beim Berufungsantrag 5 erkennen, 

dass die Beklagten die Auffassung vertreten, die Beklagte 2 habe Anspruch da-

rauf, dass wenigstens über die von ihr im Zusammenhang mit den Rechtsbegeh-

ren Ziffern 1 und 2.2 bei der Vorinstanz erhobenen Einwände hinsichtlich der Ak-

tiv- und Passivlegitimation entschieden werde (vgl. act. 194 S. 34 f.). 

 Unter Ziff. II/2 wurde bereits dargelegt, dass das bezirksgerichtliche Verfah-

ren bei den Rechtsbegehren Ziffer 1, erster Halbsatz, und Ziffer 2.2, soweit sie die 

Beklagte 2 betreffen, im Jahre 2008 infolge Rückzugs der Klage rechtskräftig ent-

schieden worden ist, unter entsprechender Regelung der Kosten und Entschädi-

gungsfolgen. Ist eine Sache rechtskräftig entschieden worden, steht dem Begeh-

ren um erneute Prüfung der Sache die Rechtskraft entgegen. Soweit ein Gericht 

Kenntnis davon hat, dass eine Streitsache bereits rechtskräftig entschieden wor-

den ist, hat es das von Amtes wegen zu berücksichtigen. 

 Mit dem Berufungsantrag 5 verlangen die Beklagten der Sache nach für die 

Beklagte 2 eine erneute Prüfung der bereits im Jahre 2008 rechtskräftig getroffe-

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nen Kosten- und Entschädigungsregelung. Auf diese ist indessen nicht mehr zu-

rückzukommen, und es ist auf die Berufung auch insoweit nicht einzutreten. 

3. Im Berufungsverfahren geht es somit, was als Zwischenergebnis festzuhalten 
ist, einerseits grundsätzlich noch um das präzisierte Rechtsbegehren Ziffer 2.1 

sowie anderseits um die vom Bezirksgericht getroffenen Regelungen zu den Kos-

ten- und Entschädigungsfolgen gemäss den Dispositivziffern 6 und 7 des ange-

fochtenen Entscheides sowie gemäss Dispositivziffer 5, soweit darauf noch einge-

treten werden kann. 

3.1 Mit ihrem Berufungsantrag 2 machen die Beklagten eine Zahlung durch die 
Beklagte 2 an die Kläger im Umfang von Fr. 232'862.60 per 31. August 2012  

geltend (vgl. act. 194 S. 2 und S. 5). Die Kläger anerkennen diese Zahlung per 

31. August 2012 (vgl. act. 206 S. 4 f.). 

 In der Dispositivziffer 2 des angefochtenen Urteils verpflichtete das Bezirks-

gericht die Beklagten unter solidarischer Haftung einerseits zur Zahlung von ins-

gesamt Fr. 307'264.55 nebst Zins zu 5% seit 9. November 1998 sowie anderseits 

zur Zahlung von 5% Zins auf Fr. 134'185.80 ab 9. November 1998 bis zur Rück-

zahlung des letztgenannten Betrages durch die Beklagte 2. Entgegen der Auffas-

sung der Beklagten (vgl. act. 194 S. 2 und S. 5) hat die Beklagte 2 damit die ihr im 

Urteil auferlegte Zahlungspflicht offensichtlich nicht vollständig erfüllt. Es liegt da-

her insoweit eine Teilzahlung vor, welche grundsätzlich den Beklagten insgesamt 

anzurechnen ist (vgl. Art. 147 Abs. 1 OR). Die Frage, welche der mehreren im 

Raum stehenden Schulden durch die Zahlung genau getilgt wurden, stellt sich 

hier daher nicht (und es ist darauf nur im allenfalls noch gegebenen Sachzusam-

menhang jeweils zurückzukommen). 

 Die Zahlung der Fr. 232'862.60 erfolgte per 31. August 2012, also nach der 

schriftlichen Eröffnung des Urteils, aber bevor die Beklagten die Berufung erho-

ben. Die Zahlung führte daher bereits vor Einleitung des Berufungsverfahrens 

zum teilweisen Untergang der zwischen den Parteien strittigen Forderungen und 

kann daher zwangsläufig keine – auch keine bloss teilweise – Gegenstandslosig-

keit des Berufungsverfahrens nach sich ziehen. Da die Zahlung zudem nach der 

Eröffnung des vorinstanzlichen Urteils erfolgte, lässt sie ebenso dieses unberührt 

- 14 - 

und es ist dessen Dispositivziffer 2 insoweit in Rechtskraft erwachsen. Der Klar-

heit halber ist davon Vormerk zu nehmen. 

3.2 Wie eben unter Ziffer II/3.1 vermerkt, verpflichtete das Bezirksgericht die Be-
klagten in Dispositivziffer 2 des angefochtenen Urteils solidarisch zur Leistung von 

mehr als Fr. 307'000.- zuzüglich Zinsen. 

 Mit dem Berufungsantrag 3 verlangen die Beklagten 1 (Erbinnen des 

A._____) die gerichtliche Kenntnisnahme zu ihrer Bereitschaft, den Klägern 

Fr. 48'020.80 zuzüglich 5% Zins seit dem 2. Dezember 2008 zu bezahlen (vgl. zur 

Berechnung dieses Betrages act. 194 S. 28). An die Bereitschaft zur Zahlung 

knüpfen die Beklagten 1 keine Bedingungen (vgl. act. 194 S. 2). Im Berufungsan-

trag 3 liegt daher eine teilweise Anerkennung der Klage durch die Beklagten 1, 

welche sich auf das Rechtsbegehren 2.1 bzw. die Verpflichtung zur Zahlung ge-

mäss Dispositivziffer 2 des angefochtenen Urteils bezieht. Das Verfahren ist da-

her im Umfang der Anerkennung abzuschreiben. 

III. 
(Zu Berufung und Anschlussberufung) 

1. Die Parteien streiten in der Sache über den Umfang einer Rückzahlung von 
Honorar, das einerseits A._____ und anderseits N._____ als Willensvollstrecker 

bereits je à Konto bezogen haben. Diesen Rahmen gibt die Klage bzw. deren 

Rechtsbegehren 2.1 vor. Im Kern dreht sich der Streit indessen um die Frage 

nach der Angemessenheit des Honorars der beiden Willensvollstrecker, und da 

im Wesentlichen um den angemessenen Aufwand und den angemessenen Hono-

raransatz (Stundenansatz) eines jeden Willensvollstreckers. Bevor auf diesen 

Kern eingegangen werden kann, gilt es den Rahmen noch etwas auszuleuchten. 

1.1 Unbestritten bzw. von den Beklagten im bezirksgerichtlichen Verfahren aner-
kannt ist, dass von den Willensvollstreckern an ihre Honorare anfängliche Akon-

tozahlungen von insgesamt "CHF 688'050.- zuzüglich Mehrwertsteuer" (act. 57  

S. 9) beansprucht worden waren, wovon auf A._____ total Fr. 412'830.- entfielen 

und auf N._____ total Fr. 275'220.- (vgl. etwa act. 2 S. 7, act. 22 S. 4 und act. 57 

S. 9). À Konto der "zuzüglichen" Mehrwertsteuer erfolgten gemäss act. 4/6 tat-

- 15 - 

sächliche Zahlungen an A._____ über insgesamt Fr. 28'080.- und an N._____ 

über insgesamt Fr. 18'720.-. Das wurde so von den Beklagten ebenfalls nicht be-

stritten (vgl. act. 22 S. 4 und act. 57 S. 9). Im Ergebnis haben die zwei Willens-

vollstrecker daher Akontozahlungen für Honorar und Mehrwertsteuer von insge-

samt Fr. 734'850.- bezogen, nämlich A._____ Fr. 440'910.- und N._____ 

Fr. 293'940.-. Das hatte im bezirksgerichtlichen Verfahren als erstellt zu gelten; 

das Bezirksgericht hat daher in diesem Punkte richtigerweise kein Beweisverfah-

ren durchgeführt, sondern auf den erstellten Sachverhalt abgestellt (vgl. act. 197 

S. 35). Im Berufungsverfahren ist dieses Vorgehen sachgerecht kein Thema 

mehr, weshalb im Folgenden ebenso auf diesen erstellten Sachverhalt abzustel-

len ist. 

1.2 Unstrittig bzw. erstellt ist überdies, dass von den an N._____ geleisteten 
Akontozahlungen die Beklagte 2 den Betrag von Fr. 134'185.80 später an die 

Erbschaft wieder zurückerstattete. Auch diesen Sachverhalt hat das Bezirksge-

richt daher zutreffend seinem Urteil zugrunde gelegt (vgl. act. 197 S. 35). Im Beru-

fungsverfahren ist ebenso diese Rückerstattung kein Thema mehr. 

2. - 2.1 Das Bezirksgericht hat sich im angefochtenen Urteil in grundsätzlichen 
Erwägungen mit den wesentlichen Gesichtspunkten befasst, unter denen ein Wil-

lensvollstreckerhonorar zu beurteilen ist und danach – bezogen auf die strittigen 

Themen des Aufwandes und des Honoraransatzes – die Rechtsfragen der Be-

weislastverteilung, des Beweismasses und der Angemessenheit von Stundenan-

sätzen erörtert (vgl. act. 197, dort die Erwägungen 4.1 und 4.3.3). Diese grund-

sätzlichen Erwägungen erweisen sich als zutreffend und werden deshalb von den 

Parteien so auch gar nicht in Frage gestellt. Zur Vermeidung von Wiederholungen 

kann daher vorab auf sie verwiesen werden. 

2.1.1 Zur Verdeutlichung und Ergänzung dieser Erwägungen bleibt vorab anzu-
merken, dass das Amt des Willensvollstreckers mit der Annahme des Amtes be-

ginnt. Bei der Amtsannahme kann es sich um eine auf die amtliche Mitteilung hin 

förmlich Erfolgte handeln oder ausnahmsweise um eine früher erfolgte Tatsächli-

che. Letztere ist dann anzunehmen, wenn der Willensvollstrecker bereits ausser-

amtlich Kenntnis davon erhalten hat, dass er vom Erblasser für das Amt vorgese-

- 16 - 

hen worden ist, und seine Tätigkeit daher beginnt. Das Amt des Willensvollstre-

ckers endet allgemein mit der vollständigen Erledigung der Aufgaben, ferner etwa 

mit der (rechtskräftigen) Ungültigerklärung der letztwilligen Verfügung, in der der 

Willensvollstrecker bezeichnet wurde. Daneben kommen Beendigungsgründe, die 

sich auf die Person eines bestimmen Willensvollstreckers beziehen. Es sind das 

z.B. die richterliche Ungültigerklärung der Ernennung, die Absetzung durch die 

zuständige Aufsichtsbehörde bzw. das Gericht (nicht aber durch Mandatsentzug 

bzw. "Absetzung" durch die Erben), ferner der Verlust der Handlungsfähigkeit, der 

Tod oder der Rücktritt vom Amt (der ohne Grundangabe möglich ist, da kein 

Amtszwang besteht). Da dem Willensvollstrecker für seine Aufwendungen in der 

Amtsausübung eine angemessene Vergütung zusteht, bestimmen Amtsbeginn 

und Beendigung des Amtes zugleich den Zeitraum, in dem vergütungsberechtige 

Aufwendungen grundsätzlich entstehen können. 

 Der Anspruch des Willensvollstreckers auf angemessene Vergütung wird in 

Art. 517 Abs. 3 ZGB geregelt und durch die Grundsätze zur Vergütung des Beauf-

tragten (Art. 394 Abs. 3 und Art. 402 Abs. 1 OR) ergänzt. Er ist daher bundes-

rechtlicher Natur; kantonalrechtliche Tarifordnungen oder von Berufsverbänden 

empfohlene Tarife usw. sind insoweit unmassgeblich. Massgeblich sind demge-

genüber insbesondere der sachlich gebotene Aufwand, bemessen in Stunden, die 

Kompliziertheit der Verhältnisse und die damit verbundene Verantwortung (vgl. 

etwa BGE 129 I 330 [E. 3.2 und 3.3], 117 II 282 [E. 4a-b]). Der Wert des Nach-

lassvermögens mag bei der Verantwortung eine gewisse Rolle spielen, bleibt an-

sonsten jedoch unerheblich. Ebenfalls darauf hat das Bezirksgericht zutreffend 

hingewiesen, wie es ferner richtig festgehalten hat, dass Branchentarife bei der 

Bestimmung der Angemessenheit von Stundenansätzen allenfalls hilfsweise – als 

Orientierungspunkt – beachtet werden können, wenn der Willensvollstrecker 

branchenangehörig ist (vgl. act. 197 S. 31). Dabei ist dann allerdings etwa zusätz-

lich zu berücksichtigen, inwieweit in diesen als Orientierungshilfe betrachteten 

Honoraransätzen Infrastrukturkosten enthalten sind und inwiefern der Willensvoll-

strecker konkret auf solche Infrastrukturen zurückgegriffen hat oder nicht. 

2.1.2 Ergänzend bzw. verdeutlichend hervorzuheben ist zudem, dass das Be-
zirksgericht im Zusammenhang mit der Beweislastverteilung und dem Beweis-

- 17 - 

mass richtigerweise ausführt, die Rechtsdurchsetzung dürfe dann bzw. dort nicht 

am Beweismass des strikten Beweises und damit an den Beweisschwierigkeiten 

scheitern, wenn bzw. wo diese typischerweise bei bestimmten Sachverhalten auf-

treten (vgl. dazu auch BGE 137 III 255 [E. 4.1.2] und 133 III 153 [E. 3.3]). Richtig 

erkannt hat das Bezirksgericht dazu, dass ein derart typischer Sachverhalt bei der 

Willensvollstreckertätigkeit gegeben ist, weil zwar ein Willensvollstrecker eine 

Stundenaufstellung zur Bestimmung seines Honorars erstellen kann und soll, es 

ihm indessen naturgemäss nicht möglich ist, im Nachhinein jede einzeln aufge-

wendete Stunde zu beweisen. Es darf daher auch genügen, wenn er die geleiste-

te Arbeit belegt bzw. beweist, woraus dann auf die sinnvollerweise dafür aufge-

wandte Zeit geschlossen werden kann, analog dem in BGE 128 III 271 (E.2.b) 

Skizzierten. 

2.2 - 2.2.1 Das Bezirksgericht erhob und wertete getreu den eben erwogenen 
Grundsätzen Beweise. Es nahm alle Beweismittel ab, welche die Parteien zu dem 

von den Willensvollstreckern betriebenen Aufwand offeriert hatten (vgl. act. 197  

S. 14 ff.), ausgehend von act. 4/13 (Aufstellung der Willensvollstrecker). Es ge-

langte dabei zum Ergebnis, ein bei effizienter Geschäftsbesorgung gebotener 

Aufwand von insgesamt 915 Stunden sei ausgewiesen; von diesen Stunden ent-

fielen 661 ¾ auf A._____ und 253 ¼ auf N._____. Die Kläger hätten allerdings – 

so das Bezirksgericht weiter – in der Replik einen Aufwand von 1'000 Stunden 

anerkannt, namentlich in dem sie diesen Aufwand zur Grundlage ihrer Berech-

nung eines angemessenen Gesamthonorars (und damit der Forderung auf Rück-

erstattung) genommen hätten. Das führe zu einer anteilsmässigen Verteilung von 

723 Stunden auf A._____ und von 277 Stunden auf N._____ (vgl. act. 197 27 f.). 

 Unbeschadet dieser anteilsmässigen Stundenverteilung, welche sich auf die 

Anerkennung der Kläger bezog, ist das Bezirksgericht in seinen Erwägungen rich-

tigerweise durchgehend davon ausgegangen, jedem Willensvollstrecker stehe ein 

eigener Honoraranspruch zu und jeder Willensvollstrecker habe daher allenfalls 

von ihm zu viel à Konto bezogenes Honorar zurückzuerstatten (bzw. es treffe die 

entsprechende Verpflichtung die jeweiligen Erben eines Willensvollstreckers). 

- 18 - 

2.2.2 Die das Honorar bestimmenden angemessenen Stundenansätze bestimmte 
das Bezirksgericht sachgerecht je Willensvollstrecker mit einlässlichen und sorg-

fältigen Überlegungen (vgl. a.a.O. S. 28 ff.). Dabei gelangte es einerseits im We-

sentlichen zum Ergebnis, das Mandat sei eher einfach, aber zeitintensiv gewesen 

und von den bereits pensionierten, nur noch wenig in der Praxis tätigen Willens-

vollstreckern, die z.T. auch untergeordnete, delegierbare Tätigkeiten übernom-

men hätten, unter fehlendem Effizienzdruck geführt worden. Anderseits verneinte 

es mit einlässlicher Begründung zum einen die Anwendbarkeit der Honorarord-

nung der Zürcher Rechtsanwälte für die Bestimmung des Stundenansatzes bei 

A._____ u.a. mit dem Hinweis darauf, dass dieser zwar Inhaber des Anwaltspa-

tentes gewesen sei, jedoch seine berufliche Karriere als Vorgesetzter der Abtei-

lung Willensvollstreckung bei einer Bank beschlossen habe und nicht als "Front-

mann"; danach habe er sich zur Hauptsache mit Verwaltungsratsmandaten be-

fasst, nebst der Betreuung des Nachlasses von L._____ (vgl. a.a.O., S. 31 und S. 

33). Das Bezirksgericht orientierte sich hingegen (vorab bei N._____) an den Ho-

norarempfehlungen der Treuhandkammer. Mit einlässlichen Überlegungen, wel-

che u.a. berücksichtigten, dass die Ansätze gemäss Empfehlungen die Abgeltung 

einer Infrastruktur umfassen und daher auch die sog. untergeordneten Arbeiten 

durch Dritte (wie Sekretariatsarbeit), gelangte es bei N._____ zu einem einheitli-

chen Stundenansatz von Fr. 216.- (vgl. a.a.O., S. 31). Bei A._____ gelangte es für 

die Zeit, in der A._____ auf eine professionelle Struktur zurückgriff (bis. 30. Sep-

tember 1997) zu einem einheitlichen Stundenansatz von Fr. 296.- und danach 

(Arbeit zu Hause) zu einem Ansatz von Fr. 207.20. Daraus errechnete es ein Ho-

norar von A._____ im Umfang von Fr. 207'636.60 (entsprechend: 651,25 h x 

Fr. 296.– plus 71,75 h x Fr. 207.20) und von N._____ im Umfang von Fr. 59'832.- 

(entsprechend 277 h x Fr. 216.–). Im Ergebnis weiterer Erwägungen (vgl. act. 197 

S. 34) billigte das Bezirksgericht schliesslich die Abgeltung von Spesen im Um-

fang von Fr. 6'229.10 für A._____ und im Umfang von Fr. 1'794.95 für N._____ 

zu. Endlich hielt es fest, dass auf den so ermittelten gesamthaften Vergütungen 

eines jeden Willensvollstreckers die Mehrwertsteuer von 6.5% zu ersetzen sei 

(vgl. a.a.O., S. 35). 

- 19 - 

 Das Bezirksgericht hat bei der Ermittlung der grundsätzlichen Honoraransät-

ze, aber ebenso bei der Festsetzung der Spesen usw., jeweils die wesentlichen 

Gesichtspunkte aufgegriffen und im Ergebnis angemessen gewichtet. Erneut 

kann daher zur Vermeidung von Wiederholungen vorab auf die entsprechenden 

Erwägungen verwiesen werden. Soweit es noch der Präzisierungen oder Ergän-

zungen bedürfen sollte, sind diese nachfolgend im jeweils gegebenen Zusam-

menhang anzubringen.  

2.3 Mit Blick auf die von den Willensvollstreckern je bereits bezogenen Akonto-
zahlungen errechnete das Bezirksgericht die Rückerstattungsverpflichtungen ei-

nes jeden Willensvollstreckers für sich wie folgt (vgl. act. 197 S. 35):  

N._____: 

Bezug à Konto Fr. 293'940.- 
abzüglich Rückerstattung durch die Beklagte 2    Fr. 134'185.80 
(Zwischentotal)  (Fr. 159'724.20) 
abzüglich Vergütung/Spesen inklusive MWSt Fr.   65'632.70 
 ____________ 

Total Rückerstattung Fr.   94'121.50 

A._____: 

Bezug à Konto  Fr. 440'910.- 
abzüglich Vergütung/Spesen inklusive MWSt Fr. 227'766.95 
 ____________ 

Total Rückerstattung Fr. 213'143.05 

 Danach addierte das Bezirksgericht die zwei Schulden rechnerisch korrekt 

auf Fr. 307'264. 55 (zuzüglich Zinsen) und verpflichte die Beklagten zur Zahlung 

unter solidarischen Haftung für den gesamten Betrag. 

 Die Anordnung der solidarische Haftbarkeit der Beklagten über die jeweils 

auf sie als Erben von N._____ oder von A._____ entfallende Schuld hinaus ist im 

Berufungsverfahren von keiner Partei mehr näher thematisiert worden. Es hat da-

her sein Bewenden bei der gerichtlich angeordneten Haftung der Beklagten für 

die jeweils weitere Schuld. 

3. - 3.1 Die Beklagten gehen in ihrer Berufungsschrift über alles gesehen davon 
aus, wegen der Zahlung von Fr. 232'862.60 durch die Beklagte 2 im August 2012 

- 20 - 

sowie mit Blick auf die Anerkennung der Klage durch die Beklagten 1 im Umfang 

von Fr. 48'020.80 zuzüglich 5% Zins seit dem 2. Januar 2008 liege nichts mehr  

im Streit, was sie den Klägern schuldeten. Denn den Bezügen von A._____ im 

Wert von insgesamt Fr. 440'910.- gemäss vorinstanzlichem Urteil stehe ein Hono-

raranspruch (inklusive Spesen und Kosten sowie Mehrwertsteuer) von 

Fr. 392'889.20 gegenüber. Die Differenz zu Gunsten der Kläger entspreche deren 

Rückerstattungsanspruch, den die Beklagten anerkannt hätten (vgl. act. 194 

S. 28). Den von ihnen ins Feld geführten Honoraranspruch berechnen und be-

gründen die Beklagten mit einer Berechnungsweise, die sowohl hinsichtlich Stun-

denansatz als auch Stundenaufwand von der bezirksgerichtlichen Berechnung 

abweicht. 

 Die Kläger haben vor dem Bezirksgericht ein maximales Honorar für beide 

Willensvollstrecker von Fr. 250'000.- als angemessen anerkannt. In diesem Be-

trag war die Abgeltung der Mehrwertsteuer bereits inbegriffen. Ihre Forderung auf 

Rückzahlung bezifferten sie ausgehend von den Akontobezügen der Willensvoll-

strecker von insgesamt Fr. 734'850.- auf Fr. 484'850.- (vgl. act. 76 S. 72 und dazu 

act. 4/6). In der Anschlussberufung verlangen die Kläger demgegenüber – teilwei-

se unter Anerkennung der bezirksgerichtlichen Berechnung beider Forderungen –

die Rückzahlung von insgesamt Fr. 375'442.85 zuzüglich Zins seit dem 9. No-

vember 1998, sowie die Zinszahlung von 5% auf Fr. 134'185.80 vom 9. Novem-

ber 1998 bis zum 2 Dezember 2008. Die Forderung auf Rückzahlung selbst set-

zen sie dabei folgendermassen fest (vgl. act. 206 S. 23): Ansprüche gegenüber 

A._____ von total Fr. 281'321.35 (entsprechend Bezug von Fr. 440'910.- gemäss 

Urteil abzüglich Honorar, inklusive Spesen und Mehrwertsteuer, von 

Fr. 159'588.65) sowie Ansprüche gegenüber N._____ gemäss Urteil von Fr. 

94'121.50. Das A._____ zugebilligte Honorar basiert dabei streckenweise auf an-

deren Berechnungsunterlagen als im angefochtenen Urteil. 

 Auf die Vorbringen der Parteien zu ihren Standpunkten ist im Folgenden nä-

her einzugehen, soweit das für die Entscheidfindung erheblich ist. 

3.2 Die einleitend unter Ziff. III/3.1 erwähnte Zahlung der Beklagten 2 bezieht sich 
gemäss Sachdarstellung der Beklagten in der Berufungsschrift ausschliesslich auf 

die Schuld von N._____. Laut den Beklagten setzt sich die Summe, die bezahlt 

- 21 - 

wurde, aus drei Posten zusammen: noch offener Rückerstattungsanspruch der 

Kläger gegenüber N._____ bzw. dessen Erben plus zwei Zinspositionen (vgl.  

act. 194 S. 5). Welchen Umfang die einzelnen Posten haben, die die Beklagte 2 

zur Gesamtsumme addierte, die sie dann per Ende August 2012 zahlte, legen  

die Beklagten nicht genauer dar (vgl. a.a.O.). Immerhin lässt sich das ohne Weite-

res aus dem Zusammenhang ihrer Ausführungen erschliessen (5% Zins auf  

Fr. 134'185.80 für einen bestimmten Zeitraum, Fr. 94'121.50 Forderung und im 

Übrigen Zins zu 5% der Forderung bis zur Zahlung). Das ist mit Blick auf die Re-

gelungen des Art. 86 OR hinreichend klar. 

 In ihrer Antwort auf die Anschlussberufung haben die Beklagten ihre Sach-

darstellung gewissermassen replicando erweitert, und zwar durch einen vierten, in 

der Berufung noch nicht vorgetragenen Posten (Anteil Prozessentschädigung; vgl. 

act. 214 S. 5). Dazu gilt: Die Berufung ist innert der gesetzlichen Frist von 30 Ta-

gen vollständig und in Beachtung der unter Ziff. II/1.2 dargelegten Grundsätze zu 

begründen. Soweit die Beklagten in der Antwort auf die Anschlussberufung ge-

wissermassen ihre Berufung ergänzen wollen, sind sie damit generell ausge-

schlossen. Sie sind es generell zudem, weil sie selbst jeweils nirgends darlegen, 

sie hätten gestützt auf die in der Anschlussberufung vorgetragenen Sachverhalte 

das Novenrecht in Einklang mit Art. 317 Abs. 1 ZPO in Anspruch nehmen müs-

sen. Dergleichen wäre zu allem in Bezug auf den hier zur Debatte stehenden neu 

vorgebrachten Posten bei einer die Berufung mit üblicher Sorgfalt begründenden 

Partei denn auch schlechterdings unerfindlich. (Von daher spielt es gar keine Rol-

le mehr, dass sich das Vortragen eines neuen Postens nicht mit den Regelungen 

des Art. 86 OR vertrüge, die bei Zahlungen zu beachten sind.) 

3.2.1 Gemäss den Beklagten setzt sich der Betrag von Fr. 232'862.60 zusammen 
aus erstens dem Betrag von Fr. 94'121.50, den sie für N._____ gemäss Urteil zu-

rückzuerstatten haben, zweitens aus dem Zins von 5% auf Fr. 94'121.50 vom 

9. November 1998 bis zum Zahlungstag (31. August 2012) – das sind insgesamt 

Fr. 64'983.05 (entsprechend der gängigen Zinsberechnung Fr. 94'121.50 x 

5% : 360 Zinstage x 4971 Zinstage) – und drittens aus dem Zins von 5% auf 
Fr. 134'185.80 für die Zeit vom 9. November 1998 bis zum 2. August 2007 (vgl. 

act. 194 S. 5 [dort Rz. 11, Sätze nach "Beilage 2"]). 

- 22 - 

 In ihrer Anschlussberufung bestreiten die Kläger letztlich nur die Berechnung 

des dritten Postens, des Zinses von 5% auf Fr. 134'185.80. Sie halten dafür, der 

Zins sei bis zu dem Tag geschuldet, an dem sie über den Betrag hätten verfügen 

können und das sei frühestens (sowie der Einfachheit halber) am 2. Dezember 

2008 gewesen, dem Tag des Rücktritt von A._____ als Willensvollstrecker (vgl. 

act. 206 S. 4 und S. 21 f.). 

 Die Beklagten haben sich grundsätzlich an die Zinsberechnung im ange-

fochtenen Urteil gehalten. Das Bezirksgericht hat den von den Klägern beanstan-

deten Zinsenlauf auf den Tag der Rückerstattung durch die Beklagte 2 beschränkt 

(vgl. act. 197 S. 35 f.) und dabei – hierin im Einklang mit den Klägern – erwogen, 

es handle sich beim Zins um Schadens- und nicht um Verzugszins. 

 Akontobezüge stehen unter dem Vorbehalt der Abrechnung. Diese hat beim 

Willensvollstreckermandat, wie vorhin erwähnt, auf dessen Beendigung hin zu er-

folgen, was auch die Fälligkeit des Honorars bestimmt. Die übermässigen Akon-

tobezüge der Willensvollstrecker erfolgten demnach aus der noch unverteilten 

Erbmasse und verminderten diese im entsprechenden Umfang zu Unrecht. Von 

dieser Überlegung hat sich auch das Bezirksgericht leiten lassen. Von einer Ver-

minderung der Erbmasse kann indessen dann keine Rede mehr sein, sobald bzw. 

so weit eine Rückführung von zu viel Bezogenem in die noch unverteilte Erbmas-

se stattgefunden hat.  

 Unstrittig ist, dass die Rückzahlung bzw. Rückerstattung am 2. August 2007 

erfolgt ist (vgl. act. 194 S. 5 und act. 206 S. 4). Geschuldet ist der Zins daher 

grundsätzlich bis zu diesem Tag. In der Antwort auf die Anschlussberufung haben 

die Beklagten einen Zinsenlauf allerdings über den 2. August 2007 hinaus bis 

zum 15. August 2007 anerkannt (vgl. act. 214 S. 5 und dazu act. 206 S. 22 [vor 

Rz. 9.2]), weshalb heute dieser Tag in die Berechnung aufzunehmen ist. Das führt 

zu einem Zins von Fr. 58'818.10 (entsprechend Fr. 134'185.80 x 5% : 360 x 3156 
Zinstage). 

3.2.2 Die Zahlung der Beklagten 2 von Ende August 2012 über Fr. 232'862.60 an 
die Schuld von N._____ deckt somit (vgl. Art. 85 Abs. 1 OR) zunächst die Zins-

schuld auf dem unbestrittenermassen im August 2007 rückerstatteten Betrag von 

Fr. 134'185.80 mit Valuta Fr. 58'818.10 vollständig ab. Sie deckt weiter den ge-

- 23 - 

mäss Urteil geschuldeten Zins auf Fr. 94'121.50 im Total von Fr. 64'983.05 ab 

und endlich die Rückzahlung der Forderung im Betrag von Fr. 94'121.50 selbst. 

Im Ergebnis resultiert daraus noch ein Überschuss von Fr. 14'939.65. Dieser 

bleibt hier in Bezug auf die noch strittige offenen Forderungen der Kläger aller-

dings einstweilen grundsätzlich ohne Belang (vgl. Art. 85 Abs. 1 OR [Anrechnung 

an den Zins] sowie den Wortlaut des Berufungsantrages 2).  

3.3 Bevor näher auf die umstrittene Forderung auf Rückzahlung einzugehen ist, 
scheint erneut ein Zwischenfazit angebracht, welches den von den Parteien ge-

pflegten unterschiedlichen Berechnungsweisen (dazu auch nachstehend Ziffer 4) 

ebenso Rechnung trägt wie der Zahlung durch die Beklagte 2 vor der Berufung 

(vorn Ziff III/3.1) und der Teilanerkennung der Klage durch die Beklagten in der 

Berufungsschrift (vgl. vorn Ziff. II/3.2). Das Fazit erfolgt in Form einer tabellari-

schen Übersicht, gestützt auf act. 197 S. 35, 40, act. 194 S. 5, 28, act. 206 S. 23. 

Die umstrittenen Positionen sind kursiv gesetzt. 

 
 
 

 
Urteil des Be-

zirksgerichtes 

Berufung 

(13.09.12) 

Anschlussberu-

fung (27.11.12) 

Bemerkung 

N._____     

Akontobezüge     293'940.00 - Keine Angaben  

Gesamthonorar    -  65'632.70 - Keine Angaben  

a) Forderung auf 

Rückerstattung 

(1)- 134'185.80 

   =  94'121.50 

             0.00(2) (3) 94'121.50 
(1)

 Zahlung im August 07 
(2) 

Wegen Zahlung gemäss  
    Bemerkung 

(3)
 

(3) 
Zahlung von Fr. 94'121.50 

    am 31.08.12 durch die  
    Kl. aber anerkannt (!) 

A._____     

Akontobezüge   440'910.00    440'910.00   440'910.00  

Gesamthonorar - 227'766.95 -  392'889.20 - 159'588.65  

b) Forderung auf 

Rückerstattung 

= 213'143.05 (4)= 48'020.80 = 281'321.35(5) 
(4) 

Klage insoweit von den 
    Bekl. mit der Berufung an 
    erkannt 
(5) 

Ohne Anerkennung ge- 
    mäss 

(4)
. 

[Total a) u. b)]    [307'264.55]              [0.00]    [375'442.85](6) 
(6) 

Siehe Antrag Anschlussbe- 
    rufung 

- 24 - 

 Die Übersicht erhellt, dass es im Wesentlichen nur noch um den Umfang 

des Honorars von A._____ geht und den damit zusammenhängenden Umfang ei-

ner allfälligen Rückzahlung von zu viel bezogenen Akontoleistungen. Anzumerken 

ist dazu einzig noch, dass die Kläger in der Anschlussberufung bei ihrem Antrag 

die Zahlung der Fr. 94'121.50 Ende August 2012 durch die Beklagte 2 auf die 

Schuld von N._____ bzw. dessen Erben unberücksichtigt liessen (vgl. vorn Ziff. 

III/3.3). Unberücksichtigt blieb seitens der Kläger ebenfalls die Anerkennung der 

Klage im Umfang von Fr. 48'020.80 durch die Beklagten bereits in der Berufung, 

welche sich – allenfalls als Teilanerkennung der Klage – ausschliesslich auf den 

Rückerstattungsanspruch der Kläger gegenüber A._____ bzw. dessen Erben be-

zog. 

4. Im Streit liegen einerseits die Honoraransätze, die bei A._____ zur Anwendung 
kommen sollen, sowie anderseits die Stunden, auf die sich diese Ansätze bezie-

hen sollen.  

4.1 Die Kläger anerkennen in der Anschlussberufung die vom Bezirksgericht er-
mittelten Honoraransätze letztlich (vgl. etwa act. 206 S. 19 [Berechnung] und  

S. 23 [Berechnung]), den konkret errechneten Grundansatz von Fr. 296.- pro 

Stunde gar ausdrücklich (vgl. a.a.O., S. 9). 

 Die Beklagten erachten diese Ansätze demgegenüber als zu tief (vgl.  

act. 194 S. 6 ff.) und beharren darauf, es habe ein Tarif in Anlehnung an die  

Honorarverordnung der Zürcher Rechtsanwälte zu gelten (vgl. etwa a.a.O., S. 9 

["die Tarife des Zürcher Anwaltsverbandes am ehesten in Frage kommen"]; ähn-

lich ferner a.a.O., S. 6 ["für seine Tätigkeit am ehesten"]). Neben allgemeinen 

Ausführungen, die sich auch mit der Rechtssicherheit befassen (vgl. a.a.O.,  

S. 12), streichen die Beklagten heraus, dass A._____ über Englischkenntnisse 

verfügte und Inhaber des Anwaltspatentes war (so etwa a.a.O., S. 8, 9, 13, 15). 

Wiederholt heben die Beklagten zudem hervor, aufgrund des hohen Wertes des 

Nachlasses rechtfertige sich ein Zuschlag, gemessen an den Bruttoaktiven, bzw. 

seien die Bruttoaktiven zu berücksichtigen (vgl. etwa a.a.O., S. 7, 8, 10, 11 [Be-

rechnungen], 14, 15). Wiederholt ist überdies von (Stunden-)Ansätzen die Rede, 

- 25 - 

die A._____ in Rechnung gestellt oder festgesetzt bzw. gewählt habe und die an-

gemessen seien (vgl. etwa a.a.O., S. 7, 11, 17 [Bstb. l]). 

4.1.1 Was letzteres betrifft, versuchen die Beklagten in der Berufung den An-
schein von Tatsachen zu erwecken, der insoweit offenkundig trügt, wie A._____ 

weder eine Abrechnung erstellt noch dabei einen (Stunden-)Ansatz festgesetzt 

oder gewählt hat. Ausgewiesen wurde gemäss erstelltem Sachverhalt in der Tei-

lungsrechnung im Jahre 1998 eine Rückstellung für Honorar, Kosten, und Spesen 

durch Akontobezüge im Umfang von 2% des Bruttonachlasses. In der Klageant-

wort verwiesen die Beklagten noch selbst darauf (vgl. act. 57 S. 9) und legten da-

nach Zusammenstellungen zu den Bemühungen nach Stunden vor (vgl. act. 57 S. 

10 und dazu act. 59/2-3). Diese nahmen sie selbst zur Grundlage dafür, entspre-

chende Stundenansätze zu behaupten, und zwar gestützt auf die Honorarordnung 

der Zürcher Rechtsanwälte sowie auf ein 2004 in Auftrag gegebenes Gutachten, 

das die Akontobezüge als angemessenes Honorar für einen Anwalt rechtfertigte 

(vgl. a.a.O., S. 11 ff.). 

 Im angefochtenen Urteil wurde das Fehlen einer konkreten Abrechnung 

nach Aufwand durch die Willensvollstrecker zum Ausgangspunkt für die Festset-

zung des angemessen erscheinenden Honorars genommen. Mit diesem Aus-

gangspunkt und den sich daraus ergebenden Konsequenzen für die Honorarfest-

setzung setzen sich die Beklagten mit ihrem Verweis auf das von A._____ in 

Rechnung Gestellte usw. erkennbar gar nicht auseinander. Die Kritik der Beklag-

ten am bezirksgerichtlichen Urteil erweist sich daher als unbegründet, soweit sie 

nicht ohnehin an der Sache vorbeigeht (wie z.B. dort, wo das Eingreifen des Rich-

ters wegen Missbräuchlichkeit des Honoraransatzes erwähnt wird [vgl. act. 194 S. 

11]; denn das setzte vorgängig eine konkrete Festlegung des Ansatzes durch den 

Willensvollstrecker voraus). 

4.1.2 Die Festsetzung des angemessenen Stundenansatzes durch das Bezirks-
gericht wurde vorhin in Ziff. III/2.2.2 knapp skizziert, unter Verweis auf die zutref-

fenden Überlegungen des Bezirksgerichtes dazu. 

 Diese Überlegungen berücksichtigen sehr wohl, dass A._____ Inhaber des 

Anwaltspatentes war (vgl. act. 197 S. 32 f.) und pensionierter Bankdirektor (Gene-

- 26 - 

raldirektion O._____), als er das Willensvollstreckermandat annahm. Sie berück-

sichtigen jedoch ebenso, dass A._____ nach eigenen Angaben nicht als Anwalt 

beratend tätig war, sondern neben der Bewältigung des streitgegenständlichen 

Willensvollstreckermandates sein Büro für die Ausübung von Verwaltungsrats-

mandaten benutzte (vgl. act. 197 S. 33 mit zutreffendem Verweis auf Vi-Prot. S. 9 

["in eigener Sache und für die Verwaltungsratsmandate … Als Anwalt habe ich 

mich jedoch nicht angeboten"]). Damit setzen sich die Beklagten in ihrer Kritik am 

bezirksgerichtlichen Urteil nicht auseinander, sieht man davon ab, dass sie – wie 

gesehen – sachwidrig darauf beharren, A._____ sei als Anwalt tätig gewesen. In-

wiefern es daher falsch gewesen sein sollte, wenn das Bezirksgericht davon aus-

ging, die Honorarordnung für Anwälte sei nicht anwendbar, legen die Beklagten 

damit jedenfalls nicht dar. Weiterungen dazu sowie zur Frage der Angemessen-

heit eines Stundenansatzes nach der Honorarordnung für Anwälte, bzw. nach 

dem, was bei Anwälten üblich sein soll (auch an Zuschlägen usw.), erübrigen sich 

insofern. 

 Entgegen der Kritik der Beklagten (vgl. act. 194 S. 9 ["Rundweg falsch ist die 

Annahme"], S. 10 ["Die Annahme … nicht haltbar"]) ging das Bezirksgericht eben-

falls nicht davon aus, auf A._____ sei die Honorarempfehlung der Treuhandkam-

mer anwendbar. Es ging davon aus, es rechtfertige sich unter den gegebenen 

Umständen (zu diesen vgl. act. 197 S. 30 f. und S. 32 f.), namentlich aufgrund der 

Arbeiten, welche die Willensvollstrecker zu erbringen hatten und tatsächlich auch 

erbrachten, von einem den Honorarempfehlungen für Treuhänder vergleichbaren 

Ansatz auszugehen, nämlich von Fr. 300.- pro Stunde. Dabei nahm es sehr wohl 

auch Bezug auf die Englischkenntnisse (vgl. act. 197 S. 30), jedoch anders, als 

die Beklagten in ihrer Kritik vortragen. Mit Blick auf die Infrastruktur, auf die 

A._____ zurückgreifen konnte, erhöhte es diesen Grundansatz für die Zeit, in der 

A._____ das Büro noch nutzte, um Fr. 70.- auf Fr. 370.- pro Stunde. Dass es da-

nach den konkret für angemessen erachteten Ansatz wegen der diversen unter-

geordneten Arbeiten, welche A._____ unstrittig auch erledigte, um 20% reduzier-

te, entspricht endlich dem, was die Beklagten bereits in der Klageantwort zuge-

standen (ausgehend aber vom hier grundsätzlich unmassgeblichen Ansatz für 

Anwälte von Fr. 480.- pro Stunde; vgl. act. 57 S. 12 [oben und Rz. 16]). 

- 27 - 

 Die von dem Beklagten geübte Kritik am vorinstanzlichen Urteil erweist sich 

ebenfalls insoweit als unbegründet. 

4.1.3 Die Beklagten setzen mit ihrer Berufung auch im Übrigen den Erwägungen 
im angefochtenen Entscheid nichts entgegen, was stichhaltig eine Ergänzung der 

vom Bezirksgericht beigezogenen Faktoren und/oder eine abweichende Wertung 

der massgeblichen Faktoren zur Honorarermittlung gebieten könnte. Insbesonde-

re setzen die Beklagten der Feststellung des Bezirksgerichts, es sei von einem 

rein schweizerischen Nachlass und einem eher einfachen, aber zeitintensiven 

Mandat auszugehen (vgl. act. 197 S. 30), nichts von Belang entgegen.  

 Die Beklagten halten endlich die vom Bezirksgericht ermittelten konkreten 

Stundenansätze generell für viel zu tief (vgl. etwa act. 194 S. 17). Die rechneri-

sche Ermittlung dieser Ansätze durch das Bezirksgericht (ausgehend vom Grund-

ansatz von Fr. 370.-) auf den Wert von Fr. 296.- mit vorhandener Infrastruktur 

bzw. auf den Wert von Fr. 207.20 ohne diese Infrastruktur, wird von den Beklag-

ten jedoch nicht gerügt und bildet daher (vgl. dazu vorn Ziff. II/1.2) auch kein 

Thema des Berufungsverfahrens. 

 Die Berufung der Beklagten erweist sich, soweit sie sich gegen die Festset-

zung des Stundenansatzes durch das Bezirksgericht richtet, insgesamt als unbe-

gründet. 

4.2 Die Parteien streiten über die Stunden, die zur Bewältigung des Willensvoll-
streckermandates aufgewendet wurden. 

4.2.1 Die Parteien anerkennen an sich über weite Strecken die vom Bezirksge-
richt im Beweisverfahren ermittelten Werte. Soweit das jeweils nicht der Fall ist, 

halten sie im Wesentlichen an ihren Standpunkten im bezirksgerichtlichen Verfah-

ren fest (vgl. act. 194 S. 18 ff., act. 206 S. 11 ff.), teilweise unter Verweis auf be-

reits schon einmal Ausgeführtes (vgl. z.B. act. 194 S. 19 [Verweis auf act. 89  

S. 20] S. 20 [Verweis auf act. 89 S. 23, Verweis auf "Ausführungen in der Stel-

lungnahme zu Beweisergebnis S. 21/22"], vgl. z.B. act. 214 auf S. 12 f. [Verweise 

auf act. 184 S. 24 und 89 S. 19 f. sowie act, 90/2 und 90/3] oder auf S. 19 [Ver-

weis auf act. 89 S. 23 und "auf die Eingabe vom 20. September 2011"]). 

- 28 - 

 Wie weit das mit den Rügeobliegenheiten im Berufungsverfahren vereinbar 

sein kann, wurde in den Erwägungen unter Ziff. II/1.2 bereits dargelegt; in den 

Erwägungen unter Ziff. III/3.2, vor. 3.2.1, wurde ebenso darauf hingewiesen, dass 

die Antwort auf eine Anschlussberufung nicht dazu dienen kann, die Berufung 

gewissermassen replicando zu ergänzen (Vorbringen in act. 214 dürfen deshalb 

nur soweit berücksichtigt werden, wie sie durch die Anschlussberufung und deren 

Begründung veranlasst wurden). Das alles gilt es selbstredend auch im Folgen-

den zu beachten, ohne dass jeweils im Einzelnen nochmals näher darauf einzu-

gehen wäre. 

4.2.2 Das Bezirksgericht hat den Stundenaufwand von A._____, um den es hier 
geht, auf insgesamt 723 Stunden festgesetzt (auf N._____ entfielen, wie ander-

weitig schon erwähnt, 277 Stunden). Dabei erachtete es 661 ¼ Stunden im Er-

gebnis seiner Beweiserhebungen sowie der diesen zu Grunde liegenden Sach-

darstellungen der Parteien für ausgewiesen. Es ging ferner davon aus, die Kläger 

hätten anerkannt, dass die Nachlassteilung in 1'000 Stunden hätte erledigt wer-

den können. Deshalb schlug es zu den 661 ¼ Stunden als verhältnismässigen 

Anteil von nicht ausgewiesenen, aber anerkannten Stunden weitere 66 ¾ Stun-

den (vgl. act. 197 S. 27 f.). 

 Die Kläger wollen das so nicht gelten lassen (vgl. act. 206 S. 18). 

4.2.2.1 Das Bezirksgericht hat im angefochtenen Urteil richtig dargelegt, dass die 
Kläger in der Replikschrift auf Seite 62 festhielten, der Nachlass hätte mit einem 

Stundenaufwand von maximal 1'000 Stunden geteilt werden müssen. Gleiches 

hatten sie bereits in der Klagebegründung dargelegt, worauf das Bezirksgericht 

ebenfalls hinwies (vgl. act. 2 S. 18). Wie das Bezirksgericht endlich ebenfalls zu-

treffend vermerkte, haben die Kläger auf Seite 71 im Zusammenhang mit den 

Stundenansätzen – und damit mit der Quantifizierung dessen, was sie im Ergeb-

nis als angemessene Entschädigung beider Willensvollstrecker erachteten – eine 

Berechnung vorgelegt. In dieser setzten sie den Stundenaufwand auf 1'000 Stun-

den fest. 

 Folgerte das Bezirksgericht daraus, ein Aufwand von 1'000 Stunden sei da-

mit anerkannt, ist das nicht zu beanstanden. Denn nach den Grundsätzen des 

- 29 - 

Vertrauensprinzips, die insoweit massgeblich sind, liegt dieses Verständnis der 

Rechnung im Kontext mit den eben zitierten Textpassagen in der Klagebegrün-

dung und auf S. 62 der Replik auf der Hand und darf so verstanden werden. Das 

mussten und müssen die Kläger auch heute gegen sich gelten lassen. 

4.2.2.2 Hinzu kommt – obwohl das nach dem eben Erwogenen an sich keine we-
sentliche Rolle mehr zu spielen vermag –, dass die Interpretation der Kläger zu ih-

ren eigenen Vorbringen im erstinstanzlichen Hauptverfahren weder schlüssig 

noch – gemäss Vertrauensprinzip – haltbar ist. Sie bringen nämlich im Wesentli-

chen bloss vor, es sei ihnen mit der Berechnung um die Verdeutlichung gegan-

gen, dass sich der Nachlass mit einem Aufwand von 1'000 Stunden zu Fr. 150.- 

hätte teilen lassen müssen (vgl. act. 206 S. 18). Es sei daher "nicht zulässig, 

1'000 Stunden losgelöst vom Kontext zu einem wesentlich höheren Stundenan-

satz zu verrechnen" (vgl. a.a.O.). Gewiss richtig ist, dass die Kläger mit ihrer Be-

rechnung im Zusammenhang mit der Frage nach der massgeblichen Höhe des 

Stundenansatzes verdeutlichten, wie hoch das von ihnen als angemessen gewer-

tete Honorar bei einem Ansatz von Fr. 150.- pro Stunde zu stehen kommt. Auf der 

Hand liegt zudem, dass ein höherer Stundenansatz zu einem höheren Honorar 

führt (und ein tieferer Ansatz zu einem tieferen Honorar). Indessen hat das mit der 

Frage, welche Stundenzahl massgeblich ist, auf die ein Ansatz anzuwenden ist, 

weder sachlich noch logisch irgendetwas zu tun. Diese Stundenzahl wiederum 

haben die Kläger in der Berechnung auf 1'000 festgelegt, und das steht im sachli-

chen und logischen Kontext zu dem, was sie anderweitig zwei Mal vortrugen (und 

einmal gar ausdrücklich, nachdem sie aufgrund von Unterlagen der Beklagten zu 

einer Addition von unstreitigen 29'790 Minuten [gerundet 496.5 Stunden] gelangt 

waren [vgl. act. 72 S. 60], womit sie selbst darlegten, es liege der angemessene 

tatsächliche Aufwand höher). 

 Es kann schon daher offen bleiben, was die Kläger für einen anderen als 

den eben erörterten "Kontext" genau meinen wollen. Immerhin: Wenn sie mit dem 

"Kontext" ausschliesslich die Berechnung meinen, in der die Stundenzahl 1'000 

ein Faktor von vielen ist, kann ihnen unter Hinweis auf das eben zu den Auswir-

kungen der Höhe eines Stundenansatzes auf die Honorarhöhe Ausgeführte bei-

gepflichtet werden. Mehr als das lässt sich aus diesem "Kontext" der Berechnung 

- 30 - 

allerdings nicht gewinnen. Die Kläger behaupten denn auch nirgends sozusagen 

"ausgedeutscht", aus ihrer verdeutlichenden Berechnung des ihnen angemesse-

nen erscheinenden Honorars folge für den Leser, das Berechnungselement der 

Stundenanzahl gelte ausschliesslich unter der Bedingung, dass zugleich der An-

satz nur Fr. 150.- betrage. Sie behaupten das zu Recht so nicht, weil das zugleich 

hiesse: bei einem anderen, nämlich höheren Ansatz gilt dann auf jeden Fall ir-

gendeine ungenannte tiefere Stundenzahl. Denn das hat mit der Antwort auf die 

hier massgebliche Frage nichts zu tun, die da lautet: Wie viel Zeit war in Würdi-

gung aller Umstände (mithin objektiviert unter dem Gesichtspunkt der Angemes-

senheit) aufzuwenden, um den Nachlass zu teilen. Diese Frage wiederum beant-

worteten die Kläger in ihrer Berechnung (und damit in diesem "Kontext") mit der 

Stundenzahl 1'000. 

 Von daher ist es fast schon müssig darauf hinzuweisen, dass die Kläger ih-

rer verdeutlichenden Berechnung angemessenen Honorars (und nicht angemes-

sener Stunden) gar keinen Honoraransatz pro Stunde im Umfang von Fr. 150.- zu 

Grunde legten. Sie nahmen einen Ansatz von Fr. 300.- zum Ausgangspunkt. 

Dessen Hälfte deklarierten sie dann als Gewinn, "von welchem hier als Basis 

ausgegangen wird" (vgl. act. 76 S. 71). Weiterungen zur Stichhaltigkeit der kläge-

rischen Argumentation bzw. Interpretation eigener Sachdarstellungen erübrigen 

sich daher auch noch insofern. 

4.2.2.3 Es bleibt somit im Berufungsverfahren bei der vom Bezirksgericht zutref-
fend festgestellten Anerkennung der Stundenzahl seitens der Kläger im bezirks-

gerichtlichen Hauptverfahren. Demnach ist im Weiteren auf den vom Bezirksge-

richt ermittelten Wert von 723 Stunden abzustellen. Die Kläger wollen heute nur 

einen tieferen Wert gelten lassen, nämlich 508 Stunden (vgl. act. 206 S. 24). Ihre 

Anschlussberufung erweist sich insoweit als offenkundig unbegründet. 

4.3 Die Beklagten halten in der Berufung fest, die vom Gericht mit Bezug auf 
A._____ anerkannten 723 Stunden erhöhten sich im Ergebnis der von ihnen – 

den Beklagten – zuvor in den S. 18 ff. angestellten Überlegungen auf 937 Stun-

den (vgl. act. 194 S. 26). "Von diesen zusätzlichen 326 Stunden" [recte: 214] ha-

be A._____ den grossen Teil mit eigener Infrastruktur erbracht (a.a.O.). Es ergebe 

- 31 - 

sich ein Verhältnis von 800 Stunden mit Infrastruktur und 137 Stunden ohne Infra-

struktur (a.a.O.). 

 Das ist zunächst zu prüfen. Eine Prüfung erübrigt sich immerhin überall dort, 

wo die Beklagten die Ergebnisse des Bezirksgerichts anerkennen, nämlich die 

Ergebnisse der Erwägungen 4.2.6, 4.2.8, 4.2.9, 4.2.10, 4.2.16, 4.2.17, 4.2.18, 

4.2.20, 4.2.21, 4.2.23, 4.2.24 in act. 197. Diese Ergebnisse basieren im Übrigen 

auf den Vorgaben des Bezirksgerichts zur Beweislastverteilung und Beweis-

(mittel)wertung, die bereits unter Ziff. III/2.1.2 dargelegt worden und hier nicht 

nochmals zu wiederholen sind. In Erinnerung zu rufen ist einzig nochmals, dass 

das Bezirksgericht lediglich einen Aufwand von 661 ¼ Stunden als erwiesen  

betrachtete (und nicht 723 Stunden; zu diesem Ergebnis gelangte es gemäss An-

erkennung der Kläger). Konsequenterweise ist daher im Folgenden von diesen 

661 ¼ Stunden auszugehen. Und: es ist nur dann noch näher auf die Vorbringen 

in der Anschlussberufung zu den Stundenzahlen einzugehen, wenn sich im Er-

gebnis der Prüfung ein Wert ergibt, der den anerkannten Wert von 723 Stunden 

übersteigt. 

4.4 - 4.4.1 Die Beklagten machten gemäss Erwägung 4.2.2 des angefochtenen 
Urteils (act. 197 S. 14 f.) im bezirksgerichtlichen Hauptverfahren einst geltend, es 

sei den Willensvollstreckern vor dem Tod der Erblasserin ein mit dem Amt in Zu-

sammenhang stehender Aufwand von 36 Stunden entstanden. Das Bezirksgericht 

hielt dazu fest – unter Bezugnahme auf die aus Kalendereinträgen von den Be-

klagten im Nachhinein ermittelten Aufstellungen zum Zeitaufwand (act. 90/2 [und 

dazu act. 59/2 sowie 4/13]) –, es seien allerdings nur 33 ¼ Stunden dargetan. 

Davon hätten die Kläger schliesslich 16 Stunden anerkannt. Diesen von den Klä-

gern anerkannten Wert erachtete das Bezirksgericht als angemessen mit der Be-

gründung, die Besprechung des Mandats habe nicht derart viel Zeit in Anspruch 

nehmen können, wie die Beklagten darlegten. Von den 16 Stunden erachtete es 

14 Stunden bei A._____ als angemessen. 

 Die Beklagten machen dagegen im Wesentlichen geltend, das Bezirksge-

richt habe anerkannt, dass 33 ¼ Stunden geleistet worden seien, verlangen deren 

Anrechnung und erachten die Kürzung als willkürlich, zumal die Bestreitung durch 

die Kläger nicht substanziiert gewesen sei. Am 3., 13., 14. und 15 März 1995 hät-

- 32 - 

ten die Willensvollstrecker die Erblasserin in der Klinik besucht, um deren Anwei-

sungen entgegen zu nehmen (vgl. act. 194 S. 18). 

 Das Bezirksgericht hat – entgegen der Rüge der Beklagten – nirgends aner-

kannt, es seien 33 ¼ Stunden zur Mandatsbesprechung geleistet worden. Der 

Sache nach hielt es den Beklagten einzig vor, ihre prozessuale Behauptung von 

36 Stunden sei durch die Aufstellung der Willensvollstrecker zum Aufwand wider-

legt. In der Replik vor Bezirksgericht haben sich die Kläger sodann einlässlich  

mit den Aufstellungen der Willensvollstrecker zum Aufwand befasst und deren 

generelle Verlässlichkeit aus diversen Gründen massiv bezweifelt (vgl. act. 76  

S. 10-60); dabei haben sie alle Bemühungen vor dem Tod der Erblasserin als – 

wie die Beklagten schreiben (vgl. act. 194 S. 18) – nicht "honorarberechtigt" er-

achtet. Damit befassen sich die Beklagten in der Berufung gar nicht, wenn sie  

unsubstanziierte Bestreitungen rügen und dabei offenbar auch verkennen, dass 

es den mit der Erblasserin befreundeten bzw. gut bekannten Willensvollstreckern 

oblag, im Einzelnen darzutun, welche ihrer nachträglich rekonstruierten Tätigkei-

ten im Zusammenhang mit dem Mandat standen (und nicht z.B. auch Freund-

schaftsdienst gegenüber der Erblasserin waren, was bei Krankenhausbesuchen 

ja notorisch ist). 

 Die Beklagten tragen hingegen noch in der Berufung Sachverhalte und Da-

ten zu Besuchen in der Klinik vor, die sich mit eben diesen Aufstellungen der Wil-

lensvollstrecker streckenweise gar nicht decken (namentlich für den 3. März ist 

kein Besuch ausgewiesen; hingegen sind Besuche am 1. und 9. März dargelegt, 

die konsequenterweise heute nicht mehr gelten können). Bei derart widersprüchli-

chen Sachdarstellungen noch im Berufungsverfahren erübrigt es sich eigentlich, 

noch weiter auf den Vorwurf unsubstanziierter Bestreitung einzugehen. Und es 

erübrigt sich das ebenso in Bezug auf den damit verbundenen – pauschalen – 

Vorwurf der Willkür an die Adresse des Bezirksgerichts, welches im Ergebnis auf 

die Anerkennung der Kläger abstellte, weil es letztlich (wie die Kläger) nicht genau 

zu erkennen vermochte, was aufgrund der Aufstellung als effektive mandatsbe-

zogene Bemühungen zu gewichten war und nicht auch oder bloss als Freund-

schaftsdienst. 

- 33 - 

 Hinzu kommt, dass die Beklagten in der Berufung mit keinem Wort darlegen, 

weshalb die vom Bezirksgericht unberücksichtigten 17 ¼ Stunden alle A._____ 

anzurechnen sind bzw. wären (vgl. act. 194 S. 18). Klarheit dazu schaffen auch 

die Ausführungen der Beklagten auf S. 25 f. der Berufung nicht, in denen sie fest-

halten, mit "Bezug auf die vorangegangenen Abschnitte A, H und N betreffen rund 

2/3 der nicht anerkannten Stunden Herrn N._____" (was heisst: auf A._____ ent-

fällt lediglich 1/3). Denn die unter "Abschnitt A" erhobenen und hier behandelten 

Rügen der Beklagten gegen das bezirksgerichtliche Urteil lassen dergleichen 

ebenso wenig als stichhaltig erkennen wie die Aufstellungen der Willensvollstre-

cker gemäss act. 4/13 bzw. act. 4/12, auf die dort von den Beklagten verwiesen 

wird (vgl. act. 194 S. 18): Der Anteil von 1/3 der 33 ¼ Stunden, deren Anerken-

nung die Beklagten in act. 194 S. 18 verlangen und A._____ anzurechnen sein 

soll, umfasst gut 10 Stunden. Dieser Wert liegt indessen unter dem, was das Be-

zirksgericht A._____ im Einklang mit den Klägern als angemessenen Aufwand 

zuerkannte. 

 Die Berufung erweist sich somit in diesem Punkt als offensichtlich unbe-

gründet. 

4.4.2 Die Beklagten beanstanden die Erwägungen des Bezirksgerichts in Ziffer 
4.2.3 des angefochtenen Urteils (act. 197 S. 15 f.). Das Bezirksgericht hat dort 

vorab festgehalten, die von den Beklagten geltend gemachten rund 210 Stunden 

seien nicht belegt. Aus act. 90/2 folge ein Aufwand von fast 63 ½ Stunden. Für die 

Teilnahme an der Abdankungsfeier seien die geltend gemachten 16 Stunden ab-

zuziehen, weil die Willensvollstrecker als mit der Erblasserin bekannt/befreundet 

ohnehin daran teilgenommen hätten. Gewisse weitere Leistungen seien zudem 

erst später erfolgt. Das Bezirksgericht erachtete im Ergebnis für A._____ 40 

Stunden als ausgewiesen.  

 Die Beklagten machen geltend, sie hätten mit der "Beweiseingabe, Seite 30" 

(vgl. act. 194 S. 19) 47 Stunden für die Erfüllung persönlicher Angelegenheiten in 

Anrechnung gestellt. Die Streichung von darin enthaltenen 16 Stunden für die 

Trauerfeiern sei zu Unrecht erfolgt, weil die Willensvollstrecker mit der Organisati-

on und Überwachung der Feiern beauftragt gewesen seien und es deshalb nicht 

- 34 - 

darauf ankommen könne, dass sie auch ohne diesen Auftrag an den Feiern teil-

genommen hätten. Es seien somit die 47 Stunden zu berücksichtigen. 

Die Streichung der 16 Stunden durch das Bezirksgericht erfolgte in Bezug 

auf beide Willensvollstrecker. Die Beklagten setzen sich damit nicht auseinander 

und legen namentlich nicht fest, welche Stundenzahl für A._____ zusätzlich zu 

den vom Bezirksgericht als angemessen erachteten 40 Stunden in Anrechnung 

gebracht werden müsste. Der Verweis auf die "Beweiseingabe, Seite 30" genügt 

dazu jedenfalls nicht (vgl. vorn Ziff. II/1.2 [zu Rügeobliegenheit]), zumal er offen 

lässt, wie die 47 Stunden in einen sachlichen Bezug zu den vom Bezirksgericht 

als ausgewiesen erachteten rund 63 ½ Stunden stehen (und ebenso zu den einst 

geltend gemachten 210 Stunden). 

Der Verweis wäre zudem selbst dann untauglich, wenn man ihn berücksich-

tigen wollte. Denn er liesse offen, was unter "Beweiseingabe" gemeint ist. Der 

ZPO/ZH ist der Begriff beim ordentlichen Prozess, in dem die Streitsache durch 

das Bezirksgericht behandelt wurde, jedenfalls so unbekannt (vgl. §§ 133-148 

ZPO/ZH). Die Beweisantretungsschrift der Beklagten, welche immerhin als "Be-

weiseingabe" verstanden werden könnte (und im Verzeichnis zu den act. 119 

"Beweismitteleingabe" genannt wird), weist zudem keine 30 Seiten auf, sondern 

lediglich 12 (vgl. act. 118). (Um selbst das zu erwähnen: Im Ergebnis nicht anders 

verhielte es sich mit act. 146B, welche Eingabe sich ebenfalls mit Beweis[mitteln] 

der Beklagten befasst.) 

Die Rügen der Beklagten erweisen sich somit als nicht hinreichend begrün-

det bzw. als nicht nachvollziehbar (und es muss deswegen offen gelassen wer-

den, ob die Auffassung des Bezirksgerichts, welche zur Streichung von insgesamt 

16 Stunden führte, zutreffen kann). 

4.4.3 Die Erwägungen des Bezirksgerichtes in Ziff. 4.2.4 des Urteils (act. 197  
S. 16), welche sich mit den von den Willensvollstreckern für die Sicherung des 

Nachlasses geltend gemachten 125 Stunden befassen, werden von den Beklag-

ten ebenfalls gerügt. Das Bezirksgericht anerkannte, bei der Sicherung bzw. Sich-

tung des Nachlasses habe es sich um eine zeitaufwendige Arbeit gehandelt und 

schätzte dafür – getreu dem zur Feststellung des Angemessenen bereits zuvor 

- 35 - 

Erwogenen (vgl. act. 197 S. 12 -14) – insgesamt 100 Stunden als angemessen; 

davon rechnete es 90 Stunden A._____ zu, dem N._____ 10 Stunden. 

 Die Beklagten tragen vor, die Willensvollstrecker hätten zusammen 125 

Stunden geltend gemacht. Diese seien ihnen voll anzurechnen. Der Aufwand sei 

in der Duplik (act. 89, Seite 20) von ihnen belegt worden. Die Kürzung um 25 

Stunden sei willkürlich (vgl. act. 197 S. 19). 

4.4.3.1 Richtig daran ist, dass die Beklagten in der Duplik auf S. 20 den Wert von 
125 Stunden behauptet haben. In der Duplik verweisen die Beklagten überdies 

zum einen auf ihre Darstellung in der Klageantwort (act. 57), und zwar auf S. 26, 

dort Ziff. 42. An dieser Stelle findet sich indessen keine Behauptung zu aufge-

wendeten 125 Stunden – aufgelistet werden dort namentlich einige Tätigkeiten 

der Willensvollstrecker zu persönlichen Effekten, Wertgegenständen und Gegen-

ständen die gemäss Testament der P._____ Kirche vermacht worden sind. Wel-

chen Umfang diese Effekten, Wertgegenstände usw. hatten, wird weder dort noch 

in der Duplik näher erwähnt. Die Beklagten verweisen in der Duplik ebenfalls auf 

act. 90/2 und die dort handschriftlich mit "S" bezeichneten Bemühungen. Der mit 

der Berufung geltend gemachte "Beleg" von 125 Stunden an Bemühungen der 

Willensvollstrecker erschöpft sich somit in der Wiederholung von Sachdarstellun-

gen bzw. Behauptungen vor Vorinstanz im Hauptverfahren, denen – weil bestrit-

ten – per se noch keine Stichhaltigkeit zukommt, geschweige denn gar Evidenz 

zukommen könnte. Damit genügen die Beklagten der Rügeobliegenheit (vgl. vorn 

Ziff. II/1.2) wiederum nicht. Sie legen zudem nicht dar, wie die von ihnen geltend 

gemachten 25 Stunden zur Anrechnung bei A._____ kommen sollen, also ob ge-

samthaft oder in einem bestimmten Verhältnis oder Anteil, und dann auch noch in 

welchem Verhältnis oder Anteil. Endlich befassen sie sich mit den Prämissen, 

welche das Bezirksgericht – wie vorhin gesehen – zu seiner Schätzung auf An-

gemessenheit veranlasste, gar nicht. 

 Die Berufung erweist sich deshalb ebenso in diesem Punkt als unbegründet 

und streckenweise (Aufteilung der 25 Stunden oder keine usw.) zugleich nicht 

nachvollziehbar.  

- 36 - 

4.4.3.2 Abrundend kann dem noch beigefügt werden, dass das Bezirksgericht im 
Ergebnis seiner Wertung der Sachdarstellungen der Beklagten im Hauptverfahren 

und der dazu offerierten Beweismittel im Beweisverfahren zu Recht auf Schät-

zungen zurückgegriffen hat (und es dabei zu Gunsten der Beklagten nicht einfach 

mit der Anwendung des Regelbeweismasses hat bewenden lassen). Die genaue 

Berechnung, wie sich die 125 Stunden zur behaupteten Sicherung und Sichtung 

zusammensetzen, und das Mutmassen darüber, welche Bemühungen aus wel-

chem Grund sachlich als Sicherung und Sichtung zu verstehen sind (und andere 

vergleichbare Tätigkeiten nicht), überliessen die Beklagten mit ihrem Verweis auf 

act. 90/2 in der Duplik letztlich dem Bezirksgericht. Dieses durfte im Übrigen ins-

besondere berücksichtigen, dass die Beklagten ihre Sachbehauptungen zu Be-

mühungen auf erst nachträglich erstellte Aufstellungen abstützten, die insgesamt 

einen immensen Aufwand behaupten, von denen die mit "S" bezeichneten Posten 

einen Bruchteil bilden. Die mit "S" gekennzeichneten Einträge in act. 90/2 sind 

schliesslich alles andere als in sich so schlüssig, dass ihnen nachgerade Über-

zeugungskraft zukommen könnte. So lässt sich aus ihnen z.B. nichts Stichhaltiges 

etwa über den Umfang der zu sichernden bzw. sichtenden persönlichen Papiere 

im Pult/Büro der Erblasserin sowie etwa zu den Fotos der Erblasserin herleiten 

(und daher auch nicht zur Notwendigkeit etwa der Reorganisation von Dossiers; 

mit letzterem befasst sich aber z.B. ein Eintrag im November 1995 [150 Minuten]). 

Neben Einträgen dazu unter "S" im Juli 1995 (Aufwand insgesamt 510 Minuten) 

kommen auch solche im Januar und März 1996 (sic) zu stehen (über insgesamt 

360 Minuten). Zugleich wird die Sichtung von Familienakten (180 Minuten) im Juli 

1995 aber beispielsweise unter "H" angerechnet. Oder es wird die Sichtung/ Ver-

nichtung von persönlichen Akten und Tagebüchern etc. im April 1995 unter "K" 

angerechnet (zusammen mit dem Besuch einer Kirchenpflegerin aus J._____ 

zwecks Wegnahme von Nachlasstücken bei einem Aufwand von 120 Minuten  

und 100 Minuten Fahrzeit). 

4.4.4 Die Beklagten rügen die Kürzung der von ihnen geltend gemachten 60 
Stunden auf 40 Stunden durch das Bezirksgericht in den Erwägungen 4.2.5 des 

angefochtenen Urteils (act. 197 S. 16). Die Kürzung sei pauschal und ohne Nen-

- 37 - 

nung von Gründen erfolgt. Sie sei ungerechtfertigt, da keine substanziierte Be-

streitung erfolgt sei (vgl. act. 194 S. 19). 

 Das Bezirksgericht hat sehr wohl einige Gründe für die von ihm vorgenom-

mene Kürzung genannt, welche – aus den schon vorhin dargelegten Gründen – 

letztlich das Ergebnis einer Schätzung darstellt. Damit setzen sich die Beklagten 

gar nicht auseinander, wie es die Rügeobliegenheit gebieten würde (vgl. vorn  

Ziff. II/1.2). Ihre Rügen erweisen sich bereits insofern als unbegründet.  

 Wenn die Beklagten mit dem Hinweis auf eine unstubstanziierte Bestreitung 

bemängeln wollen, das Bezirksgericht habe in diesem Punkt zu Unrecht ein Be-

weisverfahren durchgeführt, so geht ebenso das fehl. Die Kläger haben bereits in 

der Klagebegründung gerügt, es gehe nicht an, dass Willensvollstrecker ein Haus 

zu einem hohen Stundenlohn selbst räumten, statt solche Tätigkeiten an Hilfsper-

sonen zu delegieren (vgl. act. 2 S. 12 f.). Auf die Möglichkeit der Delegation hat 

das Bezirksgericht in seiner Begründung der Kürzung, mit der sich die Beklagten 

gar nicht befassen, denn auch hingewiesen. Im Übrigen haben die Kläger in der 

Berufungsantwort den vom Bezirksgericht geschätzten Aufwand von 40 Stunden 

anerkannt (vgl. act. 206 S. 13 [Ziff. 6.4]), wiewohl sie einst nur 10 Stunden gelten 

lassen wollten. 

 Es bleibt somit ebenfalls in diesem Punkt beim Ergebnis, zu dem das Be-

zirksgericht gelangte (und es erübrigt sich von daher an sich der erneute Hinweis 

darauf, dass die Beklagten nicht sachlich nachvollziehbar darlegen, inwiefern  

die 20 Stunden, die sie angerechnet haben wollen, ausschliesslich A._____ zuzu-

rechnen sind). 

4.4.5 Die Beklagten machten im erstinstanzlichen Verfahren einen Aufwand bei-
der Willensvollstrecker für Koordination und Organisation im Umfang von insge-

samt 116 Stunden geltend (die Kläger anerkannten lediglich gut 23 Stunden). Das 

Bezirksgericht kürzte in den Erwägungen 4.2.7 (vgl. act. 197 S. 17) den Aufwand 

für beide Willensvollstrecker zusammen auf geschätzte 60 Stunden. Es anerkann-

te dabei, dass eine Absprache zur Aufgabenteilung und bei wichtigen Entschei-

den notwendig gewesen sei. Allerdings sei zu berücksichtigen, dass die Willens-

vollstrecker ebenfalls bei jeder anderen Tätigkeit auch Koordinationsaufwand be-

trieben hätten. Es könne sich daher bei den geltend gemachten 116 Stunden le-

- 38 - 

diglich um die allgemeine Organisation gehandelt haben, welche keiner spezifi-

schen Tätigkeit habe zugeordnet werden können. Vor diesem Hintergrund er-

scheine ein Aufwand von lediglich 60 Stunden als angemessen (a.a.O.), der 

gleichmässig auf beide Willensvollstrecker zu verteilen sei. 

 Die Beklagten anerkennen die "Kürzung um insgesamt 56 Stunden" nicht 

(vgl. act. 194 S. 20) und verweisen dazu auf Ausführungen in der Stellungnahme 

zum Beweisergebnis, womit sie der Rügeobligenheit (vgl. Ziff. II/1.2) nicht nach-

kommen. Ob sie sodann die Auffassung vertreten, die 56 Stunden seien alle 

A._____ zuzurechnen, und dann auch noch warum, wird von ihnen aber offen ge-

lassen (es kann das ebenso wenig aus ihren Darstellungen auf S. 25 der Beru-

fungsschrift irgendwie eindeutig sowie sachlich nachvollziehbar entnommen wer-

den, um auch darauf wieder einmal zu verweisen). Die Berufung erweist sich da-

her in diesem Punkt bereits insofern unbegründet. 

 Die Beklagten rügen zudem als irrige Meinung des Bezirksgerichts dessen 

Folgerung, es seien "unter dem Titel Koordination und Organisation lediglich Or-

ganisationsaufgaben" verrechnet worden (vgl. a.a.O. S. 20). Tatsache sei, so die 

Beklagten, dass die Willensvollstrecker neben der Organisation und Koordination 

immer auch die Zustimmung des anderen zur eigenen Arbeit hätten einholen 

müssen (a.a.O.). Abgesehen davon, dass die Beklagten die als irrige Meinung 

dargestellte Folgerung des Bezirksgerichts in einem wesentlichen Punkt (allge-

meine Organisation) entstellt wiedergeben, hat das Bezirksgericht sehr wohl be-

dacht, dass es der Zustimmung des jeweils anderen Willensvollstreckers bei wich-

tigen Entscheidungen bedurfte. Über das setzen sich die Beklagten mit ihren Rü-

gen einfach hinweg. Ihre Kritik ist daher bereits insoweit haltlos, und sie ist es 

auch im Übrigen: Die gerügte Folgerung basiert nämlich auf der weiteren Feststel-

lung, die Willensvollstrecker hätten praktisch bei jeder anderen Arbeit ebenfalls 

Koordinationsaufwand geltend gemacht, was die Beklagten gar nicht in Abrede 

stellen. Es ist daher fast müssig darauf hinzuweisen, dass die Beklagten nirgends 

näher darlegen, welche Zustimmungen denn unter die 116 geltend gemachten 

Stunden fallen und welche vom übrigen Koordinationsaufwand erfasst sind. Und 

es bleibt das insoweit ihr Geheiminis, das zu lüften nicht Aufgabe der Berufungs-

instanz ist. 

- 39 - 

 Die Berufung bleibt somit ebenfalls in diesem Punkt insgesamt unbegründet. 

4.4.6 Die Beklagten beschweren sich darüber, dass das Bezirksgericht in den Er-
wägungen 4.2.11 (vgl. act. 197 S. 19) von 62 geltend gemachten Stunden deren 

22 strich, und dabei 15 Stunden und 25 Minuten, welche A._____ zur Abklärung 

von Steuerbefreiungen einzelner Erben aufgewendet hatte. 

 Das Bezirksgericht erwog, aus der Leistungsaufstellung gehe hervor, dass 

einige Tätigkeiten die Steuerfreiheit einzelner Erben betroffen hätten. Es sei je-

doch nicht Aufgabe des Willensvollstreckers, die Erben in Steuerfragen zu bera-

ten. Die Abgeltung der entsprechenden Leistungen (Aufwandumfang 15 Stunden 

und 25 Minuten) seien daher von diesen Erben zu beziehen und dürften nicht 

dem Nachlass belastet werden. 

 Bei der Abklärung der Steuerbefreiung einzelner Erben geht es nicht um de-

ren Steuerberatung, sondern – wie die Beklagten der Sache nach richtig geltend 

machen – um die Festsetzung des Umfangs der Steuer, die vom Nachlass bezo-

gen wird und für die der Willensvollstrecker neben den Erben solidarisch haftet. 

Es ist insoweit nicht zu beanstanden, wenn ein Willensvollstrecker die entspre-

chenden Bemühungen vom Nachlass abgegolten haben will. Das räumen auch 

die Kläger in der Berufungsantwort ein (vgl. act. 206 S. 14), wenn sie festhalten 

lassen, es reiche zur eigenen Absicherung, die Erben / Vermächtnisnehmer auf-

zufordern, ihre Steuerbefreiung nachzuweisen, was bei gemeinnützigen Organi-

sationen überhaupt kein Problem sei. Ebenso das erfordert allerdings einen Auf-

wand, den das Bezirksgericht durch die Streichung der gut 15 Stunden unberück-

sichtigt gelassen hat. Dass und weshalb dieser Aufwand wesentlich unter 15 

Stunden liegen muss, tragen die Kläger mit der Berufungsantwort nicht vor. Die 

vom Bezirksgericht gestrichenen 15 Stunden und 25 Minuten sind deshalb in die 

Rechnung aufzunehmen. Die Zahl der als nachgewiesen geltenden Stunden er-

höht sich damit von 661 Stunden und 15 Minuten auf 676 Stunden und 40 Minu-

ten. Das liegt unter dem anerkannten Wert von 723 Stunden, der hier massge-

blich ist (vgl. dazu vorn Ziff. III/4.2.2 und 4.3). 

4.4.7 Die Schätzung des Aufwandes für Verwaltung und Verkauf von Wertschrif-
ten gemäss den bezirksgerichtlichen Urteilserwägungen 4.2.12 (vgl. act. 197  

- 40 - 

S. 19 f.) auf insgesamt 46 Stunden wird ebenfalls gerügt (vgl. act. 194 S. 21 f.). 

Die Beklagten halten an dem bei der Vorinstanz behaupteten Aufwand beider Wil-

lensvollstrecker vom insgesamt 67 ¾ Stunden fest (a.a.O.). 

 Erneut legen die Beklagten aber gar nicht dar, inwieweit und weshalb die  

21 ¾ Stunden, die sie angerechnet haben wollen, offenbar ausschliesslich 

A._____ zuzurechnen sein sollen. Die Berufung erweist sich daher in diesem 

Punkt an sich schon unbegründet bzw. nicht nachvollziehbar. 

 Die übrige Kritik der Beklagten an den vorinstanzlichen Erwägungen erweist 

sich zudem nicht als stichhaltig. Das Bezirksgericht hat den angemessenen Auf-

wand nicht aufgrund einzelner Elemente geschätzt, sondern in einer gesamthaf-

ten Gewichtung der von ihm einzeln aufgeführten Gesichtspunkte (ohne sich da-

bei jeweils über "Kürzungen" zu äussern). Diese sind zutreffend und hier nicht zu 

wiederholen. Die Beklagten greifen bloss einen dieser Gesichtspunkte heraus, 

nämlich die Übertragung der Depotwerte bei der … [Bank] tel quel an Vermächt-

nisnehmer (Dossier VII, Register 3; vgl. act. 197 S. 20). Diese Übertragung tel 

quel bestreiten sie nicht, behaupten jedoch unter Verweis auf Korrespondenz 

(Dossier VII, Register) einen grossen Aufwand und halten fest: "Die Kürzung ist 

entsprechend unbegründet" (act. 194 S. 22). Das ist unverständlich, lässt nicht 

nachvollziehen, was für eine Kürzung die Beklagten genau meinen, zumal sie 

nach weiteren Rügen auch noch festhalten, die Kürzung um insgesamt 21 ¾ 

Stunden sei willkürlich. 

 Was diese weiteren Rügen betrifft, so zielen sie an der Sache vorbei, wird 

doch damit keine aktive Bewirtschaftung der bei Banken lagernden Wertschiften 

durch die Willensvollstrecker behauptet. Insoweit lag ein blosses Halten von 

Wertschriftenbeständen vor, was bekanntermassen keinen grossen Aufwand ver-

ursacht. 

 Die Berufung erweist sich somit in diesem Punkt als unbegründet. 

4.4.8 Die Beklagten rügen, in den Erwägungen 4.2.13 (vgl. act. 197 S. 21 f.) habe 
das Bezirksgericht ohne nähere Begründung und ohne Rücksicht auf den nach-

gewiesenen erheblichen Zeitaufwand und den hohen Wert der Liegenschaft  

eine unangemessene pauschale Kürzung von 86 Stunden und 20 Minuten auf  

60 Stunden vorgenommen (vgl. act. 194 S. 22). 

- 41 - 

 Soweit die Beklagten unter nachgewiesenem Aufwand ihre Sachdarstellung 

im bezirksgerichtlichen Hauptverfahren meinen, kann auf das vorhin unter  

Ziff. III/4.4.3.1 Erwogene verwiesen werden. Was dort zu einer analogen Rüge 

der Beklagten ausgeführt wurde, die die eigene Sachdarstellung als Beleg aus-

gibt, gilt sachgemäss ebenso hier, wo von Nachweis die Rede ist. 

 Das Bezirksgericht hat sodann durchaus Gründe dazu angeführt, weshalb 

es einen Aufwand von lediglich 60 Stunden für angemessen erachtete. Neben 

anderem erwog es, dass den Willensvollstreckern trotz des Beizugs eines Mak-

lers gewisse Aufgaben zufielen, hingegen andere gerade deswegen nicht (z.B. 

Redaktion von Inseraten mit nicht nachvollziehbarer Reisezeit). Damit setzen sich 

die Beklagten gar nicht auseinander. Sie lassen auch offen, weshalb und inwie-

fern der hohe Wert der Liegenschaft sich auf den Zeitaufwand der Willensvollstre-

cker hätte auswirken können, geschweige denn ausgewirkt hat. Das wäre denn 

auch nicht ersichtlich. Endlich lassen sie wiederum offen, ob und weshalb von den 

weiterhin geltend gemachten gut 26 Stunden alles A._____ zuzurechnen wäre 

oder nur anteilmässig (und dann in welchem Umfang). Das folgt auch nicht sach-

lich hinreichend begründet aus ihren weiteren Ausführungen in act. 194 S. 25 f. 

 Die Berufung ist damit in diesem Punkt hinsichtlich jeder einzelne Rüge so-

wie erst recht insgesamt unbegründet. 

4.4.9 Unbegründet ist die Berufung ebenfalls, soweit mit ihr die Erwägungen 
4.2.14 des angefochtenen Urteils (act. 197 S. 21) in Frage gestellt werden. Das 

Bezirksgericht hat – ausgehend von den Grundlagen in act. 197 S. 13 f., was wie-

der einmal in Erinnerung zu rufen ist – die Gesichtspunkte aufgelistet, welche es 

zur Schätzung des angemessenen Honorars beider Willensvollstrecker auf 60 

Stunden führte. Wie beim Aufwand für die Wertschriftenverwaltung usw. hat es 

dabei auf Abstriche bei einzelnen Positionen verzichtet, hingegen dargelegt, was 

gewiss (und entgegen der Meinung der Kläger) Aufwand verursache, unter Ver-

weis auf diverse Dossiers. 

 Dem halten die Beklagten einzig entgegen: "Auch hier erfolgte die Kürzung 

einzig aufgrund der nicht substanziierten Bemängelung durch die Kläger, welche 

immerhin 43 Stunden anerkannten. Die pauschale Kürzung um 20 Stunden ist 

somit willkürlich erfolgt" (act. 194 S. 22). Eine hinreichende Auseinandersetzung 

- 42 - 

mit den bezirksgerichtlichen Erwägungen ist das nicht. Insofern erweist sich die 

Berufung als unbegründet. 

 Nicht auszuschliessen ist immerhin, dass die Beklagten die Auffassung ver-

treten, ein Beweisverfahren wäre gar nicht notwendig gewesen. Immerhin: Sie 

anerkennen, dass die Kläger den Aufwand der Willensvollstrecker als unange-

messen bemängelten, also bestritten haben. Die Bestreitungen erfolgten in act. 

76 und in act. 97 im Rahmen des Hauptverfahrens, aufgrund der von den Beklag-

ten nachträglich erstellten Auflistungen zum Zeitaufwand der Willensvollstrecker. 

Aus diesen Aufstellungen (vgl. act. 59/2-3 und act. 90/2) lässt sich auch mit den 

"Spezifikationen" der Beklagten erst in der Duplik (vgl. act. 89 S. 22 [Verkauf 

Wertsachen]) nichts zur Quantität/Qualität der Wertsachen herleiten (namentlich 

auch nicht zu den einzelnen Wertsachen selbst, um die es ging). Darauf haben 

die Kläger in act. 97 S. 7 der Sache nach sehr wohl hingewiesen. Was ihnen also 

über alles gesehen an Sachdarstellung vorlag, die sie bestreiten konnten (und 

durften), waren die beklagtischen Sachdarstellungen zum Zeitaufwand in 

act. 90/2, gekennzeichnet mit dem handschriftlichen Kürzel "…" (vgl. act. 89  

S. 22). Da der Substanziierungsgrad einer Bestreitung massgeblich auch vom 

Substanziierungsgrad einer Sachdarstellung abhängt, hat das Bezirksgericht zu 

Recht von den Klägern, die – anders als die Willensvollstrecker – keine eigene 

Kenntnis über die Wertsachen der Erblasserin besassen, nicht mehr an Bestrei-

tungen verlangt, als was sie vorgebracht haben. Das Beweisverfahren wurde zu 

Recht durchgeführt. 

 Der Vollständigkeit halber ist dem noch beizufügen, dass die Beklagten nä-

her darlegen, welcher Anteil der von ihnen unter dem Buchstaben N der Beru-

fungsschrift auf S. 22 geltend gemachten 20 Stunden A._____ anzurechnen wä-

ren. Gemäss der Zusammenfassung auf S. 25 würden 2/3 der Stunden N._____ 

anzurechnen sein. Die Rügen der Beklagten würden demnach dann, wenn sie 

begründet wären, hier ausschliesslich interessierende Bemühungen von A._____ 

im Umfang 6 Stunden und 40 Minuten betreffen. 

4.4.10 Auf S. 23 f. der Berufungsschrift rügen die Beklagten die Erwägungen 
4.2.15 im angefochtenen Urteil (vgl. act. 197 S. 21 f.). Sie rügen im Wesentlichen 

eine Kürzung des von ihnen für die Erstellung des Steuerinventars behaupteten 

- 43 - 

Aufwandes von 101 Stunden und 25 Minuten durch das Bezirksgericht auf 60 

Stunden (je hälftig den Willensvollstreckern zugerechnet). Diese Kürzung sei mit 

einer rechtlich nicht haltbaren Begründung erfolgt (vgl. act. 194 S. 23). 

 Die Willensvollstrecker hätten – so die Beklagten im Wesentlichen – bei der 

Inventarisation mitwirken müssen. Generell habe ein Willensvollstrecker über alle 

Verhältnisse, die für die Erstellung des Inventars Bedeutung haben könnten, Aus-

kunft zu geben. Er sei verpflichtet, alle Bücher, Urkunden, Ausweise und Auf-

zeichnung mit Nachlassrelevanz vorzuweisen, Räumlichkeiten und Behältnisse zu 

öffnen und sinnvollerweise einen Inventarentwurf zuhanden der Steuerbehörde zu 

erstellen (vgl. a.a.O., S. 22 f.). Wörtlich fügen die Beklagten dem bei: "So ist es 

auch im vorliegenden Fall geschehen, wobei insgesamt drei Entwürfe für das In-

ventar auf Anordnung der Inventarisierungsbehörde zu erstellen waren (vgl. Mar-

tin Zweifel a.a.O., Seite 187 ff.)". 

 Das Bezirksgericht hat gestützt auf die im Beweisverfahren erhobenen  

Akten u.a. erwogen, die Willensvollstrecker hätten alle für die Inventaraufnahme 

notwendigen Unterlagen suchen und zusammenstellen müssen. N._____ habe 

die Steuererklärungen der Erblasserin jeweils früher erstellt und daher einen 

Überblick über deren finanzielle Verhältnisse gehabt. Aus den Akten sei auch die 

Notwendigkeit ersichtlich, das Steuerinventar selbst zu erstellen. Aus der Korres-

pondenz mit dem Steueramt gehe hervor, dass die Beanstandungen hauptsäch-

lich die Steuerbefreiung einzelner Erben betroffen hätte (vgl. act. 197 S. 21). Das 

Bezirksgericht erachtete daher einen Aufwand von 60 Stunden unter dem Titel 

"Steuerinventar" als angemessen und rechnete je 30 Stunden N._____ und 

A._____ zu. 

 Wo in diesen gerichtlichen Wertungen bzw. Würdigungen von Beweismitteln 

zu den Sachverhaltsbehauptungen der Beklagten der gerügte, zur Streichung von 

Stunden führende Rechtsfehler liegt, ist nicht ersichtlich. Erkennbar ist hingegen, 

dass die Beklagten mit ihren Rügen, die sich im Wesentlichen auf allgemeine 

Ausführungen zur Aufgabe eines Willensvollstreckers beschränken, auf die be-

zirksgerichtlichen Erwägungen gar nicht näher eingehen. So klammern sie etwa 

aus, dass Beanstandungen des Steueramtes die Thematik der Steuerbefreiungen 

beschlugen, für die sie bereits anderweitig Aufwand geltend machten; dieser wur-

- 44 - 

de – soweit er A._____ betrifft – bereits berücksichtigt (vgl. vorn Ziff. III/4.4.6). Mit 

Fug darf zudem bezweifelt werden, dass sich "Martin Zweifel a.a.O." in seiner 

Schrift zur Notwendigkeit dreier Entwürfe der beiden Willensvollstrecker zum In-

ventar befasste. Dass es ganz allgemein zum notwendigen und angemessenen 

Aufwand eines Willensvollstreckers gehört, drei Entwürfe zu einem Inventar zu 

erstellen, wäre zudem nicht ersichtlich. Es ist deshalb der Frage, ob die Beklagten 

mit dem Hinweis auf drei Entwürfe nicht ein unzulässiges Novum vortragen, gar 

nicht mehr nachzugehen. Immerhin, dass und wo die Beklagten dergleichen im 

bezirksgerichtlichen Hauptverfahren bereits behauptet haben, ist aufgrund ihrer 

Sachdarstellung in act. 89 S. 23 und act. 57 S. 21 f. nicht erkennbar und es gölte 

daher die Schranke von Art. 317 Abs. 1 ZPO (vgl. vorn Ziff. II/1.2). 

 Die Berufung erweist sich somit auch in diesem Punkt als unbegründet und 

es ist müssig darauf hinzuweisen, dass die Beklagten zu allem auch nicht nach-

vollziehbar darlegen, weshalb die vom Bezirksgericht gestrichenen Stunden aus-

schliesslich Bemühungen des A._____ betreffen sollen. Aus den gerügten Erwä-

gungen, die u.a. die Vertrautheit von N._____ mit der Materie gewichten und wel-

che die Beklagten zu Recht nicht in Abrede stellen, ergibt sich das jedenfalls 

ebenso wenig wie im Zusammenhang mit den anderweitig abgegoltenen Aufwen-

dungen zur Steuerbefreiung. 

4.4.11 Die Beklagten anerkennen in der Berufungsschrift die vom Bezirksgericht 
in Erwägung 4.2.19 (act. 197 S. 24) vorgenommene Kürzung von behaupteten 37 

Stunden und 17 Minuten für Auskünfte an die Erben um 27 Stunden und 17 Minu-

ten auf 10 Stunden "im Umfang von 10 Stunden" nicht (vgl. act. 194 S. 23). Ergo 

stellen sich die Beklagten wohl auf den Standpunkt, eine Kürzung des von ihnen 

behaupteten Aufwands um 17 Stunden und 17 Minuten sei rechtens; der von den 

Willensvollstreckern erbrachte Aufwand belaufe sich aber insgesamt auf 20 Stun-

den und nicht auf 10 Stunden. Die Differenz von 10 Stunden sei vollumfänglich 

A._____ als tatsächlich erbrachter Aufwand anzurechen (vgl. neben act. 194 S. 

23 ebenso S. 25 f. [Zusammenfassung]). 

 Die Beklagten argumentieren zur Begründung, selbst bei vollständiger In-

formation sei es üblich, "dass auch nach Erstellung der Teilungsrechnung noch 

Einzelfragen bestehen. Zudem ist es weder üblich, noch sinnvoll, jede Auskunft 

- 45 - 

betreffend Steuerfragen nur gegen Bezahlung durch die jeweiligen Erben abzu-

geben" (act. 194 S. 23 f.). 

 Darin ist Kritik an den vorinstanzlichen Erwägungen zu erkennen, in deren 

Ergebnis der angemessene Aufwand der beiden Willensvollstrecker auf 10 Stun-

den geschätzt wurde, wovon 8 ¼ Stunden A._____ zugerechnet wurden (vgl. act. 

197 S. 24). Nicht zu erkennen ist hingegen, wie die Beklagten darauf kommen, es 

seien A._____ 10 weitere Stunden anzurechnen, es erhöhte sich dessen ange-

messener Aufwand m.a.W. auf insgesamt 18 ¼ Stunden. Denn es fehlen offen-

kundig Angaben dazu, um welche der in act. 90/2 aufgelisteten Stunden es sich 

handelt, welche die von den Beklagten als notwendi